Vergleichende Verſuche uͤber Schaaffuͤtterung in Beziehung auf Wollertrag angeſtellt auf dem Koͤniglichen Amte Petersberg in den vier Wintern von 1821 bis 1825 von C. Caspari. (Beilage zum Iſten Stuͤck des XXI. Bandes der Moͤglinſchen Annalen der Landwirthſchaft.) —y-ꝛ—— Berlin, bei Auguſt Ruͤcker. 18 2 8 Vorwort. Da folgenden von dem Herrn Ober⸗Amtmann Caspari gemachten hoͤchſt in⸗ tereſſanten Verſuche und Reſultate, verſchiedene Gegenſtaͤnde der Schaafzucht be— treffend, uͤbergeben wir unſern verehrten Leſern hier ſo, wie ſie derſelbe theils waͤhrend der Verſuche ſelbſt, theils gleich nach Beendigung derſelben aufgezeichnet hat. Der Herr Verf. ſchickte das Manuſcript an unſern geliebten Vater zur Anſicht und Beurtheilung, mit dem Bemerken: daß wenn davon fuͤr die Moͤgliner Annalen Ge⸗ brauch gemacht werden ſollte, das Ganze nochmals umgearbeitet werden muͤßte, da daſſelbe fuͤr allgemeine Brauchbarkeit zu weitlaͤuftig ſey und manches enthalte, was ohne Schaden fuͤr die Wuͤrdigung der Hauptſache geſtrichen werden koͤnne; uͤbrigens buͤrge er, mit der Bemerkung, daß er die Verſuche in jeder Beziehung ſtets ſelbſt geleitet und dabei jeden moͤglichen Irrthum abgewendet habe, fuͤr die hoͤchſte Zuver⸗ laͤſſigkeit derſelben.— Da nun unſeren Anſichten nach, Verſuche dieſer Art, in ge⸗ wiſſer Beziehung, nicht weitlaͤuftig genug mitgetheilt werden koͤnnen, inſofern naͤm⸗ 1* — 4— lich die Weitlaͤuftigkeit nicht aus leerem Raiſonnement hervorgeht, ſondern in der Angabe der kleinſten, oft ſcheinbar unweſentlichen Thatſachen begruͤndet iſt, aus de⸗ nen ſich aber nicht ſelten die Genauigkeit der Verſuche ſowohl, als fuͤr die Zukunft Materialien fuͤr wichtige Folgerungen und Thatſachen ergeben koͤnnen, ſo haben wir den Hrn. Verf. um die Erlaubniß gebeten, die Abhandlung, ſo wie ſolche hier folgt, abdrucken zu laſſen und dieſe auch freundlichſt erhalten. Fuͤr unſere geehrten Leſer werden aber dieſe Verſuche und die daraus hervorgehenden Reſultate um ſo mehr Intereſſe haben, als wir außer den von dem Herrn von Raumer angeſtellten Verſu⸗ chen keine in dieſer Art haben, ungeachtet ſie ſowohl fuͤr die Wiſſenſchaft, als fuͤr die Praxis gleich wichtig und erfolgreich ſind. d. R. Erſter Verſuch bei der Schaaffuͤtterung 1821 und 1822. U. wo moͤglich durch Verſuche zu ermitteln: wie weit man die Schaaffuͤtterung vortheilhaft ſteigern koͤnne, woruͤber wir, meines Wiſſens, noch keine genuͤgende Aufſchluͤſſe haben, beſchloß ich im Januar d. J. 144 Stuͤck Schaafe, und zwar je 24 abgeſondert, und bei jeder Abthei⸗ lung im Futter ſteigend, zu fuͤttern. Leider konnte ich dieſe Fuͤtterung erſt vom 16ten Januar an beginnen laſſen, weil ich bis dahin durch mancherlei Geſchaͤfte und Reiſen davon abgehalten und behindert wurde, ihr meine Aufmerkſamkeit zu widmen. Da ich meine Schaͤferei erſt vor 21¾ Jahren durch Ankauf von ausgemerzten Mutterſchaafen etablirt hatte und es ihr deswegen an 4, 6 und Sjaͤhrigen, d. h. an ſolchen Thieren, die ſich in dem guten Alter, wo ſie vollkommen ausgewachſen und doch auch noch ganz vollzaͤhnig und ſtark ſind, fehlte, ſo ſah ich mich genoͤ⸗ thigt, entweder Jaͤhrlinge oder Erſtlinge zu dem Verſuche zu beſtimmen. Ich waͤhlte die letz⸗ tern, eben weil ihr mehr vollendeter Wuchs(als der der Jaͤhrlinge) eine groͤßere Vermehrung der Wolle durch die ihnen zu reichende Nahrung, mithin uͤberhaupt ein ſichereres Reſultat des Verſuchs, verſprechen ließ. Daß auch ſie in den trocknen Sommern von 1820 und 1821, wo die Weide hier hoͤchſt kaͤrglich ausfiel, nicht gut gediehen, war mir freilich nicht guͤnſtig, und dazu trat noch der uͤble Umſtand, daß ſaͤmmtliche Erſtlingshammel im letzten Herbſte, wo ſie mit den alten Hammeln eine ſpaͤrliche Weide genoſſen, ſo zuruͤckgekommen waren, daß man ſie im Januar, beim Beginn der Fuͤtterung, wirklich ſchlecht nennen konnte. Ich mochte aber den beabſichtigten Verſuch nicht allein mit Erſtlingszibben unternehmen und die Hammel davon nicht ausſchließen, weil ich durch ihre Ausſchließung ein anderes Reſultat erwarten mußte, und den Verſuch moͤglichſt der gewoͤhnlichen Fuͤtterung auf Schaͤfereien anpaſſen wollte, wo bekanntlich Erſtlingszibben und Hammel zuſammen auf gleiche Art genaͤhrt zu werden pfle⸗ gen. Ich waͤhlte deswegen zu jedem Schurz 12 Stuͤck Hammel und 12 Stuͤck Zibben, und vertheilte ſie nach ihrer Figur und Staͤrke dergeſtalt, daß eine Partie ſo viel ſtarke und ſchwache als die andere enthielt, und mithin jede der andern gleich erſchien. Nach dieſer Sortirung be— fanden ſich in jeder der 6 Partien 6 Stuͤck, welche an Figur hinter den Uebrigen merklich zu⸗ — 6—. 4 ruͤckſtanden, und unter dieſen 6 waren 2 bis 4 Hammel und 2 bis 4 Zibben. Nochmals er⸗ waͤhne ich, wie ſaͤmmtliche 144 Erſtlinge ſo kleinlich geblieben waren, daß ſie guten Jaͤhrlingen noch nicht gleich kamen. Ueber ihre Fuͤtterung bis zum 16ten Januar iſt Folgendes anzumerken: Nachdem ſie im Nachſommer eine eben nicht reichliche Nahrung gefunden und bis zum 10ten Ockober Nachts in den Horden gelegen hatten, mußten ſie ſich noch bis zum 1ſten De⸗ cember auf der Weide erhalten, und erhielten vom 16ten November an blos Abends ein Futter Roggenſtroh, etwa ¾ Pfd. p. Kopf. Die gute Herbſtwitterung hatte mich hierzu verleitet, ob⸗ wohl die Thiere, und ganz vornämlich die mit ſchlechterer Weide abgeſpeiſeten Hammel, ſichtlich zuruͤckgekommen waren. Vom 1ſten an blieben ſie im Stalle, bildeten mit noch andern 60 Erſtlingen und 40 alten Hammeln einen Haufen von 242 Stuͤck und bekamen taͤglich 3 Fut⸗ ter, naͤmlich: 1) Morgens 7 Uhr Roggenſtroh, circa ⁴ Pfd. pr. Stuͤck. 2) Mittags Erbsſtroh, etwa ³ Pfd. pr. Stuͤck. 3) Abends 5 Uhr Weitzenſtroh, 1 Pfd. pr. Stuͤck. Dies bis zum 16ten December. Von da an: 1) Morgens 7 Uhr ⁴ Pfd. Roggen⸗ und 1 Pfd. Weitzenſtroh, 1 ½ Pfd. pr. Stuͤck. 2) Mittags Kartoffeln, und zwar auf die 242 Stuͤck 3 Scheffel gehaͤuftes Maaß= 322 Pfd., macht auf's Stuͤck 1 ½ Pfd. oder wenigſtens 3 Pfd. Heu. 3) Erbsſtroh, etwa ¾ Pfd. pr. Stuͤck. So 1 Monat, vom 16ten December bis 16ten Januar. Nun fing die erwaͤhnte Verſuchs⸗Fuͤtterung an, nachdem die 144 dazu beſtimmten Stuͤcke in 6 Partien gleichmaͤßig vertheilt worden. Das zu reichende Koͤrnerfutter beſtand in Erbſen und Hafer. Letzterer wurde 5 Partien in gleicher, erſtere 3 Partien in verſchiedener Quantitaͤt gegeben. Die Ate und 5te Partie empfing keine Erbſen, die 6te weder Erbſen noch Hafer, und ſtatt deſſen Kartoffeln ſo viel, daß ſich von ihnen dieſelbe Nahrung, als von einer Haferpor⸗ tion erwarten ließ. Heu ſollte eigentlich, weil davon wenig uͤbrig war, fuͤr jetzt und ſo lange Erbsſtroh vorhanden, nicht gegeben werden. Erbſen wurden 24 Stunden gequellt und ſo wie der Hafer mit Haͤckſel gemiſcht und mit Waſſer angefeuchtet in die Krippen geſchuͤttet. Nach dem Koͤrnerfutter wurde Stroh auf die Raufen geſteckt. Zum Trank bis zum 1ſten Maͤrz bloßes Waſſer. 7— gereicht wurde nach Maaß und Gewicht: — Specielle Angabe des Futters, welches vom 16ten Januar bis 1ſten Maͤrz taͤglich 4te und 5te 1 Stun⸗ 3 Iſte Partie. 2te Partie. 3te Partie. d 6te Partie. Nr.] de. Futter. Partie. 3 Uhr. 1 Pfd. Mtz. Pfd. Mtz. Pfd. Mtz. Pfd. Mtz. Pfd. Mtz. 117 ſérbſen. 174 25½ 115 1½2⁄ 5 ½ 2 Haferbs 2 Kartoffeln Haͤckſel. 2 3 2[3 ·4 7 ½ 6 102148 93 Waſſer. 12— 12— 12— 12——— 2 10[Erbsſtroh. 6— 6— 6— 6— 6— 3 2 hHafer 1364) 4 130( ¾) 4 1304) 4 6⁴ 2—— 4 8 Som⸗ Hackſel... 4 7 4 7 6 103 6 1026 mer⸗ . Stroh Waſſer. 12— 12— 12— 12——— ½ Roggen⸗, Wei⸗ tzen⸗ u. ½ Gerſt⸗. und Haferſtrohh 6— 6— 6— 6— 6— Wegen der Ein—⸗ quellung Waſſer und Naͤſſe. 12 ½4 2 82 113 ß4 4 2%̃——— Summa. 84 ½ 2022 74 ½½ 1849% 684¾ 234% 614725 3 66 93 Hiernach empfing die 1ſte, 2te, 3te, Ate, 5te, 6te Partie taͤglich Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. 1) an Erbſen.... 17 † 115 5——— 2) an Hafer.13 13 13 13 13— 3) an Kartoffeln————— 48 4) an Haͤckſel darunter. 6 6 10 12 12— 5) an Erbsſtroh. 6 6 6 6 6 6 6) an anderem Stroh.. 6 6 6 6 6 6 . 7) an Waſſer... 36 322 28 1. 24 24— Summa 84½ 742 ½ 68 ⁸ 61 61 60 Kommen auf's Stuͤck:. an conſiſtenten Theilen. 2 1 2 1 ½, außer dem an fluͤſſigen Theilen. 1½ 1 ½ 1 ½ 1 Traͤnkewaſſer. Dieſe Quantitaͤten wurden aber nie ganz aufgezehrt, wie die folgenden Beobachtungen zei⸗ gen. Ich maaß das in Krippen und Raufen von dem gegebenen Futter Zuruͤckbleibende zuruͤck und fand dann, daß uͤbrig geblieben war: Beim Schurze 8 — kutei Nr. 1. Nr. 2. Nr. 3. Nr. 4. Bemerkungen. Januar.(Mtz. Pfd. Mtz. Pfd. Mtz. Pfd. Mtz. Pfd. 30. iſten. 1— 1— 3— 23— 2ten— 13— 1— 117— 1 3ten 4—— 1— 4— 4ten— 2— 21— 21— 2 31. iſten 1 ½— 1— 3⁄— 27— 2ten— 1 ½— 1—- 13— 1 3ten. 4— 4— 4ʃ—— 4ten— 23— 1— 13—- 14 Februar.. 1. Iſten 14— 1— 4— 4— 2ten— 2— 1— 131— 13 3ten.— 3— 1— 1— 4ten-— 3— 1— 1— 14 2. 1ſten 14— 3— 2— 3[—[1) Was bei jeder Strohfuͤtte⸗ 2ten— 2— 1— 12/— 43—rung etwa im Stalle umher⸗ 3ten 241— 1— 4— 2— delogen worden, iſt zu Pfd. 1 4 3 ei jeder angenommen und 4ten— 2— 1—- 201— 13] gleich als Uebriggeblieben hier 3. Iſten 1½— 1— 3— 3— nmitberechnet. aten 1— 12— 3— 231— 14 3ten. 1[— 1— 1—147— 4ten— 1— 12—- 238— 2 ¾ 4. 1ſten. 1¹½— 11— 2— 347— 2ten— 2 ½- 1 ⁄⁄— 24— 2 1¼ 3ten—— 1ʃ— 1/— 4ten— 2 1— 17— 2ʃ— 1 11. iſten 1 ½i— 1— 13— 24/— 2ten— 2 1— 1—— 3 3ten 1— 1— 21—— 4ten- 22l—- 24— 23— 24 12. Iſten 22— 2— 3— 277— 2ten— 21— 2—- 2— 14. 3ten 1—1— 2— 1/ʃ— 4ten 2— 2— 2 13 13. 1ſten 2½— 2— 12— 3— 2ten—-— 23— 23- 23— 21 3ten 1— 1— 4— 2— 4ten— 1—- 211— 12— 18 14. Iſten 1— 1— 3%— 21— 2ten— 23—— 2 ⁄½— 1 3ten 1½4— 1— 1 ½— 2½— 4ten— 2— 13— 3— 2 Latus ſ 17 11 313 15 ⁄1 24 326 ½½1 314] 29 ¼ 25 ½ Beim 9 Datum. Beim Schurze Futter Nr. 1 Nr. 2. Nr. 3. Nr. 4. Bemerkungen Februar. vom[aMF. Pfd. Mtz. Pfd. Mtz. Pfd. Mt. Pfd. Transpori 6 13 ⁰†7 5 8313 ½ 10 ½ 114)8½ 2) Wegen Maͤngel der Stroh⸗ 15, Iſten 1 ½—[1— 1— 14— waagen iſt anzunehmen, daß 2ten— 23— 22 24 27, taͤglich ½ Pfund Stroh mehr Zle 5—— 8 1½ gegeben worden ſey, als gege⸗ n 1— 1— 3— 24— ben werden ſollte, worauf um⸗ 4ten— 23— 22— 3— 2 ¾ ſteehend Nuͤckſicht zu nehmen. 16. lſten. 1— 1—[2— 2— 3) Desgl. auf die Feuchtigkeit Aten.—- 22— 23— 24½— 2 des durchgefreſſenen Strohes 3ten 2— 21r— 3— 34— und die dadurch entſtandene Jlen 1 2„ 8 2 Gewichts⸗Vermehrung, ſiehe —— 4—— 21 hieruͤber die Berechnung. 17. 1————. 1ſten 1 12 1 3 2 4 4 Eben ſo iſt⸗die Feuchtigkeit des — 3— 13— 13— 1 Haͤckſels, ruͤckſichtlich des Ge⸗ Zten. 4— 3— 4 ½— 33— vichts, zu beachten. 4ten[— 18— 1— 13/— 13 18. iſten 3— 2—[3½— 4— 2ten— 2 h— 1— 131— 11 3ten. 2 ½— 1 ½— 14— 44— 4ten— 25— 23½— 13— 1 19. Iſten 3%— 22— 3— 4— 2ten— 22—— 22†— 2 ½ 3ten. 4— 3 ½4— 32— 2— 4ten— 23 ·—— 33— 3 20. iſten 3- 3— 41— 4½— 2ten—— 2½— 13— 11 Sten 5— 4— 122— 2— 4ten— 24⁄1— 12ʃ— 2=— 12 21. iſten. A.n 11 ²—[1— 2—[Vom 1sten bis elſten hatten 2ten.— 1— ₰—— die erſten beiden Partien eine 3ten. 11 r= 14— 3 8 noneiauns ſesendi⸗ Erbſen und fraßen ſie nicht ganz un — 4ten.— 3— 3— 12— 11 5 daeunter gemiſchten Haͤck⸗ . 1.,— 3 eel wenig. Ich gab deswegen ilen 2 2¹ 1½ 3 1 24„ veniger Haͤckſel und die Erb⸗ 2— 2.= 1il1— xi1 ſen zweimal trocken, d. h. nicht Zten 1[— 4— 4— gequellt. Dieſe„Abneigung 4ten— 3[— 2— 131— 3 ½ rteigte ſich ſchon fruͤher zuwei⸗ len, doch in geringerem Grade. 23. 1ſten. 2——— 1½— 22— 2ten— 23——— 25 3ten 11— 1⁸ 28 2 25 Alle 3 Wochen iſt Salz zum 1—— 5 Lecken gegeben. 4ten— 131 l 1l— 2 Latus N 5528 ſ52 83 ½¾1 75 ſ91½ ſö6 2 10 X Datum. Beim Schurze Lutre Nr. 1 Nr. 2. Nr 3. Nr. 4. Bemerkungen. Februar. Mtz. Pfd. Mtz. Pfd. Mtz. Pfd.] Mtz. Pfd. Transpori 65 ¾ 84[52¼2)62183 ½ 4% 75]913 66 2 24. iſten 2— 1[— 4— 33— 2ten— 2= I1— 23]/— 24 3ten 43 1 347— 4ten— 24——= 2[— 24 Summaſ 08. 80 ſ57. 807S477ſ 79ſn trocken circa— 413½— 3241·.—— 47 31— 58 ½ In Pfundenſ— ſl31— 199— l127 1— 1130 bei Nr. 1. 2. 3. 4. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. . 131 99 14127 130 Davon geht ab nach der Randbemerkung Nr. 2 auf 20 Tage, à 4 Pfd.. 2 10 10 10 10 3 121 89 117 120 Ferner nach Bemerkung Nr. 3. die Gewichts⸗Ver⸗ mehrung des durchgefreſſenen und feucht gewor⸗ denen Strohes, welche betragen auf 10 Pfund 1 Stroh, etwa 1 Pfd. 5 Lth.(bis 8)... 10 ⅔ 7 ½ 9 ½ 8 . Bleiben 110 82 108 112 Dazu geht wieder nach der Bemerkung Nr. 3. am 4 Ende an Waſſer im uͤbriggebliebenen Haͤckſel, 41 auf 1 Schfl. Haͤckſel etwa 16 Pfd.... 68 7 54 84 99 Mithin an conſiſtenten und fluͤſſigen Nahrungstheilen, 178 136 192 211 Wenn nun nach Maaßgabe des taͤglichen Futter⸗ Duanti in den 20 Tagen der Beobachtung ge⸗ geben........ 1686 1490 1375 122⁰ alſo wirklich verzehrt. 1508„ 1354 1183 1009 auch noch an Traͤnkewaſſer taͤglich reſp. 38 und 32 Pfd.(in 20 Tagen)... 760 760 640 640 ſo iſt in Summa 2268 2114 1823 1649 aufgezehrt, und in einem Tage.. 113 105 G 912⁷ 82 ☛ und zwar an conſiſtenten.. 42 38 2G 35 ☛ 31 und an fluͤſſigen Theilen. 70 ½ 67 2 55 ν G 5127 Vom Stuͤck circa ad 1.. 1 ½ 1 m 1 1 ½ ad 2..... 3 2⅔ 2 ½ 4 Aus einer andern Beobachtung incl. ergab ſich Folgendes: 11 waͤhrend der 15 Tage vom 8ten Maͤrz bis 1ſten April Hie 1ſte Partie Die 2e Partie vom 13ten Maͤr B. e....5 April, S2=ZEſeeeeee bis iſten April, 5 S 5 53 5E S5= 8& 5 5 3 S 15 Tage 5 1 8 2S 8 2 Pfd. Pfd. M. Pfd. Pfd. Mtz. P. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. Mtz. Pfd. Pfd. Mtz. P. Pfd. Pfd empfing 257 195] 30% 110 45]120/81 287] 513] 171] 795 45 118] 49 12087 287 513 wegen der Erbſen⸗. quellung——————= 182————— 121— ließ uͤbrig—— 15 58 3052——-—— 8 46 1247.—— Waſſer im Haͤckſel—,—— 45—-—--- 20 Alſo wirklich ver⸗ zehrt.. 257 195 15 97 90⁰ 29 424 513] 171] 195 37 121 108 40 388 513 —,— 9 54—,——— 22— 64—,— a) an Koͤrnern 452 Pfd.———,— 366 Pfdb.——-—.,——— b) an Suunh und Haͤckſel[——[—— 189 Pfb.————— 247 Pfd.—— e) an Waſſer——— 937[S 01 pro Tag 07⸗ Pfd.—— 1275 Pfd. 6275 Pfd.2425 Pfd.—— 16 7⸗ Pfd. 60 z, Pfd. Die 3te Partie Die 4te Partie empfing.. 86 195,/120 419 45 120/84 337 472—- 195] 120 115 48 120/88] 337] 472 wegen Quellung———— 6———— ließ uͤbrig..—— 21 54 948———— 17 53 20 50—— Waſſer im Haͤckſel———-- 30—= 37— Al. wirklich ver⸗. ſ ehrt... 86 195 99 101 111˙36 368 472— 195 103 110 100 38 300 472 —,— 59— 66—,——,— 61— 59—.,— a) an Koͤrnern 281 Pfd.———.,——— 195 Pfd.——-—,——— b) an Stroh und Haͤckſel.-—-= 282 Pfd——-——— 2és pfd.—— c) an Waſſer———— 840——— 772 pro Tag 18 ½4 Pſd.—— 172, Pfd. 56 Pfd.] 13 Pfd.— 17½3 Pfd. 5175 Pfd. 5 8— 12— Hiernach kommt taͤglich auf's Stuͤck etwa: bei der 1ſten, 2ten, 3ten, 4ten Partie Pfd. Pfd. fo. Pid. 1) an Koͤrnern..... 1 ¾ 1 3 4 2) an Stroh— 4 2 4 2 4 an conſiſtenten Theilen. 1 ¾ 1 1 ½ 14¼ 3) an Waſſer...... 24 2 ½ 2 ½ 3 Summa 4 ¼ 5 3³ 33. Dies Reſultat iſt von dem der fruͤheren Beobachtung ein wenig abweichend, vielleicht weil die Fuͤtterung ſich etwas geaͤndert hatte, denn das Erbsſtroh hatte ſeit dem 26ſten Maͤrz auf⸗ gehoͤrt, und ſeit dem 1ſten d. M. war jeder Partie taͤglich ½ Metze Gerſtenſchroot unter den Haͤckſel gemengt. Fuͤr vorſtehende Berechnung iſt noch zu merken: 1) daß der Scheffel Haͤckſel von Roggenſtroh, wie er ſtets gegeben, zu 9 ½ Pfund berechnet worden iſt; 2) daß man das im uͤbriggebliebenen Haͤckſel befindliche Waſſer nach mehreren Verſuchen zu 16 Pfund pro Scheffel anſchlagen konnte; 3) daß die Gewichtsvermehrung des durchgefreſſenen Strohes durch den Zutritt der Feuch⸗ tigkeit(der Ausduͤnſtung der Thiere) im Stalle, welche circa auf 10 Pfund 1 Pfund 5 bis 8 Loth betraͤgt, mit dem Gewichte des verſchleppten und vertretenen Futterſtro⸗ hes balancirt, daher beides nicht weiter berechnet worden; 4) daß bei der Darreichung ſaͤmmtlicher Nahrungsmittel genau und ſtets mit der Waage in der Hand verfahren wurde.— Die Futterordnung war und blieb im Weſentlichen die alte, mit den geringen Abweichun⸗ gen, daß ſeit dem 1ſten Maͤrz etwas Stroh mehr gegeben, weil vor dem Erbsſtrohfutter noch ein Mal Sommerungsſtroh gereicht wurde; daß bei den 1ſten Partien die Haͤckſel⸗Portion des 1ſten Futters etwas vermindert und deswegen auch nur die Haͤlfte des Netzungswaſſers ge⸗ braucht wurde; daß jede Partie taͤglich zum Anmengen des Haͤckſels ½ Metze Gerſtenſchroot (1 ½ Pfund) bekam und daß, als das Erbsſtroh am 25ſten Maͤrz zu Ende ging, ſtatt deſſen noch ein Mal Sommerungsſtroh, alſo Morgens davon 2 Mal, zuerſt Huſes: ¹, dann Gerſten⸗ ſtenſtroh, zuſammen 10 Pfund, vorgegeben wurde. — 13— Die ſpecielle Angabe des vom 1ſten Maͤrz bis 25ſten April gereichten Futters iſt dieſe: Stun⸗ lſte Partie. 2te Partie[3te Partie. 4te und 5te ſ6te Partie. Nr.] de. Art des Futters. Partie. Uhr. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. 1. 6 Erbſen..[17½— ſtts—[5 ½·—[Hafer 66— Kartoffeln Haͤckſel 125— 14— 4 ½ 7—— 48 Waſſer..— 6—[6[—[1¹2— 12— 2. 9 Erbs⸗ und Som⸗ merungsſtroh 5— 5— 5— 5— 10 3. 12 Sommerſtroh 5—[5— 15[— 5[— 10 4. 3 Hafer..[13— 13—[13— 6 ½— 10 Haͤckſel 42— 44— 44— 44— 3 Waſſer.. 121·— t1e— l2— 12— 5. 6 Winterſtroh. 6—[6— 16— 6[— 12 Waſſer wegen der Quellung.— 12 ½— 821.½— 421——— Waſſer zum Trank— 36— 3— 30— 30— Gerſtenſchroot 1 ½— 1½— 1 ½— 4½3—— Summa 53 22 66 148 2222 62 22145 4½ 58 21 39½ 54 90 Die 5te Partie ging ſeit dem 1ſten April mit anderem Vieh auf die Weide und bekam von da an keine trockene Nahrung weiter. Im Monat Maͤrz hatte ſie ſo viel Stroh als die 6te Partie, mithin mehr als die uͤbrigen empfangen, weil ſie mit Nr. 6. in einem Stalle und weniger unter meiner genauen Aufſicht ſtand. An Netzungs⸗ und Traͤnkewaſſer erhielt ſie wohl ſo viel als Nr. 4. Die éte Partie bekam natuͤrlich zum Anmengen und Netzen nie Waſſer, weil dies als in den Kartoffeln ſteckend anzunehmen war, zum uͤbrigen Trank aber das, was Nr. 4. und 5. Saͤmmtliches Vieh fuͤtterte ſich ſchlecht, vielleicht weil ſie, wie oben bemerkt, abgemagert auf den Stall gekommen und an Schwaͤchlichkeiten, durch fruͤhere ſpaͤrliche Nahrung entſtanden, zu laboriren hatten. Bei den beiden erſten Partien wurde eine Beſſerung, eine Zunahme an Wolle und Munterkeit erſt nach der dritten Woche, bei der 3ten Partie erſt nach der fuͤnften Woche in der obigen Verſuchsfuͤtterung ſichtbar. Die 4te Partie blieb ſtets in einem ſehr mit⸗ telmaͤßigen Zuſtande, die 5te und 6te Partie ſchien ſich ein wenig daruͤber zu erheben, woran doch nur das mehrere Stroh, welches ihnen vorgelegt, Schuld ſeyn konnte. Am Ende der Fuͤtterung, gegen Ende des April, zeigte ſich bei den zwei erſten Schurzen ein recht guter Woll⸗ wuchs mit Munterkeit der Thiere, bei Nr. 3., 5. und 6. war derſelbe in gewoͤhnlicher Guͤte, bei Nr. 4. ſtand er wohl etwas zuruͤck.— 8 — 14— Die kleineren und gleich Anfangs ſchlechten Indibiduen waren in den 4 letzten Partien nicht ſo emporgekommen, als in den beiden erſten. Ein Waadeberſuch keigi uͤber die Zunahme an Wohle Fleiſch und Samus Folgendes: . Gewaſchen Aus dem 1ſten Schurze wog am am am 1ſten Februar, 16ten Maͤrz 27ſten April 1) ein Hammel.......... 46 ¼ Pfd. 46 ⅝ Pfd. 46 ⅞ Pfd. 2) eine Zibbe...... 52. 38 ½ ⸗ 62 ⅔ ⸗ Aus dem 4ten Schurze wog.. 3) ein Hammel....... 50 ⸗ 531„ 49 ¾ ⸗ 4) eine Zibbe......... 462 ⸗ 48 ⸗ 46 ¼ ⸗ Eine Gewichtsvermehrung fand alſo nach einer dreimonatlichen Stallfuͤtterung, aber nach der Waͤſche nicht Statt, welches ſo zu erklaͤren ſcheint, daß die Thiere nach der Waͤſche in den drei Tagen bis zur Schur, wo ſie, um zu trocknen, auf die Weide gingen, wobei ſie jedoch 3 noch im Stalle mit Hafer gefuͤttert wurden, wenig gefreſſen und etwas Fleiſch verloren hatten. Bleß Nr. 2. hatte auch jetzt noch ein Mehrgewicht, ſie war aber fruͤher augenſcheinlich ſtaͤr⸗ ker geworden.