* — 3 4 Beytraäage zur Kenntniß engliſchen Landwirthſchaft apft und 8 ihrer neueren gratiſh practiſchen und thevretiſchen 50* Fortſchritte in Ruͤckſicht auf de Vervollkommnung— kriſchr teutſcher Landwirthſchaft fas denkende Landwirthe und Cameraliſten. diit Dritter und letzter Band n v D—— D. D. Albrecht Thaer. Mit Kupfern. —— Hannover, 1804. 8 VBeoy den Gebkuͤdern Hahu⸗ — denkende Landwirthe und Cameraliſtell. — D. Albrecht Thaer. F. Einleitung zur Kenntniß 3 engliſchen Landwirthſchaft und ihrer neueren practiſchen und theoretiſchen Fortſchritte in Ruͤckſicht auf Vervollkommnung 4 teutſcher Landwirthſchaft fuͤr Dritter und letzter Band von Mit Kupfern. Hannover, 1804. Bey den Gebraͤdern Hahn. Dem Andenken der verewigten Frau von Friedland, geborne von Leſtwitz, gewidmet von d e m Verfaſſer. rau u wi- ₰ wmant enwjſ ör Geſſ, ienaun mi n Meie Abſicht war, dies Werk mit ſeinem letzten Bande der groß en Frau zu widmen. Sie iſt uns un⸗ erwartet entriſſen. Ihr Geiſt, der jeder Vervoll⸗ kommnung mit raſtloſer Thaͤtigkeit ent⸗ 3 gegenſtrebte, und alles erreichte, was erreichbar war, hat ſolche Denkmaͤhler ſeines Hierſeyns, auch im Fache der Landwirthſchaft, hinterlaſſen, daß Ihr Nahme bey Landwirthen keines ande⸗ ven bedarf. Aber daß Ihr Nahme dieſes Buch zieren duͤrfe, wuͤrde Sie erlaubt haben. Darum ſtehe er hier! 145 ſ eh zönandin⸗ ud Frewnde, nſt dhte muunn drt a wmuge bn ihlteenu ma nn d m nitſelbſtn die aun We ch dn a nheed busma 4Gſſt tſäht glhhr, mun if, vid e da lſimnn mih h dmahlet nnern ehn bne ag ai Fpant hobe, än nung tragnelle en m auym bente müuitm m a m Van — Vorrede. Mi⸗ dieſem Bande beſchließe ich dieſes Werk, ob ich gleich noch Materie fuͤr viele haͤtte. Aber ich verlaſſe keinesweges die angefangene Laufbahn. Ich richte dieſe Vorrede an die vielen Goͤn⸗ ner und Freunde, die ich mir beſonders durch dieſes Werks erworben habe. Ihnen bin ich eine Rechenſchaft ſchuldig von der bisherigen Verwendung meiner geringen Talente in dieſem Fache, und, bey der gegenwaͤrtigen totalen Ver⸗ aͤnderung meiner Lage, einen Voranſchlag, wie ich ſelbige in der Folge zu benutzen denke. Sie werden es mir alſo verzeihen, wenn ich etwas von mir ſelbſt rede. Nur fuͤr meine Freunde iſt dieſe Vorrede geſchrieben. Wie ich den erſten Band dieſes Werks her⸗ ausgab, war die Praxis und Theorie des Acker⸗ baues nur das Geſchaͤft meiner Muße. Ich war ein ſehr geſuchter, ſehr gluͤcklicher Arzt, und wer in meinem Vaterlande einigermaßen bekannt iſt, wird es bezeugen, daß keine aͤuſſere Veran⸗ laſſungen mich bewegen konnten, dieſes Metier allmaͤhlig immer mehr an die Seite zu ſetzen. Die Motive lagen blos in meinem Inneren. Es war auch nicht, wie einige meiner Freunde geglaubt haben, ein ſpaͤter entſtandener Skep⸗ ticismus in Hinſicht der Arzneykunſt. Es giebt eine rationelle Empirie derſelben, die auf ſiche⸗ ren Gruͤnden beruhet. Aber mein Mitgefuͤhl beym Krankenbette war ſeit jeher zu ſtark fuͤr ei⸗ nen Arzt, und ward— ſo ſehr ich es zu unter⸗ — VIII— druͤcken ſuchte— mit den Jahren immer reitzba⸗ rer. Das Gluͤck, manche Geliebte zu retten, konnte den Schmerz, die Muthloſigkeit nicht mindern, die ich bey dem huͤlfloſen Zuſtande an⸗ derer, mir nahe am Herzen liegender Freunde empfand. Mein inneres Gefuͤhl empoͤrte ſich ferner gegen die Nothwendigkeit, worin ſich der Arzt oft befindet, die Wahrheit, ſelbſt wenn er gefragt wird, zu verheelen; dem chroniſchen Kran⸗ ken die Gefahr und die Hoffnungsloſigkeit ſeines Zuſtandes zu verbergen; ein Recept mit einem Zutrauen einfloͤßenden Blick niederzuſchreiben, wenn er nach ſeinen Einſichten von keinem Mit⸗ tel Huͤlfe erwarten kann— eine Lage, worein der Arzt um ſo oͤfter kommt, je mehr er Erfahrung hat und Zutrauen beſitzt. Dazu kamen endlich meine rheumatiſchen Beſchwerden, die betaͤuben⸗ den Kopfſchmerzen, die mich, wenn ich in ein uͤberheitztes Zimmer trat, oft ploͤtzlich uͤberfielen, und die Anaſt, welche ich dann, bey nur halbem Bewußtſeyn, wegen meiner gefaͤhrlichen Kranken hatte Der letzte Umſtand noͤthigte mich, immer etliche juͤngere Aerzte zu meinen Gehuͤlfen und Schuͤlern zu haben, und ich war in der Wahl derſelben ſo gluͤcklich, daß ſie bald das Zutrauen des Publikums verdienten und erhielten. Ich konnte aiſo dieſen meinen Schuͤlern— jetzt er⸗ fahrnen Maͤnnern— meine Praxis zwar allmaͤh⸗ lig mahr abtreten; aber Pflicht, Dankbarkeit, Zutrauen der Kranken ſowoyl als dieſer Aerzte— die nie aufhoͤrten, meine warmſten Freunde zu ſeyn— noͤthigten mich doch immer, noch den groͤßten und wichtigſten Theil meiner Zeit der Mediem zu widmen, ungeachtet ich ſie ſchon ſeit mehreren Jahren nicht als Gewerbe betrieb. 1 3 dh rbndir vu in ud mmteſunr— he dt ſcrreden Däch un Veisſerthwnn „bſer Kut ur dgui ufd = urtvedc de dherckerwir 1unmanm Watt bandwrrzchoftſ e whts hurn. tn piheenwſche nait wait und Ade mmrüöd 1 Ihnſa die 1rn varam Ahüänngfta, ₰ brkenh min a man,de de. ſe Rang, Im ſ adagin, umſey Nim ninteb tien wwtct üen e h — 2— — —— Aus dieſen Verhaͤltniſſen konnte ich mich— ſo lange ich meinen Wohnſitz vor dem Thore des freundlichen Celle behielt— nicht herauszie⸗ hen. Ich verlaſſe ihn, verlaſſe meine verehrten, meine geliebten, meine treuen Freunde mit Schmerz!!— auss keinen anderen Bewegungs⸗ gruͤnden, als um mich ganz dem Dienſte der Ceres in einem Lande zu weihen, wo ſie ſo viele Verehrer hat, und wo ſie unter dem Schutze des gerechteſten und beſten Koͤnigs bald ihr Full⸗ horn uͤber Fluren ausſchuͤtten wird, die jetzt noch ihrer ſegnenden Hand ſehr beduͤrfen. Durch den erſten Band des vorliegenden Werks habe ich meinen Zweck: das Nachdenken beſſerer Koͤpfe uͤber den wichtigſten Gegenſtand des Menſchen auf dieſer Erde wieder zu erregen, die geſunkene Achtung fuͤr denſelben zu heben und die Thaͤtigkeit dafuͤr aufzureitzen— auf eine mir unerwartete Weiſe erreicht. Ein Lehrbuch der Landwirthſchaft ſollte und konnte dies Werk nicht ſeyn, und es thut mir ſehr leid, daß einige es fuͤr ein ſolches angeſehen haben. Auch war ich da⸗ mahls weit von der Idee entfernt, ein Lehrer der Landwirthſchaft zu werden. Indeſſen beſuchten mich ſchon ſeit mehreren Jahren viele Fremde, in der Abſicht, meine Feld⸗ beſtellung zu ſehen, und fanden meine kleine Wirth⸗ ſchaft und meine Verſuche, bey allen Unvollkom⸗ menheiten, die das Local mit ſich fuͤhrte, inter⸗ eſſant genug, um laͤnger hier zu bleiben oder oͤß⸗ terer wiederzukehren. Vor zwey Jahren kamen mehrere junge Maͤnner, theils aus eigenem An⸗ triebe, theils von hohen und verehrungswuͤrdigen Goͤnnern hergeſchickt, zu mir, um ſich den ganzen Sommer hier aufzuhalten. Um ſie nicht unbe⸗ ſchaͤftigt zu laſſen, entſchloß ich mich, ihnen Vor⸗ leſungen uͤber Landwirthſchaftswiſſenſchaft zu hal⸗ ten, und ihnen einigen Unterricht in der Natur⸗ kunde, Chemie und Botanik zu verſchaffen. Die Wißbegierde und der Fleiß dieſer jungen Maͤnner und der hierauf begruͤndete Erfolg meines Unter⸗ richts, uͤbertraf meine Erwartung So ward ich dazu gebracht, ein landwirthſchaftliches Lehrinſti⸗ tut hier anzulegen, welches bey der Unſchicklichkeit des Locals und Mangel der Huͤlfsmittel, zwar himmelweit von dem auch nur unvollkommenen Ideale entfernt iſt, welches ich im Nachtrage zum zweyten Capitel des erſten Bandes dieſes Werks aufſtellete; aber im verwichenen Som⸗ mer ich darf es dreiſt behaupten— mehr Nut⸗ zen geſtiftet hat, wie irgend ein aͤhnliches. Ich habe hier mit Huͤlfe meines braven Einhofs Keime zu großen Talenten erweckt, die, auf den rechten Boden verpflanzt, die herrlichſten Fruͤchte bringen muͤſſen. Der Vortrag, den ich dieſen jungen, aber mit dem gewoͤhnlichen Wirthſchafts⸗Betriebe ihrer Gegend ſchon bekannten Maͤnnern thun mußte, hat mich zuerſt auf die Idee gebracht, ein Lehrſyſtem der Landwirthſchaft zu entwerfen, welches ich unter dem Titel:„Grundſaͤtze, des rationellen Ackerbaues““ bey mehre⸗ rer Muße ausarbeiten werde. Man wird mir die Thorheit nicht zumuthen, hier ein poſitives, allgemein anwendbares Wirth⸗ ſchafts⸗Syſtem aufſtellen zu wollen. Nein! ich bin weit von dem Gedanken entfernt, eine Ma⸗ ſchine zu erfinden, die jeder nur mechaniſch nach⸗ zumachen brauchte, und die fuͤr jedes Local paſ⸗ ſen ſollte. Haͤtte ich je eine ſolche Idee haben umnnt d ainwd hrin madeten Drww hgemt deScäni den manr anndehe — feam zaſs d u dr ür Gee h d Grinde a ſptm. Nenebſchifh g waun dnig Mäumſt An m Mäth giem 99 unt ia dor aurwihl. R den enn, e — Pehun ſinn⸗ riwin ſt Da uſmn, üa ga, m Vor⸗ hal⸗ atur⸗ Die nner nter⸗ ich nſti⸗ hkeit war enen rage ieſes * — ₰ℳ — koͤnnen, ſo haͤtten mich die vielen Unterredungen und Correſpondenzen mit Landwirthen aus den verſchiedenſten Gegenſtaͤnden davon geheilt, und insbeſondere haͤtte mich der muͤndliche Vortrag, den ich meinen erfahrnen Zuhoͤrern aus allen Ge⸗ genden, wo teutſche Sprache herrſcht, thun muß⸗ te, gegen dieſe Einſeitigkeit geſchuͤtzt. Aber eben ſo wenig will ich die unzaͤhlbaren Springfedern und Raͤder, woraus man eine wirthſchaftliche Maſchinerie zuſammenſetzen kann, nur vereinzelt darſtellen, ohne ihre Verhaͤltniſſe „zu einander, ihr Eingreifen in einander zu zeigen und zu berechnen. Beydes iſt genug geſchehen, befriedigt aber das Beduͤrfniß derer nicht, die ſich uͤ ber den Lei⸗ ſten ihrer Gegend erheben, und vermittelſt ange⸗ ſtrengten Fleiſſes den hoͤchſten nachhaltigen Er⸗ trag durch ihr Gewerbe hervorbringen wollen, aber doch Gruͤnde genug haben, Fehltritte zu fuͤrchten.. Meine Abſicht iſt hauptſaͤchlich, eine Anleitung zur genauen Erwaͤgung und Berechnung der Verhaͤltniſſe aller einzelnen Theile, woraus eine Wirthſchaft zuſammengeſetzt werden kann, zu eben; damit ein jeder die Springfedern und Raͤden auswaͤhlen lerne, woraus er eine Maſchi⸗ ne bilden kann, die ſeinen Mitteln, ſeinem Zwecke und ſeinen Ortsverhaͤltniſſen am ange⸗ meſſenſten iſt. Denn jedes Rad mag einzeln noch ſo verfeinert, jede Springfeder noch ſo wirkſam ſeyn; am unrechten Orte angebracht, zerſtoͤrt ſie mehr als ſie befoͤrdert. Der Grundriß dieſes Lehrgebaͤudes iſt ange⸗ legt, und hat die Probe bey meinen Zoͤglingen ausgehalten. Aber die Ausfuͤhrung fuͤr das —*— groͤßere Publikum erfordert Zeit und Aufwand. Noch fehlen mir manche Materialien, und noch muß ich zur Entſcheidung vieler zweifelhaften Fragen die Reſultate mehrjaͤhriger Verſuche ab⸗ warten, die ich und meine Freunde anſtellen. Denn auf bloße Meynung uͤnd Wahrſcheinlich⸗ keit darf nur das Nebenwerk— die Hauptpfeiler muͤſſen auf gepruͤften Thatſachen, auf Zahl, Maß und Gewicht beruhen, wenn das Ge⸗ baͤude ſicher und brauchbar ſeyn ſoll. Die Herausgabe eines landwirthſchaftlichen, zweckmaͤßig geleiteten Journals und die damit verbundene Correſpondenz kann uns vor Allen viele fehlenden Materialien verſchaffen. Die Annalen der Niederſaͤchſiſchen Landwirthſchaft haben viel brauchbares— Dank ſey es den wuͤrdigen Mitarbeitern!— ge⸗ liefert. Die Redaction und die Correſpondenz ſiel mir allein zur Laſt, und letztere ward mir bey den vielen andern Geſchaͤften zu ſchwer, da ich keinen der Sache kundigen Gehuͤlfen hatte. Aus dieſem Journale iſt alſo, auch wegen mehrerer Schwierigkeiten und Hinderniſſe, nicht das ge⸗ worden, was ich beabſichtigte, und was es haͤtte werden koͤnnen. Deſſenungeachtet hat es, ſelbſt im Auslande, vielen Beyfall erhalten, und die vergriffenen 3 erſten Jahrgaͤnge werden in ei⸗ nem verbeſſerten und berichtigten Auszuge wieder aufgelegt. Ich werde alſo mit dem Anfange des kuͤnfti⸗ gen Jahrs ein allgemeines Journal der Land⸗ wirthſchaft in monatlichen Heften herausge⸗ ben, deſſen Verlag der Buchhaͤndler der Real⸗ Schule, Hr. Reimer zu Berlin, uͤbernom⸗ men hat. Ich nehme blos zu dieſem Geſchaͤfte —— nüam hätum, da Patwerten, warn a ſdemah uc bold i y ninm riur iu Dn he N nct Irdenni — luc eneGomner her Unfüzang, Pnts vtg ſ, Rnderen(age un wnonche daf Revon tond eire Ge Mtät d heln- Dſſa nere Aberatit fu Finſe myoſſen drr=or mic nr Imcgan und ohr Enngſte d N un nriſthen u M gnh mach ar Io mr ww än haſſe kn eunn auzun h uc niſtmm, a gfefnuge — — xxIII— einen Gehuͤlfen von den erforderlichen Kenntniſſen und Talenten, der in meinem Hauſe wohnen wird, an, hauptſaͤchlich um die Correſpondenz zu fuͤhren. Dies wird mich in den Stand ſetzen, ſo manchen ſchaͤtzbaren Briefwechſel, den ich noth⸗ gedrungen aufgeben inußte,— weil ich bey Fort⸗ ſetzung angefangener Correſpondenzen durchaus nichts wie Bliefe haͤtte ſchreiben koͤnnen,— wieder anzuknuͤpfen und neue einzugehen. Jeder, der ſich der Befoͤrderung dieſes periodiſchen Werks thaͤtig annimmt, kann darauf rechnen, daß er Antworten, zwar nicht immer von meiner Hand, aber jedesmahl nach meinem Sinn, erhalte; ſo⸗ bald ich in meinem kuͤnftigen Wohnſitze einge⸗ richtet bin. Den Plan dieſer Monatsſchriſt wer⸗ de ich nach Johannis bekannt machen, und ich erſuche meine Goͤnner und Freunde vorlaͤufig um ihre Unterſtuͤtzung, die zum Fortgange eines Werks noͤthig iſt, welches, wie ich bey meiner veraͤnderten Lage und meinen vielen Verbindun⸗ gen verſprechen darf, mehr leiſten wird, als bis⸗ her von irgend einem geſchehen iſt. Se. Majeſtaͤt der Koͤnig Friedrich Wil⸗ helm— Deſſen ausgezeichnete, wohlberech⸗ nete Liberalitaͤt fuͤr die Befoͤrderung nuͤtzlicher Kuͤnſte und Wiſſenſchaften ſchon ſo vieles bewirkt hat— hat mich nehmlich aus Allerhoͤchſt⸗eigener Bewegung und ohne mein Nachſuchen in den Stand geſetzt, den Reſt meines Lebens dem Stu⸗ dio der praktiſchen und theoretiſchen Ackerbau⸗ kunſt, ganz nach meiner Neigung, zu widmen, und mir dazu ein paſſendes Local in den Preußi⸗ ſchen Staaten auszuwaͤhlen. Ueber letzteres bin ich noch unbeſtimmt, denn ich muß bey bedeu⸗ tenden Aufopferungen, die ich hier mache, das Intereſſe meiner Familie mit meiner Neigung, fuͤr die Wiſſenſchaft zu wirken, moͤglichſt zu ver⸗ einigen ſuchen. In wiefern ich mein Lehr⸗Inſtitut, welches hier nur bis Michaelis fortdauren wird, auf mei⸗ nem neuen Wohnſitze fortſetzen, erweitern kann oder beſchraͤnken muß, wird von der Auswahl des Orts und von den vorhandenen Gebaͤuden abhaͤngen. Der auf Erbpacht mir allergnaͤdigſt verliehene Theil des Amts Wollup im Oder⸗ bruch paßt, ſelbſt wegen der auſſerordentlich fruchtbaren Grundmiſchung des Bodens, nicht dazu, und ich werde ſelbigen alſo gelegentlich ver⸗ kaufen oder vertauſchen. Einige nothwendige Reiſen, die ich im Mo⸗ nat Februar und Maͤrz unternehmen mußte, und der Drang unaufſchieblicher Geſchaͤfte haben es verhindert, daß ich den letzten Aufſatz in dieſem Bande und die Epicriſe des Ganzen nicht vol⸗ lenden konnte. Ich werde es in den kuͤnftigen Annalen des Ackerbaues nachholen. Vor Leſung des Werks bitte ich die ange⸗ zeigten Druckfehler zu verbeſſern. Sie ſind zum Theil bedeutend. Die Entfernung des Orts und die Eile des Drucks machten es unmoͤglich, ſie zu vermeiden. Die Erklaͤrungen der Abbildungen engliſcher Viehracen wird nebſt einem ausfuͤhrlichen Sach⸗ Regiſter von allen drey Theilen auf Johannis nachfolgen. Jene mitzuliefern, war unmoͤglich, da Zeichner, Kupferſtecher, Drucker und Verleger an entfernten Orten wohnten, und ich die Zeich⸗ nungen und Abdruͤcke nicht bey einander hatte. Celle, den 30. Maͤrz, 1804. Albrecht Thaer. 8 zuden 8 Ueber er⸗ das Charakteriſtiſche ver⸗ der engliſchen Landwirthſchaft Mo⸗ im ieſem Verhaͤltniß gegen die teutſche. 29060909 28490900006009 39 7 r Band. nean leid lrpedes, we 6Won. Am di pyi nn ar nyi 1 ℳ l wi ſi * ſſtrrin An b m 3 1 ln Na fen a dn Nunde lhy ii, bham imuhrs 6 ½ 1 4 „ J. Ueber das Charakteriſtiſche der engliſchen Landwirthſchaft im Verhaͤltniß gegen die teutſ che. Da engliſche Landwirthſchaft war ſchon in mehreren Perioden, ſeit der Mitte des vorigen Jahrhunderts, das Geſpraͤch und das Gezaͤnk des Tages. Wenn Einer in derſelben den Stein der Weiſen gefunden zu haben glaubte, den man nur blindlings anzuwenden brauche, um ſchnell durch ſeinen Ackerbau reich zu werden, ſo ſchrie ein Anderer uͤber die Thorheit, die koſtſpielige Cultur der Englaͤnder nachahmen zu wollen. Man hoͤrte das Wort Anglomanie aus dem Munde der Unmuͤndigen und Saͤug⸗ linge in unſerer Kunſt. Das Geſchrey der letztern uͤbertaͤubte den Wahn der erſtern, und A 2 das das Phantom, was dieſe aufſtellten, ward durch den Wind, den jene machten, weggeblaſen. Aber noch hat Keiner beſtimmt, was engli⸗ ſche Landwirthſchaft ſey, worin ihr ausgezeich⸗ neter Charakter beſtehe und wodurch ſie ſich von der deutſchen unterſcheide?— Nachdem ſich ein jeder bey dem Worte engliſch etwas Gu⸗ tes oder etwas Böſes dachte, gab er ſeiner Wirthſchaft oder ſeinem Ideal von Wirthſchaft den Nahmen einer engliſchen, oder nicht. In der That konnte das ein jeder auch thun; denn nicht leicht iſt eine Wirthſchaftsein⸗ richtung oder eine Ackeroperation denkbar, von welcher man nicht etwas Aehnliches auf irgend einem Flecke von England oder in irgend einem engliſchen Buche angetroffen haͤtte. Doch zwey wichtige Gegenſtaͤnde, welche die meiſten fuͤr die charakteriſtiſchen Zuͤge der eng⸗ liſchen Landwirthſchaft— je nachdem ſie dieſem Nahmen und dieſer Sache hold oder abhold waren— ausgaben, haͤtte man in England wol vergebens in irgend einem betraͤchtlichen Umfange geſucht. Dies ſind Somm erſtall⸗ futterung der Kuͤhe und Schaafe, und Klee⸗ bau in und ſtatt der Braache. Germershauſen— ein Schrifiſteller, der viel zuſammengetragen und ſonſt ziemlich gut ita md 3 Fhiikrn wmxluihn M 1 1 14 4 Nulwöheerſn⸗ 7 * 1 8 1 4 nnlſ dni i guurnn= K rchr laha, twitem m wiu mbämun am i wh d eans lern nh lhn in de tn in Enhean Mie aW gus * Peia uud wmniͤ alah — Aüaban liavinz ſen wirinag ed durch gut geordnet hat— zaͤhlte in ſeinem Hausv. ehlan. I. 43 1. unter den Eigenthuͤmlichkeiten des eng⸗ englie liſchen Ackerſyſtems auch den Vorzug auf, den gejeih⸗ man im Sommer der Stallfutterung vor der ſichvon. Weide, ſogar fuͤr die Schaafe, gebe.„Wenn“, em ſih ſagt er S. 437⸗„in der vorhergehenden Be⸗ as Gu⸗„ſchreibung der engliſchen Bauart geſagt wird, ſeiner„daß die Stallfutterung der Schaafe, im Som⸗ thſchaf„mer der Weide vorgezogen werde, ſo klingt .„ſolches in den Ohren der meiſten teutſchen r an„Schaͤfer ſehr wunderſam oder es kommt ihnen fwei„ unglaublich vor. Aber es iſt doch lange ſchon 3„in England ſo geweſen, bis endlich die Schaaf⸗ , bon„weide ſogar durch eine Parlementsacte aufge⸗ tgend„hoben worden.“— Ein Englaͤnder, der dies alſehn laͤſe, muͤßte glauben, der teutſche Schriftſtel⸗ ler verſtehe unter dem Nahmen Schaaf ir⸗ gend eine unbekannte auslaͤndiſche Thierart, die je die 55 er irrig hin nach England verſetze. Denn dieſem Schaafe koͤnnen, nach der Meynung der Eng⸗ hold laͤnder, nicht im Winter, vielweniger im Som⸗ gland mer, im Stalle ausdauren. Eben ſo wenig iſt lichen wol das, was er aus Patullo vom engliſchen ſalk* Ackerbau in 12 und. 18 Schlaͤgen anfuͤhrt, ir⸗ Klee⸗ gendwo in England gebraͤuchlitihh. Die ſonderbaren Ideen, welche ſich uͤber ſteller, engliſche Landwirthſchaft unter uns verbreitet emlich hatten, muͤſſen ihren Grund theils in der Jma⸗ gina⸗ gut — 6— gination unſerer Schriftſteller, theils in unrich⸗ tigen Nachrichten von Reiſenden, die von Lon⸗ don ab eine kurze Excurſion aufs Land mach⸗ ten, theils in den ſchlechten Ueberſetzungen ſchlecht gewaͤhlter engliſche Schriftſteller gehabt haben. In Anſehung der letztern traf man in den ſechsziger Jahren eine ſolche Auswahl, und gieng bey der Ueberſetzung ſo fehlerhaft zu Werke, daß der leſer nur lauter verworrene Ideen daraus erhalten konnte und ſchwindelnd das Buch zuſchlagen mußte. Am meiſten hat ſich die Ueberſetzung des Compleat body of husbandry, London 1756— 1759 unter dem Titel: Allgemei⸗ ne Haushaltungs⸗ und Landwirth⸗ ſchaft— von einer oͤkonomiſchen Geſellſchaft in England. Hamburg und Leipzig, 1763— 1768, in 5 Bän⸗ den, unter uns verbreitet. Dies iſt ein Ge⸗ miſche von lauter Collectaneen, die Thomas Hale zuerſt ſammlete, und die der berüchtigtſte Schmierer ſeiner Zeit und ſeiner Nation, John Hill, nebſt Zuſaͤtzen von Stevenſon, Ran⸗ dolf, Hawkins, Storey, Os burne, Turner u. ſ. w. ohne alle Kenntniß der Sache ordnete und herausgab. Faſt ummm eung üht deirgel 1 tue rümeſt; 4 mit fja öüt, pn nxland nd umal d de Aufmuntert ſacturen un d Naäler datzog. R gewachſen, ihereezen, u derer w Fütn of) don r— hegriff de ſcaft ne⸗ unrich⸗ on lon⸗ mach⸗ zungen gehabt in den „ und aft zu orrene ndelnd g des don mei⸗ rth⸗ chen durg Baͤn⸗ 1 Ge⸗ mas igiſte tohn Ran⸗ rne, der Faſt Faſt zugleich erhielten wir eine Ueberſetzung, wol der erſten periodiſchen Sammlung von Be⸗ merkungen und Aufſaͤtzen practiſcher und theo⸗ retiſcher Landwirthe, die unter dem Titel: Museum rusticuen et commerciale, in London herauskam, unter einem gleichen Titel in Deutſchland. In dieſer Sammlung iſt Gu⸗ tes und Schlechtes, Wahres und Falſches ge⸗ miſcht. Da man aber alles, was anonym, oder, nach damahliger Mode, unter angenommenen Nahmen eingeſandt war, aufnahm, und folg⸗ lich kein Zeuge der angegebenen Thatſachen auf⸗ trat, vielmehr unter dem Schutze der Anony⸗ mitaͤt offenbare Luͤgen und Abſurditaͤten ſich ein⸗ ſchlichen; ſo verlor die Sammlung ihren Credit in England, und hoͤrte mit dem 1 2u Bande auf, zumahl da die Adelphi⸗ Societaͤt zur Aufmunterung der Kuͤnſte, Manu⸗ facturen und Handlung zu London, ihr die Mittheilung ihrer eingegangenen Schriften entzog. Der Ueberſetzer war der Sache nicht gewachſen, und man muß beym Leſen zuruͤck üͤberſetzen, um die Sachen zu verſtehen. Ferner ward uͤberſetzt: Mills compleat system of practical husbandry. Lon- don 1762— 65. Vollſtaͤndiger Lehr⸗ begriff der practiſchen Feldwirth⸗ ſchaft 1764— 1765, fuͤnf Baͤnde. Der Ver⸗ — 8— Verfaſſer war ein bloßer Compilator, der aus andern Schriftſtellern Thatſachen und Meynun⸗ gen, ohne ſie gehoͤrig zu unterſcheiden und zu pruͤfen, untereinander gemiſcht, vortrug. Aus Wilhelm LImodern husban- dry, or the practice of farming 1744, war ein Auszug gemacht, unter dem Titel: Ellis husbandry abridgad and metho- dized. London 1772, wovon eine Ueber⸗ ſetzung 1774 in zwey Baͤnden herauskam, die ſich ohne Ekel nicht leſen laͤßt. Spaͤterhin wurden von A. Voungs land⸗ wirthſchaftlichen Werken uͤberſetzt: die Reiſe durch die noͤrdlichen Theile von Eng⸗ land, 2 Th. 1772; die Reiſe durch die oͤſtlichen Theile 1775. 3 Th.(dieſe ſcheinen mir weniger bekannt geworden zu ſeyn;) die Reiſe durch England, 2 Th. 1780, und endlich die Reiſe durch Frankreich, welche aber nur wenig landwirthſchaftliches enthaͤlt. Auch ſind 3 Baͤnde der Annalen des Ackerbaues, die Young ſeit 1783 her⸗ ausgab, und wovon 32 Baͤnde exiſtiren, uͤber⸗ ſetzt worden. Wenn dieſes Werk fuͤr Teutſche durchaus nuͤtzlich ſeyn ſollte, ſo wuͤrden die meiſten Aufſaͤtze viele Erlaͤuterungen, vorzuͤglich uͤber 14— n uim at rinm Man tebeinden r, Mraßt talhe d Eninde in iih mt etnntat m Snute nd da n de Ehwer krnada. de krans 8 —— — — Da ume Kariſe on e i ih ufälig † ten Theil d da giße dhei der Poard e aiias ae bral agrihe holenit ua er aus eynun⸗ und zu 2 ban- 744, Litel: tho⸗ eber⸗ die and⸗ eiſe ng⸗ rch ieſe n;) 80, ich, ches „ — 9— uͤber die beſonderen wirthſchaftlichen Localver⸗ haͤltniſſe derer Gegenden, wo ſie herſtammen, erfordern. Man beſchwert ſich ſelbſt in Eng⸗ land, daß man ſo viele Provinzial⸗Ausdruͤcke, welche die Einſender in dieſem Werke gebrau⸗ chen, nicht verſtehe. Es gehoͤrt eine große Bekanntſchaft mit der engliſchen und teutſchen Sprache und Verfaſſung des Ackerbaues dazu, um die Schwierigkeiten der Ueberſetzung zu uͤberwinden. Die Transactionen der Londoner Societaͤt zur Aufmunterung der Kuͤnſte, der Manufacturen und des Handels, ſind bis 1797 auszugsweiſe uͤber⸗ ſetzt. Die Aufeaͤtze beziehen ſich auf einzelne Gegenſtaͤnde, worauf die Societät Praͤmien geſetzt hatte. Die Ueberſetzung iſt oft kaum verſtaͤndlich. Dies waren die Quellen, woraus man ſeine Begrifſe von engliſcher Landwirthſchaft ſchoͤpfte, bis ich zufaͤlliger Weiſe veranlaßt wurde, den erſten Theil dieſes Werks heraus zu geben. Der groͤßte Theil deſſelben war geſchrieben, ehe der Board of Agriculture entſtand, wenigſtens ehe der wuͤrklich große Schatz von Local⸗Nachrichten, der in den Surveys ent⸗ halten iſt, ans Licht kam. Meine Abſicht war dabey — 10— dabey nicht, von dem wuͤrklichen Zuſtande des Ackerbaues in England Nachricht zu geben; ich konnte dieſes auch nicht, da ich nie in Eng⸗ land geweſen war und die gegenwaͤrtigen Quel⸗ len noch nicht beſaß. Noch weniger wollte ich irgend eine Art von engliſchem Ackerbau in ih⸗ rem ganzen Zuſammenhange meinen Leſern empfehlen, ſondern nur einzelne, bisher mis⸗ verſtandene Operationen und Bauarten der Englaͤnder deutlicher entwickeln, ihren Vortheil zeigen, und es einem jeden uͤberlaſſen, dieſes oder jenes zweckmaͤßig in ſein Ackerſyſtem zu verweben. Ich glaubte, dieſe Abſicht durch den Titel ſelbſt genauer beſtimmt zu haben, da ich das Ganze: Einleitung zur Kenntniß der engliſchen Landwirthſchaft nannte, und be⸗ ſonders zur Kenntniß ihrer neueren prac⸗ tiſchen und theoretiſchen Fortſchrit⸗ te, in Ruͤckſicht auf Vervollkommnung — nicht auf gaͤnzliche Umwandelung— teutſcher Landwirthſchaft, fuͤr denkende— nicht fuͤr unwiſſende, blindlings nachahmende— Landwirthe. Alſo keine Beſchreibung des eng⸗ liſchen Ackerbaues, wie er dort wirklich exiſtirt, ſondern ein Huͤlfsmittel zum Verſtaͤndniß der engliſchen Wirthſchaftsbeſchreibungen ſollte es ſeyn, und die Aufmerkſamkeit der Teutſchen nur erregen, auf das, was man in England entdeckt und bewaͤhrt gefunden hatte, und was auf 1 tet NRfärtwn iͤn om der wühle 8, h de zAcebuxi w inn ud it u hels n, nas daüſe undu ad vi de Arrſclad V ndein gäth glubn, nici li Gißgh emn Vagaan Gläczeit r. v Nedevi Liſchreiban in Natfell, gohe gogh dnamn de ſaben Deie auch die bot Glouceſte ha derin A iher egliche fndenzexlaut de Nlbom harit we m Narſzal! kande des u geben; . in Eng⸗ en Quel⸗ vollte ich uu in ih⸗ keſern her mis⸗ ten der Vortheil „ dieſes ſtem zu t durch den, da enntniß und be⸗ prac⸗ ſchrit⸗ nnung ug— nde— hende— des eng⸗ exiſtirt, dniß der ollte es Leutſchen England und was auf auf teutſchen Grund und Boden unter gewiſſen Modificationen verpflanzt werden koͤnnte. Ich waͤhlte das, was mir unter den Fortſchritten des Ackerbaues der Englaͤnder, theils das Wich⸗ tigſte und fuͤr uns das Anwendbarſte ſchien; theils das, was die Energie eines Theils der engliſchen Landwirthe am auffallendſten zeigte, und was die vermoͤgenden Landwirthe in Teutſchland zu gleicher Energie, aber nicht ge⸗ rade in gleicher Richtung, beſtimmen ſollte. Ich glaubte, mich uͤber letztern Zweck deutlich genug erklaͤrt zu haben, wo ich z. B. von den verbeſ⸗ ſerten Viehracen der Englaͤnder ſprach. Gleichzeitig oder bald nachher erſchien des Gr. v. Podewils Ueberſetzung von Marſhals Beſchreibung der Landwirthſchaft in Norfolk, welche den erſten Theil einer großen Folge von wirthſchaftlichen Beſchrei⸗ bungen der engliſchen Grafſchaften, von dem⸗ ſelben Verfaſſer, ausmacht. Wir haben nun auch die von Norkſhire, und werden die von Glouceſterſhire bald erhalten. Man hat darin Widerſpruͤche gegen das, was ich uͤber engliſche Landwirthſchaft geſagt habe, zu finden geglaubt. Aber mein Zweck war: nur das Vollkommnere, das Beſte und Anwend⸗ barſte der engliſchen Wirthſchaften zu zeigen. Marſhal hingegen beſchreibt den Zuſtand der . land⸗ landuͤblichen Wirthſchaft, wie er ſich in jedem Diſtricte am allgemeinſten befindet, und zwar unter der geringeren Klaſſe der Farmers, von deren wirthſchaftlichen Gebraͤuchen, Meinun⸗ gen und Einrichtungen er ein treues Gemaͤlde entwerfen wollte. Er hat daher die Beſchrei⸗ bung jeder ausgezeichneten Wirthſchaft vermie⸗ den. 3 Auch hat er ſich, wie es ſcheint, in je⸗ dem Diſtriehe nur einen Standpunkt gewaͤhlt, woraus er zwar ſehr ſcharf umher ſah, aber ſeine Beobachtungen auf dem Horizont dieſes Punkts begrenzte. So genau und treffend ſeine Beſchreibungen ſind, ſo findet man doch in den Surveys fuͤr den Boardof Agri⸗ culture eine ungleich groͤßere Mannigfaltig⸗ keit, die aus einer weiter ausgedehnten Ueber⸗ ſicht herruͤhrt; aber freilich nicht die ſcharfe Beobachtung, wie im Marſhal. Der Ueber⸗ ſetzer hat daher ſehr zweckmaͤßig bey der Ueber⸗ ſetzung von YVorkſhire die Surveys von den drey Diſtricten dieſer Provinz benutzt, um einzelne Materien mehr zu erlaͤutern. Die Schwierigkeiten einer treuen und doch verſtaͤnd⸗ lichen Ueberſetzung ſind groͤßtentheils gluͤcklich uͤberwunden. Ad Stis Von den Surdeys fuͤr den Board of Agriculture iſt der von der Grafſchaft Midle⸗ ſex durch den Kriegsrath Noͤldechen bisher allein uͤberſetzt worden. 95 Vor⸗ pel Lin ſe lawrdſch mätzten 3 Vyiſfcba. V V da indſe r gorwwirh ſer uunuunn pbhbeij6 Fentviſe drr Nn, Is d m fenduſſe ihi nug uſeri J äinden, dith wanen Ubüd Pai Ri hang der de dinander zuſe * APerſinduiß gonjit uütj de uiriſhei dandditſche tuhe, n ſo zu hefinna, hin ieden und zwar mers, von Meinan⸗ Gemäͤlde Beſchrei⸗ ſt vermie⸗ nt, in je⸗ tgewaͤhlt ſah, aber pont deſes treßfend t doch in Agri⸗ igfaltig⸗ 1 Ueber⸗ ſcharfe Ueber⸗ Ueber⸗ ys von ht, um . Die rſtaͤnd⸗ lüͤcklich ard of eidle⸗ bisher Vor⸗ Vorzuͤglich aber koͤnnen Begtrups Be⸗ merkungen uͤber die engliſche Land⸗ wirthſchaft, geſammlet auf einer Reiſe in England; aus dem Daͤni⸗ ſchen(nicht gut) uͤberſetzt. Kopenha⸗ gen und Leipzig 1801, von der engli⸗ ſchen landwirthſchaftlichen Verfaſſung und eini⸗ gen einzelnen Theilen derſelben, einen helleren Begriff geben. Da indeſſen die Aufmerkſamkeit auf engli⸗ ſche Landwirthſchaft durch mich zu einem, mir ſehr unerwarteten Grade geſpannet worden, ſo halte ich es fuͤr Pflicht, meine erlangten Kenntniſſe davon in ſo weit ferner mitzuthei⸗ len, als es mir zur Verhuͤtung aller Misver⸗ ſtaͤndniſſe noͤthig, und zur moͤglichen Verbeſſe⸗ rung unſeres Ackerbaues, unter gewiſſen Um⸗ ſtaͤnden, nuͤtzlich ſcheint. Ich habe in der zweyten Abtheilung des zweyten Bandes dieſes Werks die ſtatiſtiſchen Verhaͤltniſſe, in Anſe⸗ hung der den Ackerbau treibenden Klaſſe aus⸗ einander zu ſetzen mich bemuͤhet, weil dies zum Verſtaͤndniß der engliſchen Schriftſteller unum⸗ gaͤnglich noͤthig ſchien. Ich will jetzt verſuchen, den unterſcheidenden Charakter der engliſchen Landwirthſchaft und die Gruͤnde, worauf er be⸗ ruhet, in ſo fern dieſes uͤberhaupt moͤglich iſt, zu beſtimmen, und das Verhaͤltniß, worin ſie 5 mit — 14— mit der teutſchen im Allgemeinen ſteht, an⸗ zugeben. Dies iſt bey der großen Mannigfaltigkeit engliſcher und teutſcher Wirthſchafisarten nicht ſo leicht und kann nicht mit wenigen Zuͤgen geſcheben. Wenn vom National⸗Charakter die Rede iſt, ſo darf man ſich nicht gewiſſe Individuen denken. Ich kenne einzelne Teutſche, die nach der insgemein angenommenen Beſtimmung des National⸗Charakters zu den Englaͤndern ge⸗ hoͤrten, und Englaͤnder, die man fuͤr Teutſche halten ſollte; deſſen ungeachtet bezweifelt nie⸗ mand, daß es einen National⸗Charakter gebe. So auch mit Wirthſchaften und Wirthſchafts⸗ arten. Wenn man von der Landwirthſchaft einer ganzen Nation reden und ſie mit der einer an⸗ dern vergleichen will, ſo muß man dreyerley Geſichtspunkte, woraus man ſie anſehen kann, unterſcheiden: 1) kann man bloß Ruͤckſicht nehmen auf die am allgemeinſten eingefuͤhrte landuͤb⸗ liche Wirthſchaftsart, unter welcher noch der groͤßte unm B dt urhlüt Vsast rinſtei puuci 6 dad „) V di Kennniſt un fͤn, nich 1 hi, vend diee anxandt nd ticlächn glt ander hüdemi eam deſere Taſ der zochſt wiſ iderprechen ut de Na * hm Aaion, Aahe p. hey wein i un den hinder decte udd t, an⸗ altigkeit en nicht Zügen ie Rede dviduen ie nach ng des en ge⸗ eutſche lt nie⸗ gebe. hafts⸗ ft einer ner an⸗ eyerley kann, en auf anduͤb⸗ dch der groͤßte — 15— groͤßte Theil des Grund und Bodens liegt, und benutzet wird.. 2) Auf die beſſere Wirihſchaftsart, welche von den groͤßeren, wohlhabendern und aufge⸗ klartern Landwirthen mehrentheils eingefuͤhrt und als vorzuͤglich anerkannt iſt; auf den Grad der Vollkommenheit folglich, welchen die Land⸗ wirthſchaft practiſch, wenn gleich noch nicht allgemein, bey dieſer Nation erreicht hat. 3) Auf die Maſſe des Wiſſens und der Kenntniſſe von landwirthſchaftlichen Gegen⸗ ſtaͤnden, welche ſich dieſe Nation erworben hat, wenn dieſe gleich nur wenig practiſch angewandt und die Ideen noch nicht auf be⸗ traͤchtlichen Flaͤchen realiſirt waͤren, weil be⸗ ſondere Hinderniſſe der Ausfuͤhrung des an⸗ erkannt Beſſeren vielleicht entgegenſtanden. Dieſe drey Geſichtspunkte koͤnnen eine hoͤchſt verſchiedene Anſicht gewaͤhren, und hoͤchſt widerſprechende Urtheile, uͤber den Stand⸗ punkt des Ackerbaues bey einer und derſel⸗ ben Nation, begruͤnden. Wenige Provinzen ausgenommen, iſt der bey weitem groͤßte Theil des Ackerbaues noch in den Haͤnden einer von Alters her unter⸗ druͤckten und dadurch ſtumpfſinnig gewordenen Men⸗ — 16— Menſchen⸗Generation, der vormaligen Knechte und Sclaven. So ſehr ſich ihr Schickſal in den meiſten Staaten gegen vormalige Zeiten verbeſſert hat, ſo beſitzen ſie doch groͤßtentheils nur das Nothduͤrftige, was zur Befriedigung ihrer phyſiſchen Beduͤrfniſſe von einem Tage, hoͤchſtens von einem Jahre zum andern zureicht. Es fehlt ihnen theils an Muße, uͤber etwas, das ſich ihnen nicht in ſeinem ganzen Zuſammenhange ſinnlich darſtellt, nachzudenken, ſich klare Ideen davon zu erwerben, und ſolches bis zur eige⸗ nen Ueberzeugung zu pruͤfen; theils an Ver⸗ moͤgen, um Verbeſſerungen, die ſich erſt ſpaͤ⸗ ter als nach einem Jahre wieder bezahlen, zu unternehmen. Ueberdem ſind ihnen durch Be⸗ ſchraͤnkungen, Laſten, hergebrachte Rechte u. ſ. w. die Haͤnde gebunden, und dazu geſellen ſich noch die Vorurtheile, der Stolz und der Neid ihrer Gemeindegenoſſen und Nachbaren, die oft der Kluͤgere zu beleidigen und zu reizen ſich fuͤrchtet. Hieraus laͤßt es ſich erklaͤren, warum der in den Haͤnden dieſer Klaſſe groͤßtentheils be⸗ findliche Ackerbau in den meiſten Gegenden noch nicht beſſer, wie vor Jahrhunderten, be⸗ trieben wird, und warum die vor Alters zu⸗ faͤllig eingefuͤhrte, ſchlechte oder beſſere, Be⸗ wirthſchaftung, bey allem uͤber den Ackerbau ſich b V Kebrätrden— duſt wh un mitzün m Tcehes nbe ¹ Aii niine arit uſſl ſch uh melr ſtaſtem der i gläre winde KPalen deß, iniittnmn t ähuni u n — anr teſeſ n ide Nim wlhbend iiten Jort unlublic , da de lne, ded dem Vrnage ten, ihren bber den de * Maemein fin nige Vrlk lbn de Ere tinzen ißt de injin i.. er genmn da * Band Knechte ickſal in Zeiten tentheils edigung Tage, aureicht. das, das enhange Ideen at eige⸗ an Ver⸗ riſt ſpaͤ⸗ en, zu ich Be⸗ chte u. heſellen d der baren, reizen um der ils be⸗ genden en, be⸗ ters zu⸗ 2, Be⸗ ckerbau ſch ſich verbreitenden Lichte, noch dieſelbe geblie⸗ ben iſt; kurz, warum es immer noch einen provinzialen und nationalen Charakter des Ackerbaues gebe. * Dieſer nationale, im Ackerbau der Bauern vorzuͤglich auffallende, Charakter verbreitet ſich auch mehr oder weniger uͤber die Wirth⸗ ſchaftsart der wohlhabenden Gutsbeſitzer. Es gehoͤren gruͤndliche Kenntniſſe und ein feſtes Wollen dazu, um ſich bey ſeinen Wirthſchafts⸗ Einrichtungen von ſeinen Arbeitern ganz un⸗ abhaͤngig zu machen— eine Energie und eine leidenſchaftliche Liebe zur Sache, welche in jeder Nation nur einzelne Landwirthe aus der wohlhabenden und aufgeklaͤrtern Klaſſe beſitzen. Zwar wuͤrde es eine unverzeihliche und unglaubliche Indolenz anzeigen, wenn dieſe, bey den mehrern Mitteln ſich zu be⸗ lehren, bey der Muße zu denken, und bey dem Vermoͤgen, Verbeſſerungen zu unterneh⸗ men, ihren Ackerbau nicht um eine Stuffe uͤber den des gemeinen Landwirths erhoͤheten. Allgemein findet man daher bey dieſen ei⸗ nige Vervollkommnung der Wirthſchaft, die aber dem Grade nach in verſchiedenen Pro⸗ vinzen ſehr verſchieden, und daher oft pro⸗ vinzial iſt. An einer allgemeinen Ueberſicht der ganzen Landwirthſchafts⸗Wiſſenſchaft hat 3r Band. B es — 18— es auch der mehr gebildeten Klaſſe bisher zu ſehr gefehlt, als daß Viele es wagen ſollten, eine Umaͤnderung der Wirthſchaftsart, nach bloß rationellen, obgleich auf Erfahrung be⸗ ruhenden, Grundſaͤtzen vorzunehmen. Man weiß, daß es bey dem Betriebe der Land⸗ wirthſchaft auf ein richtig getroffenes Verhaͤlt⸗ niß aller einzelnen Theile ankomme; man hat wenigſtens bemerkt, daß ein einzelner vor andern gehobener und ausgearbeiteter Zweig, ohne Verbeſſerung der uͤbrigen, in das Ganze der Wirthſchaft ſo wenig paſſe, wie ein treff⸗ lich gearbeitetes metallenes Rad in eine hoͤl⸗ zerne Kukuks⸗Uhr. Bey manchen unberech⸗ neten Verſuchen der Art fehlte das gehoͤrige Eingreifen; die Maſchine kam in Unordnung, rieb ſich ab und ward zerſtoͤrt. Selten kann ein Theil betraͤchtlich umgewandelt werden, ohne eine Umaͤnderung des Ganzen zu erfor⸗ dern, und eine Umwandelung des Ganzen, ohne einen beſtimmten Leiſten, erfordert ſo ausgedehnte, ſo gruͤndliche Kenntniſſe, eine ſo richtige Wahrnehmung und Wuͤrdigung aller Localitaͤten, und eine ſo genaue, auf ſichere Data ſich gruͤndende Berechnung, daß nur wenige Oekonomen in jedem Lande dazu im Stande waren. Voreilig gewagte, unberech⸗ nete Verſuche mit neuen Wirthſchafts⸗Ein⸗ richtungen fielen an allen Orten ungluͤcklich aus, gu— nidt d ebbice Bin in d in inzütlc heue v üſche int dit. A uiſen der Uen en de de biwe er ni dlme 1¹ mn ved, e lupen flle ban de Ai lt drnaines nene Eriin nd wad üna bäſe de n Rbrundan, riht abzuan * Ae m d ined äner ſen gnihle, Drtblwiſe beſonden Ant nnde aieden isher zu ſollten, t, nach ung be⸗ Man r land⸗ Verhaͤlt⸗ man lner vor Zweig, s Ganze in tref⸗ ne hoͤl⸗ berech⸗ ehoͤrige dnung, kann herden, erfor⸗ danzen, dert ſo eine ſo Faller ſichere ß nur zu im berech⸗ Ein⸗ luͤcklich aus, aus, und ſchreckten von Neuerungen ab. Da⸗ her haben denn auch die groͤßern Wirthſchaf⸗ ten in den meiſten Provinzen den Charakter beybehalten, den ſie etwa zu Carl des Großen Zeiten annahmen und nur hie und da ſind minder erhebliche Verbeſſerungen eingefuͤhrt. Es ſey denn, daß ein ausgezeichnetes Genie oder ein gluͤcklicher Zufall das Beyſpiel einer neuen Wirthſchaftsart in einem Lande aufge⸗ ſtellt haͤtte. War dieſes allen Orts⸗Verhaͤlt⸗ niſſen der Provinz voͤllig angemeſſen, konn⸗ ten die Schwierigkeiten der Abaͤnderung durch maͤßige Talente und maͤßigen Aufwand uͤber⸗ wunden werden, war der gluͤckliche Erfolg in die Augen fallend, und erforderte der neue Gang der Wirthſchaft eher ein vermindertes als vermehrtes Betriebs⸗Capital; ſo fand die neue Einrichtung nach und nach Nachahmer und ward allmaͤhlig zum allgemein beliebten Leiſten der ganzen Gegend, den man hier und da abrundete, ausfeilte, aber im Weſentlichen nicht abzuaͤndern ſich unterſtand. Hatte hingegen ein talentvoller Landwirth in irgend einer Gegend ein Wirthſchafts⸗Sy⸗ ſtem gewaͤhlet, welches nur den individuellen Ortsverhaͤltniſſen angemeſſen war, oder eine beſondere Anſtrengung im Betriebe und Auf⸗ wande erforderte, die Cultur ſeines Ackers aber B 2 ploͤtz⸗ ploͤßlich zu einer ungewoͤhnlichen Hoͤhe erhob, ſo konnte es wol das Staunen und den Neid ſeiner Nachbarn, aber keinen Nach⸗ ahmungstrieb erregen, und ein ſolcher ausge⸗ zeichneter Landwirth ward ſeinem Vaterlande minder nuͤtzlich; zumal wenn ſclaviſche Rach⸗ ahmer in ihren Verſuchen ſcheiterten. Wer⸗ den aber unter den vermoͤgenden Landwirthen einer Gegend mehrere talentvolle Koͤpfe von der Ueberzeugung ergrifſen, daß ſich durch eine verbeſſerte, aber dem Locale angemeſ⸗ ſene Behandlung des Bodens und durch eine darauf berechnete Einrichtung der Oekonomie eine ſehr erhoͤhete Production bewirken laſſe, und ſind ſie ſo zum eigenen Nachdenken ge⸗ reizt, ſo wird man wahrſcheinlich mannigfaltig verſchiedene Wirthſchafts⸗Einrichtungen neben einander entſtehen ſehen. Jede wird dann das Ihrige beytragen, die Maſſe landwirth⸗ ſchaftlicher Erfahrungen zu bereichern, eine verſchiedene Anſicht der Dinge zu geben, und aus der Menge vor Augen liegender That⸗ ſachen Schluͤſſe zu ziehen, die zu allgemei⸗ nen Grundſaͤtzen leiten. Dabey kann ſich je⸗ doch die alte landuͤbliche Wirthſchaft aus man⸗ cherley Urſachen auf dem groͤßten Theile der Hoͤfe noch erhalten, und folglich der Zuſtand der Cultur des Bodens im Allgemeinen noch weiter zuruͤckgeblieben ſeyn, als in manchen andern 1 g nt ¹ 4 im 1 ſſewin ſi cnen vil di Snad V dach dn Sn han eurs Ld u, i A iin ſaͤez d m. wi bh Ariſchaſen d rien viſe; m rur aus einem, nehe ſtjg vnga ud E gemacht ed breitt haber rlangen kin ſwr Ardenn jene⸗ ſelſt gile, n eſerte, d angemeſene: ſch dernnh i n Höͤhe gen und n Nach⸗ ausge⸗ terlande Rach⸗ Wer⸗ virthen pe von durch ngemeſ⸗ ch eine onomie laſſe, en ge⸗ faltig neben dann virth⸗ eine , und That⸗ ſemei⸗ h je⸗. man⸗ e der iſtand noch nchen dern andern Laͤndern, wo die Aufklaͤrung in die⸗ ſem Fache auf einem weit mindern Grade ſtehen geblieben iſt. Dies ſey genug uͤber die Bildung des nationalen Charakters der Landwirthſchaft! Es koͤmmt nun darauf an, aus welchem Geſichtspunkte man ſelbigen aufnehmen und zeichnen will. Der Staatswirth und Politiker fraͤgt nur nach dem Standpunkte, worauf der Acker⸗ bau eines Landes in ſeiner ganzen Ausdeh⸗ nung, in der ganzen Maſſe ſeiner Produc⸗ tion ſtehe; der wißbegierige Oekonom hinge⸗ gen; wie hoch man in den vorzuͤglichern Wirthſchaften den Grund und Boden zu be⸗ nutzen wiſſe; und derjenige, welcher die Sache nur aus einem wiſſenſchaftlichen Geſichtspunkte anſiehet, fraͤgt vielleicht nur: welche Erfah⸗ rungen und Entdeckungen hier in dieſem Fache gemacht worden, welche Kenntniſſe ſich ver⸗ breitet haben und welchen Unterricht man hier erlangen koͤnne. Und ſo wird den Einen dieſes Land, den Andern jenes mehr befriedigen. Es giebt ſelbſt Faͤlle, wo ein vortrefflicher, faſt unver⸗ beſſerlicher, dem Boden und den Verhaͤltniſſen angemeſſener Ackerbau herrſcht, und das Volk ſich dennoch in einer großen Unwiſſenheit uͤber Acker⸗ Ackerbau im Allgemeinen befindet. Dies ſoll z. B. nach des Abbe Man Beſchreibung der Wirthſchaft in den Niederlanden, daſelbſt der Fall ſeyn. Der Fleiß der Landwirthe und der Ertrag des Grund und Bodens iſt vielleicht im Ganzen nirgends hoͤher, wie hier, getrie⸗ ben. Der Zufall, oder ein in dem verfeiner⸗ ten Ackerbau der Roͤmer erfahrner, aus Ita⸗ lien hergeſandter Heidenbekehrer, lehrte ſie eine ihrer Lage angemeſſene Cultur, die dieſes folg⸗ ſame ausdaurende Volk mit unermuͤdetem Fleiße ausfuͤhrte und wodurch es ſeit uralten Zeiten ſeiner mittelmaͤßigen Grund⸗Erde große Erndten abgewann, und ſich nothduͤrftig— ſeine ſouveraine Herren aber reichlich— ernaͤhrte. Das Beobachten ihrer Wirthſchaft iſt lehrreich, und der denkende Oekonom kann ſich wichtige Grundſaͤtze daraus abſtrahiren. Man wuͤrde ſich aber vergeblich bemuͤhen, uͤber den Grund des Verfahrens und uͤber die naͤhere Beſtim⸗ mung deſſelben, von ihnen belehrt zu werden. Verbeſſerungen, die an ſich bey ihrer Wirth⸗ ſchaft noch ſehr gut anzubringen waͤren, hat kei⸗ ner eingefuͤhrt, ſondern jeder macht es in ſei⸗ nem Diſtricte noch gerade ſo, wie es ſeine Vor⸗ fahren, ſo weit die Nachrichten reichen, mach⸗ ten. Sobald ſie daher in andre Verhaͤltniſſe verſetzt werden, wiſſen ſie ſich nicht zu helfen, und alle verſuchte neue Ausbruͤche auf groͤßern, 8 von ⸗ V dch hiſn 4 ul Nun c G hn dac np lodurtſ zen dole vet Wläbe is us derd w Eitte der V Pade veüxne füte wd n dnrtge deli Nriſ udnd Thil uſte K ſ bauhn, d acer wit in uir Vin der Kächict ud venden. ut g be gerdaw virk und ſie duhaben. 2 —— ₰ he ud Wie iſctinkun aheſenng botthaltſt r hau in öine dieſer Brba Dies ſoll dung der ſelbſt der und der vieleicht getrie⸗ erfeiner⸗ aus Ita⸗ ſie eine es folg⸗ nuͤdetem uralten e große ſeine daͤhrte. rreich, ichtige wuͤrde Grund eſtim⸗ verden. Wirth⸗ at kei⸗ in ſei⸗ Vor⸗ mach⸗ liniſſ helfen, ößern, von von den Hoͤfen entfernten Strecken, ſind ihnen, wie A. Man erzaͤhlt, gaͤnzlich mißgluͤckt. Es kann dagegen aber auch eine große Maſſe landwirthſchaftlicher Kenntniſſe unter einem Volke verbreitet, und die Betriebſam⸗ keit deſſelben ſehr groß ſeyn, ohne daß ſich dieſes aus der Benutzung des Bodens und aus der Staͤrke der Production im Allgemeinen ſo gradezu wahrnehmen laͤßt. Fehlerhafte ſtati⸗ ſtiſche und politiſche Verhaͤltniſſe ſetzen der Energie des Landvolks oft unuͤberſteigliche Hin⸗ derniſſe in den Weg. Es iſt dann der ſchwerſte Theil unſrer Kunſt, dieſe Verhaͤltniſſe ſo gut zu benutzen, oder vielmehr ſo unſchaͤdlich zu machen, wie es unſre Lage erlaubt. Wir muͤſ⸗ ſen unſre Wirthſchafts⸗Einrichtung mit beſtaͤn⸗ diger Ruͤckſicht auf jene Verhaͤltniſſe drehen und wenden. Der Fremde, der unſere Lage nicht ganz kennt, wird uns vielleicht tadeln, gerade wo wir uns bewußt ſind, meiſterhaft ge⸗ wirkt und ſie ſo vortheilhaft als moͤglich benutzt zu haben. Wo Gemeineweide, Stoppel⸗ Braa⸗ che⸗ und Wieſenbehuͤtung, Frohnden, Zehnten, Einſchraͤnkung des Handels mit Producten, jede Verbeſſerung erſchweren, hoͤhere Anlage un⸗ vortheilhaft machen; da kann freilich der Acker⸗ bau im Ganzen, gegen andere, von den Feſſeln dieſer Barbarey befreieten Gegenden noch ſehr zuruͤck zuruͤck ſeyn, und dennoch eine hoͤhere Induſtrie exiſtiren. Der Tadel kann hier nicht den Land⸗ wirth und ſeine Kunſt treffen, ſondern nur die geſetzgebende Macht; ob es gleich, leider! ge⸗ wiß iſt, daß in den jetzigen Zeiten die allgemein guten und weiſen Abſichten der Regierungen, am Stumpfſinn, Eigenſinn und Intereſſe der Landeigenthuͤmer ſcheitern. Die Kunſt ſteht alſo nicht immer mit dem total⸗-Erfolge im Verhaͤltniß: denn wir muͤſ⸗ ſen eigentlich derjenigen den Vorzug einraͤumen, welche ihre ganze unabaͤnderliche Lage am vor⸗ theilhafteſten benutzt, und die Hinderniſſe moͤg⸗ lichſt zu uͤberwinden ſucht. Je complicirter jene iſt, deſto groͤßer wird die Mannigfaltigkeit von Mitteln ſeyn, welche ſie anwenden kann. Die Hinderniſſe koͤnnen zur Erfindung neuer Mittel anreizen, und auf dieſe Weiſe Veranlaſ⸗ ſung werden, daß wir neue Beytraͤge zur Er⸗ weiterung der Wiſſenſchaft erlangen. Um uns alſo von dem Charakteriſtiſchen des Ackerbaues einer Nation eine klare Vorſtellung machen zu koͤnnen, muͤſſen wir alle phyſiſchen und alle unkoͤrperlichen Verhaͤltniſſe ihres Ackers kennen. Ohne dieſe Kenntniß wer⸗ den wir haͤufig ſchiefe Urtheile uͤber die Land⸗ wirthſchaft jedes Einzelnen und jedes Volkes faͤl⸗ 2 4 Eylnd deh 4 ſedab ne 6 1e, lch n dr eſtane alm wn a . td i bh n hmn au ſ aa Ptdezſen grann du ien die Voich ih an der giſſe dh felt wit, wi ſtrater Eige * lwMt grrth etice Trehe iie hit amnuhe hn Mi mſer vende anlſt ache dhe ſiht keinſ dts wenne ₰ ihenn hat, ü d mm umij meit wenne ſs iſ pi und anfſän Induſtrie den Land⸗ nur die der! ge⸗ illgemein erungen, teſſe der mit dem dr müſe raͤumen, im vor⸗ 2 moͤg⸗ licirter ltigkeit kann. neuer ranlaſ⸗ ur Er⸗ en des ellung ſiſchen ihres wer⸗ Land⸗ golkes fäl⸗ faͤllen. Ich habe uͤber dieſe Verhaͤltniſſe in England deshalb, in den vorigen Baͤnden die⸗ ſes Werks, das Wichtigſte geſagt. Wir wollen ſie jetzt noch in einige Vergleichung mit denen ſtellen, die in Teutſchland am allgemeinſten ſind. Ich ſage: mit den allgemeinſten; denn in einem, aus ſo vielen, nur noch an einem duͤn⸗ nen Faden zuſammenhaͤngenden, ſonſt gaͤnzlich getrennten Staaten beſtehendem großen Lande ſind die Verſchiedenheiten unendlich. Ich muß naͤmlich annehmen, daß der Bauer, von dem der groͤßte Theil des Grund und Bodens be⸗ ſtellt wird, wirklicher, wenn gleich mehr be⸗ ſchraͤnkter, Eigenthuͤmer ſeines Ackers ſey, buͤr⸗ gerliche Freyheit genieße und eine buͤrgerliche Exiſtenz habe; obgleich das Gegentheil davon in manchen Provinzen noch Statt findet. Mit unſerm teutſchen freyen Bauer ſte⸗ hen die engliſchen kleinen Paͤchter ungefaͤhr auf gleicher Stuffe. Sie haben in mancher Hin⸗ ſicht kein ſo gluͤckliches Loos, wie jener; beſon⸗ ders wenn er nur beſtimmte Abgaben zu ent⸗ richten hat, und von willkuͤhrlichen Frohnden frey iſt. Wenn der teutſche Bauer gleich, nach dem mannigfaͤltig modificirten Meyerrechte, nicht uneingeſchraͤnkter Eigenthuͤmer ſeines Ho⸗ fes iſt; ſo iſt er doch ſicher, ihn zu behalten und auf ſeine Kinder zu vererben, und zwar ohne — 26— ohne Erhoͤhung der Meyergefaͤlle oder Praͤſta⸗ tionen. Der kleine engliſche Paͤchter haͤngt da⸗ gegen meiſtentheils von der Willkuͤhr ſeines Gutsherrn ab, und muß ſeinen Hof, nach einer, ein Jahr zuvor geſchehenen Aufkuͤndigung, verlaſſen. Man kuͤndigt freilich ohne erheb⸗ liche Urſache einen Paͤchter nicht leicht unbe: dingt, weil der, der dieſes thaͤte, bald leer ſtehende Pachthoͤfe haben wuͤrde. Aber die Erhoͤhung der Pacht wird haͤufig verlangt, und hierin liegt ohne allen Zweyfel ein Haupthinder⸗ niß, warum ſich die verbeſſerte Wirthſchaft in England nicht allgemeiner verbreitet. Hat der Farmer ſeinen Grund und Boden betraͤchtlich verbeſſert; hat er ſich durch ſeine Induſtrie et⸗ was erworben, ſo fordern manche Gutsherren hoͤhere Pacht, und der Farmer muß ſie bewil⸗ ligen oder ſeinen verbeſſerten Hof verlaſſen. Ueberdem ſind die Pachtbedingungen oft aͤußerſt beſchraͤnkend und der beſſern Cultur gerade wi⸗ derſtrebend. Sie ſind nur auf den boͤſen Wil⸗ len ſchlechter Paͤchter berechnet, denen man die Abſicht, den Acker auszuſaugen und ihn dann zu verlaſſen, zutraut: eine Kunſt, die freilich in England manche Paͤchter, wie bey uns, ver⸗ ſtehen. So wird z. B. in der Regel der Auf⸗ bruch des Graslandes gaͤnzlich unterſagt, und mancher Pachthof, der eine faulmachende Schaafweide hat, die nach geſchehenem Auf⸗ bruch 1— V 4 uh ud lbeſſ ürindne riche kante wd dgeg denſt naa Na nd andern rile ud Feln — hlätt darun Erwge znüt. gauzen Dictict m den Nch ndgen aff ſes pyſin ee diflbe güle nium zagr beinder ſlhe Gin ein be agmſe in öiner wer riniwin denen auf, geſcicde N tinſcht hen; nur d * anzureiben Nainng finden ſch d teuich lhn haͤndewe R Roeluhſ Praſta⸗ aͤngt da⸗ - ſeines ch einer, ndigung, erheb⸗ t unbe⸗ ald leer ber die gt, und oihinder⸗ ſchaft in Hat der aͤchtlich trie et⸗ herren bewil⸗ laſſen. aͤußerſt ade wi⸗ en Wil⸗ nan die n dann freilich , ver⸗ r Auf⸗ , und chende Auf⸗ bruch — 27— bruch und Abwaͤſſerung große Erndten liefern, oder in eine reiche Wieſe umgewandelt werden koͤnnte, und dagegen kalkigte Huͤgel, deren Bo⸗ den ſich ausgetragen hat, die aber, mit Espar⸗ cette und andern Futterkraͤutern beſaamt, eine reiche und geſunde Schaafweide geben wuͤrden — bleibt darum weit unter ſeinem moͤglichen Ertrage zuruͤck. In groͤßern Herrſchaften, in ganzen Diſtricten, ſind die Bedingungen, die man den Paͤchtern vorſchreibt, dieſelben, ſie moͤgen auf die ſpeciellen Verhaͤltniſſe eines Ho⸗ fes paſſen oder nicht. Sie ſind gerade noch dieſelben geblieben, die man vor hundert und mehrern Jahren einfuͤhrte. Viele Große, ins⸗ beſondere ſolche, denen es genug iſt, aus ihren Guͤtern eine beſtimmte jaͤhrliche Summe, dieſe aber ganz ſicher, zu ziehen, die ſich ſonſt um ihre Guͤter wenig bekuͤmmern, tragen die Ad⸗ miniſtration derſelben Rechtsgelehrten und Ad⸗ vocaten auf, die zwar in ihrer Profeſſion ſehr geſchickte Leute ſeyn moͤgen, aber von Land⸗ wirthſchaft und Forſtwiſſenſchaft nichts verſte⸗ hen; nur die Zahlung auf den Termin ſtrenge einzutreiben und daruͤber eine wohl rubricirte Rechnung zu fuͤhren wiſſen. Solche Guͤter be⸗ ſinden ſich daher in denſelben Umſtaͤnden, wie teutſche Lehnguͤter, die durch Concurs in die Haͤnde der Rechtsgelehrten gefallen ſind. Der Regel nach ſchlagen dieſe ihren Conſens zu jeder Ver⸗ Verbeſſerung, die einige Muͤhe und Vorſchuß erfordern wuͤrde, ab, und genehmigen ſelten irgend eine Abweichung vom Buchſtaben der Pachtbedingung, wenn ſie darum befragt wer⸗ den; denken aber billig genug, ſich um keine zu bekuͤmmern, die ihnen nicht officiell ange⸗ zeigt wird, zumal wenn die ſetten Huͤhner, Gaͤnſe und Schweine zu rechter Zeit nicht aus⸗ bleiben; ſo daß der Paͤchter ziemlich freye Haͤnde behaͤlt, den Hof zu verſchlechtern, nur nicht ihn zu verbeſſern. Dieſe kleinen, auf Willkuͤhr ſtehenden Paͤch⸗ ter ſind daher in manchen Gegenden Eng⸗ lands, wo nicht etwa liberale und aufgeklaͤrte Gutsbeſitzer eine gewiſſe Rechtlichkeit und Mo⸗ ralitaͤt in ihren alten Paͤchter⸗Familien erhal⸗ ten haben, uͤbelgeſinnte Leute.„Wenn man „ſie nicht genau beobachtet“, ſagt Billings⸗ ley in den Beports of Sommersetshire, P. 34⸗„ſo ſaugen ſie ihren Acker aus, indem „ſie das Stroh nach den benachbarten Staͤdten „verkaufen; und ob man gleich z. B. in Bath, „Briſtol, den beſten Duͤnger wohlfeil haben „kann, ſo nehmen ſie doch ſelten ein Fuder „mit zuruͤck. Ich glaube nicht zu ſtrenge zu ſeyn⸗ wenn ich ſage, daß man ihnen ſelten „trauen duͤrfe. Sie werden es auf den Maͤrk⸗ „ren ſo gewohnt, immer zu luͤgen, daß man „aus a tiſn eile Meruit wütt u ſch en Li han 1 letn d deu 1dwſhnn teſſ emnaieſir i 1 dauern Alymen enlice Part leys vn d iähr deſind ſſih lnit n —anttüi d naus andem „Alich habe jpudden des J eteſene b Rade dery raäe iten „det winzigen A andes und vund zu unte „Alerwerhe „nhesJetners daß tane do „benue don „beſtze, 6 ) Vorſchuß igen ſelen ſtaben der fragt wer⸗ um keine iell ange⸗ Hüͤhner, nicht aus⸗ eye Hände ar nicht enl Pach⸗ 1 Eng⸗ geklaͤrte d Mo⸗ erhal⸗ n man ings⸗ shire, indem Sridten Bath, haben Fuder nge zu ſelten Maͤk⸗ man „aus „aus dieſem erſten und wichtigſten Fehler der „Moralitaͤt, faſt alle ihre uͤbrigen ableiten „kann. Sie haͤngen dabey an alten Gewohn⸗ „heiten und Vorurtheilen.— Moͤgte doch dieſe Charakteriſtik Billingsley's von den Sommerſetſhirſchen Farmers nicht auf die teut⸗ ſchen Bauern mancher Gegend paſſen! Allgemein iſt indeſſen dieſer Charakter der engliſchen Farmers nicht; ſo ſagt z. B. Bai⸗ leys von den Northumberlandſchen Farmers: „ihr Verſtand ſteht der Ueberzeugung offen; ſie „ſind bereit, neue Verſuche zu machen und jede „wohlthaͤtige Verbeſſerung anzunehmen, die „aus andern Diſtricten herſtammt. In der „Abſicht haben manche die entfernteſten Ge⸗ „genden des Reichs bereiſet, und haben jede „verbeſſerte Einrichtung auf ihren Grund und „Boden verpflanzt, die ihre Lage zuließ. Es „gehet ſelten ein Jahr hin, ohne daß einer „oder der andere ſolche Reiſen macht, in der „einzigen Abſicht, Verbeſſerungen im Bau des „Landes und der Viehzucht kennen zu lernen „und zu unterſuchen, und die nuͤtzlichſten neuen „Ackerwerkzeuge zu ſehen. Der Charakter ei⸗ „nes Farmers iſt daher hier auch ſo reſpectabel, „daß Leute von guter Erziehung, die eine Re⸗ „venue von 500 bis 1500 Pfund Sterling „beſitzen, es nicht fuͤr erniedrigend halten, „Paͤch⸗ — 30— „Paͤchter zu werden; und ſo beruͤhmt iſt der „Name der hieſigen Paͤchter, daß ſie ge⸗ „woͤhnlich Zoͤglinge aus den entfernteſten Ge⸗ „genden des Reichs erhalten, die ihnen jaͤhr⸗ „lich 100 und mehrere Pfund bezahlen. Es „erlernt hier jetzt der Sohn eines Lords und „Baronets bey einem Paͤchter die Landwirth⸗ „ſchaft mit der groͤßten Aufmerkſamkeit und „Bereitwilligkeit, ſich in den Handgriffen aller „Verrichtungen zu uͤben.“— In Northum⸗ berland ſind aber auch die Pachteontracte auf beſtimmtere und laͤngere Termine gebraͤuchli⸗ cher, und faſt allgemein ſteht der Flor der Land⸗ wirthſchaft mit der Laͤnge dieſer Termine im Verhaͤltniß. Im Allgemeinen ſind dieſe laͤngern Ter⸗ mine aber in England ſelten, und gehoͤren mit zu den Ausnahmen. Der reiche Gutsbeſitzer will ſein Eigenthumsrecht auch auf gewiſſe Jahre nicht aufgeben, ſolches nicht beſchraͤnken laſſen, zumahl wenn er einen Theil des Jahrs auf ſei⸗ nem Gute zubringt. Seine Paͤchter ſelbſt ſol⸗ len von ſeiner Gnade abhaͤngig bleiben, und er betrachtet ſolche nicht anders, als ein teut⸗ ſcher Edelmann ſeine unterthaͤnigen Bauern. Dies faͤllt aber weg, ſobald ein Pachtcontract auf mehrere Jahre geſchloſſen worden iſt.„Un⸗ „ſere buͤrgerlichen Einrichtungen“, ſagt Mi⸗ chell, jell,n„itd d— nunn. Nang u Men Arire at auf r bh. belher „bur ihem vil kn, dcht er da güß i ſcui roſtä. 1 ſint Hewilt aude „dühüher ſ „der ni eimn jſaur ud l „zeith diſt ſſ daß Ouus xn Adel, ett „hmacliſiger „Jachrerwine Ffraäch dae „dewa d uuß met „h Ddit 168( gi iheſer, daß „Handen beh rinnhgäl, Aes wit 8 unnigüch den Jaden nt iſt der ſie ge⸗ eſten Ge⸗ nen jaͤhr⸗ en. Es rds und dwirth⸗ jeit und fen aller orthum⸗ ratte auf braͤuchli er Land⸗ ine im Ter⸗ een mit beſitzer Jahre laſſen, auf ſei⸗ bſt ſol⸗ , und in teut⸗ gauern. ontract .„Un⸗ t Mi⸗ hell, 31— chell,„ſind den laͤngeren Pachtcontracten ent⸗ „gegen. Rang und Geburt geben bey uns kei⸗ „nen Anſpruch auf Nachgiebigkeit und Reſpect. „Ein Gutsbeſitzer, der ſich beydes auf ſeinem „Gute ſichern will, kann es nur dadurch erhal⸗ „ten, daß er das Intereſſe ſeiner Paͤchter ins „Spiel ziehet. Je mehr er ſich in ſeiner Herr⸗ „ſchaft aufhaͤlt, um deſto mehr muß er ſie in „ſeiner Gewalt zu behalten ſuchen, um ihrer „Inſolenz vorzubeugen. Keine Lage kann ver⸗ „drießlicher ſeyn, wie die eines Landedelmanns, „der mit einem wohlhabenden Paͤchter zu An⸗ „fange eines langen Pachtcontracts in Streit „geraͤth. Dieſe Beyſpiele werden aber ſo haͤu⸗ „ſig, daß Gutsbeſitzer, beſonders vom niede⸗ „ren Adel, entweder ihren Landſitz fliehen und „vernachlaͤſſigen, oder ſich durchaus auf keine „Pachttermine einlaſſen werden. Es kraͤnkt „freilich den Stolz eines Paͤchters, ganz in der „Gewalt des Gutsherrn zu ſtehen. Aber einer „muß unter des andern Gewalt ſtehen; ein „Drittes giebt es nicht. Und da iſt es immer „beſſer, daß der Gutsherr die Gewalt in den „Haͤnden behalte, weil ſein eigenes Intereſſe „ihn abhaͤlt, ſie zu mißbrauchen.“ Ob es wirklich ein Drittes gebe?— Ob es unmoͤglich ſey, einen beyde Theile ſichern⸗ den Pachtcontract zu entwerfen, daß, wie Michell Michell ſagt, eine Auswahl der geſchickte⸗ ſten Rechtsgelehrten und Landwirthe ein Jahr lang mit einander arbeiten koͤnnen, ohne einen einzigen fehlerfreyen zu Stande zu bringen— 2 gehoͤrt nicht hierher. Ich wollte nur zeigen, wie und warum der groͤßere Theil des Acker⸗ baues in England noch in den Haͤnden der auf Willkuͤhr ſtehenden Paͤchter ſey— wenigſtens in eben dem Verhaͤltniſſe, wie er ſich in Teutſch⸗ land in den Haͤnden der Bauern befindet. Dieſe kleinen auf Willkuͤhr ſtehenden Paͤch⸗ ter muͤſſen wir alſo mit unſern Bauern, und die Termin⸗Paͤchter mit unſern Paͤchtern herr⸗ ſchaftlicher und adlicher Guͤter vergleichen. Und da hat es denn wol keinen Zweifel, daß unſer freyer Bauer— auch bey allen Laſten, die er noch auf ſich behalten hat— in manchen Stuͤcken beſſer daran ſey, wie der engliſche willkuͤhrliche Paͤchter, und daß auch der Ackerbau, in Hin⸗ ſicht des allgemeinen Beſten, in ſeinen Haͤnden gewinnen muͤſſe. Ihm iſt ſein Hof und Acker, wenn er ſeine Praͤſtanda leiſtet, fuͤr ſich und ſeine Kinder geſichert. Sein Beſtreben muß folglich nicht bloß dahin gehen, groͤßere jaͤhrliche Einkuͤnfte daraus zu ziehen, ſondern ihn auch zu verbeſſern und ſein vermehrtes Capital darin anzulegen. Wer bey ſeinem Acker nicht zu leben und zu ſterben denkt, wird ihn bauen, wie man au benti Wan m uS enüh ii n aitn mm in ufim i de 1 p aßin wan la idüden i Ser ſins ideſer 9 ſaen, tah itna⸗f dhſe Srrzu an bu nid d V en nlafe ] Fnnterie jihe päctr, ſahe, glich aeere gißte a lobe h ma enaüice ds kehn e do dazu! Nangel def ³⁴ iſt fins d Lermä deVenigen trennns, un den Hitden tritbe dalc *r Band geſchickte⸗ ein Jahr ohne einen ingen—, ur zeigen, des Acker⸗ en der auf venigſtens Teulſch⸗ det. den Mch⸗ rn, und rin herr⸗ en. Und ß unſer die er Stuͤcken ührliche in Hin⸗ Handen d Acker, ſich und en muß aͤhrliche hn auch al darin zu leben n, wie man man ein Bergwerk bauet, alles herausziehen was er kann, und ihn ſeinem Nachfolger ſo leer wie moͤglich hinterlaſſen. Unmoͤglich kann ein engliſcher gemeiner Farmer Anhaͤnglichkeit an ſeinen Hof bekommen. Man kann ihn ge⸗ hen heißen, wann man will, und er kann ge⸗ hen, ſobald er einen vortheilhafteren Platz zum Betriebe ſeines Gewerbes findet. Um indeſſen die Sache von jeder Seite an⸗ zuſehen, laͤßt ſich ein Vortheil des engliſchen Paͤchter-Syſtems auch nicht verkennen. Das Capital zum eigentlichen Betriebe des Acker⸗ baues wird dadurch groͤßer und iſt in ſchnelle⸗ rem Umlaufe. Wenn wir annehmen, daß das Geſammtvermoͤgen unſerer Bauern und der eng⸗ liſchen Paͤchter, die mit dieſen in gleicher Klaſſe ſtehen, gleich ſey, ſo ſteckt das Vermoͤgen der erſteren groͤßtentheils in ihren Hoͤfen, leztere aber haben es frey in ihren Haͤnden oder in ih⸗ ren beweglichen Inventarien. Nun aber kommt es beym Betriebe des Ackerbaues vor allem auf das dazu vorhandene Capital an, und der Mangel deſſelben iſt eins der groͤßten Hinder⸗ niſſe ſeines Emporkommens. In England iſt das Vermoͤgen des Grundeigenthuͤmers und das Vermoͤgen des Ackerbauers etwas ganz Ge⸗ trenntes, und das Vermoͤgen, welches ſich in den Haͤnden des lezteren befindet, wird im Be⸗ triebe des Ackerbaues umgeſetzet. 5 3r Band. C A. A. Young berechnet das ganze im Acker⸗ bau ſteckende Capital auf 64 Mill. Pfd. Sterl. Man haͤlt dieſes allgemein noch fuͤr zu geringe, und den Mangel eines groͤßern fuͤr ein Haupt⸗ Hinderniß der verbeſſerten Landwirthſchaft. Bey uns ſteckt das Vermoͤgen des ganzen Bauern⸗ ſtandes groͤßtentheils im Hauſe und Hofe, und er hat im Allgemeinen nur etwa ſo viel zur freyen Dispoſition, als die Zinſen dieſes Ver⸗ moͤgens betragen wuͤrden. Meyerrechte noch eiwas ſtrenge genommen wird, tragen die Hoͤfe keine Schuld, und der Bauer hat alſo keinen Credit, wenn er auch gern zu Verbeſſerungen und kraͤftigerm Betriebe ſeiner Wirthſchaft etwas anlegen wollte. Er⸗ wirbt ſich ein Bauer etwas Vermoͤgen uͤberher, ſo geht dies bald aus dem Kreiſe des Acker⸗ baues wieder heraus, weil es ſich auf jüngere Soͤhne und Toͤchter vererbt, die ſolches, weil ſie keinen Ackerbau haben, zum Betriebe eines andern Gewerbes anwenden, es auf Zinſen Negen oder verſchleudern. Der engliſche Paͤch⸗ ter, der Vater von mehreren Kindern iſt, und wohlhabend wird, ſucht für jedes einen Hof, und ſtattet ſie zu ihrer Wirthſchaft aus. Sein Vermoͤgen bleibt alſo dem Ackerbau, wenn an⸗ ders ſeine Neigung auf ſeine Kinder forterbt. Wenn ein engliſcher Farmer von 100 Pfund ſein Vermoͤgen auf einem kleinen Hofe durch ſeine Wo es mit dem — ſit it 4 nihenm güten lhen i gwße ſradn, der lkenn Neheid eie. Sähſ uin ndid kuuſen Sl Fu diſt prer griſe m Endägen. labedanendes: Wenibe der T ruci hite ſe 4 da angü h ſchäne nen Kaüſwn, An angeme Ind ergalt 1 niht dem A rünn, fen dder do and Kanniſ um lichr de Ver ni hen in Acker⸗ fd. Sterl. u geringe, in Haupt⸗ aft. Bey Bauern⸗ ofe, und viel zur ſes Ver⸗ mit dem enommen Und der er auch zetriebe Er⸗ berher, Acker⸗ ungere „weil eeines Jinſen 13 Pach⸗ t, und 1 Hof, Sein nn an⸗ rterbr Pfund durch ſeine ſeine Induſtrie verdoppelt hat, ſo ſieht er ſich nach einem groͤßern Hofe um, wo er 200 Pfd. anlegen kann. Verdoppelt er hier ſein Ver⸗ moͤgen wieder, ſo nimt er einen zu 400 Pfund an, und ſo iſt oft aus einem ſparſamen Tage⸗ loͤhner ein großer Paͤchter von 50,000 Pfund geworden, der bey uns auf den Betrieb eines kleinen Meyerhofes eingeſchraͤnkt geblieben waͤre. Selbſt wenn ein teutſcher Bauer mit ſeinem erworbenen kleinen Vermoͤgen etwas zu⸗ zukaufen Gelegenheit findet, ſo geht dieſes Ca⸗ pital doch fuͤr das eigentliche Ackerbau⸗Ge⸗ werbe gewiſſermaßen verloren, und wird in dem Landeigenthum belegt, wo es nur etwas Unbedeutendes iſt; wogegen es, zum bloßen Betriebe der Wirthſchaft verwandt, ſehr pro⸗ ductiv haͤtte ſeyn koͤnnen. Der engliſche Paͤchter hat ferner Gelegen⸗ heit, ſich eine Wirthſchaft auszuſuchen, die ſei⸗ nen Kraͤften, Einſichten und ſeinem Geſchmacke am angemeſſenſten iſt Er kann ſich Boden und Verhaͤltniſſe jeder Art waͤhlen, kann ſich mehr dem Ackerbau oder mehr der Viehzucht widmen, je nachdem er zum Betrieb des einen oder des andern mehr Reigung oder mehrere Kenntniſſe hat. Jeder Pachthof erhaͤlt wieder⸗ um leichter den fuͤr ihn ſich paſſenden Wirth. Wer mit dem Detail der landwirthſchaftlichen C 2. Ge⸗ — 36— Geſchaͤfte bekannt iſt, weiß, was Luſt und Uebe zum Dinge thut. Mancher, der ſich vielleicht durch ſeine Vorliebe fuͤr Rindvieh⸗, Schaaf⸗ und Pferdezucht auf ſeinem jetzigen Hofe zu Grunde richtet, wuͤrde auß einem andern Flecke Geld dadurch machen. Beyde Einrichtungen, in Anſehung der klei⸗ nen Wirthſchaftshoͤfe und des kleinen Acker⸗ bauers, haben daher ihr Gutes und ihr Uebles. Wo man noch freye Haͤnde hat, wuͤrde ſich mei⸗ nes Erachtens ein Mittel treffen laſſen, wo⸗ durch das Uebele von beiden Seiten vermieden wuͤrde. Die Einrichtung, die man auf vielen Guͤtern in Holſtein mit den Bauern und den Parcelen großer Guͤter gemacht hat, indem man dieſe naͤmlich gegen einen Kauſſchilling, zwar erb⸗ und eigenthuͤmlich, aber doch mit Beybehaltung eines gewiſſen jaͤhrlichen, nach dem Getreide⸗Preiſe ſich richtenden Canons, weggab, ſcheint mir dahin zu gehoͤren. Der unabhaͤngige, auf Terminen ſtehende Paͤchter in England ſteht mit unſern teutſchen Pachtern faſt in gleichen Verhaͤltniſſen. Die Pacht⸗Termine ſind nur im Durchſchnitt dort laͤnger, wie man ſie bey uns, zumal ſeit der Zeit giebt, wo der Werth des Geldes ſo ſchnell gefallen und der Werth der landwirthſchaftli⸗ chen Producte ſo betraͤchtlich geſtiegen iſt. Die ℳ — dekinn ig b ber i vent nn hend bahen, V ſin ejnd ſp umden tc nat, we aiuſa. E. aſa ücn Dahkhagban, V zen arhſabe V faeger aff V de ſchenöe 8 lamn „mle neiſ luna wiſſhe hucun di zu ds Nar äiſemdd vaa denr dnaua, ſtanden, an ſing ſind Näigang für delt ſch! vet igren ihrn iwnn auch tih ge venn ſediee Handtjinn⸗ tund liehe hvielleiht . Schaaf⸗ Hefe zu ern Flece g der klei⸗ en Acker⸗ ar Uebles. eſich mei⸗ ſen, wo⸗ vermieden uf vielen und den indem ſchilling, och mit , nach Canons, ren. ſtehende teutſchen Die nitt dort ſeit der dſchnell ſchaftli ſ Die — 372— Die kleinen eigenthüͤmlichen Beſitzer, die ihren Acker, wenigſtens zum Theil, mit eige⸗ ner Hand bauen, ſind nur in einigen Graf⸗ ſchaften Englands, beſonders in Kent, haͤu⸗ fig; in andern ſind ſie ſelten, und werden es taͤglich mehr, weil Reichere ihre Guͤter zuſam⸗ menkaufen. Sie gleichen in ihren ganzen Ver⸗ haͤltniſſen nicht nur, ſondern auch in ihrer Denkungsart, in ihren Sitten und Gebraͤu⸗ chen, auffallend unſern teutſchen, von Alters her freyen, auf ſogenanntem flaͤmiſchen Rech⸗ te ſtehenden Bauern, die ſich hauptſaͤchlich in den Marſchen niedergelaſſen haben. Sie ſchei⸗ nen alle gemeinſchaftlichen Urſprungs zu ſeyn, kamen wahrſcheinlich aus den Niederlanden, brachten die zur Urbarmachung und Abwaͤſſe⸗ rung des Marſchlandes erforderlichen Kennt⸗ niſſe und das Vermoͤgen mit, und ſiedelten ſich in dieſen Gegenden, unter ſelbſt gemachten Be⸗ dingungen, die ihnen die Landesherren zuge⸗ ſtanden, an. Denn ihre Rechte und Verfaſ⸗ ſung ſind faſt durchgehends dieſelben. Die Neigung fuͤr Ackerbau und beſſere Viehzucht vererbt ſich bey ihnen, ſie bleiben ihrem Ge⸗ werbe, ihrem Stande und ihren Sitten, ſogar ihrer eigenthuͤmlichen Kleidung treu, wenn ſie auch reich geworden ſind, und waͤhlen auch, wenn ſie dienen muͤſſen, nicht leicht eine andere Handthierung. Dagegen haͤngen ſie im Durch⸗ ſchnitt ſchnitt aber auch feſt an ihrer alten Methode, und laſſen ſich ſchwerlich vom Vortheile irgend einer verbeſſerten uͤberzeugen. So iſt z. B. ihr Pflug faſt allenthalben dieſelbe klotzige, ei⸗ nen gewaltigen Kraftaufwand erfordernde, Ma⸗ ſchine. Groͤßere Gutsbeſitzer, die ihre Guͤter ſelbſt adminiſtriren, ſindet man in England weniger noch, als in den meiſten teutſchen Provinzen. Selbſt derjenige Landedelmann, der ſein Gut immer bewohnt, bekuͤmmert ſich wol um die Einrichtung deſſelben im Ganzen, um die Aus⸗ theilung und Verbeſſerung ſeiner Pachthoͤfe, um Gebaͤude, noͤthige Abgrabungen, Land⸗ ſtraßen und Wege, Anpflanzungen und For⸗ ſten, welche leztere in England jedoch ſelten von betraͤchtlicher Groͤße ſind. Uebrigens aber cultivirt er hoͤchſtens ſeinen Park, und bekuͤm⸗ mert ſich um das Detail des Ackerbaues nicht. Das Gegentheil iſt nur Ausnahme, die man ſich doch aber auch ſo aͤußerſt ſelten nicht denken muß. Daß der Beſitzer einer großen Herr⸗ ſchaft dieſe ganze Herrſchaft von fuͤnf oder meh⸗ rern tauſend Aeckern ſelbſt bewirthſchafte, da⸗ von kenne ich nur fuͤnf oder ſechs Beyſpiele in England. Daß aber Gutsbeſitzer Hoͤfe von 600 bis 100 Aeckern ſelbſt cultiviren, davon giebt es ohne Zweifel tauſende. Hier iſt es, wo die — Wirth⸗ — irti wit 1 en, udw de ir dwjihit u ſter üinn ſer 3 dirßſtoiein H gicur fir di dlchs tmn u lberae dedinat tun Nadonal gehebenen de man ohe ſäch nehnen, treſen lehau —* u wh in elad, geri V ndeſſn iGen G inwer m ciltur, der und ſie in den ſö ſehr des Acerbau men ſad, ſe wit esin ine beſtimmern in eine ii Metyode, le irgend ii z B. hige, ei⸗ de, Ma⸗ ter ſelbſt weniger kovinzen. ſein Gut um die die Aus⸗ htyoͤfe, land⸗ For⸗ ſelten s aber bekuͤm⸗ Sricht. je man denken Herr⸗ rmeh⸗ 2, da⸗ jele in n 600 giebt wo die Lirth⸗ -— 39— Wirthſchaft mit vorzuͤglicher Energie betrieben wird, und wo die vollkommnere engliſche Cul⸗ tur vorzuͤglich zu Hauſe iſt. Solche Gutsbe⸗ ſitzer fuͤhren ſie nicht nur auf ihren ſelbſt be⸗ wirthſchafteten Hoͤfen ein, ſondern ſuchen auch Paͤchter fuͤr die uͤbrigen zu erhalten, die ein gleiches thun, und denen ſie lange Termine und liberale Bedingungen zugeſtehen. Spricht man vom National⸗Ackerbau, in dem oben an⸗ gegebenen zweiten und dritten Sinne, ſo muß man ohne Zweifel auf dieſe Wirihſchaften Ruͤck⸗ ſicht nehmen, und dann laͤßt ſich meines Er⸗ meſſens behaupten, daß Ackerbau und Vieh⸗ zucht noch nirgends in Europa ſo hoch, wie in England, getrieben worden ſind. — Indeſſen hat es keinen Zweifel, daß wir in vielen Gegenden Teutſchlands, bey dem ſich immer mehr belebenden Sinne fuͤr hoͤhere Agri⸗ cultur, den Englaͤndern bald gleich kommen und ſie in gewiſſer Hinſicht uͤbertreffen werden. Denn ſo ſehr ſie uns in gewiſſen Verfeinerungen des Ackerbaues und der Viehzucht zuvor gekom⸗ men ſind, ſo darf man doch behaupten, daß wir es in einer allgemeinen Ueberſicht, in einer beſtimmteren Wuͤrdigung der Verhaͤltniſſe und in einer richtigern Anordnung der einzelnen Theile, Theile, zum Zwecke des Ganzen weiter ge⸗ bracht, wenigſtens mehr umfaſſende Begriffe uns erworben haben, als die Englaͤnder. Die Englaͤnder haben den bey allen Manu⸗ facturen ſo richtigen und bewaͤhrten Grundſatz der Theilung der Arbeiten in allen ihren Ge⸗ werben, und auch in der Landwirthſchaft, ſich zur Regel gemacht. Durch dieſe moͤglichſt weit getriebene Theilung haben ſie ihre Manufactu⸗ ren vor allem vervollkommt. Sie bewirkt in jedem einzelnen Geſchaͤfte große Kenntniß und mechaniſche Fertigkeit, vermehrt den Verdienſt und beſchleuniget die Circulation des Geldes. Auch in der Laͤndwirthſchaft war ſie nicht ohne Nutzen. Mancher Arbeiter betreibt auch da ſein eigenes Geſchaͤfte zu jeder Jahrszeit, und erwirbt ſich darin eine Fertigkeit, die einer, der in dieſer Stunde dieſe in der andern Stunde jene Arbeit verrichtet, bald dieſes bald jenes Werkzeug handhabt, nicht erlangen kann. Be⸗ ſonders aber waͤhlt jeder Landwirth in England ſeinen beſonderen Zweig der Landwirthſchaft. Man unterſcheidet arables und pasturables farms(Acker⸗ und Weidewirthſchaften). Dort muß der Pflug alles thun, und Kornerndten muͤſſen den ganzen Ertrag geben. Hier be⸗ ſchraͤnkt ſich beinahe alles auf Weide und Vieh⸗ nutzung. Aber die Weidewirthſchaften halten auch 4— — tin tiin tid de Aken 1 grit Nacch inmen R um, m 1” nihäte wer vetkauſt e Rar ddend Materebhe Janiit de ſit air du nui beucbe der gerägni tſin Vihie ltebmuer in deh druf! dachen md. Dear ſtung, fee un der laͤr dͤrdeſchag iih ſeie E trihedhel herit, ner und in ba tur Raaſe Huuszal h —— der. en Manu⸗ Grundſaß hren Ge⸗ ft ſich zur ichſt weit fanufactu⸗ bewirkt in uniß und Verdienſt Geldes. ht ohne zuch da t, und einer, Stunde d jenes n. Ve⸗ England hſchaft. rables Dort erndten ier be⸗ d Vih⸗ halten auch auch hauptſaͤchlich nur Rindvieh oder nur Schaa⸗ fe; ſind cattle oder Sheep-farms. Und dieſe treiben wieder Zuzucht, oder Maſtung, oder Melkerey oder Schur, als Hauptangele⸗ genheit. Mancher— Breeder— zieht nur eine veredelte Race von Vieh dieſer oder jener Art an, um Andern Stammthiere maͤnnlichen und weiblichen Geſchlechts zu uͤberlaſſen. Je⸗ ner verkauft ſein junges Vieh von verbeſſerter Race einem Viehmaͤſter, Grazier, oder einem Molkereybetreiber, oder einem Ackerbauer zum Zugvieh. Die Molkereywirthſchaften machen Kaͤſe oder Butter, oder verkaufen ihre Milch nach benachbarten Staͤdten. Der Viehmaͤſter hat gewoͤhnlich reiche Fettweiden, aber wenn er ſein Vieh nicht vollendet, kauft er von einem Ackerbauer eine Koppel mit Ruͤben, treibt ſein Vieh darauf und maͤſtet es aus; oder kauft Kleeheu und anderes Futter fuͤr den Winter. Dieſer haͤlt Schaafe, hauptſaͤchlich um der Ma⸗ ſtung, jener, um der Wolle, noch ein Anderer, um der Laͤmmer willen. Einer rechnet auf den Huͤrdeſchlag viel, ein Anderer haͤlt es fuͤr ſuͤnd⸗ lich, ſeine Schaafe ſo einzuſperren. Kurz, der groͤßte Theil der Landwirthe hat einen Haupt⸗ betrieb, worauf er ſeine ganze Aufmerkſamkeit und ſein Capital verwendet; das uͤbrige iſt ihm nur Nebenſache. Auch das, was man im Haushalt braucht, eeloft erzielen zu wollen, wuͤrde wuͤrde ein Englaͤnder thoͤrigt finden, weil er uͤberzeugt iſt, daß er es wohlfeiler von An⸗ dern, die ſich darauf beſonders legen, erhal⸗ ten koͤnne. Und ſelbſt von dieſen kauft er es nicht unmittelbar, ſondern durch die dritte Hand, weil der Kauf und Verkauf in klei⸗ nen Quantitaͤten, das laͤngere Aufbewahren, dem engliſchen Landwirthe ſchon zu umſtaͤnd⸗ lich, zu zeitverſplitternd ſcheint. Gewiß iſt es, daß durch dieſe auf einen Zweig gerichtete Aufmerkſamkeit, dieſer ſehr gewinnen, und daß ſich ein jeder in ſeinem ſpeciellen Fache beſondere Kenntniſſe erwerben muͤſſe. Daher ſind manche einzelne Theile der Landwirthſchaft von den Englaͤndern zu einer Vollkommenheit gebracht worden, wo⸗ von man in Teutſchland ſich nicht wohl einen Begriff macht. Verlohnt es ſich bey uns haͤufig auch nicht der ganzen Anſtrengung, irgend einen Zweig ſo hoch zu treiben; ſo kann man doch wol nicht leugnen, daß man auch bey Beabſichtigung minderer Vollkom⸗ menheit von den Englaͤndern lernen koͤnne. Wendet ſich nicht jeder, der ein Geſchaͤft, auch nur als Rebenſache, betreiben will, am ſicherſten an den Meiſter, der es am weite⸗ ſten darin gebracht hat, um ſich belehren zu laſſen? Aber 7 n Vtn Vrniti i „ herm ſüem bi a bence ült Rumi Atüdds ine gang de ade helbiſe en gehe, ſ un Aöüien. vir, duk ſe 4 M iſ geer eai ſaade. ung näi ir dſebe e wwmd en ahhen dir im dendhen W ger, vihe hunden gieh tthevonnen * au Dih, Leſal dſelh tir in dem beraäne der Jreiß iih i nie ime wweil er von An⸗ 1I, erhal⸗ kauft er ie dritte in klei⸗ wahren, umſtaͤnd⸗ uf einen er ſihr ſeinem verben Theile rn zu „wo⸗ einen y uns agung, n; ſo ß man llkom⸗ könne. ſchaͤft , am weite⸗ ren zu Aber Aber wahr iſt es von der andern Seite, daß es in den meiſten Faͤllen, wenigſtens nach unſern Verhaͤltniſſen, vortheilhafter ſey, die Landwirthſchaft nicht als eine einfache Manu⸗ factur, ſondern als eine zuſammengeſetzte Fa⸗ brik zu betrachten— als eine Fabrik, wo daſſelbe Material zu mehreren Producten, der Abfall des einen auf der Stelle zur Erzeu⸗ gung des andern, verwandt wird; wo keine uͤberfluͤſſige Kraft des Maſchinenwerks verlo⸗ ren gehet, ſondern aufs ſparſamſte zu ande⸗ ren Arbeiten benutzt wird. Und das haben wir, dank ſey es unſern großen Wirthſchaf⸗ ten! beſſer gelernt und richtiger berechnet, als die Englaͤnder. Das Verhaͤltniß des zur Aus⸗ duͤngung noͤthigen Viehes zum Ackerbau, den fuͤr daſſelbe erforderlichen Weideraum, Fut⸗ ter⸗- und Streu⸗Bedarf, kennen und beob⸗ achten wir im Ganzen beſſer, wie ſie. Wir berechnen und treffen das Verhaͤltniß richti⸗ ger, welches den groͤßten Total⸗Extrag von beyden giebt; benutzen das unſerm Acker ſelbſt abgewonnene Futter hoͤher mit unſerem eige⸗ nen Vieh, und ziehen aus dem verdaueten Abfall deſſelben den hoͤchſten Nutzen, indem wir ihn dem nahen Acker zuruͤckgeben. Wir berechnen den baaren Ertrag jedes einzelnen Zweiges nicht allein fuͤr ſich, ſondern auch in wie fern er andern Zweigen aufhilft, oder aber — 44— aber ſie unterdruͤcket und ihnen ihre Nahrung raubt. Unſer Acker muß Siroh dem Viehe geben, und der gute Wirth bauet nur dann erſt Fruͤchte, die keinen oder unbedeutenden Abfall fuͤr jenes geben, wenn er Futter und Streu genug hat. Wir laſſen den Miſt un⸗ ſers Viehes nicht verwittern und nur Gail⸗ ſtellen bewirken, ſondern ſammeln ihn haus⸗ haͤlteriſch fuͤr den Acker. Es iſt eigentlich unbegreiflich, wie weit die Englaͤnder im Allgemeinen— mit Aus⸗ nahme weniger Diſtricte und einzelner Wirth⸗ ſchaften— hierin noch zuruͤck ſind. Wuͤrde bey dem erſtaunlichen Viehſtande, der in Eng⸗ land gehalten wird, und bey der reichen Fut⸗ terung, der Miſt gehoͤrig benutzt, ſo muͤßte ganz England ein Miſtbeet ſeyn. Allein in den Vieh⸗ und Weidewirthſchaften geht er zum groͤßten Theile verloren, und wird wenig ge⸗ achtet. In einigen Diſtricten als eine be⸗ ſchwerliche Unreinigkeit auf dem naͤchſten Wege ins Waſſer geſchafft. Dagegen haben die Ackerwirthſchaften, beſonders wo Dreyfelder⸗ Wirthſchaft herrſcht, den groͤßten Mangel dar⸗ an; in ſolchen Wirthſchaften wird mehren⸗ theils nicht mehr Vieh gehalten, als was zum Bau des Ackers und zur Milch in der Haus⸗ haltung noͤthig iſt. Denn Butter wird we⸗ nig ₰ ſi qll — iu d di uiemt nd, an wüülte ſn di ebele qunt ber je udacd de Raſe ingen ſtn, tnet bn dogern, Ibe r d 30, demn Pren ufy drr Aricenm ſmn miug dränezaget tina zcbede nind hi lan iſ Wähda, dedäne it hd ſnd Eil Ghnagfnd i irier9 derdege ki uggaler Fenitjſt ſs madm. herehn —— Naßrung 1 Viche aur dann euutenden tter und Niſt un⸗ ar Gall⸗ n haus⸗ wie weit dit Aus⸗ Wirty⸗ Würde n Eng⸗ n Fut⸗ muͤßte lein in er zum nig ge⸗ ne be⸗ n Wege en die felder⸗ el dar⸗ nehren⸗ as zum Haus⸗ rd we⸗ nig — 45— nig genoſſen. Der ſelbſt gemachte Miſt iſt alſo unbedeutend, und wird obendrein auf eine unverzeihliche Weiſe verzettelt. Die beſ⸗ ſern Wirthe helfen ſich allenfalls damit, daß ſie aus einer benachbarten Stadt, wohin ſie ihre Producte verfahren, Miſt als Ruͤckfracht zu Hauſe bringen, oder, wenn ſie Gelegenheit haben, einer benachbarten Viehwirthſchaft Stroh liefern, und Dünger dafuͤr abholen. Aber ihr Haupthuͤlfsmittel iſt Kalk und Mer⸗ gel, deren Gebrauch aber eine nachtheilige Wirkung auf den beſtaͤndigen Ackerfeldern, nach der Verſicherung genauer Beobachter, zu aͤuſ⸗ ſern anfaͤngt. Auſſerdem brauchen ſie nach Ortsgelegenheit manche, nur in kleiner Quan⸗ tiꝛaͤt zu habende und ſehr koſtſpielige Dungungs⸗ mittel: Hornſpaͤhne, Haare, wollene Lappen, faulende Fiſche, Schlachter⸗Abfall, Malzſtaub, Oehlkuchen, ſelbſt Trahn, und an den Ufern Seekraͤuter; Dinge, die zwar alle nuͤtzlich, aber oft für die theuerſten Preiſe nicht zu haben ſind. Selbſt in den beſſern Wirthſchaften, wo abwechſelnd mit dem Getreide Futtergewaͤchſe in großer Quantitaͤt gebauet werden, wird in der Regel kein betraͤchtlicher beſtaͤndiger Vieh⸗ ſtapel gehalten, ſondern es werden die Futter⸗ gewaͤchſe fuͤr fremdes Vieh abgeholt, oder die⸗ ſes nach dem Hofe gebracht, um ſie daſelbſt zu verzehren. Oder aber es wird, nach Verhaͤlt⸗ niß niß des geerndteten Futters, im Herbſte Vieh angekauft, und dieſes, wenn das Futter ver⸗ zehrt iſt, es ſey ganz oder halb gemaͤſtet, zu Markte getrieben. Einen beſtaͤndigen ver⸗ haͤltnißmaͤßigen Viehſtand trifft man aͤuſ⸗ ſerſt ſelten, und ich erinnere mich, in keinem engliſchen Schriftſteller etwas uͤber das gerechte Verhaͤltniß des Viehſtandes zum Ackerbau und des Futterbaues zum Viehſtande gefunden zu haben, ungeachtet ſie uͤber den von einem Acker zu erwartenden Ertrage von Futtergewaͤchſen, und von der Wirkung dieſer Futtergewaͤchſe auf das Maſtvieh, ſehr viele genaue und experimen⸗ taliſche Beobachtungen haben. Hierin ſowohl, als in der gluͤcklichen Ver⸗ bindung mancher techniſchen Gewerbe mit der Landwirthſchaft, ſind wir ihnen weit vor. Sie koͤnnen und werden wahrſcheinlich darin von uns lernen. Es waͤre laͤppiſcher National⸗ Stolz in der Betreibung einzelner Zweige, und in der Anwendung kunſtvollerer Methoden, von ihnen nichts annehmen zu wollen. So wie ſie kein Verhaͤltniß zwiſchen Acker⸗ bau und Viehſtand kennen und beobachten, ſo haben ſie auch haͤufig keins in dem Anbau der verſchiedenen Fruͤchte. Sie halten zwar, wie wir t ſi ati, mui d Ä, ald dectie h in. J .uan n, cet d lterdiße, gawär Vmer pdiſe jn zihr im inen andec dr Nacihen don Wen 90 aber mute g druu x kti tiube leme f, ud uth tr des Vedens V mmn den Aa Nris, udbe kan de lüt ſcehn nſſe wen, dar in jeem 3 lan über d 4 hii envinf hälun wſer miſit ne digen fäen W nißigen ſe däeme, 1p ſie Vien ttter ber⸗ äſtet„zu en ver⸗ nan aͤuſe keinem gerechte Hau und den zu m Acker waͤchſen, ichſe auf erimen⸗ n Ver⸗ nit der Sie in von nional⸗ Zweige, ahoden, wir wiſſen, ſehr auf einen gehoͤrigen Frucht⸗ wechſel, und die beſſern Wirthe vernachlaͤſſigen die, auf Theorie und Erfahrung gegruͤndeten Regeln ſelten. Ihre Felder haben eine gewiſſe Rotation, aber die Felder ſind haͤufig von un⸗ gleicher Groͤße, und daher kommt es, daß ſie bald mehr Winter⸗, bald mehr Sommergetreide, in dieſem Jahre viel Klee, viel Ruͤben u. dgl., in einem andern Jahre aͤußerſt wenig bauen. Der Nachtheil dieſer Irregularitaͤt wird ihnen von ihren guten Schriftſtellern vorgehalten, aber manche gute Wirthe ſcheinen ſich wenig darum zu bekuͤmmern. Sie haben fuͤr jede einzelne kleine Koppel oft eine beſondere Frucht⸗ folge, und richten ſich dabey nur nach der Na⸗ tur des Bodens. In kleinern Wirthſchaften, unter dem Auge eines ſehr aufmerkſamen Wirths, und bey dem ungleichen Viehbeſtande kann das gluͤcklich gehen. Aber große Wirth⸗ ſchaften muͤſſen dabey oft in Verlegenheit kom⸗ men, beſonders wenn der Wirth nicht einen, in jedem Jahre neuen, reiflich durchdachten Plan uͤber die Vertheilung und Folge der Ar⸗ beiten entwirft. Die beſtimmte regulaͤre Ein⸗ theilung unſerer guten Wirthſchaften hat unbe⸗ zweifelt große Vorzuͤge in Anſehung des beſtaͤn⸗ digen feſten Wirthſchaftganges und der gleich⸗ maͤßigern Production. Indeſſen muͤſſen wir bekennen, daß wir manchmal die Natur auch zu —-— 48— zu ſehr in unſere Schlagordnung einzwaͤngen, und einem Boden Erndten abfordern, fuͤr die er nicht geeignet iſt; auch manchmal, der Wit⸗ terung zum Trotz, Saaten einbringen, deren Keim bey dem Zuſtande des Ackers ſogleich er⸗ kranken muß. Aus dem mannigfaltigen Frucht⸗ wechſel der Englaͤnder und den Subſtitutionen, die ſie machen, laſſen ſich, meines Exrachtens, manche Regeln ziehen und Beyſpiele abnehmen, wie man in aͤhnlichen Faͤllen zu verfahren habe. Manche glauben, daß ſich der beſondere Charakter der engliſchen Landwirthſchaft auf den Grund und Boden dieſer Inſel begruͤnde. Aber dies kann nur der, welcher von der gro⸗ ßen Abwechſelung der Bodenart, die ſich auf einem kleinen Raum hier findet, keinen Begriff hat. Dieſe Abwechſelung iſt vielleicht nirgends ſtaͤrker und ſchneller, wie in dieſem mit Fluͤſſen und Bergen, mit Huͤgeln und Mooren durch⸗ kreuzten Lande. Ich kenne faſt keine Boden⸗ art, deren die engliſchen Schriftſteller nicht er⸗ waͤhnen, vom zaͤheſten Kley bis zum wehenden Sande, vom fettſten Mooder bis zur mager⸗ ſten Kreide. Jede dieſer Bodenarten iſt gut und ſchlecht benutzt, mit großer Energie und großer Nachlaͤſſigkeit behandelt. „Aber 3 bedosir ii im uſti iden haa — — 1 1 2 iurs lndes im Nanung fede de Dachet u vichügſe ſe Anne ſtudin chin Kinn Eintuß a 1 w htar tie mu den ganzen Kndihe de uien anihi düiſes, wes ſ i uden aih imos, d cerbau, de 4 wühniche 5 rir in Vard ſin zin ſ u, mſei üren Vralm zt Ban. inzwaͤngen, n, fuͤr die der Vit⸗ gen, deren ogleich er⸗ en Frucht⸗ ſditutionen, Erachtens, bneymen, dren habe. beſondere chhaft auf hegründe. der gro⸗ ſich auf n Begriff virgends nir Fluſſen ren durch⸗ ne Boden⸗ rnicht er⸗ wehenden ar mager⸗ en iſt gut ergie und „Aber — 40— „Aber das Elima iſt doch aͤuſſerſt von dem unſrigen verſchieden“!— Man hat dem Cli⸗ ma ſogar einen maͤchtigen Einfluß auf den Na⸗ tional⸗Charakter eines Volks beygemeſſen, wie viel mehr auf deſſen Landwirthſchaft! Manche glauben, jede Nation muͤſſe, durch Erfahrung belehrt, ſchon ſeit uralten Zeiten denjenigen Ackerbau ausgemittelt haben, der dem Clima ihres Landes am angemeſſenſten waͤre. Dieſe Meynung findet um ſo mehr Eingang, da ſie die Traͤgheit und Gleichguͤltigkeit, gegen die wichtigſte Angelegenheit jeder Nation, zu ent⸗ ſchuldigen ſcheint. Das Clima hat allerdings einen Einfluß auf einzelne Operationen, auf den Anbau einzelner Gewaͤchſe; aber ſelten auf den ganzen Betrieb und die eigentlichen Grundzuͤge der Wirthſchaft. Wir koͤnnen in unſerm gemaͤßigten Erdguͤrtel ſtatt eines Ge⸗ waͤchſes, was unſerm Clima nicht angemeſſen iſt, ein anderes ſubſtituiren, und in dieſer Hinſicht das Syſtem eines ſehr verſchiedenen Clima's, deſſenungeachtet, befolgen. Der Ackerbau, den uns die Roͤmer lehrten, die ge⸗ gewoͤhnliche Dreyfelder⸗Wirthſchaft, hat ſich weit im Norden hinauf verbreitet, und in un⸗ ſern Zeiten haben Italiaͤner den beſſern Acker⸗ bau, den ſie in England kennen lernten, in ihrem Vaterlande eingefuͤhrt. Nur keine ſela⸗ zr Band, D viſche — — 50— viſche Nachahmung, die uͤberhaupt ſelten in der Landwirthſchaft gluͤckt!— Viele haben beſonders geſagt, der Eng⸗ laͤnder Wirthſchaft und Methoden ſeyen deshalb bey uns unanwendbar, weil unſer Clima von dem ihrigen ſo verſchieden waͤre.— Das Cli⸗ ma eines Theils von England hat allerdings etwas Eigenthuͤmliches, aber dies iſt weder ſo allgemein, noch von ſo großem Einfluſſe auf das Ganze der Wirthſchaft, wie man uns be⸗ reden will. Nichts iſt unzuverlaͤſſiger, als die Angaben der Reiſenden uͤber das Clima. Sie ſind gar zu geneigt, die Witterung, welche ſie eben treffen, als die regulaͤre des Landes in jeder Jahrszeit anzunehmen. Die meiſten nach England Reiſenden ſprechen uͤberdem nur von einem etwa auf 30 engliſche Meilen gezogenen Umkreiſe um London, auf deſſen Atmoſphaͤre die ungeheure Hauptſtadt, durch die darin vor⸗ gehenden chemiſchen Zerſetzungen, einen unver⸗ kennbaren Einfluß hat. Wenn wir aber die meteorologiſchen Beobachter hoͤren, ſo laͤßt ſich uͤber das Clima von England nichts Allge⸗ meines ſagen. Es iſt eben ſo verſchieden, wie der Boden, und wenn gleich dieſes Land nur einen geringen Raum in der Laͤnge und Breite einnimmt, ſo macht doch die groͤßere oder ge⸗ ringere Entfernung von der Seekuͤſte, die hoͤ⸗ here — 4 Wn 3 ruit 1 wSchirg 4 ufllade erUl wm tä dnsge Allſt d fernenud bo aad ſüte ma dtz ſo nij t ſcher Reha k Arderſn ſar 1 nal p cs vülüche n 3. 8 3 Pirn e ieitem. ana „Reffe md ae ftiy fer ſäl argange —1 bſeben, t Sin uß de Pitng d nder lthe rftiche utnen ife inl,) it ſelten in der Eng⸗ hen deshalb Clima von 4 Das Cli⸗ allerdings ſt weder ſo enfluſſe auf man uns be⸗ ger, als die ima. Sie welche ſie Landes in eiſten nach n nur von gezogenen etmoſphaͤre darin vor⸗ anen unver⸗ ir aber die „ ſo laͤßt hts Allge⸗ ieden, wie Land nur und Breite re oder ge⸗ je, die ho⸗ ber — 51— here oder tieſere Lage uͤber dem Waſſerſpiegel des Meers, die weſtliche oder oͤſtliche Seite, welche durch eine, in der Mitte des Landes fortlaufende Gebirgsreihe getrennt ſind, einen ſo auffallenden Unterſchied, wie man ihn kaum in dem weit ausgedehnten Teutſchlande findet. Weil ſich das Vorurtheil von einem be⸗ ſtimmten und vom unſrigen hoͤchſt verſchiedenen engliſchen Clima bey manchen feſt eingewurzelt hat; ſo muß ich einige Bemerkungen vorzuͤg⸗ licher Beobachter daruͤber anfuͤhren. James Anderſon ſagt in ſeinem Essays on agri- culture II. p. 88.:„aus dieſer Urſach iſt „das weſtliche und oͤſtliche Ufer Britanniens „nicht gleich geſchickt, gewiſſe Gattungen von „Pflanzen zu erzeugen und zur Vollkommenheit „zu bringen. Denn da die oͤſtlichen Winde auf „dieſer Seite im Fruͤhjahr die herrſchenden ſind⸗ „und heftige Kaͤlte, Schauerregen oder ſcharfe „Reiffe und Nebel mit ſich bringen, ſo werden „die fruͤh hervorkommenden Pflanzen dadurch „ſehr arg angegriffen, ſo daß ſie kraͤnkeln und „abſterben, wogegen ſie auf der weſtlichen „Seite aufs Beſte gedeihen. Daher lehrt die „Erfahrung, daß man in den oͤſtlichen, beſon⸗ „ders noͤrdlichen Theilen weit weniger auf Obſt⸗ „fruͤchte rechnen darf, als in den weſtlichen „dieſer Inſel; denn die zarte Bluͤhte wird leicht D 2„durch „durch die kalten Oſtwinde zerſtoͤrt, oder durch „die dicken Nebel erſtickt, wenn ſie auf der „andern Seite gluͤcklich davon koͤmmt. Aus „derſelben Urſach gedeihen Baͤume jeder Art „und Hecken weit beſſer am weſtlichen, als am „öſtlichen Ufer. Dagegen aber iſt die weſtliche „Kuͤſte, wegen der beſtaͤndigen Regen, die im „Sommer und Herbſt fallen, weit weniger ge⸗ „ſchickt, reiche Kornerndten hervorzubringen, „als die oͤſtliche, welche ſich eines reinern „Himmels, und einer waͤrmern Sonne zu er⸗ „freuen hat. Die Erndte iſt auf jener ſpaͤter nund mißlicher. Wenn ihre Fruͤchte reichlicher „ſind, ſo erhalten ſie doch eine unvollkomm⸗ „nere Reifung, und die ganze Gegend iſt beſ⸗ „ſer zum Graſe und Holze geeignet, als zum „Kornbau. Die Winter der weſtlichen Seite „ſind minder ſtreng, der Schnee liegt kuͤrzere „Zeit, die Hitze im Sommer iſt gemaͤßigter, „und die Veraͤnderung der Jahrszeiten iſt un⸗ „merklicher, wie auf der oͤſtlichen.“ „Am Seeufer“, ſagt Billingley in dem Survey von Sommerſetſhire, „fuͤhlt man den Winter kaum. So wie man „ſich dem noͤrdlichen Theile dieſer Grafſchaft nnaͤhert und Poulden⸗Hill hinanſteigt, „wird es kalt und unfreundlich, und wenn man „noch weiter nordwaͤrts geht, und die Hoͤhe „der rann di lin S 1 d d poct bahe p wag nbetragtda wnr 192. Wlauſtſch a nnuchöher. Aäghnen, da Ein a wals a der „bon di der „mligende d dder durch ſie auf der unt. Ans e jeder An een, als am di weflliche een, die im weniger ge⸗ tzubringen, ges reinern ponne zu er⸗ jener ſpaͤter reichlicher vollkomm⸗ als zum hen Seite egt küͤrzere emaͤßigter, gen iſt un⸗ 4 ngley in etſhire, wie man Graſſchaft inanſteigt, wenn man die Hohe Sop „der „der Mendipſchen Hägel erreicht, ſo fuͤhlt „man ſich nach Lapland verſetzt. Dieſe ſollen „auch um 1100 Fuß hoͤher, wie die Stadt „Taunton, liegen. Daher iſt die Saat⸗ und „Erndtezeit hoͤchſt verſchieden in dieſer Graf⸗ „ſchaft; im bergigten Theile einen Monat ſpaͤ⸗ „ter, wie in den Thaͤlern. In den hoch gele⸗ „genen Diſtricten findet man es rathſam, im „Herbſt 14 Tage fruͤher, im Fruͤhjahr 14 „Tage ſpaͤter zu ſaͤen, wie man gewoͤhnlich . „thut“, P· 13. William Pitt ſagt in ſeinem Berichte von Staffordſhire:„Die Luft dieſer Ge⸗ „gend iſt ſcharf, und die Kälte ſcheint mir dem „Gefuhle empfindlicher, wie in vielen andern „Gegenden, beſonders wie um London, da ich „oft Gelegenheit gehabt habe, eine ſchnelle „Vergleichung zu machen. Der jaͤhrliche Re⸗ „genfall iſt hier 36 Zoll, der von London „betraͤgt nur 21. Zu Upminſter in Eſſex „nur 19 ½. Der Regen in Lancaſhire be⸗ „laͤuft ſich auf 42 Zoll, und der in Irland „noch hoͤher. Man kann es wol als Regel an⸗ „nehmen, daß der Regenfall auf der weſtlichen „Seite des Koͤnigreichs doppelt ſo groß ſey, „als auf der öſtlichen, welches ohne Zweifel „von der Verdichtung der aus dem Ocean auf⸗ „ſteigenden Duͤnſte herruͤhret. Ohne Zweifel „faͤllt „faͤllt auch auf den hoͤheren Gegenden mehr Re⸗ „gen, als auf den niedrigen, weil jene die Duͤn⸗ „ſte mehr anziehen und zerſetzen; daher die „gewaltigen Herabſtuͤrzungen des Waſſers von „den Gebirgen. Jene hoͤheren Gegenden er⸗ „halten auch betraͤchtlich mehr Schnee, wie die „Ebenen.“ p. 6. „In der ſuͤdlichſten Grafſchaft von Eng⸗ „land, in Kent, klagt man ſehr uͤber die ſpaͤ⸗ „ten Nachtfroͤſte, welche die Nordoſtwinde „bringen, und den Schaden, welche ſie dem „Getreide und den Futterkraͤutern zufuͤgen. „Die Teiche frieren auf 10 bis 12 Zoll ſtark⸗ „und die Ruͤben werden oft zerſtoͤrt.“ F. Boys Bericht von Kent. p. 12. In jedem Berichte, ſo wie in Marſhalls Wirthſchafts⸗Beſchreibungen, findet man aͤhn⸗ liche Bemerkungen genug. Allerdings muß man daher, wenn man die Beobachtungen der Englaͤnder, uͤber den Anbau einzelner, zaͤrtlicherer Pflanzen, bey uns benutzen will, auf den beſondern Fleck des Landes, wo ſie gemacht worden, Ruͤckſicht nehmen. Die ſo beliebten Winterwicken der Englaͤnder habe ich unſerm Clima nicht ange⸗ meſſen gefunden. Aber auch in England ſind ſie haͤufig erfroren; und ob ſie gleich bis in die — üädn di äürt ränt ütn t dit bemudüt „ G füen, dn 1 t Vern aitſän änet audt un ſch Nrnxlien d egühen Ii it viſien h Vantritint. Hrrküir hhulaun g V it hbeſwe deuſſthit Ute Wämdler Wähna, be ach na d Chacj m Einl, ak Sch ha G nnd lürien V 5 6 W heriies lndem nier 17 anwi,d n mehr Re⸗ ne die Duͤn⸗ daher die Laſſers von egenden er⸗ ee, wie die von Eng⸗ ber die ſpaͤ⸗ ordoſtwinde he ſie dem zufuͤgen. Zoll ſtark⸗ F. Boys rſhalls man aͤhn⸗ wenn man üͤber den mzen, bey Fleck des Ruckſicht vicken der hicht ange⸗ gland ſind eich bis in die die noͤrdlichen Theile hinauf gebauet werden, ſo iſt doch wahrſcheinlich nur in den milderen Thaͤlern mit Sicherheit darauf zu rechnen. Aber auch die Ruͤben, die den Winter uͤber im Lande ſtehen, erfrieren durch ganz England ſehr ofſt. Wenn aber der Anbau eines Ge⸗ waͤchſes in einer Gegend erſt eingefuͤhrt iſt, ſo macht man ſich ſo gar viel nicht aus einem Verungluͤcken deſſelben. Man ſieht nur auf die groͤßere Zahl der gluͤcklichen Erfolge. Wie oft erfriert bey uns nicht der Buchweitzen, die Winterruͤbſaat? Wenn zumal kein ganzes Erndtejahr durch das Verfrieren eines Gewaͤch⸗ ſes verloren geht, und die Einſaat wenig ko⸗ ſtet, ſo verſchmerzt man das leicht. Hauptſaͤchlich aber fraͤgt ſichs, ob die eng⸗ liſche Behandlung des Viehes, in Hinſicht auf das Clima, bey uns moͤglich ſey? Der Regel nach kommt im Winter das Hornoieh ſelten, das Schaaf aber gar nicht in einen verſchloſſe⸗ nen Stall; ſondern hoͤchſtens unter einen be⸗ deckten Schoppen. Dieſe Methode findet man in denen Gegenden, welche als die rauheſten und kaͤlteſten beſchrieben werden, eben ſo ein⸗ gefuͤhrt, als in den milden. In Anſehung des Horndiehes wird man nicht leicht den Eng⸗ laͤndern nachahmen wollen, da ihre beſſern Landwirthe, die Methode, das Rindvieh im Win⸗ Winter herumlaufen zu laſſen, ſelbſt mißbilli⸗ gen. In Anſehung der Schaafe aber iſt die Sache zweifelhafter und ich werde in der Folge, bey Gelegenheit der Schaafe, darauf zuruͤck⸗ kommen. Man ſchreibt faſt allgemein dem engliſchen Clima das reiche Gras und das vorzuͤgliche Gruͤn des Raſens zu. Auf der weſtlichen Kuͤſte, in den Niederungen und Marſchen, und in der fruchtbaren Atmoſphaͤre von London hat es al⸗ lerdings ſeinen Grund mit darin. Aber zum großen Theile ruͤhrt es auch von der weit ſorg⸗ faͤltigern Behandlung des Graslandes, von der NRiederlegung des Ackers, wenn er noch in voller Duͤngkraft iſt, und von dem, Winter und Sommer darauf fallenden Miſte des vielen Viehes her, womit ſolche Weiden beſetzt ſind. Denn die Beſchreibungen, welche die Engländer von dem traurigen Anblicke ihrer vernachlaͤſſigten Gemeinweiden machen, und von dem kuͤmmerlichen Zuſtande desjenigen Viehes, was hier ſeine Nahrung ſuchen muß, kommen voͤllig mit dem uͤberein, was wir von unſern teutſchen Gemeinweiden ſagen muͤſſen, und begruͤnden alſo die Meynungen, daß der Graswuchs allein durch das Clima befoͤrdert werde, und England alſo darin einen allgemei⸗ nen Vorzug vor uns beſitze, keinesweges. Wenn Pnt ur da ch gien nimn drh Nanüſ Racther di baxjenn i ihrr higrn n „ Naku n tjnii th, thrneſter de tun Umatnn at 3 wo väpen detta d tiſen gu Nru dähr, daß caten ſre it ih gha Enftam. e laüts un men jſt migbill⸗ aber iſt die derFolge, zuf zurück⸗ engliſchen vorzuͤgliche chhen Küſte, und in der hat es al⸗ Aber zum rweit ſorg⸗ s, von der noch in von dem, den Miſte e Weiden en, welche glicke ihrer hen, und desjenigen uchen muß⸗ s wir bon n müſſen, daß der befoͤrdert allgemei⸗ eges. Wenn Wenn Einige den engliſchen Ackerbau fuͤr fehlerhaft erklaͤren, weil er nicht zureicht die erſtaunliche Menge von Menſchen und von Pfer⸗ den durch jene kleine Flaͤche, worauf er betrie⸗ ben wird, zum Theil ſo ſchwelgeriſch, wie ſie es verlangen, zu ernaͤhren; ſo ſagen dagegen Andere: der verfeinerte Ackerbau der Englaͤnder koͤnne nur da anwendbar ſeyn, wo eine ſo un⸗ geheure Conſumtion Statt finde, und wo der durch Manufacturen und Handel erworbene Reichthum die darauf verwandten Koſten zu bezahlen im Stande ſey. Man hat mich hier⸗ uͤber belehren und mir zeigen wollen, daß der Ackerbau in England von den Manufacturen abhaͤngig ſey, und daß bey uns ein ganz ent⸗ gegengeſetzter Fall eintraͤte, bey Gelegenheit einer Anmerkung zu Bergens Anleitung zur Viehzucht. Ich haͤtte meinem Recenſenten et⸗ was mehrere Kenntniß von der buͤrgerlichen Geſchichte Englands und den dortigen Verhaͤlt⸗ niſſen gewuͤnſcht. Nur in einem gewiſſen Verhaͤltniſſe iſt es wahr, daß Handel und Manufacturen dem Ackerbau freundlich die Hand bieten, und daß ſie ſich gegenſeitig einander zu einer hoͤheren Stuffe empor heben. Aber erſtere duͤrfen nur den Ueberfluß des letztern an Menſchen Haͤnden und an Capital an ſich ziehen. Nehmen ſie mehr mehr als den Ueberfluß weg, ſo erſchoͤpfen und unterdruͤcken ſie ihn. So lange eine Nation noch nicht genug arbeitende Haͤnde, noch nicht Vermoͤgen genug beſitzt, ihren Acker in voͤllige Cultur zu ſetzen, koͤnnen ihr ihre weit getrie⸗ bene Manufakturen und Fabriken nicht den hoͤchſten nachhaltigen Wohlſtand verſchaffen. Denn ohne allen Zweifel beſteht der groͤßte, der ſicherſte, der bleibendſte Reichthum eines Staats in einem ſehr cultivirten und ſehr pro⸗ ductiven Acker, und nirgends kann folglich das Vermoͤgen der Nation vortheilhafter, wie dar⸗ in, angelegt werden. Gerade das Entgegengeſetzte iſt aber in England geſchehen, ſeitdem Manufacturen und Handel ſich mit einer ſo erſtaunlichen Gewalt und Schnelligkeit emporhoben. Sie haben dem Ackerbau gewiſſermaßen durch das ganze Reich, beſonders aber in gewiſſen Diſtricten, alle Kraft entzogen. Denn es iſt aͤußerſt auf⸗ fallend, und fuͤr den Staatswirth merkwuͤrdig, wie verhaͤltnißmaͤßig ſchlecht und unproductiv, wie vernachlaͤſſigt und aͤrmlich der Ackerbau in allen denen Diſtricten iſt, wo Manufakturen und Fabriken mit großer Anſtrengung betrie⸗ ben werden. Ich — nus i naiim ni V flie grilun n dn iienli d irvere dbin den. in. de Ai watoxpen ma Onſem zm rons Kaict! Tunh 1 ir deEna R tar hnäain ner Aöſhn Pra ſde Nenge deſe hapſte leſtegar Nanritin einn Sf du geben, ſi häpfen und ine Nation noch richt win völlge veit getrie⸗ nicht den verſchaffen. der großte thum eines nd ſehr pro⸗ folglich das , wie dar⸗ aber in turen und Gewalt ie haben das ganze Diſtricten, ußerſt auf⸗ erkwuͤrdig, productid, kerbau in mfakturen ng betrie⸗ Ich muß hieruͤber einige ſpecielle Nachrich⸗ ten anfuͤhren, weil man ſich hiervon eine ganz falſche Vorſtellung in Teutſchland zu machen pflegt. Der eigentliche Ackerbau, mit Ausſchluß der Gaͤrtnerey, wird vielleicht nirgends ſchlech⸗ ter, als in dem Umkreiſe von London, betrie⸗ ben. Die Ackerfelder ſind unbefriedigt, un⸗ verkoppelt und liegen unter dem Dreyfelder⸗ Syſtem zum dritten Theile braach(Midle⸗ tons Bericht von Midleſex, 7 Capitel Iſter Abſchnitt). Die Ackerwerkzeuge ſind da⸗ ſelbſt hoͤchſt fehlerhaft und unverbeſſert. Kein guter Geſtellmacher und Schmidt iſt fuͤr ſel⸗ bige auf dem Lande zu finden, weil jeder beſſere Arbeiter in die Stadt zieht, oder doch fuͤr die Stadt arbeitet(Ebendaſelbſt 5. Cap.). Die Ackerarbeit wird ſchlecht verrichtet und kommt ſehr hoch zu ſtehen.(Ebendaſ. 7. Cap. Iter Abſchnitt.) Aber erſtaunlich und beinahe unerklaͤrbar iſt die Menge des wuͤſten Landes im Umkreiſe dieſer Hauptſtadt. In Anſehung des in Mid⸗ leſex belegenen, findet man ausfuͤhrliche Nachricht im vorgedachten Berichte. Um aber einen Begriff vom ganzen Umfange deſſelben zu geben, fuͤhre ich unter mehreren nur fol⸗ gende — 60— gende Stelle von A. YVoung, aus deſſen An⸗ nalen, an: „Ehe ich eine andere Gegend betrete“, ſagt Voung,„kann ich nicht umhin, die ungeheuren Strecken von Hayden zu bemerken, die in der Nachbarſchaft von London, allenthalben mit Chauſſeen durchſchnitten und von dem groͤßten Markte in der Welt umfaßt, ungenutzt da lie⸗ gen. Ihr Anbau verdiente in jedem Betrachte betrieben zu werden. Der Boden, obgleich groͤßtentheils arm und ſandig, iſt doch einer großen Verbeſſerung faͤhig. Man erinnere ſich, daß die groͤßten Anſtrengungen, und die thaͤ⸗ tigſten Verbeſſerungen in dieſer Inſel auf man⸗ che Boden⸗Arten verwandt werden, die eine nicht groͤßere, natuͤrliche Fruchtbarkeit beſaßen, wie dieſer, ohne die großen und in ihrer Art einzigen Vorzuͤge, die daraus entſpringen, wenn man einen Markt, wie London hat, zu beſitzen. Wenn wir ſo viele notoriſche Beyſpiele, vom gluͤcklichen Erfolge der auf gleich ſchlechten Boden angebrachten Verbeſſerungen vor Augen haben; ſo muß ja jedes weitlaͤuftige Raiſonne⸗ ment, daß der Boden zu ſchlecht ſey, um mit Vortheil angebauet zu werden, in ſich ſelbſt zu⸗ ſammenfallen, und jeder Schatten von anſchei⸗ nender Richtigkeit deſſelben verſchwinden. Die Grafſchaft Survey hat zwar eine ſandige Ober⸗ flaͤche, ft ritrin a mi mſeet tzrühlchen jen ade Mobd eae wahthii Naͤberünt hhilenti drüm lutrie edde, Kentend ni Trod beret ngdo Mſt pann Ml. dic dſe) Wake ſeegen, mi Nh, den zoc Keinfaſer, ſiß einge und detiken, fem unn, nettgigem pinl ric iger deſſen An⸗ tete“, ſagt ngeheuren die in der alben wit m groͤßten uhßt da lie⸗ Vetrachte , obgleich doch einer nere ſich, die thaͤ⸗ auf man⸗ die eine beſaßen, hrer Art ſpringen. ahat, zu Beyſpiele, ſchlechten bor Augen Maiſonne⸗ „um mit ſelbſt zu⸗ n anſchei⸗ den. Die ige Ober fläche, flaͤhche, aber es hat die uͤberflieſſenden Aus⸗ wuͤrfe von London vor ſeiner Thuͤre, wodurch man Wuͤſten in Gartenland verwandeln kann. Daß ſolche Strecken von Hayden in der unmit⸗ telbaren Nachbarſchaft der Hauptſtadt, nicht blos in Suryey, ſondern auch in Suſſex und Eſſer exiſtiren koͤnnen, iſt ein unerklaͤrbarer Zug in unſerer Landes⸗Policey. Fuͤr einen oberflaͤchlichen Beobachter wuͤrde es ein zurei⸗ chender Beweis ſeyn, daß große Staͤdte, ſtatt einen wohlthaͤtigen Einfluß auf den Anbau der Nachbarſchaft zu haben, gerade das Gegen⸗ theil bewirken. Die Strecken wuͤſten Landes, in einem Umkreiſe von 40 engliſche Meilen um London, koͤnnten die Haͤlfte dieſer großen Stadt mit Brod verſorgen, oder fuͤr eine Zahl von 500,000 Menſchen zureichen.“ N. 122. p. 200. XXII.(In einer Reiſe⸗Beſchreibung durch Suſſex.) Was koͤnnte, zur Urbarmachung dieſer Wuͤ⸗ ſteneyen, mit dem Duͤnger nicht bewirkt wer⸗ den, den 3000 Aecker unaufhoͤrlich befahrnen Steinpflaſters, 30,000 Pferde, 8000 Stuͤck Kuͤhe, beinahe eine Million von Einwohnern und die vielen Schlaͤchter und Fabrikanten lie⸗ fern koͤnnten, wenn nicht Trieb zu dieſem Er⸗ werbszweige mangelte, und ein Jeder ſein Ca⸗ pital nicht lieber zu andern Gewerben benutzte! Naͤchſt — 62— Naͤchſt London haben ohne Zweifel Lan⸗ eaſhire, Warwikſhire und die benach⸗ barten Diſtricte die groͤßten Fabriken und mei⸗ ſten Gewerbe. Und eben dieſe Gegenden zeich⸗ nen ſich durch den elendeſten Ackerbau auf dem fruchtbarſten Boden aus. Lancaſhire erbauet an Getreide nicht den 24ſten Theil ſeines jaͤhr⸗ lichen Bedarfs, nicht mehr Getreide, als in 2 Wochen von den Menſchen verzehrt und mit dem Vieh verfuttert wird. Ich laſſe hier den ſcharfſinnigen Verfaſſer des Berichts von Lan⸗ caſhire, J. Holt, reden: „Die Manufakturen haben einen traurigen Wechſel im Ackerbau dieſer Grafſchaft hervor⸗ gebracht; die Getreide⸗Erndten ſind jaͤhrlich im fortſchreitenden Abnehmen. Die Einfuhr aus fremden Laͤndern vermehrt ſich folglich im⸗ mer, ſowohl dieſer verminderten Cultur, als der vermehrten Volksmenge wegen. Die Ein⸗ fuhr des Getreides und Mehls iſt faſt unglaub⸗ lich, wird aber durch die Auszuͤge aus den Buͤchern des Zollhauſes, die der Bericht⸗Er⸗ ſtatter durch Hrn. Naͤtes Guͤte erhielt, be⸗ wieſen. Die Steigerung des Arbeitslohns, und der Vorzug, den die Arbeiter bey der An⸗ ſtellung in Fabriken, wo ſie ſtuͤckweiſe und unter Obdach arbeiten, finden, haben verur⸗ ſacht, daß man den Spaten gegen das Weber⸗ Schiff liuinendein tne gehen 4 de Wmitdele d Armen. de abehiuſ trüihre Ben d dijgnac f — A ho Re ſhict de fi Au dun ſeer dütinde Ate wde ſſtzerſe V Venn d alns di d Geſandene „Euyitl, — rtät ſid V tichn. M V d Nicyndu deſa piap Qſünftalench in, g — eifel La l⸗ e benach⸗ und mei⸗ den zeich⸗ uauf dem re erbauet ines ſäͤhr⸗ e, als in tt und mit ſe hier den von Lan⸗ traurigen t hervor⸗ jͤhrlich Einfuhr glich im⸗ tur, als Die Ein⸗ t unglaub⸗ e aus den ericht⸗Er⸗ ielt, be⸗ eitslohns, der An⸗ veiſe und en verlr⸗ 3 Weber⸗ Schiff — 63— Schiff vertauſchte, und haben durch die Sel⸗ tenheit des Geſindes und der Tageloͤhner die Landwirthe in große Verlegenheit geſetzt, und den Arbeits⸗Preis zu ſehr erhoͤhet.“ „Die Arme⸗Taxen druͤckt mit gleicher Laſt auf einen kleinen Paͤchter, wie auf den Herrn einer großen Manufaktur. Dieſe ermuntert die Anſiedeler und vermehret folglich die Zahl der Armen. Das Waſſer wird haͤufig durch die Faͤrbe⸗Haͤuſer und andere auf den Fluͤſſen errichtete Werke verdorben, und ungeſund fuͤr das Vieh gemacht.“ „Die bey der Druckarbeit noͤthige Hitze ſchwaͤcht die ſtaͤrkſten Conſtitutionen. Der Dunſt vom ſtehenden Waſſer, die verdorbene Luft in den Arbeits⸗Saͤlen, die Ausduͤnſtungen von den ſcharfen Saͤuren und anderen Faͤrbe⸗ Praͤparaten, der Staub der Baumwolle,— alles wirkt wie ein Gift auf die menſchliche Geſundheit.“ „Capital, Arbeit, Talent und Aufmerk⸗ ſamkeit, ſind in dieſer Grafſchaſt dem Ackerbau entzogen. Man braucht nur die Hauptartikel der Ackerproduction und ihre Behandlung in dieſer großen Manufaktur und Handels⸗Graf⸗ ſchaft zu betrachten, wo der Boden im Stande waͤre, die groͤßten Erndten von jedem dieſer Arti⸗ — 64— Artikel hewworzubringen„ um ſich davon zu uͤberzeugen.“ „Bohnen und Erbſen weerden ſelten als Vorbereitung fuͤr Weitzen, immer nur breitwuͤrfig gebauet, nie mit Pferde⸗ und Handhacken bearbeitet. Kohl waͤchſt zwar in Menge und luxurioͤs in den Gaͤrten, aber ſeinen Anbau im Felde kennet man nicht. Wicken werden geſaͤet, wenn das Land nichts mehr tragen will, werden nicht gruͤn abgefut⸗ tert, ſondern trocken eingeerndtet. Die Braa⸗ che wird ſelten vor Winter umgebrochen, ſon⸗ dern ſorgfaͤltig erhalten, um Pferde und jun⸗ ges Vieh darauf aushungern zu laſſen; im Ju⸗ nius iſt ſie noch gruͤn vom Queckengraſe. Der Hafer wird faſt immer auf daſſelbe Land ge⸗ ſaͤet, iſt folglich in Qualitaͤt und Quantitaͤt gleich ſchlecht. Gerſte wird im May und Junius geſaͤet und nie gejaͤtet oder behacket. Zum Weitzen wird immer gebraachet, ſogar auf leichtem Boden. Selten, wenn jemals, kommt er nach Klee, nie nach Bohnen, weil die Bohnenſtoppel zu unrein iſt. Ob das Land gleich lauter Weitzen⸗Boden iſt, ſo wird doch nicht der hundertſte Theil, der darauf wachſen koͤnnte, darauf gebauet, und die Bewohner gewiſſer Diſtricte, die den beſten Weitzen⸗Bo⸗ den im ganzen Koͤnigreiche haben, ſchmecken kaum Weitzen.“—(SDies iſt nehmlich das boͤchſte ä dul d 1 uen 5 apnin riſ fecbow lan. Pfamd wi ub ii vihi „Je eryian türrin md d nzas dn hi ugrnds e dn Iüanmen Nencn i Ee wunſt fr et mimn in uy liui dayze fa nd iger ben tmdſttet de daig da g Kenſüch: eüadma g Enffolk m nuime on N „ e Mauſe in den Uwer owfals ke ueale Uüſe oit lir märidg V p Ban davon zu tden ſelten nmer nur rde⸗ und ichſt zwar tten, aber nan nicht. and nichts nabgefut⸗ Die Vraa⸗ chen, ſon⸗ e und jun⸗ ; im Ju⸗ ſe. Der land ge⸗ Quantitaͤt May und behacket. et, ſogar an jemalz⸗ hnen, weil das land wird doch uf wachſen Bewohner eitzen⸗Wo⸗ ſchmecen zmlich das bſe — 65— hoͤchſte Ideal, was ſich ein engliſcher aufge⸗ klaͤrter Landwirth von einem abſcheulichen Acker⸗ bau zu machen weiß.) „Ich ſpreche vom Allgemeinen; denn freylich giebt es hin und wieder Paͤchter und Gutsbeſitzer, welche einen wichtigen Ackerbau betreiben.“ „Die Fortpflanzung des Laſters der Inſub⸗ ordination und der Krankheiten iſt ein Uebel, was aus dem hohen Betriebe der Manufakturen nothwendig entſteht. Was kann anders aus der Zuſammendraͤngung ſo mancher Arten von Menſchen in den Fabrikhaͤuſern erfolgen?— Sie draͤngen ſich dahin, weil ſie an einem Tage fuͤr zwey verdienen, und ſich von den ſieben, vier Tage beſaufen koͤnnen“ p. 209 u. f. Dagegen findet man den Ackerbau nir⸗ gends hoͤher betrieben und die Production nir⸗ gends ſtaͤrker, als in den Grafſchaften, wo es wenig oder gar keine Fabriken giebt. In Kent iſt nicht eine einzige, und Kent iſt es, was London hauptſaͤchlich mit Getreide verſorgt; Suffolk und Norfolk haben, mit Aus⸗ nahme von Norwig,— welches die einzige große Manufactur⸗Stadt im Koͤnigreiche iſt, in deren Umkreiſe ein guter Ackerbau herrſcht — ebenfalls keine Fabriken, und die Getreide⸗ Ausfuhr aus leztern iſt, wie der gedachte Ver⸗ faſſer des Berichts von Lancaſhire in einer ſehr merkwuͤrdigen Tabelle zeigt, P. 206, ge⸗ zr Band. E rade — 66— rade ſo groß, wie die Einfuhr in Lancaſhire; ungeachtet dieſes von Natur einen ungleich fruchtbareren Boden, wie jenes, hat. Der teutſche Ackerbau hat alſo bey dem Mangel groͤßerer Manufacturen und Fabriken gerade kein ſchlechteres Loos getroffen. Iſt ſein Markt gleich beſchraͤnkter, weiter entfernt, und folglich der Geldwerth ſeiner Producte minder hoch; ſo ſind die Koſten gleicher Arbeit doch auch geringer, und die arbeitenden Haͤnde wer⸗ den ihm minder entzogen. Die Preiſe ſind wenigſtens eine lange Reihe von Jahren hin⸗ durch in der Hoͤhe geweſen, daß ſich das Be⸗ triebs⸗Capital bey hoͤherer Cultur hinreichend verzinſete. Es iſt entweder Abſatz und Nach⸗ frage im Lande genug, oder die Ausfuhr iſt vortheilhaft genug fuͤr die Unternehmer. Zwar iſt der teutſche Landwirth in manchen Staaten durch die mit großer Strenge angekuͤndigten Ausfuhr⸗Verbote haͤufig geſchreckt, aber nie gefaͤhrdet worden; weil ſie aus natuͤrlichen Ur⸗ ſachen die entgegengeſetzte Wirkung thaten, und den Preis auf den Maͤrkten nur zu ſeinem Vor⸗ theil erhoͤheten. Gluͤcklicherweiſe koͤnnen ver⸗ kehrte Polizey⸗Maaßregeln dem Gange der Natur nicht entgegenwirken. Waͤre es moͤg⸗ lich, die Ausfuhr des uͤberfluͤſſigen Getreides zu hemmen, ſo waͤre ein Land in jedem Augen⸗ blicke — Ghür hrzenn 1 rice rünii ie wu 4 16 Qfrnug den den konn. Finde V ſahritlern, tn boden! uine d nitd daues p Gh, Pndar and rit nt gg V i d 1 Weda vic Weenage ſicene, ſad berichliche Aunde zuert 7 liß da ns den n-we ſ enn z eiffäſn lan Aä fancaſire; n ungleich l. o bey dem Fabriken Fr ſein fernt, und cte minder lrbeit doch Fande wer⸗ reiſe ſind ahren hin⸗ das Be⸗ nreichend nd Nach⸗ sfuhr iſt r. Zwar Staaten kündigten aber nie rlichen Ur⸗ zaten, und nem Vor⸗ mnen ver⸗ ange der es woͤg⸗ Getreides m Augen⸗ hlicke — 67— blicke der Hungersnoth ausgeſetzt. Denn wenn es in mittelmaͤßigen Jahren nicht mehr Ge⸗ treide bauete, als zum Unterhalte ſeiner Ein⸗ wohner noͤthig iſt, ſo muͤßte in ſchlechten Jah⸗ ren durchaus ein ſolcher Mangel daran entſte⸗ hen, der auf dem feſten Lande, in einiger Ent⸗ fernung von den Kuͤſten, nicht gedeckt werden koͤnnte. Faͤnde aber das uͤberfluͤſſige Korn nach mittlern, und noch mehr nach vorzuͤgli⸗ chen Erndten keine auswaͤrtige Abnehmer, ſo waͤre es mit dem hoͤhern Betriebe des Acker⸗ baues zu Ende, weil Niemand Koſten an ein Product wenden wuͤrde, welches ihm ſolche nicht mit gerechtem Vortheile bezahlte. England hatte ſich, wie ich im 2ten Bande dieſes Werks gezeigt habe, durch die Beguͤn⸗ ſtigung und Belohnung der Ausfuhr einen Ackerbau verſchafft, welcher der damaligen Volksmenge nicht nur hinreichenden Bedarf ſicherte, ſondern dem Staate auch durch eine betraͤchtliche Ausfuhr einen bedeutenden Activ⸗ Handel zuerſt erwarb. Durch dieſe ward— obgleich Viele in der Geſchichte des engliſchen Handels den wichtigen Umſtand uͤberſehen ha⸗ ben— der erſte Grund zum Reichthum die⸗ ſes Staats, zu ſeinem Handelsbetrieb und ſei⸗ ner Schifffahrt gelegt. Auf dem, nach dama⸗ ligen Verhaͤltniſſen hohen Grad des Ackerbaues, E 2 ward — 68— ward das Mannfacturweſen Britanniens ſo feſt und dauerhaft gegruͤndet. Man wird es endlich in Teutſchland einſe⸗ hen, daß unſer National⸗Reichthum nur durch die hoͤhere Cultur unſers Grund und Bodens, und durch die ſtaͤrkere Erzeugung landwirth⸗ ſchaftlicher Producte, unter Beguͤnſtigung ih⸗ rer Ausfuhr, vermehrt werden koͤnne. Iſt die Production dann ſo hoch getrieben, daß Nah⸗ rung im Ueberfluß vorhanden, und folglich im⸗ mer wohlſeiler, wie fuͤr Auslaͤnder, zu haben iſt, ſo wird die groͤßere Volksmenge unter ge⸗ hoͤriger Leitung der Regierungen ſich ſelbſt In⸗ duſtriezweige ſchaffen, die auf einem feſten Stamme ruhen, und von einer genugſam aus⸗ gebreiteten Wurzel ernaͤhret werden. Aber ohne in die Zukunft zu ſehen, laßt uns jetzt nur Getreide, Fertwaren und Wolle genug erzeugen, und unbeſorgt fuͤr ihren Ab⸗ ſatz zu einem billigen Preiſe ſeyn! Insbeſondere hat man befuͤrchtet, daß uns der Markt fuͤr thieriſche Producte fehlen wuͤr⸗ de, und daß wir es daher damit nie ſo weit, wie die Englaͤnder, treiben duͤrften. Ich ſehe aber keinen Grund zu dieſer Beſorgniß. Unge⸗ achtet die Stallmaſtung, vermuthlich wegen der vielen Brannteweinbrennereyen, nicht mehr ſo vor⸗ — Ri äb herei d 3 har tun⸗ mäßid n un gß t t bit im ae, nan ne lurg dm tägrna im. fanm enn i t gla. amm naiage d ädia, nindaeh und mn enm tr ind Vole nr eiige har en. Dir fe de daſnden he gate anniens o land iinſe⸗ nur durch d Bodens, landwirth⸗ ſigung ih⸗ à IFi die daß Nah⸗ folgüch im⸗ zu haben e unter ge⸗ ſelbſt In⸗ em feſten ſam aus⸗ hen, laßt und Wolle ihren Ab⸗ „ daß uns hlen wür⸗ e ſo weit 3ch ſhe 1. Unge⸗ wegen der t mehr ſo bor⸗ — vortheilhaft, wie ehemals, ſcheint, und das Fleiſch zum Getreide wirklich in einem gerin⸗ gern Preis⸗Verhaͤltniſſe wie ehemals, ſeit einigen Jahren, geſtanden hat; ſo werden doch Fettweiden noch immer ſo hoch bezahlt und be⸗ nutzt, daß man ſich in vielen Gegenden ungern zu ihrem Aufbruch entſchließt; wenn ſie gleich dazu voͤllig geſchickt ſind. Und es hat denn doch gar keinen Zweifel, daß ein gutes Futter⸗ gewaͤchsfeld, in Hinſicht der Nahrung, die es giebt, von groͤßerem Werthe iſt, wie ein glei⸗ ches Stuͤck Fettweide und die Koſten des An⸗ baues, wenn man auf die Vorbereitung des Landes zum Getreide mit Ruͤckſicht nimt, ſehr wohl tragen koͤnne. Ich werde mich uͤber Ma⸗ ſtung an einer andern Stelle zu erklaͤren Gele⸗ genheit haben. Aber Molkerey wird freylich in den meiſten Faͤllen eine hoͤhere Benutzung des Rindviehes, und Wolle eine hoͤhere Be⸗ nutzung des Schaafoiehes geben, als Maſtung, und an einem vortheilhaften Abſatz guter But⸗ ter und Wolle kann es einer Gegend, die ſich nur einige Handelswege geoͤffnet hat, nicht feh⸗ len. Wir ſtehen alſo auch in dieſer Hinſicht den Englaͤndern nicht ſo ſehr nach, wie Man⸗ che glauben. So — 70— So wie der urbargemachte Boden immer den Hauptreichthum des Staats ausmacht; ſo iſt auch nichts natuͤrlicher, als daß er die Ko⸗ ſten der Staatserhaltung vorzuͤglich tragen muͤſſe. Das phyſiocratiſche Syſtem der fran⸗ zoͤſiſchen Oekonomiſten wollte durchaus alle Steuren auf den Grund und Boden legen. Sie ſollten aber eigentlich nicht das Gewerbe des Ackerbaues, ſondern den reinen Ertrag des Bodens treffen, woraus ſchon eine ſchwer zu hebende Unbeſtimmtheit hervorgieng, indem die Frage entſtand: wie es nun mit dem durch Ackerbau nachhaltig verbeſſerten Lande zu hal⸗ ten ſey? Durch die Beſteurung des Grund und Bodens, ſagten ſie, wuͤrden die Auflagen am gleichmaͤßigſten vertheilt, weil die Producte deſſelben jedem unentbehrlich waͤren, folglich jeder ſeinen Antheil dazu bezahlen muͤſſe. In einem Staate, wo die Staatsbeduͤrfniſſe, und beſonders die Zinſen der Staatsſchuld, nicht ſehr hoch getrieben ſind, und wirklich der bey weitem uͤberwiegende Theil des Nationalvermoͤ⸗ gens im Grund und Boden ſteckt, kann dieſes Syſtem anwendbar ſeyn. In einem Staate aber, der ſich in aͤhnlichen Umſtaͤnden, wie England, befindet, muͤßte es zum gaͤnzlichen Ruin des Ackerbaues ausſchlagen. Denn obgleich jetzt die Auflagen nicht zum groͤßten Theile auf dem Acker ruhen, ſo iſt die⸗ bümn. E kn nn 1 1 hnn e uf en 1 n n z drs ſß e K unat d dac t a la delſct a den a I min Ta d De 1 den immer umnacht; ſo er die Ko⸗ ich tragen der fran⸗ haus alle den legen. Gewerbe Erraag des ſchwer zu gg, indem dem durch de zu hal⸗ es Grund Auflagen Producte „folglich uſſe. In niſſe, und uld, vicht ih der bey eonalbermo⸗ kann dieſes m Staate den, wie gäͤrzlichen en, ſo it die⸗ —-— 71— dieſer doch ſo betraͤchtlich, daß der Ackerbau, wie Bell in ſeinen Verſuchen zeigt, einer auſ⸗ ſerordentlichen Beyhuͤlfe bedarf, wenn er der Laſt nicht unterliegen, und die Beduͤrfniſſe der Nation jemals wieder hervorbringen ſoll. Der Ackerbau wird durch die Land⸗Taxe, vorzuͤg⸗ lich aber durch die Armen⸗Taxe und den Zehn⸗ ten in England ſo erſchwert, daß er mit dem Ackerbau anderer Laͤnder durchaus nicht Preis halten kann. Das auswaͤrtige Getreide, nach England verführt, kann von dem Kaufmann wohlfeiler auf die engliſchen Maͤrkte geliefert werden, als vom engliſchen Landwirthe ſelbſt. Noch weniger aber koͤnnte engliſches Getreide auf auswaͤrtigen Maͤrkten Preis halten, wenn der Ackerbau wieder ſo hoch getrieben wuͤrde, daß Ueberfluß davon im Lande waͤre. So weit iſt es, Gott Lob! noch in keiner teutſchen Pro⸗ vinz gekommen, und der teutſche Landwirth hat darin einen großen Vorzug vor dem Englaͤnder. Die Land⸗Taxe an ſich, ſo wie viele an⸗ dere Auflagen, welche den Landwirth directe oder indirecte treffen, z. B. auf Pferde, Wagen, Fenſter, Salz, Malz und Vier, er⸗ regen keine Beſchwerde; aber die Armen⸗ Taxe oder die Quote, welche ein jeder nach Verhaͤltniß des Wertbs ſeiner einhabenden Grundſtuͤcke, und der in ſeinem Kirchſpiel be⸗ — 72— befindlichen huͤlfsbeduͤrftigen Leute, zahlen muß, iſt eine Laſt, von welcher man, außer England, keinen Begriff hat, und die faſt allein den Landwirth trifft. Dieſe Armen⸗Beytraͤge werden naͤm⸗ lich nach Verhaͤltniß des Werths der liegenden Gruͤnde bezahlt, oder des Pachtzinſes, wel⸗ chen ſie geben oder geben wuͤrden. Ein jedes Kirchſpiel iſt verbunden ſeine Armen zu unter⸗ halten, und dieſes wird von gewiſſen dazu er⸗ waͤhlten Perſonen beſorgt, welche den Armen die Unterſtuͤtzung reichen, und den nach obi⸗ gem Verhaͤltniſſe fuͤr jeden beſtimmten Bey⸗ trag einfordern. Man hat dieſe Armen⸗Taxe ehemals der Humanitaͤt angemeſſen und dem gemeinen Be⸗ ſten nuͤtzlich gefunden, und Manche haben, wenn die freywillige Unterſtuͤtzung der Armen unzulaͤnglich war, eine aͤhnliche Einrichtung auch in andern Staaten gewuͤnſcht. Allein England kann uns zur Warnung dienen, bey ſolchen Einrichtungen vorſichtig zu ſeyn, oder ſie doch von Zeit zu Zeit angemeſſenen Abaͤnde⸗ rungen zu unterwerfen, bevor ſie durch die Laͤnge der Zeit unabaͤnderlich werden.„Ein auffallenderes Beyſpiel, ſagt Hutcheſon, von der Beſchraͤnktheit menſchlicher Einſichten, kann ₰ Nas nkin V en Nn w 8 * mn rfſae di gbe lamn w ddler k der nd el mtn am t mi n enſoe aien e V Ide9 a jedoße halim an hn R hase ihre n äutk. hkſia ite, zahlen man, außer und die faſt herden naͤm⸗ er liegenden inſes, wel⸗ Ein jedes en zu unter⸗ ſen daznet⸗ den Armen nach obi⸗ nten Bey⸗ mals der einen Be⸗ he haben, er Atmen Einrichtung t. Alein enen, bey ehn, oder Abande⸗ durch die n.„Ein tcheſon, Einſichten, kann menſchliche Huͤlfe geben kann. kann man nicht leicht finden, als dasjenige, welches die Geſetzgebung uͤber die Erhaltung der Armen darbietet. Vielleicht treffen wir in den Annalen unſerer Geſetzgebung keinen Fall, wo ſo viel guͤnſtige Umſtaͤnde, eine hoͤchſt voll⸗ kommene Einrichtung zu machen, zuſammen⸗ treffen. Die Idee dazu ward in einer Periode der engliſchen Geſchichte gefaßt, wo die Geſetz⸗ geber durchaus die hoͤchſte Staͤrke der Ueber⸗ legung bewieſen. Der Gegenſtand war eines edlen und tugendhaften Volkes wuͤrdig; denn der Zweck war, dem ſchwachen und huͤlfloſen Theil der buͤrgerlichen Geſellſchaft einen dau⸗ renden Fond zu ſeiner Unterſtuͤtzung und ſo viele Erquickung zu verſchaffen und zuzuſichern, als Die aͤußerſte Sorgfalt ward von den Geſetzgebern verwandt; in ihre Berathſchlagungen miſchte ſich kein Par⸗ teygeiſt; ſie waren richtig, gemaͤßigt und uͤberlegt. Sie berrachteten den Gegenſtand aus jedem Geſichtspunkte, und ſuchten jedem Uebel, welches moͤglicherweiſe daraus entſtehen konnte, vorzubeugen. Sie waren endlich uͤberzeugt, daß ſie ein Geſetz entworfen hatten, welches die engherzigen Mitglieder der buͤrgerlichen Geſell⸗ ſchaft in eben dem Maaße, nach Verhaͤltniß ihrer Mittel, zur Unterſtuͤtzung der Armen bey⸗ zutragen, noͤthigte, wie die edeldenkendſten es beſtimmten; eine Einrichtung, die, indem ſie die ſolche keinem druͤckend machte. Sie glaubten, durch dieſes Geſetz dem fleißigen, aber durch Alter und Krankheit ſchwach gewordenen, Arbei⸗ ter eine hinreichende und erquickende Unter⸗ ſtuͤtzung zu ſichern, ihm die Erziehung und Er⸗ naͤhrung einer zahlreichen Familie zu erleich⸗ tern, indem ſie zugleich den liederlichen und faulen Landſtreichern alle Hoffnung, einen Bey⸗ trag aus dieſem Fond zu erhalten, abſchnitten. Sie erwarteten von dieſem Geſetze, daß es den Geiſt der Induſtrie erregen und die Wohlfahrt der buͤrgerlichen Geſellſchaft auf ſo mancherley Weiſe befoͤrdern wuͤrde, daß England ſich da⸗ durch vor allen andern Nationen auszeichnen, und jedem Englaͤnder Nahrung und Wohlſtand ſichern wuͤrde.“ „Wenn man die Parlements⸗Debatten und die politiſchen Schriften jener Zeit lieſet, ſo findet man, daß dies die Vorſtellung war, wel⸗ che man ſich allgemein von der Wirkung dieſes Geſetzes im 43ſten Jahre der Regierung Eli⸗ ſabeths mit großer Ueberzeugung machte. Und wirklich that es dieſe Wirkung einige Zeit hindurch.“ „Nun aber hat die Erfahrung gezeigt, daß alle dieſe hohen Erwartungen ungegruͤndet wa⸗ ren, die Laſt gleichmaͤßig uͤber das Ganze vertheilte, 4 Nrn Airun em, t 31d ſinm . an ſäm entitne ane erheite Sie glaubt t aber durch denen, Arbei⸗ cende Unter hung und Er⸗ ie zu erleic derlichen und , dnen Vey⸗ t, ahſchniteen e, daß es den ie Wolfahtt mancherley and ſich da⸗ zuszeichnen, Vohlſtand batten und heſet, ſo g war, vel irkung dieſes jerung Eli⸗ ng machte. einige Jei gezeigt daß gründer w⸗ ren, ren, und daß dieſe Einrichtung, weit entfernt, alle Perſonen nach Verhaͤltniß ihres Vermoͤ⸗ gens gleich zu treffen, mehr auf die Schultern einzelner druͤckt, wie irgend eine andere we⸗ ſentliche Auflage thun kann. Es hat ſich fer⸗ ner gezeigt, daß es die Verſchwendung, Aus⸗ ſchweifung und Unſittlichkeit unter den geringen Klaſſen auf eine erſtaunliche Weiſe befoͤrdern, und daß es unter den beſſeren Klaſſen in ein Syſtem von Beſtechlichkeit und geſetzmaͤßiger Betruͤgerey ausgeartet ſey, gegen welches ſich noch keine angemeſſene Mittel haben auffinden laſſen. Zwar hat dieſe geſetzmaͤßige Dieberey, da ſie zu einer ſolchen Hoͤhe geſtiegen iſt, die Aufmerkſamkeit des Parlements auf ſich gezo⸗ gen, und die Unterſuchungen haben ergeben: das Uebel habe ſeit kurzem ſo reiſſende Fort⸗ ſchritte gemacht, daß es bey fernerem Fort⸗ gange das Verderben des ganzen Landes nach ſich ziehen koͤnne, wenn man ihm nicht kraͤftig entgegenwirke. Und dies hat dann in einigen Grafſchaften angeſehene Grundeigenthümer be⸗ wogen, ſich der Sache zu unterziehen und Vor⸗ kehrungen zu treffen, die auch daſelbſt viel be⸗ wirkt haben, aber nur temporaͤre und pallia⸗ tive Huͤlfsmittel zu ſeyn ſcheinen.