—— Deutſchlands Boden ſein geologiſcher Bau und deſſen Einwirkungen aut das Leben der Menschen⸗ 4 Von Bernhard Cotta. In zwei Abtheilungen. Zweite Abtheilung. Beilagen. —ö—— Leipzig: F. A. Brockhaus. 1854 85 1 — Beilagen. 1 Dieſe zweite Abtheilung iſt lediglich dazu beſtimmt, einzelne Beilagen zu der erſten aufzunehmen, welche in Citaten oder in ſpe⸗ ciellen Ausführungen und Belegen beſtehen. Es würde ſehr ſtörende Unterbrechungen verurſacht haben, wenn ich dieſelben in den Ter oder gar als Anmerkungen unter denſelben hätte aufnehmen wolle. Darum zog ich es vor, dort nur kleine Zahlen anzubringen, welche auf die einzelnen Nummern der Beilagen verweiſen. Beilage 1 zu S. 14. Kein Unbefangener wird verkennen, daß die Natur jedes Lan⸗ des, ſei es nun die äußere oder die innere, einen beſtimmenden Ein⸗ fluß habe auf den Nationalcharakter der Menſchen, die es bewohnen. Nur über die Größe dieſes Einfluſſes können die Anſichten verſchie⸗ den ſein. Ich meinestheils halte dafür, daß der Boden, d. h. ſeine äußere und innere Natur in Verbindung mit der Lage des Landes die wichtigſten Grundurſachen aller nationalen Verſchiedenheiten bil⸗ den. Abſtammung(die immer wieder auf einen gewiſſen Boden zurückführt), Nachbarſchaft und ähnliche hiſtoriſche Elemente ſind in meinen Augen nur Nebenurſachen, die unter Umſtänden temporär vorherrſchend ſein können, in ſehr langer Zeit aber mehr und mehr dem conſtanten Einfluß der Natur des Landes unterliegen. Dieſelbe Anſicht hat im Grunde ſchon Karl Ritter, wenn auch nicht mit ſolcher Beſtimmtheit, wiederholt ausgeſprochen. Was er an verſchie⸗ denen Stellen ſeiner„Einleitung in die allgemeine vergleichende Geo⸗ graphie“(Berlin 1852) darüber ſagt, möge hier zunächſt folgen: S. 5.„Die Eigenthümlichkeit des Volks kann nur aus ſeinem Weſen erkannt werden, aus ſeinem Verhältniß zu ſich ſelbſt, zu ſei⸗ nen Gliedern, zu ſeinen Umgebungen, und weil kein Volk ohne Staat und Vaterland gedacht werden kann, aus ſeinem Verhältniß zu bei⸗ den, und aus dem Verhältniß von beiden zu Nachbarländern und Nachbarſtaaten. Cotta, Deutſchlands Boden.(Beilagen.) 4 — 2— „Hier zeigt ſich der Einfluß, den die Natur auf die Völker, und zwar in einem noch weit höhern Grade als auf den einzelnen Menſchen, ausüben muß, weil gleichſam hier Maſſen auf Maſſen wirken und die Perſönlichkeit des Volkes über die des Menſchen hervorragt. „Dieſer Einfluß iſt anerkannt und von jeher ein wichtiger Ge⸗ genſtand der Unterſuchung für Völker⸗, Staats⸗ und Menſchen⸗ geſchichte geweſen; auch in unſern Tagen iſt er laut zur Sprache gekommen. „Es wirkt aber die Natur überall nur allmälig, und mehr noch im Verborgenen als am hellen Tage. Das Samenkorn keimt unter der Erde und in der verhüllten Knospe iſt ſchon wieder die Schö⸗ „pfung eines neuen Geſchlechts vorbereitet. So ſind ihre Verhältniſſe ud Kinwirkungen überall tiefer, als ſie erſcheinen, einfacher, als ſie in der erſten Mannichfaltigkeit ausſehen, und zum Erſtaunen weit ſich verbreitend und folgenreich. Ja die ſtille Gewalt, die ſie ausübt, bedarf einer gleich ſtillen Seele, in die ihre Erſcheinungen ein⸗ gehen, um in ihrer Geſetzmäßigkeit ungeſtört bis zum Mittelpunkte zu dringen. „Es bedarf, um eine ähnlich gebildete Seele zu begreifen, oft nur eines äußern Zeichens, des rechten Blickes, des innigen Wortes, weil das Gleiche das Gleiche verſteht. Aber die Natur ſteht dem Menſchen jetzt wenigſtens nicht mehr ſo nahe; ſie iſt ihm ein ge⸗ heimnißvolles Weſen geworden, und nur im großen Zuſammenwirken ihrer Kräfte, im Zuſammenhange ihrer Erſcheinungen will ſie be⸗ trachtet ſein. Dann erſt wirft ſie und ſtrahlt ſie Licht und Leben aus auf alle Wege, welche der menſchliche Eifer zu betreten wagt; ja ihr Glanz wird dann ein blendendes Geſtirn, deſſen ganze Fülle er doch nicht aufzufaſſen vermag. Dann hellt ſie alle Verhältniſſe der Schöpfung, die wir belebte und unbelebte Natur zu nennen pflegen, auf, gibt über Alles, worüber wir ſie befragen, die erſten Aufſchlüſſe und vor allem auch über den Menſchen. „Sollte es ſich nicht der Mühe verlohnen, um der Geſchichte des Menſchen und der Völker willen, auch einmal von einer minder beachteten Seite, von dem Geſammtſchauplatze ihrer Thätigkeit aus, der Erde in ihrem weſentlichen Verhältniß zum Menſchen, nämlich der Oberfläche der Erde, das Bild und Leben der Natur in ihrem ganzen Zuſammenhang ſo ſcharf und beſtimmt, als einzelne Kräfte es vermögen, aufzufaſſen und den Gang ihrer einfachſten und am allgemeinſten verbreiteten geographiſchen Geſetze in den ſtehenden, be⸗ wegten und belebten Bildungen zu verfolgen? „Von dem Menſchen unabhängig iſt die Erde auch ohne ihn und vor ihm der Schauplatz der Naturbegebenheiten; von ihm kann das Geſetz ihrer Bildungen nicht ausgehen. In einer Wiſſenſchaft der Erde muß dieſe ſelbſt um ihre Geſetze befragt werden.“ ———,,...J. — — 3— S. 178.„Denn in frühern Jahrhunderten und Jahrtauſen⸗ den, als die Völkergeſchlechter überall mehr auf ihre Heimaten und auf ſich ſelbſt angewieſen waren, wurden ſie von der allgemeinen telluriſchen Phyſik kaum berührt; deſto mächtiger griff aber die locale Phyſik der Heimat, die vaterländiſche Natur in die Individualitäten der Völker und Staaten ein. Daher wol eben die edler begabten, zu Cultur ſich erhebenden aus der ihnen gegebenen engern Sphäre individueller und doch harmoniſch⸗vollendeter in der Erſcheinung, in ſchönern und beſtimmtern hiſtoriſchen Geſtaltungen und Charakteren hervortraten, als die der neuern Zeiten. Sie entwuchſen, unberührt von der Fremde, noch ganz dem heimatlichen Himmel und Boden, der in ſeiner vollen jungfräulichen Kraft ihr ganzes Geäder und alle Glieder durchdrang mit ſeinen nährenden Gaben und Kräften. Da⸗ durch trat bei ihnen alles Nationale auch wirklich vaterländiſch und heimatlich in großer Einheit auf; ſo bei Aegyptern, Perſern, He⸗ bräern, wie bei Hellenen und Italern, als noch keine moderne Ver⸗ pflanzungsweiſe oder Coloniſation, Umtauſch, Verkehr durch Hin⸗ und Rückwirkung auf und aus der Fremde der Culturentwicklung in der Heimat vorherging, um einen noch größern Ertrag für das Allge⸗ meinere zu erzielen.“ S. 187.„Es iſt wol keinem Zweifel unterworfen, daß ein ſo tiefer Eindruck des planetariſchen Naturſyſtems in ſeiner räumlich localiſirten Anordnung, wie auf die jugendliche Entwicklung jedes einzelnen Menſchen, ſo noch weit mehr auf die ganzer Völkerſchaf⸗ ten, auch abgeſehen von allen andern begleitenden Wirkungen, nicht ohne den wichtigſten Einfluß auf gemüthliche und geiſtige Umgeſtal⸗ tung des innern Menſchen, wie auf deſſen individualiſirte Erſchei⸗ nung nach außen, in den verſchiedenen Regionen des Erdballs, durch die Jahrhunderte der Menſchengeſchichte hindurch, geblieben ſei. Hierin liegt alſo, außer der Geſchlechtsabſtammung, eine mitwirkende Bedingung für die Entwicklung der Völkerindividualität durch die Naturumgebung, welche ſich als unfreiwillige Lebensgewöhnung dem Gemüthe des Menſchen unverkennbar einprägt, zugleich aber auch daſſelbe wieder zu einer dem Locale ſtets gemäßen geiſtigen Thätig⸗ keit und Production anregt. „Der nomadiſirende Araber, mit der umherſchweifenden Phan⸗ taſie, verdankt wol ſeine freiere, ungebundene, geſtaltloſe Gedanken⸗ und Märchenwelt, mit der er ſich die leeren, unermeßlichen Räume ſeines Bodens, wie ſeines ewig klaren, wolkenloſen Himmels auszu⸗ füllen ſtrebt, eben ſo ſehr der Natur ſeiner Heimat, in welcher ſein feurig⸗thätiger Geiſt und Leib ſich Alles erſt erjagen und erſchaffen muß, wie der in ſich gekehrte, feſtgeſiedelte, aber in die üppigſte Na⸗ tur gleichſam verwachſene Hindu, diesſeit und jenſeit des Ganges, die ſeine mit dem phantaſtiſch⸗theoſophiſchen Hervorſproſſen der Götter aus Ranken, Blumen, Bäumen und der Transmigration der Men⸗ 1* — 4— ſchenſeelen in Thierleiber— jener Alles überwuchernden Fülle wun⸗ derbarer und koloſſaler Pflanzen⸗ und Thierformen, jeder Stelle ſeiner Heimat, in allen Arten der reizendſten und ſchreckendſten Geſtalten, die dem ganzen Völkergeſchlechte, das ſich in dieſer Umgebung be⸗ wegt, ohne ſich über ſie erheben zu können, die Unterthänigkeit des Menſchen unter die Naturgewalt, ſei es die der Berge, Gewächſe, Thiere, oder göttlicher, dämoniſcher und darum auch menſchlicher Herrſcher(Tyrannen) als eine nothwendige einprägte. „Wenn dieſe beiden Hauptrichtungen geiſtiger, frei umherſchwei⸗ fender, oder in ſich gebannter, ſtreng verketteter Entwicklung tropiſcher Erdbewohner der alten Welt, von Arabien weſtwärts durch das ganze dürre, vegetationsleere Libyen bis zum Atlas, und oſtwärts vom waſſerreichen Indus über den Ganges und das feuchte und degetationsreiche Hinterindien, zur ungezählten Inſelſchar der Sunda⸗ Welt hinaus, in vielen Gradationen und Steigerungen die vorherr⸗ ſchenden Gegenſätze bilden: ſo zeigt ſich ſchon darin, daß nicht etwa in dem Klimatiſchen von Licht und tropiſcher Wärme, die ihrem beiderlei Boden gemeinſam ſind, die bedingende Urſache dieſer Ver⸗ ſchiedenheit ihrer ideellen Geſtaltungen liegen könne, ſondern daß zu der Phyſik der Tropen, die von aſtronomiſcher Stellung abhängig iſt, noch ein blos telluriſches Verhältniß, nämlich die räumliche Zu⸗ ſammenwirkung des Naturſyſtems in ſeiner localen Geſammterſchei⸗ nung, hinzutreten mußte, um ganzen Völkergruppen des Morgenlan⸗ des ſolche charakteriſtiſch verſchiedenartige Richtungen auf Jahrtauſende hinaus in ihren theoſophiſchen, philoſophiſchen und poetiſchen Pro⸗ ductionen und überhaupt ſolche Gepräge zu geben. „Dieſe Gepräge werden ſo mannichfache Formen annehmen, als die landſchaftlichen Naturen des Erdkreiſes in weſentlich verſchieden⸗ artigen Charakteren hervortreten und auf Erd⸗ und Waſſerwirthſchaft, Jagd⸗ und Bergleben, Hirtenſtand, Feſtſiedelung, Umherſtreifen, Krieg⸗ führung, Friede und Fehde, Iſolirung und Geſellſchaft, Rohheit und Geſittung u. ſ. w. einwirken. Durch ihre Stellungen gegen Licht und Wärme aber, ſei es im polaren oder tropiſchen Gebiete der Erdräume, oder in ihren mittlern Breiten, überall werden ſie wieder durch die Naturumgebung allein ſchon, abgeſehen von jeder andern Einwirkung, die mannichfaltigſten Farben, Töne und Modificationen gewinnen. „Die Oſſianiſche Dichtung auf der nackten Haide des rauhen, wolkenreichen ſchottiſchen Hochgeſtades entſpricht einem andern Natur⸗ charakter ihrer Heimat, wie der Waldgeſang des Canadiers, das Negerlied im Reisfeld am Joliba, das Bärenlied des Kamtſcha⸗ dalen, der Fiſchergeſang des Inſulaners, und alle dieſe ſind nur einzelne Laute der vorherrſchenden, gemüthlich⸗geiſtigen Stimmung und Entwicklung, welche den Naturvölkern, aus denen ſie hervor⸗ tönen, durch das Zuſammenwirken des ſie umgebenden Naturſyſtems, — 5— 1. durch den Totaleindruck ihres Naturelements, dem ſie angehören, ein⸗ mn geprägt und wieder entlockt wurden.“ be⸗ Ich füge dem hier ſogleich an, was kürzlich ein Ungenannter in ds„Muſikaliſchen Briefen“(S. 60) über die nationale Färbung der Muſik hſe, und deren Urſprung ſagt:„Die Volkslieder einer Nation tragen cher darum ferner den Charakter ihrer ganzen Muſik an ſich, wenigſtens läßt ſich ſicherlich in der ganzen Richtung, Haltung und Farbe ihrer Muſik vei⸗ die Grundrichtung und Grundfarbe ihrer Volksmelodieen erkennen. her Der Charakter eines Volkes wird nun aber von der Natur des Lan⸗ das des bedingt, welches daſſelbe bewohnt; je heiterer ſein Himmel, um ärts ſo heiterer ſein Sinn, je heißer die Sonne, um ſo feuriger ſein Tem⸗ und perament. Wie alſo der Charakter des Volkes den Charakter ſeiner Lieder— da⸗ und die Eigenthümlichkeiten ſeiner Muſik beſtimmt, ſo wird im Grunde err⸗ die Muſik bedingt durch die Natur des Landes, in dem ſie blüht.“— twa Und zu dieſer Natur gehört unſtreitg auch der geologiſche Bau. be Auch Ami Boue ſtimmt dieſen Anſichten bei, wenn er in ſei⸗ 4 nem Schriftchen über„Zweck und Nutzen der Geologie“(S. 45.) ngig ſagt:„Man kann als bewährt behaupten, daß die beſondere Plaſtik, u⸗ die Geognoſie und das Klima jedes großen Landes ſeine Bewohner 2* bis zu einem gewiſſen Grade körperlich und geiſtig modificirt(Haus⸗ be mann,„Ueber die Zweckmäßigkeit der lebloſen Natur.“) Wenn dieſes lane nicht Thatſache wäre, ſo müßte man in den in Europa aus Aſien 38 eingewanderten Völkern noch häufig die Urtypen finden, was nur ti⸗ ſelten der Fall iſt. Außerdem braucht man nur den Niederländer b oder Holländer mit dem Schweizer, den See⸗, Frieſe⸗ oder Platt⸗ 3 deutſchen mit dem Oeſterreicher, den Pommer mit dem Tiroler, den deh⸗ Oberbaiern mit dem Norweger, den Einwohner der weſtlichen ame⸗ haff, rikaniſchen Freiſtaaten mit denjenigen des öſtlichen und ſüdlichen Theils rieg⸗ dieſer Republiken u. ſ. w. zu vergleichen. und„ Eins der ſchönſten Beiſpiele der Art liefern uns noch die ſla⸗ licht wiſchen Nacen, unter welchen der Charakter der die Ebenen bewohnen⸗ der den Ruſſen oder ſelbſt der Czechen einen förmlichen Contraſt körper⸗ ieder lich und geiſtig mit ihren Blutsverwandten im türkiſchen Gebirgslande 4 bildet.“(Berlin.„Monatsbericht d. Geſell. f. Erdk.“ 1841. III., 64.) Ich meinestheils faſſe das Alles in dem Satze zuſammen: der uhen, Menſch wie er iſt, iſt in ſeinen nationalen Verſchiedenheiten ein Re⸗ fatur⸗ ſultat der Summe aller äußern Einflüſſe, die von Anfang an auf das ihn und ſeine Vorfahren eingewirkt haben, dieſe aber gehen zum tſcha⸗ großen Theil von der Natur ihres Vaterlandes aus. Die Geſchichts⸗ nur forſcher haben wie mir ſcheint die Einwirkungen des Bodens noch mung viel zu wenig beachtet. ervor⸗ ſtemz, Beilage 2 zu Seite 18. Wenn man die Vertheilung aller Orte auf einer genauen Special⸗ karte vergleicht, ſo findet man jederzeit, daß ſie nicht mit gleich⸗ mäßigen Abſtänden über die Fläche ausgebreitet ſind. Das gilt eben⸗ ſowol für die Städte als für die Dörfer. Dieſe Ungleichheit der Ortsvertheilung zeigt ſich in gewiſſen Beziehungen zur Bodenform, zum Waſſerlauf und zu ähnlichen Erſcheinungen der Oberfläche. Wenn man aber zu dieſer Vergleichung eine geognoſtiſche Special⸗ karte wählt, ſo ſtellen ſich bald genug auch einige Beziehungen der Ortsvertheilung zu den Gebirgsarten, ihren Grenzen oder ihrer Lage⸗ rung heraus, die nicht ſtets mit jenen oberflächlichen Formen zuſam⸗ — mentreffen. Dieſe beiderlei Wirkungen vermiſchen ſich allerdings meiſt in dem Grade, daß das Beſtreben ſie zu iſoliren lange reſul⸗ tatlos bleiben kann, aber plötzlich finden ſich dann zuweilen einige Lichtpunkte und von dieſen erleuchtet wird nachher gar manches an⸗ ſcheinend Zufällige zum erkennbar Geſetzlichen. Ich habe aus dieſem Grunde, um zu einigermaßen numeriſch nachweisbaren Reſultaten zu gelangen, alle Orte Sachſens in den einzelnen Geſteinsoberflächengebieten ſorgfältig gezählt und außerdem ſämmtliche Städte Sachſens und Thüringens rückſichtlich der ver⸗ ſchiedenartigen Elemente ihrer natürlichen Lage tabellariſch zuſammen⸗ geſtellt. Dieſe letztere Zuſammenſtellung iſt es, welche hier zunächſt folgt und etwas ſpecieller beſprochen werden ſoll. Bei Ausfüllung ihrer einzel⸗ nen Spalten iſt größere oder geringere Stärke der Wirkung durch die größere oder geringere Zahl der verticalen Striche ausgedrückt, nur in der Spalte für Geſteinsgrenzen ſchien es zweckmäßiger, die Zahl der aneinander grenzenden Geſteine durch eine Ziffer auszudrücken und außerdem die Mannichfaltigkeit der Begrenzungsform, die Un⸗ gleichheit der Geſteine oder überhaupt den wahrſcheinlichen Grad die⸗ ſes Einfluſſes durch Potenzirungsſtriche neben der Zahl anzudeuten. Vorausbemerken muß ich ferner, daß in die Tabelle ohne Aus⸗ wahl alle Orte aufgenommen ſind, welche auf den geognoſtiſchen Karten von Sachſen und Thüringen(von Naumann und mir) mit großen Lettern gedruckt ſind. Darunter ſind einige, welche eigentlich gar nicht zu den Städten gehören. Jedenfalls ſind darunter mehre, deren Bedeutung geringer iſt als die mancher Dörfer; ſcheidet man dieſe aus, ſo werden die Reſultate der Tabelle nicht nur ſachlich richtiger, ſondern auch viel ſprechender für den Bodeneinfluß. Aus dieſem Grunde habe ich die entſchieden wichtigeren Städte mit etwas größerer Schrift drucken laſſen, und für dieſe dann beſon⸗ dere Summen gezogen, deren Reſultate ſchon merklich von denen der allgemeinen Summe abweichen. Die natürlichen Bedingungen für die Lage der Orte ſind größ⸗ tentheils nur relative, d. h. ſie ſind vergleichsweiſe mit der nächſten — 7— Umgegend günſtig oder ungünſtig. So kann z. B. in einem ſumpfigen Terrain ſchon ein flacher Sandhügel als relativ guter Baugrund bezeichnet werden, der auf einem feſten Granitgebiet geradezu als un⸗ günſtig anzuſehen wäre. Die Ausfüllung dieſer Spalte in der Ta⸗ belle iſt daher auch ſtets nur ſo relativ zu verſtehen. Wo die ganze Gegend guten Baugrund darbietet, wie in den meiſten Gegenden, wo feſtes Geſtein bis zur Oberfläche reicht, da läßt ſich oft nicht eine beſondere Stelle als vorzugsweiſe durch guten Baugrund begünſtigt hervorheben. Die Stadt hätte rückſichtlich des Baugrundes ebenſo gut an einer andern Stelle entſtehen können. Wo dagegen zwei Ge⸗ ſteine aneinander grenzen, deren Feſtigkeit ungleich iſt, da iſt häufig ſchon eine Auswahl in dieſer Rückſicht erkennbar, noch deutlicher wird das, wenn ein feſteres Geſtein kleine inſulare Gebiete in einem— minder feſten bildet. Von ſelbſt verſteht es ſich, daß die Ungunſt des Baugrundes, wie manche andere ungünſtig wirkende Umſtände, durch Kunſt oft überwunden werden kann, wenn andere Bedingungen überwiegend für eine beſtimmte Stelle des Anbaues ſprechen, wie z. B. in dem Falle von Venedig. Auch eine negative Urſache iſt zuweilen erkennbar: die Orte ſind manchmal vorzugsweiſe auf minder fruchtbarem Boden erbaut, indem der fruchtbarere zur Feld⸗ und Gartencultur aufgeſpart wurde. Nutzbare Geſteine werden der Umgegend eines Ortes ſelten vollſtändig fehlen, findet man keine Steine zum Bauen, ſo iſt doch wenigſtens Thon, Lehm oder Erde zu, wenn auch ſchlechten, Ziegeln vorhanden, oder Sand zu Mörtel oder zum Scheuern und Streuen; genug, es ſind geradezu nur ſeltene Ausnahmen, in welchen der Boden einem Orte gar nichts zur unmittelbaren Benutzung darbietet. Solche beinahe nie fehlende nutzbare Lagerſtätten ſind aber in der Tabelle nicht berückſichtigt, vielmehr habe ich die Spalte nur dann ausgefüllt, wenn irgend ein Mineralproduct der nächſten Umgegend des Ortes, entweder unmittelbar oder mittelbar,(nach ſeiner Ver⸗ arbeitung) zum Handelsartikel wird. Dahin gehören z. B. Kohlen aller Art, Steinſalz, Erze aller Art, Dachſchiefer, Alaunſchiefer, Bauſteine, Töpferthon u. ſ. w. Unter Geſteinsgrenzen iſt wie erwähnt durch eingedruckte Zahlen mit Potenzirungsſtrichen die Mannichfaltigkeit der Geſteins⸗ bildung in der nächſten Umgegend des Ortes auszudrücken verſucht worden. Wie die einzelnen Geſteine und Formationen auf den Anbau wirken, ergibt ſich aus der ſpäter folgenden Tabelle II, weshalb hier(in Tabelle 1) die Geſteine nicht genannt ſind. Die Art der Geſteinsbegren⸗ zung hat aber offenbar einigen Einfluß auf die allgemeine Configuration der Gegend(z. B. das mehr oder minder Romantiſche der Land⸗ ſchaft) und auf die beſondere Form des Bodens. Dieſe letztere iſt in der Tabelle durch die drei Rubriken beſondere Thalform, Thal oder Flußverbindung und feſte Lage zur Darſtellung gebracht. Unter beſonderer Thalform verſtehe ich allerlei Begünſti⸗ gungen des Anbaues, welche durch locale Thalerweiterung, ſanfte Böſchung oder Terraſſirung eines oder beider Gehänge, oder durch ähnliche Umſtände hervorgebracht werden. Die Thal⸗ oder Flußverbindung wirkt nicht nur gewöhn⸗ lich auf die beſondere Thalform zurück, ſondern ihr Vorhandenſein erleichtert auch häufig den Verkehr, entweder dadurch, daß mehre ſich vereinigende Thäler geeignete Landwege darbieten, oder dadurch, daß ſchiffbare Flüſſe einen wichtigen Stapelplatz bedingen. Die feſte Lage, welche früher einen ſo großen Einfluß auf ie Anlagen der Orte ausübte, hat größtentheils ihre Bedeutung ver⸗ loren, ja ſie iſt im Gegentheil häufig zur ungünſtigen, den Verkehr erſchwerenden Bodenbedingung geworden. Sie iſt daher in Deutſch⸗ land in der Regel nur eine hiſtoriſche(einſt vorhanden geweſen), aber nicht mehr wirkende Urſache⸗ Die feſte Lage kann aber bedingt ſein entweder dadurch, daß der Ort ſelbſt ſchwer zugänglich iſt, oder da⸗ durch, daß er ſich im Schutz eines feſten Schloſſes angeſiedelt hat. Der letztere Fall iſt für die Neuzeit der günſtigere und gilt ſelbſt für ziemlich große Städte, wie z. B. für Gera. In der Spalte Quellen ſind wieder nur beſondere Quellen berückſichtigt, wie ſie ſich eben nicht häufig vorfinden, ſo z. B. nutz⸗ bare Mineralquellen, Salzquellen, oder auch ſehr reichliche und vor⸗ zugsweiſe gute Quellen, in einer übrigens an guten Quellen armen Gegend, wie bei Mühlhauſen und Erfurt. In dieſer Spalte wäre es vielleicht zweckmäßig geweſen, auch die Ungunſt der Natur durch Zeichen auszudrücken. Gutes Waſſer iſt ein ſo wichtiges Lebensbe⸗ dürfniß, daß eigentlich jeder Ort damit verſehen ſein ſollte, da das nun aber nicht der Fall iſt, ſo ſind allerdings diejenigen ſehr zu be⸗ klagen, welche an gutem, oder überhaupt an Waſſer Mangel leiden. Leider würde es mir aber zu ſehr an Material fehlen, um für dieſe ungünſtigen Zuſtände mich nur einigermaßen der Vollſtändigkeit nähern zu können. Unter Terrainabſchnitt verſtehe ich die Begrenzung jeder nicht lediglich localen, ſondern auf eine ziemliche Länge oder Oberfläche ausgedehnten beſonderen Bodengeſtaltung, welche auf die Verkehrs⸗ formen oder Richtungen einigen Einfluß hat. Dahin gehören alle deutlichen Gebirgsränder, aber auch ſchon die minder deutlichen Gren⸗ zen eines Hügellandes gegen die Ebenen oder die äußeren Ränder von Flötzplatten. Die Lage in der Mitte eines Beckens iſt offenbar von ganz beſonders großem Einfluß auf die Entwickelung größerer Städte. Sie gehört zu den wichtigſten Bedingungen ihres Entſtehens und Wachſens. Von der Geſtalt, Lage und namentlich Größe des Beckens — — 9„— hängt natürlich die Stärke ſeines Einfluſſes ab. Manche Becken ſind nur bedeutende Thalerweiterungen, ſo das von Dresden, andere entſtehen durch Ausbuchtung eines Gebirgsrandes, oder durch mehr⸗ fache Vereinigung flacher Thäler, noch andere beherrſchen gleichſam ganze Länder, wie das von Paris. Solche große flache Boden⸗ ſenkungen ſind gewöhnlich mit tertiären Ablagerungen erfüllt. Darum liegen Paris, London, Wien, Mainz, Bordeaux u. ſ. w. auf tertiären Schichten. Es gibt aber auch Becken, in denen ſich wegen der be⸗ ſondern Flußvertheilung und mehrfachen Beckenabtheilung keine ein⸗ fache Mitte auffinden läßt, oder welche wieder in kleinere Becken geſchie⸗ den ſind; in ihnen pflegen mehre ungefähr gleichwerthige Städte die Mitte zu vertreten, ſo im Thüringer Becken: Erfurt, Weimar, Gotha und Mühlhauſen. Aehnlich im Rheinbecken Frankfurt und Mere— Die Tabelle für die Städte Thüringens enthält auf. dieſer noch zwei beſondere Spalten, deren hier gedacht werden muß. Zunächſt ſpielt in dieſem Gebiet der Kalktuff eine intereſſante Rolle in dem Localiſirungsproceß der kleinen Städte, von denen 9 auf dieſem, obwol ſo wenig verbreiteten Geſtein gefunden werden. Die Urſache davon iſt offenbar eine doppelte. Kalktuff bildet nicht nur einen leicht bearbeitbaren feſten Baugrund, ſehr bequem für Kellerräume, die man ohne Seitenmauerung in ihn aushauen kann, ſondern er liefert überdies auch einen ganz vortrefflichen Bauſtein. Die maſſiven Häuſer wachſen hier geradezn aus dem Hohlraum der Keller auf. Noch weit wichtiger und merkwürdiger iſt aber in Thüringen der Einfluß der Erhebungslinien auf die Vertheilung der Städte. Von 101 Städten, welche überhaupt im Gebiet meiner geognoſtiſchen Karte von Thüringen vorhanden ſind, liegen nicht weniger als 28 und darunter die bedeutenderen auf ſolchen Linien, in denen gewiſſe feſtere Schichten, beſonders die des Muſchelkalkes, mit aufgerichteter Stellung zwiſchen oft weniger feſten hervor treten. Nicht blos der relativ gute Baugrund, den dieſe Linien häufig darbieten, ſondern auch feſte Lage, Quellenreichthum und eigenthümliche Oberflächengeſtaltung (Terrainabſchnitte) ſind offenbar die Urſachen dieſer Thatſache. Ich habe in meinen Städtetabellen keine beſondern Spalten für romantiſche Lage, Fährſtellen oder Furten(an Flüſſen) und Gefälle für Mühlen der Maſchinen eingerichtet, obwol auch dieſe Umſtände in einzelnen Fällen einen bemerkbaren Einfluß auf die Lage kleiner Städte gehabt haben. Sie erſchienen mir theils zu vereinzelt, theils zu häufig und an ſich minder wichtig. Romantiſche Lage und Ge⸗ fällſtationen fallen überdies ſehr gewöhnlich mit Terrainabſchnitten, Erhebungslinien und feſten Punkten zuſammen. Namentlich zeichnen ſich die Ränder des Thüringer Waldes ſehr durch Combinationen dieſer günſtigen Bedingungen aus, wie denn überhaupt alle Ränder ſteil aufſteigender Gebirge aus mancherlei äußern und innern Grün⸗ — 10— den beſonders romantiſche Scenerien darbieten, zugleich aber auf die Natur der Waſſer⸗ und Landwege einwirken. Manche der angezeichneten günſtigen Umſtände waren freilich bei der Anlage der Orte gar nicht bekannt und folglich auf dieſe ohne Wirkung, aber ihr Bekanntwerden übte ſpäter Einfluß auf die Ver⸗ größerung. Alle rein hiſtoriſchen Urſachen der Lage oder des Em⸗ porblühens der Städte habe ich in der Tabelle unerwähnt gelaſſen. Sie ſind es, die die Anweſenheit mancher Städte an ſolchen Punkten erklären, wo die Natur gar keine beſondere Veranlaſſung zur Anſie⸗ delung gegeben hat. Dahin gehören: Der Froße Abſtand natürlicher Punkte(durch ihn entſtanden zuerſt Wirthshäuſer, Poſtſtationen u. dergl.), Länder⸗ oder Zollgrenzen, die Laune eines Herrſchers u. ſ. w. Oteee Motiven des Anbaues ſind natürlich am meiſten dem Wechſel unterworfen; ſie gehören bei manchen Städten nur der Vergangen⸗ heit an, während ſie bei andern eine größere Zukunft verſprechen, ſo bei Rieſa in Sachſen, dem Kreuzpunkte zweier Bahnlinien und zu⸗ gleich an der Elbe. Aber auch manche natürliche Bedingungen un⸗ terliegen dem Wechſel, nehmen in ihrer Wirkung ab oder zu. Wir haben bereits die feſte Lage als eine für die Zukunft deutſcher Städte nicht mehr günſtige Bodenbedingung kennen gelernt. Auch der Werth vieler mineraliſchen Rohproducte iſt großen Schwankungen ausgeſetzt, nicht nur kann ihr Preis ſteigen oder ſinken, ſie können durch Con⸗ currenz unnütz werden; ſondern manche nutzbare Lagerſtätten ſind auch dem gänzlichen Abbau in vorausſehbarer Zeit unterworfen. Es ergibt ſich aus dieſen Tabellen jedenfalls ſo viel, daß die natürliche Lage ebenfalls eine wichtige Bedingung für das Daſein und Aufblühen der Städte iſt und zwar eine ſolche, die man faſt nie total ändern, wenigſtens nie in ihr Extrem verwandeln kann. Manche Orte können durch hiſtoriſche Vorgänge zu großen Städten werden, andere nie. Auch der ausdauerndſten Mühe eines Regenten würde es nicht gelingen, Dingelſtädt oder Breitenbach in Thüringen, Altenberg oder Marienberg in Sachſen, in Städte erſten Ranges zu verwandeln. Dagegen könnten Dresden oder Erfurt unter Umſtänden recht wol Hauptſtädte Deutſchlands werden, d. h. ihre Lage würde ſie nicht daran verhindern. Der Staatsmann faßt freilich zunächſt den facti⸗ ſchen Zuſtand ins Auge, aber auf die Handlungen, welche für die Zukunft berechnet ſind, ſollte auch die von der Natur gegebene oder verſagte Möglichkeit, Gunſt oder Ungunſt von Einfluß ſein. Zur leichtern Orientirung ſind die Städte in Tabelle I nach den Kartenſectionen geordnet, überhaupt aber ſind alle Städte des ganzen Kartengebietes aufgenommen ohne Rückſicht darauf, welchem Lande ſie angehören. Es verſteht ſich von ſelbſt, daß ein ſolcher tabellari⸗ ſer Verſuch noch Manches zu wünſchen übrig laſſen und der Berich⸗ tigung hier und da bedürfen muß, da er theilweiſe nur aus der Erinnerung ausgefüllt werden konnte. —— Tabellel. . 8 S 8 Städte“ oder BSSSeS 5 5 ½ESe andere Hauptorte. S' 2N S5 8 3₰ Section VI. Rothenburg........ 1-——q 1——— Gorlitz.......... 1j— 2 1— Niesky..........——————— Weißenberg........ 1—— 1———— Bautzen.......... 1—— 1— 11——— Wittichenau........—————————— Oſtritz...........—— 2 1——— Hirſchfelde.........—— 2 Il 1= Reichenbach........——— 1— Bernſtadt.......... 11——11———— Herrnhut.......... 1—2—————— Löbau........... 1— 2 1— 1—— Neuſalza......—=11= Georgswalde........———u—-——-—— Rumburg.........—— 2— 1—— Schluckenau........—— 2 lI 1——— Sebnitz...........——— 1——— Reuſtadt..........——— l 11—— Biſchofswerda.......— 2 1 1———— Section VII. Kratzau...........—— 3 1= Grottau..........—— 3—————— Zittau...........— 1 2 1l 1—— 1 Gabel...........———— 11 ʃ—— Haida..........1——=-—— Böhmiſch⸗Leipe...... 1——————— Kreibitz...........—— 2— 1———— Böhmiſch⸗Kamnitz.....—— 2[—— 1——— Sandau..........—— 3— 1——— Neuſtadtel.........———————— Benſen.......... 1— 2' 1———— Tetſchen.......... 1— 2 lI 1l 1 Wernſtadtel........— 2——————— Section N. Kamenz........... 1 3 3 1——— Pulsnitz..........— 1——1————— Königsbrück........ 1— 2 1— 1——— Ortrand..........——— 1————— Radeburg......... 1— 3 1 1 1—— Großenhain........— 2' IT 1——— Rieſa............—— l=-I=SW==- 8.. „ ₰ S. 3 8 Gtabte e 23= der 58 Sns andere Hauptorte. 5 58 8 5 Lommatzſch......... 1——————— Stolpen.......... 112——n——— Hohnſtein......... 1 13— 11——— Wehlen..........— 1——11——— Lohmen...........—1————-—-— Pirna...........— 1i12 mm u— 1 /— Radeberg......... 1— 2 1 11—— Dahna........... 11— 2 i—444——— Dresden.........——— 11=—= m Moritzburg.......—— 2—————— Tharand..........- 1 66 1 un 1—— Wilsdruff.........—— 3 11——— Kötzſchenbroda.......————————— Meißen..........—— 3 1 n—— Noſſen........... 1——— Siebenlehn.........— 1 3 1————— Section XI. Schandauaua....-—1 n— 1—— Königſteen.... 1=— um——— Berggieshübel........... 1b5-= 1=— Gotkleube...............— 3—— 1——— Liebſtadt....... 112— 1———— Glashütte.......... 12—,——— Lauenſtein.............. 1 2 1 1==— Geiſing................. 113— 1——— Altenberg...../ //.. al 3————— Zinnwald............... 2—-————— Dippoldiswalde......... 1 2 1 1——— Frauenſtieien.....— 3———— Rechenberg.../...— 3—————— Freiberg........:.... m-ä11=——— Brand..................—=———-— Sayda...............— 2-— Auſſtg................ 1321 S 1——— Lohoſitz...............—— 1 1——(— Leitmeritz.........— 3 u—— 1— Thereſienſtant....—— 1i1 i—— Trebnitz............. 13 1———— Teblit................. 44 u— 1 Ouxr................. 1———— Bilin................ 1— 1 M—— Brüx.................:——— Olbernhau....... 1-— 11i—-——— Katharinenberg......... i—- u—— Görkau................ 132— 1——— Kommotau...: ꝙ......... 1 12 1—— 1=- I1 Städte oder andere Hauptorte. Guter Baugrund. Nutzbare Ge⸗ ſteine. Thalform. Thal⸗od. Fluß⸗ Beſondere Verbindung. Feſte Lage. Beſondere Quellen. Terrain⸗ abſchnitt. Beckenmitte. Section XII. & — 1ℳ — — ☛ . . . . — Ill Wechſelburg............. Lunzenau............... Geithain.............. Kohren................. Frohburg............... Borna.................. Lobſtadt... Altenburg........ Section XV. Oederan............... Lengefeld................ Zſchopau............. Schellenberg............ 3 ökſ“ L==IIIII==IIIII=IIIIIIIILI LI 111 = 1—! O S0 — 1⸗öbu—ðb l— — 1— — 1- 1118! 1— I 141— 1Bll==I-IIIII lS 114— 111-1—=LI- IIII=I 1LIILIIAIIAILIIIIIIIIAIIIKIIIIIII 111I 111I LA LEIIIIIIIIIIILIIIIIIIIIIIIII114 IAIIAIAIAIAIAIAIIIIIIIIIIIISISIIAII 1I I 11 11I — 8* ——————⸗L⸗CC—C—C—C— 2—— 9. 8 n„. 8 Stäidtet SS oder 3 2 SSass* andere Hauptorte. 5'⁸ SSA 5 5,8 3 Frankenberg............. 1— 3 1 1———— Chemnitz....—— 2 1 11—— Burgſtäadtdaataa—— 2 1————-— Penig.....—— 3— 1 1——— Hohnſtein.............—— 4—————— Stollberrgg....———————— Lichtenſtenrnn....——— 11— 1——— Waldenbuugͤ... 1f—- 2— 1 1——— Glauchau...... v—— 2 111——— Zwickau..........- nu 2 1i—-—= 1 Gößnitz............—— 2— 1———— Zblitz........... 1 13—————— Marienbererrrg...— 1— 1———— Sebaſtiansbeereg......—- 1— 1————— Preßnititzz...— 1—— 1———— Sonnenberrr....—1— 1————— Jöhſtadt.„ ee————————— Wolkenſtein...—————(Ul 1—— Annaberg..— n 3 1————— Phum................————————— .............—— u 3—-——— Eehenteſcdersvorf.........- 1112—————— Schlettau....——[2 11———— Scheibenbelg......- 13—-————— Elterlein................—— 2———— Zwönitz......- 1— 11— 1—— Grünhain.........———1—-——— Sohwarzenherg....—— 1 1[4 11—— Löfnihl...—-— 1 2—————— Ale....................— 13 1 1———— Hartenſtein....—— 2 1— 1——— Schneeberg......— I 2 111——— Neuſtädttl....— 1— 1————— Wildenfels........- 114— 1 1——— Kirchberg.....——— 1 11————— Eibenſtch.........— u 2 1——-—— Auerbach.....—— 2 1———— Section XVI. Klöſterle........../......—— 3 1 1— 1— Kupferberrg.......-1 3—————— Ober⸗Wieſenthal........— 1[2 II 1———— Gottesgabe.........—— 2— 1———— Joachimsthll.......— 2 1-— 1——— Neuſtaatdt.—- 2 1————— Schlackenwerht....—— 3 i 1—-— 41— Platten............. 1 12—=-—— 1— —— 1 1 1 1 Städte oder andere Hauptorte. Guter Baugrund. Nutzbare Ge ſteine. Geſteins⸗ grenzen. Beſondere Thalform. Thal⸗od. Fluß⸗ Verbindung. Feſte Lage. V Beſondere Quellen. Terrain⸗ abſchnitt. Beckenmitte. Johanngeorgenſtadt....... Neudeck................. Graslitz................. Karlsbad............ Glnbogen............. Falkenau................ Goſſengrün.............. Maria Kulm........... Section XVIII. Leipzig............. Zwenkau............... Schkeuditz............... Markrannſtaͤdt......... Lützen.......:........ Pretſch................. Merſeburg............. Dürrnberg.............. Weißenfeel.. Lauchſtädt.............. Schaafſtädt.............. Mücheln............ Freiburg................ Querfurth............... Nebra................. Meußelwitz.............. Mölſen................ Droiſig................. Eiſenbherg............. Bürgel........ͦ........ Kamburg.............H.. 1IIIII 44— = Il=I==IIIII 12lwew 1121 111—- 1-——=-- 4 ll=-rllll 1-8! Ilsli 4 LILII —1 LIII Al 11=é=l IIIiInneSes unln 11111—ln — 1—1IIiIlliiIllI -IElIIilltillliil RIIIIIIIIIII 1IIIIIIIIILliItbl — G 8 Stadte 25 2 3 5 8 3 2 32 S 8 5 Z vder 5 andere Hauptorte 5 5 3 S 5 ee 3 SE B0 Section XIX. Schmöllln... Crimmitzſchuau..... Werdau....R........... Ronneburl.. Großenſtein....... Langenbeerel...... Gerr.... Weida....... Hohenleuben........... Münchenbernsdorf..... Kloſter Lausnithzt..... Rodq................... Kahlll....... Orlamündde..... Neumark............... Reichenbach...... Meyra........... Netzſchkau.... Greiz............... Lengefenn.... Treuen................. Thoßfeld........... Plauen........... Pauſa............. Zeulenroda... Mühltruff.............. Tannung... Section XX. Schönecht... Adorf.................. Marf»Neukirch........ .„....... — 11-I-II—! Bͤon“ LEIIIEEIIIIII==III-= LLIIILLLle= =111-1=III=ennl!——I — LIIIIIIIIIIIAIIIIIIIIIILIIIIIIILILILIIII LAIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIAIIII IAIIII=IIIIIIAIIIIEIIANIILLIIIILII=AIII 1-111-4bö—1b11=11— 1= 1- 11=I1III1 ,—= e eee e eeeR lI 2Sel 11=tll 111Il 1III 1-IAII l —= ——— -1==I 1i 17 Cotta, Deutſchlands Boden.(Beilagen.) . 8 ASA 5 Städte 2 SASE 5 88 85SS5E533285 oder 81535585Eö=éSS ES85 8 d ortt. 5 5 55,5 5 8 6 5* 1 48 5 andere Hauptorte. 5'⁸ AA 5 8 3 2 Ober⸗Kotzau....—— 2— 1——— Gefell.................- 12—————— Hirſchberl......—— 2 1———— Selbiittitthyh...—— 3 11———— Schwarzenbach am Main.-— 3—— 1—== Schauenſteen...—— 12—— 1——— Lobenſtin.....—-—— 3 1—1——— Lichtenber.....— 1I 3 1—1——— Steben................— u 2 1————— Nordhalbben....————————— Nailqa................. 3 1[2' 1———— Schwarzenbach...- 1 2——1——— Helmbreche...————————— Enchenreuuu.... 12—————— Preſeck................M.————————— Eger..... 1— 3 1—— 1——— Franzensbrun......—— 2——— u—— Waldſaſſſſen....———1————— Arzberg................— I 3 1———— Hohenberg............— 1 4 1—n——— Elſtra...............—— 2 1———— Selb..................— 1 2 D 1——— Thierſtein.............—— 2—— 1——— Thiersheim.....— 1 14 1—1—— Redwitz........:.......— 1. 4“ 1————— Wunſieddeel....— 1 13 n————— Markleuthen............———1————— Kirchenlamitt....— 11— 1— 1——— Weißenſtaadnt...' 1*2 T 1———— Sparnec............——-- I1=n—— Münchberg...........—— 2 11———— Gefrees.................—- 1 3—————— Leugaſt...............—— 1————— Grafenhin...—— 3—————— Kupferber..— 1[3 1————— Stambach....:.......——[2 1————— Zell.................—— 3g3—————— Markt Schorgaſt.....——[2 1u1————— Berneck...............—— 4 1l 1— 1 ˙— Goldkronach.....- 1 4 11——— 1— Wiersberr...— 1 5 1 1— 1— Ludwig Schorgaſt....—— 3 1 1— Summa 299 51 107 209 188 130 112] 22 19 8 Größere Orte 38 12 13 29 36 28] 25/ 2 5 8 — 82 4—2 2. 8„. Städte 32 andere Hauptorte 5 5SBSZSee . S A S5 5 Sertion Erfurt. Sondershauſen.........—— 3 1 1-1M= Schernberg..............————;—————— Schlotheim...........—— 2 1—- 1 Großen⸗Ehrig.......... 11= 2——-—— Klingen............... 1 4—11————— Greußen.............. 1— 1——— 1— Kindelbrüch.............—— 1=—— Frankenhauſen........- I 3 i in Heldrungen............——— 1— i—— Artern........... Ien 3 i 1 In= 1 Allſtedt.................—— 2 1— 12 1== Weißenſee.............——— 1——— 1—— Sömmerda...........—— 1 1-=— Cölleda.........:.......—— 2—— 1—— Bachera................—— 2=—- 1M= Raſtenberg............. 1- 3—— 1=iM- Thamsbrückck....——1-—18— 1-— Langenſallla... 1 2 i==S= i u— Graͤfentonna............. 1 1I2 1——-— 1— Tennſtädt............... 1 12 1— 1— i Gebeſee..............—— 2 1—— 1—— Reumark..............—— 1———— ᷣ-— Buttelſtedt....——1-=—— Buttſtedt...............——— 1—ℳN—— Gotha...............—— 2 i1 1 n=1 1 Erfurt............————— 1 1 fl Weimar............... 112 i 1===1 1 Section Undolstadt Georgenthal.............—— 4——— Ohrdruff...............—— 1——— 1u—— Mühlberg..............—— 2 1—=— I Arnſtadt........ ꝙ.......—— 2 11— 11 1 Plauen.............. 1—- 2 I I /=—— Stadt Imr... ö—— 21—-———— Kranichfeeell...... 11— 2 1— 1——— Tannroda...............——- 1 11 i-8S—-- 1 Berka.................—— 3'' 11 1M,—— Blankenhain.......== emda.................——————— Mudolſtadt,.........—— 3— Schwarza..........——— 1-— uhI..............—u 4 1= 1 Zella...............——— 1——, Mehlis..............= l A 1 linie. Erhebungs⸗ 1 111—— — 1— 1——Y— 11 1— I —— 1111—!— Städte oder andere Hauptorte. 19 Guter Baugrund. Nutzbare Ge⸗ ſteine. Geſteins grenzen. Thalform. Thal⸗od. Fluß Verbindung. Muſchelkalk⸗ grenze. M. Becken. Kalktuff. Erhebungs Quellen. Terrainabſchnitt. Schleuſingen....... Hildburghauſen........ Elgersburg.... Ilmenau............. Langewieſen..... Amt⸗Gehren........... Breitenbach........... Schwarzburg............ Saalfeld............. Blankenbuurg.... Eigfeld................. Königſee............... Gräfenthal.............. Probſt⸗Zellla... Ludwigſtanand+t. Leheſten................ Leutenberg............ Section Eisenach. Heiligenſtadt......... Beuern............ Allendorf.............. Dingelſtedt...........H Wanfried............... Mühlhauſen......... Treffurk.............. Kreuzburg..... Eiſenach............ Markſuhl....... ͤ....... Berka.................. Section Meiningen. .„ Schweina...........c. Salzungen........ Bacha....... Herges Vogtei... Schmalkalden.. Benshauſen.... Schwarr... Waſunen... Meiningen......... 2 IIL S 1LL=L 1 iiUEiinlilhlli = IiIII⸗lIbi=l —— 4 IIIII ie II EII = 2 5 1=A 1— 1— I A= L=l 1——-—l 1IAene l lS PlI 1 II=ItIki 1— — 1 III Ul E 11IIISlll e —1= IIIiI 1LLLSég=SI 111-=Sll III Summa 84 Größere Orte 24 — ᷣ — - 1 — d0 —u¹ 0 d—— — linie. LIII=lIEntl —ę—ę—Q—QCQꝭC.ꝑ—— NIIIIIllllki — 8 ⁸½ ½ — 20— Es folgen mithin nach ihrer Häufigkeit die Bodeneinflüſſe ſo aufeinander: 1) Im Gebiet der geognoſtiſchen Karte von Sachſen. a) Für alle 299 Städte. b) Für die 28 größeren Städte. Geſteinsgrenzen.. 209= 0„ Thalform..... 36= 0,547 Thalform..... 188= 0,52s Geſteinsgrenzen.. 29= 0,763 Thalverbindung.. 130= 0,434 Thalverbindung.. 28= 0,736 Feſte Lage.... 112= 0,3z4 Feſte Lage..... 26=— 0,52 Nutzbare Geſteine 107= 0,54 Nutzbare Geſteine. 13= 0,340 Guter Baugrund 51= 0,17% Guter Baugrund 12= 0,315 Beſondere Quellen. 22= 0,073 Beckenmitte.... 8= 0,210 Terrainabſchnitt.. 19= 0,63 Terrainabſchnitt.. 5= 0,131 Beckenmitte. 8= 0,26 Beſondere Quellen. 2= 0%s2 2) Im Gebiet der geognoſtiſchen Karte von Thüringen. a) Für alle 84 Städte. b) Für die 24 größeren Städte. Thalform.„... 72— 0,302 Thalform„.. 23— 0,957 Geſteinsgrenzen.. 47= 0„4? Geſteinsgrenzen.. 17= 0,„„%s Feſte Lage..... 52—0,s0 Feſte Lage..... 15= 0,541 Terrainabſchnitt.. 31= 0,369 Terrainabſchnitt.. 12= 0,500 Thalverbindung.. 30= 0,35, Thalverbindung.. 12= 0,500 Erhebungslinien.. 20= 0,23s Erhebungslinien.. 10= 0,416 Nutzbare Geſteine, 19= 0,226 Nutzbare Geſteine. 9= 0,364 Guter Baugrund 18= 0,214 Quellen...... 8= 0,333 Beſondere Quellen. 15= 0,178 Beckenmitte.... 6= 0,250 Kalktuff.„.... 10= 0,11s Kalktuff.„..„ 4= 0,166 Beckenmitte 10= 0,11s Guter Baugrund 4= 0,166 Die Verhältnißzahlen ſind alſo durchſchnittlich größer für die größeren Orte und das iſt nicht unwichtig. Wenn hier die Zahlen der auf Erhebungslinien liegenden Orte von den Seite 9 der Beilagen angegebenen abweichen, ſo liegt das daran, daß dort die Fortſetzung dieſer Linien in zwei angrenzende Sectionen der Karte von Sachſen, und folglich auch alle Städte dieſer beiden Sectionen mitgerechnet worden ſind. Schließt man dagegen die eigentlichen Gebirgsgegenden des Thüringer Waldes und des Voigtlandes aus, da dieſe ihrer Na⸗ tur nach nicht von ſolchen Erhebungslinien durchſchnitten ſein können, ſo wird die Verhältnißzahl von 101:28= 0,277, eine viel größere, ſie ſtellt ſich dann auf 0,528, alſo über ½. Unter den oben angeführten Orten befindet ſich auch Remda, von welchem Elie de Beaumont in ſeinem Systeme de montagnes neuer⸗ lich(S. 1036, 1041, 1051, 1052, 1055, 1056, 1058, 1060, 1067, iſſ ſo ädte. 4 09 U„ 736 0,657 ,340 ,315 9,210 0 131 U,O52 täͤdte. 1057 O,708 ,541 0,500 0,500 ,416 6 0,334 0,333 5 0250 3 0 16 1On6s ür die Zahlen eilagen ſetzung achſen, erechnet egenden ter Na⸗ können, größert, da, von neuer⸗ ,1067 — 21— 1069, 1071, 1076, 1079, 1092, 1094, 1096, 1098, 1154, 1216, 1257 und 1325) nachzuweiſen verſucht hat, daß es in einem der Hauptknotenpunkte, ja ſogar in dem wichtigſten europäiſchen Kreu⸗ zungspunkte der Berſtungs⸗ und Gebirgserhebungskreiſe unſers Erd⸗ körpers liege. Die Bewohner dieſes kleinen Ortes werden ſchwerlich eine Ahnung davon haben, daß ſie nach dieſer Hypotheſe gleichſam den geologiſchen Schwerpunkt unſers Welttheiles bewohnen. Ein paar intereſſante Beiſpiele vom Einfluß des geologiſchen Bodenbaus auf die Lage der Städte liefert beſonders auch Nord⸗ amerika. Beinahe alle Hauptſtädte liegen an der Oſtküſte auf der Grenze zwiſchen dem Gebiet der kryſtalliniſchen Geſteine(Granit, Gneis u. ſ. w.) und ſehr neuer Ablagerungen der Molaſſe⸗ und Kreide⸗ periode. Von Süden beginnend und gegen Nordoſt vorſchreitend finden wir auf dieſer geologiſchen Grenzlinie: Columbus am Chata⸗ hoochie Fluß, Ellerslie, Knoxville, Talbotton, Macon, Melledgville (zwar ſchon ganz auf Granit, aber nahe der Grenze), Auguſta am Savannah⸗Fluß, Aiktn, Columbia(in Nord⸗Carolina), Raleigh, (in Nord⸗Carolina), Weldon, Petersburg, Richmond, Fredericksburg, Waſſhington, Baltimore, Philadelphia und Trenton, alſo 18 große Städte, wie Deutſchland nur wenige beſitzt, zum Theil die Haupt⸗ ſtädte der betreffenden Staaten. Auch Newyork liegt noch in der Verlängerung dieſer Linie und unter ähnlichen geologiſchen Verhält⸗ niſſen. Der Grund für dieſe naturgemäße Anſammlung großer Städte auf einer geologiſchen Linie iſt leicht zu erkennen. Soweit die Küſte aus jenen neuen Ablagerungen beſteht, iſt ſie ganz flach, die Flüſſe, welche ſie quer durchrinnen, ſind faſt alle ſchiffbar bis zu dem Granit⸗Gneisgebiet herauf. Hier beginnt eine plötzlliche Erhe⸗ bung, faſt alle Flüſſe bilden kleine Katarakten oder Stromſchnellen. Zwiſchen der Alleghanykette und der äußerſten Küſte konnte keine paſſendere Lage für große Städte gefunden werden, als dieſe geolo⸗ giſche Grenzlinie, wo die Gegenſätze der Ebene und des Berglandes, der kryſtalliniſchen und ſedimentären Geſteine aneinander grenzen, auf feſtem Grund in der Nähe feſter Bauſteine; in einer Lage, in der ſie Meer und Binnenland auf das bequemſte verknüpfen, während auch ſie untereinander noch leicht durch Straßen zu verbinden ſind, und wo zugleich bedeutende Waſſerkraft Gelegenheit zu induſtriellen An⸗ lagen darbietet. Eine zweite ungemein reiche Städtezone finden wir in dem Gebiet der ſiluriſchen Grauwacke zwiſchen Queenstown und Albany, hier liegen dicht gedrängt: Buffalo, Niagara, Leroy, Geneſea, Portage, Ge⸗ neva, Auburn, Syracuſe, Rome, Utica, Mohawk und Skeneotady, wie⸗ der lauter uppig aufblühende Städte, vielleicht die gedrängteſte Zone der Art auf der ganzen Erde. Die geologiſchen Gründe für dieſe Zone ſind: relative Senkung des Bodens, welche eine großartige Kanalverbindung möglich machte, und große Fruchtbarkeit des ſiluri⸗ — — 22— ſcheu Bodens, während ſüdlich devoniſche Bildungen ſich zu einem minder fruchtbaren Bergland erheben, und nördlich eine kryſtalliniſche Berggruppe vorliegt, welche wenigſtens für die Zukunft reiche Me⸗ tallproduction verſpricht.(Vergl. die geologiſche Karte zu Leyell's erſter Reiſe in Nordamerika.) Ich mag bei dieſer Gelegenheit nicht unerwähnt laſſen, daß v. Bennigſen⸗Förder ſchon 1845 in einer Abhandlung„Ueber das Zahlengeſetz in den Geſteinsformationen, in Bezug auf Vertheilung von Thälern, Quellen, fließenden und ſtehenden Gewäſſern, Erhöhungen und Ortſchaften vornehmlich in Nordfrankreich“ einen Verſuch geo⸗ logiſcher Statiſtik gemacht hat, auf welchen ich ſpäter zurückkom⸗ men werde. Beilage 3 zu Seite 19. Beinahe alle Gebirge, welche nicht ganz allmälig in die Ebene verlaufen, ſondern eine deutliche und ziemlich beſtimmte äußere Grenze erkennen laſſen, zeigen an dieſer einen vorzugsweiſen Reichthum klei⸗ ner, meiſt gewerbfleißiger Städte, und eine ähnliche Erſcheinung wiederholt ſich auch an andern ſtark markirten Terrainabſchnitten. Die Urſache davon iſt offenbar eine mehrfache. Das Innere der Gebirge bietet gewöhnlich nur wenig günſtige Localitäten zu Anlage von Städten dar. Schon das Streben nach möglichſt gleichmäßiger Vertheilung muß ſie darum am äußern RNande zuſammendrängen. Hier wirken aber außerdem oft noch mancherlei andere Umſtände an⸗ ziehend ein, ſo z. B. das ſtarke Gefälle der Bäche und Flüſſe als Triebkraft für Mühlen oder Fabriken, die Hemmung oder Aenderung, welche im Verkehr eintritt, die bereits angedeutete romantiſche Lage, die Bergvorſprünge als günſtige Localitäten für feſte Plätze. Ganz beſonders deutlich finden wir ſolche Städtegürtel rings um den Harz und an beiden langen Seiten des Thüringer Waldes. Rings um den Harz, dicht an ihn herangedrängt liegen: Goslar, Neuſtadt(Harzburg), Ilſenburg, Werningerode, Heimburg, Blanken⸗ burg, Gernrode, Ballenſtedt, Ermsleben, Hettſtedt, Leimbach, Mans⸗ feld, Sangerhauſen, Wallhauſen, Roßla, Nordhauſen, Neuſtadt, Ilfeld, Ellrich, Walkenried, Sachſa, Herzberg, Oſterode, Gittelde, Seeſen und Langelsheim. An den Rändern des Thüringer Waldes: Neuhaus, Sonnenberg, Schalkau, Eisfeld, Schleuſingen, Suhl, Benshauſen, Schmalkalden, Herges, Schweina, Markſuhl, Eiſenach, Waltershauſen, Friedrichsroda, Georgenthal, Ohrdruff, Elgersburg, Ilmenau, Amt⸗Gehren, Königſee, Blankenburg, Saalfeld, Könitz, Pößneck und Neuſtadt. Der Ebene Grenze im klei⸗ einung hnitten. ere der Anlage näͤßiger tängen. de an⸗ iſſe als derung, e Lage, rings Valdes. Hoslar, lanken⸗ Mans⸗ euſtadt, hittelde, Valdes: Suhl, iſenach, eroburg, Könit, — 23— Aehnliche Erſcheinungen wiederholen ſich an mehren Gebirgen Deutſchlands, z. B. am Schwarzwald und am Odenwald. Beilage 4 zu Seite 19. Karl Ritter ſagt Seite 95— 96 ſeiner Einleitung zur allgemei⸗ nen und vergleichenden Geographie:„Die Uebergänge, welche die fließenden Waſſer aus den oberen dieſer trockengelegten Seeboden in die unteren machen, ſind faſt insgeſammt bei allen Strömen noch ſichtbar, mehr oder weniger charakteriſirt durch Felsengen(défilés), Zuſammenſchnürungen(étranglemens), oder häufig noch von quer durch das Flußbett hindurchſtreichenden Trümmern alter und einſt größerer Felsbänke, Riffe, Klippen, Stufen, Untiefen, welche die Strudel und Stromſchnellen(Wwhirlpools, rapids der Engländer, rapides, sauts der Franzoſen, saltos und raudales der Spanier, und Scheweren der Sibirer) bilden, und oft, wie z. B. ſo häufig in Nordamerika u. a. O., Katarakten genannt werden. Um bei den nächſten europäiſchen zu bleiben, ſo ſind es. z. B. die Saltos de Lobo der Guadiana, die Stromſchnellen oberhalb Monte Corvo im Duero, die Stromſchüſſe unterhalb Saragoſſa bei Saſtago im Ebro; die Rapides der Rhone zwiſchen den Granitbänken von Pierre Enciſe unter Lyon, die Felsbänke der Loire unter Roanne bei Iguerando, die des Mittel⸗Rheins unterhalb Strasburg, am Binger Loch, bei Sanct⸗Goar, unter Andernach; die der Elbe bei Leitmeritz, Auſſig, Rauhe Furt, Klingler und Meerſchützer Furt unterhalb Meißen. Es ſind die Donauſtrudel bei Grein, die Stromſchnellen bei Kloſter Neuburg, die Klippenpäſſe bei Tachtali, Demirkapi, Orſowa; in dem Dnepr ſind es die 15 Porogs unter Katharinoslaw u. a. m. Dieſelben Erſcheinungen finden ſich gleich charakteriſtiſch in allen Strömen der übrigen Erdtheile wieder, und ihre Beachtung wird noch zu wichtigen Reſultaten über die Geſammtbildung derſelben führen. Sie erſchweren überall die Schiffahrt, oder hindern ſie ganz, und müſſen nicht mit den eigentlichen hohen Waſſerfällen, den Katadupen, Katarakten u. ſ. w., verwechſelt werden. Dieſe nebſt den ſteilen Felsufern und den Alpenſeen charakteriſiren den oberen Lauf der Ströme innerhalb des Hochgebirges; die Stromſchnellen aber, nebſt den weiten horizontalen Seeboden und Serpentinen, den Mittellauf derſelben innerhalb der Stufenländer. Unterhalb der letzten Strom⸗ ſchnellen treten die Ströme nun in das horizontale niedrige Flachland der Erde ein, in welchem die dritte charakteriſtiſche Form ſich zeigt.“ Beilage 5 zu Seite 21. Die Urſachen der Krankheiten ſind ſo mannichfaltig und zum Theil noch ſo wenig erkannt, daß es ungemein ſchwierig iſt, den An⸗ theil auszuſcheiden, welchen der innere Bau und die Zuſammenſetzung des Erdbodens an gewiſſen örtlich vorherrſchenden Krankheitsformen nehmen mögen. Die Wirkungen des Klimas, der ungleichen Höhe, Windrichtung, Feuchtigkeit der Luft, Temperatur und deren Wechſel mögen dabei meiſt ganz vorherrſchend ſein, aber auch die Natur des Bodens übt zuweilen einen conſtanten Einfluß auf den Geſundheits⸗ zuſtand aus. Am einflußreichſten iſt entſchieden der Bodenbau auf die Ge⸗ ſundheitszuſtände der Menſchen durch die Natur der Quellen, welche ihm entſtrömen. Schon Plinius ſagte(hist. nat. XXXI. 29.): Quippe tales sunt aquae, qualis est terra, per quam fluunt, und dieſer Ausſpruch iſt völlig richtig, und recht ſchön erprobt worden durch Struve's erſte Verſuche, künſtliche Mineralwäſſer zu erzeu⸗ gen, zu denen er Geſteine verwendete. Die Natur der Quellen hängt ab von der Natur der durchſtrömten oder durchſickerten Gebirgsmaſſen. Das atmoſphäriſche Waſſer dringt überall beinahe als reines deſtillir⸗ tes Waſſer in den Boden ein, nimmt aber dort diejenigen auflös⸗ lichen Beſtandtheile der Geſteine auf, welche die Quellen enthalten. Nur darum ſind überhaupt die Quellen in ihrer Zuſammenſetzung und Wirkung unter einander verſchieden. Da nun die beſondere Natur des täglich benutzten Trinkwaſſers von ganz unverkennbarem Einfluß auf das Wohlbefinden im Allge⸗ meinen und auf beſtimmte Krankheitsformen iſt, ſo iſt ſomit auch der geologiſche Bau jeder Gegend von beſtimmtem Einfluß auf das körperliche Befinden der Menſchen. Es zeigt ſich dieſer Einfluß am deutlichſten in manchen extremen Fällen. Es gibt Orte, deren Waſſer ein Ungewöhnter durchaus nicht vertragen kann, und bei deſſen anhaltender Benutzung dann nicht ſel— ten beſondere Krankheitserſcheinungen wie Ausſchlag, Ruhr u. ſ. w. eintreten, nach deren Ueberſtehen der Organismus ſich zuweilen daran gewöhnt. Noch deutlicher aber zeigt ſich die beſprochene Wirkung bei denjenigen mineralhaltigen Quellen, welche man als Heilquellen zu benutzen pflegt. Der Menſch hat nun freilich in ſeinem Triebe, jeden Theil der Erde zu bevölkern, ſich durch ſeine mannichfachen Erfindungen von jenem ungünſtigen Einfluß in gewiſſem Grade unabhängig gemacht. Er bereitet ſich künſtliche Getränke von beliebiger Zuſammenſetzung, unter denen in neuerer Zeit ganz beſonders auch die künſtlichen kohlenſäurehaltigen Mineralwäſſer eine ſehr wichtige Rolle ſpielen. Außer durch die Quellen, ſcheinen aber manche Gebirgsarten auch noch auf andere Weiſe auf den Geſundheitszuſtand der Men⸗ und vorden erzeu⸗ hängt naſſen. eſtillir⸗ auflös⸗ halten. ſfehung vaſſers Algge⸗ t auch if das tremen ſetzung, ſtlichen een. zgzarten Men⸗ — 25ñ— ſchen zu influiren, und zwar durch gewiſſe Beſtandtheile, welche die Pflanzen in ſich aufnehmen und welche ſpäter von den Menſchen mit genoſſen werden; durch die Zerſetzungsproceſſe der Geſteine und des aus ihnen gebildeten Erdbodens, wobei ſich kleine Quantitäten gewiſſer Gasarten entwickeln; durch Gasarten, welche in Folge vul⸗ kaniſcher Proceſſe hier und da dem Erdinnern entſtrömen; durch die ungleiche Wärmeleitungsfähigkeit und Hygroſkopie der Geſteine; ſo⸗ wie endlich indirect auch durch die beſonderen Formen, unter denen die Felsarten an die Oberfläche treten, oder durch die beſonderen Materialien, welche ſie der weiteren Benutzung oder Bearbeitung dar⸗ bieten. In letzterer Beziehung brauche ich nur zu erinnern an die Natur der Baumaterialien und foffilen Brennſtoffe, an die verſchieden⸗ artigen Erzlagerſtätten und die bei ihrer Verhüttung erzeugten Gasarten. Sehr wichtig iſt auch die beſondere Beſchaffenheit des örtlich benutzten Kochſalzes. Will man doch bemerkt haben, daß der mit dem Kretinismus ſo häufig verbundene Kropf ſich unter übrigens gleichen Verhältniſſen in den Gegenden weit ſeltener zeige, in welchen man(jodhaltiges) Seeſalz benutzt, als in denen, wo Salz von gewöhnlichen Salinen in den Haushaltungen verwendet wird. Ge⸗ rade dieſe Krankheiten ſind ganz vorzugsweiſe localer Natur und des⸗ halb für unſere Unterſuchung von beſonderem Intereſſe. Deshalb möge hier zunächſt ein Auszug von Dem folgen, was kürzlich Dr. Grange daruber ſagte(Gomptes rendus T. 32. 611). Es iſt bekannt, daß der Kretinismus und der Kropf, der ihn gewöhnlich begleitet, gewiſſen Gegenden eigenthümlich iſt,— Fremde, die ſolche Oertlichkeiten beſuchen, werden oft in kurzer Zeit davon befallen, hingegen Familien, in denen der Kropf erblich iſt, verlieren ihn nach einigen Generationen, ſobald ſie nach Gegenden auswan⸗ dern, in denen der Kropf nicht einheimiſch iſt. Hr. Grange hat, zuerſt für Frankreich und einen Theil der angrenzenden Länder, na⸗ mentlich die Schweiz, Savoyen und Piemont, genaue Karten der geographiſchen Verbreitung des Kropfes und des Kretinismus ent⸗ worfen, und zu dieſem Zweck mit beſtem Erfolg die Rekrutirungs⸗ tabellen benutzt, die ſeit 30 Jahren aufs genaueſte die Reſultate der ärztlichen Rekrutenunterſuchungen angeben. Nach dieſen Berichten hat Hr. Grange die Zahl der Kretins in Frankreich auf 50,000, die der Kröpfe auf eine halbe Million geſchätzt. Ueberdies liefern ſeine Karten den Beweis, daß die Meeresufer faſt ganz frei von dieſer Plage ſind, aber daß der Kropf, mit Ausnahme dieſer Thatſache, keiner Regel unterworfen ſcheint, ſondern in Gegenden der verſchiedenartigſten topographiſchen Con⸗ figuration einheimiſch iſt. Gewiſſe Gebirgsnationen ſind am meiſten davon heimgeſucht, doch ſind ein beſonderes Hügelterrain und ſelbſt Ebenen mit geringen Unebenheiten des Bodens ebenſo wenig davon ausgenommen. — 26— Dieſe Karten widerlegen überhaupt die Schädlichkeit der meiſten Einflüſſe, beſonders der meteorologiſchen, denen man nach oberfläch⸗ licher Prüfung die Entſtehung des Kropfes zugeſchrieben hatte. Sauſſure machte dieſe Krankheiten von der Bodenconfiguration abhängig, aber die Gründe, mit denen er dieſe Behauptung ſtützt, widerſprechen ganz denen, mit welchen neuere Forſcher ihre Anſichten belegen. Er ſagt, daß in weiten Thälern, wie das Rhonethal, die Südabhänge dem Kretinismus mehr unterworfen ſeien als die Nord⸗ abhänge, und empfiehlt deshalb Anpflanzungen in der Umgebung der Häuſer, um die Luft zu reinigen und ſie vor den Sonnenſtrahlen zu ſchützen. Aber alle dieſe äußeren topographiſchen Bedingungen ſcheinen nur von zweifelhaftem ganz untergeordneten Einfluſſe zu ſein, eben ſo wenig ſcheint Armuth und Mangel das Geſetz dafür zu liefern, denn verſchiedene Localitäten, die ganz gleichartige Verhält⸗ niſſe in dieſer Beziehung zeigen, bringen dennoch entgegengeſetzte Er⸗ ſcheinungen im Geſundheitszuſtand der Bewohner hervor. Nur die geologiſche Beſchaffenheit des Bodens ſcheint nach Hrn. Grange's Beobachtungen alle jene Widerſprüche löſen zu können, welche die Verbreitung des Kropfes und des Kretinismus unter den verſchieden⸗ artigſten Verhältniſſen erzeugt. In Längenthälern wie das von Chamouny und der Iſere von Conflans nach Grenoble, deren Thal⸗ gehänge von abweichender geologiſcher Beſchaffenheit ſind, findet man den Kropf oder Kretinismus auf der einen Seite der Thäler, während die entgegengeſetzte davon frei iſt. In Querthälern, die verſchiedenartiges Terrain durchſchneiden, erſcheint und verſchwindet der Kropf abwechſelnd mit dem Auftreten dieſer oder jener geologiſchen Verhältniſſe. Das Thal, das vom Col du bonhomme herabſteigt, um ſich unterhalb der Bäder von St.⸗ Gercais mit dem Arvethal zu vereinen, das ſich bis Genf fortſetzt, bietet in dieſer Hinſicht merkwürdige Thatſachen. In ſeinem oberen, engen und eingeſchloſſenen Theil ſieht man keinen Kropf, er wird aber häufig zwiſchen St.⸗Gercais und Sallanche, wo das Thal weit, luftig und frei iſt. Von Sallanche nach Cluſe ſchließt es ſich zwar wieder, aber gerade hier verſchwindet der Kropf. In der weiten und cultivirten Ausdehnung zwiſchen Cluſe und la Bonneville erſcheint er wieder. Die beiden Abſchnitte dieſes Thales, in denen der Kropf einheimiſch iſt, ſind die freieſten und größten, aber beide durchſchneiden ſchieferigen Kalk der Juraformation und enthalten Gyps⸗ und Dolomit Maſſen. In andern Theilen Savoyens findet man dieſelben Thatſachen beſonders in der Maurienne, die in den Annalen des Kretinismus eine ſo traurige Berühmtheit erlangt hat. Indeß iſt die Verbreitung des Kropfes in den Diözeſen von Chambery und Maurienne ungleich und weit größer in erſterer als in letzterer; beinahe unbekannt in den hohen Thälern, die ihr Waſſer direct aus dem Gletſcherſchnee er⸗ ———9——— ——— ———,,— meiſten erfläch⸗ uration ſtützt nſichten al, die Nord⸗ eebung rahlen zungen u ſein, für zu eerhält⸗ zte Er⸗ dur die ranges che die hieden⸗ d von Thal⸗ et man ihrend neiden, ftreten m(ol 1 St⸗ tſetzt, kt man lanche, Cluſe Kropf. ind la Thales, röͤßten, n und kſachen ismus reitung ngleich nt in gee er⸗ — 27— halten. Sehr ſelten findet man ihn auch in den Thälern, deren Ge⸗ hänge aus Primitivgeſtein beſtehen, aus Anthracitſandſtein oder dichtem Kalkſtein. Beſonders häufig hingegen in den Theilen des Arcthales, die in den ſchiefrigen Kalk des oberen und unteren Leias eingeſchnitten ſind, und in die Gyps⸗ und Dolomitmaſſen, die dort an vielen Stellen auftreten. Zwei Dörfer des bas Valais haben, wie Hr. Dr. Grange be⸗ merkt, den Vorzug, vollkommen intact zu ſein, Saillon und Leyteron, beide auf Gneis.— Wenn man über den St.⸗Bernhard von Martigny nach Aoſta geht, ſo paſſirt man bis Orieres den Leias, und man findet den Kropf in all den Räumen, die vom meta⸗ morphen Leiasſchiefer mit häufigen Salzausblühungen gebildet wor⸗ den. Er verſchwindet, ſobald man das Thal von Entremont betritt, das von Orieres nach dem Bernhardhoſpiz führt und in kryſtallini⸗ ſchen Schiefer eingeſchnitten iſt. Am Hoſpiz ſelbſt tritt wieder die erſtgenannte Formation auf, abermals vom Kropf begleitet. Herr Grange fand ihn ganz einheimiſch in den Ebenen der Lorraine, auf Leias, buntem Keuper⸗Mergel, Muſchelkalk und bun⸗ tem Sandſtein. Unter dem Hügel⸗ und Flachland fand er noch beſonders die Salz und Magneſium enthaltenden Gebiete der Trias und des Zechſteins unter dieſem Uebel leidend. In Württemberg und im ſüdlichen Deutſchland, im Dolomit, der das nördliche England von Hottingham bis Pyremouth durchſchneidet, und in den Ebenen, die von den öſtlichen Ardennen ſich weſtlich nach dem Norden Frankreichs wenden. In dieſer letztern Gegend, dem Departement der Aisne, kommen die Quellen aus Kreide. Hr. Dr. Grange fand bei ihrer Analyſe Talkerdeſalz darin. Er beobachtete ferner, daß der Kropf gewöhnlich da auftritt, wo der felſige und an Ort und Stelle um⸗ gewandelte Boden dem Waſſer Elemente darbietet, die chemiſch reagiren und ihm gewiſſe Salze zuführen. Im Allgemeinen ſcheint die Krank⸗ heit auf Gyps und Dolomit ihr Maximum zu erreichen. In dieſen Gegenden gibt es zahlreiche Quellen, die bei Luftzufluß kohlenſauern Kalk niederſchlagen und eine immer wachſende Tuffmaſſe erzeugen. Mehre dieſer Quellen ſind ausdrücklich vom Volk als ſolche bezeichnet, die den Kropf veranlaſſen.— In Württemberg, Maurienne ꝛc. nennt man ſie Kropfquellen und benutzte ſie, um durch ihre Wirkung ſich zum Militärdienſt unbrauchbar zu machen, ſchon lange vorher, ehe man gebrannten Schwamm als Heilmittel gegen den Kropf kannte. Ein ausgezeichneter engliſcher Militärwundarzt hat aus dem Thal von Schore im Himalaja merkwürdige Berichte über analoge Erſcheinungen geliefert. Die verſchiedenen indiſchen Kaſten ſind vor⸗ ſchriftmäßig an den Gebrauch beſtimmter Quellen gebunden. Um die ſchädlichen Beſtandtheile der Kropfquellen zu finden, hat Herr Dr. Grange zahlreiche und genaue Analyſen gemacht und viele — —õ——— — 268ñ— Subſtanzen gefunden, wie kohlenſauren Kalk, die an ſich allein nicht ſchädlich ſind, aber unter dieſen gewöhnlich viel Schwefelkalkerde, oder ſehr lösliche Chlorüre oder durch Kohlenſäure aufgelöſte Kohle. Er ſchließt daraus, daß die Talkerde im Zuſtande eines löslichen Salzes die wahre Urſache des Kropfes ſei, und in vielen Gegenden ſcheint die Erfahrung dies zu beſtätigen. Die zahlreichen Einwendungen gegen dieſe Anſicht verhindern wenigſtens nicht, mit Wahrſcheinlichkeit anzunehmen, daß Kropf und Kretinismus durch gewiſſe Stoffe entſtehen, die das Waſſer aus dem Boden entnimmt. Dr. Grange citirt Beiſpiele, wo eine ganze Be⸗ völkerung am Kropf litt, mit Ausnahme einer einzigen Familie, die eine Ciſterne beſaß. Solchen Gegenden anderes Waſſer zuzuführen, wäre alſo das beſte Mittel, ſie von dieſem Leiden zu befreien und wo das unmöglich erſcheint, ließe ſich das Mittel des Dr. Coindet anwenden, das Jod. Sie würden dann ſo frei davon bleiben wie die Küſtenbewohner, die ohne es zu wiſſen Jod in großer Menge in den Meeresproducten genießen. Beide Mittel hat Herr Dr. Grange in Savoyen mit dem beſten Erfolg angewendet. Herr Dr. Grange ſchreibt alſo die Urſache des Kretinismus und des Kropfes vorzugsweiſe dem Boden(Dolomit, Gyps, Leias) und dem daraus entſpringenden Waſſer zu, dieſe Anſicht theilen aber, wie wir ſehen werden, andere Aerzte nicht. Fourcault und Chatin wollen die Urſache weſentlich in der Ab⸗ weſenheit des Jods gefunden haben, deſſen Anweſenheit in irgend einer Form hiernach alſo eine Art von Bedingung für den Geſund⸗ heitszuſtand der Menſchen ſein würde(Comptes rend. T. 33, S. 519, 544, 617 und T. 34, S. 42). Mehrfach hat ſich ganz neuerlich Herr Dr. Guggenbühl in einer Abhandlung über die Heilung und Verhütung des Kretinismus (1853) auch über deren Urſachen ausgeſprochen. Er ſagt Seite 20: „Es fanden ſich unter einer Population von 1,726,536 Seelen 5000 Familien mehr oder weniger inficirt, darunter 2000 Blödſinnige, 1500 Stumpfſinnige, 300 zwergartig Verkümmerte im Wachsthum, 1000 kretiniſch Stumme und 144 Kretinen des höchſten Grades, blos vegetirende Geſchöpfe, von Menſchen gezeugt, aber mit kaum menſchlicher Geſtalt. Wenn in der Schweiz im Allge⸗ meinen die Elevationsgrenze der kretinöſen Erkrankung auf 3000“ feſtzuſetzen iſt, ſo überſteigt ſie dagegen im ſüdlichen Deutſchland nicht die Meereshöhe von 1500 bis 2000. Iſt dieſe Grenze der Erhebung erreicht, ſagt Dr. Röſch, ſo wird das Uebel nicht nur nicht auf den Höhen und Hochflächen, ſondern auch in den Thälern dieſer Elevation nicht, oder nur in ſchwachen Andeutungen wahrge⸗ nommen. In demjenigen Theil des Landes, welcher vermöge ſeiner geringen Erhebung über das Meer in das Gebiet des Kretinismus gehört, kommt derſelbe nirgends vor auf freien und hohen Flächen. nnicht e, oder e. Er Salzes ſcheint Cndern pf und s dem Be⸗ e, die ahren, und oindet n wie age in jrange 8 und ) und aber, er Ab⸗ irgend eſund⸗ 3, S. einer ismus te 20: 66,556 2000 rte im öchſten aber Alge⸗ 3000, ſchland ze der ht nur chälern vahrge⸗ ſeiner nismus ichen. S. 36. Rheinpreußen. Daß der Kretinismus auch in Niederungen unter gewiſſen Bedingungen endemiſch vorkommt, ſtellen die neueren Unterſuchungen immer mehr heraus. Die Rheininſel Niederwörth, eine halbe Stunde unter Koblenz, gibt hiervon ein merkwürdiges Beiſpiel. Von 750 Einwohnern leidet die Mehrzahl an Kröpfen, beſonders das weibliche Geſchlecht faſt ohne Ausnahme, und zwei fremde Frauen, die früher ganz frei waren, bekamen nach kurzem Aufenthalt zu Niederwörth eine beträchtliche Geſchwulſt, und gebaren die eine 1, die andere 2 taubſtumme Kinder. Schwerhörige, Stotternde, Simpelhafte bilden den Uebergang zu den entwickelteren Formen der Kretinen, welche ſehr zahlreich ſind und ſelbſt unter ſich heirathen. Noch im kindlichen Alter befinden ſich 40 blödſinnige Individuen auf dieſer kleinen Inſel. Die hauptſächlichſten Urſachen der Endemie ſcheinen häufige Ueberſchwemmungen und die allgemeinen blutsverwandtſchaftlichen Ehen zu ſein. Ein anderer Herd des ende⸗ miſchen Kropfes und Kretinismus in der Rheinprovinz iſt die Ge⸗ gend um den Lacher⸗See, wo auch die Skropheln ſehr verbreitet ſind; zu Niedermendig, einer Ortſchaft mit 300 Einwohnern, befin⸗ den ſich 22 blödſinnige und taubſtumme Kinder; die Zahl der älte⸗ ſten Individuen nicht einmal mit inbegriffen. Großherzogthum Baden. In dieſem Lande haben aus⸗ gezeichnete Aerzte, wie Roller, Hergt, Schürmayer, Müller, Meier u. A. ſich in den letzten Jahren dieſer Sache angenommen, mit dem Wunſche, das Loos dieſer Unglücklichen zu verbeſſern. Die von der Sanitätscommiſſion vorgenommenen ſtatiſtiſchen Unterſuchungen er⸗ gaben im Jahr 1844 440 Kretinen, nämlich: männliche 227, weib⸗ liche 213, darunter 275 ausgebildete und 165 Halbkretinen. Eine neue Zählung im Jahre 1847 wies 490 Kretinen nach, was jedoch weniger auf Zunahme des Uebels in dieſem kurzen Zeitraum, ſon⸗ dern auf Rechnung der genaueren Zählung zu ſetzen iſt. S. 40. Sardinien. Im Sommer 1845 bereiſte der König Carlo Alberto die Thäler Savoyens, der Maurienne und Tarantaiſe, um ſich perſönlich von dem großen Elend zu überzeugen, welches einen beträchtlichen Theil der dortigen Bevölkerung befallen hat. Nach dem Rathe des Erzbiſchofs von Chambery, Monſignore Billet, wurde hierauf eine Commiſſion von Aerzten und Naturforſchern ernannt, mit dem Auftrage, die Zahl, Urſachen und Hüulfsmittel gegen dieſe große Landplage zu unterſuchen. Das Werk führt den Titel: „Rapport de la commission créée par S. M. le Roi de Sardaigne pour étudier le crétinisme, Turin 1848. 4.“ Es zeichnet ſich durch den Standpunkt naturwiſſenſchaftlicher Forſchung aus, indem nebſt den ſtatiſtiſchen Angaben auch wenigſtens qualitative Analyſen des Trinkwaſſers durch den Chevalier Cantu gemacht worden ſind, woraus ſich ergeben ſoll, daß die geſunden Quellen etwas Jod ent⸗ halten. Sardinien hat 4,125,740 Einwohner, wovon die Hälfte — — 39— den gebirgigen Theil bewohnt, wo der Kretinismus zu Hauſe iſt. Unter 7084 von den Geiſtlichen eingeſchriebenen Kretinen gehören 5500 Savoyen und Aoſta, 1418 der Maurienne, und 2180 dem Vallée d'Aoſta an. Eine Reiſe, welche ich nach dieſer Zählung in den hauptſächlich inficirten Länderſtrichen machte, hat mich überzeugt, daß dieſelbe eine ſehr unvollſtändige iſt, indem ganze Diſtricte nicht beachtet wurden, wie z. B. die Waldenſerthäler, und wenn über⸗ haupt blos durch Nichtärzte ausgeführt, kein ſicheres Reſultat zu er⸗ zielen iſt, indem die Entwickelungsformen überſehen und von dem Einen zu den Kretinen gerechnet wird, was dem Andern gar nicht dahin gehört. Wie bereits Dr. d'Espine von Genf nachgewieſen hat, glaube ich, daß die Zahl der Kretinen in Sardinien wenigſtens auf 10,000 ſich beläuft. S. 41. Bekanntlich hat Sauſſure zuerſt die Bemerkung ge⸗ macht, daß der Kretinismus eine beſtimmte Elevationsgrenze habe, und zwar in der Schweiz 1000 Metres oder circa 3000“ über dem Meere. Sauſſure ſetzt hinzu, daß man an einem Marktage zu Martinach aus dem bloßen Ausſehen der Beſuchenden beſtimmen könne, in welcher Meereshöhe dieſelben leben, indem ſich die Bewohner der Höhen durch ihr friſches geſundes Colorit und größere geiſtige Agi⸗ lität von denen der Thäler mit ihrer blaß⸗ und ſchmuzig⸗gelben Ge⸗ ſichtsfarbe und trägeren Bewegung auf den erſten Anblik unterſchei⸗ den. Zahlreiche Thatſachen haben ſeither die Richtigkeit dieſer Be⸗ obachtung beſtätigt, und es kann ſich Jedermann davon überzeugen, der ſich die Mühe nimmt, die an den Rhonegletſcher anſtoßenden Ortſchaften Obergeſtelen, Unterwaſſer u. ſ. f. mit dem Unterwallis, oder die ſogenannten Bodengemeinden des Cantons Uri mit dem 4000 hohen Urſeren zu vergleichen, wo ſich 1837 unter 4000 Ein⸗ wohnern nur ein Taubſtummer, aber gar kein Kretin befand, wäh⸗ rend die tiefer gelegenen Ortſchaften ſo ſehr von dem Uebel heimge⸗ ſucht ſid. Je mehr man von Martinach aus den St.⸗Bernhard hinanſteigt, um ſo mehr verſchwindet der Kretinismus ebenfalls, und in der höchſten Ortſchaft St.⸗Pierre findet ſich auch nicht mehr eine Spur davon. Die Commiſſion bemerkt dagegen:„La plupart des crétins, il est vrai, on rencontre au-dessous de 1000 mäetres, mais c'est parceque la majeure partie des terrains cultivables et des habitations se trouvent à cette hauteur. Au reste que cette limite ne soit qu'idéale et n'aie aucune influence véritable sur le développement du crétinisme, c'est ce que démontrent plusieurs villages de nos Alpes situés bien au-dessus de cette élévation Ret néanmoins peuplés de crétins.“ Dem wird aber von der Com⸗ miſſion ſelbſt an mehren Orten ihres Berichtes widerſprochen, und ſie bemerkt z. B. von Savoyen:„Le mandement de Beaufort qui occupe la partie la plus élévée de la haute Savoie se trouve en- tièrement exempte de goitreux et de crétins. Les habitans sont znuſe iſ. gehören 80 dem zung in erzeugt, te vicht über⸗ zu er⸗ n dem nicht hat, s auf g ge⸗ habe, er dem rtinach ne, in er der e Agi⸗ en Ge⸗ ferſchei⸗ er Be⸗ gzeugen, ßenden wallis, it dem 0 Ein⸗ wäh⸗ hemge⸗ ernhard 6, und hr eine art des mètres, ples et ee cette sur le usieufs évation r Com⸗ n, und fort qui We en- as Sont — 31— robustes, intelligens, et s'expatrient en grande partie pendant rhiver.“ Die Dörfer, welche hiervon eine Ausnahme machen, ſind: Albiez le vieux 1566 metres, mit 90 Kretinen und Kröpfigen; Montaimant en Maurienne 1151 metres, Braman 1256 metres, Notre-Dame de Villard 1304 métres, Albieuz le jeune 1384 mètres. Vergleicht man die Beobachtungen verſchiedener Länder, ſo ſtellt ſich klar heraus, daß die Grenze der Erhebung des Kretinismus nach der geographiſchen Lage des Landes variirt, ſodaß er in Württemberg bis zu 2000, in den Cordilleren und Anden nach Humboldt und Bouſſingault zu 14,000“„ in Sardinien zu 5— 6000“ u. ſ. f. ſich erhebt. Um in Zukunft zu noch genauern Reſultaten zu gelangen, muß namentlich auch die Erhebung über die Thalſohle und die Um⸗ ſtände, welche Kretinenorte in ſolchen Höhen begleiten, näher ins Auge gefaßt werden. Der Kretinismus kommt allerdings auch in der Schweiz ausnahmsweiſe über 3000“ hoch vor, und zwar, ſoweit ich es bis jetzt zu beobachten Gelegenheit hatte, unter folgenden Be⸗ dingungen: 1) wenn in ſolchen Höhen noch ſtagnirende Waſſer ſich befinden. So hat das Dorf Mund im Canton Wallis, trotz ſeiner die Kretinengrenze überſchreitenden Elevation, noch circa 30 degenerirte Menſchen unter 300 Einwohnern. Das Dorf liegt ganz auf Granit, wodurch der Abzug des Waſſers verhindert und eine beſtändige In⸗ filtration des Bodens bedingt wird, mit daherrührender Luftverderb⸗ niß. Man kann dort weder Lämmer noch Kälber aufziehen, ſie wer⸗ den bald ſiech und ſterben ab, wenn man ſie nicht in andere Gegen⸗ den verſetzt. Das Trinkwaſſer, deſſen ſich das Volk bedient, ließ ſchon durch das Auge Infuſorienbildung erkennen. 2) Wenn hoch gelegene Ortſchaften wieder mit Bergen umgeben, alſo in einen Keſſel eingeſchloſſen ſind, wodurch die Luftventilation gehindert wird. Das Dorf Adelboden z. B., im Canton Bern, iſt in einer ſolchen Lage, und weiſt deswegen auch trotz ſeiner Elevation den Kretinis⸗ mus auf. Die Unterſuchung an Ort und Stelle hat mich überdies belehrt, daß viele Familien an einer hereditären Melancholie leiden, welche ebenfalls eine Dispoſition zum Kretinismus begründet. Auch Zermat, am Fuße des Monte Roſa, liegt in einem Keſſel und hat Kretinen. Trotz dieſer Ausnahmen wird jedoch das Sauſuure ſche Geſetz der Elevation ſich mit obigen Modificationen immer bewähren, wenn man ganze Länderſtriche ins Auge faßt. Die Commiſſion anerkennt, daß eine Vereinigung verſchiedener Urſachen dem Kretinis⸗ mus zu Grunde liege, und daß die Geltendmachung eines einzigen und ausſchließlichen Elements auf Irrthum beruhe. Die Mittel, welche die turiner Commiſſion zur Verminderung des Kretinismus vorſchlägt, ſind: Eindämmung der Flüſſe, Austrock⸗ nung der Sümpfe, Umhauen der Bäume, wenigſtens im Umfange von 50 Metres um die Wohnungen, Gewinnung guten Trinkwaſſers, Errichtung der neuen Häuſer und Dörfer in geſunder Localität, hohes . — ͦ%ͦñ— d—ͤ————— — — 32— Taxiren der geiſtigen Getränke, Verhinderung der Heirathen zwiſchen kretiniſchen, ſkrophulöſen und rhachitiſchen Individuen im gleichen Thale, Begünſtigung des Commerzes und der Civiliſation, Errich⸗ tung einer Heilanſtalt nach dem Beiſpiele des Abendberges. S. 45. Baiern. Gleich nachdem die Bemühungen unſerer Geſellſchaft 1840 in Nr. 236 der Allgemeinen Zeitung bekannt ge⸗ geben, wurden von dem Miniſter Abel durch Reſcript vom 28. No⸗ vember 1840 umfaſſende Unterſuchungen im ganzen Lande angeordnet. Das Wichtigſte davon hat Prof. Virchow in den„Verhandlungen der phyſikaliſch⸗mediciniſchen Geſellſchaft zu Würzburg“ mitgetheilt. In Unterfranken allein kommen auf Eine halbe Million Einwohner wenigſtens ein paar Hundert der ausgeprägten Kretinen. Im bairiſchen Hochgebirg iſt die Krankheit noch weit häufiger und intenſiver, allein es fehlen noch die genaueren ſtatiſtiſchen Angaben. S .46. Oeſterreich. Dieſer Staat hat bekanntlich ſeit den glorreichen Zeiten des Kaiſers Joſeph II. das Medicinalweſen in einen höchſt blühenden und muſterhaften Zuſtand gebracht, ſodaß ſich wol erwarten läßt, die mit der öffentlichen Geſundheitspflege ſo innig zu⸗ ſammenhängende Angelegenheit des Kretinismus werde auch dort eine angemeſſene Erledigung finden. Nach Dr. Schausberger iſt längs den Ufern der Donau in Oberöſterreich die Verkrüppelung ganz all⸗ gemein, ſodaß ganze Familien nur aus Kretinen und Halbkretinen beſtehen, und Dörfer von 4— 5000 Seelen nicht Einen waffenfähi⸗ gen Mann aufzuweiſen haben. —Eine in Steiermark unter der Protection Sr. K. H. des Erz⸗ herzogs Johann vorgenommene ſtatiſtiſche Unterſuchung ergab 6000 Kretinen der höheren Grade. Der Bericht ſagt:„Der ehemalige Director des Peſther Blinden⸗Inſtituts, welcher unſere Provinz nach allen Seiten hin bereiſte, ſammelte Materialien zu einem Entwurfe für die Gründung einer Heilanſtalt für Kretinismus, nach dem Vor⸗ bilde des ſchweizeriſchen Abendberges. Der Erzherzog Johann nimmt den lebhafteſten Antheil an der Idee einer ſolchen Anſtalt und die Landſtände, welche ſchon ſo große Summen für nützliche Unterneh⸗ mungen aufgewendet haben, bieten auch für dieſen Fall die gold⸗ gefüllte Hand. Nach der Zählung von Profeſſor Langers kommen Kretinener⸗ ſcheinungen im Kreiſe Judenburg 1 auf 55. Bruck 1 auf 74. Gratz 1 auf 150. Marburg 1 auf 374. Cilli 1 auf 516 Köpfe der Bevölkerung. Merkwürdig iſt die Ausſchließung der Blinden in den Kretinen⸗ Diſtricten der Steiermark. Auf 956,863 Seelen kommen blos 95 Blinde, während Ungarn auf 500 Einen Blinden und im Ganzen 24,000 zählt. zwiſchen gleichen Errich⸗ nunſerer tannt ge⸗ 28. No⸗ geordnet. dlungen getheilt. mwohner airiſchen er, allein ſeit den in einen ſich wol innig zu⸗ uch dort iſt längs ganz al⸗ lbkretinen affenfähi⸗ des Erz⸗ jab 6000 ehemalige vinz nach Entwurfe dem Vor⸗ inn nimmt t und die Unterneh⸗ die gold⸗ Kretinener⸗ Kretinen⸗ 95 Blinde, 100 zählt — 33— S. 52. Frankreich. Auch in dieſem Lande hat die Thätig⸗ keit in unſerer Angelegenheit in doppelter Richtung begonnen. Die franzöſiſche Regierung hatte nämlich letztes Frühjahr eine allgemeine ſtatiſtiſche Unterſuchung im ganzen Lande angeordnet und Profeſſor Seur von Marſeille befürwortet in einer intereſſanten Schrift: „Visite aux enfants crétins à PAbendberg, Ct. de Berne. Mar- seille 1852. 8.“ die Errichtung von Heilanſtalten. Auf der andern Seite zog die Akademie der Medicin zu Paris die Sache in den Kreis ihrer wiſſenſchaftlichen Erörterungen und bemühte ſich, beſonders über die Aetiologie einiges Licht zu verbreiten. Ausgezeichnete Män⸗ ner der verſchiedenen Fächer nahmen an den Verhandlungen Theil. Der Chemiker Bouchardat ſuchte zu beweiſen, daß das Waſſer einen Haupteinfluß auf die Bildung des Kropfes und Kretinismus ausübe. Er beruft ſich dabei auf die Beobachtungen von Dr. M. Celland, welcher in dem indiſchen Schorethale 40 von verſchiedenen Kaſten bewohnte Dörfer unterſuchte, deren Bewohner ſich vollkommen auf die gleiche Weiſe ernähren. Das Dorf Donta, von den Domes be⸗ wohnt, hat ſchlechtes incruſtirtes Waſſer, ſtark tuffhaltig, Sand und Gries zuſammenklebend, und Alle, die davon trinken, werden kropfig. Die Brahminen dagegen erhalten ihr Waſſer aus einer Thonſchiefer⸗ quelle, durch einen künſtlichen Aquaduct geleitet und haben nicht Einen Kropfigen. Daſſelbe war früher mit den Rajpoots der Fall, ſeit— jedoch ihre Waſſerleitung durch den Krieg zerſtört wurde und ſie zum Gebrauche des ſchlechten Trinkwaſſers der Domes zurückkehren mußten, hat der Kropf unter ihnen viele heimgeſucht. Dagegen iſt zu erinnern, daß es unrichtig iſt, den Kropf und Kretinismus in ätiologiſcher Beziehung zu identificiren, denn es gibt Kropfgegenden ohne Kretinen. Der Einfluß des Waſſers auf die Kropfbildung iſt nicht zu beſtreiten, wie die ſogenannten Kropfquellen evident be⸗ weiſen, es ſprechen jedoch keine ſicheren Thatſachen von dem Einfluſſe des Waſſers auf die Bildung des Kretinismus. In Piemont waren unter 21,000 Kropfigen blos 5912 zugleich blödſinnig. Der Kropf iſt blos als ein Vorläufer oder die erſte Tendenz zum Kretinismus zu betrachten. Soweit die Analyſen des Trinkwaſſers bis jetzt vor⸗ liegen, ſtellt ſich das Reſultat heraus, daß man nicht die eine oder andere Erdart ausſchließlich als kropferzeugend anſehen kann, ſondern überhaupt ein mit erdigen Beſtandtheilen ſtark verunreinigtes Waſſer. Merkwürdig ſind die ſogenannten Kropfquellen, deren Gebrauch ſchon in ein paar Monaten einen künſtlichen Kropf erzeugt. Nahe bei St.⸗Julien in der Maurienne ſah ich eine ſolche, deren Waſſer Laub und Blumen incruſtirte und Dr. Mottard führte mir fünf junge Männer auf, welche ſich willkürlich einen Kropf damit erzeugten, um vom Militärdienſt frei zu ſein. Sollte ſich die von Dr. Ham⸗ berger gemachte Beobachtung bewähren, daß der Kropf ein Präſer⸗ vativ gegen Phthiſis iſt, ſo dürfte mit dieſen Kropfquellen ein neues Cotta, Deutſchlands Boden.(Beilagen.) 3 —— — 34— wichtiges Element in der Therapie der Schwindſuchten gefunden ſein. Die chemiſche Analyſe dieſer Quellen weiſt einen vorherrſchenden Gehalt an Kalkſalzen nach und dieſe ſind es allerdings, welche in übermäßiger Quantität den meiſten Verdacht erregen. Ich erinnere mich, als ich 1836 zuerſt den Canton Wallis bereiſte, wie groß mein Erſtaunen war über das ſtarke Sediment von Gyps, welches der Zuſatz von kohlenſaurem Baryt zu dem Waſſer der Brunnen zu Brieg, Naters, Martinach u. ſ. f. hervorbrachte, welche man als kropferzeugend bezeichnete. Dr. M. Celland ſtellt nach ſeinen For⸗ ſchungen in Bengalen folgendes Verhältniß auf hinſichtlich der Felsarten, aus welchen das Waſſer entſpringt und dem Vorkommen von Kropf und Kretinismus: Granit und Gneis, Kropf 600, Kretins keine. Glimmer⸗ und Hornblendeſchiefer, Kropf keine; Kretins keine. Thonſchiefer, Kropf ½ 36, Kretins keine. Uebergangsſchiefer, Kropf ½ 0, Kretins keine. Steatithen⸗Sandſtein, Kröpfe keine, Kretins keine. Kalkfels, Kropf ½, Kretins ½⁄2, der geſammten Population. Die Anſicht, daß Kropf und Kretinen ausſchließlich an die eine oder andere Gebirgsformation gebunden ſeien, darf man als widerlegt betrachten. Die Thatſache, daß aber dieſe Uebel in den Thälern der Jurakalkformation ſo ſelten, in den Thälern Savoyens und der Maurienne, wo die„schistes argileux, talqueux, micacés“ vorherr⸗ ſchend ſind, ſo äußerſt frequent ſind, ſcheint auf einen relativen Ein⸗ fluß der Gebirgsformation hinzudeuten und zwar nicht nur auf das Waſſer, ſondern vielmehr auf die Exhalationen der Erde, Elektricität, Feuchtigkeit und Fruchtbarkeit. S. 54. Urſache des Kretinismus iſt Alles, was ſchwächt und die Thätigkeit der Centraltheile des Nervenſyſtems depotentirt. Be⸗ kanntlich hat Herr Grange von Grenoble kürzlich die an und für ſich ſehr unſchuldige Magneſia im Trinkwaſſer als ausſchließliche Urſache von Kropf und Kretinismus angeklagt. Als die mehrfach angeſtellten chemiſchen Analyſen die Unrichtigkeit dieſer Theorie er⸗ wieſen, flüchtete er ſich auf den allgemeinen Boden, ſie ſeien an die „terrains magnésiens“ gebunden. Mit ebenſoviel Recht haben aber Andere die Kalk oder Mollaſſeformation beſchuldigt. Der ausgezeich⸗ nete pariſer Naturforſcher Bouſſingault hatte die Güte, mir kürzlich mitzutheilen, daß in den Cordilleren, wo es viele Kropfige und Kre⸗ tinen gibt, ein Thal die, ein anderes eine ganz entgegengeſetzte geolo⸗ giſche Beſchaffenheit aufweiſe. Fortgeſetzte qualitative und quantitative Analyſen des Trinkwaſſers verſchiedener Länder ſind übrigens höchſt wünſchbar und von hohem Intereſſe für die Krankheitslehre. Es iſt zu wünſchen, daß auch die Univerſitäten ihr Scherflein zur Löſung der obſchwebenden Fragen beitragen mögen. Die folgenden Analyſen haben bewieſen, daß der Magneſiatheorie kein größerer Werth beizu⸗ den ſein. ſchenden belche in erinnere vdie groß welches nnen zu nan als en For⸗ ch der ommen 6 keine. pulation. die eine widerlegt älern der und der vorherr⸗ ven Ein⸗ auf das ektricität, ächt und t. Be⸗ und für ſchließliche mehrfach orie er⸗ n an die ben aber usgezeich r kürzlich und Kre⸗ zte geolo⸗ antitative ns höchſt Es iſ ar Löſung Analyſen tth beizu⸗ — 35— legen ſei als derjenigen des Schneewaſſers, welche im vorigen Jahr⸗ hundert, als Meiners und Coxe ihre Briefe über die Schweiz ſchrie⸗ ben, aller wahren Naturforſchung entgegen ſich geltend machte, in⸗ dem die höheren Alpengegenden, wo allenfalls Schnee⸗ und Eis⸗ waſſer getrunken wird, gerade einen ausgezeichnet kräftigen und mit mannichfaltigen Talenten ausgerüſteten Menſchenſchlag aufweiſen. S. 55. Im Vallee Graiſivaudan, wo es keine Kretinen gibt, enthält das Trinkwaſſer der Fontaine du Verſond in 1000 Grammes 0,003 kohlenſaure Magneſia. Zu Coiſe in Savoyen ſteht eine Quelle im Rufe der Kropferzeugung; ihre Analyſe ergab:. Kohlenſauren Kalk, Schwefelſauren Kalk, Chlorcalcium, Organiſche Materie, Spuren. Keine Magneſia. Eine zweite Quelle, welche den Kropf heilt, enthält dagegen nebſt den Kalkſalzen 0,052 ſalzſaure Magneſia. Dies wird hinläng⸗ lich ſein, um die Magneſia⸗Theorie zu widerlegen.“ Soweit Dr. Guggenbühl. Entſchieden iſt ſomit über die Bodenſtändigkeit des Kretinismus wie des Kropfes zur Zeit noch nicht vollſtändig, obwol ſolchen Be⸗ weiſen wie der letztere kein großes Gewicht beizulegen ſein dürfte, da hier gar nicht angegeben iſt, was die kropfheilende Quelle etwa außer der ſalzſauren Magneſia noch enthält. Dergleichen Unvollſtändigkei⸗ ten ließen ſich in den Guggenbühl'ſchen Argumentationen mehre nach⸗ weiſen, obwol ſeine vielen Erfahrungen in dieſem Gebiet gewiß nicht überſehen werden dürfen. Hören wir nun auch, was Dr. Fuchs in ſeiner„Mediciniſchen Geographie“(Berlin 1845 S. 88) über die mediciniſchen Wirkungen des Bodens im Allgemeinen ſagt:„Alle Gebirgsarten, welche in den Tropengegenden eine Erhebung des Bodens über 7000 Fuß be⸗ wirken, tragen ebenſo zu einer Umänderung der Krankheitsconſtitution bei wie die, welche in der gemäßigten Zone ſich über 1400 bis 2000 Fuß erheben. Der Kretinismus hat ſeinen Hauptſitz in Ge⸗ birgsthälern, vornehmlich da, wo ſie ſich der Ebene nähern und der Fall derſelben ſich vermindert, und hierbei findet ein Unterſchied nach der Breite ſtatt; von einer beſondern Gebirgsart iſt er aber nicht abhängig, denn man findet ihn auf Urgebirg(Porphyr, Granit, Glimmerſchiefer) und auf ſecundären Gebirgsformationen: Zechſtein, Dolomit, buntem Sandſtein, Muſchelkalk, Alpenkalk, Jurakalk u. ſ. w. (ſo allgemeine Bemerkungen beweiſen oder widerlegen freilich noch gar nichts). Aus der Beobachtung, daß in Schottland das Wechſelfieber auf Thonboden und nicht auf dem dicht daneben befindlichen Kalkboden vorkomme, hat man den Schluß gezogen, der Thonboden ſei die Urſache des Wechſelſiebers. Das Wechſelfieber kommt aber auch auf andern Bodenarten, beſonders Alluvialboden, vor; deshalb iſt jener 5* — 36— Schluß mit zu wenig Umſicht gezogen. Der Thonboden kann, inſo⸗ fern er das Waſſer nicht durchſickern läßt, unter gewiſſen Bedingun⸗ gen ſtehendes Waſſer und Sümpfe bedingen und ſo Veranlaſſung zu Sumpfkrankheiten geben, zu welchen auch das Wechſelſieber zu gehören ſcheint, wenn gewiſſe klimatiſche Einflüſſe vorhanden ſind, denn es kommt weder bei zu heißer, noch zu kalter Temperatur vor. Der Kalkboden, beſonders wenn das Waſſer vielen Kalk aufgelöſt enthält, ſcheint Krankheiten des Darmkanals, beſonders Durchfälle und ſelbſt Ruhr, zu veranlaſſen; denn der Genuß von ſogenannten Mineralwäſſern erzeugt mehr oder weniger Durchfall; unter gewiſſen Regeln getrunken, dienen ſie als Heilmittelz aber der immerwährende Genuß derſelben würde unfehlbar zum Ruin der Unterleibsorgane beitragen. So findet man auf dem Alpenkalk in der Schweiz, in einer Höhe von 3000 bis 4000 Fuß, durch das tuffſteinige Waſſer häufig Durchfall und Ruhr, die im Urgebirge, ſelbſt niederer Ge⸗ birge, z. B. im Thüringer Wald, eine große Seltenheit ſind. Im nördlichen Deutſchland bedingt der fruchtbare Kleiboden eine Sterblichkeit von 1: 20, ja von 1:14, ſodaß nur durch Einwan⸗ dern die Bevölkerung ſich erhalten kann; der trockene, unfruchtbare Sand hingegen eine Sterblichkeit von 1: 48,7. Ebenſo iſt auf dem fruchtbaren Kalk und Baſalt die Sterblichkeit größer, 1:36, als auf dem unfruchtbaren Porphyr, 1: 44. Mit dieſen Erfahrungen, welche in der gemäßigten Zone erworben ſind, ſtimmt vollkommen eine Angabe von Humboldt(„Anſichten der Natur“ S. 46) aus den Tro⸗ pengegenden überein: Große Fruchtbarkeit des Bodens und Inſalu⸗ brität der Luft ſind in Südamerika wie in Südaſien unzertrennlich miteinander verbunden. Man kann demnach als Regel aufſtellen: je ſteriler und unfruchtbarer der Boden, deſto geringer, und je ertragsfähiger der Boden, deſto größer die Sterb⸗ lichkeit. Wo aber eine größere Sterblichkeit herrſcht, da folgt na⸗ türlich, daß daſelbſt häufigere und dem Menſchen gefährlichere Krank⸗ heiten vorkommen. Daß irgend eine Gebirgsart eine eigenthümliche Krankheit erzeuge, darüber fehlen bis jetzt alle Beweiſe.“ Dagegen glaubt Dr. Spengler in Ems allerdings eine gewiſſe Bodenſtändigkeit mancher Krankheiten und namentlich wieder des Kropfes nachgewieſen zu haben, wie nachſtehender dem„Deutſchen Muſeum“ für 1852 entlehnter Aufſatz beweiſt. „Daß die geognoſtiſche Eigenthümlichkeit des Bodens einen un⸗ leugbaren Einfluß auf die Flora des Landes übt, iſt überall anerkannt. Eine andere Welt bedeckt das aufgeſchwemmte Land, eine andere die Trümmer der Urgebirge und die Spitzen der Berge; ſelbſt die näm⸗ lichen Pflanzen erleiden eine auffallende Veränderung, wo ſie von Sand auf Thon oder Kalk, oder auf vielfach ausgelaugtes Sumpf⸗ land übergehen.— Daß ein ähnlicher Einfluß auch auf den Men⸗ ſe währe Mie durch waſſe ſelbſ rich Bej lich bilie Stei boder gddel Chau ſchr bekla durch Bode tiſch ange noch Feſt ſein ann, inſo⸗ Bedingun⸗ anlaſſun ſo 1 den ſind, ratur vor. aufgelöſt Ddurchfäll ſenannten gewiſſen dährende boorgane veiz, in Waſſer derer Ge⸗ n. doden eine Einwan⸗ fruchtbare auf dem : 36, al ahrungen, Alkommen den Tro⸗ H Inſalu⸗ ertrennlich zufſtellen: eringer, Sterb⸗ folgt na⸗ ere Krank⸗ terzeuge, e gewiſſe Kropfes Muſeum einen un⸗ anerkannt. uandere die die näm⸗ ſie von Sumpf⸗ den Men⸗ — 37— ſchen ſich erſtrecke, kann zwar ebenfalls nicht geleugnet werden. Aber während die Pflanzen unmittelbar aus dem Boden einen Theil ihrer Mineralſubſtanzen in ſich aufnehmen, iſt der Menſch nur mittelbar durch die Erzeugniſſe deſſelben, die Cerealien und Früchte, das Trink⸗ waſſer und vielleicht durch die Exhalationen der mineraliſchen Maſſen ſelbſt an die Bedingungen des Landes geknüpft. Man iſt daher nicht im Stande nachzuweiſen, durch welche Mittelglieder hindurch die Beſchaffenheit des Bodens auf den Krankheitsgenius einwirkt. Frei⸗ lich hat man kalkreiche Trinkwaſſer ſowie den Genuß von Vegeta⸗ bilien, welche auf kalkigem Boden gewachſen ſind, als Urſache der Steinkrankheit, der Kröpfe ꝛc. angeklagt; vulkaniſche Gegenden, Thon⸗ boden ſollen der Erzeugung von Wechſelſiebern günſtig ſein; aus⸗ gedehnte Lagen von Torf und Braunkohlen ſcheinen einen typhöſen Charakter zu bedingen, wie wir ja namentlich in letzterer Beziehung ſchon ſeit lange die Nervenfieberepidemien auf dem Weſterwalde zu beklagen haben; endlich hat man auch elektriſche Strömungen, theils durch unterirdiſche Wäſſer, die mit verſchiedenen Schichtungen des Bodens in Berührung kommen, theils zuſammenhängend mit vulka⸗ niſchen Wirkungen im Innern, als Urſache endemiſcher Malaria angeſehen. Doch herrſcht in allen dieſen Combinationen bis jetzt noch viel Willkürlichkeit und Zufall, weshalb einige Winke zur Feſtſtellung der leitenden Grundgedanken hier nicht unwillkommen ſein mögen. Vor allem muß man dabei unterſcheiden zwiſchen geognoſtiſcher und geologiſcher Betrachtung. Die geologiſche Forſchung ſtellt den Standpunkt einer Gegend feſt in der Entwicklungsgeſchichte der Erde nach allgemeinen Charakteren; die geognoſtiſche oder richtiger orykto⸗ gnoſtiſche betrachtet nur das ſich vorfindende Geſtein. Die geologiſche Stellung gibt mit Einem male die ganze 1000 jährige Geſchichte einer Gegend, ihr Verhältniß zu andern Bodenarten, ihre Unterlage, gibt die Phyſiognomie, den Charakter einer Gegend, beſtimmt ihr Relief oder ihre Flachheit, bedingt direct den telluriſchen(Quellen⸗) Waſſer⸗ reichthum, und indirect den atmoſphäriſchen Niederſchlag, qualificirt einigermaßen auch die Luftbeſchaffenheit und dadurch in weiterer Folge die Fruchtbarkeit, Salubrität und Wohnlichkeit einer Gegend. Die oryktognoſtiſche Beſchaffenheit der vorhandenen Mineralien iſt durch die geologiſche mitgegeben; nur erlaubt dieſe für ſich allein wenige Folgerungen für die Salubrität. Die Hauptkategorien der Mineralien und Felsarten finden ſich iſolirt und maſſenhaft in allen geologiſchen Formationen, ohne den conſtanten Charakter der letztern zu ändern. Die Vulkanität erſcheint und bricht durch in allen Erdepochen; Kieſel, Kalk, Thon, Steine und Kohlengebilde finden ſich in allen geologi⸗ ſchen Verhältniſſen. Auch die chemiſche Beſchaffenheit der Geſteine und Felsarten erleidet durch die Formation keine Aenderung; der kry⸗ ſtalliniſche Urkalk bis zum Molaſſenkalk hinauf beſteht gleichmäßig ——— — ————ÿye — — aus kohlenſaurem Kalk. Es bleibt nur übrig, die Bildungsgeſchichte als Urſache ſo beſtimmter und charakteriſtiſcher Verſchiedenheiten von Territorien und Landſchaften anzuerkennen. So willkürlich denn nun immerhin die Eintheilung der Erdge⸗ ſchichtsepoche nach beſtimmter Formation ſein mag, ſo ſteht doch über alle Willkürlichkeit und Zufall feſt, daß von dem Urgebirge eine all⸗ mälige Stufenreihe von Uebergängen bis zu den heute noch fortdauern⸗ den Alluvialbildungen ſtattfindet, daß beide die Extreme der Zeitepochen bezeichnen, und daß in den Formationen die verſchiedenen aufeinander folgenden Zeitepochen ſich ausgedrückt finden. Je älter die Zeitepochen, deſto mehr herrſcht die Kieſelerde vor, deſto beſtimmter geformt, deſto kryſtalliniſcher iſt das Gefüge der Steinarten, deſto dichter, härter, undurchdringlicher die Maſſe, deſto höher das Relief der Gegend, deſto mannichfaltiger die Landſchaft, deſto quellenreicher der Boden, deſto waſſerreicher die Atmoſphäre, deſto waldiger, deſto üppiger grünend das Land. Je mehr wir uns von dieſen erſten Epochen der Bildungs⸗ geſchichte der Erde entfernen, deſto mehr tritt die Kieſelreihe zurück und die Kalkreihe hervor. In der Tertiärformation iſt das Conſtan⸗ teſte und Wichtigſte, daß der Quellenreichthum faſt ganz aufhört, die Vegetation durch den trockenen Kalkboden nur wenig begünſtigt wird, die reflectirten Sonnenſtrahlen eine anomale Wärme unterhalten, und die atmoſphäriſchen Niederſchläge gehindert werden. Der lockere Bo⸗ den läßt den Regen gleich in unbeſtimmte Tiefe durchſickern, und die hygroſkopiſche Beſchaffenheit verhindert die Verdunſtung. Eine dritte, durch alle Erdformationen durchgreifende Gebirgsart iſt die Kohlen⸗ reihe, welche von der Steinkohle, dem Anthracit herauf bis zur Braun⸗ kohle und Torf, dem allgemeinen Geſetze folgt, daß, je älter ihre Bil⸗ dung, deſto härter, reiner, feſter, kryſtalliniſcher ihr Gefüge, frei von bituminöſen Stoffen, bis ſie im Torf allen mineraliſchen Charakter verliert.