Jahrgang 
2 (1769)
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228 XXZU. Von der Pferdezucht:

Fortpflanzung zu gefallen und für schön zu halten, Weil indessen nac) jenem Urtheil nun einmal die Sache wider das weibliche Geschlecht der Thiere entschieden ist; so hält man auch bey Gestüten diejenigen Stuten für die schönsten, welche der Gestalt des Hengstes am nächsten fommen. Was ich dahero von der regelmäßigen Bildung eines Hengstes oben weitläuftig berühret habe, das findet auch hier seine Anwendung auf die Zuchtstuten, dahero ich denn auch einer weitläuftigen Schilderung ihrer Gliedmassen entohnigt seyn kann, Ich habe oben im Vorbeygehen schon angeführet, daß nach meiner Meynung die Grösse und Stärke der Pferde mehr von dem Bau der Stute als des Hengstes abhange. Das Fühl« len erhält in dem Leibe seiner Mutter wahr» scheinlich die Grundlage der Ausdehnung seiner Gliedmassen, und diese Ausdehnung richtet sich natürlicher Weise nach dem Raum, worin es sich bildet. Wenn dieser so eng ist, daß die Frucht in ihrem möglichen Wachsthume eingeschränkt wird; so kann, nach meinen Begriffen, niemals ein so grosses Füllen, als im Gegentheil, entstehen.J< leugne zwar nicht, daß der fünftige Wachstchum von der ersten Einschränkung unabhängig sey, und daß die nachherige Nahrung das mehreste zur Grösse und Ausdehnung beytragen könne,

Wenn sich aber ein Füllen schon im Mutters!

leibe