Wueber Naturalienertrag vom Boden, Produktionskoſten, Wirthſchaftsbedarf und Ueberſchuß bei landuͤblicher Wirthſchaftsart nach eigener Erfahrung in Beiſpielen dargeſtellt von A* BIBIIOTHER hb- kONIGLIOILNN SLXXDEMES NEGI.X 8— Beilage zum 2ten Stuͤck des 23ſten Bandes der Moͤglinſchen Annalen. ————— 4 Berlin, bei Auguſt Ruͤcker. 1 829. Zum Aſten Bande dieſer Annalen habe ich einen kleinen Beitrag geliefert, der uͤber Natura⸗ lienertrag vom Boden, Produktions⸗Koſten, Wirthſchafts⸗Bedarf und Ueberſchuß bei landuͤblicher Wirthſchaftsart handelt, und ſich auf eigne Erfahrung begruͤndet, die ich in einem Wirthſchafts⸗ Beiſpiele darkegte und noch durch andere verſchiedene Beiſpiele mehr zu erweiſen mir vorſetzte. Dieſe Durchfuͤhrung meines Gegenſtandes hat bis jetzt Aufſchub erleiden muͤſſen, weil ich im ver⸗ floſſenen Jahre eine Reiſe unternahm, die bei ihrer Verlaͤngerung durch die deutſchen und italie⸗ niſchen kaiſerlichen Lande, durch die Schweiz und Baiern mehrere Monate erforderte, und weil die Aufſtellung von Bewirthſchaftungs⸗Reſultaten wegen ihrer Bekanntmachung durch den Druck wohl Schwierigkeiten erregt, die man fruͤher nicht erwartet. Die Konjunkturen fuͤr die Preiſe landwirth⸗ ſchaftlicher Erzeugniſſe haben ſich ſeitdem umgeſtaltet und ſind den Produzenten ſehr guͤnſtig ge⸗ worden. Die Fruchtpreiſe erheben ſich uͤber die mittlere Hoͤhe, und belohnen das landwirthſchaft⸗ liche Gewerbe nicht bloß fuͤr den Augenblick, ſondern wahrſcheinlich doch auf die Dauer einiger Jahre. Ging nun die Tendenz meiner fruͤheren Abhandlung hauptſaͤchlich mit dahin, zu zeigen, was die Kultur des Bodens, in Verbindung mit gewoͤhnlicher Viehzucht, waͤhrend eines ſechs⸗ jaͤhrigen Zeitraums bei ſehr niedrigen Produktenpreiſen abgeworfen habe, oder darzuthun, ob und mit welchem reinen Gewinne bei hieſigen Wirthſchafts⸗ und fruͤheren Preisverhaͤltniſſen durch⸗ ſchnittlich Ackerkultur betrieben worden; ſo mag die weitere Ausfuͤhrung dieſes Thema unter den zur Zeit ſehr veraͤnderten Umſtaͤnden leicht manchem Leſer dieſer Blaͤtter wenig intereſſant und unnoͤthig vorkommen, weil er daraus fuͤr den Augenblick praktiſchen Nutzen nicht zu ziehen weiß, und um Konſtatirung von wiſſenſchaftlicher Wahrheit unbekuͤmmert iſt; da ich aber meiner Seits gleich vom Anfang an nicht fuͤr die geſchrieben habe, welche nur fuͤr die Gegenwart und für handwerksmaͤßigen Landwirthſchaftsbetrieb leben, da ich vielmehr dabei nur ſolche Leſer im Auge gehabt habe, welche auch das, was ihnen fern liegt, mit Intereſſe erfaſſen und ſelbſt aus ganz lokalen Mittheilungen die Wiſſenſchaft, welche ich zu foͤrdern mich bemuͤhe, zu bereichern wiſſen, ſo werde ich nicht unterlaſſen, in dem, was ich begonnen, nun weiter fortzufahren, ſollte ich da⸗ 1* durch auch nur das feſtſtellen, was nunmehr als etwas der Geſchichte Angehoͤriges hinter uns liegt, obwohl ich mir ſchmeichle, daß die beigebrachten und beizubringenden Reſultate uͤber Pro⸗ duktionskoſten, Wirthſchaftsbedarf und Ueberſchuß noch praktiſche Brauchbarkeit in der naͤchſten— Zukunft haben werden oder doch behalten koͤnnen. Ich werde zuerſt eine Ueberſicht von einer ziemlich großen Wirthſchaft auf bdenunnten gu⸗ ten Boden liefern, und darauf, um ein Ganzes aus hieſiger Gegend zu geben, auch die Details einer Wirthſchaft auf Sandboden folgen laſſen, und mit den Reſultaten einer Wirthſchaft auf gemiſchtem, Mittelboden und den daraus gezogenen Folgerungen ſchließ en. Bevor ich jedoch jetzt in das Einzelne der erſteren Wirthſchaft eingehe, erlaube ich mir noch bei den Erfolgen einer Wirthſchaft zu verweilen, welche Hinſichts der Groͤße des kultivirten Areals meiner ſchon fruͤher 1 4 abgehandelten Wirthſchaft ſehr aͤhnlich iſt, aber bei einem von dieſer verſchiedenen Betriebe nicht unintereſſante Vergleichungspunkte darbietet. Ich werde die beizubringenden Beiſpiele mit Buchſtaben bezeichnen, auf welche ich mich kuͤnf⸗ tig mehr beziehen muß, und gebe nun letzterer Wirthſchaft den Buchſtaben B, indem ich das . ſchon in fruͤherer Abhandlung dargelegte Bewirthſchaftungs⸗Beiſpiel als mit A bezeichnet zu be⸗ trachten bitte.— Das nun naͤher zu beſchauende Landgut— liegt ziemlich in der Mitte zwiſchen den Staͤdten Magdeburg und Braunſchweig, alſo uͤber fuͤnf Meilen von einem bedeutenden Getreidemarkt. Es hat eine Grundflaͤche von 570 Morgen, wovon 360 Morgen als Gerſtenboden erſter Klaſſe, und auch als Vaaizenboden hie und da, 60. Gerſtenboden zweiter Klaſſe,* 1 125 3„ kalter Berg⸗Weizenboden dritter Klaſſe, und 25 4 ² Wieſen guter Beſchaffenheit zu ſchaͤtzen ſind. Was Hut und Trift anbelangt, ſo wird die Grundflaͤche des Guts auch vom Vieh der Kommune betrieben, ſo wie dagegen 1100 Morgen Aecker, 80 Morgen Wieſen der letztern und etwa 45 Morgen Anger auch vom Viehſtande des Guts im Koppel beweidet werden. Die Lage der Grundſtuͤcke iſt theils eben, theils ſanft geneigt, und ziemlich in der Naͤhe des Gehoͤfts, ihre Bearbeitung im Dreifelderſyſtem, die gewoͤhnliche mit 3 Furchen zur Winterung und 2 bis 3 Furchen zur Sommerung, mit einer Duͤngung ums dritte Jahr und mit der ſonſt uͤblichen Bearbeitung und Beſaͤmung. Daher wurde an Vieh durchſchnittlich bisher gehalten: 1) 10 Ackerpferde, mehrere Fuͤllen zur Zucht und ein Reitpferd; 2) 40 Stuͤck Rindvieh, mit Einſchluß von 15. Stuͤck jungeny guͤſten Viehe; 3) 10 bis 20 Stuͤck Schweine; 4) 300 Stuͤck Schaafe uͤber Winter, welche nur erſt in der Veredlung begriffen ſind. Das Perſonal der Arbeiter beſtand in 14 Domeſtiken, welche in einer gewoͤhnlichen guten Koſt und in einem Jahrlohn von 20 bis 30 Thlrn. anden und in 6 Arbeiterſahnien fuͤr die 5— 5— Ernte, den Ausdruſch der Fruͤchte u. f w., welche in Accord und in Taglohn von 3 bis 6 Gr. arbeiteten. Die Produktion, die Konſumtion und der Ueberſchuß an Naturalien im Durchſchnitt der 6 Jahre von 1819 bis 1825 weiſet die hier beigefuͤgte Tabelle nach, wozu ich die Bemerkung fuͤge, daß, da ſich die Aecker in gutem Kulturzuſtande fanden, ein ziemlich ausgedehnter Weizen⸗ und Oelfruchtbau betrieben worden iſt. Nachweis uͤber Produktion zu B. — Zur Einnahme. .—. Ausſaat. Ernte. Sortimente im Durchſchnitt der 6 Jahre 1 4 4 5 chſchntt.* 1819 bis 1825. in Summa vom Morgen trags⸗ —— ko Norg. Sft. Ms. Schock Schff. Schock Sft tz. 1) Raps und Ruͤbſen......... 36 2 61 191 392 51 10 14 165 2) Roggen............. 57 66— 292 664 5 11 10 10 3) Weitzen............ 98[130 2 507 1094 5 11 2 8 ⅔ 4) Huͤlfenfruͤchte........ 39 39 6 128 236 385 6— 6 6) Haker.......... 68 107 10 194 1154 2 17— 10 6) Gerſte............ 88 13 8 250 1126 2 ½ 12 13 8 Summa 386 476— 1562 4666———— 7) Flachs......... 9———————— 8) Kartoffeln............ 10 l0oh—(1000— ioo 10. 9) Ruüben........... 10——— 2000— 200—— J10) Kohl............. 10—— Ctr. 2720— 272——, 11) Klece 35 3 4 Ctr. 5200— 160—— Luzerne....... 5— Err. 1100— 220—— 12) Brache.......... 80———————— Summa 545———————— 13) Wieſen............ 25—— Ctr 550)— 22—— 3 Heu Areal............ 537— Iwonfs u212(Ll vulun 2Ppva(I 2uaaeng 221(II 14(01 uqne(6 ujadae(8 p bl§(2 LLIILII vun — 3..... 2109 S„..... 12 vE 199 3 21Ppnuin 5 9 2.... 1adI 4... ab Haus 091 ueqmns qun gdvie 4cs 1S As 10 u 10 1 10 1 12† dohxa en(oa.28I 319 6181 142G99= 24vGS⸗uile 2042 ſh uen— ᷓ 31dv 9 12 an p uun een 21vuc) 1 21 aua1 LQuvde e 1 9½ 1aoch svo auS 2 2. v S an a n 8 g n uolzzngoach adan 8 12 à c v Dieſe Wirthſchaft B kultivirte ſelbſt 545 Morgen, mithin 30 Morgen oder 1I, mehr, als die in fruͤherer Abhandlung geſchilderte Wirthſchaft A(vergl. daſelbſt S. 9 und 10), bezog von 26 Morgen Wieſen um ¾ mehr Heu, als letztere von 80 Morgen; ihre jaͤhrliche Ausſaat war um uI ſtaͤrker, ihr Koͤrnergewinn aber um faſt betraͤchtlicher, und es erfolgte bei den Halm⸗ fruͤchten faſt 9½ Korn, wogegen in der Kultur bei A(vergl. Seite 21) nur etwa 84½ Korn. Das Prinzip der Bearbeitung war bei beiden im Allgemeinen ein und daſſelbe; die Differenz im Ertrage lag daher in der Qualitaͤt des Bodens, der beſonders auch den Bau der Oelfrucht und des Weitzens beguͤnſtigte. Sie produzirte auch ſo bedeutend mehr Stroh, daß ich es bei jeder Frucht zu wenigſtens 8 Prozent anſchlage, und da auch der Hackfruchtbau und der Futtergewaͤchsbau uͤberhaupt viel lohnender waren, ſo zweifle ich nicht, daß die Wirthſchaft noch eine betraͤchtliche Vermehrung des Viehſtandes zugelaſſen haben moͤchte. Nur in Hinſicht der Schaafhaltung erregte der Mangel an Weiden fuͤr den Sommer einige Schwierigkeit, und wuͤrde die Anſaͤung mehrerer Ackerflaͤchen zur Weide nothwendig gemacht haben. Bei beſtehender Koppelhuͤtung und Gemeinheit ſchien die Ver⸗ mehrung des Rindviehes nicht minder vortheilhaft. Der Verbrauch an Koͤrnern uͤbertraf in der Wirthſchaft B noch den der Wirthſchaft A, ob ſie gleich, bei betraͤchtlich geringerer Schaafhaltung, im Ganzen weniger Vieh zu ernaͤhren hatte. Dies wenigere wurde reichlicher gefuͤttert, und namentlich iſt die Gegend an ſtarke Futterungen der Pferde gewoͤhnt. Es betrug in abgerundeten Zahlen der geſammte Koͤrner⸗Ertrag durchſchnittlich 4670 Schfl. der geſammte Wirthſchaftsbedarf.............. 2500 und der Ueberſchuß zum Berkauf.............. öͤ2170 ⸗ oder nach der Ausſaat reſp........... 9,8 Korn, 5,25 und 4,55 Korn, in der Wirthſchaft A aber....... 8,8„ 5,5 und 3,3„ oder reſp. 3920, 2451 und 1469 Schfl., und die Hufe trug dort 10 Wſpl., hier aber 10 ¼ Wſpl. Koͤrner ab, wovon dort 6 ½¾ konſumirt und 3 ¾ verkauft, hier aber 5 ¾ konſumirt und 5 verkauft wurden(vergl. Seite 20 und 23 des erſten Beiſpiels). Bei einer gleichmaͤßigen Viehhaltung in beiden Wirthſchaften wuͤrde die Kon⸗ ſumtion gleichmaͤßig ausgefallen ſeyn, jedoch mußte natuͤrlich in der Wirthſchaft B wegen ihrer hoͤhern Produktion der Ueberſchuß zum Verkauf auch groͤßer bleiben; welches auch um ſo noth⸗ wendiger war, als aus dem Koͤrnerverkauf der Ausfall bei einer geringen Schaafhaltung moͤg⸗ lichſt erſetzt werden mußte. Zur Ernaͤhrung der letztern dienten, gemaͤß den Anſaͤtzen vorſtehender Tabelle, durchſchnittlich pro Jahr 52 Schfl. Koͤrner, 200 Schfl. Kartoffeln, und 1600 Ctr. Klee in gruͤnem Zuſtande, wovon aber 400 Ctr. abgeweidet, und nur 1200 Ctr. zu Heu gemacht wurden, die auf 280 Ctr. Kleeheu anzuſchlagen ſind. Außerdem empfing die Schaͤferei uͤber Winter ſehr reichlich Weitzen⸗ und Gerſtenſtroh, und Erbsſtroh von 39 Morgen oder 235 Schfl. Erdruſch, wohl an 450 Ctr. Da dieſelbe 300 und mit Einſchluß des Schaͤferviehes 340 Stuͤck hielt, ſo kommt auf das Stuͤck an Heu und Surrogat(Koͤrner excl. Hafer und Kartoffeln) zur Winterfutterung auf etwa 145 Tage pptr. 130 Pfd., und an Erbsſtroh 145 Pfd., an verſchiedenem Stroh gewiß 300 Pfd., welche fuͤr die Art des Viehes eine vollkommen ausreichende Nahrung abgeben. Der Wollgewinn war im Durchſchnitt von 300 Stuͤcken 32 Stein und 14¼ Stein Lammwolle; jene galt 85 Thlr., dieſe die Haͤlfte. Der Verkauf von 40 bis 50 Stuͤck Vieh und den Sterbefellen ergab etwa 90 Thlr. 5 Der Rindviehſtand, welcher aus 40 Stuͤck Alt und Jung zuſammengeſetzt und zu 32 Stuͤck alt Vieh zu ſchaͤtzen iſt, erhielt zu ſeiner Ernaͤhrung im Ganzen und Allgemeinen:— 15 Tage im Feuͤhling Weitzenſchroͤpfe, dann. 1³30 ⸗Luzerne und Klee im gruͤnen Zuſtande, etwa 4500 Ctr., welche auf den Kopf taͤg⸗ lich 119 Pf:d. lieferten. 20„ Wieſen⸗ und Stoppelweide. 200 ⸗⸗ Winterfutter, und zwar:—* 115 Schfl. oder 8625 Pfd. Gerſte..... odber(10= 19) 16387 Pfd. Heu 300 ⸗„ 24000 ⸗ Kartoſfeln....„(2⸗= 1) 12000 ⸗. 1850 ⸗ ⸗, 129500 ⸗⸗Ruͤben..(4⸗= 1) 32375„. 2550 Ctr.„ 2803500 ⸗⸗ Kohl....(6⸗ 1) 46750 ⸗„. 250 ⸗„ 27500 ⸗ Heu.... 2/500— Im Ganzen 135012 Pfd. Heu. Die gegebenen 20 Schfl. Hafer habe ich den Kaͤlbern angerechnet, 3 auch Oelkuchentrank nicht weiter berechnet. Zur Viehmaſt fuͤr den Wirthſchaftsbedarf ſetze ich auch auab. 7012„ Es verbleiben mithin fuͤr 32 Stuͤck Altvieh auf 200 Tage... 128000 Pfd. Heu. oder pro Stuͤck 4000 Pfd., und taͤglich 20 Pfd. Heu. Hierzu kommt aber noch eine reiche Gabe von Weitzen⸗ und Hafer⸗Spreu, von Weitzen⸗, Gerſten⸗ und Haferſtroh, ſo daß die taͤgliche Ra⸗ tion pro Stuͤck auf 25 bis 30 Pfd. Heu, und hoͤher noch, als die Sommerfuͤtterung anzuſchlagen ſeyn mag. 61. Die Futtergewaͤchſe ſind zwar nach der Einnahme⸗ und Ausgabe⸗Tabelle Seite 5 und 6 nur in runden Zahlen abgeſchaͤtzt und berechnet, jedoch iſt dies genau genug geſchehen, um das Reſultat als der Wirklichkeit ganz entſprechend und unbedenklich anzunehmen. Das Vieh war Oldenburger Schlages, wog etwa 700 Pfd., und gab durch die Molkerei⸗ Nutzung einen Durchſchnitts⸗Ertrag von 272 Thlr. jaͤhrlich, jede Milchkuh, 27 Stuͤck angenom⸗ men, alſo 10 Thlr., wobei der Wirthſchafts⸗Bedarf an Milch, Butter, Kaͤſe, Schlachtvieh u. ſ. w. uberdies erfolgte. Vergl. hiermit Abhandlung A Seite 28 und 33. Die Abwartung dieſes Viehſtandes erforderte zwei Leute. 5. *— Die — 9— Ddie Pferdehaltung koſtete im Ganzen jaͤhrlich 916 ¼ Schfl. Körner, die etwa 1100 Schfl. Hafer ausmachen, 300 Ctr. Heu und 75 Ctr. gruͤne Luzerne. Davon kommen auf die 10 Stuͤck Ackerpferde 1000 Schfl. Hafer, 245 Ctr. Heu; auf Fuͤllen, Reit⸗ und fremde Pferde 100 Sahſ Hafer, 55 Ctr. Heu mit 75 Ctr. Gruͤnfutter auf etwa 60 Tage fuͤr die letztern. Das Arbeitspferd empfing alſo jaͤhrlich 100 Schfl. Haferwerth in Koͤrnern, und 24 Ctr. Heu, mithin taͤglich im Durchſchnitt 4,37 Metzen Hafer und etwa 8 Pfd. Heu, wobei es die zu Be⸗ wirthſchaftung von 53 Morgen Laͤnderei erforderliche ſaͤmmtliche Arbeit leiſtete. Von den 100 Schfl. Koͤrnern, die nach der Tabelle von den Schweinen konſumirt wurden, ſind etwa 60 auf Maſtung zum wirthſchaftlichen Fleiſchbedarf verwendet, und das Uebrige aͤuf die erforderliche Anzucht. Der Koͤrner⸗Verbrauch fuͤr die Domeſtiken und das ſonſtige Wirthſchafts⸗ Perſonal ſtieg hier im Beiſpiele B hoͤher, als im fruͤheren bei A(vergl. Seite 29), weil die Haltung nach der Gewohnheit der Gegend reichlicher geſchehen mußte. Man kann auf eine Perſon der Domeſtiken gut 21 Schfl. Koͤrner zu Mehl, Brod, Graupen, Gemuͤſen und Getraͤnk(2 Schfl.) rechnen. Der nach Ausweis der tabellariſchen Ueberſicht S. 6 verbleibende Koͤrner⸗Ueberſchuß wurde im Durchſchnitt der Jahre 1819 bis 1825 zu folgenden Preiſen verkauft: Oelfrucht zu 72 Gr., Roggen zu 24, Weitzen 38, Huͤlſenfruͤchte 34, Hafer 16, Gerſte 20 Gr. der Scheffel. Aus den hier beigebrachten Saͤtzen bildete ſich nun folgende jaͤhrliche Durchſchnitts⸗Einnahme: I. Aus dem Feldbau, und zwar: 1) für Oelfrucht............... 