— Von der Gebirgsformation hängt nicht allein die Quan⸗ tität, ſondern auch die Qualität des Waſſers ab. Die unreinſten Quellen, welche die meiſten Beimiſchungen haben, kommen auf der Kalkformation vor. Aber auch der kohlenſaure Gehalt des Waſſers, jene Eigenſchaft deſſelben, welche ihm ſeinen erquickenden Geſchmack gibt, kommt hier in Betracht. Denn die Kohlenſäure fehlt dem Waſſer auf Kalkterritorien, und iſt um ſo reichlicher vorhanden, je tiefer die Urſprungsſtätte der Quelle, je reiner von Kalk, je gleichmäßiger die Temperatur iſt, findet ſich ſomit am reichlichſten in den Quellen der ältern Formationen. Diieſe Erdformationen üben nun auch auf die phyſiologiſche Ent⸗ wicklung des Menſchen einen großen und unbeſtreitbaren Einfluß. Die conſtitutionellen Körperverhältniſſe ſind abhängig von der geolo⸗ giſchen Bodenbeſchaffenheit, da es erwieſen, daß auf älteren Erd⸗ formationen ſich ein größerer Reichthum von telluriſchem und meteoro⸗ logiſchem Waſſer findet. Daß dadurch und durch die Verwitterung —— z2 eS= ——, ——--— geſchichte iten von Enge⸗ occh über eine al— tdauern⸗ tepochen inander pochen, t, deſto härter, d, deſto en, deſto grünend ildungs⸗ he zurück Conſtan⸗ fhört, di igt wind, lten, und kere Bo⸗ und dir ne dritte Kohlen⸗ Braun⸗ ihre Bil⸗ frei von Charakter e Quan⸗ mrreinſten auf der Waſſers, Heſchmac fehlt den n, je tiefer chmäßiget r Quellen iſche Ent⸗ Einfluß⸗ der geolo⸗ eren Erd⸗ meteoro⸗ witterung — 3à9— des dieſen Formationen angehörigen Felsſteines und Thones die Vegetation ſehr begünſtigt wird, iſt gleichfalls erwieſen. Es iſt mit⸗ hin auch annehmbar, daß ein üppiges Gedeihen der Thierwelt und der Menſchengattung, ein Schwellen der Formen und Säftereichthum ſich darſtellen wird: gleichwie umgekehrt bei trockenem Boden und trockener Luft in Verbindung eines unreinen Waſſers mit Ueberſchuß von Erde und Mangel an Kohlenſäure Magerkeit des Körpers und exceſſive Skelettbildung erklärlich iſt.— Nehmen wir ein Beiſpiel. England gehört größtentheils der Kreide⸗ und der Tertiärformation an,(nicht zur Hälfte) Wallis, Schottland und Irland ausnahmelos der Ur⸗ und Ueber⸗ gangs⸗Gebirgsformation. Der Schotte iſt von kleiner unterſetzter Statur und, trotz ſeiner im Durchſchnitt unſcheinbaren Größe, von einem kräfti⸗ gen und muskulöſen ausdauernden Körper, wodurch er ſich von ſeinen Stammverwandten, den Irländern, unterſcheidet, welche wegen ihrer Armuth keinen ſo kräftigen Körper haben, dagegen aber eine Ge⸗ wandtheit, die an die italieniſche Lebhaftigkeit erinnert. Die Engländer ſind durchſchnittlich größer als die Schotten und Irländer, und beſſer genährt. Die Irländer und Schotten haben eine größere Lebens⸗ tenacität und Fruchtbarkeit; ſie überſtehen daher acute Krankheiten, namentlich den epidemiſchen Typhus viel leichter als die Engländer. Im Gebärhaus zu London kommt auf 85 Geburten eine Zwillings⸗ geburt, in dem von Dublin ſchon 1: 49. Auch aus den württem⸗ bergſchen Conſcriptionsliſten ergibt ſich, daß die auf der Juraſchen rauhen Alp liegenden Aemter die größten Einwohner beſitzen, die tieferen Gegenden die kleinſten. Es ſind zwar hier umgekehrt gegen Großbritannien die gebirgigen höhern und ärmern Landſchaften die der Körpergröße günſtigſten: aber hier wie in Großbritannien er⸗ ſcheint, ohne Rückſicht auf Wohlhabenheit, Elevation und Frucht⸗ barkeit des Bodens, die überwiegende Körpergröße an die jüngere Bodenformation gebunden. So trägt alſo der Antagonismus in der geologiſchen Beſchaffenheit eines Landes ſeinen unleugbaren Ein⸗ fluß auf ſeine Bewohner über. Sowie aber die Bewohner der älteren Formationen entſchiedene körperliche Vorzüge beſitzen, ſo ſind auch die moraliſchen und geiſti⸗ gen Anlagen höher als unter den entgegengeſetzten klimatiſchen und conſtitutionellen Verhältniſſen. Wo die Organe des Willens am meiſten ausgebildet ſind, da darf man auch erwarten, daß die größte Willenskraft iſt. Es iſt gewiß kein Zufall, daß Luther, Mirabeau, O'Connell ſich in Körperbildung ähnlich ſehen und auf ältern For⸗ mationen geboren wurden(Luther auf Zechſtein). Goethe nennt Napoleon einen Mann von Granit, weil er die unerhörteſten Strapatzen, geiſtige und körperliche Anſtrengungen ertragen habe ohne Schwächung ſeines Körpers und Geiſtes. Es hat dies aber noch einen andern und tiefern Sinn, als Goethe ſelbſt ahnte: nur auf dem feſten, reinen Granit Corſica's konnte ein ſolcher Mann geboren werden! Eine erhöhte Sinnlichkeit, — — 40— das Medium der Verbindung mit der äußern Welt, und die Vor⸗ bereitung einer reichen productiven Phantaſie, mit Anlage zur Kunſt⸗ liebe und Naturbeobachtung, ſind ein natürliches Vorrecht älterer Formationen. Liebe und Anlage zur Muſik ſind Gemeingut einer ſolchen Bevölkerung, wie in dem urgebirgiſchen Böhmen und in den Alpen zu ſehen.— Es kann nicht fehlen, daß viele Einzelheiten dieſer Regel widerſprechen, da der reine geologiſche Charakter durch fremde Beimiſchungen, durch Cultur, durch Wechſel des Aufenthalts und der Lebensart, Zeit⸗ und Glücksverhältniſſe ꝛc. vielfach geſtört wird. Es ſoll hieraus auch keine phyſiologiſche Regel formulirt wer⸗ den: doch läßt ſich nicht bezweifeln, daß der Boden Einfluß übt über Körper und Geiſt der Eingeborenen, und wenn auch nicht ſtreng adäquat der geologiſchen Scala, ſo beſteht doch ein Unterſchied zwi⸗ ſchen den ältern und neuern Formationen. 4 Außer dieſem phyſiologiſchen Einfluß exiſtirt aber auch noch ein geologiſches äußeres naturnothwendiges Moment für die Pathogenoſe von Krankheiten, das neben dem innern, individuellen, mehr ſocial⸗ zufälligen beſteht. So iſt die Phthiſis(Lungenſucht) in Schweden und Finnland auffallend ſelten. In geologiſcher Beziehung iſt aber Schweden, wie kein anderes Land mehr, der ungetrübte Typus der Urgebirgsformation bis in ſeine extremſten Qualitäten ausgezeichnet. England, welches auf tertiärem Boden liegt(nur ein kleiner Theil), iſt un⸗ endlich reich an Phthiſis; in Devonſhire und Landsend, überhaupt im Weſten und in Wales, wo Urgebirgsformation, iſt die Phthiſis ſeltener und heilt dort auch leichter. London, Paris und Wien liegen auf ausge⸗ zeichnetem Tertiärboden und haben eine enorme Frequenz der Phthiſis, jede vierte bis fünfte Leiche gehört dort dieſer Krankheit. an. In Frankreich ſind Marſeille, Avignon, Amiens, Dünkirchen, Thionville, Douai, Beſancon, Lille, Montpellier durch die Häufigkeit der Phthiſis berüchtigt; alle dieſe Städte lagern aber auf Kalk, Kreide oder Molaſſe⸗ boden der jüngſten Formation. Sehr intereſſant iſt die Thatſache, daß an allen Orten der mittelländiſchen Meeresküſte, von Genua bis an die Pyre⸗ näen, die Phthiſis häufig iſt, in Hyeres und auf den Hyeriſchen Inſeln aber dieſe Krankheit ſelten wird. Ein Zug des Urgebirges vom Haupt⸗ alpenſtocke zieht ſich nämlich bis Hyeres an die Meeresküſte und taucht in Corſica und Sardinien wieder auf; die Hyeriſchen Inſeln ſelbſt beſtehen aus Gneisfelſen. Genua, auf der jüngſten Kalkflötz⸗ bildung, auf Apenninenkalk gelegen, zeigt lauter phthiſiſche Geſtalten, und in Nizza, auf Molaſſe und Kalk gelegen, iſt die Phthiſis ſehr häufig. In der urgebirgiſchen Bretagne iſt nur die achtundvierzigſte Leiche eine phthiſiſche. Malta, eine trockene, waſſerarme Inſel mit einförmigem, bröckligem Kalkſteinboden, liefert noch einmal ſo viel Phthiſiker als die Joniſchen Inſeln, die den Charakter einer ältern Formation tragen. Daß die Phthiſis auf vulkaniſchem Boden, z. B. in Rom und auf Madeira, nicht gedeiht, iſt eine längſt bekannte Sache. ——=ͤ———— Vor⸗ Kunſt. älterer einer n den heiten durch thalts eſtört wer⸗ über reng zwi⸗ ein voſe cial⸗ eden aber 8 der chnet. ſt un⸗ öt im lttener — 41— Auch in unſerm Vaterlande zeigt ſich der Einfluß der Boden⸗ bildung auf Krankheiten. Wem iſt nicht im Allgemeinen die Verſchie⸗ denheit der Taunusbewohner von denen des Weſterwaldes bekannt? In dem Main⸗ und Rheinthale gehören die Wechſelfieber zu den epidemiſchen und endemiſchen Krankheiten, während ſie auf dem Weſter⸗ wald faſt unbekannt ſind. So iſt der Kropf in allen Gegenden häufig, mit Ausnahme der Aemter des Weſterwaldes, die auf Baſalt liegen. Bis jetzt iſt es dieſer letztere Gegenſtand, der am genaueſten erforſcht iſt, indem ſich mein Freund, Doctor Falck in Marburg, der mit un⸗ getheiltem Beifalle jetzt in der Medicin docirt, ſchon im Jahre 1843 dies Thema zum Vorwurf ſeiner Inauguraldiſſertation gemacht hat. Es ſind zu dieſen Unterſuchungen die Rekrutirungsliſten von zehn Jahren verglichen worden, 1831 bis 1840. Dabei hat ſich ergeben, daß der Kropf auf vulkaniſchem Boden nicht vorkommt, wie die Baſaltgegenden des Weſterwaldes beweiſen, indem es ſich durch die Rekrutirungsliſten herausgeſtellt hat, daß keine oder äußerſt wenige Befreiungen vom Militärdienſt wegen Kropf in Orten, die auf Baſalt liegen, ſtattfinden, aber ſehr viele an Orten, die auf Thonſchiefer⸗ Kalk liegen. So wurden im Herzogthum Naſſau in den Jahren⸗ 1831 bis 1840 unter 1000 Militärpflichtigen mit Kropf behaftet gefunden, im Amte: Braubach. 28 Eltville... 14 Limburg.. 8, Wallmerod 4,3 Weilburg.. 19 Montabaur.. 13 Uſingen.. 8 Hochheim.. 4„ Runkel.. 17 Höchſt.... 12 Naſtätten. 7 Wehen... 3 Herborn.. 16,5 Langenſchwalbach 113 Diez.... 7 Rennerod.. 2,8 Königſtein. 16 St.⸗Goarshauſen 11 Hadamar. 6,8 Hachenburg 1,8 Dillenburg. 16 Wiesbaden... 9, Selters.. 6 Marienberg 0 Naſſau... 15,2 Rüdesheim... 8, Idſtein... 5,35 Reichelsheim. 0 Unter dieſen liegen die Aemter Wallmerod, Rennerod und Marien⸗ berg zum großen Theil auf dem Baſalt des Weſterwaldes, das Amt Reichelsheim zum größten Theil auf dem Baſalt der Wetterau. Die wenigen während der Rekrutirung vorgekommenen Fälle von Kropf in den genannten Aemtern ſind ſchon an ſich ſehr gering(es fehlen z. B. Notizen darüber, ob ſie nicht auswärts erworben wurden); nimmt man aber noch Rückſicht auf die Lage der Orte, ſo ſtellt ſich evident heraus, daß die wenigen vorgekommenen Kröpfe ſolchen Orten angehörten, die nicht auf Baſalt liegen. So waren die meiſten der im Amte Wallmerod während der Rekrutirung vorgekommenen Kröpfe aus dem Orte Niedererbach, welcher auf Grauwacke und Kalkſtein liegt.— Betrachten wir die einzelnen Orte, wo der Kropf ſehr häufig oder endemiſch iſt, ſo finden wir, daß von 59 Orten, die hierher gehören, 34 auf Grauwacke und Thonſchiefer, 8 auf Tau⸗ nusſchiefer, 7 auf Schalſtein, 4 auf Kalk, 3 auf Grünſtein, 1 auf Dolomit, 1 auf Sand und 1 auf Baſalt liegt. Dieſer letzte Ort iſt Niedershauſen im Weilburgſchen, woſelbſt in 10 Jahren, bei einer Einwohnerſchaft von 750, drei Kröpfige unter den Conſcribirten 66 1 — — 42— gefunden wurden. Das Dorf liegt auf Baſalt, aber rings umge⸗ ben von Schalſtein, Grauwacke und Thonſchiefer, ſodaß man dieſem letztern gewiß mit Recht die Kropfbildung zuſchreiben wird. Gewiß würden ſich auch noch bei andern Krankheiten und nament⸗ lich bei Endemien cauſale Beziehungen zu den geologiſchen Verhält⸗ niſſen unſers Landes finden laſſen. Meine Mittheilung macht zwar auf Vollſtändigkeit nicht den geringſten Anſpruch; ich müßte ſonſt die ganze mediciniſche Geographie und die ganze geographiſche Pathologie vor⸗ führen. Jedoch ſind dies im Ganzen neue Wiſſenſchaften, und für un⸗ ſer ſpecielles Vaterland exiſtiren nur obige Andeutungen. Sie ſollten auch nur im Allgemeinen aufmerkſam machen auf den innigen Zuſam⸗ menhang der Naturwiſſenſchaften mit der Medicin; ſie ſollten nur andeuten, daß die Medicin eine Naturwiſſenſchaft iſt und daß ſie erſt dadurch, daß ſie die naturwiſſenſchaftliche Methode angenom⸗ men hat, ſich der großen Fortſchritte erfreuen kann, auf die wir in der letzten Zeit ſo ſtolz geworden ſind.“ Nur Schade, daß obige Zahlenangaben ohne Kenntniß der Ober⸗ flächenräume oder Ortsſummen, welche die bezeichneten Geſteine in jener Gegend überhaupt einnehmen, einen ſehr geringen Werth ha⸗ ben. Denn da z. B. die Dolomitoberfläche vielleicht nur S0 ſo groß iſt als die Grauwackenoberfläche, ſo werden auch höchſt wahr⸗ ſcheinlich ſehr viel weniger Orte auf Dolomit liegen, als auf Grau⸗ wacke. Dazu muß man noch bedenken, daß die Grauwackenſchichten oft auch ſchwache Dolomitlagen enthalten werden, die auf geognoſti⸗ ſchen Karten nicht angegeben ſind, und dennoch einen weſentlichen Einfluß auf die Quellen haben können. Aehnliches gilt aber für alle Geſteine in obiger Aufzählung. Ohne eigene Sachkenntniß in dieſem Gebiet, konnte ich eben nur einige fremde Unterſuchungen mittheilen, die offenbar alle noch auf keine große Genauigkeit Anſprüche machen können. Zuletzt möge hier noch ein Bericht von Rud. Virchow über den günſtigen Einfluß der Bodenverhältniſſe im Speſſart auf den Ge⸗ ſundheitszuſtand der Bewohner, und über den Hungerzuſtand im Jahre 1851/52 folgen. Der Sypeſeart beſteht faſt nur aus Bunt⸗ ſandſtein. Herr Virchow, welcher im Februar 1852 mit den Herren Re⸗ gierungsräthen Schmidt und Koch im Auftrage des königlich bairiſchen Miniſteriums eine Reiſe in den Speſſart machte, um den Geſundheitszuſtand der durch die Kartoffelkrankheit in Hungers⸗ noth gerathenen Bevölkerung zu unterſuchen, ſchließt ſeinen Be⸗ richt darüber mit folgenden Worten:„Unter andern Verhältniſſen würde der angeführte Hungerzuſtand, indem er die Prädispoſition fur Krankheiten der verſchiedenſten Art begründete, vielleicht zu einer größern Hungerpeſt geführt haben. Die Speſeartorte ſind, wie ich gezeigt habe, fähig, Typhus⸗Epidemien auch ohne Hunger in ſich zu umge⸗ dieſem ament⸗ erhäͤlt var auf eganze ie vor⸗ ür un⸗ ſollten uſam⸗ mnur iß ſie nom⸗ ir in Ober⸗ nne in th ha⸗ 75o ſo wahr⸗ Grau⸗ chichten ognoſti⸗ ntlichen ber für ben nur och auf iber den den Ge⸗ and im 3 Bunt⸗ rren Re⸗ königlic hte, um Hungets⸗ nen Be⸗ hältniſſn poſition zu einet wie ich n ſich zu — 43— entwickeln: um wie viel mehr hätte ſich eine ſolche Epidemie in einer ausgehungerten Bevölkerung verbreiten können! Allein einerſeits wurde dem Hunger glücklicher Weiſe früh genug geſteuert, um die Prädis⸗ poſition nicht zu weit vorſchreiten zu laſſen, und andererſeits war es eben nicht Typhus-Wetter, keine Constitutio typhosa. Auch dürfen wir nicht vergeſſen, daß unſere ganze Unterſuchung gezeigt hat, wie die ungünſtigen Bedingungen des ſocialen Le⸗ bens in den Speſſartbergen zum großen Theil paralyſirt werden durch die günſtigen Bedingungen der Elevation des Landes und der Formation des Bodens und wie dieſe armſelige und indolente Bevölkerung, welche durch jedes einzelne Misjahr in die Noth des Hungertodes gebracht wird, doch ein Sterblichkeitsverhältniß bietet, faſt ſo günſtig, wie es die beſſern Länder der alten Welt zeigen.“ Wir wollen nun zuerſt die Data zu letzterer Behauptung, ſo⸗ weit ſolche in der Abhandlung des Verfaſſers vorliegen, dann das Weſentliche über den Einfluß des Hungerzuſtandes ſelbſt mittheilen. Der Speſſart iſt ein mit vielem Laubwald beſtandenes bergig⸗ hügeliges Hochland, deſſen Oberfläche im weiteſten Sinne zu 32, im engeren zu 19,1s Quadratmeilen und deſſen mittlere Höhe nicht über 1200— 1400 Fuß über dem Meere veranſchlagt werden kann (höchſter Berg der Geiersberg= 1900 Fuß). Im Folgenden kommen hauptſächlich die Bezirke Nothenbuch (faſt allein vom eigentlichen innern Speſſart gebildet), Orb, Alzenau und zum Theil Lohr in Betracht. Verhältnißmäßig rauhes Klima. Keine Städte, nur Dörfer. Die eigentlichen Speſſartorte, gewöhn⸗ lich in einer Lichtung des Waldes in einem mehr oder weniger tiefen Keſſel⸗ oder Felsthal liegend, umgeben von waldigen Höhen, unter denen das magere Ackerland beginnt, welches die Abhänge einnimmt. Seit langer Zeit Kartoffeln die Hauptnahrungspflanze; Viehzucht im Ganzen be⸗ ſchränkt; nur Schweinezucht im Schwunge.— Relativ außerordentlich dichte Bevölkerung mit verhältnißmäßig zu geringem Grundbeſitz. Sehr enges Zuſammenwohnen zumeiſt in relativ kleinen Häuſern, die über einem meiſt ganz überirdiſchen Keller ein einziges Wohnzimmer mit engem Kämmerlein und einer kleinen Küche haben. Wol in Folge dieſer Zuſammendrängung große Ungebundenheit des ſocialen Lebens, welche nicht ſelten zur äußerſten geſchlechtlichen Immoralität(wozu Belege mitgetheilt werden) und zu einer voll⸗ ſtändigen Auflöſung des Familienverbandes führt. Ungeachtet dieſer im Ganzen ungünſtig ſcheinenden Umſtände ſind doch die Geſundheits⸗ und Sterblichkeitsverhältniſſe im Ganzen günſtig. Der Menſchenſchlag iſt im Allgemeinen wohl gebildet und nament⸗ lich das weibliche Geſchlecht zeichnet ſich durch größere Friſche und — 44— angenehmere Form vortheilhaft vor den fränkiſchen Frauen aus. Doch kommen ſehr vollkommene Zwerge vor. In keinem Thale des Speſſarts ließen ſich end emiſche Krankheiten in irgend welcher größern Verbreitung finden; doch ſind typhöſe Krankheiten von Zeit zu Zeit wiedergekehrt. Wechſelfieber, wie es ſcheint nir⸗ gends, Kretinismus kaum im Speſſart vorkommend, Kröpfe nur gegen Weſten hin; Tuberculoſe und Phthiſe relativ ſelten; pneumoniſche und bronchitiſche Erkrankungen aller Art, ins⸗ beſondere chroniſche Bronchialkatarrhe nicht ſelten; eigentliche acute Rheumatismen dagegen zurücktretend; Krebs, Waſſer⸗ ſuchten ſelten; Syphilis relativ ſelten; Krätze und Kopfgrind ſehr häufig; chroniſche Augenkrankheiten häufig. Die Sterblichkeit ergab ſich für die dreijährige Periode 1849 bis 51(ohne Specification der einzelnen Jahre) im Mittel ſo: Es ſtarb im Landgericht Rothenbuch 1 unter 47,7 Einw. d. i. 2,006% Orb„„ 5„„ /496 Lohr„„ 35 ˙„„„ 267„ Alzenau„,„ 314„„ 3,185„ Um dieſe Zahlen mit denen für ganz Baiern und Unterfranken in denſelben Jahren zu vergleichen, fehlen die Angaben; für 1833 bis 44 aber findet ſich das Verhältniß für Baiern 1:35,4 oder 2,823% „ Unterfranken 1: 40,/„ 2,402„ Für das Jahr 1843 betrug das Verhältniß: für England.......... 2,185% „ Frankreich....... 2,361„ „ Preußen......... 2,70„ Daß nun die Sterblichkeit bei den angegebenen im Ganzen un⸗ günſtigen Bedingungen für den Speſſart doch nicht größer im Ver⸗ hältniß zu dieſen Ländern iſt, rechnet der Verfaſſer auf„die Berg⸗ luft, die elevirte Lage, die hohen Waldgegenden und die Arbeiten im Freien.“ Wenn übrigens in Alzenau(wo gerade die Sittlichkeitsverhält⸗ niſſe der unehelichen Kinder am günſtigſten ſind) die Mortalität am ſtärkſten iſt, ſo betrifft dies ungünſtige Verhältniß blos einen Theil dieſes Bezirks, und die Gründe davon ſind erſt noch beſtimmter aufzuſuchen. Den Hungerzuſtand anlangend, ſo brachte ſchon der Miswachs des Getreides im Jahre 1846 große Noth, aber erſt ſeit 1851 trat durch gänzliches Misrathen der Kartoffeln volle Noth mit Hunger⸗ zuſtand ein. Doch iſt kein Verhungern vorgekommen und ein Ge⸗ brauch ungewöhnlicher Nahrungsſurrogate konnte nicht conſtatirt wer⸗ den. Relativ reichlich nnd daher viel gebraucht war das Kraut (Sauerkohl) und nächſt ihm die Rüben, obwol für Viele es auch aus. dhale gend eiten nir⸗ pfe lten; ins⸗ liche er⸗ ind 49 Es nken 855 uy⸗ Ver⸗ ſerg⸗ ˖die rhält⸗ t am Theil umter wache 1 trat unger⸗ n Ge⸗ t wer⸗ Kraut auch daran mangelte. Dergleichen Subſtanzen liegen aber im gewohnten Kreiſe der Speſſart⸗Nahrung. Von dem Geſundheitszuſtande während der Hungerzeit ſagt der Verfaſſer:„Im Allgemeinen war der Krankenſtand ein äußerſt gering⸗ fügiger, wenn auch nicht gerade geſagt ſein ſoll, daß der Geſund⸗ heitszuſtand ein durchaus befriedigender geweſen wäre. Ueberall klag⸗ ten die Aerzte über eine ungewöhnliche Verminderung ihrer an ſich nicht ſehr ausgedehnten Beſchäftigung und obwol wir ſelbſt in den Dörfern, die wir beſuchten, uns bemühten, perſönlich durch Haus⸗ viſitationen die Krankenzahl zu conſtatiren, ſo war doch auch unſer Reſultat ein ziemlich übereinſtimmendes.“ Von acuten Krankheiten fanden ſich in beiden Hauptformen, welche der Speſſart überhaupt darbietet, entzündliche Affectionen der Bruſtorgane und typhöſe Er⸗ krankungen, doch theils nur vereinzelt, theils(in ein paar Fällen) ſo, daß nur Perſonen deſſelben Hauſes inficirt wurden, ohne daß übrigens der Hungerzuſtand dabei weſentlich in Anſchlag zu bringen ſchien. Inzwiſchen bot ſich eine kleine Zahl von eigenthümlichen Fällen chroniſcher Natur dar, in denen die Noth allerdings mitbe⸗ ſtimmend ſchien. Das Reſultat der vom Verfaſſer darüber mitge⸗ theilten Beobachtungen wird von ihm dahin ausgeſprochen:„Die Frage, welche vor allem an uns geſtellt war, ob nämlich aus dem Hunger heraus eine unmittelbare Reihe von Krankheitszuſtänden ſich entwickelt habe, konnten wir ohne Bedenken auf die relativ kleine Kategorie von Fällen beſchränken, welche ich zuletzt beſprochen habe. In der That ſahen wir einen gewiſſen Zuſtand der Erſchöpfung, der Schwäche, der Neſiſtenzloſigkeit entſtanden, der die Prädispoſition zu Erkrankungen in ſich trug, einen Zuſtand, den ich früher als Hungerzuſtand(status famelicus) bezeichnete, und in dem die Leute auch bei leichten Störungen in einer relativ heftigen Weiſe erkrankten. In dieſem Zuſtande, welcher überall den Charakter des chroniſchen an ſich trug, fanden wir die Leute ſchwach, arbeits⸗ unfähig, abgemagert, hohläugig; ſie hatten angehaltenen Stuhl, Schmerzen im Leibe, eine trockene, ſchmuzige, meiſt kühle Haut, einen matten, häufig fieberloſen Puls, eine meiſt reine und feuchte Zunge, aber faſt alle kamen darin überein, daß ſie über Kopfweh und Eingenommenheit, über Sauſen und Glockenläuten, zuweilen über Geſichtsſtörungen klagten, und daß ſie einen heißen Kopf, inji⸗ cirtes Geſicht, namentlich eine helle Injection der Conjunctiva bulbi zeigten. Manches von dieſen Erſcheinungen, namentlich wo ſie durch Complication irgend einer ernſthafteren Localaffection den febrilen Charakter annahmen, erinnerte uns an leichtere Formen des Typhus und es konnte die Frage entſtehen, ob man dies nicht als Anfang des Hungertyphus begreifen ſollte. Der Erfolg ſcheint uns gerecht⸗ fertigt zu haben, wenn wir uns dagegen ausſprachen: Die Anlegung von Suppenanſtalten, die Vertheilung von Brot, Reis u. ſ. w. hat — 46— faſt überall genügt, ſofort dieſe Zuſtände zu beſeitigen.“(Verhandl. der phyſik.⸗med. Geſellſch. zu Würzburg. 1852, Bd. 5, Hft. 2, S. 105.) Das ſind Alles nur Fragmente und allgemeine Bemerkungen, ſie beruhen nicht auf genauen und vergleichenden Beobachtungen, eine wahre medieiniſche Statiſtik rückſichtlich der Gebirgsarten fehlt uns noch ganz und iſt deshalb ſehr ſchwierig, weil die geologiſchen Ge⸗ bietsgrenzen faſt nie mit den politiſchen genau zuſammen treffen, ſie ſetzt eine ganz neue Ermittelung der Zahlenwerthe voraus. Durch Vergleichung der Sterblichkeitsverhältniſſe, der herrſchenden Krank⸗ heitsformen u. ſ. w. würde ſich höchſt wahrſcheinlich herausſtellen, daß gewiſſe Geſteine ganz im Allgemeinen geſündere Wohnplätze dar⸗ bieten als andere, ſowie daß manche Krankheiten wirklich boden⸗ ſtändig ſind, und das wäre doch gewiß nicht unwichtig. Beilage 6 zu Seite 23. Karl Ritter ſagt Seite 115— 116 ſeiner Einleitung zur allge⸗ meinen vergleichenden Geographie:„Europa, das kleinſte Feſtland, von dem großen durchbrochenen Ringe der Continente umgeben, und Auſtralien, die größte Inſel, vom freien Ocean umfloſſen, ſind die Nord⸗ und Südländer in der Mitte der Erd⸗ und Waſſeerkreiſe, der continentalen und pelagiſchen Seite des Erdplaneten. Europa wäre dieſer Stellung gemäß, im Maximum der vereinten Continente, der continentalſte aller Erdtheile vorzugsweiſe zu nennen, der Uebergang, das Verbindungsglied aller zu allen. Auch der hiſtoriſch⸗claſſiſche Boden des weſtlichen Vorderaſiens und der Umſäumung Nordafrikas nehmen ihren Antheil an dieſer Weltſtellung, in deren Mitte das reichſte Gegengeſtade des Mittelländiſchen Meerbeckens ſich ausbreitet. Der Einfluß dieſes Erdraums auf den Culturgang der ganzen Erde und ihrer Bewohner, für die Nähe und weiteſte Ferne, iſt bekannt und mitbedingt durch dieſe in ihrer Art auf dem Erdrund nicht zum zweiten male wiederkehrende, unſtreitig günſtigſte Vertheilung der Räume und Formen. Von jeder anderen Erdſtelle könnte man, den äußern Umſtänden gemäß, die nothwendig längere Dauer und die noch größeren Schwierigkeiten und Hemmungen durch räumliche Be⸗ dingungen für ſolche Entwickelung univerſeller Civiliſations⸗ und Culturverhältniſſe der Analogie gemäß wol nachweiſen, und die gleich alten Culturanſtrebungen ähnlicher Art in anderen Localitäten, welche bei der reichlichſten Mitgift doch der Anlage für die univer⸗ ſelle Entwickelung entbehrten, wie in der indiſchen und chineſiſchen handl. 105) ungen, , eine t uns Ge⸗ —n, ſie Durch frank⸗ tellen, dar⸗ oden⸗ allge⸗ ſtland, , und nd die ſe, der ; wäre te, der ergang, afſiche dafrikas tte das öbreitet. n Erde bekannt cht zum ung der nan, den und die iche Be⸗ s⸗ und und die calitäten, univer⸗ neſiſchen — 47— (Cultur⸗) Welt, ſcheinen darauf hinzuweiſen, daß, wie überall das Unſichtbare in ſeinen Wirkungen an gewiſſe Schranken der Erſchei⸗ nung gebunden iſt, auch der Entwickelungsgang der Bewohner der Erde in einer gewiſſen Harmonie mit der Organiſation der irdiſchen Heimat ſteht, der ſie unmittelbar angehören.“ S. 235.„Die Küſtenentwikelung Europas iſt verhältnißmäßig zum Areal die abſolut größte aller Erdtheile. Während Aſien zwar 7000, da es fünf mal größer als Europa, Afrika, obſchon drei mal größer, doch nur 3800 Längenmeilen erhalten hat, ſo würde dagegen Europas Geſtade von 5400 Längenmeilen um den ganzen größten Aequatorialkreis der Erde reichen, woraus hervorgeht, daß es, obwol in der Mitte der großen Landwelt gelegen, wegen ſeiner allſeitigen Gliederung gegen die Seiten der durchbrechenden Meeresgaſſen hin unter allen Erdtheilen der Alten Welt noch in den relativ reichſten Contact mit der Waſſerwelt überhaupt getreten iſt. Zu dieſem Ver⸗ hältniß tritt ſeine begünſtigte maritime Stellung zu den Bewegungs⸗ verhältniſſen der Meere und der Windſyſteme, wie der vorwaltende Reichthum ſeiner Buchten⸗ und Hafenbildungen, deren Aufgeſchloſſen⸗ heiten, eine natuͤrliche Folge ſeiner Gliederungen, ihm zu der Alles überflügelnden Kunſt der Nautik und der allgemeinen Beherrſchung der Oceane verhalf; in der für die neue Zeit die hafenreichſte und gegliedertſte Inſelgruppe Großbritannien und Irland voranſteht, wie für die alte Zeit dem in ſich reichgegliedertſten Peninſularſyſteme der alten Welt, Griechenland, in der Blütezeit die Seeherrſchaft des beſchloſſenen Mittelmeers zu Theil werden konnte. Die ſubpolare Gliederung Nord⸗Europas durch die Binnenmeere der Oſtſee und Nordſee, wie des tiefeinſchneidenden Weißen⸗Meeres, zu den ver⸗ ſchiedenen ſkandinaviſchen Vorländern, Halbinſeln und Inſeln hat die⸗ ſer Nordſeite des Erdtheils eine ebenſo reiche Entwicklung geſichert, wie ſeiner Südſeite in den drei ſchön geſtalteten und begabten Halb⸗ inſeln Griechenland, Italien, Spanien. Dem Norden Europas iſt durch ſeine ſkandinaviſche Welt ein großes Uebergewicht über ſeinen aſiatiſchen Nachbar zu Theil geworden, deſſen flache ſibiriſche Nord⸗ welt durch die völlige Verſagung einer analogen Gliederung mit ihrer hemmenden Abſcheidung von der höher entwickelten aſiatiſchen Südwelt und der doppelt ungünſtigen polaren Unterſtellung unter das hohe nomadiſch gebliebene Centralaſien, bei den unzureichenden Mit⸗ teln und Naturimpulſen einheimiſcher Begabung, in ſeinem Fort⸗ ſchritt der Entwicklung und Civiliſation auf den Nord⸗Oſten Euro⸗ pas angewieſen war. Endlich ſo iſt die Inſelbildung Europa's vor allen andern Erd⸗ theilen ſehr ausgezeichnet zu nennen, inſofern ſie, als Geſtadeinſeln im Bereiche des Continents, die trabantenartig umgebenden oceani⸗ ſchen Erweiterungen(als ſeine Seeſtationen), das Ganze auf geſtei⸗ gerte Weiſe bereichern, da ſie in relativ bedeutendem Größenverhältniß — 48ñ— zum Stamm und zu den Gliedern ein weites Areal mit ſehr günſtiger Oberflächenbildung für zahlreiche Bevölkerungen und Culturverhält⸗ niſſe darboten, die, denen ihrer Gegengeſtade analog, nicht blos zu räumlicher Verdoppelung, ſondern noch weit mehr zu intenſiv unend⸗ lich geſteigerter Entwicklung ein Vielfaches beitragen mußten. Jedoch nicht einzelne Inſelfragmente oder langgereihte oceaniſche Felſenketten, oder ſchwerzugängliche, öde Pikgeſtaltungen ſind es; denn Südengland i*ſt eine natürliche, analog gebildete Fortſetzung Nordfrankreichs, ebenſo Sicilien von Calabrien, Kandia von Morea u. a. m. Um uns kurz zu faſſen, ſagen wir nur, man denke ſich die großbritanniſche Inſel⸗ gruppe von der Karte Nordweſt⸗Europas weggelöſcht, welche Ver⸗ armung in deſſen einheimiſchen wie transmarinen Entwicklungsge⸗ ſchichten; ohne Seeland und Fünen würde die Halbinſel Jütlands zu einer bloßen Sandzunge; in der alten Zeit wäre Roms und Italiens Geſchichte ohne Siciliens Kornkammer eine ganz andere ge⸗ worden, und mit Kreta ſchlugen die ägeiſchen wie die joniſchen Inſel⸗ gruppen die Brücken der Civiliſation von Jonien und Vorderaſien nach Griechenland und Hesperien.“ S. 122.„Europa, der kleinſte der drei Erdtheile der Alten Welt, iſt ſeiner horizontalen Dimenſion nach am allermannichfaltigſten geſtaltet. Verzweigung, Gliederung, Individualiſirung ſeiner Länder⸗ räume, und nicht blos ſeiner Umſäumungen, iſt ſein Hauptcharakter. Denn ſein von Oſten nach Weſten langgedehnter, aber verhältniß⸗ mäßig ſehr ſchmaler Stamm nimmt gegen Weſten immer mehr an Breite ab und iſt durch einſchneidende Meeresarme und Mittelmeere in viele große und kleine Halbinſeln getheilt, von denen einige wieder in ſich gegliedert erſcheinen, z. B. die in dieſer Hinſicht ganz einzige und ſehr merkwürdige Geſtaltung Griechenlands, welches die Geſtade⸗ bildung in höchſter Entwickelung zugetheilt erhalten hat. Nicht nur wie Aſien gegen zwei Meeresſeiten, ſondern auch noch gegen den polaren Norden zeichnet dieſe Zertheilung Europas ſich im alten Continente charakteriſtiſch aus, ſodaß dort ſeine zum Theil ſehr mäch⸗ tigen Glieder, völlig im Contraſte mit dem benachbarten Aſien, zweierlei eigenthümlich gebildete Mittelmeere größtentheils einſchließen, die Oſtſee und die Nordſee. Durch dieſe charakteriſtiſche Trennung und Abſcheidung ſo vieler Theile ſeines Feſtlandes iſt die Küſtenum⸗ ſäumung von Europa zu einer Küſtenkrümmung von außerordent⸗ licher Länge geworden. Seine durch ihn eingeſchloſſenen Binnen⸗ meere machen etwa die Hälfte des Areals ſeiner trockenen Länder⸗ räume aus. Ungeachtet ſein Flächeninhalt etwa drei mal kleiner iſt als der von Afrika, ſo iſt die Entwickelung ſeines Küſtenrandes faſt um das Doppelte größer(an 5400 geogr. M.), alſo das Zwölffache ſeiner Landgrenze gegen Aſien. Die Küſtenentwickelung Aſiens iſt allerdings noch um ein Drittel größer als die von Europa, etwa 7000 Längenmeilen, aber das Areal dieſes Erdtheils auch mehr als nſtige erhäͤlt. los zu unend⸗ Jedoch nketten, ngland ebenſo 3 kurz Inſel⸗ Ver⸗ nosge⸗ tlands und te ge⸗ Inſel⸗ eraſien Alten tigſten Länder⸗ arakter. hältniß⸗ ehr an elmeere wieder einzige zeſtade⸗ ht nur en den m alten zr mäch⸗ Aſien, ſchließen rennung üſtenum⸗ jerordent⸗ Binnen⸗ Länder⸗ kleiner iſ ndes fäſ woͤlffacht lſiens iſ a, etwa mehr als — 49ñ— vier mal bedeutender. Europa iſt daher der Erdtheil mit der relativ größten Küſtenbegrenzung, mit der reichſten Entwickelung der Ge⸗ ſtadeform auf der Erde; er iſt alſo der zugänglichſte von der See⸗ ſeite geworden. In ſeiner Geſtaltung iſt die vollkommenſte Ausgleichung und günſtigſte Scheidung der flüſſigen und feſten Formen auf dem Pla⸗ neten realiſirt, ohne die Nachtheile der völligen inſulariſchen Zerſpal⸗ tung, die wir in einem etwa gleich großen Raume, wie der europäiſche, am Südoſtende Aſiens in der ſundiſchen Inſelgruppe wahrnehmen, welche nur eine Steigerung und Fortſchritt derſelben Bildung durch noch größere Abſcheidung darbietet, und in ſofern durch zu große Gliederung den vollkommenſten Gegenſatz zum Mangel aller Gliederung wie in Afrika bildet, zwei Extreme, welche ungleich⸗ artig und entgegengeſetzt auf Naturverhältniſſe wirken mußten, aber gleichartig hemmende Formen für die Entwickelung und den Fort⸗ ſchritt ihrer menſchlichen Bewohner waren, die dadurch nur bis zur Stufe der blos litoralen Cultur ſich erheben konnten, wie Neger und Malaienvölker gethan. Europa erhielt in dieſer Mitgabe der Küſten⸗ geſtalten zu jenen oben bezeichneten Stellungen noch die Vervollſtän⸗ digung aller räumlichen Naturbedingungen zur Realiſirung des merk⸗ würdigen Factums, daß auf dem kleinſten der Erdräume ſich die größte hiſtoriſche Mannichfaltigkeit im Menſchengeſchlechte entwickeln konnte, und daß der kleinſte die Herrſchaft der größten erlangen ſollte.“ S. 211.„Weniger beachtet in ſeinen allgemeinſten wie ſpeciell⸗ ſten Einwirkungen iſt der größte Gegenſatz auf dem Erdball, den wir die nordöſtliche Landhalbkugel und die ſüdweſtliche Waſſerhalb⸗ kugel genannt haben, oder vorherrſchend die Land⸗Welt und die Waſſer⸗Welt, die telluriſche und die maritime Seite der Erde. In dieſer die offenen großen Oceane, in denen nur die Inſelgruppen zerſtreut liegen und die Enden der Continente hineinragen; in jener die überwiegende Maſſe der rigiden Continentalform, welche die Ge⸗ wäſſer nur gleich Binnenmeeren einſchließt. In der einen Neuſeeland der Mittelpunkt des äußern Waſſerkreiſes; in der andern die Umge⸗ bungen der Nordſee, zumal Süd⸗England, die Antipode von Neu⸗ Seeland im Mittelpunkt des Landkreiſes; durch ſeine inſulare Stel⸗ lung zu allen Meeresbewegungen und dem Binnen⸗Geſtade der dieſe Inſel umgebenden Landwelt maritim am meiſten bevorzugt, ſchon durch die Natur im Mittelpunkt des durchbrochenen, mit Meeres⸗ gaſſen nach außen verbundenen Landkreiſes für dieſen zunächſt, vom Vuſang an, auf die Herrſchaft der Meere angewieſen.“ So weit itter. Die nachſtehende Tabelle gibt das ungleiche Verhältniß der Küſten⸗ länge zur Quadratoberfläche für die einzelnen Welttheile überſicht⸗ lich in Zahlen an. Die Meilen ſind geographiſche, deutſche. Cotta, Deutſchlands Boden.(Beilagen.) 4 — 50— — 2r Oberfläche Länge der Meilen auf 1 Erdtheil. in OMeilen. Küſtenlinien. M. Küſtenlänge. Europa..... 168,000 4300 40 Aſien...... 883,000 7700 115 Afrika...... 545,000 5500 156 Auſtralien... 138,000 19⁰⁰ 73 Nord⸗Amerika. 342,000 6000 57 Süd⸗Amerika.. 321,000 3400 95 Das in dieſer Beziehung ungünſtigſt geſtaltete Feſtland iſt alſo Afrika, das günſtigſt geſtaltete Europa. Wenn nun aber gleichzeitig auch die Erdlage und der innere Bau Europas die günſtigſte und mannichfaltigſte unter allen Erd⸗ theilen ſind, ſo iſt es leicht begreiflich, wenn das Leben der Völker ſich auf dieſem Schauplatz am mannichfaltigſten und höchſten ent⸗ wickelt hat. Vergleichen wir mit Europa das Feſtland von Nordamerika als ſeinen entſchiedenſten und gefährlichſten Rivalen, ſo ergibt ſich jedenfalls, daß bei letzterem die Mannichfaltigkeit der inneren Ge⸗ ſtaltung eine weit geringere iſt. Es zeigt ſich das zunächſt ſchon recht deutlich in der geringen Zahl und geringen Richtungsverſchiedenheit von Gebirgsketten, welche dieſen Continent durchſchneiden, in Folge da⸗ von iſt die gleichförmige Oberflächenverbreitung einzelner Flötzſchichten eine weit größere als z. B. in Europa, und daß die Zahl der überhaupt auftretenden Geſteinsbildungen oder Formationsglieder eher geringer als größer iſt wie in Europa, haben wir bereits geſehen. Es zeigt ſich dieſe geringere Bodenmannichfaltigkeit aber auch ſchon recht auffallend in dem verhältnißmäßigen Mangel landſchaftlicher Romantik. Wo hat denn Nordamerika ſeine Alpengegenden, ſeine Rheinlande, ſeine maleriſchen Elbufer, ſein pittoreskes Donauthal?— Welche großartige Monotonie herrſcht dagegen entlang an den Ufern des mächtigen Miſſiſſippi, deſſen Panorama uns meyhrfach in möglichſt maleriſcher Weiſe vorgeführt worden iſt. Was wir von romantiſchen landſchaftlichen Darſtellungen aus Nordamerika zu ſehen bekommen, beſchränkt ſich faſt lediglich auf die zahlreichen Anſichten des Niagarafalles. Und in der That mir ſcheint, daß dieſer Mangel an landſchaft⸗ licher Romantik bereits ſeinen Einfluß auf den Charakter der erſt ſeit wenigen Jahrhunderten eingewanderten Europäer ausgeübt hat, die, faſt von aller Romantik des Lebens abſehend, ſich auf einer durchaus praktiſchen Bahn bewegen. Keine gennßreiche Schwärmerei zieht ſie ab von den ernſt genommenen Geſchäften des Lebens, zu denen dort auch die Jagd gehört. Wer reiſt in alſo nnere Erd⸗ ölker ent⸗ merik 't ſch n Ge⸗ mrecht eit von ge da⸗ hichten hl der glieder eſehen. ſchon fllicher „ ſänne hal?— Ufen ach in vir von zu ſehen lnſichten ndſchaft der erſ ausgeübt ſich auf nußreice eſchäften reiſt in — 3531— Nord⸗Amerika zum bloßen Vergnügen? Der Urſprung des bezeich⸗ nenden Wahlſpruchs„go a head“ liegt tief in der Natur des Landes begründet. Beilage 7 zu S. 23. Allerdings ſind auch dieſe Factoren nicht vollkommen, nicht abſolut unveränderlich durch den Menſchen, ſondern nur vergleichs⸗ weiſe. Ihre Einzelheiten laſſen ſich zuweilen im menſchlichen Sinne ver⸗ beſſern, berichtigen, nicht aber ihre Totalitäten. Flüſſe und Meere können durch Kanäle verbunden werden, Häfen, Meerengen und Flußmün⸗ dungen kann man erweitern, austiefen, ſchützen, den Lauf der Flüſſe kann man reguliren, Berge oder Felſen mit Einſchnitten und Tunneln durchbohren. Durch ſolche Arbeiten, wie etwa der Durchſtich der Landenge von Suez ſein würde, kann die Richtung des Verkehrs ſehr weſentlich geändert werden. Wo aber ſo große Aenderungen durch Kunſt möglich werden ſollen, da muß immerhin die Natur ſchon die Hand dazu geboten haben. Nicht mitten durch Aſien läßt ſich willkürlich ein ſchiffbarer Kanal anlegen. Welttheile und Gebirgsketten laſſen ſich nicht verſetzen, kaltes Klima läßt ſich nicht in tropiſches verwan⸗ deln, wenn auch kleine Aenderungen durch Austrocknung von Süm⸗ pfen, Anpflanzung oder Ausrodung von Wäldern hervorgebracht zu werden vermögen. Wenn ich ſage für alle Zeiten, ſo ſind, wie vorher, darunter natürlich nur menſchliche, d. h. dem Menſchen überſichtliche Zeiträume zu verſtehen, indem ich recht wohl weiß, daß alle Oberflächenzuſtände des Erdkörpers fortdauernden aber ſehr langſamen(geologiſchen) Aenderungen unterworfen ſind, durch deren Jahrmilliardenlange Sum⸗ mirung allerdings auch die Lage und Geſtalt der Feſtländer gänzlich verändert werden kann und wahrſcheinlich vielfach verändert worden iſt. Was aber nach vielen Millionen Jahren aus irgend einem Lande werden wird, kann uns für die vorliegenden Unterſuchungen nicht intereſſiren. Auch Karl Ritter ſpricht ſich über jene Aenderungen in hiſto⸗ riſcher Zeit in ſeiner Einleitung aus, z. B. S. 166:„Gewiſſen rigiden Erdformen muß man ſolche veränderte Einflüſſe nicht nur auf kurze Länderſtrecken, ſondern auf weite Erdbreiten einräumen. So z. B. war in dem erſten Säculo nach Chriſti Geburt der cultivirte Süden Europas von dem noch uncultivirten keltiſchen und germani⸗ ſchen Norden durch eine große natürliche Scheidewand getrennt, durch das undurchbrochene, unwegſame Hochgebirge des Alpenzuges, der ganz Mitteleuropa vom Weſten nach dem Oſten durchſetzt. Ihm im 4* — 52— Suͤden lagen die Culturſtaaten der Alten Welt; mit ſeinen Nord⸗ gehängen begann der barbariſche Norden. Aber dieſe Form einer durch die Natur ſelbſt hoch emporgerichteten Scheidewand, damals ihrer eigenen Quartiere wie der Völkergebiete, iſt durch die Hälfte des letzten Jahrtauſends geſchwunden; ſie iſt in dem letzten Jahr⸗ hundert aus einer früher hemmenden Form durch Naturſchönheit und Zugänglichkeit zu einem allgemeinen Lande der Völkeranziehung für ganz Europa geworden.“ Und S. 175:„Die Erdnatur, die tellu⸗ riſche Phyſik, kann nach und nach durch die geiſtige Herrſchaft des Menſchen und durch den Fortſchritt der Jahrhunderte, in Bezug auf das Geſammtleben der Völker, nach allen Seiten hin ganz veränderte Geſtalten und Werthe gewinnen. Ja, ſie hat ſie ſchon gewonnen. Die Weſtwelt iſt uns weit näher gerückt; Amerika iſt von Europa nur noch um 4 bis 6 Wochen Zeit entfernt, und ſo auch die andern oceaniſchen Länder. Europa iſt aber, wie anderwärts gezeigt ward, unter den Erdtheilen derjenige geblieben, der noch immer mit allen andern in dem vortheilhafteſten continentalen wie maritimen Contacte ſteht, und dieſer letztere würde nach einer Durchbrechung der Land⸗ enge von Panama noch mannichfaltiger, hinſichtlich der Weltſtellung noch merkwürdiger ſein, weil, wie ſchon A. v. Humboldt nachwies, dann die Oſtküſten Aſiens dem atlantiſchen Geſtadelande der europäi⸗ ſchen Civiliſation, oder der ganzen Weſthälfte Europas, noch um 1500 geogr. Meilen, d. i. um ein Viertheil des Erdumfangs, näher gerückt und in directen Verkehr geſetzt werden würden, indem dadurch wirklich zu Stande käme, was der kühne Colombo ſuchte, womit dieſer Weltentdecker durch ſeine Aurea Chersonesus ſich ſo ſcharfſinnig getäuſcht hatte, da er bekanntlich ſein aufgefundenes Weſt⸗Indien für das Oſt⸗Indien des Ptolemäus hielt.“ Ich knüpfe hieran eine ähnliche Betrachtung an. Die großen Verkehrsrichtungen auf unſerer Erde ſind bisjetzt Seewege. Aber iſt es nicht denkbar, daß auch Landwege durch den Fortſchritt des Schie⸗ nenbauweſens einen unerwartet mächtigen Einfluß gewinnen? Es würde nicht allzu ſchwierig ſein, von der norddeutſchen Niederung aus, quer durch das europäiſche Rußland, über irgend eine flache Einſattelung des Ural, durch das flache Sibirien eine Eiſenbahn bis zur äußerſten Oſtküſte Aſiens zu bauen, und auf dieſe Weiſe die Weſtküſte Amerikas und die Südoſtküſte Aſiens gleichſam auf dem Landwege mit Europa zu verbinden, vorausgeſetzt, daß die betreffen⸗ den Landſtriche hinreichend cultivirt wären. Würde das nicht dem Verkehr der öſtlichen Hälfte Europas eine ganz neue Richtung ge⸗ ben können? —— 2——e=y==ͤͤ= — Nord⸗ einet amalz Hälfte Jahr⸗ it und g füt tellu⸗ ft des g auf nderte nnen. uropa andern ward, allen ontacte Land⸗ ellung hhwies, uropär⸗ ch um näher adurch womit fſinnig en für Noßen lver iſt Schie⸗ 2 Es ederung e flache ahn bis deiſe di auf dem etreffen⸗ icht dem ung ge⸗ — 53ñ— Beilage 8 zu Seite 30. Um geognoſtiſche Karten mit Erfolg bei Beurtheilung national⸗ ökonomiſcher Fragen benutzen zu können, iſt nicht nur nöthig, daß man wiſſe, welche Eigenſchaften den dargeſtellten Geſteinen oder For⸗ mationen unter den verſchiedenartigen Einwirkungen der Oberflächen⸗ geſtaltung zukommen? aus welchen einzelnen Geſteinsſchichten die letztern örtlich beſtehen? was zunächſt unter ihnen zu erwarten iſt?— ſondern man muß auch diejenigen Fehler und Fehlergrenzen oder Un⸗ vollkommenheiten kennen, welche bei ſolchen bildlichen Darſtellungen der Natur unvermeidlich ſind. Dahin gehören namentlich folgende: 1) Die Grenzen der Gebiete ſind nur ſelten in ihrer ganzen Ausdehnung wirklich beobachtet, ſondern zum Theil nur erſchloſſen und deshalb nicht genau richtig. 2) Der Grad des darzuſtellenden Details richtet ſich natürlich ſehr nach dem Maßſtabe der Karte. Danach muß der Geolog Ein⸗ zelheiten zuſammenfaſſen, oder kann ſie trennen. Dieſelbe Gegend in doppelt ſo großem Maßſtabe dargeſtellt, kann daher auf der Karte ganz anders ausſehen als im einfachen. Karten von kleinerm Maß⸗ ſtabe als 1: 200000 können überhaupt nie eine ſpecielle national⸗ ökonomiſche Bedeutung haben. 3) Die Ausdehnung ſehr kleiner Geſteinsgebiete, z. B. die von Baſalt⸗ oder Grünſteinkuppen, von Geſteins⸗ oder Erzgängen, muß oft nothwendig in der Darſtellung etwas übertrieben werden, um dergleichen oft beſonders wichtige Erſcheinungen nur überhaupt durch Farben oder Zeichen darſtellen zu können, wie man ja auch auf jeder geographiſchen Karte, die nicht einen außerordentlich großen Maßſtab hat, jeden Weg oder Bach durch eine dickere Linie darſtellen muß, als ihm wirklich ſeiner Breite nach zukommt. Das gilt natürlich für Farbendarſtellungen in noch höherm Grade, als für ſolche durch Zei⸗ chen. Es gilt aber ſelbſt bei dem größtmöglichen Maßſtab einer Karte, weil mit der Größe des Maßſtabes auch der Wunſch und das Bedürfniß der Detaildarſtellung ſich ſteigert. Gänge von weniger als 1 Fuß Mächtigkeit, die man unter Umſtänden dennoch ausdrücken will, werden ſich offenbar auf keiner Karte in ihrer wahren Mächtig⸗ keit darſtellen laſſen. Dadurch wird zuweilen 4) nothwendig auch die Zahl der darzuſtellenden Gegenſtände beſchränkt. Man kann dann eine große Zahl gleicher wirklicher Er⸗ ſcheinungen nur durch eine kleinere ideal repräſentiren. Denken wir uns z. B. 20 unter ſich parallele Gänge von nur 1 Fuß Mächtig⸗ keit auf einem Raume von nur 100 Fuß Breite nebeneinander, ſo wird es auf keiner Karte möglich ſein, ſie alle zu zeichnen. Ganz daſſelbe gilt für nahe beieinander oder dicht übereinander, an einem Abhang parallel ausſtreichende Geſteinsſchichten. Ebenſo würde man 10 kleine Grünſteinkuppen von durchſchnittlich je 20 Quadratfuß — 3534— Oberfläche, die in einem Thonſchiefergebiet von 500 oder 600 Qua⸗ dratfuß Oberfläche hervorragen, niemals auf einer Karte wirklich alle darſtellen können. Das ſind nun zwar extreme Annahmen, aber Aehnliches kommt ſehr oft wirklich vor und gilt für jeden Maßſtab, weil ſich eben die Anſprüche auf Vollſtändigkeit mit dem Maßſtabe ſteigern, und zwar ſtets über deſſen Darſtellungsfähigkeit hinaus. 5) Iſt es ganz üblich und vom geologiſchen Standpunkte völlig zu billigen, ſehr kleine Bedeckungen feſten Geſteins durch überliegen⸗ den Sand, Schutt oder dergleichen unberückſichtigt, d. h. undargeſtellt zu laſſen, um nicht das Bild des anſtehenden Geſteins zu ſehr zu unterbrechen. Auch das gilt beinahe für jeden Maßſtab, in um ſo höherm Grade aber natürlich, je kleiner derſelbe iſt. Bei einem Maß⸗ ſtabe von 1: 200000 z. B. wird man dergleichen Bedeckungen oft unberückſichtigt laſſen, ſelbſt wenn ſie 500 Schritt im Durch⸗ meſſer haben; ſo große Gebiete können aber national⸗ökonomiſch ſchon von Einfluß ſein, zumal wenn ſie ſich in derſelben Gegend mehrfach wiederholen. 6) Die Dicke der Bodenkrume, die doch für den National⸗ ökonom ſo wichtig iſt, oder die Dicke des Verwitterungszuſtandes der Geſteine, pflegt überhaupt auf geognoſtiſchen Karten nicht ausge⸗ drückt zu werden. Vielmehr denkt man ſich dieſelbe ganz hinweg. Zu dieſen Unvollkommenheiten und Fehlern der Darſtellung kommen nun aber bei allen geologiſchen Karten noch die vorhin ſchon angedeuteten ungleichen Werthe der Trennung oder Vereinigung vom rein geologiſchen und vom national⸗ökonomiſchen Standpunkte, be⸗ ſonders aber iſt der agronomiſche Standpunkt oft ſehr abweichend vom geologiſchen. Das, was der Geognoſt als ein beſtimmtes Geſtein unterſcheidet und als ſolches mit einem beſondern Namen belegt, iſt keineswegs immer ganz auf dieſelbe Weiſe zuſammengeſetzt; vielmehr ſind die Verſchiedenheiten in der chemiſchen Zuſammenſetzung eines Geſteines, wie Granit, Syenit, Porphyr, Grünſtein und dergleichen oft ſehr groß, ja manchmal viel größer als die Unterſchiede zwiſchen zwei Ge⸗ ſteinen. Es gibt z. B. Granite, die chemiſch(ſelbſt quantitativ) genau ſo zuſammengeſetzt ſind wie gewiſſe Quarzporphyre, während andere in ihren einzelnen Beſtandtheilen um 5 bis 10 Procent von dieſen und unter ſich abweichen. Aehnlich aber verhält es ſich bei den meiſten Geſteinen. Da nun gerade die chemiſche Zuſammen⸗ ſetzung(die man keinem Geſtein äußerlich anſehen kann) offenbar vom größten Einfluß auf ſeine Bodenwirkung iſt, ſo folgt aus jener Un⸗ gleichheit der Beſtandtheile ganz von ſelbſt, daß der geognoſtiſche Name eines Geſteines gar nicht über manche praktiſche Anwendung und über den Fruchtbarkeitsgrad des aus ihm entſtandenen Bodens entſcheiden kann. Nicht einmal ungefähr vermag man in allen Fällen danach zu urtheilen. Ein ſehr quarzreicher Granit kann ſehr unfrucht⸗ Qua⸗ h ale aber fßſtab ßſtabe 8 völlig liegen⸗ geſtellt hr zu im ſo Maß⸗ ungen Durch⸗ omiſch Hegend tional⸗ es der ausge⸗ beg. tellung ſchon vom , be⸗ eichend ſcheidet eswegs ind die eſteinet, oft ſeht wei Ge⸗ ntitatid) während tent von ſcch b ſammen⸗ bar von ener Ur⸗ gnoſtſch wendung Bodens en Fällen unfrucht⸗ — 55— bar ſein, ein ſehr feldſpathreicher ſehr fruchtbar; aber auch dies iſt nicht nothwendig und nicht immer der Fall. Es iſt deshalb bei Bodenfruchtbarkeitsbeſtimmungen für jede Varietät, für jede Localität nöthig, das Geſtein entweder, und wenigſtens nach ſeiner mineralo⸗ giſchen, oder, was freilich viel ſicherer iſt, nach ſeiner chemiſchen Zu⸗ ſammenſetzung zu unterſuchen, um ſeine Fähigkeit rückſichtlich der Bo⸗ denbildung vom chemiſchen Standpunkte zu beurtheilen. Es iſt aber nicht blos die chemiſche Zuſammenſetzung der Ge⸗ ſteine, welche die Bodenbeſchaffenheit bedingt, ſondern auch der Grad ihrer Verwitterbarkeit, der allerdings größtentheils von der Zuſammen⸗ ſetzung abhängt, ihre Textur, die Art ihrer Zerklüftung, die Form ihrer Oberfläche und in gewiſſem Grade ſogar die Natur ihrer Unter⸗ lage können von Einfluß und Bedeutung ſein. Alle dieſe Umſtände ſind aber ebenfalls wieder bei den einzelnen Geſteinen nicht ganz conſtant, ſondern innerhalb gewiſſer Grenzen wechſelnd und auf Kar⸗ ten ſchwer ausdrückbar. Die äußern(kümatiſchen) Verhältniſſe, Klima, Lage u. ſ. w., welche an ſich außerordentlich wichtig für den Vegetationsproceß ſind, wirken nun ebenfalls noch ungleich auf die verſchiedenen chemiſchen und phyſikaliſchen Zuſtände der einzelnen Geſteine ein, ſodaß auch dadurch jene Ungleichheit vermehrt wird. Ein Geſtein kann z. B. in naſſer, das andere in trockner, eines in ſonniger, das andere in ſchat⸗ tiger Lage günſtiger oder ungünſtiger wirken als in dem entgegen⸗ geſetzten Falle. Dieſe Beiſpiele werden genügen, um zu zeigen, daß ſelbſt die beſte geognoſtiſche Karte nicht ohne Weiteres von dem Nationalökono⸗ men benutzt werden kann. Ihre Farben haben für ihn theilweiſe eine ungleiche Bedeutung, die aus der kurzen Erläuterung von Farben⸗ tafeln noch nicht hervorgeht. Aber trotz dieſer Schwierigkeiten und Fehlerquellen treten einige Beziehungen des ungleichen Bodenbaues ſo ſtark hervor, daß ſie dennoch ſelbſt von Nicht⸗Geologen bei dem auf⸗ merkſamen vergleichenden Studium geognoſtiſcher Karten erkannt wer⸗ den können. Das zeigt nur um ſo mehr die wirkliche Bedeutung der Bodenwirkung. Beilage 9 zu Seite 33. Ich habe in einer beſondern kleinen Schrift über den innern Bau der Gebirge(1851) nachzuweiſen verſucht, daß die einzelnen Gebirge in ſehr ungleichem Grade zerſtört ſind, d. h. daß ihr urſprüng⸗ lich durch die Erhebung bedingter äußerer Bau zuweilen noch ziem⸗ lich vollſtändig erhalten, zuweilen aber auch in dem Grade zerſtört iſt, daß gleichſam nur noch ein innerer Kern des einſtigen Gebirges — 56— übrig blieb. Ich nannte die Reſultate dieſer Zerſtörung von außen die ungleich tiefen Querſchnitte, und unterſchied namentlich einen obern, mittlern und untern Querſchnitt, je nach der Freilegung von keinen oder nur wenig metamorphiſchen, viel metamorphiſchen oder viel kryſtalliniſchen(granitiſchen) Maſſengeſteinen. Es gibt nun ſolche Stellen der Erdoberfläche, an deren geogno⸗ ſtiſchem Bau ſich zwar noch deutlich erkennen läßt, daß daſelbſt einſt eine Gebirgserhebung ſtattgefunden, daß ein Gebirge dageweſen, aber größtentheils wieder zerſtört iſt. Eine Localität dieſer Art bietet uns z. B. das ſächſiſche Granulitgebiet zwiſchen Penig und Roßwein dar. Eine ellipſenförmige Granulitmaſſe, hier und da von mächtigen Gra⸗ nitgängen und Serpentinſtöcken durchſetzt, bildet hier die nur noch flachhügelige Oberfläche, rings umgeben von einem allſeitig abfallenden Mantel von Gneis, Glimmerſchiefer und Thonſchiefer, deren Ränder ſich ſogar gewöhnlich etwas höher erheben als die Oberfläche des Granulits. Das iſt ganz der innere Bau eines ſehr regelmäßigen kleinen Gebirges. Man hat den erhobenen Rand von Schieferge⸗ ſteinen zwar auch als einen Erhebungskraterrand gedeutet, oder ihn wenigſtens mit einem ſolchen verglichen, da aber in dem ganzen Ge⸗ biet nirgends ſogenannte vulkaniſche Geſteine vorhanden ſind, ſondern nur ſolche(plutoniſche), von denen die Geologen jetzt ziemlich allge⸗ mein annehmen, daß ſie in großer Tiefe unter der Erdoberfläche ent⸗ ſtanden, ſo kann man auch nicht vorausſetzen, daß ihre gegenwärtige Oberfläche die urſprüngliche war. Jener wenig erhöhte Schieferwall iſt daher auch nur als durch größere Widerſtandsfähigkeit ſtehen ge⸗ blieben anzuſehen, nicht als ein urſprünglich höherer Rand. Ich be⸗ trachte das ganze Gebiet als die Wurzel eines durch äußere Zerſtö⸗ rung abgetragenen Gebirges. Recht intereſſant iſt es nun unter dieſen Umſtänden, daß auch an dem äußern Rand und ehemaligen Fuß dieſes verſchwundenen Gebirges theils durch den innern Bau(Ge— ſteinswechſel), theils durch damit in Verbindung ſtehende Oberflächen⸗ verhältniſſe, ſich ein ähnlicher Kranz von kleinen gewerbfleißigen Städten angeſiedelt hat, wie wir einen ſolchen ſo häufig am äußern Saum und Fuß der wirklichen Gebirge vorfinden, und in Beilage Nr. 3 für den Harz und den Thüringer Wald beſonders kennen gelernt haben. An dem äußern Rande der ſächſiſchen faſt kreisförmigen Granulit⸗ ellipſe liegen nämlich folgende 14 kleine Städte: Penig, Lunzenau, Wech⸗ ſelburg, Rochlitz, Geringswalde, Hartha, Döbeln, Roßwein, Hainichen, Frankenberg, Ernſtthal, Hohenſtein, Glauchau und Waldenburg, wäh⸗ rend in ihrer etwa 8 Quadratmeilen großen Innenfläche nur drei Städte von ähnlicher Bedeutung gefunden werden. außen h einen eilegung den odet geogne⸗ bſt einſt en, aber tet uns in dar. n Gra⸗ ur noch allenden Nänder ſche des mäßigen hieferge⸗ der ihn zen Ge⸗ ſondern h allge⸗ che ent⸗ wartige ferwall hen ge⸗ Ich be⸗ Zerſtö⸗ er dieſen en Fuß u(Ge⸗ rflächen⸗ fleifigen außern Beilage kennen Hranulit⸗ u, Wech⸗ ainichen, tg, wih⸗ ei Stäͤdte — 57— Beilage 10 zu Seite 106. Für das Geſammtgebiet Deutſchlands wurden beſonders folgende Karten und Schriften benutzt: 1) Frh. v. Lichtenſtein, Das deutſche Bergland(Karte 1844). 2) Wörl's Karte von Deutſchland. 3) v. Buch, Geologiſche Karte von Deutſchland. Erſchienen bei S. Schropp und Comp., Karte der vier Gebirgsſyſteme Deutſch⸗ lands, in v. Leonhards Taſchenbuch 1824 und über die Lagerung der Braunkohlen in Europa, nebſt Karte. Karſten's Archiv, 1852, B. 25, S. 143. 4) v. Dechen, Geologiſche Ueberſichtskarte von Deutſchland, Frankreich, England und den angrenzenden Ländern. Erſchienen bei S. Schropp und Comp. 3 5) Bildliche Statiſtik in farbigen Karten. Erſte Lieferung, ent⸗ haltend die Ueberſichten der relativen Bevölkerung von Oeſterreich, Preußen und Norddeutſchland. Wien 1848. 6) Karte über die geographiſche Verbreitung der Landwirth⸗ ſchaftsſyſteme in Deutſchland, von Hugo Schober. 1846. 7) Teutſchland, geognoſtiſch⸗geologiſch dargeſtellt, mit Karten und Durchſchnittszeichnungen, welche einen geognoſtiſchen Atlas bilden. Eine Zeitſchrift, herausgegeben von Ch. Keferſtein, 1821—31. (Enthält ſehr viel zu ſeiner Zeit vortreffliches Material, wovon aber gegenwärtig nur wenig und auch dieſes nur mit großer Vorſicht noch brauchbar iſt.) 8) Ami Boue's Geogrnoſtiſches Gemälde von Deutſchland, herausgegeben von v. Leonhard, 1829.(Kann wegen veränderten Standpunktes der Wiſſenſchaft gegenwärtig nur noch von Solchen benutzt werden, die mit den Fortſchritten der Geognoſie vertraut ſind.) 9) Volter, Geognoſtiſche Wandkarte von Deutſchland. Eßlin⸗ gen 1842.(Koſtet nur 1 Thlr. 20 Gr., gewährt aber freilich auch nur eine ganz allgemeine und nicht ganz richtige Ueberſicht.) 10) Jul. Löwenberg, Hiſtoriſcher Atlas. 11) Neugebauer, Fluß⸗ und Höhenſkizze von Deutſch⸗ land. 1838. Unſtreitig iſt es ſehr wünſchenswerth, daß die von der Deutſchen Geologiſchen Geſellſchaft beabſichtigte Herausgabe einer geologiſchen Ueberſichtskarte von Deutſchland recht bald erfolge. Dieſe Karte wird dann ſehr wahrſcheinlich das zweckmäßigſte Huülfsmittel zur allgemeinen Orientirung für den Leſer dieſer Schrift bilden. Hätte ich der Schrift ſelbſt eine geologiſche Karte beigeben wollen, ſo würde das nicht nur den Preis ſehr erhoͤht haben, ſondern hätte auch bei der jedenfalls nöthi⸗ gen Beſchränkung des Maßſtabes den Zweck nur in ſehr geringem Grade erfüllen können. Zum wahren Verſtändniß des geologiſchen Baues der Einzelgebiete werden allemal geogrnoſtiſche Specialkarten — 58— nöthig ſein, deren beſte ich in den folgenden Nummern anführe. In den meiſten Fällen wird es dem Leſer nur um die genaue Kenntniß ſeiner eigenen Gegend zu thun ſein, während er ſich rückſichtlich der andern Gebiete mit einer allgemeinen Ueberſicht begnügt. Die Karte der eigenen Gegend vermag aber wol ein Jeder ſich zu verſchaffen. Beilage 11 zu Seite 115. Für das Gebiet des norddeutſchen Tieflandes wurden beſonders nachſtehende Karten und Schriften benutzt, von denen aber nur die mit Sternchen verſehenen jetzt noch zum Specialſtudium zu empfehlen ſind. Uebrigens iſt es keineswegs meine Abſicht, in dieſen Beilagen vollſtändige Literaturverzeichniſſe zu liefern, ich werde vielmehr ge⸗ wöhnlich nur diejenigen Arbeiten anführen, welche mir von beſon⸗ derer Wichtigkeit erſcheinen, oder welche wenigſtens einzelne Belege zum Terxt enthalten. 1)»Atlas der Karten vom preußiſchen Staate, welcher mit ſta⸗ tiſtiſcher und hiſtoriſcher Colorirung bei Simon Schropp und Comp. erſchienen iſt.(Ein kleinerer Auszug davon findet ſich in H. Berg— haus' geographiſch⸗ſtatiſtiſchem Atlas der preußiſchen Monarchie. Gotha 1842.) 2)*Fr. Hoffmann, GeVogvoſtiſche Karte vom nordweſtlichen Deutſchland in 24 Blättern. 1829. Dazu als Text: Ueberſicht der orographiſchen Verhältniſſe vom nordweſtlichen Deutſchland. 1830. Und als eine Fortſetzung 3)* Geognoſtiſche Karte von Sachſen, Schleſien, einem Theile Böhmens und der Rheinlande, in 50 Blättern. 1836 u. f. 4)* Boll, Geognoſie der deutſchen Oſtſeeländer. 5)* Girard, Ueber die geognoſtiſchen Verhältniſſe des nord⸗ öſtlichen deutſchen Tieflandes. Zeitſchrift der Deutſchen Geologiſchen Geſellſchaft, Bd. 1, S. 352, und über Vorkommen und Verbreitung des London-clays in der norddeutſchen Ebene, in v. Leonhard's Jahr⸗ buch 1847, S. 565. 6)* Gumprecht, Zur geognoſtiſchen Kenntniß von Pommern, in Karſtens' Archiv 1846, Bd. 20, S. 404. 7)* Gumprecht, Ueber einige geognoſtiſche Verhältniſſe des Großherzogthums Poſen. Karſtens' Archiv, 1845, Bd. 19, S. 627. 8) Löw, Bemerkungen über die geognoſtiſche Beſchaffenheit der Provinz Poſen, in Karſtens' Archiv, 1845, S. 504. 9)* Weſſel, Karte über die Veränderungen in dem Mündungs⸗ lande der Oder während der Alluvialperioden, in: Descriptio geo- gnostica regionis ostiis viadrinis circumjectaeé. Berlin 1851. re. In tenntniß llich der e Kartt affen. ſonders nur die pfehlen eilagen ehr ge⸗ beſon⸗ Belege nit ſta— Comp. Berg⸗ rarchie. ſtlichen cht der 1830. Theile nord⸗ giſchen reitung Jahr⸗ mmern, iſſe des S. 627. nheit der undungs⸗ tio geo- 3. — 59— 10) v. Chamiſſo, Die Torfmoore bei Collberg, Gnageland und Schwinemünde. Karſtens' Archiv, 1826, Bd. 2, S. 3. 11) Klöden, Ueber oolithiſchen Kalk bei Fritzow in Pommern. Karſtens' Archiv, 1834, Bd. 7, S. 115 und 1857, Bd. 10, S. 627. 12) H. Karſten, Ueber das Vorkommen des Bernſteins an der preußiſchen Küſte. Karſtens' Archiv, 1830, Bd. 2, S. 289. 13) Steinbeck, Ueber die Bernſteingewinnung und das Braun⸗ kohlenlager bei Brandenburg, 1841. 14) Schulze, Beiträge zur Kenntniß der Braunkohlen bei Gleißen in der Neumark. 15)*» Plettner, Ueber die Braunkohlen⸗ und Alaunerdelager der Mark Brandenburg, nebſt Ueberſichtskarte.(Eine ſehr gründliche Arbeit in der Zeitſchrift der Deutſchen Geologiſchen Geſellſchaft, Bd. 4, Heft 2. 16)* Beyrich, Zur Kenntniß des tertiären Bodens der Mark Brandenburg. Karſtens' Archiv, 1848, Bd. 22, S. 5. 17)* Klöden, Beiträge zur mineralogiſchen Kenntniß der Mark Brandenburg, 1828, und: Die Verſteinerungen der Mark Branden⸗ burg, 1854.. 18)*v. Bennigſen⸗Förder, Geognoſtiſche Karte der Um⸗ gegend von Berlin, 1843, und neue Auflage, 1850. 19) Beckmann, Hiſtoriſche Beſchreibung der Chur⸗ und Mark Brandenburg, 1751. 20)* Ernſt Boll, Geogpoſtiſche Ueberſichtskarte von Mecklen⸗ burg, nebſt Erläuterungen, in der Zeitſchrift der Deutſchen Geologiſchen Geſellſchaft, Bd. 3. 4 21)*J. G. Kohl, Die Marſchen und Inſeln der Herzogthü⸗ mer Schleswig und Holſtein, 1846. 22)* Meyn, GeVognoſtiſche Beobachtungen über die Herzogthü⸗ mer Schleswig und Holſtein, 1848, die Erdfälle(z. B. in Holſtein) in der Zeitſchrift der Deutſchen Geologiſchen Geſellſchaft, Bd. 2, S. 311; mitteltertiäre Schichten in Lauenburg und Holſtein, daſelbſt, Bd. 3, S. 411, und: eine neue Inſel in Norddeutſchland, Bd. 4, S. 584. Dieſelbe Inſel beſchrieb auch Schmidt, daſelbſt, B. 4, S. 734. 25) Fr. Hoffmann, Skizze der Umgegend von Lüneburg, in Gilbertss Annalen, 1824, S. 33(zum Theil in den Text aufge⸗ nommen). 24)* Volger, Beiträge zur geognoſtiſchen Kenntniß des nord⸗ deutſchen Tieflandes, 1846.(Enthält auch kleine geognoſtiſche Karten der Umgegend von Lüneburg und Segeberg.) 25)* Karſten, Ueber die Verhältniſſe, unter welchen die Gyps⸗ maſſen zu Lüneburg, Segeberg und zu Luͤbthene zu Tage treten. Kar⸗ ſten's Archiv, 1848, Bd. 22, S. 576. 26) Forchhammer, Geognoſtiſche Studien am Meeresufer(be⸗ ſonders über Dünenbildung). v. Leonhard's Jahrb., 1841, S. 1. — 60— 27) Senf, Geognoſtiſche Bemerkungen über die Gegend, in welcher die Salzquellen Lüneburg, Sülze und Oldesloh liegen, in den Schriften der herzoglichen Societät für die geſammte Mineralogie zu Jena, Bd. 3, S. 155. 28)*Zimmermann, Geſchiebe im Diluviallande Hamburgs, in v. Leonhard's Jahrb., 1841, S. 645, geognoſtiſche Verhältniſſe Hamburgs, daſelbſt, 1838, S. 551, und geognoſtiſche Beſchreibung der Umgegend von Hamburg nebſt geognoſtiſcher Karte, in den Ver⸗ handlungen der naturwiſſenſchaftlichen Geſellſchaft in Hamburg, 1846. 29) Bruhns, Ueber das Vorkommen der Kreide im Hebbers⸗ dorfer Holze in Holſtein. Zeitſchrift der Deutſchen Geologiſchen Ge⸗ ſellſchaft, Bd. 1, S. 111. 30)* Griesbach, Ueber Entſtehung und Bildung des Torfs in den Emsmooſen, in den Göttinger Studien 1845 und für ſich 1846. 31)* Otto Weber, Die Tertiärflora der niederrheiniſchen Braunkohlenformation. Zeitſchrift der Deutſchen Geologiſchen Geſell⸗ ſchaft, Bd. 3, S, 391. 32) Fr. Hoffmann, Beſchreibung des Halberſtädtiſchen und Magdeburgiſchen, 1823.(Dabei eine geognoſtiſche Karte dieſes Gebietes.) 33)* Beyrich, Geologiſche Karte der Gegend zwiſchen Hal⸗ berſtadt, Quedlinburg, Ballenſtädt und Blankenburg, nebſt Erläute⸗ rung, in der Zeitſchrift der Deutſchen Geologiſchen Geſellſchaft, Bd. 1, und geognoſtiſche Karte des nördlichen Harzrandes, daſelbſt, Bd. 3. 34)*Lachmann, Phyſiographie des Herzogthums Braun⸗ ſchweig, nebſt geologiſcher Karte, 1851 und 1852, wodurch deſſen frühere Flora der Umgegend von Braunſchweig nebſt geognoſtiſcher Karte(1827) unnöthig geworden. 35) Frapolli, Ueber Dolomit, Gyps und Steinſalz. Vor⸗ trag, gehalten in der Berliner Akademie am 50. Juli 1846. Auszug in v. Leonhard's Jahrb., 1847, S. 609. 36) v. Unger, Darſtellung des Höhenzuges von Immerode über Liebenburg und Salzgitter nach Gebhardshagen, nebſt Karte, in Karſten's Archiv, 1845, S. 17.(Gehört mehr zum Gebiet der Weſerketten.) 37)* Giebel, Karte des Braunkohlenbeckens von Aſchersleben im Magdeburgiſchen nebſt Beſchreibung, in dem Jahresbericht des naturwiſſenſchaftlichen Vereins in Halle, 1850. 38)* Herm. Römer, Geognoſtiſche Karte von Hannover und den angrenzenden Ländern(2 Sect. 1852). Dazu Erläuterungen in der Zeitſchrift der Deutſchen Geologiſchen Geſellſchaft, Bd. 3, S. 478. (Gehört mehr zum Gebiet der Weſerketten.) 39) Römer, Das norddeutſche Kreidegebirge, in v. Leonhard's Jahrb., 1850, S. 192. ——— end, in jin den logie zu mburge, hältiſſ hreibung den Ver⸗ „ 1846. Hebberz⸗ hen Ge⸗ 3 Torft ind für einiſchen Geſel⸗ en und dieſes 7 Hal⸗ rlaute⸗ ‚Bd. I, d. 5. Braun⸗ deſſen jſtiſcher . Vor⸗ Auszug mmerdde Karte, in ebiet der hersleben ericht de nover und rungen in 6. Leonhandi — 61— 40) Geinitz, Die Kreideformation nördlich vom Harz, in v. Leonhard's Jahrb., 1850, S. 155. 4 41) Graf zu Münſter, über tertiäre Meerwaſſergebilde zwi⸗ ſchen Osnabrück und Kaſſel, in v. Leonhard's Jahrb., 1835, S. 420. 42)* v. Strombeck, Beiträge zur Kenntniß der Muſchelkalk⸗ bildung im nordweſtlichen Deutſchland. Zeitſchrift der Deutſchen Geo⸗ logiſchen Geſellſchaft, Bd. 1, S. 115 und Bd. 2, S. 186. Ueber den Keuper bei Braunſchweig, Bd. 4, S. 54. Die Neocombildung bei Braunſchweig, daſelbſt, Bd. 1, S. 462. Ueber die Lagerung der niederrheiniſchen Braunkohlen, in Karſten's Archiv, 1835, Bd. 6, S. 299, und über das bei Schöningen erbohrte Steinſalz, in Kar⸗ ſten's Archiv, 1848, Bd. 22, S. 215. 43)* v. Unger, Ueber die Erbohrung des Steinſalzes bei Schö⸗ ningen im Herzogthum Braunſchweig, nebſt geognoſtiſcher Karte, in Karſten's Archiv, 1850, Bd. 25, S. 115. 44)* Reinwarth, Beiträge über die Verhältniſſe der Salz⸗ quellen und Steinſalzablagerungen. Bergwerksfreund, 1852, Bd. 15, S. 609. 45)* Karſten, die Steinſalzablagerung bei Staßfurt, in Kar⸗ ſten's Archiv, 1847, Bd. 21, S. 487. 46) Ueber die Aufſuchung des Steinſalzes in den niederſächſich⸗ thüringiſchen Provinzen, in Karſten's Archiv, 1842, Bd. 16, S. 541. 47) v. Minnigerode, Bemerkungen über die Gebirgsverhält⸗ niſſe bei der K. Saline Dürrenberg. Zeitſchrift der Deutſchen Geolo⸗ giſchen Geſellſchaft, Bd. 2, S. 95. 48) v. Veltheim, Geognoſtiſche Beſchreibung von Merſeburg, in Karſten's Archiv, 1836, Bd. 9, S. 285. 49)* Andrä, Geognoſtiſche Karte von Halle, nebſt erläutern⸗ dem Text, 1850. Eine kleine geognoſtiſche Karte dieſer Gegend ent⸗ hält ſchon Fr. Hoffmann's Werk unter 2). 50) Karl Freiesleben, Ueber das Vorkommen des Raſen⸗ eiſenſteines im Kottbuſer Kreiſe, in deſſen geognoſtiſchen Arbeiten, 1817, Bd. 6, S. 216— 2453. 51) v. Oeynhauſen, Goologiſche Generalkarte von Oberſchleſien und eines Theiles von Polen, in deſſen Beſchreibung von Ober⸗ ſchleſien, 1822. 52)* v. Carnall, Geognoſtiſche Karte von Oberſchleſien, in 2 Sectionen, 1844. 53)* v. Carnall, Karte der Erzlagerſtätten bei Tarnowitz und Beuthen in Oberſchleſien, 1844. Dazu Beſchreibung im Bergmänni⸗ ſchen Taſchenbuch für Oberſchleſien, 1844, und Bemerkungen über das Thoneiſenſteingebirge Oberſchleſiens, in Karſten's Archiv, 1834, Bd. 4, S. 350. 54)*Krug v. Nidda, Ueber die Erzlagerſtätten des ober⸗ — 62— ſchleſiſchen Muſchelkalkes, in der Zeitſchrift der Deutſchen Geologiſchen Geſellſchaft, Bd. 2, S. 206. 55) Jordan, Mineralogiſch chemiſche Beobachtungen und Er⸗ fahrungen. 1800. 56) Steffens, Geognoſtiſch geologiſche Aufſätze 1810. 57) Fr. Wrede, Geognoſtiſche Bemerkungen über die oſtpreußi⸗ ſche Provinz Samland, im Königsberger Archiv für Naturwiſſen⸗ ſchaften. 1811. 58) C. v. Oeynhauſen, Beobachtungen über Pommern, in Karſten's Archiv, 1824. 59) G. A. Brückner, Wie iſt der Grund und Boden Meck⸗ lenburgs geſchichtet und entſtanden? 1825. 60) Das norddeutſche Tiefland in Keferſtein's Teutſchland. 1828. 61) Hausmann, Ueber die Diluvialgeſchiebe, in den Göttingi⸗ ſchen gelehrten Anzeigen, September 1827, uud Infuſorienerde in der Lüneburger Haide, daſelbſt 1838, S. 129 und 1065. 62) Helm. v. Blücher, Unterſuchung der Soolquelle von Sülz und Ueberſicht der Gebirgsverhältniſſe in Mecklenburg. 1829. 63) v. Olſen, Geognoſtiſche Karte von Dänemark und den deutſchen Herzogthümern, in Kongeniget Danemark med Hertugdömet Slesvig, 1841. 64) Bergsöe's danske Stats Statistik förste Bind, enthält ebenfalls eine geognoſtiſche Karte. 65) Delius, Geognoſtiſche Karte der Herzogthümer Schleswig und Holſtein. 1847. Beilage 12 zu Seite 202. 1)* Fr. Hoffmann, GeVognoſtiſche Karte vom nordweſtlichen Deutſchland, 1829. Dazu deſſen Ueberſicht der orographiſchen Ver⸗ hältniſſe vom nordweſtlichen Deutſchland, 1830, und Atlas vom nord⸗ weſtlichen Deutſchland nebſt Profilen, 1830. 2) Fr. Hoffmann, Ueber die geognoſtiſchen Verhältniſſe der Gegend von Ibbenbühren und Osnabrück, in Karſten's Archiv, 1826, Bd. 12, S. 264. 3)* Herm. Römer, Geogvnoſtiſche Karte von Hannover(bis jetzt 2 Sectionen). Dazu Erläuterungen in der Zeitſchrift der Deut⸗ ſchen Geologiſchen Geſellſchaft, Bd. 35, S. 478. 4) Wurzer, Die Schwefelquellen zu Nenndorf, 1815. 5) Menk, Beſchreibung von Pyrmont, nebſt geognoſtiſcher Karte, 1818. logiſchen und E⸗ ſiruß arwiſſen⸗ tern, in n Mec⸗ ſſchland. Höttingi⸗ nerde in lle von 1829. nd den gdömet enthaͤlt ledwig weſtlichen hen Ver dom notd— ltniſſe der iv, 1 8¹ nover(bit der Deut⸗ 5. ognoſtſche — 63— 6)*Krüger und Brandes, Pyrmonts Mineralquellen, nebſt geognoſtiſcher Karte, von v. Uslar, 1826. 7) Weiland, Geognoſtiſche Karte von Hannover, in Kefer⸗ ſtein's Teutſchland, 1829, Bd. 6. 8) Schulze, Beiträge zur Geognoſie, 1821, mit einer geogno⸗ ſtiſchen Karte des Fürſtenthums Kahlenberg. 9) Dreves, Ueber den frühern Goldbergbau im Waldeckiſchen. Karſten's Archiv, 1834, Bd. 7, S. 167, und über die geognoſtiſche Beſchaffenheit des Waldeckiſchen Landes, in v. Leonhard's Jahrb., 1841, S. 549. 10) v. Unger, Darſtellung des Höhenzuges von Immerode über Liebenburg und Salzgitter nach Gebhardshagen, nebſt Karte, in Karſten's Archiv, 1843, Bd. 17. 11) F. Römer, Ueber die Porta Weſtfalica und den Teuto⸗ burger Wald, in v. Leonhard's Jahrb., 1845, S. 188 und 269, und 1848, S. 786. 12) F. Römer, Geognoſtiſche Zuſammenſetzung des Teutobur⸗ ger Waldes u. ſ. w., in v. Leonhard's Jahrb., 1850, S. 385, über das Alter des Kreideſandſteins im Teutoburger Walde, daſelbſt, 1852, S. 185, und über Gault bei Neuenheerſe im Teutoburger Wald, in der Zeitſchrift der Deutſchen Geologiſchen Geſellſchaft. B. 4, S. 728. 13) F. Römer, Eocene Tertiärbildung in der Gegend von Daugabrüch Zeitſchrift der Deutſchen Geologiſchen Geſellſchaft, Bd. 2, . 233. 14) Dunker, Monographie der norddeutſchen Wieldenbildung, 1846, und Beiträge zur Kenntniß des norddeutſchen Oolithgebil⸗ des, 1837. 15) F. Römer, Die Verſteinerungen, des norddeutſchen Ooli⸗ thengebirges, 1836, und die Verſteinerungen des norddeutſchen Kreide⸗ gebirges, 1841.(Beide Schriften enthalten indeſſen nur wenig über die Lagerungsverhältniſſe.) 16) Keferſtein, Die geognoſtiſch⸗geologiſchen Verhältniſſe der Gegend um Münder im Hannöverſchen, in deſſen Teutſchland, 1831, Bd. 7, Heft 2, S. 267.(Setzt veraltet.) Beilage 13 zu Seite 210 und 227. Da die Kohlenlager der Wieldenformation bis jetzt noch wenig beachtet worden ſind, ſo möge hier eine Mittheilung ihres Vorkom⸗ mens in der Landdroſtei Hannover Platz finden, welche dem 15. Bande des Bergwerksfreundes entnommen iſt. 1 — 64ů— „In dem herrſchaftlichen Steinkohlenbergwerke am Neſſelberge, Amts Koppenbrügge, ſind im vorigen Jahre 108000 Balgen(1 Bal⸗ gen= 2 Kubikfuß Hannoverſch am Oberharz) gewonnen und ab⸗ geſetzt; es finden 72 Perſonen Beſchäftigung. Der Abſatz hat ſich ſo vermehrt, daß eine Erweiterung des Betriebes ſich als nothwendig herausgeſtellt hat. In dem herrſchaftlichen Steinkohlenbergwerke bei Feggendorf, Amts Lauenau, ſind etwa 200 Himten(1 Himten= 1 ⅓ Kubikfuß) Schmiedekohlen und 30000 Himten Braunkohlen abgeſetzt; der Abſatz findet nur in der Umgegend ſtatt, da ein Eingangszoll von 6 Pf. pro Himten die Ausfuhr in das benachbarte Heſſiſche verhindert. Von den 175000 Balgen, welche von dem ſtädtiſchen Stein⸗ kohlenbergwerke bei Münder abgeſetzt ſind, gingen etwa 8000 Balgen in das Ausland. Es wird dort eine Dampfmaſchine von 4 Pferde⸗ kraft nebſt Waſſerrädern zum Pumpen des Waſſers benutzt. Die Kohlen werden durch Pferde und Menſchen, deren 107 beſchäftigt werden, zu Tage gefördert. Mehre Flötze ſind im Betriebe. Auch im herrſchaftlichen Steinkohlenbergwerke am Oſterwalde, Amts Lauenſtein, wo 550 Menſchen beſchäftigt und 450000 Balgen gewonnen und abgeſetzt ſind, hat ſich der Betrieb noch gehoben. Aeußerſt beſchwerlich iſt der auf Rechnung einer Gewerkſchaft betriebene Steinkohlenbergbau bei Duingen wegen des Waſſers. Die⸗ ſes hat den Oberſteiger Bähre veranlaßt, mit Genehmigung K. Do⸗ mainenkammer im Weenzer Bruche nach Kohlen zu ſchürfen; er hat auch wirklich ein bauwürdiges Flötz gefunden. Ob aber daſelbſt ein neuer Bergbau gegründet werden wird, iſt noch ungewiß. Uebrigens ſind bei Duingen durch 18 Arbeiter 17500 Balgen gewonnen und abgeſetzt. Das herrſchaftliche Steinkohlenbergwerk am Gr.⸗Süntel, Amts Springe, iſt fortwährend Verſuchsbau ohne Kohlengewinnung. Von geringer Güte ſind die durch 10 Arbeiter in dem herrſchaft⸗ lichen Bergwerke am Daberge bei Völkſen, Amts Springe, gewonne⸗ nen Steinkohlen. Der Abſatz von 39500 Himten hat ſich daher haupt⸗ ſächlich auf die benachbarten Kalk⸗ und Ziegelbrennereien beſchränkt. In dem herrſchaftlichen Steinkohlenbergwerke zum Sürſerbrink am Deiſter, Amts Wenningſen, ſind 57000 Himten Steinkohlen durch 38 Arbeiter, in demjenigen zur Hohenwarte daſelbſt 18500 Himten durch 9 Arbeiter, in dem zu Hohenboſtel 185054 Himten durch 34 Arbeiter gewonnen. In den Freiherrlich von Knigge'ſchen Bergwerken, im Amte Wennigſen, ſind gewonnen bei Bredenbeck 258150 Himten durch 60 Arbeiter, zum Steinkrug 112000 Himten durch 44 Arbeiter, zum Kniggenbrink am Deiſter 318725 Himten durch 54 Arbeiter gewonnen. eſſelberge 1(dBa und al⸗ hat ſch othwendig eggendorf Kubikfuß der Abſt on 6 R. ndert. n Stei⸗ 0 Balgen Pferde⸗ tzt. Du eſchäftig terwalde, Balgen ben. verkſchaft 6 Die⸗ K. Do⸗ er hat löſt en ebrigens ewonnen 4, Antz ng. herrſchaſt⸗ gewonne⸗ her haupt⸗ eſchränt Surſerbrint ohlen duth 00 Hintan durch 39 „im Amt nten durc 4 Arbeit, 54 Abbeitt — 65— Königliche Kloſterkammer hat von ihrem Bergwerke bei Bar⸗ ſinghauſen 1008000 Himten(160 Arbeiter), die dortige Gemeinde 162000 Himten(40 Arbeiter) abgeſetzt.. Aus den 5 gemeinſchaftlich betriebenen Steinkohlenbergwerken von Joh. Egeſtorff's Erben in Linden am Bröhn, zu Feldberg und zu Hülſebrink, ſämmtlich am Deiſter im Amte Wennigſen belegen, ſind 1029000 Himten durch 220 Arbeiter gewonnen. Das Steinkohlenbergwerk von Lüdeking's Erben in Hannover zu Holtenſen, Amts Wennigſen, hat durch 8 Arbeiter 5000 Himten geliefert. In dem herrſchaftlichen Steinkohlenbergwerke am Lockumer Berge ſind durch 28 Arbeiter 31400 Balgen gewonnen. Aus dem Amte Rehburg fehlen die nähern Angaben; doch ſollen dort 24000 Balgen abgeſetzt ſein. Die Preiſe der Steinkohlen ſind nicht geſtiegen. Es ſteht zu befürchten, daß die Gewinnung derſelben durch den bevorſtehenden Anſchluß Hannovers an den Zollverein weſentlich benachtheiligt wird, wenn nicht beſſere Kohlen aufgefunden werden ſollten und die Art der Gewinnung erleichtert werden könnte. Der Verbrauch der Steinkohlen in der Reſidenzſtadt Hannover ſowie zu gewerblichen Zwecken nimmt zu; dagegen entſchließen ſich die Bürger der kleinern Städte und die Landleute nur ſchwer zur Benutzung von Steinkohlen, ſelbſt in der Nähe der Bergwerke. Die Benutzung des bedeutenden Lagers von Braunkohlen im Weenzer Bruche, Amts Lauenſtein, ſcheint ſich nicht heben zu wol— len. Die Nachfrage iſt noch immer ſchwach geblieben;z es kommt dieſes wol daher, daß das Material zu geringen Werth hat, um die Koſten eines weiten Transports tragen zu können, und daß in der nächſten Umgegend kein Mangel an Holz iſt, auch bis jetzt die Braun⸗ kohlen nicht zum Brennen von Ziegeln und Töpferwaaren benutzt werden. Es ſind dort im verwichenen Jahre 5 Arbeiter beſchäftigt und etwa 33000 Balgen abgeſetzt. Ob ſich der Verbrauch dieſes Feuerungsmaterials durch den Bau der Südbahn, welche das Ween⸗ zer Bruch ziemlich nahe berührt, heben wird, muß der Zukunft über⸗ laſſen bleiben.“ Außer im Hannöverſchen werden aber auch in den andern Län⸗ dergebieten dieſer Gegenden, beſonders im Bückeburgiſchen und bei Minden, Wieldenkohlen und Braunkohlen abgebaut. Beilage 14 zu Seite 106, 221 und 228. „Fr. Hoffmann ſagt über den Thalkeſſel von Pyrmont(Nord⸗ weſtliches Deutſchland, S. 549):„Unter den bis hierher nicht berühr⸗ Cotta, Deutſchlands Boden. GBeilagen.) 5 — 66— ten Erſcheinungen, welche gleich ſehr, wie die vorhergehenden, für die Anſicht von der Erhebung und Zerreißung der Hügelketten in unſerm Gebiete ſprechen, heben wir zunächſt ganz beſonders noch die Bil⸗ dung eigenthümlicher Thalformen hervor, welche wir vielleicht am paſ⸗ ſendſten Ringthäler oder Erhebungsthäler nennen. Das Aus⸗ zeichnende derſelben beſteht darin, daß ſie, urſprünglich vollkommen geſchloſſen, von allen Seiten durch einen widerſinnigen Abhang, oder durch ein Escarpement umgeben werden, deſſen zuſammenſetzende Schichten, von ihrem Mittelpunkte abwärts gekehrt, nach allen Rich⸗ tungen neigen. Unſtreitig das großartigſte Beiſpiel von ſolch einer auffallenden Bildung bietet der faſt kreisförmig eingeſchloſſene Thal⸗ grund von Pyrmont dar, und die Profilzeichnung, welche wir von ihm entworfen haben, erläutert vielleicht beſſer als Alles, was wir hier darüber ſagen könnten, die Eigenthümlichkeit dieſes merkwür⸗ digen Verhältniſſes. 8. 8 8 8 G 8 S N Õ 1 1 3 e 7, 1 Mu⸗. — S̃arcdsteurne,, Thal von Pyrmont von S. n. N. Die oberſten Ränder der Muſchelkalkberge, welche die ein⸗ faſſenden Escarpements bilden, liegen an den gegenüberliegenden Thal⸗ wänden oft mehr als eine halbe Meile weit auseinander, und ſie erheben ſich über die innerſte Thalſohle faſt auf allen Seiten gleich⸗ förmig noch um 900 bis 1000ãð Auf der äußern Seite derſelben aber ſehen wir dann oft noch mit größern Höhen die Ränder der zurückgeſchobenen Keuperformation eintreten, und ihre erſten Berge bilden in den Rücken des Winterbergs, der Arminiusburg, des Schwalenberger Waldmoors u. ſ. w., eine zweite, doch viel weniger vollkommen erhaltene, ringförmige Einfaſſung um die innere Umwallung des Thales. Auf dem Boden dieſes Thalgrundes ſelbſt aber verbreitet ſich der den Muſchelkalkwänden unterliegende bunte Sandſtein, und erreicht eine Höhe von nahe 400“ über dem Thal⸗ punkte deſſelben. Seine oberſten Grenzen gegen den Muſchelkalk⸗ ſtein haben charakteriſtiſch an den gegenüberliegenden Abhängen des Thales nicht immer daſſelbe Niveau, ſondern wir ſehen ſie vielmehr — —— ¶—y,———/— n, fir i in unſetn h die Bi t am pif Das Al⸗ ollkommmen hang, oe nenſetend. aee Ni ſolch ein ſene Thal e wir dmn was wit merkwur⸗ die ei⸗ den Thal⸗ „und ſi ten glech⸗ derſelben tänder da ſten Betge iusburg, „doch dil die inner ndes ſelhſ nde buntt dem Thal⸗ ſchelkalt⸗ ängen de ſe vielmeßr — 67— an der nördlichen und öſtlichen Seite conſtant um ein Beträchtliches höher gehoben als an der ſüdlichen und weſtlichen, und dem gemãß iſt auch das nach außen gekehrte Einfallen der Schichten an den erſtgenannten Seiten ſteiler als an den letzten. So fand ich z. B. am Bomberge auf der Nordſeite die obere Grenze des bunten Sandſteines in 850/ Meereshöhe, und das Fallen des aufgelager⸗ ten Muſchelkalkſteines 20 bis 240, gegenüberliegend am Mühl⸗ berge dagegen liegt dieſe Grenze in 540: Meereshöhe, und das Einfallen des Muſchelkalkſteines nähert ſich der ſöhligen Lage. So liegt auch an dem Berge von Hagen in W. die untere Mu⸗ ſchelkalkgrenze nur 280 hoch, faſt ganz in der Sohle des Tha⸗ les, gegenüber am Gellerſer Felde dagegen 560⁄+ Es ſcheint daher faſt die conſtante Differenz der Erhebung beider Thalränder 300“ zu betragen. Wir wagen es hier nicht zu entſcheiden, ob es zufällig ſei, daß dieſe merkwürdige Thalbildung ſich gerade an der Stelle befindet, wo die Richtungen des nordöſtlichen und die des rheiniſchen Ge⸗ birgsſyſtemes ſich an ihren Grenzen zum letzten male kreuzen, auch kann es vielleicht ebenſo noch eine minder weſentliche Thatſache ſein, daß man auf dem Boden dieſes Thales, an der Emmerbrücke bei der Saline, das Ausgehende einer Gypsmaſſe gefunden. Was aber gewiß nicht einem zufälligen Zuſammentreffen zugeſchrieben wer⸗ den darf, iſt, daß gerade auch auf dem Boden dieſes Thales die ſtärkſten unter den kohlenſauren Wäſſern Weſtfalens ent⸗ ſpringen, und daß man überall in geringer Tiefe hier auf Ausſtrö⸗ mungen gasförmiger Kohlenſäure ſtößt, welche in der ſogenannten Dunſt⸗ oder Schwefelhöhle bei Pyrmont ſo berühmt geworden ſind. Hier iſt alſo der Verbindungsweg noch offen, welchen ſich die unterirdiſchen Gasarten bahnten, als ſie die Decke des norddeutſchen Hügellandes zerſprengt und erhoben haben, und was jetzt hier ſanft ausſtrömend in heilbringender Geſtalt aus der Erdrinde hervordringt, iſt noch Daſſelbe, was, wenn es abgeſchloſſen, erhitzt und zuſammen⸗ gepreßt worden, Gebirgsmaſſen emportreiben und umſtürzen konnte. Jedem, der den Antheil kennt, welchen die Entwickelungen gas⸗ förmiger Kohlenſäure und die mit ihnen verbundenen Mineral⸗ quellen an unſern vulkaniſchen Proceſſen nehmen, wird dieſe Anſicht von der Bildung des Pyrmonter Thales nicht zu gewagt ſchei⸗ nen. Wer aber ſollte wol nicht freudig überraſcht werden, wenn er auch noch in dieſem Lande die Verhältniſſe, unter welchen ſeine an⸗ dern kohlenſauren Mineralwäſſer entſpringen, den eben ange⸗ gebenen völlig entſprechend findet? Das Driburger Thal noch vor allem, in welchem nächſt dem Pyrmonter die ſtärkſten Sauer⸗ quellen des Landes auf dem linken Weſerufer entſpringen, iſt in allen ſeinen äußern Verhältniſſen ein vollkommenes, nur in etwas verkleinertes Abbild des Thalgrundes von Pyrmont. Wir haben 5* — 68— auch von ihm eine Profilzeichnung nach ſehr detaillirten Beobachtun⸗ gen entworfen, und es ergibt ſich, daß der Muſchelkalkrücken, welcher ſich hier an den Rändern der Hochfläche von Pader⸗ born, von Dringenberg bis nach Horn fortzieht, auf ſeiner Taakoburge: Wala Scheitellinie in der Richtung von S. nach N. geborſten und aufge⸗ klafft ſei; indem unter ihm auf dem Boden des Thales der bunte Sandſtein frei an die Oberfläche tritt. Die weſtliche Thalwand iſt hier um ein Beträchtliches, ja wol reichlich um 400“ höher ge⸗ hoben als die gegenüberliegende öſtliche. Und es erſcheint uns kei⸗ nesweges zufällig, daß hier gerade und hier auch allein in der ganzen Erſtreckung der Kette des Teutoburger Waldes der zur Seite ge⸗ rückte Muſchelkalkſtein, indem er an die Stelle des Quader⸗ ſandſteines(Hilsſandſteines) tritt, die Scheitellinie des Höhenzuges ſelbſt bildet. Noch einmal, etwa zwei Meilen weiter in N., iſt es, wo an der ſogenannten Wulfeshärte bei Vinſebeck ſich derſelbe Mu⸗ ſchelkalkſteinrüͤcken in ſeinem Scheitel von neuem geborſten zeigt. In ſeine Spalte dort drängt ſich jedoch nur ein ſehr ſchmaler Keil von ſenkrecht geſchichteem bunten Sandſtein, und unmittelbar neben ihm entſpringen zwei anſehnliche Sauerquellen. Endlich, gerade da, wo dieſer Muſchelkalkrücken, nachdem er ſeine größeſte Erhebung in dem Bellenberge bei Horn erlangt hat, ſich ſchnell unter der Decke des Keupers verbirgt, liegen vor ihm, aus Keu⸗ per entſpringend, die anſehnlichen an Kohlenſäure reichen Mine⸗ ralquellen von Meinberg, ebenfalls auch da, wo die Grenzen des rheiniſchen und des nordöſtlichen Gebirgsſyſtemes zuſammen⸗ treffen. Doch auch noch in dem Innern der einförmigen Hoch⸗ fläche von Paderborn finden wir zahlreiche kohlenſaure Mineral⸗ wäſſer und mächtige Entwickelungen von Kohlenſäure. So bei Saatzen, bei Istrup und Schmechten, ebenſo bei Schönberg und Reelſen unweit Driburg, und ſo auch auf der Nordſeite von Brakel, am Fuße der Hinneburg. Von allen dieſen Punkten aber läßt es ſich nachweiſen, daß ſie gewaltſamen Unterbrechungen des Zuſammenhanges der Oberfläche ihre gegenwärtige Stellung verdanken. eobachtun lkrücken, Pader⸗ auf ſänn 22 nd aufge er bunte Thalwand höher ge⸗ uns kei⸗ er ganzen Seite ge⸗ Uader⸗ enzuges wo an be Mu⸗ ten zeigt. aler Kell mmittelber Endlih, te größeſt ſch ſchnel aus Keu⸗ gen Mine tenzen dei zuſammen⸗ hen Hoch : Minen⸗ Seo bi ſchönben ordſeite vol n Punkte hungen d verdanke. — 69— So ragt auf dem Boden des Thales von Saatzen und Istrup der bunte Sandſtein in großer Erſtreckung zwiſchen den Rändern der umgebenden Muſchelkalkberge aus. Und hier ſind es Tau⸗ ſende von Entwickelungskanälen, aus welchen die Kohlenſäure mit ungewöhnlicher Heftigkeit ausſtrömt. In der ſumpfigen Wieſenfläche bei Istrup ſah ich Schlammhügel von 13— 20 Höhe und wol 100“ Umfang durch dieſe Ströme aufgeworfen, und an ihrer Oberfläche zahlloſe kleine Waſſerbehälter oder Pfützen, deren Ober⸗ fläche fortwährend in brodelnder Bewegung durch fauſtſtarke Blaſen dieſer Gasart erhalten wird. Zwiſchen Schönberg und Reelſen erhebt ſich der mächtige Mehberg, aus buntem Sandſteine be⸗ ſtehend, mitten aus der Muſchelkalkfläche, und an ſeinem weſt⸗ lichen Abhange liegen die Gasquellen. Der Bergrücken aber, auf welchem die Hinneburg bei Brakel liegt, zeigt uns einen faſt ſenk⸗ recht aus dem Muſchelkalk vorgeſchobenen Keil von buntem Sandſteine, welcher oben noch die Reſte ſeiner Decke in einer Ver⸗ wirrung und Zerknickung der Schichten ſehen läßt, welche der Beob⸗ achtung in hohem Grade werth ſind. Die Gasquelle an ſeinem ſüdlichen Abhange hat hier Geſteine ausgeworfen, welche faſt an die Nähe des Uebergangsgebirges erinnern, und welche ſich nirgend mehr in andern Theilen dieſer Hochfläche wiederfinden.— Wo endlich noch in O. dieſe Muſchelkalkdecke der ſelbſtändi⸗ gen Verbreitung des bunten Sandſteines Platz macht, da ſehen wir auch an ihren Rändern noch hin und wieder die Spuren frei⸗ werdender Kohlenſäure austreten. So in den Mineralquellen von Godelheim bei Höxter, im Weſerthale, ſo bei den Salz⸗ quellen von Karlshafen und den Sauerbrunnen bei Hof⸗Geismar, bei Volkmarſen u. ſ. w. Doch auch da noch, wo der Keuper an der Nordgrenze der Paderborner Hochfläche eine mächtige Decke über dem Muſchelkalkſteine bildet, finden wir noch ſelbſt bis in weite Entfernung ähnliche Verhältniſſe wiederkehrend. Ueberall hat die Kohlenſäure einen Ausweg gefunden, wo ſich der Muſchel— kalkſtein in vereinzelten Inſeln, die Keuperdecke durchbrechend, wieder emporheben konnte. So unter andern an den Abhängen des Muſchelkalkberges bei Schinden und Wöbbel unweit Pyr⸗ montz ſo bei Kalldorf ſüdweſtlich von Rinteln, wo an den Ab⸗ hängen einer Kalkſteininſel eine große Zahl ſchwacher Sauerbrunnen und Salzquellen hervordringt. So bei Vlotho am Kluſenberge, bei Salz⸗Uffeln und im Thale der Salza aufwärts, und an zahlrei⸗ chen andern Orten. Wir können demnach füglich den anſehnlichen Landſtrich auf dem linken Ufer der Weſer, in der Strecke von Karls⸗ hafen bis Vlotho und bis an den Abhang des Teutoburger Waldes, als eine ſiebähnlich durchlöcherte Oberfläche anſehen, aus deren am vollkommenſten geöffneten Zerſpaltungen ſich heute noch die Gasarten hervordrängen, welche fortwährend in der Tiefe auf der — 70— Werkſtätte des vulkaniſchen Herdes, durch uns unbekannte Proceſſe entwickelt werden. Beilage 15 zu Seite 115. Unter den Schriften und Karten über den geologiſchen Bau des Heſſenlandes ſind beſonders zu nennen: 1)*Fr. Hoffmann, Ueberſicht der orographiſchen und geogno⸗ ſtiſchen Verhältniſſe vom nordweſtlichen Deutſchland, 1830, und deſſen geognoſtiſche Karte vom nordweſtlichen Deutſchland. 2) Geognoſtiſche Karte des Landes zwiſchen Magdeburg und Kaſſel. 1835. 3) Berghaus, Geognoſtiſche Karte der Kreiſe Kaſſel, Nord⸗ hauſen, Hersfeld und Erfurt. 1825. 4) Ludwig, Geognoſtiſche Beobachtungen der Gegend zwiſchen Darmſtadt, Frankfurt, Gießen, Fulda und Hammelburg, nebſt geogno⸗ ſtiſcher Karte dieſes Landſtriches. 1852. 5) Gutberlet, Beiträge zur mineralogiſchen Topographie von Kurheſſen, in v. Leonhard's Jahrbuch, 1846, S. 150. 6) Ewald, Geoologiſche Reliefkarte des Großherzogthums und Kurfürſtenthums Heſſen. 7)* Schwarzenberg, Geognoſtiſche Karte des Kaſſeler Kreiſes, in der kurheſſiſchen landwirthſchaftlichen Zeitung, 1825 und geogno⸗ ſtiſche Karte des Kreiſes Hofgeismar in Heſſen. 1830. 8) Fickler, Driburger Taſchenbuch, nebſt geognoſtiſcher Karte. 1816. 9)* O. Weiß, Geognoſtiſche Beſchreibung der kurfürſtlich heſſi⸗ ſchen Saline bei Allendorf an der Werra, nebſt geognoſtiſcher Karte, in Karſten's Archiv, 1851, Bd. 24, S. 305. 10) Creutzer, Beſchreibung der Gegend von Marburg, nebſt geognoſtiſcher Karte. 1825. 11) Althaus, Plan des Sandſees von Dees in Heſſen, in v. Leonhard's Jahrbuch, 1840. Erläuterung dazu, S. 85. 12) Nöggerath, Ueber das Vorkommen des Goldes in der Edder, Karſten's Archiv, 1834, Bd. 7, S. 149. Auszug in v. Leonhard's Jahrbuch, 1836, S. 579. 13)* Strippelmann, Ueber den Habichtswald, in v. Leon⸗ hard's Zeitſchrift f. M. 1827, S. 515, und, die Habichtsſpieler Braun⸗ kohlenablagerung am Habichtswald, in den Studien des Göttingiſchen Vereins bergmänniſcher Freunde, Bd. 4, S. 355. Auszug in v. Leonhard's Jahrbuch, 1840, S. 369 und 1844, S. 110. 14)* Schwarzenberg, Ueber das Vorkommen der Grobkalk⸗ Formation in Niederheſſen, Studien des Göttingiſchen Vereins berg⸗ e Praaſſ chen Ba d geogne 50, md burg und l„ Nord⸗ zwiſche ſt geogne⸗ aphie von ums und Kreiſes, geogno⸗ noſtiſcher lich heſ ger Kart, erg, nebſ ſſen, . des in da zzug in t v. Lek⸗ ler Braur⸗ öttingiſche szug in d . Grobka reins bery — 71ñ— männiſcher Freunde, 1835, Bd. 5, S. 219 und Auszug in v. Leon⸗ hard's Jahrbuch, 1834, S. 99. 15) Heuſer, Geogvpoſtiſche Beſchreibung der im Riechels⸗ dorfer Gebirge auſſetzenden Gänge, in v. Leonhard's Taſchenb., 1819, S. 311. 16) Schulze, Ueber das Kupfergebirge bei Frankenberg in Heſſen, v. Leonhard's Taſchenbuch, 1820, S. 105. 17) Hundeshagen, Beſchreibung des Meiſner in Heſſen, in v. Leonhard's Taſchenbuch, 1817, S. 3. 18) v. Hoff, Ueber die Verhältniſſe des Baſaltes in einigen Bergen in Heſſen und Thüringen, im Magazin der Berliner Geſell⸗ ſchaft naturforſchender Freunde, Bd. 5, S. 347. Auszug in v. Leonhard's Taſchenbuch, 1815, S. 247.. Beilage 16 zu Seite 202. Ueber den Harz ſind zu empfehlen und zwar am meiſten die mit* bezeichneten geognoſtiſchen Schriften und Karten: 1)* Fr. Hoffmann, Ueberſicht der orographiſchen und geogno⸗ ſtiſchen Verhältniſſe vom nordweſtlichen Deutſchland. 1830, nebſt Kartenheft(1829). 2)*Zimmermann, Das Harzgebirge. 1855. Und über die Erzgänge des hannöverſchen Harzes, nebſt Karte, in Karſten's Archiv, 1837, Bd. 10, S. 27. 3)* Zinken, Beſchreibung des öſtlichen Harzes nebſt geogno⸗ ſtiſcher Karte. 1826. Derſelbe, Ueber die Granitränder an der Roßtrappe, nebſt Karte, in Karſten's Archiv, 1845, Bd. 19, S. 583. 4)* Fr. A. Römer, Beiträge zur Kenntniß des Harzgebirges, nebſt geologiſcher Karte, in H. v. Meyer's Palaeontographica, Bd. 3. Auszug in v. Leonhard's Jahrbuch, 1851, S. 223, und geologiſche Verhältniſſe des Harzes im Bericht der 20. Verſammlung deutſcher Naturforſcher und Aerzte, S. 154. Auszug in v. Leonhard's Jahr⸗ buch 1844, S. 56. Deſſen Verſteinerungen des Harzgebirges, 1843, ſind vorherrſchend nur paläontologiſchen Inhalts. 