Univ.-Bibl. Giessen — —— —— —— * ——— — . Reſultate der Verſuche AO, G ubor Erzeugung und Gewinnung des Duͤngers, wie ſolcher unter beſtimmten Verhaͤltniſſen aus Futter und Einſtreu bei 2 Haltung der Pferde, des Rindviehes und der Schaafe entſteht, 2 nebſt einer Berechnung oder Ausmittelung des Gewichts und Maaßes von denjenigen laͤndlichen Erzeugniſſen, welche zur Ernaͤhrung der Thiere und Erzeugung des Duͤngers am 1 gewoͤhnlichſten angewandt werden, — desgleichen 3 Verſuch zu einer Werths-Vergleichung der vorzuͤglichſten Ackerbau⸗Erzeugniſſe nach Roggen⸗Koͤrner⸗Werth, wie ſolche hei Ertrags⸗Berechnung der Ernten, bei Abſchaͤtzung des Ackerbaues, der . Wieſen, der Ertrags⸗ und Koſten⸗Veranſchlagung der thieriſchen Ernaͤhrung und Gewinnung des Duͤngers bei dem Gute Schierau angenommen und berechnet werden. Vom 3 Koͤnigl. Amts⸗Rathe Block auf Schierau. 4 Mit 5 ℳ einem Vorwort und Anmerkungen BIBLIOTHEN Lun D. XOXIGINCHENN— ACADEMIE DESLANDBAES 20 MOEGLIN Staats⸗Rathe Thaer. Dellage zum 2ten Stuck des XI. Bandes der Möglinſchen Annaten. Berlin, bei Auguſt Ruͤcker 1 9 2 3. Diach das vorliegende Werk— die Frucht einer zehnjaͤhrigen Anſtrengung des thä⸗ tigen Forſchungsgeiſtes meines hochgeſchaͤtzten Freundes— ſind der Theorie ſehr wich⸗ tige Data zugefuͤhrt und der Praris iſt ein hoͤchſtſchaͤtꝛbarer Wegweiſer gegeben worden. Daſſelbe wird daher ein hohes Intereſſe und geſpannte Aufmerkſamkeit aller denkenden Koͤpfe unſers Faches erregen. Selten hat das Schickſal einem Manne mit ſo regem Sinne fuͤr das Wiſſen⸗ ſchaftliche ſeines Gewerbes und mit ſo unermuͤdlicher Thaͤtigkeit und Concentration auf einen Gegenſtand, eine ſo gluͤckliche Lage angewieſen, wie es bei dem Hrn. Verf. auf ſei⸗ nem nicht großen, aber mit der höchſten Energie bewirthſchafteten, Gute der Fall iſt. 4— Das Intereſſe für das Gewerbe nͤßt ſi ſich hier ganz mit dem Intereſſe fuͤr die Wiſſen⸗ ſchaft vereinigen und eins foͤrdert das andere; die Lage und Einrichtung des, freilich ſelbſt erbauten, Hofes beguͤnſtigt und erleichtert die Aufmerkſamkeit auf die kleinſten. Details der Viehhaltung. Dieſe Verſuche und Beobachtungen waren nur zur Wefriedigung eigener Wiß⸗ begierde und zu eigener praktiſchen Benutzung angeſtellt, ohne die Abſicht, damit vor dem Publikum zu erſcheinen. Es iſt nur auf meine Anmahnung zu der Pflicht— ſein Licht leuchten zu laſſen vor den Leuten— bewirkt, daß der Herr Verfaſſer dieſe Reſul⸗ tate, in gedraͤngter Kuͤrze ausgezogen, geordnet, verglichen und mit ſeinen Reflexionen begleitet hat. Wir duͤrfen nun aber hoffen, daß er uns uͤber die Art und Weiſe man⸗ cher Ausmittelungen in der Folge nähere Aufſchluͤſſe geben werde. Dies iſt beſonders hinſichtl lich der aus einzelnen Futterungsmitteln bei verſchiedenen Vieharten hervorgehen⸗ den Duͤngers im trockenen und feuchten Zuſtande zu wuͤnſchen, weil ſich erſt nach An⸗ gabe des dabei angewandten Verfahrens und wie die Verhaͤltniſſe faktiſch oder analo⸗ giſch gefunden ſeyen, Schluͤſſe zur allgemeinen Anwendung daraus ziehen laſſen. Man hat die Angaben meines verewigten Freundes Meyer haufig nachgeſchrieben, aber die Art, wie ſie ſich ihm ergeben, nicht beachtet. Das dem Vieh gefutterte und einge⸗ ſtreute Stroh, nachdem es mit dem Urin angefeuchtet und durchtreten war, hatte ſich im Gewicht 2,8 Mal vermehrt. Es ward nun Heu mitgefuttert und die gefundene Gewichts⸗Vermehrung dem Heu zugeſchrieben, nachdem jene fuͤr das Stroh ausgemit⸗ telte Gewichts-Vermehrung abgezogen war, und da fand ſich, daß dieſe Gewichts⸗Ver⸗ mehrung vom Heu ſich ausgliche, wenn man das Gewicht des Heues mit 1,8 multiplicirte.. Es erklaͤrte ſich dieſe geringere Gewichts⸗ Vermehrung vom Hen daraus, daß von dieſem mehr in den Koͤrper der Thiere uͤberginge. Aber bei Koͤrnerfutterung fand er die dar⸗ auf zu rechnende Gewichts⸗Vermehrung ſbeinahe noch einmal ſo groß und doch geht von dieſen wohl noch mehr in den Koͤrper der Thiere uͤber, im Verhäͤltniß der Traͤbern, die ausgeworfen werden. Es erklaͤrt ſich aber daraus, daß mit 100 Centner Koͤrner meht Thiere erhalten werden koͤnnen, als mit 100 Centner Heu und Stroh, daß jene alſo mehr ſaufen, wahrſcheinlich mehr Waſſer zerſetzen und mehr Urin geben. Denn das zerſetzte Waſſer und der Urin iſt es, was die Gewichts⸗ Vermehrung im feuchten Zu⸗ ſtande— jedoch auch im trockenen verhaͤltnißmaͤßig— hervorbringt, weshalb denn auch ſene Gewichts⸗Vermehrung des Strohes nicht ſtatt fand, ſobald mehr eingeſtreut ward, als vom Urin durchfeuchtet werden konnte; einer gewoͤhnlichen Landkuh mehr als drei Pfund taͤglich. Der Urin ſpielt hierbei eine wichtige Rolle, hinſichtlich der Sunancicät und der Qualitaͤt des Duͤngers, wie unſer Verfaſſer treffend bemerkt hat. Er iſt vom Waſſer ſehr verſchieden, ob er gleich groͤßtentheils aus Waſſer beſteht. Seine Erzeugung ſteht aber im Verhaͤltniß mit der Nahrungskraft des Futters, wodurch eine gewiſſe Summe des thieriſchen Lebens erhalten werden kann. Einige haben daher bei der Ausmittelung des Duͤnger⸗Verhaͤltniſſes das geſoffene Waſſer mit in Anſchlag gebracht. Aber das fuhrt uns auch wohl nicht weiter und wir muͤſſen nur annehmen, daß das Vieh ſo viel Waſſer erhaͤlt, als es ſaufen will. Reizt man es dazu an, ſo wird man mehr Stroh durch Urin aufeuchten koͤnnen, aber der Urin wird unkraͤftiger ſeyn. Ich habe mich uͤber dieſen Gegenſtand mehrere Male ausgeſprochen, aber ich wiederhole es hier, weil wir von der genauern Beſchreibung des Verfahrens, welches der Hr. Verf. bei dieſen Ausmittelungen des von mannigfaltigem Futter entſtehenden Duͤngers angewandt hat und von andern dabei gemachten Veobachtungen viele Auffkla⸗ rung fuͤr dieſen wichtigen Gegenſtand erwarten konnen. 6 Manche aus ſeinen Beobachtungen gezogene Folgerungen haͤlt der Herr Verfaſ⸗ ſer keineswegs fuͤr unbedingte Gewißheit, ſondern giebt ſie nur als ſeine Meinung. So iſt auch die Verwerthung mancher in der Wirthſchaft umlaufender Erzeugniſſe nicht als allgemeine Norm, ſondern in Hinſicht der Benutzung angegeben, welche in dieſer eon⸗ ereten Wirthſchaft davon gemacht wird. 5 Da es uͤbrigens der vielen Zahlen und Tabellen wegen unzweckmaͤßig geweſen ſeyn wuͤrde, dieſe ſchaͤtzbare Abhandlung, wie gewoͤhnlich, in Octav drucken zu laſſen, ſo habe ich deren Abdruck in Quart⸗Format verfuͤgt. Thaer. Ehe ich der Reſultate verſchiedener Verſuche erwaͤhne, worauf ſich meine angenommenen Sit gruͤnden, bemerke ich als Vorwort zu denſelben: Die durch eigne Ueberzeugung mir zu beantwortenden Fragen: a) wie viel vom Futter in das Leben des Thieres als auf Fleiſch- und Talg⸗Anſatz, Milch, Wolle und auf Kraftaͤußerung bei dem Zugthiere uͤbergehe? b) wie viel Duͤngung aus den gewoͤhnlichen Futtergattungen und Einſtreu entſtehe? G) und unter welchen Verhaͤltniſſen und Bedingungen die Nahrungs⸗ und Einſtreu⸗ mittel bei unſern Hausthieren am vortheilhafteſten anzuwenden ſind, um da— durch Futter und Einſtreu durch die Rutzung der Thiere beſtmoͤglichſt verguͤtigt zu erhalten, ſo wie den wohlfeilſten Duͤnger zu erzeugen? ſind mehrere Jahre ein Hauptgegenſtand meiner Beobachtungen und Verſuche— vorzuͤglich aber in den letzten 10 Jahren hier bei meinem kleinen Gute Schierau geweſen, denn hier fand ich mehrere Gelegenheit Verſuche zu machen, und ſie ſelbſt bis ins Große auszudehnen.. Keinesweges bin ich der Meinung, daß ich die mir aufgelegten Fragen genuͤgend ge⸗ loͤſet haͤtte, ſondern es haben ſich mir vielmehr bei dieſen Beobachtungen mehrere neue Er⸗ ſcheinungen und Fragen aufgedraͤngt, an die ich fruͤher nicht dachte, und von welchen wohl viele, trotz des beſten Willens, mir unaufloͤslich ſeyn und bleiben werden. Ich muß jedoch ge⸗ ſtehen, daß ſchon dieſe Verſuche, ſo unvollkommen ſie auch ſeyn moͤgen, mir bei der Ernaͤhrung der Thiere und Erzeugung des Duͤngers ſo manches erklärbar gemacht haben, was mir fruͤher ganz dunkel war, und daß auch die Anwendung der aus den Verſuchen gefolgerten Grundſaͤtze mir— beſonders bei der Ernaͤhrung der Thiere und Anwendung des Duͤngers, von manchem Nußen geweſen iſt. — 8 Erfahrungen haben mich zu der Meinung gebracht, daß dei der Ernahrung der Thier⸗ und Feuchtbarmachung der Erde ſo vieles nur mittelbar oder rein mechaniſch wirkt; es kann z. B. eine Sache wenig, auch gar keine eigenthuͤmliche Nahrungs⸗ oder duͤngende Kraft bei ſich haben und doch kann ſie unter gewiſſen Verhaͤltniſſen auf die Ernährung des Thieres und Fruchtbarmachung der Erde, wenn auch nur mittelbar(z. B. durch Anziehung atmoſphaͤriſcher Stoffe), doch vortheilhaft maͤchtig wirken. Aus dieſer Erfahrung iſt nun wieder bei mir die Meinung entſtanden, daß die voll⸗ kommenſte und wohlfeilſte Ernährung der Thiere nur diejenige iſt, wo das Erhaltungsfutter das eichtige Verhaͤltniß an Kraft, Miſchung, Verdaulichkeit, Schwere, in feuchtem und trock⸗ nen Zuſtand und ganz vorzuͤglich das dem Thiere angemeſſene Bolumen in ſich faßt*). Nur bei Anwendung dieſer Verhaͤltniſſe und nach Verſchiedenheit der Natur der Thiere dieſe Verhaͤltniſſe zu waͤhlen und zu treffen, iſt es meiner Meinung nach moͤglich, von einer gegebenen Kraft oder Werth der Futterung— die beſte und hoͤchſte Wirkung zu erreichen. Der Raum oder das Maaß, welchen das Nahrungsmittel zur Zeit des Genuſſes im Gaume und Koͤrper des Thieres einnimmt, ob ſolches ſich ſchon zur Zeit des Genuſſes vermindert oder vermehrt— ob das Futtermittel Feuchtigkeit abſtoͤßt oder an ſich zieht, kann bei der Ernaͤhrung der Thiere nie genug beruͤckſichtiget werden. Ein gewiſſes Verhaͤltniß des Raumes oder Maaßes zur naͤhren⸗ den Kraft iſt ein nothwendiges Erforderniß, wenn von der angewandten Kraft die beſtmoͤg⸗ lichſte Wirkung hervorgebracht werden ſoll. Eine und dieſelbe Meinung habe ich auch uͤber die Erzeugung des Duͤngers und deſſen Anwendung. Dieſe nur oberflaͤchlich angefuͤhrten Verhaͤltniſſe zu beachten, ſcheint mir, wenn naͤmlichldie Aufgabe die iſt, forderlich und wichtig zu ſeyn, als bei einem Hebel ein gewiſſes Verhaͤltniß ſtatt finden muß, wenn ſolcher durch einen beſtimmten Kraftaufwand eine gegebene Laſt heben ſoll. — „ Das Vorumen des Futters kommt allerdings in Betracht: es muß den Magen fuͤllen und ihn zur Re⸗ aktion anreizen. Bei wiederkänenden Thieren iſt es vielleicht um ſo noͤthiger. Auch haben die Thiere den Inſtinkt dazu; giebt man ihnen ſehr nahrhaftes concentrirtes Futter, ſo freſſen ſie das därreſte Stroh mit um ſo groͤßerer Begierde, ziehen es wohl dem Heu vor. Uebrigens hat man bemerkt, daß concentrirtes Futter die Muskelkraft und Nerven⸗Thaͤtigkeit mehr erhoͤhte; das aus⸗ gedehntere auf Feiſtigkeit und andere Secretionen beſſer wirke. Jenes wird ſchnell verdaut,, bringt lebhaftere Lebens⸗Erregung hervor, erhitzt, wie man ſich ausdruͤckt, das Blut. Dieſes wird lang⸗ ſamer verdaut, geht allmaͤhliger in den Umlauf uͤber, bewirkt ruhigere Abſonderungen. Der Araber kuttert ſein Pferd mit bloßer Gerſte, ſelten mit wenigem Stroh und gar keinem Heu oder Graſe, um es raſch und kraͤftis, aber mager zu erhalten⸗ Th· von einer angewandten Kraft die hoͤchſte Wirkung zu erreichen— eben ſo er⸗ —‚ ———————³—— Bei Verſuchen uͤber Gewinnung des Duͤngers von Futter und Einſtreu, ward es noth⸗ wendig, auszumitteln, wie viel Gewicht und Maaß jedes einzelne Produkt, ſo zur Ernäͤhrung der Thiere und Erzeugung des Duͤngers gewoͤhnlich angewendet wird, enthaͤlt, weil ohne die⸗ ſes nicht die Zu⸗ oder Abnahme, welche Futter und Einſtreu bis zur Entſtehung des Duͤngers gewinnt oder erleidet, berechnet werden konnte. Ich hade dieſer Ausmittelung, ſo wie den Verſuchen uͤber Duͤnger⸗ Erzeugung viele Zeit und Muͤhe geopfert, ſehr viele Verſuche im Klei⸗ nen— aber auch im Großen bei ganzen Ernten und großen Viehſtoppeln gemacht und darnach den Durchſchnitt und das Wahrſcheinlichſte angenommen. Was bei dieſen Verſuchen die Sache ſehr weitlaͤuftig und ſchwierig macht, ſind die ſaftreichen Wurzelgewaͤchſe, weil man mit dergleichen Wurzelwerk allein, ohne trockene Futte⸗ rung, das Thier nicht mehrere Tage geſund nähren kann, mithin muͤſſen biele andere Verſuche vorangehen, ehe man nur einige Reſultate uͤber Duͤnger⸗Erzeugung von dieſen ſaftreichen Fut⸗ terungen erhaͤlt. Dahingegen ſind die Verſuche beim Heu, Stroh und Koͤrnern, beſonders bei der Futterung und Erzeugung des Duͤngers mit Pferden um ſo leichter. Zu den Verſuchen uͤber Duͤnger⸗Erzeugung bemerke ich noch, daß das Volumen und Gewicht des aus der Futte⸗ rung entſtandenen Duͤngers, ebenfalls wie die Futterungen, auch im trocknen Zuſtande berechnet werden mußten, weil ohne dieſe gegenſeitige Berechnung nicht ausgemittelt werden kann, wie groß das Minus des Futter⸗Gewichtes iſt, welches daſſelbe bis zur Entſtehung des Duͤngers er⸗ leidet. Dieſe Aufgabe zu loͤſen, ſchien mir weſentlich zu ſeyn, da ohne deren Beantwortung Toͤuſchungen einſchleichen und man einer oder der andern Futterung mehr oder minder Duͤnger⸗ erzeugung leicht beimeſſen kann, als ſie eigentlich hat, welches denn auch bei der Werthsbeſtim⸗ mung derjenigen Produkte, welche zu Futter und Duͤnger⸗ Erzeugung verwendet werden, zu Ir⸗ rungen Veranlaſſung giebt. Es koͤnnen z. B. zwei Fuhren Duͤnger ganz gleichen Werth haben, ſie ſind auch von einerlei Futterung, auch von ein und denſelben Thieren entſtanden, das eine wiegt aber 18 und das andere nur 15 Centner; erſteres hat 15 bis 16 p. C. Regenwaſſer in der Duͤngſtaͤtte ange⸗ jogen, das andere war geſchuͤtzt von Regen, nimmt aber deſſen ungeachtet auch dann, wenn es dem Acker ſchon einverleibt iſt, noch 15 bis 16 p. C. Feuchtigkeit oder ſo viel als ſeine Feuchtigkeits anziehende oder anhaltende Eigenſchaft iſt, beim erſten beſten Regen an, mithin entſcheidet hier nicht das Gewicht im feuchten— ſondern im trockenen Zuſtande mit Beruͤckſich⸗ tigung des Volumens und ſonſtiger Eigenſchaften. Aus vorerwaͤhnten und mehrern andern Verſuchen, ſo wie nach beſonderer Veranſchla⸗ aung jedes einzelnen Produkts, in wiefern ſolches Antheil— Mittel— und Wirkung bei Er⸗ nöhrung der Thiere— der Dünger⸗Erzeugung und Fruchtbarmachung der Erde nimmt— giebt ... 2 1 10 — und hat, und wie hoch daſſelbe im Verhaͤltniß gegen andere Erzeugniſſe in derſelben Wirth⸗ ſchaft, wo es im richtigen Verhaͤltniſſe zu den uͤbrigen Erzeugniſſen angebaut und verbraucht wird, durch eigenen im Betriebe der Wirthſchaft ſich zu verſchaffenden Umſatz zu nutzen moͤg⸗ lich iſt— habe ich eine Werthsvergleichung der hier uͤblichen laͤndlichen Produkte nach Roggen⸗ Koͤrner-Werth verſucht, deren große Unvollſtaͤndigkeit oder Maͤngel ich gern eingeſtehe, auch keines Andern Meinung widerſpreche, ſondern wuͤnſche, daß man dieſen Verſuch nur als eine Meinung anſehe, nach welcher ich, ſo lange bis ich eines Beſſern belehrt bin, nur hier bei mir den. Ertrag und Werth des Ackerbaues, der Wieſen, der Ertrags⸗ und Koſten⸗Veranſchlagung bei der thieriſchen Ernaͤhrung, ſo wie die Gewinnung des Duͤngers veranſchlage und berechne. Bei dieſer Werths⸗Vergleichung iſt jedes Produkt in vollkommenſter Art angenommen, denn was z. B. gutes Heu, gutes Stroh und gute Koͤrner ſind, iſt wohl allgemein bekannt und ich glaube, daß nur unter dieſen Verhaͤltniſſen eine Werths⸗Vergleichung moͤglich iſt. Die minder gute Qualitaͤt einer Sache— ohne ſolche vor dem Auge zu haben und zu pruͤfen— kann wohl nicht in einer allgemeinen Werths⸗Vergleichung aufgeſtellt werden. Daß, um den hoͤchſten Werth jedem einzelnen Produkte im Umlaufe der Wirthſchaft zu verſchaffen, ein richtiges Verhaͤltniß im Anbau und eine richtige Anwendung im Berbrauch ſtatt finden, ſo wie das Beſtreben, jedes Produkt moͤglichſt vollkommen zu gewinnen, vorangehen muß— verſteht ſich von ſelbſt. Um Mißverſtaͤndniſſe zu vermeiden, bemerke ich nochmals, daß bei dieſer Werths⸗Verglei⸗ chung die Rahrungsmittel nicht nach der Nahrungsfaͤhigkeit allein— welche die Chemie darinnen findet*)— ſondern nach Beruͤckſichtigung aller mir bekannten Verhaͤltniſſe und haupt⸗ *) Die Chemie maßt ſich nicht an, bie Nahrungsfaͤhigkeit irgend einer Subſtanz direete zu beſtimmen. Aber wenn die Nahrungsfahigkeit einer Subſtanz anderweitig ausgemittelt iſt, und dieſelbe Sub⸗ ſtanz nun einen groͤßern oder kleineren Beſtandtheil eines andern Koͤrpers ausmacht, ſo kann man mit Wahrſcheinlichkeit erwarten, daß er in dem Verhaͤltniſſe nahrhaft ſeyn werde, wie er jene entbaͤlt. Das Staͤrkemehl iſt nicht durch die Chemie, ſondern durch Beobachtung am leben⸗ den Koͤrper nahrhaft befunden; die Kartoffeln enthalten Staͤrkemehl, alſo find ſie wahrſcheinlich in dem Verhältniſſe nabrhaft, wie ſie es enthalten. Ich ſage wahrſcheinlich; denn uͤberzeugt wird man erſt davon, wenn man es mit ihrer Wirkung auf den lebenden Koͤrper vergleicht. Es koͤnnte ſeyn, daß eine andere Beimiſchung ſie unverdaulich oder ſchäͤdlich machte, was einige von den Kartoffeln in der That anfangs glaubten. Die Topinamburs haben kein Staͤrkemehl, aber viel Gummi; von der Nahrhaftigkeit des letztern haben wir einige, aber nicht ſo viele analogiſche Erfahrungen. Ihre Zerlegung kann uns alſo wohl einen Fingerzeig, aber einen geringeren Wahrſcheinlichkeitsgrund, in welchem Maaße wir ſe füt nahrhaft balten ſollen, geben. Und ſo mit audern Sewaͤchſen. Th. 44— fächlich nach dem Werthe anderer Dinge— welche durch das Produkt wiederum mittelbar her⸗ vorgebracht werden— ausgemittelt und abgeſchaͤtzt ſind. Ein Nahrungsmittel, welches nur unter gewiſſen Verhaͤltniſſen vortheilhaft angewandt— erſt durch verſchiedene Prozeduren oder andere Beifuͤtterungen gedeihlich und nahrungsreich ge⸗ macht werden muß— hat nach meiner Meinung nicht den vollen Werth, den es nur mit Huͤlfe anderer Dinge(welche der Ackerbau auch nicht unentgeldlich liefert) hervorbringt, mithin auch dasjenige Produkt, wenn es auch nur mechaniſch auf die Ernaͤhrung und Duͤnger⸗Erzeugung wirkt — aber doch ein unentbehrlich nothwendiges Mittel iſt, den Werth anderer Dinge zu erhoͤhen und wirkſamer zu machen— eine angemeſſene Werths⸗Beſtimmung nach Abſchaͤtzung der Wir⸗ kung, die es hervorbringt— erhalten muß. Auch iſt bei der Abſchaͤtzung des oͤkonomiſchen Werths der Futterungen erwogen, ob das Produkt einer Zerſtoͤrung durch Zufaͤlle leicht ausge⸗ ſetzt iſt oder nicht, und ob ſolches nach Bequemlichkeit— willkuͤrlich zu jeder Zeit mit Pferd, Kuh und Schaaf— oder ſchnell in kurzer Friſt nur mit einer Gattung von Thieren verbraucht werden kann und muß. Denn es koͤnnen zwei Sachen in ihrem innern Werth und auch der Wirkung, die durch ſie hervorgebracht werden, ſich ganz gleich, und dennoch in ihrem oͤkonomiſchen Werth verſchie⸗ den ſeyn, als Beiſpiel nehme ich an, daß 5 Pfund Waſſerruͤben 1 Pfund guten Heu in Ruͤck⸗ ſicht auf thieriſche Ernaͤhrung und Duͤnger⸗Erzeugung ganz gleich waͤren, ſo kann deſſen unge⸗ achtet der Waſſerruͤbe nicht der volle Werth beigemeſſen werden, weil ſie eine Frucht iſt, die der Zerſtoͤrung leicht ausgeſetzt und nur muͤhſam Monate lang aufbewahrt und als Futter angewen⸗ det werden kann. Aus dieſen angefuͤhrten Aeußerungen wuͤnſche ich darzuſtellen, daß dieſer Verſuch nicht eine Vergleichung der Nahrungsfahigkeit verſchiedener Futterungen gegen einander— ſondern nur die Meinung uͤber den rein oͤkonomiſchen Werth, den ich den vorzuͤglichſten Ackerbau⸗Er⸗ zeugniſſen beilege— ausſprechen ſoll*). 1 Bei Beobachtung der Wirkungen, welche die Nahrungsmittel bei dem Thiere hervor⸗ bringen, um dadurch ihren Werth ſchaͤtzen zu lernen, ſchwebte mir ſtets der Gedanke vor— *) Der Hr. Verfaſſer hat hier den Nahrungewerth der mancherlei Probukte unter ſeinen Verhaͤltniſ⸗ ſen angeben wollen. Dieſer Nutzungswerth iſt noch relativer als der Tauſch⸗ oder Handelswerth. Er kann ſich in vielen Gegenden bei anderen Wirthſchaften abaͤndern. Aber eben dadurch, daß aus⸗ gemittelt wird, wie er unter gegebenen Verhaͤltniſſen ſey, laͤßt ſich folgern, wie er unter andern ſeyn werde. Mithin macht ſich der Verfaſſer durch Mittheilung dieſer Poſitionen, die er nach in⸗ dididuellen Anſichten in ſeiner Wirthſchaft annahm, ſehr verdient. Th. — 12 ob es nicht moͤglich ſey, die Nahrungskraft nach Graden zu beſtimmen oder mit Zahlen auszu⸗ ſprechen, welche jedes Nahrungsmittel bei ſich hat und das Thier zu ſeiner Erhaltung bedarf? Aber offen geſtanden, je mehr ich mir dieſe Frage verſinnlichen und mich durch Verſuche beleh⸗ ren wollte, um ſo verwickelter wurden meine Begriffe uͤber den Ausdruck Kraft bei der thieri⸗ ſchen Ernaͤhrung. Denn jeder Verſuch beſtaͤtigte und belehrte mich, daß die Nahrungsmittel nur bedingungsweiſe— wenn Formen und ſonſtige Eigenſchaften derſelben mit der Organiſa⸗ tion des Thieres im gerechten Verhaͤltniß ſtehen— ihre ernaͤhrende Kraft voͤllig leiſten, und daß ſo viele andere Dinge, in welchen zwar keine Nahrungskraft aufzufinden iſt, dennoch mittelbar zur Entwickelung und Wirkung der Kraͤfte auf das Leben und die Kraft des Thieres ſo maͤch⸗ tig einwirken. Ich hade mich daher uberzeugt, daß obige Frage, wenigſtens von mir, als bloßem Em⸗ piriker, wohl nie aufgeloͤſt werden wird, indem es mir vorzukommen ſcheint, als wenn alles das, was nicht nur bei der Ernaͤhrung der Thiere, ſondern auch auf die Fruchtbarkeit der Erde am maͤchtigſten wirkt— wenig ſichtbar— mithin auch wenig meß⸗ und waͤgbar ware, und die Sache die wir ſehen, auch deren wirkende Kraft wir aus Erfah⸗ rung kennen, nur die Form oder das nothwendige Vehilel der nicht meß⸗ und waͤgbaren Kraft ſey. Ich bekenne daher, daß mir die Graͤnzen der Kraft, welche durch Nahrungsmittel beim thieriſchen Leben unter Anwendung aller richtigen Verhältniſſe hervorge⸗ bracht werden koͤnnen, noch unbekannt ſind*). 3 Das Beſtreben in der Anwendung umſtehender Grundſaͤtze iſt mir aber doch in ſo weit nutzlich geworden, daß ich jetzt mit minderem Futterwerth dennoch dieſelbe Wirkung bei der thie⸗ eiſchen Ernoͤhrung hervorbringe, als ich fruͤher nur durch einen groͤßern Kraft⸗Aufwand her⸗ vorbringen konnte, welches ich bei der Futter⸗Veranſchlagung bemuͤht feyn werde durch Bei⸗ ſpiele zu erlaͤutern. ») Kraft kann nur durch ihre Wirkungen wahrgenommen und gemeſſen werden, und der Vegriff der Kraft wird eigentlich durch dieſe erſt gebildet. Wenn wir auch erkennen, daß Wirkungen aus mehrern zuſammenwirkenden Urſachen entſtehen, ſo nennen wir doch die eonereten uUrſachen eine Kraft, in Bezug auf die Wirkuns ⸗ 1 Th. Von nachſteheuden Peuduften Berechnung erforderf en Vruh. Centner Sin Prehe. des Maaßes, welches verſchiedene laͤndliche Pro⸗ Algenden Raum achlahen⸗ dukte, wenn ſolche in einer Koͤrpermaſſe gemeſ⸗ Rheinlaͤn⸗ Rheinlän⸗ Preuß. darten ſen werden, nach ihrer eigenthuͤmlichen Schwere diſche Chyche Mehzen Rheinäu⸗ . und Groͤße enthalten oder bei Aufbewahrung Cubikzoll. à 1728 Zoll. Cubikzoll. Sdiſchen 0 1.. derſelben an Raum beduͤrfen. 2 Raun f Eubikzoll. Cubikfuß./ Metzen. Cubikzoll 1 Ein Centner guter Winter⸗Weitzen 3 2 3832 25☛ 19½9 34 255 21⸗. ⸗ Winter⸗Roggen ⸗ ⸗ 4156 2 A 21 70 37 3 4* großer Gerſte ⸗ 4661 21255 2315 42178 ASrf, ⸗ ⸗ Dafer ⸗ ⸗ 6272 31958 32 577⁄5 55 ⸗ Erbſen ⸗ ⸗ 3669 2ns 813 ½ 33875 6⸗ ⸗ gute Roggen⸗Kleie 4 ⸗ 9077 5 706bhü 46 5 82515 7 2 ⸗ guter Leinſaamen ⸗ ⸗. 4366 2171,— 22595 397 ½ 8˙½1 ⸗ ⸗ Oehlkuchen von Leinſaamen entſtan⸗ 3 den in gepulverten, aber feſt zuſammiengedrüi⸗ ten Zuſtande 44²²2 22¶E bbe on 9*% Ein Centner guter Spreu von Weitzen, Roggen, L2 126 1*5 Gerſte, Hafer, Kleeſaamen, im feſt zuſammen⸗ gedruͤckten Zuſtande ⸗ 31360 1822 160 285 10 ein Sentner Leinſaamen⸗Spreu im zufammenge⸗ 8 ruͤckten Zuſtande ⸗ 28746 16192 8] 1463,6 26153 11] Ein Pcenn chne⸗ Wieſenheu im zuſammenge 5— e 4 4 I druͤckten Zuſtande 2 22997 13755 117 209136 12] Ein Centner gutes Kleeheu vor der Bluͤthe ge⸗ 7z Ths 13 maͤhr. im zuſammengedrüekten 3 Zuſtande gemeſſen 14 ei der Ernte ⸗ ⸗ 2 28000 16 sh 14219 25 4, 13] Ein Centner gutes Kleeheu vor der Blüͤthe geern⸗ 177⁷ 185 143 tet, aber nach Verlauf von 5Monaten im Win⸗ ter im zuſammengedruͤckten Zuſtande gemeſſen 21560 12¶ 110 196 14 Ein Centner Saamen⸗Kleeſtroh im zuſammenge⸗ druͤckten Zuſtande gemeſſen ⸗ 24640 14 1b 125199 224 151 Ein Centner Weitzenſtroh im zufammengedrickten Zuſtande gemeſſen ⸗ 23 100 13 3 1121556 210 16]Ein Lentner Win e. Nagmro⸗ im zufammen⸗ S gedruͤckten Zuſtande gemeſſen ⸗ ⸗ 22997 131 2 1175 209 7 17] Ein Eanner Berſenäan von großer Gerſte im 1 1 Ohrks zuſammengedruͤckten Zuſtande gemeſſen 28746 1619½ 8 146 32 2617 181 Ein Centner Haferſtroh im aufammengedrücken 1 83 1 Zuſtande gemeſſen ⸗ 23100 13h Las 10 191 Ein Centner Erbſenſtroh im muſammengedrücken Zuſtande gemeſſen ⸗. l 31360 1821 9 l 160 285715 —ᷣ̃ E 14 Von nachſtehenden Produkten 8.. Berechnun erfordert ein Preuß. Centner ein greut. 