Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1741
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4 Gedanken von des Baterlandes

mit ihren Gößen, Fabeln, Heldenthaten, Tempeln, und. Be- gebenheiten in entfernten Ländern; dieſes bleibt in ſeinem rechten Gebrauche, Nußen und Werthe ungetadelt. Hier aber wird gefragt: Ob es billig wäre, eine ſolche Beſchäff- tigung der Kenntniß ſeines eigenen Vaterlandes vorzuziehen, oder ob dieſes bey dem Kerne von der Jugend des Reichs vor Gott und Menſchen zu entſchuldigen iſt, die künftig bey der Regierung und Wirthſchaft des Reichs Hand anlegen ſoll, und ob ſie nicht vielmehr zur rechten Kenntniß und Betrach» tung des werthen Vaterlandes angeführet werden ſolle, worauf die allgemeine Wohlfahrt ſo ſehr beruht, und welche die Wege, Mittel und Arten zu einer geſchickten Wirthſchaft angiebt, nebſt den Vorſchriften, wie, und wie nahe,auch welchergeſtalt ein Ort nach dem andern, eine Stadt erſt, die andere her- nach, ſollen geſeßt werden, wie die Vortheile recht zunußen, die dasjenige, was ein Ort von Natur hervorbringt, auch ſeine natürliche Geſchiflichkeit, Fruchtbarkeit, Lage und Nachbar- ſchaft erfodern.

Ich halte auch dafür, man thue wohl, wenn man ſich eine zuverläßige Kenntniß von unſern herrlichen Seen, dem Un8iar, Wetter, Wener, SHielmar, Päjens, Saima, Enara- Ulo- und Torno, Moräſten, wie die verſchiedenen großen Seen zu des Landes und der Städte Unterhalt, Han- del und Wandel ißigen Gebrauchs, oder künftiger beſſern Anwendung dientich ſind, erwirbt. Jh glaube, es wäre vortheilhaft, unſere Ströme, die gothiſche Elbe, die Dal- eibe, den(Motalajtrom, Woxen, Gullſpängselbe, die Torne-lUUmo-Kuni- u. d. g. Elben, ſich recht befannt zu machen, und zu wiſſen, wo ſie ißo mit Böten können be- fahren werden, und wo ſie zur Schiffahrt können und ſol- len genußet werden.

%c< glaube, es würde nüßlich ſeyn, wenn man wüßte, was für Fiſchereyen wir auf unſern Seen, Strömen, Küſten, und im Meere ſelbſt, haben können, und wie ſolche einzurichten ſind, auch wie weit alles dieſes ſchon gehörigermaßen einge- richtet iſt, oder noch Verbeſſerung bedürfe. Ich glaubs,

es