5) Berghaus, Geognoſtiſche Generalkarte des Harzes, recht gut als Reiſekarte. 6) Werner, Geognoſtiſche Karte des Harzgebirges. Magde⸗ burg 1843. Ebenfalls eine gute Reiſekarte. 7)* Lachmann, Phyſiographie des Herzogthums Braun⸗ ſchweig, nebſt geognoſtiſcher Karte. 1851 und 1852. Wichtig durch die vielen Höhenbeſtimmungen. 8) Credner, Ueberſicht der geognoſtiſchen Verhältniſſe Thürin⸗ gens und des Harzes, nebſt Ueberſichtskarte. 1843. 9)* Hausmann, De montium Hercyniae formatione, in den Göttinger gelehrten Anzeigen, 1839, S. 41. Ein deutſcher Auszug dieſer vom wiſſenſchaftlichen Standpunkte ſehr wichtigen Abhandlung findet ſich in v. Leonhard's Jahrbuch, 1839, S. 589. 10)* Beyrich, Geognoſtiſche Karte des nördlichen Harzrandes, von Langelsheim bis Blankenburg, nebſt Erläuterung in der Zeit⸗ ſchrift der deutſchen geologiſchen Geſellſchaft. Bd. 3. 11) Schuſter, Die Umgegend von Goslar am Harz, nebſt Karte, in v. Leonhard's Jahrbuch, 1835, S. 127. 12) v. Unger, Geognoſtiſche Beſchreibung eines an der Nord⸗ ſeite des Harzes anfangenden Höhenzugcs, nebſt Karte, in Karſten's Archiv, 18„Bd. 17, S. 197. 13) Girard, Das Mühlthal bei Rübeland, nebſt geognoſtiſcher Karte, in v. Leonhard's Jahrbuch, 1848, S. 260. 14) Eine kleine geognoſtiſche Karte des Harzes findet ſich in v. Leonhard's geologiſchem Atlas zu deſſen Naturgeſchichte der Erde. 15) Sedgwick und Murchiſon, Ueber die älteren oder Pa— läopoiſchen Gebilde, überſetzt von G. Leonhard, 1844, S. 98 bis 116. 16) B. Kerl, Darſtellung des Bergbaues im Rammelsberge und der Hüttenproceſſe am Communionunterharze, in der Berg- und Hüttenmänniſchen Zeitung, 1853, Nr. 1 bis 6, und der Communion⸗ unterharz als beſondere Schrift. 18553. 17) Laſius, Beobachtungen über die Harzgebirge. 1789. Seiner Zeit ſehr gut. 18) Freiesleben, Geognoſtiſche Arbeiten. Ueber das Kupfer⸗ ſchiefergebirge am Harzrand, nebſt geognoſtiſcher Karte, Bd. 1 bis 4, 1809 bis 1815. 19) Keferſtein, Deutſchland, Bd. 1, 1821, Cap. 6, S. 1351 und Bd. 6, Heft 3, 1830. 20) Schulze, Geognoſtiſche Bemerkungen auf einem Ausfluge nach dem Harzgebirge, in v. Leonhard's Taſchenbuch, 1815, S. 37. 21) Germar, Geognoſtiſche Bemerkungen auf einer Reiſe über den Harz und Thüringer Wald, in v. Leonhard's Taſchenbuch 1824, S. 3. 22) Bonnard, Geognoſtiſche Bemerkungen über den Harz, aus den Annales des Mines überſetzt von Hartmann, in v. Leon⸗ hard's Taſchenbuch, 1824, S. 311. ſe Thün ne, in da er Auzza bhandiu zarzrande, der zä⸗ arz, nef der Nor⸗ Karſteni gnoſtiche eet ſich i der End. oder Pa⸗ „S. nelsberge erg⸗ und munion⸗ 1789. Kupfer⸗ Sd. 1 bi „ S. löl Ausflugt 5, S. Ä. Reiſe ühn aſchenbut den Har⸗ mv. Leur⸗ — 73— Beilage 17 zu Seite 210. Am Harz beträgt die Temperaturabnahme nach Gehler und Berghaus(Deutſchlands Höhen 1834, Th. 1, S. 270) im Herbſt 1° R. auf 708 Fuß, im Sommer etwas mehr. Im Fichtelgebirge beträgt ſie nach denſelben: im Sommer 10 R. auf 425 Fuß, im Winter 1⁰ R. auf 525 Fuß. In der Schwäbiſchen Alp im Sommer 1° R. auf 496 Fuß, im Winter 10 R. auf 697 Fuß. Die Ge⸗ brüder Schlagintweit fanden in den Alpen durchſchnittlich 10 C. Temperaturabnahme auf 540 Fuß Erhebung(Unterſuchungen über die phyſikaliſche Geogrophie der Alpen). Neich beobachtete im Erz⸗ gebirge 10 C. Temperaturabnahme auf 195,4 Meter Erhebung. Kämtz gibt in ſeiner Meteorologie, Bd. 2, S. 159, nach v. Hum⸗ boldt 98 Toiſen, nach Sauſſure im Sommer 80, im Winter 97,4 Toiſen. Nach dem allen kann man mit Dove(Verbreitung der Wärme S. 6) als ungefähres Mittel für 600 Fuß Erhebung 10 C. Temperaturabnahme annehmen, welches Mittel jedoch für den Som⸗ mer etwas kleiner(weniger als 600), für den Winter etwas größer zu ſetzen ſt. Wenn alſo die für das Meeresniveau berechnete mittlere Tem⸗ peratur eines Landſtriches 100 C. beträgt, und es erhebt ſich derſelbe gleichmäßig 600 Fuß über den Meeresſpiegel, ſo wird die wirkliche mittlere Temperatur nur 90 C. betragen. Da aber die Erhebung der einzelnen Gebiete niemals eine gleichmäßige iſt, ſondern ſtets innere Ungleichheiten zeigt, ſo habe ich es vorgezogen, überall nur die auf den Meeresſpiegel berechnete mittlere Temperatur anzugeben. Die wirkliche kann nur für jeden einzelnen Ort, nicht für ein ganzes Gebiet beſtimmt werden. Fr. Zamminer ſagt in ſeiner Phyſik der Erdrinde und Atmoſphäre (1853, S. 67): Deutſchland liegt größtentheils zwiſchen dem 48. und 54. Breitegrad. Die mittlere Jahreswärme nimmt vom 40. bis 60. Breitegrad um 140 ab, ſodaß auf jene ſechs Breitegrade eine Abnahme von 4,2 kommt. Nun erhebt ſich aber das Terrain von Stralſund bis München, welche an den Grenzen jener Zone liegen, um 510 Meter. Nehmen wir die mittlere Höhenſtufe nach Sauſſure's Beſtimmung zu 170 Meter an, ſo bleibt nur noch eine Zunahme der mitt⸗ leren Jahreswärme von 4,9— 30= 1,2 zwiſchen Stralſund und Mün⸗ chen. In der That aber iſt die mittlere Jahrestemperatur von Stral⸗ ſund 8,2, die von München 9,¹. Zwiſchen dieſe Grenzen fällt die Jahreswärme faſt aller Orte in der Nähe der ſüdlichen und nörd⸗ lichen Grenze jener Breitenzone. Nur der mittlere Strich Deutſch⸗ lands, welcher eine geringe Erhebung über die Meeresfläche hat, ſowie einige tiefer eingeſchnittene Thäler, wie z. B. das Rheinthal, erfreuen ſich eines verhältnißmäßig milderen Klimas. — 74—. Beilage 18 zu Seite 221. Die Literatur des Thüringer Beckens hängt ſo innig zuſammen mit der des Thüringer Waldes, daß ich es, um zu häufige Wieder⸗ holungen zu vermeiden, für zweckmäßig halte, beide zu vereinen, wo⸗ bei auch der öſtliche, zum Fichtelgebirge gezogene Theil des Thürin⸗ ger Waldes und ſelbſt die Leipziger Bucht nicht ſcharf abgeſondert werden können, obwol die Mehrzahl der jenes betreffenden Arbeiten erſt in der Beilage zu jenem Abſchnitte genannt werden. Da ich die Schilderung Thüringens etwas ſpecieller gehalten habe als die der übrigen Gebiete, ſo werde ich auch die Literatur darüber etwas vollſtändiger geben, dabei aber ſtets wieder die wichtigeren Schriften durch* auszeichnen. A. Selbſtändige Schriften und Karten. 1) J. Ch. Füchſel, Historia terrae et maris ex historia Thüringiae, per montium descriptione eruta. In den Acten der Erfurter Akademie. 1761. 2) Nachricht von dem ehemaligen Bergbau bei Ilmenau. Von einer Weimariſchen Berg⸗Commiſſion. 1783.. 3) L. W. Voigt, Mineralogiſche Reiſen durch das Herzog⸗ thum Weimar und Eiſenach. 1785. Und Geſchichte des Ilmenauer Bergbaues, nebſt geognoſtiſcher Darſtellung der Gegend. 1820. 4) Heim, Geologiſche Beſchreibung des Thüringer Waldes, 2 Theile, 1796 und 1798. Seiner Zeit ſehr gut, und Heim, Geologiſche Beſchreibung des Thüringer Waldgebirges nach ſeinen Flötzlagen. 1806. 5) Babſch, Taſchenbuch füt mineralogiſche Excurſionen in die Gegend von Jena. 1802. 6)* v. Hoff, Gemälde der phyſiſchen Beſchaffenheit, insbeſon⸗ dere der Gebirgsformationen von Thüringen. 1812. Der Thü⸗ ringer Wald beſonders für Reiſende. 1807. Und v. Hoff, Höhen⸗ meſſungen in und um Thüringen. 1835. 7) Wackenroder, Mineralogiſch⸗chemiſche Beiträge zur Kennt⸗ inß des Thüringiſchen Flötzgebirges. 1836. 8) Geinitz, Beitrag zur Kenntniß des Thüringer Muſchelkalk⸗ gebirges. 1837. Und die Verſteinerungen des deutſchen Zechſtein⸗ gebirges. 1848. 9) Fr. Hoffmann, Ueberſicht der orographiſchen und geogno⸗ ſtiſchen Verhältniſſe vom nordweſtlichen Deutſchland. 1850. 10) W. Völker, Das Thüringer Waldgebirge. 1856. 11) Noback, Ausführliche geognoſtiſch⸗ſtatiſtiſche Beſchreibung des Regierungsbezirkes Erfurt. 1845. Eine durch ihre Ausführ⸗ lichkeit originelle Schrift. ſammen Wieder⸗ en, wo⸗ Thürin⸗ eſonder Arbeiten Da ih als die r etwas ſchrifte historia een der Von erzog⸗ nauer l aldes, deim, ſeinen in die zäbeſon⸗ r Wii⸗ Höhen⸗ Kennt⸗ ſchelkal⸗ zechſten geogno⸗ 6. threibung Ausführ⸗ 12)* Credner, Uebetſicht der geognoſtiſchen Verhältniſſe Thüringens und des Harzes, nebſt Ueberſichtskarte, 1843. 13) W. Leo, Geognoſtiſche Monographie der Oberherrſchaft des Fürſtenthumes Schwarzburg⸗Rudolſtadt. 1843. 14) Bernhardi, Beiträge zu einer hiſtoriſch⸗ſtatiſtiſchen Skizze der Saline und des Soolbades zu Salzungen. 1845. 15) Schmid, Die geognoſtiſchen Verhältniſſe des Saalthales bei Jena. 1846. 16)* Schulze, Heimatskunde für die Bewohner des Herzog⸗ thums Gotha. 1847. 17)* Danz und Fuchs, Topographie des Kreiſes Schmalkal⸗ den. 1848. Dazu eine geognoſtiſche Karte. 18)* B. Cotta, Geognoſtiſche Karte von Thüringen. 4 Sec⸗ tionen, 1847. Derſelbe, Geognoſtiſche Skizze von Thüringen, in Geinitz' Gäa von Sachſen. 1845, S. 165. 19)* Credner, Geogvnoſtiſche Karte des Thüringer Waldes, nebſt Erläuterungen. 1847. 20) Lutteroth, Orographiſch⸗geognoſtiſche Skizze der Um⸗ gegend von Mühlhauſen. 1848. 21) R. Richter, Beiträge zur Geologie des Thüringer Wal⸗ des(Umgegend von Saalfeld). 1848. Derſelbe, Gäa von Saal⸗ feld, in dem Programm der Realſchule zu Saalfeld. 1853. 22) Herbſt, Winke über die landwirthſchaftliche Anwenduug verſchiedener Mergelarten, und über deren Aufſuchung in der Um⸗ gegend von Weimar. 1849. Eine kleine geognoſtiſche Karte der Umgegend von Weimar und die geognoſtiſchen Verhältniſſe der Ge⸗ gend von Eiſenach, in Abſicht auf Bohrverſuche nach Steinkohlen. 1849. 23) Sartorius, Geognoſtiſche Karte über den nördlichen Theil des Thüringer Waldes. 1821. 24) v. Plänkner, Schilderung des Thüringer Waldes. 1830. B. Aufſätze in Zeitſchriften. a) In von Leonhard's Taſchenbuch für Mineralogie. 25) v. Hoff, Ueber den Seeberg bei Gotha. 1807, S. 125. 26) Spangenberg, Das Vorkommen des Baſaltes auf der Steinsburg bei Suhl. 1808, S. 180. 27) Voigt, Staarſtein bei Maarbach. 1808, S. 385. 28) v. Hoff, Ueber den älteren Flötzkalk am nördlichen Fuß des Thüringer Waldes, nebſt Karte. 1810, S. 97. 29) v. Hoff, Beſchreibung des Thonſchiefer⸗ und Grauwacken⸗ gebirges im Thüringer⸗ und Frankenwalde. 1813, S. 135. 30) Senff, Erdkohlenlager bei Artern. 1815, S. 187. 2 — 76— 31) v. Hoff, Beſchreibung des Trümmergebirges und aͤlteren Flötzgebirges, welche den Thüringer Wald umgeben. 1814, S. 319. 32) v. Hoff, Verhältniſſe des Baſaltes einiger Berge in Thü⸗ ringen und Heſſen. 1815, S. 247. 29) v. Schlotheim, Korallenriffe von Altenſtein. 1815, S. 288. 34) Auszug aus v. Hoff's Thüringer Wald. 1815, S. 485. 1816, S. 240. 35) v. Schlotheim, Höhlenkalk von Glücksbrunn. 1816, S. 234. 36) Heß, Umgegend von Gotha. 1820, S. 120. 37) Maſch, Bergſeife bei Gotha. 1820, S. 486. 38) v. Hoff, Ueber Ilmenau. 1820, S. 568. 39) Germar, Goldgänge und Buntſandſtein bei Steinhaida. 1821, S. 3. 40)* v. Buch, Mehrere Aufſätze über den Thüringer Wald. 1824, S. 437— 459. 41) v. Veltheim, Porphyrgang bei Schwarzburg. 1827, S. 245. 4 42) Bewegungen des Salzunger Sees. 1828, S. 579. 43) v. Hoff, Steinſalz bei Gotha. 1828, S. 829. 4 b) In v. Leonhard's Jahrbuch für Mineralogie u. ſ. w. 4 44) Höninghaus, Verſteinerungen von Ilmenau. 1830, . 240. 45) v. Hoff, Das Nadelöhr im Werrathale. 1850, S. 421. 46) Beckmann, Bergſeife bei Artern. 1831, S. 425. 47) Cotta, Thüringer Waldreiſe. 1833, S. 488. 48) Plattner, Erdkobalt von Saalfeld. 1843, S. 2253. 49) Miemit von Glücksbrunn. 1834, S. 604. 50) Blum, Dolerit der Kupfergrube enthält Marmolit. 1835, S. 158. Aſterglimmer. S. 524. 51) Sickler, Heßberger Thierfährten. 1835, S. 230. Voigt, desgl. S. 322. 52) Fuchs, Schwarze Kreide bei Ludwigſtadt. 1836, S. 67. 53) Wiegmann, Heßberger Thierfährten. 1836, S. 111. Voigt, desgl. S. 166. 54) Quenſtedt, Zechſteinverſteinerungen. 1856, S. 239. 55) Elie de Beaumont, Erhebung des Thüringer Waldes. 1836, S. 430. 56) Quenſtedt, Muſchelkalkencriniten. 1857, S. 104. 57) Link, Heßberger Thierfährten. 1857, S. 110. Keßler, desgl. S. 111. Virlet, desgl. S. 245. 58) Proteroſaurus im Kupferſchiefer. 1858, S. 250. 59) Heßberger Fährten. 1858, S. 469. älteren 5. 319. in Thü⸗ 1815, 5.. S. B4 inhaida. Wad. 1827 1830, 41. 2. 1835 Voigt, S. 6. 5. III. 2. Waldes. M. Keßlet, — 77— 60) Auszug aus Krug v. Nidda über den Thüringer Wald. 1838, S. 687.— 61) Cotta, Pölziger Thierfährten. 1839, S. 10. 62) Göppert, Holzſteine von Ilmenau und vom Kiffhäuſer. 1839, S. 371. 63)* Credner, Höhenzug zwiſchen Gotha und Arnſtadt, nebſt Karte. 1839, S. 379. 64) Laspe, Fährten bei Pölzig. 1839, S. 416. 65) Cotta, Erhebungslinien in Thüringen. 1840, S. 292. 66)* Credner, Gegend zwiſchen Schmalkalden und Friedrichs⸗ roda, nebſt Karte. 1841, S. 595. 67) Credner, Heßberger Fährtenſandſtein. 1841, S. 556. 68) Craſſo, Feldſpathkryſtalle von Ilmenau. 1841, S. 586. 69) Geinitz, Zechſteinverſteinerungen. 1841, S. 537. 70) Sedgwick und Murchiſon, Durchſchnitt vom Thüringer Wald nach Oberfranken. 1841, S. 786. 71)* Credner, Flötzgebirge nördlich von Eiſenach, nebſt Kärtchen. 1842, S. 1. 72)* Cotta, Erhebungslinien Thüringens. 1842, S. 216. 73) Peterſen, Baſalt der Steinsburg bei Suhl. 1842, S. 335. 74) Herbſt, Thalbildung in Thüringen. 1842, S. 427. Manganerze bei Ilmenau. 1842, S. 433. 75) Geinitz, Nonneburger Graptholithen. 1842, S. 697. 76) Gumprecht, Thüringiſche Geſteine. 1842, S. 821. Cotta, dagegen. 1843, S. 570. 77) Engelhardt, Neuhäuſer Steinkohlenbildung. 1843, S. 112.(Aus dem Bergwerksfreund, Bd. 3., S. 65.) 78) Philippi, Kohlenſandſtein von Klein⸗Schmalkalden. 1843, S. 594. 79) Cotta, Pflanzenreſte der Grauwacke. 1845, S. 411. Ueber den Thüringer Wald überhaupt. S. 574. 80) Herbſt, Zapfen in der Braunkohle von Krannichfeld. 1844, S. 175. 81) Cotta, Ueber den Thüringer Wald. 1844, S. 687 und 1845, S. 74. 82) Credner, Gyps bei Friedrichsroda. 1846, S. 62. 83) Credner, Umgegend von Ilmenau. 1846, S. 128. Und über Cotta's Karte, 1846, S. 318. 84) Bernhardi, Analyſen der Salzunger Ouellen. 1846, S. 339. 85) Cotta, Gegen Credner. 1846, S. 816. 86) Credner, Erze bei Friedrichsroda. 1841, S. 1. 87) Herbſt, Kalktuff bei Weimar. 1847, S. 111. 88) Credner, Muſchelkalk Thüringens. 1847, S. 514. 89) Bernhardi, Salzunger Bohrverſuche. 1847, S. 364. — 78— 90) Gutberlet, Ueber den Röth. 1847, S. 404 und 514. 91) Girard, Ueber den Kiffhäuſer nebſt Karte. 1847. S. 686. Cotta, darüber. 1848, S. 188. 92) Cotta, Bohrmuſcheln im Muſchelkalk, Fährten im Roth⸗ liegenden bei Friedrichsroda und Torf bei Mühlhauſen. 1848, S. 43. 93) Frapolli, Erhebungslinien. 1848, S. 89. 94) Cotta, Liebenſtein, Stoppelskuppe, Friedrichsroda, Zech⸗ ſteinbreccie, Thongallen. 1848, S. 131— 155. 2 95) Giebel, Fiſche im Muſchelkalk von Esperſtädt. 1848, . 149. 96) Credner, Orthit bei Brotteroda. 1848, S. 199. 97) Leo, Gold im Schwarzathale. 1848, S. 537. 98) Liebig, Analyſe des Liebenſteiner Mineralwaſſers. 1848, S. 576. 99) Cotta, Kugelporphyrbildung. 1848, S. 688. 100) Elie de Beaumont, Einſchlüſſe im Eiſenacher Baſalt. 1848, S. 712. 101) Credner, Feldſpathgeſteine im Thonſchiefer des Schwarza⸗ Hales nebſt Karte. 1849, S. 1. Und über den Thüringer Wald. . 296. 102) Cotta und Herbſt, Lagerung im Ilmthale. 1849, S. 542. e 103) Credner, Gerwillien der Trias in Thüringen. 1851, . 641. 104)* Bornemann, Das Ohmgebirge in Thüringen, Kreide⸗ ſchichten daſelbſt. 1851, S. 815 und 1852, S. 1. c) In Karſten's Archiv für Mineralogie u. ſ. w. 105) Tantſcher, Ueber den Silbergehalt der Kamsdorfer Fahlerze. Bd. 4, S. 289. Vorkommen der Kobalterze daſelbſt. Bd. 7, S. 606. 106) Krug v. Nidda, Geognoſtiſche Bemerkungen über den Thüringer Wald. Bd. 11, S. 1. Und Auffindung des Steinſalzes bei Artern. In demſelben Bande. 107) Dechen, v., Die Bohrarbeiten zu Artern. S. 12. 108) Gumprecht, Beitrag zur Geſchichte der Geognoſie. Bd. 25. Enthält namentlich viel über die Arbeiten von Füchſel, Fichtel, Werner und Kühn, welche Thüringen betreffen. d) In der Berg⸗ und Hüttenmänniſchen Zeitung. 109) Leo, Eisbildung in den alten Eiſenſteingruben am Eiſen— berge oberhalb Rudolſtadt. 1850, S. 503. — 1866 Baſalt hwarza⸗ Wah. 1810, 1851, Rräde⸗ msdorfer daſelbſt über den teinſalzen 12. noſie. B. , Fihtt am Eiſe — 279— e) In der Zeitſchrift der Deutſchen Geologiſchen Geſellſchaft. 110) Beyrich, Ueber Lettenkohle. 1850, 155. 111) Credner, Vorträge über Thüringen bei der Verſamm⸗ lung der deutſchen Naturforſcher und Aerzte zu Gotha. 1851, S. 362 u. f. Beilage 20. Die Literatur über das Fichtelgebirge iſt noch keine ſehr reiche, der Theil des Gebietes, welcher an den Thüringer Wald an⸗ grenzt, iſt in der vorigen Beilage ſchon berückſichtigt. Hier ſind etwa noch folgende Arbeiten zu nennen: 1) Helfricht, Das Fichtelgebirge. 1799, mit Anſichten. 2)* Goldfuß und Biſchoff, Phyſikaliſche Beſchreibung des Fichtelgebirges. 1817, mit einer geognoſtiſchen Karte. 3)* Fr. Hoffmann, Ueberſicht der orographiſchen und geogno⸗ ſtiſchen Verhältniſſe vom nordweſtlichen Deutſchland. 1830, S. 418— 436. 4) Nöggerath, Ausflug nach Böhmen. 1838, S. 43 u. f. 5) v. Plänkner, Piniferus, Taſchenbuch für Reiſende im Fichtelgebirge. 1839. 6)* Naumann und Cotta, Geogypoſtiſche Karte von Sachſen, Section XX. 7) Sedgwick und Murchiſon, Paläozoiſche Gebilde, überſetzt von G. Leonhard. 1848, S. 117 bis 123. 8) Schmidt, Geſteine der Centralgruppe des Fichtelgebirges. 1850, mit geognoſtiſcher Karte. Sehr unbedeutend. 9) Nauck, Ueber das Speckſteinlager von Göpfersgrün im Fichtelgebirge, nebſt Plan, in Poggendorf's Annalen. 1848, Bd. 75. 10) Schneider, Notizen über das Fichtelgebirge in v. Leon⸗ hard's Taſchenbuch. 1807 und 1810. 11) H. v. Meyer, Ueber die Felsblöcke im Fichtelgebirge und in Böhmen, in v. Leonhard's Jahrbuch. 1832, S. 1. — 12) Naumann, Ueber die Grauwacke des Fichtelgebirges, in v. Leonhard's Jahrbuch, 1841, S. 194. 13) v. Leonhard, Ueber die Gegend von Wunſiedel, in deſſen Jahrbuch, 1834, S. 128. 14)* B. Cotta, Ueber das Fichtelgebirge, in von Leonhard's Jahrbuch, 1842, S. 817, und 1845, S. 171. 15) Braun, Ueber die Serpentine des Fichtelgebirges, in Karſten's Archiv, 1835, Bd. 8, S. 221. — 80— Beilage 21. Die geologiſche Literatur uͤber das Erzgebirge iſt ſehr reich und da der Text dieſes Gebiet vorzugsweiſe ausführlich beſpricht, ſo erſcheint es zweckmäßig, auch die Literatur vollſtändiger als die der übrigen Gebiete aufzuzählen, dabei aber immer wieder die noch jetzt wichtigern Arbeiten durch* auszuzeichnen. A. Selbſtſtändige Werke. 1)* v. Charpentier, Mineralogiſche Geographie der chur⸗ ſächſiſchen Lande. 1778, nebſt geognoſtiſcher Karte. 2) Tauber, In Becker's Beſchreibung des Plauiſchen Grundes. 1799. 3) D'Aubuisson de Yoisin, Les mines de Freiberg 1802, und mémoire sur les basaltes de la Saxe. 1805 und 1814. Dazu eine Karte. 4) Engelbrecht, Kurze Beſchreibung der Weißſteins(in Sachſen). 1802. 5) Mohs, Beſchreibung des Grubengebäudes Himmelsfürſt bei Freiberg. 1804. 6) v. Raumer und Engelhardt, Geognoſtiſche Fragmente. 1811. Dazu eine geognoſtiſche Karte der Gegend zwiſchen Dresden, Gieshübel, Siebenlehn, Döbeln, Noſſen und Lungwitz. 3 7) de Bonnard, Essai géognostique sur Erzgebirge. 1816. 8) v. Raumer, GeVogpoſtiſche Karte des Weißſtein⸗Gebirges in Sachſen, in deſſen: Gebirge Nieder⸗Schleſiens. 1819. 9) Moſch, Sachſen, hiſtoriſch⸗topographiſch⸗ſtatiſtiſch und mit naturhiſtoriſchen Bemerkungen. 8. 10) Keferſtein's Teutſchland, Bd. 3, 1824, enthält eine geogno⸗ ſtiſche Karte Sachſens von Weiland. 11) Schippan, Geognoſtiſch⸗Bergmänniſche Karte der Ge⸗ gend von Freiberg, 1823, und der Gegend von Bräunsdorf bei Frei⸗ berg. 1826. 12)* v. Gutbier, Geognoſtiſche Beſchreibung des Zwickauer Schwarzkohlengebirges, nebſt geognoſtiſcher Karte. 1834. 13)* v. Beuſt, Die Porphyrgebilde bei Freiberg. 18535. Nebſt geognoſtiſcher Karte. 14)* B. Cotta, Geognoſtiſche Wanderungen. Bd. 1, 1835, mit geognoſtiſcher Karte der Umgegend von Tharand. 15)* Naumann und Cotta, Geognoſtiſche Karte von Sachſen in 12 Sectionen. Dazu 5 Hefte Erläuterungen und zwar Heft 1, zu Section XIY. 1836. Heft 2, zu Section XV. 1838. Heft 3, zu Section VI. 18539. — ihr rih icht, ſ die da noch ſeß eer hur Grundes g 1802, 4. Daz ins(n fürſt bi gmente. dresden, 18ʃ6. hebitges und mit e geogne⸗ der Gr⸗ f bü dri⸗ Zwickaun J. WNi . 4, 1B en Sachſit r — 81— Heft 4, zu Section VII. 1840. Heft 5, zu Section X. 1845. 16)* Naumann, GeVogpoſtiſche Generalkarte des Königreichs Sachſen, ein Ueberſichtsblatt zu 14. 1845. 17) Cotta, Geognoſtiſche Karte der Umgegend von Freiberg. 1844. Copie nach 14. 18) Geognoſtiſche Karte von Sachſen, Schleſien, einem Theile Bähniens und der Rheinlande. 50 Blätter, bei S. Schropp in erlin.. 19) v. Herder, Der tiefe Meißner Erbſtolln. 1838. Nebſt geognoſtiſcher Karte der Gegend zwiſchen Freiberg und Meißen. 20) v. Beuſt, Gangkarte uͤber den innern Theil der Freiber⸗ ger Bergrevier, drei Blätter nebſt Erläuterung. 1842. 21) Freiesleben, Magazin der Oryktographie von Sachſen, 15 Hefte. 1828 bis 1848. Sehr wichtig für Fundorte einzelner Mineralien, aber leider ohne Index. 22) Freiesleben, Die ſächſiſchen Erzgänge, 1843; Die ſäch⸗ ſiſchen Erzgänge in localer Folge 1844 und 1845, und Beitrag zur Geſchichte des ſächſiſchen Erzbergbaues. 1848. 23) Cotta, Gangſtudien Bd. 1 und 2, enthalten mehre Auf⸗ ſätze über ſächſiſche Erzganggebiete von v. Weiſſenbach, Müller, Vogelgeſang und Oppe. 24) Geinitz, Beitrag zur Charakteriſtik des ſächſiſchen Kreide⸗ gebirges, 1839; Das Quadergebirge oder Kreidegebirge in Deutſchland, 1849 und Das Quadergebirge oder die Kreideformation in Sachſen, 1850. 25) v. Otto, Additamente zur Flora des Quadergebirges in Sachſen, 2 Hefte. 26) Reuß, die Umgebungen von Teplitz und Bilin in Bezie⸗ hung auf ihre geognoſtiſchen Verhältniſſe. Dazu eine geognoſtiſche Karte, welche jedoch für den darauf enthaltenen Theil des Erzgebir⸗ ges nur Copie der Karte Nr. 14 iſt. 27) Geinitz und Reichenbach, Gäa und Flora von Sachſen, 1843. 28)* Fallou, die Ackererden des Königreiches Sachſen, 1853, und geognoſtiſch⸗agronomiſche Beſchreibung des Muldengaues, oder der Gebirgsformationen zwiſchen Mitweida und Rochlitz und ihr Ein⸗ fluß auf die Vegetation. Leipzig acta societatis Jablonovianae T. X, 1845. 29) Winkler, Bericht über die Zuſammenſetzung der Turfſor⸗ ten des ſächſiſchen Erzgebirges, 1841. Es ſind darin 41 Torfſorten beſprochen. 30) v. Beuſt, über die Entwickelungsfähigkeit des freiberger Silberbergbaues, und über den gegenwärtigen Zuſtand und die Aus⸗ ſichten beim ſächſiſchen Silberbergbau. Cotta, Deutſchlands Boden.(Beilagen.) 6 — 82— 31)* Engel, Bewegung der Bevölkerung im Königreich Sach⸗ ſen 1852, und Jahrbuch der Statiſtik und Staatswirthſchaft des Königreiches Sachſen, 1. Jahrg. 1853. B. Anufſätze in Zeitſchriften. 52) In v. Leonhard's Taſchenbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1812 S. 260. Puſch, über den Granit von Penig. 1814 S. 53. Ström, über den Granit bei Freiberg nebſt geogn. Karte. 1816 S. 3. Blöde, Theorie des Geyer'ſchen Stockwerkes. 1822 S. 94 u. 508. v. Bonnard, über das Erzgebirge, überſ. von v. Leonhard. 1825 1 S. 558. v. Goethe, über Zinnwald. 1829 II S. 495 v. Klipſtein, Reiſe durch Sachſen. 33) In v. Leonhard's Jahrbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1830 S. 260. v. Klipſtein, Reiſe durch Sachſen. 1832 S. 305. Naumann, Granitformation Sachſens(Ausz. a. Poggend. Annalen XIX S. 437.) 1834 S. 35. Cotta, das erzgebirgiſche Thonſchiefergebiet. 1834 S. 208. Naumann, Linearparallelismus erzgebirgiſcher Geſteine. 1834 S. 329. Cotta, Kalkſteine des Triebiſchthales. 1835 S. 520. Cotta, Umgegend von Meißen. 1836 S. 54. Naumann, Porphyr des Tharander Waldes. 1836 S. 97. Reichel, Analyſe des Hohenſteiner Mineralwaſſers. 1836 S. 584. Cotta, die Niederſchönaſchichten bei Freiberg. 1838 S. 197. v. Gutbier, Kohlenformation und Rothliegen⸗ des bei Zwickau.(Auszug aus d. Iſis 1837 S. 455.) * 1859 S. 127. Naumann, Geogvnoſtiſche Skizze des Königrei⸗ teiches Sachſen. Dazu S. 65, 424, 556(Gneis mit Grau⸗ 3 wackenbruchſtücken), 687(Stellung des Pläners). 1840 S. 460. Cotta, der Aſcherhübel bei Tharand. 1845 S. 479. v. Gutbier, Kvochenlager bei Oelsnitz im Voigt⸗ lande. 1844 S. 557, 561, 680 u. 682. Naumann, Felſenſchliffe bei Wurzen. 1844 S. 559 und 562. Cotta, Felſenſchliffe bei Wurzen und Altenberg. 1844 S. 682. Naumann, Grauwacke Sachſens. 1845 S. 257. Freiesleben, das gediegene Silber in Sachſen. 1846 S. 257. Müller, Greifendorfer Serpentingebiet, nebſt geogn. Karte. 1848 S. 297. Naumann, Felſenſchliffe bei Wurzen. dich Sn ſchaft d je u. ſ.n berg nei erkes. irge, iber u. ſ. w. 18(An ebiet. kbirgiſcher Paldes. ralwaſſert KFreiberg. Rokhliegen⸗ 5. 455) s Königri⸗ mit Gru ). d. 1 it im Vi⸗ enſchif Wurzen un in Sachſ ſebie, ni en. — 83ñ— 1849 S. 185 u. 444. Cotta und Scheerer, Rieſentöpfe im Muldenthal bei Freiberg. 1850 S. 592. Müller, über rothen und grauen Gneis des Erzgebirges, nebſt Kärtchen. 1851 S. 575. Cotta, Gegend von Roßwein und Hainichen. 1852 S. 373. Geinitz, Grauwacke Sachſens. 1852 S. 450. Cotta, Quaderſandſtein im Tharander Walde, S. 602 Porphyr bei Scharfenberg. 1853 S. 442. Cotta, Gegend von Mitweida und Grimma, S. 561. Glimmertrapp bei Dippoldiswalde. 1854 S. 39. Cotta, rother und grauer Gneis des Erzge⸗ birges. 34) In Karſten's Archiv für Bergbau, Mineralogie u. ſ. w. 1827 Bd. 15 S. 70. Burkart, Wackengänge und Erzgänge bei Annaberg. 1829 Bd. 19 S. 531. Martini, Eiſenſtein zwiſchen Granit und Schiefer bei Schwarzenberg, nebſt geogn. Karte. 1832 Bd. 4 S. 184. Naumann, die Grenze des Granites am linken Elbufer, nebſt geogn. Karte. 1832 Bd. 5 S. 393. Naumann, die Weißſteingrenze im Iſcho⸗ pauthale, nebſt geogn. Karte. 1833 Bd. 6 S. 277. Naumann, Gegend von Mitweida. 1835 Bd. 8 S. 497. Krug v. Nidda, Anthrazit in einem Eiſenſteingange bei Johanngeorgenſtadt. 4 1842 Bd. 16 S. 278. Perlberg, über den Steinkohlenbergbau in Sachſen. 1842 Bd. 16 S. 425. Fallou, über den Serpentin bei Wald⸗ heim, nebſt geogn. Karte. 35) In v. Moll's Annalen. 1805 Bd. 3. Mohs, über den neuen Granit im Erzgebirge. 36) In Hartmann's Berg⸗ und Hüttenmänniſcher Zeitung. 1845 S. 425, 619, 745 u. 899. Petzholdt, Steinkohlen des Plauenſchen Grundes. 1843 S. 616. Kerſten, Analyſe der freiberger Porphyre.(Ausz. a. Poggend. Annalen Bd. 59 S. 121.) 1844 S. 491 u. 542. Engelhardt, Melaphyr bei Zwickau. 1844 S. 633. Böhme, Steinkohlen bei Nieder⸗Würſchnitz. 1846 S. 457. Das erzgebirgiſche Kohlenbecken.(Ausz. aus der Deutſchen Gewerbezeitung 1846 Nr. 22.) 1847 S. 788 u. 802. Engelhardt, Oberhohndorfer Steinkoh⸗ lenformation. 1848 S. 441. Hering, warme Quellen bei Wolkenſtein. 1848 S. 729. Naumann, in Sachſen noch aufzufindende Stein⸗ kohlen. 6* — 84— 1850 S. 321. Corner, Steinkohlenwerke des Plauenſchen Grundes. 37) Im Bergwerksfreund. Bd. 10 S. 284 u. 293. Das erzgebirgiſche Kohlenbecken und deſſen Ausbeutung. Bd. 12 S. 299. Die Braunkohlenlager bei Borna, Groitzſch u. Lauſigk. Bd. 14 S. 294. Steinkohlenbergbau bei Zwickau. Bd. 15 S. 512. Oppe, Bergbau im Voigtlande. 38) In Köhler's Bergmänniſchem Journal. 1788 Bd. 2 S. 845. Werner, Baſalte des Erzgebirges. 1789 Bd. 2 S. 967 u. 1790 Bd. 2 S. 40. Tölpe, Beſchreib. des Geyer'ſchen Zwitterſtockwerkes. 1790 Bd. 2 S. 449 u. 1791 Bd. 1 S. 52. Hoffmann, Be⸗ ſchreib. des Glashüttner Revieres. 1792 Bd. 2 S. 122, 200 u. 281. Reiſebemerkungen. 39) In den Annales des mines. 1 Bd. 8 S. 498. Manes über das Vorkommen der Zinnerze in Sachſen. 40) In den Schriften der dresdner Geſellſchaft für Mineralogie. Bd. 1 S. 57. Oehlſchlägel, über den Kaolin bei Aue. Bd. 5(1826) Puſch, Beſchreibung des Weißſteingebirges in Sachſen. 41) In den Berichten über die Verhandlungen der k. ſächſ. Ge⸗ ſellſch. der Wiſſenſchaften. 1848 S. 392. Naumann, die Felſenſchliffe der Hohburger Por⸗ phyrberge unweit Wurzen. 1849 S. 106. Naumann, über die in Sachſen möglicherweiſe aufzufindenden Steinkohlen.(Davon ein Ausz. in 34.) 42) In den Jahresberichten der Geſellſchaft für Natur⸗ und Heilkunde in Dresden. 1 1853. Geinitz, über Grauwacke in Sachſen. 43) Im Dresdner Album. 1847 S. 43. Cotta, Sachſens Boden. 44) In v. Leonhard's Atlas zur Naturgeſch. d. drei Reiche, eine kleine geogn. Karte der Umgegend von Dresden u. Tharand. 45) Im Freiberger Jahrbuch für den Berg⸗ und Hüttenmann. 1854 S. 190. H. Müller, die Dachſchieferbrüche in der Ge⸗ gend von Lößnitz. Veraltet ſind: Weiland, geogn. Karte von Sachſen in Ke⸗ ferſtein's Teutſchland Bd. 3 1824. Schippan, geogn. Karte der Gegend zwiſchen Langhennersdorf, Großſchirma und Seifersdorf bei Freiberg. 1825. Kern, vom Schreckenſtein oder dem ſächſ. Topas⸗ felſen, herausgeg. von v. Born 1776, und Schütz, Kurze Beſchrei⸗ bung des Zwitterſtockwerkes zu Altenberg. 1789. 3 jauenſth ecken und Noitſch tges. Beſchrit ann, B⸗ nnerze in neralogie ue. Sachſen. chſ Ge⸗ ger Hor⸗ cherweiſe 1 ⁵4) tur⸗ und rei Reihh harand. ttenmamn. n der Ge — 85— Beilage 22 zu Seite 324 und 345. Ueber Ackererden und mineraliſche Dünger in Sachſen. Herr Fallou unterſcheidet in ſeinem Werk über die Ackererden des Königreiches Sachſen: ſedentäre, durch Verwitterung an Ort und Stelle entſtandene, und ſedimentäre, durch Zuſammenſchwem⸗ mung von Verwitterungsproducten gebildete Ackererden. Erſtere, die er auch Ackererden des Grundſchuttes nennt, theilt er wieder in ſolar ſedentäre und ſubmarin ſedentäre, letztere(die des Damm⸗ ſchuttes) in colluviale und diluviale. Die ſedimentären Ackererden reichen nur bis zu einem Niveau von 1000 bis höchſtens 1300 Fuß über dem Meeresſpiegel und auch darunter gibt es natürlich viele Stellen, wo ſie fehlen, der Boden nur durch Verwitterung des Geſteins an Ort und Stelle entſtand. Dar⸗ über aber gibt es nur ſedentäre, gar keine ſedimentären Ackererden. Das ſie abſetzende Meer reichte nirgends höher herauf. Zwiſchen den Regionen, in welchen beide dominiren, gibt es eine gemiſchte Zone. Die ſedentären Erden ſind, wenn auch zuweilen ſehr günſtig zuſam⸗ mengeſetzt, doch überall nur dünn, nie ſehr tiefgründig und deshalb minder fruchtbar als die ſedimentären und dieſer Umſtand iſt die Ur⸗ ſache eines ſehr wichtigen Unterſchiedes der localen Fruchtbarkeit. Der Verfaſſer ſagt darüber:„Oberhalb jener alten Meeres⸗ grenze(der Grundſchuttlinie) ſehen wir nur einen grobkörnigen, lo⸗ ckern, meiſt loſen und ſchüttigen Verwitterungsboden, der kaum hin⸗ reicht, die Blöße des ſtarren Geſteins zu verhüllen, das ihm zu Grunde liegt. Denn es ward hier durch Verwitterung nicht viel mehr wieder ergänzt, als was dem Gebirge von Zeit zu Zeit durch Sturm, Regen und Schneegewäſſer entführt ward. Kommt auch hier und da eine bündige AOckererde vor, ſo haben wir ſie nur als eine partielle Anhegerung auf dem Grunde eines ehemaligen Bergſees an⸗ zuſehen.— Doch ſowie wir von der obern Terraſſe des Erzgebirges in die Gegend von Plauen, Lengefeld, Wildenfels, Stollberg, Schellenberg, Oederan, Brand und Dippoldiswalde herniederſteigen, treten uns all⸗ mälig die Wahrzeichen einer unumſchränkten neptuniſchen Herrſchaft entgegen. Das Steingebröckel, mit welchem wir bisher alle Felder beſäet ſahen, verliert ſich, der Ackerboden wird mehr und mehr eine conſiſtente gleichartige Maſſe und die bündige Ackerſchicht, geſondert vom gröbern Trümmerſchutt, namentlich auf den Höhen von Reichen⸗ bach, Werdau, Zwickau, Chemnitz, Oederan, Freiberg und Tharand, immer allgemeiner, der ſchüttige Boden immer ſeltener. Was uns aber zumeiſt an die Wirkungen flutender Gewäſſer erinnert, ſind die Geſchiebefelder und Kiesbänke, die uns nunmehr nicht blos in der Tiefe der Thäler, ſondern auch an den Gehängen und ſelbſt auf dem — 86— Rücken der Berge begegnen, und deren mehrfach geſchichtete Ablage⸗ rung wir uns zur Zeit nicht anders erklären können als durch eine reißende Strömung.. Indeß, obſchon unverkennbar unter Waſſer gelagert, bleibt doch das Getrümmer dieſer Heger noch Grundſchutt, es ſind Accumulatio⸗ nen von Quarz⸗, Thon⸗, Gneis⸗ und Kieſelſchieferfragmenten und eben ſo wie die maſſiven Gemengtheile des Ackerbodens ſelbſt nur Trümmer des in der Nähe feſt anſtehenden, oder unter ihnen lagern⸗ den Grundgeſteins; auch in den mächtigſten Kiesbänken iſt noch kein exogenes, ſeiner Herkunft nach unbekanntes Bruchſtück zu bemerken, und ſelbſt in den Thälern dieſer Zone finden ſich nur Geſchiebe, die offenbar aus den Schluchten der nächſten Gebirge herabgeſchlämmt wurden; es ſind nur fluviale Geſchiebe. Allein jener frühere Stand des Weltmeeres kann nicht von lan⸗ ger Dauer geweſen ſein. Gleichviel, es ſank das Meer oder es ſtieg das Land, die pelagiſche Flut beſpülte ſpäter nur noch die Höhen von Crimmitzſchau, Glauchau, Waldenburg, Burgſtädt, Hainichen, Sie⸗ benlehn, Tharand und die untern Stufen des Elbgehänges. Wäh⸗ rend dieſes Waſſerſtandes aber müſſen auf dem ehemaligen Meeres⸗ grunde ſehr ſtürmiſche Bewegungen ſtattgefunden haben. Denn die⸗ ſer iſt nach allen Richtungen hin mit ungeheuern Schuttmaſſen zer⸗ ſtörter Felſen überführt, von deren Exiſtenz weit und breit keine Spur mehr zu finden iſt, und zwar je weiter abwärts von jenem Geſtade in einer Mächtigkeit, die es unmöglich macht, bis aufs Grundgebirg einzudringen und zu beſtimmen, ob es zur Auflagerung noch in irgend einer Beziehung ſtehe oder nicht. Wir müſſen viel⸗ mehr annehmen, dieſe Trümmerhaufen ſeien durch das Andrängen gewaltiger Fluten zuſammengeführt worden und zwar, da ſie mit zu⸗ nehmender Steigung des Landes längs der angegebenen Grenze (Dammſchuttlinie) ſich allmälig verlieren, durch eine Strömung von N— S. Wir werden ſpäter Gelegenheit haben, dieſe Annahme durch ſpecielle Nachweiſungen zu begründen. Sonach wäre es allerdings die Lage und zumal eine beſtimmte abſolute Höhe, von welcher nicht nur eine Ablagerung des Ackerbo⸗ dens überhaupt, ſondern auch ſeine Beſchaffenheit abhängig iſt. Ue⸗ ber 1000 Fuß haben wir lediglich Verwitterungsboden, unter 1000 Fuß vorherrſchend Anſchwemmungsboden, der zwar zunächſt auch durch Zertrümmerung und Verwitterung der ausgehenden Erdgrundfeſte entſtand, aber in der Regel ſich nicht mehr auf ſeiner urſprünglichen Lagerſtätte erhalten hat, wir mögen übrigens dieſe Verſetzung in einem ungewöhnlichen plötzlichen Ereigniſſe oder in einer unendlich langſamen, allmäligen Anſchwemmung ſuchen, auf die geologiſche Erklärung dieſer Thatſache kommt hier nichts an. Mit Rückſicht auf dieſe durch die abſolute Höhe bedingte Natur und Beſchaffenheit des Ackerbodens im Königreiche Sachſen theilen 2—A— ——-—ü— he Ablag durch in blebt d teumulait nenten und ſelhſt w nen lagen t noch ki tbemerta ſchiebe, geſchlänme t von lu⸗ der es ſit Höhen ur chen, Si s. Wih⸗ n Meeni⸗ Denn die taſſen zer⸗ reeit kein on jenem bis aufs flagerung aſſen vil⸗ Indrängen ie mit zi⸗ n Grenze mung dun Annahme beſtimmt s Ackerbe⸗ g iſt. le mter 1000 auch dur rdgrundfff prüngliha erſetung r unendlch geolbjith ingte Nam hſen thela — 8/— wir nun dieſes Land in eine Region des Grundſchuttes und in eine Region des Dammſchuttes, die erſtere jedoch, je nachdem ſich hier die Ackererde über oder unter Waſſer gebildet hat, in die Ter⸗ raſſe des Urgrundſchuttes und Flötzgrundſchuttes, welcher letztere in gewiſſer Hinſicht dem freilich noch ſehr ſchwankenden geo⸗ logiſchen Begriffe:„älteres Diluvium“ entſpricht. Auch in den Dammſchuttregionen laſſen ſich in ſofern zwei große parallele Lagerzüge erkennen, als auf den höhern Hügelwellen dieſes Diſtricts noch im⸗ mer eine gewiſſe Abhängigkeit vom Grundgebirge hervortritt, wenig⸗ ſtens dominiren hier vorzugsweiſe nur colluviale oder gebirgsgründige Dammſchutterden(Schlammniederſchläge), wogegen in der Niederung von 600 Fuß abwärts ſich faſt ausſchließlich diluviale oder geröll⸗ gründige Erden(Sandniederſchläge) behaupten. Dort lagert der Ackerboden meiſt noch auf bekanntem Felsgrunde und erratiſcher Schutt kommt nur in partiellen Anhegerungen, oft nur in einzeln zerſtreuten Kieſeln vor, aber die Ackerſchicht iſt eine dichte, mächtige Decke. Auf der untern Stufe des Hügellandes wird das Verhältniß meiſt umgekehrt. In ununterbrochenem Zuſammenhange von Geröll⸗ ſchutt überlagert, liegt hier das Grundgebirg in unbekannte Tiefen verſenkt, die grenzenloſe, hochaufgeſchichtete Maſſe jenes wüſten Schut⸗ tes deckt nur noch ein ſchwacher Ueberzug bündiger Erde und auch dieſer ſchwindet zuletzt auf den niedrigſten Flächen in der Sohle des Elbthales, ſodaß nun das ganze ungeheure Haufwerk von Trümmern zerſtörter Felſen, welche die Fluten des Meeres und der Flüſſe in Jahrtauſenden zuſammengeſchwemmt, offen vor uns zu Tage liegt. Wie auf dem Rücken des Erzgebirges nur Gruß und Geſplitter, ſehen wir daher an der Wurzelfläche dieſes Gebirgs nur Sand und Geſchiebe und ſomit auf den höchſten und tiefſten Punkten des Kö⸗ nigreichs Sachſen einen merkwürdigen Contraſt gegen den Boden der mittlern Zone oder des Hügellandes.“ . Hieran ſchließe ich ſogleich auszugsweiſe einige wichtige Bemer⸗ kungen A. Stöckhardts über die Benutzung ſächſiſcher Kalkſteine (oder vielmehr Dolomite) als Düngemittel an. Sie ſind der Zeitſchrift für deutſche Landwirthe von Schober und Stöckhardt, 1853, Heft 5 entnommen. Die unterſuchten Kalkſteine gehören dem Zechſtein der Bucht von Mügeln an, ihre Analyſe lieferte folgende Reſultate: Kohlen⸗ Kohlen⸗ Thon, re ſaure Sand und Fundort der Kalkſteine. ſau Kalkerde. Talkerde. Eiſenoxyd. 1. Görlitz(bezeichnet: guter Kalkſtein)...... 54,% 42,2 3,5 2. Ebendaher(bezeichnet: geringer Kalkſtein) 53,% 43,8 2,3 3. Ebendaher(bezeichnet: ſchlechter Kalkſtein) 51,⸗ 42, 6,1 4. Schrebitz(aus dem Wolf'ſchen Kalkbruche) 53,1 42, 4,2 5. Ebendaher(a. d. Streubel'ſchen Kalkbruche) 53,1 42,3 4,5 — 88ñ— lſtei Kohlen⸗ Kohlen⸗ bn, d Fundort der Kalrſtelne Kllterde. Tllterde. Eeneahd, 6. Daberitz(aus dem Stroiſch'ſchen Kalkbruche) 54,% 42,0 4,0 7. Ebendaher(a. d. Junghanns'ſchen Kalkbr.) 517„2 44,8 4,% 8. Mügeln(aus dem Michael'ſchen Kalkbruche) 53, 42,7 4,3 9. Paſchkowitz.................. 53„½ 42,4 4,4 10. Kiebitz(aus dem Steier'ſchen Bruche)... 50, 44,0 5,3 11. Steina(aus dem Rittergutsbruche).... 53, 42,3 4,7 12. Oberſteina(aus dem Kühne'ſchen Bruche) 51,„ 42,3 6,0 13. Lüßſcherg........................ 50,0 41,1 8,5 14. Trebanikz................... 54,6 41,6 3,8 15. Münchhof(gute Sorte)............. 54,2 42,5 3,2 16. Ebendaher(mittelmäßige Sorte)... 52,, 40,9 6,8 17. Oſtr au(aus dem Roßberg'ſchen Bruche).. 52, 41,8 5,, 18. Ebendaher(aus dem Eulitz'ſchen Bruche).. 50,0 42,9 7,1 19. Zſchochau(aus dem Rittergutsbruche).... 50,5 43,3 5, 20. Clantzſchwitz(aus dem Henſel'ſchen Bruche) 51,% 42,8 5,3 21. Pulſitz(aus dem Eunlitz'ſchen Bruche).... 53,3 42,2 4,5 Von anderweiten Beſtandtheilen, ſo namentlich von Kali und Phosphorſäure wurden nur ſo kleine Mengen in den unterſuchten Kalkſteinen aufgefunden, daß deren quantitative Beſtimmung unter⸗ bleiben konnte. Kleine Mengen von Mangan fehlten in keiner Kalkſorte. Ihrer chemiſchen Zuſammenſetzung nach zeigen dieſe Kalk— ſteine eine überraſchend große Gleichheit. Als mittlere Zuſammen⸗ ſetzung ſtellt ſich folgende heraus: Kohlenſaure Kalkerde.. 52,5 Kohlenſaure Talkerde.. 42,5 Sand, Thon 1c...... 5,0 100,0 oder Kalkerde......... 29,5 Talkerde........ 20,5 Kohlenſäure....... 45,0 Sand, Thon ꝛc...... 5,0 100,0 Dieſer Zuſammenſetzung gemäß iſt der Kalkſtein dieſer Forma⸗ tion als ein vollſtändiger Dolomitkalk anzuſehen, d. h. als eine Verbindung von kohlenſaurer Kalkerde mit kohlenſaurer Talkerde (Magneſia). Er liefert demnach beim Brennen einen Baukalk, der ſich langſam und zu einem magern Kalkpulver löſcht und hydrau⸗ liſche Eigenſchaften beſitzt. Eine ſonderbare Eigenſchaft zeigt derſelbe beim Löſchen: kalt gelöſcht gibt er nämlich Graukalk, glühend gelöſcht — Tc Snnd 3 . Eiſenenz. rali und erſuchten g unter⸗ n keiner Kalk⸗ mmen⸗ Forma⸗ als eine Talkerde aukalk, d hydrau⸗ derſelbe gelüſch — 89ñ— dagegen Weißkalk. Wenn letzterer auf den Kalkwerken verlangt wird, ſo wirft man den gar gebrannten Kalk, glühend wie er aus dem Ofen kommt, ſofort in kaltes Waſſer, und er löſcht ſich hierbei zu einem Kalkbrei, der ſich ſehr gut zum Ausweißen von Stuben ver⸗ wenden läßt, während der auf gewöhnliche Weiſe gelöſchte Kalk nur einen grauen Anſtrich liefert. Jedenfalls ſteht dieſe Eigenthümlich⸗ keit mit dem Mangangehalte des Kalkes in urſachlichem Zuſammen⸗ hange. Als Düngekalk ſtehen die unterſuchten Kalkſorten unter den ſächſiſchen Landwirthen im höchſten Anſehen und man verführt ſie. bis in ſehr weite Entfernungen, da es als eine unbezweifelte allge⸗ meine Thatſache gilt, daß dieſer ſogenannte„niederländiſche Kalk“ kräftiger und zugleich auch nachhaltiger wirke als andere ſächſiſche Kalkſorten, obwol mehre von dieſen ſo rein wie Marmor ſind und zu 96 bis 98 Proc. aus reinem kohlenſaurem Kalk beſtehen. Kann die Richtigkeit dieſer Erfahrung kaum in Zweifel gezogen werden, da ſie von unzähligen Praktikern und durch eine bereits ſehr alte Praxis verbürgt wird, ſo müßte man daraus den Schluß ziehen, daß nicht der reine, ſondern der an Talkerde reiche Kalkſtein den kräftigſten und nachhaltigſten Düngekalk liefert, ein Schluß, der freilich den bisherigen Anſichten über den Werth des Düngekalks entgegenſtehen würde, da man gewohnt iſt, die Güte des Kalks nach der Menge der darin enthaltenen Kalkerde zu taxiren. Damit würde zugleich der Talkerde eine höhere Bedeutung für das Pflanzenwachs⸗ thum zuzuerkennen ſein, über deren Einfluß auf die Vegetation man jetzt noch ſo wenig Sicheres weiß, und die man bald für einen ſchäd⸗ lichen, bald für einen nützlichen, bald für einen gleichgültigen Be⸗ ſtandttheil des Bodens oder Düngekalks erklärt hat. Was der ausgeſprochenen Anſicht eine weitere ſtarke Stütze ver⸗ leiht, das iſt das conſtante überwiegende Verhältniß, welches die Talk⸗ erde in beſtimmten Pflanzentheilen, insbeſondere in dem reifen Sa⸗ men, der Kalkerde gegenüber, behauptet. So ergibt ſich zum Bei⸗ ſpiel aus den bekannten neuern Unterſuchungen von 31 verſchiedenen Aſchenſorten von Weizenkörnern ein procentales Verhältniß zwiſchen der Talkerde und Kalkerde wie 11,1 zu 3,4 und aus den Analyſen der Aſche von 20 in den verſchiedenſten Bodenarten und Gegenden gewachſenen Erbſenſorten wie 8,3 zu 4,5. Und ein ähnliches Ueber⸗ gewicht der Talkerde zeigen, mit nur ſehr wenigen Ausnahmen, auch die andern Samenarten, deren Mineralbeſtandtheile man bis jetzt un⸗ terſucht hat, denn es übertrifft der Talkerdegehalt den Gehalt an Kalkerde in annähernden runden Zahlen 2 mal in den Erbſen, Wicken, Bohnen, Madia⸗, Quitten⸗ und Buchweizenkörnern, im Leinſamen u. a. m. 2 ½— 5 mal im Kaffee, Hafer, Roggen, Weizen, in der Gerſte u. a. m. — 909— 6— 8 mal im Mais, Hirſe, in den Samen von Kiefern, Tan⸗ nen u. a. m. Das gegentheilige Verhältniß dagegen findet regelmäßig in den Blät⸗ tern und Stengeln der Pflanzen und in dem Holze der Bäume ſtatt, in welchen Theilen die Kalkerde immer die Oberhand über die Talk⸗ erde hat und in zwei⸗ bis achtmal reichlicherer Menge vorhanden iſt als die letztere. Die Unterſuchungen, aus welchen die obigen Zahlen entnommen wurden, ſind theils in Deutſchland, theils in England, Frankreich „und Amerika angeſtellt worden; ihre Uebereinſtimmung kann daher unmöglich als ein Spiel des Zufalls angeſehen werden, ſondern ſie muß als der Ausdruck einer naturgeſetzlichen Beſtimmung gelten. Erfahren wir durch ſie auch noch nichts Näheres über die Art und Weiſe, wie dieſe beiden Erden das Pflanzenwachsthum befördern, ſo lehrt uns doch einerſeits das conſtante Vorkommen derſelben in allen Pflanzen, daß ſie beide zugleich zur Entwickelung und Ausbildung der Pflanzen überhaupt nothwendig ſind, und das conſtante Verhält⸗ niß beider zueinander in dem Samen und dem Kraute berechtigt uns andererſeits zu der Annahme: daß die Talkerde insbeſon⸗ dere zur Ausbildung des Samens und die Kalkerde zur Ausbildung des Krautes nothwendig iſt. Es iſt bekannt, daß wir unter allen Pflanzentheilen immer auch im Samen die größte Menge von Phosphorſäure antreffen und wir ſchließen daraus, daß ſie eine Hauptbedingung zur reichlichen und kräftigen Entwickelung der Samen ausmacht, wie dies auch die Praxis entſchieden genug beſtätigt, die mit phosphorſäurereichen Düngemit⸗ teln viele und ſchwere Körner hervorzubringen verſteht. Die Talkerde hält unter den mineraliſchen Beſtandtheilen der Samen mit der Phosphorſäure meiſt gleichen Schritt und man könnte hiernach wol vermuthen, daß dieſe beiden Subſtanzen insbeſondere einen bedeuten⸗ den Einfluß auf die Erzeugung des Hauptbeſtandtheils der Samen, den wir bald Kleber, bald Eiweiß, bald Caſein nennen, ausüben und deſſen reichlichere oder kärglichere Entwickelung bedingen, je nach⸗ dem ſie in reichlicher oder kärglicher Menge vorhanden ſind. Hierauf ſcheinen auch die neuern Unterſuchungen ſolcher thieriſchen Subſtan⸗ zen, welche dem Eiweiß ꝛc. der Pflanzen ähnlich zuſammengeſetzt ſind, z. B. die des Eiweißes aus Eiern, des Muskelfleiſches von Pferden, des menſchlichen Gehirns, ſowie aus dem Pflanzenreiche noch die der Ober⸗ und Unterhefe und der Pilze hinzudeuten, in denen man eben⸗ falls mehr Talkerde als Kalkerde aufgefunden hat. Für den Landwirth hat jedoch die Talkerde bei weitem nicht die⸗ ſelbe Wichtigkeit und denſelben Werth, wie die Phosphorſäure, aus dem einfachen Grunde, weil ſie viel allgemeiner in der Natur ver⸗ breitet iſt als die letztere. In vielen Glimmerarten, in der Horn⸗ blende, im Augit, Serpentin, ſowie in den meiſten Kalkſteinen iſt . n, dan⸗ den Vli⸗ ume ſtat die Tl⸗ anden ſſ atnommen Franktit inn daher ndern ſi ig gelten Art und ördern, ſ in ale usbildung Vathalr berechtig beſon⸗ rde zur ner auch und wir en und Prapis ungemit⸗ Talkerde mit der nach wel bedeuten⸗ r Same, ausüben ,, je nat⸗ . Hiraf Suhſtan⸗ geſett ſid n Pfade cch die de man eber nicht de ſäurt, mi Natur ver⸗ der Hurt fſteine i — 91— die Talkerde in größerer oder geringerer Menge vorhanden und ſie findet ſich daher in den meiſten Bodenarten in für das Pflanzen⸗ wachsthum zureichender Quantität vor. Dagegen gibt es aber auch Gebirgs⸗ und Bodenarten, von denen die Talkerde nur einen höchſt geringen Beſtandtheil ausmacht und für dieſe mindeſtens dürfte gewiß der talkreiche Kalk ein vorzüglicheres Düngemittel abgeben als der reine. Directe Verſuche müſſen hierüber weiter entſcheiden. Das Eine ſei nur noch bemerkt, daß die angebliche ſchädliche Eigenſchaft der gebrannten Talkerde für das Pflanzenwachsthum eben nur eine angebliche iſt, denn wenn dieſelbe, wie es bei der Düngung mit dieſen Kalkſorten geſchieht und ſeit langen Jahren geſchehen iſt, zu 10, 20 und mehr Centnern auf 1 Acker kommt und keinen Nachtheil, vielmehr gegen reinen Kalk Vortheil gebracht hat, ſo darf man jene Angabe wol für eine irrthümliche anſehen. Ueber die Wirkung des Kalkes als Düngemittel ſagt Stöckhardt: Man rechnet den Kalk allgemein zu den Düngemitteln, und hat ganz Recht, wenn man unter dem Namen Düngemittel jedwede Subſtanz begreift, welche die Pflanzen zu einem kräftigern Wachsthum anzu⸗ treiben vermag. Zahlreiche praktiſche Erfahrungen liegen vor, welche beweiſen, daß der Kalk dies wirklich vermag. Aber es fehlt auch nicht an zahlreichen andern Erfahrungen, nach denen der Kalk ſich, wenn auch nicht ſchädlich, ſo doch wirkungslos erwies, ſei es, daß man ihn in freiem Zuſtande als gebrannten oder ätzenden Kalk, oder mit Kohlenſäure verbunden als Mergel oder Kalkſteinpulver, oder mit Schwefelſäure verbunden als Gyps angewendet hatte. Unterſchied er ſich hierdurch, daß er nicht immer, nicht auf allen Bodenarten und nicht für alle Fruchtarten düngend wirkte, weſentlich von dem Stalldünger, ſo mag dies auf die Vorſtellung geführt haben, daß der Kalk nicht eigentlich nährend wie der Stallmiſt, ſondern ähnlich wie etwa Wein, Salz und Pfeffer bei den menſchlichen Nahrungsmitteln, nämlich Appetit erregend und Verdauung befördernd wirke, indem er den Boden und die Pflanzen zu größerer Thätigkeit anzuregen und anzureizen vermöge, und man bezeichnete ihn daher als ein„Reiz⸗ mittel“. Dieſer Name iſt in mehrfacher Beziehung genauer als der Name Düngemittel, denn er deutet die charakteriſtiſche Wirkung, welche die Kalkdüngung in vielen Fällen ausübt, beſtimmter an als der letz⸗ tere. Die Theorie, d. h. hier die Agriculturchemie, darf ſich jedoch durch ein bloßes Wort nicht befriedigen laſſen, ihr Streben muß viel⸗ mehr darauf gerichtet ſein, den eigentlichen Sachverhalt zu ergründen und die Naturgeſetze zu ermitteln, die dieſem zu Grunde liegen. Kann ſie hierüber dem Landwirthe klare und ſichere Auskunft erthei⸗ len, ſo wird die nützliche Anwendung davon nicht lange auf ſich warten laſſen, und es kann nicht fehlen, daß auch die widerſprechend⸗ ſten praktiſchen Erfahrungen ſich dann bald zu einem naturgemäßen und naturgeſetzlichen Einklange vereinigen werden. — 92— Im Folgenden ſoll zunächſt nur Das, was die Agriculturchemie über die Anwendung und Wirkung des gebrannten Kalks anzu⸗ geben vermag, mit den Beobachtungen und Erfahrungen der Praxis zuſammengeſtellt werden. Iſt die alte Praxis hierüber noch nicht einmal einig, ſo wird man ſich nicht wundern, daß auch die junge Wiſſenſchaft noch nicht mit voller Präciſion aufzutreten vermag. Es geht daraus hervor, daß die hier einſchlagenden Verhältniſſe gar nicht ſo einfach und offenkundig ſind, als man bei oberflächlicher Erwägung meinen ſollte. Die Beſprechung des Gypſes als Befruchtungsmittel, über deſſen Wirkung die Anſichten und Urtheile noch getheilter und un⸗ ſicherer ſind, mag einer beſondern ſpätern Mittheilung vorbehalten bleiben. In der Umgegend von Tharand wendet man den gebrannten Kalk ſeit nahezu 70 Jahren zur Düngung der Felder an, ſeit man in dem benachbarten Plauenſchen Grunde in der letzten Halfte des vorigen Jahrhunderts mehre Kalkſteinlager aufgefunden hatte. Es mag hierzu noch bemerkt werden, daß der Boden dieſer Gegend vor⸗ herrſchend aus bündigem Lehm(Zerſetzungsboden von Porphyr, Sye⸗ nit, Gneis ꝛc.) beſteht. Ueber die ſeitdem in Sachſen gemachten Erfahrungen finden ſich Mittheilungen von 26 landwirthſchaftlichen Vereinen in dieſer Zeit⸗ ſchrift vom Jahre 1848, die gar verſchiedenartig lauten, aber der Majorität nach darin übereinſtimmen: 1) Daß der Kalk ſich für bündige, thonige, ſchwere Bodenar⸗ ten ſehr nützlich erweiſe, für leichte Bodenarten dagegen entbehrlich ſei, da er in dieſen wenig oder gar nicht wirke; 2) daß er insbeſondere in ſolchem Boden von bedeutender Wir⸗ kung ſei, welche Humus oder Wurzeln und Pflanzenüberreſte und Abfälle in größerer Menge enthalten, ſo namentlich bei Neuland, bei umgebrochenen Weiden, Klee⸗, Gras⸗ oder Luzerneſchlägen u. dergl. m.; 3) daß er auf Raps, Klee, Erbſen, Bohnen, Wicken und Kar⸗ toffeln am ſichtlichſten wirke; 4) daß pr. ſächſ. Acker 15 bis 36 Scheffel(circa 36 bis 80 Ctr.) je nach der geringern oder größern Bündigkeit des Bodens als ein angemeſſenes Quantum erſcheinen, welches von je 6 bis 9 Jahren zu wiederholen ſei; 4 5) daß bei zu häufiger Anwendung die Wirkung ſich im All⸗ gemeinen ſowie insbeſondere in Bezug auf den Körnerertrag verrin⸗ gere, namentlich wenn man die Stallmiſtdüngung nicht mit der Kalk⸗ düngung gleichen Schritt halten läßt; 6) daß es nicht räthlich ſei, den Kalk in unmittelbare Verbin⸗ dung mit dem Stallmiſt zu bringen; 7) daß es ferner nicht räthlich ſei, denſelben bei Regen auszu⸗ ſtreuen oder lange auf dem AOcker ausgebreitet liegen zu laſſen, bevor man ihn mit der Ackerkrume vermiſcht; 8) daß man um ſo weniger des Kalkens der Felder bedürfen — ——.,——z —————q— — urchenie s anzu⸗ Prs ch nih ie junge ag. Es gar nich rwäͤgung gemitte und un⸗ rbliben. brannten ſeit man ilfte de te. E end vor⸗ r, She⸗ den ſic er Zeit⸗ er der denar⸗ hrlich Wir⸗ te und ad, bei gl. m.; d Kar⸗ bis 80 ens als Jahren im Al⸗ verrin⸗ er Kal⸗ Verbin⸗ auszu⸗ , bevor dedürfin — 93ñ— werde, je vollkommner und tiefer man den Boden bearbeite und je mehr man denſelben durch gute Düngung in Kraft bringe und er⸗ halte. Man ſolle deshalb eine Wirthſchaft nicht auf fortdauernd gleich ſtarke Kalkdüngung baſiren, ſie vielmehr durch Stallmiſt, Kno⸗ chenmehl, Guano ꝛc. zu kräftigen ſuchen, weil nur durch dieſe der Boden eine nachhaltige Bereicherung erfahren könne. Mit dieſen Erfahrungen ſtimmen im Weſentlichen auch die an⸗ derer Praktiker überein, wie dieſe in der landwirthſchaftlichen Literatur niedergelegt ſind; ich unterlaſſe daher dieſe noch beſonders aufzufüh⸗ ren und wende mich nun zu den Anſichten, welche die Chemie über dieſen Gegenſtand auszuſprechen hat. Es wird zweckmäßig ſein, der chemiſchen Erörterung fol⸗ gende Bemerkungen voranzuſchicken: 1. Der Kalk gehört zu den in der Natur ſehr verbreiteten Körpern und geringere oder größere Mengen davon finden ſich in faſt allen Stein⸗ und Erdarten, ſodaß der Fall zu den ſeltenern gehört, daß das Pflanzenwachsthum in einem Erdboden aus wirklichem Man⸗ gel an Kalk zurückbleibt. Ganz anders verhält ſich dies mit den zwei wichtigſten Düngeſtoffen, dem Stickſtoff und der Phosphorſäure, welche das hauptſächlich Wirkſame in dem Stalldünger, im Guano und im Knochenmehl ausmachen. Dieſe ſind in faſt allen Boden⸗ arten nur in ſo geringer Menge vorhanden, daß ſie zu einer reich⸗ lichen Entwickelung von Pflanzen nicht hinreichen. Die genannten Düngemittel helfen alſo einem wirklichen Mangel ab und deshalb paſſen ſie auf alle Bodenarten und wirken ſo gleichmäßig und ſo ſicher, während der Kalk natürlich in ſolchen Bodenarten, welche ſchon hinreichenden Kalk in ihrer Miſchung haben, keine erhebliche Wirkung auszuüben vermag. 2. Guano, Knochenmehl, Stallmiſt wirken aus dem angegebe⸗ nen Grunde immer als directe Nährmittel und auf einerlei Weiſe: ſie geben dem Boden die Beſtandtheile, welche die Pflanzen brau⸗ chen, um ſich ihren Leib daraus zu erbauen. Der Kalk dagegen kann auf mehrfache Art wirken und ſeine Wirkung iſt meiſtens eine indirecte. Hier bereitet er den Pflanzenwurzeln eine zuſagen⸗ dere Wohnſtätte, indem er ſchwerern Boden lockerer und poröſer macht; dort eine geſündere, indem er die Säure oder aber den Ei⸗ ſengehalt des Bodens abſtumpft oder mildert; in einem dritten Falle macht er mehr Nährſtoffe für die Pflanzen dadurch disponibel, daß er den Humus im Boden zu einer ſchnellern Verweſung antreibt; in einem vierten dadurch, daß er die Verwitterung der Mineralſtoffe be⸗ ſchleunigt u. a. m. Dazu kommt noch 3. daß der Kalk ſelbſt in den Fällen, wo er als directes Dün⸗ gemittel oder Nährmittel wirkt, nur als ein ſehr einſeitiges und unvollſtändiges Düngemittel auftreten kann, denn er kann dem Boden oder den auf dieſem wachſenden Pflanzen nur einen einzi⸗ — 94— gen Nährſtoff darbieten, durch den allein, wenn die übrigen Nähr⸗ ſtoffe, deren die Pflanzen zu ihrem Wachsthum benöthigt ſind, im Boden nicht in hinreichender Menge vorhanden ſind, die Bedingun⸗ gen zu einem kräftigern Wachsthum nicht erfüllt werden können. Der Stallmiſt, namentlich der gehörig mit Urin durchdrungene, ent⸗ hält auch Kalk und zwar in reichlicher Menge, außerdem aber auch noch humusbildende Stoffe, Stickſtoff, Phosphorſäure, Schwefelſäure, Kali, Kochſalz, kurz er enthält alle für das Pflanzenwachsthum er⸗ foderlichen Subſtanzen oder Baumaterialien; er ſtellt daher im Ge⸗ genſatz zum Kalk ein allſeitiges und vollſtändiges Düngemittel dar, und daſſelbe gilt bis zu einem gewiſſen Grade auch vom Guano, Knochenmehl und Rapsmehl, die wenigſtens die praktiſch wichtigſten Nährſtoffe, als Stickſtoff, Phosphorſäure, Kalk ꝛc. gemeinſam ver⸗ bunden in ſich ſchließen. Vergleichende Düngeverſuche, wie man ſol⸗ chen ſelbſt jetzt noch in den landwirthſchaftlichen Zeitſchriften begegnet, die die Wirkung des Kalkes, gegenüber der des Stallmiſtes oder des Guanos ꝛc. darthun ſollen, beruhen demnach auf ganz irrigen Vor⸗ ausſetzungen und berechtigen zu gar keiner Schlußfolgerung auf die Düngekraft oder den Düngerwerth des einen oder des andern. So⸗ wie man nicht fragen kann: was nährt beſſer, Fleiſch oder Salz? ebenſo wenig kann man fragen: was düngt beſſer, Stalldünger oder Kalk, Guano oder Kalk, Rapsmehl oder Gyps ꝛc.] Der Kalk wie die mineraliſchen Subſtanzen überhaupt ſind keine Stellvertre⸗ ter oder Erſatzmittel des Stallmiſtes, ſondern können nur die Rolle von ergänzenden oder belebenden Zuſätzen ſpielen. Weshalb die Wirkungen des Kalks ſo verſchiedenartig, die prak⸗ tiſchen Erfahrungen über den Effect der Kalkdüngung und die Re⸗ geln über deren Anwendung ſo abweichend und oft widerſprechend, und die Urtheile über den Werth derſelben ſo unbeſtimmt und oft ſehr auseinandergehend angegeben werden, das wird nun in dem In⸗ halte der vorſtehenden drei Bemerkungen eine ganz einfache und na⸗ türliche Erklärung ſinden. Mehr wie bei andern Düngemitteln kommt es hier auf eine ganz genaue Kenntniß aller einſchlagenden beſon⸗ dern Verhältniſſe, namentlich der Bodenverhältniſſe an, um eine richtige, zutreffende Beurtheilung abgeben zu können, und auch dieſe wird meiſt nur einen localen Charakter tragen dürfen und ſich inner⸗ halb enger Grenzen zu bewegen haben. Unter dieſen Umſtänden ſcheint es am gerathenſten zu ſein, die verſchiedenen Arten der Wir⸗ kung, welche der Kalk ausüben kann, ſammt den Umſtänden, unter welchen er dieſe zu äußern vermag, einzeln anzugeben; der denkende Landwirth wird dann im gegebenen Falle ſchon zu beurtheilen ver⸗ mögen, ob er Vortheil von deſſen Anwendung erwarten könne oder nicht. Dieſelben ſind im Folgenden an die Eigenſchaften des ge⸗ brannten Kalks angereiht. 1. Der gebrannte oder Aetzkalk hat ein laugenartiges, al⸗ ————-————— n Nihr ſind, in edingu könnn ene, enr aber anh defelſiun tthum er rin Ge üngewitt n Gunno vichtigſen nſam we⸗ man ſoe⸗ begegnen oder dei gen Vor auf di en. Se r Sal ger oder dalk wie vertre⸗ Rolle ie prak⸗ die Re⸗ prechen, und oft dem Ir und ur⸗ in kommt beſon⸗ um eint ruch die ſch innee Umſtände der Wi⸗ en, unter rdenkende heilen be⸗ önne ode n des he ges, al⸗ kaliſches oder baſiſches Naturell, ähnlich wie Holzaſche und Soda(Kali und Natron). Solche Körper ſtellen den chemiſchen Ge⸗ genſatz der Körper mit ſaurem Naturell dar, d. h. ſie benehmen die⸗ ſen ihren ſauren Geſchmack wie ihre ſauren Eigenſchaften überhaupt, wenn ſie ſich mit ihnen verbinden, wobei ſie auch ihrerſeits ihre ba⸗ ſiſchen Eigenſchaften aufgeben. Aus der ſchärfſten Salzſäure und der ätzendſten Seifenſiederlauge entſteht eine Verbindung, die nicht mehr ſcharf oder ätzend, ſondern nur mildſalzig ſchmeckt, nämlich unſer ge⸗ wöhnliches Kochſalz. Man nennt dieſe gegenſeitige Aufgabe und Ent⸗ äußerung ihrer charakteriſtiſchen Eigenſchaften, welche in allen Fällen ſtattfindet, wo eine Baſis(ein Alkali) mit einer Säure zuſammen⸗ trifft, eine Neutraliſ ation und das aus beiden entſtehende neue neutrale Product ein Salz.. Ein guter Erdboden darf keine ſauren Eigenſchaften haben. Alle unſere Culturpflanzen wachſen in einem ſäurehaltigen Boden weniger freudig und kräftig als in einem Boden, der ſchwach baſiſch oder doch neutral iſt, und ihr Wachsthum bleibt in dem Maße zurück, als die Säure im Boden ſich mehrt. Eine Erzeugung von Säuren findet in jedem Boden ſtatt, denn der Humus, der ſich ſowol aus den im Boden gebliebenen Pflanzenreſten und Abfällen wie aus dem Stall⸗ miſt erzeugt, gehört ſeiner Natur nach zu den Säuren; meiſt aber enthält der Boden in ſeinen mineraliſchen Beſtandtheilen ſo viele Baſen(Kalkerde, Talkerde, Kali, Natron), und in dem Stallmiſt erzeugt ſich aus deſſen Stickſtoff eine ſolche(Ammoniak), daß dieſe hinreichen, die ſich bildenden Säuren zu neutraliſiren und den ſau⸗ ren Humus in milden(neutraliſirten) umzuwandeln. Da wo dieſer natürliche Vorrath an Baſen jedoch nicht zureicht, da wird es am Platze ſein, den Boden durch Zufuhr von ſolchen zu unterſtützen, alſo mit Kalk, der die billigſte Baſis für den Landwirth darſtellt, zu düngen. Im Verein mit Baſen erfährt der Humus nun eine weit ſchnellere weitere Zerſetzung in Pflanzennahrung, d. h. in lösliche, zum Wachsthum der Pflanzen verwendbare Stoffe, während der ſaure Humus, mag dieſer ſich bei Mangel an Feuchtigkeit(Haidehu⸗ mus, kohliger Humus, Stauberde ꝛc.) oder bei Ueberfluß daran(Torf, Moor ꝛc.) erzeugt haben, ſich nur ſchwierig und langſam weiter zer⸗ ſetzt. Eine Radicalcur darf man freilich nur dann erwarten, wenn die Grundurſache der Säuerung, alſo hier das Zuviel, dort das Zu⸗ wenig des Waſſers zugleich mit beſeitigt wird. Der Kalk iſt aber nicht blos eine Baſis, ſondern eine ſehr ſtarke Baſis und vermag daher ſelbſt andern in der Erde vorkom⸗ menden ſchwächern Baſen die Säuren, mit denen dieſe ſich ſchon verbunden haben, zu entziehen. Hierdurch wirkt der Kalk in dem Falle wohlthätig, wenn dieſe ſchwächern Baſen ſolche ſind, welche durch ihre Verbindung mit Säuren löslich werden und in dieſem Zuſtande das Wachsthum der Pflanzen zu beeinträchtigen vermögen. Solcher Art ſind insbeſondere die Baſen, welche aus den in keinem Boden fehlenden Eiſentheilen entſtehen, wenn der Boden mit Waſſer bedeckt oder, wie in manchem Untergrunde, durch eine bündige Decke gegen den Zutritt der atmoſphäriſchen Luft geſchützt iſt. Die Säuren (Humusſäure und Kohlenſäure), die ſich an ſolchen Orten erzeugen, machen die Eiſentheile(Eiſenoxydul) löslich und dieſe machen hinwie⸗ derum den Boden unfruchtbar oder doch weniger fruchtbar, ebenſo auch das Waſſer, wie wir an dem aus Torf⸗ oder Braunkohlenla⸗ gern abfließenden eiſenhaltigen Ouellen ſehen. Deshalb wirkt fri⸗ ſcher, ſchwarzer Teichſchlamm immer im erſten Jahre nachtheilig auf Felder und Wieſen; deshalb verurſacht der todte Untergrund, wenn er ſofort mit der Ackerkrume vermiſcht wird, ſo oft Rückſchläge auf ein oder mehre Jahre. Ebenſo können ſich in einem Boden, der viel Schwefelkies enthält, durch die Verwitterung leicht ſo viele lösliche Eiſenſalze(Eiſenvitriol) bilden, daß das Wachsthum der Pflanzen dadurch geſtört wird. In allen dieſen Fällen iſt der Kalk ein vor⸗ treffliches Mittel, um die Eiſentheile unlöslich und zugleich dazu ge— neigt zu machen, ſchneller und reichlicher Sauerſtoff aus der Luft ein⸗ zuſaugen, wodurch das ſchwarze Eiſenoxydul in braunes Eiſenoxyd (Eiſenroſt) übergeht, welches nicht mehr nachtheilig auf die Vegeta⸗ tion einwirkt. 2. Der Aetzkalk greift, wie ſchon ſein Name beſagt, ähnlich wie die Lauge beim Waſchen, die Haut der Hände an und löſt ſie auf und in derſelben Weiſe wirkt er auch auf andere thieriſche und ve⸗ getabiliſche Subſtanzen, wie vielleicht ſchon mancher Landwirth mit Verdruß an den Leinwandſäcken bemerkt hat, in denen er Kalk auf⸗ bewahrte, die bald mürbe und morſch werden. In dieſer zerſetzen⸗ den und auflöſenden Weiſe wirkt der Kalk auch auf die Wurzeln, Blätter, Stroh und andere Pflanzentheile, ſowie auf die ſchon theil⸗ weiſe in Humus übergegangenen organiſchen Beſtandtheile des Bo⸗ dens, wenn er in dieſen eingeſtreut wird. Er regt dieſe, die oft, zumal in ſchweren der Luft weniger zugänglichen Bodenclaſſen, ſehr träge und gährungsunluſtig ſind, zu einer größern Thätigkeit, d. h. zu einer ſchnellern Gährung, Fäulniß und Verweſung an, derzufolge ſie in Kohlenſäure und Ammoniak zerfallen, die nun als überaus wichtige Nährmittel von den Wurzeln der lebenden Pflanzen aufge⸗ ſogen werden. Die Wirkung, welche der Kalk auf dieſe Weiſe aus⸗ übt, kommt allerdings äußerlich mit der überein, welche directe Dün⸗ gemittel, wie Stallmiſt, Guano ꝛc. hervorbringen, allein zwiſchen bei⸗ den iſt der große Unterſchied, daß der Kalk nicht mit eigenen Mitteln wirthſchaftet, ſondern auf fremde Koſten, nämlich auf die des Feldes oder der Kraft deſſelben, während die directen Düngemittel aus eige⸗ nem Vermögen wirthſchaften und wirken. Es iſt daher von ſelbſt einleuchtend, daß die letztern den Boden bereichern, der Kalk aber ihn ärmer macht. Wie allgemein dieſe Folge des alleinigen, ein⸗ ——-—2 —ÿ—ÿ—ÿ—ꝛꝛ——-—--————,, — keinem Waſſe e Dect Säuren tzeugen, hinwie⸗ ebenſt ohlenle⸗ ft fri⸗ lig auf wemn ige auf der vie lösliche flanzen ein vor azu ge⸗ uft ein⸗ ſenoryd Vegeta⸗ ſch wie ie auf nd ve⸗ ih wit k auf⸗ ſetzen⸗ zurzeln, s Feldes zus eige⸗ en ſelbſt alk aber n, ein⸗ — 92— ſeitigen Kalkens oder Mergelns in der Praris ſchon feſtgeſtellt iſt, das zeigt nicht nur die bekannte deutſche Sentenz von wegen der„rei⸗ chen Väter und armen Kinder“, ſondern auch der alte, noch prätiſer gefaßte Spruch der belgiſchen Landwirthe: Kalk ohne Dünger angewand:t Macht arm den Pächter und ſein Land! Außer auf ſchweren unthätigen Bodenarten wird der Kalk we⸗ gen ſeiner zerſetzenden, löſenden Kraft überall gute Wirkung erwar⸗ ten laſſen, wo der Boden reich iſt an organiſchen Ueberreſten, na⸗ mentlich an ſolchen, die der Luft weniger zugänglich geweſen, alſo z. B. auf Neuland von Wald, Wieſe, Weide, auf Torfbrüchen, moorigen und Niederungsländereien, nachdem dieſe entwäſſert worden u. dgl. m. Aber ſelbſt der gebrannte Kalk entwickelt ſeine Wirkung oft nur erſt im zweiten oder dritten Jahre, namentlich wie ich aus ganz neuen Erfahrungen erſehen, in trocken gelegten, obwol ſehr hu⸗ musreichen Niederungsböden, es wird alſo auch hier oft,— viel⸗ leicht meiſt— vortheilhafter ſein, dem neuen Boden nicht blos Kalk, ſondern auch Stickſtoff und Phosphorſäure(Stallmiſt, Guano, Kno⸗ chenmehl ꝛc.) einzuverleiben. Daß der Kalk in den Fällen, wo es gilt, eine junge Pflanze ſchnell in die Höhe zu bringen, ein kräftiges Anregungsmittel zu einer ſchnellern Zerſetzung für den Stalldünger bildet, iſt bekannt und beruht auf derſelben Eigenſchaft des Kalks, die hier beſprochen worden iſt. 3. Der Aetzkalk vermag auch zerſetzend und auflöſend auf mineraliſche Subſtanzen zu wirken. Um hierüber ſowie zugleich über die Beachtung, welche die lösliche Kieſelerde bei der Be⸗ urtheilung und Werthbeſtimmung der Düngemittel verdient, beſtimm⸗ tere Aufſchlüſſe zu erhalten, habe ich folgende Verſuche angeſtellt. Feingemahlener Feldſpath, feingemahlener Quarz und reine aus Waſſerglas niedergeſchlagene Kieſelerde wurden, nachdem ſie ſo lange mit Salzſäure und Waſſer ausgezogen waren, bis ſie an dieſe durchaus nichts Lösliches mehr abgaben, mit folgenden chemiſch rei⸗ nen Subſtanzen vermiſcht: 1) mit kohlenſaurem Kali, 2) mit Aetz⸗ kalk, 3) mit kohlenſaurem Kalk, 4) mit kohlenſaurem Ammoniak. Dieſe Miſchungen blieben, mit Waſſer verſetzt, in verſtopften Glä⸗ ſern ein halbes Jahr lang bei gewöhnlicher Temperatur ſich überlaſſen und wurden öfters einmal umgeſchuͤttelt. Die nach dieſer Zeit vor⸗ genommene Uuterſuchung derſelben ergab nachſtehende Reſultate. Es ſind in löslichen Zuſtand übergegangen: a. aus dem Feldſpath. 1) durch kohlenſaures Kali..... Kieſelerde(ziemlich viel), 2) durch Aetzkalk....... Kieſelerde(ziemlich viel), Kali und Kalk, 3) durch kohlenſauren Kalk.... Kalk, 44) durch kohlenſaures Ammoniak.. Kalk und Kali. Cotta, Deutſchlands Boden.(Beilagen.) 7 — 98— b. aus dem Quarzpulver 1) durch kohlenſaures Kali.... Kieſelerde, 2) durch Aetzkalk....... Kieſelerde, 3) durch kohlenſauren Kalk.... Nichts, 3) durch kohlenſaures Ammoniak.. Nichts. c. aus der reinen Kieſelerde 1) durch kohlenſaures Kali.... Kieſelerde(ziemlich viel), 2) durch Aetzkalk y... K ieeſelerde(ziemlich viel), 3) durch kohlenſauren Kalk.... Kieſelerde(Spuren), 4) durch kohlenſaures Ammoniak Nichts. Dieſe Verſuche, welche in erweitertem Maße und auch unter Berückſichtigung der quantitativen Verhältniſſe fortgeſetzt werden, be⸗ weiſen, ſo oberflächlich ſie auch ſind, doch Das mit Entſchiedenheit, daß der Aetzkalk auch bei gewöhnlicher Temperatur eine Aufſchließung der Mineralbeſtandtheile des Bodens bewirkt, deren Producte(Kie⸗ ſelerde, Kali ꝛc.) nun von den auf dieſem Boden wachſenden Pflan⸗ zen als Nahrungsmittel verzehrt werden können. Die Erfahrung, daß die Kalkdüngung überwiegend die Halmbildung begünſtigt und bei den Cerealien den Halmen eine größere Steifigkeit gibt, erklärt ſich hieraus auf die einfachſte Weiſe. Nicht der Kalk bewirkt dies, ſondern die durch den Kalk löslich und damit aſſimilirbar gemachten Mineralſtoffe, voraus die Kieſelerde. Die Reſultate dieſer Verſuche beſtätigen zugleich die Richtigkeit der Anſicht, die ich ſchon mehrfach ausgeſprochen, daß nämlich der Landwirth nicht nöthig habe, bei der Düngung auf die Kieſelerde Rückſicht zu nehmen, die ſich überall in genugſamer Menge im Boden vorfindet, ſondern daß er nur dafür zu ſorgen brauche, daß die Löſungsmittel derſelben, und die Um⸗ ſtände, durch welche die Löſung befördert wird, unter denen das Tiefpflügen obenanſteht, nicht fehlen. Der Kalk iſt ſonach ein ſehr kräftiges Mittel zur Beförderung der Verwitterung der ſteinigen und erdigen Bodenbeſtandtheile, er dient alſo den Körpern und Kräften, als da ſind Luft, Waſſer, Koh⸗ lenſäure(Humus), Wärme, welche den gedachten Zerſetzungsproceß ohne Zuthun des Menſchen überall in der Natur unterhalten, zur Unterſtützung. In einem ſchweren Boden kann dieſe natürliche Ver⸗ witterung nur langſam vor ſich gehen, weil deſſen Gebundenheit den Zutritt der Luft und die Erzeugung von Kohlenſäure aus dem Hu⸗ mus erſchwert, ein ſolcher wird daher einer Unterſtützung am meiſten bedürftig ſein. Wenn nun die Kalkdüngung erfahrungsmäßig in ſchweren Bodenarten ſich weit günſtiger erweiſt als in leichten, ſo darf aus dem Mitgetheilten wol gefolgert werden, daß die in Rede ſtehende chemiſche Wirkungsweiſe des Kalks einen weſentlichen An⸗ theil an dem erſtgedachten wohlthätigen Effect beanſpruchen könne. 4. Der Kalk bildet einen nothwendigen Beſtandtheil h vich h il) n, untet en, be⸗ denheit ließung e(Kie⸗ Pfar⸗ ahrung, gt und erklärt kt dies, nachten erſuche hrfach bei der überall dafür ie Um⸗ en das urderung eill, er ſer, Ka gsproceh lten, zur iche Ver nheit de dem Hu⸗ meiſtn näßig ten, ſ 6 Ned chen Ar könne. undtheit — 99— aller Pflanzenz iſt er in einem Erdboden nicht in genugſamer Menge vorhanden, ſo bleibt das Wachsthum der Pflanzen zurück; es kann alſo in gewiſſen Fällen eine Kalkdüngung auch dadurch wohl⸗ thätig wirken, daß ſie dieſem Mangel abhilft. Die bei weitem mei⸗ ſten Bodenarten enthalten reichlich ſo viel Kalk, als zur Ernährung und Ausbildung von Pflanzen erfoderlich iſt, und wo man regel⸗ mäßig und gut düngt, da kann ein Mangel der gedachten Art um ſo weniger eintreten, als mit dem Stallmiſt allein mehr Kalk in den Boden kommt, als ſelbſt durch ſehr reichliche Ernten daraus entzo⸗ gen wird; der bebaute Boden wird vielmehr nach und nach immer reicher an Kalk werden. Für die Theorie ergibt ſich hieraus die An⸗ deutung, daß ſie bei der Beurtheilung der Wirkung des Kalks nicht zu viel Werth auf die directe Ernährungsfähigkeit deſſelben zu legen habe, denn wenn die Pflanzen ſchon vor der Kalkung genug von dieſem Stoffe im Voden finden, um kalkſatt zu werden, ſo kann ihnen ein weiterer Ueberſchuß gleichgültig ſein. Die Fälle, wo der Kalk als Nahrungsmittel im Boden nicht zulangt, dürften demnach zu den vereinzelten gehören, und können nur durch eine chemiſche Unterſuchung des Bodens erwieſen werden. Bei einer derartigen Unterſuchung habe ich einmal gefunden, daß ein Lehmboden, welcher 0,45 Proc. Kalk enthielt, noch vortrefflichen Klee trug, während ein anderes Feldſtück deſſelben Bodens, welches nur 0,033 Proc. Kalk enthielt, keinen Klee, dafür aber Sauerampfer producirte. Auf 1 ſächſ. Acker Land, bei 6 Zoll Tiefe berechnet, würden nach dieſen Unterſuchungen etwa kommen 9000 Pfd. Kalk beim kleefähigen Boden, 660 ⸗ ⸗ ⸗ kleeunfähigen Boden. Dieſe Zahlen mögen einſtweilen wenigſtens dazu dienen, um zu zeigen, daß ½ Proc. Kalk in einem Erdboden vollauf hinreicht, um dem Kalkbedarfe der Kleepflanze zu genügen, daß aber ⅛0 Proc. hierzu nicht mehr hinreicht. Diejenigen Culturpflanzen, welche ſehr viel Kalk zu ihrer Aus⸗ bildung brauchen, werden natürlicherweiſe, zumal wenn ſie oft nach⸗ einander auf demſelben Felde angebaut werden, viel eher zu einer Erſchöpfung des Bodens an Kalk führen als die kalkgenügſamen. Welche große Verſchiedenheit in dieſer Beziehung zwiſchen den hier üblichen Culturpflanzen ſtattfindet, wird aus den folgenden nach den neueſten Unterſuchungen berechneten Durchſchnittszahlen erhellen. Es entzieht dem Boden ungefähr eine Mittelernte von ½ ſächſ. Acker(1 reichl. pr. Morgen) von Halmfrüchten.... 10— 12 Pfd. Kalk(u. Talkerde), von Heu u. Grummet zuſammen 12— 16 ⸗ 2 ⸗* 4 7* — 100— von Runkeln oder Kartoffeln. 20— 25 Pfd. Kalk(u. Talkerde), von Erbſen, Wicke od. Raps 35— 40 ⸗.⸗ ⸗ von Klee oder Taback. 60— 80 ⸗ und darüber. In dieſem verſchiedenen Bedarf an Kalk iſt wol die Haupturſache der allgemeinen landwirthſchaftlichen Erfahrung, daß die Kalkdüngung ſich auf Klee, Hulſenfrüchte und Raps vorzugsweiſe wirkſam erweiſt, zu ſuchen. 5. Der kohlenſaure Kalk beſitzt eine weit ſchwächere Zuſam⸗ menhangskraft und eine lockerere Beſchaffenheit als der Thon oder Lehm, er vermag alſo die bündigen Bodenarten mechaniſch zu ver⸗ beſſern, indem er ſie weniger zähe und feſt, dafür aber poröſer und lockerer macht. Der gebrannte Kalk geht im Erdboden nach und nach in kohlenſauren Kalk über und wird alſo dann in gleicher Weiſe wirken. Mit Sand verglichen macht er im Gegentheil dieſen zuſam⸗ menhängender und bündiger. Es kann keinem Zweifel unterworfen ſein, daß dieſe Wirkung, wodurch extreme Bodeneigenſchaften ausgeglichen werden, eine für das Pflanzenwachsthum höchſt wohlthätige ſein wird, daß insbeſondere ſchwere Bodenarten dadurch außerordentlich verbeſſert werden können, wenn man ſie lockerer macht, da hierdurch der Zu⸗ tritt der belebenden, Verweſung wie Verwitterung befördernden und Säuerung verhindernden Luft erleichtert wird. Aber um eine ſolche Bodenänderung oder Bodenverbeſſerung zu erreichen, dazu ſind be⸗ trächtliche Mengen von Kalk erfoderlich, ungleich größere, als ſie bei der Kalkdüngung in Anwendung kommen. Nach den obigen Anga⸗ ben der ſächſiſchen Landwirthe über die Quantität des angewandten Kalks wird bei einer ſchwachen Kalkdüngung der Kalkgehalt des Bo⸗ dens nur etwa um ½¼ Protc., bei einer ſehr ſtarken Düngung höch⸗ ſtens um% Proc. vermehrt. Eine ſolche Quantität kann unmöglich hinreichen, um eine erhebliche Aenderung der phyſikaliſchen Ei⸗ genſchaften des Bodens herbeizuführen. Verſuche, deren ich eine große Anzahl mit Miſchungen aus Thon und Lehm mit ½¼ bis 10 Proc. Aetzkalk und kohlenſaurem Kalk angeſtellt, haben gleichfalls dieſe Annahme beſtätigt. Kommen größere Quantitäten von Kalk zur Anwendung, wie z. B. bei der Mergelung, wo der Kalkzuſatz leicht das 10⸗ und 20 fache unſerer Kalkdüngung beträgt, ſo muß dies freilich auch für die Verbeſſerung der Bodenmiſchung von höch⸗ ſter Bedeutung ſein. Denn daß ein größerer Kalkgehalt die Frucht⸗ barkeit eines Lehmbodens außerordentlich ſteigert, das zeigt unſer ſäch⸗ ſiſcher Lößboden(Boden der Lommatzſcher Pflege) aufs deutlichſte, der ſeine Vortrefflichkeit, dem gewöhnlichen Lehmboden gegenüber, gewiß hauptſächlich, wie Fallou gezeigt hat, ſeinem durchſchnittlich 10 Proc. betragenden Gehalte an Kalk⸗ und Talkerde verdankt. Andeutungsweiſe mag endlich noch darauf hingewieſen werden, daß auch noch folgende weitere Eigenſchaften des Kalks einigen, ob⸗ — ———— —— — 2— alkedd . ptorſah düngung erweiſ Zuſan⸗ pon ode zu ver öſer und ach und er Wäſe zuſam⸗ rfen ſei geglichn ein widd verbeſſer der u⸗ den und he ſolche ſind be⸗ ſie bei Anga⸗ wandten des Bo⸗ ng höt— mmögüih hen E⸗ ich ein a bis l gleichfal von Kül Kalkzuſc ſo muf von häc⸗ ßie Frute unſe ſi deutlihſt gegenibt⸗ hſchniti dankt. en werde nigen, ir — 101— wol muthmaßlich geringfügigern Antheil an der Wirkung der Kalk⸗ düngung haben dürften: 6. Der Kalk ertheilt, wie dies die Salpeterplantagen zeigen, Erdmiſchungen die Fähigkeit, den Stickſtoff faulender und verweſender Pflanzen⸗ oder Thierſtoffe in Salpeterſäure umzuwandeln, die mit dem Kalk zu Kalkſalpeter zuſammentritt. Die Salpeterarten düngen aber, wie der Chiliſalpeter darthut, in ähnlicher Weiſe wie die Ammoniakſalze. 7. Der Kalk ſoll nach einigen neuerdings in England angeſtell⸗ ten Verſuchen die Kraft der Erdarten, Ammoniak aus der Luft einzuſaugen, vermehren, und auch indirect durch Zerlegung der Ammoniakſalze im Erdboden zur Feſthaltung des Ammoniaks durch den Thon und die Kieſelerde beitragen. 8. Der gebrannte Kalk ſaugt Kohlenſäure aus der Luft und dem Erdboden ein, indem er dabei in den milden Zuſtand des kohlenſauren Kalks übergeht. Möglicherweiſe kann auch hierdurch das Wachsthum der Pflanzen unterſtützt werden. 9. Man hat beobachtet, daß in einem mit Kalk gedüngten Bo⸗ den die Entwickelung der Pflanzen etwas ſchneller vor ſich geht, ſodaß ſie die Zeit vom Keimen bis zur Reife raſcher durchlaufen als in ungekalktem Lande. Eine ſolche Einwirkung auf die Vegetations⸗ dauer würde den Kalk für den Ackerbau in nördlichen und hochgele⸗ genen, rauhen Gegenden empfehlen. Soll ich nach der Aufzählung dieſer einzelnen Momente noch ein Geſammturtheil über die relative Bedeutung derſelben abgeben, ſo geht dieſes dahin, daß ich die unter 2 und 3 beſchriebene auflöſende Wirkung des gebrannten Kalks, welche der⸗ ſelbe ſowol auf die organiſchen wie auf die unorgani⸗ ſchen Beſtandtheile des Bodens ausübt, für die haupt⸗ ſächlichſte und wichtigſte halte. Ich kann jedoch nicht ſchließen, ohne noch einen Nath für die kalkdüngungsluſtigen Landwirthe herzuſetzen. Der Kalk war früher das einzige Düngenittel, welches der Landwirth käuflich erhalten konnte; er wirkte faſt überall und mußte daher um ſo eher in Cours kommen, als er keine Concurrenten hatte, deren Wirkung man mit der ſeinigen hätte vergleichen können. Jetzt aber ſtehen die Sachen anders; jetzt ſind Concurrenten da, über die der Landwirth ebenſo wie über den Kalk verfügen kann, und mein Rath iſt der: Es mögen die Landwirthe dieſe verſuchsweiſe wirklich einmal mit dem Kalk in Concurrenz treten laſſen und vergleichende Verſuche damit zu glei⸗ chem Geldwerthe anſtellen, um zu erfahren, ob Guano, Knochenmehl, Rapsmehl oder Chiliſalpeter ihnen nicht noch größere Vortheile gewähre als die von Kalk. Ich vermuthe ſtark, daß dieſes Reſultat in vielen Fällen herauskommen wird. Langjährige Erfahrungen hat der Kalk allerdings auf ſeiner Seite, aber ob dieſe ſich nicht hier und da nur — 102— auf Herkommen und Gewohnheit ſtützen, dieſe Vermuthung kann die Praxis nur dadurch entkräften, daß ſie durch directe Verſuche den Vorzug der Kalkdüngung nachweiſt. Wird dabei aus dem Beweiſe ein Gegenbeweis, nun ſo wird die Prarxis den Vortheil davon haben, ſich jetzt dem Düngemittel mit Sicherheit zuwenden zu können, wel⸗ ches im betreffenden Falle den größten Nutzen gegeben hat. Ein alter ſehr erfahrener Landwirth, der ſeit 20 Jahren mit Kalk, ſeit den letz⸗ ten vier Jahren aber ſtatt deſſen mit einen Gemenge von Guano und Rapsmehl gewirthſchaftet hat, brach neulich, als von dieſem Capitel die Rede war, in die Worte aus:«Ei was hätte mir mein Gut getragen, wenn ich ſchon ſeit 20 Jahren ſtatt des Kalks hätte Guano und Rapsmehl in daſſelbe wenden können!“ Die Kalkdüngung wird deshalb in vielen Fällen in Ehren bleiben.“ Die thonhaltigen und dolomitiſchen Kalkſteine ſind übrigens ſehr oft auch zur Herſtellung von hydrauliſchem Mörtel ganz geeignet, es bedarf gewöhnlich nur eines paſſenden Zuſatzes von Quarzſand und von Alkalien. Darauf begründete Fabriken ſind in Sachſen bereits zwei entſtanden, die eine neben der Gölttzſchthalbrücke, die andere bei Döhlen im Plauenſchen Grunde. Vergl. darüber Bergwerksfreund 1852, Bd. 15, S. 689. Beilage 23 zu Seite 330 und 382. Einfluß des geologiſchen Baues auf Eiſenbahnanlagen, z. B. in Sachſen. Es verſteht ſich wol von ſelbſt, daß in cultivirten Ländern die beſtehenden Verkehrsverhältniſſe die weſentlichſte Bedingung für An⸗ lage von Eiſenbahnen darbieten müſſen. Nach ihnen ſind die Ter⸗ rainverhältniſſe von größter Wichtigkeit und zu dieſen gehören nichr nur die Oberflächenformen, ſondern auch die innern Zuſtände des Bodens, die Schwierigkeiten und Hülfsmittel, die ſie dem Bau ent⸗ gegenſtellen oder darbieten. Der geologiſche Bau kann aber unter Umſtänden ſelbſt eine weſent⸗ liche Veranlaſſung zum Bau einer Bahn werden, inſofern es zuweilen ſehr wichtig iſt, die Bodenſchätze zweier Länder oder Gegenden miteinan⸗ der zu verbinden und einander gegenſeitig dienſtbar zu machen. Schon mehrfach ſind im Intereſſe einzelner Kohlengruben oder ganzer Koh⸗ lengebiete Bahnen gebaut werden, deren Veranlaſſung ſomit im geo⸗ logiſchen Bau der Gegenden begründet war. Die Eiſenbahnlinien, welche das Königreich Sachſen durchſchnei⸗ den, ſind, mit Ausnahme einer, den Hauptverkehrsſtraßen gefolgt, ——— ͤͤ — —·,· ann die che da Beviſt haben, n, we⸗ kin altr den li ano und Capite in Gu Guana -g wird ens ſeht gnet, es und und bereits dere bei freund lagen, dern die für Ar⸗ die Ter⸗ ten nicht unde de Bau et weſen⸗ zuweiln miteinat⸗ 1. Schon zer Ka⸗ t im gir uchſchuee r gffog — 103— welche früher beſtanden. Sie verbanden nacheinander Dresden mit Leipzig, Halle, Görlitz, Zittau, Berlin, Prag und Augsburg. Die wichtige Straße von Dresden am Fuße des Erzgebirges entlang über Freiberg und Chemnitz nach Zwickau, welche zugleich den nächſten Weg aus dem Nordoſten Deutſchlands nach dem geſammten Süd⸗ weſten bildet, wurde bis jetzt noch nicht in eine Eiſenbahn umge⸗ wandelt, weil man zu der Zeit, als ein allgemeiner Eiſenbahnplan für das ganze Land entworfen wurde, die Strecke zwiſchen Tharand und Chemnitz für unüberwindbar hielt, während ſich bald nachher gezeigt hat, daß ihre Schwierigkeiten kaum ſo bedeutend ſind als die zwiſchen Chemnitz und Rieſa jetzt glücklich überwundenen. Die letzt⸗ erwähnte Bahn folgt einer Linie, die früher nie ein Verkehrs⸗ weg war und welcher auch keins der ſächſiſchen Kohlengebiete be⸗ rührt. Der Mangel einer directen Bahn von Dresden nach Zwickau iſt aber um ſo auffallender, man könnte ſagen wunderbarer, als ſie gerade unter allen die wichtigſte für den innern Verkehr und für die Induſtrie des Landes iſt. Nichts iſt wol einleuchtender, als daß man das Brennmaterial billig dahin zu ſchaffen ſuchen muß, wo es am meiſten und zu induſtriellen Zwecken gebraucht wird. Die Dres⸗ den⸗Zwickauer Bahn würde aber beide ſächſiſche Steinkohlengebiete auf dem nächſten Wege und ganz direct verbinden mit den Gruben und Hütten von Freiberg, die gegenwärtig im Jahre gegen 100,000 Thlr. Fuhrlohn für etwa 500,000 Centner Coaks und Kohlen ausgeben, und mit dem großen Induſtriebezirk von Chemnitz, deſſen Fabriken ſchon jetzt großentheils von Dampfmaſchinen getrieben werden. Außer der Zufuhr der Kohlen kommt aber natürlich auch die Abfuhr der Producte und der Verkehr der Perſonen in Frage. Es handelt ſich dabei nicht lediglich um Das, was am Wege liegt, ſondern vielmehr um den ge⸗ ſammten ſächſiſchen Abhang des Erzgebirges mit all ſeinen Schiefer⸗ und Steinbrüchen, Wäldern, Torflagern und mancherlei Induſtrie⸗ producten. Würden dann noch einige Zweigbahnen von Chemnitz und Zwickau, z. B. eine bis jenſeit Schwarzenberg ausgelenkt, ſo wäre das geſammte Erzgebirge dadurch vorläufig aufgeſchloſſen und auch Gelegenheit geboten, die reichen Eiſenerzlagerſtätten der Umge⸗ gend von Schwarzenberg mit Zwickauer Kohlen vortheilhaft zu ver⸗ ſchmelzen. Daß die Hauptſtadt des Landes einer der Endpunkte ſei, brau⸗ chen wir dabei nicht einmal beſonders hervorzuheben; daß ihre Be⸗ wohner die Kohlen dann etwas billiger erhalten, wird ihnen zwar angenehm ſein, iſt aber nicht von ſo allgemeiner Wichtigkeit als der übrige Nutzen der Bahn; wol aber iſt die leichte Verbindung mit der Elbe und mit drei bis vier andern Bahnlinien von großer Be⸗ deutung für die Abſatz⸗ und Verkehrsverhältniſſe. Die Geologie iſt es, welche man bei Entwurf jenes frühern ſächſiſchen Eiſenbahnnetzes unter andern nicht zu Rathe gezogen hat. Sie würde — 104— nicht nur gezeigt haben, daß die Schwierigkeiten eines Bahnbaues zwi⸗ ſchen Waldheim und Limmeritz wahrſcheinlich größer waren als zwiſchen Tharand und Freiberg, ſondern namentlich auch, daß es eine der wichtigſten Aufgaben ſei, die Kohlengebiete mit den Erzgebieten und den Induſtriediſtricten ſo ſchnell als möglich zu verbinden. Der innere Verkehr eines Landes wie Sachſen iſt in dieſer Beziehung faſt noch wichtiger als der äußere; ſehr beachtenswerth iſt, was Dr. Karl Knies in ſeinem Werk über die Eiſenbahnen und ihre Wirkungen (Braunſchweig, 1853, S. 80) in dieſer Beziehung ſagt: „Eine andere wichtige Thatſache beſteht darin, daß auf allen Eiſenbahnen gegen die frühern Erwartungen der Transport zwiſchen kleinern Entferungen, insbeſondere auch bei dem Perſonenverkehr, nicht nur weitab der ſtärkſte iſt, ſondern auch die ſtärkere Quote der Einnahme bildet. Dieſe Thatſache ſteht inſofern mit der vorhererwähn⸗ ten in einem gewiſſen Zuſammenhange, als die Perſonen in der er⸗ ſten oder in der erſten und zweiten Klaſſe durchſchnittlich weit grö⸗ ßere Strecken zu durchfahren pflegen. Man erkennt daraus, daß jede Eiſenbahn, auch wenn ſie über die Landesgrenze hinaus mit aus⸗ ländiſchen Bahnen in Verbindung ſteht, die größten Dienſte den ihr benachbarten Landesbewohnern und dem kleinen Verkehr leiſtet, dage⸗ gen die weltbereiſenden Touriſten und die Vergnügungsfahrten der vornehmen Welt viel weniger in Frage kommen. Die Erfahrung hat ſchlagend den viel courſirenden Wahn widerlegt, als ſeien die Eiſen⸗ bahnen ein Luxusartikel, deſſen Genuß Jeder, der wolle, ſich verſchaf⸗ fen und zu jedem Preiſe bezahlen möge. Jede Eiſenbahn hat eine kosmopolitiſche, eine internationale, eine binnenländiſche und eine lo⸗ cale Bedeutung; auch bei den rieſigſten„Weltbahnen“, welche von einem Ende des Continents zum andern ſtreben, ſteht auf jedem Ter⸗ ritorium die binnenländiſche und locale Bedeutung weit voran. Darin liegt der Grund, warum man ſich bald von dem Irrthum des eng⸗ liſchen Grundſatzes überzeugen mußte: die kürzeſte Linie ſei immer die beſte.“— Und ferner S. 111: „Daß die Eiſenbahnen aber auch den frühern Verkehr zwiſchen und in den kleinen Orten ſtark heben, iſt ebenſo wol dadurch zu er⸗ weiſen, daß der kleine locale Perſonenverkehr zwiſchen geringen Ent⸗ fernungen weitab die ſtärkſten Zahlen für die Frequenz und Einnahme bildet, als dadurch, daß die Eiſenbahnen erſt dann zu einer die Ver⸗ waltung befriedigenden Einnahme führen, wenn der vielfältige Sei⸗ tenverkehr auf den rechtwinklig einmündenden Kleinſtraßen ſich einge⸗ ſtellt hat. Zumal dieſen pflegen die Eiſenbahnen überhaupt erſt von den kleinen Orten her und zu ihnen hin zu bewirken und aufrecht zu erhalten.“ Ueber Sachſens nächſte Eiſenbahnbedürfniſſe hat ſich ſehr tref⸗ fend Herr Oberberghauptmann Frhr. v. Beuſt ausgeſprochen in den viſchen ne der n und innere t noch Karl kungen allen iſchen erkehr, dte der wähn⸗ der er⸗ t gro⸗ aß jede t aus⸗ en ihr dage⸗ *A — 105— drei Broſchüren: 1)„Die Eiſenbahnverbindung zwiſchen Zwickau und dem Obererzgebirge“; 2)„Die Eiſenbahnlinie von Dresden über Frei⸗ berg und Chemnitz nach Zwickau“(Freib. 1852) und 3)„Die obererz⸗ gebirgiſche Eiſenbahn“(Freib. 1854); während Plattner in Beant⸗ wortung der Frage: Ob nach Herſtellung einer Eiſenbahn von Dres⸗ den über Tharand, Freiberg und Chemnitz nach Zwickau in der frei⸗ berger Gegend die zwickauer Kohlen diejenigen des Plauenſchen Grundes verdrängen werden? gezeigt hat, daß dies nicht der Fall ſein wird. Wie mächtig oft bei Eiſenbahnbauten in techniſcher Beziehung die genauere Kenntniß des innern Bodenbaues ſei, dafür haben in Sachſen die Göltzſchthalbrücke, bei welcher der Grund nicht gut ge⸗ wählt war, und die Waldheimer Bahnbauten ſchlagende Beiſpiele geliefert. Auch Boue ſpricht ſich in ſeinem Werk über den Nutzen 3 Geologie durch folgende Beiſpiele über dieſen Gegenſtand aus. 20: „Die unter unſern Augen vorgegangene Unwirthſchaft in dem Durchbruche des Wiener Berges durch die Eiſenbahn wird z. B. ſich nicht erneuern können, ohne daß die Ingenieure ſtrafbar wären; denn Jeder, der mit der Zuſammenſetzung der verſchiedenartigen Lager des tertiären Beckens Wiens bekannt, hat vorausſehen können, daß in die⸗ ſem Durchbruche der Neigungswinkel der Böſchung faſt nur einer einzigen dichten Felsmaſſe entſpreche, aber ganz und gar nicht im Verhältniß mit der verſchiedenen Natur, Schwere und Waſſerdichtig⸗ keit oder Poroſität der Geſteine, ſowie mit der Höhe der Wände, Nähe der Berge und den bekannten Waſſeradern im Wiener Ter⸗ tiäre ſteht. Nach dem Ende dieſes Werkes habe ich mit dem Bahn⸗ wächter dieſes Viaducts recht herzlich gelacht und ſelbſt etwas ſarka⸗ ſtiſch auf die auf dieſe Weiſe noch weiter zu machenden Gewinne mit den gutmüthigen Actionären hingedeutet. Ich hatte damals einen Au⸗ genblick Luſt, die ganze Sache in der Wiener Zeitung auseinander zu ſetzen, aber da ich mein Viſa von der Polizei holen mußte, blieb ich mit meiner Bemerkung zu Hauſe.“ Und dann S. 21: „Doch damit man nicht glaube, daß wir allein gegen die Ge⸗ ſetze der Geognoſie handeln, ſo kann ich auch an jene merkwürdige und theure Rutſchung des Terrains der Eiſenbahn am linken Ufer der Seine bei Paris im Jahre 1840 erinnern. Die Herren Inge⸗ nieure kannten doch unſere Wiſſenſchaft, aber hatten ſich nicht die gehörige Mühe gegeben, mit dem Detailſtudium der Thon⸗, Mergel⸗ und Sandſchichten im pariſer tertiären Boden, ſowie des unterirdi⸗ ſchen Waſſerlaufes ganz vertraut zu werden.“ 2* — 106— Beilage 24 zu Seite 349 und 382. Die Vertheilung der Orte auf den Geſteinen und For⸗ mationen in Sachſen. Um die Ungleichheit der Vertheilung des Anbaues auf den Ober⸗ flächen der einzelnen Geſteine oder Formationen zu ermitteln, habe ich auf dem ganzen Gebiet der geognoſtiſchen Karte von Sachſen, für welches die Flächenräume der Geſteine bekannt ſind, alle Dörfer und Städte für die einzelnen Farbengebiete möglichſt ſorgfältig ausgezählt. Bei dieſer ſehr mühſamen Operation waren mancherlei Schwierigkei⸗ ten zu überwinden; namentlich konnten oft Zweifel darüber entſtehen, zu welchem Geſteinsgebiet irgend ein Ort zu rechnen ſei, der gerade auf einer Grenzlinie liegt und ſomit zwei oder drei Geſteinen ange⸗ hört. In dieſem Falle habe ich verſucht, die Zahlen auszugleichen, indem ich, da der Fall öfter vorkommt, ihn einmal zu Gunſten des einen, das nächſtemal aber zu Gunſten des andern Geſteins auslegte, wenn nicht etwa bei ſehr langen Dörfern der bei weitem größere Theil nur einem Geſtein angehörte. Indeſſen mag es dabei hier und da wol auch einmal vorgekommen ſein, daß derſelbe Ort doppelt ge⸗ zählt worden iſt, da ich dies für minder nachtheilig für die annähernde Richtigkeit des Reſultates hielt, als die gänzliche Auslaſſung einer angebauten Stelle. Ferner entſtand anfangs bei mir ein Zweifel darüber, ob ich zur Auszählung die alte oder die neue Auflage der Section XIV wählen ſolle, die ſich ſehr dadurch voneinander unter⸗ ſcheiden, daß auf erſterer das Porphyrgebiet zwiſchen Kohren, Wur⸗ zen und Döbeln faſt ungetrennt dargeſtellt iſt, während auf letzterer die Diluvialbedeckungen möglichſt berückſichtigt ſind, ſodaß nur die wirklich hervorragenden Theile dieſer großen Porphyrmaſſe mit ihrer entſprechenden Farbe colorirt ſind. In dieſem Falle entſchied der Um⸗ ſtand, daß ich nur für die ältere Ausgabe eine genaue Flächenbe⸗ rechnung beſitze, nicht aber für die neue. Wenn nun auch die Werthe der Auszählung hiernach unrichtig ſind, ſo ſind ſie doch nicht ganz werthlos. Sie drücken nämlich jedenfalls immer noch ein gegenſeitiges Verhält⸗ niß aus, in welchem nur die Störung durch theilweiſe Diluvialbede⸗ ckung Berückſichtigung ſinden muß. Eine ähnliche Berückſichtigung iſt aber überhaupt mehrfach nöthig, da nicht überall die Geſteine wirklich die äußere Oberfläche bilden, welche durch Farben auf der Karte dargeſtellt ſind. Die Braunkohlenlager ſogar faſt niemals. Dennoch iſt die Einwirkung der letztern auf den Anbau, wie wir ſehen werden, ganz unverkennbar. Sie haben wie ein ſtarker Magnet durch eine Tiſchplatte hindurch, ſo durch die Diluvialdecke gewirkt.B Bei der ganzen Arbeit kam es darauf an, durch die Vielzahl For⸗ n Ober , habt ſen, fü fer und ggezählt dierigke⸗ ntſtehen, r gerade en ange⸗ ggleichen ſten des auslegte größett zjier und pelt ge⸗ ähernde g einer Iweifel lage der r unter⸗ 1, Wur⸗ letzterer nur de mit ihre der Un⸗ Klächenbe Lerthe de werthot Vethil⸗ uvialbeͤe ſſichtigung Geftein auf der niema. wie wi er Magne gewirkt. Vielhzah — 107— der Orte die übrigen Urſachen des Anbaues möglichſt wirkungslos auf das Reſultat zu machen. Zu ihrer völligen Eliminirung iſt frei⸗ lich das Gebiet der Karte noch nicht groß genug, die Reſultate wür⸗ den ſich wahrſcheinlich etwas anders geſtalten, wenn man ganz Deutſch⸗ land auf dieſe Weiſe behandeln könnte. Namentlich ſind die unglei⸗ chen Niveauverhältniſſe von erkennbarem Einfluß geblieben, doch läßt ſich die Größe dieſes Einfluſſes einigermaßen beſtimmen durch Ver⸗ gleichung der Reſultate in den einzelnen Sectionen, da dieſe zum Theil ſehr ungleiche Niveaus darſtellen. Er iſt überhaupt nur bei den Geſteinen von Wichtigkeit, welche auf dem Gebiet dieſer Karte zufällig nur in hohem, oder nur in niederm Niveau auftreten. Glück⸗ licherweiſe iſt das blos bei wenigen der Fall. Die meiſten ſind auf dem flachen Abfall des Erzgebirges bis zu deſſen Fuß herab und im Gebiet der Oberlauſitz durch ſo ungleiche Niveaus vertheilt, daß ſich die Fehler aus dieſer Quelle einigermaßen ausgleichen. Ich weiß wohl, daß eine bloße Zählung der Orte noch gar kein Anhalten über die Bevölkerungszahl gewährt, da die Orte ſehr un⸗ gleich groß und ungleich ſtark bevölkert ſind. Dieſe Größenungleichheit der Orte iſt aber theils durch den allgemeinen Charakter der Bodengeſtal⸗ tung, theils durch die Niveauverhältniſſe, theils durch nationale Sitte bedingt. Leider war es mir ganz unmöglich, eine einigermaßen ge⸗ naue Volkszählung für die einzelnen Geſteinsgebiete auszuführen, nicht blos weil dieſelbe an ſich eine enorme Arbeit verurſacht haben würde, ſondern ganz beſonders deshalb, weil in dieſem Falle über die Schwie⸗ rigkeit der ſo häufigen Ortstheilung durch Geſteinsgrenzen gar nicht hinwegzukommen geweſen wäre, denn ſie wird begreiflicherweiſe von keiner politiſchen Volkszählung berückſichtigt, es hätten hier nur höchſt unſichere Schätzungen eintreten können. Indeſſen hat, wie mir ſcheint, das bloße Jahlenverhältniß der Anbauſtellen auf den einzelnen Ge⸗ birgsarten auch ſchon einigen Werth. Es belehrt, wenn auch nicht ſicher über die Größe, doch über die Art der Belebung, und in ge⸗ wiſſem Grade gleichen ſich für die Dörfer ſelbſt die Bevölkerungs⸗ zahlen einigermaßen aus. Wirklich ſind die Unterſchiede der Ortszahlen auf den einzelnen Geſteinsgebieten ſo groß und für die einzelnen Kartenſectionen ſo con⸗ ſtant, daß man ſie nicht lediglich äußern Verhältniſſen zuſchreiben kann. Ueberdies muß man bedenken, daß die Stelle des Anbaues oft durch andere Umſtände bedingt wird, als der Anbau der Orte überhaupt, und als ihre Vergrößerung, die der Vergrößerung gün⸗ ſtigen Bodenelemente liegen oft nicht unter, ſondern neben der An⸗ bauſtelle. Die Bevölkerungszahl würde daher ſehr oft nicht dem angebauten Grund und Boden, ſondern irgend einer benachbarten Urſache oder der Combination mehrer entſprechen. Die Beſtimmung der Flächenräume, mit welchen alle Geſteine — 108— und Formationen auf der geognoſtiſchen Karte von Sachſen an die Oberfläche hervortreten, ward im Jahre 1842 mit Hülfe eines ſehr genauen Fadenmikrometers, der ⅛ 000 Quadratmeile direct angibt und ¼ davon leicht ſchätzen läßt, durch ſehr geübte Arbeiter der königl. ſächſ. Forſtvermeſſungsanſtalt ausgeführt. Dieſe Flächenbe⸗ rechnung ergab unmittelbar die Reſultate der nachſtehenden Tabelle. — Oberflächen⸗ Verhältniß Geſteine oder Formationen. raum in zur Gneis⸗ —₰ Meilen. oberfläche. Gneie........ 