“ Um meine Leſer in den Stand zu ſetzen, theils die engliſchen Schriftſteller zu verſtehen, theils theils die druͤckende Laſt zu ſchaͤtzen, welche da⸗ durch auf den Ackerbau faͤllt, muß ich auf fol⸗ gende Umſtaͤnde aufmerkſam machen. Der ganze Betrag dieſer Armen⸗Steuer iſt in den neueſten Zeiten, nach Bell, auf Sieben Millionen Pfund Sterling geſtiegen, und dieſe ruhen lediglich auf den Grundſtuͤcken. Es wird alſo allein das Vermoͤgen des Land⸗ eigenthuͤmers dadurch belaſtet, der aber die Laſt gewoͤhnlich auf den Paͤchter waͤlzt; das gegenwaͤrtig weit hoͤhere Vermoͤgen der Manu⸗ facturiſten, der Kaufleute und der Capitaliſten und Rentinirer wird hingegen faſt gar nicht da⸗ von beruͤhrt. Erſtere zahlen hoͤchſtens nach dem Werthe ihrer Haͤuſer und Gebaͤude, was immer im Verhaͤltniſſe ihres ganzen Vermoͤ⸗ gens etwas Unbetraͤchtliches iſt; leztere, wenn ſie kein Grundeigenthum beſitzen, uͤberall nichts. Ein Fabrikant, der jäͤhrlich mehrere tauſend Pfund Einkuͤnfte beſitzt, giebt mehrentheils weniger dazu, als ein Eigenthuͤmer, der hun⸗ dert Pfund Einkuͤnfte hat; und wenn auf des leztern Gute Schulden ruhen, wenn er von tau⸗ ſend Pfund Einkuͤnfte vielleicht ſechs hundert Pfund Zinſen bezahlen muß, ſo nimt die Ar⸗ men⸗Taxe den Reſt oft ganz weg. Zu der Zeit, wie dieſes Geſetz gegeben ward, hatte man faſt keinen Begriff von anderem Vermoͤ⸗ gen, u Nas ſiibetn a Nia dmdohn menn ſitait üch a Jeier n ſteng liderg dihlregr de t dell ag Pee erde gühn cuſ Nuifüta Wmi ſe a Kuſn, R Alhr uih, w eanüer ir Na nn) er Cwinlin fit ar nih a I läcfſene nag Gehiahe, uns Aunſn Verni⸗ leere, we ibeul ichs nehrer wſed jen wäenel iſänn, ir u n nur ufde veneron tau⸗ f ſts hunder brint die he teg. Z kr bard, hi derm Lem⸗ gel, gen, als was im Grundeigenthum ſteckte, das Geld⸗Vermoͤgen war wenigſtens unbetraͤchtlich, und Manufacturen von keiner Bedeutung. Nun ſind es gerade die Mannfacturen, welche die Zahl der Armen, beſonders in den Gegenden, wo ſie ſich uͤber Stadt und Land verbreitet haben, ſo ſehr vermehrten. Dieſen Gegenden ſtroͤmte eine Menge von Arbeitern zu, welche, durch den hoͤheren Verdienſt verlei⸗ tet, ſich mehr der Schwelgerey ergaben als der nuͤchterne Landarbeiter, ihre Geſundheit zer⸗ ſtoͤrten, und vor der Zeit abgelebt und kraͤnk⸗ lich wurden. Aus den ſchlecht erzogenen Kin⸗ dern entſtand eine ganze Generation verdorbe⸗ ner Menſchen, und dieſe ſiel, nach der Kirch⸗ ſpiels⸗Einrichtung, nicht denen zur Laſt, wel⸗ che Veranlaſſung dazu gegeben hatten, ſondern dem Landmanne, dem man dieſe Leute, gerade wie ſie ihm nutzbar waren, entzogen hatte. Der faule Arbeiter truͤgt ſich auf die Unter⸗ ſtuͤzung, die ihm das Geſetz ſichert, ſobald er ſich arm oder unvermoͤgend, ſeine Familie zu ernaͤhren, angiebt. In den lezten theuren Zeiten hat man den Forderungen dieſer Men⸗ ſchen noch mehr nachgegeben, theils aus Mit⸗ leiden, theils weil man den Aufruhr dieſer zahlreichen Menſchenklaſſe fuͤrchtete. Man hat da⸗ — 78— dadurch die Traͤgheit und die Neigung zu dem ſehr bequemen Metier eines Armen noch mehr befoͤrdert, und in England wahre neopolitani⸗ ſche Lazaronis gebildet. In einigen Gegenden iſt dieſe Laſt fuͤr den Landwirth ſo groß geworden, daß er ſie ohne den hohen Preis der Producte gar nicht zu er⸗ tragen im Stande waͤre. In einem Kirchſpiele von Eſſex mußten von 20 Schilling Landpacht 23 Schilling Armen⸗Steuer bezahlt werden. Endlich gehen in vielen Gegenden abſcheu⸗ liche Unterſchleife und Betruͤgereyen bey Ver⸗ wendung dieſer Gelder vor. Der vornehmere Landbeſitzer iſt zu bequem und zu viel abweſend, um ſich darum zu bekuͤmmern, und der arbei⸗ tende Landwirth hat nicht die Zeit und die Kenntniß, um dieſe Rechnungen zu fuͤhren. Die Sache faͤllt alſo in die Haͤnde ſolcher Leute, „die blos davon leben, und ſich dadurch zu be⸗ reichern ſuchen. So druͤckend dieſe Armenſteuer dem Land⸗ wirth iſt, ſo faͤngt ſie doch auch an, der meh⸗ reren Verbreitung der Manufacturen ſelbſt nachtheilig zu werden, indem die Landeigenthuͤ⸗ mer ſich der Anſiedelung neuer Arbeiter mit Recht widerſetzen. Vor einigen Jahren kam ein — uiGen t 1u ſärrin en raaten G. mw niühe 3t mn Brul filen 6 Gaadd in, Raa Gk Kei iinis eiti 9 vun ſch uin Fabnnr Verm. 4 Wwdam — innu en Amanoc negr aahn nexnüini⸗ iſ li ir den daier ſeohne nt vcht u te inen Fächſpiel diliaz undyacht Gezagtt weddn. tenden ahſchen⸗ hen bey Ver⸗ vorneßmere iel abweſend, d der atbei⸗ äit und die führen. ſolcher Vute, zadutch zo be⸗ er dem land⸗ u, der meh⸗ turen ſelbſt endeigemyu⸗ lrbeiter mit dahri um ein — — 79— ein ſolcher Fall an das Parlement, indem ein ſehr unternehmender Mann bereits große Ma⸗ ſchinerien zum Betriebe einer Fabrik von Eiſen⸗ waaren errichtet hatte, nun aber die Aufnahme und der Anbau ſeinen Arbeitern von der Ge⸗ meinde verweigert wurde. In ſeiner uͤbergebe⸗ nen Vorſtellung erbot er ſich, Sicherheit zu ſtellen, daß alle die Leute, die er aus andern Gegenden, behuf ſeiner Fabrik, herbeygezogen haͤtte, der Gemeinde nie zur Laſt fallen ſollten. Man erwiederte aber, daß, ungeachtet er ſich verbuͤrge, daß die hergezogenen Perſonen der Gemeinde nie zur Laſt fallen ſollten, dieſes doch in Anſehung der Nachkommenſchaft nicht ſichere. Da offenbar durch die Anſiedelung unvermoͤgen⸗ der Leute, die dereinſt der Gemeinde zur Laſt fallen koͤnnten, ein Eingriff in das Eigenthum geſchaͤhe, ſo haͤtten ſie ein Recht, ſolche zu ver⸗ weigern. Das Parlement fand ſich bewogen, ſich nicht in die Sache zu miſchen, und der Fabrikant mußte ſeine bereits eingerichteten Werke und Gebaͤude wieder abbrechen laſſen. In manchen Gegenden verhuͤtet man nicht nur die neue Anſiedelung der Haͤusler, ſondern ſucht auch der alten los zu werden, und laͤßt ihre Wohnungen abſichtlich verfallen. Dies geſchiehet beſonders in der Naͤhe derer Staͤdte, woher man im Sommer die Arbeiter allenſalls haben — 8⁰0— haben kann. Hierdurch ſteigt aber der Arbeits⸗ preis ungemein, indem dieſe Leute nicht nur hoͤhere Bezahlung erhalten muͤſſen, ſondern auch an landwirthſchaftliche Arbeiten zu wenig gewoͤhnt ſind, um viel darin zu leiſten. Ueber⸗ dem ſind dieſe Menſchen groͤßtentheils ſehr ver⸗ dorben, und ſie beſtehlen und betruͤgen den Landwirth auf die mannigfaltigſte Weiſe, wor⸗ uͤber ich mich auf den uͤberſetzten Bericht von Midleſer beziehe. In denen Diſtricten, wo es wenig Manu⸗ facturen giebt, iſt dieſe Laſt weit ertraͤglicher. In Teutſchland hat man kaum einen Be⸗ griff von dieſer Armen⸗Laſt, und wenn gleich der Landwirth da, wo es an guten Polizey⸗ Einrichtungen mangelt, von Bettlern ſehr be⸗ laͤſtigt wird, ſo kommt doch dies mit jener Laſt in keinen Vergleich. Es wird ſich zwar kein vernuͤnftiger Landwirth im Innern ſeines Her⸗ zens weigern, ſolche Armen⸗Anſtalten durch hinreichende Beytraͤge zu befoͤrdern, wie z. B. im Brandenburgiſchen und neuerlich im Meck⸗ lenburgiſchen von den Landesvaͤterlichen durch⸗ lauchtigſten Herzogen gerroffen, und durch den verdienſtoollen Amts⸗Hauptmann von Succow zu Warin in Gang gebracht und beſchrieben ſind. Allein auf die Miß⸗ braͤuche, der Arbeits⸗ te nicht nur n, ſondern en zu wenig en. Ueber⸗ ſehr ber⸗ truͤgen den deiſe, wor⸗ Vericht von enig Manu⸗ errraͤglicher einen Be⸗ eenn gleich Polizeh⸗ n ſehr be; jener u ˖zwar kein ſeines her⸗ jalten durch wie z. B. in Meck⸗ hen durch⸗ und durch uptmant ag gebnacht die Ni⸗ braͤuche, — 8¹1— braͤuche, die bey Armen⸗Anſtalten ſo leicht vorfallen, ein wachſames Auge zu haben, und ſich ſolchen durch gehoͤrige Vorſtellungen, be⸗ vor das Uebel einreißt, zu widerſetzen, iſt Pflicht des Landwirths gegen ſich, gegen Va⸗ terland und Menſchheit. Die engliſche laͤndliche Verfaſſung ver⸗ mehrt zwar allerdings an ſich ſchon, mehr wie die unſrige, die Zahl der huͤlfsbeduͤrftigen Perſonen. Geſinde wird wenig gehalten, und ſelbſt dieſes iſt haͤufig verheirathet. Faſt alle Arbeiten, ſelbſt die mit den Perden, geſche⸗ hen im Tagelohn oder Verding von Haͤus⸗ lern, die oft auch nicht einen Gartenfleck ha⸗ ben, und ſich folglich allein durch ihre Hand⸗ arbeit auf den Pachthoͤfen ernaͤhren muͤſſen. Der groͤßere, viele Arbeit verwendende Land⸗ wirth ſucht die Zahl dieſer Haͤuſer und die⸗ ſer Familien oft zu vermehren, ohne uͤber die Folgen bekuͤmmert zu ſeyn. Haben ſie keine Arbeit, oder werden ſie krank, ſo muͤſſen ſie nothwendig in die auſſerſte Duͤrftigkeit verſin⸗ ken. Unſere Haͤusler und Kaͤthner treiben dagegen wol immer etwas Feldbau, Vieh⸗ zucht, oder ein anderes Nebengewerbe, wo⸗ r Band. S mit — 92— mit ſie ſich allenfalls ernaͤhren koͤnnen. Sie treiben dies nur oft zu weit: ſo daß ſie mehr damit als mit der Arbeit in groͤßeren Wirth⸗ ſchaften verdienen, und man ſich daher ihre Arbeit nur dadurch ſichern kann, daß man es ihnen bey der Anſiedelung zur Bedingung macht, gegen eine beſtimmte Bezahlung, ſo oft es verlangt wird, Arbeit auf dem Hofe zu leiſten. Sobald ſie dieſes aber unwillkuͤhr⸗ lich und gegen ihr Intereſſe thun muͤſſen, ſo wird es auch gar leicht zu einer Art von Frohndienſt, der faſt immer Nachlaͤſſigkeit und Traͤgheit mit ſich fuͤhrt. Es hat aus dieſem Grunde der Vorſchlag, dieſen Haͤu⸗ ſern etliche Aecker Landes, oft nur aus der Gemeinheit, zuzutheilen, in England wenig Beyfall gefunden, und ein teutſcher Gutsbe⸗ ſitzer ſollte, meines Erachtens, bey Anſetzung der Kaͤthner, wenn er ſie zu ſeiner Hofarbeit behalten will, ſehr ſparſam mit der Zuthei⸗ lung dieſes Landes ſeyn. Aber freilich muͤßte er ſich dann auch der Verſorgung ſolcher Fa⸗ milien unterziehen, wenn ſie in Armuth ge⸗ rathen, und durfen nicht verlangen, daß ihre Ernaͤhrung dem ganzen Kirchſpiele zur Laſt falle. Eigenes Intereſſe wird ihn dann be⸗ wegen, dem ooͤlligen Verfall ſolcher Familien zu rechter Zeit zuvor zu kommen. Eigent⸗ ] m 1 ndh üi c Sat 6 vntubi ſe M ie t liehnt des derä. 11 1 Ae mi 1 benide. b nen. Sie aß ſie mehr ren Wirth⸗ daher ihre daß man Vedingung hlung, ſo dem Hofe unwillkühr⸗ wüſſen, ſo er Au dvon achlaͤſſigken s hat aus eſen Haͤn⸗ aus der ind wenig Gutsbe⸗ Anſetzung Hofarbeit er Zuthei⸗ dlich müßte ſolcher Fa⸗ lrmuth ge⸗ , daß ihre e zur laſt dann be⸗ er Familin n. Eigent⸗ Eigentliche Frohnden kennt man in Eng⸗ land nicht mehr, obgleich noch einige Spu⸗ ren davon uͤbrig ſind, und ein gewiſſes un⸗ abaͤnderlich beſtimmtes Geld fuͤr vormalige Dienſte von Manchem bezahlt werden muß. Dies iſt ohne Zweifel ein wichtiger Grund, warum ſich bey ſo vielen andern Hinderniſ⸗ ſen der Ackerbau in England ſo viel fruͤher, wie in andern Gegenden, wo der Frohndienſt blieb, gehoben hat. Frohnden, beſonders diejenigen, die nach der Tagezahl geleiſtet wer⸗ den, erzeugen Traͤgheit, Indolenz und abſicht⸗ lich fehlerhaftes Verfahren, welche bald zur Gewohnheit werden. Der zu Hofe dienende Knecht oder Bauers⸗Sohn gewoͤhnt ſich oft vorſaͤtzlich zu Unfleiß und Nachlaͤſſigkeit, freuet ſich, erſt den Hofedienſt betrogen zu haben, betruͤgt dann ſeinen Brodherrn, und endlich ſich ſelbſt um die Arbeit, die er thun koͤnnte. Daher allgemein traͤgere Menſchen an Orten, wo ſolche Hofedienſte geleiſtet werden. Sel⸗ ten iſt der Bauer noch gutwillig genug, ſolche Dienſte mit einigem Fleiße zu leiſten; und gegen die Zwangsmittel empoͤrt ſich der Geiſt unſerer Zeiten immer mehr; wenigſtens da, wo Leibeigenſchaft aufgehoben iſt. Iſt eine beſtimmte Arbeit fuͤr die Frohn⸗ dienſte feſtgeſetzt, ſo kann man ſich zwar auf 2 eine eine gewiſſe Ausrichtung derſelben der Quan⸗ titaͤt, aber nicht Qualitaͤt nach verlaſſen. Faſt allgemein unterſcheidet ſich der durch Frohnden beſtellte Acker von dem, der durch eigenes Ge⸗ ſpann bearbeitet worden: ein Unterſchied, der bey genauer Unterſuchung oft mehr als der ganze Werth der Arbeit betragen wird, wenn nicht erwa die eigenen Knechte die ſchlechte Ar⸗ beit der Frohnden nachahmen. Beſſere Wirth⸗ ſchafts⸗ nnd Beſtellungsmethoden, welche durch ihre Einfuͤhrung dem Dienſtherrn den Werth der Frohnden vielfach erſetzen wuͤrden, ſind, wo ſie beſtehen, voͤllig ausgeſchloſſen, es ſey denn, daß der Bauer voͤllig wie ein leibeigener Knecht behandelt und vom Ackersmann zum Schweinetreiber degradirt werden koͤnne: in welchem Falle derſelbe aber wie ein auf Depu⸗ tat ſtehender Knecht, deſſen Haus, Hof und Geſpann dem Herrn gehoͤrt, anzuſehen iſt. Wie wenig vortheilhaft dieſe Art von Knechtſchaft dem Herrn ſey, beweiſet die große Neigung, die Bauren zu legen, welche man, wo es eini⸗ germaaßen moͤglich iſt, bey allen Gutsherren findet. Und die Beyſpiele, daß nach aufgeho⸗ benen Dienſten in manchen großen Wirthſchaf⸗ ten die ganze Arbeit mit dem ſchon vorhin ge⸗ haltenen Hofgeſpann eben ſo gut vollfuͤhrt wird, als vormals, wo denſelben eine dreyfach groͤßere Zahl von Frohngeſpann zu Kuͤlfe kam, bewei⸗ — 1 Waiſet 1 1u6 de Saage mvic ae S Ia dr Nne dt oe. rſ d oyſn R der Quan⸗ en. Faſt Frohnden genes Ge⸗ hied, der tals der d, wenn lechte Yr⸗ ere Witth⸗ liche durch den Ver en, ſind, —, es ſey lbeigener inn zum nne: in f Depu⸗ Hof und iſt. Wie nechrichaft Näͤgung, v es eini⸗ utsherren aufgeho⸗ irthſchaf⸗ orhin ge⸗ hrt widd drehfach ülfe kam, hewei⸗ beweiſen, wie koſtſpielig, und beynahe unnutz, die Frohnden dem Dienſtherrn waren. Daurch Aufhebung der Frohnden wuͤrde der Staat eine große Maſſe von Kraͤften gewinnen koͤnnen, die dann, erweckt und thaͤtig benutzt, eine hoͤhere Production nothwendig hervorbrin⸗ gen muͤßte. Die Energie und Betriebſamkeit der Nation wuͤrde dadurch gehoben, Gemein⸗ geiſt und die Richtung aller Kraͤfte auf das Wohl des Ganzen bewirkt und eine Haupt⸗ urſache der dummen Unzufriedenheit und des Haſſes der groͤßeren Klaſſe der Menſchen gegen die kleinere gehoben werden. Durch den Mangel der Frohnden erhaͤlt alſo der engliſche Ackerbau im Allgemeinen ei⸗ nen großen Vorzug vor dem teutſchen, und bey ſo manchen guͤnſtigern Verhaͤltniſſen des leztern vor dem erſtern, iſt und bleibt dieſes gewiß eine Haupturſache, warum er ihm noch nach⸗ ſteht, und nachſtehen wird, ſo lange dies Hin⸗ derniß noch nicht gehoben iſt. Dem Nominal⸗Werthe des Geldes nach, iſt der Arbeitspreis in England allgemein be⸗ traͤchtlich hoͤher wie bey uns. Er iſt jedoch ſehr verſchieden in den verſchiedenen Gegenden; in der Naͤhe großer und gewerbereicher Staͤdte am — 86— am hoͤchſten. In weiterer Entfernung von die⸗ ſen ſteht er aber, nach dem Verhaͤltniß des Geldwerths oder der Beduͤrfniſſe, welche man fuͤr ein beſtimmtes Stuͤck Geld haben kann, wol geringer, wie in Teutſchland. Vorzüg⸗ lich kommt es dem Ackerbau zu Statten, daß ein großer Theil der Arbeiten in Verding gege⸗ ben werden kann, und daß es fuͤr jede ge⸗ braͤuchlichen Arbeiten beſondere Leute giebt, die ſich eine vorzuͤgliche Uebung darin erworben haben, dieſe Arbeit folglich zu einem geringen Preiſe uͤbernehmen, und ſich doch viel damit verdienen. Ruͤbenhacker verdienen ſich z. B. in einigen Gegenden taͤglich eine halbe Piſtole, nach unſerem Gelde, mit dieſer Arbeit, und dennoch habe ich dieſelbe Quantitaͤt von Arbeit, durch Tageloͤhner zu 6 Ggr., dafuͤr nicht er⸗ halten koͤnnen. Accord⸗Arbeiten einzuführen, iſt ein wichtiger Gegenſtand fuͤr einen Land⸗ wirth, zumahl fuͤr einen Gutsbeſitzer, der ſeine angeſiedelte Arbeits⸗Familien hat, deren Thaͤ⸗ tigkeit, Geſchicklichkeit, Wohlſtand und Ver⸗ mehrung dadurch ſo ſehr befoͤrdert wird. — Ein anderes Hinderniß eines jeden energi⸗ ſchen Ackerbaues iſt in England, faſt allgemei⸗ ner noch wie in Teutſchland, verbreitet, und dieß g von die⸗ alwiß des velche wan ben kann, Vorzig⸗ tten, daß ding gege⸗ rjede ge⸗ geebt, die erwotben m geringen viel damit ſich z. B. e Piſtole, dit, und n Arbeit, nicht er⸗ zuführen, zen Land⸗ , der ſeine deren Thaͤ⸗ und Ver⸗ vird. den enerji t algemi⸗ reiet, und dieß dieß iſt: der Zehnte. Er ruhet urſpruͤnglich auf allem Acker von ganz England. Der Zehnte ward bekanntlich durch Vermittelung und Drohungen des Pabſtes der Geiſtlichkeit von allen und jeden Laͤndereyen zugeſtanden, und ungeachtet die Macht des Erſtern aus Eng⸗ land verbannt wurde, ſo hat ſich doch leztere genugſam in Anſehn zu erhalten gewußt, um ſich dieſe große Reeenin, den wirklich zehn⸗ ten Theil aller Ackerfruͤchte, zu ſichern. Die Geiſtlichkeit iſt alſo im Durchſchnitt Zehntbe⸗ ſiter, und nur hin und wieder iſt dieſes Eigen⸗ thum durch Kauf, Tauſch oder Dienſtleiſtungen in die Haͤnde anderer, die Ley-impropria- tors heißen, gekommen. Er wird der Regel nach in Natura gezogen; indeſſen gehen doch die zeitigen Inhaber auf ihre Lebenszeit, oder auf mehrere Jahre einen Vergleich daruͤber ein, und nehmen eine gewiſſe Compenſation an Gelde oder ſackfallenden Fruͤchten an. Der neue Biſchof, Pfruͤndner oder Pfarrer iſt nicht verbunden, den Vergleich ſeines Vorgaͤn⸗ gers zu halten. Nur an einigen Orten, wo die Zeht⸗Erhebung in Natura, durch die Bil⸗ ligkeit der Vorgaͤnger, laͤngſt abgeſchafft worden, wuͤrde er ſich aͤuſſerſt verhaßt machen, wenn er ſie wieder einfuͤhren wollte. An anderen Or⸗ ten dagegen wird es mit dem Natural⸗Zehnten noch ſehr ſtrenge genommen, und es muß we⸗ nig⸗ — 838 nigſtens in jedem Jahre uͤber die Bezahlung deſſelben beſonders gehandelt werden. Bloß bey den neuen Verkoppelungen und Gemeinheitsthei⸗ lungen iſt der Zehnte mehrentheils mit dem 4ten oder Ften Theile des Landes abgekauft, und man nimt als Regel an, daß gar keine Verkop⸗ pelung zu Stande kommen koͤnne, wenn eine ſolche Abfindung des Zehntherrn nicht geſchie⸗ het; die deshalb von dem Parlement immer feſtgeſetzt wird. Wo man auf den Natural⸗ Zehnten haͤlt, trifft man immer die elendeſte Wirthſchaft an. Alle Schriftſteller, die Stimme des gan⸗ zen Landvolks, die ſaͤmmtlichen an den Board of Agriculture abgeſtellten Berichte kommen darin uͤberein, daß da, wo Natural⸗Zehnte gegeben werden muß, an keine Verbeſ⸗ ſerung des Ackerbaues zu denken ſey. Es iſt eine Abgabe, die hauptſaͤchlich den Fleiß, die Induſtrie und das zur Verbeſ⸗ ſerung angewandte Capital betrifft, die durch ihre Hebungsart laͤſtiger, verdrießlicher und nachtheiliger, wie irgend eine andre wird, und welche folglich nothwendig die Induſtrie in dieſem Fache unterdruͤcken, und das Vermoͤgen der Landwirthe davon ableiten muß. Dieſe Abgabe iſt durchaus nur auf die ro⸗ heſte Cultur, wo der Grund und Boden die Haupt⸗ ie ne B Dezaßlung Boß bey nheiratei dem aun uft 1 und eVerkop⸗ venn eine t geſchie⸗ at immer Natural⸗ e llendeſte des gan⸗ n Board kommen Zehnte erbeſ⸗ denken nſäclich rPerbeſ⸗ die durch cher und fird, und duſtrie in ermögen f die re oden die haupt. — 89— Hauptſache, die Bearbeitung und Befruchtung aber eine unbedeutendere Nebenſache ausmacht, berechnet. Manche ſehen ſie zwar in Teutſch⸗ land wie einen Pachtzins vom Lande an. Aber das iſt ſie bey jedem kraftvollerem Ackerbau nicht, weil die Beſtellung groͤßeren Antheil an der Erndte hat als der Grund und Boden ſelbſt. Die Aufgabe, welche der Zehntpflich⸗— tige vernunftmaäͤßig zu erfuͤllen hat, iſt: mit dem moͤglich mindeſten Aufwande einigen Ertrag aus dem Acker zu ziehen. Denn wenn der Aufwand nur ſehr geringe iſt, ſo faͤllt der groͤßere Theil der Zehnt⸗ Abgabe dem Boden zur Laſt; bey mehrerem Aufwande aber hauptſaͤchlich der Beſtellung,“ Wenn der Boden an ſich eine große Fruchtharkeit hat, ſo iſt jenes moͤglich zu machen bey jedem ſchlechteren Boden aber uͤberwiegen die Beſtel⸗ lungskoſten in jedem Falle den Werth des Bo⸗ dens. Man hat daher im Luͤneburgſchen nicht ſeltene Faͤlle, wo der Werth des zehntpflichti⸗ gen Landes wirklich unter Null ſteht, und wo nur die eiſerne Nothwendigkeit den aͤrmlichſten Anbau deſſelben erhalten kann; ein beſſerer aber— ſo lange man wenigſtens nicht Kop⸗ pelwirthſchaft einfuͤhrt— durchaus unmoͤglich wird, weil der reine Ertrag dann noch tiefer unter Null ſinken wuͤrde. Hr. J. F. Meyer zeigt daher auch in ſeinem gruͤndlichen Werke uͤber — 90— uͤber Gemeinheitstheilung 1. Th. J. 128 und 129, mittelſt detaillirter Berechnungen, daß auf Boden vom dreyfaͤltigen Ertrage, nach Abzug der Beſtellungskoſten, der ganze reine Ertrag eines Morgens 6 Mgr. ſey, der Werth des abzugebenden Zehntens aber 17 Mgr. 13½ Pfg. betrage, folglich für den Beſteller ein Verluſt von 11 Mgr. 13 Pfg. hervorgehe. Bey vierfaͤltigem Korne belaͤuft ſich der Netto⸗ Ertrag auf 1 Rthlr. 3 Mgr. 3 Pfg., und nach Abzug des Zehntens, der 23 Mgr. 7 ℛ Pfg. Veniß iſt, bleibt noch ein Gewinn von 13 Mgr. 2» Pfg. Erſt bey Boden vom ſechsfaͤltigen Er⸗ une kommt, nach Abzug des Zehntens, ein rei⸗ ner Ertrag von 2Rthl. 11¶ Pfg. p. Morgen her⸗ aus. Es ſind bey dieſen Berechnungen noch nicht einmal die Zinſen des Betriebs⸗Capitals in An⸗ ſchlag gebracht. Es erhellet hieraus, daß die Laſt des Zehntens in demſelben Verhaͤltniſſe ſich ver⸗ mehre, in welchem die Beſtellungskoſten zur Guͤte des Bodens ſtehen. Wirklich wird auch auf den ſchlechtern Feldfluhren der Zehnte dop⸗ pelt ſo hoch, wie das Land ſelbſt, verpachtet. Manche wollen die nachtheilige Tendenz des Zehntens: alle beſſere Beſtellung des Ackers, alle nachhaltige Verbeſſerung des Grund und Bodens, alle hoͤhere Production des Landes gaͤnzlich zu verhindern und auszuſchließen— nicht AB mn Id 69 — 6m. 71 aa Ther n fer 11 ſta m der ¹ 41 Thahn dangi 1 i nim m E 211 11 Ana dun oe ſea lünt ihtn e g r när a der e 1²8 und gen, daß ge, dach ganze reine der Wert 17 Mgr. deſteller ein hervorgehe. der Retto⸗ „urd vach 7Nfg. n 13 Mgr. oͤltigen Er⸗ 6, ein rei⸗ orgen her⸗ noch nicht ls in An⸗ zaß die laſt ſe ſich her⸗ Koſten zur hwird auch gehnte dop⸗ erpachtet. Tendenz ees Ackers, zrund und es Landes Hließen— nicht nicht klar genug einſehen. Man ſagt: der Zehnrpflichtige behaͤlt doch giebt nur ab, und hat folglich den groͤßten Vortheil fuͤr ſich. Aber man unterſcheidet nicht den Ertrag im Ganzen und den reinen Ertrag. Der Zehnt⸗ herr nimt ſeinen Antheil von jenem, und der Ackerbauer hat nur dieſen zu ſeinem Vortheil. Der reine Bortheil macht oft nicht den zehnten Theil des Ganzen aus, und waͤre dennoch hin⸗ laͤnglich, zu hoͤherer Eultur aufzumuntern. Ich muß mich hierbey etwas laͤnger ver⸗ weilen, und dieſe Sache mit Beyſpielen erlaͤu⸗ tern, da Manche dieſe mathematiſche Wahrheit nicht verſtehen oder nicht verſtehen wollen. Geſetzt den Fall; ich ſchaffe zur ſtaͤrkeren Beduͤngung meines Feldes fuͤr 300 Rthlr. Duͤnger an, und wende andere 500 Rthlr. jaͤhrlich auf die beſſere Bearbeitung deſſelben⸗ lege folglich 000 Rthlr. mehr an, als bey der bisherigen roheren Cultur noͤthig war. Wenn ich von dieſer hoͤheren Cultur mit voͤlliger Si⸗ cherheit, d. h. nach Abzug alles Riſico, einen hoͤheren Ertrag von 110 ⅝ Rthlr. jaͤhrlich er⸗ warten kann, ſo benutze ich mein angelegtes Capital zu 10 p. C., und kann damit zufrie⸗ den ſeyn. Nimt nun aber der Zehntherr ſei⸗ nen Antheil von 110 Rthlr. ab, ſo habe ich von von meiner verbeſſerten Cultur 10 Rthlr., und die Zinſen zu 4 p. C.= 50 Rthlr. Verluſt. Und dieſer Verluſt muß dann progreſſiv mit jedem Jahre ſteigen. Man wird mir hoffentlich nicht einwenden, daß es ein ſeltener Fall ſey, wo ein Landwirth fur 500 Rthlr. Duͤnger kaufe oder kaufen koͤnne, Es iſt wol einerley, ob er den Betrag dieſer Summe fuͤr Miſt directe oder indi⸗ recte auszahlt. Wenn er ſeinen Viehſtapel vermehrt, ſtatt verkaͤuflicher Gewaͤchſe ſo viel mehr Futter bauet, ſeine Wieſen verbeſſert, ſein vorhin verkauftes Stroh zuruͤckhaͤlt, ſo er⸗ kauft er ſich ebenfalls den Miſt, und mehren⸗ theils theurer, als wenn er ihn fuͤr Geld ha⸗ ben kann. Oder man nehme an, daß ein Landwirth fuͤr 200 Rthlr. Kalk zum Duͤnger ankaufe, und daß ihm die gekalkte Flaͤche Landes innerhalb 4 Jahren fuͤr 230 Rthlr. an Fruͤchten mehr aufbringt, wie ohne Kalkung; er nutzet dann ſein Geld jaͤhrlich zu 6x p. C., und wird es lieber in ſeinen Acker ſtecken, als auf Zinſen ausleihen. Wird ihm aber der zehnte Theil dieſer hoͤheren Production entzogen, ſo be⸗ koͤmmt er nur 225 Rthlr. wieder heraus, und gewinnt folglich mit ſeinem Capitale von 200 —— 1 G 6 4ʃ0 AI Ibnh ns ad tieh vo wim inn att! ann: an: Sininan Fh ſehl. und tr. Verluſt greſſiy mit einvenden, Landwitih der kaufen den Vetrag oder indi⸗ Viehſtapel chſe ſo viel verbeſſert ilt, ſo er⸗ mehren⸗ Geld ha⸗ Landwirth kaufe, und innerhalb hten mehr rußet dann d wird es zuf Zinſen ate Theil , ſo b⸗ aaus, Und itals bon 100 200 Rthlr. in 4 Jahren nur 23 Nthlr., folg⸗ lich nur 3 ½ p. C., wozu niemand Geld in ein Gewerbe anlegen wird. Dem Staate wird folglich von jeder Flaͤche, die durch Kalkung eine ſo viel hoͤhere Production geben koͤnnte, fuͤr 250 Rthlr. Lebensmittel entgehen. Noch auffallender aͤber wird die, jeder Verbeſſerung durchaus widerſtrebende und ſol⸗ che zerſtoͤhrende Macht des Zehntens, wenn von Aufbruch und Urbarmachung des wuͤſten Landes die Rede iſt. Man hat fuͤr dieſe Er⸗ laubniß in manchen Staaten einen Zehnten feſtgeſezt, den man Rottzehnten nennt — Einen wahren Ausrottungs⸗Zehnten!— Wenn das auf die Urbarmachung und die Be⸗ ſtellung verwandte Capital oder Arbeit ſich jaͤhr⸗ lich mit 10 p. C. nachhaltig verzinſet; ſo muß es ſchon ein ſehr guter Boden ſeyn. Nimmt nun aber der Zehnten dieſe 10 p. C. weg, wer wird dann toll genug ſeyn, ſein Capital da hin⸗ ein zu ſtecken? Geſetzt, ich wende zur Urbarma⸗ chung wuͤſten Bodens 5000 Rthlr. an, macht zu 4 p. C. jaͤhrlich.. 200 Rthlr. die Wirthſchaftskoſten jaͤhrlich 1000— Zinſen davon zu 5 p. C.. 50— Jaͤhrliche Ausgabe. 1250 Rthlr. Um Um mein auf die Urbarmachung und Wirthſchaft angewandtes Capital zu 10 p. C. zu benutzen, muͤßte ich einen jaͤhrlichen Er⸗ trag haben von. 4 1375 Rthlr. Nimmt aber der Zehntherr zu ſeinem Antheile. 137 ½— ſo bleiben 4 4 4 1237½ Rthl. und ich ſetze jaͤhrlich zu. 12 ½— Finden ſich Thoren und Einfaͤltige, die, weil ſie nicht rechnen köͤnnen, ſo etwas un⸗ ternehmen, ſo iſt ihr Ruin fuͤr den Staat und fuͤr das gemeine Beſte ein empfindlicher Verluſt, und ein abſchreckendes Beyſpiel für andere. Und doch fraͤgt man, warum ſo große Strecken Landes noch wuͤſt liegen! Ein Landwirth, der nach ſeiner traͤgen Weiſe auf einem guten ſchon urbaren Bo⸗ den fort wirthſchaftet, weder nachhaltige Verbeſſerungen auf ſeinem Acker vornimmt, noch auf die Beſtellung der Saaten mehr als den alltaͤglichſten Fleiß verwendet, be⸗ merkt die Laſt des Zehnten freilich nicht, und einen Paͤchter, der danach gepach⸗ tet hat, trifft ſie kaum. Er giebt natuͤr⸗ lich ſo viel Pacht weniger, als die Abgabe des Zehntens betraͤgt. Auch der Kaͤufer kauft das Land um ſo viel geringer. Kurz, ein ———— achung und u 10 p. C. rlichen Er⸗ 375 Rhlr. — —½ — l1 4 —2 r = — — — 8 101— 2 ünge, die, o etwas un⸗ den Stzat npfindlicher ſeyſpiel füͤr warum ſo legen! ner traͤgen baren Vo⸗ nachhaltige „vornimmt, daaten meyr vendet, be⸗ eilich nicht, hgepach⸗ iebt natür die Abgabe der Käufer her. Ki ein ein jeder wird das Land auf ſolche Bedingungen erhalten haben, daß er die Abgaben bey der alten landuͤblichen Wirthsſchaftsart wohl tra⸗ gen kann. Aber Verbeſſerungen darf er durch⸗ aus nicht machen, weil dann die erhoͤhete Ab⸗ gabe lediglich auf ſein Capital und ſeinen Fleiß fallen wuͤrde. Wenn er Erde, Modder, Mer⸗ gel, Kalk und anderen gekauften Duͤnger auf⸗ führte, Abwaͤſſerungen anlegte, Steine aus⸗ gruͤbe, den Acker planirte, ausrodete, befrie⸗ digte, auf Ausrottung des Unkrauts viele Ar⸗ beit verwendete, den Acker ſtaͤrker bearbeitete, ſo wuͤrde der reine— ich ſaͤge: der reine— Vortheil von dieſer Anſtrengung allein dem Zehntherrn zu gut kommen, und er Capital und Fleiß verlohren haben. Ein ſolcher Land⸗ wirth, ſagt irgendwo ein Englaͤnder, waͤre in dem Fall eines Arbeiters, der ſich eines Ta⸗ ges ungewoͤhnlich angeſtrenget haͤtte, um des Abends von dem, was er uͤber die Noth⸗ durft verdient, einen guten Speckpfanne⸗ kuchen zu eſſen, und eine Bouteille Bier dazu zu trinken. Kaum hat er ſich dazu hingeſetzt, ſo kommt ſein Nachbar und ſagt ihm, daß er vermoͤge eines alten, von ſeinen Vorfahren herſtammenden Rechts ermaͤchtigt ſey, das von ihm zu fordern, was er uͤber die Nothdurft habe, und da das nun mit dem Pfanne⸗ kuchen der Fall ſey, ſo gebuͤhre er ihm. Der Der arme Mann muß ſeinen Pfannekuchen hergeben, aber er wird ſich wohl huͤten, ein anderesmal uͤber die Nothdurft zu arbeiten. Manche Gegenden Teutſchlands, und faſt alle freye Guͤther, ſind von dieſer niederdruͤk⸗ kenden Abgabe frey, und haben darin vor dem groͤßeren Theile Englands einen großen Vorzug. In andern Gegenden wird der Zehnte wenigſtens von den pflichtigen Unter⸗ thanen allgemein und oft mit einer fuͤrchter⸗ lichen Strenge gezogen, weil es vor noch nicht langer Zeit das Principium vieler Ge⸗ richtshoͤfe zu ſeyn ſchien, in Zehnt⸗Streitig⸗ keiten immer zum Vortheil des Zehntherrn zu ſprechen, und die Zehntverordnungen da⸗ her fuͤr den Zehntpflichtigen immer druͤcken⸗ der wurden. Daß die Entziehung des zehnten Theils des Strohes, der zehntpflichtigen Wirthſchaft hoͤchſt nachtheilig werde, muß zwar jeder⸗ mann anerkennen. Man ſiehet aber den Nachtheil, ſo wie er progreſſio fortſchrei⸗ tet, vielleicht auch nicht ganz ein. Hat die Wirthſchaft ein Zehnttheil weniger Stroh, ſo kann ſie um ein Zehnttheil weniger duͤn⸗ gen. Duͤngt ſie nun ein Zehnttheil weniger, ſo erwaͤchſt ihr nach einem groͤßeren Verhaͤltniſſe we⸗ wi b m M euine g. . 1 jannekichen hüten, ein zu arbeiten. 3, und faſt riederdril⸗ darin vor nen großen vird der fägen Uneer ieer fürhier s vor noch bieler Ge⸗ t⸗Streitig⸗ ehntherrn ungen da⸗ druͤcken⸗ en Theils Wrrthſchaft war jeder⸗ abet den forlſchra⸗ Hat die r Stroh⸗ niger dune il weriger Verhilliſt he⸗ — 92— weniger Stroh— falls ſie es nicht durch Sur⸗ rogate erſetzen kann— und ſo geht es von Jahr zu Jahren im Stroh und Duͤngermangel fortſchreitend weiter. Man hat dagegen geſagt, das Zehntſtroh komme nicht um, ſon⸗ dern andern Wirthſchaften zu gut, die um ſo viel mehr fuͤr die Beduͤrfniſſe des Staats pro⸗ duciren wuͤrden. Aber das iſt, genau betrach⸗ tet, ſelten der Fall. Gerade die Aushuͤlfen, die ſolche Wirthſchaften durch dieſe und andre Berechtigungen haben, ſind es, was ihre feh⸗ lerhafte Einrichtung erhaͤlt und beguͤnſtigt. Wenn man das fehlerhafte Verhaͤltniß bemerkt, ſo iſt die gewoͤhnliche Antwort: wir ziehen den Zehnten aus drey oder vier Feldfluren! Und damit laͤßt ſich freylich viel Mangelhaftes dek⸗ ken, viel Mangelhaftes erhalten, was ſonſt nothwendig verbeſſert werden muͤßte. Ein jeder Staat, wo Natural⸗Zehnte in ſeiner vollen Strenge noch exiſtirt, der bey zu⸗ nehmender Bevoͤlkerung einer vermehrten Pro⸗ duction der Lebensmittel, wenn das Volk nicht laut um Brod ſchreyen ſoll, nothwendig bedarf⸗ und der daher ſeine Aecker in hoͤhere Cultur geſetzt, ſeine Wuͤſten urbar gemacht haben will, muß alſo damit anfangen, den Zehnten auf⸗ zuheben.. zr Band. G„Aber „Aber iſt der Zehnte—“ hoͤre ich ſchon Manchen ausrufen,„nicht ein wohl erworbe⸗ „nes Eigenthum, nicht ein Eigenthum wie je⸗ „des andere? und iſt es nicht das erſte Geſetz, „der erſte Zweck des Staats, das Eigenthum zu „ſchuͤtzen?“— Allerdings! der Staat muß dem Zehnt⸗Berechtigten einen vollen blei⸗ benden Erſatz fuͤr das, was ihm der Zehn⸗ te mitbrachte, ausmitteln und ſichern. Dies iſt immer moͤglich! und wenn das geſchieht, ſo kann der Regent den eigenſinnigen Widerſpruch zur Ruhe verweiſen; weil nicht das Eigenthum gefaͤhrdet, ſondern nur der Gebrauch deſſelben zum Nachtheil des gemeinen Beſtens, be⸗ ſchraͤnkt wird. Daſſelbe iſt der Fall mit den Frohnden und ſo vielen andern Servituten! Ueber den Zuſtand der Gemeinheiten und die Schwierigkeiten, welche einer allgemeinen Auseinanderſetzung derſelben entgegenſtehen, habe ich ausfuͤhrlich genug in des 2ten Bandes 2r Abth. dieſes Werks gehandelt. D Darin ſteht nun England mit dem groͤßten Theile teutſcher Pro⸗ vinzen ungefaͤhr in gleichem Verhaͤltniſſe, jedoch iſt an icha fin en nüht e 98 rend ts hali ſtantn Aſtd t tiea da! der am Fan 1 fade t: Kt ein batetn h et a pi dn fir wn nien im deſebate daw m K gg u dire ih ſchen wohl erworbe⸗ enthum nie je⸗ ds erſte Geſe, Ligenthum z der Stnat muß vollen blei⸗ ihm der Zehn⸗ ſchern. Dies das geſchieht, ſo gen Widerſoruch das Eigenthum rauch deſelben Beſtens, he⸗ en Frohnden 4 einheiten und allgemeinen nggegenſtehen, ꝛten Vandes darin ſteht un renſchet Pe⸗ lriſſ, lürch it iſt im Ganzen in England, nach Verhaͤltniß, mehr eingehaͤgetes und privatives Land, wie in irgend einer Provinz Teutſchlands, wenn ich Holſtein und Mecklenburg ausnehme. Die Aufhebung der eigentlichen Feldgemeinſchaft und die Zuſammenlegung der Aecker, das was wir in Niederſachſen Verkoppelung nennen, iſt der einſtimmige Wunſch aller Englaͤnder. Aber gegen die Theilung der wuͤſten Gemeinheiten finde ich neuerlich mehrere einſichtsvolle Maͤn⸗ ner geſtimmt, welche eine Vermehrung des ur⸗ baren Landes dem Ackerbau eher fuͤr nachthei⸗ lig halten, weil das dem Ackerbau verbleibende Capital und arbeitende Haͤnde kaum zureichend fuͤr das ſchon unter dem Pfluge ſtehende Land waͤren, und bey einer mehreren Ausdehnung deſſelben die Production ſich eher vermindern als vermehren wuͤrde, woruͤber ich auf Bells Verſuche uͤber den Ackerbau meine Leſer verweiſe. Man glaubt bey uns, daß der Staat, oder die geſetzgebende Macht in England, viel fuͤr den Ackerbau gethan habe, und daß der eng⸗ liſche Landwirth deshalb manche Vortheile vor dem teutſchen beſitze. Dies iſt aber keineswe⸗ ges der Fall! Denn nach jenem großen Grund⸗ G 2 geſetze, geſetze, was gegen das Ende des ſiebenzehn⸗ ten Jahrhunderts zur Beguͤnſtigung des Korn⸗ baues gegeben worden, welches nun aber, nach⸗ dem es einmal durchloͤchert war, nicht mehr beſteht noch beſtehen kann, iſt faſt nichts durch offentliche Autoritaͤt dafuͤr geſchehen. Denn die Errichtung des Board of Agricul⸗ ture hat ſich nachher als ein bloßes Spiel⸗ werk gezeigt, und was durch denſelben geſche⸗ hen iſt, geſchah eigentlich durch ſeinen thaͤtigen Praͤſidenten und ſeinen Secretaͤr allein. Seit⸗ dem iſt er vielleicht von minderer Wirkung wie die groͤßeren jener Ackerbau⸗Societaͤten, deren es in England unzaͤhlige giebt. Die Mittel waren zu ſeinem Zweck gar zu kleinlich und kaͤrglich.— Das merkantiliſche Intereſſe und die mer⸗ kantiliſchen Ruͤckſichten haben im Parlemente jetzt eine ſolche Oberhand gewonnen, daß ihnen, mit Ausnahme der Partey⸗Intriguen, alles weichen muß, und alles verdunkelt wird, was keinen nahen Bezug auf den Handel hat. Nur wenn beynahe Hungersnoth da iſt, denkt man auf Maasregeln, der Nation Lebensmittel zu verſchaffen, welche, wie Adam Smith ſagte, nicht nur den erſten aller Schaͤtze der Welt ausmachen, ſondern deren Ueberfluß auch allen andern Schaͤt⸗ zen — — — — = s⸗ Nam R lichen tangut 3 ſebenzeht, ag des Korn⸗ naber, mh⸗ richt mehr trichts durch hen. Denn Agriculs joßes Spie⸗ gſaben geſche⸗ ſine hangen allein. Tär Wirkung nie zäͤten, deren Die Mittel leinlich und nd die mer⸗ Parlemente , daß ihnen, iiguen, alles t wird, was dl hat. Nur „denkt man enswittel zu mith ſagr⸗ er Scäͤße dern deret ern Schit zen zen erſt einen Werth geben kann. Aber auch jene Maasregeln waren bisher nur kaufmaͤnniſch und auf den Augenblick berechnet. Es ward indeſſen doch von andern, die dem Uebel gruͤndlich abhelfen konnten, ernſtlicher geſprochen, und man haͤtte mit Wahrſcheinlich⸗ keit erwarten duͤrfen, daß wirklich etwas Gro⸗ ßes und Nachhaltiges fuͤr den Ackerbau geſche⸗ hen waͤre, wenn nicht der Krieg im Jahre 1803 ſich wieder auſponnen haͤtte. Ob jemahls etwas ſo kraͤftiges, wie Bell in ſeinen Verſuchen uͤber den Ackerbau vor⸗ ſchlaͤgt, geſchehen werde und in dem Maße auch noͤthig ſey, ſteht dahin. Aber etwas muß ge⸗ ſchehen, da das Gleichgewicht in der Staats⸗ maſchine Englands ganz aufgehoben iſt. Die Schaale der Schiffahrt, des Handels und der Manufakturen muß uͤber Bord werfen, oder die Schaale der Production muß einen betraͤcht⸗ lichen Zuſatz erhalten. Erſteres wuͤrde mit Schwaͤchung des Ganzen und mit Entvoͤlke⸗ rung verbunden ſeyn. Bey der Nation ſcheint indeſſen der Geiſt des Ackerbaues in den neueſten Zeiten, da dieſes Gewerbe durch die hohen Preiſe vortheil⸗ haft haft wurde, auch wieder mehr erwacht zu ſeyn. Es bilden ſich taͤglich neue Ackerbau⸗Geſellſchaf⸗ ten, deren Zweck und Einrichtung mehr prac⸗ tiſch iſt. Große Gutsbeſitzer und reiche privat⸗ Perſonen opfern ihnen hoͤhere Beytraͤge. Meh⸗ rere dieſer Geſellſchaften haben Verſuchs⸗Wirth⸗ ſchaften angelegt, die, gehoͤrig eingerichtet, zur Erweiterung der Kunſt und als Schulen, durch ſinnlich aufgeſtellte Belehrung, zur wirklichen Verbreitung des verbeſſerten Ackerbaues am meiſten unter allen Veranſtaltungen beytragen koͤnnen. Die Praͤmien, welche dieſe große Menge von Societaͤten jaͤhrlich auszahlt, betragen eine ſehr betraͤchtliche Summe. Allein man ver⸗ faͤhrt, meines Beduͤnkens, mit Beſtimmung der Gegenſtaͤnde zu leichtſinnig, wenigſtens nicht conſequent und planmaͤßig genug, um die Landwirthſchaft im Ganzen oder in gewiſſen Diſtricten von Stuffe zu Stuffe empor zu heben. Kuͤnſtlichere, verfeinerte Operatio⸗ nen koͤnnen da wenig Nutzen ſtiften, wo man noch genug zu thun haͤtte, um ſich aus der er⸗ ſten Rohheit herauszuarbeiten. Prämien, die den Ackerbau practiſch befoͤrdern ſollen, muͤſſen meines Erachtens nicht auf auſſerordentliche, in die Augen fallende, aber im allgemeinen noch nicht anwendbare Proceduren geſetzt wer⸗ den. a wini a anuch enint w eun vacht zu ſeyn. ueGeſelſchaf⸗ 8 mehr yrac⸗ riche piidat⸗ traͤge. Meh⸗ ſuchs⸗Witth⸗ gerichtet, zur hulen, durch ir wirklichen kerbaues am en begtragen roße Menge⸗ betragen ein in man er⸗ timnung der iiſtens nicht um die in gewiſſen iffe empor te Oyeratio⸗ 1, wo man aus der er⸗ rimien, die len, muͤſſen ordentiche allgemeinen geſeßt wel⸗ den. 185— den. Erſt muß man gehoͤrig pfluͤgen und eg⸗ gen koͤnnen, ehe man Getreide drillſaͤet und pferdehacket. Die beſte und ſchnelleſte Pflug⸗ arbeit machen indeſſen die meiſten Societaͤten zu einen Hauptgegenſtand ihrer Aufmunterun⸗ gen, und ein ſogenanntes Wettpfluͤgen, wo die beſten Pfluͤger betraͤchtliche Belohnungen er⸗ halten, werden von den meiſten dieſer Socie⸗ eaͤten jaͤhrlich einmal in der Naͤhe und am Tage eines Marktes angeſtellet.— Wohl ſo nuͤtzlich als unſer Scheibenſchießen! Die Praͤmien werden dadurch ehrenvoller, daß ſich auch die vornehmſten und reichſten Leute darum bewerben, und daß die Societaͤt demjenigen, der ſie erhaͤlt, ihre Achtung auf eine eindruckmachende Art bezeugt. Der vor⸗ nehmſte Gutsbeſiter ſchickt auch ſeinen Pflug und Geſpann mit zum Wettpfluͤgen. Theilt man Praͤmien wie ein Trinkgeld aus, ſo ver⸗ lieren ſie ihren Werth und ihre Wirkung⸗ Um von der Art, wie dieſe Societaͤten ihre Zuſammenkuͤnfte halten, einen Begriff zu geben, ſetze ich einen Auszug aus dem Proto⸗ coll einer ſolchen her. „Land⸗ — 104— 4 Aandwirthſchaftliche Geſellſchaft iim f von Suſſex.“ a df „Die Geſellſchaft verſammlete ſich ſehr 1 94 zahlreich. Unter derſelben waren Se. Koͤ⸗ ſein nigliche Hoheit der Prinz von Wallis, die Fneus Herzoge von Richmond und Bedford⸗ und Lit der Lord Ergremont, Lord Petham, Lord ier 6 h Carrington, nebſt vielen andern, vom Kaien hohen und niedern Adel ſowohl als Päͤchtern aſen und Bauren(With a long train of the Nu nobility, gentry, breeders, farmers Wn and Yeomenns), ſo daß ſich die Geſellſchaft hen nachmahls in dem Gaſthofe zum Stern, zwi⸗ ach ſchen zwey bis drey hundert Perſonen ſtark, zu se n Tiſche ſetzte, wobey der Graf von Ergremont, näm als Praͤſident derſelben, den Vorſitz nahm.“ ünt= daſt „Nachdem die Richter in Gegenwart der we V Geſellſchaft das vorgefuͤhrte Vieh unterſucht, 1 und ihr Urtheil dem Praͤſidenten bekannt ge⸗ 1 macht hatten, eroͤffnete dieſer ſolches der Geſell⸗ beingr ſchaft. Es wurden 4 ſilberne Schaalen zu n 10 Guineen und 4 ſilberne Schaalen zu 3 Gui⸗ 21 neen zuerkannt, der erſte Preis aber dem Herrn Alvrey. Nachdem der Lord Praͤſident ihn dar⸗ ſin uͤber complimentirt hatte, both er ihm eine Wette daruͤber an, aufs kuͤnftige Jahr, wie Sir ſellſchaft te ſich ſehr en Ge. Kö⸗ allis, die Bedford, han, lord dern, vom als Pachtern ain of the „ farmers Geſelſchaf dtern, zwi⸗ nſtark, zu Ergremont, nahm.“ genwatt der h unterſuch, hekannt ge⸗ z der Geſell⸗ Schaalen zu en zu 5Gli⸗ dem Herr ent ihn dar⸗ er ihm eine Jahr, vie Sir — 105— Sir Thomas Carr ebenfalls that. Letzterer zeichnete ſich ſehr aus, indem er beynahe 80 Ochſen vorfuͤhrte.“ „Herr Lester zeige eine neue Haͤckſel⸗Ma⸗ ſchine vor, die, nach ganz neuen Grundſaͤtzen gebauet, durch ihre Simplicitaͤt, Schnelligkeit und Genauigkeit einen allgemeinen Beyfall der Geſellſchaft erhielt, ſo wie mehrere andere Werkzeuge von ſeiner Erfindung. Es wurden auſſer den gewoͤhnlichen Preiſen fuͤr das beſte Rind⸗ und Schaafoieh von beſtimmten Racen, Praͤmien ausgeſetzt, von 20 Pfund, fuͤr den⸗ jenigen Farmer von 100 bis 200 Pfund, deſ⸗ ſen Wirthſchaft von den Richtern im naͤchſten Jahre fuͤr die Vollkommenſte erkannt wird. 10 Guineen fuͤr die naͤchſtbeſte in dieſer Graf⸗ ſchaft— 20 Guineen ſollen nach beſtimmten Verhaͤltniſſen denen Tageloͤhnern ausgetheilt werden, die, mit der geringſten Beyhuͤlfe des Kirchſpiels, die groͤßte Zahl von Kindern aufge⸗ zogen haben. 10 Guineen ſollen denen 3 Ar⸗ beitern gegeben werden, die mit ihren Weibern und Kindern bey der Feldarbeit am meiſten verdient haben. Manche andere Praͤmien fuͤr Arbeiter, Knechte und Maͤgde wurden be⸗ ſtimmt.“ „Zu — 106— „Zu dem Wettepfluͤgen hatten ſich 17 Pfluͤge eingefunden, die um 11 Uhr ihre Arbeit an⸗ fiengen, und zur Zufriedenheit der Geſellſchaft ſaͤmmtlich ausfuͤhrten. Die 4 ausgeſetzten Preiſe wurden zuerkannt: der erſte dem Far⸗ mer William Lindſai, der zweyte an John Lang, Knecht des Hrn. Johnſton u. ſ. w., wonach die ſaͤmmtlichen Pflugleute auf Rechnung der Geſellſchaft bewirthet wur⸗ den. Die bey Tiſche ausgebrachten Geſundhei⸗ ten waren: Der Koͤnig— Wohlfahrt des Ackerbaues— Die Dreſchmuͤhlen— klein in Geſtalt, groß im Werth— Das Drillen— Das Viehzuͤchten in allen ſeinen Zweigen— Das Fließ— Der Pflug— Die Kunſt des Maͤſtens— Bluͤcklicher Handel mit Boͤcken— Dem Andenken des Herrn Backewell— Herrn Cooke u. ſ. w.“ „Nachdem fuͤr mehr als 1000 Guineen an Wetten uͤber landwirthſchaftliche Gegen⸗ ſtaͤnde, beſonders in Beziehung auf Schaafe der neuen Leiceſter⸗ und Southdown⸗Race aufs naͤchſte Jahr feſtgeſetzt waren, ritt man nach einigen benachbarten Wirthſchaftshoͤfen, um uͤber den Vorzug gewiſſer Getreidefelder zu entſcheiden u. ſ. w.“ Gr herſone Odeit Nlijt einn fin. in ärd ruihd uf 1 d hI Phlge Arbeit an⸗ Geſelſchaft ausgeſehten dem Far⸗ Wweyte an Johnſton Pflagleute inhet wur⸗ Gaundhei⸗ yhlfahrt des — klein Drilen— veigen— Kunſt des Bicken— well— e Ganeen he Gegen⸗ uf Schaafe Nace aufs man nach öfen, um efelder zu Wenn dieſe ſaͤmmtlichen Societaͤten, deren jetzt wol einige hundert in Britannien exiſtiren moͤgen, ſich unter der Leitung einer Central⸗ Committe vereinigten und dieſe von der Re⸗ gierung mit Nachdruck unterſtuͤtzt wuͤrde, ſo ließe ſich fuͤr das Ganze viel davon erwarten. Einige ſehr reiche und aufgeklaͤrte privat⸗ Perſonen haben vielleicht noch mehr, wie ganze Societaͤten, fuͤr die Aufnahme des Ackerbaues geleiſtet. Dahin gehoͤrte vor allen der zu fruͤh verſtorbene Francis, Herzog von Bed⸗ ford. Ich fuͤhre aus einer von ihm erſchiene⸗ nen Biographie, die ſonſt hauptſaͤchlich ſeine politiſchen Grundſaͤtze ins Licht ſtellet, folgende auf ſeine landwirthſchaftlichen Verdienſte ſich beziehende Stelle an: „Das große Ziel, nach welchem er ſtrebte, war: die ihm durch ſeinen Reichthum und ſein Anſehen verliehenen Vorzuͤge ſo wohlthaͤtig als moͤglich anzuwenden. Weisheit, mit Wohlwol⸗ len gepaart, bezeichnete den Gebrauch, wel⸗ chen er von ſeinem anſehnlichen Vermoͤgen machte. Er war der erſte bey jeder wohl⸗ thaͤtigen Anſtalt zur Aufmunterung derjenigen Kuͤnſte, die unmittelbar andern nuͤtzlich ſind. e In Britannien hat der Ackerbau keinesweges mit den Manufakturen und dem Handel gleiche Fortſchritte gemacht. Wir ſind ungleich weiter in den Kuͤnſten, die blos zur Bequemlichkeit oder zur Zierde dienen, als in der Kunſt, die uns unſere Subſiſtenz verſchafft. Das Studi⸗ um, welches, der Nothwendigkeit nach, das erſte ſeyn ſollte, iſt nur das zweyte in der prac⸗ tiſchen politiſchen Oekonomie. In den modi⸗ gen Syſtemen neuerer Politiker haͤlt man Na⸗ tional⸗Reichthum und Nationalgluͤck fuͤr ſyno⸗ nim. Um die producirende Induſtrie zu er⸗ hoͤhen und die oͤffentlichen Einkuͤnfte zu vermeh⸗ ren, opfert man beydes, Geſundheit und Er⸗ ziehung, ohne Bedenken auf. Kinder werden vor der Zeit zu unwuͤrdiger und verkruͤppelnder Arbeit verurtheilt; und der Handel, der das meiſte Geld einbringt, wird fuͤr den beſten ge⸗ halten; als ob zwiſchen geſunder Arbeit im freyen Felde und peinigendem Zwange bey ſit⸗ zender Arbeit nicht ein ſehr weſentlicher Unter⸗ ſchied waͤre. Der Ackerbau verſorgt uns nicht nur mit Nahrung, er giebt auch Kraft, Staͤrke den Gliedern und der Seele Muth. Die Land⸗ leute ſind phyſiſch und moraliſch beſſer wie die Geſchoͤpfe in den erſchlaffenden Manufakturen. Derjenige alſo, der Muͤhe und Sorgfalt darauf wandte, den Ackerbau in Großbritannien wie⸗ der in gehoͤrige Achtung zu ſetzen und dazu auf⸗ zu⸗ Imn m ſd 31 mct. 9 de kthn nh 129 Jannad Freund e ton ecn Sand n. E h a, diß ptun er Nan farri. iß dege d9. Kaiſt di ſt das inr nnſäzte ſſe am Denagt enn an vo n heſte ne dieſernn in han keineaveges andel gleiche leich weiter equemlihkeit Kunſt, die Das Suudi⸗ nach, das in der prac⸗ den modi⸗ gäh man Na⸗ luck füt ſobo⸗ zuſtrie zu er⸗ ezu vermeh⸗ heit und Er⸗ der werden kruppelnder el, der das nbeſten ge⸗ Arbei im ange beh ſie⸗ nücher Unter⸗ orgt uns nicht draft, Stäͤrke Die land⸗ eſſer wie die tanufakturen. tgfalt darauf itannien nie⸗ nd daz auf⸗ zu⸗ — 109— zumuntern, hat ſich ſchon durch dieſe Abſicht um ſein Vaterland gewiß hoͤchlich verdient ge⸗ macht. Aber hier kann durch gute Abſicht al⸗ lein, nichts erhebliches ausgerichtet werden; das kann nur eine durch Urtheilskraft geleitete, durch Anſehen und Macht unterſtützte natürliche Neigung bewirken. Beyde, Gegner und Freunde, werden eingeſtehen, daß der Herzog von Bedford von dieſer Seite jeden Mann von Stande in Großbritannien übertroffen habe. Er verſchleuderte ſein Leben nicht in Zerſtreu⸗ ung, Umthätigkeit und Spiel; er fühlte es, daß er glücklich ſeyn koͤnne, ohne ſeine Geſund⸗ heit und ſein eigenes Gluͤck durch Vergiftung der Moralitaͤt, oder Beeintraͤchtigung des Ei⸗ genthums ſeiner Nebenmenſchen, zu zerſtoͤren; daß die Angabe und Ausführung nütlicher, auf das Beſte des Menſchengeſchlechts abzweckender Verſuche, ihm wahre Freuden gewaͤhren, und daß er auf ſeinen Spaziergaͤngen zu Woburn das Vergnügen genießen koͤnne, zwey⸗ oder drey⸗ tauſend nuͤtzlich beſchaͤftigter Menſchen zu ſehen, die er durch ſeine weiſen und wohlwollenden Bemühungen gluͤcklich gemacht hatte. Wenn ein Edelmann in der Naͤhe ſeines Landſitzes, wo man ſeinen wahren Charakter natürlich am beſten kennt, geliebt und angebetet wird, ſo iſt dieſes unſtreitig die groͤßte Lobrede, die man auf ihn halten kann. Der ſehr gut cultivirte Farm, wel⸗ — 110— chen der Herzog unter ſeiner eigenen Aufſicht behielt, beſteht aus etwa dreytauſend Aecker (acres) Landes, ohne den dazu gehoͤrigen weitlaͤuftigen Park. Dieſer Park hat beynahe zwanzig(engliſche) Meilen im Umfange, und unterhaͤlt eine große Heerde von Schaafen und jungem Rindvieh, ſo wie auch eine anſehnliche Menge von Rothwildprett. In dem Parke liegt das neue Hofgebaͤude, in welchem man jede Bequemlichkeit und jede neuere Verbeſſe⸗ rung antrifft; vornaͤmlich eine Dreſchmaſchine, die von zwey bis ſechs Pferden oder Ochſen ge⸗ trieben wird, und mittelſt welcher man nicht nur ſieben Quarters in jeder Stunde droͤſchen und reinigen(dressing), ſondern auch zu glei⸗ cher Zeit das Mehl mahlen und beuteln kann. Dicht bey dieſer Maſchinerie ſtehet das Brau⸗ haus, und auſſerhalb an den Hoͤfen herum Staͤlle, Scheuren, Schoppen und Werkſtaͤtte, fuͤr Zimmerleute, Tiſchler, Schmiede, Rade⸗ macher und andere zum Ackerbau noͤthige Hand⸗ werker. In dem Hofe befinden ſich zwey gute Wohnhaͤuſer fuͤr die Verwalter. Das Acker⸗ geraͤthe iſt von der beſten Conſtruction und neue⸗ ſten Erfindung, und beſteht aus allen Arten von Pfluͤgen, Eggen, Walzen, Pferdehacken, Maſchinen zum Haͤckſelſchneiden, zum Saͤen, und anderem landwirthſchaftlichen Geraͤthe. Unter dieſen befindet ſich auch Mr. Salmon's Haͤck⸗ † talis ſlän 4 gfedad eha er her 486 Gaithed V geaicß fin ul ur Ndd nan Unterme zen e ſamutate —tt i mnu annd d ds ahde in ir ter me n eund: ſat dn Am. Dahſ dem ber ſate enjſt hm s henet Aufficht auſend Aecker zu gehrigen khat bernaße ufange, und Schaafen und ne anſehrüche n dem Parke welchem man leete Verbeſſe⸗ Dreſchmaſthine der Ochſen ga⸗ er man nicht nde drͤſchen auch zu glei⸗ euteln kann. das Brau⸗ ofen herum Werkfttte, niede, Rade⸗ näthige Hand⸗ ſich zwey gute Das Acker⸗ ion und nehe⸗ allen Arten Pferdehatken zum Siel, hen Geritze Salmons Hach Haͤckſelſchneider, den man wegen ſeiner Sim⸗ plicitaͤt, und weil er, ſowohl von Menſchen und Pferden, als auch durchs Waſſer getrieben werden kann, ſo ſehr bewundert. Der Herzog war aller Verbeſſerung des landwirthſchaftlichen Geraͤthes großer Befoͤrderer. Sein unver⸗ gleichlicher Farm iſt in jeder Ruͤckſicht, wegen ſeiner Vollſtaͤndigkeit, ſeiner Eleganz und ſei⸗ ner Nutzbarkeit bewundernswuͤrdig. Wollte man die mannigfaltigen landwirthſchaftlichen Unternehmungen und Plane des Herzogs ein⸗ zeln aufzaͤhlen und ihm in alle oͤffentliche Ver⸗ ſammlungen und Societaͤten, die er entweder ſelbſt leitete oder beſchuͤtzte, folgen, ſo wuͤrde man damit allein einen ſehr intereſſanten Band anfuͤllen koͤnnen. Unter andern auſſerordent⸗ chen Verdienſten, die er ſich hierin erwarb, war auch dieſes: er waͤhlte und verbeſſerte mit gro⸗ ßer Beurtheilungskraft und Ausdauer zwey verſchiedene Heerden Schaafe. Die eine war von der beliebten Race der ſuͤdlichen Huͤgel in Suſſer(South-Dwon breed), die ſich jetzt faſt uͤber das ganze Koͤnigreich verbreitet; die andre war von der neuen leiceſterſhire⸗ oder Baͤckewellſen⸗Race, die eben ſo ſehr wie die an⸗ dre hoch geſchaͤtzt wird. Dieſe beyden Heerden werden auf des Herzogs weitlaͤuftigen Guͤtern ganz abgeſondert erhalten und haben jede ihren eigenen Schaͤfer und Verwalter. In Auſehung des des Rindviehes naͤherte er ſich mit ſchnellen Schritten der Vollkommenheit. Er hatte mit großer Kenntniß die beſten Racen, die man in Herefordſhire, Devonſhire und Suſſex findet, ausgeſucht und aus dieſen Grafſchaften die vor⸗ zuͤglichſten Stuͤcke zuſammengebracht. Er mun⸗ terte zum Gebrauche der Ochſen auf, beſuchte oft die benachbarten Viehmaͤrkte, unterſuchte ſelbſt das Vieh und zuweilen auch die Fleiſch⸗ baͤnke, um die Guͤte des Fleiſches kennen zu lernen. Gegen die Farmers war er ausneh⸗ mend zutraulich und theilte ſich ihnen uͤber land⸗ wirthſchaftliche Gegenſtaͤnde gern mit. In der Anwendung der Bewaͤſſerungen war der Her⸗ zog auſſerordentlich gluͤcklich, und er zeigte ihre wundervolle Wirkung auf mehreren hundert Aeckern Landes. Die Verkoppelung der Ge⸗ meinheiten verſchaffte ihm auch Gelegenheit, ei⸗ nige tauſend Aecker Landes in die hoͤchſte Cultur zu bringen, die ſonſt i immer kungenuht geblie⸗ ben waͤren.“ „So zeigt ſich in allen ſeinen mannigfalti⸗ gen Unternehmungen, daß der Herzog v. Bed⸗ ford nur das allgemeine Beſte zur Abſicht ge⸗ habt habe. Die Gluͤckſeligkeit Anderer war ſein Zweck und ſeine Weisheit; ſein Vermoͤgen und Anſehen ſetzten ihn in den Stand, dieſen menſchenfreundlichen Zweck zu verfolgen. Aber dieſe — 9 6 a 15 vohenn mne deem. ige Jin meteſt dadc Vaioi a m e läe afenr ſi en l ſäus n aͤiw. Wnenſ ben, nn V u mit ſchnelen Er hatte mit „die man in zuſſer findet, ſten die bor⸗ t. Er mun⸗ uf, beſuchte unterſuchte die Fleiſc⸗ s kennen zu r er aasteh⸗ en über land⸗ rit. In der ar der Her⸗ rzeigte ihre en hundert ng der Ge⸗ egenheit, ei⸗ ſchſte Cultor enaht gebüt⸗ marnigfalti⸗ tzog v. Bed⸗ Abſicht ge⸗ Inderer wat n Vermöͤgen tand, dieſen ſolgen Ate dieſe — 113— dieſe wohlthaͤtigen, an Huͤlfsmitteln reichen, und mit Beurtheilungskraft und Einſicht auf eine lange Reihe ſchaͤtzbarer Gegenſtaͤnde hinge⸗ leiteten Bemuͤhungen ſterben nicht mit ihrem Urheber dahin; denn durch die weitere Aus⸗ fuͤhrung ſeiner Plane und den noch groͤßern Einfluß ſeines Veyſpiels ſind landwirthſchaft⸗ liche Verbeſſerungen unmittelbar befoͤrdert oder doch deutlicher und beſtimmter angegeben, und unter den mancherley Lobſpruͤchen, welche kuͤnf⸗ tige Zeiten dieſem erhabenen Manne beylegen werden, wird dieſer der ausgezeichnetſte ſeyn, daß durch ihn die Mittel zur Unterhaltung und Verſorgung fuͤr die Menſchen ſehr bereaͤchtlich vermehrt worden ſind, und daß durch ſeine Lehren und Grundſaͤtze fuͤr ihre Vervielfaͤltigung auf eine wirkſame und dauerhafte Art geſorgt iſt. So weit als die Sphaͤre ſeiner Wirkſam⸗ keit, ſein Beyſpiel und ſein Einfluß ſich erſtreck⸗ ten oder erſtrecken konnten, werden durch ihn menſchliche Weſen bequemer und gluͤcklicher le⸗ ben, und mit ihrem Gluͤcke wird auch ihre Anr zahl zunehmen.“) „Wenn der Ruf erobernde Feldherrn ſo laut preiſet, die die Herrſchaft des Schwerdtes verbreiteten, ſo gebuͤhrt dem ſiegreichen Far⸗ mer ein wahrer und gegruͤndeterer Ruhm, der die Herrſchaft des Pfluges uͤber alle bisherigen zr Band. H Graͤn⸗ — 114— Graͤnzen hinaus erweiterte. Wird derjenige geprieſen, durch deſſen Bemuͤhungen nur das erreicht wird, daß Tauſende nun todt ſind, die ohne ihn am Leben geblieben waͤren, wie viel hoͤheres Lob verdient dann derjenige, durch deſ⸗ ſen Muͤhe und Sorgfalt Tauſende exiſtiren und leben koͤnnen!“ Eine beſonders merkwuͤrdige Einrichtung des Herzogs war ſeine Schaafſchur zu Woburn; ein laͤndliches Feſt, welches mehrere reiche Gutsbeſitzer in England zu geben pflegen, wel⸗ ches ſich hier aber durch den zahlreichen Beſuch und die zweckmaͤßige Einrichtung auszeichnete. Es verſammleten ſich hier auf drey oder meh⸗ rere Tage, alle Landwirthe aus einem weiten Umkreiſe und fuͤr den Ackerbau ſich intereſſi⸗ rende Maͤnner aus dem ganzen Reiche. Die Geſellſchaft war ſo groß, daß die Tafel des Herzogs zwiſchen zwey⸗ und dreyhundert Per⸗ ſonen enthielt. Bey großen Verſammlungen der Englaͤnder geht es minder tumultuariſch zu; ſie haben ſich mehr an eine gewiſſe Ordnung dabey gewoͤhnt; die Gegenſtaͤnde werden nicht nur nach einer beſtimmten Folge vorgenommen, ſondern auch die, welche, daruͤber reden wollen, erhalten das Wort nach der Ordnung. Man uͤberſchreyet ſich nicht, und die beſten Gruͤnde, nicht die beſten Lungen, erhalten den Sieg bey ſtrei⸗ 1r luhsi 2 ehlih tich u tn danoch Mm bn ariich de ſe beyln racen ti ander ae hyor titen zemih de dum m wan e nnd ſertre ud Gnm. mwerde b der u durch With t lihe fß V ſal ud d 8 V wahſi m nn, Dird derjenig ien nur das vdt ſind, die ten, wie diel e, durch deſ eriſtiren und Einrichtung Woburn; tehrere viche pflegen, we⸗ ichen Veſuch uszeichnete. Hoder meh⸗ nem weiten h intereſſi⸗ eiche. Die Tafel des undert Per⸗ rammlungen ultuariſch zu; iſe Ordͤnung werden richt rgenommen, reden wollen ung. Ma en Gr unde, den Sieg bey ſrei⸗ — 115— ſtreitigen Unterſuchungen. So wurden hier die intereſſanteſten Materien der verbeſſerten Landwirthſchaft vorgetragen, debattirt, durch vor Augen liegende Beyſpiele, durch abgehoͤrte Zeugen, erlaͤutert, unterſucht, erwieſen, oft endlich entſchieden, oft durch darauf gelegte Wetten, durch ausgeſetzte Prämien, zur naͤhe⸗ ren Unterſuchung und Entſcheidung vorbereitet. Man brachte neue Werkzeuge hier zuſammen, verſuchte und beurtheilte ſie, kaufte und beſtellte ſie bey den Verfertigern. Vorzuͤgliche Vieh⸗ racen wurden hier zuſammengebracht, mit ein⸗ ander verglichen, vertauſcht, verhandelt. Es war ein landwirthſchaftlicher Markt, wo auch jede merkantiliſche Speculation betrieben ward. Die Tage wurden uͤbrigens unter den Geſchaͤf⸗ ten vertheilt, und jedes hatte ſeine Stunden und ſeine Ordnung. Nur politiſche Debatten und Spiel waren ausgeſchloſſen. Daher be⸗ merkte man hier den politiſchen Parteygeiſt, der in dieſen Jahren ſich in alles einflocht, durchaus nicht. Die Woburnſche Schaafſchur wird von jedem, der Sinn fuͤr landwirthſchaft⸗ liche Geſchaͤfte hatte, fuͤr die intereſſanteſte An⸗ ſtalt im Reiche gehalten. Da aus dem vom Board of Agriculture beabſichtigten Experimental⸗Farm ſo wenig, wie aus dem von Sir John Sinclair H 2 auf Subſcription vorgeſchlagenen, etwas zu wer⸗ den ſchien; ſo beſtimmte der Herzog kurz vor ſeinem Tode noch zwey betraͤchtliche Farms ganz zum experimentaliſchen Betriebe, traf die Anſtalten zu deren zweckmaͤßigen Be⸗ bauung und ernannte Herrn Cartwright zum Vorſteher derſelben; denſelben Mann, der von Sinclair zum Direktor des vor⸗ geſchlagenen Experimental⸗Inſtituts be⸗ ſtimmt war. Des Herzogs Tod erregte eine allgemei⸗ ne Trauer im Lande. Und da der Koͤnig oͤf⸗ fentlich ſein Beyleid uͤber den Verluſt dieſes rechtſchaffenen Mannes zu erkennen gab; ſo konnte auch die damahlige Miniſterial⸗Parte), der er durchaus entgegen war, ſeinen Nach⸗ ruhm nicht ſchmaͤlern. Der Board of Agri⸗ culture ließ eine Medaille auf ihn ſchlagen, deren eine Seite das Profil des Herzogs enthaͤlt, mit der herzoglichen Krone und der Umſchrift: Francis Dux Bedfordiae. Agricular. facile Princeps. Die Ruͤck⸗ ſeite ſtellt die Ceres vor, die ſich mit ihren Atributen traurend uͤber eine Urne lehnt, mit der Umſchrift: Boni lugent premature ademptum; und unter der Urne: Agricola- rum Gaetus Consulto. Sir Joſeph Banks eroͤffnete eine Subſcription zu einem Monu⸗ —— fuum it ſte ut Nbwt ſaren n d i! gehal NMz uuke V etwoiſg A ſane te diälecch ſo bim i ngedr nen. Idery a den ſun nüͤſenn fir 4i 1 1 4 ine allzenei⸗ 81.z. 1 eer Konig of⸗ 7 K erluſt dieſes 7„ e gab; ſo 1.— al⸗Parte), inen Nach⸗ .„ ad of Aari⸗ “ hn hlagen⸗ 2 1 ◻ des Herzogs tone und der 1* Bedfordiae. N 4*† ie Ala⸗ Ir 9 89 lhren z lehnt, mi. len z dum Mann Mond⸗ Monumente fuͤr den Herzog, wozu bey der Verſammlung der Landwirthſchafts⸗Geſellſchaft von Eſſex ſogleich mehrere 100 Pfund un⸗ terſchrieben wurden. Sein Tod hat ſeine Unternehmungen nicht geſtoͤrt, da ſein Bruder zugleich mit ſeinem ungeheuren Vermoͤgen ſeine Grund⸗ ſaͤze und Neigungen erbte. Das Feſt der Woburnſchen Schaafſchur ward bald nach ſeinem Tode im vollem Glanze, jedoch ohne daß der traurende Bruder ihm beywohnte⸗ gehalten. Naͤchſt der Woburnſchen Schaafſchur iſt die zu Holkham bey Herrn Coke, die merkwuͤrdigſte und beſuchteſte, und auſſerdem giebt es viele andere aͤhnliche privat⸗Ver⸗ ſammlungen, bey reichen Landedelleuten, die vielleicht eben ſo merkwuͤrdig, mir aber nicht ſo bekannt ſind. Wir duͤrfen uns bis jetzt aͤhnlicher Einrich⸗ tungen in Teutſchland wol nicht haͤufig ruͤh⸗ men.— Wenn man den Austauſch von Ideen und Erfahrungen, die Ermunterung und den Wetteifer, den ſie nothwendig erregen muſſen, erwaͤgt; ſo muß man das allerdings fuͤr einen großen Abgang anerkennen. Un⸗ ſere — 118— ſere landwirthſchaftlichen Geſellſchaften haben ſich zu ſehr nach dem Muſter der gelehrten Academien geformt. Bey den meiſten kom⸗ men Schriftſteller und Buͤcher, mehr wie practiſche Landwirthe und bearbeitete Felder in Betracht. Die Gegenſtaͤnde ihrer Ver⸗ handlungen ſind mehrentheils zu unbedeu⸗ tend fuͤr das Ganze, zu minutioͤs und ver⸗ einzelt. Die Verſammlungen ſind zu wenig zahlreich, auf wenig Stunden eingeſchraͤnkt, zu ſtaͤdtiſch. Vorleſungen nehmen die Zeit weg; der practiſche Landwirth kommt nicht zu Worte, geht nach genoſſener langen Weile auf lange Zeit geſaͤttigt zu Hauſe, und kommt nicht wieder. Und ſo beſchraͤnkt ſich dann die Zuſammenkunft auf Ablegung der Rech⸗ nungen, Aufnahmen weit entfernter Ehren⸗ mitglieder, die dieſer Geſellſchaft irgend ein litterariſches Product zugeſchickt haben, und die Vorleſung einer in Druck zu gebenden Abhandlung, die man zweckmaͤßiger Abends beym Schlafengehen leſen koͤnnte. Damit das Verſammlungs⸗Zimmer nicht ganz leer bleibe, ſind die Zuſammenkuͤnfte gewoͤhnlich zu einer Zeit angeſetzt, wo andere Geſchaͤfte die Mitglieder nach der Stadt rufen, wo man ehrenhalber erſcheinen muß, aber nur der Verſammlung ein baldiges Ende wuͤnſcht, um tr ud Farnade a k n ſenn 0 b Sud n ign iit Mahn ann — güt 1 1 b unfn I un A n ba, ſen etremn den h äk an lndu nt.h Veſäih b mit ann den Im natir tirhſeg haften haben der gelehrten meiſten kom⸗ mehr wie ſeitete Felder ihrer Ver⸗ zu unbedeu⸗ os und ber⸗ ad zu venig eingeſchaͤnkt, nen die Ziit kommt niht ingen Weile und kommt ſich dann der Rech⸗ ter Ehren⸗ irgend ein zdaben, und a gebenden jiger Abends te. Damit t ganz leer e gewoͤhnlich re Geſchäͤft rufen, wo , aber nur nde winſch, um um von ſeinen wirklichen Geſchaͤften nicht laͤnger abgehalten zu werden. Bey den laͤndlichen Zuſammenkuͤnften und Geſellſchaften benachbarter Landwirthe, darf nur verſtohlen in irgend einem Winkel des Zimmers von den Angelegenheiten des Pflu⸗ ges geredet werden. Es wuͤrde unſchicklich ſeyn, die Damen, oder die aus der naͤchſten Stadt eingeladenen Herren, mit dieſen ſchmut⸗ zigen Geſchaͤften zu unterhalten. Das neueſte Modejournal, die Zeitung, irgend eine Stadt⸗ anekdote, oder ein neues litterariſches Product, haͤlt man da fuͤr weit ſchicklichere Gegenſtaͤnde. Und ſo fehlt es in Teutſchland an derjeni⸗ gen geſelligen Mittheilung, welche Austauſch der Ideen veranlaſſen, Stoff zum Nachdenken ge⸗ ben, Wetteifer und einen gewiſſen Gemeingeiſt erregen kann, dem Landwirthe mehr, wie je⸗ dem, der ein anders Gewerbe betreibt. Dies haͤlt die Ausbreitung und Vervollkommnung der landwirthſchaftlichen Kunſt gewiß ungemein zu⸗ rück. Es enſſteht haͤufig ſogar eine gewiſſe Verſchloſſenheit und Zuruͤckhaltung, verbunden mit einer neidiſchen Ausforſchungsſucht, unter den Nachbarn— eine Stimmung, die, dem natuͤrlichen Gange der Dinge nach, der Land⸗ wirthſchaft ganz fremd ſeyn ſollte, da ein Land⸗ wirth wirth dem andern weniger, wie ein Fabrikant dem andern, den Markt verſchließen, obwol zuweilen— aber ſich ſelbſt zugleich mit— ihn verderben kann. Was alſo die fuͤr die Landwirthſchaft ſo wichtigen geſelligen Aufmunterungen betrifft, ſo haben die Englaͤnder ohne Zweifel vor uns vie⸗ les voraus. Die Anerkennung des Verdienſtes, die Achtung, welche ſich ein geſchickter Land⸗ wirth bey ſeinen Mitbruͤdern erwirbt, wirken wie ein erwaͤrmender Sonnenſtrahl auf den Acker. Wer die Macht der wahren Geſelligkeit auf die Kraͤfte der menſchlichen Seele kennet, wird das nicht bezweifeln. Ob aͤhnliche laͤnd⸗ liche Zuſammenkunfte, deren Organiſation aber ganz auf den Zweck berechnet waͤre, nicht auch in Teutſchland haͤufiger moͤglich ſind, beurtheile ein jeder nach den Ortsverhaͤltniſſen ſeines Um⸗ kreiſes! Vielleicht macht das Caſten⸗Syſtem an manchen Orten unuberſteigliche Hinderniſſe. Man hat Landwirthſchafts⸗Geſellſchaften, zur Befoͤrderung der Kunſt, errichtet, aber bald alle Paͤchter, bald alle Wirthſchafts⸗Verwal⸗ ter ausgeſchloſſen. Dieſe haben ſich dent zum Theil wieder dahin vereiniget, daß die Kunſt durch die hoch⸗ und wohlgeborne Geſellſchaft nicht nit1 grifelten ſepits um a und 6ℳ ui dm drergt ſtitik Alls, 12 Ungenn 11 eli riſen Enih Nüi 11 driht tift me 11 11 1 Ir mn jemahr b mac ei. detm in Fabrirant epen, obwol leich mit— ritſchaſt ſ en betrift, ſ vor uns vie⸗ Perdienſtes, ſchicter Land⸗ irbt, wirken ahl auf den Geſelligkeit ſkele kennet, nlche laͤnd⸗ iſation aber vicht auch d beurtheile en ſeines Um⸗ nſeen⸗Syſtem ehinderniſe. ſcaften, zur , abet bal ſts⸗Verval⸗ ſch denn zmn daß die Kunſt n Gefllſceſt nict nicht moͤge befoͤrdert werden, da ſie ohne Zweifel am thaͤtigſten mitgewirkt haͤtten, wenn ſie herbeygezogen waͤren. In England, wo man auf die wirklichen Vorzuge des Ranges und Standes eiferſuͤchtig genug iſt, faͤllt es doch Keinem ein, Geſelligkeit und zweckmaͤßige Vereinigungen dadurch zu ſtoͤhren. Erziehung⸗ ſchickliches Betragen und reinliche Kleidung iſt alles, was man neben guter Unterhaltung zum Umgange von einem Andern fordert. d Wir muͤſſen noch des Verhaͤltniſſes der engliſchen Landwirthſchaft gegen die teutſche, in wiſſenſchaftlicher Hinſicht, erwaͤgen. Im all⸗ gemeinen ſchreibt der Englaͤnder weniger Buͤ⸗ cher, um Buͤcher zu ſchreiben, wie der Teutſche. dehrentheils haͤlt ſich ein Autor uͤberzeugt, daß er etwas Neues, etwas, das wirkliches Be⸗ duͤrfniß fuͤr ſein Publicum iſt, ſage. Daher trifft man in den engliſchen Schriften immer mehr Originalitaͤt— die man aber nicht in ei⸗ nem verſchrobenen Styl ſagt— an. Es giebt Ausnahmen, aber ich rede von den haͤufigern. In unſerm Fache insbeſondre, wird nicht leicht jemand ſchreiben, der nicht Beobachtungen ge⸗ macht und Verſuche angeſtellt zu haben glaubt, die neu und merkwuͤrdig waͤren. Ob — Ob ſie es aber wirklich ſind, ob nicht viele andre ſchon daſſelbe bemerkt, viel genauer be⸗ merkt und richtiger erzaͤhlet haben; ob die Un⸗ richtigkeit der ſcheinbaren Erfahrung oder des darauf gegruͤndeten Raiſonnements nicht ſchon von andern gezeigt iſt— das weiß im Durch⸗ ſchnitt der Englaͤnder, der ſich zum Schreiben hinſetzt, weniger wie der Teutſche. Ein eng⸗ liſcher Schriftſteller lieſt uͤber die Materie, woruͤber er ſchreiben will, ſelten ſo viel als ein Teutſcher, erinnert ſich des Geleſenen dunkeler, macht keine Excerpte uͤber die Materie und bringt hoͤchſt ſelten Citata bey. Man muß daher oft etwas leſen, was ſchon viel beſſer geſagt, oder laͤngſt widerlegt iſt. Die Discuſſionen uͤber eine Materie ſchreiten nicht fort. Manchmal ſtreiten ſich zwey uͤber einen Punkt, woruͤber ſchon zwey andre weit gruͤndlichere Schriften gewechſelt haben, ohne daß jene von dieſen et⸗ was wiſſen. Aber ſo viel Nachgeſchriebenes und Zuſammengeſtoppeltes, ſo viele aus Buͤ⸗ chern zuſammengeſetzte Buͤcher, wie in Teutſch⸗ land, bekommt man nicht zu leſen. Jeder Schriftſteller hat mehr ſein Eigenes, wenig⸗ ſtens ſeine eigene Gedankenreihe. Ueber einzelne landwirthſchaftliche Gegen⸗ ſtaͤnde wird nicht leicht jemand ſchreiben, der ſie nicht anhaltend beobachtet hat; und uͤber 4 —— —— —— . — Eulii niß immi fälmdn n u ſiand ui ſih an udd ni l ihitn ujulir dilcge 6h de ur ſenn darmrn Pjinc. 4 lun ar Entan. ſud m damdt men d hen ur Mmgui dh tithtbiele genauer be⸗ od die Un⸗ ing oder des z nicht ſchon Hin Darch⸗ m Schreiben . Ein eng⸗ ie Marerie, odilals ein nen dunkeler, ſ und bringt iß daper oft eſagt, oder lonen uͤber Manchmal ,worüber Schriften n dieſen et⸗ eſchriebenes ele aus Bi⸗ ein Teutſch⸗ en. Jeder 6, wenig⸗ iche Gegen⸗ reiben, der hat; und über — 225— uͤber das Ganze der Landwirthſchaft keiner, der ſich nicht weit umhergeſehen, viel gereiſet, in mehrern Wirthſchaften aufgehalten, mit vielen practiſchen Landwirthen unterredet hat. Fuͤr die todte Unterhaltung mit Buͤchern hat der Englaͤnder in der Regel nicht viel Sinn; er muß in ſinnlichen Dingen mehr ſinnliche Dar⸗ ſtellung haben, um klare Ideen davon zu erlan⸗ gen und ſie wiedergeben zu koͤnnen. Wenig⸗ ſtens lieſt er nicht viele Buͤcher, ſondern waͤhlt ſich eins oder das andere uͤber eine Materie, und dieſe lieſt er mehr als einmahl, macht ſich mit dem Autor recht genau bekannt, und ſetzt ſich in ſeinen Geiſt hinein; jedoch nicht um ihm nachzuſchreiben, ſondern oft, um ihn zu wi⸗ derlegen. Sehr gruͤndlich ſchreiben wenige Englaͤn⸗ der. Sie wollen eine Materie nicht erſchoͤpfen, ſie wollen nur ihre Meynung, ihre Gedanken daruͤber vortragen, und andern Raum zu den ihrigen laſſen. Sie machen daher minder langweilige Eingaͤnge und kommen gleich zur Sache, wovon die Rede ſeyn ſoll. Aber ſie ſind daher im Durchſchnitt einſeitiger. Und dann ſind ſie von ihren Hauptſaͤtzen ſo eingenom⸗ men, daß ſie ſolche in unzaͤhligen Variatio⸗ nen vortragen, immer noch einen kleinen Ne⸗ bengrund hinzufuͤgen, um dem Leſer durch im⸗ mer — 124— mer neue Vorſtellungen deſſelben Satzes ſeinen Beyfall abzulocken oder durch den wiederholten Eindruck abzuzwingen. Ihr Vortrag iſt ſelten geordnet. Der teutſche Schriftſteller fuͤhrt uns durch einen langen Umweg zu der Sache hin, und dann erſt in einem Zirkel darum herum. Er giebt uns Gelegenheit, die Sache von allen Sei⸗ ten zu betrachten, verlangt dann aber auch, daß wir ſie ſo anſehen ſollen, wie er; ohne uns viel darum zu bitten. Der Teutſche, der uͤber eine Materie klar und richtig ſchreibt, iſt belehrender daruͤber, wie der Englaͤnder; wenn er ſie aber verworren und ſchief vortraͤgt, iſt er ermuͤdender und ekelhaf⸗ ter wie der Englaͤnder. Mögten in einem Punkte die engliſchen Schriftſteller die teutſchon im allgemeinen nicht uͤbertreffen!— Dies iſt Aufrichtigkeit in der Erzaͤhlung der Thatſachen.— Ich bin uͤber⸗ zeugt, daß man weniger abſichtliche Luͤgen zur Begruͤndung ihrer Meynung bey ihnen findet. Sie erzaͤhlen vielmehr Thatſachen, die ihr ent⸗ gegenſtehen, mit einer edlen Offenherzigkeit. Daß jenes ſelten geſchehe, moͤgte ich ſchon dar⸗ aus ſchließen, daß ein Gegner dem andern faſt nie — nuyſans faben de nnd ics wim nta 1 zinmt bet nenäg tiſtn b neh reden dielene vaßes ſeinen viederholten ig iſ ſeten tuns durch hehin, und ſerum. Er oleen Sei⸗ er auch, daß :3 ohne una daterie klar rͤber, wie vorren und dekelhaf⸗ e eggliſchen meinen ticht igkeit in der ſich bin über⸗ helüͤgen zur hnen finder die ihr ent enherigkel h ſchon dir⸗ anden fiſ lie — nie Unwahrheiten in Facto vorwirft. Faſt im⸗ mer wird dieſes, ſo wie es ſinnlich beobachtet worden, auf Glauben angenommen; ſo ſehr man die daraus gezogenen Schluͤſſe zu entkraͤf⸗ ten, ihm andre Facta entgegenzuſtellen ſucht. Streitigkeiten werden lebhaft, aber offen, maͤnnlich und mit legalen literariſchen Waffen, ohne Perſönlichkeiten, geführt. Auch ſetzt man ſie nicht lange fort; nach einer Replik, hoͤch⸗ ſtens Duplik, iſt die Sache geſchloſſen und das Publikum mag entſcheiden.— Wer weiter zebet, den behandelt man wie einen veruchtſt chen Klaͤffer. Der Parteygeiſt ſcheint in England eine ge⸗ nugſam geraͤumige Laufbahn in der Politik zu haben; man bemerkt ihn daher in der Literatur und in den T Wiſſenſchaften bey weitem weniger als in Teutſchland. Von— iſten und— anern hoͤrt man daſelbſt wenig. Wer ſich in den engliſchen Verhaͤltniſſen ziemlich orientirt hat, wird engliſche landwirth⸗ ſchaftliche Buͤcher mit mehrerem Intereſſe, und wenn er ſich aus jenen in ſeine eigenen Verhaͤlt⸗ niſſe wieder richtig hinein zu denken weiß, mit mehrerem Nutzen leſen als teutſche.— Ich rede immer im Allgemeinen, und geſtehe ſehr viele Ausnahmen zu. Un⸗ — 126— —— Unleugbar haben es die Englaͤnder in allem, was mechaniſche Kuͤnſte, Werkzeuge und Maſchinenwerk jeder Art betrifft, weiter gebracht wie irgend eine Nation. Zwar moͤgte ich nicht annehmen, daß ihnen ein beſonderes Talent dafuͤr eigenthuͤmlich angeerbet ſey, viel⸗ mehr iſt es wahrſcheinlicher, daß es ſich bey den mannigfaltigen Gelegenheiten und Auf⸗ munterungen nur mehr entwickele; wie aus den vielen Beyſpielen erhellet, da Teutſche auf eng⸗ liſchem Grund und Boden es darin zu einer beſonderen Vollkommenheit gebracht haben. Aber zu Hauſe iſt das Genie fuͤr mechaniſche Kuͤnſte ohne allen Zweifel dort mehr wie bey uns. Es waͤre ſonderbar, wenn dies auf ihren Ackerbau und alle Geſchaͤfte der Wirthſchaft nicht Einfluß gehabt hatte. Aber dieſer Ein⸗ fluß iſt auch unverkennbar in den mannigfalti⸗ gen, zweckmaͤßigen Werkzeugen, die in Eng⸗ land zur Erleichterung und Vervollkommnung landwirthſchaftlicher Operationen erfunden ſind. Niemand kann zwar die Genauigkeit und Zweck⸗ maͤßigkeit dieſer engliſchen Werkzeuge verken⸗ nen; aber man hat wohl behauptet, der Acker⸗ bau und die ganze Landwirthſchaft erfordere eine ſolche Verfeinerung der Werkzeuge nicht. Er⸗ ſparung der Arbeit ſey dabey fuͤr das Ganze nachtheilig, fuͤr den Einzelnen unerheblich. Die Nanden in kiner Vanai 1 L 1ngn An Vurna ütn. Ona n den um kuxländer in Prtheuge tift, weite Zvar nigre i beſondere betſep, vie⸗ jes ſih bey n und Auf⸗ vie aus den iſch aufeng⸗ zrin zu äͤder racht haben. mechaniſche vie bey uns. zauf ihren Wirthſchaft dieſer Ein⸗ nannigfali⸗ de in Eng⸗ Nkommnung rfunden ſind. it und gveck⸗ auge betken⸗ der Acker⸗ fordere eine nicht. Er das Ginje unerheblih. die Die Unterſuchung dieſes Angebens wuͤrde uns hier zu weit fuͤhren, und es widerlegt ſich ſchon von ſelbſt. Man geſteht es zu, daß gegrabe⸗ nes Land weit reicheren Extrag gebe, wie ge⸗ pfluͤgtes, daß nur die Arbeit des Grabens zu viel Aufwand erfordere. Aber Ackerwerkzeuge, die die Erde eben ſo wenden, brechen und lok⸗ kern, wie der Spaten, und wo nicht weniger, doch gewiß nicht mehr Koſtenaufwand er⸗ fordern, wie der alte klotzige Pflug, waͤren von keiner Bedeutung!!— Wer mag daruͤber noch Worte verlieren? Aber die erſte Einfuͤhrung verbeſſerter Werkzeuge hat Schwierigkeiten, die man auch in England empfindet, und darum ſind ſie bey dem kleinen Farmer in manchen Diſtricten noch nicht allgemein. Sie verbreiten ſich aber jetzt ſchnell mit jedem Tage mehr, und im Ganzen hat der engliſche Ackerbau darin vor dem unſrigen vieles voraus. Die Verhaͤltniſſe der engliſchen Landwirth⸗ ſchaft ſind alſo von denen der Teutſchen in man⸗ chem Stuͤcke verſchieden; ſo verſchieden, daß es eine Thorheit ſeyn wuͤrde, irgend eine eng⸗ liſche Wirthſchaft in ihrem ganzen Sy⸗ ſteme auf teutſchem Boden nachzumachen oder irgend irgend eine Methode, blos weil ſie engliſch iſt, ohne Rüuͤckſicht auf die beſondern Ortsverhaͤlt⸗ niſſe, einzufuͤhren. Aber ſie ſind einander nicht ſo entgegengeſetzt, daß darum eine Sache nicht in eine oder die andre teutſche Wirthſchaft vor⸗ trefflich paſſen ſollte, weil ſie in England gut iſt. Kaum wird genau daſſelbe Wirthſchafts⸗ Syſtem, was auf des Nachbars Hofe unver⸗ beſſerlich iſt, auf meinem Hofe in ſeinem gan⸗ zen Umfange das vortheilhafteſte ſeyn. Bey genauer Erwaͤgung werde ich mich immer zu einigen Abaͤnderungen veranlaßt finden, und eine jede ſclaviſche Nachahmung wird ihre Feh⸗ ler haben. Manche haben ſich einmal ſonderbare Vor⸗ ſtellungen von engliſcher Landwirthſchaft ge⸗ macht. Das Ganze, aus der Ferne angeſe⸗ hen, hat einen Total⸗Eindruck in ihnen erre⸗ get, von dem ſie ſich nicht wieder losmachen koͤnnen, nachdem man ihnen auch die einzelnen Theile deutlicher durch ein Fernrohr zeigt. So wie ſich Mancher den Mond noch immer wie einen Kuͤrbiskopf denkt, ſo denkt man ſich auch unter engliſcher Wirthſchaft die Wirthſchaft ir⸗ gend eines Dorfs oder hoͤchſtens Amts⸗Diſtricts. Manche halten engliſche Wirthſchaft fuͤr einen unzerſetzbaren Koͤrper, der ſich mit teutſcher Wirthſchaft ſo wenig vermiſchen laſſe, wie Oehl mit + tſe 1 V alauies in ſebe anes ſä 1 egts fennd 8 nach vuit m ſ ruid nüt in i der done fomm h h dr i n 1wh ln) ſſtengr V nenen ern eh Vr dar erſteeäe I i 1nidaas den, n niglie Annenzn eifilnge tig aume sA engliſb it 1 Artzoethält⸗ einander nicht ne Sache niht örthſchaft vor⸗ n England gut Virthſchaſts⸗ Hofe unver⸗ in ſinem gan⸗ ſe ſem. Bey mich inmer z t finden, wd vird ihre Fei⸗ derbare Vor⸗ erthſchaft ge⸗ Ferne angeſe⸗ in ihnen erre⸗ det losmachen de ainzelten ahr zi. E. ſoch immer vie tman ſich auc Wittzſchft i Amts⸗Diſtit haft für eine jmi teiſher laſee wie A wit mit Eſſig. Aber ein Gemenge zweyer Koͤrper wollen wir auch nicht machen, ſondern wir wol⸗ len ſie beyde zerſetzen und von den Grundſtoffen eines jeden, der Qualitaͤt und Quanittaͤt nach, dasjenige nehmen, woraus ein neuer Koͤrper hervorgehet, der gerade ſo iſt, wie wir ihn nach unſerer individuellen Lage gebrauchen. Es ſey teutſch oder engliſch, gleichviel, wenn es nur in dem Organismus der Wirthſchaft, in der Oekonomie, die wir einrichten wollen, voll⸗ kommen paßt und an ſeiner Stelle ſteht. Die beſſere teutſche Landwirthſchaft iſt in der richtigen Berechnung der Verhaͤltniſſe, in der zweckmaͤßigen Zuſammenſetzung und Ver⸗ bindung des Ganzen, der engliſchen ohne Zwei⸗ fel ſchon vorgekommen. Aber in der vollkom⸗ menen Ausarbeitung der einzelnen Theile ſieht ſie ihr nach. In Anſehung der leztern koͤnnen wir vieles von den Englaͤndern lernen, ohne erſteres daruͤber zu vergeſſen oder zu vernach⸗ Sich einzubilden, daß wir in Teutſchland, in jeder Provinz Teutſchlands, ſchon alles ken⸗ nen, ſchon alles eingefuͤhrt haben, was das moͤglich Beſte, das Vollkommenſte, das einzig Angemeſſene iſt, iſt ein Duͤnkel, den man einem einfältigen Bauern verzeihen muß, der aber thö⸗ rigt aus dem Munde eines Schriftſtellers klingt, zr Band. der — 136— der da wiſſen ſollte, wie wenig ſich die land⸗ uͤbliche Wirthſchaft ſeit den finſterſten Zeiten veraͤndert hat, und wie die etwa eingefuͤhrten Veraͤnderungen groͤßtentheils aus einem andern Lande zufaͤllig hergebracht wurden. Locherlich iſt es gar, wenn man teutſchen Patriotismus vorſchuͤtzt, um von Auslaͤndern nichts lernen und annehmen zu wollen. Es giebt teutſche Schriſtſteller in allen Faͤchern, die manchmal eine ſolche Anwandlung von angeb⸗ lichem Nationalſtolz bekommen, wie den Teut⸗ ſchen— Dank ſey es unſerer geſunden Ver⸗ nunft!— ſonſt gar nicht eigen iſt. Durch den Gebrauch, den wir in wiſſenſchaftlichen Dingen von den Erfindungen und Ideen anderer Natio⸗ nen gemacht haben, haben wir ihnen faſt in jeder Wiſſenſchaft einen Vorſprung abgewon⸗ nen, den ſie bald noch lebhafter, wie ſie be⸗ reits thun, werden anerkennen muͤſſen. Wir duͤrfen hoffen, daß Bonaparte's gegen Fox geaͤuſſerter Wunſch: es moͤge dahin kommen, daß alle gebildete europaͤiſche Nationen ſich wie eine engverbundene Familie anſaͤhen— in der literariſchen Welt wenigſtens, realiſirt werde, da es in der politiſchen noch ſo wenig den Anſchein dazu hat. Es waͤre unverzeihlich, dies durch falſchen Nationalſtolz verhindern zu wollen. Wenn — 9a2 4 2 4 a, uh b alſtos ſtarke 8 ſ 301 ul. At manchelds gachern. dols n 4 dm n fam mt tnſen rdec Neiſd her zen Jeor ſchen oc Schlr n manäm veil in bar?) naſc ir fn, G eer 8 und Jan — NM nuthe ze arne un 40e 2 2 „ 1 5 131 Wenn Jemand einem mechaniſchen Kuͤnſt⸗ ler, einem Fabrikanten ſagte: 1 brauche kein engliſches Werkzeug, keine engliſche Maſchiene oder Erfindung, ſondern bleib bey deinen teut⸗ ſchen, wenn du ein braver Teutſcher ſeyn willſt! — ſo wuͤrde dieſer glauben, der Menſch ſey toll. Den Landwirthen ſagt man es. Und manche ſogenannte Gelehrte, die in gewiſſen F chern gern ausſchließlich die Lehrer ihres Volks ſeyn moͤgten, hoͤren es gefaͤllig an. Jezt, wo alle au fgeklarte Nationen, nach dem aͤlteren Beyſpiele der Teutſchen, die Er⸗ findungen Anderer zu wuͤrdigen und zu benutzen anfangen, ſollen wir nun die Kenntniſſe und Entdeckungen Anderer, zumal wenn ſie auf Menſchenwohl und Verbeſſerung des bürgerli⸗ chen Zuſtandes directen Einfluß haben, von uns ſtoßen? Sollten wir Jenners Erfindung der Schutzpocken, Guytons Zerſtoͤrungsmittel manches anſteckenden Gifts nicht annehmen, weil jener ein Englaͤnder, dieſer ein Franzoſe war?— Sollen unſre Fabriken ihre Dampf⸗ maſchienen, ihre Spinnmühlen wieder abſchaf⸗ fen, weil es eine engliſche Erfindung iſt?— Oder iſt es mit verbeſſerten Ackerwerkzeugen und Methoden ein weſentlich verſchiedener Fall? — Niein! etliche beſchraͤnkte, einſeitige Koͤpfe machen noch kein Abdera! — 2 Man — — 132— Man ſucht die Ideen zu verwirren, indem man bald von einer vermeintlichen engliſchen Landwirthſchaft im Ganzen, bald von einzelnen Zweigen und Methoden ſpricht. Bald ſagt man, die engliſche Landwirthſchaft tauge nichts fuͤr uns, weil man in Teutſchland nicht ſo viel Fleiſch ißt, wie in England, und wir nur Korn, kein Vieh, brauchen. Bald, ſie ſey nicht an⸗ wendbar, weil die Drillſaat durch Erſpa⸗ rung der Einſaat und hoͤheren Koͤrner⸗Ertrag den Aufwand nicht erſetze, und wir mehr Ge⸗ treide, wie noͤthig, erbauen wuͤrden, wenn wir nur Duͤnger genug haͤtten. Bald wirft man den Englaͤndern vor, daß ſie ihre Wieſen zu wenig ſchaͤtzten, ſeitdem ſie den Futterbau auf dem Acker ſo ſtark betreiben; bald, daß ſie einen ſo großen Theil ihres Landes zu Graſe liegen laſſen. Ich glaubte daher, dieſe fernere Entwicke⸗ lung der engliſchen Verhaͤltniſſe und des darauf ſich begruͤndenden Charakters ihrer Landwirth⸗ ſchaft in Vergleichung mit dem der Teutſchen, meinen Leſern noch ſchuldig zu ſeyn. Wer von dem Verhaͤltniſſe des ganzen engliſchen Acker⸗ baues zum Staate einen genaueren Begriff zu erhalten wuͤnſcht, dem empfehle ich Bells Verſuche uͤber den Ackerbau, welche ich, mit einem kurzen Commentar verſehen, uͤber⸗ ſetzt herausgegeben habe. —;—P——ᷓſd 14*ℳ inen, inden en englſchen bon einzelnen Bald ſagt Ktauge nichts dricht ſp biel dir zur Korn, eſen nicht an⸗. dut Eife den provinzialen Ackerbau arner Ernng 1n wir war Ge ürden, wemn den engliſchen Grafſchaften, Vald wirſt ihre Vrn beſonders in Hinſicht der uͤblichen Fruchtfolge merbau auf und Feldeintheilung. aß ſie einen graſe liegen Ueber 609000900,606609990b09949049900ebeeee te Entvicke⸗ ddes darauf er Vndoirt⸗ der Teuſſchen, 1. Ter von jſchen Acee⸗: en Vegriff zu ich Vells au, welce eiehen ihe ſatr ſ M wit we II. Ueber den provinzialen Ackerbau in den engliſchen Graſſchaften, beſonders in Hin⸗ ſicht d der uͤblichen Fruchtfolge und Feldeintheilung. Wir wollen bey Betrachtung der mannig⸗ faltigen Verſchiedenheiten, welche der land⸗ ubliche Gebrauch— denn von den ſeltne⸗ ren verbeſſerten und ausgezeichneten Wirth⸗ ſchaften, die es in jeder Gegend einzeln giebt, iſt hier die Rede nicht— eingefuͤhrt hat, mit Norden anfangen und ſo nach Suͤden hinunter gehen. N ythumberlande der noͤrdlichſte Theil des Landes, zeichnet ſich jetzt durch eine ziemlich allgemein verbreitete, verbeſſerte Wirth⸗ ſchaft faſt vor allen uͤbrigen Theilen Englands aus; da naͤmlich, wo an der Seeſeite her⸗ unter ein fruchtbarer Lehmboden, der jetzt groͤß⸗ Lentheils verkoppelt iſt, den Aickerbau beguͤn⸗ ſtigt. 4 ſtigt. Denn die weſtliche bergigte Gegend be⸗ ſtehet aus trocknem, kieſigten und naßkalten, zum Theil moorigtem Voden, und wird faſt allein durch Schafweide benutzt. Dieſe Schaf⸗ weide iſt um ſo ſchoͤner, da auch hier die Ge⸗ meinheit groͤßtentheils aufgehoben, der Boden privatives Eigenthum iſt, und folglich die Be⸗ ſitzer fuͤr ſeine Verbeſſerung ſorgen. Vor allen zeichnen ſich hier die Cheviot⸗Huͤgel, von wel⸗ chen das feinwollige Schaf dieſes Namens herſtammt, durch die Gedeihlichkeit ihrer Wei⸗ de aus. Ich habe in der vorhergehenden Abhand⸗ lung ſchon des ausgezeichneten Charakters der hieſigen Farmers erwaͤhnt. Das vormalige Dreyfelder⸗Syſtem, naͤmlich: 1) Braache, 2) Weizen, 3) Hafer, iſt von ihnen voͤllig aufgegeben. Eine richtige Verbindung zwi⸗ ſchen Viehſtand und Ackerbau findet hier wol mehr als in irgend einem Theile Englands Statt. Das Verhaͤltniß des Futterbaues zum Getreidebau iſt hier, ſelbſt in den Pachtcon⸗ tracten, beſtimmt, und in dieſem iſt der An⸗ bau ſolcher Fruͤchte, die dem Acker wenig oder nichts wieder geben, z. B. des Hanfs, Flach⸗ ſes, Senfs, der Rapſaat ꝛc. ausdruͤcklich un⸗ terſagt. Nach Verſchiedenheit des Bodens, der „Aund der Umſtaͤnde, findet man folgende Ro⸗ tatio⸗ t Gegend he⸗ id maßkalten, nd win aß diee Shjf hier die Ge, „der Boden glch die Ve⸗ Por aleen d von wel⸗ nſes Nanens eitihrer a⸗ den Abhand⸗ rrakters der bormalige ) Braache, hnen vollig adung zwi⸗ et hier wol 2 Eaglands zerbaues zum en Nachkcon⸗ riſ der An⸗ rwerig odet uſs, Nache drüͤcklch un⸗ odens, er fohende lgtio tationen. Auf reichem thonigten Marſch⸗ boden: 1) Braache, 2) Weitzen, 3 Klee, wovon ein xheil erſt beweidet, 44 hernach zu Heu gemaͤhet; 5) Bohnen der andere erſt gemaͤhet, od. Erbſen; hernach mit Marſchſchafen 6) Weitzen. und Rindvieh abgehutet wird. Auf bindendem lehmbodenz 1) Ruͤben, die auf aufgeworfene Balken, von 30 Zoll Abſtand, gedrillt werden, 2) Gerſte, 4 Klee, 5) Hafer, 6) Bohnen oder Erbſen, auf 30 Zoll Ab⸗ ſtand in Reihen geſaͤet und gepferdehackt; 7) Weitzen, auf 9 bis 12 Zoll gedrillet. Auf lehmigem Sandboden: 1) Hafer in aufgebrochenen Dreeſch, 2) Rüben, gedrillt, 3) Gerſte oder Weitzen, gedrillt und nach dem Pferdehacken mit Klee und Gras⸗ ſaamen uͤberſaͤet; 4) Klee — 138— 4) Klee und Gras auf drey oder mehrere Jahre. 1 Auf feuchterm ſandigen Lehmboden ver⸗ aͤndert man die lezte Rotation nur dahin, daß ſtatt der Ruͤben gedrillte Bohnen genommen werden. Dieſe Rotationen erfuͤllen alle Forderun⸗ gen, die man an ein gutes Feldſyſtem machen kann. Sie halten den Boden von Unkraut rein, lockern den bindenden, und erhalten dem lockeren ſeine Konſiſtenz; ſie geben zureichende Nahrung fuͤr einen verhaͤltnißmaͤßigen, zur reichlichen Beduͤngung zureichenden Viehſtapel. Daher ſind die Erndten hier ſehr ergiebig, und ſetzen den Paͤchter in den Stand, den ho⸗ hen Landzins von zwey Pfund fuͤr den guten, von 11, mindeſtens 1 Pfund Sterling, fuͤr den ſchlechteren Acker willig zu geben. Cumberland, dieſe aus Bergen, Thaͤ⸗ lern und Seen beſtehende, mahleriſch ſchoͤne, aber fuͤr den Ackerbau wenig geeignete Graf⸗ ſchaft, liegt groͤßtentheils zur Viehweide. Der Boden iſt ſehr graswuͤchſig. Wenn er aufge⸗ brochen wird, ſo nimt man Hafer, Hafer, Gerſte und wieder Hafer, und das ſo lange fort, als er Getreide tragen will, und uͤberlaͤßt dann den Boden wont T. gadüng 3 31 19 a ntan dinitr ii dr larthe tm bil hofſichum ſehen, Re aufg in. Geunk fename Nr lune derihen S9 lie df Kaſagtns den n bein ge Frut r hill ae⸗ dung. Raihe 1 ſcoyn 11 btieg dder mehrere imboden der⸗ rdahin, daß genommen le Forderun⸗ ſtem 19 don Veer erhalten 3 en zureichende ſzigen, zur Viehſtapel. ir erziebig d, den ho⸗ den guten, terüng, fuͤr den. zergen, Thi⸗ lriſh ſgun⸗ ina Graf⸗ ſweide. Der enn er aufhes zafer, Gerſe ge fort, 1 ißt damn den Ahden — 139— Boden wieder der Natur. Eine beſſere Be⸗ handlung gehoͤrt zu den Ausnahmen. In dieſer Grafſchaft hat ſich hin und wie⸗ der noch eine Art von Meyerverfaſſung und Dienſtbarkeit erhalten(cCustomary tenure). Der Landmann beſitzt ſeinen Hof erblich, aber, ohne Einwilligung des Gutsherrn, nicht ver⸗ kaͤuflich, muß ihm zwar nur geringe Gefaͤlle geben, aber gewiſſe Frohndienſte leiſten. Bey geſchehenen Verkoppelungen iſt dieſer Nexus aufgehoben, der Gutsherr mit einem Theil des Grund und Bodens abgefunden, das uͤbrige freyes Eigenthum geworden. Seitdem kommt der Landmann zu einiger Woßlhabenbei und Betriebſamkeit. In Weſtmore lland herrſcht eine aͤhn⸗ liche Wirthſchaftsart. Das Grasland wird aufgebrochen, wenn es zu mooſig wird, und dann ſo lange Hafer, und zwiſchendurch einmal kleine Gerſte, gebauet, als das Land dieſe Frucht aus der vermoderten Grasnarbe tragen vill. Das Getreide wird faſt nur zur Erhal⸗ tung des Graſes gebauet, aber es gehet eine Reihe von Jahren hin, ehe lezteres den er⸗ ſchoͤpften Boden wieder bedeckt. Durham verhaͤlt ſich in Anſehung ſeines lettigen, feuchten Diſtricts, wie die beyden vor⸗ her⸗ — r40— hergehenden. Auf trockenem ſandigen Boden ſindet man aber haͤufig Ruͤben und Gerſte in einer beſtaͤndigen Abwechſelung, ein Jahr ums andre, gebauet. Zuweilen faͤngt man nun an, auch Klee dazwiſchen zu nehmen, nachdem der Boden durch die abgehuͤrdeten Ruͤben Kraft genug dazu erhalten hat. Der Klee hat dann auch das Land zum Weitzen tuͤchtig gemacht. Lancgsſhire. Dieſe, durch ihren Ma⸗ nufactur⸗Betrieb ſo ausgezeichnete Grafſchaft, iſt in landwirthſchaftlicher Aufklaͤrung und In⸗ duſtrie unglaublich weit zuruͤck. Der gewoͤhn⸗ liche Landmann hat hier gar keinen Begriff von eigentlicher Fruc htfolge und Umlauf. Er be⸗ ſtellt ſein Land wie es ihm eben einfaͤllt, wie es ihm fuͤr den Augenblick am vortheilhafteſten duͤnkt, und nachdem er Zeit und Luſt hat. Manchmal brechen ſie ein Stuͤck Landes auf und nehmen Kornerndten, gewoͤhylich Hafer nach einmaligem Pfluͤgen, ſo lange der Boden ſie tragen will, und laſſen es dann wieder zu natuͤr⸗ lichem Graſe liegen. Der vorzuͤgliche Boden und das feuchte Clima dieſer Gegend macht, daß ziemlich ſchnell das Gras ſich wieder beſtau⸗ det. Manchmal hingegen ſaͤen ſie in die um⸗ gebrochene Grasnarbe nur einmal Hafer und laſſen das Land dann wieder liegen. Duͤnger wird nie aufgefahren; der Weideduͤnger iſt das ein⸗ „— ber 1 Naſt t tonntt londewde Voden. gtt ii arbeinäd Geinun ii ſem ft bhh „t nn ved d m. ped dei halenah lihen i bhergu d iw. ehreg fir und d n Aojug n 716570, nigen Vohen nd Gerſe in in Rhr uns t man zun en, nachdem Rüben Kraſ le hat dam gemacht. hihten Ma⸗ t Gtaſcheſt ung und Je⸗ Der gewoͤn Begriff von f. Er be⸗ infäͤlt, wie heihafteſten d Lnſ hat. ades adf vud h Rafer nach der Boden ſe idder innatle igiche Voden zagnd mach widder heſnu⸗ ſe5in de m ui hafe m gm. Däu düngeridi din⸗ — 141— einzige, was der Boden erhaͤlt. Nur der Kar⸗ toffelnbau wird mit großem Fleiße in aufgebro⸗ chenem Graslande betrieben, und zwar auf eine beſondre Weiſe, deren ich im 1ſten Theile dieſes Werks, 2te Aufl. S. 383, erwaͤhnt habe, und die man lazy-bed-method nennt. Dieſe Frucht wird aber blos zum Verkauf fuͤr Menſchen, nicht fuͤr das Vieh, gebauet, und es kommt kein daraus erfolgender Duͤnger dem Lande wieder zu gute. Weitzen, ungeachtet der Boden ſo vorzuͤglich dazu geeignet iſt, wird faſt gar nicht gebauet, weil ſein Anbau zu viel Be⸗ arbeitung erfordert. Die Arbeitspreiſe, der Geſindelohn und die Koſten der Landwirthſchaft ſind hier durch die Manufacturen ſo hoch ge⸗ ſtiegen, daß ſich der Betrieb des Ackerbaues von Jahr zu Jahren mehr verliert. Daher wird dann in dieſer bevoͤlkerten Provinz nicht der 2 4ſte Theil ihres Bedarfs an Getreide er⸗ zeugt. Nach den Einfuhr⸗ und Ausfuhr⸗Ta⸗ bellen, welche Holt in ſeinem landwirthſchaft⸗ lichen Berichte von dieſer Grafſchaft mittheilt, betrug die reine Einfuhr des fremden Getrei⸗ des in den Hafen von Liverpool in den Jahren 1790— 1792 jäͤhrlich im Durchſchnitt fuͤr 704. 834 Pfd. 1 10 Schill. 2 ½. P. Sterl., g nach Abzug der Einfuhr— aus Norfolk fuͤr 716,508 Pfd. 11 Shile⸗ ſo daß dieſe leztere ſan⸗ — 142— ſandige, duͤrre Grafſchaft, ungeachtet ſie nicht die Haͤlfte ihres Ackerlandes mit Getreide be⸗ ſtellet, jene fruchtbare, die ungefaͤhr von glei⸗ chem Flaͤchen⸗Inhalte iſt, uͤberfluͤſſig mit Ge⸗ treide verſorgen kann. Man muß bemerken, daß der Preis des Getreides natuͤrlich in Lan⸗ casſhire hoͤher iſt, wie in Norfolk. Wenn gleich der Boden, im Allgemeinen, der groͤßten Indolenz uͤberlaſſen bleibt, ſo giebt es doch einzelne groͤßere Gutsbeſitzer, die ſich auszeichnen. So wohnt hier der Esq. Ec⸗ cleſton, der unter die betriebſamſten und auf⸗ geklaͤrteſten Landwirthe Englands gehoͤrt. Vorkſhire wird, als die groͤßte der engliſchen Grafſchaften, in drey Diſtricte: den Weſtlichen, Oeſtlichen und Roͤrdlichen, getheilt, hat einen verſchiedenen Boden und wird auf eine hoͤchſt verſchiedene Weiſe bewirthſchaftet. Der groͤßte Theil der Provinz iſt verkoppelt und auſſer Gemeinheit geſetzt. In den Niederun⸗ gen und Thaͤlern, uͤberhaupt auf dem klayarti⸗ gen Boden, wird groͤßtentheils eine, der Hol⸗ ſteinſchen aͤhnliche, aber irregulaͤre Wechſel⸗ wirthſchaft betrieben; der groͤßte Theil dieſes Aandes liegt zu Graſe und wird mit Rindoieh, hauptſaͤchlich zur Aufzucht und Maſtung, mit langhaarigen, zum Theil ſehr großen Marſch⸗ ſcha⸗ —— —— gin, 8 iit nagts 9h 093e d ſtt3 he örn loſem D,. nn und aadie,n Shhaiit rchältt den d beſt gegünn 3t felant.— tjenungss fette ns — id ſig dans ben, rördlig dr ſe T — 1 m 1 htet lt ſie nicht 2 treide be⸗ ir don glei⸗ ſig mi Ge⸗ bemerken lih in d. l⸗ folk. Algeweien idt, ſ gett iher, de ſch r 6s. Ee⸗ ten und auf⸗ toͤr grißte der ricte: den d getheilt d wird ouf arihſchaftt. tkoppelt und en Niederun⸗ em Kaart⸗ ſ, der Hol⸗ ee Wechſe⸗ il dieſes dit dii ,,t 8 el ü R aſtung, fen Ne ri E — 143— ſchafen, und mit Pferden beweidet. Man nimt nach dem Aufbruch etliche Erndten, je⸗ doch ohne den Boden zu erſchöpfen, heraus, und ſaͤet alsdann haͤufig mit Klee und kuͤnſtli⸗ chen Graͤſern wieder an. Auf dem hoͤheren loſem Boden, z. B. um Vork, werden haͤufig, wie in Durham, Ru⸗ ben und Gerſte abwechſelnd, ein Jahr ums andre, gebauet. Die Ruͤben werden von den Schafen auf dem Lande verzehrt, und weiter erhaͤlt das Land keinen Duͤnger. Iſt der Bo⸗ den dann verbeſſert, ſo wird Klee unter die Gerſte geſaͤet, ſolcher im folgenden Jahre ab⸗ gehuͤtet, und darnach werden wieder Ruͤben gebauet.— Eine in manchen Faͤllen nach⸗ ahmungswuͤrdige Methode, den Boden ent⸗ fernter Auſſenſchlaͤge in Fruchtbarkeit zu ſetzen. — Im weſtlichen Diſtricte findet man nun haͤu⸗ fig den bekannten vierfeldrigen Umlauf: Ruͤ⸗ ben, Gerſte, Klee, Weitzen. Und in dem noͤrdlichen Diſtricte, auf bindendem Boden, iſt der folgende ſehr uͤblich: 1) Ruͤben, 2) Bohnen, 3) Weitzen, 4) Klee. Vermuthlich ſind es Kohlruͤben, oder die Schwe⸗ diſche — 144— diſche Ruͤbe(Rota baya), die auf dem Bo⸗ den der Bohnen vorrheilhaft traͤgt, gedeihen. Die Viehzucht uͤberwiegt in dieſer Graf⸗ ſchaft den Getreidebau ſehr, ohne daß man von jener fuͤr dieſen allen moͤglichen Nutzen zoͤge. Indeſſen hat ſie doch mehr Getreide⸗Ausfuhr als Einfuhr. Die Wirthſchaft wird mit Be⸗ triebſamkeit gefuͤhrt. Das Hauptproduct iſt Vieh, und beſonders Reitpferde, die hier am häufigſten gezogen und von den Pferdehaͤndlern aller Nationen, beſonders auf dem beruͤhmten Pferdemarkte zu Malton, aufgekauft werden. Mucolnſhire hat, nur einzeln, guten Ackerbau. Die Feldgemeinheit, die Selten⸗ heit laͤngerer und gewiſſer Pachttermine und manche andre Hinderniſſe ſtehen ihm, des ſehr guten Bodens ungeachtet, entgegen. Die Wirth⸗ ſchaft iſt groͤßtentheils vierfeldrig; und da reine Braache gehalten werden muß, ſo iſt folgen⸗ der Umlauf, den man zuweilen antrifft, ſehr zweckmaͤßig: 1) Braache, a) Gerſte, 3) Klee oder Hüͤlſenfraͤchte, 4) Weitzen. Notting⸗ voring dinſean dr 16 Nemaze r uf dem Bo⸗ Jedeihen. iiſer mf aß man don ſNazen zuge. de⸗ Laefähr dd wit Ve⸗ zwroduct iſ de hier an ferdehandlern m herühnte zuft werden. en, guten ie Selten⸗ wine und des ſehr Di Wiri⸗ und da reine diſ folgen⸗ r.„ L znrrift, ſehr — 45— Nottingham hat eine große Verſchie⸗ denheit in der Beſtellung des Bodens, welche zum Theil von der eingefuͤhrten Feldordnung jedes Orts, beſonders dem Braachjahre auf offenen Feldern, zum Theil von der Laune der Beſitzer auf verkoppelten Feldern abhaͤngt. Auf erſteren iſt folgender Wechſel, wenn das Land alle drey Jahre gemeinſchaftlich behuͤtet werden ſoll, gewiß eine zweckmaͤßige Einrichtung: 1) Braache, 2) Gerſte mit Klee, 3) Klee zum Maͤhen, 4) Klee zur Weide, nach Johannis auf⸗ gebrochen; 5) Weitzen, 6) Hafer. Auf verkoppeltem Klayboden trifft man folgende Rotation: 1) Braache, geduͤngt, 2) Bohnen, 3) Gerſte, 4. 5. 6) Klee und Gras, 7) Weitzen; worin die Bohnen nach der Braache in jeder Hinſicht unverzeihlich ſind, da jene die Stelle der Braache ſchon vertreten ſollten. Andre nehmen weit richtiger: Ir Band. K 1) ge⸗ — 146— 1) geduͤngte Braache, 2) Gerſte, 3. 4. 5) Klee und Gras, 6) Bohnen, 7) Weitzen; weil der Aufbruch des Graslandes mit Bohnen eine ſehr vortheilhafte, bewaͤhrte Methode iſt. Auch findet man hier folgenden Fruchtwechſel: 1) Braache, 2) Weitzen, 3) Bohnen, worunter Klee geſaͤet wird, 4) Klee, 5) Weitzen; und man hat allgemein bemerkt, daß der unter Bohnen geſaͤete Klee, ſo wie der darauf fol⸗ gende Weitzen, ausgezeichnet gut gerathen ſey; weswegen dieſe Methode ſich in dieſer Gegend immer mehr verbreitet. Manche vorzuͤgliche Landwirthe in dieſer Gegend, zu welchen Mr Stockes gehoͤrt, deſſen Wirthſchaft im zweyten Bande dieſes Werks von einem Pommeraner beſchrieben iſt, wenden eine beſondere Aufmerkſamkeit auf den fuͤr ihren Boden vortheilhafteſten Fruchtwechſel. Stafford⸗ und Darbyſhire haben ein gutes Verhaͤltniß von Viehzucht und Ackerbau. Ueber⸗ wal g enſtit in Ii fant ga püunans falaſen t neden h mn ſn n ui e dn Kee negr der L nit Ge. dur 1 ſin am. liin e ige ne der wer 147 leberhaupt hat ſich die Cultur hier ſehr geho⸗ hen, ſeitdem Feldergemeinſchaft in vielen Di⸗ ſtricken aufgehoben worden und Pachten auf längere Termine eingefuͤhrt ſind. Man ver⸗ arbeitet das Land fleißig, pfluͤgt wirkſam und mit g guten t derbs ſſerten Inſtrumenten; legt es ſodan m nir Klee und guten Graͤſer⸗Sa amen zu Graſe, auf erliche Jahre, nieder. Gewöhn⸗ lich wird auf bindigem Boden das Grasland vor Winter umgr ebrochen, im Sommer vier⸗ mal gepſtügt und mit Weizen beſtellet; die Wer zenſtoppel im Herbſt geſtuͤrzt, trocken geleg in. Mas us Kreuz und im April zur Ge rſten lügt, unter welche Klee und Seaſer geſäer werden, und es damit drey Jahre e liegen z Um aber die leere Braache zu ver meiden, b 14 man auch das Gras zum Hafer um; 5 in die Haferſtoppel Wicken und Boh⸗ nen zu m Grinmäͤhen oder Abweiden, verarbei⸗ tet dann das Land zu Weitzen, dem Gerſte u Klee folgt. Auf loſerem Boden verbreitet ſch — Syſtem der behackten Früchte ſtart ; aber allgemein bleibt der Acker, mir Klee und Graͤſern angeſaͤet, etliche Jahre zur Weid e liegen. Hier wuͤrde Hr. Karb kin Ideal ungefaͤhr, und zwar landublich, rea⸗ iſirt finden. Abwaͤſſerungen und verdeckte Ab⸗ züge werden hier mit großem Fleiße auf dem 2 kie⸗ 5 * „ 619 G (42 kieſigten Lehmboden, der gewoͤhnlich eine waſ⸗ ſerhaltende Unterlage hat, angelegt. Die mitten im Lande liegenden, deshalb ſogenannten mittellaͤndiſchen Grafſchaf⸗ ten: Leiceſter⸗ Warwick⸗Worceſter⸗ Glouceſter⸗Shire u. ſ. w., ſind ganz der Viehzucht gewidmet, und betreiben theils Maſtung, theils Molkerey— nicht zum Butter⸗ ſondern zum Kaͤſemachen—; der Ackerbau wird nur als Nebenſache, und zuweilen als Huͤlfsmittel fuͤr die Viehzucht, be⸗ trachtet. Das alte Weideland wird naͤmlich zuweilen aufgebrochen, ein⸗, zwey⸗, dreymal mit Hafer einfaͤhrig beſaͤet, dann einmal mit Weitzen und wieder mit Hafer. Weitzen kommt nie anders als nach Hafer. Der reiche, ſo lange zur Weide gelegene Boden giebt, der ſchlechten Bearbeitung ungeachtet, reiche Hafer⸗, maͤßige Weitzen⸗Erndten. Die ganze Energie des Landwirths iſt hier auf Viehzucht, und zwar mit bewundernswuͤrdiger Anſtrengung und gluͤcklichem Erfolge, gerichtet, woruͤber ich an einem andern Orte mehr ſagen werde. Der Ackerbau iſt unbedeutend und nichts we⸗ niger als nachahmungswerth. Wir gehen nach Norfolk zuruͤck, was uns dagegen einen hoͤchſt muſterhaften Acker⸗ bau al ais j äbet gfagtt. WNeabts finul nffcih ham, 1 fudn aw u KFat ä Kuu frkel n ht Iloo n dh⸗ pfetas Perwe Letdtt bond der Man ttag fäͤndh Gene eden dinge V ſind ij iim uaf t. n, deshalb Graſſaf porceſter⸗ ſind ganz räcben hels ticht zun 6n—; der ſache, und iehzucht, be ſird namlch „, dreymal einmal mit hen kommt reiche, ſo gebt, der iche Hajer⸗, nze Cherzie zucht, und Anſtrengung woriber ich en werde nichts we⸗ nrück, tna afen Ater hau — 149— bau auf loſem Sandboden darbietet, wovon ich aber im 1ſten Theile dieſes Werks genug geſagt habe. Der Hauptſit dieſes vortrefflichen Ackerbaues, die Gegend, wo er allgemein und ſyſtematiſch betrieben wird, iſt beſonders nord⸗ weſtwaͤrts von Norwich. Zwiſchen Holk⸗ ham, Houghton, Reinham und Lyen findet der landwirthſchaftliche Beobachter mehr merkwuͤrdige Gegenſtaͤnde ſeiner Aufmerkſam⸗ keit concentrirt, wie vielleicht auf irgend einem Flecke des Erdbbodens. Holkham, der land⸗ ſit des Mr. Coke; Houghton, des Lord Townshend; Maſſingham, wo der ver⸗ ſtorbene Mr. Carr wohnte; Rougham, eine Pachtung, die von 280 Pfund ſchnell auf 1600 Pfd. Sterl. gebracht wurde; Dunton, wo ein Mr. Mallet durch Ackerbau ſich vom Pferdejungen zu einem Mann von 60,000 Pfd. Vermoͤgen emporſchwung; Houghton, der Landſitz des Lord Orford, eines vorzuͤglichen Landwirths; auch Barsham, ein Pachthof, der durch Ruͤbenbau und Mergel durch einen Mr. Morley von 80 Pfd. auf 800 Pfd. Pacht gebracht wurde— ſind ſehenswuͤrdige Gegen⸗ ſtände. Aber die ganze Gegend bietet ein Gemaͤlde der hoͤchſten Ackercultur dar. In dem uͤbrigen Theile von Norfolk giebt es aller⸗ dings auch ſehr gute Wirthſchaften, aber ſie ſind nicht ſo Algemein und ein großer Theil die⸗ dieſer Grafſchaft liegt noch uncultivirt zur wil⸗ den Schafweide. 8 Suffolk und Cambridge haben ſehr verſchiedenen Boden und ſehr verſchiedene Wirthſchaftsarten. Das verkoppelte Land wird groͤßtentheils nach Norfolker Art, oder nach dem bekannten Vierfelder⸗Syſtem bewirthſchaf⸗ tet, aber alles iſt nicht verkoppelt. Die merk⸗ wuͤrdigſten Wirthſchaften und die ausgezeichnet⸗ ſten Landwirthe ſind: Mr. Hutcheſon Mure bey Saxham, in der Naͤhe deſſelben auch Mr. Macro und Thomas le Blanc. Bey Cly der Farm von New⸗Barns des Mr. Tatterfals, deſſen Boden von auſſer⸗ ordentlicher Fruchtbarkeit iſt. An der Seekuͤſte bey Danwich ſind drey große Wirthſchaften der Mr. Howlet, Sparkes und Robin⸗ ſon ſehenswuͤrdig. Bey Saxmundham kommt man in die ſandige, aber ihres Moͤh⸗ renbaues wegen ſo beruͤhmte Gegend, wo die Pferde groͤßtentheils damit gefuttert werden, wenn man ſie anders nicht vortheilhafter an die Londoner Aufkaͤufer verkauft. Bey Ipswich liegen die wirklich experimentaliſchen Wirth⸗ ſchaften der Mr. Cloſe, Turner und Kirby, und der ſchoͤne Landſitz zu Woolverſton. Von hier nach Helmingham und Frams⸗ den findet man die hoͤrnerloſen Sufſolker Kuͤhe, deren Nkäudt V riſen t uüi ticht t fehoh dia men in Terym n we rinzſtt de ges Am t Witimf jeni tr in landig ditzur vil, haben ſir berſchiedene eland wird oder n An 6 die merk⸗ uagexeihner eſon Rate ſelhen aac e Blanc. arns des ont auſer⸗ Seeküſte jſtaſtn Robin⸗ undham hres Mih⸗ d, wo die ert werden, after an die Jyswich en Wirth⸗ dK irbh, lberſton. Framt⸗ altr güße deren deren Geſtalt keineswegs ſchoͤn iſt, aber deren tilch⸗Ergiebigkeit ſie vor allen anderen engli⸗ ſchen Racen auszeichnet, und von denen der groͤßte Theil der in London conſumirten Butter gemacht wird. Eſſex zeichnet ſich im Allgemeinen durch vorzuͤglichen Ackerbau nicht aus. Es hat einen naſſen, kalten Boden. Wo er durch verdeckte Abzuͤge, was doch immer haͤufiger geſchiehet, nicht trocken gelegt wird, da hilft man ſich durch hochaufgepfluͤgte breite Beete, die ſo hoch ſind, daß ein Menſch, der in der einen Furche ſteht, den in der andern ſtehenden nicht ſehen kann. Verkoppelung iſt hier keineswegs allgemein, und wo ſie nicht iſt, herrſcht die Dreyfelder⸗ wirthſchaft mit reiner Braache. Ungeachtet des vielen Braachens iſt das Land ſehr unrein. Man findet hier indeſſen viele ausgezeichnete Wirthſchaften, unter andern die des Mr. Ma⸗ jendie zu Hedingham⸗Caſtle, der, weil er in Goͤttingen ſtudirt hat, teutſche reiſende Landwirthe ſehr freundſchaftlich aufnehmen ſoll. Middleſex hat einen vorzuͤglich ſchlechten Ackerbau, wovon ich ſchon an einem andern Orte geredet habe. In Huntington⸗, Hartford⸗, Buk⸗ kingham⸗ und Berkſhire, ſind mehrere Ver⸗ Verkoppelungen, und auf denſelben vorzuͤg⸗ liche mit Energie betriebene Wirthſchaften. Aber keineswegs trifft man daſelbſt allgemeine verbeſſerte Cultur. Lezteres enthaͤlt den, auch in landwirthſchaftlicher Hinſicht merkwuͤrdigen Windſorpark. Kent iſt in unſerer Hinſicht, naͤchſt Nor⸗ folk, die merkwuͤrdigſte Grafſchaft in Eng⸗ land. Der Boden iſt ſehr verſchieden. Star⸗ ker, reicher, aufgeſchwaͤmmter Marſchboden, lockerer Moderboden— Haſſel⸗Erde— ſtrenger Klayboden, leichter ſanfter Lehm, trockener ſtaubigter Kreideboden, wechſeln mit einander ab. In Anſehung ihrer ſtatiſtiſchen Ver faſſung zeichnet ſich dieſe Grafſchaft darin von allen uͤbrigen aus, daß ſie faſt aus lauter kleinen, freyen Beſitzungen beſteht, die von ihren Eigen⸗ thuͤmern ſelbſt bewirthſchaftet, zum Theil mit eigener Hand bebauet werden. Die großen Guͤter nehmen immer mehr ab, werden zer⸗ ſtuͤckelt und von profeſſionellen Ackerbauern ge⸗ kauft; die ſie theurer wie jeder Andre bezah⸗ len. Es geſchiehet hier alſo gerade das Ge⸗ gentheil von dem, was in anderen engliſchen Landſchaften bemerkt wird, wo die großen Gutsbeſitzer die kleinen auskaufen. Sehr auf⸗ fallend iſt die Aehnlichkeit in Anſehung der landwirthſchaftlichen Verfaſſung mit anderen . Marſch⸗ ſünn Tülht wmn Nr Eeſ betälen iſt den venin hen, Riihtas gwoſed be d falt gen da l i Füundern inrte, us ſerden n Snät werdan thenett gen un geviſi Ii utſtlh iher ii angn eaſtf ben turzüg, Vinhſhafter jt algeneine it den, uth neriwürdigen naͤhſt Nor⸗ haft in Eng ſden. Sat⸗ Marſchboden, de— ſtrenger n, trockenet rit einander Vetfaſſing von allen ter kleinen, hren Eigen⸗ m Whell wir De großen weerden zer⸗ cerbauern ge⸗ Andre beza⸗ nde das Ge⸗ en engliſche die großen Sehr uf ſehung de mit anderet Mrrſc⸗ — 153— Marſchlaͤndern, wie ich ſchon an einem an⸗ deren Orte bemerkt habe. Es herrſcht hier eine aͤußerſt fleißige Feld⸗ beſtellung. Das fehlerhafte Verhaͤltniß in der Wirthſchaft, da die ackerbautreibenden Gegen⸗ den wenig Vieh halten und wenig Duͤnger ma⸗ chen, wird in einigen Gegenden durch den Reichthum des Bodens, in andern durch die große Menge von Seekraͤutern, die das Meer bey der Ebbe hinterlaͤßt und die mit Sorg⸗ falt gewonnen werden—, in noch anderen durch den Londoner Duͤnger erſetzt. Auch bedient man ſich haͤufig des Raſenbrennens. Der land⸗ uͤbliche Pflug iſt eine ſchwere Maſchine, von beſonderer Conſtruction, die wenigſtens vier ſtarke, oft ſechs bis acht, ja zehn Pferde er⸗ fordert, aber tief eindringt, und, weil das Streichbrett von einer Seite zur andern geſetzt werden kann, keine Furchen macht und voͤllig ebenes Land hinterlaͤßt. Beſſere Wirthe fan⸗ gen nun aber an, ſich leichterer Pfluͤge, unter gewiſſen Umſtaͤnden, zu bedienen. 4 Ich muß hier die merkwürdigſten Frucht⸗ wechſel⸗ und Feldbeſtellungsarten etwas ausfuͤhr⸗ licher angeben, weil ſolche beſonders reichhal⸗ tig an Reſultaten fuͤr die Landwirthſchafts⸗ Wiſ⸗ ſenſchaft zu ſeyn ſcheinen. Auf der Halbinſ ſel Thanet — 154— Thanet iſt ſeit undenklichen Zeiten her auf dem leichten, kalkigten Boden einer von folgenden Fruchtwechſeln beobachtet worden: 1) Braache, 2) Gerſte, 3 Klee, 4) Weitzen. Gegenwaͤrtig werden ſtatt der Braache, wenig⸗ ſtens alle acht Jahre, andre Fruͤchte, beſon⸗ ders gedrillete Erbſen genommen und die Folge ſo fortgeſetzt: 5) Erbſen, 6) Gerſte, 2) Bohnen, 8) Weitzen. Durch dieſen Fruchtwechſel und die Beyhülſe der Seekraͤuter hat man dieſem duͤrren, ſtau⸗ bigen Boden, der von Natur fuͤr den ſchlechte⸗ ſten im ganzen Koͤnigreiche gehalten wird, be⸗ ſtaͤndig ſehr große Erndten von ganz vorzuͤgli⸗ chem Getreide abgewonnen. Zuweilen hat man ſich verleiten laſſen, nach dem Weitzen Gerſte zu nehmen, naͤmlich; 5) Gerſte,* 6) Bohnen, 7) Weitzen u. ſ. w. aber mit augenſcheinlichem nachhaltendem Scha⸗ den. Die Bearbeitung iſt folgende: Nach dem Wei⸗ Tinwe on rhen frhe d9 zonme 1 Prnadypſit Enr, ſu nd in ſ 4% b In Mit Buſhel, t Ncer. t en aun Fl eiſc NWin, t unelm neght, ſe V geyfetde geezg ben, w Ean de ddes dß de 5 64 h 1 n d vorden. Traache, wen ü n dritn, kebr⸗ dnen unddie polge und die Wüle ſem düurm, inn⸗ rfür daſhlethe thalen nid. te łon gir mniti Anein u ich du Vin - . nabſolerdene dir TVahm ende: fi wi⸗ — dn ier bon — 155— Weitzen wird das Land ſo fruͤh als moͤglich um⸗ gebrochen, und dann im Fruͤhjahre eine Kreuz⸗ furche gegeben, welches dann noch dreymal im Sommer wiederholt wird. Waͤhrend des Braachpfluͤgens werden Mengehaufen von Erde, Hofduͤnger und Seekraͤutern gemacht, und im Herbſt auf der Braache verbreitet, z 40 bis 45 Karren voll auf den Acker. Im Maͤrz wird Gerſte geſaͤet; gedrillet drey Buſhel, mit dem Wurf vier Buſhel auf den Acker. Hernach wird Klee geſaͤet, der nur ein Jahr benutzt wird, und in deſſen Stop⸗ pel einfaͤhrig Weitzen kommt. Wird kein Klee geſaͤet, ſo wird die Gerſtenſtoppel vor Winter umgebrochen, ſo fruͤh wie moͤglich im Februar geegget, und dann Bohnen, auf 18 bis 20 Zoll Abſtand, vier Buſhel auf den Acker, ein⸗ gedrillet. Sie werden zugeegget und gewal⸗ zet. Sobald ſie hervorkommen, werden ſie gepferdehackt, und dann queerdurch geegget! Sobald ſie ſich davon erholt ha⸗ ben, werden ſie mit einer Handhacke von bey⸗ den Seiten angehaͤuft, und das wird mit Pfer⸗ de⸗ oder Handhacken mehrmals wiederholt, ſo daß die Erde hoch an ſie hinangehaͤuft wird. Sobald die Bohnen abgeerndtet ſind, wird das Land mit dem breiten Schaufelpfluge, der unſern Wegeſchaufeln oder dem Ungriſchen Pfluge — 156— Pfluge gleichkommt ſeine Beſchreibung im naͤch⸗ ſten Hefte der Ackerwerkzeuge], uͤberzogen, dann rein geegget, das Unkraut, wenn ſich noch etwas zeigt, verbrannt, und zu Weitzen gepfluͤgt, wovon drey Buſhel eingeſaͤet werden. Folgen Erbſen auf den Weitzen, ſo werden ſie eben ſo behandelt wie die Bohnen, nur nicht queerdurch geegget. Mit der Gerſte wird dann eben ſo verfahren, als wenn ſie nach der rei⸗ nen Braache kaͤme. Die kreidigen Huͤgel im oͤſtlichen Kent haben lange zur Schafweide gedient, werden nun aber zum Theil aufgebrochen. Dies geſchiehet entweder mit dem Pfluge, im Winter bey naſſem Wetter, wo dann gleich Hafer eingeſaͤet wird, oder der Raſen wird ab⸗ geſchaͤhlet, verbrannt, und dann gewoͤhnlich Ruͤben eingeſaͤct. Bey der erſten Methode zeigt ſich in dem Lande eine maͤchtige Menge von Saamen⸗Unkraut, welches nachmals ſchlechte Erndten veranlaßt. Die uͤblichſten Fruchtfolgen ſind auf dieſem Lande folgende: r. 2.5 3. Hafer, Hafer, Hafer, Rapſaat, Braache, Braache, Hafer, Hafer, Hafer, Klee, Klee, Esparſette, auf Hafer, Hafer, 5- 10 Jahre. Braache. Braache. . — iſhih 4 hſin AMchen oyſaat, Fenad yſer flee Wäßfen Branche ¹. Rüben den ten, pihen dirſe, a Neihen Naanch 7 in drn Ken 1 iheen, dem d ſind land Ap nal a ·8 ung in naͤch iherzogen t, wenn ſich nd zu Veißen üeſtet werden ſo werden ſe den, nur nicht aſie wird dam ſe uah der ni⸗ im oͤßlicen weide gedier, aufgebrochen. n Plluge, in dann gleich aen wird ab⸗ a gewohnlich gen Methode chuge Mange hes vachmal Di üblichſien aande folgende „ * ffer, naache, fer, parſetke, duf 5. 10 Jüftr. 5-10 39 — 157— 4· 5. 6. Hafer, Erbſen, Gebrannt und Wicken, Rapſaat, Ruͤben, Rapſaat, abs Hafer, Gerſte, geweidet, Klee, Klee, Hafer, Weitzen, Weitzen, Klee, Braache. Ruͤben. Weitzen, Braache. 7. 8. 9. Ruͤben, nach Ruͤben, nach Gebrannt, dem Bren⸗ dem Bren⸗ Weitzen, nen, nen, Gerſte, Ruͤben, Ruͤben, Hafer, Gerſte, Gerſte, Hafer, Klee, Esparſette. Raygras. Weitzen, Braache. „Die lezte Fruchtfolge“, ſagt J. Boys in der landwirthſchaftlichen Beſchreibung von Kent,„iſt leider die haͤufigſte. Auf ihren uͤbelen Erfolg berufen ſich dann die, welche dem Brennen des Raſens aus Vorurtheil feind ſind. Aber nicht das Brennen, ſondern das Erſchoͤpfen durch Kornfruͤchte iſt es, was das Land auf lange Jahre zu Grunde richtet; zu⸗ mal da man dieſem Lande ſelten Duͤnger zu⸗ faͤhrt. — 158— faͤhrt. Bey dem éten, 7ten und 8ten Um⸗ laufe erhaͤlt ſich das Land in vorzuͤglicher Kraft; denn Ruͤben gerathen nach dem Brennen ſicher, und wenn dieſe mit Schafen abgehuͤrdet wer⸗ den, ſo wird das Land ſtark genug geduͤnget, um eine uͤppige Gerſten⸗Erndte zu geben und dann ein gutes Kleefeld, welches, abermals ab⸗ gehuͤrdet, eine ſchoͤne Weitzenſaat zur Folge hat. Das Land kommt ſo immer, ohne Duͤnger auf⸗ zufahren, was bey dieſem Auſſenlande nie ge⸗ ſchiehet, in groͤßere Kraft, und es zeigt ſich, daß das Raſenbrennen eine der groͤßten Ver⸗ beſſerungen iſt, die man kreidigem Lande geben kann, wenn man eine richtige Behandlung dar⸗ auf folgen laͤßt.“ Lehmiger, milder Boden wird faſt allgemein nach dem ſogenannten runden Ken⸗ tiſchen Syſtem behandelt, naͤmlich: Gerſte, Bohnen, Weitzen, Bohnen. Zur Gerſte wird vor Winter, und dann noch zwey⸗ oder dreymal im Fruͤhjahre gepfluͤgt. Einige, die ſehr reines Land haben, pfluͤgen indeſſen uͤberhaupt nur zweymal dazu, und drillen dann im April die Gerſte auf 7 bis 10 — Zoll Jhliud 11 Shen 1 dier as. A firdi de tnrden it gepfüht. Zol Wher hattd wi ben o Derl Warfed 3 He Ka Lii dahrfer n Marg Shſen gie, Wäten Orober in Frit linzene verded verize gen kön Der Eh gſe runde diege i ge⸗ und es ſig it der grißen de gem lanhe gehn ehanolun de⸗ den wird faſt runden Ken⸗ nich. tr, und dim Fehre geün 9 ben, pfühe al de 1, d e auf ſulo gäl 159— Zoll Abſtand ein. Sie wird dann durch Hacken und Jaͤten rein gehalten. Mit dem Wurf ſaͤet man vier Buſhel, gedrillet 2½— 3 Buſhel aus. Wenn die Weitznſaat beendet und der fuͤr die Bohnen beſtimmte Duͤnger aufgefahren worden iſt, ſo wird die Gerſtenſtoppel unter⸗ gepfluͤgt. Die Bohnen werden auf 18 bis 20 Zoll Abſtand gedrillet, gepferde⸗ und gehand⸗ hacket, wie auf der Iunſel Thanet, und ferner eben ſo behandelt. Der ſtrenge Lehm wird auch nach dem Vierfelder⸗Syſtem bewirthſchaftet: Braache oder Braache, Hafer— Weitzen, Klee— Klee, Weitzen— Weeiitzen. Der Hafer und Klee wird bey trockenem Wetter im Maͤrz geſaͤet; der Klee mehrentheils mit Schafen abgehuͤrdet, und der Weitzen fruͤh geſaͤet, ehe naſſes Wetter eintritt. Wenn der Weitzen in die Braache kommt, ſo wird er Ende Octobers oder Anfangs Novembers geſaͤet, und im Fruͤhjahr der Klee daruͤber geſaͤet und blos eingewalzet. Denn dieſer Boden, ſagt Boys, werde durch den Froſt zu ſehr gepulvert(Pul- verized), als daß er das Eggen dann ertra⸗ gen koͤnnte. Der lockere, moderige Boden(Haſſel⸗ Erde, Hazel mould) wird an verſchiedenen Orten — 160— Orten verſchieden bewirthſchaftet. Einige trei⸗ ben die Norfolkſche Wirthſchaft darauf: Ruͤ⸗ ben, Gerſte, Klee, Weitzen;— Andre die Kenriſche: Gerſte, Bohnen, Weitzen;— noch Andre Erbſen, Gerſte, Klee, Weitzen. Einige ſaͤen fruͤhe Erbſen, und Ruͤben hinterher. Da dieſer Boden trockenes und ſehr muͤr⸗ bes Land iſt, ſo kann er faſt auf jede Weiſe be⸗ handelt werden. Der ſteife Klay liegt gewoͤhnlich unter dem Wechſel: Braache, Weitzen, Bohnen, Gerſte, und dieſer paßt ſich fuͤr ſolchen Boden am be⸗ ſten. Die Braache iſt noͤthig, um ihn muͤrbe zu machen, und um eine fruͤhe Saatzeit fuͤr den Weitzen zu haben. Die Weitzenſtoppel wird vor Winter in rauhe Furchen gepfluͤgt, damit der Froſt die Erde lockere, und die Bohnen, ſo⸗ bald als das Land im Fruͤhjahr trocken wird, eingedrillet werden koͤnnen. Die Bohnen wer⸗ den mit Pferde⸗ und Handhacken bearbeitet, um das Land rein und locker zu erhalten, und die —— —= deroft. det A Es wer du che wo fuiim. De fmt ioͤm vehe md mch u trich tein; rin wi Wohne ſdden Kenter cber a ſebeſon 5 dan Einige trei⸗ darauf: Ri⸗ Andre de Veizen;— da hirrhe. und ſihr nu⸗ ede Veſſ e hulich unte oden im be⸗ ihn mirbe atzit für der pyel vird bor t, danide Vohnen, ſo trocken vitd Bohnen ber⸗ en berbeie halen md die — 161— die Gerſte wird nur nach zweymaligem Pflügen eingeſaͤet. Die Erndte erfolgt auf dieſem Bo⸗ den weit ſpaͤter, als auf anderm. Der ſteife naſſe Klay in der Gegend von Faversham, Sandwich und Deal ſteht haͤufig unter dem Wechſelſyſtem von Bohnen und Weitzen. Die Bohnen werden immer in Reihen von 20 Zoll Abſtand geſetzt. Sie wer⸗ den oft von Weibern mit der Hand eingeſtreuet. Der Weitzen wird mit dem Wurf ausgeſaͤet. Es werden dazu ſchmahle Beete von 3 bis 16 Fuß gepfluͤgt. Nach dem Saͤen wird die Fur⸗ che nochmals aufgepfluͤgt, damit das Waſſer freien Abzug habe. Der beſte Theil dieſes ſteifen Klays wird oft mit Kanarienſaat, anſtatt des Weitzens, und mit Gartenbohnen, ſtatt der kleinen Feldbohne, beſaͤet. Zuweilen geben beyde eine gute Erndte und großen Vortheil; wenn naͤmlich leztere nach London hin verkauft werden koͤnnen. Auf der Inſel Shepey iſt der Wechſel zwiſchen Bohnen und Weitzen ebenfalls allge⸗ mein; nur in dem Fall, wenn das Land un⸗ rein wird, haͤlt man reine Braache ſtatt einer Bohnen⸗Erndte; denn Reinheit des Ackers von jedem Unkraut iſt das Hauptaugenmerk aller Kenter. Der Kohlbau verbreitet ſich hier nun aber auch, da der Boden ſeinem Wachsthum ſo beſonders guͤnſtig iſt. Zugleich wird auch 3r Band. 8 mehr mehr Klee geſaͤet, und ſo entſteht haͤufig der Wechſel: Kohl, Weitzen, Bohnen, Weitzen, Klee, Weitzen. Der Weizen dieſer Gegend wird auf dem Londo⸗ ner Markte fuͤr den vorzuͤglichſten im ganzen Reiche gehalten; er hat ſehr weißes Mehl, duͤnne Huͤlſen, und wiegt vor anderm ſchwer. In der hoͤheren Gegend von Weſtkent wird die Beſtellungsart und der Fruchtwechſel ſo mannigfaltig, und richtet ſich ſo ganz nach der Idee eines jeden einzelnen Landwirths, daß ſich im Allgemeinen nichts daruͤber ſagen laͤßt. Man richtet ſich nach Wetter, Zeit und Laune. Auf dem kreidigen Boden wird der vierfeldrige Umlauf von Ruͤben, Gerſte, Klee, Weitzen, zwey⸗ oder dreymal durchgemacht, und dann das Land mit Esparſette oder Raygras auf einige Jahre niedergelegt. Auf dieſelbe Weiſe wird der kieſige und ſandige Boden bewirthſchaſtet. Ungeachtet dieſer trockene und loſe Boden ſich aͤuſſerſt leicht pfluͤgen laͤßt, ſo werden doch immer vier ſtarke Pferde vor den ſchweren Kentſchen Pflug erfordert, und dieſe beſchicken taͤglich hoͤchſſtens einen Acker. Ein auffallendes Bey⸗ argii heigens zad oten d oon 20 8 dondon g ban hiti⸗ Aach w mnſein lmvere Pr dl kin aher iit mn gihe ier Kle rüthat une ſmü — in de bben nerk der Rä übhä ben ſehen ſiigen! einere Sdoc— hufß der dem lendd⸗ nin daner eißes Nai rm ſorer. Vefkent 1 4* zuchrwechſel garz nach nhs, daß agen laͤßt. md dane. 4 Mrſednae gauf einig Deie wid thſchaſtet. loſe Boden derden dch n ſcrera ſe beſcita uflenda Bers — 163— BVeyſpiel von der Macht der Gewohnheit, bey uͤbrigens ſo geſcheuten Landwirthen! In der Naͤhe der Themſe werden auf den lockern Boden haͤufig gruͤne Erbſen in Reihen von 20 Zoll geſaͤet, die, gruͤn gepfluͤckt, nach London gebracht werden, und dann gleich Rü⸗ ben hinteran, mit ihrer gewoͤhnlichen Folge. Auch werden Rocken und Winterwicken geſaͤet, um ſie im Fruͤhjahr mit den Schafmuͤttern und Laͤmmern abzuweiden, und danach Rüben. In dieſer Gegend hat man nun ſchon die Beyhülfe des Londoner Duͤngers, und haͤlt uͤber⸗ all kein Nutzvieh, auſſer den Schafen, die aber nicht in den Stall kommen, auch auf lee⸗ ren Feldern nicht gehuͤrdet werden. Das Graͤ⸗ ſer⸗ Klee⸗ und Esparſette⸗Heu wird groͤß⸗ te theils nach London verkauft, auch vieler Gaame davon gewonnen. Auf dem loſen Bo⸗ den iſt die Ruͤben⸗Erndte, die aber immer von den Schafen auf dem Lande verzehrt wird, eben ſo wie in Norfolk, das Hauptaugen⸗ nerk des Landwirths, weil man von der Guͤte der Ruͤbenſaat die Guͤte aller folgenden Saaten abhaͤngig glaubt, und das Fehlſchlagen derſel⸗ ben kaum durch aufgefahrnen Duͤnger zu er⸗ ſetzen vermeint. Das Ruͤbenfeld iſt dem dor⸗ tigen Landwirthe faſt eben ſo wichtig, wie in einer Stalfutterungs⸗Wirthſchaft das Kleefeld. Jedoch glaubt man auch hier, daß die Weitzen⸗ 8 2 Erndte Erndte von der Guͤte des Klees vor allem ab⸗ haͤngig ſey. Der reiche aufgeſchwemmte Boden der Romney⸗Marſch liegt groͤßtemheils zu Graſe, und iſt wol eine der ſtarkſten Fettwei⸗ den im Lande; jedoch vermehrt ſich der Auf⸗ bruch deſſelben von Jahr zu Jahr, wegen des bewundernswuͤrdigen Ertrages derer Fruͤchte, die darauf gebauet werden. Man nimt nach dem Aufbruche zuerſt Erbſen, dann wieder Erb⸗ ſen oder Bohnen, und hernach abwechſelnd Weitzen und Bohnen; zuweilen mit einer Ab⸗ wechſelung von Hafer und Erbſen, eine lange Reihe von Jahren nach einander. Kent verſorgt faſt ausſchließlich den Londo⸗ ner Markt mit Weitzen. Raps⸗ und Ruͤbſen⸗ ſaat wird in Kent nie auf dem reichen und feuchten Boden, mehr auf dem lockern und trocknen Boden, gebauet. Sehr vielen Hopfen und andre Handels⸗ gewaͤchſe bauet man in Kent, die aber nicht in den gewoͤhnlichen Fruchtwechſel kommen. In Surrey und Suſſex giebt es viele der groͤßern Guͤter, wo eine ausgezeichnet geiſt⸗ volle Wirthſchaft betrieben wird. Drillcultur, Kartoffelnbau zur Futterung, Anfang der Stall⸗ futterung, findet man hier haͤufig. Die ge⸗ woͤhnliche landuͤbliche Wirthſchaft der kleinen Farmers iſt aber ſehr ſchlecht, und gegen alle durch —,— —— Grasland. wicm u gthürden witd d! Thale d lihe Et hhen N det Ac Prdar Boden, de Drn ſen Oren tn un t che de it daß klne ſchaſt riedere treflice hatſch racht, hier nic K in o⸗ bemein h tin Boden der enrheic 1 ſen Fenwve⸗ ich der Ai⸗ wegen des ee Frühh in timt nac wader E⸗ abwehſeud nit einer lh⸗ „eine lange den londo⸗ Rübſen⸗ eichen und tern und d Randels⸗ eaber rich ommen. jeht es ville chnet gi⸗ Drilulter gderEnl⸗ . Die e der kline daeyenale durc durch Erfahrung beſtaͤtigte Grundſaͤtze. Je⸗ doch haben ſie in einem Diſtricte von Suſſex einen ſehr vernuͤnftigen Gebrauch, naͤmlich das Grasland gleich beym Umbruch mit Raps und Wicken zu beſaͤen, und ſolche mit den Schafen abhuͤrden zu laſſen. Sobald dies geſchehen iſt, wird es wieder umgepfluͤgt. Die huͤgeligten Theile dieſer Grafſchaften haben eine vorzuͤg⸗ liche Schafweide. In den uͤbrigen ſuͤdlichen und weſtli⸗ chen Theilen von England und Wallis wird der Ackerbau aͤuſſerſt ſchlecht betrieben, und die Production iſt im Ganzen, nach Verhaͤltniß des Bodens, erbaͤrmlich. Es herrſcht groͤßtentheils das Dreyfelder⸗Syſtem, und zwar an den mei⸗ ſten Orten mit groͤßerm Duͤnger⸗Mangel, wie bey uns. Dieſer wird zwar durch Kalken er⸗ etzt, aber die Wirkung davon verliert ſich, und die Erſchoͤpfung des Landes wird ſo merklich, daß kluͤgere Wirthe, wo ſie es der Feldgemein⸗ ſchaft wegen durfen, ſolches zur Schafweide niederlegen. Nur in Wilts, wo die vor⸗ trefflichen bewaͤſſerten Wieſen im Ueberfluß ſind, haͤlt ſich das Felderſyſtem im Allgemeinen auf⸗ recht, und man glaubt, daß Verkoppelung hier nicht vortheilhaft ſeyn wuͤrde, beſonders da in vielen Diſtricten durch Uebereinkunft der Gemeinden ein beſſerer Fruchtwechſel und Klee⸗ bau eingefuͤhrt worden. Die Menge von Scha⸗ fen, — 166— fen, welche mittelſt der Bewaͤſſerungswieſen erhalten werden koͤnnen, befruchtet den Acker durch Huͤrdenſchlag. Wo aber auch eine Art von Koppelwirth⸗ ſchaft Statt findet und das Land, nachdem es eine Reihe von Jahren zu Graſe gelegen, zum Fruchtban umgebrochen wird, betreibt man ſolche in dieſen Provinzen auf eine hoͤchſt fehler⸗ hafte Weiſe. Man verfaͤhrt dabey mit wenig Ueberlegung und nach keiner ſyſtematiſchen Ord⸗ nung, ſondern nimt ſo lange Kornfruͤchte, als das Land ſie einigermaßen tragen will, und uͤberlaͤßt es dann der Natur zur langſamen Be⸗ graſung; ſtreuet hoͤchſtens den Abfall des Heues daruͤber. In verſchiedenen Diſtricten, beſon⸗ ders in Devonſhire, iſt das Aufbrechen des Landes durch Abſchaͤhlen und Verbrennen des Raſens allgemein uͤblich, welches dann nach Maßgabe der folgenden Behandlung eine ſehr gute oder eine ſehr uͤble Wirkung thut. Indeſſen trifft man— eben ſo wie in man⸗ chen Gegenden Teutſchlands— zwiſchen der elendeſten und ausſaugendſten Wirthſchaft, ein⸗ zelne ausgezeichnete Guͤter und Pachthoͤfe an, wo die vollkommenſte und zweckmaͤßigſte Wirth⸗ ſchaftsart betrieben wird. Sie erregen um ſo weniger Nachahmung, je mehr der gemeine Far⸗ mer ihre Vollkommenheit anerkennt, aber zu⸗ gleich ſeine Unfaͤhigkeit fuͤhlt, ſolche zu erreichen. —— eunjavizen t den Acker III. ſoxxälin⸗ nachdem Beſchreibung ſbhen, zum— einiger ereäbt man 4 aiche ausgezeichneten Wirthſchaften wiit weni ziſthen ded nfrucht, gs z wil, und gſamen Ve⸗ des haus Duckets zu Petersham und Eſher in en, beſor⸗ rechen des Surrey. Ga Coke's zu Holkham in Norfolk. 3 inm ſh Generals Murray zu Beauport in Suſſex. die in man wiſhen de— ſüöaf dn cihife..— ite Wirge regen un p eweine t t, aber z u rrihn in England. 090636002000 ⸗ b090000084 du Umn inſurü Farr un un Eſßt ann un) in, e ſind p ſcafen; wieſen. a2 din Gen er gen veiſe e behalen Linzſt fen Be dar, voh Duckets Wirthſchaft. Unter die merkwuͤrdigſten, originalſten und inſtructiveſten Wirthſchaften in England, ge⸗ hoͤrt Duckets Wirthſchaft zu Petersham und Eſher in Surrey. Auch wird man, wenn man als Fremder ſich in London bey Leu⸗ ten, die einigermaßen Kenntniß von Landwirth⸗ ſchaft haben, nach den ſehenswuͤrdigſten Wirth⸗ ſchaften erkundigt, faſt allgemein dorthin ver⸗ wieſen. Der kuͤrzlich verſtorbene Ducket war nicht ein Gentleman⸗Farmer, ſondern ein ſogenann⸗ ter gemeiner Farmer, und hatte die Lebens⸗ weiſe der leztern mit ſeinen Soͤhnen voͤllig bey⸗ behalten; ungeachtet er durch ſeine induſtrioͤſe Wirthſchaft ein ſehr wohlhabender, nach un⸗ ſern Begriffen ſehr reicher Mann geworden war, von den Vornehmſten des Landes geſchaͤtzt wurde, wurde, und mit ihnen in genauer Verbindung ſtand. Er war auch nichts weniger als ein ge⸗ lehrter Landwirth, hatte uͤber Landwirthſchaft nichts geleſen, ſondern war ein bloßer Arbei⸗ ter, der ganz aus eigenem Genie und Erfin⸗ dungsgeiſt die kuͤnſtlichſten und verwickeltſten Ackerbau⸗Methoden, mit ſelbſt erfundenen neuen Werkzeugen, auf ſeinen Pachthoͤfen ein⸗ fuͤhrte. Er war ganz Original, ſchaͤtzte des⸗ halb aber andere Erfindungen und andere Grundſaͤtze ſehr wenig; ſo daß er kaum von ihnen etwas hoͤren mogte. Er hat folglich auch uͤber ſeine Wirthſchaft ſelbſt nichts geſchrieben und bekannt gemacht, mogte vormals auch nicht, daß man etwas davon drucken ließ. Nachmals hatte er zwar nichts dawider, befoͤr⸗ derte aber auch keine Beſchreibung ſeiner Wirth⸗ ſchaft, und deshalb ſind es nur Bruchſtuͤcke, die man daruͤber findet, nur Nachrichten von Reiſenden, die ihn beſuchten und denen er gern ſeine Methoden und ihren Erfolg zeigte und Aufklaͤrungen daruͤber gab. Ich habe folgende Nachrichten aus manchen Stellen engliſcher Schriften zuſammengezogen. Er nahm zuerſt eine kleine Pachtung auf ſchlechtem ſandigen und verwilderten Boden an, verbeſſerte ihn aber durch ſeinen Fleiß und ſeine Talente auf eine ſo gluͤckliche Weiſe, daß er nach⸗ 1 b — — — 2— — — l dungact ate †Fndei noderh Kia, Wp n ſer mid barra aui find 1 igs Veröindung als ein ge⸗ uithſchaft her Arber⸗ und Erſi⸗ rwickelten erfundenen thäfen ei⸗ hätte des ad andete kaun den vlglich ach geſchrieben dals auch ken liz. beföt⸗ erWirth⸗ zochſͤcke, ichten dor en er gern Fagte und he folgende enhlſch dſtong uf Voden a. ß und ſi e, de nal nachher ſich um guten Grund und Boden kaum mehr bekuͤmmerte, und jeden Boden nach Ver⸗ haͤltniß ſeiner Guͤte und ſeines Werths bey klu⸗ ger Bewirthſchaftung fuͤr eintraͤglich hielt. Seine gegenwaͤrtigen Koͤfe zu Peters⸗ ham und Eſher, wovon ihm der eine eigen⸗ thuͤmlich gehoͤrte, haben groͤßtentheils ſchlech⸗ ten Boden, den man dort Sand nennt; der aber doch ein lehmigter Sand zu ſeyn ſcheint, indem er ſich bindet, aber leicht mit den Fingern zerkruͤmeln laͤßt, und, bey Duckets Beſtel⸗ lungsart, reiche Weitzen⸗Erndten lieferte. Er hatte bey einem ſeiner Hoͤfe auch eiwas ſtark bindenden Lehm, und einen anderen Theil von moderigem oder viele Damm⸗Erde enthaltendem Boden, vom Aufbruch abgewaͤſſerter Wieſen. Wir müſſen erſt ſeine mannigfaltigen, von ihm ſelbſt erfundenen und zuerſt groͤßtentheils mit eigener Hand verfertigten Ackerwerkzeuge betrachten; weil, ohne dieſe zu kennen, ſeine Bauart ſich kaum verſtehen laͤßt. Ich kenne ſeine aͤltern Werkzeuge ſaͤmmtlich, weil des Koͤ⸗ nigs Majeſtaͤt ſie vor 30 Jahren der hieſigen Landwirthſchafts⸗Geſellſchaft zum Geſchenk ſchick⸗ ten; wenigſtens ſahe ich ſie in Reliquien, in⸗ dem man ſie damals hier nicht zu benutzen wußte, und ſie bey den Gebrauchsverſuchen zum Theil zerſtoͤrt wurden. Er — 172— Er hatte einen Trenchplough— einen Abſchneide⸗ oder, wenn man will, Rejolpflug. Ich werde ihn hinfort Wendepflug nennen. Er beſtehet naͤmlich aus zwey vollſtaͤndigen Pflug⸗Koͤrpern, einem kleineren, der voraus⸗ gehet, und einem groͤßeren, der ihm folgt, und etwa um 4 Zoll tiefer eingehet. Der erſte ſchneidet den oberen Theil des Erdſtreifens nur flach ab, und wirft ihn zu unterſt in die Fur⸗ che; der andre gehet tief ein, holt die darunter liegende Erde herauf, und wirft ſie uͤber die vom erſten gefaßte ſo heruͤber, daß ſie vollkom⸗ men bedeckt wird. Er macht alſo eine Art von Rejolarbeit, und kann ſolches auf einem Fuß tief, aber auch nur auf 5 bis 6 Zoll, ver⸗ richten. Die groͤßere oder geringere Tiefe laͤßt ſich vermittelſt des Baums und Vorgeſtelles ſehr genau beſtimmen. Nach der Tiefe und Be⸗ ſchaffenheit des Bodens erfordert er mindeſtens vier ſtarke Pferde, aber auch ſechs, acht bis zehn Pferde; pfluͤgt taͤglich einen engliſchen Acker, und iſt ſtark genug gebauet, um dieſe Gewalt auszuhalten. Ich glaube, daß man dieſes ſtarken, ſchwe⸗ ren Inſtruments, auch bey der Nachahmung des Ducketſchen Ackerbaues, fuͤglich entbehren koͤnne; indem das tiefere Wendepfluͤgen durch zwey in derſelben Furche hintereinander herge⸗ hende ——— ——————— torkomm! fachere, b Werü den ſar ſtarſee de obe dem u und zu che du die un diſes be Schähl enne, dn da freice gerade tet, u kraut Poriih den ge ſowohl pflägen den. meiner eiten iapfig J wennen. laandie rvoraus⸗ m folg. der eiſe ffens tur die Fiu⸗ drrunter über di bollkon⸗ eine A Feinem oer⸗ feläst ſehr dPe⸗ deſtes aät bis nolſthe mm iſe hende Pfluͤge— wenn der hintere anders ſo gebauet iſt, daß er die Erde gut hebt— eben ſo gut verrichtet werden kann, ohne eine ſo ge⸗ waltig ſchwere und conponirte Maſchine noͤthig zu haben. Zu dem flaͤcheren, weit haͤufiger vorkommenden Wendepfluͤgen, iſt eine weit ein⸗ fachere, von Ducket ebenfalls herruͤhrende Vorrichtung zureichend. Es iſt naͤmlich an dem ſtarken Pflugmeſſer ein eiſernes, unten ge⸗ ſchaͤrftes Ohr oder Fluͤgel angebracht, welches die obere Krume oder Grasnarbe flach, nach⸗ dem man will, auf x½ bis 2 Zoll abſchneidet, und zu unterſt in die Furche ſtreicht, uͤber wel⸗ che dann der tiefer eindringende Pflugkoͤrper die untere Krume heruͤberwirft. Man kann dieſes befluͤgelte Meſſer, welches ich das Schaͤhlmeſſer oder den Raſenſchneider nenne, auch nur dazu brauchen, den geſtreue⸗ ten langen Miſt zu unterſt in die Furche zu ſtreichen, wenn man es ſo hoch ſtellt, daß es gerade auf der Oberflaͤche des Bodens hinglei⸗ tet, und etwa nur die Stoppel und das Un⸗ kraut mit abſchneidet und hinunterbringt. Dieſe Vorrichtung erfordert, wenn ſonſt mit zwey Pfer⸗ den gepfluͤgt wird, ein Pferd mehr, und kann ſowohl an den Smalſchen und andern Schwing⸗ pfluͤgen, als an Raͤderpfluͤgen angebracht wer⸗ den. Dieſe Vorrichtung iſt im zweyten Hefte meiner Ackerwerkzeuge, Taf. VIII., abgebildet. Ducket — 174— Ducket hatte ferner einen Doppelpflug, wo an einem gebogenen Baume— wozu ein beſonders gewachſenes Stuͤck Kienholz ausge⸗ ſucht werden muß— zwey vollſtaͤndige Pflug⸗ koͤrper, ſammt den Meſſern, befindlich ſind, die zwey Furchen neben einander ſehr gut zie⸗ hen, und die Erde vollkommen gut umlegen. Ich weiß durchaus keine Verſchiedenheit zwi⸗ ſchen dieſem, ſchon vor 30 Jahren bekannten, und dem von Lord Sommeroille neu erfun⸗ denen Doppelpfluge, der in den communi- cations to the Board ad Agriculture, vol. II., abgebildet iſt; ungeachtet lezterer, weil er in des Koͤnigs Gegenwart im Windſor⸗ Park probirt wurde, in England ſo großes Aufſehen machte, und auch die Neugierde in Teutſchland ſo ſehr erregt hat.