Jahrgang 
1 (1817)
Seite
298
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in' den"Hütten der Niedern ſey? der muß gewiß von Herzen wünſchen, daß die Dienſtboten zum Gehor- ſam, als den Grund aller ihrer Pflichten, mit ganzem Ernſt wieder angehalten werden mögen.

Eins ver wichtigſten Hinderniſſe dieſes Gehorſams und der ganzen Erziehung der Dienſtleute finde ich) in einer, aus Einfalt entſpringenden übermäüthigen An- maßung, und dem faſt allgemein unter ihnen herrſchen den Vorurtheil> ſie ſeyen zu Allem vollkommen tüchtig, thäten ſchon mehr, als ndthig wäre 26 bedärften glſo keiner Grinnerung und Zurechtweiſung, Alle übrigen Stände bis zu den kleinſten Handwerkern herab». müſſen Lehrjahre beſtehen, und, die Anweiſung zu ihren künftigen Berufsgeſchäften theuer bezahlen; nur die dienende Menſchenklaſſe iſt ohne eigentlichen Unterz richt mit aller ihrer Untächtigkeit und bey allem Scha- den, den ſie der Herrſchaft zufügt, roh und ungeübt, wie ſie aus der Eltern Haufe kommt, fehon geſchi>t genug» ſich etwas zu verdienen, und weiß die Forde- rung für ihre oft ſehr kleinen Dienſte nicht ho4 genug zu ſpannen, Sind zu ihren Geſchäften freylich, aur mechaniſche Fertigkeiten erforderlich, fo müſſen dieſe doch geübt, und zum Theil lange geübt werden; ehe Tertigkeiten entſtehen können,= So lange die Kin- ver in den Trivialſchulen Ceidex? traurige Wahrheit,) nicht zwe&mäßiger zu Uebungen ihrer menſch lichen Kräfte angeführt, und durc< Grundſäße vernünftiger