59,467 1,000 Granit...........„........... 8. 56,044„942 Thonſchieferr]y„Z„.S¶ ⁰vö c c. 43,276 0,728 Grauwackenformatiovnn...... 35,904 0,604 Glimmerſchiefer.„........„............ 33,684 0,566 Buntſandſtiin. 23,2 80 0,391 Quaderſandſteen..... 20,531 0,3 45 Porphyr......................... 14,878 0,250 Muſchelkl‧k...... 14,687 0,247 Baſaltgebrlree. 13,053 0,219 Rothliegendes................ 10,906 0,183 Grünſtein............ 9,727 0,163 Granulit................................ 8,456 0,142 Braunkohlenformation.......... 8,020 0,136 Pläner. ⸗......... 3,766 0,063 Syenit..„ e ee 3,467 058 Zechſtein............. 2,945 0,046 Keuper..„S.... 2,269 0,038 Röth(zunächſt über dem Buntſandſtein)....... 2,103 0,035 Braunkohlenſandſtin.... 2,035 0,034 Phonolith................. 1,709 0,029 Kieſelſchiefer..................... 1,401 0,023 Syenitporphyr........... 1,383 0,023 Steinkohlenformation.................... 0,844 0,014 Quarzgeſteiet........... 0,518 0,008 Thonſtein b............„... 0,452 0,08 Gyppoooo æ......„.„„.. 0,450 0,007 Serpenin........... 0,287 0,005 Porphyrit und Mandelſtirn....... 0,189 0,003 Kalkſteine der Grauwacke............. 0,187 0,003 Pechſtieiennn::.„ e 0,090 0,001 Eklogit.......................... 0,047 0,00os Greiſen.................„0 30 0,0006 Eiſenſtennn.. 0,040 0,0006 Kalktihy cc c.. 0,524 0,0004 Talkſchiefer....................... 0,020 0,0003 Speckſtein......„„................... 0,005 0,00009 Alaunſchiefer..................... 0,003 0,00006 Topasfels.............................. 0,0005 0,000008 Diluvium und Alluvium 0 ,eee 167,956 2,853 63 2 5 53 58 616 638 035 034 6029 7023 „023 M hoos hos A os )09s A hu )0os ,005 hoo5 )oo 7703 ),0000 ”770095 ,000008 2,353 — 109— Für meinen Zweck erſchienen die Geſteine, welche mit ſo kleinen Flächenräumen auftreten, daß darauf entweder kei oder wenigſtens im Gebiet der Karte wirklich gelaſſen. n Ort liegen kann keiner liegt, unwichtig, ſie wurden deshalb theils den Gebieten zugerechnet, denen ſie vom geognoſtiſchen Geſichtspunkte am meiſten zugehören, theils ganz weg⸗ Auf dieſe Weiſe wurden beſeitigt Lydit und Kieſelſchiefer ſowie die Grauwackenkalkſteine und Sandſteine als zur Grauwacke gehörig, Thonſtein als zum Rothliegenden gehörig, Urkalkſtein, Eklogit, Eiſenſtein, Jura⸗ kalk, Kalktuff, erzführende Grünſteine, Talkſchiefer, Speckſtein, Alaun⸗ ſchiefer, Dolomit und Topasfels als zu gering. Allerdings ſind dieſe Ge⸗ ſteine zum Theil gerade techniſch von beſonderer Wichtigkeit und können Anſiedelung beigetragen durch ihre Nachbarſchaft weſentlich zur localen haben. Aber die Orte ſind dann meiſt nicht auf, erbaut, weshalb die Flächenberechnung für ſie ei Sie fande tigung in den Tabellen der zweiten Beilage. zu geringes Reſultat ergeben würde. ſondern neben ihnen in ganz falſches, viel n einige Berückſich⸗ Ferner wurden die Flächenräume einiger Geſteine deshalb vereinigt, weil ihre Trennung lediglich auf geologiſchen Principien beruht, während ſich nicht den⸗ ken läßt, daß ihr Einfluß ein conſtant ungleicher ſei; ſo die ihrem Alter nach verſchiedenen Porphyrarten. Von eigentlichem Werth können bei dieſen Unterſuchungen überhaupt nur die Geſteine ſein, welche mit mehr als 1 Quadratmeile Oberfläche auftreten. Nach dieſer Ausſcheidung erhielt ich nu Tabellen für die einzelnen Kartenſectionen, Hauptreſultat für den ganzen Flächenraum. n die nachſtehenden 11 ſowie die zwölfte als ———ᷣ——— 2 Es erfo⸗ 5 Gekene Bereuf er ſniſor venhihe S 4 5 1—◻Meile.— 8 un 5 28 Formationen. S[ 5 6 3 322 2 8 S 8 S— 8 8 2 O 2 8 8 8 09 Section VI der Karte. Gneis......... 0,1789 4 1 22,35 5,59 0,036 0,045 0,179 1:4 Grannt... 22,0181 1315 14 14,31 0,64 0,066 0,070 1,572 1:22,5 Grauwacke........ 1,2482 14— 11,21— 0,089„o89—— Quaderſandſtein... 0,3690% 1— 2/71—[0530 0,36o—— Baſaltgebilde... 1,5250 7— 6/30—[O147[On2, Braunkohlenformat. O, 1575 7— 44,14 1—[0, 225 0,0225—— Phonolith... 0,2038 1—.4,911—[0,204 20 94— Quarzgeſteine.. 0991 2—[20,20%—[0,540 0,44—— Diluvium u. Alluvium 35,51381439 5— 12,53])—[0,%s[0,%—— 110 ————— = Sg 3 Es erfo⸗ 8 = Darauf„(Es beanſprucht an SS Geſteine S 5 dert ſomit o= eile= S liegen 1—Meile Meilen 6 und— S=S —..— 55 2 S 8 8— 8 2 8— 5 2— 2 Formationen. 53 2 5 6 8[2 5 IS5ſ6§8 2[55 Section VII der Karte. Gneis 0,5830 9— 13,1s— 0,76 0,076—— Granitt ſ1,37100 31— 16,56—[0,560 0,%⁰0—— Thonſchiefer 1/077,16 1 10,31 0,66 0%ss 0,094] 1,30s 2 Quaderſandſtein... 13,5487 131 7[10,0,547(0,095 0,090 1,864 1:18, Baſaltgebilde[5,s99 69 1[13,56 0,20 0,572 0,574 5, 1:69 Braunkohlenformat. ,3339 11— 32,94—„030„o3o)—— Braunkohlenſandſt. 1611 9— 55,3„01 8 0,018—— Phonolith.... 7,81 93 4— 4,8s—[0,20 5 0,26 5—.— Diluvium u. Alluv. 4,26611 58 3 13,59 0,700,070 0,073 1,42 I:19, Section X der Karte. Gneis.. 4,1892 57 3 13,500 0,71 0,69 0,073 1,396[1: 19 Granit 8,9 120 3 ſ14,35)0,36)0„6s 0,070 2,786 1:40 Thonſchiefer.. 2,960 5⁵ 1[19,500,3410,b1 0,052 2,896 1:55 Grauwacke 2,s] 34 4[13,76 1,62 0,065 0,072 0,617 l:S, Glimmerſchiefer...„s53 6— ſ16,s—[CO,5so 0,„so—— Buntſandſtei... 0,53: 1— 18,2— 0,053 O,ss—.— Quaderſandſtein... 2,8060h 39 2[13,82] 0,7110,es 0,072 1,408[1:19, Porphyr..... ,5800)28 1 I7,72)W0,55 0,554 0,s6 1,8s 1: 28 Baſaltgebilde[0,228i— 1[— 43,86 0,523—(0,23— Rothliegendes 1,3290] 34—[25,53— 0, 39 0,63o—— Grünſtein..... 71327 3 1[22,50, 7,53 h0,533 0,44 0,1327 1:3 Pläner.1/1596] 52 1[44,84 0,86 ,0,521 0,022 1 155 1:52 Syenit.... ,368⁰ 59 1 17,52„29 0,056„057 ,368 1:59 —.— Braunkohlenſandſt.. 0,1867 2—[10,1 6 ⁰ß—[0,e O,osss—— Steinkohlenformat..[0,/11 5—[47,77—[0,21 0,21—— Pechſtein K..„8741 3— 34,2 y—[0,520 0,524 y—— Diluvium u. Alluv. 31,21[295 9 9,⸗ h0,28 0,1 02 0,10e5 3,454[I:32,8 Section XI der Karte. Gneisg. 27,3450 239 14 8,,4 0,51 1 0,1 0s 0,144 1,2s[1:17 Granitt.... 15329 12 1[7,s3 0,38 101 1 0127 1,54 fI1:12 Thonſchiefer.... 4910 11 1 22, 0 2,04 0,041 0,545 0,20 1:11 Glimmerſchiefer 0,oss 5— 9,s—[0,2 0,o—— Quaderſandſtein.. 4,2896, 33 2 7,369 0,46)0,122 0,130 2,14[1:16, Porphyr...... N2,3653 10 1] 4,23 0,12 0,215 0,236 2,36[1:10 Baſaltgebilde 14,8862 105—[21,1 ß—[0,046 0,—— Rothliegendes..... 0,7811 1 1.— II2,761— I 0,78 10 7s 1—— ee e „ 1„ —y — 111— 81 1 ltniß zwiſchen 1 Dörfern. Verhä Städten zu. 1 —— = 82 — — Geſteine 5 Darauf d kfrs Es beanſprucht an 5* S liegen ſ1—Meile LMeilen. 25 und 182 5 B3 2[55 Formationen. 5AE3 3 a 6 242 *2ZI2Z[3 3 3[82 517.214.2ͤ— 22 Pläner w.... 2,0524 39 1 18,99 0,18 0,051 0,052 2,05 1:39 Braunkohlenformat. 1,1602 40 3 34,7 1,59 0,527 0,026 ,186[1:135 Braunkohlenſandſt. Onrss 21— 27,,—[0,537 0,37—— Phonolith.... 0,6715 7—[l0,2—[0,596 0, 9—— Syenitporphyr... 1,1532 6 2„20 1,73„1 44 0,102 0,57 1:3 Steinkohlenformat.. 0521 1— 40,10—[0,25 0,025—— Greiſen......... 10, 406/ 1—[24,63— 0,4 Oon—— Diluvium u. Alluv. 12,8362 205 5 15,62 0,40 0,061 0,062 2,567 1:41 Section XII der Karte. Gneis.. ö.. 0,1162 1 1 8,61 8,61 0,558 0,116 0,116 1:1 Baſaltgebilde.. 0,1905 1— 5,2 6—[0,160 0, 6—— Pläner............ 0,5545 9— 16,22—„061 0,061—— Braunkohlenformat. 0,2017 10— H49,—[0,020 0,020⁰ñß₰—-— Braunkohlenſandſt. 0,3 291 25 1 75,97 3,04„01 2 0,013 0,329 1:25 Diluvium u. Alluv. 6,3529 44 2 6,322 0,31 138 0,144 176 1:22 Section XIV der 1 Karte. Gneis.„ 1,11 48 19— 17,04— 0%ss 0,%5s—— Grannt.... 0,5421 15 2 ſ15,88 2,12 10%, 0,06s 0,72 1:7,5 Thonſchiefer..... 3,7735 80—[21,20)h—[0, 0,1747 0—— Grauwacke 0,8804 10—[1136 ꝗß—[O,ss Coss—— Glimmerſchiefer.... 2,1857 37 2[16,52 0,91 0,556 0,059 1,092 1:18, Buntſandſtein... 0,15100 5— 32,5—[0,530 ,0,00%0o0—— Porphryry... 10,1183[233 10[21,71 0, 0,544 0,546 1,571s 1:23, Rothliegendes.... 0,3438 19—[22,51—[0,541 0,44 ⁰—-— Grünſtein 0,5453 13— 23,34—„0 42„0 412—— Granulit... 6,776 109 4[17,5 0,66 0,b54] 0,566 1/519 1:27„ Zechſteein... 0,3286 16—[19,111—[0,%s2 0,52— 148 Braunkohlenformat. 0,3866, 23 1 59,50 2,58)0,016 0,517 0,3s6[1:23 Syenitporphyr... 0„22 ⏑% 10 2 43,,] 8,11[0,01970,022] 0,114 1:5 Steinkohlenformat.. 0,oꝭchfßb4]— 14,76—[0,67 0,—[— Sperpenti... 0,0717 2—[27,50%)—[0,35 0,35—— Diluvium u. Alluv. 31,9106]411 13 ſ12,88] 0,40 0,578 0,078 2,454 1:31,G Section XV der Karte. Gneis.v........ 14,8663 117 12 7,87 0,81 0,115 0,127 1,230 1:9,75 Granit... 5,6000 50 1 8,93 0,1s 0,100 0,112 5,601 1:50 Thonſchiefer... 9,5094 113 6 1,77 0,62 0,580 0,085 1,599 1:18,8 — Geſteine 5 Darauf E5 zuſen Es beanſprucht an ⁵ liegen 1 Meile. Meilen. 5 3 9.... 2 SE Formationen. 5 5 5[65 S22 *35 3 2 3 3 128 6 2 20 Grauwacke... 0,3326 5— 15,03— 0,066 0,066—— Glimmerſchiefer....[12,83031 96 9 7,4s] 0,70])0,122] 0,133 1,425 1:10,5, Porphr... oo5s 6 1 8,0] 1,43] 0,100%)0,116 0,7001:6 Rothliegendes.... /21 83 86 5 11,91 0,60„079 9,084 1,443 1:17,2 Grünſtein....... 0,3065 6 1 19,57 3,26 ,0 44 9,051„3 06 1:6 Granulit........ /73374 27 2 11,55 /85„0 80 9,0 86 7168 1:13,„ Zechſtein ö...„0360 4— 111, u—„009 0,009— Kieſelgeſteine... 2087 1— 4,/,79%-— 0,200)0,20%—— Steinkohlenformat. 0,4434 7 1[15,75ſV2,25]0,055 0,063 0,443 1:7 Serpentin.... 0,22r%ꝑm%2 1 ſ14,56 ſR7,03] 0,547)0,071 0,142 1:2 Diluvium u. Alluv. 5,„681] 72 2[12,500)0,36— 0,075 0,077 2,788 1:36 Braunkohlenformat. oo 0½-—————-—— Section XVI der Karte. Gneis tt x.11,5255 23—[11,5— 0, 84 0—.— Granit. 7652] 80 3 10,300 0,30,093 0,097 2,588 I:26,G Thonſchiefer w2,3250 26—[10,20%— 0,97 0,097%— Glimmerſchiefer...„070 ß84 8[10,38 0,59] 0,087 0,595] 1,001 1:10,3 Baſaltgebilde.... f437]1 19 1[13,22 0,50] 0,571 0,575] 1,/4381:19 Granulit......... 0,540 2— 49,%— 0,20 0,52%—— Braunkohlenformat. 84441 18—[21,32— 0,047 0,04;—— Braunkohlenſandſt.. 0,264 4— l15,2— 0,563] w0,—— Phonolith...... 0,51421 1—[70,42—[0,142 0,0142—— Diluvium u. Alluv.„3538 82 2 16,39 0,41] 0,057 0,050)2,426 1.41 Section XVIII der Karte. Buntſandſtein 8 9,0509 180 8 19,90 0,88 0,04s 0,050 1,131 1:22,3 Muſchelkalk.... 7347 135 7 10,50 0,55„0 89 0,94 ,819 1:193 Zechſtein((0, 667 5— 74,6—„015 0,513—— Derntohlenfohmat 4/7067 155 6[32,53 1,27] 0,520 0,5300)0,784 1:26 euper. 7358 1 8,15 1,36 1⁰⁵ 122 736 1:6 Bunt. Mergel u. Thon 1,1100) 23 1 1357 0538 8* G,s„19 1:23 Braunkohlenſandſt.. 0,182 381 2 1 10,%⸗ 5,48] 0,0600 0,091 0,182 1:2 Gyps ö...........„3827 13— 33,—„n23 0,0266—— Diluvium u. Alluv.„1791308 9[13,53 0,12 0,574 0,076] 2,36s 1:30 Gection XIX der Karte. Gneis...... 0, 245 1—[40,32— 0,24 0,721—— Granitt...„2611 6— II1, ol— 0,377 0771— 1— 1 —2à — eine Stadt 1 Berbäle uu Sörferrr. VBerhältniß zwiſchenr — — 113 5 0 C ent⸗ Gs b tan 2. 5 Geſteine 52 Daranf haͤlt ſomit Lauſeih an E gen ſ1 Meile 86 und— 3 i. 53S S 2 2 3 685[3 Formationen 5 3 2 3 6 8 5 5Fä.12öI122 Thonſchiefer.... 10,5420 140 13 13,1 1,26 0,067 0,074 0,795 1:10,8 Grauwacke...... 22,13 80276 9 ſ12, 17 0,1 0,077 0,080 2,460 1:30„ Buntſandſtein.. 13,4082 188 5 14,02 0,37„0 69 0,71„6 81 1:37,5 Muſchelkalk.„5340 12— 7,82— A128 Oles—— Rothliegendes... 4369 32 3 22,27 2,09„0 41 0,045 0,478 1:10, Grünſtein..„595] 39 2 l1,1 0,50 0,5s2 0,588 1,679[1:19,5 Zechſtein.... 2,01300 43 2[21,35 0,99[0,045 0,047 1,007[1:21, Bunt. Mergel u. Thon 0,3836 12— 31,28—„032 0,032—— Quarzgeſteine....., 492 1— 0,55— 0, 492 0,042 1—— Gyps... ,0675 3— 44,44— 70 22 0,022—— Diluvium u. Alluv. 3,9 430 44 1 1,16 0,25„087 ,090 3,943 1:44 Section XX der Karte. Gneis.... 9,02 11 175 8[19,50 ,0,89 0,049 0,051 1,128 1:21,5 Granit...... 791169 5„35 0,68 0,099 0,107 1,476 1:13,3 Thonſchiefer... 12,1401 155 8 ſ12,05ℳ 0,74 0,078 1,17[1:19,3 Grauwacke.... /82 46 177 8 20%s 0,91 70 48 7049 71 03 1:22, Glimmerſchiefer 4 7934 159 8[16,23 0,81„058 0,561 1/224 1:19, Buntſandſtein....„,505 17— 31,/1—„,2 0,542—— Muſchelkalk......„76 3— 7922„50 0,139—— Baſaltgebilde...„3720% 3 1[8,06 2,60 0,093 0,124 0,372 1:3 Grünſtein„2327] 91 5[17,39 0,55[0,%54 0,57 1,046 1:18,„2 Syeniktk„980% 2—[20,227—„49 0,049—— Beaunkohleniormat. 220½ 4— 18, 6—„055 0,83—— euper......... 5335 29— 18,91— 953 0,53—— Braunkohlenſandſt.. O 195 1— f6on— hplc 16)—— Quarzgeſteine..„1923]1 1 120 5,/20 0,096 0,192 0,192 1:1 Serpentin„ S„637 2— 31,—„32 0,032—— Diluvium u. Alluv. 013 17—[13,— ,076 9,076—— Zulammenttellung aller Sectionen. Gneis.......... 59, 75[645 39[10,34 0,657[0,s7 0,092 1,524 1:16,3 Granit. EEEEEE /70 445 698 29 12,44 0,517 7075„0 81 7931 1:24 Thonſchiefer. 43,2765596 30 13,77 0,593] 0,060 0,072 1,442 1:19, Grauwacke...„9036 516 21 14,37 0,585 0,066 0,069 1,710 1:24,6 Glimmerſchiefer.... 3„,6 838 387 27 11,18 0,801„0 81„,087„2 47 1:14,3 Buntſandſtein....„2805,[391 13 16,79 0,„558 0,157 0,059. 1,790 1:30 Quaderſandſtein(20,5313 199 11 9,4 0,35[0,o“s 0,103 1,s6s 1119 Porphyr.. 15,4552 277 13 17,92 0,841 7053„,056 71 88 1:21,3 Muſchelkallk ſl4, 368 150 7[10,21 0, 76 0,093 0,09s 2,0[1:21, Baſaltgebilde..... 3,55281204] 4 II5,59/0,30710,062 10,064 3/26 II:Sl Cotta, Deutſchlands Boden.(Beilagen.) — 114— —õyõ— 5 Darauf„Es ent⸗ Es beanſprucht an 8* Geſteine JBenen ſhält ſomit EMeil 4 8 iegen 1◻Meile. 56 und 3 5 1 l 7 85 Formationen.[822 ☛ 8 5 8—.. 8 5 O 3 8 8 0 Rothliegendes..... 10,9064 172 8 15,78 0,73 4 0,060 0,063 1,36 1:21„5 Grünſtein ͤ... 9,7275 152 9 15,63 0,025 0,060„064 1/,08 1:17 Granulit.... 8,1558 138 6 16,32 0,7⁰9„058„0 61 1,11 1.23 . Braunkohlenformat. 8,0203 268 11 33, 11 ,37 9,0287 9,03⁰ 0,73 1:24, Pläner.......... 32, 1000 2 2633 0,531 0us, 0,538 1 6[1:50 Syenit......... 3,4669 61 1 17,90( /,288 0,056 0,057 3, 16 1:61 Zechſtein........ 2,9453 68 2 23,08 0,697 0,% 12 0,043 1,97 1:34 Keuper.... 2,2693 35 1 15,13 0,370 0,063 0,065 2,27 1:35 Bunter Mergel und Thon— Röth.. 2,1035 35 1 16,64 0,176 0,059 0,060 2, 0 1.35 Braunkohlenſandſt.. 2,03 51 64 2 31, 14 0,926 0,031 0,032 1,01 7 1:32 Quarzgeſteine.... 1,519 5 1 2,5 0,521] 10,319 0,384 1,919 1:5 Phonolith...... 1,708814 13— 7,6= 0,131 0,131—— Syenitporphyr... ⸗ 1,3829 16 4 11,56 2,89 0,060( /7,086 0,34 1.4 Steinkohlenformat. 3 0,8436 17 1 20,12 1,1 8 0,537 0,049 0,84 1.17 Gyps..... 0, 502] 16— 35,50—[0,28 0,2⸗s—— Serpentin..... 0,2872 6 1[20,38 3,18 0,031 0,548 0,„25 1:6 Pechſtein....... 0,0002 3— 33,22%%—[0, 530 0,63o0—— Greiſen...... 0,0 406 1— 24,63 0,%41 0,041—— Greiſen n u. Alluv. l167533311975 46 ll,767.Omss]Owss 3 33 1l:43 In dieſen Tabellen enthalten die drei erſten Spalten die beobach⸗ teten Zahlenwerthe, die übrigen aber Reſultate der Rechnung aus denſelben, an welche ich jetzt einige Bemerkungen anknüpfen werde, die theils zum richtigen Verſtändniß nöthig ſind, theils auf beſondere Erſcheinungen aufmerkſam machen ſollen. Dabei werde ich derſelben Reihe folgen, welche ſich für die Geſteine durch die Größe ihrer Flä⸗ chenräume ergeben hat, wobei indeſſen die diluvialen und alluvialen Bedeckungen, obwol den größten Flächenraum einnehmend, zuletzt ge⸗ ſtellt ſind, theils weil ſie ziemlich verſchiedenartige Ablagerungen in ſich vereinigen, theils weil ſie in Wirklichkeit noch weit mehr Ober⸗ fläche bedecken, als auf der Karte zur Darſtellung kommen konnte. 1) Gneis. Seine Oberfläche liegt im Fichtelgebirge und im eigentlichen Erzgebirge durchſchnittlich mehr als 1000 Fuß über dem Meere. In dem erzgebirgiſchen Vorhügelland und im oberlauſitzer Gebiet zwiſchen 3500 und 500 Fuß hoch. Die Städte im erzgebir⸗ giſchen Gneisgebiet ſind größtentheils durch Metallbergbau veranlaßt oder zu einiger Blüte gelangt. So Freiberg, Annaberg, Schwarzen⸗ berg, Marienberg, Wolkenſtein, Presnitz, Sebaſtiansberg, Katharinen⸗ berg, Geyer, Brand, Glashütte. ——— —.—jÿ y—. —— —---——— Berhältriß zwiſch err — — Staüdtenunm Dörfern eine Stadt. —— —— — — — 2 3 — = ——— beobach nung am ſen werde deſonder h detſebe ihrer Fü —alluviaer „ zultzt herungen i mehr Obe en kounte ge und it ß über i oberlunſt im erg zu veranli Schwalz Katharine — 115— 2) Granit. Die ſichtelgebirgiſchen und erzgebirgiſchen Granit⸗ gebiete in den Sectionen XX, XV, XVI und Xl, ragen ebenfalls mit dem größern Theil ihrer Oberfläche über 1000 Fuß und zum Theil noch höher als der Gneis auf. In den Sectionen XIV und X nur 300 bis 800. In der Oberlauſitz X, VI und VII finden wir die Granitoberfläche durchſchnittlich 500 bis 1000 Fuß über dem Meere, einzelne bewaldete Bergkuppen aber höher. Im Fichtelgebirge und Erzgebirge iſt darum die Granitoberfläche ſehr arm an Orten. Im Oberlauſitzer Gebiet ſchon viel reicher. 3) Thonſchiefer. Im Fichtelgebirge und Erzgebirge(Sectio⸗ nen XX, XIX, XV und X) ſteigt ſeine Oberfläche allmälig von 600 zu mehr als 1000 Fuß auf. Sie iſt ſehr reichlich von Orten bedeckt. Viel Feldbau, aber kleine Fluren. 4) Grauwacke, unter welcher Beziehung Grauwackenſchiefer und Grauwackenſandſtein zuſammengefaßt ſind. Im Voigtland und im eigentlichen Fichtelgebirge(XIX und XX) ſteigt deren Oberfläche von 600 zu mehr als 1000 Fuß auf. Im erzgebirgiſchen Hügellande (XIV und XV) von 500 bis gegen 1000 Fuß. In dem oberlauſitzer Gebiet(X und VI) liegt ſie größtentheils zwiſchen 400 und 800 Fuß Meereshöhe. Sie iſt durchſchnittlich ungefähr ebenſo reich an Orten als der Thonſchiefer, dieſelben ſind aber im Fichtelgebirg und Voigt⸗ land beſonders häufig auf oder an Grünſteindurchſetzungen gebaut, namentlich die Städte. Zuweilen aus Rückſicht auf leicht zu befeſti⸗ gende Stellen. Im oberlauſitzer Gebiet ſtellt ſich dagegen die ſehr auffallende, ſchon in der Einleitung erwähnte Thatſache heraus, daß im nordöſtlichen Theil von Section XX die Mehrzahl der Städte und Dörfer auf Grauwacke liegt, beſonders auf den flachen Kuppen der⸗ ſelben, welche aus dem Diluvialſandland hervorragen. Sie haben hier als vorzugsweiſe fruchtbar, und als beſſern Baugrund darbie⸗ tend, in einem dürren, meiſt mit Kiefernwald bedeckten Sandlande gewirkt. 5) Glimmerſchiefer. Seine Oberfläche liegt im Fichtelge⸗ birge wie im Erzgebirge(XX, XV und XVI) meiſt mehr als 1000 Fuß über dem Meere. Wol vorzugsweiſe aus dieſem Grunde iſt derſelbe wenig angebaut. Seine übrige Verbreitung bietet nichts Be⸗ merkenswerthes dar. 6) Buntſandſtein. Seine Oberfläche bewegt ſich in den Sectio⸗ nen XVIII und XIX meiſt zwiſchen 500 und 1000 Fuß, wenn auch ein⸗ zelne Punkte etwas höher aufragen. Das inſulare Hervortreten des Buntſandſteins im Diluvialgebiet der Gegend von Weißenfels hat ähnlich gewirkt wie die Grauwacke der Gegenden von Königsbrück und Kamenz. Die Orte haben ſich vorzugsweiſe auf und um die Sandſteininſeln angehäuft. Der Grund davon iſt aber bei Weißen⸗ fels theilweiſe ein ganz anderer als bei Königsbrück. Das Diluvial⸗ land beſteht hier aus Löß, dieſer bildet ſehr fruchtbare Felder, aber 8* — 116— keinen ſo feſten Baugrund als der Sandſtein. Kein Wunder, wenn man ſich vorzugsweiſe auf dem minder fruchtbaren aber feſtern Sand⸗ ſtein angebaut und dagegen das Lößland zur Feldeultur freigelaſſen hat. In der Gegend von Jena hat dagegen der Buntſandſtein im Vergleich zum Muſchelkalk anziehend auf den Anbau eingewirkt, weil letzterer unfreundliche und waſſerarme Hochplateaus bildet, daher der allgemeine Ortereichthum des erſtern beſonders im Vergleich mit dem Quaderſandſtein. 7) Quaderſandſtein. Die in der Sächſiſchen Schweiz ſehr zerriſſene Oberfläche des Quaderſandſteins ſchwankt zwiſchen 400 und bis über 1000 Fuß Meereshöhe. Es iſt derſelbe unter den Geſteinen von einigermaßen beträchtlicher Verbreitung das am wenigſten angebaute, das ortsärmſte; und dieſer Umſtand muß um ſo mehr der Natur des Geſteins zugeſchrieben werden, da die Lage an der Elbe, geringe Höhe, viele leicht zu befeſtigende Stellen, guter Baugrund, guter Bauſtein und romantiſche Gegend, eher das Gegentheil bedingen könnten. Urſachen ſind: Geringe Fruchtbarkeit(Waldboden) und große Zerriſſenheit(Verkehrshemmniſſe). 8) Porphyr. Das große Gebiet zwiſchen Wurzen, Kohren und Döbeln erhebt ſich nur in einem Punkt, dem Rochlitzer Berg, etwas über 1000 Fuß über das Meer. Der größere Theil der Oberfläche liegt zwiſchen 400 und 700 Fuß. Es iſt aber die⸗ ſes Porphyrgebiet, wie auch die neue Auflage von Section XIV zur Darſtellung bringt, größtentheils von diluvialen Ablagerun⸗ gen überdeckt, der Art, daß nur hier und da an Thalrändern und auf Bergkuppen Porphyr hervortritt. Dieſe hervorragendern feſtern Geſteinspartien haben nun hier wieder ganz vorzugsweiſe die Orte an ſich gefeſſelt und enthalten eine verhältnißmäßig viel größere Zahl derſelben als die Diluvialdecke. Es iſt das beſonders auch in der Gegend von Wurzen recht deutlich. Die beiden größern Porphyrgebiete des Erzgebirges, zwiſchen Tharand und Freiberg und zwiſchen Dippoldiswalde und Teplitz, ha⸗ ben dagegen Orte wie Felder vorherrſchend von ſich abgehalten und ſind mit Wald bedeckt geblieben. Hier nämlich bieten die benachbar⸗ ten Geſteine eben ſo paſſenden Baugrund dar; der minder fruchtbare Porphyr nimmt aber in Verbindung mit dem ſich ähnlich verhalten⸗ den Quaderſandſtein beträchtliche Oberflächenräume ein, welche nicht zur Cultur anlockten. Der mächtige Einfluß der Zinnerzlagerſtätten hat bei Zinnwald eine die Regel nur um ſo mehr beſtätigende Aus⸗ nahme hervorgerufen, denn Jedermann wird beim Anblick von Zinn⸗ wald zugeben, daß hier ohne veranlaſſenden Bergbau ſchwerlich ein Ort liegen würde. Im Tharander Waldgebiet, wo die Höhenver— hältniſſe durchaus nicht ungünſtig ſind, findet keine ſolche Ausnahme ſtatt. Nur der Feldbau fängt auf einer Seite neuerlich an, ſich in wenn Sand⸗ laſſen in in , wel er der t dem iz ſeht 9 und en von tbaut, Natut geringe gutet dingen ) und ohren Berg, ll der die⸗ NMVY erun⸗ n und feſtern Orte e Zahl in der viſchen b, ha⸗ n und achbar⸗ chtdare halten⸗ ee nicht rſtätten e Auk⸗ Zinn⸗ lich ein henver⸗ znahme ſh i — 11— das Porphyrgebiet einzudrängen, das liegt aber lediglich an perſönli⸗ chen Beſitzverhältniſſen. 9) Muſchelkalk. In den Sectionen XVIII und XIX bildet der⸗ ſelbe Plateaus, deren Oberfläche größtentheils gegen 1000 Fuß Mee⸗ reshöhe erreicht oder ſogar überſteigt. Dieſe oft etwas ſterilen oder bewaldeten Plateaus ſind, wie ſich das im weſtlichen Thüringen noch deutlicher herausſtellt, ſehr wenig angebaut, ſie verhalten ſich beinahe wie Gebirge. An ihren äußern Rändern zeigen ſie dagegen oft einen beſonders dichten Saum von Wohnorten. Die Gründe wurden §. 554 entwickelt. 10) Baſalt. Die große Unebenheit der Baſaltoberfläche, welche ſich von 500 bis 3000 Fuß über den Meeresſpiegel erhebt, iſt wahr⸗ ſcheinlich die Urſache, warum er vorzugsweiſe wenig Städte enthält, während die Dörfer, ihrer ganzen Natur nach nicht ſo abhängig von der Bodenform, auf ſeinen fruchtbaren Gebieten eben ſo häufig gefun⸗ den werden als z. B. auf Grünſtein oder auf Rothliegendem. 11) Rothliegendes. Seine Oberfläche liegt größtentheils un⸗ ter 1000 Fuß, und iſt aus dieſem Grunde vielfach von Diluvialge⸗ bilden überdeckt. Beſondere Einflüſſe auf den Anbau ſind nicht zu bemerken. 12) Grünſteine. Nur im Voigtlande ſind einigermaßen zu⸗ ſammenhängende Gebiete bei durchſchnittlich über 1000 Fuß Meeres⸗ höhe vorhanden, außerdem bildet das Geſtein vorzugsweiſe iſolirte Kuppen im Grauwackengebiet und dieſe haben zuweilen durch feſte Lage oder paſſende Oberflächenform anziehend auf den Anbau gewirkt. 13) Granulit. Sein Nirveau ſteigt nur an einer Stelle bis über 1000 Fuß an, ſinkt aber auch nicht unter 460 Fuß herab. Dieſelbe iſt reich bebaut und die Grenzen derſelben verhalten ſich, wie ſchon Beilage 9 zeigte, faſt wie ein Gebirgsrand. 14) Braunkohlenformation. Dieſelbe erreicht eigentlich faſt gar nicht die Oberfläche, ſondern iſt mit Ausnahme ſehr beſchränkter Stellen überall mit Diluvialgebilden bedeckt. Auf der Karte iſt ſie aber dennoch zur Darſtellung gekommen, wo dieſelbe durch Grubenbaue oder Bohrlöcher zur Zeit der Bearbeitung(bis 1841), nachgewieſen war. Zwiſchen den dargeſtellten Gebieten werden gewiß in den mei⸗ ſten Fällen unter der Diluvialdecke auch noch Braunkohlenlager vor⸗ handen ſein. Dieſe können aber gar nicht auf den Anbau einwirken, während allerdings die Abbaugebiete einen ſehr bemerkbaren Einfluß auf denſelben ausgeübt zu haben ſcheinen. Die Dörfer liegen auf Section XVIII entſchieden dichter beiſammen in der Nähe der Braun⸗ kohlengruben, als in den übrigen Diluvialgegenden derſelben Section. Möglicherweiſe könnte allerdings auch die Oberflächenform hierbei mitgewirkt haben. Die Kohlen ſcheinen überall an den Gehängen der flachen Diluvialthäler aufgefunden worden zu ſein, in welchen die vielen Orte liegen. Es würde dies entſchieden der wahre Grund — 118— ſein, wenn ſich etwa nachweiſen laſſen ſollte, daß der Ortereichthum dieſer Gegenden älter ſei als die Braunkohlengewinnung. Ich habe die Thatſache gegeben, ohne in dieſem Falle über die Urſache entſchei⸗ den zu können. 15) Pläner. Nur im dresdener Elbbaſſin und nur in ge⸗ ringem Niveau bemerkenswerth verbreitet. Darum beſonders ange⸗ baut. Die Urſache liegt in dieſem Falle wahrſcheinlich nur in der günſtigen Lage. 16) Syenit. Da der Syenit ebenfalls nur in der Umgegend von Dresden und Meißen beachtenswerthe Gebiete bildet, die nirgends über 600 Fuß aufſteigen, ſo muß man den im Vergleich zum Plä⸗ ner viel ſchwächern Anbau allerdings wol ihm ungünſtigen Oberflä⸗ chenformen zuſchreiben. 17) Zechſtein. Erreicht(im Gebiet der Sectionen XIX und XVIII) an keiner Stelle 1500 Fuß Meereshöhe, im Mittel etwa 700 Fuß. Derſelbe bildet eine der am meiſten angebauten Zonen, woran jedoch zum Theil die Lage am Gebirgsrand Schuld ſein mag. 18) Keuper. Das kleine Gebiet in Section XVIII liegt mit ſeiner Oberfläche durchſchnittlich 700 Fuß über dem Merresſpiegel, das etwa eben ſo große in Section XX 1200 Fuß. Beſondere Er⸗ ſcheinungen des Anbaues zeigen ſich nicht. 19) Röth. Als Saum der Muſchelkalkplateaus in Sectionen XVIII und XIX liegt derſelbe etwa 500 bis 700 Fuß über dem Meere. Die Abſtoßung des Muſchelkalkes und zahlreiche Quellen im Röth⸗ gebiet, mögen günſtig auf den Anbau gewirkt und ihn ſtärker gemacht haben, als man der Natur des Geſteins nach erwarten ſollte. 20) Braunkohlenſandſtein tritt überall nur in ſo wenig zuſammenhängenden und kleinen Parzellen auf, daß auf ſeine Zah⸗ lenverhältniſſe nur ſehr geringer Werth zu legen iſt. 21) Quarzgeſteine nehmen ebenfalls nur geringe und ſehr zerſtreute Oberflächenräume ein, in denen ſie allerdings unter allen Geſteinen am wenigſten bewohnt ſind. Auf ſo kleine Flächen läßt ſich aber eigentlich kein Urtheil gründen. 22) Phonolith iſt durch ſeine äußern Formenverhältniſſe bei iſolirtem, leicht zu vermeidendem Vorkommen, dem Anbau ſehr un⸗ günſtig, weshalb er denn auch eins der letzten Geſteine in der da⸗ nach entworfenen Reihe bildet. 25) Syenitporphyr. Sein überhaupt geringer Flächenraum iſt in einzelne ſo ſchmale Streifen vertheilt, daß deſſen Anbauverhältniſſe vorherrſchend von den Nachbargeſteinen abhängig erſcheinen. 24) Steinkohlenformation. Tritt nur ſehr wenig an die Oberfläche, bei Zwickau wie bei Potſchappel im Niveau von 400 bis 600 Fuß. Der Anbau war ſchon vor der Kohlenbenutzung ein ſtarker wegen der Beckenform, er iſt aber ſeit der Kohlengewinnung Hthum habe ntſchei⸗ in ge ange⸗ in de ngegend nrgends m Pl⸗ Dberflä⸗ M und - etwa wormn . egt mit ſpiegel ere Er⸗ tionen Meere. Röth⸗ gemacht werig ne Zah⸗ id ſcht ter alln hen liſt tniſſ bi ſehr u⸗ der der nraum iß rhältiiſe g an dit 400 bi zung iin winnung — 119— nicht blos durch Vergrößerung, ſondern auch durch Vermehrung der Orte bemerkenswerh geſtiegen, und dieſer Einfluß breitet ſich noch ein Stück über die Kohlenformation auf die Nachbargeſteine aus, und würde im Bereich der ſächſiſchen Karte weit auffallender hervortreten, wenn nicht zu⸗ fällig diejenige Gegend, in welcher die ältere Abtheilung der Formation den größten Oberflächenraum einnimmt(bei Hainichen), rückſichtlich bauwürdiger Kohleneinlagerungen die am wenigſten begünſtigte wäre. 25) Diluviale und alluviale Bildungen. Die großen weißen Flächen in den nördlichen Theilen der Sectionen XVIII, XIX, XIV, XV, X, VI und VlI ſind größentheils diluvial und erreichen zu⸗ ſammenhängend ſelten über 600 Fuß Meereshöhe. Sie beſtehen im weſtlichen Gebiet, etwa bis zur Elbe, vorherrſchend aus ſehr frucht— barem Löß, ſeltener aus Sand und Kies. In dem von der Elbe öſtlichen Theile dagegen vorherrſchend aus Sand und Kies, ſeltener aus Löß, dieſer wird indeſſen auch hier in den ſüdlichen Einbuchtun⸗ gen, wie bei Zittau, wieder mehr vorherrſchend. Der Anbau iſt dem entſprechend in dem weſtlichen Gebiet des Diluviallandes ein ſtärkerer als in dem öſtlichen. In letzterm wieder ſüdlich ſtärker als nördlich, worauf indeſſen außer größerer Bodenfruchtbarkeit ſicher auch die Nachbarſchaft der Berge und feſten Geſteinsmaſſen einwirkt. Beſon⸗ ders angebaut ſind gewöhnlich die Ränder des Diluviallandes gegen Granit oder anderes feſtes Geſtein und die Gegenden, wo ſeine zu⸗ ſammenhängende Decke durch hervorragende Inſeln jener Geſteine viel⸗ fach zerriſſen iſt. Dieſes zum Theil erratiſche Diluvium bedeckt übrigens bis zu dem Niveau von 1000 bis 1500 Fuß ohne Zuſammenhang noch ſehr viele kleinere Oberflächenräume auch in den Gegenden, wo auf der Karte die Farbe irgend eines beſtimmten Geſteins angegeben iſt, und bringt dadurch Unrichtigkeiten in unſere Flächenberechnung und die darauf begründete Vergleichung der Geſteinswirkungen. Anderer Natur iſt das Diluvialland ſüdöſtlich vom Erzgebirge im Gebiet der Sectionen XVI, XI, XII und VII. Es beſteht hier mehr aus zuſammengeſchwemmten Zerſetzungsproducten benachbarter Geſteine, nicht aus weit hergetragenem und ſehr aufbereitetem Ma⸗ terial. Es ſind hier nicht Sand- und Lößgebiete geſchieden, es fin⸗ den aber Unterſchiede ſtatt, je nachdem die Anſchwemmungen mehr von zerſtörtem Granit oder Gneis, von Baſalt oder Phonolith, von Sandſtein oder Mergel herrühren. Einige dieſer Anſchwemmungen, namentlich die von baſaltiſchem Urſprung ſind außerordentlich fruchtbar. Ferner ſind auch die alluvialen Ablagerungen der Flüſſe, wo ſie auf der Karte überhaupt angegeben, nicht von den Diluvialbildungen geſchieden, denen ſie allerdings oft recht ähnlich ſind; auch ſie reichen oft weit über die verzeichneten Gebiete hinaus und finden ſich ſelbſt in über 2000 Fuß hohen Thälern wieder, doch in ſehr beſchränkter Ausdehnung und von geringem ſtörenden Einfluß. — 120— Endlich ſind auch die ganz neuen Ablagerungen von Torf und RNaſeneiſenſtein in der Flächenberechnung nicht berückſichtigt, ſondern die von ihnen eigenommenen Räume mit zu den Geſteinen gezählt, auf denen ſie liegen, ein Theil derſelben alſo auch zu den Diluvial⸗ gebilden. Ihre Anweſenheit kann hier und da auch auf den Anbau eingewirkt haben. Wenn wir nun nach den vorſtehenden Tabellen die darin ent⸗ haltenen Geſteine nach ihrem Ortsreichthum ordnen, ſo ergeben ſich nachſtehende beide Reihen: 3 Auf 5; Auf Für Orte überhaupt. 1OMeile. Für Städte allein. 1Meile. Braunkohlenformation..... 3438 Syenitporphy... 2,89 Braunkohlenſandſtein..... 3236 Braunkohlenformation... 15„7 Pläneer.. 27,58 Steinkohlenformation.... 1/ 1s Zechſtein........... y. 23,75 Braunkohlenſandſtein 0,52 Steinkohlenformation.. 21,35) Grünſtein............. 0,52 Porphy... 18,6 Porphyr............... 0,84 Syenit................. 17,87 Glimmerſchiefer...... 0,80 Buntſandſtein... 17,1 MRothliegendes....... 0,73 Röth................. 17,11 Granulit.............. 0,73 Granulit.... 17„„ Thonſchiefer........... 0,69 Grünſtein............... 16,,s Zechſtein............. 0,57 Rothliegendes........... 16,54 Gneis................„65 Baſaltgebilde........... 15,99 Grauwackenformation.... 0,„s Keuper............... 15,21 Buntſandſtein.......... 0,55 Grauwackenformation..... 14,5 Quaderſandſtein...... 0,53 Thonſchiefer......... 14, 16 Granikt................ 51 Syenitporphyr........... 14,15 Milſchelkalk............ 0,57 Granikt................ 12,58 Röth............... 0„7 Glimmerſchiefer......... 12,2s8 Keuper............... 0,37 Diluvium und Alluvium.. 12,3 Baſaltgebilde...........„30 Gneis................. 11, Cyenit............. 0„28 Muſchelkalk............. 10s Diluvium u. Alluvium... 0„27 Quaderſandſtein......... 10,22 Phonolith............... 7,60 Quarzgeſteine........... 3,12 So große Unterſchiede ſind weder zufällig, noch blos durch äu⸗ ßere Formen der Lage bedingt. Daß letztere nicht allein wirke, ergibt ſich beſonders deutlich aus dem Beiſpiel des Quaderſandſteines. Daß dieſe Zahlen nicht zufällige ſind, ergibt ſich aber auch aus ihrer Uebereinſtimmung in den Specialtabellen für die einzelnen Sectionen. Die Reihenfolge iſt für jede einzelne Gegend des Landes faſt ganz dieſelbe. Auf die kleinen Geſteinsgebiete iſt dabei freilich kein großer Werth zu legen. Läßt man ſie weg, ſo ergeben ſich folgende wol et⸗ was zuverläſſigere Reſultate: 3— N ——oSSSS=SSASSAS ——— ————— Torf m „ ſonde n geziht Diluvie en Anban darin ar⸗ ageben ſ durch äl⸗ itke, ergit nes. Däſ aus ihre Sertion faſt gan gen grofe de wol e⸗ — 121— „* U Für Orte. 1 UAafile Für Städte. 1Aufi. Braunkohlenformation. 34,88 Braunkohlenformation.. 2,80 Braunkohlenſandſtein..... 2336 Braunkohlenſandſtein... 1,37 Porphyr............. 1836 Grünſteir... 0,32 Syenit................. 17,87 Porphyryryfyn.... 0,84 Buntſandſtein... 17314 Glimmerſchiefer.... 0,30 Granulit............... 17,2 Rothliegendees.... 0,73 Grünſteen....... 16,568 Granulit..... 0,73 Rothliegendtes.. 16,51 Thonſchiefer...... 0,60 Baſaltgebiilde... 15,o Gneis... 0,65 Grauwackenformation.... 14, Grauwackenformation. 0,6 Thonſchiefer............. 14,18 Buntſandſtein... 0,55 Granit.............. 12/z8 Quaderſandſtein.. 0,53 Glimmerſchiefer... 12,/1I Grannit... 0,31 Diluvium u. Alluvium... 12,53 Muſchelkalk............ 0,7 Gneis....... 11,6 Baſaltgebililde... 0,30 Muſchelkalk......... 10,s Syenit.......... 0„28 Ouaderſandſtein... 102 Diluvium u. Alluvium.. 0„27 Da durchſchnittlich im Königreich Sachſen auf 1 Quadratmeile 15 Orte liegen, ſo ſind die Abweichungen von dieſer Mittelzahl nach beiden Seiten hin immerhin bedeutend zu nennen, beſonders groß iſt aber offenbar die Abweichung des ſtärkern Anbaues, ſie überſteigt das Doppelte der Mittelzahl. Die Diluvialgebilde, welche nicht von den Alluvialgebilden ge⸗ trennt werden können, würden ſich rückſichtlich der allgemeinen Orte⸗ zahl dem Mittel mehr nähern, wenn nicht die von ihnen faſt ganz bedeckte Braunkohlenformation und der in der Umgegend von Grimma größtentheils bedeckte Porphyr abgetrennt worden wäre. Erreichen würden ſie aber die Mittelzahl ſchwerlich, und ganz auffallend iſt für ſie der große Städtemangel. Um ein möglichſt reines Reſultat der einzelnen Geſteinswirkun⸗ gen nicht auf die Zahl der Anbauſtellen, ſondern auf die übrigen Cultur⸗ und Werthverhältniſſe zu erhalten ohne zu große Störung durch die hier und da aufgelagerten neueſten Bildungen, habe ich für einige größere Geſteinsgebiete eine Anzahl Orte ausgewählt, von denen ich glaube, daß ihre Lage als ziemlich charakteriſtiſch für dieſe Geſteinsgebiete angeſehen werden kann, und Herr Ernſt Engel hat die Güte gehabt, für dieſe Orte 16 agronomiſch⸗ſtatiſtiſche Zahlen⸗ werthe in eine Tabelle eintragen zu laſſen. Die Originaltabelle für 257 Orte nimmt ziemlichen Naum ein und iſt an und für ſich nicht überſichtlich, da der Geſammtflächenraum(oder ſummariſche Flächen⸗ raum) für jeden Ort ein anderer iſt. Ich würde ſie dennoch als ſichere Unterlage hier mittheilen, wenn ſie zu erheblichen und auffal⸗ lenden Reſultaten geführt hätte. Da das nicht der Fall iſt, ſo be⸗ 8 5— — 8 Gebaͤude und Hof⸗ Waldungen. 5 2 5 räume und zwar 12 3 8 Geſteine 2.2 3 82 S 5 — 4 5 2 . 5 23532 623 3 44„ 2 L1 2 5[4 35 3[5zä Formationen 5lIlassſeS[SſSS ſasosn — A— 88— S 8 8*⁵0 88 8 O e 1 LChaler.[Acker. Acker. Acker. Acker. Acker. Acker. Acker. Acker. Acker.) Acker.] Acker.] Acker Gneis...... 642,0s 98,83 1736,51]ſ 1,30 5,23 618,13 31,15 132,56 9,52 155,30 17,33 5,01—[3,53 19,83 16482,81 38 EGEranulit... 707,52 83,13 1723,07] 0,60 6,50 589,33 53,/31]i1 9111ℳꝙ18,2 56,55 174,58] 6,21ſ 1)—[0,3 12,02 18529,4 15 Granit 820,53 127,49 1337,15 1,11 6,06 477,5734,35 153,20 25,08 229,16 51,20] 3,53]q¼h 05 16,6 11566,23 43 —₰ Porphyr...... 978,13 39,55 780,12)0,76 5,96 647,7 20, ⁄„⸗6]7168,97 13,77 193,32] 34 56] 6,5 2½ ¹P— O s ſ13,12 1774724] 14 Grünſtein...... 628,,1 41,11 295,78 6,57 3,54 391,85 8,62 228, 8 51,17 288,41 8,11 4,57— 0,1s 14,37 9925,15 10 Glimmerſchiefer.... 657,46 109,69 117 72,12 1,04 3,51 475,30 26,83 141,54 14,95 312,08 1,84 2,60— 3,25 17,66 12785,78 17 Thonſchiefer..... S12,761121,97 1683,31 0,41 411 1462,1624,60 132,11 11,7 3271ℳ] 21,31 1/5%—[01 112,7† 18153,1s 22 Knotenſchiefer.... 659,20] 84,53 446,87 0,90 3,65 315,87 33,76 155,56 15,50 456,30 ꝑ92,16])2/60,— 0,50[12,87 10155,9⸗6] 4 Grauwacke....... 637,29 40,86 227,67 0,56 4,08 456,50 21,23 108,„50 65,99 259,93 63,55 8,57 0,39 0,15 16,95 7504, 15 13 Rothliegendes..... 763,85 137,1 2370,3711,25 5,88 488,54 44,17 147,83]=c0%b5,38 206,06 69,15 15,23]=0qh¼h 0,16 14,14 23281 16 11 Quaderſandſtein... 601,55,107 889,3, 1,25 6,64 457,32 48,51] 78,3 14,76 366,2 9T,65] h h—[01 17,69 13886,34]7 Pläner....... 1127,23 212,86 4329,94 5,37 9,57 831,20 51,47 62,21 8,65— 5,46 5,85 4,83 0,33 14,70 47218,19 4 Diluvialgebilde.... 693,57 26,22 155,1 1056 3,17 446,2, 13, 0 172,%7 S86,53 317,31 31/5711,10,10 05 115,300i406034,27 27 V Grenzgebiete... 969,01 211,0075393,10] 2,56 5,5 534,57 38,53[139,50] 19,31 1176,85 52⁄1 3,46 2,61 2,15 23,34 30372,60]42 d.h. ſolche, in welchen mehre Geſteine an⸗ einandergrenzen. ——— 25— * —2* Joð Haun nanpdse — 2Q 1 oSunaen] 111 — 123— gnüge ich mich mit einem kurzen Referat der ſehr mühſam gewonne⸗ nen Reſultate unter Angabe des Weges, auf dem ſie erhalten wur⸗ den. Zunächſt wurden für jedes der 14 Geſteinsgebiete die Zahlen aller einzelnen Orte ſummirt und daraus Mittelwerthe berechnet. Dieſe an ſich boten noch immer nur ein ſehr ſchwieriges Anhalten zur gegenſeitigen Vergleichung dar, weil ſich alle einzelne Zahlen auf ungleiche Flächenſummen bezogen. Deshalb wurden nun alle einzel⸗ nen Summen auf eine gleiche Flächenſumme von 1000 Acker reducirt. Dadurch erhielt ich die vorſtehende Tabelle, welche ſchon eine leich⸗ tere Vergleichung der einzelnen Geſteinsgebiete untereinander erlaubt. Ich gebe ſie vollſtändig, wie ſie durch die Rechnung erhalten wurde, obwol einige der Spalten und viele der Decimalſtellen eigentlich ganz unwichtig ſind.(Tabelle S. 122.) Noch etwas anſchaulicher und überſichtlicher wird das gegenſei⸗ tige Verhältniß der Geſteine durch eine reihenweiſe Anordnung der⸗ ſelben nach der Größe der Werthe. Dieſe habe ich in der folgenden Tabelle aber nur für die 12 wichtigſten Beziehungen ausgeführt und mit Weglaſſung aller Decimalſtellen.(Tabelle S. 124.) Die ſo gewonnenen Reſultate ſind allerdings unerheblich zu nennen, ſei es nun, daß in dieſen Beziehungen überhaupt keine gro⸗ ßen und conſtanten Unterſchiede zwiſchen den Geſteinen beſtehen, daß die Zahl der berückſichtigten Orte noch nicht groß genug war, oder daß die ſtörenden Wirkungen von Diluvialbedeckungen oder von Ni⸗ veauunterſchieden nicht hinreichend vermieden werden konnten. So gering aber auch die Reſultate dieſer mühſamen Arbeit ſind, ſo verdienen wie mir ſcheint die Spalten über die Zahl der Steuereinheiten und über den Werth der Gebäude immerhin einige Beachtung. Beide begin⸗ nen mit Pläner und Grenzregionen, ſchließen mit Grauwacke und Diluvium, die für das letztere gewählten Orte liegen alle in dem nordöſtlichen Theil, wo Sand und Kies vorherrſchen. Bei dem Plä⸗ ner wirkt vorzugsweiſe die günſtige Lage, nur im Elbthal, in der Nähe der Reſidenz. Die Grenzgebiete ſind aber aus dem ganzen Lande zuſammengeſucht und verdanken offenbar ihre höhern Werthe der Bodenmannichfaltigkeit und den für Anbau ſehr geeigneten Form⸗ verhältniſſen, unter denen ſie aufzutreten pflegen. Ihren naturgemä⸗ ßeſten Gegenſatz bilden das einförmige ſandige Diluvialland und das Hochplateau der ungemiſchten Grauwackenbildungen. Die Porphyr⸗ gebiete erſcheinen hier ackerreich und überhaupt günſtig, weil ſie der Gegend von Grimma angehören, wo das Geſtein großentheils von Löß bedeckt iſt. Knotenſchiefer waldreich und feldarm wegen hoher Lage. Die Grenzgebiete ackerarm wegen Unebenheit des Terrains. Der Quaderſandſtein waldreich und dennoch mit hohem Steuerwerth wegen günſtiger Lage in der Elbgegend. — 124 Zahl der Par⸗ Zahl der Be⸗ Werth der Ge⸗ zellen ſitzer bäude u. Höfe Ackerland auf 1000 Acker. auf 1000 Acker. auf 1000 Acker. auf 1000 Acker. Plãner 1127 Pläner 213 Grenzgebiete 5393 Pläner 831 Porphyr 978 Grenzgebiete 211(Pläner 4330 Porphyr 648 Grenzgebiete 969 Rothliegendes 137 Rothliegendes 2371 Gneis 6¹9 Granit 820 Granit 127 Gneis 1736 Granulit 589 Thonſchiefer 812 Thonſchiefer 121(Thonſchiefer 1684 Grenzgebiete 535 Rothliegendes 764(Glimmerſchieferl 10 Granit 1337 Rothliegend. 488 Granulit 708 Quaderſandſt. 108(Glimmerſchief. 1172 Granit 478 Diluvium 693 Gneis 99 Quaderſandſt. 890 Glimmerſch. 475 Knotenſchiefer 659 Knotenſchiefer 85 Porphyr 780 Thonſchiefer 462 Glimmerſchiefer 657 Granulit 83 Granulit 723 Quaderſſt. 458 Gneis 642 Grünſtein 41 Knotenſchiefer 447 Grauwacke 456 Grauwacke 637 Grauwacke 41 Grünſtein 296 Diluvium 446 Grünſtein 629 Porphyr 40 Grauwacke 228 Grünſtein 392 Quaderſandſt. 601 Diluvium 26 Diluvium 155 Knotenſchief. 316 Wieſen Weiden Wälder über: Steuereinheiten auf 1000 Acker. auf 1000 Acker. haupt auf 1000 Acker. auf 1000 Acker. Grünſtein 228 Knotenſchief. 156 Granit 153 Rothliegend. 148 Glimmerſch. 141 Grenzgebiete 139 Gneis 133 Thonſchiefer 133 Grauwacke 108 Granulit 91 Quaderſandſt. 79 Diluvium 73 Porphyr 69 Pläner 62 Diluvium 87 Grauwacke 66 Grünſtein 51 Granit 25 Grenzgebiete 19 Knotenſchiefer 15 Glimmerſchiefer 15 Quaderſandſtein 15 Porphyr 14 Thonſchiefer 12 Gneis 10 Pläner 9 Granulit 8 Rothliegendes 5 459 373 349 Knotenſchiefer Quaderſandſt. Thonſchiefer Diluvium 349 Grauwacke 323 Glimmerſchiefer 313 Grünſtein 297 Pläner 47218 Grenzgebiete 30373 Rothliegend. 23281 Granitt 281 Rothliegendes 276 Granulit 231 Grenzgebiete 229 Porphyr 227 Gneis 173 Pläner 5 Granulit 18529 Thonſchiefer 18153 Porphyr 17777 Gneis 16483 Quaderſſt. 12887 Glimmerſch. 12786 Granulit 11566 Knotenſchief. 10156 Grünſtein 9925 Grauwacke 7504 Diluvium 3034 Ich darf bei dieſer Gelegenheit nicht die ſehr mühſamen und werthvollen Unterſuchungen mit Stillſchweigen übergehen, welche Rudolph von Bennigſen-Förder in ähnlichem Sinne angeſtellt und in ſeiner Schrift über das Zahlengeſetz in den Geſteinsformationen in Bezug auf Vertheilung von Thälern, Quellen, fließenden und ſtehenden Gewäſſern, Erhöhungen und Ortſchaften vornehmlich in Nord⸗Frankreich(1845) veröffentlicht hat Ich werde auf dieſe Ar⸗ beit in einer ſpätern Beilage nochmals zurückkommen, hier möge nur die darin enthaltene Generaltabelle folgen. ———-ↄ SZSpodoelle., uauuaa zu bune e glavch vg üun e 2 90 e ei e ei uaebu ep 21 cl⸗ un uau 522 unn ua uo a e Inv ou pplön? Lu⸗aei⸗npeae 12 un*lqvg 2e eee asurn daaee gN 67 57 87 0 04 04 87 7 7 (%)& bR() e(o) Oo(o)"O](⁰0) 0(Mr)"rI(o)"O(e) 719 601II:1 inn ao Ind 12) 2⸗ ο) 6 2 uo*⸗(p p aygaed ee (*) 2/60( †) 6 9(6 †) 0( 72) 15(0) 061(³)(20) 0(0t) 6G 308 1pEI.. Bees 15 Suand — Pauſe Jns gun uon (½) 80G 39) G 211) 1 19 3,*1 1,„ ⸗v uiaoao vign e C9 en 3 Ch e een eeen ees e an eeerr ee (241) 377(½) 3*g(92)(67†) p() 21( 51) 2,„/ 665), 1.......... pax 3 1 91 6 1) 9(²02 8 001 24...... d4) Tbh“I do)„6(4)(u) v(eer)„ds(9)„() e nr dlnrec dor), den)„l(og)„9(uc)„p(o3)„e Lee edee ei,) vI(us) wh 0, wesſ..... d nam 81( 2) 10(³⁹Q) 600 091 97. err) e e e e en)„0I(S,el) ,,(aae) ,SI(5)„5 0— 85 vand aenzun 81(6727) 0(23) 51½ 500 6éä..... (2)=(*2) 6(0e)"0(221) 3„1(1) 701 e 1 95] 2/ I 6*959 1 Gplna 275) S. 9e)"re(“1) 2 Szar) ,IOI 3001] 0bLL... urauS 1 69 nanbnln)*o(en) s1(24),(uun) vp.(ur)„9 ſel)„dle00 der. auSpboc ¹) 0(6) 8(28) G(a) 5e(14) 2½ Kwrc)"997— C6::·Auva —, G G 2 S— 2 8 8 8.S.GA 2.5. 8 z 5 e zee ee e Z= 883 82 S. 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Die Literatur über die Geognoſie der Oberlauſitz iſt noch nicht ſehr reich. Die wichtigſten Werke und Abhandlungen dürften nachſtehende ſein. A. Selbſtändige Werke. 1) Schachmann, Beſchreibung der Königshainer Berge, 1780. 2) Ferber, Mineralgeſchichte von Böhmen und Sachſen. 3) Leske, Reiſe durch Sachſen, 1785. 4) Carpzow, Chronik von Zittau. 5) Claudius, Großenhainer Stadtchronik, 1788. Enth. S. 91: Bemerkungen über den dortigen Kupfererzbergbau. 6) Reuß, Mineralogiſche Geographie von Böhmen, 1793. 7) v. Liebenroth, geognoſtiſche Beobachtungen. 8) Pötzſch, Beſchreibung der Gegend von Meißen, und das Vorkommen des Granites, beſonders in der Oberlauſitz, 1805. 9) Martius, Radeberg und ſeine Umgebungen, 1828. Ent⸗ hält Bemerkungen über daſigen Eiſenſteinbergbau. 10) Götzinger, Schandau und ſeine Umgebungen, 1812. Ent⸗ hält viele Bemerkungen über Mineralien, Geſteine und Felſenbildung, z. B. S. 26, 112, 119, 126, 168, 195, 207, 216, 242, 245, 252, 295, 535, 555, 572, 581 und 461. 11) Röderer, die Schwefelquellen zu Marienbad bei Schmeck⸗ witz unweit Camenz, 1828. 12) Zippe, die Flötzgebirge Böhmens, 1835. Berührt auch die Zittauer Gegend. 13) Gumprecht, Beiträge zur geognoſtiſchen Kenntniß Sach⸗ ſens und Böhmens, 1856. Enthält namentlich von den gewöhnli⸗ chen abweichende Anſichten über die Granit⸗Sandſteingrenze. 14) Cotta, Geognoſtiſche Wanderungen, Bd. 2, 1858, nebſt Kärtchen, behandelt die merkwürdigen Erſcheinungen an der Granit⸗ grenze. n Tüble ei zähla, 3 die llinn gleicewi dingt du Nivenude und da 805. . Ei⸗ 812. Em⸗ enbildung 12, 249) Schmed⸗ rüihrt u trif E gewößni⸗ ze 888, uc der Gruit — 127— 15)* Naumann und Cotta, Geognoſtiſche Karte von Sach⸗ ſen, Sectionen VI, VII und X. Dazu die Hefte 3, 4 und 5 der Erläuterungen zu dieſer Karte. 16) Geognoſtiſche Karte von Sachſen, Schleſien und einem Theile Böhmens und der Rheinlande, bei S. Schropp in Berlin (Section Bautzen). 17) Geinitz, Beiträge zur Charakteriſtik des ſächſiſchen Kreide⸗ gebirges, 1839. Das Quaderſandſteingebirge in Deutſchland, 1849 und das Quadergebirge in Sachſen, 1850. 18) Geinitz, über die Zittauer Braunkohlenablagerungen, in dem Programm der techn. Bildungsanſtalt zu Dresden 1840. B. Anſfſätze in Zeitſchriften. 19) In v. Leonhard's Jahrbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1850 S. 249. v. Klipſtein, Reiſebemerkungen. 1834 S. 222. v. Leonhard, geologiſche Erſcheinungen um Meißen. 1834 S. 552. v. Buch, über die Granitgrenze. 1835 S. 521. Cotta, Bohrloch in Dresden, desgl. 1837 S. 41. 1837 S. 1. Cotta, über Hohnſtein. 1838 S. 665. Naumann, Stellung des Pläners. 1841 S. 250. Cotta, Ringwälle in der Oberlauſitz(auch im neuen Lauſitziſchen Magazin 1839 S. 116 und in Klemm's germaniſcher Alterthumskunde 1840 S. 252.) 1848 S. 186. Naumann, Plänerlagerung. 1848 S. 778. Geinitz, über den Quader. 1855 S. 385. Jentzſch, über den Mandelſtein bei Weißig. 20) In Karſten's Archiv für Bergbau, Mineralogie u. ſ. w. 1827 Bd. 16. Weiß, über Weinböhla und Iſcheila bei Meißen. 21) In der Zeitſchrift der deutſchen geologiſchen Geſellſchaft. 1850 Bd. 2, S. 159. Heidepriem, über den Nepheliefels bei Löbau. 22) In Köhler's bergmänniſchem Journal. 1792 Freiesleben, Reiſebemerkungen. 23) In Freiesleben’s geognoſtiſchen Arbeiten Bd. 5, über die Raſeneiſenſteine der Lauſitz und über Graphitvorkommen bei Ohorn unweit Pulsnitz. 24) In den Schriften der Geſellſch. naturf. Freunde in Berlin, 1807, Karſten, über den Quaderſandſtein in Sachſen, nur literar⸗ hiſtoriſch intereſſant. 25) In Poggendorff's Annalen der Phyſik 1837 Bd. 42. Gumprecht, über die Flechten auf dem Dolerit der Oberlauſitz. — 128— Beilage 26 zu Seite 384. Ueber das Rieſengebirge ſind namentlich nachſtehende Arbei⸗ ten für unſern Zweck bemerkenswerth. A. Selbſtändige Werke. 1) v. Raumer, der Granit des Rieſengebirges, nebſt geolog. Karte, 18135, und das Gebirge Niederſchleſiens, 1819, mit Karten. 2) Geognoſtiſche Karte von Balhſen, Schleſien und einem Theile Böhmens und der Rheinlande, bei S. Schropp 3)*Scharenberg, Handbuch für Sudeten⸗Neiſende, nebſt geolog. Karte, 1850. B. Aufſätze in Zeitſchriften. 4) In Keferſtein's Teutſchland. 1824 Bd. 3. Weiland, geogn. Karte von Schleſien. 5)*In Berghaus phyſikal. Atlas 3. Abth. Nr. 13. Geogn. Karte des Rieſengebirges. 6) In v. Leonhard's Taſchenbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1811 S. 59 u. 1812 S. 10. Schulze, über das Rieſengebirge, dazu eine geogn. Karte der Schweidnitzer Gebirge. 1825 S. 831. Burkart, Granit und Baſalt der Schneegrube. 7) In v. Leonhard's Jahrbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1840 S. 606. Göppert, Beitr. zur mineralog. Beſchreib. der Umgegend von Warmbrunn, aus J. Wendt's Thermen zu Warmbrunn, 1839. 1841 S. 707. Göppert, Beitr. zur mineralog. Beſchreib. der Umgegend von Altwaſſer, aus J. Wendt's Beſchreib. der Heilquellen zu Altwaſſer 1841, S. 1— 59. 1844 S. 487. Roſe, Glimmerſchiefer von Flinsberg im Rieſen⸗ gebirge. 1847 S. 675. Göppert, Grauwackenflora Schleſiens. 1848 S. 268. Göppert, Quaderflora Schleſiens. 8) In der Zeitſchrift der deutſchen geologiſchen Geſellſchaft. 1851 Bd. 3 S. 241. v. Grünewald, über den Zechſtein Schleſiens. *1853 Bd. 5 S. 375. Webskz, Erzlagerſtätten von Kupferberg und Rudolſtadt, nebſt 2 geogn. Karten. 6 9) In den Arbeiten der ſchleſiſchen Geſellſchaft für vaterländ. ultur. 1848 S. 54. v. Zobel, Vorkommen von Graphit in Schleſien. 1852 S. 31. Milch, Bohrungen bei Warmbrunn. 10) In Karſten's Archiv für Bergbau u. ſ. w. 1830 Bd. 2 S. 209. v. Dechen, Goldvorkommen in Nieder⸗ ende Arhi. eöſt gaaln mit Aun inem Thal nde, mii 5. Geogn u. ſ. w. ſengebirge neegrube. ſ. w. reib. der Thermen hreib. der hreib. der im Riſfer caf. dehſ Kupferden vaterländ Schleſen n Nider — 129— ſchleſien. Im 13. Jahrh. iſt ein ausgedehnter Bergbau auf goldführenden Sand getrieben worden bei Löwenberg, zwi⸗ ſchen Plagwitz, Höfel und Lauterſeifen, bei Goldberg, Nikel⸗ ſtadt und Wandritzſch. 1831 Bd. 3 S. 3 u. 277, ſowie 1832 Bd. 4 S. 3. v. Zobel u. v. Carnall, Beſchreibung eines Theiles von Nieder⸗ Wleſen⸗ nebſt geolog. Karte. Betrifft meiſt das Glatzer ecken. 1832 Bd. 4 S. 434. v. Zobel u. v. Carnall, Höhenmeſſun⸗ gen im Rieſengebirge. * 1838 Bd. 11 S. 84. v. Dechen, das Flötzgebirge am nördlichen chen Abfall des Rieſengebirges, nebſt geogn. Karte. 1838 Bd. 11 S. 251. Lüttke und Ludwig, die Gegend von Görrisſeifen, Lähn, Schönau und Bolkenhain, am nördli. Abfall des Rieſengebirges. *1844 Bd. 18 S. 3. Beyrich, Entwickelung des Flötzgebirges in Schleſien. 11) In Köhler's bergmänniſchem Journal. 1790 Bd. 2 S. 265. Mihes, Siegelerde in Schleſien, z. B. am Georgenberge bei Striegau. 12²) In Hartmann's Berg⸗ und Hüttenmänniſcher Zeitung. 1842 S. 784. Roſe, Granite des Rieſengebirges.(Aus den Monatsberichten der Berl. Akad. der Wiſſenſch. Juli 1842.) Quarz und Kaolin aus dem Granit werden zur Glas⸗ und Porzellanbereitung benutzt. 15) Im Bergwerksfreund. 1848 Bd. 12 S. 721, 737 und 753. Die Eiſenerzeugung Schleſiens. 14) In Gumprecht's Zeitſchrift für allgemeine Erdkunde. 1855 Bd. 1 S. 477. Fils, Höhenmeſſungen in Schleſien. Beilage 27 zu Seite 392. Die wichtigſte Arbeit über das Glatzer Becken iſt im⸗ mer noch 3 1) Fv. Zobel u. v. Carnal's geognoſtiſche Beſchreibung von einem Theile des Niederſchleſiſchen, Glatziſchen und Böhmiſchen Ge— birges, in Karſten's Archiv für Bergbau u. ſ. w. 1831 Bd. 3 S. 5 u. 277 u. 1832 Bd. 4 S. 53, nebſt geognoſtiſcher Karte. Außerdem ſind zu nennen: 2) Zippe, die Flötzgebirge Böhmens, Prag 1835. Cotta, Deutſchlands Boden.(Beilagen.) 9 — 130— 3) In v. Leonhard's Jahrbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1844 S. 482. Biſchoff, über das Felſenlabyeinth von Adersbach. 4) In der Zeitſchrift der deutſchen geologiſchen Geſellſchaft. 1849 Bd. 1 S. 66. Beyrich, über die Glatzer Grauwacke. 5) In Karſten's Archiv für Bergbau u. ſ. w. 1832 Bd. 4 S. 218. Erdmenger, die Fuchsgrube bei Wal⸗ denburg. 1841 Bd. 15 S. 129. Bockſch, Geſchiebe und Sandlager zwi⸗ ſchen Waldenburg und Freiburg, reichen bis 1000 Fuß hoch. 1850 Bd. 25 S. 178. v. Zobel, Graphit der Grafſchaft Glatz. Beilage 28 zu Seite 399. Ueber die öſtlichen Sudeten ſind noch wenig geologiſche Arbei⸗ ten erſchienen. Die wichtigſten dürften folgende ſein: 1) Glocker, Beiträge zur mineral. Kenntniß der Sudeten⸗ länder, 1827. 2)»Geognoſtiſche Karte von Sachſen, Schleſien und einem Theile Böhmens und der Rheinlande. 3)*L. v. Buch, Beſchreibung von Landeck. 4) Scharenberg, Handbuch für Sudeten⸗Reiſende, nebſt geol. Karte, 1850. 5)*Haidinger, geogn. Ueberſichtskarte der öſterr. Monarchie. 1847. 6)*v. Hingenau, Ueberſicht der geolog. Verhältniſſe von Mähren und Schleſien, nebſt geolog. Ueberſichtskarte. Wien 1852. 7) Mittheilungen der Maͤhriſch⸗ſchleſiſchen Geſellſchaft zur Be⸗ förderung des Ackerbaues, der Natur⸗ und Landeskunde. Jahrgang 1822, 1827, 1829, 1839, 1841 und 1851. 8) In Karſten's Archiv für Bergbau u. ſ. w. 1832 Bd. 4 S. 3503. v. Carnall, geognoſt. Vergleichung von Nieder⸗ und Oberſchleſien. 1832 Bd. 4 S. 454. v. Zobel u. v. Carnall, Höhenmeſſun⸗ gen in den Sudeten. 9) Jahrbuch der geolog. Reichsanſtalt zu Wien. 1850 S. 456. v. Callot, Dachſchiefer in Schleſien und Mähren. 1851 III S. 91. Höniger, Goldbergbau zu Obergrund in Schleſien. 4 1852 1 S. 115. Senoner, Höhenmeſſungen. * 1853 Iv S. 311. Hochſtetter, Die Grünſteine der Umgegend von Teſchen. 1835 IV. S. 321. Melion, Umgegend von Brünn. u. ſ.w. Neritrh ſheft Nauwacke be bei Wi andlager e. 00 Fuß ſet fſſchaft Git giſche Aoi⸗ r Sadetn⸗ und einen nebſt geol Nonarchie. tniſſe von n 1852. ft zur Be Iüh chung von eenmeſſun⸗ d Mihrn rgrund in Umgegen — 131— Beilage 29 zu Seite 406. Unter den geologiſchen Arbeiten für das Mähriſche Gebirge ſind folgende zu nennen: A. Selbſtändige Werke. 1) Andre, Ueberſicht der Gebirgsformationen in Mähren, 1804. 2) Reichenbach, geognoſtiſche Mittheilungen aus Mähren, nebſt Karte. Wien 1834. Enthält unzuverläſſige Formationsbeſtim⸗ mungen. 3) v. Holger, geogn. Karte des Kreiſes ob dem Mannhardts⸗ berge. Wien 1841. Nicht zuverläſſig. 4) v. Förſtenau, geognoſtiſche Beſchreibung der Nickelsburger Berge. Wien 1845. 5) Wolny, die Markgrafſchaft Mähren. Topogr., ſtat. und hiſt. geſchildert. Brünn 1846. 6)*Haidinger, geognoſt. Ueberſichtskarte der öſterr. Monar⸗ chie. Wien 1847. 7)*Czjzek, geognoſtiſche Karte der Umgebungen von Krems und vom Manhardtsberge. 1849. 8 8)*v. Hingenau, Ueberſicht der geologiſchen Verhältniſſe von Mähren und öſterr. Schleſien, nebſt geolog. Ueberſichtskarte. Wien 1852. B. Aufſätze in Zeitſchriften. 9) In den Mittheilungen der Mähriſch⸗ſchleſiſchen Geſellſchaft zur Beförderung des Ackerbaues, der Natur⸗ und Landeskunde, ſind auch zahlreiche geologiſche Aufſätze enthalten, namentlich in den Jahr⸗ gängen 1822, 1825, 1827, 1828, 1829, 1832, 1839, 1841, 1842, 1848, 1850, 1851. 10) In v. Leonhard's Jahrbuch für Mineralogie u. ſ. w. 18355 S. 90. Glocker, das Groß⸗Altersdorfer Gebirge. 1841 S. 288. Glocker, Grünſand in Mähren. 1842 S. 22. Glocker, Beiträge zur geognoſtiſchen Kenntniß Mährens. 1848 S. 1. Murchiſon, devoniſche Formation und Mähren. 11) In Haidinger'’s Berichten über die Mittheil. d. Freunde der Naturwiſſenſchaften. Bd. 1 S. 118. v. Hingenau, Gegend von Tulleſchitz. Bd. 2 S. 245. Höniger, der alte Goldbergbau bei Zuckmantel. Bd. 3 S. 206. v. Hingenau, Entwurf einer geogn. Karte des Znaimer Kreiſes. Bd. 4 S. 70. v. Hingenau, geognoſtiſche Excurſion nach Blansko. 9* — 132— Bd. 4 S. 433. v. Hauer, über Materialien zur Geognoſie von Mähren. Bd. 7 S. 48, Fötterle, Höhlenbär⸗Reſte bei Blansko. 12) Im Jahrbuch der geologiſchen Reichsanſtalt. Bd. 1 S. 456. v. Callot, Dachſchieferbrüche in Mähren und Schleſien. 1852 Bd. 2 S. 115. Senoner, Höhenmeſſungen in Mähren. 1855 Bd. 4 S. 521. Melion, Umgegend von Brünn. 13) Die Jahrbücher des k. k. polytechn. Inſtituts zu Wien, enthalten Bd. 2 S. 52 einen Aufſatz von Riepl über die Kohlen⸗ formation in Mähren. 14) In dem Correſpondenzblatt des zool.⸗mineral. Vereins in Regensburg. 1851 S. 6. Mickſch, die Arragonitkugeln bei Obtomancen in Mähren. Sie liegen in rothem Mergel auf Grauwackenkalk, darüber rother Sandſtein. 15) In v. Hingenau's öſterreich. Zeitſchrift für Berg⸗ und Huttenweſen. 1853 S. 340 und 345. Rittler, über das mähriſche Steinkoh— lengebirge. 16) In Oken's Iſis, 1851, Heft 4. Gr. Razumowsky, Beſchreibung einiger Theile Mährens. Beilage 30 zu Seite 411 und 425. Die Literatur über das Böhmiſche Becken iſt zum Theil in⸗ nig verbunden mit der über den Böhmer Wald, ich werde deshalb das Wichtigſte über beide hier zuſammenfaſſen. A. Selbſtändige Werke 1) Reuß. Orographie des nordweſtl. Mittelgebirges in Böh⸗ men. Dresden 1790. 2) Riepl, geogn. Generalkarte von Böhmen. 1819. 3) Nöggerath, geognoſtiſche Bemerkungen über Karlsbad 1825, und dazu Bemerkungen in v. Leonhard's Zeitſchr. 1825. Bd. 2 S. 158. 4) H. Cotta, der Kammerbühl bei Eger. 1833. 5) Gumprecht, Beiträge zur Kenntniß von Böhmen. 1854. 6) Zippe, Ueberſicht der Gebirgsformationen in Böhmen, 1831, und die Flötzgebirge Böhmens mit beſond. Hinſicht auf Kohlenführung. Prag 1835. 7) Nöggerrath, Ausflug nach Böhmen 1858. Enthält viele wichtige geognoſtiſche Reiſebemerkungen. 8) Roßmäßler, Beiträge zur Verſteinerungskunde. Heft 1, 1840 handelt uͤber die Braunkohlenpflanzen von Altſattel bei Fal⸗ kenau, dazu geolog. Bemerkungen von B. Cotta. —— ſoſie ven dren und Nähre. Vien, Kohlen⸗ reins in neen in ckenkalk g⸗ und teinkoh⸗ dwoͤky, heil in⸗ deshalb / Böh⸗ 1825, 5.158. 185. „185, ührung. ält diele deft 1 bei Fal — 133— 9)* Reuß, Geognoſtiſche Skizzen aus Böhmen, 2 Bde. 1840 und 1844, nebſt geogn. Karte. 10) v. Buch, geogn. Karte des ellbogener Kreiſes, gehört zu Glückſelig: der Ellbogener Kreis 1842. 11) v. Buch, geogn. Karte der Karlsbader Gebirge. Berlin 1848. 12)* Haidinger, geogn. Ueberſichtskarte der öſterreichiſchen Monarchie, 1847. 13) Scheda, geogn. Karte des öſterr. Kaiſerſtaates, eine gute Copie nach Haidinger. 14) Geognoſtiſche Karte von Sachſen, Schleſien und einem Theile Böhmens und der Rheinlande, bei S. Schrapp in Berlin. 15)* Winneberger, geogn. Beſchreib. des Bairiſchen Wald⸗ gebirges. Paſſau 1851. Nebſt geolog. Karte. 16)* Barrande, Système Silurien du centre de la Bohème. Dazu eine kleine geolog. Karte. 1852. 17) Reuß, die geogn. Verhältniſſe des Egerer Bezirkes und des Aſcher Gebietes in Böhmen, Wien 1852, ein beſonderer Abdruck aus den Abhandlungen der geolog. Reichsanſtalt I. Nebſt geogn. Karte. 18) Andre, Monographie der Mineralmoorbäder zu Franzens⸗ bad bei Eger. 1852. 19) v. Zeileiſen, Beſchreibung des Gebirges und Bergbaues von Przibram, 1815. Die unter Nr. 2 und 6 der Beil. 25 S. 126 angeführten Schriften und zahlreiche große und kleine Schriften über die ein⸗ zelnen böhmiſchen Bäder, zum Theil mit kleinen Kärtchen. B. Aufſätze in Zeitſchriften. 20) In v. Leonhard's Taſchenbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1807 S. 162 u. 1808 S. 131. v. Struve, Umgegend v. Karlsbad. 1808 S. 3 und 389. v. Goethe, Umgegend von Karlsbad. 1809 S. 3. v. Goethe, der Kammerberg bei Eger. 1824 S. 879. Berzelius, über Karlsbad. 21) In v. Leonhard's Zeitſchrift für Mineralogie u. ſ. w. 1825 II. S. 289. Naumann, über die Porphyre und Phono⸗ lithe bei Teplitz. 1826 I. S. 231. Naumann, Gegend von Außig. 1826 I. S. 365. v. Hoff, über Karlsbad. 22) In v. Leonhard's Jahrbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1852 S. 91. Zippe, Gebirgsformationen Böhmens.(Auszug aus den Verhandl. der k. böhm. Geſellſchaft der Wiſſen⸗ ſchaften. Prag 1831). 1835 S. 254. v. Herder, Gegend von Karlsbad. 1835 S. 3. Naumann, über Gumprecht's Beiträge zur Kennt⸗ niß von Böhmen. 1836 S. 613. Maier, der Wolssberg bei Cernoſſin im Pilſener — 134— Kreiſe.(Aus den Verhandl. des Vaterl. Muſeums in Böh⸗ men 18353. S. 22.) 1838 S. 527. Cotta, über Marienbad. 1838 S. 442. v. Voith, über den Bairiſchen Wald. 1838 S. 562. Preiniger, eine geogn. Karte der Umgegend von Prag betr. 1839 S. 580. Reuß, geogn. Verh. der Umgegend von Teplitz. 1840 S. 91. Naumann, Baſalte Böhmens. 1840 S. 301. Naumann, Gegend von Tſcherning im Saatzer Kreis. 1840 S. 326. Cotta, Granite bei Falkenau. 1840 S. 379. Kapp, die Quellenregion bei Marienbad. * 1841 S. 332. v. Warnsdorff, der Nachoder Steinkohlenzug in Böhmen. 1845 S. 317. Kapp, über Karlsbad. 2 1841 S. 1. Reuß, ſüdl. Hälfte des Königsgrätzer Kreiſes. 1844 S. 129. Reuß, über die Ungleichheit der Granite bei Marienbad. * 1844 S. 408. v. Warnsdorff, geogn. Skizze von Marienbad, nebſt Karte. Iſt ſpäter als beſonderer Abdruck erſchienen. 1844 S. 555. Cotta gegen Reuß: Zweifel über die Marien⸗ bader Granite.. 1845 S. 646. Kerſten, Geſteine bei Marienbad. *1846 S. 385. v. Warnsdorff, Granite von Karlsbad, nebſt geogn. Karte.. 1846 S. 754. Ueber Barrande's Notice préliminaire sur le système Silurien de Bohème. 1848 S. 640. Rominger, böhmiſche Kreidegebilde. 1848 S. 1. Murchiſon, Silurformation Böhmens. 1849 S. 740. Neuß und v. Meyer, Süßwaſſergebilde Nord⸗ böhmens.(Auszug aus Dunker und v. Meyer Paläontogr. II. S. 1.) 1851 S. 769. v. Warnsdorff, über Marienbad u. Karlsbad. 25) Im Jahrbuch der Wiener geolog. Reichsanſtalt. II. 1851 IHI. S. 101. Partſch, über Kohlen in Oeſterreich. III. 1852 II. S. 95. Reuß, Kupfergehalt des Rothliegenden bei Böhmiſch⸗Brod. Der Verf. hält wegen dieſes Kupferge⸗ halts das Rothliegende entſprechend dem norddeutſchen Zech⸗ ſtein. Es enthält jedoch das Rothliegende bei Zwickau auch Kupfer und kein Geolog wird es deshalb dem Zechſtein par⸗ alleliſiren. Die Pflanzenreſte charakteriſiren auch jenes böh⸗ miſche Rothliegende als ſolches. III. 1852 IlI. Senoner, Höhenmeſſungen. tite bei ienbad, ienen. Narien⸗ „nebſt sur le Nond fontogr. rlöbad. rich. den bei upferge —n Zet⸗ au auch atin par⸗ nes bih⸗ — 135— 24) In Haidinger's naturwiſſenſchaftl. Abhandlungen. Bd. 2 1848. I. Barrande, die Brachiopoden der Silurforma⸗ tion Böhmens.(Fortſetzung Bd. 3.) 25) In Haidinger's Berichten und den Verſ. der Fr. der Naturwiſſenſchaften. 1824 28. Sept. Barrande, geologiſche und paläontolog. Ver⸗ hältniſſe Böhmens. 26) In Köhler's Bergmänniſchem Journal. 1789 Bd. 1 S. 517. Reuß, Baſalte bei Bilin. 1792 Bd. 2 S. 383. v. Buch, Gegend von Karlsbad(deſſen erſte literariſche Arbeit). 1792 Bd. 1 S. 215 u. 289. Reiſen im Mittelgebirge. 1792 Bd. 1 S. 303. Reuß, über den Kammerbühl bei Eger. 27) In Hartmann's Berg⸗ und Hüttenmänniſcher Zeitung. 1845 S. 625. Schmidt, über Marienbad. 28) Im Bergwerksfreund. 1841 Bd. 3 S. 72. Zippe, Böhmens Steinkohlengebirge. 1842 Bd. 4 S. 273. Die Mineralwerke des v. Stark in Böhmen. 1848 Bd. 12 S. 342 u. 353. Balling, Steinkohlen Böhmens. 1850 Bd. 14 S. 166. Schrötter, Beſchaffenheit und Werth der im Kaiſerthum Oeſterreich vorkommenden Braun⸗ und Steinkohlen. 1853 Bd. 16 S. 673. Nowiky, das Schlan⸗Rakonitzer Stein⸗ kohlenbecken in ſeiner induſtriellen Bedeutung. 29) In Cotta's Gangſtudien. 1850 Bd. 1 S. 305. Vogelgeſang, über die Erzgänge von Przibram, nebſt geogn. Kärtchen. 30) In Karſten's Archiv für Bergbau u. ſ. w. 1827 Bd. 15. Link, über Karlsbad. 1837 Bd. 10 S. 500. Gumprecht, Granitgrenze bei Klattau in Böhmen, nebſt geogn. Karte. *1838 Bd. 11 S. 284. Reuß, das Vorkommen der Pyropen in Böhmen, nebſt Anhang von L. v. Buch. 1842 Bd. 16 S. 278. Perlberg, über den Braunkohlenberg⸗ bau im nördlichen Böhmen. 31) In v. Hingenau's öſterreichiſcher Zeitſchr. für Berg⸗ u. Hüttenweſen. 1853 Nr. 19. Ueber feuerfeſte Geſteine in Oeſterreich, z. B. Sand⸗ quader, Thon, Porzellanerde und Graphit in Böhmen. 1855 Nr. 35 S. 280. Braunkohlen bei Teplitz, ſehr mächtig, ſchon an 50 Orten in Abbau. 1855 S. 365 und 371. Balling, Lignit und Anthrazit in der Gegend von Böhm.⸗Budweis. — 136— 32) In der Iſis 1837 S. 457. P. Palliardi, der Moor⸗ grund bei Franzensbad. 33) Im Pnstitut 1838 S. 291. Elie de Beaumont, Trip⸗ pelgeſtein von Bilin.(Auszug in v. Leonhard’'s Jahrb. 1839. S. 483. 34) In der Zeitſchrift d. deutſchen geolog. Geſellſchaft. 1850 Bd. 2 S. 39. Nauck, Baſalt bei Pilgramsreuth(im Böhmer Wald). 35) In v. Moll's neuen Jahrbüchern der Berg⸗ u. Hütten⸗ kunde. 1812 Bd. 2 S. 321. Gehlen, Porzellanerde bei Paſſau. 36) In der Illuſtrirten Zeitung.. 1851 Bd. 17 Nr. 436 und folgende, der Bairiſche Wald. 37) Im Correſpondenzblatt des zoolog.⸗mineral. Vereins in Regensburg. 1827 S. 29. Waltl, geogn. Verh. der Umgegend von Paſſau und des Bairiſchen Waldes. 1827 S. 36. Mickſch, Magneteiſenſtein in der Grauwacke von Pilſen, nebſt geogn. Kärtchen. S. 97 derſelbe, über Retin⸗ asphalt im Bleiglanz in der Kohlenform bei Pilſen. 1827 S. 79. Waltl, Eiſenerzlager bei Kellberg unweit Paſſau. 1848 S. 78. Waltl, Porzellanerde bei Paſſau. 1848 S. 113. Darüber Schafhäutl. 1848 S. 125. Waltl, körniger Kalkſtein bei Paſſau. 1848 S. 158. Waltl, Graphitgruben bei Paſſau. 1849 S. 35. Mickſch, Silurformation in Böhmen. 1851 S. 182. Mickſch, Gebirgszug zwiſchen Rokitzan und Pilſen. 1852 S. 33, 52 und 65. Müller, Gegend von Tirſchenreuth. 1853 S. 7. Mickſch, die foſſilen Hölzer bei Pilſen. In Koh⸗ lenformation. Beilage 31 zu Seite 422. Der Mineralkohlenſchatz Böhmens. Ueber die Größe des Schatzes Böhmens an Stein⸗ und Braun⸗ kohlen brachte die„Pr. Ztg.“ im December einen ausführlichern Ar⸗ tikel, dem wir Folgendes entnehmen:„Der Flächenraum, welchen die bis jetzt bekannten Stein⸗ und Braunkohlenlagerungen in Böhmen einnehmen, mag mehr als 60 Quadratmeilen betragen; von den da beſtehenden Kohlenablagerungen ſind circa 26,000 Joch aufgenommen, welche(das Joch à 1600 Quadratklafter) 41,600,000 Quadratklafter — =— —— 75 2= ——— ——— ——-—— ald. eereins in Paſtu vacke von er Retin⸗ n. it Paſſeu. zan und ſchenreuth In Kch⸗ d Braun⸗ ſichen Ae velchen Böhmen en den d genonmen adratklfte ausmachen. Von dieſem Flächencomplexe dürfte kohlenleer ein Vier⸗ tel circa 6500 Joch, abgebaut und durch Raubbau verwüſtet gleich⸗ falls ein Viertel circa 6500 Joch, zuſammen 15,000 Joch, alſo noch mit voller Mächtigkeit der Kohlenablagerungen die Hälfte mit 13,000 Joch(= 1 ¾6 Quadratmeilen) anſtehend ſein; wovon auf die Stein— kohlengebiete 6250 Joch und auf die Braunkohenbezirke 6750 Joch entfallen. Wird in dieſen vollen Feldern die Mächtigkeit der Stein⸗ kohlenablagerungen bei dem Umſtande, daß beinahe überall mehre Flötze mit geringen tauben Zwiſchenmitteln übereinander gelagert ſind, dnrchſchnittlich nur mit einer Klafter und jene der Braunkohlenlager, deren manche bis 77 Schuh mächtig ſind, nur durchſchnittlich auf drei Klafter veranſchlagt, ſo ergäbe ſich eine vorhandene bereits ver⸗ liehene Mineralkohlenmaſſe von Steinkohlen circa 10,000,000 Kubik⸗ klafter, und von Braunkohlen circa 32,400,000 Kubikklafter, ſonach bei dem Gewichte, welches mit Berückſichtigung des Abfalls beim Ausſchrämmen und Fördern ſtatt mit 66 nur mit 60 Pfd. pr. Ku⸗ bikſchuh und die Kubikklafter ſtatt mit 216 nur mit 200 Kubikſchuh angenommen, wird eine Quantität von 1200 Millionen Centner Steinkohlen und 3888 Millionen Centner Braunkohlen, welche Quantitäten zu Geld berechnet und der Centner an den Gruben bei Steinkohlen mit 15 Fr., bei Braunkohlen mit 6 Kr. veranſchlagt, einen Werthsbetrag zeigen: an Steinkohlen circa 300 Millionen und an Braunkohlen circa 5388,800,000 Gulden Conv.⸗M. Wird weiter er⸗ wogen, daß, wie ſchon früher erwähnt wurde, über 60 Quadratmei⸗ len in Böhmen zur Hälfte Steinkohlenflötze und zur Hälfte Braun⸗ kohlenablagerungen enthalten, von denen erſt der dreißigſte Theil im Abbau begriffen iſt, ſo dürfte, ohne ſich dem Vorwurf der Uebertrei⸗ bung bloßzuſtellen, angenommen werden, daß noch wenigſtens eine weitere das Neunzehnfache des vorermittelten bereits verliehenen Koh⸗ lenſchatzes in Böhmen betragende Kohlenmaſſe noch unerſchürft in den Flötzgebirgen verborgen liege, folglich hierlands noch vorhanden ſein dürften: 24,000 Millionen Centner Steinkohlen und 71,760 Millio⸗ nen Centner Braunkohlen, welcher Mineralkohlenreichthum bei einem jährlichen, das gegenwärtige Förderungsquantum von circa 10 Mill. Centner um das Vierfache überſteigenden Verbrauche von 12 Mill. Centner Steinkohle und 58 Mill. Centner Braunkohle über 2000 Jahre ausdauern, und einen jährlichen Bruttoertrag von ungefähr 6,800,000 Gulden Conv.⸗M. zu liefern im Stande ſein dürfte.“ (Oeſterreichiſche Zeitſchr. f. Berg⸗ u. Hüttenweſen 18553 S. 59.) — 138— Beilage 32 zu Seite 428. Ueber den Mineral⸗Moor bei Franzensbad. Karl André ſagt darüber in ſeiner Monographie der Mineral⸗ Moorbäder zu Franzensbad bei Eger:„Der Franzensbader Mineral⸗ Moor iſt ſehr verſchieden von andern Schlammarten, die man zu die⸗ ſem Zweck verwendet. Er beſteht nicht aus Quellenſchlamm, er iſt keine künſtliche Verbindung von Quellſchlamm und Moorerde, noch weniger mit fettem Teich⸗, Fluß⸗ oder Seeſchlamm zu vergleichen, ſondern er iſt das Product der chemiſchen Wechſelwirkung zwiſchen einem ausgedehnten Moorlager und unzähligen dieſes Moorlager durchziehenden und ſättigenden alkaliſch⸗glauberſalzigen Eiſenſäuerlin⸗ gen, ein von Mineralſubſtanzen innigſt durchdrungener und mit ihnen chemiſch verbundener Humus von der Modiſication, wie er ſich in Torflagern findet, mit einem Worte ein Mineralmoor. Schwefel⸗ ſaures Eiſenoxydul iſt ſein Hauptbeſtandtheil und bildet nebſt den Humuserzeugniſſen den Grundcharakter ſeiner Miſchung.“ Beilage 33 zu Seite 428. Ueber das Bairiſche Becken mögen folgende Arbeiten genannt werden. A. Selbſtändige Werke. 1) v. Flurl, die Gebirgsformationen in den Bayriſchen Staa⸗ ten, nebſt geogn. Karte, 1806. 2) Goldfuß, die Umgebungen v. Muggendorf, nebſt Karten, 1810. 3) Fr. Meyer, Bemerkungen auf einer Reiſe durch Thürin⸗ gen, Franken u. ſ. w. Berlin 1816. S. 39. Ueber das Salzge⸗ birge Schwabens. 4) Weiß, Südbaierns Oberfläche, nebſt geogn. Karte. 1820. 5)*†v. Alberti, die Gebirge Würtembergs, nebſt 3 geogn. Kärtchen. 1826. 6)*v. Alberti, Monographie des bunten Sandſteins, Mu⸗ ſchelkalks und Keupers. 1834. 7) Sigwart und Leipprand, die Mineralwaſſer im Königreich Würtemberg. Tübingen 1831. 8)* Kittel, Skizze der geognoſtiſchen Verhältniſſe der nächſten Umgegend Aſchaffenburgs, nebſt geogn. Karte. 9) Schwarz, natürl. Geographie v. Würtemb., mit Profilen, 1832. 10)*Graf v. Mandelsloh, geognoſtiſche Profile der Schwäb. Alp. 1854, u. sur la constitution géolog. de l'Alpe de Wurtemberg, 1855. 11) Geognoſtiſche Karte des Königreichs Würtemberg. 1834. 12)*Koch, geognoſtiſch⸗ſtatiſtiſche Beſchreibung von Würtem⸗ berg, nebſt geogn. Karte. 1837. d. t Minenn er Minenl nan zudie um, er ſ tetde, nc vergleiche z zwiſchen Rootlager enſäuerlin⸗ mit ihnen er ſih in Schwefe⸗ nebſt de genannt en Staa⸗ en, 180. Thürin Salzge :. 1820 3 geogn. 5, Ma⸗ arigreich nachſte en,1833 Schwil. 1g,1855 1851. Würtem⸗ — 139— 13) Buckgaber, Geſchichte der vormaligen Reichsſtadt Rott⸗ weil. 1838. Darinnen ein geolog. Aufſatz über die Umgegend von v. Alberti. Bd. 2 S. 575. 14)*v. Buch, Jura in Deutſchland, nebſt geolog. Ueberſichts⸗ karte. 1839. 15) Leube, geognoſtiſche Beſchreibung der Umgegend von Ulm. 1839. 16)*Quenſtedt, die Flötzformationen Schwabens. 17) Ueber Gewinnung und Benutzung des Torfes in Baiiern. München 1839. 18) Schenk, geogn. Karte der Umgegend von Würzburg. 19)*Schnizlein und Fricklinger, Vegetationsverhältniſſe der Jura⸗ und Keuperformation, in den Flußgebieten der Wörnitz und der Altmühl, nebſt geogn. Karte. 1848. 20) Bohnert, Stuttgart und ſeine Umgebungen, nebſt geogn. Karte. 1849. 21)*Hehl, die geognoſtiſchen Verhältniſſe des Königreichs Würtemberg, nebſt geogn. Ueberſichtskarte. 1850. . 22) Bruckmann, arteſiſche Brunnen im alpiniſchen Diluvium zu Isny. Stuttgart 1851. 23) Ewald, geologiſche Reliefkarte des Königreichs Würtem⸗ berg und des Großherzogthums Baden. 24)*Bach, geogn. Karte von Würtemberg, Baden und Hohen⸗ zollern.(Im königl. ſtatiſt. Bureau.) 25)*Bach, die Theorie der Bergzeichnung in Verbindung mit Geognoſie. Stuttgart 1853. Enthält 7 ſchöne geognoſtiſche Kärtchen von Gegenden Würtembergs. 26) Jäger, die foſſilen Mammiferen des Diluviums und alten Alluviums des Donauthales, und die Bohnerzablagerungen der Schwä⸗ biſchen Alp, mit 2 Tafeln. Ein beſ. Abdr. aus den Jahresberich⸗ ten über die Naturgeſchichte Würtembergs. Stuttg. 1855. 27) Oppel, der mittlere Lias Schwabens. 18553. Auch Nr. 15 der Beilage 30 S. 132. B. In Sammelwerken und Zeitſchriften. 28) In Keferſtein's Teutſchland. 1821 Bd. 1. Weiland's geognoſtiſche Karte von Baiern, zweite Aufl. Bd. 6. 1828 und 1825 Bd. 6. Deſſen geognoſtiſche Karte von Würtemberg. 29) In v. Leonhard's Atlas zur Naturgeſchichte der Erde ein geogn. Kärtchen der ſchwäbiſchen Alp von Graf Mandelsloh. 30) In v. Leonhard's Taſchenbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1821 S. 807. Hundeshagen, Gebirge Schwabens, nebſt Karte. 1823 S. 3. Selb, Baſalte Schwabens. 1824 S. 239. v. Buch, Jura in Baiern. — 140— 31) In v. Leonhard's Zeitſchrift für Mineralogie u. ſ. w. 1825 I. S. 43. v. Charpentier, geogn. Verhältniſſe des ſalz⸗ führenden Geſteins bei Wimpfen. 1825 II. S. 252. Boue, die älteren und neueren Felsgebilde im ſüdweſtl. Deutſchland nördl. der Donau. Aus Ann. des soc. nat. II. p. 1. 1825 II S. 307 und 460. Schübler, die Höhlen und die Ba⸗ ſalte der Würtemberger Alp. 1826 I. S. 246. Nau, über den Sypeſeart. 1827 II. S. 295. Klipſtein, über Oberſchwaben. 1829 I. S. 1. v. Hoff, geogn. Beſchaffenheit der Gegend von Koburg, nebſt geognoſt. Kärtchen. Dazu auch S. 67 und 361. 1829 II. S. 513. Boue, Reiſebemerkungen. 1829 II. S. 797. Hehl, geogn. Verh. der Würtembergiſchen Alp. 32) In v. Leonhard's Jahrbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1830 S. 78. Schübler, Baſaltdurchbrüche der Schwäbiſchen Alp. 1830 S. 265 und 294. v. Voith, Knochenausgrabungen bei Regensburg. 1831 S. 304. v. Hoff, über den See von Salzungen. Ausz. aus Poggend. Ann. Bd. 19. S. 449. 1832 S. 443. v. Althaus, Süßwaſſergebilde im Hegau. Ausz. aus Mém. de la soc. nat. de Strasb. 1830. I. p. 6. 1833 S. 439. Wagner, Muggendorfer Dolomit. Ausz. a. d. Iſis 1831. S. 451 1834 S. 124. Henrici, periodiſche Quellen bei Kiſſingen. Ausz. a. d. Stud. d. Gött. Ver. Bergm. Freunde 1833. III. 321. 1834 S. 206. Hehl, Braunkohle im Riesgau. 1834 S. 207. Cotta, das Riesgau. Dazu Nachträge von v. Voith. 1835. S. 169. 1834 S. 442. Schübler, Höhenbeſtimmungen in Würtenibern Ausz. a. Memminger's Würtembergiſchen Jahrbüchern 1832 H. 2. S. 121. Auch für ſich zu haben. 1834 S. 447. Schübler, geogn. Verhältniſſe der Umgegend von Tübingen. 1834 S.n2 Klipſtein, Braunkohlen von Hohenhauſen am eckar. 1834 S. 538. Graf Münſter, Knochenhöhlen bei Rabenſtein. 1836 S. 166. Voigt, Heßberger Thierfährten. 1836 S. 509. Graf Münſter, Pflanzen der Keuperformation bei Baireuth. 1836 9 518. v. Voith, Phosphate des Erzberges bei Am⸗ erg. 1837 S. 24. v. Voith, der Schloßberg bei Regenſtauf. 1837 S. 115. Kaſtner, die Quellen der verſchiedenen Forma⸗ — 141— ie u.ſd niſſe de ſ tionen bei Baireuth. Ausz. a. Karſten's Archiv d. Chemie 1834. VIII. S. 225. Flkatt 1837 S. 137. Hehl, der Weilersberg bei Stuttgart. os A.5 1837 S. 246. Plieninger, Braunkohlen⸗Bohrungen in Würtemb. 14 1837 S. 376. Bohrbrunnen bei Erlangen. und det 1837 S. 380. Engelhardt, Hildburghäuſer Fährtenſandſtein. 1838 S. 119. Hehl, Kohlenaufſuchung im Keuper bei Eßlingen. 1841 S. 76. Kapp, die period. Quellen von Kiſſingen und S. 196, Keuper und Leias in Baiern. 1841 S. 556. Credner, Heßberger Sandſtein nebſt geognoſt. ae 4 Kärtchen. be k 1844 S. 57. Kurr, Keupergyps mit Verſteinerungen in Würtemberg. 1845 S. 164. Braun, Tertiärflora von Oeningen. aöſſen d 1846 S. 293. Rominger, die Würtemb. Alp, vgl. mit dem Schweizer Jura.. bur ſn 1846 S. 739. Stocker, Buntſandſtein und Wellenkalk bei Di⸗ 3 ſcha g desheim am Neckar. tüungen 1849 S. 492. Steinſalz bei Kiſſingen erbohrt. 1849 S. 641. Schafhäutl, Analyſe des Traſſes im Riesgau, gen. Au nebſt geogn. Karte des letztern. . 1850 S. 139. Fraas, der deutſche Jura vergl. mit dem franz. egau. Au und engl. 9 6. 1850 S. 641. Fromherz, Alpiniſche Diluvialgebilde im Bo⸗ Ausz. a.d denſeebecken. 1850 S. 727. Geinitz, Quadergebirge bei Regensburg. gen. Auh 1852 S. 345. Fraas, Tertiärgebilde auf den Höhen d. Schwäb. 5. l. R Alp. Ausz. a. Würtemb. Jahreshefte VIII. 1851. S. 56. „.,.“ 1852 S. 959. Merian, geolog. Verhältniſſe von Oeningen. räͤge von! Aus d. Bor. d. naturf. Geſellſchaft in Baſel IX. S. 49. 1853 S. 1. Zerrenner, Steinkohlenformation bei Stockheim in Vürtnbin Baiern. Dazu ein geolog. Kärtchen. ihern lö⸗ 1855 S. 684. Cotta, Hegau und Oeningen. 35) In G. Leonhard'’s Beiträgen zur geognoſtiſchen Kennt⸗ Umgegen niß Badens. 1853 I. S. 105. Walchner, Süßwaſſermergel bei Hohenhöven hauſen m im Höhgau. Ebendaſ. S. 116. Reich, die Salinen in Baden. 1853 II. S. 1. Koch, die Trias am badiſchen Neckar. Ebendaſ. Nabenſtä S. 101. v. Alberti, tertiäre Gypſe in Baden. 34) In v. Moll's Jahrbüchern der Berg⸗ und Hüttenkunde. derformatn 1808 Bd. 1 S. 49. v. Voith, über die Oberpfalz. 1812 Bd. 2 S. 321. Gehler, Porzellanerde bei Paſſau. s bei Ar 1821 Bd. 4 S. 350. Höhenmeſſungen in Baiern. 55) In Karſten's Archiv für Bergbau u. ſ. w. iauf 1824 Bd. 8 S. 52. v. Oeynhauſen, Salzgebirge in Süd⸗ nen gu deutſchland. — 142— 1831 Bd. 3 S. 537. v. Strombeck, über den fränkiſchen Jura. 1835 Bd. 8 S. 488. Tantſcher, über den fränkiſchen Jura. 1842 Bd. 16 S. 6353. v. Klipſtein, die Gegend von Eichſtädt und Weißenburg. Nebſt Profilen. 36) In der Zeitſchrift der deutſchen geolog. Geſellſchaft. 1850 Bd. 2 S. 27. Emmerich, Muſchelkalk bei Meiningen. 1850 Bd. 2 S. 103. Beyrich, Kreidegebilde bei Regensburg, nebſt geolog. Karte. 1851 Bd. 3 S. 155. v. Schauroth, Kalktuff⸗Ablagerung im Koburgiſchen. 37) Im Bergwerksfreund. 1840 Bd. 2 S. 321. Papius, die Salinen im Königreich Baiern. Bd. 8 S. 218. Kohlenflötz im Keuper bei Schweinfurt. 1850 Bd. 14 S. 129. Reich, über die Salinen in Baden. (Dürheim u. Rappenau.) 1852 Bd. 16 S. 11. Fuchs, Torfmoore in Baiern. 38) In der Berg⸗ und Hüttenmänniſchen Zeitung. 1849 S. 1. Hellmann, über die Neckarſalinen Rappenau, Wimpfen, Oſſerau und Jartfeld. 39) Im Kunſt⸗ und Gewerbeblatt für das Königreich Baiern. 1840 Schmitz, Beiträge zur Geſchichte des Bergbaues auf Braun⸗ und Steinkohlen in Baiern, nebſt geogn. Karte. 40) Im Correſpondenzblatt des zoolog.⸗mineralog. Vereins in Regensburg. 1847 S. 142. Walſer, Landgerichtsbezirk Dachau in Oberbaiern. 1847 S. 161. Popp, geogn. Ausflug durch die Oberpfalz, Ober⸗ und Mittel⸗Franken. Nebſt geogn. Kärtchen. 1848 S. 30. Pflaum, Kohlenlager bei Döltſch in der Oberpfalz. 1848 S. 147. v. Riedheim, über den Sohlenhofer Schiefer. 1848 S. 171. Weltrich, zur Geognoſie von Oberfranken. 1849 S. 49. Popp, Steinkohlen bei Regensburg? 1849 S. 138. Haupt, die kleine Kuffe bei Bamberg. 1849 S. 147. Haupt, Kalktuff bei Bamberg. 1850 S. 82. Geinitz, Quader bei Regensburg. 1851 S. 152. Beyrich, Entgegnung darauf. 1852 S. 83. v. Stockheim, die Regensburger Kreidebildung, verglichen mit der bei Paſſau und in Böhmen. 1853 S. 37. Holzbaur und Sieber, der Ipf und ſeine Um⸗ gebungen. Er bildet einen merkwürdigen freiſtehenden Pla⸗ teauberg, beſtehend aus Juragebilden, auf dem Keupergebiet nördl. vom Riesgau. kichen e ſcen an en Gihſi ſchaft. Mäningn Nagenähn ſaagerung: Käünigrit chweinfu in Bahn Nappena ih Baien auf Brawf Vereinsi Oberbain pfalz, Dr Oberpfil Schiefe. anken. g. reidebitden d ſeine lr hendn N Keupergi⸗ — 143— 1853 S. 49 u. 65. Fürnrohr, Ausflug nach Eichſtädt. 1855 S. 83. Gümbel, tertiäre Diatomeenlager in den Braun⸗ kohlengebilden der Oberpfalz. 1853 S. 145. Gümbel, Mineralien der Oberpfalz. 41) In v. Moll's Ephemeriden, 1809, v. Voith, die dolo⸗ mitiſchen Kalkſteine des deutſchen Jura. 42) Im Correſpondenzblatt des landwirthſchaftl. Vereins zu Stutt⸗ gart, 1828, Hehl. Beitr. zur geogn. Kenntniß von Würtemberg. 45) In den Annales des sc. nat. 1824, Boue, über die Ge⸗ birgsbildungen Würtembergs. 44) In dem Philosoph. Magazine, März 1830, Murchiſon, über das Süßwaſſergebilde von Oeningen. Beilage 34 zu Seite 435 und 449. Ueber den Oberflächencharakter der Geſteine überhaupt und beſonders einiger Flötzformationen in Schwaben. „And hence he became convinced, that no really good topography can be made by surveyors, who neglect geological data.“ Murchison, 1852. Daß die verſchiedenen Geſteine mit ungleichen Formen auftreten und wenigſtens theilweiſe ihren beſondern Oberflächencharakter in den verſchiedenſten Erdgegenden ziemlich treu bewahren, iſt eine unbeſtreit⸗ bare Thatſache. Den ſprechendſten Beweis dafür liefert der Baſalt, deſſen iſolirte Kegelberge ſich in allen Welttheilen wiederholen. Je mannichfaltiger der innere Bau einer Gegend, um ſo mannichfaltiger iſt in der Regel auch ihr äußerer. Auf die Formen der Oberfläche hat aber das relative Alter der Geſteine an ſich natürlich keinen Ein⸗ fluß, ſondern nur ihre beſondere Beſchaffenheit. Da indeſſen dieſe Beſchaffenheit der Geſteine und die Art ihrer Verbindung miteinander in den einzelnen Altersperioden faſt nie ganz genau wiederkehrt, ſo zeigen auch ihre Altersvarietäten gewöhnlich einige Unterſchiede im Oberflächenbau. Muſchelkalk und Jurakalk, im Allgemeinen aus dem⸗ ſelben Geſtein beſtehend, verhalten ſich rückſichtlich ihrer Oberflächen⸗ formen ſehr ähnlich, aber doch nicht ganz gleich. Der Unterſchied iſt aber nicht durch das ungleiche Alter begründet, ſondern durch die nicht ganz gleiche mineralogiſche Beſchaffenheit. Wenn ganze Flötz⸗ formationen über große Gebiete einen gemeinſamen Oberflächencharak⸗ ter zeigen, ſo liegt das daran, daß ſie in denſelben gleichartig zu⸗ ſammengeſetzt ſind, und daß namentlich ein Geſtein(oder einige) in ihnen vorherrſcht. Nicht die Gleichheit des Bildungszeitraumes, ſon⸗ dern die Gleichheit der petrographiſchen Zuſammenſetzung und Lage⸗ rungsweiſe bringt dieſen gemeinſamen Oberflächencharakter hervor, — 144— der allerdings zuweilen geſtattet, aus der landſchaftlichen Scenerie auf die Formation oder umgekehrt aus dieſer auf jene zu ſchließen. Ei⸗ gentlich wirkt jede einzelne Geſteinsſchicht oder Maſſe für ſich, bleibt aber ihre Verbindung untereinander eine ähnliche, ſo bleibt es auch ihre Wirkung auf den Oberflächencharakter. Es könnte ſonderbar erſcheinen, daß gerade die Formationsgrenzen ſo häufig durch beſondere Erſcheinungen der Oberfläche charakeriſirt ſind, daß ſie Bodenabſchnitte, Terraſſen, Senkungen, Sättel u. dergl. bilden, es iſt das aber ganz natürlich, da man gewöhnlich auffallende petrographiſche Unterſchiede zu Feſtſtellung der Formationsgrenzen benutzt hat, die an ſich zuweilen etwas willkürlich ſind. Ebenſo iſt es ſehr natürlich, daß die Grenzen größerer Geſteinsgebiete gegeneinander ſo ſehr häufig durch be⸗ ſondere Erſcheinungen der Oberfläche, wie Thäler, Schluchten, Sättel u. dergl., bezeichnet ſind, weil an den Grenzen heterogener Geſteine ſehr oft leichter als ſie ſelbſt zerſtörbare Contactbildungen gefunden werden. Innerhalb derjenigen Ausdehnung, in welcher die Flötzforma⸗ tionen aus denſelben Geſteinsſchichten zuſammengeſetzt ſind, pflegen ſie alſo auch mit ähnlichen Oberflächenformen aufzutreten oder we⸗ nigſtens einen gleichen allgemeinen Charakter derſelben zu bewah⸗ ren.— Für die obere Neckargegend hat das beiſpielsweiſe H. Bach auf mehren Situationsplänen in ſeiner Schrift:„Die Theorie der Bergzeichnung in Verbindung mit Geognoſie“ nachgewieſen, aus welcher wir hier durch Vermittelung des Herrn Verfaſſers Tafel XXI beifügen können. Dieſe kleine Karte zeigt auf ihrer Weſtſeite den Granit des Schwarzwaldes, wie er mit ſehr unebener Oberfläche in den obern Zuflüſſen des Kinzigthales unter Rothliegendem und Buntſandſtein hervortritt. Das Rothliegende beſitzt zu geringe Oberflächenverbrei⸗ tung, um charakteriſtiſche Formen zu zeigen, dagegen iſt dies beim bunten Sandſtein in hohem Grade der Fall. Er bildet lauter auf der Höhe ziemlich ebene Plateaus mit ſteilen einförmigen Abhängen als äußere Ränder. Aehnlich verhält ſich der Muſchelkalk. Nur bewirkt die beſon⸗ dere Weiſe ſeiner Auflagerung auf den Sandſtein und Anlagerung an den Schwarzwald eine allmälige Verdickung der Platte von Weſt nach Oſt. Die weſtliche Grenze gegen den Sandſtein iſt darum oft nur durch ein flaches wallartiges Anſteigen bezeichnet, während die tiefen Thaleinſchnitte der Gegend von Oberndorf und Sulz, beſonders bei Bettenhauſen, wo ſie bis in den Sandſtein hinabreichen, überall die für den Muſchelkalk charakteriſtiſchen gleichförmig ſteilen und oft kahlen Gehänge zeigen, die ſich von denen des Buntſandſteins da⸗ durch unterſcheiden, daß ſie von oben bis unten gleiche Neigungswinkel haben, und nicht wie beim Sandſtein durch Abrundung in die Hoch⸗ ebene verlaufen, ſondern ſcharfe Ränder gegen ſie bilden, und häufig auch als ſchmale ſcharfe Bergrücken in die Thalwindungen oder eetti if iefen. 6. ſch, lt iot es au⸗ dgrenzen irt ind, d lden, ai wographiſt ak, die a ich, daß d Jdurch be Sättlu eſteine ſt en werden Füötform d, pflen moder we zu bewet⸗ H. Bch Theorie de ieſen, aui Tafel II. ranit des den obern ntſandſten henverbri⸗ dies bein lauter af Abhänpa die beſon⸗ nlagerung von Weſt darum off ährend d beſonder en, übeul en und di ſſteins dr ungöwint die Hoc⸗ und häuft ngen ode — 145— zwiſchen die Vereinigung zweier Thäler hineinragen. Die Formen ſind demnach überhaupt eckiger als beim bunten Sandſtein. Die ebenen Plateaus zwiſchen den Thälern tragen zuweilen wieder kleinere, breit hügelförmige platte Aufſätze mit ſanften Abfällen, herrührend davon, daß örtlich einige Schichten mehr, unzerſtört geblieben ſind. Der Keuper beſteht hier aus der untern Lettenkohlenabtheilung und dem eigentlichen Keuper, in welchem Sandſtein, Mergel und Gyps vorherrſchen. Die Lettenkohlenabtheilung, meiſt thonig, bildet äußerlich kaum bemerkbare Ablagerungen auf den Muſchelkalkplateaus, die ſich am meiſten noch durch größere Fruchtbarkeit auszeichnen. Der eigentliche Keuper dagegen, auf unſerer Karte grün colorirt, un⸗ terſcheidet ſich in ſeinen Formen außerordentlich deutlich von allen an⸗ dern Ablagerungen der Gegend. Er bildet ein terraſſirtes Hügelge⸗ biet, deſſen einzelne Hügel, Terraſſen und Plateaus überall daſſelbe Niveau oder wenigſtens dieſelbe relative Höhe erreichen, an ihren Außenrändern aber von ſehr vielen Schluchten zerſchnitten ſind. Die Formen ſind mannichfaltiger und abgerundeter als im Muſchelkalk, aber gleichförmiger als im Granit. Darauf legt ſich der Leias als eine verhältnißmäßig dünne ein⸗ förmige Decke. Ihre äußern Ränder fallen plötzlich ab, und der un⸗ tern Platte iſt zuweilen noch eine zweite mit flachen verlaufenden Rändern aufgeſetzt. Der braune Jura, vorherrſchend aus eiſenſchüſſigem Sandſtein und Eiſenrogenſtein beſtehend, verhält ſich am ähnlichſten dem Keuper, nur ſind ſeine Abhänge oft ſteiler und meiſt bewaldet. Ueber ihm liegt der weiße Jurakalk mit ganz ähnlichen Formen wie der Muſchel⸗ kalk, namentlich ſind die äußern Ränder der Plateaus ganz gleich ge⸗ ſtaltet, ihre Oberfläche zeigt jedoch etwas mehr Unebenheiten. Ddie wenig verbreiteten Diluvialgebilde unterſcheiden ſich in dem Gebiete unſerer Karte durch ihre Oberflächenformen nicht von den Geſteinplateaus, auf denen ſie liegen. Torf liegt hier nur in den Thalböden. Kalktuff bildet Schmarotzerhügel am Fuße der Muſchel⸗ kalkgehänge, auf deren einem die Stadt Oberndorf erbaut iſt, es er⸗ innert das an das Auftreten dieſer Geſteinsbildung im Thüringiſchen Becken, wo ſie ſo häufig kleine Städte trägt. Der hier geſchilderte und noch beſſer auf der Karte erſichtliche Oberflächencharakter der Formationen bleibt ſich ziemlich gleich durch den ganzen nördlichen Theil des großen Bairiſchen Beckens. Schon v. Grouner machte im J. 1825 und zwar in v. Moll's „Jahrbüchern der Berg⸗ und Hüttenkunde“ auf den Einfluß der Geo⸗ gnoſie auf Landkarten und Reliefs aufmerkſam, hielt ſich dabei jedoch in ganz allgemeinen Bemerkungen. Neuerlich iſt dieſer Gegenſtand außer durch Bach ganz beſonders durch v. Bennigſen⸗Förder und durch Karl Koriſtka bearbeitet worden. Aus v. Bennigſen⸗Förder's Schrift über das Zahlengeſetz der Geſteinsformationen habe ich bereits S. 125 Cotta, Deutſchlands Boden.(Beilagen.) 