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§. 3
Der Kalk, und noch mehr der Mergel, ist zwar gewissermaaßen als ein Verbesserungsmit⸗ tel der Grunderde, oder des bleibenden, feuek⸗ festen, unveränderlichen Theils des Bodens, an⸗ zusehen. Er kann demselben mehrere Lockerheit oder mehrere Festigkeit, mehrere Wasserhaltig⸗ keit oder mehrere Durchlässigkeit u. s. f. geben, je nachdem es diesem Boden vorher an dem einen oder dem andern mangelte. Dieses kann man seine mechanische Wirkung nennen.
8. 4.
Weit mehr kommt seine chemische Wirkung in Betracht, welche er auf die im Boden ent⸗ haltene eigentliche Dammerde oder den zersetzba⸗ ren, durch Feuer zu ver flüchtigenden und er— schöpflichen Theil der Ackererde, so wie auf die todten, aber noch nicht verweseten, auch zum Theil noch lebendigen Pflanzen und thierischen Theile, die sich in der Ackerkrume befinden, äussert.
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Wir müssen den Kalk zuvor etwas genauer
kennen lernen, und seinen zweifachen Zustand,