1117 Thlr. 3 Grr. 2) ⸗ Roggen.................. 2201„ 12 ⸗ 3) ⸗ Weitzen............. ͤ.....1314„ 4⸗ 4) ⸗* Hulſenfrucht...............204 ⸗ 6. 5. Sſ....... 168.:* 6) ⸗ Gerſte...... 308„ 13 ⸗ 7) 2 Stroh von der Oelfrucht......... 22 ⸗— II. Aus der Viehzucht, und zwar: 1) aus der Schaͤferei fuͤr Wolle 282 Thlr. 18 Gr., Vieh und Felle 90 Thlr. 372 ⸗ 18 2) aus der Rindviehhaltung fuͤr Butter und Kaͤſe 272 Thlr., fuͤr Vieh N und Felle 32 Thlr..............„ 304 ⸗= 2 3) aus der Schweinezuchk................. 38—. 4) ⸗ ⸗ Pferdehaltung................. 34 ⸗—. 5) ⸗ Jederbiehzucht............ 26„. III. Allerlei Einnahme...... 37 14. Summe ber Einnaßnie 4166 Thlr. 8 Gr. wobei aus dem Feldbau 3334 Thlr., und aus der Viehhaltung 774 Thlr. 18 Gr. erfolgten. 2 Hingegen war die Ausgabe: 4. 1) Zinſen von 36000 Thlr. Grundkapital.......... 1620 Thlr.— Gr. 2) Grundſteuer................ 266 ⸗„ 6⸗ Klaſſen⸗ und Kommunalſteuer... .. 33„ 18 ⸗ 3) Feuer⸗ und Hagel⸗Aſſekuranz⸗Beitraͤge 42 und 25 Thlr..... 67 ⸗—. 4) Zinſen von 6000 Thlr. ſtehendem und Betriebs⸗Kapitale.... 300 ⸗—. 5) Für Saamengetreide c................ 64 ⸗—. 6) ⸗ verſchiedenes Vieh............... 82 ⸗— ⸗ 7) ⸗ Tage⸗ und Geſindelohn............. 664-—. 89) ⸗ Wagnerarbeit................ 30„ 12 ⸗ 9) ⸗Schmiedearbeit und Eiſen............. 102„ 8⸗ 10) ⸗Sattler⸗ und Seilerarbeit............. 33 ⸗„—. 11)*⸗ andere Handwerker.............. 28. ⸗—. 12) ⸗ Gebäude⸗Reparaturen.............. 100 ⸗—. 13)*⸗ Wirthſchafts⸗Utenſilien............. 25 ⸗—. 14) ⸗ Feuerungs⸗Material.............. 80„—. 15) ⸗ Reiſekoſten und Porto.............. 82 ⸗ 14⸗ 16) ⸗ Allerlei Konſumtibſlien.............. 144 ⸗—. 17) ⸗ Allerlei andere Beduͤrfniſſe............. 122„ 6⸗ 18) Insgemein: a) Zur Wirthſchaft............... 95 ⸗⸗—. b) Fuͤr die Direktion........ 200 ⸗—. Summa der Ausgabe 4139 Thlr. 16 Gr. Die Einnahme war 4166 ⸗ 8⸗ Alſo blieb Ueberſchuß 26 Thlr. 16 Gr. Da die Einnahme nach dem, was Seite 5 bis 9 der Wirklichkeit gemaͤß beigebracht, auf⸗ geſtellt worden iſt, ſo bleibt Hinſichts der Ausgabe noch Folgendes zu erinnern: 1) Die Zinſen vom Grundkapitale ſind zu 4 ½ p. C. berechnet, weil dies der gewohnliche Zinsfuß iſt, zu welchem Kapitale auf ſichere Hypothek ausgeliehen wurden und noch ausgeliehen werden. Unter Grundkapital verſtehe ich uͤbrigens den Preis und Werth des fraglichen Gutes, um welchen es in der in Rede ſtehenden Zeit zu haben ſeyn moͤchte, oder welcher ihm doch au⸗ ßerdem beigelegt werden muͤßte, wie dies aus dem nachgewieſenen Durchſchnitts⸗Ertrage von ſelbſt ſich ergiebt. Uebrigens verſteht ſich, daß der angenommene Werth beim wirklichen Aus⸗ gebote des Grundſtuͤcks zum Kauf, je nachdem um letztern mehr oder weniger konkurrirt wird, wie denn dies oft von Zufaͤlligkeiten abhaͤngt, leicht um einige Tauſend hoͤher gebracht oder her⸗ abgeſetzt werden kann. Wenn ich bemerke, daß das fragliche Gut vor 38 oder 40 Jahren fuͤr 12,000 Thlr. verkauft wurde, wo ſowohl Aecker als Gebaͤude ſich in einem uͤbeln Zuſtande befan⸗ — 11— den, ſo beweiſt dies bloß, wie ſich der Grundwerth im Verlaufe der 40 Jahre durch erhoͤheten Ertrag und günſtige Konjunkturen gehoben hat, indem mit den letztern durch Induſtrie der Beſitzer die Ackerkultur ſich verbeſſerte, und wenn ich vom Grundwerthe jetzt 1620 Thlr. Zinſen in Ausgabe ſtelle, ſo iſt damit nicht geſagt, daß der Gutsbeſitzer dieſe wirklich abzugeben habe. Denn wenn derſelbe auch nicht gerade 36,000 Thlr. Schulden hat, ſo gehoͤrt doch zur Vollſtaͤn⸗ digkeit der Wirthſchaftsrechnung, daß von dieſem wahren Grundkapitale die uͤblichen Zinſen mit 1620 Thlr. in Ausgabe gebracht werden, weil ja der Beſitzer das Gut veraͤußern und in dieſem Falle das dafuͤr empfangene Kapital durch Verleihung gewiß ſo hoch nutzen wuͤrde. Haften nicht gerade 36,000 Thlr. Schulden auf dem Beſitzthum, ſo iſt die Stellung des Beſitzers um ſo beſſer. Er kann ſich in unguͤnſtigen Zeitverhaͤltniſſen um ſo weniger gedraͤngt fuͤhlen, und wird vom Er⸗ trage des Guts im Durchſchnitt der Jahre erheblich eruͤbrigen, und dadurch in Stand geſetzt ſeyn, nicht bloß auf Erhaltung und Neubau der Wirthſchaftsgebaͤude das Noͤthige zu verwenden, ſondern auch durch anderweitige zweckmaͤßige Meliorationen im Acker und Viehſtand die Ertrage derſelben zu erhoͤhen. Daß dieſe Wirthſchaft anch in dem eben nicht glaͤnzenden Sexennio von 1819 bis 1825 ohne Nachtheil betrieben wurde, zeigt die Balance der Einnahme und Ausgabe Seite 10. Sie brachte außer den eigentlichen Wirthſchaftskoſten von Nr. 5 bis 18 nicht bloß die Zinſen vom Grundkapitale, ſondern auch die Zinſen vom ſtehenden und Betriebskapitale, ihre Grund⸗ und andere Steuern und die Verſicherungs⸗Beitraͤge gegen Gefahren auf. Bei einer zeitgemaͤßen Schaͤfereihaltung wuͤrde ſie noch ein erhebliches Plus gegeben haben, wie die Wirthſchaft A, welche gegen dieſe im Acker⸗Produktenbau bedeutend zuruͤck ſtand(vergl. S. 18 bis 20 und 31). Und daß die Haltung von 600 Stuͤck feinen Schaafen möglich war, wird man nicht bezweifeln, wenn man den vorzuͤglichen Stroh⸗ und Futtergewaͤchs⸗Gewinn der Wirthſchaft beachtet hat. Die Zinſen des Grundkapitals, welche mit 1620 Thlr. in Ausgabe geſchrieben, ſind als die⸗ jenige Pachtſumme zu betrachten, welche, wenn das fragliche Grundſtuͤck in Zeitpacht haͤtte uͤber⸗ laſſen werden ſollen, gewiß dafuͤr offerirt ſeyn wuͤrde, wobei der Paͤchter ſich doch wohl noch zur Uebernahme der Grundſteuern erboten haben möchte. Wenigſtens wuͤrde er bei Erfuͤllung ſolcher Offerten im Durchſchnitte der 6 Pachtjahre immer noch beſtanden haben, obwohl er dann aus ſeinem Pachtgeſchaͤfte auch nichts mehr, als ſeinen Lebensunterhalt nothduͤrftig bezogen haͤtte. Bei 1620 Thlr. jaͤhrlicher Pacht traͤgt der Morgen im Durchſchnitt von Acker und Wieſe ſchon 2 Thlr. 20 Gr.(die Hufe 85 Thlr.), was unter den mehr bezeichneten Lokal⸗Verhaͤlt⸗ niſſen und mittleren Produktenpreiſen als eine gar nicht geringe Pacht angeſehen wer⸗ den wird(vergl. Beiſp. A S. 36). Fiele dem Paͤchter auch die Grundſteuer zur Laſt, wie dieſe denn bei Staatsguͤtern in der Regel mit in der Pachtſumme bezogen wird, ſo muß der Morgen noch 11 Gr. mehr, alſo 3 Thlr. 7 Gr. Pacht abtragen, wobei die Bewirthſchaftung des Guts zu einer Zeit, wo der Scheffel Roggenwerth 1 Thlr. gilt, nur die Muͤhe des Paͤchters noch gehoͤrig 2* 4 — 12— belohnt, in ſofern die Vieh- und namentlich die Schaafzucht lohnend bleibt, was denn aber bei ſchwacher Haltung einer unedlen Race nicht der Fall ſeyn kann. 2) Die Grundſteuer betraͤgt vom ganzen Areal 266 Thlr. 6 ⸗Gr., alſo vom Morgen durch⸗ ſchnittlich faſt 11 Gr. 3 Pf., und doch iſt der Acker nur zur zweiten und zum Theil zur dritten Klaſſe angeſchlagen. Die Steuer vom Acker erſter Klaſſe betraͤgt im Magdeburgiſchen und an⸗ grenzenden Diſtrikten 16 bis 20 Gr., eine in der That ſehr hohe Beſteuerung. Sie ſinkt bis 4 und 2 Gr. herab, und leider ermangelt ihr dabei im Allgemeinen das Fundament richtiger Klaſ⸗ ſifikation, mithin auch gleichmaͤßige Beſteuerung. Es iſt nicht ſelten, daß Aecker gleicher Quali⸗ taͤt ſo ungleich belaſtet ſind, daß der eine Morgen 16 Gr. zahlt, waͤhrend der daneben liegende nur 8 Gr. entrichtet, weil die Grundſtuͤcke vielleicht ganz unrichtig geſchaͤtzt ſind, oder, welcher Fall noch haͤufiger eintritt, zu verſchiedenen Kreiſen gehoͤren, in denen die Maßſtaͤbe von jeher ganz verſchieden und unverhaͤltnißmaͤßig waren. Man kann hoffen, daß dieſen druͤckenden Miß⸗ verhaͤltniſſen einmal durch eine endliche Regulirung der Grundſteuer, der freilich die ſchwierige, auf gelaͤuterten Prinzipien beruhende Abſchaͤtzung der Grundſtuͤcke vorausgehen muß, abgeholfen werde. Die Klaſſenſteuer iſt auf dem Lande weniger ungleich vertheilt, und laſtet daher weniger druͤckend, ſo ungleich auch ihre Vertheilung im Ganzen ſeyn mag und ſo ſehr ſie eines ſoliden Beſteuerungs⸗Prinzips zu entbehren ſcheint. Die Kommunal⸗Abgaben werden allgemein nach Verhaͤltniß des Grundbeſitzes vertheilt, und belaſten daher auch ungleich. Druͤckend werden ſie hie und dort, wo Kommunen viele Arme, Inſtitute, Bauwerke und dgl. zu erhalten haben, und damit bloß auf Beitraͤge der Gemeinde-Glieder angewieſen ſind. Es verſteht ſich, daß erſt vom Reinertrage eines fundi die Rede ſeyn kann, wenn alle dieſe Steuern vom Brutto⸗Ertrage ab⸗ gezogen worden ſind, und eben das gilt nicht bloß von den Zinſen des Grundkapitals, ſondern noch viel mehr von den Zinſen des ſtehenden und umlaufenden Kapitals. Ich habe von beiden nur 5 p. C. gerechnet, obwohl dies beim umlaufenden oder Betriebskapitale zu wenig iſt. Man kann dies letztere im vorliegenden Beiſpiele zu etwa 2000 Thlr. rechnen, wogegen die Inventa⸗ rten 4000 Thlr. betragen. Ich werde hierauf weiter unten zuruͤckkommen, um es mit anderm zu detailliren. 3) Feuer⸗ und Hagel⸗Aſſekuranz⸗Beitraͤge gehoͤren in eine geregelte Ausgabe⸗Rubrik, und muͤſſen uͤberhaupt jederzeit vom Brutto-Ertrage abgezogen werden, wenn man das Netto ermit⸗ teln will, wie jede andere Verwendung, die zur Abwendung von Gefahr und zur Erhaltung des Ganzen dient. Gegen Hagelſchaden verſichert man jetzt in der That ziemlich billig, weil die Sache von Staatswegen der freien Willkuͤhr und freien Konkurrenz der Intereſſenten bisher hat uͤberlaſſen werden koͤnnen; die Verſicherung gegen Feuersgefahr, welche in Ruͤckſicht der Gebaͤude von Staatswegen erzwungen werden muß, faͤngt an, als eine harte Abgabe zu laſten, weil das Inſtitut die Konkurrenz anderer nicht zu fuͤrchten hat, und ſich die Abſtellung von Maͤngeln und Mißbraͤuchen zu wenig angelegen ſeyn laͤßt. Die uͤbrigen berechneten Ausgaben ſind nach ſchon fruͤher angegebenen Saͤtzen und nach — 13— ihrem wirklichen Betrage niedergeſchrieben; fuͤr die Direktion habe ich aber in dieſer Wirthſchaft B, welche der unter A ziemlich gleich iſt, auch die runde Summe von 200 Thlr., die in letz⸗ terer erfordert worden, beibehalten, und werde uͤber den Betrag, welcher fuͤr die Direktion zu rechnen ſeyn und ſich dabei rechtfertigen laſſen moͤchte, weiter unten verhandeln. Zum Schluß erinnere ich noch uͤber das Reſultat dieſes Wirthſchafts⸗Beiſpiels B: 1) daß der Morgen Acker und Wieſe im Durchſchnitt mit Hinzurechnung der Viehnutzung brutto 7 Thlr. 7 Gr. 4 Pf,, netto aber nach Abzug von 4 ⸗ 10 ⸗1 ⸗ Wirthſchafts⸗Ausgabe, excluſ. 2 Thlr. 20 Gr. 3 Pf. Zinſen vom Grundka⸗ pitale, 2 Thlr. 21 Gr. 3 Pf. abtrug; 2) daß, eine wirkliche Verzinſung des ganzen Grundkapitals vorausgeſetzt, der Morgen dem Grundbeſitzer nur noch 1 Gr. Reinertrag abwarf, welcher gar nicht in Betracht koͤmmt, weil er die von Zeit zu Zeit nothwendigen außerordentlichen Ausgaben auf Bauten u. ſ. w. bei weitem nicht deckt; 3) daß mithin in dieſem Falle die Produktionen des Ackerbaues und der Viehzucht zu niedrigern Preiſen, als die wirklich beſtandenen Durchſchnittspreiſe, nicht verwerthet werden durf⸗ ten, wenn nicht die Fortſtellung der ganzen Wirthſchaft gehemmt oder Zubuße von außerhalb nothwendig werden ſollte; 4) daß demnach der Gutsbeſitzer wohl behaupten konnte, er habe ſeine Produkte des Acker⸗ baues und der Viehzucht im Allgemeinen nur zur ihren Produktionskoſten, d. h. fuͤr das, was ihre Erzeugung gerade ihm koſtete, produzirt. Die Produktionskoſten der Koͤrnerfruͤchte waren alſo in dieſem Beiſpiele und nach dieſer Schlußfolgerung etwa die, welche ich Seite 9 als wirklich Statt gefundene Durchſchnittspreiſe eines Sexennii angegeben habe. Der Scheffel kam darnach von Oelfrucht 72 Gr., Roggen 24, Weitzen 38, Huͤlſenfrucht 34, Hafer 16 und Gerſte 20 Gr.; daß dieſe indeß nicht ganz genaue Produktionspreiſe ſeyn koͤnnen, ſieht man ſchon bei oberflaͤchlicher Vergleichung ihrer Verhaͤltniſſe, worin namentlich die Oelfrucht zu hoch ſteht, und durch ihren Ertrag uͤber die Koſten der Produktion das Minus bei der Kultur anderer Fruͤchte auszugleichen ſcheint. Im konkreten Falle genuͤgt es, zu bemerken, daß obige Preiſe den wirk⸗ lichen Produktions⸗Preiſen nahe kommen, und daß wenigſtens das Ergebniß der Summe aus der Verwerthung der Produkte nach dieſen Preiſen der wirklichen Produktionskoſten⸗Summe ziem⸗ lich gleich ſeyn muͤſſe, weil im Rechnungsabſchluſſe Seite 10 Einnahme und Ausgabe faſt ba⸗ lanziren. Daß, wenn man 1620 Thlr. Grundkapital⸗Zinſen aus der Rechnung weglaͤßt, da⸗ durch ein Plus der Einnahme gegen die Ausgabe von 1646 Thlr. ſich darſtellt, und nun hierauf eine Produktionskoſten⸗Ermittelung der verſchiedenen Fruͤchte begruͤndet, deren Reſultat ganz an⸗ ders ausfallen und die Saͤtze der Produktion durchweg viel geringer erſcheinen muͤſſen, iſt wieder eine andere Betrachtung, die ich um ſo weniger verfolge, als ſie ſicher nicht die richtige iſt. Sie kommt aber haͤufig vor, und bewirkt die großen Verſchiedenheiten in den Produktionskoſten⸗ — 14— Ermittelungen. Man produzirt daher wohlfeiler oder theurer, je nachdem man ſich uͤberall keine geringen oder hohen Zinſen des Grundkapitals(auch der uͤbrigen Wirthſchaftskapitale) berechnet oder in Anrechnung zu bringen genoͤthigt iſt. Außerdem hat auch die Lokalitaͤt und das ganze Wirthſchaftsverhaͤltniß auf dieſe Rechnung ſo großen Einfluß, daß bei ihrer Mannigfaltigkeit die Ausmittelung von Produktionskoſten, welche ſich eigentlich nur auf konkrete Faͤlle gruͤnden kann, ſtets mannigfaltig und von einander abweichend erſcheinen muß. Auch meine Wirthſchafts⸗ Beiſpiele werden dies noch weiter zeigen. Uebrigens ſcheint mir, was die Getreide⸗Produktion betrifft, daß Wirthſchaften unter ſonſt gleichen Verhaͤltniſſen, namentlich Hinſichts der nutz⸗ baren Viehhaltung, um ſo wohlfeiler produziren werden, je mehr ſie von gleicher Flaͤche an Produkten zu gewinnen im Stande ſind. Die Produktionskoſten muͤſſen alſo im Allgemeinen auf dem beſten Boden die niedrigſten ſeyn, und die Wirthſchaft B muß mithin Koͤrner wohlfeiler erzeu⸗ gen als die Wirthſchaft A, weil ſie nach S. 7 9½ Korn bezog, wo letztere nur 8 ½ Korn erhielt. Fuͤr B eine Ermittelung von Produktionskoſten nach dem Verſuche bei A Seite 40 und folgende anzulegen, bin ich außer Stande, weil mir dafuͤr die nothwendigen genauen Data man⸗ geln, in deren Beſitz man auch faſt nur ſeyn kann, wenn man ſich einer ſpeziellen Leitung der Wirthſchaft ſtets unterzog, und zu jeder Zeit in obiger Beziehung ſammelte. Die letzte Ermit⸗ telung S. 47 ſoll noch mehr nur ein Verſuch ſeyn, und bleibt hier fuͤr jetzt außer Beachtung. Um jedoch auch das Wirthſchaftsjahr 1825 bis 1826, welches in neuerer Zeit gewiß das allerunguͤnſtigſte war, weil ſich darin die Preiſe aller landwirthſchaftlichen Produkte am tiefſten erniedrigten, auch hier um ſo weniger unberuͤckſichtigt zu laſſen, als ich ihm im Beiſpiele A S. 31 u. 32 eine beſondere Columne gewidmet habe, ſo gebe ich dafuͤr folgende kurze Anſicht: Die Produktion und Konſumtion wird denen fruͤherer Jahre S. 5 u. 6 gleich angenommen, mithin kommen 2168 Schfl. Koͤrner zum Verkauf, die aber, da Oelfrucht nur 50 Gr., Roggen 14, Weitzen 24, Erbſen 16, Hafer 10, Gerſte 12 Gr. galt, im Ganzen nur 2108 Thlr. 13 Gr. eintragen, und treten dazu................ 324 ⸗— ⸗ Haus der Schaͤferei(die Wolle galt pro Stein 7 ¾ Thlr.)