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gutes Futter trägt, bey hinlänglicher Austro>nung äber den Hahnenfuß(Ranunculus) hervorbringt, dieſe Wieſenerde zeigt, für ſich angewendet, wenn fie nur nicht zu friſch untergeackert wird, eine den Miſt weit übertreffende fruchtbarmachende oder düngende Würkung, eine Würkung, welche noch nach 20 Jahren ſichtbar bleibt. Dieſe Wieſenerde iſt dem Teichſchlamm völlig gleich zu achten. und macht den Mergel entbehrlich, denn auf ſolchem Dunge wächſt der Klee von ſelbſt.
Die Torferde enthält ebenfalls vielen, dur< eine Säure an der völligen Fäulung gehindert werden- den, Humus, wie auch viele unverfaulte Wurzelt und Moosſiengel. Dieſe Torferde zur weitern Fäulniß vorzubereiten iſt ſchon längſt eine Ver- mengung mit gebranntem Kalk oder auch bloß Kalk- mergel empfohlen worden, weil der Kalk die Eigen- ſchaft beſißet, die Säuren zu binden und eine zerſiöhrende Kraft auf die'Pflanzenfaſerti äußert. Mir deucht daß ich auch ſchon eine Vermengung mit Miſt im Vorſchlage gebracht gefunden habe; auch vermengte vor etwa x0 Jahren ein derzeit bey dem Herrn von Schuckmann zu Kölpin con- ditionirender Wirthſchafter und geborner Holſteiner den dortigen Miſt mit dem Abraum vom Torf und mit Sigbülten(den Wurzelwrieten des Riedgraſes) wodurch er den Dängerhaufen ſehr vermehrte.