10 — 146— deſſen Generaltabelle über dieſen Gegenſtand mitgetheilt und laſſe hier noch einige der wichtigſten Stellen aus dem genannten Buche folgen: „Die Vergleichung der neuen großen geologiſchen Karte von Frankreich mit dieſer topographiſchen zeigt eine auffallende, in allen Localitäten bemerkbare Abhängigkeit der Oberflächenverhältniſſe von der geologiſchen Conſtitution des Bodens, und meiſtentheils in der Art, daß eine vollſtändige Congruenz zwiſchen den Linien, welche eigenthümliche Formen des Terrains einſchließen, und denjenigen, welche verſchiedene Geſteinsbildungen begrenzen, bemerkbar iſt; letztere treten, wahrſcheinlich wegen thonhaltiger Schichten im Liegenden und gemeinſamer Hauptabdachung des Landes, mit wenigen Ausnahmen in dieſer Gegend faſt auf allen Punkten mit den Schichtenköpfen als ein ſteiler Rand auf, welcher der jedesmaligen ältern Formation zu⸗ gewendet iſt; ſo der untere, mittlere und obere Jura im weſtlichen Lothringen, die Greenſand⸗, Kreide⸗ und Grobkalkformationen in der Champagne und in der Isle⸗de⸗France, ebenſo der Leiasſandſtein im Luxemburgiſchen und die Keuperſandſteine und dichten Kalke im öſtlichen Lothringen; das Uebergangsgebirge aber überhöht aus andern Urſachen in ähnlicher Art jüngere Schichten, und die maſſigen Geſteine der Vogeſen unterſcheiden ſich nicht minder auffallend von den benachbar⸗ ten Sedimentgebilden. Indeſſen zeigt ſich die erwähnte Congruenz jener orographiſchen und geognoſtiſchen Linien auch auf andere Art, z. B. durch ein plötz⸗ liches Auftreten von ſtehenden Gewäſſern, wie in der Greenſandfor⸗ mation, ſüdlich von den Argonnen, oder durch eine größere Anzahl und eigenthümliche Krümmungen der Flüſſe und Bäche, wie bei Beau⸗ vais, im Departement der Oiſe. Als ich in dieſe Karte das Terrain mit möglichſter Treue ein⸗ zutragen bemüht war, bemerkte ich ſehr bald, daß ſeine Darſtellung in der erwähnten franzöſiſchen Karte ſogar dann einen ungleichen Situationsausdruck wahrnehmen läßt, wenn ſelbſt die relativen und abſoluten Höhen und die Böſchungen der Unebenheiten dieſelben ſind, ſie dagegen aber verſchiedenen Formationen angehören. Die äußere Geſtalt der Berge und Thäler, die Richtung und Breite der letztern, die Terraſſen und Grundformen der erſtern und mehr desgleichen bil⸗ den allerdings einen Theil der Urſachen dieſer Erſcheinung; zu ihrer genügenden Erklärung reichten ſie aber, wie ich wohl ſah, nicht aus, ſie ſchienen mehr noch in andern Verhältniſſen begründet zu ſein.“ Der Verfaſſer wurde dadurch auf eine Auszählung der einzelneu orographiſchen Erſcheinungen innerhalb beſtimmter Flächenräume ver⸗ ſchiedener Geſteinsformationen geführt, ſo entſtanden ſeine Tabellen, deren Hauptreſultat S. 125 mitgetheilt wurde. Er ſagt darüber S. 8:„Faſſen wir dieſes Verhältniß hier nur nach den Zahlenextre⸗ men der beigefügten Generaltabelle auf, ſo zeigt ſich, daß in den Granitgegenden der Vogeſen durchſchnittlich 75 Gipfel in demſelben d liſt ſe che fägn. Karte w in ala lwiſſe dar eils in d en, wach denjenigen iſez legta enden und usnahmen köpfen a nation zu weſtiiche nen in de ndſtein im m öſtliche nürſachen ſteine der benachbar⸗ guphicce ein plö⸗ enſandfor⸗ re Arzall bei Baau⸗ Treue lir⸗ Darſtellun ungleichen ativen und elben find ie äußert rletztern, dichen bi⸗ zw ihrer richt aud zu ſein. renzelner aume der Tabelln t darübe ahlenerte af in der demſhe — 147— Raum angetroffen werden, auf welchem die obere Süßwaſſer⸗ und Meeresgruppe bei Paris nur Eine gipfelähnliche Anhöhe(ſolche, die nach allen Seiten hin abgeböſcht iſt) beſitzt, daß die gehobenen Schich⸗ ten des bunten Sandſteins(Vogeſenſandſtein) in Rückſicht auf Reich⸗ thum an Thälern zu jener Bildung der Umgegend von Paris ſich wie 345 zu 57 verhalten, daß der bunte Sandſtein an Quellenreich⸗ thum die Kreideformation der Champagne einhundertviermal übertreffe, daß im Vogeſenſandſtein auf dem Areal von einer Quadratſtunde durchſchnittlich 19 befruchtende Waſſeradern zu zählen ſind, wenn man in der Kreide auf dieſem Raum nur 0,6 wahrnehmen kann, daß die mehrerwähnte obere Süßwaſſer⸗ und obere Meeresformation bei Paris und nächſt ihr die des Greenſandes in der Zahl von ſtehenden Gewäſſern(jeder Größe) alle andern Formationen weit übertreffe, daß die Bewohnung einzelner abgeſonderter Gehöfte in der Grobkalkfor⸗ mation beiweitem gebräuchlicher iſt als in den benachbarten Kreide⸗ gegenden, nämlich im Verhältniß der Zahlen 57 und 4, und daß endlich im Granit der Vogeſen vier Dörfer(abgeſehen von der Größe und Einwohnerzahl) auf demſelben Raume zu finden ſind, auf wel⸗ chem die obere Süßwaſſer⸗ und Meeresformation deren 35 enthält. Wenngleich die Betrachtung der übrigen Zahlenangaben der Ta⸗ bellen ebenfalls neue Gedankenreihen hervorzurufen fähig ſein dürften, ſo glauben wir unſere Mittheilungen für jetzt auf das Hervorheben der frappanteſten Verhältniſſe beſchränken und dabei zugleich bemerken zu müſſen, daß in einer künftigen Aufſtellung von nur Verhältniß⸗ zahlen für Formationen eines beſtimmten Raumes der eigentliche Werth unſerer Berechnungsmethode zu beſtehen ſcheint; denn wir dür⸗ fen nicht annehmen, daß gleichnamige Geſteinsbildungen in entfernten Ländern unter merklich abweichenden phyſikaliſchen Einflüſſen ſtets die⸗ ſelbe Zahl von Objecten auf gleichem Raume aufzuweiſen haben; da⸗ gegen werden wir erwarten dürfen, daß z. B. der bunte Sandſtein Schwabens zu dem dortigen Muſchelkalke in demſelben Zahlenverhält⸗ niſſe ſtehen werde, wie dieſe beiden Formationen Thüringens oder Lothringens zueinander, ſobald eine allgemeine Uebereinſtimmung in den lithologiſchen und Lagerungsverhältniſſen vorwaltet und ſtörende Urſachen nicht etwa nur für eine von ihnen ſich geltend machen. So beſitzen in der That die Landſtriche der Sandſtein⸗ und Mergelbil⸗ dungen der bunten Sandſteinformation am Weſtgehänge der Vogeſen durchſchnittlich 10,4 Quellen auf einer Quadratſtunde und die dorti⸗ gen Muſchelkalkgegenden 7,4 Ouellen, während dieſe beiden Formatio⸗ nen Thüringens bei Markſuhl, Wanfried, Gotha, ihrem Quellenreich⸗ thum nach, ſich wie 3, zu 1, verhalten.“ Sehr beachtenswerth iſt offenbar auch, was v. Bennigſen über das normale und abnorme Auftreten der Geſteine in dieſer Beziehung ſagt:„Es konnte nicht ausbleiben, daß mein Zählungsverfahren, ſo⸗ wie auch mein Urtheil über die Urſachen dieſer Erſcheinungen im 10* — 148— Verhältniß der Dauer der Beſchäftigung mit dieſem Gegenſtande ſich modificirten; als vor mehr als zwei Jahren dieſe Ermittelungen ſich mir dargeboten hatten, ließ ich mit einigen Worten in den Monats⸗ berichten der geographiſchen Geſellſchaft zu Berlin das erſte, die Thal⸗ bildungen betreffende Reſultat abdrucken und ſprach mich dabei über die Nothwendigkeit der Unterſcheidung eines normalen und abnormen Vorkommens der Geſteinsformationen ſchon im Allgemeinen aus; normal nannte ich das Vorkommen derſelben, wenn bei neptuniſchen Bildungen die Schichten wenig geneigt und überhaupt nicht compli⸗ cirt angetroffen werden, wenn ſie in größerm Abſtande von Punkten, wo plutoniſche und vulkaniſche Kräfte thätig geweſen ſind und zu⸗ gleich in anſehnlicher räumlicher Entwickelung auftreten, wie eben in dieſem Gebiete Frankreichs; aber erſt dann ging ich von einem rich⸗ tigern Geſichtspunkte bei dem Zählungsverfahren aus, als ich mich durch die gewiß im Sinne wahrer Naturforſchung und deshalb für alle ihre Zweige belehrend geſchriebene Abhandlung des Hrn. v. Hum⸗ boldt:„Ueber die Geſetze, die in der Vertheilung der Pflanzenformen zu beobachten ſind“ auch bei der Unterſuchung des Zahlengeſetzes in der anorganiſchen Natur, mit der ich es hier zu thun hatte, leiten ließ; ſolcher ſichern Führung mich überlaſſend, lernte ich auch bei die⸗ ſen verwickelten Phänomenen diejenigen Localitäten ſchärfer unterſchei⸗ den, welche ſich für eine Ermittelung des Zahlengeſetzes eignen, und ſonderte nun erſt die Oberflächenräume der Formation in ſich ſelbſt nach qualificirten und ungeeigneten Bezirken; ſo bilden z. B. die Ter⸗ rains an den Rändern der Formationen Abſchnitte, welche abgeſon⸗ dert und für ſich berechnet werden müſſen, ebenſowenig ſind die brei⸗ tern Alluvialthäler zur Gewinnung eines Mittelwerthes, der die For⸗ mation charakteriſiren ſoll, geeignet; dieſe Thäler gehören, wie ſchon der Name ſagt, einer fremden Formation innerhalb einer andern an und ſind für die Erdkunde als ſichere und umfaſſende Vermittler gleichartiger Exiſtenzen des Menſchen in den entfernteſten Gegenden und in allen Formationen von der höchſten Wichtigkeit.“ Karl Koriſtka ſagt dagegen in ſeinen„Bemerkungen über neuere geographiſche und topographiſche Arbeiten und Forſchungen“, im Jahr⸗ buch der geologiſchen Reichsanſtalt, 1855, S. 308, unter Anderm Folgendes:„Die erſte Frage, glaube ich, welche man beim Anblick einer guten Terrainkarte, die zugleich geologiſch colorirt iſt, ſich ſtellen möchte, wird wol ſein: Zeigen die geologiſchen Formationen auch ver⸗ ſchiedene Formen auf ihrer Oberfläche? oder präciſer: Gibt die geo⸗ logiſche Formation dem Terrain allein ſeinen Charakter? Im Allge⸗ meinen gewiß nicht, wird faſt Jeder antworten; denn die Geſteins⸗ maſſe mag kryſtalliniſchen oder ſedimentären Urſprung haben, ſo ſind ſelbſt die gegenwärtigen Wirkungen der Waſſerfluten, der atmoſphäri⸗ ſchen Einflüſſe u. ſ. w. noch ſo augenfällig, daß ihnen in der Vorzeit ein um ſo größerer Einfluß auf die Veränderung der Oberflächenform 1 nſtande ſ lungen ſ n Monat⸗ e die dh dabei ile d abnorma äinen anz, neptuniſche iht compl Punkten und zi⸗ ie eben i einem ri d ich mit eshal für n. v. Hun. tzenformen geſetes in tte, leiten ch bei dir unterſche gnen, und ſic ſelt . die Ter⸗ eabgeſor⸗ d die bri⸗ r die Fer⸗ wie ſche andern u Vermitkt Gegende ber neuen im Jahr⸗ Anderm m Anbli ſch ſtele Hauch der öt die ger Im Alge Geſtän n, d ſt rmoſph der Vetſi fäenfm — 149— zugeſchrieben werden muß. Vielleicht alſo, wird man weiter fragen, iſt die Geſteinsbeſchaffenheit, der petrographiſche Charakter der For⸗ mationen von der Art, daß es jenen Einflüſſen einen größern oder geringern Widerſtand entgegenſetzt? Auch dies kann nicht im Allge⸗ meinen zugegeben werden, denn die Formationen ſind eben nicht ihrer innern Natur nach, ſondern nur ihrem Alter, ihrer Entſtehungszeit nach verſchiedene Bildungen, und wir finden Schichten von ſehr ver⸗ ſchiedener Widerſtandsfähigkeit in den meiſten Formationen als zu⸗ ſammengehörend gruppirt. Würden ſich die Formationen nur durch die Geſteinsſtructur, durch ihren petrographiſchen Charakter unterſchei⸗ den, oder wäre in den verſchiedenen Bildungsepochen immer nur Ge⸗ ſtein von gleicher Structur, gleicher Widerſtandsfähigkeit gebildet wor⸗ den, dann könnte man die obigen Fragen beinahe unbedingt bejahen. Wenn dieſes nun aber auch im Allgemeinen nicht möglich iſt, ſo gilt es doch ſpeciell für jene Formationen, deren Glieder nahe den⸗ ſelben petrographiſchen Charakter haben, z. B. die kryſtalliniſchen Schiefer, die Baſalte, und unter den ſedimentären zum großen Theile auch für die Jurakalke, für den Karpatenſandſtein, für die Diluvial⸗ und Alluvialbildungen, weniger jedoch für die Tertiär⸗, Kreide⸗ und Grauwackenformation. Als vorzüglich charakteriſtiſch fielen mir auf meinen Wanderungen im Wiener Becken, in den Alpen und im ſüd⸗ lichen Böhmen und Mähren drei daſelbſt beſonders ausgedehnte For⸗ mationen in der Bildung ihrer Oberfläche auf; es war dies der Löß, der Jurakalk und die kryſtalliniſchen Schiefer. Die charakteriſtiſchen Formen der Oberfläche blieben faſt immer dieſelben, wo ſich auch die eine oder die andere dieſer Bildungen zeigte, ſodaß man aus jener auf dieſe mit ziemlicher Sicherheit ſchließen konnte.“ Beilage 35 zu Seite 435, 445 und 450. Ueber Bodenbildung und Vegetationsverhältniſſe auf den verſchiedenen Geſteinen und Formationen in den Um⸗ gebungen des Riesgaues. (Aus Schnitzlein's und Fricklinger's Werk„Ueber die Vegetationsver⸗ hältniſſe der Jura⸗ und Keuperformation in den Flußgebieten der Wörnitz und Altmühl.) Der auffallenden ſüdlichen Ausbiegung oder vielmehr Verſenkung und Verrückung des Jura verdankt die Riesebene ihre Entſtehung. Das Ries beſteht in einem mit ſchwarzem Humus ausgekleideten — 150— Becken, welches in nicht geringer, durchſchnittlich etwa 150 Fuß über der Ebene betragender Höhe von einem Gürtel Süßwaſſerkalk, in be⸗ deutenderer Höhe von weißem Jura umgeben iſt. An der nördlichen Grenze des Ries hat ſich der Süßwaſſerkalk auf den ſchwarzen Jura, an der nordöſtlichen auf den braunen Jura abgeſetzt. Das Ries war vor dem Durchbrechen des Juradammes bei Harburg offenbar ein See, welcher in dem an ſeinen Rändern und an den inſelartig aus ihm hervorragenden Höhen(Wallerſtein, Wennenberg u. a.) abgeſetz⸗ ten Süßwaſſerkalk uns den einen unwiderlegbaren, einen zweiten Zeu⸗ gen aber in dem Sande aufſtellte, welcher öſtlich neben dem Keuper⸗ alluvialſande der Wörnitz das öſtliche Ries ausfüllt. Dieſer Sand iſt nicht anders zu erklären, als daß dort, wo die Wellen des Sees den braunen Jura peitſchten, der Sandſtein dieſes zu Quarzkörnern zerwaſchen wurde. Der dadurch entſtandene Sand iſt namentlich in dem obern Theile des Schwalbthales, dort, wo es enger wird, zu 50 Fuß hohen Hügeln aufgethürmt und auf den untern geſchichteten weißen Jura angeſchwemmt, ſodaß er dieſen, außer im Schwalbbette, gänzlich verdeckt. Der Süßwaſſerkalk tritt im Ries in zwei verſchiedenen Formen auf: 1) als älterer Süßwaſſerkalk, ein äußerſt feſtes, theilweiſe von Kieſel durchdrungenes, von hohlen Räumen durchſetztes und ziemlich petrefactenleeres Conglomerat, und 2) als jüngerer Süßwaſſerkalk, welcher oft durch und durch aus Petrefacten beſteht und dadurch po⸗ rös und äußerſt weich erſcheint. An den aus der Riesebene hervor⸗ ragenden iſolirten Hügeln finden ſich Bänke des ältern Süßwaſſer⸗ kalks, oder die Hügel beſtehen wol auch ganz daraus; am Rande des Ries iſt dagegen vorzugsweiſe jüngerer Süßwaſſerkalk abgelagert; häufig kommt auch jener überdeckt von dieſem vor, z. B. am Fuchs⸗ berg, auf dem topographiſchen Blatt Nördlingen fälſchlich mit Adels⸗ berg bezeichnet. Das Ries iſt rings umgeben von vulkaniſchen Stellen, die in Baſalttuff(Traß) beſtehen, welche einſt die Verſenkung des Jura be⸗ wirkt haben mögen. Das Ries iſt ferner durchzogen und umgeben von gehobenem Urgebirge(Granit und Gneis) mit ausnehmend weit vorgeſchrittener Verwitterung und Zerſetzung; ſelbſt Porphyr findet ſich an einer Stelle. Der Granit ſteht hier offenbar in naher Verbindung mit dem Baſalttuff, indem das Vorkommen beider Hand in Hand geht. Jener iſt durch dieſen gehoben worden; er geht entweder offen zu Tage oder iſt von Dolomit und jüngerm Süßwaſſerkalk bedeckt, nie aber von einer ältern Formation, wol aber trägt er oft Reſte des durchbroche⸗ nen und mitgehobenen Keupers zur Schau. In großer Maſſe ge⸗ hoben und wahrſcheinlich mit dem Baſalttuff von Otting zuſammen⸗ hängend, findet man den Granit ferner im obern Urſelthale bei Itzing. d i ig fall, in be nöndihn arjen Im⸗ Nies dar ffenbar an tlarig au 1) obgeſte weiten Zer⸗ n Keuper eſer Sand des See ur kornen mentlich i witd, zu zeſchichteten hwalbbett, n Formen weiſe don nd ziewüch ſwaſſerkalt adurch po⸗ ne hervor⸗ Suͤßwaſſer Nande da abgelagert am Fuhe⸗ wit Adii⸗ en, die i Jura be⸗ Humgeba nend weit zyt findet F nit den eht. Jene Tage die aber bol urchbrohh Maſſe ge zuſammar ftthale b — 151— Eine zweite Gruppe von vulkaniſchen Punkten und gehobenem Urgebirge findet ſich ſuͤdlich vom Ries und verändert hier den Typus des Jura ins Milde und Flache, wodurch ſich das weder eng ausge⸗ ſchnittene noch waſſerarme Keſſelthal auszeichnet. Damit es uns aber gelinge, klar darzulegen, auf welche Weiſe ſich uns im Verlaufe unſerer Unterſuchungen die Ueberzeugung auf⸗ gedrungen hat, daß nächſt dem Klima die chemiſche Conſtitution der Formationen der Hauptfactor für den Typus der Vegetation ſei, erachten wir für nöthig, die chemiſche Beſchaffenheit der einzelnen geognoſtiſchen Formationen näher zu erörtern. Die Formation des Keupers hat theils Kieſelſandboden, theils Lehm⸗ und Mergelgebilde. Der tiefer gelegene Mergel enthält wenig, der obere rothe Keupermergel enthält viel Kalk. Die Unterlage des Sandbodens bildet ein grobkörniger, weißer Sandſtein, deſſen Binde⸗ mittel Feldſpath iſt. Wir ſuchten in der Formation des Keupers nie vergebens nach Feldſpath, wo Pteris aquilina und Cytisus sagittalis häufig vorkommt.— Der Keuper zeigt eine große Fruchtbarkeit an denjenigen Orten, wo er eine Decke kalk⸗ und ſandhaltigen Thons trägt. Wo er aber durch magern Sandſtein repräſentirt iſt, können nur Nadelwälder auf ihm Fuß faſſen. Er verwittert hier zu tiefem Sande, deſſen Staub bei trockenem Wetter läſtig iſt. Die Formation des Leias hat theils Sand⸗, theils Kalk⸗, theils Lehmboden. Der Sand iſt feinkörniger als der des Keupers; man findet ihn nur ſelten in dem ſo ſehr ausgewaſchenen und von andern Beſtandtheilen erſchöpften Zuſtande, wie dies oft beim Keuperſande an ſeiner urſprünglichen Stelle oder als Alluvialſand im ganzen Wör⸗ nitzthale der Fall iſt. Der Untergrund des Leiasſandes iſt ein Sand⸗ ſtein mit thonigem Bindemittel, welcher ſeinerſeits wieder auf blauem und gelbem Thone aufliegt. Der Leiaskalk iſt an vielen Stellen von groben Quarzkörnern ſo durchſpickt, daß man denſelben für Keuper halten könnte; wenige chemiſche Verſuche ſind indeſſen hinreichend, die Grundmaſſe als einen mit Thon vermengten kohlenſauern Kalk zu er⸗ kennen. Dies iſt namentlich der Fall bei Uzmemmingen, Tannhau⸗ ſen, Weiltingen, Gailsheim, Weſtheim, Altendrüdingen, Schwanin⸗ gen, Kröttenbach, Kronheim, Steinacker, Sauſſenhofen, Dittenheim, Oberasbach, Burgſtall bei Gunzenhauſen, Gräffenſteinberg, Kalben⸗ ſteinberg, Fünfbrunn, Schnittling, Pfofeld, Dornhauſen, Stopfenheim, Maſſenbach, Weiboldshauſen, Höttingen. Der Oettinger Forſt iſt ein Plateau des gewöhnlichen bituminöſen blauen Leiaskalks. Jene Flächen des ſchwarzen Jura, deren Boden ein Gemenge von Kalk, Thon, Sand, Mergel und Schiefer iſt, worin aber Mergel und Schiefer nicht vorherrſchen, ſind die fruchtbarſten. In Würtemberg nennt das Volk ſeine Leiasflächen ſehr bezeichnend„Filder“z auch wir haben einen ſolchen geſegneten Strich Landes zu beiden Seiten des Hahnenkamms, und finden uns verſucht, dieſe Fläche die„Altmühl⸗Filder“ zu nennen. — 152— Der braune Jura tritt meiſtens als Sandſtein, häufig als Thon⸗ eiſenſtein, ſeltener als Kalkſtein auf. Dieſer ähnelt ſehr dem Leiaskalk. Nicht ſelten findet man den Sandſtein des braunen Jura, den ge⸗ wöhnlichen ſowol als den eiſenſchüſſigen, mitten auf dem weißen Jura oben an Stellen, wo von Hebung nicht wohl die Rede ſein kann. Das Bohnerz iſt an mehren Stellen äußerſt häufig und wird zum Eiſenausſchmelzen gewonnen. Der Boden auf dem Oolith iſt wegen ſeines Thoneiſenſteingehaltes meiſtens gelb bis roth gefärbt; er ſteht zwiſchen Kalk und Thon und gibt ſeinen Untergrund ſehr oft durch Rogenſtein zu erkennen, welcher ihm von Haſelnußgröße abwärts bis zu Dimenſionen, durch das bloße Auge nimmer wahrnehmbar, beige⸗ mengt iſt. Der ökonomiſche Anbau des Striches, deſſen Untergrund der braune Jura iſt, erfreut das Auge zwar durch ſeine Fruchtbarkeit, bleibt aber zurück hinter dem des ſchwarzen Jura. Der Jurakalk tritt im Bezirke als ungeſchichteter und geſchich— teter Fels auf. Jener herrſcht im Südweſten vor, ohne daß jedoch weder die unter ihm liegenden wohlgeſchichteten Bänke, noch die oberſte Lage des Jurakalkes, der Kalkſchiefer(Quenſtedt's Krebsſcheerenkalk) fehlten, welcher letztere namentlich um Steinweiler und Neresheim ſchön aufgeſchloſſen iſt. Beide Arten des geſchichteten Jura ſind aber vorzugsweiſe öſtlich vom Ries zu finden, wo ſie ſich häufig die Hand bieten und der ungeſchichtete Fels oft fehlt. Am entſchiedenſten fin⸗ det ſich der Kalkſchiefer auf der Eichſtädter Alp, namentlich wo er ſich als Solenhofer Lithographirſchiefer durch ſeine merkwürdig hori⸗ zontale Ablagerung in dünnen Straten weithin berühmt gemacht hat. Die Lagerung des weißen Jura iſt namentlich am Ries herum oft eine abnorme; häufig liegt, was nach den Begriffen der Geognoſten zu unterſt liegen ſoll, zu oberſt. Der ungeſchichtete Jurakalk kommt durcheinander in dreierlei Formen vor: als ſehr dichter, gleichförmiger und marmorähnlicher Fels, welcher früher namentlich aus dem Katzen⸗ thale nordweſtlich zu Bildhauerbeiten verführt wurde; als grobkryſtal⸗ liſirter, ſogenannter zuckerkörniger Kalk, welcher am häufigſten verbrei⸗ tet iſt, und endlich als Dolomit. Dieſer letztere iſt entweder von be⸗ deutender Härte und hier durch ſeine großartige neuere Verwendung zum Eiſenbahnbau an mehren Punkten gut aufgeſchloſſen, oder er verwittert zu einem feinkörnigen Sande, wie dies z. B. auf dem Sandberge bei Aufhauſen und am Eglinger Keller der Fall iſt. Auf⸗ fallend iſt an vielen Punkten der Kieſelgehalt, welcher aus Chalcedon theils in Knollen vorkommt, theils als horizontale Kieſelſchicht den Jurakalk durchſetzt. Durch das Verwittern des Kalks werden die Kieſel bloßgelegt und finden ſich zerſtreut auf den Kalkhügeln. Ganz reiner kohlenſaurer Kalk kommt im Bezirke nur ſelten vor, wir kennen den Kalkſpath nur von Mauern und vom Rollenberge, an welchem gelegentlich des Eiſenbahnbaues eine bedeutende Lage äußerſt ſchöner Kryſtalldruſen gefunden wurde. Der maſſige Kalk, wie er als Fels als Thar Leiastat „ den ge eßen zm ſein kamn vind zun iſt wegen 8 er ſtth oft durc wärts bis ar, beige⸗ ntergrund chtbarkei giſit⸗ daß jedoch die oberſte ferenkalk) keresheim ſind aber de Hand nſten ſin c wo er dig hor⸗ acht hat. erum oſt eognoſten lk kommt ffärmiger m Kaher⸗ robkryſta⸗ verbtti⸗ von he⸗ wendung oder er duf den ſtt. Auf⸗ Chalcedon hicht de eeden die n. Gan vir kennen welchem t ſcönn als Füb — 153— mit einem zuckerähnlichen Korn vorkommt, enthält durchſchnittlich ½ — 1 Procent kohlenſaure Magneſia, etwas kohlenſaures Eiſenoxydul und ½— 2 Procent Thon. Mehr Thon enthält der Solenhofer und Steinweiler Kalkſchiefer, nämlich in den feſtern brauchbaren Platten 2—4 Procent, in den weichen Zwiſchenlagen aber, welche in kurzer Friſt zum Mergel verwittern, finden ſich oft bis 20 Procent Thon. Dieſer Thongehalt überſteigt mithin oft ſogar den der bituminöſen Leiaskalkſteine von Weiltingen, den wir zwiſchen 13—25 Procent fan⸗ den. Am meiſten Thon enthält aber das unterſte geſchichtete Glied des weißen Jura, in welchem er von 10 bis ſtellenweiſe 40 Procent vorkommt und daher dieſe Kalkſteine zu Mergeln und hydrauliſchen Kalken ſtempelt. Sie ſind auch in der That ſehr zum Verwittern geneigt und hinterlaſſen hierbei, da der Kalk allmälig durch die freie Kohlenſäure des Regenwaſſers fortgeführt wird, kalkhaltige Thonlager, welche auf die Fruchtbarkeit des Bodens günſtigen Einfluß üben. Der petrefactenarme ältere Süßwaſſerkalk im Ries beſteht aus ſcharfkantigen Jurakalktrümmern, welche durch quarz⸗ und thonhaltigen Kalkſinter feſt vereinigt ſind. Wenn in dieſem ältern Süßwaſſerkalk auch die niedern Zoopetrefacten ſelten ſind, ſo bemerkt man dagegen in ihm Stämme von Monocotylen und Knochen von Waſſervögeln. Letztere ſind namentlich auf dem Goldberg häufig und enthalten kein Fluor. Seine Höhlungen ſind oft von ſkeletirten, nicht pe⸗ trefacirten Knochen noch lebender Thiere(Coluber Natrix, Sorex araneus, Hypudaeus arvalis) erfüllt, ohne daß man ſo leicht eine Mündung dieſer Höhlungen nach außen auffinden kann. Durchſchnitt⸗ lich fanden wir ihn zuſammengeſetzt aus 90— 94% kohlenſaurem Kalk, 7— 4% Kieſelerde und Thon, 2,5— 1% kohlenſaurer Magneſia, 0,5— 1% kohlenſaurem Eiſenoxydul und Eiſenoxyd. Der jüngere Süßwaſſerkalk beſteht in vielen Fällen durch und durch aus Cypris Faba, Paludina thermalis, Helix globulosa und silvestrina. Auf dem Fuchsberge wurden in demſelben einige petre⸗ facirte, wohlerhaltene Coniferenzapfen gefunden von einer der Pinus Pumilio am nächſten ſtehenden Art. Er enthält zwiſchen 6 bis 31% Thon und Kieſelerde. Wo die Kieſelerde im amorphen Zuſtande vor⸗ handen, oder wo ſie wenigſtens ſehr fein zertheilt dem Kalkcarbonat beigemengt iſt(wie in dem ſchwarzen Bruche hinter Polſingen und überhaupt am öſtlichen Rande des Ries, wo der Rückſtand vom zer⸗ waſchenen Sandſtein des braunen Jura Gelegenheit hatte, ſich mit dem eben ſich bildenden Süßwaſſerkalk genau zu vermengen), entſteht durch bloßes Glühen ohne irgend einen Zuſatz ein zu Waſſerbauten und dem Regen ausgeſetztem Gemäuer ſehr geſchätzter und ſeit langer Zeit in der Umgegend deswegen berühmter Kalk. Jener Polſinger Süßwaſſerkalk gleicht äußerlich dem weißen Jurakalk; er enthält 30 — 154— — 51,2, Procent Kieſelerde, welche zwar nicht amorph, aber doch in ſehr kleinen Quarzkörnchen gleichförmig in der Kalkmaſſe zertheilt iſt; ziemlich viel kohlenſaures Eiſenoxydul und kohlenſaures Manganoypydul, weswegen er ſich grau(„ſchwarz“) brennt. Beim Brennen wird die Kieſelerde durch den Aetzkalk vollkommen aufgeſchloſſen, und der Kalk iſt nun in Salzſäure ganz auflöslich; die Löſung zeigt bei einiger Concentration Neigung zum Gelatiniren. Weſtlich von Ursheim, ſüdweſtlich von der Kirche, ferner an einer Stelle im Ries, am weſtlichen Fuße des Fuchsberges befindet ſich ein Quarzgeſtein in bedeutender Lagerung, das wir für Süßwaſſerquarz oder für einen durch vulkaniſche Kräfte geſchmolzenen eiſenfreien Keu⸗ per⸗ oder Leiasſandſtein halten. In den mittlern Theilen des Ries iſt das Alluvium, welches von oben nach unten aus einer 2— 5 Fuß tiefen Dammerde, 10— 25 Fuß röthlichem Letten, 6— 8 Fuß Gerölle von Jurakalktrümmern (letzteres wenigſtens in der Nähe der aus dem Jura herabkommenden Flüſſe und Bäche) beſteht, beim Graben von Brunnen, Kellern, beim Fundiren von Brücken und Eiſenbahnbauten, bei hierzu angeſtellten Bohrverſuchen— unſers Wiſſens nirgend ſoweit durchbrochen worden, um ſagen zu können, welche geognoſtiſche Unterlage es habe. Gegen die Nänder des Ries zu, wo man beim Graben von Brunnen und Kellern die tiefe Humusſchicht durchbrochen hatte, gelangte man unmittelbar auf Granit oder auf Süßwaſſerkalk, welcher bunt mit Granittrümmern durcheinander, oder auf Granit aufliegt, auf Kalk⸗ breccin und auf Quarzſand. Mitunter ſtößt man auf Jurakalk, wel⸗ cher namentlich im ſüdſüdöſtlichen Theile des Ries die Sohle der Ebene bildet. Daß der Untergrund des Ries an vielen Stellen in gehobenem Granit oder Gneis beſtehe, daß er ferner an andern Stel⸗ len aus der durch vulkaniſche Eruptionen verſenkten Juraformation gebildet werde, iſt ſehr wahrſcheinlich, weil man in der Ackerkrume — wenngleich oft erſt nach langem Suchen— abgeſchliffene Feld⸗ ſpathſtückchen, ſowie Quarzkörner vorfindet; weil die Krume überall kohlenſauern Kalk enthält; weil der Zug des Jura vom Nipf bis nach Spielberg unterbrochen und gleichſam ſpurlos verſchwunden iſt, ſtän⸗ den nicht noch der Heſſelberg und einige andere untergeordnete Punkte des weißen Jura als Zeugen des ehemaligen Zuges, als Wegweiſer der verlorenen Richtung für uns übrig; weil ferner der Bau der Eiſen⸗ bahnlinie in ſeinem ganzen Verlaufe von Süden nach Norden die weite Verbreitung eines Lehmlagers im Ries, was in dieſer Ausdeh⸗ nung ſein Entſtehen nur zerſetztem Granit und ſehr thonhaltigem Kalk⸗ geſtein verdanken kann, unſerm erſtaunten Blicke zeigte; weil endlich die geologiſche Anſicht zu dieſem Schluſſe zwingt. Der Granit iſt von mattbrauner, von grüner oder roſarother Farbe; er bildet zuweilen mehre aneinander gekettete Hügel, oft ſteht er aber ſcheinbar iſolirt da. Er findet ſich nur an einem Punkte als et doch n erheit it ganondu witd d d der Kl bei äͤrige er an eine det ſich in aſſerguarz reien Keu⸗ „welches de, 10— ktrümmen kommenden lern, bein ingeſtellten n worden, e habe. Brunnen mngte man hunt mit zuf Kalk⸗ kal, wel⸗ Sohle der Stellen in dern Ste⸗ xformation Ackerkrum. ffine Fed⸗ me überal fbis nach iſ, ſtun⸗ t Punkte Wegwöſer der Eiſen⸗ ſorden die er Ausd⸗ gem Ka eil endlch rſſartthe üſt ſit Puntte d — 155— feſter Fels: in Lierheim, woſelbſt er indeſſen auch in der zertrümmer⸗ ten Form, wie ſonſt überall, unter dem Schloſſe vorkommt. Er be⸗ findet ſich in einem ſo gelockerten Zuſtande, wie man ihn außerhalb des Bezirkes ſonſt nirgend trifft, müͤrbe nicht etwa blos auf der Ober⸗ fläche, nein, auch in einer Tiefe von 60 Fuß, wo wir ihn beim Gra⸗ ben eines tiefen Kellers auf dem Stoffelsberge zu beobachten Ge⸗ legenheit hatten. Er läßt zwar keine leeren Räume zwiſchen ſich, iſt aber ſo loſe, daß ſelbſt in der genannten Tiefe beliebige Stücke mit der Hand weggenommen werden können. Es gibt Hügel mit zu Tage gehendem Granit, deren Anbau erſt ſeit 15 Jahren betrieben wird; der Erfolg iſt ein glänzender, z. B. auf der Spitze des genannten Stoffelsberges, wo ſich allerdings zum Granit noch Süßwaſſerkalk ge⸗ ſellt, um die Fruchtbarkeit zu vermehren. Am Kirchberge zu Schmähingen ſteht ein äußerſt feſter Granit an, welcher ſich aber bei näherer Unterſuchung nur als Bruchſtücke des Granits herausſtellt, welche durch Süßwaſſerkalk, der hier als feſtes Cement dient, zuſammengekittet ſind. Granit und Baſalttuff liegen nie weit auseinander, und man ſieht den einen ſo ſelten ohne den andern zu Tage gehen, daß, wo dies wirklich ſtatthat, man mit Grund vermuthet, den andern früher oder ſpäter in der Nähe aufzufinden. Es kommen ſogar Gänge von Baſalttuff mitten im Granit vor auf dem Stoffelsberge und dem Maihinger Keller. Der rings um das Ries und in den Seitenthälern zu Tage gehende Baſalttuff iſt von grünlichgrauer bis dunkelgrauer Farbe; er enthält Baſaltſäulen, Granit, Kalktrümmer und Sand, ſeltener Eiſen⸗ glanz. Nicht weit von dem ſchön aufgeſchloſſenen Bruche bei der Altenbürg, welcher ehedem die Bauſteine zu größern Bauten, z. B. der Burg Niederhaus, dem hohen Thurme und der großen Kirche und theilweiſe den Privatwohnungen zu Nördlingen lieferte, grub man im Jahre 1842 im Eichelgarten des„Kuhgeſtells“ einen Brunnen, wel⸗ cher bei ſeiner Tiefe von 81 Fuß nur verwitterten Baſalttuff zeigte. Von einer einzigen Stelle, dem Wennenberg, kennen wir einen mäch⸗ tigen Gang eigentlichen Baſalts, in welchem man Olivin vorfindet. An den der Luft ausgeſetzten Stellen iſt er überall ſehr verwittert, auf ſeinem Schutte gedeiht eine üppige Vegetation von Pflanzen, die ſonſt nur in der Nähe menſchlicher Wohnungen ſich aufhalten; an den der Luft nicht zugänglichen Stellen iſt er eine zuſammenhängende Maſſe, die friſch gebrochen häufig etwas weich iſt, an der Luft und namentlich aber im Feuer erhärtet, weswegen man den Stein von der Altenbürg, von Amerdingen, Hainsfarth, allgemein zu Feuerbauten verwendet und zu dieſem Zweck die Donau abwärts nach Wien und Ungarn ſendet. Im gemahlenen Zuſtande als„Traß“ wurde er, wahr⸗ ſcheinlich um durch Glühen mit überflüſſigem Kalk ein Cement dar⸗ zuſtellen, zum Feſtungsbau nach Ingolſtadt verſendet, ſowie neuer⸗ — 156— dings zum Betoniren behufs der Brücken⸗ und Uebergangsfundationen beim Eiſenbahnbau verwendet. Er eignet ſich zu dieſem Zweck vorzüglich, da er unter unſern kieſelerdehaltigen Materialien dasjenige iſt, welches ſich am leichteſten in ein feines Pulver verwandeln läßt, wodurch es möglich iſt, dem Kalk eine große Kieſeloberfläche zu bieten, d. h. ſeine Einwirkung auf eine Kieſelſubſtanz zu unterſtützen. Die Analyſe des Baſalttuffs von Otting gab in 100 Theilen Kieſelerde. 63,84 Theile, Thonerde 95 ⸗ Eiſenoryod 10,2 ⸗ Kali.... 6 68— Kalk.... 2,/114— Waſſer. 2,34a Verluſt... 1,5z1 Phosphorſäure. 2 Die Analyſe gibt hinreichend Aufſchluß, warum der lange ge⸗ glühte oder anhaltend zu Feuerſtellen benutzte Baſalttuff unfruchtbar iſt, während der viele Jahrhunderte hindurch allen atmoſphäriſchen Einflüſſen ausgeſetzte einen der Vegetation günſtigen Boden abgibt. Wir hatten nämlich, unabhängig von irgend einer Reflexion, die Er⸗ fahrung gemacht, daß der von alten Backöfen abgebrochene Traßſchutt viele Jahre kahl liegen bleibt, ohne, wie der ungeglühte, eine kräftige Vegetation zu nähren. In dem verwitterten Baſalttuff haben die Atmoſphärilien den innern chemiſchen Zuſammenhang geſtört oder, wenn der Ausdruck annehmbar erſcheint, gelockert, ſodaß es dem Waſ⸗ ſer leicht wird, die den Pflanzen zum Gedeihen nothwendigen anor⸗ ganiſchen Beſtandtheile aufzulöſen und den Wurzeln zuzuführen; der geglühte Baſalttuff iſt dagegen in einen ähnlichen Zuſtand zurückver⸗ ſetzt, worin er ſich urſprünglich nach ſeiner Bildung befunden haben mag; es iſt mit ſeinen Beſtandtheilen das Umgekehrte von Dem ge⸗ ſchehen, was man in der Chemie das Aufſchließen der Silicate nennt; die Baſen ſind aufs neue eng verſchwiſtert mit der Säure, die Be⸗ ſtandtheile befinden ſich aufs neue in einem Zuſtande, der den Pflan⸗ zen nicht möglich macht, ſich anorganiſche Beſtandtheile daraus an⸗ zueignen. Der Schutt des Baſalttuffs iſt eine unverſiegliche Quelle von Düngungs⸗ und Verbeſſerungsmitteln für feuchte Felder, ſowie für jeden Grund und Boden, auf welchem Kalk vorherrſcht. Porphyr von rother Farbe findet ſich in dem Jungholze hinter Hoppingen; der Punkt iſt aber ſo ſchlecht aufgeſchloſſen, daß man die ſporadiſchen Stücke vor der Hand nur als Findlinge anſprechen darf. Die Vermuthung, daß eine Lagerung von demſelben vorhanden ſei, hat indeſſen viel für ſich. Das Alluvium des Bezirkes beſteht nur aus Trümmern der ndatiode er unſen lichtet ſt, den kung auf uffs von ange ge fruchthar aͤriſchen abgibt. de Er⸗ raßſchutt krüͤftige zen die t odet, m Waſ⸗ n anor⸗ en; der rückver⸗ n haben Dem ge⸗ enenntz die Be⸗ Phr us an⸗ elle von wwie füt e hinte man die en duff den ſei een der — 157— Localformationen; es tritt nicht blos in den Ebenen und Thälern, ſon⸗ dern theilweiſe auch auf den die Thäler, namentlich das Ries, be⸗ grenzenden Höhen auf. In der ungeheuern Menge des wenig zähen und viel Kieſelerde, Kali, Natron, Kalk, Magneſia und Phosphor⸗ ſäure enthaltenden, durch das ganze Ries mehre Klafter tief aufge⸗ ſpeicherten Lehms findet die unerſchöpfliche Fruchtbarkeit dieſer Ebene ihre Erklärung. Das Alluvium in den Ebenen und Flußthälern beſteht größten⸗ theils aus Kieſelſand, da die meiſten und bedeutendern Flüſſe aus dem Keuper kommen und deſſen zu runden Quarzkörnern zerfallenen Sand⸗ ſtein mit ſich rollen. Die intereſſanteſte Erſcheinung unter den Allu⸗ vialgebilden des Bezirkes bieten die 50— 70 Fuß hohen Sandanhäu⸗ fungen im Schwalbthale, dort, wo es ſteiler zu ſteigen anfängt. Dieſe Sandhügel können nur daher rühren, daß der ehemalige Ries⸗ ſee den Sandſtein des braunen Jura zerrieben, ausgewaſchen und den Sand zurückgelaſſen hat. Sie können nicht etwa dadurch entſtanden ſein, daß der Riesſee vor dem Durchbruche des Jura bei Harburg einſt über die heutige Waſſerſcheide zwiſchen Schwalb und Urſel über⸗ getreten wäre und bis hierher das von den Flüſſen aus dem Keuper herabgeführte Alluvium geſchwemmt hätte: denn dieſe Waſſerſcheide liegt um 66 Fuß höher als jene zwiſchen Wörnitz und Altmühl bei Cronheim und um 76 Fuß höher als jene bei Lellenfeld, wo alſo der See vor dem Juradurchbruche bei Harburg ſeinen Uebertritt ins Alt⸗ mühlthal und, ſofern vielleicht der Juradamm zwiſchen Dietfurt und Kellheim damals auch noch verſchloſſen war, durch das Thal der ſchwäbiſchen Rezat in den Rhein gehabt haben müßte. Mag dieſer Alluvialſand herrühren, woher er wolle, auffallend iſt er durch ſeine Maſſee, durch ſein gleichförmiges kleines Korn und durch ſeine chemi⸗ ſche Zuſammenſetzung, indem er zu 99,25 Procent in reiner Kieſelerde, die durch Salzſäure ausziehbaren 0,75 Procent aber nur in Eiſenoxyd und Alaunerde beſtehen ohne jede Spur von Kalk. Der von den Jurakalkbänken genommene Sand enthält zwar 4 Procent kohlenſauren Kalk; allein die Kalkbröckchen können mit der Dineette vollſtändig ausgeleſen werden und gehören daher nicht zum Sande.— Der ſoeben beſprochene Sand iſt mithin keineswegs von der glei⸗ chen Abſtammung wie jener, welcher noch heutzutage von der Wör⸗ nitz, Altmühl, Mauch u. ſ. w. aus dem Keuper herabgeführt wird und womit namentlich die Wörnitz ihre Ufer bis zum Eintritt in die Donau fort und fort reichlich verſieht. Der Lehmboden geht an man⸗ chen Stellen in den Flußthälern und im Ries, namentlich wo zäher Thon die Unterlage bildet, in Marſchboden über. Solcher Boden hat indeſſen ebenfalls eine ſo geſegnete Miſchung, daß es nur einiger Waſſerabzugsgräben bedarf, um in wenig Jahren fruchtbare Felder daraus zu bilden. Wir haben vor mehren Jahren die Urbarmachung — 158— ſolcher Gründe bei der Herbermühle angeregt und ſahen unſere Er⸗ wartung und der Beſitzer Hoffnung in Erfüllung gehen. Die neuen Felder warfen vier kräftige Haferernten nacheinander ab und verſpre⸗ chen nach dem Stande ihrer Ackerkrume auch für die Zukunft reich⸗ lichen Ertrag. Bei der Urbarmachung ſolcher ſaurer Viehweiden (Marſchboden) bringt der Pflug eine pechſchwarze Erde zum Vor⸗ ſchein, deren Schwärze um ſo mehr hervortritt, als dazwiſchen unzäh⸗ lige kleine, klare Quarzkörnchen ſich vorfinden. Der Boden behält zwar eine lange Reihe von Jahren dieſe Schwärze, endlich wird er aber doch lichter und nach und nach, wenn die Humusdecke nicht mehr im Stande iſt, den tief eingreifenden Pflug vom untenliegenden Geſtein abzuhalten, wird der Boden dieſem ähnlich. Danach, ob der Untergrund kalkig oder ſandig iſt, richtet ſich von nun an der Oeko⸗ nom, um ihn rationell zu benutzen. Von geringem Einfluſſe auf die Vegetation der Gewäſſer ſelbſt und der Geſtade iſt der Gehalt der Fluß⸗ und Quellwaſſer an an⸗ organiſchen Gemengtheilen. Wir beſprechen dieſe hier, weil ſie von den Gebirgsformationen herrühren, aus denen die Gewäſſer entſprin⸗ gen. Aus den Granithügeln des Bezirks fließt keine Quelle. Die Quellen und Flüſſe des Keupers enthalten am wenigſten von fixen Beſtandtheilen: nämlich neben wenig freier Kohlenſäure meiſtens Gyps, Spuren von Salzen mit alkaliſcher Baſis und Kieſelerde; ſie üben vorzugsweiſe auf die Wieſenvegetation einen günſtigen Einfluß. Weit gehaltreicher an fixen Beſtandtheilen ſind die Waſſer aus der Kalk⸗ formation; ſie enthalten in 16 Unzen zwiſchen 1 und 5, Gran, welcher Unterſchied auf dem Zugegenſein einer kleinen oder großen Menge kohlenſauern Kalks beruht. Der Gehalt an freier Kohlenſäure iſt nicht bedeutend und reicht in vielen Fällen nicht weiter, als gerade nothwendig iſt, die kohlenſaure Magneſia, den kohlenſauern Kalk, das kohlenſaure Eiſen⸗ und Manganorydul in Auflöſung zu erhalten. Die Quelle des Johannisbades nächſt Nördlingen enthält in 16 Unzen waſſerfreies ſchwefelſaures Natron 0/244 Gran Chlornatrium.... 5102 kohlenſaures Natron.... 0,08 7 ⸗ kohlenſaure Magneſia.... 0,6 714 ⸗ kohlenſauren Kalk..... 2,2258 ⸗ kohlenſaures Eiſenorydul... 0,111 ⸗ kohlenſaures Manganoxrydul.. 0,00o9 ⸗ Kieſelerde....... 7095. 5,553 Gran. Die Beſtandtheile der Brunnen⸗ und Quellwaſſer auf der Kalk⸗ formation bleiben ſich qualitativ meiſtens gleich: überall fanden wir kohlenſauern Kalk, kohlenſaure Magneſia und Kieſelerde; oft kohlen⸗ ſaures Eiſenoxydul und Kochſalz; ſeltener Gyps, Schwefelwaſſerſtoff iſere Er Die nane d verſgre uft rich gehweide zum Vor⸗ en urzi⸗ en behät vird er ece nicht legenden „ ob da der Oeko⸗ ſſer ſelbſt an an⸗ lſſe don entſprin⸗ le. Die dn fixen ns Ghpe, ſie üben 7 Weit er Kalk⸗ 5 Gran, großen hlenſäure z gerade Lalk, das ten. Die Unzen der Kal⸗ nden vi ſt kohlnr vaſeefuf — 159— und kohlenſaures Manganoxydul. Der Eiſengehalt mehrer Quellen iſt beträchtlich;z in trockenen Sommern bilden ſolche Quellen ein rothes Schlammbett um ſich herum: die ſparſamen Tropfen, auf welche die Quelle reducirt iſt, laſſen, indem ſie ſchnell der höhern Lufttemperatur ſich nähern, ihre freie Kohlenſäure fahren und zugleich die treffenden Salze fallen; das kohlenſaure Eiſenoxydul verwandelt ſich ſchnell in Oxydhydrat und färbt dadurch die übrige zum Schlamm ſich anhäu⸗ fende Maſſe rothbraun. Nachdem wir mehre Glieder der einzelnen geognoſtiſchen Forma⸗ tionen einer chemiſchen Prüfung unterworfen und dieſe Arbeit unter genauer Erwägung der auf den treffenden Gliedern lebenden Vegeta⸗ tation Jahrelang fortgeſetzt hatten, gewannen wir als Neſultat die unumſtößliche Ueberzeugung, daß die Vegetation in genauem Zuſammenhange mit der chemiſchen Conſtitution ihrer Unterlage ſtehe. Es gibt zwar ſehr viele Pflanzen, die auf allen Formationen vorkommen; allein einerſeits ſind dies meiſtens Pflanzen, welche zu ihrem Leben nur ſehr wenig anorganiſche Beſtandtheile be⸗ dürfen, was an dem geringen Aſchenrückſtande, den ſie beim Ver⸗ brennen hinterlaſſen, erkannt wird, andererſeits lehren unſere Verſuche, daß die Formationen, wenn wir uns ſo ausdrücken dürfen, in höchſt ſeltenen Fällen chemiſch rein ſind. Man muß ſich ſehr hüten, eine mächtige Bank des ſchönſten Jurakalks wegen ſeiner phyſikaliſchen Eigenſchaften, wegen ſeiner gleichförmig dichten Beſchaffenheit, gleich⸗ förmig weißen Farbe, wegen ſeiner durch und durch gleichen Härte für reinen kohlenſauern Kalk zu nehmen, oder einen äußerlich gleich⸗ förmigen Kieſelſand für reine Quarzkörner zu halten. Durch die Behandlung mit den erfoderlichen chemiſchen Agentien haben wir in jenem immer einen Gehalt an Magneſia, Eiſen und kieſelſaurer Alaun⸗ erde(Thon), oft auch Mangan, phosphorſauern Kalk und Spuren von Gyps, in dieſem aber etwas Magneſia, Kalk, Eiſen und Kali nachgewieſen. Alle Abänderungen der Glieder der einzelnen For⸗ mationen in einem geognoſtiſch ſo große Mannichfaltigkeit bietenden Terrain, wie das unſrige iſt, chemiſch zu unterſuchen, wäre eine Rieſenarbeit; wir würden bei dem großen, von Schichten und Ab⸗ lagerungen mit manchem Hügel ſchon Jahrelang zu thun haben. Wir dachten anfänglich nicht einmal daran, ſelbſt nur die geo⸗ gnoſtiſchen Hauptglieder einer ſolchen Arbeit zu unterziehen, indem wir deren Wichtigkeit nicht ahnten; allein im Verlaufe unſrer bota⸗ niſchen Spurzüge hatten ſich durch eine öfters wiederholte Erfahrung bald gewiſſe Regeln geltend gemacht, welche zwiſchen jedem aufs neue aufgefundenen Individuum gewiſſer Arten und zwiſchen der phyſikaliſchen Beſchaffenheit ſeiner Unterlage vorauszuſchicken wir uns angewöhnten. Bald ſtellten ſich Ausnahmen entgegen, zu deren Deu⸗ tung wir durch Berückſichtigung der chemiſchen Beſchaffenheit der Pflanzenunterlagen meiſtens glücklich gelangten. Erſt von jetzt an — 160— ſahen wir die Wichtigkeit ein, welche die chemiſche Conſtitution der Unterlage ausübt; von jetzt an fühlten wir das Bedürfniß, dieſelbe möglichſt genau kennen zu lernen und wegen des unüberſeh⸗ baren Materials wenigſtens da zu ſtudiren, wo ſcheinbare Räth⸗ ſel im Pflanzenwuchſe uns entgegentraten. Auf dem Alerheimer Schloß Papaver-Argemone zu finden, machte uns ſtaunen, da der Felſen älterer Süßwaſſerkalk iſt, Papaver- Argemone aber ſonſt nur auf Sand angetroffen wird. Eine nähere Beſichtigung jener Stellen des Kalkfelſens, worauf dieſe Pflanze ſteht, zeigt, daß dieſelbe das Vorkommen auf dieſer Localität einer nicht un⸗ bedeutenden Menge von Kieſelſand verdankt, welcher als Ueberbleibſel der einſt auf dieſem Kalkfelſen geſtandenen Schloßmauern den Felſen jetzt noch bedeckt. In dem zerriebenen und zerfallenen Mörtel kommt der Kalk ſchneller abhanden als Kieſelſand, und dieſer hegt, bis auch ihn das Loos des Verkommens trifft, einſtweilen eine ihm zuſagende Vegetation. Ein anderes mal waren wir erſtaunt, auf einem flachen, mit Dammerde bedeckten und an Lehmboden grenzenden Kalkhügel Sper- gula arvensis und Lycopsis arvensis zu ſehen. Bei genauerer Be⸗ ſichtigung zeigte ſich die Stelle mit Kieſelſand bedeckt, von welchem durch Nachfrage alsbald außer Zweifel geſtellt war, daß er vor einigen Jahren durch den Umſturz eines Wagens mit Bauſand hierher ge⸗ kommen ſei. Der Sand konnte ſich auf dem faſt kahlen Hügel nicht lange halten, und als wir die Stelle drei Jahre ſpäter wiederholt be⸗ ſuchten, war der Sand und die durch ihn bedingte Vegetation wieder verſchwunden. Kann man mit dem geringſten Rechte aus dieſen Thatſachen ſchließen, daß Argemone, Spergula und Lycopſis auf Kalk vorkommen, weil es bei oberflächlicher Betrachtung ſo ſcheint? In allen Fällen hat vielmehr die genaue Beſichtigung der Unterlage, im erſten Falle Hand in Hand mit der hiſtoriſchen Ueberlieferung, im zweiten mit der Erzählung eines Bauern, die Ueberzeugung in uns befeſtigt, daß die genannten Pflanzen, eben weil wir ſie blos in die⸗ ſen Fällen ſcheinbar, ſonſt aber nicht auf Kalk fanden, zum Gedeihen durchaus einer kieſeligen Unterlage bedürfen. Das einzelne, ſcheinbar ausnahmsweiſe Vorkommen einer wohn⸗ ſteten Pflanze auf einer andern Gebirgsformation hebt die Wohn⸗ ſtetigkeit nicht auf. Ein ſolches ausnahmsweiſes Vorkommen muß vielmehr, anſtatt ein Geſetz über den Haufen zu werfen, vor Allem den Wunſch rege machen, die chemiſche Beſchaffenheit der Unterlage kennen zu lernen, woraus dann gewöhnlich eine einfache Aufklärung reſultirt. Dem Chemiker Fuchs fiel das häufige Vorkommen von Pteris aquilina auf den Kalkalpen um Kreuth auf; er ahnte in dem Ge⸗ ſteine früher keinen Gehalt von Kali und wollte ſich durch einen ein⸗ fachen Verſuch vor dem Löthrohre überzeugen, ob der anderwärts be⸗ tation de , diſih überſah aare Nät⸗ u finden Papaver- ine nihen anze ſteht nicht un⸗ berblibſt en Felſa tel kommt bis auc zuſagende hen, mit hel Sper- terer Be⸗ welchen or einigen iether ge⸗ üͤgel nich rholt be⸗ widder dieſen auf Kal int? J. lage, in ung, in g in un s in dir Gedeihen et wohn⸗ e Wohl⸗ men muf vor Alen Unterler luftlärng von lels dem Ge⸗ einen ti⸗ wärts be — 161— obachtete bedeutende Kaligehalt dieſer Pflanze hier vielleicht durch Kalk erſetzt ſei. Er fand aber Kali und Kieſelerde in der Aſche vor, als hätte die Pflanze auf einem feldſpathhaltigen Boden geſtanden, und das Räthſel löſte ſich erſt auf, als ihm die chemiſche Analyſe ſagte, daß jenem Kalkſteine viel kalihaltiger Thon beigemengt iſt, welcher dieſer Pflanze das ihr unentbehrliche Kali darbietet.— Das ſtellen⸗ weiſe Vorkommen der Erica vulgaris auf dem Jura befremdet, weil Erica eine Kieſelpflanze iſt. Es befremdet aber nur ſo lange, bis der treffende Kalk nach ſeinen Gemengtheilen bekannt iſt. Das Geſtein enthält nämlich hier überall bedeutende Mengen von Kieſelerde und Thon beigemengt. Mehre Kalkbrenner, denen wir das Geheimniß mittheilten, ein Kalkgeſtein, worauf Erica wachſe, werde hydrauliſchen Mörtel geben, fanden dies vollkommen beſtätigt und einer derſelben meinte, ſein Sohn ſollte nun das wohlfeilere Studium der Botanik dem koſtſpie⸗ ligern der Chemie vorziehen. Aus dem Umſtande, daß die Botaniker häufig keine Chemiker ſind und daß ſogar manche ein geognoſtiſch wenig geübtes Auge haben, ferner daß die Zeit, ſeit welcher Unger aufs neue auf die Wohnſtetig⸗ keit gewiſſer Arten aufmerkſam gemacht hat, noch zu kurz war, um die vielen Einwürfe, welche dem genannten Geſetze gemacht wurden, mittels der chemiſchen Analyſe zu entkräften, aus dieſen Umſtänden insgeſammt wird es erklärlich, daß die Wohnſtetigkeit mancher Art wegen ihres Vorkommens auf einer andern Formation zu ſchnell in Zweifel gezogen worden iſt. Indem Unger eine allzugroße Reihe von Pflanzen als bodenſtete bezeichnete, von denen allen er ſicherlich nicht die gleiche Ueberzeugung haben konnte, daß ſie es ſeien; indem er fer⸗ ner zwiſchen der Pflanze und ihrer Unterlage ein poſitives Verhältniß zu erkennen glaubt, geht er zu weit. Wenn indeſſen das genannte Verhältniß auch nur ein negatives iſt, ſo iſt es darum nicht weniger intereſſant. Unger ſuchte den Zuſammenhang zwiſchen Pflanze und Unterlage näher zu erforſchen und den alten Linne'ſchen Satz(Phi- losoph. botanic.,§. 354): dignoscitur sic ex sola plantarum in- spectione subjecta terra et solum» genauer zu begründen; er hat die Aufmerkſamkeit der Botaniker mehr als bisher auf dieſen Punkt gerichtet; er hat gezeigt, daß dieſem Verhältniſſe ein hohes wiſſen⸗ ſchaftliches Intereſſe abzugewinnen ſei, während man früher die phy⸗ ſikaliſch⸗chemiſche Bezeichnung der Standplätze für etwas Untergeord⸗ netes hielt. Ihr Einklang, ihr ſtrenger Zuſammenhang wird erſt dann recht glänzend hervortreten, wenn die Chemie der Pflanzengeographie — zunächſt der Geognoſie— vorgearbeitet haben wird durch Erui⸗ rung der chemiſchen Conſtitution aller Formationenglieder. So genau man auch einerſeits die chemiſche Zuſammenſetzung der meiſten orykto⸗ gnoſtiſchen Specien kennt, ſo mangelhaft iſt andererſeits noch die Kenntniß von der mechaniſchen Vermengung dieſer zu Gebirgsarten, Cotta, Deutſchlands Boden.(Beilagen.) 11 — 162— d. h. die chemiſche Conſtitution der Glieder der Formationen. Wie bei den Mineralſpecien dies nöthig war, ſo können auch hier nur Tau⸗ ſende mühſamer Analyſen Aufſchluß geben; nirgend darf man weni⸗ ger durch Analogie ſchließen wollen als hier; ein und daſſelbe Glied muß ſogar an verſchiedenen Stellen ſeines Innern, an verſchiedenen Stellen ſeines Liegenden und ſeines Hangenden unterſucht werden, um eine ſichere Baſis zur richtigen Behandlung des Zuſammenhangs der Unterlage mit dem Pflanzenwuchſe zu gewinnen. Alle unſere Erfahrungen gehen dahin, daß nicht ſowol die geognoſtiſche Beſchaffenheit der Unterlage Einfluß hat auf das Gedeihen der Arten, als die chemiſche Conſtitu⸗ tion derſelben. Granit, Keuper und kieſeliges Alluvium haben große Aehnlichkeit in ihrem Pflanzenwuchſe, wenn der erſte ſehr ver⸗ wittert iſt, der zweite in einem durch Feldſpathcement zuſammengehal⸗ tenen Sandſteine, das dritte in Trümmern der beiden erſten oder an⸗ derer Formationen beſteht, denen Kali nicht abgeht und worin Kieſel⸗ erde vorherrſcht. Urkalk, Uebergangskalk, Flötzkalk, Süßwaſſerkalk und Kalkſinter haben als Kalkgeſtein die gleiche Flora; die Verſchieden⸗ heiten ſind zurückführbar auf die fremdartigen, ihnen beigemengten Beſtandtheile, abgeſehen von den Differenzen, welche(bei gleicher geographiſcher Breite) in ihnen bedingt ſind durch ihre verſchieden hohe Lage über der Meeresfläche. Torfmoore zeigen Aehnlichkeit mit dem Pflanzenwuchſe auf Kie⸗ ſelgeſtein, wenn ſie, wie die auf dem Schwarzwalde, auf kieſeliger Unterlage ruhen; ſie zeigen mehr Aehnlichkeit mit dem Pflanzenwuchſe auf Kalkboden, wenn ſie, wie die oberbairiſchen und oberſchwäbiſchen, auf kalkiger Unterlage ſich befinden. Vergleicht man den Pflanzenwuchs des Leiaskalks mit dem des Leiasſands, und den des Leiasſands mit dem des verwitterten Granits, ſo findet man einen größern Unterſchied zwiſchen dem erſten und zwei⸗ ten, als zwiſchen dem zweiten und dritten, obwol jene geognoſtiſch eng verbrüdert ſind, während dieſe ſich fernſtehen. Wenn wir bei der ſpeciellen Schilderung der Vegetation die Standorte chemiſch und geognoſtiſch genau bezeichnen werden, erklären wir ſchon im voraus, daß wir dies zwar zur Erſchöpfung des wahren Thatbeſtandes thun, allein keinen Unterſchied— wenigſtens in unſerm Be⸗ zirke— hierin ausſprechen, als den von Kieſel⸗ und Kalk⸗ pflanzen und allenfalls noch Thonpflanzen. Wir können der Meinung Derjenigen durchaus nicht beiſtimmen, welche glauben, daß, da die angeſprochene Wohnſtetigkeit vieler Pflanzen auf Ur⸗ gebirge einerſeits, auf Uebergangs⸗ und Flötzgebirge andererſeits des Beweiſes ermangele, von Wohnſtetigkeit auf den verſchiedenen For⸗ mationen des Flötzgebirges keine Rede ſein könne. Abgeſehen da⸗ von, daß Dieſe von geognoſtiſchen Formationen reden, während wir doch chemiſch verſchiedene Bodenarten angezogen wiſſen wollen, nen. We nur Tar nan wei⸗ ilbe Gli eihiedene t werden mmenhange owol die luß hat Conſtitu⸗ un haben ſehr der mengehne doder a⸗ din Kieſe⸗ erkalk und erſchieden⸗ gemengten à gocher ſieden hohe auf Kie kieſelige zenwuchſ wäbiſchen dem dei Granits und zwi⸗ eognoſtſt n wir b miſch un n voraus, des thuc, etm Be⸗ ind Kal⸗ gir konna e glaubl n af l erſtit d denen dur⸗ tſihen de währen in volt — 163— halten wir dafür, daß die von der chemiſchen Conſtitution der Unter⸗ lage herrührende Verſchiedenheit im Pflanzenwuchſe hier ſogar noch beſſer in die Augen ſpringen müſſe, weil ſtörende, für ſich ſchon eine große Verſchiedenheit bedingende Hinderniſſe, z. B. allzuverſchiedene Elevation und Temperatur, hier in geringerm Grade mitwirken. Selbſt zugegeben, daß das Geſetz in ſeiner Reinheit nur im Hochgebirge, und auch hier nur an wenigen Stellen, wo die geognoſtiſchen For⸗ mationen— wenn der Ausdruck angeht— gleichſam chemiſch rein auftreten, beobachtet wird, ſo kann es ſelbſt in der cultivirten Ebene nur bis auf einen gewiſſen Grad zurückgedrängt werden; ganz ver⸗ leugnet es ſich nimmermehr. Alph. de Candolle ſagt in ſeiner„In- troduction à'étude de botanique“(Brüſſel 1837, S. 363): Dans les pays ouù il existe des montagnes calcaires, granitiques, volca- niques etc. approchées les unes des autres, on remarque peu d'espèces qui manquent sur les autres; mais plusieurs se déve- loppement mieux sur l'une que sur Pautre.“ Es liegt auf platter Hand, daß dieſe Beobachtung die Thatſache der Wohnſtetigkeit nicht beeinträchtigt. Wo Kalk, Granit und vulkaniſche Gebirge nahe bei⸗ einander zu Tage gehen, waren vulkaniſche Kräfte im Spiel, welche am allerwenigſten die jungfräuliche Beſchaffenheit der Formationen bewahrt haben. Die verſchiedenartigſten Gebirgsvermengungen haben hier Platz gegriffen, und es können von hier aus keine Urtheile über die Wohnſtetigkeit der Pflanzen abſtrahirt werden, wenn nicht vorher durch chemiſche Reagentien die Beſchaffenheit des Geſteins erörtert iſt. Es ſpricht im Gegentheil der Umſtand, daß auf gemengtem Boden jeder Mengungstheil ſeine Flora mit ſich führt, aufs neue beſtätigend für die Wohnſtetigkeit vieler Arten. Iſt ja doch der Kieſel kein Gift für eine kalkanzeigende Pflanze und der Kalk kein Gift für eine kieſelanzeigende; dieſe wächſt nur aus dem einzigen Grunde nicht auf reinem Kalkgeſtein, weil Kieſel fehlt; jene nur darum nicht auf Kie⸗ ſelboden, weil ſie den zu ihrem Leben ihr unentbehrlichen Kalk nicht vorfindet. Denjenigen Botanikern, welche die Beziehung zwiſchen der Ve⸗ getation und der chemiſchen Conſtitution des Bodens bezweifeln, möch⸗ ten wir die orthodoxe mineralogiſche Schule ins Gedächtniß rufen welche ſich lächerlich gemacht hat, weil ſie eine Zeitlang ſo kindiſch war, die Hülfe der Chemie von ſich zu weiſen. Wir erlauben uns gleichzeitig, ihnen den Wink zu geben, die bis jetzt von ihren Geg⸗ nern aufgefundenen Thatſachen einſtweilen umgekehrt zu benutzen, um aus dem Vorkommen gewiſſer Pflanzenarten auf die Zuſammenſetzung des Bodens zu ſchließen, bis ſie hierdurch Fortſchritte in der Boden⸗ kunde und Geognoſie gemacht und ſich endlich mit Hülfe der chemi— ſchen Analyſe in den Stand geſetzt haben werden, die Bodenbeſtand⸗ theile ebenſo ſicher zu erkennen, als es ihnen jetzt leicht wird, die Pflanzenarten zu unterſcheiden. 11* — 164— Am öſtlichen Rande des Ries, im ſüdöſtlichen Eck, ſind die mächtigen Jurakalkbänke mit einer viele Fuß tiefen Decke von ange⸗ flößtem Sand bedeckt, worauf ein kräftiger Nadelwald ſteht. Am Fuße der Kalkfelſen haben Regengüſſe, ſowie die muntere Schwalb und die ſie bildenden Bäche allen Sand weggeflößt und dadurch die horizontalen, ins Ries ſchwach weſtlich hereinfallenden Kalkbänke bloß⸗ gelegt. So weit als dies der Fall iſt, hat ſich— den Nadelwald gleichſam umſäumend— ein Laubwald ohne äußeres Zuthun ange⸗ ſiedelt. Es ſtehen hier mächtige Exemplare von Fagus silvatica, Acer Pseudoplatanus und Pyrus Aria, ferner Viburnum Lantana, Carpinus Betulus, Berberis vulgaris u. ſ. w. aus einer Zeit, wo man noch nirgend an Forſtculturen dachte. Jeder Unbefangene erkennt hier ſchon durch bloßes Beſchauen von der Ferne aus den Einfluß, welchen die chemiſche Beſchaffenheit der Unterlage auf die Vegetation übt. In dem Maße, als der angeflößte Sand nach und nach verſchwindet, verſchwindet auch der Nadelwald nach Jahrhunderten, um dem Laub⸗ walde das uſurpirte Terrain wieder abzutreten. Dieſe ruhige Ab⸗ löſung wird aber durch die Forſtleute in ihrem Ausgange beſchleunigt werden. Da die chemiſch unähnlichen Glieder einer und derſelben Forma⸗ tion eine verſchiedene Flora haben und zwar eine ungleich verſchiede⸗ nere, als chemiſch ähnliche Glieder verſchiedener Formationen, ſo folgt hieraus, daß die chemiſche Zuſammenſetzung des Bodens oder anſtehenden Geſteins als ein wichtiger Factor für die Artenverbreitung eintritt und daß dieſe Verbreitung blos inſofern durch die geognoſtiſche Formation bezeichnet werden kann, als die che⸗ miſche— und bei zuſammengeſetzten Gebirgsarten die mineralogiſche— Zuſammenſetzung der Formation eine conſtante und allbekannte iſt. Von der Pflanze als von einem Centrum werden durch die ver⸗ ſchiedenſten Urſachen die Samen im Allgemeinen peripheriſch verbrei⸗ tet, und es wäre alſo kein Grund vorhanden, warum nicht jede Pflanze überall vorkommen könnte, wenn nicht klimatiſche, chemiſche und phyſikaliſche Hinderniſſe entgegenſtänden, welche die Entwickelung des Samens nicht an allen Orten geſtatten. In einem dieſer Hinderniſſe liegt der Grund, warum in der Polarzone keine Palme, warum auf einem von Kieſelerde freien Boden kein Equiſetum, warum auf dem Flugſande keine wurzelſchwache perennirende Pflanze vorkommt. Temperatur(hervorgehend aus der geographiſchen Breite und der Elevation) ſammt Lichteinfluß iſt der wichtigſte Factor zum Pflanzen⸗ wuchſe, der zweite iſt die Feuchtigkeit; beide zuſammen bedingen— wenn der Ausdruck angeht— die Familienzonen. Innerhalb der Familienzonen, alſo bei gleichem Klima, ſind es aber die chemiſche und phyſikaliſche Beſchaffenheit der Unterlage, welche den Vegetationscharakter vorzugsweiſe bedingen; aus ihrem Zuſammen⸗ wirken innerhalb der Familienzonen gehen die Artenzonen hervor. , ſid ü von ange ſieh. An t Schy dadurch d bänke bß Nadelwal thun ang alica, Acer Carpinos man nod hier ſche velchen de übt. J rſchwinden dem Laut⸗ uhige A ſſchleunigt en Ferma⸗ verſchiede n ſo folg ens ode für die inſofern s die he⸗ logiſche— nte iſt. die ver⸗ ſh vetbui nicht jedt cheniſch (twickelung ndieſer ne Palwe m, warum vorkomm. ite und de Pflarzer edingen- N ſid uh, wich Zuſammer⸗ n herbt — 165— Die phyſikaliſche Beſchaffenheit der Unterlage wurde als Factor zum Pflanzenwuchſe viel früher erkannt und gewürdigt als die che⸗ miſche. Damit dieſe letztere in ihrer Wichtigkeit als Factor erkannt werde, bedarf es der längſten Zeit, da ihr Wirken geheim iſt und nicht ſo offen zu den Beobachtungsſinnen ſpricht, wie das der übrigen Factore. Die chemiſche Analyſe jener Unterlagen, auf welchen das für normal erkannte Vorkommen der Pflanzenarten modificirt oder geſtört erſcheint, wird namentlich dazu beitragen, das Geheimniß zu erlauſchen, welches die Wirkung dieſes Factors umhüllt. Aeußere Umſtände ſind unermüdlich, die Arten und ſomit die Familien bunt durcheinander über die ganze Erdoberfläche zu verthei⸗ len; die Bundesgenoſſen:„Temperatur, Feuchtigkeitszuſtand, chemiſche und phyſikaliſche Beſchaffenheit der Unterlage“, ſchlagen jene Verſuche unaufhörlich zurück; aus dieſem ſtillen Kampfe gehen die Pflanzen⸗ zonen hervor. Nehmen wir endlich, wie es ſich bei allen andern Zweigen der Naturbeobachtung ergibt, auch gewiſſe quantitative Verhältniſſe als Bedingung der Exiſtenz an, ſo kann man ſich aus jenen drei Fac⸗ toren leicht eine unzählige Reihe von Combinationen denken, und in ihnen ſehen wir die Möglichkeit, uns Rechenſchaft zu geben über die Menge der Pflanzenarten, welche in einem Landſtriche gedeihen; die Flora eines Landes iſt uns alſo der lebendige Ausdruck dieſer drei Bedingungen. Beilage 36 zu Seite 450. Einfluß des geologiſchen Baues auf die Landwirthſchaft in Würtemberg. Vielleicht in keinem andern Lande als in Würtemberg ſtimmen die Verbreitungsgebiete der verſchiedenen Wirthſchaftsſyſteme ſo ſehr mit denen gewiſſer geologiſcher Formationen überein. Es ſtellt ſich das ungemein auffallend dar, wenn man die Karte, welche Karl Göritz 1848 ſeiner Schrift:„Ueber die im Königreich Würtemberg üblichen Feldſyſteme und Fruchtfolgen“ beigegeben hat, mit Koch's geognoſtiſcher Karte von Würtemberg vergleicht, die ziemlich in dem⸗ ſelben Maßſtabe ausgeführt iſt. Faſt genau ſo weit, als der Buntſandſtein vom Schwarzwalde aus nach Würtemberg hereinreicht, findet man auf der Karte von Göritz die Farbe für das Gebiet der Feldgraswirthſchaft, die ſich allerdings auch in der zum Allgäu gehörigen Südſpitze des Lan⸗ des auf dem Gebiet des Molaſſeſandſteins und in ſehr geringer Aus⸗ dehnung auf dem Keuperſandſtein bei Welzheim wiederholt. 7 — 166— Soweit der weiße Jura die obere Felsplatte der Schwäbiſchen Alp bildet, faſt genau ſoweit reicht bei Göritz die Farbe für ſein Ge⸗ biet der gemiſchten Feldgras⸗ und Dreifelderwirthſchaft. Am Nordrande ſtimmen dieſe Grenzen vollkommen genau überein. Die kleinen Gebiete derſelben Wirthſchaftsweiſe auf Muſchelkalk bei Oberndorf und auf Keuper bei Ellwangen kommen dagegen um ſo weniger in Betracht, da erſterer ein ſehr ähnliches Kalkſteinhochpla⸗ teau bildet. Im Uebrigen entſpricht die Ausbreitung der ganz vorherrſchenden Dreifelderwirthſchaft gänzlich der Verbreitung von Muſchelkalk, Keu— per, Leias und Molaſſe nebſt den letztere überdeckenden Diluvial⸗ ablagerungen, denn die bei Göritz roth bezeichnete freie Wirth⸗ ſchaft hat ſich offenbar nur ſporadiſch hier und da durch beſondere Verhältniſſe entwickelt. Göritz hat die Urſachen dieſer Verbreitungsgebiete verſchiedenarti⸗ ger Wirthſchaftsſyſteme zu beleuchten geſucht; wol ganz mit Recht ſchreibt er den klimatiſchen Verhältniſſen eine Hauptrolle unter dieſen Urſachen zu. Bei ſeiner Beurtheilung des Bodeneinfluſſes ſcheint er indeſſen die ſo ſehr übereinſtimmende Verbreitung der Flötzformatio⸗ nen gänzlich überſehen zu haben. Er berückſichtigt faſt nur die eigent⸗ liche Ackerkrume, nicht die Natur ihrer Felsunterlage, ſowie denjenigen Einfluß, welchen der geologiſche Bau auf die Oberflächengeſtaltung, den Waſſerreichthum und Alles, was davon abhängt, ausübt. Dies ſcheint der Grund zu ſein, weshalb er den Einfluß des Bodens als eine der Urſachen zwar anerkennt, aber wol etwas zu gering anſchlägt, denn wenn er die Stärke der Bevölkerung und die Vertheilung des Grundeigenthums anſcheinend als wichtigere Urſachen behandelt, ſo muß man bedenken, daß dieſe großentheils erſt ein Re⸗ ſultat des Bodenbaues und der Bewirthſchaftungsart ſind, ſich min— deſtens gegenſeitig bedingen. Seine Erörterungen ſind indeſſen für unſere Betrachtungen in mancher Beziehung ſo lehrreich, daß ich mich nicht enthalten kann, das Wichtigſte davon hier mitzutheilen. Er ſagt:„Forſchen wir nach den Urſachen, aus welchen die be⸗ ſchriebenen Feldſyſteme in jeder Gegend, in welcher wir ſie finden, vorherrſchend geworden ſind, ſo ſtellt ſich uns der Einfluß der klima⸗ tiſchen Zuſtände, der Bodenbeſchaffenheit und der Bevölkerung als be⸗ ſonders wichtig dar; minder erheblich iſt der Einfluß der Bodenver⸗ theilung, der Zehnt⸗ und Uebertriebsverhältniſſe, von ſehr geringer Bedeutung der Einfluß der merkantiliſchen Verhältniſſe. Wie die Feldgras⸗ und die Dreifelderwirthſchaft ſich nach Umfang des Gebie⸗ tes in Würtemberg vor den andern Feldſyſtemen auszeichnen, ſo iſt auch bei ihnen vorzugsweiſe Gelegenheit da, nachzuweiſen, aus wel⸗ chen Gründen ſie da und dort Beſitz von dem Boden genommen haben. hwibſche e ſein e tthſchaſt u überin helkalk e hen um ſe inhochple enſchenda alk, Keu⸗ Diluvial Virt)⸗ beſonden hiedenart⸗ wit Rech zter dieſen ſcheint er formatio⸗ e äͤgent⸗ denjerigen geſtaltung ibt. nfluß des etwas zu jund die lrſachen ein Re⸗ ſich min⸗ diſſen für jich mic . n die be⸗ ie finden, et küma⸗ ag ads be Bodenber t geringer Wie di des Gebie en, ſo i aus ve⸗ genommal — 167— 1) Der Einfluß der klimatiſchen Zuſtände auf die Feld⸗ ſyſteme. Die durchſchnittliche Erhebung des ganzen Landes über die Mee⸗ resfläche beträgt nach der neueſten Auflage von Memminger's„Be⸗ ſchreibung von Würtemberg“ 1476, die des Südlandes 1920, der Alb und des Schwarzwaldes 2500, des Mittel⸗ oder Neckarlandes 1150, des Nord⸗ oder Tauberlandes 1050 pariſer Fuß. Schon dieſe wenigen Zahlen erklären die Thatſache, daß in Oberſchwaben, auf der Alb und dem Schwarzwalde die Verhältniſſe für Feldgraswirth⸗ ſchaft günſtig ſind. Wenn man mehr ins Einzelne geht, ſo findet man noch auffallender beſtätigt, wie die mit der Erhebung ſich ſtei⸗ gernde Feuchtigkeit der Atmoſphäre die Graswüchſigkeit vermehrt. Die reine Graswirthſchaft iſt auf der Adelegg(über 3000 Fuß Höhe) und denjenigen Gebirgshöhen im Oberamt Balin⸗ gen, Oberndorf, Freudenſtadt, Calw, welche beinahe 3000 oder über 5000 Fuß Erhebung haben, üblich. Das Allgäu und diejenigen angrenzenden Theile Oberſchwabens, in welchen geregelte oder wilde Feldgras⸗ wirthſchaft einheimiſch iſt, haben eine Erhebung von 1700 bis 2400 Fuß. Wenn das Klima ſchon hierdurch rauh wird, ſo wirkt die Nähe der Alpen mit ihrem ewigen Schnee und ihre ungünſtige Lage gerade gegen Süden, während die Hauptneigung dieſes Gebietes gegen Norden fällt, noch weiter erkältend ein; das Frühjahr beginnt ſpät, der Winter früh, die Feldbeſtellung wird dadurch erſchwert, das Gedeihen der Halmfrüchte iſt in manchen Jahren unſicher, der Körner⸗ ertrag deshalb nur mittelmäßig, dabei muß die Ausſaat um die Hälfte ſtärker als in den mildern Landestheilen gemacht werden. Während dieſe Gründe für die Beſchränkung des Ackerbaues ſprechen, ſo iſt die nicht allein durch die hohe Lage, ſondern auch durch die Nachbar⸗ ſchaft der Gebirge, ſowie des Bodenſees und der vielen kleinern Seen und Weiher hervorgerufene Feuchtigkeit dem Graswuchs beſonders förderlich, die Egarte beraſt ſich ohne alle künſtliche Ausſaat ſchnell und liefert ein gutes Futter zur Weide und zum Mähen. Dieſes iſt um ſo vortheilhafter, weil gute immerwährende Wieſen in dieſem Gebiete ſelten ſind. Vergleichen wir nun mit dieſen klimatiſchen Zuſtänden des Feld⸗ grasbezirks diejenigen des dreifelderig bewirthſchafteten Be⸗ zirks von Oberſchwaben, ſo finden wir, daß zwar auch in letz⸗ term einzelne Höhelagen von 2400 Fuß und darüber, aber auch Lagen vorkommen, welche 1200 Fuß wenig überſteigen, und daß die Erhebung von 1600 bis 1800 Fuß als die mittlere und gewöhnliche angeſehen werden kann. Dabei ſind die ſüdlichen Theile dieſes Be⸗ zirks gegen Mittag abhängig und offen, gegen Oſten geſchützt, und laſſen demzufolge den Bau von ſolchen Culturgewächſen zu, welche — 168— nur in den wärmern Ländern Deutſchlands ihr Gedeihen finden. In den Oberämtern Ravensburg und Tettnang gibt es Wein⸗ und fleißig betriebenen Obſt⸗, Phaſeolen⸗, Mais⸗ und Weberkardenbau; etwas weniger warm iſt der gegen die Donau zu, alſo nördlich abfallende Theil; für den Obſtbau iſt hier bei den Landleuten wenig Sinn vor⸗ handen, obwol er klimatiſch nicht ausgeſchloſſen wäre; der Rapsbau iſt im ganzen Gebiete ſehr verbreitet; die Hauptſache aber bleibt das Getreide, das einen wichtigen Ausfuhrartikel in die Schweiz bildet. Was die Rindviehhaltung betrifft, ſo iſt ſie ſtark, dabei Stallfütterung beinahe allgemein eingeführt; die Ausfuhr an Vieh noch immer be⸗ trächtlich.. Die Gegenſätze der beiden Bezirke ſind in Oberſchwaben, was die phyſiſche Lage betrifft, ſo ſtark ausgeprägt, daß es uns nothwen⸗ dig ſchien, ſie unverkürzt hervorzuheben; bei den übrigen Landestheilen i*ſt dies nicht ſo ſehr erfoderlich. Von der Alb und den dazu gehörigen Bezirken braucht blos geſagt zu werden, daß der Heuberg, deſſen Plateau im Durch⸗ ſchnitt 2800, deſſen höchſter Punkt 3112 Fuß hoch gelegen iſt, das rauheſte, das Hochſträß mit ungefähr 1700 Fuß Erhebung das mil⸗ deſte Klima hat, daß ſchon letztere Erhebung eine extenſive Bewirth⸗ ſchaftung, alſo Feldgraswirthſchaft und Dreifelderwirthſchaft mit ziem⸗ lich reiner Brache rechtfertigt, daß aber das Nebeneinanderbeſtehen dieſer beiden Feldſyſteme auf den einzelnen Markungen den Beweis liefert, wie hier noch andere Einflüſſe als die hohe Lage entſcheidend ſein müſſen. Auf dem Schwarzwalde haben das eigentliche Gebirge und die Hochebene, welche ſich an der weſtlichen Landesgrenze hinziehen, außer den kleinen Strecken reiner Graswirthſchaft ausſchließlich Gras⸗ wirthſchaft; es ſind dies die Höhen von 1800 bis 3550 Fuß Er⸗ hebung, die niedrigern Theile dieſes Bezirks, gegen Oſten gelegen, mit Erhebungen von 1400 bis 1800 Fuß haben theils Feldgras⸗ und Dreifelderwirthſchaft gemeinſchaftlich, theils letztere allein. Neben der Erhebung iſt hier der Boden beſonders entſcheidend. Die Feuchtigkeit des Schwarzwaldes übertrifft noch die der Alb; jener hat ein Drittheil der Fläche mit Nadelholz bewachſen; dieſe hat Laubholz in viel ge⸗ ringerer Menge und viele kahle Flächen. Die Diſtricte des Mittellandes, welche Feldgras⸗ wirthſchaft haben, liegen durchſchnittlich 1500 bis 1700 Fuß hoch und genießen ſowol dadurch als durch die Nadelholzwälder, welche auch hier allgemein ſind, die für eine ſchleunige Beraſung erfoderliche Feuchtigkeit; es beſtimmt aber bei ihnen mehr der Boden als die Er⸗ hebung das vorwaltende Feldſyſtem. Alle mildern Theile des Mittel⸗ und Nordlandes haben größtentheils Dreifelderwirthſchaft. Wie oben erwähnt, beträgt ihre iden. a ind ſlißg u; etwaz fällade Oinn hor⸗ Nopsbeu glibt das iz bidet fütterung uner he⸗ en, was nothwen⸗ desthellen Ibraucht Durch⸗ iſt, das das mil ewirth⸗ nit ziem⸗ wbeſtehen Beweis cheidend ge und nziehen, Gras⸗ duß Et⸗ gllegen, ras⸗ und eben der ichtigkeit Drittheil vil ge⸗ ldgras⸗ duß hec „welch foderlche die Er z haben tigt ihrt 7 — 169— durchſchnittliche Erhebung 1050 bis 1150 Fuß, dabei gibt es Fluß⸗ thäler, die nur wenig mehr als 400 bis 500 Fuß Höhe über dem Meere haben. Zur Charakteriſtik der klimatiſchen Zuſtaͤnde der wärm⸗ ſten Gegenden in Würtemberg mag dienen, daß die dortige Drei⸗ felderwirthſchaft den Bau von vielen Nachfrüchten nach der Ernte des Getreides, z. B. von Stoppelrüben, Grünwicken, Gemenge von Mais und Rüben, von Mais und Wicken u. dergl. zuläßt. 2) Der Einfluß des Bodens auf die Feldſyſteme. Dieſen Einfluß müſſen wir in Oberſchwaben und auf der Alb nur als untergeordnet anſehen, denn in beiden beſteht Feldgras⸗ und Dreifelderwirthſchaft auf den gleichen Bodenarten. Einigermaßen wirkt er inſofern, als auf der Molaſſe Oberſchwabens und auf dem Jurakalk der Alb zuweilen Geröllſteine in ſolcher Menge vorhanden ſind, daß dadurch die Bearbeitung des Bodens ſehr erſchwert und ver⸗ theuert wird; es bezieht ſich dies aber immer nur auf eine einzelne Localität, indem man an ſolchen Stellen gern Wieſen, Weiden und Eſperfelder anlegt, welches nur mittelbar das Feldſyſtem beſtimmt. Dagegen wird der Einfluß des Bodens auf dem Schwarzwalde, Welzheimer Walde und dem Gebiete zwiſchen Gaildorf und Ellwangen um ſo mächtiger und zwar in der Art, daß mit der Grenze der ſandlehmigen, Sand⸗ und ſandigen Lehmböden auch die Feldgraswirthſchaft ihre Grenze hat und die Dreifelderwirthſchaft beginnt. Jenen leichten Böden iſt es nicht blos ſehr zuträglich, wenn ſie nach mehrjährigem Anbau auch wieder einer mehrjährigen Befeſtigung unterworfen werden, ſondern es iſt dies beinahe eine noth⸗ wendige Bedingung ihrer nachhaltigen Ertragsfähigkeit. 3) Der Einfluß der Bevölkerung auf die Feldſyſteme. Nach der Zählung vom 5. December 1846 kommen in Würtem⸗ berg auf die Quadratmeile durchſchnittlich 4947 Einwohner. Die Geſammtbevölkerung Oberſchwabens ſteht weit unter der durchſchnittlichen. In denjenigen Oberämtern, in welchen faſt aus⸗ ſchließlich Feldgraswirthſchaft betrieben wird, z. B. in Leutkirch, leben nur 2638 und in Wangen nur 2944, in denjenigen, in welchen ausſchließlich Dreifelderwirthſchaft betrieben wird, wie in Saulgau, leben 5200, in Laupheim 4100 Einwohner auf der Quadratmeile. Das Oberamt Tettnang hat nur einen kleinen Antheil am Feldgras⸗ bezirk, meiſtens Dreifelderwirthſchaft, dabei gegen 3700 Einwohner. Die Gegenſätze ſind hier ſprechend. Ravensburg, welches beide Feld⸗ ſyſteme hat, bildet mit 3084, Biberach ebenſo mit 3147 Einwohnern den Uebergang, und nur Waldſee mit ſeiner geringen Bevölkerung von 2400 Einwohnern eine auffallende Ausnahme. Die Alb hat im Ganzen durchſchnittlich über 3500, ihre Hoch⸗ fläche allein über 2500 Einwohner, hierunter die reinen Alb⸗Ober⸗ — 170— ämter Münſingen nur 2122, Blaubeuern 2717, Neresheim 3183 Einwohner. Auf dem würtembergiſchen Schwarzwalde hat das am dünn⸗ ſten bevölkerte Oberamt, nämlich Freudenſtadt, über 3000 Einwohner, während das Oberamt Neuenbürg über 4000 und die Oberämter Sulz, Oberndorf und Nagold über 5000, folglich über den Landes⸗ durchſchnitt, Rottweil ſogar über 6000, Horb beinahe 7000 Einwohner haben. Die Dreifelderwirthſchaft überwiegt in dem mehr, die Feld⸗ graswirthſchaft in dem weniger bevölkerten Theile des Schwarzwaldes. Dabei iſt nicht zu überſehen, daß auch dieſer Theil im Verhältniß zur Alb und zu Oberſchwaben und mit Berückſichtigung der großen Waldfläche reich an Menſchen iſt. Nur dadurch erklärt ſich der in⸗ tenſive Betrieb der Feldgraswirthſchaft, welchen wir dort trotz des rauhen Klimas, das den Futterkräuter⸗, ja ſogar den Winterhalm⸗ fruchtbau zuweilen etwas unſicher macht, häufig ohne alle Brache mit den ausgewählteſten Fruchtfolgen, häufig ohne Weide mit jährlich zwei mal gemähter Egarte antreffen, eine Betriebsweiſe, welche noch durch einträgliche natürliche Wieſen in den Thaleinſchnitten des Ge⸗ birges kräftig unterſtützt wird. Die Feldgrasbezirke des Mittellandes kommen in der Bevöl⸗ kerung dem Landesdurchſchnitte ungefähr gleich; das Oberamt Welz⸗ heim hat 5089 Einwohner, die andern hierher bezüglichen Landes⸗ theile werden eher weniger haben. Wir haben bis jetzt vorzugsweiſe die gering und mittelmäßig be⸗ völkerten Gegenden hervorgehoben und gefunden, daß in ihnen ent⸗ weder nur Feldgraswirthſchaft(mit Einſchluß der verhältnißmäßig unbedeutenden reinen Graswirthſchaft und beziehungsweiſe der wilden Feldgraswirthſchaft) einheimiſch iſt, oder daß die Dreifelderwirth⸗ ſchaft gleichſam mit der Feldgraswirthſchaft um das Gebiet kämpft, auch ſich mit der letztern in das Gebiet theilt. Betrachten wir nunmehr die reichbevölkerten Gegenden, ſo finden wir das Syſtem der Dreifelderwirthſchaft mit großentheils eingebauter Brache als das überwiegende, und da, wo die Dreifelderwirthſchaft an den Fruchtwechſel grenzt, oder wo ganze Markungen zur freien Wirthſchaft übergegangen ſind, leben gewöhnlich über 8000 Ein⸗ wohner auf der Quadratmeile. Zum Beweiſe dient(der Stadtbezirk Stuttgart kann natürlich nicht mit in die Frage gezogen werden) das Oberamt Canſtatt mit 13244, Eßlingen mit 11251, Waiblingen mit 10967, Schorndorf mit 8338, Tübingen mit 8269, Kirchheim mit 8075 Einwohnern auf die Quadratmeile. Zu bedauern iſt, daß unſere landwirthſchaftliche Statiſtik ſich noch ſo ſehr in der Kindheit befindet und daß wir den Einfluß der Wal⸗ dungen, Weinberge, Torfſtiche, Teiche, öͤden Plätze und dergl. auf die Bevölkerung nicht in Zahlen mit auf die Wagſchale legen und heim 3lg am düm. Einwohne Oberämt en Lande⸗ Einwohne „die F⸗ varzwaddes Verhältnif der grofen ch der ir trot des Sinterhaln alle Brace wit jihrich velche noc n des Ge⸗ der Deril⸗ amt Weh⸗ en Landes mäßig be ihnen ent⸗ ltnißmäfij der wilden erwirth⸗ das Gebit Betrachte das Shſſten Brache d t an der t freier 8000 Eir⸗ Stadtbeitt verden) di Waiblina Kirchhe ſik ſchm ſj der B dergl ue legen n — 171— ebenſo wenig zwiſchen der landwirthſchaftlich und gewerblich beſchäf⸗ tigten Bevölkerung nach Bezirken ſtreng unterſcheiden können. 4) Der Einfluß, welchen die Vertheilung des Grund⸗ eigenthums auf die Feldſyſteme ausübt. In Oberſchwaben und zwar in den beiden Gebieten, welche wir nach ihrer Wirthſchaftsweiſe getrennt haben, gibt es nur wenige Dörfer, und es ſind ſogar erſt zu Ende des letzten und zu Anfang dieſes Jahrhunderts viele ehemalige Dörfer in ſogenannte Einödhöfe aufgelöſt worden. Auf der Alb iſt die Dorfwirthſchaft das Gewöhn⸗ liche, ſie gibt der dortigen Feldgraswirthſchaft ihren eigenthümlichen Charakter. Auf dem Welzheimer, Limpurger und Schwarz⸗ walde wechſeln Städte und Dörfer mit vielen Weilern und Einzel⸗ höfen. Die Feldgraswirthſchaft wird durch größere und zuſammen⸗ hängende Beſitzungen begünſtigt; überall, wo jene in Würtemberg einheimiſch iſt, trifft man in Dörfern und Weilern Bauerhöfe von ziemlichem Umfange. Damit ſoll aber nicht geſagt ſein, daß nicht auch im Gebiete der Dreifelderwirthſchaft ſich viele geſchloſſene Bauer⸗ höfe befinden. Namentlich iſt das Hohenlohiſche reich daran. Da⸗ gegen nöthigt oft die Zerſtückelung im Vereine mit wenigen und un— zweckmäßig geführten Feldwegen zur Einhaltung der Dreifelderwirth⸗ ſchaft. Die Zwergwirthſchaft geht zum Theil ſo weit, daß man nicht mehr nach Morgen, ſondern nur nach Vierteln und Achteln rechnet. Größere Güter, Staats⸗, Hofkammer⸗ und ſtandesherrliche Domainen, ſowie Ritter⸗ und Corporationsgüter ſind faſt durch das ganze Land in wohlthätiger Vertheilung zu treffen. Auf dieſen Be⸗ ſitzungen wird die Fruchtwechſelwirthſchaft immer allgemeiner. Mit der Vertheilung des Grundeigenthums hängt auch die nahe und ent⸗ fernte Lage der Felder einigermaßen zuſammen. Ihr Einfluß auf die Feldſyſteme iſt beſonders auf der Alb nicht zu verkennen. 5) Der Einfluß des Zehntens, der Uebertriebsrechte und ähnlicher, den Anbau feſſelnder Einrichtungen. Er iſt zwar durch die langjährige Verpachtung der Staatszehn⸗ ten, durch viele Gefällablöſungen, durch manche freiſinnige Beſtim⸗ mungen des Schäfereigeſetzes und dergl. gemildert, deſſenungeachtet aber in vielen Beziehungen noch ungemein ſtörend. Beſonders hat er ſeither die allgemeinere Einführung der Fruchtwechſel⸗ und freien Wirthſchaft gehemmt. Die bevorſtehende Beſeitigung ſämmtlicher Grundlaſten wird namentlich im Gebiete der Dreifelderwirthſchaft große Reformen herbeiführen.. 6) Der Einfluß des Marktes, d. h. der Abſatzverhältniſſe für die landwirthſchaftlichen Producte. Dieſer, ſo wichtig im mittlern und nördlichen Deutſchland, iſt, wenn wir Oberſchwaben ausnehmen, deſſen Frucht⸗ und Viehverkauf — 172— in die Schweiz bereits geſchildert wurde, in Würtemberg offenbar ein untergeordneter, indem die durchſchnittlich ſtarke Bevölkerung und die größtentheils über das ganze Land gleichmäßig ſtatthabende Verthei⸗ lung der Städte, Städtchen und größern, häufig auch gewerbtreiben⸗ den Dörfer die landwirthſchaftliche Production der Nachbarſchaft vor⸗ zugsweiſe in Anſpruch nimmt, ſodaß die großen Marktplätze, welche in andern Ländern die Betriebsweiſe eines beträchtlichen Umkreiſes be⸗ herrſchen, hier nicht zu finden ſind. Es gibt wol Gegenden, in denen der Bau von Handelsgewächſen— Raps, Mohn, Flachs, Hanf, Hopfen—, die Mäſtung von Rindern und Schafen, auch die Auf⸗ zucht von Pferden einen lebhaften Verkehr mit Nachbargegenden und ſelbſt mit dem Auslande herbeiführt; dieſes Alles entſcheidet jedoch in Würtemberg nicht für dieſes oder jenes Feldſyſtem, und wir hätten viel mehr, als uns hier möglich iſt, ins Einzelne zu gehen, wenn wir z. B. nachweiſen wollten, wie jener Handelsgewächsbau auf die einzelnen Fruchtfolgen des Dreifelderſyſtems, wie die Mäſtung im Hohenlohiſchen auf das Verhältniß zwiſchen Wieſen und Ackerland bemerkbar einwirkt. Mit Beruhigung können wir daher eine nähere Unterſuchung darüber unterlaſſen. Beilage 37 zu Seite 452. Die geologiſche Literatur über die Rhön iſt noch ſehr arm. Nennenswerth ſind beſonders folgende Arbeiten: 1) Jäger, Briefe über die hohe Rhön. 1803. 2) Schneider, naturhiſtoriſche Beſchreibung des hohen Rhön⸗ gebirges. 1816. 3) Speyer, geognoſtiſche Karte der Gegend zwiſchen Taunus, Vogelsgebirge, Speſſart und Rhön. 4) In v. Leonhard's Zeitſchrift für Mineralogie u. ſ. w. 1827 Bd. 1 S. 46.*v. Leonhard, die Phonolithe der Rhön, nebſt geol. Karte. 5) In v. Leonhard's Jahrbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1835 S. 404. Cotta, Brief über die Rhön. 1840 S. 547. v. Bibra, Analyſen von Rhöngeſteinen. 1845 S. 128. Gutberlet, Phonolithe und Trachyte der Rhön. 1846 S. 48. Gutberlet, Brief über die Rhön. 1847 S. 324. Gutberlet desgl., und S. 4553, über Zechſtein bei Fulda, ſowie S. 513 über Fulda. 1852 S. 942. Haſſenkamp, Muſchelkalk der Rhön. 1855 S. 4357. Haſſenkamp, die jüngern Bildungen des Rhön⸗ gebirges. 1855 S. 658. Gutberlet, Einſchlüſſe im Baſalt des Kalvarien⸗ berges bei Fulda. de enbar en und de Vether btreiben⸗ haft vor e, welche reiſes be⸗ in denen „ Hanf dee Auf⸗ den und edoch in ir hätte 3, wenn auf dit Niſtung ten und ir daher ar arm. Rhän⸗ aunus, . w. e Rhin w. Rhin. Zechſti 9 s Rhör⸗ albarien⸗ — 173— 6) In der Zeitſchrift der deutſchen geologiſchen Geſellſchaft. 1853 Bd. 5. S. 227. Schmid, die baſaltiſchen Geſteine der Rhön. 1853 Bd. 5 S. 603. Gutberlet, über den Schwarzbraunſtein im Trachyiporphyr der Rhön. 1853 Bd. 5 S. 658 und 680. Gukberlet, Einſchlüſſe im Ba⸗ ſalt des Kalvarienberges bei Fulda(kaum noch zur Rhön gehörig). 18⁵³ Bo. 5. S. 802. Gutberlet, Pſilomelon im bunten Sand⸗ ſtein bei Fulda. 7) In v. Moll's Annalen, 1802. Heller, Nachrichten über das Rhöngebirge. Beilage 38 zu Seite 455. Ueber das Vogelsgebirge und ſeine nächſten Umgebungen ſind zu empfehlen: A. Selbſtändige Werke. 1) Creutzer, Beſchreibung der Gegend von Marburg, nebſt geogn. Karte. 1825. 2) v. Klipſtein, geogn. Karte des Vogelsgebirges u. der Wet⸗ terau. 1826. 3) Wille, Beſchreibung der Gebirgsmaſſen zwiſchen Taunus und Vogelsgebirge, nebſt geogn. Karte. 1828. 4)* Becker, geogn. Skizze des Großherzogth. Heſſen, nebſt geogn. Ueberſichtskarte.(Aus Heft 1 der Zeitſchr. des Vereins f. Erd⸗ kunde in Darmſt. beſonders.) 5) Speyer, geogn. Karte der Gegend zwiſchen Taunus, Vo⸗ gelsgebirge, Speſſart und Rhön. 6) Ludwig, geogn. Beobachtungen in der Gegend zwiſchen Frankfurt, Gießen, Fulda und Hamelburg, nebſt 2 geogn. Karten. 1852. 7)* Voltz, Ueberſicht der geologiſchen Verhältniſſe des Groß⸗ herzogthums Heſſen, nebſt geol. Karte. 1852. 8) v. Klipſtein, geogn. Darſtellung des Großherzogth. Heſſen. (Der das Vogelsgebirge betreffende Theil iſt jedoch noch nicht er⸗ ſchienen.) B. Aufſätze in Zeitſchriften. 9) In v. Leonhard's Zeitſchrift für Mineralogie u. ſ. w. 1826 Bd. 1 S. 496. v. Klipſtein, die Baſalte des Vogels⸗ gebirges. 1827 Bd. 1. S. 76. v. Klipſtein, Dolomit und S. 519 Pho⸗ nolith des Vogelsgebirges. 1827 Bd. 2 S. 431. Hundeshagen, über das Vogelsgebirge. 10) In v. Leonhard's Jahrbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1832 S. 418. v. Klipſtein, Braunkohlen bei Marburg. 1835 S. 183. v. Klipſtein, Brief über das Vogelsgebirge. 1837 S. 536. Althaus, geol. Beobachtungen bei Marburg, nebſt Karte. 1840 S. 83. Althaus, der Landſee bei Dens. 1842 S. 89, 656 und 757. Braun, Braunkohlenſandſtein bei Marburg. 1845 S. 28. Speyer, der Kalktuff von Ahlersbach b. Schlüchtern. 1847 S. 568. Gutkberlet, Tertiärgebilde bei Amönenburg. 1852 S. 591 u. 690. Taſche, Briefe über das Vogelsgebirge. 1852 S. 897. Taſche, Tertiärformationen am Rand des Vogels⸗ gebirges. 1855 S. 685. Dieffenbach, Tertiärfauna b. Amönenburg u. ſ. w. 11) In Köhler's Bergmänniſchem Journal. 1788 Bd. 1 S. 328. Karſten, der Baſaltberg, worauf Amönen⸗ burg liegt. 1788 Bd. 2 S. 646. Karſten, über das Vogelsgebirge. 12) In Karſten's Archiv für Bergbau u. ſ. w. 1840 Bd. 14 S. 248. v. Klipſtein, Nephelinfels von Meiches, und S. 261 H. Roſe, über dieſen und andere Nephelin⸗ felſe Deutſchlands. 1840 Bd. 15 S. 216. gebirge. 3 13) In Hartmann's Berg⸗ und Hüttenmänniſcher Zeitung. 1842 S. 854. Ettling, Braunſtein bei Gieſen, in plaſtiſchem Thon auf Dolomit lagernd.(Auszug aus Wöhler und Liebig's Annalen der Chemie, Bd. 45 S. 185.) 1853 S. 209. Taſche, Brauneiſenſtein im Vogelsgebirge. v. Klipſtein, über Keuper am Vogels⸗ Beilage 39 zu Seite 455. Klimatologiſche Studien aus dem Vogelsberg, nebſt An⸗ hang über Induſtrie des Weſterwaldes. Prof. Herm. Hoffmann in Gießen bringt im„Deutſchen Muſeum“ eine ſehr lehrreiche, aus eigenen Forſchungen geſchöpfte, geographiſch⸗ 18 zgebitg. w ſirge. darburg, kein bei lüchtern g. sgebirge Vogele Jurſ. w. Amönen⸗ .. Mäͤchts, ſephelin⸗ Vogels⸗ Jatung. „aſtiſcem ler und ge. ebſt An⸗ Nuſeum' agrophſt⸗ — 175— botaniſche Skizze über den Vogelsberg. Da dieſe Gebirgsgegend zu denjenigen gehört, deren landwirthſchaftliche Unergiebigkeit neben der Ueberzahl der Bevölkerung neuerdings zu ſo bedenklichen Nothzuſtän⸗ den geführt hat, ſo dürfte es wol gerechtfertigt erſcheinen, wenn wir einige der frappanteſten klimatologiſchen Beobachtungen Hoff⸗ mann's über den Vogelsberg hier mittheilen, zumal da die Analogie mit andern, volkswirthſchaftlich wie geographiſch verwandten Gebirgs⸗ gegenden den kundigen Leſer zu manchen Vergleichungen führen dürfte. Der baſaltiſche Vogelsberg, mitten inne zwiſchen Rhön und Weſterwald gelegen, bildet einen breiten Bergrücken, deſſen meiſt ſehr flache Thäler von dem höchſten Punkte, dem Taufſteine, aus wie die Strahlen der Windroſe nach allen Richtungen des Horizonts aus⸗ gehen. Der Rücken liegt nirgend niedriger als 1100 heſſen⸗darm⸗ ſtädtiſche Fuß über dem Meere und erreicht in ſeiner höchſten Spitze 3131 Fuß. Sein Klima zeigt neben großer Uebereinſtimmung mit den überall herrſchenden Regeln mancherlei bedeutſame Ausnahmen. Während die Vogelsberger Winter mit Recht als ſtreng und langdauernd ver⸗ rufen ſind, tritt merkwürdigerweiſe der äußerſte Kältegrad durchaus nicht in entſprechender Stärke hervor. Noch auf bedeutender Höhe fällt daher das Fortkommen von zarten Sommerpflanzen und Bäumen auf. Um das Städtchen Schotten(bei 1060 Fuß Höhe) findet ſich eine große Menge von Wallnußbäumen von ausgezeichneter Schönheit und Stärke, die man um Gießen(bei 640 Fuß Höhe) vergebens ſuchen würde. Während am letztern Orte die Reben und Nußbäume im kalten Januar und Mai 1850 bedeutend durch den Froſt litten, iſt davon weder in Schotten noch ſelbſt in Ulrichſtein, einem der höch⸗ ſten bewohnten Punkte des Gebirges, irgend ein Nachtheil verſpürt worden. Noch überraſchender geſtaltet ſich das Ergebniß beim Ver⸗ gleichen der Aufzeichnungen der meteorologiſchen Stationen an jenen kalten Tagen(insbeſondere dem 21. und 22. Jan. 1850). Während Poſen 29,2 Grad R. unter 0 hatte, St.⸗Petersburg und Gießen 27, Frankfurt a. d. O. 23,3, Leipzig 21,3, Nidda 25 und Schotten 22 Grad beobachtete man auf der Höhe von Ulrichſtein nur 15, auf dem St.⸗Bernhard 12,2, und auf dem Brocken 10,5: woraus ſich ergibt, daß die grimmigſte Kälte nicht im geringſten da ſtattfindet, wo man ſie am erſten erwarten ſollte, nämlich auf den Höhen. 3 Für dieſes längſt bekannte Phänomen verſucht Hoffmann folgende Erklärung: Die extremen Kältegrade an dieſem oder jenem Orte werden nicht etwa durch Herbeiſtrömen einer ſehr kalten Luft von Nordoſten her⸗ vorgebracht; denn die Orte extremer Kälte liegen nicht in einer und derſelben Linie(N. O.), ſondern ſind hier und da mannichfaltig und gänzlich ohne Ordnung zerſtreut und von andern Orten mit ungleich höherer Temperatur mannichfaltig unterbrochen. Auch bemerkt man — 176— 1 gerade an den tiefſten Kältetagen eine völlige Windſtille. Hieraus erhellt, daß die äußerſten Kältegrade rein örtlicher Natur ſein müſſen, da ſie in mehr oder weniger ausgedehnten Flächen am leichteſten zu Stande kommen. Es beruht dies auf der nächtlichen Ausſtrahlung der vorhandenen Wärme bei wolkenloſem Himmel in den Weltraum, zu einer Zeit, wo die matte Sonne nicht im Stande iſt, einen be⸗ merkenswerthen Erſatz zu liefern. Die Wirkungen dieſes Wärme⸗ verluſts werden ſich umſomehr addiren, als eben wegen der Windſtille eine auch nur einigermaßen wärmere Luft aus entferntern Gegenden nicht herbeigeführt wird. Wie ganz anders muß ſich dies auf bedeu⸗ tendern Höhen, auf den Spitzen der Gebirge verhalten, wo erfah⸗ rungsgemäß faſt nie Windſtille ſtattfindet! Dazu kommt, daß alle kältere Luft in gleichem Verhältniß, als ſie ſich weiter abkühlt, auch ſchwerer wird und, deshalb nach allen Seiten hin am Abhange des Gebirgs abfließend, gerade die tiefſten Stellen aufſucht, während ſie die hier vorhandene wärmere Luft in die Höhe hebt. Durch dieſes Verhältniß neben der tiefer bleibenden Schneedecke wird das Gedeihen der überwinternden Pflanzen vielfach erſt ermög⸗ licht, wie entſprechend im Sommer bei im Allgemeinen niederer Tem⸗ peratur durch einzelne heiße Tage allein, bei denen ſich auffallend ge⸗ nug der Wärmeunterſchied gegen die Ebene noch auf dieſen Berg⸗ ſpitzen oft vollſtändig ausgleicht, den zartern Pflanzen und Früchten Gedeihen und Reife gegeben wird. Die Temperatur der Quellen, deren Adern in den oberſten Erd⸗ ſchichten zuſammenrieſeln, geben ein Mittel, die durchſchnittliche Wärme der verſchiedenen Jahreszeiten mit ziemlicher Genauigkeit in kurzer Zeit kennen zu lernen. Nach einer im Juni 1851 auf dem Vogelsberge angeſtellten vergleichenden Beobachtung zeigte das Quellwaſſer bei 1180 Fuß Meereshöhe eine Wärme von 8,5 Grad R., be 1300 Fuß 7,8, bei 1653 Fuß 5, und bei 2500 Fuß 4,s. Hiernach iſt die oberſte Quelle um 15,200 Fuß höher als die untere und dabei um 5, Grad kühler. Demnach wird man bei einem Steigen von 356 Fuß ein um einen Grad kühleres Waſſer finden. Im Odmwalde werden die Quellen erſt mit einem Aufſteigen von je 422 Fuß um einen Grad kühler. In der Schweiz findet man nach Schübler eine Abnahme der mittlern Lufttemperatur um 1 Grad R. auf 1109 heſſ. Fuß(nach Schlagintweit nicht ſo viel), für die niedern Gebirge Wür⸗ tembergs um 1 Grad auf 690 heſſ. Fuß. Hiernach ſcheint für die Gebirgszüge unſerer nördlichen Breite eine immer raſchere Abnahme ſtattzufinden. Nach demſelben Forſcher verzögert ſich bei einer Ver⸗ minderung der mittlern Temperatur eines Ortes um einen einzigen Grad die geſammte Entwickelung der Vegetation um eine volle Woche. Ueber die Unterſchiede der Roggenernten bei ſteigender Gebirgs⸗ lage gibt Hoffmann nach den langjährigen Erfahrungen von Vogels⸗ berger Landleuten gleichfalls eine vergleichende Tabelle. Bei einer „diui in miſn, hteſten a ſtahlun Wälrram, jeinen be⸗ 8 Wirm. rWinſile d Gegenda auf baur wo cih t, daß al kühlt, uc bhange d während ſi Schnerdec it ermig⸗ erer Tem⸗ falend ge gen Berg d Früchtn erſten Ed che Wime kurzer Zi Vogelsberg ſwaſſer ba 150o duß mih ſt d d dabei m en von d5¹ Odnwadd 2 Füf un äätle in f 1loo hſi Zöirge Ei hein fit i rr Abnihe i einer de nen einzie voll Pat der Gebit⸗ von Veßi Bei an — 177— Höhe von 1060 Fuß fällt die Roggenernte in die Mitte Juli, bei 1300 Fuß um den 25. Juli und iſt der Ertrag achtfältig. Bei 1500 Fuß verſchiebt ſie ſich ſchon bis um den 12. Auguſt und gibt nur ſechs⸗ und ſiebenfältigen Ertrag. Bei 2000— 2500 Fuß wird erſt gegen Ende Auguſt geerntet und der Ertrag iſt nur fünffältig. Ja auf letztgenannter Höhe bleibt die Ernte bei früheintretendem Herbſtwetter nicht ſelten gänzlich aus. Ueber den Einfluß der Entwaldung des Gebirges auf die Feuch⸗ tigkeit und hiermit auf die Vegetation überhaupt gibt Hoffmann folgende um ſo beherzigenswerthere perſönliche Wahrnehmung, als gerade auf dem Vogelsberg große waldfreie Bezirke wegen der durch die Trockenheit des Bodens eingetretenen Ausmergelung der Felder allmälig faſt ganz vom AOckerbau ausgeſchloſſen werden und ihre Gemarkungen faſt nur noch zu kümmerlichen Viehtriften benutzen können. Unſer Gewährsmann alſo erzählt:„Am Pfingſtabend des vorigen Jahres ſtand ich auf der Ruine des Schloſſes Ulrichſtein; der ganze weſtliche Himmel war bedeckt mit Wolken, welche über den Rhein herüber zogen; nur äußerſt ſpärlich ſtahlen ſich hier und da matte Sonnenſtrahlen hindurch. Indeß war in den niederen Gegenden ein wirklicher Regen nirgends zu bemerken. So zogen die dichten Wol⸗ ken gegen den Vogelsberg heran, über die kahle feldkrücker Höhe weiter oſtwärts gegen den ſehr ausgedehnten Oberwald, und mit dem Moment, wo ſie dieſen erreichten, entluden ſich gewaltige Regenmaſſen. Dieſen Vorgang beobachtete ich mehre Stunden hindurch in immer gleicher unveränderter Weiſe. Man ſieht, wie die kühlen Waldhöhen die wahren Condenſatoren der Feuchtigkeit für dieſe Gegenden ſind und von welcher hohen nationalökonomiſchen Bedeutung ihre Schonung iſt. Es kann als unzweifelhaft betrachtet werden, daß dieſes Ver⸗ hältniß nebſt der an und für ſich geringen Wärmemenge der höheren vogelsberger Lagen einem Aufkommen des Ackerbaues ſowol als des künſtlichen Wieſenbaues für alle Zeiten entgegenſteht, und es entſteht demnach die Frage, ob es dem Staate gleichgültig ſein kann, einen für die Holzzucht ausgezeichneten Boden fernerhin in der Form von armſeligen Triften ausſchließlich einem ſchwachen Viehſtand und einer ärmlichen Bevölkerung gewidmet zu ſehen. Es ſcheint in der That ſehr zweckmäßig, was man neuerdings mit einigen kleinen Gemeinden (Wernings und Michelbach) begonnen hat, ſolche Dorfſchaften auf⸗ zukaufen und ihre Gemarkung mit Laubwald anzuſäen. Noch iſt man ſolchen Maßregeln aus alter Gewohnheit gram, aber die Zeit iſt nahe genug, wo ſolche Rückſichten der Gemüthlichkeit gänzlich vor dem Drange der mit der Bevölkerung ſteigenden Induſtrie ver⸗ ſchwinden werden.