— Leider war das Wiegen ſaͤmmtlicher Individuen vor dem Waſchen verab⸗ ſaͤumt worden. Da im Jahre 1821 am 14ten Mai geſchoren worden, ſo ſtand die Wolle im Ganzen (von da bis zum 28ſten April 1822) 349 Tage auf den Thieren.— Am 25ſten April wurde nun zur Wollwaͤſche eingeweicht, am 26ſten und 27ſten das Vieh getrocknet und am Lsſten geſchnitten. Das Trocknen mußte ſchon auf der Weide geſchehen, weil es im Stalle kaum möglich geweſen waͤre. Vom 26ſten an wurde die Futter⸗Quan⸗ titaͤt um die Haͤlfte vermindert und dabei gute Weide eingegeben, und ſo an letztere nach und nach bis zum Schneiden gewoͤhnt. Hiernach fiel am 29ſten die trockne Fuͤtterung ganz weg. Das Reſultat der Schur war nun folgendes ſehr merkwuͤrdige: 1) Die erſte Partie lieferte.... 56 Pfd. 10 Lth. und zwar: a) die 4 unanſehnlichſen Stuͤcke 8 Pfd. 12 Lth. b) die uͤbrigen 20 Stuͤcke 47 ⸗— 30„⸗. 2) Die zweite Partie lieferte.... 51 12 ⸗ und zwar: a) die 4 ſchlechteſten Individuen„ 3 8 b) die uͤbrigen 20 Stuͤcke 44 ⸗ 4. 3) Die dritte Partie lieferte....... 48 ⸗ 24. und zwar: a) die 4 unanſehnlichſten Stůcke 6 ⸗ 2 ⸗ b) die uͤbrigen 20 Stücke. 42„ 22„⸗ Latus 156 Pfd. 14 kth. — 15— Transport 156 Pfb. 14 Lth. 4) Die vierte Partie lieferte............... 51„ 20„ und zwar: a) die 4 ſchlechteſten Stuͤcke. 6 Pfd. 12 kth. b) die uͤbrigen 20 Stuͤcke. 45„ 8 ⸗ 5) Die funee Partie lieferte.............. 49 ⸗ 14 ⸗ 6) Die ſechste Partic lieferte.............. 48 2. 7 und zwar: a) die 4 ſchlechteſten Stuͤcke. 6⸗ 4 ⸗ b) die uͤbrigen 20 Stuͤcke 41 ⸗ 30 ⸗ Von Allen 305 Pfd. 18 kth. Es faͤllt ſogleich in die Augen, daß der Wollertrag mit dem gereichten Futter gar nicht im Verhaͤltniß ſtand, wie man doch wohl haͤtte erwarten ſollen. Die Verſchiedenheit der Schaafe jeder Verſuchs⸗Partie Hinſichts ihrer Groͤße, Figur, Geſundheit und Wollwuͤchſigkeit konnte an dem ſich ergebenen Mißverhaͤltniß nicht Schuld ſeyn, weil ich bemuͤhet geweſen war, alle Partien in jenen Ruͤckſichten vollkommen zu egaliſiren, und es zeigte ſich auch jetzt nach der Schur, daß jede Partie, ſo wie dies fruͤher abgetheilt und oben ſchon bemerkt iſt, 6 Stuͤck zaͤhlte, die gegen die Uebrigen zuruͤckſtanden und wovon wieder 4 Stuͤck entweder beſonders klein, oder doch magerer und hinfaͤlliger geblieben, als die uͤbrigen 2 Stuͤck, welche mehr em⸗ porgekommen waren. In den erſteren, ſtark gefuͤtterten Schurzen fanden ſich jetzt auch die An⸗ fangs elenden Individuen, obwohl ſie noch klein waren und ihre Kameraden nicht erreicht hat⸗ ten, im guten, wohlbeleibten Stande.— Das Koͤrnerfutter ſchien ſtatt Wollvermehrung Fleiſchanſatz bewirkt zu haben. 1 Der erſte Schurz zaͤhlte eigentlich nur 2 ganz ſchlechte Stuͤcke, und doch trug jedes faſt 2 Pfund Wolle, die ſonſt noch ſchlechteren 4 Stuͤck waren ziemlich emporgekommen, die uͤbri⸗ gen 18 Stuͤcke bewieſen eine gute Fuͤtterung, konnten zwar nicht gemaͤſtet genannt werden, wuͤrden aber doch dem Fleiſcher ein wohlſchmeckendes, mit Fett ziemlich durchwachſenes Fleiſch geliefert haben. Beſonders gilt dies von 3 derſelben; alſo von der Haͤlfte aller 24 Stuͤcke. Der zweite Schurz enthielt jetzt zwei merklich kleine und zwei magere Individuen, die aber doch uͤber 7½ Pfd. Wolle gaben, an den uͤbrigen 20 Stuͤck erkannte man ebenfalls eine kraͤftige Nahrung, und bei 12 bis 14 derſelben eine der 1ſten Partie nahe kommende Feiſtig⸗ keit. Der Reſt war zwar weniger fleiſchig, aber doch ſtark und wohl. Der dritte Schurz zeigte 1 beſonders kleines und 3 ſo hinfaͤllige Individuen, wovon 6 Pfd. Wolle geſchoren, außerdem nur etwa 8 ziemlich feiſte, ſonſt aber im Ganzen 17 Thiere im guten Stande und 7 etwas magere. Der vierte Schurz zaͤhlte wieder gegen 4 ganz kleine und ſchlechte Stuͤcke, jedoch mit 6 ⅓ Pfd. Wolle, die Uebrigen waren mager, aber doch ſo groß und munter, als die der vor⸗ hergehenden Abtheilungen. — 16— Der fuͤnfte Schurz verhielt ſich wie der vierte, enthielt gleich viel Kleine, der Reſt war mager, aber groß und munter, wie in Nr. 4. Daß ſie im Maͤrz mehr Stroh, als die 4te Partie, und im April bloß Weide bekommen hatten, iſt oben bemerkt worden. 3 Der ſechste Schurz war der ſchlechteſte geworden, ob es gleich anfaͤnglich nicht ſo ſchien. Davon zeigten ſich 6 Stuͤck merklich geringer als die Uebrigen, und gaben nur 10 ¾ Pfd. Wolle, die andern 18 Stuͤck waren zwar nicht kleiner als die der uͤbrigen Partien, aber doch wohl noch abgemagerter, als die von Nr. 4. und 5., die Haferfuͤkterung mochte folglich doch wirk⸗ ſamer geweſen ſeyn, als die Kartoffelfuͤtterung. Wenn nun der Wollertrag bei allen 6 Partien wenig differirte, auch ſaͤmmtliches Vieh ſich in einem ziemlich gleichen Zuſtande von Geſundheit und Staͤrke befand, auf die mehrere oder geringere Feiſtigkeit aber wenig ankommen kann, weil ſie fuͤr den folgenden Wollwuchs, der doch vornaͤmlich erſt durch folgende reichliche oder ſpaͤrliche Nahrung beſtimmt wird, wenig ent⸗ ſcheidet; ſo folgt, daß das Koͤrnerfutter, welches den 3 erſteren Partien mehr, als den 3 letz⸗ teren gereicht wurde, groͤßtentheils verloren oder nutzlos angewendet worden iſt. Es hatten nun aber ſeit der Winterfuͤtterung bis zur Schur, d. i. vom 1ſten December bis 25ſten April alle 6 Partien an Stroh, Koͤrnern, Kartoffeln und Haͤckſel empfangen, wie folgt: 3 1) Vom i1ſten bis 15ten December incl., eine jede— Partie gleichmaͤßig, circa Erbsſtroh. 270 Pfd., Winterſtroh 360 Pfd. dito und 180 ⸗ 2) Vom 16ten December bis 15ten Januar, 31 Tage, circa an Erbsſiroh............ 372 ⸗ Wintkerſtroh 372 ⸗ dito und 744 ⸗ und an Kartoffeln, à 1 ½ Pfd., 992 Pfd.———— an Waſſer in 46 Tagen, à 30 Pfd.. 3.. 14380 Pfd. In 46 Tagen Kartoffeln 992 Pfd, Erdoſtroß 642 Pfd., Winterſtroh 732 Pfd. Waſſer 1380 Pfd. und 924 Pfd. — 1. Ferner 3) I ſte Partie 2 te Partie. 5—— 3— G— 2 S22S 2= 33 5 S6. SSSS S 5 5[ 52=S=S=* Periode[6 55 5 5„2 5 5255 5 5 8 4 Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. Pf. Pfd. Pf. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. Pf. Pfd. Pf. Pfd vom 16ten Januar ſr7 I3— 6 6 Hf. 24 zar IIS 3— 6 6 2 4 ſ68 2 bis Ihen Maͤrz 7542 572/— 264 264 88 176 3174 5 5025 5727— 264 264 88 176, 2996 G 4 Tage vom Iſten Maͤrz ſ[r7 i3 ſrr ſörs— 5 5 6 66 frI. 13 1 ½ 6 ½— 5 5 6 6222 bis 25ſten April 960 728 63 332 ½·125]5435 336 3704 640 728 63 365 4 ,125]/ 435, 336 3477 r 56 Tage In 100 Tagen[17147 1300 63 596 389/523 512 6878 5 11421300 63] 629 3 389 523 512 6473½ ¾ 3 te Partie. 4te Partie. vom 16ten Januar[ss ſ[13—[ro 6 2 4 68a—- jr13— 1e 6½ 4 54 bis 1ſten Maͤrz 2513 572— 440 264] 88 176 2554 22- 572— 528 264 88 176 2376 44 Tage. vom 1ſten Maͤrz s5[13 frr 9r[— 5 5 6 58 2.—[13[1 9r— 5 5 6 54 bis 25ſten April 320 728 63 532 125/435 336 3250— 728 63 532 125 435 336 3024 56 Tage. 1 In 100 Tagen 5713 1300 63 972 389 523 512 5804 2%— 1300] 63 1060 389 523 512,5400 5te Partie. 6 te Paritie. Kartof⸗ . feln. vom 16ten Januar— 413— re 6 2 4 34 43——— 6 6 6 0 bis Iſten Maͤrz— 572])— 528 264 88 176 2376 2112——— 264] 264 264 1320 44 Tage. vom 1ſten Maͤrz— 13— 9 ½— 5 20 12 54 48—+y—[— 3 2012 30 bis 1ſten April— 403— 2942 125,680 37211674 1488—— 125] 680 372] 930 Il. age 1 vom Iſten Aprit. 48———(— 30 ſra 30 bis 25ſten April V Weidegang Boo iT=== alſson 150 In 100 Tagen— 975— V 822 389,768 548 41050 1800 V— 589 16941 963000 Der geringſte Futterſatz iſt nun der von Nr. 4., wo auf 24 Stuͤck taͤglich 13 ½ Pfd. Hafer, etwa 16 Pfd. Haͤckſel und Winterungsſtroh, 5 Pfd. Sommer⸗ und 4 Pfd. Erbsſtroh, mit 54 Pfd. Waſſer kommen, auf's Stuͤck noch nicht 13 Pfd., aber alles auf Heu reducirt 1½ Pfd. und ein wenig daruͤber, taͤglich. Dieſer Satz erzeugte, wie ich richtig anzunehmen glaube, vom Stuͤck 2 Pfd. 1 bis 2 Lth. Wolle, und von 24 Stuͤck 484 Pfd., denn daß die 4te Partie 3 3 — 18— noch faſt 3 Pfd. mehr, und zwar 51 Pfd. 20 cth. lieferte, liegt wohl in zufaͤlligen Umſtaͤn⸗ den und ſcheint ſich durch den Ertrag der 3ten, 5ten und 6ten Partie zu erweiſen. Bringt man das gereichte Stroh nicht weiter in Anſchlag und rechnet es gegen den Werth des erzeug⸗ ten Miſtes, ſo wurden mit 1366 Pfd. Hafer oder 26 ¾ Schfl., à 12 Gr., alſo mit 13 Rthl. 3 Gr. gewonnen 48 ¾ Pfd. Wolle, à 19½ Rthl., alſo— 52 Rthl. 19 Gr. 6 Pf.. Die 3te Partie lieferte nun nicht mehr Wolle, empfing gleichwohl an Koͤrnern(denn das Strohfutter war ziemlich daſſelbe, wie oben) 571 Pfd. Erbſen, oder 5 Schfl. 15 Mtz. (à 28) zu 6 Rthl. 22 Gr. mehr, welche mithin, wenn man den mehr feiſten, guten Zuſtand der Thiere nicht weiter achtet, verloren gingen. Dies laͤßt ſich indeß wohl nicht annehmen und glaube ich, daß die ſo gefuͤtterten Thiere den Werth von 6 Rthl. 22 Gr. durch die Erbſen ſich zu eigen gemacht hatten.. 4 Die 2te Partie empfing noch 5 Schfl. 15 Mtz. Erbſen, oder fuͤr 6 Rthl. 22 Gr. mehr als jene, gab zwar 51 ½ Pfd. Wolle, aber doch nur 2 ½ Pfd. mehr als jene, und dieſe nun zu 2 Rthl. 20 ½ Gr. gerechnet, ließ ſie gegen die 3te Partie 4 Rthl. 1 ¾ Gr., und gegen die 4te vielleicht 10 Rthl. 23 ½ Gr. einbuͤßen.— Die 1ſte Partie erhielt wiederum fuͤr 6 Rthl. 22 Gr. Erbſen mehr als die letztere, alſo fuͤr 13 Rthl. 20 Gr. mehr als Nr. 3., und fuͤr 20 Rthl. 18 Gr. mehr als Nr. 4., und gab nur 56 Pfo. 10 Lth., oder 4 Pfd. 30 Lth. Wolle mehr als die 2te Partie, und 7 Pfd. 18 Lth. mehr als die 3te und 4te Partie. Dieſe Wolle angeſchlagen zu 1 Rthl. 2 Gr. pr. Pfd., ſo ging verloren gegen die 2te Partie 1 Rthl. 13 Gr. 7 ½ Pf., gegen die 3te Partie 5 Rthl. 15 Gr. 4 ½ Pf⸗, und gegen die 4te Partie, wenn man auch hier den beſſern Zuſtand des Viehes nicht beruͤckſichtigt, 12 Rthl. 13 Gr. 4* Pf. ¹ Die 6te Partie, deren Hauptnahrung in 48 Pfd. Kartoffeln, ſtatt der 13 Pfd. Hafer bei den uͤbrigen, beſtand, war die ſchlechteſte Abtheilung, koſtete an Stroh noch 600 Pfd. mehr als die 4te, und lieferte doch noch 10 Lth. weniger Wolle, als der bei jener angenommene Ertrag. Waͤre ſie mit Nr. 5. am 1ſten April zur Weide getrieben, ſo wuͤrde ſie noch weniger als letztere Nr. gekoſtet haben, und haͤtte dann, abgeſehen von der ſchlechteren Beſchaffenheit ihrer Individuen, wohl den groͤßten Reinertrag gegeben. Die 5te Partie war die wohlfeilſte, weil ſie vom 1ſten bis 25ſten April, wo die uͤbrigen noch im Stalle gefuͤttert wurden, bloß Weidenahrung erhielt. An Stroh conſumirte ſie zwar doch noch circa 50 Pfd. mehr als Nr. 4., weil ſie bis zum 1ſten April davon ſtets mehr als dieſe bekam, aber an Hafer fraß ſie wegen der 25 Weidetage 325 Pfd. oder 6 ¼ Schfl., à 12 Gr., und 63 Pfd. Gerſte, à Schfl. 18 Gr., im Ganzen fuͤr 3 Rthl. 18 Gr. an Koͤrnern weniger, und gab doch noch 22 Lth. Wolle uͤber den oben normirten Ertrag der 4ten Partie. Die 22 Lth. zu 17 Gr. 10 ¼ Pf. angeſchlagen und die Koͤrnererſparung dazu gerechnet, ſo ergiebt ſich, daß ſie um 4 Rthl. 11 Gr. 10 ¼ Pf. vortheilhafter war als Nr. 4.; ob aber die Thiere ſelbſt nicht um etwas ſchlechter, als bei letzterer Nr., laſſe ich dahin geſtellt. 5 — 19— Aus den vorbeſchriebenen Verſuchen ziehe ich endlich noch dieſe Folgerungen: 1) daß, was die Kartoffelfuͤtterung betrifft, 48 Pfd. davon 13 Pfd. oder ¾ Schfl. Hafer in der Nahrungsfaͤhigkeit wohl gleichkommen, aber nicht allen Thieren ſo gleichmaͤßig gut bekommen, als die bemerkte Haferportion; 2) daß die Fuͤtterung der 3ten Partie, wobei auf 24 Stuͤck taͤglich 13 Pfd. Hafer und 55½ Pfd. Erbſen kamen, zwar gegen die der 4ten Partie, wobei die Erbſen erſpart wur⸗ den, koſtbar, aber wegen des beſſer erhaltenen Zuſtandes der Thiere doch nicht unvor⸗ theilhaft war; 3) daß aber eine noch ſtaͤrkere Fuͤtterung bei dieſer Art des Viehes, d. h. bei ſo jungen Cchieren nicht lohnend ſeyn moͤchte, es ſey denn, daß die Wolle einen ſehr hohen Preis erhielte; 4) daß eine Fuͤtterung, wie der 4te Schurz ſie erhielt, und wonach auf 24 Stuͤcke taͤglich 13 Pfd. oder 4 Mtz. Hafer, 9 ½ Pfd. oder 1 Schfl. Roggenſtrohhaͤckſel, 4 Pfd. Erbs⸗ ſtroh, 4 oder 5. Pfd. halb Gerſten⸗ halb Haferſtroh, und 5 oder 6 Pfd. halb Roggen⸗ halb Weitzenſtroh, mit etwa 48 Pfd. Waſſer zum Trank und Naßmachen des Haͤckſels kommen, zu genuͤgen ſcheint, und zwar ſelbſt bei ſtaͤrkern Thieren, als die von mir ge⸗ fuͤtterten Erſtlinge, indem dieſe wenigſtens von der ihnen gereichten Strohquantitaͤt an⸗ ſehnlich, ½— 4, uͤbrig ließen. Fuͤr ſtarke Hammel oder ſaͤugende Mutterſchaafe moͤchte Obiges indeß weder an Qualitaͤt noch Quantitaͤt genug ſeyn, und in beiden Ruͤckſichten doch X hinzugefuͤgt werden muͤſſen. Es macht, wie ſchon oben bemerkt iſt, auf's Stuͤck taͤglich 1½ Pfd. conſiſtente und 2 Pfd. fluͤſſige Theile. Erſtere ſaͤmmtlich auf Heu redu⸗ cirt, ergeben ſich aus: 1. 1) 13 Pfd. Hafer, à 14 Pfd. Heu,......... 23,4 Pfund Heu, 9 7 d 3 3. Lrzetaen on=1„... 1303. 3) 4 ⸗ Erbsſtroh, à 1,3= 1 Pfd. Heu,..... 3,0769⸗. 4) 2 ⸗ Gerſtenſtroh, à 1,5= 1 Pfd. Heu,.... 1,3333 ⸗. 5) 2 ⸗ Haferſtroh, à 1,9= 1 Pfd. Heu, 1,0526⸗. 6) 3 Weitzenſtroh, à 5= 1 Pfd. Heu,..... 0,6 Aus 36 4 pß Hafer und Stroh in Summa...... 31,3578 Pfd. Heu, mithin auf's Stuͤck noch nicht ganz 1½ Pfd.; 5) daß die Fuͤtterung von Haͤckſel durch Mengung deſſelben mit Schroot, Getreide und Waſ⸗ ſer, ſo wie die Fuͤtterung alles Strohes von Raufen eine bedeutende Stroh⸗Erſparung bewirkt, weil nur wenig davon in den Miſt getreten und vom Viehe nicht durchge⸗ freſſen wird; 6) daß Erbſenfutter vornaͤmlich Fleiſchanſatz, weniger Wollvermehrung bewirkt; 3* — 20— 7) daß Heufutter nicht unumgaiglich nothwendig iſt und durch andere Fätterungsmittel er⸗ ſetzt wird; 8) daß oͤftere Wechſelung des Futters und kleine Portionen die Freßluſt der Thiere reizen und die Conſumtion einer groͤßern Maſſe nach ſich ziehe und mithin zu empfehlen ſind; 9) daß zum Trank reines Waſſer genuͤgt, daß aber ein Schaaf davon dem Gewichte nach mehr trinkt, als es an conſi iſtenten Theilen zu ſi ich nimmt. Das Verhaͤltniß war bei der 4ten Partie wie 1 ½ zu 2 bis 2 ½; 10) daß das Vieh zur Weide getrieben werden durfte, ſobald dieſelbe im Fruͤhlinge von J der Beſchaffenheit iſt, daß ſie eine der bisherigen trocknen Stallfuͤtterung gleiche Nahrung verſpricht, weil dann dadurch die letztere erſpart wird und gleichwohl am Gewicht der Wolle durch das Austreiben(oder die Exponirung des Viehes den Einwirkungen der Luft) wenig oder nichts verloren geht. Was etwa Regen und Wind dem Gewicht der Wolle entzieht, wird nur fruͤher entzogen und entfernt ſich bei dem bis zur Schur auf dem Stalle gehaltenen Vieh doch alsdann durch's Waſchen und Wiedertrocknen deſſel⸗ ben, wenigſtens zum groͤßten Theile und in ſo weit, daß das mehr erhaltene Gewicht mit dem Werthe des mehr gebrauchten Futters nicht balancirt. Amt Petersberg, im Mai 1822. Zweiter Verſuch bei der Schaaffuͤtterung 1821 und 1822. Da hie und dort die Meinung geaͤußert worden, es ſey vortheilhaft, gleich vom Stalle zu ſcheeren, d. h. das Vieh bis zur Schur auf dem Stalle zu halten, weil man dadurch am Ge⸗ wicht der Wolle mehr gewinne, als wenn vor der Schur ſchon die Weide benutzt worden ſey, indem naͤmlich im letztern Falle die Wolle allen Einwirkungen der Atmoſphaͤre exponirt, von ihrem Fette und Schweiße zu viel verliere, und mithin das Gewicht bedeutend vermindert wer⸗ den muͤſſe: ſo unternahm ich es, daruͤber folgenden Verſuch zu machen. Als naͤmlich am 1ſten April die bisherige Stallfuͤtterung aufhoͤren und gegen Wieſenweide vertauſcht werden ſollte, ließ ich aus dem Jaͤhrlingshaufen 40 Stuͤck, welche in Statur und Wollwuchs ziemlich gleich erſchienen, ausheben, zeichnen und nun im Stalle ferner in der Art fortfuͤttern, wie ſie es bisher gewohnt geweſen, waͤhrend der uͤbrige groͤßere Theil der Jaͤhrlings⸗ haufen jetzt, am 1ſten April, auf Wieſen weidete und aller trocknen Fuͤtterung entbehrte. Jene 40 Stuͤck erhielten zur taͤglichen Nahrung ¾ Schfl. oder 24 Pfd. Erbſen, 24 Stunden lang ggeequellt, wodurch ihr Gemaͤß verdoppelt und ihr Gewicht durch eingezogenes Waſſer um 17 Pfd. vermehrt wurde, etwa zu vergleichen mit 50,4 Pfb. Wieſenheu. Außerdem ein Mal Gerſten⸗ ſtroh, etwa 15 Pfd⸗, ein Mal Haferſtroh, auch 15 Pfd., und 30 Pfd. halb Weitzen⸗, halb Nog⸗ — 21— genſtroh; daneben gebrauchten ſie 50 Pfd. Trankwaſſer. Die Strohquantitaͤt enthaͤlt etwa die Nahrungstheile von 23,11 Pfd. Heu, wurde aber nicht zur Haͤlfte aufgezehrt. Nachdem dieſe Fuͤtterung bis zum 4ten Mai incl., alſo im Ganzen 34 Tage gedauert, wurde das Vieh mit dem Uebrigen am 5ten Mai geſchwemmt, am 6ten und 7ten beim Weidegange mit dem Uebrigen getrocknet und am 8ten d. M. geſchoren. An dieſem Tage ließ ich nun vor der Schur andere 40 Stuͤck Jaͤhrlinge von den Thieren, die, wie oben bemerkt, ſchon ſeit dem 1ſten April ſich durch Wieſenweide naͤhrten, ausheben, indem ich dahin ſah, daß ſie Ruͤckſichts ihrer Statur und ihres Wollwuchſes mit jenen erſtgenannten Stallfuͤtterungs⸗Thieren uͤbereinkamen, um nunmehr beide Partien zu vergleichen und insbeſondere die Differenz im Wollertrage zu bemerken. 