— Man irrt ſich, wenn man glaubt, daß das, was in den engliſchen Journalen am meiſten auspoſaunt wird, gerade das Wichtigſte in irgend einem Fache ſey. Es geht damit eben ſo wie in Teutſchland; denn das wirklich Verdienſtliche bedarf jener, mehrentheils feilen, Trom⸗ pete nicht. Dieſer und jeder andere Doppelpflug kann da Nutzen haben, wo der Gebrauch, mit vier Pferden zu pfluͤgen, einmal ſo eingewurzelt iſt, daß man es fuͤr unmoͤglich haͤlt, mit zwey Pfer⸗ den I — w udo ncen hun älel ks fi Peda d fenicend befaler ond ohr genehn pflage d imcer ſchen ge Schaufe ſen Un en He dhnäch men d dem, Vege Soyye Erder er noc ftrucio A- lpflug vozu ein alsge⸗ ePſag⸗ ich ſind gut zi anlegen. eit zwi⸗ kannten, N effan⸗ umüri. ulture, kezterer, indſor⸗ großes rde in an irrt in den poſount deinen wie 1 erſliche Trom⸗ gg kam rit dier nälti tiß⸗ gh⸗ den — 175— den und ohne Treiber den Acker gehoͤrig umzu⸗ brechen. Hier macht man mit demſelben Ge⸗ ſpann allerdings die doppelte Arbeit vermittelſt eines ſolchen Pfluges, und nur in denen Ge⸗ genden von England, wo dieſe Gewohnheit herrſchend iſt, haben dieſe Doppelpfluͤge großen Beyfall erhalten. Wo man mit zwey Pferden und ohne einen beſondern Treiber zu pfluͤgen gewohnt iſt, da findet man bey dieſem Doppel⸗ pfluge durchaus keinen Vortheil; indem dazu immer das doppelte Geſpann und zwey Men⸗ ſchen gehoͤren. Auch ſcheint ſich Ducket, nach den neueſten Nachrichten, derſelben nicht mehr bedient zu haben. Ferner hatte Ducket mehrere Arten von Schaufelpfluͤgen: einen nach der Kent⸗ ſchen Art, mit einem langen, gleichſam wie ein Hobel geſtelltem Meſſer, dem Werkzeuge aͤhnlich, welches in Teutſchland unter dem Na⸗ men des Ungariſchen Pfluges bekannt iſt, oder dem, deſſen man ſich zum Ausſchaufeln der Wege in Gaͤrten bedient. Es ſchneidet die Stoppeln und das Unkraut ab, und hobelt die Erde 1 bis 1 ½4 Zoll tief. Auſſer dieſem hatte er noch andere Schaufler, die in ihrer Con⸗ ſtruction dem Exſtirpator gleichkommen. Auch hatte er einen Miner, Minier⸗ pflug, welcher, hinter einem andern Pfluge her⸗ — 176— hergehend, den Erdboden nur in der Tiefe lockert, ohne ihn durch das Srreeichbrett her⸗ auf zu heben, theils um das tiefere Verſenken der Feuchtigkeit zu bewirken, theils um tiefer eindringenden Wurzeln, z. B. den Moͤhren, gelockerte Krume zu verſchaffen. Ducket war wol gewiſſermaßen der Erfin⸗ der des neuen Drillſaͤens mit naͤheren und gleich⸗ weit abſtehenden Reihen. Zuerſt betrieb er dieſe Methode nur ſehr roh. Er warf den Erdboden mit einem fuͤnfſchaarigen Inſtrument, welches er den Drillpflug nannte, in ſpitzen Streifen und Furchen auf, in folgender Form, nn ließ dann die Saat mit der Hand auswerfen, und die Koͤrner fielen groͤßtentheils in die Ver⸗ tiefungen, und die Saat kam folglich in regu⸗ laͤre Reihen zu ſtehen. Dieſes Inſtruments bediente er ſich meines Wiſſens auch noch, ſeitdem er das Getreide mit einem Saͤekaſten ausſaͤen ließ, und bey dem Ducketſchen Drill⸗Apparate, den man aus England erhaͤlt, iſt dieſes ſchwere Inſtrument immer mit befindlich. Bey dem Drillſaͤen im Hanndͤverſchen brauchte man daher dieſen Drill⸗ pflug jedesmal, und dieſe Maſchine hat Man⸗ chem W jiſe writ i Werthe f unin gger; t ſſenhit Vm lunh dui n nijeßt parhen eh fnd den ab Geſpam Jer d nenrlin Aſanehen Aenet kanene ga ng ſchobene ben we inſze durchl ¹ anderzi nit zi mit dad dur zin Arbeitne V ſtunan r Ba t der dieſ ichbret her⸗ te Verſenken ls um tefer en Mähren, der Erft⸗ rund gleic, berieb er tr watf di Inſtrument, in ſpizen der Forn, ſswerfen, die Ver⸗ hin vag⸗ ſch meines Gerede dbey dem man alb aſtrument llſzen in jſer dri hat Nn⸗ hen — 177— chem dieſe Bauart verleidet. Wenn der Bo⸗ den nicht aͤuſſerſt rein und muͤrbe iſt, ſo hat das Werkzeug keinen ſteten Gang, und es iſt faſt unmoͤglich, eine gerade Reihe damit zu ziehen; worauf es doch bey dem Drillen, des Pferdehackens wegen, vor allem ankommt. Man kann es faſt nicht anders brauchen als ſo, daß man jedesmal nur zwey neue Reihen da⸗ mit zieht, drey Schaare hingegen in die alten Furchen einſetzt. So machte es, wie ich es jetzt finde, Ducket ſelbſt damit. Dies erfor⸗ dert aber einen großen Aufwand von Zeit und Geſpann; denn zwey Pferde werden doch im⸗ mer dazu erfordert. Ich habe dieſes Inſtru⸗ ment laͤngſt aufgegeben, und bediene mich der Pferdehacke, mit der im zweyten Hefte der Ackerwerkzeuge beſchriebenen Vorrichtung, weit bequemer und leichter zum Furchenziehen. Mit gut eingerichteten, in die Pferdehacke einge⸗ ſchobenen Furcheiſen, wie ſie daſelbſt beſchrie⸗ ben worden, kann man ſogar die Furchen zum Einſaͤen des Korns, beſonders der Erbſen, durch den Wurf, tief genug ziehen, wenn anders der Boden nicht ſtaubigt iſt. Und da⸗ mit zieht ein Pferd fuͤnf Furchen ſehr gerade; mit dem Ducketſchen ziehen zwey Pferde aber nur zwey Furchen in einem Zuge. Zur Ver⸗ arbeitung der oberen Ackerflaͤche iſt dieſes In⸗ ſtrument auch nicht mehr noͤthig, ſeitdem wir zr Band. M an — 8— an dem Exſtirpator ein hierzu vorzüglich gerig⸗ netes Werkzeug haben; und jenes iſt alſo jetzt vollkommen entbehrlich. Ich habe zwey dieſer Maſchinen⸗ brauche ſie aber nicht. Duckets Saͤekaſten und Pferdehacke habe ich im zweyten Hefte meiner Abbildungen von Alerenkzeugen beſchrieben. Daß Ducke t übrigens Schnufeen und Hadk⸗ Pfluͤge, leztere mit einem und zwey Streich⸗ rettern zur Verarbeitung der in weiteren Rei⸗ hen ſtehenden Fruͤchte hatte, verſteht ſich von sſelbſt. Doch bauete er Sewächſe dieſer Art nicht gar viel. Duckets Grundſat war: den Boden nur alle zwey oder drey Jahre einmal tief umzu⸗ pfluͤgen und voͤllig zu wenden, ſo daß eine un⸗ tere Lage von Erde herauf, die obere hinunter komme; auſſerdem aber nur ſehr flach zu pfluͤ⸗ gen, oder vielmehr nur den Erdboden auf der oberen Flaͤche zu ruͤhren, um Stoppel und Unkraut zu vertilgen. Das tiefe Pfluͤgen und vollkommne Wenden des Bodens, ſagte Ducker, ſey zuweilen noͤthig, um eine friſche Erde, die, nachdem ſie eine Zeit lang wieder an der Luft gelegen, fruchtbarer wie die oben gelegene ſey, herauf zu holen. Allein es muͤſſe nicht zu oft geſche⸗ V —,—— iein. kudeft tſaſ ſa 8 daac tict tſußi E ditvanul- de diſ de Beie danit lnit der Saaa fnne. 1 danen ſt or einet einun nn m- t renn man 1 tuͤde chh tur inmat Ta Jun binde ſin duud taſer i galockeng d diſen ſie di wieder, ten d daß mag u) ſa rorjüſi gi ſenes ſjaſh ſes habe a ie nict. pferdzat z bbildeg i b hauftem ha d zuofEni⸗ in weiern Ri erſteht ſchm hſſe diſrn en Boden i al tief unze daß einem⸗ bere hinnner fach zupſt oden auf de eyppel und plägen und ge Ducket Erde, di⸗ an der lſ elegeneſ ſiht ſeie⸗ —— geſchehen. Loſer Boden beſonders duͤrfe nicht ſtark und oft in der Tiefe gelockert werden, weil er ſonſt ſeine Feuchtigkeit verliere; jedoch muͤſſe er auch nicht zu lange ungeruͤhrt liegen, weil er ſonſt in der Tiefe zu feſt werde, um die Wur⸗ zeln einzulaſſen. Wenn ein ſolcher Boden in der Tiefe maͤßig locker iſt, ſo hielt er es fuͤr das Beſte, bloß die oberſte Flaͤche zu ruͤhren; damit Unkraut und Stoppel zerſtoͤrt werde, und der Saame nur ſeine erſten Wurzeln ſchlagen koͤnne. Wenn dieſe erſt erſtarket waͤren, ſo haͤtten ſie Kraft genug, in die unterliegende⸗ vor einem oder zwey Jahren umgewandte Erde einzudringen. Durch haͤufiges Pfluͤgen bringe man nur vielen Unkrautſaamen an die Luft, der⸗ wenn man friſch zur Saat pfluͤge, dann im Ge⸗ treide ſchwer zu zerſtoͤren ſey. Das Pfluͤgen auf eine immer gleiche Tiefe tauge uͤberhaupt nicht. Die Unterlage der immer gleichen Pflugfurche binde ſich durch den Tritt der Pferde und den Druck des Pfluges zu einer feſten Borke: bey naſſer Witterung ſtocke das Waſſer zwiſchen der gelockerten und jener ungelockerten Lage. Und da dieſe wenig Feuchtigkeit aufnehme, ſo koͤnne ſie dagegen bey trockener Witterung auch keine wieder mittheilen. Das Entſtehen einer ſol⸗ chen Borke ſolle man alſo dadurch verhindern, daß man abwechſelnd ſehr tief und dann wieder ganz flach pfluͤge. — M 2 Wenn Wenn er wirklich pfluͤgte, ſo machte er im⸗ mer ſehr ſchmahle Furchen, und ein einfacher Pflug konnte daher nie mehr als einen engli⸗ ſchen Acker des Tags umbrechen. Und dann ließ er in der Regel die Furche, rauh oder ge⸗ egget, zwey bis drey Monate liegen, ehe er einſaͤete. Der Boden, meinte er, muͤſſe ſich erſt wieder ſetzen und feſt werden; das in der Oberflaͤche liegende Unkraut muͤſſe erſt auflau⸗ fen und dann mit einem Schaufel⸗ oder Drill⸗ Pfluge zerſtoͤrt werden. Nie auf die friſche Furche zu ſaͤen, hielt er fuͤr eine Hauptregel; und um das vermeiden zu koͤnnen, ſollte man Drillwirthſchaft ſchon allein als die vorzuͤglichſte Bauart treiben. Der junge Keim der Saat leide, bey friſch gepfluͤgtem Acker, gleich ſtark von der Naͤſſe und der Duͤrre. Er muͤſſe nur eben ſo viel recht lockere Krume haben, um ſeine erſten V Wurzeln entwickeln zu koͤnnen. Braache hielt er durchaus nicht; vielmehr war ſein Acker Winter und Sommer immer mit Saaten bedeckt; ausgenommen wenn er nach dem Pfluͤgen ſich ſezen ſollte. Die Quecken zerſtoͤrte er durch das Wendepfluͤgen. Wenn ſie ſo tief unterkommen, ihre hervorgetriebenen Keime dann durch Schaufeln zerſtoͤrt werden, und nun eine dichte Saat die Oberflaͤche bedeckt, ſo vergehen ſie von ſelbſt. Er i are V 37 un 1 d2 ’1 ventt 3 nicu e rict 9 enn de ſih 1hh d 1 QSäslen deſolen heinxyun Wiien, binmm 1 d lachen en iut ſcleche tete ich Buſtand fir dien vat, ſi aach na der mi üngen en Peg en wt dachte er in. in infecher nen engli⸗ Und dann uh oder g⸗ en, ehe er müͤſe ſich dos in der erſt auflau⸗ der Dill⸗ de fiſche Haupnegel; ſollte man xrzuͤglichſe der Gaat eich ſark nüſſe nur den, um nner. vielmehr er immer wenn er Quecken Wenn triebeten werder, ehedet Er Er pfluͤgte, ſelbſt ſeinen zäheren Acker, wo moͤglich, bey recht trockenem Wetter. Wenn andere Pfluͤge ſtill ſtehen, ſaßte er, ſo ſind meine recht im Gange. Wollen es zwey Pferde nicht thun, ſo nehme ich vier; und ſind die nicht genug, ſechs vor den Pflug.— Wenn der Acker in recht große Schollen bricht, nicht kruͤmelt, ſo iſt, nach ſeiner Meinung, das Pfluͤgen von der groͤßten Wirkung. Die Schollen muͤſſen dann von ſeluſt an der Kuft zerfallen. Er hatte im Durchſchnitt zwar auch das Principium, nach bearbeiteten Fruͤchten Gerſte, mit der Gerſte Klee, und in die Kleeſtoppel Weitzen, auch wol Rocken, zu ſaͤen. Aber eine beſtimmte Rotation beobachtete er gar nicht. Er lachte vielmehr uͤber alle, die ſich ſolche ein fuͤr allemal feſtſetzten, und hielt ſie fuͤr ſchlechte unaufmerkſame Landwirthe. Er rich⸗ tete ſich lediglich nach der Witterung, nach dem Zuſtande des Ackers, je nachdem dieſer mehr fuͤr die eine als fuͤr die andere Saat geeignet war, ſich genug geſetzt hatte und zerfallen war; auch nach der Zeit zur Arbeit, nach den mehr oder minder dringenden Geſchaͤften, nach dem Duͤngerſtande des Bodens, und endlich nach den Preiſen, die die Teühis wahrſcheinlich ha⸗ en wuͤrden. Wen — 182— Wenn der Weiten auf Klee folgte, ſo ward dazu immer gewendepfluͤget, und zwar fruͤh genug, damit ſich der Boden vor der Saat wieder lagere. Duͤnkte ihm zur Weitzenausſaat ein Acker und die Witterung nicht gunſtig, ſo beſtimmte er ſolchen zu Gerſte, Haſer oder ei⸗ ner Haͤlſenfrucht, jedoch meprentheils nachdem er erſt eine, den Winter uͤber ſtehende Saat: Winterwicken, Raps oder Rocken, zum Ab⸗ weiden oder Abfuttern im Fruhjahr, darauf gebauet hatte. Gewiſſe beſtimmte Grundſaͤtze in Anſehung der Fruͤchte, die auf einander mit gutem oder ſchlechtem Erfolge gebauet wer⸗ den koͤnnen, hatte er nach ſeiner Erfahrung zwar angenommen; an die allgemeine Regel der vorzuͤglichſten engliſchen Landwirthe: zwey halmtragende Fruͤchte nicht nach einander zu ſaͤen— band er ſich nicht immer. Er ſaͤete auf zaͤherem Boden wol Weitzen nach Weitzen, wendepfluͤgte dann aber zur zweyten Saat. Auch ſaͤete er Weitzen nach Hafer, und ver⸗ ſicherte, daß dieſer oft ſehr gut gerathe. Nur durchaus keinen Weitzen nach Gerſte, weil die⸗ ſer faſt immer fehlſchlage. Hafer nach Hafer nahm er auch nicht, ob er gleich zugab, daß dieſes auf altem um gebrochenen Grasboden gut dh Gerſte hingegen nach Gerſte ſey ſehr gut, und. er habe geſehen,daß dieſe 10 Jahre nach einander gut gerathen ſey, wenn er naͤm⸗ lich intait 0 d dihdle 4 du uhnthat eſendrs bur bruha den hiſsch ntrud 6 dbon ein Ai Kächtng ſen, dt ſi inmat b uſr ie ſcauctt dilkea. undſeit dmaſin ben ddoi iſevoin Fruct Nlägen Kſi und än futtem, erte erſ achdem. llg, ſo werd d zoat fii dor der Engt Deßennuzen N ginfin, ſ hier oher e⸗ tils nachdem hende Saat: , zum Ab⸗ ahr, darauf e Gnntdſäh zuf einander gebauet wer Erfaheung eine Agel ther zwey nander zu Er ſzete h Wähen, ten Saat. und ver⸗ hſe. Nur veil die⸗ ih hafer ab, daß zeden gat ſih ſer 2 Jahre er nuͤn⸗ lich — 183 1— lich wechſelsweiſe tief und daflach dazu Pflügte und düngte. 1 11 1 Daduuch, daß er v gar heinen⸗ Heimmten Fruchtwechſel beobachtete, und jedes Feld faſt beſonders behandelte, jeden Acker aufs hoͤchſte zu benutzen ſuchte, und ſich dabey auch nach den Preiſen richtete, hatte er ohne Zweifel viele merkwuͤrdige Erfahrungen machen koͤnnen, die man aber nur ſo gelegentlich von ihm erfuhr. Sein Acker, ſagte er, muͤſſe, gleich einem Kuͤchengarien, immer zu jeder Fruchtart bereit ſeyn, die ihm vortheilhaft ſchiene. Aeuſſerte ſich irgend ein Anſchein des Mißrathens, ſo mußte ſie einer andern Platz machen, oder er ſaͤete auch eine zweyte Frucht dazwiſchen. So.. drillte er z. B. zwiſchen Weitzen und Gerſte, wenn ſie auch ſchon in Aehren ſtanden, nach⸗ dem er ſie kurz vorher gepferdehacket hatte, Ruͤ⸗ ben oder Rapſaat, die nach reifem Gerreide ihm oft vortrefflich gerathen⸗ ſind. Sobald die eine Frucht abgeerndtet worden und er ein wirkliches Pfluͤgen nicht fuͤr noͤthig hielt⸗ ward die Stop⸗ 4 pel ſofort mit einem Schaufelpflnge Zerſtoͤrt, und eine Winterzwiſchenfrucht zum gruͤnen Ab⸗ futtern, oder Ruͤben eingeſaͤet. Rocken fut; terte er im May ab, drillte gleich. Wicken ein; nachdem dieſe abgefuttert worden, drillſaͤete er Rüben, und zwiſchen den Ruͤben wieder Wei⸗ t en. — 184— tzen. Dazu ward nur ſelten gepfluͤgt, und oft wurden ſechs Erndten nach viermaligem Pfluͤ⸗ gen genommen; z. B. 1) Klee zum Weitzen, gewendepfluͤgt; 2) die Weitzenſtoppel gepferde⸗ hacket zu Stoppel⸗Ruͤben; 3) Erbſen nach ei⸗ ner Furche gedrillet; 4) Ruͤben waͤhrend des Wachsthums der Erbſen daruͤber geſaͤet; 3) Ger⸗ ſte nach einer Furche gedrillt; 6) die Gerſtſtop⸗ pel wieder zu Wicken gewendepflügt. Alles ward in der Regel gedrillt, auch der Klee, und zwar erſt nach dem geſchehenen Pfer⸗ dehacken des Getreides, folglich ſpaͤt. Der Klee mißrieth ihm nie, ungeachtet er haͤufig nach einander kam; doch ward zwiſchen zwey Kleeſaaten wol immer einmal gewendepfluͤgt. Er kannte ſeine verſchiedenen Ackerſtuͤcke ge⸗ nau, und richtete ſich in der Bauart nach ihrer Natur. A. Young ſah, wie er bey ihm war, daß er ein Kleefeld ſchaufelte und pferde⸗ hackte, die Stoppeln und Wurzeln zuſammen⸗ eggete und von dieſem Felde auf ein anderes fuhr. Dann wollte er, ohne zu pfluͤgen, Wei⸗ tzen eindrillen.„Eine ſchlechte Wirthſchaft, ſagte YVoung, die Kleewurzeln ſind ja die beſte Nahrung fuͤr den Weitzen!“— Nein, antwortete er, auf dieſem Lande kann ich an⸗ ders keinen Weitzen bauen, als wenn ich es ſo mache, Tt— d 3 an wrä ¹bvllhes 3 waibenit nde Au au Enn aiich de daif a ſ „Hin Aungei „Snh „kola b un han lnd NMau uit wdtaän heg. 2 dines g landenn den nan t und oft gem Pflä⸗ n Wäißen, 1 geyferde⸗ en nach ei hrend des t; 5) Ger⸗ Gerſtſop⸗ , auch der enen Pfer ät. Der er haͤuſig hen zwey pfüg gücke ge⸗ ach ihrer bey ihm dpferde⸗ ſammeu⸗ anderes n, Wi⸗ thſchft jh die Min, im au⸗ che ſ nmache, mache; der Boden wird mir fuͤr die Weitzen⸗ wurzeln ſonſt zu loſe, und ſie haben keine Hal⸗ tung!—„Die Erndte, faͤhrt Voung forrt, „war vortrefflich; ausgezeichnet wie das Genie, „welches dieſe Behandlung erfand!— Eine „erhabene Wirthſchaft, ſage ich jett!— In „der Anwendung auſſerordentlicher Methoden, „zur Erreichung auſſerordentlicher Zwecke, zeigt „ſich der Erfindungsgeiſt. Der Gedanke hatte „eben ſo viel Werth, und der Erfolg war der „Erfindung eben ſo angemeſſen, wie eine neue „ungewoͤhnliche Evolution, die den Fahnen „Friederichs des Großen den Sieg gab.— „Es lebe auch D ucket der Große!! Ducket war im Durchſchnitt für den fri⸗ ſchen langen Duͤnger, wenn er ihn unterpfluͤgte. Man muß aber bedenken, daß er ihn tief un⸗ terbrachte, und den Acker ſich dann lange ſetzen ließ. Zum Obenaufduͤngen bediente er ſich aber eines Compoſts, der nach Beſchaffenheit des Landes zuſammengemiſcht iſt. Auf loſem Bo⸗ den nahm er Lehm und Kalk zum Miſte. Du Ket verbeſſerte auch ſeinen Boden durch Erdauffahren, und auch hierbey verfuhr er manchmal auf eine auffallend ungewoͤhnliche Weiſe. Er befuhr ein ſandiges Stuͤck Landes, im Winter, wie Rocken vortrefflich darauf gruͤn⸗ te, te, mit zaͤhem ehm, und beobachtete dabey nur, daß immer eine friſche Spur genommen werde. Man erſtaunte uͤber das Verfahren, undebedauerte die ſchoͤne Saat. Im Fruͤhjahr ließ er das Land eggen; der Lehm vertheilte ſich, der Rocken zweigte aus, und er erhielt eine ganz andenibdlthas Ercheid davon. berife a daer oft f ſin Leaſa. daß das Sagt⸗ Erſparen nicht unter die Vortheile des Drillens aufge aͤhlet werden duͤrfe. Allein er hatte ſpaͤterhin, ſammit ſeinen Soͤhnen, ſeine Meinung hierin geaͤndert, und ſaͤete faſt nur halb ſo ſtalk, wie vorinals. Daß das Drillen, bloß guf die gegeuw värtige Saat Räaͤckſicht ge⸗ Peindhes⸗ ſtaͤrkere Erndten gebe, behauptete hne Doung verſte chert, nicht. Aber es böge Rürf duͤrch das Pferdehaͤcken das Land in ſolcher Oednung gehäͤlten werden, daß man es Jahr aus Jahr ein beſen duͤr fe und nie leer zu laſſen brauche. Auch koͤnne man oh ne ſolches den Vortheil einer geſetzten alten Furche nicht haben, und das Land uicht immer zur Auf⸗ nahme jeder Frucht bekeit halten. Dies ſey genng⸗ um einen Begriff von dieſer geiſtvollen Wirſchaft zu geben. Eine Wirth⸗ kitſtrf lun. 9 1 un t un giſt Rartells derebben güicen hen. 15 ſ äner JNachte vi Oäen, p githen n jiche nch Fr hſ ir geibt F⸗ r jete dabey enomwen erfahten, Fritjahr heile ſih hielt eine det, che⸗ Arpparung Noung „dß dus heil des Alein er 7, ſeine faſt nur Drilln, icht ge⸗ hauptete Aber es and i man ei eleer zu ſölches he nicht ar Außs Wirthſchaft, die aber nur von einem ſo talent⸗ vollen und thaͤtigen Manne, wie Ducket war, mit ſo gluͤcklichem Erfolge gefuͤhret werden konnte. Ohne eine gleiche Aufmerkſamkeit und gleich treffende, durch Erfahrung gereifte Beurtheilungskraft, wuͤrde eine Nachahmung derſelben den Ruin der Wirthſchaft, und eine gaͤnzliche Verwilderung des Ackers nach ſich zie⸗ hen. Das Groͤßte und das Kleinſte muß bey ſo einer Wirthſchaftsart auf das genaueſte beob⸗ achtet und ausgefuͤhrt werden, und das Eggen⸗ Saͤen, Pfluͤgen, Pferdehacken, Waſſerfurchen⸗ ziehen muß mit unnachlaͤſſiger Genauigkeit ver⸗ richtet werden. Der Aufſeher muß auf jeden Fleck taͤglich ſeinen Blick richten, jeder Arbei⸗ ter geubt und gewiſſenhaft in Vermeidung aller Fehler ſeyn. Nur dann kann eine ſo hohe Be⸗ nutzung des Bodens moͤglich werden. Dieſe Wirthſchaft war uͤbrigens nach ihrem Flaͤchenraum nicht klein. Der eine Hof hatie 500 der andre 309 engliſche Aecker, das Ganze folglich 1200 Morgen unter dem m Pflags. Ohne die hochſte Tharigkeit waͤre es Sueche aus unmoͤglich, eine Wirthſchaft von dieſer Groͤße, beſonders ohne vorher beſtimmten Plan und Feldordnung, im richtigen Gange zu erhal⸗ ten, und eine zweckmaͤßige Eintheilung der Ar⸗ beit —— beit zu machen. Wer nicht mit vieler Erfah⸗ rung ſchon ausgeruͤſtet, taͤglich und ſtuͤndlich zum genauen Beobachten und Nachdenken auf⸗ gelegt iſt, huͤte ſich ja, Ducker, beſonders in der Irregularitaͤt ſeiner Fruchtwechſels, nach⸗ mnamen. 8 Auch it dieſe Beſtelanggan auf einem zaͤ⸗ hern thonhaltigern Boden in dem Maaße nicht wohl moͤglich. Der lehmige Sand und der ſandige Lehm iſt bey ſtarker Duͤngung, wel⸗ che dieſe Wirthſchaft möglich macht, allein da⸗ zu geeignet. Der eine von Duchets einſichts⸗ vollen Soͤhnen, der bey Mr. Byng, dem Parlements⸗Mitgliede fuͤr Midleſex, Verwal⸗ ter war, aͤnderte ſie daher auch auf ſteifem Thonboden zum Theil ab, ungeachtet er ſeines Vaters Wirthſchaft hier voͤllig einfuͤhren ſollte. Der Board of Agriculture gab dem Ducket, gleich nach ſeiner Errichtung, die erſte Ehren⸗ Medaille, und glaubte dieſe dadurch in hoͤhern Werth zu ſetzen. Theilt man Medaillen unter minder⸗verdiente Leute aus, ſo ſinkt ihr Werth zum Werth des Goldes herab. Der Marquis von Rockingham hatte ihn mit einem Sil⸗ bergeſchirr, worauf ehrenvolle Denkſprüche und Sinnbilder eingegraben waren, beſchenkt. Sein Tod iſt in vielen oͤffentlichen Schriften als tu ut iedic NMana hes don it jinenuſtt hetrebſtn ade eleh liferund dern t Vjſt dietr auaht m deni V ſanm an ſöbſen und di Jahreig die bon Englau wenſteze fe ae berſucht hatte, der Ban auß. 3 eler Erfa 7 dſtändlich enket auf⸗ beſonders ſels, nach⸗ einem zi⸗ Naaße Snnd und gung, wel⸗ alein da einſichts; g, dem Verval⸗ ſteifem e ſeines en ſolle. Duck et, eyren⸗ hoͤern en unter Vert Narauis em Eil⸗ kyyriche ſcenn. criſen als — 289— als ein großer Verluſt fuͤr das Reich ange⸗ kuͤndigt. 4 Man bedauert es, daß er nichts ſchriftli⸗ ches von ſeinen Verſuchen und Erfahrungen binterlaſſen hat; hofft aber von ſeinen eben ſo betriebſamen, aber mehr gebildeten Soͤhnen, eine Bekanntmachung ſeiner muͤndlichen Ueber⸗ lieferungen. Herrn Coke's Wirthſchaft zu Holkham in Norfolk, von 3000 Aeckern, die er aus ſeiner betraͤchtlichen Herrſchaft zu eige⸗ ner Bewirthſchaftung herausgenommen, und um ſeinen aͤuſſerſt praͤchtigen Landſitz herum einge⸗ ſchloſſen hat, wird im hoͤchſten Styl betrieben, und da dies ſchon eine betraͤchtliche Reihe von Jahren fortgeſetzt iſt, ſo gehoͤrt ſie wol unter die vollkommenſten und belehrendſten in ganz England. Man trifft daſelbſt das vollkom⸗ menſte Rindvieh und die vollkommenſten Scha⸗ fe an. Nachdem Herr Coke manche Racen verſucht und mit großer Anſtrengung verbeſſert hatte, gab er, in Anſehung beyder Vieharten, der Backewellſchen oder Diſhleyiſchen den Vor⸗ zug. In ſeiner, nach Norfolkſcher Weiſe be⸗ trie⸗ triebenen Wirthſchaft herrſcht ein vollkommne⸗ res Ebenmaaß und Gleichgewicht, als man ſonſt in engliſchen Wirthſchaften antrifft, und der Ertrag iſt, im Verhaͤltniß des ſandigen Bodens, ſehr hoch! Alles Getreide wird ge⸗ drillet, und die Felder werden in der groͤßten Reinheit erhalten. Klee traͤgt ſein Boden nicht, wenigſtens nicht ſicher, und deshalb wird auch Weitzen we⸗ nig gebauet. Esparcette und Wicken, kuͤnſt⸗ liche Weide und Ruͤben, geben bey unbedeu⸗ tenden Wieſen die Futterung fuͤr 4000 Stuͤck Backewellſcher Schafe, 50 Kuͤhe und etliche hundert Maſtochſen. Eine Anſaat von Pim⸗ pinelle, weißem Klee und lanzettfoͤrmigem Wege⸗ breit, iſt eine Miſchung, welche Coke auf ſeinem loſen Boden als Weidegras fuͤr Schafe in der lezten Zeit vorzuͤglich gut befunden hat. Aber nicht nur ſein eigener Farm iſt auf eine meiſterhafte Weiſe betrieben, ſondern auch die ſaͤmmtlichen Farms in ſeiner berraͤchtlichen Herrſchaft. Sie ſind muſterhaft bebauet und alle zweckmaͤßige Verbeſſerungen ſind darauf verwandt, weswegen er dann vorzuͤgliche Paͤch⸗ ter, die ganz nach ſeinem Sinn wirthſchaften, auswaͤhlen kann. Ein Reiſender erzaͤhlt im XIXten Bande der Annal. of Agricul⸗ ture folgendes: Da baus „Aul 2 jei Malen u güuen g. Nrrnetad ſante dart Ra pf uuntwu halben aos K ſcaften der gral den unde dhe ait herurge areies Prardm. Gade bon An eit, Mauen Echwen treflüta tine iinen berwen⸗ Vanuens Uirſa ilkommne⸗ als man riſſ, und z ſandizen e wird ge⸗ er groͤßten verigſtens deißen we⸗ a, knſ⸗ unbeden⸗ 500 Slich nd elche oon Pim⸗ Wege⸗ ke auf Schafe en hat. n iſt auf ern auch ſchtlicen auet und darauf he hüc, ſchaften ahlt in ricub Da Da Hr. Coke Rechnungs⸗Tag hatte mit der großen Zahl ſeiner Paͤchter, ſo ritt Madam Co ke dieſen Morgen beynahe dreyßig engliſche Meilen mit uns. Es iſt unmoͤglich, das Ver⸗ gnuͤgen zu beſchreiben, was wir bey dieſer Morgentour hatten, und unſere Verwunderung, eine Dame aus dem erſten Zinkel der großen Welt zu treffen, die mit dem Ackerbau ſo be⸗ kannt war, und ſo herablaſſend, daß ſie einen halben Tag zubrachte, um zweyen Farmers aus Kent und Suſſer die Norfolkſchen Wirth⸗ ſchaften zu zeigen. Wenn doch nur die Haͤlfte der großen Gutsbeſitzer den Ackerbau ſo verſtaͤn⸗ den und liebten, wie dieſe wuͤrdige Familie, wel⸗ che Verbeſſerungen wuͤrden im ganzen Reiche hervorgehen!— Wir beſahen verſchiedene neue Päͤchter⸗Haͤuſer und Gebaͤude, ganz von Brandmauer erbauet, in einem vortrefflichen Geſchmack, einen Pachthof insbeſondere, der von Wiat angegeben war: der Hof im Vier⸗ eck, eine Scheure von 144 Fuß lang und die Mauer bis ans Dach 24 Fuß hoch, die Staͤlle, Schwemmhaͤuſer, Remiſen, auf eine unuͤber⸗ trefflich bequeme Weiſe eingerichtet, und mit einer bewunderungswuͤrdigen Freygebigkeit von einem Herrn, der ſein fuͤrſtliches Einkommen verwendet, um ſeinen Paͤchtern die moͤglichſte Bequemlichkeit und Gluͤckſeligkeit zu verſchaffen. Wir ſahen viele andre neue Haͤuſer, die gerade in — 192— in der Mitte der dazu gehoͤrenden Felder er⸗ bauet waren. Coke’s laͤndliches Feſt der Schafſchur iſt, nach dem zu Woburn, das beruͤhmteſte und beſuchteſte. Das Haus des Herrn Coke iſt, beylaͤufig geſagt, eins der ſchoͤnſten in England, da 35 Jahre von dem verſtorbenen Herzoge von lei⸗ ceſter, dem Oheim des Herrn Coke, der Parlements⸗Glied fuͤr Norfolk iſt, daran ge⸗ bauet wurde. General Murray's Wirthſchaft. Noch will ich einen Auszug aus der Beſchrei⸗ bung mittheilen, die A. Voung von des Ge⸗ neral Murray Wirthſchaft zu Beauport in Suſſer im 1 1ten Baͤnde ſeiner Annalen giebt; weil dieſe Wirthſchaft in mancher Hinſicht merk⸗ wuͤrdig iſt; beſonders aber, weil ſie eine klare Anſicht von der engliſchen Schafwirthſchaft⸗ und von der Art, wie die Englander zu rechnen pflegen, ein gutes Beyſpiel giebt. A. YVoung, in einer landwirthſchaftlichen Reiſe durch Suſſes begriffen, ſagt: „Ich 34 vn) 1 h„um Farfenu rict zu ſe dauwer dehre iader aernen Formal un di Dir dii Eiße d9 rrunſ Trüſte fahten. Generc genauen Viriſa die Sch Waai mer ſh vir in aus den nerals Ba Felder er⸗ Feſt der itn, das beyliufh , da 35 von lei⸗ ke, der datan ge⸗ caft. Leſchrei⸗ des Ge⸗ uport it en giebt; ht merl⸗ ne klare thſchaſt rechnen Houng⸗ Siſer noch „Ich hoͤrte, daß General Murray 4000 Schafe von der Nace der Southdowns habe und ſolche mit Kartoffeln futtere und maͤſte. Dies war genug.— In eine Gegend zu kom⸗ men, um Nachforſchungen uͤber Schafe und Kartoffeln anzuſtellen, und einen ſolchen Mann nicht zu ſehen, waͤre wirklich ein unverzeihlich dummer Streich geweſen. Aber ich hatte nicht die Ehre, den General zu kennen.— Was ſchadet es!— 4000 Schafe, mit Kartoffeln gefuttert, bahnen einem den Weg durch alle Formalitaͤten. Ich ſchickte eine Karte und bat um die Erlaubniß, ſeine Heerde zu ſehen.— Wir blieben fuͤnf Tage in dieſem Hauſe, dem Sitze der Hoſpitalitaͤ und der geſunden Vernunft.“ „Ich wuͤnſchte, die Verhaͤltniſſ dieſer Schaf⸗ Wirthſchaft mit moͤglichſter Genauigkeit zu er⸗ fahren. Aber wie war das moͤglich?— Der General loͤſete die Schwierigkeit, indem er die genaueſten Rechnungsbucher uͤber ſeine ganze Wirthſchaft holen ließ, aus welchen ich alles die Schafe Betreffende ausziehen koͤnne. Das Wetter beguͤnſtigte dieſe Arbeit ſehr, da es im⸗ mer ſchneyte, und wir in den 5 Tagen, die wir in Beauport zubrachten, nur zweymal aus der Thuͤre kommen konnten, um des Ge⸗ nerals Schafhoͤfe zu ſehen. Wir ſaßen alſo 3r Band. N faſt faſt immer vor dem Camin⸗Feuer, der Herr mehrentheils bey uns, der den Verwalter, den Buchhalter, den Schaͤfer und Schaͤferey⸗Auf⸗ ſeher rufen ließ, wenn einige Aufklaͤrung noͤ⸗ thig war oder irgend ein Zweifel entſtand. Zu⸗ gleich war noch ein benachbarter Landwirth, Hr. Whitear, dabey, der um Alles Beſcheid wußte. Ich muß dieſe Umſtaͤnde angeben, um die Moͤglichkeit begreiflich zu machen, wie ich eine ſolche Rechnung ſo genau ausziehen konnte.“ General Murray's Farm. Den Iſten Jan. 1789. Nanmen auf der Hoͤhe: cres. R. P. Ore und Ridge.. 791 3 12 Beauport und Baldſſow 447 2 28 Stonehouſe... 145 2 19 Waſbhbrook... 69 2 II 1454 0 30 Abgezogen Holzanpflanzungen 300 0 1154 0 30 Marſchland: Icklesham 225 0 0 Pett... 100 0 0 Nesbitt's⸗Land, 28 0 0 Guldifordö's 160 00 513 0 0 Im Ganzen. 1067 6 30 deihe fer aude V dn Krrvfe Men Van da iſ Ic den zne nit gyn anheuſ Cuach eiidi iſte dem a b00 der herr lter, den e⸗Auf⸗ rung no⸗ nd. Za⸗ ndvirth, Veſcheid tben, um wie ic aasziehen 1tm. ‿ —2 0 2 — — — 8 — Saaten auf der Hoͤhe: Acres. Weitzen..„* 100 Hafer..*.. 100 Klee und Grasgemenge, mit den vorhergehen⸗ den geſaͤet.... 200 Kartoffeln...... 50 Nuͤben...„... 50 Wicken...„. 100 Das uͤbrige iſt Weideland. 200 Acres Klee und Grasgemenge wer⸗ den zweymal gemaͤhet; der zweyte Schnitt wird mit Haferſtroh für Ochſen⸗ Pferde und Kuͤhe aufgetaſſet. Der erſte Schnitt: 1½ Tonne (A 2100 Pfd.) vom Acre, der zweyte Schnitt ungefaͤhr halb ſo viel, aber durch das unter⸗ miſchte Stroh, wozwiſchen Salz geſtreuet wird, dem erſten gleich gemacht— das ganze Futter 600 Fuder. Fruchtfolge: 1) Weitzen, Hafer, 2) Klee, 1 Buſhel Raygras, 12 Pfund weiſ⸗ ſen Klee und 12 Pfd. korhen Klee auf den Aere geſaͤet; 3) Wicken, Kartoffeln, Ruͤben. N 2 Vieh⸗ Viehſtand auf obigem Lande: Mutterſchafe.... 1650 Boͤcke...... 40 Jaͤhrlinge, weiblice,... 550 —— Hammel,.. 2. 330 2790 Auf Michaelis gehen 550 alte Schafe nach der Marſch, und an ihre Stelle kommen die 550 Jaͤhrlinge. Der Winterſtand: Alte Schafe.... 1650 Junge Schafe..... 550 Boͤcke 4 2* 4*. 40 2240 Dieſe Schafe verzehren.. 120 Tonns Heu 18 Pferde.... 30—— 30 Pflugochſen.,. 25—— 1 Bulle und 2% Kühe.... 63.— 20 Kälber 4 den Reſt. 20 einjaͤhrige 20 zweyjaͤhrige 3 gehen nach 20 dreyjaͤhrige der Marſch. 288 Tonns Heu 1650 Mutterſchafe verzehren taͤglich 51 Buſhel Kartoffeln, welches in 120 Tagen 6120 Buſhel betraͤgt. Icklesham In Gen dhe gege d 0 ded gariofee Peen ben Wicen 2790 chafe nach en die 350 — 197 Icklesham und — Im Ganzen. 2. Abgezogen Ackerland. Bleibt Weideland. Pett. . 325 Acres . 4 80— .. 245— Die 80 Acres tragen folgende Erndten: Kaxtoffeln 2** 4* 4 20 Acres Weitzen....„ 20— Ruͤben„ 20— Wicken 5„. 20— 5 Diehſtand auf dicſan Duundgr 115 9 Pflugochſen. 10 Stuͤck. Pferde. d, allo Schafens 5 Stuͤck auf 1. Acbe, macht auf 245 Acres.... 1223 Schafe von der Hoͤhe 550 Hamimel, eben daher 530 1100 Zuzukaufen † 3. 2* 4 4 12 25 985 e, Schafe von Guldiford durchzuwintern 480 Desgleichen von der Höhe.. 550 Angekauftte.......125 Im Ganzen durchzuwintern„ 1155 Drey Stuͤck werden im Winter von einemem Acre Weideland erhalten, auf 245 Ac. 235 Muͤſſen alſo noch mit Heu, Ruͤben und Kartoffeln verſorgt werden. 420 at K Eigent⸗ Eigentlich ſollte der Beſatz eines Acres Marſchland aus ſechs Stuͤck beſtehen. Es ſind aber nur fuͤnf Stuͤck berechnet, um Heu gewin⸗ nen zu koͤnnen. Es macht naͤmlich einen Un⸗ terſchied von 40 Acres, welche, zu 2 ½ Tonn, 100 Tonns oder Fuder zu 2100 Pfd. geben. Dies reicht zu, 10 Ochſen, 2 Pferde und obenerwaͤhnte 420 Schafe durchzuwintern. Dazu kommen nun noch 20 Acres Kartof⸗ feln zu 400 Buſhel vom Acre. Es ergiebt ſich folglich ein betraͤchtlicher Ueberſchuße, wo⸗ durch Maſtvieh, welches im Herbſte ausge⸗ maͤſtet ſeyn ſollte, aber noch nicht vollkommen aufgeſetzt hat, bis Lichtmeſſen hin zu ſeiner vol⸗ len Staͤrke getrieben werden kann. 245 Acres Marſchland halten neben ihren Schafen 61 ½ Maſiochſen⸗ naͤmlich auf vier Acres Einen. Im Fruͤhjahr wird Vieh von der kleinen Schottiſchen Art, das Stuͤck zu „Pfund 1e Schill. eingekauft, fett zu 12 Gui⸗ neen verkauft. 20 von dieſen Stuͤcken kom⸗ men von dem Hofe auf der Hoͤhe. Auch die zweyjaͤhrigen werden von tdort herunter ge⸗ fhie — kandzi hi Peauvort, ſen zb heach 60 N. Stanehe Oreuw 10( tltze V V Rwend un daN s Retit Land⸗. tm, nes Acres n. Es ſind deu gewin⸗ einen Uu⸗ 2⸗ Tonn, fd. geben. ferde und nern. ds Kattyf Es ergebt ſchuß, we⸗ ſte ausge⸗ Ukommen iner boh den ihren auf Ret Vieh bon Stüͤck zu 112 Gdi⸗ ken kom⸗ Aach de inter ge⸗ A u s gna b e. Landzins(nach Ahöng des Bauunder). Hoͤhe: Pfd. Scu. 9. Beguport, Fullers u. Balds⸗ low 367 Ac. zu 10 Schill. 183 10 0 Hollington oder. Waſhbrook 45 66 Ac. zu 10 Schill.. 33 0 0 Stonehouſe 125 Ac. zu 10 S. 62 10 oO. — und Ridge 621 Aeres zu Schill..„ 310 10 6 589 10 0 Marſch: 1 Icklesham und Pett 32 25 Ac.,— davon das Ackerland 80 Ac. 4 zu 20 Schill.. ⸗ 80 9 9 Das Weideland, 245 Aces, zu 40 Schil.... 498 0 0 Nesbits⸗Land 28 Ac. zu— 0 S. 535 20 Guldifords 160 Ac. zu 46 S. 340 0 0 946 6G 0 Dazu das Hoͤheland. 589 10 0 Der ganze jaͤhrige Landzins 1535 10 Abgaben: Land⸗ und Armen⸗Taxe, Zehn⸗ ten, Wegeſteuer. Einſaat: Acres. Pfd. Sch. P. 120. Weitzen zu 2 Buſhel. 72 0 0 100. Hafer zu 4 Buſhel 45 0 9 200. Saamen, Raygras 1 ½ Buſhel = 300 Buſhel à 2 Schll. 6 P. 37 10 0 Klee 16 Pf. p. Ac. à6 p. 80 0 0 120. Wicken, à 2 Buſhel 60 0 O0 70. Kartoffeln 15 p. Ac. à8 P. 35 0O O 70. Ruͤben, uͤberhaupt 2½ Buſhel Saamen à 18 Schill. 2 05 6 4 b 331 10 6 Arbeit: Aecres. 4 1 130. Weitzen, Zmal zu pfluͤgen, 2 7 Sch. 6 P.. 45 9 0 120. Zmal zu eggen, à 6 P.. 3 0 0 120. amal zu walzen, à 4 P. 2 0 0 130. zu kalken 100 Buſhel p. t. 512000 Buſhel, 46 pPp. 300 0 0 Arbeit und Fuhrlohn, ISch. 3 P. fuͤr 100 Buſhel 7 10 o Auszuſtreuen fuͤr T00 Buſh. 1 Schill... 0 120. Weitzen zu ſaͤen 3 Pf. à Ar. 1 10 0 1320. mit Waſſerfurchen zu verſe⸗ 1 hen à 1½ P.. 15 0 —— — —+ SO½ ½ O ⏑ε zu jaͤten à 6 P.. Pfd. Sch. 833; zu ſchneiden und zu binden 27 Sch. 6 P.. einzufahren à1 Sch.. 45 6 zu droͤſchen a4½ Quater p. Ac. à2 Sch. 6 P... Hafer einmal zu pfluͤgen, à S. 6 P.. viermal zu eggen, à 8 P. zu ſaͤen, à 3 P.... zu walzen, à 2 P... zu jaͤten, à 6 Po. n. zu waſſerfurchen, à ½ P. zu maͤhen, 4 1 S. 6 P. 60 mit Klee und Gras zu beſaͤen, 43 P. 8. einzufahren, à 4 Sc.. zu droͤſchen, 5. Quarter p. Ac. à Q. zu 1 Sch. à 2 S. 6 P... zu ſaͤen, à 3 P... zu eggen, à4 P.. Kartoffeln zweymal zu pfluͤ⸗ gen, à5 S. 6.. 1 20 25* Abzufahren aus der Scheure 368 Quarter zu P. p. Q. Wicken einmal zu pfluͤgen, 1 151 T. 2 12 O8O O 0 10 0 10 0 19 d O 00 O0 02 O O 12 Pfd. Sch. zweymal zu eggen, à 8 P. 2 6 Furchen zu ziehen, à8 P. 2 6 Duͤnger in die Furchen zu legen, à 5 Sch.. 10 die Pflanzkartoffeln zu ſchnei⸗ den, à 1 S. 3 P. 7 mit dem doppelten S Streich⸗ brettspfluge zu bedecken, à8 P. 6 zu bepferdehacken, à 1 S. 4 P. 4 13 zu ja aͤten und zu handhacken, 1 à S..„ 0 aufzunehmen 300 Buſhel p. Ae., 4 1 P.... 10 2.r einzufahren, à 5 S. p. Aec. 10 Ruͤben dreymal zu inden. 27 Sch. 6 P... 5 viermal zu eggen, à 8 P. 6 viermal zu walzen, à 8 P. 6 zu duͤngen, à6 S.(aufzu⸗ fahren?).. 0 6 den Duͤnger zu miſchen und zu bearbeiten, à 2 S.. 0 den Duͤnger aurzmſirrlan à4I Sch.. 10 in Ruͤcken aufzufurchen, à 8 P. 6 danach zu walzen, à 2 P. 11 zu drillſaͤen, à 6 PP. 15 Teit Shif 1Sbiſe 1 Sh TSruin 4 ziles öner u 435 5 20 3 zu Icklesham ein Mann, der die . n6 Einer zu Guldifordd 7O 4425 Stuͤck Schafe oder aun e — 203— Aeres. 70. zweymal zu pferdehacken, 5 421 S. 4 P.. 4 13 70. zu handhacken, à3 S.. 10 10 200. Klee zu Heu machen und iln Schober zu bringen⸗⸗ 412 S. p. Aere..120 40. Desgleichen, à 8 S.. 16 18 0* 2020 59—— 83 M 9 4 Arbeiter des Jahrs, à 20 P. 1 Schaͤfer zu Ore„ 23 8 1 Schaͤferjunge woͤchentlich 2S. 6 p. 6 10 1 Schaͤfer zu Hauſe.„ 23 Pfd. Sch.. 0 O0O0 O 1 Schaͤferjunge zu Hauſe woͤchentlih 61 4 Sch. G P.... Aufſicht fuͤhrt 221 Stiege(20 Stuͤck), die Stiege. zu waſchen und zu ſcheeren 5 Sch.. 22 2 Des Verwalters Lohn und Beeöſtie gung.. 60 6 Dieſteln abzumaͤhen von 513 Aeres, 8 4 8 P.** 4 17 8 1233 Abnutzung(Wear and tear) fuͤr Pfd. Sch. P. 680 Acres Land. 20 0 0 Angekaufter Vieh efatz: Zu Guldifords 960 Schaferà 20 S. 960) 0 O Zu Icklesham und Pett 125 Schafe 195 0 6 Daſelbſt 21 Ochſen, 9 Pfd. 1897 0 0 Zu Guldifords 40 Ochſen. 360 9 0 1634 9 Betriebs⸗ Eapital: Landzins.... 1535 10 9 Steuern und Zehnten. 265 10 Arbeitskoſten.. 123311 0 Vorhenannter Viehbeſatz 1634 00 12 Pferde, à 20 Pfd. 240 0On 25 Kuͤhe, à 9 Pfd. 2250 0 40 Ochſen, à 12 Pfd. 48000 u 2579 9 0 Uebriges Inventarium: 4 Wagen, à 20 Pfd. 80 0 2 Trogwagen(Hutches) aI2 Pfd.... 24 0 0 45 Karren, à 10 Pfd. 150 00 7 Pfluͤge, à 1 Pfd.. 700 V dem abge N dör Ein En Fr lioo othe,: po Schae po Hamm ſ Sa 96 Sd 420‧ 40 Dö Söweine Fedende Hünden druan 4 44% 15 d 5 BI 1 6 nl o — im? —-— 205— 3 Ochſen⸗Eggen, à 2 Pfd. Pfd. Sch. P. 2 Schill... 6 6 0 6 Eggen, à 1 Pfd. 1 Sch. 6 6 0 3 Walzen, à 10 Pfd. 30 00 Geſchirr und dergl. 100 00 Allerley(Sundries) 5000 453 12 0 6467 17 Dem abgehenden Paͤchter bezahlt fuͤr Heu...- 200 0 0 Fuͤr Einſaat, Beſtellung, Duͤnger, Soreu, Stroh.. 300 0 0 Fuͤr 1650 Schafe auf der Hoͤhe, à 20 Schill. 1650 0 0 50 Schafjaͤhrlingeſà 1. 230 Sahurai ding 122 682 50 675 Schafe, à 20 Sch. 675 0 0 960 Schafe auf Guldifords, à 20 Sch.. 960 0 O 40 Boͤcke, à 30 Sch. 60 9 0 4032 5 0 Schweinen 30 0 0 Federvieh..... 10 60 0 Huͤrden.„„— 25 0o 0 b e. Davon betragen die Zinſen, à 4 ⅞ p. C...„ — 206— Jaͤhrliche Ausgaben: Pfd. Sch. P. Landzins.... 1535 10 0 Steuern und Zehnten.. 265 3 10 Einſaat.... 331 10 6 Arbeit... 1233 1 0 Abnutzung.... 70 9 Angekauftes Vieh.. 1634 0 0 Zinſen vom Betriebs⸗Capital 497 1o 0 65566 15 4 Einnagahmeer — Pfd. Sch. P. 550 Laͤmmer zu Hauſe, à 12 S. 6 P. 343 0o 550 junge Hammel zu Icklesham und Pett fett verkauft, à 25 S. 687 10 0 50 Schafe von dem Hofe auf der Hoͤheà 38 S. 1282 10 0 125— zugekaufte 960 Schafe zu Guldiford, a 38 S. 1824 0 0 Wolle 4 4. 553 9. 61 Ochſen angekauft zu 9 Pfd. und verkauft fͤr 793 0 0 a0 dergl. auf der Hoͤhe aufgezogen à 20 Pfd....· 400 00 Schweine. 4. 40 9 06 24 Kuͤhe, à 3 Pfd. Ererag. 72 0 120 Acres Weitzen, à 4 Quart. 0 p. Ac. 480 Quart.. 1008 Latus 7002 an ſ f tg der be an vüthen! fany uu de mäſen rühn t deh ud man de Pfund iin let dühe, in de Nietge here A ſgt ga uß be 1 6 e: 1 0 0 0 0 0 10 0 ſp. Sc. h. 8 00 — 207— Pfd. Sch. P. Transport 7002 20 0 Hafer 368 Quart., nach Abzug der verbrauchten 132 Quart. à 17 Sch... 307 16 0 — 7311 6 0 Abgezogen die Ausgabe. 5366 1 15 4 Bleibt reiner Vortheil. 1744 10 9 „Ich ſehe nicht“, faͤhrt A. YVoung fort, nnuas ſich gegen dieſe Rechnung einwenden ließe; ausgenommen, daß Abnutzung jaͤhrlich nur auf 70 Pfund berechnet iſt. Richtiger wuͤrden bey einer Wirthſchaft von dieſem Um⸗ fange wol 1 50 Pfund dafuͤr angenommen wer⸗ den muͤſſen. Auch wuͤrde Mancher die Zinſen etwas hoͤher anſchlagen muͤſſen, und dann muͤßte etwas fuͤr zufaͤlligen Verluſt beym Horn⸗ vieh und Pferden angerechnet werden, ſo daß man dieſen Artikel im Ganzen wol auf 230 Pfund anſchlagen koͤnnte. Aber es bleibt auch ein Ueberſchuß von 300 Tonnen Heu auf der Hoͤhe, und von 5⸗ bis 6000 Buſhel Kartoffeln in der Marſch, wofuͤr nichts berechnet worden. Hiergegen iſt die von mir angenommene hoͤ⸗ here Ausgabe fuͤr Abnutzung und Ungluͤcksfaͤlle faſt gar nichts, und wird durch dieſen Ueber⸗ ſchuß bey weitem uͤberwogen. Der Vortheil iſt iſt alſo.. 1744 Pfd. 10 S. 8 P. Die berechneten Zinſen 497— 10—0— 3242 Pfd. 0S. 8 P. Dieſe Summe macht auf das Betriebs⸗Ca⸗ pital von 11,000 Pfund 20 p. C.“ „Der betraͤchtliche Vortheil dieſer Wirth⸗ ſchaft haͤngt, meines Erachtens, von zwey Um⸗ ſtaͤnden ab, naͤmlich: von der Verbindung ei⸗ ner Hoͤhe⸗(Geeſt⸗) mit einer Marſch⸗Wirth⸗ ſchaft, und daß eine gute Schafart den Haupt⸗ artikel derſelben ausmacht.“ b„Das Ganze, 1667 Acres, hat einen Beſatz von 4425 Schafen und 200 Stuͤck Hornvieh; 680 Acres davon ſtehen unter dem Pfluge. Im Ganzen kommen alſo 2 ½ Schaf auf den Acre, neben dem Hornvieh und den Pferden. Wenn wir die Hoͤhe⸗Wirthſchaft allein nehmen, und unabhaͤngig von der Marſch, ſo haben 1150 Acres einen Beſatz von 2200, oder zwey Schafen auf einen Acker, neben 140 Koͤpfen Pferden und Hornvieh. Dieſes Verhaͤltniß muß uns eine hohe Idee von einer Race geben, die einen ſo ſtarken Beſatz auf ſolchem Lande zulaͤßt, welches nur 10 Schilling Pacht, p. Acre, werth iſt.“ „dal äe auf 1 6140 nd z: „her lere R abgaſtts Vrm We en, — hc 2 Io Ar V 49 Jm 7rna Atn d Mhic 627 Vinte Gchafe 10. 9. 0—0— —. 9.§P. eriebs⸗Ca⸗ ſe Wirh⸗ zwey Um⸗ bindunz ei⸗ iſc⸗Diri⸗ den Haup⸗ hat eiten do Etück anter dem 2 Scaf h und den Wirthſchaft der Narſh, von 2200, tr, neben h. Diſes e von einer Beſaß auf oSciling 9 72 — 209— „Die Winterfutterung fuͤr die Heerde, 2240 Stuͤck auf der Hohe, betraͤgt 120 Tonns Heu und 6120 Buſhel oder 20 Acres Kartoffeln und 50 Acres Ruͤben.“ „Herr Macro hat fuͤr 720 Schafe 30 Acres Ruͤben, 16 Tonnen Heu und 20 Acres abgefutterten Rocken(Ann. of Agric. n. 4 2 7)- Wir wollen das vergleichen. Wenn 720 Schafe 80 Acres Turnips brau⸗ chen, ſo muͤſſen 2240 Stuͤck haben 248 Acres — haben aber nur zo.“ „Wenn 720 Schafe 16 Tonns Heu ober 10 Acres erfordern, ſo erfordern 2240 Stuͤck 49 Tonnen; ſtatt deren haben ſie 120, alſo 71 mehr. Zu 1 ½ Fuder p. Acre, macht 48 Acres mehr. Wenn 220 Schafe 20 Acres Rocken zum Abhuͤrden erfordern, ſo muͤßten 2240 Stuͤck 62 Acres haben; haben aber gar keinen. Winterfutterung auf 2240 Winterfutterung auf 2246 Schafe, nach M.. Macro. Schafe nach General 1 Murrgy. Acres. Acres. Ruͤben.. 248 Ruͤben 4. 650 Heu. 31(Heu. 4 80 Rocken.. 62 Rocken.. 0 Kartoffeln. 6 0 Kartoffeln.. 20 341 150 zr Band. O MNun — 210— Nun wollen wir die Koſten dieſer Erndten berechnen, und ſie auf beyde anwenden. Ohne auf des Generals und Mr. Macro's Koſten⸗ Berechnung beſonders Ruͤckſicht zu nehmer, koͤnnen wir folgendes(incl. Landzins) an⸗ nehmen: Ruͤben 2 Pfd. 0S. oP. p. Ac. Heu.. 2— 0———— Abgefutterter Rocken o— 10— 0——— Kartoffeln. 4— 0———— Koſten bey Macro: Koſten bey Murray: Pfd. Sch. P. Pfd. Sch. P. Ruͤben 496 o oRuͤben 100 0 Heu. 62 0 OHeun 160 0 0 Rocken 31 o ORocken 0 0 0 Kartoffel oo dſKartoffeln 80 0 539 00 340 0 O0 Ruͤhrt dieſer große Unterſchied daher, daß Karvoſſeln ein weit wohlfeileres Futter ſind als Ruͤben, oder daher, daß Macro's Schafe Norfolker, und Murray's von der Race der ſdichen Huͤgel(Southdowns) ſind?— Der große Vorzug der leztern iſt wl außer allen Zweifel geſetzt, und alle daruͤber ange⸗ ſtellte Unterſuchungen beſtaͤtigen ihn. Der Vor⸗ zug der Kartoffeln ver d en felhafter, denn die Ko Kartoſfeln wecben im be⸗ ſtimm⸗ fern n i 6 tie ſee u ‚Ei e eſen per kd h wehreren gefeln ſ ſchere E wffeln, ren, d und am und a t faule Sen dinals Fi u Karren wit ein abhäng tit ein Vem bon Et den gr thode k thalte den nic er Ertoten 2n. Ohne 3 Koſten⸗ nehmer, ins) au⸗ .p. A. — Nurtag: à. Eh. 9. 0 0 9 0 9 0 0 0 o her, daß r ſind als 8 Schafe der Race ſind?— vol außer ber ange⸗ der Vor⸗ dibt we⸗ n in he finm⸗ — 211— ſtimmten Maße gegeben; von den Ruͤben koͤn⸗ nen die Schafe auf dem Lande ſo viel freſſen wie ſie wollen. „Ein anderer Umſtand muß aber nicht ver⸗ geſſen werden: Ruͤben ſind dem Erfrieren, der Erdfloh, den Raupen, dem Mehlthau und mehreren anderen Zufaͤllen unterworfen; Kar⸗ toffeln faſt gar keinem, und geben immer eine ſichere Erndte. Der General futterte ſeine Kar⸗ toffeln, wie wir bey ihm waren; und ſie wa⸗ ren, des ſtrengen Froſtes unerachtet, geſund und gut. Wir ſahen ſeine aufgemachte Grube, und es war unter 100 Buſhel kaum eine ver⸗ faulte.“ „Seine Gruben ſind an der Seite eines Hügels angelegt, 15 bis 18 Fuß breit, 10 Fuß tief, und von unbeſtimmter Laͤnge. Die Karren fahren auf den Huͤgel und ſtuͤrzen ſie mit einmal in das Loch. Sie werden auf der abhaͤngigen Seite des Huͤgels, wo eine Mauer mit einer Thuͤr aufgefuͤhrt iſt, herausgeholt. Wenn die Grube voll iſt, ſo wird ein Schober von Stroh daruͤber geſetzt, der groß genug iſt, den Froſt voͤllig abzuhalten. Durch dieſe Me⸗ thode kann eine große Quantitaͤt bey einander erhalten werden, denn die Ausduͤnſtungen wer⸗ den nicht zuruͤck gehalten, ſondern ſteigen durch * 2 das ————— — 212— das Stroh in die Hoͤhe, und doch iſt das Stroh wirkſam genug, den Froſt abzuhalten.“ „Des Generals Schafhoͤfe oder ſtehende Huͤrden ſind ſehr gut eingerichtet. Der eine, den wir ſahen, ſchließt einen Raum von 57 Yards(3 Fuß lang und 20 breit, folglich 1140 Quadrat⸗Yards ein. Darin werden 210 Schafe des Nachts eingeſchloſſen, und ſo hat jedes Schaf uͤber 1 ½ Quad.⸗Nard Raum. Rund umher iſt ein Schoppen, 9 bis 10 Fuß breit, und ebenfalls einer in der Mitte herdurch, wel⸗ cher an beyden Seiten oſſen iſt. Rund herum ſind Raufen, ſo wie auch eine Reihe doppel⸗ ter Raufen in dem mittendurch gehenden Schop⸗ pen. Unter den Raufen iſt eine kleine Krippe, worein die Kartoffeln gegeben werden.“ „Dieſe 710 Schafe bekamen jettt taͤglich 2 Tonne(1050 Pfund) Heu und 22 Buſhel Kartoffeln; bey minder ſtrengem Wetter haben ſie an Tonne Heu genug.“ „General Murray erkundigte ſich bey ſeinem Wollhaͤndler: ob dieſe Art, die Schafe einzuſchließen, nachtheilig fuͤr die Wolle ſeyn wuͤrde, und erhielt zur Antwort: daß er ihm bey dieſer Einſchließung den beſten Preis fuͤr dieſe Art Wolle zahlen wuͤrde. Nur die fran⸗ oſiſche hate Kartof Muk Da de ſ, ia 2 n bt a an und bo 7 zubeil in w heſten das Str⸗ t, e ſtehende der eine, i von 57 t, folglih tin verden wundſo he aum. Rand oFaß bri, rdurch, wi⸗ kund herun ihe doppel⸗ den Schop⸗ ne Krippe, en.” 4 jeht uglih r22 Pöſgel Veter hiben ge ſch be „die Shh Vole ſem daßer in e Prei fir ſur definn⸗ biſche zoͤſiſche(und teutſche) Methode, die Schafe ein⸗ zuſchließen, iſt verderblich fuͤr die Wolle.“ „Der Ertrag der Wolle iſt im Durchſchnitt von 5 Jahren 2 Schill. 6 P. vom Fließ gewe⸗ ſen; dieß Jahr war das Pfund zu 1 Schilling 1½ P. verkauft.“ „Er bedient ſich der Kartoffeln ſowohl zum Maͤſten der Schafe, als zur Nahrung. Er hatte 196 fette Hammel, die beynahe 14 Buſh. Kartoffeln und 100 Pfund Heu taͤglich fraßen. Man kann folglich 200 Schafe darauf rechnen. Da die Maſthammel ſo viel von beyden erhal⸗ ten, als ſie freſſen wollen, ſo erhellet daraus, daß, wenn ſie Kartoffeln, ſo viel wie ſie moͤ⸗ gen, bekommen, jedes an einem halben Pfunde Heu taͤglich genug habe.“(1 Buſh. Kartoffeln zu 75 Pfd., betragen 14 Buſh. 1050 Pfd., und kommen folglich aufs Stuͤck 5½ Pfd.) „In dieſem Theile von Suſſex behaͤlt man zuweilen Hammel bis ins fuͤnfte Jahr; aber im zweyten und dritten Jahre haͤlt man ſie am beſten.“ „General Murray giebt ſeinen Pflug⸗ ochſen Kartoffeln, und ſindet, daß ein halber Buſhel Kartofſeln mit Haferſtroh 40 Pfund Heu gleichkomme. Wenn Wenn 2 80 Pfd. Heu die Woche, der Centn. zu 2 S. 0 P. gerechnet, 6 S. 3 P. koſteten, und hiervon fuͤr Stroh auf 27 Tage abgerechnet wird 1—— ſo iſt der Werth von 3½ Buſhel Kar⸗ toffeln. 5— 3— oder der Buſhel 1 S. 6 P. bey dieſer Art des Verbrauchs.“ „Im Jahr 1763 legte der General ein Stuͤck Land zu Weidegras nieder, welches ſo liegen blieb, bis er von Minorka zuruͤckkam, und es war in der ganzen Zeit nicht um einen Pence beſſer geworden. Er ſchaͤhlete es dar⸗ auf ab, brannte den Raſen, und kalkte es zu⸗ gleich mit der Aſche. Es ward dann gepfluͤgt und, ohne Korn zu ſaͤen, unmittelbar zu Graſe wieder niedergelegt. Auf der ganzen Hoͤhe von Suſſey giebt es kein ſchoͤneres Stuͤck Grasland, wie dieſes ſeitdem immer geweſen iſt. Dies iſt ein merkwuͤrdiger Verſuch, ſagt Voung, und beſtaͤtigt, was ich ſeit 20 Jahren ſchon immer behauptet habe, daß naͤmlich nur der Miß⸗ brauch dieſer Methode verwerflich ſey. Wenn ein Farmer Raſen brennet, ſo weiß er, daß er im Beſitz eines Duͤngerhaufens iſt, und ſein erſter Gedanke iſt, Saft und Kraft ſobald als moͤglich durch Kornerndten heraus zu ziehen. Auf die Weiſe iſt das Raſenbrennen eine ab⸗ ſcheu⸗ —— telli ſct dt get leral R fig d ne Rüt gejürde Klee⸗ u ene d vinhe lia. tichts Acre geben 11 ſ tun V 5 ler r rc gras Krau wied dele dällg ſhhn ethal harſch mit ſab, I — 1— 4— er Art des egeral ein welches ſo zurückan, um einen e es dau⸗ ite es zu⸗ gepflügt zu Graſe hohe von Frasland, Dies iſ ung, und pon immer ee Miß⸗ . Venn r, daß er und ſii ſobald u zu jieyen. rein ah⸗ iha⸗ ſcheuliche Methode; aber mit gehoͤriger Vor⸗ ſicht giebt es nichts ſichereres und beſſeres. Ge⸗ neral Murray wuͤrde auch einen gluͤcklichen Er⸗ folg gehabt haben, wenn er nach dem Bren⸗ nen Ruͤben geſaͤet, und dieſe mit Schafen ab⸗ gehuͤrdet, darauf dann Gerſte oder Weitzen mit Klee⸗ und Grasſaamen geſaͤet haͤtte. Dies iſt eine Wirthſchaft, die ſich fuͤr gewoͤhnliche Land⸗ wirthe ſchickt, und deshalb erwaͤhne ich ihrer hier. Denn gewoͤhnliche Farmers werden nichts davon hoͤren wollen, 20 Schilling p. Acre fuͤr das Abſchaͤhlen und Brennen auszu⸗ geben, und obendrein 30 bis 60 Schilling fuͤr das Kalken, um blos Gras davon zu haben; ſo vortrefflich jene Wirthſchaft auch ſeyn mag.“ „In dieſer ganzen Gegend iſt der weiſſe Klee und der kleine gelbe(medicago lupu- lina), zugleich mit dem queckenartigen Strauß⸗ gras(agrostis stolonifera), das haͤufigſte Kraut. Es giebt keine beſſere Weidepflanzen, wie die beyden erſten, und keine ſchlechtere wie die lezte. Deshalb iſt es ſo noͤthig, dieſe erſt v»ollig zu zerſtoͤren, wonach man gewiß iſt, den ſchoͤnſten Ueberzug von den benden erſtern zu erhalten. Der General kannte in ſeiner Nach⸗ barſchaft eine alte Wieſe, die, aufgebrochen und mit Weitzen beſaͤet, uͤber 5 Quarters vom Acre gab, hernach zweymal Hafer, jedesmal 10 Quar⸗ 10 Quarters, und zuletzt noch eine gute Wei⸗ tzen⸗Erndte, womit ſie zu Graſe niedergelegt wurde. Seitdem aber hat ſie nichts, wie jenes queckenartige Straußgras oder kleine Hundsgras getragen, ſo daß dieſes Stuͤck Landes, ungeachtet eines guten Bodens, we⸗ nig oder nichts mehr werth iſt.“ „Es war ein entzuͤckendes Schauſpiel fuͤr mich, ſagt YVoung, ſo viel jugendliches Feuer und Unternehmungsgeiſt durch die Ueberlegung und Ausdauer des Alters geleitet zu ſehen. Was kann dem Gefuͤhle eines veteranen Heer⸗ fuͤhrers angemeſſener ſeyn, als der Ackerbau? — dieſe anziehende, philoſvphiſche, ehren⸗ volle Beſchaͤftigung!“ Ich geſtehe, daß mir manches in der Be⸗ rechnung dieſer Wirthſchaft dunkel iſt. Die Pflug⸗ und Pferdearbeit iſt beſonders angeſett, obgleich die Unterhaltung der Pferde und Pflug⸗ ochſen und vier gewoͤhnlicher Arbeiter, die wahrſcheinlich bey dem Geſpann ſind, ſchon in Rechnung gebracht worden; ſo wie auch alle die uͤhrigen Unkoſten, welche mit der Ackerarbeit verbunden ſeyn koͤnnen. Ich habe indeſſen die Berechnung hergeſetzt, weil ſie mir vorzuͤglich geeignet ſchien, uͤber die eng⸗ dieſn di⸗ mägtoac dnne Gebr c Miehhe ding 1 1 geri m nuld in n lnne, Fe thaſase zen 1 Shüge 1 89 85 fir 2 gehch 64 ger tal ſen,an wol und 10 gute Wei⸗ dergelegt , wie er kleine ſes Stücl ens, we⸗ uſpiel fir hes Feuer ebetleguag zu ſehen. jen Heer⸗ kerbau! ehren der Be⸗ ſt. Die angeſeßt und Pflag tter, die d, ſhen wie auc e mit der engliſchen Wirthſchafts⸗Verhaͤltniſſe im Gan⸗ zen Licht zu verbreiten. Wie unbetraͤchtlich iſt hier der Getreidebau gegen den Viehſta⸗ pel, und wie viel weiter koͤnnte jener mit dem Miſte getrieben werden, den der Vieh⸗ ſtand giebt! Freilich wird die Weide durch dieſen Duͤnger verbeſſert, aber ungleich hoͤher muͤßte doch ſeine Wirkung benutzt werden koͤnnen, wenn man den wirthſchaftlichſten Gebrauch davon machte. Der Ertrag des Viehſtapels durch Fleiſch und Fett iſt aller⸗ dings ſehr groß; daß man aber von einer geringern Ackerflaͤche dieſelbe Production ani⸗ maliſcher Subſtanzen haben, und folglich fuͤr den Getreidebau mehr Land uͤbrigbehalten koͤnne, zeigen ſelbſt mehrere in dieſer Wirth⸗ ſchaftz⸗Beſchreibung vorkommende Bemerkun⸗ gen unwiderſprechlich. Wie unbedeutend bey Schaͤfereyen dieſer Art der Ertrag aus der Wolle ſey, erhellet daraus, daß nur füͤr 553 Pfund Sterling aus Wolle, hingegen fuͤr 4137 Pfund aus verkauftem Schafvieh geloͤſet ſind. Ich wuͤrde die Beſchreibung merkwuͤrdi⸗ ger Wirthſchaften noch ſehr ausdehnen muſ⸗ ſen, wenn ich von allen denen etwas ſagen wollte, die etwas Ausgezeichnetes enthalten, und beſonders in Voungs Annalen beſchrie⸗ ben — 218— ben ſind. Die vorzuͤglichſten ſcheinen mir aber hinreichend zu ſeyn, das Charakteriſti⸗ ſche der groͤßeren engliſchen Wirthſchaften dar⸗ zuſtellen, und manches, was von unſern Gebraͤuchen ſehr abweicht, begreiflich zu machen. 6 nen mir atteriſti⸗ den dar⸗ unſern lich zu IV. Ueber die Drill⸗ oder Reihen⸗Kultur. 20999.,0,8000,4,90900990 eaeeee 3 Nerhi erltei aderers da m vlhe loh Arſen Beh ¹ het den ten p Und ſcietn Janhen Ueber die Drill⸗ oder Reihen⸗Kultur. Ich habe zwar ſchon im erſten Theile dieſes Werks uͤber dieſe, in England ſich immer mehr verbreitende, Beſtellungsart des Getreides und anderer Fruͤchte im Allgemeinen geſprochen. Die mannigfaltigen Mißverſtaͤndniſſe aber, welche durch dieſe und andere Aufſaͤtze veran⸗ laßt ſind, ſcheinen eine nochmalige, und in Anſehung mancher Punkte mehr entwickelnde Behandlung dieſer Materie zu erfordern. Unter Drillen verſteht man das in Rei⸗ hen⸗ſaͤen der Fruͤchte, verbindet aber zugleich den Begriff des Behackens und Bearbei⸗ tens waͤhrend ihres Wachsthums damit. Und da letzteres mehrentheils durch Pferde ge⸗ ſchieht, ſo nennt man es Pferdehacken, die ganze Bauart aber, auch da dieſes Behacken das 222— das Wichtigſte und das Saͤen in Reihen faſt nur Mittel zum Zweck iſt, Pferdehacken⸗Cul⸗ tur. Des Ausdrucks Drill⸗Wirthſchaft und Pferdehacken⸗Wirthſchaft ſollte man ſich billig nicht anders bedienen, als wenn wirklich die ganze Einrichtung des Ackerbaues auf dieſe Beſtellungs⸗ Methode gehoͤrig be⸗ rechnet iſt. In Europa hat man in aͤlteren Zeiten nur einzelne ſchwache Verſuche mit einer aͤhnlichen Beſtellungsart gemacht. Aber nach neueren Nachrichten, welche in den communications to the Board of Agric. zum Theil enthal⸗ ten ſind, weiß man, daß dieſe Methode in be⸗ traͤchtlichen Diſtricten des Orients, in Per⸗ ſien, Japan, China, hauptſächlich in Bengalen, landuͤblich ſey. Jethro Tull hat ſie in Europa wol zuerſt ſyſtemattſch betrie⸗ ben und durch ſein Werk„on the horsehoing Husbandry. London 1731 in 4to, 1733 und 1739 in Fol.“, wozu noch 1739 ein Sup⸗ plement⸗Band herauskam, allgemein bekannt gemacht. Um ſich von Tulls Methode einen klaren Begriff zu machen, muß man wiſſen, daß in ſeiner Gegend der Ackerbau mit ſchmahlen auf⸗ geworfenen Beeten, der noch in manchen Di⸗ Jüritn tuun Thes Eäuchli ween geee uwhn liß errd ſier diſs hndgiit die gum Tull en af dern aber ſel ſcen zui ganzen mit enerd er die Eas riſ ben ſiwige un ſes Neif de N und Dn kung da bloß ing Erdani ein zufe mitte 1 ſes ahenn trheiten faſt nur n⸗Cul⸗ hſchaft t ſolte ls wenn erbaues tig be⸗ eien nut ührüchen neueren ations enthal⸗ in be⸗ Per⸗ lich in Tull berrie⸗ Noing 1733 in Sup⸗ bekaunt klaret daß in len tuf nanchen di — 223— Diſtricten Englands, ſo wie Teutſchlands, z. B. einem Theile von Franken, der herrſchende iſt, gebraͤuchlich war. Es werden naͤmlich zwey, zuweilen auch vier Pflugſtreifen an einander gelegt, und darauf beſaͤet; zwiſchen jedem Beete dieſer Art bleibt dann eine Furche. Das Be⸗ ſaͤen dieſer Beete erfordert einen beſonderen Handgriff, wenn nicht viele Saamenkoͤrner in die Furche fallen und verlohren gehen ſollen. Tul l erfand alſo eine Saͤemaſchine, und ſaͤete auf der Mitte dieſer Beete 1 oder 2 Reihen, aber ſehr dicht, aus. Den Zwiſchenraum zwi⸗ ſchen zwey Beeten, der gerade die Haͤlfte des ganzen Ackers einnahm, bearbeitete er dann mit einem leichten Pfluge ſehr fleißig, ſo daß er die Erde von den Getreidereihen wechſels⸗ weiſe ab⸗ und anpfluͤgte. Dieſer gewiß ſcharf⸗ ſinnige und unterrichtete Mann gruͤndete die⸗ ſes Verfahren auf ſeine Theorie, nach welcher die Nahrung der Pflanzen in feinem Staube und Dunſte der Erde beſtehen ſollte. Die Wir⸗ kung des Miſtes beſtand, ſeiner Meinung nach, bloß in der Kraft deſſelben, die Aufloͤſung der Erdatomen zu befoͤrdern, und waͤre demnach ein aufloͤſendes, kein eigentliches Nahrungs⸗ mittel fuͤr die Pflanzen. Jene Wirkung des Mi⸗ ſtes aber glaubte Tull durch das haͤufige Be⸗ arbeiten des Erdbodens vollkommen erſetzen⸗ und und den Duͤnger folglich voͤllig entbehrlich ma⸗ chen zu koͤnnen. Es iſt wirklich wahr, und durch genaue Nachforſchungen beſtaͤtigt, daß Tull dieſe Me⸗ thode 13 Jahre lang in ſeiner Wirthſchaft be⸗ trieben hat, ohne daß man eine Erſchoͤpfung ſeiner Felder bemerkte. Es hat zwar jemand geſagt, daß Tull in ruinirten Vermoͤgens⸗Umſtaͤnden geſtorben ſey, und ſein Vermoͤgen, wie jener ſich witzig ausdruͤckte, verdrillet habe. A. YVoung aber, der ſonſt ein erklaͤrter Gegner der Tull⸗ ſchen Methode und der Drill⸗Cultur uͤberhaupt iſt, machte, um dieß zu erfahren, eine Reiſe nach dem vormahligen Gute und Landſitze dieſes merkwuͤrdigen Mannes, und bezeugt nach ein⸗ gezogenen Erkundigungen(Ann. of Agric. XXIII. 172.), daß er ſein Guth und Ver⸗ moͤgen ſeinem Sohn John Tull in guten Umſtaͤnden hinterlaſſen habe, der es aber durch grogen Aufwand(extra vagant dis- sipation)— der deutlich bewies, daß ſein Vater nicht arm verſtorben— verſchwendet hat, und ohne Nachkommen geblieben iſt.„Ein ſehr reicher Mann,“ ſagt Voung,„war Tull „wahrſcheinlich nie, denn das Haus, welches „noch in den Umſtaͤnden iſt, worin er es hinter⸗ ließ, jmit dem womi i Aufent ſich du haben/ „pvichtiz „ſtat me ngerihren hice Fun eier Ehes dawworen „Ehene t „höhcen „kanat „12 M Fanden „Hüͤge 4 es 0- AKocketg „Aus, 1 ſeinen, „Grund 1 „nicht 39 zr Bane btlich ma⸗ c genaue dieſe Ne⸗ ſſchaft he⸗ ſchüpfung daß Lull geſtorben ſih nig Noung der Tul⸗ berhaupt ine Reiſe he dieſes nach ein⸗ 9 Agric. und Ver⸗ lin guren res aber gant di- „ daß ſein erſchwende riſt„in „wär dul s, velhes res hiner⸗ ließ, — 225— „ließ, iſt eine Huͤtte, worin jetzt kein Mann „von 200 Pfund Einkuͤnften wohnen wuͤrde. „Aber freylich haben ſich die Sitten ſeit der „Zeit ſehr veraͤndert. Ich betrachtete das nie⸗ „drige Haͤuschen, welches mit glaſurten Zie⸗ „geln, von Tulls eigener Fabrik, gedeckt iſt, „mit demjenigen melancholiſchen Vergnuͤgen, „womit ich immer die Wohnungen und den „Aufenthalt beruͤhmter Maͤnner anſehe, die „ſich durch Thaten oder Schriften ausgezeichnet „haben, beſonders in dem der Menſchheit ſo „wichtigen Fache des Ackerbaues. Doch mehr „war meine Aufmerkſamkeit auf den Ackerbauer „gerichtet. Ein Gegner hatte ihm die natuͤr⸗ „liche Fruchtbarkeit ſeines Bodens, der auf „einer Ebene gelegen waͤre, eingewandt. Er „antwortete darauf: was ſeine Lage auf der „Ebene betrifft, ſo iſt mein Feld als eins der „hoͤheſten in der ganzen Grafſchaft Berks be⸗ „kannt und geſehen; denn man ſieht es 10 bis „12 Meilen weit— der groͤßte Theil ſeines „Landes liegt an der Suͤdſeite der Bitham⸗ „Huͤgel, iſt abhaͤngig und eine Art von graci- „les olivi, da ſie auf Kreide ruhn. Bey „trockenem Wetter ſieht der ganze Boden weiß „aus, er iſt voll von kleinen Feuer⸗ und Kreide⸗ „ſteinen. Am Fuße dieſer Huͤgel iſt ein „Grund, der auch auf Kreide ruhet, aber „nicht gepferdehackt wird, weil er ſeit dreyzehn 3r Band. P Jah⸗ — 226— „Jahren in Eſparcette liegt.— Ich habe ge⸗ „funden, fuͤgt Young hinzu, daß er ſein „Land richtig beſchrieben hat.“ Wenn gleich Tulls Theorie und beſon⸗ ders ſeine Meynung von der Entbehrlichkeit des Duͤngers genugſam widerlegt iſt; ſo iſt es doch gewiß, daß wir ihm manche ſehr richtige Be⸗ merkungen verdanken, und daß er den Nutzen einer ſtarken Bearbeitung des Bodens, durch ſeine Beſtellungsart auſſer Zweifel geſetzt hat. Er bauete auf ſeinem Felde beſtäͤndig Weitzen, und ungeachtet eigentlich nur die Haͤlfte des Ackers trug, die andere aber verarbeitet wurde, ſo erhielt er doch im Durchſchnitt 18 Buſhel vom Acre, was ungefaͤhr 7 ½ Berliner Schef⸗ fel vom Morgen betraͤgt. Dies erhielt er an Weitzen alle Jahre, alſo im Ganzen berraͤcht⸗ lich hoͤheren Ertrag, dem Werthe nach, als die Dreyfelderwirthſchaft gab, ohnerachtet er nur den halben Acker beſaͤete und die andre Haͤlfte verarbeitete Braache war, die dann im folgenden Jahre trug. Seine Erfahrungen beweiſen, wie viel die voͤllige Reinhaltung des Bodens vom Unkraut, die er durch ſeine Methode erreichte, und die Luftausſetzung jedes Erdtheilchens thue. Gewiß nicht die feine Pulverung und Zermalmung der Erde, ſthe, dn ſichn duft Klen entht de un Sſ dusdan hedig u Dünger den, han lerw des We Büſßel, Buſhel a enlice n lege (Scrif Fhrhene derglachg häher it. 3 derdo in den lic ſine haft ann deran, borbetei Win Aufe ſ lm⸗ abeg ah er ſein und beſon⸗ lickeit des iſtes doch rihhüge Ve den Nußen eens, durch grſih hn. dig Weiße, Haͤlfte des tet wurde, § Buſßel er Schef⸗ jelt er an berraͤcht⸗ nach, als erachtet er die andre die dann in wie bie di m Unkrau, te, un di de. Gexi aimun ue Erde⸗ Erde, ſondern die Auffangung der atmoſphaͤ⸗ riſchen Luft und die Einſaugung gewiſſer in der⸗ ſelben enthaltenen Theile, erſetzten den Duͤnger, den Tull wenig oder gar nicht anwandte. Dieſe ſogenannte Halbkultur(half- husbandry) ward noch von mehreren ver⸗ theidigt und wirklich betrieben, jedoch ohne den Duͤnger zu verwerfen. Mit Duͤngung verbun⸗ den, hat ſie ſehr hohen Ertrag gegeben. Mil⸗ ler in ſeinem Garten⸗Lexicon giebt den Ertrag des Weitzens von einem Acre auf 64 bis 30 Buſhel, ja in einzelnen Faͤllen ſogar auf 96 Buſhel an. Dies ſind indeſſen nur auſſeror⸗ dentliche Faͤlle auf ſehr reichem Boden. Dig⸗ by, Legard, Doſſie und Whyn Baker (Schrifiſteller aus der erſten Haͤlfte des vorigen Jahrhunderts) erzaͤhlen viele damit angeſtellete vergleichende Verſuche, wo der Ertrag immer hoͤher als bey gewoͤhnlicher Beſtellung geweſen iſt. Ihr noch lebender Vertheidiger iſt An⸗ derdon, von dem mehrerk Aufſaͤtze daruͤber in den Schriften der Societaͤt zu Bath beſind⸗ lich ſind. Wenn dieſe Methode recht vortheil⸗ haft ausgefallen iſt, ſo hat es, nach ihm, nur daran gelegen, daß man ſie zu hitzig auf un⸗ vorbereitetem Lande angefangen, und deshalb im Anfange ſchlechte Erndten gehabt hat. Ehe das Land durch dieſe Beſtellungsart ſelbſt in P 2 Ord⸗ ———— — 228— Ordnung und Reinheit kommen konnte, ward Zeit erfordert, und man gab die Sache wieder auf, ehe es ſo weit damit kam, daß ihre Wir⸗ kung ſich zeigen konnte. Dies wirft Ander⸗ don auch ſeinem Freunde Young vor, der die damit angeſtelleten unvortheilhaften Ver⸗ ſuche in ſeiner Experimental agriculture erzaͤhlt; Verſuche, welche dieſen nachmahls zum Gegner aller Drill⸗Kultur gemacht zu haben ſcheinen. Tulls obenerwaͤhntes Werk iſt eigentlich in keine Sprache uͤberſetzt, und folglich auſſer England wenig bekannt geworden. Auch iſt es jetzt uͤberhaupt ſelten. Duͤ Hamel de Mon⸗ geau machte aber einen Auszug daraus, unter dem Titel: Traité de la culture des ter- res suivant les principes de Mr. Tull 1751, welcher unter dem Titel: Abhand⸗ lung vom Ackerbau, nach den Grund⸗ ſaͤtzen des Hr. Tull, ins Teutſche uͤber⸗ ſetzt, 1732 herauskam. Duͤ Hamel gab nachher noch mehrere Baͤnde von Nachtraͤgen zu dieſem Werke heraus, wovon er beſonders die von Chateauvieux und d'Ebone mit dieſer Methode angeſtelleten und ſehr vortheil⸗ haft ausgefallenen Verſuche erzaͤhlt. Die Werkzeuge, deren ſich dieſe Herren bedienten, waren aͤuſſerſt unvollkommen. Uebrigens nimt Duͤ 1 V V Pmme n det N Ais vutſe atz ald ſänlche enrite and ſie us Pechſele ten Fra⸗ Winten der Vra⸗ der Auri Fene 9. tt ticht, Gaaten. Nehade Gewiäſe erfordere dieſe we darüber. zewveſen. ondern Gebraus dus vuß beiten u ur dieſe Aden Al V inte, vard ſche wieder ihre Wir⸗ Arndet⸗ bor, der iſten Ver⸗ riculture nachmahle gemacht zu eigentüch lich auſer luch iſt es e Mon⸗ , unter Jes ter- lr. Tull bhand⸗ Grund ſche über ꝛmel gi ſKachtraͤgen beſondets bone wi rvorthei⸗ jt. di bediennen gen⸗ fünt da Duͤ Hamel Tulls Theorie und ſeine Meynung von der Unnoͤthigkeit des Duͤngers nicht an. Was teutſche Schriftſteller davon anfuͤhren, iſt ganz aus jener ſehr fehlerhaften und unver⸗ ſtaͤndlichen Ueberſetzung der Duͤhamelſchen „Schrift genommen. In England verbreitete ſich um dieſe Zeit die aus Norfolk und Kent herſtammende Wechſelwirthſchaft zwiſchen Getreide und gruͤ⸗ nen Fruͤchten unter den verbeſſerungsliebenden Wirthen immer mehr. Man fand, daß man der Braache dabey mehrentheils entbehren und den Acker doch in Kraft und Reinheit erhalten koͤnne. In dieſes Syſtem paßte ſich jene Bau⸗ art nicht, wenigſtens nicht fuͤr die Getreide⸗ Saaten. Man bediente ſich alſo der Tulliſchen Methode nur bey dem Anbau von groͤberen Gewaͤchſe, die ohnehin weitere Zwiſchenraͤume erforderten, und der Huͤlſenfruͤchte. Daß dieſe Bauart den letzteren ſehr angemeſſen ſey, daruͤber iſt ſeitdem in England nur Eine Stimme geweſen. Aber dies war auch nichts Neues, ſondern ſchon ſeit Jahrhunderten landuͤblicher Gebrauch in der Grafſchaft Kent. Von dort⸗ aus wußte man ſchon, daß dieſes tiefe Verar⸗ beiten und Reinhalten der Vorfruͤchte nicht nur dieſen ſehr vortheilhaft waͤre, ſondern den Boden auch fuͤr die Folge tief lockere und zu dem dem Getreide vorbereite. Die Tulliſchen Werkzeuge ahmte man jedoch zu dieſer Abſicht nach, und verbeſſerte ſolche immer mehr. Was aber die eigentliche Tulliſche Wirthſchaft betrifft, jaͤhrlich auf demſelben Acker Weitzen zu bauen und nur die Reihen zu wechſeln, da⸗ bey den Duͤnger zu vernachlaͤſſigen; ſo hat ſol⸗ che im Ganzen wenig, und in letzterem Punkte vielleicht gar keine Nachahmer gefunden. Eine neuere Drillmethode aber, deren Voll⸗ fuͤhrung mit Pferdewerkzeugen wir wol dem erfindungsreichen Ducket verdanken— denn mit der Hand ward ſie ſchon lange einzeln von Gaͤrtnern und kleinen Leuten, ſelbſt in Teutſch⸗ land, betrieben—, fand weit groͤßeren Beyfall und ließ ſich vortrefflich mit jener Wechſelwirth⸗ ſchaft vereinigen; ohnerachtet ſie auch bey der Felderwirthſchaft ſehr anwendbar war. Dies iſt naͤmlich die Drillſaat in gleichweit abſtehen⸗ den Reihen—(aequidistant Rows), die bey dem Getreide auf 7 bis 12 Zoll Entfer⸗ nung gezogen, und ſodann mit einer vielſchaa⸗ rigen Pferdehacke bearbeitet werden. Die Ducketſche Methode und Werkzeuge waren, meines Wiſſens, die erſten, womit dieſe Bauart vollfuͤhret wurde. Ich habe dieſe im 2ten Hefte meiner neuen Ackerwerkzeuge, mit ij ünr Pänderu bſtrieben the, A geiſtun bulcha ſe Wet bbonen n nahl fü nnd wo neiben E5 Nenge: ekannt g t haupt gſlhh, Sienaſc ſcen, w derbinde und der un zeichet mit den zu Hale aus, u ner den Enffern 1 Tullichen ſer Abſicht nr wehr. diriſchaft er Weißen jſeln, da⸗ ſo hat ſol⸗ emn Punke den. deren Val⸗ wol dem :— denn nzeln von Teutſch⸗ Veyfall ſelwirth⸗ hbey der r. Dies abſtehen⸗ SW), die oll Entfer vielſchaa⸗ Werkzeuge n, vrmi hahe diſe wertzelge, wit mit einigen von mir zweckmaͤßig befundenen Abaͤnderungen, ſo deutlich abbilden laſſen und beſchrieben, wie nur moͤglich war, und ich hoffe, daß man ihre ohnehin einfache Zuſam⸗ menſetzung und ihren Gebrauch daraus hin⸗ laͤnglich abnehmen, und ſich von der Wirkung der Werkzeuge einen klaren Begriff machen koͤnnen wird. Ich halte dieſe Werkzeuge, zu⸗ mahl fuͤr den Anfang dieſer Beſtellungsart, und wo man ſolche nicht ſchon ſehr ins Große treiben will, immer fuͤr die paſſendſten. Es ſind ſeitdem in England eine große Menge anderer Drill⸗Werkzeuge erfunden und bekannt gemacht worden. Sie unterſcheiden ſich hauptſaͤchlich in zwey Gattungen: naͤmlich in ſolche, bey denen der Furchenzieher von der Saͤemaſchine getrennt iſt, wie bey den Ducket⸗ ſchen, und in ſolche, die beydes mit einander verbinden und in einem Zuge Furchen machen und den Saamen einlegen. Unter letzteren, und uͤberhaupt unter allen⸗ zeichnet ſich die vom James Cooke(denich nicht mit dem in dieſem Buche erwaͤhnten Hrn. Coke zu Holckham zu verwechſeln bitte) vortheilhaft aus, und ſie erhaͤlt auch in England noch im⸗ mer den groͤßten Beyfall. Sie ſaͤet auf 9 Zoll Entfernung 6 Reihen in einem Zuge, kann aber — — 232— aber auch zu jeder anderen beliebigen Entfer⸗ nung eingerichtet werden. Die Trichter, wo⸗ durch der Saamen faͤllt, liegen mit ihrer Oeff⸗ nung hinter den Furchenziehern. Der Aus⸗ wurf des Saamens in die Trichter geſchiehet durch metallene Loͤffel, die in einer Walze ein⸗ geheftet ſind. Jede Art des Saamens hat ihre beſonderen Loͤffel und ihre beſondre Walze. Je⸗ doch iſt es zur Erſparung derſelben ſo eingerich⸗ tet, daß jede Loͤffelart zu zweyerley Saamen gebraucht werden kann, indem ſie zwey Ver⸗ tiefungen oder Schahlen, eine oben und eine unten, haben, man folglich die Walze nur um⸗ zudrehen braucht, um den Saamen von der einen oder der andern aufnehmen und auswer⸗ fen zu laſſen. Die Walze wird, mittelſt eines Triebrades, durch den Umlauf des Geſtellra⸗ des in Bewegung geſetzt. Die Loͤffel heben den Saamen aus einer Molde heraus, in welche er aus dem oberen Saatkaſten hineinfaͤllt, und werfen ihn bey ihrem Umſchwunge, in einem be⸗ ſtimmten Verhaͤltniſſe, in die Trichter. Dieſe Maſchine hat ſo manche Huͤlfsmittel und Stel⸗ lungs⸗Reſſorts, daß man ſich, ohne ſie ſelbſt geſehen und verſucht zu haben, ſchwerlich einen vollſtaͤndigen Begriff davon wird machen koͤn⸗ nen. Man findet in Bechtrups Bemer⸗ kungen uͤber die engliſche Landwirth⸗ ſchaft eine aus dem 14ten Bande der Noung⸗ —.— ——————— unſce ch valch 6 der( fin von h niß ſie Naſch cß ſe Selt e feien h ſabe ge viel koſ Erfnde mannig keren dl mens, tonmaſ hr. Cok⸗ mngebn durzagef ſtande fig ä dieſe⸗ ſie do Erfinde keicht i mit un bewaß hequem ſnd f V hen Enffer, ihier, wo⸗ ihrer Def⸗ der Aus⸗ geſchiehet Vahhe ein⸗ s hat ihre Talze. Je⸗ deingerice iy Gaumen zwey e⸗ n und eine ze nur ume von der aus wer⸗ elſt eines heſtellra⸗ heben den welche er jällt, und einem ba⸗ er. Diß und Eteb ne ſie ſehſ erlich eine zachen fhw⸗ Bemer⸗ udwirtp Bande di Nung — 233— Voungſchen Annalen genommene Abbildung, nach welcher man ſich eine ohngefaͤhre Idee von der Geſtalt der Maſchine, wenn gleich keine von ihrer Einrichtung, machen kann. Ich zweifle auch, daß es moͤglich ſeyn wird, die Maſchine in Zeichnungen ſo darzuſtellen, daß ſie darnach verfertigt werden koͤnne. Selbſt ein Modell wuͤrde große Schwierig⸗ keiten haben, muͤßte nach einem großen Maß⸗ ſtabe gemacht werden und würde leicht 3 ſo viel koſten, als wofuͤr die Maſchine bey dem Erfinder ſelbſt zu haben iſt. Durch ihre mannigfaltige Stellung, kann man den ſtaͤr⸗ keren oder ſchwaͤcheren Auswurf des Saa⸗ mens, und die Tiefe, worin er zu liegen kommen ſoll, genau beſtimmen. Neuerlich hat Hr. Coke noch einige Verbeſſerungen dabey angebracht und mehrere Arten von Hackeiſen hinzugefuͤgt, die nach dem verſchiedenen Zu⸗ ſtande des Bodens und der Saat zweckmaͤ⸗ ßig eingeſetzt werden koͤnnen. Ungeachtet dieſe Maſchine ziemlich componirt iſt, ſo iſt ſie doch, beſonders ſo wie man ſie von dem Erfinder erhaͤlt, dauerhaft, und kann nicht leicht in Unordnung kommen, wenn man da⸗ mit umzugehen weiß, und ſie gehoͤrig auf⸗ bewahret. Man kann ſehr dreiſt und ſehr bequem damit von einem Felde zum andern und ehſt uͤber rauhe Wege fahren, ohne daß — 234— daß die Erſchuͤtterung ihr nachtheilig wuͤrde. Der Preis, wofuͤr man ſie unter der Adreſſe: „Rev. James Cooke, white Lion Yard, Opposite the DBantheon, Oxford-Street, London“ erhaͤlt, iſt wirklich ſehr billig, etwa 16 Pfund Sterling, wofuͤr man ſie einzeln nicht machen laſſen kann. Es ſind noch eine Menge anderer Drill⸗ maſchinen erfunden worden, die von Einigen ſehr geruͤhmt werden, wovon aber doch keine der Cokeſchen den Vorzug in der allgemeinen Mey⸗ nung abgewonnen hat; ungeachtet ſie wohlfei⸗ ler ſind. Ich erwaͤhne nur folgender: Amos beſchreibt eine, in ſeinen Verſuchen uͤber die Drillwirthſchaft; Bailey in der landwirth⸗ ſchafilichen Beſchreibung von Northumberland; Darwin in ſeiner Phytologie, woſelbſt man dieſe Maſchinen auch abgebildet findet. Die von Wellard und von Horn werden in Kent ſehr gebraucht, und ſind zu Dower zu haben. Manche geben aber der Ducketſchen Ma⸗ ſchine noch vor allen den Vorzug, weil man vorfallende Fehler dabey gleich bemerken und verbeſſern kann, was bey denen Maſchinen, die den Saamen unmittelbar in die Furchen le⸗ gen, nicht angeht. Auch Ach tünmng, ba eine ſhus Sanffer Warf Mited dine ſo welche gen, und belin fitrn— ſennew duc i ſchribe dem e Naſt rigfalt An a ſig wirde. Areſſe: on Jard, dSuect ilig, etwa ſe einzeln erer Dril⸗ in Einigen ih keineder inen Me⸗ ie wohlſei : Amos üͤber die nowirth⸗ berland; Abſt wan et. Die verden in Dower zu ſchen Na⸗ weil man gerken und Maſchinen Furceenl⸗ Luch Auch hat man noch eine ſehr einfache Vor⸗ richtung, die Saat in Reihen zu ſetzen, naͤm⸗ lich eine ſchwere Walze, welche in beſtimmter Entfernung mit ſtarken eiſernen, einſchnei⸗ denden, folglich in ihrem Umfange ſcharfen, hinten aber breiten und dicken Ringen beſetzt iſt; ſo daß man ſie nur uͤber das Land herzu⸗ walzen braucht, um es in ſpitze zulaufende Saatfurchen zu legen, da denn das durch den Wurf geſaͤete Gerreide ziemlich genau in die Mitte der Furchen faͤllt. Sillis heſchreibt eine ſolche(Annal. of Agric. XIX. I11.) welche 10 Furchen zieht, von 3 Pferden gezo⸗ gen, und durch einen darauf ſitzenden Menſchen gefuͤhrt wird, und ruͤhmt ſolche vorzuͤglich auf leichtem Boden, wegen der wohlthaͤtigen Zu⸗ ſammenpreſſung der Erde, welche ſie bewirkt. Auch iſt eine aͤhnliche von Lord Orford be⸗ ſchrieben(Annal. of Agric. XII. 4 5.). Bey dem erfindungsreichen Geiſt der Englaͤnder im Maſchinenweſen, koͤnnen wir noch immer man⸗ nigfaltigere und verbeſſerte Werkzeuge dieſer Art erwarten. Die Drill⸗Kultur kann auf Boden jeder Art angewandt werden; ausgenommen, wo der Acker voll von großen Steinen oder ſo ſteil ab⸗ — 236— abhaͤngig iſt, daß die Pferde keinen feſten Gang darauf haben. In beyden letzteren Faͤl⸗ len wird denn auch niemand auf dieſe Bauart denken. Der ſteife bindende Kley erfordert zwar, wie uͤberhaupt bey ſeiner Kultur, ſo auch hier, eine beſondere Aufmerkſamkeit und Wahrnehmung ſeines muͤrberen Zuſtandes bey paſſender Witterung. In demſelben Zuſtande aber, wo er Pflug, Egge und Wurfeinſaat zu⸗ laͤßt, geſtattet er auch den fuͤr ihn eingerichte⸗ ten Pferdehacken und Saͤemaſchinen den Zu⸗ gang, und hat dann von der Wirkung derſel⸗ ben ohne Zweifel den groͤßten Vortheil. Der trocken liegende oder gehoͤrig abgewaͤſſerte Lehm⸗ boden iſt freilich leichter damit zu behandeln, und der lehmige Sand am allerleichteſten; und auch auf letztern hat die Lockerung in der Oberflaͤche durch die Pferdehacke immer eine wohlthaͤtige Wirkung gehabt. Aber eine nothwendige Bedingung des gluͤcklichen Erfolges bey dieſer Bauart iſt die: daß der Boden gehoͤrig vorbereitet, gut gepfluͤget, abgewaͤſſert, von Quecken und anderm Wurzelunkraut voͤllig rein, mit Saamenunkraut wenigſtens nicht zu ſehr angefuͤllet ſey. Es iſt eine ganz falſche Idee, wenn manche glauben, daß ſie durch dieſe Kultur ihr —Q——ę—Q—C—ę—ęOCOL—é— it urrei nn entw det e uder es zern ds uil, d Praach pfuüge! iß, km inſiger 2 lvmn, den. D dottonr ſchriter weng ſchütten Viter kraut d Ulber Saaten in der auf and der rein iden feſten zteren Fäͤl⸗ eſe Vzuart ferfordert autur, ſo ankeit und randes bey Zuſeande ſeinſagt zu eingerchue en den Iue ung derel⸗ eil. Der erte lehm⸗ ehandeln, en; und in der mer eige ngung des art iſ die bereiten — 237— ihr unreines Land rein machen oder von Un⸗ kraut befreien wollen. Wenn man ſagt, daß dies durch das Drillen bewirkt ſey, ſo verſtehr man entweder nur das Drillen groͤberer Ge⸗ waͤchſe, die, in weiteren Zwiſchenraͤumen geſetzt, die Bearbeitung mit leichten Pfluͤgen zulieſſen, oder es war zugleich damit die beſſere Kultur in anderen Stuͤcken verbunden. Coke macht es zur unerlaͤßlichen Bedingung, wenn man die Drill⸗Kultur mit gluͤcklichem Erfolg einfuͤhren will, daß man im Sommer vorher reine Braache halte, und das Land ſehr fleißig pfluͤge und egge. Nur Land, was einmahl rein iſt, kann die Drill⸗Kultur rein erhalten. Bey guͤnſtiger Witterung kann zwar das Saamen⸗ unkraut, was im Acker liegt und zum Laufen kommt, durch das Pferdehacken vertilget wer⸗ den. Denn das in den Zwiſchenraͤumen her⸗ vorkommende wird durch die Hacken wegge⸗ ſchnitten, und das in den Saatreihen, kann, wenn es eben hervorgekommen iſt, ſo uͤber⸗ ſchuͤttet werden, daß es erſtickt. Aber iſt die Witterung nicht guͤnſtig, ſo entwaͤchſt das Un⸗ kraut der Pferdehacke, und kann dann aͤrger Ueberhand nehmen, als bey dichtſtehenden Saaten. Man muß alſo die Vertilgung des in der Oberflaͤche liegenden Unkraut⸗Saamens auf andre Weiſe zu bewirken ſuchen. Naͤchſt der reinen Braache iſt der Gebrauch des Ex⸗ ſt ir⸗ ſtirpators, der ſich mit der Drill⸗Kultur ſo trefflich verbinden laͤßt, das wirkſamſte Mit⸗ tel dazu. Dieſes Unkraut iſt hauptſaͤchlich nur dem Sommergetreide gefaͤhrlich. Bereitet man nicht gar zu bindendes Land vor Winter durch den Pflug vor, uͤberziehet es blos im Fruͤhjahr etliche Mahle mit dem Exſtirpator, und drillet dann die Saat nicht zu fruͤh ein, ſo uͤberwin⸗ det man das Unkraut, und die einzeln aufſchla⸗ genden Halme werden durch die Handhacke oder das Jaͤten, unter dem in Reihen ſtehenden Getreide, leicht zerſtoͤrt. Auch muß das Land in der Oberflaͤche nicht voll von unvermoderter Grasnarbe und von langem Miſte ſeyn. Dies macht wenigſtens die Arbeit ſchwierig, und ſie kann nie ſo ſau⸗ ber werden, wie ſie von rechtswegen ſeyn muß. Durch die Vorrichtung mit dem Schaͤhlmeſſer, deren ich bey Gelegenheit von Duckets Wirth⸗ ſchaft erwaͤhnet, und die ich im 2ten Hefte mei⸗ ner Ackerwerkzeuge Taf. VIII. beſchrieben habe, werden Stoppel, Narbe und Miſt ſo untergebracht, daß ſie den Drillwerkzengen nicht in den Weg kommen koͤnnen. Kleeſtoppel hat mir indeſſen, auch ohne dieſe Vorrichtung, nie⸗ mahls bedeutende Hinderniſſe im Drillen des Wintergetreides gemacht, wenn ich ſie wenig⸗ ſtens 6 Wochen vor der Saatzeit umpflügen, dann V det nnd ſoch. dder erm 5 Mai en w hhrer Vo Nan ha nen v beeten ich aus bollkomn tir t dermie beite! Paſer Pferde unn't euchti derjeni Akersr de lehn rill, Kultun ſamſte Mi⸗ ſichlih nur ereitet man nter durch Früͤhjahr und diille ſ uberwin⸗ eln zufchle adhacke oder en ſegenden äche nicht und bon enigſtens le ſo ſau⸗ ſeyn muß. ahbmeſſer teis Wirt⸗ Hefte mi⸗ beſchriebe und Mit ſh geugen rict eeſtoppel hat ichrung, ſie Drillen de 1 ſie hetig unpflihn, dn dann walzen und vor der Saat tuͤchtig eg⸗ gen ließ. Der Acker muß ferner entweder voͤllig eben und flach und ohne viele und tiefe Furchen ſeyn, oder er muß in beſonders dazu eingerichtete, mit den Maſchinen im Verhältniß ſtehende Beete gelegt werden, wenn anders dieſe Kultur in ihrer Vollkommenheit ausgefuͤhrt werden ſoll. Man hat zwar auf irregulaͤren gewoͤlbt⸗zuſam⸗ men und wieder auseinander gepfluͤgten Acker⸗ beeten haͤufig gedrillet, und es geht auch, wie ich aus Erfahrung weiß, ganz gut an; aber ſo vollkommen, wie es ſeyn ſoll und kann, wird es nicht. Ein trockener, der Feuchtigkeit nicht aus⸗ geſetzter Boden muß, wie uͤberhaupt, ſo auch bey dem Drillen, moͤglichſt flach und eben er⸗ halten, und der Aufwurf in erhoͤhete Beete vermieden werden, damit er ins Kreuz verar⸗ beitet werden koͤnne. Die auch hier noͤthigen Waſſerfurchen machen einigen Aufenthalt beym Pferdehacken, und man muß ſie daher nicht unnoͤthiger Weiſe vervielfaͤltigen. Ein der Feuchtigkeit unterworfener Boden, beſonders derjenige, welcher unter einer ziemlich lockeren Ackerkrume eine feſt gebundene undurchlaſſen⸗ de Lehm⸗ oder Thonlage hat, kann keine hoͤ⸗ here — 240— here Verbeſſerung erhalten, als die: daß man ihn mit verdeckten Abzuͤgen(Under-drains) verſieht, die ſeinen Abhang nur durchſchneiden und ſich in Ableitungsgraͤben ergießen. Wenn wir gewiſſe Stuffen der Ackerkultur annehmen, welche man eine nach der andern betreten ſollte, ſo muͤßte auf Boden dieſer Art das Abzug⸗ legen dem Drillen von rechtswegen vor⸗ hergehen. Ein auf dieſe Weiſe abgewaͤſſerter Acker bedarf dann weiter keiner Unterbrechung durch Waſſerfurchen, weder in der Laͤnge noch in der Queere; keiner aufgeworfenen Beete, ſon⸗ dern kann eben erhalten werden, wie im Sand⸗ boden, und ſetzt den Saͤemaſchinen und Hacken keine Unebenheit in den Weg. Iſt dieſe ſo nuͤtzliche und ſo bald ſich reich⸗ lich wiederbezahlende Vorbereitung aber noch nicht geſchehen, dann iſt es rathſam, den letzt⸗ erwaͤhnten, ſo wie den eigentlichen bindenden Thonboden in ſchmahle, aber flache, ungewoͤlb⸗ te Beete zu legen. Die Breite dieſer Beete muß dann im Verhaͤltniß mit der Breite der Saͤe⸗ und Hackemaſchine ſtehen, ſo daß ſie mit 2, 3 oder 4 Zügen derſelben ganz gefaßt wer⸗ den. Die Cokeſche Pferdehacke, welche 4 ½ Fuß faßt, kann durch Anſetzung eines Balkens zu 9 Fuß verlaͤngert werden, da ſie dann 12 Hack⸗ eiſen enthaͤlt. Wenn dies geſchieht, ſo werden zwey z hferde übedeit tat girni num dſe Ni Thuns ſe uitgeſpe und de Preite d di lenkt der and behacke Boden theil, küan, we t gibr ſpaſt R K ſe da Aber es tung ſ und do dieſe E fahr de zuzgeſet eu e: daß ma lerdrains) nthſcheiden en. Wenn annehmen, treten ſolle, as Abzug⸗ wegen vor⸗ bgewaͤſerte nretechung Langedohi Beete, ſon⸗ te im Sand und Hacken ſich reich⸗ aber noch n den leßt⸗ n bindenden e, ungewil dieſer Veun r Preite der daß ſiemit z geſaßt ver liche a4 z Balkens zu ann 1 ha t, ſowaden zwey 2 Pferde, auf jeder Seite eins, angeſpannt. die beyde in den Pflugfurchen gehen, das Acker⸗ beet gar nicht betreten, und von ſelbſt in ihrer Richtung bleiben. Aber auch einfach kann dieſe Pferdehacke vermittelſt eines ſchraͤgen Baums ſo eingerichtet werden, daß das eine vorgeſpannte Pferd blos in der Furche gehet, und die Hacke die Haͤlfte des Beets, oder eine Breite von 4½ Fuß, beſtreicht. Beym Unwen⸗ den lenkt man das Pferd ſodann in die Furche der andern Seite, und ſo wird dieſe ebenfalls behacket. Ohne Zweifel hat dies auf feuchtem Boden und bey feuchter Witterung große Vor⸗ theile, indem man damit zu jeder Zeit arbeiten kann, wenn nur die Furchen zwiſchen den Bee⸗ ten gehoͤrig geoͤffnet und abgewaͤſſert ſind. Es ſchadet ſelbſt eine Woͤlbung der Beete nicht, weil die Hackeiſen ſo eingeſetzt werden koͤnnen, daß ſie den Boden allenthalben gleich ſtark faſſen. Aber es iſt nicht zu leugnen, daß dieſe Einrich⸗ tung ſchon eine große Genauigkeit erfordere, und daß bey der erſten Einrichtung die Beete nach dem Maaßſtabe und faſt nach der Schnus gearbeitet werden muͤſſen. Zur Vollkommenheit der Drill⸗Kultur traͤgt dieſe Einrichtung auf Boden, welcher der Ge⸗ fahr der Naͤſſe zur Behackungszeit einigermaßen ausgeſetzt iſt, ſehr vieles bey. Aber noth⸗ zr Band. wen⸗ — 242²— wendig iſt ſie nicht, wenn das Feld gute Ab⸗ grabungen hat, und man einer kleinen Uneben⸗ heit, am Rande der quergezogenen Waſſerfur⸗ chen, nicht achtet. Iſt der Acker einigermaßen trocken, ſo hat man vom Auftritt des Pferdes durchaus keinen Nachtheil zu beſorgen, und man kann ſolches ganz ſicher mitten vor die Hackmaſchine ſpannen, worauf wir nachben zuxuckeommen werden. In Anſehung der Entfernung der Saatreihen von einander ſind die Mey⸗ nungen getheilt. Manche wollen ſie beym Ge⸗ treide nur auf 7 Zoll, andere, beſonders beym Weitzen, auf 12 Zoll haben. Die meiſten ſind hingegen fuͤr neunzollige Diſtanzen, und Coke har, wie mir deucht, in einer beſonderen Abhandlung uͤberzeugend erwieſen, daß, wenn die Reihen weniger als 9 Zoll Entfernung ha⸗ ben, die Erde nicht tief genug ausgeſchnitten werden koͤnne, um ſolche hoch genug an das Getreide anzuhaͤufen, und dadurch den Aus⸗ trieb der Wurzeln aus dem hoͤheren Knoten zu bewirken. Auf zaͤhem Kleyboden halten eini⸗ ge die zwoͤlfzoͤlligen Zwiſchenraͤume zweckmaͤßi⸗ ger, weil er in ſtaͤrkere Schollen bricht, und dieſe bey einem kleineren Raume uͤber die Saat⸗ buurii gfergni ſeators Perhei ner v 4 ſaat hheile ſind. ſclag lah a ner, m ſhent 1 Va Gerſ Hafe Ethſ Bah Wih 1d gur N. nen Uneben⸗ Paſeerfur⸗ iigermaßen des Pferdes ergen, und nen vor die wit vahher nung der die Mey⸗ beym Ge⸗ ders beym die weiſten azen, vnd beſorderen daf, wem uffernung her ausgeſchniten genug an di ich den Au⸗ en Knoten zi i haltn i ne zwecniſ n brich/ 1nd une üher e Enat⸗ — 243— Saatreihen herfallen. Coke hat aber dieſe Beſorgniß durch die Einfuͤhrung ſeiner Scarri⸗ ſicators gehoben, und dann iſt natuͤrlich die Vertheilung der Saat in mehrere Reihen im⸗ mer vorzuziehen. In Anſehung der Quantitaͤt der Ein⸗ ſaat waren die Meynungen lange eben ſo ge⸗ theilt, wie ſie es noch bey der Wurfausſaat ſind. Einige ſind aͤuſſerſt ſparſam damit, und ſchlagen den Vortheil der Saaterſparung ſehr hoch an. Herr Cloſe, ein anerkannt erfahr⸗ ner, und durch die hohe Kultur ſeiner Wirth⸗ ſchaft beruͤhmter Landwirth, ſaͤet nur folgendes: p. engl. Acre betraͤgt auf 1 Berl. Morgen. Weitzen 3 Buſhel ⸗ ⸗ 43 Berl. Metzen “ Erbſen 2 3—— She 4 42 1 2 Wicken 3— 2 2 2—— Nach einer Berechnung, die daruͤber im Commercial Magazine v. 261. gegeben wird, waͤre dieſe Saaterſparung, gegen die gewoͤhnliche Wurfausſaat, faſt zureichend, Eng⸗ Q 2 land land aus aller Verlegenheit des Kornmangels zu ziehen, wenn ſie allgemein eingefuͤhrt wuͤrde. Andre hingegen waren durchaus gegen dieſe Saat⸗Erſparung beym Drillen, und dazu gehoͤrte, wie ich ſchon an einem andern Orte geſagt habe, Ducket, der aber in ſpaͤ⸗ tern Jahren davon abgieng und nebſt ſeinen Söhnen eine betraͤchtliche Saat⸗Erſparung, doch keine ſo große wie Cloſe, zugeſtehet und empfiehlet. Coke, dem wir wegen ſeiner vielen eige⸗ nen und geſammleten Erfahrungen, und wegen des Intereſſes, welches er bey dem glüͤcklichen Erfolge und der mehreren Ausbreitung des Drillens hat, vorzuͤglich Glauben beymeſſen koͤn⸗ nen, nimmt folgende Saͤtze an: Weitzen 1 Buſßh. p.engl. Ac.= 6 ½ Berl. Metzen. Gerſte 1-1½————= 6§ bis 9 ½— 8 Hafer 2 ½————=1615—— Bohnen 2-2 ½4————= 13¼- 16— es Wicken 2-2 ½————= 134- 1675— 8 Erbſen a————=13 ½—— 3 Dieſe Angabe wird auch von den meiſten befolgt und beſtaͤtiget. Es G en Gank dr Kaln 3 Vber Purfde chrit m henich nen, k den Wu danät, der Nf ſens erſt mn tentältn iin ſch denier nung N wegen ſem G den, d ich im werzen zuf der uumangeis eingeührt us gegen ſen, und im andern er in ſa⸗ bhſt ſeinen Erfyarung eſtehe und dlen eige⸗ d wegen ücklichen ug des ſen kr⸗ ———— uBCS la. ⁴ ——— — = — = = Es köoͤmmt bey dem mehreren oder minde⸗ ren Saatbedarf hauptſaͤchlich auf den Grad der Kultur, worin ſich der Acker befindet, mei⸗ ner Ueberzeugung nach, an, man mag durch Wurf oder Drillmaſchine ausſaͤen. ſchnitt muß man bey dem ziemlich große Reinheit des Ackers anneh⸗ men; und ſo viel einzudrillen, wie man durch den Wurf gewoͤhnlich ausſaͤet, waͤre nicht nur unnuͤtz, ſondern durch die Zuſammendraͤngung Aber Clo⸗ der Pflanz en wirklich ſchaͤdlich. ſens große Saat⸗ Erſparung iſt wol nur dann erſt rathſam, wenn der Acker in voͤllige Gar⸗ tenkultur verſetzt iſt. CEokens Angabe kann Im Durch⸗ Drillen immer eine man ſich zur Norm nehmen, wenn der Acker in demjenigen Zuſtande If. den er Fau Drillen verlangt. Annt Meimn Acker iſt der doral⸗ jSchwibrizeien wegen leider! im allgemeinen noch nicht in die⸗ ſem Grade der Kultur, indeſſen wird man fin⸗ den, daß die Einſaat meiner Maſchine, welche ich im 2ten Hefte der Abbildungen der Acker⸗ werkzeuge genauer angegeben baben auf den Calenbergſchen Morgen Rocken 48 Tfändas Gerſte 6— 2 Hafür 70 4 5 W mlich 81 8 14 2 2 20 Loth. 1 5 Coke's Angabe, den Kafer ausgenommen, wenig uͤbertrifft, und dieſe Ausſaat hat ſich, wenn anders kein Maͤuſe⸗Schnecken⸗ und Wurmfraß entſtand— denen bekanntlich die dichteſte Ausſaat vielleicht weniger, wie die duͤnneſte widerſteht— immer ſtark genug ge⸗ zeigt. Den Hafer dichter zu ſaͤen, habe ich manche Gruͤnde. Htit tt Durch die Cokeſche Saͤemaſchine kann eine ſtaͤrkere und ſchwaͤchere Ausſaat viel genauer und beguemer, als durch die Duckeiſche, be⸗ ſtimmt werden. Etwas kann man zwar bey⸗ letzterer, durch das ſchwaͤchere oder ſtaͤrkere Ein⸗ ſchrauben der Buͤrſten, den Ausfall modifici⸗ ren; man darf es aber nicht zu weit damit treiben, weil ſie ſonſt ungleich auswirft. Will man betraͤchtliche Veraͤnderungen machen, ſo muß man die Einſchnitte der Walzen ver⸗ aͤndern. 1A man tItS Ih Ket 1 42644. 1 4 12 f fü 142 I „. 2 4 2 C S 8 19 Die Tiefe, womin der Saame zu liegen kommt, laͤßtt ſich durch die Stellung des Furchenziehers ziemlich genau beſtimmen, und muß nach Verſchiedenheit der Bodenart verſchieden ſeyn. Nach Coke, darf Weitzen und Rocken auf Thon⸗ und Lehmboden, der 2 ziem⸗ * 8 8½ 8 1 3 len e biech Rrau is uſch imil alf let a — lage. N hnbet „ben Gn! „einhn „ſhestih: t„wi n: t„rungä! dianẽ 4„Houu „vlhe m matwip Fbf 10h 22 wi msn „reh nmin „ſin lb u „u biß 1 genommen, t ba ſic, ken⸗ und natlich die „wie de genug ge⸗ habe ih e kann eige ſiel gmaner kelſche, he zwar be rkere Ein⸗ modifici⸗ eit damit auswirft. awachen, alzen der⸗ aame zu ie Stelang beſtimme Godenie nr Wiha dden, N ſieme — 247— ziemlich bindend iſt, nicht tiefer als 1 ½ Zoll, auf lockerem Boden hingegen nicht flacher als 2 ½ Zoll eingelegt werden. Gerſte und Hafer ſollen um ½ Zoll tiefer eingefurcht werden. Kulſenfruͤchte ertragen ſehr gut eine noch tiefere Lage. Cloſe hingegen will noch flacher geſaͤet haben. Er ſagt:„manche Weitzenſaaten ha⸗ „ben dadurch ſehr gelitten, daß man ſie zu tief „einbrachte, beſonders auf naſſem Boden, wel⸗ „ches eine kleine Aufmerkſamkeit auf die Art, „wie ſie vegetiren, darthun wird. Die Na⸗ „tur iſt gleichfoͤrmigi in ihren Operationen; und „die Saat mag vier, drey, zwey oder einen „Zoll unter die Oberfläche gebracht ſeyn, ſo „werden diejenigen Wurzeln, welche der her⸗ „anwachſenden Getreidepflanze ihre Nahrung „geben ſich gerade in derſelben Tiefe und nahe nan der Oberflaͤche bilden. Das Getreide hat „zwey Arten von Wurzeln,„ die man Saa⸗ „men⸗ und Kronen⸗ Semütdts und Ko⸗ ronal⸗) Wurzeln neunt. Die erſteren kom⸗ Amem, ans dem— die andern, werden im „vereinigt, woduneh die hnunnget ſ 1ne n er⸗ „naͤhrt wird, bis ſich ihre Kronenwurzeln ge⸗ „bildet haben. Wenn man das Saamenkorn „zu tief in die Erde bringt, ſo kann es ſich nicher hervorarbeiten, faulet bei der Naͤſſe eher — 248— Zeher ab, und der laͤngere; duͤnne, roͤhren⸗ „artige Faden iſt mehreren Zufaͤllen, ſelbſt dem „Biß des Wurms mehr ausgeſetzt als ein kuͤr⸗ nzerer. Aufmerkſame Beobachtung beſtaͤtigt „dies; denn wenn man im erſten Fruͤhjahr „Pflanzen von Feldern aufzieht, die auf die „gewoͤhnliche Art geſaͤet worden, ſo wird man „finden, daß diejenigen, welche das friſcheſte „Anſehn haben, kaum mit einem Zoll Erde „bedeekt geweſen ſind, daß aber diejenigen, „welche tief in die Furchen fielen, und drey oder vien Zoll tief unter der Oberflaͤche lagen, zein kraͤnkliches Anſehn, ein duͤnnes, mageres „Blatt⸗ und einen ſchwachen Trieh duim Aus⸗ — haben.“ Has— In Anſehung des Wintergetreides, auf Boden, der dem Verwehen nicht ausgeſet iſt und Der. ſich nach der letzten Pflug⸗ furche wieder gehoͤrig geſetzt hat, pflichte ich Cloſe 8.„Meynung voͤlligt bey. Sommergetreide hingegen kann bey trockener Witterung von der Duͤrre zu ſehr leiden, wenn esgar zu flach gelegt⸗ wird, und man muß dabey auf den Feuchtigkeliezuſand des Bodens naaus Näckich nebman. 9 dei 8 lhſich* vid. lch oa indem 0 Saansn Son Wn Natuat teutſc d. Ati Recht maſc hach di gtn pernc aufwiern Uflanei ſchemnen Feddim V Nfein entfqf t ine, riſten, ſelbſt dem als ein kür⸗ ng beſtigt n Frißjahr die auf die ſ witd man das friſceſte n Zall Ere e diejrnigen r7, und duy flache lagen, 6, mageres zum Auu⸗ des, auf ogeſeht ſſ Pflug⸗ eht hat volig ben ey nockener iden, wenn ) man wij des Podehe s — 249— Das Pferdehacken iſt das Weſentlichſte bey der der ganzen Orill⸗Operation und die Urſach, warum die Saat in Reihen geſetzt wird. Ohne Pferdehacken wuͤrde dieſes frey⸗ lich ganz zwecklos und wirklich nachtheilig ſeyn, indem dann eine gleichmaͤßige Vertheilung des Saamens, ein gleicher Abſtand einer Pflanze von der andern, weit vortheilhafter und der Natur weit angemeſſener waͤre. Verſchiedene teutſche Schrifiſteller, unter welchen auch v. Muͤnchhauſen, hatten gewiſſermaßen Recht, wenn ſie ſich gegen dieſe engliſche Saͤe⸗ maſchinen erklaͤrten, da⸗ ſie das Pferde⸗ hacken gar nicht zu kennen ſchienen. Die genauere Einbringung der Saat, die Er⸗ ſparung derſelben, kann den Nachtheil nicht aufwiegen, den die Zuſammendraͤngung der Pflanzen in Reihen, und die Leerheit der Zwi⸗ ſchenraͤume, wo dann das Unkraut freyes Feld faͤnde, mit ſich braͤchte. Nun das Pferdehacken überuhem ditſe Machrgete⸗, und entfernn ües 1e Wer ſich daher be leſer Kultur nicht vornimmt) das Pferdehacken mit moͤglich⸗ ſtem Fleiße und Sorgfalt zu bewerkſtelligen, die dazu guͤnſtige Witterung aufs genaueſte wahrzunehmen, und jeden zweckmaͤßigen Au⸗ ganbiid, noͤthigenfalls mit Hintenanſetzung 25 aller aller anderen Geſchaͤfte, dazu zu benutzen, der gebe ſich nie mit Drill⸗Kultur ab. Der Bo⸗ den muß durch das Pferdehacken beſtaͤndig of⸗ fen erhalten und zur Aufnahme der atmoſphaͤ⸗ riſchen Luft und Feuchtigkeit geſchickt erhalten werden. Das Unkraut muß man dadurch bey ſeinem erſten Erſcheinen zerſtoͤren, weil es⸗ wenn es einmal erſtarkt iſt, ſeiner zaͤhen Natur wegen, nicht voͤllig uͤberwaͤltigt werden kann⸗ ſondern haͤufig nur zur Seite geſchoben wird, und in die Pflanzenreihen eindringt. Sobald ſich das Getreide hebt, ſo daß ſeine Spitzen von der angeworfenen Erde nicht uͤberſchuͤttet werden koͤnnen, muß das Anreihen oder An⸗ haͤufen geſchehen, damit die Pftlanzen friſche fruchtbare Erde bekommen, in welche ſie ihre, aus einem hoͤheren Knoten entſpringende Wur⸗ zeln einſchlagen, und dadurch zu einem ſtaͤr⸗ keren Austriebe der Rebenſchuͤſſen vermogt werden Sbn it 90 l *.“— Jsid 1eIssdn Hehdsd 1 D Die Witterung kann dieſer Arbeit in einem Jahre ſehr unguͤnſtig ſeyn, ſelten doch ſo ſehr, als ſienes in hieſiger Gegend im Jahr 1803 war, wo es vor Johannis taͤglich regnete. Es gieng indeſſen doch auf Feldern, die gehoͤ⸗ rige Abgrabungen hatten, noch recht gut. Ein Feld, was mit verdeckten Abzuͤgen verſehen iſt, oder was nach oben beſchriebener Art in Beete eiln gelegt jahr ge. E9 1 ſegt 8 viteru- lſſeen f dis ach u ausgerce ſänen ien gferdebe uden ss als at und 99 des Se den Bätn hen in au in ſes eff indeſſ disſeſm kaw 3 1 vur a den ud Erdun⸗ tebg Er 1* ⁵ deſſem line aa nüten, her Nr Wo⸗ cheläͤndig iſ taotmoſph⸗ dt erhalte dodarch bey 1z weil es, ähen Raur derden kam, hoben wid, gt. Sabald eine Syihen überſhünm oder An⸗ zen friſhe e ſie ihre, nde War⸗ inem ſaͤt⸗ e vermogt deitin einem doch ſo ſeh Jahr 1303 ich regyete , die gtji⸗ t gut. Ar uße t ler in Daut glect ausgemacht. gelegt worden, kann gewiß bey jeder Jahrs⸗ witterung gepferdehackt werden, wenn man die heſſeren Tage und Sunden az— 3 Die eigentliche Zeit des Pf erdehackens iſt noch nicht ſo ganz einſtimmig und beſtimmt Tull ließ die Herbſtſaar bey ſeinen weiten Zwiſchenraͤumen ſchon vor Winter pferdehacken, und zwar ſo, daß er mit der ge⸗ raden Seite ſeines leichten Pfluges, ſo⸗ dicht als moͤglich, an den Pflanzenreihen herzog⸗ und die Erde von ihnen ab⸗, nach der Mitte des Zwiſchenraumes hin wandte; er ließ folglich den Winter hindurch dicht an den Pflanzenrei⸗ hen eine aufgepfluͤgte kleine Furche. Die Wur⸗ zeln muſten dadurch der Einwirkung des Fro⸗ ſtes ſehr ſtark ausgeſetzt werden. Er verſicherte indeſſen nach ſeiner Erfahrung, daß man bey dieſem erſten Abpfluͤgen der Erde den Pflanzen kaum zu nahe kommen koͤnne, wenn man ſie nur nicht zerſchnitte oder ganz hernusriſſe. Die den Wintey uͤber der Atmoſphaͤrs ausgeſeßte Erde kFomme, nachher an die Pflanzenwurzel gebracht, ihnen um deſto mehr wieder zu gute. Er ließ ſogar dieſes Abpfluͤgen im erſten Fruͤh⸗ jahre wol noch einmal wiederholen, ehe er die Erde an die Pflanzen wieder anbrachte. In⸗ deſſen machte er doch bey ganz loſem Boden eine Alusnsbmne, und ſagt: daß man da vorſich⸗ tsnl tiger tiger ſeyn muͤſſe, den Pflanzen nicht zu nahe zu kommen. Natuͤrlich wuͤrde der ſtehenblei⸗ bende Streifen ſonſt auch ganz abfallen, und die ieeend von all er Erde entbloͤßt werden. ien Bey der neueren a Deillmethode finde ich des Pferdehackens vor Winter gar nicht erwaͤhnt. Von einigen aber wird es im erſten Fruͤhjahre ſo frh als moͤglich empfohlen; jedoch nur um die Erde aufzukratzen, und ihr die Winterborke zu benehmen; nicht Ser, um die Pflanzen an⸗ zchüüfe. 84. 3 g g 4 8 SIch muß hier erſt ſagen, daß: man ddpeper leh verſchiedene Arten von Hackeiſen hat, die man dem jedesmaligen Zwecke gemaͤß in den Balken einſetzt. Die eine Art, die man Auf⸗ kratzer(Scarrificators) nennt, beſteht aus ſchmahlen meſſerfoͤrmigen Zinken, die den Erdboden nur aufritzen. Die andere Art, die man Schaufler nennt, ſchaufelt den Boden bloß ab. Die dritte Art, die Anhaͤufer, ſtreichen wie kleine Streichbretter die Erde von beyden Seltan and die Plnen ahen an. Der erſtern bedient man ſich auf zähom ge⸗ bundenem Boden immer zuerſt. Wenn er im Fruͤhjahre abgetrocknet iſt, ſo uͤberziehen einige das Send erſt mit einer ſcharfen Egge, und 48 laſſen danad liſen di Rihen. brachte umas V löße z 54 Erde dist die Sin. gebra a An erſte ah Frühjlde die Loanm ijxa& fiſche, En n d irigetze ausgeadtt den, n tr, 1 zeln nigeh 3 ſächl it damm 12 ſe e hi tiche zt tahe er ſtehenblet bfalen, und ößt werden. inde ich des ict erwahnt, en Fruhjahe ꝛdoch nur um Wirnerhorkt Munzen an⸗ an dreyer⸗ hat, die iß in den man Auf⸗ at, beſteht ei, die den ete Art, de den Boden Anhaͤufer die Erde w en an. ffzuͤhen ſ Wennerin jehe tii Egge In lſſet 285 laſſen dann die Scarrificators durch die Reihen durchgehen. Andere kratzen, meines Erach tens zweckmaͤßiger, die Erde in den Zwi⸗ ſchenraͤumen mit dieſem erſt auf, und eggen ſo⸗ dann das Feld über, um die aufgekratzten Erd⸗ kloͤße zu puͤlgern und zu vertheilen. Wenn die rde dadurch locker geworden iſt, ſo werden die Schaufler, und zuletzt die Anhaͤufer gebraucht. Meines Erachtens kann man fuͤglich das erſte Behacken verſparen, bis ſich der erſte Fruͤhjahrstrieb einſtellt. Alsdann aber iſt die Lockerung der Erde gewiß von großer Wich⸗ tigkeit. Die Kronwurzeln koͤnnen dann in die friſche, muͤrbe Erde austreiben, und den Pflan⸗ zen zu ſtaͤrkerer Beſtaudung Kraft geben. Wenn die Pflanze recht im Treiben begriffen iſt, ſo koͤmmt ihr augenſcheinlich das Schaufeln ſehr zu Statten. Sie bekommt dadurch zwar auf einige Tage einen Stoß, indem ihr die laͤngeren ausgetriebenen Fadenwurzeln abgeſchnitten wer⸗ den, aber ſie erholt ſich bald um deſto lebhaf⸗ ter, weil jede Pflanze, der die langen Wur⸗ zeln genommen ſind, um deſto mehr pinſelfoͤr⸗ mige Saugwurzeln austreibt, wodurch ſie haupt⸗ ſaͤchlich ihre Nahrung anzieht. Wird der Haupt⸗ ſtamm dadurch etwas zuruͤckgehalten, ſo werden die Nebenſproſſen um deſto mehr geſtaͤrkt; ſo daß daß ſie mit jenem gleich kräftig in die Hoͤhe ge⸗ hen koͤnnen. Es wird dasjenige dadurch ver⸗ hindert, was man das Spitzſtehen des Ge⸗ treides nennt, und was als Vorbedeutung ei⸗ ner ſehr mittelmaͤßigen Erndte jedem Ackers⸗ mann bekannt iſt. Durch dieſes Schaufeln wird dann zugleich das in den Zwiſchenraͤumen aufkeimende Unkraut zerſtoͤret, und der Boden tiefer als durch die Auffratzer gelockert. Wenn das Getreide in Halme ſchießt oder ſich zu heben anfaͤngt, ſo muß das Anhaͤufen geſchehen. Dies giebt der Pflanze zuweilen wieder einen kleinen Stoß, wovon ſie ſich aber in 48 Stunden um deſto lebhafter erholt, und nun, durch die friſche Erde geſtaͤrkt, zum Wur⸗ zelaustriebe aus den hoͤhern Knoten gereizt, kraftvoll mit allen Schüſſen in die Hoͤhe treibt. Das Sommergetreide wird auf bin⸗ dendem Boden, der ſich leicht erhaͤxtet und eine Borke annimt, ſo fruͤh wie moͤglich und ſobald man die Saatreihen deutlich ſehen kann, flach aufgekratzt. Wenn die Pflanzen mehr erſtarkt ſind, und ſich das Unkraut in ſeinen Saamen⸗ blaͤttern zeigt, wird es ausgeſchaufelt. Denn die Oberflaͤche beſtaͤndig locker zu erhalten und das Unkraut in ſeinem erſten Entſtehen zu vernichten, iſt der Zweck, den man immer vor Augen get 8 ſGF hie. ſcerrte febra ſeehen 1 1 riß, e und o ahräie: iſt am durätd zeug a lash fuchts Amg der s keit g Ven Bene jed un⸗ außſttr dans al muͦt nt mat ba und a i di Lüze ge⸗ ge dadurch ber⸗ ehen des Ge⸗ bedeunung ei⸗ jedem Ackers⸗ ſes Schaufeln iſchentaumen und der Voden elocken. nee ſcheſt tde das Arhäͤufen unze zuweiln n ſie ſich abet erpolt, und zum Wur⸗ oten gereizt, Hohe wibt wird auf bi⸗ hattet und in ich und ſobnd en kann, ſch mehr eritä inen Saune aufelt. Den Rerhalte und r Ertſeßer zu nan inme bor Augen — 255— Augen haben muß. Wenn es ſich dann hebt und ſchoſſet, ſo werden die anhaͤufenden Eiſen gebraucht, wodurch die Pflanzen friſche nahr⸗ hafte Erde erhalten. In der Mitte der Zwi⸗ ſchenraͤume aber kleine vertiefte Furhen ent⸗ ſtehen. Es haben einige die ungegruͤndete Beſorg⸗ niß, daß lockerer Boden durch das Behacken und Ruͤhren der Oberflaͤche bey duͤrrer Fruͤh⸗ jahrswitterung zu ſehr austrocknen moͤge. Es iſt aber vielmehr gewiß, und jeder kann ſich durch aufmerkſame Beobachtung davon uͤber⸗ zeugen, daß Boden, der in der Oberflaͤche ge⸗ lockert iſt, bey mangelndem Regen viel laͤnger feucht bleibt; vermuthlich weil er die in der Atmoſphaͤre immer enthaltene Feuchtigkeit ſtaͤr⸗ ker anzieht; obwol er, wenn er mit Feuchtig⸗ keit uͤberhaͤuft iſt, ſolche ſtaͤrker verdunſtet. Bey trockener Fruͤhjahrswitterung zeigt das Behacken ſeine Wirkung am auffallendſten, und jede von Duͤrre leidende Frucht ſteht, wie alle aufmerkſame Gaͤrtner wiſſen, etliche Tage nach dem Behacken deſto lebhafter. Das eigentliche Anhaͤufen findet nur auf muͤrbem Boden Statt, auf ganz zaͤhem muß man ſich mit dem Aufkratzen und Schroͤpfen und mit dem Schauſeln begnuͤgen. Das erſtere iſt — 256— iſt dagegen bey lockerem Boden nicht noͤthig⸗ man braucht da nur zu ſchaufeln und kann nachher wol zweymal anhaͤufen. Ich habe das Anhaͤufen auf muͤrbem lehmi⸗ gem Sandboden immer vortheilhaft gefunden. Manche, die aber von zaͤherem Boden ſprechen, unter andern der erfahrne Driller Cloſe, ſind dagegen. Ich will das anfüͤhren, was dieſer über die Operation des Pferdehackens im Com- mercial Magazine VII. 444 ſagt: „Das Aufkratzen und Pferdehacken erfor⸗ „dert einige Aufmerkſamkeit und Beurtheilung. „Kein Korn muß fruͤher aufgekratzt werden als vim Fruͤhjahr. Man pulvere die Oberflaͤche, „indem man die Egge queer durch die Saat⸗ „reihen zieht, weil ſonſt die Krabeiſen Erd⸗ „ſchollen daruͤber herwerfen wuͤrden. Nach⸗ „dem dies geſchehen, ziehe man die K ratzeiſen „etwa einen Zoll tief durch, und komme in „demſſelben Zuge bis zur vollen Pflug⸗ „tiefe wieder zuruͤkk. Dann walze man das „Land mit einer ſchweren Walze; dieſe wird „dem Boden eine ſolche Erſchuͤtterung geben, „daß er 6 Zoll tief gepulvert wird, und den „zarten Wurzeln Raum verſchaffe, ſich in eine „ſchoͤne Lage von vegetabiliſcher Nahrung zu „verbreiten. Man muß ſich huͤten, in dieſem „jungen üing vehs ftn ünaf ngeſeen „purid; „xüchg ſo dher „Mitt „eliid: „wie A ſis Ars nieſic „bell „nun „deuae nanigs jiſic un⸗ ndeht nſena „aui vbtr „jſind als a 5 n rich nihi in und zunn ürbem lini⸗ aft gefunden. den ſprechen, Cloſe, ſid h, was dieſt ens in Com. ſagt: zacken erfor eurtheilung. werden als be fflaͤch e, die Saat⸗ eiſen Erd⸗ g. Nah⸗ e Kraheiſen d komme in en Pflug⸗ lze man dus dieſe vid rung geben d, und den ſic in i Nahrunz à , in dieſm „Junhen „jungen Zuſtande der Pflanzen keine Erde an „ſie hinan zu haͤufen, denn die Natur bildet die „Kronenwurzel immer in der vortheilhafteſten „Tiefe unter der Oberflaͤche. Wirft man Erde „hinan, ſo ſtoͤhrt man ſie in ihrer Wirkung, und „der vegetabiliſche Inſtinct wird ſie noͤthigen, „friſche Kronenwurzeln zu bilden. Ich habe „geſehen, daß der Fortgang der Vegetation „durch dieſe unvorſichtige Behandlung ſehr zu⸗ „ruͤckgehalten iſt, und die Natur arbeitete mit „ſo großer Anſtrengung gegen den Irrthum des „Menſchen, daß ſie drey Saͤtze von Kronenwur⸗ „zeln bildete, indem die untern abſtarben, ſo „wie die obern Gelenke neue austrieben.“ Die⸗ ſes Abſterben habe ich nicht bemerkt.„Wenn „dieſe Operationen mit Beurtheilung vollfuͤhrt „werden, ſo uͤbertrifft der Nutzen alle Erwar⸗ „tung. Indem die Aufkratzer und die Walze nden Boden in Bewegung ſetzen, ohne die Erde „anzuhaͤufen, geben ſie den Wurzeln Raum „ſich auszudehnen, und befoͤrdern die Wirkun⸗ „gen der Natur. Die Beſtaudung wird ſich „ſehr vermehren, und alle Schoſſen werden „zu gleicher Zeit zur Reife kommen. Erſt dann, „wenn die Schuͤſſe 6 bis 7 Zoll uͤber der Erde „ſind, kann das Anhaͤufen von Nutzen ſeyn.“ Freilich wuͤrde ich auch nicht eher anhaͤufen, als bis die Schuͤſſe ſich gehoben und einige Kno⸗ 3r Band. R ten — 258— ten ſich gebildet haben. Was das tiefe Auf⸗ kratzen anbetrifft, ſo kann es wol nur auf zaͤ⸗ hem Boden nutzbar ſeyn, und ich habe es nicht verſucht. Das Pferdehacken hat gar die Schwierig⸗ keiten nicht, welches ſich Unerfahrne dabey vor⸗ ſtellen, wenn anders der Acker dazu gehoͤrig vorbereitet worden, und das Drillſaͤen in ge⸗ raden und gleich⸗entfernten Linien verrichtet iſt. Man muß nur zuvor die Pferde⸗ hacke genau unterſuchen, und nachſehen, ob die Hackeiſen in gehoͤriger Diſtanz ſtehen, und nicht etwa durch einen Zufall verbogen worden. Mit einem Stabe, worauf die erforderliche Diſtanz durch Kerben genau bemerkt worden, unter⸗ ſucht man den richtigen Stand der Hackeiſen am ſicherſten, indem man ſolchen erſt oben bey der Einkeilung, dann unten am Fuße anhaͤlt. Wer dies verſaͤumt, kann freilich großen Schaden an⸗ richten, und ganze Reihen weghacken. Wenn alsdann ein Hackeiſen in der Mitte des Zwi⸗ ſchenraums geht, ſo gehen alle darin. Man hat auch wol einen Stift gerade in der Mitte des Balkens, in welchem die Hackeiſen einge⸗ keilt ſind, durch welchen man auf die mittlere Kornreihe viſirt, und dann nur ſolchen Stift immer gerade auf derſelben zu erhalten ſucht. Man muß ferner ein Pferd von einem feſten innkg und 9b 15 atwe 3 gcün ſen/ 24 tiedn duch S. gebdinl nittlb i eiſtt ibeirn falſcn duragit: ſäned entges n Fählenz 84 wipwhon ich ihr memr get i richmt ¹ kan a. de tif Au nur auf zi lube s nic 6 Söhwieig t daben bot⸗ dazn gehbrig lſoen in ge⸗ ten litien ar de pfede ſehen,” de n, und rich orden. Mit iche Diſtanz n, unter⸗ ckeiſen am den beh der hält. Wer Schaden ar⸗ en. Wenn tte des Zvi⸗ win. Mm in der Mie keiſen einge⸗ die mitier olcen Etſ alten ſi inem feſen Ind — 259— und ruhigen Schritte dazu waͤhlen, welches entweder von einem daneben gehenden Manne gefuͤhrt, oder von einem darauf ſitzenden Bur⸗ ſchen, der ein gutes Augenmaß und Aufmerk⸗ ſamkeit hat, geleitet wird. Iſt die Frucht noch niedrig, ſo ſchadet ihr der Auftritt des Pferdes durchaus nicht; iſt ſie hoͤher, ſo tritt das Pferd gewoͤhnlich in die Zwiſchenraͤume und nimt die mittlere Kornreihe zwiſchen ſeine Beine. Auch iſt ein zufaͤlliger Auftritt ganz unbedeutend und unbemerklich. Sollte das Pferd einmal einen falſchen Schritt machen, ſo hat es der Fuͤhrer durch die Beweglichkeit des Hackenbalkens in ſeiner Gewalt, demſelben auf den Augenblick entgegen zu wirken; immer iſt aber ein ſolcher Fehler ganz unbedeutend. Dies ſey genug uͤber die Methode und Ma⸗ nipulation der Drillkultur. Ich weiß nicht, ob ich verſtaͤndlich genug fuͤr Den, der die Inſtru⸗ mente und ihre Handhabung nie geſehen hat, geredet habe. Iſt dies nicht der Fall, ſo bleibt nichts weiter uͤbrig, als ſie ſelbſt in ihrer Wir⸗ kung auf dem Acker zu ſehen. Wir gehen zu der wichtigen Frage uͤber: ob die Drillkultur allgemein oder nur unter ge⸗ R 2 wiſſen — 260— wiſſen Verhaͤltniſſen nuͤtzlich und dem Landwir⸗ the vortheilhaft, oder unnuͤtz und nachthei⸗ lig ſey? Wir muͤſſen die Entſcheidungsgruͤnde dieſer wichtigen Frage hauptſaͤchlich von den Englaͤn⸗ dern zu entlehnen ſuchen, indem die in Teutſch⸗ land angeſtellten Verſuche und gefaͤlleten Ur⸗ theile, gegen die große Maſſe der engliſchen Erfahrungen, und gegen die vielen daſelbſt an⸗ geſtellten Unterſuchungen, hoͤchſt unbedeutend ſind. So ſehr von dem groͤßten Theile der Eng⸗ laͤnder die Drillkultur geruͤhmt, und ihr ent⸗ ſchiedener Vorzug auch bey dem Bau des ei⸗ gentlichen Getreides von einer großen Ma⸗ joritaͤt anerkannt wird; ſo ſchnell ſich dieſe Bau⸗ art, beſonders in den lezten zehn Jahren, in allen den Diſtricten, in allen großen und kleinen irthſchaften, wo uͤberhaupt Betriebſamkeit im Ackerbau herrſcht, verbreitet; ſo finden ſich doch immer noch einige Gegner derſelben, und dies ſind zu wichtige und zu verdienſtvolle Maͤnner, um ſie zu uͤberſehen, und ihre Stimme unter der großen Menge anderer nicht beſonders zu ver⸗ nehmen. Es ſind— Gumphry Mar⸗ ſhall und Arthur Young! Marſhall folt ur el 18 uſch ter 2 Grafſt. nitteler bar 10 1 kulmani nem el Th’n gehe Su g klr i Anſeig 1 ſri unt ürt freit daüſche Ge hr die gi hache der aun b ſamm meh an erliite dem landvit⸗ ud nachther gründe dieſe den Englin⸗ iein Tautſh⸗ ſefälleten Ur⸗ der engliche en daſälſt i⸗ unbedenend le der Eng⸗ nd ihr ent⸗ u des ei⸗ koßen Ma⸗ dieſe Bau⸗ Jahren, in und kleinen bſamkeitin den ſich doh in, und dies le Männan mee unter der ders zu ber⸗ arh Nat⸗ Narſhal — 261— Marſhall geht in ſeiner Wirthſchafts⸗ Beſchreibung uͤber die Drillkultur, wenn er ihrer erwaͤhnen muß, leicht weg. In den Grafſchaften, die er vorher beſchrieb, Nor⸗ folk, Yorkſhire, Glouceſter und den mittellaͤndiſchen und weſtlichen Graſſchaften, war zu der Zeit, wie er ſie beſchrieb, die Drill⸗ kultur in den Wirthſchaften der gemeinen Far⸗ mers, welche er nur beobachtete, ſelten und nur als Ausnahme eingefuͤhret. Aber in ſei⸗ nem lezten Werke uͤber den ſuͤdlichen Theil Englands bonnte er ſie nicht uͤber⸗ gehen, weil ſie ſich in Kent, Surrey und Suſſer ſo ſehr verbreitet hat, und hier er⸗ klaͤrt er ſich ſehr entſchieden gegen ſelbige, in Anſehung des eigentlichen Getreides. Seine Haupteinwuͤrfe ſind folgende: Erſtlich, ſie koͤnne das Unkraut nicht unterdruͤcken, vielmehr werde daſſelbe in den freien Zwiſchenraͤumen in ſeinem Wachsthume dadurch beguͤnſtigt, wogegen bey dicht geſaͤetem Getreide in einem kraftvollen Boden dieſes oft die Oberhand uͤber jenes behalte. Die Pferde⸗ hacke, deren man ſich bey dem Getreide nach der neuen Drillmethode bediene, ſey nicht wirk⸗ ſam genug, das Unkraut zu zerſtoͤren, wie er mehrmals geſehen habe. Manche Drilliſten verließen ſich indeſſen darauf, und verſaͤumten an⸗ — 262— andere zweckmaͤßigere Kuͤlfsmittel, den Acker davon zu reinigen. Es komme ihm vor, als wenn ein Landwirth abſichtlich allerley Unkrauts⸗ ſaamen, von Hedderich, Radel, Dieſteln, Dockenarten u. ſ. w., unter ſeine Saat miſchen, dieſe duͤnner auf dem Acker ausſaͤen wollte, um das Unkraut hernach heraus zu hacken und da⸗ durch der Frucht mehr Platz zu verſchaffen. Iſt es nicht einerley, ſagt er, Unkraut unter das Saatkorn, oder Saatkorn unter das im Boden liegende Unkraut zu miſchen? Zweytens. Das Behacken befoͤrdert offenbar den Wachsthum der Pflanze und ihrer Blaͤtter; aber indem es die Pflanze in ihrer Jugend zu einem ſo lebhaften Triebe reizt, laͤßt ſich da nicht annehmen, daß es ihre Lebenskraft erſchoͤpfe, ſo daß es ihr nachher daran fehlt, wenn ſie ihr Korn reifen ſoll? Wir haben ge⸗ ſehen, daß das ſtarke Bearbeiten des Hopfen⸗ grundes zwar auf Boden von großer Kraft, und bey ſehr guͤnſtiger Witterung, auſſerordentliche Erndten gegeben hat; aber wir haben auch be⸗ merkt, daß auf minder reichem Boden, und bey minder guͤnſtiger Witterung, der Hopfen in ſeinen Spitzen um ſo ſchwindender wurde und um ſo weniger anſetzte, je mehr er bearbeitet und dadurch in die Hoͤhe getrieben war. Drit⸗ ————Q—QQ—— ſaneg raunhin miͤßad 1 andebi der uh wer jenetgl. terac ung S drag Ger 3 ſowof folg st 4 den Acker m vor, als lepvtrauts⸗ 1, Dieſeln, daat michen, wolle, um nten und da⸗ ſchafen. I aut unter das aas in Poden n befürden e und ihrer ze in ihrer reitt, laͤßt ebenskraft aran fehlt, thaben ge⸗ des Hopfen⸗ tKraft, und erordentlihe ben auch be Boden, und der Hoyfen rwurde und er beatheie war. — 263— Drittens. Alle Arten von Gewaͤchſen, zu welchen die Huͤlſenfruͤchte gehoͤren, die ihre Fruchtzweige nach den Seiten zu austreiben, ſetzen um ſo ſtaͤrker an, je freiere Zwiſchen⸗ raͤume ſie haben; aber alles Getreide, Weitzen, Gerſte, Hafer, was ſeine Frucht auf der Spitze ſeines Halms traͤgt, brauche dieſen Zwiſchen⸗ raum nicht, muͤſſe vielmehr den Boden gleich⸗ maͤßig bedecken, damit die Halme dicht an ein⸗ ander ſich empor draͤngen, und die Hauptkraft der Pflanze zur Bildung der Aehre verwandt werde. Daher iſt das Drillſaͤen Gewaͤchſen jener Art ſo vortheilhaft, zumal da ſie in wei⸗ teren Zwiſchenraͤumen eine wirkſame Bearbei⸗ tung des Bodens zulaſſen, und dadurch die Braache vollkommen erſetzt wird. Bey dem Getreide hingegen ſey es unnuͤtz und ſchaͤdlich, ſowohl fuͤr die darauf ſtehende, als 2äfür die folgende Frucht. Viertens. Es ſey wahr, daß er man⸗ che Faͤlle von ſehr reichen Erndten und ſehr rei⸗ nem Boden nach dem Drillen und Pferdehacken bemerkt habe. Aber in dieſen Faͤllen waͤre das Land ſehr gut vorbereitet geweſen, und wenn man es breitwuͤrfig beſaͤet und in ſeinem Wachs⸗ thume ungeſtoͤrt gelaſſen haͤtte, ſo koͤnne moͤg⸗ licher Weiſe(it is possible) eine noch beſſere Erndte darauf erfolgt ſeyn. Dies — Dies iſt der Sinn ſeiner Einwuͤrfe in ihrer groͤßten Staͤrke vorgetragen aus the Rural Economy of the Southern Counties II. 16. Beſtimmte Erfahrungen gegen die Drill⸗ kultur fuͤhrt er nicht an, einen einzigen Fall ausgenommen, wo das Behacken das Unkraut nicht uͤberwaͤltigen konnte. A. Young hatte, wie ich ſchon erwaͤhnt habe, ungluͤcklich ausgefallene Verſuche mit der Tullſchen Merhode gemacht, und hat ſeitdem unverkennbar eine leidenſchaftliche Animoſitaͤt gegen alles Orillen beybehalten. Zuweilen, wenn er durch den Anblick der praͤchtigen ge⸗ drilleten Saaten auf ſeinen Reiſen(z. B. auf der Reiſe in den ſuͤdlichen Grafſchaften, die er im Zoſten Bande der Annalen beſchreibt, ſo wie auch in der, die im 22ſten Bande enthal⸗ ten iſt) vom Vortheile des Drillens ſich uͤber⸗ zeugt zu haben ſcheint, ſagt er zwar: ſeine Einwuͤrfe dagegen bezoͤgen ſich nur auf die aͤl⸗ tere Meihode; ſobald er ſich aber von dem Eindruck erbolt hat, ſo ſagt er wieder:„meine Meynung uͤber Drill⸗Wirthſchaft im Allgemei⸗ nen hat ſich nicht geaͤndert: ich glaube, daß die Wurfſaat beym Getreide vortheilhaſter iſt.“ Im Jahre 1796 war er auf einer Reiſe durch Suſſex entzuͤckt uͤber die ſchoͤnen gedrilleten Felder, die er bey mehreren, beſonders bey Herrn —— hert u zin net Oo taf. E ter*n ſahe ti iinet 04 daoosn. nunggan lih dn wie ſoi weili ſeynmme. um N 6831 gen W 6 lfe unde nſccet „tians hſu a „Nante V emege virfe inißrer the Rural ounties II. hen die Drill⸗ linzigen Fal das Untraut ſchon ervitm erſuche wit der d hat ſeͤden de Nrimvſtit Zuweilen dchtigen ge (. B. auf ten, die er hreibt, ſo ande enthal⸗ s ſich uber zwar: ſei rauf die aͤl⸗ ber von dem der:„meie in Allgenei⸗ zube, daß di ilhoſter i Reſe drd n gedrilein ſſerdes hh Hern — 265— Herrn Exter— welcher, um den Unterſchied zu zeigen, mitten in dem gedrilleten Felde im⸗ mer ein Stuͤck breitwuͤrfig geſaͤet haͤtte— an⸗ traf. In demſelben Bande beſchreibt nun Ex⸗ ter ſeine Erfahrungen und comparativen Ver⸗ ſuche mit dem Drillen, und Young fuͤgt in einer Note hinzu: daß er freilich Augenzeuge davon geweſen ſey, aber doch bey ſeiner Mey⸗ nung gegen das Drillen beharre. Es iſt wirk⸗ lich ein merkwuͤrdiges, moraliſches Phaͤnomen, wie dieſer ſcharfſinnige, forſchende Mann zu⸗ weilen fuͤr oder gegen eine Sache eingenommen ſeyn kann, und ſich dann drehet und wendet, um ſeine Meynung nicht aufzugeben. Einer der wichtigſten Gruͤnde, den er ge⸗ gen das Drillen anfuͤhrt, iſt der: daß mehrere es lebhaft angefangen, Anfangs ſehr geruͤhmt und es doch wieder aufgegeben oder ſehr einge⸗ ſchraͤnkt haͤtten. Vor allen ſtuͤtzt er ſich auf Lewis Majendie, einem ſehr aufgeklaͤrten und betriebſamen Landwirth. Im 2 3ſten Bande der Annalen ſagt er:„Wie ich Herrn Majen⸗ „die nach ſeinen gedrilleten Saaten fragte, „ſchuͤttelte er den Kopf und geſtand aufrich⸗ „tig, das Drillen ſey in ſeiner Meynung ſo ge⸗ „ſunken, daß man es vermuthlich auf ſeinen „Aeckern nicht mehr ſehen werde, ausgenom⸗ „men vielleicht in einer ganz beſondern Abſicht. Man — 266— „Man kann hieraus ein allgemeines Reſultat „ziehen; und wenn ein Herr, der eine ganz „beſondere und genaue Aufmerkſamkeit auf dieſe „Vorrichtung verwandt hat, der ſehr gluͤcklich „darin war, in Hinſicht des Ertrages, der ſel⸗ „ten vom Hauſe abweſend iſt, und der es mit „vorzuͤglicher Einſicht vollfuhrte, wieder auf⸗ „giebt— wenn es nicht Verdienſt genug hat, „um ſich bey einem ſolchen Manne zu erhalten: „ſo muͤſſen wir an ſeinem allgemeinen Vorzuge „zweifeln; was auch immer in beſonderen Faͤl⸗ „len zu ſeinem Vortheil angefuͤhrt werden „mag.“— So giebt es auch noch mehrere andere von minderer Wichtigkeit, die es ver⸗ ſucht und doch wieder aufgegeben haben. „Was Young ſonſt mit Grunde dagegen anfuͤhrt, beſchraͤnkt ſich hauptſaͤchlich darauf, daß es ohne große Aufmerkſamkeit und Fleiß oft nachtheilig ausfallen muͤſſe, folglich nur fuͤr hoͤchſt aufmerkſame und thaͤtige Wirthe, auf einem ſehr gut bearbeiteten, reinen und abge⸗ waͤſſerten Boden anwendbar ſey. Unter dieſen Vorausſetzungen aber werde man ohnehin ſehr reiche Erndten, dabey aber auch ſo viele Geſchaͤfte und Gegenſtaͤnde der Aufmerkſamkeit haben, daß man ſich des Drillens und Pferde⸗ hackens des Getreides gern entuͤbriget ſaͤhe. Zudem paſſe es nicht in das anerkannte beſte Feld⸗ hoie nühlen En akene nug,e — werdent ten K ſc ſalhi ſchaft 1. das Gif zeirs: zu debir Nur an hauy ze — reicht K hen nGr af 1 tinsng. Drlleu; lichenſen ſehaen wargß um m den ua zahnm Saahan und ſond 1 duca tes Neſutat e eine gan⸗ kei auf dieſe ſhr güclich hs, der ſel dder es mit vieder auf t gerag he⸗ merhalen: inen Vorzge ſondere Fi ihrt werden och mehrere die es ber⸗ ben. de dagegen ch darauf, und Fleiß üch vur fir dirihe, auf en und abe⸗ Unter diſet ohnehit auch ſo i merkſantä und Pfade brige ſil kauur vi hed⸗ — 267— Feldſyſtem, welches ſolche Wirthe vor allem waͤhlen wuͤrden. Der Klee koͤnne des Pferde⸗ hackens wegen nicht gut, wenigſtens nicht fruͤh genug, unter das gedrillete Getreide geſaͤet werden, und das Drillſaͤen auf der umgepfluͤg⸗ ten Kleeſtoppel ſey aͤuſſerſt beſchwerlich. Es ſey folglich bey der vierfeldrigen Wechſelwirth⸗ ſchaft durchaus nicht paſſend. Endlich muͤſſe das Geſpann, um das Drillen und Pferdehacken zu einer Zeit, wo es doch genug Geſchaͤfte gebe, zu verrichten, betraͤchtlich vermehret werden. Nur wenige Drillwirthe getraueten ſich zu be⸗ haupten, daß ſie mit demſelben Geſpanne aus⸗ reichten, womit ſie, ohne zu drillen, ausrei⸗ chen wuͤrden. Einige geſtanden mir, daß man auf 10 Pferde, andere ſogar auf 6 Pferde, eins mehr halten muͤſſe. Wenn die Arbeit des Drillens und Pferdehackens, nach dem gewoͤhn⸗ lichen Anſchlage der Arbeit, zwar nicht hoch zu ſtehen komme; ſo ſey ſie doch ſehr theuer, wenn man beſonderes, ſonſt uͤberfluͤſſiges, Geſpann dar⸗ um halten muͤſſe, weil deſſen Erhaltung durch den etwanigen hoͤheren Ertrag unmoͤglich be⸗ zahlt werden koͤnnte. Die Erſparung des Saatkorns ſey dagegen unbedeutend mißlich und werde von verſchiedenen Drillwirthen, be⸗ ſonders dem Vater der neueren Drillmethode, Ducket, abgeleugnet. Bey einem kraftvollen und — 2638— und gut kultivirten Boden koͤnne man auch bey der Wurfausſaat viel Saatkorn erſparen. Wenn ich die Einwuͤrfe dieſer beyden Maͤn⸗ ner gegen die Drillkultur angefuͤhrt habe, ſo habe ich alles angeführt, was ſich mit eini⸗ gem Grunde dagegen ſagen laͤßt. Sie verdie⸗ nen eine reifliche Erwaͤgung. Daß das Drillen, oder vielmehr das da⸗ durch vorbereitete Pferdehacken, das Unkraut in einem unreinen Acker nicht uͤberwinden koͤnne, habe ich ſchon geſagt. Wielmehr kann das Unkraut aͤrger dabey Ueberhand nehmen, wie bey dichter Wurſſaat, wenn das Pferde⸗ hacken etwas uͤber den rechten Zeitpunkt ver⸗ ſchoben wird; und das kann bey einem nicht abgewaͤſſerten Acker gar leicht geſchehen. Aber eben deshalb machen auch alle gruͤndliche Ver⸗ theidiger des Drillens eine moͤglichſte Reinigung des Ackers durch Braachen, Exſtirpator oder zweckmaͤßige Fruchtfolgen, ſo wie die Trocken⸗ legung deſſelben, zur unerläͤßlichen Bedingung ſeines gluͤcklichen Erfolgs. Da aber eine voͤl⸗ lige Vertilgung des Unkrauts faſt eine Unmoͤg⸗ lichkeit iſt, ſo hat es doch keinen Zweifel, daß durch das Pferdehacken eine große Menge von Unkrautpflanzen zerſtoͤrt wird, die ſonſt aufge⸗ wachſen waͤren, nachdem ihr Saamen einmal in i ſie wotden etreide 3 duf,* Auszern unn ſ man 67 geſch daß iin rein elde denn du rets 18 Drillns prichtI vachsen Vachug gen anſe pu⸗ ein zm Deug mutaa Mam den un reihin gſelr g ſicch aer vie ſiln nan auc beß paren. te⸗den Min⸗ dt habe, ſo ſch mit eini⸗ Gie erdie⸗ tnehr das d das Ukrnu überwinden emehr kam nd nehmen, das Pferde⸗ punkt ver⸗ (nem nicht hen. Aber mdüͤche Ver⸗ te Räinigang aryator dder die Troie⸗ n Pedinzen ber eie uilb eine Unmi⸗ Zweift, diß Menze ton in die Lage, worin er keimen kann, gebracht worden. Wachſen dann in den Reihen des Getreides, oder dicht an denſelben, noch einige auf, ſo erleichtert wirklich der Reihenſtand das Ausziehen um das Zehnfache. Man wird faſt von ſelbſt dahin gefuͤhrt, es thun zu laſſen, wenn man Kinder dazu haben kann, weil es ſo leicht geſchiehet, und ſo kann es beynahe nicht fehlen, daß der maͤßig reine Acker durch das Drillen rein erhalten und immer reiner werde: wie dies denn auch die Erfahrung allenthalben geleh⸗ ret hat. Marſhalls zweyter Grund gegen das Drillen hat etwas ſehr paradoxes, und wider⸗ ſpricht allen Beobachtungen uͤber Pflanzen⸗ wachsthum. Je ſtaͤrker und lebhafter der Wachsthum der Pflanze in Blaͤttern und Zwei⸗ gen iſt, deſto ſtaͤrker iſt allemal ihre Frucht⸗ anſetzung, wenn ſie anders nicht durch irgend ein fremdes feindſeliges Ereigniß geſtoͤrt wird. Der Pflanzenkeim, der individuelle Organis⸗ mus einer Pflanze, hat nicht eine beſtimmte Maſſe von Lebensthaͤtigkeit, die erſchoͤpft wer⸗ den kann, bevor die Pflanze ihren Zweck er⸗ reicht hat. Durch lebhaftere Vegetation wird vielmehr ihre Kraft vermehrt, verſtaͤrkt; wenn ſich anders keine Krankheit bey ihr entſpinnet, wie freilich durch Ueberreitzung ihrer Lebens⸗ thaͤtig⸗ — 270— thaͤtigkeit geſchehen kann. Aber eine ſolche Ueberreitzung giebt das Behacken, aller Erfah⸗ rung nach, nicht. Moͤglich freilich iſt es, daß gewiſſe Pflanzen von gewiſſen atmoſphaͤriſchen Einfluͤſſen um ſo mehr leiden, je ſaft⸗ und kraft⸗ voller ſie ſind. Aber weit haͤufiger finden wir, daß ſtarke nicht gaile, getriebene, ver⸗ bleichte— zumal der Luft und dem Lichte recht ausgeſetzte Pflanzen, nachtheiligen atmoſphaͤri⸗ ſchen Einwirkungen, beſonders dem Froſte, kraͤftiger widerſtehen, wie ſchwache. Beym Froſte bezeugen dies unzaͤhlige Erfahrungen. Daß Baͤume manchmal keine Fruchtknospen anſetzen, weil ſie zu ſtark in Blaͤtter und Zwei⸗ ge treiben, gehoͤrt nicht hierher; denn die Be⸗ ſtimmung eines Baums iſt nicht in einem Jahre vollendet, wie die einer Getreide⸗Pflanze. Den fuͤr mich entſcheidendſten Beweis von der Wirkſamkeit des Pferdehackens, der Saat, ſelbſt der kranken, aufzuhelfen, hatte ich im Jahre 1802 bey mißrathenem Hafer. In die⸗ ſem Fruͤhjahre war guter Hafer in dieſer Ge⸗ gend ſo aͤuſſerſt ſelten geworden, daß er fuͤr keinen Preis zu haben war. Man hatte ſtar⸗ ken ſchweren Schiffhafer, der aber mulſtrig und den Pferden ſehr nachtheilig war. Ein Korn⸗ haͤndler verſicherte mich, daß dieſer Hafer von Vielen zur Ausſaat genommen wuͤrde, und daß er V er borps ſnd, 8 berlit Rorgi 5 e hirige ſhoß durch Heddibi rete ſ don fn ganzt lauteid hielt. 8 tig ſat pen ſit rnfien Er üchi ⁵ ſrareiog ddoch ae droſ e hielz tigenlr 4 wur dem 4 vurfan die ſin ir eine ſolhe allr Eiſa hit, daß noſphaͤrichen fr und kraſt e finden vir üebene, der em lche wc td awwoſyyin⸗ den gryſe ache. Vem Erfahrunzen ruchtknobpen er und Jwe enn die Be⸗ nem Jahre flanze. Beweis von , der San, hatte ich in fer. In dr in dieſerbe⸗ „ daß erfir kan hatte ta⸗ multrig ud En Lom⸗ er Hafer hoh de, und ß 1 21— er vortrefflich liefe. Ich verſuchte ihn, und fand, daß er ſehr gut keime. Alſo ließ ich mich verleiten, von dieſem graskoͤrnigen Hafer drey Morgen durch Wurf und drey Morgen durch die Maſchine auszuſaͤen. Er lief, bekam ge⸗ hoͤrige Blaͤtter, aber nun blieb er ſtehen und ſchoß gar nicht oder ſchwach in Halme. Mein durch Wurf ausgeſaͤetes Feld uͤberwuchs von Hedderich, und ich ließ es abfuttern. Meh⸗ rere in hieſigem Stadtfelde ließen ihren Hafer von derſelben Saat ſtehen, und er mißrieth ſo ganz, daß ſie kaum die Ausſaat, und dieſe in lauter leichten, mehlleeren Koͤrnern wieder er⸗ hielten. Den gedrilleten Hafer ließ ich gewal⸗ tig pferdehacken, noch nachdem ſchon die Ris⸗ pen ſich voͤllig gebildet hatten und aufzubluͤhen anfiengen, um wenigſtens das Unkraut moͤg⸗ lichſt zu zerſtoͤren. Er blieb duͤnne, aber machte ſtarke Halme und ſetzte Koͤrner an, ſo daß ich doch von drey Morgen noch 78 Himten aus⸗ droſchen ließ und ein ganz leidliches Korn er⸗ hielt. Da aus dem breitwuͤrfigen, auf kraͤf⸗ tigerm Lande, wie das meinige, gar nichts wurde, ſo kann dieſer Erfolg durchaus nur dem ſtarken Pferdehacken zugeſchrieben werden. Ehe ließe ſich beſorgen— und dieſen Ein⸗ wurf habe ich mir ſelbſt gemacht—, daß durch die ſtaͤrkere Vegetation und die reichere Erndte, welche welche das Pferdehacken bewirkt, der Boden auch ſtaͤrker vom vegetabiliſchen Nahrungsſtoff erſchoͤffet werden moͤge. Es ſey, daß die Pflanzenwurzeln durch das Behacken zur An⸗ ziehung des Nahrungsſtoffes ſtaͤrker gereitzt, oder daß dieſer ihnen naͤher gebracht, oder daß durch ſtaͤrkere Anziehung des Sauerſtoffs die gewaſſerſtoffte Kohle zum Uebergang in den Pflanzenkoͤrper geſchickter gemacht werde— genug, es ſcheint, als muͤſſe dem Boden mehr entzogen werden, je reicher die Erndte iſt, die er giebt. Ich habe alſo auch hierauf bey meinen Verſuchen meine Aufmerkſamkeit gerichtet, habe aber jene theoretiſche Vermuthung nicht beſtaͤti⸗ get, habe vielmehr das Gegentheil gefunden. Das Land, worauf ich immer gedrillete Fruͤch⸗ te bauete, hat ſich laͤnger in Kraft gehalten, als das, worauf breitwuͤrfig geſaͤet wurde. Auf ein Feld, was nach einer Duͤngung Kartoffeln, Gerſte, Klee, Rocken und Hafer, ſaͤmmtlich gedrillet, ſehr reichlich getragen hatte, ſaͤete ich im Herbſt 1802 Rocken breitwuͤrſig, um ihn im Fruͤhjahr abzufuttern. Ich konnte ihn nicht bezwingen; es ſchoß ein Theil in Aehren und lieb ſtehen. Ich machte meine Schuͤler auf⸗ merkſam auf den Erfolg, den ich mir ſ chlecht dachte. Aber dieſer Streifen trug Rocken, wel⸗ cher dem nichts nachgab, der dicht nebenan in die Stoppel des gut geduͤngten Hafers, nach der * kolt er(. 8⁸ bat. eine— len, 3. ¹duchtn alp En pferog Angc Erni n die ſi gen n meit koͤn an grö ttr fteiitt der ſt 3 wetdt 14 tra zo deſta ſte en de.0 eiih V Umn ſtaͤr ti Funs der e V 3r ut — der Poden Nahrungeſof h, daß die ken zur An⸗ tker gereiß ht, oder haß auerſiofs die gang in den ht werde— Voden weſ endie it we uf bey nanen erichtet habe nicht beſti⸗ il geſunden. llete Fruͤch⸗ ehalten, als e. Auf ein Karwefflt, :, ſammilüch ate, ſterei fig, un ihn ante ihn rih n Aehrenmd. Schüler aif mir ſchlecht JRocken 1 dicht nelenm Haferz, uc her der Gewohnheit meiner Feldnachbaren, geſaͤet war. Dieſe und mehrere Erfahrungen bey meinen comparativen Verſuchen uͤber das Dril⸗ len, haben mich uͤberzeugt, daß der Boden da⸗ durch nicht ſtaͤrker erſchoͤpft werde. Ziehen alſo die Pflanzen und der Boden vermittelſt des Pferdehackens mehrere Nahrungstheile aus der Atmoſphaͤre, oder wird der ſtaͤrkere Koͤrner⸗ Ertrag nur von denen Stoffen hervorgebracht, die ſonſt das Unkraut aus dem Boden zog? All⸗ gemein duͤnge ich ſchwaͤcher und ſeltener, wie meine Nachbaren durch den Stadtduͤnger thun koͤnnen, aber mein Boden bleibt ungeachtet der groͤßeren Erndten in mehrerer Kraft, was aber freilich nicht allein dem Drillen, ſondern auch der ſonſtigen beſſeren Bearbeitung zugeſchrieben werden muß. Marſhalls dritten Einwurf: daß halm⸗ tragende Fruͤchte die Aehren an ihrer Spitze deſto ſtaͤrker hervortreiben wuͤrden, je dichter ſie ſtehen, widerlegt die Erfahrung auf jedem Fel⸗ de. Die Halme, die unten am ſtaͤrkſten ſind, haben die vollſtaͤndigſten Aehren, und diejeni⸗ gen Pflanzen, welche, unter uͤbrigens gleichen Umſtaͤnden, am meiſten Raum haben, ſind die ſtaͤrkſten und fruchtreichſten. Am Rande der Furche, wo ſich die Pflanzen wenigſtens nach der einen Seite ausdehnen konnten, findet man 3r Band. S die — 274— die koͤrnerreichſten Aehren. Wer aber ein ge⸗ hoͤrig gedrilletes mit einem breitwuͤrſigen Felde vergleicht, wird nicht einen Augenblick Anſtand nehmen, den Aehren des erſteren den Vorzug zuzuerkennen; wenigſtens iſt mir noch kein Zweifler an Drillkultur vorgekommen, der dies nicht willig gethan haͤtte, obwol manche beym oberflaͤchlichen Anblick die Hal⸗ me minder dichtſtehend zu finden glaubten. Marſhalls vierter Einwurf gruͤndet ſich auf eine Moͤglichkeit und verdient alſo kaum eine Widerlegung, da Unmoͤglichkeiten zu erweiſen, bey Dingen dieſer Art nicht gefordert werden kann. Allein die unzaͤhlig vielen com⸗ parativen Verſuche beweiſen wenigſtens, daß es nicht wahrſcheinlich ſey, auf vollkommen vor⸗ bereitetem Acker durch Wurfausſaat jemals die Erndten zu erlangen, die man von gehoͤrig be⸗ arbeiteter Drillſaat erhaͤlt. Sie ſind unzählbar, dieſe comparativen Verſuche, welche man ſeit etlichen und dreißig Jahren in England uͤber den Vorzug der Wurf⸗ und Drill⸗Ausſaat angeſtellt hat. Die Lon⸗ doner Societaͤt, zur Aufnahme der Kuͤnſte, Manufacturen und des Han⸗ dels, hat ſich, von ihrer Entſtehung an, in ihrer den Ackerbau betreffenden Abtheilung vor⸗ zuͤg⸗ züllchs ſerüb Verſut hen wn bet ap fange di Verſu 3. ausgall in dn cietän Einet wirtch glien anſte n. öhrmh dend de io⸗ bben S. Eiſog, ſhig grütit Fant der n der tn ber ae angg übeſg un at gege m äber ein ge⸗ ritgen Fedd ugenblick erſteren den it wir toch ommen, der zwͤl wanche ich de Hal⸗ Naubten. fgrirdeſch ent alſo knun hkeiten ht geforder ielen com⸗ ens, daß nmen vor⸗ jemals die gehdrig be⸗ emparatide Kund dreiſi gg der Vuf Die Lon⸗ ahme der des hau⸗ ung a, in heilund be ii⸗ — 275— zuͤglich damit beſchaͤftigt, vergleichende Verſuche hieruͤber durch Praͤmien zu befoͤrdern. Die Verſuche, welche auf die Praͤmie Anſpruch ma⸗ chen wollten, mußten mit moͤglichſter Genauig⸗ keit angeſtellt und durch viele Zeugen vom An⸗ fange bis zu Ende beſtaͤtigt ſeyn. Alle dieſe Verſuche ſind zum Vortheil der Drill⸗Ausſaat ausgefallen. Man findet einen Theil derſelben, in dem Auszuge der Transactionen dieſer So⸗ cietaͤt, auszugsweiſe von Geißler uͤberſetzt. Eine der wichtigſten und angeſehenſten land⸗ wirthſchaftlichen Societaͤten zu Bath hat gleiche comparative Verſuche in großer Menge anſtellen laſſen, die in ihren herausgegebenen Schriften enthalten ſind, und alle ſind entſchei⸗ dend zu Gunſten des Drillens. Sehr viele an⸗ dere Societaͤten des Ackerbaues haben die Sache ebenfalls experimentaliſch betrieben und gleichen Erfolg gehabt. Die Societaͤt von Hamp⸗ ſhire bat die Unterſuchung neuerlich auf die gruͤndlichſte Weiſe betrieben, indem ſie zwey Farms von moͤglichſt gleichen Verhaͤltniſſen, je⸗ den zu 250 Pfund Pacht, den einen zur Wurf⸗, den andern zur Drillſaat einrichtete und betrei⸗ ben ließ. Da dieſer Verſuch aber erſt ſeit 1800 angefangen iſt, ſo wiſſen wir noch nichts dar⸗ uͤber, als daß bey Abnahme der lezten Rech⸗ nung der Drill⸗Farm einen weit hoͤhern Ertrag gegeben hatte. Eine unzaͤhlige Menge von S 2 Privat⸗ Privat⸗Perſonen haben Verſuche angeſtellt und ſie in periodiſchen Schriften oder in beſonderen Abhandlungen bekannt gemacht, die ſaͤmmtlich zum Vortheil der Drillkultur— meines Wiſ⸗ ſens nicht ein einziger dagegen— ausgefallen ſind. Unter andern hat ein gewiſſer Amos eine Abhandlung„on the Theory and Practice of the Drill-Husbandry“ her⸗ ausgegeben, welche mir erſt ſeitdem merk⸗ wuͤrdig geworden iſt, da ich erfahren habe, daß er Verwalter bey einem Principal war, naͤm⸗ lich bey dem Major Cartright zu Broder⸗ toft, welcher ſich als entſchiedener Gegner des Drillens erklaͤrt hatte, unter deſſen Augen er dieſe Verſuche anſtellte und den er dadurch vom Gegentheil uͤberzeugte. Da dieſe Verſuche in dieſer Hinſicht ſelbſt in England unter die merk⸗ wuͤrdigeren und entſcheidenderen gezaͤhlt wer⸗ den, ſo waͤhle ich ſie unter vielen andern aus, um ſie meinen Leſern mitzutheilen. Ich muß dabey bemerken, daß dieſer Amos ſich ſeine eigene Drillmaſchine erfand, eine Pferdehacke aber gar nicht beſaß, und die Arbeit des Behackens mit einer ſoge⸗ nannten Bruſtſchaufel oder Bruſtpfluge ver⸗ richten ließ; einer gewoͤhnlichen Gartenſchau⸗ fel, mit einem ſteifen ſtarken Stiel, der oben übril 1 angefteltund in beſonderen di ſinmlli neines Viß ausgefallen— iſſer Amos heory and andry har itdem me ren habe,w d war, uim zu Broder Gegner de n Augen el durch vom Lerſuche in rdie werk⸗ zählt wer⸗ andern aus, daß diee chine erfend, beſaß, md einer ſoher ſiplluge de Garteuſcau Siil, d dhen — 277— oben einen Queerſtiel(Strebe) hat, wel⸗ chen man vor die Bruſt ſetzt, mit beyden Haͤnden anfaßt und ſo im Fortſchreiten da⸗ mit ſchaufelt. An der Schaufel ſelbſt iſt ein Queer⸗Eiſen ſchraͤg angebracht, welches die abgeſchaufelte Erde ſeitwaͤrts ſtreicht und an die Gewaͤchsreihen anhaͤuft. Ein Inſtru⸗ ment, deſſen ſich die Gaͤrtner in England haͤufig bedienen. Ich theile indeſſen nur die volle Be⸗ rechnung des erſten Verſuchs mit; von den uͤbrigen blos das Reſultat. Verſuch — 273— Verſuch Auf ſchwarzem ſteifen Lehmboden) e 1 Acre gedrillt: 1 18 1 7 8 3. Pfd. Sch.. 18 Maͤrz, den 6.: Aus dem Graſe zu pfluͤgen 5 O ſirz dd den 10. Fuͤnfmal zu eggen, einmal dor zu walzen.. 