3 folgenden Raum. Pfund von des Maaßes, welches verſchiedene landliche Pro⸗ achſtehem⸗ dukte, wenn ſolche in einer Koͤrpermaſſe gemeſ⸗ dle ie wami Preuß.] duften. ſen werden, nach ihrer eigenthuͤmlichen Schwere diſche Eiſchen Feleh Rheinlän⸗ . und Groͤße enthalten oder bei Aufbewahrung Cubikzoll, 41728 Zoll. Cubifzoll. Evüſchen. 0.—* erſelbe duͤrfen, 1— 2 3 rſelben an Raum bedurft Cubikzoll. Cubikfuß. Metzen, Cubikzoll. 20] Ein Gener kurh eſchnitener. Hecſal von Rog⸗ 4 383 1 genſtroh im zuſammengedruͤckten Zuſtande ⸗ 28746 1619 146 261 21] Ein Centner voͤllig getrocknetes canadiſches Pap⸗ 4 18 19 1 pel⸗Laub im zuſammengedruͤckten Zuſtande ⸗ 344906 1916 ½ 176. 3131 G 22 En Fenfiten lafun auſe Kartoffel⸗ Kraut im iu⸗ 13 55 ammengedruͤckten Zuſtande ⸗ 26535] 15 1351, 241 23] Ein Centner gruͤner Klee zur Zeit der Bluͤthe ge⸗— Srsab 1952 maͤht und gemeſſen bei 77 p. C. Feuchtigkeit 6655 31419 3315 60 24] Ein Centner Kartoffeln im ganzen Zuſtande zur Zeit der Ernte bei 71 ¾ p. C, Feuchtigkeit ⸗ 4661 2122 5 2315 3 8 42105 25] Ein Centner Kartoffeln im zerſchnittenen und zer⸗ einerten Zuſtande, di ſblche bei der Futte⸗— rung verbraucht werden 7 3449 11⁷⁹ 171 31 26] Ein Centner Kartoffeln im rohen Zuſtande nach 135 28 I Abrechnung aller aͤußern Zwiſchenraͤume ⸗ 2946 11218 15795 26 27] Ein Centner Kartoffeln in einem zerriebenen oder deſommengeaheſchten Zuſtande incl, der deuch⸗. tigkeit⸗ 1870 I 895 1 17 28] Ein Centner rohe Kartoffeln bei 72 p. c. Feuch⸗ 2t32 tigkeit giebt nach voͤlliger Abtrocknung eine 8 Maſſe von 38½ Pfund und dieſe enthaͤlt nach Abrechnung des aͤußern Raumes der im Maaße beim Meſſen noch ſtatt findet⸗ 2 3 980 n 5 87* 20% ßEin Centner Nunkelruͤben im ganzen Zuſtande zur Zeit der Ernte bei 87 ¼ p. C. Feuchtigkeit 5749 355 ks i52885 30] Ein Centner Runkelruͤben im zerkleinerten Zuſtande. wie ſolche als Futter verbraucht worden 3 4206 275, 212½ 382 34] Ein Centner Runkelruͤben nach Abrechnung des leeren Raumes*)„⸗ 3 2827 11928 14166] 25777 . *) Alſo das ſpecifiſche Gewicht. —— — — 15 Von nachſtehenden Produkten ſ⸗, Berechnung Eforderf ens Centner Tin Areuf. des Maaßes, welches verſchiedene laͤndliche Pro⸗— acſtehen dukte, wenn ſolche in einer Koͤrpermaſſe gemeſ⸗ Rheinlan⸗ Rheinlaͤn⸗] Preuß. doten. ſen werden, nach ihrer eigenthuͤmlichen Schwere diſche Sde Nezen Rheiyläͤn⸗ und Groͤße enthalten oder bei Aufbewahrung Cubikzoll. 4 1728 Zoll. Cubikzoll. Sulſeben. 0 e. 2 derſelhen an Raum heduͤrfen. Cubikioll. Cubikfuß./ Metzen. Cubikzok. 32] Ein Centner Runkelruͤben bei 87½ p. C. Feuchtig⸗ keit giebt nach voͤlliger Abtrocknung eine Maſſe von 133 Pfund und dieſe trockene Maſſe ent⸗ haͤlt nach Abrechnung des aͤußern Raumes, der 3 im Maaße beim Meſſen noch ſtatt findet ⸗ 470 v72 22 47* 33 Ein Centner Unterruͤben(Kohlruͤben) zur Zeit. der Ernte bei 78 p. C. Feuchtigkeit im ganzen Zuſtande 2 1 3 ⸗. 5563 3272 5 287⁰⁵5 50⁸5 34] Ein Centner Unterruͤben im zerkleinerten Zuſtande 1 wie ſolche als Futter verwendet werden ⸗ 4206 2152 86 21185ſ 38988 35 Ein Centner dergleichen Unterruͤben im ganzen Zuſtande nach Abrechnung des aͤußern Raumes 2970 1½45 15*G 27 36 Ein Centner dergleichen Unterruͤben bei 78 p. C. Feuchtigkeit giebt 24 ½ Pfund trockene Maſſe und dieſe bedarf einen Raum im Maaße nach 3 Abrechnung des aͤußern leeren Raumes 3 5⁰00 219⁸ 4 37] Ein Centner Moͤhren im ganzen Zuſtande zur Zeit der Ernte bei 87 p. C. Feuchtigkeit ⸗. 6388 3 2 32135 58r?S 38] Ein Centner Moͤhren im zerkleinerten Zuſtande wie ſolche als Futter verbraucht werden ⸗ 8 4480 j 219 ½43 22195 40 39 Ein Centner Moͤhren im ganzen Zuſtande nach 4 Abrechnung der aͤußerlich leeren Raͤume ⸗ 3064 1133G 1513 ½ 271 40 Ein Centner Moͤhren bei 87 p. C. Feuchtigkeit 3 giebt 1455 Pfund trockene Maſſe und dieſe be⸗ darf einen Raum im Maaße nach Abrechnung. der aͤußern leeren Raͤume ⸗.. 380 58 1½3½ 3*☛ 41] Ein Centner Waſſerruͤben im ganzen Zuſtande zur— Zeit der Ernte bei 90¾ p. C. Feuchtigkeit ⸗ 7616 4Efs 381953 69 305 42] Ein Centner dergleichen Waſſerruͤben im zerklei⸗ 7 nerten Zuſtande wie ſolche als Futter angewen⸗. ddet werden ⸗.. 2 4500] ¹2174 ½ 22185 40˙8 43 Ein Centner dergleichen Waſſerruͤben im ganzen 1 Zuſtande, aber nach Abrechnung des außerlich leeren Raumes 3 4 2 3 3629 a2rhe 18855 32² ½½ No. Berechnung des Maaßes, welches verſchiedene laͤndliche Pro⸗ dukte, wenn ſolche in einer Koͤrpermaſſe gemeſ⸗ ſen werden, nach ihrer eigenthuͤmlichen Schwere und Groͤße enthalten oder bei Aufbewahrung derſelben an Raum beduͤrfen. X Von nachſtehenden Produkten erfordert ein Preuß. Centuer folgenden Raum. Rheinlaͤn⸗ Rhetnlän⸗ Preuß diſche diſche Metzen 5 Cubikfuß à 106 Cubikzoll. 4 1728 Zoll. Cubikzoll. Cubikzoll. Cubikfuß. Metzen. Cin Preuß. Pfund von nachſtehen⸗ den Pro⸗ dukten Inrah Rheinlaͤn⸗ diſche Cubikzoll⸗ Cubikzoll. 44 53 1—— Ein Centner dergleichen Waſerruͤben bei 90 ¾ p. C. Feuchtigkeit giebt 105 Pfund trockene Maſſe und dieſe nimmt einen Raum ein, nach Abrechnung der aͤußerlich leeren Raͤume, die im Maaße beim Meſſen ſtatt finden⸗ 2 Ein Centner Exkremente von der Kuh bei gruͤner Kleefutterung hatte 84 p. C. Feuchtigkeit bei ſich und enthaͤlt 3 ⸗ 5 2 Ein Centner dergleichen Exkremente geben nach Verduͤnſtung von 84 p. C. Feuchtigkeit 173 Pfund trocknen Duͤnger und dieſer enthaͤlt ⸗ Ein Centner dergleichen Exkremente in voͤllig trocknem Zuſtande enthalten ⸗ ⸗. Ein Centner Exkremente von Schaafen bei ſaft⸗ reicher Futterung hatten 67 p. C. Feuchtigkeit bei ſich und enthielten ⸗ 5 2 Ein Centner Exkremente von Schaafen bei ſaft⸗ reicher Futterung gaben nach Verduͤnſtung von 67 p. C. Feuchtigkeit 25 15 Pfund trocknen Duͤn⸗ ger und dieſer enthaͤlt ⸗ 6 5 Ein Centner Exkremente von Schaafen in voͤllig trocknem Zuſtande enthaͤlt„ 5 2 Ein Centner Exkremente von Pferden bei Koͤrner⸗ Futterung, Heckſel, Heu und Stroh hatte 75 p. C. Feuchtigkeit bei ſich und enthaͤlt ⸗ Ein Centner dergleichen Exkremente gaben nach Verduͤnſtung von 75 p. C. Feuchtigkeit 27 ¾ Pfund trocknen Duͤnger und dieſer enthaͤlt ⸗ Ein Centner dergleichen Pferde⸗Duͤnger im voͤllig trocknen Zuſtande enthaͤlt„ 2 1 Anmerkungen. 1) Bei Berechnung der Duͤngerarten iſt das Meſſen in einem zuſammengedruͤckten Zuſtande, ſo⸗ wohl bei dem natuͤrlich feuchten, als auch bei dem trockenen Duͤnger geſchehen. Der trockene Duͤnger ward aber, ehe derſelbe gemeſſen wurde, in kleinere Theile gebracht. 2) Bei wiederholter Ausmittelung der Groͤßen von vorſtehenden Gegenſtaͤnden nach ihrem ſpe⸗ 3) Das 4) Der eifiſchen Gewicht, haben ſich zwar ſtets einige Abweichungen gefunden, welches unver⸗ meidlich iſt, indem ſo viele andere Dinge auf Volumen und Gewicht großen Einfluß haben und ich habe daher bei jeder Aasmnittelung den Durchſchnitt der Verſuche ange⸗ nommen⸗. Kleeheu, nachdem es ganz trocken eingeerntet iſt, zieht wiederum 8 bis 12 p. C. Feuch⸗ tigkeit aus der Atmoſphaͤre an, es wird geſchmeidiger, faͤllt und ſetzt ſich zuſammen und bedarf nun nicht mehr den Raum, den es fruͤher im ganz trocknen Zuſtande be⸗ durfte. Jede andere Frucht, wenn ſolche auch recht trocken eingeerntet iſt, nimmt zwar am Orte, wo ſie aufbewahrt iſt, dennoch wiederum etwas Feuchtigkeit an, jedoch thut dieſes keine andere mir bekannte Frucht in ſo hohem Grade, als der Klee. Ausdruck: zuſammengedruͤckter Zuſtand, iſt zwar ſehr unbeſtimmt, indem eine Sache mehr oder weniger zuſammengepreßt werden kann, dieſerhalb bemerke ich, daß ich denjeni⸗ gen zuſammengedruͤckten Zuſtand beim Heu und Stroh meine, der da ſtatt findet, wenn große Maſſen eine geraume Zeit, im regulaͤren, aber trocknen Zuſtande uͤbereinanderge⸗ ſchichtet liegen, z. B. der gepreßte Zuſtand, in welchem ſich das Heu befindet, wenn von ſolchem 100 Centner in Form eines gan gleichſeitigen Wuͤrfels gut eingedruͤckt Mo⸗ nate lang liegen. 18 Gewicht, und Maaß von 100 Pfund Futter zur Zeit des dener Duͤnger. Aus 100 Pfund Futterung entſtan⸗ Gewicht. M a F. ß. Aus mehrern Verſuchen entſtandene Verdrauchs. Reſultate uͤber Duͤnger-Erzeugung. F b. 72 b. 3 8 im na⸗ im lim natuͤrli⸗; von nachſtehenden Futterungen. 2* ririimd trock⸗ gen Feuch, k den 5 5 ten nen tigkeits⸗ 2 Zuſtande. Zuſtande. Pfd. C. F. C.z.] Pfd. Pfd. EF.§.3.1E.J. C.Z. 1[ 100 Pfund Roggen⸗Koͤrner enthalten 3778 Cubikzoll und geben mit Pfer⸗ 1 den verfuttert ⸗ ⸗ 100 2 322˙212 53 1[1204 1[1294 2 100 Pfund Hafer⸗Koͤrner fuͤllen ein Maaß von 5702 Cubikzoll und ge⸗ ben mit Pferden verfuttert„ 100 3 5181204 51 2 3351 2 535 3 100 Pfund Hafer⸗Koͤrner fuͤllen ein Maaß von 5702 Cubikzoll und ge⸗ ben mit Schaafen verfutteret ⸗ 100 2 518 1447 491 1[16931 2 250 . 4 4 100 Pfund Heu im zuſammengedruͤck⸗ ten Zuſtande fuͤllen ein Maaß von 20,906 Cubikzoll und geben mit Pferden verfuttert ⸗ 100 12 170172 43 4 614]4 614 7 — —/¶; 19 Von 1 Pfund Futter entſtandener Duͤnger. 8 18 Gewicht. V Maaaſß.— Bemerkungen. a. b. a. b. im im im im feuchten trocknen feuchten trocknen Z uſtande. Z uſtande. Pfund. Pfund. Cubikzoll. Cubikzoll. 2G6 30 30 2 1) Der Pferdeduͤnger hatte bei dieſem Verſuche 75 p. C. Feuchtigkeit; 2 Jaus 100 Cubikzoll Koͤrner entſtanden 80 Cubikzoll uͤnger;. 3) der Raum, den dieſer Duͤnger einnimmt, iſt ſich im feuchten und trocknen Zuſtande ganz gleich. 2138 185 309 309 15] 1) Der Pferdeduͤnger hatte bei dieſem Verſuche 75 p. C. Feuchtigkeit; 2) ns 100 Cubikzoll Hafer entſtanden 70 Cubikzoll uͤnger;. 3) der Raum, den dieſer einnimmt, iſt im feuchten und trockenen Zuſtande ſich ganz gleich. 422 37185 1 1) Der Schaafduͤnger oder Exkremente hatten bei die⸗ I16 ½ 7656 34155 4— Se ſem Verſuche 66 p. C. Feuchtigkeit; 2) aus 100 Cubikzoll Koͤrner entſtanden:„ a) 60 Cubikzoll Duͤnger im feuchten Zuſtande; b) 65 Cubikzoll enthielt derſelbe im trocknen Zu⸗ ſtande. 3.. 17 755 7515]1) Der Pferdeduͤnger oder Exkremente hatten bei die⸗ ſem Verſuch 75 p. C. Feuchtigkeit; 2) aus 100 Cubikzoll Heu entſtanden: a) 36 Cubikzoll Duͤnger im feuchten Zuſtande; b) der Raum, den dieſer Duͤnger einnimmt, iſt hhin trocknen und feuchten Zuſtande ganz gleich. No. 1 Aus mehrern Verſuchen entſtandene Reſultate uͤber Duͤnger⸗Erzeugung von nachſtehenden Futterungen. 20 Gewhicht und Aus 100 Pfund Futterung entſtan⸗ dener Duͤnger. Maaß von 100 Pfund Futter 6 zur Zeit des Verbrauchs. Gewicht. Na a ß. à. im na⸗ ſtuͤrlich feuch⸗ ten Gewicht. Pfd. ₰ A 2 G 55 Pfd. b. im trock⸗ nen Zuſtande, pid. àA. im natuͤrli⸗ Zuſtande. b. chen Feuch⸗ im ganz tigkeits⸗ trocknen §.F. C.Z. C. F. Ca. 100 Pfund Heu im zuſammengedruͤck⸗ ten Zuſtande fuͤllen ein Maaß von 20,906 Cubikzoll und geben mit Schaafen verfuttert 3 ⸗ 100 Pfund Heu fuͤllen ein Maaß von 20,906 Cubikzollen und geben mit Kuͤhen verfuttert ⸗ 5 ⸗ 100 Pfund Roggenſtroh als Heckſel verfuttert geben bei der Verfutte⸗ rung mit Pferden. ⸗ NB. 100 Pfund Stroh im zuſam⸗ mengedruͤckten Zuſtande fuͤllen ein Maaß von 20,906 Cubikzoll. 100 Pfund dergleichen Heckſel enthal⸗ ten zwar 26,100 Cubikzoll, bei die⸗ ſer Berechnung kann aber nur das Volumen des Strohes angenom⸗ men werden, weil der Heckſel theils ſchon vor der Verfutterung durch die Anmiſchung von Feuchtigkeit, ſo wie zur Zeit des Genuſſes ſein Volumen bedeutend vermindert. 100 12 l 17011237 100 12 — 1 275 100 12 170[168 4²2 44 42 3 1714 3 3 1087 4 4 1241 4 196 405 1714 Von 1 Pfun d Futter entſtandener Duͤnger. Gewichet. Maaß. A. im feuchten b. im trocknen 3 u ſt a n de. Pfund. Pfund. a. b. im im feuchten trocknen Zuſtande. Cubikzoll. Cubikzoll. Bemerkungen. 1735 ₰ 8 811735 73135 1) Schaafduͤnger hatte bei dieſem Verſuch 66 p. C. „Feuchtigkeit; 2) aus 100 Cubikzoll Heu entſtand: a) 30 Cubikzoll Duͤnger im feuchten Zuſtande und b) 34 Cubikzoll enthaͤlt derſelbe im trocknen Zu⸗ ſtande. 1) Der Kuhduͤnger hatte bei dieſem Verſuche 84 p. C. Feuchtigkeit; 2) aus 100 Cubikzoll Heu entſtanden: a) 39 Cubikzoll Duͤnger im feuchten Zuſtande; bnadene ul enthielt derſelbe im trocknen Zu⸗ ſtande. 3 1) Der Pferdeduͤnger hatte bei dieſem Verſuche 75 p. C. Feuchtigkeit; 2) aus 100 Cubikzoll Stroh entſtanden: 3 Eulikäoſ Duͤnger im feuchten Zuſtande und iſt ſi. b) der Raum im trocknen als feuchten Zuſtande ganz gleich. No. Aus mehrern Verſuchen entſtandene Reſultate uͤber Duͤnger⸗Erzeugung von nachſtehenden Futterungen. 22 Gewicht und Maaß von 100 Pfund Futter zur Zeit des Verbrauchs. ¹ Aus 100 Pfund Futterung entſtan⸗ dener Duͤ— nger. Gewicht. M a a b. Gewicht Pfd. A8 8 A 80 1* a. eis tuͤrli feuch⸗ ten Zuſta pfd. Pfd. b. im trock⸗ nen nde. Se im natuͤrli⸗ chen Feuch⸗ tigkeits⸗ Zuſtande. b. im ganz trocknen 100 Pfund Roggenſtroh als Heckſel mit Kuͤhen verfuttert geben ⸗ 180 Pfund Roggenſtroh im zuſammen⸗ gedruͤckten Zuſtande fuͤllen ein Maaß von 20,906 Cubikzoll und geben mit Schaafen verfuttert 2 2 NB. Bei dem Weitzen⸗, Gerſte⸗, Ha⸗ fer⸗ und Erbſenſtroh finden bei Er⸗ zeugung des Duͤngers dieſelben Verhaͤltniſſe wie bei dem Roggen⸗ ſtroh ſtatt, weil der mehrere Raum der genannten Stroharten ſchon zur Zeit des Genuſſes ſchwindet. 100 Pfund rohe Kartoffeln geben mit Kuͤhen verfuttert bei 72 p. C. Feuch⸗ tigkeit ⸗ ⸗ 22„ ⸗ 100 Pfund rohe Kartoffeln im gan⸗ zen Zuſtande fuͤllen ein Maaß von 2 2 100 Pfund Kartoffeln im zerſchnittenen Zuſtande 100 Pfund Kartoffeln in einem zermalmten Zu⸗ ſtande 2 ⸗ 2678 ⸗ Bei dieſer Berechnung ſind 100 Pfund zu 2678 Cubikzoll angenommen, weil dieſes der Zuſtand iſt, in welchem die Kartoffel zur Zeit des Genuſſes ſich befindet. 3138 ⸗ 4237 E. Z. 100 12 100 12 100 1 950 268¾ un 43 40 14 G. F. C.Z.] C. F. C.3. 4 196 1071 2 1561 3 1087 535 — . Vou 1 Pfund Futter entſtandener Duͤnger. Gewicht. 1A. a ß. ..„ 4. Bemerkungern. imt tn im im feuchten trocknen feuchten trocknen Zuſtande. Zuſtande. Pfund. Pfund. Cubikzoll. Cubikzoll. 2½ 16 71188 621 1) Der Kuhduͤnger hatte bei dieſem Verſuch 84 p. C. Feuchtigkeit. 2) aus 100 Cubikzoll Stroh entſtanden: a) 34 Cubikzoll Duͤnger im feuchten, b) 30 Cubikzoll im trocknen Zuſtande. 1235 501985 5825 1) Der Schaafduͤnger hatte bei dieſem Verſuche 66 . p. C. Feuchtigkeit; 2) aus 100 Cubikzoll Stroh entſtanden: a) 24 Cubirkzoll Daͤnger im feuchten und b) 28 Cubikzoll Duͤnger im trocknen Zuſtande. 195 v5. 10155 525 1) Der Kuhduͤnger hatte bei dieſem Verſuche 34 3 p. C. Feuchtigkeit; 8* 2) aus 100 Cubikzoll Kartoffeln entſtandener Duͤnger 2) 40 Cubikzoll im feuchten Zuſtande und dieſer enthielt—.. V b) 20 Cubikzoll im trocknen Zuſtande. — Aus mehrern Verſuchen entſtandene 24 Gewicht und Maaß von 100 Pfund Fatter zur Zeit des Aus 1eo Pfund Futterung entſtan⸗ dener Duͤnger. Sruuhe Verbrauchs. Nagaſß. Reſultate uͤber Duͤnger⸗Erzeugungg. b. a. b. im na. im naturli⸗ ,u2 von nachſtehenden Futterungen. 8 S rnic trock⸗ 3 Feuch⸗ n an . 2 8 ten nen tigkeits⸗ .6 S 8 Zuſtande. Zuſtande. 2 gfd. C.F. G.3.] Pfd.] vid. E.F. E.3. C.F. C. 11 100 Pfund rohe Kartoffeln im zer⸗ malmten Zuſtande fuͤllen ein Maaß von 2678 p. C. und geben mit Schaafen gefuͤttert 3 1000 1] 950] 3827 13— 535— 669 (Dieſe Kartoffeln hatten 72 p. 6. Feuchtigkeit.) 12 100 Pfund Runkelruͤben im zermalm⸗ ten Zuſtonde fuͤllen ein Maaß von 2570 Cubikzoll und geben mit Kü⸗. hen verfuttert ⸗ 100 1 842 37 6— 822— 334 (Dieſelben hatten 88 p. 6. Feuch⸗ tigkeit.) 13 100 Pfund Moͤhren im zermalmten Zuſtande bei 87 p. C. Feuchtigkeit fuͤllen ein Maaß von 2786 Cubik⸗. 1 zoll und geben mit Kuͤhen gefuttert[100] 1[1058]/ 37721 6— 752— 306 14 l 100 Pfund Unterruͤben(Kohlruͤben) im zermalmten Zuſtande fuͤllen ein Maaß von 2700 Cubikzoll, ſie hat⸗ ten 79 p. C. Feuchtigkeit und ge⸗ ben mit Kuͤhen gefuttert ⸗ 100 1 972]/ 62 ½ 10 ⁰— 864— 351 Von 1 Pfund Futker entſtandener Duͤnger. Bemerkungen. Gewicht. Maaaſß. a. b. a. h. im im im im feuchten trocknen feuchten trocknen Zuſtande. Zuſtande. Pfund. Pfund. Cubikzoll. Cubikzoll. 1* 1 515 61 155 18 8255 3255 195 G 185 77☛ℛũ 3185 188 18 87165 3295 . 1) Dieſer Schaafduͤnger hatte bei dem Verſuche 66 p. C. Feuchtigkeit bei ſich; 2) aus 100 Cubikzoll Kartoffeln entſtanden a) 20 Cubikzoll Duͤnger im feuchten Zuſtande und b) 25 Cubikzoll Duͤnger im trocknen Zuſtande. 1) Der Kuhduͤnger hatte bei dieſem Verſuch 84 p. C. Feuchtigkeit; 2) aus 100 Cubikzoll Runkelruͤben entſtanden: a) 32 Cubikzoll Duͤnger im feuchten und b) 13 Cubikzoll Duͤnger im trocknen Zuſtande. 1) Der Kuhduͤnger hatte bei dieſem Verſuche 84 p. C. Feuchtigkeit;. 2) aus 100 Cubikzoll Moͤhren entſtanden:. a) 2ichendirzall Duͤnger im feuchten Zuſtande, welcher b) 10 Cubikzoll im trocknen Zuſtande enthielt. 1) Dieſer Kuhduͤnger hatte 84 p. C. Feuchtigkeit; 2) aus 100 Cubikzoll Unterruͤben entſtanden: 2) 3e peubiezoll Duͤnger im feuchten Zuſtande, welcher b) 13 Cubikzoll im trockenen Zuſtande enthielt. — 26 Gewicht und. Aus 100 Pfund Futter entſtan⸗ Maaß von 100 dener Duͤnger. Pfund Futter 3— Aus mehrern Verſuchen entſtandene ur Beincdes] Gewicht. ſ a a a. Reſultate über Duͤnger⸗Erzeugung in b. a. b. 5 3 im na⸗ im l[im natuͤrli⸗]; von nachſtehenden Futterungen. 2 2 mriich trock⸗ dhen Feuch⸗ 1 gant 3 S 8 ten nen tigkeits⸗ 2 Zuſtande. Zuſtande. ufd. E.F. C.Z.] Pfd. Pfd E.5.:3. e.J. 8.3. 15[ 100 Pfund Waſſerruͤben bei 91 p. C. , Feuchtigkeit fuͤllen im zermalmten Zuſtande ein Maaß von 3299 Cu⸗ bikzoll und geben mit Kuͤhen gefut⸗— tert.. ⸗ 100 1 ſ1572]1 3423ſ 41— 494]— 263] 16 100 Pfund gruͤner Klee bei 79 p. C. Feuchtigkeit fuͤllen im zuſammenge⸗ druͤckten Zuſtande ein Maaß von’—„ 6030 Cubikzoll und geben mit Kuͤhen 100 3 866 655 9]R—[1149%— 786 17[ 100 Pfund grünee Klee bei 79 p. C. Feuchtigkeit fuͤllen im zuſammenge⸗ druͤckten Zuſtande ein Maaß von Hes deneſoleund geben mir Schaa⸗ 100% 3 866 3623 8 ½⁰ʃ— 605— 726 b Von 1 Pfun utter entſtandener nger. GSGewicht. Maaß. 27— Bemerkungen. *. b.*. 8. im im im ium feuchten trocknen feuchten trocknen Zuſtande. Zuſtande. pfund. Pfund. Cubikzoll. Cubikzon. — 4* 4 2 1) Dieſer Kuhdunger enthielt 87 p. C. Feuchtigkeit; n 185 188 1 2) aus 100 Cubikzoll dergleichen Ruͤben entſtanden: a) 15. Cubikzoll Duͤnger im feuchten Zuſtande, welcher.. b) 3 Cubikzoll im trocknen Zuſtande enthielt. „55 11 72G 1) Dieſer Kuhduͤnger enthielt 85 p. C. Feuchtigkeit; 2) aus 100 Cubikzoll gruͤnem Klee entſtanden: a) 19 Cubikzoll Duͤnger im feuchten Zuſtande, welcher. b) 13 Cubikzoll im trocknen Zuſtande enthielt. 618 26 1) Der Schaafdünger hatte 67 p. E. Feuchtigkeit; * 12 169 76 2) aus 100 Cubikzoll gruͤnem Klee entſtanden: 3 . a) 10 Cubikzoll im feuchten Zuſtande, welcher b) 12 Cubikzoll im trockenen Zuſtande enthielt. v No. Duͤnger⸗Erzeugung von Einſtreu⸗Stroh. 28 100 Pfund Einſtreu⸗Stroh Gewicht und Aus Maaß des entſtandener Duͤnger. Streu⸗Strohes zur Zeit des Verbrauchs. Gewicht. Maaſß. a. b. a. b. 2 im im im— S8 85 feuch⸗ſtrock⸗ natuͤrlich imn S 5 ten nen feuchten trocknen E. 8 Zuſtande. Zuſtande. pfd. E.F. C.Z.] Pfd.(Pfd.] E. F. C.Z. C.F. E.Z. 18 19 20 21 100 Pfund Roggenſtroh als Einſtreu fuͤr die Pferde verbraucht, geben, wenn das Stroh in richtigem Ver⸗ haͤltniß zur Futterung eingeſtreut wird und der Duͤnger 8 Tage lang eim Stalle liegen bleitnt⸗ ⸗ 100 Pfund Roggenſtroh im zuſammen⸗ gedruͤckten Zuſtande fuͤllen ein Maaß von 20906 Cubikzoll. 100 Pfund Roggenſtroh als Einſtreu fuͤr die Kuͤhe verbraucht, geben, wenn das Einſtreuen im richtigen Ver⸗ haͤltniß zur Futterung geſchieht und der Duͤnger im Stalle 3 Wochen lang liegen bleibt⸗ 2 ⸗ 100 Pfund Roggenſtroh, als Einſtreu fuͤr die Schaafe verbraucht, geben, wenn die Einſtreuung im richtigen Verhaͤltniß zur Futterung geſchieht und der Duͤnger 8 Wochen im Stalle verbleibt ⸗- ⸗ 2„ 2 100 Pfund von Weitzen⸗, Gerſte⸗, Hafer⸗ und Erbſen 100 12 170 100 12 170 100]12 170 2284 269½ 206*5G ſtroh 96 9 246 10 699 971 8[1437 9[1172 V 95 9127] 10 281 geben nicht mehrern Duͤnge r in Volumen als das Roggenſtroh; erſtere Stroharten haben zwar ein groͤßeres Belumen, dieſes ſchwindet aber bei Entſtehung des Duͤngers und Verſuche haben gezeigt, daß⸗ wenn genannte Strohgattungen zur Einſtreu verbraucht werden, die Duͤngermaſſe ſich ſchneller in der Stallung erhitzt und daß durch dieſe Erhitzung oder ſchnellere Gaͤhrung ein groͤßeres Minus an Gewicht entſteht. Hafer- und Gerſtenſtroh bewirken letzteres am mehrſten. Wenn daher von Koͤrpermaſſen die Rede iſt, ſo geben ro0 Pfund Somme⸗ rungsſtroh als Einſtreu benutzt, eben ſo viel Duͤnger als 100 Pfund Roggenſtroh, im Gewichte aber bei jeder Thiergattung 100 Pfund Sommerſtroh 2 Pfund Duͤnger im trockenen Zuſtande weniger als das Roggenſtroh. 1 — 29 Von 1 Pfund Einſtreu⸗Stroh entſtan⸗ dener Duͤnger. „ 1 un Gewicht. An Maaß. Bemerkungen. 9 2.» b. a. b. im im im im feuchten gtrocknen feuchten trocknen Zuſtaube. Zuſtande. Pfund. Pfund. Cubikzoll. Cubikzoll. 22 158785 1791]1) Der Strohduͤnger von Pferden hatte bei dieſem Verſuche 58 p. C. Feuchtigkeit; 2) aus 100 Cubikzoll Stroh entſtanden: a) 2e eb köol Duͤnger im feuchten Zuſtande und enthielt b) 86 Cubikzoll im trocknen Zuſtande. 216 185 1525ſ 167256 1) Der Strohduͤnger von Kuͤhen hatte bei dieſen Verſuchen 64 p. C. Feuchtigkeit; 2) aus 100 Cubikzoll Stroh entſtanden: a) 73 Eubikzoll Duͤnger im feuchten Zuſtande und enthielt 5 b) 80 Cubikzoll im trocknen Zuſtande. 1 ½ Ss 15625 175755 1) Der Strohduͤnger von Schaafen hatte bei dieſem Verſuche 54 p. C. Feuchtigkeit; 2) aus 100 Cubikzoll Stroh entſtanden: a) 75 Cubikzoll Duͤnger im feuchten Zuſtande, die⸗ ſer enthielt b) 84 Cubikzoll im trocknen Zuſtande. 30 Bemerkungen zu den Verſuchen uͤber Dänger⸗Geieugun. 98 87 1) Die Duͤngermaſſe, wie ſolche in Gewſcht. und Volumen berechnet worden, iſt bei jedem Ver⸗ ſuche der Zeitpunkt angenommen, wo ihn die Viehſtallung der Duͤngſtaͤtte uͤbergiebt. 2) Sobald der Duͤnger von der Viehſtallung der Duͤngſtaͤtte uͤbergeben iſt und der freien Luft ausgeſetzt wird, entſteht eine Gaͤhrung und Erhitzung des Duͤngers, durch welche der⸗ ſelbe, wenn kein fremder Koͤrper hinzukommt, ein Minus an Gemicht und Volumen erleidet. 3) Dieſes Schwinden des Gewichts und Bolumens iſt verſchieden, es richter ſ ſich nach den Gat⸗ tungen und Kraft der Futterungen, der Einſtreu, als auch nach den Thieren, durch welche der Duͤnger entſtanden iſt.— 4) Eine hohe Uebereinanderſchichtung des Duͤngers, mit einem gewiſſen Grad von Feuchtigkeit, befoͤrdert die Erhitzung oder das Brennen im Duͤnger ſehr ſchnell, bewirkt aber auch eben ſo ſchnell das entſtehende Minus. 5) So lange der Duͤnger mit Feuchtigkeit oder Gille voͤllig geſaͤttiget ethalten werden kann, wird auch das Erhitzen und Verbrennen des Duͤngers, durch welches das Minus ent⸗ ſteht, groͤßtentheils abgehalten.— 6) Duͤnger, welcher von kraͤftiger Futterung entſtanden, in der Däͤngſtätte 5 Fuß hoch uͤber⸗ einandergeſchichtet liegt, und nicht durch Ueberſaͤttigung mit Feuchtigkeit oder von ſtar⸗ kem Froſte, von der Gaͤhrung abgehalten wird, verliert ſchon in 4 mal 24 Stunden 4 bis 5 p. C. ſeines Gewichts(naͤmlich im trocknen Zuſtande berechnet) und vom Volu⸗ men 12 bis 15 p. C. 3 7) Laͤßt man den Duͤnger in der Düngſtaͤtte ſo lange liegen, bis derſelbe ganz ſpeckartig wird, ſo erfolgt ein Verluſt von 25 p. C. im Gewicht(im trocknen Zuſtande) und im Volu⸗ men 50 und mehrere Procente. 8) Nur ſelten iſt man im Stande, einer großen Maſſe Duͤnger in der Duͤngſtaͤtte ſo viel Feuch⸗ tigkeit zu geben, um das Verbrennen des Duͤngers im gerechten Grade abzuhalten, um daher nicht ein zu großes Minus zu erleiden, bin ich der Meinung, daß das Aus⸗ miſten(Duͤngeraustragen) der Stallungen ſi ſich nach der Gelegenheit den Duͤnger beim Ackerbau anzuwenden einestheils richten und anderntheils auch der Ackerbau ſo betrie⸗ ben werden muͤſſe, daß man Gelegenheit hat, zu ieder Zeit den Duͤnger moͤglichſt nuͤtz⸗ lich anzuwenden. 3 9) Das Minus, welches der Duͤnger in der Duͤngſtaͤtte bei dem Zutritt der freien Luft erleidet, entſteht groͤßtentheils durch das Verbrennen oder Verkohlen des Streuſtrohes im Duͤn⸗ ——— 31 ger, Exkremente allein, ohne Beimiſchung von Streumaterial, kommen ſpaͤter in Gaͤh⸗ rung und erhitzen ſich nur wenig. 