“ Das gemeinſam Eigenthümliche des ſocialen Lebens der drei geo⸗ logiſch ſo äußerſt verwandten und ähnlichen baſaltiſchen Berggruppen: Cotta, Deutſchlands Boden.(Beilagen.) 12 — 178— Rhön, Vogelsgebirge und Weſterwald, ſchildert mit ebenſo viel Treue als eigenthümlicher Lebhaftigkeit Riehl in ſeinem kürzlich erſchienenen Buch:„Land und Leute“. Er weiſt deutlich darauf hin, daß hier geologiſch Aehnliches auch ſocial Aehnliches hervorgerufen hat. Und ſelbſt die kleinen Verſchiedenheiten ſind theilweiſe geologiſch begründet, ſo die im Weſterwalde erblühende Induſtrie. Riehl ſagt darüber S. 212:„Gerade der Theil des Weſterwaldes, der keine induſtrielle Geſchichte kennt, hat eine induſtrielle Zukunft, weil hier die Natur⸗ ſchätze nicht aneſterweisy liegen, wie auf der Rhön, ſondern in gro⸗ ßen Gruppen beiſammen, und weil ſie eine harte, mager lohnende Betriebſamkeit, dem Charakter von Land und Leuten entſprechend, vorausſetzen. Ein merkwürdiges Beiſpiel von raſchem und ſegen⸗ verheißendem Aufblühen eines neuen Gewerbes erlebten wir hier in den letzten Jahren, und es zeigte ſich dabei, was bei unſern Gebirgs⸗ bauern eine gut geleitete induſtrielle Agitation vermag, wenn ſie ein natürliches Fundament hat. Es galt der Wiedererwerbung eines ganz eigenthümlichen Induſtriezweiges, welcher der ſüdweſtlichen Ecke des Weſterwaldes geradezu geſchenkt iſt durch die unerſchöpflichen Lager des trefflichſten plaſtiſchen Thons, aus denen man das ſogenannte eſteinerne Geſchirry, die Mineralwaſſerkrüge u. dergl. fabricirt. Die ſämmtlichen Mineralquellen des Taunus und der Lahn ſind in dieſem Stücke abhängig von den Weſterwälder Krugbäckereien. Der Ver⸗ brauch iſt enorm. Selters und Fachingen allein brauchen jährlich über zwei Millionen ſolcher Krüge. Bis in weite Ferne werden Weſterwälder Gefäße ſeit alter Zeit verführt. Im Mittelalter muß⸗ ten an dieſen Thonlagern gelegene Gehöfte ihre Abgaben nicht in Geld, ſondern in Schüſſeln an den Kurfürſten von Trier zahlen. Ein ganzer Hof zahlte 600 Schüſſeln und ein halber 300. Liefen die Abgaben dem Kurfürſten richtig ein, dann konnte er alljährlich einen ganz anſtändigen Schüſſelmarkt in Trier abhalten. Aber trotz dem vielhundertjährigen Stammbaum dieſes Induſtriezweiges ließ man ihn verkümmern bis auf die neueſte Zeit. Die rohen Thonblöcke wander⸗ ten großentheils ins ferne Ausland, nach Belgien, Holland und Frank⸗ reich, um dort verarbeitet zu werden. Den Fuhrlohn, den man da⸗ von erhielt, daß man die Blöcke zur Verladung an den Rhein ſchaffte, nahmen Viele als den höchſten, für die Gegend aus dem edeln Roh⸗ ſtoff zu erzielenden Gewinn. Als vor etwa zwölf Jahren von ſtaats⸗ wegen eine Muſteranſtalt für die Verarbeitung des Thons, nament⸗ lich für die mehr künſtleriſche Modellirung deſſelben zu den mannich⸗ faltigſten feinern Gefäßen, errichtet werden ſollte, ſträubte man ſich dagegen, weil man den Frachtgewinn für die rohen Blöcke einzubüßen fürchtete. Erſt als vor einigen Jahren der rechte Mann kam und den Leu⸗ ten aus dem Krugbäckerlande faſt täglich ins Gewiſſen hineinpredigte, daß nicht in der Ausfuhr des Rohſtoffes, ſondern in der möglichſt dil Tren eſchienenen „ daß j hat. d begründe t darübn induſtri de Natm⸗ ern in ge⸗ r lohnend tſorthn und ſeger it hier i en Gebirge enn ſie ei dnes gan en Ecke dei ichen Lage ſogenannte zeirt. Di din diſſen Der Ne hen jährit mne werda lalter mif en vich i ahlen. Ei Liefen d hrüch eine e teot da ieß man in ocke wande dund Fran en man d hein ſchaff eden N n von ſtau eus, wamer den manit öte mn ſt er einzubii und den be hineinpre ddi dt mögit 4 — 179— verfeinerten Verarbeitung deſſelben der beſte Gewinn für die Gegend liege, raffte man ſich auf. Die Krugbäcker einten ſich zu freien In⸗ nungen, die fröhlich gedeihen, warfen ſich auf feinere, kunſtmäßigere Arbeiten, die ſich zuſehends einen immer größern Markt erobern, ſo⸗ daß es jetzt nur noch an einer wirklich künſtleriſchen Befruchtung die⸗ ſes Handwerks zu fehlen ſcheint, um die alte rohe Weſterwälder Krugbäckerei in eine Kunſtinduſtrie zu verwandeln, die für den Weſter⸗ wald ebenſo bedeutſam werden könnte wie die Uhrenmacherei für den Schwarzwald.“ Beilage 40 zu Seite 465. Die Literatur über das Rheiniſche Schiefergebirge iſt außerordentlich reichhaltigz die nachfolgende Zuſammenſtellung macht wie alle übrigen in dieſen Beilagen nicht auf Vollſtändigkeit An⸗ ſprüche, die wichtigeren Arbeiten ſind wie gewöhnlich durch Sternchen bezeichnet. A. Selbſtändige Werke. 1) Alexander v. Humboldt, Beobachtungen über einige Vul⸗ kane am Rhein. 1790. 2) Nöggerath, mineralogiſche Studien der Gebirge am Nie⸗ derrhein. 1808. 3) v. Raumer, geognoſtiſche Verſuche, dabei eine geogn. Karte des Rheiniſchen Schiefergebirges und eines Theiles von Belgien. 1815. 4) Steininger, geognoſtiſche Studien am Mittelrhein. 1819. 5) Steininger, die erloſchenen Vulkane der Eifel, nebſt geogn. Karte der Eifel und der Umgegend von Bertrich. 1820. 6) Steininger, geogn. Karte des Landes zwiſchen dem Rhein und der Maas. 1822. 7) Rullmann, Wiesbaden und ſeine Heilquellen 1823. Mit geogn. Beſchreibung von Stifft. 8) Steininger, Description géologique du grand Duché de Louxembourg. 1828. 9) Hoffmann, Ueberſicht der orographiſchen Verhältniſſe vom nordweſtl. Deutſchland. 1830. 10)*Hoffmann, geogn. Karte vom nordweſtl. Deutſchland und deren Fortſetzung in 50 Blättern, bei Schropp in Berlin. 11)*Stifft, geognoſtiſche Beſchreibung des Herzogth. Naſſau. Dazu eine geogn. Karte in 4 Sectionen. 1831. 12) Hibbert, Histori of the extinct volkanos of the bassin of Neuwied. Mit Karten u. Anſichten. Edinburg 1832. 12* — 180— 13) Thomae, der vulkaniſche Roderberg bei Bonn. 1855. 14) v. d. Wyck, Ueberſicht der Rheiniſchen und Eifeler Vul⸗ kane. Mannheim 1856. 15) Zehler, das Siebengebirge, nebſt geogn. Karte. 1837. 16) Stiebel, Soden und ſeine Heilquellen. Frankfurt 1840. Darin über die geolog. Verhältniſſe von Horſtmann. 17)»Steininger, geogn. Beſchreibung des Landes zwiſchen der unteren Saar u. dem Rhein, nebſt geogn. Karte. 1840. 18) F. Römer, das rheiniſche Uebergangsgebirge. Hannover 1844. 19)*Sedywich und Murchiſon, paläozoiſche Gebilde, über⸗ ſetzt von H. Leonhard, 1844; enthält zugleich eine geogn. Karte des rheiniſchen Schiefergebirges. Original in der Geol. Transact. 1842. Vol. VI. 20)*Sandberger, geologiſche Verhältniſſe des Herzogthums Naſſau, nebſt geolog. Ueberſichtskarte. 1847. 21)*v. Oeynhauſen, geogn. Karte der Umgebung des Laacher Sees in 8 Sectionen. 1847. 22) Müller, Monographie der Petrefacten der Aachner Kreide⸗ formation. 1847 und 1851. 25)*Debey, Entwurf zu einer geogn. Darſtellung der Gegend von Aachen. Aachen 1849. Darüber Geinitz in v. Leonhard's Jahrb. 1850. S. 289. 24) Sandberger, Verſteinerungen des rheiniſchen Schichten⸗ ſyſtems in Naſſau. In Lieferungen ſeit 1850. 25)*Sandberger, die naſſauiſchen Heilquellen, nebſt geogn. Karte des Taunus. 1851. 26) Braun, Monographie des eaux de Wisbaden, 1852; enthält eine geogn. Karte vom Südabhang des Taunus. 27)*v. Dechen, geogn. Beſchreibung des Siebengebirges, nebſt geogn. Karte. 1852. 28) Heis, Karte des Siegener Hauptrevieres, 4 Blätter. 29)*Steininger, geogn. Beſchreibung der Eifel, nebſt geogn. Karte. 1853. 30)*v. Klipſtein, geogn. Darſtellung des Großherzogthums Heſſen u. ſ. w., nebſt Kartenatlas. Frankf. 1853, B. Aufſätze in Zeitſchriften. 31) In v. Leonhard's Taſchenbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1807 S. 20. Leonhard, Queckſilberbergwerke der Pfalz. 1813 S. 202 u. 315. Schneider, Gebirgskunde von Naſſau. 1815 S. 421. Schulze, über das Gebirge in der ehemaligen Grafſchaft Mark. 1814 S. 5635. Nöggerath, über Eſchweiler. Auszug aus dem Magazin der Berl. Geſellſch. f. naturf. Freunde. Bd. 6. 185. eer Val⸗ 1857. tt 1840. zwiſchen ͤ. ver 1840. de, über⸗ n. Katte Transacl. zogthuns Laacher er Kreide⸗ tGegend zenhard's Schichten. ſt geogn. . 1852 agebirges, ätter. bſt geogn. zogthums ie u. ſen falz. in Naſſal themali g aus den Bd. — 181— 1820 S. 340. Keferſtein, Baſalte des weſtlichen Deutſchlands. 1823 S. 464. v. Nau, über die Eifel. 1825 S. 475. Stifft, Entzündung der Braunkohle auf dem Weſterwalde. 18253 S. 501. Stifft, über den Baſalt im Naſſauiſchen. 1824 S. 331. v. Buch, Dolomite der Eifel. 1825 I. S. 256. Stifft, über den Schaalſtein im Naſſauiſchen. 52) In v. Leonhard's Jahrbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1851 S. 1. Benzenberg, die warmen Quellen bei Aachen. 1831 S. 171. Bronn, Gebirgsbildungen am Grafenberg und um Bensberg. 1832 S. 192. v. Klipſtein, die Bruchhäuſer Steine. 1833 S. 560. Reynaud, vulkaniſche Gebilde am Rhein. Aus Ann. d. mines, T. II, p. 561. 1833 S. 570. Horner, Geologie der Gegend um Bonn. Aus Prosed. of the Geol. Soc. of London 1835, p. 467. 1835 S. 581. Hibbert, Braunkohlen am Rhein. Aus Brewst. u. Edinburg. Journal 1831. VIII, p. 276. 1834 S. 657. Hibbert, erloſchene Vulkane im Becken von Neuwied. 1857 S. 641. v. Leonhard, körnige Kalkſteingänge im rhein⸗ bairiſchen Steinkohlengebirge bei Wolfſtein. 1857 S. 711. Jung, Mineralquellen zu Nauenheim im Naſſaui⸗ ſchen. Aus Schweigger⸗Seidel's Jahrbuch für Chemie. IV, S. 90. 1841 S. 143. Becks, Höhle im Lennethal. 1842 S. 379. Sandberger, Kalkſchichten bei Villmar an der Lahn. 1845 S. 775. Sandberger, Verſteinerungen im Rotheiſenſtein an der Lahn. 1844 S. 543. Grandjean, Dolomite u. Braunſteinlagerſtätten im Lahnthale. 1845 S. 141. Sandberger, Mineralien des Laacher Sees. 1845 S. 385. F. Römer, Kreide bei Aachen. 1845 S. 513. Nöggerath, ſogenannte Orgeln im Kalkſtein bei Aachen. Dazu 1846 S. 456 und 1848 S. 554. 1845 S. 721. Omalius d'Halloy, Sandſteine von Luxem⸗ burg. Aus Bullet. de la Soc. gé0l. II. S. 91. 1845 S. 741. Sandberger, über Naſſau. Aus den Annalen d. Vereins f. Naturkunde in Naſſau. I. S. 98. 1846 S. 442. Grandjean, der Lahn⸗Tunnel bei Weilburg. 1846 S. 857. Nöggerath, die Mühlſteinbrüche bei Nieder⸗ mendig. 1847 S. 97. Nöggerath, die drei Berge von Siegburg. —— — —— 1847 1847 1847 1848 1848 1848 1849 1849 1849 1849 1849 1849 1850 1850 1851 185² 1852 1852 1852 1852 1853 1853 1853 — 182— S. 114. Ehrenberg, Infuſorienerde am Laacher See. Berl. Monatsber. 1846, S. 158. S. 170. Grandjean, Umgegend von Weilburg. S. 319. v. Dechen, Queckſilbererze der Pfalz. S. 549. Sandberger, Binssſteinſand u. dgl. im Weſter⸗ wald. S. 603. Nöggerath, Braunkohlen b. Pfützen auf d. Hardt. S. 624. Biſchof, Unterſuchung von 35 Mineralquellen am Laacher See. S. 109. v. Dechen, über Dumont's Mémoire sur les terrains ardennais et rhénans de l'Ardenne. S. 184. Grandjean, über den Weſterwald. S. 332. O. Weber, Baſalte am Rhein. S. 336. Nöggerath, desgl. S. 447. Sandberger, Tertiärgebilde des Weſterwaldes. S. 604. Grandjean, Tertiärgebilde des Weſterwaldes. Aus Thomae's Jahrb. für Naturkunde. IV. S. 143. S. 275. NRolle, rheiniſche Grauwacke. S. 860. Hebert, Tertiärgebilde bei Limburg. Aus Bullet. géol. 1849. S. 489. S. 362. Riviedre, Erzgänge in der Grauwacke des rechten Rheinufers. Aus Compt. rend. 1848. T. XXVI, p. 136. S. 98. v. Dechen, Schichten im Liegenden der Stein⸗ kohlenformation an der Ruhr. Aus den Verhandlungen d. naturforſchenden Vereins d. Rheinlande. VII. S. 186. S. 176. Grandjean, Gebirgserhebungen, beſonders am Rhein. S. 267. Grandjean, rheiniſches Gebirgsſyſtem in Naſſau. S. 292. Grandjean, Weſterwaldgeſteine. S. 920. Wirthgen und Zeiter, Gegend von Koblenz. S. 727. Stein, Eiſenſtein bei Oberneiſen im Naſſauiſchen. (Auszug a. d. Jahrb. d. Vereins f. Naturkunde in Naſſau. VIII. 123.) S. 727. v. Dechen, Grauwackeneintheilung(Auszug aus Verhandl. d. niederrheiniſchen Geſellſchaft zu Bonn. 1855. März 14.). S. 494. v. Dechen, Nordabfall des Grauwackengebirges zwiſchen Rhein und Maas. Aus Niederrhein. Geſellſch. f. Natur⸗ und Heilkunde. 1853. 35) In Nöggerath, das Gebirge in Rheinland Weſtphalen. 1822 Bd. 1 S. 1. Das Liegende der Steinkohlenformation in der Grafſchaft Mark, mit Zuſätzen von v. Hövel. S. 51. Stengel, Gegend von Neigen. — 183— her Su. 1822 S. 79. Stengel, der Moſenberg in der Eifel, nebſt geolo⸗ giſcher Karte. S. 92. Stengel, Gerolſtein, nebſt Karte. S. 101. Montloſier, die Eifel. Weſte. S. 106. Baſaltgänge im Siegenſchen. S. 141. Gold im rheiniſchen Thonſchiefer. d. Handt. S. 271.*Schulze, das Bergamt Düren, nebſt geolog. ſuellen am Karte. 1823 Bd. 2 S. 1.* v. Dechen, der nördl. Abfall des rheiniſchen Sür les Gebirges, nebſt geol. Karte. S. 152. Buff, Kupferſchiefer Weſtphalens. S. 169. Buff, Eiſenſtein in Grauwacke. S. 189. Stengel, Baſalte der Eifel. S. 213. Keſſelthäler der Eifel. gerwaldes S. 216. Schmidt, Baſalte im Siegenſchen. Dazu eine ſterwaldes. Karte über die Baſaltkuppen des Weſterwaldes. 143. S. 250. Baſalt bei Oberkaſſel unweit Bonn. 1824 Bd. 3 S. 1. Fürſt Salm⸗Horſtmar, Reiſe im Herzog⸗ us Bulle. thum Weſtphalen. Nebſt Karte. S. 59. Nees v. Eſenbeck, Vulkane des Niederrheines, des rehte dazu S. 225. „h. 156 S. 113. v. Dechen, Vulkane der Eifel, nebſt geologiſcher er Stein⸗ Karte..,; lungen d. S. 139. v. Hövel, Baſalt des Druidenſteins. 185 S. 174. Becher, Braunkohlen des Weſterwaldes. S. 184. v. Decher, Wetzſciefer der Ardennen. nders an S. 200. v. Oeynhauſen, Galmei, Eiſenſtein und Blei⸗ . erz der Gegend von Aachen. in Naſſeu S. 216. Schneider, Gänge der Lahngegend. S. 278. Spuren neuer vulkan. Thätigkeit im Weſterwald. n Kablen S. 280. v. Buch, Dolomite der Eifel. aſſauiſhn 1836 Bd. 4 S. 1. Schmidt, das Steinkohlengebiet an der Süd⸗ in Naſſau ſeite des Hundsrück. 1826 Bd. 4 S. 222. Umpfenbach, Höhenmeſſungen im Reg.⸗ zag du Bezirk Coblenz. un. 185. S. 228. Nöggerath und Biſchof, Salze aus den Ge⸗ .. ſteinen des Laacher Sees. cengehtge S. 337. Mefetten der Eifel. Geſälſch S. 359. Trachyt des Siebengebirges. S. 362. Abſonderung der Grauwacke bei Ehrenbreitenſtein. Wiſtjol S. 364. Braunkohlen des Siebengebirges. ernation in 34) In Karſten's Archiv für Bergbau u. ſ. w. el 1820 Bd. 5 S. 36. Schulze, die Queckſilbergruben der Pfalz 1824 1825 1825 — 184— Bd. 8 S. 272. Arndt's Spießglanzgruben unweit Arns⸗ berg. Bd. 9 S. 62. v. Oeynhauſen und v. Dechen, der Blei⸗ berg bei Commern, nebſt geol. Karte. Bd. 9 S. 133. v. Oeynhauſen und v. Dechen, Dach⸗ und Wetzſchieferbrüche bei Chaͤteau⸗Salm. Bd. 11 S. 414. v. Oeynhauſen, über Duckſtein und Traß. Bd. 12 S. 3. Steinkohlen Preußens. Bd. 16 S. 44. Erbreich, Spießglanzlagerſtätte bei Brück. Bd. 16 S. 54. Buff, Spießglanzlagerſtätte bei Wintrop und Nuttler., Bd. 18 S. 386. Schulze, Mühlſteinbrüche am Laacher See, nebſt Karte. Bd. 3 S. 95. Nöggerath, die Bruchhäuſer Steine. Bd. 5. Nöggerath, Braunkohlen im Siegkreiſe. Bd. 6 S. 299. v. Strombeck, Lagerung der Nieder⸗ rheiniſchen Braunkohlen. Bd. 6 S. 439. Buff, Gänge oder Lager der Gegend von Wetzlar. Bd. 8 S. 3. Erbreich, Braunkohlengebilde des Weſter⸗ waldes, nebſt geol. Karte.. Bd. 9. Nöggerath, Diorit bei Boppard. Bd. 10 S. 325. Warmholz, das Trappgebirge und Rothliegende am Südrande des Hundsrück. Bd. 11 S. 319. Jung, Dachſchieferbrüche zwiſchen Rhein und Meſel. Bd. 14 S. 245. Nöggerath, Granit im Baſalt des Mendeberges bei Linz am Rhein. Bd. 15 S. 137. Bauer, die Silber⸗, Blei⸗ und Kupfer⸗ gänge von Holzappel, Welmich und Werlau. Bd. 16 S. 365. Nöggerath, Gabbro bei Ehrenbreiten⸗ ſtein. Bd. 16 S. 470. Nöggerath, die Eiſenſteinformation des Hundsrückens. Bd. 17 S. 3. v. Bennigſen⸗Förder, geogn. Beobach⸗ tungen im Luxemburgiſchen, nebſt geogn. Karte. Bd. 17 S. 265. v. Klipſtein, über die Dolomite der Lahngegend und die Manganerze darin. Bd. 18 S. 455. Nöggerath, Bauſteine der Rheinprovinz. Bd. 19 S. 367. v. Dechen, die Porphyre der Lenne⸗ gegend, nebſt geogn. Karte. Bd. 19 S. 748. v. Dechen, Schwerſpath als Gebirgs⸗ art bei Meygen an der Lenne. weit Aeg. , der Nl⸗ ſen„ Dac Gſtein und bei Brück i Wintroh ꝛm Laache Steine. iſe der Nidder der Gegend des Weſter ebirge und ſchen Rhei Baſalt de und Kupfer Ehrenbreitn rmation de gn. Beoba 1 Dolomite d Rheinpwiin e der Lune als Gebi 1846 Bd. 20 S. 328. Nöggerath, Knochenhöhlen im rheiniſch⸗ weſtphäliſchen Kalkzuge. * 1846 Bd. 20 S. 351. Baur, Dachſchiefer, Wetzſchiefer und Thonſchiefer im Bergamtsbezirk Düren. 1847 Bd. 21 S. 49. Höhenmeſſungen im Regierungse⸗Bezirk oblenz. 1848 Bd. 22 S. 103. Schmidt, Baſaltgänge im rheiniſchen Schiefergebirge. 1848 Bd. 22 S. 375. v. Dechen, Queckſilbererze in der pfälzer Kohlenformation. 1851 Bd. 24 S. 3. Deleſſe, Mandelſteinporphyr von Oberſtein. 35) In der Zeitſchrift der deutſchen geologiſchen Geſellſchaft. 1849 Bd. 1 S. 466. Baur, Profile vom linken Rheinufer. 1852 Bd. 4 S. 571. Huene, Bergiſch Gladbach, Erze und Braunkohlen. * 1853 Bd. 5 S. 516. v. Klipſtein, die Gegend zwiſchen Dill unnd der Lahn, nebſt geogn. Karte. 36) In v. Moll's Jahrbüchern der Berg⸗ und Hüttenkunde. 1808 Bd. 1 S. 363. Ueber das Siebengebirge. 1824 Bd. 5 S. 240. Schmidt, Grauwackengebiet an der Moſel. 357) In der Berg⸗ und Hüttenmänniſchen Zeitung. 1845 S. 873. Steinkohlenbergbau der Pfalz. 1847 S. 289, 345, 378, 409, 423, 552, 577, 593 und 631 aus den Ann. des mines IV. serie T. X, p. 469. Rivot, Steinkohlen⸗ und Galmeibergbau von Stolberg in Rhein⸗ preußen. 1848 S. 265. Grandjean, Bergbau und Hüttenweſen in Naſſau. 1848 S. 809. Aus Erdmann und Marchand's Journal, Bd. 43 S. 550. v. Keckhoff, das Bohrloch bei Mon⸗ dorff im Luxemburgiſchen. Durchbohrt ſind: 44,11 Meter Leias, 206,02 Keuper, 137,/75 Muuſchelkalk, 316,34 ABuuntſandſtein und 16,22 ⸗ Grauwacke. 730 Meter= 2190 Fuß. 1850 S. 689 und 707. Caſtendyck, Galmei von Brilon in Weſtphalen. 1851 S. 161 u. 188. Caſtendyck, Eiſenſteine der Lahngegend. — 186— 1851 S. 750. Aus Compt. rend. 1848. Bd. 26 S. 136. Rivière, Erzgänge in der Grauwacke des rechten Rhein⸗ ufers. 1852 S. 74. Das Blackbandflötz in Weſtphalen und S. 211. und 545 der bergiſch⸗märkiſche Bergwerksverein. 1854 S. 7. Breithaupt, über den Bergbau bei Moreshauſen im heſſen⸗darmſtädtiſchen Hinterlande. Fahlerzgänge in Grün⸗ ſtein. 38) Im Bergwerksfreund. 1849 Bd. 13 S. 353. Ueber die engl.⸗deutſche Bergwerksgeſell⸗ ſchaft in Naſſau und die Erzführung jener Gegend. 39) In der Hertha. Bd. 3 H. 1. v. Oeynhauſen und v. Dechen, geogn. Karte des Schiefergebirges in den Niederlanden und am Rhein.. Bd. 5 S. 127. Schmidt, Höhenmeſſungen im Weſter⸗ wald. Bd. 5 H. 3. Steininger, Gegend von Trier, Luxemburg und Metz, nebſt geogn. Karte.. 1824 v. Oeynhauſen, Beſchreibung der Rheingegenden, nebſt geognoſtiſcher Karte. 40) In den Arbeiten der ſchleſiſchen Geſellſchaft für vater⸗ ländiſche Kultur. S *1847 S. 68. Göppert, Steinkohlen in Weſtphalen und bei Aachen und Saarbrücken.. 1851 S. 29. Oswald, vulkaniſche Producte der Rheingegenden und deren Verwendung zu techniſchen Zwecken. 41) In den Transact. of the geol. Soc. 1827. Crichton, über den Taunus, und Vol. IV. 1836. p. 29. Horner, eine geol. Karte der Umgegend von Bonn. 42) Im Edinb. Journal of Science. Vol. XXI. 1827. Scrope, geogn. Karte der Eifel. 45) Im Journal des mines 1814. Clerc, Umgegend von Eſch⸗ weiler und Maſtricht. 44) In den Mém. du Museum de baris 1804. Faujas de St. Fond, geologiſche Reiſe nach Oberſtein. 45) Mitſcherlich hat in ſeiner Chemie einige ſchöne geogn. Kärtchen von Eifelgegenden geliefert. E. Al eöhauſen Grün ksgeſel⸗ „geogn. und am Weſter⸗ remburg n, nebſt r vater⸗ und bei gegenden on, über öl Kartt Strope, von Eſc ne geogn. — 187— 46) In Wöhler's Annalen der Chemie. 1854 Bd. 89 S. 41. Caſſelmann, chemiſche Unterſuchungen der Braunkohlen des Weſterwaldes. Fünf Lager, die drei obern 1 Fuß mächtig, die unteren 5— 15 Fuß, durch Letten und Baſalttuff getrennt, Nickel⸗, Holzeſſig⸗ und Bleizucker⸗ fabriken. 47) Karte der Umgegend von Bonn, geologiſch colorirt, 1854. Beilage 41 zu Seite 471. Ueber die Vegetationsverhältniſſe der Eifel. (Aus Steininger's geognoſtiſcher Beſchreibung der Eifel.) Der AOckerbau wird in der Eifel bis zu 1700, ſelten bis zu 1800 pariſer Fuß Höhe über dem Meere betrieben. Was höher liegt, iſt Haideland, auf welchem der Boden nur ſchwach mit Damm⸗ erde bedeckt und die Trockenheit im Sommer ſo groß iſt, daß der Ackerbau nicht mehr ſtattfinden kann. Aber auch das Klima iſt der Entwickelung der Culturpflanzen auf den größeren Höhen ſchon ſehr ungünſtig, indem das Frühjahr zu ſpät und der Winter zu früh eintritt. Das Grauwacken⸗ und Thonſchiefergebirge iſt Kartoffel⸗ und Roggenland, und auf dem Kalkboden wird vorzüglich Spelz, zu⸗ weilen, und mehr verſuchsweiſe, auch Weizen gepflanzt; während Hafercultur auf beiden Bodenarten faſt gleich ſtark betrieben wird. Ich habe wol nirgends ausgedehntere und ſchönere Haferfluren als auf dem Dolomitboden der Gegend von Stadtkill, Blankenheim und Tondorf geſehen. Wo aber der Ackerbau an die höherliegenden Haide⸗ länder grenzt, wird ſelbſt der Hafer nicht immer reif und muß bei früh eintretendem Winter oft auf den Feldern bleiben. Auch leidet daſelbſt das Gras der Wieſen oft noch im Mai und zu Anfang des Juni durch den Froſt. Da die Dörfer weit auseinander liegen und das Land ſchwach bevölkert iſt, ſo beſitzen die Gemeinden in den höheren Grauwacken⸗ und Thonſchieferdiſtricten der Eifel oft große Strecken von Ländereien, welche von der um die Dörfer herum ge⸗ legenen Ackerflur wohl zu unterſcheiden ſind. Die letztere allein be⸗ ſteht aus Privateigenthum, welches beſtändig unter dem Pfluge ge⸗ halten und bebaut wird; die übrigen Ländereien ſind Gemeindegut und werden als Wildland bezeichnet. Von ihm wird jährlich ein Theil zur Benutzung unter die Glieder der Gemeinde vertheilt und geſchiffelt, das heißt: der Raſen wird abgehauen, getrocknet und mit Reiſern auf Haufen verbrannt. Die lockere, mit Aſche gemengte — 188— Erde der Haufen wird alsdann über den Boden als Dünger ver⸗ theilt, und nun werden die Felder zuerſt mit Roggenſaat beſtellt, während im zweiten Jahre Kartoffeln und im dritten Jahre Hafer gepflanzt werden. In beſſern Lagen wird das Land wol auch zu Gerſte und Klee(trifolium pratense) benutzt, ehe es zur Haferſaat dient. Hierauf bleibt das Land wieder 10, 14, ſelbſt 18 Jahre liegen, je nachdem die Gemeinde mehr oder weniger Wildland beſitzt, und es liefert während dieſer Zeit nur Vieh⸗, beſonders Schafweide. Es bedeckt ſich unterdeſſen mit Haide(Erica vulgaris) und Pfriemen (Spartium scoparium) und wird, wenn es an die Reihe kömmt, noch⸗ mals auf die eben angeführte Weiſe behandelt. Daß aber dieſe Be⸗ handlung des Bodens in den Kalkdiſtricten nicht ſtattfinden könne, geht ſchon daraus hervor, daß die thonerdehaltige Kalkſcholle durch das Brennen hart wird, wie Ziegeln, und ſich nachher nicht zu Pulver zerſchlagen und über den Boden ausſtreuen läßt. Bei den ungünſtigen Boden⸗ und Witterungsverhältniſſen, unter welchen der Ackerbau in den höherliegenden Gegenden der Eifel leidet, kann auf einen hohen Ertrag deſſelben nicht gezählt werden, und ich glaube, daß man wol nirgends mehr als das Vier⸗ bis Achtfache der Ausſaat an Kornfrüchten erntet; während die Ernte ſchlechter Jahre auch unter der vierfachen Ausſaat zurückbleibt und zuweilen ganz verloren iſt. Unter ſolchen Umſtänden iſt auch die Rindvieh⸗ und Pferdezucht ſchwach und das Land im Ganzen arm. Ja, es iſt ärmer, als Derjenige zu glauben geneigt ſein mag, welcher daſſelbe bei gutem Wetter bereiſt und mit der Lebensweiſe des gemeinen Mannes nicht bekannt wird. Ich glaube nach eigner Erfahrung nicht zu übertreiben, wenn ich behaupte, daß in den höhern Gegenden der Eifel oft ganze Dörfer längere Zeit ohne Brot ſind und ſich blos von Kartoffeln nähren, obgleich der Hafer gemahlen und mit Roggen⸗ mehl gemengt als Brot verbacken wird, und außerdem als Brei ge⸗ kocht und als Pfannenkuchen genoſſen, gewöhnlich einen Haupt⸗ beſtandtheil der Nahrung des gemeinen Mannes ausmacht. Der Hafer, nebſt der Schaf⸗ und Bienenzucht, welche auf den großen Haideflächen in einiger Ausdehnung betrieben werden, ſind unter ſolchen Verhältniſſen faſt die einzigen Erwerbsquellen, durch welche die Bewohner des Landes in den Stand geſetzt werden, ſich die nöthigſten Handelswaaren zu verſchaffen und ihre dringendſten Bedürfniſſe zu befriedigen. Aber ſelbſt der Abſatz des Hafers und der Wolle iſt bei den geringen Verkehrsmitteln und ſchlechten Ge⸗ meindewegen ſehr gehemmt, und die im Ganzen arme und ſehr dünn vertheilte Bevölkerung iſt auch nicht im Stande, dieſen Uebelſtänden abzuhelfen. In den niedrigern Gegenden und auf den Thalgehängen des Schiefergebirges findet man ſchöne Waldungen von Eichen und Buchen, waͤhrend dieſelben in größerer Höhe ſeltener werden und ingr der at beſtlt hre Haft lauch z Haferſaa hre legen titzt, und heide. Es Pfiemen unt, noch⸗ dieſe Be⸗ en könne, olle durc zu Pulber ſſen, unter Eifel leden t und ich Achtfache ſchlechter d zuweilen Nindoih⸗ Ja es iſt er daſſelbe gemeinen tung nicht genden der ſch blos t Roggen⸗ 6 Vra ge⸗ en Haupt 4. he auf da nden, ſind len, dürch dedden, ſch dingendſen Hafers und lechten be d ſeh dum jebelſtinde hngen d Eichen und werden und — 189— allmälig gegen die ausgedehnten Haideflächen zurückweichen, welche alsdann, ſowie in den höhern Gegenden der Ardennen, von welchen die hohe Eifel nur eine Fortſetzung bildet, dem ganzen Lande, ſoweit jedes mal das Auge reicht, eine einförmige, braune Färbung geben. Soweit ich die Verhältniſſe zu beurtheilen im Stande bin, liegt die Haupturſache des Mangels an Waldungen auf den Höhen der Eifel und der Ardennen darin, daß der Felsboden daſelbſt zu ſchwach mit Dammerde bedeckt und dadurch die Entwickelung der Wurzeln der Bäume gehemmt iſt. Oft ſieht man da, wo noch Bäume ge⸗ funden werden, die Wurzeln halb entblößt über den Boden ziehen, und die Gipfel ſowie die Spitzen der Aeſte, welche dem Gipfel zu— nächſt ſtehen, ſind alsdann verdorrt, ſodaß die Bäume ſelbſt nur eine geringe Höhe erreichen. Während des Sommers trocknet an ſolchen Stellen der Boden ſo ſehr aus, daß die Wurzeln in demſelben keine hinreichende Nahrung finden, und neben den verkrüppelten Bäumen ſieht man alsdann den Hafer kaum mehr als eine Spanne hoch werden. In dieſem Falle verwechſelt man nun häufig Urſache und Wir⸗ kung, und glaubt, die Entblößung des Bodens von der Dammerde ſei durch die Entwaldung der Gegend herbeigeführt worden, während der Mangel an Dammerde ein geologiſches Phänomen iſt, welches durch die Meeres⸗ oder Südwaſſerſtrömungen herbeigeführt wurde, die einſt über dieſen Felsboden gingen. So iſt die hohe Auvergne, ſo ſind die Höhen an der Quelle der Loire, in Velay, von Damm⸗ erde und Waldungen entblößt; ſo ſind die ausgedehnten Höhenzüge der niedern Cevennen nackt und alles cultivirbaren Bodens beraubt, als wenn das Mittelländiſche Meer ſie erſt vor wenigen Jahren rein abgewaſchen hätte, und man kann um ſo weniger ſagen, daß die Wirkung des Regens hinreichend ſei, ſolche Phänomene zu erklären, als die Beſchaffenheit der Dammerde ſelbſt in vielen Fällen von der Beſchaffenheit der darunterliegenden Felsarten unabhängig iſt und zu ihrer Erklärung die ebenerwähnten Meeres⸗ oder Süßwaſſerſtrömungen angenommen werden müſſen. So bedecken Spuren des Braun⸗ kohlenkieſes das Kalkgebirge der Eifel, und man findet Spuren der Kreideformation auf dem Schiefergebirge öſtlich von Lüttich. Wo der bunte Sandſtein eine größere Ausdehnung gewinnt, iſt er ebenfalls zum größten Theil mit Eichen und Buchen bewachſen, und in ihm liegen insbeſondere die großen Killwaldungen. Auch der luxemburger(Leias⸗) Sandſtein iſt vorzüglich mit Laubholzwäldern be⸗ deckt, dem Grünenwalde bei Luxemburg und den Wäldern bei Orval und bei Echternach; während der Leias⸗ und der Muſchelkalk(zum Theil von Keupermergeln und Diluviallehm überdeckt) dem Ackerbau einen fruchtbaren Weizenboden liefern. Die Höhen des Sandſtein⸗ gebirges ſind nämlich in den meiſten Fällen zu trocken, und nur in tiefern Lagen, wo der Sandboden hinlänglich mit Thonerde gemengt — 190— iſt und auch während des Sommers Feuchtigkeit genug behält, iſt er dem Ackerbau günſtig. Dagegen finden die tiefergehenden Wurzeln der Eichen und Buchen auch noch auf den Höhen des Sandſtein⸗ gebirges zu einem üppigen Wachsthume hinlängliche Nahrung. In dem Rhein- und Moſelthale, deren Boden ſich nur 200 bis 400 Fuß über das Meer erhebt, und in dem untern Laufe der bedeutendſten Nebenflüſſe derſelben bildet die Vegetation, der düſtern Beſchaffenheit der hohen Eifel gegenüber den erfreulichſten Anblick, und haͤufig nehmen die genannten Thäler einen ſehr ſuͤdlichen Cha⸗ rakter an. Auſonius hat bereits vor beinahe 1500 Jahren die Moſel⸗ gegenden mit den Umgebungen von Bordeaux verglichen. Wein⸗ und Obſteultur liefern die edelſten Producte und der fruchtbare Boden iſt für Getreide⸗ und Gemüſebau jeder Art geeignet. Beſonders iſt dieſes da der Fall, wo die Richtung der Thäler und die Höhe der Berge, welche dieſelben einſchließen, den Nordwind gänzlich abhalten. Da blühen bei Bingen und Kreuznach im Frühjahre die Mandel⸗ bäume und in den Dörfern der Moſel findet man ſich etwas ſpäter alsdann oft von einem wahren Walde von blühenden Aepfelbäumen umgeben. Jeder, welcher für die Schönheiten der Natur empfänglich iſt, findet während der ſchönen Jahreszeit in unſern geprieſenen Thä⸗ lern mehr als eine Stelle, von der er behaupten möchte, ſie ſei ein Paradies, wenn er nicht mit den Leiden und der Noth ihrer Be⸗ wohner bekannt wäre. Hieran ſchließen ſich paſſend an einige Bemerkungen über: Die Cultivirung der Eifel. In der Sitzung des rheiniſchen Provinzallandtags vom 5. Octbr. d. J. wurde ein Referat erſtattet über den Antrag des Abgeordneten Nöggerath, die Bodencultur der Eifel betreffend, welches viele land⸗ wirthſchaftliche intereſſante Notizen enthält und zugleich dadurch an allgemeiner Bedeutung gewinnt, daß die hier zur Cultivirung der Eifelöden(Wildland) gemachten Vorſchläge auch ihre Anwendung auf die verwandten armen Gebirgsſtriche des Weſterwaldes, des Vogelsberges und der Rhön finden. Wir ſtellen darum die wich⸗ tigſten Punkte des Berichts gedrängt zuſammen, die allerdings zum Theil den Anſichten Steininger's widerſprechen. Die größten uncultivirten Strecken der preußiſchen Rheinprovinz fallen in den Gebirgszug der Eifel, der ſich hauptſächlich in den Regierungsbezirken Trier, Aachen und Koblenz ausdehnt. Hier finden wir in runden Zahlen ausgedrückt 300,000 Morgen ödes Land und 522,000 Morgen Wild⸗ und Schiffelland. Ueber die Boden⸗ cultur der Eifel und die Mittel ihr aufzuhelfen iſt nun in den letzten Jahren amtlich und privatim ein reiches Material geſammelt worden. Es ſteht hiernach feſt, daß ein großer Theil des öden Wild⸗ und —=gͤ—— ——O—„— ———————————.. —— ———õ————— ——————— — it ſta An Sandſty⸗ ung. r20 bi uufe de ſer duſten en Aabüt ichn Chr die Mie⸗ Wein⸗m Boden iß ſonderz iſ Hähe der Habhalten e Mande⸗ was ſpäte felbäumen apfänglch cen Thi⸗ ſie ſai in ihrer B⸗ über: 15. Octbt. Meordneten vile land⸗ dadurch a virung de Anwendun aldes, des die wich dings zun ſheinprin ich in w thnt. Hr mͤdes kan die Boder n den lezu melt wordel Wid⸗ m — 191— 1 Schiffellandes der Eifel nach den Verhältniſſen des Bodens und Klimas zur ergiebigen Waldcultur vollkommen geeignet iſt, und daß ſelbſt ein kleinerer Theil in Berieſelungswieſen umgeſchaffen werden kann. Hiſtoriſch nachweisbar ſind die Bewirthſchaftungsverhältniſſe der Eifel in früherer Zeit viel günſtiger geweſen als jetzt. Die Höhen prangten mit den ſchönſten Waldungen, die Viehzucht war reichlich in den Thälern verbreitet. Durch die Ungunſt der ſpäter eingetretenen Umſtände, durch Kriege, Geldnoth, ſchlechte Aufſicht und Verwaltung der Waldungen, zum Theil auch durch das Vorſchreiten der Induſtrie, der Fabriken, des Berg⸗ und Hüttenweſens und den dadurch veranlaßten geſteigerten Bedarf an Brennmaterial, ſind die Waldungen nach und nach gefallen und ausgerodet worden. Haide iſt an ihre Stelle getreten, ſie hat den Boden entnervt, indem die Waldvegetation ihm keinen neuen Humus zuführen konnte. Die atmoſphäriſchen Waſſer fanden keinen Aufenthalt mehr in dem ſteri⸗ len Boden, welcher ſeines ſchützenden, bewaldeten Daches entbehrte. Das Abbrechen und Abplaggen des Haidekrautes trug auch weſent⸗ lich dazu bei, den Boden zu verſchlechtern. So wurde die Damm⸗ erde nicht nur allmälig verderbt und durch die ſteigenden Ueber⸗ ſchwemmungen der Waldbäche weggeführt, ſondern auch das Klima unwirthlicher. Die dichten Nebel des hohen Veens bei Montjoie dringen jetzt zeitweilig bis nach Aachen vor, verderben die Cultur der Baumfrüchte und Gemüſe, während ſonſt in dieſer Gegend und in andern glücklich gelegenen Thälern der Weinbau mit Erfolg betrieben wurde. Somit erſcheint die allmälige Wiederbewaldung der Hochebenen und der Bergabhänge der Eifel und die Anlage von Rieſelwieſen in den dafür geeigneten Gegenden dieſes Gebiets als ein dringendes Be⸗ dürfniß der Landeswohlfahrt. Allgemein durchgreifenden Maßregeln zu dieſem Zwecke ſteht vorerſt der Umſtand entgegen, daß die Oeden der Eifel eine dreifache Claſſe von Beſitzern haben. Der bei weitem größte Theil befindet ſich ungetheilt in den Händen der Gemeinden, ein kleinerer ebenfalls ungetheilt im Beſitz mehrer Miteigenthümer, unter den Namen„Erbſchaften“,„Markgenoſſenſchaften“ und„Ge⸗ höfteſchaften“, der kleinſte Theil endlich iſt Privateigenthum Einzelner. Geſetzlich dürften jene Gebiete, welche ſich ungetheilt im Beſitz mehrer Miteigenthümer befinden, ebenſo gut als Privateigenthum zu be⸗ trachten ſein wie die Grundſtücke Einzelner. Es ſind nun die verſchiedenartigſten Mittel zur Urbarmachung dieſer Oeden vorgeſchlagen worden; zuerſt wollte man ſich einfach an die einzelnen Bewohner und Gemeinden wenden, ſie über die Größe und Gefahr des Uebels und die Mittel zur Abwendung belehren und die Ausführung ganz ihnen ſelber als eine That der Selbſthülfe überlaſſen. Allein bei der großen Verarmung der Eifeldörfer war ſchon deswegen kein Erfolg auf dieſem Wege zu gewinnen, weil es — 192— an allen Mitteln fehlte. Zudem muß die Hauptſache, die Anlage neuer Waldeulturen, jedenfalls im Großen und Ganzen betrieben werden, wenn dieſe gedeihen ſollen. Man ging daher weiter und ſchlug die Zuſicherung von Geldprämien für diejenigen Gemeinden und Einwohner vor, welche ſich innerhalb gewiſſer Friſten der Boden⸗ cultur durch Waldanpflanzungen und Wieſenanlagen befleißigten. Allein geringe Prämien würden bei den ererbten Gewohnheiten und dem Eigenſinn der eifeler Bauern nichts gefruchtet, große Prämien eine zu bedeutende Laſt auf den Staatsfond gewälzt haben. Man wandte ſich daher nach einer andern Seite und verlangte die Expropriation der zur Cultur geeigneten Grundſtücke für Rechnung des Staats, im Intereſſe der allgemeinen Wohlfahrt, und den Anbau dieſer Grundſtücke ſeitens des Staats, als eines Eigenthums deſſelben. Hiergegen aber erhebt ſich der Einwand, daß die zur Zeit auf der linken Rheinſeite noch gültigen Geſetze für die expropriation par cause d'utilité publique eine bis zur obigen Maßpregel reichende Trag⸗ kraft nicht haben. Es würde alſo eine beſondere Geſetzgebung für den einzelnen Fall nothwendig geworden ſein. Hierzu aber würde ſich die geſetzgebende Gewalt ſchwerlich verſtanden haben, da ein ſolcher Eingriff in das Eigenthum mit den im Staate ſonſt herr⸗ ſchenden Rechtsbegriffen kaum zu vereinbaren geweſen wäre. In Belgien exiſtirt freilich ein Geſetz vom 25. März 1847, welches dem Staat das Recht verleiht, zur Beurbarung geeignete Gemeindelände⸗ reien zu expropriiren und wider Willen der Gemeinden behufs des Anbaues zum Verkaufe auszuſtellen. Nebenbei ſtellt dieſes Geſetz 500,000 Francs zur Beförderung der Urbarmachung und Berieſelung der Regierung zur Verfügung und hat auch bereits behufs der Rieſel⸗ anlagen ſeine volle Anwendung gefunden. Auch in Frankreich kamen zu ähnlichen Zwecken Expropriationen vor. Entgegengeſetzt dieſem Vorſchlage, der Alles in die Hand des Staats legt, will ein anderer lediglich den Unternehmungsgeiſt der Privaten in Bewegung ſetzen und befürwortet die Bildung von Actien⸗ geſellſchaften zur Wald⸗ und Wieſencultur in der Eifel. Ein ſolches Actiengeſchäft wäre zwar an ſich ein ganz ſicheres, würde dagegen aber erſt in Zeitfriſten, welche über ein Menſchenleben hinausreichen, rentiren und alſo ſchwerlich viele Capitaliſten zur Actienzeichnung anlocken. Als der einzig zweckmäßige und ausführbare Weg wurde nach allen dieſen Fehlprojecten endlich folgender von der für dieſen Gegenſtand niedergeſetzten Commiſſion anerkannt: Es ſollen bedeutende Vorſchüſſe aus der Staatskaſſe in der Form einer Anleihe auf eine angemeſſene Reihe von Jahren und unter Verzinſung von 2 ½ Proc. zur Ver⸗ wendung auf die Bodencultur der Gemeindeländereien in der Eifel bewilligt, und zu dieſem Zweck zugleich ein Geſetz erlaſſen werden, welches die Gemeinden nöthigte, die Culturen von Staatswegen und — ſch Arlag bettieben iter und emeinden Voden⸗ geifigten. üten und Präwien zerlangte technung Anbau deſſelben. Zeit auf tion par ade Trag⸗ bung für er würde da ein dſt herr⸗ äre. In ſches dem ndelände⸗ zufs des 8 Gäſet erieſelung er Rieſ⸗ driationen Hand des gegeiſt de on Acte⸗ in ſolches dagegen uerächen, gächnung uurde nac Hegenſtund Vorſchiſt ngemeſent „zur Ve⸗ de Eff in wetde wegen und — 1993— unter Staatsaufſicht ſtattfinden zu laſſen, und welches die Zahlungs⸗ ſummen und Termine, ſowie die Zinſeneinziehung und Capitalamor⸗ tiſation regelte. Die legislative Grundlage für jene Bodencultur ſoll dahin gehen: daß den Regierungen die Ermächtigung beigelegt werde, Aenderungen in der bisherigen Bewirthſchaftung und Benutzung des Gemeinde⸗ grundeigenthums, auch gegen den Willen der Gemeinden, in dem Falle endgültig herbeizuführen, wenn ſolche Aenderungen als noth⸗ wendig im Intereſſe der Landescultur erſcheinen. Beilage 42 zu Seite 474 und 485. Ueber Anwendung der Geſteine der Rheinprovinz zu architektoniſchen Zwecken ſchrieb Nöggerath 1844 eine beſondere Abhandlung in Karſten's Archiv, aus welcher ich hier Einiges mitzutheilen mir erlaube. 1) Bauſteine für den Kölner Dom. Das Hauptmaterial, aus welchem der Dom zu Köln erbaut iſt, beſteht in Werkſteinen aus Trachyt vom Drachenfels im Sieben⸗ gebirge, welcher früher in der Rheingegend mit dem ganz unrichtigen Trivialnamen Sandſtein bezeichnet wurde. Was die Wahl dieſer Steinart für das rieſenmäßige Gotteshaus vorzüglich bedingt haben mag, dürfte in den Umſtänden zu ſuchen ſein, daß ſie am Niederrhein ſchon von Alters her als übliches architektoniſches Material bekannt war und daß die reichhaltigen Brüche derſelben nur 4 ½ Meile von Köln, ganz nahe dem Rheine, alſo für die wohlfeile Verſchiffung beſonders günſtig gelegen waren. Ob man, wie Einige glauben, auch den Effect, den die dem drachenfelſer Geſteine eingemengten Kryſtalle von glaſigem Feldſpath in der Sonne erzeugen, bei dieſer Wahl mit ins Auge gefaßt hatte, laſſe ich dahingeſtellt ſein; es läßt ſich die Möglichkeit nicht beſtreiten. Die Römer hatten die Steinbrüche am Drachenfels ſchon er⸗ öffnet und betrieben, davon zeugen die Werkſteine an manchen archi⸗ tektoniſchen Reſten, die von ihnen herrühren, beſonders aber mehre aufgefundene und in Alterthümerſammlungen(wie z. B. zu Bonn) aufbewahrte römiſche Votivſteine, welche aus Trachyt vom Drachen⸗ fels beſtehen. Ueberhaupt durchläuft die Anwendung des drachen⸗ felſer Geſteins zu Werkſteinen von den Römern ab bis zu uns alle Zeiten der Architektur, und an Gebäuden, welche am Niederrhein der Cotta, Deutſchlands Boden.(Beilagen.) 13 — 194— Epoche des Dombaues vorangehen, trifft man kaum einen andern Trachyt angewendet als den drachenfelſer. Vielleicht war auch ſchon der alte erſte Kölner Dom(gebaut im J. 814 bis 873) aus drachen⸗ felſer Geſtein errichtet, was ſich jedoch nicht mehr nachweiſen läßt. Auch das Ruinenſchloß auf dem Drachenfels ſelbſt iſt aus dem Trachyte dieſes Berges erbaut. Aus dem Trachyt des Stenzelberges iſt zwar die ſchöne Kirche von Heiſterbach(im J. 1210 bis 1233) erbaut geweſen, aber dieſe lag auch am Fuße des Stenzelberges ſelbſt, welcher die Brüche ent⸗ hielt; ſie waren ſogar Eigenthum der Abtei, wozu die Kirche gehörte. Auswärts ſcheint man in früheren Jahrhunderten die ſtenzelberger Steine nur ſehr wenig verfahren zu haben, was ſich auch ſchon durch die größere Entlegenheit der Brüche vom Rheine und durch die müh⸗ ſame Zufuhr zu denſelben auf ſchlechten Wegen erklärt; indeſſen iſt doch der ſtenzelberger Trachyt theilweiſe angewendet bei der Kirche zu Altenberg aus dem 13. Jahrhundert. Allenfalls concurrirte noch, und ſelbſt ſchon in den Zeiten der Römer, der Trachyt von Berkum (zwei Stunden von Rolandseck auf der linken Rheinſeite) mit jenem vom Drachenfels in der Benutzung. Die Steinbrüche von Berkum ſind gewiß von den Römern er⸗ öffnet geweſen, haben aber im Mittelalter geruht, da man auch nirgendwo aus dieſen Zeiten eine durchgreifende Benutzung ihrer Steine findet. Im Siebengebirge ſind die Steinbrüche von der Wolkenburg, ebenfalls Trachyte liefernd, in den beiden letzten Jahr⸗ hunderten ſehr ſtark betrieben worden; aus älteren Zeiten ſcheint ihre Anwendung bei der Architektur nicht anzutreffen zu ſein. Der früher beim Kölner Dombau ganz vorherrſchend angewen⸗ dete Trachyt vom Drachenfels zeigt parallele Lagen von Kryſtallen glaſigen Feldſpathes. Nach der Richtung dieſer parallelen Lagen läßt ſich das Geſtein viel leichter ſpalten; auch löſt es ſich in der Ver⸗ witterung nach dieſer Richtung irregulär ſchiefrig ab. Wo bei dem Dombaue die Werkſtücke ſo verſetzt ſind, daß die Kryſtalle wagerecht liegen, zeigen ſich die Steine durchgängig gut erhalten, wo aber die Lagen von Kryſtallen aufrecht ſtehen, blättert ſich der Stein leicht durch Verwitterung nach den mit den Kryſtallagen gleichlaufenden Seiten ab. Es iſt dies eine nothwendige Folge der Textur des Trachyts vom Drachenfels, welche Herr Regierungsrath und Dom⸗ baumeiſter Zwirner überall beim Dombau beſtätigt gefunden hat. Es iſt daher zu bedauern, daß man in früheren Zeiten nicht auf dieſe Eigenthüͤmlichkeit des Geſteins geachtet hat, wodurch jetzt viele Auswechſelungen von Werkſtücken bei dem Baue nöthig geworden ſind. Witterung und Froſt haben die in jener Weiſe verſetzten Werk⸗ ſteine im Laufe der Zeit mehr oder weniger zerſtört. Es iſt dies die weſentlichſte Einwendung, welche man gegen die frühere Anwendung der drachenfelſer Werkſteine machen kann, die übrigens nicht mehr en andern nuch ſthwn drach⸗ eiſen laßt aus dem ine Kirch aber diſt grüͤche et e gehörte enzelberger hon durc die mih⸗ indeſſen iſ der Kirch rirte voch en Verkun mit jenem Kömern er⸗ man auch zung ihre e von der zeen Jahr⸗ ſchärt ihie d angewer⸗ n Kryſtal Lagen lij in der 3 Wo bei de le wagerc wo aber d Stein lich ichlaufenden Tertar de und Der ffunden be en wicht u oh iiem i gewor e famm Bah z iſt dis d „Anwendunt juicht mi — 195— vorkommt, da auch der Steinbruchsbetrieb am Kegel des Drachenfels gaänzlich aufgehört hat. Erfreulich iſt übrigens der Ausſpruch, den der um die deutſche Baukunſt ſo verdiente Moller über die Halt⸗ barkeit der drachenfelſer Werkſtücke am Dome gethan hat:„Die eigentliche Maſſe des Gebäudes, welche zum Tragen beſtimmt iſt, hat noch nichts von ihrer urſprünglichen Stärke verloren, iſt vielmehr durch die Jahrhunderte bewährt worden.“ Da die Trachytſteinbrüche am Drachenfels, wie aus dem Vor⸗ hergehenden ſich ergeben hat, aufläſſig geworden ſind, ſo ſah man ſich im Frühjahre 1824, bei dem Beginne der Reſtaurationsarbeiten des Domes, nach anderm Material um. Der damalige Dombau⸗ meiſter Ahlert wählte zunächſt den Trachyt von der Wolken⸗ burg, und zwar namentlich aus den rhöndorfer Steinbrüchen, welche damals in ſtarkem Betriebe ſtanden. Die Wolkenburg, gleich öſtlich neben dem Drachenfels, mit ihm faſt von gleicher Höhe, iſt einer der ausgezeichnetſten Trachytberge des Siebengebirges. Die Wolkenburg iſt oben abgeſtumpft und endigt in ein ziemlich großes Plateau. Man erzählt, daß der Berg früher viel höher geweſen ſei; ſein Scheitel wäre haͤufig in den Wolken verhüllt geweſen, daher der Name Wol⸗ kenburg, den ehemals das Schloß trug, das auf ſeiner Höhe ſtand; durch Steinbruchsarbeit ſei aber der Boden bedeutend abgetragen worden. Allerdings ſind früher viele Steinbrüche auf ſeiner Höhe betrieben worden, wovon noch überall die reichlichen Spuren zu ſchauen ſind; die Oberfläche des Plateaus iſt ganz uneben, voll aus⸗ gewonnener Steinbruchslöcher. Aber der Betrieb dieſer Brüche kann nicht weit über ein paar Jahrhunderte reichen, wie nach der Archi⸗ tektur zu ſchließen iſt, und deshalb kann auch Nöggerath die angeb⸗ liche Abtragung des Gipfels des Berges nur für eine Sage halten, der es an factiſcher Begründung fehlt. Der Berg mag wohl ſchon urſprünglich die gegen ſeine Nachbarn etwas abweichende Form gehabt haben, welche er auch noch beſitzt; umſomehr wird dieſes wahrſchein⸗ lich, als das Schloß, welches auf ſeinem Plateau ſtand und wovon man noch auf demſelben Fundamenttrümmer findet, bereits im An⸗ fange des 12. Jahrhunderts, gleichzeitig mit den Burgen auf dem Drachenfels und auf Rolandseck erbaut war. Wahrſcheinlich weil es zu wenig gute Steine oder nur ſolche von zu kleinen Dimenſionen auf der Höhe des Berges mehr gab, ſetzte man ſich mit dem Stein⸗ bruchsbetrieb circa 100 Fuß tiefer, an ſein ſüdliches Gehänge, und eröffnete die ſogenannten rhöndorfer Steinbrüche, welche noch gegen⸗ wärtig im Betriebe ſind. In jedem Fall iſt die Eröffnung dieſer letzteren Steinbrüche jünger als diejenige der Brüche auf der Hoch⸗ ebene der Wolkenburg, weil man das Geſtein der rhöndorfer Brüche wol kaum früher zu Werkſtücken angewendet findet als bei Bauten aus den beiden letzten Jahrhunderten. 13* — 196— Der Trachyt der Wolkenburg unterſcheidet ſich ſehr auffallend von demjenigen des Drachenfels durch ſeinen gänzlichen Mangel der Kryſtalle von glaſigem Feldſpath; er iſt üͤberhaupt feiner gemengt als dieſer und enthält häufiger ſchwarze Hornblende und Glimmer⸗ kryſtalle, die erſtere ſelbſt nicht ſelten in größeren Kryſtallen bis zu 2 Zoll Länge. In den Höhlungen des Geſteins, die jedoch nicht häufig vorkommen, findet man zuweilen Kalkſpath in verſchiedenen Kryſtallformen, als Ueberzug der Wandlungen; ſelbſt das ganze Ge— ſtein brauſt mit Säuren und gibt dadurch ſeinen allgemein verbrei⸗ teten, aber für das Auge nicht erkennbaren Gehalt an kohlenſaurem Kalk deutlich kund. Auch kommen ſchieferige, zum Theil die Ge⸗ mengtheile des Trachyts enthaltende, ſcheibenförmige Bruchſtücke eines fremden Geſteins eingeſchloſſen in dem Trachyte der Wolkenburg vor, deſſen Uebergänge offenbar bekunden, daß es urſprünglich Brocken von Tranſitionsgebirgsarten(Thonſchiefer u. dergl.) waren, welche bei dem Durchbruche des Trachyts durch das Grauwacken⸗ und Thonſchiefer⸗ gebirge mit heraufgeriſſen, eingehüllt und zum Theil umgewandelt worden ſind. Dann enthält dieſer Trachyt noch ſparſam einzelne Brocken von blaßviolblauem Quarz. Auf den erſten Anblick unterſcheiden ſich die Trachytvarietäten von der Höhe der Wolkenburg weſentlich von denjenigen der rhön⸗ dorfer Steinbrüche, wie es eine Eigenthümlichkeit der Trachyte über⸗ haupt und derjenigen des Siebengebirges insbeſondere iſt, daß die Geſteine der einzelnen Berge voneinander verſchieden ſind, welche Differenz ſich in der Größe, Frequenz und Farbe der Gemengtheile, ſelbſt oft in der Art einiger derſelben ausſpricht, und die ſich ſogar bei der Wolkenburg und einigen anderen Bergen noch bei Trachyten von verſchiedenen einzelnen Localitäten einer und derſelben Trachyt⸗ maſſe deutlich zeigt. Die Gründe davon liegen in der Geneſis der Trachytberge, welche in einer und derſelben Gegend nicht auf ein mal, ſondern nach und nach aus dem Innern der Erde herausgetreten ſind, und in den Abweichungen ihrer Urſtoffe, in der ſchnellern oder langſamern Erkaltung der feurig⸗flüſſigen Maſſe u. ſ. w. Wer irgend eine genauere Bekanntſchaft mit den Trachyten des Siebengebirges beſitzt, und wäre es auch nur eine blos empiriſche, wie ſie gewöhn⸗ lich den Steinbrechern und Steinmetzen beiwohnt, wird jedes Stuͤck Trachyt nach dem ſpeciellen Fundorte, dem es entnommen iſt, unter⸗ ſcheiden köͤnnen. Solche Unterſchiede nach dem Totalhabitus ſind oft ſchlagender, als die genaueſte Beſchreibung ſie zu ſchildern vermag. So ſind z. B. auch in dem Trachyte von der Höhe der Wolkenburg die Gemengtheile etwas größer als in demjenigen aus dem rhön⸗ dorfer Steinbruche, ſie ſind weniger verhüllt in der feldſpathartigen Grundmaſſe; auch iſt dieſe, obgleich meiſt bläulichgrau, doch häufig genug röthlich, bald mit einem Stich ins Violblaue, bald auch ganz roſenroth, Färbungen, welche man niemals bei dem Geſteine der „auffalen Nangel w er gemeng d Glmmer alen bis z ſäoch nich verſchidenen 8 ganze Ge nein derbue ohlenſauren eil die Ge hſtücke ein enburg bor Brocken don lche bei dem khonſchiffe ungewandelt im einzelne gwarietäten der thäu⸗ achyte über k, daß di d, welche mengtheil, ſich ſoga Tuaachyten en Trachh⸗ Geneſis de nuf ein ma ransgetreten nellern oder Wer irgend dengebirges e gewühn⸗ ddes Stütk wiſt, unter⸗ ns ſind df ern verma. Wolkenburg dem thür⸗ ſpahhrtha doch häufg —auch gau giſtene de — 197— rhöndorfer Steinbrüche antrifft. In den letzten Steinbrüchen unter⸗ ſcheidet man zwei Varietäten von Trachyt der Farbe nach; ſie ſind meiſt ſehr ſcharf voneinander geſchieden, aber häufig, ja faſt immer, beide zugleich in einem und demſelben größern Trachytſtücke zuſammen anzutreffen; die eine iſt bläulich⸗grau, die andere aber gelblich⸗grau. Die letzte Varietät iſt beiweitem mehr der Zerſetzung an der Luft unterworfen als die erſte, und daher ſtipulirt man bei Werkſtein⸗ beſtellungen aus den rhöndorfer Steinbrüchen ſehr gern und mit Grund die Lieferung von„durchaus blauen Steinen“. Mit dem Vor⸗ kommen der beiden in der Farbe verſchiedenen Trachyten in dieſen Steinbrüchen hat es folgende Bewandtniß. Der Trachyt kommt hier in ſenkrechten, irregulären, koloſſalen Säulen vor, welche in einer etwa 80 Fuß hohen Stroße durch den Steinbruchsbetrieb aufgeſchloſſen ſind. Im äußern Umfange bis auf mehre Fuß tief in die Säulen hinein, doch nicht überall gleichförmig dick, vielmehr ſehr abweichend, und dies zwar nicht blos bei verſchiedenen Säulen, ſondern auch in einzelnen Seiten und Stellen einer und derſelben Saͤule kommt die gelblich-graue Abänderung des Trachyts vor; man nennt ſie daher auch den Mantel. Das Innere der Säulen hat einen Kern von bläulich⸗grauer Farbe. Manche Säulen beſtehen aber ſogar bis zum Mittelpunkte aus Mantelgeſtein. Sind beide Varietäten zuſammen, ſo löſt ſich oft der Mantel durch den geringſten Schlag ſcharf von dem Kerne ab; meiſt bleiben aber Mantel und Kern verbunden und die Bruchflächen ſetzen quer durch beide hindurch. Die Veränderung, welche der Mantel gegen den Kern erlitten hat, iſt ſchon das Product einer beginnenden Zerſetung. Das Eiſenoxyd⸗Oxydul hat ſich in Eiſenoxyd⸗Hydrat verwandelt, und dadurch iſt die gelblich⸗graue Farbe hervorgerufen worden. Ueberhaupt haben die Saulen des Geſteins auch ſonſt noch oft durch die Zerſetzung gelitten und gehen dann einer allgemeinern Auflöſung entgegen. Solche mehr zerſetzte Säulen fin⸗ det man zwiſchen recht friſchen und guten. Aber wie man mehr in den Berg hineinbricht, werden die ſchlechtern und ganz unbrauchbaren Säulen immer häufiger. Es iſt dieſes überhaupt eine Erfahrung, welche ſich ziemlich allgemein bei unſern Trachytſteinbrüchen zeigt und insbeſondere noch ausgezeichneter bei den Steinbrüchen am Sten⸗ zelberg, welche nachſtehend noch erwähnt werden ſollen, als bei den⸗ jenigen der Wolkenburg. Dieſe Erfahrung ſteht im umgekehrten Ver⸗ hältniſſe mit der Erſcheinung bei den meiſten Steinbrüchen anderer Art, indem Sandſteine, Kalkſteine u. ſ. w. gewöhnlich feſter werden, je tiefer unter der Oberfläche ihre Gewinnung ſtattfindet. Bei den Trachyten wird man ſich dieſe Eigenthümlichkeit dadurch erklären kön⸗ nen, daß, nachdem die Maſſen bei ihrer Entſtehung ſchon in Säulen zerklüftet waren, noch Gaſe und Dämpfe zwiſchen den Spalten her⸗ aufgedrungen ſind, welche das Geſtein angegriffen haben, ſodaß davon insbeſondere das Innere der Trachytberge örtlich mehr gelitten hat. — 198— Haben wir doch ſogar in der Auvergne einen Trachytberg, Puy⸗de⸗ Sarcony, deſſen Geſtein in dieſer Weiſe ganz mit Chlor durchdrungen und dadurch im eigentlichen Sinne gebleicht iſt. Die rhöndorfer Steinbrüche, welche mit beſonderer Auswahl im⸗ mer noch gute Steine zu Werkſtücken für gewöhnliche Civilarchitektur liefern können, werden für den Dombau nicht mehr benutzt. Die Steine derſelben, welche von dem frühern Dombaumeiſter Ahlert an der Nordſeite des Domes verwendet worden ſind, hat man ſpäter mit Leinöl getränkt und ſie ſcheinen noch keine Veränderung erlitten zu haben. Auch der Trachyt vom Stenzelberge iſt bei den Reſtaura⸗ rationsarbeiten am Dome zur Anwendung gekommen und wird bei dem Fortbaue deſſelben inſoweit noch immer verwendet, als er zu haben iſt. Er iſt offenbar unter allen Trachyten des Siebengebirges derjenige, welcher ſich am meiſten zu Werkſteinen eignet und welcher, wenn er ſonſt gut gewählt iſt, am beſten der Verwitterung wider⸗ ſteht. Der Stein iſt aber ſchwerer zu bearbeiten und koſtet auch wegen ſeiner ſchwierigern Gewinnung und des größern Transports aus den Brüchen auf ſchlechtem Wege mehr als der wolkenburger Trachyt. Die Steinmaſſen in den Brüchen kommen, wie an der Wolken⸗ burg, in koloſſalen, unförmlichen, ſenkrechten Säulen vor; ſo ſind ſie durch die Steinbruchſtroße oft 50 bis 70 Fuß hoch entblößt. Ein⸗ zelne ſolcher pfeilerförmiger Maſſen haben noch ganz eigenthümliche, ſchalige Abſonderungen. Sie werden von den Steinbrechern Umläufer genannt. Aeußerlich ſind ſie polyedriſch wie die übrigen Säulen; es löſt ſich aber zuerſt die Schale ab, welche nach außen den eckigen Umriß der Säule hat, nach innen aber cylindriſch⸗concav iſt, und in dieſer ſtecken dann umeinander lauter von außen cylindriſch⸗convex und von innen concav gewölbte, mehre Zoll dicke Schalen, die meiſt zuletzt einen etwas feſtern Kern derſelben Trachytmaſſe einſchließen. Wenn ſich an der Steinbruchsſtroße die äußere Schale von ſolchen Säulen ganz und einige der innern Schalen theilweiſe abgelöſt haben, ſo bilden dieſe Säulen zwiſchen ihren feſten eckigen Nachbarn ein eigen⸗ thümliches Anſehen; man glaubt faſt, große verſteinerte Baumſtämme, zum Theil von ihrer Rinde entblößt, basreliefartig aus der Stein⸗ bruchswand hervorragen zu ſehen, welches Aeußere dadurch noch mehr Täuſchendes gewinnt, daß ſich dergleichen Säulen nach obenhin ein wenig verdünnen. Das Material dieſer Umläufer, welches neben ſei⸗ ner Zertheilung auch noch mehr aufgelöſt zu ſein pflegt, iſt zu Werk⸗ ſtücken ganz unbrauchbar. Ueberhaupt bewährt es ſich bei den Brüchen am Stenzelberge recht, wie der Trachyt beider Berge, je mehr man in ſie hineindringt, immer ſchlechter wird. Ganz anders ſehen die Brüche ſeit fünf bis ſechs Jahren aus als früher. Die Saulen ſind beiweitem mehr durch Purde chdrungen wahl in⸗ larhitektmr utzt. Die Ahlert an nan ſpätt i erlitten Reſtaura⸗ wird bei als er zu engebirges ad welcher ung wide⸗ koſtet auch Trandports dkenburger er Wolken⸗ ſo ſind ſe ißt. Ein⸗ thümbche, Umläufer n Säulen; den eckige itt, und i riſch⸗tonder n, die meſt tinſchließen. von ſolche llöſt haben, ein eigen⸗ zumſtämme, der Stun⸗ uus u obenhin ei 5 neben ſi⸗ ſt uu Bah Stenzelbeg hinendring ſit fin l 3 mehr durt — 199— Horizontal⸗ und Diagonalſpaltungen zerriſſen, als dies ſonſt der Fall war; bei dem Fortrücken der Bruͤche ſind auch die werthloſen Umläufer viel häufiger geworden, und es überbietet bei dem gegen⸗ wärtigen Zuſtande die Quantität des unbrauchbaren Geſteins, welches über die Halde gelaufen werden muß, beiweitem dasjenige, welches zu Werkſteinen brauchbar iſt. Es ſteht daher nicht in der Hand der Steinbruchsbetreiber, beliebige Quantitäten Werkſteine aus dieſen Stein⸗ brüchen in fixirten Terminen zu beſchaffen, indem die brauchbare Ge⸗ winnung ſo ſehr von zufälligen Umſtänden abhängt. Bei dem Sten⸗ zelberge dürfte ſchon von Alters her der Fehler im Betriebe der Steinbrüche gemacht ſein, daß man dieſe zu hoch oben am Berge an— gelegt und durch den Haldenſturz ſeine untern Theile an der Weſtſeite überſchüttet hat. Der Stenzelberger Trachyt zeigt in den meiſten Varietäten ſeine Gemengtheile von der bläulich⸗grauen Grundmaſſe ſehr verhüllt; nur in einigen Abänderungen wird der Albit kenntlich; Kryſtalle von gla⸗ ſigem Feldſpath fehlen ihm, der Glimmer iſt ſehr klein, die ſchwarze Hornblende ſondert ſich aber örtlich in kryſtalliniſchen Partien bis zu einem halben Fuß Größe aus; Magneteiſenſtein iſt klein ſehr häufig, an einer beſondern Stelle finden ſich Augitkryſtalle darin. Auch ein⸗ zelne Einſchlüſſe von Brocken veränderter Uebergangsgebirgsarten und von Quarz kommen in dieſem Trachyt vor. Daß die Maſſe ſehr ſchlackenartig iſt, ſpricht ſich beſonders in einer ſchon etwas poröſen Varietät aus, die man für eine neuere Lava halten könnte, wenn man ſie nicht neben den Uebergängen in das feſte Geſtein ſähe. Das Geſtein hat überhaupt ſeine Feſtigkeit der Schwerzerſtörbarkeit ſeiner glasartigen Natur zu verdanken; es klingt und bricht ziemlich muſchelig. Der Umſtand, daß die Steinbrüche des Siebengebirges in ihrem dermaligen Beſtande nicht den hinreichenden Bedarf von Werkſteinen in gegebenen Zeiträumen für den Fortbau des Doms liefern können, veranlaßte Nöggerath, in Verbindung mit dem Dombaumeiſter Zwir⸗ ner im Jahre 1837 den Vorſchlag zu machen, den damals ganz un⸗ bedeutend getriebenen Trachytſteinbruch bei Berkum, zwei Stun⸗ den von Mehlem am Rhein auf der linken Rheinſeite, den ſoge⸗ nannten Hohenberg, für den Dom anzukaufen und in lebhaften Be⸗ trieb zu ſetzen. Das Geſtein deſſelben iſt ſpröde, eignet ſich meiſt nur zu glatten Quadern und wenig verzierten Theilen, und wider⸗ ſteht den Einwirkungen der Atmoſphärilien ſehr gut. Dieſer Vor⸗ ſchlag fand Genehmigung, der Bruch wurde angekauft und liefert jetzt einen nicht unbedeutenden Theil des Materials für den Dom, für diejenigen Zwecke, wozu der Stein ſich eignet. Der Berkumer Trachyt, welcher als ein ganz vereinzelter Berg dieſer Art, allein auf der linken Rheinſeite, getrennt von der Gruppe ſolcher Geſteine des Siebengebirges, ſich erhebt, iſt von weißlicher Farbe, nur zuweilen mit einem ganz leichten Stich ins Grünliche. — 200— Feine grünlich⸗graue Flecken, faſt dendritiſch verbreitet, zeigen ſich auf dem weißen Grunde. Er hat gar keine derbe Grundmaſſe und be⸗ ſteht weſentlich aus einem weißen kryſtalliniſch⸗körnigen, feldſpath⸗ artigen Mineral, welches ſich dem äußern Anſehen nach nicht näher beſtimmen läßt, aber nach der Analogie anderer Trachyte wol Albit ſein mag. Darin liegen ganz feine Einmengungen von Hornblende und Magneteiſenſtein, welche jene Flecken bilden. Außerdem enthält die Maſſe kleine, höchſtens zwei Linien große Kryſtalle von glaſigem Feldſpath in nicht großer Frequenz. Seit dem Jahre 1854 ſind auch Werkſteine von einer vulkani⸗ ſchen Steinmaſſe, welcher Nöggerath nach ihrer Beſchaffenheit nur die Bezeichnung trachytartig beilegen kann, vom Perlenkopf bei Hannebach für die Reſtaurationsbauten des Domes bezogen wor⸗ den, und es findet auch noch deren theilweiſe Anwendung ſtatt. Der Perlenkopf, eine bedeutende Bergmaſſe, gehört ſchon zur Gruppe der laacher Vulkane. Aus den Brüchen werden dieſe Steine nach Breiſig an den Rhein gefahren, und bis dahin müſſen ſie auf einem über zwei Meilen langen, über Berge und durch Thäler führenden Neben⸗ wege transportirt werden; die Zufuhr iſt ungemein ſchwierig, und Steine von dem größten Volum, wie ſie zum Theil für den Dom⸗ bau erfoderlich ſind, können daher gar nicht geſchafft werden. Die Steinbrüche am Perlenkopf ſind mäßig gut eröffnet. Die Steinbruch⸗ ſtraßen zeigen aber keineswegs überall zuſammenhangende große Ge⸗ ſteinsmaſſen, vielmehr ſind dieſe ſtark nach allen Richtungen zerklüftet und liefern nur ſehr theilweiſe große Werkſtücke. Uebrigens ſind dieſe bei gehöriger Auswahl zu architektoniſchen Zwecken recht gut; ſie trotzen wol ziemlich ebenſo ſehr der Verwitterung wie diejenigen vom Stenzelberge. Es rührt dieſes von der etwas ſchlackenartigen Be⸗ ſchaffenheit dieſer Steine her, welche ihnen eine etwas glasartige Sprö⸗ digkeit gibt. Aber eben dadurch zerſpringen die Werkſtücke auch ziem⸗ lich leicht beim Zerſchlagen oder bei ungleichem Drucke.-Deshalb iſt es nicht rathſam, die Steine in ſolcher Weiſe zu verſetzen, daß ſie nicht gleichförmig gedrückt werden. Auch wirft man dieſen Steinen vor, daß ſie durch die zuweilen darin vorkommenden ſchlackigen Maſſen leicht bei Temperaturveränderungen an der Luft zerreißen, welches wol nur von einer verſchiedenartigen Ausdehnung dieſer Maſſen herrühren kann: eine Erſcheinung, welche auch bei der niedermendiger Mühlſtein⸗ lava allgemein bekannt iſt. Auch die poröſe Baſalt⸗ oder ſogenannte Mühlſteinlava von Niedermendig und Mayen iſt bei den Reſtaurationsarbeiten am Dome, jedoch mehr verdeckt, angewandt worden, da die dunkle Farbe dieſes Geſteins zu ſehr gegen den lichten gräulichen Farbenton des beſtehen⸗ den Gebäudes abſticht. An Verwitterung deſſelben iſt nicht zu denken; an den älteſten Gebäuden, wo es angebracht iſt, hat es ſich noch ganz unverändert erhalten. Die Beſchaffenheit großer Werkſtücke von n ſch uf ſe und be fedſo⸗ nict nihe wol Abt Hernblende em enthäl glafigen er vulkani⸗ eit nur de topf bei zogen wer ſtatt. Da Gruppe de nch Breiſg einem über den Neben⸗ üerig, und den Don⸗ eden. Dee Steinbruc⸗ große Ge⸗ zerklüftet s ſud diſ t gut; ſt enigen von attigen Be⸗ arige Sxri⸗ ke auch ziem⸗ Deshalb it en, daß ſe ſen Steinen igen Maſſen wäches wel en herrühren er Mühlſtir einlava ven en am Domt. Farbe diſt des beſteer⸗ ct zu denken 6 ſth ut gerkftüct u — 201— Niedermendig und Mayen hat in dem Vorkommen des Geſteins und dadurch, daß die größern Pfeiler deſſelben vortheilhafter zu Mühlſteinen benutzt werden können, ihre Schwierigkeiten. Die Schwierigkeit, jederzeit hinreichende Werkſteinlieferungen aus der Nähe zu erhalten, führte es herbei, daß man bei den Reſtaura⸗ tions⸗ und Fortbauarbeiten des Doms auch zu einer entferntern Quelle ſeine Zuflucht nahm. Man bezog und bezieht noch einen gräulich⸗ gelben Sandſtein, welcher der Keuperformation angehört, aus der Gegend von Heilbronn am Neckar. Es iſt ein ſehr fein⸗ und gleich⸗ körniger Sandſtein, wenige ſilberweiße Glimmerblättchen enthaltend, mit wenigem eiſenoxyd⸗hydrat⸗haltigen Bindemittel. Er iſt leicht zu jeder Verarbeitung fähig und ſteht an der Luft gut, wie ſich nament⸗ lich durch deſſen Anwendung bei der alten St.⸗Kilianskirche zu Heil⸗ bronn erweiſt. Einen andern Sandſtein, aus der Steinkohlenformation von Flonheim(Rheinheſſen) bei Kreuznach, hat man vorläufig am Dom nur zur Probe angewendet, zu Geſimſen und Ausgußrinnen. Er dürfte wol zu empfehlen ſein. Es iſt ein weißlich⸗grauer, mittelkör⸗ niger Sandſtein mit wenigem ſilberweißen Glimmer, deſſen Binde⸗ mittel aus einer porzellanerde⸗ oder kaolinartigen Subſtanz beſteht, weshalb man ihn in Frankreich mit dem Namen Arcose belegen würde. Der Stein hat eine gute Feſtigkeit, welches man nach der Natur ſeines Bindemittels nicht vermuthen möchte; da aber gerade das Bindemittel ſchon ein aufgelöſter Feldſpath iſt, ſo kann man nicht wohl annehmen, daß die Verwitterung noch eines bedeutenden Fort⸗ ſchritts fähig iſt, und die Steine dürften ganz gut den Atmoſphärilien widerſtehen. Am Freihafen zu Mainz iſt eine etwa 1000 Fuß lange Futtermauer im Jahre 1804 erbaut worden, welche ungeachtet der Einwirkung des abwechſelnden Waſſerſtandes ſich ganz vorzüglich gut erhalten hat. Ferner iſt bisher nur zur Probe ein gelblich⸗weißer feinkörniger Sandſtein aus der Formation des bunten Sandſteins von Udelfangen, zwei Stunden von Trier, angewendet worden. Er iſt feſt, obgleich er faſt gar kein Bindemittel hat. Es ſoll ein ähnliches Geſtein zum Bau der Frauenkirche in Trier verwendet ſein. Dem ganzen Habitus nach möchte dieſem Steine eine gute Dauerhaftigkeit an der Luft zuzutrauen ſein. Im Innern des Doms beſteht ein Theil des Quadergemäuers aus einem vulkaniſchen Tuff; das Geſtein wird am Rheine mit dem Trivialnamen Tuffſtein oder Duckſtein belegt, obgleich man in Deutſch⸗ land unter dem Namen Tuffſtein in der Regel nur ein jüngeres Kalk⸗ geſtein begreift. Jenes Geſtein iſt auch beim Dom in Verbindung mit Baſalt bei den Fundamenten angewandt, welches weiter unten beim Baſalte näher ausgeführt werden ſoll. Die Brüche des Traſſes finden ſich um den Laacher See herum, beſonders im Brohlthale bei — 202— Burgbrohl, Tönnigſtein und Waſſenach und bei Pleit, Kruft und Kretz. Der Traß beſteht aus feſtverbundenen erdigen Theilen, iſt auf dem Bruche unrein gelb oder grau, matt, bald mehr porös, bald dichter, enthält viel Bimſtein, ſeltener Fragmente von Baſalt, Schla⸗ cken, Holzkohlen, zuweilen in Stämmen und Aeſten, Thonſchiefer, Quarz u. ſ. w. Die Anwendung des Traſſes als Bauſtein iſt ſehr alt; die Römer machten viel Gebrauch davon, weil ſie ähnliche Ge⸗ ſteine in ihrem Heimatlande gut kannten. Die meiſten mittelalter⸗ lichen Kirchen und ſonſt aus dieſer Zeit erhaltenen Gebäude unſerer Gegend ſind daraus erbaut. Die Anwendung deſſelben zu Quadern kommt ſelten noch vor, da er jetzt, vorzüglich in Verbindung mit Kalk als Waſſermörtel verbraucht wird. In jüngſter Zeit ſind der⸗ gleichen Quaderſteine zu dem Bau der ſchönen Kirche in Anwendung gekommen, welche der Graf Franz Egon von Fürſtenberg auf ſeinem reizend gelegenen Beſitzthume am St.⸗Apollinarisberge bei Remagen mit wahrhaft fürſtlicher Munificenz in deutſchem Styl erbauen ließ. Aus ſogenanntem Weiberſtein ſind die Bild⸗ und Schnitzwerke am Dome gehauen. Der Weiberſtein hat ſeinen Namen von dem Dorfe Weibern, zwei Stunden vom Laacher See. Es iſt auch ein vulkaniſcher Tuff, ähnlich dem Traß, und nur eine mehr homogene Abänderung deſſelben, welche nur kleine gelbliche und aufgelöſte Par⸗ tien von Bimſtein enthält. Er iſt wegen ſeiner Weichheit, in Ver⸗ bindung mit einer guten Ausdauer an der Luft, für die Zwecke, wozu er benutzt worden iſt, ſehr geeignet. Baſalt von Oberwinter, wo derſelbe in ſehr alten Steinbrüchen nahe dem Rheine, dem Städtchen Unkel gegenüber, in dicken, wenig regulären Säulen vorkommt, iſt bei den Fundamenten des Doms an⸗ gewendet. Einer der hier gelegenen größern Steinbrüche gehörte wenigſtens früher der Stadt Köln und wurde auch nach ihr benannt; aus ihm rühren wahrſcheinlich die Fundamentſteine des Doms her. Von ihrer Anwendung ſagt Hr. Regierungsrath Zwirner Folgendes: „Das Mauerwerk beſteht aus Säulenbaſalten; die Zwiſchenräume ſind mit Tuffſteinen(Traß) und Kalkmörtel ausgeſchlagen und jede Schicht für ſich abgeglichen. In gleicher Weiſe und ebenfalls zwiſchen ausgezimmerten Bohlenwänden iſt auch das neue Fundamentmauer⸗ werk conſtruirt, ſtatt des Tuffſteins jedoch ein anderes vulkaniſches Product, ſogenannter Krotzenſtein(der ſich in der Gegend von Pleit und Ochtendung bei Andernach findet), in Anwendung gebracht und durchgängig mit gutem Kalkmörtel, zu gleichen Theilen mit Traß und grobem Sand verſetzt, gemauert worden.“„. Jener Kootzenſtein, wie er nach der Trivialbenennung heißt, iſt eine röthlich⸗braune, ſehr poröſe, ſchlackige Lava mit einzelnen einge⸗ mengten Kryſtallen von Augit und tombackbraunem oder ziegelröth⸗ lichem Glimmer. Den Kalk, welcher jetzt beim Dombau als Mörtel angewendet Kuft ud en, ſſ uf rds, bad lt. Schle⸗ genſſfe in iſt ſehr nüche Ge⸗ wittelalter de unſere Qundern dung wit ſind der⸗ nwendung uf ſänem Nemagen nen liß. nizwerke von dem auch ein homogene läſte Par⸗ „in Ver⸗ dkt, wozu inbrüchen en, wenig Doms an⸗ e gehörte benannt; Doms het. Folgendes: chenriume und jede S zwiſchen entmaner⸗ lkaniſches egend von g gebrach mit Vuif heißt ſſ lnen einge Fegebith angewende — 203— wird, erhält man aus den Bruͤchen und Kalkbrennereien von Paffrath und Gladbach auf der rechten Rheinſeite. Der Sage nach ſoll auch früher von dort der Kalk zum Dombau bezogen worden ſein. Es iſt ein guter Kalkſtein von der Formation des Kohlenkalks, welcher ſich in geologiſcher Hinſicht durch die große Menge darin enthaltener Verſteinerungen merkwürdig macht. 2) Bauſteine der Münſterkirche in Bonn. Das Hauptmaterial, welches zu dieſem Bau verwendet worden iſt, beſteht aus Quadern von Traß oder Duckſtein, wie er nach dem Provinzialausdrucke genannt wird. Traß iſt ein vulkaniſcher Tuff, ähnlich der italieniſchen Pozzolana und dem Bimſteintuff, unter wel⸗ chem Herculanum begraben wurde, insbeſondere aber dem nur meiſt weniger feſten vulkaniſchen Tuff von Pauſilippo. Der große vulka⸗ niſche Schlund vom Laacher See ſcheint zur Zeit, wo er noch unter Waſſer ſtand, den Traß ausgeworfen und in ſeiner Umgegend ver⸗ breitet zu haben, wo man ihn namentlich im Brohlthale und bei Pleit, Kruft, Kretz u. ſ. w. findet. In älterer Zeit ſcheint er vor⸗ zuglich häufig bei Kruft und Pleit unterirdiſch gewonnen worden zu ſein, wo noch ſehr viele ausgedehnte ſtollenähnliche Aushöhlungen im anſtehenden Traß vorhanden ſind. Von dieſen Gewinnungen hat auch wol das Dorf Kruft(Gruft) ſeinen Namen. An der Weſtſeite des Chors, welches überhaupt einer ſpätern Conſtruction angehören dürfte als der übrige Bau der Kirche, kom⸗ men auch zwiſchen den Traßquadern Ziegelſteine vor, welche in ihrer Form und Maſſe an römiſche Ziegel erinnern. Sie ſind nament⸗ lich abwechſelnd mit Traßquadern zu runden Bogen angewandt, welche jetzt blind ſind und keine Fenſter mehr einfaſſen. An dieſer Seite des Chors erſcheinen auch einzelne Partien des Mauerwerks von plat⸗ tenförmigem Baſalt conſtruirt, welcher wahrſcheinlich aus der Gegend von Obercaſſel herrührt. Sie ſcheinen dem urſprünglichen Bau an⸗ zugehören und nicht die Folge ſpäterer Ausbeſſerungen des Mauer⸗ werks zu ſein. Zu ſolchen Ausbeſſerungen, deren hin und wieder mehre an der Kirche und an den Thürmen vorkommen, gehören aber gewiß einzelne nicht ſehr große Partien von Mauerwerk aus ganz gewöhnlichen Ziegelſteinen, die vielleicht erſt nach der Belagerung von Bonn eingeſetzt worden ſind. Auch der untere Theil der Chorrundung, ſo hoch als die Krypta reicht, und die kleinen Thürme ſind bis zu gleicher Höhe faſt ganz aus Baſalt jener Art conſtruirt. Die verzierten breiten Geſimſe an allen Theilen der Münſter⸗ kirche beſtehen aus einem ſehr homogenen vulkaniſchen Tuff, dem Traß ſehr ahnlich, nur ohne eingeſchloſſene Bimſteine, welcher ſich vorzüglich zu gemeißelten Steinen eignet, es iſt der oben erwähnte Weiberſtein. Auch die Erneuerungen eines Theiles der Geſimſe an — — 204— der Kirche ſelbſt, an den beiden Thürmen gegen Süden und an dem großen Thurme ſind im vorigen Jahre aus derſelben Steinart bewirkt worden. Die Werkſteine am Münſter, auch die Säulen am Langſchiffe nach außen und an den Thürmen, ſowie die Säulen, welche die Ge⸗ wölbe der Krypta tragen, ſind aus Trachyt vom Drachenfels im Siebengebirge gehauen. Viele einzelne Werkſteine und auch insbe⸗ ſondere viele Säulen an dem äußern Langſchiffe beſtehen aber aus Trachyt von der Wolkenburg, und zwar meiſt aus derjenigen Abän⸗ derung dieſes Geſteins, welches in den jetzt verlaſſenen Steinbrüchen oben auf dieſem Berge vorkommt. Nach dem ganzen Anſehen ſind dieſe Werkſtücke und Säulen ſpäter gegen beſchädigt geweſene einge⸗ wechſelt worden. Die Anwendung des wolkenburger Trachyts iſt im Allgemeinen viel jünger als diejenige des drachenfelſer Geſteins, viel⸗ leicht nur ein paar Jahrhunderte alt. Die Säulenſchafte an den äußern Galerien des Kreuzes, der innern Galerien des Langſchiffes und der obern dritten Säulenreihe am Giebel des äußern Chores ſind von ſchwarzem Marmor; ihre Capitäle und Sockel aber von drachenfelſer Trachyt. Durch die Zeit ſind viele äußere dieſer Säulen, bald in jenen und bald in dieſen Theilen, ſchadhaft geworden und durch andere von verſchiedenen Stein⸗ arten ausgewechſelt worden; die meiſten dieſer ausgewechſelten Säulen beſtehen in ihren Schaften aus wolkenburger Trachyt, ebenſo manche Capitäle und Sockel; andere der letztern gar aus Traß und aus Kalk⸗ ſinter des eifeler Römerkanals(von dieſem wird ſpäter die Rede ſein). Man ſieht, daß man bei den Reſtaurationen in ſpätern Zeiten be⸗ liebig ſolche Steinmaſſen dazu verwendet hat, die man gerade zur Hand hatte. Man könnte auf den Gedanken kommen, daß auch alle die grö⸗ ßern Säulenſchafte am äußern Langſchiffe der Kirche urſprünglich von ſchwarzem Marmor geweſen wären, da ſich deren, wie oben erwähnt, noch drei daran befinden. Jene drei Säulenſchafte ſind aber kürzer wie die übrigen und durch Stücke von Trachyt ſo verlängert, daß ſie paſſen. Sie ſind allerdings an der Verbandſtelle der verſchieden⸗ artigen Stücke, welche auch bei allen drei Säulen eine gleiche Länge haben, mit einem Wulſte verſehen, der wie eine Verzierung ausſieht. Wären aber alle Säulen am äußern Langſchiffe urſprünglich von ſchwarzem Marmor geweſen, ſo ließe ſich der Grund nicht einſehen, warum ſie blos mit Ausnahme jener drei nebeneinanderſtehenden einer Auswechſelung bedurft hätten, da in den übrigen erwähnten Säulen⸗ reihen doch nur einzelne dieſer Marmorſäulen durch andere Säulen erſetzt ſind. Wahrſcheinlich hatten daher jene drei Säulen urſprünglich eine andere Beſtimmung und ſind, weil ſie einmal vorhanden waren, bei einer ſpätern Reſtauration an ihre heutige Stelle gekommen. Der ſchwarze Marmor der Säulen überhaupt iſt mit der Zeit und an dm nart bewit Lungſcif lche rhenfels in auch inbe n aber au iigen Abir rinbrüche enſehen ſin dſene eing⸗ hhyts iſt i iſtins, vi reuzes, der Säulenrihe rmor; ihrt ich die Zät din diſen enen Stei⸗ lten Siulen nſo manche aus Kalk⸗ Rede ſäin) Zeiten be⸗ gerade zur le de g⸗ unglich don hen erwähnt aber kürzel ngert, daß verſchieden⸗ dche Vnge ag ausſiht ünglich von tt einſehen henden eine ten Säule⸗ dere Säule urſprüngiih nden wartn, nmen. nit der Ji — 205— äußerlich ziemlich unſcheinbar geworden, auch haben die Säulen ſonſt viel von der Verwitterung in Verbindung mit dem Drucke dadurch gelitten, daß ſie rechtwinkelig gegen die Lagerhaftigkeit des anſtehenden Geſteins ausgehauen ſind; die Säulen blättern daher der Länge nach ſchieferartig ab. Der ſchwarze Marmor derſelben rührt wahrſcheinlich aus den ſonſt berühmt geweſenen alten Steinbrüchen von Theurx bei Spaa her, aus welchen auch die durch ihre Größe und Schönheit vielleicht von keiner ähnlichen übertroffene Platte des hohen Altars im Dome zu Köoln gewonnen ſein ſoll. Man hat ſogar vermuthet, daß dieſer ſchöne ſchwarze Marmor ſchon von den Römern nach Rom verführt und zur Architektur verwendet worden ſei. Die Schafte der beiden übereinanderſtehenden Säulenreihen, welche den äußern ausgebogenen Theil des Chores verzieren, beſtehen aus einem röthlich⸗braunen, feingeſtreiften oder ſtratificirten ſinter⸗ förmigen Kalkſtein, welcher manchem Sprudelſtein von Karlsbad ähnlich, nur gewöhnlich im Gefüge etwas ſpäthiger wie dieſer iſt. Es iſt genau derſelbe Sinter, welcher ſich als ein mächtiges Sediment in dem römiſchen Kanale findet, der in der Richtung von Trier nach Köln die Eifel durchzogen hat. Wo noch Theile dieſes Kanals beſtehen, wie z. B. zu Burgfey, Kallmuth, Dalbender u. ſ. w., iſt dieſer ſchöne und feſte Sinter in dem Kanale noch vorhanden. An den meiſten Stellen des Tractus iſt aber der Kanal, vielleicht vorzüg⸗ lich um dieſen Sinter zu gewinnen, zerſtört und ausgebrochen worden. Man findet ihn an Kirchen, welche ungefähr in das Alter unſerer Münſterkirche fallen, zum koſtbarſten architektoniſchen Schmucke ange⸗ wendet. Wo die Säulen oder Ornamente daraus nicht unmittelbar den Unbilden der Atmoſphäre ausgeſetzt geweſen ſind, zeigt er ſich noch vollkommen mit ſeiner ſchönen Politur erhalten, wie z. B. an den zwei ſchönen Säulen an dem Grabmale des Pfalzgrafen Heinrich in der Abteikirche zu Laach, an den Altarſtufen der Kirche zu Münſter⸗ eifel u. ſ. w. Seine ehemalige Schönheit hat er natürlich an der Außenſeite des Chores unſers Münſters verloren. Die Säulen von dieſem Sinter und von dem ſehr ſchönen ſchwarzen Marmor müſſen aber urſprünglich unſerm Münſter ein prachtvolles Anſehen gegeben haben, zumal da die Kirche äußerlich mit ſehr ſchönen Farben bemalt geweſen iſt, wovon ſich noch viele kleine Reſte um die Bogen erhal⸗ ten finden. Noch iſt zu erwähnen, daß die Trachytſäulen in der Krypta, wenigſtens zum Theil, auf äußerlich gelblich⸗weiße Platten geſtellt ſind, welche um die Sockel noch hervorragen. Sie beſtehen aus weißem Grobkalk aus der Gegend von Mainz, enthalten auf der Oberfläche flach eingegrabene Figuren und Inſchriften, die aber nach den blos unter den Sockeln hervorragenden Rändern und da ſie vom Betreten ſehr abgeſchliffen worden, nicht mehr zu erkennen ſind. Jedenfalls — 206— haben dieſe Platten vor dem Baue der Krypta ſchon eine andere Beſtimmung gehabt. Die Anwendung von niedermennicher Mühlſtein⸗ lava, welche hin und wieder an den Fenſtern des großen Thurms bei den Glocken vorkommt, iſt offenbar die Folge einer neuern Re⸗ ſtauration. Auch das Capitelhaus oder der Kreuzgang beſteht aus Traß⸗ quadern. Die Schafte der Säulenreihe ihrer Hallen ſind aber aus einem Lavageſtein, vielleicht aus der Gegend des Laacher Sees, gehauen. Den Fundort dieſes Geſteins vermag Nöggerath nicht an⸗ zugeben, auch hat er daſſelbe ſonſt noch nie in architektoniſcher Be⸗ nutzung gefunden. Es beſteht aus einer feinkörnigen, grünlich⸗grauen Maſſe, welche aus einem feldſpathartigen Mineral und Augit zuſam⸗ mengeſetzt ſein mag; aber ausgezeichnet ſind in derſelben zahlreiche größere ſchwarze Augitkryſtalle und Körner. Die zierlichen Capitäle dieſer Säulen ſind aus Grobkalk der Gegend von Mainz gemeißelt. Dieſen gründlichen Erörterungen über den Urſprung der Bau⸗ ſteine zum Kolner Dom und zur Bonner Münſterkirche füge ich nur noch die Bemerkung bei, daß unter den Baumaterialien des Rheiniſchen Grauwackengebietes beſonders auch die Kalkſteine eine wichtige Rolle ſpielen, zu Mecklinghauſen bei Olpe gewinnt man z. B. Clymenien⸗ kalk, ſogenannten„Kramenzelſtein“ zur Benutzung als Marmor. Beilage 43 zu Seite 494 und 529. Das Rheinbecken iſt in ſeiner Literatur meiſt ſo innig mit den angrenzenden Gebirgen: dem Rheiniſchen Schiefergebirge, Vogels⸗ gebirge, Speſſart, Odenwald, Schwarzwald und der Hardt verbunden, daß ich, mich auf dieſe beziehend, hier nur einige, ganz vorherrſchend das Becken ſelbſt, das Hardtgebirge und die im Becken enthaltenen Berggruppen betreffende Arbeiten nennen werde. A. Selbſtändige Werke. 1) v. Oeynhauſen, La Roche und v. Dechen, Beſchreibung der Rheinländer zwiſchen Baſel und Mainz, nebſt geogn. Karte. 2) Eiſenlohr, Beſchreibung des Kaiſerſtuhles bei Freiburg, nebſt Karte 1829. 3) A. v. Klipſtein, geogn. Darſtellung des Kupferſchieferge⸗ birges der Wetterau und des Speſſart, nebſt geogn. Karte 1850. 4) Kaup, Description d'ossements fossiles d Eppelsheim. 1832 — 1839. 5)* Kaup und v. Klipſtein, Beſchreibung und Abbildung des tine uden rMißſin ſen Thaxn neuern R aus Dii nd aber au aacher Setz tth nicht a⸗ oniſcher Re nlichgraue lugit zuſm en zahlreie hen Captti z geweißel. ig det Vau⸗ füge ih mn Kheiniſche ſchtgge Rolle Cbywevien⸗ Narmor. winnig mit rge, Vogels dt derdunden vorherrſched enthaltenen Boſchrobung n. Karte. bei Freibutg pferſhhifttge are 1850. heim. 185 Abbidang di — 207— Dinotherii gigantei. 1856. Enthält eine geogn. Karte des Mainzer Beckens. 6) Fromherz, geogn. Beſchreibung des Schönberges bei Frei⸗ burg. 9 Formationen beiſammen. Karlsruhe 1838. 7)*Fromherz, die Juraformation des Breisgaues, mit 2 Kar⸗ ten, 1838. 8)*Steininger, geogn. Beſchreibung des Landes zwiſchen der untern Saar und dem Rhein, nebſt geogn. Karte. 1840. 9) Günther und Euler, geogvnoſtiſche Karte der Pfalz, bei Taſcher in Kaiſerslautern. 10) Walchner, Darſtellung der geolog. Verhältniſſe des Mainzer Tertiärbeckens. Beſonderer Abdruck aus der 2. Auflage von deſſen Geognoſie. 11)*Voltz, Ueberſicht der geolog. Verhältniſſe des Großherzog⸗ thums Heſſen, nebſt geogn. Karten. Mainz 1852. 12) L. Rau, Studien über ſüddeutſche Landwirthſchaft, Speyer 1852. Enthält eine geolog.⸗agronomiſche Karte der Cantone Franken⸗ thal und Grünſtadt nebſt Beſchreibung. 13) Sandberger, Schichtenfolge des Mainzer Beckens. Wies⸗ baden 1853. Auszug in v. Leonhard's Jahrb. 1855, S. 481. B. Aufſätze in Zeitſchriften. 14) In v. Leonhard's Zeitſchrift für Mineralogie u. ſ. w. 1807 S. 20. Leonhard, Queckſilberbergwerke der Pfalz. 1807 S. 74. Leonhard, das Mainthal zwiſchen Hanau und Frankfurt. 1 1808 S. 45. Schmidt, Beſchreibung des Biebergrundes, nebſt Kärtchen. 1820 S. 315. Merian, geognoſtiſche Wanderungen in der Pfalz, nebſt Karte. Dazu ein Nachtrag 1822, S. 611. 15) In v. Leonhard's Zeitſchrift für Mineralogie u. ſ. w. 1826 Bd. 2 S. 501. v. Nau, Höhenmeſſungen im bairiſchen Rheinkreiſe. 1827 Bd. 1 S. 68. v. Nau, das Mainzer Becken. 1827 Bd. 1 S. 545. Ueber die Goldwäſchen am Rhein. Dazu Renger, über Goldvorkommen an der Aar, an der Emme und an der Ilfis.(Aus den Verhandlungen der Schweizer Geſellſchaft für die Naturwiſſenſchaft, 1827.) 1827 Bd. 2 S. 505. v. Meyer, Kohlen der Wetterau. 1828 Bd. 1 S. 40. v. Nau, das Mainzer Becken. 16) In v. Leonhard's Jahrbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1830 S. 87. Hopf, goldhaltiger Rheinſand. 1830 1832 1834 1835 1835 1835 1835 1855 1837 1837 1837 1838 1838 — 298— S. 296. v. Meyer, Dolerite der Wetterau. S. 433. Walchner, Eiſenerze von Kandern. S. 632. v. Klip ſtein, Contact der vulkaniſchen und nep⸗ tuniſchen Geſteine in der Wetterau. S. 101. Lyell, der Löß des Rheinbeckens. Aus James, Edinb. Journ. 1834, p. 110. S. 258. v. d. Wyck, Höhenmeſſungen am Rhein, dazu 1837, S. 146. S. 265. v. Klipſtein, ob Steinſalz in der Wetterau? S. 698. Kapp, Bildung des Donnersberges. S. 719. Hänle, Goldwäſchen am Rhein. Aus Buchner's Repert. der Pharmaz. 1833, Bd. 45 S. 467. S. 146. v. d. Wyck, Höhenmeſſungen des Rheinſtroms. S. 153. Bronn, das Mainzer Becken. S. 641. v. Leonhard, körnige Kalkſteingänge im rhein⸗ bairiſchen Steinkohlengebirge bei Wolfſtein. S. 17. Fromherz, Jura im Breisgau. S. 595. Kachel, die Goldwäſcherei am Rhein. Aus dem Badiſchen Landwirthſchaftlichen Wochenblatt 1838, S. 181 und 193. S. 701. Fromherz, geogn. Beſchreibung des Schönberges bei Freiburg. S. 76. Gümbel, über den Donnersberg. S. 49. Braun, Löß des Rheinthales. S. 319. v. Dechen, über den Donnersberg. S. 866. v. Dechen, Queckſilbererze der Pfalz. S. 158. Gümbel, über den Donnersberg. S. 233. Daubree, Gold im Rheinſand. S. 603. Pomel, geolog. Phänomen bei Saarlouis. S. 743. Daubree, Temperatur der Quellen im Rhein⸗ thale. Aus l'lustut. 1849. XVII, p. 183. S. 728. Colomb, Quaternärgebilde des Rheinbeckens. Aus Bull. géol. 1849. M, p. 479. S. 196. Taſche, Kupferſchiefervorkommen. S. 453 und 586. Voltz, das Mainzer Becken. S. 129. Voltz, Schichtenfolge im Mainzer Becken. S. 524. Gümbel, Gegend von Landau. S. 745. v. Heyden, Erdlöcher in der Wetterau, denen tödtliches Gas entſtrömt. 17) In G. Leonhard's Beiträgen zur mineral. und geogn. Kenntniß von Baden. 1853 185³ Bd. 1 S. 1. Hug, Beſchreibung der Umgegend von Kandern. S. 52. Fromherz, der Jura im Breisgau. und ng⸗ 8 lames in, dau tterau Buchnar inſtroms Gin rhei⸗ Aus dem 5. 181 hönberges wis. nd geog. ggend von — 209— 1853 S. 69. Holzmann, Umgegend von Wiesloch, nebſt Gal⸗ meibergbau. 1853 S. 75. Hoffinger, Galmei bei Wiesloch. 1853 S. 96. Merian, Bohnerze bei Kanderu. 1853 S. 98. Fromherz, körnige Kalkſteine am Kaiſerſtuhl. 1853 S. 109. Daubree, Gold des Rheinſandes. 18535 Heft 2 S. 21. Schill, das Kaiſerſtuhlgebirge. 1853 S. 111. Rohatzſch, Wieslocher Bergbau. 18) In Karſten's Archiv für Bergbau u. ſ. w. 1820 Bd. 3 S. 36. Schulze, die Queckſilbergruben der Pfalz. 1826 Bd. 12 S. 3. Steinkohlen Preußens(z. B. bei Saar⸗ brücken). 1837 Bd. 10 S. 325. Warmholz, das Trappgebirge und Roth⸗ liegende am Südrand des Hundsrück. 1842 Bd. 15 S. 755. Nöggerath, vulkaniſche Punkte im Soon⸗ wald bei Kreuznach. 1842 Bd. 16 S. 358. Nöggerath, Baſalt im Buntſandſtein bei Nierſtein am Rhein. 1848 Bd. 22 S. 375. v. Dechen, Vorkommen der Queckſilber⸗ erze in der Pfälzer Kohlenformation. 1851 Bd. 24 S. 3. Deleſſe, Mandelſteinporphyr von Oberſtein. 19) In Nöggerath, Gebirge in Rheinland, Weſtphalen ꝛc. 1822 Bd. 1 S. 146. v. Oeynhauſen, Reiſebemerkungen, dazu Bd. 2 S. 172 Zuſätze von Schmidt. 1826 Bd. 4 S. 1. Schmidt, das Steinkohlengebiet an der Süd⸗ ſeite des Hundsrück, und S. 142 Buckart, Skizze des Krei⸗ ſes Kreuznach, nebſt Karten. 20) Im Bergwerksfreund. 1841 Bd. 3 S. 494. Der Rheinſand enthält nach Döbereiner neben dem Gold auch etwas Platin. 1847 Bd. 11 S. 712. Daubree, Vorkommen und Gewinnung des Rheingoldes Aus Ann. des mines, IV. 21) In der Berg⸗ und Hüttenmänniſchen Zeitung. 1845 S. 873. Steinkohlenbergbau der Pfalz. 22) In den Jahresberichten der Wetterauiſchen Geſellſchaft, z. B. 185% Geinitz, über den Zechſtein der Wetterau. 23) In der Hertha.. 1824. v. Oeynhauſen, Beſchreibung der Rheingegenden, nebſt geognoſtiſcher Karte. Cotta, Deutſchlands Boden.(Beilagen.) 14 — 210— Beilage 44 zu Seite 500. Ueber den Einfluß der Felsarten auf den Weinbau. Mezger theilte in ſeinem Werke:„Ueber den Rheinländiſchen Weinbau“, S. 172 fg., intereſſante Beobachtungen über den Einfluß der Felsarten auf das Gedeihen der Rebpflanzen und auf die Qualität ihrer Educte mit. Er ſagt:„Die Geſteine des Rheinthales ſind äußerſt mannichfach und verdienen in jener Be⸗ ziehung beſondere Beachtung. 1) Granit, Feldſpath und Glimmer, die beim Einfluſſe der Atmoſphärilien der Verwitterung nicht leicht widerſtehen, geben im verwitterten Zuſtande eine thonige Erde, die äußerſt fruchtbar iſt. Der Quarz widerſteht der Verwitterung weit länger; die kleinen Kör⸗ ner, gemengt mit dieſer thonigen Erde, halten den Boden locker, der Luft, Wärme und Feuchtigkeit zugänglich, und größere Stücke binden die Wärme. Auf ſolchen Gebirgen, wenn der Baugrund durch Ver⸗ witterung entſtanden und ihm der gehörige Dünger beigemengt wird, wachſen meiſt gute Weine. Auch wenn dieſe Gebirge mit andern Erdarten überlagert, doch ſo, daß von den Beſtandtheilen der unten⸗ liegenden Gebirgsart beigemengt ſind, geräth in der Regel der Wein. 2) Syenit. Seine bekannten Gemengtheile verwittern und geben dem Boden Fruchtbarkeit. Auf dieſen Gebirgen gedeiht der Rebſtock, zumal der Rießling, der Orleans und andere, als niedere Stöcke erzogen, vortrefflich und liefern herrliche Weine. Auch wenn dieſe Gebirge mit Erde überlagert ſind und obige Theile beigemengt beſitzen, ſo wachſen daſelbſt gute Weine. 3) Feldſteinporphyr. Liefert im verwitterten Zuſtande, wie der Granit, einen herrlichen Boden, worauf der Rebſtock gedeiht und guten Wein bringt. Es eignen ſich dahin vorzüglich Rießling, Or⸗ leans und bei geringer Lage Ortlieber, ſchwarze Klävner und andere mehr, als niedere Stöcke erzogen. 4) Thonſchiefer. Bildet im verwitterten Zuſtande einen äußerſt fruchtbaren Boden. Sind dieſen Theilen Quarz, welcher häufig den Thonſchiefer als Gangart durchſetzt, beigemengt, ſo trägt ſolches viel zur Lockerheit und Wärmehaltigkeit bei. Die dunkle Farbe, welche dem Thonſchiefer meiſt eigenthümlich iſt, iſt von weſentlichem Nutzen für das Gedeihen der Weintrauben; durch ſie wird die Wärme ge⸗ bunden und der Erde mitgetheilt, wodurch der Rebſtock außerordent⸗ lich gedeiht. Daher ſind die Thonſchiefergebirge unter die erſten Wein⸗ gebirge zu zählen. Rießling, Traminer, Orleans, Weißalpen und die meiſten andern gedeihen hier. 5) Baſalt. Im verwitterten Zuſtande liefert er einen äußerſt productiven Boden, der für den Weinbau von großer Wichtigkeit iſt. —ͤͤ —.,——— — bau. lindiſche Einflut zen und e Giſtin jener B Einfuſt een, geba uchtbar it einen Kur locker, de ſce binden durch Ver⸗ ngt widd, t andern der unten⸗ der Wein. ttern und deiht der s wiedere luch wem beigemeng ande, wie gdeiht un gling, Dr und ander en äußerſt äufig den ſoches vi te, welhe zem Nube Wärme ge ußerordene rſten Piir pen und de nun äuße chſigkit ſt — 211— Auch wenn Mergel oder ſonſtiger Boden mit Geröllen von Baſalt gemengt ſind, ſo geben dieſe demſelben einen vorzüglichen Werth. Die dunkle Farbe des Geſteins iſt wegen der eigenthuͤmlichen Wärme⸗ entwickelung ſehr wichtig und eine Haupturſache zur guten Weiner⸗ zeugung. Auf Baſaltgebirge gehören die edelſten Rebſorten. 6) Dolerit. Gibt im verwitterten Zuſtande, wie der Baſalt, einen ganz vorzüglichen Boden, worauf köſtlicher Wein wächſt. Ein vorzügliches Doleritgebirge iſt der Kaiſerſtuhl im Breisgau, zumal der ſüdliche Abhang, wo der Mergel, der den nördlichen Theil mäch⸗ tig überlagert, abgewaſchen iſt. 7) Bunter Sandſtein. Bildet im verwitterten Zuſtande einen leichten Boden, der aus feinem Sande, wenn der Sandſtein feinkörnig, und aus grobem Sande oder Kieſe, wenn der Sandſtein grobkörnig war, beſteht. Der Boden iſt im unvermengten Zuſtande meiſt unfruchtbar, und die Rebſtöcke verwelken bei trockener Witterung leicht. Anders verhält es ſich, wenn, wie häufig der Fall, der Sand⸗ ſtein mit Mergel, Thon oder andern Erdarten überlagert iſt. Ge⸗ wöhnlich wachſen aber keine Hauptweine auf dem Sandſteingebirge. 8) Muſchelkalk. Gibt im verwitterten Zuſtande meiſt einen thonigen Boden, der ſchwer zu bebauen; häufig iſt er aber ſehr ärm⸗ lich, mager und trocken, zumal wenn der Kalk vorwaltet und der Thon zurückſteht. Solche Gebirge müſſen ſtark gedüngt werden, wenn die Vegetation gedeihen ſoll. Iſt der Kalkboden lehmig und mit unverwitterten Kalkſteinſtücken vermengt, ſo iſt dieſer oft für die Vegetation ſehr günſtig, und liefert dann guten Wein, wenn anders Lage und ſonſtige Umſtände günſtig hinzutreten. Im Allgemeinen ſind die Muſchelkalkgebirge nicht ſehr vortheilhaft für den Weinbau; die Haupturſache mag wol darin liegen, daß die Gebirge zu flach, meiſt nur hügelig und den rauhen Nord⸗ und Oſtwinden zu ſehr ausgeſetzt ſind. Den Neckar aufwärts bei Neckarzimmern, Heil⸗ bronn u. ſ. w., wo ebenfalls Muſchelkalkgebirge ſind, wachſen die die Weine ziemlich gut, allein die Berge haben meiſtens bedeutendere hohe und ſtarke Verdachungen, wodurch die Wingerte geſchützt ſind, und die Sonnenſtrahlen rechtwinklig auffallen können. 9) Grobkalk. Iſt ſehr der Verwitterung ausgeſetzt, zumal an der Oberfläche, wodurch oft mehre Fuß tiefe Erdſchichten entſte⸗ hen, die, wenn ſie umgerottet werden, ſehr fruchtbar ſind. Auf dem Grobkalke, wenn Lage, Traubenſorten und Erziehungsart geeignet ſind, wachſen gute Weine. 10) Gyps. Auf den Gypsgebirgen, wenn der Baugrund aus verwittertem Gypſe beſteht, ſollen, inſofern Lage, Sorten und Er⸗ ziehungsarten zweckmäßig ſind, gute Weine wachſen. 11) Keuperſandſtein. Verwittert ſehr leicht und gibt dann einen ſandigen Boden, wo die Vegetation der auf dem bunten Sandſteine gleich iſt. Der Wein iſt gering. 14* — 212— 12) Schieferiger Thon. Verwittert an der Luft ſehr leicht, und gibt einen fruchtbaren Boden, für die Rebſtöcke ſehr zuträglich; die ſchwarze Farbe trägt zur Beförderung der Reife bei; allein ganz vorzügliche Weine mögen doch daſelbſt nicht erzeugt werden. 13) Gerölle. Zuſammenhäufungen von Bruchſtücken und Geſchieben verſchiedener Felsarten. Häufig findet man die Geſchiebe mit Sand und Thon untermengt, wo der Boden alsdann, beſonders wenn der Thon vorwaltet, für den Weinſtock ſehr zuträglich iſt. 14) Sand. Das Neſultat der Zerſetzung der Auflöſung viel⸗ artiger Geſteine zeigt ſich, je nach der mannichfachen Natur derſelben, höchſt verſchieden, was Beſtand, Korn u. ſ. w. betrifft. Die Vege⸗ tation beginnt hier vorzüglich nur durch Zuſatz von Thon oder Mer⸗ gel. Die Gegenden, wo dieſer Sand häufig vorkommt, ſind meiſt flach oder hügelig, wo alsdann der Rießling gut gedeiht, häufig aber nur rauhen Wein liefert. In ſehr trockenen Sommern ſteht oft die Vegetation der Reben ganz ſtill. 15) Löß. Beſteht aus Thon, Kalk, Sand und Glimmerblätt⸗ chen. Sind die drei erſten Theile in einem gleichen Verhältniſſe, ſo iſt der Löß ſehr fruchtbar, waltet aber der Kalk vor, ſo iſt er mager und kann nur durch öfteres Düngen productiv gemacht wer⸗ den. Auf dieſem Gebilde iſt ein großer Theil der Reben im Rhein⸗ thale angepflanzt, allein nur ſelten werden an ſolchen Orten gute Weine erzielt. 