4 Es wurde nun an Wolle abgeſchnitten: 1) von den auf dem Stalle gefuͤtterten 40 Stuͤcken....... 75 Pfb. 16 Lth. 2) von den andern 40 Weidethieren...........72 ⸗ 28 mithin von den erſteren mehr.. 2 2 20 oder, à Pfd. angeſchlagen zu 12 Rthl., für 2 Rthl. 20 Gr. 3 Pf., wodurch die laͤn⸗ gere Stallfuͤtterung, wie man leicht ſieht, nicht bezahlt wurde. Denn es feorderte dieſe nach dem Obigen in 34 Tagen:. a) an Erbſen 8 Schfl., à 28 Grr, fuͤr 9 Rthl. 22 Gr., b) an Stroh: von Gerſte 510 Pfund, von Hafer 510 Pfund, von Weitzen 510 Pfund, von Roggen 510 Pfund, in Summa 2040 Pfund, welches, wenn es nicht gegen den Miſt gerechnet wuͤrde, im Fall des Ankaufs wohl zu 10 Rthl. angeſchlagen werden muͤßte. Schon bei der Koͤrnerfuͤtterung gingen 7 Rthl. 2 Gr. verloren. Ich folgere hieraus, daß es raͤthlich ſey, die natuͤrliche Weide im Fruͤhlinge ſo bald zu benutzen, als ſie eine hinreichende Er⸗ naͤhrung des Viehes nachhaltig verſpricht, um dadurch ſo bald als moͤglich die koſtbare Stallfuͤt⸗ terung zu beendigen, indem, gegen die oft aufgeſtellte Behauptung, durch Regen, Wind und ſon⸗ ſtige Einwirkungen der Atmoſphaͤre auf die Wolle, dem Gewicht der letztern durch Vertrocknung des ihr eignen Fettes bei weitem nicht ſo viel entzogen wird, daß es der Koſten lohnte, Schaafe bis zur Schur, oder doch bis zur Waͤſche auf dem Stalle zu fuͤttern. Denn gewaſchen muß in jedem Falle werden, das Vieh ſey auf der Weide oder im Stalle genaͤhrt, und durch dies Wa⸗ ſchen wird endlich auch bei dem auf dem Stalle gefuͤtterten Viehe alles das hinweggenommen, was bei dem Weideviehe ſchon fruͤher durch Naͤſſe und Luft verloren ging, und wodurch das Ge⸗ wicht der Wolle des erſteren(Viehes) gegen das letztere allenfalls vermehrt werden koͤnnte. Die Waͤſche ſoll alle die Unreinigkeiten entfernen, die den Wollhaͤrchen aͤußerlich ankleben und anhaͤngen, alſo auch den fettigen Schweiß. Nun leuchtet zwar ein, daß letzterer mehr durch Waſchen und laͤngere vorhergehende Luftausſetzung, wie ſie auf der Weide Statt findet, ſich ver⸗ lieren muͤſſe, als durch einmaliges Waſchen beim Stallfuͤtterungsvieh; doch ſcheint mir auf der andern Seite das, was ſich an Fett und Schweiß nach dem Waſchen und Wiedertrocknen bei dem - 22— bis zur Schur auf dem Stalle gefuͤtterten Viehe mehr findet, als bei dem Viehe, welches ſchon 1 Monat fruͤher blos auf der Weide ernaͤhrt, aber Nachts in den Stall gefuͤhrt wurde, ſehr unbedeu⸗ tend und fuͤr das Mehrgewicht der Wolle ſo wenig entſcheidend, daß es ſicherlich nur mit Nachtheil verbunden ſeyn moͤchte, an die Gewinnung jenes Mehrgewichts Wolle die Koſten der laͤngeren Stall⸗ fuͤtterung zu ſetzen. Außerdem duͤrfte es der Geſundheit der Thiere weit angemeſſener ſeyn, dieſelben ſchon laͤngere Zeit vor der Waͤſche der Luft zu exponiren und ſie im Regen und Wind auf das Waſchen vorzubereiten und an die Naͤſſe einigermaßen zu gewoͤhnen, als ſie plotzlich ohne alle Vor⸗ bereitung aus dem warmen Stalle ins kalte Bad zu bringen, welches ohnehin auf den Köͤr⸗ per ſchon nachtheilig genug wirkt, wie wir leider oft zu bemerken Gelegenheit haben. Das Trock⸗ nen der Thiere allein im Stalle abzuwarten, kann eben ſo wenig empfehlen werden, ſollte es auch fuͤr das Gewicht der Wolle mit Vortheil verbunden ſeyn, weil es dem Viehe augenſcheinlich großen Nachtheil bringt und außerdem wieder eine anſehnliche Maſſe trocknen Futters fordert. Denn wenn dazu wenigſtens 8 Tage gehoͤren, waͤhrend die gewoͤhnliche Abtrocknung bei guͤn⸗ ſtigem Wetter in 2 Tagen geſchieht, ſo befinden ſich die Thiere auch 8 Tage lang in dem un⸗ geſunden Zuſtande der Naͤſſe und verlangen in der Zeit einen bedeutenden Aufwand an trocknen Fuͤtterungsmitteln, der durch die gewoͤhnliche Trocknung in der Luft erſpart und durch das Mehr⸗ gewicht der im Stalle getrockneten Wolle ſchwerlich erſetzt, geſchweige denn uͤberwogen wird. Ein abermaliger Verſuch hieruͤber ſoll im naͤchſten Jahre unternommen werden. Amt Petersberg, im Mai 1822. Dritter Verſuch bei der Woll⸗ und Schaaßzucht 1821 und 1822. Als ich meine Laͤmmer im Jahre 1821 ſcheeren ließ, beſchloß ich, zu erforſchen, welche Differenz ſich im Wollertrage bei Jaͤhrlingen ergebe, die als Laͤmmer geſchoren und ſolchen, die nicht geſchoren wurden. Ich waͤhlte alſo am 22ſten Juli 32 Stuͤck Laͤmmer von ziemlich gleicher Statur und Wolle, 22 Zibben und 10 Hammel aus, ließ davon die Haͤlfte, 11 Stuͤck Zibben und 5 Stuͤck Hammel, ſcheeren und die zweite Haͤlfte nicht ſcheeren, aber zeichnen, um ſie im folgenden Jahre leichter ausfinden zu koͤnnen.— Die Wolle der erſteren 16 Stuͤck wog nun ungewaſchen in brutto............... 15 Pfd. 24 Lth., das Thara............. 2 3 ⸗ Alſo netto.......... 12 Pfd. 21 käth. Dagegen erhielt ich bei der Schur des naͤchſten Jahres, am Sten Mai 1822, von eben dieſen 16 Stuͤcken, als Jaͤhrlingen, netto........ 31 ⸗— ⸗ aber von den im vorigen Jahre als Laͤmmer nicht geſchornen 16 Stuͤcken netto 35 ⸗— ⸗ Mithin von letztern mehr. 4 Pfd., und zwar 8 — 23— gewaſchene Wolle, wogegen erſtere 13 Pfd. 21 Lth. un gewaſchene Lammwolle geliefert hat⸗ ten. Hinſichts des Geld⸗Ertrags mochte der Wollgewinn von beiden Partien ſich ſonach gleich⸗ kommen; aber es laͤßt ſich denken, daß durch das Scheeren der Laͤmmer ein ſtaͤrkerer, dichterer Wollſtamm befoͤrdert wird, in ſofern das Scheeren nicht allzufruͤh geſchieht, wo es nicht moͤglich iſt, die noch ſehr kurzen Wollhaͤrchen mit der gewoͤhnlichen Schaafſcheere zu faſſen und zu kuͤrzen. Am 28ſten Juni 1822 ließ ich bei der Schur der Laͤmmer abermals 25 Stuͤck nicht ſcheeren, und bekam bei der Schur am 3ten Juni 1823, nachdem davon 2 Stuͤck abgegangen waren(von dieſen 23 Stuͤcken) netto....... 61 Pfd. 28 cch. Jaͤhrlingswolle; dagegen von andern 23 Stuͤcken, die im Jahre 1822 als Laͤmmer geſchoren, aber ſonſt mit jenen von gleicher Statur und Wolle zu ſeyn ſchienen, nur netto................ 51 ⸗ 12 Mithin von erſteren... 14190„ 16 ⸗ gewaſchene Wolle mehr; wogegen die fegteren 16 Stuͤck, nach der Fraktion aus dem Abſchnitte der Lammwolle, nur...... 6-Pfd. 13 ½ Lth. gewaſchene Lammwolle geliefert hatten. Auf Seite der getzteren ergab ſich alſo fuͤr dies Jahr, wider meine Erwartung, ein anſehnlicher Verluſt von, da man die Lammwolle nur halb ſo hoch als andere ſchaͤtzen kann, 7 ½ Pfd. gewaſchener Schaafwolle. Das Scheeren der Laͤm⸗ mer iſt dann doch wohl nicht unter allen Umſtaͤnden empfehlenswerth? Als ich im Jahre 1823 am 14ten Juli die Laͤmmer ſcheeren ließ, waͤhlte ich zur Wie⸗ derholung vorſtehenden Verſuchs wieder 20 Stuͤck aus, die nicht geſchoren wurden, aber, zur Gewißheit uͤber ihre Wiedererkennung bei der naͤchſten Wollſchur, gezeichnet. Andere 20 Stuͤck geſchoren lieferten netto 9 Pfd. gewaſchene Lammwolle. Bei der Wollſchur vom 28ſten Mai 1824 fand ſich, daß jene fruͤher nicht geſchornen 20 Stuͤck nun als Jaͤhrlinge lieferten... 48 Pfd. 12 Lth. gewaſchene Wolle; dagegen andere 20 Stuͤck, fruͤher geſchorne, oonſt mit erſteren gleicher Qualitaͤtk.. 336 ⸗ 4 4 Mithin erſtere gewaſchene Wolle mehr.. 12 Pfd. 8 Lth., wogegen die Geſchornen nur 9 Pfd. gewaſchene Lammwolle füferten. Deeſe zu 4 ½ Pfd. ande⸗ rer Wolle gerechnet, ergiebt ſich auf Seite der geſchornen 20 Stuͤck Vieh, wie im vorher⸗ gehenden Jahr, ein Verluſt, der jetzt 7 ¾ Pfd. gewaſchene Wolle betraͤgt. Ueber Lammſchur. 1) Bei der Lammſchur am 22ſten Juli 1821 wog die Wolle ungewaſchen von 146 Stuͤck Laͤmmern, im Nettogewicht 119 Pfd. 16 Lth.— Alſo vom Stuͤck 26 ⅞ kth. 2) Bei der Schur vom 28ſten Juni 1822 wog die Lammwolle gewaſchen von 213 Stuͤck diverſen Laͤmmern, im Nettogewicht 59 Pfob. 16 Lth.— Alſo vom Stuͤck faſt 9 Lth. 3) Bei der Schur vom 14ten Juli 1823 wog die Lammwolle gewaſchen von 179 Stuͤck verſchiedenen Laͤmmern, im Nettogewicht 74 Pfd.— Alſo vom Stuͤck etwa 13 ¼ Lth. — 24— 4) Bei der Schur vom 30ſten Juni 1824 wog die Lammwolle gewaſchen von 170 Stuͤck diverſen Laͤmmern, im Nettogewicht 64 Pfbd.— Alſo vom Stuͤck circea 1227 Lth. * — Vierter Verſuch bei der Schaaffuͤtterung 1822 und 1823. Theils zur Erneuerung des erſten Verſuches uͤber Schaaffuͤtterung, wodurch ermittelt wer⸗ den ſollte, wie eine mehr oder weniger ſtarke Fuͤtterung auf Wollertrag wirke, theils zur Ver⸗ gleichung verſchiedener Fuͤtterungsmittel unter ſich, aber ebenfalls in Beziehung auf Wollgewinn und naͤhrende Kraft, unternahm ich es, im Winter 1822 zu 23 wiederum 100 Stuͤck Erſtlinge, in 5 Partien abgetheilt, auf verſchiedene Weiſe zu fuͤttern. Aus dem ſchon beim erſten Ver⸗ ſuche des vorhergehenden Winters angegebenen Grunde mußte ich jetzt wiederum Erſtlinge zu dieſer Verſuchsfuͤtterung beſtimmen und waͤhlte dazu 100 Stuͤck aus, die mir in ihrer Figur und Wolle ziemlich gleich zu ſeyn ſchienen. Von ihrer Statur gilt im Ganzen, was ſchon von den fruͤheren bemerkt, ſie waren nicht groß und wieder gar nicht gut in den Winter gekommen, weil gegen Ende der Weidezeit die Weidenahrung mangelte. Nicht ſelten ſieht man auf guten Schaͤfereien Jaͤhrlinge von der Groͤße und Staͤrke dieſer Erſtlinge. Uebrigens erſchienen die In⸗ dividuen unter ſich ziemlich egal. Da die abgeſonderte Fuͤtterung erſt vom 11ten Januar an begonnen werden konnte, weil ich durch mancherlei Geſchaͤfte bis dahin daran behindert wurde, ſo iſt uͤber die fruͤhere Nahrung dieſer 100 Erſtlinge zu bemerken: Sie gingen im Herbſt unter dem ſogenannten guͤſten Haufen auf einer Weide, die bei der anhaltenden Trockniß ſehr knapp geworden war, und lagen bis 24ſten October mit in den Hor⸗ den. Als es wohl 10— 12 Tage gelinde gefroren hatte, bekam dieſer guͤſte Haufen vom 16ten Nonember an taͤglich Morgens ein Futter Roggenſtroh, etwa ½ Pfd. pro Kopf. Dabei wurde die gewoͤhnliche Weide fortgeſetzt; vom 8ten Decbr. an aber, wo es ſtets anhaltend gelinde Froͤſte gab, die Roggenſaat beweidet bis zum 15ten Decbr., wo dies des einfallenden Schnee's halber nicht mehr moͤglich war. Vom 1ſten Decbr. an ward Morgens und Abends Winterſtroh ge⸗ rceeicht, pro Kopf 1) Roggenſtroh Pfd., 2) Weitzenſtroh 1 Pfd. Vom lſten Decbr. an mußte nun die Winterfuͤtterung eintreten und es bekam dann dieſer Schaafhaufen, der aus etwa 220 Stuͤck beſtand, vom 16ten bis 31ſten Decbr.:— d Morgens, Weitzenſtroh ½ Pfd.; Mittags, 2 Schfl. Eicheln(à etwa 75 Pfd.= 150 Pfd.); Abends, Roggenſtroh 1 Pfd.—„ Und vom 1ſten bis 31ſten Jan.:— Morgens, Weitzenſtroh 1 Pfd.; Mittags, 2 Schfl. Kartoffeln(à 80 Pfd.= 160 Pfd.); Abends, Weitzen⸗ auch wohl Roggenſtroh. Am 25— Am 11ten Jan. wurden jene 100 Erſtlinge zur ſeparaten Fuͤtterung aus jenem guͤſten Hau⸗ fen genommen, in 5 Partien, jede zu 20 Stuͤck, eingetheilt, durch Ablaufenlaſſen und Wieder⸗ herausnehmen dergeſtalt ſortirt, daß jede Partie der andern Hinſichts der Groͤße und Staͤrke ihrer Individuen vollkommen gleich ſchien, und nun gehoͤrig gezeichnet und aufgeſtellt. Es be⸗ fanden ſich unter jeder Abtheilung 16 Stuͤck Zibben und 4 Hammel, 18 faſt ganz egale und 2 kleinere Stuͤcke. Die zu reichenden Hauptnahrungsmittel waren Kleeheu, Hafer und Erbſen, und davon ſollte erhalten eine Partie blos Kleeheu, eine zweite Partie blos Hafer, eine dritte Partie Erbſen und Kleeheu, eine vierte und fuͤnfte Partie Kleeheu nebſt Hafer. Das Heu wurde von Raufen ge⸗ fuͤttert, ſo wie auch jede Art von Stroh; der Hafer aus den unter den Raufen hangenden Krippen, mit Winterſtroh⸗Haͤckſel gemiſcht, aber nicht, wie fruͤher, angefeuchtet, weil dies einnal der ſtarke Froſt nicht zuließ und zweitens ohne Nutzen ſchien, da der Haͤckſel auch trocken ganz verzehrt wurde. Erbſen wurden, 24 Stunden gequellt, ebenfalls mit Haͤckſel gemiſcht.— Zum Strohfutter, welches nur zu 10 Pfd. auf 20 Stuͤck gereicht wird, halb Erbſen⸗, halb Gerſten⸗ ſtroh; zum Trank reines Waſſer; zur Streu, wo ſie nothwendig, von andern Schaafen ausge⸗ freſſenes und ausgeharktes ſogenanntes Ortſtroh. Die Fuͤtterung ſollte waͤhrend ihrer ganzen Dauer nicht veraͤndert werden. Specielle Angabe des Futters nach Maaß und Gewicht, welches vom 11ten Januar incl. bis 11ten April incl. gereicht wurde. Tags⸗ ſte Partie. 2te Partie. Z3te Partie. 4te Partie. 5te Partie. Nr. Stun⸗ Futterart.. be Pfd. Mtz.] Pfd. Mt.] Pfd. Mtz.] Pfd. ſrt Pfd. Ma. 1 7) Hafer. 9 3 4 ½ 14———— j 4 ½ 1 ½ Erbſen..———— 5———— Winterſtroh⸗Haͤck. ſel. 3 ½ 6 3½ 6 3 3 6— 3 ½ 6 Kleeheu.—————— 410——— 2 10 ſErbsſtroh.. 5— 5(— 5— 5— 5— 33 2 Hafer..—-—————— 4[111 Winterſtroh⸗Haͤck⸗ ſel...———————— 33 6 Kleehen.. 10— 10— 10 10——— 4 6(Gerſtenſtroh. 5— 5— 5*, 5—3— 5 Waſſer zum Trankk 3838— 38— 35— 35—[43— Waſſer in die ge⸗ 1 quellten Erbſen———— 31348353——— Summa — 26— — Partien 6 3 Nr. 1. 2. 3. 4. 5. Alſo taͤglich auf 20 Stuͤck reſp. 70 ½ Pfd. 65 Pfb. 66 ⁄¾ Pfd. 65 Pfd. 68 ½ Pfd. Und zwar: 1) an conſiſtenten Theilen.. 32 ½⅜½ ⸗ 27 ½„ 28 ⅜„ 30„ 253 ⸗ 2) an fluͤſſigen Theilen... 38 ⸗ 38„ 3814„ 35 ⸗ 43 ⸗ Auf's Stuͤck circa taͤglich ad 1. 1³½ ⸗ 1 ½ ⸗ 12* 1½ ⸗ 1½4 ⸗ ad 2. 11 ⸗ 179 ⸗ 12 ⸗ 1 ¾⸗ 21¾ ⸗ Hierbei muß ich zur weitern Erlaͤuterung uͤber Maaß, Gewicht und Qualitaͤt der Fuͤtte⸗ rungsmittel noch bemerken: 1) Der gereichte Hafer war ſo leicht, daß ich die Metze nur zu 3 Pfd. annehmen durfte, und bei ſeiner Vergleichung gegen die uͤbrigen Fuͤtterungsmittel iſt auch nur das Gewicht be⸗ rechnet. 2) Der Scheffel Roggenſtroh⸗Haͤckſel iſt, da er nicht ſehr fein geſchnitten worden, zu 9 Pfd. angeſchlagen, er war durchaus ohne Graͤſer oder Kraͤuter. 3) Das Kleeheu war nicht vorzuͤglich, daher ſind 10 Pfd. gleichgeſchaͤtzt 1¼ Metze oder 4 ½ Pfd. des oben als leicht beſchriebenen Hafers. 4) Erbsſtroh war gut, hatte viel feine Blaͤtter und das Gerſtenſtroh war weich, ohne Gras und Kraͤuter. 5) Die Trankwaſſer⸗Angabe iſt nach verſchiedenen Beobachtungen gemacht. Eine derglei⸗ chen zeigte, daß innerhalb 16 Tagen von der 1ſten und 2ten Partie 496 Maaß, von der 3ten und 4ten Partie 456 Maaß, und von der 5ten Partie 288 Maaß geſoffen wurden. Das Pe⸗ tersberger Maaß iſt zu 2 Pfd. 14 Lth. gerechnet. 3 6) Beim Quellen der Erbſen, 24 Stunden lang, wird das Gemaͤß derſelben verdoppelt, nicht aber ihr Gewicht, d. h. aus 1 Schfl. werden 2 Schfl., aber nicht aus 96 Pfd., welche 1 Schfl. wiegt, 192, ſondern nur 164 Pfd. Nichtgequellte Erbſen verhalten ſich mithin zu gequellten dem Gemaͤß nach wie 96 zu 192, dem Gewichte nach aber nur wie 96 zu 164. 7) Von den gereichten Futter⸗Quantitaͤten blieb in Raufen und Krippen entweder gar nichts, oder doch ſo hoͤchſt wenig uͤbrig, daß es wahre Kleinlichkeitskraͤmerei geweſen waͤre, wenn man es haͤtte zuruͤckwiegen wollen. Nur die 3te Partie, welche blos Kleeheu und keine Koͤrner erhielt, ließ wohl zuweilen von den haͤrteſten Stengeln 4, 6 bis 8 Loth uͤbrig; beim kurzen Futter betrug dies Uebrigbleibende ſelten ein Paar Loth, und beim Erbsſtroh wogen die ſich zuweilen vorfindenden harten Stengel auch nie mehr. Dies war bei der Verſuchsfuͤtterung im vorhergehenden Jahre anders, indem ſich da vom Haͤckſel jedes Futters 1, 1 ½ bis 2, ja 3 Metzen, und vom Stroh ¼, 1 bis 2 ¼½ Pfd. als uͤbrig vorfanden, und zwar bei jeder Partie von Schaafen. Aber es wurden auch im Jahre 18 ½ ½ größere Quantitaͤten vorgefuͤt⸗ — 27— tert, denn es empfingen z. B. in der Zeit vom lſten Maͤrz bis 25ſten April taͤgl ich 24 Stuͤck der 1ſten, 2ten, 3ten, 4ten Partie an conſiſtenten Theilen..... 533 Pfd. 48 Pfd. 45 Pfd. 40 Pfd. an fluͤſſigen Theilen........ 66 ⸗ 62 ⸗ 58„ 34„ Und verzehrten dabei die 24 Stuͤck doch nur: an conſiſtenten Theilen.... 443 Pfd. 41 Pfd. 36 Pfd. 31 Pfd. an fluͤſſigen Theilen........ 62 ⸗ 60 ⸗ 56 ⸗ 51 Dies betruͤge auf 20 Stuͤck circa: an conſiſtenten Theilen..... 356 Pfd. 35 Pfd. 30 Pfd. 26 Pfd. an fluͤſſigen Theilen....... 32„ 50 ⸗ 47 ⸗ 43„ Solche Quantitaͤten wuͤrden auch im jetzigen Jahre von den einzelnen Partien verzehrt worden ſeyn, wenn man ſie ihnen vorgelegt haͤtte, zumal da große Kaͤlte, welche in dieſem Winter ſtatt fand, die Freßluſt der Thiere befoͤrdert. An Fluͤſſigkeiten mußten dieſelben, und zwar die erſten 2 Partien, im vorhergehenden Winter mehr zu ſich nehmen, als in dieſem letzten, weil ſie in den ſtarken Portionen gequellten Erbſen eine hitzende, Durſt erregende Nahrung empfingen. 8) Verſchleppt und vertreten wurde im letzten Winter von dem vorgegebenen Stroh⸗ und Heufutter ſehr wenig, weil die Einrichtung der Raufen und tiefen Krippen dies nicht zuließ und die Thiere das etwa dennoch Herabfallende begierig aufſuchten, weil ihr Appetit durch die vor⸗ gelegte Maſſe nie vollkommen befriedigt wurde. Ich glaube, daß man das, was von den taͤg⸗ lich gereichten 10 Pfd. verſchiedenem Stroh und 10 Pfd. Heu verloren ging und zum Duͤnger kam, eben nicht uͤber x½ Pfd. ſchaͤtzen kann. 9) Alle 5 Schurze hielten ſich bei dem ihnen gereichten Futter in einem leidlich guten Stande. Sie wurden zwar nicht dickleibig und feiſt, zeigten aber durchgaͤngig friſchen Woll⸗ wuchs, gute Farbe der Haut und Munterkeit. Sie hatten immer Appetit, auch nachdem ihr Futter verzehrt, aber doch keinen eigentlichen Hunger. Die Thiere der 1ſten Partie verriethen beim Auslaſſen durch Springen und Laufen die groͤßte Munterkeit und Behaglichkeit, ſo wie ihrem aͤußern, ſchwaͤrzlicheren Anſehen nach den ſtaͤrkſten Wollwuchs. Letzteres beruhete auf Taͤuſchung, wie ſich nachmals erwies, obgleich ihre Wolle auf dem Leibe mehr, als die uͤbrige, ins Gelbe ſpielte. Ihnen folgte die 2te, 3te und 4te Partie, ohne daß man unter dieſen dreien einen Unterſchied in irgend einer Art wahrgenommen haͤtte.— Sie ſtellten ſich dem Beobachter in einem ebenfalls loͤblichen Nahrungsſtande, mit gutem, ins Gelbe fallenden Woll⸗ wuchſe und ſchmutzigem Aeußern dar und bezeigten außer dem Stalle die gehoͤrige Munterkeit. Die 5te Partie ſchien in allen dieſen Ruͤckſichten jenen nachzuſtehen, und kam es mir vor, als ob ſie weniger munter und weniger wollwüchſig ſey. In jedem Schurze gab es wohl 2 Stuͤcke, die ihren Kameraden nachſtanden. 10) Saͤmmtliches Vieh mußte ſchon am 12ten April die Stallfuͤtterung gegen Weidenah⸗ 4* —-— 28— rung vertauſchen, nachdem jene vom 16ten December an, und als Verſuchsfuͤtterung vom lIten Januar an, alſo als ſolche 91 Tage gedauert hatte. Der diesjaͤhrige große Strohmangel be⸗ wog mich dazu, wiewohl ich das Vieh gern noch auf dem Stalle behalten haͤtte, da die Weide damals noch wenig Nahrung darbot. Saͤmmtliches Vieh verſchlug auch wirklich, wie man zu ſagen pſiegt, d. h. es ging nicht an das ſchlechte Weidegras, oder fand vielmehr auf der Weide nicht die der bisherigen Stallfuͤtterung gleichkommende Nahrung, und fiel deswegen ab, wurde duͤnnleibig und traͤge. Selbſt nach4 Wochen war es noch nicht wieder in dem Zuſtande, woorin es ſich beim Aufhoͤren der Stalfuͤtterung befand, weil die kalte Witterung im April und Mai die Erzeugung der Weidenahrung nicht beguͤnſtigte. Erſt als dieſe letztere ſich endlich beſ⸗ ſerte gegen Mitte Mai, kehrte der alte Zuſtand wieder, worin ſich denn bis zur Schur der Wwollwuchs nach und nach hob. 11) Die Nahrung der 2ten, 3ten, 4ten und 5ten Partie ſollte der angenommenen Theorie nach gleich ſeyn, d. h. ziemlich gleichviel naͤhrende Subſtanzen enthalten, und war hierauf be⸗ rechnet, ſo wie man dagegen auch von dieſen 4 Partien einen ziemlich gleichen Wollgewinn er⸗ wartete. Die Fuͤtterung der 1ſten Partie war ſtaͤrker, und zwar um 4 Pfd. Hafer oder(der ſpeciellen Theorie nach) 10 Pfd. Heu, alſo um 2 Pfd. Heu per Kopf, und mußte man hoffen, daß dies auch mehrere Wolle erzeugen wuͤrde. Wenn Nahrung und Wollertrag im gleichen Verhaͤltniß ſtehen, ſo ſollte die 1ſte Partie faſt die Haͤlfte Wolle mehr liefern, als jede der andern Partien, weil ſie faſt die Haͤlfte mehr Nahrungstheile in ihrem Futter empfing, als jene. Wir werden gleich ſehen, daß ſich ſolche Vermuthung nachmals nicht bewaͤhrt fand. Denn als(die Wolle hatte vom 8ten Mai 1822, alſo im Ganzen 392 Tage auf den Thie⸗ ren geſtanden) am 4ten Juni geſchoren wurde, ſo erhielt ich an Wolle: 1) von 19 Stück der 1ſten Partie...... 51 Pfd. 16 Lth. dazu rechne ich fuͤr das eine, 20ſte Stuͤck, welches verungluͤckt war. 2 23 ⸗ macht in Summa........ 54 Pfd. 7 Lth. 2) von 20 Stuͤck der 2ten Partie...... 53„ 160 ⸗ 3) von 19 Stuͤck der Zten Partie...... 48 ⸗„— ⸗ dazu fuͤr das fehlende 20ſte Stuͤck, welches geſior⸗ 4 ben, per Fraction macht in Summa.......50„ 17 ⸗ 4) von 20 Stuͤck der 4ten Partie......... 51 ⸗ 16 ⸗ 5) von 20 Stück der 5ten Parte. 52„ 24 ⸗ / von Allen 262 Pfd. 16 Lth. Mithin von 100 Stuͤck 11 Stein 20 ¼⅞ Pfd., faſt 12 St., oder von etwa 8 ½ Stuͤck 1 Stein zu 22 Pfd. Die Schurze Nr. 2. bis 5. ſollten nach der im Vorigen enthaltenen theoretiſchen Berech⸗ 717 — 29— nung gleichviel Wolle, Nr. 1. aber nach Maaßgabe der mehr verzehrten Nahrungsmittel faſt um die Haͤlfte mehr haben. Da dies nun keineswegs zutraf und das Mehrgewicht der Wolle ſo unbedeutend war, ſo ſcheint dieſer Fuͤtterungsverſuch eben ſo, wie die im vorletzten Winter angeſtellten, mit Wahrſcheinlichkeit darzuthun, daß der Wollwuchs mit der Nahrung nicht in ſolchem Verhaͤltniſſe ſteht, als man hie und da waͤhnte. Wenigſtens war beim Schurz Nr. 1., wie im letzten Jahre bei andern, das mehrgegebene Futter, namentlich hier 4½ Pfd. oder 1 ¾ Metze Hafer taͤglich, mithin auf die 91 Winterfuͤtterungstage 8 Schfl. 