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Siebzehnter Brief. Von A.
Ein großes Gebrechen in der Wirthſchaftsverfaſ⸗ ſung, beſonders der Kurmark, ſind die Holzge⸗ rechtſame, welche von vielen Gemeinden und Guͤ⸗ tern, mehrentheils in den koͤniglichen Forſten, hin und wieder aber auch in Privatholzungen ſtatt fin⸗ den. Auf die Abſtellung derſelben waͤre bei dieſer Gelegenheit beſondere Ruͤckſicht zu nehmen. Die Zeit, welche auf Ausuͤbung dieſer Gerechtſame in manchen Gegenden verloren geht, betraͤgt in den ſechs Wintermonaten † ſaͤmtlicher Werktage, folg⸗ lich zwei volle Monate; des daraus nothwendig erfolgenden Ruins der Forſten nicht zu gedenken. Das allgemeine Landrecht giebt zwar eine Vor⸗ ſchrift, nach welcher der Forſteigenthuͤmer dieſe Gerechtſame abfinden kann. Allein bei den koͤnig⸗ lichen Forſten ſcheint man ſich noch fuͤr dieſe Ab⸗ findung zu ſcheuen, und es fuͤr beſſer zu halten, die Laſt ferner zu tragen. Daher ruͤhrt es denn zum großen Theile, daß die Nutzung der koͤnig⸗ lichen Forſten im Vergleich mit der der Privat⸗ forſten faſt ins laͤcherliche faͤllt.
Dieſe Aufhebung der Forſtgerechtſame kann, ſo wie die des laßbaͤuerlichen Verhaͤltniſſes, fuͤglich
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