16) Lehm. Das Reſultat der endlichen Auflöſung ſehr ver⸗ ſchiedenartiger Geſteine. Ein mit Quarzſand, Eiſen, aber zuweilen auch mit Kalkerde gemengter Thon. Er eignet ſich nur zum Wein bau, inſofern er gehörig mit Sand gemengt iſt; herrſcht der Thon zu viel vor, ſo wird der Rebſtock, zumal in feuchten Jahren, vom Brenner überfallen und leidet ſehr. Weinſtöcke an ſolchen Orten an⸗ zupflanzen iſt nicht rathſam, indem ſie auch in den beſten Jahren nur ſchlechte Weine erzeugen werden.“ Beilage 45 zu Seite 503. Ueber die Bodenbeſchaffenheit in den Cantonen Fran⸗ kenthal und Grünſtadt in Rheinbaiern. L. Rau hat einen Theil des Rheinbeckens zum Gegenſtand einer lehrreichen landwirthſchaftlichen Monographie gemacht, in welcher er auch den Einfluß des geologiſchen Baues auf die Bodenzuſtände ſehr ſpeciell beſpricht. Da das beſchriebene Gebiet alle Abſtufungen von den Buntſandſteinbergen der Hardt durch das tertiäre Hügelland bis zur alluvialen Rheinebene herab umfaßt, ſo halte ich es für zweckmäßig, einen Auszug aus Rau's Schilderung hier folgen zu laſſen. ſhr lit zutigic, lein de . iden u Geſchite beſonder hit ſung die derſelben die Veg⸗ ader Me⸗ ſind maſt ſäufig ade eht oft d mmerblit⸗ iltniſe, ſ ſo iſt er acht wer⸗ im Rhein⸗ Irten gut ſehr ver⸗ zuwellen im Wein der Thon ren, vom Otten an⸗ en Jahren m Fran⸗ Gegenſten in weche denzuſtind Abſtufungan Higtlin ihh es für en zu laſſen — 213— „Die Beſchaffenheit des Bodens iſt hauptſächlich durch die geologiſchen Verhältniſſe des Landes bedingt, wir werden darum bei der Beſchreibung jener an dieſe anknüpfen. I. Bergland. Bunter Sandſtein und Tertiärkalk ſind die Felsarten, woraus der Ackerboden des Berglandes hervorgegangen iſt. Der zerfallende Sandſtein bildet, was der Name auch andeutet, einen Sandboden, der an und für ſich unfruchtbar iſt. Erſt durch Vermengung mit Thon oder organiſchen Beſtandtheilen kann ein nutzbarer Ackerboden daraus werden. Auf den Sandſteinbergen fehlt es an blauen oder rothen Thon⸗(Letten⸗) Lagern nicht; ſie liegen aber unvermiſcht neben oder unter dem Sand. Erſt durch eine zer⸗ theilende Kraft, und durch eine zugleich mengende, als welche beſon⸗ ders Fluten und Regengüſſe zu betrachten ſind, kommt Beſſeres zu Stande. Auf den Gipfeln und Rücken der Berge herrſcht darum der ſterile Sand, ſelbſt Flugſand vor, während in den Thälern und an ſanften Bergabhängen fruchtbare Bodenarten angetroffen werden. In der Regel iſt oben die Krume ſehr dünn, ſelbſt nur handhoch, unmittelbar darunter liegt der mürbe, verwitternde Felſen oder un⸗ durchlaſſender Thon, welcher häufig weich iſt und dann Hundsletten genannt wird. In mittlern und trockenen Jahren leidet der Boden darum an Dürre, in feuchten Jahren ſtellenweiſe an Näſſe. Es iſt alſo der ſchlechteſte Ackergrund, den man ſich vorſtellen kann. Die Mühe und Koſten, die man darauf verwendet, lohnen ſich meiſt ſchlecht, häufig gar nicht. Denn bei ſtarkem Winde wirbelt die Krume in der Luft herum; bei ſtrömenden Regen wird weggeführt, was Nutz⸗ bares allenfalls vorhanden war. Der Miſt wird außerdem raſch auf⸗ gezehrt; alljährlich muß ſtark gedüngt werden, wenn der Acker tragen ſoll, und alle Sonntage, ſagt das Sprüchwort, muß es regnen. Seit Menſchengedenken ſtanden die Früchte nicht beſſer als in den verfloſſenen Sommern, weil ſie ſehr feucht waren. Obſtbäume ge⸗ deihen auf dieſem Boden gar nicht, höchſtens Kirſchen. Angebaut werden nur Korn, Kartoffeln, Hafer. Futter wächſt nicht, weder auf den Feldern noch auf den trockenen Bergwieſen; was zur Vieh⸗ haltung dient, muß gekauft werden, ſelbſt das Stroh, denn auf den Feldern wächſt kaum ſo viel, als die Leute für die Betten brauchen. Mit dem Vieh fehlt es zugleich an Dünger, und die Landwirthſchaft liegt in denjenigen Gemarkungen, wo der bezeichnete Boden der vor⸗ herrſcheude iſt, grauſam danieder. Die Einwohner können ſich durch ſie nicht ernähren und ſind auf andere Erwerbsquellen angewieſen. Dies iſt beſonders in Karlsberg, Hertlingshauſen und Hettenleidelheim der Fall; aber auch Battenberg, Alt⸗ und Neu⸗Leiningen, Watten⸗ heim, Tiefenthal und Ebertsheim ſind mehr oder weniger mit dieſem Boden geſegnet, von dem man füglich behaupten kann, je mehr Je⸗ mand davon beſitze, um ſo ärmer ſei er. Unter den 2900 Seelen, welche die Bevölkerung von Karlsberg und Hettenleidelheim bilden, — 214— finden ſich kaum drei Familien, welche ſich durch Landwirthſchaft er⸗ nähren; nicht eine einzige hat dauernd einen Knecht; natürlich, eine Familie bedarf ja zu ihrer Exiſtenz allein gegen 30 Tagwerk.— Sollte ſich nur die halbe Einwohnerſchaft durch Landwirthſchaft er⸗ halten, ſo wären dazu über 8700 Tagwerk dieſes ſchlechten Bodens erforderlich, beide Gemarkungen haben aber nur 2060 Tagwerk Acker, womit nur 340 Menſchen ihr Auskommen haben. Faſt alle gehen darum dem Handel nach, manche auch dem Forſtfrevel. Dieſe Uebelſtände würden vermieden werden, wenn man vollſtändig darauf verzichtete dieſe Sandſtrecken zu beſtellen, und ſie der Waldcultur zu⸗ rückgäbe, welcher man ſie nicht hätte entreißen ſollen. Dieſe allein vermag dauernd Nutzen daraus zu ziehen, den Boden allmälig zu verbeſſern, den Einwohnern regelmäßigen und ſichern Unterhalt zu gewähren. Der Wald allein iſt hier an ſeinem Platze und nimmt auch in den Gemarkungen von Battenberg, Altleiningen, Hertlings⸗ hauſen und Wattenheim noch gegen 4000 Tagwerk ein. Der nach Ausſtockung der Wälder vorräthige Humus war in dem loſen Grund bald zerſetzt und wurde nie wieder erſetzt; wollte man denſelben her⸗ ſtellen, ſo würden dazu Opfer erfordert, die niemals lohnen können. Dieſe Sandfelder, denen es keinen Eintrag thut, wenn ſie mit Stei⸗ nen überſäet ſind, denn dann fliegt der Acker nicht ſo leicht davon, liegen in der dritten Bonitätsclaſſe(30 werden unterſchieden), Bat⸗ tenberg in der vierten. Ihr Preis entſpricht ihrer Güte; man kann den preußiſchen Morgen zu 5 bis 7 Gulden erſtehen. Pachtungen kommen ſchwerlich vor, wol aber läßt man mitunter die Aecker unbe⸗ ſtellt liegen. Schon ganz anders als auf den Bergen iſt der Boden in den Thälern und auf den ſanften Abhängen beſchaffen, da zeigen ſich die verſchiedenen Erdarten ſchon in einiger Mengung und ſetzen fruchtbare Fluren von allen möglichen Abſtufungen zuſammen, vom ſandigen Lehm bis zum ſtrengen Thonboden. In allen Gemarkungen unterſcheidet man darum ganz genau die ſogenannten„guten“ von den„Sandäckern“. Jene ſind meiſt tiefgründig, mitunter feucht; ſie tragen Kleearten, Weizen, ſelbſt Raps. Auf ihnen beruht die ge⸗ ſammte Landwirthſchaft des Gebirgs, deshalb ſind ſie ſehr geſucht und ſtehen hoch im Preis. Für den preußiſchen Morgen zahlt man 200, 300, 400 Gulden und darüber. Die Gemarkungen, in denen ſie vorwiegen, liegen in einer höhern Steuerclaſſe, nämlich: Reulei⸗ ningen in der fünften, Altleiningen in der ſechsten, Wattenheim in der ſechsten, Hettenleidelheim in der achten, Tiefenthal in der achten, Ebertsheim in der neunten, Mertelsheim in der neunten; zwiſchen den guten Feldern kommen zwiſchen durch auch noch geringere, ſan⸗ dige, kieſige, ſteinige vor, desgleichen in den Thälern; ſo im Keſſel bei Ebertsheim iſt in der Nähe der Dorfgruben eine ausgedehnte Sand⸗ und Kieswüſte, die ſich nach Eiſenberg hin erſtreckt. Zwiſchen den verſchiedenen Schichten des Kalkes lagern Thon⸗ ———, —ͤ—. w——,—— thſcif e ürich 1 agwerk.- thſcheft t Voden * Tagwer Fuſ a aud. Di indig deru üdeultnr Diſſt üln allmilg Unterzat und ninar „Hertline Dar nu loſen Guun ſelben her⸗ en können wit Stei⸗ icht davon den), Bar man kann Pachtungen leceet unbe⸗ der Boda , da zäga und ſezar umen, w Bemarkunga guten“ du r feuchtz ſ ruht die ge ſehr geſich Vohſt man en, in denan ich: Rale ttenheim i der achn. en; zwiſcer angert, ſin ſo in Keſe ausgedehnt ect. ſagem Ther und Mergelmaſſen, welche durch die Verwitterung der Felſen zum Vorſchein kommen. Damit mengt ſich der zerfallende Fels und er⸗ zeugt keinen Sand noch Letten, ſondern einen fruchtbaren dunkeln Lehmboden, der ſich dem Thonboden mehr oder weniger nähert. Wie leicht die Pflanzen auf anſcheinend nackten Kalkfelſen fortkommen und wie kräftig ſie gedeihen, iſt bekannt, die beſten Weine werden da gezogen. Daſſelbe wiederholt ſich auf unſern Kalkbergen, welche in Beziehung auf Fruchtbarkeit die Sandſteinberge übertreffen. Die Felder liegen darum auch in einer höhern Steuerclaſſe: Aſſelheim in der neunten, Quirnheim in der zehnten, Kindenheim in der elften. Die Ackerkrume iſt ſelten tief, manchmal nur 4 Zoll, mitunter 1 bis 1 ½ Fußz ſie iſt dabei meiſt ſteinig, aber die Steine zerfallen raſch und verbeſſern dieſelbe. Ein Acker auf dem Gerſtenberg kann mit leichter Mühe innerhalb 5 Jahren von Steinen ganz befreit ſein, während beim Umbrechen der Pflug nur zwiſchen Steinen ging und es kaum zu begreifen war, wie Samen da aufgehen könne. Dennoch ſahen wir unter dieſen Umſtänden Kartoffeln und Weizen ohne Dün⸗ gung üppig hervorſprießen. Der Boden leidet zwar auch mitunter wegen der ſeichten Krume an Dürre, doch iſt er ein guter zu nen⸗ nen. Die Gemeinden Kindenheim und Quirnheim haben eine tüch⸗ tige Landwirthſchaft und ſind wohlhabend. Der Preis der Bergfel⸗ der iſt ungefähr 100 Gulden, der preußiſche Morgen, ſo in Quirn⸗ heim und Grünſtadt, deſſen Gemarkung theilweiſe dem Tegelkalk angehört. In Kindenheim kann man ſogenannte Kalkfelder auch für 6 Gulden erſtehen, die tiefer gelegenen Felder gelten aber aller Orten 300— 400 Gulden.— Was Kalkfelſen, Oede, Haide genannt wird, eignet ſich vorzüglich zum Ackerbau, die Urbarmachung hat keine Schwierigkeiten. Die einzige Mühe beſteht darin, daß man harte nicht zerfallende Steine ablieſt. Der Ankaufpreis iſt niedrig, etwa 20— 30 Gulden Maximum; in wenig Jahren beſitzt man ein Feld, das zu 100 Gulden verkauft werden kann und eben ſo ergiebig iſt als eins zu 300 Gulden. Dieſen Vortheil hat man erkannt und ſeit mehren Jahren große Fortſchritte in der Urbarmachung gemacht. Es liegt daher wenig Oedung mehr auf dem Gerſtenberg; aber auch dieſe ſollte bald vollſtändig verſchwinden und wird es auch.— Die Landwirthſchaft verdient alſo hier noch mehr ausgedehnt, im Sand⸗ ſteingebirge dagegen beſchränkt zu werden. Hier liegen die Gemar⸗ kungen durchſchnittlich in der zehnten Bonitätsclaſſe, dort in der ſiebenten, welche Zahl überhaupt die Durchſchnittszahl für das Berg⸗ land iſt und ziemlich der ſiebenten Claſſe nach Thaer, Koppe, Flotow entſpricht(dürrer lehmiger Sandboden, mittlerer Roggenboden, ſchwa⸗ cher Haferboden. Thongehalt 9 Proc., Sandgehalt 90 Proc., Hu⸗ musgehalt 1 Proc.), 5,1 preuß. Scheffel Roggenwerth als Brutto⸗ ertrag. — 216— II. Hügelland. Man braucht nur einen Blick auf die Land⸗ ſchaft zu werfen, um ſich zu überzeugen, daß man einen üͤberaus ge⸗ ſegneten Landſtrich vor ſich habe, deſſen Schönheit und Reichthum ſeines Gleichen ſucht. Kein Wunder, daß der würdige Schwerz von dem Eindruck, den dieſes„Eden“ auf ihn hervorbrachte, förm⸗ lich überwältigt wurde! Wer nur irgend Sinn für Natur hat, muß von der Ueppigkeit der Vegetation und von der Lieblichkeit der Ge⸗ gend, welche durch den Fleiß der Bevölkerung in einen Garten ver⸗ wandelt worden iſt, auf das angenehmſte berührt werden. Im geo⸗ logiſchen Theil iſt ſchon angegeben worden, woraus das Hügelland beſteht, und wie es entſtanden iſt. Seine Fruchtbarkeit verdankt es dem milden humoſen, kalkhaltigen Lehm, der ſich gleichmäßig wie eine Decke über das Stein⸗ und Kiesgerippe ausdehnt, von dem er nur hier und da unterbrochen wird. Die Mächtigkeit iſt mitunter unge⸗ heuer. Der Boden eignet ſich zu allen Früchten gleichmäßig gut und verdient ein Normalboden genannt zu werden, das Land iſt ein eigentliches„Bauland“, deſſen Höhen von Weinbergen umkränzt ſind. Als den einzigen Fehler haben wir wiederum die Trockenheit, den Mangel an Quellen zu nennen, welcher mitunter läſtig wird. Naſſe Stellen finden ſich in tiefen Gründen in höchſt geringer Aus⸗ dehnung; ſtrenge, zähe, widerſpänſtige Thonböden gehören zu den Ausnahmen. Noch iſt aber des Lößes zu gedenken, der am Saume des Gebirges hin und wieder abgelagert iſt und an Güte dem ge⸗ wöhnlichen Boden nachſteht. Die Wieſen haben nur in den ſchma⸗ len Thälern mitunter eine beſcheidene Stelle erhalten und wechſeln mit Erlen und Obſtwäldchen angenehm ab. Die Gemarkungen lie⸗ gen ziemlich in der gleichen Bonitätsclaſſe, nämlich zwiſchen der elften und funfzehnten, durchſchnittlich in der dreizehnten(etwa Thaer's u. ſ. w. zweiter Claſſe, milder, humusreicher Lehmboden, Bruttoertrag 10,4 preuß. Scheffel Roggenwerth). Der Preis der Ländereien kann durchſchnittlich zu 300 Gulden pro preuß. Morgen angenommen werden; das Weinbergsfeld zu mindeſtens 400 Gulden, in den beſten Lagen bis zu 700 Gulden. Vor dem Jahre 1848 waren die Preiſe etwa um ein Drittel höher. III. Die Ebene zeichnet ſich durch Mannichfaltigkeit des Bo⸗ dens und ſeiner Benutzung aus, wie das Hügelland durch Gleichför⸗ migkeit. Reiche Marſchböden, armſelige Kiesſtriche, Thonböden und Sandfelder, dürre Weiden und üppige Wieſen, Wälder und Wein⸗ gärten, Sümpfe und Haiden ſind auf dieſem kleinen Raum vereinigt, der ſeine Entſtehung vorzüglich den Anſchwemmungen des Rhein⸗ ſtromes verdankt. Wir haben wiederum die Niederung von der eigent⸗ lichen Rheinebene zu unterſcheiden. Beiden iſt aber Eins gemein⸗ ſchaftlich, nämlich eine unergründete Kiesmaſſe als Unterlage. Darauf haben ſich verſchiedene Erdarten abgeſetzt, in der Rheinebene vorzugs⸗ weiſe Sand, in der Niederung vorzugsweiſe Lehm und Thon. Wie ie dand raus ge jeichthun chwer , fömm⸗ a, nuß der Ge⸗ aten ver⸗ In ger ügelland dankt es wie eine er nur ter unge⸗ gut und d iſt ei umtränzt vcenhei ig widd. ger Aud⸗ u den Saume dem ge⸗ ſchma⸗ wechſeln agen lie⸗ chen der n(etwäa hmboden, dreis der Morgen Gulden, re 1848 de Bo⸗ Jlacfor⸗ iden und d Wein⸗ vereinigt 3 Rhein⸗ er eigent s gemei. .Darauf vutzuge on. Wie — 217— im Gebirge, trennt man auch hier die ſchweren Felder unten von den leichten oben ganz ſcharf, in der Beſtellung, in der Fruchtfolge, im Preiſe. Von dieſer allgemeinen Regel finden jedoch beträchtliche Ab⸗ weichungen ſtatt. In der Niederung liegen zwiſchen den koſtbaren Aue⸗ und Marſchböden ſandige und kieſige Stellen und in der Rhein⸗ ebene trifft man in großer Ausdehnung außer dem Sande noch Lehm und Thon. Letztere ſind entweder von den Hügeln herabgeflößt oder von den Bächen angeſpült worden. Die Thonböden befinden ſich meiſtens da, wo ſtagnirendes Waſſer war oder noch iſt, und ent⸗ ſtanden vermuthlich dadurch, daß der ſchwerere Sand ausgewaſchen und in die Tiefe verſenkt wurde. Der gute Lehmboden der Niederung iſt gelblichgrau, verdankt ſeinen Urſprung den Rheinüberſchwemmun⸗ gen und iſt äußerſt humos. Seine Vegetationskraft iſt erſtaunlich und erſtreckt ſich gleichmäßig auf Futterkräuter, Halmfrüchte, Handels⸗ gewächſe, Obſt⸗ und Waldbäume. Schwere Lehmthonböden kommen beim Nonnenhof und Kanalhaus vor. Sandfelder(lehmiger Sand) bei Rorheim, Bobenheim, Mörſch. Die naſſen leicht überſtauten Stellen dienen zu Wieſen und Weiden, der übrige Theil der Nie⸗ derung zu Wald und Feld. Bei der zweckmäßigen Kanaliſirung, wo⸗ durch das Terrain ſtets trockener wird, verſchwinden Wieſen und Waiden immer mehr und werden in Felder verwandelt, welche ſchon die Wälder zum großen Theil verdrängt haben. Letztere haben z. B. bei Studernheim einen ſehr humoſen, ſchwarzen ſogenannten Wald⸗ boden hinterlaſſen. Die Krume in der Niederung iſt zwiſchen 1—2 Fuß tief, die Ländereien gehören in die elfte und zwölfte Bonitäts⸗ claſſe und werden mit 300— 400 Gulden pro preuß. Morgen be⸗ zahlt. Die Rheinebene mit ihrem leichten Boden(ſandigem Lehm und lehmigem Sand) eignet ſich beſonders zu Handelsgewächſen. Denn die Felder ſind thätig, warm, hitzig, leicht zu bearbeiten, die Pflan⸗ zen wachſen, die Früchte reifen raſch. Bei guter Düngung iſt der Ertrag ſicher und reichlich. Je mehr man ſich vom Rhein den Hü⸗ geln nähert, um ſo lehmiger und humoſer wird der Boden, auch findet man in der Nähe der Bäche einen ſchwärzlichen humoſen Sand, ſogenannten Schweißſand, der bei weitem beſſer als der ge⸗ wöhnliche Sandboden iſt. Dieſe Rheinebene beſitzt vorzugsweiſe Aecker, an den Hügeln hin auch Weinberge und an den Bächen Wieſen. Zwiſchen Mardorf und Lambsheim dehnt ſich eine Haide aus, welche ſich nach dem Gebirge hin fortſetzt. Sie beſteht aus Kies und Sand, ſelbſt Flugſand, Waldungen haben ſtellenweiſe zwi⸗ ſchen den Kiesgruben Platz greifen können, und dem Bürgermeiſter Wendel iſt es ſogar gelungen, eine Strecke bei Maxdorf urbar zu machen und in ergiebiges Feld zu verwandeln. Etwa 1 ½ Fuß un⸗ ter Flugſand, ſo fein und loſe wie er ſonſt nur am Meeresſtrand zu ſehen iſt, liegt eine Thonſchicht, welche an und für ſich unfruchtbar iſt. Im Nothjahr 1847 ließ Wendel dieſen Thon durch die Armen — 218— auf Gemeindekoſten heraufſchaffen, mit dem Sand paſſend mengen und ſchuf ſo an die Stelle einer Wüſte ſchönes Ackerfeld, bereicherte die Gemeinde und ernährte die Armen.— Die Tiefe der Krume in der Ebene iſt ſelten über 2 Fuß, manchmal nur ½ Fuß(Heßheim). In Bezug auf die Bonität waltet ebenfalls große Verſchiedenheit ob. Lambsheim und Rorheim, erſteres wegen ſeiner Haide, letzteres we⸗ gen ſchlechter Sandfelder links und rechts von der Frankenthaler Chauſſee, wurden in die zehnte Claſſe geſetzt. Die übrigen Gemar⸗ kungen von der funfzehnten bis ſiebzehnten Claſſe; Medium 15. Die durchſchnittliche Zahl für die geſammte Ebene iſt jedoch Dreizehn. Die Sandfelder im Oberfeld werden etwa mit 200 Gulden, auch mit we⸗ niger bezahlt; die Felder an den Hügeln mit 500— 400 Gulden.“ Zum Schluß dieſes Capitels wollen wir noch beifügen, was Wander von dem Boden der Gemarkung Lambsheim ſagt. Er unter⸗ ſcheidet: „1) Einen vorzüglichen, ſchwärzlich ausſehenden Boden(Lehm mit Sand) in der Nähe des Orts(d. h. humoſer Lehm). 2) Guten Lehmboden mit 30— 40 Proc. Sand. 3) Guten Sandboden(hier Schweißſand genannt) mit etwa 30 Proc. Lehm. 4) Reinen Sandboden, nur ganz wenig bindend. 5) Sand, Flugſand auf Kieslagern(Haide). 6) Schwarzes Niederungsland, häufig mit humusreicher Krume, aber gewöhnlich ſtark thonigem, oft unbearbeitbarem Unterlager, wel⸗ ches ſelbſt hier und da bis zur Oberfläche reicht. 7) Wäſſerbare Wieſen. 8) Nicht wäſſerbare zweiſchurige Wieſen. Zur erſten Claſſe kann man 500 Morgen(ſogenannte 100⸗Ru⸗ then⸗Morgen) zählen, deren einer 500— 500 Gulden koſtet; alle Producte gedeihen in reichem Maß. Daſſelbe iſt bei der zweiten Claſſe der Fall, nur zeigt ſich mitunter dicht an der Oberfläche todter Lehm. 1500 Morgen gehören dieſer Claſſe an, Preis 200 Gulden. Die dritte Claſſe eignet ſich vorzüglich zum Bau des Korns und der Luzerne, erſteres findet man hier nicht ſelten in drei, ſelbſt ſechs hin⸗ tereinander folgenden Jahren und beinahe immer von vorzüglicher Be⸗ ſchaffenheit. Es gehören 800 Morgen hierher, Preis ebenfalls 200 Gulden. Vierte Claſſe liefert nur Korn und Kartoffel, von beiden wenig, aber gut. Dagegen kommen hierauf die ſchönſten Kirſchen⸗ Zwetſchen⸗ und Aepfelpflanzungen vor, wodurch der Preis des Mor⸗ gens auf 200 Gulden erhöht wird, während er ſonſt nur zwiſchen 80— 100 Gulden ſteht. 400 Morgen umfaßt die vierte Claſſe; die fünfte dagegen 1450 Morgen. Die Haide koſtet viel Miſt und bringt wenig Kartoffeln, wenig Korn; als Sand⸗ und Kiesgrube verwerthet ſie ſich am beſten. Der Morgen iſt für 30— 80 Gul⸗ den zu kaufen. Das Niederungsland mit dem ſchwer zu bearbeiten⸗ manxen berächen Rrume n heßhein) enheit d. teres we⸗ nkenthale Gemar 15. Di ehn. Di mit we⸗ Gulden. en, was Er unter een(Lehn mit etwa er Krume, gger, wel⸗ 100⸗Ru⸗ iſtetz all er zweiten lihh todte 90 Gulden. s und der ſtte ir gichr Be⸗ eals M von beden en Kirſcher z des Mr uur zwicchet Claſſez d Mi und d Kiesgruh - 89 Gu beubätt — 219— den, klotzigen Boden trägt in großer Menge Weizen, beſonders Dick⸗ rüben, Kartoffeln und Hafer, 1800 Morgen ſind hierher zu rechnen, deren einer 150— 200 Gulden koſtet.“ Beilage 46 zu Seite 505. Mit der Literatur über den Odenwald vereinige ich hier die⸗ jenige über den ſüdlichen kryſtalliniſchen Theil des Speſſart. A. Selbſtändige Werke. 1) v. Klipſtein, geognoſtiſche Karte des Odenwaldes 1827, dazu 1829 eine gedrängte Ueberſicht. 2)* Bronn, geognoſtiſche Beſchreibung der Umgegend von Heidelberg, 1830. Nebſt geognoſtiſcher Karte des Odenwaldes. 3) Fv. Klipſtein, Forſchungen über den Odenwald, 1830. Nebſt geognoſtiſcher Karte. 4)*Kittel, Skizze der Umgegend von Aſchaffenburg, 1840. Nebſt geognoſtiſcher Karte. 5) Speyer, geognoſtiſche Karte der Gegend zwiſchen Taunus, Vogelsgebirge, Speſſart und Rhön. 6) G. Leonhard, Gegend um Heidelberg, 1844. 7) G. Leonhard, geognoſtiſche Skizze des Großherzogthums Baden, nebſt Ueberſichtskarte, 1846. 8) Becker, geognoſtiſche Skizze des Großherzogthums Heſſen, nebſt geolog. Ueberſichtskarte, 1847. 9) Ewald, geologiſche Reliefkarte des Großherzogthums und Kurfürſtenthums Heſſen. 10)*Volt, Ueberſicht der geologiſchen Verhältniſſe des Groß⸗ herzogthums Heſſen, 1852. Nebſt geolog. Ueberſichtskarte. 11) Behlen, Beſchreibung des Speſſart. 12) Pillement, geogn. Karte des bayriſchen Kreiſes Unterfran⸗ ken und Aſchaffenburg. Würzburg. B. Anſfſätze in Zeitſchriften. 13) In v. Leonhard's Zeitſchrift für Mineralogie u. ſ. w. 1826 I. S. 226. v. Nau, über den Speſſart. II. S. 82, 415, 515 desgl. 1828 I. S. 253. Biſchof, Rothliegendes im Speſſart. 14) In v. Leonhard's Jahrbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1839 S. 26. G. Leonhard, Gegend von Schriesheim. 1839 S. 418. Wiſſmann, Geologie des Odenwaldes. 1843 S. 106. A. Wagner, Jechſtein des Speſſart(Auszug). 1846 S. 26. G. Leonhard, Großherzogthum Baden. — 220— 15) In G. Leonhard's Beiträgen zur mineralogiſchen und geognoſtiſchen Kenntniß Badens. 1853 I. S. 33. Arnsperger, der Buntſandſtein im Großher⸗ zogthum Baden. 1853 S. 78. Leonhard, Gegend von Schriesheim. 1853 S. 90. Leonhard, Neckarelz und Neckarbiſchoffsheim. * 1853 II. S. 54. Leonhard, die badiſche Bergſtraße nebſt geol. Karte und Anſichten. 16) In Karſten's Archiv für Bergbau u. ſ. w. 1851 Bd. 24 S. 280. Deleſſe, über den Glimmerdolerit am Felsberge in Heſſen⸗Darmſtadt. 17) Im Badiſchen Archiv. Bd. 2. Bronn, geognoſtiſche Be⸗ ſchreibung des Neckarkreiſes, nebſt geogn. Karte. Beilage 47 zu Seite 513. Ueber den Schwarzwald ſind beſonders folgende Arbeiten zu nennen: A. Selbſtändige Werke. 1) Renger, Beiträge zur Geognoſie, 1824. Nebſt geogn. Karte der Gegend um Laufenburg. 2)*Merian, Ueberſicht des ſüdlichen Schwarzwaldes, nebſt, geognoſtiſcher Karte, 1831. 3) Marr, geognoſtiſche Skizze der Umgebung von Baden, 1835. 4) Arnold, Wanderungen im Schwarzwalde, 18537. 5)*Fromherz, die Juraformation des Breisgaues, mit 2 Karten, 1838.. 6)*Fromherz, geognoſtiſche Beſchreibung des Schönberges bei Freiburg. Karlsruhe 1838. 7)*»Fromherz, Diluvialgebilde des Schwarzwaldes, mit einer Karte über die frühern Seegebiete. Freiburg 1842. 8) v. Kettner, Beſchreibung des badiſchen Murg⸗ und Oos⸗ thales, 1845. 9) Walchner, Darſtellung der geologiſchen Verhältniſſe der am Nordrande des Schwarzwaldes hervortretenden Mineralquellen. Mannheim 1843. 10)*G. Leonhard, geognoſtiſche Skizze des Großherzogthums Baden, nebſt geologiſcher Ueberſichtskarte, 1846. hen u Froßher⸗ heim. üſt geol. lerit am ſche Be⸗ eiten zu ſt gegn es, veſt en, 1855. mit2 anderges wit einer und Oor⸗ tniſſe der eralquelen ezegthumd — 221— 11) Jägerſchmied, Baden und der untere Schwarzwald mit ſeinen Thälern und Geſundbrunnen. Karlsruhe 1846. 12) Fahnenberg, die Heilquellen am Kniebis und untern Schwarzwald. 13) Kohlreuter, die Mineralquellen des Großherzogthums Baden. 14) Ewald, geologiſche Reliefkarte des Königreichs Würtemberg und Großherzogthums Baden. 15)*Bach, geognoſtiſche Karte von Würtemberg, Baden und Hohenzollern. B. Aufſätze in Zeitſchriften. 16) In v. Leonhard's Taſchenbuch und Zeitſchrift für Mi⸗ neralogie u. ſ. w. 1815 S. 315. Selb, die Grube Haus⸗Baden bei Baden⸗ weiler. 1821 S. 807. Hundeshagen, die Gebirge Schwabens nebſt Karte und Profilen. 1827 I. S. 241. Walchner, Grobkalk am Weſtrand des Schwarzwaldes. 1828 II. S. 801. Walchner, über die Bohnerzlagerſtätten bei Kandern. Auszug aus Schweigger's Jahrbuch der Chemie. 1827. II. 10. S. 209. 17) In v. Leonhard's Jahrbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1833 S. 49. Schwarz, Alter des Schwarzwaldes. 1833 S. 185. Hehl, Zechſtein im Schwarzwald. Soll bei Al⸗ pirsbach vorkommen, iſt jedoch ſehr unſicher. 1837 S. 33. Merian, Kalkſteinconglomerat am weſtl. Abfall des ſüdl. Schwarzwaldes. Gehört zur Molaſſe.(Ausz. a. d. Verhandl. d. naturf. Freunde in Baſel. I. S. 38.) 1837 S. 171. Zebel, Bohrverſuch bei Schramberg. 1841 S. 566. Agaſſiz, die Felsblöcke von Geroldsau. Alte Gletſcher. 1846 S. 26. G. Leonhard, Großherzogthum Baden. 1847 S. 813. Fromherz, Brief über den Schwarzwald. 1851 S. 1. Daub, Feldſteinporphyre und Erzgänge des Mün⸗ ſterthales. 1852 S. 300. v. Schütz, der Schappachthalbergbau. 1852 S. 536. Daub, Buntſandſtein bei Staufen am Schwarz⸗ wald. 1853 S. 682. Cotta, Quarzbrockengeſtein bei Trieberg. 1853 S. 805. Schill, die Wueach ergoß ſich früher in die Donau ſtatt in den Rhein. — 222— 18) In G. Leonhard's Beiträgen zur mineralogiſchen und geographiſchen Kenntniß Badens. 1833 I S. 1. Daub, geognoſtiſche Verhältniſſe der Umgegend von Kandern. 1855 1 S. 33. Arnsberger, der bunte Sandſtein des Groß⸗ herzogthums Baden. 18535 S. 106. Fromherz, das Uebergangsgebirge im ſüdlichen Schwarzwald. 1855 S. 111. Daub, die Porphyre des Münſterthales. 1853 II S. 43. Arnsberger, Gebirgsſeen des Schwarzwaldes. 1853 S. 101. Naumann, Kohlengebilde bei Offenburg. 1853 S. 105. Walchner, letzte Hebung des Schwarzwaldes. 1855 S. 89. Arnsberger, iſt Gletſcherbildung im Schwarz⸗ wald möglich? 19) In Karſten's Archiv für Bergbau u. ſ. w. Bd. 17 S. 34. v. Bennigſen⸗Förder, Configuration des Schwarzwaldes.(Ausz. in v. Leonhard's Jahrbuch 1845. S. 217.) 20) In der Berg⸗ und Hüttenmänniſchen Zeitung. 1849 S. 13. Hellmann, Excurſion in das Murgthal. 1849 S. 449. Hellmann, Badens Mineralreichthum. 21) Im Bergwerksfreund 1853 Bd. 17 S. 71. Einige No⸗ tizen über das Kinzigthal und den Bergbau im Schwarzwald(z. B. Nickelerze bei St.⸗Blaſien). Beilage 48 zu Seite 526. Ueber Induſtrie im Schwarzwalde. (Allgem. Zeitung 1852 Beil. Nr. 413.) Die gewerbliche Regſamkeit in den nördlichen Theilen des ba⸗ diſchen Schwarzwaldes zeichnet uns ein eben ſo freundliches ſociales Lichtbild, als die ſüdlichen Abhänge deſſelben Gebirgs, wo kein ſolches induſtrielles Leben den Ackerbau unterſtützt, alle Schattenſeiten des Elends und der Corruption herauskehren. Hier ließ ſich's die Re⸗ gierung im vergangenen Jahr nicht weniger als 50,000 Gulden koſten, um die einzige Gemeinde Herriſchried auf Staatsrechnung nach Amerika zu befördern. Bei einem andern Kirchſpiel, Görwihl, würde man das Gleiche gethan haben, wenn der allzugroße Geldaufwand nicht im Wege geſtanden hätte. Das iſt in der That die traurigſte ——————.— ———-—3——,—. =V—„ C en do br hes ſodiali ken ſolhe enſäiten ds e die Re 00 Guda chnung nj wihl, wüth Badaufvund de tauiiſt — 223— Art von Staatsalmoſen. Wie ganz anders nehmen ſich die öffent⸗ lichen Unterſtützungen aus, welche gleichzeitig dem ebenfalls hart be⸗ drängten gewerbtreibenden Theile des Schwarzwaldes zugewendet worden ſind! Hier gab man kein Almoſen, man gab und förderte nur Arbeit. In verſchiedenen Gegenden ward die Strooflechterei ein⸗ zuführen geſucht. Dem Hauptgewerbe aber, der Uhrmacherei, ſuchte man unter die Arme zu greifen durch Errichtung einer Uhrmacher⸗ ſchule in Furtwangen, durch Weckung eines edlern künſtleriſchen Ge⸗ ſchmacks, und der zur Uhrmacherkunſt nöthigen wiſſenſchaftlichen Kenntniſſe, endlich durch Eröffnung neuer Abſatzquellen. Gerade der Druck, unter welchem dieſes Gewerbe auf dem Schwarzwald gegen⸗ wärtig leidet und dennoch nicht erliegt, zeugt für ſeine Lebensfähig⸗ keit. Ein vor einiger Zeit erſchienenes vortreffliches Schriftchen:„Der Schwarzwald. Ein Blick in die volkswirthſchaftlichen Zuſtände des badiſchen Oberlandes“ von Dr. M.(Miſchler?), gibt als die Hauptpunkte dieſer Gefährdung der Schwarzwälder Uhrmacherei an: Rußland ſchloß ſeine Grenzen gegen Schwarzwälder Erzeugniß, und vermochte viele Uhrenhändler, ſich auf ruſſiſchem Boden niederzulaſſen. Frankreich legte einen— dem Verbot gleichkommenden— Zoll auf das Erzeugniß des Schwarzwälder Kunſtfleißes, deutſche Länder tha⸗ ten Gleiches, und ſo waren die ergiebigſten Abſatzquellen vertrocknet. Die in Frankreich angeſiedelten Uhrenhändler haben ſelbſt Werkſtätten errichtet und beziehen jetzt nur noch das Holz aus ihren heimatlichen Bergen. In die wälſche Schweiz hatte ſich ſeit 25 Jahren die Kunſt⸗ uhrmacherei verpflanzt, ſelbſt Italien bemächtigte ſich dieſes Induſtrie⸗ zweiges, England blieb nicht zurück, die Nachfrage auf deutſchem Markte war gedeckt. Dazu kamen die Wirren und Bedrängniſſe der letztvergangenen Jahre. Bemerkenswerth iſt die nach verſchiedenen Gegenden örtlich ge⸗ gliederte Theilung der Arbeit unter den Schwarzwälder Uhrmachern. So werden z. B. die meiſten Geſtelle in den vereinzelten Höfen zwi⸗ ſchen Waldkirch und Furtwangen gemacht, die Metallgießerarbeiten in Furtwangen, Gütenbach u. ſ. w., die Holzſchnitzarbeiten in Hüfingen, Löffingen u. ſ. w., die Zifferblattmalereien in Furtwangen, Donau⸗ eſchingen, Hüfingen u. ſ. w., doch werden jetzt auch ſehr viele Ziffer⸗ blätter aus Porzellan(von Zell) benutzt; die vielfach in vereinzelten Häuschen wohnenden Uhrmacherfamilien machen nur ſelten noch ganze Uhren fertig, ſondern gewöhnlich nur je einzelne Theile, und an die⸗ ſen arbeitet meiſt die ganze Familie, Frau und Kinder mit. Nur das geſammte Räderwerk wird zuletzt von einem Uhrmacher, und zwar mit dem vorzüglichſten Fleiße zuſammengeſetzt, Gewichte, Pen⸗ del, Kette, Zifferblatt, Zeiger und Glöckchen fehlen, dieſe werden von dem Aufkäufer der Uhren erſt dann angebracht, wenn die Verſendung geſchieht. Dieſe Aufkäufer— Lieferanten oder Packer— die in der Uhrmacherei eine große Rolle ſpielen, geben dem Uhrmacher Cre⸗ — 224— dit zur Beſchaffung ſeiner Rohſtoffe, oder ſie liefern ihm dieſe Roh⸗ ſtoffe ſelber auf Abrechnung. Der Packer beſtellt die Zahl und Sorte der Uhren und ſetzt die Zeit der Lieferung feſt. Er iſt es, der die Arbeiter in Thätigkeit ſetzt, daher der große Einfluß, den ſein Unter⸗ nehmungsgeiſt und ſeine Redlichkeit auf die Dauer der Beſchäftigung und die Größe des Lohns der einzelnen Uhrmacher hat. Bei dieſer merkwürdigen Organiſation der Arbeit repräſentirt alſo dieſer ſoge⸗ nannte Packer den Fabrikherrn, oder vielmehr nicht der einzelne Pa⸗ cker, ſondern die ganze Genoſſenſchaft derſelben. Das ganze Uhr⸗ macherloos bildet gleichſam eine große ideale Fabrik, und der einzelne Arbeiter nimmt einerſeits eine ebenſo wunderliche Mittelſtellung zwi⸗ ſchen dem Fabrikarbeiter und dem Handwerker ein, wie er andrerſeits noch dazu häufig ein Mittelding iſt von Bauer und Gewerbsmann. Die Uhrmacherei beſchäftigt auf dem Schwarzwalde unmittelbar etwa 600 Familien, mittelbar aber wenigſtens 4 bis 5 mal ſo viel. Schon der bloße Geſtellmacher ſchneidet ſich aus einem Buchenſtamm, den er ſich zu 30 Gulden ankauft, 10 Gulden Arbeitslohn heraus. Sein Verdienſt würde noch höher ſein, wenn die unmäßige Vermin⸗ derung der Waldflächen nicht auch hier den Preis des Holzes allzu⸗ ſehr in die Höhe getrieben und die langſchaftigen Buchenſtämme im⸗ mer ſeltener gemacht hätte. Wie hoch ſteigert ſich dagegen der Ar⸗ beitsverdienſt bei den eigentlichen Kunſtuhren und der Spieluhrmacherei! Vor mehren Jahren verkaufte der Muſik⸗Uhrmacher Wette in Föh⸗ renbach ein großes Werk letzterer Art nach Odeſſa zu dem Preiſe von 20,000 Gulden. Ein ähnliches Werk von Schöppler in Lenz⸗ kirch wurde im vergangenen Jahre zu gleichem Preiſe nach England verkauft. Näheres über die geſchichtliche Entwickelung der Schwarz⸗ wälder Uhrmacherei, ihre Blüte, ihren Verfall und die gegenwärtig, und wie es ſcheint nicht erfolglos, ergriffenen Maßregeln zur erneu⸗ ten Hebung derfelben, bietet das erwähnte Schriftchen in der an⸗ ziehendſten Darſtellungsform. Wir fügen noch hinzu, daß auch der Betrieb anderer Gewerbs⸗ zweige auf dieſem fleißigen Strich des Schwarzwaldes nicht unbedeu⸗ tend iſt. In Waldkirch z. B. beſtehen neben den Uhrmachereien zu⸗ gleich auch Granatſchleifereien und eine Maſchinenweberei. Während der Mann durch das fortwährend betriebene Schlagen von Chauſſee⸗ ſteinen 18 bis 20 Kreuzer täglich verdient, erwirbt die Frau durch Granatbohren 25 bis 35 Kreuzer und die in der Weberei beſchäftig⸗ ten Kinder erwerben auch jedenfalls noch ſo viel dazu, daß der Gul⸗ den für den Tag voll wird. Hierzu geſellen ſich die Eiſenwerke, Nagelſchmieden, Metallgie⸗ ßereien, die Gewerke der Hüfner, Holzſchnitzer, Strohflechter u. ſ. w. Ueberall lebt und webt es, dieſe Zuſtände ſollten gegenwärtig wol zum Nachdenken und Nachahmen auffordern, wo die Noth ganz ähnlich gelegener, aber von Gewerbe und Induſtrie entblößter Ge⸗ dieſe und Sen 88, der d ſäin Uun eſhäffigg Bä dieſe diſſe ſoge⸗ inzulne Ne⸗ ganze dir der einene dellung zu⸗ andretſit werbomem. unmitteker mal ſo bie uchenſtanm, hn hereui ge Vermin⸗ ohzes allzu⸗ timme in⸗ ten der Ar hrmachetil te in Fuh⸗ em Preiſe rin Le⸗⸗ h England Schwar⸗ ſegenwärig zut erner in der ar er Gewerbi⸗ ht unbeden⸗ hereien zu⸗ Wihrend Chruſſe⸗ Fuu durt i beſchäfiy a der l⸗ Metallie her uſ mwärtg vi Noch gan tblfte be⸗ — 225— birgsgegenden unſern Staatsmännern und Volkswirthen ſo viel zu ſchaffen macht. In ebene Gegenden paßt aber eine ſolche Induſtrie niemals. Beilage 49 zu Seite 530. Ueber das Wiener Becken und ſeine zum Theil ſchon alpi⸗ niſchen Umgebungen ſind beſonders folgende Arbeiten zu nennen: A. Selbſtändige Werke. 1) Freih. v. Jaquin, die arteſiſchen Brunnen in und um Wien, 1848. Darin ein geol. Beitrag von Bartſch.(Ausz. in v. Leonhard's Jahrbuch 1832, S. 457.) 2) v. Holger, geognoſtiſche Karte des Kreiſes ob dem Man⸗ hardtsberge in Oeſterreich, 1852. 3)* Partſch, geognoſtiſche Karte der Umgegend von Wien, nebſt Erläuterungen, 18453. 4)*Czjzeck, geognoſtiſche Karte der Umgegend von Wien, nebſt Erläuterungen, 1848. 5) Habel, Baden bei Wien, 1852. 6) v. Hingenau, Ueberſicht der geologiſchen Verhältniſſe von Mähren und Schleſien, nebſt geolog. Karte. 1852. 7) Bartſch und Hörnes, Mollusken des Tertiärbeckens von Wien. Herausgeg. von der geol. Reichsanſtalt. 8) Eine geologiſche Ueberſichtskarte enthält auch der gedruckte Katalog zu den Sammlungen von Tertiärpetrefacten des Wiener Be⸗ ckens von Hörnes. B. Aufſätze in Zeitſchriften. 9) Im Jahrbuch der Wiener geologiſchen Reichsanſtalt. 1851 II. 1, S. 25. Czizeck, Gypsbrüche in Niederöſterreich. 1851 II. 3, S. 19. Stur, Leias bei Hirtenberg und Ezersfeld (mehr zu den Alpen). 1851 II. 4, S. 39. v. Ettinghauſen, foſſile Flora von Wien. 1851 II. 4, S. 47. Czizeck, Kohlenablagerung bei Zillings⸗ dorf und Neufeld, nebſt geol. Karte. 1851 II. 4, S. 93. Hörnes, Mollusken des Wiener Beckens. 1852 III. 1, S. 140. Melion, die Molomeritzer Bucht des Wiener Beckens. 1852 III. 2, S. 40. Czizeck, Kohlen von Hagenau und Sterzing. 1852 IHHI. 3, S. 1. Czizeck, Aptychenſchiefer. 1852 III. 4, S. 17. Prinzinger, geologiſche Ueberſicht. Cotta, Deutſchlands Boden.(Beilagen.) 15 — 226m— 1852 III. 4, S. 35. Czizeck, Gegend von Haimburg. 1845 IV. 2, S. 264. Czjzeck, Gegend von Mölk, Mautern und St. Pölten. 10) In Haidinger's Berichten. II. S. 92, VI. S. 45 und VI. S. 197. Ehrlich, über die Ge⸗ gend von Linz. III. S. 65. v. Hauer, Umgegend von Hörnſtein bei Pieſting. IlI. S. 332. Streffleur, Wiener Kalkſtein und Alpenkalk bei Alland unweit Baden bei Wien. III. S. 382. Boue, Thermalquellen bei Volſau unweit Baden 3 bei Wien. VI. S. 20. v. Hauer, Petrefacten des Anninger bei Wien. VI. S. 42. v. Ettinghauſen, Pflanzen im Wiener Sandſtein von Sievering bei Wien. VI. S. 43. Hörnes, Schichtenfolge der Tegelbildung.(Auch in v. Leonhard's Jahrb. 1851, S. 360.) 11) In Haidinger's naturwiſſenſchaftlichen Abhandlungen. 1848 Bd. 2 S. 1. Reuß, zur Fauna des öſterreichiſchen Be⸗ ckens, auch 1850 Bd. 3 S. 41. 1848 Bd. 2 S. 157. Czzzeck desgl. 12) In v. Leonhard's Jahrbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1847 S. 94. v. Hauer, Brunnenbohrung und Schichten bei Wien. 1847 S. 778. Rominger, Alter des Karpathen⸗ und Wiener Sandſteins. 1853 S. 806. Hörnes vereinigt pliocen und miocen des Wie⸗ ner Beckens unter der Benennung Neogen. 13) Im Journal de Phys. XCII. p. 428. Bronquiart, über Prevot's Verſuch über die Beſchaffenheit des Wiener Beckens.(Als Ausz. in v. Leonhard's Taſchenbuch 1822 S. 846.) 14) In den Mémoirs géol. et paléont. I. Pl. 2. Boue, geo⸗ logiſche Karte der neuen Welt. Beilage 50 zu Seite 537. Die Literatur über die deutſchen Alpen iſt außerordentlich reich⸗ haltig und nicht immer ließen ſich die der außerdeutſchen Alpen⸗ gegenden davon abtrennen. Namentlich unter den ſelbſtändigen Werken muß ich einige mit aufzählen, die weſentlich über nichtdeutſche Ge— biete handeln. — 1 Mautm ee die Ge Piſſing. denalt be veit Bada Wien. Sandſtin (Auch in dungen. ſſchen Be⸗ u. ſ. w. ichten bei nd Wiener des Wie iart, übe ſckens.(Ab vout, gec⸗ enlich ri hen Aber⸗ gen Werkn detſtt Ge — 227— A. Selbſtändige Werke. 1) L. v. Buch, geognoſtiſche Bemerkungen auf Reiſen, Bd. 1 1802; Bd. 2 1809. 2) Rohrer, Abriß der weſtlichen Provinzen des öſterreichiſchen Staates. 1804.. 5) Ebel, über den Bau der Erde in den Alpen. Zürich 1808. 4) Anker, Darſtellung einer Mineralogie von Steiermark. Grätz 1809 und 1810. 5) Brocchi, memoria mineralogica sulla valle di Fassa. Mi- lano 1811. Ueberſetzt von Blöde 1817. 6) Poutz und Alzl, Beſchreibung der Berg⸗ und Hüttenwerke Steiermarks. Wien 1814. 7) Studer, Geoologie der weſtlichen Schweizeralpen, nebſt geo⸗ logiſcher Karte. 1834. 8)»Anker, mineralogiſch⸗geognoſtiſche Gebirgsverhältniſſe der Steiermark, nebſt geogn. Karte der Steiermark. Gratz 1835. 9)*.nger, Einfluß des Bodens auf die Vertheilung der Ge⸗ wächſe. 1836. Enthält eine geognoſt. Beſchreibung und Karte der Umgegend von Kitzbüchel in Tirol.— 10) Canſtein, Blicke in die öſtlichen Alpen. Berlin 18538. 11) Unger, geognoſtiſche Beobachtungen in Steiermark und Kroa⸗ tien. 1839. 12) Sander, Berichte über die Leiſtungen des geognoſtiſch⸗mon⸗ taniſtiſchen Vereins für Tirol und Vorarlberg 1839, mit 3 geogn. Karten des Oberinnthaler Kreiſes, und Frieſe desgl. 1840, 1841 und 1842. 13)*Wißmann, über die Schichten von St. Caſſian; bildet den vierten Band von Graf Münſter's Beiträgen zur Petrefacten⸗ kunde. 1841. 14⁴)*Mineralogiſch⸗petrographiſche Karte der Bairiſchen Alpen zwiſchen Iſar und Wertach, herausgeg. von der k. bair. Bergwerks⸗ und Salinen⸗Adminiſtration, 1841— 1842. 15)*v. Klipſtein, Beiträge zur geologiſchen Kenntniß der öſt⸗ lichen Alpen. 1845. 16) Petzholdt, Beiträge zur Geognoſie von Tirol. 1843. 17) Unger, topographiſch⸗geognoſtiſche Karte der Umgegend von Gratz in Steiermark. 1843. 18) Langer, die Heilquellen des Thales von Gleichenberg in Steiermark. 19) Fuchs, die Venetianer Alpen, 1844, mit vortrefflicher geol. Karte. 15* 2s 20) v. Hauer, die Cephalopoden des Salzkammergutes. Wien 1846. 21)*v. Morlot, Erläuterungen zur geologiſchen Ueberſichtskarte der nordöſtlichen Alpen, 1847. Die treffliche Karte ſelbſt iſt leider ganz vergriffen. 22)»Haidinger, geologiſche Ueberſichtskarte der Oeſterreichiſchen Monarchie. 1847. 23) Sched, geognoſtiſche Karte des öſterreichiſchen Kaiſerſtaates. Gute Copie nach Haidinger. 1847. 24) Eſcher v. d. Linth, Ueberſicht der geologiſchen Verhältniſſe der Schweiz. Zürich 1847. 25) v. Morlot, geologiſche Karte der Umgebungen von Leoben und Judenburg. Wien 1848. 26) Schaubach, die deutſchen Alpen. 5 Theile, 1845— 1847, mehr ſtatiſtiſchen als geologiſchen Inhalts. Bd. 5 S. 554 ein geol. Aufſatz Emmerich's über das Traungebiet. 27) Kohl, hundert Tage auf Reiſen, Bd. 5 1842, und Alpen⸗ reiſen 1849. 28) v. Hartwig, Briefe aus und über Tirol. 29) Eſcher v. d. Linth, geolog. Karte des Cantons Glarus, 1849, wichtig für das nachbarliche Vorarlberg. 30)*Murchiſon, über den Gebirgsbau in den Alpen, Apen⸗ ninen und Karpaten, deutſch bearbeitet von G. Leonhard. 1850. 31)*B. Cotta, geolog. Briefe über die Alpen, 1850. Zweite Ausgabe unter dem Titel: Die Alpen, 1852. 32)*Schlagintweit, phyſikal. Geographie der Alpen, 1850. Nebſt 2 Gletſcherkarten. Der phyſikaliſche Theil ſehr wichtig, der geologiſche ganz untergeordnet.— 33)*Schafhäutl, Unterſuchungen des Süd⸗Bairiſchen Alpen⸗ gebirges, nebſt 2 geolog. Karten. 1851. 34) Ehrlich, die nordöſtlichen Alpen, 1850, und geogn. Wan⸗ derungen in den nordöſtlichen Alpen, 1852. 35) Berichte des geognoſtiſch⸗montaniſtiſchen Vereins für Steier⸗ mark. 36) Eſcher v. d. Linth, geologiſche Bemerkungen über das nördliche Vorarlberg und einige angrenzende Gegenden. 1853. 527)*Studer und Eſcher v. d. Linth, geologiſche Karte der Sdei(Carte géologique de la Suisse, in 4 Sectionen), 1853. azu 38) Studer, Geologie der Schweiz, 2 Bände nebſt geologi⸗ ſcher Ueberſichtskarte der ganzen Alpenkette. 1851 und 18553. 8. Wn ſichtskart ſt leider nrichſchen ſiſerſtaates ethältriſe on Leobm 5-18ʃ0 ein geol. nd Apen⸗ Glarus, a, Apen⸗ 1850. h. Zweite en, 1850. htig, der hen Alpen⸗ gn. Wan⸗ fut Staier⸗ über das 855. Karte der ), 1857. ſt gerbgi 53. — 229— 59)*Schmidt, geognoſtiſche Karte von Tyrol und Vorarlberg. 11 ſchöne Blätter, 1851. Herausgegeben vom montaniſtiſchen Ver⸗ ein. Eine frühere erſchien 1859— 1841. 40) Lorenz, über Torfbildung, mit beſonderer Rückſicht auf die am Fuße des Unterberges bei Salzburg gelegenen Moore. Salz⸗ burg 1854. 41) v. Pfanndler, Verſuch über die mineralogiſch⸗geognoſti⸗ ſchen Arbeiten, Nachrichten und Entdeckungen von Tyrol und Vor⸗ arlberg. Auszüge aus Journalen 1846. 42) Mucha, Anleitung zur mineralogiſchen Kenntniß des Queck⸗ ſilberbergwerks zu Hydria im Herzogthum Krain. 1780. 45) Hacquet, Phyſikaliſch⸗politiſche Reiſe aus den dinariſchen durch die juliſchen, karniſchen, rhätiſchen und die noriſchen Alpen. 1785. 44) Hacquet, Oryctographia carniolica, oder phyſikaliſche Erd⸗ beſchreibung des Herzogthums Krain. 2 Bde. 1778—1789. 45) Stütz, Mineralogiſches Taſchenbuch, enthaltend eine Orykto⸗ graphie von Unteröſterreich. 1807. 46) v. Senger, Verſuch einer Oryktographie der gefürſteten Grafſchaft Tyrol. 1821. 47) Breislak, Sulla giacitura di alcune rocce porſfritiche e granitoso, osservate nel Tirole dal Sign. Gonte Marzari- Pencati. 1821. B. Aufſätze in Zeitſchriften. 48) In v. Leonhard's Taſchenbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1812 S. 152. Ultinger, über das Allgau. 1815 S. 452. Flurl, die Brandſchiefer bei Seefeld im Land⸗ gericht Telfs.. 1818 S. 364. Kleinſchrod, über Salzburg. 1819 S. 80. Friſchholz, die Seißer Alp. 1819 S. 156. Ultinger, das Unterinnthal. 1821 S. 428. v. Buch, Trappgebilde bei Gratz. 1821 S. 761. Ultinger, Reiſe in Tyrol. 1822 S. 235. v. Odeleben, über Idria. Auszug aus deſſen „Kenntniß von Italien“. 1825 S. 625. Graf Marzari⸗Pencati, Granite in Tyrol (I. 47. 1824 S. 184. Karſten, Eiſenerz im Urkalk des Knappenberges in Kärnthen. 1824 S. 272. v. Buch, Dolomit in Tyrol. S. 288. Geognoſtiſches Gemälde von Südtyrol. S. 334. Granite im Faſſagebiet. — 230— 1824 S. 343. v. Buch, Faſſathal. S. 396. Die Karniſchen Alpen. Dazu geologiſche Karten und Proofile.. 3 1827 Bd. 1 S. 289. v. Buch, Umgebungen des Luganer Sees. 1828 Bd. 1 S. 77. Ruſſel, der Zirknitzer See. 1828 Bd. 2 S. 749. Lill v. Lilienbach, die Steinſalzlager⸗ ſtätten der Alpen. 1828 Bd. 2. Backwell, über die Thermen der Alpen. Auszug aus Philos. Magazin, 1828, p. 14. 1828 Bd. 2 S. 943. Brochi, über die Höhlen bei Adelsberg in Krain. Auszug aus der Biblioteca italiana, T. XXV, p. 275.. 1829 Bd. 2 S. 730. Studer, der ſüdliche Rand der Alpen⸗ kette. 49) In v. Leonhard's Jahrbuch für Mineralogie u. ſ. w. 1850 S. 153. Lill v. Lilienbach, Durchſchnitt der Alpen. 1831 S. 75. Lill v. Lilienbach, drei Briefe über die Salz⸗ burger Alpen. 1831 S. 238. Rengger, Alpenpäſſe und Alpenſtraßen. 1833 S. 1. Lill v. Lilienbach, Durchſchnitt der Salzburger Alpen. 1834 S. 1. Graf Münſter, Schichten von St. Caſſian. 1835 S. 380. Ruſſegger, Höhenmeſſungen in Salzburg. 1835 S. 560. Ruſſegger, Nordabhang der Alpen in Salzburg und Tyrol. 1837 S. 339. Graf Keyſerling, das Martelthal in Tyrol. 1840 S. 127. Reuß, Reiſe in Tyrol. 1844 S. 226. Unger, die Badelhöhle im Peggau. 1844 S. 791. Emmerich, Seißer Alp und St. Caſſian. 1845 S. 536. Eſcher v. d. Linth, Tyroler und Bayriſche Alpen. 1846 S. 45. Haidinger, Gegend von Neuburg in Steyermark. 1846 S. 405. Schafhäutl, Nummulitengebilde der Bairiſchen Alpen. 1846 S. 421. Eſcher v. d. Linth, Vorarlberg. 1846 S. 641. Schafhäutl, Bairiſche Voralpen, nebſt geolog. Kaärtchen. 1847 S. 619. v. Hauer, Movotiskalk in den öſterreich. Alpen. Bullet. géol. 1845. VI. p. 166. 1847 S. 803. Schafhäutl, die bairiſchen Voralpen. 1848 S. 76. v. Hauer, Schichten von Guttaring und Althofen in Kärnthen. Bullet. géol. 1846. IV. p. 166. 1848 S. 1356. Schafhäutl, Ammonitenmarmor von Oberalen und Adent und in den bayriſchen Voralpen. 1848 S. 183. Nohazſch, über die Alpenkohlen. hen Alha. nner Ste nſahlager . Aaszug Malber I. M. d Apa⸗ u. ſ. w. Appen. die Sal⸗ 1 alzburger ian. uxg. Salzburg Throl. ſan. Bayriſch teyermark Bairiſchen lſt geolog. ich. Ape. dAlthofen Oteralen 1848 1848 1848 1848 1849 1849 1849 1849 1850 1850 1850 1850 1850 1850 1850 1850 — 231— S. 279. Unger, die Leiasformation in den nordöſtlichen Alpen von Oeſterreich. S. 454. v. Roſthorn, ſüdöſtliche Alpen in Steiermark, Kärnthen und Krain. S. 641. Schafhäutl, tertiäre Kohlen in Baiern. S. 720. v. Morlot, Serpentin in Oberſteier, und S. 721 Gegend von St. Michael und Kaiſerberg in Oberſteier. Aus den öſterr. Blättern für Literatur 1847, S. 736. S. 166. Studer, Reiſe in den öſterreichiſchen Alpen. S. 281. de Zigno, die venetiſchen Alpen. S. 345. Kaiſer, Gegend von Trieſt. S. 437. Emmerich, Gliederung des Alpenkalks in Baiern. S. 89. v. Morlot, Gegend von Groſſau und Pechgraben, ſüdöſtlich von Steyer. S. 96. v. Morlot, Dolomit der Gegend von Kapfenberg. S. 129. Cotta, das Faſſagebiet. S. 364. v. Hauer, Alpenausläufer bei Neuſtadt. S. 513. Credner, Eentralkette der Alpen in Kärnthen und Salzburg. S. 584. v. Hauer, Kalkſtein der Oſtalpen. S. 657. Heer, Anthrazitpflanzen der Alpen. S. 731. v. Hauer, Gliederung der Schichten in den öſt⸗ lichen Alpen. S. 739. v. Morlot, Micocenformation der öſtlichen Alpen, ihr Niveau. S. 129. Schafhäutl, Gliederung des ſüdbairiſchen Alpen⸗ kalkes. S. 161. Rohatzſch, Jodquellen der bairiſchen Alpen. Darüber Schafhäutl, 1852, S. 295. S. 364. Schafhäutl, Oolithgebilde der bairiſchen Alpen. Aus d. Münchn. geol. Anz. 1849, Bd. 29 S. 409. S. 407. Schafhäutl, Verſteinerungen des ſüdbairiſchen Vorgebirges. 51 S. 667. Frantzius, Grauwacke bei Meran. S. 740. v. Hauer, Eocenbildung bei Cilly. Aus Haidin⸗ ger's Mittheilungen 1849, S. 39. S. 129. Schafhäutl, der Kramerberg bei Garniſch. Dar⸗ über Emmerich, S. 593. S. 354. Fournet, Wanderungen in Südtyrol. Ann. de la Soc. d'agriculture de Lyon. 1847. S. 453. Emme rich, über die deutſchen Nordalpen. S. 769. Niederriſt, Reibl in Kärnthen, nebſt geolog. Kärtchen. S. 967. Fournet, Alpenwanderung im J. 1849. Aus Ann. de la Soc. d'agriculture de Lyon. 1850. — 232— 1853 S. 72. v. Ettinghauſen, Schiefer von Laak in Krain, zum Lithographiren verwendbar. 1853 S. 78 und 191. Emmerich, die öſtlichen bairiſchen Alpen. 1853 S. 299. Schafhäutl, bairiſche Voralpen. 1853 S. 33. v. Hauer, das Braunkohlenbecken von Häring in Tyrol. 1853 S. 598. Schafhäutl, die bairiſchen Voralpen. 1855 S. 786. Schill, über den Oetzthaler Gletſcher. 50) Im Jahrbuch der geologiſchen Reichsanſtalt zu Wien. 1850 Bd. 1 S. 17. v. Hauer, geognoſt. Verhältniſſe zwiſchen Wien und Salzburg. S. 61, 220 und 425. Kreil's phyſikal. Unterſuchung des Kaiſerſtaates. Beſonders Höhen. .99. v. Morlot, geologiſche Verhältniſſe im nördlichen Steiermark. .125. Schlagintweit, Höhenbeſtimmungen am Groß⸗ glockner. .181. de Zigno, Venetianer Alpen. .254. Zeuſchner, Steinſalz der Alpen. 255. v. Morlot, geologiſche Verhältniſſe von Reibl, nebſt geognoſtiſcher Karte. 6̈¶ S. 389. v. Morlot, geologiſche Verhältniſſe von Ober⸗ krain. S. 522. Senoner, Höhenbeſtimmungen. 1851 Bd. 2 S. 1. Emmerich, geognoſtiſche Beobachtungen in den öſtlichen bairiſchen und angrenzenden öſterreich. Alpen. S. 22. v. Lipold, Geologie von Salzburg. S. 34. Koriſtka, Höhenmeſſungen. 1 S. 59. Senoner, Höhenmeſſungen. S. 79. Lipold, das Tännengebirge. S. 89. Czjzeck, Marmorarten in Oeſtreich. 1851 Bd. 35 S. 6. Franzius, Grauwacke bei Meran. S. 11. Plümitke, das Hraſtnigger Kohlengebirge. S. 58. Czjzeck, das Thal von Buchberg. S. 64. Senoner, Höhenmeſſungen. S. 95. Partſch, Kohlen in den öſterreichiſchen Alpen. S. 108. Lipold, Durchſchnitte der Salzburger Alpen. Bd. 4 S. 52. Reuß, das Goſauthal. 1852 Bd. 5, I. S. 4. Kudernatſch, Eiſenſtein bei Golrad in Steiermark. S. 41 und 62. Senoner, Höhenmeſſungen. II. S. 44. Kudernatſch, Profile aus den Alpen. IV. S. 90. Lipold, Alpenkalk. 1853 Bd. 4, Nr. 2, III. S. 223. Kner, über Iſtrien. 18 in n hen Abn. Hiting i 1 Wien. ſe zwit rſuchung d n nütdühh nam Greſ von Reib, von Ober⸗ htungen in h. Apen. m. ge. n Appen. rAppen. Golurd in lpen. en. — 233— 1853 Bd. 4, Nr. 2, IV. S. 526. Em merich, öſtliche bairiſche und öſterreichiſche Alpen. 1853 Bd. 4, Nr. 5, I. S. 461. Stur, das Ennsthal. 1855 Bd. 4, Nr. 5, VII. S. 528. Wolf, Höhenmeſſungen in Steiermark. 1853 Bd. 4, Nr. 3, X. S. 546. v. Heyden, Umgegend von Carpano in Iſtrien, nebſt Karte. 1853 Bd. 4 S. 715. v. Hauer, Gliederung der Trias⸗ und Juragebilde in den öſtlichen Alpen. 51) In Haidinger's Berichten über die Mittheilungen von Freunden der Naturwiſſenſchaften in Wien. Bd. 1 S. 1 u. 257 und Bd. 5 S. 1. v. Hauer, Cepha⸗ lopoden von Hallſtadt und Auſſee. 31. v. Morlot, Gegend von Triſendorf bei Salzburg. 152. v. Würth, Parſchlug und Bruck in Steiermark. .160. v. Hauer, Vorkommen der Monotis salinaria in den öſterreichiſchen Alpen. 187. v. Hauer, Verſteinerungen bei Dienten unweit Werfen. S. 215. Simony, Eisſpuren im Salzkammergut, Bd. 2 S. 157. v. Morlot, Großau und Pechgraben bei Weyer. S. 501. Haidinger, Erratiſches im Salzkammergut. S. 329 und Bd. 5 S. 258. Simony, Quellentempera⸗ turen bei Hallſtadt. S. 426 und Bd. 5 S. 129. Zeuſchner, Alter der Alpen⸗ geſteine. Bd. 5 S. 64. Zeuſchner, Nummulitenformation in Salzburg. S. 97 und 475. v. Morlot, Rauchwacke bei Bruck. S. 101. v. Morlot, Tertiärformation bei Kaiſersberg un⸗ weit Leoben. S. 224. v. Morlot, Nummulitenformation bei Mattſee in Salzburg. S. 256. v. Morlot, Grauwacke im Murthale. S. 5306. Murchiſon, über Haidinger's Karte. S. 334. v. Morlot, Formationsreihe in den Alpen. S. 395. Studer, über Haidinger's Karte. S. 476. v. Hauer, Neokomien am Roßfeld bei Hallein. Bd. 4 S. 69. Simony, Dioritgang bei St. Wolfgang. S. 347. Ehrlich, Nummulitenformation von Mattſee in Salzburg. Auch Bd. 5 S. 80. S. 417. Haidinger, Kohlen im Urgenthale bei Bruck. Bd. 5 S. 29. Ewald, über die Goſau. S. 98. v. Morlot, Miocenzeit in den Alpen. § —— 1 4 —· Bd. 6 S. 2 und 3. Foſſile Alpenpflanzen. S. 10. v. Hauer, Gegend von Neuſtadt und Neukirchen. S. 72. v. Morlot, Micocenzeit in den öſtlichen Alpen. Bd. 7 S. 112. v. Ettinghauſen, die Kalkſchiefer von Laak in Krain, zur Lithographie verwendbar. 52) In den Oeſterreich. Blättern für Literatur, 1827, S. 53. v. Morlot, Eiſenerzlagerſtätten von Hüttenberg und Cölling in Kärnthen.(Auszug in v. Leonhard's Jahrbuch 1847, S. 606.) 53) In den Abhandlungen der geologiſchen Reichsanſtalt zu 1852 Peters, Lagerungsverhältniſſe der obern Kreideſchichten in den öſtlichen Alpen(v. Leonhard's Jahrbuch 1853, S. 709), und Zekeli, über die Goſau. 54) In Baumgartner's Zeitſchrift für Phyſik. Bd. 1 S. 97. Rußegger, Bau der Centralalpenkette in Salzburg.(Auszug in v. Leonhard's Jahrbuch 1835, S. 205.) Bd. 8 S. 385. Rußegger, Goldvorkommen in Salzburg. (Auszug in v. Leonhard's Jahrbuch 1832, S. 89.) 55) In Haidinger's naturwiſſenſchaftlichen Abhandlungen. 1847 Bd. 1 S. 21. v. Hauer, Cephalopoden des Muſchelmar⸗ mors von Bleiberg in Kärnthen. S. 257. v. Hauer, Cephalopoden des Rothen Marmors von Auſſee.. 1848 Bd. 2 I. H. 257. v. Morlot, Iſtrien, nebſt geologiſcher Karte. 1848 Bd. 2 II. S. 17. Reiſſacher, Goldgänge in Salzburg, nebſt geologiſcher Karte. 1850 Bd. 5 S. 1. v. Hauer, Cephalopodenmarmor. S. 57. v. Elgg, Höhenmeſſungen. 1851 Bd. 4 I. S. 1. de Zigno, die Venetianer⸗Alpen. 1851 Bd. 4 HI. S. 1. v. Morlot, erratiſches Diluvium bei Pitten. S. 71. Kenngot, Achatmandeln im Melaphyr von Theiß in Tyrol. 56) In den Wiener akademiſchen Sitzungsberichten. 1848 Heft 2 S. 202. Haidinger, die Galmeihöhle und die Frauenhöhle bei Neuberg. 1849 Heft 4 S. 262. v. Hauer, Nummulieenſchichten. Verün 182 ſſchefer un b. 2, 8. Jund Cilin hruch lar chöanſtnt a deſchichtm i 55, S. 10) apenkette i rbuch 18öi in Salzburg 5. 89) dlungen. Nuſchelmar⸗ Marmot⸗ geologiſche r Salzburg, pe. diluvium bi t von Thiß jl und die ten. —— 235— 57) In der Zeitſchrift der deutſchen geologiſchen Geſellſchaft. 1849 Bd. 1 S. 263. Emmerich, Alpenkalk in Baiern. 1851 Bd. 3 S. 140. Roth, über Predazzo. 1852 Bd. 4 S. 83. Emmerrich, bairiſche Alpen. 1852 Bd. 4 S. 190. Rohatſch, die Kreſſenberger Formation. 58) In den Abhandlungen der Akademie der Wiſſenſchaften in Berlin. 1827 S. 205. v. Buch, Melaphyr und Granit in den Alpen. (Auszug in v. Leonhard's Jahrbuch 1834, S. 421.) 1828(1831) S. 73. v. Buch, über die Alpen in Baiern.(Aus⸗ zug in v. Leonhard's Jahrbuch 1834, S. 612.) 59) In den Denkſchriften der Münchener Akademie und Alpina. 1805 Bd. 3. Ludwig, geognoſtiſche Karte vom Allgau. 60) In den Münchener gelehrten Anzeigen. 1844 S. 825. Schafhäutl, über den Salzthon.(Auszug in v. Leonhard's Jahrbuch 1844, S. 627.) 61) In Poggendorff's Annalen der Phyſik u. ſ. w.. Bd. 51 S. 291. Gansauge, über den Karſt.(Auszug in v. Leonhard's Jahrbuch 1844, S. 614 und 634.) 62) In Tunner's Berg⸗ und Hüttenmänniſchem Jahrbuch. Bd. 1 S. 41. Sprury, Steinkohlengruben in Steiermark. Bd. 1 S. 220. Tunner, die Zinkwand von Salzburg in Steiermark. 1853 Bd. 5 S. 21. Das Vorkommen des Steinſalzes in den 3 Alpen. 18435— 1846 Bd. 3—4 S. 589. Tunner, der nördliche Spath⸗ eiſenſteinzug der Alpen, nebſt geogn. Karte vom Erzberg. 65) In den Verhandlungen der naturhiſtoriſchen Geſellſchaft in Baſel. 1844 S. 58. Merian, ältere Formationen in den öſtlichen Alpen. 64) In den Mittheilungen der naturforſchenden Geſellſchaft in Zürich. 1847. Eſcher v. d. Linth, Salzburger Verſteinerungen. 65) In dem Bericht der Naturforſcherverſammlung in Mainz. 1845 S. 120. v. Klipſtein, Gebirgsſchichtenfolge in Südtyrol. 66) In Keferſtein's Teutſchland, 1822, eine geogn. Karte von Tyrol, und 1829 Bd. 8 S. 98 Graf Münſter, über die Goſau. — 236— 67) In Karſten's Archiv für Bergbau u. ſ. w. 1856 Bd. 9. Rußegger, das Heidengebirge der ſüddeutſchen Salzformation. 1842 Bd. 16 S. 6353. v. Klipſtein, Bemerkungen über die öſt⸗ lichen Alpen. 68) In v. Moll's Ephemeriden. Bd. 5 HI. S. 161. Mohs, Beſchreibung der Villacher Alpen. 69) In v. Moll's Jahrbuch der Berg⸗ und Hüttenkunde. 1821 Bd. 4 S. 1. v. Flurl, die Kohlen von Häring in Tyrol⸗ 70) In Sachſe's allgemeiner deutſcher naturhiſtor. Zeitung. 1846 S. 240. Löſche, Gegend von Auſſee in Steiermark. 71) In den Abhandlungen einer Privatgeſellſchaft in Böhmen, herausgegeben von J. v. Born. Bd. 5 S. 207. Rohatſch, Verſteinerungen des Salzkam⸗ mergutes. 72) In Gehlen's Journal für Phyſik. 1808 Bd. 7 S. 393. Schultes, geologiſche Beobachtungen auf einer Reiſe von Krakau nach Innsbruck. 73) In der Steiermärkiſchen Zeitſchrift. Bd. 9 S. 121. Anker, über die Umgegend von Gratz. 1848 Heft 2 S. 505. Unger, Flora von Parſchlug in Steier⸗ mark. 74) In der Zeitſchrift für Tyrol. Bd. 5. Meier, das ſüdliche Tyrol. 75) In der Iſis. 1830 S. 143. Raſoumovsky, Anſichten über die öſterreichiſchen Alpen. 76) In der Flora oder botaniſchen Zeitung(Regensburg). 1826. Graf Sternberg, Bruchſtücke aus dem Tagebuche einer Reiſe von Prag nach Iſtrien.(Auch beſonders abgedruckt.) 77) In der Oeſterreich. Zeitſchrift für Berg⸗ und Hüttenweſen. 1855 Nr. 31 S. 245. Windakiewiz, das Torfmoor am Paß Thurn bei Mitteerſill, liegt auf Grauwacke. 78) Im Bullet. de la soc. géol. de France. Bd. 1 S. 108. Boues, Claſſification der alpiniſchen Ab⸗ lagerungen. —— ſuͤdeuſt üͤber die lacher Age tenkunde ng in Am ‧ Z‚itun ermat in Bähm es Salzter htungen ui i Grat. in Stär ſerreichite doung). gebuche tin abgedruc, Hüttenviſ vor am Ji iniſcen I — 2372— Bd. 1 S. 128. Bd. 2 S. 280. Boue, öſterreichiſche Alpen. Desnoyers, über die Goſau. Bd. 4 S. 8. Bertrand⸗Geslin, über Südtyrol. Bd. 7 S. 226 und Bd. 8 S. 75. Boue, über die Goſau. Bd. 9 S. 261. im Alpenkalk. Bd. 15 S. 155. Bd. 13 S. 133. Bd. 14 S. 13. Bd. 14 S. 605. 79) In den Annales des mines. 1845 Bd. 8 S. 259. Phillips, der Erzberg bei Bleiberg in Kärnthen, nebſt Deshayes und d'Archiac, über die de Verneuil, Jurakalk bei Salzburg. Boue, Orthoceratiten und Ammoniten Boue, Kreſſenberg. Bous, Umgegend von Wand. Boue, Umgegend von Reifling. Boue, erratiſches Gebiet von Salzburg. geolog. Karte, Tafel 5. 1824 Bd. 9. Boue, über das Secundärgebiet des Nordabhanges der deutſchen Alpen. Bd. 1 Taf. 1. von Salzburg. Bd. 1 S. 210. Bd. 1 S. 229. Bd. 1 S. 227. Bd. 1 S. 224. Bd. 1 S. 220. Altmarkt. Bd. 1 S. 205. Bd. 1 S. 213. Bd. 1 S. 217. Traunkreis. Bd. 1 S. 186. 80) In den Mémoires géol. et paléontol. Boue, geolog. Karte der Gegend ſüdlich Boue, der Untersberg. Boue, Umgegend von Wand. Boueé, Umgegend von Gams. Boue, Umgegend von Hiflau. Boue, Umgegend von Hinterläuſſa bei Boue, Umgegend von Auſſee. Boue, Ufer des Traunſees. Boueé, Umgegend von Windiſchgarten im Boue, Umgegend von Hallein. 81) Im Journal de géologie. Bd. 1. S. 50 und Bd. 2 S. 115. Boue, Formationen der Alpen und Karpaten.(Auszug in v. Leonhard's Jahr⸗ buch 1851, S. 197.) Bd. 1 S. 294 und 217. Lill v. Lilienbach, über die Gegend von Hallein. Bd. 2 S. 333. Boue, Becken von Oeſterreich. 82) In der Bibl. univers. de Géndève. 1840 Favre, über die Geologie von Deutſch⸗Tirol und den Ur⸗ ſprung des Dolomits. 3 4 6 4 6 ——— — — ———— ———j— — 238— 83) In den Ann. des scienc. phys. et nat. de Lyon. Bd. 4. Fournet, Geologie der Alpen zwiſchen Wallis und Oiſans. Ueberſetzt von Vogelgeſang unter dem Titel: „Die Metamorphoſe der Geſteine, nachgewieſen in den weſt⸗ lichen Alpen von J. Fournet“. 1847. 84) In den Transact. of the geol. soc. of London. 1832 Bd. 3. Sedgwick und Murchiſon, geognoſt. Karte der öſtlichen Alpen, nebſt Text, S. 301. 85) In den Proceed. of the geolog. soc. of London. 1829 Nr. 13 S. 155. Murchiſon und Sedgwick, Tertiärfor⸗ mationen am Rande der Salzburger Alpen.(Auszug in v. Leonhard's Jahrbuch 1831, S. 109.) 1839 Nr. 13 S. 145. Dieſelben, über Goſau. 86) Im Philos. Magazine und Ann. of Phil. 1830 Auguſt, Bd. 8 S. 81. Murchiſon und Sedgwick, Structur der öſterreichiſchen Alpen. Nachträge daſelbſt 1831, Bd. 9 S. 213 und 214.(Auszug in v. Leonhard's Jahr⸗ buch 1831, S. 92.) 1821 Buckland, Structur der Alpen.(leberſetzt in Keferſtein's Teutſchland, 1821, Bd. 2 S. 82.) 87) In dem Quarterly Journ. of the London geol. soc. 1849 Nr. 19. Murchiſon, über die geologiſche Structur der Alpen. Beilage 51 zu Seite 542. Ueber klimatiſche Zuſtände der Alpen. (Nach Gebrüder Schlagintweit.) Die Abnahme der Temperatur der Quellen mit der Höhe erfolgt nicht nach einer ganz gleichmäßigen arithmetiſchen oder geometriſchen Reihe; ſie geht langſamer vor ſich in den Thälern als auf freien Abhängen oder Gipfeln, und erfolgt unter gleichen Umſtänden raſcher in größern Höhen. Die obere Baumgrenze trifft in den Alpen ziem⸗ lich überall mit der geothermiſchen Linie+ 3„5°C. zuſammen. Die Quellen in Thälern ſind in gleicher Höhe wärmer als jene auf Ab⸗ hängen oder Gipfeln. Die Höhe der Gebirgszüge hat einen entſchie⸗ denen Einfluß auf die Temperatur des Bodens, wir finden bei gleicher . Valis un dem Tii. 1 den vir⸗ 2 Karte da Hieruärfu uszug i — 239— Höhe über dem Meere die wärmern Quellen(welche ſo ziemlich die mittlere Bodentemperatur darſtellen) da, wo die mittlere Erhebung größer iſt; es erleiden daher die Iſogeothermen eine Biegung analog der Erhebungslinie der Gebirge. Die Temperatur der einzelnen Monate erleidet mit der Höhe gewöhnlich eine Veränderung der Art, daß der Februar dem Januar, der Auguſt dem Juli ähnlicher wird als in tiefern Stationen. Der Einfluß der Bodengeſtaltung auf die Temperatur macht ſich beſonders in den mittlern Monatstemperaturen bemerkbar. Die Thäler ſind im Winter durch Senkung und Anhäufung kalter Luftmaſſen kälter als gleichhohe Höhenpunkte. Im Sommer dagegen wärmer durch Wärmeſtrahlung ihrer ſeitlichen Umgebungen und Hinderung der Luftcirculation. Sie zeigen alſo ein extremes Klima. Die Abhänge ſind im Winter etwas wärmer, als ihrer Höhe im Sommer zukommt. Im Sommer ſind ſie, beſonders in ſücdlichen Expoſitionen und bei einer nicht zu großen relativen Höhe über der Thalſohle, ebenfalls ein wenig wärmer, weil ſie dann von dem aufſteigenden Luftſtrome noch theilweiſe erreicht werden können. Da jedoch dieſe letztere Temperatur⸗ erhöhung geringer iſt als jene des Winters, ſo zeigen ſie ein beſon⸗ ders conſtantes Klima. Ihre mittlere Jahrestemperatur iſt zugleich vorzugsweiſe hoch. Die Region der raſcheſten Wärmeabnahme beim Aufſteigen wech⸗ ſelt in den verſchiedenen Monaten bedeutend ihre Höhe. Sie liegt in den Monaten, in welchen die Alpen ganz mit Schnee bedeckt ſind, im December und Januar, am höchſten; vom März bis September in der Nähe der Schneegrenze; im October und November am tief⸗ ſten. In dieſen Monaten beginnt die Schneegrenze erſt bei— 50 C. mittlerer Monatstemperatur, ſodaß alſo zwiſchen ihr und den Höhen⸗ iſothermen von 0° für dieſe Monate ein großer Zwiſchenraum vor⸗ handen iſt. Im Juli liegt dagegen die Schneegrenze relativ zur mitt⸗ lern Temperatur am tiefſten; in der monatlichen Höheniſotherme von + 5⁰. Nur im Januar fällt die untere Schneegrenze mit der Höhen⸗ iſotherme von 00 zuſammen. Es fällt ſonach die monatliche Schnee⸗ grenze keineswegs in den einzelnen Jahreszeiten mit derſelben mittlern Monatstemperatur zuſammen, während die Schneegrenze im gewöhn⸗ lichen Sinne, d. h. ihre höchſte Lage im Herbſt, in die November⸗ iſotherme von— 50 fällt, welche der Jahresiſotherme von— 40 entſpricht. Ueber ausgedehnten Gletſchern und großen Schneemaſſen iſt be⸗ ſonders an warmen Tagen ein abſteigender kalter Luftſtrom(Gletſcher⸗ wind) zu bemerken, der auf die Depreſſion der Temperatur in der Nähe der Schneegrenze von ſehr merklichem Einfluß iſt. Die abſoluten Extreme der Kälte an einzelnen Tagen werden in den tiefern Stationen ſo groß, daß ſie von jenen der höchſten Alpen⸗ theile verhältnißmäßig nur wenig übertroffen werden. Bei den Ex⸗ — 240— tremen der Wärme iſt dagegen die Differenz zwiſchen den höhern und niedern Punkten ſehr bedeutend. Auf den höchſten Alpengipfeln ſcheint die Temperatur nie über+ 5 bis+ 6 C. zu ſteigen, wäh⸗ rend ihre mittlere Temperatur zwiſchen— 15 und— 16° ſchwankt. Verglichen mit der Temperatur in höhern Breiten, entſprechen die Alpengipfel beinahe dem 70. Grad nördlicher Breite. Allein das Klima der höchſten Alpengipfel iſt beiweitem weniger extrem als jenes in Nordaſien, ja ſelbſt etwas conſtanter als jenes des polaren Ame⸗ rika; ihre Winterminima werden von vielen Stationen in höhern nördlichen Breiten bedeutend übertroffen, während die Sommertempe⸗ raturen der Alpengipfel kälter ſind als jene faſt aller Punkte in hohen Breiten, die ſich wenig über die Meeresfläche erheben. Dieſe Er⸗ ſcheinung erklärt ſich ſehr einfach durch die langen Sommertage der hohen Breiten. Die Unterſuchungen über Luftdruck und Luftbewegung haben zu folgenden Hauptreſultaten geführt. Alle Veränderungen des Luftdruckes(hervorgebracht durch un⸗ gleiche Zuſtände der Temperatur, der Feuchtigkeit u. ſ. w.) verlieren mit der Höhe an Größe, jedoch ſelbſt bei 12000 Fuß Meereshöhe ſind dieſelben noch bemerklich. Dadurch zeigt demnach der tägliche Gang des Barometers in den Hochregionen einige Analogie mit dem in hohen Breiten. Die Monatsdifferenzen ſind aber in den Hoch⸗ regionen ebenfalls geringer als in tiefern Gegenden, und das iſt eine Analogie mit dem Barometergange in niedern Breiten. In einiger Erhebung über den Boden tritt bei entſchiedener Gipfellage oder auf Abhängen von geringer Bodenoberfläche das täg⸗ liche Maximum zur Zeit des Minimums in der Tiefe ein; der täg⸗ liche Gang des Barometers erleidet dadurch weſentliche Störungen. Durch Temperaturverſchiedenheiten entſtehen in nahe horizontaler Richtung Morgen⸗ und Abendwinde, welche ebenſo wie der(vertikal) auf⸗ und abſteigende Luftſtrom einen bedeutenden Einfluß auf die Temperaturverhältniſſe ausüben. Im Innern der Gebirge ſind die durch Felswände reflectirten Winde eine ſehr häufige Erſcheinung. Die Unregelmäßigkeit und Heftigkeit des Windes wird dadurch ſehr vermehrt; die letztere kann bisweilen eine Schnelligkeit von mehr als 100 Fuß in der Secunde erreichen. Die abſolute Dampfmenge, die Elaſticität des Dampfes, der Luft, nimmt mit der Höhe ab, die relative Feuchtigkeit dagegen iſt gewöhnlich in der Höhe größer. Das Maximum der Elaſticität füͤr die höchſten Gipfel dürfte 6 bis 7 Millimeter betragen. Die mittlere Höhe der größern Wolkenmaſſen ſcheint 7000 bis 8000 Fuß zu betragen; die höchſten Cirri und Schäfchen erreichen aber mehr als 24000 Fuß. Die Alpen vermehren die Regenmenge, aber nicht als condenſi⸗ rende Kältereſervoirs, ſondern durch mechaniſche Einwirkung der hohen —— öhern und dengipfeln en, wih⸗ ſchwantt ntſprechen „Allein das t als jenez Aren Ame⸗ een höhen enertemye⸗ in hohen Dieſe Er wertage de aübe u zurch un⸗ t verlieren tereshöhe etaͤglche 5 dem arn Hoch ift eine A chiedener Hddas täg⸗ nidder täg⸗ Smgen. ontaler Sveritel) J auf die A ſid die heinung. d rch ſihr neh als fts, der ſt eondenſ⸗ rer hohen — 241— Kämme auf die Miſchung der Luftmaſſen. Die mittlern jährlichen Regen⸗ und Schneemengen betragen am Nordabhang 33,92 Zoll, an der Weſtſeite 44,25 Zoll, am Südabhang 54,25 Zoll. Ueberhaupt im Mittel alſo 40 Zoll. Die niederſchlagreichſte Gegend im ganzen Alpen⸗ gebiet iſt die von Tolmezzo; dort beträgt das Jahresmittel 90 Zoll. Nur Coimbra in Portugal iſt unter allen Gegenden Europas noch regenreicher, mit 111 Zoll Jahresmittel. Das iſt aber immer noch wenig gegen die jährliche Regenmenge bei Tſcharra Pundſchi in den Khaſſyabergen nördlich von Kalkutta. Dieſe beträgt nach Oldham (im Journ. of the geogr. Soc. Vol. 22) 600 Zoll, und in den ſechs Regenmonaten allein 550 Zoll; an einem Tage betrug ſie einmal ſo⸗ gar 25, Zoll. An den Nordabfällen der Alpen herrſchen die Som⸗ merregen, an den ſüdlichen und beſonders den weſtlichen die Herbſt⸗ regen vor. In Beziehung zur Höhe zeigt die Regenmenge zwei Grup⸗ pen der Vertheilung. In der untern bis 5000 Fuß(ungefähr die obere Waldgrenze) iſt dieſelbe größer, in der obern kleiner. Die Häu⸗ figkeit der Schneefälle im Sommer nimmt mit der Höhe ſchnell zu, ſchließt aber wäſſerige Niederſchläge ſelbſt für die höchſten Regionen nicht ganz aus. Auch über die Vegetationsverhältniſſe der Alpen haben die Ge⸗ brüder Schlagintweit eine Menge intereſſante Beobachtungen angeſtellt, von denen ich die Reſultate einiger hier folgen laſſe. Obere Grenze einiger Culturzuſtände in den verſchiedenen Alpengegenden. 2 Kalkalpen in Nördli lich Berne Monte Roſa Gegenſtände. uiernund Berwehe cenereen. aden. und WMant. Wein und gute Kaſta⸗ nien— 1700 1900 1900 2750 Max. 2400. Max. 2700. Max. 3000. Wallnuß 2500 2500 2700 2700 3700 Max. 2900. Max. 3600. Max. 3600. Rothbuche 4200 4200 3700 3900 4900 Max. 4800. Max. 4500. Aeußerſte Getreide⸗ grenze 3800 3400 4700 4700 6096 Max. 5200. Höchſte Dörfer. 4000— 6000 6000 6300 Höchſte Alpenhütten 6000 6500 7000 7200 8100 Fichte 5500 5500 6000 6000 6500 Max. 5900. Max. 6000. Max. 6300. Max. 6500. Max. 7100. Zürbelkiefer. 6000 6000 6100 6100 6500 Max. 6600. Max. 6300. Max. 7100. Schneegrenze 8200 8200 8300 8300 9500 Aeußerſte Phaneroga⸗ mengrenze—— 10000 10000 11000 Max. 10400. Max. 11352. Cotta, Deutſchlands Boden.(Beilagen.) 16 8 — 242— Flechten reichen bis auf die höchſten Bergſpitzen. Die Thiere ſind in ihrer Höhenverbreitung zum Theil abhängig von den Pflanzen, die ihnen als Nahrung dienen. Raubthiere, Vögel, Inſekten, Spin⸗ nen und Podurellen ſteigen beſonders hoch auf. Die jährlichen Vegetationsperioden betragen durchſchnittlich bei 1500 bis 2000 Fuß 268 Tage, bei 2000 bis 3000 Fuß 245 Tage, bei 3000 bis 4000 Fuß 224 Tage, bei 4000 bis 5000 Fuß 203 Tage, bei 5000 bis 6000 Fuß 169 Tage, bei 6000 bis 7000 Fuß 135 Tage, und bei 7000 bis 8000 Fuß nur 95 Tage. Die höchſten Pflanzen bleiben in ſehr ungünſtigen Jahren während des ganzen Sommers mit Schnee bedeckt. Die Zeit, welche von der Saat bis zur Ernte des Wintergetrei⸗ des verfließt, verlängert ſich mit der Höhe und erreicht an der äußer⸗ ſten Cerealiengrenze, bei 5000 bis 5200 Fuß, zuweilen ein volles Jahr. Die Verzögerung der Vegetationsentwickelung iſt im Allgemeinen während der Blütenbildung geringer als während der Fruchtreife; ſie beträgt in den Alpen für 1000 Fuß während der erſten Periode zehn Tage, während der letztern 12 ½ und im Mittel 11 Tage. Auf die⸗ ſelbe Höhendifferenz vermindert ſich die mittlere Temperatur innerhalb des Vegetationszeitraumes um 20 C. 8 Unterſucht man die Summe der Temperatur oder die Summe der Quadrate zwiſchen den verſchiedenen Vegetationsepochen, ſo ſcheint es nach beiden Methoden, daß viele Pflanzen an ihren höchſten Gren⸗ zen in den Alpen fuͤr dieſelben Entwickelungsſtufen eine geringere Wärmemenge erhalten als in der Ebene; beſonders bei den Cerealien tritt dieſes deutlich hervor. Bei einem Vergleiche einzelner Orte in den Alpen zeigt ſich, daß manche Abweichungen der Vegetationsepochen durch die Verthei⸗ lung der Temperatur in den Monaten und in noch kürzern Perioden bedingt ſind. Punkte gleicher Höhe und mittlerer Jahrestemperatur, deren Klima mehr extrem iſt, ſind in der Entwickelung der Pflanzen ſtets jenen voraus, welche geringere Temperaturvariationen haben. Der Körnerertrag der Cerealien, ebenſo wie die Qualität der Früchte und das Verhältniß ihres Gewichtes zu jenen des Strohes vermindern ſich mit der Höhe. Intereſſant wäre es, wenn ſich auch über den beſondern Einfluß der Alpenwieſen je nach ihrer Höhe auf die Natur von Milch, Butter und Käſe beſtimmte Reſultate herausſtellen ließen. Ueber die Abnahme des Stärkezuwachſes verſchiedener Coniferen⸗ arten mit der Höhe ihres Standortes möge endlich noch nachſtehende Zuſammenſtellung folgen. Es ergibt ſich daraus als Hauptreſultat: Tijeu fllanzen, „Spir⸗ lich bi 5 Tagt, uß 25 00 Fuß hüchſten ganzen lergetre⸗ t aͤnßer⸗ es Jahr. ſemeinen reife ſie eode zehn Auf die⸗ unerhalb ZSumme ſcheint r Gren⸗ ringere rerealien t ſch, szerthei⸗ scioden soerath fflanzen hen. tät der 5trohes Einfluß Butte niferen⸗ ſeehende — 243— —Q,:,—Q, K·3L·ZQ—·D: D—D—:—X—:—X—:—— 2.2pn—:— ⅜ʒ᷑—:— „. it icke der J sri Höhe des Standortes in Fußen. Mi kiere Hilender dahe ringe 3000— 4000 2,23 4000— 4500 1,86 für die Lärche 5600— 6000 1,76 6000— 1,17 6285— 0,525 „ 2500— 4000 2,12 inn d ihe 4000— 5000 1,705 1 5000— 6150 1,36 Beilage 52 zu Seite 587. Einfluß der Wälder. Nicht leicht kann friſcher und anregender die ſocial⸗politiſche Be⸗ deutung des Waldes hervorgehoben werden, als es durch Riehl in ſeinem trefflichen Werke:„Land und Leute“ geſchehen iſt. Er zeigt, wie innig deutſches Weſen verwachſen iſt mit der Anweſenheit des Waldes, wie das Waldland den Nationen gleichſam einen Reſerve⸗ fonds urſprüͤnglicher Kraft bewahrt, die in dem waldentblößten Eng⸗ land einigermaßen durch das Seeleben, in Frankreich gar nicht erſetzt wird.„Es iſt eine matte Defenſive,“ ſagt Riehl,„welche die Für⸗ ſprecher des Waldes ergreifen, wofern ſie lediglich aus ökonomiſchen Gründen die Erhaltung des gegenwärtigen mäßigen Waldumfanges fodern. Die ſocial⸗politiſchen Gründe wiegen mindeſtens ebenſo ſchwer. Haut den Wald nieder und ihr zertrümmert die hiſtoriſche bürgerliche Geſellſchaft. In der Vernichtung des Gegenſatzes von Feld und Wald nehmt ihr dem deutſchen Volksthum ein Lebenselement. Der Menſch lebt nicht vom Brote allein. Auch wenn wir keines Holzes mehr bedürften, würden wir doch den Wald brauchen. Das deutſche Volk bedarf des Waldes wie der Menſch des Weines bedarf, obgleich es zur Nothdurft vollkommen genügen mag, wenn ſich lediglich der Apotheker ein Viertelohm in den Keller legte. Brauchen wir das dürre Holz nicht mehr, um unſern äußern Menſchen zu erwärmen, dann wird dem Geſchlecht das grüne, in Saft und Trieb ſtehende zur Erwärmung ſeines inwendigen Menſchen um ſo nöthiger ſein.“ „Der Wald repräſentirt die Ariſtokratie in dem Bilde der Boden⸗ cultur; das Feld das Bürgerthum“. Riehl zeigt auch, daß der Wald vorherrſchend nur in den Händen großer Corporationen, namentlich 16* — 244— des Staates, gut aufgehoben ſei, wie das mein Vater bereits vor 40 Jahren gründlich nachgewieſen hat. X Beilage 53 zu Seite 592. Pflanzennahrung aus dem Boden. So ſorgfältig auch dieſer Gegenſtand ſeit Liebig's gewaltiger und fruchtbringender Anregung von deutſchen Chemikern und Botanikern unterſucht worden iſt, ſo kann ich doch nicht umhin, hier eine kleine darauf bezügliche Bemerkung aus Lyell's zweiter Reiſe nach Amerika (Dieffenbach's Ueberſ., II, 20) anzuführen, welche recht beſtimmt den Weg gewiſſer Subſtanzen aus dem Boden durch Pflanzen bis in un⸗ ſere Werkſtätten andeutet. „Bei dem Seifemachen,“ bemerkte ſie,„müſſen wir ſorgfältig die Aſche der Eiche, der Wallnuß, der Eſche und anderer harter Holzarten auswählen, denn die Fichten geben keine Pottaſche“, eine Bemerkung, die mich in Bezug auf das üppige Wachsthum der lang⸗ nadeligen Fichten in dem rein kieſeligen Tertiärboden intereſſirte, da man nicht begreifen kann, wie die Wurzeln dieſer Bäume Alkalien aus einem ſolchen Boden ziehen ſollen. Der Boden der Wallnuß⸗ waldungen wird dagegen durch die Zerſetzung granitiſcher Gebirgs⸗ arten gebildet, welche ſehr feldſpathreich ſind und in situ verwittern.“ Ein anderes intereſſantes Beiſpiel ſpecifiſcher Pflanzennahrung aus dem Boden berichtet Seeman in The Botany of the Voyage of h. M. S. Herald during the years 1845— 1851.„In den Savan⸗ nen(auf dem Iſthmus von Panama) erſcheinen überall, wo der Boden eiſenhaltig iſt und oft in ganzen Diſtricten die übrigen Bäume verdrängend, die Chumicales, d. h. Gruppen von Curatella americana, etwa 40 Fuß hoch und mit einer Krone von krummen Zweigen en⸗ dend, deren papierähnliche Blätter im Winde raſſeln wie das trockene Laub des europäiſchen Herbſtes.“ Beilage 54 zu Seite 600 und 602. Ueber den ländlichen Bauſtil ſpricht ſich Karl Etzel ganz vortrefflich in Förſter's„Allgemeiner Bau⸗ zeitung“, 1842, S. 15 aus, und wenn derſelbe auch nicht ausdrücklich ts dor ger und anikern e kleine Amerika umt den in un⸗ pgfältig harter u, üne er lang⸗ tte, da Akalien allnuß⸗ ebirgs⸗ ittern.“ ahrung age ol Sadan⸗ wo der Bäume riicana, hen en⸗ r'ockene r Bal⸗ rücklich — 245— die aufgeſtellten Principien als in ihrer praktiſchen Anwendung von der Natur des Bodenbaues abhängig darſtellt, ſo ergibt ſich doch eine ſolche Beziehung ganz von ſelbſt, da nach ihnen überall das local gerade vorhandene Material auf die zweckmäßigſte, namentlich auch der Oertlichkeit entſprechendſte Weiſe verwendet werden ſoll. Etzel ſagt:„Betrachten wir aber nun als erhabenſtes Vorbild der künſt⸗ leriſchen Thätigkeit die ſchaffende Natur, ſo finden wir, daß die hohe Schönheit in ihren Schöpfungen nicht durch Anbringung gewiſſer ab⸗ ſolut ſchöner Formen, durch Anwendung gewiſſer von den verſchiede⸗ nen Zwecken unabhängiger Mittel erreicht iſt, ſondern durch die voll⸗ kommene Uebereinſtimmung der Form mit dem Weſen, durch die Wahl der Mittel, welche dem vorgeſetzten Zwecke nicht nur auf die vollſtän⸗ ſtändigſte, ſondern auch auf die einfachſte Weiſe entſprechen; daß fer⸗ ner ihre bewunderungswürdige Weisheit ſich ebenſowol in den Orga⸗ ſationen des niedrigſten Ranges, im Baue der Schnecke, des Gras⸗ halms, des Kryſtalls, wie in denen des höchſten Ranges, in der Geſtalt des Herrn der Schöpfung, offenbart. Wenden wir dieſe Sätze auf die Baukunſt an, ſo erkennen wir: 1) daß die Schönheit nicht eine zufällige Eigenſchaft, ſondern das nothwendige Reſultat des Vorhandenſeins aller weſentlichen Eigen⸗ ſchaften eines Bauwerks ſei; 1 2) daß unter die weſentlichen Eigenſchaften als Elemente der Schönheit eines Bauwerks außer der Bequemlichkeit und der Feſtigkeit auch die Sparſamkeit gehöre; 3) daß jede Gattung von Bauwerken eines gleich hohen Grades von architektoniſcher Schönheit fähig ſeiz 4) daß aber jeder Gattung von Bauwerken eine eigenthümliche, charakteriſtiſche Schönheit zukomme. Unterſcheiden wir ferner eine öffentliche, eine bürgerliche und eine ländliche oder wirthſchaftliche Baukunſt, ſo finden wir, daß in der öffentlichen Baukunſt zunächſt die Rückſicht auf Bequemlichkeit und Feſtigkeit vorwalte, die Sparſamkeit aber in den Hintergrund trete, da die Geſellſchaft als eine unſterbliche, unendlich reiche Perſon anzuſehen iſt. Ihre Bauwerke werden daher durch die Eindrücke der Macht, der Dauer, des Reichthums unſer Staunen erregen. Bei der bürgerlichen Baukunſt ſtellt ſich ebenſo Bequemlichkeit als erſte Rück⸗ ſicht dar, während Feſtigkeit in geringerm Grade gefodert wird, da⸗ gegen aber die Sparſamkeit ſich geltend macht. Das bürgerliche Wohnhaus mit mehr nach innen als nach außen gerichtetem Auf⸗ wande, wird den Charakter ſicherer Wohnlichkeit an ſich tragen. Bei der ländlichen und wirthſchaftlichen Baukunſt erſcheinen Bequemlich⸗ keit, nicht weniger aber Sparſamkeit als erſte Rückſichten, während die Feſtigkeit untergeordnet wird. Das ländliche Gebäude wird durch den Ausdruck ungebundener, heiterer Beweglichkeit vorzüglich auf unſer Gemüth wirken. So werden uns die Bauten eines ganzen Landſtrichs 246— 3 mit Städten und Dörfern ein treues Bild des vielſeitig bewegten Lebens geben und uns durch einen naturgemäßen Wechſel der ver⸗ ſchiedenſten Eindrücke befriedigen. Wie wird uns aber in einer Ge⸗ gend zu Muthe ſein, wo jene Schönheitstheorien mit ihrem Krame Platz genommen haben, wo man alle unſere Empfindungen der des Staunens ſubſtituiren möchte? Gewiß nicht beſſer als in einem Con⸗ certe, wo ſtatt eines harmoniſchen Zuſammenwirkens der verſchiedenen Inſtrumente ausſchließlich und anhaltend gepaukt wird, in einem Drama, wo mit Hinweglaſſung aller Nebenperſonen nur Könige oder Generale auftreten. Suchen wir nun den Charakter der ländlichen Baukunſt und die ihr eigenthümliche Schönheit näher zu bezeichnen, ſo finden wir, daß dieſelbe im Weſentlichen beſteht: 1) in der Stellung der Gebäude. Hierbei iſt beſonders zu be⸗ herzigen, daß die Rückſicht auf geſunde und bequeme Lage der Ge⸗ bäude unter ſich ſowol als nach den Himmelsgegenden niemals der leidigen Sucht nach Symmetrie aufgeopfert werden darf; 2) in der zweckmäßigen Einrichtung der Gebäude, wodurch ſich ihre Beſtimmung ſchon im Aeußern aufs entſchiedenſte kundgibt. Auch hier ſoll Symmetrie zwar, wo ſie ſich von ſelbſt darbietet, nicht mit Opfern vermieden, noch viel weniger aber, wo dies nicht der Fall iſt, mit Opfern geſucht werden. Wie viele Elemente male⸗ riſcher Schönheit in einer ungezwungenen Gruppirung der Gebäude und ihrer einzelnen Theile liegen, braucht nicht nachgewieſen zu werden; 3) in der zweckmäßigen, reinen Conſtruction der einzelnen Ge⸗ bäudetheile. Hierbei kommt zuerſt in Betracht die Wahl und ſodann die Zuſammenſetzung der Baumaterialien. Die vorwaltende Rückſicht der Sparſamkeit muß hier immer zu Gunſten derjenigen Materialien entſcheiden, welche unmittelbar zur Hand ſind oder mit den geringſten Koſten herbeigeſchafft werden können. Jedes Baumaterial iſt unter Umſtänden zweckmäßig, kann und muß alſo verwendet werden; Bruch⸗ ſteine, gebrannte und ungebrannte Ziegel, Holz, Stroh, Moos u. ſ. w. Zu glauben, Erdwände und Strohdächer ſeien Gegenſtände, mit denen ſich zu beſchäftigen der Künſtler unter ſeiner Würde finden müſſe, dies wäre ein entſchiedener Rückſchritt gegen die Säulenordnungen. Im Gegentheil, je unſcheinbarer das Material, je größer die Schwie⸗ rigkeiten ſeiner Behandlung, deſto größern Dank wird ſich der Künſtler verdienen, wenn er durch die Art der Verwendung deſſelben die Mängel unſchädlich zu machen und von den Vorzügen Vortheil zu ziehen weiß. Hinſichtlich der Zuſammenſetzung der Baumaterialien iſt beſonders zu erwägen, daß auf dem Lande nur ſelten ebenſo geübte Handwerker zu finden ſind wie in den Städten, daher im Allgemeinen Conſtructionsarten gewählt werden müſſen, welche auch bei minder ſorgfältiger Ausführung die nöthige Sicherheit gewähren. Ferner kann als allgemeine Regel gelten, daß jedes verwendete Baumaterial, ——————— ———'r—2,·,·˖zſ degten tve⸗ r Ge Krame er das Con⸗ ddenen einem ſe oder t und wir, zu be er Ge⸗ als der ih ſi nogibt. abietet z richt emale⸗ zebaäude erden; en Ge⸗ ſodann kückſich erialien ungſten ſt unter Bruch⸗ n. ſ.h. t denen müſſe, rongen. Schwie Künſtle ben dit theil zu alien iſ geübte gemeinen minder Ferner naterio — 247— 83 jeder Theil der Conſtruction des Gebäudes ungeſchminkt und offen gezeigt, daß aller zweckloſe, blos auf Verzierung zielende Bewurf oder Anſtrich, alles unnütze Getäfel vermieden werden ſoll, indem keins von allen dieſen ſogenannten Verſchönerungsmitteln die maleriſchen Effecte überbieten kann, welche durch eine zweckmäßige Zuſammen⸗ ſetzung der Baumaterialien von verſchiedener Färbung und Conſiſtenz auf die ungezwungenſte Weiſe erreicht werden.“ So weit Etzel. Daß man in den Alpen faſt überall die Dächer weit vorſpringen läßt, hat ſeinen ganz natürlichen Grund in der durchſchnittlich ſehr⸗ großen Regenmenge; daß man aber die Wände oder die Dächer hier von Holz, dort von Stein, Thon oder Stroh herſtellt, geht theils aus der localen Häufigkeit dieſer Materialien, theils aus dem Klima her⸗ vor. Wie nun dieſe Bedingungen wechſeln und ſich miſchen, ſo wechſeln und miſchen ſich auch die Formen und Subſtanzen der Ur⸗ häuſer, denn der regere Verkehr der Neuzeit nivellirt leider vielfach dieſe Unterſchiede, beſiegt gleichſam die Natur. Fenſterarme, unzier⸗ liche Steinmaſſen bilden die dichtgedrängten Häuſerconglomerate mit engen, ſchmuzigen Gaſſen im wärmſten Winkel des Genfer Sees, der dadurch ein recht italieniſches Anſehen erhält. Reichgezierte, altersgebräunte Holzhäuſer mit ihren vielerlei luſtigen Galerien breiten ſich vereinzelt zwiſchen Wald, Wieſe und Fruchtbäumen im Berner Oberlande aus; ſie werden noch breiter und flachdachiger, aber zugleich einfacher in Tirol und Salzburg; ſie nehmen zu an Höhe und Dach⸗ raum im niedern Berner Lande; die ſchönen Giebel verkriechen ſich unter einer allſeitigen breiten Strohhaube nach Solothurn und Aarau hin; zu dem Giebel geſellt ſich in Appenzell ein Erkerthürmchen, während die Galerien am Vierwaldſtädter See durch vielfache Dach⸗ anſätze verdrängt werden. Zu den höchſten Sennhütten hat es ge⸗ wöhnlich an Holz gefehlt, und ebenſo zu den 5000 Fuß hohen Städten im obern Engadin, wo die wiederheimgekehrten Zuckerbäcker für ganz Europa ihre kleinen maſſiven, vielgeerkerten Ruheſitze mit reich vergoldeten eiſernen Treppengeländern, Balkonen und Fenſtergittern geziert haben. Das ſind aber nur einige der vielerlei Grundformen menſchlicher Behauſung in der Schweiz, ihre feinen Nüancirungen würden ſich nur durch Abbildungen ſchildern laſſen. Auch Riehl widmet dem ländlichen Bauſtyl beachtenswerthe Worte; er ſagt: „Wo der Backſteinbau ausſchließlich herrſcht, werden Land und Leute faſt immer nur nach breiten Maſſen individualiſirt ſein. Der Backſtein und die ebenmäßigen breiten Wandflächen bedingen ſich ge⸗ genſeitig, und der Menſch iſt enger mit ſeinem Hauſe verwachſen, als man gemeinlich glaubt. Ich habe oben auf die Parallele zwiſchen den Marſchen und Niederungen des deutſchen Nordens am Saume des Meeres und den Mooren und Hochflächen des deutſchen Südens am Fuße der Hochalpen hingewieſen, da nicht blos die Bodenbeſchaffen⸗ — 248— heit, ſondern auch die darin gewurzelte Verwandtſchaft der Cultur⸗ entwickelung des Volkes zum Vergleich herausfodern. Und gerade dieſe letztere Verwandtſchaft läuft in hundert Zweigen auf den gemein⸗ ſamen Mangel des Bruchſteins und die Aushülfe durch den gebrann⸗ ten Stein zurück. Ein Landmann vom nördlichen Saume der All⸗ gäuer Alpen erzählte mir als etwas Märchenhaftes, daß er in Man⸗ heim Häuſer geſehen habe, deren Dächer«ganz mit Schreibtafeln benagelt» ſeien. Er war entzückt von dieſem Eindruck; ganz Daſſelbe hätte bei einem norddeutſchen Küſtenbewohner der Fall ſein können. Den Einfluß des Bruchſteins oder Backſteins auf den Volks⸗ charakter in ſeiner ganzen Breite und Tiefe nachzuweiſen, iſt noch eine ſtattliche Aufgabe für einen Culturhiſtoriker. Die Gegenſätze, welche ſich auf dieſe entſcheidenden Rohſtoffe der Civiliſation gründen, erwei⸗ tern ſich bei hiſtoriſchem Rückblick in rieſigem Maßſtabe; aus örtlich geſchichtlichem Gegenſatz wächſt ein weltgeſchichtlicher auf, der Orient des Alterthums, der, wie Babylon durchaus oder wie Indien zum großen Theile, auf den gebrannten Thon hingewieſen war, und das bruchſteinreiche Hellas und Rom; der backſteinbauende Nordoſten Deutſchlands im Mittelalter und die ſüdweſtdeutſchen Bruchſteingegen⸗ den in demſelben Zeitraume! Ueberall kommen wir auf gleiche Grund⸗ unterſchiede zurück, die zuletzt in dem Bruchſteinhauſe des Gebirgs⸗ bauern und in dem Lehm⸗ oder Backſteinhauſe des Flachland⸗ oder Moorbauern zu dem kleinſten Maßſtabe zuſammengeſchrumpft, aber nicht erloſchen ſind. Wie fein ſtuft ſich wieder, um auf der ſüdbairiſchen Hochebene ſtehen zu bleiben, hier der ziegelgedeckte Backſteinbau in den Dörfern des hügeligen Theils gegen die ſtrohgedeckten Häuſer der Moosdörfer, gegen die ſchweizeriſchen Holzſchindelhäuſer der höhern Lage ab! Die plumpen, maſſiven, breit und tief gebauten Häuſer der Hügelregion mit ihren quadratförmigen Fenſtern, ihren hohen, aber faſt im ſtum⸗ pfen Winkel geſpannten Giebeln, ihren weiten Hausfluren ſtellen uns den ſoliden, wohlhäbigen, aber ſchwerfälligen Kornbauer dieſer Gegend, der ausſieht, als könne man Wände mit ihm einrennen, den Pommer Süddeutſchlands, in klarſter architektoniſcher Symbolik dar. Da, wo die Amper bei Wildenrott, die Würm bei Obermühlthal in die Ebene des Dachauer Mooſes durchbricht, hat die Natur zum letzten male, als auf den letzten vorgeſchobenen Poſten, ein Stück wildromantiſcher Hochgebirgsſcenerie inmitten des Flachlandes improviſirt, und genau in dieſer Gegend tritt auch bei den Dörfern die Bauart der Gebirgs⸗ landſchaft ein, obgleich bei den Nachbarn rechts und links noch weit hinaus die Bauart der Hügel⸗ und Moosſtriche gilt und eine zwin⸗ gende klimatiſche Nothwendigkeit zur Anlage dieſer ſchweizeriſchen Bauernhäuſer gewiß noch nicht vorhanden war. Mit ſo wunderbar ſicherm Inſtinkt hat der Volksgeiſt ſeine beſcheidenen architektoniſchen Schöpfungen dem Charakter des Landes angepaßt. Eine Synopſis Orient zum d das doſten gegen⸗ rund⸗ birgi⸗ oder über ebene rfern örfer, Die egion ſpow⸗ n uns egend, mmer a, wo Ebene male, tiſcher genau ebirgs⸗ h weit zwin⸗ riſchen derbar ſniſchen nopſi — 249— des überlieferten deutſchen Dorfbauſtyls, nach den topographiſchen Parallelen geordnet, würde außerordentlich lehrreich ſein, und es wäre hohe Zeit, dieſelbe zuſammenzuſtellen, bevor das immer weiter freſſende Nivellement auch hier die alten natürlichen Unterſchiede verwiſcht hat.“ Beilage 55 zu Seite 608. Ueber den Einfluß des Bodenbaues auf die Geſundheits⸗ zuſtände. Als ich in der fünften Beilage eine unter Dr. Spengler's Na⸗ men im„Deutſchen Muſeum“ enthaltene Abhandlung über die Bo⸗ denbildung und Krankheitsanlage aufnahm, wußte ich leider nicht, daß dieſe eigentlich von Dr. Eſcherich herrührt, der beinahe wörtlich daſſelbe ſchon im J. 1845 in der„Allgemeinen Zeitung für Chirur⸗ gie, innere Heilkunde und ihre Hülfswiſſenſchaften“ unter dem Titel: „Ueber den Einfluß geologiſcher Bodenbildung auf Krankheitsdispoſi⸗ tionen“ veröffentlicht hat. Derſelbe Dr. Eſcherich hat am 5. März 1853 in der Sitzung der phyſikaliſch⸗mediciniſchen Geſellſchaft zu Würzburg einen Vortrag hierüber gehalten, aus welchem ich hier noch das Wichtigſte mitzutheilen mir erlaube. Zunächſt macht er abermals auf den bemerkenswerthen Zuſammenhang aufmerkſam, welcher zwi⸗ ſchen der Verbreitung der Phthiſis und dem geologiſchen Bau der Länder ſtattfinden ſoll; er ſagt:„Die Parallele der häufigen Phthiſis mit der tertiären Formation und dem jüngern Kalk fand ich durch perſönliche Anſchauung in Genua, Marſeille, Montpellier und Paris beſtätigt. In andern zufälligen journaliſtiſchen und ſtatiſtiſchen Ver⸗ öffentlichungen fand ich weitere Unterſtützung für dieſe Anſchauung, ohne daß jemals ein ſolcher Zuſammenhang geſucht, vermuthet oder ausgeſprochen wurde. Als hierfür inſtructive Vergleiche ſtellte ich zuſammen die allbe⸗ kannte Häufigkeit der Phthiſis in den drei Metropolen Europas, Lon⸗ don, Paris und Wien, welche, gleicherweiſe geologiſch und pathologiſch verwandt, in wohlbekannten Tertiärbecken liegen und eine eminente Sterblichkeit an Phthiſis haben, von je über 25 Procent der Leichen von Erwachſenen. Dieſen Städten gegenüber haben Lyon, Mailand und Rom mit allen Attributen großer Städte von je über 200,000 Seelen, aber andern geologiſchen Territorien, kaum die Hälfte jenes Verhältnißantheils an Pthiſisleichen. Dieſe Thatſachen ſind allbekannt und die detaillirte Statiſtik für dieſe Städte habe ich in der erſten Arbeit angeführt. An der ganzen liguriſchen Meeresküſte, namentlich in Marſeille, Nizza und Genua — —— ä⁰ X — 250— iſt die Phthiſis ungewöhnlich häufig, nur in Hyeres und den Hyeri⸗ ſchen Inſeln iſt dieſe Krankheit relativ ſelten und der Aufenthalt für Bruſtkranke am zuträglichſten. Es iſt dieſe Erfahrung allgemein an⸗ erkannt und ohne Ahnung eines geologiſchen Einfluſſes ausgeſprochen (Gopeland Encyclop. Artic. Clima). Ein Zug des Centralalpenſtocks zieht ſich bis Hyeres an die Küſte und hat hier als Gneis auf eine kurze Strecke die Tertiärformation der ganzen liguriſchen Meeresküſte durchbrochen. Alle andern klimatiſchen und ſocialen Einflüſſe ſind für dieſe lange mittelländiſche Meeresküſte gleich, und iſt es nur das Auf⸗ treten des Urgebirgsbodens, welches als Urſache der Abnahme der Phthiſis gelten kann. Lainee(„Traité de auscultation“, Paris 1826, I, 643) ſagt auch, daß in der Bretagne(wo Urgebirgsboden) nur die vierzigſte Leiche eine phthiſiſche ſei und in den Städten vom Centre⸗de⸗France(wo Kreide⸗ und Tertiärboden) jede vierte oder fünfte Leiche. James Clark(„The influence of Climate“, 3. Aufl., Lon⸗ don 1841, S. 204) erkennt an, daß in Devonſhire und Landesend, wo Urgebirgsboden, die Pthiſis ſeltener iſt und leichter heilt als auf der ſonnigen, milden Inſel Wight und an der Suͤdküſte Englands (wo Kreideboden und Tertiärformation). Ebenſo bekannt iſt, daß in Schweden, Island und den Faröern, wo durchaus Granitboden, die Phthiſis ſelten iſt.