10) Exkremente von Koͤrnerfutterung erhitzen ſich jedoch ſchneller, als Exkremente, welche von Wurzelfruͤchten entſtanden ſind. Die Kartoffel giebt z. B. ein geringes Volumen an Duͤnger, er iſt aber im Verhaͤltniß gegen Koͤrner⸗Duͤnger bedeutend ſchwerer— und widerſteht der Verweſung eine laͤngere Zeit. 11) Iſt der Einſtreu, welche die Exkremente auffangen oder faſſen ſoll⸗ Hafer⸗ und Gerſtenſtroh beigemengt, ſo erhitzt ſich der Duͤnger ſchneller und bewirkt ein groͤßeres Minus als das Roggenſtroh, 12) Bei Berechnung des Duͤngers, welcher von Einſtreuſtroh entſteht, iſt folgendes Verhaltniß angenommen: a) beim Kuhvieh, bei Stallfutterung, iſt eine kraͤftige und der Milchkuh angemeſſene feuchte Futterung berechnet, die Exkremente haben dann gewoͤhnlich 84 p. C. Feuch⸗ tigkeit und erfordern, wenn Duͤnger und Urin groͤßtentheils aufgefangen werden ſoll, taͤglich pro Kuh 10 bis 12 Pfund Einſtreuſtroh; b) das Pferd, wenn ſolches mit Koͤrnern, Heu und Stroh ernaͤhrt wird und den * ganzen Tag im Stalle ſteht, 6 Pfund, wenn ſolches aber bei Tage im Felde ar⸗ beitet 4 Pfund Einſtreuſtroh; c) das Schaaf im Durchſchnitt, alt und jung, bei guter Futterung? 3 pfund Streu⸗ ſtroh. Wird ein groͤßeres Gewicht an Einſtreu verbraucht, ſo entſteht aus dem Stroh kein ſo kraͤftiger Duͤnger; es geſchieht zum Nachtheil der Wirthſchaft, indem der Werth des Strohes nicht voͤllig ausgenutzt werden kann. Ausnahmen finden ſtatt bei Maſtungen, bei ſehr feuchten Futterungen und bei ungewoͤhnlich großen Thieren und ſtarken Fut⸗ terungen. 13) Der Urin ſpielt eine Hauptrole bei der Erzeugung eines guten und mibrſamen Duͤngers. Bei Mangel an Einſtreu⸗Material wird der Urin nur ſelten ganz vollkommen als Duͤn⸗ gungsmittel benutzt. Der Urin giebt dem Strohe die Eigenſchaft, Feuchtigkeit im ho⸗ hen Grade aus der Atmoſphaͤre an ſich zu ziehen und daß dieſe Feuchtigkeit etwas an⸗ ders als einfaches Waſſer ſeyn mag, glaube ich aus den beobachteten Wirkungen bei der Erde und Pflanze annehmen zu koͤnnen. 14) Verſuche uͤber die duͤngende Wirkung des Urins, mittelbar durch das Stroh, haben mich wenigſtens das Geſagte glauben gemacht, ſo habe ich z. B. ganz reines Stroh mit Pferde⸗Urin geſaͤttiget, dann dieſes Stroh im Herbſt auf ein gut bearbeitetes Acker⸗ ———'— 2 5 3 4— 32.— land ausgebreitet, im Fruͤhjahre das Stroh wieder vom Acker abgeharkt(gerecht) und dann ohne nochmalige Pflugbearbeitung Hafer darauf geſaͤet und eingeegget, der Erfolg war, daß dieſe Flaͤche ſchon im Fruͤhjahr durch ſchwaͤrzere Farbe ſich auszeichnete, ſie auch bei eintretender Duͤrre ſich feuchter erhielt und in der Ernte ein Viertheil mehr Gewicht an Stroh und Koͤrnern lieferte, als die angraͤnzende Flaͤche von gleicher Groͤße, Cultur und Guͤte. Dagegen hat mir die bloße Gillen⸗Duͤngung auf Aecker nie die volle Wirkung hervorgebracht, welche ich mir bei Anwendung derſelben von der Kraft der Gille verſprach.— RNimmt man 100 Pfund Stroh, traͤnkt ſolches voͤllig mit dem Urin von Pferden und laͤßt das Stroh wieder ganz trocken werden, ſo haben die 100 Pfund Stroh 3 bis 6 Pfund an Gewicht zugenommen. Bei ein und demſelben Verſuche mit dem Urin von der Kuh gaben 100 Pfund Stroh ein groͤßeres Gewicht von 4 Pfund und von Schaafen 8 bis 9 Pfund. Die Eigenſchaft, Feuchtigkeit an ſich zu ziehen und der Erde wiederum mitzutheilen, welche der Urin naͤmlich dem Strohe giebt, erhaͤlt ſich eine lange Zeit in dem getraͤnk⸗ ten Stroh, daſſelbe kann dieſe Wirkung oft aͤußern, auch ſehr oft in trocknen Zuſtand gebracht werden und dennoch wird es die Wirkung der Anziehung wiederholen, wenn auch im mindern und abnehmenden Grade. Man kann dieſe Wirkung durch folgenden Verſuch ſich recht leicht verſinnlichen: man nehme 6 bis 10 Loth trockenes Stroh, feuchte ees durchgaͤngig mit Urin an und trockne es voͤlig wieder, dann befeſtige man es an den Endpunkt eines recht leichten, von einem Rohrhalm geſchnittenen, beweglichen Wa⸗ gebalkens, welcher an ſeinem Mittelpunkt an einem Faden haͤngt, beſchwere das ent⸗ gegengeſetzte Ende des Balkens mit gleichem Gewicht, ſo, daß Gewicht und Stroh ganz wagerecht ſtehen und man wird binnen einer halben Stunde, auch in der Stube, die anziehende Eigenſchaft des mit Urin getraͤnkten Strohes zur Verwunderung auffal⸗ lend finden, indem das Stroh durch die Anziehung ſchwerer wird und ſich bald herun⸗ terſenkt. Man kann dieſen Verſuch ſehr oft durch das Abtrocknen des Strohes auf dem warmen Ofen wiederholen und man wird dennoch auch nach dem 4oſten Verſuche die Wirkung des Urins im Strohe, wenn auch immer in einem etwas verminderten und abnehmenden Grade, finden*). — 1 *) Die anziehende Kraft wuͤrde doch genauer auf einer empfindlichen Wage beobachtet und gemeſſen wer⸗ den koͤnnen. Aus der Verſchiedenheit derſelben bei verſchiedenen Erd⸗ und Duͤngerarten laſſen ſich ſehr wichtige Folgerungen ziehen und ſie giebt bei den Ackererden einen ziemlich zutreffenden Maaß⸗ — 324 15) Jede Gattung von Duͤnger hat ſeine eigene, durch das Thier erhaltene, Eigenſchaft Feuch⸗ tigkeit bei ſich zu haben, ſie laͤngere oder kuͤrzere Zeit bei ſich zu behalten und nach dem Austrocknen wiederum an ſich zu ziehen; z. B. d 3 2) haben die Exkremente von einer wohlgenaͤhrten Milchkuh gewoͤhnlich 84 p. C. Feuchtigkeit bei ſich, desgleichen b) die Exkremente vom Pferde 75 und c) die Exkremente vom Schaafe 66 p. C. 3 Werden dieſe Exkremente in ooͤllig trockenen Zuſtand gebracht und mit Waſſer ange⸗ feuchtet, ſo nehmen dieſelben in der Regel ſo viel Gewicht von Feuchtigkeit wieder an, als ſie im natuͤrlichen Zuſtande fruͤher hatten. Iſt der Duͤnger von kraͤftigen Thieren und kraftvoller Nahrung entſtanden, ſo nimmt derſelbe auch in der Regel keinen hoͤ⸗ hern Grad von Feuchtigkeit an, als ſeine eigenthuͤmliche Eigenſchaft iſt. Ausnahmen finden ſtatt, wenn der Duͤnger ooͤllig trocken geworden und mnit Urin angefeuchtet wird, ſo kann man beſonders dem Pferde⸗ und Schaafduͤnger eine groͤßere Feuchtigkeit anhaltende und an ſich ziehende Eigenſchaft verſchaffen. 16) Reines Stroh, wenn ſolches mit Waſſer angefeuchtet wird, nimmt aber auch 72 bis 73 p. C. Feuchtigkeit an, laͤßt ſie aber bald wieder ſchwinden und hat nicht die Eigenſchaft in dem hohen Grade aus der Atmoſphaͤre auch ohne Regen Feuchtigkeit an ſich zu ziehen. Ganz trocken, ohne alle Feuchtigkeit, bleibt zwar auch das Stroh bei freier Luftausſetzung nie, es zieht gewoͤhnlich 3 bis 4 p. C. an, welches der Zuſtand iſt, in welchem ſich das Stroh gewoͤhnlich in unſern Scheuern befindet, wenn auch daſſelbe noch ſo trocken eingeerntet iſt. 17) Kraͤftige und von feuchter Futterung entſtandene Exkremente laſſen durch den Druck oder Verminderung des Raumes, z. B. durch das Treten und Lagern der Thiere, Feuchtig⸗ keit tropfbar entſchwinden, dieſerhalb iſt das Einſtreuſtroh, welches dieſe Feuchtigkeit nebſt dem Urin auffaͤngt, von ſo weſentlichem Mutzen. 18) Wenn feuchter kräftiger Duͤnger in trocknen Zuſtand gebracht wird, ſo entſchwindet ihm, mit der Feuchtigkeit zugleich, auch immer etwas von ſeiner duͤngenden Kraft, ohne be⸗ deutend von ſeinem Gewichte, im trocknen Zuſtande naͤmlich berechnet, zu verlieren. Um ſo oͤfter nun der Duͤnger dieſen wechſelſeitigen Zuſtand erleidet, um ſo ſchueller 4 ſtab ihrer Fruchtbarkeit ab. Uebrigens iſt die im Urin enthaltene ſeſte und fluͤchtige Subſtanz ge⸗ wiß in mehrerem Betracht ein fehr wichtiges Agens im Duͤnger. Th. 5 4 1 entſchwindet ihm auch ſeine duͤngende Eigenſchaft. Dieſer Verſuch hat es mir erklaͤrbar gemacht, woher es komme, daß ein leichter, nur durch Duͤngung fruchtbar gemachter, Boden, durch zu oͤfteres Bearbeiten, Ruͤhren, Luftausſetzen und Austrocknen, auch ohne eine Frucht zu tragen, von ſeiner Fruchtbarkeit verliert und daß nicht die Frucht al⸗ lein, ſondern auch der Zahn der Zeit unter gewiſſen Verhaͤltniſſen hie und da Frucht⸗ barkeit befoͤrdernde Stoffe raubt und einem andern Orte zufuͤhrt. 19) Zu der Berechnung uͤber die Entſtehung des Duͤngers aus dem Einſtreuſtroh bemerke, daß die angenommenen Verhaͤltniſſe nur dann ſtatt finden, wenn im richtigen Verhaͤltniß mit der Futterung das Einſtreuen geſchieht, denn wird z. B. im Uebermaaße beim Schaafvieh eingeſtreut, ſo entſtehet ein weit groͤßeres Volumen Duͤnger von Streu⸗ ſtroh, weil der Urin und Exkremente der Schaafe nicht hinreichen, die Einſtreu anzu⸗ feuchten, das Stroh bleibt trocken, vermindert ſein Volumen weit weniger, iſt aber auch als wirklicher Duͤnger nicht zu ſchaͤtzen. 3 4 3 4— ——— ₰ inbndeer Verſuch einer Werths⸗Vergleichung verſchiedener laͤndlicher Pro⸗ ehe Pfun 19 E dukte im Roggen⸗Koͤrner⸗Werth, wie ſolche bei Ertrags⸗Berech⸗ Plünde gh⸗ Noggenkör⸗ nungen der Ernten, bei Abſchaͤtzung des Ackerbaues, der Wieſen, ter Roggen⸗ ner werden der Koſten⸗Veranſchlagung der thieriſchen Ernaͤhrung und bei köruer wer⸗ gleich ge⸗ Gewinnung und Anwendung des Duͤngers bei dem Gute den gleich ſchaͤtzt Schierau angenommen und berechnet worden. geſchaͤtzt Pfunde. Pfunde. 5— 100 guter Roggen ⸗ 2 2 ⸗ ⸗ ⸗ ⸗ 1 Ein Preuß. Scheffel wiegt 33 Pfund und 100 Pfund Roggen ſind 1 Scheffel 3½54 Metzen. 80 guter Weitzen ⸗. 2 ⸗ 82 4 a) Ein Preuß. Scheffel wiegt 92 Pfund und 80 Pfund Weitzen ſind 14 Metzen. b) Nach dem Maaße verglichen ſind 1153½ Metzen 16 Metzen Roggen gleich. 110 gute Gerſte ⸗ 2 ⸗ ⸗ 2„ 2 2 175 a) Ein Scheffel wiegt 74 Pfund und 100 Pfund Gerſte ſind 1 Scheffel 7158 ¾ Metzen. b) Nach dem Maaße verglichen ſind 191½ Metzen Gerſte 16 Metzen Roggen gleich. 3 118 /guter Hafer ⸗ ⸗ 2. 2* ⸗ 2— ⸗ ⸗ 18 a) Ein Scheffel wiegt 35 Pfund und 118 Pfund Hafer ſind 2 Scheffel 2 36 Metzen. b) Kach dem Maaße verglichen ſind 2882 Metzen Hafer 16 Metzen Roggen gleich.. 89 gute Erbſen ⸗ 1 2 2 2 2 ⸗ 3 185 a) Ein Schfl. wiegt 92 Pfd. und 89 Pfd. Erbſen ſind 15̃ Metz. b) Nach dem Maaße verglichen ſind 1213⅞ Metzen Erbſen 156 Me⸗ tzen Roggen gleich. 118 Oehlkuchen⸗Mehl von Leinſaamen entſtanden ⸗ 2 2 18 a) Ein Scheffel im zuſammengedruͤckten Zuſtande wiegt 78 Pfund und 118 Pfund ſind 1 Scheffel 8, Metzen. b) Nach dem Maaße verglichen ſind 20795 Metzen Oehlkuchen 16 Metzen Roggen gleich 126 gute Roggen⸗Kleie*) 2 2 2 7 2 7 1 ½ 2) Ein Scheffel wiegt 38 Pfund und 126 Pfund Kleie ſind 3 3 Scheffel 5r9g Metzen. b) Nach dem Maaße verglichen ſind 44155 Metzen Kleie 16 Me⸗ tzen Roggen gleich. *) Dieſes Werthsverhaͤltniß der Roggenkleie zum Noggenkorn iſt auffallend. Th. vnnheret Verſuch einer Werths⸗Vergleichung verſchiedener laͤndlicher Pro⸗ vie uait ni aete dukte im Roggen⸗Koͤrner⸗Werth, wie ſolche bei Ertrags⸗Berech⸗ R 8 Roggenkoͤr⸗ nungen der Ernten, bei Abſchaͤtzung des Ackerbaues, der Wieſen, 81 69gen⸗ ner werden] der Koſten⸗Veranſchlagung der thieriſchen Ernaͤhrung und bei körner wer⸗ slei⸗s de⸗ Gewinnung und Anwendung des Duͤngers bei dem Gute den gleich fchaͤtzt Schierau angenommen und berechnet worden. geſchaͤtt Pfunde. Pfunde. — 380 gute Leinſaamen⸗Spreu ⸗ 2.. ⸗ 2 3½ 380 Pfund gute Leinſaamen⸗Spren enthalten 57 Eubikfuß. S 480 gute Weitzen⸗, Erbſen⸗ und Hafer⸗Spreu ⸗ ⸗ ⸗ ⸗ 4 ½ — 480 Pfund dergleichen Spreu enthalten 79 ½ Cubikfuß. 1 550 gute Roggen⸗ und Gerſten⸗Sprzu ⸗ ⸗ ⸗ 2 5 ½ . 550 Pfund dergleichen Spreu enthalten 90 ⁄58 Cubikfuß. 400 gute Kleeſaamen⸗Spreu 5 ⸗ 2 7. 2 4 400 Pfund Kleeſaamen⸗Spreu enthalten 63172 Eubikfuß. 250 gutes beſtes Wieſenheu, wenn ſolches vor der Bluͤthe gemaͤht und K gut aufgekommen 2 2 2 2 ⸗ ⸗ 2 ½ 250 Pfund dergleichen Wieſenheu enthalten zoſu Cubikfuß. 280 gutes beſtes Wieſen⸗Grummt oder Nachmath, aber voͤllig gut auf⸗. gekommen 331313 Cubikfuß ⸗ ⸗ 2 2 ⸗ 24 300 gewoͤhnlich gutes Wieſenheu 36778 Cubikfuß 5 ⸗ ⸗ 3 325 gewoͤhnlich gutes Wieſen⸗Grummt oder Nachmath ⸗ 2 2 3 ¼ 250 gutes Kleeheu vor der Bluͤthe gemaͤht und vollig gut aufgekommen 2 ⅔ a) 250 Peund dergleichen Kleeheu enthalten zur Zeit der Ernte . 36 ʃ42% Cubikfuß; b) 250 Pfund dergleichen Kleeheu enthalten zur Zeit des Verbrauchs 28 12 Cubikfuß.. 300 gutes Kleehen zur Zeit der Bluͤthe gemaͤht und ooͤllig gut aufge⸗ kommen ⸗, 2 2„ 2 ⸗ 3 3) 300 Pfund dergleichen Kleeheu enthalten zur Zeit der Ernte 442,8, Cubikfuß; 1 4 3 b) 300 Pfund dergleichen Kleeheu enthalten zur Zeit des Verbrauchs 341488 Cubikfuß. 1 325 gutes Klee⸗Grummt oder Nachmath 3 2„ 3 3 † 550 gutes Saamen⸗Kleeſtroh, wenn ſolches gut aufgekommen ⸗]5 ¼ 550 Pfund dergleichen Kleeſtroh enthalten 71 ½ Cubikfuß. 1 600 gutes Weitzen⸗Stroh⸗ 3 ⸗ 2 1 ⸗ ⸗ 6— 600 Pfund dergleichen Stroh enthalten zur Zeit des Verbrauchs 73 1— Cubikfuß. 600 gutes Winter⸗Roggen⸗Stroh 6 2 2 2 2 7 600 Pfund dergleichen Roggenſtroh enthalten zur Zeit des Ver⸗ brauchs 72 ½ ½ Cubikfuß. / Einhundert Pfund gute 37 Verſuch einer Werths⸗Vergleichung verſchiedener laͤndlicher Pro⸗ dukte im Roggen⸗Koͤrner⸗Werth, wie ſolche bei Ertrags⸗Berech⸗ Einem Pfunde gu⸗ Roggenkoͤr⸗ nungen der Ernten, bei Abſchaͤtzung des Ackerbaues, der Wieſen, 158 Nohgan⸗ ner werden der Koſten⸗Veranſchlagung der thieriſchen Cenaͤbrung und bei,(irner wer⸗ gleich ge⸗ Gewinnung und Anwendung des Duͤngers bei dem Gute den gleich ſchͤtzt Schierau angenommen und berechnet worden. geſchaͤtzt Pfunde. 3 Pfunde. 580 gutes Gerſtenſtroh ⸗ 2. 33 580 Pfund Gerſtenſtroh eniaſten här Zeit des Verbrauchs 8 7423 Cubikfuß. 600 gutes Haferſtroh. 2 ⸗. 6 600 Pfund bergleichen Haferftroh enthaſten ur Zeit des Verbrauchs 72 ½ ½ Cubikfuß. 500 gutes Erbſenſtroh 4 2 1 2 2 5 500 Pfund gutes Erbſenſtroh enthalten ue Zeit zdes Verbrauchs— 82 Cubikfuß. 480 gutes Wickenſtroh ⸗. 4 † 88 Pfund. Wickenſtroh anthatten Iüs Zeit des deibrauss 7917 an ubikfuß 1350 gruͤner Klee bei 76 bis 78 p. C. Feuchtigkeit 2.13 7 1352 dfu gruͤner Kler enthalten zur Zeit des Verbrauchs 47 ⁰ed 4 ubikfu 4 650 Kartoffeln bei 72 p. C. Feuchtigkeit ⸗ 3 6 ½ a) ein Breslauer Sack voll Kartoffeln wiegt 150 Pfund und 650 3 Pfund Kartoffeln ſind 4 Sack; b) nach dem Maaße verglichen ſind 4 ½ Sack Kartoffeln 1985 33 Preu⸗ ßiſchen Metzen Roggen gleich. 900 Unterruͤben ſogenannte Kohlruͤben bei 9 pe E. Feuchtigkeit⸗ 2 9 1100 Mohrruͤben fogenannte Moͤhren bei 87„Fruchuggkeit ⸗ ⸗ 11 1100 Runkelruͤben bei 87 ¾ p. C. Heucegnt 2.. 11 1600 Waſſerruͤben bei 90 ½ r. C. Feuchtigkeit 2. 16 1500 Kopf⸗ Kraut ⸗ 2 2 2 13 1700 gruͤne Kohlruͤben⸗ Blaͤtter im ſaftreichen Zuſtonde 4 3 2 17 1850 Runkelruͤben und Kopf⸗ Kohlblaͤtter im gruͤnen ſaftigen Zuſtande 2 18 1600 Krautſtruͤnke befreit von holzigten Theilen ⸗ 85 16 250 getrocknete und gut aufgekommene e Kraut⸗. Kohl⸗ und gohleaben Blaͤtter⸗ 2 2 ½ 200 getrocknetes, gut aufgekommenes Eanadiſches Pappel⸗Lauß⸗ 3 2 200 Pfund dergleichen Laub enthalten zur Zeit des Verbrauchs 5 36 5 Cubikfuß. d 220 gut Abf„omnenes getrocknetes Linden⸗Laub ⸗ 2 2 2* 250 dergleichen trocknes Eichen⸗Laub ⸗.. ⸗ 2 2 ½ Kartoffel⸗Kraut im ganz trocknen Zuſtande ⸗ 3 3 ¹ 9 Einbundert Pfund gute Roggenkoͤr⸗ ner werden 38— Verſuch einer Werths⸗Vergleichung verſchiedener laͤndlicher Pro⸗ dukte im Roggen⸗Koͤrner⸗Werth, wie ſolche bei Ertrags⸗Berech⸗ nungen der Ernten, bei Abſchaͤtzung des Ackerbaues, der Wieſen, der Koſten⸗Veranſchlagung der thieriſchen Ernaͤhrung und bei Einem Pfunde gu⸗ ter Roggen⸗ koͤrner wer⸗ gleich ge⸗ Gewinnung und Anwendung des Düngers bei dem Gute den gleich ſchaͤtzt Schierau angenommen und berechnet worden. geſchaͤtzt Pfunde. Pfunde. — 1700 Brechannen(oder der Abgang, welcher vom Flachs beim Bearbeiten entſteht*) 17 675 Streuſtrch, Schaaf⸗ ürſchen, Etroß⸗ welches aus der Schaafraufe 5 ausgebunden und nur zum Einſtreuen vervbraucht werden kann 6 ¾ A. Werthſchaͤtzung des vom Einſtreuſtroh entſtandenen Duͤngers bei Pferd, Kuh und Schaafvieh.— 675 Duͤnger im trocknen Zuſtonde⸗ ſo vom Einſtreuſtroh entſtanden iſt ⸗ 6 ½ 1350 deſſelben Düngers bei 50 p. C. Feuchtigkeit⸗ ⸗ ⸗. 13 ¾ 1687 5 ⸗ 60 ⸗ ⸗ ⸗ 2 ⸗ 2 16 2250 ⸗ ⸗ 7 52 2 2 2 2 5 2 22 ½ 2700 2 2 2 5 2 2 2 27 B. Werthſchürung des Duͤngers, welcher aus Futterungen entſteht. 1) Pferdeduͤnger von Korhern und Hey entſtanden. 500 im trocknen Zuſtande ⸗ 5. 2 e 5 1020 derſelbe Duͤnger bei 50 p. 8. deuchngtat 2 2 2 2 10 1250 2, ⸗ 60 7 2 2 2 1 12 ½ 16663 ⸗ ⸗ 2 270 ⸗ 1 ⸗ ⸗ 2 3 15 2000. 2 75 2 2 2 2 2 20 2) Pferdedünger von Strohfutt entſtanden. 600 im trocknen Zuſtande ⸗ 2 4 2 7 6 1200 derſelbe Duͤnger bei 50 p. C. Jeuchtigken 2 ⸗: 3 12 1500 2 7 60„ 2 2 2 2 I15 2000 2 7 52 ⸗ 2. 5 ⸗ 20 2400 7 2 2 7 2 2 2 ⸗ 24 3) Kuh⸗ und Sdafdunger von Koͤrnern, Wurzelwerk, gruͤnem. . Klee und Heufutter entſtanden 250 im trocknen Zuſtande ⸗ ⸗ 5 3 4 ⸗ 2 ¾ 500 derſelbe Duͤnger bei 50 p. C. Feuchigien 2 ⸗ ⸗ ⸗ 415 625 2 5 3 2 3 2 2 2 6 833⁰ 7 7 6 9 2 ⸗ 2 ⸗ 2 ⸗ 8 1900 5 7 75 ⸗ 2 7 2 2 3 10 *) Es fragt ſich: zu welchem Gebrauch ſie dieſen Werth haben? Th. —— ——— — 39 9 3 5 Spreu und Huͤlſen, welche vom Getreide und Kleeſaamen entſte⸗ hen, werden bei Abſchaͤtzung des Ackerlandes nicht beſonders ge⸗ ſchaͤtzt, ſondern unter dem Gewicht von Stroh, als ſolches mit veranſchlagt. 3 3 Suhundert Verſuch einer Werths⸗Vergleichung verſchiedener laͤndlicher Pro⸗ Dfeine d Pfun 93 e dukte im Roggen⸗Koͤrner⸗Werth, wie ſolche bei Ertrags Berech⸗ A„u. Roosenkr nungen der Ernten, bei Abſchaͤtzung des Ackerbaues, der Wieſen, t4 ane 4 ner werden der Koſten⸗Beranſchlagung der thieriſchen Ernaͤhrung und bei körner mer⸗ gleich ge⸗ Gewinnung und Anwendung des Duͤngers bei dem Gute den gleich, ſchaͤtt Schierau angenommen und berechnet worden. geſchaͤtzt Pfunde⸗ Pfunde⸗ 1250 derſelbe Duͤnger bei 80 p. C. Feuchtigkeit ⸗. ⸗ 12. 1666 ¼ 2 2 2 Sz5 7. 2. ⸗ 2 163³ 4) Kuh⸗ und Schaafduͤnger, welcher von Strohfutter entſtanden. 450 Duͤnger im trocknen Zuſtande. ⸗. ⸗. 4 ½ 900 Duͤnger bei 50 p. C. Feuchtigkeit ⸗ 2.. 2 9 1125 Duͤnger bei 60 p. C. Feuchtigkeit ⸗ 2 ⸗ ⸗ ⸗ 11¾ 1500 Duͤnger bei 70 p. C. Feuchtigkeit ⸗ 2 2 2. 2 13 1800 Duͤnger bei 75 p. C. Feuchtigkeit ⸗ 4 ⸗.. 18 2250 Duͤnger bei 80 p. C. Feuchtigkeit 2 3 2 2 1 22 ½ 3000 Duͤnger bei 85 p. C. Feuchtigkeit ⸗ 1 2 ⸗ ⸗ 30 Anmerkung.. Bei Veranſchlagung und Abſchaͤtzung der Wieſen und des Acker⸗ baues wird den zu veranſchlagenden Ernten an Heu und Stroh⸗ gattungen ein etwas minderer Werth beigelegt, als vorſtehend berechnet worden, weil es nicht immer in der Gewalt des Land⸗ wirths ſteht, das Heu und Geſtroͤhde im beſten und vollkommen⸗ ſten Zuſtande zu ernten. Ein Durchſchnitt von mehrjaͤhrigen* Ernten hat die Norm zu folgender Veranſchlagung und Werths⸗ beſtimmung gegeben. 300 Wieſenheu oder Grummt von Wieſen mit vorzuͤglichen Graͤſern ⸗ 3 340 Wieſenheu oder Grummt von Wieſen gewoͤhnlicher Art ⸗ 3 ⅜ 340 Kleeheu und Klee⸗Grummt ⸗ ⸗ 5 2 ⸗ 3 ⅔ 650 Winter⸗Weitzen, Winter⸗Roggen und Haferſtroh ⸗ 7 ⸗ 6 ½ 600 Gerſtenſtroh ⸗ ⸗ 2 2 5 ⸗ 2 4 6 550 Erbſenſtroh ⸗ 2 3. 7 ⸗ 2 ⸗ 51 500 Wickenſtroh ⸗. ⸗ 4 s 5 Rach vorſtehender Werths⸗ BVergleichung haben nachſtehende Produkte * felgenden Geldwerih⸗ No. 18 1 Ein Preus ziſcher Schefe Roggen 3 2 2 Ein Preuß. Scheffel Winter⸗ Weizen(gelber) 4 pfund Weizen hoben den Bert, den — fund Roggen hat 3 ein renße Sche effel große Gerſte, 175 pfund Gerſte haben den Werth den 1 pfund Roggen hat ⸗— 4 Li deeaſeHe heſe guter dafes, 135 pfund Hafer haben den Werth den 1 pfumd Roggen hat ⸗ 5 Ein Teau Scheffel Eubſen, 1 185 pfund röſen haben den Werih den 1 Pfund Rog⸗ gen 6 Ein Prenſ Sche effe gute Roggenkleie, 1 Pfund Kleie haben den Werth den 1 pfund oggen hat ⸗ Ein Preuß. Scheffel Oehlkuchenmehl von keinſnamen, 13 Pfund Oehleuchen haben 1— den Werth den 1 Pfund Roggen hat 8 Sin Schock Oehlkuchen, wenn 1 Kuchen 2 piumd wiegt, 1 piund Oehlkuchen haben & den„. Derhoden wenhum Nonde hat gf in Scho ehlkuchen, wenn 1 Kuchen 2 ½ Pfund wieg t, 1 und Oehlkuchen aben 3 den Werth den 1 Pfund Roggen hat 3 4 56 h 10 Ein Schock Oehlkuchen, wenn 1 Kuchen 3 fund wiegt, 138, Pfund Dehlkuchen haben G Ade herthedam 1 Pfune Nongen hat f 11 in Preu entner Leinſaamen⸗Spreu oder 9 Sche el 25 Metze 33 P und Spreu haben den Werth den 1 Pfund Roggen 9 2 ke⸗ 12 Ein Preuß. Scheffel dergleichen Spreu wiegt 12 Pfund, 34 Plund ainſaamen⸗ Epreu ſind 1 Pfund Roggen gleich⸗ 13 Zwei Preuß. Scheffel dergleichen Spreu oder ein Korb vel wiegen 24 pfund, 34 Pfund Spreu ſind 1 Pfund Roggen gleich⸗ 14 Ein Centner Weitzen⸗, Erbſen⸗ und aferſpreu eder 10 Scheffl, 44 Pfund Spreu ſind 1 Pfund Roggen gleich ⸗ 15 Fin Peen. Schefa deroleichen Spreu wiegt 1 pfund, 4 ½ pfand Spreu iid 1 Piund oggen glei— 16 Zwei Preuß. Scheffel dergleichen Spreu wiegen 22 Pfund und ſind ein Korb voll, 43 Pfund Spreu ſind 1 Pfund Roggen gleich ⸗ 17] Ein Centner Roggen⸗ und Gerſten⸗ Spieu oder 10 Sczeffe, 84 pfund Spreu ſ ind 1 Pfund Roggen gleich⸗ 18! Ein Süehal dergleichen Spres wies 1 pfund, 5 ½ Pfund Spren ſind 1 Pfund Ros⸗ gen el 7 19 Zwei Gcheßel dergtechen Spreu viegen 22 Pfund, 31 pfund Spreu gnd 1 pfund 8 Roggen gleich 20 Ein Centner dieſaamen/ Spreu enihai 10 eseha, 4 Pfund Spreu ſ ſind 1 pfund Roggen gleich 41 —:2̈⏑—.,.,..A. B—— Angenommen, daß ein Preuß. Scheffel Roggen mit— Gewicht 7—— 8 der 1 Rthlr.’ 1½ Rthlr. 2 Rthlr. 2 ½ Rthlr. 3 Rthlr. Produkte. bezahlt wird, ſo haben nachſtehende Produkte folgenden oͤkonomſchen Werth. Preuß. Pfd.[Rthl. ſgr. pf.[Rthl. ſgr. pf.[Rtbl. ſgr. pf.[Rthl. ſgr. pf.[Rthl. ſgr. pf. 83 11—— 1 15— 2—— 2 15— 34—— 92 1 11 6 2 23 2 23— 3 19 3 4 4 6 74— 24 3 1 6/ 4 1[18 6 21—[2 2 2 55— 16 3— 25— 1 z alrIIg r[2ab0 92 1 7 3 25 1o 2 1 6 3 3 17 3 21 9 38— 10 I11—[16 41 ſ— 21 ſ 10— 27 3 1 2 9 78— 23 11 1 5 M 10% 1 1 17 10 1 29 91 2 I1 9 120 r1 61 6 1]24[9 1 2 13— 3 13 3 19 6 150 1 45 I0 21 8/ 9 3 I 8 3 24 7 4 17 6 180 1 24 2 22 1 ¼¾ 349 6 4 16[10 ¼ 5 14 3 110—[o 6ſ—[15 19o[— 21[— j— 26 3 I1[1 6 12-2Iro ſ2 42 rr= 3 6 24[2 4= 3 6 4 8s o I7— 110 1 8 32— 12 4r— 16 s— 20 7½1— 24 9 11—— 10— 1 3— 1 8— 2[1— 2 22— 1 81— 2[6— 3 4]— 4 2— 5— 110— 7 31—[10 1or— 14 6— 18 1r— 221 9 11— 1— 9 1— 1 1½1—1 611— 1 10½¼ ½— 2 3 22 6—[2[z3=3= 2 3 9= 2 6 11⁰ 10—— 15——, 20o—— V 253— 1—— 3. 42 Rach vorſtehender Werths⸗Vergleichung haben nachſtehende Produkte folgenden Geldwerth. No. 2a1[Ein Schef dergleichen Spreu wiegt 11 Pfund, 4 Pfund Spreu ſind 1 Pfund Rog⸗ gen glei 2 ⸗ ⸗ 2 ⸗ 2 5 ⸗ 2 2 22 Zwei Scheffel dergleichen Spreu wiegen 22 Pfund und ſind 1 gewoͤhnlicher Korb, 4 Pfund Spreu ſind 1 Pfund Roggen gleich ⸗ 2. ⸗„ 17 23 Ein Lenthce gutes, beſtes Wieſenheu, 2 ½ Pfund haben den Werth den 1 Pfund Rog⸗ gen hat 2 7 2 2 ⸗ 2 2 2 2 2 24 Ein Gebund dergleichen Heu von 11 Pfund ⸗ 2 2 3 ⸗ ⸗ 25] Ein Centner gutes, beſtes Wieſengrummt, 2 ½ Pfund haben den Werth den 1 Pfund Roggen hat ⸗ 2 2 2 ⸗ ⸗. 2 2 ⸗ 26] Ein Gebund dergleichen Grummet von 11 Pfund ⸗ 3 2 ⸗ ⸗ 27 Lin enrde gewoͤhnliches, gutes Wieſenheu, 3 Pfund haben den Werth den 1 Pfund oggen at 2 7 7 2 2 2 7 27.7 2 28 Ein Gebund dergleichen Wieſenheu von 11 Pfund ⸗. ⸗ 2 ⸗ 29] Ein Centner gewoͤhnliches, gutes Wieſen⸗Grummet, 3 Pfund haben den Werth den 1 Pfund Roggen hat 2 2 2 2 ⸗ 7 2 2 30 Ein Gebund dergleichen Grummet von 11 Pfund ⸗ ⸗ ⸗ ⸗. 31 Ein Centner gutes Kleeheu vor der Bluͤthe gemaͤht und voͤllig gut aufgekommen, 2 ¾ Pfund haben den Werth den 1 Pfund Roggen hat⸗. 2 ⸗. 32]Ein Gebund dergleichen beſtes Kleeheu von 11 Pfund ⸗ ⸗ 2 ⸗. 33 Ein Centner gutes Kleeheu zur Zeit der Bluͤthe gemaͤht und voͤllig gut aufgekommen, Pfund haben den Werth den 1 Pfund Roggen hat 2 2 ⸗ ⸗ 34] Ein Gebund gutes Kleeheu von 11 Pfund 2 2.... 35 Ein Centner gutes Klee⸗Grummet oder Nachmath voͤllig gut aufgekommen, 31 Pfund haben den Werth, den 1 Pfund Roggen hat ⸗. ⸗. 36 Ein Gebund dergleichen Klee⸗Grummet von I1 Pfund. ⸗ 3 92 37 Ein Lentner gutes Saamen⸗Kleeſtroh, 5 ½ Pfund haben den Werth den 1 Pfund Rog⸗ gen hat 2 2 2 2 2 7 2 2 2 38] Ein Gebund dergleichen Stroh von 11 Pfund ⸗ ⸗ 2 ⸗ ⸗ 2 39 Ein Eentner gutes Weitzen⸗ oder Roggenſtroh, 6 Pfund haben den Werth den 1 Pfd. oggen hat ⸗ 2 85 2 3 2 1 7 2 2 40 Ein Schock dergleichen Stroh, das Gebund zu 22 Pfund, haͤlt 12 Centner⸗ 2 41 Ein Gebund dergleichen Stroh zu 22 Pfund ⸗ 2 ⸗ ⸗., 1 42 Ein Centner gutes Haferſtroh, 6 Pfund haben den Werth den 1 Pfund Roggen hat 43 Ein Schock dergleichen Stroh das Gebund zu 11 Pfund haͤlt 6 Centner 24 2 44 Ein Gebund dergleichen Stroh von 1I Pfund⸗. ⸗ ⸗.. 45 Ein Centner gutes Gerſtenſtroh, 5 ½ Pfund haben den Werth von 1 Pfund Roggen⸗ 45] Ein Schock dergleichen Gerſtenſtroh, das Gebund zu 11 Pfund, enthalt 6 Centner und 7 7 2 2 5 7 hat Werth ⸗ ⸗ 7 2 43 Angenommen, daß ein Preuß. Scheffel Roggen mit Gewicht der 1 Rthlr. 1½ Rthlr. 2 Rthlr. 2 ½ Rthlr. 3 Rthlr. Brodukte. bezahlt wird, ſo haben nachſtehende Produkte folgenden zkonomiſchen Werth. Preuß. Pfd.[Rthl. ſgr, pf.[Rthl. ſgr. pf.[Rthl. ſgr. pf.[Rthl. ſgr. pf.