Jahrgang 
1816
Seite
730
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iſt7 als eben die Lungenſeuche, die beſonders in . dieſem Jahre, auch bey uns in Mecklenburg ſchon ſo manchen Landwirch betrübt hat, anſteckend ſey. Wer alſo geſundes Vieh hat, der ſuche vor allen Dingen ſich vor Anſteckung zu ſichern. Dies ge- ſchieht, wenn man ſorgfältig allen Dünger aus den Ställen ſchaFt, in welchen krankes Vieh geweſen iſt, und die Wände der Ställe mit einer reichlichen Ouantität ſiedenden Waſſers abwäſcht, und dann unmittelbar darauf mehremale abſpült.-- Dies muß allemal angewendet werden, wenn krankes Vieh im Stalle geweſen iſt und nun wieder geſun- des hinein gebracht werden ſoll. Unterläßt man dies einfache Mittel, ſo ſoll man nie gegen neue Anſteckung ſicher feyn. Auch werden die Tröge und die Säulen des Futterganges in den Ställen) vor dem Einzug des geſunden Viehes mit Theer angeſtrichen.'

Nächſidem foll ſich nachſtehendes Mittel, welches ſogleich, wenn man merkt, daß das Vieh anfängt zu huſten, als Präſervativ angewendet werden muß, äußerſt würkſam gezeigt haben:

Man gießt anderthalb Spann oder Eimer voll ſiedendes Waſſer auf ein halbes Loof(etwa drey- viertel eines Roſtocker Scheffels) Hafermehl, ſeßt dieſes Gefäß mit dem eingeweichten Mehle in ein reeht warmes Zimmer und läßt es daſelbſt