“ Daß auf Island und den Färöern Granitboden herrſche, iſt nun freilich ein Irrthum. Dr. Eſcherlich ſucht ferner nachzuweiſen, daß auch die geiſtige Entwickelung der Menſchen in einiger Beziehung zu dem relativen Alter ihres heimatlichen Bodens ſtehe; ich übergehe hier dieſe S. 39 ſchon erwähnte, wol zu wenig begründete und in ſolcher Allgemein⸗ heit keinenfalls nachweisbare Behauptung, laſſe dafür aus Eſcherlich's Vortrag hier noch einige der wichtigern Stellen wörtlich folgen, wobei ich jedoch im voraus bemerken muß, daß es zweckmäßiger geweſen ſein würde, die geologiſchen Kategorien nicht nach Altersverhältniſſen, ſondern nach Geſteinsgruppen zu wählen; wenn dennoch ſich Unter⸗ ſchiede deutlich herausgeſtellt haben, ſo iſt das dem Umſtande zuzu⸗ ſchreiben, daß in den berückſichtigten Gebieten die Altersverhältniſſe zufällig wirklich mit einigen allgemeinen Geſteinsunterſchieden Hand in Hand gehen. Die medieiniſche Statiſtik würde daher wahrſchein⸗ lich zu noch weit wichtigern Reſultaten führen, wenn ſie eine zweck⸗ mäßigere als die hier gewählte geologiſche Baſis hätte. „Die eine Theſis vorzugsweiſer Begünſtigung der Phthis. pulm. durch beſtimmte geologiſche Bodenverhältniſſe involvirt die weitere Theſis für andere geologiſche Territorien und andere Krankheitsdispo⸗ ſitionen und Todesurſachen in ihrer Pluralität. Vorerſt wäre nur die Brauchbarkeit dieſer Kategorien zu prüfen und die Wahrheit der Thatſache, daß einzelne dieſer geologiſchen und pathologiſchen Kategorien häufig miteinander gehen und andere ſich nie zuſammenfinden. Als ſolche geologiſche Kategorien ſtellte ich zu⸗ Hyete alt fir an an⸗ vrochen nſtoch uf ein tesküſt ind fü 5 Auf⸗ ne der Paris boden) n vom fünfte „Lon⸗ debend, us auf glands daß in n, die ſt nun ſß auch I dem dieſe emein— rlichs wobei weſen viſſen, Unter zuzu⸗ iltniſſe Hand ſhein⸗ zwed⸗ polm. weitere didpe⸗ prüfen en und te ſcch ih zu — 251— ſammen alle Bodenbildungen und Erdformationen bis zur Juraformation und als zweite jene vom Jura aufwärts bis zu den neueſten hiſtoriſchen Bildungenz die vulkaniſchen und Alluvialbildungen blieben unbeachtet. Als pathologiſche Kategorien ſtellte ich erſtens die Lungenſchwindſucht auf, ſofern ſie endemi⸗ ſche Volkskrankheit und Todesurſache von einem Fünftheil aller Er⸗ wachſenen iſt, welche pathologiſche Kategorie in häufiger Verbindung mit den jüngern Erdformationen, namentlich der tertiären Formation, ſich finden ſoll. Als zweite pathologiſche Kategorie regiſtrirte ich den Cretinismns und Kropf, welche ſich als endemiſche Volks⸗ krankheiten nur auf ältern Erdformationen bis zum Jura finden. In dieſer ſummariſchen Auffaſſung konnte immer noch dieſe Unter⸗ ſuchung nützlich ſein, da ſie in einer Richtung wenigſtens die Aetio⸗ logie dieſer pathologiſchen Kategorien aufklärte und allen detaillirtern Studien und Kategorien ihren Werth und Geltung zuerkannte. Nur möge man mit der einen geologiſchen Kategorie nicht immer auch eine entſprechende pathologiſche vergeſellſchaftet glauben, indem erſtere viel allgemeiner als letztere Erſcheinung vorkommt; aber es wäre ſchon Gewinn, wenn gewiſſe Kategorien nie zuſammen vorkämen. Die größere Schwierigkeit iſt, daß die Cultur in allgemeinſter Auffaſſung den eigentlich geologiſchen Charakter einer Gegend, den Reichthum und die Eigenthümlichkeit der Vegetation, das tellu⸗ riſche und meteoriſche Waſſer, die Luftbeſchaffenheit ꝛc. vielfach alte⸗ rirt hat, andererſeits, daß die wechſelnden Lebensgewohnheiten und Bedürfniſſe des cultivirten Menſchen die Macht der äußern Natur auf ſein phyſiſches Wohl immer mehr beſchränken. Abgeſehen von den geſchichtlichen Details unſers Planeten ergibt die Betrachtung der bis jetzt regiſtrirten gegenwärtigen Boden⸗ kategorien charakteriſtiſche phyſikaliſche Eigenthümlichkeiten, welche jede von allen andern unterſcheiden und die bisher nach der phyſiſchen und chemiſchen Beſchaffenheit der feſten Bodenunterlage beſchrieben wurden. Dieſe Unterſchiede ſind durchgreifend und rückwirkend auf die Phy⸗ ſiognomie der Landſchaft, die Quantität und Qualität des meteoriſchen Waſſers, auf Wolkenbildung und meteoriſche Proceſſe, auf den Reich⸗ thum und die Art der Vegetation und damit auch der Animaliſation, auf die Fruchtbarkeit, Salubrität und Wohnlichkeit einer Gegend. Die Hauptkategorien der Mineralien finden ſich in allen geologiſchen Formationen, ohne den conſtanten Charakter der letztern zu ändern. Auch die chemiſche Qualification der Geſteine erleidet durch die For⸗ mation keine Aenderung. Der kryſtalliniſche Urkalk bis zum Grob⸗ kalk der Tertiärformation beſtehen gleichmäßig aus kohlenſaurem Kalke. Es bleibt nur übrig, die Bildungs geſchichte als die Urſache ſo be⸗ ſtimmter und charakteriſtiſcher Verſchiedenheiten von Territorien und Landſchaften anzuerkennen. Je älter die Formation, deſto mehr herrſcht die Kieſelreihe vor, deſto kryſtalliniſcher iſt das Gefüge der Steinarten, deſto dichter, här⸗ ter, undurchdringlicher die Maſſe, deſto höher das Relief der Gegend, deſto mannichfaltiger die Landſchaft, deſto quellenreicher der Boden, deſto waſſerreicher die Atmoſphäre, deſto waldreicher das Land. Je mehr wir uns von dieſer erſten Epoche der Bildungsgeſchichte der Erde entfernen, deſto mehr tritt die Kieſelreihe zurück und die Kalk⸗ reihe hervor. Für Kieſel und Kalk gilt auch hier, je jünger das Ge⸗ birge, deſto weniger kryſtalliniſch das Gefüge, deſto lockerer und loſer der Zuſammenhang, immer nur durch Cement vermittelt. Das Relief der Landſchaft verflacht ſich in der Tertiärformation zu niedern Hügeln, und was am conſtanteſten und wichtigſten iſt, der Quellenreichthum hört faſt ganz auf und die von dem hellern Boden reflectirten Son⸗ nenſtrahlen erhalten eine anomal erwärmte Atmoſphäre und hindern ſo die atmoſphäriſchen Waſſerniederſchläge. Die jüngſten Bildungen des Diluviums und Alluviums ſind ſo in allen Theilen das Gegentheil der Urgebirgsbildungen, daß wir hier gerade die Negation aller Charaktere des Urgebirgs haben. Steppen, Wüſten und Deltaländer ſind die Muſterbilder. Kein Relief der Landſchaft, keine verbundenen Geſteine, nur Detritus, Geröll und Sand. Alles loſe und locker, gar kein telluriſches Waſſer, keine Quelle, vielmehr verſiegen hier Quellen und Ströme, kein atmoſphä⸗ riſches Waſſer, keine Vegetation und keine Animaliſation. Die Wüſte Sahara mag dieſem traurigen Ideale am nächſten kommen. Das reine, natürliche, ungetrübte Bild einer beſtimmten Erd⸗ formation iſt faſt nirgend gegeben. Diluvialſchichten bedecken über die Hälfte des Continents und die Alluvialgebilde nehmen täglich allerwärts zu. Je nach der Mächtigkeit und dem Verhältniſſe dieſer zufälligen Bildungen zu der Grundbildung muß auch die Wirkung des Bodens auf das Leben eine moddificirte ſein. In meiner frühern Arbeit habe ich nachgewieſen, daß alle be⸗ deutenden Flüſſe Europas und auch der andern Welttheile vom Urgebirge entſpringen. Die Hauptwaſſerknoten des europäiſchen Con⸗ tinents ſind der granitiſche Alpenſtock des Gotthardberges, das Fichtelgebirge und die Waldaihöhe von Rußland. Unſere nord⸗ deutſchen größern Flüſſe entſpringen aus dem der Urformation ange⸗ hörigen Rieſengebirge, dem Thüringerwalde oder dem Harze; die namhaften Flüſſe Frankreichs aus den Sevennen und dem Sichel⸗ gebirge, beide zu den älteſten Gebirgsarten gehörend; die engliſchen Flüſſe alle im weſtlichen Urgebirge von Wales. In dem waſſer⸗ reichen Amerika entquellen alle Flüſſe entweder aus der granitiſchen Andeskette oder der waſſerreichen Ebene von Canada, wo auch Ur⸗ gebirge iſt. Der Nil, der größte Strom Afrikas, entſpringt aus dem Granitſtocke der nubiſchen Gebirge, und alle die ſtärkern Flüſſe Aſiens aus dem mächtigen Gebirgsringe, welcher Tibet und die öſt⸗ liche aſiatiſche Hochebene einſchließt. ſchen aſſer 3ſchen lr⸗ aus lüſſe ſt⸗ — 253— Nicht der ſchroffen Erhebung der Gebirge kann man dieſe gün⸗ ſtige Eigenſchaft des Waſſerreichthums zuſchreiben, denn das Waldai⸗ gebirge, die Quellſtätte der größten Ströme Europas, beſteht nur aus niedern Hügeln von kaum 600 Schuh Erhebung über dem nord⸗ europäiſchen Flachlande. Ebenſo iſt die Waſſerſcheidehöhe des 3000 engliſche Meilen langen Miſſiſſippi und des Lorenzoſtromes nur 1500 Schuh über dem Ocean. Die Urſache des Quellenreichthums muß deshalb in andern topographiſchen Verhältniſſen geſucht werden. Zum nahen, recht einleuchtenden Beweiſe vergleiche man die ſchwäbiſche rauhe Alp und den Schwarzwald. Erſtere der Juraformation angehörend, viel ausgedehnter, maſſenhafter und höher als der Schwarzwald, iſt waſſerarm und gibt keinem einzigen nam⸗ haften Bache ſeinen Urſprung, während der urgebirgiſche Schwarz⸗ wald die Quelle der Donau, Kinzig, des Neckars und vieler großer Bäche iſt. Am nördlichen Rande der Alpen, wo die Molaſſengebilde bis zu 8000 Fuß gehoben ſind, entſpringen wenige Quellen, und in⸗ mitten rieſenhafter Berge in Lauſanne und Genf iſt Mangel an Trinkwaſſer. Man vergleiche ferner das mächtige Juragebirge, dem keine einzige Quelle entſpringt, mit dem kleinen Sichelgebirge, der Quelle der Saöne, Moſel und Maas, oder mit den Sevennen, dem Urſprunge der Loire, des Allier und Cher ꝛc. Die Abhängigkeit der Qualität des Waſſers von der Bodenbeſchaffenheit iſt ein feſtſtehender, unbeſtrittener Lehrſatz, qualis terra, talis aqua. Die Unterſchiede des benutzten Trinkwaſſers ſind ſehr bedeutend und wechſeln in Beziehung der feſten Beſtand⸗ theile je nach der Quellſtätte um das Tauſendfache zwiſchen dem weichſten und härteſten Waſſer auf und ab. Ich habe in meiner frühern Arbeit die Analyſe der reinſten Quelle von Innsbruck und jene der Trinkwaſſer von Paris und London neebeneinandergeſtellt. Auf 1000 Theile der Nock⸗ und Natterquelle in Innsbruck kommen nur 0,00022 feſte Beſtandtheile(Duflos), und auf das filtrirte lon⸗ doner Trinkwaſſer aus der Themſe 0,27 feſte Beſtandtheile(Phi⸗ lipps), und auf das pariſer Trinkwaſſer 0,25. Die einzige mir be⸗ kannte Analyſe des Trinkwaſſers vom Vierröhrenbrunnen zu Würz⸗ burg vom Hofrath Profeſſor Dr. Oſann im Sommer 1835 ergab auf eine bairiſche Maß Waſſer oder 8960 Gran an feſten Beſtand⸗ theilen 6 4 Gran oder auf 1000 Theile Waſſer 0,74, davon ſind 41 Procent ſchwefelſaurer Kalk und 18 Procent kohlenſaurer Kalk. Es wäre dieſes weitaus das härteſte mir bekannte Trinkwaſſer, be⸗ dürfte dringend wiederholter Analyſe zur Aufklärung der extremen Stellung und mehr noch ob der hygieiniſchen Bedeutung dieſes Lebens⸗ elementes. Meine Nachfragen und Bemühungen vermochten nicht, dieſe Lücke aufzuklären, und wäre dieſes durch den Zweck und die Mittel unſers Vereins ebenſo geboten als ermöglicht. An Wichtigkeit, Unmittelbarkeit und Umfang des Intereſſes für die Diätetik, Haus⸗ — 254— haltung, Gewerbe und ſelbſt kliniſche Zwecke würde dieſe Unterſuchung von keiner andern überboten. Jede Beſonderheit des Waſſers muß ob der allgemeinen und andauernden Wirkung auch in phyſiologiſchen und pathologiſchen Er⸗ ſcheinungen ſich geltend machen. Die Unterſchiede im Trinkwaſſer werden vorläufig ausgedrückt als hartes und weiches Waſſer. Die Härte des Waſſers iſt veranlaßt durch die Kalkſalze, und wol kein Trinkwaſſer iſt ganz ohne Kalk, aber die relative Menge ſchwankt um das 10,000 fache. Durch das Clark'ſche Verfahren iſt die Unterſuchung ſehr vereinfacht. Eine mäßige Härte reſp. Kalkgehalt des Waſſers ſcheint in einzelnen Richtungen diätetiſche Vortheile zu haben. Die Kalkſalze ſind die wichtigſten ob ihres reichlichen Bedarfes im Blute, im Stoffanſatze und Umſatze. Regelmäßige und reichliche Zufuhr iſt daher geſundheitbedingend; Verſuche an Thieren haben die Nachtheile momentaner Kalkentziehung erwieſen, und Schwangere und Kinder zeigen zuweilen krankhafte Zufälle, welche mit Entwickelungsperioden des Skelettes zuſammenhängen, durch Corn. Cerv., Auſternſchalen oder kohlenſauern Kalk leicht geheilt werden und die immer mit hy⸗ drämiſchen Zuſtänden vergeſellſchaftet ſind. In Bamberg iſt die Chloroſe ſo häufig, daß ſelbſt der Magiſtrat als Spitalverwaltung davon Notiz nahm und wegen der faſt regelmäßigen chlorotiſchen Er⸗ krankungen der Dienſtmädchen dem unterſuchenden Polizeiarzte den Auftrag gab, bei jedem friſch eintretenden Dienſtmädchen insbeſondere anzumerken, ob ſie nicht bleichſüchtig ſei, wenn auch nur im Anfange. Solchen Dienſtſuchenden wurden auf dieſen Grund hin der Dienſt und die Wohlthat des Spitalverbandes verweigert. So außerordent⸗ lichen Maßregeln müſſen auch außerordentliche Erfahrungen zu Grunde liegen. Ich habe als Stadtgerichtsarzt in Bamberg die Trinkwaſſer, welche theils Quell⸗, theils Pump⸗, theils Flußwaſſer ſind, ſoweit mir möglich, in der Apotheke qualitativ unterſucht und zum in⸗ ſtructiven Vergleiche immer gleichzeitig kürzlich geſchöpftes Trinkwaſſer aus dem ſchönen Brunnen von Nürnberg mit geprüft und in 19 Proben nebeneinandergeſtellt. Bei Prüfung mit Ammon. oxalic. war das nüruberger Waſſer beiweitem am ſtärkſten getrübt unter allen 18 Proben der Waſſer von Bamberg, ebenſo bei Baryt. nitri- cum. In Bamberg iſt ein weiches Waſſer, 1000 Scrupel abge⸗ dampft geben 6 Gran feſten Rückſtand, das iſt auf 1000 Theile 0,20. Die relative Häufigkeit der Chloroſe in Bamberg iſt vielleicht durch dieſe Waſſereigenthümlichkeit mit veranlaßt. In den Nachbar⸗ ſtädten Nürnberg und Würzburg, wo hartes Waſſer, iſt Chloroſe vergleichsweiſe ſehr ſelten. Das Vorkommen weichen Waſſers iſt jedoch viel häufiger als endemiſche Chloroſis; aufklärend wäre doch, wenn letztere nicht ohne erſteres in größerer Häufigkeit vorkäme, oder vorzugsweiſe bei Lebensweiſen, wo ſtatt reinen Waſſers nur gekochtes genoſſen wird. chung V n und en Er waſee de l kein dkt um ichung aſſers Die Blute, ihr iſt hthele Kinder erioden ſchalen iit hy⸗ ſt die altung en Er⸗ te den ſondere fange. Dienſt rdent⸗ runde waſfer ſowet mm in⸗ kwaſſer ind in oxalic. unter mti- abge⸗ Theil eellecht achbar⸗ hloroſe ers iſ edoch, e, oder kochte — 255— Auch die meteoriſchen Proceſſe werden je nach der geologiſchen Erdformation modificirt. Das verſchiedene Relief der Landſchaft, der Quellenreichthum, die dadurch weiter bedingte Vegetation, die Frucht⸗ barkeit durch Verwitterung des an löslichen Alkalien reichen Feld⸗ ſpathes der ältern Formation machen dieſe Modification der Luftpro⸗ ceſſe nothwendig. Dr. Ferdinand Gobbi hat in ſeinem naturhiſtoriſchen Werke:„Ueber die Abhängigkeit der phyſiſchen Populationskräfte von den einfachſten Grundſtoffen der Natur, mit Beziehung auf die Be⸗ völkerungsſtatiſtik von Belgien“(Leipzig 1842), den Einfluß der Hydrographie auf den Menſchen bezüglich der Wechſelwirkung zwiſchen den Sonnenſtrahlen und hydrographiſchen Elementen, ſowie zwiſchen dieſen und der phyſiſchen Kraftäußerung numeriſch und graphiſch nach dem geographiſch und populationiſtiſch genau gekannten Belgien dar⸗ zuſtellen geſucht, und eben dadurch die Wichtigkeit der fließenden Ge⸗ wäſſer gezeigt. Nur die vom Spiegel der fließenden Gewäſſer ſich erhebende Waſſerdampfſäule läßt ſich mit Beſtimmtheit berechnen (nicht aber die andern wäſſerigen Meteore), und dieſe berechnete Po⸗ tenz als Regulator der Einwirkungen der Sonnenſtrahlen auf die Atmoſphäre und jedes organiſche Leben weiter verfolgen. Eine Er⸗ fahrungsthatſache für dieſe Theſis der Abhängigkeit meteoriſcher Pro⸗ ceſſe von den Bodenverhältniſſen und Geſteinsarten iſt die Wahrneh⸗ mung, daß die Menge des meteoriſch meßbaren Niederſchlages(Regen) unter ſonſt gleichen Verhältniſſen je nach dieſen Unterſchieden verſchie⸗ den iſt. Von den beiden britiſchen Inſeln im Kanale, Wight und Jerſey, erſtere mit hohen, ſteilen Kreidebergen, letztere mit niedern Hügeln von Granit, bekommt die letztere mehr als das Doppelte der jährlichen Regenmenge von Wight. Wo ein hellfarbiger Boden(Kreide) ſich findet, kann die Inſolation den Boden weniger erwärmen, da⸗ gegen aber durch die reflectirten Wärmeſtrahlen deſto mehr die darüber befindliche Atmoſphäre, welche deshalb die Waſſerdämpfe länger auf⸗ gelöſt erhält und ſelbſt Wolken aus andern Territorien durch den Ueberfluß der Wärme aufzulöſen vermag. An der Grenze zwiſchen Muſchelkalk und buntem Sandſtein kann es oft beobachtet werden, daß Wolken und Gewitter ſich auflöſen und bilden. Längs des Mains, wo bunter Sandſtein oder dunklerer Boden vorkommt, ſelbſt in Lohr, grünen Wieſen und Wälder um acht Tage früher als hier in Würz⸗ burg, wo die Atmoſphäre wärmer iſt, aber der hellere Boden nicht ſobald durch die Frühlingsſonne erwärmt wird. Das Zugeſtändniß der Abhängigkeit der Qualität und Quantität des telluriſchen und meteoriſchen Waſſers einer Gegend gibt auch den Nachweis der Rückwirkung der Salubrität einer Gegend. Eine alte Volkserfahrung gibt an, daß es nie hagele, wo es Cretins gebe. Arago hat nachgewieſen, daß Hagelbildung Aeußerung extremer Elek⸗ tricität der Atmoſphäre iſt, und ſolche exceſſive, elektriſche Spannung iſt nicht möglich auf einem Territorium mit hohen, bewaldeten Bergen, 6 — 256— mit reichlichen Quellen und einem ſteten Vorrath von verdunſtendem Waſſer und ſomit relativ feuchter Atmoſphäre. Auch die Taubſtummheit erſcheint auf ältern Formationen häufiger als auf der jüngern mit derſelben Abgrenzung am Jura, wie beim endemiſchen Cretinismus und Kropf. Auch in concreten Fällen ſind Cretinismus und Kropf mit Taubſtummheit häufiger vergeſell⸗ ſchaftet als mit jedem andern Gebrechen. Eine Statiſtik der Taub⸗ ſtummheit iſt für die meiſten europäiſchen Länder vorhanden und in⸗ ſoweit verläſſig, als dieſe Krankheit leicht zu erheben iſt, nur ſchwer unbekannt bleiben oder misdeutet werden kann und, ohne Rückſicht auf theoretiſche Anſchauungen oder perſönliches Intereſſe, durch die Verwaltungsbehörden einregiſtrirt wurde. Die Wiſſenſchaft hat noch keine Erklärung ihrer Urſache verſucht, nur ihre verſchiedene örtliche Häufigkeit feſtgeſtellt, ferner, daß keine erbliche Abſtammung nachweis⸗ bar iſt, daß dieſelbe in einzelnen Familien bei ſonſt geſunden Aeltern häufiger wiederkehrt, endlich daß das Uebel meiſt angeboren und mit Idiotismus, Lähmung und Epilepſie am meiſten vergeſelſſchaftet iſt, und daß auch nicht einmal eine Vermuthung der nächſten Urſache ſich geben läßt. In Baiern ſind unter 2897 Taubſtummen nur 17,„2 Procent nach der Geburt entſtanden, in Belgien unter 1576 nur 26,„ Procent. 1 Eine Statiſtik der Taubſtummen der europäiſchen Länder, ſoweit ſie bekannt wurde bis 1844, iſt gegeben in dem„Bulletin de la Commission centrale de Statistique“(Brüſſel 1847, III, 307). Nur die Staaten über 1 Million Bevölkerung mit der Zahl der Taubſtummen will ich vorführen, in der Ordnung der Häufigkeit der Taubſtummen. Jahr der Er⸗ Zahl der Verhältniß Verhältniß Staaten. hebun*Bevölkerung. Taub⸗ auf die auf 10,000 g. ſtummen. Seelenzahl. Seelen. Schweiz 1836— 1840 1,148,219 3,493 1:378 30,4 Sardinien 1834 3,675,327 4,778 1· 769 13, Norwegen 1835 1,065,825 1,091 1:977 10,½ Preußen 1843 15,471,765 11,497 1: 1346 7,4 Sachſen 1837 1,652,114 1,179 1: 1401 7,2 Hannover 1833 1,642,807 1,111 1: 1478 6,8 Baiern 1840 4,370,977 2,897 1:1508 6,6 Schweden 1840 4,054,726 1,999 1: 1528 6,5 Baden 1824 934,300 470 1: 1988 5,5 Holland 1833 2,500,000 1,250 1: 2000 5,0 Toscana 1843 1,513,820 697 1:ĩ 2171 4,6 Belgien 1835 3,855,507 1,746 1: 2226 4,5 Es mögen auch hier einzelne Unrichtigkeiten in der Bezifferung mit unterlaufen, im großen Ganzen ſtören ſie jedoch nicht das Re⸗ ſtendem ationen ra, wit Fäll ergeſele „Taul⸗ und in⸗ ſchwer ückſcht rch die at noch arllich achweie⸗ Alltern und mit fftet iſt nhe ſic r 172 16 nur ſowei de la 507). hl der eit der rhälthiß 10,000 beelen. — 257— ſultat, daß die Taubheit in Ländern auf ältern Erdformationen häu⸗ figer iſt als auf den jüngern, daß ſelbſt in dieſer ſummariſchen Auf⸗ faſſung und erſtmaligen Beurtheilung nach geologiſchen Formationen dieſelbe Parallele ſich finden läßt wie bei endemiſchem Cretinismus und Kropf mit den eben aufgeſtellten geologiſchen Kategorien, und daß ſelbſt in dieſer Gruppirung nach politiſcher Ländereintheilung und bei ununterſchiedener Bevölkerung von Millionen eine Differenz der Häufigkeit um 315 Procent ſich darſtellt. S Würde man für dieſe ſpeciellen Zwecke noch ſpecieller unterſchei⸗ den, reſp. wäre das Material gegeben zu ſolcher Bezifferung und Un⸗ terſcheidung, ſo würde die Differenz bei extremen geologiſchen Cha⸗ rakteren ſich noch beſtimmter ergeben. Ich kenne nur wenige ſolche Details für dieſe Specialiſirung. In Baiern gehört nur ein Regierungsbezirk ganz ausſchließlich der oben aufgeſtellten Kategorie der neuern Bodenformationen an, ohne daß irgend ein Theil den ältern Formationen angehörle, nämlich Schwaben mit Neuburgz ebenſo iſt Unterfranken mit Aſchaf⸗ fenburg der einzige Regierungsbezirk, welcher ganz ungetheilt der ältern geologiſchen Kategorie angehört; alle andern Kreiſe haben mehr oder weniger Vermiſchungen der beiden angenommenen geologiſchen Kategorien. Gewiß nicht zufällig und ganz ungeahnt ergibt auch die zu gleicher Zeit und nach gleicher Inſtruction geſchehene amtliche Sta⸗ tiſtik der Taubſtummen des Königreichs das Reſultat extremer Häu⸗ figkeit in beiden Regierungsbezirken, auf dem geologiſch jungen Schwa⸗ ben die geringſte Verhältnißzahl oder 4,5 Taubſtumme auf 10,000 Seelen und für Unterfranken 10„ auf 10,000 Seelen, oder eine Differenz Kreis gegen Kreis um 235 Procent. Für das ganze Kö⸗ nigreich Baiern iſt die Durchſchnittszahl 6, Taubſtumme auf 10,000 Seelen. Werden kleinere Parzellen nebeneinandergeſtellt von extremen geologiſchen Unterſchieden, ſo wird ſich das Verhältniß noch auffallender geſtalten. In Baiern haben wir den Cretinismus nur hochgradig und endemiſch in den nachbarlichen Landgerichten Berch⸗ tesgaden, Reichenhall und Burghauſen, alle auf dem Ueber⸗ gangsgebirge(viel neuer) bei Salzburg gelagert. Sie haben zuſammen eine Bevölkerung von 26,152 Seelen, darunter 45 Taubſtumme, oder auf 10,000 je 13,⸗ Taubſtumme. In demſelben Kreiſe in drei andern benachbarten Landgerichtsbezirken, München, Dachau und Frei⸗ ſing, alle auf Tertiärformation mit einer Geſammtbevölkerung von 55,564 Seelen, ſind nur 7 Taubſtumme, oder auf 10,000 Seelen nur 1,2 Taubſtumme, alſo hier ein Unterſchied von 1141 Procent.(Herr⸗ mann, Statiſtik für Baiern.) In Belgien ſind die beiden Extreme der Häufigkeit des Vor⸗ kommens der Taubſtummheit die Provinz Antwerpen, durchaus jüngſter Bodenbildung, in der 1 Taubſtummer auf 5499 Seelen kommt, oder 2 6 auf 10,000 Seelen, und auf der entgegengeſetzten Cotta, Deutſchlands Boden.(Beilagen.) 47 — 258— Seite die Provinz Namur, wo durchaus Uebergangs⸗ und Stein⸗ kohlengebirge iſt, mit 1 Taubſtummen auf 1595 Seelen, oder 6,3 auf 10,000 Seelen.(Bulletin de la Commission.) In Würtemberg ſind nach den amtlichen Erhebungen von 15 Decanaten, welche keine Taubſtummen haben, nur drei auf Muſchel⸗ kalk und Keuper gelagert, die andern zehn auf Jura und Molaſſe, welche neuern Formationen doch kaum ½¼ des ganzen Königreichs ausmachen.“ Hierzu muß ich freilich bemerken, daß Eſcherlich offenbar z. B. ge⸗ wiſſe Alpenformationen für älter gehalten hat, als ſie ſind, wodurch er, unwillkürlich die Alterskategorien verlaſſend, ſich mehr den Ge⸗ ſteinskategorien näherte. Die ganze Behauptung bedarf, wie geſagt, gleichſam einer Reduction der Ausdrucksweiſe, welche darin beſteht, daß nicht das ungleiche relative Alter der Geſteine und Formationen die Urſache ihrer verſchiedenartigen Wirkungen iſt, ſondern ihre un⸗ gleiche petrographiſche Zuſammenſetzung, welche allerdings oft, aber keineswegs immer und überall, mit dem Alter correſpondirt. Ueber den beſondern Einfluß des Jodgehaltes der Quellen auf Kropf und Cretinismus erlaube ich mir hier zu dem in Beilage 5 Enthaltenen noch zwei kleine Nachträge. Fully und Saillon ſind, nach Ad. Chatin, zwei große Dörfer am rechten Rhoneufer, Martigny faſt gegenüber. Beide liegen gegen Süden auf dem untern Bergabhange, inmitten ſchöner Weingärten, ſind ähnlich gebaut, werden von demſelben Winde, denſelben Ausdün⸗ ſtungen getroffen, ſind beide von einer wohlhabenden Bevölkerung be⸗ wohnt, kurz, finden ſich unter möglichſt gleichen Verhältniſſen; doch wird in ganz Wallis Fully als der Ort genannt, wo Kropf und Cretinismus am häufigſten herrſchen, indeß Saillon ſeit undenklichen Zeiten frei von dieſer Krankheit war. Indeß hatten ſich in neuerer Zeit auch in Saillon ein junger Cretin und einige Kropfkranke ein⸗ geſtellt, und zwar ſeit man daſelbſt das Waſſer aus der Salente oberhalb einer in dieſelbe mündenden heißen Quelle erhielt, während früher der Ort ſein Waſſer unterhalb der Einmündungsſtelle dieſer Quelle bezogen hatte. Eine nähere Unterſuchung ergab nun dem Verfaſſer Folgendes: ²) Das Waſſer, das gegenwärtig zu Saillon getrunken und oberhalb der Einmündungsſtelle der heißen Quellen abgeleitet wird, iſt frei von Jod, ebenſo wie das, womit Fully und ſeine Weiler Brancon, Sacet, Macimbre verſorgt werden, die alle voll Kröpfiger und Cretins ſind. b) Das Waſſer, welches früher zu Saillon getrunken wurde und unterhalb der Einmündungsſtelle der heißen Quelle und der Salente abgeleitet ward, enthielt mehr Jod als das zu Paris und an andern Orten, wo der Kropf unbekannt iſt, getrunkene Waſſer. c) Das Waſſer jener heißen Quelle ſelbſt enthält mindeſtens 60 —, ⏑X⏑ S ——— ——— —————— —— —., 8—8 ——— — Stein er 6e i ven ruſche⸗ olaſſe greich B. ge vodurch n Ge⸗ geſagt, beſteht adonen jre un⸗ „abet en auf lage 5 gegen gätten, usdün⸗ g be⸗ zdoch f und klichen euuerer ie en⸗ Salente äͤhrend dieſer n dem n und t widd Wälln ipfge de und Zalente andern ens 60 — 259— mal mehr Jod als das Waſſer von normalem Jodgehalt in Paris und London, es iſt ein wahres jodhaltiges Waſſer.(Compte rendu, 1853, XXXVI, 652.) Dagegen fand Caſaſeca in der Havanna weder im Waſſer, noch in der Luft, noch in den Pflanzen einen Jodgehalt, welcher den Man⸗ gel aller Kropfbildung in dieſem Lande erklären könnte. Er ſchreibt denſelben deshalb dem ſteten Luftwechſel durch Winde und der ſteten Luftregeneration durch üppige Vegetation zu.(Compte rendu, 1855, XXXVII, 548.) Beilage 56 zu Seite 613. Ueber den Einfluß des geologiſchen Baues auf die pla⸗ ſtiſche Kunſt ſagt Boue S. 33:„Hätten die Griechen in ihrem Lande und auf Kleinaſiens Küſten nicht ſo ſchöne Marmore und Porphyre gefunden, ſo würde ihre Bildhauerei nicht die Richtung genommen haben, die ſie an die Spitze dieſer Kunſt ſetzte. So mußten im Gegentheil die Götzenbilder in Mexico und Yucatan viel gröber ausfallen, weil ſie dazu Trachyte benutzten und kein ſo ſchönes Material als die Griechen fanden. Selbſt die Götzenbilder der Buddhiſten und anderer Religio⸗ nen Indiens und Hinterindiens mögen theilweiſe ihren Charakter von den gebrauchten plutoniſchen oder vulkaniſchen Geſteinen bekommen haben. Wären Norwegen und der Altai unter dem Himmel Aegyp⸗ tens geweſen und hätten ſie eine ſo alte Civiliſation gehabt, ſo hätten die Elfdalener Porphyre und Kolyvaner ſogenannten Jaspiſe Statuen wie die nubiſchen hervorgerufen. Wie verſchieden die Bauart und Bau⸗ kunſt in Meſopotamien, Aegypten, Indien, Griechenland und Italien ausgefallen iſt, wurde ſchon oft anerkannt, weil im Euphratbecken Thon, tertiärer Kalk, Alabaſter, vulkaniſcher oder Bimsſteintuff zu Gebote ſtanden, weil in Indien und Aegypten Granite und plutoni⸗ ſche Gebilde ſowie Sandſteine und Quarzfelſen zu dem eigenthüm⸗ lichen Bauſtil oder ſelbſt zu dem Aushauen von Tempeln im Fels ſelbſt Anlaß gab. Darum finden wir auch in gewiſſen Ländern, wie in Kleinaſien, in der europäiſchen Türkei, im Cantal u. ſ. w., jene Reſte von Troglodytenwohnungen, weil da Süßwaſſerkalk, wie in der Türkei, oder vulkaniſches Bimsſteinconglomerat vorhanden war.(S. Hamilton's„Researches in Asia minor“, 1841.) Der Gegenſatz zwiſchen der ſogenannten cyklopiſchen Bauart und derjenigen der Rö⸗ mer und Griechen ruht theilweiſe auf ähnlichen Urſachen des vorhan⸗ denen Materials, denn die erſte Bauart braucht Steine, die große polyedriſche Quadern geben, wie Baſalte, Granite, Porphyre, gewiſſe 17* — 260— Kalkſteine u. ſ. w. Ohne die eocenen Nummulitengeſteine Aegyptens wären die berühmten Pyramiden nie entſtanden, denn nur dieſe weiche Felsart gab die Möglichkeit dazu, was ſchon die Abweſenheit des Gra⸗ nits oder Syenits in jenen Denkmälern beweiſt, obgleich die größere Dauer der letztern Geſteine den Aegyptern wohlbekannt war und ſie ihn für kleine Monumente darum wählten. Sie glaubten dieſen Feh⸗ ler durch eine künſtliche Bedeckung zu heben und haben ſich doch theilweiſe verrechnet.“ Beilage 57 zu Seite 613. Bodenbau und Geſchichte. Selbſt die neueſten Geſchichtsforſcher pflegen in ihren Arbeiten noch keine Rückſicht auf den innern Bau der Länder zu nehmen, auf deren Oberfläche ſich die Zuſtände entwickeln. Ich will hier nur ein Bei⸗ ſpiel wiederholt anführen, in welchem mir die gegenſeitige Beziehung nahe zu liegen ſcheint. Gervinus ſagt in ſeiner„ Einleitung in die Ge⸗ ſchichte des 19. Jahrhunderts“(1853, S. 44):„Und während Spa⸗ nier und Franzoſen erfolglos ihre Kräfte vergeudeten in dem Streben nach großen, einheitlich regierten Staatsgebieten, machte ſich der in⸗ dividualiſtiſche Trieb der Germanen fortwährend auch in ihren Staats⸗ bildungen geltend: Alles ſtrebte darin nach Selbſtändigkeit und Selbſt⸗ regierung der natürlichen Staatstheile, nach landſchaftlicher Sonderung, nach kleinen Staatsgebieten, und höchſtens wo ſich größere Nationa⸗ litäten in einem Staate zuſammenſchloſſen, nach föderativer Vereinigung. Dieſe kleinſtaatliche Verfaſſung gab dem Leben der germaniſchen Na⸗ tionen überall, im Gegenſatz zu den nach außen ſtrebenden romani⸗ ſchen Staaten, einen Zug innern Lebens und friedlicher Neigung.“ Dieſer Darſtellung hätte ſich leicht auch ein geologiſcher Grund zu⸗ fügen laſſen, nämlich die große Mannichfaltigkeit des Bodenbaues welche die ſtaatliche Zerſplitterung von jeher begünſtigte. dtens eich Gra⸗ ößere d ſie Fe⸗ doch beiten auf Bei⸗ nahe Ge⸗ Epa⸗ treben er in⸗ ats⸗ zelbſt⸗ rung, jona⸗ dung. Na⸗ mani⸗ ung.“ d zu⸗ hautes Regiſter. A. Für Orte. Es ſind nicht alle im Buche erwähnten, ſondern nur diejenigen Orte hier aufgenommen, über welche etwas Beſonderes geſagt iſt, oder welche als Orien⸗ tirungspunkte dienen können. Aachen S. 59, 470. Aalen 440. Aar 467. Aarthal 475. Aarquellen 470. Achenſee 556. Adelsberg 572. Adenau 488. Adersbach 397. Adersbacher Felſen 393, 394. Adneth bei Hallein 547. Ahlſtedt bei Schleuſingen 430, 431. Allerfluß 172. Alexandersbad bei Wun⸗ ſiedel 316. Alexisbad 248. Allgäu 167. Alpen 38, 47, 56, 88, 112, 537. Alpen 51. Alpen(Literatur) 226. Alpenklima 238. Alpenland, deutſches 107, 109, 537. Alpenpäſſe 539. Alpenthäler 539. Alpſtein 234. Alsbach am Thür. Wald 314. e. Beilagen. Alsfeld(Vogelsgeb.) 458, 462. Altenaar 475. Altenberg 329, 333, 335. Altenberga 262. Altenberge 169. Altenburg 327. Altkönig(Taunus) 481. Altmühl 439. Altſattel in Böhmen 421. Altſtadt(Sudeten) 402. Altvatergebirge 399, 404. Alzey 496, 499. Amberg 450. Ammergau 561. Amönenburg 464, 495. Amt⸗Gehren 280, 282, 288, 301. Andernach 471. Andreasberg 246. Ankogel 538. Annaberg im Erzgebirge 332, 335. Anspach 435. Anſpitz 535. Anweiler Thal 529. Apolda 258. Ardennen 466, 469. Aremberg 163, 164. Arendſee 158. Arkona 145. Der kleinere Druck bezieht ſich auf die Arlsberg 262. Arminiusberg 66. Arnsberg 488. Arnsdorf in d. Oberlauſ. 354. Arnſtadt 255, 258, 259, 260, 2683. Arnſtein 267. Arolſen 233. Artern 253, 260, 261, 264. Arzberg 309, 310, 312. Aſch 311. Aſchaffenburg 430, 497, 510. . Aſchbach 284. Aſchersleben 181, 182, 184, 185. Aspern 532. Aſſe(Braunſchweig) 178. Aßmannshauſen 482. Atterſee 553. Aue 333. Auerbach(Odenwald) 509. Auerberg bei Stollberg 238, 242. Auersberg im Erzgebirge 320. Augsburg 446. Auſſee 561.. Außergeſield im Böhmer Wald 425. Außig 416, 419, 420. Bachera 264, 265. Baden 428. Baden 29. Baden⸗Baden 518, 527. Badenweiler 517, 527. Baderborn 170. Bärenönr im Erzgeb. Bäͤrenſtein im Erzgebirge 320, 335. Bahlingen 439, 451. Baireuth 433. Baiern 428. Baiern 32. Bairiſcher Wald 38, 427. Bairiſches Becken 428. Bairiſches Becken(Literatur) 138. Ballenſtedt 177, 242, 245, 247. Ballſtaͤdt 261, 262. Bamberg 434, 440. Bannewitz b. Dresden 332. Banz, Kloſter bei Bam⸗ berg 440. Barenberg 180. Barmen 488. Barnecken⸗Berg 209. Baſel 494. Baſtei 370. Barſinghauſen 65. Bauerſchwend(Vogels— gebirge) 459. Bautzen 355, 361, 376. Beerfelden(Odenw.) 509. Beeskow 137. Beichlingen 265. Beilſtein(Weſterwald) 484. Belgen(Schwarzw.) 514. Belgern 362. Bellenberg bei Horn 68. Belmsdorf(Klein-) bei Biſchoffswerda 365. Bengalen 34. Bensberg 488. Bennshauſen 296. Bentheim 205. Bentheimer Wald 205. Beraun 416. Berchtesgaden 561. — 262 Berggieshübel 347, 350. Bergſtadt(Sudeten) 402. Bergſtraße 501, 505. Berkum bei Bonn 194, 199. Berlin 133, 139. Bernburg 176. Berneck 317. Bernkaſtel 478. Berthelsdorf 338. Bertrich 475. Beuthen 198, 200. Bevergeren 207. Bieber 497. Marſchen Biederberger 147. Bielefeld 207, 229. Bilin 417, 421. Billerbeck 170. Bingen 465, 481, 494. Binger Loch 481. Binger Wald 477. Biſchoffswerda 365. Blankenburg am Harz 177. Blankenhain 254, 266, 267 Blansko(Mähren) 407. Blaue Kuppe 234. Blaues Laͤndchen 129. Bleiberg(Alpen) 546, 574. Blitzenberg b. Zeidler 353. Bodenheim(Wetterau) 496. Bodenſee 448, 552. Bodethal 178, 246. Böhmen 411. Böhmen(Literatur) 132. Böhmer Wald 38, 46, 88, 111, 425. Böhmer Wald(Literatur) 132. Bihmens Kohlengebiete 60. Böhmens Kohlenlager 136. Böhmiſche Kämme 399. Böhmiſch Eicha 391. Boßmiſches Mittelgebirge 41 Böhmiſch⸗Mähriſches Ge⸗ birge 38, 46, 88, 406. Böhmiſches Becken 111, 41 Böhmif ches Becken(Literatur) 132. Böhmiſches Vergland 412. Böhrigen in Sachſen 337. Boll 439, 440. Bomberg bei Pyrmont 67. Bonn 165, 466. Bonner Münſterkirche 203. Borgenteich 233. Borzen bei Bilin 418. Boſchewitz(Mähren) 409. Botzen 568, 578. Bottendorf 252. Bourtange⸗Moor 163. Brahefluß 125. Brakel 232. Brakel 69. Brambach 309. Bramſche 209, 210. Brandau im Erzgebirge 329, 330, 335. Brandenburg 129, 138, 139. Braubach 482. Braunſchweig 172, 182, 185. Breisgau 502. Bremen 159, 163. Brenner⸗Paß 564. Breslau 196, 197, 391. Breungeshain(Bogels⸗ gebirge) 458. Brilon 488. Brocken 238, 239, 245. 246. Brohlthal 473. Brohlthal 291. Bromberg 127, 129. Brotterode 278, 279, 282, 296. Bruchberg bei Klausthal 240. Bruck 565. Bruck 32. Brückenau 455. Brünn 60, 406, 410, 455. Brunecken 568. Buchberg bei Iſar 391. Buchberg in d. Oberlauſ. 353, 364.. Buckhards(Vogelsgeb.) 459. Buckow 140. Budweis 412, 413. Budwitz(Mähren) 407. Bückeberg 210. Büdingen(in Heſſen) 458, 498. 9. ebirge „188, ,18, 9E5 r 391. erlauſ. logeb. Buenos⸗Ayres 597. Bürſtling im Böhmer Wald 425. Buffleben 255. Bullwitz 365. Burgfriedberg(Wetter⸗ au) 458. Burggebirge bei Osna⸗ brück 207. Bendsru am Fichtelgeb. 314 Burgholzhauſen 207. Burgk b. Dresden 329. Burgſcheidungen 275. Burgſtädt 337, 339, 341. Burgſteinfurt 169. Burgtonna 261, 262. Burgwenden 265. Burkau 362. Buſchbad b. Meißen 350. NB. Die meiſten mit C oder K geſchriebenen Orte ſind unter K zu ſuchen. Charlottenbrunn 396,398. Chemnitz 331. Chiemſee 552. Centralkette der Alpen 564. Cerro del Pasco 597. Cilli 574. Cilli 32. Coblenz 473. Cölner Dom 193. Commern b. Aachen 470. Crawinkel 262. Credenthal 546. Crock am Thür. Wald 314. Cronberg 482. Cudova 398. Cunnewalde in der Ober⸗ lauſitz 361. Czerkow bei Tars 425. Dachſtein 555. Dahlen 340, 341. Dammersfeld 454. Danzig 124, 126. Darmſtadt 497, 499, 503, 511. Davenſtadt bei Hannover 227. 263 Deiſter 221. Deiſter 64, 65. Detmold 207. Deutſches Alpenland 107, 109 Deutſches Hochland 106. Deutſches Mittelland 107. Deutſches Tiefland 106. Deutſches Tiefland(Liter.) 58. Deutſchland(Bücher u. Kar⸗ ten) 57. Diedrichshagen 141. Dienten 545. Dillenburg 483. Dippoldiswalda 331, 332, 333, 335. Dirſchau 125. Dirſchel(Schleſien) 196. Ditmarſchen 147. Dittmannsdorf b. Rade⸗ burg 364. Ditzenbach 439. Doberan 141. Dörfel(Oberlauſ.) 381. Dohna 335. Dollendorf b. Bonn 471. Domberg b. Suhl 290. Dombrau 403. Donaueſchingen 439. Donauinſeln 532. Donauquelle 514. Donauthal 449, 533. Donnersberg(Rhein⸗ baiern) 416, 479. Dorm⸗Berg 180. Drachenfels am Rhein 486. Drachenfels 193. Drauthal 571. Dreifelden(Weſterwald) 485. Drei Gleichen 260. Dresden 349, 351, 373, 374, 381, 383. Driburg 232. Driburger Thal 67. Drömling 158, 185. Druidenſtein bei Siegen 486. Druſenthal 279. Duingen 64. Dülmen 170. Düſſeldorf 165, 166, 168. Du widaher(Mähren) 407. Dunſthöhle b. Pyrmont 67. Dürrenberg 189. Eberbach(Odenwald) 507. Eberburg 479. Ebersbach 365. Eckartsberga 264. Eckerthal 240. Eckſtedt 266. Egerbecken 412. Egermulde 422. Egerthal 299. Egge 232. Ehrenberg bei Ilmenau 280. Ehrenbreitenſtein 476. Ehrenſtein 268. Eibenſtock 346. Eichelſachſen(Vogelsge⸗ birge) 459. Eichsfeld 253, 257, 276. Eichſtädt 441. Eifa 458. Eifel 42, 104, 466, 470. Eifel(deren Cultivirung) 190. Eifel(Vegetationszuſtände) 187. Eilſen 228. Einbeck 226. Einſiedel in Böhmen 417. Eipel in Böhmen 393, 396. Eiſenberg 264. Eiſenach 259, 269, 289, 296. Eisleben 243.— Elbbaſſin 381. Elbbecken(in Böhmen) 412, 413. Elberfeld 488. Elbersreuth 303. Elbing 125. Elbingerode 240, 246. Elbthal 411. Elend 247. Elgersburg 282, 284, 288, 290, 295. Ellwangen 438. Elm 179. Elſefluß 202. Elſter 316. Elſterberg 305. Elſterthal 299. Elſterthalbrücke 317. Elſtra in d. Oberlauſ. 365. Ems 482. Ems(Fluß) 169. Enchenreuth 305. Engelsberg(Sudeten) 404. England 47, 49. Engter 210. Eppelsheim bei Mainz 495, 499. Erfurt 263, 267, Ermeland 125. Ermsleben 243. Ernsberg bei Dockweiler 471. Erzberg 570. Erzgebirge 37, 39, 46,87, 111, 318. Erzgebirge 85. Erzgebirge(Literatur) 80. Erzgebirgiſche Kohlen⸗ mulde 327, 329. Erdebirgiſche Vorhügel 336. Eſchenrod 459. Eſchwege 234. Eſſen 170. Ettenheim 523. Ettersberg 251, 257. Eulenberg 403. Eulengebirge 393, 394. Europa 46, 52. Exin(Poſen) 127. Exterſteine 209. Fachingen 482. Falkenau in Böhmen 422. Falkenberg 306. Fallenſtein 178. Faſſathal 571. Faulungen 267. Feldberg 48, 513. Feldſee(Schwarzw.) 522. Fetryland 125. Bichtelberg im Erzgebirge Sictelder im Fichtelgeb. 308, 311. Fichtelgebirge 37, 39, 45, 87, 110, 111,298, 307. Fichtelgebirge(Literatur) 79. Filsthal 440. Finne 254, 264. Finſteraarhorn 538. Finſtermünz 564. 274. in Steiermark Fläming 116, 131, 190. Flöha 331. Flonheim 496. Flonheim bei Mainz 201. Föhr(Inſel) 153. Fraͤnkiſcher Jura429,439, 440, 442. Fraͤnkiſche Schweiz 442. Frankenberg in Heſſen 233, 235. Frankenhaufen 253, 260. drankenhain am Thüring. Wald 283. Frankenthal 504. Frankenthal 212. Frankenwald 298, 300, 305. Frankfurt a. d. O. 137. Frankſurt a. M. 493. Frankreich 33. Franzensbad 138. Franzensbrunn 417, Fratting 407. Freiberg 321, 322, 333, 347. Freiburg 523. Freiburg in Thüringen 263, 264. Freienſteinau 459. Freienwaldau 139, 401. Freienwalde 137. Freiſtadt 403. Freudenthal 404. Friedberg 498. Friedland(Sudeten) 403 Friedrichsrode am Thür. Wald 281, 288, 289, 292, 295. Frieſack 565. Fritzow 125. Frohburg 342. Pacheherg(Magdeburg) dirſed 496. Füßen(Alpen) 561. Furtwangen(Schwarzwald) 223.. Fuſcherthal 567. Gabel 367, 418. Gailthal 570. Gaming 557. Gaſtein 566, 567. Gattendorf 301, 304. Geeſtland 116. 422. Gegenſteine 177. Gehrden 232. Geiersgau 398. Geilenau 482. Geismar 267. Gellingen 266. Gemünden(Alpen) 567. Geſtadeinſeln 47. Georgenthal 262, 270, 281, 282, 290, 295. Gerberſtein 279. Gerolſtein 472. Gesmold 202. Geyer 333. Geyersberg(Böhm.) 409. Giebichenſtein 190. Gießen 483. Giayalh am Thür. Wald 06 Glatz 395, 397. Glatzer Becken 392. Glatzer Becken(Literatur) 129. Glaubnitz 362, 363. Gleichenberg 575. Gleißen(Bad) 129. Glin 140. Glückſtadt 147. Gneſen 127. Godelheim 69. Göding(Mähren) 407. Göltzſchthalbrücke 317. Göpfersgrün 311. Görlitz 363, 365. Göttingen 235, 236. Goldbach 267. Goldberg bei Goldkronach 309. Goldberg b. Ormont 471. Goldkronach 309. Gollenberg b. Köslin 124. Gonnesweiler 479. Gorksheimer Thal 510. Goſau(Alpen) 550, 562. Goßlar 240, 245, 246 250. Gotha 251, 258, 259. 261, 262, 267. Gottesgabe im Erzgeb. 320, 347, 396. Gräfenberg 401, 404. Gräfenſtein in Bohmen 367. Gräfenthal 304. Gräfentonna 262. Grüßlis im Erzgeb. 347. — -—,—.,—..— m) 567 ,) 6,M m.) 400. h. ür. Wahd 9. ratur)lh. 663. 5. 229. ſdkronach nont A1l. 9. elin 124 Gratz 546, 569, 574,578. Gratz 32. Graudenz 125. Greiner Wald 406, 531. Greitz 306, 315, 316. Greußen 262. Griechenland 48. Grimma 186. Griesberg(Köln) 167. Gröditz 381. Gröningen(Braunſchw.) 178. Groß⸗Almerode 236. Großbritannien 47, 48.* Groß⸗Duberau 381. Großenhain 359, 363. Großglockner 538, 565. Grotenburg 209. Grüneberg 193. Grünſtadt 504. Grünſtadt 212. Gruhlich(Mähren) 406. Guben 194. Güldne Aue 255, 263. Günzfluß 446. Haardt 529. Haardt(Hundsrück) 477. Haaſe⸗Fluß 202. Habelſchwerdt 398. Habelſchwerdter Gebirge 399. Habichtswald bei Kaſſel 49, 234, 236 Hackel⸗Berg 178. Hackſchaar(Sudeten) 399. Hadeln 152, 159. Häring in Tirol 550, 554. Haferland 167. Hafzerluden(Mähren) 4. Hagelsberg bei Belzig 131, 191. Hagen 489. Hainich 257, 267. Hainichen 327, 328. Hainleithe 253. Hall am Inn 561. Halleé 187, 189, 254. Hallein 549, 561. Hallſtadt 561, 597. Hallſtädter See 541, 556. Haltern 170. Hambach 530. — 265 Hamburg 147. Hameln 209, 210, 220. Hamersleben 181. Hanau 498. Hangenſtein(Sudeten) 402. Hannakenland 533. Hannover 63. Hardt 111, 529. Hardtgebirge(Literatur) 206. Harlyberg 178. Harz 36, 39, 55, 63, 87, 110, 237, 386. Harz 22. Harz(Literatur) 71. Harzburg 246, 250. Harzgerode 240, 249. Harzrand, nördlicher 176. Haslau bei Eger 311. Havel 130. Havelland 129. Havelländiſcher Luch 132. Heberndorf am Thüring. Wald 306. Heerborn 483. Heidelberg 510, 511. Heilbronn 201. Heiligenſtadt 262. Heinrichshöhe 245. Hellweg 170. Helmſtaͤdt 180, 181. Helmſtedter Kreis 160. Heldterberg bei Woldegk 4 Henneberg am Thüring. Wald 306. Heppenheim 500, 511. Herdecke 489. Herchenhain 458. Herges 278, 279, 286, 292. Hermesgrün im Erzgeb. 335. Herzberg 246. Herzyniſch⸗ſudetiſche Ge⸗ birgserhebung 111. Heſſelberg 154. Heſſen 230. Heſſen(Literatur) 70. Heuſcheuergebirge 76, 393, 394, 397. Hildburghauſen 432. Hildesheim 223. Hillesheim(Eifel) 472. Hilsmulde 225. Hinterhermsdorfb. Schan⸗ dau 368. Hirſchbach(Odenwald) 509 Hirſchberg 385. Hirſchberg b. Pulsnitz 357. Hirſthberd im Erzgebirge Hochheim 496, 499. Hochland, deutſches 106. Hochwald b. Zittau 353. Hochwwald(Hundsrück) 14. Höhgau 438, 443, 448. Höllenthal(Schwarzw.) 520. Hörſelberge 270. Höxter 69. Hof 300, 301, 305. Hofgeismar 69. Hohe Acht(Eifel) 471. Hohe Haide(Sudeten) 399. Hohe Meeſe(Sudeten) 399. Hohenboſtel 64. Hohenwarte 64. Hohe Simmer(Eifel) 471. Hohes Rad im Rieſenge⸗ birge 384. Hohe Veen 470. Hohe Kolberg(Eifel) 471. Hohenſchwand(Schwarz⸗ wald) 522. Hohenſtadt 401. Hohentwiel 443. Hohenzollern 428. Hohnſtein 366, 371. Holſtein 147. Holſteiner Landrückenl 15, 147 Holzappel 483. Holzhauſen 209, 210. Holzminden 230. Homberg(Weſterw.) 484. Homburg 482. Horn 207, 209, 220. Horn 68. Hornberg(Schwarzwald) 524 Hornburg(Braunſchw.) 178, 184, 185. Hornisgründe(Schwarz⸗ wald) 514. Horſa 364. Horſtmar 169. Hüßnberaes im Thüringer Wald 285. Huimling 163. Hugwald 178. Hundsrück 40, 56, 88, 466, 476. Hutberg b. Weißig 358, 361. Jägerdörfel in Böhmen 353. Jägerndorf 404. Jamnitz(Mähren) 408. Janowitz(Sudeten) 402. Jauernig 401. Ibbenbühren 59, 206, 227. Idarkopf 477. Idarwald 477. Idria 574. Jena 257, 446. Jerxheim 179. deſchten in Böhmen 389, 9 Jever 152. Iglau 406, 407, 408. Ilbeshauſen(Vogelsgeb.) 459 Ilefeld 242, 243, 247. Iller 446. Ilmenau 280, 292, 295. Ilmplatte 257. Ilſeburg 243. Ingelheim 499. Innersdorf b. Wien 535. Innthal 564. Inſel Rügen 74. Inſelsberg 277. Johann⸗Georgenſtadt346. Johannisbad bei Nördlingen 158. Johannisberg 499. Johnsdorf b. Zittau 370. Iſar 446. Iſerlohn 488. Iſchel 549. Iſterberg 205. Istrupp 69. Jüterbogk 191. Judenburg 554. Judenburg 32. Juliſche Alpen 538. Jungfrau 538. 266 Kahla 267. Kainach(Oſtalpen) 575. Kaiſerſtuhlgebirge 42, 112, 494, 495, 502. Laſerſtahl b. Heidelberg Kalkalpen 543, 555. Kalte Eich(Weſterwald) 485. Kamburg 262. Kamenz 358, 364, 376, 379. Kamin 125. Kammerberg b. Ilmenau 288, 293. Kamsdorf 312. Kandern 518, 524. Karge(Poſen) 128. Karlsbad 417. Karlsbrunn 401. Karlsfeld im Erzgeb. 347. Karlshafen 236. Karlshafen 69. Karlsruhe 504. Karſtgebirge 101, 571. Kaſſel 234, 235, 236. Katterfeld am Thüringer Wald 290, 292. Katzenbuckel(Odenwald) 506, 507. Katzengebirge 197. Katzhütte 303, 306. Kedingen 152. Keilberg im Erzgeb. 320. Keulenberg bei Königs⸗ brück 354. Kiffhäuſer 252, 253, 261, 264, 275. Kinzigthal 514. Kirchberg in Sachſen 333. Kirchheim 348, 443. Kirchheim Boland 479, 529. Kirn 479. Kirnitzthal 382. Kiſſingen 450. Kittelsthal 292. Kitzbühel 570. Klagenfurt 537. Klattau(Böhmen) 412. Klauſen 569. Klausthal 246, 297. Klein⸗Schmalkalden 278, 286. Kleis b. Haida 377. Kletſchen(Böhmen) 416. Klingen 262. Klazberg bei Koſtenblatt Klagſha 363. Kmehlener Berge 380. Kmehlen bei Ortrant 380. Kniebis(Schwarzw.) 514. Knödelland 129. Koblenz 465, 476. Koburg 434, 442. Kochelſee 553. Köddingen(Vogelsgeb.) 458. Köln 165, 169, 493. Kölner Dom 193. Königsbrück 364. Königſee 556. Königshainer Berge 354, 356 Königslutter 184. Königsſtuhl(Alpen) 570. Königſtein 369, 371. Königſtein im Taunus 481 Königswarda(Oberlauſ.) 381. Könitz 312. Körner 262. Köſen 253. Kösfeld 170. Köſſeine 307. Köſtritz 264. Kötzſchau 189. Kolberg 126. Koppenbrügge 64. Kordula(Mähren) 407. Korbach 233. Kornberg im Fichtelgeb. 307, 308. Koſakow⸗Gebirge 390. Koſtebaude 374. Koſteletz(Böhmen) 395, 396. Kottbus 195. Krannichfeld 260, 267. Krahwinkel(Thüringen) 289. Kremſier 532, 533. Kreſſenberg b. Teiſendorf 554. Kreuzberg in der Rhön 455 Kreuznach 479, 496, 499. — — “ ) 3o, W. ingen) .. endorf Rhän 496, Krock am Thür. Wald 288. Kronsberge 131. Kufſtein 555. Kulmbach 432. Kulmberg b. Oſchatz 342. Kulmberg bei Saalfeld 268. Kunitzberg b. Kochol 407. Kupferberg in Baiern305, 307. Kupferberg in Schleſien 385, 389. Kuttenberg 408. Laacher See 473. Laacher See 29. Lähn in Schleſien 390. Lahn 467. Lahnſtein 483. Lahnthal 483. Landbergb. Tharand 335. Landeck 400, 405. Landeskrone bei Görlitz 354, 377. Landröden 276. Landshut inSchleſien396, 398. Langenbrücken in Baden 436, 440. Langenſalza 262. Lauban 391. Laubenheim 499. Laucha 264. Lauchſtädt 190. Lauenau 64. Lauenburg 147. Lauenſtein 65. Laufen(Alpen) 561. Lauſche bei Zittau 353, 377. Lauterbach(Vogelsgeb.) 458, 459, 462. Lauterberg 242. Lechfluß 446. Leheſten 302. Leinakanal 251. Leine 251. Leinethal 235. Leipzig 186, 190, 349. Leisnig 341. Leithagebirge 531, 534. Leithathal 530. Leitmeritz 411. Lenne 467. (— Lennegegend 466, 487. Letzter Heller b. Dresden 373. Leuchtenburg 267. Leuterod(Weſterw.) 484. Lewin 398. Lichtenberg 305. Lichtenſtein 555. Liebau(Böhmen) 396. Liebenau(Böhmen) 390, 414. Liebenſtein 295, 296. Liebersdorf in Böhmen 353. Liebethaler Grund 370. Liebſtädtel in Böhmen390. Liechocinek(Poſen) 127. Lilienſtein 369. Limberg bei Gabel 377. Lingen 164. Lippe 169, 229. Lippſcher Wald 207. Lispitz(Mähren) 407. Lobenſtein 304, 305. Loboſitz 420. Lockumer Berg 65. Löbauer Berg 354, 377, 378. Löbejün 187. Lößnitz 327. Löwenberg 390. Lommatzſch 345. Lübeck 147. Lierhen(Mecklenburg) Lüneburg 120, 157, 162. Lüneburger Haide 116, 155. Lugſtein im Erzgeb. 320. Luiſenburg b. Wunſiedel 308. Luiſenthal am Thüringer Wald 290, 295. Mähren 406. Mähriſches Becken 530. Mähriſches Gebirge(Litera⸗ tur) 131. Mähriſches Geſenke 399, 403, 404 „. Mähriſches Hügelland 406. Mähriſch⸗Trübau 408. Märkiſche Schweiz 140. Magdala 266. 264— Magdeburg 174, 175, 181 Magdeburger Börde 160, 175, 181. Mainthal 41. Mainz 496, 499. Mainzer Becken 78, 499, 500. Malapane 200. Manebach bei Ilmenau 283, 288, 393. Manhardtsberg 406. Manhardtswald 531. Mannsfeld 242. Marbach 451. Marburg(Alpen) 569. Marburg(Alpen) 32. Marchfeld 531. Marchthal 533. Marienbad 417. Marienberg 346. Mark⸗Brandenburg 130. Markleuthen 310. Markoldendorf 226. Markt⸗Schorgaſt 306. Maſſerbach(Thür. Wald) 281, 288. Mayn b. Koblenz 474. Mecklenburg 140. MRrellendurer andrären Mehlis 279, 296. Meinberg 68. Meißen 335, 336, 351, 361, 373. 3 Meißner 79, 230, 234, 235, 236. Melibokus 506, 509. Melk 407. Memmleben 275. Meppen 205. Meronitz in Böhmen 419. Merſeburg 261. Mettmann 489. Michelbach 483. Mies 415. Mileſchauer 416. Milzeburg in der Rhön 455. Mindelfluß 446. Minden 209, 210. Miſtitz(Mähren) 409. Mitteldeutſchland 201. Mittelgebirge(böhmiſch.) 41, 112, 411, 416. Mittelland(deutſch.) 107. Mittenberg 505. — 268— Neuhaus a. Thür. Wald 314, 430. Mittweida 337, 338, 339, Neuland i in Schleſien 390. 341. Mögglingen 439. Mogilnoer Kreis 127. Möllthal 577. Moldauthal 413. Mondſee 553. Montblanc 538. Monte Bolka 550. Monteroſa 538. Montevideo 597. Monzingen 479. Moritzburg 359, 360,361. Moſchel⸗Landsberg 479. Moſel 467. Moſelthal 475. Mügeln 342. Mügeln in Sachſen 87. Mühlberg b. Dörfel 381. Mühlberd b. Magdeburg Mühihanſn 258, 262, Mhheim 489. Münchberg 300. Müncheberg 192. — Mun han 446, 447, 449, 51 Münden 236. Münder 64. Münſter 169, 170, 171. Münſterthal 517. Münzenberg 458. Müſen b. Siegen 486. Münſingen 440. Muggendorf 440. Murau(Alpen) 570. Murthal 574. Muskau 193. Nachod(Böhmen) 414. Näterthal 269. Nahethal 479. Naſſau 41. Naumburg 254, 261 Naurod 482. Nebra 254. Neckarthal 432. Nenido 228. Neſſelberg 61. Neuenkirchen im Erzgeb. 347. Neukirchen(Rheinl.) 479. Neurode in Schleſien 398. Neuſalzwerk 228. Neuſeeland 49. Neuſtadt am Harz 242. Neuſtadt⸗Eberswaldel39. Neuwied 473. Netzebruch 129. Niagara 100. Nidda 459, 460, 462, 465. Niddathal 456, 497. Nieder⸗Biela in d. Ober⸗ lauſitz 354. Niederlauſitz 192. Niedermendig 473. Niedermendig 29, 200. Nieder⸗Rengersdorf 261. Niederwörth 29. Nierſtein 497, 499. Nikolsburg 532. Nordamerika 50. Norddeutſche Niederung 115, 200. Norddeutſche Niederung(Li⸗ teratur) 58. Norddeutſche Seenplatte 115 Norddeutſchland 109. Nördliche Kalkalpen 555. Nördl. Alpenrand 551. Nördlingen 445. Nordheim 235. Nürnberg 434. Nuttler 488. Nyrburg(Eifel) 471. Oberau 373, 380. Obergrund(Sudeten) 402. Oberharz 238. Obenpof 282, 284, 288, 97 Ober⸗Horka 361. Ober⸗Kaſſel bei Bonn 486. Ober⸗Lahnſtein 482. Oberlauſitz 37, 252. Oberlauſitz(Literatur) 126. Oberlenzkirch 517, 520. Ober⸗Moſchel 479. Oberötzing(Weſterwald) 484. Oberſchwaben 167. Oberſtein 479, 480. Oberwald(Vogelsgeb.) 458, 460. Oberwieſenthal 334. Oberwinter am Rhein 202. Ochſenkopf im Fichtelgeb. 307, 308. Odenwald 38, 47, 111, 431, 505. Odenwald(Literatur) 219. Oderberg 400. Oderbruch 132. Oderthal 124. Oehrenſtock bei Ilmenau 281. Oelberg bei Schriesheim 506. Oeringen 448. Oerlinghauſen 208. Oeſel bei Neundorf 179. Oeſtreich 32. Offenburg 518. Ohmgebirge 255, 260. Ohmquelle(Vogelsgeb.) 460. Ohorner Berge 354. Ohorner Stein 357. Ohrdruff 262. Hrpna bei Königsbrück 65 Olbersdorf bei Zittau 375. Oldenburg 165. Ollomuczan(Mähren) 409. Olmütz 407, 409, 532. Olpe 488. Oppeln 199. Oppenau 518. Optſchina 571. Orbebach 508. Orteles 538. Ortenberg 456. Ortrant 363, 380. Oſchatz 342, 343. Oslawan(Mähren) 408. Osnabrück 206, 210, 229, 599. Oſterkappeln 210. Oſterwald 223. Oſterwald 64. Oſtfriesland 163, 165. Oſtrau 403. Oſtritz 357. Oſtrupp 169. Ottſtedt 266. Oybin b. Zittau 368, 371. Paderb paffta ulr Napen Nyppe Parten uſa daßbu Pauli pegni Penig Perler WO Deters K.. ogelsgeh 331. Khein 2 dichtlg 7, Ill ttur) 2l9. Ilmenau crieshein 5, 260. gelsgeb.) 354. 357. nigsbrüt ttau ren) 400. , 537. Paderborn 68. Paffrath 488. Pallukenland 129. Papenburg 163. Pappenheim 436, 441. Partenkirchen 561. Paſſau 427, 449. Paßburg 556. Paulinzell 254. Pegnitz 439. Penig 338. Perlenkopf bei Hannebach 200 Petersberg bei Halle 187. Petersburg 597. Peterleſtein(Fichtelgeb.) 307. Peterſtein(Sudeten) 399. Pfahl ein Quarzgang 426. 1 Piesberg bei Osnabrück 206. Pillnitz 381. Pilſen 416. Pinzgau 543, 570. Pirna 373, 374. Plan in Böhmen 417. Planitz bei Zwickau 328. Platte b. Wiesbaden 481. Plattenberg im Erzgeb. 320. Plauen(Sachſen) 305. Plauen in Thüringen 262, 273. Plauenſcher Grund 328, 331, 335. Pößneck 312, 313. Polward bei Saalfeld 313. Polzin 126. Nur merſcher Landrücken 15 19. Pommeriſch preuß. Seen⸗ platte 124. Pongau 570. Porsberg bei Dresden 358. Porta Weſtphalica 202, 209, 210, 229. Poſen 127. Poſener Ebene 116, 126. Poſtrau(Sudeten) 403. Potſchappel 60, 328, 331, 334 Potsdam 129, 138. 269 Prag 414. Presnitz im Erzgeb. 335. Preußiſche Höhe 115. Priegnitz 140. Prießen bei Außig 420. Priſtewitz 361. Priſtitz bei Kamenz 369. Probſt Jeſar(Mecklen⸗ burg) 144. Prüm(Eifel) 472. Przibram 415. Püllna in Böhmen 417. Pullitz(Mähren) 407. Pulsnitz 357. Puſterthal 543. Pyritz 125. Pyrmont 210, 220, 228. 229. Pyrmont 65, 69. Quedlinburg 177. Raab 574. Radauthal(Harz) 246. Radeberg 358, 362, 380, 383. Radelſtein 416. Radiſch 364. Radkersberg 575. Radnitz 416. Radonitz in Böhmen 418. Radſtadt 565, 569. Rakowitz 416. Ramberg 238, 239. Raſtenberg 264. Ratibor 199. Ratingen 489. Rattenburg 554. Raudenberg(Sudeten) 403. Rauhe Alp 72, 429, 436, 437. Rauhe Berge 131. Rauris 567. Ravensberg a. Harz 243. Reichenbach 303, 327, 385, 389. Reichenſtein 400. Reichenſteiner Gebirge 399. Redwitz 309, 311. Regenberg a. Thür. Wald 283, 284. Regenfluß 444. Regensburg 437, 443, 444. Rehburg 65. Reifträger im Rieſengeb. 384. Reinerz 393, 398. Reinhardsbrunn 292. Reinſer-Berg 210. Remda 269. Remda 20. Rennſteig 277, 298. Reuth im Fichtelgeb. 311. Reutlingen 439. Rheinbach 493. Rheinbecken 494. Rheinbecken 9.(Literatur) 206. Rheinbucht von Köln 165. Rheingau 500. Rheingrafenſtein 479. Rheinhardswald 235. Rheiniſches Schieferge⸗ birge 39, 55, 88, 111, 465. Rheiniſches Schiefergebirge (Literatur) 179. Rheinpreußen 29. Rheinprovinz 193. Rheinthal 500. Rhön 42, 79, 112, 452. Rhön(Literatur) 172(Indu⸗ ſtrie 178. Rhonegletſcher 30. Richrath 489. Richwald b. Schwebetau 407. Rieden(Laacher See) 474. Riegelsdorf 234, 235. Rieſa 342. Rieſengebirge 37, 46, 87, 111, 384. Rieſengebirge(Literatur) 128. Riesgau 78, 438, 439, 443, 445. Riesgau 149. Rinow⸗Land 140. Rinteln 69. Rippoldsau 519, 527. Ritſchau(Mähren) 408. Ritzebüttel 160. Rochlitz 338, 341. Rochlitzer Berg 340, 341. Rodenberg 222. Römerſtadt 404. Röſchütz(Mähren) 407. Rochusberg bei Bingen 481 Rogaſen(Poſen) 128. Romsthal(Vogelsgeb.) 468. Ronneburg 316. Roſenberg bei Tetſchen 353, 377. Roſenheim 543, 554. Roſſendorf bei Dresden Roſſert(Taunus) 481. Roßleben 253. Roßtrappe 238. Roßwein 338. Rothenthal a. Thüringer Wald 291. Rothhaargebirge 492. Rothſtein bei Sohland 354, 377. Rudiz(Mähren) 409. Rudolfſtein im Fichtelgeb. 307. Rudolſtadt 269. Rüdersdorf 120, 138, 139. Rügen 74, 120, 141, 145. Ruhla 278, 283, 295. Ruhland 194. Ruhrthal 59, 488. Runenberg(Mecklenburg) 141. Saalberg(Weſterwald) 484. Saalburg 304. Saale 251. Saalfeld 292, 303, 304, 306, 312, 313. Saalplateau 254. Saalplatte 257. Saalthal 299. Saarbrücken 60, 480. Saatz 416. Sachſa am Harz 243. Sackwald 224. Saͤchſiſche Schweiz 75, 331, 352, 368, 371, 383. Sachſenburg in Thürin⸗ gen 264. Salmer Wald(Eifel) 471. Salza 446. 270 Salzbergen 206. Salzbrunn 398. Salzburg 546. Salzburger Alpen 543. Salzdettfurt 224. Salzgitter 228. Salzhauſen(Vogelsgeb.) 465 Salzkammergut 555. Salz⸗Uffeln 69. Salzungen 292. Sandau 416. Sangerberg in Böhmen 417 Sangerhauſen 260. Sardinien 29. Sauerland 161, 466,487. Saupsdorf 369. Schaafberg 206. Schackau in d. Rhön 454. Schäppingen 69. Schaffhauſen 437. Schaffberg bei St.⸗Wolf⸗ gang 555. Schandau 383. Schappachthal 517. Schatzlar 396. Scheibenberg 332, 335. Schieden 69. Schierke 247. Schildberg 401. Schildberger Kreis 127. Schlaggenwalde 417. Schlangenbai 482. Schleſien 41, 56, 60, 195, 384. Schleuſingen 430. Schlotheim 258, 266. Schlüchtern 465. Schmuihire(Schwarzw.) Schluckenau 361. Schmalkalden 284, 292. Schmallenberg 488. Sehmeihwiß(Oberlauſitz) Schmiedebach am Thür. Wald 280. Schmiedefeld am Thür. Wald 282, 286, 304. Schmiedefeld bei Dresden 380. Schmücke 254, 264. Shneeberg bei Tetſchen 353. Schneeberg im Fichtelgeb. 307. chre Schneeberg im Thüring. Wald 277, 283. Schneeberg in Sachſen Gchne chſ Schneeberg(Oſtalpen) 538, 555. Schneeberg 399. Schneekoppe im Rieſen⸗ gebirge 384, 388. Schönau 517. Sehinber bei Freiburg Schönebeck 179, 182, 183. Schöneck 317. Schönfeld im Erzgeb. 329. Schöningen 182. Schoner Grund 335. Schopfheim 518. Schoßnitz 196. Schrammberg a. Schwarz⸗ wald 430, 518. Schreckenſtein bei Außig 420 (Sudeten) Schreinersberg bei Pra⸗ chabitz 425. Schriesheim 510. Schubiner Kreis 127. Schübelhammer 303. Schützenberg im Thür. Wald 285. Schwaben 66. Schwaben 143. Schwäbiſche Alp, 42, 72, 91, 111, 429, 436. Schwäbiſche Alp 168, 169. Schwäbiſcher Jura 429, 436, 437. Schwalbach 482. Schwalheim 465. Schwarzbach 303. Schwarzenberg 333. Schvarskirchen(Mäͤhren) 408. Schwarz⸗Koſteletz 413. Schwarzwälder Induſtrie 222. Schwarzwald 38, 17, 88, 111, 432, 513. Schwarzwald 168, 170. Schwarzwald(Literatur) 220. Schwarzwaldbäder 527. Schwarzwaſſer in Pom⸗ mern 125. dihtg Thürin B. Sachſer Oſtalhen Sudeten n Rieſa 388 Freibun) 182,13 Pg 329 35 8. Schwar⸗ 18. bei Aufij bei Pur⸗ IT. 303. n Thür. — steeteatl Mäͤhren) 6 413. uſtrie 2⸗ , 7 8 3. 10. atut) A er 527. n Pom⸗ Schwaz(CTirol) 560. Schwefelhöhle bei Pyrmont 67 Schweina 278, 286, 290, 292, 296. Schweinsberg 464. Schweinsdorf bei Dres⸗ den 331. Schweiz 28. Schwelm 488. Schwielungſee 195. Schwoosdorf bei Kamenz 364. Sebnitz 353. Sebnitzthal 382. Seeberge bei Gotha 260, 268. Seega bei Frankenhauſen 264. Seelohe im Fichtelgeb. 312. Seenplatte, norddeutſche 15. Seeſen 243. Seewieſe im Böhmer Wald 425. Segeberg(Holſtein) 148. Seligenthal 278, 279. Selkethal 241, 249. Selters 482, 498. Semil in Böhmen 390, 391, 414. Semmering 576. Senftenberg 193. Senne 170. Seweckenberge 177. Sibyllenſtein bei Elſtra 357, 365. Sichenhauſen(Vogelsge⸗ birge) 459 Siebenberge 224. Siebengebirge 42, 166, 466, 485. Siebleben bei Gotha 268. Sieg 467. Siegen 486. Siegmaringen 439. Siegthal 486. Silberberg 394. Simmern 478, 493. Skalkaberg(Mähren) 407. Sömmerda 265. Solenhofen 441. Sollinger Wald 231, 236. Sondershauſen 264. — 271 Sonnenberg 302, 316. Sonnenſtein bei Pirna 371. Sontheim 440. Sooden 465, 482, 498. Soonwald 477, 478. Soreck(Oſtalpen) 558. Spaargebirge bei Meißen 359. Spandau 130. Spangenberg 234. Spechtshauſen bei Tha⸗ rand 335. Sperenberg 139. Speſſart 38, 46, 65, 111, 431, 510, 512. Speſſart 6,42(Literatur) 219. Sbitberg bei Gottesgabe ²uas in der Oberlauſitz gur 130. Spreewald 194. Springe 223. Springe 64. Stadtberge 206, 233. Stadtbergen 488. Stadt⸗Ilm 268. Srahiberg bei Kreuznach gunpenſh 546. Starnberger See 552. Staßfurt 176, 182. Staufen(Schwarzwald) 524. St. Pahen(Schwarzw.) 522 St. Caſſian 546. Steben 304, 316. Stedingen 152. Steiermark 32. Steigerwald 435. Steinach a. d. Wils 561. Steinathal 394. Steinbach im Thüringer Wald 279, 281, 296. Steinbach(Weſterwald) 484. Steinhaide 304, 315. Steinheim bei Hauau 498. Steinheim bei Ulm 446. Steinſchönau in Böhmen 353, 383. St.⸗Goar am Rhein 483. — Stier bei Bautzen 365. Stenzelberg bei Bonn 198. St.⸗Leonhard 554. St.⸗Michacl(Alpen) 565. Stockhauſen(Vogelsgeb.) 59. Stollberg 242. Stolpen 357, 378. Storndorf(Vogelsgeb.) 460. Stotternheim 255. St.⸗Pölten 532. Streitberg 440. Stromberg(Hundsrück) 477. Stromberg(Münſter) 170. Stubbenkammer 145. Stürmer b. Neuſtadt 320. Stützerbach 280. Sturmhaube im Rieſen⸗ gebirge 384. Stuttgart 435, 436. St.⸗Wendel 479. Sudeten 38, 46, 56, 111, 399. Sudeten(Literatur) 130. Südliche Kalkalpen 571. Südoſtdeutſchland 109. Südweſtdeutſchland 109. Süntelgebirge 210. Süntel 64. Sürſerbrink 64. Suhl 279, 281, 296. Sulza 253, 264. 282, Tabarz 286. Tännengebirge 555. Talinaberg b. Lekow 416. Tambach 280, 288, 295. Tanneberg bei Pulsnitz 357. Tarnowitz 60, 120, 197, 198, 200. Tarnowitzer Berge 197. Tauernkette 543, 565. Taunus 466, 481. Taunus 41. Taufſtein im Vogelsgeb. 455, 458, 460. Tausz in Böhmen 414. Tecklenburg 207. Tegernſee 553. Teltow 138. Tennſtädt 262, 266. Teplitz 417. Tetſchen 353, 371, 383, 411. Teuditz 189. Teufelsmauer am Harz 177. Teutoburger Wald 73, 202, 208, 232. Teutoburger Wald 68(Lite⸗ ratur) 62. Thal bei Ruhla 278, 279, 282. Thalitter 233. Thamsbrück 275.. Tharand 329, 333, 350. Tharand 92. Tharander Wald 331, 332, 334. Thierſchheim 310. Thierſtein 311. Thüringen 250. Thüringer Becken 9(Litera⸗ tur) 74. Whrinther Kohlenmulde 59. Thüringer Wald 37, 39, 40, 45, 56, 62, 87, 111, 276. Thüringer Wald 22(Litera⸗ tur) 74. Thorn 128. Tiefland 106. Tielmkenwald 235. Tittiſen(Schwarzwald) 522. Toberbitz b. Plauen 306. Todtenau 517. Tönnſtein(Laacher See) 474. Töpfersgrün im Erzgeb. 335 Deutſchlands Tolmezzo 543. Torgau 186. Traunſee 553. Trautenau 398. Trebnitzer Berge 197. Trebsdorf bei Weimar 266. Trieberg 517, 527. Triebiſchthal 335. Trier 471. Trieſt 571, 573. Trogenau 301, 304. 116, — 272— Troppau 403, 404. Tübingen 439. Turnau 414. Tuttlingen 440. Twiſt 164 Uckermark 146. Uckermärkſcher Landrücken 140. Udelfangen bei Trier 201. Uebelberg am Thüringer Wald 283. Ueberlinger See 448. Ueberſchargebirge 393. Uhiſt 362. Ulm 440, 446. Umſtadt 510, 511. Undeloh(Lüneburg) 155. Unna 489. Unſtrutthal 264, 265. Unterharz 238, 248. Untersberg bei Salzburg 555, 560, 562. Unzmarkt 565. Urach 439, 440, 443. Uri 30. Uſedom, 145. Valparaiſo 597. Vechte 169. Venedig 597. Venediger 538. Verden 159. Vlotho 69. Vierlande 147. Vieſebeck 68. Villach 565. Bintzſchgau 564, 567, 577 Vöttau(Maͤhren) 407. Vogelsberg 455. Vogelsgebirge 42, 79, 112, 455. Vogelsgebirge(Klima) 174. Vogelsgebirge(Literatur) 173. Vogeſen 111. Voigtland 298, 300, 305. Volkmarſee 69. Vorarlberg 555. Vorberge 224. Vordernberg 570. Vorpommern 140. Vorpommerſch. Niederung 145. Waitzacker 125. Waldberg bei Kamenz 364. Waldenburg in Sachſen 342, 344. Waldenburg in Schleſien 60, 396, 398. Waldenſerkopf 477. Waldhaus bei Greiz 314. Waldheim 337. Waldkappel 234. Waldkirch(Schwarzwald) 224. Waldſaſſen 311. Waldſtein im Fichtelgeb. 307, 308, 309. Wallenſee 553, Wallerſtein 445. Wallis 31, 31. Waltershauſen 270, 295. Wandsleber Berg 268. Wangen am Bodenſee 448. Wangenheim 262. Wappno(Poſen) 127. Warasdiner Gebirge 538. Warburger Börde 233. Warthebruch 129, 132. Warthefluß 126. Waſſeralfingen 440. Waſſerland 140. Wazmann 555. Wehlen 371. Wehrau(Lauſitz) 390. Weibern(Laacher See) 202. Weichſelthal 124. Weida 304, 305. Weimar 258, 262, 266. Weinböhla bei Meißen 367, 373, 381. Weingebirge 358. Weinheim 496, 509. Weißenberg in der Ober⸗ lauſitz 362. Weißenfels 254. Weißig bei Dresden 358, 361 Weißenſtadt im Fichtel⸗ gebirge 308, 312. Weißkogel 538. Weißkirchen(Alpen) 565. Weißkirchen(Sudeten) 403. Weenzer Bruch 61, 65. Weeningſee 64, 65. Werder 138. Sachſen thleſien i 3u ab) 2. telgeb. 9, 2. 268 odenſe I. e538. 2 233. 12. Tamen Werfen 545, 546. Werne 170. Werra 251. Wertachfluß 446. Weſer 230. Weſergebirge 202. Weſergebirge(Literatur) 62. Weſerketten 73, 110, 202, 209. Weſerketten(Literatur) 62. Weſſeledin Pühmer Wald 42 Weßnitzthal 382. Weſtfalen 170. Weſterwald 42, 79, 466, 484. Weſterwald 37, 41(Induſtrie) 178. Wetterau 496, 497. Wettin 187. Wetzlar 483, 493. Wien 530, 536. Wien 249. Wiener Becken 530. Wiener Becken(Literatur) 225. Wiener Wald 531, 553. Wiersberg 303, 307. Wiesbaden 482, 496. — 223— Wieſelſtein 320. Wieſenbad 350. Wieſenberg 402. Wildbad 518, 527. Wildſtein bei Büdingen 458. Wilſede 162. Wilſtermarſchen 147. Windberg bei Dresden 329, 331. Winterberg gr. 353. Winterſtein am Thüring. Wald 282, 286. Wipperthal 264, 265. Wittenberg 191. Wittingen 517. Witzenhauſen 234, 267. Wörnitzthal 445. Wolfgangſee 556. Wolfsberg bei Plan 417. Wolfſtein 479. Wolkenburg bei Bonn 195. Wolkenſtein 350. Wollin 145. Worbis 255, 260. Worms 499. Woſtrai(Böhmen) 416. Würtemberg 428. im Erzgeb. B. Für Sachen. Würtemberg 27. Würtembergs Landwirthſchaft 165. Würzburg 450, 508. Wunſiedel 309. Wurzen 187, 342. Zapans(Mähren) 407. Zauche 140. Zelle 296. Zellerfeld 246. Zels 478. Zermat 31. Ziegenhals(Sudeten) 404. Zittau 368, 371, 374, 376, 383. Zlamthal beim Grundel⸗ ſee 562. Znaim(Mähren) 407, 408. Zobrak in Böhmen 416. Zöblitz im Erzgeb. 335. zichemſtein(Sachſen) Zſchocher(Sachſen) 186. Zuckmantel(Sudeten) 402. Zwickau 60, 328, 330, 334, 349, 357. Zwittau(Mähren) 407. Zwönitz(Sachſen) 327. Es ſind vorzugsweiſe Geſteine und Formationen aufgenommen, doch auch einige andere Gegenſtände. Rückſichtlich der Beilagen iſt wieder der kleinere Achat 243, 480. Ackererden 85. Alabaſter 246, 252. Alaunerdelager 127, 134, 142, 147, 188, 193. Alaunſchiefer 240, 246, 300, 303, 327, 467, 488, 489. Alaunthon 166. Alluvialgebilde 84, 132, 147, 163, 262, 345, 346, 381, 447, 448, Druck zu beachten. 495, 503, 531, 532, 551, 576. Alluvialgebilde 119. Alluvialkegel 577. Alpenkalkſtein 544, 556, 559. Alpenkohlen 551, 553, 563, 574. Alpenſandſtein(roth.) 558. Ammonitenkalk 549. Aranonitenmarmyr 546, Cotta, Deutſchlands Boden.(Beilagen.) Anhydrit 180, 433, 435. Anſiedelung 15. Anſchwemmungen der Flüſſe 85. Anſchwemmungsboden 86. Anthrazit 174, 329, 330, 518, 546. Antimonerzgänge 309, 488. Aphanit 241. Aptychusſchiefer 549. Asphalt 450. 18 305, Backofenſtein 472, 474. Bandporphyr 284. Bairiſch Bier 451. Baluneſer Sandſtein 550. Baſalt 36, 41, 199, 231, 233, 234, 235, 311, 323, 324, 332, 334, 352, 353, 354, 356, 368, 370, 376, 387, 391, 400, 403, 404, 413, 414, 417, 429, 438, 440, 443, 453, 456, 464, 467, 470, 473, 482, 483, 484, 485, 486, 497, 499, 502, 511, 524, 530, 575. Baſalt 117, 143, 155, 202, 210. Baſaltconglomerat 502. Baſalttuff 235, 378, 419, 443, 502, 509. Baſalttuff 150, 155. Baſaltwacke 378. Batterleſtein 308. Bauart 154, 600. Bau der Gebirge 55. Baugrund 7, 20. Baumaterialien 600. Baumaterialien 247. Bauſandſtein 553. Bauſteine 193, 203. Bauſtil 600. Bauſtil in den Alpen 247. Bauſtil(ländlicher) 244. Becken 8, 20. Beckenlage 8, 20. Bergſtürze 577. Bernſtein 119, 125, 128, 139, 147. Bevölkerungszahl 593. Biancone 549. Bimsſteinſchichten 473. Bingen 105.— Blackband 488, 489. Blätterſandſtein 496. Blatterſtein 240. Blauſtein 364. Bleierzlagerſtätten 488, 574. Blödſinn 28. Bodendecke 86. Bodeneinfluß auf beſondere Pflanzen 244. Bodeneinfluß auf die Feld⸗ ſyſteme 169. 274 Bodenkrume 86. Bodenſtändige Induſtrie 21, 586. Bodenſtändige Pflanzen 159. Bodenſtändigkeit der Krank⸗ heiten 36. Bodenſtete Pflanzen 591. Bodenwirkungen auf Feld⸗ wirthſchaft 187. Bohnerz 84, 409, 441, 448, 496, 524. Bohnerz 152. Brandſchiefer 421. Brauneiſenſtein 198, 289, 292, 309, 310. Brauner Jura 173, 437, 5214. Braunkohle und Braun⸗ kohlenformation 47,79, 80, 119, 124, 133, 134, 137, 141, 147, 165, 172, 181, 183, 186, 188, 191, 193, 225, 227, 231, 260, 312, 332, 343, 350, 354, 374, 387, 412, 418, 419, 421, 445, 453, 465, 484, 498. 532, Braunkohlen 117. Braunkohlenletten 496, 499. Braunkohlenſandſtein 77, 380, 421, 575. Braunkohlenſandſtein 118. Braunkohlenthon 124, 127, 133, 158. Braunſtein 295. Bruchland 133. Buntſandſtein oder bunte Sandſteinformation 64, 173, 175, 178, 179, 186, 198, 206, 221, 224, 225, 226, 227, 231, 233, 234, 235, 242, 244, 245, 253, 272, 313, 315, 387, 390, 430, 431, 453, 456, 470, 493, 507, 508, 511, 519, 520, 523, 529, 544, 546, 559. Buntſandſtein 66, 68, 115, 201. Buntſandſteinboden 211, 213. Buntſandſteinoberfläche 144. Cerithienkalk 496, 498, 499, 532. Cementfabrikation 561. Cementfabrikation 102. Chloritſchiefer 307, 389, 402, 407, 565. Clymenienkalk 206. Colluviale Ackererden 85. Continentale Erhebungen und Senkungen 90. Cretinismus 25, 28, 251, 258. Crinoideenkalk 546. Culturgrenzen in den Alpen 241. Cypridenenſchiefer 469, 483. Dachſchiefer 240, 246, 302, 326, 327, 469, 477, 482. Dachſteinkalk 546. Dammſchutt 85. Deiſterſandſtein 173, 222, 225 Deutſchlands Bodenman⸗ nichfaltigkeit 27. Deutſchlands Lage 26. Devoniſche Grauwacke 174, 240, 301, 489, 546. Diluviale Ackererden 85. Diluvialgebilde oder dilu⸗ viale Ablagerungen 81, 132, 134, 137, 142, 147, 162, 166, 170, 172, 186, 197, 199, 261, 335, 340, 342, 343, 352, 354, 379, 422, 448, 495, 551, 576. Diluvialgebilde 119. Diabas 241, 246, 285, 305, 308. Dichroitgneis 337, 339. Diorit 241, 285, 305, 400. Diphyakalk 549. Dogger 173. Dolerit 378, 497, 502, 507, 524. Doleritboden 211. —— AI, W. iche 6, 40 56l. 02 7, 39 5. en 85. ebungen 190. Bl, 28. 16. hen Alpen r 400 h, 246, 7 469, 3, M enman⸗ . e 2. zuwacke „489, d. er du⸗ gen 8, 7, 19, 6, 170, 7 100, , 342, 1, 370, 5, döl, Dolomit 254, 322, 323, 326, 435, 436, 439, 440, 467, 468, 470, 483, 561, 565, 567, 571. Dolomit 152. Dolomitiſcher Kalkſtein 102. Dolomite Sachſens 87. Dorfformen 598. Dünen 163. Düngekalk 89. Duckſtein 184. Duckſtein 203. Einfluß der Wälder 243. Einfluß des Bodens auf den Bauſtil 241. Einfluß des Bodens auf die Kunſt 259. Einfluß des Bodenbaues auf die Quellen 589. Einfluß des Bodenbaues auf die Vegetation 590. Einfluß des Bodens auf Ge⸗ ſchichte 260. Einfluß des Bodens auf Ge⸗ ſundheitszuſtände 249. Einfluß der Geſteine auf Weinbau 210. Eiſenbahnen 506. Eiſenbahnen 52, 102. Eiſendolomit 289. Eiſenglimmerſchiefer 478. Eiſenkieslager 421. Eiſenkalkſtein 289. Eiſenrogenſtein 437, 440, 524. Eiſenſandſtein 440. Eiſenſtein oder Eiſenerz in Lagern oder Gän⸗ gen 120, 199, 228, 240, 241, 289, 300, 304, 308, 313, 323, 325, 389, 390, 407, 408, 415, 427, 447, 465, 467, 468, 470, 472, 476, 477, 483, 486, 488, 517, 524, 526, 560. Eklogit 300, 307, 311, 323, 335. England verglichen mit Deutſchland 27. Entwickelung des Men⸗ ſchengeſchlechtes 14. — 2 — 75— Coeenſorüatiom 76, 550, 552, Erdfäͤlle 3105, 244, 293, 409, 559, 572. Erdpech 421. Erdſchlacke 374, 422 Erdwarzen 184. Erhebungen 90, 92. Erhebungslinien oder Zo⸗ nen 158, 251, 260, 263, 264, 270, 291. Erhebungslinien 9, 20. Erhebungsthäler 99, 232, 254, 260, 269. Erhebungsthäler 66. Erratiſche Bildungen 82. Erratiſche Blöcke 118,124, 133, 139, 142, 147, 170, 186, 261, 344, 551, 577. Erratiſche Blöcke 86. Eroſionsthäler 100. Eruptivgeſteine 33, 334. Erzlagerſtätten(Gänge und Lager) 87, 242, 246, 323, 324, 389, 395, 401, 402, 408, 415, 417, 434, 454, 470, 478, 479, 482, 483, 486, 488, 516, 524, 560, 567, 570, erzgebirgif che Erhebung Euritporphyr 241. Europas Lage und Bau 22. Erploſionskrater 105. Fährtenſandſtein288,432. Farbeflechte 454. Feldbau 602. Felsengen 23. Felſitſchiefer 322. Feſte Lage der Orte 8, 20. Findlinge 118. Fiords 98. Flächenräume der Geſteine in Sachſen 108. Flammenmergel 173, 178, 207, 224, 245. Fliſch 77, 552. Flötzgrundſchutt 87. Flugſand 125. Flußalluvionen 262, 263. Flußläufe 19. Flußlauf in Deutſchland 110, 116. Flußperlen 316. Flyſch 77, 552. Formation 48. Formationsglied 48. Formationsgrenzen 144. Formationsreihe 50. Formſand 134. Formen des Anbaues 598. Fucoideenſandſtein 77, 550, 552, 555. Gabbro 241, 337. Galmei 120, 198, 434, 470, 488, 574. Ganggeſteine 86. Gasentwickelungen 25. Gault 549. Gebirge(Begriff) 32. Gebirge 22. Gebirgsbau 55. Gebirgserhebungen 90. Gebirgsinduſtrie 595. Gebirgsketten Deutſch⸗ lands 110. Gebirgsknoten Deutſch— lands 299. Gebirgsränder 9, 56. Gebirgsſeen 522, 567. Geeſt oder Geſt u. Geeſt⸗ land 116, 118, 149, 151, 162, 192. Geiſtige Entwickelung 669. GemüthlicheEntwickelung 609. Geologiſche Karten 11. Geologiſche Karten 53, 57. Geoloziſche Provinzen 107. Gerölleboden 212. Geröllzonen 262. Gervilliaſchichten 548. Geſchichte 613. Geſchichtete Geſteine 47. Geſchiebe 262. Geſchiebelehm 132. Geſteinsgrenzen 7, 20 Geſteinsgruppen 30. Geſtellſtein 246. Geſundheitszuſtände 21, 608. Geſundheitszuſtände 219 18* Glaſurlehm 379. Gletſcherwirkungen 522. Gkimmerporphyr 297, 280, 328, 334, 336, 361. Glimmerſchiefer 278,300, 306, 308, 309, 323, 324, 329, 337, 352, 354, 385, 400, 402, 404, 407, 413, 516, 565. Glimmerſchiefer 115. Gneis 240, 278, 300, 306, 307, 308, 322, 324, 337, 352, 354, 359, 362, 363, 385, 393, 394, 395, 400, 402, 407, 412, 417, 419, 509, 516, 520, 565. Gneis 114. Göltzſchthalbrücke 105. Goldgänge 304, 309, 401, 402, 567. Goldſand 382, 501. Goſauformation 550,562, 575. Granatenland 419. Granit 193, 239, 241, 246, 232, 278, 279, 297, 306, 307, 310, 323, 324, 326, 333, 335, 337, 339, 342, 352, 353, 354, 355, 356, 359, 366, 385, 388, 400, 402, 408, 417, 425, 427, 445, 510, 516, 520, 565, 568. Granit 115, 150, 154. Granitboden 162, 210. Granitgneis 279, 322. Granitiſche Geſteine 35,36. Granitoberfläche 141. Granitporphyr 329. Granulit 337, 339, 407, 413. Granulit 117. Granulitgebiet in Sachſen 56. Granulitgneis 322. Graphit 402, 407, 427. Grauer Gneis 322. Grauwacke(⸗Grauwacken⸗ gruppe u. Grauwacken⸗ formation) 54, 173, 276 186, 193, 195, 231, 233, 234, 240, 300, 302, 337, 342, 354, 363, 364, 387, 400, 402, 404, 409, 412, 414, 466, 467, 517, 543, 545, 565, 174, 197, 239, 326, 358, 389, 408, 426, 524, 569. Grauwacke 115. Grauwackenſandſtein 240, 300, 302, 305, 326, 467, 470. Grauwackenſchiefer 300, 302, 305, 306,326,483. Greiſen 333. Griffelſchiefer 302. Grobkalk 77, 172, 575. Grobkalk 205. Grobkalkboden 211. Grünſtein 35, 39, 241, 246, 285, 286, 300, 305, 306, 323, 326, 335, 337, 354, 365, 396, 415, 467, 483, 517. Grünſtein 117. Grünſteinkuppen 299. Grünſteintuff 300, 415. Grundſchutt 85. Gruppe 48. Gyps 127, 139, 144, 148, 157, 173, 174, 177, 178, 179, 180, 183, 199, 222, 242, 243, 246, 252, 253, 254, 255, 256, 264, 265, 268, 289, 292, 312, 390, 433, 561. Gyps 67, 68. Gyps als Düngemittel 91. Gypsboden 211. Gypsſchlotten 243. Haideland der Eifel 187. Haideſtrecken 436. Halobienſchiefer 546. Haſelgebirge 561. Hauptquellenknoten Deutſchlands 110. Heidengebirge 551. Heilquellen 24. Hilsformation 74, 207, 225. Hilsgebilde 74, 205, 207, 225, 227. Hileſardſtein 74,173,232, 5. Hilsthon 74, 173, 179, 182. Hippuritenkalkſtein 549, 559, 562. Hochmoor 163, 164. Höhenrauch 164. Höhlen 240, 243, 400, 436, 440, 442, 560, 572. Honigſtein 261. Hornblendegeſtein 401. Hernblendeporphyr 334, 336 3 330. Hornblendeſchiefer 300, 306, 307, 323, 325, 389, 400, 407, 413, 565. Hornfels 240, 241. Hornſtein 328. Hungertyphus 45. Hungerzuſtand im Speſſart 42. Hyperſthenfels 565, 569. Hydrauliſcher Mörtel 102. Jagd 602. Induſtrie 21, 595, 603. Induſtrie im Schwarzwald222. Infuſorienerde(Lüne⸗ burg) 159 Infuſoriengeſteine 86. Infaſorienlazer 133, 421, 422. Jodgehalt der Quellen 258. Jura oder Juraformation 71, 125, 127, 173, 195, 199, 210, 222, 223, 224, 225, 226, 242, 245, 366, 409, 502, 524, 548. Juraboden 1.2 Juragruppe 71, 436. Juraoberfläche 115. Juraſandſtein 205, 207. Kalk als Düngemittel 91. Kalkboden 215. Kalkchloritſchiefer 565. Kalkglimmerſchiefer 565. Kalkpflanzen 162. Kalkſtein 240, 246, 300, 303, 309, 322, 323, 326, 331, 265, 371, „ eſſart!. 65,560 el 102. , 68 wald?nl. (Lüne⸗ 86. 3,4 len As. rmation 7, 13 0, M. 5, Y, 6, 409, 8. 436. 5, W. tel dl. r 565. ffer 56)4 46, 300, 5, J V — 277— 389, 395, 397, 400, 403, 407, 409, 415, 436, 467, 468, 470, 477, 479, 483, 488, 489, 502, 509, 565, 567, 570. Kalkſteine Sachſens 87. Kalkſtein von Friedrichs⸗ hall 233.) Kalktalkſchiefer 565. Kalkſinter 85. Kalkſinter 205. Kalktuff 85, 127, 172, 184,262, 272, 448,531. Kalktuff 9, 20, 145. Kaolinſandſtein 315. Karpatenſandſtein 552. Karren 559. Karſtkalk 550. Katarakten 23. Kettengebirge 92. Keuper oder Keuperfor⸗ mation 64, 68, 158, 173, 177, 179, 207, 221, 222, 224, 225, 226, 231, 233, 245, 255, 258, 266, 268, 269, 272, 313, 434, 524, 547. Keuper 66, 118. Keuperboden 151. Keupermergel 259. Keuperoberfläche 145. Keruperſandſtein 201, 211. Kieſelguhr 422. Kieſelpflanzen 162. Kieſelſchiefer 240. 286, 300, 305, 326, 365, 467, 469, 489. Klei 116, 117. Kleiboden 36. Klima der norddeutſchen Niederung 120. Klima der Alpen 541, 258. Knochenbreccie 448. Knochenhöhlen 572. Knochenſand 499. Knotenkalkſtein 304. Knotenſchiefer 306, 326, 333. Kobalterze 290, 293, 313. Kochſalz 25. Kohlen incl. Steinkohlen⸗ formation 169, 327, 329, 330, 342, 343, 350, 372, 374, 387, Landhalbkugel 49. 390, 393, 396, 400, Landſchaftscharakter 105. 408, 412, 413, 415, Landſchneckenkalk 496. 426, 430, 435, 447, Landwirthſchaftsſyſteme in 478, 488, 518, 546, Würtemberg 165. 547, 551, 553, 563, Lava 200. 574. Lavaſtröme 470, 473, 475. Kohlen 63(Braun⸗u. Stein⸗ Lehm 147, 261, 325, 344. kohlen in Böhmen) 136. Lehm 157. Kohlenbecken 328, 393, Lehmboden 100, 212, 216. 415, 478. Leias und Leiasformation Kohlenbrände 422. 71, 127, 177, 179, 205, Kohlen des Wielden 210, 223, 224, 225, 226, 227. 245, 259, 269, 437, Kohlenkalkſtein 57, 301, 440, 524, 547. 304, 489, 546. Leiasboden 151, 162. Kohlenſand 134. Leiasoberfläche 145. Kohlenſandſtein 201. Leiasſchiefer 437, 440. Kohlenſäurequellen 474. Leithakalk 531, 534, 575. Kohlenſäure⸗Quellen 67, 68. Lettenkohle 259, 435. Korallenkalk 173, 225. Lias ſ. Leias. Korallenſand 147. Lithographiſcher Kramenzelſtein 206. 436, 441. Krankheiten 24, 249. Litorinellenkalk 496, 499. Krater 104, 470. Löß u. Lößbildungen 82, Kreide incl. Kreideforma- 117, 125, 166, 167, tion, Kreidegruppe u. 261, 344, 345, 379, Kreidebildungen 74, 473, 495, 499, 501, 125, 141, 145, 148, 503, 533, 551, 577. 169, 170, 199, 206, Lößboden 100, 212, 216. 242, 260, 419, 443, Lößkindel 261. 470, 489, 549. Lungenſchwindſucht 251. Kreidemergel 74, 173. Kriegführung 19, 607. Kropf 25, 41, 251, 258. Krotzenſtein 202. Kropfquellen 33. Krugbäckerei 178. Kryſtalliniſche Schieferge⸗ ſteine 43, 321, 393, Manganerzgänge 407, 412, 506, 565. 284, 310. Küſtenentwickelung Europas Marmor 303, 310, 567, 4, 49, 50. 574. Kugelporphyr 283. Marmor 205, 206. Kunſtentwickelung 22, Marſch 116, 118, 163, 612. 192. Kupfererze u. Kupfererz⸗ Marſchboden 157, 216. gänge 280, 313, 389. Marſchland 149. Kupferſchiefer 62, 233, Maſſengebirge 92. 234, 243, 246, 252, Meeresſand 132, 133, 289, 292, 295,312,497. 496, 498, 499. Mehlbatzen 256. Melaphyr 285, 335, 479. Mergel 255, 259, 374, 435, 436, 437. Stein Maare 105, 470. Magneteiſenſtein 326, 402. Mandelſtein 39, 243,328, 334, 358, 387, 390, 394, 397, 413, 479. 281, 286, Ländlicher Bauſtil 244. Längenthäler 99, 539. Lage der Hauptſtädte 17. Mergel 153. Mergel als Düngemittel 91, 100. Mergelkalkſtein 102. Metamorphiſche Geſteine MRänralmoor 422. Mineralmoor b. Franzensbad 138. Mineraliſcher Dünger 85. Mineralquellen 190, 228, 232, 236, 272, 295, 296, 316, 336, 350, 383, 389, 398, 417, 439, 440, 450, 455, 465, 474, 475, 482, 488, 498, 518, 521, 527, 540, 575. Mineralauellen 8, 24, 67, 68, 158. Miocenformation 77,550. Mittelbare Bodenwirkung 13. Molaſſe u. Molaſſegruppe 76, 444, 550, 551, 574. Molaſſeſandſtein 445,458. Moränen 577. Moränenblöcke 522. Moor 116, 161, 184, 205, 446, 501, 578. Moorkohlen 127. Mühlſtein 252, 254, 289, 341, 370. Mühlſteinlava 473. Mühlſteinlava 200. Müßlteinporpbyr 283, Mafigeltat od. Muſchel⸗ kalkformation 64, 66, 139, 157, 173, 1176, 177, 179, 198, 207, 211, 221, 224, 225, 226, 231, 232, 233, 234, 237, 242, 245, 254, 255, 256, 264, 266, 267, 269, 271, 272, 313, 314, 387, 390, 432, 453, 456, 507, 523, 524, 546. Muſchelkalk 66, 68, 117. Muſchelkalkboden 211. Muſchelkalkoberfläche 141. Muſchelmarmor 546, 547, 574. Muſik 5. 278 Nagelfluhe 445, 550, 551 Nationalcharakter 1. Nationale Verſchiedenheit 1. Neogenformation 550, 552, 574. Neokomformation 74, 549. Nephelindolerit 378, 507. Neueſte Ablagerungen 84. Nickelerze 290, 305. Niederſchönaſchichten372. Nummulitengeſteine oder Nummulitenkalk 77, 550, 552, 571. Nutzbare Geſteine 7, 20. Oberflächenformen 88. Oberflächenformen in Schwa⸗ ben 143. Oolithiſcher Kalkſtein 43 Ortereichthum der Geſteine 120. Ortevertheilung(Orts⸗ lage) 272, 365, 472, 501, 503, 507, 517, 528, 536, 596. Ortevertheilung 6. Ortevertheilung nach Geſtei⸗ nen in Sachſen 106. Ortsform 508. Osmanen 614. Orfordthon 549. Pechſtein 328, 334, 335, 336. Pflanzennahrung aus dem Boden 241. Phonolith 36, 352, 353, 354, 368, 376, 417, 429, 440, 443, 453, 484. Phonolith 118. Phonolithtuff 443. Phthiſis 40, 249. Pirnaiſcher Sandſtein 369. Pläner 74, 173, 178, 207, 224, 245, 335, 359, 366, 372, 387, 397, 400, 409, 412. Pläner 118. Plaſtiſcher Thon 134. Pliocenformation 77,550. Porphyr 35, 39, 175, 186, 187, 243, 278, 280, 311, 323, 324, 326, 340, 341, 352, 354, 359, 361, 387, 390, 394, 397, 413, 415, 421, 427, 430, 467, 483, 488, 510, 517, 565, 568. Porphyr 116, 156. Porphyrboden 240. Porphyrtuff 340, 390. Portlandkalk 174. Poſidonomienkalk 546. Yoſidonomyenſchiefera69, Poyfellanerde 187, 333, 334. Porzellanjaspis 374. Pyromerid 311. 6. Quaderſandſtein, Quader⸗ oder Quaderſandſtein⸗ formation 74, 173, 177, 178, 244, 245, 331, 334, 352, 353, 354, 366, 369, 372, 387, 390, 393, 394, 397, 400, 408, 412, 414. Quaderſandſtein 116. Quarzbrockenfels 323, 517. Quarzfels 311, 361, 426, 482. Quarzfels 118. Quarzgänge 354, 356. Quarzit 240, 300, 303, 305, 365, 415, 467, 477, 482. Quarzporphyr 242, 279, 280, 281, 297, 306, 328, 329, 333, 336, 340, 390, 394, 396, 479, 488, 510, 517, 565, 568. Quarzſchiefer 322, 323, 324, 326. Queckſilbererze 479, 574. Queckſilbererzlager 574. Quellen 8, 20, 24, 253. Quellen im Ries 158. Quellenbildung 271,273, 500, 560. Quellenknoten Deutſch- lands 299. Quellenvertheilung 589. Querthäler 539. mᷣ●ν (Q Q G. ,1 „3N ,13 „430, „5l, ————— Radienthäler 459. Raſeneiſenſtein 86, 189, 193, 132, 133, 382, 448. Rauhwacke 289. Rieſentöpfe 559. Ringthäler 66. Röth 64, 254, 256, 432. Röth 118. Rogenſtein 175, 254, 432, 524. Rother 544. Rother Gneis 322. Rothliegendes 58, 61, 173, 175, 186, 231, 242, 245, 252, 278, 287, 289, 292, 297, 314, 327, 328, 329, 330, 342, 387, 390, 393, 394, 397, 408, 412, 413, 414, 426, 430, 479, 497, 507, 508, 511, 518, 524. Rothliegendes 117. Alpenſandſtein Sachſens Eiſenbahnen 102. Salinen 253, 255, 273, 433, 450, 561. Salzquellen 125, 128, 144, 170, 175, 179, 189, 228, 236, 265, 465, 479, 498. Salzquellen 8, 69. Sandboden 212. Sandland 138. Sauerquellen, 67, 68. Scaglia 550. Schaalſtein 467, 483. Schichtgeſtéine 47. Schiefergeſteine 300. Schieferthon 254. Schieferthonboden 212. Schleifſtein 563. Schlick 86, 116. Schnheit der Landſchaft Schörlſchiefer 323. Schrattenkalk 549. Schwarzer Jura 173, 437. Schwarzkohle 174. Schwerſpathgänge 293, Schweimmendeßs Gebirge 468, 279 Sedentäre Ackererden 85. Sedimentäre Ackererden 85. Sedimentärgeſteine 47. Seen 98. Seen, ausgelaufene 522. Seen. Norddeutſchlands 145. Seewerkalk 550. Senkungen 90. Senkungsthäler 100. Septarienthon 80, 119, 134, 172, 183. Serpentin 241, 300, 307, 323, 335, 337, 339, 401, 407, 417, 510, 517, 565, 568. Serpulit 173, 222. Silbererzgänge 246, 290, 322, 348. Silurformation 545. Skropheln 29. Solenhofer lithogr. Schiefer 152. Sotzka 550. Spaltenthäler 100. Spatangenkalk 549. Spatheiſenſtein 289, 292, 545, 570. Speckſtein 311. Sphaͤroſiderit 465, 479, 488. Spiriferenſandſtein 467. Sprache 612. Städtelage(Stadtverthei⸗ lung) 152, 262, 270, 310, 313, 314, 383, 396, 416, 444, 447, 450, 490, 576. Städtegürtel um Gebirge 22, 56. Städtezone in Amerika 21. Stahlquellen 193. Steinkohle, Steinkohlen⸗ formation oder Stein⸗ kohlengruppe 58, 186, 187, 198, 206, 227, 242, 247, 287, 288, 295, 314, 327, 332, 350, 374, 403, 415, 470, 479, 518. Steinkohlenformation 118. Steiermark 341. Steinſalz 62, 66, 68, 173, 179, 182, 228, 243, 253, 254, 255, 256, 289, 292, 343, 433, 435, 561, 575. Steinſchleiferei 414, 480. Sternberger Kuchen 80, 144, 156. Stinkſtein 243, 252. Stockwerksporphyr 333. Stringocephalenkalk 468, 483. Stromgebiete Deutſch⸗ lands 110. Stromſchnellen 23. Strudel 23. Stumpfſinn 28. Sudmerſtein 173. Süßwaſſerkalk 78,79,133, 150, 153, 421, 444, 445, 446, 448, 496, 531. Süßwaſſerkalk 150, 153. Süßwaſſermergel 127. Süßwaſſerquarz 421. Syenit 252, 308, 335, 352, 354, 359, 363, 409, 430, 509. Syenit 118. Syenitboden 210. Syenit⸗Granit 279. Sh etvordhyr 324, 333, 40. Syenitporphyr 118. Tabellen über die Ortslage 109. Tabellen über den Einfluß der Geſteine 122, 124, 125. Tafelſchiefer 240, 302. Talkerde als Pflanzennahrung 90. Talkſchiefer 306, 323, 402, 475, 477, 467, 482, 565, 567. Taubſtummheit 256. Taunusſchiefer 467. Tegel 77, 531, 534. Tegelkalkboden 215. Temperaturverhältniſſe 71. Terebratulakalk 256, 433. Terrainabſchnitt 8, 20. Tertiärformationen oder Tertiargebilde 76, 235, 456, 550, 574. Thäter und ihre Bildung 532, Vhalbildung im Schwarz⸗ wald 521. Thalformen 7, 8, 20. Thal⸗ oder Flußverbindung 8, 20. Thermen 540. Thierfährten 432. Thon 134, 139, 147, 182, 189, 193, 195, 236, 261, 342, 374, 376, 409, 433, 436, 454, 485, 498, 539. Thonboden 100, 217. Thoneiſenſtein 127, 167, 408, 479, 488, 550, 552, 553. Thonpflanzen 162. Thonſchiefer 246, 306, 325, 333, 337, 342, 385, 393, 395, 415, 419, 467, 469, 475, 477, 481, 482, 517, 545. Thonſchiefer 115. Thonſchieferboden 210. Thonſtein 328, 331. Topfſtein 567. Torf 86, 132, 133, 161, 163, 170, 172, 184, 189, 193, 195, 245, 246, 262, 312, 345, 346, 382, 387, 422, 446, 448, 454, 460, 484, 501, 578. Torfmoore 162. Trachyt und trachytiſches Geſtein 36, 454, 467, 470, 473, 484, 485, 511, 575. Trachyt 193. Trachyttuff 167. Trapp 479. — 2ʃ⸗0— 280 Traß 443, 472, 473. Traß 150, 155, 201, 203. Treppenthäler der Alpen 566. Triasgruppe 64. Tropfſtein 441. Tropfſteinhöhlen 240. Trümmerporphyr 284. Trümmerſchutt 85. Ueberquader 173. Unmittelbare Bodenwir⸗ kung 13. Unterirdiſche Flußläufe 572. Urgrundſchutt 87. Vegetation 590. Vegetationsverhältniſſe der Geſteine im Riesgau 149. Verkehr 18, 121, 605. Verkehrswege 52. Verſteinerungshandel442, 448, 451. Verwitterungsboden 85. Viehzucht 602. Völkerindividualitäten 3. Volkslieder 5. Vulkane 471. 5 Vulkaniſche Thätigkeit 89. Vulkaniſcher Tuff 470, 472, 473. Vulkaniſcher Tuff 201. Wälder 587. Waldbau 602. Waldheimer Eiſenbahn 105. Waldleben 243. Walkerde 574. Wanderblöcke 118. Warme Quellen 540. Waſſerfälle 23. Waſſerhalbkugel 49. Waſſerwirkungen 89. Wellenkalk 255, 433. Wendenſchanzen 356. Weiberſtein 202. Weinbau 499. Weinbau 210. Weißliegendes 252, 289, 312 Weißer Jura 436, 524. Weißſtein 337. Wetzſchiefer 300, 302, 303, 326, 327, 477, 482, 549. Wetzſtein 365, 561. Wielden oder Wielden⸗ formation 73, 173, 210, 222, 223, 225, 227. Wielden 63. Wieldenkohlen 63. Wiener Eiſenbahnen 105. Wiener Sandſtein 77, 547, 550, 563. Wieſenmergel 132. Wohlſtand 20. Wohnſtäte Pflanzen 160. gechſtein und Zechſtein⸗ formation 62, 173, 175, 186, 206, 231, 233, 242, 243, 252, 264, 269, 278, 289, 312, 314, 342, 387, 390, 430, 456, 497, 511. Zechſtein 87, 118. Ziegeleien bei Wien 535. Zinnerz, Zinnerzgänge u. Zinnerzlager 308, 323, 324, 333, 346, 382. , 5A. 302, 49 beder 133 , 23, — 281— Nachwort. Leider kam mir Riehl's Werk„Land und Leute“ erſt nach Vollendung und theilweiſem Abdruck des Manuſcripts zu, ich konnte deshalb nur wenig aus ihm benutzen, begrüßte aber mit großer Freude dieſes verwandte Stre⸗ ben, dem mein Verſuch als geologiſche Baſis dienen kann. Auch v. Hauer's neueſte Abhandlung über die alpiniſchen Formationen kam zu ſpät, um die darin enthaltenen Berichtigungen zu berückſichtigen. Bei den literariſchen Beilagen zur erſten Abtheilung(bis Fichtelgebirge) hatte ich die Abſicht, nur die bemerkenswertheſten Arbeiten zu nennen. Später ſchien es mir zweck⸗ mäßiger, die Literatur ſo vollſtändig als möglich zu geben, da im einzelnen Falle zuweilen auch eine an ſich unſcheinbare Notiz wichtig werden kann. Auf die Abtheilung in Paragraphen iſt kein großer Werth zu legen. Ich benutze dieſe Gelegenheit, um noch folgende, während des Druckes erſchienene ziemlich wichtige Abhandlungen und Karten zu nennen: In der Zeitſchrift der deutſchen geologiſchen Geſellſchaft, Bd. 5, S. 698: v. Schau⸗ roth, Umgegend von Coburg nebſt Karte; S. 743: Zimmermann, Der Grasbrook bei Hamburg und Tafel XVI; Pfitzmeyer, Ideales Profil der ſchwäbiſchen Alp; Bd. 6, S. 92: Koch, Ueber Tertiärgebilde in Lauenburg, u. S. 99: Römer, Die Kreidegebilde Weſtfalens nebſt Karte des Beckens von Münſter. In v. Leonhard's Jahrb. f. Mineralogie u. ſ. w. 1853, S. 768: Liebe, Das Orlathal nebſt Karte; S. 786: Schill, Die Oetzthaler Gletſcher; 1854, S. 198: Leonhard, Rieſentöpfe bei Heidelberg. In H. Leon⸗ hard's Beitr. zur mineral. Kenntniß von Baden, Heft 3, S. 1: Schill, Das Kaiſerſtuhlgebirge nebſt Karte; S. 75: Koch, Ueber den techniſchen Werth der Geſteine des badiſchen Neckarthales, u. S. 97: Leonhard, Zur Ge⸗ ſchichte des Bergbaues in Baden. In v. Wedekind's Neuen Jahrbüchern der Forſtkunde, 1854, Bd. 4, S. 282: Bartels, Ueber den Hils im We⸗ ſergebirge, u. S. 293: Seidenſtricker, Die Forſtinſpection Lauenſtein in Hanover, beide für Bodenkunde intereſſant. In der Denkſchrift der ſchleſ. Geſellſchaft zur Feier ihres 50 jährigen Beſtehens, 1853, S. 221: Beinert, Ueber die waldenburger Kohlenformation. Pillement, Geogn. Karte des bayr. Kreiſes Unterfranken u. Aſchaffenburg, 1854. Schwarzenberg und Reuße, Geogn. Karte von Kurheſſen, 1854. Freiberg, 24. Juni 1854. Bernhard Cotta. — 282— Berichtigungen. Seite 11 Zeile 4 v. u. l. Sandſtein, Conglomerat ſt. Sandſteinconglomerat „ 18» 7 v. u. l. ihrer ſt. ihre „ 25» 14 v. o. l. 6) ſt. 8) „ 30» 3 v. o. L. 8) ſt. 9) „ 33 y 6 v. o. l. 9) ſt. 10) „ 33 19 v. v. l. 10) ſt. 11) „ 37» 8 v. u. l. 9) ſt. 12) „ 54» 6 v. u. l. In die ſt. Die „ 61» 4 v. o. l. haben gänzlich, ſt. haben, gänzlich „ 65» 7 v. u. l. Gebirgsketten ſo ſt. Gebirgsketten aus ſo „ 106» 7 v. o. l. 10) ſt. 14) „ 115» 3 v. o. l. 11) ſt. 15) » 130» 11 v. o. l. Spandau ſt. Schandau „ 140» 2 v. u. l. dieſe ſt. dieſen „ 182» 14 v. u. l. Mehlingen bei ſt. Mehringen, bei »„ 202» 12 v. o. l. 12) ſt. 16) „ 210» 6 v. u. l. 13) ſt. 17) „ 221 p 7 v. u. l. 14) ſt. 13) „ 227» 13 v. o. l. 13) ſt. 19) „ 228» 11 v. u. I. 14) ſt. 20) »„ 230» 7 v. o. l. 15) ſt. 21) „ 237» 17 v. o. I. 16) ſt. 22) » 239» 17 v. o. l. 17) ſt. 23) » 250» 5 v. u. l. 18) ſt. 24 » 270» 9 v. u. l. 2) ſt. 25) „ 276» 15 v. o. l. Der Thüringer Wald ¹⁸) „ 301» 2 v. u. l. Art wie beiſtehender Holzſchnitt an ſt. Art an » 309» 15 v. u. l. Schöneck ſt. Schonbeck „ 314» 5 v. u. l. Alsbach unweit Steinhaide „ 332» 12 v. u. l. werden ſt. worden »„ 335» 9 v. u. l. Melaphyr ſt. Metaphyr » 345» 5 v. o. l. 22) ſt. 23) »„ 352» 1 v. o. l. 25) ſt. 24) „ 361» 14 v. u. l. Porphyrgang ſt. Gang » 364» 14 v. u. l. Prititz ſt. Pirtitz »„ 372» 11 v. u. l. obern ſt. übern „ 415» 7 v. u. l. ſelben, Schichten ſt. ſelben Schichten „ 421» 8 v. u. l. Dikodyledonenblättern ſt. Dikadyledonenblättern 4»„ 446» 14 v. o. l. Wertach ſt. Wartach „ 448» 15 v. o. l. Scheuchpers ſt. Schruchpers „ 460» 10 v. o. l. vom ſt. von » 466» 14 v. u. l. Lenne⸗ſt. Lenner⸗ »„ 469» 4 v. u. l. Einlagerungen ſt. Einlagen „ 477» 7 v. u. l. Hundsrück ſt. Taunus „ 482» 10 v. o. l. Hundsrück ſt. Hundrück »„ 503» 15 v. u. l. Thalnebeln ſt. Thalnebel » 508» 14 v. o. l. der ſt. ihr »„ 511» 12 v. o. l. Gebirgsfuß ſt. Gebirgsfluß oſſ“ merat an zättern — 283— Seite 519 Zeile 8 v. o. l. Wildbad ſt. Wildbach 524 » 3 v. o. l. Dolerit ſt. Dolorit » 14 v. u. l. nach ſt. noch „ 15 v. u. l. DerDachſtein ſoll nach der neueſten Arbeit v. Hauer's nicht dem Muſchelkalk, ſondern dem Leias entſprechen » 6 v. o. l. lueg ſt. lung » 16 v. o. l. nach ſt. noch » 14 v. v. l. 54) ſt. 53) Beilagen. Zeile 6 v. u. l. in Beilage 24, ſt. II. 5 v. u. l. Utika und Mohawk ſt. Utika, Mohawk und Ske⸗ neotady „ 4 v. u. l. Kieſel⸗Kalk⸗ und Thongeſteine ſt. Kieſel, Kalk, Thon, Steine » 13 v. o. l. welche ſt. welcher Die hier beginnende Tabelle ſollte die Ueberſchrift T. II. tragen als welche ſie S. 7 citirt iſt, und die Ueberſchrift der vierten Spalte ſollte überall lauten: Es enthält ſomit eine Meile 115 Zeile 20 v. u. l. X ſt. XX „» 15 v. u. l. 1320 ſt. 13,200 Fuß .o. l. Süßwaſſerſtrömungen ſt. Südwaſſerſtrömungen „ 8 v. o. l. Wandungen ſt. Wandlungen » 23 v. o. l. ſtroßen ſt. ſtraßen Druck von F. A. Brockhaus in Leipzig. ————— E oꝛdhõog uoru elulls Sunqoag 10Sanqulſpon0 Seprees, eycees. errans dobog 1——— SSZaeH SSP SanudjosloenO dfeopl I1 J. I. 4 3— 4—.—— 3 4 4 4 3 3 — ———— .— Ideale Querschnitte des Harzes. Taf II. Wrkenree Ellrzak 894ur PreEAT A Sond CnI 7 812 qu*o . uPg ua uKIP S19 0 louao— 2 nuSH 8 8 3 S0pu*. 842 h n A e 5 U — 8— 5— 5 8. 3 a- E ru =»dus qouooll 8. uosIdæAoο⁸— 2.—₰ 5 5 S Su.o 542u⁴αlακι uo uq 9⸗ / IWol .spu* 01 Die Bildung der Formationen in ihrer Stufenfolée unter sich. Maasstab= 1:200 000. 5₰. enee rg. 4— n, Mceeusee, S OBERNDGO 26 Malναμν*ννκσeσ 22 FPärrngen. 2 Marchelkalk Leuenkohle Kruper Lias 3— braun Jura weisser Jura— Dihrrium NHHHrrium Tarf n — Dre Zakle Berfersfer wret Funr üDer dem Meere. Art. Anstv F. Malte 69. ex u. Feognost. dargestelh v. IBach — 8 l d1len etetelelt v Sänagaernshadeanan FAhtaſenehngAälaſaassAenenélanendenaêsanwalaagi 2 Oem 1 2 3 3 5 6 8 9 10 11 12 13 eur 8 0 Seeref Chart Green Sllow HRHed Magenta ☛