Jahrgang 
4-6 (1812)
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unvermiſchten Excrementen geben wir dem Boden eine anhaltende Kraft, und wir haben in Schle⸗ ſien einen großen Landwirth, der dem Rindvieh durchaus gar nicht unterſtreut; ſondern die Excre⸗ mente ſo, wie ſie abfallen, in die Miſtſtaͤte und dann weiter ohne alles andere Gemiſche auf den Boden bringt, und davon die ſchoͤnſten Fruͤchte gewinnt.

Dann beruht Eure ganze Miſtrechnung auf unzuverlaͤßigen Suppoſitionen kann man ein⸗ wenden; denn wenn das Stroh zum Miſte ent⸗ behrlich iſt, ſo kann man den Miſt nicht aus dem Stroh berechnen.

Wir haben geſagt, daß das Stroh allein eine ſogenannte vegetabiliſche Duͤngung ausmache, und daß eine ſolche Duͤngung kaͤrglich ſey. Wir koͤnnen hinzufuͤgen, daß das Stroh in einem mit thieriſchen Excrementen geſaͤttigten Miſte einen ge⸗ wiſſen Theil der Pflanzennahrung enthalte, oder daß ſich im Miſt das Stroh zu den Excrementen nach Meyer wie 37: 100 verhalte, und daß wir alſo die Maſſe des Miſtes durch das Stroh vermehren.

Unſere Rechnung baſiren wir deshalb aufs Stroh, weil uns die Maſſe deſſelben entweder bekannt iſt, oder ſie aus den Koͤrnern ableiten