...... 295 ⸗—, und aus der Rindviehzucht, auch aus anderer Viehnutzung ꝛc.,..... 155 ⸗ 14 ⸗ ſo iſt die ganze Einnahme.............2886 Thlr. 3 Gr. Dagegen die Ausgabe, mit Ausſchluß der Grundkapitals⸗Zinſen, indem auch uͤber 126 Thlr. gegen fruͤher erſpart werden konnten,........ 2393 Thlr. 15 Gr. Alſo verbleiben auf jene Grundkapitals⸗Zinſen nur........ 480 Thlr. 12 Gr. Börig; da letztere aber................. 1620 ⸗—⸗ betragen, ſo entſteht ein Deficit von.......... 14t30 Thlr. 12 Gr. welches durch keinerlei Erſparungen gedeckt werden kann.. Hier wird nun der Umſtand recht wichtig, ob der Gutsbeſitzer und reſp. Wirthſchafter in ſeinem Beſitze und Betriebe ſo viel eigenes Kapital hatte, daß ihn das Deficit nicht eruͤbrigter Zinſen wenig belaͤſtigt, oder ob er deswegen auswaͤrts Huͤlfe zu ſuchen und Schulden zu machen — 15— genoͤthigt iſt. Im erſtern Falle kann der Verluſt auf den Wirthſchafts⸗Betrieb nur geringen Einfluß aͤußern, und uͤberhaupt vom Beſitzer in Hoffnung beſſerer Zeiten leicht getragen werden; im letztern Falle aber kann er den geregelten Gong der Wirthſchaft ſtoͤren und den Untergang des Eigners herbeifuͤhren, und wird dies ſogar nothwendig thun, wenn widrige Konjunkturen⸗ Jahre hintereinander ein gleiches Rechnungs⸗Deficit herbeifuͤhren(vergl. S. 34 u. 38 im Beiſp. A). Wie uͤbrigens nun ein durch ſolche Verhaͤltniſſe entſtandenes Minus durch eine aus guͤn⸗ ſtigen Konjunkturen hervorgegangene Mehreinnahme gar leicht unerwartet uͤberwogen oder wenig⸗ ſtens gedeckt werden kann, zeigen die Produktions⸗ und Preis⸗Verhaͤltniſſe des laufenden Wirth⸗ ſchaftsjahres, und die Erfahrung beſtaͤtigt es, wie ſich Verluſte durch Gewinne im Durchſchnitt der Jahre ſtets ausgleichen(S. 38 u. 39 oben); doch iſt eben ſo gewiß, daß Landwirthe, denen Kapital, Kredit oder uͤberhaupt das Mittel fehlt, momentane Verluſte widriger Zeitabſchnitte zu tragen, durch dieſe ruinirt und der Vortheile aus geſegnetern Jahren nicht theilhaftig werden koͤnnen. Ich ſchreite zum Wirthſchafts⸗Beiſpiele C. Dieſes liegt drei Meilen von Magdeburg, in der ſogenannten Börde, und umfaßt ein Areal von 2023 Morgen, und in dieſem 1565 Morgen Acker, 380 Morgen Wieſen, 75 Morgen privative Anger und 3 Morgen Gaͤrten, und hat außerdem Koppelhuͤtung fuͤr Schaafe von 1600 Morgen Feldern, die etwa ¾ als Brache liegen, und 180 Morgen Wieſen von angrenzenden Gemeinden. Von den ergiebigen Aeckern gehören 480 Morgen zum Weitzenboden zweiter Klaſſe, 850 Morgen Gerſtenboden erſter Klaſſe und 235 Morgen Gerſtenboden zweiter Klaſſe. Es ſind aber 1200 Morgen zehntpflichtig, und nur 365 Morgen vom Weitzenboden zehntfrei, uͤbrigens keiner Beſchraͤnkung in der Bearbeitung unterworfen. Die Wieſen tragen zwar eine anſehnliche Futtermaſſe von uͤber 200 Fuder à 25 Ctr., jedoch iſt die letztere ſaurer, ſchlechter Beſchaffenheit, und nur 110 Morgen ſind als Wieſen mittlerer Qualitaͤt mit etwa 80 Fuder Heugewinn zu ſchaͤtzen. Ein Theil der Wieſen wurde bisher nur einmal gemaͤhet, und diente uͤbrigens mit einem andern Theile, der fuͤr immer den Schaafen eingeraͤumt war, zur Weide fuͤr Schaafe und zu Zeiten auch fuͤr das Rindvieh. Auf ſaͤmmit⸗ lichen Guts⸗Grundſtuͤcken haftet keine Huͤtungs⸗Servitut.— Sie umgeben den Wirthſchaftshof, liegen eben, und werden, wie bei B, mit Leichtigkeit nach alter Obſervanz im uͤblichen Dreifelder⸗ Syſtem beackert, jedoch iſt fuͤr die Sommerfrucht meiſtens eine dritte Furche noͤthig(vergl. S. 6 bei A und S. 4 bei B). Die neueſte Veranſchlagung des Gutes war, weil ſie ſich auf eine fruͤhere, vielleicht ge⸗ nauere, baſirte, hoͤchſt einfach, nach folgenden Saͤtzen: 1) für 365 Morgen zehntfreiem Acker à 3 Thle. 2 Gr. 1125 Thlr. 10 Gr. , 1200„ zehntbarem Acker à 2 Thlr. 12 Gr. 3000 ⸗„— 4125 Thlr. 10 Gr. 2) 110„ Wieſen iſter Klaſſe à 1½ Thlr. 165 Thlr.— Gr. „ 180 ⸗„ 2ter Klaſſe à 1 Thlr. 180 ⸗⸗— 9— „ 90 2 2 3ter Klaſſe à 18 Gr. 67„ 12 ⸗ 45 Slͤck milchende Kuͤhe à 3 Thlr.... 135 Thlr.— Gr. 135. ⸗ guͤſtes Vieh à 1 Thlr. 15 ⸗— ⸗ „ 1200 ⸗ Schaafe à Hundert 30 Thlr. 360 ˙ X „ 12 Schock Schweine à 10 Thlr... 15 ⸗—. „ Feberbleh............ 10 ⸗— 535 ⸗—, 4) ⸗ 28 Schock alte Weiden à 16 Gr...... 18 Thlr. 16 Gr. „ 12„ unter ſechs Jahr à 10 Gr.... 5—⸗ 3 23 ⸗ 16 ⸗ Summa 5096 Thlr. 14 Gr. incluſive X in Gold mit 1700 ⸗—.⸗ 1 Berechnet man das Gold mit 15 p. C. Agio zu Courant, ſo iſt die ganze Summe 5351 Thlr. 14 Gr., welche vom Jahre 1819 ab als jaͤhrliche Pacht gezahlt werden ſollte, wozu Paͤchter auch noch 2 p. C. der Pachtſumme zur Erhaltung der Gebaͤude beiſteuerte. Er hatte mithin im Ganzen 5458 Thlr. 14 Gr. aus den verpachteten Parcellen herauszuwirthſchaften. Es fallen da⸗ bei auf den Morgen Acker und Wieſen im Durchſchnitt mit Hinzurechnung der Viehzucht 2 Thlr. 19 Gr. 3 Pf., wobei zu erinnern, daß faſt 2 zehntpflichtig ſind. Demnach urtheilte man im Jahre 1819 mit Recht, daß ſolche Pacht unter den beſtehenden Acker⸗Qualitaͤts⸗ und Wie⸗ ſen⸗Verhaͤltniſſen billig ſey, und dem Paͤchter einen reichlichen Gewinn ſichere. Nach dieſem Er⸗ trage wuͤrde das Areal pro Morgen circa 62 Thlr., und das Ganze(1948 Mrg.) 120,976 Thlr. werth ſeyn, wovon jedoch der Kapital⸗Betrag der Grundſteuer mit pptr. 22,000 Thlr., und der Gebaͤude⸗Unterhaltung mit 10,000 Thlr. abzuziehen ſeyn duͤrfte. Da es keinem Zweifel unter⸗ liegt, daß eine Flaͤche von 52 ½ Hufen Acker und 12 ½ Hufen Wieſen der bezeichneten Lokalitaͤt bis dato uͤber 89,000 Thlr. verkauft werden, ſo ſcheint dies obiges Urtheil uͤber die Billigkeit der vorliegenden Pacht zu beſtaͤtigen. Letztere zu betreiben und nach Gutbefinden zu nutzen hielt Pachtinhaber: 1) 32 Arbeitspferde in 6 ½ Geſpannen, 2 Reitpferde, und zur Nachzucht 8 bis 12 Fuͤllen. 2) 90 Stuͤck Rindvieh, worunter junges, guͤſtes Vieh iſt. 3) 80 Stuͤck Schweine mit 8 Saͤuen. 4) 3000 Stuͤck Schaafe uͤber Winter, ſehr veredelter Electoral⸗Race, 1 3 8 und — 17— und hierzu dienten 13 Pferdeknechte, 3 Leute beim Rindvieh, 5 Schaͤfer, 4 Maͤgde, 1 Wirth⸗ ſchafterin, 2 Hofmeiſter, 2 Verwalter, 1 Gaͤrtner; außerdem regelmaͤßig 18 Leute zum Maͤhen, Dreſchen und zu andern Handarbeiten. Die gewoͤhnliche Jahresloͤhnung der Domeſtiken war, bei einer reichlichen Bekoͤſtigung, zwiſchen 15 und 30 Thaler, wobei ein jeder auch ſo viel Land wohl benotet erhielt, um 8 Scheffel Leinſaamen fuͤr ſich darauf anzuſaͤnn. Das Maͤhen des Roggens und Weitzens geſchah, nach alter Obſervanz, noch immer fuͤr das Natural⸗Quotenlohn der 18ten bis 20ſten Garbe; die Sommerung, Oelfrucht und Graͤſerei wurde aber in einem Accordlohne von 170 Thalern und 60 Tonnen Bier abgebracht. Der Lohn bei den verſchiedenen Handarbeiten betrug, wie an andern Orten, nach Verſchiedenheit der Tageslaͤnge und Arbeit, 3 bis 5 Gr. pr. Tag. Die Schaͤfer wurden beköſtigt, und zogen als Lohn den Ertrag von 45 bis 60 Stuͤcken Vieh, weil die Ablohnung durch Haltung eigenen oder Gemengviehes, den hoͤhe⸗ ren Beſtimmungen zufolge, aufgehoben worden war. Ich komme jetzt zu einer Total⸗Ueberſicht der gewonnenen Erzeugniſſe, wovon ich in fol⸗ gender Tabelle den ganzen Ertrag, die Ausgabe und den Ueberſchuß darlege; jedoch habe ich nur 4 Jahre, die von 1821 bis 1825, gehoͤrig nachweiſen und zum Durchſchnitt ziehen koͤnnen, weil die mir aus den beiden Vorjahren, 1819 und 1820, zugekommenen Anzeichnungen uͤber Aus⸗ gabe und Verbrauch nicht vollſtaͤndig genug waren, um darauf das Detail meiner Konſumtions⸗ Tabelle zu begruͤnden. Uebrigens bin ich berechtigt, anzunehmen, daß ſowohl Einnahme als Aus⸗ gabe in den beiden fehlenden Jahren dem Durchſchnitte der folgenden Jahre ganz nahe kommen, und habe mich durch die Ernte⸗Regiſter, hinſichts der Einnahme, davon uͤberzeugt. Jene bei⸗ den Jahre gehoͤren bekanntlich auch zu den fruchtbaren und ergiebigen. Specielle Ue be rſicht von Zur SEinnahme. 3 n r Ausſaat. E: e. MNaͤher⸗ un d hſaats⸗Jah Lte Wberunt (vom Iſten Juli bis ultimo in Summa. vom Morgen.. 3 Juni.) 3 Morg. Schft Schfl. Schck Schſt Schck Schſi — 1. Oelſaar. 1 1821 zu 1822 60 4 2 6941 5 ½ 11— 21 11 1822 zu 1823 54 7 447 4 ½ 8— 14— 1823 zu 1824 65 6 575 5 8— 18— 1824 zu 1825 70 6 7441,54 10— 23 4 Summa von 4 Jahren 249 24 246020 39— 76 15 Durchſchnitt fuͤr 1 Jahr 62 6 6155 9— 19 4 2. Roggen 1821 zu 1822 170. 224 8 1556] 5 10 47 97 4 1822 zu 1823 220 280 1375 3 ½ 7 42 85 15 1823 zu 1824 193 251 1757 4½ 10 52 109 13 1824 zu 1825 301 1 365 2221 44 8 77 138 13 Summa von 4 Jahren 884 1121 6909,18 37 218 431 13 Durchſchnitt fuͤ 1 Jahr 221 280 1727] 4 ½ 9 54 107 4 3. Weitzen. 1821 zu 1822 292] 444 29931 4 ½ 11 10 68[187] 1 1822 zu 1823 300 492 2950]5 11 76 184 6 1823 zu 1824 273 432 2598 5 ½ 10 70 t62 6 1824 zu 1825 202 326 2372]5 ⅓ 13 53 148 4 Summa von 4 Jahren[1067 1694 1091320 47 267 682 1 Durchſchnitt fuͤr 1 Jahr den Boden⸗Erzeugniſſen Ausgabee. 19 Zur Für das Fuͤr den Viehſtand, und zwar: Auf Summa ueber⸗ Ausſaat. Wirth⸗—— Einmaß aller ſchuß fchafte,, Pferde. Rind⸗ Schaafe. Schweine Feder⸗ Maſt⸗ Alund Ausgabe. Bbumn deelnge. vieh. vieh. vieh. Abgang. erkauf. putate. 4. 2o r o ſSch. M Schff nSchſ. Nr Sch S5. Schf m Schſt In Schf. N Schf R 4 2 4— NO H-+- Xy=ER= 6+ 35 13] 658713 71 3-SAAIAA3-lo 41715 6ʃ12 3 8—— OJ—-ß—-—=——7[8 35 12 539 4 61G 38-S=S=SA=SA=A== 30 19 704,6 24 131 14——-—-————— ⁵ 49———————— 24 8 140 4[2319˙12 6G 2A 36&-=SAAABIl6 3. 37915 2241 8 3087—] 2947—[—] 3505 9— ſ=ä= 40 1313 12⁄ 242) 4. 280— 298 8 222——— 408— 8——— 18— 1312 7 62 9 25112 315————— 560———- A 33—[1260 9 487., 7 365 288 81 276—— 4 820—————— 45 8§1933 13287 3 1121 41210— 792—— 2138————— 136 85829 91079 7 280 5 302 8 198——— 534 8————— 34 2 1457 6 269 14 444—1 40- 1———ℳß?——— 2 44—- 1 70—]1 743 512249/11 492— 34———-— Yt-——— 18—— 55— 766 14 21832 432˙12⁄1 32—— 8———-——-— 1 44—— 81— 709 61888/10 326 44———----— 89 2——— 33— 553 4/ʃ1818ʃ12 1694, 12 150———— 7——[239—[2772 13/8140 3 693 — 20 — Specielle Ueberſicht von Zur Einnahme. u r . t.. 1 3 2 ih 2 1 Wirthſchafts⸗Jahr Aulſan erntee Paſ Dadenund (vom Iſten Juli bis ultimo in Summa. vom Morgen. Er⸗ Zehnt 3 3 3 3 ſtrags Jun.) korn. [rora Schſt on Schc Schl. ſechek Schf. N SchaSchek Schfſm 4. Huͤlſenfrucht. 1821 zu 1822 146 278— 378 13381 2 ¾ 10 1/ 5 29/— 83 110 1822 zu 1823 144 270— 434] 11600 3 8 1 4 ½— ·—[72 8 1823 zu 1824 192 350 8] 506 965] 2 ½ 5 9 3 41[— 60 5 1824 zu 1825 200 361— 518 1084 24 5 12 34 1 30— 67 12 Summa von 4 Jahren 682[1259 81836 4547 10 29 7 15 ⅜[100/%⁹— 284 3 Durchſchnitt fuͤr 1 Jahr 170 ½ 314 14 459] 1137] 28 7 5 3;3d 25— 71 1 5. Hafer. 1821 zu 1822 264] 405—]1 482 3095] 1391 12 12 8 ½ 1 39 ſ—[193 7 1822 zu 1823 272 392— 340 3020] 1 4 12 5] 8½ 33[— 188 12 1823 zu 1824 361 5534— 784 5532 2 ½ 16 3710 ¾ 42— 345 12 1824 zu 1825 343 523— 660 3934 2 11 4 74 22— 245 14 Summa von 4 Jahren[1240 1874—[2266/15581 7 ½4 52 8 35 ½ 136]— 973 13 Durchſchnitt für 1 Jahr 310 468 8 566 3895 18 13 4 9 34— 243 7 6. Gerſte. 1821 zu 1822 193] 320 4] 464 2083] 2 ⅜) 11—] 6 8]—[130 3 1822 zu 1823 189 286— 255] 1764] 14 10— 6 17—[110 4 1823 zu 1824 192 300— 544 2444 3 13 6 84 28— 152 12 1824 zu 1825 103 172 8]1 280 1296 2 ½ 13 4 8 14 81— Summa von 4 Jahren 677 1078 12 11543] 7587] 94 47 10 30 67— 474 3 Durchſchnitt fuͤr 1 Jahr den Boden⸗Erzeugniſſen. Ausgahbe. Zur Ausſaat. Schft Fuͤr den Viehſtand, und zwar: Pferde. SchfiN Schfl. Sonſm Ueber⸗ ſchuß zum Verkauf. 278— 270— 350 361— 5 56— 60 2 32— 591 276— 2013 330 4 1259 188— 314ʃ14 405— 392— 554 523 1874 468 —= Wirthſchafts⸗Jahr (vom Iſten Juli bis ultimo Juni.) 22— Specielle Ueberſicht von Zur Sinnahme. Ausſaat. 1821 zu 1822 1822 zu 1823 1823 zu 1824 1824 zu 1825 Summa von 4 Jahren Durchſchnitt fuͤr 1 Jahr 1821 zu 1822 1822 zu 1823 1823 zu 1824 1824 zu 1825 Summa von 4 Jahren Daurchſchnitt fuͤr 1 Jahr 1821 zu 1822 1822 zu 1823 1823 zu 1824 1824 zu 1825 111 Summa von 4 Jahren Durchſchnitt fuͤr 1 Jahr Er u t o. in Summa. vom Morgen. Pfund. Pfund. 7. Kartoffeln. 231040 6080 235620 5610 252000 7200 199500 5700 918160 24590 229540 6147 8. Ruͤben. 388500 12950 515200 16100 382200 13650 462000 15400 1747900 58100 436975 14525 9. Kohl. 360000 30000 420000 28000 490000 35000 448000 28000 1718000 121000 429500 30250 11 1. I 1II LI A — 23 den Boden⸗Erzeugniſſen. Ausgabee. ur das uͤr den Viehſtand, und zwar: Auf Ueber⸗ Ablkat Wirtye 84 kand 4 Einmaß Sang ſuß umt haftspe Pfer⸗ Rindvieh. Schaafe Schwei⸗ Feder⸗ Maſt⸗ Abgang Ausgabe.— Deputate. de. d ne. vieh. vieh. pfund. Pfund. Pfd. Pfund. Pfund. Pfund. Pfund. Pfund. Pfund. Pfund. Pfund. 24300] 15000—— 160000 10740— 115000 6000] 231040— 28500 15000—— 150000,2 1120— 115000 6000] 235620— 25200 15000—— 175000 13800— 115000 8000 252000— 26600 15000—— 125000 13900— 135000 4000 199500— 104600 60000—— 610000]59560—(60000 24000 918160— 26150 15000—— 152500 14890— 115000 6000] 229540— — 6000]— 355500——— 15000 12000] 388500— — 6000]//⁰ñ nO 476200——— 15000 18000 515200— — 6000— 349200———[13000 12000] 382200— — 6000— 425000——— 15000 16000 462000— — 24000— 1605900———(60000 58000ʃ1747900— — 6000]⁰/ 401475——— 15000] 14500] 436975— — 4000]— 307000%——— 24000 25000] 360000— — 4000]/— 367000——— 24000 25000 420000— — 4000/⁰— 437000——— 224000 25000] 490000— — 4000— 395000———(24000 25000 448000— — 16000]— 1506000——— 96000[100000][1718000— — 4000— V 376500 V——— 24000 25000] 429500— — 24 12. Flachs, jedes Jahr 20 Morgen fuͤr die zur Wirthſchaft gehoͤrigen Leute u ſtens als Loͤhnung, zum Theil fuͤr Zahlung. 