8 ½ Mtz., in Hinſicht auf Wollerzeugung ziemlich weggeworfen und verloren. Dagegen iſt nicht in Abrede zu ſtellen, daß ſich die Thiere dieſer Partie nach der Schur mehr feiſt und fleiſchig zeigten, als die der andern Abtheilungen. An Groͤße und Staͤrke hatten ſie aber ſo merklich nicht gewonnen, daß man ſolche ſtaͤrkere Fuͤtterung deswegen empfehlen koͤnnte. Daß nun die durch letztere produ⸗ cirte Wolle mehr Guͤte in ſich habe, ließe ſich zwar denken, kann aber nicht in Betracht kom⸗ men, weil die mit wenigerem Futter und Koſten gewonnene Wolle auch gut befunden wird und ſich nicht ſchlechter verkauft, als jene, die uns doch theurer zu ſtehen kam. Die Diffe⸗ renz im Wollgewicht von 1 bis 3 Pfund bei den 4 Schurzen Nr. 2. bis 5. kann zwar aus der verſchiedenen Nahrung herruͤhren, liegt aber wahrſcheinlich in Zufaͤlligkeiten, in geringerem oder ſtaͤrkerem Wollreichthum der Individuen, und iſt durchaus irrelevant. Deswegen muß man unter jenen 4 verſchiedenen Fuͤtterungen nur der den Vorzug geben, welche die wohl⸗ feilſte iſt, und dies laͤßt ſich nur beſtimmen, wenn man die Preiſe des Strohes, des Ha⸗ fers, der Erbſen und des Kleeheues kennt. Am bequemſten iſt die Fuͤtterung, wie die 4te Partie ſie erhielt, mit bloßem Heu zu den Hauptfuttern, die der 5ten Partie aber wegen nie⸗ drigen Haferpreiſes nicht ſelten die billigſte. Die letztere nun verhaͤlt ſich, wenn man ihre Nahrungstheile auf Heu reducirt, folgen⸗ dermaßen: 1) 9 Pfd. Hafer= 18 bis 22 Pfd. Heu/ hier.. 220 Pfund Heu, 2) 6 ¾ Pfd. Roggenſtroh⸗Haͤckſel, 6,6 Pfd.= 1 Pfd. Heu,... 1,0 27 ⸗ 3) 5 Pfd. Erbsſtroh, à 1,3 Pfd.= 1 Pfd. Heu,....... 3,8461 ⸗ 4) 5 Pfd. Gerſtenſtroh, à 1,5 Pfd.= 1 Pfd. Heu, 3,3333 Äus 25 ¾ Pfd. Hafer und Stroh ergeben ſich.......... 28,2021 P. Heu auf 20 Stuͤck, mithin auf 1 Stuͤck etwa 1 ½ Pfd. Dieſelbe Fuͤtterung verhaͤlt ſich, wenn man ſie nach jetzigen Preiſen zu Gelde anſchlaͤgt, folgendermaßen: Berechnung einer Futterportion auf 30 Tage. 1) 270 Pfd. oder 90 Mtz. leichten Hafers, à Schfl. 28 Gr... 6 Rthl. 13 Gr. 6 Pf. 2) 202 ½ Pfd. Roggenſtroh⸗Haͤckſel, à 100 Pfd. 12 Gr. 1 ⸗—. 4 ⸗ denſelben zu ſchneiden, à Schfl. zu 9 Pfd., 3 Pf.— 5„ 7‧⸗ Latus 7 Rthl. 19 Gr. 5 Pf. — 30— 3 Transport. 7 Rthl. 19 Gr. 5 Pf. 3) 150 Pfd. Erbsſtroh, à 100 Pfd. 12 Gr. zur Stelle....„ 18„— 4) 150 Pfd. Gerſtenſtroh, à 100 Pfb. 9 Gr. zur Stelle.— 6 9 2. 11 ⸗ 35) Fuͤr Raufen, Krippen, Eimer u. ſ. w. 2 bis 3 Gr. 4 und die Abwartung durch Leute 8 bis 10 Gr....—„ 12„ 1⸗ Im Ganzen auf 30 Tage 9 Rthl. 15 Gr.— Pf. Davon waͤre abzurechnen fuͤr gewonnenen Duͤnger nach der Meyerſchen Formel: Aus 270 Pfd. Hafer 864 Pfd. Aus 500 Pfd. Stroh 1350 vi 2214 pfo nur. 3 ⸗. denn ich glaube nur etwa à von dieſer berechneten Pfundzahl er⸗ halten zu haben. Mithin koſtete es wirklich auf 30 Tage. S Rthl. 12 Gr.— Pf. Betruͤge auf die gewoͤhnlichen 5 Wintermonate, vom 10ten November bis 10ten Npriie 42 Rthl. 12 Gr., und auf 1 Tag 6 Gr. 9 ½ Pf. Wenn man dagegen von 20 Stuͤck Erſtlingen 53 Pfd. Wolle ſchnitte, wie der 5te Schurz lieferte, und der Stein 18 Rthl. koſtete, ſo machte dies 43 Rthl. 83 Gr., und davon noch 10 Gr. fuͤr das Abſchneiden, 4 Gr. fuͤr das Waſchen, 4 Gr. fuͤr das Verfahren der Wolle, im Ganzen 18 Gr., ſo bleiben fuͤr 53 Pfd. Wolle nur 42 Rthl. 14 Gr. 8 Pf., welche mit ihren Productionskoſten zu 42 Rthl. 12 Gr. ziemlich balanciren, und doch iſt für Sommer⸗ weide, Riſiko u. f. w. Nichts gerechnet. Ich glaube aber auch, daß eine 5 Monate fortgeſetzte Winterfuͤtterung der berechneten Art mindeſtens 4 Pfund Wolle, à 193 Gr., oder fuͤr 3 Rthl. 6 Gr. 8 Pf. mehr erzeugen würde als die ſpaͤrliche Herbſtweide. Der Wollpreis iſt abſichtlich billig geſtellt; beim Hafer und Stroh ſind die wirklich be⸗ ſtandenen Preiſe angenommen. Wollte man das Stroh, in ſofern es ſelbſt geerntet wird und nicht angekauft zu derden braucht, nicht zu Gelde, und etwa fuͤr den daraus erzeugten Duͤnger rechnen, ſo koſtete eine monatliche Fuͤtterung nur 7 Rthl. 7 Gr. 2 Pf, und auf 5 Monate 36 Rthl. 11 Gr. 10 Pf., wofuͤr denn 53 bis 57 Pfd. Wolle gewonnen wuͤrden. Amt Petersberg, im Juni 1823. — 31— Fuͤnſter Verſuch bei der Schaaffuͤtterung 1823 und 1824. In Bezug auf Fuͤtterung(Nahrung) und Wollertrag, und in Bezug auf die dieſerhalb ſchon angeſtellten Verſuche der beiden vorhergehenden Jahre, unternahm ich einen 3ten compa⸗ rativen Verſuch. Es wurden dazu wieder 100 Stuͤck Erſtlinge ausgewaͤhlt, nicht aus dem Grunde, der mich fruͤherhin zur Wahl von Erſtlingen beſtimmte, ſondern gegenwaͤrtig nur, um eine Gleichheit mit den beiden früheren Verſuchen zu beobachten. Die Beſchreibung dieſer Thiere, Hinſichts ihrer Staͤrke und Groͤße, wuͤrde wie die fruͤheren ausfallen, nur iſt zu be— merken, daß die Thiere in einem mehr feiſten Zuſtande, als fruͤher, in den Winter und zur Aufſtallung kamen. Uebrigens waren ſie kleinlich, im Wollwuchſe aber moͤglichſt egaliſirt. Sie gingen im Sommer und bis zur jetzigen Aufſtallung im Hammelhaufen auf einer nicht reichlichen, auch entfernten Weide. Die Winterfuͤtterung ließ ich fruͤher, als bei den vor⸗ hergehenden Verſuchen eintreten, einmal, weil im erſten Drittel des Novembers kalte Tage ein⸗ fielen, die dieſelbe nöͤthig zu machen ſchienen(obwohl die folgende mildere Witterung eine laͤn⸗ gere Weide, bis 13ten December, zuließ), und zweitens um das Reſultat einer laͤngern Win⸗ terfuͤtterung mit dem der weit kuͤrzeren Winterfuͤtterung der beiden vorhergehenden Jahre zu vergleichen, zumal, da es mir ſchien, als werde erſtere gegen die letztere, wo laͤnger hinaus eine ſpaͤrliche Weide ſtatt fand, den Vorzug verdienen. Nachdem die 100 Erſtlinge nun in 5 Partien abgetheilt und jeder Schurz dem andern moͤglichſt gleich gemacht war, ſo daß ſich in der Qualitaͤt der Individuen ein Unterſchied nicht bemerken ließ, ſo wurde mit dem 16ten November die Stallfuͤtterung begonnen, die aus Ha⸗ fer, Heu und Erbſen⸗ und Gerſtenſtroh beſtehen ſollte. Es ſollte ferner ein Schurz blos Heu in geringer Menge, zwei Schurze blos Hafer, auch in geringer Quantitaͤt, und zwei Schurze Hafer mit verſchiedenen Quantitaͤten Heu erhalten, daneben Erbſen⸗ und Gerſtenſtroh in glei⸗ chen Maſſen. Der Hafer wurde, wie fruͤher, mit Haͤckſel gemiſcht, in Krippen, und das lange Futter ſaͤmmtlich in den bekannten Raufen gegeben. Zum Trank reines Waſſer und zur Ein⸗ ſtreu Ortſtroh, d. i. das aus dem großen Schaafſtalle wieder ausgeharkte Stroh. — 32— Se Fukter⸗Eintheilung 1 vom 16ten November bis 1ſten Maͤrz und vom 1ſten Maͤrz bis 1ſten April, in welchem Monate die 3te und 4te Partie mehr empfing. 3 JlETags- 1ſte Partie. 2te Partie 3te Partie.] 4te Partie. 3te Partie.]4te Partie. Nr. Stun⸗ Futterart. G bis Iſten Maͤrz vom 1ſten Maͤrz de. Pfd. Mtz. Pfd. Mtz. Pfd. Mtz. Pfd. Ntz. Pfd. Mtz. Pfd. Mt⸗ 1. 7 Hafer... 6:1 2 61] 2 34 1——[4 11 1—— Winterſtroh⸗Haͤck⸗ ſel 24 5 24 5 2 3 51——[2 5—— Kleeheu= 7——— 1o— 2. 10 ſErbsſtroh. 5 1— 15 5— 5— 5— 5— 86, 2 baferr———— 31 11——[4 117—— Winterſtroh⸗Haͤck⸗ ſel—— 22 5[—— 2 75— Kleehen[2o 10——— 7 1— 1—— ſto 1— 4. 5 Gerſtenſtroh 5—5=5— s5 5ͤ—b 4 39 ½ 29 V 24 25 ½ 30 Waſſer zum Tranl42— 42— 35— 35— 35— 35 Summa 81 4— 714— 57— 59— 160 ¼— 165(— Alſo circa auf's Stuͤck: 4 1) an conſiſtenten Theilen 2— 1 ½— 1— 1 ½4— 14— 11— 2) an fuͤſſigen Theilen. 21-— 2un 14— 1— 1½ 1½— Summa circa. 4— 3 ½— 246— 2½— 3— 3 ½— Nachdem die vorbeſchriebene Fuͤtterung 3 ½ Monat, naͤmlich vom 16ten November bis 1ſten Maͤrz fortgeſetzt worden war, fand ſich die 1ſte Partie in einem durchaus guten Zuſtande, den die Dickleibigkeit und Munterkeit der Thiere, die friſch und lang gewachſene Wolle, mit gelben innerm und ſchwarzen aͤußerm Anſehen, bekundete. Die 2te Partie konnte ebenfalls gut genannt werden, doch erſchienen ſchon mehrere Individuen nicht ſo rund und wohlbeleibt, als in der 1ſten Partie, und die Wolle war auf der Haut bei einigen Stuͤcken viel weniger gelb und mehr feſtſitzend. Die 3te und 4te Partie waren untereinander ziemlich gleich, ſtanden aber hinter Nr. 1. und 2. ſo ſehr zuruͤck, daß ſie ſchlecht zu nennen waren. Sie erſchienen duͤrr und ab⸗ gemagert, mit einer Wolle, die ſich bis dahin nicht recht gehoben hatte, die weißlich ausſah, ohne Schweiß und dicht zuſammengewachſen war. Nur bei etwa zwei Drittel der Thiere, die wahrſcheinlich beſonders kraftvoll und geſund ſeyn mochten, fand ich dies ein wenig beſſer, das dritte Drittel erſchien hinfaͤllig und bedurfte einer Aufhuͤlfe durch reichlichere Nahrung. Ich be⸗ 4 ſchloß/ — 3— ſchloß, ihnen dieſe von jetzt an zu geben, da ich einſah, daß die bei beiden Schurzen bisher angewendete Fuͤtterung nicht ausreiche und auf keinen Fall vortheilhaft ſey, weil ſie dieſelben mehr und mehr zuruͤckbringe und die ſchwaͤcheren Individuen zuletzt ganz entkraͤften wuͤrde. Sollte nun auch die Futterzulage durch mehrere Wolle nicht erſetzt werden, ſo machte doch die Erhaltung der Thiere in guter Geſundheit ſie nothwendig.— Ich wollte indeß mit dem Futter nicht ſehr ſteigern und die Portion der 2ten Partie nicht uͤbertreffen, und legte ſonach der 3ten Partie kaͤglich 1 Metze oder 3 ¼ Pfd. Hafer, und der 4ten Partie bua deſſen 6 Pfd. Heu zu, Pihfs auf das Morgen⸗ und Nachmittags⸗Futter vertheilt. Nr. 3. erhielt ſonach taͤglich Metzen= 9ꝛ ½ Pfd. Hafer, und Nr. 4. ſtatt deſſen 20 Pfd. Heu. Die Heufuͤtterung von 35 4ten Schurze hatte ſich bisher beſſer gezeigt, als die Haferfuͤtterung vom 3ten Schurz, denn erſterer hatte doch bei genauer Beſichtigung eine beſſere Haltung in Wolle und Fleiſch. Daher gab ich jetzt ſtatt 1 Metze Hafer nur 6 Pfund Heu, wogegen ich fruͤher 7, und fuͤr 2 Metzen 14 Pfd. Heu gereicht hatte, und nahm an, daß die von nun an der 4ten Partie taͤglich zu gebenden 20 Pfd. Heu der der 3ten Partie zu reichenden 9¾ Pfd. oder 3 Metzen Hafer in der Nahrungskraft vollkommen gleich, wenn nicht gar noch beſſer ſeyn wuͤrden. Die letztere aber bei beiden Partien moͤglichſt gleich zu erhalten, daran war mir ſeit Beginn der Winterfuͤtterung gelegen geweſen. Die 5te Partie, welche taͤglich bisher 2 Metzen Hafer, daneben aber Erbs⸗ und anderes Stroh in ungemeſſener Quantitaͤt, und zwar ſo reichlich empfangen hatte, daß ich es auf eine dreifache Portion einer jeden andern Partie ſchaͤtze, befand ſich in einem, dem aͤußern Anſchein nan wohlgenaͤhrten, wollreichen Zuſtande. Sie bekam vom 1ſten Maͤrz an die 2 Metzen oder * Pfd. Hafer auch ferner, ſtatt des Erbsſtrohes aber etwa die Haͤlfte deſſelben an Heu, und di i an Stroh reichlich im vorigen Maaß. Dieſe veraͤnderte Fuͤtterung wurde bis zum 31ſten Maͤrz, alſo Einen Monat hindurch fort⸗ geſetzt. Mit dem 1ſten April ſollte eigentlich Weidenahrung eintreten, da aber noch wenig Gras gewachſen, und Schurz Nr. 3. und 4. guter, reichlicher Nahrung immer noch bedurfte, obwohl die Fuͤtterung im Maͤrz ſie mehr emporgeholfen hatte, ſo behielt ich ſaͤmmtliche Par⸗ tien noch bis zum 10ten April incl. im Stalle, fuͤtterte ſie aber in dieſen 10 Tagen(vom iſten bis 10ten April) ganz gleich, indem ich jeder Partie reichte: 1) 8 ½ Pfd. oder 2 ½ Metze Hafer, mit 2 ¾ Pfd. oder 5 Metzen Häckſel 2) 5 Pfd. Erbsſtroh, wie fruͤher zum 2ten Futter; 3) 10 Pfd. Wieſenheu, mittlerer Qualitaͤt; 4) 5 Pfd. Gerſtenſtroh, wie fruͤher zum 4ten Futter. Bei dieſer Nahrung buͤßte die 1ſte Partie gegen die fruͤhere etwas, circa 6 bis 7 Pfd. Heu taͤglich ein, die 2te Partie gewann aber circa 3 Pfd. taͤglich, und die 3te und 4te Partie gewann gegen die Fuͤtterung vom Maͤrz circa 3 bis 3 ¼ Pfd. Heu taͤglich(gegen die fruͤhere aber an 10 Pfd. Heu). 5 — 324— * Dieſe Nahrung zeigte ſich bei den beiden letzten Partien uͤbrigens ſehr wohlthaͤtig, denn die Thiere wurden munterer und ergoͤtzten ſich vornaͤmlich an dem Wechſel der Nahrung zwi⸗ ſchen Hafer und Heu. Vom Gerſtenſtroh fraßen ſie weniger als fruͤher. 4 3 Vom l1ten April an mußten ſich denn alle dieſe Abtheilungen mit der Weide auf Wie⸗ ſen begnuͤgen.— Was nun die Qualitaͤt und Quantitaͤt der gefuͤtterten Nahrungsmittel betrifft, ſo bemerke ich daruͤber, daß: 4 1) der Hafer gut war, und pr. Schfl. 52 Pfd. wog; 2) der Schfl. Haͤckſel zu circa 9 Pfd. berechnet; 3) das Kleeheu mittlerer Qualitaͤt war weil es erſt nach vollkommen entwickelter Bluͤthe* gemaͤhet und daher harte Stengel hatte; 2 4) Erbsſtroh, welches bis zum 19ten Februar gefuͤttert wurde, feinblaͤtterig und gut, das nachher gereichte aber weniger gut und hartſtengelig war;. 5) das Trankwaſſer unvermiſcht gegeben wurde; die Angabe uͤber die conſumirte Quantitaͤt gruͤndet ſich auf genaue Beobachtungen. Nach einer ſolchen waͤhrend der 25 Tage vom 2ten bis 26ſten Maͤrz beburfte die 1ſte und 2te Partie im Durchſchnitt taͤglich 35 ½, die 3te und 4te Parte taͤglich 28 ½ Maaß, oder letzteres zu 2 Pfd. 14 Lth. gerechnet, reſp. 85 ¾ und 70 ½ Pfd. 6) Aus gleichen Beobachtungen ergab ſich, daß von den gereichten Fuͤtterungsmitteln weit mehr als im vorigen Jahre, und ſo viel uͤbrig blieb, daß es nicht unwerth war, daruͤber An⸗ zeichnung zu machen. So z. B. ließ uͤbrig: die Iſte Partie die 2te Pckktie die 3te Partie die 4te Partie Datum.— 8——— 8— S SeSE32eS222 FE2S32= 8==S 2SS S S 8&— S 2= S 2== S 2 S 55 3SS 3=ss5 S SSS 5 3. Maͤrz in Lothen in Lothen in Lothen in Lothen 15 2—[24 22 111——- 6 3—-3- 6— 20)—7 3 16 21-[28 36 101— 1 s--- 2— s=8S1[8 3 17—— 20 24 24——— 9 2-- 2- 15— 12— 8 2 18 2— 16 20 14—— 18—-- 2- 17— 8S[4[8 3 19—[—[14 18 241——— 6—---— 1⁰ 12— 8 2 20 1— 14 34 321——— 6 2 3— 281— 81 2 8— 21 1 1— 26 26 22— 2 8= 4 14 6— 9 2 22 ſ18 20 14—— 9m9 1-=- 2-— 8S1 10— 8 2 23 2.]— 12 22 10—— 1.6——-= 3-— 1= 2 6 12— 24—— 22 10 1416—==5 2--—-- 14u— ⁰8 2 53 In 10 Tagen 10— 194 241 178.8—— 5 71 10- 21—[¹31— 94 15 81] 20 pro Tag 1— 1924 18 1—— 1 7 1 2 1 13— 9 2 1 ½ 8 2 — 35— Die Weniger⸗Conſumtion in dieſem Jahre gegen das vorhergehende erklaͤrt ſich bei der 1ſten und 2ten, beſonders der 1ſten Partie daraus, daß ſie mehr Futter als im Jahre 1822 erhiel⸗ ten; bei der 3ten und 4ten Partie, und richtiger auch bei den erſteren, aus der geringeren Freß⸗ luſt der Thiere, woran wohl die milde Winter⸗Witterung Schuld war.— Vom Erbsſtroh blieb aber erſt ſeit dem 20ſten Februar bedeutend uͤbrig, und fruͤher ſehr wenig, weil von da an etwas hartſtenglichtes, groͤberes Stroh, als fruͤherhin, gegeben wurde. Die uͤbrigen Klee⸗ und Stroh⸗Ueberbleibſel waren zu allen Zeiten gleich, weil ihre Qualitaͤt ſich nicht aͤnderte. 7) Verſchleppt und in den Duͤnger getreten wurde wegen der guten Einrichtung der Rau⸗ fen und Krippen, wie auch ſchon fruͤher, wenig, doch ſchaͤtze ich es etwas mehr, als im vori⸗ gen Jahre, und ſchlage es fuͤr jedes Futter von Erbsſtroh, Klee und Gerſtenſtroh auf 4 Loth, alſo bei 3 Futtern auf 12 Loth an. 8) Ueber die Wirkung der verſchiedenen Fuͤtterungen auf die Thiere iſt ſchon vorhin geſpro⸗ chen und geſagt worden, daß die 1ſte, 2te und 3te Partie ſich in einem gut genaͤhrten, woll⸗ reichen Zuſtande, die 3te und 4te Partie aber ſchlecht befanden. Der Unterſchied ſchien ſich indeß auf der ſeit dem 11ten April ſtatt findenden Weide auszugleichen, ſo daß er gegen die Zeit der Schur wenig bemerkbar blieb. Die Weide war uͤbrigens in der Mitte April noch ſehr kaͤrglich, ſo daß das beſſer, genaͤhrte Vieh Noth litt, nachmals aber reichlich und huͤlfreich. 9) Die Fuͤtterung der Zten und 4ten Partie ſollte der Theorie nach gleich naͤhrend, mithin auch gleich wollerzeugend ſeyn; die Nahrung der 2ten Partie war um 10, und die der 1ſten Partie um 20 Pfd. Heu taͤglich ſtaͤrker, folglich a priori viel mehr wollproductiv; der 2ten Partie etwa aͤhnlich wurde die 5te Partie genaͤhrt. Im Ganzen wurde nun aber waͤhrend der Winterfuͤtterung verbraucht: vergl. Seite 6. und 8., von der lIſten Partie zten Partie —½——— Z eitraum ES82 3— E S. 5G 8S. 5 323 62 * 3 8 S 5 S E S in Pfunden in Pfunden 106 Tage, vom 16. Nov. bis 1. Maͤrz 689 2914] 530/72120 530689[2914 530/1060 530, 31 Tage, vom 1. bis 31. Maͤrz 2014 854 155] 620] 155 2014 85 ½ 155 310 155 10 Tage, vom 1. bis 10. April 81 ½ 273 50] 100 50 81¾ 271 50 100 50 727 Tage, Summa ſ071204. 735 2840 7350714042735 1470735 X&XXA2AT Sollen nach Meyer an Miſ 3,2 2,0 2,3 7,8 2,7 liefern cirea.. 3110 809 1ecei cl 3 3110/809 11690,2546,1985 5 ⅝, 4rr, 4 und 32 Fuder, à 2200 pfs. 12704 19140 zu 1 Rthl. 12 Gr........ 8 Rthl. 16 Gr. 6 Rthl. 20 Gr. — 36 . von der 4 3ten Partie 4 teu Parktie Z eitraum 5ZA22 3 8—* S.—— 8 8— Sä SA 5 5(2. 68 — S S in Pfunden in Pfunden 106 Tage, vom 16. Nov. bis 1. Maͤrzſ 689 583 530— 530—— 530 /1484 530 31 Tage, vom 1. bis 31. Maͤrz 3021[170 ½ 15565— 155—— 155] 620] 155 10 Tage, vom 1. bis 10. April 81 ¾ 27 ½ 9500 100] 50 814 274 50 100 50 147 Tage, Summa ſ1072½] 781] 735] 100] 735] 814 2711 735/2204 735 Sollen nach Meyer an Miſt liefern circa. 3432 1562 1690 180/1985]259 55 1690 39691985 V 5 N 83 5 ½, 4 r, 4 und 3 Fuder, à 2200 8849 7958 zu 1 Rthl. 12 Gr... 6 Rthl. 5 Rthl Schlaͤgt man die eonſtnite Nahrung nach den jetzigen niedrigen Preiſen zu Gelde an, ſo betraͤgt dies bei der Iſten 2ten 3ten 4ten Partie Partie fär rtl. ſgr. pf. rtl. gr.pf rtl. lgr. of rtl. ſgr. pf. 1) reſp. 971 Pfd., 971 ⅔ Pfd., 1072 ½ Pfd und 81 ¼ Nrd. Hafr⸗ à 5 Pfd.(oder 1 Schfl.) pegenwäͤr⸗ tig 1 7 18 10 7 18 10 8 14 31— 15 7 2) 1910 2810, 1470, 100 und 2204 Pfd. Heu, à 100 Pfd. nach dem Haferpreiſe, 6 Pfd. einer Metze gleich gerechnet, 10. Gr. 5 Pf, wegen der mehre⸗ ren Maſſe und in Ruͤckſicht auf Duͤnger aber 15 Gr. 17 18— 9 4 6— 15]5— 13 18 7 .3) reſp. 4 Mal 735 Pfd. Erbsſtroh, à 100 Pfd. jetzt in Halle 7 Gr. und mit den Anfuhrkoſten 8 Gr. 2 10 9 2 10 9 2 10 99⁹ 2 10 9 4) reſp. 4 Mal 735 Pfd. Gerſtenſtroh, à 100 Pfund jehs in Halle 5 Gr. und mit den Aufuhrküſten 6 Gr. 1 20 1 20 11 1 20 1 1 20 5) reſp. 404, 404, 781 und 27 ½ ½ Pfd. Haͤckſel von lang Roggenſtroh, à 100 Pfd. jetzt in Haue 7 7 Gr. und mit den Anfuhrkoſten 8 Gr.. 4 1 8 4 1 8 4 2 14 6— 2 2 Den Haͤckſel zu ſehpeiden, pr. Pfd. 3 Ff oder à Schfl. zu 9 Pfd. 3 Pf..[— 1 2- 11 2— 21 8= 9 31[ 15 2⁄ 231 1 81 17/— 3 18 19 11 6) Dazu noch fuͤr die Abwartung in 5 Wintermona⸗ ten, à 8 Gr., und fuͤr Geraͤth und Gefaͤß, à 2 Gr. 2 1. 2].—2 21. 2-I. 21.20]— I21 2.— Summa. 33 17 23% 25 3 8 19 2 3 20 21] 11 Dagegen koͤmmt fuͤr gewonnenen Miſt in Abrechnung 3 nach vorgjäheſger Berechnung deſſelben. 5 18— I 4 14—I 4—=I.3 8— Bleiben. —-— 37— Ich habe nur 3 des Miſtgewichts angenommen, welches die verfuͤtterten Sachen nach der Meyerſchen Formel haͤtten liefern muͤſſen, weil nach meiner Ueberzeugung nicht mehr, und ſelbſt dies noch nicht erfolgt iſt. 2200 Pfund oder ein vierſpaͤnniges Fuder iſt zu 1 Rthl. 12 Gr. angeſchlagen, als wofuͤr es in dieſem Jahre etwa anzukaufen geweſen waͤre. Wie wurde nun dieſe Fuͤtterung bezahlt? wie lohnte ſie durch ihre Woll⸗ Production? Die Schur vom 28ſten Mai ergab, daß die verſuchsweiſe gefuͤtterten Thiere folgendes Wollgewicht lieferten: 1) 20 Stuͤck der 1ſten, am ſtaͤrkſten genaͤhrten Partie incl. eines dummen, jetzt krepirten Stuͤcks, das 2 Pfd. 2 Lth. Wolle trug.... 42 Pfd. 10 cch. 2) 20 Stuͤck der 2ten, demnaͤchſt am kraͤftigſten gefütterten Partie(incl. 2 ½ Pfd. von einem Felle).. 42 ⸗„ 12* 3) 18 Stuͤck der 3ten, faſt allein mit Hafer genährten partie 32 Pfs. 24 eth. und dazu von einem eben krepirten.. 1. 24⸗ und einem ungeſunden Thiere...... 1, 16⸗ machen... 