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Jahren ſicherer Winterkorn gebauet, welches an der Feuchtigkeit des Winters zehrt; leicht aber mißraͤth das Sommerkorn, wenn nicht wenigſtens gegen Jo⸗ hannis Regen erfolgt, wie wir dies im Jahre 1826 erfuhren, wo nicht die friſche Mergelung nnd fruͤhe Saat noch etwa aushalfen.
In den naſſen Jahren gedeiht das Sommerge⸗ traide beſouders bei ſpaͤterer Ausſaat, wenn nur die Waͤrme der Naͤſſe das Gleichgewicht haͤlt. Dann aber verderben die Winterſaaten durch Lagern, oder werden nicht lohnend, wie in den Jahren 1803 u. 1804.
Dies ſind uns allen bekannte Erfahrungsſachen.
Im Jahre 1834 mag in den Sandgegenden das Sommergetraide verſchienen ſein. Auf gutem Boden hat es ſich gehalten, wenn die Erndte auch der von 1833 nicht gleich kam.
Die Vegetation verminderte ſich bei der trockenen Duͤrre ſchon merklich im Anfange Juli und brachte bekanntlich ſehr bald zur Reife die Koͤrner der welken⸗ den Saaten, welche fruͤher in Fuͤlle raſch aufgewach⸗ ſen waren.
Vom Juli an bis zur Mitte September hat Hitze und Duͤrre auf dem trockenen Lande eine Verminde⸗ rung der Vegetation erzeugt, wie ſie ſeit dem Jahre 1811 hier nicht erlebt iſt. Eine ſpaͤte, eine zweite Saat verbrannte, wie denn eine mehrfache Erfahrung gelehrt hat, daß eben bei zeitiger Erndte nicht zu rech⸗ nen iſt auf den Abnutz einer zweiten Saat, welche einige Feuchtigkeit des Bodens und der Witterung vorausſetzt. Im Jahre 1811 waͤhrte die Duͤrre aber laͤnger, naͤmlich bis in die Mitte Octobers, und fing ſchon an mit dem Mai, ſo daß die damals nicht durch vorigjaͤhrige Trockniß verminderten Waſſerbehaͤlter im September wohl mehr noch ausgetrocknet waren, als in dem Jahre 1834, wo die hoͤhere Hitze und Duͤrre, nach einem trockenen Jahre, ſich erſt im Juni auszuzeichnen anfing. Erſt nach dem 20ſten October ward im Jahre 1811 der ſteife Boden durch Regen