13. Brache im Jahr 18 ³4½ 252 Morgen, 183 187 Morgen, 18 ³½ 112 Morgen und 18 ¾ ½ 160 Morgen, durchſchnittlich pro Jahr 177 ¾ Morgen. Ganze Ernte, Da vo u und zwar: 5— 4 den Pferden dem Kuhvieh den Schaafen Wirthſchaftsjahre und 1 Sortiment. Gruͤn Heu Gruͤn Heu Gruͤn Heu Gruͤn] Heu Mor gen. Tautner 2 9o Ptun. 10. Klee und 8 Mor⸗ zur gen Luzerne. Weide. 1821 zu 1822 78] 13540 600 240— 11800 150 1500 450 1822 zu 1823 80 9000 700—— 8000 200 1000 500 1823 zu 1824 70 12290 375 240— 11050— 1000 375 1824 zu 1825 75 11870 525 240— 10630 150 1000 375 Von 4 Jahren 303 46700 2200 720— 41480 500 4500 1700 Fuͤr 1 Jahr 75 ½ 11675 550 180— 10370 125 1125 425 11. Wieſen. zur Weide Aud 1821 zu 1822 380 1vom 5225 zur 1425 kur 1800 ſis nge 2000 1822 zu 1823 380 2brit n 3775 Weide 1100] Weide 1050 5 Tage 1625 1823 zu 1824 380 vom 5650 Füüen 1150 Suner 1700 April, 2800 1824 zu 1825 380 Delbr 6275 dim 1250 jedes 1850 300 3175 Deebr Herbſt Jahres. Herbſt. Von 4 Jahren 1520°— 20925— 4925— 6400— 9600 Fuͤr 1 Jahr 380— 523141— 1231— 1600%— 2400 nd Arbeiter, mei⸗ Es iſt geſchaͤtzt worden, daß der Morgen im Durchſchnitt abtrug von Luzerne 230 Ctr., von Klee 210 Ctr. 2 200 ⸗. 2 150 ⸗ 4„ 220 ⸗ 2 ⸗ 200 ⸗ 4 220 ⸗ 2 2 190 ⸗ „ ⸗ 870 ⸗ 2 2 750 ⸗ ⸗ ⸗ 217 ¼⸗ 187¼ ⸗ Das Heu iſt nach den eingebrachten Fudern abgeſchaͤtzt worden, und jedes zu 25 Ctr. gerechnet. Einige Wieſen waren einſchuͤrig, und wurden deswegen lange Zeit zur Behuͤtung genutzt. Auch ſind in Jahren, wo es nothwendig erſchien, wohl Wieſenflecke gar nicht gemaͤhet und ſtets nur den Schaafen zur Weide eingeraͤumt geweſen. Wird dies bei Ziehung eines Durchſchnitt⸗Ertra⸗ ges nicht beruͤckſichtigt, ſo gab der Morgen in vier Jahren, von 1821 bis 1825, reſp. circa 14, 10, 15 u. 16 Ctr. Außer dieſem Durchſchnitte trug aber manche Wieſe 20, ja bis 25 Ctr. Heu, obwohl keine an einem Fluſſe, ſondern alle nur in Felder⸗Niederungen belegen waren. Das Kleeheu iſt, wie das Wieſenheu, nach der Fuderzahl abgeſchaͤtzt, die Maſſe des gruͤnen Klees aber theils nach den eingeholten Ladungen, deren Durchſchnitts⸗Gewicht man kannte, theils morgen⸗ weiſe nach genauer Beſichtigung des Wuchſes. Der Kohl iſt nach Wagen⸗Ladungen im Ganzen berechnet, der Nuͤben⸗Ertrag nach Scheffeln à 70 Pfd. Das Gewicht der Kartoffeln in Maſſe iſt eben ſo gefunden, nachdem der geſtrichene Scheffel zu 80 Pfund angeſchlagen worden, wie ſchon fruͤher... Der Flachs⸗Gewinn kann nicht beigebracht werden; es iſt dies auch um ſo weniger noͤthig, als er bei weitem zum groͤßten Theile nur den Arbeitern gehoͤrte, und als das, was fuͤr die Hauswirthſchaft erbauet, in dieſer regelmaͤßig verbraucht wurde. In der Brache ſind wohl zuweilen noch einige Morgen mit Sommerhafer und Rauhzeug beſaͤct worden, doch iſt davon, weil es im Durchſchnitt wenig betraͤgt, kein Nachweis gegeben. Die dazu verwendete Einſaat iſt der Viehſorte, welcher ſie zu gute kam, bei ihrem uͤbrigen Koͤrner⸗Verbrauche angerechnet worden. Die Ausſaat von Körner⸗Gemengen zum Gruͤnfutter fuͤr Rindvieh und zur Weide fuͤr Laͤmmer konnte in dieſer Wirthſchaft, wo die Kleearten vorzuͤglich 4 ————— F S — 26— gediehen, und im Nothfalle die Wieſenmenge eine Aushuͤlfe gab, entlehnt werden. Den folgen⸗ den Getreide⸗Saaten gereichte dies eben ſo zum Gewinn, wie es anderen Wirthſchaften, deren Viehſtand mit darauf angewieſen iſt, in ihrer Koͤrner⸗ Probuktion nachtheilig wird, indem jene Futtergemenge bekanntlich bedeutend zehren.— Von Kleeſaamen wurde nur ganz wenig ſelbſt erzielt, und der Bedarf mithin faſt ganz an⸗ gekauft. Die Ausgabe dafuͤr folgt mit den baaren Ausgaben weiter unten. Der zum Ruͤben⸗ und Kohlbau erforderliche Saamen iſt zum Theil im Garten gewonnen. Von Nuͤben wurden die Kohlruͤben(Steckruͤben) und die Turnips gebauet, beide zum Viehfutter; von Kohl die groͤ⸗ ßere Art Kopfkohl. Kohlruͤben mit Kartoffeln und Kohl, letzteren beſonders eingemacht, geben eine gewoͤhnliche(woͤchentlich einmal) gereichte Speiſe der Dienſtboten ab. Haͤufiger aber wer⸗ den noch die Kartoffeln genoſſen. Hauptuͤberſicht von Ernte, Wirthſchaftsbedarf und Ueberſchuß an Koͤrnerfruͤchten. 1821 bis 1822. 1³ 22 bis 1823. Einnahme. Ausgabe. Uebrig. Einnahme. Ausgabe. Uebrig. Schocke] Schfl. Schocke./ Schfi.] Schfl.] Schocke. Schfl. Schocke. Schfl.] Schfl. 1. Oelſaat. 308 694— 36 658 222 447— 29 418 2. Roggen 849 1556 115 1314 242 766 1375 100 1312 63 3. Weitzen, 1370 2993 190 743 2250 1512 2950 196 767 2183 4. Erbſen. 378 1338 29 746 592 434 1160— 884 276 3, Hafer.. 482 3095 39 3067 28 340 3020 33 3007 13 6. Gerſte.. 464 2083 8] 2009 74 255 1764 17 1754 10 Summa 3851 11750 381 7915 3844] 3529 10716 346 7753 2963 1823 bis 1824. 1824 bis 18 25. Sinnahme. Ausgabe. Uebrig. Einnahme. Ausgabe. Uebrig. KSchocke. Schſl. Schocke] Schfl. Schfl. Schocke. Schfl. Schocke. Schfl. Schfl. . Oelſaat. 315 575— 36 539 398 744— 40 704 Roggen. 934] 1757 132 1270 487 1382 2221 215 1934 287 . Weitzen 1408 2598 183 709 1889 1065 23872 153 553 1819 . Erbſen. 506 965 41 764 201 518] 1084 30 754 330 . Hafer.. 784 5532 42 4186 1346 660 3934 22 3539 395 . Gerſte.. 544 2444 28 1912 532 280 1296 14 1294 2 Summa] 4491 13871 426 8877 4994] 4303 11651 434 8114 3537 — 27— Zuſammengeſtellt: 1s Jahr Einnahme 3851 Schck. 11759 Sfl., Ausgabe 381 Schck. 7915 eh, Uebrig 3844 Sfl. 28„. 3529 ⸗ 10716 ⸗„ 346 7753 ⸗ 2963. 38 ⸗. 4491 ⸗ 13871 ⸗„ 426 ⸗ 8877 ⸗„ 4994 ⸗ 4s8„ 4303„ 11651 434 8114 ⸗ 3537 ⸗ Summa 16174 ⸗ 47997 ⸗ 1587 32650 ⸗„ 15338 Ein Jahr.... 4043 11999 ⸗ 397 ⸗ 8165 ⸗ 83834 ⸗ In naheren Zahlen iſt mithin das Verhaͤltniß wie: Einnahme 11 Schck. 25 Sfl., Ausgabe 1 Schck. 18 Sfl., Uebrig 8 Efl. Der Strohgewinn iſt durchſchnittlich anzunehmen: von 615 Schfl. Oelfrucht(à 80 Pfd. 190 Pfd.) 1168 Ctr. à 100 Pfd. 1727„ Roggen(à 80 200 ⸗) 3454 ⸗ 2. N N 2 2728 ⸗ Weitzen(à 990 ⸗ 195 ⸗) 5320 ⸗„ 2 „ 1137„ Erbſen(à 95 ⸗ 185 ⸗) 2103 ⸗ 2438s „ 3895 ⸗ Hafer(à 50„ 80 ⸗) 3116 ⸗ 2. 2* „ 1897 ⸗ Gerſte(à 70 ⸗ 112 ⸗) 2124 ⸗. ⸗ von 11999 Schfl. Frucht—— 17285 Ctr. Stroh mit Spreu und Ueberkehr, wovon der Schaͤferei 12103 Ctr.(naͤmlich 6500 Ctr. Winterungs⸗, 3500 Ctr. Som⸗ merungs⸗ und 2103 Ctr. Erbsſtroh) dem uͤbrigen Vieh 5182 Ctr.(als 2274 Ctr. Winterungs⸗, 1740 Ctr. Sommerungs⸗ und 1168 Ctr. Rapsſtroh und Spreu[1900) zu Theil geworden ſeyn moͤgen. Der jaͤhrliche Durchſchnitts⸗ Ertrag an Futtergewaͤchſen und deren Heuwerth war: 1) Karkoffeln............. 2295 Ctr. oher 1147 Ctr. Heu. 2) Rüben.............. 4369 ⸗ 2 1092 7 2 3) Kohl................ 47295 1716„ 4) Gruͤner Klee............. 11675 ⸗ 2 2568 ⸗ ⸗ 5) Kleehen............... 550 ⸗ 530 ⸗. 6) Wieſenhen...........231 5231 ⸗ Summa—— 11304 Ctr. Heu. Rechne ich hierzu die in den Viehſtand verfuͤtterten Koͤrner mit 7) Roggen......... 7321 Schfl. oder 586 Ctr. oder 1143 Ctr. Heu. 8) Erbſen......... 353 ½ ⸗ 337 ⸗ ⸗ 708 ⸗ ⸗ 9) Hafer......... 2640 4 ⸗ 7 1320 ⸗ ⸗ 2376 ⸗ 10) Gerſte.......8908 3 ⸗„ 629„⸗„ 1195 ⸗ ⸗ ſo ermittelt ſich, daß 14422 Ctr. Heu und Surrogat verwendet wurden, welche mit 17285 ⸗Stroh, 4* .ͤͤGäG8G8-8---—“— —E — 28— Spreu und Ueberkehr ein Duͤngermaterial liefern, das, mit Beifuͤgung des Weideduͤngers von Schaafen und anderem Vieh, mehr als ausreichend iſt, um jaͤhrlich den dritten Theil der Acker⸗ flaͤche ſo zu beduͤngen, daß ſich ihre Kraft in jedem Umlaufe ſehr bedeutend erhoͤhen muß. Dies erfolgt nothwendig, wiewohl die Wirthſchaft jaͤhrlich den zehnten Theil ihrer Halmenfruͤchte fuͤr Zehnt und Naturallohn abgab, und liefert einen Beweis, wie auch Dreifelder⸗Wirthſchaften auf gutem Boden, in bezeichneter Lokalitaͤt, ſelbſt bei geringerem Wieſen⸗Verhaͤltniſſe, als im Bei⸗ ſpiele C., ihre Kraft und ihre Produktion jaͤhrlich zu vermehren geeignet ſind. Auch eine unter 6 Ernten vorkommende Mißernte hindert dies Fortſchreiten nicht. Der Minderertrag eines Jah⸗ res wird durch den Mehrertrag von fuͤnf Jahren gedeckt, und es genuͤgt zur Vermehrung der Kraft, wenn nur durchſchnittlich auf dem Morgen Acker 8 Sfl. Koͤrner mit 10 Ctr.(à 100 Pfd.) Stroh, 3 Ctr. Heu⸗Surrogat und 1 Ctr. Heu von Wieſen bezogen werden(vergl. Beiſpiel A. S. 23 bis 25). Die letztere Wirthſchaft gewann aber im Durchſchnitt, freilich nur von vier Jahren, auf dem Morgen Acker nach vorſtehenden Fractionen: 7,6 Schfl. Koͤrner mit 11 Ctrn. Stroh nach Ab⸗ zug von Natural⸗Zehnt und Loͤhnung, 3,88 Ctr. Heuſurrogat und 3,34 Ctr. Heu von Wieſen. Da nun nicht bloß dieſes Heuſurrogat, Heu und Stroh, 18,22 Ctr., ſondern auch von 7,6 Sfl. Koͤrner 5,21 Schfl. in der Wirthſchaft verbleiben, wovon naͤmlich 3 Schfl. oder 1,69 Ctr. Heu zur Ernaͤhrung des Viehſtandes verwendet, ſo liegt die ſtete Bereicherung der Produktionskraft im Durchſchnitt der Rotationen außer Zweifel, wie ſie denn auch die Erfahrung in ſolchen Faͤllen taͤglich beſtaͤtigt. Bemerken will ich noch zur Vergleichung mit S. 23 bei A. und S. 7 bei B., daß, indem Brutto⸗Koͤrnerertrag, Wirthſchafts⸗Bedarf und Koͤrner⸗Ueberſchuß zum Verkauf ungefaͤhr ſich verhielten wie 25: 18: 8, die Hufe der kultivirten Ackerflaͤche pptr. 9444 Wſpl. abtrug, wovon wieder 6 ½ 2 zum Wirthſchafts⸗Bedarf und 32½ Wſpl. zum Verkauf kamen, alles ohne Ruͤckſicht auf die Natural⸗ Abgaben des Zehntes und der Maͤherloͤhnung. Hieran knuͤpfe ich einige ſpeciellere Bemerkungen zu der Ueberſichts⸗„Tabelle S. 20 u. f. Um die in letzterer naͤher angegebenen Produkte zu gewinnen, wurden 1565 Morgen Acker und 380 Morgen Wieſen in beſonderer Kultur gehalten, und von erſteren im Durchſchnitt jaͤhr⸗ lich 967 M. mit Cerealien, 170 M. mit Huͤlſenfruͤchten und 62 M. mit Oelſaaten, 82 M. mit Hackfruͤchten und 76 M. mit Klee beſtellt. Es geſchah dies im Syſtem der Dreifelder, und etwa in der Art, wie die Folge im Beiſpiel X. S. 9 und 10 angegeben worden iſt. Erb⸗ ſen, Hackfruͤchte, Klee und Flachs ſtanden regelmaͤßig im Brachfelde, wovon durchſchnittlich dann aber nur 177 Morgen, alſo ein Drittel des Ganzen, wirklich ruheten, gemaͤß der lokalen Obſer⸗ vanz, die theils durch das Syſtem ſelbſt, theils durch Erfahrung uͤber den Bedarf der Ruhe, und insbeſondere durch den Oelſaatbau ſo begruͤndet wird. Das Quantum der Einſaat pro Pr. Morgen war im Allgemeinen ſtaͤrker, als das bei den Wirthſchaftsbeiſpielen A und B angegebene, wie die nachfolgende Zuſammenſtellung zeigt. Na⸗ mentlich ſaͤete man hier, wie in vielen anderen Orten der Provinz, Weitzen und Erbſen unge⸗ woͤhnlich ſtark, weil man dadurch bei letzteren mehr und feineres Stroh, bei erſterem aber neben einer gröͤßeren Strohmaſſe auch mehr Korn zu gewinnen meint. Da dieſe Meinung, wie es ſcheint, hier zu Lande mehr und mehr um ſich greift, ſo muß man wuͤnſchen, daß ihre Rich⸗ tigkeit durch Erfahrungsſaͤtze bewieſen werde, welches bisher noch nicht geſchehen, indem im Ge⸗ gentheil viele Andere mit einer geringeren Einſaat gleichen Stroh⸗ und Koͤrner⸗Ertrag zu errei⸗ chen glauben. In der Kultur von C warf man durchſchnittlich uͤber 25 Metzen Weitzen und an 29 Metzen Erbſen auf 180 Pr. Ruthen aus. In den Wirthſchaften A und B nahm man 20 Metzen Weitzen und 19 Metzen Erbſen fuͤr 180 Ruthen. Der Ertrag war hier zwiſchen 10 und 11 Schfl. Weitzen und 7½— 6 Schfl. Erbſen vom Morgen, dort aber reſp. an 12 Schfl. und 7¼ Schfl., der Koͤrner⸗ und Stroh⸗Ertrag alſo im letzteren Falle ſtaͤrker; da aber hier kei⸗ nesweges feſtſteht, wie viel davon der vermehrten Einſaat und wie viel dem vielleicht hoͤheren Kraftzuſtande des Bodens beizumeſſen ſey, ſo beweiſet dieſe, wie aͤhnliche Angaben, weder fuͤr noch gegen die mehr, als gewoͤhnlich, ſtaͤrkere Einſaat. Es ſcheint, daß das hierin Vortheilhafte nur durch komparative Verſuche ermittelt werden koͤnne, welche aber auch nur fuͤr gleiche oder ſehr aͤhnliche Lokal⸗Verhaͤltniſſe angeſtellt und entſcheidend werden koͤnnen. Allgemein guͤltig kann das Reſultat der genaueſten Verſuche niemals ſeyn, weil die auf das Gedeihen der Pflanzen ein⸗ wirkenden Verhaͤltniſſe der Miſchung, Lage und Temperatur des Bodens, der Kultur, des Kli⸗ ma's ꝛc. nicht allgemein und gleichmaͤßig ſind, daher auch die Reſultate der ſchaͤtzbaren Verſuche des Herrn Uzagy und Anderer uͤber die Kultur der Cerealien nicht durchweg guͤltige Prinzipe begruͤnden, ſondern erſt in ihrer Vergleichung und analogen Anwendung nach Maaßgabe der Lo⸗ kalitaͤt hohen Werth erhalten.— Ich kenne einige Landwirthe, die in den letzteren Jahren angefangen haben, auf Weitzen⸗ boden zweiter Klaſſe und Gerſtenboden erſter Klaſſe 28 Metzen Weitzen und druͤber pro Morgen einzuſaͤen, und dabei ihre Rechnung zu finden glauben. Sie glaubten dies, weil ſie reiche Ern⸗ ten machten; die Ueberzeugung werden ihnen aber nur vergleichende Verſuche geben koͤnnen, denn reiche Ernten wurden von Anderen auch bei einer gewoͤhnlichen Einſaat von 22 Metzen pro Morgen gemacht. Staͤnde es feſt, daß die Mehreinſaat von 6 Metzen nur 8 oder 12 Metzen, bei gleicher Guͤte der Koͤrner und des Strohes, zuruͤckgaͤbe, ſo rechtfertigte ſie ſich freilich von ſelbſt, weil ſie 25 bis 50 p. C. Zinſen truͤge. Moͤchte es einem der hieſigen Landwirthe, die ſo recht im Großen Flaͤchen von 500 Morgen mit 900 Schfl. Weitzen beſaͤen, und dieſes Einſaats⸗ Quantum noch zu erhoͤhen gedenken, gefallen, daruͤber etwas Naͤheres und Gegruͤndetes mitzu⸗ theilen! Die bis jetzt gangbare Theorie ſtreitet gegen dieſe ſtarke Beſaͤung eines fruchtbaren Bodens.— Der Strohgewinn ſteht im Verhaͤltniſſe mit dem Koͤrnergewinne, ſo daß in der Regel in vielem Stroh auch viele Koͤrner enthalten ſind; jedoch zeigen ſelbſt die von mir geſchilderten drei Wirthſchaften einzelne Ausnahmen von dieſer Regel. Der Ertrag an Schocken haͤngt zwar auch von der Maſſe des Strohes, aber auch von der Groͤße der Gebinde ab. Die hinten fol⸗ .