[Rthl. ſgr. pf. 11— 1-I6=2==äꝛ?i25 3— 22— 2——hß 3——14—— 5—-6— 110— 15[11— 23[10 1 1 10 1 9 9½ 1 17 9 11-r72aͤz e3 II 4„ 110— 14 2— 21 3— 28 4 1 5 5 1 12 6 11— 1[5— 2 1½ 1— 2[101— 3 611— 4 3 110 1— 1 13[3[—[10[1o— 26 6 1 3 11 1 1 o 9 11 1— 1[4— 2— 1— 2 8— 3 4 4— 110— 12 3 †[18 41— 24 6 1— 711 11 6194 11— 1 3— 1 10 ½¼— 2 61— 3 171— 3 9 110— 15[I1— 23[10 ½, I 1 10 1 9 9 ½ 1 17 9 11— 111 7— 242 1— 3 2— 3[11½ 1— 4 9 110 13 3 19[1o— 26 561 1r 3 111 rj9 5 IT-— 114I—-2— 1—[2 8— 3 4= 4— 110 I[2 3—[1s4 2a 61—=[71r69 11— 113— 1 10½ 7— 2 6=3 3 9 110 1— 73— 10 10— 14 6— 18 11— 21 9 1r 1— J— 1 1½ 1— 1 61— 1[I0— 2 3 110- 6 711— 9 111 1— 13 31— 1 16 6— 19 10 12 Centner 2 19 611 3 20 3 5 9— 6 18[9 7 29 6 22 Pfund— 1 4 1— 2—- 2 8— 3 4— 4— rio Pfd. 3— 6[711— 9Prrbß—[13 3[— 16 6 ½—— 19 10½ 6 Centner 11 9 9 1 29 71 2 19 63 9 44 3 29 3 11 Pfd.—— 3— 1—[— 1 41— 1 8— 2— 110 Pfd.— 6 1oz— 10 3 4 1·1— 13 m.†ß= 77 2 ½]— 20 7 6 Ctr. 1 11 3 2 I 10 ¼ 2 22 6 3 13 1 4 3 4 44 1 Nach vorſtehender Werths⸗Vergleichung haben nachſtehende Produkte folgenden Geldwerth. No. 47 Ein Gebund dergleichen Gerſtenſtroh zu II Pfund ⸗ ⸗ 48 Ein Centner gutes Erbſenſtroh, 5 Pfund haben den Werth bon 1 Pfund Roggen 3 49 Ei Schoc Seegſeiben E Erbſenſtroh, das Gebund zu 11 Pfund, en haͤlt 6 Centner und . at ert 2 2 2 2„. 50 Ein Gebund dergleichen Erbſenſtroh zu 11 Pfund 2 42 51 Ein Eentner gutes Wickenſtroh, 45 Pfund haben den Werth r von 1 Pfund Roggen⸗ 5² Ein Schock der ſeichen M Wickenſtroh, das Gebund zu II Pfund⸗ enthäͤlt 6 Centner und at erth 7 2 7 53 ꝑEin Gebund dergleichen Wickenſtroh zu I11 pfund ⸗ ⸗ 54] Ein Centner gruͤner Klee zur Zeit des Aufbluͤhens bei 76 bis 80 5 C. Fruchtigen, 1 13 ½ Pfund haben den Werth von 1 Pfund Roggen ⸗ 55 einedeere Kartoffeln bei 72 p. C. Zeuchtigkeit, 6 ½ Piund baben den Weh von 1 3 un oggen 56] Ein Sack don Kartoffeln alt ſchleſiſch Maaß, wiegt 150 Piund Preuß. und hat Werth 57 Ein Centner Unterruͤben, ſogenannte Kohlruͤben, bei 28 p. C„Feuchtigkeit, 9 Pfund har ben den Werth von 1 Pfund Roggen 58 Ein Centner Runkelruͤben bei 87½ p. C. Feuchtigkeit, vfund haben den Werth von 3 1 Pfund Roggen 7 59 Ein Centner Moͤhren(Mohrruͤben) bei 87 9. C. Feucheitet, 11 pfund haben den Werth von 1 Pfund Roggen⸗ 60 Ein KendeMaſe üden bei 90¾ p. 9. geucheigket 16 pfund haben den Werth von 1 Pfund Ro 61 Ein Lentaer goßftraut(Sopfkohl), 15 Pfund haben den Werth den 1 pfund Re⸗ gen hat 62 Ein Centner grüne Kohlruͤben⸗ Blaͤtter im ſaftreichen Zußende, 17 Pfund haben den Werth von 1 Pfund Roggen⸗ 63 Ein Centner Runkelruͤben und Kopfkohlblatter im aftreichen Zuſaande, 18 ½ pfund ha⸗ ben den Werth von 1 Pfund Roggen 2 64] Ein Centner Kraut⸗(Kopfkohl⸗) Struͤnke befreit von helhigen ꝛheilen, 16 Pfund ha⸗ ben den Werth von 1 Pfund Roggen ⸗ 65] Ein Centner getrocknete und gut aufgekommene Kraut⸗, aoht⸗ und gohlelben⸗ Blatter 66. 2 ½ Pfund haben den Werth von 1 Pfund Roggen ⸗ Ein Centner getrocknetes und gut aufgekommenes lanadiſche pappe⸗ baud, 2 pfund haben den Werth von 1 Pfund Roggen ⸗ 7 45 Angenommen, daß ein Preuß. Scheffel Roggen mit Gewicht der 1 Rthlr. 1½ Rthlr. 2 Rthlr. 2½ Rthlr. 3 Rthlr. Probukte. bezahlt wird, ſo haben nachſtehende Produkte folgenden oͤkonomiſchen Werth⸗ Preuß. Pfd. Rthl. ſgr. of.[Athl. ſgr. pf.[Athl. ſgr. pf.[AKthl. ſgr. pf.[Rthl. ſor. pf. 11—8—S=S=4 8— 2= 110— 57 II- I1 103— 1s 10— 10. ok— 23 9 6 Centner 1 17 6 2. 11 3 2 5[— 3 28 9 4 22 6 11 Pfundſ-— 99 j1 21— 1 71— 1 ſi— 2 42 110— 8 3— 12 4— 16 6 20 71— 24 9 6 Ctr. 1 19 6 21 14 3 3 9— 4 3 9 4 28 5 11 Pfd.— 1— lo— Ir3 I-11 8I- 211—f 2 6 110— 3— 1—1 4[6—6— j—- 716— 9— 110 O- 62— 9[3S[— 12 4— 15 s[— 18 6 150— 815I— 12 7 ½ 1— r16 10— 21 11—- 25— 110— 4 4 6—- 8 8— 10 10— 13— 110 3 71=5S373=9ſ 4 10 ton 110—- 3714-sS II7 3l9 1. 10⁄ 110—- 2 6— 3˙[9— 56 3 2 110—-A28S4— 33 4 6 8—3— 110— 2 4— 3 6— 4 8 5 1— 110— 2 2 3 3— 4 4[— 5 ½ 5—6 5 110— I. 216— 3— s=I=6ſ= 75 110— 15[1— 23 1o 1 1 1 1 9 9 17 9 110— 19 8— 29 6 1 9 4 1 19 2 1 29— 46 Nach vorſtehender Werths⸗Vergleichung haben nachſtehende Produkte folgenden Geldwerth. — 67 Ein Gebund getrocknetes und gut aufgekommenes Laubholz bat hier denöhni 2 phen trockne Blaͤtter, mithin excl. des Holzes einen Werth 68 Ein Centner gut aufgekommenes Lindenlaub im trwanen Zuſiande, 2 Pfund haben den Werth von 1 Pfund Roggen 69 Ein Gebund dergleichen Lindenlaub hat gewihnlich 4 Pfund trockne Vianter, mithin excl. des Holzes einen Werth⸗ 70 Ein Centner gaut auſgefomn nenes trocknes ichenlaud, 22 pfumd hoben den Werth von 1 Pfund Roggen 2 71 Ein Gebund dergleichen Eichenlaub har gewbhilic 1 pfund. trockne Blatter, michin erel. des Holzes einen Werth⸗ 72 Ein Centner trocknes Kartoffe elkraut zur'Zeit der Ernte, 9 pfund boben den Werth von I Pfund Roggen ⸗ 73 Ein Centner Brechannen(Abgang vom Juſe) 17 Pfund haben den Werth von 1 Pfund Roggen ⸗ 74 Ein Centner Streuſtroh oder Schaafurſchen, naͤmlich Stroh, welches aus den Raufen aausgebunden wird, 6 Pfund ſind gleich 1 Pfund Roggen⸗ ⸗ 75 Ein Schock dergleichen Streuſtroh, das Gebund zu 12 Pfund, macht 12 Gentner be⸗ wicht und hat Werth⸗ 2 2 5 2 76] Ein Gebund dergleichen Streuſtroh eon 22 Pfund 2 e 77[ Ein Centner Duͤnger im trocknen Zuſtande, welcher vom Streußteh entſtanden, 6* Pfund ſind 1 Pfund Roggen gleich ⸗ oder mit Feuchtigkeit bei 50 p. C. macht 220 pfund, 135 pfund lud 1 Pfund’ Roggen gleich ⸗ oder mit Feuchtigkeit bei 60 p. g. macht 275 Pfund, 16 6195 Pfund ſind 1 pfund Roggen gleich ⸗ oder mit Feuchtigkeit bei 50 p. 8. macht 3665 Pfund, 221 Pfund ſmd 1 pfund Roggen gleich ⸗ odee mit Feuchtigkeit bei 75 p.. macht 440 Pfund, 27 pfund ſind 1 pfund Roggen gleich ⸗ 9 NüB. Nur Strohduͤnger, welcher durch die Feuchtigkeit der Erkremente und des Urins voͤllig geſaͤttigt, iſt hier gemeint, indem bloßes Geſtroͤhde unter dem Namen Duͤnger fuͤr den Ackerbau, als Duͤnger, nur einen aͤußerſt geringen Werth hat. ————— e. —. 47 Angenommen, daß ein Preuß⸗ Scheffel Roggeu mit Gewicht der 1 Rthlr. 15 Rthlr⸗ 2 Rthlr. 2 ½ Rthlr. 3 Rthlr. Produkte⸗ bezahlt wird, ſo haben nachſtehende Produkte folgenden oͤkonomiſchen Werth. Preuß⸗Pfd.[Rthl. ſgr. pf.[thl. ſgr. pf.[Athl. ſgr. pf.[Rthl. ſgr. pf. ſRthl. ſgr. pf. 7—- 4— 6— 8— oaf—- 1 3⁸b 110— 18—— 27— 1 6— 115— 1 24— 11[— ,2456- ej-— sj= 71= 31. 110— 15 1— 23[16 1 1 10 1 9 9 1 17 9 1— 1— azn- 1— aal-— zaul-— 6heI= Slb212 110—- 4[4— 66— S8S[— 10 10— 13— 110— 214— 3 6[— 4˙8— 3 10— 7— 110 8* 5 IT— 8 rox— 11[10 14 99 17 9 12 Ctr. 2 11— 3 16[6 4 22— 5 27 6 2 3— 22— r2.=I[or 4.— 2 I1 ½1— 3 6 ½ —- S tt— 8toz— I11 ſto= 14 17 9 No. Nach vorſtehender Werths⸗Bergleichung haben nachſtehende Produkte folgenden Geldwerth. 78 79 a) Ein Centner Kuh⸗ und Schaafdüͤnger im trocknen Zuſtande, welcher von Koͤrner⸗ Wurzelwerk, gruͤnem Klee und guter Heufutterung eniſtanden, iſt geſchäͤtzt 2 ¾ Piund zu 1 Pfund Roggen ⸗ oder mit Feuchtigkeit bei 5 p.. macht 220 Pfund, in geſcas 5 Pfum 1 1 Pfund Roggen ⸗ oder mit Feuchtigkeit bei 0 p. C. madt 27s pfun, ſ geſchägt 6 Pfund n 1 Pfund Roggen ⸗ ode mit Feuchtigkeit bei 5 p. C. macht 360z pfund, ſn geſchätt 83 Vfund 2 1 und Roggen ⸗ oder mit Feuchtigkeit bei 80 p. C. macht 55⸗ Pfänd, 8 geſche 12 ½ Pfund zu 1] Pfund Roggen ⸗ b) Ein Centner Pferdeduͤnger, welcher von Kornerfutter und den engkanden, 5 pfund. ſind 1 Pfund Roggen gleich im trocknen Zuſtande⸗ oder mit Feuchtigkeit bei 50 p. C. macht 220 Pfund, ſi geſcht 10 Piumd 1 1 Pfund Roggen ⸗ oder mit Feuchtigkeit bei 6 p. C. mact 275 pfund, iſt geſchäzt 12 ½ Pfund. 1 Pfund Roggen ⸗ oder mit Feuchtigkeit bei 70 p. c. macht 3663 Pfund, iſ seſcöätt 164 Pfund zu 1 Pfund Roggen ⸗ a) Ein Centner Kuh⸗ und Schaafdünger im trocknen Zuſtande, welcher don, Strohjar⸗ terung entſtanden, 4 ½ Pfund ſind 1 Pfund Roggen gleich ⸗ oder nni Heu htiökeit bei 50 p. C. macht 229 Piund⸗ 9 Piund ſin 1 Pfund Ros⸗ gen gleich oder mit Feuchtigkeit bei 60 p. G. macht. 275 Pfund, 1rz pfund ſind 1 pfund 1 Roggen gleich ⸗ oder mit Feuchtigkeit bei 5 p.. macht 3663 Pfund, 1s pfund inð 1 Pfund Roggen gleich ⸗ oder mit Feuchtigkeit bei 80 p. 8. macht 550 vfun, 20 Pfund ſind 1 pfäad) Roggen gleich ⸗ b) Ein Centner Pferdeduͤnger im troehnen Zuſtande, welcher von Strohfutter entſtanden, 6 Pfund ſind 1 Pfund Roggen gleich d mit Feucheigkelt bei 50 p. C. macdt 220 Pfund, 12 pfund ſmd 1 Pfund Roggen gleice ⸗ ⸗ oder mit Feuchtigkeit bei 6 p.. macht 275 uſund⸗ 15 pfund ſt ſid 1 Pium 3 Roggen gleich ⸗ oder mit Feuchtigkeit bei 50 p. C. mauht 366 ¾ fund/ 20 Pfund ſmd 1 pfund Roggen gieich. ⸗„ ⸗ — Angenommen, daß ein Preuß. Scheffel Roggen mit 49 Gewicht der 1 Rthlr. 1½ Rthlr. 2 Rthlr. 2 ½ Rthlr. 3 Rthlr. Produkte. bezahlt wird, ſo haben nachſtehende Produkte folgenden oͤkonomiſchen Werth. Preuß. Pfd.[Rthl. ſgr. pf.[Kthl. ſgr. pf.[Rthl. ſor. pf.[Athl. ſgr. pf.[Athl. ſgr. pf. 110— 15 10— 23 9 1 1 8 1 9 7 1 17 6 110—-[7 11—[11 ſioc⸗ I— 15 10 1— 19 9 I— 23 9 110-O, s 9ä= 13[11 1— 17 61— ar ſrox— 26 3 110—- 6 6— 925 o— 12—— 16 3— 15/ 6 50 Einhundert Pfund Rog⸗— 3— genkoͤrner Berechnung kommen laut.. 3 Werths⸗Ver⸗ uͤber den Werth des Duͤngers, welchen die Viehzucht von verſchiedenen Futterun⸗ agre gen und von dem Einſtreu⸗Strohe dem Ackerbau liefert, ſo wie desjenigen Be⸗ nachſtehen⸗.. den Produk⸗ trags, welchen die Viehzucht fuͤr Futter und Einſtreu ten in. dem Ackerbau erſtatten ſoll. ihrem Werthe gleich. 100 Roggen⸗Koͤrner mit Pferden gefuttert geben 53 Pfund Dünger im trocknen Zu⸗ ſtande, Theil davon ab, welchen das Pferd bei der Arbeit verſtreut, bleibt 118 Hafer 5 Körner mit Pkerden gefuttert geben 60 Pfund Duͤnger im trocknen Zuſtande, ½ Theij ab, bleibt ⸗ 2 2 2 2 ⸗ 2 ⸗ 118 Haer alrae mit. Schaafen gefuttert bei kompletter Stallfutterung⸗ 2 260 Wieſenheu und Grummet mit Pferden gefuttert geben 112 Pfund im trocknen Zuſtande, ½ Theil davon ab ⸗ 2 25 ⸗ ⸗ ⸗ 2 260 ꝑWieſenheu oder Grummet mit Kuͤhen verfuttert geben bei kompletter Stallfutterung 260 Wieſenheu oder Grummet mit Schaafen verfuttert geben bei kompletter Stallfutterung 1350 Gruͤner Klee mit Kuͤhen verfuttert bei Stallfutterung geben bei 79 p. C. Feuchtigkeit 1350 Gruͤner Klee mit Schaafen verfuttert⸗. 2 79 ⸗ ⸗ 650 Kartoffeln mit Kuͤhen gefuttert ⸗ ⸗ 4 2 72 ⸗„ 650 Kartoffeln mit Schaafen gefuttert ⸗. 2 2 72 ⸗. 1100 NRunkelruͤben mit Kuͤhen gefuttert ⸗.„ ⸗2 871¼⸗. 1100 Mohrruͤben ⸗ ⸗* ⸗ 2 2 2 87 ⸗„ 900 Unteeröben ohlenden) mit Kuͤhen gefuttert bei Stallfutterung geben bei 78 p. C. Feuchtigkeit 7 ⸗ ⸗ 2 2 2 2 ⸗ 1600 Waſſerruͤben mit Kuͤhen gefuttert bei Stallfutterung geben bei 91 p. C. Feuchtigkeit 580 gutes Gerſtenſtroh mit Kuͤhen gefuttert geben ⸗ 7 ⸗ ⸗ ⸗ 600 ſ gutes Weitzen⸗, Roggen⸗ und Haferſtroh geben mit Pferden gefuttert, z Theil ab 600 2 ⸗ 7 2 47 6„ Kuͤhen 1»⸗ ⸗ 600 ⸗ 4 3 2 5.„„» Schaafen„ 1 ⸗ ⸗ 675. Streuſtroh fuͤr die Pferde verbraucht bei 58 p. C. Feuchtigkeit des Dungers⸗ 675 5 ⸗ Kuͤhe 3„ 64 ⸗. ⸗ ⸗ ⸗ 675 7— ⸗ Schaafe ⸗ 54 ⸗ 4 ⸗ ⸗. Aus 100 Pff 4 und Roggenkoͤrner Werth ent⸗ 51 Abſchätzung des Duͤngers Ei Pfunde Roggenkoͤr- Werth des Nach Abzug hender Duͤnger. Einem Pfun ogge teherder 4 ner ſind gleich: Duͤngers wel⸗ des Duͤnger⸗ 1 Gevicht des Duͤnger im feuch⸗ chen nachſte⸗ werths ſoll die Volumen des Duͤngers. 1 Duͤngers. Duͤnger ten Zuſtande zhende Produkte] Viehzucht dem im—— liefern und der Ackerbau fuͤr 2. b. 3; b. trocknen mit niit mit Ackerbau Futter und Eiun⸗ im feuchten] im trocknens im im Zu⸗ 60 72 73 der Wiehzucht Kreu von nach⸗ Zuſtande Zuſtande. feuchtentrocknen] ſtande. p. C. Feuch⸗ bezahlt. ſtehenden Pro⸗ dei 70 p. C. Zuſtande tigkeit. dukten erſtatten. Feuchtigkeit. bei 70 p. C.„. C. F. C. Z. C. F. C. Z. Pfund. Pfund. Pfund. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd.Roggenkör. Pfd. Roggenköͤrn. — 1511— 1511 838 26 ½ 5 121 163 20 5*⁵ 9425 1 423 1I 423 100 30 5 12½ 16 33 20 6 94 2 593 1 2 930 103 ½) 5 21 6 ¾ 8 ½ 10 23 ½ 276 5 1161 5 1161 ſ 1863 56 5 12¼[163 1 20 117 88 ½ 12 386 10 1677 380 114 2½ 6 ½ 8½ 10 483 544 9 722 1 10 1166] 363 ½ 100 2 ½ 6 ¼ 8 ½ 10 43 ½ 56 ¾ 8 1687 6 243 413 124 2 ¾ † 64 ,8 10 49 50 4 1255] 5 115 380 1141 2 ½ 6. 81]10 4³⁸ 54 4 49 2 21 30335 91 2 ½ 6 ¾ 8 10 36½ 66 2 21 2 892 280 8411 2 6 81 10 33⁴ 661 5 402 2 213[220 66 2 ½ 6 ½¾ 85 10 26 ⅔ 73 4 1360 1[ 1638 220 66 24 6 ¾ 85 10 26 ½ 23 4 8641 1 1431 300 90 2½ 64 81¼] 10 36 64 4 9921 2 752 240 72 21 6 8 ½ 10 28 ¾ 2717 23 1482 † 21 83 830 2491 41 I14 15 18 553 443 11 1686 11 1686 420 126 6 15[20 2 21 79 24 1176 21 1338 860 2358 4 ½ K1 15 18 57 42½ 17 726 20 558 800]240 41 I14[15 18 531 453 58 p. C. 3 61 1228 70 1198[1542 648 6 ¾[168 22 ½ 27 96 4 64 p. C. 59 1059 65] 567 i816 654 6 ⅜[16 ¾[22½ 27 96 5½ 3 ½ 54 p. C.] 61 425 68 1032[1393 641 6 4 165 222 27 942⁹ 5 52 Bemerkungen zur Anwendung vorſtehender Werths⸗ Vergleichungen. 1) Nur ſo lange, als ein richtiges Verhaͤltniß zwiſchen den Maſſen der erzeugten, angeſchafften, oder umgetauſchten Produkte ſtatt ſindet, iſt es moͤglich, jedem einzelnen Produkte durch richtige Verwendung im Betriebe der Wirthſchaft den angenommenen Werth durch ei⸗ genen Umſatz zu verſchaffen. 0) Als baar verkaͤufliche Produkte, in welche die nicht verkaͤuflichen Erzeugniſſe im Betriebe der Wirthſchaft umgeſetzet und ihnen der angenommene Werth verſchafft wird, ſind die un⸗ entbehrlichſten Beduͤrfniſſe, welche Viehzucht und Ackerbau liefern, gerechnet, naͤmlich Getreide, Fleiſch, Milch, Butter, Talg, Fett, Wolle, Oehlgewaͤchſe und Flachs. 3) Der moͤglich hoͤhere Umſatz einzelner Produkte durch Fabriken, als Brau⸗ und Brennereien und dergleichen iſt hier nicht in Anrechnung gekommen, weil ſolche nicht allgemein be⸗ trieben werden koͤnnen, auch wenn ſolche allgemein betrieben wuͤrden, die Preiſe der Fabrikate dann wahrſcheinlich bis zu den Erzeugungskoſten ſinken muͤßten. 4) Bei Berechnung und Veranſchlagung des Ackerbaues und der Viehnutzung werden die Thiere als Maſchinen betrachtet, an welche der Ackerbau alle Futter⸗ und Einſtreumittel nach den in den Werths⸗Vergleichungen angenommenen Sätzen verkauft, wohingegen aber auch der Ackerbau den aus der Futterung und Einſtreu entſtandenen Duͤnger der Vieh⸗ zucht nach der Werthsbeſtimmung bezahlen muß. Dieſe Berechnung iſt zwar etwas umſtaͤndlich, jedoch meiner Meinung nach unum⸗ 3 gänglich nothwendig, wenn man die wahren Koſten der thieriſchen Ernährung, den da⸗ durch hervorgebrachten Nutzen von jeder Anſelnen Thicrgautung und den Werth eines Grundſtuͤcks wiſſen will. 5) Aus dieſen Berechnungen, der Nutzung der Thiere naͤmlich und der durch Duͤngung und Cultur der Erde abzugewinnenden Produkte iſt die ausgeſprochene Meinung bei der Werths⸗Vergleichung hauptſaͤchlich hervorgegangen. 6) Bei Ausmittelung des Werths eines einzelnen Grundſtuͤcks wird eine Fruchtfolge angenommen, welche nicht nur fuͤr das Grundſtuͤck anpaſſend ſeyn muß, ſondern auch die Ernten im richtigen Verhaͤltniß liefert, welchen durch Umſatz in ad 2 genannter Produkte der an⸗ genommene Werth gegeben werden kann, aber auch den Duͤnger fuͤr das Grundſtuͤck zur Erhaltung der Fruchtbarkeit— oder der Kraft, in welcher daſſelbe zur Zeit der Ab⸗ ſchäͤtzung ſich befindet, hergiebt. 7) Bei dem Duͤnger im feuchten Zuſtande, bei der Beſtimmung des Raumes, iſt derjenige Raum gemeint, welchen derſelbe bei einem gut geladenen Fuder einnimmt. Dieſes Volumen —ꝝ 53 erandert ſich, ſo wie der Duͤnger vom Wagen abgeſchlagen und auf dem Acker ausge⸗ breitet wird. Der vom Streuſtroh entſtandene Duͤnger vermehrt ſein Volumen durch das Austrocknen bedeutend, wohingegen wirkliche Erkremente von ihrem vorigen Volu⸗ men groͤßtentheils eben ſo bedeutend verlieren; der aus ſaftreichem Wurzelwerk, gruͤ⸗ nem Klee, ſaftreichen Blättern und Graͤſereien entſtandene Duͤnger vom Hornvieh thut dieſes im hoͤchſten Grade. Bei jeder Anziehung von Feuchtigkeit aus der Atmoſphaͤre oder bei Thau und Regen vergroͤßert ſich aber wiederum das Volumen dieſes aus ſaft⸗ reicher Futterung entſtandenen Duͤngers, ſo wie durch dieſelbe Wirkung die Strohduͤn⸗ germaſſe ihr Volumen vermindert. Dieſem wechſelſeitigen Zuſtande iſt der Duͤnger ſo lange aber immer in einem abnehmenden Grade unterworfen, bis er aufhoͤrt Duͤnger zu ſeyn und als ſolcher zu wirken. Beiſpiele der Koſten⸗ und Futter⸗Veranſchlagung bei voͤlliger Stallfutterung fuͤr Pferde, Kuh- und Schagfvieh. 1) Das Pferd. A. Ein ſtarkes Ackerpferd erhielt in Schierau bei gewoͤhnlicher, jedoch ſchon etwas ſtarker, Anſtrengung täglich im Jahre 1822 zur Nahrung und Einſtreu: 1) 7 Pfd. Preuß. Gewicht Hafer, à Pfd. 57135 C. Z., macht Volumen 399 C. Z. 2) 3 ⸗„ Roggen à ⸗ 371 66 ⸗ ⸗. 132 3 5 ⸗ ⸗- Heu à ⸗ 209 ⸗ ⸗ ⸗ 1045 ⸗ 4) 7 ⸗ ⸗ Stroh und Heckſel à ⸗ 210 ⸗ 3 2» 1575 .; des⸗ Summa 23 Pfd. Futter, ſo zur Zeit des Genuſſes einen Raum bedarf von 3151 E. Z gleichen wurde an Einſtreuſtroh taͤglich 5 Pfund pro Pferd gegeben. B. Die Unterhaltung eines Pferdes koſtet in 365 Tagen: 1) an Hafer 2555 Pfd., 155 Pfd. Hafer ſind 1 pid. Roggen gleich, macht 2166 Pfd. Roggen; 2) ⸗ Roggen 1278———— 12278 3) Heu 1825 Pfd., 24 Pfd. Heu ſind 1 Pfd. Roggen gleich, macht 651 4) ⸗Stroh 2738 ⸗ 6. ⸗Stroh⸗ 1 ⸗ 2 ⸗ ⸗ 456 2.„ 1. 7 2 2 7 271 4822 Pfd. Roggen. 5) Einſtreu 18a 8„ 64 ⸗. ⸗ Ein Preuß. Scheffel Roggen wiegt 83 Pfund, mithin koſtet das Futter und die Einſtreu fuͤr N XN N NX N N N Summa 10221 Pfd. Futter und Einſtreu haben einen Werth von ein Pferd auf 1 Jahr„ 4.. 58 Scheffel Roggen und pro Tag 1 2 ⸗ ⸗. ⸗ 139 Pfund Roggen oder nach Metzen gerechnet pro Tag. 238% Metzen. 54 C. Das Pferd liefert dem Ackerbau von vorſtehender Futterung und Einſtreu in einem Jahre an Daͤnger.— Der aus Futterung entſtehende Dünger wird nur zur Halbſcheid in Anſchlag ge⸗ bracht, weil das Pferd einen Theil des Duͤngers außer dem Stalle verſtreut, wel⸗ cher der Duͤngerſtaͤtte entgeht. 1) von 1277 Pfund Hafer, 100 Pfund geben 54 Pfund Duͤnger im trocknen Zuſtande, macht ⸗ ⸗ ⸗ ⸗ ⸗ 651 Pfd. Duͤnger; 2) ⸗* 639 Pfund Roggen, 100 Pfund geben 53 Pfd. Dänger im trock⸗ nen Zuſtande, macht ⸗ 2 2. 338 ⸗ ⸗ 3) ⸗ 912 Pfund Heu, 100 Pfund geben 43 Pfund Dinue im trock⸗ nen Zuſtande, macht ⸗ ⸗ ⸗ 392 ⸗ ⸗ 4) ⸗*2 1369 Pfund Stroh, 100 Pfund geben 42 Pfd. Duͤnger im trock⸗ nen Zuſtande, macht ⸗. ⸗ 574 ⸗. 5) 7 1825 Pfund Einſtreuſtroh, 100 Pfund geben 96 qd Duͤnger im.— trocknen Zuſtande, macht. ⸗. 1752 ⸗ 2 Summa 6022 Pfd. Futter und Einſtreu geben Duͤnger im trocknen Zuſtande 3707 Pfd. Der Pferdeduͤnger im gemiſchten und gewoͤhnlichen Feuchtigkeits⸗Zuſtande, wie ihn die Stal⸗ lung der Duͤngſtaͤtte uͤbergiebt, hat gewoͤhnlich 66 bis 72 p. C. Feuchtigkeit bei ſich, es wer⸗ den im Durchſchnitt 69 p. C. angenommen, mithin betragen obige 3707 Pfund trockner Duͤn⸗ ger im natuͤrlich feuchten Zuſtunde 11,958 Pfund, und es Eniſteht im Durchſchnitt von Futter und Einſtreu: 4 a) von 1 Pfund Futter und Einſtreu Duͤnger im trocknen Zuſtande 252 ½ Pfd. b)⸗ I 7 7 2 ⸗ 2 feuchten Zuſtande bei 609 p. C. 1387⁄ ⸗ cC) T 2 65 27 ⸗ ⸗. 2 4 2 75 ⸗ 24274 ⸗ D. Werth des Düngers, welchen das Pferd in einem Jahre dem Ackerbau liefert. 1) 651 Pfund Duͤnger im trocknen Zuſtande, ſo von 1277 Pfund Hafer entſtanden; 2) 338 Pfund Duͤnger ⸗ 2 2 3z 639* Roggen ⸗ 3) 392 Pfund Duͤnger ⸗* ⸗ 9 ⸗ Heu 2 Summa 1381 Pfd. Duͤnger, 5 Pfd. haben den Werth von 1 Pfd. Roggen, macht 276 Pfd. Roggen, 4) 574 Pfund Duͤnger im trocknen Zuſtande, welcher von 1369 Pfd. Strohfutter und Heckſel entſtanden, 6 Pfund ſind 1 Pfund Roggen gleich, macht ⸗ 5*- 95 5 5) 1752 Pfund Streuduͤnger, welcher von 1825 Pfund Streuſtroh ent⸗ ſtanden, 6 ¾ Pfund ſind 1 Pfund Roggen gleich, macht 2599 ⸗ ⸗ Summa 3707 Pfund Duͤnger im trocknen Zuſtande haben Werth⸗ ⸗ 630 Pfd. Roggen. 5 55 Im Durchſchnitt berechnet ſind 5535 Pfund dergleichen Pferdeduͤnger im trocknen Zuſtande 1 Pfund Roggenkoͤrner in ihrem Werthe gleich. Im natuͤrlich feuchten Zuſtande bei 69 p. C. Feuchtigkeit wiegt dieſer Duͤnger 11958 Pfund und es ſind 1818 ¾ Pfund Duͤnger 1 Pfund Roggenkoͤrner gleich. E. Der Duͤnger, welchen ein Pferd von Futter und Einſtreu dem Ackerbau in einem Jahre liefert, betraͤgt nach dem Maaße berechnet im natuͤrlichen Feuchtigkeitszuſtande: 1) 1277 Pfd. Hafer, aus 1 Pfd. entſtehen 3003 C. Z., macht 29 C. F. und 853 C. Z. 2) 639 ⸗ Roggen, 2 1 ⸗ 2 30sSs., rr⸗ 3o02 ⸗ 3) 912 ⸗ Heu, 2 1⸗ ⸗ 75165 39 ⸗ 12453 4) 1369 ⸗ Strohfutter⸗ 1 ⸗ ⸗ 68 ⸗ 5. 354 ⸗ 4 1121* 5) 1925 ⸗ Einſtreuſtroh⸗ I ⸗ 2 Be 2 2 16) ⸗ 2 1380 ⸗ Summa 6022 Pfd. Futter und Einſtreu geben Duͤn.— 302 C. F. u. 1445 C. Z. F. Ein zweiſpaͤnniges Fuder Pferdeduͤnger enthaͤlt hier bei Schierau im Durchſchnitt 35 Cubikfuß, mithin geben dieſe 302 Cubikfuß Duͤnger, welche ein Pferd in einem Jahre dem Ackerbaue liefert, 832 Fuder und ein dergleichen Fuder Duͤnger wiegt, bei 69 p. C. Feuchtigkeit, 12 Centner 59 Pfund. G. Der Werth eines oben beſchriebenen Fuders Pferdeduͤnger iſt laut Werths⸗Ver⸗ gleichung und Lit. D. einzeln geſchaͤtzten Duͤngermaſſen 73 Pfund Roggen nach Weg⸗ laſſung des Bruches und nach Gelde berechnet: wenn der Scheffel Roggen à 83 Pfd. wiegt und 1 Rthlr. gilt—— Rthl. 26 ſgr. 4 pf. „„ 2 2 3 7 ⸗. 11 ⸗— 1 9* 6 ⸗ ⸗ 2 3 7 3 2. 2— 1 3 23 ⸗ 8⸗ 2 47 2 2 3„ 2„ 2 ½ ⸗ s— 2 5* 10 ⸗ 7* 5 2 4 2 2„ 3* 2— 2* 19— ⸗ H. Welche wichtige Rolle beim Volumen des Düngers das Stroh ſpielt, beweiſet 7 nachſtehende Berechnung. Ein Fuder Pferdeduͤnger von 35 Cubikfuß, wie ſolcher Lit. E. berechnet worden, beſteht 1) aus 4388 Cubikfuß Duͤnger, welcher aus Koͤrnerfutter entſtanden, 2) ³ 4388 ⸗ 1 3 Heufutter. 2)* 23535. ⸗ 2*, Strohfutter und Einſtreu entſtanden. * J. Die jaͤhrliche Unterhaltung eines Pferdes fuͤr Futter und Einſtreu, excl. aller andern Koſten, kommt dem Ackerbau nach Abrechnung des aus Futter und Einſtreu entſtan⸗ denen Duͤngers zu ſtehen: 1) laut Lit. B. hat die Futterung und Einſtreu einen Werth von 4822 Pfund Roggen;z 2) laut Lit. D. der Werth des erhaltenen Duͤngers ⸗„ 630 ⸗ ⸗ Mithin ſoll das Pferd durch ſeine zu leiſtende Arbeit dem Ackerbau fuͤr Futter und Einſtreu bezahlen ⸗ ⸗. ⸗ 4192 Pfund Roggen; 5⁰ ½ Scheffel; 11 3½% Pfund Roggen; 2 oder nach Scheffeln gerechnet ⸗ ⸗ und die Unterhaltung auf einen Tag koſtet oder nach Metzen gerechnet pro Tag ⸗.. 2 7— Metzen; es geht aus dieſer Berechnung hervor, daß das Pferd reichlich 13 p. C. an Werth des bend⸗ thigten Futters und Einſtreu durch den Dünger allein dem Ackerbau verguͤtet. Wenn daher z. B. 100 Pfund Roggenwerth mit Pferden conſumirt werden, ſo ſoll das Pferd durch ſeine Kraft⸗ Anwendung 87 Pfund und durch den Duͤnger 13 Pfund dem Ackerbaue bezahlen. Da dieſe Berechnungen nur zu Pferdes, der Kuh und des Schaafes dienen ſoll, ſo werden die Koſten der Verpflegung und ſon⸗ ſtige Unterhaltung als fuͤr Sattler⸗, Riemer⸗, Seiler⸗ und Schmiedearbeit, ſo wie auf Gebaͤude, auf Gefahr, Inſtandhaltung des Inventarii und dergleichen hier nicht mit veranſchlagt. X R N A V N N 2 2. Koſten der Ernaͤhrung des Kuhviehes. A. 25 Stuͤck Kuͤhe von 4, 5, 6, 7 bis 1ojaͤhrigem Alter, ein Mittelſchlag von Schwei⸗ tzer⸗ und hieſigem milchreichen Landvieh, erhielten imo Jahre 18 ³7 an Winterfutter und Einſtreu taͤglich: ¹) an Gerſtenſtroh ein Futter 54 Pfund, davon 3 als Futter und— zum Einſtreu, mithin er⸗ halten die Kuͤhe in ihren Körper 36 Pfund à 210 C. Z., macht ⸗„ 7560 C. Z. 2) an Haferſtroh ein Futter 54 Pfund, davon 3 als Futter und 3 zur Einſtreu, betraͤgt das Futter 36 Pfund à 210 C. Z., macht ⸗ ⸗ 2 7560 3) an Heu ein Futter Klee und Wieſenheu 125 Pfund à 200 C. Z., macht* 25000 ⸗ an Kartoffeln und Runkelruͤben in vier Futtern incl. zur Suppe, a) Kartoffeln 230 Pfund à Pfund 31 C. Z., macht 7750 C. Z. .. b) Runkelruͤben 275 Pfund à Pfund 38 C. 3., macht 10450 ⸗ 18200 5) an Roggenkleie zur Suppe 25 Pfund à 52 C. Z., macht ⸗ 2 ⸗ 2050 6) ⸗ ⸗ Schroot⸗ 2 36 à 60 ⸗ 25 3 ⸗ 2160 Latus 799 Pfd. Futter welches 25 Kuͤhe taͤglich erhielten und Raum bedarf 63170 C. 3. N B N X einer Ausmittelung oder Gegeneinanderſtellung der Ernaͤhrungskoſten des Umſtehend 799 Pfd. Futter, welches 25 Kuͤhe taͤglich erhielten und Raum bedarf 63170 C. Z. 7) Oehlkuchen zum Anfeuchten des Heckſels und Gruͤnzeugfutters 8 Pfund à Pfund ö 40 C. Z., macht 2 1„ ⸗ ⸗ 2 ⸗ 320 8) 8 Pfund trockne Kraut⸗(Kohl⸗) Blaͤtter à Pfund 240 C. Z.(zur Suppe) 1920 9) 33 Pfund Weitzen⸗ und Haferſpreu zum Anmengen des Wurzelfutters à Pfund 283 C. Z. ⸗ 2. ⸗ ⸗ 7 2 2- 9405 10) 200 Pfund Heckſel von Roggenſtroh à Pfund 210 C. Z., macht⸗ 42000 Summa 1032 Pfd. Futter, welches 25 Kuhe täglich erhielten und Raum bedarf 116,175 C. 3. An Einſtreu erhielten die Kuͤhe taͤglich pro Stuͤck 10 Pfund, betraͤgt 250 Pfund Streu⸗ ſtroh incl. obige 36 Pfund Sommerſtroh. Naͤchſt dieſem Futtergewicht erhielten dieſe 25 R X N N Kuͤhe noch Feuchtigkeit: n) zum Anmachen des Heckſels und Wurzelfutters an Leinkuchen⸗Waſſer 380 Pfund,. b) zum Anmachen der Suppen ⸗ 2 ⸗.. 