Jahrgang 
2 (1824)
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Pferde⸗Schau hat es ſchon bewieſen, daß wir berechtigt ſind, von dieſem Inſtitute heilſame Folgen fuͤr unſer Vaterland zu erwarten. Ein gleiches verſpricht auch unſre kuͤnftige Schaaf⸗ Schau. Der in dieſem Jahrgange mitgetheilte Aufſatz des Herrn Ober⸗Inſpektors Sach zu Herzberg legt es vor Augen, daß wir, mit mehr als alltaͤglicher Kenntniß dieſes landwirth ſchaftlichen Erwerbzweiges, bereits angefangen haben, unſern bisher weit vorgeſchrittenen Nachbarn den Rang abzugewinnen.

Es waͤre ſehr zu wuͤnſchen, daß unſre ver⸗ dienſtvollen ſchriftſtelleriſchen Landwirthe ſich entſchließen wollten, manche lehrreiche Mono graphie, die ſie, einzeln gedruckt, dem Publi kum mittheilen, lieber fuͤr die Annalen beſtim men moͤchten. Dieſe ſind das eigentliche Archiv unſrer Landwirthſchaft, in welchem alles bei ſammen bleibt, und manches noch der Nach⸗ kommenſchaft nuͤtzen kann; da im Gegentheil eine einzeln gedruckte und beſonders vertheilte kleine Piece, ſich ſehr bald verliehrt und ſo⸗ dann nicht ſelten hoͤchſt ungerne entbehrt wird. Alle Mittheilungen der Art, den Annalen zu entziehen, das iſt wirklich eben ſo unzweck⸗ maͤßig, ich will nicht ſagen unpatriotiſch! als wenn in ſolchen Leſezirkeln, die nur aus⸗ ſchließlich fuͤr landwirthſchaftliche Gegenſtaͤnde beſtimmt ſind, auch unſre Annalen die Runde machen muͤſſen. Dieſe ſollten doch eigentlich jedem gebildeten Landwirth das taͤgliche Haupt⸗