36 ⸗— ⸗ 4) 18 Stuͤck der 4ten, blos mit K Klee erhalkenen Partie 35 pfd. 4 eth. dazu von 2 dummen Stuͤcken... 3„ 12⸗ ſind 38„ 16 Von 4 Partien zu 80 Stuͤck 159 Pfd. 6 Tth. mithin vom Stuͤck ziemlich 2 Pfd.; alſo auf 1 Stein 11 Stuͤck, und von 100 Stuͤck faſt 9 Stein 2 Pfd. Die Wolle ſtand im Ganzen 359 Tage auf dem Vieh, von der Schur am 3ten Juni 1823 bis 28ſten Mai 1824. Ein fuͤnfter Schurz von 20 Stuͤck, der durchgehends gut, etwa der 2ten Partie gleich ge⸗ naͤhrt worden war, jedoch zum großen Theile nur kleines, auch fruͤher etwas zuruͤckgeſtoßenes Vieh enthielt, lieferte incl. eines ſehr knappwolligen Thiers mit ¾ 2 Pfd. Wolle, 36 Pfd. 28 kth. Berechne ich nun, ziemlich wie im vorigen Jahre, das pfd. Wolle nur zu 20 Gr., ſo verhaͤlt ſich der Werth der producirten Wolle zu deren Erzeugungskoſten bei den 4 Partien, und zwar Gewinn 1) bei der 1ſten Partie wie 35 rtl. 6 gr. 3 pf.: 27 rtl. 23 gr. 2 pf. alſo 7 rtl. 7 gr. 1 pf. 2) ⸗ 2ten„„ 35 ⸗ 7„ 6⸗. 20 13„ 8.„ 14⸗ 17 10 ⸗ 3) ⸗ ⸗ 3ten„„ 30 ⸗⸗— ⸗— ⸗. 15 ⸗ 2 3 ⸗„ 14⸗ 21 ⸗ 9⸗ 4)„ ⸗ 4ten„„ 32„ 2 ⸗„—. 17 13 ⸗ 11 ‧⸗ 6 44 ⸗ 12 ⸗ 1 ⸗ Im Ganzen 132 rtl. 15 gr. 9 pf.: 81 rtl. 5 gr.— pf. alſo 51 rtl. 10 gr. 9 pf. durchſchnittsweiſe pro Stuͤck 1⸗ 15 956: 1⸗—, 42%„—., 15⸗ 5 ½ wuͤrden hievon noch 6 pf. fuͤr das Schneiden, 4 4 9 für Wuiſthe und Verfahren der Wolle, in alleem.... y—.—. 10⸗ abgeſetzt, ſo bliebe der Gewinn pro Stuͤck.....—, 14.⸗ 7⸗ 38— Die Sommerweide auf 7 Monate(10 Gr. 6 Pf.) mit den uͤbrigen Unterhaltungskoſten wol⸗ len wir als im Pferch bezahlt annehmen, dann aber bleiben noch auf Riſiko und Zinſen des im Vieh ſteckenden Kapitals circa reſp. 5 bis 6 und 6 Gr. zu rechnen, ſo daß ſich als reiner Gewinn vom Stuͤck bei der angenommenen Fuͤtterung und dem Wollpreiſe circa nur 2 Gr. 6 Pf. nachweiſen laſſen. Das Reſultat des ganzen Fuͤtterungs⸗Verſuchs iſt ziemlich eben daſſelbe, wie bei den Ver⸗ ſuchen der beiden vorhergehenden Jahre, denn es thut im Ganzen, wie die letztern dar, daß die Fuͤtterung keineswegs ſo maͤchtig auf den Wollertrag einwirke, als man wohl glaubt, und daß man in der Meinung, durch ſehr reichliche Nahrung des Viehes auch ſo reichlich Wolle zu pro⸗ duciren, ſehr leicht das gerechte Maaß des wahrhaft Vortheilhaften uͤberſchreiten koͤnne, indem es raͤthlich erſcheint, eine Maſſe Futter, deren eine Anzahl Vieh nicht mehr bedarf, um in einem gerechten Zuſtande des Wohlbefindens erhalten zu werden, lieber auf eine groͤßere Anzahl Vieh zu vertheilen, als ſie bei der kleineren Zahl, um bei derſelben etwa einen uͤppigen Zuſtand zu bewirken, zu verſchwenden. Denn letzteres iſt, in ſofern man dadurch nur mehrere Woll⸗ Erzeugung bezweckt, wirklich der Fall. Auf der anderen Seite laͤßt ſich aber nicht in Abrede ſtellen, daß eine kraͤftigere Nahrung, als ſie die alleinige, vortheilhafte Woll⸗Erzeugung fordert, die Thiere, welchen ſie zugewendel wird, auch kraftvoll, ſtark und geſund erhaͤlt und dieſelben in einen ſchoͤnen Zuſtand der Fuͤlle und Groͤße verſetzt. Wer folglich hieran beſondern Wohlgefallen hat, fuͤttere moͤglichſt ſtark. Der gute Mittelzuſtand des Viehes laͤßt ſich aber gar oft mit Wenigerm erreichen und erhal⸗ ten, und dieſer iſt nach meiner Anſicht allein derjenige, welcher von dem Landwirthe, der nicht aus koſtſpieliger Vorliebe ein Uebriges thut, erzielt werden muß, denn er allein iſt oͤkonomiſch gut und zweckmaͤßig zu nennen. Was die hier zum Verſuch geſtellten Thiere betrifft, ſo fand ſich bei der Schur am⸗2Sſten . Mai, nachdem 58 Tage eine gute Wieſenweide benutzt worden war, wie fruͤher bemerkt, 1) die 1ſte Partie in einem nicht gerade feiſten, aber doch ziemlich fleiſchigen, muntern Zuſtande, wobei ein großer Unterſchied unter den einzelnen Individuen nicht zu bemerken war. Die 5 bis 6 kleineren Stuͤcke ſtanden gegen die uͤbrigen nur in Hinſicht der Groͤße auch jetzt noch zuruͤck. Die Wolle war locker und lang gewachſen. 2) Die 2te Partie verhielt ſich eben ſo, und ließ ſich eine Differenz in Fleiſch, Groͤße und Wolle nicht wahrnehmen, obwohl dieſer Schurz im Winter weniger ſtark als der erſtere genaͤhrt worden war. 3) Die 3te Partie zeigte einen guten Mittelzuſtand. Die Thiere ſchienen weniger Fleiſch zu tragen als die fruͤheren, den letzteren aber in Geſundheit und Groͤße nichts nachzugeben, we⸗ nigſtens konnte ein Unterſchied durch bloßes Anſchauen nicht wahrgenommen werden. Ihr Woll⸗ wuchs kam mir ein wenig kuͤrzer vor. Nach Verhaͤltniß des von ihnen weniger als von den erſteren Partien verzehrten Winterfutters haͤtten ſie allerdings viel geringer(in Figur und Wolle) ausfallen ſollen.— Die Wieſenweide bekam ihnen augenſcheinlich ganz vorzuͤglich und brachte ſie den beſſer genaͤhrten Schurzen nahe, indem ſie den bei Anfang der Weide nur allzu bemerkbaren Unterſchied beinahe ganz ausglich. 4) Von der 4ten Partie gilt eben das, was hier von der 3ten bemerkt worden. Auch ſie erſchien durch die Weidenahrung vollkommen umgewandelt und von Nr. 3. in keiner Hinſicht abweichend. 5) Auch die 5te Partie war dieſen gleich zu ſchaͤtzen und zeigte blos kleinere Individuen in groͤßerer Menge, weil ſie gleich anfaͤnglich alle kleineren Stuͤcke enthielt. Nach dem diesjaͤhrigen Fuͤtterungs⸗Verſuche ergiebt ſich die Fuͤtterung der 2ten Partie in jeder Hinſicht als die oͤkonomiſch vortheilhafteſte, denn ſie war weniger theuer als die der 1ſten Partie und lieferte gleichwohl eben ſo viel Wolle, und erhielt daneben die Thiere in einem loͤb⸗ lichen Mittelzuſtande. Beides war bei den Fuͤtterungen der 3ten und 4ten Partie nicht der Fall, daher dieſelben um ſo mehr verwerflich ſind, als ſie das Vieh in ſeinem Wohlbefinden und Hinſichts des Fleiſch⸗ und Woll⸗Anſatzes allzuſehr zuruͤckſetzten. Wie viel verzehrte das Stuͤck Vieh in dieſem Jahre an trockner und fluͤſſiger Nahrung? Nach Seite 32. wurde dies Mal, und zwar im Maͤrz, gereicht auf 20 Stuͤck der — 1ſten Parkie, 2ten Partie, 3ten Partie, 4ten Partie, a) an Waſſer.... 42 Pfd. 42 Pfd. 35 Pfd. 33 Pfd. macht pro Stuͤck 2, Pfd. 2 ug Pfd. 14 Pfd. 14 Pfd. b) an trockner Nahrung... 39 ¼ Pfd. 29 ½ Pfd. 25 ¼ Pfd. 30 Pfd. davon blieb nach Seite 34. uͤbrig pro Tag....... 1 Pfd. 30 eth. SLth. 21 Lth. 15 Lth. und verſchleppt nach Seite 33.. 1⸗ 6, 12 ⸗ 12 ⸗ 12 ⸗ blieben alſo. 36 ½ Pfd. 28 ½ Pfd. 24 ½ Pfd. 29 ½ Pfd. macht pro Stuͤk. 13 Pfd. 12 Pfd. 12 Pfd. 1½ Pfd. Ziemlich daſſelbe conſumirte das Stuͤck in den beiden vorhergehenden Wintern nach den ge⸗ machten Verſuchen, und wenn die jſte Partie jetzt mehr als bei letztern zu ſich nahm, ſo liegt dies in dem allem Vieh angenehmen Kleeheufutter; wenn aber die 2te und eigentlich beſonders die Zte Partie etwa weniger gebrauchte, ſo liegt das darin, daß ihr weniger(als fruͤher) vor⸗ gelegt wurde. Die 4te Partie conſumirte ganz wie in andern Wintern. Woher ruͤhrt es aber, daß die Wollprobuction in dieſem Fuͤtterungs⸗Verſuche nach Ausweis der Schur Seite 37. ſo viel ſchlechter ausfiel, als bei den mehrerwaͤhnten beiden fruͤheren Verſuchen? 4 Die Wolle ſtand auf dem Vieh Tage 359 Es wurden von 20 Stuͤck im Durchſchnitt 40 Pfd. 392 Wolle geſchnitten, im vorigen Jahre aber 52 ⸗ 349 und im Jahre 1822 nach der Fraction. 42 ¼— — 40— alſo jetzt 12 Pfb. weniger als im vorigen Jahre, und doch war die gereichte Winterfuͤtterung ziemlich dieſelbe, und zwar bei der 1ſten Partie noch etwas ſtaͤrker, bei der folgenden 2ten Partie gleich, bei der 4ten auch ziemlich gleich und nur bei der Zten Partie ein wenig gerin⸗ ger.— Die Urſache des wenigern Wollertrages ſuche ich nun allein in der Witterungs⸗Be⸗ ſchaffenheit waͤhrend der diesjaͤhrigen Winterfuͤtterung, denn die Qualitaͤt der gereichten Nah⸗ rungsmittel war ſicher ſo gut, und vielleicht beſſer, als fruͤher, und rauhe, austrocknende Winde, die waͤhrend der Fruͤhlings⸗Weidezeit haͤufig weheten, aͤußern eine ſo gewaltige Wirkung auf das Gewicht der Wolle doch nicht.— Der Winter dagegen war allzu gelinde und ſcheint in ſolcher Art den Wollwuchs nicht zu befoͤrdern. Man will ſchon bei andern pelztragenden Thie⸗ ren wahrgenommen haben, daß die Pelze um ſo dichter und beſſer werden, je ſtrenger der Win⸗ ter iſt, weil die Thiere allerdings in kalten Wintern einer waͤrmeren, ſchuͤtzendern Decke mehr beduͤrfen, als bei gelinderer Witterung. Dieſe Wahrnehmung ſcheint auch bei dem Schaafvieh zuzutreffen, und finde ich ſie ſehr natuͤrlich. Man hoͤrt in dieſem Jahre von allen Seiten, daß die Wolle wenig gewogen, daß ſchlecht abgeſchnitten, dagegen war man im vorigen Jahre uͤberall mit dem Wollertrage ſehr zufrieden. Der ſehr ſtrenge Winter hatte wahrſcheinlich den Thieren die ſtaͤrkſte Deckung gegeben.— Die Schur von 1822 fiel wenig beſſer aus als die jetzige von 1824, vermuthlich weil der Winter von 1822 eben ſo milde war als der letzte. Ein Beweis oder eine Beſtaͤtigung obiger Wahrnehmung.— Der Winter von 1822 war eigentlich noch ge⸗ linder als der letztverfloſſene, und wirklich war die Wolle auf meinen verſuchsweiſe genaͤhrten Thieren noch etwas leichter als in dieſem Jahre, denn wenn auch 20 Stuͤck damals 42 ½ Pfd. Wolle, und jetzt nur 40 Pfd. gaben, ſo waren ſie auch damals um vieles kraͤftiger genaͤhrt worden, als im letzten Winter. Wenn ich das gereichte Heu und die gegebnen Koͤrner auf Heu ſummariſch rebucire, Stroh aber nicht berechne, weil es bei jedem Fuͤtterungs⸗Verſuche ziemlich in derſelben Quantitaͤt ge⸗ geben wurde, ſo finden wir bei den angeſtellten 3 Fuͤtterungs⸗Verſuchen zwiſchen Nahrung und Wollproduction folgendes Verhaͤltniß; in folgenden Vieh⸗Schurzen emfingen 20 Stuͤck der iſten Partie, 2ten P., Zten P., 4ten P., 5ten P., 6ten P. äslic Heu pf. Pf. Ti. Pfp.. Pf. fr Anno 1822 40 30 20 20 20 4 1823 50 20 20 20 20— . 1824 34 24 14— 15 ½ 14— 15 3 24— Die Wolle wuchs aber lieferten Tage: Wolle 349 Anno 1822 46 43 ,5 40 16% 43 35 415 40 392 1823 54885 53 50 5 51 5214— 359 ⸗ 1824 42 125 42 ,08 36 38 8 36— Summa taͤglich Heu 114 84 65 55,1 64— Wolle.. 143 5 139 15 127, 1 133 5 1315—— — 41— Hiernach folgt, daß das Jahr 442 ¾ fuͤr die Woll⸗Erzeugung bei der kraͤftigſten Fuͤtterung das ſchlechteſte, das Jahr 182 aber bei der ſpaͤrlichen Fuͤtterung das beſte war(ſ. pag. 47.). Das Plus an Wolle der 4ten Colonne gegen die 3te kann ich nicht anders, als aus der bei der 4ten Colonne ſtattgefundenen Kleefuͤtterung erklaͤren, welche ſich verſchiedentlich beſſer als Hafer⸗ und(bei der 3ten Partie im J. 1822) als Erbſen⸗Futter zeigte.— Uebrigens erſcheint die ſehr reichliche Nahrung(wie die erſteren Schurze ſie empfingen) und namentlich im erſten Jahre, als die am wenigſten vortheilhafte und, wo nur die Ruͤckſicht auf Wollgewinn entſchei⸗ det, als die verwerflichſte und unzweckmaͤßigſte. Die Mittelſtraße bewaͤhrt ſich auch hier als gut. Amt Petersberg, 1824. Beim diesjaͤhrigen Schaafſchneiden ſchoren die Arbeiter nach Verſchiedenheit ihrer Geſchick⸗ lichkeit in der Zeit von 6 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends, oder nach Abzug der Eſſenſtunden, in etwa 9 Arbeitsſtunden, 25, 30, 35 bis 40, ja ſelbſt 50 bis 60 Stuͤck durch alle Viehſor⸗ ten. Das Gewoͤhnliche war aber nur 30 bis 35 Stuͤck, à mit etwas uͤber 2 Pfd. Wolle. Das Lohn betrug, wie bisher uͤblich war, pro Stuͤck 6 Pf. Notiz uͤber Ergiebigkeit der Wollſchur folgender Jahre. 1) Im Jahre 1822 abgeſchnitten von: 1) 141 Stuͤck Verſuchs⸗Erſtlingen....... 301 Pfd.= 13 St. 15 Sf 51„ dergl. nach Verhaͤltniß jener...... 109„= 4 21 von 195 Stuck 18 St. 14 Pfd. 2) 112 Stuͤck Verſuchs⸗Jaͤhrlingenn. 214„= 9„, 16 ⸗ 59 ⸗ dergl. nach Verhaͤltniß jener 112„= 35„ 2 o⸗ von 171 Stuͤck 14 St. 18 Pfd. 3) 310 Stuͤck alten(uͤber Sjaͤhrigen) Merzſchaafen 40„ alten Hammeln, incl. 4 Boͤcke von 350 Stuͤck 29 St. 6 Pfd. 713 Stuͤck im Ganzen lieferten.... 1380 Pfd. oder 62 St. 16 Pfd. Mithin im Durchſchnitt von circa 112 Stuͤck 1 Stein, der von 100 Stuͤck etwa 8 ½ Stein. Die Schur war folglich gar nicht ergiebig, was theils darin liegt, daß viel altes Merz⸗ vieh geſchnitten wurde, wobei ziemlich 13 Stuͤck auf 1 Stein kamen, theils darin, daß der Winter von 1821 zu 1822 allzu gelinde war, da nach aͤltern Beobachtungen die Wolle in ge⸗ linden Wintern nicht beſonders waͤchſt oder wiegt. Die Wolle befand ſich im Ganzen 359 Tage auf dem Vieh, vom 14ten Mai 1821 bis 7ten Mai 1822. 2 644„ —,— 10 ¼ͦ — 5 * 422 2) Im Jahre 1823 abgeſchnitten von: 1) 98 Stuͤck Verſuchs⸗Erſtlingen........ 257 Pfd. oder 73„ dergl. nach Verhaͤltniß jener..... von 171 Stuͤck 20 Stein 8 Pfd. 2) 46 Stuͤck Verſuchs⸗Jaͤhrlingen...... 11 St. 15 Pfd. 191„„ 8. 15 ⸗ 113„ 5„ 3„ 167„ dergl. nach Verhaͤltniß jener..360„„ 16 †* 17 ⸗ von 213 Stuͤck 21 Stein 20 Pfd.— 3) 188 Stuͤck Gjaͤhrigen 505 Pfd.„ 33 alten Hammeln 95 ⸗ 980.„ 44. 12„ von 221 Stuͤck 27 St. 6 Pfd. 240 Stuͤck alten Merzſchaafen 380 ‧⸗ von 240 Stuͤck 17 Stein 6 A. 845 Stuͤck im Ganzen lieferten.. 1910 Pfd. oder Mithin im Durchſchnitt von circa 9¼½ Stuͤck 1 Stein, oder von 100 Stuͤck etwa 10 r Stein. Auch dieſe Schur war im Durchſchnitt nicht ergiebig, weil das alte Merzwieh wenig Wolle gab, denn es kamen davon faſt 14 auf 1 Stein. Dagegen lieferten etwa 9 ½ Jaͤhrlinge 1 Stein, 8 ½ circa Erſtlinge 1 Stein(iſt vom 100 faſt 12 Stein), 84. Uebererſtlinge ꝛc. 1 Stein(iſt von 100 Stuͤck uͤber 12 Stein), mithin ſo viel, daß die Schur gut zu nennen war. haupt wurde ſie in dieſem Jahre als frgicbig bezeichnet; die Wolle ſtand aber auch 391 Tage auf dem Vieh, vom 8ten Mai 1822 bis 2ten Juni 1823. 3) Im Jahre 1824 abgeſchnitten von: 1) 100 Stuͤck Verſuchs⸗Erſtlingen...... 196 Pfd. oder 8 St. 20 Pfd. 70„ dergl. nach Verhaͤltniß jener.... 130 ⸗„ 5„ 20„ von 170 Stuͤck 14 Stein 18 Pfd. 2. 40 Stuͤck Verſuchs⸗Jaͤhrlingen....... 85 ⸗ 3„ 10 125„ dergl. nach Verhaͤltniß jener 236 ⸗„ 10 16.⸗ von 165 Stuͤck 14 St. 13 Pfd. 3) 144 Stuͤck 6jaͤhrigen. 176„ Siaaͤhrigen incl. 6 Boͤcke... 784„„ 35„ 14„ 27„ aalten Hammeln von 347 Stuͤck 35 Stein 14 Tfd. 4 3 4) 132 Stuͤck alten Merzſchaafen..... 231„„ 10 ⸗11 von 132 Stuͤck 10 Stein 11 W 814 Stuͤck im Ganzen gaben Mithin im Durchſchnitt von circa 11014 oder von 100 Stuͤck 9 ½ Stein. .. 1662 Pfd. oder Stuͤck 1 Stein, 86 St. 18 Pfd. Ueber⸗ 75 St. 12 Pfd. — 43— Der Wollertrag war in dieſem Jahre, wie Anno 1822, gering, weil der Winter eben⸗ falls ſo gelinde war, und daher den Wollwuchs nicht beförderte. Das Vieh war ſonſt gut und viel beſſer genaͤhrt, als im vorigen Jahre 1823. Die alten Merzſchaafe lieferten freilich um ein Paar Stein zu wenig. Die Wolle wuchs gerade 366 Tage, vom 3ten Juni 1823 bis 3ten Juni 1824. 4) Im Jahre 1825 abgeſchnitten von: 1) 80 Stuͤck Verſuchs⸗Erſtlingen....... 158 Pfd. oder 7 St. 4 Pfd. 72„ Erſtlingen, nach Verhaͤltniß hener.. 130 ⸗. 5 o 20„ von 152 Stuͤck 13 Stein 2 Pfd. 1 2) 80 Stuͤck Verſuchs⸗Jaͤhrlingen........ 149„. 6 17 80„ Jaͤhrlingen, nach Verhaͤltniß jener 130„„ 5„ 20 von 160 Stuͤck 12 Stein 15 Pfd. 3) 76 Stuck Gjaͤhrigen Hammeln 4 55. Sjaͤhrigen* incl. 7 Boͤcke 34. 610 ⸗ 3 27 ⸗ 16 ⸗ 95„ alteren. von 226 Stuͤck 7 Stein 16 Pfd. 4) 70 Stuͤck Gjaͤhrigen, 80„ Siaͤhrigen. 132 alteren voon 282 Stuͤck 24 Stein 2 Pfd. 820 Stuͤck im Ganzen gaben in Summa.... 1707 Pfd. oder 77 St. 13 Pfd. Mithin im Durchſchnitt circa 10⅝ Stuͤck 1 Stein, oder von 100 Stuͤck 92— Stein. Wegen ungewoͤhnlicher Milde des Winters fiel auch in dieſem Jahre der Wollertrag ge⸗ ring aus, wie 1822 und 1824, obwohl das Vieh noch beſſer als im vorigen Jahre genaͤhrt worden war. Hammel lieferten uͤber 12 Stein vom Hundert, Mutterſchaafe nur 8 ¾ Stein.— Die Wolle wuchs aber im Ganzen auch nur 343 Tage, naͤmlich vom 4ten Juni 1824 bis 12ten Mai 1825. 530 ⸗„„ 24„ 2„ — 44 Notiz uͤber Winterfuͤtterung der Schaafe in folgenden Jahren. 1 8 2 3 1 8 2 2 1 8 2 4 1 8 2 5 auf 720 Stuͤck auf 850 Stuͤck auf 820 Stuͤck auf 830 Stuͤck in 1e Kagen vin 353 Emen, in 11 Dagen, in 13 Sagen, 4 — 2 vom 1ſten Deebr. ſvom 1ſten Deecbr.ſvom 16te r. oom 1ſten Deebr. Gereichte Sortimente. bis 15ten April ſ bis 10ten Aprilbis loren April bis 15ten April. hoder Entr. loder Ctur. oder Ctnr. oder Ctur. Schfl. Pfd. Heu Schfl. Pfd. Heu[Schfl. Pfd. Heu Schfl. Pfd. Heu 1) Erbſen.. 205177 3721 38 33 69]/ 41 35 74—-—— 2) Heßſt theils gefhoten 143 974 785] 11 7 ½ 141171[116 ½ 221 1077 73] 138 3) Hafer.. 146 66 119128 58 104 76 34 ½ 62 123 56 100 4) Eicheln.———[122 55 5 9————— 494 341 676 299 153 286/288 186 ½ 357] 230 129 238 5) Kartoffeln 346] 251¼ 125]593 431] 215 570 414 ½ 207] 403] 293] 146 6) Grasheu— 228 152— 375] 250— 442 2955— 575 383 Kleeheu...[—[120 120%— 297 297— 785 1856— 231]/ 231 7) Oelkuchen, à 4 Pfd.— 15 27— 13 23———— 5 9 8) Erbsſtroh.— 830 550— 220 169— 400 3066— 280 213 Summa—— 1650-——[1240—— 1350—— 1220 Kommen auf's Stuͤck Schaaf p. Kopf. Pfd. 252 desgl. 160 desgl. 181 desgl. 162 und pro Tag pptr... 17„ 1 1* 32* Salz pro Stuͤck. 4. 4. 4* 8 In vorſtehender Berechnung in gerechner der Scheffel Erbſen 0 9 8 2 9 9 Gerſte 75 o Hafer 50 Eicheln 50 ⸗ 75 Pfd. doch= 50 Pfd. Hafer) der Scheffel geſtrichene Kartoffeln 80 ⸗ ferner von dem ſauren Grasheu 8 6 Kleeheu Oelkuchen. vom groben Erbsſtroh feinen 9. 5 6 5 95 Pfd. und 1 Pfd. gleich 1 5 1 6 85 1 ⸗. ⸗ 1„ 5 1 nur 1 2 1 ⸗ 9 1 3 4»⸗ ⸗ 2—e Pfd. Heu, 12 ⸗ 3 4 5 3 44„ 4.„ ⸗ ⸗ 4 1 ⸗ 14 4 43 ⸗ 45 ·. (wiegen wohl (gutes) 6 4 — — —— 45 Die Schaͤferei bekam außer jenen bemerkten Fuͤtterungsmitteln aus der Wirthſchaft alles gewonnene Weitzenſtroh, wenigſtens 3 alles Roggenſtrohes und ½ des Gerſtenſtrohes. Dies be⸗ traͤgt ziemlich genau: pro Stuͤck im eaͤglich 3 Pfd. „ 1 ⸗ 3 „ 2 ¾⸗ „ 2 ¼ ⸗. Jahre 1822 1823 1824 Roggen⸗ Weitzen⸗ Gerſtenſtroh 80 15:200 15 85 1b: 180 16 75 f6: 110 15 Summa C e n t n e r 1035 1309 368 2712 8382 1044 269 1695 745 1119 353 2217 849 974 363 2186 1825 pr. Stuͤck Pfd. 4 2 14 19 297 290 Zuſammenſtellung der Ausgabe und Einnahme bei der Schaͤferei in folgenden Jahren. Ausg abee Einnahme ..“ 585e Jahr 2S5 S33 3 .““ Rthl. Rthl. Rthl. Rthl. Rthl. Rthl. Rthl. Rthl. Rthl. Rthl. Rthl. Rthl. Athl. 713 Stuͤck 2 St. 622 85:t. 1822— 642 33 37 150 8 870 9[1757 38] 67[1871/1001 845 Stuͤck 1 St. 86 S 23St. 1823 232 430] 33 31 220 85[1031 5[1649 19 166 1839 808 814 Stuͤck 29 St. 75 ½ S341St. 3 1824— 282 32 1 100 90 505 37 1812 36 56 1941 1436 820 Stuͤck 99 St. 77 ½ 83 St. 3 1825 60 212 34 14 100 14 434]219 2015 39 52 2325/1891 Summa 3192 292 1566 132 83 570 197 2840]270 7233 132 341 79765136 Durchſchnitt 798 Stck.] 73 391. 33 21 142½ 49 710] 68 ſt808 33] 85 1994,1284 per Kopf=-= z—-=[21 14 Bemerkungen zum Vorſtehenden. 1) Im Jahre 1822 war die erſt kuͤrzlich etablirte Schaͤferei noch nicht complett und enthielt, wie auch in den folgenden Jahren, noch viele alte Merz⸗Mutterſchaafe, die viel Futter koſteten und nach und nach abſtarben, auch wenig Wolle trugen. 2) Beim Futter ſind die Marktpreiſe mit geringem Ruͤckſchlage angenommen, fuͤr das aus der Wirthſchaft genommene Heu und Stroh aller Art aber nichts berechnet. 3) Unter der Ausgabe fuͤr Utenſilien ſind fuͤr neue Krippen und Raufen. 4) Die Bekoͤſtigung dreier Schäͤfer iſt nach den jährlichen Fruchtpreiſen pptr. angeſchlagen. 5) Die Ausgabe: Insgemein, enthaͤlt 1823 und 1824 den Ausgangszoll fuͤr Wolle beim 3 — 46— 1 Ihre Loͤhnung beſtand in Haltung von Gemeng⸗ und eignem Vieh. Verkauf außer Landes, ſonſt die dabei vorkommenden Reiſekoſten ꝛc. 6) Die Einnahme fuͤr verkauftes Vieh faͤllt ſehr unbedeutend aus, weil die erſt etablirte Schaͤferei nichts uͤbrig hatte, und theils an altem Merzvieh, theils ſonſt oft viel ver⸗ lor. Schlachtvieh. 7) Die Wollpreiſe waren 1822 bis 1825 reſp.; pr. Stein zu 22 Pfd. 28 Rthl., 19 Rthl., 24 Rchl. und 26 Rthl.; Lammwolle circa die Haͤlfte, wo ſie gewaſchen worden. 