450 ⸗ Es erhielt daher im Durchſchnitt eine Kuh 41 226 Pfund Futter in ihren Koͤrper, welchez zur Zeit des Genuſſes einen Raum bedarf von 4647 Cubikzoll oder 2 Cubikfuß und 1191 Cubikzoll. Mit Inbegriff des Leinkuchen⸗Waſſers und der Suppen betraͤgt das Gewicht, ſo eine Kuh taͤg⸗ lich in ihren Koͤrper exel. der gewoͤhnlichen kalten Traͤnke erhaͤlt, 7412 Pfund. B. Die Unterhaltung dieſer 25 Stuͤck Kuͤhe koſtet in den Wintermonaten vom Iſten October bis ultimo Mai in 240 Tagen: 1) an Gerſtenſtroh zu Futter taͤglich 36 Pfd. macht 8640 Pfd., 54 Pfd ſind 1 Pfd. Roggen gleich, macht 1480 Pfd. Roggen; 8640 Pfd., 6 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen gleich, macht 1440 Pfd. Roggen; 600C0 Pfd., 6 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen gleich, macht 9230 Pfd. Roggen; 66000 Pfd., 11 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen gleich, macht 6000 Pfd. Roggen; 6000 Pfd., 125 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen gleich, macht 4762 Pfd. Roggen; 8640 Pfd., 1 Pfd. iſt 1 Pfd. Roggen gleich, macht 8640 Pfd. Roggen; 1920 Pfd., 135 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen gleich, macht 1627 Pfd. Roggen; Latus 666 Pfd. ⸗ 159840 Pfd. 3198 Pfd. 8 N 2) an Haferſtroh zu Futter taͤglich 36 A4 3) an Kartoffeln zu Futter taͤglich 250 ⸗ 4) an Runkelruͤben zu Futter taͤglich 275 N N 5) an Roggenkleie zu Futter taͤglich 25 N N N N 6) an Roggenſchroot zu Futter taͤglich 36 7) an Oehlkuchen zu Futter täglich 8 N ½ 58 Umſtehend 666 Pfd. ⸗ 159840 Pfd. 33198 Pfd. g) an Heu, Kleeheu und Grummt 1 4 555 zu Faͤtter taͤglich 125 ⸗ ⸗ 30000 Pfd., 24 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen gleich, macht 10714 Pfd. Roggen; 9) an Kraut und Kohlblaͤttern trocken zu Futter taͤglich. 8 ⸗ 1920 Pfd., 24 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen gleich, macht 685 Pfd. Roggen; 9 10) an Weitzen⸗ und Haferſpreu zu Futter taͤglich 33 ⸗ AN 7920 Pfd., 44 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen gleich, macht 1650 Pfd. Roggen; 48000 Pfd., 6 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen gleich, macht 8000 Pfd. Roggen. Summa des Futtergewichts und 3 Werth deſſelben 1032 Pfd. taͤglich— und 247680 Pfd. Futter in 240 Tagen macht 54247 Pfd. Roggenwerth. u 11) an Roggenheckſel zu Futter taͤglich 200 ⸗ An Einſtreu pro Kuh 10 Pfd.. taͤglich a50 Pfd. macht 60000 Pfd., 63 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen gleich, 1 macht 8888 Pfd. Roggen; desgleichen der Abfall von Ger⸗ ſtenſtroh a8 ⸗ ³ 4320 Pfd., 51 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen gleich, macht 744 Pfd. Roggen; desgleichen der Abfall von Hafer⸗ ſtroh— 18 ⸗ N 4320 Pfd., 6 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen gleich, macht 720 Pfd. Roggen. Summa des Futter⸗ und Einſtreu⸗Gewichts nnd Werth deſſelben 316325 Pß Futter und Einſtreu 1 macht 64599 Pfd. Roaggenwerth. Betraͤgt pro Kuh taͤglich 22 Pfund Futter und Einſtreu und in 240 Tagen 12652 Pfd., welches einen Werth hat von 2584 Pfund Roggen. Eine Kuh koſtet daher an Winterfutter und Einſtreu taͤglich 1038 Pfd. Roggenwerth. Die Ernaͤhrung einer Kuh excl. der Einſtreu täglich 92¶ ⸗ 2 2 59 c. Bei Sommer⸗ Stallfutterung erhielten 25 Stuͤck Kuͤhe im Sommer 1821 täglich: 1) zwei Futter Haferſtroh 125 Pfd., à 210 Cubikzoll, betraͤgt⸗ 26250 Cubikzoll; 2) fuͤnf Futter gruͤnen Klee 1875 ⸗ 4 60 ⸗ ⸗ 113437— 3) Roggenkleie zur Suppe 20 ⸗ à 82 ⸗ 2. 1640 2 4) Roggenſchroot zur Suppe 18 à 60 ⸗ ⸗ 7 1080 2 5) trockne Kohlblaͤtter zur Suppe 8 4 240 ⸗ 2 ⸗ 1020. ⸗ Summa fuͤr 25 Stuͤck Kuͤhe 2046 Pfd. Futter, weſches zur Zeit des Genuſſes einen Raum bedarf von 2 ⸗ ⸗ 27 144327 Cubikzoll. a) An Einſtreuſtroh erhielten die Kuͤhe pro Stuͤck 12 Pfd., betraͤgt 300 Pfd. Streuſtroh, b) betraͤgt pro Kuh taͤglich 81 ½½ Pfund Futter, welches einen Raum bedarf von 5773 Cu⸗ bikzoll oder 3 Cubikfuß und 589 Cubikzoll. D. Die unterhaltung von 25 Kuͤhen koſtet in den Sommermonaten vom Iſten Juni bis ultimo September in 125 Tagen an Roggen⸗Koͤrner⸗Werth:„ 1) zwei Futter Haferſtroh 12s Pfd.. macht in 125 Tagen 15625 Pfd., 6 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen gleich, macht 2604 Pfd. Roggen, 2) zur Suppe Kleien 20 ⸗ 2 ⸗ 2500 133 pfd. ſind 1 Pfd. Roggen gleich, 1 macht 1984 Pfd. Roggen, 3) zur Suppe Roggen⸗. Schroot 18 2250 ⸗ 1 Pfd. iſt 1 Pfd. Roggen gleich, macht 2250 Pfd. Roggen, A N N *⁴ 4) trockne Kohlblaͤtter zur Suppe taͤglich 8 1000 ⸗ 24 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen gleich macht 357 Pfd. Roggen, & „ N A „A 5) gruͤnen Klee in fuͤnf 1 Futtern taͤglich 1875 234375 ⸗ 132 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen gleich, macht 17361 Pfd. Roggen. Summa der Futterung— und Werth derſelben. pro Tag 2046 Pfd., in 123 Tagen 255750 Pfd. Futter, welches Werth enthäͤkt 24556 Pfd. Roggen. N 8 dB AA o Einſtreu⸗Stroh pro Auh 12 Pfd. täglich 300 Pfd., in ²23 Tagen 37500 Pfd. Streuſtroh, 6 Pfd. ſind 1 Pfd. 3 Roggen gleich, macht 5555 Pfd. Roggen. Latus 2346 Pfd.⸗ ⸗293250 Pfd. ⸗ 30111 Pfd. Umſtehend 2346 Pfd⸗ ⸗ 293250 Pfd. ⸗ 30111 Pfd. Desgleichen kommt der Klee, welcher von Kuͤ⸗ hen verſtreut wird, mit in Anſchlag, pro Kuh taͤglich 5 Pfund, 3 macht 125 Pfd, in 125 Tagen 13625 Pfund, 13 Pfund macht 1 Pfund . Roggen 1157 Pfd. Summa an Futter und Einſtreu und Werth deſ⸗ 1 ſelben fuͤr 25 Kuͤhe in 125 Sommerogen 308875 Pfd. Futter und Einſtreu, hat Werth 31268 Pfd. Roggen. 2) Berezgt pro Kuh täͤglich 983 pfund und in 125 Tagen an Futter und Einſtreu 12355 Pfund, welches einen Werth hat von 1250½6 Pfund Roggen. b) Eine Kuh koſtet taͤglich an Sommerfutter und Einſtreu 108, Pfund Roggenwerth; ¹) und die Ernaͤhrung einer Kuh excl. der Einſtreu pro Tag 7353½ Pfd. Roggenwerth⸗ E. Die ſaͤhrliche Unterhaltung der 25 Stuͤck Kuͤhe betkägt in Gewicht und Roggen⸗ werth: a) die Winteefutterung und Einſtreu 316320 Pfund und hat Werth 64599 Pfund Roggen; b) die Sommerfutterung und Einſtreu 308875 Pfund und hat Werth 31268 Pfund Roggen. Summa 625195 Pfund und hat Werth 95867 Pfund Roggen. 1) Eine Kuh koſtet daher bei genanntem Futter und Einſtreu ohne Abrechnung des Duͤngers in einem Jahre*..⸗ ⸗ 383417 Pfund Roggen, 2) oder nach Scheffel berechnet den Scheffel zu 83 Pfund ⸗ 46⁄9 Scheffel Roggen, 3) und pro Tag im Durchſchnitt 2 ⸗ 5* 1047½5 Pfund Roggen. F. 25 Stuͤck Kühe liefern dem Ackerbaue von der Lit. B. beſchriebenen Winterfutte⸗ rung und Einſtreu in 240 Wintertagen an Duͤnger im Gewicht: 1) von 17280 Pfd. Gerſten⸗ und Haferſtrohfutter 100 Pfd. geben 43 Pfd. im trocknen Zuſtande, . macht 7430 Pfd. 2) ⸗ 60000 ⸗ Kartoffeln, 100 Pfd. geben 14 Pfd. im trocknen Zuſtande, macht 8400 Pfd. 3) ⸗ 66000 ⸗⸗NRunkelruͤben, 100 Pfd. geben 6 Pfd. im trocknen Zuſtande, macht 3960 Pfd. 4) 16560 ⸗ Kleie, Roggenſchroot, Oehlkuchen, 100 Pfd. geben 50 Pfd. im trocknen Zuſtande, macht 8280 Pfd. 5) 2 30000 ⸗Heu u. Grummt, 100 Pfd. geben 44 Pfd. im trocknen Zuſtande, macht 13200 Pfd. Latus 199840 Pfd. 3 3. ⸗ 3 5 2 ⸗ 41270 Pfd. ——— Umſtehend 199840 Pfd. 2...... 2 41270 Pfd. 6) von 1920 Pfd. trocknen Kraut⸗ und Kohlblaͤttern, 100 Pfd. geben 44 Pfd. im trocknen Zuſtande, macht 844 Pfd. Weitzen⸗ und Haferſpreu, 100 Pfund geben 43 Pfund im trocknen Zuſtande, macht 3405 Pfd. Strohheckſel, 100 Pfd. geben 43 Pfd. im trocknen Zuſtande, macht 20640 Pfd. Streuſtroh von Roggen, 100 Pfd. geben 97 Pfd. im trock⸗ nen Zuſtande, macht 58200 Pfd. 8640 ⸗ Streuſtroh von Gerſte und Hafer, 100 Pfd. geben 94 Pfd. im trocknen Zuſtande, macht 8121 Pfd. A 316320 Pfd. Futter und Einſtreu geben Duͤnger im trocknen Zuſtande ⸗ 132480 Pfd. Der Kuhduͤnger im gemiſchten Zuſtande von Exkrementen und Streuſtroh, wie ihn die Stallung der Duͤngerſtaͤtte uͤbergiebt, hat bei beſchriebener Futterung und Einſtreu gewoͤhnlich 74 bis 78 p. C. Feuchtigkeit bei ſich, es werden im Durchſchnitt 75 p. C. Feuchtigkeit ange⸗ nommen, mithin betragen vorſtehende 132480 Pfund trockner Danger im natuͤrlich feuchten Zu⸗ ſtande 529920 Pfund und es entſtehen von der Winterfutterung im Durchſchnitt von Futter und Einſtreu: 3) von 1 Pfund Futter und Einſtreu, Duͤnger im trocknen Zuſtande 25½½ Pfd. b) von 1- ⸗ ⸗ bei 75 p. C. Feuchtigkeit 1443 ⸗ 7 N N 7) 7920 N 8)* 48000 9)* 60000 A N ꝙ 10) Summa 2 c) von 1 ⸗ 2 7 2. bei 80 ⸗ ⸗ aꝓ⅜ ⸗ G. 25 Stück Kuͤhe liefern dem Ackerbau von der Lit. D. beſcheiebenen Sommer⸗ Stallfutterung und Einſtreu in 125 Tagen an Duͤnger:. 1) 15625 Pfund Haferſtrohfutter, 100 Pfd. geben 43 Pfd., betraͤgt 6718 Pfd. 2) 475 ⸗ Raggenſchroot und Kleie, 100 Pfd. geben 50 Pfd., betraͤgt 2375 3) 1000 ⸗trockne Krautblaͤtter, 100 Pfd. geben 44 Pfd., betraͤgt 440 ⸗ 9) 234375 ⸗ graͤner Klee, 100 Pfd. geben 9 ½ Pfd, betraͤgt 21562 ⸗ 5) 37500 ⸗Einſtreuſtroh, 100 Pfd. geben 97 Pfd., betraͤgt 3 36375 ⸗ 6) 15625 ⸗ graͤner Klee ſo verſtreut und in Duͤnger getreten wird, 100 Pfund geben 19 Pfund, betraͤgt 4. 2968 ⸗ 7 ⸗ 70438 Pfd. Summa 308875 Pfund Futter und Einſtreu geben Duͤnger Dieſer Duͤnger im gemiſchten Zuſtande, wie ihn die Stallung der Duͤngerſtaͤtte uͤber⸗ giebt, hat bei beſchriebener Futterung und Einſtreu gewoͤhnlich 75 bis 80 p. C. Feuchtigkeit bei ſich, es werden im Durchſchnitt 75 p. C. angenommen, mithin betragen vorſtehende 7⁰438 Pfd. 9) 10) 62 „ bei 75 p. C. Feuchtigkeit 388555 ⸗ bei 80 ⸗ 7 I79s⸗ und Einſtreu in einem Jahre dem Ackerbau liefern. Der aus der Winterfutterung entſtandene Duͤnger laut Lit. T. N A 4 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen, macht 4586 Pfd.; Streuſtroh von Roggenſtroh entſtandene Duͤnger 58200 67 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen, macht 8622 Pfd.; Streuſtroh von Gerſten⸗ und Haferſtroh ent⸗ ſtandene Duͤnger ⸗ ⸗ 8 33 8¹21 6 Pfd. ſind 1Pfd. Roggen, macht 1263 f Pfd. N N trockner Duͤnger im natuͤrlich feuchten Zuſtande 281752 Pfund, und es entſtehen von der Som⸗ merfutterung und Einſtreu im Durchſchnitt: a) von 1 Pfund Futter und Einſtreu, Duͤnger im trocknen Zuſtande Pfd. b) von 1 ⸗ c) von 1 ⸗ 82 H. Werth des Duͤngers, welchen 25 Stuͤck Kuͤhe bei beſchriebener Wintefuttetung 1 7430 Pfund, V 1) Der aus 17280 Pfund Gerſte und Haferſtrohfutter entſtandene Duͤnger 4 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen, macht 1651 Pfd.; 2)* ⸗ 60000 ⸗ Kartoffeln entſtandene Duͤnger 2 ⸗ 1 8400* 27 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen, macht 3360 Pfd.; 5 3) ⸗ ⸗ 66000 ⸗Nunkelruͤben entſtandene Duͤnger ⸗ 7 3960 ⸗ — 23 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen, macht 1584 Pfd.;— 1„) ⸗ 16560 ⸗ Roggenſchroot und Kleie entſtandene Daͤnger 8280 2 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen, macht 3312 Pfd.;. 5) ⸗ 2 30000 ⸗ Heu und Grummt entſtandene Duͤnger 2 13200 ⸗ 2 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen, macht 5280 Pfd.; 6) ⸗ 2 1920„⸗ trocknen Kohlblaͤttern entſtandene Duͤnger ⸗ 8443 ⸗ 5 1. 22 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen, macht 337 Pfd.; 3 8 7) ⸗ 7920 ⸗ Weitzen⸗ und Haferſpreu entſtandene Duͤnger 3405 — 44 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen, macht 757 Pfd.;, 8) ⸗ 48000„ Strohheckſel entſtandene Duͤnger ⸗ 5 20640 ⸗ 3 Summa des von gleich; 2) Im Durchſchnitt berechnet ſind 4³⁹90 Winterfutterung und Einſtreu entſtanden, 1 Pfund Ro hat Werth 30752 Pfd. Roggen. 316320 Pfund Futter und Einſtreuſtroh entſtandenen hen Daͤngers 132480 Pfund, Pfund Duͤnger im trocknen Zuſtande, ſo von der ggenkoͤrner in iheem Werthe ———— — 63 b) und im feuchten Zuſtande bei 75 p. C. haben 175¾6 Pfund Dinget den Werth von ei⸗ nem Pfunde Roggen. c) Ein Fuder dergleichen Kuhduͤnger bei 75 p. C. Fruchtigkeit wiegt gewoͤhnlich 17 Centner und hat einen Werth bei Weglaſſung des Bruches von 100 Pfund Roggen. 1 d) Ein dergleichen Fuder hat Geldwerth, wenn der Scheffel Roggen von 83 Pfd. 1 Rthlr. gilt,— 1 Rthl. 9 ſgr. 9 pf. ⸗ 7 2 ⸗ 1 ½ ⸗— I1 ⸗ 29 ⸗ 77 ⸗ 5 2 2 2 2 7 4— 2 10 7⸗ 6 ⸗ 2 1 1 1 2.⸗ ⸗— 3 ⸗ 9 ak⸗. „ 7 5 7 3 2 2— 3 7 29 ⸗ 3* J. Der aus Sommerfutterung entſtandene Duͤnger laut Lit. G. 1) von 15625 Pfund Haferſtrohfutter entſtandener Duͤnger 2 6718 Pfund, 4 ½ Pfd. macht 1 Pfd.— 1492 Pfund; 2) 4750 ⸗ Roggenſchroot und Kleie entſtandener Duͤnger 2375* 2 ½ Pfd. macht 1 Pfd.— 1900 Pfund; 3) ⸗ 1000 ⸗trocknen Kohlblaͤttern entſtandener Duͤnger ⸗ 440 ⸗ 2 ¼ Pfd. macht 1 Pfd.— 176 Pfund; 49) ⸗ 234375 gruͤnem Klee entſtandener Duͤnger ⸗ 21562 ⸗ 1 22 Pfd. macht 1 Pfd.— 8624 Pfund; 3)* 37500 ⸗ Einſtreuſtroh entſtandener Duͤnger ⸗ 2 36375 ⸗ 6 ¾ Pfd. macht 1 Pfd.— 5388 Pfund; 6) 156258 ⸗ gruͤnem Klee ſo in Duͤnger vom Vieh getreten wird a968 ⸗ 4 ½ Pfd. macht 1 Pfd.— 659 Pfund. Summa des von 308875 Pfund Futter incl. Einſtreu entſtandenen Duͤngers 70438 Pfund, derſelbe hat einen Werth von 18239 Pfund Roggen. a) Im Ducchſchnitt berechnet ſind 315235 Pfund dergleichen Duͤnger im trocknen Zuſtande einem Pfunde Roggenkoͤrner im Werthe gleich, d) und im feuchten Zuſtande bei 75 p. C. haben 15 Pfund dergleichen Sommerduͤnger den Werth von 1 Pfund Roggenkoͤrner. *) Ein Fuder dergleichen Sommerduͤnger wiegt hier gewoͤhnlich 17 Centner und hat nach obiger Berechnung einen Werth von 124 Pfund Roggen, nach Gelde berechnet hat ein dergleichen Fuder einen Werth, wenn der Scheffel Roggen von 83 Pfd. 1 Rthlr. gilt,— 1 Rthl. 14ſgr. 9 pf. 5» 1 2 14„ ⸗— 2 7⸗ 17⸗ 66— wenn der Scheffel Roggen von 83 Pfd. 2 Rthlr. gilt,— 2Rthl. 29 ſgr. 6 pf. J 2 2. 1. ⸗ a21 2 3 ⸗ 21⸗ 10 ⸗ 4 7. ⸗ 1 3 3 ⸗ 4— 4 114⸗ 6 ⸗ * K. 25 Stück Kuͤhe liefern in einem Jahre an Duͤnger, wenn die Futterung und Ein⸗ ſtreu ſo gegeben wird, wie Lit. F. und G. beſchrieben worden: a) in 240 Wintertagen von 316320 Pfund Futter und Einſtreu 132480 Pfund Duͤnger, b) in 125 2„ 308875 ⸗.. ⸗ 70438 ⸗ 2 In Summa von 625195 Pfund Futter und Streu 202918 Pfund Duͤnger im trocknen Zuſtande, welcher bei 75 p. C. Feuchtigkeit 811,672 Pfund betraͤgt. Beträͤgt pro Kuh 25007 ¾ Pfd. Futter incl. Streu und 8116½3% Pfund Duͤnger im trocknen Zu⸗ ſtande oder bei 75 p. C. Feuchtigkeit 324662 ¾ Pfund Duͤnger und nach Centner 295 Centner 16 Pfund, welches pro Kuh 175 Fuder betraͤgt, wenn das Fuder 17 Centner gerechnet, wie hier gewoͤhnlich geladen wird. 1 L. Werth des Duͤngers, welchen as Stuͤck Kuͤhe im Jahre 18 ½7 dem Ackerbau gelle⸗ fert haben:— 2) laut Lit. H., der Winterduͤnger 132480 Pfund im trocknen Zuſtande hat einen Werth von 30752 Pfd. Roggen, b) laut Lit. J., der Sommerduͤnger 70438 ⸗ inm trocknen Zuſtande* —. hat einen Werth von 18230 Pfd. Roggen. Summa 202018 Pfd. Duͤnger im trocknen Zuſtande 48991 Pfd. Roggen. a) Im Durchſchnitt berechnet haben 44or Pfund trockner Duͤnger den Werth von Einem Pfunde Roggen; 85—— b) und bei 75 p. C. Feuchtigkeit ſind 162583 Pfund Duͤnger 1 Pfund Roggen gleich. c) Nach obiger Berechnung hat im Durchſchnitt von Sommer⸗ und Winterduͤnger 1 Fuder von 17 Centner bei 75 p. C. Feuchtigkeit einen Werth von 113 Pfund Roggen nach Weglaſſung des Bruches und hat einen Geldwerth: wenn der Scheffel Roggen von 83 Pfd. 1 Rthlr. gilt— 1Rthl. 10ſgr. 10 pf. 2 2 7 2 1 ½ ⸗— 2 ⸗ 1 3 ⸗ 7 2 25— 2* 21 5 8 XN N DX N N N u N XX X XNX N X N N NX 8 N n 2 22*— 3 ⸗ 12 1 3 7 3— 4 2⸗ 6 2 d) Betraͤgt pro Kuh der Werth des Duͤngers, den ſelche in einem Jahre dem Ackerbau lie⸗ fert, 1959½5 Pfund Roggen. N —— 65 M. Die jaͤhrliche Unterhaltung einer Kuh an Futter und Einſtreu excl. aller andern Koſten kommt dem Ackerbau nach Abrechnung des aus Futter und Einſtreuſtroh ent⸗ ſtandenen Duͤngers zu ſtehen: 1) Laut Lit. E. foſtet die Unterhaltung einer Kuh 3834 Pfd. Roggen, 2) ½ 2² L. liefert eine Kuh in einem Jahre Duͤnger 1959 ⸗ ⸗ Mithin ſoll die Kuh durch ihre Natzung dem Acker⸗ bau fuͤr Futter und Einſtreu bezahlen 7 1875 Pfd. Roggen oder nach Scheffeln berechnet ⸗„„ 22 ½ Scheffel. Die Unterhaltung auf einen Tag im Durchſchnitt vom ganzen Jahre koſtet fär eine Kuh, nach Abrechnung des Duͤngerwerths, 515 Pfund Roggen. Aus dieſer Berechnung ergiebt ſich, daß die Kuh dem Ackerbau nur allein durch den Dunger circa 51 p. C. von dem Werthe des benoͤthigten Futters und Einſtreumittel, wenn naͤmlich ein richtiges Verhältniß beobachtet wird, bezahlt. 3. Das Schaaf. A. Werths⸗Veranſchlagung des taͤglichen Winterfutter⸗Bedarfs und Einſtreu fuͤr zoo Stuͤck alte, drei⸗, zwei⸗ und einjaͤhrige Schaafe. Dieſelben ſtehen in einer geraͤu⸗ migen Stallung, bei 26 Stuͤck kurzen Raufen, à 6 ⅞ Elle lang(Breslauer Maaß) und zwar in verſchiedenen Abtheilungen von 20, 40 bis 60 Stuͤcken. Saͤmmtli⸗ ſches Vieh erhielt taͤglich in einem Wintertage, im Jahr 18 9: zum uſten Futter des Morgens 13 Gebund Roggenſtroh, à 26 Pfund, macht 208 Pfd. Stroh, 6 Pfund dergleichen Stroh ſind dem Werthe eines Pfundes Roggen gleich, das be⸗ traͤgt ⸗ 4 3 ⸗ 2 ⸗- 343 Pfd. Roggenwerth. NB. Die Schaafe freſſen hievon den 4ten Theil, welcher 352 Pfund betraͤgt, und zur noͤthigen Einſtreu fuͤr Pferde, Kuh⸗ und Schaafvieh wird ausgebunden 156 Pfd. zum 2ten Futter 13 Gebund Haferſtroh, à Gebꝛnd 10 Pfund, macht 130 Pfund, 6 Pfd. dergleichen Stroh ſind dem Werthe eines Pfundes Roggen gleich, dieſes betraͤgt ⸗ ⸗ 2 212½ ⸗ NB. Die Schaafe freſſen von dieſem Stroh drei Vier⸗ theile, dieß betraͤgt ⸗„ 2 97 Pfd. und fuͤr die Schaafe kommt zur Einſtreu 33* Latus 36 5 Pfd. Roggenwerth. 99 N 3 Transport zum zten Futter: a) fuͤr das Muttervieh 10 Gebund Heu, à 12 Pfund, wacht 120 Pfund, 2½ Pfd. von dieſem Heu ſind dem Werthe eines Pfun⸗ des Roggen gleich, dieß betraͤgt mit voller Berechnung des Bruches 43 b) desgleichen 16 Gebund gutes Erbſenſtroh fuͤr das gelte Vieh, Staͤhre, Hammel und Jungvieh, macht ⸗ 160 Pfd. 5 Pfund dergleichen Stroh haben den Werth eines Pfundes Roggen, dieß betraͤgt ⸗. 3 ⸗ 32 NB. Von dieſem Stroh freſſen die Schaafe drei Vier⸗ theile, dieß betraͤgt ⸗. ⸗ 120 Pfd. und fuͤr die Schaafe kommt zur Einſtreu 40 ⸗ zum 4ten Futter Nachmittags: a) an Kartoffeln 5 Sack, à 150 Pfund, macht 750 Pfd., 6 ⅞ Pfd. Kartoffeln ſind dem Werthe eines Pfundes Roggen leich, dieß betraͤgt nach Weglaſſung des Bruches ⸗ ⸗ 2 115 b) zu dieſer Kartoffelfutterung werden 6 große Koͤrbe voll Heckſel von Roggenſtroh angemengt, à Korb 25 Pfund, betraͤgt 150 Pfund, 6 Pfd. Stroh ſind 1 Pfd. Roggen gleich, dieß betraͤgt mit voller Anrechnung des Bruches ⸗ 2. 25 c) desgleichen kommen zu dieſem Futter 31 Pfund Roggenkleie, 1123 Pfd. ſind im Werthe 1 Pfd. Roggen gleich, dieß betraͤgt 25 d) desgleichen 8 Pfund Leinoͤlkuchen, 1 Pfd. ſind dem Werthe Pfd. Roggen gleich, mit voller Anrechnung des Bruches 7 *) desgleichen 33 Pfund Gerſtenſchroot, 175 Pfd. Gerſte iſt im Werthe 1 Pfd. Roggen gleich, dieß betraͤgt 2 2 30 zum z5ten Futter: 2) 10 Gebund Heu, à 12 Pfd., fuͤr das Muttervieh, beträgt 120 Pfd., 2¼ Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen gleich ⸗. 3 43 b) 16 Gebund Erbſenſtroh, à 10 Pfd., fuͤr das gelte Vieh, macht 160 Pfd., 5 Pfd. ſind 1 Pfd. Roggen gleich, dieſes beträgt 32 Nü. Von dieſem Stroh freſſen die Schaafe drei Vier⸗ theile, macht ⸗. ⸗ ⸗ 12ã0 Pfd. und zur Einſtreu für die Schaafe kommtmt 40 ⸗ VN A N N N* A △ A X N 56¼ Pfd. Roggenwerth. A N N N N Latus 408 ⅞ Pfd. Roggenwerth. L 67 Transport 408 3 Pfd. Roggenwerth. zum ö6ten und letzten Zutter 13 Gebund Weitzen⸗ oder Roggenſtroh, à Gebund 16 Pfd., macht 208 Pfund, 6 Pfund dergleichen Stroh ſind im Werthe 1 Pfd. Roggen gleich, dieſes betraͤgt NB. Von dieſem Stroh freſſen die Schaafe ein Vier⸗ N theil, macht ⸗ 3 2 ⸗ 52 Pfd. und zur Einſtreu fuͤr das uͤbrige Vieh wird ausgebunden.. 2 7 156 ⸗ Summa Hiervon kommt in Abzug der Werth des Strohes oder der Schaaf⸗ urſchen, welches fuͤr die andere Viehzucht zur Einſtreu aus der Schaͤferei entnommen wird. Es betraͤgt taͤglich 175 Pfd., und 61 Pfd. dergleichen Streuſtroh haben den Werth von 1 Pfund Roggen, dieſes betraͤgt demnach mit voller Anrechnung des Bru⸗ ches ⸗ 7 ⸗ 2 ⸗ 2 2 2 443 Pfd. Roggenwerth. 26 X Mithin koſtet die Unterhaltung an Futter und Einſtreu auf einen Win⸗ tertag 2 2 ⸗ ⸗ 7 5 7 An Einſtreu wurde taͤglich pro Schaaf ½ Pfund Stroh gegeben, die⸗ ſes betraͤgt 250 Pfund oder 3727 Pſd. Roggenwerth, wornach die taͤgliche Unterhaltung der 500 Stuͤck Schaafe, nach Abzug des Werthes der Einſtreu und Weglaſſung des Bruches zu ſte⸗ hen kommt ⸗ 2. ⸗ 2 2 2 Es betraͤgt demnach die tägliche Unterhaltung: a) fuͤr Futter und Einſtreu fuͤr ein Schaaf auf einen Wintertag b) und excl. der Einſtreu 27 3 ⸗ ⸗ 2 Zu Heu berechnet betragen: a) 423 Pfund Roggen, wenn 1 Pfund Roggen 2 ½ Pfund Heu gleich iſt ⸗ ⸗ 2 ⸗ 21335 Pfd. Seu, b) 288 Meund Roggen, wenn 1 Pfund Rog⸗ gen a* Pfund Heu gleich iſt ⸗ 12 Pfd. Heu. 417 Pfd. Roggenwerth. 380 235 89 558 N N NX. N N N N 68 B. Das Winterfutter, welches 500 Stuͤck Schaafe zur taͤglichen Nahrung laut Be⸗ „ rechnung Lit. A. erhielten, betraͤgt in Gewicht und Maaß: 1) Das Roggen⸗ und Weitzenſtroh beim Iſten und 6ten Futter ⸗ 2 2 ⸗ 2) Das Haferſtroh beim 2ten Futter, welches die Schaafe in Koͤrper erhalten, betraͤgt ⸗ 9„ à⸗ 210 ⸗ ⸗ 2 2) Das Erbſenſtroh beim zten und sten Futter enthaͤlt 1240⸗ à ⸗ 285 ⸗ ⸗ 68400 ⸗ 4 Das Heu beim zten und sten Futter enthaͤlt 24o à⸗ 209„ ⸗ 50160⸗ §) Die Kartoffeln beim 4ten Futter ⸗ 7 250 àA 31 ⸗„ 23280 ⸗ 6) Der Heckſel beim 4ten Futter. 150 ⸗ à⸗ 210„„ 31500 2 7) Die Roggenkleie beim aten Futter ⸗. 311 4⸗ 82⸗ ⸗ 2583⸗ 8e) Das Leinkuchenmehl, welches im Waſſer aufgeloͤ⸗ 3 ſet und der Strohheckſel damit angefeuchtet wird, enthaͤlt. 4„..„ 5 8⸗ à⸗ 40o⸗ 320 ⸗ 6) Der Gerſtenſchroot, welcher ebenfalls der Kartof⸗ felfutterung beigemengt wird 6 ⸗ 33 ⸗ 1⸗ 42⸗„ 1386 ⸗ 10) Das Waſſer, in welchem das Leinkuchenmehl auf⸗ geloͤſet und der Heckſel damit angefeuchtet wird, betraͤgt 5 Kannen, à 25 ¾ Pfund, macht ⸗ 127½2———— NB. Das Volumen des Waſſers kommt in keine Anrechnung, indem daſſelbe den Raum, welchen der Heckſel im thieriſchen Koͤrper einnimmt, nicht dermehrt. 104 Pfd., à Pfd. 210 G Z, macht 218406.3. 20370 haben demnach z00 Stuͤck Schaafe in ihren Koͤrper erhalten„ ⸗., Raum bedarf von 430 Cubikzollen⸗ Bemerkungen. a) Die Schaafe werden bei der Winterfutterung im Stalle getraͤnkt. Sie ephalten des Mor⸗ 1781 Pfd. im Gewicht, welches Raum bedarf 219809 C. Z. Aus dieſer oeraanans erglebt fich, daß, nach dem Durchſchnitt berechnet, ein Schaaf in einem Tage 328 Pfund Futter zur Rahrung erhaͤlt, welches zur Zeit des Genuſſes einen — gens gleich nach dem iſten Futter ihr Trinkwaſſer, in jede einzelne Abtheilung, auch wird ihnen bis Mittags ſo viel gereicht, als ſie verlangen, es ſaͤuft jedoch im Durch⸗ ſchnitt ein Schaaf, bei beſchriebener Futterung, taͤglich nicht mehr als 22 bis 2½ Pfd. — 69 Waſſer. Des Nachmittags wird den Schaafen kein Waſſer gegeben, weil die Erfah⸗ rung gelehrt hat, daß das Schaaf nach der Kartoffelfutterung oft mehr ſaͤuft als ihm gut iſt. Auch glaube ich bemerkt zu haben, daß alle ſaftreichen Futterungen, des Nachmittags den Schaafen gegeben— wo der Koͤrper ſchon mit trockenem Futter ei⸗ nes Theils angefuͤllt iſt— am wohlthaͤtigſten und kraͤftigſten wirken. Der Meinung, daß man dem Schaafe unter allen Verhaͤltniſſen der Futterungen freien Willen laſſen koͤnne, ſich ſeinen Durſt nach Willkuͤhr ohne Nachtheil zu ſtillen, indem der Inſtinkt dem Thiere ein richtiges Maaß und Ziel ſetze, bin ich durchaus nicht. Dem Schaafe iſt bei unſerer Haltung, in ſeiner engbegraͤnzten Stallung, bei den mancherlei Futte⸗ rungen, an welche wir das Thier gewoͤhnen, ſein freier Wille in der Wahl der Nah— eungsmittel gebrochen, und es kann daher ſeinem Inſtinkte in allen ſeinen natuͤrlichen Beduͤrfniſſen nicht mehr Folge leiſten. Unſere Hausthiere werden nur kuͤnſtlich ernaͤhrt; wir muͤſſen dieſes thun, um den Ackerbau hoͤher zu nutzen, und mehrere Thiere des Nutzens wegen ernäͤhren zu koͤnnen, die Erfahrung beweiſet uns den Vortheil dieſer Abweichung, mithin iſt es Sache desjenigen, der das Thier naͤhrt und den Nutzen von ihm ziehen will, die Natur des Thieres kennen i6 lernen, um ihm in allem ein ge⸗ rechtes Maaß und Ziel ſetzen zu koͤnnen. Der Saft, welchen die Kartoffel im rohen Zuſtande bei ſich hat, wirkt, wenn ein richtiges Verhaͤltniß zwiſchen trockner und ſaftreicher Futterung ſtatt findet, wohlthaͤ⸗ tig auf das Schaaf, aber durſſſtillend iſt die Feuchtigkeit der Kartoffel nicht, ſondern durſterregend, indem daſſelbe nach dem Genuſſe derſelben einen ſtarken Drang zum Ge⸗ nuß des Waſſers hat, welcher bei einer ſtarken Kartoffelfutterung geſtillt— nachthei⸗ lig auf die Geſundheit des Schaafs wirkt. Man kann zwar das Schaaf ſo futtern und ernaͤhren, daß ihm der Genuß des Waſſers zu keiner Zeit nachtheilig wird, jedoch iſt eine dergleichen Futterung nur höchſt ſelten anräthlich, wenn nämlich die Aufgabe iſt, von einer beſtimmten Flaͤche den beſt⸗ moͤglichſten Reinertrag anhaltend zu gewinnen, indem dieſer gewoͤhnlich nur wiederum dann ſtatt finden kann, wenn ein richtiges Verhaͤltniß zwiſchen Ackerbau und Viehzucht, des Anbaues von Futter und der beſtmoͤglichſten Verwendung deſſelben— vom Anbauer des Brundſtuͤcks beobachtet wird. — 70— c. Werths⸗Veranſchlagung des taͤglichen Futter⸗ und Einſtreu⸗Bedarfs fuͤr 300 Stuͤck Schaafe bei completter Stallfutterung, auf einen Sommertag, im Jahr 1821. Zum'ſten Futter des Morgens 13 Gebund Roggenſtroh, à Gebund 20 Pfund, macht 260 Pfd., 6 Pfund dergleichen Stroh haben den Werth von 1 Pfd. Rog⸗ gen, dieſes betraͤgt ⸗. 