— 30— gende Zuſammenſtellung giebt genauer das hierbei zu beachtende Verhaͤltniß der Wirthſchaften A, B, C, und zeigt, wie aus einer kleineren Schockzahl auch wohl mehr Scheffel Korn erfolgen, als aus einer groͤßeren. Ein Acker, der viel Schocke traͤgt, traͤgt regelmaͤßig auch mehr Koͤrner als ein anderer, der weniger Schocke zaͤhlt. Das aus dem uͤblichen Gebinde zu dreſchende Köͤr⸗ nermaaß ſchwankt hier, wie in anderen Gegenden, oft bedeutend, und dependirt ganz von der Fruchtbarkeit des Jahres. Man erwartet hier auf gutem Boden( Wiitzenland zweiter und Gerſtenland erſter Klaſſe) durchſchnittlich vom Morgen: 1 mit Raps 4— 5 Schack, 9 Schfl. und 17 Cer. Stroh à 100 Pfd. -⸗Noggen 3— 5 ⸗ 10 ⸗„ 20„ ⸗ „ Weitzen 3— 5 10 ⸗„ 18 ⸗ ⸗ 2 . Erbſen 2— 3 ⸗ 7 ⸗. 11 ⸗ 2 4 ⸗ Hafer 2 14 ⸗ 2 11„⸗ 3 3 „ Gerſte 2 ⸗ 12 o„ 12 ⸗ 6 4 ⸗ ferner: 1„ Kartoſſeln, ohne Dung, 80 ⸗„. 64 ⸗„⸗. ⸗ NRuͤben, geduͤngt, 200 ⸗ ⸗ 140 ⸗ 2 2 „ Kohl, desgl.,....... 270. ⸗ 3 ⸗ ⸗ Klee, grun,....... 160 ⸗ 4 ⸗ Man macht alſo, eine gewoͤhnliche Einſaat angenommen, ſeine Rechnung auf das achte Korn beim Wintergetreide, und auf das neunte bis zehnte Korn beim Sommergetreide, auf das ſechste bis ſiebente bei Erbſen und auf 110te bis 120ſte beim Raps, und dies thut man mit Sicher⸗ heit. Wie unbeſtimmt und Mißverſtaͤndniſſe veranlaſſend es jedoch ſey, den Ertrag nach Koͤr⸗ nern der Einſaat anzugeben, wenn man letztere nicht vorher genau angegeben hat, iſt den Oeko⸗ nomen bekannt, und erhellet gleich aus der hinten ſtehenden Zuſammenſtellung der drei Wirth⸗ ſchafts⸗Ertraͤge. Sie zeigt z. B., daß im Beiſpiel C die Kultur des Weitzens und der Erbſen bei 7 ½ und 3 ½ Korn Ertrag vom Morgen und im Ganzen nach Verhaͤltniß, in Scheffeln mehr gab, als in den Beiſpielen A und B bei reſp. 8 und 6 Korn⸗Ertrag, weil dort naͤmlich mehr eingeſaͤet, als hier, und das Ertragskorn uͤberall nur nach dem Einſaat⸗Quantum beſtimmt wer⸗ den kann. Man ſollte alſo die Ertrags⸗Faͤhigkeit eines Grundſtuͤcks nach Koͤrnern nie angeben, wenn nicht das Fundament ſolcher Schaͤtzung durch fruͤhere Angabe des Einſaat⸗Maaßes feſtge⸗ ſtellt worden; da es aber dennoch taͤglich im oͤkonomiſchem und nichtoͤkonomiſchem Verkehr ge⸗ ſchieht und allerhand Irrungen bewirkt, ſo bin ich darauf gekommen, die Unbeſtimmtheit ſolcher Angaben zu ruͤgen, und auch meiner Seits zu empfehlen, daß man ſich ausdruͤcken moͤge: der Morgen, die Juchart, das Joch giebt ſo und ſo viel Scheffel, Himten, Metzen. Dieſe Beſtim⸗ mung wird ſtets genauer und zuverlaͤſſiger ſeyn, als jene, mag auch der Ertrag immerhin vom Einſaats⸗Quantum abhaͤngig bleiben, und vielleicht hie und da durch eine Vermehrung deſſelben uͤber das bisher uͤbliche Maaß noch erhoͤhet werden koͤnnen. In den beſchriebenen Wirthſchaften waren die Verhaͤltniſſe zwiſchen Einſaat, Ernte in Schocken, in Centnern Stroh, in Scheffeln und in Ertrags⸗Koͤrnern pro preußiſchen Morgen folgende (vergl. S. 12— 14 seq., S. 5— 7 und S. 18— 20), wobei zum Ueberfluß erinnert wird, 31 — daß die Poſitionen in preuß. Gemaͤß und in Centnern à 100 Pfd. geſtellt: 1) Beim Koöoͤrnerbau. 8 Ernte Stroh Bei⸗ Einſoßt in Ertrags⸗] pro Scheffel. Frucht. ſſpiel in Ctr. korn. zu Pfd. Metzen. Schocken Stroh. Schfln. Pfunden. Stroh. Raps A. 1,10 5,02 18,24 9,61 139,700 80 190 B. 1,06 5,30. 21,76. 10,88 165,05 80 200 C. 1,59 4,99 18,76 9,88 99,427% 80 190 Durchſchnitt 1,25 5,10 19,58 10,12 134,72 80 193 Roggen A. 20,06 2,81 19,17 † 10,09 8,03 84 190 B. 18,52 5,12 22,72 11,65 10,06 82 195 C.[20,29 4,44 18,24 9,12 7,19] 80 200 Weitzen A. 19,69 2,85 17,50 9,99 8,72] 86 175 B. 21,26 5,17 22,32 11,16 8,40 90 200 C.[25,32 5,02 23, 11,82 7,46 90 195 Durchſchnitt 22,08 4,34 20,94 10,99 7,99] 89 190 Erbſen A. 19,42 3,18 11,30 7,54 6,21 95 150 B. 16,01 3,28 12,66 6,03 6,03 95 210 C. 29,55] 2,69 13,04 7,05 3,82 95 185 Durchſchnitt 21,66 3,05 12,33 6,/87 5,35 95 182 Hafer A. 21,16] 1,82 10,55 13,18 9,96 52 80 B.[25,32 2,85 14,45 16,97 10,68 50 85 C. 24,02 1,83 10,69 13,36] 8,88 50 80 Durchſchnitt 23,50] 2,17 11,90 14,50] 9,84 51 82 Gerſte, A. 24,30] 2,50 12,20 11,30] 7,43] 75 108 B.[23,72] 2,84 14,72 12,80 8,66 70 115 C.[24,15] 2,28 13,11 11,71 7,35 70 112 2,54 13,34 11,94] 7,81 72 112 Durchſchnitt 24,06 2) Beim Futtergewaͤchsbau. Bei⸗ E i n ſ a at Er n 1 6 Ertrags⸗ Frucht. ſſpiel. in in korn. Schfln. Pfd. Ctrn. Schfln. Ctrn. Kartoffeln. A. 9, 80 7, 76,57 61,25] 8,51 B. 10, 80 8, 100, 80, 4 10, C. 8,7 80 6,97 76,51 61,21 8,79 Durchſchnitt 9,?2— 7,33 84,36 67,49 9,10 Nuͤben A.—— 152,5 106,755— B.——— 1200, 140,— C.——— 208,(145,6— Durchſchnitt——— 186,83 130,786— Kohl A.——— 245,5— B.———— 299,2— C.——— 301,4— Durchſchnitt————[282,— Klee A.———— 130,— B.———— 176,— 6.——— 187,5— Durchſchnitt———— 164,— Luzerne A.————-— 170,— C————(217,5— Durchſchnitt———— 209,— Wieſenhenſ A.———— 6,— B.———— 24,— C.—— 18,— Durchſchnitt Vorſtehende Beſtimmungen uͤber den Ertrag pro Morgen(von 180 Ruthen Rheinl. Maß) an Scheffeln und Centnern gruͤnden ſich, Hinſichts der Angabe in Scheffeln, uͤberall auf eine genaue Rechnungsfuͤhrung nach dem Gemaͤß; was aber die Angabe in Centnern bei den Futter⸗ gewaͤchſen und dem Getreideſtroh betrifft, auf ſorgfaͤltige Schaͤtzungen und verſchiedene genaue Ab, wiegungen. Dies fuͤr diejenigen, welche waͤhnen ſollten, es ſeyen hier viel willkuͤrliche Saͤtze, und welche bei ſolchen genauen Angaben ſich wundernd fragen moͤchten, woher man ſie genom⸗ men, weil ſie ſich nie die Muͤhe gegeben, dazu, und uͤberhaupt zu einer klaren Anſicht uͤber den Ertrag ihrer Aecker, zu gelangen; und hierzu noch die Bemerkung, daß ich die ſchon fruͤ⸗ her angedeuteten Reſultate einzelner Abwiegungen beim Getreide⸗ und Futtergewaͤchsbau weiter unten beibringen werde, welches hier geſchehen ſeyn wuͤrde, wenn ich nicht wahrgenommen, daß ihre Darlegung einen groͤßern Raum fordere, als hier dafuͤr gegeben werden kann. Im Bei⸗ ſpiele C. iſt der ganze Ertrag pro Morgen in Scheſfſeln und Centnern, und das Ertragskorn dadurch ermittelt und normirt worden, daß man dem eignen verrechneten Koͤrner⸗ und Stroh⸗ gewinne den, nach Maßgabe dieſes leicht gefundenen, Betrag des abgegebenen Zehnts und der Natural⸗Loͤhnung fuͤr Maͤhen zugerechnet hat, wie dies nicht anders und, da die Schockzahl das Verhaͤltniß angiebt, nicht richtiger geſchehen konnte. Die Zehnten, dieſe laͤſtige, die Kultur ſtoͤrende Naturalabgabe, beſtehen leider auch in hie⸗ ſigen Gegenden noch ſehr haͤufig, wiewohl von der Staatsverwaltung weiſe Verordnungen zu ihrer Beſeitigung laͤngſt gegeben wurden. Eigenſinn und Unverſtand widerſtreben nicht ſelten den letztern. Wenn dieſe aber auch da ſich blicken laſſen, wo eigentlich nur die Konkurrenz von Do⸗ manialbeſitz in Betracht kommt, ſo muß das um ſo mehr Wunder nehmen, und wird nur da⸗ durch erklaͤrlich, daß der Domanial⸗Grundbeſitz meiſtens Andern zur Nutzung uͤberlaſſen iſt, die theils Mangel an Gemeinſinn und Sachkenntniß, theils eigner, oft gar mißverſtandener Vortheil hindert, ihre Verwaltungsbehoͤrde uͤber die Intereſſen der Domaine aufzuklaͤren. Ob, oder wann jene ihr Einſchreiten in dergleichen gemeinnuͤtzigen Angelegenheiten auf dem Impuls des einzelnen Intereſſenten beruhen laſſen koͤnne, bleibt hier ununterſucht. Bei der Wirthſchaft im Beiſpiele C. laſtete die Servitut nur auf den Halm⸗ und Koͤrnerfruͤchten im Winter- und Sommerfelde, die eigentlichen Brachfruͤchte(Futtergewaͤchſe) und alle Fruͤchte im Brachſchlage waren ihr nicht un⸗ terworfen. Die Natural⸗Loͤhnung mit Korn und Stroh, als Quote in Schocken, fuͤr das Maͤhen, Binden, Zuſammenſetzen und Nachharken des Roggens und Weitzens iſt in hieſigen Gegenden auch noch ſehr gewoͤhnlich, beſonders in kleinern Guͤtern und Bauernwirthſchaften. Groͤßere Guͤ⸗ ter und rechnende Wirthe ſuchten, vornehmlich ſeit den fuͤr die Landwirthſchaft guͤnſtigen Zeiten, zu Anfange dieſes Jahrhunderts davon loszukommen. Dies war da, wo es an Arbeitern fehlte, nicht ohne Schwierigkeit, weil die alten, an ſolche Natural⸗Loͤhnung gewoͤhnten und durch ihren Betrag wohl verwoͤhnten Arbeiter ſich dieſelbe entziehen und mit einem geringeren, ſie aller⸗ dings damals nicht entſchaͤdigenden, Geldlohne ſubſtituiren zu laſſen widerſtrebten. Bei großer . 5 — 34— Konkurrenz von Arbeitsleuten ließ ſich das wohl uͤberwinden. In neuerer Zeit haͤtte, bei Fortdauer der widrigen Konjunkturen fuͤr die Preiſe landwirthſchaftlicher Produkte, manchem Wirth jene ab⸗ geſchaffte Natural⸗Loͤhnung ſtatt des dafuͤr vormals aufgedrungenen Geldlohnes faſt wieder be⸗ liebt, weil ſie ihm fuͤr den Augenblick vortheilhafter duͤnkte. Es ſchien dies dem neuen Spar⸗ ſyſteme in der Arbeiterloͤhnung des Herrn Amtsraths Albert gemaͤß, doch kommt man davon zu⸗ ruͤck.— Wo dieſes Quotenlohn nach alter Obſervanz noch gegeben wird, da betraͤgt es in klei⸗ neren Wirthſchaften die 13te bis 16te, und in groͤßern die 16te bis 20ſte Garbe, Mandel, Haufen beim Roggen und Weitzen, und kommt auch wohl bei der Abbringung anderer Fruͤchte nicht vor. Die Wirthſchaft C. verabreichte vom Roggen den 18ten, und vom Weitzen den 20ſten Theil, wofuͤr dieſes Getreide gemaͤhet, gebunden, in Haufen geſetzt und nachgeharkt, d. h. zur Abfuhre ganz fertig geſtellt wurde. Daſſelbe wird gegenwaͤrtig, wie auch ſchon fruͤher, im baa⸗ ren Geldlohne pro Morgen mit 12 Gr. fuͤr Roggen und 14 Gr. für Weitzen, und an einigen Orten doch hoͤchſtens mit 15 Gr. pro Morgen bezahlt. In der Lokalitaͤt zu C. koͤnnte es durch⸗ ſchnittlich 14 Gr. gekoſtet haben. Wenn nun hier, nach der Ertrags⸗Ueberſicht Seite 31, der Morgen im Durchſchnitt der 4 Jahre von 1821 bis 1825, 9,12 Schfl. Roggen mit 18,24 Ctr. Stroh, und 11,82 Schfl. Weitzen mit 23 Ctr. Stroh abtrug, ſo war davon die Lohn⸗Quote 8,09 Metzen Roggen mit 1,01 Ctr. Stroh, und 9,45 Metzen Weitzen mit 1,15 Ctr. Stroh, welche zu ſehr niedrigen Prei⸗ ſen, wie ſie im Jahre 1825 ſtanden, d. h. Roggen zu 16, und Weitzen zu 24, der Centner (100 Pfd.) Stroh zu 4 Gr. gerechnet, doch einen Werth haben von 22 Gr. 3 Pf. fuͤr die Koͤr⸗ ner, und................... 8 ⸗ 8 z fuͤr Stroh, mithin im Ganzen............. 30 Gr. 11 Pf. Nimmt man davon, hoch genug, 2 Gr. 11 Pf. fuͤr die Koſten des Einſcheuerns(die Fuhren ſind kaum in Anſchlag zu bringen) und Dreſchens ꝛc., ſo verbleiben 28 Gr. als Werth der Natural⸗Löh⸗ nung, mithin pro Morgen 14 Gr., welche auch im Fall der Geldloͤhnung gegeben werden. Die⸗ ſes Verhaͤltniß der Gleichheit beider exiſtirt aber nur, wenn man, wie es hier geſchah, daſſelbe zu ganz niedrigen Preiſen berechnen kann, und verſchwindet mithin zum Nachtheil der Natural⸗ Löhnung, ſobald man jene Preiſe den Umſtaͤnden gemaͤß erhoͤhen, oder auch, wie es gewoͤhnlich geſchieht, eine hoͤhere Quote geben muß. Bei mittleren Fruchtpreiſen(Roggen 24, Weitzen 36 und Stroh 6 Gr.) wuͤrde alſo ſelbſt jene Natural⸗Loͤhnung um die Haͤlfte theurer ſeyn, als Geldloͤhnung; denn letztere ſteigt bei Preiſen, die uͤber das Mittel gehen, noch um nichts, wo⸗ gegen auf Seite der erſteren noch der erhebliche Nachtheil iſt, daß durch ſie der Boden an Duͤn⸗ germaterial verliert, weil ihm ſein Stroh⸗Erzeugniß nicht voll zuruͤckgegeben wird. Ohne Zwei⸗ fel iſt der Urſprung jener Ablohnungsart in einer Zeit zu ſuchen, wo die Produkte des Landes einen noch geringern Werth hatten, als im Jahre 1825, und kann in einer Zeit, die bei hin⸗ laͤnglichem Angebot der Arbeit auch einen unverhaͤltnißmaͤßigen Lohn nicht ſtatuirt, um ſo weni⸗ ger beibehalten werden, als ſie den Geſetzen zeitgemaͤßer Kultur, wie denen vernuͤnftiger Spar⸗ — — 35— ſamkeit, zuwider laͤuft. Die Sommerfruͤchte werden aller Orten auch hier fuͤr ein Geldlohn ab⸗ gebracht, das fuͤr Maͤhen und Sammeln ꝛc. pro Morgen 6 bis 7 Gr. zu betragen pflegt. Das Dreſchen der Fruͤchte geſchieht auch in hieſigen Gegenden gegen eine Quote vom Korne, die nach der Ergiebigkeit der Aecker und nach der Groͤße der Guͤter(wonach ſich die Menge und Fortdauer ſteter Arbeit richtet), im 13ten bis 16ten Theile beſteht. In weniger fruchtba⸗ ren Marken, ſo wie in kleineren Wirthſchaften, auch auf ergiebigem Boden, iſt das erſtere Ver⸗ haͤltniß, vom 13ten bis 15ten Scheffel, in großen Landwirthſchaften, wo es den Arbeitern nie an Verdienſt fehlt, der 15te bis 16te Scheffel uͤblich. In der Naturalien⸗Ausgabe fuͤr das Wirthſchafts⸗Perſonal, S. 19. und f., iſt nicht bloß enthalten, was zur Bekoͤſtigung der in Koſt ſtehenden Domeſtiken, Dirigenten ꝛc. erforderlich war, ſondern auch, was als Deputat(Naturallohn) einzelnen Arbeitern verabreicht wurde. Die ganze Ausgabe iſt betraͤchtlich, weil der in hieſiger Gegend uͤblichen Art zufolge eine reichliche Ernaͤhrung Statt findet. Das Ganze begreift und theilt ſich auf Deputate Wirthſchafts⸗ Perſonal 3 ½ Schfl. Oelſaat— Schfl. 3 ½ Schfl. 302 ½4 ⸗ Roggen 42 ⸗ 260 ½¼ ⸗ 37 ½ ⸗ Weieitzen 7„ 30 ½ ⸗ 30 ½ ⸗ Erbſen 34¼ ⸗ 27 4 ⸗ 426 2 Gerſte 92 ⸗.334 2 800 x Schfl. Koͤrner 144 ½ Schfl. 656 Schfl. 187 ½ Schfl. oder 15000 Pfd. Kartoffeln 15000 Pfd. 85⅛ Schfl. oder 6000 Pfd. Nuͤben 6000 Pfd. .——— 4000 Pfd. Kohl 4000 Pfd. Die Deputate wurden den Maͤhern verabreicht, und darunter ſind 50 Schfl. Gerſte zu Bier berechnet. Was die Wirthſchaft außerdem verbrauchte, vertheilt ſich auf 31 Perſonen, nach S. 17., denen ich aber noch eine Perſon als beſtaͤndiger fremder Koſtgaͤnger zurechne, mithin 32 Perſo⸗ nen zur Theilung bringen muß. Auf eine jede fallen alſo, mit Ausſchluß der Oelſaat, 20 ¾ Schfl. Körner zu Brod, Kuchen, Kloß⸗ und Kochmehl, Graupen und zum Bier. Außerdem aber: 469 Pfd. oder 5 ½ Schfl. Kartoffeln, 187 ⸗ 2 23 Ruͤben, 125 ⸗—— Kohl. Von den Wurzelgewaͤchſen kann leicht ein Theil unbenutzt unter die Wirthſchafts⸗Abfaͤlle gekom⸗ men ſeyn.(Vergl. hier Beiſpiel A. S. 14.) Ein Auszug aus der Ausgabetabelle uͤber die Ernaͤhrung der Pferde ergiebt durchſchnitt⸗ lich in der Vertheilung auf die gehaltenen Saaten folgende Einzelnheiten: 5*† 336— Koͤrner. 1. Hafer. Heu Klee. Es empfingen: 5 3 Scheffel. Scheffel. Ctr. Ctr. 1) Frende pferde........ 17,6 17 6 10— 2) 10 Fuͤllen verſchiedenen Alirs..... 1161 116 125 180 3) 2 Reitpferde... 93 93] 40— 4) 32 Ackerpferde, Hafer........ 2193 ½ 2193 ½ 1056 ½— dieſelben Erbſen..... 47 100—— — Gerſte...... 187 ½ 280—— — Roggen....... 198 370—— 8— Summa 28521½ 3170 12314 180 giernach kommen auf ein Fuͤllen von 1 bis 4 Jahren jaͤhrlich 11 Schfl. 