3 0 Auf 8 Zoll Entfernung und 2 Zoll tief zu drillen 0 6 b Zu eggen... 0 5 ktil iat 12 Peks Einſaat. 9 0ſ leh, ap April, den zoſten: Zu walzen.. 6 aegius, T. May, den 14ten: Mit der Bruſtſchaufel zu bearbeiten.. 2 Junius, d. 5ten: Daſſelbe zum 2ten Male 2 l Zu handhacken. r 5 heyt, u Landzins ac.. 1 0 4 5 Septemb. den 19ten: Ertrag 56 Buſhel V à 2 Sch. 3 P. 6 0 Vortheil lehmbohder Acre 3u 20 Schilling Pacht. 1 Acre breitwuͤrfigs b.w. à17 83. pfd. Sch. P. fügen 5 Maͤrz, den 6ten: Zu pfluͤgen.„ 9 5 0 einmal den r0ten: Achtmal zu eggen o 4 0 . 16 Peks Einſaat o 12 ig und Zu ſaͤen.„ 9 9 3 ſen o .0 April, den 20ſten: Zu walzen.. 9 o 6 0 9 May, den aaſten: zu handhacke.. o 2 6 . 0 0— Junius, d. 15ten: Desgleichen zum 2ten aufel Male.„ 9 3 . 9 Landzins ꝛc.. 1 1 Male o! 6 ol Sept., den 19ten: Ertrag 50 Bufhel .1u à 2 Sch. 2 ½ P. 35 6 3 1 1 Vortheil 2 18 0 Uebergewicht des gedrillten — 280— Sommerruͤbſaat nach dem Hafer: Pfd. Sch. Die Erndte der gedrilleten ward geſchaͤtzt zu... Der Vortheil... Die Erndte der breitwuͤrſigen ge⸗ ſchaͤtzt zu 2** Der Vortheil... 4 0 0 0 P. Uebergewicht der gedrilleten. Gerſte nach der Ruͤbſaat: Erndte der gedrilleten. Vortheil. ¹ ¹ Erndte der breitwuͤrfigen.. Vortheil... 4 10 13 Uebergewicht der gedrilleten. + 1 00 IISIS O O O0 Bohnen nach der Gerſte: Ertrag der gedrilleten.. Vortheil... Ertrag der breitwürfigen.* Vortheil...* Uebergewicht der gedrilleten pan N lbents Rutn and 1 zun Die ni Vollh Dien Vor M Uebere: §e 9 Didars Vüsh Dims Vp dag. Kns Lüh Voſg lela — 281— hafer Weitzen nach den Bohnen: eh.. Pfd. Sch. P. Ertrag des gedrilleten. 9 18 o 4% Vortheil.. 7 6 2 8 7 9 Ertrag des breitwuͤrfigen.„ 8 5 0 Vortheil„. 2. 5 11 9 3 16% Uebergewicht des gedrilleeen„ 1 14 5 217 Ruͤben auf einem leichten — ſandigen Lehm, ein Acre zu 18 Schilling Pacht: Die Erndte der gedrilleten geſchaͤtzt 3 13 6 Vortheil.. 0 11 6 11* 4 Die Erndte der breitwürſigen geſchaͤtt 3 3 O0 19 9 Vortheil.. 4 9 2 9 139 0 — 9 Uebergewicht der gedrilleten„0 8 9 ◻ Gerſte nach den Ruͤben: Die Erndte der gedrilleten- 9 r 0 Vortheil 2** 6 3 10 Die Erndte der breitwuͤrfigen. 8 4 6 6 654 Vortheil.. ¹. 3 6 0 3 16 6 Uebergewicht der gedrillten„ o 17 10 8 Klee nach der Gerſte: 1.44- Vortheil des gedrilleten. 7 12 6 1 12 Vortheil des breitwuͤrfigen 7 2 0 Uebergewicht des gedrilleen o 10 6 n — 2 8 2— Weitzen nach dem Klee: Pfd. Sch. P. Vortheil des gedrilleten. 8 6 G Vortheil des breitwuͤrfigen. 6 16 0 Uebergewicht des gedrilleten. 19 9 Kartoffeln auf leichtem ſandigen Lehm, 1 Acre zu 20 Sch. Pacht.(AUls verglei⸗ chender Verſuch zwiſchen der Be⸗ arbeitung mit der Pferde⸗ und Handhacke.) Ertrag der gepferdehackten 16 13 4 Vortheil... 10 10 4 Ertrag der behandhackten 14 0o Vortheil.... 6 16 6 Uebergewicht der gepferdehackten 3 13 10 Gerſte nach den Kartoffeln: Ertrag der gedrilleten. 9 16 3 Vortheil 4.* 0 6 15 8 Ertrag der breitwürfigen. 8 3 4 Vortheil.. 4. 4 19 1 Uebergewicht der gedrilleten 1 27 Ales Pun peri d Abecks Vels Er Vonlis Ertg Vohe Uelan Ved glidg 6.9c dn nn Klee nach der Gerſte: 3 6 6 Vortheil des gedrilleten. 6 7 0 5 ¹% Portheil des breitwuͤrfigen„ 8 13 6 Uebergewicht des gedrilleeen. o 13 6 Weitzen nach dem Klee: Ertrag des gedrilleten.. 10 19 0 Vortheil.... 3 10 6 Ertrag des breitwuͤrfigen 9 3 Vortheil... 6 15 6 Uebergewicht des gedrilleeen. 1 16 0 13 4 10 4 Verſuch mit Kohl, als Ver⸗ 0 0 gleichung zwiſchen Pferdehacken 16 6 u. Handhacken, auf ſteifem ſchwar⸗ 13 10 zen Lehm, der Acre 20 Sch. Pacht. Die Erndte des gepferdehackien 10 o o Vortheil. 6 11 0 Die Erndte des behandhackten 8 4 0 16 1 Vortheil....3 90 9 1 Uebergewicht des gepſerdehackten 2 10 9 3 19„ 2 Man findet dieſe Verſuche auch ausgezogen in the New Farmers Calendar. London 1801. 297. Die Die im Hannoͤverſchen gemachten Verſuche habe ich im 1ſten Th. dieſes Werks, und die Fortſetzung der Wittenburgiſchen in den Anna⸗ len der Niederſaͤchſiſchen Landwirthſchaft, Iſten Jahrg. 2tem St. S. 409, angegeben. Meine ſeit 8 Jahren angeſtelleten eigenen comparariven Verſuche haben mir bey Rocken, Gerſte und Hafer immer ein ganz entſchiedenes Uebergewicht im Maaße des Getreides, noch mehr aber in der Guͤte und Schwere des Ge⸗ treides, gegeben. Letzteres war beſonders in Anſehung der zwenzeiligen Gerſte ſehr merkwuͤr⸗ dig, da im Darchſchnitt von der breitwuͤrfigen der hieſige Himten 36 Pfund, von der gedril⸗ leten 42 ½ Pfund wog. Da dieſe Verſuche in mehrerer Hinſicht angeſtellet wurden, ſo wuͤrde es hier von der Sache zu weit abfuͤhren, wenn ich ſie ausfuͤhrlich erzaͤhlte, was doch geſchehen muͤßte, um das Reſultat klar darzuſtellen. Die Frage wegen des hoͤheren Ertrages des gedril⸗ leten Getreides im Korne, iſt jetzt gewiß ſo entſchieden, wie irgend eine Wahrheit im Fache des practiſchen Ackerbaues entſchieden ſeyn kann, und ſcheint mir keiner vergleichenden Verſuche weiter zu beduͤrfen. Auch wird wol ein jeder Unbefangener, der Pflanzenwachsthum und Gartenkultur mit eini⸗ ger ger danc e dsb gen e bettg etilgus im eln Dritl mit i ſchui dielt ber N da Fratt kandte wiſ darie Ku zun duß fün mn bl wit in) gre in Verfͤhe , und die den Anna⸗ zaſt, Iſten zn. een äͤgeten bey Rodtn, etſchiedene eides, wh ere des oe⸗ eſonders i merkwir⸗ iwürſigen er gedril⸗ eſuche in ſo wuͤrde en, wenn giſchehen ellen. Die des gedri⸗ gewiß ſo it im Falhe ieden ſemn gleichenda ngener, her Ir mitein ger — 285— ger Aufmerkſamkeit beobachtet hat, und da⸗ durch von dem Vortheile einer gehorigen Legung des Saamens, der Tiefe und der gleichmaͤßi⸗ gen Vertheilung nach, von dem Vortheile einer beſtaͤndigen Auflockerung und fruͤhzeitigen Ver⸗ tilgung des Unkrauts uͤberzeugt worden iſt, ſchon im voraus ſich ſagen koͤnnen, daß gehoͤrige Drillkultur, auf dazu geeignetem Boden und mit zweckmaͤßigen Inſtrumenten, im Durch⸗ ſchnitt groͤßere Erndten geben muͤſſe, als die ſo vielen Zufaͤlligkeiten unterworfene, und nach⸗ her ſich ſelbſt uͤberlaſſene Wurfausſaat. Allein durch die unleugbar hoͤhere Pro⸗ duction, welche die Drillkultur giebt, iſt die Frage noch nicht entſchieden, ob ſie fuͤr den Landwirth im Allgemeinen oder nur unter ge⸗ wiſſen Verhaͤltniſſen vortheilhaft ſey, und wie dann dieſe Verhaͤltniſſe, unter welchen dieſe Kultur vortheilhaft oder nachtheilig ſeyn kann, zu beſtimmen ſind; denn eine jede hoͤhere Pro⸗ duction iſt nicht jedesmal mit hoͤherm Vortheil fuͤr den Landwirth verbunden, kann ihm viel⸗ mehr reellen Nachtheil bringen, und zwar nicht bloß in dem Fall, daß die Koſten dabey uͤber⸗ wiegend waͤren, ſondern auch dadurch, daß ſie in das Ganze der Wirihſchaft nicht gehoͤrig ein⸗ greift, Aufenthalt und Stockungen darin ver⸗ anlaßt — 286— anlaßt und anderen Zweigen dadurch um ſo nachtheiliger wird. Hierauf beziehen ſich ohne Zweifel A. Youngs Gegengruͤnde gegen die Orillkultur, und ſind deshalb allerdings von weit groͤßerem Gewichte, als Marſhalls theoretiſche Gruͤnde. Es erhellet aber ſchon aus dem, was die groͤßten Vertheidiger der Drillkultur ſelbſt dar⸗ uͤber ſagen, daß ſie nicht allgemein anwendbar ſey, und daß kein vernuͤnftiger Mann ſie jedem Landwirthe ohne Unterſchied empfehlen koͤnne. Sie gehoͤrt auf die hoͤchſte Stuffe der Ackerkul⸗ tur, und nur derjenige kann bey dem Acker⸗ bau, wie bey jeder andern Sache, ſicher gehen, der von einer Stuffe auf die andere tritt und keine uͤberſpringt. Wir haben ſchon gehoͤret, daß der Acker entweder mit Waſſerabzuͤgen genugſam ver⸗ ſehen, oder in verhaͤltnißmaͤßige Beete aufge⸗ pfluͤgt ſeyn und, wie ſich verſteht, Haupt⸗ graben mit gehoͤrigem Gefaͤlle haben muͤſſe. Bey einem im Fruͤhjahr und Sommer der Naͤſſe noch unterworfenen Acker iſt die Drillſaat viel⸗ leicht noch groͤßeren Gefahren, wie die gewoͤhn⸗ liche, ausgeſetzt. Die Ackerkrume muß ſchon eine dine u ſ we Riht aaan ben iis belens gehör Acam vorh h und ud unbetbn. n gehit chu g hſen ia ſhen G uhſte urh un ſ Zweifel A. Drilkultur i großerem meoreiſche m, wow di t ſlbſ der Hanwendbn ſie jedem len könne. Ncertul⸗ em Acker⸗ zer gehen, vin und z der Acke ugſam der⸗ eete aufge⸗ ht, Hug aben miſt er derNiſt illſaat i die gevi⸗ e muß ſcen dil eine Tiefe von wenigſtens vier Zoll haben, und ſo weit von Duͤngerſtofſen durchdrungen ſeyn. Nicht hochgewoͤlbte, noch weniger die mit ſoge⸗ nannten Eſelsruͤcken verunſtalteten Beete, ſchik⸗ ken ſich dazu. Und ſo ſind auch alle Uneben⸗ heiten, Vertiefungen und Erhoͤhungen, einer gehoͤrigen Drillkultur ſehr entgegen. Daß der Acker zu einem gewiſſen Grade der Reinheit vorher gebracht, und wenigſtens von Quecken und Wurzelunkraut befreyet ſeyn muͤſſe, wird unbedingt gefordert. Wenn andere Getreidefelder, nachdem ſie gehoͤrig beſtellt worden, nun bis zur Erndte ohne erhebliche Aufmerkſamkeit ſich ſelbſt uͤber⸗ laſſen ſind, ſo muͤſſen gedrillete haͤufig nachge⸗ ſehen und durchgegangen werden, um den gluͤck⸗ lichſten Zeitpunkt zum Pferdehacken, den man ungeſtraft nie uͤbergehen laͤßt, zu treffen. Der Wirthſchafter muß den feſten Willen haben, die Kultur aufs Vollkommenſte auszufuͤhren, die Saat, bis ſie in die Aehren ſchießt, aufs Genaueſte beobachten und zu gehoͤriger Zeit die zweckmaͤßigſten Anſtalten mit feſtem Ent⸗ ſchluſſe treffen; den Operationen— wenig⸗ ſtens Anfangs— ſelbſt beywohnen, die tuͤch⸗ tigſten Leute dazu auszuwaͤhlen, ſie belehren, gegen Fehler warnen, kurz Alles dirigiren. Wer daher einen unthaͤtigen, unuͤberlegenden, oder oder der Sache gar abgeneigten Verwalter hat, der bleibe ja davon. Das Drillen wird ihm, ſtatt groͤßerer Erndten, geringere geben; ſtatt ſeinen Acker zu verbeſſern, ihn verwildern. Aber Wille, Kenntniß und Thaͤtigkeit ſind noch nicht genug: man muß auch die Zeit dazu haben. Wenn in einer Wirthſchaft noch viele andere Verbeſſerungs⸗Arbeiten vorfallen, die eine genaue Aufmerkſamkeit erfordern; ſo ſind dieſe mehrentheils wichtiger fuͤr das Ganze und fuͤr den Capital⸗Werth des Guts, als der hoͤ⸗ here Ertrag einer gedrilleten Erndte. Hier ſind noch andre Stuffen, die betreten werden muͤſſen, bevor man ſich zur hoͤchſten Acker⸗ kultur erhebt. Allgemein betriebene Drillkultur findet nur in einer Wirthſchaft ſtatt, die ſchon in volle runde Ordnung, in regelmaͤßige Organiſation verſetzt iſt, ſo daß nur noch wenig auſſerordent⸗ liche Geſchaͤfte, welche die Aufmerkſamkeit vom Feldbau abziehen, dabey vorfallen; oder die Ausrichtung derſelben muß in eine Zeit treffen, wo das Pferdehacken vollendet iſt. Dies iſt gewoͤhnlich um Johannis, und deshalb trifft die eigentliche Pferdehacken⸗Arbeit einen Zeit⸗ punkt, der von gewoͤhnlichen Wirthſchafts⸗ geſchaͤften ziemlich frey iſt. Bey 88 oipra dn, 72 un hatn gertid ufſm m Nerg 1 Orillen ſer dui man im zur 1in dends: weni te berei m fiiger i werde jemd Kerhſde ihn a ber h der iies 2 dabanß ſten ihe aufte dur ae verca alſo imm hen 3r 145 berwalte har en wird im, geben; ſat wwildern. hatigkei ind de Zeit dan dſt noch dit dorfallen, N tdern; ſ ſi das Ganz als der ſ tndte. hit reten werda ſten Acker r findet um hon in vole Orgariſatin auſſerorden rkſamkeitvon ln; oderi e geit tefen f. Dies ſi deshalb wift it eiten Jii Titthſcyſe⸗ Be Bey einem ſehr kaͤrglich eingerichteten Geſpann findet dieſe Kultur nicht Statt, es ſey denn, daß man fremde Pferde zu gewiſſen Zei⸗ ten haben koͤnne. Das Behacken des Winter⸗ getreides trifft mit der Fruͤhjahrs⸗Beſtellung zuſammen, und dieſe erfordert taͤglich auf neun Morgen ein Pferd und einige Menſchen beym Drillen mehr. Dagegen kommt aber bey die⸗ ſer Beſtellungsart folgendes ſehr zu Statten: man kann den Acker durch den Pflug früher— zur Hafer⸗Ausſaat auf jedem nicht gar zu bin⸗ denden Boden im Herbſte voͤlig, zur Gerſte wenigſtens halb— vorbereiten. In den vor⸗ bereiteten Acker kann dann die Saat biy gün⸗ ſtiger Witterung ſ ehr ſ chnell eingedrillet werden. Allemal bereite ich das Haferfeld auf ziemlich bindendem lehmigen Sandboden im Herbſte voͤllig vor, laſſe im Fruͤhjahr nur eggen, ihn ein⸗ oder zweymal mit dem Exſtirpator überziehen und dann drillſaͤen; gewinne alſo dabey ſehr viele Zeit im Frühjahre. Auch bey der Gerſte habe ich daſſelbe mit dem glücklich⸗ ſten Erfolge gethan; es verſteht ſich aber, nur auf ſolchem Acker, der im vorigen Sömmer durch das Pferdehacken der Wurzelgewaͤchſe fein verarbeitet war. Auf einem muͤrben Boden alſo— denn zaͤher ſtrenger Boden erfordert immer eine ſtarke Anſpannung— bedarf es bey einer gut eingerichteten Oekonomie, beſon⸗ 3r Band. X ders — a90— ders bey unſerm Fruchtwechſelſyſtem, keines ſtaͤrkeren Geſpannes, als zur energiſchen Be⸗ treibung des Ackerbaues ohnedas noͤthig waͤre. Bey anderen Wirthſchaftsarten muß man noth⸗ wendig nach der Folgenreihe der Arbeiten ſeinen Ueberſchlag machen, und ausmitteln, ob man von der Mitte Aprils bis Johannis die noͤthi⸗ gen Pferde zum Drillſaͤen und Pferdehacken uͤbrig habe. Denn wer lezteres zu verſchieben denkt, bis keine andere Arbeit mehr da iſt, laſſe; 8s ja bleiben. An ſich betraͤgt die vermehrte Arbeit, wenn man die Koſten auch aufs Hoͤchſte berechnet, ſehr wenig. Nach einer Berechnung des ver⸗ dienſtvollen Weſ emeyer im iſten Bande die⸗ ſes Werks betraͤgt ſie, mit den aͤlteren Ducket⸗ ſchen Werkzeugen, auf einen Morgen nicht voͤl⸗ lig 7 Ggr. 4 Pfg. Wenn man ſie, das Pferd aufs Hoͤchſte gerechnet, zu 12 Ggr. anſchluͤge; ſo wird ſie doch, durch die erſparte Ausſagt allein, doppelt bezahlt. Wenn man aber ein oder zwey Pferde blos um des Drillens und Pferdehackens willen im Fruͤhjahre mehr halten muͤßte, und ſie auſſerdem nicht nuͤtzlich gebrauch⸗ te— was 8 aber bey einer vernuͤnftig ein⸗ gerichteten Wirthſchaft gar nicht denken laͤßt—, ſo kaͤme die Rechnung freylich ganz anders zu ſtehen. Vor lemn. umuß man das Verhälwis der laanze leße, der 963 dſpannde üihunac wüſſentan V Schritf 69 1 V gelen! dh Mi un calhd in und zn drieß a die üu werden D ☛ Granc. geſag Ant ſeyn. die eng det in gi Tyom 6 5—* ſſtem, zeine lagichen Ve⸗ nölſig wͤre, uß man not⸗ gteirn ſaten neln, ob mac nis di nthi Nfendehacn zu verſhſihen tmehr ſ Arbeiz wen ſte berechne ung des ber Bande dit⸗ heren Ducker⸗ gen vicht vih e, das Pfen de ancht patte Alsſa man abri s Drillens u re meyt filn zlich fehr bernügfig i denken lit=, gauz andeb i das Varhäbd der der ganzen Wirthſchaft, in Hinſicht der Ge⸗ ſpann⸗Arbeit, erwaͤgen, ehe man ſich zur Ein⸗ fuͤhrung der Drillmaſchinen entſchließt. Die Pferde, die man dazu brauchen will, muͤſſen ruhig, aber gelenkig und von feſtem Schritte ſeyn. So werden ebenfalls gelehrige und noch gelenkige Menſchen zu dieſer Arbeit erfordert. Mit Leuten, die einmal an Geiſt und Koͤrper callos und ſteif geworden, die kein Augenmaaß und keine Ueberlegung haben, iſt es eine ver⸗ drießliche Sache. Sonſt kann die Arbeit und die Haltung der Werkzeuge leicht begriffen werden. Daß ſich äͤbrigens jeder Boden, ſeiner Grunderde nach, dazu paſſe, habe ich ſchon geſagt. Nur muͤſſen die Werkzeuge nach der Art des Bodens eingerichtet und modiſicirt ſeyn. Seitdem man die Scarriſicators oder die einſchneidenden Meſſer angewandt hat, fin⸗ det man in England, daß dieſe Kultur nirgends groͤßere Wirkung thue, als auf dem zaͤheſten Thonboden. Wenn Young ſagt, daß ſich die Drill⸗ kultur mit dem Kleebau nicht gut vereinigen leßee ſo iſt dies ſeitdem durch die Erfahrung T 2 der der Englaͤnder und durch die meinige genug wi⸗ derlegt. Die Kleeſaat nach dem lezien Pferde⸗ hacken, zwiſchen Winter⸗ und Sommergetreide, man mag ſie mit der Maſchine oder mit dem Wurf ausſaͤen, geraͤth in den gelockerten und von Unkraut gereinigten Zwiſchenraͤumen ganz vorzuͤglich, und man hat bey der ſpaͤtern Aus⸗ ſaat des Klees manche Vorzüge bemerkt, wenn man anders auf die Herbſtweide keine Ruͤckſicht nimt. Wird die Kleeſtoppel fruͤh genug umge⸗ brochen,— was uͤberhaupt eine ſehr wichtige Regel bey der einfaͤhrigen Beſtellung derſelben mit Wintergetreide iſt.— wird ſie bald dar⸗ auf gewalzt, und erſt, nachdem ſie eine Zeit⸗ lang gelegen hat, geegget, ſo laͤßt ſich ganz gut darauf drillſaͤen. Noch beſſer aber wird es, wenn man den im 2ten Hefte der Abbildungen der Ackerwerkzeuge beſchriebenen Raſenſchaͤh⸗ ler gebraucht und dadurch die Kleeſtoppel u n⸗ ten, muͤrbe Krume aber daruͤber legt. Ich bin mir in Anſehung des Drillens einer vieljaͤhrigen und gewiß unpartheyiſchen Pruͤ⸗ fung bewußt. Daß die vorzuͤglich von mir ge⸗ ſchaͤtzten Schriftſteller A. Voung und Mar⸗ ſhall ſich dagegen erklaͤrten, erhielt mich, bey ſo vielen andern glaubwuͤrdigen Zeugniſſen, lange Zeit zweifelhaft. Jetzt aber bin ich aufs Vollkommenſte uͤberzeugt, daß Drillkultur im⸗ mer unterda und iſn dieſe u5 legt ni in du an ſaldt d lkons ganzeid. alleins egſii einze und h ſeinim deuza gen doan zu dih maa a daranz Kor⸗ iy geng u tgen Pferde mwergetreide, det wit dem lockerten und täumen gin ſpärern Aus⸗ mmetkt, we bäne Rütſch h genug inge e ſehr wihig lung derjlbe ſie hald da ſie eine gi ich ganz gu er wird es, Abbildungen rſerſcit eeſtoypel un ber legt Drillens iir geriſhen hi⸗ ch bon mit 9 und Mar „arhitt iih gen zeuniſ er bin ihu drilkuri⸗ ther — 293— mer die hoͤchſte Stuffe des Ackerbaues ſey; vor⸗ ausgeſetzt, daß alle vorhergehende Stuffen ge⸗ hoͤrig beſchritten ſind. Es kann allerdings ein vortrefflicher Ackerbau exiſtiren, ohne zu dril⸗ len, und man kann drillen und noch viel weiter zuruͤck ſeyn wie ein Anderer, der keine Drill⸗ maſchine kennt. Auch halte ich es, wie geſagt, unter manchen Verhaͤltniſſen fuͤr den thaͤtigſten und einſichtvolleſten Landwirth nicht rathſam, dieſe Bauart einzufuͤhren. Aber der Grund liegt hier nicht in dem Drillen ſelbſt, ſondern in den Local⸗Verhaͤltniſſen, und das Drillen an ſich bleibt immer eine vortreffliche Sache. Es iſt uͤbrigens ein Unterſchied, ob man vollkommene Drillwirthſchaft betreibt, und ſein ganzes Ackerſyſtem danach eingerichtet habe, daß alle Saaten durch die Maſchine eingeſaͤet und gepferdehackt werden koͤnnen; oder ob man nur einzelne Felder bey paſſender Lage, Witterung und Zeit, auf die Weiſe beſtellee. Wenn man ſeine Aufmerkſamkeit, ſein Geſpann und ſeine Leute noch zu andern Wirthſchafts⸗Verbeſſerun⸗ gen vortheilhafter verwendet, ſo kann man ſich doch veranlaßt finden, ein oder anderes Stuͤck zu drillſaͤen; theils, um den Verſuch damit zu machen, hauptſaͤchlich aber, um ſein Saatkorn darauf zu erzielen. Denn daß das gedrillete Korn vor allem andern ſtaͤrker auswachſe und folglich — 294— folglich beſſere Saat liefere, iſt eine ſo ausge⸗ machte Sache, daß auch nicht Einer dieſes mehr ableugnen wird. Ein partielles Drillen iſt ferner in dem Falle rathſam, wo man Lagerkorn zu beſorgen hat. Denn das Drillen— und ſchon dies iſt ein unverkennbar großer Vortheil— ſchuͤtzt faſt voͤllig dagegen. Die Halme werden unten ſtark und ſteif. Die angehaͤufte Erde giebt ih⸗ nen mehrere Haltung, und die Zwiſchenraͤume geſtatten genug Luftdurchzug, um das zwiſchen den Halmen ſich anhaͤufende und dieſe gewiſſer⸗ maaßen in eine ſchwere Maſſe zuſammenkle⸗ bende Waſſer, wodurch das Lagern eigentlich verurſacht wird, abtroͤpfeln und verdunſten zu laſſen. Wo moͤglich, muß man bey dem Drillen die Regel beobachten, daß man die Saatreihen von Suͤden nach Norden, nicht von Weſten nach Oſten lege. Alle aufmerkſame Gaͤrtner haben dieſes zum Grundſatz bey ihren Garten⸗ beeten angenommen. Die angehaͤuften Fur⸗ chen ſowohl, als die Fruchtreihen ſelbſt, wer⸗ den dann gleichmaͤßiger von der Sonne und dem der Vegetation ſo wohlthaͤtigen Lichte getroffen. Es wird aber auch den haͤufigern und nachthei⸗ ligern kalten Oſt⸗ und Weſtwinden das Eindrin⸗ gen zen u5 ſche 15 Nanperr mnſertc drila9 Dies 0 den 9. ſonden tompft von 1 das t 9d Dillerse derleg.n Kn den hit wür da ſi. grifi beyln ſihhzn urtſim derh hackn ine ſo düsge⸗ dieſes mehr ner in den niu beſorgen ſchon dis iſ 4— ſüi werden unen Erde ii Zviſchenzont das zwiſa dieſe gewiſe⸗ zuſammenlle m eigentli erdunſten zu em Drillen i ie Saanriſſ t don Wiſe kſame Gum ihren Garn⸗ ehäuſtn ſr en ſelbſt, n Songe und en iche geneft tſa in und mütthi en desEer 1 — 295— gen in die Saat mehr verſperret und die ploͤtz⸗ liche Erkaͤltung bey ſtark veraͤnderter Luft⸗ temperatur dadurch verhuͤtet. Ich weiß, daß Einige die Beſorgniß ge⸗ aͤuſſert, daß Brand, Roſt und Mehlthau ge⸗ drilletes Getreide haͤufiger befallen koͤnnten. Dies iſt aber ein bloß hingeworfener Gedanke, den die Erfahrung nicht nur nicht beſtaͤtiget, ſondern wirklich widerlegt hat, da bey den comparativen Verſuchen das gedrillete Getreide von dieſer Krankheit mehr frey geweſen iſt, wie das breitwuͤrfige. Was einige teutſche Schriftſteller gegen das Drillen geſagt haben, verdient gar keine Wi⸗ derlegung. Sie haben es ein Spielwerk, eine Kleinlichkeits⸗Kraͤmerey genannt, die bey ſoli⸗ den teutſchen Landwirthen nie Eingang finden wuͤrde. Den aͤlteren kann man es verzeihen, da ſie von der Sache wenige oder gar keine Be⸗ griffe haben konnten. Die neueren werden ſich bey der Nachwelt laͤcherlich machen, wie man ſich immer macht, wenn man über eine Sache urtheilen wilt, die man gar nicht kennt. Die Herren hatten weder Drillmaſchinen und Pferde⸗ Packen, noch gedrillete Saaten geſehen. Wenn Wenn es in England noch Widerſpruͤche in Anſehung des Drillſaͤens des Getreides gab, ſo giebt es uͤberall keine gegen das Drillen der Hülſenfruͤchte. In der Grafſchaft Kent iſt das Reihenſaen derſelben ſeit undenk⸗ lichen Zeiten allgemeiner landuͤblicher Gebrauch geweſen. Wie es noch an zweckmaͤßigen Werk⸗ zeugen zu ihrer Vearbeitung fehlte, verrichtete man dies mit der Hand, durch Schaufeln und Hacken. Jetzt hat man eine unendliche Man⸗ nigfaltigkeit von Werkzeugen erfunden, womit man, nach Verhaͤltniß des Bodens und der ge⸗ waͤhlten Diſtanzen, mehr oder minder zweck⸗ maͤßig, dieſe Fruͤchte ausſaͤet und bearbeitet. Der uͤberwiegende Vortheil der Drillkultur die⸗ ſer Gewaͤchſe iſt ſo allgemein, daß man jede an⸗ dere Art Barbarey nennt, und es als ein characteriſtiſches Zeichen einer ſchlechten, nach⸗ laͤſſgen Wirthſchaft annimt, wenn man breit⸗ wuͤrfige Bohnen und Erbſen ſiehert. Man glaubt, daß derjenige, der dieſe Fruͤchte nicht drillet, die Erndte nicht nur dem Zufalle uͤber⸗ laſſe, ſondern auch dem Acker den Vortheil ent⸗ ziehe, den er von der Pferdehacken⸗Kultur unter dieſen Fruͤchten haben koͤnne; mithin auch die folgenden Getreideſaaten vernachlaͤſſige und die vortheilhafteſte Gelegenheit zur Vertilgung des Unkrauts verſaͤume. Die — ginus tüer ic Negreg herbſs gen Fih t, n. jahrerr ihn em oder ſ de ſh Dieſül Die 7e eingate gezag einem t timt te ſandG de nenne iderprige i Getreides n das Drilen z Guſchaf ſeit unden her Gehrauch täfigen WVent⸗ de, beruichter Schaufeln u rendlche Na unden, un ns und dr minder zutt d bearbein. illeultur die nan jede au⸗ des als ein chten, vach n wan brii⸗ Gjet. NM e Früchte iih Zufalle ibe n Vorthel i⸗ n⸗Kultur wer nithin anh i läſige und ü Verillgunde die Die Bohnen werden faſt allgemein in weiten Zwiſchenraͤumen von zwey bis drey Fuß, aber in die Furchen ziemlich dicht, eingelegt. Mehrentheils pfluͤgt man den Acker dazu im Herbſt, egget ihn, verſieht ihn mit den noͤthi⸗ gen Furchen; kurz, bereitet ihn voͤllig zur Saat vor, um dieſe ſo fruͤh als moͤglich im Fruͤh⸗ jahre verrichten zu koͤnnen. Man uͤberzieht ihn dann wol erſt einmal mit dem Exſtirpator oder Schaufelpfluge, und beſäet ihn dann mit der Maſchine in beſtimmter Reihenentfernung. Dieſe Maſchinen ſind nun ſehr mannigfaltig. Die Cookeſche und einige andere ſind dazu eingerichtet, auch die Bohnen in die zugleich gezogenen Furchen, zwey bis drey Reihen in einem Zuge, einlegen zu koͤnnen. Haͤufiger nimt man aber, wegen des entfernteren Ab⸗ ſtandes der Reihen, eine beſondere Maſchine, die nur eine Reihe ausſaͤet. Dieſe Maſchi⸗ nen haben entweder zugleich einen Furchenzie⸗ her, oder man zieht die Furche erſt mit einem leichten Pfluge, und ſchiebt den Saͤekaſten nach, oder haͤngt ihn auch wol dem Pfluge an. Im zweyten Hefte meiner Abbildungen der Acker⸗ werkzeuge iſt ein ſolcher Saͤekaſten beſchrieben, den man auf beyde Art gebrauchen kann, der jedoch, wenn er tiefe Furchen ziehen ſoll, faſt mehr Anſtrengung erfordert, als zwey Men⸗ ſchen anhaltend anwenden koͤnnen, und deshalb auf auf zaͤhem Boden wol von einem Pferde gezo⸗ gen werden muß. Nimt man aber den Fur⸗ chenzieher ab, um die Saat in eine ſchon gezo⸗ gene Furche zu legen, ſo kann ihn ein Junge ſchieben. Andere, die nicht vor Winter pfluͤgen, er⸗ ſparen ſich das Saatfurchenziehen, und laſſen die Saat mittelſt des Saͤekaſtens in die zweyte oder dritte Pflugfurche einſtreuen; was freilich eben ſo gut gehet, aber oft die ſo vortheilhafte frühe Beſtellung der Bohnen nicht zulaͤßt. Sobald die Bohnen in den Reihen hervor⸗ gekommen ſind, werden die Zwiſchenraͤume mit der Pferdeſchaufel durchzogen, und ſodann wer⸗ den ſie— was auffallend ſcheint, aber in Kent, wo man dieſe Kultur ſo gut verſteht, allgemein uͤblich iſt— kraͤftig in die Queer geegget. Ich vermuthe faſt, daß mon durch dieſes Eggen die Bohnen in den Reihen verduͤn⸗ nen will, weil man ſie daſelbſt ſo ſehr dicht, 4 Buſhel auf den Acre(1 Scheffel 10 ½ Berl. Metzen auf einen Morgen) ausſaͤet. Ich habe, bey Zwiſchenraͤumen von zwey Fuß, an einem hieſigen Himten auf einen Morgen genug ge⸗ habt, und die Bohnen ſtanden dicht genug. Ich wage es aber nicht, zu entſcheiden, in wie fern dieſe geuͤbten Bohnenbauer, bey der an⸗ ſchei⸗ ſceine ono tite ſe melt 2 der A dunge de 96 Reihig don rauntz herather eine gen Erdi Dasat holkd kehä 5 nen ſog ſehrim. deſſedie dangn Reinpe 3 t volan⸗ naa thi tein Gegut ferde e her den Fur ieſchon gezo⸗ dn ein Junge pägen, ar 4, und laſen in dee wer 3 vwas ſilc vvorthalgie richt zul ihen herbo⸗ urzume mit odann wer⸗ , gber in gat derfte n die Quen aß man dur eihen dedie ſo ſeht dct fel 10 Wa et. Ih Gah uß, an einn gen geng e it genug Ih a, in tiefm , bey N 6 2 ſcheinenden Verſchwendung der Saat, dennoch okonomiſch⸗richtig verfahren moͤgen. Nachdem ſie ſich von dieſem Eggen erholt haben, werden ſie mehrentheils mit einem leichten Pfluge, von der Art, wie er im erſten Hefte meiner Abbil⸗ dungen beſchrieben worden, abgepfluͤgt, d. h. die flache Seite des Pflugs wird dicht an den Reihen hergezogen, und die abgenommene Erde von beyden Seiten in die Mitte des Zwiſchen⸗ raums zuſammengelegt. So wie die Bohnen heranwachſen, wird nun dieſer Ruͤcken durch einen doppelten Streichbrettspflug geſpalten, und Erde dadurch an die Reihen wieder angelegt. Das leztere wird dann mehrere Male wieder⸗ holt und die Bohnen ſo hoch wie moͤglich behaͤuft. Der hohe Ertrag der ſo kultivirten Boh⸗ nen bezahlt immer ſehr reichlich die, freilich ſehr umſtaͤndlich ſcheinende, Bearbeitung. In⸗ deſſen iſt dieſe Bearbeitung, wenn man einmal damit bekannt iſt, nicht ſo groß, nicht ſo viel Zeit erfordernd, als das gehoͤrige Pflügen einer Braache. Das Braachpfluͤgen wird indeſſen vollkommen erſetzt, und die Ueberzeugung, daß nach ſolchen Bohnen beſſerer Weitzen, wie nach reiner Braache erfolge, findet man in manchen Gegenden faſt allgemein. Dieſe Dieſe Bohnen mißrathen ſelten, und leiden beſonders vom Roſte und Mehlthau weit weni⸗ ger, wie die breitwuͤrſigen. Sie ſetzen von unten an bis oben hinauf Schooten; was bey breitwuͤrfigen, dicht ſtehenden nie geſchiehet. Sie müͤſſen mit der Sichel geſchnitten wer⸗ den; denn maͤhen laſſen ſie ſich, wegen der hoch auſgeworfenen Ruͤcken, nicht wohl. Nach der Erndte wird das Feld mit einem breiten Schaufelpfluge uͤberzogen, die Stoppel abge⸗ ſchnitten und die Ruͤcken geebnet. Ddie Erbſen werden mehrentheils in en⸗ geren Zwiſchenraͤumen auf 12. 18 bis hoͤch⸗ ſtens 24 Zoll gedrillſaͤet. Auch fuͤr dieſe berei⸗ tet man, der fruͤhen Saat wegen, den Acker gern im Herbſte voͤllig vor. Man ſaͤet ſie mit aͤhnlichen Maſchinen, oder aber man pfluͤget das Feld mittelſt des doppelten Streichbretts⸗ pfluges, oder mit dem Qucketſchen Furchenzie⸗ her nur in ſpitze Ruͤcken auf, und ſaͤet die Erb⸗ ſen mit einem hohen ſchlanken Wurfe aus, da ſie dann von ſelbſt in die Furchen hinabrollen. Bey weiten Zwiſchenraͤumen werden ſie auf eben die Weiſe, wie die Bohnen, jedoch mit Weg⸗ laſſung des Eggens, bearbeitet; gewoͤhnlich aber Koſtagt Emt orden ch lich bite bi den m ten im eöw e nachn dare in i in i ghi V Furſm in diim lheiltean en, und lden au weit weni⸗ ie ſehen von en; vns hey Wiſtiehe. ſſhhiten wer⸗ 7, wegen de rwohl. Nj eiem bein Stoppel ix heils in en⸗ § bis hoch⸗ m diſe berii a, den Aee an ſaet ſi ni r man pflih Etreichörtt⸗ hen Furczet d ſtet duct Worfe ans, hen hinabn rle den ſie alc edoh m nitUe nt; grajlt ther — 301— aber bey engeren Zwiſchenraͤumen nur mit der Kornpferdehacke etlichemale durchzogen und angehauft. Seit einiger Zeit iſt auch die Drillmethode bey den Ruͤben ſehr haͤufig angewandt wor⸗ den, beſonders in denen Gegenden, wo es an ſehr geuͤbten Rübenhackern fehlt. Wo man ſie kennt, giebt man ihr den Vorzug vor der Nor⸗ folker Merthode, theils wegen der geringeren Koſten des Hackens, theils wegen der groͤßeren Erndte, indem die Ruͤben dadurch eine auſſer⸗ ordentliche Groͤße erreichen, und fuͤr das Rind⸗ vieh beſonders viel beſſer auszuheben ſind. Nachdem das Land ooͤllig vorbereitet wor⸗ den, wird es mit einem einfachen oder doppel⸗ ten Streichbrettspfluge in ſpitze Ruͤcken, die etwa 24 bis 30 Zoll von einander entfernt ſind, nach mehr erwaͤhnter Art aufgepfluͤget. So⸗ dann wird der Duͤnger mit Karren aufgefahren, in kleine Haufen abgezogen und mit Forken in die Furchen eingelegt. Die Duͤngerkarre geht naͤmlich ſo, daß ſie immer drey oder fuͤnf Furchen faßt, der Duͤnger folglich ganz bequem in die mittlere und nebenſtehende Furchen ver⸗ theilt werden kann. Wenn dies geſchehen iſt, und und man das Feld etwa mit einer Walze uͤber⸗ zogen hat, ſo werden die ſpitzen Ruͤcken mit einem doppelten Streichbrettspfluge geſpalten, und dadurch die Erde uͤber den Duͤnger herge⸗ ſtrichen. Um den zuletzt aufgeworfenen Ruͤcken flacher zu machen, und die Erde feſter anzu⸗ druͤcken, wird nun abermals gewalzt. Man bindet dabey wol ein paar Ruͤben⸗Drillmaſchi⸗ nen an die Walze an, und ſäͤet damit den Ruͤ⸗ benſaamen auf die Mitte des zuletzt aufgewor⸗ fenen Ruͤckens, ſo daß er gerade uͤber den Duͤn⸗ ger zu liegen kommt. Das Ganze hat dann im Durchſchuin folgendes Anſehn: 88888S 1 D P D PD D wo die Punkte S den Saamen, und D den ge⸗ rade darunter liegenden Duͤnger, der ganz im Wirkungskreiſe der Ruͤben concentrirt iſt, be⸗ deuten. Man kann aber auch, wenn man kurzen Duͤnger, wie gewoͤhnlich, zu Ruͤben nimt, das etwas umſtaͤndliche Einlegen in die Furchen er⸗ ſparen, den Duͤnger nur recht eben uͤber das Feld verbreiten, und dann dieſe Ruͤcken auf⸗ pfluͤgen. Der groͤßte Theil des Duͤngers wird dann doch in dieſe Ruͤcken hineingepfluͤgt und den da Rts rime dünger ich ni d ritde 9 nimss b 8 Ruͤbeng bearbn hacke nin Rübene: Suarn geſchen ben, Jr gejuudt laſſ. ſhedens genatie höchi ar höcheh. hun 2 ger mi Get die 89 5* hen Jjfaggn ur Valze iüer 3 Nicken ni ahe de geyxal ten, u hetge vrſenen Räcg. d feſer en devaht, Na ben⸗illnit tdunit dag zultt auiene tiberden endi atze hatdmi * 4 undD da je it, der ganzit nenwin it wenn man kyn Räüben tim die Fuce⸗ teben ührr a ieſe Rin a ds Dürger ri reigefliru M — 393— den Ruͤbenwurzeln⸗ nahe genug gebracht. Ich erinnere aber nochmals, daß es kur zer Menge⸗ duͤnger(Compoſt), wie man zu Ruͤben gewoͤhn⸗ lich nimt, ſeyn muͤſſe, denn langer Duͤnger wuͤrde bey dieſer Methode nicht tief genug un⸗ terkommen und beym Eindrillen i im Weze ſeyn. Die Zwiſchemanme werden nun ſo, wie die Ruͤben heranwachſen, mit dem leichten Pfluge bearbeitet, die Reihen ſelbſt aber mit der Hand⸗ hacke rein gehalten, und die zu dicht ſtehenden Ruͤben vereinzelt; eine Arbeit, die bey dieſem Stande der Ruͤben ſehr leicht iſt. Dieſes muß geſchehen, ſobald die Pflanzen vier Blaͤtter ha⸗ ben, der Erdfloh entwachſen ſind, und man die geſunden von den kraͤnklichen, um jene ſtehen zu laſſen, dieſe wegzuhacken, genugſam unter⸗ ſcheiden kann. Da die Ruͤben ſeitwaͤrts Raum genug haben, ſo brauchen ſie in den Reihen hoͤchſtens acht bis neun Zoll Raum, um ihre hoͤchſte Groͤße, die bey dieſer Methode oft er⸗ ſtaunlich iſt, zu errrichen. Damit der in den Reihen angehaͤufte Duͤn⸗ ger ſich nach der Ruͤbenerndte fuͤr das folgende Getreide gleichmaͤßiger verbreite, pfluͤgt man die Reihen ins Kreuz durch, oder legt die Rei⸗ hen ſo, daß ſie die gewoͤhnliche Nahruns des Phugganges durchkreuze Dieſe — 304— Dieſe Methode macht den Ruͤbenbau auch auf ſolchem Boden moͤglich und vortheilhaft, der ſonſt fuͤr ſelbige zu zaͤhe und zu flach iſt, weil ſie dadurch eine muͤrbere und tiefere Kru⸗ me erhalten. Eine zweckmaͤßige Maſchine zum Ruͤben⸗ Drillen iſt im zweyten Hefte meiner Abbildun⸗ gen beſchrieben. Auch die Moͤhren laſſen ſich mit der Cookeſchen Maſchine auf eine von Cooke an⸗ gegebene Methode recht gut drillen. Nach ſei⸗ ner Vorſchrift nimt man ein Pfund Moͤhren⸗ Saamen und 1 Buſhel Saͤgeſpaͤhne(10 ½ Berl. Metze) auf einen Acre. Die Saͤgeſpaͤhne muͤſ⸗ ſen recht getrocknet und geſieber werden, um alle groͤßere Stuͤcke und Unreinigkeiten abzuſon⸗ dern. Der Moͤhrenſaame muß auch wohl ge⸗ trocknet, jedoch nicht erhitzt werden, und dann muß man ihn durch ſorgfaͤltiges Reiben mit der Hand von ſeinem Bart befreyen. Man theilt ſodann die Saͤgeſpaͤhne ſowol, wie den Moͤhren⸗ ſaamen, in acht gleiche Theile, und miſcht von jedem einen Theil recht ſorgfaͤltig unter einan⸗ der. Da der Moͤhrenſaame den Saͤgeſpaͤhnen in der Groͤße, Rauhigkeit, Gewicht und An⸗ haͤnglich⸗ fing 1 iinma. eiben De aus. Nr der 1 d. hülten u wie ju ſrreuett Aün. Nan u nehm einwei m ſen, b inn mig Hotnenn und ſajc — E eine i es nir wit a men n etwann berſi m Tagen nen m 3* B e Rübenbn un vortheilhn d in ſaach if nd iifere Kru⸗ e uumn Rübar dwer Abbidu⸗ t ſich mi n n Cookem n. Nahhſi und Möhren (10 Verl geſgähne wiſ werden, m Keiten abzuſe auch wohl p nden, und de Räiben mit en. Mun ti die den Mir⸗ wund wiſchen lig unne iin den Eigeſühe Fevict w ſezih 5⁰⁵ haͤnglichkeit ſo gleichfoͤrmig iſt, ſo werden ſie, einmal wohl vermiſcht, gleichmaͤßig gemiſcht bleiben. Man ſaͤet dies Gemiiſche dann mit der Walze Nro. 2 der Cookſchen Maſchine aus. In dieſem Miſchungsverhaͤltniß wird je⸗ der Loͤffel 3 bis 4 Koͤrner Moͤhrenſaat ent⸗ halten, und ſolcher folglich ſo ebenmaͤßig, wie jeder andere Saame, dadurch ausge⸗ ſtreuet werden. Amos giebt eine aͤhnliche Methode an. Man ſoll 2 Pfund Saamen auf den Acre nehmen, ihn 24 Stunden in Regenwaſſer einweichen, und ihn ausgebreitet liegen laſ⸗ ſen, bis er keimet. Alsdann miſche man ihn mit ½ Buſßhel trockenen geſiebten Saͤge⸗ ſpaͤhnen und eben ſo viel feiner Gartenerde, und ſaͤe dies Gemenge mit der Maſchine aus. —([Wird der ſchwer keimende Saamen nicht eine oͤftere Anfeuchtung verlangen, und waͤre es nicht rathſamer, ihn vor der Einweichung mit Saͤgeſpaͤhnen und Gartenerde zu ver⸗ mengen, und dann dieſe ganze Miſchung etwas angefeuchtet zu erhalten?!— Amos verſichert, daß die Pflanzen in 8 bis 10 Tagen erſcheinen; wobey ſehr viel gewon⸗ nen ſeyn wuͤrde, da das ſpaͤte Auflaufen des Moͤhrenſaamens dem Unkraute einen ſo A großen 3r Band. — 306— großen Vorſprung giebt. noch keinen Verſuch damit gemacht. Daß mit andern Ruͤben⸗ und Wurzel⸗ gewaͤchſen, mit Kohlruͤben und der ſo be⸗ liebten wirklich vortreflichen Rota⸗Baga oder Schwediſchen Turnips, eben ſo wie mit den Ruͤben verfahren werde, ver⸗ ſteht ſich von ſelbſt. Unter Drillkultur der Kartoffeln ver⸗ ſtehen die Englaͤnder den von mir mehr⸗ mahls beſchriebenen Bau derſelben, wo ſie in Stuͤcke zertheilt, in Reihen gelegt und mit einem leichten Pfluge bearbeitet werden; nicht eine Einlage derſelben in gebohrte Lo⸗ cher, wie manche nach engliſchen Woͤrter⸗Buͤ⸗ chern, wo to drill döcher bobken heißt, geglaubt haben. Auch der Mays oder Tuͤrkiſche Weitzen wird nicht ſelten in Zwiſchenraͤu⸗ men von 2 ¼ bis 3 Fuß, wie die Bohnen, gedrillet und gepferdehackt; eine Kultur, die auf ſandigem Boden bey Ueberfluß von Duͤnger ſich ſehr reichlich bezahlet. Alle Ich habe ſelbſt 43 gtdill Nahme Kechre Vraad? der Aſor ranige ihnen iſ ſie alt lch vt gerdeint dochi — Aaf raumg V au öi hahe ſ macht. und Wur⸗ und der ſo ke Rota⸗Ba niys, ehn en werde, er rtoffeln i i mir miß lben, woſ N gelegt unn diter werden, gebohrte l en Woͤter bohren hi er Tüttiſ in Zwichemu ie die Bi dine Kultr d leberſucß d ahlet lle — 307— Alle dieſe in entfernteren Zwiſchenraͤumen gedrillten Gewaͤchſe verdienen dann den Nahmen Braachgewaͤchſe mit vollem Rechte. Denn ſie erſetzen die Stelle der Braache voͤllig; da ſie den Boden lockern, der Atmoſphaͤre ausſetzen und von Unkraut reinigen. Ohne das Pferdehacken wird er ihnen faͤlſchlich beygelegt. Denn ungeachtet ſie als Wechſelfrucht in der Fruchtfolge nuͤtz⸗ lich und beſſer ſind, als mehrere halmtra⸗ gende Fruͤchte nacheinander, ſo erſetzen ſie doch die Braache nicht. Man macht bey dieſer Drillkultur man⸗ che Verbindungen von Gewaͤchſen auf einem Acker, ſo daß, wenn das eine zur Reife gelanget, das andre, was in den Zwiſchen⸗ raͤumen geſaͤet war, nun hervortreibt und ſeinen Platz einnimt. Ich habe des Ducket⸗ ſchen Verfahrens in dieſer Art ſchon erwaͤhnt. Unter Bohnen und Erbſen, auch ſelbſt unter das Getreide, drillet man in den Zwiſchen⸗ raͤumen, nachdem das Behacken geſchehen iſt, Ruͤben. Unter Ruͤben hat man ſchon wie⸗ der Wintergetreide oder Winter⸗Raps und Ruͤbſen gedrillet,— kurz, mannigfaltige Ver⸗ bindungen gemacht, abwechſelnd die eine Reihe, U 2 dann — 308— dann die andre tragen laſſen, und die leere indeſſen wieder gepferdehacket und zu einer neuen Saat vorbereitet. Dies ſind indeſſen Operationen, die nur auf einem gartenmaͤßig reinen und ſehr bereichertem Boden vorge⸗ nommen werden koͤnnen, und dann in klei⸗ nen induſtriöſen Wirthſchaften, beſonders wo der Boden in hohem Werthe ſtehet, mit großem Vortheil verknuͤpft ſind. Mit guten Werkzeugen und genugſamer Uebung im Ge⸗ brauch derſelben, haben ſie keine Schwie⸗ rigkeiten. eund die le und zu eier 8 ſid indeſſe in gartenmäͤßfig Boden botge . d dann in kle⸗ 85 en, beſonden rie ſehe, n Ueber nd. Mi gumn ebung in ee den Anbanu keine Chmi 821 Wurzel⸗ und Kohl⸗Gewaͤchſe zur Viehfutterung. b 1000e98643919 1980099 08899 900⸗1 0 Ueberde. 0 V E iita eine ng Vetbinna ng ner(ne hat i dem g o madt mauf deth rohenn ſchen i ſonder V. Ueber den Anbau der Wurzel⸗ und Kohl⸗ Gewaͤchſe zur Viehfutterung. Es iſt nunmehr wol allgemein anerkannt, daß eine nach richtigen Verhaͤltniſſen eingerichtete Verbindung zwiſchen Fruchtbau und Viehhal⸗ tung jeder Art die weſentlichſte Bedingung ei⸗ ner guten Wirthſchaft ſey. Die Natur ſelbſt hat uns dieſe Oekonomie vorgezeichnet; in⸗ dem ſie die Erzeugung thieriſcher und vegeta⸗ biliſcher Koͤrper von einander abhaͤngig ge⸗ macht, und die hoͤhere Production der einen auf die hoͤhere Production der anderen begruͤn⸗ det hat. Die Vegetabilien ſind es, welche die rohen, unorganiſirten Naturſtoffe der organi⸗ ſchen Natur erſt aneignen, und durch ein be⸗ ſonderes, nur durch organiſche Kraͤfte zu be⸗ wir⸗ ☛ 3 1 2 wirkendes Miſchungsverhaͤltniß, ſie zur organi⸗ ſchen Materie machen koͤnnen,— zu einer Ma⸗ terie, welche die Kunſt, die ſich nur der ſoge⸗ nannten todten Naturkraͤfte bey Bewirkung inniger Verbindungen bedienen kann, auch nicht im Kleinſten hervorzubringen im Stande iſt. Nachdem die rohe Materie durch den Or⸗ ganismus der Pflanzen erſt auf dieſe Weiſe vor⸗ vereitet iſt, wird ſie faͤhig, in thieriſche Koͤrper uͤberzugehen, und dieſen zu ihrer Nahrung und zu ihrem Wachsthum zu dienen. Denn kein thieriſcher Koͤrper kann ſich von dieſer rohen Materie, wie das Mineralreich ſie uns giebt, ernaͤhren. Es iſt ſchon widerlegt, daß ſich im ſudlichen Amerika ein gewiſſes Volk mit einer beſondern Erdart groͤßtentheils ernaͤhren ſolle. So wie aber die Pflanzen den Thieren ihre Nahrung reichen, und ſolche, von dem Zuſtande, in welchem ſie aus Mutterleibe kom⸗ men, zu ihrer vollen Groͤße, oft zu einer ganz widernatuͤrlichen Maſſe bringen; ſo iſt eine ſtärkere und lebhaftere vegetabiliſche Production⸗ von der animaliſchen Natur wieder abhaͤngig. Denn obgleich auch vegetabiliſche Koͤrper, wenn ſie in Verweſung uͤbergehen, anderen Pflanzen zur Nahrung dienen und ihren Wachsthum be⸗ foͤrdern, ſo ſind ſie doch nie ſo wirkſam, wie modernde thieriſche Koͤrper. Erſt wenn die Ma⸗ Maei henie Mſchag it umn j ¹buing d. dann gi Natuſfa. Lerſt 3 hjer m nichtai enin mmühn weitine leiſeim ſchen nd V dorauta enſtantt⸗ den une alſo F. getan 1 it ir zunin Diem Be üban b gege V ductin V jſie zur orgni⸗ — zu einer Me i nur der oge⸗ dey eviring n kann, aach gen im Suande e duth den d diiſe Voiſe ur iheriſche Kirr ter Jahruu md en. Den lin on dieſer u h ſie uns ga ’3 gt, daß ſchn Volk mit ein mähren ſolle den Thiet lche, von de Rateerleibe kn oft zu einer gen; ſyi 1 lſche produrin vieder abhiri he Körper,un anderen Tiuhn Wachäher b o wirkſan, 1 Erſt nau ' ha⸗ 9 S 4 — 313— Materie die Verarbeitung der thieriſchen Le⸗ bensthaͤtigkeit durchgegangen iſt, das beſondere Miſchungsverhaͤltniß angenommen hat, was ihr nur jene geben kann, wird ſie zur Hervor⸗ bringung einer lebhaften Vegetation, die ſich dann waͤhrend ihres Fortganges mehrere rohe Naturſtoffe zueignet, recht geſchickt. Gewiſſe Verſuche und Erfahrungen, deren Erzaͤhlung hier am unrechten Orte ſeyn wuͤrde, haben mich uͤberzengt, daß die Duͤngung mit einer gewiſſen Maſſe vegetabiliſcher Koͤrper, die man unmittelbar in Vermoderung geſetzt hat, bey⸗ weitem nicht die Wirkung hervorbringt, die ſie leiſten wird, wenn man ſie durch einen thieri⸗ ſchen Koͤrper durchgehen laͤſſt, und nur den daraus erfolgten Ueberſchuß, oder den daraus entſtandenen Miſt, ſtatt des Ganzen, dem Bo⸗ den wieder giebt. Durch Animaliſation erhaͤlt alſo die Materie erſt die hoͤchſte Faͤhigkeit, Ve⸗ getation zu befoͤrdern, und ſtaͤrker zu beleben. Dieſer bewundernswuͤrdige, ewige Cirkel iſt von dem unendlichen Schoͤpfer der Natur zum erſten Grundgeſetz derſelben beſtimmt. Die Anwendung deſſelben iſt dem vernunftigen Beherrſcher der Oberflaͤche dieſes Erdkreiſes uͤberlaſſen, und durch ſelbige ihm die Gewalt gegeben, die Quantitaͤt der organiſchen Pro⸗ duction auf eine faſt unendliche Weiſe zu ver⸗ meh⸗ mehren; indem er dieſen Cirkel der Natur be⸗ ſchleunigt, und das Leben zur Hervorbringung neuer Lebensnahrung benutzt. Es ſcheint mir evident erwieſen, daß jeder Organismus waͤh⸗ rend ſeines Lebens rohe Naturſtoffe anziehe, ſie der unorganiſchen Natur entreiſſe und durch eine veraͤnderte chemiſche Anziehung der or⸗ ganiſchen Natur zueigne. Dieſe durch das Leben bewirkte, neue chemiſche Verbindung wird zwar— wenn man ſie der Einwir⸗ kung der phyſiſchen Naturkraͤfte allein uͤber⸗ laͤßt, und aus dem Wirkungskreiſe der or⸗ ganiſchen Naturkraͤfte zu weit entfernt— zum Theil wieder aufgeloͤſet; aber vielleicht nie, oder doch erſt ſehr ſpaͤt, ganz vollkom⸗ men. Wenn aller thieriſcher und vegetabi⸗ liſcher Moder gehoͤrig aufbewahret, und durch Waſſer und Feuer nicht in ſo erſtaunlicher Menge entfuͤhret wuͤrde, ſo müͤßte ſich auf jedem Flecke des Erdbodens die Maſſe der organiſchen Materie, des fruchtbaren Moders oder der eigentlichen Dammerde, mit der Erzeugung jeder Pflanze, jedes Thiers ver⸗ mehren. Der Menſch kann folglich durch jede Erzeugung, die er bewirkt, den Stoff zu neuer Erzeugung vervielfaͤltigen. Indem er dieſen Stoff nun zu der Erzeugung der⸗ jenigen Thier⸗ und Pflanzen⸗Gattungen, welche ihm zu ſeinem Zwecke am nuͤtzlichſten ſind, —⏑—:n˖—-— ſind 2 Vern iigene heryo che on Nahlon b wiedig lche Ausnd. bihn verſife den n Nan mögi beneötn und E das Ne ümpe d Naw he ervorbtingang ſtein ni zaniomus wäh⸗ femmjeße ſ ſſe und dur hung der or ſiiſ darc de he Dabidng ſe der Enni⸗ te allein iter kreiſe det or entfernt— ber vieleitn anz vollkom⸗ ind begetabi⸗ t, und durch erſtannlicher näßte ſich af de Maſſe de baren Moden erde, mi de es Thiers be folglch dun rkt, den Eif ligen. Jhe Erzeugung ie en⸗Gamna am viiltir — — 3165— ſind, gebraucht, bringt er zur Erhaltung, Vermehruͤng und zum hoͤheren Genuß ſeines eigenen Geſchlechts immer mehrere Koͤrper hervor, und kann auf einer Erdflaͤche, wel⸗ che ohne ſeine Kuͤnſt nicht einem zureichende Nahrung und Genuß gab, nun hundert und wieder hundert menſchliche Geſchoͤpfe im reich⸗ lichen Genuſſe erhalten, und zur hoͤhern Ausbildung ihrer koͤrperlichen und geiſtiſchen Faͤhigkeiten hinreichenden Stoff und Spielraum verſchaffen. So bewirkt der Ackerbauer, in⸗ dem er jenes Grundgeſetz, jenen Cirkel der Natur auf das hoͤchſte benutzt, und auf das moͤglichſte beſchleuniget, Vermehrung des Le⸗ bens und Lebensgenuſſes auf dem Erdkreiſe, und erfuͤllet den Zweck ſeines Hierſeyns auf das Vollkommenſte; indem er in Ueberein⸗ ſtimmung mit den Geſetzen, mit der Ten⸗ denz handelt, welche die Gottheit der Natur eingepraͤgt hat. Und nur Der, welcher in Uebereinſtimmung mit dieſen heiligen Geſetzen handelt, kann einen gluͤcklichen Erfolg ſeiner Bemuͤhungen erwarten, Gluͤckſeeligkeit bewir⸗ ken und genießen; wer ihnen aber entgegen zu wirken wagt, wird nie in ſeinem Beſtre⸗ ben gluͤcklich ſeyn, und hoͤchſtens nur in traͤger Indolenz Zufriedenheit ſinden koͤnnen. Es — 316— Es iſt daher eine hoͤchſt falſche Anſicht der Sache, wenn einige den hoͤher getriebenen, den verfeinerten Ackerbau, der ſich hauptſaͤch⸗ lich auf die Benutzung und Beſchleunigung je⸗ nes Naturcirkels gruͤndet, unnatuͤrlich ge⸗ nannt haben, und die rohe wilde Produc⸗ tion der Nahrungsmittel, beſonders fuͤr die Hausthiere, fuͤr naturmaͤßiger und folglich fuͤr ſicherer erklaͤrten. Freylich, wenn wir anneh⸗ men wollen, daß der rohe, wilde, vereinzelte Zuſtand des Menſchen der Natur gemaͤß ſey, ſo waͤre es auch die wilde Erzeugung aller thie⸗ riſchen Nahrung. Aber dieſes paradieſiſche Leben iſt wenigſtens ſeit dem Suͤndenfalle nicht mehr die Beſtimmung des Menſchen,— iſt nicht der natuͤrliche Zuſtand deſſelben, weil dies Geſchlecht, was ſich nur durch Kunſt und Ge⸗ ſelligkeit erhaͤlt, dabey bald voͤllig vom Erd⸗ bodeu vertilgt werden muͤßte. Man hat mir vorgeworfen, ich habe irgendwo(mit Leſſing) geſagt, der Inſtinet des Menſchen ſey: nach Vernunft zu handeln. Das iſt er! und Vernunft und Kunſt iſt die weſent⸗ liche Anlage des Menſchen; ihre Anwendung iſt ihm natuͤrlich, und ſeine hoͤhere Vervoll⸗ kommnung haͤngt von der beſſeren Anwendung derſelben einzig und allein ab. als 2 13 egent in E uf dirs wehru t der d9 de fih⸗ und 4a 6.“8 len, in Mauti zen ir gewicn Aà nn ijn blem 32. Fleckita Earchr üühar bein aht ſchenzit Na ge auf t brina ten taum ges 4 72 ſihe Anſihtſe er gerieben, ſih zayſic tlenigung ſe⸗ gtͤrlich ge nilde Produr⸗ anders für die and ſolgüch fi enn wir anme⸗ lde, bereini dur gemäßſ gung aler tji paradieſſc ndenfalle nich chen,— iſ en, weil dies unſt und Ge⸗ ig vom Eid⸗ Man hat wit wit Leſſing) enſchen ſe Un. Das iſt die veſen zre Anwendun igere Vent⸗ ren Aawendunt — 3147— Da die höhere Production zweckmaͤßiger, vegetabiliſcher Subſtanzen auf einer beſtimm⸗ ten Erdflaͤche die Erhaltung mehrerer Thiere auf dieſer Erdflaͤche moͤglich macht, die Ver⸗ mehrung des Viehſtandes aber, zugleich mit der Erhaltung mehrerer arbeitenden Kraͤfte, die fruchtbaren Stoffe im Boden vermehrt⸗ und wieder hoͤhere Fruchterndten giebt, ſo iſt es ohne Zweifel das erſte Problem des rationel⸗ len, vervollkommenden Ackerbaues: die groͤßte Maſſe zur thieriſchen Nahrung geeigneter Pflan⸗ zen auf einer beſtimmten Flaͤche Landes zu gewinnen. Es iſt indeſſen noch nicht gar lange, daß man uͤberhaupt darauf gedacht hat, dieſes Pro⸗ blem zu loͤſen. Jezt ſogar ſind es nur einzelne Flecke der Erde, ſelbſt in dem aufgeklaͤrten Europa, ſelbſt in den auf innere Staͤrke, auf hoͤheren Nationalreichthum am meiſten hinar⸗ beitenden Staaten, wo man wirklich zur practi⸗ ſchen Loͤſung deſſelben Hand angeleget hat. Die Nahrung des Viehes beruhet groͤßtentheils noch auf wildem Graswuchs, welcher, den hervor⸗ bringenden aber auch zerſtoͤhrenden Naturkraͤf⸗ ten uͤberlaſſen, da, wo kein beſonders guͤnſti⸗ ges Local vorhanden iſt, ſich eher verſchlechtert als verbeſſert. Erſt — 318— Erſt in der Mitte des vorigen Jahrhun⸗ derts fing der kuͤnſtliche Anbau der Futterge⸗ waͤchſe in Teutſchland an, bekannt zu werden und Aufmerkſamkeit zu erregen. Lange iſt der Nutzen des Kleebaues von der Indolenz ver⸗ kannt, vom Vorurtheile unterdruͤckt, von der Spißzfindigkeit beſtritten worden, und noch neuer⸗ lich hat dieſe, vermuthlich um jenen zu ſchmei⸗ cheln, geſagt, es ſey ſuͤndlich, auf einem Fleck, wo Getreide wachſen koͤnne, Futtergewaͤchſe zu bauen, weil man daraus kein Brod backen kann. Der Anbau der kleeartigen Gewaͤchſe hat ſich indeſſen zu unſern Zeiten betraͤchtlich ver⸗ breitet, ſelbſt dahin— wo er nicht paßt; wogegen er an andern Orten noch ſelten, unbe⸗ deutend und wenig gekannt iſt. Die nothwendige Verbindung der Viehzucht mit dem Ackerbau in ihrem gehoͤrigen Verhaͤlt⸗ niſſe hat man zwar in Teutſchland immer mehr als in irgend einem andern Lande gekannt. Aber eben, weil man das Vieh fuͤr ſo nothwen⸗ dig zur Beduͤngung des Ackers hielt, und um die groͤßte Kopfzahl davon halten zu koͤnnen, die weiteſten Raͤume dafuͤr erhalten zu muͤſſen glaubte, iſt in den meiſten Provinzen unſers Vaterlandes der Anban der Futtergewaͤchſe gerade getadst Schwet ale Kn bemedg angerte Sup A Vihſca digt ſbi in ſe m den. l die 1u hat un⸗ der m ſamat und 4 1 haam u kang 4 439, vrx- väͤte geleinge jene zu den beſetzer den— fordr ichte et ſchh tien Jahtha der Funerge amt zu verden — lange iſ der ndolenz der drickt, von der end wochnener ſenen zu ſchma⸗ auf einem gl, futtergeviche ſ in Brod bace Gewaͤchſe h träͤchtlich ver nicht paßt; hſeten, vnbe a der Viehjac ddrigen Vetzi⸗ and immer mar Lande gekann fät ſo notzve⸗ zhiett, unda alten zu knne halten zuwiſn lrxriner uia Frerpriff gne — 319— gerade geſtoͤrt, oder wenigſtens unendlichen Schwierigkeiten unterworfen worden. Die alte Kultur⸗ vernichtende Einrichtung mit den Gemeinheiten, ſowol in Anſehung des Weide⸗ angers und der Wieſen, als in Anſehung der Stoppel⸗ und Braachfelder, iſt zum Beſten des Viehſtandes eingefuͤhrt, erhalten und verthei⸗ digt, dieſer aber gerade dadurch geſchwaͤcht und in ſeiner Benutzung ſo tief herab geſetzet wor⸗ den. Man hat auf die kuͤmmerliche Erhaltung, die das Vieh hier fand, ſich verlaſſen; jeder hat ſeinen Antheil daran moͤglichſt benutzen, je⸗ der dem andern einen Eingriff in dies gemein⸗ ſame Eigenthum ſtandhaft verwehren wollen, und hat daruͤber vom Vieh geringen unmittel⸗ baren Nutzen, und viel zu ſchwache Ruͤckwir⸗ kung auf den Ackerbau gehabt. Daher ruͤhrt es, daß in den meiſten Pro⸗ vinzen,— wo nicht eine einſichtsvolle landes⸗ vaͤterliche Aufmerkſamkeit auf die wichtige An⸗ gelegenheit des Ackerbaues gerichtet war, und jene aus den nomadiſchen Zeiten herſtammen⸗ den Rechte nicht durch eine neue Geſetzgebung beſchraͤnkt, compenſirt und aufgehoben wor⸗ den,— ſelbſt der leichte, mindern Aufwand fordernde Anbau der kleeartigen Kraͤuter ſich nicht verbreiten konnte, und ſogar durch die Schwierigkeiten wieder erſtickt wurde, nachdem er ſchon Wurzel gefaßt hatte. In — 320— In Anſehung dieſer Gewaͤchſe hat es in⸗ deſſen, unter Landwirthen von einigen Kennt⸗ niſſen, nun keinen Zweifel mehr, daß ſie ſehr vortheilhaft ſind, und daß nichts wie Ortsver⸗ haͤltniſſe und Untauglichkeit des Bodens von ih⸗ rem Anbau zuruͤckſchrecken koͤnnen. Allein die Wurzel⸗ und Kohl⸗Gewaͤchſe, — die in mancher Hinſicht und unter manchen Verhaͤltniſſen noch weit vortheilhafter ſind, und beſonders in Verbindung mit dem Kleebau die Viehfutterung und das ganze Ineinandergrei⸗ fen der Wirthſchaft ſo zuverlaͤſſig ſichern— ſind als Futterungsmittel noch zu ſehr verkannt. Man hat ſie laͤngſt als Gartenfruͤchte geſchaͤtzt, und hat auch ſchon länger angefangen, ſie auf dem Felde als verkaͤufliche Fruͤchte anzubauen. Gerade der Vortheil, den ſie im letztern Falle gaben, der hohe Preis, wozu ſie verkauft wer⸗ den konnten, wenn man einen Markt dafuͤr hatte, haben ihren Anbau als Futterungsmit⸗ tel zuruͤckgehalten. Man ſchrieb naͤmlich dem Vieh den Werth dieſer Gewaͤchſe, den ſie beym Verkauf haben konnten, zur Laſt, und fand dann naruͤrlich, daß das Vieh durch ſeinen Er⸗ trag dieſen nicht wieder erſetze. So ſprach man dieſer Futterung— auf jenen imaginaͤren Werth rechnend— die Vortheilhaftigkeit ab, und fand ſich, wo es einigermaßen moͤglich war, war, 18 Martr dls maog dd Gewae irn muß iſt a vegetfi wird un thätig i wennn. gehdim komuhre dem ain ſen n dem 1 tagen a wol rE wehricf u wäͤdſt den ſtan g ſie ie t Widenm eine an ar L an ihe hat ai⸗ einigen Kenn⸗ gr, daß ſe ſehr d vie Droder⸗ Wens vun y dn. Kohl enäch, idunter mazn haftet ſin n dem Kleitai Ineinandegi ſiſ ſchen ſehr verkann⸗ iche geſchäͤßt ngen, ſie auf d anzubauen, lehtern Falb verkauft wer⸗ Markt dafit Funerungzmi eb naͤmlih dm e, den ſi hen anſt, und ful durch ſeien 6. E; ſric nen imazitin elhefizkäth rnaßer niyſi par/ — 237— war, bewogen, die Erndte dieſer Fruͤchte zu Markte zu bringen, und nicht mehr zu bauen, als man daſelbſt abſetzen konnte. Die betraͤchtliche Maſſe, welche von dieſen Gewaͤchſen auf einer Ackerflaͤche producirt wird, muß ihm nothwendig einen großen Theil ſeines vegetabiliſchen Nahrungsſtoffs entziehen. Dies wird niemand leugnen, der auch von der Wohl⸗ thaͤtigkeit dieſes Gewaͤchsbaues fuͤr den Acker, wenn er mit gehoͤriger Aufmerkſamkeit und in gehoͤriger Ordnung betrieben wird, aufs Voll⸗ kommenſte uͤberzeugt iſt. Da man alſo bey dem vortheilhaften Verkauf von dieſen Gewaͤch⸗ ſen keinen Duͤnger wieder gewann, folglich dem Acker weniger noch, als von den halm⸗ tragenden Fruͤchten, zuruͤckgab; ſo konnte man wol mit Recht behaupten, daß ſie den Boden mehr erſchoͤpften als ihn verbeſſerten. Alſo: die Viehfutterung mit dieſen Ge⸗ waͤchſen iſt unvortheilhaft— und ſie erſchoͤpfen den Acker mehr, tragen weniger zum Duͤnger⸗ ſtand bey, als Getreideſaaten!— Wer wollte ſie bauen? Dieſer falſche Schluß, ſo ſehr auch ſeine Widerſinnigkeit in die Augen leuchtet, iſt gewiß eine lange Zeit hindurch der Grund ihres zr Band. N be⸗ beſchraͤnkten Anbaues geweſen. Nur kleine zeute, die ihren Fleck Landes zu ihrer Unter⸗ haltung aufs hoͤchſte zu benutzen, ſich genoͤthi⸗ get ſahen, haben dieſe Gewaͤchſe, nach Ver⸗ haͤltniß, in ſtarker Maße ſchon länger gebauet, und, indem ſie den Ueberſchuß ihrer eigenen Con⸗ ſumtion ihrem Viehe gaben, ihren Acker da⸗ durch in einen, den großer Wirth mehrentheils beſchaͤmenden Duͤngungsſtand geſetzt. Faſt in allen denen Gegenden, wo das Land mehr un⸗ ter kleine Wirthſchaften vertheilt war, und bey der geringen Extenſion, der Intenſion des Ackerbaues keine zu große Hinderniſſe im Wege ſtanden, iſt dieſer Gewaͤchsbau mehr einge⸗ fuͤhrt und landuͤblich geworden. In den Nie⸗ derlanden, den Rheingegenden, vorzuͤglich in der Pfalz, ſahe man ſchon laͤngſt betraͤchtliche Fel⸗ der damit bedeckt, das Vieh reichlich damit ge⸗ naͤhrt, und ſandige Strecken in ſchwarze Gar⸗ tenerde dadurch verwandelt. Vor allen betrie⸗ ben die induſtrioͤſen Memnoniten, dieſe ach⸗ tungswuͤrdige, menſchenfreundliche und aufge⸗ laͤrte Gemeinde, den Anbau derſelben mit be⸗ ſonderer Aufmerkſamkeit, verſetzten ſich da⸗ durch vorzuͤglich in zunehmenden Wohlſtand, und dehnten auf ihren ſich immer vergroͤßern⸗ den Beſitzungen ſolchen weiter und ins Große aus. Durch ihre Auswanderung, wozu ſie Sectenhaß noͤthigte, verbreiteten ſie dieſen Frucht⸗ Na Fruhsn ten i ſchen 1 wo er?m ander e wie 38 brachie 1½ gewim wadt etwag kand d 3c dr ftelecs nelcheee zun ſai Ganag. ſthe lan nich Auie grin— rerg de n Ge de wel ihrarin Nur kine ihrer Unne ſch genöth⸗ ſ, nach Ver⸗ inger gebaur, er eigenen En⸗ dren Acker d hwehrentzi eſeßt. gi Land metrm⸗ war, und bo Intenſion d niſſe im Vo mehr einne In den Nie üglich in der üchtüche Fel⸗ lich damit ge⸗ ſchwarze Gr ar allen beri ten, dieſe ai che und aiſr eſelben nib eßten ſih v en Vaßlin ner bergtöin⸗ und ins or ng, wxii ten ſi vyr uh⸗ — 323— Fruchtbau auch weiter durch Teutſchland, lehr⸗ ten ihn manchen Gegenden kennen, wo er nun ſchon ſeit einer Reihe von Jahren beſteht, und wo er mehrentheils den Acker zu einem hohen, andern Gegenden unglaublich ſcheinenden Werth, wie z. B. um Braunſchweig, empor ge⸗ bracht hat. Es iſt daher Feinesweges meine Meynung geweſen, meinen Leſern den Anbau dieſer Ge⸗ waͤchſe im Felde und zur Viehfutterung als etwas ganz Neues und dem Teutſchen Unbe⸗ kanntes aus den Englaͤndern kennen zu lehren. Ich weiß, daß ihn ſchon viele teutſche Schrift⸗ ſteller beſchrieben und empfohlen hatten, unter welchen Bergen, in Hinſicht der Verwendung zum Viehfutter und des Einflechtens in das Ganze der Wirthſchaft, ohne Zweifel obenan ſtehet. Aber gewiß iſt es, daß wir in Teutſch⸗ land die Erfahrungen und Reſultate im Großen nicht kannten, von der Moͤglichkeit der weiten Ausdehnung dieſes Anbaues keinen ſolchen Be⸗ griff hatten, noch die Zeit und Koſten erſpa⸗ rende Behandlung und die Regeln wußten, welche einen beſonders hohen Ertrag dieſer Gewaͤchſe zuſichern. Das gexinge Verdienſt, welches ich mir durch die Bekanntmachung der Methoden der Englaͤnder und des Reſultats ihrer Erfahrungen, auf eigene Verſuche geſtuͤtzt, X 2 im — 5324— im 1ſten Bande dieſes Werks erwarb, iſt von Vielen zu hoch angeſchlagen. Aber die Ueberzeugung, meinem Vaterlande dadurch nuͤtzlich geweſen zu ſeyn, wird mir auch nie⸗ mand rauben. Deshalb nehme ich dieſe Ma⸗ terie hier noch einmal vor, theils um einige Irrthuͤmer zu verbeſſern, und um einigen Mis⸗ verſtaͤndniſſen zu begegnen; theils, um hin und wieder eine hellere Anſicht, beſonders in An⸗ ſehung der Verbindung und des Eingreifens dieſes Gewaͤchsbaues mit und in das Ganze der Wirthſchaft zu geben. Der Kartoffelnbau. Es iſt beynahe unmoͤglich, uͤber die mannig⸗ faltigen Kartoffeln⸗Arten bis jetzt etwas Be⸗ ſtimmtes anzugeben. Sie ſind an ſich hoͤchſt mannigfaltig, indem ſich nicht nur aus dem Saamen jedesmal neue Arten erzeugen, ſon⸗ dern weil auch ſelbſt die Bollen, wenn ſie auf einen andern Boden kommen, allmaͤhlig abar⸗ ten, und zuletzt eine auffallende Verſchiedenheit von denen annehmen, die auf demſelben Bo⸗ den geblieben ſind, wovon ſie herſtammten. Die Schwierigkeit wird aber durch die unzaͤh⸗ ligen Benennungen vermehrt, welche ein jeder ſeinen Kartoffel⸗Arten beylegt. Bey den Eng⸗ laͤndern habe ich ſchon uͤber 130 verſchiedene Nah⸗ Rahrt geniſ vitkichg ritd ott n veyi and iis gewiß irs wirrut, berſchtdt Sortſtzt die Lom Lehuae glchein iin du ſichen an geiß oaden d 19 vind ſe den uh und ihe dieſm. ſeh. u fälntae ein(hi manlaai 1 tete ii ley Ei lringa talb, ii un — Aber ſi lande ddarc mir auch die ich dieſe Me is um einige einigen Mit „um hin u onders in la⸗ s Eingriits n das om . die mannig⸗ etwoas Be⸗ a ſch hcſ ur aus den augen, ſor⸗ wenn ſie aſ imäͤhlig abar erſchiedenhi mſelben Ae herſtammun. ch die unz lche ein jae zen den bi verſchide Nah⸗ Nahmen fuͤr Kartoffeln aufgezaͤhlt. Es giebt gewiß nicht ſo viele beſtimmte Abarten, die wirklich gebauet werden, ſondern dieſelbe Art wird oft mit 10 und 20 verſchiedenen Nahmen an verſchiedenen Orten benannt. In Teutſch⸗ land iſt es ungefaͤhr derſelbe Fall. Es waͤre gewiß verdienſtlich, wenn jemand dieſe Ver⸗ wirrung dadurch zu heben ſuchte, daß er alle verſchiedene und fuͤr verſchieden ausgegebene Sorten zuſammenbraͤchte, ſie auf gleichem, fuͤr die Kartoffeln beſonders geeignetem, milden Lehmboden neben einander pflanzte, ſie ver⸗ gliche und characteriſtiſch beſchriebe; welches ihn dann auch zu mannigfaltigen andern Ver⸗ ſuchen leiten wuͤrde. Die Art der Kartoffel iſt gewiß nicht gleichguͤltig im Verhaͤltniß mit der Bodenart, worauf man ſie bauet, und der Art und Weiſe, womit man ſie behandelt. Man wuͤrde wahrſcheinlich finden, daß fuͤr einen je⸗ den Boden eine beſondere Art am nutzbarſten und zweckmaͤßigſten; daß im friſchen Duͤnger dieſe, in aͤlterer Gaare jene Art vortheilhafter ſey. Wer eine ſolche Unterſuchung des Kartof⸗ felngeſchlechts unternaͤhme, wuͤrde ſich gewiß ein großes Verdienſt erwerben. Den Privat⸗ mann koͤnnte nur eine beſonders dahin gerich⸗ tete Paſſion, zur Ueberwindung der mancher⸗ ley Schwierigkeiten, die ſchon die Zuſammen⸗ bringung einer etwas vollſtaͤndigen Sammlung haben haben wuͤrde, vermoͤgen. Denn ein Erſatz ſeines Aufwandes waͤre wol nicht davon zu hof⸗ fen, und den Ruhm, welchen man von einem ſo trivialen Gegenſtande, wie Kartoffeln ſind, einerndten koͤnnte, wird wenigſtens ein ſelbſt⸗ ſuͤchtiger Egoismus nicht hoch berechnen. In⸗ deſſen koͤnnte dieſer Gegenſtand der ſo wohlthaͤ⸗ tigen, aber oft ganz zwecklos gerichteten Sammlungspaſſion wol ſo viel Intereſſe gewaͤhren, wie eine Sammlung von Nelken, Aurikeln, Tulpen, Petſchaften und Viſiten⸗ Karten, und die Ueberzeugung obendrein, etwas hoͤchſt Nutzbares, und, wenn man will, etwas Originales geleiſtet zu haben. Denn es waͤre gewiß ein großes Verdienſt um das Vaterland, wenn man die fuͤr jeden Boden angemeſſenſte, wohlſchmeckendſte und zutraͤglichſte Kartoffelnart ausfindig machte und eine beſtimmte Anleitung gaͤbe, wie man ſolche unterſcheiden und erhal⸗ ten koͤnnte. Es iſt ſogar wahrſcheinlich, daß unter derſelben Kartofſelnart Individuen von vorzuͤglicher Guͤte ſind, und daß ſich dieſe in ihren Qualitaͤten durch die Bollen fortpflanzen. Man wuͤrde alſo, durch eine Auswahl der vor⸗ zuͤglichſten Pflanzen zur Fortpflanzung, viel⸗ leicht eine vorzuͤglich eintraͤgliche Sorte hervor⸗ bringen koͤnnen. Dies iſt aber kein Gegenſtand für einen Landwirth, ſondern fuͤr einen Lieb⸗ haber⸗ die(ii abenze men hu Haber 2 chen lE Jas ſelare Bandh rigſteſt forng ganz i einesh Hdum denatt weiſſtn rur h unter a men G. da W. Geſche ſichiche Rei dre ha bau briu Sithe undmi bauß n ein E abon zu ho in von einem rioffeln ſind, as ein ſabſ⸗ diel Inteneſe von Ra⸗ und Vſter ndrein, alne will, eme enn es win Vaterland gemeſſenſte, Lartoffelnan te Anleitung n und erhu heinlich, di dioiduen un ſich dieſei fortpflanz wahl der we nzung, di⸗ Sorte hene⸗ in Gegenſid ir einen li hate — 327— haber, der Zeit dazu hat, ſich mit einer ſol⸗ chen Unterſuchung ganz zu beſchaͤftigen. In der Benennung der engliſchen Kartof⸗ felarten, die ich im 18ten Capitel des 1ſten Bandes angefuͤhrt habe, irrete ich mich. We⸗ nigſtens iſt the Kidney, oder die Nieren⸗ frmige, eine von unſerer Zuckerkartoffel ganz verſchiedene Art. Denn ſie hat wirklich die Geſtalt einer Niere, nimmt manchmal die eines halben Mondes, mit ſpitzzulaufenden Hoͤrnern an. Ich finde davon drey verſchie⸗ dene Arten angefuͤhrt: eine rothe, eine groͤßere weiſſe, und eine kleinere weiſſe Art. Ich habe nur die groͤßere weiſſe Art gebauet, die gewiß unter den fruͤhen Arten, welche mir vorgekom⸗ men ſind, den Vorzug verdient, in Anſehung der Mehlhaltigkeit und eines beſonders reinen Geſchmacks. Die kleine Art ſoll in dieſer Hin⸗ ſicht noch vorzuͤglicher ſeyn, auch ſo ſchnell zur Reife kommen, daß man ſie zwey⸗ ja ſogar dreymal in einem Jahre auf demſelben Acker bauet, die erſten ſchon im May zur Reife bringt, und auf den Maͤrkten theuer verkauſt. Sie giebt uͤbrigens aber keinen ſtarken Extrag und iſt mehr fuͤr den Garten, als fuͤr den Feld⸗ bau geeignet. The Champion ſcheint mir aber noch mit derjenigen voͤllig uͤbereinzukom⸗ men, welche wir in Teutſchland die hollaͤndiſche . nen⸗ nennen, und die Surinam-Cluſfter- und Nam-, oder Howards-Kartoffel, mit den⸗ jenigen Arten, die wir Viehkartoffeln, Eng⸗ liſche Kartoffeln, auch Gibraltarſche nennen. So muß ich auch das bey fortgeſetzten Beobach⸗ tungen beſtaͤtigen, was ich im 1ſten Bande uͤber die Gradationen, in welchen die mannig⸗ faltigen Kartoffelnarten von geringerer Guͤte, von einer ſehr waͤſſrigen ſchleimigen, wenig Mehl enthaltenden Konſiſtenz, zu den beſten, mehlreichſten, feſteſten und ſuͤßeſten Sorten uͤbergehen, geſagt habe. Je ſchlechter, d. h. je minder mehlreich die Abartung iſt, um deſto groͤßer pflegen die Bollen, auf gleichem Bo⸗ den und bey gleicher Kultur, zu werden. Dieſe ſchlechteren Arten haben eine ſtaͤrkere Vegeta⸗ tion, treiben ein ſtaͤrkeres, grobſtengeligteres⸗ breitblaͤtterigteres Kraut, und dehnen ihre Fruchtſtraͤnge unter der Erde weiter aus, ſo daß die Bollen am Stamme nicht dicht congen⸗ trirt ſitzen. Sie ſind daher fuͤr den ſandigen, mageren Boden beſonders geeignet, geben auf dieſem immer einen maͤßigen Ertrag, und ver⸗ beſſern ſich auf ſelbigem auch in ihrer Mehlhal⸗ tigkeit und in ihrem Geſchmack. Die beſſeren feineren Arten paſſen ſich nur auf reicherem, mehr fruchthaltendem Boden; denn auf dem mageren bleiben ſie ſo klein, daß nur ein aͤuſ⸗ ſerſt geringer Ertrag davon erfolget. Dieſe guten —— ñ⏑⏑⏑O⏑————— guten it merli n 1 4.— 4 wäͤſie ten ſuch d denl nen lit Geii 3 dahe ne Karta im i aufnift futte ih haben fer i als nd ſacham Üchſes keit, ſindad von nur o beſſ naͤhi conag vwaͤßfn Viefi klaͤrt g ergietg Auſter. nd fel, mit der⸗ ofeln, Eng⸗ ſſche vennen. zien Bedach ſten Bande ndie manii tingerer Git wigen, vang zu den heitn eſten Sorn hlechter,d iſt, um din gleichem V rden. Dieſ tere Vegeta ſengeligteres dehnen iſr iter aus, dicht coneer den ſandiſn. et, geben ui rag, und e⸗ zrer Mellh⸗ Die biſeen nuf reichem denn auf in z nur eini lget diſ gaen — 329— guten Arten haben ſchon im Gewichte einen ſehr merklichen Vorzug, indem ſie von 10 bis 15 P. C. ſpeciſiſch ſchwerer ſind, als die großen waͤſſrigen Arten. Noch auffallender aber zeich⸗ nen ſie ſich bey der chemiſchen Unterſuchung aus, da der Unterſchied ihrer Mehlhaltigkeit, in ei⸗ nem beſtimmten Maße, 15 bis 20 p. C., dem Gewichte nach, betraͤgt. Mit Recht hat ſich daher der große Ruf, worin ſich jene großen Kartofſelnarten, wegen ihres ſtarken Ertrages im Maße, ſetzten, wieder verlohren, indem aufmerkſame Beobachter ſie, auch bey der Vieh⸗ futterung, um ſo minder vortheilhaft gefunden haben, als ihr Ertrag von gleichem Felde groͤ⸗ ßer war. Man kann, nach Erfahrung ſowol, als nach dem Reſultate der chemiſchen Unter⸗ ſuchung, annehmen, daß ſie gegen die vorzuͤg⸗ lichſten Sorten, in Anſehung der Nahrhaftig⸗ keit, um 50 p. C. dem Votum nach ſchlechter ſind. Wenn man alſo von ihnen 300 Maaß von einem Acker erndtet, von den beſſeren aber nur 200 erhaͤlt, ſo wird man ſich bey dieſen beſſer ſtehen, weil man daſſelbe Mehl, dieſelbe naͤhrende Subſtanz in einer geringeren Maſſe concentrirt beſitzt. Es haben einige ſogar die waͤſſrigen Kartoſſeln, ihrer Erfahrung nach, dem Viehe wirklich fuͤr nachtheilig und ungeſund er⸗ klaͤrt, indem es dabey abfiel, und in der Milch⸗ ergiebigkeit nachließ. Ich glaube aber nach mei⸗ — 530— „meinen eigenen Erfahrungen, daß dieſes blos von ihrer minderen Rahrhaftigkeit herruͤhrte; indem das Vieh durch das Maaß betrogen wurde, wenn es nicht mehr als von den beſ⸗ ſern Sorten erhielt. Indeſſen will ich es nicht geradezu widerſprechen, daß dieſe waͤſſrigen Kartoffelnarten, wenn ſie auf einem gailen feuchten Boden gebauet werden, eine gewiſſe Schaͤrfe annehmen koͤnnen, welche dem Viehe poſitiv nachtheilig wird. Ein gewiſſer widri⸗ ger Geſchmack, den ſie dann annehmen, macht dies ſogar wahrſcheinlich. Weil ich aber dieſe Kartoffelnart im Großen nie anders als auf ſandigem Boden gebauet habe, wo ſie dieſen widrigen Geſchmack nicht hat; ſo habe ich eine wirklich nachtheilige Eigenſchaft nie daran be⸗ merken koͤnnen. Der Bau dieſer großen Kar⸗ toffeln muß daher— ſo verfuͤhreriſch ſie durch ihren großen Ertrag auch ſind— auf ſandigem, magerem Boden eingeſchraͤnkt werden. Auf einem vorzüglichen milden und reichen Lehmbo⸗ den wird man ſich ohne Zweifel bey den feſte⸗ ſten, mehlreicheſten und ſchwerſten Arten am beſten ſtehen, wozu vor allen die in Nieder⸗ ſachſen unter dem Namen Zuckerkartoffel be⸗ kannte Art, und dann die dunkelſchwarzrothe, inwendig eygelbe, zuweilen ſchaͤckige Art ge⸗ hört, die ihrer Suͤßigkeit wegen von Einigen Kaſtanienkartoffel genannt wird. So wie der Boden —Q——ᷓʒᷓaanVnV—O———————— Brde man 45 jinlch n bey durs ten fadg mit vfi in deiſl Ich in Aleiz Far i felnlin in unn mamu tthen(ir die wise er den i mar th u f daß ger ge Meß mern n Feuct Diͤnas 1 iß dieſes lae it herrührne naß beirogen don den beſ⸗ il ich es rict eſe waſſrige äinem gall „eine gexiſe che dem Aiſe gewiſſer vi⸗ ehmen, math ich aber diſ ders als al vo ſie dieſa abe ich ein e daran be⸗ großen Kar⸗ iſch ſie durc auf ſandigen erden. Al ichen lehnhe bey den feſe en Arten m ie in Neir kartoffl b lſchwarzruſe — 331— Boden aber magerer und ſandiger wird, muß man eine Mittelgattung waͤhlen, weil die vor⸗ zuͤglichſten Arten dann zu klein bleiben, und bey duͤrrer Witterung ganz misrathen wuͤrden. In Riederſachſen haben ſich die rothen Ar⸗ ten faſt ganz verlohren, und man liebt nur die mit weiſſer Schale. In Franken, Schwaben, in der Mark, trifft man mehr die rothſchaligen. Ich bin nicht im Stande geweſen, einen Ver⸗ gleich uͤber ihre Verſchiedenheit in Hinſicht der Farbe anzuſtellen. Weil indeſſen der Kartof⸗ felnbau im Großen in Niederſachſen aͤlter, wie im uͤbrigen Teutſchlande iſt, und man die in meiner Jugend hier allgemein eingefuͤhrten ro⸗ then Sorten verworfen und gegen die weiſſen, V die wir beſonders von den Hollaͤndern erhielten, b vertauſcht hat; ſo muß ich glauben, daß dieſe den Vorzug haben. Auch in England ſcheint man ſich im Allgemeinen fuͤr die weiſſen Arten zu erklaͤren, hauptſaͤchlich weil man glaubt, daß dieſe der Kraͤuſel⸗Krankheit(Ourl) weni⸗ ger ausgeſetzt ſind; wovon ich nur ein einziges Mal auf einem einzelnen Flecke etwas be⸗ merkt habe. Ich gebe auf meinem ſandigen, genug Feuchtigkeit haltendem Lehmboden in friſchem Duͤnger derjenigen Art einen entſchiedenen Vor⸗ zug⸗ 332— zug, welche durch ganz Niederſachſen unter dem Namen der Hollaͤndiſchen bekannt iſt, und baue ſie ſowol zum Verkauf, als fuͤr das Vieh. Die Kaſtanienkartoffel, ſo wie die groͤßere weiſſe engliſche Nierenkartoffel, baue ich nur im Kleinen. In Anſehung des Baues der Kartoffeln nach dem Pfluge, habe ich im Iſten Bande verſchiedene in England gebraͤuchliche Metho⸗ den angezeigt. Man muß die Bauart vorzuͤg⸗ lich nach der Beſchaffenheit des Bodens einrich⸗ ten, und deshalb werde ich hieruͤber mich et⸗ was ausfuͤhrlicher erklaͤren. Die Kartoffeln wollen allerdings einige Feuchtigkeit, beſonders in gewiſſen Perioden ihres Wachsthums, haben. Aber zu viele Feuchtigkeit, wirkliche Naͤſſe, die den Boden ſchlammigt macht, iſt ihnen allemal verderblich. Sie verlangen eine tiefe, lockere Krume, um ſich mit ihren Wurzeln verbreiten und ihre Bollen ungehindert anſetzen und aus⸗ dehnen zu koͤnnen. Dies giebt uns die Anzeige, wie wir mit ihnen auf Aeckern von verſchiede⸗ ner Grunderde zu verfahren haben. Wir bauen ſie auf lockerem, mehr ſandigem Boden, auf ſandigem Lehm, der eine gebundene Unterlage in ſen unter en iſ, und hmu er das Vit. die grißere haue ich nn der Kargfen Iſten Bae liche Math ꝛuart vorzin ens einrich der mich et⸗ Kartoffeln t, beſonderz ums, haben he Naͤſſe, i ihnen alene tiefe, boien eln verbrein then und als die Anzeiy on verſch .. Wir haun Boden, ui ene Unterlas 1 1— 533— in mehrer oder minderer Tiefe hat, auf bin⸗ dendem, mehrentheils flachem Thonboden, und endlich auf einem moorigen Boden, der leicht waſſerſuͤchtig wird. Vom tiefen, mit Damm⸗ erde ſtark durchdrungenen Gartenboden iſt hier kaum die Rede; weil ſie da auf jeden Fall leicht gerathen.. Der ſandige Boden muß zu den Kartoffeln im Herbſte tief gelockert ſeyn, ſich nachher aber wieder geſetzt haben, um die Winterfeuchtig⸗ keit aufzufangen und zu bewahren. Wenn es geſchehen kann, iſt es beſſer, ihn auch vor Winter, und zwar mit Rindvieh⸗Miſt, zu duͤngen. Man zieht ſodann an den Seiten des Beets mit dem Pfluge eine Furche, um daſſelbe, wie man es nennet, auseinander zu pfluͤgen, und legt die Kartoffeln hinein. Es folgen dann zwey Pfluͤge, deren jeder in dieſem Boden fuͤglich eine Furche von 12 Zoll Breite abſchneidet, ſo daß in die Furche des zweyten Pfluges Kartoffeln wieder eingelegt werden koͤn⸗ nen, wenn man ſie in einem Abſtand von zwey Fuß ſetzen will. Die Tiefe dieſer Furchen muß auf dieſem Boden wenigſtens 4, wenn es die Umſtaͤnde erlauben, 6 Zoll ſeyn, damit, ohne daß man anhaͤufet, die Bollen doch Erde genug haben. So pfluͤgt und belegt man das ganze moͤglichſt breit eingerichtete Beet. Gleich nach dem dem Einlegen wird tuͤchtig geegget. Wenn nun Unkraut, wie gewoͤhnlich, ſich vor den Kartof⸗ felnſproſſen zeigt, ſo iſt es von großer Wichtig⸗ keit, dieſes in ſeinem jugendlichen Zuſtande zu zerſtoͤren; was am beſten durch mehrmaliges Ueberziehen mit dem Erſtirpator bewirkt wird, wonach man das Feld wieder eben egget. Wenn ſich, nachdem die Kartoffeln in ihren Reihen hervorgekommen, wieder Unkraut zei⸗ get, ſo werden die Zwiſchenraͤume mit dem Schaufelpfluge durchzogen, und dies ſo oft wiederholt, als es neuen Unkrauts wegen noͤ⸗ thig ſcheint. Es verſteht ſich, daß man dazu immer moͤglichſt trockene Zeit waͤhlet. Das in den Reihen hervorkommende Unkraut muß mit der Handhacke, und, wenn die eine oder die andere Pflanze ſchon eine betraͤchtliche Hoͤhe erreicht hat, durch das Ausziehen vertilgt werden. Das Anhaͤufen der Kartoffeln iſt auf dieſem ſandigen Boden keinesweges vor⸗ theilhaft, und wird weit beſſer erſparet. Es lockert den Boden zu ſehr, und die angereihete Erde wird zu locker und bey trockener Witte⸗ rung ſo pulverigt, daß ſie doch wieder hinab⸗ faͤllt und die angeſetzten Bollen bloß zu liegen kommen. Der wichtige Zweck und Nutzen, den dieſes Anhaͤufen auf mehr gebundenem und feuchtem Boden hat, faͤllt auf loſem trockenen Boden gaͤnz weg. Die Wurzeln koͤnnen ſich in in dn Pna fertenl Erdkrud linge di Erde un zum A ſich irß und 16 Starſ wͤrdin BVodt und ba laſ8 gleichn des † die ren m meniſ geſtun er en und n erf h V aus. 3 1 à. Wenn uun t den Kannt wßer Vichtig en Jaande z mehrmalige bewirkt vin er eben agge wffeln in ihn er Unkrau äume ni den ind dies ſ auts wege gur daß man d hlet. Dai Unkraut mi enn die ein e betraͤchtlit hiehen deuil Kartoffelt i nesweges b erſparet. die angeriin rockener Wi h wieder ſut bloß zu li und Nuhen d ebundenen i loſem tuun zln kinn ü 1 — 535— in dieſem weit genug ausdehnen, und der Pflanze die Nahrung aus groͤßerer Entfernung herbeyholen, ſo daß es des Heranbringens der Erdkrume nicht bedarf. Man kann die Setz⸗ linge tief genug legen, und ſie haben folglich Erde genug uͤber ſich, in welcher die Bollen zum Anſetzen Raum finden. Auch verbreiten ſich in dieſem lockern Boden die Straͤnge weiter, und die Bollen haͤufen ſich nicht ſo ſehr um den Stamm herum an. Durch den Anhaͤufepflug wuͤrde man dieſe Straͤnge abſchneiden. Der Boden behaͤlt, unaufgefurchet, ſeine Feuchtigkeit beſſer, und kann faſt nie an zu vieker Feuchtig⸗ keit leiden; weil dieſe ſich in die Tiefe verſenkt. Wenn aber der Boden lehmigter iſt, und beſonders, wenn er eine undurch⸗ laſſende Unterlage hat, ſo muß man gleich bey der erſten Anlage des Kartoffeln⸗Fel⸗ des auf Verhuͤtung der ſtockenden Feuchtigkeit, die den Kartoffeln, beſonders in ihrem juͤnge⸗ ren Zuſtande, toͤdlich iſt, gleich Ruͤckſicht neh⸗ men. Nachdem ein ſolcher Boden im Herbſte geſtoppelt iſt, pfluͤgt oder hacket man ihn, wenn er eine ebene Flaͤche hat, am beſten ins Kreuz, und egget ihn wieder eben; dann fuͤhrt man erſt den Miſt auf und ttreuer ihn gleichmaͤßig aus. Bey der Legung der Kartoffeln ſucht man — 336— man ſolchen Boden am ſicherſten in ſchmale Beete, deren jedes etwa drey Reihen Kartof⸗ feln enthalten ſoll, zu legen. Man kann dies auf verſchiedene Weiſe bewerkſtelligen. Man ſticht die Mitte eines jeden Beets mit Staͤben, die in erforderlicher Diſtanz geſetzt ſind, ab, und ziehet in der Mitte herunter eine flache Furche mit dem leichten doppelten Streichbrettspfluge. In dieſe Furche werden erſt Kartoffeln eingelegt, welches Morgens fruͤh geſchehen kann, ehe die Pfluͤge aufs Feld kom⸗ men, wenn naͤmlich jene Furchen Tages vorher gezogen ſind. Sodann laͤßt man, nach Ver⸗ ſchiedenheit der Diſtanz, worin man die Kar⸗ toffeln legen will, und nach der Breite der Pflugfurche, zwey oder drey Pfluͤge an beyden Seiten herunter gehen. Der erſte zur rechten Hand gehende wirft die Mittelfurche von beiden Seiten wieder zu, und bedeckt die hineingeleg⸗ ten Kartoffeln. In die Furche, die der letzte zur linken Hand gehende macht, werden nun wieder Kartoffeln eingelegt, und ein anderer nachfolgender Pflug bedeckt dieſe; und ſo geht man zu einem neuen Beete uͤber. Ein jedes Beet enthaͤlt alſo drey Reihen Kartoffel, auf einer Breite von 6 bis 7 Fuß, je nachdem die beyden aͤuſſern Reihen von der mittleren auf 2z oder 2 ½ Fuß abſtehen. Der Abſtand eines Beets Beets h indem uc der uachle fſuge ga giwirde iinen gu ſ wuſi don 1. den M offelat hen, 4 1 rateſeeni Vreitei ſher, 3 Aubei. kä, Irden ſahr. und ſg erſor ſchaun Auffi durchm L Gang,— mit 1 3. Ban ſien in ſchwnal Neihen Karui Man kann dien ligen. eden Beets ni diſtanz geth Mine heru ihten dopyeln Furche wede Morgers fi ꝛufs Feld ke Tages dutß in, nach Vo man die Ko er Breite da ge an beyde ie zor rech ihe von beid e hineingelt e, die der li t, werden m ad ein anden ; und ſog er. En jt Kar 1 d w — uu⸗ 1 * Abſtand in Teti — 332— Beets vom andern muß etwa 2 ½ Fuß betragen, indem in der Mitte ein Balken ſtehen bleibt, der nachmals mit dem doppelten Streichbretts⸗ pfluge geſpalten und an die Beete hinan gepfluͤ⸗ get wird. Will man alſo den Kartoffelreihen einen gleichmäßigen Abſtand von 2 ½ Fuß geben, ſo muͤſſen die Mittelfurchen in einer Entfernung von 7 ½ Fuß gezogen werden. Es iſt nuͤtzlich, den Miſt in dieſe Furchen, nachdem die Kar⸗ toffeln eibgelen worden, mit Harken hinein zie⸗ hen, und die S Bling⸗ damit bedecken zu laſſen. dieſe Meiho de edete eine gewiſf e Accu⸗ rateſſe, eine vorherige Ausmeſſung der ganzen Breite, eine beſtaͤndige Gegenwart des Auf⸗ ſehers, und einen gewiſſen Tact im Gange der Arbeit. Dann aber hat ſie keine Schwierig⸗ keit, und ſichert auf einem feuchten lehmigen Boden die Kartoffeln⸗»Erndte gegen alle Ge⸗ fahr. Bey einer Erndte von dem Belange⸗ und die auf jedem Fall oielen Arbeitsaufwand erfordert, wird wol kein guter Wirth ſich ſcheuen, etwas mehrere Vorkehrungen und Aufmerkſamkeit zu wenden, wenn er ſich da⸗ dunch ihren Erfolg vollkommen ſichern kann. Die Arbeit gehet, nachdem ſe ml in Gang geſetzt worden, ſchnell vorwaͤrts, und mit 12 Menſchen und 4. Pfluͤgen kann ganz be⸗ zr Band. N quem quem eine Flaͤche von 10 Morgen in einem Tage vollfuͤhrt werden. Wenn der zwiſchen den Beeten ſtehen ge⸗ bliebene Balken an einem der folgenden Tage mit dem doppelten Streichbrettspfluge geſpalten worden; ſo entſteht nun gleich eine tiefe Waſ⸗ ſerfurche, welche die Setzlinge gegen die ihnen ſo nachtheilige Naͤſſe ſchuͤtzt. Jedes Beet hat eine gelinde Woͤlbung erhalten, die Ackerkrume iſt darauf zuſammengepfluͤgt und erhoͤhet, und der ausgeſtreuete Miſt den Pflanzen naͤher ge⸗ brachtt. Das Ueberziehen der Beete mit dem Exſtir⸗ pator, der ungeſaͤhr die Breite eines ſolchen Beets hat, iſt hier, bey fruͤh aufkeimendem Unkraute, von eben dem Nutzen, wie auf dem Sandboden. Man kann demnaͤchſt auch den Schaufelpflug gebrauchen. Vor allem aber iſt der Gebrauch des doppelten Streichbretts⸗ pfluges zum Anhaͤufen der Reihen von groͤßter Wirkſamkeit, und der Ertrag der Erndte da⸗ von abhaͤngig... ges a eſt man auf lehmigem Boden gegen die Naͤſſe geſichert, ſo kann man beym Einle⸗ gen zwar auch auf dieſelbe Weiſe verſahren, wie ich beym Sandboden ungegeben habe; beſ⸗ 1 er aber iſt, auf dieſem zum Kartoffelnbau vor⸗ ———᷑—CQ—ꝭ—Q—ꝭ—C—C—O—— — rgen in ainn eien ſtehen ge⸗ folzenden Tan Fluge geſpaln eine tiefe r zegen dieiſr Iedes Ben die Ackerder nd erhoͤh, a anzen niſt wit dem e ite eines ſalte ih aßkineden en, vieguf da naüßſt auch d dr allem a a SEtreichbtet ien von gtiß der Erndu 1 zden gthen beym Ein Wäſſ beſſin geben hite eruefflnzanw . ji — 359— zuͤglich geeigneten milden behmbbden ſolgende Methode: Man bricht das Feld im Herbſte tief um und egget es gleich klar. Im Fruͤhjahr pfluͤgt oder haket man es in die Queer, und egget es ſorgfaͤltig wieder rein, ſo daß es eine moͤglichſt ebene Flaͤche bildet. Iſt das Land abhaͤngig, ſo muß man die Reihen in der Direction des Abhanges legen; ſonſt aber in der Richtung von Suͤden nach Norden. Wenn man die erſte Reihe beſtimmt hat, womit man anfangen will, und die Reihen auf 3 Fuß Entfernung zu legen gewillet iſt, ſo mißt man von der erſten Reihe etwa 27 Fuß ab, und laͤßt in dieſer Ent⸗ fernung den Duͤnger auffahren, in kleine Haͤuf⸗ chen abſtechen, und ſolche Duͤngerreihen in glei⸗ cher Entfernung uͤber das ganze Feld legen. Wenn ales gehoͤrig vorbereitet worden, ziehet man die erſte Furche entweder mit einem dop⸗ pelten Streichbrettspfluge, oder, wäs noch beſ⸗ ſer, aber umſtaͤndlicher iſt, mit einem einfachen Pflage, den man in derſelben Furche wieder zuruͤckgehen und folglich ſolche von beyden Sei⸗ ten auswerfen laͤßt. Auf der ganzen Laͤng uge des Feldes ſind nan in gleicher Entfernung, von etwa 30 Schritten, Leute angeſtellt, die theils die Kartoffeln⸗Setzlinge— wenn es zerſchnit⸗ tene⸗ an etne Augen ſind, auf einer Entfey⸗ 811 Y 2 nung — 820— nung von 5 Zoll, bey ganzen Kartoffeln von einem Fuß— einlegen, und ungefäͤhr eben ſo viel Maͤnner, die den Miſt herbeyholen und ihn uͤber die Setzlinge in der Furche herlegen. Ein jeder muß, ſobald ihm der Pflug vorbey⸗ gegangen iſt, mit dieſem Einlegen ſchnell an⸗ fangen, damit er auf dem ihm angewieſenen Raum, ohne das Furchenziehen aufzuhalten, ſeine Arbeit vollfuühren. Wenn die erſte Furche gezogen iſt, ſo wird die zweyte auf drey Fuß Entfernung ausgepfluͤgt. Es iſt noͤthig, bey den Pferden einen guten Fuͤhrer zu haben, wel⸗ cher, dicht an der erſten Furche hergehend, das Handpferd ſo fuͤhrt, daß der Pflug moͤglichſt Parallel mit der erſten Furche gehet. Die Fur⸗ chen werden nicht eher zugemacht, als bis das ganze Feld belegt iſt, und dazu iſt eine leichte, mit Buſch durchzogene Egge hinreichend, mit welcher man das Feld ins Kreuz uͤberziehet. Hat man die im zweyten Hefie der Abbildungen von Ackerwerkzeugen beſchriebene Maulwurfs⸗ Egge, ſo paßt ſich ſolche vorzuͤglich dazu. Man haͤlt dies nach neueren Erfahrungen fuͤr beſſer⸗ als das Wiederzupfluͤgen der Furchen. So weitlaͤuftig dieſe Methode wegen des beſondern Miſteinlegens zu ſeyn ſcheint, ſo wird ſie doch von den erfahrenſten Kartoffelnbauern in England als die vorzuͤglichſte und eintraͤg⸗ D G 3 lichſte lihſteir an bibi Mho ſtes, n wärdem hen inte fir dl gelean wärdi Erach gera neurſt V Kart dere 1 Kartoffeln un ingefähr ebe rbeyholen und rch herlegen. Dlug vorbey en ſchnell an⸗ angewieſenen n aufßahalte die erſteFurge auf drey Fui ſt noͤthig, ben u haben, we rgehend, das lug moͤgücht Die Fur⸗ als bis das Feine leichte, eichend, miͦ z üͤberzzehen Abbildungen e Maulturſe ch dazu. Na gen für hiſe rchen. de wegen de ſcheint, ſ iij urftn lnhnun de Und einnig lih lichſte geruͤhmt. Die Erndte ſoll danach um ein betraͤchtliches groͤßer als nach jeder andern Methode ſeyn, wenn man auch nur 3 des Mi⸗ ſtes, den man ſonſt auf dem Felde gebrauchen wuͤrde, auffaͤhrt. Der Miſt muß alle 9 Rei⸗ hen in dem Maße abgeſtochen werden, daß er fuͤr dieſe Reihen gerade zureicht, und muß ein⸗ gelegt ſeyn, wenn der Pflug dahin kommt. Man wuͤrde die Arbeit des kiſtherbeyholens, meines Erachtens, verringern, wenn man die Haͤuſchen gerade in der Mitte der Reihen, folglich bey neun Reihen dahin, wo die fuͤnfte kommen ſoll, abſtieße. Die Richtung der neunten Reihe muͤßte freilich abgeſteckt werden; aber dies muß doch auf jedem Fall geſchehen. Aus einem ſolchen Abſtecken und Abmef⸗ ſen der Beete und Reihen machen ſich Manche eine große Schwierigkeit, ungeachtet es fuͤr ei⸗ nen Mann, der mit einer Meßkette umzugehen weiß— und dieß ſollte doch billig jeder Acker⸗ voigt, mehr noch jeder Schreiber wiſſen—, eine unbedeutende Arbeit iſt, auf welche jedoch bey einem reinlichen Feldbau in mancher Hin⸗ ſicht viel ankommt. Der zaͤhe Thonboden iſt zwar dem Kartoſſelnbau weniger angemeſſen wie der mil⸗ dere Lehm. Nach der gewoͤhnlichen Art ge⸗ bauet, — 342— bauet, ſind ſie dem Mißrathen darauf mehr ausgeſetzt, und ihr Durchſchnitts⸗Ertrag koͤmmt kaum demjenigen gleich, den ſie auf Sandbo⸗ den geben. Er kann aber durch eine gute Be⸗ arbeitung und durch die Einlegung der Kartof⸗ feln in aufgepfluͤgte Balken oder zweyfurchigte Streifen— in ſolche ſchmahle Ruͤcken, wie in einigen Gegenden von Franken, ſelbſt auf Ge⸗ treide⸗Feldern gebraͤuchlich ſind— dazu voll⸗ kommen geſchickt gemacht werden, und dann einen ſehr großen Ertrag an Kartoffeln geben. Man verfaͤhrt dabey auf verſchiedene Art; fol⸗ gende ſcheint mir die zweckmaͤßigſte: Nachdem das Feld vorher gehoͤrig gepfluͤgt, geegget und vorbereitet, auch der Miſt ausge⸗ ſtreuet worden, ziehet man auf drey Fuß Ent⸗ fernung ſehr flache parallel laufende Fur⸗ chen, legt darein die Setzlinge und ziehet den ge⸗ ſtreueten Miſt und etwas von der aus dieſer Furche ausgepfluͤgten Erde mit Harken daruͤber her. Alsdann geht ein Pflug an beyden Sei⸗ ten jeder Reihe her, und bedeckt ſolche mit Er⸗ de, ſo daß die Kartoffeln, die mit der ebenen Flaͤche des Ackers faſt gleich liegen, nur durch den doppelt angepfluͤgten Streifen bedeckt wer⸗ den. Sie ſind folglich ganz mit lockerer Erde umgeben und zunaͤchſt mit dem ausgeſtreueten Miſte umhuͤllt, koͤnnen ihre Waurzeln und Straͤnge —O—C—C—’—’—L—L—CQO—OꝑO/OℳnͤY˖'q—— fiann i Errinet vns iſſ ſihr ſat men ard doher ſt n dich nthſard jenige wetkzſ Reihe der doppa lig in berſog Beden vwühnüch A gn einesn Brm die e gut, handn faſt la Venni dorauf ni Errag koͤmmt auf Gandbo⸗ eine gute Ve⸗ g der Kartoß wehfurchige tücken, wiei ſelbſt auf Ge — dazu ol⸗ en, und dan rreoffeln lben. eene Att; ſu⸗ ie: örig gepflug⸗ Miſt ausge⸗ tey Fuß Ent aufende Fur ziehet den ſe der aus dieſr arken daribe an beyden Cii ſolche mit e mit der ebent en, nur dmg i bedeckt wer tlockerer Ei ansgeſtreuenn Darzelt und Srrͤnge — 343— Straͤnge alſo austreiben und Bollen anſetzen, was ihnen ſonſt der zaͤhe Thonboden kaum ge⸗ ſtattet. Die auf ſolchem Boden mehrentheils ſehr flache Ackerkrume iſt von den Zwiſchenraͤu⸗ men an die Pflanzen zuſammengehaͤuft, und daher thuͤrmen ſich die Bollen in derſelben auf. Um dieſe Erde vollig locker zu erhalten, iſt es rathſam, ſie mit einem kleinen Pfluge, wie der⸗ jenige iſt, den ich im erſten Hefie der Acker⸗ werkzeuge S. 63 beſchrieben habe, von den Reihen abzupfluͤgen, nach 14 Tagen aber wie⸗ der hinan zu bringen, und ſodann mit dem doppelten Streichbrettspfluge die Erde allmaͤh⸗ lig immer hoͤher anzuhaͤufen. Dieſe Methode verſagt nie eine reiche Erndte, und lockert den Boden fuͤr kuͤnftige Saaten mehr als die ge⸗ woͤhnliche Braach⸗Bearbeitung. Andere haben dieſe Streifen vorher aufge⸗ pfluͤgt, und ſodann die Kartoffeln vermittelſt eines Spatens oder einer Hacke einlegen laſſen. Auf friſch aufgebrochenem Moor⸗ oder Bruchlande gerathen die Kartoſſeln, wie die Erfahrung lehrt, nicht nur auſſerordentlich gut, ſondern ſie bereiten, wenn ſie gehoͤrig be⸗ handelt werden, dieſes Land zum Getreidebau faſt beſſer, wie reines Braachpfluͤgen, vor. Wenn ein ſolches Bruch durch Haupt⸗ und Ne⸗ ben⸗ — 344— benkanaͤle vollkommen abgewaͤſſert werden kann, ohne daß ſeine ſchwammige Subſtanz da⸗ durch zu trocken wird, ſo iſt die Kultur deſſel⸗ ben ohne Schwierigkeit. Geht dies aber der Lage nach nicht wohl an, ſo giebt es kein ande⸗ res Mittel, den Boden zum Fruchtbau trocken genug zu legen, als daß man zwiſchen Beeten, von 24, 30 bis 40 Fuß, breite Graͤben ziehet, und mit dem Auswurf derſelben das Land er⸗ hoͤhet. Wenn dies geſchehen iſt, ſo pfluͤgt man das Beet um, und belegt es nun mit Kartof⸗ feln auf folgende Weiſe, die ſich durch nach⸗ ſtehende Zeichnung am beſten verſinnlichen laͤßt: . raben 2 9— N N, N N—— 7N 5—— 2*ℳ 2½ —*—„ N——— „ 22 24 a— ℳ N N— e e e ** 5—„—**—— 2., e K 86 —„F N* an— 7 5——., 7— 8 ½ ℳ e e — N—— E e 8— ℳ— e. e e e — I. 28— E—*— 5& 2 =⸗— 5—— 8E—„*„— e „= 6«e.„ 16 6*r.„ A. Graben Es werden naͤmlich drey Queer⸗Reihen Kartoffeln ziemlich dicht an einander gelegt, und dann immer ein Zwiſchenraum, etwa halb ſo breit 4 ¹ breit wis toffeln 1 ſec, ut laub gels Noder des Ve⸗ die Kaif glech ih auch di wie Kſf Erde 1 ſchütt wieden man A ohne u diſ angewe: Etſolans ganzein men i Jahrin daboßg zuͤglinn und ig Säug böllien jeder i den. Ufug 1 ſert wenden Subſtan Kultur deſt dies aber der es kein arde chtbau toch iſchen Been Graͤben jiß g das lanher ſo pflurna un mit mde ch durch t innlichen lih — 345— breit wie der belegte Platz, gelaſſen. Die Kar⸗ toffeln werden nur ganz flach in die Erde ge⸗ ſteckt, und daruͤber her etwas langer Miſt oder Laub geſtreuet. Sodann wirft man von dem. Moder, welcher aus dem Graben an die Seite des Beets gelegt worden, ſo viel heruͤber, daß die Kartoffeln genugſam bedeckt ſind, ſticht zu⸗ gleich den Zwiſchenraum etwas aus, und wirft auch dieſes uͤber die Kartoffeln heruͤber. So wie Kartoffeln hervortreiben, ſticht man mehr Erde aus den Zwiſchenraͤumen aus, und uͤber⸗ ſchuͤttet die jungen Schuͤſſe damit. Wenn dieſe wieder hervorgekommen ſind, ſo wiederholt man das Ueberwerſen mit Erde noch einmal, ohne die Kartoffeln ſelbſt weiter zu bearbeiten. Dieſe Methode, welche in Lancaſhire haͤufig angewandt wird, iſt von ſo auſſerordentlichem Erfolge geweſen, daß die Kartoffeln⸗Erndte die ganze Bearbeitung eines ſolchen Bruchs vollkom⸗ men bezahlt hat. Man hat auf die Weiſe zwey Jahre nach einander große Kartoffeln⸗Erndten davon gehabt, und das Land danach in einen vor⸗ zuͤglich artbaren Zuſtand verſetzt,— die Moor⸗ und Sumpf⸗Pflanzen voͤllig vertilgt, die ſcharfe Saͤure ausgewittert, und das torfartige Weſen völlig vermodert,— kurz das Land zum Bau jeder Fruchtart geſchickt und vorbereitet gefun⸗ den. Ungeachtet alſo bey dieſer Methode der Pflug wenig gebraucht werden kann, und die Haupt⸗ — 346— Hauptſache mit dem Spaten geſchehen muß, ſo 1 Anft habe ich ihrer doch erwaͤhnen wollen, weil ſe nan ſan in den Annals of Agric. ſowohl als in dem Fehilun Survey of Lancashire ſo ſehr geruͤhmt und ſen lisd als hoͤchſt vortheilhaft beſchrieben wird. Ich der Bode habe ſie, zwar nicht voͤllig auf dieſe, aber doch hen bindſ auf eine aͤhnliche Weiſe, auf einer feuchten Wieſe KWer dien verſucht, wo ich nur Graͤben in der Laͤnge zog, fann ibit ſolche immer vertiefen und die Erde uͤber die Ein B. hervorkommenden Kartoffeln werfen ließ; wel⸗ macht, che Graͤben nachmals wieder mit Sand ausge⸗ Unrerſet fuͤllet wurden. Ich hatte allerdings von dieſen dem Mi Kartoffeln einen Ertrag, der alle Koſten reich⸗ hervor lich bezahlte, und bauete nach denſelben Kohl Blatei mit ſchwacher Duͤngung, der ebenfalls ſehr gut diͤrfen ch gerieth; wonach ich dann das Land mit Wicken, nen alen Klee und Wieſenfuchsſchwanz ohne Duͤnger zur achtzehvijn Wieſe wieder niederlegte, und ſeitdem wenig⸗ Wichugit ſtens einen dreyfachen Gras⸗Ertrag daron habe. Wahace Es war aber ein tiefer ſchwarzer, moderiger krauts: Boden. näthig ſeine( Auch bey der Moorkultur im Bremiſchen ung findet man die Kartoffeln als erſte Frucht am ſicherſten, nachdem man die Narbe entweder 2 durch Sommerpfluͤgen zerſtoͤrt, oder das Land aben gebrannt und hinlaͤnglich abgewaͤſſert hat. b ligkei Auf ehen maß, ſ dlen, weiſſ l als in den gerühmmt unh wird. 3— eſe, aber d feuchten Wiſ der ͤnge Erde üͤhr i rfen ließz w⸗ t Sand nhye ngs von din Koſten vit enſelben 8 falls ſehr i mit Wicka e Dänger zi eirdem weni g davon h er, moderg in Brenict erſte Fruch darbe enta oder das l ſeert hat — 347— Auf welche Weiſe und auf welchem Boden man Kartoffeln bauet, ſo iſt es die weſentlichſte Bedingung ihres Gerathens, daß ſie von An⸗ fang bis zu Ende von Unkraut immer rein, und der Boden um dieſelben, wenn er einigerma⸗ ßen bindend iſt, moͤglichſt locker gehalten werde. Wer dies verſaͤumt, oder ſich darin verſpaͤtet, kann uͤber Kartoffeln⸗Ertrag nicht mitſprechen. Ein Behacken mehr oder eins weniger, macht, nach zuverlaͤſſigen Erfahrungen, einen Unterſchied von 50 und mehreren Scheffeln auf dem Morgen. Es muß von rechtswegen das hervorkeimende Unkraut nie bis zum zweyten Blatte kommen; Quecken und Wurzelunkraut duͤrfen aber kaum hervorſtechen. Hierin ſtim⸗ men alle Englaͤnder uͤberein, und meine eigene achtzehnjaͤhrige Erfahrung hat mich von der Wichtigkeit dieſer Regel uͤberzeuget. Wer das Behacken verſaͤumt, ſobald es wegen des Un⸗ krauts oder wegen der Verballung des Bodens noͤthig iſt, buͤßt durch den Abſchlag der Erndte ſeine Saumſeligkeit oder ſeine Arbeits⸗Erſpa⸗ rung gewiß zehnfaͤltig. Da aber die Handarbeit oft ſo ſchwer zu haben iſt, und Mancher ſie auch, ihrer Koſtſpie⸗ ligkeit wegen, wenigſtens nicht oft genug wie⸗ derholt; ſo iſt das Pferdeſchaufeln und Pferdehacken mit zweckmaͤßigen, jedem Bo⸗ den den angemeſſenen Inſtrumenten, eine ſehr wich⸗ tige und wohlthaͤtige Erfindung. Ohne ſolche iſt der Kartoffelnbau zur Viehfutterung im Großen kaum moͤglich und vortheilhaft; weil Menſchenhaͤnde zu einer hinreichenden Bearbei⸗ tung entweder durchaus fehlen, oder doch eine zu große Auslage erfordern, und uͤberdies, wie auch Verſuche gelehrt haben, die Arbeit nie ſo vollkommen und ſo wirkſam verrichten, wie ein Pferd mit einem angemeſſenen Inſtrumente. Ein Pferd mit zwey Menſchen, wovon der eine ein Junge ſeyn kann, ſind fuͤglich im Stande, fuͤnf Morgen in einem Tage, und wenn man ſie anſtrengen will, ſechs Morgen zu bearbei⸗ ten. Ich bin üͤberzeugt⸗ daß Z0 gute Hand⸗ arbeiter, in Anſehung der Guͤte der Arbeit, es jenen nicht gleichthun koͤnnen. Die Einfuͤh⸗ rung und der gute Erfolg des Kartoffelnbaues beruhet alſo ganz auf jenen Werkzeugen, die aber billig nach Beſchaffenheit des Bodens und des Zwecks veraͤndert werden ſollten. Ich habe in Bergens Anleitung zur V Viehzucht zwey Inſtrumente von meiner eigenen Erfindung, die auf meinem lehmigt⸗ ſandi gen Boden, wenn er nicht zu ſehr verqueckt iſt, den Zweck voͤllig erfuͤllen, abbilden laſſen. Und ob man gleich damit auf zaͤherem Boden zur Noth ausreichen kann, ſo giebt es doch dafuͤr noch angemeſſnere. In dem Fall, daß der Boden ſehr bindend ge⸗ worden worden Parzelhs nben ent Eireichbt in P icht d b dif; t gfan ue gfß ih micn brettert dem klit Planzü ahe ee ler V thum get V ſähr ſpiis Sreichte A Haißer obgebin Erde dieſer zugleint M uu ſie nach, ſ iine ſehr ih Ohne ſab Jfunterung t heilhaſt; we enden Beatte oder doch en d uͤberdies, die Arbeit i rihten, nieh en Inſtrern wovon daun lich im Em und wennme gen zu benii o gute Hm er Arbeit, Die Einf tartoffelnbau erkzeugen, d es Bodens lren. Jh Viehzucht zu nen Erſindun ſSedn.e u * ueni h angenriſten ſehr bindend ⸗ wonden Pflanzen leiden wuͤrden. thum geſtoͤrt wurden, Streichbuettern oben weit aus dehnt. groͤßerer Wirkſamkeit, nadhe ſendenn auch ins Kreuz zu ſtehen kamen. — 349— worden iſt, oder viele Quecken und anderes Wurzelunkraut enthaͤlt, gebrauche ich ſelbſt den oben erwaͤhnten Pflug mit einem beweglichen Streichbrette, um die Erde dicht von den jun⸗ gen Pflanzenreihen abzupflugen, was aber nicht auf beyden Seiten zugleich geſchehen darf; weil ſonſt bey einfallender Duͤrre die Spaͤterhin, wenn die Pflanzen ſchon die Bluͤthe zeigen, bediene ich mich eines groͤßeren Pflugs mit zwey Streich⸗ brettern, die ſich auf eben die Weiſe, wie an dem kleinen Pfluge, ausſpaunen laſſen, um die Pflanzen damit ſehr hoch anzuhaͤufen. Ich habe es oft gethan, wenn die Pflanzen in vol⸗ ler Bluͤthe ſtanden, ohne daß ſie im Wachs⸗ weil dieſer Pflug unten ſehr ſpitz eingreift und ſich nur mit ſeinen Auch Haße ich jezt ei einen Schaufelpfiug e von wie der im Bergen abgebildete, womit ich etliche Zoll tief unter der Erde her fahren kann⸗ Aber die Beſchreibung dieſer Inſtrumente muß ich verſparen, bis ich zugleich die Aahlldungen Dreon gehen kann Manche haben die⸗ Kartoffeln ſo eingelegt daß ſie nicht bloß in regulaire Reihen, der Laͤnge Dies — 3550— Dies hat den großen Vortheil, daß ſie auch in der Laͤnge und ins Kreuz, ſolglich von allen Seiten, mit Pferdeſchaufeln und Hacken bearbei⸗ tei werden koͤnnen. Dieſes Einlegen geſchiehet entweder mit dem Spaten, der Hacke oder dem Pflanzſtocke, nachdem vorher durch einen Li⸗ nienzieher— einem bekannten Gaͤrtner⸗In⸗ ſtrumente, welches erſt in die Laͤnge und ſodann ins Kreuz uͤber das reingeeggete Feld hergezo⸗ gen wird,— die Pankte, wo jede Kartoffel zu liegen kommen muß, bezeichnet ſind; oder aber durch die Pferdehacke, womit man das Feld in die Laͤnge und ins Kreuz auffurchet, und nun die Kartoffeln dahinlegt, wo ſich die Fur⸗ chen durchſchneiden. Auch bey letzterer Metho⸗ de muß doch die Erde mit einer Handhacke uͤber jede Kartoffel etwas heruͤber gezogen, und dann das Feld durch eine umgekehrte Egge wieder geebnet werden, weil durch ein unmittelbares Eggen die Setzlinge aus ihrer Lage kommen wuͤrden. Es erhellet von ſelbſt, daß dieſes Einlegen viel beſchwerlicher iſt. Indeſſen ver⸗ ſichern mir viele meiner Freunde, daß dieſe Arbeitsvermehrung unbedentend gegen den Vor⸗ theil ſey, den das doppelte Pferdehacken nach⸗ mals gewaͤhre. Ich habe mich bisher dieſer Methode noch nicht bedient, ſondern pflanze und bearbeite ſie nur in Reihen, beſonders ſeit⸗ dem ich die zerſtuͤchelten Setzlinge in den Reihen 8310. ziemlich 8 V thode jenliid ih vort Erſäns 1 ncht den dicſ rerig hen leict hen gui tende i 1 ſeitigent Lockern nge A ſchiene ligen, ſtehendd ganyen t vögen. 3 de San betgleit Verul daß ſie uchi ich von ale hacken bean nlegen geſhit Hacke dder durch ena! ten Gaͤrtnet⸗ Aage und fi gete Feld herg wo jede Kmmi eichnet ſind; womi ma iz auffurch wo ſich d letzterer Handhan zogen,ud drte Egſe ni ein unmiti rer Uage irr ſebſt, das d t.„Indeſan eunde, dK nd gegen 4 jferdehetnut nich bißhe i ſondem fu en, beſorder 1 gze in den l Ai 4 jemu — 351— ziemlich dicht an einander lege. Denn wenn ich vor dem Auflauſen das Unkraut mit dem Exſtirpator zerſtoͤre, und nachher die Reihen zu rechter Zeit bearbeite, ſo koͤmmt mir unter den dicht ſtehenden Kartoffeln ſo unbedeutend wenig Unkraut auf, daß ich es durch Auszie⸗ hen leicht vertilgen kann, und folglich die Rei⸗ hen gar nicht aushacken laſſe. Dies unbedeu⸗ tende Ausjaͤten wird man auch bey dem zwey⸗ ſeitigen Behacken ſchwerlich erſparen koͤnnen. Lockerung erhaͤlt mein Boden durch das einſei⸗ tige Behacken genug. Endlich hat es mir ge⸗ ſchienen, als ob die in den Reihen dichter liegenden Kartoffeln die unter jeder einzeln ſtehenden Pflanze mehr angehaͤuften doch in der ganzen Maſſe, die auf dem Felde iſt, uͤber⸗ woͤgen. Soſcheint es mir: indeſſen verdient die Sache noch eine genauere Pruͤfung, mittelſt vergleichender Verſuche; und in Anſehung der Vertilgung der Quecken, geſtehe ich jener Me⸗ thode einen entſchiedenen Vorzug zuu. “ 2 Ich hatte im Iſten Bande dieſes Werks, nach James Anderſon und Thomas Beevors Verſuchen, den unzerſtückelten Kar⸗ toffeln, in weiterer Entfernung gelegt, den Vorzug vor den zerſchnittenen gegeben. Neuere 283 Ver⸗ — 352— Verſuche aber, welche andere Englaͤnder damit angeſtellet hatten, ſchienen fuͤr das Zerſtuͤckeln guͤnſtig zu ſeyn. Insbeſondere waren alle Nachrichten aus Lancaſhire und Irland, wo man bey der ſonſt ſchlechten Wirthſchaft doch den Kartoffelnbau, wegen der großen Menge von Mauufakturiſten und von armen Leuten, mit groͤßter Aufmerkſamkeit betreibt, fuͤr das Zertheilen in Stuͤcke, mit einem oder zwey Au⸗ gen, aber weit dichter gelegt, als ganze Kartoffeln gelegt werden muͤſſen. Es wird von dorther das Zerſchneiden entſchieden empfohlen, aber nicht nach der gewoͤhnlichen Methode, in der Laͤnge oder Breite, ſondern mit genauer Ruͤckſicht auf die Augen und ihre Beſchaffenheit. Es giebt naͤmlich, ſagen dieſe Berichte, zweyerley Augen an Kartoffeln, wovon die einen einen ſtarken lebhaften Aus⸗ trieb, die andern nur einen ſchwachen machen. Erſtere unterſcheiden ſich dadurch: daß ſie tiefer eingedruͤckt, und im Durchſchnitt groͤßer ſind und hauptſächlich in der Mitte und an dem Ende der Kartoffel ſitzen, wo dieſe an ihrem Strange befeſtiget war. Jene ſchwaͤcher treibende Au⸗ gen haben dagegen eine kleine ſpitze Hervorra⸗ gung, und ſitzen mehrentheils an dem entgegen⸗ geſetzten, mehrentheils ſpitzeren Ende. Beym Zerſchneiden in einzelnen Augen muͤſſen alſo die guten ausgewaͤhlet, die ſchlechten weggeworſen wer⸗ ſerden? ſihler it den legtfn ſeht na den, ſott reiben t ha, m dem jun Schußt ſchlage gen Pf dem i nm Nahrun Rinyege ſche, ſts V und dies Nahrut poldt Nan, d iner dies nicht; richtig wie es die zu gegen ſhen, V 3r B. V ———:B..:—— Kglaͤnder und das Zerſtüült n waren a und Irland driſctd großen Ma armen laun rreibt, fir e noder zwefe legt, abemne . Es unm den emyiie n Metho mit geran en und in naͤmüch, ſan en an Fartoffl lebhaſten A wachen mach h: daß ſe ti nitt großer ſ und an dem ihrem Stnj rrtreibende ſpitze hertum dem enthhe Ende. Imß mͤſen alt N neghunn ver — 353— werden. Wenn man einzelne und gute Augen waͤhlet, und ſolche in einen wohl bereiteten Bo⸗ den legt, ſie auch von den Kraͤhen, die ihnen ſehr nachſpuͤren ſollen, nicht ausgehackt wer⸗ den, ſo wird jedes Auge eine beſondere Pflanze treiben, und dieſe wird, weil ſie vereinzelt ſte⸗ het, mehr erſtarken. Zwar giebt das Fleiſch dem jungen Triebe die erſte Nahrung, und der Schuß treibt hervor, ehe die Wurzeln in die Erde ſchlagen. Dies aber iſt der Staͤrke der kuͤnfti⸗ gen Pflanze nicht vortheilhaft, weil, nach⸗ dem der Nahrungsſtoff in der Bolle verzehrt iſt, die Wurzeln nicht im Verhaͤltniß zu dem Stamme uͤber der Erde ſtehen, und ihm nicht Kahrung genug zufuͤhren koͤnnen. Legt man hingegen ein einzelnes Auge mit wenigem Flei⸗ ſche, ſo geht der Trieb mehr in die Wurzel, und dieſe kann der Pflanze dann nachhaltende Nahrung aus der Erde zufuͤhren. Hr. Leo⸗ pold fuͤhrt in ſeinem Agricola die Bemerkung an, daß ſelten mehr als ein einzelnes Auge in einer Kartoffel einen Stamm treibe. Ich habe dies bey einer angeſtellten Nachſuchung, zwar nicht allgemein, aber doch immer in ſo fern richtig gefunden, daß nicht alle Augen, und wie es ſchien, nicht immer die beſten, ſondern die zu oberſt liegenden, getrieben hatten. Da⸗ gegen weiß ich, nach haͤufig wiederholten Ver⸗ ſuchen, gewiß, daß in einem muͤrben Boden zu Band. 3 jedes — 354— jedes einzelne ausgeſtochene vollkom⸗ mene Auge ſicher treibe. Es ſcheint daher, als ob bey ganzen Kartoffeln das zuvorkom⸗ mende Auge, durch ſeine, die Stellen der Wur⸗ zeln anfangs vertretenden Saugroͤhren, ſo lan⸗ ge ſie in einem Syſteme verbunden ſind, den uͤbrigen ſogar die Triebkraft ent⸗ ziehe. Wenn es alſo nur auf den Zufall an⸗ koͤmmt, ob bey ganzen Kartoffeln mehr oder minder fruchtreiche Augen zum Treiben kom⸗ men, ſo ließe ſich auch hieraus der Vorzug zer⸗ theilter Augen erklaͤren. Indem ich dieſes ſchreibe, laſſe ich einen Kartoffelnkeller oͤffnen, und finde, daß ſchon Kartoffeln gekeimt haben, und zwar nur ein kleines an der Spitze befind⸗ liches Auge.— Man hat geſagt, es ſey ge⸗ gen die Natur gehandelt, eine ſolche kuͤnſtliche Trennung vorzunehmen, indem die Verbindung mehrerer Augen in einer Bolle gewiß nicht zwecklos ſeyn koͤnne, weil die Natur ſonſt dem bekannten Principio parsimoniae entgegen gehandelt haben wuͤrde. Aber Natur und Kunſt ſind verſchieden. Um die Geſchlechter im rohen Naturſtande zu erhalten, war es noͤ⸗ thig, daß eine ungeheure Menge Saamenkeime in jeder Pflanzenart ſich erzeugte, damit von Millionen wenigſtens einer aufkaͤme. Die Kunſt bedarf dieſer vervielfaͤltigeen Saamen und Keime um ſo Weniger⸗n je ſorgfaͤltiger ſie das Auf⸗ Auſkontt ſchen 1 legen w tennen? eicht aus tinandei — —2 * — — antre V verbr 1 den ke V f zu bed ui 1 ſiick, hene dulin ſcheint dan das zuvorkn gellen der We oöhren, ſo la⸗ verbunda Trebkraft jden Zuſala ffeln mehr e Treiben ii⸗ der Vorzunw ddem ich diß lnkeller iſin gekeimt hiin Spitze bei gt, es ſey liche kunſtli je Verbindm e gewiß ſit Katur ſonſ ie oniae ettoy der Nauut) die Geſchlit en, wat dt Luie , damit i zme. Die i Saamen u ſed ſältiger ſ— —— 355— Aufkommen eines jeden von ihr ausgewaͤhlten ſichert. Wir ſtreuen nicht ganze Aehren aus, legen nicht ganze Aepfel und Birnen, ſondern trennen die einzelnen Saamenkoͤrner, damit nicht auf einem Flecke ſo viele auflaufen und einander die Nahrung entziehen. Die Augen der Kartoffeln ſind aber in der Hinſicht den Koͤrnern eines Apfels voͤllig gleich. Indeſſen koͤnnen weder Theorie noch Ver⸗ ſuche im Kleinen entſcheiden, was im Großen und unter verſchiedenen Umſtaͤnden hierin am ſicherſten und vortheilhafteſten ſey. Die Er⸗ fahrungen im Großen ſind beſonders in Irland⸗ Lancaſhire und in Rorthumberland dem Einle⸗ gen der einzelnen Augen guͤnſtig. In jener Grafſchaft kommen ſie faſt nur auf muͤrben Gartenboden, und in dieſer befindet ſich der Boden durchaus in ſehr artbarem Zuſtande. Dies iſt alſo vielleicht eine Bedingung, unter welcher nur das einzelne Augenlegen Vorzuͤge haben kann. Das Auge muß vielleicht einen ſo vorbereiteten lockeren und fruchtbaren Boden antreffen, daß die jungen Wurzeln ſich leicht verbreiten, und Nahrung fuͤr die Pflanze fin⸗ den koͤnnen, ohne des Fleiſches der Kartoffel zu bedürfen. In einem zaͤhen, rohen Boden wird wahrſcheinlich mancher einzelne Keim er⸗ ſtickt, erſaͤuft, und der Platz bleibt alſo leer. 8 2 Bey — 356— Bey ganzen Kartoffeln treibt an ſeiner Stelle ein anderer. Die Nahrung, welche das Fleiſch giebt, unterſtuͤtzt den Trieb, der ſich durch eine zaͤhe Erde herdurch arbeiten muß, wahrſchein⸗ lich ſtaͤrker, als die ſchwache Wurzel es thun kann; und ſo will ich, ungeachtet meine Ver⸗ ſuche mit den neueſten in England angeſtelleten völlig uͤbereinſtimmen, auch verſchiedene mei⸗ ner Freunde ein gleiches bezeugen, dieſem Au⸗ genlegen keinen allgemeinen und un⸗ bedingten Vorzug beymeſſen. Nur unter der Bedingung eines guten, muͤrben, entwaͤſ⸗ ſerten Bodens, gehoͤriger Sorgfalt bey dem Ausſchneiden der Keime, und geſunder vor Froſt voͤllig verwahrter Pflanzkartoffeln, halte ich dieſe Merhode vortheilhaft; beſonders weil man ſie dann ſo dicht in die Furchen legen kann, daß eine zuſammenhaͤngende ununterbrochene Reihe von Pflanzen entſteht, die ſich mit unſern Werkzeugen ſo bequem bearbeiten und wenig Unkraut aufkommen laͤßt, und wobey man an Einlage dennoch erſpart. Die Meiſten haben es zwar als ausgemacht angenommen, daß die von großen Kartoffeln herkommenden Keime ſtaͤrkere Pflanzen bilden, wie die von geſunden Kleinen, und allemal groͤßere Kartoffeln gaͤben, wie dieſe. Durch den Verſuch eines Freundes iſt mir dieſes wieder ſo zweifelhaft geworden, daß ich nichts daruͤber zu entſcheiden mir getraue, ſon⸗ Grubg roſt ſ ſondern emyfe dofln i gute Aug einem gi ſihr die pferdel nes kli Randen runder ſolcher culto Vol. ¹ das Fl nd m. keſendere A man a len ſe theiltg das ſt 180 hlieb von dh in ſeiner dil⸗ Ache das glit Pſich durch en 6, wahrſche Vorzel es th htet weine d ind angeſtelen erſchiedege e gen, dieſen inen und u en. Nur w uͤrben, eun rgfalt bey geſunder nrooffeln, beſonders hhen legen in ununterbor e ſich mit ui eiten und te d wobey mann e Meiſen i ommen, dil nmenden Ki die von geſtnn artoffeln g eines Frant lhaſt gevotie den wir getu ſe — 357— ſondern die Sache einer neuen Aufmerkſamkeit empfehle. Man zerſchneidet entweder die Kar⸗ toffeln in Stuͤcke, in deren jedem ein oder zwey gute Augen ſitzen, oder man ſticht die Augen mit einem gekruͤmmten Meſſer aus, welches unge⸗ faͤhr die Geſtalt eines zum Ausarbeiten des Pferdehufs beſtimmten Meſſers, oder auch ei⸗ nes kleinen runden Loͤffels mit ſchneidendem Rande hat, und welches in einem bequemen runden Handgriff eingezapfet iſt. Ein Paar ſolcher Meſſer oder Stecheiſen ſind im Agri- cultural and Commercial Magazine Vol. VI. abgebildet. Man verbraucht dann das Fleiſch der Kartoffel zu anderen Zwecken, und macht eine betraͤchtliche Erſparung damit, beſonders wenn ſie im Fruͤhjahre ſelten ſind. Ich machte es oben zur Bedingung, daß man vor Froſt voͤllig verwahrte Kartoffeln waͤh⸗ len ſolle. Denn ich bin jetzt aus vielen mitge⸗ theilten Beobachtungen voͤllig uͤberzeugt, daß das ſchlechte Gerathen der Kartoffeln im Jahr 1803, wo insbeſondere ſo viele Pflanzen aus⸗ blieben, oder doch erſt ſehr ſpaͤt hervorkamen, von dem Eindringen der Kaͤlte in die Keller und Gruben herruͤhrte. Man hat zwar keine vom Froſt zerſtoͤrte Kartoffeln gelegt, weil dieſe gleich — 3556— gleich in Faͤulniß uͤbergehen; wol aber ſolche, welche unter gefrornen Kartoffeln gelegen hat⸗ ten, und denen der Waͤrmeſtoff zu ſtark entzo⸗ gen war. Denn mehrere zuverlaͤſſige Beobach⸗ ter haben mir die Bemerkung mitgetheilt, daß auf denjenigen Feldern oder Gartenſtuͤcken, die ſie mit Kartoffeln belegt hatten, welche in einem froſtſicheren Keller aufbewahret waren, durch⸗ aus kein Mißwachs und Zuruͤckbleiben zu ver⸗ ſpuͤren geweſen; welches hingegen auf denen eingetreten ſey, welche mit Kartoffeln aus einer Grube, worin der Froſt oben eingedrungen war, belegt waren. Dieſe Bemerkung iſt ſehr wichtig und giebt uns die Warnung, zur Saat beſtimmte Kartoffeln auf moͤglichſte Weiſe gegen große Kaͤlte, wenn ſie auch nicht bis zum voͤl⸗ ligen Erfrieren ginge, zu ſchuͤtzen. Es iſt zwar ſchon lange bekannt geweſen, daß die Stengel und Sproſſen der Kartoffeln, in die Erde gelegt, Wurzeln ſchluͤgen und Pflan⸗ zen hervorbraͤchten. Die Aufmerkſamkeit dar⸗ auf iſt aber beſonders durch einen Doctor Maunſell zu Limmerick in Irland, in einer der Dubliner Societaͤt 1794 uberſchickten Ab⸗ handlung, erreget worden; indem dieſe Socie⸗ taͤt des Doctors Vorſchlaͤge unterſuchte, und ſie ſo bewaͤhrt und nuͤtzlich fand, daß ſie ſolche durch ein Eirkular allen Landwirthen empfahl. Wie V Wie ſil die ſin ofeln⸗ terjuchte Sache thr vut erſpart die V rung, Unter gebt Prief ſton Nachr lier in King den K und m. und vol aber iih inn gelegen t fzu faark eng läſige Veab nitgetheit, atenſtuͤcken, i welche in ein et waren, dud ichleiben um gegen auf demn rtoffeln auzim en eingednme merkung iiſ ung, zur e ſte Weiſe i n. ekannt gett der Karnfft luͤgen und mwerkſamkeite h einen Am rland, in ir überſchickel dem dieſ Ei nerjucht, 1 d, daß ſi fi rrtben tupfil vini 3 t bis zum Wie ſich in den theuren Jahren in England auch die Kartoffeln ſo ſelten machten, iſt die Kar⸗ toffeln⸗Erziehung aus Sproſſen ſehr haͤufig verſucht, und ſehr bewaͤhrt gefunden. Dieſe Sache kann nicht nur an ſich in manchen Faͤllen ſehr nuͤtzlich ſeyn, und eine betruͤchtliche Saat⸗ erſparung bewirken, ſondern ſie giebt auch uͤber die Vegetation dieſer Pflanze wichtige Auffklaͤ⸗ rung, und verdient folglich Aufmerkſamkeit. Unter dem vielen, was daruͤber geſchrieben iſt, giebt ein der Dubliner Societaͤt mitgetheilter Brief von Thomas King, Eſg. von King⸗ ſton in der Grafſchaft Wicklow, die beſte Nachricht daruͤber, und ich theile deshalb ihn hier im Auszuge mit; zumal da dieſer Herr King ſich ſeit 30 Jahren mit Verſuchen uͤber den Kartoffelnbau im Großen beſchaͤftiget hat, und man ſeinen Ausſpruch daruͤber in England und Irland fuͤr entſcheidend haͤlt. „Ich habe Doctor Maunſells Abhand⸗ lung uͤber Kartoffeln mit großem Vergnuͤgen geleſen, die ſeinem Herzen und Verſtande viele Ehre macht, und ungeachtet ich in verſchiedenen von ſeinen Angaben und Berechnungen abwei⸗ che, erkenne ich ſein Verdienſt doch gern an. Da er wahrſcheinlich nie gehoͤrt hatte, daß ſchon Andere Kartoffeln aus Sproſſen erzogen haben, ſo iſt es, in Hinſicht ſeiner, allerdings eine neue Er⸗ — 360— Erfindung. Sie werden ſich aber erinnern, daß ich Ihnen ſchon vor etwa 22 Jahren einen Korb mit ſchoͤnen Kartoffeln ſchickte, die aus Sproſſen erzogen waren, mit dem Auftrage: ſie der Dubliner Societaͤt vorzulegen, wenn Sie die Sache wichtig genug hielten. Es ſind ſeitdem wenige Jahre verfloſſen, daß ich nicht mehr oder weniger Kartoffeln aus Sproſſen er⸗ zog, und meine Leute verfehlen nie, bey Oeff⸗ nung der Kartoffeln⸗Gruben im Fruͤhjahr alle Sproſſen abzunehmen und zu pflanzen. Meh⸗ rere meiner Nachbarn folgten mir, und ihre Arbeiter, die Anfangs daruͤber lachten, wur⸗ den, wie ſie die mit Sproſſen bepflanzten Rei⸗ hen von den uͤbrigen nicht unterſcheiden konn⸗ ten, von dem Nutzen dieſer Methode ſo uͤber⸗ zeugt, daß ſeitdem wol kein Jahr vergangen iſt, wo ſie hier nicht haͤufig in Ausuͤbung ge⸗ bracht waͤre.“ „So ſehr ich es billige, daß man alle Sproſſen in der Saatzeit ſammle; ſo zweifle ich doch, daß ſolche jemals die Pflanzkartoffeln voͤllig werden erſetzen und eine ſo berraͤchtliche Erſparung an Einlegekartoffeln bewirken koͤn⸗ nen. Doctor Maunſell ſelbſt hat gezeigt, und Jedermanns Erfahrung beweiſt es, daß beym Austreiben der Sproſſen die Kartoffel merklich geſchwaͤcht wird, und daß die Kartof⸗ feln feln ie tere 6 erhhin Wlich 9 o diells erhirtt oußm weilif ſen ſt umſtt ab, n das i ſo ut lbey n ſofen augenit V zwert ainer ausan grofßu yflat aug! ofe daß V Spl lln Ann mi, mit 4 1 V über erinnn, Jahren ain hickte, die a dem Aufttag⸗ zulegen, wa dlten. Czſi n, daß ih ii sus Syrnſea nrie, bey df im Frühjittal flanzen. N mir, und i lachten, w epflanzten ge ſcheiden kon thode ſo uͤbe ahr vergany Ausübung; daß man u nle; ſo zuet Pflanzkarvf ſo benͤch bewirken ih ſt hat guit weißt es, 1 die fari duß diebame fäh 1 1 8 feln in dem Verhaͤltniſſe abnehmen, wie meh⸗ rere Sproſſen austreiben, bis ſie endlich voͤllig erſchoͤpft, und zur Nahrung und Fortpflanzung gleich ungeſchickt werden. Man ſucht daher ſo viel moͤglich das Austreiben der Sproſſen zu verhindern, und wenn das nicht geſchehen kann, ſo laͤßt man die Sproſſen ſitzen und verbleichen; weil dies den Austrieb neuer Sproſ⸗ ſen verhuͤtet, beſonders wenn man ſie oft umſticht und trocken erhaͤlt. Bricht man ſie ab, ſo treiben gleich andere. Wenn man aber das Austreiben der Sproſſen nicht beguͤnſtiget, ſo werden die deſſenungeachtet ausgetriebenen bey weitem nicht zureichen, um alle Pflanzkar⸗ toffeln zu erſetzen. Denn auch die groͤßte und augenreichſte Kartoffel treibt nur einen oder zwey Schuͤſſe. Dagegen habe ich zuweilen von einer guten Kartoffel wol 32 gute Setzlinge ausgeſtochen; und im Durchſchnitt enthalten große Kartoffeln, die man allein zur Fort⸗ pflanzung waͤhlen ſollte, 8 bis 12 gute Setz⸗ augen. Dazu kommt, daß die Zeit des Kar⸗ toffelnlegens mehrentheils nur kurz iſt, und daß man in derſelben alſo nicht hinreichende Sproſſen hervorbringen kann.“[Die Gemah⸗ lin eines Lords theilte im 28ſten Bande der Annals of Agricult. ihre comparativen Verſuche mit, die ſie auf einer Flaͤche von 10 Aeckern mit Kartoffelnbau aus Sproſſen und auf die gewoͤhn⸗ — 362— gewoͤhnliche Art gemacht hat, und welche ſehr zum Vortheil der Sproſſen ausſielen; ſie fand, daß die Sproſſen ſich voͤllig gut erhielten, die in eine Grube gefallen und mit Erde bedeckt waren, und conſervirte ſeitdem ihre Sproſſen auf dieſe Weiſe.] „Die Ausſchuͤſſe der Kartoffeln, faͤhrt King fort, treiben aus ihrem erſten Gelenke Wurzeln, wenn ſie etwa drey Zoll lang ſind. So wie ſich dieſe Wurzeln bilden, vertrocknet der Theil, der zwiſchen dieſen Wurzeln und der Mutterkartoffel befindlich iſt, ſo daß die Pflanze keine Nahrung weiter durch dieſen Kanal zu er⸗ halten ſcheint. Dieſe Bemerkung, welche ich zufaͤllig machte, brachte mich zuerſt auf die Idee, Sproſſen zu pflanzen.“ „Was die beſte Bauart anbetrifft, ſo bin ich entſchieden der Meynung, daß die Reihen⸗ kultur alle andere uͤbertrifft. Indeſſen koͤnnen die Sproſſen nach alle den mannigfaltigen Ar⸗ ten gepflanzt werden, die bey den Setzkartof⸗ feln im Gebrauch ſind. Nur wuͤrde ich nicht, wie Doctor Maunſell, rathen, die Sproſ⸗ ſen in Stuͤcke zu ſchneiden, ſondern lieber ſie in groͤßerer Entfernung zu legen. Ich habe immer gefunden, daß es ſehr gut gieng, wenn man ſie horizontal in die Furche legte, und ſie auf ———:3:;˖·—— Abſta hen i weng vont neſi Reihen keigen ſeu on Arbe wenn thun die lent toff und welche ſ ielen; ſie fan rerhielten, d t Erde bedet ihre Spnſn toffeln, erſten 46 1 Zoll laug ſi den, verntiht zurzeln und aß die Pfim Kanal zut g, welche it auf die Iden etriff, ſo aß die Reiße adeſſen köm nigfaliig he den Setkann ürde ihh ni 1, die Ehmi dern liebe— 1. 36 h tgieng, ben legte, ond ſ auf auf eben die Weiſe bedeckte, wie Pflanzkartof⸗ feln bedeckt zu werden pflegen; ausgenommen wenn man ſie auf umgebrochenem Graslande bauet, in welchem Fall der Raſen, womit die Sprooſſe bedeckt wird, erſt klein geſtochen werden muß. Ich bin aber uͤberhaupt nicht fuͤr den Kartoffelnbau auf friſch umgebrochenem Gras⸗ lande.“ „Wenn kleine Leute die Sproſſen in Rei⸗ hen ſetzen wollen, ohne das Pferdehacken an⸗ wenden zu koͤnnen, ſo iſt der Zwiſchenraum von zwey Fuß zwiſchen den Reihen ganz ange⸗ meſſen; ſonſt aber empfehle ich einen weiteren Abſtand, und wuͤrde lieber die Sproſſen in den Reihen um deſto naͤher an einander legen. Auf keinem Fall aber halte ich es noͤthig, die Sproſ⸗ ſen aufrecht zu ſetzen; denn die Koſten und die Arbeit wuͤrden betraͤchtlich vermehrt werden, wenn man das bey einer großen Pflanzung thun wollte. Werden ſie der Laͤnge nach in die Furche gelegt, ſo treiben ſie aus ihren Ge⸗ lenken neue Schuͤſſe, und ſetzen da neue Kar⸗ toffeln an.“ „Ich habe haͤufig Kartoffeln und Sproſſen an demſelben Tage gelegt, und immer bemerkt, daß die Sproſſen um drey Wochen fruͤher her⸗ vorkamen als die Bollen, und ich bin uͤber⸗ zeugt, — 364— zeugt, daß erſtere eine eben ſo gute, wo nicht beſſere, Erndte hervorbringen und ſeltener aus⸗ bleiben werden.“ „Doctor Maunſell empfiehlt dieſe Bau⸗ art, um zwey Erndten von demſelben Boden zu erhalten. Aber ich bin aus Erfahrung uͤber⸗ zeugt, daß kein guter Wirth, der Land genug hat, je darauf fallen wird, zwey Kartoffeln⸗ Erndten in demſelben Jahre von demſelben Bo⸗ den zu nehmen. Aber der arme Mann, der auf einen kleinen Fleck beſchraͤnkt iſt, muß ihn benutzen wie er kann.“ „Doctor Maunſell ſagt, daß Kartoffeln aus dem Saamen nie vor dem dritten Jahre zur Vollkommenheit kaͤmen. Ich weiß, daß dies die allgemeine Meynung iſt, aber ich habe das Gegentheil bewieſen, da ich ſie ſchon im erſten Jahre zur Vollkommenheit brachte. Aber dazu gehoͤrt eine große Aufmerkſamkeit. Der Saa⸗ men muß in reichem warmen Boden in ganz flache Rillen geſaͤet, dann fruͤh ſorgfaͤltig ver⸗ pflanzt und ſehr fleißig behackt werden. Ich habe ſeit vielen Jahren keine andere Kar⸗ toffeln gebauet, als die urſpruͤnglich aus mei⸗ nen eigenen Kartofſelnbeeren herſtammten, und ich bin ſtolz genug, zu glauben, daß Niemand beſſere habe., Sie werden ſich erinnern, daß ich ih vei Arten ten bvolte nt Naßen augen! pflan⸗ ich uln wird Schri ſchieſ werdt ſonden paͤrnl ten, fen le, Feucht kraͤnd gebe in En Geß und! Yij von ein gute, wo üit d ſeltener au ehlt dieſe Ver nſelben Von rfahrung ihe⸗ der land gem wey Kartefil⸗ demſelbak⸗ me Mam, w t iſt, muß i aß Kartoßf teen Jahre zu i, daß die wich habe de ſchon im etſe e. Aber d t. Der Eu Boden in zu ſorgfäͤltig e ehackt wende te andere ſir nglich aisi tammten, u daß Niemm) rinnern, di ij — 365— ich vor etwa 18 Jahren zu gleicher Zeit 103 Arten von Kartoffeln hatte, die ich aus 3 Ar⸗ ten von Saamen erhielt.“ „Doctor Maunſell ſagt, es ſey ohne Nutzen, daß man die ausgeſchnittenen Setz⸗ augen eine Zeit lang liegen laſſe, bevor man ſie pflanzt. Ich bin verſchiedener Meynung, weil ich uͤberzeugt bin, daß kein Ausſchnitt ſproſſen wird, als bis er geheilet iſt. Wenn daher das Schneiden lange genug vor dem Einlegen ge⸗ ſchiehet, ſo daß der Schnitt heil oder trocken werden kann, ſo wird viele Zeit gewonnen, be⸗ ſonders wenn man ſich mit dem Pflanzen ver⸗ ſpaͤtet. Aber man muß ſehr ſorgfaͤltig verhuͤ⸗ ten, daß geſchnittene Kartoffeln nicht in Hau⸗ fen liegen, weil ſie ſich von der ausſchwitzenden Feuchtigkeit leicht erhitzen, und dann zuverlaͤſſig kraͤnkliche Staͤmme und eine ſchlechte Erndte geben.“ Ich habe ſchon oben erwaͤhnt, daß man es in England fuͤr ſo wichtig halte, die Kartoffeln⸗ Setzlinge unmittelbar mit Miſt zu umgeben, und daß man dann von einer kleinen Quaniitaͤt Miſt eine weit groͤßere Wirkung verſpuͤre, als von einer ungleich groͤßern, die gleichmaͤßig mit dem —-— 366— dem Boden gemiſcht iſt. Dies trifft jedoch nicht auf ſandigem Boden, ſondern nur auf mehr bindendem Lehm zu. Der Miſt wirkt hier wol mehr mechaniſch als chemiſch; indem er um die jungen Pflanzen den Boden offen und locker er⸗ haͤlt, und ihnen die Gelegenheit giebt, die Ran⸗ ken, an welchen ſich die jungen Kartoffeln an⸗ ſetzen, und die von den eigentlichen Wurzeln ganz verſchieden ſind, auszutreiben. Man for⸗ dert daher, daß es langer, ſtrohiger Stallmiſt, beſonders von Pferden und Schweinen, ſey. Man hat auch, ſtatt deſſelben, Stroh, Baum⸗ laub, Heide, Ginſter, Moos und Farrenkraut genommen, und verſichert, davon, wenn der Boden nicht ausgezehrt war, faſt gleiche Wir⸗ kung gehabt zu haben. Es hat zwar keinen Zweifel, daß eine andere mit dem Boden innig gemiſchte Duͤngung den Kartoffeln ſehr vor⸗ theilhaft ſey, und daß man in einem ſehr rei⸗ chen und dadurch gelockerten Boden dieſen lan⸗ gen Duͤnger entbehren koͤnne. Einige haben deshalb auch das Kartoffelnfeld zweymal, im Herbſte mit kurzem durchzupfluͤgenden und im Fruͤhjahre mit langem, in die Kartoffelnreihen zu legenden Duͤnger befahren. Wenn ein Kar⸗ tofſelnfeld im Herbſte ſo weit in Ordnung ge⸗ bracht werden kann, daß fuͤr das Fruͤhjahr nur noch die Saatfurche uͤbrig bleibt, ſo wird man, meines Erachtens, nichts beſſeres thun koͤnnen, als als dein ren und kein Ai des Fes Keeilei rehig ben lt anderdi ſdie E hat ge V derbr V Fraudi durch eint keinen bereie ſo we maaß der a V war, der K b iſe p ift edochi nur auf mi virkt hier m dem er um nund locker giebt die m Kartofehng tlchen uni den. Muſh higer Suaui ſchweinen, ſo Stroh, Vm ind Farrentm don, wenn ſt gleiche W t zwar kein n Boden im feeln ſehr we einem ſehrn oden dieſen Einige hi zweymal ggenden indi Kartofflrnit Wenn ein in Ordnutg s Frühjahr ſo wird ne es thun kinn 1 — 367— als den Stallmiſt vor Winter aufs Feld zu fah⸗ ren und auszubreiten; vorausgeſetzt, daß man kein Auswaͤſſern, wegen der abhaͤngigen Lage des Feldes, zu beſorgen hat. Die duͤngenden Theile durchdringen dann die Ackerkrume, der ſtrohige und minder aufloͤsliche Theil bleibt aber oben liegen, und kann dann auf eine oder die andere Weiſe bey dem Einlegen unmittelbar an die Setzlinge gebracht werden. Die Erfahrung hat gelehrt, daß der im Winter uͤber den Acker verbreitete Miſt demſelben eine vorzuͤgliche Fruchtbarkeit gebe, die ſich kaum anders als durch chemiſche Anziehung erklaͤren laͤßt. Die Meynungen ſind ſehr getheilt, ob die Kartoffel eine ſtark ausziehende erſchoͤpfende Frucht ſey, oder nicht. Es waͤre gegen alle Analogie, behaupten zu wollen, daß eine ſo eintraͤgliche, mehlreiche Frucht dem Boden gar keinen Nahrungsſtoff entziehe, oder gar ihn bereichere. Wenn man ſolche Angaben findet, ſo war die Rede vom Boden, der ein Ueber⸗ maaß von vegetabiliſchem Nahrungsſtoff hatte, der aber wahrſcheinlich durch Saͤure gebunden war, und der durch die fleißige Bearbeitung der Kartoffeln und durch erregte Gaͤhrung ge⸗ loͤſet wurde. Nur auf die Weiſe laſſen ſich ver⸗ — 358— verſchiedene Beobachtungen erklaͤren, wo altes aufgebrochenes feuchtes Gras⸗ und Moorland, nach ein⸗ oder zweymaliger Kartoffeln⸗Erndte, beſſere Fruͤchte wie ohne ſelbige getragen hat. Sonſt ſind die Kartoffeln gewiß ausziehend und koͤnnen nur vermoͤge ihrer Bearbeitung und der dadurch bewirkten Vertilgung des Unkrauts un⸗ ter die verbeſſernden Fruͤchte gezaͤhlt werden. Bey gleicher Duͤngung und bey gleichem Acker wird man allemal nach einer reinen gut bearbei⸗ teten Braache ſtaͤrkere Erndten, als nach Kar⸗ toffeln, erwarten koͤnnen. Faſt alle ſtimmen darin uͤberein, daß ſie auf das Wintergetreide, wenn es unmittelbar darauf folgt, einen nach⸗ theiligern Einfluß, wie auf Gerſte, haben; wenn ſie anders nicht in aufgebrochene Grasnarbe ge⸗ pflanzt waren; denn in dieſem Falle geben ſie haͤufig ſehr gutes Wintergetreide. Gerſte ge⸗ raͤth nach Kartoffeln vorzuͤglich, und dann be⸗ merkt man bey einer guten Fruchtfolge in den folgenden Saaten durchaus keinen Abſchlag, wenn man zu den Kartoffeln, wie geſche⸗ hen muß und vermoͤge des Kartof⸗ felbaues ſelbſt geſchehen kann, reich⸗ licher geduͤnget, hat als bey der Braache zu ge⸗ ſchehen pflegt. Denn dies iſt meines Exach⸗ tens eine unſtreitige und evident erwieſene Wahr⸗ heit, daß Kartoffeln, in der Wirihſchaft ver⸗ futtert, das Zweyfache an Duͤnger wiedergeben, was V was ſiet ttt ſi i duction ches abs diſſes e ſchwie haben: einen ſart el det Dri än nei ſäte d durch; Neihe vicht ſtehen lren, woſt und Moorlan, noffeln⸗Erni e getragen he auszehend m beitung und s Unkrauts w gezählt wende ey gleichen li inen gut benti⸗ —, als nach er aſt alle ſiinne Wintergere gt, einen ni haben; va Grasnarbe Fale geben; e. Gerſte und danl ruchtfolge in teinen Abſch vie geſce des Karii nkann u Braache zn jmeines bit erwitſeneD Winthſchafte ger iederget h was ſie dem Acker genommen haben; angeach⸗ tet ſie zur Nahrung des Viehes und zur Pro⸗ duction thieriſcher Subſtanzen ein Verraͤchtli⸗ ches abgaben. Wir werden auf den Erweis dieſes Satzes noch wieder zuruͤckkommen. Das Aufnehmen der Kartoffeln iſt ohne Zweifel die ſchwierigſte Sache bey dieſem Bau, die ihn unter manchen Verhaͤltniſſen ſehr be⸗ ſchraͤnken muß. Keine andere Frucht iſt ſo ſchwierig vom Felde abzubringen, und darin haben beſonders Kohl, Ruͤben und Runkeln einen großen Vorzug. Das Auspfluͤgen er⸗ ſpart einen Theil der Arbeit. Es kann bey der Drillkultur der Laͤnge nach geſchehen, indem ein tief geſtellter Pflug mit der Streichbretts⸗ ſeite dicht an einer Reihe angeſetzt und dieſe da⸗ durch herumgeworfen wird. Ich nehme eine Reihe um die andere, damit die nebenſtehende nicht uͤberſchuͤttet werde, und hohle dann die ſtehengebliebene nach, wenn die zuerſt aufge⸗ pfluͤgten Kartoffeln ſaͤmtlich aufgeleſen ſind. Ich laſſe Morgens etwa ſo viel aufpfluͤgen, als an dem Tage geſammelt werden koͤnnen. Das Meſſer wird dem Pfluge genommen; und es wird nicht eine einzige Kartoffel dabey verletzt. Andere haben, auch bey der Reihenkultur, das zr Band. Aa Aus⸗ — 370— Auspfluͤgen kreuzweiſe durch die Reihen beſſer gefunden, und laſſen die Kartoffeln unmittel⸗ bar durch die angeſtellten Sammler aufnehmen. Erfahrne Maͤnner ruͤhmen dieſe Methode, und ich darf alſo an ihrer Moͤglichkeit nicht zweifeln, ob ich ſie gleich nicht begreife. Pferde und Pflug koͤnnen in den hoch aufgepfluͤgten Reihen und Furchen, meines Erachtens, keinen ſteten Gang haben, und dann ſehe ich nicht wohl ein, wie der Pflug und die Sammler in gleichmaͤßi⸗ ger Arbeit erhalten werden koͤnnen, ohne daß eins aufs andere zu warten braucht. Bey mei⸗ ner Methode kann ein Pflug mit zwey Pferden in drey Stunden 20 Sammlern Arbeit genug auf den ganzen Tag geben. Indeſſen geſtehe ich gern, daß auch meine Methode, ſie auszupfluͤgen, manchen Aufent⸗ halt giebt. Man kann nicht ſo genau beſtim⸗ men, wie viel in einem Tage aufgeleſen wird. Kartoffeln die Nacht hindurch obenauf liegen zu laſſen, iſt des Reifs wegen gefaͤhrlich. Sind nun aber nicht genug aufgepfluͤgt, ſo muͤſſen die Pferde wieder herbeygeholt werden. Ueber⸗ dem aber wird das Sammlen durch Weiber und Kinder verrichtet, und wenn dieſe auf der Erde liegen und bey der Arbeit nicht etwas im Tact erhalten werden, ſo nehmen ſie ſich ungebuͤhr⸗ liche Zeit dazu. Gegen das Aufſtechen mit dem den Shn das Aun mehr he von W heber, in en Zin erausgi eer thut V nug zut bey raſ der te raͤchſte chen! ehuf d rit 1 fel wi gangl das K gepfla offeln gen de ooffeln Meyr ſchafte darnac welche and he Neihen beſe offln unwine leer aufneyma Meihode, m tricht zveiſ Pferde u) eplugten Rei as, keinen ſen h richt wogl ler in gleih ennen, ohni ucht. Beyn it zwey Pfede n Arbeit gm daß auch mei nanchen Aufe genau beſi⸗ aufgeleſen wi benauf liegen, fährlich. Ei gt, ſo müſni verden. lei urch Weiber eeſe auf der 9h it etvas in uu j ſic ungöih Auffch n den dem Spaten oder der Forke, fand ich jedoch das Aufpfluͤgen weit vortheilhafter. Nun⸗ mehr habe ich aber durch die Guͤte des Hrn. von Weyhe auf Eimke einen Kartoffeln⸗ Heber, in der Geſtalt einer Hacke mit zwey brei⸗ ten Zinken, erhalten, womit die Kartoffeln herausgehoben werden, und ſo, daß ein geuͤb⸗ ter thaͤtiger Arbeiter 10 bis 12 Sammlern ge⸗ nug zu thun geben kann. Die Arbeit geht da⸗ bey raſcher, weil Sammler und Hacker einan⸗ der treiben. Ich werde dieſes Inſtrument im naͤchſten Hefte der Abbildungen in Kupfer ſte⸗ chen laſſen. b Bey dem Kartoffelnbau im Großen und behuf der Viehfutterung muß man es uͤbrigens nicht ſo genau nehmen, und nicht jede Kartof⸗ fel mitnehmen wollen. Die kleinen bleiben ganz liegen. Wenn das Feld abgeſammlet und das Kraut abgefahren iſt, ſo wird es nochmals gepfluͤget und geegget. Iſt der Werth der Kar⸗ toffeln groß genug, um es zu bezahlen, ſo fol⸗ gen dem Pfluge einige Weiber, welche die Kar⸗ toffeln aufſammlen, die noch im Boden lagen. Mehrentheils wird es aber in großen Wirth⸗ ſchaften rathſamer ſeyn, erſt die Hammel und darnach die Schweine auf das Feld zu bringen, welche die Kartoffeln rein genug herausholen und benutzen werden. Es macht einen gar Aa 2 großen — 372— großen Unterſchied in den Koſten und der Zeit des Aufſammlens, ob man ſie mehr oder min⸗ der rein herausbringen will. Ich habe wol einmal erfahren, daß ziem⸗ lich viele Kartoffeln im folgenden Fruͤhjahre unter der Gerſte aufliefen; die Gerſte aber un⸗ terdruͤckte ſie ſo, daß ſie voͤllig ausgiengen, und ich habe nicht gefunden, daß ſie dieſer geſchadet haͤtten. Doctor Maunſell raͤth, dieſe Schuͤſſe aufzuziehen und ſie zum Legen zu benutzen; wo⸗ durch freilich eine betraͤchtliche Menge von Seh⸗ kartoffeln erſpart werden kann. Man muß beym Einfahren der Kartoffeln durchaus keine Saͤcke gebrauchen, weil dieſe bey einer Erndte faſt verloren gehen; ſie muͤſſen auf Wagen mit Koͤrben oder geſchloſſenen Lei⸗ tern, beſſer noch auf Stuͤrzkarren, die auf dem Felde ſtehen, geſchuͤttet werden; wozu ein be⸗ ſonderer Aufſchuͤtter, der den Weibern die Mol⸗ den, ſobald ſie voll ſind, abnimt, angeſtellt ſeyn muß, und der zugleich die Aufſicht uͤber die ganze Arbeit fuͤhren kann. Das Aufbewahren der Kartoffeln im Win⸗ ter ſtellen ſich Manche ſehr ſchwierig vor. Wenn man nicht beſondere Behaͤlter, eigens dazu ein⸗ gerichtete Keller, uͤber deren zweckmaͤßige und wenig SCroſt terig k Otte redt ſſan nit, jemlich ſſin ſchr zusgeſet niß dari die Kan langen lage de fen dat nun an Erde ſo daß geſchlag durch de Graben haben ii den halten nicht d we be welhhe waren ſten und dage enehr oderm ahren, daß i genden Frißg ie Gerſte abern Jausgiengen,n ſi dieſe gin rath, dieſeetiſ zu benußa u Menge uude * ten der Kartt hen, weil dieß gehen; ſe miͦ r geſchoſſenen! arren, die auffe den; woſu n Wäübern delt abnint, angi 1” e Jufſch it aroffeln in T wierig vor. Ar „eigens daßl zvetmnihien tuii — 373— wenig koſtſpielige Anlage ich an einem andern Orte reden werde, hat, ſo ſuchen ſich die Mei⸗ ſten mit Gruben zu behelfen. Dieſe muͤſſen ziemlich tief ſeyn, wenn ſie gegen den Froſt voͤl⸗ lig ſichern ſollen, und ſind dann leicht der Naͤſſe ausgeſetzt; zuweilen entſpinnt ſich ſogar Faͤul⸗ niß darin. Weit ſicherer geht man, wenn man die Kartoffeln auf einem freien Platze in einem langen dachfoͤrmigen Haufen auf einer Unter⸗ lage von Stroh zuſammenbringt, dieſen Hau⸗ fen dann einen Fuß dick mit Stroh belegt, und nun auf beyden Seiten des Haufens her die Erde ausſticht, und damit das Stroh belegt, ſo daß ein Fuß dick Erde, die mit Brettern feſt⸗ geſchlagen wird, das Ganze bedeckt. Dem durch das Ausſtechen der Erde entſtandenen Graben muß man einen Abzug geben. So haben ſich die Kartoffeln und andere Gewaͤchſe in den haͤrteſten Wintern voͤllig unverſehrt er⸗ halten; indem das Stroh, wenn der Wind es nicht durchziehen kann, alle Ableitung der Waͤr⸗ me verhuͤtet. In dem Winter 180½ drang der Froſt in alle Gruben ein, aber nicht in Haufen, welche auf die beſchriebene Weiſe angelegt waren. Daß — 374— Daß die Kartoffeln eine ſehr geſunde und nahrhafte Speiſe fuͤr Menſchen abgeben, koͤn⸗ nen wir, einiger erregten Zweifel ungeachtet, wol als ausgemacht annehmen. Indeſſen macht man ſich von ihrer Nahrhaftigkeit und von ihrer großen Nutzbarkeit zur Erhaltung einer groͤße⸗ ren Menſchenmenge oft noch zu geringe Be⸗ griffe, und ich halte es daher nicht fuͤr uͤber⸗ fläͤſſig, einige Bemerkungen der Britten hier⸗ uͤber mitzutheilen. Schon Adam Smith ſtellte die Wichtigkeit der Einfuͤhrung dieſer Frucht in Hinſicht auf Nationalwohlfahrt in ein helles Licht, und ſetzte ſie in der Nahrhaftigkeit, und dem dauernden Wohlgeſchmack, welchen die Menſchen daran finden, zunaͤchſt nach dem Weitzen, den ſie aber durch die viel groͤßere Production, welche ſie von einer Flaͤche Landes geben, ſehr weit uͤberwoͤgen.