2„„ NB. Die Schaafe freſſen hievon den aten Theil, dieſes petraͤgt ⸗ ⸗ ⸗ 2⸗⸗ 65 Pfd. und zur benoͤthigten Einſtreu fuͤr Pferde, Kuh⸗ und Schaafvieh wird ausgebunden ⸗ 195 ⸗ zum 2ten Futter gruͤnen Klee in 26 Raufen, à 40 Pfund, betraͤgt 1040 Pfund, 131 Pfd. gruͤner Klee ſind dem Werthe eines Pfundes Roggen gleich, dieſes betraͤgt nach Weglaſſung des Bruches.. ⸗... 2 77 zum zten Futter 13 Gebund Haferſtroh, à Gebund 14 Pfd., macht. 182 Pfund, 6 Pfd. Haferſtroh ſind dem Werthe nach einem Pfund Roggen gleich. ⸗ ⸗. ⸗ 30⁰½ NB. Die Schaafe freſſen hievon drei Viertheile, dieſes 43 Pfd. Roggenwerth. N N N N N N betraͤgt 44⸗ ⸗ 1356 Pfd. und zur benoͤthigten Streu kommt aus den Raufen 12.. ⸗. 46 ⸗ zum 4ten Futter des Mittags gruͤner Klee, ganz daſſelbe wie beim 2ten Futter ⸗ 2 2 ⸗ ⸗ 77 ⸗ 2 zum 5ten Futter Nachmittags Hafer⸗ oder Gerſtenſtroh, ganz daſ⸗ ſelbe wie beim 3ten Futter e e,. 2 2 30]½ ⸗.. zum 6ten Futter gruͤner Klee, ganz daſſelbe wie beim 2ten Futter 772* 2.. zum ꝛten und letzten Futter Roggenſtroh, ganz daſſelbe wie beim. iſten Futter 3 ⸗ 2 2 2 7 43 ⸗ 22 Und es betraͤgt der Werth des Strohes und Futters, welches an einem Sommertage in die Stallung kommt 3 8 3783 Pfd. Roggenwerth. Hiervon kommt aber in Abzug der Werth desjenigen Streuſtro⸗ hes, welches taͤglich zur benoͤthigten Einſtreu fuͤr die andere Viehzucht aus den Raufen ausgebunden wird. Von ſaͤmmtlichen 4 Strohfuttern wird taͤglich aus den Raufen gebunden 482 Pfd., Latus 378¼ Pfd. Roggenwerth. 71. Transport 378 Pfd. Roggenwerth. davon erhalten die Schaafe zur Einſtreu 250 Pfd., und die an⸗. dere Viehzucht 232 Pfd., wenn nun 63 Pfund Streuſtroh dem Werthe von einem Pfund Roggen gleicht, ſo haben die aus der Schaͤferei entnommenen 232 Pfd. Streuſtroh einen Werth, nach Weglaſſung des Bruches, von ⸗ 2 ⸗ ⸗ 345 ³ 2. Der Unterhalt auf 500 Stuͤck Schaafe an Futter und Einſtreumit⸗ tel kommt daher auf einen Sommertag 2 2 2 344 Pfd. Roggenwerth. Um den Futterwerth auszumitteln, welchen 500 Stuͤck Schaafe auf einen Sommertag erfordern, wird das benoͤthigte taͤgliche Streuſtroh, welches 250 Pfd. betraͤgt, in Abrechnung gebracht, es kommt dem Werthe von 372, Pfund Roggenkoͤrnern gleich, mithin koſtet die taͤg⸗ liche Ernaͤhrung, nach Abzug des Einſtreuſtrohes und Weglaliung des Bruches, 307 Pfd. Rog⸗ genwerth. Es betraͤgt oder koſtet demnach im Durchſchnitt: a) der tägliche Unterhalt fuͤr Futter und Einſtreu auf ein Schaaf an einem Sommertage bei Stallfutterung. ⸗ ⸗ 2 ⸗ 4443 Pfd. Noggenwerth, b) excl. der Einſtreu auf einen Sommertag ⸗ 2 2 385 ⸗ 2 ⸗ „NB. Die Sommerfutterung kommt dem Ackerbaue um ☛ Pfd. Roggenwerth pro Schaaf niedriger als die Win⸗ terfutterung zu ſtehen. Zu Heu berechnet betragen: ) 344 Pfd. Roggen, wenn 1 Pfund Roggen 2½ Pfd. Heu im Werthe gleich iſt, 1133 Pfd. Heu, b) 388 ⸗ ⸗ 4 1 r21 ⸗ 7 ⸗ 7 ⸗ 1285⸗ 2— Anmerkung. Die Sommerfutterung, naͤmlich bei gruͤnem Futter, wo das Thier noch trocknes Fut⸗ ter im richtigen Verhaͤltniß dazu erhält, kommt dem Ackerbau am niedrigſten bei jeder Thier⸗ gattung zu ſtehen. Das Schaaf bezahlt jedoch ſolches am hoͤchſten. Vermeintliche Urſa⸗ chen ſind: a) daß das ſaftreiche Futter in ſeinem weichern, und im Verhaͤltniß der in ſich enthaltenden Nahrungskraft auch groͤßern Raum einnehmenden Zuſtandes, z. B. der gruͤne Klee, dem Thiere nicht nur verdaulicher iſt, ſondern auch daſſelbe den Werth der trocknen Futterungen ungemein erhoͤht und wirkſamer macht, und b) daß z. B. die a oder 5 Pfund gruͤner Klee, woraus das eine Pfund Kleeheu entſtanden iſt, ouch unſtreitig mehrere Nahrungskraft dem Thiere nicht nur verſchaffen und ge⸗ — 72 ben, ſondern auch wirklich bei ſich haben, da Verſuche es beſtaͤtigen, daß beim Aus⸗ trocknen oder Abtrocknen gruͤner nahrungsreicher Pflanzen, auch ein Theil der Nah⸗ rungskraft entſchwindet, welche durch keine Kunſt— wenigſtens bis jetzt nicht— ganz in derſelben Eigenſchaft erſetzt werden konnte. Man nehme z. B. 25 Pfund des beſten, vorzuͤglichſten Heues, bringe es in voͤllig trocknen Zuſtand, breite ſolches an warmen, ſonnenreichen Tagen aus, befeuchte ſolches ſo oft es trocken wird mit reinem Waſſer, wiederhole dieſes ſo lange, bis die gruͤne Farbe voͤllig verblichen iſt, dann wiege man es nach voͤlliger Abtrocknung wieder, und man wird finden, daß dem Heu durch dieſe Prozedur ein kaum bemerkbares Gewicht entſchwunden iſt, und doch iſt mit dem Ver⸗ bleichen der Farbe die Nahrungskraft zugleich entſchwunden, indem in dieſen 25 Pfd. ausgeblichenen Heues, welches fruͤher eine Kuh vollſtaͤndig auf einen Tag naͤhrte, nicht mehr die Kraft vorhanden iſt, einem Schaafe die Nahrung auf einen Tag zu geben, und doch iſt kein minus des Gewichts entſtanden? Ich kann mir wohl denken, daß der Chemiker hierauf antwortet: daß die Nahrungskraft, welche er fruͤher nach Pfund und Quentchen beſtimmte— auch in dem jetzt ausgeblichenen Heue— aber nur in einer veraͤnderten Eigenſchaft ſich noch befinde*); jedoch damit begnuͤgt ſich nicht der bloße Empiriker, da demſelben Verſuche mancher Art wieder zeigen, daß durch keine Kunſt dem beſchriebenen ausgeblichenen, entkraͤfteten Heue, ohne Hinzugabe fremder Nahrungskraft, die entflohene Nahrungskraft erſetzt werden koͤnne. Dergleichen meh⸗ rere Verſuche haben mich eben zu der Idee gebracht, daß alles das, was auf die Ernaͤhrung der Thiere und Fruchtbarmachung der Erde am maͤchtigſten wirkt, wenig meß⸗ und wäͤgbar ſei, und die Sache die wir ſehen, auch deren wirkende Eigenſchaft wir aus Erfahrung kennen, nur das nothwendige Vehikel der nicht meß⸗ und waͤgbaren Kraft ſei**), 1— *) Wir wiederholen es, daß dies nie einem verſtaͤndigen Chemiker eingefallen ſeyn koͤnne. Es iſt bekannt und auch von uns verſucht, wie ſehr nahrhaft der Heu⸗Thee der Hollaͤnder beſonders fuͤr Kaͤlber ſey, daß aber das ſo ausgezogene Heu nichts weiter werth ſey als in den Miſt geſtreuet zu werden. Bedeutend iſt auch wohl die Abnahme des Gewichts nicht, welche es durch dieſe Ausziehung erlei⸗ det und ſie ſteht gewiß nicht in Verhaͤltniß mit der verlornen Nahrhaftigkeit. Aber einiger Ver⸗ luſt wird ſich doch ergeben, wenn man es auf denſelben Grad der Trockenheit bringt; vielleicht aber iſt das Waſſer, welches an die Stelle des augezogenen Extractiv⸗Stoffs tritt, ſo anhaͤnglich, daß es ſich weniger verdunſten laͤßt. Th. **) Gewiß ſehr richtig! Eine Kraft köͤnnen wir nur nach ihrer Wirkung meffen. Wir koͤnnen aber ana⸗ lesiſch ſchließen, daß wenn wir die Kraft, die einer Subſtanz deiwohnt, aus ihrer Wirkung ken⸗ 8 7³ c) Das Schaaf nutzt den gruͤnen Klee auch deshalb ſchon hoͤher aus, weil es bei einer rich⸗ tigen Eintheilung denſelben ganz als Nahrung conſumirt, wo hingegen die Kuh im Sommer unruhiger und mehr von Fliegen geplagt iſt, daher auch bei der beſten Vor⸗ ſorge immer noch einen Theil des Klees in Duͤnger tritt, und was auch im Ganzen die gruͤne Futterung bei einer Wirthſchaft wohlfeiler macht, iſt die Erſparung der Ernte⸗ koſten, das Abtrocknen des Heues u. dgl. D. Das Sommerfutter, welches 500 Stuͤck Schaafe zur kiglichen Nahrung erhiel⸗ ten, betraͤgt in Gewicht und Maaß: 1) das Roggenſtroh beim 1ſten und 7ten Futter enthaͤlt 130 Pfd., à Pfd. 210C. Z., macht 27300 E. Z. 2) das Haferſtroh vom zten und zten Futter ⸗ 272 ⸗ à⸗ 210 ⸗ ⸗ 57120 ⸗ 3) der gruͤne Klee vom aten, 4ten und 6ten Futter⸗ 3120⸗ à ⸗ 60 ¾⸗ ⸗ 188760 ⸗ Es haben daher 500 Stuͤck Schaafe in ihren Koͤr⸗ 4 per erhalten 2 2 2 3522 Pfund und im Maaße 273180 6. Z. Und es erhielt im Durchſchnitt ein Schaaf taͤglich. an Futter ⸗ 2 2 ⸗ 7285 Pfd., welches zur Zeit des Genuſſes einen Raum bedarf von ⸗ ⸗ ⸗ 54628. Z. Anmerkung. a) Die Schaafe werden im Sommer bei der gruͤnen Kleefutterung nur einmnal, und zwar des Morgens nach dem iſten Strohfutter, zur Traͤnke außer dem Stall gelaſſen, ſie ſau⸗ fen jedoch nur aͤußerſt wenig und groͤßtentheils gar nicht. d) Das Steinſalz zum Lecken bleibt Sommer und Winter taͤglich im Stalle haͤngen, wo je— des Schaaf zu jeder Zeit ſich den Drang zum Salzgenuß befriedigen kann. Jedoch beilaͤufig geſagt, liebe ich fuͤr die fein wolltragenden Schaafe nicht diejenigen Futterun⸗ gen, welche ihnen einen ſtarken Reiz zum Salzgenuß verurſachen. Je feuchter und maſtreicher die Futterung iſt, um ſo mehe enetſteht der Drang zum Salzgenuß, und um ſo unentbehrlicher iſt das Salz. Das Schaaf, welches auf hohen, trocknen Wei⸗ den ſich naͤhrt, hat nur ſelten den Hang nach Salz, fallen aber Regentage ein, wo — nen gelernt haben, ſolche auch da ſey, wo wir dieſe Subſtanz treffen. Freilich kann dieſes eine Ausnahme erleiden, durch eine andre entgegenwirkende Kraft, die mit ihr in Verbindung getreten iſt. Wir haben z. B. vegetabiliſche Subſtauzen, die viel Staͤrkemehl und Schleimzucker enthalten, aber weil ein narkotiſcher Stoff damit verbunden, wuͤrden ſie nicht naͤhren, ſondern toͤdten oder krank machen. 4 Sy. 3 3 10 74 die Weide feuchter und ſaftreicher wird, ſo findet ſich auch augenblicklich der Drang zum Salzgenuß, wo die Befriedigung auch wohlthaͤtig und nuͤtzlich wirkt. c) Bei anhaltendem Regen wird trocken gefuttert, ſo wie bei feuchtei Kleefutter die Schaafe Laubfutrer erhalten, jedoch wird ihnen dafuͤr ein Strohfutter in Anrechnung gebracht. E. 500 Stuͤck Schaafe liefern dem Ackerbaue von der Lit. A. beſchriebenen Win⸗ terfutterung und Einſtreu an Duͤnger im Gewicht taͤglich: 1) von 591 Pfd. Weitzen⸗, Roggen⸗, Hafer⸗ und Erbſenſtrohfutter, 100 Pfd. geben 40 Pfd. im trocknen Zuſtande, macht 2 ⸗ 2 28 236 Pfd. 8 2) ⸗ 240. Heufutter, 100 Pfd. geben 42 Pfd. im trocknen Zuſtande, macht 101 ⸗ 3) ⸗ 750 ⸗ Kartoffeln, 100 Pfd. geben 13 Pfd. im trocknen Zuſtande, macht 97 ⸗ 4) ⸗ 72 ¼⸗ Kleien, Gerſtenſchroot und Oehlkuchen, 100 Pfd. geben 49 Pfd. im trocknen Zuſtande, macht ⸗ ⸗ 2 2 35 7 5) ⸗- 250 ⸗ Einſtreuſtroh, 100 Pfd. geben 95 Pfd. im trocknen Zuſtande, macht 237 ⸗ Summa 1903 Pfd. Futter und Streu geben Daͤnger im trocknen Zuſtande ⸗ 206 Pfd. Der Schaafduͤnger im gemiſchten Zuſtande von Exkrementen und Streuſtroh, wie ihr die Stallung der Duͤngerſtaͤtte uͤbergiebt, hat bei beſchriebener Futterung und Einſtreu gewoͤhn⸗ lich 64 bis 70 p. C. Feuchtigkeit bei ſich, es werden hier bei dieſer Berechnung 67 p. C. im Durchſchnitt angenommen, mithin betragen vorſtehende 706 Pfund trockner Duͤnger in einem natuͤrlich feuchten Zuſtande 2139 Pfund. Es entſteht von der Winterfutterung, von Futter und Einſtreu, im Durchſchnitt: a) aus 1 Pfd. Futter und Streu 52 Pfd. Duͤnger im trocknen Zuſtande und b) ⸗ 1 ⸗. ⸗, Ie ⸗ ⸗ mit 67 p. C. Feuchtigkeit. F. 500 Stuͤck Schaafe liefern dem Ackerbaue von der Lit. C. beſchr ſebenen Sommer⸗ futterung und Einſtreu taͤglich an Duͤnger im Gewicht: 1) von 402 Pfd. Strohfutter, 100 Pfund geben 40 Pfund Duͤnger im trocknen Zuſtande, macht 2 2 7 2 2 4 ⸗ 160 Pfd. 2) ⸗ 3120 ⸗ Klee, 100 Pfd. geben 8 Pfd. Duͤnger im trocknen Zuſtande, macht 265 ⸗ 3)* 250 ⸗ Streuſtroh, 100 Pfd. geben 95 Pfd. Duͤnger im trocknen Zuſtande, macht 237 ⸗ Summa 3772 Pfd. Futter und Einſtreu geben Duͤnger ⸗. ⸗ 662 Pfd. im trocknen Zuſtande, welcher gemiſcht von Exkrementen und Streuſtroh zur Zeit, wo ihn die Stallung der Duͤngerſtätte uͤbergiebt, gewoͤhnlich 67 p. C. Feuchtigkeit bei ſich hat. Es ent⸗ ſtehen demnach aus 3772 Pld. Futter und Einſtreu, Duͤnger mit 67 p. C. Feuchtigkeit 2006 Pfd. ————:— — 75 3 Im Durchſchnitt berechnet entſteht von der Sommerfutterung und Einſtreu: a) aus 1 Pfd. Futter und Streu ☚f— Pfd. Duͤnger im trocknen Zuſtande, und b) 1 ⸗. 2 21 198¾ ⸗ ⸗ mit 67 p. C. Feuchtigkeit. Anmerkung. Auch bei der ſaftreichſten Futterung haben die Exkremente des Schaafs nicht mehr als 66— und hoͤchſtens 68 p. C. Feuchtigkeit— ſelbſt auch dann, wenn dem Schaafe das feuchte Futter und Getraͤnk, wovon die Kuh Exkremente mit 87 p. C. Feuchtigkeit liefert, zur Nahrung gegeben wird. Bei anhaltender, zu feuchter Futterung, bekommt das Schaaf die Bleichſucht, ſo wie die jungen Thiere herzſchlaͤgig davon werden. G. Berechnung des Futtergewichts, welches 500 Stuͤck Schaafe auf ein volles Jahr, bei beſchriebener completter Stallfutterung, erhalten. 5 a) Die Winterfutterung auf 240 Tage. 1) laut Berechnung Litt. A. und B. werden als Futter an Roggen⸗ und Haferſtroh in einem Wintertage conſumirt 351 Pfd., dieſes betraͤgt auf 240 Tage 84240 Pfd. 2) desgl. laut Litt. A. und B. 240 Pfund Erbſenſtroh, dieſes betraͤgt in 240 Tagen ⸗ ⸗ 2 ⸗ 2 ⸗ ⸗ 2 57600 ⸗ N 3) desgl. laut Litt. A. und B. 240 Pfd. Heu, dieſes betraͤgt in 240 Tagen 57600 4) desgl. laut Litt. A. und B,. taͤglich 750 Pfd. Kartoffeln, macht in 240 Tagen ⸗ 2 2 2 2 2 2 2 2 180000 ⸗ 5) desgl. an Roggen⸗Kleien, Oehlkuchen und Gerſtenſchroot laut Litt. A. und B. 72 Pfd., dieſes betraͤgt in 240 Tagen ⸗ ⸗ 17400 ⸗ d) desgl. laut Litt. A. und B. an Einſtreuſtroh taͤglich 250 Pfund, dieß 4 betraͤgt in 240 Tagen 12 2 ⸗ 27 ⸗ 60000 ⸗ b) die Sommerfutterung in 125 Tagen. 7) laut Berechnung Litt. C. und D. werden an einem Tage an Roggen⸗ und Haferſtroh 402 Pfd. als Futter conſumirt, dieſes betraͤgt in 125 Tagen 8 2 2 2 7 2 2 2 25 50250 ⸗ 8) laut Berechnung Litt. C. und D. werden taͤglich 3120 Pfund gruͤner 3 Klee zu Futter verwendet, dieſes betraͤgt auf 125 Tage ⸗ 2 390000 ⸗ 9) laut derſelben Berechnung betraͤgt das taͤgliche Streuſtroh 250 Pfund, dieſes macht in 125 Tagen ⸗ 2 ⸗ 2 ⸗ ⸗ 31250 ⸗ Summa des Futters und Einſtreuſtroh⸗Gewichts, welches 500 Stuͤck Schaafe in einem Jahre erhalten und in Duͤnger verwandeln ⸗.. ⸗. 928340 Pfd. 76 a) Es beträgt demnach das Futter- und Einſtreu⸗Gewicht auf 1 Jahr fuͤr 1 Schaaf 1856 ½2 Pfd. oder nach Centnern gerechnet: 16 Ctr. 60 Pfd., und 3 b) kommt im Durchſchnitt an Futter und Einſtreu taͤglich auf 1 Schaaf 5 58 Q Pfund. II. Das Gewicht des Duͤngers, welchen 500 Stuͤck Schaafe bei beſchriebener Winter⸗ und Sommerfutterung nebſt Einſtreuſtrohs dem Ackerbaue liefern, betraͤgt im trock⸗ nen Zuſtande berechnet, in einem vollen Jahre: Die Schaafe erhalten in ihren Koͤrper zur Nahrung: 1) laut Berechnung Lit. G. und 1.2. 7. betraͤgt das Roggen⸗, Erbſen und Haferſtroh 192090 Pfd., aus 100 Pfd. entſtehen 40 Pfd. Duͤnger, macht 26836 Pfd. 2) laut Berechnung Lit. G. und 3. betraͤgt das Heu ⸗ ⸗ 2 57600 Pfd., aus 100 Pfd. entſtehen 42 Pfd. Duͤnger, macht 24192 Pfd:— 3) laut Berechnung Lit. G. und 4. betraͤgt das Kartoffelfutter ⸗ 2 180000 Pfd., aus 100 Pfd. entſtehen 13 Pfd. Duͤnger, macht 23400 Pfd.. 4) laut Berechnung Lit. G. u. 5. betraͤgt das Kleien⸗, Oehlkuchen⸗ u. Schrootfutter 17400 Pfd., aus 100 Pfd. entſtehen 49 Pfd. Duͤnger, macht 8526 Pfd., H laut Berechnung Lit. G. und 8. betraͤgt der gruͤne Klee aus 100 Pfd. entſtehen 37 Pfd. Duͤnger, macht 33150 Pfd. 6 laut Verechnung Lit. G. und 6. 9. betraͤgt das Einſtreuſtroh aus 100 Pfd. entſtehen 95 Pfd. Duͤnger, macht Lüos, Pfh. Summa des aus 2 2 2 2 2 Futter und Einſtreu entſtandenen Duͤngers 2327 n pfd. Bemerkungen zur vorſtehenden Berechnung Lit. H. ²) Dieſe 252791 Pfund Duͤnger betragen im natuͤrlichen Zuſtande, wie ihn die Stallung der Duͤngerſtaͤtte uͤbergiebt, bei 67 p. C. Feuchtigkeit 766033 Pfund oder nach Cent⸗ nern gerechnet 6963 Centner 103 Pfund. b) Es entſtehen im Dechſchnit von Sommer⸗ und Winterfutterung, nebſt Einſtreu, aus 1 Pfund 25395 Pfund Duͤnger im trocknen Zuſtande, c) und im noruͤrlichen Zuſtande bei 67 p. C. Feuchtigkeit entſtehen im Durchſchnitt aus 1 Pfund Futter und Einſtreu 358833 Pfund Duͤnger.— d) Ein Schaaf liefert in einem Jahre von der beſchriebenen Futterung und einſtren von 1855 Pfund Futter⸗ und Streu⸗Gewicht 505235 Pfund Duͤnger im trocknen Zu⸗ ſtande, und— e) im natuͤrlichen Zuſtande bei 67 p. C. Fenbeigieſ 1532 5 Pfund, welches 13 Centner 100 Pfund betraͤgt. ⸗ 390000 Pfd., N V N 3 91250 Pfd., N N ⸗ 928340 Pfd. 77 J. Der Raum oder das Maaß, welchen der, von beſchriebener Futterung und Ein⸗ ſtreu entſtandene, Duͤnger von 500 Stuͤck Schaafen im natuͤrlichen Feuchtigkeits⸗Zu⸗ ſtande bei einem beladenen Fuder gewoͤhnlich einnimmt. Die Schaafe verwandeln in einem Jahre zu Duͤnger: ¹) laut Berechnung Lit. II. u. 1. betraͤgt das Roggen⸗, Erbſen⸗ u. Haferſtroh 192090 Pfd. Futter, aus 1 Pfd. entſtehen 5025 C. Z., macht 5528 C. F. 300 C. Z. 2) laut Berechnung Lit. II. und 2. beträgt das Heufutter ⸗. 57600 ⸗ ⸗ aus 1 Pfd. entſtehen 6275 C. Z., macht 2000 C. F. 576 C. Z. 3) laut Berechnung Lit. H. und 3. betraͤgt das Kartoffelfutter 3 180000 ⸗ 2 aus Pfd. entſtehen 5585 C. Z., macht 557 C. F. 504 C. Z. 4) laut Berechnung Lit. H. u. 4. betraͤgt das Schroot⸗, Oehlkuchen⸗ u. Kleienfutter 17400 ⸗ ⸗ aus 1 Pfd. entſtehen 3425 C. Z., macht 344 C. F. 822 C. Z. 5) laut Berechnung Lit. H. und 5. betraͤgt das Kleefutter ⸗ 2 390000 ⸗ 7 aus 1 Pfd. entſtehen 6185 C. Z., macht 1365 C. F. 780 C. Z. 6) laut Berechnung Lit. H. und 6. beträgt das Einſtreuſtroh ⸗ 91250 ⸗* aus 1 Pfd. entſtehen 15675 E. 3. macht 8279 C. F. 975 C. Z. Summa des aus ⸗ 3 ⸗. ⸗ ⸗ 928340 Pfd. Futter und Einſtreu entſtandenen Pingers 18165 C. F. 501 C. Z. 3 2) Ein 2ſpänniges Fuder Schaafduͤnger enthaͤlt hier gewoͤhnlich 40 Cubikfuß, mithin geben obige 18165 Eubikfuß Duͤnger, welchen 500 Stuͤck Schaafe in einem Jahre dem Acker⸗ baue liefern, 454 ⅝ Fuder. b) Der Dänger, welchen ein Schaaf in einem Jahre liefert, beträgt 36 5 Cubikfuß, oder nach Weglaſſung des Bruches Fuder, welches aus 1856 Pfund Futter⸗ und Einſtkeu⸗ Gewicht entſtanden iſt. *) Ein Fuder von 40 Cubikfuß Dünger, bei 67 p. C. Feuchtigkeit, haͤlt an Gewicht nach Weglaſſung des Bruches 1687 Pfund oder 15 Ctr. 37 Pfd. 3— d) und 1 Cubikfuß Duͤnger von beſchriebener Art wiegt 42 Pfund nach Weglaſlong des Bruches. 78 K. Werth des Duͤngers, welchen 500 Stuͤck Schaafe von beſchriebener Futterung und Einſtreu in einem Jahre dem Ackerbaue liefern. Laut Berechnung Lit. H. liefern die Schaafe an Duͤnger: 1) 76836 Pfund Duͤnger im trocknen Zuſtande, welcher von Strohfutter enſtanden, 4 ½ Pfund haben den Werth von 1 Pfd. Roggen, macht ⸗ 17074 Pfd. Roggenwerth; 2) 24192 ⸗ Duͤnger im trocknen Zuſtande, welcher von Heufutter entſtanden, 2½ Pfd. ha⸗ — ben den Werth von 1 Pfd. Roggen, macht ⸗ 95677 Pfd. Roggenwerth; 3) 23400. Duͤnger im trocknen Zuſtande, welcher von Kartoffelfutter entſtanden, 2 ¼ Pfd. haben den Werth von 1 Pfd. Roggen, macht ⸗ 9360 Pfd. Roggenwerth; 4) 8526 ⸗ Duͤnger im trocknen Zuſtande, welcher von Kleien, Schroot und Oehlkuchen , entſtanden, 21 Pfd. haben den Werth von 1 Pfund Roggen, macht ⸗. 3 ⸗ ⸗ 3410 Pfd. Roggenwerth; 5) 33150 ³ Duͤnger im trocknen Zuſtande, welcher von gruͤnem Kleefutter entſtanden, 2 ¾ Pfd. haben den Werth von 1 Pfd. Roggen, macht 13260 Pfd. Roggenwerth; 6) 86682 ⸗ Duͤnger im trocknen Zuſtande, welcher von Streuſtroh entſtanden, 6¾ Pfd. ha⸗ ben den Werth von 1 Pfd. Roggen, macht ⸗ 12842 Pfd. Roggenwerth. 252791 Pfd. Duͤnger im trocknen Zuſtande haben einen Durch⸗ ſchnitts⸗Werth von 2. ⸗ 65623 Pfd. Roggenwerth. a) Im Durchſchnitt berechnet ſind 355923 Pfd. Duͤnger im trocknen— oder 1044½ ½9 Pfund⸗ Duͤnger im naturlich feuchten Zuſtande, dem Werthe eines Pfundes Roggenkoͤrner gleich. b) Der Werth des Duͤngers, welchen ein Schaaf von der beſchriebenen Futterung und Ein⸗ ſtreu dem Ackerbaue in einem Jahre liefert, betraͤgt 1311½33 Pfund Roggen, oder nach Scheffeln berechnet, nach Weglaſſung des Bruches, 1 Scheffel 98½3 Metze. c) Der Werth eines Fuders Duͤnger von 15 Ctr. 37 Pfd., welches 40 Cubikfuß enthaͤlt, be⸗ traͤgt 144 ue Pfund Roggen, welches nach Scheffeln gerechnet 1 Scheffel 1183 Metze Roggen betraͤgt. d) Zu Geld berechnet hat 1 Fuder dergl. Schaafduͤnger einen Werth, wenn der Scheffel Roggen 1 Rthlr. gilt,— 1 Rthlr. 22 ſgr. und bei 1¾ Rthlr. pro Scheffel,— 2 Rthlr. 15 ſgr. 79 L. Betrag ſämmtlicher Unterhaltungskoſten, welche 500 Stuͤck Schaafe bei beſchriebe⸗ 1 ner completter Stallfutterung fuͤr Futter und Einſtreuſtroh in einem vollen Jahre 2 erfordern.. 1) Die Unterhaltung fuͤr 500 Stuͤck Schaafe kommt dem Ackerbaue, fuͤr Futter und Einſtreu auf einen Wintertag, laut der Veranſchlagung Lit. A. auf 417 Pfd. Roggenwerth zu ſtehen, dieſes betraͤgt, auf 240 Wintertage gerechnet⸗ 100080 Pfd. Roggenwerth; 2) desgleichen koſtet das Futter und die Streu fuͤr 500 Stuͤck Schaafe auf 1 Sommertag, laut Berechnung Lit. C. 344 Pfd. Rog⸗ genwerth, welches, auf 125 Sommertage berechnet, einen.. Werth enthaͤlt von 2 43000 ⸗ 4 3) Hiezu kommt noch eine Zulage, welche in den Monaten Maͤrz, April und Mai dem Muttervieh gegeben wird. Es kann bei Ausmittelung der Unterhaltungskoſten pro Schaaf nur der ate Theil der Heerde als lammendes Muttervieh berechnet werden, dieſes betraͤgt 125 Stuͤck, welche in denen 9o Tagen taͤglich pro Stuͤck ½ Pfd. des beſten Heues Zulage erhalten, dieſes macht zuſammen 5625 Pfund Heu, wovon 2 ½ Pfund einem Pfund Roggen gleich iſt, macht ⸗.. 2250 2 ⸗ Summa der Ernahrungs⸗ und Einſtreukoſten 145330 Pfd. Roggenwerth, welches zu Scheffeln berechnet, den Preuß. Scheffel zu 83 Pfd., 175059 Scheffel betraͤgt. Nach dieſer Berechnung kommt der Wirthſchaft der Unterhalt fuͤr Futter und Linſtren auf 1 Schaaf: a) auf ein volles Jahr, auf 20033 Pfd. Roggenwerth, oder nach Scheffeln gerechnet, auf 3 Scheffel 785 Metzen Roggenwerth zu ſtehen. b) Die Unterhaltung fuͤr Futter und. Einſtreu kommt nach dieſer Berechnung, im Durch⸗ ſchnitt vom ganzen Jahre, pro Tag auf 1 Schaaf 2½ Pfd. Roggenwerth. c) Baar zu Gelde berechnet koſtet die Unterhaltung eines Schaafes, fuͤr Futter und Einſtreu 6 auf 1 volles Jahr, den Schfl. Roggen zu 1 Rthlr. Cour. berechnet: 3 Rthl. 14ſgr. 9859 pf. und bei einem Roggenpreis von 45 ſgr. pro Scheffel 4 5 7 7⸗ 283⸗ d) Die Unterhaltung fuͤr Futter und Einſtreu baar gerechnet, kommt— N fuͤr 1 Schaaf auf 1 Tag, wenn der Schfl. Roggen 1 Rthl. gilt—⸗—⸗ 3 32⸗ und bei einem Roggenpreis von 45 ſgr. pro Scheffel koſtet die Unterhaltung fuͤr 1 Schaaf auf 1 Tag 2 2 2—- ⸗— ⸗ 35235⸗ 74 , „ — 80 M. Die jährliche Unterhaltung eines Schaafes für Futter und Einſtreu, erxel. aller andern Koſten, kommt dem Ackerbaue oder dem Ernaͤhrer des Schaafes nach Abzug des Werthes des erhaltenen Duͤngers zu ſtehen: 1) laut Berechnung Lit. L. und 9. koſtet die jaͤhrliche Unterhaltung eines Schaafes, mit vol⸗ ler Anrechnung des Bruchees- ⸗ 2 2 201 Pfund Roggenwerth; 2) laut Berechnung Lit. K. und 6. betraͤgt der Werth des Duͤn⸗ 4 1 gers, den ein Schaaf in einem Jahre liefert ⸗. 13112 3 ⸗. 2 Demnach ſoll das Schaaf durch ſeine Nutzung fuͤr Futter— und Streu bezahlen ⸗... ⸗ 159³5 Pfd. Roggenwerth, und es wird der Bruch fuͤr voll gerechnet, und die Ernaͤh⸗ rungskoſten fuͤr 1 Schaaf, nach Abzug des Duͤngers, auf— ein Jahr veranſchlagt zu 551.„ 1560 Pfund Roggenwerth, oder nach Schfl. berechnet, à 83 Pfd, ⸗ 1 Scheffel 1458 Pfund Roggenwerth. ²) Die Ernaͤhrung eines Schaafes koſtet im Durchſchnitt auf 1 Tag, nach Abzug des erhaltenen Duͤngers ⸗ ⸗ 33½ Pfund Roggenwerth. b) Wenn das Schaaf Futter und Einſtreu im Verhaͤltniß den Scheffel 1 3 Roggen zu 1 Rthlr. durch ſeinen Ertrag bezahlen ſoll, ſo muß es eine jaͤhrliche Nutzung an Fleiſch und Wolle liefern, nach Weglaſ⸗ ſung des Bruchs, von 2 2. 2. 1 Rthlr. 27 ſgr. 9 pf. c) und bei einem Verhaͤltniß von 45 ſgr. pro Scheffel 7 2 †7 26 5 7 ½⸗ 3) Aus vorſtehender Berechnung aͤber den Werth des Duͤngers, welchen das Schaaf dem Ackerbaue liefert, ergiebt ſich, daß daſſelbe 45257 p. C. durch den Duͤnger, von dem Werthe der erforderlichen Futter⸗ und Einſtreumittel— wenn naͤmlich in allem ein rich⸗ tiges Verhaͤltniß beohachtet wird— bezahlt.