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11| an die Entwürdigung des Geſchlechts feſſeln. Wir "R halten dies für völlig unzweifelhaft, ſo ferne find wir 1] davon, dem Aeuſſern, der Form, dem mechaniſchen
Mittel/ irgend eine Wirkſamkeit zur Bildyng des Men- ſchengeſchlechts beizumeſſen, deren Keim nicht zuvor durch des Menſchen Geit in ſie gelegt worden wäre.
Jn Griechenland nahmen wir wahr ,/ wie wenig die Jugendblüthe des Menſchengeſchlechts hinreicht/ um die Frucht ſeiner Reifheit, den vervollfommnetet Ackerbau/ zu gewähren.
Dagegen erblickten wir ſchon in Carthago und be- wunderten vollends im republifaniſchen Rom die natürliche Verbindung/ welche bei mehrerer Reifheit unſers Geſchlechts zwiſchen großen Charaftern und
( dem veredelten Landbau ſtatt findet,
Aus jener Herz und Geiſt erquickenden Periode des Menſchengeſchlechts können wir uns auch noch für unſere Tage und für die Nachwelt erhebende Vorbäder herholen/ zur Feier der reizendſten und der fraftvollſten Tugenden des Menſchen, wie dieſe Feicr nur im Schooße ves vervolkommneten Land- baues gedeihet.
Die damaligen Welteroberer hielten fein land- wirthſchaftliches Geſchäft unter ihrer Würde! Jede darauf verwandte Sorgfalt gereichte/ in ihrem er- "habenen Sinne, zur Zierde des patriziſchen/ ja wohl gar des konſulariſchen Urhebers!„Jede landwirth- ſchaftliche Fertigkeit trug zum Wohl ihres Gemein- weſens bei, Dieſem edeln Geiſte huldigen noch jeßt die großen Namen der Fabier(Bohnenpflanzer) ,- der
Lentulus(Linſenpfleger)- des Cicero(d. h. Erbſen- bauer) y. ſ. w. Aber ſo wie uns Rom große land-