10 Mtzn. Hafer, 12½ Ctr. ſehr mittelmaͤßiges Heu, 18 Ctr. gruͤner Klee, die Zugaben an Stroh von Gerſte, Spreu von Weitzen und Hafer und die Ueberkehr nicht gerechnet, welche letztere aber die vorzuͤglichſten und gewoͤhnlichſten Fuͤtterungsmittel abgeben. Auf ein Arbeitspferd: neben Haͤckſel oder auch wohl Spreu zum Anmengſel 82 Schfl. verſchiedene Koͤrner, oder etwa 92 Schfl. Haferwerth und 33 Ctr. Heu, mithin als taͤgliche Ra⸗ tion 4 Mtzn. Hafer und 9 Pfd. Heu. Auf ein jedes Pferd faͤllt die ſaͤmmtliche Wirthſchaftsarbeit fuͤr faſt 49 Morgen Acker, wonach auf ein Geſpann 6 ½ Hufe zu rechnen waͤren. Hier leiſtete das Zugvieh alſo weniger, als im Beiſpiele B. und A., wo reſpektive 7 ½ und 7 Hufen mit 4 Pferden bewirthſchaftet wurden, und es iſt ſicher, daß einige Pferde unnuͤtz gehalten wurden. Das, was nach der Tabelle S. 21. und f. zur Fuͤtterung des Rindviehes verausgabt wor⸗ den, repartirt ſich auf 90 Stuͤck Vieh, die, weil ½ Junges iſt, zu 75 Stuͤck Großvieh angerech⸗ net werden, folgendergeſtalt: Auf 15 Tage des Fruͤhlings Weitzenſchroͤpfe, vielleicht 100 Pfd. auf den Kopf, neben Stroh; „ 130 Tage der Folgezeit, durchſchnittlich 10370 Ctr.(à 100 Pfd.) Klee und Luzerne im gruͤnen Zuſtande unter etwas Stroh, alſo taͤglich 791½ Ctr., mithin pro Kopf Großvieh 106 Pfd., die mit 23 Pfd. Heu zu vergleichen; „ 20 Tage(zuweilen wohl 30) Wieſenweide nach der Herbſtmaht; „ 200 Tage der Winterfuͤtterung, 1 1) Heu: 125 Ctr. von Klee und 1600 Ctr. von Wieſen, oder nach Abzug von 20 Ctrn., fuͤr Maſtvieh nooch...... 1y70500 Pfd. Heu 2) Hafer: 60 Schfl. oder 3000 Pfb.(nur fur Käͤlber).... 5400 ⸗ ⸗ 3) Gerſte: 151 Schfl. oder 10570 Pf:., lneſtens eühroi 20083 4) Ruͤben: 401475 Pfd. oder..... 100369 3 5) Kohl: 376500 Pfd. oder............ 62750 ⸗— .— Latus 359102 Pfd. Heu — 37— — 5 Transport 359102 Pfd. Heu 6) Oelkuchen: 3500 Pfd. oder 1000 Stuͤck zum Trank.... 6600 ⸗H ⸗ Im Ganzen 365702 Pfd. Heu und Surrogat, wovon auf das Stuͤck Großvieh taͤglich uͤber 24 Pfd. fallen. Dazu kommt aus Getreide⸗, Raps, Spreu und Strohmehl der Werth von 3 Pfd. Heu, mithin bildet ſich die Ration aus 27 Pfd. Heu. Das Rindvieh mag durchſchnittlich 3900 Ctr. Stroh erhalten haben(1500 Ctr. Sommer⸗, 1200 Winter⸗ und 1200 Raps⸗Stroh und Spreu), wohl ½ als Futterſtroh. Das Gewicht einer Kuh iſt im Allgemeinen auf 750 Pfd. zu ſetzen. Dieſer Viehſtand lieferte den Bedarf der ganzen Wirthſchaft an Fleiſch, Butter, Kaͤſe und Milch, und brachte durch ſeine jaͤhrliche Nutzung auf letztere Produkte 460 Rthlr. 12 Gr., mithin das Stuͤck vom wirklichen Nutzvieh 7 Rthlr. 16 Gr., alſo uͤber 1 Rthlr. mehr, als im Beiſpiele A. S. 33, und nur 2 ½ Rthlr. weniger, als im Beiſpiele B. nach S. 8, bei einer in Bezug auf erſteres viel reichlicheren, und in Bezug auf letzteres doch auch wohl noch etwas ſtaͤrkeren Nahrung. Zum Wirthſchaftsbedarf hatte das Vieh nach Verhaͤltniß in den erſten beiden Faͤllen ziemlich gleich viel, in letzterm 2 bis ½ weniger bei⸗ zutragen. Die Verkaufspreiſe der Produkte waren gleich, die Mindernutzung im Gelde entſprang wahrſcheinlich aus der Art, eigenthuͤmlichen Beſchaffenheit des Viehes. Auf die Schweinezucht, welche aus dem Verkaufe von 40 bis 60 Stuͤck zwiſchen 200 und 400 Rthlr. jaͤhrlich rentirte, wurden außer den Koſten der Abwartung ꝛc. noch 313 Schfl. Gerſte, 186 Schfl. Kartoffeln und die mancherlei Abfaͤlle aus der Wirthſchaft verwendet. Sie erſcheint unvortheilhaft, wenn man ihr Konſum zu mittleren Preiſen berechnet, doch weniger in jener Zeit, wo ſie denn auch das Schlachtvieh für den Bedarf mit 11 Stuͤck jaͤhrlich hergab. Mit dem Federvieh verhielt es ſich ziemlich eben ſo. Es diente meiſt dem eignen Bebuͤrf⸗ niß, und koſtete 66 Schfl. Getreide. Zur Maſtung, welche groͤßtentheils das Konſum des Wirthſchaftsperſonals bezielte, wurden jaͤhrlich per Fraktion verwendet: 1) Fär 10 bis 15 Stuͤck Schweine, wovon 11 eingeſchlachtet zu werden pflegten, alſo im Mit⸗ tel 12 große und 1 kleines, von jenen 2 zum Verkauf: 15000 Pfd. oder 187 ¼ Schfl. Kartoffeln, die etwa gleich kommen 55 Schfi. Gerſte 9000 Pfd. oder 97 Schfl. Erbſen, etwa gleich..... 140 ⸗ ⸗ Fuͤr 13 Stuͤck im Ganzen 195 Schfl. Gerſte alſo auf's Stuͤck 15 Schfl., welche die Art der Maſt nicht zu fordern ſchien. 2) Fuͤr 4 Stuͤck Rindvieh, wovon etwa 1 zum Verkauf, und 3 zur Wirthſchafts⸗Konſumtion kamen: 1300 Pfd.(26 echn) Hafer......„..... 2340 Pfo. Heu 2992 ⸗(42 ¾ ⸗) Gerſte............ 3685 ⸗„ Latus 8025 Pfd. Heu 15000 Pfb.(214 Schfl.) Nuͤben........ 24000„—— Kohl..... l... 2000.=— Heu....... Transport 8025 Pfd. Heu 3800 ⸗„ 4 4000 ⸗ ⸗ 2000 ⸗ 6 . Mithin auf 4 Stuͤck 17825 Pfd. Heu und Surrogat, à 4456 Pfd. zur Maſtung waͤhrend etwa 110 Tagen, folglich taͤgliche Ration 41 Pfd., wozu das uͤberdies Gereichte an Spreu und Stroh nicht angegeben worden. Die berechnete Gerſte wurde, geſchroten, zum Trank und Aufguß verwendet. Ueber Maſtung werde ich in der Folge einige Mittheilungen liefern, die ich, wie die vor⸗ liegenden, aus eigner Erfahrung und Rechnung, zum Theil bei vergleichenden Verſuchen, ent⸗ nehmen kann, daher ich mich hier weiterer Bemerkungen um ſo mehr enthalte. Die Schaafheerden, welche 3000 Stuͤck enthielten, wurden im Durchſchnitt von 4 Jahren, waͤhrend einer durchſchnittlich 145taͤgigen Winterfuͤtterung, mit folgenden Mitteln erhalten: 334 Schfl. oder 42760 Pfd. Roggen, im Heuwerth(10: 19 ½) 83381 Pfd. 210 2„ 19950 ⸗ Erbſen, ⸗ ⸗(10: 21) 41895 ⸗ 125 ⸗ ⸗ 6250 ⸗ Hafer,. 3(10: 18) 11250 ⸗ 148 2 10360 ⸗ Gerſte, 3 2(10: 19) 19684 ⸗ 1017 Schfl. oder 79320 Pfd. Koͤrner, im Heuwerth 156210 Pfd. 1000 Stück„ 3500 ⸗Oelluchen,(10: 10) 6640„ 1906 ⅞ Schfl. ⸗152500 ⸗ Kartoffeln,(2:4) 76250 — Im Ganzen in Heu⸗Surrogaten 239100 Pfd. Dazu: 2825 Ctnr. oder 282500 Pfd. verſchiedenes Heu, Werth(1:1 282500„ 2103 ⸗ 2à 210300 ⸗ Erbsſtroh,*(17: 1) 140200„ 3500 ⸗ ⸗ 350000 ⸗Sommerſtroh,(2: 1) 175000 ⸗ 6500 ⸗ ⸗ 650000 ⸗Winterſtroh,.(5: 1) 130000 ⸗ 14028 Ctr. oder 1492800 Pfd. im Ganzen, Heuwerth 966800 Pfd. Niimmt man davon 2000 Pfd. Hafer und 5200 Pfd. Heu zur Nahrung der Laͤmmer, Boͤcke und anderen Viehes außer der Winterszeit, auch 3000 Pfd.. Heu auf Abfall, im Ganzen alſo 11800 Pfd. Heuwerth, ſo bleiben 955000 Pfd. Hiervon erhielt ein jedes Stuͤck Schaaf, da die Zahl in runder Summe durchſchnitts⸗ weiſe 3000 betrug, jaͤhrlich fuͤr die ganze 145taͤgige Winterfuͤtterung im Heuwerth 318 Pfd. mithin taͤglich 2/19 Pfd., und im ſpeciellern Verhaͤltniß: 39— im Ganzen: taͤglich: von an ſich. Heuwerth. an ſich. Heuwerth. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. 4) Körnern......... 26,44— 52,07 2) Oelkuchen......... 1,16— 2,21 3) Kartoffeln......... 50,83— 25,41 In Hen⸗Surrogat.... 78,43— 79,69 0,54— 0,55 azu: 4) Heu........... 94,17— 94,17 0,65— 0,/65 G In Heu und Surrogat.. 172,60— 173,86 1,/19— 1,20 Ferner: 5) Erbsſteoh........ 70,1 46,73 6) Sommerſtroh. 7116,67— 558,33 7) Winterſtropy....„. 216,67 43,33 In verſchiedenem Stropy 1403,44— 148,39 2,78— 1,02 In Heu und Surrogat..... 172,60— 173,86 1,19— 1,20 Summa 576,04— 322,25 3,92— 2/,22 Daß ein Futterquantum, wie das hier nachgewieſene, wovon auf den Kopf taͤglich 1,20 Pfd. Heu oder Surrogat, und dabei 1,02 Pfd. Heuwerth in 2,78 Pfd. nahrhaften Strohes fal⸗ len, im Durchſchnitt durch die ganze Stuͤckzahl gegeben, fuͤr die hier dabei gehaltene Raſſe vollkommen ausreiche, um ſie in einem loͤblichen Stande zu erhalten, und dadurch ſowohl das Gedeihen des Koͤrpers, als die Wollproduktion zu foͤrdern, ſteht feſt, und iſt erfahrungsmaͤßig auch durch das vorliegende Wirthſchaftsbeiſpiel beſtaͤtigt worden. Das mit dieſem Futterquantum genaͤhrte Vieh gehoͤrt zu einer in hoher Veredlung ſtehenden Electoral⸗Raſſe mittlerer Groͤße; es befand ſich, abgeſehen von einer öͤrtlichen, zuweilen herrſchenden Krankheit, im Allgemeinen ſehr wohl, und lieferte von 100 Stuͤck in 4 jaͤhriger Fraktion 11½ Stein Wolle, zu à 21 Rthlr. Preuß. Cour. Mehr kann man in der That von Thieren dieſes Feinheits⸗Grades nicht erwar⸗ ten, und wird auch, bei dieſer Raſſe⸗Beſchaffenheit, mit einem groͤßeren Futter⸗Aufwande eben nicht mehr erzielen. In jedem Falle moͤchte die mehrere Verwendung durch den Werth des viel⸗ leicht noch mehr erhaltenen Wollgewichts bei weitem nicht bezahlt werden, was auch Andere da⸗ gegen anfuͤhren moͤgen. Ich werde auf die mir gegebene Veranlaſſung, und in Bezug auf meine komparativen Schaaffuͤtterungs⸗Verſuche weiter hinten darauf zuruͤckkommen, und ſtelle die letztern S. 25. bis 27., Hinſichts der quantitativen Futterverwendung im Großen, hier zur beliebigen Ver⸗ gleichung. Durch dieſe ergiebt ſich daſelbſt nach S. 27., daß ich im Durchſchnitt dreier Jahre = 20— verwendete pro Stuͦck taͤglich 1,33 Pfd. Heu und Surrogat, incl. Erbsſtroh, und 2,13 Pfd. Stroh, wobei etwa 4 Sommerungsſtroh und ³ Winterſtroh ſind. Rechne ich nun den Heuwerth aus erſterm zu 0,42 Pfd. und den aus. letzterm zu 0,34 ⸗ und dazu an““ Heu und Surrogat 1,33 ⸗ ſo gab ich 68 im Ganzen 2,09 Pfd. Heuwerth in allen Futterſubſtanzen, mithin 0,12 Pfd. weniger, als vorſtehend bei dieſer Schaafhaltung verrechnet wurden. Die Differenz beim Strohgewicht iſt viel groͤßer. Ich gewann dagegen an Wolle von 100 Stuͤck Vieh einer feineren Raſſe kleinerer Natur nur etwa 92r Stein, finde aber die Verſchiedenheit im Wollertrage beider Heerden nicht in dem Unterſchiede der Haltung und Nahrung, ſondern in dem der Art, eigenthuͤmlichen Beſchaf⸗ fenheit, Raſſe des Viehes. Haltung und Ernaͤhrung waren auf beiden Seiten in quali et quanto gewiß ſo beſchaffen, daß ſie nur eine ſehr geringe Abweichung im Wollertrage begruͤnden konnten, weil ſie das zur Wollproduktion Erforderliche meiner Anſicht nach in beiden Faͤllen einſchloß Die letzte Rubrik der Ausgabe⸗Ueberſicht S. 19. und f. enthaͤlt den Verluſt, welcher ſich als Einmaß, als Mindergewicht und als Staubabgang beim Uebermeſſen, beim wiederholten Sie⸗ ben, Ausleſen und durch's Verderben der Fruͤchte ergeben hat. Man kann hierauf im Voraus gewiſſe Prozente der Ernte in Anſchlag bringen, wenn es darauf ankommt, eine Rechnung a priori aufzuſtellen; doch werden die dafuͤr angenommenen Saͤtze mit der Erfahrung im konkreten Falle ſelten uͤbereinſtimmen, weil die Qualitaͤt der Fruͤchte, namentlich Hinſichts ihrer Trockenheit und Konſiſtenz beim Einſammeln derſelben, der Dauer ihrer Aufbewahrung und der zu letzterer be⸗ ſtimmten Raͤume, welches alles den Verluſt an Maß und Gewicht bedingt, gar zu mannigfaltig ſind. Sich mehr gleich bleibend erſcheint die Reinheit der Frucht von Staub, Erde, Spreu und die Einwirkung des Klima's darauf im Durchſchnitt der Behandlung und der Jahre. Unter der Vorausſetzung, daß die Einbringung der Fruͤchte vom Felde zur gewoͤhnlichen Zeit, mithin unter den regelmaͤßigen Einwirkungen unſeres Klima's, geſchehe, daß dieſelben im gewoͤhnlichen Zuſtande der Trockenheit, wohl gereinigt, in die Aufbewahrungsraͤume, wie gut eingerichtete Wirthſchaften ſie darbieten, gelangen, daß die weitere Behandlung und Benutzung derſelben dem geregelten Be⸗ duͤrfniß der Wirthſchaft angemeſſen ſey, daß ins beſondere das Dreſchen der Koͤrnerfruͤchte mit dem Stroh⸗ und Koͤrner⸗Konſum der Wirthſchaft, und eben ſo der Verkauf mit dem Bedarf zur baaren Ausgabe, gleichen Schritt halte: unter dieſen Vorausſetzungen einer tadelloſen Einrichtung nehme ich an, daß die in die Aufbewahrungsraͤume gelangten Fruͤchte waͤhrend eines Wirth⸗ ſchaftsjahres, wegen ihrer dem Beduͤrfniß gemaͤß geſchehenen Konſervation, an Gemaͤß und Ge⸗ wicht Verluſt erleiden in folgenden Prozenten: Oelſaat 1 ½ Prozent vom erſten Maß; Roggen 2 Prozent; Weitzen eben ſo viel, jedoch mehr und bis 3 Prozent beim weißen, Sommer⸗ und begrannten Weitzen; Erbſen, Wicken, Linſen 1 ½¾ Prozent; Hafer 3 bis 4 Prozent nach Verſchie⸗ denheit ſeiner Spreu und Grannen, und Gerſte eben ſo 1 bis 1 ½ Prozent; Kartoffeln 4 bis 6 219 1 Pro⸗ Prozent vom erſten Maß; Nuͤben eben ſo viel; Kohl 5 bis 6 Prozent wenigſtens; vom Kiee und Futterkraͤutern etwa 2 Prozent ihres Gewichts. Dieſe Saͤtze werden ſich aus den Durch⸗ ſchnitts⸗Rechnungen groͤßerer Guͤter unſerer Gegenden bewaͤhren; allgemeine Guͤltigkeit iſt ihnen aber keinesweges beizumeſſen, weil, wie ſchon angedeutet, die Oertlichkeit mit eigner Behandlung modificirend, bei großen Maſſen meiſtens noch erhoͤhend eintritt. Der Verluſt am Gewicht iſt hiervon abweichend, und bleibt hier außer Betrachtung. Nach Anſicht S. 27. betrug der ganze Kasnekoerraun der Witzlzhaſt durchſchnittlich.........„ 8165 Schfl. Dieſer entſteht nach Obigem aus: G 1) Dreſcherlohn, excl. Schocklohn........ 730 Schfl. 1 Mtz. Schocklohn 121 Schock mit 269 Siif 2) Ausſaat...„. 1763 ⸗ 4 2 3) Fuͤr das Wirthſchafts⸗ Perſonal....... 309 ⸗ 4 ⸗ 4) ⸗ den Viehſtand......... 4624 ⸗ 9 5) Auf Einmaßt Abgang.......... 245 ⸗ 8 Zehnt 276 Schock mit 844 Schfl. Da nach S. 27. die ganze Einnahme war......11999 ⸗ excl. 1113 Schfl. Zehnt und Quotenlohn. ſo verblieben durchſchnittlich zum Verkauf. 3....„ 3834 Schff. mit 580 Oelſaat, 270 Roggen, 2035 Weißen, 350 Erbſen, 445 Hafer, 154 Gerſte. Das Verhaͤltniß von Koͤrnereinnahme, Bedarf und Ueberſchuß bezeichneten die Zahlen 25. 18. 8. Bei den uͤbrigen Naturalien iſt der eigne Bedarf der ganzen Einnahme gleich.— Es folgt die Ueberſicht aus der Haupt⸗Geldrechnung der Jahre 1821 bis 1825. — 42² Wirthſchaftsjahr. Hauc⸗ 8 . 4 3 ur 5 Gegenſtand der Einnahme. 182 1e2. 1863 1824 ſchnitt nnurc 1822 1823 1824 1825 hli Preußiſche Thaler. I. Aus dem Feldbau, und zwar: 3 3 fuͤr Oelfrucht durchſchnſeileh 580 Schft) 1985 835 1504 1355 1420 966 „ Roggen(desgl. 270 Schfl.) 104 294 322 217 234 180 2) Weeitzen(desgl. 2035 ⸗. 4022 3543 2521 2040 3032 2035 4) ⸗ Erbſen(desgl. 350). 848 488 15 447 450 232 5) ⸗ Hafer(desgl. 440ö5 ⸗) ⸗—— 614 162 194 180 6) ⸗ Gerſte(besgl. 154 ⸗) ⸗ 34 5 210 62 77 77 6993 5165 5186 4283 5407 3670 II. Aus der Viehzucht, und zwar: 1) aus der Schaͤferei.. 7152 6240 8381 8294 7517 4520 2) ⸗ ⸗ Rindviehhaltung. 617 710 603 600 633 630 3) ⸗* Pferdehaltung.. 95 28 56 58 59 60 4) ⸗„⸗ Schweinezucht. 202 279 215 392 272 270 5)„„ Federviehzucht 54 25 40 35 38 40 8120 7282 9295 9379 8519 5520 III. Aclerlei Einnahme..... 28 25 54 46 38 40 Summa der Einnahme 1tat 12472 14535 13708 13964 9230 Summa der Ausgabe 12185 12396 10590 10763 11483 10620 Es war alſo Ueberſchuz 2056 76 3945 2945 2481— und Verluſt.—————- 1390 — 43— Wirthſchaftsjahr. — i Fuͤr 8 2 G 1821 1822 1823 1824 Kurthr 8 Gegeuſtand der Ausgabe. bis bis bis bis 1822 1823. 