„Wenn wir auf Thatſachen Ruͤckſicht nehmen, ſagt er, ſo wer⸗ den uns dieſe zur hoͤchſten Ueberzeugung von der Vorzuͤglichkeit dieſes Nahrungsmittels fuͤhren; denn die ſtaͤrkſten Maͤnner und die bluͤhendſten Weiber findet man in Irland mehr als in ir⸗ gend einem Theile dieſer Koͤnigreiche, und der groͤßte Theil ihrer Nahrung beſtehet dort in Kartoffeln.“ Der Board of Agriculture hat uns durch ſeine Nachforſchungen, uͤber den Nutzen der Kartoffeln in dieſer Hinſicht, meh⸗ rere merkwuͤrdige Facta geliefert. Hr. Hayes be⸗ heantt toffänl Karto Frauf nach, dervie bey vo teerhall Kanti Nahr fäac halte gen, und die von ihre ferm Dura V zu ein zu ein eſehr geiinan den abgeben, Zveiſe ungeat n. Indeſſen m gkeit und bonit itung einer gi ch zu geringe her richt fir der Prite Adan dmi Einführung d nalwohlfahtti er Nahrhafit ſchmack, vit naͤchſt nach die viel gri er Fläche um „Wenn vit „ſagt er, ſr erzeugung tin nswittels fihn und die bläßent d mehr alsi nigreich, 3 1 b beſtehet de f Agrieulm ungen/ ihe 3 ſer hiſih n fert. hr 4 — 325— beantwortet in ſeinem Berichte uͤber den Kar⸗ toffelnbau in Irland die Frage: Wie viel Kartoffeln verzehrt ein Mann, ſeine Frau und vier Kinder, dem Gewichte nach, in einem Jahre, und was iſt die uͤbrige Nahrung, welche eine ſolche Familie dabey genießt?— folgendermaßen: „19 Stein Kartoffeln(ungefaͤhr 2 50 Pfd.) werden von einer ſolchen Familie in einer Woche verbraucht, jedoch nicht fuͤr die Menſchen allein⸗ ſondern auch fuͤr ihren Hund, fuͤr einiges Fe⸗ dervieh und fuͤr ein Ferkel, welches letztere da⸗ bey von 6 Schilling zu 20 Schilling Werth in⸗ nerhalb 6 Monaten zunimt. Auſſer dieſen Kartoffeln hat der arme Arbeiter wenig andere Nahrung, auſſer Buttermilch, die er zum Fruͤh⸗ ſtuͤck und Abendbrodt aus den Molkereyen er⸗ halten kann. Zu Mittage zeugen ſich diejeni⸗ gen, welche Kuͤhe haben, wol etwas Butter und ſuͤße Milch, hauptſaͤchlich aber Heringe, die an den Kuͤſten gefangen werden, und wo⸗ von ſie fuͤnf fuͤr 2 Pence haben koͤnnen. Wenn ihre Kartoffeln verzehrt ſind, ſo muͤſſen ſie Ha⸗ ſermehl kaufen, und ſie beduͤrfen davon im Durchſchnin 2 Centner in dieſer Zeit, welches zu einer Art von Budding gemacht wird, oder zu einem dicken Brey, den ſie Stirabout nennen. nennen. Sehr wenig wird zu Brodt verbacken, welches ſie blos in dieſer Zeit des Mittags eſſen, ob ſie gleich Kartoffeln bey weitem vorziehen wuͤrden, wenn ſie ſolche haben koͤnnten. Herr King berechnet die jaͤhrliche Conſumtion von Kartoffeln in einer ſolchen Familie auf 40 Ba⸗ rells(112 Centner), Doctor Maunſell auf 36 Barells, welches ungefaͤhr das iſt, was dieſe Kaͤthner auf dem Platze, den ſie bey ihren Haͤuſern haben, erziehen koͤnnen. Ein ein⸗ ſichtsvoller Herr, der durch ſeine Verbindungen in der Grafſchaft Waterford und andern vorzuͤglich Kartoffel⸗bauenden Diſtricten mir am beſten hieruͤber Nachricht geben konnte, hat mir folgende Bemerkung mitgetheilt. Die Nah⸗ rung von einem Pfunde guten hausbackenen Weitzenbrodtes kommt der von fuͤnf Pfund Kar⸗ toffeln gleich. Herr Braughall hat ſeit langer Zeit bemerkt, daß man das Gewicht, was ein Schillingsbrodt in Dublin eben hat, an Kartoffeln immer fuͤnffach fuͤr denſelben Preis haben koͤnne. Steigen die Kartoffeln uͤber die⸗ ſen Preis, ſo kauft ſie der gemeine Mann nicht, ſo gern er ſie auch ißt, weil ihn die Erfahrung ſeit langer Zeit gelehrt hat, das wohlfeilſte Nahrungsmittel auszuwaͤhlen. Auf dem Lande werden indeſſen in Irland, dem Gewichte nach, gewiß mehr als fuͤnfmal ſo viel Karroffeln ver⸗ zehrt, wie an Brodt noͤthig waͤre, weil, wie ich ich oben Lundet ißt nur und das den dad berzehr ſhſe ten, we vorbey dern gebraꝛ dieſen Jugen ſaer! anſerer — Juodt verbit 8s Nitugs c wiiem ourziet banten. Ha onſumädn de nile auf oà Naurſella hr das iſt, m den ſie beyin unen. En ar ine Verbindnm erd und anha diſtricten min en konnte,9 eilt. Die M hausbacken ünf Pfund K⸗ ghall hat ſt an das Gewih glin eben hat⸗ denſelben hi rroffeln iber eine Mann iit en die Erfahmn das wohlin Auf dem lit n Gewicht v el Karwfellw 3 nel, n 1 ich oben bemerkt habe, Federvieh, Ferkel und Hunde ihren Antheil bekommen. Die Familie ißt nur die geſundeſten und beſten Kartoffeln, und das uͤbrige erhaͤlt das Vieh. Auch wer⸗ den dadurch mehr Kartoffeln, wie noͤthig ſind, verzehrt, daß man den kleinen Kindern erlaubt, ſich ſo viele Kartoffeln in der Torfaſche zu bra⸗ ten, wie ſie wollen. Vor jeder Huͤtte, wo man vorbey faͤhrt, wird man eine Gruppe von Kin⸗ dern an die Thuͤr laufen ſehen, die jedes eine gebratene Kartoffel in der Hand haben, und dieſem Ueberfluß von geſunder Nahrung in der Jugend, ſchreibt man die ſtarke Geſundheit un⸗ ſerer Landleute, und die ſtarke Bevoͤlkerung unſerer Grafſchaft zu.“ Noch fuͤhre ich folgende Stellen aus den Berichten aus Schottland an: „Im Forfar haͤlt man dieſe Wurzel hauptſaͤchlich deshalb ſo wichtig, weil ſie im Julius vor der Kornerndte das Hauptnahrungs⸗ mittel ausmacht, in welcher Hinſicht eine fruͤh⸗ zeitige Kartoffelnerndte ſo wichtig iſt.“ Report of Forfar, p. 14. „In den Hochlanden ſind die Kartoffeln das Hauptnahrungsmittel des gemeinen Volks ge⸗ — 328— geworden, und werden als ein Segen Gottes betrachtet, indem ſie mehrere Male vor Hun⸗ gersnoth geſchuͤtzt haben, die vor der Einfuͤh⸗ rung dieſer unſchaͤtzbaren Wurzel haͤufig war.“ R. of central Highlands, p. 21. „Es wuͤrde ſchwer zu berechnen ſeyn, wie ſehr der Bau dieſer Pflanze in den Hebriden das Ackerland verbeſſert und den Zuſtand der armen Einwohner geboben hat.“ R. of He- brides, p. 70. „In Oſt⸗Lothian machen ſie den drit⸗ ten Theil der Nahrung des Volks von Anfange Auguſts bis Ende May aus. R. of East- Lothian, p. 79. „Sie iſt das wichtigſte Gewaͤchs in Perth⸗ und giebt von einem Acker mehr Nahrung wie irgend eine bekannte Pflanze.“. of Perth, p. 40. „In Banff iſt die Einfuͤhrung der Kar⸗ toffeln ohne Zweifel die wichtigſte Verbeſſerung, die hierher gelangt iſt; waͤre ihr Anbau hier nicht allgemein, ſo wuͤrden wahrſcheinlich man⸗ che Einwohner vor Hunger geſtorben ſeyn.“ R. of Banff, p. 18. „Unter allen Wohlthaten, welche die ge⸗ ringere Volksklaſſe in Ayrſhire im verwi⸗ chenen henen wein V Kolt n Segen dite Nale bor he bor der Einfh dl hinig va P. 2u. echnen ſeyn, u den Hebtiden den Zuſtnd d t.“ Küe hen ſie den i ls von Auſw R. of IM chs in Per⸗ z—r Nahrungr R. of Pen. üͤhrung der ſie Verbeſern ihr Aaba k urſcheinlihn geſtotben ſſt „walhe di hire in bert heue — 379— chenen Jahrhundert erhalten hat, iſt der allge⸗ mein eingefuͤhrte Kartoffelnbau die wichtigſte.“ HR. of Ayrshire, p. 26. Doch ich will mit der Anfuͤhrung gleichlau⸗ tender Berichte aufhoͤren, und nur noch dieſes anfuͤhren: daß man in Lancaſhire und Ches⸗ ſhire allgemein uͤberzeugt iſt, daß der große Mannfactur⸗ und Gewerbe⸗Betrrieb ſich ledig⸗ lich auf den Kartoffelnbau gruͤnde, und daß jene gar nicht in dem Maße wuͤrden beſtehen koͤnnen, wenn Kartoffelnbau nicht daſelbſt ſo ſtark eingefuͤhrt waͤre. Gegen ſolche Erfahrungen im Großen muͤſ⸗ ſen doch wol alle theoretiſche, hinter dem Schreibtiſche ausgebruͤtete Chimaͤren uͤber die phyſiſche, moraliſche und politiſche Schaͤdlich⸗ keit, der Kartoffeln wegfallen! Der Haupteinwurf gegen die weitere Aus⸗ dehnung des Kartoffelnbaues iſt die Schwierig⸗ keit, ſie aufzubewahren, zu verfahren und in der Entfernung von Staͤdten zu verkaufen. Ich gebe allerdings zu, daß dies in manchen Faͤllen davon abſchrecken kann. Haͤtten wir aber die mannigfaltigen Benutzungen der Kartoffeln, ſo wie die des Getreides, kennen gelernt, und Maſchinen und Muͤhlen zu ihrer Bereitung ein⸗ gerich⸗ — 380— gerichtet, ſo wuͤrde dieſer Einwurf wegfallen. Man hat ſie auf Malz⸗ und Hopfendarren ge⸗ trocknet, und ſie ſo weite Seereiſen machen laſſen, da ſie ſich dann in jedem Clima ſehr gut gehalten haben, woruͤber man in dem Anhange zum Report of Kent eine ausfuͤhrliche Cor⸗ reſpondenz ſindet. Auch das von dieſen getrock⸗ neten Kartoſſeln bereitete Mehl iſt, ſo lange man es aufbewahrt hat, unverdorben geblie⸗ ben, und har die Paſſage unter der Linie beſſer wie Weitzenmehl ausgehalten. Im vorigen Winter ließ bey uns der Hr. Amtmann Frank zu Fallersleben erfrorne Kartoffeln trocknen und zu Mehl machen, welches in mancher Hinſicht dem feinſten Weitzenmehle nichts nachgab. Ich ſage: in mancher Hinſicht, denn Brodt bringt man aus bloßem Kartoffelnmehl ſchwer zu Stan⸗ de, obwol es, mit gleichen Theilen Weitzenmehl vermiſcht, voͤllig ſo gutes Brodt wie reines Weitzenmehl giebt. Zu allen uͤbrigen Mehl⸗ ſpeiſen aber kann es dem Weitzenmehle vollkom⸗ men ſubſtituirt werden. Daß man eine ſehr gute Staͤrke aus den Kartoffeln bereiten koͤnne, iſt in Teutſchland genug bekannt. Und ſo auch, daß man ſehr guten Branntewein daraus erhal⸗ te, der ſchon ſeit laͤngerer Zeit in Franken und Schwaben in betraͤchtlicher Menge daraus ge⸗ brannt worden iſt. Eine Miſchung aus Kar⸗ toffeln und Runkeln iſt beſonders zum Brannte⸗ wein⸗ weinb Karto ken, i ausgef zwechn feln zu —,——— Nan ticht fen. b 12⁰ ane 100 Pec tier Teil Mehl Getre V 1⁰⁰⁰ gen Nal laͤßt volk ſelb heb Nai vvotf wegfüln oyfendarnn p Kereiſen mache üma ſeht g in dem Anhang usführüiche de mn dieſen gerni dl it, ſo luf berdorben gü der linie iſe Im dyign ntmann Fra In trocknen w rancher Hinſt nachgab. I Brodt brin ſchwer zu En en Weitzenn odt wie rei übrigen Me nmehle bollm man eine ſh bereiten im . Und ſo a n daraus e in Fraukna enge daraus ge hung aus der s zum Trann 11 weinbrennen geeignet. Brodt aus geriebenen Kartoffeln mit Rockenmehl vermiſcht zum Bak⸗ ken, iſt bey uns eine ſehr bekannte und haͤufig ausgefuͤhrte Sache. Es gehoͤren nur gute und zweckmaͤßige Werkzeuge dazu, um die Kartof⸗ feln zu dieſen Zwecken vortheilhaft zu benutzen. Man hat dieſe auch erfunden, aber es iſt hier nicht der Ort, in die Technologie auszuſchwei⸗ fen. Ich will nur dies bemerken, daß, wenn 12000 Pfund Kartoffeln von einem Morgen eine ziemlich gewoͤhnliche Erndte ſind, und 100 Theile Kartoffeln, dem Gewichte nach, Pearſons, Dundonalds und Parmen⸗ tiers Unterſuchungen zu Folge, 28 bis 32 Theile Mehl enthalten, ein Morgen 3600 Pfd. Mehl giebt; wogegen es ſchon eine ſehr gute Getreide⸗Erndte ſeyn muß, wenn der Morgen 1000 Pfund Getreide geben ſoll. Ein Mor⸗ gen Kartoffeln giebt demnach ſo viel menſchliche Nahrung, wie 32½ Morgen Getreide, und es laͤßt ſich alſo natuͤrlich erklaͤren, daß in den volkreichſten Gegenden der Kartoffelnbau ſich ſelbſt auf Koſten des Getreidebaues hebt und heben muß, daß es aber, unter allen laͤcherlichen Raiſonnements uͤber Getreide⸗Theurung, das laͤcherlichſte ſey, wenn man ſie dem zunehmen⸗ den Kartoffelnbau, der ſo viel Getreide erſpart, zuſchreibt. Unſere — 382— Unſere Hauptruͤckſicht aber, die wir bey dem Kartoffelnbau im Großen nehmen, iſt: die Viehfutterung und der dadurch wieder er⸗ zeugte und dem Acker zuruͤckgegebene Duͤnger. In Anſehung der Vortheilhaftigkeit der Kar⸗ toffeln zu dieſem Zweck, ſind die Meynungen in England ſelbſt nicht einſtimmig. Denn ſo ſehr Einige den damit gemachten Vortheil ruͤh⸗ men, ſo verſichern Andere, Schaden dabey ge⸗ habt zu haben. Beyde haben Recht; denn es kömmt nur darauf an, wie man ſeine Rechnung ſtellt, und nach den Ortsverhaͤltniſſen ſtellen muß. Wo man ſeine Kartoffeln zur menſchli⸗ chen Nahrung gut verkaufen kann, oder doch den Preis dafür annimt, den ſie zu dieſem Be⸗ huf auf dem Markte gelten, da wird ſich bey der Viehfutterung mit Kartoffeln ſo wenig, wie bey der mit reinen Koͤrnern, Vortheil ergeben. Da aber der Landwirth, der Kartoffelnbau im Großen treibt, ſie mehrentheils nicht verkaufen kann; ſo muß er den Werth davon nach dem berechnen, was ſie ihm wirklich koſten. Dies wird dem Nominal⸗Werthe nach, je nachdem die Arbeitspreiſe ſind, verſchieden ſeyn, und die Berechnungen des Einen koͤnnen nicht fuͤr den Andern paſſen. Wir wollen aber die Ar⸗ beiten betrachten, die etwa ſechs Magdeburger Morgen erfordern, ſammt der Quantitaͤt des Miſtes und der Einlage; und dann einem Jeden uͤber⸗ iberlaf hälriſ 3cj lehwige rrglch ii d , die wit tehmen, f uuch wieder a gebene dange, igkeit der Fo die Meznung wig., Dem en Vorthel ii chaden dabe Recht; dwes n ſeine Reihun häͤltniſſen ſi Un zur meii ann, oder ii e zu dieſem a wird ſich! ſo wenig, t oriheil erge artoffelnbaui richt verkmi daoon nach dlr koſten. A ach, je nahh eden ſemn, u können nictſ len aber ieh s Magdebu er Quanttt aun eiten i ihw —— 383 uͤberlaſſen, den Geldpreis nach ſeinem Ver⸗ haͤltniſſe hinzuzufuͤgen. Ich waͤhle diejenige Bauart, welche auf lehmigem Boden die vortheilhafteſte und ein⸗ träͤglichſte zu ſeyn ſcheint, auf 6 Morgen Landes, weil die Arbeit darin am beſten tageweiſe auf⸗ gehet. Das Land im Herbſt zu pfluͤgen, zu eggen und mit Waſſerfur⸗ chen zu verſehen.. Im Fruͤhjahr ins Kreuz zu pfluͤ⸗ gen oder zu hacken und wieder zu eggen... Das Land in Zofuͤßige Beete ab⸗ zuſtecken, und ſolche durch ge⸗ zogene Waſſerfurchen mit ei⸗ nem doppelten Streichbretts⸗ pfluge zu bezeichnen, womit ein Aufſeher, zwey Kettenzie⸗ her, ein Pflugmann und zwey Pferde hoͤchſtens zwey Stun⸗ den beſchaͤftigt ſeyn werden 8000 Pfund oder 4 viefſpaͤn⸗ nige Fuder langen Stallmiſt auf den Morgen, den ich als Tagearbeiten Fr 88 8 F 3s 8 7 3 ½ 0 7 33 0 1 4 1½ o auſſer⸗ 4 Tagearbeiten für auſſerordentliche Zugabe zu † p.A. demjenigen Miſte— den das 2 3 25 Feld als Braͤache erfordern: 8 r dee wuͤrde, und der nicht den Kar⸗ ſch toffeln, ſondern den kuͤnftigen zuf Fruͤchten zu gut koͤmmt, und A am beſten ſchon im Herbſt auf⸗ de gefahren und untergepfluͤgt V 9 worden— betrachte, und den(Ddas Kartoffeln allein zur Laſt ſchreibe. 24 Fuder Miſt aufzufahren und 7 ihn in der Mitte eines jeden Du Beets in kleine Haͤufchen ab⸗ 4 zuſtoßen... 12 6 1 Furchen auf drey Fuß Entfernung 1 mit dem doppelten Streich⸗ 8 brettspfluge zu ziehen(2 Men⸗„ ſchen und 2 Pferde 2 Tage) 4 4 d8 8 Weiber, welche die Setzlinge V einlegen, zwey Tage o 0o 16 6 Maͤnner, welche den Miſt mit V Zu Forken uͤber die Setzlinge in den Furchen herlegen, zwey V Tage.„ 0 12 V Tageattie Tagearbeiten * a M. 5s p. Morgen 6 Scheffel Setzkartof⸗ 5 8 8 18 3 5 feln= 36 Scheffel. F 28 35 ? Dieſe, 14 Tage vorher, zu zer⸗ ar. ſchneiden oder die Augen aus⸗ gen zuſtechen.(Wuͤrde durch den nd Abfall der Kartoffeln, beſon⸗ uf⸗ ders im letztern Fall, wol ver⸗ ügt guͤtet)... 0 9 6 den Das Feld mit einer Egge zu uͤber⸗ af ziehen, um die Furchen zuzu⸗ machen,— zwey Pferde u. ein 1d Mann, Tag.. 1 47 0 1 Das Feld vor dem Auflaufen der — Kartoffeln mit dem Exſtirpa⸗ 12 5 tor zu uͤberziehen und wieder ng zu eggen,— zwey Pferde, ein h⸗ Mann, 1 ½ Tag.. 3 I o en⸗ Die Reihen zum erſten Male mit 4 einem Schaufelpfluge zu durch⸗ ng ziehen,— ein Pferd, ein Mann, 0 11 ein Junge, einen agg. 1 1 ni Zum erſten Male zu pferdehacken; 1 ein Pferd, ein Mann, ein Jun⸗ 19 ge, einen Tag. 1 1 I 2 11 Zum zweyten Male desgleichen 1 1 1 zr Band. B b Zum — 386— Zum dritten Male mit dem dop⸗ pelten Streichbrettspfluge hoch anzupfluͤgen; zwey Pferde und zwey Maͤnner, einen Tag Einiges in den Reihen aufgeſchla⸗ gene Unkraut auszureiſſen, 6 Weiber einen Tag, welches aber nicht um der Kartoffeln willen, ſondern um die Beſaa⸗ mung des Unkrauts zu verhuͤ⸗ ten, noͤthig iſt; jenen alſo nicht wohl zur Laſt geſchrieben werden kann.. Das Aufnehmen, welches ein je⸗ der am beſten p. Scheffel⸗Er⸗ trag berechnen kann, dann aber bey dieſer Bauart immer betraͤchtlich geringer, als bey einer andern zu ſtehen kom⸗ men wird... Das Abfahren.. Das Reinigen von Erde und Ab⸗ ſondern der kleinen Kartoffeln, welches am beſten durch ein weites Erdſieb, deſſen man ſich Tagearbeiten für —,— ᷣ = 28* 5 5 2 2 0 0 0 6 4 2 160 2 0 Ire cact SIIUGE= aeAuεα‿ε Tagearbeiten fuͤr ———— . g. 2. 298 2 ſich zu Bereitung der Miſt⸗ 5 8⁸ 5 E beet⸗ und Blumentopf⸗Erde S bedient, geſchehen kann o 6 0 Das Aufbewahren.„ o ro 0 47 57 191 Ich habe die Arbeitszeit ſo berechnet, daß man vollkommen damit ausreichen kann, ohne Anſtrengung zu brauchen. Man wird fuͤglich bey mehrerer Uebung einen Morgen mehr be⸗ ſchicken koͤnnen, wenn die Witterung den Bo⸗ den muͤrbe erhaͤlt. Da ich den Ertrag eines Morgens bey die⸗ ſer Methode im Durchſchnitt mit Sicherheit auf 140 Scheffel anſchlagen darf, ſo wird der Scheffel, bey gewoͤhnlichem Anſatze der Pferde⸗ und Menſchenarbeit, in Anſehung dieſer, auf 1½ Ggr., überhaupt auf 2 Ggr. zu ſtehen kom⸗ men. Wir wollen indeſſen, um gewiß nicht zu geringe zu rechnen, und Riſico mit anzuſchla⸗ gen, 2 ½ Ggr. annehmen. Den Landzins ſchlage ich nicht an, da die Kartoffeln die Stelle der Braache vertreten, und ihnen, fuͤr die voͤllige Vorbereitung und gruͤndliche Reinigung des Ackers vom Unkraut, die Koſten des Sommer⸗ pfluͤgens der Braache zu gut gerechnet werden Bb 2 muͤßten. — 3335— muͤßten. Vielweniger darf man dem Kartoffeln⸗ acker den Ertrag einer andern Erndte zur Laſt rechnen, die man ſtatt derſelben moͤglicher Weiſe haͤtte nehmen koͤnnen. Denn die Kartoffeln und andere Gewaͤchſe dieſer Art werden nur dann gebauet, wenn es noͤthig iſt, die Acker⸗ krume zum Bau dichterer Saaten durch fleißige Bearbeitung vorzubereiten, und wenn eine an⸗ dere Saat von ſchlechtem und mißlichem Ertra⸗ ge ſeyn und den Acker voͤllig verwildern wuͤrde. Indeſſen iſt es gewiß, daß bey dem Kar⸗ toffelnbau die Arbeit den uͤberwiegenden Theil des Aufwandes ausmacht, mehr wie bey irgend einer andern Feldfrucht, und daß dieſer Bau bey dem Naturalzehnten nirgends beſtehen wird; weil dieſe Abgabe dier faſt ganz auf Ar⸗ beit und Induſtrie ruhet. Wenn daher ein Staat dieſe wichtige, ſo vielen Unterhalt gewaͤh⸗ rende Production uͤber die Braachfelder verbrei⸗ ten will; ſo iſt es unumgaͤnglich noͤthig, den Naturalzehnten bey Kartoffeln und aͤhnlichen Fruͤchten in eine maͤßige beſtimmte Abgabe zu verwandeln, die immer dem Zehntherrn vor⸗ theilhafter wie leere Braache, aber fuͤr den An⸗ bauer nicht druͤckend ſeyn darf. Die Geſetzge⸗ bung ſey aber ſo klar, daß keine den Sinn ver⸗ aͤndernde Auslegung der Worte moͤglich bleibe, weil bey den meiſten Rechtsgelehrten das Prin⸗ cipium, zeigt liche 1 udem Kartf Erndte zu en mi gicerd in die Kantoft Au werden! hig ii, de! aaten durch ſi und wenn iiee d wißlichen or verwidder rin daß bey dn erwiegenda! er wie beyin ad daß dieſt nirgends bei faſt ganz auf Wenn daha Uuerhaltgu raachfelder nglich nüthi en und dirle finmte Ahrt n gehnthem 14 für dnb . De eſir 1 den Emnee r mäͤlih dlehrun das h i chi hn. — 589— cipium, alle den Zehnten betreffende Verord⸗ nungen zum moͤglichſten Vortheil des Zehntbe⸗ rechtigten zu erklaͤren, noch immer beſteht. Nachdem wir die Koſten der Kartoffeln oder ihren Productionswerth ausgemittelt ha⸗ ben, muͤſſen wir unterſuchen, was ihr Werth in der Conſumtion oder Benutzung ſey. Nach Parmentiers, Dundonalds und Pearſons Verſuchen trockneten die Kar⸗ toffeln, in duͤnne Scheiben zerſchnitten, in der Hitze des Waſſerbades auf 32 bis 28 Theile von 10o ein; enthielten alſo 68 bis 72 Theile Waſſer. Es blieb alsdann eine harte bruͤchige Subſtanz uͤbrig, die ſich zu Mehl pulvern ließ, und vollkommen wie Mehl verhielt. Ein gleiches Reſultat gab die Unterſuchung der geriebenen friſchen Kartoffeln in Waſſer. 7000 Gran geriebene Kartoffeln wurden mit 4 Quartier Regenwaſſer gemiſcht. Nachdem ſie 24 Stunden unter haͤufigem Umruͤhren mace⸗ rirt waren, ward die helle, dunkelbraune Fluͤſ⸗ ſigkeit, welche den eigenthuͤmlichen Kartoffeln⸗ geſchmack hatte, und weder Säure noch Alkali zeigte, abgegoſſen, und hinterließ eine betraͤcht⸗ liche Menge von einer zuſammengeſetzten faden⸗ artigen Subſtanz, und einen Riederſchlag eines weißen, — 390— weißen, ſanften Pulvers. Dieſes Praͤcipitat und die fadenartige Subſtanz wurden wieder⸗ holt mit friſchem Waſſer ausgewaſchen, bis der Abguß oollig geſchmack⸗ und geruchlos war. Die ſadenartige Subſtanz und der weiße Nie⸗ derſchlag wurden mit Waſſer vermiſcht, durch ein feines Haarſieb gegeben, da das Waſſer dann den feinen, weißen Niederſchlag mit durchnahm und die fadenartige Materie zuruͤck⸗ ließ. Nachdem der weiße Niederſchlag geſamm⸗ let und getrocknet war, wog er 1050 Gran. Er hatte die auffallendſte und vollkommenſte Gleichheit mit dem Staͤrkmehl des Weitzens, und gab mit kochendem Waſſer einen durchſich⸗ tigen Gallert. Die fadenartige Subſtanz, wel⸗ che im Siebe zuruͤckblieb, bildete beym Trocknen kleine, harte, bruͤchige, irregulaͤre Theile, die 600 Gran an Gewicht betrugen. Der abge⸗ dampfte braune Abguß hinterließ ein Extract, welches einen ſtrengen Geruch von Kartoffeln, und etwas Brandiges hatte. Es hatte einen geringen ſalzigen Geſchmack, verrieth aber we⸗ der Saͤure noch Alkali. Das Ganze des Ex⸗ tracts oder aufloͤslichen Schleims von 7000 Gran Kartoffeln wog 350 bis 400 Gran. In 100 Theilen Kartoffeln ſind alſo ent⸗ halten: Waſſer —C—Q·Q·—— 4 cari und d ket ha dieſer haſtg finde rer nbil keit griß trag ſtoff dem den, in d 7 diſes Präähu vurden wied ewaſchen, bis d gerachlos wa d der weße vermiſcht, dan da das W Nidderſchag n ge Materiezeit derſchlag geinn⸗ er 1050 dn nd vollkonnni hl des Waie einen durtſt e Subſtanz beym Troch ulare Theile gen. Der dt lließ ein Em h von Karnftt Es hatt in verrieth aberr s Ganze da ſeims von lar 5400 Grnn. ein ſind aſt e Paſe 391 Waſſer„. 68 bis 72 Mehl 2 2 32— 28 1 100 100 Das Mehl beſtehet aus drey verſchiedenen Be⸗ ſtandtheilen:„. Staͤrke oder Satzmehl b 17 bis 15 Fadenartiger Stoff, 9— 83 CExtractioſtoff oder aufloͤs⸗ licher Schleim. 6— 5 32 28 Denjenigen beſonderen Stoff, welchen Bec⸗ cari zuerſt aus dem Weitzenmehle darſtellte, und der mit dem thieriſchen Leim viele Aehnlich⸗ keit hat, enthaͤlt das Kartoffelnmehl nicht, und dieſerhalb haben ihm mehrere eine gleiche Rahr⸗ haftigkeit abſprechen wollen. Aber dieſen Leim finden wir eben ſo wenig in dem Mehle ande⸗ rer Getreidearten, und ſo vielen anderen vege⸗ tabiliſchen Subſtanzen, von deren Nahrhaftig⸗ keit Jedermann uͤberzeugt iſt. Er kann zur groͤßeren Nahrhaftigkeit des Weitzens etwas bey⸗ tragen, aber der vorzuͤglichſte Nahrungs⸗ ſtoff iſt er nicht, weil die Thiere, welche mit dem Abfall der Staͤrkemachereyen gemaͤſtet wer⸗ den, und nach Gefallen davon erhalten, nicht in deinſelben Verhaͤltniſſe zunehmen, wie die, welche Korn erhalten. Das Staͤrke⸗ oder Satz⸗ mehl — 392— mehl iſt ohne Zweifel der naͤhrendſte Theil aller Vegetabilien, und von dieſem enthaͤlt die von ihren waͤſſrigen Theilen bis zur Mehltrockenheit befreyete Kartoffel ſo viel, wie das Mehl ir⸗ gend eines andern Getreides; und wenn ſolches dem Weitzenmehle in der Nahrhaftigkeit nicht gleichkommen ſollte, ſo ſtehet es doch dem Rocken⸗ oder Hafermehl zum wenigſten nicht nach. Wenn nun alſo 100 Pfund Kartoffeln 30 Pfund mehligte Subſtanz— mehr oder minder nach Verhaͤltniß ihrer Guͤte— geben, und ein Scheffel Kartoffeln, auf die gewoͤhn⸗ liche Weiſe gemeſſen, 100 Pfund wiegt, ſo wird man nach dem Gewichte des von einer Getreideart zu erwartenden ſtark ausgemahle⸗ nen Mehls das Verhaͤltniß der Kartoffeln zu dieſem Getreide, in Hinſicht der Nahrhaftig⸗ keit, leicht ausmitteln koͤnnen. Dadurch, daß die Kartoffeln mit Waſſer und Extractivſtoff natuͤr⸗ lich gemiſcht ſind, verlieren ſie, bloß auf ihre mehligten Theile Ruͤckſicht genommen, in ihrer Nahrhaftigkeit gewiß nicht; werden vielmehr dadurch verdaulicher, und befinden ſich von Na⸗ tur ſchon in demjenigen Zuſtande, zu welchem wir das Getreide durch das Brodtbacken erſt bringen muͤſſen. Um indeſſen mehr zuzugeben als noͤthig iſt, will ich nur annehmen, daß die aufgetrocknete mehligte Subſtanz der Kartof⸗ feln dem rohen Getreide mit ſammt ſeiner Kleye Kleye fel No — teniſte Thellit euthäͤlt die ie r Nehl ratai nie das Mehli und wenn ſe 6 airhaſtigkeit i het es doch w m werigſten it Pfund Katufe 3— weir ae r Güte— in auf die gem Pfund wieg, e des von in ek ausgem er Kartoffeln der Nahrhaf Dadurch, daß wactioſtoff nut ie, bloß auf h ommen, ini werden ditlnt nden ſich orn ande, zu welh Brodtbacken 1 mehr mun nehmen, Rin kanz der ſar 1 ni ſanmt ſin gl Milchkuͤhe angeſtellt. — 393— Kleye gleichkommen ſoll. Wenn alſo ein Schef⸗ fel Rocken 84 Pfund, ein Scheffel große Ger⸗ ſte 76 Pfund, und ein Scheffel Hafer 52 Pfund wiegt, ſo kommen: 2½ Schfl. Kartoſfaln= 1 Schfl. Rocken, 14½——= 1— KHafer gleich. Bey dieſer Berechnung bin ich uͤberzeugt, den Werth guter mehlreicher Kartoffeln eher zu geringe als zu hoch angeſchlagen zu haben, und ſie werden bey der Viehfutterung mindeſtens in dieſem Verhaͤltniſſe mit den Koͤrnern ſtehen. Wir wollen in der Folge einige von den Englaͤndern angeſtellete Beobachtungen uͤber das Verhaͤltniß verſchiedener Futterungsmittel bey der Maſtung genauer unterſuchen, aus wel⸗ chen ſich dann auch ergeben wird, wie ſich Kar⸗ toffeln gegen Heu verhalten. In den Jahren 1788 bis 1796 habe ich, um meinen Milch⸗ ertrag von 8 bis 16 Stuͤck ſchweren Marſch⸗ kuͤhen, im Winter beſonders, wo die Milch hier ſehr geſucht wird, aufs hoͤchſte zu treiben, viele Bemerkungen uͤber die Futterung der Ganz beſtimmte Reſul⸗ tate geben ſie zwar einzeln nicht, da dieſe Kuͤhe, welche theils um Johannis, theils um Michage⸗ lis und Martini— wegen des beſonderen Vor⸗ theils — 394— theils des Milchverkaufs in dieſer Zeit— kalb⸗ ten, im Fortgange des Winters natuͤrlich in der Quantitaͤt der Milch, ſelbſt bey verſtaͤrkter Futterung, abnahmen. Indeſſen habe ich doch bey mehreren Gelegenheiten die milch⸗erzeugen⸗ de Wirkung der Kartoffeln, beſonders gegen die des Heues, deutlich wahrnehmen koͤnnen. Im Jahr 17833 hatte ich im Winter nur 7 Marſchkuͤhe, die zwiſchen Johannis und Martini gekalbt hatten, auf einem Stalle, wo⸗ von das Stuͤck taͤglich 3 Himten= 34 Pfund waͤſſrige Viehkartoffeln vor Weihnachten, ohne Heu, aber mit genugſamen Stroh, erhielt. Da nach Weihnachten, des ſtarken Froſtes wegen, die Kartoffel⸗Gruben nicht geoͤfſnet werden konn⸗ ten, ſo ward taͤglich auf das Stuͤck ein Bund Heu von 20 Pfund gegeben. Die Kuͤhe nah⸗ men unmittelbar darauf taͤglich um 10 Quar⸗ tie lch, naͤmlich von 76 auf 66, und all⸗ ꝛ aylig bis auf 54 ab. Wie zu Ende Februars mit der Kartoffelnfutterung, und zwar von ei⸗ ner mehlreicheren Art, wieder angefangen wur⸗ de, und das Stuͤck nur 5 Pfd. Heu und Him⸗ ten Kartoffeln erhielt, nahmen ſie in der Milch wieder um 8 Quart. zu, ungeachtet ſie in der Milch aͤlter geworden waren. 20 Pfund gutes Heu erſetzten alſo nicht 34 Pfund ſchlechte Kar⸗ toffeln, ſſer Zeit— ters natürlich iſ bey berſtäͤrkn iſen habe ic don e wilcherzeuge beſonders ge wpehmen kännan ch im Vina m en Johannis u inem Sule n ten= 3 4 Nfu eihnachten, i oh, erhielt. Freſtes wig net werden kr Stück ein Ie Die ühen ch um 10 d auf 65, ude zuErde Jeinn und zwar tn⸗ anzingnn „Heu und; lhir ſein en geachte tt ſeini ꝛo hne u nn ſzlhe i tfel 4 0 Pfund Kohl und 10 Pfund Heu. 595 toffeln, und 28 Pfund gute Kartoffeln uͤber⸗ wogen 15 Pfund Heu betrachtlich. Im Jahre 178 wurden bis Weihnachten weiße Waſſerruͤben mit Kraut in dem Maaße, wie das Vieh ſie freſſen wollte, gefuttert. Wie das Vieh auf 28 Pfund Kartoffeln und 10 Pfd. Heu geſetzt wurde, verſpuͤrte man eine merk⸗ liche Abnahme an Milch, die aber nach 8 Ta⸗ gen ſich wieder hob, und beynahe der vorheri⸗ gen gleichkam. Im Jahr 1799 bekam das Vieh anfangs 28 Pfund Kartoffeln und 10 Pfund Heu. Letz⸗ teres ward bald darauf auf 5 Pfund verrin⸗ gert, und ſtatt deſſelben etwa 10 Pfund Kar⸗ toffeln mehr gegeben. Es entſtand durchaus kein Abſchlag an Milch, aber ſie war minder wohlſchmeckend und die Butter weißer. erhielt das Vieh anfangs Darauf 32 Pfund Kartoffeln ohne Heu, und noch ſpaͤ⸗ ter 18 ½ Pfund Kartoffeln und 10 Pfund Heu. Die Milch nahm fortſchreitend ab, aber nie ſo merklich, als wie 18½ Pfund gute Kartoffel mit 10 Pfd. Heu erſetzt wurden. Im Jahr 179½ Im Winter 179¾ und 170 hatte ich Bruͤhfutterung eingeſuͤhrt. Kartoffeln, Ruͤben, Moͤhren, — 396— Moͤhren, Kohl ward gekocht und kochend uͤber Haͤckſel von Stroh und etwas Heu gegoſſen, und dieſes nach dem Erkalten verfuttert. Ich hatte nie ſo reichliche Milch wie in dieſen Jah⸗ ren. Allein das Vieh ward offenbar kraͤnklich danach. Im Winter 1704½ ſtellte ich die Bruͤhfutte⸗ rung, nachdem eine Quantitaͤt Kohl damit ver⸗ zehrt war, wieder ein. Des Froſtes wegen mußte mit der Kartoffelnfutterung inne gehal⸗ ten werden, und wie die Kartoffeln mit dem halben Gewichte an Heu erſetzt wurden, nahm die Milch ab. Es wurde nachher mit den Kar⸗ toffeln, aber nur kurze Zeit, wieder angefan⸗ gen; denn ſie ſtiegen ſo im Preiſe, daß ſie p. Pfund faſt fuͤr 4 Pfennig verkauft werden konn⸗ ten. Es ward ſtatt derſelben etwas Rocken⸗ ſchroot gegeben. Ein gleicher Fall trat im Winter 179 ein. Man kaufte einen Himten Rocken fuͤr zwey Himten Kartoffeln. Aber es ſchien mir nach dem Milch⸗Ertrage nicht, daß ein Himten Rocken drey Himten Kartoffeln erſetzte. Seitdem ſind nie ſo viele Kartoſſeln ge⸗ futtert 3 konnte; daß ich ein Reſultat daraus ziehen denn ſie konnten zu vortheilhaft ver⸗ kauft kauft ſchränt rung greiſes tergew wurder Erfa Nile drey ſlüſ Viep — und kochend s heu gegyſe wetfuttert. 3. wiein dieſn Jch ffenbar kräntlt ihdeVriffe qt Kohl damtm des Froſts un erung imte ſi zrtoffeln nii t wurden, hher wit daſ „wieder anyit Preiſe, daß ſ auft werden i en eiwas N Winter 179zi Rocken für i g ſchien mi 1 daß ein hma in erſeßte le Kattffen at daraus ſ ij rorzſeihyſto tui — 397— kauft werden. Ich gewann viel Kleeheu, ſchraͤnkte aber uͤberhaupt die ſtarke Winterfutte⸗ rung ein, weil ich, ungeachtet des theuren Preiſes der Milch, bey dem Verkaufe der Fut⸗ tergewaͤchſe, die von meinem Hofe abgeholt wurden, doch mehr Vortheil hatte. Aus den angefuͤhrten und mehreren kleinen Erfahrungen bin ich feſt uͤberzeugt, daß beym Milchvieh 1 Centner Heu mit 1 ½ Centner oder drey hieſigen Himten guter Kartoffeln uͤber⸗ fluͤſſig erſetzt wird; und hiermit ſtimmen meine Viehwaͤrter ſaͤmmtlich uͤberein. Nur iſt es ge⸗ wiß, daß das Vieh mehr Stroh frißt, wenn es bloße Kartoffeln und kein Heu erhaͤlt. Und deshalb will ich zugeben, daß ſich der Werth der guten Kartoffeln in der Futterung des Milchviehes zum Heu wie 1 zu 2, dem Ge⸗ wichte nach, verhalte. Auch iſt es nicht zu leugnen, daß Milch und Butter nach gutem Heu zwar nicht fetter, aber wohlſchmeckender ſey, und ſich laͤnger halte. Ueber Futterung des Milchviehes mit Kar⸗ toffeln finde ich nichts bey den Englaͤndern; vie⸗ les aber uͤber Maſtung des Rindviehes mit die⸗ ſer Wurzel. Ganz klare, evidente, zweifelfreye Reſultate gehen aber nicht daraus hervor, weil immer Heu oder ſonſt etwas daneben gefuttert iſt. — 398— iſt. Die Sache muͤßte comparativ⸗ experimen⸗ taliſch betrieben ſeyn, wenn man jene erhalten wollte, und zwar mit betraͤchtlichen Stapeln von Vieh, und mehrere Jahre fortgeſetzt. Mr.W. Dann, Mr.Campbell, Mr. Ma⸗ go, Mr. Fuller, dr. Hutcheſon Mure, lauter Landwirthe, welche die Viehzucht und Maſtung ſehr im Großen betreiben, ſtimmen nach ihren Erfahrungen ſehr fuͤr die Kartoffeln, und halten ihren Anbau zu dem Zwecke fuͤr ſehr vortheilhaft, wenn das gute, fette Rindfleiſch 4½ Pence gilt. Campbell, ein ſehr erfahr⸗ ner Mann, ſagt beſtimmt: er verkaufe dann den Buſhel, der 70 engl. Pfund wiegt, nicht fuͤr 9 Pence. Andere rechnen ihn nur 6 Pence werth bey dieſem Verbrauche. Der Report der Committee des Board of Agriculture nimt den Durchſchnitt der verſchiedenen Angaben nur zu 43 Pence an, wobey aber offenbar eine Irrung vorgegangen iſt. Auch ſchlagen die engliſchen Viehmaͤſter den erhaltenen Miſt ſelten an, brin⸗ gen aber Stroh, Wartung und alle Zufaͤlle mit in Ausgabe. Die Maſtung der Schweine mit Kartoffeln wird ſehr haͤufig in England, wie auch in man⸗ chen Gegenden bey uns, betrieben. Die auf⸗ gezeichneten Beobachtungen geben aber keine reine Reſultate, aus welchen ſich der Werth der einen, die de vffel ſtime neter ich v ſem ſchaf zem ten E theile gnis fud d nratt⸗erperde nan jene erzan ſztlchen Sine Jahre forhech bell, M tcheſon Mr⸗ die Viehzuct u eereiben, ſümn für die Katnft⸗ em Zweike fii e, fette Rudlii I, ein ſehr ei er verkaufe de und wiegt, i ihn nur 5—h Der Repor tcultare nimt Angaben iu⸗ enbar eine Im ggen die enzlit dit ſeten en,n ud ale Zfäler 1 1 aine mit Kartf „wie auch inn rieben. D 3 geben abe ln en ſich de 5 — 399— der Kartoffeln zu dieſem Behuf beſtimmen ließe. Denn der Einkaufs⸗ und Verkaufs⸗Preis der Schweine iſt ſo veraͤnderlich, daß zuweilen aus ihrer Auffutterung und Maſtung großer Vor⸗ theil, zuweilen auch betraͤchtlicher Verluſt her⸗ vorgehet. Zur Winterfutterung der Schafe werden die Kartoffeln jetzt in England am meiſten ge⸗ braucht. Dieſe Benutzung vermehrt ſich taͤglich⸗ und wird von den Meiſten vortheilhafter und ſicherer, wie die mit Ruͤben, gehalten. Durch Suſſex, Surrey, im oͤſtlichen Kent, und in den beſſern Wirthſchaften von Sommerſetſhire, iſt ſie beſonders ſehr verbreitet; und wie die Zucht und Maſtung der Schafe in England uͤberhaupt einen groͤßeren Vortheil abzuwerfen ſcheint, als die des Rindviehes: ſo hat man auch die Kar⸗ toffeln vortheilhafter damit benutzt. Ganz be⸗ ſtimmte Reſultate ergeben aber die aufgezeich⸗ neten Beobachtungen ebenfalls noch nicht, und ich verweiſe daher nur auf das, was ich in die⸗ ſem Bande von General Murray's Wirth⸗ ſchaft geſagt habe. In Teutſchland iſt ſeit kur⸗ zem dieſer Gebrauch der Kartoffeln bey veredel⸗ ten Schaͤfereyen haͤufig eingefuͤhrt und ſehr vor⸗ theilhaft gefunden worden. Der Graf Ma⸗ gnis bauete ſie ſchon lange zu dieſem Zwecke, und der Herr Oberjaͤgermeiſter von Molkte in — 400— in Mecklenburg macht die Winterfutterung der Schafe von ihnen groͤßtentheils abhaͤngig. Sie ſind ohne allen Zweifel weit vortheilhafter wie die Koͤrnerfutterung, die bey veredelten Schaͤ⸗ fereyen im Winter unentbehrlich iſt, wenn man keine Futtergewaͤchſe hat, und die oft weiter ge⸗ trieben wird, wie man es ſelbſt weiß. Am allervortheilhafteſten wird die Kartof⸗ felnfutterung mit Pferden von allen denen er⸗ klaͤrt, die ſie in England verſucht haben. Es iſt durchaus nur eine Stimme daruͤber, und ich habe kein Beyſpiel getroffen, wo ſie ſich nachtheilig oder unvortheilhaft gezeigt haͤtte. Einige haben ſie roh gegeben; die Meiſten aber laſſen ſie im Dampfe, nach der nunmehr wohl genug bekannten Einrichtung, gahr kochen, weil ſie Blaͤhungskoliken von den rohen beſor⸗ gen. Sie muͤſſen aber ſehr rein gewaſchen wer⸗ den, weil die Pferde alles Unreine, woran noch Erde klebt, ungerne freſſen. Wenigſtens haͤlt man 2 Buſhel Kartoffeln einem Buſhel Hafer gleich, und erſpart dabey obendrein faſt alles Heu. VBey ſtarker Arbeit giebt man wol einige Pfund Hafer oder Bohnen, am beſten geſchroo⸗ ten, neben den Kartoffeln und damit vermiſcht. Dieſer Gebrauch ſcheint alle moͤgliche Aufmerk⸗ ſamkeit zu verdienen; und da ich weiß, daß er auch in Teutſchland ſeit kurzem von Vielen ver⸗ — Virerfuttenn ſiis abzangig. t vnheihhaftern e derddelen C nlch iſ, wern m nd die oſt wain ſahſ wiß jen wird die gm von allen dime erſucht haben. mme darüber, eoffen, wo ſii daft gezeigt t z die Meiſin der nunmehrt , gahr ku n den rohen tin gewaſchene anreine, womn . Wernigſess einem Buſhel 3 obendriin iüt iebt man vili am beſten gitr nd damit ternä moͤgliche Uine da ic weß, de urzem vonl Pahn ber — 41— verſucht worden iſt, ſo wuͤnſchte ich ſehr, von dem Erfolge beſtimmte, gefaͤllige Nachricht zu erhalten. Einige miſchen auf die fuͤr die Pferde gekochten Kartoffeln ein wenig Salz, auch wol etwas geſtoßenen Schwefel. Der Werth eines Buſhels Kartoffeln zu dieſem Gebrauch wird von den meiſten mindeſtens zu einem Schilling angeſchlagen. Auch den Zugochſen werden ſie im Fruͤh⸗ jahre bey der ſtaͤrkeren Arbeit ſehr vortheil⸗ haft gegeben. Wenn wir, bey einer gehoͤrigen Bauart, auf einem angemeſſenen Boden 140 Berl. Scheffel, à 100 Pfund, als einen mittleren und ziemlich zuverlaͤſſigen Ertrag der Kar⸗ toffeln annehmen koͤnnen, folglich 14000 Pfund vom rheinlaͤndiſchen Morgen,(bauet man auf gutem Lehmboden im Durchſchnitt weniger, ſo iſt die Behandlung fehlerhaft,) und nach Midleton 120 Pfund Kartoſſeln 48 Pfund Heu in der Nahrhafiigkeit nur gleich ſindꝛ ſo giebt ein Morgen Kartoffeln, zr Band. Ec den — 4⁰0²2— den Ertrag eines Morgens Wieſe zu 2000 Pfund angenommen, azmal ſo viel thieri⸗ ſche Nahrung, wie dieſe. Wenn der Scheffel Kartoffeln im Anbau 2 ½ Ggr., bey ſehr hohen Arbeitspreiſen 3 Ggr. koſtet, ſo wird 1 Centner Heu durch einen Aufwand von 7 bis 8 Ggr. erſetzt, beym Milchvieh aber, meiner Erfahrung nach, mit wenigerem. Mit dem Koͤrnerbau, in ſofern dieſer zur Viehfutterung verwandt wird, uͤberlaſſe ich es meinen Leſern, nach dem, was oben uͤber die Mehlhaltigkeit der Kartoffeln geſagt worden, die Berechnung ſelbſt zu machen. Man muß aber dabey nicht vergeſſen, daß die Kartof⸗ fel eine reinigende, die Braache erſetzen⸗ de, und bey dem ſchon mitberech⸗ neten Duͤngerzuſchuß keine erſchoͤpfende Frucht ſey. Allein ſie giebt kein Stroh!— Wenn man das Kartoffelkraut in ſeinem ſaftigen Zuſtande abſchneiden duͤrfte, ſo wuͤrde dieſes eine ganz betraͤchtliche Erndte von nahrhaf⸗ tem, dem Vieh ſehr angenehmen und ge⸗ deihlichem Futter bringen. Allein man darf dies, ſo lange die Bollen wachſen, ohne großen — Vife zu Aoc d ſo viel thien wifeln in Anbe a Arbeitzpriß eatner Heu dit 48 Ggr. eiß diner Erſäſrn ſofern dieſt überlaſſe it s oben übers geſagt wott en. Man n daß die Kan Iraache erſeß in mitber eine erſchöyft uh!— W ſeinem ſcfin ſo würde nt dte von nufgſ nehmen und Alein nan ui wachſen, ti yjn —-— 4⁰3— großen Verluſt bey dieſen, nicht thun. Und wenn ſie ausgewachſen ſind, ſo bleiben nur ſehr duͤrre, zur Futterung unbrauchbare, aber zur Einſtreuung und Vermehrung der Duͤn⸗ germaſſe nicht zu verachtende Stengel zuruͤck. Sie vermodern ſpaͤter wie Stroh, beſonders wenn man ſie ſehr ausduͤrren laͤßt. Bringt man ſie aber gleich in den Viehſtall und in den Duͤngerhaufen, ſo zergehen ſie im Acker ſehr bald, und ich bringe ſie gewoͤhnlich in denjenigen Miſt, der auf das kuͤnftige Kar⸗ toffelnfeld kommt. Der aus der Kartoffeln⸗Verfutterung er⸗ folgende Miſt wird von unſerm Hrn. Ober⸗ Landes⸗Oekonomie⸗Commiſſaͤr Meyer in ſeinem ſchaͤtzbaren Werke: Grundſaͤtze des Bonitirungs ⸗Geſchaͤftes, nach den daſelbſt aufgeſtelleten Principien zur Berech⸗ nung des Duͤngers, zu 1 1 ihres Gewichtes angenommen. Wenn man alſo 14000 Pfund mit 1, 3 dividirt, ſo werden daraus 10769 Pfund Duͤnger, etwa szz vierſpaͤnnige Fuder, von einem Morgen erfolgen. Hr. Meyer will aber nur die, aus einer beſtimmten Menge Stroh, mit anderen Pariikeln be⸗ ſchwaͤngert, erfolgende Quantitaͤt Miſt beſtim⸗ men, und ſo kann freylich, wenn das Stroh ſich im Duͤnger um 2 ⁄ mal dem Gewicht Cc 3 nach —- 404— nach vermehren ſoll, auf die Kartoffeln nicht mehr gerechnet werden. Sonſt ſcheint es mir unzweifelhaft, daß von einer verfuͤtter⸗ ten Quantitaͤt Kartoffeln mehr Miſt, als ihre Schwere betrug, erfolge. Denn durch die große Menge waͤſſriger Theile, welche der Miſt in ſeinem gewoͤhnlichen Zuſtande enthaͤlt, und welche die waͤſſrigen Theile in den Kartoſſeln bey weitem uͤberwiegt, muß dasjenige, was von den Kartoffeln zur Nah⸗ rung des Viehes abgehet, reichlich erſetzt werden. Die Ausduünſtung des Viehes, wel⸗ che manche, nach den ſehr zweifelhaften Ver⸗ ſuchen des Sanctorius, ſo hoch anſchla⸗ gen, beſtehet groͤßtentheils aus woͤſſrigen Thei⸗ len; und gewiß iſt es, daß der Miſt immer durch mehrere Waſſerhaltigkeit das Gewicht der Futterung und Einſtreuung trockener Dinge um 2 ½ mal uͤberwiege. Aber jenes Ver⸗ haͤlmiß auch angenommen; ſo iſt 1000 Pfund von Kartoffeln erfolgender Miſt, dem Werthe und der Kraft nach, wohl 2000 Pfund aus Stroh erfolgenden Miſtes gleich zu ſchaͤtzen. Denn es iſt laͤngſt bekannt, wie viel kraͤftiger der Miſt derer Thiere ſey, die von mehlig⸗ ten Subſtanzen genaͤhrt werden, gegen den, der von Gras⸗ oder gar von Strohfreſſen⸗ den erfolgt. Ich hoffe dies bey einer an⸗ deren eKarffeln ii Sonſt ſchent n einer berfütte nehr Ma, d d Denn dam⸗ r TWhelle, wih dnlihen Jlind iſſigen Thält überwiegt, wi ertoffeln zur N „ reichiich eißh des Viehes, u weifelhaften dh ſo hoch auſt woſſrigen I der Miſt imn it das Gemt zwockener din Aber jenes d⸗ iſt 1000 Jfu diſt, dem Vn 2000 Pfind d gleich zu ſchits wie biel kifir de von mit den, gegen i ou Strohftiſt es bey einer d d — 4⁰5— deren Gelegenheit noch durch mehrere Gruͤnde und Bemerkungen uͤberzeugend zu erweiſen. Ein Kartoffelfeld conſumirt fuͤr den Mor⸗ gen hoͤchſtens vier Fuder Duͤnger von 2000 Pfund. Ich duͤnge zu den Kartoffeln kaum um ſo vieles ſtaͤrker, als man gewoͤhnlich zu duͤngen pflegt. Und wenn ich dann nach den Kartoffeln meinem Acker 2) Gerſte, 3) Klee, 4) Rocken und 5) Hafer— ja, wie ich im verwichenen Jahre 1803 zufaͤl⸗ lig verſuchte, noch 6tens Rocken,— abtra⸗ gen laſſe, und von den letzten Sorten noch Erndten erhalte, die oft das Erſtaunen mei⸗ ner Freunde erregt haben; wenn ich dieſen Umlauf, unter fortſchreitender Verbeſſerung meines Ackers nun zum z5ten Male auf ge⸗ wiſſen Feldern durchfuͤhre, ſo kann ich mit völliger Ueberzeugung ſagen: wenn man zu den Kartoffeln um ein Drittel ſtaͤrker duͤnget⸗ als gewoͤhnlich bey reiner Braache geſchie⸗ het; ſo erſchoͤpfen die Kartoffeln nicht, und man kann nach ihnen dieſelben Fruͤchte ver⸗ langen und erhalten, wie nach reiner, aber ſchwaͤcher geduͤngten Braache! Ich laſſe im Durchſchnitt auf den Mor⸗ gen 13 zweyſpaͤnnige Fuder fahren, die et⸗ wa 1500 Pfund wiegen.= 22500 Pfund. Ein — 4⁰⁵— Ein Drittel oder 7500 Pfund rechne ich auf die Kartoffeln. Nun aber giebt ein Morgen, verfuͤttert, nach Hrn. Meyers gewiß nicht zu hoch geſetzter Angabe, 10769 Pfund Duͤnger wieder; und zwar ohne Zweifel von ungleich beſſerer Qualitaͤt, wie der aufgefahrne Stroh⸗ duͤnger war; das Kartoffeln⸗Kraut, welches eben ſo gut wie anderes Stroh nach ſeiner Ver⸗ weſung die Duͤngermaſſe vermehrt, unge⸗ rechnet. Die Kartoffeln geben alſo betraͤchtlich meh⸗ reren Duͤnger als ſie ausziehen, und ſie thun das, indem ſie atmoſphaͤriſche Stoffe, Waſſer, vielleicht auch Erden, in feſte organiſche Materie verwandlen. Folglich vermehrt eine Wirthſchaft, die Kartoffeln zum Verfuttern bauet, ihren Duͤngerſtand um ein Betraͤchtli⸗ ches! Auf den Verkauf gebauete Kartoffeln aber zehren allerdings aus, und erfordern durch⸗ aus einen Erſatz anderswoher. Die Runkelruͤbe, Mangold⸗ oder große Beetwurzel, verdient, meiner jetzigen Ueberzeugung nach, unter dieſer Art von Futtergewaͤchſen gaͤchſt der Kar⸗ —Qᷓᷓᷓʒ Kart laͤnde Arba riche da al de( inst la1 Auf üͤber und Sca dem zeug eben ſhäß mend ven dan hien waͤ es Ve ine ich uf in Morgen, viß nicht zu und Düͤnger von ungleich rne Stroſ⸗ aut, welches h ſeiner Ver⸗ hrt, unge⸗ ſchtlich meh⸗ nd ſie thun fe, Waſſer, organiſche mehrt eine Verfuttern Berraͤchtli⸗ Kartoffln rdern durch⸗ old⸗ oder 1 ugung nach n gichſt der Kar⸗ Kartoffel den erſten Platz. Sie iſt den Eng⸗ laͤndern erſt ſpaͤter bekannt geworden, und ihr Anbau ſtammt ohne Zweifel aus den kultur⸗ reichen Rheingegenden her. Sie ward von da ab den Franzoſen bekannt, und der Abbé de Comerel gab 1787 ein Mémoire et instruction sur l'usage et la culture de la racine de disette heraus, welches viel Aufſehn machte. Durch racine de disette uͤberſetzte er das teutſche Mangoldwurzel, und die Englaͤnder nannten ſie wieder root of scarcity. Letztere haben ſich neuerlich von dem großen Vortheile dieſer Wurzel erſt uͤber⸗ zeugt. Ob ich nun gleich bey den Englaͤndern eben nichts finde, wodurch der Bau dieſer ſchaͤtzbaren teutſchen Pflanze mehrere Vollkom⸗ menheit erhielte— es ſey denn, daß man ih⸗ nen den Gebrauch der Pferdehacke dabey ver⸗ danken wollte—; ſo will ich doch uͤber ſelbige, hier, wo ich von dem Anbau der Futterge⸗ waͤchſe uͤberhaupt ſpreche, einiges ſagen, wenn es auch nur geſchaͤhe, um ſie mit anderen in Vergleichung zu ſtellen. Man hat hauptſaͤchlich zwey zum Anbau zu empfehlende Arten: nemlich eine, die mit ih⸗ rer Wurzel mehr in die Erde hineindringt; eine andere, die mehr aus dem Boden herauswaͤchſt, und ihre Ruͤbe nach oben ſehr verlaͤngert. Die — 4083— Die erſtere ſcheint auf einem tiefen, die andere auf einem flachen Boden Vorzuͤge zu haben. Jene iſt in ihrer Qualitaͤt beſſer, ſcheint mir von feſterem Gewebe zu ſeyn, und mehr Nah⸗ rungsſtoff, offenbar mehr Zuckerſtoff zu enthal⸗ ten. Die andere aber giebt beyweitem ſtaͤrke⸗ ren Ertrag, und hat den großen Vorzug, daß ſie ſich leichter ausnehmen und von Erde reini⸗ gen laͤßt. Man hat auch noch eine weiſſe Art, welche noch dichter und zuckerreicher iſt, aber minder groß wird wie die erſte. Man ſaͤet den Saamen ſo fruͤh wie moͤg⸗ lich an einen maͤßig feuchten aber warmen Ort, um das Auflaufen, welches ſich ſonſt ſehr ver⸗ zoͤgert, zu beſchleunigen, und recht fruͤh zu verſetzbaren Pflanzen zu gelangen, worauf bey dem Gedeihen der Pflanze viel ankommt. Ei⸗ nige haben gerathen, die Koͤrner in einem hoͤl⸗ zernen Moͤrſer zu zerſtoßen, damit die aͤuſſere Huͤlſe zerſpringe und die darin befindlichen meh⸗ reren Kerne fruͤher zum Keimen kaͤmen. An⸗ dere rathen, den Saamen vor Winter zu legen, was wenigſtens zuweilen gut eingeſchlagen iſt, und was man alſo, da der Saamen von ge⸗ ringem Werthe iſt, immer leicht verſuchen kann. L auf d ſollen muß reinigt kraut dück lgt breit her, beha den pelte rigen wenn vwil, den) ſeſ zur er k zieh kral Die den ſeb 1 w — die andete e zu haben. ſcheint mir mehr Nah⸗ f zu enthal⸗ eitem ſtaͤrke⸗ dorzug, de nErde reini⸗ weiſſe An, her iſt, ober h wie moͤg⸗ armen Ort, ſſt ſehr ver⸗ hi früh zu worauf bey zmmt. Ei⸗ einem hoͤ⸗ t die aͤuſer blichen meß⸗ aͤmen. Au⸗ ter zu legen eſchlagen iſ men von ge⸗ ht verüchen — 409— Oder aber: man legt den Saamen gleich auf die Stelle, wo die Pflanzen ſtehen bleiben ſollen. Wenn dies gut einſchlagen ſoll, ſo muß man einen milden, von Unkrant ſehr ge⸗ reinigten Acker haben; ſonſt kommt das Un⸗ kraut viel fruͤher als die Pflanze hervor, unter⸗ druͤckt dieſe und kann nur mit vieler Muͤhe ver⸗ tilgt werden. Einige haben den Saamen ſogar breitwuͤrfig ausgeſaͤet, und die Pflanzen nach⸗ her, wie bey Moͤhren und Ruͤben geſchiehet, behacket und verduͤnnet. Noch andere haben den Saamen auf Balken, die mit einem dop⸗ pelten Pflugzuge aufgeworfen waren, in gehoͤ⸗ rigen Diſtanzen gelegt, und dieſe Methode hat, wenn man den Saamen auf der Stelle legen will, wol unter allen den Vorzug, weil man den Platz, wo eine Pflanze ſtehen muß, ohne ſie ſelbſt zu ſehen, erkennen kann. Bey der Verſetzung der Pflanzen hat man zur Vorbereitung des Ackers mehr Zeit, und er kann beſonders durch mehrmaliges Ueberzie⸗ ziehen mit dem Exſtirpator vorher von dem Un⸗ kraute gereiniget und fein zertheilt werden. Dieſe Pflanze iſt zum Verſetzen ſehr geeignet, denn ſie waͤchſt aͤuſſerſt leicht an, und braucht, ſelbſt bey trockener Witrerung, nicht angegoſſen zu werden. Es iſt beſſer, ſie vom Saamenbeete nicht auszuziehen, ſondern das ganze Saamen⸗ beet — 41⁰⁰⁶— beet mit dem Spaten auszuſtechen, und die Pflanzen ohne alle Gewalt aus der Erde her⸗ auszunehmen, damit die Pfahlwurzel nicht verletzt werde. Dieſe muß man auch nicht ab⸗ ſtutzen, wol aber die Blaͤtter dicht uͤber dem Herzen abſchneiden. Die Wurzeln ſo kurze Zeit wie moͤglich auſſer der Erde zu laſſen, und ſie beſonders gegen die Sonne zu ſchuͤtzen, iſt hier, wie bey allen Verpflanzungen, eine Hauptregel. Wenn es nicht ein an ſich reicher Boden iſt, ſo verlangt die Pflanze zu ihrem Gedeihen ſtarken und ſchon vermoderten Duͤnger. Die⸗ ſer muß mit dem Boden durch mehrmaliges Pfluͤgen ſchon wohl vermengt ſeyn, oder man richtet es ſo ein, daß er hauptſaͤchlich unter die Pflanzenreihe zu liegen kommt. In dieſem Falle ſtreuet man den Duͤnger auf dem wohl vorbereiteten Acker aus, und pfluͤgt mit einem doppelten Zuge zuſammengeſchlagene Balken auf, in deren Mitte der Dunger dann groͤßten⸗ theils zu liegen kommt. Auf dieſe Balken, die eine Entfernung von mindeſtens 2 Fuß haben muͤſſen, ſetzt man die Pflanzen auf ein oder anderthalb Fuß Entfernung. Kann man ſehr große Pflanzen von der Kraft des Bodens und fruͤher Pflanzung erwarten, in letzterer, ſonſt in erſterer Diſtanz. Sobald ſich die Pflanzen erholt und Ert thur lem Das en, und die eer Erde her⸗ ſwurzel nicht ucch nicht ab⸗ ht uͤber dem eln ſo karze zu laſſen, und u ſchützen, iſ zungen, eine eer Boden iſ m Gedeihen nger. Die. nehrmaliges oder wan ich unter die In dieſem uf dem wohl ugt mit einen agene Balken dann großten⸗ ſe Balken, e 2 Fuß haben auf ein oder ann man ſehr Bodens und zierer; ſoſf die Pfanzen ttholt — 41¹1— erholt haben, pfluͤgt man die Erde von der einen Seite, und nach 8 Tagen von der an⸗ dern Seite mit dem kleinen Pfluge ab, behackt alsdann mit der Handhacke die Zwiſchenraͤume in den Reihen, und pfluͤgt ſodann nach 8 Ta⸗ gen die Erde mit dem doppelten Streichbretts⸗ pfluge wieder an. Das Abpfluͤgen und Wie⸗ deranpflügen kann noch einmal wiederholt werden, da die Pflanze lockere Erde ſo ſehr verlangt. Hat man hingegen die Pflanzen auf den flachen Acker geſetzt, ſo werden ſie am beſten blos mit dem Schaufelpfluge bearbeitet. Jene Methode paßt ſich vorzuͤglich auf flachen, zaͤhen, thonigten Boden, weil dadurch die Erde auf der Pflanzenſtelle vermehrt und ſehr gelockert wird. Manche pflanzen ſie naͤher, auf einem Fuß Diſtanz von allen Seiten. Sie koͤnnen aber dann nur mit der Handhacke bearbeitet werden und bleiben beyweitem kleiner. Dieſe Pflanze giebt ſchon einen ſehr großen Ertrag an Blaͤttern, waͤhrend ihres Wachs⸗ thums, die, wenn man ſie benutzen will, al⸗ lem Vieh ſehr angenehm und gedeihlich ſind. Das fruͤhere Abblaten geſchiehet aber allemal auf auf Koſten der Wurzel, und ich habe geſehen, daß dieſe, durch fruͤhes und ſtarkes Abblaten, in einem feiten Gartenboden ſo klein geblieben iſt, daß ich ſie kaum des Aufnehmens werth hielt. Das einzelne Abblaten nimt uͤberdem viele Zeit weg, und iſt in groͤßeren Wirthſchaf⸗ ten kaum anwendbar; es ſey denn, daß man Mangel an anderem Futter haͤtte. Erſt kurz vor dem Aufnehmen der Wurzel, ſchneidet man das Kraut mit einem Schnitt ab, und ver⸗ futtert ſolches. Alsdann werden die Ruͤben mit einer Forke ausgehoben, an einen trockenen Ort gebracht und abgeputzet. Ihre Aufbewahrung im Winter iſt des⸗ halb etwas ſchwierig, weil ſie vom Froſte ſehr leicht angegriffen und davon ſogleich ganz zer⸗ ſtoͤrt werden; ſo daß ſie nach dem Aufthauen in eine ſchleimige Maſſe zuſammenfallen. In Gruben, wo ſie keine Luft haben, faulen ſie leicht. Ob ſie ſich aufgethuͤrmt und mit hin⸗ reichendem Stroh und Erde bedeckt, wie bey den Kartoffeln angegeben worden, erhalten werden, kann ich noch nicht beſtimmen, habe indeſſen alle Urſach es zu glauben. In Ge⸗ wächskellern, die gegen den Froſt hinlaͤnglich geſichert ſind, gehet man am ſicherſten damit. Den abe geſehen, 3 Abblaten, in geblieben nens werth t überdem Wirthſchaf⸗ 1, daß man Erſt kur chneidet man b, und ber⸗ einer Forke rt gebracht er iſt des⸗ Froſte ſehr ch ganz zer⸗ Auſthauen falen. In , faulen ſi und mit hi⸗ kt, wie ben 4, erhalten nmen, hah n. In Ge— binlingüch ſten danit den — 413— Der Ertrag, den dieſe Wurzel giebt, wenn ſie auf gut durchduͤngtem, nicht zu ſandigem Bo⸗ den und unter guter Behandlung gebauet wird, iſt ſehr groß. Hutchesön Mure erhielt von einem engliſchen Acre 388 Cenrner, welches, den engliſchen Centner zu 103 Pfund gerechnet, P. Morgen 27,866 Pfund berraͤgt. Zu Wehnde gab der Morgen an Ruͤben 17,120 Pfund, an Blaͤttern 10,698 Pfund. Zu Reinoldshauſen: an Ruͤben 27,896 Pfund, an Blaͤttern 8,560 Pfund. Annal. der R. L. 4. Jahrg. 2. St. S. 321. Nach mehreren anderen mir mitgetheilten Beobachtungen, wo einzelne Quadratruthen gewogen wurden, kann ich den Durchſchnitts⸗ Ertrag der Ruͤben, unter Vorausſetzung der gehoͤrigen Kultur, immer auf 20,000 Pfund und den Ertrag der Blaͤtter und der abzuſchnei⸗ denden Koͤpfe, gleich 5000 Pfund Ruͤben an⸗ nehmen, ſo daß der Morgen Ertrag ſicher 25,000 Pfund iſt. à Nach Hutcheson Mure Maſtunagver⸗ ſuchen, welche in dieſer Materie noch immer die groͤßte Aufklaͤrung geben, waren 170 Pfund von gleicher Wirkung, wie 42 Pfund Heu, verhielten ſich folglich zu dieſem in der Nah⸗ rungs⸗ — 414— rungskraft wie 274 zu 1000, oder ungefaͤhr wie 1 zu 4. Hr. O.⸗Commiſſair Meyer rechnet, das Kraut obenein zugegeben, 8,2 hieſige Kimten gleich 100 Pfund Heu,(der Himten zu 45 Pfund gerechnet, 369 Pfund) und wir duͤrfen alſo auch nach dieſer Angabe bey dem Verhaͤlt⸗ niß von 1 zu 4 wol ſtehen bleiben. Bey dem Ertrage von 25000 Pfund pP. Morgen, giebt alſo ein Morgen Runkelruͤben an Futterung den Werth von 6250 Pfund Heu, oder iſt dem Ertrage von 3 ½ Morgen guter Wieſen gleich. Eine Berechnung uͤber die Koſten derſelben, wird man, nach dem, was ich bey den Kartof⸗ feln geſagt, und in Anſehung des Pflanzens beym Kohl noch anfuͤhren werde, nach ſeinen Ortsverhaͤltniſſen leicht machen koͤnnen. Sie belaufen ſich geringer, wie bey den Kartoffeln, weil das Erziehen der Pflanzen auf dem Saa⸗ menbeet mit dem Werthe der Kartoffelnſetzlinge, ſo wie das Verpflanzen mit dem Einlegen etwa aufgehen, das Aufnehmen und Abſchneiden aber berraͤchtlich weniger, als das Sammeln der Kartoffeln, koſten wird. Ob ſie gleich zu ihrem Gedeihen reichlichen Dunger erfordern, ſo ſcheinen ſie ihn doch nicht ſtark ſer Anthe noſyh eklag uen, anch Fruch her i zucke in G und meyr ker i er ungefißt echnet, das ſige Himten mien zu 45 wir dürfen em Verhaäͤlr Bey dem torgen, giebt putterung den oder iſt dem eſen gleich. tnderſelben, den Kartof⸗ Pflanzens nach ſeinen nnen. Eie n Kartoffeln, uf dem Sau⸗ offelnſetzlinge Einlegen etwe S Abſchneien as Samml hen reihlihe ihn doc ii ſatk ſtark auszuziehen, ſondern einen ſehr großen Antheil ihrer korperlichen Maſſe aus der At⸗ moſphaͤre und dem Waſſer zu nehmen. Man beklagt ſich nicht, daß das Wintergetreide nach ihnen, wie nach den Kartoffeln, Lein und manchen anderen in die Braache gebaueten Fruͤchten zuruͤckſchluͤge. Der Aabau derſelben, der in manchen Gegenden durch die Verſuche, Zucher aus dieſer Wurzel zu bereiten, erſt recht in Gang kam, vermehrt ſich deshalb auch ſehr, und wird dem Ackerbau im Ganzen vielleicht mehr Nutzen ſchaffen, als wenn wirklich Zuk⸗ ker im Großen daraus bereitet wuͤrde. Die Runkelruͤben haben nicht die mehlig⸗ ten Theile der Karroffel, und kommen ihr deshalb in gleichem Gewichte an Nahrhaftigkeit nicht gleich. Sie enthalten aber vielen Zucker⸗ ſtoff; und da eine Miſchung von Mehl und Zuckerſtoff dem thieriſchen Koͤrper ſehr ange⸗ meſſen ſcheint, ſo iſt ein vermiſchtes Futter aus beyden gewiß ſehr zutraͤglich, wie auch mich und Andere die Erfahrung gelehrt hat. Es ſcheint beſonders gut auf die Quantitaͤt und Qualitaͤt der Milch zu wirken, und die Butter behaͤlt dabey einen ſehr angenehmen Geſchmack. Um den aus verfuͤtterten Runkelruͤben zu erhaltenden Duͤnger auszumitteln, nimt Herr Meyer — 416— Meyer in ſeinem oben angefuͤhrten Werke an, daß man das Gewicht der Ruͤben, wenn die Blaͤtter obenein zugegeben werden, mit 2,7 di⸗ vidiren muͤſſe. Es wuͤrden alſo von einem Morgen Runkelruͤben 11904 Pfund oder etwa 6 Fuder à 2000 Pfund erfolgen. Ich habe aber bey den Kartoffeln gezeigt, warum der Werth des Düngers, der aus dieſen Futterge⸗ waͤchſen erfolgt, um vieles hoͤher anzuſchlagen iſt, wie der, welcher aus dem Stroh erfolgt⸗ weil dieſes naͤmlich ſeine Gewichtszunahme im diſte eigentlich der aus der Nebenfutterung er⸗ folgenden Jauche verdankt, die, wenn ſie aus bloßem Waſſer entſtaͤnde, einen ſehr unfrucht⸗ baren Duͤnger ausmachen wuͤrde. Da nun wol niemand behaupten wird, daß eine Run⸗ kelruͤben⸗Erndte eine ſolche Quaniitaͤt Duͤnger⸗ ſtoff dem Acker entziehe; ſo hat es keinen Zwei⸗ fel, daß durch Runkelruͤben, in der Wirthſchaft verfuttert, ein betraͤchtlicher Zuwachs des Duͤn⸗ gerſtandes entſtehe. Der Kohlbau giebt ohne allen Zweifel, der Maſſe nach, den groͤßten Ertrag von allen bekannten Fruͤchten. Man hat in England beſtaͤtigte Beyſpiele, daß 1 60 V— 417— en Werk n, 60 engliſche Tons(c. c. 2100 hieſige Pfun⸗ , wenn d de), alſo 126000 Pfund vom engliſchen nit 1,1 dir Acker gewonnen ſind, dies iſt freylich etwas ſo von einem auſſerordentliches, aber 60000 Pfund iſt et⸗ doder wa was ſehr gewoͤhnliches; alſo 000 Pfund Ich habe vom Morgen. warum der. ſen Futerge⸗ Ueber die ſehr großen Kohlarten, deren ich anzuſchlagen im 1ſten Bande dieſes Werks erwaͤhnte, habe Sötroh erfolgt⸗ ich keine beſtimmte Aufklaͤrung erhalten koͤnnen, szunahme im als die, daß man ſie nicht fuͤr vortheilhaft ffutterung er hielte, weil man ſie in großer Entfernung pflan⸗ wenn ſie aus zen muͤßte, und beym Ausgehen einer Pflanze hr unfrucht dann ein ſehr großer Raum leer bliebe. Auch Da nun ließe ſich ſolcher nicht gut aufbewahren, und eine Run⸗ man verloͤhre zu viel an den Blaͤttern, wenn taͤt Däͤnger⸗ man ihn nicht gleich vom Felde verfutterte. In⸗ keinen Zwei⸗ deſſen wird er doch gebauet, und ich finde noch rWirthſchaf neuerlich in the New Farmers Calendar. chs des Din⸗ S. 391. eines Falls erwaͤhnt, daß ein Hr. Baker zu Burſtall in Leiceſterſhire Kohl baue, der das erſtaunliche Gewicht von 92 Pfunden erreiche⸗ Der Kohl erfordert bekanntlich einen tho⸗ 1 nigten, lettigen, ſtark geduͤngten oder einen aſſe nach, in ſehr reichen Moderboden⸗ nten Frücht 4 jele, M 2 vehſi 0 3r Band. D d Ohne — 418— Ohne ſeinen Anbau vollſtaͤndig zu beſchrei⸗ ben, will ich nur einige Momente deſſelben angeben. Um einen Morgen mit Kohl zu bepflanzen, muß man etwa 24 Loth Saamen auf einen Raum von 4 rheinlaͤndiſchen Quadratruthen ſaͤen, und, nach dem Rathe der Englaͤnder, ihn gegen den Erdfloh mit einer Metze Ruß ver⸗ mengen. Das Saamenbeet muß an einer war⸗ men Stelle, und auf recht guter durchgeduͤng⸗ ter Gartenerde angelegt werden, weil es ſehr darauf ankommt, fruͤh verſetzbare Pflanzen zu haben, um die Pflanzung ſchon im May voll⸗ fuͤhren zu koͤnnen. Der Kohl verlangt ſehr ſtarken Duͤnger und kann deſſen kaum zu viel erhalten. Wo moͤglich, bringt man ihn ſchon vor Winter aufs Feld, pfluͤgt ihn flach unter, oder laͤßt ihn, wenn das Feld eine ebene Lage hat, gebreitet obenauf liegen. Wo man Kuͤrdenſchlag hat, wird das Feld im Fruͤhjahre, der Duͤngung ungeachtet, damit belegt, oder man giebt ihm, mit vorzuͤglich großem Nutzen, noch eine fluͤſſige Duͤngung mit aufgefahrner Jauche. Kurz, man kann es mit der Duͤngung nicht zu weit treiben, die aber der hoͤhere Ertrag des Kohls reichlich bezahlt; wenn man ſie nur anſchaffen kann. So zu beſche⸗ ue deſſelbe bepflanzen, 1 auf einen nadratruthen aglander, ihn ihe Ruß ver⸗ an einer war⸗ darchgedüng⸗ weil es ſeht Pflanzen zu n May bol⸗ en Duͤnger alten. Wo Winter aufs der laͤßt ihn, zat, gebreitt denſchlag hat der Duͤngung an giebt ihn, h eine flüſige . Kurz, man weit treiben, ohls reihlih ffen kann. So — So fruͤh wie der Pflug im Fruͤhjahr auf das Feld kommen kann, muß das Land bear⸗ beitet und dies, wo moͤglich, noch zweymal wech⸗ ſelsweiſe tief und flach in die Laͤnge und ins Kreutz wiederholet werden, wonach jedesmal unmittelbar fleißig geegget wird. Zu dem Pflanzen muß man regnigtes oder truͤbes Wetter, wo moͤglich, wahrnehmen, und an ſolchen Togen mit allen herbeyzuſchaffenden Arbeitern Hand anlegen. Man theilet die da⸗ bey anzuſtellenden Leute in drey Theile: unge⸗ faͤhr 0, welche die Pflanzen aufziehen und nach dem Felde hinbringen; ko, welche die Pflanzen auf die, durch den Reihenzieher be⸗ zeichneten Plaͤtze hinlegen; und 20, welche pflan⸗ zen. Mit dieſer Anzahl von Menſchen wird man, wenn ſie einigermaßen thaͤtig ſind, in 3 Tagen 25 Morgen bepflanzen koͤnnen. Man kann etwa rechnen, daß 4 bis 3 Perſonen in einem Tage einen Morgen bepflanzen. Das Einſetzen der Pflanzen geſchiehet ent⸗ weder mit dem Pflanzſtock, oder beſſer, mit einer kleinen ſpitzen Hacke, die ich an einem andern Orte beſchreiben werde. Man ſetzt die Pflanzen entweder ſo, daß ſie nur in Reihen von 2 Seiten durch den Pflug dd 2 be⸗ bearbeitet werden koͤnnen, oder ſo, daß dieſer auch ins Kreutz durchgehen, und die Erde von allen 4 Seiten ab⸗ und wieder anbringen kann. Im erſten Falle werden mit dem Linienzieher die Reihen nur der Länge nach markirt, und die Emfernung der Pflanzen, durch einen Stab von beſtimmter Laͤnge, welchen man dem Pflan⸗ zer in die Hand giebt, und deſſen Stelle der Paanzſtock oder die kleine Hacke am beſten ſelbſt vertrin, beſtimmt. Im zweyten Falle wird der Linienzieher auch ins Kreutz uͤber das Feld gezogen, und die Pflanzen kommen da zu ſtehen, wo ſich die Linien durchſchneiden. Die Entfernung, worin der Kohl geſetzt wird, iſt nach der Groͤße der Art verſchieden. Der große platte Kopfkohl erfordert einen Ab⸗ ſtand von 3 Fuß nach allen Seiten, und es kom⸗ men folglich nur 16 Koͤpfe auf die rheinlaͤndi⸗ ſche Ruthe. Der kleinere ſpitze Kohl braucht hoͤchſtens 2 und 2 Fuß Abſtand zu haben, und kommen folglich 28 ½ auf die Ruthe. Der Morgen alſo von erſterer Art 2880= 48 Schock, und letztere 5184= 86 Schock. Kan kann die kleinere Art anch noch dichter— die Reihen 2 Fuß auseinander und die Pflan⸗ zen in den Reihen auf 1 ½ Fuß— ſetzen, und auf den Fall kommen auf 1 Ruthe 54, auf 1 Morgen 9720 Köpſfe— 162 Schock. Leh⸗ teres —- teres wenn b der 1 nnthen un b zwen⸗ beirun vwirkſ werd gen, Wach kiarker ſo iſe dee pf wenn allen wſ unge V dem „ daß dieſe die Erde von tingen kann. linienzieher aarkirt, und einen Stab dem Pflan⸗ n Stelle der e am beſten weyten Falle euß uͤber das ömmen da z iden. Kohl geſetzt verſchieden. er einen Ab⸗ und es kom⸗ ie rheinlaͤnd⸗ Kohl brauct nd zu haben Ruthe. Dar 2880 F d 2 86 Schen noch dichter= und die Jin — ſehen, ind unthe 54, duf Schock. leh⸗ tetes 2— 8 † teres iſt jedoch nur in dem Falle rathſam, wenn man, wegen Verſpaͤtung und Schwaͤche der Pflanzen, ſchwache Koͤpfe und viele mis⸗ rathene erwarten muß. Denn bey einem groͤße⸗ ren Raume erlangen geſunde Pflanzen das zwey⸗ und dreyfache Gewicht, und die Bear⸗ beitung kann bey groͤßerer Entfernung weit wirkſamer vollfuͤhrt werden. Sobald die Pflanzen nur angewachſen ſind, werden ſie mit einem Schaufelpfluge durchzo⸗ gen, weil die Lockerung der Oberflaͤche ihren Wachsthum maͤchtig befoͤrdert. Sollte ein ſtarker Regen die Erde ſehr gebunden haben, ſo iſt es rathſam, mit einer ſpitzen Hacke dicht um die Pflanzen herumzuziehen, damit auch hier die Erde locker werde. Nach 8 oder 12 Ta⸗ gen pfluͤgt man von der einen Seite der Pflan⸗ zen die Erde ab, und wenn man will, nach einigen Tagen von der andern. Hat die Erde 8 Tage ſo abgepfluͤgt in der Mitte der Zwi⸗ ſchenraͤume gelegen, ſo pfluͤgt man ſie mit dem doppelten Streichbrettspfluge zum erſtenmale ſchwach, 14 Tage nachher ſtark an, welches, wenn die Pflanzen darnach geſetzt ſind, nach allen 4 Seiten geſchehen kann. Ich gebe die Z wiſe henzeiten, worin dies geſchehen muß, nur unge faͤhr an; man muß ſich aber darin nach dem Wachsthum des Kohls richten, der bey un⸗ 4 ℳ unguͤnſtiger, ſehr trockener oder naßkalter Witte⸗ rung oft nicht fortwill, weswegen das Behaͤu⸗ fen ſich zuweilen verſpaͤtet, immer aber ſobald als möglich geſchehen muß. Daß der Kohl durch ſeinen maͤchtigen Wuchs viele Nahrungstheile aus dem Boden nehme, iſt zwar nicht zu leugnen; aber daß er ungleich mehreres wiedergebe, iſt auch gewiß. Wenn man den Kohl als eine Braachfrucht zur Vorbereitung fuͤr das Getreide bauet, und dem Acker nicht mehr Duͤnger geben wollte, als ge⸗ woͤhnlich auf die Braache gefahren wird, ſo würde allerdings ein betraͤchtlicher Abſchlag in der Staͤrke der folgenden Erndten zu verſpuͤren ſeyn. Duͤngt man aber etwa um* ſtaͤrker— und wer das noch nicht thun kann, befaſſe ſich lieber mit Kohlbau nicht—, ſo wird man ſehr reiche Erndten in den folgenden Saaten danach haben. Hr. Joſeph Forby ſagt in einem Briefe an A. Young:„nach zwoͤlfjaͤhrigen wie⸗ „derholten Verſuchen, die ich mit groͤßerer Auf⸗ „merkſamkeit, wie je, angeſtellt habe, bin ich „voͤllig uͤberzeugt, daß der Kohl den Boden „nicht ausſauge, ſondern ihn, wenn er dafuͤr „geeignet iſt, mehr verbeſſere und reinige, als „die Ruͤben. „im Herbſte, und fahre ihn fuͤr das Rindvieh „auf meinen Hof; den ſchlechteren laſſe ich ſte⸗ „hen, Ich ſchneide meinen beſten Kohl ——— —ÿ— „gen nacht „Onan mein ulen v alter Vime das Behäe aber ſobald maͤchigen dem Boden aber daß et auch gewiß. achfrucht zur et, und dem te, als ge⸗ n wird, ſo Abſchlag in verſpuͤren ſtaͤrker— befaſſe ſich d man ſehr aaten danach at in einem jährigen vie roßerer Auf⸗ habe, bin c l den Boden penn er dafür reinige, Ä beſten Kohl das Nindvie n laſſe ich ſe⸗ „hen/ „hen, um ihn im Maͤrz und April mit den „Mutterſchafen und Laͤmmern abzuhuͤrden, die „danach doppelt ſo viel Milch, wie nach den „Nuͤben, erhalten. Ich ſaͤe ſodann Gerſte „mit rothem Klee, den ich dann im folgen⸗ „den Jahre zweymal maͤhe, und darauf zum „Weitzen umbreche, in deſſen Stoppel ich Ha⸗ „fer ſaͤe. Im Herbſt fahre ich dann wieder „12 bis 14 Fuder Duͤnger auf, pflüͤge ſie un⸗ „ter, und baue wieder Kohl. Dies iſt mein „Umlauf auf dieſem Theile meiner Wirthſchaft „geweſen, den ich ſeit 12 bis 13 Jahren beob⸗ nachtet habe, und kein Land iſt hier in beſſerem „Stande, wie das meinige. Folgendes iſt „mein Durchſchnitts⸗Ertrag in dieſen 12 Jah⸗ uren vom Acre geweſen: Kohl— 520 Centner Gerſte.. 37 Buſhel Klee, zweymal gemaͤhet, 60 Centner Weitzen 30 Buſhel Hafer. 2 60—“ Annal. of Agricult. XIX, 565. Aehnliche Verſicherungen findet man bey den Englaͤndern vielfaͤltig; man muß aber be⸗ merken, daß gewoͤhnlich ein Theil des Kohls vom Vieh auf dem Acker wieder verzehrer werde. Iſt der Acker nicht reichlich geduͤngt, 424 ſo zieht der Kohl den wenigen Duͤnger zu ſtark aus, und macht den Duͤngermangel den fol⸗ genden Saaten empfindlich. Ein umgebroche⸗ ner, reicher Grasboden kann etlichemal guten Kohl ohne Duͤnger tragen, wird aber dadurch ſo ſehr erſchoͤpft, daß nachher weder andere Fruͤchte, noch Graͤſer darauf gedeihen wollen. Die Englaͤnder bedienen ſich des Kohls hauptſaͤchlich zu Maſtung des Rindviehes und der Schafe. Die Maſtungszeit muß, wenn ſie vortheilhaft ſeyn ſoll, zwiſchen Michaelis und Weihnachten fallen, und ſchickt ſich hauptſaͤch⸗ lich fuͤr dasjenige Vieh, was auf der Weide und beym Klee nicht vollendet iſt. Denn ob ſich gleich der Kohl im Winter ziemlich leicht erhalten laͤßt, ſo verliert er doch an den aͤuſſe⸗ ren Blaͤttern ſo ſtark, daß die ſpaͤtere Benut⸗ zung deſſelben unvortheilhaft wird. Auch mit dem Milchvieh muß man daher den Kohl im Vorwinter verfuttern, und ich wuͤrde nicht ra⸗ then, den Kohlbau weiter zu treiben, als daß er bis zur Haͤlfte des Januars reicht. Das Einſaͤuren deſſelben geht zwar recht gut, und der ſaure Kohl giebt dem Viehe ein ſehr ange⸗ nehmes und gedeihliches Futter, iſt aber in groͤßeren Wirthſchaften zu umſtaͤndlich und zu koſtſpielig. b Die 3 angen Vlne rige! 2 Kohl gen mer Oete nom erhie Se rſen acen Zten zten zter in taͤgl gen kon. ben Xy ſun kom V der ger zu ſtatt hel den fol imgebroche emal guten ber dadurch eder andere en wollen. ˖ des Kohl dviehes und muß, wenn kichaelis und h hauptſäch der Weide Deun ob mlich leicht n den auſee⸗ atere Benut⸗ *. Auch mi den Kohl in uͤrde nicht ra⸗ treiben, al z reicht. Das echt gut, ud ein ſeht ange , iſt aber in zudlich und z Die 7 mer mehr davon. Iſten Tag — 4256— Die Milch erhaͤlt vom Kohl keinen un⸗ angenehmen Beyſchmack, wenn keine angefaulte Blaͤtter gegeben werden. Sind aber nur we⸗ nige von dieſen darunter, ſo verſpuͤrt man es am Geſchmacke ſogleich. Die Kuͤhe, die vom Graſe oder Klee auf Kohl geſetzt werden, freſſen in den erſten Ta⸗ gen nicht ſehr ſtark, in den folgenden aber im⸗ Drey Kuͤhe, welche im October auf der Weide an Milch ſehr abge⸗ nommen hatten, wurden auf Kohl geſetzt, und erhielten davon ſo viel, als ſie freſſen wollten. Sie fraßen den 129 Pfd. 6ten Tag 340 Pſd. 2ten— 266— Iten— 320— zten— 374— gien— 330— 4ten— 292— dten— 320— 5ten— 200— 1oten— 332— in 10 Tagen alſo 2903 Pfund, und jede Kuh taͤglich o6 Pfund. Es waren Kühe, welche gemäͤſtet etwa 330 bis 530 Pfund wiegen konnten, und ſie nahmen dabey in der Milch betraͤchtlich wieder zu. Annal. of Agricult. XVI. 261. Nach Hutcheſon Mure Ma⸗ ſtungs⸗Beobachtungen, und nach Midleton kommen 174 Pfund Kohl 29 Pfund Heu in der Futterung gleich, oder ſie verhalten ſich gegen das — 42²6— das Heu ungefaͤhr wie 1: 6. Wenn wir anneh⸗ men, daß 36000 Pfund bey guter Kultur der Mittelertrag von einem Morgen ſey; ſo kommt ein Morgen Kohl 3 Morgen Wieſen von 2000 Pfund Errrage gleich. Wenn man Duͤnger und einen dem Kohl angemeſſenen Boden hat, ſo hat der Kohlbau keine große Schwierigkeit, und erfordert bey der Bearbeitung mit Pferdehacken wol weni⸗ ger Koſten, wie die uͤbrigen Gewaͤchſe dieſer Art, beſonders weil ſeine Einerndtung ſchnell von Statten geht. Er ſchlaͤgt freylich oft zu⸗ ruͤck, ein gaͤnzliches Misrathen iſt aber doch etwas ſeltenes. Manchem Uebel, dem der Kohl in Gaͤrten ausgeſetzt iſt, unterliegen große Felder nicht leicht. Der Mehlthau befaͤllt den freyſtehenden Kohl nicht ſo ſtark, wie den im Garten; und die Raupen, die ein kleines Kohlſtuͤck, weil eine Menge von Schmetterkin⸗ gen ihre Eier darauf abſetzt, zuweilen ganz zerſto⸗ ren, vertheilen ſich auf einer großen Kohlbreite zu ſehr, um ihr betraͤchtlichen Schaden zufuͤgen zu koͤnnen. Getheerte Lappen an kleinen Pfloͤk⸗ ken befeſtiget, zu der Zeit, wenn die Butter⸗ voͤgel erſcheinen, werden auch in England fuͤr ein bewaͤhrtes Mittel gegen die Raupen gehalten. Wenn — T um d bringe ander T dom beſcht zen, Dem men zeln ten cult 2 werde Erde getun wir ann⸗ Kultur de ſo komm von 2000 n dem Kohl der Kohlbau erfordert bey en wol weri⸗ waͤchſe dieer dtung ſchnul eplich oft zu aber doch , dem der iegen große befollt den wie den im ein kleines Schmetterüi⸗ en ganz zerſü⸗ zen Kohlbreit haden zufügen kleinen Pfb an die Butten n England fi die Raupen Wena Wenn man mehrere Muͤhe nicht ſcheuet, um den Kohl zu groͤßerer Vollkommenheit zu dringen, ſo finde ich folgendes von den Eng⸗ laͤndern empfohlen: Vancouvoer laͤßt die jungen Pflanzen vom Saamenbeer fruͤh aufziehen, die Wurzel beſchneiden, und erſt auf ein anderes Beet ſet⸗ zen, ehe ſie aufs Feld verpflanzt werden. Denn weil ihnen die Pfahlwurzel fruͤh genom⸗ men iſt, treiben ſie deſto mehrere Nebenwur⸗ zeln, und erholen ſich dann nach der zwey⸗ ten Verſetzung ſehr ſchnell. Annal. of. Agri- cult. XXV. 77. Die Pflanzen ſollen, ſo wie ſie aufgezogen worden, in einen Brey, aus feiner lehmigten Erde und Waſſer gemacht, mit ihren Wurzeln getunkt werden. Survey of Kent, 103. Der Ruͤbenbau. Nach der gewoͤhnlichen Norfolkſchen Me⸗ thode iſt er im 1ſten Bande ausführlich genug beſchrieben worden. Wo man ſehr geuͤbte Ruͤ⸗ benhacker haben kann, und auf ſandigem Bo⸗ den, bleibt man bey dieſer Methode. Sonſt aber 1— aber ſtimmen die meiſten fuͤr das Drillen, und dieſe Methode verbreitet ſich in England immer mehr, theils weil ſie die Arbeit ſehr erleichtert, theils weil ſie noch ungleich groͤßere Erndten und lauter ſehr große Stuͤcke giebt, und auch auf flachem, thonigtem und lettigem Boden den Ruͤbenbau moͤglich macht. Ich habe dieſer Meihode in der Abhandlung von der Drillkul⸗ tur ſchon erwaͤhnt, und brauche dieſerhalb hier auch nichts beſonderes weiter anzufuͤhren. Man hat faſt allgemein gefunden, daß die Erdfloͤhe den gedrillten Saaten wenig Nachtheil gebracht haben, die den breitwuͤrfigen aͤuſſerſt gefaͤhrlich ſind. Der etwas tiefer in fruchtbarer Erde liegende Saame treibt gleich eine ſtaͤrkere, den Erdfloͤhen mehr widerſtehende Pflanze hervor, die ihnen in etlichen Tagen voͤllig entwaͤchſt. Man hat gegen die Erdfloͤhe, und gegen eine kleine Schnecke, die, nach Einigen, den Ruͤ⸗ ben mehr Nachtheil wie jene bringen ſoll, das Walzen, aber nur in der Nacht,— bey Tage hilft es nicht— empfohlen. Man ſoll damit Abends 10 Uhr anfangen, und es die Nacht durch fortſetzen, bis der Tag anbricht. Ver⸗ ſchiedene engliſche Landwirthe machen ſich die die Ehre einander ſtreitig, Erfinder dieſer Me⸗ thode zu ſeyn, und die meiſten geſtehen deren Nutzen zu. Bey dem naͤchtlichen Thau leckt (dlick. (üc feuch alſot rice hheil. kaunt ten. VI. XII hielr 3 ver drillen, und land immer erleichter, ere Ernoten 1, und auch Voden den habe dieſer der Drilkol⸗ ieſerhalb hier führen. Nan die Erdſühe theil gebrach rſt gefaͤhrüich tharer Erde aͤrkere, den nze hervor, nwaͤchſt. e, und gegen igen, den Ri⸗ ugen ſoll, da — bey dag Nan ſol damt es die Nat ibricht. Ver gachen ſich de der dieſer No geſtehen dern hen huann li (ick — 429— Click up) die Walze die Erdfloͤhe mit der feuchten Erde auf, die jungen Pflanzen werden alſo von ihren Feinden befreiet, und das An⸗ druͤcken thut ihnen, bey trockenem Boden, Vor⸗ theil. Bey feuchter Witterung hat man be⸗ kanntlich von den Erdfloͤhen nichts zu befuͤrch⸗ ten. Agricult. and commerc. Magaz. VI. 323. An. of agricult. X. 207. XII. 336. XXII. 353. Sir Horham er⸗ hielt dadurch ſeine großen Ruͤbenfelder in Jahre 1793, wie alle andere in der Nachbarſchaft vernichtet wurden. Indeſſen muß dieſes Huͤlſsmittel doch ſo unfehlbar nicht ſeyn, weil Hr. Coke bey ſei⸗ ner Schafſchur einen Preis von 200 Guineen noch kuͤrzlich auf ein ſicheres Mittel dagegen ſetzte, und man den Preis wirklich einem zu⸗ geſtand, der als ein ſolches das Ausſaͤen von 2 Pfund Rettig⸗(nicht, wie es uͤberſetzt worden iſt, Radies⸗) Saamen auf einen Acre Ruͤben angab. Dies Mittel findet ſich ſchon in aͤlteren engliſchen Schriften in Dodsley'’s Annual Register 1768. Dossie's Memoirs of Agriculture u. a. m., wo verſichert wird, daß die Erdfloͤhe die Reniigpflanze vor allen an⸗ dern ſo liebten, daß ſie nur auf dieſe fallen, und und die Ruͤben aufkommen laſſen wuͤrden. Wenn aber die Rettigpflanzen von ihnen nicht zerſtoͤrt werden, ſo wird es meines Erachtens ſchwer halten, beym erſten Behacken die aͤhn⸗ lichen Pflanzen zu unterſcheiden, und nur die Ruͤben ſtehen zu laſſen, wie das auch der Fall iſt, wenn viel Hedderich mit den Ruͤben auflaͤuft. Ein Hr. Walker hat auf ſeinen Feldern eine beſondere Methode, Weitzen und Rocken unter die Ruͤben zu ſaͤen. Dieſe Koͤrner wer⸗ den nemlich uͤber die Ruͤben her geſaͤet, wenn dieſe zum zweytenmale behackt werden ſollen, und mit dieſem Behacken untergebracht. Die Ruͤben werden dann mit Schaaſen, bey trocke⸗ nem Wetter im Winter, abgehuͤrdet, und die Getreideerndten waren vortrefflich danach. Es iſt mehrere Jahre nach einander auf 50 bis 100 Acren von ihm betrieben, und A. YVoung, der es mehreremale geſehen hat, bezeugt den gluͤcklichen Erfolg davon. An. of Agric. IX. 4214 Die Ruͤben werden haͤufig nach abgefutter⸗ ten Wicken gebauet, und man finder, daß ſie danach oft beſſer gerathen, als wenn das Land geſommerpfluͤgt worden. Vor⸗ ——— Hſauie I ten I Baſis gen B kannte toffeln den N hauft Anba da of Gew ren. Cult len, Alen nste „ 4 häͤtte ſchein aber zu la ben w vom Die E hey F und iß Arbeit. en wütden. ihnen nich 3 Erachtens en die ähn⸗ und nur die as auch der den Rͤben einen Feldern und Rocken Koͤrner wer⸗ eſaͤet, wenn erden ſollen,/ acht. Die bey wocke⸗ et, und die danach. E auf 50 bis A. Yo ung, „bezeugt den 1. of Agric ach abgefutte⸗ indet, daß ſi venn das lid Pot⸗ — 431— Vormals hielt man in den beſſer cultivir⸗ ten Theilen Englands den Ruͤbenbau fuͤr die Baſis jeder guren Kultur; weil man die uͤbri⸗ gen Braachgewaͤchſe dieſer Art noch nicht genug kannte. Jetzt haben ſie dem Kohl, den Kar⸗ toffeln, der ſchwediſchen Ruͤbe(Rota-baga), den Moͤhren, und neuerlich auch den Runkeln, haͤufig weichen muͤſſen. Manche meynen, ihr Anbau erhalte ſich nur noch aus Vorurtheil, da oſſenbar andere an ihre Seelle zu ſetzende Gewaͤchſe weit ſicherer und vortheilhafter waͤ⸗ ren. Einige brauchen das Wort Turnip- Culture, wenn ſie ſich kurz ausdruͤcken wol⸗ len, fuͤr den Bau dieſer Braachgewaͤchſe im Allgemeinen, und verſtehen unter Turnip- System das, was man jetzt in Teutſchland engliſche Wechſelwirthſchaft nennt. Wenn die Englaͤnder mehr Stallfutterung haͤtten, ſo wuͤrden ſie vom Ruͤbenbau wahr⸗ ſcheinlich noch mehr zuruͤckkommen. Da ſie aber ihr Vieh ſo viel wie moͤglich umhergehen zu laſſen gewohnt ſind, ſo ſchicken ſich die Ruͤ⸗ ben vor andern Fruͤchten vorzuͤglich, um ſie vom Vieh auf dem Felde verzehren zu laſſen. Die Schafe holen ſie ſelbſt, auch im Winter bey Froſt und Schnee, aus der Erde heraus, und ihre Einerndtung erfordert alſo gar keine Arbeit. Sie erfrieren freilich zuweilen, und dies — 432— dies iſt ein großes Ungluͤck. Der Fall tritt aber ſo ſelten ein, daß man ſich dadurch nicht abſchrecken laͤßt. Fuͤr das Rindvieh ſind ſie ſchon minder vortheilhaft, weil ſie fuͤr ſelbiges mit der Forke oder Hacke herausgeworfen wer⸗ den muͤſſen. Aber in den eigentlichen ruͤben⸗ bauenden Gegenden iſt auch der auf Maſtung berechnete Schafſtand von groͤßerer Wichtigkeit „ als der Rindviehſtand. Ein gut behandeltes Ruͤbenfeld giebt, wenn die Erndte abgefahren wird, vom engliſchen Acre 24000 Pfund, folglich vom Morgen 16000 Pfund. Bey der Drillkultur geben ſie mehr, indem ſie dadurch zu einer enormen Groͤße gebracht werden koͤnnen. Anderſon erzaͤhlt im Zten Bande ſeiner Verſuche uͤber den Ackerbau, S. 522, folgendes:„Herr „Campbell hatte im Jahre 17095 ein auſſer⸗ „ordentlich ſchoͤnes Ruͤbenfeld. Am Tiſche „entſtand die Frage: zu welcher Groͤße man „Ruͤben bringen koͤnnte? Da die Meynungen „ſehr verſchieden waren, ſo befahl Hr. Camp⸗ „bell, daß eine der ſtaͤrkſten Ruͤben, die man „eben finden koͤnne, aufgezogen werden ſolle. „Dies geſchah, und die meiſten waren ſehr er⸗ „ſtaunt, zu finden, daß ſie volle 40 Pfund wog. „Wie man jedoch nach einiger Zeit, als die „Ruͤben voͤllig ausgewachſen waren, genau „mach⸗ ——— Der Fall rit dadurch nich drieh ſind ſi ſe fir ſelbiges geworfen wer⸗„. ulichen ruͤben⸗ auf Maſtung ter Wichugkei ed giebt, wenn dom engliſchen vom Morgm ltur geben ſe, ner enormen Anderſon Jerſuche üͤber des:„Herr. 9 ein auſſer Am Aſſe er Größe mat die Meynungen hl Hr. Canye tüͤben, die ni n werden ſil waren ſeht r 40 Pfund nah Zeit, als de waren, genan tac⸗ — 435— „nachſuchte, fand man eine, die 63½ Pfund „wog. Dieſe ward eine Zeit lang aufbewahrt, „und in Gegenwart verſchiedener Perſonen ge⸗ „wogen, unter denen auch der Herzog von „Argyle war. Wenn ich mich nicht auf ſo „viele Zeugen berufen koͤnnte, ſetzt er hinzu, ndie dieſe Ruͤbe haben wiegen ſehen, ſo mögte nich es kaum erzaͤhlen, da es Manchem un⸗ „glaublich ſcheinen wird.“ Dieſe Ruͤben ſind im Weſentlichen von denen nicht unterſchieden, die wir bey uns unter dem Namen von Waſſer⸗ oder Herbſtruͤben bauen, und die unbearbeitet hoͤchſtens die Schwere von* Pfunde erreichen. Zwiſchen 10 bis 11 Pfund habe ich ſie doch auch ſelbſt gehabt. In der Nahrhaftigkeit erhalten ſich nach Midleton die Ruͤben zum Heu wie 1:8. Nach Hutcheſon Mure zum Kohl wie 9: 10, und zum Heu wie 15: 1c0 oder ungefaͤhr wie 1:7, welches letztere mir wol richtiger ſcheint. Ein Morgen Ruͤben wuͤrde alſo, wenn wir ſei⸗ nen Ertrag zu 16,000 Pfund annehmen, un⸗ gefahr 1½ Morgen Wieſen gleich kommen. Nach Hrn. Meyer's Verſuchen trockneten 110 Cubiczoll Rüben auf 16,4 Cubiczoll und 55 Loth auf 3,1 Loth ein. Von 100 Theilen gehen alſo an Votum verloren 33, und an Gewicht 89,, die als waͤſſrige Theile nicht 3r Band. Ee naͤh⸗ — 434— naͤhrend ſeyn koͤnnen. Waͤre die ausgetrock⸗ nete Subſtanz dem Heue nur gleich, ſo wuͤrden ſie ſich zu dieſem um ein wenig hoͤher als 1:10 verhalten. Es bat aber wol keinen Zweifel⸗ daß dieſe ausgetrocknete Maſſe nahrhafter wie Heu ſey, welches groͤbere Faſern enthaͤlt. Die ſchwediſche Ruͤbe(Rota-Baga) hat ſich ſeit r0 Jahren in England ſehr beliebt gemacht, und ihr Lob iſt vielleicht von Einigen uͤbertrieben. Indeſſen iſt es gewiß eine vor⸗ treffliche Ruͤbe, die vor unſerer gewoͤhnlichen Kohl⸗ oder Steckruͤbe einen entſchiedenen Vor⸗ zug erhalten wird. Sie gehoͤrt auch mehr zu dieſem Geſchlecht als zu dem der Waſſerruͤbe. Vor letzterer hat ſie den Vorzug einer ungleich feſteren Conſiſtenz, vor erſterer den einer mehr angenehmen, aber nicht waͤſſrigen, ſondern zuk⸗ kerhaltigen, nahrhaftigen Saftigkeit. Was ſie aber vorzuͤglich empfiehlt, iſt ihre Dauer⸗ haftigkeit gegen den Froſt, indem ſie die haͤrte⸗ ſten Winter, den von 1½ ½, im Lande ausge⸗ halten hat; alſo eine ſo zuverlaͤſſige Nahrung und Futierung im Fruͤhjahre gewaͤhrt. Sie ſoll ſelbſt dann ihre Safigkeit nicht verlieren, wenn ſie ſchon in Bluͤtheſtengel aufſchießt, und dann nur die aͤuſſere Rinde etwas hart wird. Sie ie ausgenok⸗ h, ſo wuͤtde her als 1:10 (nen Zweifel⸗ ahrhafter wie enthalt Rota-Baga) und ſehr beliebt ht von Einigen wiß eine vor⸗ gewoͤhnlichen hiedenen Vor⸗ auch mehr zu Waſſetrübe. einer ungleich den einer meſt t, ſondern zur⸗ jügkeit. Va iſt ihre Daur⸗ em ſie die hine m Lande aubze ſäſſige Nahnn gewaͤhtt. ei richt verlieren auſſchießt, id as hart vind bie gen. — 435— Sie wird entweder breitwuͤrfig, wie die gewoͤhnliche Ruͤbe, aber fruͤher wie dieſe, zu Ende des May's oder Anfangs Juny, ausge⸗ ſaͤet, und dann auf dieſelbe Weiſe behackt. Oder ſie wird, und zwar haͤufiger, gedrillt. Man kann ſie auch auf ein Saamenbeet ausſaͤen und ſie verpflanzen, denn ſie ertraͤgt das Verſetzen ſehr gut. Die Groͤße der gewoͤhnlichen engliſchen Ruͤbe erreicht ſie nicht, uͤberwiegt im Durch⸗ ſchnitt aber die der Kohlruͤben. Ihr angemeſſenſter Boden iſt Lehm und lehmiger Sand; auf bloßem Sande bleibt ſie nur klein. Man haͤlt ſie allgemein fuͤr vorzuͤglich nahr⸗ haft. Ich kenne aber keine Verſuche, aus wel⸗ chen ſich das Verhaͤltniß ihrer Nahrhaftigkeit gegen andere Gewaͤchſe ausmitteln ließe. Ich habe ſie ſelbſt dem Viehe noch nicht gegeben, weil ſie zum Kuͤchengebrauch ſo ſtark geſucht wurde, und ich noch nicht genug habe bauen koͤnnen, um das Verlangen danach zu befriedi⸗ Denn ſie hat im Geſchmacke allgemein anerkannte Vorzuͤge vor jeder andern Ruͤbenart, nach dem Urtheile der Meiſten, ſelbſt vor den Maͤrkſchen Ruͤben. Ihre nahrhafte Qualitaͤt ſcheint absr auch bey Menſchen bemerklich zu Ee 2 ſeyn, . — 4136— ſeyn, denn ſo gern man ſie aß, ſo habe ich doch immer bemerkt, daß Niemand viel davon eſſen konnte. Ich bin daher uͤberzeugt, daß dieſe Ruͤbenart manche andere, insbeſondere die Kohl⸗ und Steckruͤben, in Teutſchland ver⸗ draͤngen werde, wenn ſie erſt bekannter wird. Da ſie ſelbſt in Schottland und in Schwe⸗ den den Winter im freyen Felde ausgehalten hat, wenn ſie nur nicht im Waſſer ſtand, ſo habe ich auch nicht den allergeringſten Zweifel, daß ſie dies auch bey uns thun werde. Allein das Wild, die Haaſen, Kraͤhen und andere Thiere, verſammlen ſich aus weiter Entfernung auf einem ſolchen Felde vorzuͤglich, und vor einigen Jahren ward mir ein kleines Feld davon rein ausgefreſſen. Auch in England hat man bemerkt, daß das Wild andere Ruͤbenfelder uͤbergehe und nur auf dieſe falle. Wo es alſo Wild giebt, wird man ſich genoͤthigt ſehen, ſie im Herbſte auszunehmen. Der Moͤhrenbau iſt im Iſten Bande ausfuͤhrlich genug beſchrie⸗ ben, und ich wuͤßte dieſer Beſchreibung nichts hinzuzuſetzen, da ich uͤber das Drillen derſel⸗ ben, wodurch man das ſo beſchwerliche Jaͤten und — de ſo habei viel daba zeugt, daß nsbeſondere iſchland ver⸗ anter wird. d in Schwe⸗ ausgehalten ſer ſtand, ſo zſten Zweifel rde. Allen und andere Entfernung. , und vor Feld davon ud hat man Rüͤbenfelder Wo es alo zagt ſehen, ſ T enug beſchie eibung nicht drillen derſe⸗ gerliche Jin und — 437— und Behacken zum Theil erſpart, in der Ab⸗ handlung von der Drillkultur ſchon das Roͤthige geſagt habe. Ich muß nur das, was ich uͤber den großen Ertrag derſelben bey gehoͤriger Behandlung und auf hinlaͤnglich tiefem Boden geſagt habe, nach meinen eigenen und nach meiner Freunde Er⸗ fahrungen, beſtaͤtigen. Der gewoͤhnliche Ertrag derſelben laͤßt ſich bey guter Behandlung auf 20,000 Pfund vom Morgen, in der Regel annehmen. Nach Hrn. Ober⸗Commiſſair Meyers Verſuchen trocknen 60 Loth Moͤhren auf 8, Loth ein; von 100 Theilen gehen alſo dem Gewichte nach 84,1 an waͤſſrigen Theilen ab, und es bleibt an ſubſtan⸗ zieller, aber gewiß ſehr nahrhafter Maſſe 15,9. Es wuͤrde alſo ein Morgen 3180 Pfund feſter Maſſe geben, die in der Nahrhaftigkeit das Heu wol bey weiten uͤberwiegt, und dem Mehl wenigſtens an die Seite geſetzt werden kann. Ich glaube alſo, daß man einen Morgen Moͤh⸗ ren vollkommen drey Morgen Wieſen in Nah⸗ rungsergiebigkeit gleichſchaͤtzen koͤnne. Der ſtarke Gebrauch, den man in kleinen Haushaltungen von den Moͤhren zur Maſtung der Schweine und Gaͤnſe macht, beſtaͤtigt ihre naͤh⸗ — 435— naͤhrende Eigenſchaft. Wenn Leute, die viele Erfahrung darin haben, und dieſe Thiere zum Verkauf maͤſten, den hieſigen Himten Moͤhren, = 50 Pfund, fuͤr 4 gGr. kaufen koͤnnen, ſo nehmen ſie ſelbige ſehr gern, und glauben ſich dabey beſſer, wie bey irgend einem andern Fut⸗ terungsmittel, zu ſtehen, Eine Schwierigkeit bey den Moͤhren iſt: die Aufbewahrung derſelben im Winter. Sie leiden leicht vom Froſte, und in Gruben gera⸗ then ſie leicht in Faͤulniß. Ich will daher Jo⸗ ſeph Forby's Methode, die auch in den haͤrteſten Wintern bewaͤhrt gefunden iſt, mit⸗ theilen:„Ich werfe“, ſagt er,„eine Unterlage „von Erde, etwa 6 Zoll hoch, in Reihen von „2 ⅞ Fuß Breite, und, nach Verhaͤltniß meiner „Quantitaͤt von Moͤhren, in einer Laͤnge von „50 bis 60 Fuß auf. Auf dieſe Erde lege ich „eine Lage von trockenem Stroh; hierauf wer⸗ „den dann die Moͤhren, mit ihrem Kraute aus⸗ „waͤrts und mit ihren Schwaͤnzen uͤber einander „her, in 2 Reihen gelegt, ſo daß dieſe Lagen „ungefaͤhr die Breite von 2 Fuß einnehmen. „Die kleinen Wurzeln werden abgeſchnitten und „in die Mitte gelegt, ſo daß ſie durch ihr Ge⸗ „wicht auf dem Mittelpunkt die Reihen zuſam⸗ „menhalten, und das Auseinanderfallen der „Reihen verhindern. Zwiſchen 2 oder 3 Schich⸗ „ten te, die hiee Thiere zu ⸗en Möhren, konnen, ſo glauben ſich andern Fut⸗ Möhren iſt Winter. Eie Gruben gera⸗ ill daher Je⸗ zuch in der den iſt, mit⸗ ne Unterlage Reihen von liwiß meiner er Vnge von Erde lege ih hierauf we⸗ n Kraute aui⸗ über einande aß dieſe lahe ß einnehmm. geſchnitten u darch ihr e⸗ Reihen zuſen⸗ derfallen der oderz Elhih⸗ „ten — 439— „ten Wurzeln lege ich eine duͤnne Lage trocknes „Stroh, und baue ſo den Haufen ungefaͤhr vier „Fuß hoch auf; darauf bedecke ich das Ganze „mit trockenem Stroh, und lege daruͤber her „eine Lage Schilff als Bedachung. Dann fan⸗ „ge ich ein anderes Beet, parallel mit dem er⸗ „ſten, an, und laſſe nur ſo viel Raum, daß „ein Menſch dazwiſchen hergehen kann. So „fahre ich ſort, bis ich meine ganze Moͤhren⸗ „erndte aufgetaſſet habe. Darauf fuͤlle ich die „Zwiſchenraͤume ganz mit trockenem Strohe „aus, und belege es auswaͤrts mit Bunden „von Stroh, die ich mit Huͤrden befeſtige, da⸗ „mit der Wind die Bedeckung nicht abwerfen „koͤnne. Dieſe Vorkehrung(die freilich bey „einem maͤßigen Froſte vielleicht unnoͤthig waͤre) „iſt ſo wirkſam, daß ich bey der heftigſten „Kaͤlte in dem Winter von 17½ 3 auch nicht „einen Scheffel Moͤhren verlor.“ Ann. of Agr. XI. 328. Dieſes umſtaͤndliche Aufbewahren laͤßt ſich bey den Moͤhren, ſo wie bey den uͤbrigen Ge⸗ waͤchſen, erſparen, wenn man dazu eigens be⸗ ſtimmte Keller hat. Dies gebrauchen keine ausgemauerte, ſondern nur mit Bohlen und Staͤndern ausgeſetzte Keller zu ſeyn, die man in jedem Gebaͤude anlegen kann. Am bequem⸗ ſten paßt ſich wol der Taſſen⸗ oder Banſenraum in in den Kornſcheuren dazu. Man laͤßt naͤmlich den Keller 5 bis 6 Fuß tief anlegen, bleibt aber 3 Fuß von der Grundmauer entfernt, und laͤßt das auswerfen der Erde nicht auf einmal, ſondern ſatzweiſe vornehmen, und dieſen Satz ſofort Ausbohlen, damit die Grundmauer durch das Nachſinken der Erde nicht in Gefahr kom⸗ me. Die Staͤnder werden dann durch Spar⸗ ren, die oben in einem ſehr ſtumpfen Winkel zuſammengefugt ſind, mit einander verbunden, ſo daß dieſe ein ſehr flaches Dach bilden, wel⸗ ches mit Bohlen belegt iſt, auf welche das Ge⸗ treide, wie gewoͤhnlich, aufgetaſſet wird. Iſt der Keller breit, ſo verſteht ſichs, daß dieſes Dach durch einen Dachſtuhl die erforderliche Feſtigkeit erhalten muͤſſe. Doch, ich will den Bau nicht beſchreiben, ſondern die Vorrichtung nur ungefaͤhr angeben. Von der Tenne ab ge⸗ hen die Eingaͤnge in die verſchiedenen Abthei⸗ lungen dieſes Kellers, und aus jeder Abthei⸗ lung geht eine Dunſtroͤhre, die bey ſtarkem Froſte verſtopft wird, nach auſſen. Keller die⸗ ſer Art hat der Hr. von Juel, Erbherr auf der Inſel Thorſeng, der dieſen Gewaͤchs⸗ bau in einem ſehr großen Maße, und in dem gehoͤrigen Syſteme betreibet, angelegt. Ich habe in andern Gebaͤuden unter einem freyen Raume die Staͤnder der Gewaͤchskeller nur mit Balken verbunden, uͤber welche Deckel herge⸗ legt — lißt aanic egen, bla entfernt, und auf einmal, dieſen Saß dmauer darch Gefahr kom⸗ durch Syar⸗ mpfen Winkel er verbunden, bilden, wel⸗ elche das Ge⸗ twird. I daß dieſes erforderliche ch will den Vorrichrng Tenne ab ge⸗ enen Abihei⸗ jeder Abthei bey ſtarken . Keler die Erbherr af ſen Gewiche , und in den ggelegt. 3c einem freyen keller nur ni Deckel ſerge⸗ legt — 44— legt werden, die man aufnehmen kann. Die Gewaͤchſe werden in dieſe Behaͤlter geſchuͤttet, 1 ½ Fuß Stroh daruͤber hergelegt und die Deckel zugemacht. Die Bohnen gehoͤren zwar ihrer Natur nach nicht zu dieſen Arten von Gewaͤchſen. Da ſie indeſſen bey der Drillkultur nicht nur im Feldſyſtem an die Stelle derſelben treten koͤnnen, ſondern auch zur Vieh⸗ futterung benutzt werden; ſo kann man ſie in oͤkonomiſcher Hinſicht, wie das von den Eng⸗ laͤndern mehrentheils geſchieht, hierher rechnen. Es verſteht ſich aber, daß nur von gedrillten Bohnen die Rede ſey, die in ſo entfernten Zwi⸗ ſchenraͤumen, daß der leichte Pflug oder die Pferdehacke dazwiſchen durchgehen koͤnne, ge⸗ ſaͤtt worden ſind. Ich brauche dieſe Kultur nicht zu beſchreiben, da ich ihrer ſchon an meh⸗ reren Orten erwaͤhnt habe, und ſie bey meinen Leſern als bekannt vorausſetzen darf. Wenn die Braache mit andern Gewaͤchſen aus dieſer oͤkonomiſchen Klaſſe ganz zu beſtellen, der Erndte und Aufbewahrung wegen, bedenklich iſt, ſo hat man an dieſem Bohnendrillbau ein Aus⸗ Auskunftsmittel, wobey keine Schwierigkeit eintreten kann. Die Bohnen geben ein aͤuſſerſt nahrhaftes Viehfutter ab, und ein Buſhel Bohnen der kleinen Art, welche unter dem Namen Sau⸗ oder Pferdebohnen bekannt ſind, und etwa 67 Pfund wiegt, kommt nach den Maſtungs⸗Ver⸗ ſuchen einem Centner Heu in der Wirkung gleich. 40 Buſhel Bohnen auf einem engliſchen Acre werden bey der Drillkultur und nach gehoͤriger Duͤngung fuͤr einen mittleren Ertrag auf einem engliſchen Acre gehalten; dies betraͤgt auf einem Magdeburger Morgen etwa 16 Scheffel, und wird dem Gewichte nach etwa 1700 Pfund ausmachen, wozu denn noch das nahrhafte und dem Viehe angenehme Stroh kommt. Um das Verhaͤltniß, worin die verſchiede⸗ nen Futterungsmittel im Maß, Gewicht, Er⸗ trage vom Acker, Beſtellungskoſten und Nahr⸗ haftigkeit gegen einander ſtehen, genau aus⸗ zumitteln, iſt vielleicht noch die Aufmerkſamkeit mehrerer Generationen erforderlich. Die Sa⸗ che durch comparative Experimente aus zumachen, iſt, wenigſtens fuͤr einen Privatmann, nicht moͤglich; indem zu mannigfaltige Verſchieden⸗ heiten, Schwierili ſtnahrhaftes Bohnen der Namen Sau⸗ und etwa 67 Naſtungs⸗Ver⸗ dirkung glei. engliſchen Acre nach gehoriger rag auf einen gt auf einem Scheffel, und 700 Pfund ahrhafte und mt. die verſchiede Gewicht, Er den und Nahr⸗ „ genau al lufmerkſanii ch. De Se auezumad mmann, niht ze Verſciüen haüte — 443— heiten, und unzuberechnende fremde Einfluͤſſe, das Reſultat betraͤchtlich veraͤndern koͤnnen, wenn die Verſuche nicht ſehr im Großen, haͤu⸗ fig wiederholt und mannigfaltig modificirt an⸗ geſtellt werden. Das genaue Meſſen, Waͤgen, Zaͤhlen und Buchhalten iſt noch wenig uͤblich unter teutſchen Landwirthen geweſen; mehr in der That unter den engliſchen, beſonders denen, die Viehmaſtung betreiben. Wenn alſo gleich aus den engliſchen Beobachtungen auch kein un⸗ truͤgliches Reſultat hervorgeht, ſo haben ſie uns doch der Wahrheit naͤher, und, wie ich glaube, ſo nahe gebracht, daß wir ſchon rationelle Gruͤn⸗ de unſers Verfahrens daraus hernehmen koͤn⸗ nen, die dann allmaͤhlig durch aufmerkſame Beobachtung berichtiget werden müſſen. Hutcheſon Mure, Eſcq. von Great⸗ Saxham, ein alter erfahrner, practiſcher, vorurtheilsfreyer Landwirth in Suffolk, hat ſich lange mit dieſen Unterſuchungen beſchaͤftiget, und einen Theil ſeiner Beobachtungen und Re⸗ ſultate an A. Young mitgetheilt. Sie ſchei⸗ nen mir unter allen die ſchaͤtzbarſten zu ſeyn, und ich will daher einige ſeiner Maſtungs⸗Ta⸗ bellen und ſeiner allgemeinen Reſultate hier⸗ her ſetzen. Im Jahre 1789 ſtallte er 14 Maſtochſen auf, und gab jedem folgendes Futter: Erhiel⸗ wog bey der 2 lue S Pengl. Stein. 1 59 2 59 3 59 4 61 5 62 6 65 7 66 8 72 9 76 10 88 11 88 12 89 13 92 141128 ½ — 442— Nahm Erhielten in 63 Tagen: wichte — engl. Ctein 18 Buſhel eingeweichtes Bohnenmehl 8 15— gemalzte Bohnen.. 11 21— Gerſten⸗Malz. 14 21 ¾— gemalzte Bohnen u. Gerſte 13 ½ 19 ¾— eingeweichtes Gerſtenmehl 13 19— trocknes Gerſtenmehl 12 16— trocknes Gerſtenmehl 14 So viele Turnips als geſchaͤtzt wurden zu 1 L. 1 Sch. 0O P. 11 ¾ So viele Kartoffeln als geſchaͤtzt wurden zu 1L. 11Sch. 6 P. 11 ¾ 16 ⅞ Bufh. gemalzte Bohnen u. Haͤckſel 15 18— gemalzte Gerſte und Haͤckſel 13 ⅞ 16— gemalzte Bohnen u. Haͤckſel 14 16— gemalzte Bohnen u. Kartoffeln 12 16— gemalzte Bohnen u. Kartoffeln 19 ½ Nachfolgende Tabelle iſt ein Auszug aus ſeinen Buͤchern uͤber die im Jahre 17 83 betrie⸗ bene Maſtung. Gewicht der Futterung iſt zwar nicht darin angegeben, indeſſen giebt ſie doch manche Auſſchluͤſſe, und zeigt, wie die Maſtung bey Mure betrieben wird. a02G — 160 lqun 4. fee Art des Viehes. Wann ſie gewogen worden. Wo⸗ gen engl. Stein. Art des Futters: 19 St. Irlaͤnder 1 St. desgl. 10—— 8—— 12 St. Irlaͤnder 1 Ochſe.. 30 St. Irlaͤnder Auguſt 29 Auguſt 22 Junius 24 Julius 12 — 29 — 30 Januar 5. — 9 Januar 30 Julius 1650 1729 1748 121p 1024 ¹ 1 . 14 n u Gerſte 13 erſtenmehl 13 . 96 als geſchätt 1Sch. oJ. 1 als geſchätt Wicken.. gemaͤhetes Gras desgleichen. Kohl und Heu. Heu und Kohl Desgleichen„ Wicken.— Gras und Kohl Heu und Kohl. ¹ 4 1 3 ¹ ¹ ſel 13 Haͤck .H u. Haͤckſel 15 2 ackſel 14 Kartoffeln 12 Kartoffeln 19. n Auszug ale ISch. 6. I15 Hatten zuge⸗ lnommen. Stein. Zunahme auf den Kopf. 2 ber tterung iſt zwe giebt ſi vt 8⁰ 90 vie die Maßm 79 19 33 113 Stein. Pfd. 2 0 10 6 Wann ſie Wo⸗. Zeit der Hatten gewogen gen 9 Maſtung. zuge⸗ 3 Art des Viehes. worden. engl. Art des Futters: nomm. den Kb ff. Stein. 3 Woch Tage Stein.(Stein. Pfd. 30 St. Irlaͤnder. Februar 2721 Kartoffeln, gemalzte Bohnen/ Heu 11 0 224 8 27 7St. Hochlaͤnd. Schotten Julius 5 470 — 27] 468 Wicken. 12 3 St. aufgezogene.— 51 174 Sept. 27 175 Desgleichen 12 0 St. ſchottiſche Rinder— 23(3320 4 Nov. 7 3537 Grasweide und Kohl. Febr. 20 3801 Kartoffeln, Bohnen, Spreu u. Heu 10— aufgezogene. Jul. 11 333 Sept. 28 401 Kleeweide 24— Kurzhoͤrner— 19 2522 Octob. 24 2695 Grasweide und Kohl. Maͤrz 16 3057 Kartoffeln, Bohnen und Häͤſe Ochſe Sept. 4 140 Desgleichen. — 12 165 Desgleichen. — 19 153 Desgleichen. — 22 312 Desgleichen Der Engl. Stein haͤlt 13 Pfund Cöolniſch. 8 — 0 a2-up aO 83G1 824 z2 12 1i2230& S duy οα☛. — 3 L 3 BoarnS S gnlln apn rSAo. 434 1 — an 112 G SA= 2 122 2. 21124= 15212 1=1 80ν O= 03av. uP 53 9 1p 1tteS lue — 8aA 2 1 1 1 G 8.3 ¶ 1 à 72 21— 1 1 2&& 12 uG ☛ SS— 11 9 2 2 22= Ꝙ G 5 — 447— Ich fuͤhre noch folgende Bemerkungen an, die A. Voung aus dem Tagebuch von Mu⸗ re's Verwalter zog. Januar 17(1791): 8 Thiere von der kurzhornigen Art wurden auf Runkelruͤben ge⸗ etzt. ſetz Stein. Pfd. Sie wogen.- 963 o Im Durchſchnitt das Sruͤck. 4120. 5 Wurden wieder gewogen d. 28. Febr. 1014 0 Das Stuͤck im Durchſchnitt- 126 10 Das Stuͤck hatte in 6 Wochen zugenommen 6 5 Jedes erhielt dabey Buſhel Bohnen, 4 Buſh. Haͤckſel, neben 14 Buſhel Runkelruͤben woͤ⸗ chentlich. Zugleich wurden 8 Thiere von derſelben Art auf Kartoffeln geſetzt, um ſie mit denen, die Runkelruͤben erhielten, zu vergleichen. . Stein. Pfd. Sie wogen zuſammen.. 955 06 Im Durchſchnitt...I119 5 Wieder gewogen den 28. Febr. 1010 oO Das Stuͤck im Durchſchnit. 126 3 Das Stuͤck hatte in 6 Wochen zugenommen 6 12 Jeder Ochſe erhielt woͤchentlich 8 Bu hel Kar⸗ toffeln und daneben ebenfalls Buſhel Bohnen, 4 Buſhel Haͤckſel. May — 443— May 28.(1791). Dreißig Och⸗ ſen. Zwanzig von dieſen waren auf einem andern Pachthof auf Strohfutterung ausgege⸗ ben, mit dem Accord, fuͤr jeden Stein Ge⸗ wicht, den ſie lebendig zunehmen wuͤrden, 2 Schilling 2 Pence zu bezahlen. Sie verlo⸗ ren 83 Stein. Den 2ten May wogen dieſe, als ſie vom Strohe kamen.. 1134 St. oPfd. Den 28. May wieder gewogen 1264— 0— Jeder Ochſe nahm in 26 Tagen zu 6— 7— Sie wurden mit Weitzen⸗Spreu und Kartof⸗ feln gefuttert, und, der Stein lebendiges Ge⸗ wicht zu 3 Schill. gerechnet, gewannen ſie woͤ⸗ chentlich 3 Schill. 3 Pence das Stuͤck. Zehn Ochſen wurden zur Arbeir gebraucht. Wogen den 12ten Maͤrz 644 St. oPfd. den 28ſten Mayy 662— 0— Jeder nahm in 9 Wochen 5 Ta⸗ gen zu... Sie erhielten Heu und wenig Ruͤben, und ar⸗ beiteten die ganze Zeit durch. Wurden darauf ſaͤmmtlich mit gruͤnen Wicken gemaͤſtet. Folgende Beobachtungen theilte Mure aus ſeinen Buͤchern an A. Young mit: Die —,— teißig di⸗ een auf einen kung ausgege en Stein Ge, zmmen wurden, 4. Sie herla⸗ ſe, als ſie dyn 134 8. oh 264— 0- 4 5— 1- teu und Kaunſ lchendiges Ga evannen ſie wu Stick ſrben gorauht 644Et oM. 664— 5 1— 11 Näͤben, ude Wurden du eile Murtu mit: e — 449— Die Erndte von einem engl Acker gewogen, betrug von Runkelruͤben. 19 Ruͤben, gedrillt 16 Kartoffeln 10 Kohl.. 14 8 3 14 3 3 2 3 2 Tons. Cwght. Quart. Pfd. CC. 20 388 18 334 8 203 8 283 Bohnen, 40 Buſh. im Durchſchnitt, 1 Buſh. 67 Pfund; vom Acre 2680 Pfund. Die Koſten eines Ackers[vermuthlich blos der Arbeit] ſind bey Mure: Vom Kohl und Runkelruͤben. Kartoffeln. Ruͤben. Bohnen. Ein Maſtochſe von taͤglich Pfund. Runkelruͤben 171— Ruͤben„ 192— Kartoffeln 120= Kohl 176 Bohnen 23 ½— Es ſcheint, daß 4 2. 5 4 „† 84 L. 0 0O ᷣ 8. P. Q 7 6 6 6 6 6 mittlerer Groͤße erhaͤlt 3 Buſh. 4— 2— 2½ Gallons 105 ein Acker gruͤn gemaͤhete und ganz verfutterte Bohnen die trockenen Bohnen um 28 Tage Futterung uͤbertreffe. zr Band. Ff Drey 1 1 — 45⁰— Drey Maſtochſen ſreſſen 35 Rods(160 p. acre) gruͤne Bohnen in 12 Tagen; das uͤbrige gab p. Acker 50 Buſhel. Ein Acker von die⸗ ſen Bohnen, gruͤn gefuttert, wuͤrde einen Maſt⸗ ochſen 164 Tage erhalten haben. Hutcheſon Mure iſt ein Landwirth von allgemein anerkanntem Gewichte, ein alter, er⸗ fahrner, betriebſamer Mann, der, wie Young ſagt, die reife Beurtheilung des Alters mit dem Feuer der Jugend vereinigt. Ich finde in den engliſchen Schriften zwar keine ausfuͤhrliche Be⸗ ſchreibung ſeiner Wirthſchaft, aber viele Hin⸗ weiſungen auf ſelbige. So ſagt unter andern John Fiske, in einer Streitſchrift uͤber die Nothwendigkeit der Braache, folgendes:„Ich „komme nun auf Hrn. Mure, deſſen Wirth⸗ „ſchaft, als die am meiſten entſcheidende, uͤber „dieſe Frage angefuͤhrt werden kann. Ich kann „nicht unbemerkt laſſen, daß die Vertheidiger „der Braache dieſen Fall zu umgehen ſuchen, „da er doch einer der wichtigſten iſt. Ich muß „ihnen folgende Punkte in Erinnerung brin⸗ „gen, die ich als ausgemacht annehmen kann, „und die ſie nicht genugſam muͤſſen erwogen „haben.“ „1) Sein Boden iſt ſo ſchwer, naß und bin⸗ „dend, daß Ruͤben nicht mit Vortheil darauf 4.„ge⸗ — 6(160 9. z das übiig ker von die einen Maſ⸗ andwirth bon ein altet, er r, wie Puaumj llters wit dem h finde in den sfüͤhrliche de eer viele hur unter anden riſt uͤber di ndes:„Ich eſſen Wirth⸗ idende, über enn. Ich kam Vertheidine geehen ſuchen iſt. Ich mij nerung brir nehmen kan⸗ iſſen ervohe ortheil drrun nge⸗ — 45⁵¹— „gebauet werden koͤnnen; folglich kann die Be⸗ „ſchaffenheit ſeines Bodens keinen Zweifel er⸗ „regen.“ „2) Seine Wirthſchaft iſt von der Groͤße, „daß in dieſer Hinſicht von den Vertheidigern „der Braache, wenn ſie ſich ſo ſtark auf Ver⸗ „haͤltniſſe ſtuͤtzen, die das Syſtem weſentlich „veraͤndern muͤßten, nichts eingewandt werden „kann.“ „3) Er kauft keinen Duͤnger; die Wirth⸗ „ſchaft ſelbſt muß folglich alles liefern, was zu „ihrem Betriebe noͤthig iſt, ohne von irgend „einem fremden Zuſchuſſe abhaͤngig zu ſeyn.“ „4) Es iſt kein Verſuch auf einem Fleck⸗ „chen Landes, auf einem Stuͤcke von etlichen „Acren gemacht; ſondern er hat es uͤber ſei⸗ „nem großen, in vortrefflicher Kultur befind⸗ „lichen Farm ausgedehnt.“ „Wir wiſſen alſo, daß der Farm dieſes „Herrn auf einem ſolchen Boden liegt, von „deſſen Kultur ohne Braache, gewoͤhnliche Land⸗ „wirthe keinen Begriff haben. Wir wiſſen, „daß dieſer Herr ſie nie haͤlt. Wir wiſſen, daß „er dies thut, ohne irgend eine Gelegenheit zu „haben, Duͤnger zu kaufen; indem er die Ein⸗ „richtung ſeiner Oekonomie auf den großen Ff 2„Punkt — 452— „Punkt hinrichtet, ſeinen Ackerbau durch ſich „ſelbſt beſtehend zu machen. Ich brauche hier „nicht zu ſagen, daß er weder Stroh noch Stop⸗ „peln kauft, und keine andere braucht, als die „er auf ſeinem eigenen Boden geerndtet hat, „um damit Duͤngerhaufen zu errichten, die voll⸗ „kommen hinreichend ſind, das Land in zuneh⸗ „mender Verbeſſerung zu erhalten, ohne je zur „Braache ſeine Zuflucht zu nehmen— und „dies nicht auf 1, 2 oder 3, ſondern auf eine „lange Reihe von Jahren, in welcher ſich ſeine „Erndten immer verbeſſert haben. In alle „den Jahren haben ſeine Laͤndereyen keine „Braache gehabt; ſein Boden iſt rein ohne „dieſe, und reich ohne zugekauften Duͤnger ge⸗ „worden.“ Um eine allgemeine Ueberſicht von dem Fut⸗ tergewinnſte durch den Anbau vorgedachter Gewaͤchſe zu geben, wird es nuͤtzlich ſeyn, ihr Verhaͤltniß gegen einander nicht nur, ſondern auch gegen natuͤrliches Wieſengras und andere Futterkraͤuter im Durchſchnitt, nochmals zu vergleichen. Ich habe verſucht, dies in einer Tabelle zu thun, die mir aber ohne eine weit⸗ laͤuftigere Erklaͤrung zu vielen Mißverſtaͤndniſ⸗ ſen unterworfen zu ſeyn ſchien, und deshalb glaube u durch ſih brauche hi noch Siop⸗ ht, als die erndtet hat, ten, die vol⸗ nd in zuneh⸗ „ohne je zur nen— und dern auf ei ſcher ſich ſai 2. In all ereyen keine ſt rein ohn: Dünger ge⸗ von dem Fur vorgedachit ich ſern, in nur, ſonden s und ander nochmals i dies in dinet bne eine rii⸗ Nißvertindie⸗ und heähalb glube — 453— glaube ich, dieſe Ueberſicht beſſer in folgenden kurzen Saͤtzen geben zu koͤnnen, wobey ich einen ungefaͤhren Durchſchnitts⸗Ertrag, aber unter Vorausſetzung einer moͤglichſt vollkommenen Kultur und eines den Pflanzen angemeſſenen Bodens, annehme. Eine gute natuͤrliche Wieſe giebt 2000 Pfd. Heu, wenn ſie im ſaftigen Zuſtande des Gra⸗ ſes gemaͤhet wird. Das Gras verliert beym Eintrocknen im jungen Zuſtande von 100 Thei⸗ len 72 bis 75 Theile; im aͤltern Zuſtande, oder wenn es an ſich hartes Gras iſt, nur 68 bis 20 Theile. Der rothe Klee giebt, nach einem ungefaͤh⸗ ren Durchſchnitte, zu Anfange ſeines Aufbluͤ⸗ hens gemaͤhet, p. Morgen 3200 Pfund Heu. Manche nehmen 4400 Pfund, ja noch mehr, auf zwey Schnitten an. Aber dies iſt ein ſel⸗ tener Fall, ſelbſt auf dem fuͤr Klee vorzuͤglich geeigneten Boden; indem beyde Schnitte nur in fruchtbaren Jahren gleich gut gerathen. Wenn der Klee bey ſeinem erſten Aufbluͤ⸗ hen gemaͤhet wird, ſo trocknen 78, ja wol 80 Theile ein, ſo daß im Durchſchnitt von 100 Pfund gruͤnen Klee, 22 Pfund trockner bleiben. Man wird folglich an gruͤnem jungen Klee. 14,545 Pfund auf den Morgen haben. Ein Ein Morgen Klee verhaͤlt ſich im Ertrage zu einem Morgen guter natuͤrlicher Wieſe, wie N. 16‧ 10. ind 1 Wieſen, die obigen Ertrag geben, werden„ ſber in Gegenden, wo nicht allgemeiner Ueberfluß an Wieſenwachs, und kein Mangel am Heu⸗ V Abſatze iſt, p. Morgen zu 4 bis 3 Rthlr. ver⸗ g pachtet; ja, dieſe Pacht nicht ſelten auf 8 Rthlr. getrieben. Die Koſten der Wieſe, bis zur Ein⸗ 5 ſcheurung des Heues, muß man in den meiſten Wirthſchaften, im Durchſchnitt, auf 1½ Rthlr. J P. Morgen annehmen. Man wird es alſo an b 8 wenigen Orten uͤbertrieben finden, wenn ich die. Koſten oder den Productionswerth von 200o0 g Pfund Heu zu 6 Rthlr. anſchlage, oder 100 Pfund zu 7 gGr. 2 Pfg., wofuͤr ſelbige auch wol ſelten zu kaufen ſeyn werden. V Kartoffeln. b 1 Ein Morgen Kartoffeln giebt 140 Scheffel. d Er erfordert zu ſeiner Bearbeitung und Ein⸗ erndtung 8 Tage Arbeit von 1 Pferd, à 8 gGr.= 23 Rthlr. A 9 ½—— von 1 Mannsperſ. à45—= 2— 1 32—— von Weibern und Kindern, à 3—= 4— 82 Rthir. 6 Ein Scheffel wiegt 150 Pfund. 8 28 V Wieſe, we den, werden et Ueberfluß gel am heu⸗ 5Rihlr. der auf Rihlr bis zur Ei⸗ n den meiſer uf 1I Rit. d es alſo an wenn ich die von 2000 oder 100 ſelbige auch 140 Schefll ag und Ein⸗ — 45— 28 Pfd. gute Kartoffeln zeigten ſich beym Milchvieh beträchtlich beſſer als 15 Pfund Heu, und 1 Centner Heu wurde bey demſelben durch 1 3 Centner Kartoffeln hinreichend erſetzt; wobey aber mehr Stroh als bey der Heufutterung ge⸗ geben werden mußte. Nach Midleton ſind in der Maſtung des Rindviehes 120 Pfd. Kartoffeln gleich 48 Pſd. Heu. Nach Smalt und Scroop frißt ein Maſtochſe taͤglich ſeines Gewichts davon. Ein Ochſe von 900 Pfund alſo dergl. 100 Pfd. Nach Hutcheſon Mure waren 120 Pfd. Kartoffeln gleich 207 Pfund gruͤnen Graſes. Wenn ein Morgen Wieſen 2000 Pfund Heu giebt, und ein Morgen Kartoffeln 14000 Pfund, ſo ſind nach Midletons Verhaͤltniß 2 ½ Morgen Wieſen im Futterungsertrage gleich einem Morgen Kartoffeln. Ein Morgen Kartoffeln giebt nach Hrn. Meyer s Berechnung 5 ½ Fuder Duͤnger à 2000 Pfund; ein Morgen Wieſen giebt an Duͤnger 1½ Fuder. Wenn ein Morgen Wieſenheu werſh iſt 6 Rthlr., ſo iſt der Ertrag von einem Morgen Kartoffeln werth 16 Rthlr. 19 ½ 8Gr. Run⸗ 4 4 1 8 n 3 9 1 Runkelruͤben. Ein Morgen giebt im Durchſchnitt 25000 Pfd. Wenn die Arbeitskoſten fuͤr einen Morgen Kartoffeln 8½ Rthlr. betragen, ſo werden ſie fuͤr einen Morgen Runkelruͤben etwa auf? Rthl. anzuſchlagen ſeyn. Nach Mure ſind 170 Pfund in der Nahr⸗ haftigkeit gleich 42 Pfund Heu, oder 1000 Pfund gleich 242 Pfund, oder ungefaͤhr 4 Pfd. gleich 1. Ein Morgen Runkelruͤben giebt demnach ſo viel thieriſche Nahrung wie 3 ½ Morgen Wie⸗ ſen. Und wenn der Ertrag einer Wieſe 6 Rthl. P. Morgen werth iſt, ſo iſt der Ertrag eines Morgens Runkelruͤben werth 19 Rthlr. Folglich ſcheinen die Runkelruͤben die Kar⸗ toffeln zu uͤberwiegen: am Ertrage.. 2 Rthlr. 17½3Gr. an minderen Koſten 1— 16— 2eberzanpi p. Morgen 4 Rthlr 18 gGr. Nach Meyer's Grundſätzen zur Duͤnger⸗ Ausmittelung, werden ſie, wenn die Blaͤtter zugegeben ſind, dem Gewichte nach, mit 2,1 dividirt. Ein Morgen⸗ der an bloßen Ruͤben 20090 1 25000 M inen Morge ſo werden ſie do auf⸗Rahl. din der Nohr 1, oder 1000 ngefähr M. giebt demnat Morgen Uie Wieſe 6 Rthl Ernag eines Rthlr. uben die Kar⸗ hlr. 175669 — 16— thlr 1519. n zur Dün⸗ an die Vlirr nach, mit“ bloßen Rüle 2⁰⁰⁰00 — 457— 20000 Pfund liefert, giebt alſo ungefaͤhr 9500 Pfund oder 43 Fuder Duͤnger. Der Kohl. Ein Morgen Kohl giebt 36,000 Pfund. Nach Midleton und Mure ſind 174 bis 176 Pfund Kohl in der Nahrhafiigkeit gleich 29 Pfund Heu, oder die Nahrhaftigkeit des Kohls verhaͤlt ſich zu der des Heues wie 116. Nach Turner und Smalt fraß ein Maſtochſe etwas weniger als den 5ten Theil ſei⸗ nes Gewichts davon. Nach erſterem ein Ochſe von 80 Stein, taͤglich 13 Stein. Nach letzte⸗ rem ein Ochſe von 60 Stein, taͤglich 12 Stein. Nach Scroop ein Ochſe von 100 Stein, 12 Stein, neben 1500 Pfund Heu uͤberhaupt, und war in 16 Wochen vollkommen fett. Ein Morgen Kohl wird demnach ſo viel Nahrung geben wie 3 Morgen Wieſen. Die Arbeitskoſten des Kohls werden etwas geringer, wie bey den Rankelritben, anzuſchla⸗ gen ſehn. Ruͤben. Der Morgen giebt im Durchſchnitt 3 gu⸗ ter Kultur 16,000 Pfund. Wenn ſie gera⸗ then, —. 458— ihen, zwar wol um 3 mehr; doch kann nur jener Satz, wegen des haufigen Mißrathens, ange⸗ nommen werden. Nach Midleton ſind 192 Pfund Ruͤben in der Maſtung gleich 24 Pfund Heu; und nach Mure 100 Pfund gleich 15 Pfund Heu; oder die Nahrhaftigkeit der Ruͤben verhalt ſich zu der des Heues wie 1:7. Nach Hrn. Meyer's Verſuchen verlieren die Ruͤben, bey der Austrocknung, 89,2 Theile von 100; hinterlaſſen dann aber eine Sub⸗ ſtanz, die nahrhafter wie die des Heues ange⸗ nommen werden muß. Nach den Bemerkungen der vorgenannten Viehmaͤſter frißt ein Maſtochſe—ꝓ bis ꝛ½ ſeines Gewichtes taͤglich davon, neben Stroh. Wenn wir das Verhaͤltniß ihrer Nahrhaf⸗ tigkeit gegen die des Heues, beynahe wie 1:7 annehmen, ſo wird ein Morgen Ruͤben gleich ſeyn 1½ Morgen Wieſenz mit den Blaͤttern aber wol 1½ Morgen. Bey der Drillkultur ſind die Baukoſten der Ruͤben um? geringer, wie die der Kartoffeln. Bey der breirwuͤrfigen Kultur macht die Uebung der Hacker einen großen Unterſchied. Moͤh⸗ ann nur jarr tens, ange fund Rüben dRen; und Pfund Heu; verhalt ſih ichen verlietn V89,2 Whell er eine Sab⸗ Heues ange orgenannten bis ſeites dwoh. rer Nahrhiſ ahe wie 1: Rüben glech den Blaͤten Baukoſten der er Kartofeln ü die lehug d. Nöh⸗ — 459— Moͤhren. Man kann ihren Ertrag p. Morgen auf 20,000 Pfd. im Durchſchnitt fuͤglich annehmen. Mach Midleton ſind 3 Theile Moͤhren 1 Theil Heu in der Nahrhafiigkeit gleich. Nach Turner und Small frißt 1 Maſt⸗ ochſe ½ ſeines Gewichts taͤglich davon, neben 5 Pfund Heu. In 100 Tagen wurden Och⸗ ſen von 80 Stein dabey fett. Nach Hrn. Meyer's Verſuchen verlieren ſie bey der Austrocknung 84,1 von 100. Ein Morgen wuͤrde alſo an feſter Subſtanz 3180 Pfund geben, welche in der Nahrhaftigkeit das Heu wol betraͤchtlich uͤberwiegt. Ein Morgen Moͤhren giebt alſo wol ſo viel thieriſche Nahrung wie 3 Morgen Wieſen. Der Ertrag deſſelben wäre folglich 18 Rthlr. werth. Die Baukoſten muͤſſen aber wegen des Be⸗ hackens, wenn man ſich durch das Drillen keine Erſparung machen kann, auf 10 Rthlr. p. Morgen angeſchlagen werden. Ich ſtelle dieſe Reſultate ſo auf, wie ſie aus den Bemerkungen der mir bekannten vorzuͤg⸗ lichſten — 460— lichſten Beobachter, und uͤberhaupt aus der Summe aler bekannten Erfahrungen, hervor⸗ zugehen ſcheinen; aber keinesweges ſchon als evidente, keinem Zweifel und keiner genaueren Pruͤfung mehr unterworfene Thatſachen. Ich wuͤnſche hierdurch nur die Aufmerkſamkeit ſcharfſinniger Beobachter mehr auf dieſen Ge⸗ genſtand zu lenken, und ihnen gleichſam einen Maßſtab in die Hand zu geben, womit ſie ihre Beobachtungen vergleichen, und an welchem ſie das Plus und Minus bemerken koͤnnen. Ein⸗ zelne Beobachtungen koͤnnen hier nichts entſchei⸗ den; ſondern nur eine große Menge. Ich erinnere aber nochmals, daß ich bey dem angegebenen Ertrage dieſer Gewaͤchſe, den erforderlichen Boden, Fleiß, Kenntniſſe und Werkzeuge vorausſetze. Meiner Ueberzeugung nach, kann ſich der Ackerbau, beſonders da, wo es an Wieſen fehlt, durch nichts ſo ſehr heben, als durch den immer vermehrten Anbau dieſer Gewaͤchſe. Geſetzt, daß ſie in Milch⸗ oder Maſtvieh verfuttert, nur allein ihre Koſten bezahlten, ſo wuͤrde vermit⸗ telſt des Duͤngers ihr großer Vortheil im Er⸗ trage des Getreidebaues erſt hervorgehen. Wenn gleich jeder erfahrne Landwirth den Werth des Duͤngers weit uͤber den Preis zu ſchaͤtzen vien aupt aus der ungen, hener eges ſchon( iner genauern atſachen. Ich Aufmerkſamket auf dieſen Ge gleichſam eina womit ſieihe Han welchem ſi können. Er⸗ nichts enſſhei enge. daß ich bey hewaͤchſe, den enuwiſſe und kann ſich der i Wieſen fehl erch den imme chſe. Geſch zerfuttert, n würde berni⸗ ortheil in Er⸗ hervorgehen andwirth den den Prais iu ſcäten — 461— ſchaͤtzen weiß, wozu er in kleinen Quantitaͤten zu haben iſt, ſo machen ſich doch nur wenige eine wahrhaft angemeſſene Vorſtellung von dem, was Miſt, was fetter Miſt, ſo wie er von die⸗ ſen Gewaͤchſen erfolgt, beym Getreidebau lei⸗ ſten kann, beſonders wenn er mit gehoͤriger Bearbeitung und Fruchtfolge, wozu dieſe Ge⸗ waͤchſe ebenfalls Veranlaſſung geben, verbun⸗ den wird. Um dieſes ſinnlich zu machen, will ich fol⸗ gendes Reſulitat, welches mir viele perſoͤnliche und ſchrifiliche Erkundigungen gaben, die ich in den vorzuͤglichſten Gegenden des Calenberg⸗ ſchen, Lippeſchen, Hildesheimſchen und Braun⸗ ſchweigſchen, uͤber den Getreide⸗Ertrag in Bauer⸗ wirthſchaften, die keine aͤuſſere Zufluͤſſe haben, anſtellte. Die Rede iſt von den beſten merge⸗ ligt-lehmigten Gegenden, die aber wenig Wie⸗ ſen und Weiden, folglich bey der allgemeinen Dreyfelderwirthſchaft einen ſchwachen Viehſtand haben und deshalb nur alle neun Jahre duͤn⸗ gen koͤnnen. Im erſten Umlaufe wird hier im Durch⸗ ſchnitt, nach einer Duͤngung von ſechs guten vierſpaͤnnigen Fudern, geerndtet: Weitzen 10 Koͤrner, Gerſte 10— Erbſen 6— — 46²— Im zweyten Umlaufe, ungedüngt: Rocken 7 Koͤrner, Rock Hafer 6— Hafer Braache bleibt leer. San Im dritten Umlaufe, ungeduͤngt: Rocken 5 Koͤrner, V Hafer 4— meh Braache bleibt leer. meh Nach daſigem Maß und jetzigem Durch⸗ ſchnitts⸗ oder vielmehr niedrigſtem Preiſe iſt alſo der Ertag von einem Morgen folgender: V c8. uuf . Im erſten geduͤngten Umlaufe: ire Weitzen 20 Himt. à 1½ Rthlr.= 30 Rthlr. dieſe Gerſte 20— à ½—= 13 ½— 163 Erbſen 12— àͤ1—= 12— 6 55 ½ Rthlr. Im zweyten Umlaufe: 3 Rocken 14 Himt. à 1 Rthlr.= 14 Rthlr. An Hafer 12— à—= 6— bis Braache o— à0—= o— mi 6 20 Rthlr. ir 6 rie Im gedüngt: düngt: ehigem Durz⸗ em Preiſe iſ n folgender: fe: 30 Rihlr. . 1— 13½: - 12— 55 ½ tle Im dritten Umlaufet Rocken 10 Himt. à Hafer 8— à— Braache o— à 14 Rihlr. Im erſten geduͤngten Umlaufe wird alſo mehr geerndiet als im zweyten, fuͤr 2 35½ Rthlr. mehr als im dritten. 414— 761— Koͤnnte nun im zweyten und dritten Um⸗ laufe, ſo wie zum erſten, mit ſechs vierſpaͤn⸗ nigen Fudern geduͤngt werden, ſo wuͤrden dieſe 12 Fuder einen hoͤheren Ertrag von 76 ½ Rthlr. geben, das Fuder alſo werth ſeyn 6 Rthlr. 