— 2 4 Allgemeine Bemerkungen zu den Veranſchlagungen der Ernaͤhrungs⸗ koſten des Pferde⸗, Kuh⸗ und Schaafoiehes. Durch die angefuͤhrten Beiſpiele der Futterungen und Ernaͤhrungskoſten uͤberhaupt, wuͤnſche ich nur die Methode darzuſtellen, nach welcher ich den Nahrungsbedarf der Thiere be⸗ rechne und die Vergleichungen der Unterhaltungskoſten der Hausthiere ermittle, keineswegs bin ich der Meinung, beſchriebene Futterungen im allgemeinen anzuempfehlen, indem nicht nur andere Verhäͤltniſſe bei einem Gute, z. B. mehrerer Wieſewachs, groͤßere Weideflaͤche, ganz andere Beſchaffenheit des Bodens und der darauf anzubauenden Fruͤchte, ſo wie auch oft der Jahrgang ſchon allein— wo eine Frucht eine ungemein reichliche und eine andere hingegen — 8— höchſt geringe Ernte abwirft— ganz andere Futtervertheilungen erſordern. Daß aber das Pferd, die Kuh und das Schaaf bei den beſchriebenen Futterungen ſich nicht nur gleichmaͤßig wohl genährt erhaͤlt, ſondern auch genuͤgende Kraft und Nutzung dabei leiſtet, dieſes beſtaͤtigt die Erfahrung. Als Grundſatz nehme ich bei jeder Futter⸗Eintheilung an, daß das jedem Thiere zu gebende Futter, das angemeſſene Gewicht, das angemeſſene Volumen, den erforderlichen feuchten oder trocknen Zuſtand, ſo wie auch die Kraft bei ſich haben muß, welche das einzelne Thier nach ſeiner Organiſation und nach den, aus der Erfahrung gefolgerten, Grundſaͤtzen zu ſeiner vollſtaͤndigen Ernaͤhrung bedarf. Durch dieſe Anwendung und richtige Beachtung ſcheint es mir nur allein moͤglich zu ſeyn, die beſtmoͤglichſte Benutzung vom Thiere zu erreichen, ſo wie die Futter⸗ und Einſtreumittel beſtens vergolten zu erhalten. Bei den beſchriebenen Futte⸗ rungen ſind dieſe erwaͤhnten Verhaͤltniſſe, welche ich ſo gern beobachte, wahrgenommen, kleine Abweichungen ſind nicht nachtheilig, aber groͤßere, wo Mangel an Gewicht ein zu geringes oder auch zu großes Volumen, zu großem oder zu geringen Antheil an Feuchtigkeit oder naͤhrenden Eigenſchaft bedeutend ſtatt finden, bringen einen unaufhaltſamen Nachtheil hervor, indem die Nutzung des Thieres in dem Verhaͤltniſſe der darauf verwandten Koſten oder Kraft nie vollkom⸗ men befriedigend erreicht werden kann. Eine Kuh, welche z. B. zur taͤglichen Sommerfutterung 100 Pfund gruͤnen Klee er⸗ haͤlt, wird ſich nicht wohler dabei befinden, auch keinen hoͤhern Ertrag, weder in der Milch⸗ nutzung, noch Zunahme des Koͤrpers gewaͤhren, als wenn ſolche taͤglich nur 80 Pfund gruͤnen Klee, aber noch 6 Pfund Sommerſtroh dazu erhaͤlt. Ich ziehe jedenfalls letztere Futterung vor, indem dieſe noch vortheilhafter auf das Thier und ſeinen Ertrag wirkt, auch letztere um 15 Pfund Roggenwerth pro Kuh nach gegenſeitiger Berechnung des aus dem Futter entſtandenen Düngers und deſſen Werth niedriger zu ſtehen kommt, welches bei 30 Stuͤck Kuͤhen eine taͤgli— che Erſparung von a1 Pfund Roggenwerth ſchon ausmacht. Ein und daſſelbe findet auch bei der Ernaͤhrung des Schaafes ſtatt, denn wenn z. B. ein Schaaf zur taͤglichen Winterfutterung auch 3 Pfund Kartoffeln und 1 ½ Pfund vom beſten Heu erhaͤlt, ſo wird ſolches keinen hoͤhern Ertrag geben, auch ſich minder wohl dabei be⸗ finden, als wenn daſſelbe nur 1¼ Pfund Kartoffeln, ¾ Pfund gutes Heu, 1 ½ Pfund Stroh und ☛ν Pfund in Koͤrnerſchroot, Kleien oder Oehlkuchen zur Nahrung in Koͤrper erhaͤlt. Bei letzterer Futterung koſtet der Wirthſchaft die taͤgliche Ernaͤhrung eines Schaafes, nach Abrech⸗ nung des von erſterer Futterung mehr erhaltenen Duͤngerwerths, um 2 Pfund Roggenwerth weniger, welches bei einer Heerde von 1000 Stuͤcken taͤglich 8o Pfund Roggenwerth betraͤgt. 11 ——————— 2 82 Das erſte angefuͤhrte Beiſpiel, wo das Schaaf 3 Pfund Kartoffeln und 1 ½ Pfund Heu täglich bekommt, iſt nur um eine Vergleichung aufzuſtellen, angenommen, indem wohl keine Schaͤferei ſtatt findet, wo man gerade dieſes Futter nur allein, ohne alles Stroh, den Schaa⸗ fen geben wird. Erhaͤlt aber das Schaaf bei dieſem Futter noch ſo viel Stroh nebenbei, als es wuͤnſcht und ihm bei der ſtarken Kartoffel⸗Futterung auch zuträglich iſt, ſo wird daſſelbe ſich zwar wohl und geſund dabei befinden, aber im Verhaͤltniß des Aufwandes— als Zucht⸗ oder Nutzvieh— ſein Futter weit niedriger bezahlen, da dieſe Futterung ſich mehr fuͤr Maſt⸗ vieh eignet. Bei Berechnung der Ernaͤhrungskoſten des Schaafes iſt das Futter fuͤr die Laͤmmer in keine Anrechnung deshalb gekommen, weil der Bedarf derſelben, wegen des verſchiedenen koͤrperlichen Zuſtandes von 4 bis 16woͤchentlichen Alter, keine ſo genaue Berechnung pro Tag und pro Stuͤck zuließ. Die Futterzulagen aber, welche das tragende und ſaͤugende Mutter⸗ vieh erhaͤlt, ſind bei dem in Rechnung gebrachten Futter mit inbegriffen. Zu den Strohfutterungen bemerke: daß ich unter Stroh ſtets nur rein ausgedroſche⸗ nes, aber gut aufgekommenes, nicht in der Ernte durch anhaltenden Regen abgeroͤſtetes, ent⸗ kraͤftetes, oder in der Reife uͤberſtaͤndig gewordenes und in Scheunen umgekommenes Stroh ver⸗ ſtehe und meine. Hat das Stroh viel gruͤnes Futter bei ſi ch, ſo wird der hoͤhere Werth deſ⸗ ſelben bei der Futterung mit veranſchlagt. Bei Berechnung der Sommerfutterung der Schaafe iſt eine complette Stallfutterung angenommen, ganz in dem Verhäͤltniſſe, wie ſich ſolche aus mehrjaͤhrigen Verſuchen ergeben hat, bemerke jedoch bei dieſer Gelegenheit, daß meine Schaafe in der Regel im Herbſt auf die Stoppelweide getrieben werden, welche groͤßtentheils mit Klee, weißen und etwas rothen daran gemengt, fuͤr die Monate Auguſt, September und October angedaut find; auch daß ich nicht mehr ſo ſtrenge die Stallfutterung beobachte, oder vielmehr darauf halte, indem ich dem aͤltern Schaafvieh jetzt ſchon ſeit 2 Sommern, vom Juni an, eine angebaute Weide von circa. 60 Morgen eingebe. Ich habe dieſe Abaͤnderung aus der Urſache hauptſaͤchlich getroffen, damit diejenigen Schaafe, welche oft in weite Entfernung verkauft werden, den Transport behe⸗ aushalten. Aus den Werths⸗Veranſchlagungen der Ernaͤhrungs⸗ und Einſtreumittel fuͤr das pferd, die Kuh und das Schaaf ergeben ſich nun folgende Vergleichungen: 1) Ein ſtarkes Ackerpferd koſtet, nach der beſchriebenen Futterung Lit. J. dieſer Berechnung, an Futter und Einſtreu auf ein Jahr, excl. aller andern Koſten, aber nach Abrechnung des Werthes vom erhaltenen Duͤnger 4192 Pfund Roggenwerth. 83 2) Desgleichen eine gute Milchkuh von ſtarkem Mittelſchlag kommt dem Ackerbau fuͤr Fut⸗ ter und Einſtreumittel, nach Abzug des Duͤngerwerths, in einem Jahre laut dieſer Berechnung Lit. M. zu ſtehen . auf 1875 Pfund Roggenwerth. 3) Und das einſchuͤrige feine Schaaf, von ſtarker Natur, koſtet dem Ackerbau an Futter und Einſtreumittel, nach Abrechnung des Duͤngerwerths, in einem Jahre laut dieſer Be⸗ rechnung Lit. M. 160 Pfund Roggeitwerih Wenn nun die Frage iſt, in welchem Verhaͤltniß kommt dem Ackerbaue hier Orts, nach der beſchriebenen Futterung, Einſtreu und Gewinnung des Duͤngers, die Haltung des Pferdes, der Kuh und des Schaafes fuͤr Futter und Einſtreumittel, nach Abrechnung des Duͤngers nach einer gegenſeitigen balancirenden Berechnung zu ſtehen? ſo ergiebt ſich aus denen ſaͤmmtlichen Veranſchlagungen folgende Beantwortung: a) daß von den Unterhaltungskoſten, welche ein Pferd fuͤr Futter und Einſtreu⸗ nach Ab⸗ rechnung des Duͤngers in einem Jahre erfordert 27 Stuͤck Kuͤhe, oder 26 ⅞ Stuͤck Schaafe vollkommen im Jahre hindurch ernaͤhrt werden koͤnnen, und b) daß von denen Unterhaltungskoſten, welche eine Kuh fuͤr Futter und Eingereumittel nach Abrechnung des Duͤngers in einem Jahre bedarf, 113 ¾ Stuͤck Schaafe ein volles Jahr hindurch ernaͤhrt werden koͤnnen. Dieſe Verhaͤltniſſe bleiben ſich natuͤrlich aber nur ſo lange treu, als die Ernaͤhrung und Haltung des Pferdes, der Kuh und des Schaafes nach beſchriebener Art gleichmaͤßig ſtatt fin⸗ det. Wird hingegen eine Gattung dieſer Thiere ſchlechter gehalten, oder eine andere im Som⸗ mer von der Weide ernaͤhrt, wo der Duͤnger eines Theils der Duͤngerſtaͤtte entgeht, ſo iſt auch das angefuͤhrte Verhaͤltniß gebrochen. . Man rechnet ſonſt gewoͤhnlich 10 Stuͤck Schaafe ſauf eine Kuh, welche Annahme auch wenn die Kuh groͤßtentheils im Stalle, das Schaaf aber groͤßtentheils von der Weide ernahrt wird, nach den Reſultaten mehrerer daruͤber angelegten Berechnungen, mir ganz richtig zu ſeyn ſcheint. Zu dem aufgeſtellten Grundſatz, daß bei der thieriſchen Ernaͤhrung ſo Vieles, worin⸗ nen wir wenige, auch gar keine unmittelbare Nahrungskraft bemerken, dennoch mittelbar un⸗ ter richtigen Verhaͤltniſſen angewandt, auf die Ernaͤhrung des Thiers maͤchtig wirkt, kühre ich, um dieſe meine Meinung mehr zu verdeutlichen, noch folgendes an: 834 Von reinem, oöollig reif gewordenen, Roggenſtrohe, in welchem keine Koͤrner und nicht das mindeſte gruͤne Futter vorhanden, kann das Schaaf ohne alle Nebenhuͤlfe, jedoch bei hin⸗ laͤnglichem Trinkwaſſer, ſich nicht das Leben erhalten, wenn auch gleich Stroh im Ueberfluſſe gegeben wird, welches Verſuche ebenfalls beſtaͤtiget haben. Die Aehre und die Spitze des Strohhalmes hat nebſt den Blaͤttern noch die mehrſte Nahrungskraft bei ſich, daher iſt es auch moͤglich, daß das Schaaf, wenn auch hoͤchſt jaͤmmerlich, ſich dennoch Monate lang von den koͤrnerloſen Aehren und Spitzen des Roggenſtrohhalmes ſein Leben friſten kann, wenn näͤmlich demſelben taͤglich eine ſolche große Maſſe von Stroh gereicht wird, als es noͤthig iſt, dem Schaafe die Auswahl der Aehren⸗Spitzen und Blaͤtter zu verſchaffen.— Das von den Aehren befreite Stroh hat zwar auch noch einen geringen Grad von Nahrungskraft bei ſich, welchen ich demſelben rund abzuſprechen keineswegs gemeint bin, jedoch iſt das Volumen des Strohes, im Verhaͤltniß ſeiner naͤhrenden Kraft, zu bedeutend groß, und der thieriſche Koͤrper nicht darauf eingerichtet oder geformt, eine ſolche große Maſſe von Stroh zu conſumiren, um die Kraft dar⸗ aus zu ziehen, welche der Koͤrper zu ſeiner Lebenserhaltung bedarf. Das Thier unterliegt, er⸗ muͤdet oder ermattet von der großen und wenig Kraft in ſich enthaltenden Maſſe, es iſt nicht im Stande ſolch ein großes Volumen in ſeinen Koͤrper aufzunehmen, auch eben ſo wenig zu verarbeiten und zu verdauen. Dagegen aber wirkt das Stroh mittelbar, wenn daſſelbe als Haͤckſel zur Vergroͤßerung des Raumes der feuchten, ſaftreichen, nahrungsreichern, aber min⸗ dern Raum einnehmenden kräftigern Nahrungsmittel beigemengt— oder auch zum Theil im ganzen Zuſtande dem Thiere nach dem Genuſſe der ſaftreichen und kraͤftigen Futterungen vor⸗ gelegt wird— ſehr bedeutend und maͤchtig auf die vollkommnere, aber auch auf die wohlfeilere Ernaͤhrung des Thieres. Das Stroh iſt naͤchſt dem Heu das beſte Mittel, andern nahrungs⸗ reichen, aber wenig Raum einnehmenden Nahrungsmitteln die Eigenſchaft zu geben: daß ſolche in gerechtem und vollem Maaße wirken, oder ihre voͤllige Kraft bei der Ernaͤhrung aͤußern und anwenden koͤnnen, denn auch das kraftvollſte Nahrungsmittel wirkt vollſtändig nur bedingungs⸗ weiſe, wenn naͤmlich die Form oder ſonſtige erforderliche Eigenſchaft im richtigen Verhaͤltniß mit der Kraft und dem noͤthigen Beduͤrfniſſe des thieriſchen Koͤrpers ſteht, oder in demſelben vorhanden iſt. Das richtige Volumen, das richtige Verhaͤltniß zwiſchen trocken und feucht, ſind naͤchſt der Kraft und dem ſpeciſiſchen Gewicht des Nahrungsmittels, Haupterforderniſſe, wenn naͤmlich eine vollkommene Ausnutzung des verwendeten Futters ſtatt finden ſoll. Der Meinung, daß der Strohhaͤckſel in jeder Wirthſchaft, wenigſtens groͤßtentheils, entbehrlich ſei, wenn nur dem Thiere nach dem Genuß des ſaftreichen Futters hinlaͤnglich lang Stroh vorgelegt wuͤrde, indem der Inſtinkt dem Thiere lehre, die zur Verdauung noͤthige trockne Futtermaſſe zu ſich zu nehmen, din ich nicht. Daß man aber z. B. auch das Schaaf bei ſaftreicher Kartoffelfutterung 85 demungeachtet ohne Haͤckſel, aber bei hinlaͤnglichem Heu und Stroh ebenfalls geſund naͤhren und halten kann, deſſen bin ich gewiß, aber fuͤr vortheilhaft halte ich dieſe Anwendung der Kartoffelfutterung nicht, weil mir eine langjaͤhrige Erfahrung und viele Verſuche mit und ohne Haͤckſel, bei der Ernaͤhrung der Kuͤhe, Pferde, Ochſen und Schaafe dagegen ſpricht. Als Be⸗ lag des Geſagten fuͤhre ich an: daß bei einer Schaafheerde, welche Mangel an kraftvollem Futter, z. B. Mangel an Heu und Wurzelfruͤchten leidet, aber hinlaͤnglich Stroh hat, es ſchon eine ſehr bemerkbare Unterſtuͤtzung und Aushuͤlfe iſt, wenn dem Schaafe eine taͤgliche Zulage von Pfund Gerſtenſchroot oder Mehl in ½ Pfund Waſſer aufgeloͤſt, ½ Pfund Kartoffeln und ½ Pfund Roggenhaͤckſel, alles in einem gut gemiſchten Zuſtande gegeben wird. Nur durch die Beimengung und Beibringung des Haͤckſels und des Waſſers leiſtet das halbe Pfund Kartoffeln und x Pfund Gerſtenſchroot ſeine volle Kraft. ½ Pfund Gerſte enthaͤlt 5 ½ Cubikzoll und ½ Pfd. Kartoffeln 151 Cubikzoll, dieſe 20 ¾ Cubikzoll Futter allein, ohne Beimengung von Haͤckſel dem Schaafe gegeben, bringt eine kaum bemerkbare Wirkung hervor, wenn auch gleich dem Schaafe nach dem Genuſſe der Kartoffeln und des Gerſtenſchrootes das halbe Pfund Stroh, wovon bei obiger Futterung der Haͤckſel entſtanden, vorgelegt wird. Durch den Haͤckſel wurde das Volu⸗ men von obigem Futter um 105 Cubikzoll, ſo wie das Gewicht deſſelben inel. des Waſ⸗ ſers um 1 Pfund vermehrt, auch uͤberhaupt durch das Miſchungsverhaͤltniß dem Schaafe das Futter weit nahrungsfuͤhiger gemacht. Das Verhaͤltniß des Haͤckſels zu Kartoffeln iſt bei obiger Futterung nur wegen Mangel an nahrungsreichem Futter ſo bedeutend groß angenom⸗ men, und keinesweges einer gut geordneten Wirthſchaft zu empfehlen, indem ½ Pfund Hackſel zu 1 Pfund Kartoffeln das richtigere Verhaͤltniß iſt. Ferner iſt es ein großer Unterſchied, ob das Schaaf 3 Pfund Kartoffeln im zerſchnitte⸗ nen Zuſtande die 93 Cubikzoll meſſen, im zermalmten Zuſtande aber, wie ſolche den Schlund des Schaafes paſſiren, nur 51 Cubikzoll enthalten, allein— ohne alle Beimengung— oder mit 2 Pfund Häͤckſel angemengt erhaͤlt, wodurch das Futter⸗Volumen um 128 Cubikzoll ſich vergroͤ⸗ ßert, und die Kartoffel, als ein ohnehin fuͤr das Schaaf zu ſaftreiches Futter⸗Surrogat, un⸗ ſchaͤdlicher, verdaulicher und nahrungsfaͤhiger gemacht wird. Nicht die Feuchtigkeit der Kartoffel, als einfaches Waſſer betrachtet, ſondern eine be⸗ ſondere Eigenſchaft des rohen Kartoffelſaftes iſt es, welche wir noch nicht hin⸗ langlich kennen, und bei einer ſtarken Futterung oft hoͤchſt nachtheilig auf hochtragendes Kuh⸗ und Schaafvieh wirkt. Die Kartoffel hat dieſe nachtheilige Eigenſchaft nicht immer in ein und demſelben Grade bei ſich, ſondern es häͤngt das mehr oder minder von der Beſchaffenheit der Erde, ſo wie auch von dem Jahrgange ab, worinnen ſie gewachſen iſt. 86 Der Strohhaͤckſel wird daher wohl fuͤr die mehreſten Wirthſchaften anraͤthlich bleiben, und nicht leicht ohne Nachtheil, ſo lange wir uns beſtreben, jedem Produkte den hoͤchſten Werth zu verſchaffen, ganz zu entbehren ſeyn, ſo vortheilhaft auch ſolches einerſeits fuͤr manche Wirthſchaften, wo ſtarker Hackfruchtbau getrieben, und die Thiere mit kraft⸗ und ſaftreicher Nahrung ernaͤhrt werden, fuͤr die Duͤngerſtaͤtte oft ſeyn wuͤrde, weil bei einer ſtarken Haͤckſel⸗ oder uͤberhaupt zu ſtarken Strohfutterung, naͤmlich bei einer zu ſtarken ſaftreichen Futterung und uͤbertriebenen Viehſtapels, wo in der Wirthſchaft das richtige Verhaͤltniß zwiſchen Stroh und Futter, oder Getreidebau und Viehzucht nicht ſtatt findet, derſelben zu viel vom noͤthigen Einſtreuſtroh entzogen wird, welches aber bei kraftvoller Futterung um ſo unentbehrlicher iſt. Bei Mangel der Einſtreu gebricht uns das hoͤchſt nothwendige Vehikel zum Duͤnger, von wel⸗ chem derſelbe die Eigenſchaft, wenn auch nur mittelbar erhaͤlt, ſeine vollkommene Wirkung zu leiſten, es ſpielt alſo auch hier das Stroh bei Erzeugung des Duͤngers, ſo wie bei der thieri⸗ ſchen Ernaͤhrung— wenigſtens im allgemeinen, auch ohne ſonderlich bei ſich habende Nah⸗ rungskraft— dennoch eine bedeutende Rolle. Der goldene Mittelweg, welcher den forſchen⸗ den betriebſamen Landwirth mitten durch Getreide⸗, Futterfelder und bebaute Weiden zu dem richtigen Verhaͤltniß der erforderlich anzubauenden Fruͤchte fuͤhrt, und ihm den Bedarf der noͤ⸗ thig zu haltenden Thiere lehrt, wird daher wohl ſtets der beſte ſeyn, auf welchem wir am naͤheſten im Verhaͤltniß unſerer Scholle Erde und der darauf verwendeten Kraft, das vorgeſteckte Ziel— wenn auch nicht ſo raſch und leicht, wie wir oft jugendlich traͤumen, jedoch endlich, wenn auch muͤhſam, doch aber lohnend erlangen. Zu den Berechnungen uͤber die Gewinnung des Duͤngers bemerke, daß man bei Ver⸗ ſuchen und Nachberechnungen im Großen, bei ganzen Ernten, wo man mit Genauigkeit be⸗ ſtimmen kann, welche Maſſen zu Futter und Einſtreu verwendet werden, dennoch groͤßtentheils ein bedeutenderes Minus des von Futter und Einſtreu gewonnenen Duͤngers finden wird, als jene Berechnungen daruͤber nachweiſen. Die Urſachen des groͤßern entſtandenen Minus, oder weniger erhaltenen Duͤngers bitte ich dann, in denen bei der Berechnung uͤber Duͤngererzeu⸗ gung gemachten Bemerkungen aufzuſuchen, und fuͤhre nur beilaͤufig an, daß ſo nützlich und von hohem Werthe eine gute, zweckmaͤßige Duͤngerſtaͤtte in einem Wirthſchaftshofe auch iſt, ſie dennoch, bei einer nicht richtigen Anwendung, ſehr nachtheilig und duͤngerraubend fuͤr den Ackerbau werden kann. Ich habe hieruͤber manche Verſuche, aber auch ſo manche Fehler, ſowohl in der Bereitung als Anwendung des Duͤngers in meiner 3ojaͤhrigen Praxis als Land⸗ wirth gemacht, und geſtehe offenherzig, daß ich in den letzten 6 Jahren uͤber dieſen hoͤchſt⸗ wichtigen Gegenſtand erſt mit mir ſelbſt einig geworden bin, und die fruͤhern oft begangenen Mißgriffe zu vermeiden gelernt habe. 3 87 Das Maaß, mit welchem durchgaͤngig bei denen Verſuchen gemeſſen worden, iſt der Rheinlaͤndiſche Duodecimal⸗Fuß, und das Gewicht das hier in Schleſien neu eingefuͤhrte Preu⸗ ßiſche Gewicht. 4 Beiſpiel der Anwendung der in vorſtehender Abhandlung aufgeſtellten Werthsvergleichung laͤndlicher Produkte bei Servituts⸗ Abloͤſungen. Die Gegenſtaͤnde, welche bei dem Gemein-Dorfe N. N. Goldbergſchen Kreiſes zur Abloͤſung kommen, und mit Ackerland abgegolten werden ſollen, ſind folgende: 1) Das Kuhvieh⸗Mithuͤtungsrecht der kleinen Gemeine, als der Freigaͤrtner, Gaͤrtner und Haͤusler, auf den Brach⸗ und Stoppelfeldern der Bauern. 2) Das Kuhvieh⸗Mithuͤtungsrecht der kleinen Gemeine in den Birkenbuͤſchen der Bauern.“ 3) Das Graſungsrecht der kleinen Gemeine auf den Graͤnzen und Feldrainen der Bauerfelder. 4) Die von der Bauerſchaft an den Prediger des Orts alljaͤhrlich zur freien Benutzung zu uͤberlaſſenden 12 Beete Klee. 5) Die von der Bauerſchaft an den Organiſten des Orts alljaͤhrlich abzuliefernden ſogenann⸗ ten Wetter⸗Garben von Weitzen, Roggen, Gerſte und Hafer. 6) Das Recht des Waſſermuͤllers, ſeinen Kuh⸗ und Pferdeduͤnger auf das Feld des dominii fahren zu laſſen, und davon 2 volle Ernten zu ziehen.“ 7) Das vom dominio auszuuͤbende Schaafhuͤtungsrecht auf den Winterungsſaaten der Bauern. ad 1. a. Beſchreibung und Umfang des Kuhvieh⸗Mithuͤtungsrechts der⸗ kleinen Gemeine auf den Brach⸗ und Stoppelfeldern der Bauern. Verhaͤltniß der Dorfeinſaſſen. Die kleine Gemeine, beſtehend aus Freigärtnern, Gärtnern und Haͤuslern, ſind alle, ſo wie die Bauern, erbliche und eigenthuͤmliche Beſitzer ihrer Nahrungen. Erſtere bilden die kleine Gemeine, und letztere die große Gemeine. Die kleine Gemeine beſtehet aus 50 Wirthen, welche laut ihrer Kauf⸗Contrakte und der allhier obwaltenden confirmirten Dreidings⸗Ordnung(Ge⸗ meinde⸗Ordnung) das Recht beſitzen, 83 Stuͤck Kuͤhe, inel. 20 Stuͤck Kaͤlber, wo 2 Stuͤck fuͤr 1 Stuͤck Großvieh oder Kuh angenommen ſind, auf den Brach⸗ und Stoppelfeldern der Bauern, mit letztern ihrem Kuhvieh gemeinſchaftlich zu weiden, oder nach hieſigem Sprachgebrauch mit vorzutreiben. Es ſind in dieſem Dorfe 14 Bauerhoͤfe und Wirthe, welche zuſammen, laut Vermeſſungs⸗ Regiſter, 2400 Magdeb. Morgen Ackerland beſitzen. Die Felder der Bauern liegen noch alle vermengt in einer Gemeinſchaft, und zwar in einzelnen, ſehr ſchmalen, aber ſehr langen Feld⸗ ſtuͤcken, indem die Ackerflaͤche eines einzelnen Bauers, von circa 175 Morgen, in 30 bis 48 einzelnen durch einander liegenden, ſchmalen Ackerſtuͤcken beſteht, wobei viel Acker auf Wege und Graͤnzen nicht nur verloren geht, ſondern auch eine gute Beackerung der Felder ſehr er⸗ ſchwert. Dieſes iſt der Hauptbewegungsgrund, daß die Bauerſchaft auf eine Auseinanderſetzung antraͤgt, und dabei auch zugleich alle uͤbrigen Servituten, welche nachtheilig auf gute Cultur wirken, abzuloͤſen wuͤnſcht. 3 Bewirthſchaftungsart der Felder. Die ſaͤmmtliche Ackerflaͤche der Bauern wird ſeit undenklichen Zeiten in einer ſtrengen Dreifelder⸗Wirthſchaft bewirthſchaftet, wo den einzelnen Bauern nicht mehr als 8 Scheffel alt Breslauer Maaß im Brachfeld anzubauen erlaubt iſt, der uͤbrige Theil des Brachfeldes verbleibt unangebaut, den Sommer hindurch zur gemeinſchaftlichen Weidenutzung, und zwar ein Theil fuͤr die Zugochſen und das Schaafvieh der Bauern, und der andere Theil fuͤr ſaͤmmt⸗ liches Kuh⸗- und junge Rindvieh der Bauern und kleinen Gemeine. Flaͤcheninhalt der Brachweide. 1 Die Flaͤche, welche den 14 Bauern im Brachfeld alljaͤhrlich anzubauen erlaubt iſt, betraͤgt 112 Morgen, und die Ochſen⸗ und Schaafweide der Bauern, nach Ausmeſſung der Flaͤche, welche alljaͤhrlich durch Hegefurchen begraͤnzt wird, 358 Morgen. Da nun das ganze Brachfeld 800 Morgen enthaͤlt, ſo verbleibt nach Abzug obiger 470 Morgen zur Weidebe⸗ nutzung fuͤr ſammtliches Kuhvieh der kleinen und großen Gemeine: 330 Morgen. Ausmittelung der Viebzahl, durch welche die Weide zemeinſchafttich de nutzt wird, und Zeitraum der Weidenutzung. Auf dieſer Brachweide werden von Georgi⸗Tag bis Ende Juni jeden Jahres, laut ſpe⸗ cieller Nachweiſung, 83 Stuͤck Kuͤhe von der kleinen Gemeine, und 140 Stuͤck Kuͤhe von der Bauerſchaft, incl. des jungen Viehes, wo 3 Jaͤhrlings⸗Kaͤlber oder 2 zweijaͤhrige Kaͤlber fuͤr eine Kuh berechnet, geweidet. Die zu berechnende Stuͤckzahl betraͤgt demnach zuſammen: 223 Stuͤck Kuͤhe oder Großvieh. Ausmittelung des Flaͤcheninhalts und des Zeitraums der Stoppelweide⸗Benutzung. Die Stoppelweide oder Stoppelbehuͤtung faͤngt in der Regel mit dem iſten Auguſt an und wird damit bis Martini fortgefahren. Es werden auch hier ebenfalls, ſo wie im Brach⸗ felde, nach der Dreidings⸗Ordnung Hegefurchen gezogen, welche Kuhhuͤtung und Schaafhuͤtung begraͤnzen. Der Bauerſchaft iſt aber erlaubt, diejenigen Roggenſtoppeln oder Aecker, auf welchen Stoppelruͤben und im naͤchſten Fruͤhjahr Fruͤhgerſte und Flachs angebaut werden ſollen, bald nach der Roggenernte umzuackern oder zu ſtuͤrzen. Dieſe Einſchraͤnkung der Stoppelweide be— traͤgt zuſammen bei den 14 Bauern 252 Morgen. Die Weideflaͤche vom Sommerfelde wird eben ſo gemeinſchaftlich benutzt, wie der Stoppel vom Winterfelde, nur mit dem Unterſchiede, daß in dieſem Felde nur 112 Morgen zum Gruͤnzeug⸗Anbau zeitig zu ſtuͤrzen den Bauern erlaubt iſt. Nach genauer Ausmittelung der alljaͤhrlich gezogenen Hegefurchen, enthaͤlt die Schaafweide im Stoppelfelde 700 Morgen Flaͤche und wenn nun das ſaͤmmtliche Stoppelfeld von beiden Fel⸗ dern 1600 Morgen betraͤgt und die zeitigen Stuͤrzaͤcker, ſo wie die Schaafhuͤtung davon abge— zogen wird, ſo bleiben 536 Morgen Stoppelweide zur gemeinſchaftlichen Benutzung fuͤr das oben berechnete Kuhvieh der Bauern und kleinen Gemeine. b) Abſchaͤtzung und Werth des Brach⸗ und Stoppelweiderechts der klei⸗ nen Gemeine. Abſchaͤtzung der Brachweide nach Heu berechnet. 1) Die Brachweide enthaͤlt nach der beſchriebenen Ausmittelung 330 Morgen, dieſe iſt nach einer beſondern Berechnung und Abſchaͤtzung im Durchſchnitt aller drei Felder, frucht⸗ barer und unfruchtbarer Jahrgaͤnge, unter Zuſtimmung ſaͤmmtlicher Intereſſenten, der Morgen fuͤr den Zeitraum von Georgi bis ultimo Juni auf 2 ½⅞ Centner Heuertrag geſchaͤtzt, dieſes be⸗ traͤgt 825 Centner Heu. Wenn nun mit 223 Stuͤck Großvieh dieſe beſchriebene und abge⸗ ſchaͤtzte Brachweide benutzt wird, ſo kommt demnach eine alljaͤhrliche Nutzung pro Kuh nach voller Anrechnung des Bruches: von 407 Pfund Heu. Abſchätzung der Brachweide nach Roggenwerth. Die Brachweide iſt von guter Beſchaffenheit, ſie iſt der Gefahr einer Ueberſchwem⸗ mung nicht ausgeſetzt und beſteht aus guten, nahrungsreichen Graͤſern. 2 ½ Pfund dergleichen Heu ſind dem Werthe eines Pfund Roggens gleich zu ſchaͤtzen, mithin ſoll die kleine Gemeine fuͤr die Entſagung des Brachweiderechts mit voller Anrechnung des Bruches erhalten alljaͤhrlich pro Kuh 163 Pfund Roggenwerth. 