1824 1825 maßlich Preußiſche Thaler. 1) Pachtgefäͤlle(Grundzins).... 5350 5350 5350 5350 5350 5350 2) Steuern und oͤffentliche Abgaben.. 95 88 62 78 81 80 3) Aſſekuranz⸗Beitraͤge...... 278 402 256 284 305 250 4) Anlage⸗Kapitalzinſen...... 1400 1400 1400 1000 1300 1000 5) Fuͤr Saamenkoͤrner ꝛc...... 210 300 4 160 168 150 6) ⸗„ verſchiedenes Vieh.... 445 254 32 120 213 200 LTagelohn pptr. 1350 4 4 2)*⸗ Saguichohn bdir 350] 2054 2108 2016 1870 2012 1800 8) ⸗ Wagrerarbeit und Holz... 74 86 73 65 74 70 9) ⸗ Schmiedearbeit und Eiſen... 380 324 162 286 288 250 10) ‧⸗ Sattler⸗ und Seilerarbeit... 92 95 135] 101 106 100 11) ⸗ andere Handwerker..... 40 52 77 55 56 50 12) ⸗ Gebaͤude⸗Reparaturen.... 155 314 248 180 224 200 13) ⸗ Wirthſchafts⸗Utenſilien.... 86 44 64 65 65 60 14) ⸗² Feuerungs⸗Material..... 170 148 48 122 122 110 15) ⸗Reiſekoſten, Porto ꝛc..... 85 82 63 75 76 70 16) Konſumtibilien.. 202 287 136 214 210 200 ).... 17) ⸗* andere Wirthſchafts⸗Beduͤrfniſſe*B 194 228 119 182 181 150 18) Insgemein: zur Wirthſchaft........ 375 334 45 256 252 230 fuͤr die Direktion....... 500 500 300 300 400 300 Summa der Ausgabe[12185 12396 10590 10763 11483 10620 Bemerkungen zu vorſtehender Rechnungs⸗Ueberſicht. Die Einnahme iſt, wie bei den fruͤher gegebenen Beiſpielen S. 31 und S. 9, aus den wirklichen Verkaufspreiſen der zum Verkauf gekommenen Produkte der Viehzucht und des Acker⸗ baues berechnet, doch kein Jahr fuͤr ſich rein ohne Beſtaͤnde oder Vorſchuß abgeſchloſſen worden, indem von einer Rechnung in die folgende bis zum Jahre 1825 hin ſtets uͤbertragen wurde. Der Abſchluß uͤber die 4 Jahre vom 1ſten Juli 1821 bis dahin 1825 erfolgte mit dem letztern Termine, und lieferte die notirte Durchſchnitts⸗Einnahme. Die Einnahme aus dem Acker⸗ baue modificirte ſich in jedem Jahre insbeſondere nach dem verſchiedenen Erntegewinne, wie ihn die Tabelle S. 19. zeigt, und fiel dabei mit den ſinkenden Fruchtpreiſen ſtets herab. Die Ein⸗ nahme aus der Viehzucht formirte ſich nach ihrem wahren jaͤhrlichen Ertrage, wie daruͤber ſchon das Hauptſachlichſte von S. 37 bis 39 angemerkt worden iſt. Man ſieht leicht, daß die, auch bei ſonſt mittelmaͤßigen Preiſen der Erzeugniſſe des Ackerbaues, glaͤnzende Einnahme der Wirth⸗ ſchaft aus dem guten Ertrage einer ſtark gehaltenen Schaͤferei hervorging. Veranſchlagt waren 1200 Stuͤck Schaafe, wirklich gehalten wurden in den 4 hier in Betracht genommenen Jahren 3000 Stuͤck. Eine Wollproduktion von 11 ½ Stein auf 100 Stuͤck und ein Durchſchnittspreis von 21 Rthlr. pro Stein bewirkte die vorzuͤgliche Einnahme, ohne daß ein Viehverkauf, der we⸗ gen geringer Nachfrage und betraͤchtlicher Verluſte verhaͤltnißmaͤßig wenig thun konnte, dazu mehr als 6 bis 700 Rthlr. beigetragen haͤtte. Die in der letzten Kolonne fuͤr das Jahr 1825 zu 1826 als muthmaßlich hingeſtellte Ein⸗ nahme iſt zwar ſowohl beim Feldbaue, als bei der Viehzucht auf die Durchſchnitts⸗Summe der zum Verkauf gebliebenen Produktionen fruͤherer Jahre gegruͤndet, jedoch ſind die im Jahre 1825 bis 1826 wirklich beſtandenen Verkaufspreiſe der letztern bei der Berechnung zur Anwendung ge⸗ bracht, wie es nicht anders geſchehen konnte. Galt nun in jenem Wirthſchaftsjahre, und noch im 1ſten Viertel des folgenden, durchſchnittlich Raps nur 40, Roggen 16, Weitzen 24, Erbſen 16, Gerſte 12, Hafer 10 Gr. der Scheffel, und der Stein Wolle nur 12 Rthlr.(vergl. Beiſpiel A. S. 34.); ſo mußte aus dieſer Preiserniedrigung aller Produktionen, die namentlich die Wolle ploͤtzlich und arg traf, in dem Rechnungs⸗Abſchluſſe mit einem Male ein anſehnliches Deſicit erſcheinen. Da dies an die Stelle eines Ueberſchuſſes trat, welcher bisher durchſchnittlich faſt noch einmal ſo hoch geweſen war, ſo konnte es von dem Pachtinhaber leicht getragen werden, und es mußte dies billig und ohne Verdruß geſchehen. Uebrigens ſtellte das Wiederemporſteigen der Ge⸗ treidepreiſe ſchon im Wirthſchaftsjahre 1826 bis 1827 eine Gleichheit zwiſchen Ausgabe und Ein⸗ nahme her, wenn auch der Schaͤferei⸗Ertrag noch gering blieb, und das Jahr 1827 zu 1828 ſchien die Einnahme ſchon wieder uͤber die Ausgabe hinaus fuͤhren zu wollen. Sehr befriedigend er⸗ folgte letzteres im laufenden Jahre wirklich. Leicht mag dies in ſeinem Rechnungsſchluſſe allein durch die unerwartete Erhoͤhung der Koͤrnerpreiſe, den Werth der Viehnutzung mit dem des vorigen Jahres gleich angenommen, im Beiſpiele C. einen Ueberſchuß von 4000 Rthlr. her⸗ vorbringen.- Fuͤr die Ausgabe⸗Rubriken iſt im Allgemeinen zu wiederholen, was ſchon bei Gelegenheit des gegebenen Beiſpiels A. Seite 35 angefuͤhrt wurde. Die Pachtgefaͤlle, welche als Zinſen des Grundkapitals zu betrachten ſind, wurden Seite 16 nachgewieſen. Ueber die folgenden Ausgaben an Steuern, Aſſekuranz⸗Beitraͤgen, Lohn der Arbeiter und Handwerker, Konſumtibi⸗ lien, Geraͤthe ꝛc. vergleiche im Beiſpiele A. S. 35., weil hier auch gilt, was dort erinnert wurde. Fuͤr das vom Paͤchter in das ſtehende Inventarium und den laufenden Betrieb ange⸗ legte Kapital ſind auch hier nur 5 p. C. verausgabt worden, wiewohl man dafuͤr durchſchnitt⸗ lich das Doppelte zu rechnen berechtigt ſeyn duͤrfte. Dadurch wuͤrde denn der S. 42 gezogene Rechnungs⸗Ueberſchuß auf die Haͤlfte herabfallen, wie daſelbſt das Deficit des Jahres 18² — 45— faſt auf das Doppelte ſteigen. Die Zinſen beliefen ſich in den erſten Jahren hoͤher, als in den letzten, nach Maßgabe des wirklich anzunehmen geweſenen Zinsfußes. Auf Gebaͤude⸗Repa⸗ raturen mußten kontraktlich 2 p. C. der Pachtſumme, und das Uebrige, was in der Ausgabe erſcheint, auf Umdeckung der Daͤcher und andere Nebenverbindlichkeiten verwendet werden. Da dies alles, wie auch die nachfolgenden Saͤtze, fuͤr Utenſilien bis zur Ausgabe Insgemein, ihrem wirklichen Betrage konform ſind, ſo gehe ich hier daruͤber hin, und verweile nur einen Augen⸗ blick bei dem, was ich fuͤr die Direktion der Wirthſchaft in runder Summe ausgeſetzt habe. Indem ich hier fuͤr die erſteren Jahre 500, und fuͤr die letzteren 300 Rthlr. annahm, glaubte ich, ſowohl mit den Preis⸗Konjunkturen der Zeit, als mit meinen Annahmen im Wirthſchafts⸗ Beiſpiele A. im Verhaͤltniß zu bleiben. In dieſem ſtellte ich 200 Rthlr. jaͤhrlich zur Ausgabe, weil die Direktion, bei Beachtung des Haupt⸗Wirthſchaftsprincips der Sparſamkeit, wirklich nicht mehr gekoſtet hatte, und weil ich meinte, daß ſich eine groͤßere Ausgabe fuͤr dieſe Rubrik, wenn ſie nun einmal damit beſtritten werden koͤnne, um ſo weniger rechtfertigen laſſe, als man in eine vernuͤnftige Ermittelung des Reinertrags einer Wirthſchaft unmoͤglich hineinmengen kann, was wegen einer luxurioͤſen Direktion etwa depenſirt werden mag. Konnte die obere Leitung des Gan⸗ zen durch Eine Perſon, deren anſtaͤndiges Daſeyn, außer der freien Station, die ihr natuͤrlich ſonſt noch die Wirthſchaft gab, 200 Rthlr. koſtete, fuͤr dieſen Preis erhalten werden, ſo weiß ich nicht, mit welchem Recht man eine mehrere Ausgabe ſtatuiren will. Daß eine ganze Fa⸗ milie, als Familie des Paͤchters oder Wirthſchafts⸗Direktors gedacht, davon anſtaͤndig nicht ſubſiſtiren koͤnne, iſt wohl einleuchtend, aber dabei zu bezweifeln, daß man den Bedarf einer ſol⸗ chen, wovon doch eigentlich die Wirthſchaftsfuͤhrung gar nicht abhaͤngt, auf die Wirthſchafts⸗ Ausgabe ſtellen koͤnne, wenn es darauf ankommt, ihren Reinertrag genau aufzufinden. Eine ſolche Familie mag nach Verſchiedenheit ihrer Zahl, ihrer Edukation, ihrer Gewohnheit und an⸗ derer Lebensverhaͤltniſſe 500, 1000, 1500 Rthlr. zu ihrem Unterhalte jaͤhrlich beduͤrfen: wie will man ſolche Summen jener Wirthſchafts⸗Rechnung zur Laſt ſtellen? wie will man ſie in die Er⸗ mittelung des Reinertrags vom Boden bringen? was gehen ſie die eigentliche Direktion an? wie intereſſiren ſie den etwanigen Verpaͤchter, der dadurch ſeine Nutzung geſchmaͤlert ſehen ſoll? Nach neuern Veranſchlagungs⸗Grundſaͤtzen wuͤrde letzterer in casu concreto etwa 15 p. C. des Ertrags(nach S. 8. Beiſpiel A. 2000 Rthlr.) fuͤr die Subſiſtenz des Paͤchters bewilligen und von letzterm ſich abziehen laſſen muͤſſen. Wenn nun dies 300 Rthlr., mithin 100 Rthlr. mehr betraͤgt, als ich angenommen habe, ſo wuͤrden dagegen bei den Ausgabe⸗Rubriken 2, 7, 11 bis 21 mindeſtens 200 Rthlr. gegen meine Rechnungsſaͤtze erſpart oder weniger verausgabt wor⸗ den ſeyn; ich habe alſo fuͤr die Direktion viel mehr verrechnet, als principienmaͤßig paſſiren wird, nicht zu gedenken, daß man in Anſchlaͤgen meine Ausgabe sub Nr. 3. und 4. auf Verſicherung gegen Gefahren und auf Anlage⸗Kapitalzinſen gar nicht kennt, oder gering honorirt. Letztere ſind aber, wo von Pacht die Rede ſeyn mag, ganz im Intereſſe der obern Wirthſchafts⸗Leitung, weil ſie es iſt, die Gefahren zu beſtehen und Kapitale anzulegen hat, und ſie wurden von mir — 46— in dieſem Sinne vorzuͤglich erwogen, ſo daß ich die außerwirthſchaftlichen Beduͤrfniſſe der Direk⸗ tion, oder die Subſiſtenz einer eventuellen Dirigenten⸗Familie mit beliebigem Aufwande auf die Prozente der Verlags⸗Kapitalzinſen, welche zum Theil von mir foͤrmlich verrechnet, zum Theil doch im Ueberſchuſſe geblieben, recht eigentlich anweiſe. Wenn der Zuſtand der Einnahmen in den gegebenen Beiſpielen bis zum Jahre 1825 hin eine Verausgabung von 10 p. C. und mehr auf Zinſen des ſtehenden und Betriebs⸗Kapitals zulaͤſſig machte, ſo wird davon ein guter Theil zu Verwendungen der Direktion, welche die eigentliche Wirthſchaft nicht angehen, noͤthi⸗ genfalls abgenommen werden koͤnnen, welches ich der Anſicht und dem individuellen Ermeſſen anheim gebe. Dies noch mit der Bemerkung, daß dieſe Digreſſion vornehmlich fuͤr diejenigen geſchrieben iſt, welche es mir zum Vorwurf gemacht haben, daß ich in meiner fruͤhern Abhand⸗ lung, im Beiſpiele A. S. 32., nur 200 Rthlr. fuͤr die Direktion in Ausgabe gebracht, als ſey dies eine fuͤr den Dirigenten, fuͤr den Paͤchter, fuͤr deſſen Familie und Zubehoͤr bei weitem nicht ausreichende Summe, die doch jedenfalls aus einer Wirthſchaft uͤbrig ſeyn und deswegen als eine Ausgabe betrachtet werden muͤſſe, nach deren gehoͤriger Verrechnung erſt von Reinertrag, von Auskommen oder Gewinn des Paͤchters ꝛc. die Rede ſeyn koͤnne. Meiner Anſicht folgend habe ich nun im letzten Beiſpiele durchſchnittlich 400 Rthlr. fuͤr die Direktion zur Ausgabe geſchrieben, weil ſie, obwohl die Wirthſchaft 3 mal ſo groß, als die, wo 200 Rthlr. zu derſelben Rubrik geſtellt waren, fuͤglich damit erhalten werden konnte. Man er⸗ waͤge dabei, daß eben dieſer obern Wirthſchafts⸗Leitung halber auf Steuern, Geſindelohn, Hand⸗ werker⸗Arbeiten, Feuermaterial, Utenſilien, Konſumtibilien u. ſ. w. unter den Rubriken 2, 7 bis 17 gewiß an 300 Rthlr. ausgegeben, daß ferner 1300 Rthlr. 5 procentige Zinſen vom Anlage⸗ Kapitale verrechnet, und daß endlich faſt 2500 Rthlr. als Ueberſchuß dargethan worden ſind. Letzterer betraͤgt in ſeiner Zuſammenrechnung von 4 Jahren nach S. 42 9924 Rthlr., und wenn damit nun auch fuͤr zwei folgende Jahre ein Deficit von im Ganzen 1390 Rthlr. zu decken iſt, ſo verbleibt doch noch ein Plus, womit jeder Paͤchter oder Dirigent ſehr zufrieden ſeyn wird, moͤge er ſich außerdem auch nur 5 p. C. ſeines erſten Verlags, und fuͤr ſeine obere Wirthſchaftsleitun nur 8 p. C. der Pachtſumme, neben freier Station, berechnet haben. Aus dem Obigen iſt nun zugleich hervorgegangen, daß auch die zuletzt beſprochene Wirth⸗ ſchaft von 1819 ab und bis zum Schluß des Wirthſchaftsjahres 1825 ſtets mit einem betraͤcht⸗ lichen Gewinne Seitens ihres Nutznießers betrieben worden iſt. Es belief ſich dieſer auch im Verhaͤltniß zur Groͤße des genutzten Areals hoͤher, als im Beiſpiele A.(vergl. hier S. 36.), und betrug faſt die Haͤlfte des jaͤhrlichen Pacht⸗Quanti und gegen 3 der ganzen Brutto⸗Einnahme. Dieſer Erfolg iſt einer zeitgemaͤßen, edlen und vermehrten Schaafhaltung, deren Wollproduktion reichlichſt lohnte, beizumeſſen. Er mußte hinwegfallen, als mit dem Jahre 1825 das Produkt letzterer Viehhaltung ſeinen hohen Werth verlor, und faſt eine Preiserniedrigung bis auf die Haͤlfte erfuhr. In den durch die Konjunktur veranlaßten Preiſen der Wolle und der Koͤrnerfruͤchte liegt das ——,——— — 47— nachgewieſene Reſultat des Wirthſchaftsjahres 1825 zu 1826, welches mit einem Minus von 1390 Rthlr. abſchließt, obwohl man auch die Ausgabe S. 43, den etwas geſunkenen Preiſen der Arbeit und anderer Lebensbeduͤrfniſſe gemaͤß, gegen den Durchſchnitt der Vorjahre nun uͤber 800 Rthlr. geringer annehmen durfte. Von dieſem Jahre ab ſchien mithin dieſer Wirthſchaftsbetrieb nicht mehr gehoͤrig zu rentiren, weil die bisherige Pacht haͤtte um 4 ermaͤßigt werden muͤſſen, wenn Paͤchter ohne Zubuße ferner wirthſchaften ſollten. Bei Fortdauer der unguͤnſtigen Konjunktur wuͤrde dies wahrſcheinlich erfolgt ſeyn. Die Brutto⸗Einnahme betrug im Ganzen.......... 9230 Rthlr. Die Wirthſchaftskoſten beliefen ſich auf.............. 5270 ⸗ Zur Pacht kamen alſo jetzt nur....... 3960 Rthlr. als gegenwaͤrtige Netto⸗Einnahme, mithin? 1. weniger, als e ein Jahr vorher⸗ Ein Morgen vom ganzen Areal trug hiernach im Brutto 4 Rthlr. 17 Gr. 7 Pf. und an Wirthſchaftskoſten............ 2 16 ⸗ 11 ⸗ mithin gab er noch rein...... 2 Rthlr.— Gr. 8 Pf., ohne Abzug von etwaniger Grundſteuer und Gebäude⸗„Erhaltung, worauf wohl 18 Gr. zu rechnen ſeyn möchten. Dieſer Ertrag iſt ſo gering, daß er die Subſiſtenz des Grundbeſitzers in der Re⸗ gel gefaͤhrdet.— Vergl. was fuͤr dieſen Fall S. 14 unten und fruͤher(Beiſpiel A.) S. 37 und 38 mit mehreren daruͤber angemerkt worden iſt. Dagegen geſtaltete ſich dies alles bis zum Schluſſe des Wirthſchaftsjahres 1825 hier und auch ſonſt mehrentheils ganz anders und zum Vortheil der Ackerkultur, ſelbſt auch unter nur mitt⸗ leren Koͤrnerpreiſen. Bis dahin ſtand das Brutto der Einnahme auf. 13964 Rthlr. der Betrag aller Koſten.................. 6133 mithin der Reinertrag.... 7831 Rehlr., Pacht und Profit, Nutzung des Eigenthuͤmers und des Wirthſchafts⸗ Dirigenten einſchließend. Der Morgen vom Areal gab demnach als Brutto 7 Rthlr. 3 Gr. 11 Pf. hatte an Wirthſchaftskoſten zu tragen 3„ 3„ 3 ⸗ und lieferte folglich an Reinertrag...... 4 Rthlr.