ſo weit aufgeloͤſt, daß er konnte beackert werden, was im Jahre 1834 doch 3 Wochen zeitiger moͤglich ge⸗ worden.
Necht Schade, daß wir den heißen Sommer nur mit der Duͤrre erkaufen koͤnnen, und ſo nicht die Ve⸗ getation genießen, welche Naͤſſe mit Hitze giebt!
Man denke ſich, daß die tropiſche Hitze des Juli, Auguſt und September 1834 hier zu vereinigen gewe⸗ ſen waͤre mit dem Regenfall in Mittel⸗America; wes fuͤr eine Maſſe von Vegetation wuͤrde ſich dann aufgeſchloſſen und den Stoff der Fruchtbarkeit ver⸗ mehrt haben.
Wir haben erfahren, daß duͤrftige Feuchtigkeit die Wieſen in kuͤrzerer Zeit zu einer Heumatt brachte, wie das kalte naſſe Jahr ſie nicht giebt. Wir duͤrfen uns aber dieſe uͤbergroße Vegetation americaniſcher Pampas nicht wuͤnſchen, weil wir dann kein Getraide bauen, ſondern nur Veeh ziehen koͤnnten.
Wenn wir aber bloß die Befruchtung des Bodens beruͤckſichtigen wollen, dann freilich duͤrfen wir, nach der allgemeinen Naturgeſchichte der Vegetation auf der Erde, welche ſich wohl, gegen kleine Experimente, wenn auch nur vergleichsweiſe, wird hoͤren laſſen, nicht annehmen, daß die Duͤrre, die Aufloͤſung und Verwitterung durch Sonnenbrand, den Fruchtbar⸗ keitsſtoff ſo vermehren koͤnne, wie die humusliefernde Vegetation der Hitze und Naͤſſe. Wenn der Juli, Auguſt und September mit ſo viel Naͤſſe als Hitze die Vegetation haͤtte aufregen koͤnnen, dann wuͤrden wir ein uns ganz fremdes Bild americaniſcher Vege⸗ tation auf unſeren Wieſen geſehen haben, welche wir jetzt ſchmerzlich verbrennen ſahen, uns aber doch noch wundern mußten, wie naͤhernd die durch Hitze her⸗ vorgelockte kuͤmmernde Vegetation ſey.
Mag immer die Wirkung der Sonnengluth in dem Boden Fruchtbarreit zuruͤckgelaſſen haben, ſo werden wir doch, wenn wir in der allgemeinen Ge⸗ ſchichte der Vegetation auf der Erde leſen, nicht an—
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