8) Die Einnahme fuͤr Felle erhob ſich beim haͤufigen Abgange alter Merzſchaafe ꝛc. hoch. Jaͤhrlinge wurden haͤufig dumm, Erſtlinge zuweilen Traber. 9) Wollte man auch mit einiger Wahrſcheinlichkeit annehmen, daß die Einnahme unter gewoͤhnlichen Umſſtaͤnden ſteigen und Haechne werden koͤnnte: a) fuͤr Vieh⸗Verkauf etwa........ 325 Rthl. b) fuͤr 80 Stein Wolle(von 800 Stuck): à 25 Rthl..... 2000 ⸗ e) für 3 Stein Lammwolle.............. 35„ d) fuͤr Felle(30)..... 40 Alſo im Ganzen von 800 Stuͤck 62 5 Rehir.) zu 2400 ĩ So muͤßte man auch die Ausgabe unter gewoͤhnlichen Umſtaͤnden (wo die Fruchtpreiſe doppelt ſo hoch, als in den letzten Jahren, anzu⸗ ſetzen waͤren, und hoͤher) zu 900 bis 1000 Rthl. berechnen.... 1000„ Dann bliebe auf 800 Stuͤck Ueberſchuß 1400 Rthl., alſo nicht viel mehr, als nach dem vorſtehend gezogenen Durchſchnitte der 4 Jahre von 1822 bis 1825, und faſt genau ſo viel, als eine Fraction der letzten 3 Jahre, von 1823 bis 1825(mit 1380 Rthl.), ergiebt. Der Ertrag von 800 Stuͤck moͤchte alſo nicht leicht hoͤher zu bringen ſeyn, scil. im Durchſchnitt mehrerer Jahre. Wo findet man Buͤrgſchaft fuͤr einen guten Viehabſatz? wo fuͤr einen beſtaͤndigen Wollpreis von 25 Rthl. pr. Stein, wie er bisher gezaͤhlt und in dieſer Berechnung auch angenommen worden iſt?* Der Wollgewinn von 800 Sluͤck duͤrfte ſchwerlich uͤber 80 Stein im Durchſchnitt ge⸗ bracht werden koͤnnen bei dieſer Art des Viehes, die zu den kleinen, kurzgeſtapelten, ge⸗ draͤngtwolligen Escurials gehoͤrt, und von den bekannten feinen, aber knappwolligen Heerden zu Dahlen, Boͤrle, Mutſchen, Klipphauſen ꝛc. abſtammt, wo man mit einer Schur von 9 Stein pro 100 Stuͤck ſchon zufrieden iſt. Die Vergleichung der Fuͤtte⸗ rung mit der Schur in den 4 Jahren von 1822 bis 1825 weiſet darauf hin und zeigt, wie wenig letztere von erſteren abhaͤngig iſt. Stellen wir nur 3 Jahre zuſammen, weil X 8 .— das 4te, das Jahr 1822, noch zu viel altes Merzvieh zu ernaͤhren hatte, ſo finden wir, daß empfingen taͤglichund lieferten Wolle: 100 Staͤck in 1 Stuͤk 100 Stuͤck[iStck. im Jahre Pfunden Pfund Bemerkungen. Summa Heu Stroh Summa Heu Stroh Summa Pfd. Stein Pfd. 850 Scck.— 1823 123 168 291 1,231,68 2,91[224,7 10721 2,247 Das Vieh bei der Auf⸗ ſtallung ſchlecht; 1 Winter Frenges 820 Stck. Fruͤhling trocken. 1824[157 258 415[1,57, 2,58 4,15[202,6 9,20 2,026 Vieh beſſer genaͤhrt; 3 Winter milde; 830 Stck 3 Fruͤhling trocken. 1825 119 214 333 1,19 2,14 3,33[205,6 9,3412,056(Vieh noch beſſer; 3 Winter gelinder; Fruͤhling feucht u. fruchtbar. —— Es war alſo im Jahr 1822 zu 1823 das Vieh im ſchlechten Zuſtande zur Winter⸗ fuͤtterung gekommen, in letzterer am ſpaͤrlichſten circa 130 Tage lang bei bedeutender Kaͤlte ernaͤhre, auch im Fruͤhlinge nicht reichlich geweidet worden, und lieferte doch anſehn⸗. lich mehr Wolle, als in den beiden folgenden in jeder Hinſicht beſſern Jahren. 3 4 Die am meiſten reichliche Winterfuͤtterung, jedoch nur waͤhrend 115 Tagen und milder Temperatur, von 1823 zu 1824, lieferte die geringſte Schur, obwohl das Vieh beſſer genaͤhrt ſchien und auch in beſſer gehaltenem Zuſtande in den Winter ging. Aauch die folgende Schur 1825 fiel wenig beſſer aus, wenn gleich das Vieh in noch beſſerer Haltung zur Aufſtallung kam und waͤhrend der pptr. 135taͤgigen Winterfuͤtte⸗ rung bei noch gelinderer Temperatur kraͤftiger genaͤhrt erſchien. Die Fuͤtterung war zwar nicht ſo gut als im vorhergehenden Jahre, aber doch beſſer als im erſten Winter von 1822 bis 1823, und die Fruͤhlings⸗Weide recht naͤhrend. ⸗ Mehrere Wahrnehmungen uͤber Fuͤtterung und Wollgewinn in der Folge. Amt Petersberg, im Junius 1825.. * Sechster Verſuch bei der Schaaffuͤtterung 1824 und 1825. 1 Zur weiteren Pruͤfung und Vergleichung mit den vorigen proſectirte ich fuͤr den Winter von 1824 zu 1825 einen abermaligen Schaaffuͤtterungs⸗Verſuch, und beſtimmte dazu wieder, 45— zur Gleichhaltung der Verſuche, Erſtlinge, deren naͤhere Bezeichnung etwa wie die fruͤherer Jahre ausfallen wuͤrde. Auch ſie waren keineswegs groß, ſondern mehr klein, gehoͤrten zu der kurzen, gedraͤngtwolligen Art, gingen im Sommer und Herbſt des Jahres 1824 mit dem großen guͤſten Haufen auf einer nicht reichlichen, trocknen, auch zum Theil fernen Weide, ka⸗ men aber doch in einem beſſern Stande, als in vorigen Jahren, zur Winterfuͤtterung. Dieſe letztere begann fuͤr den ganzen guͤſten Haufen etwas fruͤher als im letzten Jahre, naͤmlich mit dem 1ſten December; da jedoch noch zwiſchendurch Weide, beſonders auf der Roggenſaat, be⸗ nutzt wurde, ſo fuͤtterte man bis zum Januar hin nur ſpaͤrlich. Das Vieh erhielt taͤglich 3 Futter, Morgens Weitzenſtroh, Mittags Kartoffeln, Abends Erbsſtroh, und kamen davon reſp. 1 Pfund, 1 Pfund und Pfund auf den Kopf. Die Verſuchs⸗Fuͤtterung konnte ich diesmal wieder nicht vor Januar eintreten laſſen, weil ich bis dahin durch mancherlei Ge⸗ ſchaͤfte, und insbeſondere Reiſen behindert wurde, ihr meine ganze Aufmerkſamkeit zu widmen. Ich beabſichtigte in ihr diesmal eine neue Vergleichung zwiſchen Hafer und Karkoffeln, und eine Beobachtung uͤber die Wirkung groͤßerer Strohquantitaͤten gegen geringere, ſo wie uͤber bloßes Strohfutter anzuſtellen, und gab deswegen einer Partie von Thieren Hafer, einer an⸗ dern Kartoffeln, bei gleichen Heu⸗ und Stroh⸗Portionen, einer dritten aber auch Hafer bei viel groͤßeren Stroh⸗Portionen, und einer vierten Partie faſt daſſelbe, aber ohne Hafer. Zu⸗ gleich ſollten die Fuͤtterungen eine Vergleichung mit denen der fruͤheren Jahre geſtatten, und dies wieder in mehrfacher Beziehung, wie die Anſicht ſener ſpeciellen Futter⸗Angaben ſchon zeigt. Ans dieſen und andern Gruͤnden konnte es fuͤr ſetzt auch nicht meine Abſicht ſeyn, den Schurzen eine ſehr kraͤftige Nahrung zu reichen, ſondern ich mußte mich ſchon nach Maaßgabe fruͤherer Proben blos fuͤr eine ſolche beſtimmen, wovon ich erwarten konnte, daß ſie die Thiere in ihrem gewoͤhnlichen guten Mittelzuſtande erhalten werde(ohne zu maͤſten oder abzumagern). Hafer und Kartoffeln wurden wieder mit etwas Haͤckſel, aber ohne Waſſer, in guten Krippen gegeben, Stroh von guten Raufen, ſo wie das Heu, zum Trank reines Waſſer, wie fruͤher. Von 100 Stuͤck Erſtlingen waͤhlte ich 80 Stůck ziemlich egale Thiere aus, und theilte ſie in 4 Partien ſorgfaͤltig ab. — 49— Dieſe empfingen denn nun, ſehr genau abgewogen, vom 1ſten Januar bis 31ſten Maͤrz an Futter, und zwar: . Tags⸗ Iſte Partie[2te Partie3te Ainxtie 4le, Partis Tr. Stun⸗, Sortimente. feine jkde 2²0 Stück b. Pfd. Mtz. Pfd. Mtz. Pfd. Mtz. Pfd. Me. —— 4 1.[7— 8[Hafer. 6 2—— 6 2—— Roggenſiroh⸗ Häcfe 24 5 2½ 5 22/ 5 lo 1— Kartoffeln..—— 2653 5———— 2. 10 fErbsſtroh. 5— 5— 10— 1o— 3. 2 Heu.. 7— 7— 7—17[— 4. 5(EGerſtenſtroh 5— 15— 15— 15— 4 26 ½— 46 2— 414½— 42— Dazu Trankwaſſer 15— 25— 6— 6— Summa 51 4— f71— 7I]— s— Allſo pro Stuͤck circa: 1) an feſten Theilen[1 ſß— 2 ſ— N2,,— 2— 2) an fluͤſſigen Theilen[1 ½—[14— 14—[1¼([— Summa circa. 2 ½%— 3 ½— 3½%— 38— Fernere Anmerkungen uͤber die Fuͤtterung. 1) Der Hafer war gut und wog der Scheffel 52 Pfd. Eine Metze oder 3 ½ Pfund iſt gleich geſchaͤtzt circa 7 Pfd. Heu. 2) Letzteres(Heu) war gut, daher 7 Pfd. einer Metze Hafer gleich geſchaͤtzt worden ſind. 3) Der Scheffel Haͤckſel, meiſtens von Roggenſtroh, iſt wie fruͤher zu etwa 9 Pfund an⸗ genommen. 1 4) Das Erbsſtroh war ziemlich gut, feinblaͤtterig, ohne viele harte Steroel, und ſind davon 1,3 Pfd., wie ſonſt, einem Pfd. Heu gleich geſchaͤtzt. 5) Gerſtenſtroh weich, aber ohne Kraͤuter, 1,5 Pfd. gleich gerechnet einem Hfd. Heu. 6) Kartoffeln waren guter, nicht waͤſſeriger Art. Die dem einen(2ten) Schurze taͤglich 1 gereichten 263¾ Pfd. ſind 6 ½ Pfd. oder 2 Metzen Hafer(wie der 1ſte und 3te Schurz empfing) gleich geſchaͤtzt. 7) Alle dieſe Annahmen haben ſich als ziemlich treffend bewaͤhrt, wie auch ſchon ſonſt. 8) Zu Hafer und Kartoffeln wurde die angebene Quantitaͤt Haͤckſel gemiſcht, aber eben ſo wenig, als in den beiden vorhergehenden Jahren, mit Waſſer angefeuchtet, weil der Froſt dies oft nicht wohl geſtattet und der Haͤckſel auch ohne Netzung aufgezehrt wurde. 3 7 — 50—— 9) Die Trankwaſſer⸗Angabe gruͤndet ſich auf verſchiedene genaue Beobachtungen uͤber das Conſum, wonach in 10 Tagen durchſchnittlich von der 1ſten und 2ten Partie 208 Maaß, und von der 3ten und 4ten Partie 296 Maaß, alſo taͤglich reſp. 20 ½ und 29 ¾ Maaß, oder à Maaß 2 Pfd. 14 Lth., 50 und 72 Pfd. eingenommen wurden. Leider konnte ich nicht wohl jeder Partie einen abgeſonderten Trog zum Waſſer geben, ſondern es bekamen immer nur 2 Partien, die 1ſte und 2te, die 3te und 4te einen Tranktrog, wie es auch in fruͤheren Jahren der Fall geweſen war. Die 3te und 4te Partie nahmen wohl jede gleich viel Waſſer zu ſich, weil ſie in ein und demſelben Stalle ſtanden und ziemlich gleich trockne Nahrungsmittel empfingen; die 2te Partie brauchte aber gewiß weit weniger Waſſer, ſowohl als dieſe, als auch beſonders als die 1ſte, mit ihr in einem Raume befindliche Partie, weil ſie in den ihr gereichten 26 Pfd. Kartoffeln ſchon ſo bedeutend Waͤſſerigkeit(circa 18 bis 20 Pfd.) zu ſich nahm. Daraus er⸗ klaͤrt es ſich denn auch zur Genuͤge, warum die 1ſte und 2te Partie taͤglich 22 Pfd. Waſſer weniger forderte als die 3te und 4te Partie. Legt man davon dem 1ſten Schurze 10 Pfd. bei, ſo ſteht er dem 3ten und 4ten Schurze ziemlich gleich, mit taͤglich 35 Pfd., und nimmt man dieſe 10 Pfd. der dem 2ten Schurze im Vorſtehenden zugetheilten Waſſerquantitaͤt von 25 Pfd. taͤglich ab, ſo bleiben ihr nur 15 Pfd. reines Waſſer. Dazu nun aus den Kartoffeln 20 Pfd. Feuchtigkeit, macht 35 Pfd. in Summa, alſo ziemlich genau ſo viel, wie andere Partien in dieſem und andern Jahren conſumirten. Nur im 1ſten Jahre meiner Verſuchs⸗Fuͤtterung war der Waſſerverbrauch bei den erſteren Parkien bedeutend ſtaͤrker(vergl. Seite 10 bis 13.), weil ſie in warmen Staͤllen eine erhitzende Nahrung durch Erbſen erhielten, dabei aber auch von dem gereichten Waſſer viel in Duͤnſte aufgeloͤſet werden mochte, mithin auch nicht alles, wie es gereicht, von dem Vieh verſchluckt wurde. 10) Was die nach verſchiedenen Beobachtungen und ſorgfaͤltigen Anzeichnungen gefundenen Ueberbleibſel vom Futter betrifft, ſo fand ſich: a) bei der 1ſten und 2ten mit geringer Maſſe genaͤhrten Partie davon ſo wenig, daß es, wie im Jahre 1823, nicht der Muͤhe werth war, dabei etwas anzumerken. Nur von den haͤrteſten Stroh⸗ und Kleeſtengeln lagen zuweilen noch 2 bis 4 Loth da, ſonſt waren ſie, wie der Haͤckſel, rein verzehrt. Das was verſchleppt und in den Duͤnger getreten wurde, kann ich, wie fruͤher, taͤglich bei jeder dieſer beiden Partien auch nur zu ¼ Pfd. auf alles Futter(17 Pfd. Klee und diverſes Stroh) anſchlagen, wegen der vollkommenen Einrich⸗ tung der Raufen. b) Dagegen ließen die 3te und 4te, mit ſo großen Strohmaſſen wie noch nie(28 bis 35 Pfd., dagegen ſonſt immer nur 10 Pfd. auf den Schurz) genäͤhrten Partien davon, wie zu erwarten war, ſehr viel uͤbrig, und zwar: 3 aa) der 3te Schurz vom Haͤckſel ¼, ¾, 1, 1¼ bis 1 ¾ Metze, vom Erbsſtroh 2, 3, 4 bis 5 Pfd., vom Gerſtenſtroh 1 ½, 2 bis 3 Pfd., vom Heu ſelten ein Paar Loth, und im Durchſchnitt taͤglich reſp. ⁵½ Pfd. Haͤckſel, 3 ½ Pfd. Erbsſtr., 2 Pfd. Gerſtenſtr. Dazu rechne ich das, was ver⸗ ſchleppt wurde und zum Duͤn⸗ ger kam........ 4 ⸗ 4„ 3 44. Alſo im Ganzen taͤglich.* Pfd. Haͤckſel, 3 ½ Pfd. Erbsſir., 24 Pfd. Gerſtenſtr. bb) der 4te Schurz vom Winterungsſtroh 3, 4, 5 bis 5 ½ Pfd., vom Erbsſtroh 1, 2 bis 3 Pfd., vom Gerſtenſtroh 1 ¾ bis 2 Pfd. und vom Heu, wie oben, faſt nichts, und durchſchnittlich taͤglich reſp. 4½ Pfd. W.⸗Str., 2 Pfd. Erbsſtr., 1½ Pfd. Gerſtenſtr. Dazu fuͤr das Verſchleppte und zum Duͤnger 1 ¼¾. 1⸗ 1.. Alſo im Ganzen taͤglich. 5 ½ Pfd. W⸗Str., 2 ½ Pfd. Erbsſtr., 2 Pfd. Gerſtenſtr. Davon waͤre jedoch wieder ſo viel in Abzug zu bringen, als das Gewicht des als uͤbrig Be⸗ fundenen und Zuruͤckgewogenen durch den Zutritt der Feuchtigkeit im Stalle vermehrt worden war. Dieſe Gewichtsvermehrung betrug durchſchnittlich auf 10 Pfd. etwa 1 Pfd.(Im Jahre 1822 hatte ich dagegen auf 10 Pfd. 1 Pfd. 5 bis 8 Lth. angenommen, jetzt alſo um we⸗ niger, weil es die Temperatur ſo mit ſich brachte.) Alſo beim 3ten Schurz auf die im Gan⸗ zen uͤbrig befundenen 6 ½ Pfd. faſt 20 Lth., und beim 4ten Schurz auf die 7 ½ Pfd. faſt 24 Loth taͤglich, welche von der ganzen Summe des Nichtverzehrten ad reſp. 7 Pfd. und 9 ¼ Pfd. abzuziehen ſeyn wuͤrden. Wenn alſo nach Seite 49. an Nahrungsmitteln, außer Waſfer, vor⸗ gelegt wurden auf je 20 Stuͤck der iſten, 2ten, 3Zten, 4ten Partie reſp. 26 ½ Pfd., 46 2 Pfd., 41 ½ Pfd. taͤglich, und davon nach vorſtehenden Seiten bei den 4 Pfd, A0ie Pids 412 Pfor 42 pfb. erſten beiden Schurzen......... bei den letzten beiden aber 7 und 9 ¼ Pfd., oder nach Abzug von und ³ Pfd. Feuchtigkeit, reſp.— ⸗—. 6½ 1 8 ½ ⸗ uͤbrig blieben, ſo wurden wirklich verzehrt....... 26 46 34 ⸗3 mithin vom Kopf taͤglich reſp....... 1 1G. 2,18. Irg ⸗ 1, ⸗ im ungefähren Durchſchnitt an Waſſer, wie Seite 49. 1¾¼. 14 ⸗ 14„ 144 ⸗ im Ganzen. 2 ½ ½⸗ 3 ½ ⸗ 31 ⸗ 3 9 ⸗* Die ſtattfindende geringe Differenz mit dem Reſultat fruͤherer Verſuche erklaͤrt ſich von ſelbſt aus der Quantitäͤt und Qualitaͤt der gereichten Subſiſtenzmittel. Die 1ſte und 2te Partie Vieh konnte natuͤrlich das Vorgelegte leicht bezwingen und haͤtte noch mehr gefreſſen, wenigſtens an Hafer, Heu und Erbsſtroh; die 3te und beſonders die 4te Partie haͤtte vom Heu auch mehr gemogt als ſie erhielt, konnte aber die vorgelegten Strohmaſſen durchaus nicht uͤberwaͤltigen und verzehrte davon das, was ſie zu ſich nahm, ohne eigentlichen Appetit, aus Hunger, weil ſie von wohlſchmeckerenden Dingen nicht zur Saͤttigung erhielt. Uebrigens erhielten in dem ge⸗ 7* 5 1 7 8 12 9— 9— 2 2 reichten Futter Nr. 1. und 2. gleiche Nahrungstheile, die ich in Summa zu circa 28 Pfd. Heu anſchlage(20 Pfd. in Hafer oder Karroffeln mit Heu, das Uebrige in Stroh); dagegen be⸗ kam Nr. 3. noch 15 Pfd. Stroh oder etwa 10 ½ Pfd. Heu mehr, Nr. 4. aber wieder 7 ½ Pfd. Winterſtroh mehr, aber keinen Hafer, zuſammen incl. 7 Pfd. wirklichem Heu nur den Werth von circa 26 Pfd. des letztern. Nr. 3. war alſo am beſten und Nr. 4. am ſchlechteſten ge⸗ naͤhrt worden, jene koſtete auch am meiſten, dieſe am wenigſten, jedoch iſt die Differenz im Preiſe uͤberall nicht groß und betraͤgt wohl pro Tag noch nicht 1 Gr.(ſ. hinten.) 11) Die Fuͤtterung wurde vom 1ſten Januar bis 31ſten Maͤrz incl., alſo 90 Tage mit groͤßter Accurateſſe ganz gleichmaͤßig fortgeſetzt und erhielt die Thiere ziemlich in demſelben Zu⸗ ſtande, in welchem ſie zur Winterfuͤtterung gekommen waren. Ich konnte lange weder Ver⸗ ſchlechterung noch Verbeſſerung, weder im Allgemeinen noch im Einzelnen bemerken, und erſt gegen Ende Februar glaubte ich wahrzunehmen, daß die 3te Partie ſich ein wenig hervorthue, die 4te aber eben ſo um ein Geringes hinter die andern zuruͤcktrete. Dies wurde mir weniger aus der Betrachtung eines ganzen Schurzes, als aus der genauern Unterſuchung einzelner, ſchwacher Individuen klar, und bewaͤhrte ſich mehr und mehr gegen Beendigung der Fuͤtterung mit dem Maͤrz. Die Thiere blieben im Ganzen munter und ſich gleich, nur im 4ten Schurz offenbarte ſich bei mehreren eine ſchwaͤchere Statur, die bei reichlicherer Nahrung wohl nicht bemerkbar geworden waͤre. 12) Vom 1ſten April an wurde die bisherige Stallfuͤtterung mit der Weidenahrung ver⸗ tauſcht. Letztere war ſchon ziemlich und verſprach in wenigen Tagen mehr als jene, daher ſetzte ich das Ende des Verſuchs und that die Thiere zu einem groͤßern Haufen, der ſich von jetzt an auf Wieſen, wegen letzterer Abgelegenheit ohne alle Zubuße von Stroh und dergl. er⸗ halten mußte. Der Fruͤhling wurde feucht, die Weide bald reichlich und huͤlfreich. Bei Been⸗ digung der Stallfuͤtterung pruͤfte ich den Zuſtand des Verſuchsviehes naͤher und fand: 1) die Thiere der 1ſten Partie(à 12ꝙ Pfd. trockner Nahrung taͤglich) durchaus geſund und munter, jedoch keineswegs fleiſchig, ſondern mit hervorſtehenden Huͤftknochen(sc. bei genauerer Betaſtung), ihre Wolle locker und von gewoͤhnlicher Laͤnge, aber mit einem mehr weißen als gelblichen Schweiße. 2) Eben ſo war es in der 2ten Partie(wovon das Stuͤck taͤglich 25 Pfd. incl. Kartof⸗ feln 14⸗ Pfd. erhielt), doch zeichneten ſich hier, wie es dort nicht der Fall war, zwei Individuen durch ſchlechte Haltung von den uͤbrigen aus, indem das eine anfing, die Wolle abzuwerfen, das zweite aber wirklich ſchlechterer Beſchaffenheit und vielleicht nicht recht geſund war. 3) Auch die 3te(am beſten, mit 22 Pfb. taͤglich genaͤhrte) Partie ſtellte ſich ganz wie die beiden erſteren dar, und zeigte ſelbſt 2 Individuen, die gegen die andern zuruͤckſtanden. Die Wolle war nicht ſchoͤner als bei jenen, der Koͤrper auch nicht groͤßer, ſein Schweiß vielleicht hie und da mehr ins Gelbliche uͤbergehend. — 53— 4) Die Thiere der 4ten(am ſchlechteſten, blos mit 2u Pfd. pr. Stuͤck taͤglich Heu und Stroh erhaltene) Partie ſtanden nunmehr augenſcheinlich gegen die uͤbrigen zuruͤck, und zaͤhlten ſogar 5 Stuͤck ziemlich marode, hinfaͤllige Individuen. Die andern erſchienen zwar munter, aber doch mehr abgemagert, beſonders an den Huͤften(daher der Aus⸗ druck huͤffiger). Die Wolle war bei den weniger kraͤftigen Thieren(etwa 6 bis 7 Stuͤck) nicht locker, kuͤrzer und zum Theil ſitzen geblieben, etwas verfilzt. Die Farbe der Haut weniger roͤthlich als ſonſt, der Schweiß geringer noch als bei den andern Abtheilungen(wo er auch ſchon nicht bedeutend war) und faſt allgemein nur weiß. Obwohl die Weide dieſes Fruͤhlings, wie ich ſchon oben bemerkte, reichlich und ohne Zweifel nahrhaft war, ſo blieben doch die angegebenen Zuſtaͤnde und Verſchiedenheiten der Thiere noch bis zur Schur, ſo daß ſie auch da noch in die Augen fielen, obwohl auf der andern Seite die Wolle an Laͤnge noch ſichtbarlich gewonnen hatte. Ich ließ die Schur indeß ſchon am 13ten Mai ſtatt finden, nachdem 3 Tage vorher ge⸗ waſchen und dann in der Luft getrocknet worden. Ihr Reſultat iſt, daß an Wolle lieferten: 1) die 20 Stuͤck der 1ſten Partie........... 41 Pfb. 6 Lth. 2) die 20 Stuͤck der 2ten Parie.. 38 Pfd. 8 Lth. wozu ich aber noch rechne........ 1„ 16„ fuͤr das eine Stuͤck, welches ſeine Wolle faſt gaͤnzlich abgeworfen Hatke, alſöo............ 39„ 24 ⸗ 3) die 20 Stuͤck der 3ten Partie......... 41„ G 4) die 20 Stuͤck der 4ten Partie mit beſonders 5 ſchlechten Individuen 37„ 2„⸗ Alſo von allen 80 Stuͤcken. 159 Pfd. 8 Lth. mithin vom Stuͤck 2 Pfd., und von 100 Stuͤck 9 Stein und 2 Pfd., oder 11 Stuͤck auf einen ſchweren Stein. Die Wolle ſtand in Summa 343 Tage auf den Thieren, vom 4ten Juni 1824 bis 13ten Mai 1825. Eben ſo viel hatten auch im vorigen Jahre 80 Stuͤck gegeben, jedoch damals bei einer viel laͤngeren Winterfuͤtterung und bei einer reichlicheren Nahrung der erſten 40 Stuͤcke. Die Schur mochte alſo in dieſem Jahre beſſer zu nennen ſeyn, wovon ich ebenfalls wieder, wie ſchon fruͤ⸗ her, geneigt bin, den Grund in der Beſchaffenheit der Winter⸗Temperatur zu ſuchen. Der letzte Winter war käͤlter als der vorſaͤhrige, und gab deswegen pelztragenden Thieren auch eine beſſere, ſchuͤtzendere Bedeckung(vergl. Seite 40. und 47 ac.). Die Productionskoſten der Wolle erhoben ſich in dieſem Jahre nicht hoch und blieben, bei ſonſt gleichen Preiſen der Fuͤtterungs⸗ mittel, niedriger als im Jahre 1823 zu 1824, der Reinertrag aus der Schaafhaltung mußte folglich im Allgemeinen hoͤher ſeyn als im vorigen Jahre, um ſo mehr, da auch die Wolle meiner Art um ein Paar Thaler beſſer bezahlt wurde(mit 26). 