— Gr. 6 Pf, wovon gleichfalls fuͤr etwanige Grundſteuer und Neubauten noch etwa 18 Gr. abzuziehen bleiben. Die Pacht betrug pro Morgen 2 Rthlr. 17 Gr. 9 Pf., Paͤchter nutzte alſo den Morgen fuͤr ſich zu 1 Rthlr. 6 Gr. 9 Pf., worin er Zinſen ſeines Verlag⸗Kapitals und außerdem anſehnlichen Arbeits⸗Profit zog. Bei einer Pacht von 4 Rthlr. pro Morgen wuͤrde er in Pner Zeit Nichts gewonnen haben, weil die Summe aller Wirthſchaftskoſten die der Pacht um † uͤberſtieg. Dieſe Verhaͤltniſſe ſind denen aͤhnlich, welche ich ſchon im Beiſpiele A. von S. 36 bis 39 aus ein⸗ ander ſetzte, weswegen ich darauf mich beziehe, indem ich hier abbreche. Wenn ich aber beide Wirthſchaften in Bezug auf die Koſten ihrer Produktionen vergleiche, ſo ſcheint es mir, daß dieſelben bei C. geringer ſind, als bei A., weil dort von gleicher Flaͤche mehr Koͤrner, oder uͤberhaupt eine groͤßere Maſſe an Fruͤchten gewonnen wurde, waͤhrend den⸗ noch ſowohl Pacht⸗ als Wirthſchaftskoſten geringer ausfielen. Man ſehe die Zuſammenſtellung S. 31 und 32, und vergleiche mit den vorſtehenden Repartitions⸗Saͤtzen die von S. 38 im Kultur⸗Beiſpiele A. Um jedoch, nach der Form des bei letzterm S. 41 bis 46 angewendeten Verfahrens, auch hier eine ſummariſche, vergleichende Ueberſicht der Produktionskoſten zu geben, muß ich folgende Aufſtellung machen. 5 Die Summe aller Wirthſchafts⸗Ausgaben war durchſchnittlich 11483 Rthlr., welche von Seiten des Paͤchters, Nutznießers dieſer Wirthſchaft eingenommen und wieder ausgegeben werden mußten, um das ganze in Kultur ſtehende und ihm wirklich veranſchlagte Areal von 1950 Mor⸗ gen Acker und Wieſen, mit der von ihm Behufs der ganzen Nutzung angeordneten Viehhaltung, moglichſt eintraͤglich zu machen. Wuͤrde man jene Summe bloß auf die Ackerflaͤche vertheilen, ſo haͤtte der Morgen durchſchnittlich 5 Rthlr. 17 Gr. 8 Pf. zu tragen, mit Einſchluß des dar⸗ auf gehaltenen Viehes. Da hieraus aber weder fuͤr die Branche der Viehzucht, noch fuͤr die des Ackerbaues, die erforderliche Ueberſicht hervorgeht, und da es auf die letztere hier abgeſehen iſt, ſo muß zu folgender Rechnungs⸗Erweiterung geſchritten werden. Zuerſt iſt von der Summe der ganzen Wirthſchafts⸗Ausgabe wegen der Schaͤferei, die als ein fuͤr ſich beſtehendes und einen Neberſehuß gewaͤhrendes Ganze zu betrachten iſt, abzuſetzen: 1) An Pacht, incl. Agio von 3 Gold....... 330 Rehlr. 2) Fuͤr 2400 Ctr. Heu, à 3½ Gr., auf hacht und Wartungskoſten.. 350 ⸗ 3) Fuͤr 1000 Stuͤck Oelkuchen.... 55 ⸗ 4) Auf Bekoͤſtigung der Schafer, Schrotelohn 2c.....1495 ⸗ 5) Kapitalzinſen................. 500„ 6 Insgemein..................... 45 ⸗ 1495 Rthlr. Die ſonſt noch vorkommenden Ausgaben fuͤr gekauftes Vieh, fuͤr Waͤſche und Schur, Uten⸗ ſilien ꝛc. ſind in den allgemeinen Wirthſchaftskoſten nicht enthalten, ſondern bei der Schaͤferei⸗ „Einnahme gleich in Abzug gebracht, mithin hier nicht zu beruͤckſichtigen. Wegen der Pferde⸗, Rindvieh⸗, Schweine⸗ und Federvieh⸗Haltung iſt ebenfalls nichts in Abrechnung zu bringen, weil alle dieſe Zweige der Viehzucht, weder jeder fuͤr ſich, noch alle zuſammen, einen Reinertrag geben, ſondern, wenn man ihre Einnahmen mit den darauf verwendeten Koſten an Geld und Naturalien, nur zu ſehr geringen Saͤtzen, vergleicht, ein bedeutendes Minus erſcheinen laſſen. Letzteres muß dem Ackerbaue, der wirklich kultivirten Ackerflaͤche zur Laſt geſtellt werden, weil dieſe ganze Viehzucht der Ackerkultur, der Einrichtungen halber, welche dieſe forderte, gehalten wurde. Auf das, was etwa durch uͤbel berechnete Verhaͤltniſſe dabei verloren ging, kommt es hier weiter gar nicht an, weil es ſich uͤber das handelt, was war, und nicht uͤber das, was unter andern Umſtaͤnden haͤtte ſeyn koͤnnen. Wenn nun von ber ganzen Wirthſchafts⸗Ausgabe zu 11483 Rthlr. nur die auf den Rein⸗ ertrag der Schaͤferei in Ausgabe zu ſtellenden 1485 Rthlr. abzuziehen ſind, ſo verbleiben in einer run⸗ —— — 49— runden Summe gerade 10000 Rthlr. beim Ackerbaue zu verrechnen, und muͤſſen auf deſſen Flaͤche, die mit den Gaͤrten zu 1570 Morgen angenommen wird, vertheilt werden. Dies kann nur, um ſich der Wahrheit möglichſt zu naͤhern, wie im Beiſpiele A. S. 42. und 43., dadurch geſchehen, daß nach den ſchon oben S. 15. angegebenen Klaſſen des Ackers gewiſſe Verhaͤltniſſe hinſichts der Kulturkoſten und des Ertrags feſtgeſtellt werden. Das ganze Feld zerfiel in drei Klaſſen, wovon 480 Morgen in die 1ſte, 850 Morgen in die 2te, und 235 Morgen in die 3te Klaſſe gelegt wurden. Bebauet ſind dagegen durchſchnittlich, indem man ſich dabei, wie ich erinnere, weder hier noch ſonſt in der Umgegend, auf gutem Boden an die ſtrenge Regel des Dreifelderſyſtems bindet, und wegen der Zehntpflichtigkeit der Aecker 2ter und 3ter Klaſſe, dem eigenen Intereſſe gemaͤß, um ſo mehr davon abwich, nach der tabellariſchen Ueberſicht S. 18 seq.: Morgeun 5 in Klaſſe mit 1 2. 1 3. Summa Raps........ 62—— 62 Roggen 54 106 61 221 Weizenn 110 157— 267 Erbſen........ 73 98— 171 — Hafer.— 245 65 310 Gerſte....... 80 89— 169 Kartoffein.......— 24 13 37 ere Rüben....... 20 10— 30 Kohl......... 8 6— 14 Kleearten..... 8 68— 76 Flachs........ 3 27— 30 Brache, reine...... 62 20 96 178 Gartenland......... 5—— 53 Summa Morgen 485 850 235 1570 und zwar: Winterfeld (Raps, Roggen, Weitzen). 226 263 61 550 Sommerfeld b (Gerſte, Hafer)... 80 334 65 479 Brachfeld (Erbſen, andere Vrachfrüch und Brache).. 174 253 109 536 Gartenland... 5—— 35 Auf die hier nach Klaſſen und Veartung enachte Zuſammenſtellung der in Kultur befind⸗ lichen Flaͤche, deren ganze Richtigkeit nur in ſo weit verbuͤrgt wird, als ſie für den Zweck ge⸗ nuͤgt, vertheile ich nun die ganze vorerwaͤhnte Wirthſchafts⸗Ausgabe von 10000 Rthlr., indem — 50— ich ſie mit den im Beiſpiele A. S. 43. erfahrungsmaͤßig gefundenen Sätzen vergleichend verei⸗ nigte, folgendergeſtalt: 3 1. Von 485 Morgen 1ſter Klaſſe, wovon 365 Morgen zehntfrei. 226 Morgen Winterfeld, à 11 Rthlr.. 2486 Rthlr. 80 ⸗ Sommerfeld,— 8 ½4 680 ⸗ 174 ABrachfeld,— 5 ¾ ⸗ 957 ⸗ Gartenland,— 11 ⸗. 55„ Von 850 Morgen Lter Klaſſe zehntpflichtig: 263 Morgen Winterfeld, à 9 Rthlr... 2367 Rthlr. 2 334 Sommerfeld,— 5 ½ 1837 ⸗ 253 ⸗ Brachfeld,— 3 ½ 885 ⅜- 2 2 Von 235 Morgen 3ter Klaſſe zehntbar: 61 Morgen Winterfeld, à 5 Rthlr... 305 Rthlr. 65 ⸗ Sommerfeld,— 3 4 ⸗.. 216 ¾ ⸗ 1090 ⸗ Brachfeld,—2 ⸗... 218 ⸗ 1570 Morgen in Summa zu..... 10007 Rthlr. Hiernach wird nun, fruͤheren Andeutungen zufolge, ſpecieller berechnet und der Produktions⸗ preis ſummariſch ermittelt, wie folgt: 4 1) 62 Morgen mit Raps, à 11 Rthlr........ 682 Rthlr. dazu fuͤr die Erſchoͤpfung des Bodens durch dieſe Frucht ½ wit................ 1135. . 795 Rthlr. der Morgen hat alſo zu tragen 12 Rthlr. 20 Gr., gab nach Abzug der Ein⸗ ſaat etwa 93½ Schfl., mithin koſtete 1 Schfl. 1 Rthlr. 7 Gr. 7 Pf. dazu noch r als Dreſcherlonn.— 1— ⸗ .5 alſo im Ganzen 1 Rthlr. 8 Gr. 7 Pf. 2) 221 Morgen mit Roggen, davon jedoch 54 Morgen in er⸗ ſter Klaſſe nach Vorfrucht, à 11 Rthlr.... 594 Rthlr. davon fuͤr die vorhergegangene Brachfrucht ½ 119 ⸗ .— 475 Rthlr. 106 Morgen in 2ter Klaſſe nach Vorfruͤch⸗ ten, à 9 Rthlr......... 954 Rthlr. davon auch ¹ wegen der Brachfruͤchte 191 ⸗ 753 Latuas 1238 Rthlr. 795 ⅔ Rthlr. 4) — 51— Transport 1238 Rthlr. 48 Morgen in 3ter Klaſſe, à 5 Rthlr... 240 ⸗ 13 Morgen in 3ter Klaſſe nach Vorfrucht, à 5 Rthl. 65 Rthlr. davon wegen der Brachnutzung. 13 ⸗ rh 292 ⸗ Der Morgen hatte alſo zu tragen 6 Rthlr. 22 Gr. 2 Pf.; er gab nach Abzug der Einſaat etwa 7 ½ Scheffel, mithin koſtete ein Scheffel 21 Gr. 1 Pf. dazu us als Dreſcheriohn 1 4 ⸗ ſololch in im Gane 22 Gr. 5 Pf. 267 Morgen mit Weitzen, und zwar: 110 Morgen in 1ſter Klaſſe nach Brach⸗ Vorfrächken, à 11 Rthlr... 1210 Rthlr. Ab, wegen der Brachnutzung, ½.. 242. ʒBOÖ»N Zöͤ — 968 Rthlr. 157 Morgen in 2ter Klaſſe, à 9 Rthlr. 1413 Rthlr. davon wegen Vorfruͤchte 755 2 1338 ⸗ Der Morgen traͤgt alſo 8 Rthlr. 15 Gr. 3 ⅞ Pf., gab aber nach Abzug der Einſaat circa 10 ½ Scheffel, mithin koſtete ein Schef⸗ dlh. a i dazu us als Dreſcherlohn... 1 4 ⸗ daher im Ganzen 21 Gr. 8 Pf. 171 Morgen mit Erbſen, und zwar hiervon: 73 Morgen in iſter Klaſſe, à 5 ½ Rthlr. dazu wegen ihrer Zehrung vor Winterfrucht 160 5 ⸗ 98 Morgen in Lter Klaſſe, à 3 ½ Rthlr...... 343 2 und wegen ihrer Zehrung wieder...... 176 ⅔ ⸗ 401 ½ Rthlr. Der Morgen hat alſo zu tragen 6 Rthlr. 7 Gr. 9 Pf., und da er nach Abzug der Einſaat ungefaͤhr 5 ½ Scheffel gab, ſo galt ein Scheffel 1 Rthlr. 5 Gr. 6 Pf. wozu s als Dreſcherlohn..-— 11 ⸗10 alſo im Ganzen 1 Rthlr. 7 Gr 4 Pf. 7953 Rthlr. 2306 1081 ½¾ ⸗ 7* Latus 5713 Rthlr. 5) 6) 7) 8) 9) Transport 5713 Rthlr. 310 Morgen mit Hafer, naͤmlich: 245 Morgen in 2ter Klaſſe, à 5 ¼ Rthlr..... 1347 ¼ Rthlr. 65 Morgen in 3ter Klaſſe, à 3 ½ Rehhr... 227 ⸗ Der Morgen tragt nun 5 Rthlr. 1 Gr. 11 Pf.,, lieferte aber nach Abzug der Einſaat pptr. 11 Scheffel, mithin galt ein Schef⸗ fel..... 10 Ge. 3 Pf dazu. Dreſcherlohn.— 7 folglich in im Ganzen 10 Sr 10 gf 169 Morgen mit Gerſte und zwar: 80 Morgen in 1ſter Klaſſe, à 8 ½ Rthlr... 680 Rthlr. 89 Morgen in 2ter Klaſſe, à 5½ Rthlr. 489 ¼ ⸗ Der Morgen hat zu tragen 6 Rthlr. 22 Gr. 1 Pf., und weil er trug nach Abzug der Einſaat etwa 10 ½ Scheffel, ſo koſtete ein Scheffel....... 16 Gr. 3 pf. dazu. Dreſcherlohn... 1— ⸗ — alſp i im Ganzen 17 Gr. 3 Pf. 37 Morgen mit Kartoffeln, und dies: 24 Morgen in Lter Klaſſe, à 3 ½ Naale..... 84 Rthlr. dazu wegen ihrer Zehrung..... 43 ⸗ 13 Morgen in 3ter Klaſſe, à 2 Rthlr........ 26 ⸗ und wegen der Zehrung.......... 13„ macht pro Morgen 4 Rthlr. 12 Gr., welcher trug nach Abzug der Ein⸗ lage circa 67 ¾ Schfl., daher ein Scheffel koſtete 1 Gr. 7 Pf. 30 Morgen mit Ruͤben, naͤmlich: 20 Morgen in 1ſter Klaſſe, à 5 ½ Rthlr....110 Rthlr. dazu wegen ihrer Bobenerſchoͤpfung...... 44 ⸗ 10 Morgen in 2ter Klaſſe, 3 à 3 ¼ Rihlr.... 35 ⸗ bazu wegen derſelben.......... 18 ⸗ betraͤgt auf den Morgen 6 Rthlr. 21 Gr. 7 Pf., welcher lieferte 208 Scheffel, daher ein Scheffel 9 ½ Pf. 14 Morgen mit Kohl, und zwar: 8 Morgen in 1ſter Klaſſe, à 5 ½ Rthlr.... 44 Rthlr. 1575„ 1169 ¾ ⸗ 166 ⸗ 207 Latus 44 Rthlr. 8830 ½ Rthlr. — 53— TnPort 44 Rthlr. 8830 ¼ Rthlr. dazu wegen ihrer Ausſaugung......— 48* 6 Morgen in 2ter Klaſſe, à 3 ½ Rthlr...... 21 ⸗ 1 und wegen Ausſaugung...........:) 11„ 94„ mmacht pro Morgen 6 Rthlr. 17 Gr. 2 Pf., und da der Morgen trug. 301 Ctr., à 100 Pfd., ſo koſteten 100 Pfd. 6 ½ Pf. 10) 76 Morgen mit Klee, und zwar:. 8 Morgen in tſter Klaſſe, à 5 Rthlr...... 44 Rthlr. 68 Morgen in 2ter Klaſſe, à 34 Rthlr.... 238 ⸗ — 282 Der Morgen mußte tragen 3 Rthlr. 17 Gr.; er lieferte aber etwa 153 Centner Gruͤn und 7 Ctr. Heu, alſo im Ganzen circa 185 Ctr. Gruͤn oder 40 Ctr. Heu, mithin koſtete der Ctr. von jenem 6 Pf., von dieſem 2 Gr. 2 ¾ Pf. 11) 30 Morgen mit Flachs, und davon: 3 Morgen in 1ſter Klaſſe, à 5 ¾ Rthlr....... 16 ¾ Rthlr. 27 Morgen in 2ter Klaſſe, à 32 Rthlr... 94 ½ dazu wegen ſeiner Ausſaugung des Bodens reſp. 63 und 488 Ntbl............... 35 ½. 1 166„⸗ folglich traͤgt der Morgen 5 Rthlr. 12 Gr. 10 Pf. 12) 178 Morgen reine Brache, naͤmlich: 5 62 Morgen in iſter Klaſſe, à 5 ½ Rthlr...... 341 Rthlr. 20 2„ Nter ⸗„ 31 ⸗ 70„ 96. 3⸗ 2 ⸗ 2„.192 ⸗ 603 3 durchſchnittlich pro Morgen 3 Rthlr. 8 Gr. 11 Pf. Dieſer Betrag muß . großen Theils der Schaͤferei zur Laſt geſtellt werden, einen kleinen Theil hat die Rindvieh⸗ und Schweinezucht zu uͤbernehmen. 4 13) 5 Morgen Gartenland, à 11 Rthlr... 55 4 Von 1570 Morgen i im Ganzen 155305 Rthlr. 1 Vergleichen wir 1) dieſe Berechnung der Produktionskoſten uͤber den Zeitraum der 4 Wirth⸗ ſchaftsjahre 1821 bis 1825; 2) mit der zum Beiſpiele A. S. 43. und f. gegebenen Ermitte⸗ lung fuͤr die Jahre 1819 bis 1825, 3) mit den hieſigen Durchſchnitts⸗Marktpreiſen dieſer 6 Jahre, und 4) mit dem hieſigen Marktpreiſe des Jahres 1825; ſo döhetßn ſich folgende Preis⸗Ver⸗ haͤltniſſe: 1 — 54— 1. 2.. 3. 4. un Sheftl Veſpiel C Deiſpel A. 1819 1825] 1825 Rthlr. Gr. Pf.[Rthlr. Gr. Pf.(Rthlr. Gr. Pf. Rthlr. Gr. Pf. Naps.. 1 S1. 7 1 8=2 12 1 46— Roggen.(— 22 5— 21 8 1——— 46[— Weiten..— 21 8 1 4 11 14 1—— Erbſen.... 1. 7 415— 1 o9l—— 16— Hafer....— 10 10] ¹12 3— 16—— 10— Gerſte.— 47 3— 1s 5 20 12— Kartoffeln.. 141 222— 6—— 4/— Rüͤben— 91 6— 4—= 3— 1 Centner Kohl. 67—— 10— 1—— 1— 1 Centner Heu.. 2 3 4— 1.— 1— Aus dieſer Zuſammenſtellung iſt erſichtlich: 1) daß bis zum Jahre 1825 hin der Produktionspreis noch etwas unter dem Marktpreiſe blieb, die Produktion mithin noch mit einem geringen Vortheile betrieben und verſilbert werden konnte; 2) daß im Jahre 1825 der Marktpreis faſt bei allen Koͤrnerfruͤchten unter den Produktions⸗ preis herabſank, die Produktion alſo nicht mehr belohnt, ſondern verluſtbringend wurde; 3) daß zwei Wirthſchaften, obwohl in ihren Verhaͤltniſſen aͤhnlich, doch nicht zu ein und den⸗ ſelben Preiſen produciren, und daß dieſe namentlich durch das Verhaͤltniß der Wirthſchafts⸗ koſten zum Ertrage der Aecker im Ganzen und bei jeder Frucht insbeſondere modificirt werden; e an 4) daß, weil die Preiſe vom Ertrage abhaͤngig ſind, im Beiſpiele C. der ergiebigere Weitzen wohlfeiler, als der weniger lohnende Roggen erzeugt wurde; daß eben deswegen die Wirth⸗ ſchaft A. Raps, Roggen und Erbſen wohlfeiler, Weitzen, Hafer, Gerſte und Brachfruͤchte theurer producirte, als die Wirthſchaft C. 3 Es iſt dieſe Ermittelung der Produktionskoſten durchaus nur ſummariſch und lokal, wie ich zum Ueberfluß ſchließlich wiederholentlich erinnere; ſie gewaͤhrt aber im konkreten Falle die erfor⸗ derliche Ueberſicht, und kann daher allenfalls genuͤgen, wo es nicht auf eine allgemeine Anwend⸗ barkeit ankommt. Eine genaue Berechnung der Produktionskoſten landwirthſchaftlicher Erzeug⸗ — 55— niſſe mit abſoluter Richtigkeit laͤßt ſich aber von allgemeinen Berechnungsregeln nicht erwarten, weil die unendliche Verſchiedenheit der Oertlichkeit, der Zeit und Anſicht ihnen widerſtrebt. Ich werde in einer kuͤnftigen Fortſetzung dieſer Abhandlung, welche noch zwei Wirthſchafts⸗ beiſpiele liefern, und daran die Mittheilung der Folgerungen fuͤr hieſige Lokalitaͤt knuͤpfen ſoll, auf jene Produktionskoſten⸗Ermittelung zuruͤckkbommen, ſie auch vergleichungsweiſe wieder darſtel⸗ len und eleiche verbeſſert zuruͤckfuͤhren.