9 gGr. 4 Pfg. Hierbey iſt nun noch der fuͤr die Folge ſo wichtig hoͤhere Stroh⸗Ertrag, ſo wenig wie die nachhaltende Verbeſſerung des Bodens, in Anſchlag gebracht, wodurch dieſer Boden bald bis zum 14ten und 15ten Korne wuͤrde ge⸗ trieben werden koͤnnen; wie er denn auch wirklich in denjenigen Oekonomien dahin ge⸗ trieben wird, die durch Zehnten, große Schaͤ⸗ ferey⸗Gerechtigkeiten und Brannteweinbrenne⸗ rey b A rey ſich zureichende Duͤngung verſchaffen, und deshalb nichts vollkommneres, wie ihre Wirth⸗ ſchaft, anerkennen. Durch den Anbau jener Futtergewaͤchſe, neben dem Klee und kleeartigen Kraͤutern, kann es auch jeder, der die Berechtigung, das Mark des Landes auszuſaugen, und auf ſeinem Acker zu concentriren nicht hat, ſeine Wirthſchaft zu dieſem Duͤngungsſtande zuver⸗ läaͤſſig erheben, aber— freilich nicht ohne Schwierigkeit. Der Bau dieſer Gewaͤchſe erfordert Miſt; und wenn er ihn gleich vermehrt wieder giebt, ſo kann man ihm den Vorſchuß doch nicht anders geben, als indem man den Getreide⸗ ſaaten Duͤngung entzieht, deren ſie ohnehin ſchon ſo beduͤrftig ſind. Hier iſt der Punkt, der reifliche Ueberlegung, richtigen Kalkul und einen darauf gebaueten feſten Entſchluß erfor⸗ dert. Man gelangt unmoͤglich ſchnell dahin, ohne einen Theil der Getreide⸗Erndten und des baaren Ertrages der Wirthſchaft, in den erſten Jahren aufzuopfern. Wenn auch der Ertrag des Viehſtapels den Abſchlag des Fruchtbaues zum Theil erſetzt, ſo kann er dies doch nicht vollſtaͤndig; und die Vermeh⸗ rung jenes Wirthſchaftszweiges erfordert an ſich rſchaffen, 1Dd ie ih re VWii futeegewäͤchſe, den Kräͤutern, Berechtigung ugen, und anf ücht hat, ſen gsſtande zuber lich nicht ohne fordert Miſ wieder gieb ß doch nicht den Gexreide⸗ ſie ohnehin iſt der Pund en Kalkul und ntſchluß erfor ſchnell dahin „Erndten umd ſchaft, in d genn auch de Abſchlag des „ſo kam er d die Vermſ⸗ erforden an ſi ſich ſchon ein hoͤheres Betriebs⸗Capital. Da⸗ her iſt es durchaus nur die Sache des Ver⸗ moͤgenden, der ſeinen Kaſſenbeſtand oder ſei⸗ nen Credit gehoͤrig berechnet hat, dieſen Fut⸗ tergewaͤchsbau gleich im Großen zu be⸗ treiben, und ſein Wirthſchaftsſyſtem dafuͤr zweckmaͤßig umzuwandeln. Jeder andere muß langſam, und durch Umwege auf dieſen Zweck hinarbeiten, und kann dann doch, wenn er es mit gehoͤriger Beurtheilung ſeiner Verhaͤlt⸗ niſſe, und unter gewiſſen Aufopferungen thut, das Ziel nach einer Reihe von Jahren eben ſo vollkommen wie jener, wenn gleich ſpaͤ⸗ ter, erreichen. Wenn aber raſche, uner⸗ fahrne, einſeitigrechnende, durch den endli⸗ chen hoͤheren Ertrag ihrer Guͤter und Pach⸗ tungen geblendete Maͤnner dieſes Syſtem vor⸗ eilig ausfuͤhren, und, ſtatt die Ausfuͤhrungs⸗ koſten anderswo zu erſparen, ihren Finanz⸗ Etat ſchon auf den dereinſtigen hoͤheren Er⸗ trag gruͤnden wollen; den auf dem Papiere gemachten Entwurf fuͤr zureichend halten, den kleinen Dienſt der Wirthſchaft aber vernach⸗ laͤſſigen, oder ihn einem unerfahrnen Ver⸗ walter uͤberlaſſen: ſo iſt nicht das Syſtem, ſondern die fehlerhafte Ausfuͤhrung, an ihrem Ruin oder wenigſtens an ihrem erlittenen Schaden ſchuld. Moͤchte doch Niemand ſich 3r Band. Gg mit mit großen Wirthſchaftsveraͤnderungen befaſ⸗ ſen, der nicht die dazu erforderlichen Kennt⸗ niſſe— die man nicht durch das fluͤchtige Leſen einiger Schriften erhaͤlt—, der nicht die gehoͤrige Ueberlegung und Ausdauer be⸗ ſitzt! erungen beiſ tlichen Kem⸗ das fluͤchti —, der nicht Ausdauer be⸗ VI. Ueber Anbau der Futterkraͤuter. Vermiſchte Bemerkungen uͤber den rothen Klee. Ich wil noch einiges uͤber dieſes in der Land⸗ wirthſchaft ſo wichtig gewordene Gewächs, wel⸗ ches oft den Angel ausmacht, auf dem ſich die ganze Maſchine der Wirthſchaft bewegt, anfuͤh⸗ ren; ohne jedoch dieſe abgedroſchene Materie vollſtaͤndig vorzunehmen. Ob der Klee das Land ausſauge und verſchlechtere, oder bereichere und ver⸗ beſſere, daruͤber kann, wenn man ſich recht verſteht, freilich kein Streit mehr Statt finden. Denn darin ſtimmen Alle uͤberein, daß das fol⸗ gende Getreide, unter uͤbrigens gleichen Umſtaͤnden, immer mit der Güte des Klee's, in deſſen Stoppel es geſaͤet wurde, im Verhaͤlt⸗ niſſe ſtehe; waͤre der Klee wirklich ausſaugend, ſo — 170— ſo muͤßte das Gegentheil ſeyn. Es iſt ferner eine durch viele zufaͤllige Bemerkungen und durch comparative Verſuche ausgemachte That⸗ ſache, daß, wenn nach einer Getreide⸗Erndte das Land ein Jahr in gutem Klee liegt, und dann wieder Getreide gebauet wird, ſolches beſſer gerathe, als wenn das Getreide unmit⸗ telbar in die Stoppel des vorhergehenden ge⸗ ſaͤet ward. Es verſteht ſich, in beyden Faͤllen ohne Duͤnger. Am auffallendſten iſt dieſer Un⸗ terſchied, nach ſicheren und wol allenthalben be⸗ kannten Erfahrungen, wenn man Weitzen un⸗ mittelbar in die Gerſtſtoppel ſaͤet, oder dieſen erſt nach dazwiſchen gekommenem Klee bauet. War zur Braach⸗Gerſte auch hinlaͤnglich ge⸗ duͤnget, ſo daß man Kraft im Acker genug vor⸗ ausſetzen konnte, ſo gerieth Weitzen, und ſelbſt der Rocken, nie gut, und ſelten nur mittel⸗ maͤßig danach, ſchlug aber in der Gerſtkleeſtop⸗ pel, ohne daß irgend eine Duͤngung zu Huͤlfe genommen waͤre, ſelten fehl. Alſo erſchoͤpfend iſt er nicht. Indeſſen hat es keinen Zweifel, und es iſt nur durch zu viele traurige Erfahrungen beſtaͤti⸗ get, daß mancher Acker und manche Feldfluhr nach eingefuͤhrtem Kleebau verdorben iſt, und nicht die Fruͤchte trug, die ſie vorher getragen hatte; bis man den Klee wieder verbannete, und —— and Scha S dreher die„ tung und ſicht nach ſteh erl kein durq zbey i, dehe Pu rig er un 8s it fene nerkungen un gemachte Thar herride⸗Erndte Klee liegt, und wird, ſolches Gerreide unnin thergehenden g⸗ in benden Fäll ten iſt dieſer he⸗ allenthalben be an Weißen m⸗ et, oder dieſe n Klee bant inlaͤnglich ge⸗ ker genug vor⸗ zen, und ſelbt ten nur mitte Gerſtkleeſto⸗ ngung zu hile Alſo erſchöpfa dfel, und ait hrungen beftir anche Fedflü dorben iſ und vorher gerchen der verbannete und — 471— und durch eine fleißige Braachbearbeitung den Schaden wieder gut machte. Es gehoͤrt zu einer gluͤcklichen Erndte dreyerley: Duͤngkraft oder Nahrungsſtoff fuͤr die Pflanzen; zweytens, Pulverung und Luͤf⸗ tung des Bodens, uͤberhaupt gute Bearbeitung, und endlich Reinheit vom Unkraut. In Hin⸗ ſicht des erſtern kann der Klee nur in dem Falle nachtheilig werden, wenn man ihn zu lange ſtehen und Saamen anſetzen laͤßt; nie, wenn er beym Aufbluͤhen gemaͤhet wird. Es hat wol keinen Zweifel, daß er durch ſeine Wurzeln und durch ſeine Stoppel, zumal wenn ſie nach dem zweyten Schnitte wieder etwas herangewachſen iſt, dem Erdboden mehr zufuͤhre als ihm ent⸗ ziehe. Aber in Anſehung der beyden uͤbrigen Puncte kann er dem Acker und der Erndte nur zu leicht nachtheilig werden. Wer dieſes gehoͤ⸗ rig unterſcheidet, wird ſich die Faͤlle leicht zu erklaͤren wiſſen, wo er einen gluͤcklichen oder ungluͤcklichen Erfolg hatte. Ich will indeſſen, da uͤber dieſem Punct noch ſo verſchiedene Mey⸗ nungen herrſchen, die Hauptmomente angeben, worauf ſeine verbeſſernde und ſeine verſchlech⸗ ternde Qualitaͤt beruhet.. Er verbeſſert, wenn er in einem kraftvol⸗ len Acker gebauet wird, ſich hinlaͤnglich beſtau⸗ det, — 42— det, erhebt und den Boden beſchattet. Er verſchlechtert einen mageren, der nicht Kraft ge⸗ nug hat, ſtarke Kleepflanzen hervor zu bringen. Er verbeſſert einen gehoͤrig gereinigten, ge⸗ lockerten und abgewaͤſſerten Boden. Er ver⸗ ſchlechtert aber einen unreinen, wo das Unkraut die Oberhand gewinnet, und beſonders die Quecken, nebſt anderm ſchaͤdlichen Wurzel⸗ unkraute, ſich Luft machen, erſtarken und durch ihre Ausſchuͤſſe verbreiten. Er verbeſſert deshalb, wenn er in dem Jahre nach der Braache, oder nach bearbeite⸗ ten Fruͤchten— vorausgeſetzt, daß die Bear⸗ beitung gehoͤrig geſchah— geſaͤet wird. Er verſchlechtert, wenn man ihn nach einer mehr⸗ jaͤhrigen Folge ſolcher Fruͤchte bauet, welche die Erzeugung des Unkrauts, beſonders der Quek⸗ ken, beguͤnſtigen, und in den Zwiſchenzeiten keine gehoͤrige Bearbeitung zulaſſen; es ſey denn in einem dem Klee auſſerordentlich guͤnſti⸗ gen Clima und Boden, deſſen Grundmiſchung fuͤr den Klee ſo geeignet iſt, daß er hier gewiſ⸗ ſermaßen ſein Vaterland findet, und jede an⸗ dere Pflanze deshalb verdraͤnget. Er verbeſſert, wenn ihm die Witterung ſo guͤnſtig war, daß er allgemein auflief, ſich gleich⸗ maͤßig naͤßig ſchlech angeae Nützan ſünne ſocht mitte maͤh ſeine Saa Erze die runge durre werde oba⸗ Aus wer viel aus dich iſt, der b vird eſchattet. g nicht Kraft vor zu bringen ſerinigten, g⸗ den. Er det⸗ wo das Unkraut beſonders die lichen Warz⸗ arken und durch in er in den ach bearbeite daß die Bear⸗ et wird. Er h einer wehr⸗ net, welche die ders der Ques⸗ Zwiſchenzeite laſſen; es ſa rdentlich ginſt⸗ Grundmiſchang jer hier gei , und jede zi⸗ t. je Witeerung jef ſch glic flief ſch 4 — 475— maͤßig verbreitete und ſtark bezweigte. Er ver⸗ ſchlechtert, wenn ihm, aller angewandten Kunſt ungeachtet, die Witterung im Ausſaats⸗ oder Nutzungsjahre ſo entgegen war, daß er nur duͤnne ſtand oder ganz mißrieth, und man ſich doch nicht zum Umbruch deſſelben entſchloß. Er verbeſſert, wenn man ihn bey oder un⸗ mittelbar nach dem Aufbruch der Bluͤhte ab⸗ maͤhet; verſchlechtert hingegen, wenn ein Theil ſeiner Bluͤhteknospen ſchon abzutrocknen und Saamen anzuſetzen anfaͤngt, weil durch die Erzeugung und Ernaͤhrung der Saamen, wie die Erfahrung lehrt, dem Boden viele Nah⸗ rungsſtoffe entzogen, und ihm nur faſerige, duͤrre Stoppeln und Wurzeln hinterlaſſen werden. Jedoch verbeſſert der Klee, nach vielen Be⸗ obachtungen, mehr, wenn man ihn bis zum Austriebe der Bluͤhtknospen ſtehen laͤßt, als wenn man ihn ganz jung und haͤufig maͤhet; vielleicht weil er im letztern Falle keine Blaͤtter ausſtreuet, vielleicht weil er dem Boden die dichte Beſchatrung, die von unleugbarem Nutzen iſt, nicht giebt. Er verbeſſert um ſo mehr, je laͤnger er wie⸗ der herangewachſen iſt, wenn er untergepfluͤgt wird. Dies iſt ein Umſtand von ſehr großer Wich⸗ 471— Wichtigkeit, und der Unterſchied der folgenden Frucht wird Niemandem entgehen, wenn ein Kleefeld zum Theil dreymal, zum Theil aber nur zweymal geſchnitten, und auf letzterem der herangewachſene Klee untergepfluͤgt iſt. Er verbeſſert endlich und befruchtet um ſo mehr, wenn ſein Wuchs durch Ueberſtreuung mit Gyps, Aſche oder einem andern zweckmaͤ⸗ ßigen Duͤngungsmittel befoͤrdert worden iſt; es ſey nun, daß dieſe auch auf die folgende Frucht noch als Duͤnger wirken, oder aber nur den Klee ſtaͤrker und verbeſſernder gemacht haben. Wer gehoͤrige Aufmerkſamkeit auf dieſe Umſtaͤnde richtet, deſſen Boden wird ſich nie durch den Kleebau verſchlechtern. Er hat es in ſeiner Gewalt, auf jedem nur einigermaßen zum Kleebau geeigneten, auf jedem nur nicht gar zu duͤrren Boden ſich eine dichte Kleeſaat, und nach derſelben eine gute Getreide⸗Erndte zu verſchaffen; wenn nicht eine hoͤchſt ungluͤckliche Witterung ihm entgegenwirkt. Letzteres wird dann zwar ſelten vorkommen, iſt aber immer moͤglich. Deshalb muß es ſich ein jeder Klee⸗ bauer zum Geſetz machen, ein verungluͤcktes Kleefeld, dem es an Stamm fehlet, ſogleich umzubrechen und mit einem andern Futterge⸗ waͤchſe, deſſen Saamen deshalb immer vor⸗ raͤthig täthig daß. ſich i eite z Jas ſtied es a Erbſ Aber Erir doch dadu ſten anter bein ſernd Bra bau d der folgende ihen, wenn an zum Theil abe auf leßterem der flugt iſ. befruchtet un c Ueberſtreuun andern zweikmi tt worden itz e folgende Fruct r aber nur da emacht haben. kkeit auf dieſ wird ſich vit n. Er hates ar einigermaßan jedem nur rit edichte Kleiſza etreide⸗Erndeey üchſt unglücli Leßteres vit iſ aber inme hein jeder in verunglüctt fehlet, bgli andern Juttenle alb immer bor⸗ richi — 475— raͤthig ſeyn muß, zu beſtellen. Ich weiß zwar, daß Klee, der groͤßtentheils ausgewintert ſchien, ſich zuweilen noch uͤber Erwarten erholet und eine ziemlich reichhaltige Schur gegeben hat. Das verwichene Jahr(1803) hat davon ver⸗ ſchiedene Beyſpiele geliefert, und ich ſelbſt habe es auf einem kleinen Theile meines ſonſt zu Erbſen umgebrochenen Kleefeldes erfahren. Aber wenn ſich ein ſolches Kleefeld durch ſeinen Ertrag auch reichlich genug bezahlt, ſo darf doch kein weiter⸗hinausſehender Landwirth ſich dadurch verleiten laſſen, ſeinen Acker der hoͤch⸗ ſten Gefahr der Verwilderung auszuſetzen. Rur unter dieſer Bedingung iſt der Kleebau allge⸗ mein zutraͤglich und den Getreidebau befoͤr⸗ dernd. Nur unter dieſer Bedingung kann die Braache in einem Fruchtwechſel, wo der Klee⸗ bau ſeine gehoͤrige Stelle hat, entbehrlich ſeyn. Selbſt ein mittelmaͤßiges Kleefeld, in wel⸗ chem ſich aber Quecken und anderes nachtheilig einwurzelndes Unkraut findet, darf ein vorſich⸗ tiger Landwirth nicht zur zweyten Schur ſtehen laſſen; ſondern muß es unmittelbar nach der erſten umbrechen, und dann durch mehrmaliges Pfluͤgen, Haaken und Eggen es noch in der heißen Jahrszeit braachmaͤßig verarbeiten, ſo daß jede Queckenwurzel getoͤdtet und vertilget werde. Wenigſtens darf ohne das nie Winter⸗ korn „ Mahbe — 476— korn darauf geſaͤet werden. Denn ſo vorzuͤg⸗ lich auch das Wintergetreide, beſonders der Weitzen, in die Kleeſtoppel paßt, ſo giebt es doch keinen ſchlechteren Ackerbau, als ſolchen in ein Queckenbeet zu ſaͤen. Leiden Wirthſchafts⸗ Verhaͤltniſſe die Aufopferung des zweyten Klee⸗ ſchnitts durchaus nicht, ſo iſt es doch immer rathſamer, kein Wintergetreide, ſondern Hafer in ein ſolches Kleefeld zu ſaͤen, weil eine meh⸗ rere Verarbeitung und Entkraͤftung, wenn gleich nicht Zerſtoͤrung der Quecken dazwiſchen moͤg⸗ lich iſt, und der Hafer ohnehin minder darun⸗ ter leidet. Denn allemal wird eine gute Hafer⸗ erndte, die man auf ſolchem Felde erwarten kann, in Stroh und Korn eintraͤglicher ſeyn, als eine ſchlechte Erndte von Wintergetreide. Wenn bey kaͤrglich berechneten Verhaͤltniſſen in großen Wirthſchaften eine ſolche Umaͤnderung des Fruchtwechſels ebenfalls unmoͤglich ſcheint, ſo halte ich das ganze Syſtem fuͤr fehlerhaft an⸗ gelegt, weil es unſicher iſt, und bin dann weit mehr fuͤr denjenigen Fruchtwechſel, wo in der Regel Sommergetreide auf den Klee folgt, und der Klee unter das Wintergetreide geſaͤet war. Bey einem reinen, aber nur bey einem reinen und dichten Kleefelde, iſt nach meiner Ueberzeugung die Beſtellung des Wintergetrei⸗ des mit einer Furche, auf jedem Boden, am vor⸗ ſorthe großte wenizſt Wochet fleeſto ſen ſen ſurcha Wer einge behre eine — denn ſo borin beſonders w aßt, ſo giebt a dau, als ſolchen den Wirtſſchaſts⸗ es zweyten Kle⸗ es doch imme e, ſondern Hift weil eine me tung, wenn glec dazwiſchen mig minder darm eine gute Hafer Felde erwarm raͤglicher ſenn Gintergetreide, zerhaͤltniſſen in e Umaͤnderun moͤglich ſchein, tfehlerhaft eu⸗ bin dann wei jſel, wo in de Klee folgt, und de geſaet var. nur bey einen ſt nach meine 3 Wintergerrei⸗ in Boden, amt hor⸗ — 477— vortheilhafteſten. Aber dieſe Furche muß mit groͤßter Vorſicht, mit einem guten Pfluge, und wenigſtens 4 Wochen, auf loſerem Boden 6 Wochen, vor der Einſaat gegeben werden. Die Kleeſtoppel muß deſſenungeachtet herangewach⸗ ſen ſeyn, und deshalb darf der zweyte Schnitr durchaus nicht zu lange verſchoben werden. Wer ſich bey der Stallfutterung allein auf Klee eingerichtet hat, wird ihn dann zu fruͤh ent⸗ behren, und deshalb muß auch in dieſem Falle eine andere Rotation gewaͤhlt werden. Das zwey⸗ und dreymalige Pfluͤgen der Kleeſtoppel zum Wintergetreide, nachdem zwey Schnitte davon genommen waren, hat nach der uͤberwiegenden Mehrheit der Erfahrungs⸗Re⸗ ſultate ſchlechtere Wintergetreide⸗Erndten wie das einmalige gegeben, ſowohl auf bindendem als auf loſerem Boden. Allein das Doppel⸗ oder Wendepfluͤgen, deſſen ich in der Beſchrei⸗ bung von Duckets Wirthſchaft erwaͤhnt habe, iſt vor allem zweckmaͤßig; vorausgeſetzt, daß man dem Boden vor der Ausſaat Zeit genug laͤßt, ſich zu ſenken und Luft einzuziehen. Die⸗ ſes Wendepfluͤgen findet in England beym Um⸗ brechen der Kleeſtoppel und des Graslandes immer allgemeinern Beyfall, und ſtehet beſon⸗ ders mit der Drillkultur in enger Verbindung. Ueber — 473— Ueber die Quantitaͤt des Kleeſaamens ſin⸗ det allerdings keine allgemeine Beſtimmung Statt, und die im erſten Bande angefuͤhrten Poungſchen Verſuche koͤnnen ſie auch nicht ge⸗ ben. Indeſſen kann ich nicht zugeſtehen, daß ſie ſo zwecklos ſind, wie einige behauptet ha⸗ ben. Sie geben kein ſicheres, kein mathema⸗ tiſch⸗-gewiſſes Reſultat; aber ſie geben nuͤtzlliche Winke, und mehr kann man hier nicht erwar⸗ ten. Der Ackerbau waͤre eine ſehr leichte, ſehr mechaniſche Kunſt, wenn man uͤber Alles poſi⸗ tive Vorſchriften geben koͤnnte und nicht ſo vie⸗ les der richtigen Ueberlegung und Erwaͤgung der jedesmaligen Umſtaͤnde, bey der practiſchen Ausfuͤhrung, uͤberlaſſen bliebe. Dahin gehoͤrt dann beſonders die Beſtimmung jeder Ausſaats⸗ Quantitaͤt, und auch der des Klee's. Es koͤmmt auf die Grundmiſchung des Bodens, auf ſeinen gegenwaͤrtigen Kulturzuſtand und auf den wahr⸗ ſcheinlichen Witterungslauf an. Je zutraͤgli⸗ cher dieſe Umſtaͤnde dem Kleewuchſe ſind, um deſto ſparſamer kann man mit der Ausſaat ſeyn. Die von Einigen angenommene Regel: Land, was viel tragen kann, ſtark zu beſaͤen, und um⸗ gekehrt, zeigt ſich wol nirgends mehr in ihrer ganzen Unrichtigkeit als hier. Zwiſchen 6 bis 10 Pfund Kleeſaamen— daß nur von gutem die Rede iſt, verſteht ſich wol von ſelbſt— auf den Magdeburger Morgen, wird der aufmerk⸗ ſame Kleſaamensſn ne Veſtimmm de angefähnn d auh nichtg⸗ dugeſtehen, daß e behaupterhe⸗ kein mathem⸗ ie geben nüßlite hier nicht erw⸗ ſehr leichte ſn über Ales yſ und nicht ſo i und Erwiͤgmg der practiſch Dahin gehen jeder Ausſaan 's. Es koͤmm ens, auf ſeine dauf den waſ . Je zutrigl vuchſe ſind, m der Ausſaat e e Regel: 1m beſcen, undm s mehr in i Zwiſchen li nur von glten on ſelbſt— a0 d der ufnet ſame — 479— ſame Landwirth ſeine Ausſaat immer veraͤndern, und auf einem recht guͤnſtigen Boden und bey recht guͤnſtiger Witterung die geringſte Quanti⸗ taͤt waͤhlen; nicht bloß um der Erſparung der Ausſaat willen, ſondern weil auch zu dicht auf⸗ gelaufene Kleepflanzen ſich einander die Nah⸗ rung entziehen und zu ſchwache Stengel trei⸗ ben; wogegen regulaͤr, aber nicht zu dicht ſte⸗ hender Klee allemahl den groͤßten Ertrag liefert. Das Drillſaͤen des Klee's macht ſich bey den Englaͤndern immer beliebter. Man ſaͤet ihn, nachdem das Getreide zum letzten Male bepferde⸗ hacket worden, entweder mit der Maſchiene oder mit dem Wurf aus, in welchem letztern Falle er doch immer in den Zwiſchenraum der Getreidereihen zu ſtehen kommt. Im naͤchſten Fruͤhjahre kann man ihn dann ſehr nuͤtzlich pferdehacken und bald darauf mit der Egge queer durchziehen, welches ſeinen Wuchs be⸗ traͤchtlich befoͤrdert und ſehr hohen Klee hervor⸗ bringt. Unter dem Sommergetreide verſpaͤtet ſich die Saat dann zwar bis Johannis; aber dies iſt, wie vielfache Erfahrung gelehrt hat, beſſer wie eine mittelmaͤßig fruͤhe Ausſaat. Der Klee wird doch ſtark genug vor dem Winter, uͤberſteht ihn beſſer wie der aͤltere, und bekommt im Fruͤhjahre ſeinen Trieb eben ſo ſtark. Auch iſt in der Regel die Witterung nach Johannis den 4 „ “ — 480— den jungen Kleepflanzen zutraͤglicher, wie die Duͤrre, die wir ſo haͤufig vor Johannis zu ha⸗ ben pflegen. Nur der ganz fruͤh geſaͤete Klee hat vielleicht noch einen Vorzug, weil er die Winterfeuchtigkeit noch im Boden findet. Die⸗ ſen Vorzug kann man ihm aber nur verſchaf⸗ fen, wenn man ihn unter Wintergetreide ſaͤet. Ich finde, daß noch Manche dieſe Ausſaat unter Wintergetreide fuͤr mißlich halten. Aber ſie iſt im Gegentheil ſicherer, wie irgend eine; und ich weiß kein Beyſpiel, daß dieſe Saat ver⸗ ungluͤckt waͤre, wenn ſie im April geſchiehet. Allein die Verſuche, ihn im Herbſt ausſaͤen zu wollen, haben immer einen ungluͤcklichen Erfolg gehabt. Spaͤteſtens muß die Ausſaat mit Ende des Julius geſchehen, weil ſonſt die Pflanzen zu ſchwach in den Winter kommen. Die Ausſaat des Klee's unter das Winter⸗ getreide waͤre nach meiner Ueberzeugung in je⸗ dem Falle anzuwenden, wo dieſes in reine be⸗ arbeitete Braache geſaͤet wird, um nach dem Klee dann nach Belieben wieder Winter⸗ oder Som⸗ mergetreide zu nehmen. Denn hierdurch ſichert man ſich nicht nur ein reines ergiebiges Klee⸗ feld, ſondern auch nach demſelben gewiß jedes⸗ mal eine hoͤhere Getreide⸗Erndte, als wenn in die Stoppel einer vorhergehenden Halmfrucht aber⸗ licher, wieſe phannis zuhe tih geſtete Kle g, weil er die en findet. Dier et nur berſchaf⸗ nergetreide ſit ſche dieſe Ausſan ch halten. Abe wie irgend ii; gdieſe Saat ten April geſchiehen erbſt ausſäͤen n unglücklichen iß die Ausſaat „ wellſonſ de ner kommen. keer das Winte⸗ berzeugung inje eſes in rein h im nach dem inter⸗ oder Em⸗ hierdurch ſchen ergixbihes K ben gevifſd dte, als venn nden Halmfu aher⸗ — 48¹— abermahls eine geſaͤet wird. Theorie, Erfah⸗ rung, Berechnung erweiſen gleich ſtark, wie viel vortheilhafter und allen Verhaͤltniſſen an⸗ gemeſſener dieſer Fruchtwechſel in jedem Falle, in jeder Wirthſchaft ſey, wo der Klee einen integrirenden Theil des Ganzen ausmacht. Benutzt oder erſetzt man aber die Braache durch bearbeitete Fruͤchte, ſo gehet man bey der Gerſte, oder, wenn man will, beym Hafer ſicherer, und dann muß der Klee unter dieſer um ſo mehr ausgeſaͤet werden. Die wichtige Frage, ob der Klee zuruͤck⸗ ſchlage oder gaͤnzlich misrathe, wenn er zu oft oder nach kurzen Zwiſchenraͤumen auf daſ⸗ ſelbe Land kommt, naͤhert ſich ihrer Entſchei⸗ dung. Die Erfahrung iſt allgemein, und in England nicht minder, wie im nordoͤſtlichen Teutſchlande, gemacht worden. Es ſtehen ihr aber andere Erfahrungen entgegen, wo Klee ſehr haͤufig nach 2, 3 und 4 Jahren auf dem⸗ ſelben Acker gebauet und immer gut, zuweilen mit jedem Jahre beſſer, gerathen iſt. Wenn man dieſe widerſprechende Erfahrungen analy⸗ ſirt, ſo ergiebt ſich, daß man weder der Grund⸗ zr Band. Hh mi⸗ — 482— miſchung des Bodens, noch dem Klima die⸗ ſen verſchiedenen Erfolg beymeſſen koͤnne. Im Gegentheil moͤchte ich ſagen, daß der oft wie⸗ derholte Klee, auf dem ihm vorzuͤglich geeig⸗ neten reichen, mergeligten Lehmboden haͤufiger zuruͤckgeſchlagen ſey, und daß hingegen der mehr ſandige, durch wiederholten Kleebau, da⸗ zu immer geſchickter geworden ſey. Allein die mindere oder mehrere Tiefe, in welcher der Boden verarbeitet iſt, und die vollkommnere Umwendung deſſelben, ſcheinen den auffallend⸗ ſten Unterſchied zu machen. Wo naͤmlich der wiederholte Klee nicht zuruͤckgeſchlagen iſt, da war das Land gegraben oder gepfluͤget, und eine tiefere Lage der Ackerkrume auf die Ober⸗ flaͤche gebracht worden. Ich koͤnnte der Gar⸗ tenverſuche uͤber dreißig anfuͤhren, wo man nach tiefem Graben immer wieder Klee ſaͤete, und immer einen guten Wuchs davon hatte. Man duͤngte freylich gut, aber dies geſchah nicht minder auf Feldern, wo der wiederholte Klee misrieth, wo aber ſehr flach gepfluͤgt wurde. Ich habe es an mehreren Orten ge⸗ ſagt, daß ich bey dem 4ten Umlaufe meiner vierfeldrigen Rotation, eher eine Zu⸗ als Ab⸗ nahme des Klees auf einem gar nicht beſonders dazu geeigneten Boden verſpuͤre. Ich pfluͤge 6 bis hoͤchſtens 7 Zoll— aber genau gemeſſen vom reinen Rande der Landſeite bis zum reinen Grun⸗ Gtut aller einig Mien Aer lihe der bes gte war Me oge mat em Küma ſe⸗ ſen könne. i daß der oft bi vrzüglich geei nboden häufige ß hingegen de ten Kleebau, ze ſeh. Allein d in welchet de ie vollkommten den aufalen Wo naͤmlich d ſchlagen iſt, d epfluͤget, und auf die Ober unte der Gar⸗ en, wo mat der Klee ſaͤr, s davon hatt er dies geſche der wiederhole r ſaach geyſi reren Orten ge imlaufe meine ne Zu⸗ alse nicht beſondes : 3c yft genau geniſa bis zum reinen Grun⸗ — 483— Grunde der viereckigen Furche— welches allerdings ſchon eine ſeltene Tiefe iſt. An einigen Orten hat man bemerkt, daß dieſem Misrathen des Klees durch Auffuͤhrung von Mergel vorgebeugt werde. S. die vortreff⸗ liche Abhandlung, uͤber den Landbau auf der Hoͤhe im Clevoe ſchen, von Hrn. Lob⸗ bes Annal. der Niederſaͤchſ. Landw. Zter Jahrg. 4tes St. Die Mergelung war hier indeſſen ſchwach, und auf natuͤrlichem Mergelboden bemerkt man doch ebenfalls das ſogenannte Austragen des Klees. In wiefern man bey der Auffuͤhrung einer andern Erdart nicht blos eine andere Mengung, ſondern auch gewiſſermaßen eine neue chemiſche Verbindung und Zerſetzung der Erdarten annehmen, und auch dieſen Erfolg daraus erklaͤren koͤnne?— iſt eine Unterſuchung, die uns hier zu weit abfuͤhren wuͤrde. Einige haben dieſes Austragen des Klees der Vermehrung eines dem Klee eigenthuͤmli⸗ chen Inſects beygemeſſen, und ſich daraus die Erſcheinung erklaͤren wollen. Man bemerkt naͤmlich, daß der Klee zwar oft ſehr dicht laͤuft, im Herbſte nach der Ausſaat erſtarket, auch den Winter gut aushaͤlt, dann aber im Fruͤh⸗ jahr, wenn er zu treiben anfaͤngt, auf einmal niederfalle und verdorre. Dies ſieht allerdings Hh 2 der — 484— der Wirkung eines an den Wurzeln nagenden Inſects ſehr gleich; aber man hat, ſo viel ich weiß, dieſes Inſect noch nicht entdeckt, und bis dahin bleibt alſo die Meynung blos eine Hypotheſe. Ob man den Klee zur ein⸗ oder zweyjaͤh⸗ rigen Benutzung vortheilhafter baue; iſt eine Frage, die ſich nur unter gegebenen Wirth⸗ ſchafts⸗Verhaͤltniſſen entſcheiden laͤßt. Im Durchſchnitt kann man annehmen, daß der Er⸗ trag des zweyten Nutzungs Jahrs ſchwaͤcher ſey, und einzelne, durch beſondere Jahreswitterung und zufaͤllige Urſachen veranlaßte Bemerkungen vom Gegentheil, machen nur eine Ausnahme von der Regel. Immer bleibt dieſes zweyte Kleejahr unſicher, und bey den Englaͤndern iſt es daher allgemein gebraͤuchlich, unter den Klee, auf deſſen zweyjaͤhrige Benutzung die Wirthſchafts⸗Verhaͤltniſſe gegruͤndet ſind, im⸗ mer Graͤſer zu ſaͤen, welche die Stelle des zu⸗ ruͤckſchlagenden Klees erſetzen koͤnnen. Haͤufig beſtimmt man in England, wie bey uns, das erſte Jahr zum Maͤhen, die folgenden zum Abweiden. Mir ſind aber einige merkwuͤrdige Erfahrungen bekannt, wo der Klee im erſten Jahre urzeln nagenden h nicht entdech Menuung bles is oder zweiſi haue; iſt eie gebenen Win n laͤßt. In , daß der Er ſchwaͤcher ſey hreswitterung Bemerkungen ine Ausnahme t dieſes zwent Englanderniſ ch, unter da Venußzung ui indet ſind, iw eStelle des w nnen. Hüiß e ben uns, das folgenden zum ge merkvürdih Klee in enſe Iahre — 43— Jahre abgeweidet und folglich immer nieder ge⸗ halten wurde, im zweyten Jahre aber auf⸗ wuchs, und mehrere ſo ſtarke Schnitte gab, wie man vom Klee im erſten Jahre nicht hätte erwarten duͤrfen. Aus einzelnen Erfahrun⸗ gen darf man keine allgemeine richtige, als Grundſatz anzunehmende, Thatſache machen; ich bin alſo weit entfernt, dieſe Procedur zur Nachahmung zu empfehlen, aber ſie verdient die Aufmerkſamkeit, und die Anſtellung klei⸗ nerer Verſuche bey denen, die mehrjaͤhrigen Klee zur Weide bauen. Zwey⸗ und mehrjaͤhriger Klee kann nur, wenn er ungewoͤhnlich rein und dicht ſteht, nach einer Furche gutes Wintergetreide tragen. Er muß mehrentheils dreymal, und zwar einmal ins Kreutz, gepfluͤget und ſcharf geegget werden. Deshalb kann man im zweyten Nutzungs⸗ Jahre nur auf einen Schnitt, oder auf die Weide im Vorſommer rechnen. Daß alsdann vorzuͤgliches Wintergetreide danach wachſe, kann man mit Sicherheit annehmen. Bey den mei⸗ ſten Wirthſchafts⸗Verhaͤltniſſen wird man es aber vortheilhafter finden, ein mehrjaͤhriges Kleefeld erſt ſpaͤter umzubrechen, und im fol⸗ genden Jahre Hafer darein zu nehmen. Es iſt bey den Englaͤndern auch nichts ungewoͤhnliches, Kohl⸗ und Wurzelgewaͤchſe in der Kleeſtoppel zu — 436— zu bauen, und dieſe geben einen vortrefflichen Ertrag. Meines Erachtens duͤrfte man zu die⸗ ſem Feldwechſel aber nur in dem Falle ſeine Zuflucht nehmen, wenn man eine ſehr ver⸗ queckte Kleeſtoppel erwarten muß. Denn un⸗ ter den gewoͤhnlichen Verhaͤltniſſen muß der Landwirth auf jede Vorfrucht, wonach Getreide gut waͤchſt, auch Getreide bauen, und danach ſein Feld⸗Syſtem einrichten. Der Ertrag des Klees iſt aͤuſſerſt verſchie⸗ den. In der Regel nimmt man zwey Schnitte davon, und wenn man einen dritten Schnitt nehmen kann und will; ſo darf man ihn doch hoͤchſtens nur halb ſo ſtark, wie einen der er⸗ ſtern, anſchlagen. Bey einjaͤhriger Benutzung des Kleefeldes wird man, in Hinſicht auf das Ganze der Wirthſchaft, es ſelten oͤkonomiſch fin⸗ den, den dritten Wuchs maͤhen oder abweiden zu laſſen. Er giebt einen gar kraͤftigen Duͤn⸗ ger, wenn er untergepfluͤgt wird, und haͤlt doch den Umbruch des Landes zu rechter Zeit nicht auf. Bey einem mehrjaͤhrigen Kleefelde darf aber dieſer dritte Wuchs allerdings in An⸗ ſchlag gebracht werden. ei orbefli efſe man zu di dem Fale ſein Jeine ſehr ver⸗ nuß. Denn un⸗ triſen muß der wonach Getreide uen, und danac zeuſſerſt berſchin zwey Schnit ritten Schnit man ihn doch eeinen der er ger Benußung inſicht auf das okonomiſch fi oder abweidt kraͤftigen dir⸗ ird, und hit zu rechter zi rigen Kleifä lerdings in Ve Der gruͤne Klee trocknet von 100 auf 23 bis 20 Theile ein, je nachdem er im juͤngeren und ſaftigern Zuſtande gemaͤhet und vollkommen trocken gemacht wird. Was man dabey am Gewichte verliert, gewinnt man an Guͤte und Kraft des Heues. Je⸗ doch iſt es allerdings eine richtige Regel, daß man den Klee bis zu dem Zeitpuncte ſeines kraftvollſten Wuchſes, d. h. bis ſich die Bluͤtknoſpen zeigen und zu roͤthen an⸗ fangen, ſtehen laſſen muͤſſe. Aber wenn man ihn zu Heu maͤhen will, auch auf keinen Fall laͤnger; weil er ſonſt durch den Abfall ſeiner untern Blaͤtter in der Maſſe wol eben ſo viel, als er durch die ſtaͤrkere Aus⸗ dehnung ſeiner Stengel gewinnt, in der Guͤte aber poſitiv verlieret. Bey dem gruͤ⸗ nen Maͤhen des Klees zur Stallfutterung kann man dieſen Zeitpunct der Maͤhereife nicht genau wahrnehmen. Aber man laͤßt den Klee oft mit zu großem Nachtheile zu weit uͤber denſelben hinaus ſtehen, weil man ihn zur Futterung nothwendig braucht und kein anderes gruͤnes Futter hat. Auch des⸗ halb iſt es bey der Stallfutterung ſo wich⸗ tig, ſie nicht einzig und allein auf Klee zu begruͤnden. — 488— Die gewoͤhnlichen zwey Schnitte des Klees haben allerdings zuweilen, zu Heu gemacht, 6000 bis 6500 Pfund Heu vom Morgen gegeben. Die waͤrmſten Vertheidiger des Kleebaues nehmen indeſſen nur 4000 Pfund im Durchſchnitt an. In Jahren, wo die Witterung bey den Wuͤchſen des Klees guͤn⸗ ſtig iſt, laͤßt ſich dies auch von einem guten Kleeacker erwarten. Allein die Jahre gehoͤ⸗ ren wuͤrklich unter die ſeltneren, wo nicht der erſte oder der zweyte Schnitt halb mis⸗ riethe. Ich kann daher bey der Berechnung der Wirthſchafts⸗Verhaͤltniſſe durchaus nicht mehr annehmen, als 3000 Pfund auf ei⸗ nem guten zum Kleewuchs geeigneten Boden, und auf einem ihm minder zutraͤglichen, nur 2500 Pfund, und glaube, daß ein hoͤherer Anſchlag ſehr leicht Verlegenheit im Gange der Wirthſchaft nach ſich ziehen, und alle darauf gegruͤndete Verhaͤltniſſe ſtoͤhren koͤnne. Die gewoͤhnliche Methode, den Klee in Schwaden trocknen zu laſſen, und ihn blos mit einem Stiele umzuwenden, iſt auch in England die gebraͤuchliche. So leicht und zweckmaͤßig ſie bey guter, oder wenigſtens abwechſelnder Witterung iſt, ſo geht es doch bey anhaltendem Regenwetter, welches in der Zeit der erſten Kleemaht zu haͤufig eintritt, ſehr — nite des e u heu gematt u vom Norgan Kntheidiger des ur 4000 Pfand ahren, wo de des Klees gin⸗ on einem gurn die Jahre ge ſeren, wo tichl hnitt halb mi⸗ der Berechnan durchaus nich Pfund auf u⸗ zneten Boden, räglichen, nur ß ein hoͤhere im Gange der nd alle daraf koͤnne. „ den Kler i und ihn bi n, iſt auch i So leicht und der wenigſtee geht es do welches in de gaͤufig tintiit ſihr — 489— ſehr langſam damit, und wenn der noch gruͤne Klee gleich von der Naͤſſe nicht leidet, ſo wird ſie ihm doch ſehr ſchaͤdlich, wenn er halb, aber doch noch nicht ſo trocken iſt, daß er eingefahren werden kann. Treſſe ich beym Maͤhen, oder bald nachher gute Witte⸗ rung, ſo laſſe ich ihn doch, gleich dem Heue, ausſtreuen, und etwas verarbeiten, indem die Blaͤtter, ſo lange er jung und gruͤn iſt, nicht abfallen. Wenn er abgewelkt iſt, bringe ich ihn bey guter Witterung in kleine Wind⸗ haufen, die nur umgewandt und, ſo wie er trocknet, in groͤßere Haufen zuſammengetra⸗ gen werden. Faͤllt aber Regenweiter ein, ſo kommt er gleich in ziemlich große Hau⸗ fen, die, wenn die Witterung ſich beſſert, nur auseinander geſtreuet, aber nicht mit Har⸗ ken verarbeitet werden. Iſt der Klee in dieſen Haufen mehrentheils, aber doch zum Einfahren noch nicht trocken genug, ſo wird er in große Schober oder Diemen gebracht, ſobald die Witterung mislich wird. Hier mag er immer ſtehen, beregnet werden, und ſich auch etwas erhitzen, er bleibt deſſen ungeachtet gut, wenn man ihn vor dem Einfahren bey trockenem Wettex nur auseinander wirft und ausluften laͤßt. In — 490— In England haben verſchiedene gute Wirthe die Methode eingefuͤhrt, den Klee in aufgeſtell⸗ ten Buͤndeln trocknen zu laſſen, auf eben die Weiſe, wie es an einigen Orten mit dem Buch⸗ weitzen gebraͤuchlich iſt. Der Klee wird aus dem Schwade in Bunde, wie man ſie unter dem Arme halten kann, zuſammengezogen, und dieſe werden oben zuſammengedrehet, und mit den aͤuſſeren laͤngeren Halmen leicht ge⸗ ſchuͤrzt. Sie werden dann auf ihrem Stoppel⸗ ende hingeſtellt und koͤnnen lange anhaltenden Regen ſehr gut ertragen, werden doch aber bey jedem ſtaͤrkeren Winde wahrſcheinlich umgewor⸗ fen werden. Einige haben es ſehr empfohlen, das Kleehen auf dem Boden und in den Feimen mit Schichten von Stroh zu durchlegen. Der Klee wird dann ohne Nachtheil eingefahren werden koͤnnen, wenn er auch minder ſtark ausgetrocknet iſt. Ueberdem aber verſichert man, daß das Stroh dadurch, von den Duͤn⸗ ſten und von dem Safte des Klees durchzogen, dem Vieh weit angenehmer und nahrhafter werde, und daß dann dieſe ganze gemiſchte Maſſe ein ſehr vortheilhaftes Futter abgebe. Ich habe ſeit mehreren Jahren, um die Zeit des Kleeheumachens, kein uͤberfluͤſſiges Stroh gehabt, um dieſes zu verſuchen, und dies wird wol 1 ene gute Wir le in aufgeſel auf eben die mi den Buch⸗ Klee win aus man ſie urter ſammengezogn, engedrehet, und almen leicht ge ihrem Stoyyel ige anhaltender doch aber be lich umgewor fohlen, das den Feimen hlegen. Der (all eingefahren winder ſini aber verſichen von den Dir ees durchzogn, nd nahrhafe anze geniſte Hutter äbgit „um die Zii lſhus en and dies vir wol — 492— wol der Fall bey den meiſten Landwirthen ſeyn. Anderſon will, daß man das ſaͤmmtliche Stroh des Sommergetreides zu dieſem Behuf aufbewahre, und ein jeder wird eingeſtehen, daß der Landwirth wohl dar⸗ an ſey, der es ſo weit gebracht hat. Gutes junges Kleeheu uͤbertrifft, nach der Meynung aller neueren engliſchen Schrifiſteller, das beſte Grasheu um ein bedeutendes. Es wird auch, ſelbſt in London, von den Pferdehal⸗ tern um 10 bis 15 p. C. theurer bezahlt, wie anderes gutes Grasheu; allein von altem hart⸗ ſtengeligem ſtrohigem Kleehen iſt hier die Rede nicht. Durch dieſe Bemerkungen uͤber den Klee⸗ bau habe ich nur einige Misverſtaͤndniſſe bey ſolchen, die den Kleebau im Großen aus Er⸗ fahrung nicht kennen, heben wollen, und be⸗ ſcheide mich gern, erfahrnen Landwirthen nichts Neues geſagt zu haben. Ueber den Bau der Luzerne. Vielleicht giebt es unter allen landwirth⸗ ſchaftlichen Gewaͤchſen keins, uͤber deſſen vor⸗ theil⸗ — 49²— theilhaften Anbau unter den practiſchen Land⸗ uhr wirihen mehrere Zweifel herrſchen, als dieſes. den Jeder beruft ſich auf ſeine Erfahrungen, um A ſeine Meynung zu begründen. Alle Erfahe⸗ leſ rungen ſind richtig, ſind treu erzaͤhlt, und ale r ſind widerſprechend. eine b end Dies geht natuͤrlich zu; denn es koͤmmt bey kar keinem Gewaͤchſe mehr auf Boden, Clima, her Eultur und Zufall, und, in Anſehung ſeines ſm Vortheils, auf wirthſchaftliche Verhaͤltniſſe an, A wie bey dieſem. k. ea Es muß einen beſondern Boden haben, wenn es ſo gedeihen ſoll, daß es beſtimmt vor⸗ b theilhaft iſt. Es laͤßt ſich zur Noth auf jedem b n Boden fortbringen, aber ſeine Cultur erfordert ſce dann ſo viele Mühe, ſein Ertrag iſt im Ver⸗ W haltniß gegen dieſelbe ſo geringe, und ſene i Ausdauer ſo mißlich, daß nur eine beſondeer 3i Vorliebe einen erfahrnen Landwirth zu deſſen b 1 Anbau bewegen kann. Nur ein lockerer, reicher, w tiefer, Feuchtigkeit haltender, aber nicht naſſer, V L mit Kalkerde und feiner, aber nicht grobkoͤrni-“, b ger, Sanderde gemiſchter Lehmboden, iſt der 1 angemeſſene Standort fuͤr die Luzerne. Hier e kommt ſie ohne beſonders große Muͤhe auf, B bleibt dicht und rein, giebt großen Ertrag⸗ a und hat lange Ausdauer. Ein grobſandiger b Lehm⸗ b ractiſchen lan⸗ en, als dieſes ahrungen, um Ale Erfah⸗ zählt, und alle an es kömmt ben Boden, Cümn Anſehung ſenns Verhaͤlniſſem Boden haben, beſtimmt vor⸗ doth auf jedem Lultur erforden ag iſ im Wa nge, und ſene r eine beſonden dwirth zu deſe lockerer, niche aber nicht naſr richt grobktn mboden, iſ i Anſere. F große Mihe u t großen Ei Ein grobſendiee legw⸗ — 493— Lehmboden, der den Klee gut traͤgt, iſt ſchon den Quecken zu ſehr ausgeſetzt, um dieſe Pflanze ohne große Sorgfalt aufkommen zu laſſen. Er muß wenigſtens ſchon in voͤllige Gartenkultur verſetzt ſeyn, ehe die Anlage eines Luzernenfeldes ihre Arbeit lohnet. Auf ſandigem, mit wenig Lehm vermiſchtem Boden, kann ſie nur durch reiche Duͤngung getrie⸗ ben, und durch ſorgfaͤltige Bearbeitung er⸗ halten werden; ſo daß man mit gleichem Aufwande, ſtatt ihrer, Spargel bauen koͤnn⸗ te. Auf zaͤhen, gewoͤhnlich flachen Thonbo⸗ den, ſchickt ſie ſich gar nicht. Eigentlich iſt ſie fuͤr ein waͤrmeres Cli⸗ ma, wie das des noͤrdlichen Teutſchlands, ge⸗ ſchaffen. Im heißen trockenen Clima kommt ihr die tiefgehende Wurzel zu ſtatten, die ihr, auch in den duͤrreſten Zeiten, Nahrung zufuhrt, und wodurch ſie daſelbſt die Ober⸗ hand uͤber das Unkraut und Gras gewinnt, welches ſie bey uns ſo leicht unterdruͤckt. Sie haͤlt zwar die meiſten harten Winter bey uns aus, wenn ſie weder zu jung, noch zu alt iſt; aber in dieſen beyden Faͤllen lei⸗ det ſie, beſonders auf minder angenieſſenem Boden, doch ſo, daß große Luͤcken im Felde eniſtehen. Daher ö“ ſſöſſſſſſ — — 494— Daher ruͤhrt es dann, daß bey allen Lob⸗ preiſungen und einzelnen gluͤcklich eingeſchlage⸗ nen Verſuchen, der Bau dieſer Pflanze nur in wenigen Gegenden ſich verbreitet hat; in den meiſten Orten aber ſo vergaͤnglich geweſen, und nur ſo einzeln beſtanden iſt, wie die Pflanze ſelbſt.— Im ſuͤdlichen Teutſchlande und eini⸗ gen mittlern Gegenden, auf Flecken von vor⸗ zuͤglichem Boden, beſonders in der Nachbar⸗ ſchaft Duͤnger erzeugender Staͤdte, findet man nur Luzernefelder von einigem Umfange. Wer dieſe Pflanze landwirthſchaftlich an⸗ bauen will— denn von Gartenkultur auf re⸗ joltem Boden iſt hier die Rede nicht— muß ſeinen Boden vom Unkraute erſt moͤglichſt zu reinigen ſuchen. Dies geſchieht am zweckmaͤſ⸗ ſigſten durch den Anbau bearbeiteter Fruͤchte, zwey Jahre nach einander. Man kann Kohl, Kartoffeln, Runkelruͤben, Toback, Lein, Wurzeln und Ruͤben, kurz alles das bauen, was mit Hand⸗ und Pferdehacken, oder durch Jaͤten vollkommen rein gehalten wird. Zu dieſen Fruͤchten muß dann gut geduͤnget ſeyn, ſo daß man der Luzerne keinen friſchen Duͤnger⸗ der neues Unkraut herbeyfuͤhren wuͤrde, zu ge⸗ ben braucht. Jeder Groſchen, den man auf die Vertilgung des Unkrauts vor der Ausſaat ver⸗ wendet, wird einen Thaler erſparen, den man — — ſaß bey allen l lich eingeſchln r Pflanze nurn int unz in da ſich geweſen, und wie die Pfanye ſchlande und ein Flecken von der⸗ in der Nachber udte, ſindet mi Umfange. rthſchaftlich au nkultur auf ue nicht— muh t moͤglichſt zu am zweckmaͤf eiteter Fruͤchte nder. Ma lräͤben, Tobat kurz alles de ferdehacken, on halten witd. 3 gedünget ſcn friſhen Dunge⸗ nwurde, zu ge den man aufi der Ausſaat ber⸗ erſparen, d un — 495— man nachher fuͤr die Reinigung des Luzerne⸗ feldes ausgeben muͤßte. Im Fruͤhjahre vor der Ausſaat muß man das Land wenigſtens dreymal tief und mit ſchmalen Furchen pfluͤgen, und jedesmal recht klar und fein eggen. Es giebt nur, wie ich im erſten Bande geſagt habe, zweyerley Methoden, ſie auszuſaͤen, naͤmlich mit dem Wurf oder in Reihen. Die Reihen⸗ oder Drillkultur halte ich fuͤr den, der dieſe beym Getreide anzuwenden gelernt hat, und eine Cookeſche Drillmaſchine beſitzt, noch immer fuͤr die zweckmaͤßigſte. Daß der Lu⸗ zerneacker mit ſcharfen Eggen haͤufig umgeriſſen werden muͤſſe, um ihm Lockerheit zu geben, und das ſich immer wieder erzeugende Unkraut zu vertilgen, iſt eine unbedingte Forderung al⸗ ler Luzernebauer. Dies kann doch in jedem Falle mit der Pferdehacke weit wuͤrkſamer und ſicherer geſchehen, als mit der Egge; oder, wie einige gerathen haben, mit einem Pfluge ohne Streichbrett. Ich bin aber nach gemachten und beobachteten Verſuchen nicht mehr der Mey⸗ nung, die Reihen in ſo weite Diſtanzen zu ſetzen, wie ich im erſten Bande empfahl. Denn ob ſich die Pflanzen gleich auf einem reichen Boden weit ausdehnen, und die Zwiſchenraͤume durch ihre ſͤſͤſſſſſ —==IZöoöſͤſͤſſſ — 496— ihre Schuͤſſe ausfüllen, ſo daß es ſcheint, als koͤnne ſie nicht dichter ſtehen, ſo hat es doch das Uebele, daß die Stengel unten zu hart und hol⸗ zigt werden, die Krone aus der Erde gleichſam herauswaͤchſt, die Stoppel immer hoͤher ſtehen bleiben muß, und das Abſchneiden ſehr be⸗ ſchwerlich wird. Daher rathe ich jetzt, ſie nicht weiter als auf 9 Zoll zu drillen, um ſie mit der gewoͤhnlichen Kornpferdehacke zu bear⸗ beiten. Die Methode des Verpflanzens, die einige Englaͤnder ſo ruͤhmen, finde ich aus eben den Urſachen, jedoch auch ihrer großen Weitlaͤuftigkeit und des leichten Ausgehens eini⸗ ger Pflanzen wegen, fuͤr einen Landwirth kaum anwendbar. Die Wurfausſaat kann auf guͤnſtigem Bo⸗ den, und unter Vorausſetzung der gedachten Vorbereitung, gut einſchlagen. Aber auch nur unter dieſen Bedingungen, und gedrillte Lu⸗ zerne laͤßt ſich in jedem Falle beſſer rein erhalten. Sie kann im April oder Anfangs May's geſaͤet werden; aber zur gehoͤrigen Vorberei⸗ tung des Ackers halte ich es immer rathſamer, mit der Ausſaat bis in Junius zu warten, weil man dann ſicherer auf Vertilgung des Unkrauts rechnen kann. Sie erſtarket vor Winter noch genug. Zwoͤlf Wes ſchä, i hat es dach Lzu hartund h er Erde glitſn amer hoͤhe ſiſen chneiden ſät e uhe ich jett, ſ zu drillen, umi ferdehacke zu b Verpflangens, „ finde ich au uch ihrer großa Ausgehens ti landwirth kam gunſtigem Bo⸗ g der gedachte n. Aber aud und gedrillel⸗ zalle beſſer ni Anfangs Nu örigen Vorberi mmer rathſena. zu wanten, ril ung des Untrath vor Winter ui Hvuͤf — 497— Zwoͤlf bis vierzehn Pfund Saamen im Wurf, zehn Pfund in Reihen, rathe ich im⸗ mer aufzuſaͤen. Die Pflanzen verduͤnnen ſich durch ſich ſelbſt, und durch die damit vorzuneh⸗ menden Operationen genug. Man kann ſie allein oder mit einem andern Gewaͤchſe ausſaͤen. Die meiſten vertheidigen die reine Ausſaat. Ich bin fuͤr eine vermiſchte, mit einer ſchnell aufwachſenden, den Erdboden beſchattenden gruͤn abzumaͤhenden Saat. Es ſchicken ſich Erbſen, Wicken, vielleicht vorzuͤg⸗ lich Spoͤrgel und Buchweitzen dazu, und letz⸗ tere ſcheinen mir vor allen paßlich, da ihre Stoppel nicht wieder ausſchlaͤgt, und die junge Luzerne rein laͤßt. Getreidearten, zum gruͤnen Abfuttern, halte ich nicht fuͤr ſo paſſend, weil ſie wieder austreiben. Am wenigſten aber wuͤrde ich rathen, ſie mit reif werdendem Som⸗ mergetreide, wie den Klee, auszuſaͤen. Ob ich gleich weiß, daß dieſes zuweilen einmal, unter ſehr gluͤcklichen Umſtaͤnden, gerathen iſt; ſo ſchlaͤgt es doch gewiß fehl, wo dieſe nicht mit einem ſehr guͤnſtigen Boden zuſammen⸗ treffen. Ich habe einen zufaͤlligen Verſuch beobach⸗ tet, wo jemand Luzerne, unter welcher viel ro⸗ ther Kleeſaamen war, auf einem reichen Gar⸗ zr Band. JFi ten⸗ — 498— tenfleck ausſaͤete. Im folgenden Jahre bemerkte man kaum die Luzernehalme zwiſchen dem Klee. Im dritten gewann ſie die Oberhand und ſtand wuͤrklich ſehr gut, ſo daß, wenn der Boden fuͤr ſie nicht zu ſandig geweſen waͤre, man ein ſehr gutes Luzernefeld davon haͤtte erwarten koͤnnen. So aber ward ſie im vierten Jahre durch die Quecken ſo ausgezehrt, daß man das Feld umbrach. Die Methode, ſie mit Klee zu ſäen, iſt an mehrern Orten im Gebrauch, oder wenigſtens von mehreren verſucht, es ſcheint aber, daß ſie ſich dann nicht ſehr lange haͤlt. Bey der Vermiſchung mit einer andern gruͤnen Saat wird das Jaͤten unnoͤthig ſeyn, was bey der reinen Wurfausſaat unumgaͤnglich geſchehen muß. Durchaus gebe man ihr keine Beduͤngung mit Miſt in den erſten Jahren, weil man dadurch nur Unkraut erzeugen wuͤrde; dagegen wird ihr das Gypſen, Holz⸗ oder Seifenſiederaſche ſehr vortheilhaft ſeyn. Man darf ſie auch im erſten Fruͤhrjahr nicht eggen, bevor ſie genug erſtarket iſt. Erſt nach dem zweyten Schnitt im zweyten Jahre kann es ge⸗ ſchehen; jedoch auf keine ſo eingreifende Art, wie ſie es in den folgenden Jahren ertraͤgt. Denn in dem kuͤnftigen und in jedem folgenden Jahre muß ſie zweymal mit einer ſtarken eiſer⸗ nen Egge, ſo wie ſie 4 Pferde ziehen koͤnnen, kreuz kreuz werde Gras gefaht felht der a miß ei um e ſic ſchag in d etiche hidde zuſſta de beich krau ſen tuf iſtd gen vor war. gung ig ſ en Jahre bamit gviſhen dem g berſand und fm wenn der Boden en väre, man en in haͤtte ervarte ein tierten zar ehr, daß man d de, ſie wit Kle im Gebrauch, r erſucht, es ſtat ehr lange hält nit einer ande unnoͤthig ſen at unumgaͤnglij ve man ihr kein n erſten Jahra erzeugen würde ſen, Holz⸗ohe lhaft ſeyn. Uu rjahr nicht ehn Erſt nach de Jahre kann d eingreifende N Jahren emit jedem fo olgenn iier ſtarken ii rde ziehen lmn krau — 499— kreuz und queer zwiſchen den Schnitten geegget werden, und die losgeriſſenen Quecken und Grasbuͤlte muͤſſen zuſammengeharkt und ab⸗ gefahren werden. Auf Stellen, wo ſie zu duͤnn ſtehet, ſtreuet man dann etwas Saamen wie⸗ der aus, und uͤberziehet das Feld noch einmal mit einer leichten Egge oder auch mit der Walze, um es wieder zu ebnen. Gedrillte Luzerne muß von der Zeit an, wo ſich ihre Reihen deutlich zeigen, mit der ſechs⸗ ſchaarigen Pferdehacke verarbeitet, und dieſes in den folgenden Jahren, in jedem Sommer etliche Mahle, wiederholet werden. Um zu ver⸗ hindern, daß ſich die Erde an die Reihen nicht zu ſtark anhaͤufe, kann ſie nach dem Schnitt in die Queer tuͤchtig geegget werden, wodurch zu⸗ gleich das in den Reihen aufgekommene Un⸗ kraut vertilgt wird. Dieſteln und Docken muͤſ⸗ ſen aber ausgeſtochen werden. Nachdem ſie ſich vollkommen beſtaudet hat, muß ſie zuweilen kurzen Miſt haben; fruͤher iſt dieſes nicht rathſam, weil es Unkraut erzeu⸗ gen wuͤrde, und nicht noͤthig, wenn der Boden vor der Einſaat hinreichend in Kraft geſetzt war. Eine Gyps⸗ Kalk⸗ oder Aſchenduͤn⸗ gung hingegen wird Mihr fruͤher ſehr wohlthaͤ⸗ tig ſeyn. Ji 2 Der — 590— Der Ertrag wohlbeſtandener Luzerne iſt und muß ſtaͤrker ſeyn wie von irgend einem Futterkraute. Die Englaͤnder rechnen, daß ein engliſcher Acker hinreichende Futterung, vom erſten Schnitte oder Anfangs Mays an, bis zu Ende Septembers, wenigſtens fuͤr 3 Pferde, im vorzuͤglichen Lande und bey Kultur aber fuͤr 6 Pferde geben muͤſſe. An Heu rechnen ſie bey einem vierfachen Schnitte 60 bis 80 Cent⸗ ner trocknes Heu. Du Hamel rechnet, daß ein Arpent Luzerne 6 Arpent guten Wieſen⸗ landes im Ertrage gleich komme; andere Franzoſen nehmen den Ertrag doch wenigſtens dreymal ſo ſtark als von vorzuͤglichen Wieſen an. In Teutſchland haben, nach Schubart, 5 Morgen Luzerne zur Erhaltung von 11 Pfer⸗ den den Sommer hindurch zugereicht. Ein⸗ mal erhielten 5 Morgen, vom 1 7ten April bis zum I1ten Juny, 30 Stuͤck Rindvieh, 10 Ackerpferde und 100 Schafe. Bey dem Miniſter v. Herzberg zu Brietz wurden von 4 bis 5 Morgen 60 Kuͤhe vom Ju⸗ nius bis September damit gefuttert, welche indeſſen zugleich Sey erhielten. 90 bis 120 Pfund gruͤne Auzerne iſt das gewoͤhnliche fuͤr eine Kuh taͤglich. Da der Ertrag nach Ver⸗ ſchiedenheit des Bodens und der Kultur ſehr verſchieden iſt, ſo laͤßt ſich kein allgemeines Princip daruͤber annehmen. Daß ſie aber den den dem 3 terung grine dieg unge ham und verſi ren dana 26. Lazd bellaſ hang ſe u nich Kle dies dün Um jeden — dener lujeme ſ ton irgend einen de rechnen, di de Futterung, bon Mays an, bis ens für 3 Pferde e Kultur abe ſi Huu rechnen ſ ebo bis do(enr mel rechnet ui ut guten Wiſſe⸗ komme; anden doch wenigſten uͤglichen Wieſa ich Schubar g von 11 Pfer⸗ gereicht. Ein⸗ m Iten Aptil Stück Rinddith hafe. Bey den Brieß wunde Kühe vom z ſefuttert, velt n. ho bis lun gewohnlihe ſ Ertrag nach de der Kultur ſt kein allgemeine Daß ſie ohe den — 501— den Klee im Ertrage uͤbertrifft, wird von je⸗ dem anerkannt. In England wird ſie hauptſaͤchlich zur Fut⸗ terung der Pferde verwandt; fuͤr Rindvieh im gruͤnen Zuſtande nur ſelten, weil uͤberhaupt die gruͤne Stall⸗ oder Hoffutterung in England ungewoͤhnlich iſt. Ein Mr. Stares zu Fak⸗ ham bey Portsmuth, ein großer Luzernebauer, und der auch Kuͤhe auf dem Hofe gruͤn futtert⸗ verſichert aber beſtimmt, daß er ſie den letzte⸗ ren nicht gebe, weil Milch und Butter bitter danach werde. Annal. of Agric. XXVIII. 226. Ein deutſcher großer, ſtallfutternder Landwirth, auf deſſen Beobachtung ich mich verlaſſen kann, verſichert, daſſelbe in Anſe⸗ hung der Butter bemerkt zu haben, und futtert ſie mit Kuͤhen nicht mehr, um ſeine Butter nicht in uͤbeln Ruf zu bringen, die bey rothem Kleefutter vortrefflich ſey. Viele andere haben dies nicht bemerkt, wohl aber, daß die Milch duͤnner wie bey der Kleefutterung ſey. Jener Umſtand verdient Aufmerkſamkeit beſonders in jeder Wirthſchaft, wo Dauerbutter gemacht wird. Die Luzerne wird wenigſtens 4mal, oft zmal, gemaͤhet. Es muß geſchehen, ſobald ihre erſten Bluͤhteknoͤpfe ſich zeigen, weil ſie beym Aufbluͤhen ſchon hartſtaͤnglich wird. Dieſes haͤu⸗ häufige Heranwachſen macht ſie bey der Stall fuͤtterung beſonders ſchaͤtzbar. Zu Heu wird ſie auf die albe Weiſe wie der Klee gemacht. Sie darf ebenfalls nicht viel gerührt werden. Die Methode, in Buͤndeln zu trocknen, ſchickt ſich meines Erachtens vorzuͤglich fuͤr die Luzerne. Die Guͤte und Eintraͤglichkeit dieſes Heues, wenn es jung geſchnitten worden, iſt zwar all⸗ gemein anerkannt, wird indeſſen wol nur in ſeltenen Faͤllen in betraͤchtlicher Quaniitaͤt ge⸗ braucht, da es gruͤn ſo vortheilhaft angewandt werden kann. Ein ausgetragenes Luzernefeld hinterlaͤßt einen reichen Boden, der durch die tief einge⸗ henden Wurzeln gelockert, und mit Dammerde durchdrungen iſt. Aber die Pflanzen ſind ſchwer zu vertilgen, und es erfordert eine ſtarke Bear⸗ beitung, ehe man ſie toͤdtet. Man hat ein ſolches Feld, weil es zu ſchwachen Ertrag zu geben anſieng, umgepfluͤgt, und danach iſt die Luzerne ſo maͤchtig hervorgetrieben, daß man ſich bewogen gefunden, ſie noch eine Reihe von Jahren zu benutzen. Deshalb haben denn auch mehrere den Verſuch gemacht, ein u⸗ zernefeld mit ſtehenbleibenden Balken zu pfluͤ⸗ gen, ſe bey der Sul be Weſſ wie de enfals mich di e, in Bündeln 1 achtens vorziglc keit dieſes hand, den, iſt zwar l iſſen wol nuri r Quantitat lhaſt angewan efeld hinterlit ch die wif einze dmit Dammen lanzen ſind ſhne eine ſtarke Bi . Min hut i vachen Erna und danachili rieben, daß wi noch eine h zhalb haben en emacht, ein lw Balken zupfl⸗ gen — 503— gen, und dann wieder eben zu eggen, und die⸗ ſer Verſuch hat guten Erfolg gehabt. Der rothe Bergklee, Wildeklee (Trifolium alpestre), von den Englaͤndern (Cowgralſs, Marlgraſs) genannt, iſt bota⸗ niſch ſchwer von dem gewoͤhnlichen Wieſenklee zu unterſcheiden. Wenigſtens ſcheinen mir die angegebenen characteriſtiſchen Merkmahle nicht beſtaͤndig genug. Linne bezeichnet ihn: K. mit faſt kugelrunden, rauhhaarigen, auf der Spitze des Stammes ſtehenden Aehren, einem aufrecht ſtehenden Stamme und lanzettartig, ſaͤgeförmig gezaͤhnten Blaͤttern. Dieſe Unter⸗ ſcheidung ſcheint mir zu relativ, da ſich von dem Wieſenklee daſſelbe ſagen laͤßt. Seine Bluͤthe⸗ knoͤpfe kommen mehrentheils paarweiſe aus der letzten Blattdecke, bey dem Wieſenklee aber nur einzeln. Die Blaͤtter ſind ſchmahler und ſpitziger, die Blumenkoͤpfe ſind mehr laͤnglicht und erſcheinen dunkelbrauner, ehe ſie aufbluͤhn; weil die Zaͤhne der Kelche laͤnger, brauner und haariger ſind. Die Blattanſaͤtze ſollen an die⸗ ſem gruͤn, lanzettfoͤrmig, an dem andern rau⸗ ſchend, mit rothen Adern durchzogen und bey⸗ nahe eyfoͤrmig ſeyn. Mirr ſcheint es aber, als ob — 504— ob alle dieſe Unterſcheidungszeichen bey einem veraͤnderten Standorte verwachſen wuͤrden, und dieſer Bergklee auf einem fruchtbaren Wieſen⸗ grunde, in allen dieſen Stuͤcken, dem gewoͤhn⸗ lichen Wieſenklee ſich mehr annaͤhere. Er bleibt indeſſen in ſeinem Habitus und in oͤkonomiſcher Hinſicht merkwuͤrdig verſchieden, indem er ſehr ausdaurend iſt, ſich auf fruchtbarem Lande nicht wieder verliert, mehr auf dem Grunde verbrei⸗ tet, ſich beſtaudet, wirklich ranket, ſein Sten⸗ gel haͤrter, nicht roͤhricht iſt, hauptſaͤchlich aber, indem er nicht auf einmal, ſondern nach und nach, mit einzelnen Koͤpfen in Bluͤhte tritt, und nachdem er abaebluͤhet, in den Blaͤttern noch zu wachſen fortfaͤhrt. Die Pflanze ſcheint mir in oͤkonomiſcher Hinſicht wichtig zu ſeyn, weil ſie, um ausdau⸗ rende Kleefelder anzulegen, gewiß große Vor⸗ zuͤge hat. Er waͤchſt vielleicht nicht ſo hoch wie der ſogenannte ſpaniſche; wenn er aber rein ſtehet, ſehr dicht und ſchneller wieder. Das ſogenannte Austragen hat man davon gewiß nicht zu beſorgen. Man hat ihn in einigen Gegenden Englands ſehr haͤufig, mehr jedoch zur Weide als zum Maͤhen, und wie mir ver⸗ ſichert worden, auch in Holſtein ſchon ange⸗ bauet. Ebenfalls ſoll dies im Wuͤrzburgi⸗ ſchen geſchehen, und er daſelbſt unter dem Na⸗ nni ſo pe Eralc talci ſchle heſte ten, San Inde auch ohne ger d ſichen be enn ſen wuͤrden, un hibaren Wieſer 1, dem gewoͤhn⸗ ihere. Er bleib in dkononiiſhe ;, indem er it darem dLande nict Grunde herbri⸗ mnket, ſein Em nuptſäͤchlich e⸗ ndern nach id Zlühte trit, m en Blaͤttern nic in dkonomiſchen ſie, um ausdau ewiß große Vor rich ſo hoch wi enn er aber tin r wieder. Dui an davon geniſ ihn in eiiſn g, mehr jüo— nd wie wir ber ein ſchon anhe⸗ Würzburgi elbſt uner den Na⸗ — 505— Namen Monatsklee, ſehr bekannt und beliebt ſeyn. Zur Weide ſchickt er ſich in jedem Be⸗ tracht beſſer, wie der gewoͤhnliche rothe Saatklee. Ich uͤbergehe den weiſſen, kriechen⸗ den Klee, da er als ein ſehr nuͤtzliches Weide⸗ kraut auch in Teutſchland bey dem Niederlegen des Ackers zu Graſe, in der letzten Frucht aus⸗ geſaͤet, hinlaͤnglich bekannt und beliebt iſt. Statt der gewoͤhnlichen Luzerne, die dem noͤrdlichen Klima und dem ſchlechteren Boden ſo wenig angemeſſen iſt, haben manche auch in England die ſichelfrmige Luzerne(Medicago falcata) zu bauen angerathen. Sie nimmt mit ſchlechten Boden fuͤrlieb, und ertraͤgt das rau⸗ heſte Clima, waͤchſt im Freyen und in Schat⸗ ten, auf rauhen Bergen und in Thaͤlern, im Sand⸗ und Thonboden, nur nicht in der Naͤſſe. Indeſſen iſt ihr Ertrag auf unkultivirten Plaͤtzen auch nur ſehr geringe, auf kultivirten großer, ohne jedoch dem Ertrage des Klees, noch weni⸗ ger der Luzerne, gleich zu kommen. Auſſer Auſſer manchen ſtaudenartigen Pflanzen aus der Claſſe der ſchotentragenden, uͤber die man in teutſchen landwirthſchaftlichen Schriften genugſam Nachticht findet, hat man auch einige holzartige Gewaͤchſe zum Anbau als Futterkraut empfohlen, z. B. Cytisus laburnum und die gewoͤhnliche Acacie(Robinia pseudo- acacia), um ihre jungen Schuͤſſe mehrmahls in einem Jahre ſchneiden oder vom Vieh ab⸗ freſſen zu laſſen. Ich beſorge aber, daß ſie dies nicht lange aushalten, ſondern bald aus⸗ gehen wuͤrden, wenn man ihre Loden gar nicht aufkommen ließe. Ein ſtaudenartiges Gewaͤchs aber, was wirklich im Großen auf magerem, kieſigt⸗ſandigem Boden im noͤrd⸗ lichen England, ſo wie in Bretagne, ſehr vor⸗ theilhaft angebauet worden, iſt der ſtachelichte 3 g 9 Ginſter, Heideginſter, Ulex europaeus. Man verſichert, daß er eins der nahrhafteſten Gewaͤchſe fuͤr Pferde und Rindvieh ſey, wenn er gequerſcht oder zerſchnitten, noch beſſer aber auf einer Muͤhle, auf welcher man die Gerber⸗ lohe mahlet, zu einem Brey zermalmet wird. Ein beſonderer Vorzug iſt es, daß er den gan⸗ zen Winter hindurch gruͤnt, und dann verfut⸗ tert die ſchoͤnſte Winterbutter giebt. Man ſaͤet ihn, wie andre Futterkraͤuter, zwiſchen Winter⸗ und Sommergetreide aus, und laͤßt das Land 5— 6, ja 10 Jahre damit liegen. In Heid⸗ gegen⸗ Ye riu zum hau nrigen Pfann genden, uͤber d ſtuchen Schriſte man auch einige u als Funerkrant ladurnum um öbinia pseudo- chüſſe mehrmaz er vom Vieß ge aber, di ſe ondern bald aur ihre loden g n ſtaudenarins im Großen Boden im noͤrd agne, ſehr vor der ſachelcch xX europaels, der uäinhe doieh ſey, wen „voch beſſer it man die Gerke⸗ zermalmet ni , daß er den und dann be ei üitt Mmſt zwiſchen Vmn und laͤßt t das l9 legen. Jn gelh — 507— gegenden verdiente ſein Anbau bey uns verſucht zu werden. Vergl. Youngs Reiſen durch Frankreich, III. 47. Verſchiedene Futtergewaͤchſe, die von den Englaͤndern ſehr geruͤhmt werden, z. B. die Pimpinelle(Poterium sanguisorba), die Plantago lanceolata, ſchicken ſich ſehr gut auf kuͤnſtlich beſaamte Weiden, und man muß die Lobſpruͤche, welche ſie davon machen, durch⸗ aus nur auf dieſen Gebrauch beziehen. Als Maͤhefutter würden ſie einen unbedeutenden Ertrag geben, zur Weide aber, beſonders fuͤr Schafe, ſind ſie, ihres ununterbrochenen Her⸗ vortreibens und ihrer innern Qualitaͤten wegen, gewiß ſchaͤtzbar; um ſo mehr, da ſie auch auf ſandigem trockenen Boden, der nur einiger⸗ maßen in Duͤngkraft ſtehet, wachſen. Erſtaunliche Lobeserhebungen macht A. Poung vom Anbau der Cichorie(cicho- rium intybus) als ausdaurendes Futterkraut zum Maͤhen und zum Abweiden: erſteres bauptſaͤchlich fuͤr die Pferde, letzteres fuͤr die Schafe. — 509— Schafe. Er ſöhnet ſich daruͤber mit den Fran⸗ zoſen beynahe aus, und dankt ihnen fuͤr das große Geſchenk, welches ſie durch die Erfin⸗ dung des landwirthſchaftlichen Gebrauchs dieſer Pflanze ſeinem Vaterlande gemacht haben. Vergl. ſeine Reiſen durch Frankreich, I. 212. III. 42, wo nach Crettes Verſuchen der Arpent(2 Magdeburger Morgen) auf die erſte Maht 55000, auf die zweyte 18000, auf die dritte 3000 Pfund gruͤn in einem Jahre ertragen hat, und da ſie getrocknet ³ von ih⸗ rem Gewichte verliert, der Arpent 19000 Pfund Heu. Vergl. An. of Agric. XIII. 253. XVI. 377. XVII. 202. XX. 188. XXI. 601.XXIV. 23. In allen dieſen Stellen erzaͤhlt Young ſeine damit im Großem gemachten nachhaltigen Ver⸗ ſuche, die ſaͤmmtlich zum Vortheil dieſer Pflanze, als Schafweide benutzt, ausfielen. Sie wird entweder allein oder wie Klee unter Korn geſaͤet. Ich habe ſie als Maͤhekraut verſucht, und im erſten Fruͤhjahrsſchnitte einen gar betraͤcht⸗ lichen, obwohl nicht ſo ſtarken Ertrag, wie Hr. Crette“, davon gehabt. Zum zweyten⸗ male treibt ſie aber bloße Bluͤhtenſtengel, die wenig betragen, und die das, an beſſere Futte⸗ rung pror Venl ich n gedr Ver eine angch durch Vid ſcha Hab eine laͤng ſächl ſie; desh men ſte ze wo d ein g — üer mit den in nit ihnen für d e dur die Er u Gebrauchs dieſe egemacht daben. rankreich, I. 219 s Perſachen de Norgen) af d die zweyte Idode, un in einem äie trocknet ꝛ vun Arpent 10odh 55. XVI. 39 02. XX. 1389 51. XXIV. 323 ohlt Poung ſi acchhaltigen Ve eil dieſer Pflan helen. Sie wih nter Korn geſtn zaut verſucht, Wh nen gar berich en Erkrag, ti Zum zwegie ihtenſtenl, d an beſere Fute tung — 5o— rung gewoͤhnte Rindvieh nicht freſſen wollte. Das Bedenklichſte bey dieſer Pflanze ſcheint mir ihre ſchwere Vertilgung zu ſeyn. Ueber den Spoͤrgel oder Ackerſpark (Knoͤterich, Knerich, und wie ſeine teutſche provinzial⸗Namen alle heißen, spergula ar- vensis Lin.— spurry der Englaͤnder) habe ich mich im erſten Bande etwas veraͤchtlich aus⸗ gedruͤckt, und ich muß dieſem, unter gewiſſen Verhaͤltniſſen hoͤchſt nuͤtzlichen Futterkraute hier eine Ehrenerklaͤrung thun. Man hat zweyerley Arten davon, welche angebauet werden. Die kleinere Art iſt zwar durch kein characteriſtiſches Merkmahl von dem Wildwachſenden zu unterſcheiden; aber dennoch ſcheint ſie mir eine in ihrer Natur und in ihrem Habitus verſchiedene Abart zu ſeyn. Sie hat einen mehr ausgedehnten Wuchs, und treibt laͤngere Schuͤſſe zwiſchen den Knoten. Haupt⸗ ſaͤchlich aber beſtehet ihr Unterſchied darin, das ſie zaͤrtlicher iſt wie der wilde Spoͤrgel, und deshalb nicht einwuchert. Der gekeimte Saa⸗ men und die jungen Pflanzen werden vom Fro⸗ ſte zerſtoͤhrt. Ich habe wenigſtens auf Aeckern, wo der Saamen dieſer Pflanze reif wurde und ein großer Theil ausfiel, im folgenden Sommer nicht nicht eine entdeckt, und finde, ungeachtet ich jetzt haͤufig Spoͤrgel baue, das Vieh damit fut⸗ tere, und der Spoͤrgelſaamen unzerſtoͤhrt durch das Vieh durchgeht, auch, wie mich gemachte Verſuche gelehrt haben, ſeine Keimkraft voͤllig behaͤlt, auf Feldern, wo kein wilder Spoͤrgel wuchs, auch anjetzt keinen. Ich bin alſo uͤber die im erſten Bande geaͤuſſerte Beſorgniß, daß ſich der eigentliche Saatſpoͤrgel im Lande ein⸗ wuchern moͤge, voͤllig beruhiget. Wo man dieſes bemerkt hat, da war vermuthlich Saa⸗ men vom wildem Spoͤrgel damit vermiſcht. Die zweyte angebauete Art unterſcheidet ſich ſehr merklich durch ihre Groͤße in allen ihren Theilen. Sie wird 3 Fuß hoch, auf einem Boden, wo die andere kaum einen Fuß erreicht, hat dickere Stiele, laͤngere Blaͤtter, groͤßere Bluͤhten und Saamenkapſeln, mit groͤßeren Koͤr⸗ nern. Aber dennoch finde ich kein Merkmahl, woran ich eine Pflanze dieſer Art, wenn ſie auf ſehr magerem Boden gewachſen war, von einer Pflanze der vorgedachten oder ſelbſt der wilden Art, die auf fettem Boden getrieben waͤre, zu unterſcheiden mir getraue. Die Zahl der Staubfaͤden, wonach Lin. dieſes Geſchlecht un⸗ terſchied, iſt bekanntlich ſehr veraͤnderlich, in⸗ dem man an derſelben Pflanze Blumen mit 5 und mit 10 Staubfaͤden ſindet. Auch der — weiſſe weiſſ den habe letta Sagr ſhn theiſ Athe mit de, ungeachte jh Vich dani fe unzerſtöhrt dunh ie nich g gemacht eKeimkraft ſrvöllg wilder Sphrge Ich bin alſo iher te Beſorgniß, d rgel im lande i⸗ ziget. Wo nn vermuthlich m nit vermiſcht. unterſcheidet ſi e in aleen ihre och, auf einen nen Fuß erreich Blaͤter, grofer⸗ mit großeren Kor h kein Merkmat Ant, wenn ſicf ſen war, von din ſelbſt der widn etrieben wäre, Die Zahl d eſes Geſblechtww veränderlih, i” ze Blumen nii ndet. Auh dn weiſt weiſſe Rand um das ſchwarze Saamenkorn, den einige als Unterſcheidungszeichen angegeben haben, iſt etwas ſehr veraͤnderliches. Der letzterwaͤhnte große Spoͤrgel hat indeſſen einen Saamen von einer dunkelbraunen, eigentlich ſchwarz und gelb geſprenkelten Farbe, mehren⸗ theils mit gelbem Rande, die andern beiden Arten aber einen kohlenſchwarzen, zuwellen mit, zuweilen ohne Rand. Der große hohe Spoͤrgel iſt meines Wiſ⸗ ſens noch wenig bekannt. Ich erhielt ihn vor 12 Jahren von einem Freunde aus dem Darm⸗ ſtaͤdtiſchen unter dem Namen Collinka. Wie ich ihn auf mageres Land ſaͤete, ward er zwar betraͤchtlich hoͤher, wie der gewoͤhnliche Saatſpoͤrgel, ſtand aber um deſto duͤnner, und konnte ſich nicht aufrecht erhalten. Ich ver⸗ warf ihn alſo wieder um ſo mehr, da ich des Spoͤrgels uͤberhaupt wenig achtete. In dem Jahre 1803 traf ich einen Reſt ſehr alten, von jenem noch herſtammenden Saamens bey einem Freunde wieder an. Er war ſo alt, daß ich ihm kaum die Keimkraft mehr zutrauete. Ich ſaͤete ihn nur aus, um an einigen vielleicht auf⸗ kommenden Pflanzen die Verſchiedenheit zu beobachten; einen Theil auf reicheres, einen anderen Theil auf mageres Sandland. Auf jenem ward er nicht nur uͤber 3 Fuß hoch, ſon⸗ ſondern ſtand auch ſo dicht und wulſtig, daß er im Ertrage wol dem guten Klee gleichkam. Auf dem magern Sandboden ward er zwar auch hoͤher, wie der nebenſtehende, gewoͤhnliche Saatſpoͤrgel, aber beyweiten nicht ſo dicht. Ich habe Saamen genug davon erhalten, um ihn in dieſem Jahre 1804 hinlaͤnglich in Ver⸗ mehrung zu bringen. Einige haben den Werth und Ertrag des Spörgels zu ſehr uͤbertrieben, und andere, die ſich in ihren darauf gegruͤndeten Erwartun⸗ gen getaͤuſcht fanden, haben ihn zu ſehr herab⸗ gewuͤrdigt. Seine Vorzuͤge beſtehen darin: 1) daß er auf einem loſen, ſandigen Boden, worauf ſonſt faſt gar kein Futterkraut fort⸗ kommt, bey einiger Duͤngung, und nicht gaͤnzlich fehlendem Regen, einen in Ruͤckſicht der Nahr⸗ haftigkeit ganz betraͤchtlichen Ertrag giebt, ſich zum Abmaͤhen und zum Abweiden ſehr gut ſchickt. 2) Daß er nur kurze Zeit den Acker einnimmt, vor und nach einer andern Frucht in die Braache, ohne ihre Bearbeitung zu hin⸗ dern, und in die Getreideſtoppel geſaͤet werden, auch zweymal in einem Jahre auf demſelben Flecke gebauet werden kann. Laͤßt man ihn, bis er einige Saamenkoͤpfe ſetzt, ſtehen, ſo be⸗ ſaamt er ſich von ſelbſt wieder. 3) Daß ſein Bau aͤußerſt wenig koſtet, indem der Saamen in in bet den a ihn ne Weter 5) H und g einen ihm Lzer man bauet E der heniſe ſchon kege ligt felſe neben beſon ten( ich m derſaͦ G 3 fremd theilen a B — d wulſtig, di e Klee gleichm uard er zwar auh aee, gewoͤhnüich en vicht ſo dicht don erhalten, un inlänglich in Ra ih und Ernrag d den, und ander ndeten Ervarm ihn zu ſehr hent beſtehen dan ſandigen Boda Futterkraut fo und vicht ganzſt ackſicht der Nar Ertrag giebt, i bweiden ſehr ree Zeit den lit randern Fuiti karbeitung zu ſr pel geſtet werda hre auf demſit läͤßt man i tt, ſtehen, 1. er. 3) Dah ſan ndem der Sauna — 513— in betraͤchtlicher Menge mit ſehr wenig Umſtaͤn⸗ den aufgenommen werden kann. 4) Daß man ihn noch ſehr ſpaͤt im Herbſte— bey leidlichem Wetter bis in den December— haben kann. 5) Daß er allem Vieh ungemein angenehm und gedeihlich iſt, und der Milch und Butter einen unuͤbertrefflichen Geſchmack giebt. Um dieſer Vorzuͤge willen muß man es ihm zu gut halten, daß er dem Klee und der Luzerne im Ertrage nicht gleich kommt. Wo man Weitzen und Bohnen nicht bauen kann, bauet man Rocken und Heidekorn. Er hat etwas der thieriſchen Natur beſon⸗ ders Homogenes, wie eine nur oberflaͤchliche chemiſche Analyſe uns gelehrt hat; aber auch ſchon die Bemerkung, daß er faſt uͤberall in keine ſaure, ſondern unmittelbar in eine fau⸗ ligte Gaͤhrung uͤbergehet. Daher ohne Zwei⸗ fel ſeine beſondere Nahrhaftigkeit! Und daher, neben ſeinen vorbemerkten Qualitaͤten, ſeine beſondere Schicklichkeit, vor allen nur bekann⸗ ten Gewaͤchſen zur gruͤnen Duͤngung! woruͤber ich mich ſchon an mehreren Orten in den Nie⸗ derſaͤchſ. Annalen erklaͤrt habe. Ich kann hier nicht unterlaſſen, eine ganz fremdartige mediciniſche Beobachtung mitzu⸗ theilen, da ſie dem Landwirthe, der dieſes zr Band,. Kk Kraut — 514— Kraut auf ſeinem Acker bauet, ſehr willkom⸗ men ſeyn kann. Ich habe von dem ausge⸗ preßten Safte dieſes Krauts, taͤglich etwa zu 5 Unzen genommen, auffallenden Nutzen bey verſchiedenen hectiſchen Perſonen geſehen, de⸗ ren Zuſtand der vollkommnen Lungen⸗Schwind⸗ ſucht, wenigſtens ſehr aͤhnlich war. Schaden wird dies Hausmittel wol nie, und ich wuͤnſche, daß mehrere Verſuche in einer ſo huͤlfloſen Krankheit— die jedoch noch nicht zu weit ge⸗ kommen ſeyn muß— damit angeſtellet werden. Andere Aerzte haben ſchon das ausgepreßte Oehl des Saamens gegen das Blutſpeyen empfohlen. Doch zuruͤck auf die landwirthſchaftlichen Qualitaͤten des Spoͤrgels! Er waͤchſt auf ſan⸗ digem, ſandiglehmigem und morigem Boden, der trocken gelegt iſt. Er waͤchſt um ſo ſtaͤrker, je reicher der Boden an Duͤnger iſt. Wie er ſich auf Thonboden verhalte, iſt mir nicht bekannt. Er iſt ſehr leicht zu Heu zu machen, wenn man das will. Man laͤßt ihn in den Schwaden liegen, und wendet ihn einmahl um, bis er trocken iſt. Ich habe ihn bey naſſer Witterung drey Wochen liegen gehabt, und das Heu war doch dem Vieh ſehr an⸗ ge⸗ t, ſehr wiltm⸗ bon dem aue tiglich etwa g ien Ruhzen bey nen geſehen, de⸗ dungen⸗Schwind war. Schahen und ich wunſhe iner ſo hülfuſe hricht zu wei —ngeſtellet weda das ausgepriit das Blutſpeya virthſchaftlichen woͤchſt auf ſen⸗ norigem Boden ſt um ſo ſuͤrn ger iſt. Ween , iſt mir tih hen zu machn läßt ihn in 9 det ihn einnal th habe ihn b en liegen gh Vich ſiſr a ge — 315— genehm und zutraͤglich. In großen Haufen geraͤth er aber bald in eine ſtinkende Faulung, ſo lange er noch gruͤn iſt. Mancherley ſonſt um des Saamens willen gebauete Gewaͤchſe werden von den Englaͤndern als Futterkraͤuter zum gruͤnen Abmaͤhen, und ſogar zum Abweiden, angeſaͤet. Dahin gehoͤrt auch der Rocken, der nur in ſehr wenigen Gegenden Englands, um des Korns willen, ſehr haͤufig aber als das fruͤheſte Futterkraut gebauet wird. Er wird oft zu Ende des Aprils, immer im May maͤhbar, und giebt einen be⸗ traͤchtlichen Ertrag. Man hat ihn zu dem Ende auch in Teutſchland gebauet, ihn einen ganzen Sommer hindurch mit der Senſe nie⸗ dergehalten, und verſichert, dann noch eine maͤßige Kornerndte davon gehabt zu haben. Dieſen Rocken nannte man Quaͤlrocken. Allein nach dem erſten Abmaͤhen ſcheint mir der folgende Aufſchlag ſehr unbedeutend zu ſeyn, und wenn nicht einzelne Halme in Aehren ſchließen ſollen, ſo muß er ſo haͤufig mit der Senſe uͤberzogen werden, daß der Ertrag die Arbeit kaum verlohnt. Die Erwartung einer maͤßigen Kornerndte im folgenden Sommer ſcheint mir ſehr mislich zu ſeyn. Ueberdies Kk 2 aber — 516— aber verquecket ſich das Land dabey ſehr. Ich bin daher, auch nach eigenen Verſuchen, weit mehr fuͤr die Methode der Englaͤnder, das Land unmittelbar nach der erſten Schur, und zwar ſobald wie nur immer moͤglich, zu einer ande⸗ ren Frucht, beſonders zu Kohl, Kartoffeln und Ruͤben, umbrechen zu laſſen. Die erſte Schur bezahlt die Ausſaat ſchon reichlich, und iſt zu einer Zeit, wo man kein anderes gruͤnes Futter hat, bey der Stallfutterung aͤuſſerſt ſchaͤtzbar. Der Acker wird ſodann nicht ausge⸗ ſogen, und verwildert nicht dadurch. Zu gleichem Zwecke wird noch haͤufiger Raps und Ruͤbſen im Herbſte ausgeſaͤet, und dieſer wird vorzuͤglich mit den Schafen abgehuͤrdet, wonach man dann, ohne weitere Duͤngung, ſehr große Gerſtenerndten erhaͤlt. Aber auch gemaͤhet, wenn er in die Bluͤhte tritt, giebt er einen vortrefflichen Futterertrag. Die Einſaat iſt unbedeutend, weit wolfeiler wie vom Rocken, fuͤr den Boden als Wechſelfrucht wol zurraͤglicher, und der Ertrag eben ſo hoch; aber er iſt unſicherer, da die Pflanzen ſo leicht auswintern. Deshalb ſäaͤen auch Einige Rocken, und Raps uͤberher. Ich habe dies aber nach einem gemachten Verſuche nicht vortheilhaft ge⸗ funden; denn eins unterdruͤckte das andere, und der Ertrag von einem Platze, wo beyde ver⸗ miſcht —.— — af ſeht. dh Verüuchen, ni gänder, das lan Sthut, und zwa , zm einer ande Kohl, Karpfeh laſſen. Die i hon reichlich, m M anderes grin Lfutterung auſe dann nicht aung durch. d noch haͤufin erbſte ausgeſal it den Schafe a, ohne weite enerndien ethäl die Blühte wi auererrag. Ä veit wolfeiler i als Wechſelfut rag eben ſo hah Pllanzen ſo lit ch Einige Roin he dies aber nu ht vortheilli edas andete, n , wo behde ke niſch — 57— miſcht ſtanden, war merklich geringer, als wo jedes fuͤr ſich ausgeſaͤet war. Das Abhuͤten des Ruͤbſen mit Schafen ſoll dieſen in einer ſehr ausgezeichneten Wirthſchaft in Sachſen nach⸗ theilig geworden ſeyn. In England hat man das nie bemerkt, vermuthlich weil ſie an ſtaͤr⸗ kere Futterung, den Winter hindurch, gewoͤhnt waren. Wenn man hungrig iſt, verdirbt man ſich den Magen leicht. Man hat nicht ſelten von einem Felde, in einem Sommer, eine dreymahlige Futter⸗ erndte genommen: zuerſt naͤmlich Rocken oder Rapskraut, dann Wicken, und zuletzt Ruͤben oder Spörgel. Vorzuͤglich aber werden die Wicken zur gruͤnen Futterung, und um Heu daraus zu ma⸗ chen, von den Englaͤndern gebauet, und mit Recht unter die nuͤtzlichſten und vortheilhafte⸗ ſten Futterkraͤuter gezaͤhlet. Ihrer kleinen Koͤrner wegen, braucht ihre Ausſaat nur halb ſo ſtark, wie von Erbſen und Bohnen zu ſeyn, und 10 bis hoͤchſtens 12 Berl. Metzen ſind auf einem Morgen zureichend. Da ſie viel Saamen tragen, ſo koſtet die Ausſaat nicht viel mehr, wie vom Klee, und kann leichter gewon⸗ nen werden. Auch haͤlt ſich die Saat ſehr gut, und kann in Tonnen ro und mehrete Jahre aufbewahret werden. Wenn — 513— Wenn man einen reichlichen Ertrag davon haben will, ſo duͤrfen ſie nicht in ausgetra⸗ genes Land, ſondern muͤſſen im Duͤnger geſaͤet werden; der dann aber von ihnen wenig aus⸗ gezogen, ſondern der folgenden Getreideſaat in voller Kraft uͤberliefert wird. Sie geben ſodann einen Ertrag an gruͤner Futterung und Heu, der einem Kleefelde wol nicht nachſtehet, ungeachtet ſie in der Regel nur einmal geſchnit⸗ ten werden koͤnnen. Freilich, wenn ein Klee⸗ feld in einem guten Jahre ſeine beyden Schnitte vollkommen liefert, ſo kommt ihm ein Wickenfeld im ganzen Ertrage nicht voͤllig gleich. Da das aber nur ein ſeltener Fall iſt, ſo kann man im Anſchlage ein Wickenfeld wenigſtens zu 2400 Pfund Heu annehmen, wenn man ein Kleefetd zu 3000 Pfund berechnet. In guten Jahren geben ſie bedeutend mehr. Man kann ſie allenfalls zweymal ſchneiden. Dann muß es das erſtemal aber geſchehen, ehe ſich ihre Bluͤhteknospen zeigen, und man wird im Ganzen wol keinen hoheren Ertrag davon haben. Wenn ſie beym Aufbluͤhen geſchnitten werden, ſind ſie dem Rindvieh gruͤn und getrocknet am angenehmſten; fuͤr die Pferde aber zutraͤglicher, wenn ſie ſchon Schoten an⸗ geſetzt haben. Wenn T grünes man ſie gen zu Das lar zu den Frucht Hlüger pfüüge telbar het w Spͤre als d ten A Englan R nem X bch k hane. dabel Spör Win laſſen 6 den f Naps danach en Errag dan iht in ausgem in Dünger geſz dnen wenig aus⸗ den Gerrddeſaat td. Sie geben er Futterung und richt nachſtthn, einmal geſch⸗ , wenn ein fle⸗ e ſeine behden o kommt ihn i nicht voͤllig giih Fall iſt, ſo im enfeld wenigſten men, wenn man berechnet. J tend wmehr. Mu ſhneiden. Dm eſchehen, ehe it nd man witd in en Ertrag daol ähen geſlin dvieh grün m für die Din hon Schoten a Pen — 519— Wenn man den ganzen Sommer hindurch gruͤnes Furter von ihnen haben will, ſo muß man ſie nicht auf einmal, ſondern von 14 Ta⸗ gen zu 14 Tagen bis in den Julius hinein ſaͤen. Das Land zu den ſpaͤteren laͤßt ſich vor her, das zu den fruͤhern nach her, mit einer andern Frucht benutzen, wenn man es nicht etwa zur voͤlligen Reinigung des Bodens mehreremahle pfluͤgen wil. Ein Hr. Moſely ſaͤete unmit⸗ telbar, nachdem die Wicken im Junius gemaͤ⸗ het waren, Buchweitzen ein lich haͤtte lieber Spoͤrgel genommen], den er in voller Bluͤhte als Duͤnger unterpfluͤgte, und darauf ſehr gu⸗ ten Weitzen bauete: eine Methode. die in England vielen Beyfall gefunden hat. Man hat die Wicken auch zweymal in ei⸗ nem Jahre auf daſſelbe Feld geſaͤet, hauptſaͤch⸗ lich wenn man zum erſtenmale Winterwicken hatte. Man wird ſich aber wol eben ſo gut dabey ſtehen, wenn man in ihrer Stoppel Spoͤrgel oder Ruͤben bauet, je nachdem man Winter⸗ oder Sommergerreide darauf folgen laſſen will. 1 Sehr zweckmaͤßig iſt es, wenn man, nach den fruͤh abgefutterten Wicken, das Land zu Raps oder Rübſen bereitet, die vorzuͤglich gut danach gedeihen. s Gruͤne —-— 520— Gruͤn⸗abgemaͤhete Wicken entziehen, der Erfahrung nach, dem Boden ſo wenig Nah⸗ rungsſtoff, wie der Klee, ſondern bereichern ihn, nach der Meynung Vieler, durch ihre Stop⸗ peln und Wurzelu. In Teutſchland iſt der Wickenbau zur gruͤ⸗ nen Futterung und zum Heu ſeit kurzem allge⸗ meiner geworden, und hat allenthalben den groͤßten Beyfall gefunden. Die Winterwicke der Englaͤnder iſt kei⸗ ne verſchiedene Art von unſerer gewoͤhnlichen Sommerwicke. Sie unterſcheidet ſich hoͤchſtens davon wie Winterrocken vom Sommerrocken. Sie haͤlt in England, bis in die noͤrdlichern Provinzen hinauf, die meiſten, jedoch nicht alle Winter aus; vermuthlich auch nur in den waͤrmeren Thaͤlern. Im noͤrdlichen Teutſch⸗ land ſind aber, ſo viel ich weiß, alle Verſuche damit verungluͤckt, und ich erklaͤre hier noch⸗ mals, daß ich keinen Saamen davon habe und keinen davon anſchaffen kann, weil ich ih⸗ ren Anbau wenigſtens fuͤr ſehr mislich halte. Sie hat freilich einige Vorzuͤge vor unſerer Sommerwicke, weil man ſie 14 Tage fruͤher maͤhen und folglich den Acker zu einer andern Frucht fruͤhzeitiger benutzen kann. Auch ſoll ſie ſich, nach Einigen, ſtaͤrker bezweigen und hoͤheren Ertrag geben. Indeſſen iſt der Ver⸗ * luſt uit ſo ehe jahrs 3 S utt ſ unhel nen, um! de Somme Perſe Wie G len. Ei mehrere ſchick duͤnne erhalten De narbone dge vor des Sd ch woch An häuſig nüͤtlich will nen zu man ſi bindige nen. deihlich heu m⸗ — g entzjehn, ſ u ſ verig R andem bereichm durch ijre Stnn dikenbau zur gi ſei kurzem aln⸗ t allenthalben de Exngländer it erer gewoͤhnlihn idet ſich hoͤchiun Sommerroqn die noͤrdlichen n, jedoch nich auch nar in de rdlihen Teuſc⸗ 8, alle Verſac kklaͤre hier noth mmen davon hi kann, wellihi ehr mislich hi züge vor inſen 14 Tage ftit r zu einer anden kann. Auhil er bezweizen u eſſen iſt der d 3 — 52¹1— luſt ſo erheblich nicht, da wir zum erſten Fruͤh⸗ jahrs⸗Futter Rocken und Rapſaat wohl eben ſo vortheilhaſt und immer ſicherer bauen koͤn⸗ nen, um in ihre Stoppel, wenn es uns paßt, die Sommerwicke zu ſaͤen. Verſchiedene haben die zweyjaͤhrige Wicke(vicia biennis) zum Anbau empfoh⸗ len. Sie ſcheint mir aber dazu ſo wenig wie mehrere andere hochwachſende Wickenarten ge⸗ ſchickt, weil ihr Stengel zu ſchwach und zu duͤnne iſt, um ſie ungeſtuͤtzt aufrecht zu erhalten. Die franzoͤſiſche Futterwicke(vicia narbonensis) hat darin vielleicht noch Vor⸗ zuͤge vor der unſrigen, daß ſie unten einen dik⸗ ken Stengel wie eine Bohne hat, und ſich folg⸗ lich noch beſſer aufrecht erhaͤlt. Um die Wicken zu unterſtuͤtzen, mengt man haͤufig Bohnen darunter. Dies iſt beſonders nuͤtzlich, wenn man ihre Schoten reifen laſſen will. In Anſehung des Verhaͤltniſſes der ei⸗ nen zu der andern bey der Ausſaat, richtet man ſich nach dem Boden, und nimmt auf bindigem mehrere, auf loſerem wenigere Boh⸗ nen. Auch die Bohnen ſind gruͤn ein ſehr ge⸗ deihliches Futter, laſſen ſich aber ſchwerer zu Heu machen. 3 Auch 6 7 — 322— Auch die graue Erbſe, allenfalls mit Wicken und mit Bohnen vermiſcht, giebt ein vortreffliches und im Ertrage vielleicht noch ſtaͤr⸗ keres gruͤnes Futter ab. Dieſe Miſchung iſt in unſerer Gegend unter dem Nahmen Rauh⸗ zeug bekannt, und wird hauptſaͤchlich fuͤr die Pferde, wenn es reif geworden iſt, benutzt. Aber zu Heu laͤßt es ſich im gruͤnen Zuſtande nicht gut machen. Auch muß die Einſaat da⸗ von, dem Maaße nach, ſtaͤrker ſeyn. Daß in England ſogenanntes Mengkorn, oder eine Miſchung von mehreren Sommer⸗ getreidearten, zur gruͤnen Abfutterung gebauet werde, wie wol in Teutſchland geſchiehet, habe ich nicht gefunden. Man nimmt lieber Ge⸗ waͤchſe, die den Boden durch ihre roͤhrigten Wurzeln, und vermoͤge ihrer Beſchattung mehr lockern, das Verquecken mehr verhuͤten, und ihm mehr hinterlaſſen. —— Etw e, allmfalt it wiſcht, giebt i iellicht noch 1 ſeſe Mſchung i Nahmen Rau h upſſachlich fir i den iſt, beuz⸗ grüͤnen Zußzde uß die Einſagt w ker ſeyn. tes Mengkon dreren Somman ttterung gebau geſchiehet, hab mt lieber Ge⸗ ihre rohrigten zeſchanung meit t verhüͤten, un VII. 498900999990999920 24290 Etwas uͤber Wieſenbau. Nr ſchang ven do Verna aleerdi der I die K er gre wenn Meru habe, der W wie aus den rel Etwas uͤber Wieſenbau. Man hat mir ſonderbare Meynungen in An⸗ ſehung der Wieſen beygemeſſen: als ob ich ih⸗ nen uͤberhaupt allen Werth abſpraͤche, und eine Vernachlaͤſſigung derſelben billigte. Ich hatte allerdings an einem Orte geſagt, der Werth der Wieſen ſey allemal ein ſicherer Maßſtab fuͤr die Kultur, worin eine Gegend ſtehe; waͤre er groß, ſo ſey dieſe noch in ihrer Rohheit; wenn ſie im Werthe fielen, ſo ſey dies ein Merkmahl, daß ſich der Ackerbau gehoben habe, weil man mit Futterbau den Abgang der Wieſen erſetzen koͤnne. So deutlich dies, wie aus dem Vorhergehenden erhellet, ſich auf den relativen Werth der Wieſen, und zwar der — 526— der ſchlechten naſſen Wieſen, gegen das Acker⸗ land beziehet, der in Gegenden, wo man fuͤr das Vieh keine andere Aushuͤlfe als Wieſen kennet, oft viermal ſo hoch, wie der des Acker⸗ landes iſt, ſo mag ich mich doch wol fuͤr gewiſſe Koͤpfe und Geiſter zu undeutlich ausgedruͤckt ha⸗ ben. Die gaͤnzliche Unentbehrlichkeit der Wie⸗ ſen kann nur da eintreten, wo man auf dem Acker kein anderes Viehfutter als Stroh zu bauen verſteht, und dieſe vermeinte Unentbehr⸗ lichkeit iſt das, was ihren Werth unverhaͤlt⸗ nißmaͤßig in die Hoͤhe treibt. Sonſt ſind Wieſen allerdings ein ſehr ſchaͤtz⸗ barer Theil eines Guths, erleichtern und ſichern deſſen Bewirthſchaftung ſehr. Selten aber ſind die Faͤlle, wo man ihrer ſo viel hat, daß man ſich in Anſehung der Unterhaltung des noͤthi⸗ gen Viehſtapels, ganz auf ſie verlaſſen koͤnne. Und dennoch iſt dies bisher zu haͤufig geſchehen. Man hat nach den Wieſen den Viehſtand be⸗ ſtimmt, nicht nach dem Duͤngerbeduͤrfniß fuͤr den Acker, woraus dann immer eine klaͤgliche Wirthſchaft hervorgieng. Weil zureichende Wieſen ſo ſelten ſind, ſo muß man lernen ihrer zu entbehren; und wo man das gelernt hat, werden ſie nicht mehr uͤbermaͤßig theuer bezahlt. Aber Wieſen, die man hat, die man zu maͤßi⸗ gen Preiſen haben kann, muß man durch die vbll⸗ dollkomn zu benu lm ſahe ich ſen rede Grasnar Umorue Grasfe het au mung zeugun ſen bet natürli ſelnd in künſilch legt we hachäe det i 8 konne heils Das! dieſes lich in Kunſt und m bräſer — n, gegen das lin⸗ uden, wo manſt ſdäii als Wie wie der des Ace och wal fir gewi lih ausgedrüch e degrlchkeit der Wi „ wo man auf d utter als Sr, ermeinte Unenieh n Werth untei ngs ein ſehr ſih eichtern und ſihe Selten aber ſ viel hat, daßme ſaltung des nitt fſie verlaſeen m zu haͤufg reſd 6 den Weehſtttd düngerbedürfiſ 1 immer eine lunit Weil zureicn ß man lernen inn an das gelern dßig theuer ban die man zu mäͤſe nuß mun durh 7 —-— 527— vollkommenſte Kultur auf das moͤglich hoͤchſte zu benutzen ſuchen. Um alle Mißverſtaͤndniſſe zu vermeiden, ſage ich, daß ich jetzt von natuͤrlichen Wie⸗ ſen rede, d. h. ſolchen, die ihre urſpruͤngliche Grasnarbe beybehalten haben, und nicht durch Umbruch und Beſaamung zu einem kuͤnſtlichen Grasfelde gemacht worden ſind. Ich rede da⸗ her auch nur von feuchten oder der Ueberſchwem⸗ mung ausgeſetzten Wieſen, weil, meiner Ueber⸗ zeugung nach, alle trockene hoͤher liegende Wie⸗ ſen bey einer guten Oekonomie nicht in ihrem natuͤrlichen Zuſtande bleiben, ſondern abwech⸗ ſelnd unter dem Pfluge gehalten, und dann, künſtlich beſaamt, zu Graſe wieder niederge⸗ legt werden muͤſſen, wenn man aus ihnen den hoͤchſten reinen Ertrag— das beſtaͤndige Object der rationellen Landwirthſchaft— ziehen will. Feuchte und niedrige Wieſen muͤſſen und koͤnnen in Hinſicht ihrer Grasnarbe mehren⸗ theils in ihrem natuͤrlichen Zuſtande bleiben. Das heißt, ſie werden nicht umgebrochen, weil dieſes mehrentheils beſchwerlich, und oft mis⸗ lich in Anſehung des Erfolges iſt. Aber die Kunſt kann doch viel zu ihrer Verbeſſerung thun und mittelbar dadurch ſelbſt die Arten ihrer Graͤſer veraͤndern, ſtatt der ſchlechteren gure her⸗ 85 ͤöͤöͤöͤöͤöͤoͤoͤoͤſͤſͤͤͤſſſ — 528— hervorbringen, ohne dieſe auszuſaͤen, und das mehrentheils nur dadurch, daß ſie ſich Gewalt über die Feuchtigkeit verſchafft, und dieſe zu gewiſſen Zeiten zu verſtaͤrken und zu vermin⸗ dern vermag. Ich theile die feuchten Weiſen in vier ver⸗ ſchiedene Arten: 1) die an Fluͤſſen liegenden, entweder der Ueberſchwemmung, oder dem ſich durchſaugen⸗ den Grundwaſſer ausgeſetzten. 2) Die in den Vertiefungen zwiſchen den Ackerfeldern und an dem Abhange derſelben liegenden Thal⸗Wieſen. 3) Quelligte Wieſen. 4) Moorige Wieſen. 1) Feuchte Wieſen an Fluͤſſen. Dieſe liegen unter dem hohen, aber uͤber dem niedrigen Waſſerſpiegel des Fluſſes. Sie ſind um deſto feuchter, je mehr ſie erſteres thun⸗ und je leichter jede Anſchwellung des Fluſſes uͤber ihre Hoͤhe ſteigt. Geſchiehet dies in der Regel nur bey dem hohen Winter⸗ und Fruͤhjahrs⸗Waſſer, und fuͤhrt das Flußwaſſer einen guten Schlamm, und keinen ſchaͤdlichen Sand mit ſich, ſo iſt ihnen ihnen weſenl hinden kann el che hab Paſſer ten iſt ſo wi ſchd allen ſchnit ten A Ausw drigſte figſten brette in ein Haute Ansſ geſpe walt wiſſe unten 3 ſerſta Heuer ſtand zuweil B — utzuſcen, undie daß ſe ſch Geni äft, und dieſe en und zu vermi Wäſſen in dier a nden, entwedere im ſich durchſaun n. ngen zwiſchen u lbhange derſaln en an Flüſſe ohen, aber ühn des Fluſſes. 6 ir ſie erſteres zu weluung des Tliſ Regel nur bey de hrs⸗Waſer, 1 n guten Schlim d nit ſch, i ignen ihnen die Ueberſchwemmung von großem und weſentlichem Nutzen, und darf folglich nicht ver⸗ hindert werden. Wenn indeſſen dieſe Wieſen keine ebene, nach dem Fluſſe zu abhaͤngige Flaͤ⸗ che haben, ſondern Vertiefungen, worin das Waſſer, nachdem es in ſein Bette zuruͤckgetre⸗ ten iſt, ſtehen bleibt und nicht abziehen kann, ſo wird das ſtauende Waſſer dieſen Stellen ſchaͤdlich. Eine ſolche Wieſe muß daher von allen niedrigen Stellen aus mit Graͤben durch⸗ ſchnitten werden, die, ſo viel moͤglich, im rech⸗ ten Winkel auf den Fluß zuſtoßen. Mit dem Auswurfe dieſer Graͤben werden dann die nie⸗ drigſten Stellen ausgefuͤllt, was am zweckmaͤ⸗ ßigſten mit Huͤlfe des ſogenannten Moll⸗ bretts geſchiehet. Koͤnnen dieſe Graͤben erſt in einen mit dem Fluſſe parallel laufenden Hauptabzugsgraben geleitet, und kann deſſen Ausfluß in den Strohm durch eine Schleuſe geſperrt werden; ſo hat man es in ſeiner Ge⸗ walt, das Waſſer in den Graͤben in einem ge⸗ wiſſen Stande zu erhalten, und der Wieſe von untenauf eine beſtaͤndige Feuchtigkeit zu geben. Iſt aber eine Wieſe jedem hoͤheren Waſ⸗ ſerſtande, der oft im Sommer, ſelbſt in der Heuerndte, eintritt, ausgeſetzt, ſo iſt der Zu⸗ ſtand ſehr precaͤr und die Kuͤlfe oft ſchwierig. Zuweilen kann das Uebel dadurch gehoben wer⸗ 3r Band. L den, — 530— den, daß man ſich eine ſtaͤrkere Vorfluth ver⸗ ſchafft, indem die Krümmungen eines Fluſſes durchſtochen, und derſelbe in ein gerades Beut geleitet wird: eine Operation, wozu jedoch meh⸗ rentheils der Beytritt der Nachbarn oder die Mitwirkung des Staats erfordert wird. In England ſind ſehr große Verbeſſerungen dieſer Art unternommen worden, deren Beſchreibung uns aber hier zu weit abfuͤhren wuͤrde. Es iſt auch bekannt, wie viel Friedrich der Große beſonders durch aͤhnliche Operationen zur Kultur ſeiner Staaten gewirkt hat. Häu⸗ ſig findet eine ſolche Vorrichtung auch Wider⸗ ſpruͤche von Seiten derer, die das Waſſer da⸗ durch zu ſchnell bekommen, theils von Seiten anderer, welche nun eine zu ſtarke Austrock⸗ nung ihrer Wieſen beſorgen. Sonſt findet nur das Mittel der Eindaͤm⸗ mung Statt, indem man am Bette des Fluſ⸗ ſes her Waͤlle oder Deiche aufwirft, welche auch bey dem hoͤchſten Waſſerſpiegel die Ueberſtroͤ⸗ mung abhalten. Auch ſolche eingedaͤmmte Wie⸗ ſen muͤſſen mit Graͤben durchſchnitten ſeyn, die einen gemeinſchaftlichen, unter dem Damm durchgehenden Ausfluß haben, welcher mit Fallſchleuſen, die ſich bey ſteigendem Waſſer ſchließen, bey fallendem aber oͤffnen, ver⸗ ſehen iſt. Denn ohne dies wuͤrde das von der kere⸗ Vorſud igen eines Fluſe ein gerades Be vou ſdoch me läi ddet di urder wid. 4. erbeſſerngen di deren Veſchrähn ihren wüͤrde. d Friedrich e nliche Operaiin ewirkt hat. hi gung auch Uid die das Waſer theils von Sein zu ſtarke Auttrot Nitel der Lindi am Vette des Ji fwirft, welche e egel die Ueberſ — ſchninen ſemn, unter dem Dun hen, welher i ſeigenden W n „ iſfun, M t 4 — 331— der Hoͤhe herabkommende Waſſer keinen Ab⸗ zug haben. Wenn Stroͤhme, ſtatt eines wohlthaͤtigen Schlammes, bey heftiger Fluth einen nachthei⸗ ligen Sand auswerfen, ſo kann dies oft durch gehoͤrig angelegte Schlachten gehoben werden, wodurch man den Haupiſtrohm von ſeinem Ufer abwendet, und ihm eine andere Richtung giebt. 2) Wieſen in Vertiefungen zwi⸗ ſchen Ackerfeldern, und in Thaͤlern zwiſchen Huͤgeln. Wenn dieſe Wieſen ſo viel Abzug haben, oder einen ſo durchlaſſenden Untergrund, daß das Waſſer nicht zu lange auf ihnen ſteht, und ſie nicht moraſtig macht, ſo gehoͤren ſie oft zu den allerfruchtbarſten, in⸗ dem die ſogenannte Fettigkeit aller umliegenden Hoͤheaͤcker ihnen zugefuͤhrt, und auf ihrem Grunde abgeſetzt wird. Sie koͤnnen dann eine Fruchtbarkeit haben, und einen Ertrag geben, womit nichts in Vergleichung zu ſetzen iſt. Eine ſolche Wieſe liegt nicht weit von Salisburry in Wiltſhire, die ſeit uralten Zeiten unter dem Namen der langgraſigen Wieſe von Wiltſhire beruͤhmt iſt. Schon die aͤltern landwirthſchaftlichen Schriftſteller in England, wie Norden und Harlit, ſprechen von ihr, wie von einem Natur⸗Wunder. Ll 2 Dieſe 7† — 55— Dieſe Wieſe liegt in einem Thale zwiſchen Kreidehuͤgeln. Im Winter geht der Strohm eines Baches hinein, der darin ſtauet und ſei⸗ nen Schlamm abſetzt. Im Sommer iſt ſie voͤl⸗ lig trocken. Sie enthaͤlt 2 ½ Acre in zwey Ab⸗ theilungen, eine von 1 ¼ und eine von 1 Acre. Fuͤr den erſtern Theil wurden 500 Guineen geboten, welches fuͤr den Acker 350 Guineen, und nur zu 3 p. C. jaͤhrlich 12 Pfd. 5 Schll. macht, wozu noch die Landtaxe kommt. Schon vor laͤngerer Zeit ward das Zehnten⸗Heu von beyden Abtheilungen fuͤr 5 Guineen verkauft. Man treibt im Fruͤhjahr erſt Schafe darauf, und zieht durch ſolche einen betraͤchtlichen Er⸗ trag davon. Dann wird ſie zweymal gemaͤhet, und von 14 Acre ſind in zwey Schnitten oft 10 Tonnen Heu, àA 20 Centner, gewonnen. Danach werden noch Schweine darauf getrieben⸗ die ſich an dem dichten Gewebe der Grasſtengel fett freſſen. Das Gras wird 16 Fuß lang, und einzelne Stengel 22 Fuß. Das Heu iſt erſtaunlich nahrhaft fuͤr alles Vieh, beſonders aber fuͤr Schafe. Man hat ſich lange daruͤber geſtritten, welche auſſerordentliche Grasart es ſey, die dieſen gewaltigen Ertrag hervorbringe, und zu dieſer erſtaunlichen Groͤße gelange. Denn man ließ das Gras bey dem uͤppigen Wuchſe nicht bis zu ſeiner Bluͤthe kommen. Es iſt aber jetzt entſchieden, daß ſie kein beſonde⸗ res ——ꝭ—᷑—᷑—ę—ỹ˖:·O··—.,.— — en Thale zwitn geht der Erin ein tauet und ſi⸗ vommer iſ ſie vil Acre in zwey lh deine don t Aon den 300 Gateen cker 350 Gunen, 12 Pfd. z Etl te kommt. Eim Zehnten⸗Hen e Guineen verkſt Schafe darui hetraͤchtlichen veymal gemaͤhn y Schnitten mer, gewonnen darauf getriehen d der Grasſten 1d 16 Fuß lh ß. Das helt Vihh, beſonden ſic lange driihn atliche Grasan i trag hervorbein Groöße gelane bey dem üpyih ithe konnan. 6 ſie kin hn 7 533— res, ſondern nur die gewoͤhnlichen guten Graͤ⸗ ſer habe, unter welchen das rauhe Wieſen⸗ viehgras(poa trivialis) das Uebergewicht habe. Die Oberflaͤche des Bodens iſt mit ei⸗ nem dichten Gewebe von Grasſtengeln bedeckt. Wenn man dieſe weggeſtochen hat, ſo kommt man auf eine Lage von Feuerſteinen, deren Zwiſchenräume mit einer ſehr fetten, ſchwar⸗ zen, ſandig⸗lehmigen Acker⸗Erde ausgefallt ſind. Unterhalb derſelben findet ſich, wie in dieſer ganzen Gegend, Kreide. Die gluͤckliche Uebereinſtimmung der Lage und des Bodens be⸗ wirken alſo die bewundernswuͤrdige Fruchtbar⸗ keit dieſer Wieſe, indem ihr eine ſo große Maſſe von duͤngenden Theilen, von den umlie⸗ genden Huͤgeln herab, zugefuͤhret, und aus dem Waſſer abgeſetzt wird, dieſes aber gerade nur die rechte Zeir darauf ſtehet, dann abfließt, und ſich in den durchlaſſenden Untergrund ver⸗ ſenket. Waͤre der letztere Umſtand nicht da, ſo wuͤrde dieſe Wieſe bey allem Zufluß duͤngen⸗ der Theile wahrſcheinlich nur ein Moraſt ſeyn oder hoͤchſtens ein ſchlechtes unbedeutendes Gras, wie viele andere Wieſen dieſer Art, geben. 2 Es kommt daher bey Wieſen dieſer Art hauptſächlich darauf an, ſie von der uͤberfluͤſſi⸗ gen Feuchtigkeit und dem ſtauenden faulenden Waſſer, — 334— Waſſer, welches immer die guten Graͤſer ver⸗ tilgt, und die ſchlechten beguͤnſtigt, zu befreien. Durch Ableitungsgraͤben iſt dies, des Waſſer⸗ paſſes wegen, oft nicht moͤglich. Zuweilen kann man durch ſtehende Graͤben, die zugleich als Befriedigung dienen, etwas ausrichten. Zuweilen aber kann man durch eine Art von Brunnen oder Waſſerfaͤnge, die mit Pfaͤhlen ausgeſetzt ſind, viel bewirken, indem man eine undurchlaſſende Lage des Bodens durchſticht und in eine durchlaſſende koͤmmt, durch welche ſich das uͤberfluͤſſige Waſſer in die Tiefe verſenken kann. In ſolchen Sinken oder Sichten hat ſich oft ſeit Jahrtauſenden die abgeſchwemmte Moder⸗ erde und der feine Schlamm aus der ganzen umliegenden Gegend angehaͤuft, und iſt daſelbſt unzerſetzt von der Natur, als ein Schatz fuͤr den induſtrioͤſen Landwirth, aufbewahret, der nun damit einen weiten Umfang von Aeckern in Fruchtbarkeit ſetzen kann. Oft iſt er mit Lagen von kleinen Schnecken, die zu einem blaͤtrrigen, zuweilen auch dichten Kalk ſich aufgeloͤſet haben, durchmiſcht, welche dieſen Moder noch frucht⸗ bringender machen, und die ſonſt haͤufig darin befindliche Saͤure, die ihn mehr torfartig und unzerſetzbarer machen wurde, neutraliſiren. In ſolchen Faͤllen wird man das wenige hier wach⸗ ſende ſende genden In ant diſfr unter wirkt mende Erſe rung — zuten Griſer n rſig, zu befrein dies, des Waſer glch. Zuweila iben, die zagch awas ausrichten urch eine Art ban de wit Pfähle n, indem man th dens durchſticht darch welcheſ ie Tiefe verfein ichten hat ſich ij wemmte Moder aus der ganze t, und iſt daſelt ls ein Schaß ſt aufbewahret, n ang von Aecemi dſt it er mit la geinem blätri aufgelöſet hh Roder nochfu ſonſt häͤuſg e meht iorimiß neutralifren. werize hir nah ſent — 3555— ſende Gras lieber aufopfern, um den umlie⸗ genden Acker in hohe Fruchtbarkeit zu ſetzen. In andern Faͤllen hat man auch eine Erhoͤhung dieſer Thal⸗Wieſen durch Auffahren von Erde, unter beſondern Umſtaͤnden aber dadurch be⸗ wirkt, daß man denen von Bergen herabkom⸗ menden und ſich hier ergießenden Schneefluthen, Erdſchollen vorwarf, und ſolche auf die Niede⸗ rungen herabſchwemmen und ſich abſetzen ließ. 3) Quelligte Wieſen. Man findet dieſe hauptſaͤchlich an dem Fuße von Bergen und Huͤgeln, wo die auf den Gipfeln der Berge niedergeſchlagene Feuchtigkeit ſich in dem durch⸗ laſſenden Geſtein der Berge herabſenkt, nun auf einen undurchlaſſenden Untergrund ſtoͤßt und in Quellen hervorkommt. Wo dieſe Quellen gleich von der Stelle ab, wo ſie zu Tage kom⸗ men, einen freien Abfluß haben, und einen Bach bilden, da bleibt der uͤbrige Grund trok⸗ ken. Mehrentheils aber iſt ihre Oeffnung mit loſer Erde bedeckt, das Waſſer durchdringt ſol⸗ che, verbreitet ſich weit umher, und kommt aus einzelnen kleinen Oeffnungen hervor, macht folglich den ganzen Fuß des Berges und die umliegende Gegend ſumpfigt und queppig. Das Gras ſolcher Gruͤnde iſt von ſchlechter Art, und von geringer Bedeutung. Mit gewoͤhnlichen Abgrabungen richtet man etwas, aber wenig, aus⸗ — 536— aus. Denn mehrentheils liegt die eigentliche Oeffnung der Quelle, wo ſie aus dem feſten Untergrunde hervortritt, tiefer als die gezoge⸗ nen Graͤben, und dieſe koͤnnen nur dasjenige Waſſer ableiten, was hoͤher ſteht als die Quelle ſelbſt. Da die Abgrabungen nicht helfen woll⸗ ten, ſo hat man das Uebel haͤufig fuͤr incura⸗ bel gehalten. Allein es kommt nur darauf an, daß man mit dem Graben auf die rechte Stelle trifft, und mit demſelben entweder bis zur Tiefe der eigentlichen Quelle dringt, oder, weil dies ſelten moͤglich iſt, nur perpendikulaͤre Loͤcher bis auf die Quelle bohret oder ausſticht, und dem gepreßten Waſſer durch dieſe Loͤcher einen Aus⸗ fluß in den Graben verſchafft, welcher es ſodann abfuͤhrt. Erreicht man dies, ſo kann man durch einen einzigen Graben mehrentheils ein großes Revier trocken legen, und einen klaren Bach hervorbringen; den man dann wieder zur regulaͤren Ueberrieſelung benutzt. Dieſe wichtige Lehre iſt ausfuͤhrlich in des 2ten Ban⸗ des 1Iſter Abtheilung dieſes Werks vorgetragen. Durch viele verdeckte Abzuͤge, die aber mit einem paßlichen Material ausgefuͤllet ſeyn muͤſ⸗ ſen, weil die von Waſſer anſchwellende Erde ſich ſonſt von unten und von den Seiten wieder herein draͤnget und den Zug verſchlammet, kann man freilich auch etwas ausrichten und die Ober⸗ — legt die eigette ſe aus dem fän ſer als die geze nen nur dasenig ſeht als dieuel nicht helfen nal hͤunig für inenn⸗ mmt nur darauf a duf die recte Eil wweder bis zur dif t, oder, weili dikulaͤre löcher usfticht, und in oͤcher einen Au welcher es ſoden „ſo kann wa mehremtheils 4 und einen klan nan dann wiee 3 benutzt. Di in des aten Vo⸗ Cerks vorgetrahe züge, die oe 1 azgefüllet ſemn n anſchwelende En den Seiten win erſchlammet⸗ im usrichten und d Oher — 537— Oberflaͤche trocken machen; aber dieſe Huͤlfe iſt koſtbar und iſt minder vollſtaͤndig. 4) Moorige Wieſen. Dieſe ſind den vorigen darin gleich, daß ſie in den meiſten Faͤl⸗ len auch von tiefer liegenden Quellen entſtehen. Aber darin verſchieden, daß das Waſſer faſt gar keinen Abzug hat, ſondern auf einem un⸗ durchlaſſenden Untergrunde ſtocket und auch ſeit⸗ waͤrts, wegen des Randes, womit dieſe Moore umgeben ſind, keinen Abfluß hat. Es iſt hier nicht der Ort, uͤber die Entſtehung der beſondern Subſtanz der Moore, die man, wenn ſie com⸗ pact iſt, Torf nennet, zu reden. Zuweilen liegen die Quellen, welche das Moor bilden, an einem Orte, und dann kann man große Moor⸗Reviere mit einem Graben, wodurch man die Quellen abfaͤngt, trocken legen. Zu⸗ weilen iſt dies nicht moͤglich, und man muß nur das Waſſer, welches ſich durch das ganze Moor durchgeſogen hat, in mehrern Graͤben ſamm⸗ len; wodurch man wenigſtens die Oberflaͤche austrocknet. Es kommt dann darauf an, ob der Hauptableitungsgraben Tiefe und Fall ge⸗ nug habe, um das Waſſer aus den Nebengraͤ⸗ ben hinlaͤnglich abzufuͤhren. Geſchiehet dieſes nicht, ſo muͤſſen die Nebengraͤben ſehr vermehrt werden, um die Verdunſtung des Waſſers zu befoͤrdern, und um den Boden mit dem Aus⸗ wurfe — 538— wurfe der Graͤben uͤber den Waſſerſtand zu er⸗ höͤhen. Zuweilen laͤßt ſich auch das Waſſer, mittelſt der Durchſtechung oder Durchbohrung des anhaltenden Untergrundes, durch ſogenannte Waſſerfaͤnge in die Tiefe verſenken, woruͤber auch in vorgedachter Abhandlung ausfuͤhrlicher geredet iſt. Kann man die moorigen Wieſen, nachdem man ſie auf die eine oder die andere Art abge⸗ waͤſſert hat, mit irgend einer Erdart befahren, wodurch ſie erhoͤhet werden, die ſchwammige Subſtanz zuſammengepreßt, und der Oberflaͤche mehrere Bindung gegeben wird, ſo iſt dies eine ſehr wirkſame Verbeſſerung. Eigentlicher Duͤn⸗ ger iſt ihnen voͤllig unnuͤtz, denn an vegetabili⸗ ſchem Nahrungsſtoff hat der Moorboden eigent⸗ lich einen Ueberfluß. Der Sand iſt ſeiner ſpe⸗ cifiſchen Schwere wegen unſtreitig die beſte Erd⸗ art, und dies iſt der Fall, wo er eine frucht⸗ bar machende Wirkung auf eine auffallende Weiſe aͤuſſern kann. Er muß aber nur oben aufgebracht, in den erſten Jahren wenigſtens nicht untergepfluͤgt und untergegraben werden. Denn ſo preßt er die ſchwammige Oberflaͤche zu⸗ ſammen, vermiſcht ſich mit derſelben, indem ſich ſeine Koͤrner hinabſenken, und hat in der That eine zerſetzende Wirkung auf den Torf; wovon man ſich uͤberzeugen kann, wenn man Torf — Vaſſerſtand zwe⸗ auch das Vaſt der Durch hbohran z’darch ſogenann eienken, warüber dung ausführüche „Wiſſen, nahden je andere Arthge rErdart befahrn, die ſchwamnin ind der Oberfäͤ d, ſo iſt dies in Eigentlicher Din un an vegetabili oorboden eigen nd iſ ſeiner ſye aug die beſte En wo er eine frath ſeine auffallae nuß aber nur dhen Jahren wenißſtn rgegraben werde ſige Oberfläche derſel elben, indn , und hitin g auf den dufj kann, wenn nan duj — 539— Torf mit Lagen von Sand aufſchichtet. Nach etlichen Jahren kann man die Oberflaͤche um⸗ brechen, und man wird ſolche in eine mildere, ſchwarze, fruchtreiche verwandelt finden, auf welcher nun die beſten Graͤſer und Kleearten wachſen, ohne irgend einer vegetabiliſch⸗anima⸗ liſchen Duͤngung zu beduͤrfen. Will man noch etwas Kalk oder Mergel auffuͤhren, erſteren im moͤglichſt aͤtzenden Zuſtande, ſo wird eine um ſo ſchnellere Entſaͤuerung und Zerſetzung der Moor⸗Ende bewirkt werden, und eine uͤber alle Vorſtellung hinausgehende Vegetation entſtehen. Dieſe ſaͤmmtlichen feuchtliegenden Wieſen benutzt man am vortheilhafteſten zu Graſe, weil ihre Beackerung immer muͤhſam iſt. Sie wer⸗ den nur zu Zeiten, nachdem man ſie abgewaͤſ⸗ ſert hat, umgebrochen, um Moos und ſchlechte Kraͤuter zu zerſtoͤren und an ihre Stelle durch Beſaamung beſſere zu bringen. Die Duͤngung aller Wieſen, welche nicht durch uͤberſtauendes Waſſer beſchlammet oder durch uͤberrieſelndes befruchtet werden, wird in England im Allgemeinen ſorgfaͤltiger faſt, wie Duͤngung des Ackerlandes, beſchafft, beſonders wenn ſie jaͤhrlich einmal, und noch mehr, wenn ſie ſie zweymal, was indeſſen ſelten geſchiehet, ge⸗ maͤhet werden. In Teutſchland giebt es darin faſt provinziale Verſchiedenheiten; denn man findet Gegenden, wo man die Wieſenduͤngung fur die Hauptſache haͤlt, und lieber den Acker, wie jene, Mangel daran leiden laͤßt. Es giebt andere, wo man ſelten an Beduͤngung der Wie⸗ ſen denkt, ihnen hoͤchſtens zur Duͤngung nur einige Abfaͤlle giebt, die man auf den Acker zu bringen fuͤr bedenklich haͤlt, oder der Muͤhe nicht werth achtet. Eine gehoͤrige Wieſenduͤn⸗ gung haͤlt man hier, ohne den Ruin des Frucht⸗ baues, fuͤr ganz unmoͤglich. Wenn man in⸗ deſſen Gegenden von gleichem Boden und uͤbri⸗ gens gleichen Wirthſchafts⸗Verhaͤltniſſen mit einander vergleicht, ſo wird man immer finden, daß da, wo Wieſenduͤngung ſeit langer Zeit eingefuͤhret war, die Production des Ackers hoͤher ſey, als da, wo man es fuͤr Suͤnde haͤlt, dem Getreidebau ein Fuder Miſt zum Vortheil der Wieſen zu entziehen, wenn gleich im uͤbri⸗ gen das ganze Wirthſchafts⸗Syſtem aͤuſſerſt feh⸗ lerhaft iſt. Dies iſt natuͤrlich; weil der auf Vermehrung der Viehfutterung verwandte Duͤn⸗ ger ſchnell und vermehrt reproducirt wird, ſich ſo progreſſiv vermehrt, daß die Moͤglichkeit bey⸗ des, Wieſen und Acker, zu duͤngen, daraus hervorgehet. Wo aber einmal wegen erman⸗ gelnder Duͤngung die Wieſen ſchlechten Ertrag geben, geben ſhuß i dern. den erſ um deſt 1 volle h W ſcäyſ terbau aufzul — Wiſſ Englä Winee Wirke in de voſſ ſie wuc Erd die — en geſchiehe, ſ und giebt es din iten; denn ma t Wiſendingun lieber den Acer nläßt. Es git dingung deri zur Dungung i naauf den Ate oder der Mi porige Wieſendie Ruin des Futh Wenn mani Boden und ülr⸗ erhaͤltniſſen mi n immer ſinden ſeit langet i rnon des Acke für Sünde hit lit zum Porthi in gleich im ibn yſtem aͤuſert i h; weil der u gverwandte di ducirt wid, i Moͤglickeit i düngen, darat aal wegen ann⸗ ſchlechmn Emm gtben — 541— geben, da haͤlt es aͤuſſerſt ſchwer, zu dem Vor⸗ ſchuß zu gelangen, den ſie an Duͤnger erfor⸗ dern. Denn der Wieſenduͤnger kommt nicht in den erſten Jahren wieder zuruͤck, ob er gleich um deſto nachhaltender iſt, und 6 bis 7 Jahre in voller Kraft fortdauert. Es wird daher ſol⸗ chen Wirthſchaften, die einmal ſchlechte er⸗ ſchoͤpfte Wieſen haben, eher durch andern Fut⸗ terbau auf dem Acker als durch Wieſenduͤngung aufzuhelfen ſeyn. Ueber die ſchicklichſte Zeit, den Duͤnger auf Wieſen zu bringen, ſind die Meynungen der Englaͤnder ſehr getheilt. Die Duͤngung vor Winter thut nach Einigen eine weit ſchwaͤchere Wirkung, wie die im Fruͤhjahre; und gewiß iſt dies immer der Fall, wo ſie von Winter⸗ waſſer weggeſpuͤlt oder ausgelauget wird. Da ſie erſt im folgenden Fruͤhjahre auf den Gras⸗ wuchs wirken kann, beym Froſte nicht in die Erde dringt, ſo verliert ſie vielleicht auch durch die Ausduͤnſtung. Der Schutz, den Manche dadurch dem Graſe gegen den Winterfroſt zu geben glauben, iſt wol in den meiſten Faͤllen unnoͤthig, oder erſetzt doch nicht jenen Verluſt. Die Fruͤhjahrsduͤngung hat wegen des Auffah⸗ rens auf naſſen Wieſengruͤnden oft Schwierig⸗ keit; und wenn ſie erſt dann geſchehen kann, wenn das junge Gras hervortreibt, ſo erfolgt leicht — 5342— leicht ein ungleicher Wuchs danach, ſo daß die Wieſe buͤltig bewaͤchſt, ein Theil des Graſes zurückbleibt, ein anderer zu hartſtengelig, der ganze erſte Schnitt aber dem Vieh minder an⸗ nehmlich wird. Allemal aber muß der Miſt⸗ den man im Fruͤhjahr aufbringt, ſchon kurz und hinlaͤnglich vermodert ſeyn, wenn er erheb⸗ liche Wirkung thun ſoll. In England haben es verſchiedene am rathſamſten gefunden, den Mengehaufen⸗Dünger im Julius, nach dem erſten Schnitte, aufzufahren und zu verbreiten; eine Methode, die manches fuͤr ſich hat. Ueber die Beduͤngung der Wieſen mit Kalk und aͤhnlichen Subſtanzen, kann ich hier nichts weiter ſagen, als daß ſie auf Wieſen, wechſels⸗ weiſe mit animaliſch⸗vegetabiliſchem Duͤnger, vortheilhaft gebraucht werde, und verweiſe auf meine Abhandlung uͤber die Düngung mit kalk⸗ haltigen Subſtanzen in den Annalen der nieder⸗ ſaͤchſiſchen Landwirthſchaft, an Jahrg. 48 Stuͤck. Gluͤcklich aber iſt der Landwirth, welcher durch aufgefangenes und gehoͤrig benutztes Waſ⸗ ſer ſeinen Wieſen aus dem großen Magazine der rohen Natur Düngung zufuͤhren, einen uͤppigen Graswuchs hervorbringen, und ſo den vege⸗ uy ᷓᷓᷓ— degetet ſeiner die un verven kauter üfe wegeta frucht hülfe ſers, lch, nut dieſe herei lebe aeben auf — nach, ſo dji Theil des Gni hatſengeli, Lieh minder u er muß der Miſ dingt, ſcan im en, wenn er an England haben n gefunden, ſe Julius, mahm und zu verbriin für ſich hat Wieſen mit unn ich hier nit Wieſen, wetſit diliſchem Dinn und verweſſeg Düngung mit Annalen der nide n Jahtg. 46 Cü⸗ andwirth, wett rig benußts 3 großen Maltin zufähre, in ingen, un ſom rege — 543— vegetabiliſch⸗animaliſchen Stoff im Kreislaufe ſeiner Wirthſchaft vermehren kann, ohne auf die erſte Grundlage des Duͤngers, Duͤnger zu verwenden. Die Graͤſer und andere Wieſen⸗ kraͤuter verwandeln unwiderſprechlich, mit Bey⸗ huͤlfe atmoſphaͤriſcher Stoffe, das Waſſer in vegetabiliſche Materie. Kein Grund iſt ſo un⸗ fruchtbar, daß er nicht ohne alle weitere Bey⸗ huͤlfe, bey zureichender Mittheilung des Waſ⸗ ſers, Gewaͤchſe, die zur Viehnahrung vorzüg⸗ lich geeignet ſind, hervorbringen, und ſich nicht nur allmaͤhlig, durch Vermoderung eines Theils dieſer Gewaͤchſe, mit fruchtbarer Damm⸗Erde bereichern, ſondern auch noch einen großen Ueberſchuß zur Befruchtung anderer Felder ab⸗ geben ſollte. Der Graswuchs vermehrt ſich auf bewaͤſſerten Wieſen von Jahr zu Jahren, ungeachtet ihm die Heuerndten immer entfuͤhrt werden, und ſie dagegen keinen anderen Duͤn⸗ gerzufluß erhalten. Beſchleunigt wird zwar der Graswuchs und progreſſiv verſtaͤrkt, wenn man ihnen, ehe ſie ſich beſtocket haben, eine Duͤngerbeyhuͤlfe giebt; aber nothwendig iſt dieſe nicht, wenn man es der Zeit uͤberlaſſen will. Es giebt daher keine zuverlaͤſſigere Baſis des Reichthums der Felder, als bewaͤſſerte Wieſen. Einer der wichtigſten Gegenſtaͤnde des Nachdenkens fuͤr den betriebſamen Landwirth iſt — 544— iſt daher die Moͤglichkeit, ſich ſolche zu ver⸗ ſchaffen. Die Hauptfragen, worauf es dabey ankommt, ſind folgende: 1) kann und darf man den Strom durch ei⸗ nen Damm oder Schleuſe eine Zeit lang ſperren? 2) kann man durch Eindaͤmmung und etwa durch hoͤhere Beuferung an niedrigen Stellen das Waſſer hoch genug heben, um es auf die Oberflaͤche des zu bewaͤſſernden Landes zu brin⸗ gen, ohne anderes Land damit zu uͤberſtroͤmen? 3) oder iſt das Waſſer ſchon hoch genug⸗ um es ohne Stauung auf das zu bewaͤſſernde Land zu fuͤhren, indem man von einem hoͤhe⸗ ren Punkte ab, durch einen Zuleitungsgraben, das Waſſer auf den beſtimmten, niedriger lie⸗ genden Fleck bringet? 4) kann man dem Waſſer einen ſo ſchnellen Abzug als Zufluß geben? Kann ich dieſe, oder von der 2ten und 3ten nur die eine mit Jal beantworten, ſo iſt die Moͤglichkeit da. Es giebt zwey Arten von Bewaͤſſerung: durch Ueberſtauung und Ueberrieſe⸗ lung. Durch 8 plat au ches da ſan ah hod mi ne bünnen füießen dunn, waͤgt, 1 vor de Wiſ hediufe wede teänd — ſch ſolche zute⸗ unrguf es dabs en Strom duth eJeirlang ſpern⸗ dammung und en niedrigen Cil den, um es al een lLandes zuli i zu uͤberſtina ſchon hoch gem das zu bewiſſen von einem hoh Zuleingsgrab nten, viedrigerlt r einen ſo chni der aten und 4 tworten, ſo ſü won Vewſem d Ueberriiß DArh — 545— Durch Ueberſtauung wird ein Wieſen⸗ platz auf einmal ganz unter Waſſer geſetzt, wel⸗ ches darauf ſtill ſtehet, oder doch nur ſo lang⸗ ſam abfließt, daß die ganze Flaͤche rilche Fuß hoch mit Waſſer bedeckt iſt. Ueberrieſelung beſtehet in einem ſehr dünnen, langſamen aber fortdaurenden Ueber⸗ fließen des Waſſers uͤber einen Wieſenplatz, ſo duͤnn, daß es oft nicht mehr als eine Linie be⸗ traͤgt, womit der Boden bedeckt iſt. Letztere Bewaͤſſerungart hat große Vorzuͤge vor der erſteren, insbeſondere weil ſie den Wieſen zu jeder Zeit, wo ſie der Feuchtigkeit beduͤrfen, gleich einem ſanften Regen, gegeben werden kann. Es wird aber eine voͤlli ebene, gelinde Fläche dazu erfordert. Jede Bewaͤſſerungsart verlangt, baß dem Waſſer ein eben ſo ſchneller Abzug als Zufluß gegeben, und das Land oollig trocken geleget werden kann, wenn das Waſſer ſeine Wirkung gethan hat, und es durch laͤngeren Aufenthult ſchaͤdlich werden koͤnnte. Die einfachſte Ueberſtauung iſt die, wenn man einen Bach durch einen Damm oder Stauſchleuſe anhaͤlt, und ihn zwingt, über ſeine Ufer, auf die daran liegenden Wieſen⸗ 3r Band⸗ Mm gruͤnde gruͤnde zu treten. Die Methode iſt, auf einem beträchtlichen Reviere, ſelten oder doch hoͤchſt unvollkommen anwendbar; wenigſtens muß durch Waͤlle und Waſſer die Grenze vorgeſchrie⸗ ben ſeyn, wie weit es kommen ſoll, und ihm ſein natuͤrlicher Ruͤckfluß nach der anderen Seite des Staues gewaͤhret werden. Selten wird es angehen, daß man das Waſſer ſo beſchraͤnken kann, wenn man es hoch genug haben will. Daß auch hier Graͤben gezogen werden muͤſſen, welche das Waſſer, nach aufgehobenem Stau, ſchnell und voͤllig wieder in den Bach zuruͤck⸗ fuͤhren, verſteht ſich von ſelbſt. Mehrentheils erſordern Bewaͤſſerungen ei⸗ nen Zuleitungsgraben, der, von einem hoͤheren Platze ab, aus dem Strohme nach den zu bewaͤſſernden Ort hingeleitet wird, und in welchen man das Waſſer, durch einen bald un⸗ terhalb der Muͤndung des Grabens angelegten Stau, hineinzwingt. Der Platz oder wenig⸗ ſtens der Waſſerſpiegel, zu welchem ich das Waſſer durch den Stau heben kann, muß nach Verhältniß der Laͤnge des Zuleitungsgrabens durchaus, ſeinem Niveau nach, etwas hoͤher ſeyn, als der hoͤchſte Punkt des zu bewaͤſſernden Platzes. In jedem Falle, wo er das iſt, iſt auch Bewaͤſſerung phyſiſch moͤglich. Wenn der Zuleitungsgraben durch Stellen gienge, die nie⸗ tiediig ſo berſ gebené E nehren ſo mat umgeb einem Einke lͤßt ben- gebrat Grabe in me lung b durh Söhle grab Abt das auss Fäll ben denſ lung unter — ſode iſt auf ehan oder doch hot, venigſtens mi vrene urgeſri nen ſol, und ihr der anderen Ein . Selten wid iſer ſo bihit genug haben ul een werden niſa, fgehobenem on den Bach zuil „ hewaͤſſerungen der, von eine vrrohme nach tet wird, und rch einen bald rabens augeleſt Plat oder v welchem ith di kann, mußu Zuleitungeguuhe ach, etwas i 8 zu bevuſenſe w e uui Solich. Wmit len gienge, 5 1 — 547— niedriger waͤren, als der Bewaͤſſerungsplatz, ſo verſteht ſichs, daß man ihm eine Bewallung geben muͤſſe, die etwas hoͤher iſt, wie dieſer. Soll nun ein Wieſenplatz in einer oder in mehreren Abtheilungen uͤberſtauet werden, ſo muß jede Abtheilung mit einer Bewallung umgeben, und an der niedrigſten Stelle mit einem Abzugsgraben, in welchen ſich von allen Sinken Rinnen ziehen, verſehen ſeyn. Man laͤßt dann das Waſſer aus dem Zuleitungsgra⸗ ben— der von da an, wo er zur Waͤſſerung gebraucht wird, Hauptbewaͤſſerungs⸗ Graben heißt, und ſich zu dem Ende oft auch in mehrere kleinere theilt— uͤber dieſe Abthei⸗ lung bis zu der moͤglichen und beliebigen Hohe, durch einen gemachten Einſchnitt, oder kleine Schleuſe, uͤberfließen, nachdem der Ableitungs⸗ graben zugeſetzt worden, und ſetzt ſo die ganze Abtheilung unter Waſſer. Bey der Ueberrieſelung hingegen muß das Waſſer aus dem Zuleitungsgraben erſt in ausgeſchnittene Krippen, welche in den meiſten Faͤllen mit dieſem parallel und dicht an demſel⸗ ben her laufen, in andern perpendiculaͤr auf denſelben zuſtoßen, durch einen in die Verwal⸗ lung gemachten Einſchnitt, oder aber durch ein unter derſelben hergelegtes Siel eingelaſſen Mm 2 wer⸗ — 3548— werden. Erſt aus dieſen Krippen verbreitet es ſich uͤber die beſtimmte Flaͤche; denn wenn es aus dem Hauptbewaͤſſerungs⸗Graben uͤber deſſen Verwallung uͤberfließen ſollte, ſo muͤßte dieſe allenthalben in voͤllig gleicher und ebener Hoͤhe an ihrem oberen Rande ſeyn, und darin immer erhalten werden, was doch bey uͤber⸗ ſtroͤmendem Waſſer unmoͤglich iſt. Ueberdem aber wuͤrde die Bewaͤſſerung in verſchiedenen Abtheilungen nicht vorgenommen werden koͤn⸗ nen; zumahl wenn die hintere Abtheilung hoͤ⸗ her wie die vordere liegt. Wenn ſich das Waſſer aus der erſten Krippe uͤber eine durch die Laͤnge derſelben beſtimmte Flaͤche herabgezogen hat, ſo wird es durch eine andere Krippe aufgefangen, aus welcher es wieder uͤber eine andere Fläche her⸗ abgleitet, Denn ließe man das Waſſer unun⸗ terbrochen zu weit laufen, ſo wuͤrde es ſich Rin⸗ nen bahnen, und ſich nicht mehr gleichmaͤßig verbreiten. Dieſerhalb faͤngt man es etwa alle 2 oder 3 Ruthen, je nachdem der Fall ſchwaͤcher oder Rärker iſt, wieder auf. So zieht es ſich dann, dem Abhang der Wieſe nach, von einer Grippe zur andern, bis es in den Haupta b⸗ leitungsgraben fällt, der in den meiſten Faͤllen wieder Zuleitungs⸗ oder Bewaͤſſerungs⸗ kanal fuͤr eine andere Wieſenabtheilung wird oder bder a füͤhret kreuke aber w nnd di Ableit kamd werder zu b wölb lichb Die zu rekih gezoge Kiyyn aofd dant und dere Wie gew von iſtd ben b mit b — deippe berbrine äthe; denn wen ngs⸗Graben ül Kſolte, ſo mift glicher und ehenen e ſeyn, und dain das doch hey ülth ich jſ. Uebenda ng in derſchieden mmen werden ie tere Abtheilung er aus der ait he laͤnge derſelt gen hat, ſo wid aufgefangen, au eandere Fläche hh das Waſſer unn würde ts ſch Ri neht gleitni man es etwacle der Fal ſchwiön So jiehteiſ ſe nach, bon tin in den Hauyii der in den meſt der Venͤſennſe aabthüuz n odit — 349— oder aber das Waſſer dem Strome wieder zu⸗ fuͤhret. Dieſe Krippen ſind mit anderen durch⸗ kreutzet, welche bey der Bewaͤſſerung zugeſetzt, aber wenn ſie aufhoͤren ſoll, geoͤffnet werden, und die dann das Waſſer geradewegs in den Ableitungsgraben fuͤhren. Mittelſt derſelben kann alſo die Wieſe ſchnell trocken gelegt werden. Zuweilen erfodert es das Local, daß die zu bewaͤſſernde Wieſe in breire, flach ge⸗ woͤlbte Beete gelegt werde. Dies iſt hauptſaͤch⸗ lich bey feuchten, moraſtigen Wieſen der Fall. Die zuleitende Krippe wird dann auf dem Mit⸗ telruͤcken einer ſolchen ſchwachen Woͤlbung her⸗ gezogen. Das Waſſer ergießt ſich aus dieſer Krippe nach beyden Seiten hin, und rieſelt auf den Seiten dieſes beiten Beetes herab, wird dann von den vertieften Furchen aufgenommen, und zu dem Graben gefuͤhrt, der es wieder an⸗ deren Beeten dieſer Art zubringet. Eine ſolche Wieſe ſieht dann einem Ackerfelde, mit flach gewoͤlbten Beeten, deren jedes aber eine Breite von 10 bis 15 Ruthen hat, gleich. Eine zweckmaͤßige Leitung des Waſſers iſt da von großer Wichtigkeit, und erfordert bey ihrer Anlage große Ueberlegung, wo man mit dem Waſſer ſparſam umgehen und eine große — 552— große Wieſenflaͤche mit wenigem Waſſer be⸗ ſpuͤhlen will. Wird die Anlage nach den Re⸗ geln der moͤglichſten Sparſamkeit gemacht, ſo kann man, mit dem Zufluß von einem Cubicfuß Waſſer in einer Secunde, 50 Morgen Wieſen innerhalb 6 Tagen hinreichend bewaͤſſern. Daſ⸗ ſelbe Waſſer wird dann zehn und mehreremale gebraucht, oft durch eine ſtaͤrkere Bewallung des Ableitungsgrabens, und gehoͤrig angebrach⸗ ten Stau, wieder auf einen hoͤheren Fleck ge⸗ hoben. Dies erfordert theoretiſche Kenntniſſe, eigene Erfahrung und richtige Ueberlegung, um es dem Locale gemaͤß aufs zweckmaͤßigſte und zugleich mit den moͤglichſt geringſten Koſten ein⸗ zurichten. Bey kleinen Anlagen der Art kann man ſich allenfalls auf das Augenmaß geuͤbter Grabenzieher, die ſolche Vorrichtungen kennen, auf Richtſcheid und Setzwage verlaſſen, große aber erfordern durchaus einen von wahren Kuͤnſtverſtaͤndigen wohl uͤberdachten Plan. Es laſſen ſich zwar allgemeine Regeln geben, ihre Anwendung aber erfordert bey jeder beſondern Localitaͤt reife Beurtheilung. Eine weitere Ausfuͤhrung dieſer wichtigen Materie iſt hier nicht wohl moͤglich. Ich ver⸗ weiſe deshalb auf folgende Schriften, die man nach dem Vorgeſagten vielleicht um ſo leichter verſtehen wird. Ber⸗ — iigem Waſer Nage nach den Re amiti gemacht, dan einem Cubicfi zo Norgen Mieſe a bewäͤſſemn. di d und wehreremu ſtürtere Bevalun gehorig angebrat n hoͤheren Flet eretiſche Kemui e Ueberlegung n zweckmaͤfigſe n ingſten Koſten agen der An im Augenmaß geühn drrrichuungen kern ge verlaſſen, gri einen von wütn rdachten Plan. 6 Regeln geben, in bey jeder beſonen * ig dieſer wicin nilih. Juw Schriſten, diem eict um ſe lite Ver — 551— Bertrands Kunſt, die Wieſen zu waͤſ⸗ ſern; vermehrte Ausgabe. Nuͤrnb. 1774. (Stehet auch in den Sammlungen der Ber⸗ ner Geſellſchaft. 1761.) Stapfers Verſuche uͤber die beſte Art, die Wieſen zu waͤſſern. Berner Geſell⸗ ſchaft 1761. Aus beyden iſt ein Auszug gemacht: Anleitung fuͤr die Landleute uͤber die Waͤſ⸗ ſerung der Wieſen. Zuͤrich, 1774. Scheyers Anweiſung zur Waͤſſerung der Wieſen und ihre Verbeſſerung. Leip⸗ zig, 1774 Auch ſtehet etwas hieruͤber in der Berl. Sammlung, die Baukunſt betreffend; v. J. 1798. Am grüͤndlichſten iſt Hrn. J. F. Meyers Preisſchrift, uͤber die Anlage der Bewaſe rungswieſen. Annalen d. Nied. Landw. 2. Jahrg. 3 St., welche auch beſonders abgedruckt worden. Schade nur, daß die dabey befindlichen Grundriſſe zu undeutlich geſtochen ſind. Unter den Englaͤndern hat Boswel on watering meadows, wovon ich ſchon die 10te 10te Auflage geſehen, am verſtaͤndlichſten, aber erwas einſeitig daruͤber geſchrieben. Ich hoffe hierdurch wenigſtens den Auszug deutlicher gemacht zu haben, den ich im Iſten Bande von Davis Beſchreibung der Wilt⸗ ſhirer Methode gegeben habe. Man hat beſonders in England beobachtet, und es auch bey uns beſtaͤtigt gefunden, daß nicht jedes Waſſer gleich⸗große Wirkung thue. Vormals glaubte man, daß das ſchon lange an der Luft gefloſſene, Schlamm enthaltende Waſſer das beſte ſey. Unwiderſprechliche Er⸗ fahrung zeigt aber, daß bey Ueberrieſelung das friſche Quellwaſſer, wenigſtens dasjenige, was aus Bergen entſpringt, von groͤßerer und um ſo groͤßerer Wirkung ſey, je fruͤher man es ge⸗ braucht, vorzuͤglich im erſten Fruͤhjahre, um das junge Gras ſchnell hervorzutreiben. Die Temperatur dieſes Waſſers iſt dann mehren⸗ theils hoͤher, wie die Temperatur der Luft und des Bodens. Ueberdem enthaͤlt es wol groͤß⸗ tentheils, durch ein Uebergewicht von Kohlen⸗ ſaͤure aufgeloͤſten Kalk, auch Gyps, welche wahrſcheinlich die Urſachen ſeiner Fruchtbarkeit ſind. Denn vor allen hat ſich, nach den in England darüber gemachten Bemerkungen, das Waſſer am wirkſamſten gezeigt, was aus Ber⸗ gen! enthie 413. kung! vwird, rehm Bach im d — i berſtͤndütf, niber geſcrieha gſens den Auszu den ih in lſen tiung der Vil † england berbat igt gefunden, ij oße Wirkung e das ſchon lan amm enthalte erſprechliche d berrieſelung d dasjenige, wa groͤßerer und u üher man es Früͤhjahre, m rzutreiben. d iſt dann mehren ratur der luſtan halt es wol giß vicht von Koßler ˖Gyps, wh ner Fruchtbati ich,, nach dalt emerkungen,dai eigt, was a der⸗ — 55s— gen kam, die wenigſtens Adern von Kalkſtein enthielten. Ann. of Agr. XXIII. 196. 413. Man hat auch bemerkt, daß die Wir⸗ kung da weit groͤßer ſey, wo es zuerſt gebraucht wird, bey jedem ferneren Gebrauche aber ab⸗ nehme. Bey dem ſchon weiter gefloſſenen Bachwaſſer, wie z. B. dem Meiſſewaſſer im Luͤneburgiſchen, bemerkt man dieſes nicht, da es, zum 10ten, vielleicht 20ſtenmale gebraucht, dieſelbe Wirkung thur, wie beym erſtenmahle. Bruch⸗ und Moorwaſſer thut die ſchlechteſte Wirkung unter allen; verbeſſert ſich aber, wenn es eine Zeitlang uͤber Sand und Kies weggelaufen iſt. Es iſt aber hier von Ueberrieſelung die Rede; denn bey Ueber⸗ ſtauungswieſen hat dasjenige Waſſer den Vor⸗ zug, was vielen Schlamm mit ſich fuͤhrt, be⸗ ſonders dasjenige, was von Ackerfeldern, Hoͤ⸗ fen, Straßen, Miſtpfuͤtzen Zufluß erhaͤlt. So iſt in der Beſchreibung von Lancasſhire S. 142. ein beſonderer Fall angefuͤhrt, wo jemand das Waſſer vor ſeinem Hofe vorbey leitete, ſo daß es die Düngerjauche aufnahm, und es dann auf ſeine Wieſen fließen ließ; er konnte es aber auch in einem Reſervoir aufhalten. Die Wir⸗ kung davon war erſtaunlich. Um Ueberrieſelungswieſen zu machen, muͤſ⸗ ſen ſie moͤglichſt geebnet ſeyn. Man kann das Waſſer — 3554— Waſſer zwar durch hoͤhere Bewallung des Bewaͤſſerungsgrabens und der Hauptkrippen auch auf hoͤhere Stellen fuͤhren, jedoch duͤr⸗ fen ſie nie hoͤher ſeyn, als der Waſſerſpie⸗ gel im Bewaͤſſerungsgraben gehoben werden kann. Die durch das Waſſer ſelbſt ge⸗ ſchwemmten und vollkommen geebneten Wie⸗ ſen ſind ohne Zweifel die vorzuͤglichſten, weil ſie, einmal angelegt, blos durch Erhal⸗ tung der Anlage am gleichmaͤßigſten und mit den wenigſten Umſtaͤnden bewaͤſſert wer⸗ den koͤnnen. Ueber ihre Anlage muß ich auf Hrn. Meyers angefuͤhrte vortreffliche Preisſchrift verweiſen. Sonſt muß die Ebe⸗ nung der Wieſen durch Hand⸗ und Pferde⸗ arbeit geſchehen, und ſo eingerichtet werden, daß das Waſſer allenthalben gleichmaͤßig uͤberrieſln kann. Wo dieſe Ebenung zu koſtbar fallen wuͤrde, muß man ſich mit Ueberſtauung begnugen, welche, gehörig ein⸗ gerichtet, zwar eine vortreffliche Verbeſſerung iſt, aber nie der Ueberrieſelung gleichkommt, weil ſie nur bis zu dem erſten Anfange der Vegetation Statt findet, den Boden oft ſumpfigt macht, manchen Wieſenkraͤutern nach⸗ theilig wird, und aͤuſſerſt leicht eine Faͤulniß erzeugen kann, die alle beſſere Pflanzen toͤd⸗ tet. Das Land muß ſo hoch unter Waſſer geſetzt werden, daß es alle hoͤhere Stellen mit — eTewalung d e Hauptkripyn ühren, ſedoch di z der Vaſerpie⸗ gehoben weden Laſſer ſilbſ 2 n geebneten Wi⸗ die vorzäglichſan pos durch S ichmäͤßigſten n n bewäͤſſer wer Anlage muß ij erte vortreffih muß die Eh ⸗ und Pferde rrichtet werden en gleichmäͤßi ſe Ebenung man ſich mi he, gehörig ein iche Verbeſſernn ung gleichkomn, ien Anfange de den Boden if ſenkraͤutern un⸗⸗ t eine Fäuli re Pflanzen üi ch unter Wiſe hühen Erln nit — 555— mit bedeckt. Sie hat aber dann die wohl⸗ thaͤtige Wirkung, daß ſie allmaͤhlig die Buͤlte durch den Wellenſchlag wegſchaffet, und ſo den Boden mehr und mehr ebnet. Sie hat auch moorigen ſchwappigen Grund feſter und dichter gemacht, nachdem er vorher wohl abgewaͤſſerr war. Denn nothwendig muͤſſen bey der Stauwaͤfferung die Abzugsgraben und Rinnen ſo angelegt ſeyn, daß das Waſſer in dem gehoͤrigen Zeitpunkte ſchnell und vollkommen abgefuͤhrt, und der ganze Platz voͤllig trocken gelegt werden koͤnne. Dieſer Zeitpunkt iſt da, wenn ſich der ge⸗ ringſte Schaum, der eine anfangende Faͤul⸗ niß verraͤth, auf dem Waſſer am Rande des Ufers zeigt. Die Beſtauung giebt man den Wie⸗ ſen gewoͤhnlich im Herſt, wenn das Vieh aufgeſtallet worden, und zwar zum erſten⸗ male recht ſtark, ſo daß der Boden davon ganz durchdrungen wird. Man wiederholt ſie vor dem Froſte noch ein⸗ oder zweymal, je nachdem es die Witterung erlaubt. Zwi⸗ ſchen zwey Waͤſſerungen muß die Wieſe aber nothwendig etliche Tage lang volllommen trocken gelegt ſeyn. Dies iſt eine ſehr we⸗ ſentliche Bedingung, worauf der Erfolg vor⸗ zuͤglich beruhet, und die bey jeder Bewaͤſſe⸗ rung, — 356— rung, ſie ſey Beſtauung oder Ueberrieſelung, beobachtet werden muß, indem man ſonſt alle im Naſſen nicht wachſenden Pflanzen tödtet. Sobald im Fruͤhjahr der Froſt weg iſt, ſchreitet man wieder zur Bewaͤſſerung, deren erſte wol eine Woche lang, beſonders bey kaͤlterem Wetter, die folgenden aber nur 4, 3, 2 Tage, und die letzte nur einen Tag dauren darf. Wenn das Gras in Halme zu ſchießen anfaͤngt, ſo muß man mit den Innundationen aufhoͤren. Nach Abbringung der erſten Schur giebt man, wenn das Waſſer dazu vorhanden iſt, wieder eine Ue⸗ berſtauung, die jedoch nicht uͤber 2 Tage dauern darf. Je durchlaſſender der Boden iſt, deſto öfterer und ſtaͤrker muͤſſen die Bewaͤſſerun⸗ gen gegeben werden; je undurchlaſſender, deſto ſeltner und kuͤrzer. Man bewerkſtelli⸗ get die Innundation des Morgens und des Abends vorzuͤglich; nicht in der Mittagszeit, beſonders nicht an warmen Tagen. Nach einem Reif oder naßkalter Witte⸗ rung iſt die Bewaͤſſerung vorzuͤglich zutraͤg⸗ lich, und macht die ſchaͤdliche Wirkung, wel⸗ che dieſe auf das Gras zu haben pflegen, wieder gut. In ſaen 15 hin ſ „ genon Wiſe und! in E — der leberiefln, indem man en acſenden Nlanze aht der Fuſt ven zur Pewiſſerung de lang, 41n folgenden aber un leßte nur enen d 3 Gras in hal nuß man mit in Nach Abbringun nan, wenn doh wieder eine U t über 2 T Boden iſt, di die Bewäſſerr undurchlaſſende Man bewerkſul⸗ Morgens und i in der Mitayaſi Tagen. enaßkalter Vi vorzüglich ns he Wirkung, n zu haben ſfhn 4 = 354— In regnigten Jahren wiederholt man ſie ſeltener, und nicht, wenn der Boden ohne⸗ hin ſehr feucht iſt. Die Ueberrieſelung wird auch vor⸗ genommen, ſobald das Vieh im Herbſt die Wieſen verlaͤßt, und man dann die Graben und Krippen, die das Vieh ausgetreten hatte, in Ordnung gebracht hat. Die erſte muß auch ſtark und anhaltend ſeyn; wenn man Waſſer genug hat, 24 Tage lang, damit ſich der Erdboden dadurch recht feſtſetze und verdichte. Dies hat, der Erfah⸗ rung nach, großen Einfluß auf den kuͤnfti⸗ gen Graswuchs. Nach einer Trockenlegung von 8 Tagen, giebr man, wo moͤglich, eine zweyte von 3 Tagen. Im Herbſte kann man hicht leicht zu viel thun. Im Fruͤhjahr faͤngt man wieder ſo fruͤh, wie moͤglich, zu waͤſſern an, laͤßt die Waͤſſe⸗ rung aber nicht uͤber 3 bis 4 Tage dauren, und legt die Wieſe wenigſtens 8 Tage da⸗ zwiſchen wieder trocken. So wie es warm wird, muͤſſen die Wäſſerungen immer kuͤr⸗ zer werden. Sobald das Gras nicht ſteif und friſch ſtehet, wiederholt man die Waͤſſe⸗ rung — 58s— rung ein oder zwey Tage, je nachdem das Wet⸗ ter warm und trocken iſt. Man faͤhrt damit fort, bis das Gras in die Blüͤhte tritt, waͤſſert die letzte Zeit aber bloß eine Nacht. Iſt der Wieſengrund ſandig und durchlaſſend, die Wit⸗ terung nicht ſehr feucht, ſo kann er alle 3 bis 6 Tage eine Ueberrieſelung von 24 Stunden ertragen; iſt es lehmiger Boden, ſo iſt es alle ro bis 12 Tage hinreichend. Auf erſterem iſt die Wirkung allemal ſtaͤrker. Nach Abbringung des erſten Heues, faͤngt man gleich wieder zu bewaͤſſern an; und wie⸗ derholt das, nach Beſchaffenheit der Witterung, nach 8, 14 Tagen oder drey Wochen. Torfartigem Boden bekoͤmmt natuͤrlich eine oͤftere, aber kurze, Bewaͤſſerung am beſten. Er ſauget das Waſſer ſtark ein, trocknet aber im Sommer auch bald wieder aus. In keinem Fall wiederholt man auch die Ueberrieſelung, bevor der Boden von der vori⸗ gen wieder abgetrocknet iſt Ueber die Koſten, welche die Anlage der Bewaͤſſerungswieſen erfordert, laͤßt ſich im Allgemeinen nichts ſagen, da dieſes ganz vom Locale ——᷑—ÿ—ÿ—’——ᷣ—B—;˖xB·;·:,˖‚— —2 enachdem das N⸗ Nun fͤhrt dan Aühte win, viſe n Nacht. Fhe rchlaſſend, dedi⸗ kann er all z von 24 Studa Boden, ſo iſtes nd. Auf erſeen ker. eiſten Heues, ſi ſern an; und i eit der Winern Wochen. umt natuͤrlihn ung am beſten. trocknet abei aus. eholt man auh Boden von der ei ſche die Aultged dert, lißt ſih da dieſes gan i loal — 559— Locale abhaͤngt. Die Entfernung des Platzes, woher des Niveaus wegen das Waſſer aus dem Strome genommen werden muß, folglich die Länge des Zuleitungsgrabens, die etwa noͤthige Bewallung deſſelben, die Koſten der Stau⸗ ſchleuſe, ſind nicht nur an ſich ſehr verſchieden, ſondern kommen nach umgekehrtem Verhaͤltniſſe der Wieſenflaͤche hoͤher oder geringer. Denn ein Wieſenplatz von 10 Morgen erfordert faſt dieſelben Vorrichtungen, wie einer von 100 Morgen. So koͤnnen dann ferner die Koſten der Ebenung ſehr verſchieden ſeyn, und der Anſchlag laͤßt ſich nur fuͤr ein beſtimmtes Local machen. Einmal eingerichtet, ſind die Unter⸗ haltungskoſten geringe, beſonders wenn man es nicht verſaͤumt, in jedem Jahre das ganze Werk durchzugehen, und die entſtandenen kleinen Fehler zu verbeſſern, und zu verhuͤten, daß ſich das Waſſer keine unrichtige Bahn mache. Bey ermangelnder Aufmerkſamkeit aber kann das Werk leicht ſo ruinirt werden, daß ſeine Wie⸗ derherſtellung große Koſten verurſacht. Man hat ſich hin und wieder, ſtatt der Hauptſtauſchleuſe, mit einem Staudamm behel⸗ fen wollen. Dieſer muß aber beym Anfange jeder Bewaͤſſerungszeit angelegt, und zu Ende derſelben wieder weggenommen werden; es ſey denn, daß man den Zuleitungsgraben mit dem — 560— dem Ableitungsgraben in Verbindung ſetzte, was wiederum einen Stau, der bald errichtet, bald weggenommen werden muͤßte, erfordern würde. Die Wegnehmung des Staudamms kann bey eintretenden großen Waſſerfluthen nicht ſchnell genug geſchehen, und das Waſſer ſich folglich mit zu großer Gewalt uͤber die Wie⸗ ſenflaͤche herſturzen und alle Anlagen ruiniren. Bey der Wegnehmung deſſelben, wird die Erde groͤßtentheils vom Waſſer fortgeriſſen werden. Ueberhaupt laſſen breitere und ſtaͤrkere Baͤche und Fluͤſſe, Staudaͤmme gar nicht zu. Eine wohl eingerichtete Hauptſtauſchleuſe iſt alſo in dem Strome, aus welchem man das Waſſer nimmt, ein nothwendiges Erforderniß. Sie muß nach Verhaͤltniß des Stromes und ſei⸗ ner Waſſermenge in gehoͤriger Staͤrke, und mit der gehoͤrigen Anzahl von Schuͤtzen ange⸗ legt werden, damit man nicht nur ohne Zeit⸗ verluſt zu der erforderlichen Menge von Waſſer gelangen koͤnne, wenn man waͤſſern will, ſon⸗ dern auch bey ſtarken Regenguͤſſen und heftigen Waſſerfluthen dieſen ſchleunig den noͤthigen Abfluß geben koͤnne. Manchmal ſind kleinere Stauſchleuſen in den Bewaͤſſerungs⸗ und Abzugsgraͤben des Wieſenwerks ſelbſt nuͤtzlich und nothwendig, um das nehme lichen boͤnne der B ſche dee A tzegen, grund wind iſt taͤten Erfa glaub Sterl und Mieſe man (Ann⸗ ze Ba — Verbindung ſch u der bald erricnn en müͤßte, etforden g des Staudanm ußen Waſfejue en, und das Waſt Hewalt üͤber diei le Anlagen wiinten ſelben, wird dech fortgeriſſen veun und ſtaͤrkere Bih ar nicht zu. e Hauptſtauſchue zwelchem man u diges Erfordern 3 Stromes und iger Stärke, u von Schühen iny nicht nur ohne 3i Menge don Viß in waͤſern wil, ſn engiſſen und hftt eunig den vüß ere Etcuſ tan Ab zugägribet und kehm 4 das Waſſer, an einer beſtimmten Stelle, zu ei⸗ nem hoͤheren Spiegel zu heben. Die Veranſchlagung der Stauſchleuſe, wo⸗ bey auch auf die Holzpreiſe einer jeden Gegend Ruͤckſicht zu nehmen, und der Schleuſenbun ſelbſt, gehoͤren nicht hierher. In jedem Falle, wo die Wieſenflaͤche nur nicht zu klein iſt, kann man in der Regel an⸗ nehmen, daß kein Capital zu landwirthſchaft⸗ lichen Verbeſſerungen hoͤher angelegt werden koͤnne, wie zu dieſem Zwecke. Der Ertrag der Bewaͤſſerungswieſen iſt immer hoch und ſicher, am groͤßten in den Jahren, wo uns an⸗ dere Wieſen, der Duͤrre oder Waſſerfluthen wegen, verlaſſen. Iſt entweder der Wieſen⸗ grund an ſich an Damm ⸗Erde ſchon reich, oder wird er mit zweckmaͤßigem Duͤnger bereichert, ſo iſt der Ertrag erſtaunlich, und die Quanti⸗ taͤten von Heu, welche man davon, ſicheren Erfahrungen zufolge, gewinnet, ſind faſt un⸗ glaublich. Eine Pacht von z bis 5 Pfund Sterling fuͤr den engliſchen Acre, iſt in Wilt⸗ und Hampſhire das gewoͤhnliche fuͤr dieſe Wieſen, aber bey Ninemilewater rechnet man den Werth des Ertrages auf 14 Pfund (Annal. of Agr. XXIII. 264). zr Band. Nu Wenn — 662— Wenn die phyſiſche Moͤglichkeit zu dieſen Anlagen ſehr gluͤcklich vorhanden iſt, ſo fehlt nur zu oft die rechtliche Befugniß dazu. Auch dieſen Umſtand hat Hr. J. F. Meyer in der angefuͤhrten Abhandlung, S. 90, ſehr gut aus⸗ einandergeſetzt. Ein Haupthinderniß machen die Waſſermuͤhlen aus, deren Beſitzer dagegen zuweilen mit Recht, oͤfterer aus bloßem Eigen⸗ ſinn und Vorurtheil, Einreden machen. Dies iſt auch in England der Fall, und ein engliſcher Landwirth ſagte daher; er wuͤrde den Teufel nie ſchwarz, ſondern weiß malen, weil er kein ſchaͤdlicheres Geſchoͤpf fuͤr den Landwirth kenne, als einen Muͤller.(Annal. of Agric. XVI. 588.) An vielen Orten findet man Bewaͤſſerun⸗ gen vermittelſt Schoͤpfraͤder angelegt, welche das Waſſer zu einer, doch nie ſehr betraͤcht⸗ lichen Hoͤhe heben, und ſolches durch Rinnen auf einen hoͤheren Fleck bringen. Man hat ſie mit unterſchlaͤgigen Waſſerraͤdern und als Wind⸗ muͤhlen. Die Anlage und Unrerhaltung iſt in Hinſicht der damit zu bewaͤſſernden Flaͤche koſt⸗ ſpielig, ob ſie ſich gleich unter gewiſſen Um⸗ ſtaͤnden ſehr gut verintereſſiren kann. In England hat man ſogar vorgeſchlagen, Dampf⸗ maſchinen zu dieſem Zwecke anzulegen, und be⸗ rechnet, daß 160 Orhoft Waſſer 18 Fuß zu heben ——— hüben, würde Ein Juſpac Viſſe ſi mel humy Flägel großen het. vͤſſe angele ſebrac heggen fade en, mie⸗ hein von, Ere muß herwe man Anter len, 1 er — glih hkeit; za die u i,, ſoſt griß dazu. A 5. 1 er ind wHo, ſeht gut au thinderniß man en Beſizer dage aus bloßem Ei den machen. A h und ein enziſt wuͤrde den dui ß malen, va für den landu nnal, of NE. man Bewͤſtr angelegt, u rie ſehr bent ſches durch Rir gen. Manſti dern und all Urrerjalnnz i ſerden Tlicen unter gewiſa eſiren kaun 1 gitlagen,D anzulegen, M 1d Waſer 18 3 — 563— heben, 1 Pence(nicht voͤllig 8 Pfennig) koſten wuͤrde. Ein junger Bauer, Namens Saubert, im Anſpachſchen, hat eine wohlfeile und einfache Waͤſſerungsmaſchine erfunden, deren Guͤte ſchon ſeit mehreren Jahren erprobt iſt. Sie iſt ein Pumpbrunnen, der mit kleinen Windmuͤhlen⸗ Fluͤgeln getrieben wird, und ſich durch einen großen Fluͤgel von ſelbſt nach dem Winde dre⸗ het. Sie iſt auf einer ſumpfigen Wieſe zur Be⸗ waͤſſerung der hoͤherliegenden Theile derſelben angelegt, kann aber auch in einem Fluſſe an⸗ gebracht und im Winter mit geringen Koſten weggenommen werden. Eine Zeichnung davon findet ſich im Magazin der Erfindun⸗ gen, und ich verdanke dem Hrn. Oekono⸗ mie⸗Commiſſair Cranz zu ECreils⸗ heim ein ſehr gut gearbeitetes Modell da⸗ von, welches von Carl Franz Roͤſcher zu Creilsheim verfertigt worden. Ueber die Anlagen der Schwemmwieſen muß ich ganz auf Hrn. Meyer's Abhandlung verweiſen. Einen ganz klaren Begriff kann man aber durch ſchriftlichen und muͤndlichen Unterricht kaum von der Schwemmarbeit erhal⸗ ten, und man muß ſolche mit Augen ſehen, um zu erlangen. Etwas aͤhnliches hat auch jenen Nn 2 Bern⸗ — 564— hard in ſeinem Buche vom Wieſenbau vor⸗ ſchlagsweiſe fuͤr gebirgigte Gegenden angegeben S. I10 u. f. Es ſoll betraͤchtliche Anlagen von Schwemm⸗ wieſen im Naſſau⸗Sigenſchen und Dil⸗ lenburgiſchen geben, von welchen ich Nach⸗ richten zu haben wuͤnſchte. Etwas aͤhnliches mit der Bewaͤſſerung hat die Beſchlammung, welche man in England bey ſtark ſchlammhaltigen Fluͤſſen, beſonders ſolchen, die an der Fluth und Ebbe Theil neh⸗ men, mit erſtaunlichem Vortheile vornimmt. Ein Platz kann beſchlammt werden, wenn er niedriger als der Fluthſpiegel des Waſſers liegt. Man ziehet einen Kanal durch die vorliegende hoͤhere Erdbank, nach der Flaͤche hin, welche man beſchlammen will. Dieſe wird in dem be⸗ ſtimmten Umfange bewallet. Das Waſſer wird, bey der Fluthzeit, durch die im Kanal ange⸗ legte Schleuſe eingelaſſen, dann durch Zuſetzung der Schleuſe eine Ebbe⸗ und Fluthzeit darauf erhalten, und darauf bey der naͤchſten Ebbe, nachdem es ſeinen Schlamm groͤßtentheils ab⸗ geſetzt hat, wieder abgelaſſen. Sobald der Grund etwas trocken geworden, wird dies wie⸗ —-ᷓ— wedeth wohnlch einem Schlm gan und lad vir hungen gewiſe Jahr zü eine zu 18: findet! — n Wieſerben m tgenden angegie gen von Schwem enſchen und d. welchen i Ri er Bewaͤſſerm man in Cnſt lͤſſen, bein SEbbe Theil rtheile vornin werden, wem⸗ des Waſſerz ach die vorligr Flaͤche hin, mi 3 wird in det Das Waſſe t ie im Kanal in ann durch Jii id Fluthzei 3 der nächſen i n ui tenthelh 1 . Sobab b ſan witd li 1 wiederholt, und ſo einen Sommer hindurch ge⸗ woͤhnlich damit fortgefahren. Man hat in einem Sommer 18 Zoll der fruchtbarſten Schlammerde auf ganz unfruchtbaren, ſandi⸗ gen und moorigen Boden aufgebracht. Das Land wird dadurch voͤllig geebnet und alle Erhoͤ⸗ hungen und Vertiefungen ausgeglichen. Ein gewiſſer Hr. Wepſter beſchlammte innerhalb 4 Jahren ein Heidmoor von 212 engl. Aeckern zu einer nach den Plaͤtzen verſchiedenen Hoͤhe zu 18 Zoll bis 3 ½ Fuß. Nachrichten hieruͤber findet man in: Survey of Lincolnfhire. Communications to the Board of Agric. II. New farmers Calendar. p. 172. Commercial et agricultural Magazine VII. 27 1. Von der großen Wirkung dieſes Beſchlam⸗ mens braucht wol nichts geſagt zu werden. Man ſchafft dadurch vollkommnen Marſchboden. Alle hoch⸗ und trockenliegende Wieſen erfor⸗ dern entweder eine reichliche Duͤngung, oder ſie muͤſſen nach Art der Englaͤnder wechſelsweiſe zur Wieſe — 566 — Wieſe und Weide gebraucht, oder, noch beſ⸗ ſer, abwechſelnd wie Ackerland benutzt, um⸗ gebrochen, geduͤnget und mit zweckmaͤßigen Graͤſern beſaͤet, wieder niedergelegt werden; wenn man anders einen nachhaltigen reichli⸗ chen Gras⸗Ertrag davon erwarten will. Ueber die Duͤngung der Wieſen iſt ſchon oben geredet. Die abwechſelnde Beweidung der Wieſen, wird von dem groͤßten Theile der Englaͤnder fuͤr eine nothwendige Bedingung⸗ wenigſtens bey allen nicht⸗uͤberſchwemmten und bewaͤſ⸗ ſerten Wieſen, gehalten. Faſt alle teutſche Theoretiker ſind aber dagegen. Man muß wohl unterſcheiden, ob dieſe Behuͤtung von dem alleinigen Eigenthuͤmer der Wieſe, oder von andern geſchiehet, welche ſich dieſe Be⸗ rechtigung auf fremdem Grund und Boden erworben haben. Im letztern Falle iſt es offenbar nachtheilig, wie alle Gemeinheit. Es geſchiehet nicht mit der gehoͤrigen Ord⸗ nung und Vorſicht, ohne Ruͤckſicht auf Wit⸗ terung, und nur nach unzweckmaͤßiger Beſtim⸗ mung der Jahrszeit. Das Intereſſe der Huͤtungsberechtigten iſt dem Intereſſe des Grundeigenthuͤmers geradezu entgegen. Die⸗ ſer iſt nur waͤhrend der beſtimmten Zeit eines ines lis we wüͤrde, dung fe 13n ton di nuß der P Wieſe das — , oder, voch lind benußt, 1 nit zweckmaͤßt dergelegt werde achhaligen vach erwarten wil. der Wiſſen iſ ſ eidung der e ile der Engi ingung, weiin umten und le Faſt ale e egen. Mant ieſe Behütwng: er der Wieſe, elche ſch deſ Grund und M leßtern Fale i alle Genai ir ehrin Rückſcht uf? vecimäͤfiger dit Das Intenſt em Inteſt zu entzegn. 