13) Wenn nun die Differenz im Wollertrage bei den 4 verſuchsweiſe verſchieden genaͤhr⸗ — 54— ten Partien unerheblich iſt, und die eine Fuͤtterung vor der andern blos in dieſer Ruͤckſicht kei⸗ nen Vorzug verdient, ſo entſteht die Frage, wie ſich die Fuͤtterungen in ſonſtigen Beziehun⸗ gen gegen einander verhalten und rangiren. 1) Die Fuͤtterung von Nr. 1. und 2. kann allenfalls bei meiner Art von Vieh genuͤgen, um es in hinreichender Kraft und Munterkeit zu erhalten, da aber ſaͤmmtliches Futter nicht blos ohne allen Ruͤckſtand aufgezehrt wurde und vom Hafer und Heu gewiß das Doppelte noch mit Appetit verzehrt worden waͤre, ſo ſcheint es mir rathſam, wenn man wenigſtens auf die 10 Pfd. Erbs⸗ und Gerſtenſtroh noch 5 Pfd.(2 ¼ von jedem) und auf die 7 Pfd. Heu noch 3 Pfd. zulegen koͤnnte. Die Koͤrper werden dadurch gewin⸗ nen, wenn auch der Wollertrag dadurch gar nicht erhoͤhet wird(wie wir von fruͤherher richtig ſchließen köͤnnen). Eine noch ſtaͤrkere Fuͤtterung wuͤrden nur wenig Localitaͤten geſtatten und belohnen. 263 Pfd. ziemlich gute Kartoffeln im rohen Zuſtande erſetzten 6 ½ Pfd. Hafer noch nicht ganz, oder wurden doch im Allgemeinen nicht ſo gern gefreſ⸗ ſen und nicht ſo wohl verarbeitet als letzterer. Dieſelbe Bemerkung ſchon 1822, wo 48 Pfd. Kartoffeln einem Vierkelſcheffel Hafer zwar gleich geachtet, ihm aber noch we⸗ niger gleich kamen. 2) Die Nahrung von Nr. 3. war, wie ſchon aus Vorſtehendem erhellet, keineswegs zu ſtark, ſondern geſtattet mit Vortheil noch eine kleine Zulage(von bis 3 Pfd.) beim Heu; die gegebenen Stroh⸗Quantitaͤten von 10 Pfd. Erbsſtroh und 15 Pfd. Gerſtenſtroh zeigten ſich aber uͤberfluͤſſig und koͤnnen, weil ſie doch nur bis hierher verzehrt werden, fuͤglich auf 74 Pfd. jeder Art reducirt werden. Ein Mehreres wird durch mehreren Wollge⸗ winn nicht belohnt und kann in der That nur in wenigen, ſehr ſtrohreichen Wirth⸗ ſchaften gegeben werden. 3) Die ſtarke Strohfuͤtterung bei Nr. 4. wird ſchon durch das eben Beigebrachte als ver⸗ werflich dargeſtellt. Sie iſt in wenigen Faͤllen thunlich und dabei kaum im Stande, ein Futter, das mehr concentrirte Nahrung enthaͤlt, zu erſetzen. Denn wenn nach un⸗ ſerm Verſuche die dem 4ten Schurze gereichten 35 Pfd. verſchiedenes Stroh auch wirk⸗ lich ſo viel Nahrungstheile enthielten, als z. B. die dem 1ſten Schurze gegebenen 12 ¾ Pfd. Stroh und 6 ½ Pfd. Hafer, ſo ſind doch die Thiere nicht im Stande, jene Stroh⸗ maſſe und mit ihr alle ihre Nahrungstheile zu ſich zu nehmen. Ja wenn man ihnen auch 40 bis 50 Pfd. Stroh vorlegen wollte, ſo wuͤrden ſie doch ſo viel Nahrungs⸗ theile nicht herausfinden koͤnnen, als der 1ſte Schurz in geringer Maſſe bekam, weil ſie das viele Stroh weder zermalmen koͤnnen noch wollen, da es ihnen Ueberdruß macht. Man kann alſo wohl ſagen, und es mag richtig ſeyn, daß z. B. 6,6 Roggenſtroh, 1,3 Erbsſtroh, 1,5 Gerſtenſtroh ſo viel Nahrungstheile, als 1 Pfd. Heu haben, aber bei der Fuͤtterung in groͤßern Maſſen erſetzen ſie letzteres nicht, weil ihr Volum zu groß iſt. Ein geringeres Volum mit gleichen Kraͤften leiſtet dagegen dieſen Erſatz, wie — 35— uns vornaͤmlich die Koͤrnerfuͤtterung erwieſen hat. Beides haben mir nicht blos meine Verſuchsfuͤtterung, ſondern auch zu gleicher Zeit Fuͤtterungen weit mehr im Großen beſtaͤtigt. 4) Vergleiche ich den gegenwaͤrtigen Verſuch mit denen fruͤherer Jahre, ſo finde ich, daß in Ruͤckſicht auf Wollproduction gegenwaͤrtig, bei uͤbrigens demſelben Futter(beſonders am Stroh), 7 Pfd. Heu eben ſo viel leiſteten, als im vorigen(1824) Jahre 10, ja 20 Pfd. Heu. Im Jahre 1823 that daſſelbe Futter bedeutend( bis †) mehr, und im Jahre 1822 gaben 7 Pfd. Hafer ein Paar Pfd. Wolle mehr als jetzt, 1825, 7 Pfd. Heu. Es reſultirt aus der Betrachtung des jetzigen Verſuchs in ſich, wie beſonders aus deſſen Zuſammenſtellung mit fruͤheren Verſuchen eben das, was ſich ſchon aus letz⸗ tern mehrmals ergab, daß Wollproduction von Fuͤtterung nur wenig abhaͤngig iſt, daß, wenn man einen Abſchlag gegen das Gewoͤhnliche, oder eine Vermehrung bewirken will, die Nahrung der Thiere entweder(im erſtern Falle) ſchon be⸗ traͤchtlich und ſo verringert werden muß, daß die Koͤrper dadurch lei⸗ den, oder(im 2ten Falle) uͤber das Mittel hinaus außerordentlich ver⸗ mehrt werden muß, wie man es nur unter ſehr ſeltenen Umſtaͤnden fuͤr vortheilhaft erachten wird. Es gehoͤrt dazu ein Maſtfutter, das ſich, wo es nicht aus Fa⸗ brik⸗Abfaͤllen erfolgt, bei Schaafen noch viel ſeltener, als ſonſt in anderer Vieh⸗ maſt, bezahlt. Ich werde hierzu im naͤchſten Jahre noch einen Verſuch liefern, der ſich vornaͤmlich dem vom Jahre 1822 anſchließen ſoll. Amt Petersberg, im Juni 1825.. — Es ehimen die 80 Stuͤck verſuchsweiſe gefuͤtterten Thiere im Ganzen waͤhrend der Win⸗ terfuͤtterung vom iſten December bis 1ſten April, und zwar: N a 5 tr à g e. 1. Koſten der Verſuchs⸗ Fuͤtterung vom Jahre 1825 ſammt endern Koſen — 56— fuͤr dieſe Schaafbaliung, die 1 ſt e Partie„die 2te Partie 8 2 3 2 2 1 2 Sz[3 ſ[z 3—* ESSSſs 33 K 65ES l2 lSIsls in Pfunden in Pfunden vom 1ſten December 4 bis 1ſten Januar— 620%— 465 620——— 620— 465 620—— vom 1ſten Januar 4. bis 1ſten April 58565— 630 450⁰%— 2501 450— 2400 630 450%—[250] 450 Summa in 121 1 Tagen 585 620 630 915 620] 250 450%— 3020] 630] 915 620 250] 450 4 1 2 3 4 35 6 7[1 2 3 4 51 61 7* die 3te Partie die 4te Partie vom 1ſten December bis 1ſten Januar— 620%— 465 620——— 620— 465] 620—— vom 1ſten Januar. bis 1ſten April 585— 630] 900— 250 1350—— 630 900— 900 1350 Summa in 121 4 Tagen 583 620 630 1365] 620 250/1350%—- 620 630/1365 620/900 1350 2 3 4 5 6 7 3 4 1..5 6 17 Sollte nach den arherchen Formeln an Duͤnger geben, neh man jene Summen mit verſchiedenen Zahlen zuleipeit(oder dividirt), und zwar: Sad 1. ½ ◻☚ 1872 Pf.„Z— Pf. 1872 Pfd. 7. Yf⸗ „ 2. 2. 1,3* 477 ⸗ 2923. 477 477 . 3. X✕ 11= 1134 ⸗ 1134⸗ 1134 ⸗„ 1134. b . 4. 23= 2104 ⸗„ 2104 3140 ⸗„ 3140„ . 5. 20 ½ 1740 · 1740 1740 ⸗ 30409 ⸗ . 7. 2 17 142153 ⸗1215 3645„ 3645 Summa 8542 Ffd. 8516 Pfd. 12008 Pfö. 11436 Pfd. Fuder 3½, à 2200 Pfd. 35 5 r 5 ³3 Rechnet man nun das Fuder 1 Rthl. 12 Gr., als wofuͤr es anzukaufen geweſen waͤre, ſo betraͤgt dies reſp. 5 Rthl. 19 Gr.— 5 Rthl. 19 Gr.— 8 Rthl. 4 Gr. und 7 Rthl. 19 Gr.; es iſt jedoch die nach Meyerſchen Formeln berechnete Quantitaͤt an Miſt nicht erfolgt, ſondern dieſe nach meiner Schaͤtzung zu hoͤchſtens ½,; der Miſtwerth reducirt ſich hiernach auf reſp. 2 Rthl. 21 ¾ Gr.— 4 Rthl. 2 Gr.— 3 Rthl. 21 ¼ Gr., wobei ich nicht in, Abrede ſtellen mag, daß der Duͤnger in ſeiner Qualitaͤt einer Maſſe gewoͤhnlichen Miſtes nach obigen Formeln gleich zu ſchaͤtzen geweſen ſeyn koͤnne. Jedoch behalte ich hier die letzteren, niedrigern Werthsverhaͤltniſſe, um nicht zu viel und unſicheres anzunehmen. Zur Berechnung des Werths oben ſummirter Winterfuͤtterungs⸗Mittel nehme ich folgende Preiſe an: 1) 52 Pfd. oder 1 Scheffel Hafer, wie fruͤher, 10 Gr. 2) 83 Pfd. oder 1 Scheffel Kartoffeln, geſtrichenes Maaß, Gr. 3 Pf., aber mit den An⸗ fuhrkoſten ꝛc. 4 Gr. 3) 100 Pfd. Heu nach dem Haferpreiſe, 7 Pfd.= 1 Netze Hafer, zu 9 Gr., wegen der Stroherſparung durch ſein groͤßeres Volum aber 12, und mit der Anfuhre 14 Gr. 4) Erbsſtroh, 100⸗Pfd. jetzt in Halle 6 Gr., und mit den Anfuhrkoſten 7 Gr. 5) 100 Pfd. Weitzen⸗ und Roggenſtroh desgl. 7 Gr. Dabei auch Haͤckſelſchneiden pro Scheffel, à 9 Pfd., 3 Pf., alſo pr. Pfd. 4 Pf. 6) 100 Pfd. Gerſtenſtroh jetzt in Halle 5 Gr., und mit den Koſten gelegentlicher An⸗ fuhre 6 Gr. Dazu kommen noch folgende Ausgaben: 7) Fuͤr das Waſchen, Scheeren, Binden der Wolle, pro Stuͤck 1 Gr., auf einen Schurz von 20 Stuͤck 20 Gr. 8) Fuͤr Verfahren der Wolle ꝛc. pes Stuͤck circa 3 bis 4 Pf., hier auf 20 Stuͤck 6 Gr. 9) Fuͤr Utenſilien pro Stuͤck circa 3 Pf., hier diesmal auf 20 Stuͤck 4 Gr. 10) Fuͤr die Koſt der Schaͤfer dieſes Jahr pro Stuͤck circa 3 Gr., auf 20 Stuͤck 2 Rthl. 12 Gr. Wollte man das Ganze genau berechnen, ſo wuͤrde noch zu rechnen ſeyn: 11) Auf Riſiko pro Stuͤck 4 bis 5(auch wohl 6) Groſchen, welches in meiner jetzigen Berechnung wegfaͤllt. 12) Auf Zinſen des im Vieh ſteckenden Capitals pro Stuͤck jetzt 3 Gr., ſonſt auch wohl 4 bis 5 Gr. und mehr, nach Umſtaͤnden, wie beim Riſiko. Ich ſchaͤtze jetzt naͤmlich den Verluſt 8 p. C., à 2½ Rthl., macht pro Stuͤck faſt 5 Gr. auf's Riſiko. Eben ſo hoch ſchlage ich nun das Stuͤck bei Berechnung der Zinſen an, und alſo 3 Gr. Zins pro Stuͤck. Endlich 13) fuͤr Sommerweide auf's Stuͤck monatlich 1 Gr. 6 Pf.(auch wohl 2 Gr., jedoch auch zuweilen nur 1 Gr.). Bei groͤßerem Vieh iſt mehr zu rechnen, ſo wie auf fettere, 8 — 58 reichlichere Weiden, auf ganz magere weniger. durch den Pferch auf den Acker hinreichend bezahlt. Manche dieſer Poſitionen moͤgen ſich unter beſondern Localitaͤten und Umſtaͤnden leicht anders geſtalten; bei mir ſind es gegenwaͤrtige Durchſchnittsſäte, wonach ſich nun Folgendes berechnet: Ich nehme an, daß ſich die Wide bei der- Iſten 2ten 3ten 4ten Partie Pattie rtl. gr. pf. rtl. gr pf ſrtl. ſgr. pf. rtl. ſgr. pf. 1) Hafer, 52 Pfd. 10 Gr......... 4 16 6—- 4 16 42 2) Kartoffeln, 80 Pfd. 4 Gr......... 117T6 71117 1 39 ⸗Heu, 100 Pfd. 14 Gr...... 3 16 2 3 16 2 3 16 2 3 16 2 4) Erbsſtroh, 100 Pfd. 7 Gr.. 2 16— 2 16— 3 23 6 3 23 6 2) Weitzen⸗ und Roggenſtroh, 100 Pfd. 7 2 12 11 2 12 11 2 12 11 4 10 5 à Partie 28 Schfl. Haͤckſel, à 3 Pf..— 7——7—— 7ℳ—õ—— 6) Gerſtenſtroh, 100 Pfd. 6 Gr... 113— 113— 3 9= 3 9— Fuͤr Futter im Ganzen 16 6 16 14 1 19 20 1 16 18 1 7 und 8) Schurkoſten ꝛc..... 1 rtl. 2 gr. 9 und 16) Abwartung c.... 2 5 16 ⸗ 11 und 12) Auf Capitalzins 2 12— Summa 6 6— 6 6— 6 6— 6 6— 13) Weide, im Pferch vollkommen bezahlt, ſammt. andern Unkoſten. Summa aller Koſten 22 12 77 22 20 1 26 2 123— 1 Davon der gefundene Werth des Dngers 04 von* Meyer's Saͤtzen). 2 21 6 2 21 6G 4 2 3 21 6 Bleiben die Koſten 19 15 1] 19 22 7 22— 1I 19 2/ 7 Der Werth der geſchornen Wolle iſt dagsgen, zu 26 rtl. der Stein. 48 16 2 46 23 5 48 18/— 43 19 2 Mithin Reinertrag 29 1 1/ 27— 10 26 17 11] 24 16 7 unnd vom Stuͤck 1 10 44 1 8 5 1 8 1 1 5 7¼ Rechnet man hiergegen(wie es ſonſt gewoͤhnlich ge⸗- ſchieht) vom Wollwerth zu reſp.. 48 16 2⁄46 23 5 48 18— 43 19 2 nur die Haltungskoſten sub Mr. 1- und 2. und 7 bis 12 mit 12 5 6 12 13— 12 5 6 7 13,— ab, ſo bleibt Reinertrag 36 10 8 34 10 5 36 12] 6 36 6 2 und pro Stuͤk. 1 19 8 1 17 4 1 19 9 1 19 6 Sonach kommen Nr. 1., 3. und 4. faſt gleich zu ſtehen, und Nr. 2. ſteht ein wenig zuruͤck. Heu⸗ und Srrohluter iſt hier wirthſchaftlich gegen den daraus erzeugten Duͤnger gerechnet, der 1 — 59— freilich koſtbar wird.— Die Fuͤtterung von Nr. 3. iſt, nach dem, was im Vorigen Seite 52. und 54. davon geſagt, die rathſamſte, wenn ſie auch kaum den Reinertrag der andern lieferte. Wird ſie noch um 5 Pfd. Heu oder Surrogat vermehrt, ſelbſt ohne dabei die Seite 54. an⸗ gegebene Modifikation wegen Zulage von 3 Pfd. Heu anzubringen, ſo iſt ſie fuͤr meine ſtaͤrkſten Hammel ausreichend, wovon dabei 20 Stuͤck gut ¼ mehr Wolle liefern werden als die 20 Erſtlinge. Bei traͤchtigen Mutterſchaafen iſt dagegen eine Vermehrung um 10 Pfd. Heu(durch die naͤhrenden Beſtandtheile, nicht durch das Volum) nothwendig, wenn daraus auch nicht mehr Wolle als von den Erſtlingen producirt wird. Man giebt dies einzig und allein in Ruͤckſicht auf die Vermehrung und Verbeſſerung der Zucht. Bei der Winterfuͤtterung dieſes Jahres kam, im Durchſchnitt die ganze Schaͤferei(vergl. Seite 47. und vorſtehend) 1) auf den Kopf taͤglich an Heu und beſſen Surrogat..... 1,19 Pfd. an Stroh 2,14, und da hierbei etwa Gerſtenſtroh, auch dieſes Stroh auf Heu reducirt, circa.. O0/,535* (0,32 aus Winterſtroh, 0,23 aus Gerſtenſtroh) 1,74 ⸗ 2) auf 20 Stuͤck alſo pptr. Heu und deſſen Surrogat(incl. Erbsſtroh) 23,80 und Stroh 42,80, und auch dies auf Heu reducirt 11,00, alſo im Ganzen Heu 34,80 Pfd. Bei der Verſuchsfuͤtterung iſt alles das, was auf 20 Stuͤck gereicht wurde, nach Seite 52. ungefaͤhr angeſchlagen zu reſp. 28, 28, 38 und 26 Pfd. Heu fuͤr die lſte, 2te, 3te und 4te Partie. Die Winter⸗Durchſchnittsfuͤtterung iſt mithin um faſt 4 ſtaͤrker als die Fuͤtterung der 1ſten, 2ten und 4ten Partie; da nun aber Jaͤhrlinge, Erſtlinge und einiges anderes guͤſtes Vieh nicht ſo viel erhielt, als der Durchſchnitt giebt, ſo koͤnnte das dieſen guͤſten Viehſorten gegen den Durchſchnitt Entzogene den tragenden Mutterſchaafen, und theilweiſe auch den alten Hammeln(uͤber den Durchſchnittsſatz) zugelegt und gereicht werden. Die Mutterſchaafe be⸗ zahlten jene Zulage durch Wolle nicht, denn ſie gaben weniger als die Verſuchs⸗Erſtlinge, ſondern blos durch die Zuzucht der Laͤmmer; die aͤltern Hammel aber bezahlten ihre Zulage durch Wolle, deren ſie ¼ mehr lieferten als die Erſtlinge und noch daruͤber(uͤber 4 naͤm⸗ lich), im Vergleich mit Jaͤhrlingen, tragenden und guͤſten Schaafen. Dies lag und liegt aber viel weniger an der gereichten Futter⸗Quantitaͤt, als an der Kraft und Groͤße des Koͤrpers ſolcher Thiere, die dem Wollbeſatze mehr Raum darbieten, als kleinere Individuen. Daß dabei die Race den Wollreichthum beſtimme, bleibt hier ganz unbeſtritten und gehoͤrt nicht hierher, indem ich blos von meiner Art des Viehes rede und bei meinen Verſuchen nur dieſe im Auge haben kann. Uebrigens zweifle ich um ſo weniger, daß Escurials⸗Muͤtter, Jaͤhrlinge, Erſtlinge im Durchſchnitt von 100 Stuͤck 12 bis 13, ja an 14 Stein, und aͤchte Negrettis dieſer Arten gar von 12 bis an 16 ſchwere Stein Wolle liefern können, als ich dies Quantum von erſteren in kleinen gut gehaltenen Partien ſelbſt gehabt und ſonſt von andern Orten her ſichere Nachricht daruͤber erhalten habe; indeß weiß ich auch, daß ſolche Schuren nur ſelten, unter beſonders guͤnſtigen Localitaͤten oder zufaͤlligen Um⸗ 8* 4— 60— I1 ſtaͤnden ſtatt finden, und bin gewiß, daß wenn man von wirklichen Escurials⸗Muͤttern im Durchſchnitt 12 Stein oder gar noch mehr ſcheeren will, dieſelben von der Schur an bis zur Winteraufſtallung auf der reichlichſten, zu keiner Zeit knappen Weide gehen, und waͤh⸗ rend der Winterfuͤtterung und im folgenden Fruͤhlinge ſtets eben ſo reichlich unterhalten wer⸗ den, kurz ein unausgeſetztes Maſtfutter erhalten muͤſſen. Die gegen die Winterfuͤtte⸗ rung lange Weidezeit muß hier das meiſte thun. Es giebt wirklich Localitaͤten, wo man den Schaafen eine natuͤrliche oder kuͤnſtliche Maſtweide einraͤumen und ihnen eine gleiche Winter⸗ fuͤtterung bewilligen kann. Ohne erſtere macht ſich letztere niemals bezahlt, die Wolle gelte was ſie wolle.— Eine maͤßige Winterfuͤtterung bleibt die vortheilhafteſte, um ſo mehr, wenn das Schaafvieh nur im mittleren Zuſtande oder gar mager zur Aufſtallung kommt.— Aeltere Hammel liefern bei gleicher Haltung mit dem Muttervieh bis ½ an Wolle mehr als letzteres, sc. wenn ſie nicht unter 6⸗ und bis eben Sjaͤhrig ſind. Koͤnnen alſo 100 Escurial⸗ Muͤtter 12 Stein Wolle geben, ſo kann man von 100 dergleichen Hammeln 16 bis gar 18 Stein erhalten. Beides bleibt aber gleich ſelten und iſt das Gewoͤhnliche bei jenen 9, 10 bis 11, bei dieſen 12, 13 bis 15 Stein. Die Jaͤhrlinge liefern in der Regel, gut gehalten, ſo viel als die Mutterſchaafe, oder allenfalls einen Stein weniger, Erſtlinge dagegen gewoͤhnlich 1 bis 2 Stein(von 100 Stuͤck) mehr. Sehr gute Escurial⸗Boͤcke habe ich mit 6 Pfd. ge⸗ waſchener Wolle mehrentheils gehabt, ohne ſie beſſer zu halten, als ſtarke Hammel oder Mut⸗ terſchaafe. 2* 2. Wahrnehmungen uͤber Schweiß und Anſehen der Wolle, als Folge der Nahrung der Schaafe. Nach meinen bisherigen Wahrnehmungen uͤber den Schweiß, der ſich in der Wolle der Schaafe findet, iſt derſelbe, beſonders auch Hinſichts ſeiner Farbe, im Allgemeinen von der Nahrung der Thiere abhaͤngig, und habe ich gefunden, daß er bei ſpaͤrlicher Nahrung in der Regel weiß, bei reichlicherer Nahrung aber nach derem Grade bald mehr, bald weniger gelblich war. Der Schweiß iſt ein Fett, welches aus der Haut und aus den Wollhaͤrchen ausſchwitzt. Deſſen Menge richtet ſich ganz augenſcheinlich nach der Menge und Kraft der vom Vieh ver⸗ zehrten Nahrungsmittel. Bei meinen Verſuchs⸗Fuͤtterungen producirte ich, wie das Vorher⸗ gehende ſchon hie und da nachweiſet, im erſten Jahre(1821 bis 1822), wo ich einige Par⸗ tien Vieh vorzuͤglich kraͤftig naͤhrte, bei eben dieſen den meiſten und gelbſten Schweiß, und in folgenden Jahren hatten auch immer die Schurze, welche das beſte Futter bekamen, den mei⸗ X — 61— ſten Schweiß, der faſt durchgaͤngig gelblich war. Dagegen war derſelbe bei einer mittleren Haltung der Thiere nicht bedeutend, mehr blaßgelb, und bei den Schurzen, welche ſehr ſpaͤrlich genaͤhrt wurden, in ganz geringer Quantitaͤt vorhanden und durchgehends weiß. So z. B. am auffallendſten im Jahre 1823 bis 1824 bei Schurz Nr. 3. und 4, auch 5.(Seite 32. ꝛc.), und 1825 bei Schurz Nr. 4. Wenn das Fett der Haut und Wolle eine allgemein weiße Farbe hat und nur im gerin⸗ gen Grade da iſt, ſo erſcheint auch die Wolle in der Regel nicht locker, nicht lang ausgewach⸗ ſen, ſondern feſt und kurz, ſo daß man auch ihre Quantitaͤt ſehr leicht falſch beurtheilt. Dann pflegt auch die Haut der Thiere ſehr wenig roͤthlich zu erſcheinen, gleichſam wie bei ungeſun⸗ dem Vieh, daher man auch auf die Geſundheit gar leicht falſch ſchließt. Iſt das Fett der Wolle in anſehnlicher Menge vorhanden(und dann faſt immer gelb), ſo dringt es ganz nach Außen(zur Spitze der Wollhaͤrchen) vor, macht, daß ſich Staub und Schmutz leichter anhaͤngt und giebt den Thieren, oder vielmehr ihrer Wolle, aͤußerlich ein ſchwaͤrzliches Anſehn. Dies laͤßt denn mit Recht auf ihre gute Haltung ſchließen, weil es ſich bei ſchlecht genaͤhrten Thieren nicht findet. Gemaͤſtetes Vieh iſt zuweilen ganz ſchwarz, blos Folge von vielem Schweiß und angehaͤngtem Schmutz. Deſſen ungeachtet erſcheint die Wolle auf dem Leibe bei kurzgeſtapelten, gedraͤngtwolligen Thieren ſchoͤn weiß, oder vielmehr ſchoͤn gelblich; bei gedehntwolligen Thieren erhaͤlt ſie ſich aber nicht ſo ſchoͤn, weil der Pelz nicht ſo geſchloſſen iſt als bei erſteren, und alſo den Staub mehr einlaͤßt.