12 — 90 Entſchädigung mit Ackerland für die Entſagung des Brachweiderechts. Nach einem gemeinſchaftlichen Uebereinkommen der Gemeine ſollen die Mithuͤtungsbe⸗ rechtigten ſaͤmmtlich mit Ackerlande, und zwar vom Boden beſter Guͤte hieſigen Orts entſchaͤ⸗ diget werden. Der hieſige beſte Boden iſt bei Errichtung des Steuer⸗ECataſtri auf 4½ Korn Ertrag veranſchlagt, vom unterſchriebenen Oeconomie⸗Commiſſario mit Zuziehung der Kreis⸗ Taxatoren aber der Magdeb. Morgen zu 320 Pfund Roggenwerth, nach Abzug der Saat⸗Be⸗ ſtellungskoſten, Staatsabgaben und Gefahren, Rein⸗Ertrag geſchaͤtzt, mithin ſoll der Weide⸗ berechtigte an Ackerland von beſchriebener Guͤte pro Kuh zu Erb⸗ und Eigenthume, mit voller Anrechnung des Bruches 92 Quadratruthen erhalten, um ihm den allaͤhrlichen Reinertrag von 163 Pfund Roggenwerth zu ſichern. Die Bauerſchaft tritt alſo ab an die kleine Gemeine fuͤr die Entſagung des Brach⸗ weide⸗Rechts fuͤr ſaͤmmtliche 83 Kuͤhe .. 42 Morgen 76 Quadratruthen. Abſchaͤtzung der Stoppelweide nach Heu berechnet. 2) Die Stoppelweide enthaͤlt nach beſchriebenem Umfange 536 Morgen, es iſt der Morgen im Durchſchnitt aller Jahre mit Beruͤckſichtigung des Zeitraums der Nutzung, auf 1 Centner Heu⸗Ertrag geſchaͤtzt, mithin betraͤgt die ſammtliche Stoppelweide 536 Centner Heu, mit 223 Stuͤck Großvieh wird dieſe Weide benutzt, es kommt demnach mit voller Anrechnung des Bruches pro Kuh: . 265 Pfund Heu. Abſchaͤtzung der Stoppelweide nach Roggenwerth.. Nach der Beſchaffenheit dieſer Stoppelweide koͤnnen nicht mehr und weniger als 3 Pfd. dergleichen Heu einem Pfunde Roggen gleich geſchaͤtzt werden, dieſes betraͤgt pro Kuh nach voller Anrechnung des Bruches:. 8090 Pfund Roggenwerth. Entſchaͤdigung mit Ackerland, fuͤr Entſagung des Stoppelweiderechtes⸗ Mit Ackerland ſoll entſchäͤdiget werden, es muͤſſen daher die Weideberechtigten, fuͤr die Entſagung des Stoppelweide⸗Rechtes. 4 pro Kuh 51 Quadratruthen: nach voller Anrechnung des Bruches an Ackerland von beſchriebener Guͤte zu Erb⸗ und Eigen⸗ thum erhalten, um ihnen den alljaͤhrlichen Reinertrag von 89 Pfund Roggenwerth zu ſichern. Die Bauerſchaft iſt demnach verpflichtet, an die kleine Gemeine fuͤr das Stoppelwei⸗ derecht auf 83 Stuͤck Großoieh an Ackerland abzutreten:— 23 Morgen und 93 Quadratruthen. . 91 44 2d 2. a. Beſchreibung und Umfang des Kuhvieh⸗Mithuͤtungsrechtes der kleinen Gemeine in den Birkenbuͤſchen der Bauern. Flaͤchen⸗Inhalt der Birkbuſchweide und Zeitraum der Nutzung. Die Birkenbuͤſche der Bauern enthalten laut Vermeſſungs⸗Regiſter 390 Morgen, welche in 15 Schlaͤge getheilt ſind, und ein Schlag alljaͤhrlich zur Holznutzung kommt. Nach der Ge⸗ meinde⸗Ordnung werden alljaͤhrlich die 4 juͤngſten Haue oder Schlaͤge mit der Behuͤtung ver⸗ ſchont; es enthaͤlt demnach die zu behuͤtende Flaͤche 286 Morgen. Das Recht der Graͤſerei in dieſen Buͤſchen ſteht den Bauern allein zu, und die gemeinſchaftliche Behuͤtung derſelben mit den mehrmal genannten 223 Stuͤck Gemeindevieh findet nur den Monat Juli ſtatt. Die Flaͤche dieſer Buͤſche beſteht groͤßtentheils aus hohen, ſteilen Bergen und Felſen. Auf den Gipfeln der Berge iſt keine Weide, wohl aber in den Schluchten und Thaͤlern, welche jedoch vermoͤge des Schattens vom Holze von keinem ſonderlichen Werthe iſt. b) Abſchaͤtzung und Werth des Weiderechts in Birkenbuͤſchen. . Abſchaͤtzung der Birkenbuſchweide nach Heu.— Die zu beweidende Flaͤche enthaͤlt 286 Morgen, der Morgen iſt nach einem alljaͤhrli— chen Durchſchnitt auf 60 Pfund Heu⸗Ertrag gewuͤrdiget, dieſes betraͤgt von ſaͤmmtlicher Flaͤche 156 Centner. Mit 223 Stuͤck Großvieh findet die Weidebenutzung ſtatt, es kommt daher eine Nutzung pro Kuh von 77 Pfund Heu mit voller Anrechnung des Bruches. Abſchaͤtzung der Weide in den Birkenbuͤſchen nach Roggenwerth. Drei Pfund von dieſem Heu werden 1 Pfund Roggen gleich geſchaͤtzt, mithin ſoll der Weideberechtigte fuͤr die Entſagung dieſes Rechtes eine alljaͤhrliche Rente oder Entſchaͤdigung von 26 Pfund Roggenwerth erhalten. Entſchädigung mit Ackerland fuͤr die Entſagung des Weiderechts in den Birkenbuͤſchen. Mit Ackerland wird auch dieſes Recht abgeloͤſet, mithin erhaͤlt der Weideberechtigte mit voller Anrechnung des Bruches: 15 Quadratruthen Ackerland pro Kuh zu Erb-⸗ und Eigenthume. Dieſes beträͤgt auf 83 Stuͤck Kuͤhe: 6 Morgen und 165 Quadratruthen. 92 ad 3. a. Beſchreibung und Umfang des Graſungsrechtes der kleinen Ge⸗ meine auf den Graͤnzen und Feldrainen der Bauern.— Ausmittelung des Flaͤcheninhalts der Graͤſerei... Die Raine und Graͤnzraͤnder auf den erb⸗ und eigenthuͤmlichen, aber noch in Gemein— ſchaft liegenden Aeckern der Bauern, auf welchen die kleine Gemeine das Graſungsrecht beſitzt, enthalten laut Vermeſſungs⸗-Regiſter 772 Morgen. Da nun aber dieſe Raine in allen drei Feldern liegen, und ein Feld alljaͤhrlich als Weideland benutzt wird, ſo koͤnnen auch nur hier zwei Drittheile obiger Flaͤche als Graͤſerei⸗ Nutzung in Anſchlag gebracht werden, welche 48 Morgen betraͤgt. Ausuͤbung und Zeitraum des Graſungsrechtes.— Die kleine Gemeine uͤbt dieſes Graſungsrecht mit 80 Sicheln aus, welches ihre Kauf⸗ Contrakte naͤher nachweiſen. Dieſe Sichelgraͤſerei beginnt alljaͤhrlich mit dem 24ſten Mai und endet mit Anbeginn der Ernte, welche hier Orts gewoͤhnlich gegen Jacobi trifft. b) Abſchaͤtzung und Werth vorſtehenden Graſungsrechtes. 3 Abſchaͤtzung des Graſungsrechtes nach Heu. Der Morgen iſt im Durchſchnitt aller Jahre auf 6 Centner Heuertrag geſchaͤtzt, ein Centner wurde auf die Entfernung in Abzug gebracht, mithin kommen 5 Centner pro Morgen in Abſchlag, welches zuſammen 240 Centner betraͤgt und auf die Sichel eine Nutzung kommt . von 330 Pfund Heu. Abſchaͤtzung des Graſungsrechtes nach Roggenwerth. Die Graͤſer auf dieſen Rainen ſind zwar von guter Eigenſchaft, da aber dieſe Raine oft von Menſchen und Vieh betreten werden und das Gras dadurch leidet, ſo koͤnnen auch 3 Pfund dergleichen Heu nur der Werth eines Pfund Roggens beigemeſſen werden. Es ſoll dem⸗ nach die kleine Gemeine fuͤr die Entſagung des beſchriebenen Graſungsrechts nach voller An⸗ rechnung des Bruches pro Sichel erhalten: 110 Pfund Roggenwerth. G Entſchaͤdigung mit Ackerland fuͤr die Entſagung des Graſungsrechtes⸗ Mit Ackerland von ſchon beſchriebener Guͤte wird abgeloͤſet, es muß daher der Gra⸗ ſungsberechtigte fuͤr das Ausuͤbungsrecht mit einer Sichel und voller Anrechnung des Bruches 62 Quadratruthen Ackerland zu erb⸗ und freiem Eigenthum erhalten, um ihm den alljaͤhrlichen Reinertrag von 110 Pfund Roggenwerth zuzuſichern. Die Bauerſchaft hat demnach an die kleine Gemeine fuͤr ſaͤmmtliche 80 Sicheln⸗Graͤ⸗ ſereirechts an Ackerland abzutreten: 27 Morgen 100 Quadratruthen. e 93 ad 4. a. Beſchreibung und Umfang des von der Bauerſchaft an den Pre⸗ diger des Orts alljaͤhrlich zur Benutzung zu gebenden 12 Beete Klee. Ausmittelung des umfangs und Flaͤcheninhalts der Klee⸗Nutzung. Dem Herrn Prediger iſt das Recht zugeſichert, alljaͤhrlich 12 Beete rothen Klee zur freien Benutzung auf dem Felde der Bauern angebaut zu erhalten. Die Benutzung dieſes Klees kann nur als Heugewinn veranſchlagt werden, indem nie eine andere Benutzung ſtatt gefunden, auch die Vocation des Predigers nur von der Verpflichtung des anzubauenden Klees zur Ge— winnung von Heu ſpricht. Die Bauern ſind verpflichtet, dieſen Klee in ihrem Sommerfelde und zwar in der 2ten Frucht nach Duͤnger anzubauen, auch den erforderlichen Saamen dazu zu geben. Die Laͤnge und Breite der Beete hat keine genaue Beſtimmung, jedoch hat der Predi⸗ ger die Beete von der Laͤnge als ein gewoͤhnliches Gewende hieſigen Orts enthaͤlt, zu fordern, ſo wie auch zu verlangen, daß das Beet eine Breite von 6 Furchen haben muß. Es iſt mit Bewilligung des Herrn Predigers und der Bauerſchaft die Laͤnge der Beete zu 300, und die Breite derſelben zu 3 Ellen Breslauer Maaß angenommen, wonach ſaͤmmtliche 12 Beete Kleeacker enthalten: I Morgen 73 Quadratruthen. Dem Prediger ſteht eine 2malige Benutzung des Klees alljaͤhrlich zu, jedoch muß dieſer Kleeacker mit dem 24ſten September jeden Jahres beraͤumt, der Bauerſchaft uͤbergeben werden. In Anſehung der Entfernung des anzubauenden Klees ſteht nichts feſt, ſondern haͤngt vom freien Willen der Bauern ab. b) Abſchätzung vorſtehender 12 Beete Kleebenutzung. Abſchaͤtzung der Kleenutzung in Heu. Von den Taxatoren wurde im Verhaͤltniß der Lage, Guͤte und Kleefaͤhigkeit ſaͤmmtli⸗ cher Bauernaͤcker, im Durchſchnitt fruchtbarer und unfruchtbarer Jahrgaͤnge, der Morgen Klee, als amalige Nutzung, auf 8 Centner Kleeheu und Grummet geſchaͤtzt, mithin bringen die 12 Beete von 1 Morgen 73 Quadratruthen Flaͤche, einen alljaͤhrlichen Ernteertrag von 1237 Pfund Kleeheu und Grummet. Abſchaͤtzung der Kleeheu⸗Nutzung nach Roggenwerth. Bei Veranſchlagung der Kleeheuernten iſt es zwar Regel, nur 3 ½ Pfund Heu dem Werthe 1 Pfund Roggen gleich zu ſchaͤtzen, da jedoch dieſe Kleeheuernte von keinem großen Um⸗ fange iſt und dem Prediger es moͤglich wird, wenigſtens in den mehrſten Jahren dieſes Klee⸗ heu von der Witterung unbeſchadet zu ernten, auch die Bauerſchaft aus Liebe zu ihrem Predi⸗ ger eine beſtimmt vollkommene Entſchaͤdigung zu geben wuͤnſcht, ſo werden 3 Pfund. Kleeheu 94—— oder Grummet zu 1 Pfund Roggenwerth geſchaͤtzt. Es betragen demnach vorſtehende 1237 Pfund Kleehen und Grummet mit voller Anrechnung des Bruches 413 Pfund Roggenwerth. Das Einfahren des Kleeheus beſorgten die Bauern, das Abmaͤhen und Abtrocknen des Klees aber geſchah durch die Dienſtboten des Herrn Predigers, welches auf 2 Manns⸗ und 2 Weibes⸗Ar⸗ beitstage geſchaͤtzt iſt. Das Arbeitslohn kommt hier Orts pro Mannstag 13 Pfund und pro Weibstag auf 8 Pfund Roggenwerth, mithin kommen vom Ertrage in Abzug 42 Pfund Rog⸗ gen und es verbleibt dee jaͤhrliche Nutzung 371 Pfund Roggenwerth.— Entſchaͤdigung mit Ackerland, fuͤr die Entſagung der Klee⸗Nutzung. Der Herr Prediger, welcher die Acker⸗Entſchaͤdigung dicht an ſeinem Garten erhaͤlt, bekommt Boden von vorzuͤglicher Guͤte, es iſt der Morgen zu 400 Pfund Roggenwerth Reiner⸗ trag geſchaͤtzt und es bekommt daher derſelbe gegen Entſagung der beſchriebenen Klee⸗Nutzung mit voller Anrechnung des Bruches.. 167 Quadratruthen, welche den Ertrag von 371 Pfund Roggen hinlaͤnglich ſichern. ad z. a. Beſchreibung der von der Bauerſchaft an den Organiſten des Orts alljaͤhrlich zu entrichtenden Wettergarben. Anzahl der Garben. Der Organiſt erhaͤlt alljaͤhrlich von denen 14 Bauern: 28 Garben Weitzen. 28 Garben Winter⸗Roggen. 28 Garben Gerſte. 28 Garben Hafer. b) Abſchaͤtzung und Werth dieſer Garben. — Abſchaͤtzung der Garben nach Roggenwerth⸗ 1) Nach einem Durchſchnitt von mehreren Jahren giebt hier Orts das Schock Weitzen, die Garbe zu 18 Pfund, 2 ½ Scheffel Preuß. Maaß Koͤrner⸗Ausdruſch, der Scheffel wiegt 92 Pfund, es enthalten demnach die 28 Weitzengarben an Koͤrnern 108 Pfund, 4 Pfund Weitzen ſind im Werthe einem Pfunde Roggen gleich, dieſes betraͤgt 135 Pfd. Roggenwerth. Das Stroh von 28 Garben à 14 Pfund betraͤgt 302 Pfund, 6 Pfund dergleichen Stroh ſind 1 Pfund Roggen gleich, macht 66 ⸗ 4 2 Latus 201 Pfd. Roggenwerth. ₰4 — ——nñõönn—n— 95 Transport 201 Pfd. Roggenwerth. 2) 28 Roggen⸗Garben à 18 Pfund Gewicht, giebt hier Orts das Schock 24 Scheffel Koͤrner⸗Ausdruſch, der Scheffel wiegt 80 Pfund, mithin betragen die Koͤrner von 28 Garben ⸗ 103 Das Stroh von 28 Garben à 14 Pfund betraͤgt 392 Pfund, 6 Pfund dergleichen Stroh ſind 1 Pfund Roggen gleich, die⸗ ſes macht 2 2 3 2 ⸗ 2 2 66 3) 28 Garben Gerſte à 15 Pfund Gewicht, das Schock zu 3 Schef⸗ fel Ausdruſch, den Scheffel zu 74 Pfund, betraͤgt das Koͤrner⸗ gewicht von 28 Garben 104 Pfund Gerſte, 175 Pfund Gerſte ſind 1 Pfund Roggen gleich, dieſes macht ⸗ ⸗ ⸗ 95 Das Stroh von 28 Garben Gerſte à 11 Pfund, macht 308— Pfund, 54 Pfund dergleichen Stroh ſind 1 Pfund Roggen gleich, dieſes betraͤgt⸗ ⸗.. 2, 54 4) 28 Garben Hafer à 15 Pfund Gewicht, das Schock zu 4 Schef⸗ fel Ausdruſch, den Scheffel zu 50 Pfund Gewicht, dieſes be⸗ traͤgt bei 28 Garben 94 Pfund Hafer, 155 Pfund Hafer ſind 1 Pfund Roggen gleich, macht 2 ⸗ ⸗ 80 Das Stroh von 28 Hafergarben à 11 Pfund, macht 308 Pfund, 6 Pfund Haferſtroh ſind 1 Pfund Roggen gleich, dieſes betraͤgt 32 ⸗. Summa des Werths vorſtehender Garben 651 Pfd. Roggenwerth. N N N N X 8 X B N N N A X N v Die Garben werden dem Organiſten von der Bauerſchaft in der Ernte bis zu ſeiner Behauſung gebracht, der veranſchlagten Nutzung kommt nur das Dreſcherlohn, die Gefahr des Misrathens und des Schloßenſchlags in Abzug. Es werden hierauf 10 p. C. von der Einnah⸗ me, welches 65 Pfund beträagt, gerechnet, mithin verbleibt der wahre Werth dieſer Garben⸗ lieferung 586 Pfund Roggenwerth, welcher dem Organiſten geſichert werden muß. Ausmittelung der Geldrente fuͤr die Entſagung der Wettergarben. Der Organiſt, ſo wie der Herr Prediger und die Kirchenvorſteher wuͤnſchen, daß die Entſchädigung der Abloͤſung der Wettergarben in einer alljaͤhrlich von der Bauerſchaft zu ent— richtenden baaren Rente geſchehe, indem der Organiſt ſchon ohnedieß hinlaͤnglichen Acker beſitzt. Der Werth der Wettergarben iſt laut vorſtehender Berechnung 586 Pfund Roggen, 96— der Preuß. Scheffel Roggen mittler Guͤte wiegt 80 Pfund, mithin betragen jene 386 Pfund ſo viel als: 7 Scheffel 51 Metze Roggen, welcher alljaͤhrlich nach dem Martini mittlern Marktpreis der Kreisſtadt Goldberg berechnet wird, und der baare Betrag dafuͤr mit dem 3oſten November jeden Jahres an den Organiſten von der Bauerſchaft gegen Entſagung der Wettergarben zu entrichten iſt, wodurch dem Orga⸗ niſten dieſes Einkommen hinlaͤnglich gedeckt wird. ad 6. a. Beſchreibung des Rechtes vom Waſſermuͤller, welcher berechtigt iſt, ſeinen Pferde⸗ und Kuhduͤnger auf das herrſchaftliche Feld zu fahren und davon 2 Ernten zu ziehen. Ausmittelung des Umfangs der Duͤngernutzung. Der Waſſermuͤller hat laut Kauf⸗Contracts das Recht, ein Pferd und 2 Kuͤhe zu hal⸗ ten und den ſaͤmmtlich davon gewonnenen Duͤnger mit dem Zugvieh der Herrſchaft im Monat Juni in das Brachfeld des dominii fahren zu laſſen und von dieſem Dünger 2 Ernten zu nu⸗ tzen. Die Auswahl des Ackers im Brachfelde, auf welchen der Duͤnger abgeſchlagen wird, hoͤngt nur allein vom dominio ab. Das Aufladen des Duͤngers beſorgt der Muͤller, das Ab⸗ ſchlagen deſſelben im Felde aber beſorgt das dominium urd ſteht demſelben frei, den Duͤnger ſo ſtark als moͤglich dem Acker einverleiben zu laſſen. Nach genauer Erkundigung und der ei⸗ genen Zuſtimmung des Muͤllers, waͤhlt das dominium zu dieſem Duͤnger nicht den beſten Acker. Wegen Ermittelung der Flaͤche wurde der Acker, welchen der Muͤller in den letzten 10 Jahren zur Benutzung erhalten und den Duͤnger dazu gegeben, in Augenſchein genommen, und es ergab ſich eine Flaͤche von 1½ Morgen, auf welche im Durchſchnitt alljaͤhrlich 22 Fuder Duͤnger mit dem herrſchaftlichen Zugvieh gefahren worden. Alle vorkommende Ackerarbeiten verrichtet das dominium, den noͤthigen Saamen aber, ſo wie die Ernte und Erntefuhren, beſorgt der Muͤl⸗ ler. Dem Muͤller iſt erlaubt, im erſten Jahre Winterroggen und im zweiten Jahre Gerſte dar⸗ auf anzubauen; ein Weiderecht auf dem Stoppel ſteht dem Muͤller nicht zu. b) Werth und Schaͤtzung vorſtehenden Rechtes. Abſchaäͤtzung der Ernten nach Roggenwerth. 1) Die Ernte an Winterroggen von 1½ Morgen, wird im Durchſchnitt mehrerer Jahre auf 5 Schock Garben geſchaͤtzt, die Garbe wiegt 16 Pfund und das Schock giebt im Durch⸗ ſchnitt 2½ Scheffel Koͤrner Preuß. Maaß, der Scheffel wiegt 80 Pfund, es betraͤgt dem⸗ nach die Koͤrnerernte ⸗. ⸗ 12 Schfl. 8 Metz. Roggen. Das Stroh von 5 Schock Ernte wiegt nach dem Abdruſch 1 Latus 12 Schfl. 8 Metz. Roggen. — — — Transport 12Schfl. 8 Metz. Roggen. der Koͤrner 1 Gebund 12 Pfund, dieſes beträgt 3600 Pfund Stroh, 6 Pfund dergleichen Stroh ſind 1 Pfund Roggen gleich, dieſes betraͤgt 600 Pfd. Roggen, oder nach Scheffeln berechnet 7 2) Die Gerſten⸗Ernte in der 2ten Frucht, von 1 ½ Morgen Acker, iſt geſchaͤtzt auf 4 Schock, die Garbe zu 14 Pfd. Gewicht, und das Schock zu 3 Scheffel Ausdruſch. Der Scheffel Ger⸗ ſte wiegt 74 Pfund und es betraͤgt der Koͤrner⸗Ausdruſch 12 Scheffel oder 888 Pfund Gerſte. 175 Pfd. Gerſte ſind 1 Pfd. Roggen gleich, mithin an Roggenwerth 802 Pfund oder 10 ⸗ 1½ Das Stroh von 4 Schock Gerſte, wiegt das Gebund nach Aus⸗ druſch der Koͤrner 10 Pfund, macht 2400 Pfund, 54 Pfund Gerſtenſtroh ſind 1 Pfund Roggen gleich, macht 413 Pfund Roggen, oder nach Scheffeln berechnet ⸗. 2 5 7 22⸗ ⸗ Summa der Einnahme 35 Schfl. 4 Metz. Roggen. N N N N N Hiervon geht ab: 1) Der Duͤnger, 22 Fuhren à 90 Pfund Roggenwerth, macht 1980 Pfd. Roggen oder nach Scheffeln berechnet 24 Schfl. 12 Metz. 2) Die Ausſaat auf 1½ Morgen an Roggen und 1½ Morgen zu Gerſte, 27 Metzen Roggen und 27. Metzen Gerſte, betraͤgt nach Roggenwerth 3„» 1½⸗ 3) Arbeiterlohn fuͤr Duͤnger laden und Duͤnger brei⸗ ten 4 Tage à 12 Pfund Roggen 2— ⸗ 9½⸗ 1 4) An Ernte⸗ und Ausdreſcherlohn den 12ten Theil der Koͤrner⸗Einnahme ⸗ ⸗ ⸗ 1 4 5) Auf Gefahr des Mißwachs und Schloſſenſchlags 10 p. C. von der Einnahme macht ⸗ 3.2 8³ 33 3²½⸗ 2 Ss betraͤgt demnach die reine Nutzung 2 Schfl. 3 Metz. Roggen. Entſchaͤdigung an Ackerland für die Duͤngerbenutzung. Der Acker, welchen dominium zur Entſchaͤdigung fuͤr den Muͤller beſtimmt hat, auch letzterer willig iſt, ihn anzunehmen, iſt der Morgen zu 280 Pfund Reinertrag, nämlich an Rog⸗ genwerth abgeſchätzt. Das dominium hat daher an den Muller 103 Quadratruthen 13 98 Ackerland von beſchriebener Art zum freien Eigenthum abzutreten, um ihm den alljaͤhrlichen Er⸗ trag von 2 Scheffeln Metzen Roggen zu ſichern.. ad 7. Beſchreibung und Umfang des Rechtes des JaAni5, die Schaafe auf den Winterungsſaaten der Bauern zu weiden. 7 umfang des Saatweide⸗Rechts des dominii. a. Die ganze Feldflaͤche der Bauern enthaͤlt nach dem Vermeſſungs⸗Regiſter 2400 Mor⸗ gen, die Aecker werden alle nach dem Dreifelder⸗Syſteme, wie bei der Brachweide⸗Berechnung ſchon erwaͤhnt worden, bewirthſchaftet. Das alljaͤhrliche Winterfeld betraͤgt demnach 800 Mor⸗ gen, es wird jedoch bemerkt, daß, ob zwar ſaͤmmtliche Aecker groͤßtentheils in der erſten Klaſſe hieſiger Gegend zu rechnen ſind, die Saatbehuͤtung dennoch von keiner außerordentlichen Be— deutung iſt, indem vermoͤge der zeitherigen, gemeinſchaftlichen Benutzungen und der darauf haf tenden Servitute, die Beſtellung der Aecker nur unvollkommen und daher auch nur hoͤchſt ſelten bedeutende Flaͤchen mit gruͤnen Saaten ſtatt finden, denn in der Regel wurde mit der Beſtel⸗ lung der Saat ſpaͤt angefangen und erſt Ende Oktober oder wenn der Froſt den Gang des Pfluges hemmte, geendet. Aus den angefuͤhrten Urſachen und der zeither ſtatt gefundenen Aus⸗ aͤbung dieſes Weiderechts kann daher auch nur die Haͤlfte der Winterſaat mit 400 Morgen in Werthsveranſchlagung kommen. In Anſehung des Zeitraums dieſer Weidebenutzung, ſo iſt dem dominio nur bei offenem Froſte bis Ende Februar die Ausuͤbung erlaubt, wird aber auch verantwortlich, wenn durch Mißbrauch oder Vernachlaͤſſigung der Hirten den Saaten, bei eintretendem Thauwetter, Scha⸗ den zugefuͤgt wird. Das Recht der Saatbehuͤtung ſteht dem dominio nur allein zu und iſt auch befugt, mit ſeiner ganzen Schaafheerde, ohne Einſchraͤnkung der Stuͤckzahl, beſchriebene Saatweide zu benutzen. Dominium haͤlt 1500 Stuͤck Schaafe, mithin hinlaͤnglich, um die ganze Weideflaͤche behuͤten zu koͤnnen, weshalb bei dieſer Entſchaͤdigungs-Ausmittelung nicht die Stuͤck⸗ zahl der Schaafe— ſondern lediglich nur allein der Werth und die Flaͤche der Saatweide ver⸗ anſchlagt werden kann. b) Werths⸗Abſchaͤtzung vorſtehenden Weiderechts. Abſchaͤtzung der Saatweide nach Roggenwerth. Die Benutzung der Saatweide hieſigen Orts, wird der Morgen nach einem Durchſchnitt von mehreren Jahren, auf 36 Pfund Heuertrag geſchaͤtzt, indem ein whoͤherer Ertrag nicht an⸗ genommen werden kann, weil in hieſiger Gegend oft Jahrgaͤnge vorkommen, wo nur an ein⸗ zelnen halben Tagen die Saathuͤtung exercirt werden kann, dieſes betraͤgt von 400 Morgen 14400 Pfund Heu und 2 ½ Pfund dergleichen Heu iſt im Verhaͤltniß der nahrungsreichen Saat⸗ — 99 weide 1 Pfund Roggen gleich geſchaͤtzt, mithin hat die beſchriebene Saatweide fuͤr das domi- nium einen Werth von 3760 Pfund Roggenwerth. Entſchaͤdigung mit Ackerland fuͤr Entſagung des Saatweiderechts. Mit Ackerland ſoll das dominium entſchäͤdiget werden und es iſt dieſer Entſchaͤdigungs⸗ Acker der Morgen zu 300 Pfd. Roggenwerth Reinertrag gewuͤrdiget, mithin muß das dominium 19 Morgen und 36 Quadratruthen erhalten, um hinlaͤnglich fuͤr die Entſagung des Saatweiderechts entſchaͤdigt zu ſeyn. Anmerkung. Allle erforderliche Graͤnzraine und Wege, welche bei vorſtehenden Entſchaͤdi⸗ gungen mit Ackerlande noͤthig werden, duͤrfen nicht dem, welcher entſchaͤdigt wird, in Anrechnung gebracht werden, ſondern es muß ein Jeder zur freien Benutzung fuͤr die Abtretung ſeiner Rechte, die ausgemittelte Flaͤche Landes excl. der Raine erhalten, weil der Ertrag der Grundſtuͤcke in volle Anrechnung gekommen iſt. Nach vorſtehender Ausmittelung haben die 14 Bauern fuͤr die Abldſun der die Lultor hemmenden Servitute an Ackerland abzutreten: 1) Der kleinen Gemeinde fuͤr Entſagung des Kuhvieh⸗Mithätungseechts auf dem Brach⸗ felde ⸗ 3 ⸗ ⸗.„ 2 42 Morgen 76 Quadratruthen. 2) Derſelben fuͤr Entſagung des Kuhvieh⸗Mithuͤtungsrechts auf den Stoppelfeldern ⸗ ⸗ ⸗ 2 23 ⸗ 93 ⸗ 3) Derſelben fuͤr Entſagung des Kuhvieh⸗Mithuͤtungsrechts in den Birkenbuͤſchen ⸗. 2 ⸗ 6 4165 5 4) Derſelben fuͤr Entſagung des Graſungsrechts auf den Feld⸗ rainen und Graͤnzen ⸗ 2 2. 2 27 100. 167 2 A 5) Dem Hrn. Prediger fuͤr Entſagung der Kleeacker⸗Benutzung— 6) Dem dominio fuͤr Entſagung des Saatweiderechis mit den Schaafen 2 2.. 2 2 19 2 36 3 Summa 120 Morgen 97 Quadratruthen. Hierzu kommt noch die an den Organiſt alljaͤhrlich zu entrichtende Rente fuͤr Abloͤſung der Wettergarben von 7 Scheffel 5½ Metze Roggen. Die in Gemeinſchaft liegende Flaͤche an Ackerland und Forſt, welche der Bauerſchaft gehoͤrt und jetzt getheilt wird, betraͤgt: a) das Ackerland ⸗ 3 ⸗ b) die Birkenbuͤſche ⸗.. 2400 Morgen, 7 390 2 Summa 2790 Morgen. N N 8 n VN N N N 190 Fuͤr die Abloͤſung ſaͤmmtlicher Servitute ſoll die Bauerſchaft von ihren Aeckern denen Berechtigten 120 Morgen abtreten, dieſes betraͤgt pro Morgen cirea 8 Quadratruthen, welches noch nicht ganz der 22ſte Theii der bis jetzt belaſteten Flaͤche iſt. Die Bauerſchaft wird da⸗ durch von allen, die Cultur hemmenden Servituten nicht nur frei, ſondern erhaͤlt nunmehro ihre Aecker, welche jetzt bei dem einzelnen Bauergute in 40 und mehreren Parzellen liegen, in beſſerem Zuſammenhang und zur voͤllig freien Benutzung. Die kleine Gemeinde hingegen, welche ihre Rechte gegen Ackerland abtritt und bis jetzt aͤußerſt wenig, auch zum Theil gar keinen Acker beſitzt, erhaͤlt nunmehro erb und eigenthuͤmliches Ackerland, wodurch der Werth der kleinen Beſitzungen nicht nur gehoben, ſondern auch der Vortheil jedes einzelnen Grundbe⸗ ſitzers, er habe eine große oder kleine Ackerflaͤche im Beſitz, durch eine richtige Anwendung des hoͤchſt wohlthaͤtigen Geſetzes bewirkt werden kann. Ich kann bei dieſer Gelegenheit mein offenherziges Bekenntniß, welches ſich mir bei der Anwendung des Geſetzes uͤber Gemeinheitstheilungen, Dienſtabloͤſungen und Laſten in der Praxis unwillkuͤhrlich aufdraͤngt, nicht verſchweigen, daß ich naͤmlich dieſes Geſetz in ſeiner Art, bei dem ſo großen Umfange, den es bedurfte, ohne reibend oder hart eingreifend zu werden, fuͤr das vollkommenſte, was uns nur je— mit Beruͤckſichtigung des Standpunktes, auf welchem wir jetzt ſtehen, gegeben werden konnte— halte und ſchaͤtze. Die richtige Anwendung des Geſetzes aber iſt es, welche zum allgemeinen Beſten, ohne Nachtheil eines Zweiten, ſchlummernde Kräfte weckt. Denn ich finde auch bei dem ernſteſten Nachdenken nicht einen Fall, wo uns das Geſetz gewaltſam zwaͤnge, wohlerworbene Rechte, ohne hinlaͤngliche Entſchaͤdigung dafuͤr zu erhalten, aufzuopfern. Das Geſetz ſelbſt kann daher 4 nach meiner ſchwachen Meinung nur heilbringend fuͤr das allgemeine Beſte ſeyn, wofuͤr wir und unſere ſpaͤteſten Nachkommen nur Seegen fuͤr den Geſetzgeber erflehen und nachbringen koͤnnen. 3 2 .—— — ' 0 — — ³ X Q — G LL.