3 r beftinmen 4 hh eines Graswuchſes in Beſitz der Wieſe. Al⸗ les was er zur Verbeſſerung derſelben thun wuͤrde, kommt andern, denen er die Benut⸗ zung ſeines Eigenthums natuͤrlich misgoͤnnet, zu Nutzen; und was er verbeſſert hat, wird von dieſen haͤufig vernichtet. Nothwendig muß alſo daraus ein betraͤchtlicher Verluſt in der Production der Wieſen entſtehen; die Wieſen muͤſſen ſich immer verſchlechtern und das allgemeine Beſte muß darunter leiden Wenn aber der alleinige Eigenthuͤmer eine Wieſe zuweilen als Weide benutzt, ent⸗ weder jaͤhrlich nur einen Schnitt davon nimt, oder auch, wie die Englaͤnder zuweilen thun, ſie ein ums andere Jahr bloß abweiden laͤßt; dabey die gehoͤrige Witterung, und Folge des Viehes beobachtet; allen der Wieſe etwa zugefuͤgten Schaden, den er nicht verhuͤten kann, verbeſſert: ſo hat es keinen Zweifel, daß die Wieſe dadurch gewinne, dichteres und beſſeres Gras bekomme, und im fol⸗ genden Jahre einen reichlichern Ertrag gebe, und insbeſondere, daß ſie dadurch von man⸗ chen unnuͤtzen Kraͤutern, die ſich auf beſtaͤn⸗ digen Maͤhewieſen ſo leicht einwurzeln, be⸗ ſonders von dem Hahnenkamm oder Klapper⸗ kraut(rhinanthus crista galli) befreyet werde. Durch eine ſolche abwechſelnde Bewei⸗ dung — 568— dung wird eine Wieſe auch zureichend beduͤngt, und traͤgt immer im folgenden Jahre ſtaͤrkeres Gras. Ich habe uͤbrigens mehrere andere Gruͤnde fuͤr dieſe Behuͤtung der Wieſen im 5ten Jahrg. 4. St. der Annal. der Niederſ. Landw. in der Recenſion von Hrn. Leo⸗ polds Agricola angegeben, und verweiſe, um es nicht zu wiederholen, dahin. Es ver⸗ ſteht ſich indeſſen, daß ich dieſe Wieſenbewei⸗ dung nur in dem Falle anrathe, wo man nach ſeinen Wirthſchaftsverhaͤltniſſen reellen Nutzen davon ziehen kann. Alſo freylich nicht, wenn man ſein Vieh auf dem Stalle oder Hofe futtert, und zureichende Futterung dafuͤr hat. Denn in dem Falle wird man immer im Stande ſeyn, den Wieſen die gehoͤrige Kultur und Duͤngung, woran es bey den Weidewirthſchaften faſt im⸗ mer zu fehlen pflegt, zu geben. Zuweilen hat indeſſen auch unter dieſen Umſtaͤnden die Grum⸗ met⸗Erndte einen ſo ſchlechten Anſchein, daß man das Nachgras durch Abweiden hoͤher als durch Heumachen benutzen kann; zumal da um dieſe Jahrszeit nach dem Umbruche des Klee⸗ feldes in Stallfutterungs⸗Wirthſchaften zu⸗ weilen ein Futtermangel entſtehen kann. Die hoͤchſte Benutzung aller hochliegenden Wieſen erhaͤlt man ohne Zweifel, wenn man ſie — zureichend baͤ den Jahre füria s mehrere ande der Wisſen in zu al der Nieden n von hrn. Lh gben, und vervi n, dahin. Eze h dieſe Wisſenhen rathe, wommu iſſen reelen Ai reylic nihn, n le oder Hofe ſin für hat. Den r im Stande ltur und Duͤnge riſchaften faß den. Zuweile mſtaͤnden di i hien Anſchei, Abweiden höhet kann; zumal un Umbruche des ſh „Witthſchaften iſtehen kamn. — alle hocü zveft, umd ſie zuweilen umbricht, und in ein ordentliches Wechſelwirthſchafts⸗Syſtem bringet. Es giebt Faͤlle, wo man ſie in den allgemeinen Acker⸗ turnus vortheilhaft mit aufnimmt, einem oder dem andern Schlage mit einverleibet. Meh⸗ rere werden ſich indeſſen finden, wo es beſ⸗ ſer iſt, ihnen eine eigene Rotation zu geben, weil ſie entweder durch ihre abgeſonderte lLage, an einem mehr beſchatteten Orte, oder wegen ihres naßkalteren graswuͤchſigen Bo⸗ dens, ſich beſſer zu Wieſen als zum Frucht⸗ bau ſchicken, und man ſie folglich laͤnger im Graſe als unter dem Pfluge zu halten ſich bewogen fuͤhlt. Es wuͤrde mich hier zu weit fuͤhren, die Materie vollſtaͤndig zu behandeln. Nur einige vorlaͤufige Winke uͤber dieſe wichtige Angelegenheit! Es iſt eine unerlaßliche Bedingung, daß der Boden in Duͤngkraft bleiben muͤſſe, und daß man ihm im Duͤnger das alles wieder⸗ gebe, was man ihm durch Fruchtbau entzo⸗ gen hat; wenn man anders eine gute Wieſe davon erwartet. Ein ausgeſogener Boden wird auf keine Weiſe mit guten und dichten Graͤſern zu beſtocken ſeyn, und von der Ver⸗ nachlaͤſſigung jener Bedingung ruͤhrt der uͤbele Erfolg — 670— Erfolg her, den das Aufbrechen der Wieſen ſo oft gehabt, und der an manchen Orten einen allgemeinen Widerwillen dagegen erre⸗ get hat. Man muß daher waͤhrend der Umbruchszeit zum Theil ſolche Fruͤchte bauen, die dem Duͤngerſtande den noͤthigen Zuwachs zur Beduͤngung dieſer Wieſen geben. Der Boden muß nicht bloß in Dung⸗ kraft, er muß auch rein ſeyn von allem nachtheiligen Wurzel⸗Unkraute, wenn er zu Graſe wieder niedergelegt werden ſoll. Es iſt deshalb noͤthig, daß er in dem Jahre vorher, wenn man ihn mit Graͤſern kuͤnſtlich anſaͤen will, rein gebraachet oder mit ſol⸗ chen Gewaͤchſen beſtellet werde, die eine voll⸗ kommene Bearbeitung und Reinigung des Bodens zulaſſen. Die Englaͤnder wenden darauf einen erſtaunlichen Fleiß⸗ und haben, um recht gute Grasgruͤnde zu erhalten, ſol⸗ che Gewaͤchſe oft zwey Jahre nach einander gebauet. Coke bauete auf allen Grasgruͤn⸗ den, ehe er ſie niederlegte, zwey Jahr nach einander Ruͤben auf die Norfolker Methode. Iſt das Land in dem Jahre vor der Aus⸗ ſaat, wegen unguͤnſtiger Witterung, nicht rein genug geworden; ſo darf man im folgenden Fruͤhjahre die Graͤſer nicht fruͤh unter Som⸗ merkorn ausſaͤen, ſondern man muß ihm noch — heehen der in manchen Ar ſlen dagegen en aher waͤgtend de iche Fruͤchte bauen a nütigen Zuuac ieſen geben. ht bloß in de in ſeyn von al aute, wenn n werden ſoll er in dem 3 Graͤſern künſi det oder mit de, die eine n ) Reinigung engländer weiſ Fleiß, und ſin zu erhalen, hre nach einne f alen Grui „ zwey Juht! 4 Mala zre vor der 1e terung, rihfii nan in ſohn frih un om man nuß be 1 noch wenigſtens drey Pflugarten geben, und die Graͤſer dann erſt zu Ende des Junius oder Anfangs Auguſts ausſaͤen. Dies hat nach den Erfahrungen der Englaͤnder uͤberhaupt im⸗ mer den beſten Erfolg, und giebt eine dicht beſtandene und reine Wieſe. Das Unkraut iſt dann zerſtoͤret, die Graͤſer aber haben in dieſer Jahrszeit ihre lebhafteſte Keimkraft, und wer⸗ den noch vor Winter ſtark genug. Die Eng⸗ laͤnder halten daher in der Regel viel auf eine Ausſaat reiner Graͤſer gegen den Herbſt, und man hat ſogar erſt fruͤhe Kartoffeln gebauet, und nachdem ſolche aufgenommen worden, un⸗ mittelbar Graͤſer, unvermiſcht mit einer ande⸗ ren Frucht, oder Klee geſaͤet. Die Rede iſt hier davon, wenn man eine mehrere Jahre hindurch rein gepfluͤgte Wieſe wieder in Gras legen will. Hier hat es wol unleugbar einen großen Vortheil, wenn man durch eine ausgewoͤlbte Veſaamung ein kuͤnſt⸗ liches, daurendes Gras darauf hervorbringt, und die darauf verwandte Muͤhe und Koſten werden ſich reichlich bezahlen, wenn man ge⸗ hoͤrig dabey verfaͤhrt. Aber freilich kommt es hierbey auf genug⸗ ſame Kenntniß und richtige Beurtheilung des Bodens und der Natur der Graͤſer an. Denn man — 5272— man darf von dieſen durchaus nur ſolche aus⸗ waͤhlen, welche jenem vollkommen anpaſſend ſind. Man hat aus Mongel an Kenntniß und Beurtheilung haͤufig Misgriffe gethan, und dieſe ſind Schuld, daß der kuͤnſtliche Graͤſer⸗ Anbau oft misgluͤckte, und ſich bey manchen die Meynung begruͤndete, natuͤrliches Gras ubertreffe auf die Folge das kuͤnſtliche. Das kuͤnſtliche ſchieße zwar Anfangs gut auf, gebe ziemlich vieles und hohes, aber kein dichtes Eras, werde mit jedem Jahre duͤnner, und erzeuge keinen dichten Raſen, kein gehoͤriges Untergras, bis endlich doch die wilden Graͤſer wieder Stamm faßten und die kuͤnſtlich ange⸗ ſaͤeten verdraͤngten. Bey der natuͤrlichen Be⸗ graſung hingegen habe man im erſten Jahre zwar nur ſchwaches und niedriges Gras, es nehme aber in den folgenden um deſto ſtaͤrker zu, und gebe einen vollkommen dichten und ebenmaͤßigen Raſen. Aber worin beſteht denn der Unterſchied und der Vorzug des natuͤrlichen Graſes, vor dem kuͤnſtlichen?— Bey jenem üͤberlaͤßt man es dem Winde, den Voͤgeln, und denen an den Hecken und Naͤndern ſtehenden Pflanzen, welchen Saamen ſie auf das Feld bringen; bey dieſem beſtimmen wir den Saa⸗ men ſelbſt. Wenn wir ſchlechter als der Zufall waͤhlen, ſo muß die Schnld doch wol nur an unſerer mangelhaften Kenntniß der Natur der Graͤſer, Graͤſe Denn elben zufal zerme 0,1 ſer no lc hat daß ten oder chen ſie a iich dlig ſber Ind üche gan dem alſo Grc die nen reue tniſe Ztur ſolchem⸗ anmen anpaſeh. lan Kennniß un ife gethan, ud kunüüche Graſe ſich bey wanhen varrliches Gu s kuͤnſtäche. de ungs gut auf, aber kein dihe ahre dünner, u n, kein gehbrig die wilden bii ie künſtlich w rnaturlichen im erſten 3h driges Graz, in um deſto itt mmen dichtn worin beſteht a zug des nmütlt⸗ n?— BWöh jan e, den ögel⸗ 3 Raͤndern ſtehen ſſe auf do men wir den 5 chuer als der zi d doch wol nur der Naur d 4 Grſe — 573— Graͤſer, und an unſerer Ueberlegung liegen. Denn wir haben es ja in unſerer Gewalt, die⸗ ſelben guten Graͤſern auszuſtreuen, welche der Zufall herbeyfuͤhrt, und dabey die ſchlechten zu vermeiden, welche, wie jeder eingeſtehen wird, ſich, zum offenbaren Nachtheile der Wieſen, bey der natuͤrlichen Begraſung mit einmiſchen. Der ſchlechte Erfolg der kuͤnſtlichen Wieſenbeſaamung hat ohne Zweifel ſeinen Grund darin gehabt, daß man ſich von den zu allgemein ausgedehn⸗ ten Lobpreiſungen dieſer oder jener Grasart, oder auch von ihrem ſelbſt bemerkten vortreffli⸗ chen Wuchſe auf einem Boden, hinreiſſen ließ, ſie auf einen anderen Boden zu ſaͤen, wohin ſie nicht gehoͤrt, und worauf ſie allenfalls bey ſorg⸗ faͤltiger Kultur im erſten Jahre Halme ſchießt, aber ſich nicht beſtaudet und den Boden beraſet. In dieſem Falle werden die Halme immer ſpaͤr⸗ licher und ſchwaͤcher, verlieren ſich allmaͤhlig ganz, und die eigentliche Beraſung muß doch dem Zufalle uͤberlaſſeen werden. Man muß alſo durchaus nie fragen: welches iſt die beſte Grasart uͤberhaupt; ſondern, welches iſt die beſte fuͤr meinen Boden und fuͤr mei⸗ nen Zweck? Es iſt uͤber dieſe wichtige Materie in den neueren Zeiten vieles geſagt worden. Die bo⸗ taniſche Kenntniß der Graͤſer iſt ſehr berichtigt und — 514— und ſeit kurzem mehr verbreitet. Aber in oͤko⸗ nomiſcher Hinſicht iſt doch noch zu wenig geſche⸗ hen. Die Natur der Graͤſer iſt mehrentheils nur auf Gartenflecken, die kraftreicher, reiner und beſſer verarbeitet waren, als ganze Wie⸗ ſenflaͤchen es ſeyn koͤnnen, beobachtet und unter⸗ ſucht worden, und was man dort wahrnahm, trifft hier nicht immer zu. Die wichtigſten und ſchaͤtbarſten Beobachtungen über dieſe Mate⸗ rie trifft man ohne allen Zweifel in der vortreff⸗ lichen Abhandlung„uͤber die Verbeſſe⸗ rung der Wieſen durch Beſaamung mit vorzüglichen Graͤſern“ in den An⸗ nalen der Niederſaͤchſiſchen Land⸗ wirthſchaft 1. Jahrg. 3. St. S. 102. an, und wir duͤrfen hoffen, daß das fernere Verfahren und der Erfolg dieſer großen Anla⸗ gen vom Jahre 1799 bis 1303 naͤchſtens in dieſen Annalen erſcheinen werde. Die Unvoll⸗ kommenheit von dem, was ich im erſten Nachtrage zu Bergens Anleitung zur Viehzucht, S. 539, uͤber dieſe Mate⸗ rie geſagt habe, fuͤhlt vielleicht niemand ſtaͤrker, wie ich. Ich muß aber noch die Reſultate ge⸗ wiſſer Verſuche, welche ich und meine Freunde auf verſchiedenen Bodenarten, mit einzelnen und gemiſchten Graͤſern, angeſtellt haben, ab⸗ warten,— Reſultate, welche ſich mit Sicher⸗ heit heit e ben k 4 Alewe und zu thils bn, boder wie nuͤßt Vord zu w ſaͤnd tgie Grund dt dar Dal ſie ſpre die darg keſer vorg übri tung nicht alde — niet. Aberi ie uch; uweig h ier i nehteni kuftricher, rein en, als gatze M beabachet und und man dott wahrni die wichtigſten n n üͤber dieſe N veifel in der bom die Verbiſ rch Beſaamu ſern“ in den! hſifchen ba 3. St. S. n daß das fen ieſer großen A 1803 naͤchſtee erde. Die Une as ich im erit ens Anleitu , über dieſe Ne it niemand fin ſch die Reſulm und meine Fru en, mit f1 t giilt b dhin,5 8 — 878— heit erſt nach einer Reihe von Jabren erge⸗ ben koͤnnen. Ich trage deshalb Bedenken, hier uͤber die Auswahl des Grasſaamens auf jeden Boden und zu jedem Zwecke etwas zu ſagen; da ich theils in mancher Hinſicht ſelbſt noch unbeſtimmt bin, theils aber eine Beſtimmung des Wieſen⸗ bodens, die ungleich groͤßere Schwierigkeiten, wie die des Ackerbodens hat, vorhergehen muͤßte, die wiederum eine große Reihe von Vorderſaͤtzen noͤthig machen und mich folglich zu weit abfuͤhren wuͤrde, wenn ich Misver⸗ ſtaͤndniſſen zuvorkommen wollte. Dieſe Ma⸗ terie kann alſo von mir nur im Gefolge meiner Grundſaͤtze des rationellen Ackerbaues behan⸗ delt werden. Bey den Englaͤndern finden wir zwar eine große Menge von Verſuchen und Wahrnehmungen uͤber dieſen Gegenſtand. Aber ſie ſind auch zu einſeitig und deshalb zu wider⸗ ſprechend, als daß ſich beſtimmte Regeln uͤber die Auswahl der Graͤſer auf beſtimmte Faͤlle daraus abziehen ließen. Ich muß daher meine Leſer vorerſt auf dasjenige verweiſen, was in vorgedachten beyden Abhandlungen ſteht, und uͤbrigens einem jeden anrathen, mit Beobach⸗ tung des daſelbſt angegebenen Verfahrens, aber nicht nach Gartenkultur, ſondern ſo, wie ſie im Felde moͤglich iſt, mit einzelnen und gemiſchten Graͤ⸗ Graͤſern, Verſuche auf ſeinem Boden anzuſtel⸗ len, deren Bekanntmachung— aber mit mög⸗ lichſt genauer Beſtimmung des Bodens— fuͤr die Landwirthſchafts⸗Wiſſenſchaft immer ein hoͤchſt ſchaͤtzjbares Geſchenk ſeyn wird. Ein Landwirth, dem die Auswahl einzel⸗ ner Graͤſer zu ſchwierig iſt, wird am ſicherſten gehen, wenn er auf einer Wieſe einen Fleck auswaͤhlt, der mit reichem und dem Viehe vor⸗ zuͤglich angenehmen und gedeihlichem Graſe be⸗ ſtanden iſt; das Gras auf ſelbigem mehren⸗ theils ſaamenreif werden, es ſodann vor⸗ ſichtig maͤhen, binden, oder beſſer in Tuͤcher le⸗ gen, und ſodann gleich abdroͤſchen laͤßt. Es reifen freilich die Saamen der guten Graͤſer nicht alle zugleich, und man muß folglich die Mittelzeit zu treffen ſuchen. Aber der Saa⸗ men der meiſten ſchlechten Wieſenkraͤuter und Graͤſer iſt dann mehrentheils ſchon ausgefallen, wogegen er in demjenigen Heue, was in der Zeit der Maͤhereife abgebracht iſt, faſt al⸗ lein reif war; weswegen der von Heuboͤden genommene Saamen mehr ſchlechte als gute Pflanzen erzeuget. Die zur Zeit der Reife des uͤbrigen Saamens ſchon abgefallenen guten Graͤ⸗ ſer ſind das Ruchgras und der vortreffliche Wieſenfuchsſchwanz. Erſteres ſcheint ſich immer von ſelbſt genug einzuſaamen; in Anſe⸗ hung ——ͦ—ͦ—ÿ—ÿ—ÿ—x—ꝛ—ᷣ‧˖‧˖:—ꝭ——OQOQ—QCꝑ—C— daßr weide dadu ben; nit 1 m m, d i,c w. rich ten wüͤrd 41 men! ſonde man reife ſih er aus be — einem Voden anui ung— aber mim des Vodens— iſenchaſt inmer kſeyn wird. die Auswahl in ſt, wird am ſihen r Wieſe einen g und dem Viehen edeihlichem ra uf ſelbigem main en, es ſodant beſſer in Tüͤche droͤſchen laͤßt. der guten Gi in muß folglh Aber der be Wieſenkräͤute t ſchon ausgeilr Heue, was in! gebracht iſ, itt r Zeit der Riü efallenen gundi und der rerrfſt Erſeres ſteinſt ſaamen; i W hur — 577— hung des letztern aber muß man, weil es auf reichen Boden ohne Zweifel das vorzuͤglichſte iſt, die Saamenreiſe in Acht nehmen, wenn es ſich haͤufig auf einem ſolchen Flecke beſindet. Oder aber man muß den Saamen dieſes Gra⸗ ſes beſonders abſtreifen, um ihn mit den ubri⸗ gen zu vermiſchen. Auch wird man ſeinen Zweck, gleichmaͤßig reife Grasſaamen von guten Graͤſern zu erhalten, dadurch mehr erreichen, daß man dieſen Fleck bis zur Mitte Mays ab⸗ weiden und ihn dann erſt aufſchießen laͤßt, weil dadurch die fruͤheren Graͤſer in ihrem Halmtrei⸗ ben zuruͤck gehalten werden, und gleichzeitig mit den ſpaͤteren reifen. Es verſieht ſich aber, daß man den Saamen von einem Boden neh⸗ me, der moͤglichſt gleichartig mit demjenigen iſt, auf welchen man das Gras wieder ſaͤen will. Denn wenn man Grasſaamen von einem reichen, feuchten Moderboden auf einen ſchlech⸗ ten und trocken gelegenen bringen wollte, ſo wuͤrden wenige, auch jenem einheimiſche, Graͤ⸗ ſer hier gedeihen. Hat man einmal die zweckmaͤßigſte Saa⸗ menmiſchung fuͤr ſeinen Boden auf einem be⸗ ſonderen Flecke vorzuͤglich getroffen, ſo muß man dieſen Fleck zu einer beſtaͤndigen Saamen⸗ reife benutzen und erhalten, und deshalb alle ſich etwa einmiſchende Pflanzen ſorgfaͤltig dar⸗ aus vertilgen. zr Band. Oo Trifft —õ½½½——½½½————5 mmea“ — 578— Trifft man bey der Beſaamung eine rich⸗ tige Auswahl, ſo wird eine kuͤnſtliche Wieſe, nach der Beobachtung der Englaͤnder, um ſo beſſer und grasreicher, je laͤnger ſie unter dem Pfluge geſtanden hat, vorausgeſetzt, daß ſie in gehoͤrigem Duͤngungszuſtande erhalten war. Indeſſen muß ich auch bemerken, daß der Umbruch der Wieſen auf eine minder vollkom⸗ mene Art zuweilen nuͤtzlich ſeyn, zwar nie eine ſo vollkommene reiche Wieſe wie die kuͤnſtliche Beſaamung erzeugen, aber doch das Gras beſ⸗ ſer machen koͤnne, als es vorher war. Wenn Moos und Binſen uͤberhand genommen und das gute Gras erſtickt haben, ſo hat man eine ſolche Wieſe ein, hoͤchſtens zwey Jahre, im letzten Falle mit Duͤnger, umgebrochen und ein⸗ faͤhrig Hafer geſaͤet. Moos und Binſen ſind dadurch zerſtoͤhret, die Graswurzeln haben ſich aber erhalten, Luft und Dünger bekommen, und die Wieſe iſt verbeſſert worden. Man muß nur dieſe unvollkommnere Methode von jener vollkommneren wohl unterſcheiden und ſie waͤh⸗ len, wenn man zu dieſer nicht Kraft und Gele⸗ genheit hat. Die kuͤnſtliche Beſaamuags⸗ Methode erfordert eine voͤllige Zerſtoͤrung aller alten Pflanzen; dieſe— eine Erhal⸗ tung derſelben im Boden. Das — eſaamung eime ie künſliche i Englaͤnder, un langer ſi unter de uegeſezt, daß ſe de erhlten war. bemerken, daß eine winder olid ſeyn, zwar tie ziſe wie die känſtt doch das Gnmiſ orher war. N nd genommen! 1, ſo hat mant zwey Jahre, gebrochen unde ss und Vinſeki swurzeln habe Dünger belxnne worden. Nutf Methode doſe heiden und ſin iht Kraft mdh iche Beſzamat glige Zerſir ſ— eine Ethe . — 1 — 579— Das Heumachen iſt naͤchſt der Kornerndte die wichtigſte An⸗ gelegenheit des Landwirths, vielleicht noch ſchwieriger und in Anſehung der beſten Ausfuͤh⸗ rung noch zweifelhafter, wie dieſe. Ich will daher meine, zum Theil auf die Meynungen und Erfahrungen der Englaͤnder ſich ſtuͤtzenden, Grundſaͤtze hier anfuͤhren. Zuvoͤrderſt kommt es darauf an, den rech⸗ ten Zeitpunkt zum Maͤhen zu treffen. Er kann nicht der Jahrszeit nach beſtimmt werden, ob⸗ gleich dies an den meiſten Orten ſehr fehlerhaft geſchiehet. Der richtige Zeitpunkt iſt verſchie⸗ den in jedem Jahre und auf jeder Wieſe. Er iſt da, wenn der groͤßte Theil des Graſes auf⸗ zubluͤhen anfaͤngt. Fruͤher wuͤrde man in der Quantiitaͤt zu ſehr verlieren. Doch iſt es immer vortheilhafter, dieſes bey ſelbſt zu conſumiren⸗ dem Heu zu thun, als zu lange zu warten. Ein Fuder Heu, vor der Anſetzung des Saa⸗ mens gemaͤhet, giebt dem Vieh, nach der ein⸗ ſtimmigen Meynung aller aufmerkſamen Wir⸗ the, beſonders in England, mehr Nahrung als zwey, die ſpaͤter gemaͤhet worden. Die Blaͤtter ſind das, was die meiſte Nahrung ent⸗ baͤlt; ihr Zucker⸗ und Schleimſtoff verliert ſich, Oo 2 ſo⸗ C hhshhſſſsööͤbſ ſobald ſich die Koͤrner anſetzen, die alle nahr⸗ hafteren Theile der Pflanze an ſich ziehen. Und dieſer Saame kommt im Heu nur zum ge⸗ ringſten Theile dem Viehe zu gute, geht viel⸗ leicht groͤßtentheils unverdauet wieder ab. Ue⸗ berdem wird die Pflanze erſchoͤpft, hoͤrt zu ve⸗ getiren auf, ſobald ſie ihre Beſtimmung vollen⸗ det, d. h., Saamen angeſetzt hat. Auch die Damm⸗Erde des Bodens wird ohne Zweifel ſtaͤrker ausgezogen. Daher iſt der Nach⸗ wuchs des Graſes ſo auffallend geringer, wo man den erſten Schnitt uͤber jenen Zeitpunkt ſtehen laͤßt. Zu oft zwar ſchreckt uns die Witterung ab,⸗ die Senſe im rechten Zeitpunkte auszuſetzen. Hat ſie ſich ganz zur Naͤſſe, zu anhaltendem kalten Regen umgeſetzet, ſo muß man freylich etwas zoͤgern und dann darauf rechnen, daß ſich die Maͤhereife des Graſes etwas verſpaͤten werde. Aber Regenſchaure duͤrfen uns nie ab⸗ halten, um ſo weniger, da, nach dem haͤufigſten Witterungslaufe, das Wetter um und nach Jo⸗ hannis ſich nicht zu verbeſſern pflegt. Bey maͤßigem Regen ſelbſt zu maͤhen, iſt keines⸗ weges nachtheilig, denn ſo lange das Gras im ſaftigen Zuſtande iſt, ſchadet ihm ſolcher durch⸗ aus nicht. Auf — then, die gleut ne an ſih zi in heu nur zun A gute, geht ue net wieder ab. d rſdopft, hor u Peſimmung tulr ſeht hat. Aoh vird ohne Jhit her iſt der Ae alend gering, er jenen Zeiput die Witterurzi dunkte auszuſte nu anhaltat muß man fral rauf rechnen, i ſes etvas veſin edürfen uns nii nach dem hufi er um und ug ſern pfleg. N mäͤßen, ii i lange das Gri t im ſolhe e⸗ — 581— Auf das Maͤhen ſelbſt muß man viele Auf⸗ merkſamkeit richten, vorzuͤglich wenn es in Verding geſchiehet. Es macht einen großen Unterſchied, ob das Gras dicht am Boden ab⸗ geſchnitten werde oder ob hohe Stoppeln ſtehen bleiben. Ein Vierlel Zoll am Boden bringt im Ertrage wohl ſo viel als ein Zoll an der Spitze. Manche ſind beſorgt, das Gras todt zu maͤhen, wenn ſie es zu tief abſchneiden. Wenn aber nur nicht in die Erde ſelbſt und in die Wurzeln hineingehauen wird, ſo iſt dies ſo wenig der Fall, daß Gras, nahe an ſeiner Krone abgeſchnitten, um vieles fruͤher hervor⸗ gruͤnt, als wo betraͤchtliche Stoppel ſtehen ge⸗ blieben iſt. Jene Meynung iſt alſo bloßes Vorurtheil, was von nachlaͤſſigen Maͤhern ſehr gern bey unerfahrnen Landwirthen unterhalten wird. Um aber das Gras dicht abſchneiden zu koͤnnen, iſt eine große Ebenung des Bodens, Wegraͤumung der Steine, folglich eine mehr⸗ mahlige Ausſtreuung der Maulwurfshaufen, noͤ⸗ thig, und in der Hinſicht auch das Walzen der Wieſen gewiß nuͤtzlich. Dann aber vertraͤgt ſich ein reines Abmaͤhen nicht mit weiten Schwaden und ſehr langen Senſen. An eini⸗ gen Orten werden die Schwadeng bis 10 Fuß breit genommen, und die Maͤher ſetzen eine Ehre darein, je breiter ſie das Gras vor ſich her treiben koͤnnen, was die Arbeit freilich ſehr — 532— ſehr foͤrdert, aber ein reines, kurzes Abſchnei⸗ den faſt unmoͤglich macht. An anderen Orten nimmt man nur Schwade von 6 bis 7 Fuß. Auf 3 Fuß Breite kann aber ein guter Maͤher immer ausgreifen, und doch das Gras immer rein wegnehmen. Das Heumachen, oder das Trocknen des Gra⸗ ſes, wird auf eine hoͤchſt mannigfaltige Weiſe verrichtet. Die Meynungen der Englaͤnder ſind ſehr verſchieden, ob ein durch Sonne und Wind ſchnell getrocknetes und ſchoͤn gruͤn geblie⸗ benes Heu, oder aber ein fruͤher zuſammenge⸗ brachtes und braͤunlich gewordenes, fuͤr das Vieh nahrhafter und folglich vorzuziehen ſey. Viele behaupten, das ſchnell abgetrocknete Heu habe durch die Sonnenſtrahlen und die Luft den groͤßeren Theil ſeiner beſten Saͤfte verloren. Dieſe blieben, ſagen ſie, mehr darin, wenn ſich das Heu in Haufen etwas erhitze, noch im vollen Saſte abſtuͤrbe, und ſich dieſer darin an⸗ ſetze und gewiſſermaßen cryſtalliftre, wobey dann aber ſeine gruͤne Farbe nothwendig ver⸗ loren geht. Man muß hiervon ſolches Heu wohl unterſcheiden, was durch anhaltenden Regen, oder gar im Waſſer liegend, ausgelau⸗ get — 3, kurzes Abſhe In anderen On von 6 bis 7 g Rr ein zuer Nit ih das Gras inn as Trocknendaid mannigfalige di gen der Engli durch Sonnen ſchon gruͤn gi rüher zuſamm ordenes, fir! ich dorzuzieh dl abgetrocne glen und di l ten Säſte deln mehr darin, m vas erhiße, ni ſih dieſe die rlegend, autaah — 533— get iſt, und dadurch ſeine gruͤne Farbe verlo⸗ ren hat. Dies iſt auſſer aller Frage ſchlech⸗ ter. Uebrigens iſt durch genaue Verſuche, welche die Sache doch allein entſcheiden koͤnn⸗ ten, noch nichts daruͤber ausgemacht. Es iſt von beyden Seiten nur Meynung, die ſich auf allgemeine Bemerkungen gruͤndet. In Glouceſterſhire, wo Heufutterung vielleicht ſtaͤrker, wie auf irgend einem Fleck des Erd⸗ bodens betrieben wird, iſt, nach Marſhall, die uͤberwiegende Meynung fuͤr dasjenige Heu, was ſich in großen Haufen etwas er⸗ hitzt hat, und braͤunlich geworden iſt, wenn es zur Maſtung des Viehes gebraucht wer⸗ den ſoll. Indeſſen, ſagt er, giebt es Mol⸗ kerey⸗Paͤchter, die behaupten, wenig oder gar nicht erhitztes Heu ſey beſſer fuͤr Milchkuͤhe; zu ſtark erhitztes trockne ihnen die Milch auf. Meine, aber freilich noch nicht genug begruͤndete Meynung iſt: daß gruͤnes Heu den Vorzug habe, und daß man bey guͤn⸗ ſtiger Witterung dieſes zu erhalten ſich be⸗ ſtreben muͤſſe. Es hat wol keine Gefahr, daß die nahrhafteren Theile durch eine voll⸗ kommne Austrocknung ſich nicht verfluͤchtigen ſollten. Jeder Apotheker weiß, daß gut und ſchnell an der Luſt getrocknete Kraͤuter ihren eigenthuͤmlichen Geruch und ihre Kiſ mehr „— 534— mehr beybehalten, als ſolche, die noch feucht zuſammengebracht wurden. Es entſteht bey jeder Gaͤhrung eine Zerſetzung, die nicht vor⸗ theilhaft ſeyn kann; wenn wir anders anneh⸗ men, daß die Saͤfte, ſo wie ſie in den gruͤ⸗ nen Kraͤutern waren, dem Vieh am zutraͤg⸗ lichſten ſind. Bey mislicher und unſicherer Witterung halte ich es indeſſen fuͤr rathſam, daß man das Heu fruͤher in große Haufen zuſammenbringen, und es etwas brennen und braun werden, als daß man es viel verarbeite und dabey durch haͤufige Regen⸗ ſchauer auslaugen laſſe. Gewiß rettet man die Quantitaͤt des Heues bey ſolcher Witte⸗ rung betraͤchtlich, wenn man es nur luft⸗ trocken in Schober zuſammenbringt, und al⸗ lenfalls durch etwas dazwiſchen geſtreuetes Salz nachher verbeſſert. Hartes, binſenarti⸗ ges Gras wird vielleicht eher dabey gewin⸗ nen, wenn es minder ſchnell ausgetrocknet iſt. Ein ſaftiges, nahrreiches, ſuͤßes Gras hingegen, wird um ſo kraͤftiger bleiben, je⸗ mehr, nach Ausduͤnſtung der waͤſſrigen Theile, die uͤbrigen unveraͤndert erhalten werden. Ich werde daher die Methode angeben, wie man in der Nachbarſchaft von London verfaͤhrt, wo man mit dem groͤßten Fleiße das Heu ſchnell zu trocknen und gruͤn zu erhalten ſucht. Schon —— olche, die noch fa à Es emſet tang, de nict in wiranders ann, nie ſt in dn g n Lich an zu icher und miche ndeſtn füt raßſe zer in greße han es etwas bran zdaß man an rch haͤufige Ri Gewiß rettetn bey ſolcher A nan es nur eenbringt, urd wiſchen geſtra Hartes, binſen ther dabey ge hnell ausgetnt iches, ſi ſüß he d räftiger bleibg, er waͤſſtigen d chalten werdan ethode weba en Londot tefſt iie das hu ſt atten ſucht 22 me wohl abgeharket. — 885— Schon am erſten Tage wird das Gras, vas Morgens vor 9 Uhr gemaͤhet worden, mit Forken ausgeſtreuet und dabey wohl geſchuͤt⸗ telt, daß alle Unreinigkeit abfalle. Bald nach⸗ her wird es mit den Harken gewendet, und dies wird um Mittag nochmals wiederholet. Nachmittags wird es dann gereihet, Abends aber in kleine Windhaufen geſetzt. Am zwey⸗ ten Tage wird zuerſt das am vorhergehenden Tage und das an dieſem vor 9 Uhr gemaͤhete Gras zerſtreuet Sodann werden die Wind⸗ haufen in Breiten von 12 bis 16 Fuß im Durchſchnitt ausgeſtreuet, und die Zwiſchenraͤu⸗ Dieſe Breiten werden dann gewendet, und nun auch das aus den Schwaden geſtreuete Heu, wie das am vorigen Tage behandelt. Nachmittags wird beydes wiederholt, und dann das geſtern gemaͤhete in doppelte Reihen gezogen, was durch zwey Per⸗ ſonen geſchiehet, die in entgegengeſetzter Rich⸗ tung manenhonken Das friſch gemaͤhete hingegen wird, wie am erſten Tage, in ein⸗ fache Reihen gezogen. Vor dem Abendthau wird dann das aͤltere in große Heuhaufen, das friſche in kleine Haufen gelegt. Am dritten Tage wird das friſch⸗gemaͤhete Gras wie das an den vorhergehenden behan⸗ elt, das am zweyten Tage gemaͤhete ſo, wie — geſtern —-— 586— geſtern das vom erſt en Tage behandelt wurde. Das aͤlteſte aber wird nun, nachdem es ausge⸗ ſtreuet und mehreremale gewandt worden, bey guͤnſtiger Witterung trocken genug ſeyn, um es in große Ladehaufen zu bringen und einzufahren. Bey bedecktem Himmel und kalter Luft hinge⸗ gen bleibt das Heu in dieſen großen Haufen, und wird nun am vierten Tage nochmals aus⸗ geſtreuet, bearbeitet, und dann um Mittag eingefahren. Das uͤbrige Heu wird ſo, wie in den vorhergehenden Tagen behandelt. Es kommt bey dieſem Gruͤnheumachen hauptſaͤchlich darauf an, daß es gegen Thau und Regen moͤglichſt geſichert, und ausgebreitet von ſolchen nie uͤberfallen, daher nur in den trockenſten Tagesſtunden ausgeſchlagen, Mor⸗ gens aber, bis der Thau abgetrocknet, und Abends, ehe er zu fallen anfaͤngt, in Haufen, und nach dem Zuſtande ſeiner Trockenheit, in im⸗ mer groͤßeren Haufen erhalten werde. In den trockenen Tagesſtunden muß es dagegen ſo lok⸗ ker und ſo zertheilt, wie nur moͤglich, ausge⸗ ſtreuet werden, insbeſondere am erſten Tage, wenn es aus den Schwaden geſchlagen wird. Kein Halm muß da an dem andern bekleben bleiben. Daher kommt alles darauf an, daß man Haͤnde genug, und nicht mehr Gras in Ar⸗ beit habe, als man damit gehoͤrig behandeln kann. — age hehandel toie ruchdem es aug twandt worden, enug ſeyn, um gen und einzufahe nd kabter uft hig ſeen großen hai TDage vochmal n ĩ dann um Ma e Heu wird ſi, n een behandel. m Grünhenne aß es gega t und ausgett daher nur in sgeſchlagen, 5 abgetrocknet, angt, in Haufan Trockenheit, n” ten werde. In es dagezen nur moͤgli, uh ere am etſen 39 en geſchlahen h em andern bät les darauf 1j 1 t mehrGuazi 1 gehöri hehmni kn. — 3887— kann. Man rechnet daher in dieſen Gegenden, wo man das Heu mit großer Sorgfalt macht, auf 4 Maͤher, 20 Heumacher, wovon zwoͤlfe Weiber ſeyn koͤnnen, und nimmt doch zu Zeiten die Maͤher noch zur Beyhuͤlfe der Heuer. Je waͤrmer, windiger und austrocknender das Wet⸗ ter iſt, um deſto mehr Menſchen muß man anſtellen. Bey unſicherem Wetter muß man ſich be⸗ ſonders huͤten, nicht mehr Heu zur Zeit auszu⸗ ſtreuen, als man vor dem Regen ſchnell wieder in Haufen bringen kann; nie ſo viel, daß es vor Abend nicht wieder hinein kommen kann. Bey ſchaurigtem und ungewiſſem Wetter kann das Gras zuweilen 3, 4, 5 Tage ungeruͤhrt in Schwaden und Haufen liegen; bevor es aber unten gelb wird, muͤſſen die Schwaden umge⸗ wandt werden. Es trocknet in dieſen Schwaden zwar unmerklich, aber doch ſo, daß es, hernach ausgeſtreuet, in einem guten halben Tage zum Einfahren trocken genug werden kann. So ſchoͤn wird es indeſſen nie, als wenn es viel verarbeitet ward. Das Zuſammenbringen des ausgeſtreueten Graſes in Haufen muß, wenn Regen drohet, oder die Zeit des Abendthaues heran nahet, je⸗ dem andern Geſchaͤfte vorgehen. Es waͤre ſehr — 388— ſehr fehlerhaft, die Arbeiter dann davon zu nehmen, um das trockene Heu einbringen zu laſſen. Wenn das Heu in ſehr große Schober zuſammengebracht worden, dieſe gut gelegt, etwas feſt gedruͤckt und abgeharkt ſind, beſon⸗ ders wenn ſie oben recht ſpitz zugehen, ſo iſt das Heu darin ſicher, und kann wochenlang auf den Wieſen ſtehen. Es iſt rathſam, in ſol⸗ chen Fäͤllen eine Stange in die Mitte des Scho⸗ bers zu ſtellen, um welche das Heu herumge⸗ banſet wird, weil er dadurch mehr Feſtigkeit gegen den Wind erhaͤlt. Die vorgeſchriebene Methode iſt immer weit koſtſpieliger wie die, wo man das Heu 2 bis 3 Tage in Schwaden liegen laͤßt, und es ſodann, weil es abgeſtorben ohnehin ſchnell trocknet, nur wenig bearbeitet. Aber bey guter Witterung iſt ſie doch vortheilhafter, wegen der beſſeren Qualitaͤt des Heues, und wegen der Sicherheit, es in wenigen Tagen einzubringen. Iſt aber bey dem Heumaͤhen die Witterung unſicher, ſo ziehe ich das laͤngere Liegen in Schwaden vor, weil man dadurch, wenn gleich nicht ſo ſchoͤnes, doch unverdorbenes und unausgelaugetes Heu erhaͤlt. Sie muß bey Grummet, wenn nicht ſehr austrocknender Oſtwind herrſcht, mehren⸗ theils angewandt werden⸗ weil gewoͤhnlich die Tage zu kurz und zu feucht ſind, um das noch nicht nicht nen. veifäͤ 61 folgen Srund reiſt und ſen e grdße geſch wird. den, daun einge win den theil nur haſt ſes in E ſtein diez — dier hann dun e heu einbingn, ſehr gooße Sct ;, dieſe gut 3 zgehaukt ſnd, h ſpiß zugehen, und kaan wohh s ii ratſan u die Mine deset e das heu hemn urch mehr pfüt hode iſt immen in das Heu 20 t, und es ſhe ſchnell trockna dey guter Witm wegen der lſ egen der 6 zubringen. Jit itterung unſche en in Schwadete leich nicht ſ ſtie nausgelaugess rummet, wemin d herrſcht, n ni weil gewoͤhnlh rühä ſind, um du vic — 339— nicht abgeſtorbene Gras genugſam auszutrock⸗ nen. Iſt aber die Witterung ſehr guͤnſtig, ſo verfaͤhrt man damit eben wie mit dem Heu. Das braune Heu der Englaͤnder wird auf folgende Weiſe gemacht: es bleibt 24 bis 36 Stunden in Schwaden liegen, wird, wenn es recht lufttrocken iſt, ſorgfaͤltig ausgeſchuͤttelt und gewendet. Dann ſogleich in kleine Hau⸗ fen gebracht, dieſe nach 1 oder 2 Tagen zu groͤßeren vermiſcht, wobey das Heu zwar aus⸗ geſchuͤttelt, aber doch nicht mehrmals gewendet wird. Wenn es hierin ziemlich trocken gewor⸗ den, wird es gleich in Feimen gebracht, und darin feſt getreten. Hier geraͤth es dann in einige Hitze und in Schweiß, beſaugt ſich und wird eine torf⸗aͤhnliche Maſſe, dadurch aber dem Viehe keinesweges unſchmackhaft und nach⸗ theilig. Vielmehr ſind viele uͤberzeugt, daß nur nach dieſer Methode dem Heu ſeine nahr⸗ hafteſten Saͤfte erhalten werden koͤunen. Die⸗ ſes Heu muß aber jedesmal in Feimen, nicht in Scheuren und Boden, aufbewahret werden. Man hat Feimen mit ſogenannten Schorn⸗ ſteinen oder Dunſtroͤhren vorgeſchlagen, und dies fuͤr eine engliſche Methode ausgegeben; allein man bedient ſich derſelben in England nicht — 590— nicht mehr, ſondern haͤlt ſie im Gegentheil fuͤr hoͤchſt nachtheilig und verderblich fuͤr das Heu (Staffordſhire 83), weil es gerade um ſo mehr mulſtrig und ſtaͤubigt wird, je mehr der Dunſt ſich in einem leeren Raume ſamm⸗ len kann. Die Englaͤnder bringen nur ſelten Heu unter Dach, und es iſt die allgemeine Mey⸗ nung, daß dieſes ſchlechter ſey und eher ver⸗ derbe, wie das in Feimen aufbewahrte. Feimenheu gilt auf Maͤrkten, der Regel nach, mehr wie Scheurenheu. Man glaubt beſonders, daß das den Waͤnden und dem Dache zunaͤchſt liegende verderbe, und dann den uͤbelriechenden Staub von ſich gebe. Ei⸗ nige, die Heuſcheuren vertheidigen, berufen ſich lediglich auf die Vortheile, die ſie bey regnigter Witterung gewaͤhren, indem man die Fuder ſchnell unter Dach bringen, und dann ſelbſt im Regen trocken einbanſen koͤn⸗ ne, was bey Feimen nicht geſchehen darf. Ihre Feimen aber werden mit großer Sorgfalt angelegt, auf einem erhabenen Platze oder auf eine von Reiswerk gemachte Un⸗ terlage, das Heu mit den Haͤnden regelmaͤ⸗ ßig ausgeſtreuet und dicht gelegt, ihnen eine ſol⸗ ſalhe ſie von hina ſteſe ab, enie ſ ten — in Gegenihil wlch für dao i ds gerade un t vird, je n eren Raume ſamm en nur ſellen ie allgemeine N ſey und the imen aufbenan rkten, der R geu. Man gi Waͤnden ud derbe, undn don ſich geb heidigen, lan heile, die ſe gren, inden ach bringen, u ken einbanſn i geſchehen di verden mi gih Pfſ9t m erhabenel Ne verk gemaht b Handen thin⸗ Pan in gelegt, ihn 1 — 391— ſolche Form gegeben, daß das Regenwetter ſie wenig trifft, indem naͤmlich die Feime von einer ſchmahleren Baſis immer weiter hinausgefuͤhret wird, folglich betraͤchtlich uͤber⸗ ſtehet, bis ſie dann, vom ſtaͤrkſten Diameter ab, ſich oben, wieder zugeſpitzt, dachfoͤrmig endiget. Die Feimen werden ſodann auf das ſorgfaͤltigſte abgeharket und mit einer leich⸗ ten Strohbedachung verſehen, welche uͤber dem hervorſtehenden Theil herabhaͤngt, und ſo den untern eingezogenen Theil gegen den herabfallenden Tropfenſchlag ſichert. Sie wer⸗ den nachher mit einer Furche umzogen, die das Waſſer abfuͤhrt. In einigen Gegenden Englands, wo uͤberhaupt noch eine rohere Wirrthſchaftsart herrſcht, geht man aber auch wenig muſter⸗ haft damit um. Man laͤßt es in ſchlecht gemachten unbedeckten Feimen auf den Wie⸗ ſen ſtehen, und verfuttert es daſelbſt im Winter. Man muß dieſe barbariſche Ge⸗ wohnheit nicht ſowohl den Farmers, als den Landeigenthuͤmern, beymeſſen, die darauf beſtehen, daß das Heu von jedem Felde auch auf demſelben verfuttert werden ſolle, damit das Land das durch den Duͤnger wieder bekomme, was ihm durch das Heu genom⸗ men men worden. Eine falſche Vorſtellung, die von unendlichem Nachtheile iſt, indem dieſer verzettelte Miſt nur eine unbedeutende und unendlich geringere Wirkung thun kann, als wenn er, in Staͤllen und Miſtſtaͤtten geſammelt, dem Felde im rechten Zuſtande ſeiner Gaͤhrung und Moderung wieder zugefuͤhret, und gleich⸗ maͤßig darauf verbreitet wuͤrde, wozu dann uͤberdem der Nachtheil, der aus dem Zertreten der Grasnarbe bey feuchter Witterung entſteht, hinzukommt. Man bedient ſich bey dem Heumachen im Großen mancher Huͤlfsmittel, um die Arbeit zu erſparen, z. B. der Egge, ſtatt der Harke, zum Trocknen. Eine ſolche Egge, die Trestong in den Transactionen der Rotterdammer Socie⸗ taͤt II. 88 beſchreibt, hat in der Breite 9 Fuß und in der Laͤnge 4 ½ Fuß Zwey Bal⸗ ken haben jeder 5 hoͤlzerne Zinken, von 6 Zoll Laͤnge und etwa 1 Zoll Dicke, etwas hinter⸗ warts gebogen. Es wird ein Pferd davor ge⸗ ſpannet, worauf ein Mann ſitzt, und die Egge ſo uͤber die Schwaden herfuͤhrt, daß das Heu auseinander geriſſen wird, und in gehoͤriger Dicke zu liegen kommt. Mit dieſer Maſchine koͤnnen koͤrner verart eireb werden Tage und w ben de daſer geſchi Fn eiger fehl trockt icjg Ha — Vorſtellng, i in, indem ün ubedeutende a thun kann, a fuͤnen geſamnt de ſener Gihmm ühret, und glih ürde, wozn de aus dem Jennn Winerung enſi zim Heumachen: um die Arbi t der Harke. Trestotg gerdammer 60 tin der Bei Juß. Imni⸗ inken, von 69, ee, etvas(ite n Pferd daber jzt, und di 99 in, daß dele und in geßtig it dieſer Niche korne — 5953— koͤnnen in einer Stunde 4 bis 5 Morgen Heu verarbeitet werden, folglich kann in einem Tage eine betraͤchtliche Menge mehrere Male gewandt werden. An einem trockenen und windigen Tage erhaͤlt man die Egge immer im Gange, und wenn das letzte herum geegget, faͤngt man bey dem erſten wieder an. Wenn gleich mit dieſer Egge das Gras nicht ſo ebenmaͤßig auf⸗ geſchuͤttelt und geſtreuet werden kann, als mit Forken und Harken, ſo iſt es doch gewiß bey einer großen Heuerndte, wo es an Menſchen fehlt, von unverkennbarem Nutzen. Die Aus⸗ trocknung kann vielleicht um deſto ſchneller vor ſich gehen, je rauher und unordentlicher das Heu zu liegen kommt. Zum Zuſammenbringen des Heues bedient man ſich haͤufig des Heubaums, der dann be⸗ ſonders mit dieſer Heuegge in Verbindung zu ſetzen iſt. Man befeſtigt naͤmlich an jedem Ende eines ſtarken Heubaums eine Kette, an deren jede man ein Pferd ſpannet, oder die man in der Mirte zuſammen gehen laͤßt, und davor zwey Pferde haͤngt. Auf den Baum ſtellen ſich zwey Perſonen, welche ſich an einem Seile feſt⸗ halten, welches an der Kette dicht vor dem Baum befeſtigt iſt, um den Baum niederzuhal⸗ ten, der das Heu in hinreichend ſtarke Kaͤmme zr Band.— Pp zu⸗ — 594 zuſammenzieht. Iſt ein Kamm zuſammenge⸗ zogen, ſo wird der Baum hinuͤber geworfen, und ein anderer zuſammengebracht. Noch zweckmaͤßiger iſt eine von Midleton beſchrie⸗ bene Maſchine, welche ſich in einer kleinen Schrift, auch in den Auszuͤgen der Transactio⸗ nen der Londoner Societaͤt der Kuͤnſte III. 244 abgebildet findet. um zuſammene inüber gewnin 1 ebracht. A dleton beſchne in einer klen der Transauis Kunſte IIl 29 VIII. Ueber das Raſenbrennen. Das Raſenbrennen (Paring and burning. Sodburning) iſt eine merkwuͤrdige Methode, um den Boden ſchnell in Kultur zu bringen, ihm manche ſchaͤd⸗ liche Eigenſchaften zu nehmen, und durch die ſchnelle Aufloͤſung ſeiner vegetabiliſchen Stoffe, mittelſt eines langſamen Feuers, ihn ohne Zu⸗ fuͤhrung anderen Duͤngers zur Hervorbringung einiger ſehr reichen Erndeen geſchickt zu machen. Ihre Vortheile ſind in England durch die land⸗ wirthſchaftlichen Ueberſichten, die der Board of Agriculture veranſtaltete, immer mehr ent⸗ ſchieden, und haben, unter gewiſſen Bedin⸗ gungen, uͤber alle theoretiſche Einwuͤrfe geſiegt. Die Methode iſt ſehr alt, war bey den Roͤmern gebraͤuchlich, und iſt von Virgil ſchon empfohlen(Georg. L. I. V. 84— 93). In Wanihen Gegenden Frankreichs iſt ſie ſeit dem — 598— dem graueſten Alterthum, wo ſie vermuthlich von den Roͤmern eingefuͤhrt wurde, uͤblich ge⸗ weſen. Auch in einigen Gegenden Englands, beſonders in Devonſhire, war ſie ſeit un⸗ denklichen Zeiten. Nun aber iſt ſie faſt durch das ganze Koͤnigreich im Gebrauch. Ich muß deshalb uͤber dieſe Methode etwas ausfuͤhrlicher und beſtimmter, wie im erſten Bande, reden. Sie wird angewandt auf ſolchem Lande, welches entweder nie umgebrochen war, oder welches nur eine Zeit lang zu Graſe gelegen und ſich hinlaͤnglich benarbet hat. Der Raſen wird erſt abgeſchaͤhlet. Dies geſchiehet: a) in England mehrentheils mit einer ſtar⸗ ken, gut verſtahlten Schaufel, welche einen ſteifen Stiel, und an ſelbigem oben ein 3 Fuß langes Queerholz hat. Dieſes ſetzt der Arbeiter vor die Bruſt und faßt es mit beyden Haͤnden an. Der Stiel der Schaufel muß nach der Groͤße des Arbeiters ſo gebogen ſeyn, daß das Blatt der Schaufel flach auf der Erde liege, ſo daß es bey jedem Stoß, den ihm der Arbeiter mit vorgeſchobenem ganzen Koͤrper giebt, ſich in gleicher Tiefe vorwaͤrts bewege, und den Raſen horizontal abſchneide. Die Breite des Raſens wird entweder erſt mit ei⸗ nem — d ſie bernui warde, iblihg genden Englae war ſie ſitn iſt ſie faſ de rauch. Ihm wwas ausfühtüh en Vande, nin ff ſolchem la ochen war, a Praſe gelegenn iſchaͤhlet. d 3 mit einen 1, welche in gem oben in Dieſes ſeßti it es mit be Schaufel ni ſo gebogen ſn ach auf der G ß, den ihmr ganzen Könn twärts beng ſchmede A der erſ ritir nem — 38399— nem Spaten oder anderen Inſtrumente abge⸗ ſtochen, oder es iſt an der linken Seite der Schaufel ein vorn ſcharfer Rand befeſtiget, der den Raſen perpendiculaͤr, wie das Meſſer am Pfluge, durchſchneidet. Zuweilen iſt an der Schaufel ein Queereiſen, gleich dem Streich⸗ brette des Pfluges, angebracht, welches den abgeſchaͤhlten Raſen ſofort herumwirft. Die⸗ ſes Inſtrument nennt man in England einen Bruſtpflug(Breast-plough). b) Mit einer Haue, Plaggenhacke (Twicke). Dies Inſtrument beſchreibt Tuͤr⸗ billy in ſeinem Unterricht vom Auf⸗ bruch der unangebaueten Felder; teutſche Ueberſetzung S. 21(wo es auch in Kupfer abgebildet iſt) folgendermaßen: „Es iſt eine Art von einer großen eingebo⸗ genen Hacke, die 16 Zoll lang und unten 8 ½ Zoll breit iſt; dieſe Breite nimt bis an den Stiel immer ab, wo ſie nur 3 Zoll breit bleibt. Man muß das beſte Eiſen zu der Verfertigung dieſer Haue nehmen. Sie muß nach Propor⸗ tion ihrer Groͤße von einer ſich dazu ſchickenden Dicke, in der Mitte verſtaͤrket, und von unten an ſchneidend ſeyn; zu dieſem Ende muß guter Stahl dazu genommen werden. Das Loch, worin man den Stiel befeſtiget, iſt rund, und hat — 600— hat einwaͤrts zwey Zoll im Durchmeſſer. Man giebt dieſem Stiel ungefaͤhr drey Schuhe in der Laͤnge, einige Zoll mehr oder weniger, naͤm⸗ lich nach der Groͤße der Leute, die ſich deſſen bedienen. Dieſes Werkzeug— der Stiel nicht mit begriffen— ſoll 10 oder 12 Pfund wiegen; waͤre es leichter, ſo wuͤrde es ſich nicht ſchicken. Man kann es bey den Kleinſchmieden, nach dem ihnen vorgegebenen Muſter, verfertigen laſſen. Bey mir und in den umliegenden Staͤd⸗ ten koſtet es 3 Livres 10 Sols.“ Die im Luͤneburgſchen uͤbliche Plaggenhacke, die zum Hauen der Heidplaggen, deren man ſich theils zum Duͤnger, theils zum Brennma⸗ terial bedient, gebraucht wird, iſt etwas an⸗ ders geſtaltet. Sie iſt weniger lang, aber breiter. Der Arbeiter tritr mit einem Fuße auf das abgehauene, heruͤbergebogene Ende der Sode, und hauet dann, ruͤckwaͤrts tretend, wei⸗ ter. Es ſcheint auf die Form der Hacke nicht ſehr anzukommen, und man thut am beſten, den Arbeitern diejenige zu laſſen, woran ſie gewoͤhnt ſind. Die Arbeiter muͤſſen ungefaͤhr wie die Maͤ⸗ her angeſtellt werden. Der erſte und Vorarbei⸗ ter nimt zwey Soden erſt ab, dann faͤngt der zweyte zu ſeiner linken Seite an, und nachdem die⸗ — durcmeſtt.„ drh Schuh 1 der weniger, ute, die ſih h 3— der Sil r12 Pfünd rin es ſch ricl t einſchnieden, 1 Nuſter, teſt umliegendae jols.“ liche Plagge ggen, dera ls zum Bur ad, iſt etwer niger lang, wit einen gebogene En waͤrts treend uim der hate n thut an li laſeen, vern fähr vie i ¹ ſie und Tur , dann fiut an, und nathe ſh — 601— dieſer auch zwey Soden gehauen, tritt der dritte u. ſ. f. ein. Jeder legt die abgehauene Sode zur rechten Hand, wo moglich ſo, daß ſie et⸗ was hohl und auf der Kante ſtehend zu liegen kommen. c) Mit einem Pfluge. Dies Abſchaͤhlen des Raſens geſchiehet enrweder vollſtaͤndig, und dann gehoͤren beſonders eingerichtete Pfluͤge da⸗ zu, oder nur unvollſtaͤndig, und dann kann allenfalls jeder Pflug dazu gebraucht werden. Einen zu jenem Zwecke beſonders geeigneten Schaͤhlpflug werde ich im dritten Hefte meiner Abbildungen der Ackerwerkzeuge mittheilen. Im andern Falle, wo man das Abſchaͤh⸗ len nur unvollkommen verrichten will, bedient man ſich eines gewoͤhnlichen Pfluges, mit einem breiten, aber an der aͤuſſern Spitze etwas in die Hoͤhe ſtehenden Schaar. Hierdurch wird der Raſen nicht voͤllig, ſondern nur etwas uͤber die Haͤlfte abgeſchaͤhlt, und uͤber einen ſtehen⸗ bleibenden Streifen, ungefaͤhr wie bey dem Halbpfluͤgen oder Streeken, heruͤbergelegt. Die Sode iſt dann an der linken Seite etwa zwey Zoll dick, und wird nach der rechten immer duͤnner, ſo daß ſie an einem ſtehen gebliebe⸗ nen Streifen nur mit einem ganz feinen Rande anhaͤngt. Wenn ſie ſo eine Zeit lang gelegen hat hat und muͤrbe geworden iſt, ſo wird ſie durch ſchwere Botheggen, die man queer herdurch⸗ zieht, in Stuͤcke zerriſſen, und wenn ſie trocken geworden, gewalzt und nochmals mit leichteren Eggen uͤberzogen; am beſten im Trabe, um die Graswurzeln von ihrer Erde loszureiſſen. Die rauhen Soden werden dann mit einem Heu⸗ baum, auf dieſelbe Weiſe, wie man in Meck⸗ lenburg das Heu zuſammen zu bringen pflegt, erſt in Reihen und ſodann in Haufen und mit langzaͤhnigen Harken voͤllig zuſammengebracht, die dann aufgeſchuͤttelt und verbrannt werden. Sodann ſtreift man zuweilen auch den ſtehen⸗ gebliebenen Balken ab, und behandelt ihn eben ſo; zuweilen aber wird er nur untergepfluͤgt. Die Soden, welche man mit Handinſtru⸗ menten oder mit dem Pfluge regulaͤr ab⸗ ſticht, werden in Anſehung der Dicke, nach Beſchaffenheit des Bodens, eingerichtet. Auf einem ſchwach benarbten Boden ſind ſie zuwei⸗ len nur ½ Zoll, auf einem alten binſigten und mit zaͤhen Wurzeln durchwachſenen Boden bis 3 Zoll dick. In der letztern Dicke giebt ſie Tuͤrbilly an. Die Englaͤnder machen ſie ſelten über 1 bis 1 ½ Zoll dick. Ihre Breite iſt zuweilen nur, zuweilen 2 Fuß. Ihre Laͤnge iſt gewoͤhnlich 1 ½ Fuß⸗ weil ſie ſich, wenn ſie kuͤrzer ſind, nicht gut aufſetzen laſſen. Bey —,— B6 Slelle nem tr chen zun Vetzer und ſie färnig Koſten ich im Wiſſe I ſein macht, räns aberin giße vachm gen d dieht ſch legt u res N dern der K trocken Züͤnde wendig und ch — üi, ſ vird ſen man queer henze und wenn ſie m nals mi lichn jien in Trahe, er Ede bazurij dann wit einm „wie man ini en zu bringa tin Haufen uh g zuſammengehn verbrannt ne en auch den ii behandelt in ur untergeyſ an wit Handi age regulitt gder Dick, 1 eingerichtt! ſoden ſind ſie zn⸗ alten binſig hſenen Von ern Dicke gict. lander maha ick. Ihn Ni en 2 Su. d weil ſe ſch m ſeßen laſe 4 — 603— Bey trockenem Wetter koͤnnen ſie auf ihrer Stelle liegen bleiben, und duͤrren doch, in ei⸗ nem trockenen Fruͤhjahre, innerhalb drey Wo⸗ chen zum Brennen genugſam aus. Bey naſſem Wetter aber iſt die Abtrocknung oft ſchwierig, und ſie muͤſſen oͤfterer umgelegt oder auch dach⸗ foͤrmig gegen einander geſtellt werden, was die Koſten und Arbeit betraͤchtlich vermehrt, wie ich im Fruͤhjahre 1803, wo ich eine binſigte Wieſe auf dieſe Weiſe umbrechen ließ, erfuhr. Wenn ſie ziemlich abgetrocknet ſind, werden ſie in Haufen zuſammengebracht. Tuͤrbilly macht große Haufen, unten zehn Fuß breit und zehn Fuß hoch. Dieſe großen Haufen ſcheinen aber in mancher Hinſicht unbequem: wegen der groͤßern Arbeit des Zuſammenbringens und der nachmaligen Ausſtreuung der Aſche, auch we⸗ gen des ſchwereren Entzuͤndens derſelben. Man zieht daher die kleinen Haufen vor, die etwa ſechszehn Fuß auseinander geſetzt werden. Man legt unten, nach der Windſeite hin, etwas duͤr⸗ res Reiſig, trocknen Torf oder irgend einen an⸗ dern Zuͤnder, ſetzt die trockenſten Plaggen auf der Kante herum, und waͤhlt dann auch die trockenſten zur unmittelbaren Bedeckung des Zuͤnders aus; wirft ſodann die uͤbrigen, in⸗ wendig moͤglichſt hohl, auswendig aber dicht und eben, zuſammen, und giebt dem Ganzen die — 604— die Geſtalt eines runden Heuhaufens. Wenn die Plaggen noch feucht zu ſeyn ſcheinen, und Windſtille iſt, ſo thut man wohl, auſſer der Zuͤndungs⸗Oeffnung noch eine Gegenoͤffnung zu machen, damit der Zug des Feuers hindurch gehe, und der Haufen inwendig bald in Gluth komme, wo dann letztere Oeffnung zugelegt wird. Man legt deshalb auch nicht alle Plag⸗ gen vor der Entzuͤndung auf, ſondern wirft ſie erſt hinzu, wenn die erſten locker gelegten Plag⸗ gen in Gluth ſtehen; wodurch man dann das Feuer nach Belieben maͤßigen kann. Die Haufen werden nun mit Strohbuͤſcheln, oder beſſer mit einer Lunte von Werg, die in Theer getaucht worden, und um einen Stock gewickelt iſt, angezuͤndet. Wenn ſie in Gluth ſtehen, muͤſſen hinreichende Leute dabey ſeyn, welche das Brennen entweder durch Auflocke⸗ rung der Haufen befoͤrdern, oder, wenn es zu ſtark wird und in Flamme ausbricht, durch Zuſammendruͤcken der Hauſen und durch Auf⸗ werfung neuer feuchterer Plaggen maͤßigen; weil es bey dem Erfolge dieſer Operation ſo ſehr darauf ankommt, daß dieſes Verbrennen nicht zu lebhaft, ſondern nur glimmend(ſchwehlend) geſchehe. Nachdem die Haufen zuſammengefallen und die Plaggen, gerade nicht voͤllig zur Aſche ge⸗ brannt, braugt, man etl Aſchen doch an an eigen cn Tage u gut w was w fen gel wegge vorzüg erhalt dern Richt alles krum ben G Zvvech 4) livirte heid, 4— heußaufens. à u ſenn ſcheinen, nan vohl, auſſe ſer heine Segeniffun Jdes Feuers hind hin innendiz baldin tere Deffaung zun auch nict 1 auf, ſondern vi en locker gelegeng odurch man dem zßigen kann. nun witSroſbit nte von Verz, und um eie . Wenn ſieinc nde leute deben weder darh Ait ru, oder, wen me ausbricht, d auſen und du uin ⸗Plaggen nüß ieſer Opera— ii eſes Verbremat limmend(chni nanme fänd völig zr Aſht = uam 605 brannt, aber doch muͤrbe geworden ſind, wirft man etwas Erde hinuͤber, damit der Wind die Aſche nicht verwehe. Sobald als moͤglich, je⸗ doch an einem windſtillen, und, wenn ſichs trifft, an einem etwas regnigten Tage, ſtreuet man die Aſchenhaufen ſo weit aus, als man ſie an dem Tage unterpfluͤgen kann. Man haͤlt es ſehr gut, wenn die Aſche beym Ausſtreuen noch et⸗ was warm iſt. An den Stellen, wo die Hau⸗ fen gelegen, muß die Aſche mit etwas Erde rein weggeſchaufelt werden, weil dieſe Stellen eine vorzuͤgliche Fruchtbarkeit durch das Brennen erhalten und ſonſt Gailſtellen abgeben wuͤrden. Das Unterpfluͤgen dieſer Aſche muß ſehr flach, nicht tiefer wie anderthalb Zoll, geſchehen. Am ſicherſten geht man, wenn man zum erſten Male nur halb pfluͤget oder ſtreeket, und nach⸗ dem man ſcharf geegget, nun in einer andern Richtung wieder flach pfluͤget. Denn es kommt alles darauf an, daß die Aſche mit der Acker⸗ krume innig gemiſcht und nicht zu tief vergra⸗ ben werde. Man wendet dieſe Bperanim zu zweyerley Zwecken an: a) Um einen wuͤſten, rohen, bisher unkul⸗ tivirten oder nie gepfluͤgten Boden, der mit Heide, Farrenkraut, Ginſter, Binſen und al⸗ lerley — 606— lerley Geſtraͤuch durchwachſen iſt, beſonders aber den ſchwammigen, moorigen Boden, nach⸗ dem er abgewaͤſſert worden, aufzubrechen und ſchnell in Kultur zu ſetzen. b) Um ſchon urbares Land, welches 6, 3 bis 10 Jahre zu Graſe gelegen hat, dadurch aufzubrechen, und zum Fruchttragen ohne Braa⸗ che vorzubereiten, auch demſelben ohne Duͤn⸗ ger etliche gute Erndten abzugewinnen. In Anſehung des erſten Zwecks ſind die meiſten, welche die Methode kennen, in Eng⸗ land einſtimmig der Meinung, daß ſie, unge⸗ achtet der betraͤchtlichen Koſten, ſehr vortheil⸗ haft und weit zweckmaͤßiger ſey, als die Me⸗ thode, ſolches Land durch Braachbearbeitung urbar zu machen. Bey den Urbarmachungen vieler Heiden in England hat es ſich ſehr be⸗ ſtimmt gezeigt, daß diejenigen, welche das Ra⸗ ſenbrennen waͤhlten, viel beſſer fuhren, als die, welche die Zerſtoͤrung der mit zaͤhen Wurzeln durchwachſenen Narbe durch Pfluͤgen bewirken wollten. Ich verweiſe meine Leſer nur auf das, was im 12ten Cap. 2ten Abſchnitt der land⸗ wirthſchaftlichen Ueberſicht von Mid⸗ dleſer, daruͤber geſagt worden, da dieſes Werk überſetzt iſt. Man kann ſolches Land in einem Fruͤhjahre, wenn man anders gluͤckliche Wit⸗ Wittern und ne Erndte der R Dütger der Ge Ernzter den Be es äbe dre F es ba darau der G ſo ian hülß einetn J dieſe Bode veget Verk Grun bey Binſ herg Bode Ertra uns c — ſſen iſt, biine worigen Boden, n n, auftubrechenn land, welches i, legen hat, dahe ihtagen ohtedn nſelben ohne d bzugewinnen. jen Zwecks ſi de kennen, unb ing, daß ſin ſſten, ſehr un rſey, als in Braachbenit den Urbarmath het es ſch iy gen, velche de eſer fuhten, ü mit zähen Vme rc Pflügen bet ge leſer nur auſt Abſchnit der lu erſicht von R worden, da ti kann ſolchs lni nan ander M 1l Witterung dazu trifft, in voͤlligen Stand ſetzen, und noch in demſelben Jahre eine ſehr reiche Erndte von Kohl, Runkeln, Steck⸗ oder an⸗ dern Ruͤben davon nehmen. Man kann ohne Duͤnger, nach der einſtimmigen Ausſage, ſelbſt der Gegner dieſer Operation, mehrere reiche Erndten davon gewinnen; dann aber freilich den Boden auch ſehr ausſaugen. Richtet man es aber ſo ein, daß man ein Jahr um das an⸗ dre Futtergewaͤchſe und Klee darauf bauet, oder es bald zur Weide niederlegt, und dann den daraus erfolgenden Duͤnger, ſamt dem Stroh der Getreide⸗Erndten, dem Lande wiedergiebt, ſo kann man ſolches Land, ohne aͤuſſere Bey⸗ huͤlfe, in und durch ſich ſelbſt, ſehr ſchnell in einen nachhaltend fruchtbaren Zuſtand verſetzen. Von ganz vorzuͤglich gluͤcklichem Erfolge iſt dieſe Operation immer auf torfigem moorigem Boden, der gewiſſermaßen einen Ueberfluß an vegetabiliſcher Erde, aber in unaufloͤslicher Verbindung, enthielt, und wegen Mangel an Grunderde zu locker und ſchwammig war— bey allen Gruͤnlandsmooren und torfigen mit Binſen bewachſenen Wieſen, nachdem ſie vor⸗ her gehoͤrig abgewaͤſſert waren. Die in ſolchem Boden enthaltene Eſſigſaͤure, welche an den Extractiv⸗Stoff ſo feſt gebunden iſt, daß ſie uns anfangs eine beſondere Saͤure zu ſeyn ſchien, — 608— ſchien, wird, wie mich die Erfahrung gelehrt hat, durch das Brennen unmittelbar zerſtoͤrt, indem die Erde, an den Stellen, wo die Haufen ſtanden, faſt gar keine Saͤure mehr zeigte. Die uͤbrige aber wird durch das Alkali und den Kalk der Aſche neutraliſirt und zu ei⸗ nem wohlthaͤtigen Mittelſalze gemacht. Dann wird der zu ſchwammige Boden dadurch com⸗ pacter und ein zutraͤglicheres Verhaͤltniß zwi⸗ ſchen eigentlicher Grunderde und Modererde bewirkt. Binſen und alle Moorpflanzen wer⸗ den vertilgt; kurz, der Boden wird in jeder Hin⸗ ſicht ſo verbeſſert, daß er die reichhaltigſten Erndten eine betraͤchtliche Reihe von Jahren, wenn man will, danach tragen kann. Man muß aber auf tieferem Torf⸗ oder Moorboden Vorſicht brauchen, und ihn nach gemachter Abwaͤſſerung nicht zu ſtark austrocknen laſſen, ehe man das Brennen vornimmt; der Brand kann ſonſt tiefer gehen wie man wuͤnſcht, das ganze Torflager ſich entzuͤnden, und die Ent⸗ zuͤndung ſich weit verbreiten. Zur Urbarmachung der Moore hat man ſich daher auch eines aͤhnlichen Verfahrens ſeit undenklichen Zeiten allenthalben gluͤcklich be⸗ dient, und die Wirrhſchaften ſchnell in einen nachhaltenden duͤngerreichen Zuſtand geſetzt, wenn man anders die erſte Kraft des Bodens nicht — eErfahrung gllir unmitelbar zerſt n Selen, woh keine Säure me ir durch das Ali dunraliſtt und u he gemacht. Du Voden dadorh em res Verhälliß g de und Madeta Moorpflanzan nwird in jedeth die reichhalin Reihe von 3i geen kann. f oder Moonz zn nach gemi austrocknen lit nimm; derdi man wünſckt, nden, und dech . er Moore hat ni hen Verfalfet galben glicli jen ſcnel in n n Züſtand ghb unſ ds Bin 1 — 609— nicht lediglich zur Hervorbringung verkaͤuflicher Gewaͤchſe, ſondern zum Theil zu Futtergewaͤch⸗ ſen benutzt hat. Was aber den zweyten Zweck anbetrifft, naͤmlich ſchon kultivirtes Grasland dadurch zur Saat vorzubereiten und zu duͤngen, ſo ſind die Meynungen minder uͤbereinſtimmend. Der Theorie nach ſcheint dieſe Methode durchaus verwerflich zu ſeyn, und ſich auf keine Weiſe durch phyſicaliſche Gruͤnde rechtfertigen zu laſ⸗ ſen. Es gehen durch das Verbrennen viele fruchtbare Stoffe ohne Zweifel in die Luft und werden vom Winde verwehet. Wenn gleich das Zuruͤckgebliebene in einen ſo aufloͤslichen Zuſtand geſetzt worden, daß es ſchnell in die Gewaͤchſe uͤbergehet, und ein oder die andere reichliche Erndte hervorbringt, ſo ſcheint es doch, als ob eine um ſo aͤrgere Erſchoͤpfung der Dammerde, die kaum durch mehrere Miſtduͤn⸗ gungen zu erſetzen waͤre, daraus erfolgen muͤſſe. Die Erfahrung hat dies auch in vielen Faͤllen beſtaͤtiget, und es iſt Land dadurch bis zur ganz⸗ lichen Erſchoͤpfung und zur hoͤchſten Unfrucht⸗ barkeit getrieben worden. Es iſt aber von der andern Seite nicht zu leugnen, daß in einigen Gegenden von Frankreich ſeit uralten Zeiten, und in England in Devonſhire und in Southwallis ſeit mehreren hundert Jahren, zr Band. QA q be⸗ — 610— betraͤchtliche Feldfluhren ſo behandelt worden ſind. Sie nehmen daſelbſt nach dem Brennen gewoͤhnlich zwey Kornerndten ungeduͤngt, brin⸗ gen dann zu einer dritten und vierten ihren vor⸗ raͤthigen Duͤnger auf, und laſſen nun ihr Land wieder 8 bis 12 Jahe zur Viehweide liegen, die in den erſten Jahren aͤrmlich iſt, in den folgenden aber gut wird. Man verſichert, es haͤtten manche das Aufbrechen mit Braachbear⸗ beitung verſucht, aber ſich ſchlechter dabey ge⸗ ſtanden, weniger muͤrbes und mehr unreines Land danach erhalten. Dieſe Thatſache laͤßt ſich nicht ablaͤugnen, und findet ſich durch das Zeugniß vieler genauen Beobachter in England beſtaͤtigt. Die Grasnarbe, welche hier ver⸗ brannt wird, iſt oft keinen halben Zoll dick. Es fehlen meines Wiſſens genaue chemiſche Un⸗ terſuchungen uͤber die Beſtandtheile des Bodens, auf welchen dieſe Methode, ſowohl mit gutem als mit uͤbelm Erfolge angewandt worden. Ich vermuthe, daß ſie auf ſehr thonigtem binden⸗ den Boden dadurch nuͤtzlich werden kann, daß die Thonerde zwiſchen den Pflanzenwurzeln zu einem kruͤmeligten Ziegel brennt, der dem Bo⸗ den mehr Lockerheit giebt. Wie aber die un⸗ leugbare gute Wirkung, welche dieſe Methode auf den Kreidehuͤgeln von Suſſer hat, zu er⸗ klaͤren ſey, daruͤber getraue ich mir kaum eine Muthmaßung zu wagen. Alles kommt viel⸗ leicht —— keicht Nahl aus daher dam liegen ein — bezandelt i nach dem Prene en ungedüngt, h d dieren ihren d luſſen nun ihrle r Vehwed legn ärmüch it, un Man herſchen,g hhen mi Vranzun ſchlechter dihe und mehr unran dieſſe Thaſfche t indet ſich du bachter in Enſ „ welche hian halben Zol i enaue chemiſkel diheile des Vo „ſowohl mit gen wandt worden, t thonigtem hine werden kan, i Pflanzenwurzä; eennt, der dem d Wie aber dim eiche dieſe Naß Suſſer hat, g eich wir kann ie Ales kynmu Hic — 611— leicht auf die Beſchleunigung des Umlaufs der Nahrungsſtoffe aus dem Boden in die Pflanzen, aus dieſen in die Leiber der Thiere, und von daher wieder zuruͤck in den Erdboden, an. Und dann iſt die voͤllige Zerſtoͤhrung der im Acker liegenden Saamen und Wurzeln des Unkrauts ein Umſtand von großer Wichtigkeit. Daß dieſe Methode auf urbarem im Dreeſch liegenden Lande wuͤrkſamer und nachhaltend vor⸗ theilhafter, wie eine gut behandelte Braache ſeyn koͤnne, ſcheint mir zwar unwahrſcheinlich. Ich vermuthe vielmehr, daß man da, wo man ſie, der Erfahrung nach, der Braache vorzie⸗ hen zu muͤſſen glaubt, dieſe nicht gehoͤrig zu be⸗ handeln verſtehe. Haͤtte ich jedoch einen in Dreeſch liegenden thonigten Boden, ſo wuͤrde ich es immer der Muͤhe werth halten, dieſe Methode einmal auf einem Morgen zu verſuchen. Es verdient das uͤber dieſe Materie nachge⸗ leſen zu werden, was Marſyall in der Land⸗ wirthſchaft von Yorkſhire hieruͤber ſagt, und was der Hr. Ueberſetzer aus den Berichten uͤber die drey Bezirke dieſer Grafſchaft(Graf Pode⸗ wills Ueberſetzung, Iſter Th. S. 324 bis 347.) hinzufuͤgt. In Marſhalls landwirthſchaft⸗ lichen Beſchreibungen der mittellaͤndiſchen und Qq 2 der — 612— der weſtlichen Grafſchaften, wovon wir die Ueberſetzung zu hoffen haben, findet ſich noch mehreres daruͤber. Ich fuͤge noch aus dem Berichte von Kent folgende Bemerkungen des Verfaſſers hinzu: „Von allen Verbeſſerungen des Bodens, welche bisher in Kennt gemacht worden, ſtehet dieſe obenan; ein Theil des ſchlechteſten Landes iſt dadurch zur Hervorbringung der vorzuͤglich⸗ ſten Erndten gebracht worden. Arme kalkigte Huͤgel, in ihrem natuͤrlichen Zuſtande faſt von gar keinem Werthe, haben nach dem Abſchaͤh⸗ len und Verbrennen ſchoͤne Turnips und Klee, und Erndten von Korn hervorgebracht, die dem doppelten Werth des Landes gleichkamen. An⸗ ſtatt daß der Boden durch dieſe Operation leiden ſollte, wie einige Theoretiker ſich einbilden, kam er— vorausgeſetzt, daß man ihm unter einem guten Syſtem der Fruchtfolge das gab, was ihm gebuͤhrte,— in einen fortſchreitenden Zuſtand von Verbeſſerung, von der Zeit an, wie ſeine Oberflaͤche verbrannt wurde. Freyliich hat es ſich zuweilen zugetragen, daß das Land nach dem Verbrennen 4 bis 5 Jahre hintereinander mit Getreide beſaͤet wurde, ohne nur einen Huͤrden⸗ ſchlag, viel weniger einen Theil ſeiner Produk⸗ tion im Duͤnger wieder zu erhalten. Man ließ das Unkraut auf demſelben emporkommen, und belaſtete es dadurch jaͤhrlich mit einer doppelten Saat — 2. wobon viſ hen, findet ſchn Berichte pon Ken Perfaſers hing. rungen des Voda⸗ macht worden, ig e ſclechteſen lun ngung der donjiſt den. Arme iut. en Zuſunde fin nach dem u Turnips und vorgebracht, dn z gleichkamen. 1 dieſe Dperation li er ſch einbilden n nan ihm unter in ge das gab viiit tichreitenden Zii rZeit an, nieſi de. Freylich ſti ß dasland uhin bintereinnder ern enur einen hunn hi ſeiner Irni 1 phalten. Mani emporkommen, 1 mit einer doyyetn 8 — 613— Saat— dies Land iſt freilich in einem ausgeſo⸗ genen Zuſtande hinterlaſſen, und dem Verbren⸗ nen iſt unrechtmaͤßigerweiſe das Unheil beygemeſ⸗ ſen worden, was die Nachlaͤſſigkeit und die Uner⸗ ſaͤttlichkeit des Anbaues dem Boden zufuͤgte.“ „Man ſuche das Land nach dem Brennen, bey dem Anbau der Turnips, durchs Behacken recht rein zu erhalten; man laſſe die Turnips auf dem Lande durch Schafe verzehren, die Tag und Nacht darauf liegen; dann beſaͤe man es mit Gerſte und Klee, und laſſe den letzteren durch Schafe abfreſſen, die man zu dem darauf fol⸗ genden Weitzen in Huͤrden legt. Endlich gebe man dem Lande das Stroh wieder, und wieder⸗ hole eine zweyte Norfolkſche Rotation, oder be⸗ ſaͤe das Land mit Esparcctte, die ſo lange ſtehen bleibt, bis ein zweyter Raſen zum Abſchaͤhlen und Verbrennen ſich gebildet hat. Wenn man dieſen Plan befolgt, ſo wird dieſe Methode des Landaufbruchs weder dem Grundeigenthuͤmer, noch dem Paͤchter irgend einen Grund zur Be⸗ ſchwerde geben. Theoretiker machen ein Ge⸗ ſchrey, daß durch das Brennen die Ackerkrume vermindert und der fruchtbare Boden zerſtoͤhret werde. Mag das immer ſeyn! Wenn nur ſchoͤne Erndten von Korn auf einem Boden hervorge⸗ bracht werden, wo nie eine wuchs, und das Land zugleich in eine fortſchreitende Verbeſſerung koͤmmt, ſo iſt es ſehr gleichguͤltig.“ In In England machen es ſich alle gute Land⸗ wirthe zur Regel, gleich nach dem Abbrennen eine ſolche Frucht einzuſaͤen, welche mit den Maſt⸗ ſchafen abgehuͤrdet werden kann, gewoͤhnlich Ruͤ⸗ ben oder Rapſaat. Nachdem dieſe im Fruͤhjahr abgefreſſen, ſaͤen ſie Gerſte und Klee hinein, laſſen es mit dem Klee auf mehrere Jahre ein⸗ dreeſchen, oder ſaͤen in die einjaͤhrige Kleeſtop⸗ pel Weitzen und darunter Graͤſer, womit das Land dann zur Weide liegen bleibt. Denn es iſt die Hauptregel bey ihnen, die erſte Productions⸗ kraft eines neu aufgebrochenen Bodens haupt⸗ ſächlich zur Viehfutterung zu benutzen, um den Boden erſt in einen hohen Duͤngungszuſtand zu ſetzen, ehe ſie verkaͤufliche Fruͤchte davon nehmen. Bey der Stallfutterung koͤnnen wir es noch hoͤ⸗ her benutzen, duͤrfen dann aber nicht verſaͤumen, den dadurch gewonnenen Duͤnger dem Lande wieder zuzufuͤhren. Iſt der Boden ſehr reich an Dammerde, be⸗ ſieht der abgebrannte Grund aus einer ſchwam⸗ migten mit Saͤure angefuͤllten Wieſe, ſo haben wir in den erſten Jahren keine Beduͤngung noͤ⸗ thig, muͤſſen jedoch einen guten Wechſel von verbeſſernden, beſonders reinigenden Fruͤchten beobachten, vorzuͤglich um das Land gegen Er⸗ zeugung des Unkrauts zu ſichern. — ſch ale gute nach dem Abbrenn walce mitden N enn gewoͤhnlch m dieſe im Frühie ſie und Klee hinn fwehrere Jahte h eeinjährige Klei Gräͤſer, wont n bleibt. dem a ie erſte Produein enen Bodens ſwn nbenutzen, un dungungszuſtn ichte davon nen nen wir es noh er nicht verſthe Dunger dem l ch an Dammen id aus einer ſino lten Wieſe, ſohun geine Bedünzung guten Wethſte einigenden Fite das land geged ſchern. IX. Ueber die engliſche Viehzucht im Allgemeinen, und insbeſondre uͤber Rindvieh und Schafe. 0000008 920060eeeeeee Ueber die engliſche Viehzucht im Allge⸗ meinen; und insbeſondre uͤber Rindvieh und Schafe. Erſter Abſchnitt. Ueber Viehzucht im Allgemeinen. Was ich in den beyden letzten Capiteln des erſten Theils dieſes Werks uͤber dieſe Materie ſagte, war, wie ich aufrichtig geſtehe, und auch dort ſchon andeutete, mehr geſagt, um das Auffallende und Sonderbare, was ich in den engliſchen Schriften uͤber Viehzucht fand, meinen Leſern mitzutheilen, und den Eindruck, den es bey mir machte, auch bey ihnen zu er⸗ regen; als weil ich davon einen practiſchen un⸗ mittelbaren Rutzen fuͤr teutſche Landwirthe er⸗ wartete. Ich wollte nur eine Idee von dem err — 618— erſtaunlichen Betriebe dieſes Wirthſchaftszwei⸗ ges in England geben, und glaubte, daß die Anſtrengung der Englaͤnder in dieſem Stuͤck zu groß und zu uͤberſpannt ſey, als daß wir nütz⸗ liche Lehren fuͤr uns daraus abziehen koͤnmen. Jetzt bin ich anderer Meynung— und glaube, daß wir in Anſehung der Viehzucht vieles, ſehr vieles von den Englaͤndern lernen koͤnnen. Ich brauche wol nicht zu ſagen, daß etwas von einem Andern lernen und blindes mechaniſches Nachahmen zweyerley ſey; obgleich ſo manche Menſchen, ſelbſt ſolche, die ſich als Lehrer Anderer aufwerfen wollen, dieſe Begriffe verwechſeln. So wenig der Betrieb der engliſchen Viehzuͤchter unſern Verhaͤltniſſen angemeſſen ſeyn kann; ſo unleugbar iſt es, daß wir die Reſultate ihrer mannigfaltigen, großen und durch angeſtrengte Aufmerkſamkeit erwor⸗ benen Erfahrung in manchen Faͤllen practiſch benuzen koͤnnen. Es iſt wahr, daß in den meiſten Gegenden Teutſchlands die Verhaͤltniſſe in Anſehung des Abſatzes unſerer Producte anders ſind, wie in England. Die Fleiſch⸗Conſumtion iſt im Durchſchnitt bey den Teutſchen geringer, und der Geſchmack iſt in dieſem Artikel minder ver⸗ feinert. Es wird auf einer Quadratmeile we⸗ niger — ſe Wirtjſchafthe ind glaubte, di erin dieſem Sil i,, als daß vir 1 zabſiehen knna. * Meynung= 9 ſehung der Nähu en Englaͤnder m lnicht zu ſagen,d dern lernenu hmen zweyellht n, ſelbſtſoche verfen wollen i wenig der dil nſern Verhäbit unleugbar iſt niigfaltigen, ſi fmerkſamkeit en hhen Fällen yuct en meiſeen Geha iſe in Anehuni anders ſnd, nin onſumion itn ſcen geringa, 1 Ariikel minder e r Quadrumeik e 1 niger davon verzehrt; nicht blos, weil die Be⸗ voͤlkerung geringer iſt, ſondern weil auch die⸗ ſelbe Zahl von Menſchen ſich weniger vom Fleiſch naͤhret. Denn es iſt ausgemacht, daß vegetabiliſche Nahrung fuͤr einen Menſchen weit wohlfeiler und auf einem weit kleineren Flaͤchenraume producirt werden koͤnne, als thieriſche, und daß folglich da, wo weniger Wohlhabenheit unter der ganzen Maſſe von Menſchen herrſcht, weniger Fleiſch genoſſen werden koͤnne; ſo ſehr auch der Trieb da⸗ zu vorhanden iſt. Die großen Maͤrkte fuͤr Fleiſchwaare ſind in Teutſchland alſo ſelte⸗ ner; keiner, der dem Londoner gleich kaͤme, nur wenige, welche denen in den großen Fa⸗ brik⸗ und Handelsſtaͤdten und in den See⸗ haͤfen gleichgeſetzt werden koͤnnen. Bey dem allen finde ich jedoch nicht, daß das Fleiſch bey uns in einem geringe⸗ ren Preisverhaͤltniſſe gegen das Gerreide ſte⸗ he, wie in England. Man tauſcht bey uns im Durchſchnitt für 100 Pfund Weitzen nicht mehr Pfunde Fleiſch ein, als dort. Zwar iſt, beſonders in dem letzten Jahrzehnt, der Preis des Fleiſches nicht in gleichem Verhaͤltniſſe, wie der des Getreides geſtiegen; aber dies iſt in England derſelbe Fall ge⸗ weſen. Ueberdem muß man wohl bemerken, daß — 620— daß bey den engliſchen Fleiſchpreiſen nur die Rede von gutem Fleiſche ſey; daß man dort eine ſo wenig bewachſene Knochenmaſſe gar nicht zum Verkauf bringe, wie bey uns haͤu⸗ fig geſchiehet, und daß viele Theile, die bey uns mit nach dem Gewichte verkauft werden, bey den Englaͤndern nur als Abfall gelten, und zu einem ſehr geringen Preiſe losge⸗ ſchlagen werden. Man muß ferner bemerken, daß, wenn der Englaͤnder ſo viel fettes Fleiſch conſu⸗ miret, er dagegen weit weniger Butter, wie wir, beſonders im noͤrdlichen Teutſchlande, haͤufig gar keine, brauche Wenn alſo der Englaͤnder die Viehzucht mehr zur Fleiſch⸗ und Fett⸗Erzeugung benutzt, ſo richten wir ſie mehr auf den Zweck der Milch⸗ und But⸗ terproduction; und da die Preiſe dieſes Ar⸗ tikels faſt im gleichen Verhaͤltniſſe mit denen des Getreides geſtiegen ſind, ſo laͤßt ſich in der Hinſicht wol nicht behaupten, die Vieh⸗ zucht ſey bey uns um ſo viel minder vor⸗ theilhaft, wie bey den Englaͤndern, daß ſie eine aͤhnliche Anſtrengung auf keinem Fall belohnen koͤnne. Auch andere thieriſche Pro⸗ ducte, beſonders die Wolle, ſtehen in keinem ſehr niedrigen Preiſe. Bey riſche zu be ander er es nicht merk richt Ken deſſe dem niß ſpre ſchei lerne den ſam ſcho Rac die bri che kom zur! — tichpreiſen ua ſey; daß man w Krochenmaſſ vie bey uns ſ el Theile, deh de verkauft wet als Abfall gen ggen Preiſe lig erken, daß, m ettes Fleiſch m⸗ eniger Butte, ſchen Teutſche Wenn ati nehr zur Fi „ſo richten til Milch⸗ und Preiſe dieeh hältniſſe min de d, ſo läft ſ haupten, de Ri Hdiel minder i gländern, di auf keinen R ere thietiche de 7 1 ſiehen in kin — — 621— Bey der erſtaunlichen Nachfrage nach thie⸗ riſchen Producten in England, iſt es vielmehr zu bewundern, daß ihr Preis gegen den Preis anderer Dinge daſelbſt nicht hoͤher ſtehe, wie er es wirklich thut. Und dies laͤßt ſich wol nicht anders erklaͤren, als aus der großen Auf⸗ merkſamkeit, welche man auf dieſen Zweig ge⸗ richtet hat, und aus der dadurch erworbenen Kenntniß von der moͤglich beſten Behandlung deſſelben in gewiſſen Stuͤcken. Und wenn wir demnach eine vorzuͤgliche Erfahrung und Kennt⸗ niß den Englaͤndern in dieſem Fache nicht ab⸗ ſprechen koͤnnen— ſollte es denn ſo ungereimt ſcheinen, nachzuforſchen, was wir von ihnen lernen, und auf unſere Verhaͤltniſſe anwen⸗ den koͤnnen? Es iſt allgemein bekannt, welche Aufmerk⸗ ſamkeit und welchen Kunſtfleiß die Englaͤnder ſchon ſeit langer Zeit auf die Veredelung der Racen aller Hausthiere verwandt haben— auf die Veredelung, d. h. auf die Heroor⸗ bringung ſolcher Thierfamilien, wel⸗ che diejenigen Qualitaͤten aufs voll⸗ kommenſte beſitzen, die der Menſch zur Erreichung des beſondern Zwecks, den — 622— den er mit dieſen Thieren hat, vor⸗ zuͤglich gebraucht. So wie die Zwecke verſchieden ſind, wel⸗ che der Menſch, nicht nur mit den verſchiede⸗ nen Arten der Hausthiere, ſondern auch mit den verſchiedenen Abarten oder Racen eines Thiers hat; ſo muͤſſen auch die Quatitaͤten ver⸗ ſchieden ſeyn, welche der Landwirth und Vieh⸗ zuͤchter in ſeiner Race zu haben wuͤnſcht, und hervorzubringen ſich beſtrebet. Es gibt wol kein in allen Ruͤckſichten moͤg⸗ lichſt volllkommnes Thier irgend einer Art. Gewiſſe gute Qualitaͤten, die wir bey einer Thierart wuͤnſchen, koͤnnen miteinander ver⸗ bunden ſeyn, z. B. beym Pferde ſtarke Zug⸗ kraft mit Ausdauer; beym Rindvieh Staͤrke mit Milchergiebigkeit; beym Schafe eine gewiſſe Haͤrte und Dauerhaftigkeit der Conſtitution mit Feinheit der Wolle u. ſ. w. Andere Qualitaͤ⸗ ten ſcheinen minder vereinbar, z. B. große Agilitaͤt und Schnelligkeit mit ſtarker Zugkraft beym Pferde; große Neigung, Fett aufzuſetzen mit ſtarker Milchergiebigkeit beym Rindvieh; und eine gleiche Maſtfaͤhigkeit mit feiner kraͤu⸗ ſelnder und dichter Wolle beym Schafe. Da⸗ her muͤſſen wir uns eine ſolche Race jeder Thier⸗ art zu verſchaffen ſuchen, welche die einzelnen oder — ———— — eren hat, Hht⸗ ſchieden ſind, n mit den berſhhi ſondern auhh ni oder Racen ene die Quattten de indwirth und Vi aben wüͤnſcht, mn 4 nRuckſichten wi rgend einer A. die wir bey ein miteinander ie pferde ſtarke J indrieh Staͤrke n Shafe eine gewſ er Conſtituion ni Andere Quli at, z. B. Ant it ſrker aunch g Fet außuitn beym Nindoii t mit feiner im Staft. do Race jeder Ther ſche die eitzelne 9 odet oder mehreren Qualitaͤten, deren Benutzung wir gerade beabſichtigen, am meiſten beſitzt, ohne uns ſehr um diejenigen zu bekuͤmmern, die wir in unſerer individuellen dage wenig oder gar nicht benutzen wollen. Man ſpricht haͤufig von ſchoͤnem Vieh.— Die Schönheit eines Thiers iſt, wie meines Erachtens Schoͤnheit uͤberhaupt, blos etwas relatives. Sie iſt Uebereinſtimmung aller Theile zum Zwecke des Ganzen. Folglich wird, ſo wie der Zweck verſchieden iſt, auch die Form, von welcher wir nach Erfahrung und Gruͤnden die moͤglichſte Erfuͤllung dieſes Zwecks erwarten, verſchieden ſeyn muͤſſen. Es giebt freilich oft eine conventionelle, eine modiſche Schoͤnheit, deren Begriff mehrentheils aus Laune entſtan⸗ den, und aus Vorurtheil fortgepflanzt iſt. Der Zweck des Strebens, zum Beſitz einer ſolchen Schoͤnheit zu gelangen, kann kein anderer ſeyn, als: den Beyfall derer zu erlangen, die gleiches Geſchmackes ſind. Die Triebfeder iſt folglich Eitelkeit und Sucht zu glaͤnzen. Dieſe hat ſich bey manchem, in Anſehung des ſogenannten ſchoͤ⸗ nen Viehſtandes, mehr, als man bey Landwir⸗ then erwarten ſollte, eingeſchlichen. Die Farbe des Haars, die Groͤße des Ganzen, wenn ſie gleich unzweckmaͤßig war; ein ohne Grund angenommenes Verhaͤltniß der einzelnen Theile ge⸗ — 624— gegen einander, machte haͤufig das Characte⸗ riſtiſche dieſer Schoͤnheit aus. Der Rams⸗ Kopf, der lange gebogene Hals, und der ſtarke Schweif gehoͤrten lange Zeit zu den unbeding⸗ ten Forderungen, die man an ein ſchoͤnes Pferd machte, und um derentwillen man ihm Kraft⸗ loſigkeit der Hinterſchenkel, Schwaͤche der Crouppe verzieh; wenn es nur etwa noch eine breite Bruſt, und gut geſtellte Vorderbeine hatte. Kan haͤtte glauben ſollen, daß das Pferd mit Hals und Schweif den Reuter tra⸗ gen oder den Wagen fortſchieben muͤſſe. Beym Rindvieh hat die Mode freilich nicht ſo viel mitgeſprochen, aber eine ſtarke Knochenmaſſe iſt doch noch bey vielen dasjenige, wonach ſie die Guͤte eines Rindoiehſchlages beurtheilen, als ob man Knochen vor allem aͤße, oder die Knochen das Abſonderungsorgan der Milch waͤren. Auch mit dem Haar hat man geſpielet, und um ſchaͤckige Thiere zu haben, vielleicht auf gut Gluͤck mehrere Abarten verbunden. Die aͤuſſere Form und das Verhaͤltniß der Theile kann freilich ein Kennzeichen der nicht in die Augen fallenden Qualitaͤten ſeyn, deren Benutzung wir bey einem Thiere eigentlich be⸗ zwecken. Wenn wir es zum Arbeitsthier ge⸗ brauchen, ſo zeigt die aͤußere Form und das Verhaͤliniß der Theile dem Kenner oſt unmit⸗ telbar —— telbar dies Grade dauer ten abe Lebens ergiebi ſches koͤnne Form dara Ganz das und Quali Hinſia Horn Farbe abgel 4 Abar undd beſitz ſo la unter mehr bewei derma zr 2 — ſig das Chan us. Der Nans ile, und der fi tzu den unbedi ein ſchaͤnes ph en man ihm Ku „ Schviche w nur erwa voch in ſtellte Votderhen ſollen, daß a eif den Reuerm ben muſſe, den eilich nicht ſo n rke Knochennai enige, wonachi lages beurtheiln lem aͤße, oderäͦ dorgan der Nih hat man gepii zaben, diellitt u erbunden. aas Verhälti d unzeichen der iih ltaͤten ſeyn, den hiere eigenich h n Abbeitzthir re Fotm und di Kenuer dſt unw telbar telbar an, zu welcher Art von Anſtrengung dies Thier am geſchickteſten ſey, in welchem Grade es ſie aͤußere, und mit welcher Aus⸗ dauer es ſie fortſetzen koͤnne. Andere Qualitaͤ⸗ ten aber, eine gewiſſe Stärke der Conſtitution, Lebensthaͤtigkeit der Verdauungsorgane, Milch⸗ ergiebigkeit, Neigung zum Aufſetzen des Flei⸗ ſches und Fettes, ſtarken Wuchs der Wolle, koͤnnen wir nicht unmittelbar aus der aͤuſſern Form erkennen. Wir koͤnnen jedoch mittelbar darauf ſchließen, wenn wir aus der Form des Ganzen, oder einzelner Theile erkennen, daß das Thier von einer gewiſſen Race abſtamme und wiſſen, daß dieſer Racen gewiſſe innere Qualitaͤten beſonders eigen ſind. In dieſer Hinſicht kann z. B. das ſonſt ſo unweſentliche Horn beym Rind⸗ und Schafvieh zuweilen die Farbe des Haars ein wichtiges Kennzeichen abgeben. Daß es gewiſſe beſtimmte Racen, oder Abarten, beſonders von den Hausthieren gebe⸗ und daß dieſe Racen ausgezeichnete Eigenſchaften beſitzen, und auf ihre Nachkommen vererben, ſo lange die Race rein erhalten, d. h. nur unter ſich begattet wird, iſt wol keinem Zweifel mehr unterworfen. Das Geſchlecht der Hunde beweiſt dies am allerdeutlichſten, indem es je⸗ dermann bekannt iſt, daß ſich darin nicht nur zr Band. Rr die — 626— die phyſiſchen Eigenſchaften, ſondern auch die Neigungen, die mehrere und mindere Geleh⸗ rigkeit, Klugheit, Treue, Wachſamkeit, u. ſ. w. vererben. Daſſelbe iſt allen Kennern von den Pferden bekannt, bey denen ſich nicht blos die koͤrperlichen Eigenſchaften, ſondern auch der eigenthuͤmliche Geiſt der Race(ſpirit) fort⸗ pflanzt. Auf die Schafe und das Rindvieh haben wir zwar in Teutſchland, leider! noch zu wenig Aufmerkſamkeit in dieſer Hinſicht ge⸗ wandt; ich glaube aber doch, die Ueberzeugung, daß es ſich damit auf eben die Weiſe verhalte, bey jedem hier vorausſetzen und ſolche durch die Erfahrungen der Englaͤnder, die ich demnaͤchſt, wenn wir von dieſen Thierarten beſonders re⸗ den, anfuͤhren werde, beſtaͤrken zu koͤnnen. Manche haben dem Klima, der Nahrung und Wartung einen großen Einfluß, auf die Entſtehung und Veraͤnderung der Thierracen, zugeſchrieben. Es kann ſeyn, daß von jedem Thiergeſchlechte nur ein einzelnes Paar aus dem Kaſten Roah hervorgegangen; und daß ſeine ober den ganzen Erdboden ſich verbrei⸗ tenden Abkoͤmmlinge, durch den Einfluß des verſchiedenen Klima's, oder durch zufaͤllige Na⸗ turſpiele ſich ſo veraͤndert haben, daß z. B. aus dem Schaͤferbunde endlich eine Familie, von Tax⸗ und Windſpiel⸗ und alle den unzaͤhlbaren Ar⸗ Arten eniſtar ganz! turſpie verſchi rung k lichkei ſentlie beſtin glaul haup zum en, ſondern auh und mindere dit Vacſſamkeit, uſt len Kennem bon nen ſich nicht blos⸗ „ſondern auch Race(ſpirit) i e und das Rindi land, leider! wt, dieſer Hinſcht e, die Ueberzeun die Weiſe verzat und ſolche durc „die ich demnat rten beſonders cken zu koͤnnen. mma, der Nahru Einfluß, aufi ng der Tierrnn on, daß von jei nzelnes Paut a egangen; und di boden ſihh batn h den Einſuiß e durch zufällnehr hen, daß. Bn ine Famile, un le den tin d — 627— Arten von Hunden, die jetzt vorhanden ſind, eniſtanden ſey. Aber dazu gehoͤren entweder ganz beſondere und ſeltene Ereugniſſe und Na⸗ turſpiele, oder viel tauſendjaͤhrige Fortwirkung verſchiedener Klimate. Daß Klima und Nah⸗ rung keine ſchnelle Wirkung auf die Eigenthuͤm⸗ lichkeiten der Race haben, und ſolche nicht we⸗ ſentlich und nachhaltend veraͤndere, koͤnnen wir beſtimmt wiſſen. Wenn einige das Gegentheil glauben, und nach ihren Beobachtungen be⸗ hauptet haben, ſo liegt bey dieſen ein Irrthum zum Grunde. Zwar iſt es richtig, daß ſich einige Thiere, in ein verſchiedenes Klima und auf verſchiedene Nahrung verſetzt, in einigen Stuͤcken ver⸗ aͤndern; ſtaͤrkeres oder ſchwaͤcheres, haͤrteres oder weicheres Haar bekommen, in ihrer Groͤße ab⸗ oder zunehmen, ſchwaͤcher und kraͤnklicher, oder geſunder und dauerhafter werden. Aber im Weſentlichen veraͤndern ſie ſich nicht, wenn die Race rein bleibt, und die zufaͤllig entſtande⸗ nen Nebenveraͤnderungen verlieren ſich wieder, wenn ſie und ihre Abkoͤmmlinge in ihr voriges Klima oder auf ihre vorige Nahrung zuruͤckge⸗ bracht werden, ſehr ſchnell. In Anſehung der Schafe glaubte man in England bemerkt zu ha⸗ ben, daß die Wolle groͤber, haͤrter und haa⸗ rigter werde, wenn man ſie aus einem kaͤlteren Rr 2 Klima — 628— Klima in ein waͤrmeres braͤchte, z. B. aus Schottland nach Weſtindien, und daß dagegen die Feinheit der Wolle gewinne, wenn ſie aus einem waͤrmeren Klima in ein kaͤlteres kämen. Die Verſchiedenheit der Temperatur muͤſſe aber betraͤchtlich ſeyn. Jetzt bezweifelt man auch dieſe Bemerkung, und glaubt, daß dieſe Veraͤnderung durch die Einmiſchung fremden Bluts entſtanden ſey. Wenigſtens iſt es ge⸗ wiß, daß die Veraͤnderung der Wolle in einem betraͤchtlich veraͤnderten Klima nur bey einer oder der andern Schafart, nicht bey allen, Statt finde; indem manche engliſche Schafe, die man in die ſuͤdlichſten Gegenden gebracht hat, gerade ſo geblieben ſind, wie ſie waren. Auf die Groͤße und Staͤrke der Thierarten hat allerdings die Nahrung und Weide, beſon⸗ ders in ihren Wachsthumsjahren, bey den In⸗ dividuen großen Einfluß. Allein die Race wird nicht veraͤndert, und die Diſpoſition, zu einer gewiſſen Groͤße und Staͤrke zu gelangen, bleibt derſelben. Iſt eine große oder ſtarke Viehart wegen Mangel gehoͤriger Nahrung verkroͤppelt worden, hat ſich aber uͤbrigens rein und un⸗ vermiſcht erhalten, ſo braucht man die Thiere mit ihren Saͤuglingen nur wieder auf die ihnen gebuͤhrende Weide und Nahrung zu ſetzen, und man wird in kurzer Zeit denſelben Schlag wie⸗ der erhalten, den man vorher hatte. Bey 2 von d dere! meint Die D begatt der ei ein den f von einhe dieſe ren ſchrie zu, und Dage Erfa gend die miſa wen der und meh iſt d voͤlli ₰ Teut — richte, z.. 1 und daß dagen lune, wenn ſeg ein kälteres kinn peratur miſſe g zweifelt man uu laubt, daß ii nmiſchung frenie enigſtens iſ es der Wolle in eimn ma nur bey ein ht bey allen, En ſche Schafe, i den gebracht h ſie waren. te der Thierarn nd Weide, beſe⸗ ren, bey den ge ein die Race wi ſpoſtrion, zu ein agelangen, hli der ſtarke Vihe hrung verhinnt ens rein und m. t man die Ther eder auf die imn ng zu ſeten,m lben Schligi” haute A — 629— Bey den meiſten Beobachtungen, die man von der Veraͤnderung der Thierarten, in an⸗ dere Laͤnder gebracht, gemacht zu haben ver⸗ meinte, liegt ſehr klar ein Jerthum zum Grunde. Die Race ward nicht rein erhalten, ſondern begattete ſich mit dem maͤnnlichen Geſchlechte der einheimiſchen Art. Hieraus entſtand dann ein Mulattengeſchlecht, welches, wenn es in den folgenden Generarionen immer mehr Zuſatz von dem Blute— wie man es nennt— der einheimiſchen Race bekam, endlich voͤllig in dieſe uͤbergieng, oder nur aͤuſſerſt geringe Spu⸗ ren ſeiner erſten Abſtammung beybehielt. Man ſchrieb dann faͤlſchlich dem Klima und Boden zu, was Vermiſchung der Race gethan hatte, und den Naturgeſetzen zufolge thun mußte. Dagegen iſt es durch die unwiderſprechlichſten Erfahrungen erwieſen, daß man in einer Ge⸗ gend, die ein ſehr verſchiedenes Klima hat, die Race einer andern Gegend aus dein einhei⸗ miſchen Mutter⸗Stamme hervorbringen koͤnne, wenn man nur das maͤnnliche Geſchlecht von der neu einzufuͤhrenden Race rein herbeyſchafft, und die halben Abkoͤmmlinge derſelben immer mehr mit dieſem Blute beſchwaͤngert. Dadurch iſt das arabiſche und barbeſche Pferd beynahe voͤllig nach England, das ſpaniſche Schaf nach Teutſchland verpflanzt worden. Wenn — 630— Wenn es allgemein anerkannt iſt, daß ge⸗ wiſſe Qualitaͤten ſich bey einer reinen Genera⸗ tion vererben, und in der Race bleiben, ſo wird dies in Anſehung anderer Qualitaͤten von manchen noch bezweifelt. Wenigſtens giebt es viele bey uns, die noch nicht uͤberzeugt ſind, daß Groͤße und Staͤrke, die Neigung Fleiſch und Fett aufzuſetzen, und die Milchergiebigkeit in einem vorzuͤglichen Grade von der Race ab⸗ haͤngen. Mancher glaubt, daß dabey alles auf Futterung und Wartung ankomme. Es hat allerdings keinen Zweifel, daß dieſe vieles thun, und daß man von einem kuͤmmerlich ge⸗ futterten und gepflegten Thiere, es ſey von welcher Race es wolle, nicht viel Zunahme an Fleiſch und nicht viele Milch erwarten koͤnne. Genauere Beobachtung und Aufmerkſamkeit haben aber allerdings gelehret, daß auch die innere Organiſation einer Race vor der andern faͤhiger iſt, dasjenige Futter, was die Thiere mehr, als zu ihrer Lebenserhaltung noͤthig iſt, bekommen, bald ſtaͤrker im Fette, bald ſtaͤrker in der Milch abzuſetzen, bald ungenutzt durch die verſchiedenen Ausleerungswege auszuwer⸗ fen. Die auffallendere Verſchiedenheit der Hunde kann dies manchem ſinnlich machen, der nicht ſcharf genug ſiehet, um es auch bey an⸗ dern Thierarten zu bemerken. Man futtere ein Windſpiel ſo viel wie man will, und es wird wird u aber Mager nachhe tungen Rind⸗ ausger Quan⸗ dieſe groͤße und Butt welch und d um ſi wiſſe moͤgl verwe urſas haͤltr zume gel n nicht wie Va jeder Zwec — ninm iſ, d nner reinen Gena Nace bletm, erer Qualtäten w Venigſtens zit itt iberzeg i ie Neigung Si ie Milherii e von der Naet daß dabey olle g ankomme. d t, daß dieſe n em kuͤmmerlic ere, es ſey w viel Zunahmen erwarten koͤm 8 Aufmerkſance tet, daß auch i ace vor der anda r, was dee hm rhaltung nöttij Fetee, bald ſi id ungenußt det gswege auszute gerſchiedenhei anlich machen,d mn es auch leh eN. Man fitn nnn vil, und bi — 631— wird nie ſo fett, wie ein Pudel werden; dieſer aber wird eher vor Hunger ſterben, als die Magerkeit des letztern erreichen. Wir werden nachher hören, wie entſcheidend die Beobach⸗ tungen der Englaͤnder auch in Anſehung des Rind⸗ und Schafviehes hieruͤber ſind, und wie ausgemacht es bey ihnen iſt, daß eine beſtimmte Quantitaͤt von Futterung oder Weide, durch dieſe oder jene Race verzehrt, eine betraͤchtlich groͤßere oder geringere Quantilaͤt von Fleiſch und Fett, auch wahrſcheinlich von Milch und Butter, gebe. Die genaueren Bemerkungen, welche die Englaͤnder hieruͤber gemacht haben, und die Aufmerkſamkeit, welche ſie verwenden, um ſich eine Race zu ſchaffen, welche eine ge⸗ wiſſe Quantitaͤt vegetabiliſcher Producte in die möglich groͤßte Quantitaͤt thieriſcher Producte verwandelt, iſt meines Erachtens eine Haupt⸗ urſach, warum ſie letztere nach ihren Preisver⸗ haͤltniſſen wirklich ſo wohlfeil verkaufen koͤnnen; zumahl da ſie den Miſt des Viehes in der Re⸗ gel nicht ſo vortheilhaft benutzen, und das Vieh nicht ſo um des Getreidebaues willen halten, wie wir. Es iſt alſo gewiß in jeder Hinſicht von Wichtigkeit, daß wir uns eine ſolche Race von jeder Thierart zu verſchaffen ſuchen, welche den Zweck, den wir damit haben, auf das voll⸗ kom⸗ kommenſte erfuͤllt und den Verhaͤltniſſen unſerer Wirthſchaft angemeſſen iſt. Allein es iſt dabey Vorſicht, eine voͤlli⸗ ge Kenntniß dieſer Race, in allen ihren Ei⸗ genſchaften, und eine Vergleichung mit allen eintretenden Umſtaͤnden noͤthig. Denn es iſt nicht ſelten der Fall, daß eine Race neben einer uns ſehr erwuͤnſchten Quali⸗ taͤt eine oder mehrere andre beſitzt, die fuͤr uns gar nicht paſſen, ſondern ſehr nachtheilig ſind, und welche die gute Qualitaͤt ſo weit uͤberwie⸗ gen, daß wahrer Verluſt aus der Einfuͤhrung dieſer Race hervorgehen wuͤrde. Dies iſt be⸗ kanntlich der Fall mit denen Racen, die eine ſehr reiche Weide oder ſtarke Futterung verlan⸗ gen, wenn ſie an Orte verſetzt werden, wo man ihnen dieſe nicht geben kann. Das hol⸗ laͤndiſche und frieslaͤndiſche Rindvieh ward ſchon vor langer Zeit in England eingefuͤhrt, weil man es wegen des ſtarken Milchertrages ſehr vortheilhaft hielt. Jetzt aber hat es dieſen gu⸗ ten Ruf daſelbſt ziemlich verlohren, weil man eine reiche Weide damit nicht vortheilhaft zu benutzen glaubt, eine aͤrmere aber gar nicht zureicht, dieſem Vieh den noͤthigen Unterhalt zu geben, und man uͤberdem eine gewiſſe Weichlichkeit und Schlaffheit der Conſtitution daran — Werhälmiſen uſer orſicht, eine dz in allen ihrn!. exgleichung mit thig. nder FalI, daß erwunſchten Au beſitzt, die ſirn ehr nachtheilign it ſo weit üben s der Einfuͤhm rde. Dies iſt Racen, die Futterung deib erſeht werden, u n kann. Das ſ Rindvieh ward ſte d eingeführt, 1 Milchernages ſ der hat es dieſn erohren, wel nn ict vonheilhf nere aber gir üt nüthigen Um unnſe rdem eine geun ii der Conlinin darnn — 633— daran wahrgenommen hat. Die holſteinſchen Marſchſchafe hat man in mehreren Gegenden Niederſachſens einzufuͤhren verſucht, weil die große Milchergiebigkeit, die Zwillingslaͤmmer, und die lange, feine, weiche, wenn gleich nicht kraͤuſelnde, Wolle Vortheile verſprachen. Man hat aber bald gefunden, daß, auſſer den Marſch⸗ gegenden und der Weide auf dem Auſſenlande an den Ufern des Meers, dieſes Schaf ſeine Unterhaltung, wegen der vorzuͤglichen und ſtar⸗ ken Futterung, die es verlangt, nicht bezahlte. Und ſo giebt es mehrere Eigenſchaften gewiſſer Racen, die unter beſtimmten wirthſchaftlichen Verhaͤltniſſen unvortheilhaft und laͤſtig ſind, und uns, anderer erwuͤnſchten Eigenſchaften un⸗ geachtet, von der Einfuͤhrung derſelben ab⸗ ſchrecken muͤſſen. Man muß daher, wenn man eine andre Race bey ſich einfuͤhren will, dieſe Race erſt in allen ihren Eigenthuͤmlichkeiten kennen zu lernen ſuchen, und wohl erwaͤgen, ob dieſe ſaͤmmtlich dem Zwecke, den Wirthſchafts⸗ und Local⸗Verhaͤltniſſen angemeſſen ſeyn, und be⸗ ſonders, ob alle weſentliche Beduͤrfniſſe dieſer Race auf eine zureichende Weiſe befriedigt wer⸗ den koͤnnen. Kann dies ihrer Natur gemaͤß nicht geſchehen, ſo wird es vielleicht gerade die untauglichſte fuͤr uns ſeyn, weil die Qualitaͤten⸗ um eeereeeerereee ereemeeee ——õ õͤʒ ͤſſſ —— — 534— um welcher willen wir ſie einfuͤhren wollen, ſich nur unter der Bedingung einer hinrei⸗ chenden Befriedigung ihrer Beduͤrfniſſe er⸗ halten laſſen. Einige Eigenſchaften der Racen laſſen ſich durch eine Miſchung derſelben allerdings ver⸗ binden. So ſcheint es z. B. moͤglich, Fein⸗ heit der Wolle, und eine vorzuͤgliche Maſtfaͤhig⸗ keit beym Schafe zu vereinigen, ungeachtet dies bisher in den bekannten urſpruͤnglichen Racen nicht verbunden war. Große Milchergiebig⸗ keit aber und ſtarke Maſtfaͤhigkeit, d. h. be⸗ traͤchtlicher Fleiſch⸗ und Fettanſatz bey maͤßi⸗ gem Futter, hat man nur bey einigen kleinen Rindvieharten, nicht bey den groͤßeren, mit ein⸗ ander vereinigen koͤnnen. Da es alſo ausgemacht iſt, daß ſich die be⸗ ſonderen Qualitaͤten, gute und ſchlechte, er⸗ wuͤnſchte und unangenehme, forterben, wenn ſie bey dem Vater und bey der Mutter zugleich vorhanden ſind, und daß dann die Abkoͤmmlinge einer Race eine beſondere Familie bilden, in welcher man dieſe Qualitaͤten mit Zuverſicht er⸗ warten kann; ſo koͤmmt es bey einer betriebſa⸗ men Viehzucht hauptſaͤchlich darauf an, einen ſolchen Stamm zu erhalten, der dem Zwecke, zu welchem man das Vieh am vortheilhafteſten be⸗ — einführen wann ung einer him⸗ r Iedürfniſſe a rNacen liſſe ſt den alerdings e B. moͤglich, Fi zügliche Maſſähin en, ungeachtet dn prunglichen Run ße Milchergieln igkeit, d. h. h nſaß bey maͤß y einigen klein roͤßeren, wit ein 1, daß ſich diehe und ſchlechte, forterben, wen er Mutter zuglit die Abkomming amilie bilden, i mit— 1 er einer berit darauf an, iine der dem Hteie nvorheilhgſin he benutzt, und den ſaͤmmtlichen Wirthſchafts⸗Ver⸗ haͤltniſſen moͤglichſt angepaßt iſt. Man gelangt dazu auf dreyerley Weiſe: 1) durch die Veredelung der Race in ſich ſelbſt. 2) durch das Kreutzen oder Ver⸗ miſchen zweyer oder mehrerer Racen unterein⸗ ander. 3) durch die Herbeyſchaffung einer ausgewaͤhlten Race und reiner Fortpflan⸗ zung derſelben von vaͤterlicher und muͤtter⸗ licher Seite. 1) Die Veredelung einer Race in und durch ſich ſelbſt. So beſtaͤndig die Natur, der Regel nach, in ihren Generationen iſt, ſo macht ſie doch einige Abweichungen. Zufaͤllige Abweichungen von den Eigenſchaften der Eltern pflanzen ſich auf die Nachkommenſchaft fort, zumahl wenn man zwey Indioiduen, die gleiche Abweichun⸗ gen haben, zuſammenpaart. Zuweilen geſchie⸗ het das aber auch nicht, und der Sohn eines beſonders gearteten Thiers iſt wieder ganz ſo, wie der Großvater und die Großmutter war. Dem ungeachtet kann dieſe Abartung ſich doch fortpflanzen, und der Großſohn des zuerſt ab⸗ weichenden Thiers wieder eben die Abweichung von der urſprünglichen Race haben, die der Groß⸗ Großvater hatte, und ſelbige ſodann auf be⸗ ſtaͤndig vererben, zumahl wenn man ihn mit einer Schweſter begattet. Nun fallen in der⸗ ſelben Race zuweilen Individuen, welche ſchlech⸗ te, und andere, welche gute Qualitaͤten in einem vorzuͤglichen Grade beſizen. Wenn man folg⸗ lich letztere mit Sorgfalt auswaͤhlt, und ſie in ihrem eigenen Stamme mit einander zu verbin⸗ den ſucht, dieſen Stamm dann unvermiſcht er⸗ haͤlt, und nur unter ſich ſelbſt verkoppelt, ſo bringt man, wie unleugbare Erfahrung geleh⸗ ret hat, einen Stamm hervor, in welchem die Qualitaͤt forrdaurend bleibet. Waͤhlt man in dieſem Stamme wiederum die in dieſer Hinſicht ſich vorzuͤglich auszeichnenden zur Fortpflanzung aus, ſo bringt man den Stamm zu immer hoͤ⸗ herer Vollkommenheit. Bey dieſer Verede⸗ lungsart muß man aber vor allen das Vorur⸗ theil, gegen die Begattung in naher Verwandt⸗ ſchaft, an die Seite ſetzen, und dieſe vielmehr einzig und allein zulaſſen. Geſetzt, man findet ein Kuh, die bey gleicher Futterung eine groͤßere Quantitaͤt Milch wie andere giebt— wie dieſes unleugbar zuweilen der Fall iſt— und man ſich eine milchreiche Race verſchaffen will, ſo muß man ſuchen, den Springochſen, wovon dieſe Kuh gefallen iſt, zu erhalten oder herbey⸗ zuſchaffen und dieſen mit ſeiner Tochter paaren. Die davon gefallenen Kaͤlber muß man ſorgfaͤl⸗ tig tig er weibl komn dem gende und 2 hieraꝛ wiede und zu E Ba und ihm ger! Schy hat ſerm ſeine ſpree einig Sta⸗ ein ner vidu uͤber wollt nachd — ſig ſedam aite wenn man ihn n Nun falln in de duen, welch ſchlez Qualitzren in eina. Venn man fah nswäͤhht, und ſein einander zu helbd ann unvermiſcht elbſt verkoppel e Erfahrung get r, in welchem u Wäͤhlt mant ein dieſer Hinitt zur Fortpflanzu um zu imwer y dieſer Vera⸗ allen das Vorr⸗ naher Vervan und dieſe vie we Geſeßt, man fuit terung eine griße giebt— wie din liſt— und ma erſchaffen vil, ingochſen, wann galten dder hatn er Tochter panan nuß mar ſeſi 1 — 637— tig erhalten, aber nicht blos in Anſehung der weiblichen, ſondern auch der maͤnnlichen Nach⸗ kommenſchaft. Die Mutter muß wieder mit dem Sohne gepaaret, und die davon erfol⸗ genden Starken muͤſſen allein zu ihrem Vater und Bruͤdern gelaſſen werden. Unter denen hieraus erfolgenden Kuͤhen waͤhlt man nun wieder die milchreichſten zu Stammkühen, und die Springochſen, von denen ſie ſielen, zu Stammvaͤtern aus. Dieſe Regeln hat zuerſt der beruͤhmte Backewell ſich zum Grundſatze gemacht, und in ein Syſtem gebracht, welches von ihm und einer großen Zahl ſeiner Nachfol⸗ ger beym Rindvieh, Pferden, Schafen und Schweinen aufs ſtrengſte befolgt wurde. Er hat dadurch von allen dieſen Thieren gewiſ⸗ ſermaßen ganz neue ausgezeichnete, ſeinen und ſeiner Abnehmer Zwecken vollkommen ent⸗ ſprechende, Racen hervorgebracht. Wenn gleich einige es bezweifeln wollen, daß er den erſten Sramm ſeines Rind⸗ und Schafviehes, aus einer alteren Race ohne Kreutzung mit ei⸗ ner andern, blos darch Auswahl der Indi⸗ viduen, hervorgebracht habe— eine Frage, uͤber die er ſich nie ganz beſtimmt erklaͤren wollte— ſo iſt es doch gewiß, daß er ſich, nachdem die Race einmal da war, genau an an jene Grundſaͤtze hielt, und beſonders die Begattung vorzüͤglicher Individuen der Regel nach nur in naͤchſter Verwandſchaft zuließ. Geſetzt daß von einem Schafe und von ei⸗ nem Bocke, die er in ſeiner Hinſicht fuͤr die vollkommſten hielt, ein junger Bock gefal⸗ len war, der nicht ſo vollkommen war, oder etwas zurüͤck ſchlug; ſo bediente er ſich deſſelben doch, wenn er von derſelben Gene⸗ ration keinen andern hatte, vorzugsweiſe vor einem andern an ſich vollkommneren, aber von minder vollkommnen Eltern abſtammen⸗ den, und erreichte dadurch ſeinen Zweck, die Veredelung immer hoͤher zu treiben. Das Ziel, wohin er mit ſeinen Schafen ſtrebte, erreichte er durch Beſolgung dieſes Syſtems auf eine bewundernswuͤrdige Art. Die Kno⸗ chen ſeiner Schafe wurden immer feiner, die Beine kuͤrzer und duͤnner, das Gerippe und die Bruſt immer breiter und gewoͤlbter, die Koͤpfe duͤnner und ſpitzer. Zuweilen kam er und ſeine Nachfolger indeſſen uͤber das Ziel in gewiſſer Hinſicht hinaus. So wurden z. B. die Beine ſo kurz und fein, daß ſie den ſchweren Rumpf kaum mehr tragen, we⸗ nigſtens keine weite Wege damit machen konnten. Ungeachtet die Maſtfaͤhigkeit dabey zunahm, ſo paßten doch die kurzen Beine in manchen Wirthſchaftsverhaͤltniſſen nicht, und ſeine ſeine ſtellt ohne veraͤ folge cietaͤ ſehe Mor ten, For ob nad En Es jenen und dieſe erzo ob! wel vor, land ohn ſte der Forn er d und beſonden i wibiden der N eredſthaſt zi Schafe und bon; iner Hinſiht für! junger Lock giſt H vollkommen nm ; ſo bediente eri von derſelben Gh te, vorzugsweſſen ollkommneren, i Eltern abſtan ˖ſeinen Zwei zu wäben. I en Scafen fir ung dieſes Shſin ge At. Dee d inmer fainer, r, das Gerippe n und gewulbte, . Zuweili im deſen über dbd aus. So wih und fein, di n mehr tragen ege damit nit Maßfähigkeitd die kurzen 44 Iltniſſen nicht rhältniſen 1 3 — 639— ſeine Kunden wuͤnſchten laͤngere. Sehr bald ſtellte er ſie wieder mit laͤngeren Beinen dar, ohne im uͤbrigen ihre Eigenſchaften merklich veraͤndert zu haben. Er und ſeine Nach⸗ folger, die gewiſſermaßen eine geſchloſſene So⸗ cietaͤt untereinander ausmachten, gewiſſe Ge⸗ ſetze ſich vorſchrieben, und ſich eine Art von Monopol in dieſem Zweige zu erhalten wuß⸗ ten, trieben die Kunſt ſo weit, daß ſie die Formen der Schafe darſtellen konnten, als ob ſie ſolche aus Holze ſchnitzten und ſie nachher beſeelten. Sie kreutzten zu dem Ende; aber nur in dieſer Familie ſelbſt. Es fiel immer ein Bock, der in dieſem oder jenem Theile ein anderes Verhaͤltniß hatte, und wenn dieſes Beyfall fand, ſo ward von dieſem Bocke ein beſonderer Familienzweig erzogen. Es koͤmmt hier nicht auf die Frage an, ob und unter welchen Umſtaͤnden dieſe Backe⸗ wellſchen Rind⸗ und Schafracen die aller⸗ vorzuͤglichſten ſeyn; eine Frage, die in Eng⸗ land ſelbſt noch nicht entſchieden iſt. Aber ohne allen Widerſpruch iſt es das auffallend⸗ ſte Beyſpiel, der entſcheidendſte Beweis von der Gewalt des Menſchen, auch uͤber die Formen und Eigenſchaften der Thiere, wenn er die Geſetze der plaſtiſchen Natur auszu⸗ for⸗ —ͤͤͤͤͤͤ — 640— forſchen und richtig anzuwenden lernt. Backe⸗ well gehoͤrt gewiß unter die großen Erfinder, unter die Lehrer und Wohlthaͤter des Menſchen⸗ geſchlechts, und wird dafuͤr in England all⸗ gemein, ſelbſt von den Gegnern ſeiner Ra⸗ cen, welche andere Arten, aber mit Befol⸗ gung ſeiner Regeln, hervorzubringen und zu verbreiten ſuchen, anerkannt! Nicht ſeine zur Maſtung allein ſich qualiſicirende Rind⸗ und Schafoviehart, ſondern die Reſultate ſei⸗ ner Erfahrung, ſeine darauf gegruͤndeten Re⸗ geln, ſein Syſtem iſt es, was ich teutſchen Landwirthen, die zu aͤhnlichen Unternehmun⸗ gen das Vermoͤgen und die Gelegenheit ha⸗ ben, empfehlen moͤchte! Auf die Racen ſelbſt kommen wir in der Folge noch zuruͤck. 2) Veredelt man eine Race da⸗ durch, daß man ſie mit dem maͤnnli⸗ chen Geſchlecht einer andern kreutt, und dadurch nach und nach der letztern ſo gleich macht, daß von ihren vorigen Eigen⸗ ſchaften faſt nichts zuruͤckbleibt, und ſie faſt ganz in dieſe uͤbergehet. Zuerſt bringt man, naͤmlich durch das maͤnnliche Geſchlecht, wel⸗ ches man von einer, in Hinſicht unſers Zwecks, moͤglichſt volllommnen Race gewaͤhlt hat, eine ſogenannte Mulatten⸗ oder Baſtard⸗Art hervor. Wenn dieſe in der folgenden Generation wieder mit — aden lernt. Bat⸗ die großen Erfne zäter des Menſce ür in England a Hegnern ſeiner R aber mit Vefe orzübringen und annt! Nicht ſen qualifieirende Ri n die Reſaltae ruf gegründeten was ich weuſtt chen Unternehwe je Gelegenheit Auf die Ra Folge noch zun Heine Raced nit dem maͤmt andern kreut nach der leßeen gren vorigen ömn bleibt, und ſeſ Zuerſt bringt ne ſche Geſchlect,n nſich unſe nfer de ce gewähle than Vaſtard⸗ Att ſan en Genetaton w ri 1 — 641— mit maͤnnlichen Thieren von voͤllig reiner Ab⸗ ſtammung belegt wird, ſo kommt ſchon eine Nachkommenſchaft hervor, die zweymal ſo viel von der Natur der Vaͤter, als von der der Muͤtter hat. So verhaͤlt es ſich in der Regel; es giebt hier jedoch Ausnahmen, wo gerade in dieſer zweyten Generation ein Theil der Ab⸗ koͤmmlinge zur Natur der Mutter mehr zurüͤck zu ſchlagen ſcheint, als bey der erſten Genera⸗ tion der Fall war. Aber ſelbſt dann, wenn dieſes eintritt und die zuruͤckſchlagenden Thiere weiblichen Geſchlechts wieder mit maͤnnlichen aͤchter Abſtammung begattet werden, ſo erfolgt eine dritte Generation, in welcher ſich die vaͤ⸗ terlichen Eigenſchaften gegen die muͤtterlichen wie 3: 1 verhalten. Bey der Fortſetzung der Begattung mit aͤchten Stammvaͤtern, nehmen nun die vaͤterlichen Eigenſchaften in arithmeti⸗ ſcher Progreſſion mit jeder Generation zu, und die muͤtterlichen werden ſo verdunkelt, daß man ſie kaum weiter bemerkt. Ich weiß zwar, daß manche, beſonders bey den Schafen, dieſe Progreſſion nach ſogenanntem geometriſchen Ver⸗ haͤltniſſe— den Uebergang zur daͤterlichen Ab⸗ ſtammung alſo weit ſchneller— angenommen haben. Allein dagegen habe ich, der Erfah⸗ rung und Theorie nach, gegruͤndete Zweifel, und glaube, daß laͤngere Zeit darauf hingehe oder mehrere Generationen erfordert werden, zr Band. Ss um um die Natur der Muͤtter bis auf einen ſo un⸗ merklichen Antheil, wie* iſt, zu vertilgen. Wenn zwey Thierracen A und B mit einander verbunden werden, ſo iſt die erſte Generation aus gleichen Theilen gemiſcht oder 1 A † 1 B. Die zweyte Generation 2 A+† 1 B. Die dritte Generation 3 A+ 1 B. Die vierte* A † 1 B. u. ſ. f. Wenn gleich in dieſer vierten Generation die muͤtterlichen Eigenſchaften ſo verdunkelt ſind, daß ſie kaum mehr bemerkt werden, ſo werden ſie doch in der Deſcendenz der maͤnnlichen Thiere von dieſer Art wieder merklich, wenn ſolche zur Veredelung gebraucht werden, und es gehet mit dieſer Veredelung langſamer, vielleicht nie bis zur derjenigen Voll⸗ kommenheit, als wenn man maͤnnliche Thiere von ganz reiner Race gewaͤhlt haͤtte. Ein aͤcht ſpaniſcher von vaͤterlicher und muͤtterlicher Seite, aus dieſer Race herſtammender Bock ſcheint nach den Beobachtungen, die mir von mehre⸗ ren Seiten mitgetheilt worden, die Veredelung unſerer Landſchaft weit ſchneller zu bewirken, Jals ein anderer, der von muͤtterlicher Seite von dieſen herſtammt, wenn er gleich ſchon 5, 6 und mehrere aͤchte Vaͤter in ſeiner Stamm⸗ tafel aufzaͤhlt, und ſich aͤuſſerlich von der aͤchten Race nicht unterſcheiden laͤßt. — 4 auf einen ſ rit, zu vertihn und B nit einande di erſe Generatin toder 1A4 13. † 1. Dee dritt die tiere A ich in dieſer diemn en Eigenſchafen aum mehr benen Hin der Deſcenda dieſer Art wihe redelung gebraut dieſer Veredel ir derjenigen V maͤnnliche Thir thaͤte. Ein it zmätterlicher ein hender Bock ſtan die mir von meit en, die Verdzeln neller zu bevite müͤtierlichet Eit in er gleich ſhn; in ſeiner Sunr zuſſerlich vn den laͤßt. Nanl — 645— Wenn man zu fruͤh den vollkommenſten Grad der Veredelung erreicht zu haben, und ſich nun mit ſelbſt⸗ erzogenen Boͤcken begnuͤgen zu koͤnnen glaubt, ſo iſt allerdings einiges Zu⸗ ruͤckſchlagen der Race moͤglich; beſonders wenn man bey der Zuzucht auf die Auswahl der Individuen nicht ge⸗ naue Aufmerkſamkeit richter. Denn die Erfahrung lehrt, daß bey einer gemiſchten, wenn gleich ſchon drey⸗ und vierfach veredelten Race, einzelne Thiere fallen, die mehr von der Natur der Urmutter haben, als der Regel und der Folge der Generation nach ſeyn ſollte. Man bemerkt dieſe Eigenſchaften nicht fruͤh, ſondern erſt, wenn die Thiere ihren Wachsthum vollen⸗ det haben, und man muß es ſich daher wenig⸗ ſtens zur Regel machen, bey einer Familie, deren Reinheit noch zweifelhaft iſt, die Aus⸗ wahl der Stoͤhre bis zu dem Alter zu verſchie⸗ ben. Manche Folgen eines hiergegen gemach⸗ ten Verſtoßes hat man wol faͤlſchlich der Ver⸗ wandſchaft zugeſchrieben. Bey der Veredelung unſerer Landſchafe durch ſpaniſche Boͤcke, ſind uͤbrigens die Re⸗ geln unſers Verfahrens ziemlich beſtimmt aus⸗ gemittelt. Man iſt dabey gleich auf den rech⸗ ten Weg gekommen, hat conſequente Grund⸗ ſaͤtze befolgt, und iſt daher ſo gluͤcklich damit S's 2 gewe⸗ — 644— geweſen. Auch paßten ſich dieſe beyden Schaf⸗ arten ſehr gut zu einander. Bey der Verede⸗ lung anderer Thiere durch das Kreutzen, hat man aber haͤufig große Fehler begangen, und man iſt dabey bis auf den heutigen Tag noch zu keinen feſten Grundſaͤtzen gekommen. Dies beweiſt die Geſchichte der Pferde und der mei⸗ ſten Stutereyen. Man hat bey der Kopula⸗ tion der Pferde von verſchiedenen Racen, nach Laune und Vorurtheil gehandelt, ohne einen beſtimmten Zweck und feſte Grundſaͤtze vor Au⸗ gen zu haben. Dadurch iſt an den meiſten Or⸗ ten eine ſo verworrene Miſchung aus mannig⸗ faltigen Racen entſtanden, daß man nicht weiß, zu welcher man ſelbſt Geſtuͤtpferde rechnen ſoll, ſo daß man ſich von vorn wieder anzufangen genoͤthiget ſiehet, wenn etwas Rechtliches und Beſtimmtes herauskommen ſoll. Es giebt ohne Zweifel Racen, die ſo hete⸗ rogen ſind, daß aus ihrer Vermiſchung nur ein ungeſtaltetes und zweckloſes Thier hervorgehen kann. Es gehöret, beſonders ſeitdem bey uns eine ſo gemiſchte Race einheimiſch geworden iſt, ein beſonderer Scharfſinn dazu, um zu beſtim⸗ men, was füͤr ein Thier aus der Begattung einer Stute mit einem Hengſte, ſogar von be⸗ ſtimmter Race, hervorkommen werde. Haͤu⸗ fig kommt es alſo dabey auf das gute Gluͤck an. Es Es! man haft edele ihren len! meh⸗ ſhe dun ren lich dier ſelb die herb dant nehr ren Fuͦ tuch ede eine ſo miſ wan ſorg — hüſſe beden eis . Vey der Verzo h dos Kreußen, d dllerbegangen, un en heungen Tag net en gekommen. dih pferde und der mi hat bey der Kapu ledenen Rcen, na zandelt, ohne iin Grundſätze dor! an den meiſten chung aus mamg aß man nicht mi pferde rechnen ſ wieder anzufang as Rechtliches n ſol. Racen, die ſo en Vermiſchung nni 3 Thier herturze ders ſeitdem bo eimiſch gewordai dazu, um zu bir aus der Vegute ue. ſrre nmen werde. 3 Gladn fdas gute 3 — 645— Es hat aber wol keinen Zweifel, daß, wenn man nur conſequent verfuͤhre und die fehler⸗ hafte Stute der erſten Generation von einem edelen Hengſte von derſelben beſtimmten Race ihres Vaters beſpringen ließe, ein Fuͤllen fal⸗ len wuͤrde, was der Natur des Vaters ſich mehr naͤherte— ein beſſeres Fuͤllen wahr⸗ ſcheinlich, als das, welches aus der Verbin⸗ dung deſſelben Hengſtes mit einer ungleich beſſe⸗ ren Stute, die aber noch keine gleiche vaͤter⸗ liche Ader hatte, hervorgekommen waͤre. Be⸗ dient man ſich bey der dritten Generation deſ⸗ ſelben oder eines gleichen Hengſtes, ſo werden die vaͤterlichen Eigenſchaften noch merklicher hervorgehen, und die Nachkommenſchaft wird dann endlich die Natur der Vaͤter voͤllig an⸗ nehmen. Allein ſo conſequent iſt man ſelten verfah⸗ ren. Fielen aus der erſten Generation ſchlechte Fuͤllen, ſo verwarf man ſie entweder als un⸗ tuͤchtig zur Zuzucht, oder man behielt ſie ihres edelen Urſprungs wegen bey, gab ihnen aber einen Hengſt, von einem anderen Schlage, und ſo kam wieder nichts taugliches heraus. Haͤufig miſchte ſich auch hier das Vorurtheil gegen Ver⸗ wandſchaft ein, und man vermied es wol gar ſorgfaͤltig, eine Stute von ihrem Vater oder gar —— — — 646— gar von dem Bruder des Vaters beſpringen zu laſſen. Seitdem man anerkannte, daß die Eng⸗ laͤnder es in der Pferdezucht am weiteſten ge⸗ trieben hatten, glaubte man die Veredelung am ſicherſten durch engliſche Hengſte zu be⸗ wirken. Urſprung aus England war zur Empfehlung eines Hengſtes oder einer Zucht⸗ ſtute genug, gleichviel von welcher Race oder von welcher Miſchung von Racen er abſtammte. In England giebt es gar mannigfaltige Racen von Pferden, die freilich hin und wieder, aber wie die einſichtvolleſten Maͤnner beklagen, ſel⸗ ten rein erhalten werden. Die eigentliche ara⸗ biſche, barbeſche und tuͤrkiſche Race der Eng⸗ laͤnder iſt in ihrer vollen Reinheit aͤuſſerſt ſelten. Naͤhere oder entferntere Abkoͤmmlinge derſel⸗ ben, aber ſchon mit anderem Blute gemiſcht, ſind fuͤr ſehr theure Preiſe als aͤchte Jagd⸗ pferde oder Hunters wol zu haben, aber nach der Art des zugemiſchten Blutes ſchon ſehr ver⸗ ſchieden. Der Hengſte von dieſem Schlage be⸗ dienen ſich die Landwirthe, welche ſich auf Pferdezucht zum Verkauf legen, und vermiſchen damit ihren urſpruͤnglichen zur Arbeit weit beſ⸗ ſer geeigneten Schlag. Denn wenn ſie gleich einſehen, daß die daraus entſtandene Art zum Gebrauche bey weitem nicht ſo tuͤchtig ſey, ſo fallen — 2 Vaters haſpn znnte, daß die 8 ucht am weitſſe man die Venaü liſche hengſe at England nn es oder einer guh n welcher Raar i Nacen er abſiunm nannigfaltige Ran n und wieder, ain meer heklagen, Die eigentliche m he Race der Eh nheit aͤuſſerſt ſeln okommlinge deit em Blute gemic ſe als äͤchte J zu haben, aber ug glues ſchon ſeht dieſem Schlaye e, welche ſih gen, und berniit zur Arbeit weit enn wenn ſe gi ntftandene Aum t ſo tüchi 5 — 647— fallen ihnen doch Fuͤllen daraus, die von den Qualitaͤten jener ſo hoch geachteten Rennpferde einiges an ſich haben, und die ſie zu Campagne⸗ Reit⸗ und Poſtpferden beſſer verkaufen koͤnnen. Von dieſer Art iſt faſt alles, was ins Ausland gehet, und von dieſer Abart ſind die engliſchen Hengſte und Zuchtſtuten, auf die man in man⸗ chen teutſchen Stuͤtereyen einen ſo großen Werth ſetzt. Wenn dieſe an ſich auch viele lobenswuͤr⸗ dige Eigenſchaften haben, ſo kann man doch, weil ſie von ſo gemiſchter Race ſind, nie von der Art ihrer Nachkommenſchaft ſicher ſeyn, und ſo iſt es gewiß, daß aus der Einfuͤhrung der ſo geſuchten engliſchen Hengſte und Zucht⸗ ſtuten, die ſehr viel gemiſchtes Blut in ſich hat⸗ ten, in manchen Stuͤtereyen, ein unſicherer, unbeſtimmter Schlag ferner fallen und ſich fortpflanzen werde, von deſſen Abkoͤmmlingen man nie mit Zuoerlaͤſſigkeit ſagen Aann⸗ was fuͤr ein Pferd daraus werden wird. 3 4. Pferdergcen, die zu jebem der⸗ mannigfalit gen Zwecke, welche wir mit den Pferden haben, vorzuͤglich geeignet ſind, hervorzubringen und in ſich ſelbſt fortzupflanzen— iſt leider in Teutſchland wenig uͤblich. Bey allen Stute⸗ reyen und Geſtuͤtanſtalten trachtet man jetzt faſt nur nach Reitpferden. Man moͤchte jedoch auch die Staͤrke des Schlages nicht gern auf⸗ opfern, 4 — 648— opfern, damit das, was ſich zum Reiten nicht qualificirt, vor dem Wagen und Pfluge ge⸗ braucht werden koͤnne. Man will haͤufig Qua⸗ litaͤten mit einander vereinigen, die ihrer Na⸗ tur nach unvereinbar ſind, und erhaͤlt daher nur ſelten einen Abkoͤmmling, der zu einem oder dem anderen Zwecke ganz vollkommen ge⸗ ſchickt waͤre. Ungeachtet auch in einigen Pro⸗ vinzen Englands der Pferdeſchlag ſehr gemiſcht iſt, und z. B. in Vorkſhire die Pferde faſt ſaͤmmtlich einen Antheil vom arabiſchen und barbeſchen Blute haben; ſo hat ſich doch in andern der Schlag der großen ſtarken Zugpfer⸗ de, in andern der der unterſetzigen harten, ausdaurenden Ackerpferde rein erhalten, und dieſe reinen Arten erfuͤllen ihren Zweck auf eine ungleich vollkommnere Weiſe. Doch meine Abſicht iſt hier nur, von Rind⸗ vieh und Schafen zu reden, und was ich hier von Pferden ſage, ſoll nur zur Erlaͤuterung der Lehre von der Generation im allgemeinen dienen. Es iſt uͤbrigens ein faſt allgemein verbrei⸗ tetes Vorurtheil, daß das ſogenannte Kreutzen, oder wenigſtens eine Veraͤnderung der maͤnn⸗ lichen Thiere, eine ſogenannte Erfriſchung der Race, zur Erhaltung eines guten Viehſtandes jeder jeder mache ochſen ſhen Verw den b Mar ſich; nahe Vork Vert vom fuͤhrt mer! Abkot ten. Fam nor Tor der beol Ver der gen, gen. ſo ſe ab, Enta Bey — ſch; um zun Reinij dben und Püuge lan ul hugae nigen, die igeer R , und erhät dn lng, der zu enn anz bolloonme auch in enpa eſchlag ſehr gni hire die Pfede vom arabiſchen m ſo hat ſich dachl en ſtarken Zugyſe terſeßigen harn in erhalten, un ten Zweck auf ein ger nur, von Ri „und was ich ſi r zur Etläuenn lon im allgemein allgemein bettr genannte Krau derung der nim ne Erſiſchun zuten Vieſid jan — 649— jeder Art unumgaͤnglich noͤthig ſey. Manche machen es ſich daher zum Geſetz, mit Spring⸗ ochſen und Boͤcken bey jeder Generation zu tau⸗ ſchen und zu wechſeln, um deſto gewiſſer die Verwandſchaft zu vermeiden. Selbſt der unter den bekannten groͤßte teutſche Viehzuͤchter Graf Mangnis in der Grafſchaft Glatz hatte es ſich zur Regel gemacht, die Verbindung in nahe Verwandſchaft durch die ſorgfaͤltigſten Vorkehrungen zu vermeiden. Man nimmt zur Vertheidigung dieſer Meynung die Analogie vom menſchlichen Geſchlechte zu Huͤlfe, und fuͤhrt Beyſpiele von Familien an, die ſich im⸗ mer unter einander verheiratheten, und deren Abkoͤmmlinge phyſiſch und moraliſch degenerir⸗ ten. Man hat dies unter andern in ſieben Familien in Citadella auf der Inſel Mi⸗ norka bemerkt, und der Marquis von Townshend hat ein gleiches bey einigen der erſten und aͤlteſten Familien in Spanien beobachtet. Die Verheirathungen in naher Verwandtſchaft haben im buͤrgerlichen Leben der menſchlichen Geſellſchaft ſo viele uͤbele Fol⸗ gen, daß ich weit entfernt bin, ſie zu vertheidi⸗ gen. Das Phyſiſche des Menſchen ſelbſt haͤngt ſo ſehr von dem Intellectuellen und Moraliſchen ab, daß mit einer Ausartung des letztern, auch Entartung des erſtern haͤufig verbunden iſt. Bey einer Familie, die ſich immer untereinan⸗ der — 650— der verheirathet, muß man wol eine gewiſſe Engherzigkeit, Muthloſigkeit und beſchraͤnkte Verſtandeskraͤfte vorausſetzen, und kann daher keine geiſt⸗ und kraftvolle Deſcendenz von ſol⸗ chem Blute erwarten. Auf Thiere aber, die nach bloßem Naturtriebe handeln, ſcheint dieſe Analogie nicht anwendbar. Indeſſen muß ich doch erwaͤhnen, daß Backewell und andere beruͤhmte engliſche Viehzuͤchter das maͤnnliche und weibliche Geſchlecht von einander abgeſon⸗ dert erhalten, damit der Reitz der Neuheit bleibe, wenn ſie in der Brunſtzeit zuſammen⸗ kommen. Im Ganzen iſt es vielleicht nicht zu leug⸗ nen, daß diejenigen, welche das Principium der Wechſelung angenommen hatten, einen beſ⸗ ſeren Viehſtamm haben, als diejenigen, welche ſich gar nicht darum bekuͤmmerten. Man kann aber ſicher annehmen, daß jene uͤberhaupt mehr Aufmerkſamkeit auf die Zuzucht verwandten, wie dieſe, und daß ſie, wenn ſie ſich um einen fremden Springochſen oder Stoͤhr bemuͤheten, einen vorzuͤglich guten, wo moͤglich einen beſſe⸗ ren, als von ihrer eigenen Zucht zu erhalten ſuchten. Waͤhlten ſie dann nur nichts zu hete⸗ rogenes, ſo verbeſſerte ſich ihre Race natuͤrlich; wogegen bey jenen Fehler, die in dem Stamme entſtanden waren, ſich vererbten und mit jeder Gene⸗ Gen alſo habe dem nie Ver leiten Zuch nehn gen wir den — nan vol eine zaſ gkäi und beſcrn en, und kann dir deſcendenz vonſt luf Thier aber, pandeln, ſchein di r. Iddeſſen maßi tewell und aw ichter das maͤmit on einander abget „Reiß der Nat runſtzeit zuſanmn eicht nicht zu la e das Princiyi hanen, ünen deirizen i merten. Manin ene überhauwim Zuzucht vervanie enn ſie ſih im ir er Sühr benijer mäglich einen beſ en Zucht zu nttr n nur nichts zite ihre Race natitt die in dem Oranm erbten und nitſ enh — 651— Generation tiefer einwurzelten. So lange man alſo etwas beſſeres und zugleich angemeſſenes haben kann, wird man ſehr wohl thun, mit dem maͤnnlichen Geſchlechte zu wechſeln. Aber nie laſſe man ſich, um der Wechſelung und Vermeidung der Verwandſchaft willen, ver⸗ leiten, ein ſchlechteres und unangemeſſenes Zuchtthier, aus einem fremden Stamme zu nehmen. Und wer ſorgfaͤltig in ſeinem ei⸗ genen Stamme die Zuchtthiere auswaͤhlt, wird bald in den Fall kommen, bey Frem⸗ den nichts Beſſeres finden zu koͤnnen. 3) Man verſchafft ſich eine rei⸗ ne Race von Thieren, indem man maͤnnliche und weibliche Subjecte der ausgewaͤhlten Art kommen laͤßt und ſolche unter ſich mit ſorgfaͤlti⸗ ger Vermeidung fremder Einmi⸗ ſchung fortpflanzt. Dies iſt ohne Zwei⸗ fel die ſchnellſte und ſicherſte Weiſe ſeine Ab⸗ ſicht zu erreichen, aber auch die koſtſpieligſte und die deshalb die genaueſte Kenntniß der anzuſchafſenden Race und die reiflichſte Ueber⸗ legung— ob ſie allen Wirthſchaftsverhaͤlt⸗ niſſen genau anpaſſend ſey?— erfordert. Die Reiſe, die ſchnelle Veraͤnderung des Klima's, der Weide, Futterung und War⸗ tung, — 652— tung, kann den neuen Ankommlingen, ohne die aͤuſſerſte Vorſicht in allen dieſen Stuͤcken, hoͤchſt nachtheilig werden, und in ihnen den Keim zu Krankheiten erregen, welcher ſich ſelbſt in ihrer Nachkommenſchaft fortpflanzt; ſo daß man dann keinesweges die preiswuͤr⸗ dige Race, ſondern eine verkroͤppelte daraus erziehet. Man muß folglich den Thieren die Beſchwerlichkeiten der Reiſe moͤglichſt zu er⸗ leichtern ſuchen, ſolche in der bequemſten Jahrszeit machen laſſen, ihnen erfriſchende, geſunde Weiden oder gute Staͤlle und Futte⸗ rung ausmachen, und ſie vorſichtigen, treuen Fuͤhrern anvertrauen. Man muß ſehr uͤber⸗ zeugt ſeyn, daß man dieſes Vieh in ein gleiches Klima und auf eine gleiche Weide bringe, wie es in ſeiner Heimath hatte, oder aus Erfahrung wiſſen, daß ihnen dieſe Ver⸗ aͤnderung zutraͤglich ſey. Die gewohnte Nah⸗ rung, Wartung und Pflege muß man ihnen in derſelben Quantitaͤt und Qualitaͤt, wie ſie es gewohnt waren, geben, und daruͤber voll⸗ ſtaͤndige Erkundigung einziehen. Denn Vieh, was ſchon zu einem gewiſſen Alter gekom⸗ men iſt, ertraͤgt eine ploͤtzliche Veraͤnderung ſeiner Lebensart oft weniger, als der Menſch. Wenn man dieſe Vorſicht in allen Stuͤcken anwenden kann und will, und die hoͤhere Aus⸗ lage — Ankänmüngen 4 alln disſen Sütt jöund in ihnen eregen, welher 1 nenſcaft fortſun weges die preri verkrdͤppelte darn lich den Thien iſe moͤglichſt u in der beguewin ihnen erfriſcen Staͤlle und gu orſichtigen, ien n muß ſehr ii ſes Vieh in i ine gleiche Wah imath haut, ihnen dieſe N die gewohnte Nt e muß man ihhe MQaalitaͤt, wieſ und darüber u hen. Denn di ſen Alter geiw liche Veraͤndem , als der Maſt tin allen Sticn d die huhene li⸗ lay —-— 653— lage nicht ſcheuet, ſo kann dieſe Art der Ein⸗ fuͤhrung einer beſſeren Viehart zuweilen oͤko⸗ nomiſch⸗richtig ſeyn, weil man ſeinen Zweck und die daraus entſpringenden Vortheile ſchnell erreicht. Nur Wenige werden zwar ihren ganzen Viehſtapel auf einmal, durch ein ſo koſtſpie⸗ liges Unternehmen, veredeln wollen, und meh⸗ rentheils ſucht man ſich nur dadurch die Stamm⸗Eltern einer beſſeren Race zu ver⸗ ſchaffen. Geſetzt, man laͤßt ſich 30 Schafe und ein Paar Boͤcke von reiner ſpaniſcher Art kommen, ſo wird man daraus nach ei⸗ ner beſtimmten Reihe von Jahren eine groͤßere Anzahl reiner Art erziehen koͤnnen, als wenn man blos durch das Kreutzen mit ſpaniſchen Boͤcken eine Heerde von tauſend Stuͤck voͤllig veredelt; man wird die voll⸗ kommenſte Veredelung immer ſicherer errei⸗ chen, und die fortdaurende Herbeyſchaffung neuer Boͤcke von reinem Blute nicht noͤthig haben. Ich wuͤrde, wenn ich die vollkom⸗ mene Veredelung meiner Schaͤferey beſchloſ⸗ ſen haͤtte, mir wenigſtens ſo viel aͤchte ſpa⸗ niſche Mutterſchafe anzuſchaffen ſuchen, daß ich in der Folge die noͤthigen Boͤcke fuͤr meine Heerde ſelbſt erziehen koͤnnte, und da⸗ bey, wie ſich verſteht, auch die weiblichen Laͤm⸗ ͤſ ————- 654 Lämmer reiner Art zur Zuzucht vorzuglich behalten, und bey ihrer Veredelung die halb⸗ edeln ausmerzen. Ich uͤberlaſſe es einem Jeden, die Berechnung zu machen, ob dieſes Verfahren nicht vortheilhafter ſey, als die bloße Anſchaffung von Boͤcken. Aber frey⸗ lich muß ich dieſen Schafen die Weide und Wartung geben koͤnnen, welche ihrer Natur voͤllig angemeſſen iſt, und welche Krankhei⸗ ten verhütet, weil ich ſonſt ein betraͤchtliche⸗ res Capital verlieren koͤnnte; indem die er⸗ wachſenen Thiere ſich ſchwerer an eine feh⸗ lerhafte Weide gewöhnen, wie die, welche darauf einheimiſch geworden ſind. Welche von dieſen Methoden der Ver⸗ edelung zu waͤhlen ſey, muß ein jeder nach ſeinen Ortsverhäͤltniſſen beſtimmen. Die Ver⸗ edelung in und durch ſich ſelbſt geht zwar langſam und erfordert eine beſondere Vieh⸗ kenntniß und Aufmerkſamkeit; aber ſie iſt vor allen ſicher, und kann einen ungemein gluͤck⸗ lichen Erfolg haben, wie Backewells Bey⸗ ſpiel beweiſet. Daß die einheimiſche Race, beſonders wenn ſie ſich unvermiſcht erhalten hat, der Eigenthuͤmlichkeit einer Gegend vor⸗ zuͤglich angemeſſen ſey; daß das junge da⸗ ſelbſt aufgezogene Vieh manche Beſchwerden des Klimas ertraͤgt, die dem fremden nach⸗ thei⸗ — r Zuußt wriſ Vendelung die huh iherlaſſe es ein u machen, ob diß haſter ſey, als Bicken. Aber fnh afen die Weide n welche ihrer Nan nd welche Kaunte nſt ein betuchüte nte; indem de werer an eine wie die, vlh n ſind. ethoden der Ie uß ein jeder uu immen. Die M h ſelbſt geht ze ne beſondete Ni eit; aber ſie iim en ungemein gi Backewells de einheimiſche Aa nbermiſcht erzaln einer Gegend daß das jinged anche Beſchted em ſtenden iah the⸗ —-— 655— theilig werden; daß es Kraͤuter freſſen lerne, die andere Thiere der Art verſchmaͤhen, und ſich wohl dabey befinde, hat keinen Zweifel. Fallen aus dieſer Race Individuen, welche ihren Zweck vorzuͤglich erfuͤllen, und werden dieſe nach den oben angegebenen Regeln begat⸗ tet und fortgepflanzt; ſo kann daraus eine Race hervorgebracht werden, welche alle Vor⸗ theile von auſſen eingefuͤhrter uͤberwiegt. Man hat dieſe Methode ohne Zweifel noch zu wenig nach richtigen Grundſaͤtzen betrieben, und ſich beſonders durch das Vorurtheil gegen die Ver⸗ wandſchaft davon ableiten laſſen. Man hat den Zweck bey der Auswahl der Thiere nicht vor Augen gehabt, beſonders beym Rindvieh den Springochſen nur nach der Groͤße und Staͤrke der Knochen ausgewaͤhlet, nicht darauf geachtet, ob er von einer milchreichen Kuh her⸗ ſtamme, und ſchon milchreiche Kuͤhe erzeuget habe. Man hat uͤberhaupt mit den Spring⸗ ochſen zu ſchnell gewechſelt, und ſie in den Jah⸗ ren, wo ſie ihre Vollkommenheit erſt erreichten, verſchnitten und zu Maſtochſen gemacht. Dies iſt ohne Zweifel, neben der Duͤrftigkeit der Futterung, eine Haupturſach der Ausartung und Verkruͤppelung des Landviehes in den mei⸗ ſten Gegenden Teutſchlands geweſen. Mir ſind aber Beyſpiele bekannt, die es erweiſen, daß dieſes Landvieh, durch eine entgegengeſetzte Be⸗ — 656— Behandlung einer ſchnellen Vervollkommnung, in jeder Hinſicht und zu jedem Zwecke faͤhig iſt. Die Methode des Kreutzens iſt gewiſſer⸗ maßen bequemer, der Erfolg ſchneller und mehr in die Augen fallend. Aber man verfaͤllt da⸗ bey, wie ich ſchon in Anſehung der Pferde ge⸗ zeigt habe, leicht in ſehr große Fehler, deren uͤbele Folgen man oft erſt ſpaͤt bemerkt. Auch das Rindvieh iſt dadurch in einigen Wirthſchaf⸗ ten und in ganzen Provinzen verdorben worden. Man hat ſich grobe, ſtarke Knochen, mehr⸗ mals auf Koſten der Nutzbarkeit jeder Art, da⸗ durch zuwege gebracht, und man ſieht, be⸗ ſonders in manchen Hoͤhe⸗ oder Geeſt⸗Gegen⸗ den, lang⸗ und grobbeinige Thiere mit dicken Koͤpfen und magerem Gerippe, mit harten fleiſchigten, aber milchleeren Eutern, die ihre Baſtartabkunft von einem frieſiſchen Spring⸗ ochſen und einer Landkuh offenbar verrathen. Der Landmann im Luͤneburgiſchen bemerkte den nachtheiligen Erfolg dieſer Miſchung auch bald, wie man ihm aus wohlthaͤtiger Abſicht, aber nach unrichtigen Principien, Springochſen je⸗ ner grobbeinigten Art aufdringen wollte. Ueber das Durchkreutzen der Schaf⸗ arten haben wir zwar ſchon manche Erfahrun⸗ gen; allein wir ſind mit der Sache noch bey weiten — en Leruullkonman ddem Zwecke fäban teutzens iſ geuſß ilg ſchneller und n Aber man derfite ſehung der Pfene große Fehler, in ſpat bemerkt. N in einigen Wirſt en verdorben woin cke Knochen, ui arkeit jeder An nd man ſieht, oder Geeſt⸗Gig he Thiere mit di erippe, wit he en Eutern, die ſrieſſſchen Emn offenbar denrit rziſchen bemein Miſchung aaubh bo aiger Abſch, n, Springacſ dringen wollt. eußzen der Sih en manche Eif der Sache nj t teinn weiten nicht aufs Reine gekommen. Daß man auf eine groͤßere Schafart feine kraͤuſelnde Wolle pflanzen koͤnne, hat der Graf Magnis bewie⸗ ſen. Aus dem Erfolge aber, den die Begat⸗ tung des holſteinſchen Marſchſchafes mit ſpani⸗ ſchen Boͤcken in Sachſen gehabt hat, ſcheint zu erhellen, daß die Racen nicht gar zu hete⸗ rogener Natur ſeyn duͤrfen. Auch werden wir es von den Englaͤndern hoͤren, daß feine kraͤu⸗ ſelnde Wolle der Maſtfaͤhigkeit, wenigſtens bey gleicher Nahrung, entgegenſtehe, und deshalb die Einfuͤhrung der ſpaniſchen Race bey ihnen ſo wenig Beyfall ſinde. Nachdem ich dieſe allgemeinen Bemerkun⸗ gen uͤber die Racen des Viehes zum beſſeren Verſtaͤndniß des folgenden vorausgeſchickt habe, wende ich mich zu meinem eigentlichen Gegen⸗ ſtande, zur Viehzucht der Englaͤnder, und de⸗ nen daraus fuͤr uns etwa zu entlehnenden Lehren. 