Jahrgang 
12 (1807)
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( 652) Wanderns ziemlich gewohnt, und will ſchon zu rechter Zeit wieder einlenken. Als ich eine halbe Stunde die Landſtraße von Kiel nach Preetz ver⸗ folgt hatte, da fing es ſchon an fuͤr mich zwiſchen den hohen Hecken, womit gewoͤhnlich die Fahr⸗ wege in den kultivirten Gegenden von Holſtein ein⸗ Alchiſen ſind, zu warm zu werden. Ich fand einen Fußſteig, der rechts einer Anhoͤhe hinauf, uͤber Lerſchiedene Kornfelder nach dem Kirchhofe

Elmſchenhagen ging, hoͤrte das Rollen des Mergelwagens, und machte rechtsum.

Allenthalben bemerkte ich deutlich die Spuren des fleißigen Landmanns, der hier ſeit verſchiede⸗ nen Jahren das Mergeln eingefuͤhrt, und dadurch kahle, ſandige Huͤgel in ergiebige Saatfelder um⸗ geſchaffen hat. Der Boden iſt etwas ſandig und von mittler Guͤte; ein wenig mehr Thon ſcheint ihm dienlich zu ſeyn. Das Mergeln wird mit vie⸗ lem Fleiße fortgeſetzt. Was ſie auffahren, iſt Lehm⸗ mergel von gelbbrauner Farbe, mit vielen Stei⸗ nen dnterm ſcht⸗ der wahrſcheinlich kaum 15 Pro⸗ zenr Kalktheile enrhaͤlt, aber doch gute Wirkungen devorbeinat. Vermuthlich traͤgt der Zuſatz von die Quadratruthe kom⸗

Thon auch dazu bei. Auf