— Die Negrettis, welche ſich ſtets beſſer fuͤttern als Escurials, haben eben deswegen mehr Schweiß in der Wolle, ſehen aber daher aͤußerlich oft ganz ſchwarz aus(wie die Escurials ſehr ſelten) und ihren Schweiß fand ich immer ſehr gelblich. Man haͤlt ſie eben deswegen oft fuͤr wollreicher, als ſie wirk⸗ lich ſind, weil unter ſolchen Umſtaͤnden die Wolle locker, hoch gewachſen erſcheint und dies ihr Anſehn leicht taͤuſcht. Man iſt verſucht, Thiere fuͤr wollreich zu halten, wenn man in ihrer Wolle vielen gelben Schweiß und die Haut roͤthlich findet, wenn dabei die Wolle aͤußerlich ſchwaͤrzlich ausſieht und ſich inwendig locker und weich anfuͤhlt und gut gewachſen erſcheint(die Schaͤfer ſagen: die Wolle ſteht gut, friſch). Findet hiervon das Gegentheil ſtatt, ſo haͤlt man die Thiere leicht für wollarm. Es ſind aber Schluͤſſe aus jenen Merkmalen ſehr truͤglich, wie ich vielmals wahrzunehmen Gelegenheit hatte, vornaͤmlich bei meinen verſuchsweiſe angeſtellten Fuͤtterungen. Meine am kraͤftigſten genaͤhrten Schurze(die Nummern 1. auch 2. ꝛc.) ſchienen jedesmal viel mehr Wolle zu tragen als die ſchlechter Gehaltenen, und dies ſprach jedes Jahr Jeder aus, der ſie ſah; dennoch fand ſich bei jeder Schur, daß ſie nur wenig mehr hatten als die letztern, und dies Wenige nicht zu bemerken geweſen waͤre, wenn man nicht aus oben angegebenen truͤglichen Zeichen darauf geſchloſſen haͤtte. Sehr oft habe ich gefunden, daß Partien von 10 und 20 Stuͤck Schaafen, deren Wolle nicht herausgewachſen, nicht locker war(bdie feſt ſaß, ſitzen geblieben, wie man ſagt), davon dem Gewichte nach eben ſo viel trugen, als andere — 62— 10 und 20 Stuͤck mit einer langen, gut ſtehenden Wolle, die aͤußerlich ganz ſchwarz ausſah und viel gelben Schweiß hatte.— Geſicht und Gefuͤhl fuͤhrten dabei ſehr oft über alles Ver⸗ muthen irre. Jeder meiner Verſuche giebt hierzu einen Beleg. 1 3. Die von Raumerſchen Fuͤtterungs⸗Verſuche. 3 4. Ich habe! davon vor einiger Zeit an einem dritten Orte in den Moͤglinſchen Annalen geleſen. Da ich letztere auch ſetzt nicht zur Hand habe und ich die Verſuche flüchtig uͤberlief, ſo bin ich nicht im Stande, dieſelben im Einzelnen genau zu wuͤrdigen und ſie mit meinen Verſuchen in irgend eine Vergleichung zu bringen. Ich bemerke daher hier nur dieſes: So viel mir vor⸗ ſchwebt, wirkte bei den von Raumerſchen Verſuchen die Fuͤtterung in jedem Falle ſehr merk⸗ lich auf die Wollproduction, dies war bei meinen Verſuchen nicht der Fall. Das Reſultat beider ſcheint alſo im Widerſpruch zu ſtehen. Wenn ich nun das meinige wegen ſeiner mehr⸗ maligen comparativen Wiederholung fuͤr untruͤglich hielt, ſo mußte mich das des Hrn. v. R. um ſo mehr befremden. Widerlegen kann ich denſelben ſetzt uun freilich nicht, indeß muß ich bemerken, daß ſeine Verſuche viel zu ſehr im Kleinen, vielleicht auch nicht ganz praktiſch ange⸗ ſtellt ſind, ſo daß ſich darauf ſchlechterdings kein Urtheil uͤber Zweckmaͤßigkeit und Wirkung einer Fuͤtterung auf Wollertrag ſtuͤtzen, noch weniger eine Regel fuͤr letztere begruͤnden laͤßt. Ich habe dagegen meine Verſuche weit mehr ausgedehnt, und glaube ſie auf eine allgemeine Anwendbarkeit und Brauchbarkeit dergeſtalt berechnet zu haben, daß ſie bei einer viermaligen comparativen Wiederholung zu einem ſichern Reſultate fuͤhrten, wovon ſich allenfalls Schluͤſſe und Normen fuͤr die Praktik abziehen laſſen. Dies wuͤrde bei einem Verſuche mit 1 und 2 Thieren ganz undenkbar ſeyn, oder eben ſo zu Mißgriffen fuͤhren, als wenn man von der Haltung und Naͤhrung eines ſogenannten Haushammels oder anderen Maſtthieres allgemeine 3 Regeln fuͤr Fuͤtterung und thieriſche Production abſtrahiren wollte. Dies laͤßt ſich in einer kuͤnftigen genauern Betrachtung der von Naumerſchen Verſuche weiter ausfüͤhren. 1 — — 63— 4. Wiederholter Verſuch uͤber Schur gleich von der Stallfuͦtterung und von . der Weide, zu Verſuch 2. Seite 20. Zur Vergleichung mit dem Verſuche Seite 20. seq., wodurch fortgeſetzte Stallfuͤtterung mit Weidegang in Bezug auf beider Wirkung auf Wollgewinn verglichen werden ſollte, ließ ich am 1ſten April d. J., von welchem Tage an das guͤſte Vieh ſich auf einer Wieſenweide, ohne Stallfutter, erhalten ſollte, 40 Stuͤck gute Jaͤhrlinge im Stalle und reichte ihnen die bisherige Stallfuͤtterung ferner bis zur Wollwaͤſche hin. Bei der Schur vom 13ten Mai ga⸗ ben dieſe 40 Stuͤck 73 Pfund Wolle, dagegen andere 40 Stuͤck Jaͤhrlinge derſelben Qualitaͤt, die ſich ſeit dem 1ſten April bis zur Schur blos auf der Weide, ohne alle Zubuße anderen Futters erhalten hatten, 76 Pfund Wolle, alſo 3 Pfund mehr als jene. Daß ſich beide Ab⸗ theilungen in jeder Hinſicht vollkommen gleich waren, dafuͤr hatte ich durch ſorgfaͤltiges Sor⸗ tiren nach Statur und Wolle ꝛc., wie fruͤher, ſ. oben pag. 21. seq., geſorgt. Die Wieſen⸗ weide mochte mithin vielleicht naͤhrender und fuͤr den Wollwuchs erſprießlicher geweſen ſeyn, als die beibehaltene Stallfuͤtterung. Gut war die Weide dieſes Fruͤhlings wirklich, vergl. pag. 52. und 12. ꝛc. Das Reſultat dieſes erneuerten Verſuchs beſtaͤtigt den vom J. 1821 bis 1822 pag. 20., ſo wie denn auch mein dort gefaͤlltes Urtheil, daß es naͤmlich gerathen ſey, die Weide ſtets zu benutzen, ſobald ſie dem Viehe eine gute, oder doch der gewoͤhnlichen Stallfuͤtterung gleichkommende Nahrung nachhaltig verſpricht. Die Weide koſtet uns einmal in der Regel viel weniger als Stallfuͤtterung, und da jene zweitens auch neben letzterer immer mit bezahlt werden muß, ſo ſoll man wenigſtens die doppelte Ausgabe, welche das Stallfutter verurſacht, zu vermeiden ſuchen, vergl. Seite 20. seq. Daß die Schur vom Stalle beſſer ausfalle als von der Weide, iſt eine ſehr einſeitige, irrige Meinung. Es muß dabei doch wenigſtens auf Qualitaͤt der Weide und des Stallfutters mit ankommen, wie auch auf andere Zufaͤlligkeiten, ſ. oben Seite 20. u. f. Amt Petersberg, im Juli 1825. 1 x& a c f G kf n Ich habe dem Wunſche der geehrten Redaktion der Moͤglinſchen Annalen, mein ihr mit⸗ getheiltes Manuſcript, Verſuche uͤber Schaaffuͤtterung betreffend, in dieſen Blaͤttern, ſo wie es gerade war, abdrucken zu laſſen, mit Vergnuͤgen nachgegeben, weil ich nichts Erhebliches da⸗ gegen einwenden konnte. Denn wenn daſſelbe auch bisher fuͤr den Druck nicht beſtimmt war, und uͤberhaupt, wie beſſen Einſicht deutlich zeigt, in keiner Ruͤckſicht darauf angelegt worden iſt, ſo mußte ich mich doch uͤberzeugen, daß deſſen Bekanntmachung durch den Druck, ſelbſt ganz in dem Zuſtande, worin es hier vorliegt, nuͤtzlich werden koͤnne, in ſofern dadurch Ver⸗ gleichungen mit aͤhnlichen Fuͤtterungs⸗Verſuchen möglich, neue Verſuche darauf baſirt und ver⸗ einfacht, die uͤber Fuͤtterung herrſchenden Meinungen gelaͤutert und neue Ideen mit deren Mit⸗ theilung rege gemacht werden koͤnnen. Ich bitte daher die geehrten Leſer, meine Notizen nun einmal ſo zu nehmen, wie ſie daſtehen und wie ſie im Moment der Erfahrung und Anſicht, ohne weitere Nuͤckſicht auf Styl und Ordnung, zuſammengeſchrieben worden ſind, d. h. ich bitte, die Nachlaͤſſigkeiten in letzterer Beziehung als Nebenſache zu uͤberſehen, und dagegen die Hauptſache, die Einwirkung der Fuͤtterung auf Wollertrag mit beilaͤufiger Vergleichung ange⸗ wendeter Fuͤtterungsmittel um ſo ſtaͤrker ins Auge zu faſſen. Magdeburg, den 1ſten März 1828. zur ¹ Ueberſicht der in den vier Wintern von 1821 zu 1825 auf dem Koͤnigl. Amte 3 Petersberg angeſtellten Verſuche uͤber Ernaͤhrung der Schaafe in Beziehung auf Wollertrag und Vergleichung der dnnerungs⸗ Mittel. Bemerkung. Zu den Fuͤtterungs⸗Verſuchen wurden zweijaͤhrige Thiere einer klei⸗ . nen, kurzgeſtapelten Eseurial⸗Race geſtellt und in Partien zu 20 Stuͤck S abgetheilt mit ſorgfaͤltiger Ausgleichung.— Die Winter⸗ Fuͤtterungs⸗ mittel wurden ihnen taͤglich in 4 Futtern gereicht und genau zugewogen. — Die Sommer⸗Weide war meiſtens mager. 8 28. April an Wolle ᷣ 8—— F 5 4 4 1 8— A ttra 1 AASe Zeitraͤume der Futterung. 52==2. 4 S2 — 5——₰½ 2=—28 6 A.[5S 5 3 5 2. 1821 zu 1822 1 Von der Schur am 14. Mai 1821 trockne, knappe We de bis 1. December 1821... 201————— 1— 2 vom 1. bis 15. December. 15————— 225 300 220—— 3 vom 16. December bis 15. Januar 31—-—— 827— 310 620 310—— 4 vom 16. SSanbüt 3 28. Februar 44 629 477——— 220 147 220— 73 vom 1. bis 31. Maͤrz 31 4. 2— 5 6 ſvom 1. bis 25. April 29 800 606 52—— 104 140 417 181 181 7 vom 26. bis 27. April 2 14 10———— 2 ½ 2 ½ 3 ½ 3 ½ mit Weide(148) Summa.349 1443 1094 52 827— 859 1209 1325 184 257 28, April an Wolle. 46 Pfd. 30 Lth. — 2te Partie 20 St ç ck 1821 zu 1822 14 Ll 15 1 Ton der Cahar um 22 Mai 1821 to c n e, kna p pe Weide bis 1. December 1821. 201— 225—— 2 vom 1. bis 15. December 15——— 225 300 150—— 3 vom 16. Decbr. bis 15. Januar 31——— 827— 310 620 310—— 4 vom 16. Januar bis 28. Februar 44 419 477—— 220 ßy147 220— 73 5 vom 1. bis 31. M..31 1. 1 5. vomn 1. bis l. Min 29) 534 606 52—— 104 140] 445 181 181 7 vom 26. bis 27. April 2 9 10= 2 ⅔ 2 ½ 3 3 mmit Weide(148) Summa 349 962 1094 52 827— 859 1209] 1353 184 257 28. April an Wolle 42 Pfd. 26 Lth. 3te Partie 20 Stuͤck 1821 zu 1822 1 41 1 Von der Schur am 14. Mai 1821 trockne, kna 2 pe Weid bis 1. December 1821. 201————— 225—— 2 vom 1. bis 15. December 4. 15———— 225 300 150—— 3 vom 16. Decbr. bis 15. Januar. 31——— 827— 310 620 310—— 4 vom 16. Januar bis 28. Sebruar 44 210 477——— 220 147 367— 73 5 vom 1. bis 31. Maͤrz. 31— ³ vom 1 z0 31. Nei 2⁰) 266 606 52— 104 140 583 181 181 7 vom 26. bis 27. April 2 4½ 10———— 2½ 2 3 3 mit Weide(148) — Summa 349 480 1094 52 827— 859 1209 1638 184 257 — 4 te Partie 20 Stuͤck 55 5 2* 2 7. 6 2. d— 2— 2 2 S Zeitraͤume der Fuͤtterung. 52* ⸗ 5* 8 ½ 5 . 2 S S 8 82S8=2=S 5 S 5S182[ S 5 1821 zu 1822 1 Von der Schur am 14. Mai 1821 trockne, knappe Weide bis 1. December 1821.. 2901— 1———— 225]/—— 2 vom 1. bis 15. December 15———— 225 300 150—— 3 vom 16. Decbr. bis 15. Januar. 31.— 827— 310 620 310—— 4 vom 16. Januar bis 28. Februar 44 477-— 220 147 440— 73 5 vom 1. bis 31. Maͤrz. 20) 6 vom 1. bis 25. April... 25 606 52 104 140 583 181 181 7 vom 26. bis 27. April... 2 10 5———— 2 ½ 2 ½ 3 3 mit Weide(148) Summa 349 1094 52 827— 859 1209 1711 184 257 28. April an Wolle 43 Pfd. 1 Lth. ö5te Partie 20 Stuͤck 1821 zu 1822 1 Von der Schur am 14. Mai 1821 tvo Fne, knappe Weiiſde bis 1. December 1821 201——1—— 225— 2 vom 1. bis 15. December 1 15———— 225 300 150—— 3 vom 16. Decbr. bis 15. Januar. 31-—— 827— 310 620 310 y—— 4 vom 16. Januar bis 28. Februar]· 44 477——— 220 147 440— 73 5 vom 1. bis 31. Maͤrz 31 335’1———— 1 104 155] 400] 283 283 6 vom 1. bis 25. April 25 Weſide 7 vom 26. bis 27. April 2 desgl. mit Weide lCl48) Summa 349 812— 827— 859 1222] 1525 283 356 28. April an Wolle 1 Pfd. 6 Lth. 6 te Partie 20 Stück 1821 zu 1822 D 1. Von der Schur am 14. Mai 1821 trockne, knappe Weiide bis 1. December 1821.201— 1——— 225— 2 vom 1. bis 15. December.. 15———— 225 300 150 y—— 3 vom 16. Decbr. bis 15. Januar 31-— 827— 310 620 310—— 4 vom 16 Januar bis 28. Februar 44-—— 1760— 220 220— 220 5 vom 1. bis 31. Maͤrz. 31—— 1240— 104 155 155 283 283 6 vom 1. bis 25. April.. 25—— 1000—— 125 125 312 312 7 vom 26. bis 27. April 2—— 40—— 5 5 12 ½ 12 ½ - mit Weide l(148) Summa 349—— 4867— 859 1425 970 607 828 28. April an Wolle 68 Coddoe 4 1 . lſte Partie 20 Stuͤck 2te Partie 20 Stuͤck 8 1 4——— jerunge ber Kutert 1 Zeitraͤume 4 Fuͤtterung. 55 2** SAEA 5 5 8 5 5=s s K 5S 5 ü S .— 1822 zu 1823 4 Crvoſe, knappe Weide trockne, knappe Weide in Ei⸗ Von der Schur am 8. Mai 1822 cheln 5 bis 15. December 1822. 2227———— 300 375——— ·—— 300 375— vom 16. bis 31. December. 161151——— 160 320— 151——-— 160 320— vom 1. bis 10. Januar. 10%— 145—— 300 100——[145——[300 100— vom 11. Januar bis 11. April 91]819— 910ʃ455]— 307455]409 ½— 910]455]— 307 455 vom 12. April bis 3. Juni. 53 V W e 1d e W ei b e Summa 392¹970,145 910/,455 760 I102)455 560[145 9106557601102 455 4. Juni an Wolle 54 Pfd. 7 Lth. 53 Pfd. 16 Lth. l i Iſte Partie 20 Stuͤck 2te Partie 20 Stuͤck 1823 zu 1824—, Von der Schur am 3. Juni 1823. 1. 5. bis 15. November 1823. 166] nicht reichliche Weide nicht reichliche Weide vom 16. November bis 28. deüt. 105 682— 933— 289 525/682— 1050 525'— 239 525 vom 1. bis 31. Maͤrz. 31]202— 620/155— 85 155] 202— 310/155— 155 vom 1. bis 10. April.. 10 81]— 100] 50 27 ½ 50 81 26 100 5 23 50 vom 11. April bis 27. Mai 47 Wei F. e Ll.. 25 61 Summa 359 965—hesdr uor 730 965— 2 1e0 28. Mai an Wolle 42 Pfd. 10 Lth. 42 Pfd. 12 Lth. 3 1 1. 1 ſte Partie 20 Stuͤck 2te Partie 20 Stuͤck 1824 zu 1825 1 Von der Schur am 4. Juni 1824 3 1.. bis 30. November 1824.. 180 nicht reichliche Weide nnicht reichliche Weide 2 vom 1. bis 31. December.. 31]— 620 465 679. 85 620 465 629 3 vom 1. Januar bis 31. Maͤrz. 90585— 630 450 2472450— 2400 630 450 1206 450 4 vom 1. April bis 12. Mai. 42 Sute Me id e laute ei de 1. 1 Summa 343 58 620 GS6ols 620 247 15o— 3029 630818620,24, 450 13. Mai an Wolle 4 41 Pfd. 1 6 Lth. 1 39 Pfd. 24 Lth. 1I — 69 3te Partie 20 Stuͤck 4te Partie 20 Stuͤck 5te Partie 20 Stuͤck ö SA..“ 5 SS. EeeeseSSe 8 B 8 5 S S 8 3 2 5 6SS S 5 23 8[5ſS 3 1 trockne, knappe Weide trockne, knappe Weide trockne, knappe Weide . 3 ——-——— 300 375————[— 300 375————— s300 375— — 151——— 160 320—[151——— 160 320 151—— 160] 320— —— 145—— 300] 100%— N— 145—— 300 100—— 1456—— 300 100— 455— 910] 455]/— 307 4555—— 1820] 4555— h—]455 8195—— 455— 614 455 Wei d e Wei d e Wei dee 1 455 151 145 91⁰ 455 760 102 455 151145 1820 455/760 795] 455] 970 145 455] 760 1409 455 50 Pfd. 17 Lth. 51 Pfd. 16 Lth. 2 52„Pfd. 24 Lth. 1 l l 11 1 1 1 1 3te Partie 20 Stuͤck 4te Partie 20 Stuͤck 5te Partie 20 Stuͤck V[[. La Eeh . ungefaͤhr nicht reichliche Weide nicht zeſchliche Weide nicht reichliche Weide — 982*———. 525]/— 578] 525— 1470]j 525]ſ— 525 682—— 1500 289 1500 - 155— 170 155—— 620 1, 155]¹ 202— 230— 85 450 —— 100]0 50%— 27 ½ 50% 81—] 100% 501— 27 ½ 50† 81— 1000% ß50%— 27 ½ 50 e id e Weide We i d e 4 1. 1— — ſ1o65— 77 730 1—eeg 335 730] 965 3 1550 2 401 2000 8 Pfd. 16 Lth. 36 Pfd. 28 Lth. 1I 1 3te Partie 20 Stuͤck 4te Partie 20 Stuͤck 1 nicht reichliche Weide nicht reichliche Weide 3 620 465 620—— 620— 465 620— 585 630 900 247⁄ 1350— 630] 900 900,1 gute Veide g ute Weide 1 — 585 620 630 1385 620 247— 6z G0lc9 129 900 ,1350 41 Pfd. 8 Lth. 37 Pfd. 2 Lth. “ 1l 1. II. Fernere Zuſammenſtellung. Jahr 1821 zu 1822 Zeitraͤume Iſte 2te 3te 4te 5te 1 6te und Art der Fuͤtterung. partie Weide von der Schur bis zur naͤchſten Stallfuͤtterung... Tage 201 201 201 201 201 201 Dergleichen nach der Stalffütterung bis zur folgenden Schur.. Tage———— 27— 201 201 201 201 228. 4 201 Stallfuͤtterung..... Tage 1481 148 148 148 121 148 Summa Tage ſ 349 349 349 340 349 349 Zu letzterer wurden verwendet:. 1) Erbſen... Pfd. 1443 962 480——— 2) Hafer(mit Gerſte 1338 1)* 1146 1146 1146 1146 812— 3) Kartoffeln.. 827 827 827 827 827 4867 4) Heu(von Ges)..————-— 5) Erbsſtroh ⸗ 859 859 859 859 859 8359 6) Weitzenſtroh.. I1209 1209 1209 1209 1222 1425 7) Roggenſtroh. ⸗ 1325 1353 1638 1711 1525 970 8) Gerſtenſtroh. 3 184 184 184 184 283 607 9) Haferſtroh. 257 257 257 257 356 828 Dieſe gaben, ſummariſch reducirt, an 8 Heu.. fd. 6865 5860 4893 3894 3385 4364 oder in Centnern, à 100 Pfd. 68, 5860 48 34 ꝑ3894 333 8 4362 Dagegen war der Gewinn an feiner. Wolle..... Ppfd. 4632 42 ½ 54 4042 432½ 41 7 40 27 Jahr 1822 zu 1823 Jahr 1823 zu 1824 Jahr 1824 zu 1825 lſte 2te 3te 4te 5te 1ſte 2te 3te 4te V ö5te 1ſte. 2te 3te 4te part i e Part i e P a tr i e 222 222 222 222 222 166 166 166 166 166 180 180 180 180 53 53 53 53 53] 47 47 47 47 47 42 42 42 42 275 275 275 275 275 213 213 213 213 213 222 222 222 222 117 117 1147 117] 117 146 146 146 146 146 121] 121 1 121 121 392 392 392 392 392 359 359 359 359 359 343 343 343 343 —— 455————————=V— 970 560 151 151 970 965 965 1065 81 965 585— 385— 145 145 145]/ 145]/ 145————— 620 3020 620 620 910 910 910 1820/—[2820 1460 100 2190 330 630 630 630 63 455 455 455 455 455 730 730 730 730 1550 915 915 1365 1365 760 760 760 760 760— 620 620 620 620 27 — — 4 Bei vorſtehender Reduction der verſchiebenen Fätterungsmittel auf Wieſenheu iſt, wie auch 582 ſchon ſonſt, angenommen worden, daß 1 Pfd. Erbſen gleich ſey. 29 Pfd. Heu 1 ‧⸗ Hafer(guter Qualitaͤt) vielleicht = 2 Pfund Heu, jedoch um nicht von fruͤheren Annahmen abzuweichen und weil das Ger⸗ ſtenſtroh leicht zu hoch berech⸗ net, nur.... . Kartoffeln, wie ſonſt. 1 2 5 1 Heu aller Art immer.... 1„⸗ 1 Erbsſtroh, wie fruͤher.. 134 ⸗ 1 1„ Weitzenſtroh desgl... 4. ⸗ ⸗ 1 ⸗ NRoggenſtroh desgl.... ⸗ 1 Gerſtenſiroh desgl.„ 4„⸗ ⸗ 1 ⸗ Haferſtroh desgl.. 49.» ⸗ Ich halte dafür, daß man der Wahrheit naͤher kommen wuͤrde, wenn man annaͤhme, daß dem Werthe eines Pfundes guten(nicht des vorzuͤglichſten) Wieſenheues bei der Schaaffuͤtte⸗ rung im Durchſchnitt gleich komme: ¼ Pfd. Erbſen, ¾ Hafer, 2 ½ Pfd. Kartoffeln, 1½ Pfd. gutes, feines Erbsſtroh, 2 Pfund weiches Gerſten⸗ und 2 ½ Pfund weiches Haferſtroh; von Weitzen⸗ und Roggenſtroh, wie oben, 5 bis 7 Pfd. Doch werden die letztern 4 Stroh⸗Sor⸗ ten das Heu auch in dem bezeichneten Werths⸗Verhaͤltniß nur da erſetzen, wo von kleinern Quantitaͤten die Rede iſt, welche das Schaafvieh gehoͤrig durchzuſuchen und nach ihren vorzuͤg⸗ lichern Beſtandtheilen(Aehren⸗Huͤlſen, Spreu) zu verzehren wirklich im Stande iſt. Eine ſo reichliche oder kraͤftige Nahrung, wie man meint, daß Merinos ſie erhalten muͤſ⸗ ſen, habe ich bei meinen Fuͤtterungs⸗Verſuchen nur im Jahre 18 1¼ der 1ſten und 2ten Partie, und im Jahre 18 ³ ¾ der 1ſten Partie, ſonſt aber nicht gegeben, theils weil ſie ſich ſchon hier nicht belohnte, theils weil ich ſie mir noch fuͤr kuͤnftige Verſuche zur Vergleichung meh⸗ rerer Fuͤtterungsmittel vorbehalten wollte. Ich fuͤtterte dagegen, wie die Tabellen zeigen, im Ganzen ſpaͤrlich und habe davon gleichwohl im Allgemeinen weder eine erhebliche, praͤſumirte . Ver⸗ 1 Verminderung des Wollertrags, noch eine gleiche Verſchlechterung der koͤrperlichen Beſchaffen⸗ heit der verſuchsweiſe gehaltenen Schaaf⸗Partien, weder unter ſich, noch im Vergleich mit an⸗ derem Vieh wahrnehmen koͤnnen. Um die Fuͤtterung der verſchiedenen Zeitraͤume mit dem Durchſchnitte dieſer letztern ſchnell vergleichen zu koͤnnen, iſt noch bie folgende 3te Tabelle zugelegt worden) welche jenen Durch⸗ ſchnitt ausmittelt. III. Durchſchnitts⸗Fuͤtterung im Winter Jahr 1821 zu 1822 2e 4 3te 4te 5te 6te (per Kopf taͤglich) 46 ν 4 . Spart ie Da nach vorſtehenden Tabellen 4 1 die Stallfuͤtterung dauerte, Tage 148 148 ſ 148 148] 121 148 und auf dieſelbe verwendet: I a) an Erbſen, Hafer, Kartoffeln und Heu, alles auf letzteres reducirt, Pfd. 5506 4496 3486 2476 1875 2433 b) an allerlei Stroh. Pfd. 3834 3862 4147 4220 4245 4689 oder auch dies auf Heu reducirt Pfd.] 1359 1364 1407 1418 1510 1931 Im Ganzen an Heu und Surrogat Pfd. 686 5860 483 4 384] 338 5] 4364 ſo betraͤgt dies auf den Kopf, und zwar pro Tag: a) an Erbſen, Hafer, Kartoffeln und Heu, alles auf letzteres reducirt, Pfd.] 1,86 1,51. 1,18 0,83. 0,77 0,822 b) an allerlei Stroh. Pfd. 1,295 1,304 1,40 1,42 1,754 1,584 und zwar: Erbsſtrop...... Pfd. 0,29 0,29 0,29 0,29 0,35 0,29 Weitzen⸗ und Roggenſtroh. Pfd. 0,85 0,86 0,96 0,98 1,14 0,81 Gerſten⸗(auch Hafer⸗) Stroh Pfd. 0,15 0,15 0,15 0,15 0,26 0,48 oder auch dieſe auf Heu reducirt Pfd. 0,455] 0,46 0,47 0,48 0,62 0,65 Im Ganzen Heu und Surrogat Pfd. Jahr 18 22 zu 1823 — 7 5— Jahr 1823 zu 1824 Jahr 1824 zu 1825 iſte ate 2te 3te 4te part i e 5te Iſte 2te P a 3te r t i 4te Sre e Iſte 2te 3te 4te 117 117 117] 117 117 146 146 121 121 12¹ʃ 121 2728 2772 972 1990 2209 2164 2772 2772 2465 972 972] 925 1993 2232 1164 2140 2232 1164 1993 3582 2111 940 4235 2210 37 29.2 31s1 30⸗ 3136; 33 4 4104 3130 1,17 1,184 0,19 0,80 0,19 0,413 0,85 0,94 0,93 1,18[1,18[1,05 0,19 0,19 0,19 0,80 0,80(0,67 0,19 0,19 0,19 0,41, 0,41, 0,39 1,094 0,63, 0,25 0,13, 0,25 0,38 0,82, 0,922 0,38 0,36 0,18 0,48 0,884 0,9223 0,38 0,36 0,18 0,48 0,82, 1,48 0,564 0,36 0,56 0,872 0,3884 1,75 0,564 0,62 0,553 0,913 1,4736