3r Band. Tt Zweyter —————— — 668— Zweyter Abſchnitt. Die Rind⸗Viehzucht der Englaͤnder. Ich habe im erſten Bande die Hauptgat⸗ tungen der Rindvieh⸗Arten in England an⸗ gegeben. Die kurzhoͤrnige Art, die auch Hol⸗ derneß genannt wird, iſt ohne allen Zwei⸗ fel von demſelben Schlage, wie unſer frieſi⸗ ſches Vieh, wovon der groͤßte Theil alles Marſchviehes im noͤrdlichen Teutſchlande, je⸗ doch nach verſchiedenen Durchkreutzungen, ab⸗ ſtammt, und koͤmmt urſpruͤnglich aus Hol⸗ land. Dieſes Vieh hat in England wenig Vertheidiger mehr unter den aufmerkſameren Viehzuͤchtern, ob es gleich in einigen reichen Weidegegenden noch haͤufig und in großer Vollkommenheit angetroffen wird. Wer nicht Ruͤckſicht auf die Nahrung nimmt, welche dieſes Vieh, um zu ſeiner vollen Groͤße, Fet⸗ tigkeit und Milchergiebigkeit zu gelangen, er⸗ fordert, wird leicht verleitet werden, dieſe Race fuͤr die vortheilhafteſte unter allen zu hal⸗ halten eine kann, Gewi triebe was weide hung trage dieſe weit grͤß titaͤt Dieſe heit Kran hate Küm Herl haͤln und nig nicht ſchm ihm als aber iſt in Das lbſchnitt. ht der Englaͤrge — Bande die hang irten in England Art, die auch iſt ohne allen ze, wie unſer f grͤßte Theil Ben Teutſchlande, Durchkreutzungn⸗ arſprünglich an at in Englend m r den aufmerfires eich in einigen 9 äͤufig und in g fen wird. d i rung ninmt 4, 1 ter volen Grit gkei zu gelatgn rleitet werde rfieſe unter 4, halten. Eine vollkommen genaͤhrte Kuh giebt eine große Quantitaͤt Milch, und ein Ochſe kann, wenn er voͤllig ausgewachſen iſt, zu dem Gewichte von 2000 und mehreren Pfunden ge⸗ trieben werden. Sobald man aber berechnet, was ein ſolches Thier an Futterung und Fett⸗ weide— denn auf einer mageren Weide ver⸗ hungert es— bedarf, um es zu dieſem Er⸗ trage zu bringen, wird bald finden, daß er dieſe Futterung und Weide mit anderem Vieh weit hoͤher haͤtte benutzen, und vermittelſt einer groͤßeren Kopfzahl daraus eine groͤßere Quan⸗ titaͤt von Fleiſch und Milch erzeugen koͤnnen. Dieſes Vieh hat uͤberdem eine gewiſſe Schlaff⸗ heit und Weichlichkeit der Conſtitution, iſt Krankheiten leicht ausgeſetzt, kalbet ſchwer, hat eine weiche, duͤnne Haut, ertraͤgt rauhes Klima und rauhe Witterung im Fruͤhjahr und Herbſt auf der Weide nicht gut, hat nach Ver⸗ hälrniß ſeiner Groͤße und Staͤrke wenig Muth und Dreiſtigkeit, und aͤuſſert als Zugvieh we⸗ nig Anſtrengung und Ausdauer. Es verlangt nicht nur viele, ſondern auch ſehr ausgewaͤhlte, ſchmackhafte Futterung, und frißt, ſobald man ihm dieſe nicht geben kann, hoͤchſtens ſo viel, als es zu ſeiner Lebenserhaltung bedarf, nimmt aber an Fett und Milch ſogleich ab. Die Milch iſt im Ganzen duͤner und giebt weniger Butter. Das Fleiſch iſt grobfaſerigt, aber ſehr ſaftig, Tt 2 und — 660— und behaͤlt dieſe Saftigkeit auch eingeſalzen bey, weswegen es zum Poͤckelfleiſch auf den Schiffen beſonders geſchaͤtzt wird. Die Kuͤhe dieſer Art werden beſonders um London geſucht, weil es da nur auf die Menge von Milch ankommt. Das langhoͤrnige Rindvieh in Eng⸗ land, welches vorzusgweiſe auch das Lancaſter⸗ ſche genannt wird, iſt meines Erachtens von derſelben Art und Abſtammung, wie das ge⸗ woͤhnliche Landvieh im noͤrdlichen Teutſchlande. Aber das der Englaͤnder iſt ein durch Auf⸗ merkſamkeit in der Zuzucht und reichliche Futte⸗ rung vervollkommneter, das unſrige ein entar⸗ teter und verkroͤppelter Schlag, der nur in ein⸗ zelnen Gegenden und Wirthſchaften wieder ge⸗ hoben worden, und ſodann dem engliſchen in den weſentlichſten Stuͤcken wieder gleich wird. Zwar hat unſer Vieh die maͤchtigen Hoͤrner nicht, wie der Lancaſterſche Stamm, aber doch unge⸗ fähr eine gleiche Art derſelben, und dieſe großen Hoͤrner wuͤrden ſich bey unſerm Vieh leicht her⸗ vorbringen laſſen, wenn man bey der Genera⸗ tion darauf beſondere Ruͤckſicht naͤhme, wie die Englaͤnder zum Theil thun. Dieſe Art unterſcheidet ſich in England in mehrern Unterarten durch ein verſchiedenes Ver⸗ haͤltnis der Theile und den Bau im Ganzen ſowol, ſowol Dieſe derſell der be die mo achtete Devo diejen und v Lanc den ſie ſi die Sieh betraͤc Haftkr tur, wesw die 2 ausz! erlich Arter oder und vill of A. G haben d0— kei auch eingeſatenge dſeich auf den di . de Kähe dieſn londen geſucht, di don Milch ankonm. ge Rindvießig weiſe auh das luat meines Erachten zammung, wie di ördlichen Leuſthe er iſt ein durch! t und reichliche das unſtige einn hlag, der nur in thſchaften wiedn iun dem engliche i wieder gleichi maͤchtigen hornertt amm, aber dochm ſlben, und diſet unſerm Vieh littſ mman bey der n ickſict näͤhme, mn un. ide ſch in Erjti ein berſciedene 1 den Bau in buf ſn — 661— ſowol, als durch ihre Natur und Organiſation. Dieſe Unterarten ſtammen aber offenbar von derſelben Race her, und ſind nur als Folge der verſchiedenen Meynungen und Grundſaͤtze, die man bey der Auswahl der Zuchtthiere beob⸗ achtete, entſtanden. Der Lancasterſche, Devonſche und Herefordſche Schlag ſind diejenigen, welche ſich am meiſten auszeichnen und von denen am haͤuſigſten die Rede iſt. Die Lancasterſche Art hat ihre Hauptſtaͤrke in den Vordertheilen und weniger in den hintern, ſie ſind alſo am wenigſten ſo gebauet, wie es die neuen engliſchen Viehzuͤchter verlangen. Sie haben aber ein gut geſtaltetes Gerippe und betraͤchtliche Breite des Ruͤckens zwiſchen den Kuͤftknochen, und uͤbrigens eine recht gute Na⸗ tur, Haͤrte und Feſtigkeit der Conſtitution, weswegen Backewell dieſe Art waͤhlte, um die Veredelung nach ſeinen Grundſaͤtzen damit auszufuͤhren. Die Devonſche Race iſt neu⸗ erlich von manchen ſehr geruͤhmt und andern Arten, ſelbſt der veredelten Backewellſchen oder neuen Leicesterart vorgezogen worden, und ſcheint beſonders vom Lord Sommer⸗ ville, dem geweſenen Praͤſidenten des Board of Agriculture, protegirt zu werden. Ein guter Ochſe dieſer Art, ſoll Hoͤrner haben, die ſich weder zu tief herabſenken, noch zu zu hoch ſtehen; ſie ſollen ſich mit den Spitzen nicht ruͤckwaͤrts drehen, ſpitz zulauſen, an der Wurzel nicht zu dick ſeyn, und eine gelbliche Wachsfarbe haben. Das Auge muß klar, glaͤnzend und hervorragend ſeyn, gut ruͤckwaͤrts ſehen und viel von dem Weiſſen zeigen— ein Ochſe mit einem todten Auge taugt nicht.— Der Vorkopf muß flach, eingeſchnitten und klein ſeyn— ein Punct, worauf man beſonders ach⸗ tet, und der, wie der Englaͤnder ſagt:[hows much blood, die Abkunft einer guten Race beweiſet.— Die Backe muß klein ſeyn, und das Maul fein; wenn der Porkopf klein iſt, ſo iſt es das Maul auch. Die Naſe gelblich, von der Farbe des Horns, oder geſprenkelt— eine ſchwarze Naſe taucht nichts, denn wenn gleich ein ſchwarznaſiger Ochſe zufaͤllig einmal gut iſt, ſo hält man es doch fuͤr ein Zeichen einer ſchlechten Conſtitution. Die Naſenloͤcher muͤſſen hoch und offen ſtehen. In Anſehung des Halſes wirft man es dieſen Ochſen vor, daß ſie zu ſtarkhalſig waͤren, und die Haut um den Hals zu ausgedehnt und haͤngend. Der Nacken wird von andern fuͤr zu breit und ſtark erklaͤrt; die Devonſhirer geben dies aber nicht zu, weil das Thier dadurch zur Arbeit geſchickter werde. Die Bruft iſt nicht ſchmal, hat keinen loſen haͤngenden Bruſtlappen, ſondern iſt breit in ihrer Geſtalt und weich beym Betaſten. Die . Brreite Breit Wich beine ler, Thier arbeit Gewi rade Sie eine Seh die Wei⸗ Hinte und! muß Rhe ſeyn gebe Sei rer bey der muͤf We. die die maa einer an Sete Ar, an de gelbüite Onuß üln, D rückvin Sen— d 7 richt.- t2r und klen 8 aders al⸗ : Ihom uten Nae adeyn, und olklein ij, np kel— 3 n wenn dhfg ünmal 1 Zaichen aſenlicher lwſezung G vor, da LTumm den 8 er Nacken 1 erklärtz 1 nicht zu, 3 geſtithe 11 kinn 3 i kait Snn. Die Breite Breite der Bruſt, ſagt man hier, iſt von großer Wichrigkeit bey dem Ochſen, weil die Vorder⸗ beine dann weit von einander, wie gerade Pfei⸗ ler, ſtehen, die eine ſtarke Laſt tragen. Ein Thier mit breiter Bruſt werde nicht nur beſſer arbeiten, ſondern auch beym Schlachten im Gewichte beſſer ausfallen. Die Beine ſind ge⸗ rade, und je beſſer die Race, deſto feiner. Sie muͤſſen weder zu lang noch zu kurz ſeyn; eine uͤbermaͤßige Laͤnge iſt ein Hauptfehler. Sehr viel kommt auf dem Umfang der Rippen, die tonnenfoͤrmige Geſtalt des Leibes und die Weichheit der Haut am Leibe an. Die beyden Hinterrippen muͤſſen erhaben, hervorragend und moͤglichſt weit von einander ſtehen. Man muß die Haut von den Rippen leicht in die Hoͤhe ziehen koͤnnen; ſie muß weich und elaſtiſch ſeyn, damit ſie dem anzuſetzenden Fette Raum gebe. Man muß einen Ochſen von beyden Seiten betrachten und betaſten, indem es oͤfte⸗ rer der Fall iſt, daß das Rippengewoͤlbe auf beyden Seiten nicht gleich rund, ſondern auf der einen flacher ausfaͤllt. Die Huͤftknochen muͤſſen in gleicher Hoͤhe mit dem Ruͤcken ſtehen. Wenn das Thier aͤlter wird, ſo ſinken hinten die Flanken herunter, und deſto hoͤher ſcheinen die Huͤfiknochen zu ſeyn. Aus dieſen Merk⸗ maalen laͤßt ſich viel auf die inneren Qualitaͤten eines Maſt⸗Ochſen ſchließen. Der hintere Theil Theil des Ruͤckgrads muß lang ſeyn, und die Beobachtung und Betaſtung dieſes Theils wird von Viehkennern fuͤr den wichtigſten Punct ge⸗ halten, der von der Beſchaffenheit des Fleiſches und Fettes eine weit richtigere Anzeige giebt, als die hervorragenden Klumpen von Fett am Rumpfe, die von ſchlechten Beurtheilern ſo hoch geſchaͤtzt werden. Der Anſatz des Schwan⸗ zes muß in gleicher Hoͤhe mit dem Ruͤcken ſeyn, eher etwas erhoͤhet als niedergedruͤckt. In ſei⸗ ner Geſtalt muß er lang und duͤnne, ſpitz zulau⸗ fend ſeyn, und mit einem runden Buͤſchel von Haaren am Ende. Der Schwanz giebt beym Ochſen, wie beym Pferde, ein wichtiges Merk⸗ maal von hohem Blute, ſagen die Englaͤnder. Die Hinterſchenkel muͤſſen nicht zu ſehr wegge⸗ ſchnitten ſeyn, aber auch nicht zu ſchwer und mit Fleiſch beladen; denn dieſe Ochſen wer⸗ den nicht zur Unthaͤtigkeit erzogen, ſondern zur Kraftanſtrengung und Ausdauer. Eine Ueber⸗ ladung von Fleiſch an dieſen Theilen iſt ihrer Actioitaͤt mehr im Wege als zutraͤglich, und da dieſes Fleiſch nur von zweyter Guͤte iſt, ſo iſt es nicht ſehr wuͤnſchenswerth. In Anſehung der Haut gehoͤrt das De⸗ vonſche Vieh eher zu den Duͤnn⸗ als Dick⸗ und Harthaͤutigen. In Anſehung der Farbe haͤlt man die mahagonifarbigen fuͤr die beſten, be⸗ 4— uiß lang ſeyn, mi ung dieſes Thelb Kvwihtgſen Pun, haffenheit des Fiit drigere Anzeige Kuumpen von 8 ſchten Beuriheltn der Anſatz des btn mit dem Rücken jedergedruͤckt. g und dünne, ſyii m runden Vüſc Schwanz gi nx ein wichtiges ſagen die Engle nicht zu ſehr i⸗ )richt zu ſchwa n dieſe char erzogen, ſonde, usdauer. Ein 1 dieſen Theilen ü ii als zurigli u 1 zwenter Güte it,g erh. Haut gehört 13! den Dinn⸗ 62 Arſehung 7 fabiun friih — 665— beſonders wenn das Haar ſeidenartig, glaͤnzend und weich iſt. Die mit gekraͤuſelten, aber wei⸗ chen, nicht borſtigen, Haaren haͤlt man fuͤr be⸗ ſonders zunehmend bey der Maſtung. Manch⸗ mal ſind Ochſen von hellerer Farbe zwar in der Arbeit und Maſtung gut geweſen, wenn das Auge dabey glaͤnzend und gut war. Aber eine hellere Farbe, mit einem todten und dunkelen Auge, haͤlt man fuͤr ein Merkmaal, daß ſie ſich bey der Arbeit ſchlecht halten und ſchwach zu⸗ nehmen werden. Auf den untern Theil der Flanken, und die Bauchſpitze, nehmen die Kenner wenig Ruͤckſicht. Die Viehmaͤſter nehmen dieſe Race am liebſten fuͤnfjaͤhrig. Einige kaufen ſie fuͤnfjaͤh⸗ rig theurer, als ſechsjaͤhrig. Andere halten die ſechsjaͤhrigen fuͤr die beſten. Mir 8, 9 und 10 Jahren ſchlagen ſie in jeder Ruͤckſicht zuruͤck, und ihr Werth iſt geringer als der der ſechs⸗ jaͤhrigen. Ich habe dieſe Merkmaale, welche die Devonſchen, ſo wie die Sommerſetſchen und Suſſexiſchen Viehzuͤchter— denn ihre Racen ſind dieſelben— von einem guten zur Arbeit und Maſtung geſchickten Ochſen ziemlich einſtimmig annehmen, hier zuſammengezogen mitgetheilt. Es iſt faſt unmoͤglich, die mannig⸗ fal⸗ faltigen Provinzial⸗ und Kunſt⸗Ausdruͤcke be⸗ ſtimmt zu uͤberſetzen, und ich haͤtte mich der Sache gern enthoben, wenn ich nicht glaubte, daß die Reſultate einer ſo angeſtrengten Auf⸗ merkſamkeit, wie man hier auf die Ochſen ver⸗ wendet, fuͤr unſere Viehzucht nuͤtzlich ſeyn koͤnn⸗ ten, indem dieſe Ochſen mit dem beſſeren Schlage der unſrigen ziemlich uͤbereinkommen, und unſere Wirthſchaftsverhaͤltniſſe auch Ochſen erfordern, die zugleich zur Arbeit und Maſtung geſchickt ſind. Die Herefordſche Art unterſcheidet ſich, ſo viel ich aus den Beſchreibungen ab⸗ nehmen kann, von jenen faſt nur in der noch ſtaͤrkeren Groͤße und Schwere, die ſie erlangen, und vielleicht in der noch mehre⸗ ren Staͤrke der Vorder⸗ gegen die Hinter⸗ theile. Denn die Vorderviertel wogen an einem Ochſen dieſer Art 1016 Pfund, die Hinterviertel 898 Pfund; das Talg 292 Pfund. Sie ſcheinen zum Zugvieh wol die vorzuͤglichſten unter allen zu ſeyn, und man behaͤlt ſie vor dem Pfuge und Wagen laͤn⸗ ger, wie die Devonſchen. Die Devonſchen und Herefordſchen Kuͤhe werden fuͤr keine ſonderliche Milcher gehalten, und in dieſer Hinſicht ſollen die Lancaſterſchen noch — Kanſt⸗Ausdrice nd ich hütte mit denn ich nicht ga ſ angeſtrengten ier auf die Ochſan acht nüßlich ſem hn en mit dem biſe emlich übereinkomen erhältniſſe auch di Arbeit und Mi e Art unterſth Beſchreibunge n faſt nur in HSchwere, di in der noch ue gegen die hn derviertel woge t 1016 Pfun und,) d; das Tag u umn Zugvi ieh vol zu ſeyn, und n uge und Tan 1. drflrita K iche Mi ſcher 1 ale len die lanaſis 4 1 noch beſſer ſeyn, obgleich auch dieſe und das ganze Geſchlecht dem der kurzhoͤrnigen uͤber⸗ haupt hierin nicht gleich koͤmmt. Die Milch von den langhoͤrnigen iſt indeſſen immer fetter, und giebt mehr Butter und Kaͤſe. Man ver⸗ ſichert, daß die Milchergiebigkeit vermittelſt des Durchkreutzens mit der feinen Alderney oder franzoͤſiſchen Race ſehr vermehret worden; aber der daraus hervorgebrachte Schlag hat in Anſehung der Ochſen keinen Beyfall gefunden. Einige aufmerkſame Wirthe, welche die Molkerey beſonders in Lancaſhire mit Aufmerkſamkeit betreiben, haben die Suf⸗ folker Art eingefuͤhrt. Die beruͤhmte Backewell waͤhlte ſich die Lancasterſche Race, und beſonders eine Abart davon, die man in Derbyſhire hatte, um ſeine auf vorzuͤgliches Maſtvieh abzweckende Verbeſſerung der Race in und durch ſich ſelbſt zu bewirken. Ich muß die Grundſaͤtze, wo⸗ nach er verfuhr, hier etwas beſtimmter ange⸗ ben. Denn wenn man gleich wenige Veran⸗ laſſung in Teutſchland haben wird, geradezu nach demſelben zu verfahren, ſo koͤnnen ſie doch als ein Beyſpiel der Lehre uͤber das ganze Ge⸗ ſchaͤft der Viehzucht dienen. — 668— Sein Hauptzweck war: einen Schlag her⸗ vorzubringen, der, von einer gegebenen Quan⸗ titaͤt Futterung, das meiſte und ſchaͤtzbarſte Fleiſch aufſetzte. Das ſchaͤtzbarſte Fleiſch findet ſich nur an gewiſſen Theilen. Das Fleiſch an anderen wird von den engliſchen Schlaͤch⸗ tern nur als Fleiſch der zweyten Claſſe und als Abfall betrachtet. Um Fleiſch an dieſen minder geſchaͤtzten Theilen zu erzeugen, wird derſelbe Nahrungsſtoff erfordert, der an ande⸗ ren Theilen Fleiſch von hoͤherem Werthe an⸗ ſetzen wuͤrde. Man muß alſo Thiere haben, an denen jene Theile ſo ſchwach, dieſe aber ſo ſtark wie moͤglich geformet ſind. Der hintere Theil des Ruͤckgrads und der obere Theil der Flanken enthaͤlt bey den Ochſen das beſte Fleiſch; dasjenige, was die Englaͤnder als Roaſt⸗Beef und Beef⸗Stakes ſo gern eſſen. Das Fleiſch der Hinterſchenkel, der Bruſt, der Schultern, des Halſes und des un⸗ tern Theils des Gerippes wird nur Fleiſch der zweyten und dritten Claſſe genannt; der Kopf, die Beine und der Bruſtlappen aber nur als Abfall geachtet und ſehr geringe verkauft. Daher muͤſſen, nach Backewellſchen Grundſaͤtzen, letztere Theile bey einem Maſtochſen ſo ſchwach organiſirt ſeyn, daß ſich daſelbſt nur wenig Fleiſch und Fett anſetzen koͤnne, weil die Nah⸗ rungs⸗ rur ler 3— ar: einen Sähez iner gegebenen dn niſſe und ſchißzr ſätbarſe h ndhellen. Das dan en englſchen Et er zwehten Claſt e Um Fleiſch an di en zu erzeugen, ui fordert, der ui hoͤherem Venſen ß alſo Thiere z hwach, dieſe an t ſind. ZRüäckgrads um thält bey den di e, was die Englut Beef⸗Stalat er Hinterſchente es Halſes undden es witd nur bit Elaſſe genam; Bruflappen cheln ſehr geringe tett welſchen E Grunäſis Mrſotſen öſt deſelſt nn vni eN önne, m 9 rungsfaͤfte, die ſich hier anſetzen, anderen Thei⸗ len entzogen wuͤrden. Nach dieſen Grundfaͤtzen brachte er dann wirklich durch die Auswahl der Individuen, ein ausgezeichnetes Gebaͤude von Rindvieh hervor: mit ſehr duͤnnen, kurzen Beinen, einem klei⸗ nen ſpitzen Kopfe, duͤnnem Halſe, uͤberhaupt mit feinen Knochen; aber mit einem aͤuſſerſt breiten, langen, flachen, geraden Ruͤcken, einem großen Abſtande der Spitzen der Huͤft⸗ knochen; mit einem beſondern Rippengewoͤlbe, welche nicht, wie man es ſonſt an einem Ochſen ha⸗ ben wollte, tonnenfoͤrmig geſtaltet war, ſondern wo die Rippen, vom Ruͤckgrade ab, ſich erſt breit und faſt in gerader Linie ſeitwaͤrts ausdehnten, und dann mit einer ſtarken Biegung nach unten ſpitz zuliefen; ſo daß der Ruͤcken keine runde, ſondern beynahe eckige Geſtalt hatte. Zugleich nahm er aber auch Ruͤckſicht auf andere Qualitaͤten des guten Maſtviehes. Dicke, harte Haͤute ſind eine uͤbele Anzeige fuͤr die Maſtfaͤhigkeit; er bewirkte alſo auf ſei⸗ nem Vieh eine duͤnne, weiche Haut. Das be⸗ ſondere Gefuͤhl beym Hin⸗ und Herbewegen der Haut, nicht ſowol an den untern Theilen des Leibes, ſondern hauptſaͤchlich auf dem Ruͤck⸗ grade und auf den Kuͤftbeinen, beobachtete er ſehr. —— ——— — 670— ſehr. Dies Gefuͤhl, welches mit einer ſeiden⸗ artigen Weichheit verglichen wird, und welches wol in einer beſondern Elaſticitaͤt und Nachgie⸗ bigkeit des Zellgewebes beſteht, erkennen, ſelbſt wenn die Thiere noch mager ſind, die engliſchen Viehmaͤſter als ein untruͤgliches Zeichen der Maſtfaͤhigkeit an. Herr Culley, dem eine erſtaunliche Menge Vieh mager und fett durch die Haͤnde gegangen iſt, verſichert, daß er viel lieber Vieh im Dunkeln und mit verbundenen Augen, als ohne es gehoͤrig zu befuͤhlen, kau⸗ fen wolle. Wenn eins nur ſeyn ſolle, ſo wuͤrde er keinen Augenblick anſtehen, lieber die Hand als das Auge allein zur Unterſuchung des Vie⸗ hes zu gebrauchen. Dieſe Weichheit unter der Haut muß aber elaſtiſch ſeyn; denn eine ſchlaffe Weichheit unter der Haut iſt ſehr davon ver⸗ ſchieden. Mit Worten beſchreiben laſſe ſich dieſes Gefühl gar nicht, ſagen die Englaͤnder, man muͤſſe es durch Erfahrung und Uebung ken⸗ nen lernen, wozu große Viehmaͤrkte beſonders Gelegenheit gaͤben. Unſere teutſchen Viebkenner und Schlachter betaſten das Vieh auch, aber, wie es mir ſcheint, nur in Räaͤckſicht auf das ſchon angeſetzte Fett, und greifen faſt immer nach dem untern Theile des Bauchs oder den Schultern. Hierauf geben die Englaͤnder gar wenig, und ſagen, daß man 0— väches nit eie cen wird, und wi Llaſickät und Nut⸗ beſteht, erkenna, 1 tger ind, de enit wügliches Zeie er Culley, dm mager und fun verſichert, daß ai und mit verbyth zrig zu befühlen, ur ſeyn ſolle, ſom ihen, lieber da lnterſuchung da! ſe Weichheit um on; denn eineſt tiſt ſehr dabe beſchreiben liſi ſagen die Erjin hrung und Uebuugt Viehmärke lin kennet und Etlt ber, viets miſt⸗ s ſchn mgeſtt nch dem uneen hultern. Hierunfe und agen, ig, 1 man dadurch bloß das im aͤuſſern Zellgewebe abgeſetzte Fett, aber nicht das mehr ſchaͤtzbare, was ſich zwiſchen dem Fleiſche angeſetzt habe, erkenne, und daß ein Stuͤck Vieh, welches viel Fett auf den Rippen traͤgt, oft ſchlechtes und mageres Fleiſch habe. Jenes beſondere Gefuͤhl war alſo bey dem Backewellſchen Vieh beſonders hervorſte⸗ chend, und es hatte auch alle uͤbrigen Eigen⸗ ſchaften des ganz vorzuͤglichen, nach Verhaͤlt⸗ niß der Futterung, ſchnell und ſtark aufſetzen⸗ den Maſtviehes. Da ein ruhiges Temperament eine noth⸗ wendige Eigenſchaft eines guten Maſtthieres iſt, wie wol jeder, der ſich mit Maſtung abgiebt, beobachtet hat, ſo zeichnet ſich auch das Ba⸗ ckewellſche Vieh, oder die neue Leiceſter⸗ art, hierdurch aus. Sie iſt munter und dreiſt, aber ſo ruhig, daß die Springochſen ſich von zwanzig umſtehenden Menſchen ruhig befuͤhlen laſſen. Die Backewellſchen Grundſaͤtze fan⸗ den natuͤrlich viele Gegner. Manche wollten die vorzuͤgliche Maſtfähigkeit deſſelben, manche den Grundſatz nicht zugeben, daß ein Theil des Koͤrpers auf Koſten des andern den Nahrungs⸗ ſaft ſaft ſtaͤrker an ſich ziehen koͤnne. Wenn ein Stuͤck Vieh die Diſpoſition zum Anſetzen uͤber⸗ haupt habe, ſo ſey es um deſto beſſer, ſagten ſie, je mehr ſtark ausgebildete Theile, je mehr Raum fuͤr Fleiſch und Fett am ganzen Koͤr⸗ per ſey. Dieſer Gegner ungeachtet erhielt aber doch das Backewellſche Vieh einen entſchiedenen Vor⸗ zug bey denen, die bloß auf Maſtfaͤhigkeit Ruͤck⸗ ſicht nahmen, und in ſolchen Gegenden, wo man bloß Fettweiden⸗Wirthſchaft betreibt, wird es von einſichtsvollen Landwirthen ſehr hoch ge⸗ ſchaͤzt, und die Stammochſen werden ſehr theuer bezahlet. Aber darin ſcheinen die Gegner deſſelben wieder Recht zu haben, daß ſie behaupten, ein ſolches Gebaͤude paſſe ſich nicht fuͤr Arbeits⸗ Vieh. Wo folglich die Ochſenzucht hauptſaͤch⸗ lich dadurch Vortheil gewaͤhrt, daß man einen Ochſen etliche Jahre zur Arbeit gebraucht, ihn dabey voͤllig auswachſen laͤßt, ehe man ihn maͤ⸗ ſtet; da wuͤrde dieſe beſondere Geſtalt, dieſe Schwaͤche der Bruſt und der ſaͤmmtlichen Vor⸗ dertheile, die vom breiten Ruͤcken nach unten ſpitz zulaufende Geſtalt des Bauchs, keineswe⸗ ges zweckmaͤßig ſeyn, und die daraus erfol⸗ gende Ungeſchicktheit zur ausdaurenden Arbeit wol en konne. Teni jon zum dnſtze un deſto dſe bildete J e Theile, hen am zun 1 eachtet erhielt oher einen entſchiedenad uf Maffiͤhigkeic olchen Gegenden, rthſchaft betrabt dwirthen ſehr hut mochſen werden die Gegner diſ daß ſie behauym ſch vicht füt Ant Oöhſenzucht ham waͤhrt, daß nmis Arbeit gebrauch, läft. ehe man it eſondere Geſtat,d der ſinmtlchen zten Rücken nah m des Vauchs, kine und die darale 4 ausdaurenden 4 wol durch den Anſatz des beſſeren Fleiſches nicht bezahlet werden. Deshalb hat denn auch dieſe Race in den Ackerbau treibenden Gegenden kei⸗ nen ſolchen Beyfall gefunden, daß man ſie vollkommen eingefuͤhrt haͤne, ob wol manche ſie auch hier zum Durchkreutzen brauchen. In der Milch zeichnet ſich dieſes Vieh uͤber⸗ all nicht aus, und in der Hinſicht empfehlen es ſelbſt Backewell und ſeine Nachfolger nicht. Diejenigen, welche dieſe und andere Racen fortpflanzen und immer mehr zu veredeln ſuchen, meſſen die einzelnen Theile der Individuen mit großer Aufmerkſamkeit, und beobachten die Verhaͤltniſſe derſelben gegen einander, woraus ſie auf das Gewicht der Thiere, auf die Schwere, welche ſie im Ganzen und in einzelnen Theilen haben, oder erlangen werden, beſondere Schluͤſſe ziehen. Dieſe Regeln treffen aber nur bey beſondern Racen zu. Die Breite zwiſchen den Huͤften, die Laͤnge von der vertieften Stelle am Nacken bis zu dem Huͤftknochen, und von da bis zum aͤuſſerſten Punkte des Hintern, ſind die Hauptmomente, die ſie beobachten. Je groͤßer die Breite zwiſchen den Huͤften, gegen die Laͤnge und Hoͤhe des Thiers, ferner je groͤger der ganze Umfang des Leibes gegen die Hoͤhe iſt, um deſto beſſer. zr Band. Uu Im — 8ö——— ͤͤ Im erſten Bande gab ich die Preiſe an, zu welchen einige Stammochſen und Kuͤhe verkauft wurden. Dieſe hohen Preiſe werden auch noch bezahlt, obwohl der Betrieb der Zuͤchterey mit dem Rindvieh bey weitem nicht ſo lebhaft geht, wie mit den Schaafen. Ein Mr. Knowles hat einen Ochſen, von dem er keine Kuh unter 2 5 Guineen beſpringen laͤßt, und dieſe oft er⸗ haͤlt; aber doch fuͤglich mehr damit verdienen wuͤrde, wenn er den Preis herabſetzte. Man⸗ che tadeln dies Benehmen der beruͤhmteſten Viehzuͤchter als nachtheilig fuͤr ſie ſelbſt und fuͤr das allgemeine Beſte. Andere hingegen ver⸗ theidigen es, in der Ueberzeugung, daß dieſe hohen Preiſe die Aufmerkſamkeit um ſo mehr erregen, und zur Nachfolge anreitzen; die Ver⸗ beſſerung der Race alſo groͤßeren Fortgang ge⸗ winne, als wenn geringere Preiſe geſetzt waͤren. Dieſe verbeſſerte Race, ſagen ſie, haͤtte gewiß weniger Aufmerkſamkeit auf ſich gezogen, haͤtte ſich minder durch das ganze Reich verbreitet, wenn Backewell und ſeine Nachfolger nicht durch den hohen Werth, den ſie darauf ſetzten, das Aufſehn aller Landwirthe erregt haͤtten. Doch wir werden bey den Schafen hierauf noch zu⸗ ruͤckkommen. Die langhoͤrnige Race, in allen ihren Ab⸗ artungen, gelanget, wenn ſie danach gezogen, ge⸗ 4— b ih die preiſn, ſen und Kähevnin triſe verden auchm rieb der Züchren K ict ſo lebhiſtg Ein Mr. Kuen em er keine Kuhm läßt, und dieſe i mehr damit veiſen is herabſezt. Ne ten der berühnt für ſie ſelbſt ui ndere hingegan erzeugung, daß ſamkeit um ſon Lanreitzen; din öͤßeren Fortganz, Preiſe geſeßt ne agen ſie, hitn ſ uf ſch geogn, anze Neich velni Nachfolger ritt e ie darauf ſeßtn, erngt häten. 1 afen hierauf ui; e, in ale itn! i ſie dauahh gin 9 genaͤhret und gewartet wird, zu dem Schlachter⸗ Gewichte von 2000 bis 2800 Pfund. Im Durchſchnitt wird die Backewellſche oder neue Leicesterart nicht ſo ſtark, wie die Herefordſche und andere Arten; aber ſie erhaͤlt ein beſtimm⸗ tes Gewicht von einer geringeren Quantitaͤt Futter, als jede andere. Ihre Vertheidiger ſchlagen dieſen Unterſchied ſehr hoch an, und behaupten, daß ſie ſchon von demjenigen Fut⸗ ter fett wuͤrden, was kaum zureichte, einen an⸗ dern großen Ochſen bey Kraͤften zu erhalten. Nach verſchiedenen Angaben, die ich hieruͤber finde, hat dies allerdings ſeine Richtigkeit; aber jene Ochſen von gewoͤhnlichem Schlage arbeiteten auch, was dieſe Race⸗Ochſen nicht gethan hatten. Aus den beygefuͤgten Kupfertafeln wird man ſich von den verſchiedenen Verhaͤltniſſen der Theile bey dieſen Ochſen einen deutlichern Be⸗ griff, wie aus jeder Beſchreibung, machen koͤnnen. Ein gewiſſer Garrard verfertigt Modelle von den ſaͤmmtlichen Viehracen, die in England in einigen Betracht kommen— Modelle, die ungemein ſchoͤn und treffend ſeyn ſollen, aber auch ſehr theuer ſind. Jedes Modell, was ei⸗ nen Bullen, eine Kuh und einen Ochſen von jeder Art darſtellt, koſtet, nach der Natur colo⸗ rirt, 3 Guineen. Uu 2 Die — 676— Die Alderney oder Franzoͤſiſche Race wird als Milchkuh ungemein geſchäͤtzt, weil ſie eine ſo vorzuͤgliche Milch giebt, daß ſie manche dem Rohm vorziehen. Sie iſt in die Augen fallend gebauet, von mittlerer Groͤße, lang geſtreckt, gelenkig und munter, hat ſchoͤne Augen, ein glaͤnzendes und haͤufig buntſchaͤckig⸗ tes Haar. Sie ſoll, wenn man auf die Guͤte der Milch Ruͤckſicht nimmt, nicht nur vortheil⸗ haft ſeyn, ſondern wird auch beſonders zur Verſchoͤnerung der Parks gehalten. Zwiſchen Kuͤhereyen von hollaͤndiſcher Art, nehmen ei⸗ nige Viehmelker etliche Alderneys, um ihre Milch zu empfehlen. Ihr Fleiſch iſt feinfaſe⸗ rig, ſaftig und wohlſchmeckend; aber ſie muß doch zur Maſtung nicht vortheilhaft ſeyn, weil ich ihrer von großen Viehmaͤſtern nicht er⸗ waͤhnt finde. Die Suffolkſche Art zeichnet ſich dage⸗ gen durch ihre Haͤßlichkeit aus, wird aber faſt allgemein fuͤr die milchreichſte anerkannt. Es iſt eine kleine, jedoch ziemlich lange, ſchief⸗ beinige, ſpitruͤckige, haͤngebaͤuchige Art. Die Ochſen dieſer Art werden ſelten aufgezogen, weil ſie zur Arbeit ungeſchickt und zur Maſtung un⸗ vortheilhaft ſind. Aber man faͤngt an, dieſes ſonſt verachtete Vieh zu dem Zweck der Milch⸗ kuͤhe ſchaͤtzen zu lernen, uns es wird nun ſelbſt in 6— tde Franziſig 1 ungemein geſt he Milch gieht, di ziahen. Steit ne „ton mitllerer und manter, haſt und häufig bunſe wenn man auf den mt, nicht nur dur td auch beodn sgehalten. Jui her Art, nehme lderneys m ar Fleiſch iſt fin eckend; aber ſee ortheilhaft ſeyn, Viehmaͤſtern ri Att zeichna ſhi it aus, wid thrf eichſte anerkamn. ziemlch lange, ngebäucige A ſelen ufgezpzen. und zut Matang man ſr te, dem Zwelt der! A uns es vitd mß — 677— in andern Gegenden, wo vorzuͤglicher Molke⸗ reybetrieb herrſcht, eingefuͤhrt. Bey maͤßiger Futterung und Weide ſoll eine Kuh dieſer Art 18 bis 20 Quartier taͤglich geben, was zwar dem hoͤchſten Ertrage der kurzhoͤrnigen Art nicht gleich kommt, aber aus einer weit geringeren Futterung erzeugt wird. Das ſchottiſche Vieh, vorzugsweiſe Gallowayſche,(von einem betraͤchtlichen Di⸗ ſtricte im fuͤdlichen Schottland ſo genannt) iſt eine kleine Art von Vieh, welche bey weitem nicht die Groͤße der engliſchen Racen erreicht, gewoͤhnlich nur 6 bis 800 Pfund ſchwer wird. Es iſt ganz hoͤrnerlos, und hat an der Stelle der Hoͤrner nur kleine Hervorragungen, wes⸗ wegen es auch kolbigtes Vieh(Polled-Cattle) genannt wird. Manchmal hat es ein paar kleine Fragmente von Hoͤrnern, 2 bis 4 Zoll lang, die an einem Stuͤcke Haut oder Fleiſch, an der Stelle, wo ſonſt die Hoͤrner ſitzen, be⸗ feſtigt, am Kopſe herabhangen. Dieſes Vieh wird auf den Huͤgeln und Mooren im ſuͤdlichen Schottland in großer Menge erzogen, und an der Seekuͤſte geweidet. Gegen die Ruͤbenzeit wird es, in dem Alter von 4 bis 5 Jahren, in großen Triften nach den Ruͤben bauenden Ge⸗ genden, beſonders nach Norfolk und Suffolk, gebracht„ wo es mit Wurzelgewaͤchſen voͤllig aus⸗ ausgemaͤſtet, und dann nach London getrieben wird. Hier bezahlt man es nach Verhaͤltniß ſeiner Schwere ſehr theuer, weil es ſein Fleiſch auf den beſten Theilen ſitzen hat, und ſolches feinfaſerig, ſaftig und gut durchwachſen iſt. Es werden auch viele verſchnittene Kuͤhe dieſer Art heruntergebracht, und ſolche vorzuͤglich theuer bezahlt, weil ſie in der Maſtfaͤhigkeit und Guͤte des Fleiſches die Ochſen noch uͤber⸗ treffen. Man verſchneidet die Kuh⸗Rinder erſt, wenn ſie ein Jahr alt ſind. Die Kuͤhe dieſer Art ſollen auch ſehr gute Milcher ſeyn. Denn bey dem kleinen Vieh laſſen ſich die beyden Qualitaͤten, des Milchens und Fettaufſetzens, gut vereinigen, was bey den großen Arten nicht moͤglich zu ſeyn ſcheint. Einige haben deshalb dieſe Art auch im ſuͤd⸗ lichen Brittannien eingefuͤhrt, und die Art in ſich ſelbſt noch veredelt und vergroͤßert. Auch ſind Verſuche des Durchkreutzens mit der Backe⸗ wellſchen Art gemacht, von deren Erfolge ich aber nichts erwaͤhnt finde. So viel von den Racen des engliſchen Rindviehes.— Auch wir haben in Teutſch⸗ land mehrere Abarten, die aber nicht genug⸗ ſam unterſchieden, und in ihren Eigenſchaften mit einander verglichen ſind. Unſere Viehzucht wuͤrde 3— na bondon gerit in es nach Verhite e, vell es ſein ni ſtenhat, undſi zut durchwathſa erſcnittene Küße ni und ſolche wriſt in der Naſſizit die Ochſen noh in det die Kuh⸗ t ſind. ſollen auch ſezr dem kleinenk täͤten, des Milt ereinigen, wasf öglih zu ſeyn ſi ſe Art auch in hrt, und die Mi ad vergrißert. A eutens mit da von deren Ejfihfi 4 Kacen des engte ir haben in daß ie aber nicht gat ihren Ehrnſti d. Uuſen Vihui nirn wurde ohne Zweifel ſehr gewinnen, wenn wir die verſchiedenen Zwecke, wozu wir das Vieh halten, mehr unterſchieden, und uͤberhaupt die Art des Viehes unſern Wirthſchaftsverhaͤltniſſen mehr anpaſſend auswaͤhlten. Ich werde des⸗ halb noch etwas uͤber die verſchiedenen Vieh⸗ wirthſchaften in England, nicht als genau zu befolgende. Beyſpiele, ſondern als bloße Winke fuͤr einen oder den andern meiner Le⸗ ſer anfuͤhren. 1) Die Zuzuchr iſt ein Hauptgegenſtand mancher engliſchen Wirthſchaften. In dieſen wird dann mit vorzuͤglicher Aufmerkſamkeit auf die Erhaltung, Fortpflanzung und Verbeſſe⸗ rung einer guten Race, die dem Verlangen und den Zwecken der Abnehmer moͤglichſt angemeſſen iſt, geſehen. Es giebt Viehzuͤchter der er⸗ ſten und der zweyten Claſſe. Jene brin⸗ gen nur Stammkuͤhe und Stammochſen hervor, die zum gewoͤhnlichen Gebrauche viel zu theuer verkauft, und nur von denen bezahlt werden, die ihren Stamm ſelbſt veredeln wollen. Zu dieſer Claſſe gehoͤrte Backewell und eine Menge ſeiner erſten Nachfolger. Was ſie von ihrer Aufzucht nicht ſehr theuer bezahlt erhalten koͤnnen, verkaufen ſie unverſchnitten nicht wol⸗ feil, maͤſten es groͤßtentheils ſelbſt, und laſſen es unmittelbar ſchlachten. Die Viehzuͤchter der — 680— der zweyten Claſſe ziehen Rinder fuͤr Molke⸗ reyen, fuͤr Fettweider und Maͤſter auf, auch fuͤr Ackerwirthe zur Arbeit. In den beſten Viehzuͤchtereyen wird das junge Vieh von verſchiedenen Jahren abgeſon⸗ dert und auf verſchiedenen Koppeln geweidet, weil die aͤltern die juͤngern abſtoßen. Vorzuͤgliche Springochſen werden wenig⸗ ſtens 12 bis 14 Jahre beybehalten; aber man hat auch Beyſpiele, daß ſie bis zum neunzehn⸗ ten in Kraft geblieben ſind. Sie werden ab⸗ geſondert erhalten, und die Kuͤhe werden zu ihnen gebracht. Backewell hatte ſie von ſo ruhigem Temperamente, daß er ſie maͤßig ar⸗ beiten ließ. In England ſaugen faſt alle Kaͤlber, und es iſt ein ſeltener Fall, daß ein Kalb mit der Hand aufgezogen wird. Marſhall fuͤhrt einen ſolchen Fall als etwas auſſerordentliches an. Man ſagt Backewell'n nach, daß er ſeinen beſten Kaͤlbern zuweilen, neben der Mutter, noch eine andere Kuh zur Amme gegeben haͤtte, weil ſeine Kuͤhe ſo wenig Milch gehabt, und ihm ſo ſehr daran gelegen geweſen waͤre, großes Vieh von ſeiner an ſich kleinern Race zu erziehen. Sonſt aber bringt man auch wol zwey Räloer ey 30— ſer Nider ſüt N und Mäſeer auf, 4 rheit ehzüchtereyen vin edenen Jahren agn enen Koppeln geni ern abſtoßen. pochſen werden ui eybehalten; önn ſie bis zum neun⸗ nd. Sie werde die Kuͤhe wer vell hatte ſie n daß er ſie miß faſt all Käbe daß ein Kalhnt Narſhall ewas ruſerndat 48 nah, daß gie „nuben der Mr r 68 rate 3 ig Mich gehr bek m larſa vire ſi inern Raee wuit 1 auch vol zue 3 — — 681— bey eine Kuh. Eine beſondere Methode in Schottland iſt die, daß ſie das Kalb zwar bey der Mutter laſſen, ihm aber ein ledernes Na⸗ ſenband mit einem eiſernen Stachel anlegen, wie man es wol bey dem Fuͤllen einer Eſelinn, die man melken will, bey uns zu thun pflegt. Die Kuh ſchlaͤgt natuͤrlich das Kalb ab, ſobald es ſaugen will, bis die Melkerinn kommt, die dem Kalbe das Band abnimmt, und es nun an zwey Strängen ſaugen laͤßt, waͤhrend ſie die beyden andern ausmelkt; wonach ſie das Band wieder umlegt, welches das Kalb jedoch am Graſen nicht hindert. Hierdurch ſoll die Milchabſonderung bey der Mutter ſehr ver⸗ mehrt und in ihrer Staͤrke länger erhalten wer⸗ den, als wenn das Kalb von ihr getrennt wuͤrde. In einer Entfernung von großen Staͤdten, wo zwar die Milch nicht friſch verkauft, die Kaͤlber aber bequem hingebracht werden koͤn⸗ nen, haͤlt man das Maͤſten derſelben fuͤr vor⸗ theilhaft. Solche Kaͤlber⸗Maſtungen werden mit Vortheil im Großen betrieben: die Kuͤhe ſind in einem großen und luftigen Stalle an der einen Seite, die Kaͤlber an der audern, mit einem ledernen Halsbande und einer Linie an⸗ gebunden. Dieſe Linie geht durch eine am Bal⸗ ken uͤber der Kuh befeſtigte Triele. Wenn man einen — 682— einen Ring loͤſet, und an der Linie zieht, ſo geht das Kalb zu ſeiner beſtimmten Säugamme, und wird bey derſelben gehalten, indem die li⸗ nie mittelſt eines andern Ringes befeſtigt wird. Hiedurch wird alle Unordnung vermieden, und ein Menſch kann eine betraͤchtliche Anzahl von Vieh auf dieſe Weiſe warten. Es wird uͤbri⸗ gens große Reinlichkeit in den Staͤllen beobach⸗ tet und ſtark geſtreuet, weil man dies fuͤr die Geſundheit der Kaͤlber hoͤchſt noͤthig haͤlt. Die Kuͤhe werden ſtark gefuttert. Man hat aber auch haͤufig verſucht, die Kaͤlber, nachdem ſie etwa 8 Tage geſogen, mit anderer Nahrung aufzuziehen und zu maͤſten. Ein Thee⸗aͤhnlicher Aufguß von gutem Heu mit Milch vermiſcht, iſt ſehr bewaͤhrt gefunden, und ich ſelbſt habe verſchiedene Beyſpiele von der beſondern Wohlthaͤtigkeit deſſelben. Das ausgezogene Heu iſt dann aber als Heu nichts weiter werth. Naͤchſtdem hat man Leinſaamen, mit einem Theil abgerohmter Milch und drey Theilen Waſſer, zu einem ſchleimigten Trank eingekocht, ſehr gut befunden, und noch beſſer hat man dieſe Gallert, mit Heuthee vermiſcht, gegeben. Auch eine Abkochung von Malz wird von einigen geruͤhmt. Man hat ihnen auch wol ſehr fruͤh Ruͤben und Moͤhren gegeben. Nach⸗ dem ſie 8 Tage geſogen, ſchnitt man ihnen dieſe in 2— an der lini jig, bünnSünmn gehaten, inden ne Nnges befeſügtn daung vermieden, benäͤchtliche Arah Varten. Es wini in den Staͤllen bobe weil man die ſ öchſt nöthig hill. ert. haͤufig verſuch 8 Tage geſogn hehen und zu i iß von gutem he ir bewaͤhrt geſe hiedene Beyſpit: igkei deſelben.! an aber als helth n hat man llſir hmer Mich m nem ſchleimigmn l di den, und whli mit Heuthee tetuiä ochung ron Riht an hit innn aun zren gehehe 34 nü an! ſchnitt m iaa h 3 — 683— in abgerohmte Milch, und nachdem ſie ſich 8 Tage lang daran gewoͤhnt hatten, brachte man ſie auf ein Ruͤbenfeld, ließ ſie nach Gefallen freſſen, und machte ihnen an einer Hecke ein Strohlager. Papers of the Bath fociety II. 154. Gegen den Duthfan der Kaͤlber, der wahr⸗ ſcheinlich immer von Saͤure entſteht, legt man ihnen ein Stuͤck Kreide vor, an welchem ſie zu lecken pflegen. Ein Aufguß von 1 Loth Ra⸗ barber mit 0 Loth Waſſer und einem Loͤffel voll Branntewein, taͤglich zweymal zu einem Eßloͤffel gegeben, iſt ein ſehr gutes Mittel. Iſt der Durchfall ſchon eingeriſſen, ſo kann man 5 Tropſfen Theebaiſche Tinctur jedesmal hin⸗ zufuͤgen. Ich ſinde bey den Englaͤndern eine beſon⸗ dere Bemerkung in Anſehung derer Kuhkaͤlber, die als Zwillinge mit einem Ochſenkalbe in Mut⸗ terleibe geweſen ſind. Dieſe ſind naͤmlich unter dem beſondern Namen Freemartins bekannt und ſollen nie traͤgtig werden, aber ganz vorzüͤg⸗ liches Arbeitsvieh ſeyn und auch ſtark aufſetzen. Backewell hatte vormals auch die theore⸗ tiſche Meynung, man muͤſſe Kuhkaͤlber nicht eher beſpringen laſſen, als bis ſie 3 Jahren nahe — 684— nahe waͤren. Er fand aber nachmahls, daß dieſe wohlgenaͤhrtenRinder, nicht nur bey der unbefriedigten Brult abzehrten, ſondern auch nachher oft nicht traͤgtig wurden. Wenn ein Rind wiederholt den ſtarken Trieb zur Begat⸗ tung aͤuſſert, ſo haͤlt man es ohne Nachtheil gewiß nicht davon zuruͤck. Nach dem erſten Kalben aber wird man bey jungen Thieren fin⸗ den, daß die Brunſt ſpaͤter oder doch ſchwaͤcher, wie gewoͤhnlich, eintritt, und es iſt rathſam, ſie dann laͤnger ausruhen zu laſſen, auch nicht zu lange zu melken. 2) Die Molkerey⸗Wirthſchaft. Sie unterſcheidet ſich wieder in drey Arten: a) Friſcher Milch⸗Verkauf. b) Buttermachen. C) Rohmkaͤſemachen. Der friſche Milch⸗Verkauf, der im Großen nur in der Nachbarſchaft von Städ⸗ ten moͤglich iſt, iſt die vortheilhafteſte, ja viel⸗ leicht die einzige vortheilhafte Benutzung der Kuͤherey, wenn man blos auf Molken⸗Ertrag, nicht auf Miſt, Ruͤckſicht nimmt. Der Milch⸗ verkauf in der Nachbarſchaft von London, und der Betrieb dieſes Wirthſchafts⸗Zweiges von einzelnen Kuhhaltern, iſt enorm. Man berech⸗ net, ——Q,— 34— d aber nachmazt inder, nicht rure abxhren, ſode tig vurden. Am⸗ jarken Diieb zur de man es 8* In ruck. Nach dn i bey jungen Thieni äter oder doch ſtei und es iſ riiſt zu laſſen, auch i rey⸗Wirthſt eder in drey Am Verkauf. 1 ilch⸗ Verkauf) Nachbarſtaſtins vorthelhafteſs ii heilhafte du os auf! Molke En t rimmt. De M at bon londen, 3 thſchafts⸗ ⸗erie tenorn. Aala ht — 685— net, daß um London 8500 Stuͤck Kuͤhe zu die⸗ ſem Behuf gehalten werden. Ein Mr. Weſt zu Islington haͤlt allein auf verſchiedenen Hoͤfen 800 Stuͤck. Dieſe Kuͤhe ſind groͤßtentheils von der Holdernes⸗Art, doch hat man auch Alderney's und Suffolker. In der Regel wer⸗ den dieſe Kuͤhe uͤberall nicht begangen, ſondern man melkt ſie ab und verkauft ſie alsdann fett; es ſey denn, daß man eine vorzuͤgliche Kuh laͤnger zu behalten ſich bewogen faͤnde. Es werden folglich alle Jahr neue angeſchafft, die in großen Triften dahin kommen. Dies iſt ohne Zweifel die richtigſte Methode in jeder Wirthſchaft, wo die Milch von betraͤchtlichem Werthe iſt, d. h. friſch verkauft werden kann; weil eine jede Kuh, ſo wie ſie traͤgtig wird, an der Milch ſehr verliert, und im ſechſten Mo⸗ nate der Schwangerſchaft die Milch faſt voͤllig aufzieht. Nur muß man Gelegenheit haben, immer gutes friſch⸗milchendes Vieh wieder anzukaufen. Die Behandlung dieſer Kuͤhe iſt groͤßten⸗ theils folgende: Des Morgens um 3 Uhr be⸗ kommt jede einen Buſhel Sey oder Bier⸗Traͤ⸗ bern; von 4 Uhr bis halb 7 werden ſie von den Milchhoͤckern gemolken, welche mit den Ei⸗ genthuͤmern einen Contract auf eine gewiſſe An⸗ zahl von Kuͤhen machen, und fuͤr 8 HMarer⸗ nach — 686— nach Verhaͤltniß der Entfernung von der Stadt, 16 bis 18 Pence bezahlen. Wenn das Mel⸗ ken vorbey iſt, ſo erhaͤlt jede Kuh einen Buſhel Ruͤben, oder Moͤhren und Kartoffeln in ge⸗ ringerer Quantitaͤt. Bald nachher bekommen 10 Kuͤhe ein Bund Heu, aber von dem beſten und fruͤheſt⸗gemaͤheten, was man haben kann. Mit dieſer Abfutterung iſt man um 8 Uhr Mor⸗ gens fertig, und dann werden ſie auf den Kuh⸗ hof gelaſſen; um 12 Uhr kommen ſie wieder in den Stall und erhalten dieſelbe Quaniitaͤt Sey, wie am Morgen. Nachmittags um halb 2 Uhr geht das Melken wieder an, und dauert bis 3 Uhr, worauf ſie wieder dieſelbe Quan⸗ titaͤt Ruͤben erhalten und eine Stunde nachher nochmahls dieſelbe Portion Heu. Dieſe Fut⸗ terungsart dauert vom September bis zum May. Nachdem es die Jahrszeit mit ſich bringt, bekommen ſie auch Nachgras, Kohl und dann bis Ende Mays Wicken. Nur in der waͤrmſten Jahrszeit kommen ſie auf die reichſten Weiden und bleiben dann auch des Nachts draußen. Und ſelbſt in dieſer Weide⸗ zeit erhalten ſie oft Sey, welcher in ausge⸗ mauerten Gruben aufbewahret wird. Im Durchſchnitt giebt eine ſolche Kuh das ganze Jahr hindurch taͤglich 10 Quartier Milch, und der Ertrag derſelben wird auf 30 Pfund Sterl. 65 ☛ 86— atferunz ton deren hlen. Wenn das it ide Kuh eine A en und Kartofelnä Bald vacher batn eu, aber don dn n, was man haba iſt man un zl werden ſie auf dal Uhr kommen ſen alten dieſelbe Dau Nachmittags m wieder ah, und wieder dieſelbe! id eine Stunden nion Heu. Dißt Seytember bh die Jahrszeit i auch Nachgras, Nags Wickn. N eit kommen ſieu bleiben dam al dſelhſt in diſſrdt eey, welchet in ewahter wird iebt ene ſahe gi glich 10 Qurtia en witd auf 30 p Sn — 687— Sterling angeſchlagen. Die Futterungskoſten berechnet man auf 18 Pfund 4 Schilling, und 1½ Acker Weide muß mit 5 bis 6 Pfund Sterling bezahlet werden. Da denn ein Vor⸗ theil von etwa 6 Pfund auf das Stuͤck uͤbrig bleibt, der aber— weil Wartung, Zinſen und Verluſt noch abgehen, nicht als reiner Vortheil angeſehen werden kann. Bey einer vollkom⸗ menen Stallfutterung mit Klee, ſtatt der Weide, wuͤrde der reine Ertrag ohne Zweifel groͤßer ſeyn. Einen weit groͤßeren Vortheil machen die Milchhoͤcker, welche die Milch nicht nur noch einmal ſo theuer verkaufen, ſondern ſie auch vorher abrohmen und mit Waſſer verduͤn⸗ nen. Das Molken⸗Zimmer iſt deshalb immer mit einem Brunnen verſehen, damit der Milch⸗ hoͤcker gleich das gehoͤrige Waſſer zumiſchen koͤnne. Die Londoner erhalten dann doch rei⸗ nes Waſſer zu ihrer Milch. Der Brunnen eines Kuhhalters, welcher ſchwarz angeſtrichen war, wird in der Nachbarſchaft die beruͤhm⸗ te ſchwarze Kuh genannt, welche, wie man ſagte, mehr Milch gaͤbe, wie alle uͤbrigen zuſammen. Auf eine gleiche Weiſe werden die Mol⸗ kereyen in der Nachbarſchaft anderer großen Staͤdte betrieben, und um Manſcheſter und — 688— und Liverpool iſt der Vortheil bey den Kuͤhen beynahe noch größer. Geſtreuet wird dieſen Kuͤhen in der Regel gar nicht; ſie haben einen engen Stand, der höchſtens 5 Fuß lang iſt, und unmittelbar da⸗ hinter einen Kanal, der 2 Fuß weit und eben ſo tief iſt, in welchen der Miſt und Urin faͤllt, und aus demſelben herausgeſchaufelt, gefeget und ausgeſpuͤhlet wird. Die Futterung mit Sey, welcher aus den großen Brauereyen in den engliſchen Staͤdten, in zureichender Quantitaͤt immer zu erhalten iſt, macht dieſe Viehhaltung vortheilhaft. Der Buſhel kommt mit allen Unkoſten auf 2 ⅔ Pence zu ſtehen, wofuͤr man friſches Futter von glei⸗ cher Nahrhaftigkeit in dortigen Gegenden nicht haben koͤnnte. Es werden nur 5 bis 6 Menſchen zur War⸗ tung von beynahe 300 Kuͤhen gehalten. Man muß aber wol bemerken, daß das Melken von den Milchhoͤckern geſchiehet. b) Das Buttermachen. Im Gan⸗ zen wird in England aͤuſſerſt wenig Butter ge⸗ macht; die Grafſchaft Suffolk ausgenommen, faſt nirgends im Großen und zum Einſchlagen. Selbſt die hier gemachte Butter iſt keine Dauer⸗ ———‧ʒʃℳ·˙B’B—B—Q ,——— ——— — ,—ͤ— But 36— der Vurtheil h 1 gräßer. eſen Kihen in detn einen engen Sun, t und unmitelhe 2 huh win weit und er Miſt und Ueſt rausgeſchaufel, g Sey, welcher a den engliſchen dn immer zu erzale g vortheilhaft Unkoſten auf 2 friſches Futter in dorigen Gegendat is 5Meuſcen i Kühen gehalitt a, daß das Neat eher rmachen. Ind zauſſeri wenig Aune Suffolk ausgene onn. in und zum eühs Butter iſ hinde M Pum Butter, ſondern wird nur nach London zum friſchen Verbrauch gebracht. In England wird uͤberhaupt wenig Butter genoſſen, und nur von den Reicheren zu einigen Speiſen und beym Fruͤhſtuͤck gebraucht. Die gute Butter iſt theuer; jedoch nicht in dem Preiſe, daß Vortheil bey der Kuhhaltung herauskaͤme. Faſt nach allen Berechnungen, die ich bey den Englaͤudern finde, iſt der reine Vortheil bey einer zum Buttern gehaltenen Kuh ſo geringe, daß, bey einem genauen Anſchlage aller Koſten, Verluſt dabey ſeyn wuͤrde. Wo deshalb geſchloſſenes Land und keine Gemein⸗ weide iſt, benutzt man die privativen Wei⸗ dekoppeln weit lieber mit Maſtvieh. Ohne Zweifel wuͤrde bey der Berechnung jeder Kuhhaltung— die Gelegenheit, friſche Milch zu verkaufen, ausgenommen,— daſſelbe Reſultar hervorgehen, wenn man nicht den daraus erfolgenden Miſt nach ſeinem wah⸗ ren Werthe anſchluͤge, und den reinen Er⸗ trag des Viehſtapels erſt aus dem Fruchtbau zoͤge. Die Englaͤnder thun dies im allge⸗ meinen nicht; wenigſtens nicht nach den Grundſaͤtzen einer richtigen Oekonomie, und deshalb finden wir in dieſem Stuͤcke wenig Belehrendes⸗ ar Band.* Ihre — 690— Ihre Butterbereitung hat nichts Ausge⸗ zeichnetes, weil ſie von Landwirthen der hoͤ⸗ heren Claſſe wenis betrieben wird. Den Abfall der Milcherey mit Schweinen zu benutzen, halten auch ſie fuͤr das Vortheil⸗ hafteſte, und auf eine beſtimmte Anzahl von Molkenkühen wird eine beſtimmte Anzahl von Schweinen gehalten. c) Das Kaͤſemachen. Die Vorzüg⸗ lichkeit des engliſchen Kaͤſes iſt allenthalben be⸗ kannt. Die guten Sorten deſſelben haben durchaus keine Schaͤrfe, ſondern eine Butter⸗ aͤhnliche Mildigkeit, einen ganz reinen, durch⸗ aus nicht galſtrigen Geſchmack. Er beſtehet aus einer genauen Verbindung der fetten und kaͤſigten Theile der Milch, nach Abſcheidung der waͤſſrigen. Die Bereitung dieſes Kaͤſes iſt in Eng⸗ land ohne allen Zweifel vortheilhafter, wie die der Butter. Die Molken⸗Wirthſchaften in den reichen Weide⸗Gegenden haben we⸗ nigen Ackerbau, und dieſer geringe Ackerbau iſt gleichſam der Weide⸗Wirthſchaft nur dienſtbar. Der Pflug wird nur gebraucht, um das Weidegras zu erfriſchen. Dennoch iſt das Pachtgeld dieſer Weiden hoch, und die Paͤchter reichen dabey aus, wenn ſie hic nicht 0— unz zat richt 1e mn landwirhen da eriehen wird. licherey mit Eihre c ſe für das de beſümmte Tnni eine beſimm en. achen. duh äſes iſt allentnle orten deſſelbn ſondern eine d en ganz reinen ſchmack. Er äindung der fen icch, nach Ahſte ſes Käſes it ffel vortheilzofe 3 Molkm⸗Vriſt e⸗Gegenden ig; dieſr geinge li geide⸗ Wirthſcut wird nur Vin waffiichn de ſer Weiden fch en aus, wenn u — 691— nicht ſo leicht reich dabey werden, wie die Fett⸗ weider. Auch ſteckt in der Betreibung einer ſolchen Molken⸗Wirthſchaft ein bereaͤchtliches Capital, wegen der Haltung des Viehes nicht nur, ſondern auch, weil das Product derſelben, der Kaͤſe, ein Jahr und laͤnger aufbewahrt wer⸗ den muß, ehe er verkauft wird. Hieraus folgt meines Erachtens nothwen⸗ dig, daß die Fabrication des engliſchen Kaͤſes vortheilhafter, wie die der Butter, ſeyn muͤſſe; obgleich er nicht theuer verkauft wird. Allein der vorzuͤgliche Kaͤſe erfordert eine Weide von ausgezeichneter Guͤte und Beſchaffen⸗ heit. Es wird allgemein angenommen, daß er in einem Diſtricte nicht ſo gut wie in dem andern gemacht werden koͤnne; daß er bey einer gleichen Bereitungsart doch verſchieden ſey, und daß, wenn man an einem Orte das Verfahren eines andern puͤnctlich nachahmen wolle, gar ein ſchlechter Kaͤſe herauskommen wuͤrde, weil man dieſelbe Weide nicht habe. In wiefern dieſes voͤllig richtig ſey, getraue ich mir nicht zu beſtimmen; denn daß manche Vorurtheile, Geheimnißkraͤmerey und Eiferſucht gegen einan⸗ der in den Kaͤſemachereven herrſchen, leuchtet offenbar hervor. Geſunde, reiche, mit man⸗ nigfaltigen Kraͤutern beſetzte Weiden werden x 2 aber aber zur Hervorbringung des beſſeren engliſchen Kaͤſes erfordert, und die einfachen Nahrungs⸗ mittel, z. B. der rothe Klee, geben keine Milch, welche dazu tauglich iſt. Das beſte, was wir uͤber engliſche Kaͤſema⸗ chereyen haben, findet man in Marſhalls Beſchreibung der Wirthſchaft in Glouceſterſhire und der mittellaͤndiſchen Grafſchaften. Da wir die Ueberſetzung hiervon durch den Herrn Gr. v. Podewills bald erhalten werden, ſo ver⸗ weiſe ich meine Leſer, welche dieſer Gegenſtand intereſſiren koͤnnte, dahin. Marſhall hat an Ort und Stelle die Sache mit groͤßter Ge⸗ nauigkeit unterſucht, puͤnktlich beſchrieben, und ſich deshalb in ſolchen Wirthſchaften lange auf⸗ gehalten. Hb das Fettkaͤſemachen fuͤr manche teutſche Wirthſchaften nicht vortheilhafter ſeyn wuͤrde, wie das Buttern; ob manche vorzuͤgliche Berg⸗ weiden, ſo wie die Dreeſch⸗Weiden auf reichem Lehmboden, dieſen Kaͤſe nicht in vorzuͤglicher Guͤte liefern wuͤrden— ob dieſer Kaͤſe, wenn er zu maͤßigem Preiſe, wie in England zu 4 bis 3 Pence das Pfund, gemacht werden koͤnnte, nicht reiſſenden Abſatz finden wuͤrde? — ſind Fragen, die eine naͤhere Pruͤfung ver⸗ dienten. Es koͤmmt bey neuen Artikeln aber be⸗ —— — ę———:— —— -y——— 92— g des beſeren enit tin die infachen gun Kler geben keine N 3 r iber englichgi tman in Nar e hſchaft in Glauiit Graſſchaften. d n durch den hen rhalten werden, i velche dieſer begn hin. Manſ Sache mit giißn nktlich beſchren Tirthſchaften la ihen fir manten rtheilhafter ſen n nanche borzüglihed ſch⸗Weiden i 3 ſe nich in urjli —ob dieſer Käſe,n „vwie in Englin und, gematt m Abſat inden ni ne nähere Prifugt ey neuen znin — — —=ü= beſonders auf Handelsconjuncturen an, die man ſich vorher zu verſchaffen ſuchen muß. Bloß weil man dieſes verſaͤumt hatte, misrieth ein ſonſt gluͤcklich ausgefallener Verſuch, Schweitzer⸗ Kaͤſe zu machen, am Harze. Ich will noch einige Bemerkungen machen, die ſich auf Kuhhaltungen und Milchereyen im allgemeinen beziehen. Es iſt wol ein ausgemachter Satz, daß die Eigenſchaft, Fett aufzuſetzen, der Dispoſition, viele Milch zu erzeugen, entgegenſtehe. We⸗ nigſtens in der Milchzeit duͤrfen gute Kuͤhe, be⸗ ſonders von großer Art, auch bey reichlichem Futter, nicht fett werden. Wenn man ſich ge⸗ nau erkundigt, welche Kuh, beſonders bey der Stallfutterung, am meiſten Milch giebt; ſo wird man faſt immer finden, daß ſie magerer ſey. Man trifft Ausnahmen, aber dann ent⸗ deckt man bey genauer Aufmerkſamkeit, daß ein ſolches Stuͤck der Liebling der Viehwaͤrter iſt, und daß ihm das beſte und reichlichſte Fut⸗ ter auf Koſten der uͤbrigen zugetheilet werde; und ſo faͤllt ein richtiger Vergleich weg. Zwar geben fette Kuͤhe auch immer ſettere Milch, aber die beſſere Qualitaͤt erſetzt die geringere Quan⸗ titaͤt in der Regel nicht. Verſchiedene kern⸗ hafte, kleine Kuͤhe haben indeſſen die Eigen⸗ ſchaft, — 694— ſchaft, bey einer gleichen aber maͤßigen Futte⸗ rung ſtark aufzuſetzen, ſobald ſie Milch zu geben aufhoͤren; werden aber, wenn ſie friſch⸗ milchend ſind, wieder magerer; ungeachtet man die Futterung noch verſtaͤrkt, ſo daß ſich das angeſetzte Fett in Milch wieder außzulöͤſen ſch eint. Daß es Individuen gebe, die ausgezeich⸗ nete Milcher ſind, und bey derſelben Futterung einen weit hoͤheren Ertrag geben, iſt eine ein⸗ ſtimmige Bemerkung aller aufmerkſamen Kuh⸗ halter in England und Teutſchland. Es fraͤgt ſich, ob es aͤuſſere Kennzeichen gebe, welche dieſe innere Eigenſchaft, dieſe beſondere Orga⸗ niſation der abſondernden Gefaͤße, andeuten? In England ſtimmen die meiſten Beobachter in folgendem ziemlich uͤberein: ſtarke, fleiſchigte Schenkel ſind ein ſchlechtes Milchzeichen; duͤnne, magexre nach dem Knie ſpitz zulaufende ein gutes. Der obere Thetl des Hinterſchen⸗ kels ſoll, wie einige behaupten, geſtreckt im rechten Winkel mit dem Ruͤckgrade ſtehen. Der Umfang des Bauchs muß groß, aber das Rip⸗ pengewoͤlbe nicht tonnenfoͤrmig, ſondern mehr herabhängend ſeyn. Das Euter muß zwar ſtark, aber nicht hart, nicht fleiſchigt, ſondern weich und dabey elaſtiſch ſeyn. Es muß eine dünne Haut haben, und hinterwaͤrts haͤngen; die ☛☚ 94— hen dt niſiga n t, ſörd ſe Nh en üher, wenn ſef nagerer; ungeachan rfürkt, ſo daß ſt Nich wieder uß en gebe, die uun bey derſelben qun rag geben, iſ in ler aufmerkſona Teutſchland. 9 itzeichen gebe, dieſe beſonden en Gefaͤße, aue die meiſten Vei detein: ſtarke, ſi chlechtes Milhun em Kuie ſpiß uin Thell des hunt behaupten, gitti Rückgrade fafa! uf groß, aber d8 enfütmig, ſondma Das Euter nuh rittſeitig,e ſeyn. Emg 4 jinemits — — 1 — die Zitzen muͤſſen lang und oſſen ſeyn, aber doch die Milch zuruͤckhalten, ſo daß ſie ſolche beym Gehen nicht verſchuͤtten. Starke Milchadern, die manche fuͤr ein wichtiges Kennzeichen halten, ſind truͤglich. Ein duͤnner Hals, ein kleiner Kopf, wie der einen Schlange geſtaltet, ein ſpitz zulaufendes Maul, werden fuͤr gute Ei⸗ genſchaften gehalten. Das ganze Knochenge⸗ baude muß nach Verhaͤttniß der Groͤße des Thiers fein ſeyn. Der Ruͤckgrad nicht ſtark ein⸗ gebogen. Uebrigens muß das Thier dreiſt, lebhaft, aber nicht unruhig ſeyn. Ueber die Fortpflanzung und Hervorbrin⸗ gung milchreicher Racen habe ich ſchon oben geredet. Es kommt ſehr viel darauf an, daß eine Kuh in dem Zeitpuncte, wo die Abſonderung der Milch anfaͤngt, reichlich genaͤhret werde, damit die Abſonderungs⸗Organe erweitert und in Thaͤtigkeit geſetzt werden. Es iſt eine ſehr falſche Meynung, daß man eine Kuh in der letzten Zeit der Schwangerſchaft ſchwach fut⸗ tern muͤſſe, damit das Kalb nicht zu ſtark werde, und die Entbindung erſchwere. Man wird die Knochen des Kalbes, welche allein die Erſchwe⸗ rung machen koͤnnten, dadurch nicht verkleinern; Hwohl aber kann man der Mutter die Kraͤfte ent⸗ entziehen, welche zum gluͤcklichen Werfen ſo noͤthig ſind. Indeſſen kann eine ſtark aufblaͤ⸗ hende, ſchwer verdauliche Futterung bey einer hohen Traͤgtigkeit nachtheilig werden, und man thut wohl, ſolches Futter zu geben, was vie⸗ len Nahrungsſtoff in einer kleinen Maſſe concentrirt enthaͤlt. Ein gleiches muß in den erſten Tagen nach der Entbindung geſchehen, in⸗ dem eine Aufblaͤhung des Unterleibes jetzt ſehr nachtheilig werden koͤnnte. Es iſt daher in manchen Gegenden der allgemeine und ſehr loͤb⸗ liche Gebrauch, den milchwerdenden Kuͤhen Schrot⸗ oder Mehlſaufen und dabey das beſte Heu zu geben, wodurch ſogleich eine ſtarke Milchabſonderung befoͤrdert wird, ohne die Verdauungs⸗Wege zu belaſten. Im öten und Iten Jahre ſind die Kuͤhe am ſtaͤrkſten in Milch. Manche machen es ſich zur Regel, ſie im 9ten und 10ten Jahre ſchon abzuſchaffen, weil ſie dann zur Maſtung einen hoͤheren Werth haben. Wenn man Gelegen⸗ heit hat, friſche Milchkuͤhe zu guten Preiſen zu kaufen, ſo pflichte ich dieſer Meynung bey. Wenn man ſie aber ſelbſt aufziehet, oder das Milchvieh ſchwer zu haben iſt, da koͤnnen Kuͤhe bis ins 12te Jahr im reichem Milchertrage bleiben, und ſcheinen durch ihren Milchertrag den etwannigen Abſchlag ihres Verkaufs⸗Prei⸗ ſes 596— im glitlichen An n kam eine ſatt liiche Puterung bei drheiug verden, wn utter zu geben, ae in einer kleinen! En gliiches min Enbbindung giſhen g des Unterleite unte. Es it rallgemeine ud milchwerdenda! ffen und dabai urch ſogleich a ördert wird, i belaſten. ten Jahre ſind u .Manche maha; een und 1oten Ji e dann zur Maimt⸗ u. Wenn ma di hkäße zu gutn ii ich dieſer Mamn ſelbſt auſſiehe A zaben iſt, da fonna! im reichem Mile durch ihrn Nie plag ihres rui, — 697— ſes zu erſetzen. Sobald man indeſſen eine merkliche Verringerung der Milch, die nicht durch eine zufaͤllige voruͤbergehende Urſache ver⸗ anlaſſet iſt, bemerkt, ſchaffe man ſie in jedem Alter ab. Man pflegt den Ertrag einer Kuͤherey im⸗ mer nach der Kopfzahl anzuſchlagen, und doch iſt dies eine ſo unrichtige, ſehlerhaſte und irre leitende Berechnung, wie man nur machen kann. Es kann ohne Zweifel dieſelbe Weide und Futterung oft mit zwey Drittel, ja zu⸗ weilen mit der Haͤlfte derſelben Viehart, weit vortheilhafter in Molkenproduct verwandelt werden, als mit der ganzen Zahl. So aus⸗ gemacht, ſo anerkannt dies von allen klugen theoretiſchen und practiſchen Landwirthen iſt; ſo wird doch gegen nichts ſo ſehr gefehlet. Wo das Vieh auf Gemeinweiden gehalten wird, da laͤßt es ſich fuͤr den Einzelnen oͤkonomiſch ent⸗ ſchuldigen, wenn er durch moͤglichſt groͤßte Kopfzahl von Vieh, bey dieſem einmahl einge⸗ fuͤhrten oͤkoͤnomiſchen Raubſyſteme, das Meiſte zu rauben ſucht. Aber bey Stallfutterung und privativen Weiden iſt es eine unverzeihliche Thorheit, wenn man immer ſeine Weide und Futterung nicht bezwingen zu koͤnnen glaubt, und— alle Jahre nicht auskoͤmmt, ohne ſein Vieh hungern zu laſſen. Ich kann es dem Land⸗ Landwirthe nicht genug wiederholen, daß er ſeinen Viehſtand als eine Maſchine betrachten muͤſſe, welche ihm vegetabiliſche Stoffe in ani⸗ maliſche, Fuͤteerung in Milch und Miſt verwan⸗ delt. Mehre es Maſchinenwerk zu halten und zu brauchen, als zur Verarbeitung des vorhan⸗ denen Materials noͤthig iſt, iſt immer mit Schaden verknuͤpft; beſonders aber hier, wo in dieſen lebendigen, immer fortlau⸗ fenden Maſchinen, bey der ſchwachen Ver⸗ ſorgung mit rohem Material, ſo vieles ungenußt ſitzen bleibt, ſo vieles verfliegt und die Maſchine ſelbſt, ihrer Leerheit ween, ſo ſtark abgerie⸗ ben wird. Daß man noc) immer die Anſchlaͤge der Weide, der Futterung, der Einſtreuung, der Nutzung und des Duͤngers nach der Kopf⸗ zahl macht, verleitet die meiſten zu dieſem Feh⸗ ler. Unter hundert Wirthſchaften ſtudet man im noͤrdlichen Teutſchlande nicht eine, wo jedes Stüͤck Vieh dasjenige erhielte, was es mit Nutzen verzehren, und in thieriſche Producte oder Duͤnger verwandeln koͤnnte. Man kann den ſicheren Grundſatz in der Oekonomie annehmen: je ſtaͤrker das Vieh ge⸗ futtert wird, um deſto beſſer bezahlt es ſein Futter; je ſchwaͤcher, um deſto ſchlechter. Ich werde dieſes, wo ich von Maſtvieh rede, be⸗ ſtimmter darthun, und mit dem Milchvieh iſt es derſelbe Fall. Dies 698— ug viddtholen, g eine Ruſtiie hen egeta hilſche E taſtn. Nüch und Mam ſchinenverk ſu gin denbeim dem tig in, iß im beſonderz aherſa gen, immer fun bey der ſhvatal ꝛerial, ſo biels ne erfliegt und dili vepen, ſo ſimnitt eo immer die l tung, der Eini Dängers nach hi meiſten zu diſt Dirthſchaften fi ande nicht eine n⸗ eerhielte, wal d in thieriſch h⸗ eln köngte. icheren Grun östi je färker da 3 i bfe be bezaßt ät 4 deſt ſlen von Maſtiu, dmi den Nihit 1 — 699— Dies reichliche Futter auf die wolfeilſte Art herbeyzuſchaffen, iſt ein Hauptproblem der gan⸗ zen Wirthſchaftskunſt. Keine Futterung iſt theurer wie die natuͤrliche Weide, wenn der Grund und Boden in gehoͤrigem Werthe ſtehet. Es muß ſchon eine auſſerordentliche Weide ſeyn, wovon 2 Morgen auf 4 ½ Monat hinreichen, einer Kuh ſo viel Nahrung zu geben, daß ihr Milchertrag taͤglich 10 Quartier betraägt. Meh⸗ renrheils gehoͤren 3 Morgen dazu, und zwar von guter Weide; denn von jeder ſchlechten kann man dieſen Milchertrag uͤberall nicht ha⸗ ben. Dagegen reicht bey der Stallfutterung ein Morgen, oft weniger, zu. Von dieſer Stallfutterung der Kuͤhe aber haben die Eng⸗ laͤnder bisher wenig Begriffe, und nur einzelne kleine Erfahrungen. Sie haben indeſſen einen beſonderen Ausdruck dafuͤr, und nennen es Soil- ing, d. h. eine Futterung mit gruͤnen gemaͤ⸗ heten Graͤſern und Kraͤutern; es werde ſolche auf dem Stalle, auf dem Viehofe, oder auf einer Koppel gegeben. Dies geſchiehet haͤuſig zwiſchendurch, drey bis vier Wochen lang, wenn ſie eben ein Wicken⸗ oder Kleefeld dazu beſtimmt haben, oder ihre Weide nicht zureicht; mehr jedoch mit Maſtvieh als Milchkuͤhen. Sie ha⸗ ben mancherley ſehr zweckmaͤßige Einrichtungen: leichte, transportabele Schoppen; Verpfaͤh⸗ lungen, an welchen die Kuͤhe auf den Futter⸗ kop⸗ koppeln ſelbſt befeſtigt werden; wo ihnen ihr Lager geſtreuet, und der Miſt hinter ihnen in einem Wall aufgehaͤuft, vorn aber eine leichte Bretterwand gezogen wird. Aber ſyſtematiſch und fortdaurend betreiben ſie die Stallfutterung nicht; wenigſtens giebt es davon nur aͤuſſerſt ſeltene Beyſpiele mit Milchkuͤhen; mehrere mit Maſtochſen. Ein Schreiben an Sir John Sinclair, worin ich demſelben vor etwa 12 Jahren die Regeln und Grundſaͤtze der Stall⸗ futterung, in Ruͤckſicht des Ganzen darauf ge⸗ gruͤndeten Wirthsſchaft⸗Syſtems, darlegte, iſt mehreremale, aber ſchlecht und unrichtig uͤber⸗ ſetzt, abgedruckt; hat viele Aufmerkſamkeit in England erregt, und iſt beſonders von dem be⸗ ruͤhmten Schriftſteller James Anderſon zur Grundlage einer Abhandlung gemacht worden, worin er die Vorzuͤge des gemaͤheten gruͤnen Fut⸗ ters gegen die Weide auseinander ſetzt. Allein die Kuͤherey⸗Wirthſchaft wird, wie geſagt, auſſer in der Nachbarſchaft der großen Staͤdte und den kaͤſemachenden Gegenden, im Großen we⸗ nig betrieben. Bey jenen wuͤrde die Stallfut⸗ terung den groͤßten Vortheil abwerfen, weil das Weideland ſo theuer iſt. Aber die Koſt⸗ barkeit und Verdorbenheit der Dienſtbothen in dieſen Gegenden ſchreckt davon ab. Bey der Kaͤſemacherey hingegen wuͤrde die Stallffuͤtte⸗ rung wol nicht anwendbar ſeyn. Man — *S—ͤ=2ͤ zee ☛ lat — ☛ „ 8 700— gt verden; wd in d der I binrerin uft, um aber ein wird. Aber ſoier reiben ſe die Eulim iebt es davon un Michkühen; men Schreiben an Er ich demſelben urn und Grundſäße dei cht des Ganzen we ft⸗Syſtems, duln chlecht und unttt viele Aufmerſie iſt beſonders de James Andu andlung gemat des gemaͤheten tir auseinander ſet. zaft wird, wie Päu⸗ b t der geoßen Ei hegenden, in Eti jenen virde we Vortheil abwef heurr it. Ai enheit der dinſe⸗ neckt davon ah. 3 zn witde d 8e gdbar ſeyn. 4 1 Man kennt auch in einigen Gegenden Eng⸗ lands das ſogenannte Toͤd dern des Rindvie⸗ hes, und zwar hat man daſſelbe Wort, wie bey uns, dafuͤr. Dieſe in dem oberen Theile von Schleswig und in Daͤnnemark, im Kleinen auch in Weſtphalen uͤbliche Methode, findet man am beſten beſchrieben in Hoeghs An⸗ leitung zu einem vernuͤnftigen und zweckmaͤßigen Ackerbau nach Aufhe⸗ bung der Gemeinheiten. Ueberſeht von Otto. Schleswig 1799. S. 252. In den reichſten Marſchgegenden von Eng⸗ land rechnet man mehrentheils auf eine Kuh 2 engliſche Acker Wiedeland, wovon der Acker 1 ½ Pfund Sterling Pacht thut, und 1¼ Acker Wieſen zur Winterfutterung. Alſo 5 ½ Pfund Sterling zur Erhaltung einer Kuh. Sechs ein halb Pfund Sterling werden ungefaͤhr als Er⸗ trag derſelben angenommen. Stall⸗Miſt, zur Duͤngung des Ackers, erhält man von dieſen Kuͤhen faſt gar nicht, weil ſie Winter und Som⸗ mer umher laufen, und uͤberhaupt in dieſen Gegenden oder Wirthſchaften der Pflug kaum anders gebraucht wird, als wenn er zum Auf⸗ bruch bemooster aber reicher Weiden noͤthig iſt. Indeſſen ſind faſt alle engliſche Schriftſtel⸗ ler davon uͤberzeugt, daß es eine weit wolfeilere Fut⸗ - 702— Futterung, durch den Anbau der Futtergewaͤchſe gebe, als durch das natuͤrliche Weide⸗ und Wieſengras. Anderſon und Midleton empfehlen nachſtehende Folge von gruͤner ſaf⸗ tiger Futterung durch das ganze Jahr. Zuerſt im Fruͤhjahre gruͤnen Rocken und Rapſaat, welche zu dem Behuf im Herbſt aus⸗ geſaͤet werden; dann fruͤhe Graͤſer, Wieſen⸗ fuchsſchwanz und Hafergras. Klee vom erſten Schnitt. Sommerwicken. Klee vom zweyten Schnitt. Spoͤrgel. Nachweiden auf den Wieſen, Gras⸗ und Kleefeldern, neben Kohl⸗ und Runkelruͤben⸗ blaͤttern. Ruben, Kohl, Runkeln, Moͤhren. Kartoffeln, Steckruͤben, Rota-baga und daneben Heu. Eine Futterungsfolge, die in jeder Hinſicht ſehr paſſend iſt · 4) Die Maſtung. Es muß wol jeder zugeben, daß die Engländer dieſen Wirthſchafts⸗ Zweig vor allen andern Nationen aufs hoͤchſte ge⸗ 702— Andan der Putann as nriürüche Wed derſon und Mih nde Folge von grir h dos gane Jahr. giahre grnen Ri dem Behuf im hat in früͤhe Griſet, d afergras. Schnitt. Schnitt. den Wieſen, 69 Kohl⸗ und Rat Rankeln, Mäſ krüben, Rota-hi falg de izat ung. Ss nißn lunder diſn Uri ern Nationet ip getrieben und ihn um gruͤndlichſten ausſtudirt haben. Wir koͤnnen daher wol nirgends rich⸗ tigere Lehren und groͤßere Aufklaͤrung, wie von ihnen, erwarten. Allein die Frage iſt: ob ein Maſtungs⸗ Betrieb, wie der ihrige, einem teutſchen Land⸗ wirthe, unter ſeinen gewoͤhnlichen Verhaͤltniſ⸗ ſen, je vortheilhaft ſeyn koͤnne?— Viele be⸗ haupten, dies ſey nirdends der Fall, ausge⸗ nommen bey Brannteweinbrennereyen, durch deren ſtarken Betrieb der Preis des fetten Flei⸗ ſches ſonſt ſo herabgeſetzt wuͤrde, daß man keine andere Frucht vortheilhaft fuͤr Maſtvieh bauen und benutzen koͤnne. Sehr gern gebe ich zu, daß dies unter einzelnen Verhaͤltniſſen, daß es haͤufig der Fall ſey. Aber manche haben dieſe Behauptung, meiner Ueberzeugung nach, zu allgemein ausgedehnt. In vielen hoͤchſt fruchtbaren Marſch⸗Ge⸗ genden, deren Boden ſich zwar zum Ackerbau ſchickt und zum Theil mit ſehr großem Ertrage unter dem Pfluge gehalten wird, ſind doch viele der Meynung, daß ſie ihn zu Fett⸗Weiden am hoͤchſten benutzen. In wiefern dieſes rich⸗ tig ſey, gehoͤrt nicht hierher. Aber gewiß iſt es, daß ein Acker ſolcher Fett⸗Weiden ſo theuer bezahlt oder gepachtet wird, daß man fuͤr dieſen Preis — 7⁰⁴— Preis auf einem Acker ſchlechteren Landes— Landzins und Arbeitskoſten zuſammen gerechnet — eine weit groͤßere Qnantitaͤt thieriſcher Nah⸗ rung produciren koͤnne, wie auf einem Acker Fett⸗Weiden waͤchſt. Haͤlt man nun dort den Maſtvieh⸗Betrieb fuͤr vortheilhaft, iſt man aͤber den Abſatz deſſelben und den Preis, un⸗ geachtet es weit vertrieben werden muß, nicht verlegen, wie ſollte es denn zugehen, daß man ein mit geringeren Koſten gemaͤſtetes Thier, wo man den Abnehmer, der es aus der erſten Hand kaufen kann, vor der Thuͤr hat, zu wol⸗ feil im Verhaͤliniß der Koſten losſchlagen muͤß⸗ te? Dazu kommt noch, daß man bey dieſem Maſtungs⸗Betriebe ausgemaͤſtetes Vieh zu der Jahrszeit haben kann, wo die Concurrenz der Weide⸗Ochſen nicht vorhanden iſt. Endlich aber muß man einen wichtigen Umſtand nicht auſſer Acht laſſen, daß man naͤmlich bey einer Ackerwirthſchaft den Miſt des Maſtviehes ſo hoch benutzt, der bey Feitt⸗Weide⸗Wirthſchaft faſt ohne allen Werth iſt. Ich vermuthe daher, daß diejenigen, welche nach Theorie jeden Maſtungs⸗Betrieb fuͤr un⸗ vortheilhaft erklaͤren, falſch gerechnet haben; daß ein großer Theil derer aber, die aus Er⸗ fahrung dagegen ſind, nicht die erforderlichen Kenntniſſe des Viehes, des Maſtungs⸗Pro⸗ ceſſes und des Viehhandels beſaßen. Mir —— kaan ſazen. diſe vother minhe wütthſ marke det, neu, es al 1 3 ſtung eiße ſebi und Lde des der der ratio koͤnn Erf aus genf reſc der dem 4 ker ſlteren la. Edſtn uſinmen e eQunrict thierſche⸗ nne, wie auf einn! . Hit man nunw für wnzellhaft, in ſelben und den hi rrieben werden mi es denn zugehen, i Koſten gemiſetz⸗ ner, der es aus dt vor der Thuͤr hat r Koſten losſchlun c, daß man ba usgemaͤſtetes Vi , wo die Concun vorhanden iſt. z wichugen Umin daß man naͤmlih Mif des Naitt Fet⸗Weide⸗Ai h zher, daß dicinim⸗ Maftungs⸗Benit , falſch gerechntt lderer äber, de d, nich di enn 8, des Mäftugh andels beſaben Miß ſelbſt fehlt dieſe Kenntniß, und ich kann aus eigener Erfahrung nur wenig daruͤber ſagen. Ich will indeſſen auſſer dem, was uͤber dieſe Materie ſchon in dieſem und einem der vorhergehenden Aufeaaͤtze liegt, noch dasjenige mittheilen, was mir in den Engliſchen land⸗ wirthſchaftlichen Schriften daruͤber beſonders merkwuͤrdig geſchienen hat. Ich behaupte we⸗ der, daß alles, was ich ſagen werde, fuͤr uns neu, und in Teutſchland unbekannt, noch daß es allenthalben anwendbar ſey. Der Englaͤnder ſagt, daß niemand Ma⸗ ſtung mit Vortheil betreiben werde, der nicht eine genaue Kenntniß des Viehes beſitzt, nicht ſelbſt viele Aufmerkſamkeit darauf verwendet, und nicht Viehwaͤrter hat, die eine Art von Leidenſchaft fuͤr das Vieh haben. Das Auge des Herrn macht den Ochſen fett! Der Englaͤn⸗ der kann, wegen des beſtimmten Unterſchiedes der Racen, ſich die Viehkenntniß leichter nach rationellen Gruͤnden erwerben; wir hingegen koͤnnen es bis jetzt bloß durch viele Uebung und Erfahrung, wozu eine ununterbrochene, faſt ausſchließliche Aufmerkſamkeit auf dieſen Ge⸗ genſtand erfordert wird. Daß ein großer Un⸗ terſchied unter einzelnen Thieren in Anſehung der Maſtfaͤhigkeit Statt finde, daß eins vor dem andern ſchneller, alſo im Ganzen mit we⸗ zr Band. Yy niger — 706— niger Futter aufſetze, weiß je der Viehhaͤndler, jeder Brennerey⸗Knecht. Alle Erfahrene behaupten, daß ſie dies dem Vieh, wenigſtens oft, vorher anſehen und abfuͤhlen koͤnnen. Wer Brannteweinbrennerey bey uns im Großen be⸗ treibt, weiß einen Brenner, der dieſes Talent hat, ſehr zu ſchaͤtzen, und überlaͤßt ihm außer der Wartung auch den Ankauf des Viehes. Will man Maſtung mittelſt des Fruchtbaues treiben, ſo muß man ein gleiches Kennerauge bey dem Ankaufe des Viehes gebrauchen koͤnnen. Wer ſich mit Maſtung und Viehhandel ab⸗ giebt, muß das Gewicht des Viehes genau be⸗ urtheilen koͤnnen. Erfahrne und geſchickte Schlachter wiſſen es bey ausgemaͤſtetem Vieh genau zu treffen; duͤrfen ſich wenigſtens nicht uͤber 5 p. C. darin irren. Bey der Vieh⸗ maſtung iſt es aber von Wichtigkeit, auch das Gewicht des mageren und die allmaͤhlige Zu⸗ nahme deſſelben zu erforſchen. Sobald ein Maſtochſe im Verhaͤltniß des Futters und im Vergleich mit den uͤbrigen in etlichen Wochen nicht gehoͤrig zunimmt, ſo wird bey ſeiner fer⸗ 2 neren Maſtung immer Schaden ſeyn. Die engliſchen Viehmaͤſter machen es ſich daher zur Regel, ſich eines ſolchen Thiers zu jedem Preiſe zu entledigen, weil ſie uͤberzeugt ſind, daß es ſein ———————— in 19 Sttt ſein chen ander und ſ der füßl ſches wele wah der leich ” ten erſß wac Bre das der hen gro der ein hͤ Wi Sti ſolch 7 706— weijeder Viaßn Knech Nle 45 ies den Vuh, ei und ahfühlen komma. ey bo uns in Guz drenner, der dieſs 1, und iberlißt int den Ankauf das N mitelſt des Fudt nein gleiches Fenne des Viehes gan tung und Viehha ht des Viehes za Erfahrne und bey ausgemaͤſtein rfen ſich wenigſin irren. Bey de von Wichtigkei, a r und die allmißt erſotſchen. Eth triß des Futten u rigen in elüta d t, ſo vind ben ſin ꝛer Schaden ſen. machen es ſch 1 en Thiers jl ſaang überzeugt ſid, 3 — 707— ſein Futter nie bezahlen werde. Sie verſu⸗ chen jedoch wol, einen ſolchen Ochſen auf ein anderes Futter zu ſetzen, welches ſeinem Gebiß und ſeinen Verdauungskraͤften mehr angemeſſen iſt. Dieſer allmaͤhlige Anſatz, von Woche zu Woche, iſt nicht leicht richtig zu beurtheilen. Setzt ſich das Fett im aͤuſſern Zellgewebe, unter der Haut an, ſo kann man es durch das Ge⸗ fuͤhl leicht erkennen, aber der Anſatz des Flei⸗ ſches und des Fettes zwiſchen den Muskeln, welcher weit ſchaͤtzbarer iſt, wird nicht ſogleich wahrgenommen, und man kann ſich daher in der Zunahme eines Thiers vor dem andern leicht truͤgen. Das Wiegen des lebendigen Viehes halten daher die erfahrenſten und groͤß⸗ ten Viehmaͤſter in England fuͤr eine Sache von großer Wichtigkeit. Man hat dazu Schnell⸗ waagen mit einem Boden und Verſchlag von Brettern, auf welchen das Vieh gefuͤhret, und das Gewicht bemerkt wird, womit man es von der Erde aufhebt. Dieſes Wiegen muß geſche⸗ hen, wenn das Vieh nuͤchtern iſt. Solche große Waagen ſind zum Wiegen des Heues, der Futterung und vieler anderen Dinge, um einen beſtimmten Anſchlag machen zu koͤnnen, hoͤchſt nuͤtzlich, und ſollten in jeder groͤßeren Wirthſchaft vorhanden ſeyn. Im 29 7ſten Stuͤck des Reichsanzeigers von 1803 iſt eine ſolche zweckmaͤßig eingerichtete Waage beſchrie⸗ Yy 2 ben — 708— ben und abgebildet; welche bey einem Herrn Curt Friedrich von Schoͤnberg zu Muͤcheln bey Merſeburg zu haben iſt. Die Vorrichtung fuͤr das Vieh muß freylich erſ daran gemacht werden. Bey dem Verkauf des Viehes kommt es den engliſchen Viehmaͤſtern ſehr darauf an, das Verhaͤltniß des lebendigen Gewichts gegen das Schlachtgewicht auszumitteln. Ich koͤnnte dar⸗ über etliche hundert Verſuche anfuͤhren, aber es wuͤrde daraus nur erhellen, daß es kein al⸗⸗ gemein; zutreffendes Verhaͤltniß gebe. Es koͤmmt dabey nicht nur auf die Art des Viehes und das Verhaͤltniß ſeiner Theile gegen einan⸗ der an, ſondern auch auf den Grad der Fettig⸗ keit. Denn je ſetter und ausgemaͤſteter ein Thier iſt, um deſto groͤßer iſt das Verhaͤltniß des Schlachtegewichts gegen das lebende Ge⸗ wicht, weil die Knochen des Kopfes, der Beine, die Haut, das Blut, und ſelbſt die Eingeweide, wenigſtens nicht ſo ſtark, wie die Fleiſchtheile, zunehmen. Bey mageren und ſchwach gemaͤ⸗ ſteten Thieren betraͤgt das Schlachtergewicht, mit Ausnahme des Talgs, ungefaͤhr die Haͤlfte des lebenden. Bey fetteren iſt es wie 11 3½20; und bey beſſerem feinhaͤutigen und feinknochi⸗ gem Vieh wie 12: 20. Ich will nur fol⸗ gende waͤlße he enmn don Schöͤnben erſehurg zu bi das Dieh mi in en. auf des Viehes in zäſtern ſehr daruft ndigen Gewichts ge umitteln. Ich kiw Verſuche anfühtn, erhellen, daß at Verhaͤltniß r auf die An di einer Theile gu auf den Grad i e und ausgemit gooͤßer iſ das d gegen das li en des Kopſes,d und ſelbſt die kir zark, wie de bit ageren und ſtuiſ gt das eha Talgs, ungefe igra treren iſ enil tiain und 6 . 490) vil w — 709— gende Beobachtungen von Hutch eſ on Mure anfuͤhren: Ein Irelaͤnder wog: Lebendig 92 Stein o Pfund. Geſchlachtet 48— 1— Die Haut 6— 10— Das Talg 3— 6— Ein anderer Irelaͤnder: lLebendig 96 Stein. Geſchlachtet 533— 56 Pfund. Die Haut 6—— Das Talg 3— 0do— Ein Schottlaͤnder: Lebendig 81 Stein o Pfund. Geſchlachtet 44—— Die Haut 5— 4— Das Talg 4— 0O— Eine ſelbſt gezogene Starke: Lebendig 67 Stein o Pfund. Geſchlachtet 35 Die Haut 4— 4— Das Talg 3— 7— Ein Race⸗Ochſe bey Graf Orford wog: Lebendig 103 Stein o Pfund. Geſchlachtet 64 Ein anderer: Lebendig 75 Stein o Pfund. Geſchlachte 443— 2— — 710— Es iſt eine Hauptregel: das Maͤſten mit moͤglichſter Schnelligkeit zu betreiben, d. h. dem frif Vieh ſo viel Futter zu geben, als es nur freſ⸗ um ſen will, und ohne Nachtheil ſeiner Geſundheit del ertragen kann. Denn ein gewiſſer Theil de zul Futterung wird lediglich zur Erhaltung des zur Lebens verwandt. Wenn man alſo dieſe Quan-⸗ titaͤt, und nicht mehr, raͤglich giebt; ſo wird das Vieh in demſelben Zuſtande bleiben, worin da es war, und folglich durch ſeine Zunahme en Aufwand dieſes Futters nicht bezahlen. Was 1 es hingegen mehr erhaͤlt, ſetzt ſich zu Fleiſch zu und Fett an, und bezahlt ſich dadurch ohne 4 Abzug. Hieraus folgt alſo: je mehr Futter das Vieh uͤber die Nothdurft frißt und verdauet, um deſto ſchneller muß es fett we⸗ lich den, und um deſto mehr wird von dem zur Le-⸗ d z. B. zur Erhaltung des Lebens taͤglich 10 Pfund erforderlich ſind, ſo verzehrt ein Kopf 1 in einem Jahre 3650 Pfund, die zum Vor⸗ V theil der Maſtung nichts beytragen. Frißt es toͤglich ein Pfund mehr, und verbeſſert ſich V benserhaltung noͤthigen Futter erſparet. Wenn V 7 dadurch in Jahresfriſt, nach einem beſtimmten t Verhaͤltniß, ſo verzehrt es b 6 zur Lebenserhaltung in 36 5 Tagen 3650Pfund; V zur Maſtung. 365— 365— V ſp 4015 Pfund. Wenn 7110— uptregel: das Rn. keit i beneid d zu giben, als em Nachtheil ſiner din enn ein gewiſer diſ ee 1 ſeſe uglich giebt; t th Zuſtande bleibn, n ch durch ſeine Znaza ters nicht bezazle. erhaͤlt, ſeßt ſih u bezahlt ſih duun. olgt alſo: ſe nagti e Nothdurft ſt ſchneller muß dz fn nehr wird un dng hen Futtet erpant d g des lebens dit ind, ſo berzahtt an zo Pfund, die mut chts beytragen. nehr, und kettſſe 4, nach einen lit Wenn ein Thier taͤglich zwey Pfund mehr frißt, und dadurch in der Haͤlfte der Zeit ſich um eben ſo vieles verbeſſert, als das erſte, ſo verzehrt es zur Lebenserhaltung in 182 Tagen 1820 Pfund zur Maſtungn 3685— 2185 Pfund. Geben wir taͤglich vier Pfund mehr, und das Vieh verbeſſert ſich in 3 Monaten eben ſo viel, ſo koſtet es zur Lebenserhaltung in o2 Tagen 920 Pfund zur Maſtung.. 365— 1285 Pfund. Koͤnnen wir es dahin bringen, daß es taͤg⸗ lich acht Pfund mehr frißt, und in 6 Wochen oder 46 Tagen eben ſo ſtark zunimmt, ſo braucht es zur Lebenserhaltung in 46 Tagen 460 Pfund zur Maſtung 4 2* 4.* 3 6 5— alſo in alletm„ 825 Pfund. Im letzten Falle braucht es folglich nur et⸗ was uͤber den fuͤnften Theil des Futters wie im erſten, um gleich ſtark aufzuſetzen. Es erhellet alſo hieraus, wie groß die Er⸗ ſparung bey der ſchnellen Maſtung ſey. Ich will dieſes Verhaͤltniß zwar nicht als vollkommen zutreffend angeben, ſondern dadurch nur den durch — 712— durch die Praxis allgemein bewaͤhrten Grund⸗ ſatz des ſchnellen Maͤſtens in Licht ſtellen, weil ich glaubte, daß man dagegen bey den meiſten Maſtungen fehlet und ſie deshalb unvortheil⸗ haft ſindet. Da man aber ein Thier nur dadurch dahin bringen kann, daß es mehr, als zur Befriedi⸗ gung ſeines Hungers erforderlich iſt, frißt, wenn man ihm vorzuͤglich angenehmes Futter giebt, und ſeinen Appetit zu reitzen ſucht; ſo folgt daraus, daß es von großer Wichtigkeit ſey, dem Maſtvieh das moͤglichſt angenehmſte Futter zu geben, und deshalb auch eine zweck⸗ maͤßige Abwechſelung zu waͤhlen. Die Erfah⸗ rung lehrt naͤmlich, daß man dem Viehe weit mehr Futter hineinbringen koͤnne, wenn man ſeine Leckerheit zu benutzen weiß. Nachdem es von dem gewoͤhnlichen Futter ſchon ſatt iſt, und nicht mehr davon freſſen mag, nimmt es immer noch mehr zu ſich, wenn man ihm etwas vor⸗ zuͤglich wohlſchmeckendes giebt. Ich machte den Verſuch, einer Kuh, die ſich im Stalle an ihrem gewoͤhnlichen Futter ganz ſatt gefreſſen hatte, aus der Hand Runkel⸗Ruͤben zu geben, und ſie fraß noch 20 Pſund, die ich abgewo⸗ gen hatte, rein auf. Es iſt daher eine wichtige Regel, bey jeder Mahlzeit dem Viebe zuerſt dasjenige zu geben, was es aus Hunger frißt⸗ das 712— gemen hewigrte ſtens in dict ſele, un dagegen beß denn nd ſee deshub un n Tiier nar daͤn es mehr, als zur ts erforderlich ji zuglich angenehne ppetit zu reißen it s von großer Ae as moͤglichſt anſe deshalb auch inn zu waͤhlen. dê daß man dem u tingen koͤnne, tan autzen weiß. Nr n Futter ſchon ſtti ſen mag, nimm at wenn man ihn enut ndes giebt. Ar duh, die ſch inEi Futter ganz ſct h Runkel⸗Rüben u Pfund, deihäs Es iſ dher iiert daolzei den litee nas es aus hun 3 das Angenehmere und Ungewoͤhnliche aber bis zuletzt, zum Deſert, aufzuſparen. Wie ſehr man durch ſtarkes, ſelbſt ge⸗ zwungenes, Futtern der Thiere die Fettigkeit vermehren kann, beweiſt das Maͤſten der Gaͤnſe mittelſt der Stopfung am deutlich⸗ ſten; wodurch man ſie aͤuſſerſt ſchnell zu einer ungeheuren Fettigkeit bringen kann. Eine ſolche ſtarke, ſchnelle Maſtung er⸗ zeugt aber nach einiger Zeit unfehlbar eine Kraͤnklichkeit bey dem Thiere, und man muß daher den Zeitpunkt wohl in Acht nehmen, wo die Zunahme den hoͤchſten Grad erreicht hat, und dann das Vieh als vollendet anſehen. Die ſich vermindernde Freßluſt, eine Neigung zum Durchfall, und uͤberhaupt der Stillſtand der Zunahme zeigen an, daß dieſer Punkt erreicht ſey; und ob es gleich möglich iſt, den Ver⸗ dauungskraͤften, durch abgeſetzte Futterung, eine Erholung zu geben, und dann nach einiger Zeit durch wieder zugeſetztes Futter die Maſtung noch hoher zu treiben, als ſie vorher war, ſo iſt dieſes doch aus einleuchtenden Gruͤnden, und nach der Erfahrung der kluͤgſten Viehmaͤſter,— die zuweilen, durch Wetteifer und ausgeſetzte Praͤmien angetrieben, ungeheures fettes Vieh auf dem großen Smithfield⸗Markte aufzuſtellen ſuchten,— nie vortheilhaft geweſen. So — 714— So lange Thiere wachſen, wird ein be⸗ traͤchtlicher Theil der Nahrungsmittel auf die Zunahme des Koͤrpers verwandt; ſie ſetzen da⸗ her weniger auf, und ihre Maſtung iſt im Durchſchnitt unvortheilhaft. Erſt wenn ſie aus⸗ gewachſen ſind, geht es mit der Maſtung ſchnel⸗ ler. Wenn alſo nicht das Fleiſch juͤngerer Thiere geſucht wird, was beym Rindvieh und Schweinen zuweilen, der Zartheit wegen, der Fall iſt; ſo muß man kein zu junges Vieh auf⸗ ſtallen. Indeſſen macht die Race des Viehes hier einen Unterſchied, indem gewiſſe Arten fruͤher, andre ſpaͤter, zum Fettwerden geneigt ſind. Aelter darf das Vieh aber auch nicht ſeyn, als ſo, daß ſein Gebiß und ſeine Verdauungs⸗ kraͤfte noch im guten Stande ſind. So lange dies iſt, geht das Maͤſten immer gut. Das Fleiſch ſehr alter Ochſen kann noch vortrefflich werden, beſonders wenn ſie ſehr abgemagert waren, und dann ſchnell und vollkommen aus⸗ gemaͤſtet werden. Es iſt, als ob ſie in dieſem Falle ganz neues, zarteres, weniger ſehnigtes Fleiſch anſetzten; wogegen ihr Fleiſch hart bleibt, wenn ſie langſam und allmaͤhlig gemaͤſtet wer⸗ den. Alte Arbeits⸗Ochſen maͤſten ſich im Durchſchnitt beſſer, als ſolche, die mit der Ar⸗ beit ſaſt gaͤnzlich verſchont worden; und geben beſſe⸗ ····· chen, vith en deunxänitel auf de wondt ſe eßen de ie Natung if in Eri vem ſt au⸗ de Muſuug ſhnel⸗ us Flſch jüngeter hemm Raddieh ud Zartzei vegen, de zu junges Vieß an „Naxe des Viehes :m gewiſe Arun ktwerden geneigt auh niüt ein, de Perdauungs⸗ ſind. En lnge mmer gut. Das wodh vorriflih ſeht aögemahe volkommen äll⸗ zob ſiein iſen veniger anine Jliiſh har blit li gemiſtt ⸗ niſin ſh 9 rden; Ä9 ſ — 715— beſſeres Fleiſch. Man hat 1 4jaͤhrige Arbeits⸗ Ochſen ſehr gut gemacht, beſonders wenn man folgende Regeln beobachtete: Nach der Erfahrung der beſten Viehmaͤſter muß man die Maſtung gleich mit ſehr nahrhaf⸗ tem Futter anfangen, und ſie Anfangs forciren. Die abſondernden Gefaͤße werden durch den ſtarken Zufluß der Nahrungsſaͤfte, wie man ſagt, aufgetrieben und uͤberſchwemmt, dadurch erweitert und zu ſtaͤrkerem Abſatz geſchickt ge⸗ macht, oder wohl richtiger, ſie werden zu groͤ⸗ ßerer Lebensthaͤtigkeit gereitzt. Das Futter muß aber kein erſchlaffendes, ſondern ſtaͤrken⸗ des Futter ſeyn, damit der Koͤrper zu einem betraͤchtlichen Grad von Activitaͤt, von Sthe⸗ nie— nach der neueren mediciniſchen Spra⸗ che— gelange, und um deſto lebhafter ver⸗ daue und aſſimilire. Man giebt daher ſehr zweckmaͤßig zuerſt Kornfutter, hernach Kartof⸗ feln, Ruͤben u. ſ. w., wenn die Neigung zum Anſetzen entſtanden iſt. Dieſe Regel iſt viel⸗ leicht weniger bekannt und man verfaͤhrt haͤufig umgekehrt. Aber die erfahrenſten Viehmaͤſter bezeugen ihre Richtigkeit. M Wir wollen gegenwaͤrtig die verſchiedenen Maſtungsarten durchgehen, die in England ge⸗ braͤuchlich ſind, jedoch nur in Anſehung einiger mir merkwuͤrdig ſcheinender Umſtaͤnde; da eine voll⸗ —-— 2716— vollſtaͤndige Beſchreibung dieſes weitlaͤuftigen Betriebes den meiſten meiner Leſer wol nicht intereſſant genug ſeyn moͤgte. Zu natuͤrlichen und kuͤnſtlichen Fettweiden wird in England ein weit groͤßerer Flaͤchen⸗ Raum, und zwar des beſten Landes, als zum Getreidebau benutzt. Dies Land iſt in kleine Koppeln von 6, 10, bis hoͤchſtens 30 engliſchen Aeckern abgetheilt, und die Meynung der mei⸗ ſten iſt fuͤr kleine Weidekoppeln, welche 3, 4 bis 6 Ochſen und dabey zugleich einige Schaafe erhalten. Dieſe Koppeln werden gewoͤhnlich in 4 Schlaͤge getheilt. Der erſte iſt unbeſetzt, bis das Gras fuͤr das beſte Vieh herangewachſen, und ein guter Biß fuͤr daſſelbe da iſt. Die zweyte: enthaͤlt das beſte, zuerſt zu vollendende, Vieh. Der dritte: das nachfolgende, welches auf den zweyten gebracht wird, wenn das von dem zweyten auf den erſten kommt. Der vierte: iſt fuͤr das junge und magere Vieh, bis es auf den dritten gebracht wird. Dann wird dieſer unbeſetzt gelaſſen, bis das Gras genugſam wieder herangewachſen iſt, um das Vieh der erſten Klaſſe wieder aufzu⸗ nehmen. Man —2 — 2—ͤ—ͤ—,, ·˖—— ——2ꝙ— 6— ag diſes veildi miine Leſer wli uge. lünſlüchen Feme wei grißerrr zi beſten landes, 6p Dies land iſ nin hoͤchſtens zoenni die Meynung an koppeln, wach, zugleich einige ei n werden guuig t, bis das da achſen, und un das beſte, zu ffolgende, vittt d, wenn das bi mmt. das junge und mi ritten gebract n tt geuſſn, hl rangewachſei,⸗ laſſe vwieder ai Mg — 227— Man ſorgt dafuͤr, auf jeder Koppel nur ſolches Vieh zuſammen zu bringen, welches einmal an einander gewoͤhnt iſt, und ſich ver⸗ traͤgt. Man laͤßt es in moͤglichſter Ruhe, giebt ihm alle Bequemlichkeiten, rauhe Pfoſten, um fich zu ſcheuren. Zwiſchen den Koppeln ſind Traͤnken ausgegraben, in welche man den Zu⸗ fluß des Waſſers zu leiten ſucht. Oft macht man ihm an der Nordweſtſeite ein Strohlager, wohin es ſich bey rauher Witterung und des Nachts begiebt. Die Sommerſtallfutterung mit gemaͤhetem, natuͤrlichem und kuͤnſtlichem Graſe, mit gruͤ⸗ nem Klee, Luzerne, Wicken, Bohnen u. ſe w. wird von vielen Englaͤndern empfohlen, aber nur von einzelnen,(wenigſtens ſehr ſelten den ganzen Sommer hindurch, ſondern nur in ein⸗ zelnen Wochen und Monaten, wenn eben ein Futterfeld herangewachſen, und die Weide etwa knapp iſt) ausgefuͤhrt. Ja, nicht ſelten werden Luzerne⸗Klee⸗ und Wicken⸗Koppeln abgewei⸗ det; erſtere haͤufig in dem einen Wuchſe, und nur der andere Wuchs wird zum Maͤhen aufbe⸗ wahret. Viele engliſche Schriftſteller haben ſchon lange die Landwirthe aufmerkſam gemacht, wie viel vortheilhafter die Futterung auf dem Stalle oder Hofe, wegen des minderen Verwuͤ⸗ ſtens der Futterung, und hoͤherer Duͤngerbe⸗ nutzung, — 718— nutzung, ſeyn muͤſſe, und daß die Koſten der Stallfutterung dadurch ſo uͤberwiegend bezahlt wuͤrden. Es fehlt auch nicht an comparativen Verſuchen, die den groͤßeren Vortheil der Stall⸗ futterung erweiſen. Allein dieſe Gruͤnde finden wenigſtens nur ſehr langſam Eingang. Ja, ich darf nicht verſchweigen, daß auch verſchiedene anſcheinende Gruͤnde gegen die Stallfutterung von ſcharfſinnigen Maͤnnern angefuͤhrer werden. Die Futtergewaͤchſe, ſagen ſie, verlieren an ih⸗ rem Stamm⸗Ende, wenn ſie an der Spitze aus⸗ wachſen, und treiben nicht ſo ſtark wieder aus, wenn ſie bis zu ihrer Maͤhereife gelangt ſind. Klee und Luzerne werden unten ſtockig, wenn man ſie in volle Bluͤthe treten laͤßt; ſie ſchla⸗ gen freilich wieder aus, aber nie ſo kraͤftig, als wenn ſie immer niedergehalten werden. Ge⸗ maͤhet koͤnnen ſie ſo jung nicht werden, aber das Vieh beißt ſie kurz ab, und ſie ſind in 10 oder 12 Schonungstagen, zur Weide genng⸗ ſam wieder herangewachſen; wogegen zum Maͤhen 6 bis 8 Wochen Zwiſchenzeit erfordert wird. Das Vieh zertritt freylich manches, aber die Pflanze erſtirbt deshalb nicht, ſondern iſt bey der zweyten Beweidung deſto lebhafter hervorgewachſen. Auch bey der Stallfutterung kommt nicht alles zu gut, ſondern vieles wird unter die Fuͤße getreten, vieles muß weggewor⸗ fen werden, nachdem es vom Vieh beſchnoben worden, „ 8— ind daß die Köſtne ſe iberniegend h hricht an comyanan ere Vortheil der len diee Grinde fn gſam Eingang. 8 „daß auch derchn Ven die Stalſide ꝛern angefühterwer gen ſie, verlietenn ſie an der Et iht ſo ſtark wieh daͤhereife gelm n unten ſtocki, treten laͤßt; ſ aber nie ſo kuiß halten werdn g richt werde ab, und ſie ſiyt en, zur Weide p iſen; wohefn Zwiſchenzeitatt rit ftehlih nat deshalb rict, ſie eidung deſſ lh ben der Sulfitm ſendem tülen ieles nuß veſh von Bih hſhun 9 Gorde worden, oder ſich durch das Liegen erhitzt hat. Daß dieſe Gruͤnde an ſich ganz unrichtig und unwahr ſeyn ſollten, laͤßt ſich nicht behaupten; aber die Vortheile des Abmaͤhens und Stallfut⸗ terns bleiben doch nach Theorie und Erfahrung uͤberwiegend. Nur iſt der Verluſt bey einem abgeweideten Kleefelde, wenn es die Wirth⸗ ſchafts⸗Verhaͤltniſſe und Umſtaͤnde erfordern, nicht ganz ſo groß, wie manche teutſche Landwirthe es glaben. Wird der erſte Wuchs fruͤh abgeweidet, ſo wird der zweite allemal um ſo uͤppiger, und wenn ein Klee⸗ oder Luzerne⸗ Feld in einem Jahre durch die Weide, jedoch mit erforderlichen Erholungszeiten, niederge⸗ halten iſt, ſo kann man im folgenden Jahre einen weit reicheren Ertrag davon erwarten, als ſonſt ein zweyjaͤhriges Kleefeld zu geben pflegt. Die Herbſt⸗ und Wintermaſtung mit Wur⸗ zel⸗ und Kohlgewaͤchſen liefert naͤchſt den Fett⸗ weiden wol das meiſte fette Fleiſch in England. Ich habe das Weſentliche daruͤber ſchon in der Abhandlung uͤber den Anbau dieſer Gewaͤchſe geſagt. Das damit zu maͤſtende Vieh kommt groͤßtentheils in der Herbſtzeit aus Schottland herab. Doch wird auch der Folgeſchlag, der auf den Weiden nicht feit geworden iſt, auf dieſe Futterung geſetzt, und die Feitweider kau⸗ fen — 720 fen von den Ackerbauern Koppeln mit dieſen Gewaͤchſen, um ſolche mit ihrem Vieh drauſſen verzehren zu laſſen;z zumal wenn ſie nicht ge⸗ nugſames Keu gewonnen haben. Ein Theil des Fettweiden⸗ Viehes wird aber auch im Winter mit Heu ausgemaͤſtet. Dieſer Viehſtapel wird auf die Graskoppeln und Wieſen gebracht, nachdem ſie zum erſten⸗ male zu Heu gemaͤhet worden. Dieſes Heu bleibt auf den Graskoppeln in Feimen ſtehen⸗ und dieſe ſind mit Verzaͤunungen gegen das Vieh verwahret. Iſt es mit dem zweyten Wuchs des gruͤnen Graſes vorbey, ſo wird dem Vieh, welches nun den ganzen Winter auf dieſen Koppeln bleibt, das Heu vom erſten Wuchſe gegeben. Eine verwuͤſtende Methode! die aber doch in den fetteſten Gegenden Eng⸗ lands landuͤblich iſt, und wozu die Paͤchter nach den Pachtcontracten angehalten werden; indem in dieſen ausdruͤcklich beſtimmt iſt, daß das Gras gruͤn oder trocken auf demſe lben Platze verzehrt werden ſolle, wo es wuchs. Es iſt ſeltener, daß das Heu nach dem Viehhofe hin⸗ gefahren wird, und es geſchiehet mehrentheils nur bey ſehr rauher Witterung, wo das Vieh allenfalls einen offenen Schoppen findet, aber nie angebunden wird. Der 1 7 ſchon genau kuchen und J jene n eine T Sterli Pfund art v Zuge in 8 ten i 2 uf gieget Dhal rikar leini Spr nen kom b wol da des vorth noch 3r 20— nern Koppeln mi 1 mi iͤren Vih mi zumal wenn ſe ith nn habrerr. Hetwveiden⸗Ve: er mit heu autga erd auf die Grain nachdem ſie zin worden. Da ppeln in Femat zerzaͤunungen oen es mit den raſes vorbey, un den ganza! dt, das Heu tun verwuͤſtende Ne ſeteſten Gegende d wozu die Pin gehalten werdan beſtimmt iſ, u auf demſelhut wo es wuthe nach dem Vii geſchiehet nim giterung, no b Schoppen fande — Der Maſtung mit Oehlkuchen habe ich ſchon im erſten Theile erwaͤhnt. Mehrere genaue Beobachter verſichern, daß Leinſgat⸗ kuchen einen betraͤchtlichen Vorzug vor Raps⸗ und Ruͤbſenkuchen haͤtten, und daß man nur jene mit Vortheil anwenden koͤnne. Wenn eine Tonne oder etwa 2100 Pfund 4 Pfund Sterling, das Fleiſch aber 4 Pence das Pfund koſtet, ſo hat man dieſe Maſtungs⸗ art vortheilhaft gefunden. Magere, aus dem Zuge gekaufte Ochſen machte Mr. Moody in 8 Wochen voͤllig fett damit. Sie erhal⸗ ten indeſſen immer etwas Heu dabey. Weil die Leinſaamenkuchen zu dieſem Be⸗ huf ſo ſtark geſucht wurden, und im Preiſe ſtiegen, ſo nahm man, wie ich im erſten Theile geſagt habe, mit Vortheil die ame⸗ rikaniſche Leinſaat ſelbſt. Aber auch das Leinoͤhl hat man zur Maſtung benutzt, uͤber Spreu, Malz, geſchrotene und gekochte Boh⸗ nen und Erbſen gegeben, und es zur vooll⸗ kommenſten Ausmaͤſtung vortheilhaft befunden. Die Maſtung mit Koͤrnern iſt vormals wol mehr, wie jetzt, in England betrieben; da ſeit einer Reihe von Jahren der Preis des Getreides zu hoch geſtanden hat, um vortheilhaft zu ſeyn. Indeſſen geſchiehet es noch von denen, die eine Ehre darein ſetzen, 3r Band. 3 unge⸗ ungeheuer ſchweres Maſtvieh zu liefern, und die auf dem Smithfield⸗Markte ausgeſetz⸗ ten Preiſe zu gewinnen. Bohnenſchrot wird jedoch wol am haͤufigſten dazu gebraucht. Ich muß bey dieſer Gelegenheit einer zwar nicht engliſchen, aber von Englaͤndern erzaͤhlten Methode, die Ochſen zu maͤſten, erwaͤhnen, die in Limouſin gebraͤuchlich iſt. Wenn die Ochſen ſchon bey anderem Futter, beſonders bey Ruͤben, vorwaͤrts gekommen ſind, ſo wird Rockenſchrot mit Waſſer zu einem Teig geknaͤtet, dem man auch wol Geeſt oder Sauerteig zuſetzt, und ſo etliche Tage ſtehen laͤßt. Dieſer Teig wird dann mit vielem Waſſer verduͤnnt, und darunter geſchnittenes Heu gemiſcht. Dieſen Trank muͤſſen die Ochſen ſaufen, wozu ſie in den erſten Tagen mehrentheils nur durch den Durſt gezwungen werden koͤnnen. Bald aber gewoͤhnen ſie ſich ſo daran, daß ſie nichts anderes moͤgen. Ein großer Ochſe erhaͤlt auf dieſe Weiſe taͤglich 22 Pfund Rocken⸗ ſchrot, etwa 3 Wochen lang, wobey er aber erſtaunlich zunehmen, und wenigſtens ſein Futter ungleich hoͤher bezahlen ſoll, als wenn ihm das Schrot ungeſaͤuert gegeben wird. Die beſten Ochſen kommen aus dieſer Ge⸗ gend nach Paris. Auf 22— Lntdih zu lem, ſied,Mark ke aag en. Vohnenſim, ſten dazu gehnng diſet Gelegerſt: aber von An die Ocſe g nouſin gobriui en bey andern 1, vorwaͤrz gin nſchrot mit W dem man uu zuſetzt, und ſ dieſer Teig wi rduͤnnt, und ir niſcht. Diſn ufen, won ſei heils nur durt den konnen. d daran, daß i n großer Ohſe ich 22 Pfund d n lang utes und wenijia bezahlen i 1n geſduert geje bin! mmen aus dißt Auf dem Smithfield⸗Markt wer⸗ den jaͤhrlich mehreremale Ausſtellungen von Ochſen gemacht, und gewiſſe Preiſe, die von einer Societaͤt ausgeſetzt ſind, werden von einer Committe von Kunſtrichtern zuerkannt. Die Landwirthe werden dadurch angereitzt, das Vieh bis zu einer ungeheuren Schwere und Fettigkeit zu treiben. Es haben mei⸗ nes Erachtens manche ſehr richtig behauptet, daß dieſe ungeheuren Ochſen und dieſer Wett⸗ eifer weder fuͤr die Producenten, noch fuͤr die Conſumenten vortheilhaft ſey. So theuer dieſe Ochſen bezahlt werden, zu 100 bis 120 Guineen, und ungeachtet die beyden beſten noch eine Praͤmie von 40 und 30 Pfund Sterling erhalten; ſo wird wahrſchein⸗ lich der Aufwand doch nicht dadurch erſetzt. Um die Ochſen zu dieſer ungeheuren Groͤße und Fettigkeit zu bringen, muͤſſen ſie faſt von Jugend auf, aber langſam und mit Ab⸗ ſaͤtzen, gemaͤſtet werden, weil ſie ſonſt krank werden wuͤrden. Es muß ihnen immer ſtaͤrkeres Maſtfutter, und in dem letzten Jahre wahrſcheinlich lauter mehligtes und oͤhligtes gegeben werden. Ein ſolcher Ochſe erfordert die genaueſte Aufmerkſamkeit, eine ganz beſondere Wartung, weil er wol im⸗ mer der Gefahr der Erſtickung und andern Zufaͤllen ausgeſetzt iſt. Aber nur zwey er⸗ 3³3 2 halten 7 — 224— halten den Preis, und nur dieſe werden ſo theuer bezahlt, weil die Schlachter nur das Fleiſch von dieſen zu extra hohen Preiſen los werden, obgleich freilich wol manches Stuͤck von andern zugleich geſchlachteten Och⸗ ſen mit unter dieſen Nahmen gehen, und von dem Londoner Buͤrger danach bezahlt werden mag. Die vielen Mitbewerber, die ihre Ochſen, um den Preis zu erhalten, viele Jahre naͤhrten und pflegten, muͤſſen ſie gewiß mit betraͤchtlichem Schaden verkaufen. Fuͤr die Conſumenten hat dies Fleiſch einen bloß imaginaͤren Werth. Das viele Feit kömmt, zumal bey der engliſchen Kochart, gar nicht zu Nutzen, ſondern geht in den Kuͤchen der Wohlhabenden faſt ganz verlo⸗ ren. Das eigentliche Fleiſch fetter Thiere iſt zwar wohlſchmeckender, und wird auch von denen geſchaͤtzt, die vom eigentlichen Fett gar keinen Gebrauch machen. Aber an die⸗ ſen uͤberfetten Thieren iſt wenig Fleiſch, und dieſes Fleiſch ſoll, nach dem Urtheile fei⸗ ner Zungen, einen gallſtrigen Beyſchmack ha⸗ ben. Ein ſolcher uͤbermaͤſteter Ochſe kann nicht mehr geſund ſeyn, da er ſich in einem ganz widernatuͤrlichen Zuſtande befindet. Das allgemeine Beſte verliert alſo offenbar dabey und man kann wol annehmen, daß daſſelbe Futter, daß eben die Sorgfalt und Koſten, auf land! ner nicht ſehen, 4— un dieſe wei die Sclachtet m u ertra hohen. fralich wal na gleih geſtlachne Nahmen gehe Bürger danah ſielen Mitenett den Preis zu und pflegten, niſ em Schaden wi hat dies Flit th. Das u der engliſchn „ſondern git enden faſt om⸗ Fleiſch fetn! nder, und nn ie vom eigenlit machen. A jeren iſt veiij „nach dem lune llſtrigen Bujihui herniſener Di n, da er ſih 1 zuftande befid et aiß tfinn mmejmen, d i Serjut m i — 725— auf Ochſen von maͤßiger Groͤße und Fettig⸗ keit verwandt, eine viermal groͤßere Quan⸗ titaͤt von gutem Fleiſche wuͤrde erzeugt haben. Es ſind daher auch jetzt in London, un⸗ ter der Direction des Lord Sommeroille, noch andere Ausſtellungen veranſtaltet und Preiſe fuͤr ſette Ochſen und Schaafe unter beſtimmteren Bedingungen feſtgeſetzt. Lord Sommeroille hat nehmlich den Preis ge⸗ ſetzt: auf das beſte Paar Ochſen, welches gearbeitet hat, um Korn und andere menſch⸗ liche Nahrung hervor zu bringen, ohne je⸗ mals ſolche gefreſſen zu haben. Es muß bezeuget ſeyn, daß ſie nicht nur keine Art von Korn erhalten haben, ſondern daß auch das Stroh, wenn man ihnen welches gab, rein ausgedroſchen geweſen. Auch ſollen ſie keinen Buchweitzen und keine Kartoffeln er⸗ halten haben, und wenn ihnen Oehlkuchen gegeben worden, ſo muß die Quantitaͤt der⸗ ſelben beſtimmt ſeyn, damit danach ein Abzug von dem Vorzuge eines ſolchen Ochſen gemacht werden koͤnne. Denn, ſagt der Lord, dieſer Preis iſt beſtimmt, um die Landwirthe bey dem gewoͤhnlichen Gange ei⸗ ner vortheilhaften Wirthſchaft zu erhalten, nicht fuͤr die, welche ihren Ehrgeitz darin ſetzen, auſſerordentliches Maſtvieh aufzuſtellen, und und es lange uͤber die Zeit behalten, wo es reif fuͤr den Schlachter iſt. Es werden nur Herefordſche und Devonſche Ochſen zuge⸗ laſſen. Es wurden mehrere Paare von Se. Majeſtaͤt des Koͤnigs Farm zu Wind⸗ ſor aufgeſtellet, und ungeachtet die Zuſchauer der Meynung waren, daß ſie wenigſtens einen Preis verdienten; ſo konnten ſie doch denen des Herrn Weſtcar, eines Pachters des Herzogs von Bedford, der faſt immer den Preis davon traͤgt, deshalb aber in der Folge von dieſer Ausſtellung ausgeſchloſſen iſt, nicht die Waage halten. Auch von den Brannteweinbrennern wer⸗ den in England viele Ochſen gemaͤſtet. Da dieſes aber dort nur ein ſtaͤdtiſches Gewerbe iſt, ſo findet man von Landwirthen uͤber dieſe Maſtungsart nichts bemerkt, als daß es ein loſes, ſchwammiges, feinen Zungen uͤbelſchmeckendes Fleiſch ſeyn ſoll, und daß dieſe Ochſen ſich auf den groͤßeren Viehmaͤrk⸗ ten nicht ſehen laſſen duͤrfen, und von den Schlachtern faſt nur heimlich gekauft werden. Wir Teutſche ſind darin ſo lecker nicht. Bey der Stallmaſtung wird es ſehr empfohlen, daß man das Vieh in einer gleichmaͤßigen Waͤrme halte, und das Licht ſo viel moͤglich ausſchließe. Das Vieh muß 6— die Jit behaln, rcher iſt Es n devonſche Diſa 3 nehrere Paare mt nigs Fam a d ungeachtet die Jit⸗ daß ſie weitgſent konnten ſie deh „ eines Pacta , der faſt inm deshalb aber i sſtellung ausgi galten. unteweinbrmn Ochſen gemitt en ſtaͤdtiſch de don Landwinza hits bemerk, u miges, fein g h ſenn ſol, den grüßern dir düͤrfen, und u eimlich gekauftue in ſo leta ii muß zwar uͤbrigens in moͤglichſter Ruhe gelaſ⸗ ſen werden, aber das Striegeln und Buͤrſten haͤlt man fuͤr wohlthaͤtig, und bey ſtarkem Maſt⸗ vieh faſt fuͤr nothwendig, weil es ohne das faſt nicht geſund bleibet. Vormals ließ man das Maſtvieh in England auch zur Ader; aber die⸗ ſer Gebrauch wird jetzt allgemein als unnuͤtz und ſchaͤdlich verworfen. Die Kuͤhe werden durch das Verſchneiden beſonders maſtfaͤhig⸗ und ihr Fleiſch ſoll dann weit zarter, wie das von Ochſen ſeyn. In einigen Gegenden, wo man geuͤbte Verſchneider hat, geſchiehet es deshalb haͤufig. Eine unverſchnittene Kuh laͤßt man etwa 3 Monate vor der Zeit, wo ſie ausgemaͤſtet ſeyn ſoll, begehen. Wenn nun gleich der Maſtungs⸗Betrieb in Teutſchland bey weiten nicht ſo allgemein vor⸗ theilhaft ſeyn kann, wie in England; ſo giebt es doch ohne Zweifel manche Verhäͤltniſſe, wo der Landwirth ſeiner Wirthſchaft ſehr damit auf⸗ helfen kann, beſonders wenn er die gehoͤrige Vieh⸗ und Handelskenntniß beſitzt. Auſſer bey Brannteweinbrennereyen ſind die Faͤlle vielleicht nicht haͤufig, wo die Maſtung einen integriren⸗ den Theil der Wirthſchaft, einen Zweig, ohne welchen das Ganze gar nicht beſtehen kann, ausmachen muß. Aber haͤufiger werden die ſeyn, wo ſie eine vortreffliche Nebenhuͤlfe, eine vor⸗ — 728— vortheilhafte Benutzungsart gewiſſer uͤber den Anſchlag gewonnener Producte abgiebt. Es iſt immer gewagt, ſeinen gewoͤhnlichen Vieh⸗ ſtand ſo einzurichten, daß man mit dem im Durchſchnitt anzunehmenden Futtergewinnſte gerade nur ausreicht. Man kommt dann bey jeder fehlſchlagenden Erndte in Verle⸗ genheit, und muß zu dem betruͤbten Erſpu⸗ rungs⸗Syſteme ſeine Zuflucht nehmen, wo⸗ mit man zwar wol ausreicht, aber den groͤßten Theil der Viehnutzung verliert. Was ſoll ich aber, ſagt mancher Oekonom, mit meinem Futter⸗ und Stroh⸗Gewinnſte machen, in Jah⸗ ren, wo ich einen mittleren oder gar hohen Er⸗ trag habe, wenn ich weniger Vieh halte? Die⸗ ſen Zweifel loͤſet die Maſtung, und oft wird ge⸗ wiß Vortheil daraus erwachſen, wenn man die Zahl des Milchviehes bey der Anlage der Wirthſchaft auf den mindeſten Futterertrag re⸗ ducirt, und bey dem hoͤheren Ertrage gleich Maſtvieh aufſtallt, welches den unhaltbaren und nicht zu verſilbernden Ueberfluß conſumiret und in Fleiſch und animaliſchen Duͤnger ver⸗ wandelt! Ich ſchmeichele mir alſo, daß dieſe von den Englaͤndern hergenommenen Winke uͤber den Maſtungs⸗Proceß nicht ohne allen Nutzen fuͤr teutſche Leſer ſeyn werden. Dritter Uebe nebſ Thi gen, dige dernd verbt derh wuͤr der dur tere beſc 28— gzen geviſer üben Puodute abgeht inen gevohnüte 4 daß man mi e menden Futrayar t. Man konm nden Emdte i h dem berrübten di ne Zuflucht rehan reicht, aber dag verliert. Aaſ Dekonom, mim winnſte maczeni ren oder gu ſtz niger Vieh hiln ſtung, und oſtnn⸗ vachſen, wemte bey der Auz indeſten Futenme häheren Emu elches den uſke en Ueberfluß crin Gmaliſhen dune le mir alu, uii hergenonmenn racef nict(hru ſeyn werden. — Drü Dritter Abſchnitt. Ueber die Schafzucht der Englaͤnder, nebſt einigen Bemerkungen uͤber die Schafzucht im Allgemeinen. Naͤchſt den Hunden haben wir wol kein Thiergeſchlecht, welches ſich in ſo mannigfalti⸗ gen, augenfaͤllig verſchiedenen, beſtaͤn⸗ digen, und nur durch Vermiſchung abzuaͤn⸗ dernden Abarten, uͤber den ganzen Erdkreis verbreitet hat, wie die Schafe. Die Verſchie⸗ denheiten derſelben ſind unzaͤhlbar, und es wuͤrde ein Werk von großem Umfange erfor⸗ dern, nur diejenigen Arten, von welchen wir durch Naturforſcher und Viehzuͤchter beſtimm⸗ tere Nachrichten erhalten haben, gehoͤrig zu beſchreiben, zu claſſificiren, und beſonders ih⸗ rer Genealogie auf die Spur zu kommen. Dieſe Abarten ſind in mannigfaltiger Hinſicht von einander unterſchieden. Manches, was die Naturforſcher uͤberſahen, iſt den Landwirthen auffallend und wichtig geworden, und die Land⸗ wirthe keiner Nation haben bis jetzt ſo große Aufmerkſamkeit darauf gewandt, wie die Eng⸗ laͤn⸗ — 730— laͤnder, obaleich ſie doch einige Momente uͤber⸗ ſehen oder nicht ſo genau beobachtet haben, wie die Teutſchen. Ich beſchraͤnke mich hier auf dieſe Verſchie⸗ denheiten der Schafe in oͤkonomiſcher Hinſicht, und werde nur dasjenige aus der Naturhiſtorie dieſes Thiergeſchlechts gelegentlich anfuͤhren muͤſſen, was auf jene Bezug hat.— Die merkwuͤrdigſte Verſchiedenheit der Schafe tritt wol in Anſehung des Haars und der Wolle ein. Denn es giebt Schafe, die nur Haare und keine Wolle—, andere, die beydes mit einander vermiſcht tragen. Der Unterſchied zwiſchen Haar und Wolle iſt in ih⸗ ren Extremen ſehr leicht, in ihrer Annaͤherung aber ſchwer zu beſtimmen. Haare ſcheinen in⸗ deſſen wol allgemein zunaͤchſt an der Haut dicker und ſteifer zu ſeyn, an der Spitze aber duͤnner zu werden. Die Wolle hingegen iſt mehren⸗ theils unten duͤnner, und wird im Fortgange ſtaͤrker, oder hat vielmehr keine graduelle Ab⸗ und Zunahme, ſondern jedes Haar nimmt in ſeiner Dicke etwas zu und wieder ab, und zwar, wie einige bemerkt haben wollen, je nachdem ſie bey waͤrmerer oder kaͤlterer Witterung her⸗ vorgewachſen iſt.— Bey warmer Witterung ſoll nehmlich die Wolle in ihren einzelnen Fa⸗ ſern dicker, bey kalter duͤnner hervorkom⸗ men. 30— ch tinie Noten. au bohachte oha, 3 lier auf ieſ d in ikononiſcher ge aus der Nuu a gelegentüch un Bezug hat.— ie Verſciedenzt Anſehung des he Denn es ga ne Wolle—/ vermiſcht un er und Wole i „in ihrer Awir n. Haare ſtin achſt an der he der Spiße änis e hingegen in im und wird in Fn gehr keine trnai jedes huur im dwieder ab, ui en wolen, jeut läͤlterer Witennn Bey warmet dun in ihren eine ba dünner b 1 — 731— men.— Ferner bemerkt man den Unter⸗ ſchied, daß Haare nur allmaͤhlig und einzeln wechſeln, die Wolle hingegen, wenn ſie ihre Reife erlangt hat, auf einmal abfaͤllt, und der jungen Platz macht, und zwar um ſo mehr, je wollartiger, d. h. je unaͤhnlicher dem Haare, ſie iſt. Die Schafe unſerer Gegenden tragen, der Regel nach, Wolle. Es giebt aber in anderen Laͤndern haartragende. P. S. Pallas be⸗ ſchreibt manche Art von dieſen haartragenden Schafen in ſeiner„neueſten Beſchreibung des ſibiriſchen Schafes und Stein⸗ bockes, auch des Kirgiſiſchen Wid⸗ ders; nebſt einer Unterſuchung des Schafviehes bey den aſiatiſchen Voͤl⸗ kern. Berlin 1779“, und dieſe haarigten Schafe werden daſelbſt weit hoͤher geſchaͤtzt, als die wolligten, weil man ihr Fleiſch nicht ſchee⸗ ret, ſondern ſich ihrer Haut, als eines ſehr guten Pelzwerks, bedient. Haarigte Schafe finden ſich ebenfalls in Oſt⸗ und Weſtindien; von letzteren traf Sir Joſeph Banks ein aus Jamaika hergebrachtes in England an, wel⸗ ches aber, bey genauer Unterſuchung, unter den laͤngeren, glatten, glaͤnzenden Haaren, auf dem Ruͤcken etwas aͤuſſerſt feine, ſeidenartige, die ſpaniſche in Feinheit uͤbertreffende Wolle hatte, — 732²— hatte, die aber nur einen Zoll lang, und unter den zweyzolligen Haaren ganz verborgen war. Aber auch unter allen Gattungen von unſern wolligten Schafen finden wir einige, welche zwiſchen der Wolle Haare haben, die man Srachel⸗ oder Stichelhaare nennt. Sie finden ſich zuweilen auch mit der aller⸗ feinſten Wolle vermiſcht; und ob ſie denn gleich nach Verhaͤltniß eben ſo fein wie dieſe zu ſeyn pflegen, ſo machen ſie doch einen großen Fehler aus, weil ſie ſich zu man⸗ chen Manufakturen nicht gebrauchen laſſen, und durchaus keine Faͤrbung annehmen. Dieſe Miſchung von Haaren mit kraͤu⸗ ſelnder Wolle iſt ohne Zweifel von einer Begattung der woll⸗ und haartragenden Schafe entſtanden, und hat ſich ſeitdem in verſchiede⸗ nen Verhaͤltniſſen fortgepflanzt. Das urſpruͤng⸗ liche Blut zeigt ſich mehr und weniger bey ein⸗ zelnen Individuen, und kann mehr vertilgt und mehr fortgepflanzt werden, je nachdem man ſie auswaͤhlt. Die Wolle der langwolligen Schafe, die ſich weniger kraͤuſelt, und zum Unterſchiede von der kurzen, kraͤuſelnden Kardaͤtſch⸗ wolle, Kaͤmmwolle genannt wird, unter⸗ ſcheidet ſich ſchon weniger vom Haare, zumal, wenn ſie groͤberer Art iſt. Die Schafe, welche dieſe dieſe der wach Hinſi taiſch den. nann wen, unel Wol min Teu dene Ver drey dene 32— en Jll lang, min n gan verborgen alen Gatga afen finden wra dole Haare zaha, Stichelhaarn len auch mit de cht; und oh ſit eben ſo fein wi machen ſie dß weil ſie ſch ga icht gebrauchen rbung anehne on Haaren mi de Zweiſel um haartragendad ſeitdem in beſt pflang. du mf or und veniher ud kann mehr t werden, je u gwoligen Sthi und zum Unrite ſelnden Kardiſſ genannt vird, Vm r vom Haare, un di Eh,u M — 255— dieſe lange Kammwolle tragen, kann man wie⸗ der als eine eigene urſpruͤngliche Familie be⸗ trachten, da ſie ſich, auch in mancher andern Hinſicht, von den kraus⸗ und kurzwolligen un⸗ terſcheiden. Aus der Verbindung dieſer bey⸗ den Arten iſt wahrſcheinlich wieder eine ſoge⸗ nannte Mulatten⸗ oder Mittelart hervorgekom⸗ men, welche eine ſchlechtere, nicht kraͤuſelnde, unelaſtiſche, dabey aber kurze und ſtruppige Wolle liefert. Wahrſcheinlich iſt das, in dem mittleren Theile von Euxopa, in Pohlen, Teutſchland und Frankreich einheimiſch gewor⸗ dene, den Gemeinweiden und einer ſchlechten Verpflegung uͤberlaſſene Schaf, eine aus den drey vorgenannten reineren Schafracen entſtan⸗ dene Baſtard⸗Art. Naͤchſt der Wolle, auf deren mannigfaltige Qualitaͤten wir noch zuruͤckkommen werden, unterſcheiden ſich die Schafe in vielen ande⸗ ren Stuͤcken: 1) In Anſehung der Groͤße. Dieſe kann zwar durch beſſere oder ſchlechtete Futte⸗ rung, durch mehrere Pflege in den Wachs⸗ thums⸗Jahren, durch ſpaͤtere oder fruͤhere Be⸗ gattung, vermehrt oder vermindert werden; allein eine gewiſſe Groͤße iſt doch einer gewiſſen Race eigen, und von einer kleinen Gattung wird man wahrſcheinlich durch die ſtaͤrkſte Futterung ſo — 757— ſo wenig ein großes Marſch⸗Schaf hervorbrin⸗ gen, als von einem Bologneſer Hunde einen Bullenbeiſſer, wenn man ihnen auch die moͤg⸗ lich beſte Futterung und Wartung, zehn Gene⸗ rationen hindurch, gaͤbe. Das kleine Shet⸗ laͤndiſche Schaf wiegt, wenn es vollig aus⸗ gewachſen und fett iſt, 3, hoͤchſtens 4 Pfund das Viertel; das Teeswater⸗Schaf und andere Marſchſchafe, in England, Flandern und Holſtein 40 bis 50 Pfund das Viertel. 2) Auſſer der Groͤße des ganzen Koͤrpers unterſcheiden ſich die Schafe in der Form ih⸗ res Gebaͤudes, und dem Verhaͤltniß der Theile gegen einander. Einige haben ein ſtarkes hervorſtehendes Knochengebaͤude, ſind langbeinigt, und im Ruͤckgrade faſt kameelfoͤr⸗ mig geſtaltet. Andere haben feine, nicht her⸗ vorragende Knochen, kurze, feine Beine im Verhaͤltniß des großen Umfanges ihres Leibes. 3) Das Horn iſt ein charatteriſtiſches Merkmaal einer Schafart. Einige haben gar keine Hoͤrner, weder im weiblichen noch maͤnn⸗ lichen Geſchlechte; bey einer andern Art be⸗ kommen nur die Stohre Hoͤrner, die Schafe und fruͤh verſchnittenen Hammel haben ſelten welche; bey noch andern finden ſich die Hoͤrner durchgaͤngig, nur bey den Stoͤhren mehren⸗ theils ſtaͤrker, wie bey den Schafen. Bey eini⸗ 734— Narſt⸗„Shaf heret Wellgneſer Hunde man ihnen auch än ind Wanung, z aübe. Das kleues wiegt, wenn dödi ſ 3; hüchſtns, 5 Leeswater⸗Eh „in England, n 50 Pfund das Na roͤße des ganzen Schafe in der zi dem Verhaͤltn er. Einige Knochengebin bückgrade faſt e haben feine, n kurze, feine k Umfanges ira⸗ iſt ein carunt fart. Einixe n m 2 wült nit d einer anden 1 ke d. Nhne ds n Hanmel lchai n fuden ich kee den 6t Ummn ey den Schyin 4 4 — 235— einigen Arten ſind die Hoͤrner gewunden, bey andern ſtehen ſie in die Hoͤhe, und ſind nur etwas ruͤckwaͤrts gebogen, aͤhnlich den Ziegen⸗ hoͤrnern. Das Islaͤndiſche Schaf hat 4, 6 bis 8 Hoͤrner. 4) Die Farbe des Geſichts, beſon⸗ ders der Naſe, unterſcheidet gewiſſe Arten, da dieſe immer ein weiſſes, jene ein ſchwarzes, noch andre ein geſprenkeltes Geſicht haben. Mit dem Geſicht pflegt die Farbe der Beine uͤberein zu ſtimmen. Und wenn bald weiſſe, bald ſchwarzkoͤpſige Laͤmmer fallen, ſo haͤlt man es in England fuͤr ein Zeichen einer ſchwanken⸗ den Baſtardart. 5) Die Laͤnge der Schwaͤnze iſt den Arten eigenthuͤmlich. Zuweilen reichen ſie nur bis an das Knie, zuweilen bis an den Hacken. Ich erwaͤhne nicht des ungeheuren Schwanzes gewiſſer Aſiatiſcher Schafe. 6) Die Art, wie die Wolle auf der Haut ſitzt, iſt verſchieden: bey einigen Scha⸗ fen ſitzt ſie naͤmlich in abgeſonderten Locken oder Maſchen, deren Faſern ſich beym Urſprunge einander beruͤhren und dicht an einander anlie⸗ gen. Zwiſchen jeder Maſche iſt aber ein leerer Raum, wo man die Haut, wenn man die Wolle anzieht, entbloͤßt ſiehet. Bey andern Arten iſt der Koͤrper gleichmaͤßig mit Wolle be⸗ deckt, — 736— deckt, und dieſe iſt ſo mit einander verwebt, daß man keine einzelne Maſchen unterſchei⸗ den kann. Es giebt aber außerdem noch einen Unterſchied in der Dichtigkeit der Wolle, welcher ſo berraͤchtlich iſt, daß eine Schafart vor der andern, ungeachtet ihre Wolle von gleicher Laͤnge und Feinheit iſt, ein bedeu⸗ tend groͤßeres oder geringeres Gewicht liefert. Dieſe vorgenannten Qualitaͤten der Schaf⸗ racen ſind in die Augen fallend. Es giebt andere, die man aͤuſſerlich nicht erkennt, die aber ebenfalls charakteriſtiſch ſind, und in der Race, wenn ſie rein erhalten wird, fort⸗ erben. Es iſt fuͤr den Landwirth wichtig, ſie zu kennen und zu erwaͤgen, wenn er unter mehreren Schafarten zu waͤhlen hat. 1) Es giebt gewiſſe Arten, die ſehr hart ſind, eine feſte, ſtarke Conſtitution ha⸗ ben, ein rauhes Klima, anhaltende ſchlechte Witterung, eine ungeſunde Weide beſſer er⸗ tragen und allen anderen Schafe krankma⸗ chenden aͤuſſeren Einwuͤrkungen widerſtehen. Andere Schafe hingegen ſind ſehr zaͤrtlich, und muͤſſen ſorgfaͤltig gegen alle ſchaͤdliche Einwir⸗ kungen aͤuſſerer Dinge verwahrt werden, wenn ſie geſund bleiben und nicht heerdenweiſe weg⸗ ſterben ſollen. Ein Art aber iſt auch gegen dieſes, eine andere gegen jenes Uebel empfind⸗ licher. 336— d wi einende n elne Naſcen unn ebt aber al außenm. der dihiigkeit dan h in, daß eine ei ngeachtet ihre N Feinheit it, an eringeres Genit ten Qualitäten de ugen fallend. 6 ſerlich nicht erie kteriſtiſch ſind, u ein erhalten wi n Landwirth uih waͤgen, wene zu waͤhlen hi wiſſe Arte, i e, ſtarke Couſtti na, anzalteneſt geſunde Veide 4 deren Schafe ken mwürkungen vint een ſind ſeht Iini 1 en ale ſchͤdüe 9 verwahrt werden,3 nicht herrdenni Art über iſt auc gen jenes lebe 5 4 — 2737— licher. Eine ertraͤgt die ſtaͤrkſte Kaͤlte, das rauheſte Klima, Naͤſſe, und brennende Son⸗ nenhitze, wuͤrde aber, in einem dumpfigen Stall eingeſperrt, in wenigen Tagen todt ſeyn.„In Norwegen,“ ſagt der verdienſt⸗ volle Laſteyrie,„habe ich unter dem 64ſten „Grade Heerden geſehen, die im wilden Zu⸗ „ſtande mitten im Schnee leben, ohne jemals „Nahrung von einer menſchlichen Hand zu be⸗ „kommen. Sie ſind von einer ſo wilden Na⸗ „tur, daß man ſie nicht anders als zu „Pferde einfangen kann. Die Race iſt an „die Eindruͤcke der Atmoſphaͤre ſo gewoͤhnt, „daß ſie keinen ploͤtzlichen Uebergang aus „dieſem wilden Zuſtande in den haͤuslichen „ertraͤgt. Man hatte in der Nachbarſchaft „von Gothenburg einige von dieſen Thieren „kommen laſſen, um ſie waͤhrend der ſchlech⸗ „ten Jahreszeit im Stalle zu halten, aber ſie „konnten die eingeſchloſſene Luft nicht ertra⸗ „gen, und mußten dem Verſuche unterliegen.“ Einige Arten ſind gegen die ungeſunden Wei⸗ den weit empfindlicher wie andere, und eine Pfuͤtze kann ganzen Heerden den Tod zuzie⸗ hen. Manche ertragen die enge Einſperrung in Huͤrden durchaus nicht, ſo hart ſie uͤbri⸗ gens ſind. 2) Es iſt ausgemacht, daß einige Arten, von gleicher Groͤße, ſich mit wenigerm und zr Band. Aaa ſchlech⸗ — 158— ſchlechterem Futter erhalten laſſen, wie andere, und deſſenungeachtet in gleich gutem Stande bleiben, auch in der Quantitaͤt der Wolle nicht zuruͤck ſtehen. So wie es der Fall mit ver⸗ ſchiedenen Pferde⸗ und Hundearten iſt, daß ſie ſich mit geringerem Futter behelfen, und doch bey Kraͤften bleiben; ſo tritt er auch bey Schafen, beſonders nach der Bemerkung der Englaͤnder, ein. Eine Futterung, die der einen kaum das Leben erhaͤlt, ſchlaͤgt der an⸗ dern ſchon zur Fleiſch⸗Maſt an. 3) Die Neigung, Fleiſch und Fett auf⸗ zuſetzen, zeigt ſich bey einigen Arten ſehr fruͤh, ſchon im 2ten und 3ten, bey andern erſt ſpaͤt im 4ten und 5ten Jahre. Jene iſt bey einer Futterung fett, welche dieſe noch völlig verwaͤchſt. Ein Umſtand, der bey Maſtſchaͤfereyen von großer Wichtigkeit iſt. 4) Die Guͤte des Fleiſches macht, unab⸗ geſehen auf die Fettigkeit, einen wichtigen Un⸗ terſchied. Sie haͤngt zwar in etwas von der Futterung, mehr aber von der Race ab. Die Feinheit der Faſern, die Saftigkeit, die Durch⸗ wachſung mit Fett, und ein ſpecifiker, leicht zu unterſcheidender Geſchmack, veraͤndern den Werth des Fleiſches bey Kennern ungemein. Ich habe im erſten Bande, nach Marſhall, uber die feine Kennerſchaft der Englaͤnder in dieſer 38— ale liſen, viec in gliih guten 5 Qumntiüt det A vie es der Fal m d Hundenrten iſ, Funer hehelſn, leiben; ſo nite. ers nach der Bete Eine Fuerug. n erhaͤl, ſhlig h⸗Maſt an. „Fleiſch und zi bey einigen Am und zten, bat dd Ften Jahte ung fett, nehe Ein Umſtand, großer Wichikiſ s Fleiſches mac,¹ keit, einen vitt zwar in emae rvon der luns ie Saftgkeit, nd ein peßn e. t hmack, etinmm bey Kennern dn h nde, mah Nrrſe ſaſt der 2uh — 739— dieſer Hinſicht etwas angefuͤhrt. Wenn man ſagt, daß das Schaffleiſch bey uns an manchen Orten zu wenig Liebhaber finde; ſo ruͤhrt es wol daher, daß man gutes, dem engliſchen gleich kommendes Schaffleiſch daſelbſt nicht kennet. 5) Einige Schafe koͤnnen ſchon fruͤh traͤg⸗ tig werden, und wenn ſie ein Jahr alt ſind, ein Lamm aufſaͤugen, ohne daß es ihren weſent⸗ lichen Qualitaͤten nachtheilig wird. Auf einer guten Weide werden ſie dabey im zweyten Som⸗ mer ihres Lebens fuͤr den Schlachter reif, und ſtellen ihr Lamm, wenn man will, an ihren Platz. 6) Einige Arten werfen in der Regel nur ein Lamm, andere hingegen zwey, drey und zu⸗ weilen vier Laͤmmer. Die letztern Arten ſind dabey ſehr milchergiebig, und werden nach Ent⸗ woͤhnung der Laͤmmer mit Vortheil gemolken; wogegen die Milch bey erſteren unbedeutend iſt, und mit dem Verluſt an Wolle und an der Ge⸗ ſundheit der Schafe theuer erkauft wird. 7) Einige Arten koͤnnen dahin gebracht werden, daß ſie in einem Jahre zweymal lam⸗ men, wenn gleich nicht gerade nach 6 Monaten. Bey andern wuͤrde dies von uͤbelm Erfolge ſeyn. Einige Verſchiedenheiten, die man bey den Schafarten annimmt, ſind keinesweges weſent⸗ Aaa 2 lich, — 140— lich, ſondern zufaͤllig und von der Behandlung abhaͤngend. So unterſcheidet man ein⸗ und zweyſchuͤrige Schafe, ungeachtet es von der Wilkuͤhr eines jeden abhaͤngt, ſie zu den einen oder anderen zu machen. Indeſſen iſt es rich⸗ tig, daß eine Art von Schafen ihre Wolle laͤn⸗ ger, uͤber ein Jahr hinaus, behalten koͤnne, ohne daß die Natur ſie abſtoͤgt, wie die andere. Das echte Merino⸗Schaf thut dies, nach Ver ſuchen, die man in Frankreich angeſtellet hat⸗ Dagegen haben einige Familien teutſcher Schaf e die uͤble Gewohnheit, ſchon im erſten Fruͤhjahr die Wolle abzuſtoßen, und dieſer Fehler iſt ge⸗ blieben, nachdem man ſie mit Spaniſchen ver⸗ koppelte. Auch der Unterſchied zwiſchen Schmiervieh, welches der Naͤude beſtaͤndig ausgeſetzt ſeyn ſoll, und reinem Vieh, was ſie ſelten bekommt, iſt zufaͤllig, und haͤngt von der Behandlung ab. Ich muͤßte jetzt uͤber die Verſchiedenheit der Wolle noch etwas ſagen, da ſolche unendliche Gradationen in allen ihren Qualitaͤten hat. Es iſt oben ſchon des Unterſchiedes zwiſchen Stichel⸗ haariger, zwiſchen Cardaͤtſch⸗ und Kaͤmm⸗ wolle erwaͤhnt. Die Stichelhaare ſind oft mit einer ſehr feinen elaſtiſchen und weichen Wolle verbunden. Die Schafe auf den Inſeln Farroe und Island haben dreyerley Arten von Wolle: eine ſtichelhaarige, eine von mittlerer Qua⸗ lar fai be G we 40— und vyn der Ihe geerſcedd wan ein, gafe, ungeachtet s dabhngt, ſe uhnt hen. Indeſenitg von Shafen ihre Gal. e hinaus, behalnt ſie abſtiht, vie he Scjf that dies unt Frankrei ih engi eFamilen teuſchee ſchon im erſen ſt Hund dieſer Faſe n ſie mit Sperſte der Unterſtic lches der Rudet dreinem dihm nfällig, und hiuyn ber die Verſcitdet agen, da ſolhe u ihren Qultüſt erſchiedes jvſt zardaͤtſch⸗ul Die Süche zan 1 e elaftichen un 1 di Schafe uufa ſaben rrerli l grige, tine bo l — 141— Qualitaͤt, und eine ſuperfeine, die, wie der große Schafkenner Laſteyrie ſagt, mit den beſten Gattungen der Spaniſchen verglichen werden kann. Auch in Norwegen fand er Schafe, die dieſe drey Arten von Wolle verei⸗ nigten, und deren feinſte kurze Wolle, wenn ſie gehörig ausgepfluͤckt wuͤrde, der feinen Shetlaͤndiſchen gleichkommen wuͤrde, von welcher ein Paar Struͤmpfe mit 10 Guineen bezahlt wird. Die Cardaͤtſch⸗Wolle iſt die, deren man ſich zur Fabrikation der Tuͤcher und dichter Zeuge am beſten bedient, und die deshalb von unſern Fabrikanten am meiſten geſucht wird. In ihrer Feinheit, Elaſticitaͤt und anderen Qua⸗ litaͤten iſt ſie ſehr verſchieden. Die Kaͤmm⸗Wolle iſt wenig kraͤuſelnd, faſt ſchlicht herabhaͤngend und mehrentheils von betraͤchtlicher Laͤnge. Dieſe Laͤnge iſt zu ihrer Guͤte weſentlich erforderlich, weil kurze Kaͤmm⸗ wolle nur zu einigen Fabrikaten gebraucht wer⸗ den kann. Dieſe Kaͤmmwolle wird zu Flanel⸗ len, Kamlotten, Kaſimiren, vorzuͤglich aber zu Strumpfwebereyen und vielen anderen Din⸗ gen gebraucht, und nach den verſchiedenen Gra⸗ den ihrer Feinheit, die eben ſo mannigfaltig wie bey der kraͤuſelnden Wolle ſind, geſchaͤtzt. Um die Guͤte beyder Arten von Wolle zu beurtheilen, ſiegen man auf die Feinh eit, Klar⸗ — 742— Klarheit, Ebenheit, Laͤnge, Weich⸗ heit, Staͤrke, Elaſticitaͤt und Krimp⸗ pekraft. Ich verweiſe in Anſehung dieſer Qualitaͤten aber auf den bekannten Dauben⸗ ton⸗Wichmannſchen Catechismus der Schafzucht. S. 67 u. f. Nur uͤber die Krimppekraft muß ich etwas ſagen, da ſie eine wichtige Ruͤckſicht der Fabrikanten iſt. Sie beſtehet darin, daß die Wolle beym Walken ein dichtes Tuch giebt, und leicht ſitzt. Es iſt noch nicht ganz ausgemacht, worin der Grund dieſer Eigenſchaft eigentlich beſtehe. Sie iſt von der Elaſticitaͤt verſchieden, auch von der Weichheit und Feinheit. Die Fabrikanten, welche in jeder andern Hinſicht der feinſten in Teutſchland erzeugten Spaniſchen Wolle, voͤllig gleiche Guͤte mit der original⸗Spaniſchen jetzt zugeſtehen, verſichern jedoch, daß ſie ihr in je⸗ ner Eigenſchaft nachſtehe. Man behauptet, daß man der Wolle dieſe Krimppekraft, nach⸗ dem ſie ſolches durch laͤngeres Liegen oder feh⸗ lerhafte Behandlung verloren hat, wieder ge⸗ ben koͤnne, wenn man ſie mit etwas Oehl durch⸗ ziehen laͤßt. Die Krimppekraft ſcheint alſo in einer natuͤrlichen Fettigkeit ihren Grund zu ha⸗ ben, und ſo iſt es wahrſcheinlich, daß die Wolle in Spanien ſie dadurch in einem ſo vor⸗ zuͤglichen Grade erhaͤlt, daß man die Schafe vor der Schur nicht waͤſcht, ſondern ſie in einen —2 8 àã☚& ——. η 44— heit, länge, d laſticität md hi rweiſe i Anſchm 1 den bekannin dan hen Latechizna 67 1. f. Nu ih uß ich ewas ſagn,) ft der Fabrikaneit die Wolle bemn d t und liiht ſit emacht, worin a entlich beſtehe. d erſchieden, auhn eit. Die Fah n Hinſicht derſit Spaniſchen original⸗Symit jedoch, daßſeit ſehe. Mu bie dieſe Krinpein⸗ längeres lite n berloren hat, vi ſie mi etvas Ahlr inppekrit ſhin igkei ihre rnd 1 wahrſceinich, dadurcin inm t, vß um ker waͤſcht ſnde 4 — 743— einen beftigen Schweiß ſetzt, und dadurch Fett in die Haare uͤbertreibt. Jene Qualitaͤten haͤngen, wie jetzt wol evi⸗ dent erwieſen iſt, hauptſaͤchlich von der Race der Schafe ab, vererben ſich auf die Genera⸗ tion, und bleiben der Race in jedem Klima, bey jeder Futterung und Wartung, ſo lange ſie rein erhalten wird, eigenthuͤmlich; obgleich Klima, Futterung und Behandlung auf die mehrere oder mindere Benutzung dieſer Quali⸗ taͤten einen großen Einfluß haben. Vermittelſt des Durchkreutzens koͤnnen dieſe Qualitaͤten zum Theil verbunden, zum Theil aber auch vertil⸗ get, und Schafe hervorgebracht werden, die we⸗ der die guten Eigenſchaften der vaͤterlichen, noch der muͤtterlichen Abkommenſchaft haben. Ich wende mich nun zur genaueren Be⸗ trachtung der brittiſchen Racen. Nirgends fin⸗ det ſich wol auf einem ſo kleinen Flecke des Erdbodens eine ſolche Mannigfaltigkeit von Schafen, die in ihrer Art rein und unvermiſcht erhalten, zuweilen jedoch auch durchkreutzt wor⸗ den, wie hier; und nirgends iſt die Aufmerk⸗ ſamkeit ſo geſpannt geweſen, diejenige Race auszumitteln, welche, unter beſtimmten Wirth⸗ ſchaftsverhaͤltniſſen, die vortheilhafteſte ſey. In⸗ deſſen haben ſich die Meinungen hieruͤber noch keinesweges vereiniget, und in mancher Hin⸗ ſich — 744— ſicht bleibt der Vorzug der einen Art vor der andern noch unentſchieden. Ich muß vorlaͤuſig bemerken, daß es in England viererley Arten von Schafwirthſchaft gebe. Die erſte Art nennen die Englaͤnder die wilde Schaͤferey. Sie wird auf uncultivir⸗ ten Gemeinheiten, auf wuͤſten unverbeſſerten Plaͤtzen betrieben. Iſt ſie in ackerbauenden unverkoppelten Gegenden, ſo haben die Schafe die Berechtigung, die Stoppel und Braache zu behuͤten, die ihnen noch das beſte Futter ge⸗ waͤhren. Dieſer Schaͤferey⸗Betrieb kommt dem gemeinen teutſchen ziemlich gleich, nar mit dem Unterſchiede, daß die Schafe im Winter auch nicht in den Stall kommen. Bey den ganz wilden Schaͤfereyen werden ſie auch im Winter nicht gefuttert, ſondern ganz der Natur uͤberlaſſen. Von dieſer Schaͤferey ſpre⸗ chen alle aufgeklaͤrte Landwirthe in kultivirten Gegenden— denn fuͤr die ganz rauhen bergig⸗ ten Gegenden iſt ſie mehr geeignet— mit der aͤuſſerſten Verachtung, als von einem unvor⸗ theilhaften, jaͤmmerlichen Nothbehelfe, und be⸗ trachten ſie ungefaͤhr ſo, wie man im Luͤnebur⸗ giſchen eine Heidſchnucken⸗Schaͤferey beurtheilt. Man will doch den Grund und Boden, man will ſeine Gerechtſame etwas benutzen, wenn es auch faſt ohne allen reellen Vortheil waͤre. Der Huͤrdenſchlag giebt den Erſatz der Koſten. Man M —/—— ꝗ—————— ke 74ʃ½— zug der eigen Anm. ieden. ſſg bemein, di⸗ Irten von Stuſe 6 tnennen die Enzlä Sie wird auf nt auf wüſten unebi In ſie in acelte nden, ſo haben ut Stoppel und Nag noch das beſte frr Schaͤferey⸗Beric hen ziemlich glah, e, daß die ot den Stall komna. aͤfereyen werdaii ntert, ſonden o Von dieſer Shſeſ Landwirthe in ni ir die ganz ruße mehr geeignt- g, als von einne chen Nothbehelf, ſ, wie man in em⸗Shferey kmn Hrund und Toden, etvas benuhen, un relln Veri t den Erſah nce s 3 — 245— Man rechnet nicht ge nau, erwaͤgt den Verluſt icht, den man durch das Wegſterben ganze Heerden, die ſich faul fraßen, oder nicht dur den Winter fnach. werden konnten, ſo oft erlitt, und haͤlt dann den Gewinnſt, den dieſe Schaͤferey in gluͤcklichern Jahren abwirft, fuͤr annehmlich;; ſo geringe er auch ſeyn mag. Immer wird der geringe Vortheil, den einer oder der andere davon haben kann, durch den groͤßten Nachtheil des gemeinen Beſtens er⸗ kauft, da das Land, um jene ungluͤckliche Hun⸗ gerleider zu ernaͤhren, unverbeſſert liegen muß, welches, in gehoͤrige Kultur geſetzt, ſtatt eines abgezehrten Schafs, fuͤnf fette, manchmal wol eine Kuh, erhalten koͤnnte. Die auf ſolchen Ge⸗ meinweiden gehaltenen Schafe ſind, wie bey uns, elende verkroͤppelte Thiere, aus zufaͤlli⸗ ger Vermiſchung entſtanden; und wenn auch jemand eine beſſere Art einfuͤhren wollte, ſo hat man gefunden, daß dieſes bey dem Durcheinan⸗ derlaufen kleiner Trifften unmoͤglich ſey. Im ſuͤdweſtlichen Brittannien ſind dieſe ſogenannten wilden Schafe aus allerley Blute zuſammenge⸗ ſetzt. Die Nachlaͤſſigkeit ſcheint bey dieſer Schafwirthſchaft faſt noch weiter wie in den ſchlechten teutſchen Schaͤfereyen zu gehen. Man darf ſie wenigſtens nicht mit unſern Guts⸗Schaͤ⸗ fereyen, ſondern nur mit den Bauer⸗Schaͤfe⸗ reyen vergleichen. Die — 246— Die zweyte Art von Schafwirthſchaft fin⸗ det man in den huͤgeligten und bergigten Gegen⸗ den, wo hauptſaͤchlich der Kreideboden nur mit einer flachen Krume, aber mit einem feinen nahrhaften Raſen bedeckt und der Grund pri⸗ vativ iſt. Dieſe Schafweiden werden ſehr ge⸗ ſchaͤtzt, von den Eigenthuͤmern mit Sorgfalt geebnet, abgewaͤſſert und in Schlaͤge getheilt, welche den Schafen nach gewiſſer Ordnung ein⸗ gegeben werden. Zuweilen iſt mit ſolchen Wirthſchaften Ackerbau verbunden, und dann bedient man ſich des Huͤrdenſchlages; zuweilen beſteht die Schaͤferey⸗Wirthſchaft ganz fuͤr ſich allein. Man hat gefunden, daß in letzterem Falle die Weide ſich betraͤchtlich verbeſſere, weil man ihr den naͤchtlichen Duͤnger nicht entzog, und dies hat einen ſolchen Einfluß gehabt, daß in Pachtungen von gleichem Boden eine gewiſſe Flaͤche Landes— da, wo mit der Schaͤferey kein Ackerbau verbunden war— um ein merkliches theurer bezahlt wird, als wo ein Theil des Lan⸗ des unter dem Pfluge ſtand. Oft iſt mit dieſer Hoͤheweide ein Theil von Marſch⸗ oder reichem Thal⸗Lande verbunden, welches ebenfalls zu Graſe liegt, und zur Fettweide und zum Heu⸗ gewinnſt benutzt wird. Bey Schaͤfereyen dieſer Art richtet man nun eine große Aufmerkſamkeit auf die Race. Die Wolle koͤmmt hier mehr als bey der 3ten Art der 145— Krun Sgrinſi ügren ud berzigen 8 hder Krdebedenn 2, aber mit eiten 6 deckt und der Grud cafweiden verden 6 genthumern mit de dund in Schli nach gewiſer d Zuweilen it mi au verbunden, u Hürdenſchlages, m Wirthſchaſt ge funden, daß inz ttraͤchtlich berheſin den Duͤnger it chen Einfuuß gezt ichem Boden einn wo mit der Schiin war— um ein nat als wo ein Thellt ſuand. Oftiirin zon Marſh⸗ dert e, welhes ebaſl Fetweide ud in . iſer An rictet mn nkeit auf die Nu! ijr als ben nnn 3 — 247— der Schaͤfereyen in Betracht, und im Durch⸗ ſchnitt haben dieſe Hoͤhe⸗Schafe eine kraͤuſelnde Cardaͤtſch⸗Wolle. Zugleich nimmt man doch auch auf das Fleiſch Ruͤckſicht, und opfert die beſſere Qualitaͤt deſſelben und die ſchnellere Maſt⸗ faͤhigkeit einer hoͤheren Guͤte und Eintraͤglichkeit der Wolle nie auf. Dies geſchiehet um ſo weni⸗ ger, je reicher die Weide iſt, oder je mehr ſie mit Thal⸗Weiden und reichlicher Winteraus⸗ kunft verbunden iſt. Die dritte Art der Schafwirthſchaft findet in ebneren verkoppelten Gegenden Statt, wo das Land wechſelsweiſe unter dem Pfluge ſtehet, dann aber mit Klee und Graͤſern auf 2, 3 und mehrere Jahre zu reichen Schafweiden nieder⸗ gelegt wird, auch Futterungsmittel fuͤr den Herbſt und Winter erbauet werden. In dieſen Wirthſchaften iſt die Wolle immer nur eine Ne⸗ benruͤckſicht. Man benuttt ſie, und wuͤnſcht ihre beſſere Qualitaͤt, aber nicht auf Koſten des ſchnellen Fleiſch⸗ und Fettanſatzes, zu erlangen; und da manche dies fuͤr unmoͤglich halten, ſo ſetzt man die Aufmerkſamkeit auf die Wolle bey⸗ ſeite. Die Schafe, welche jene Eigenſchaft ha⸗ ben, tragen im Durchſchnitt lange Kaͤmm⸗ Wolle, die mehr und minder fein und weich iſt, oft den Abgang ihrer Guͤte durch die groͤßere Quantitaͤt erſetzt. Dies ſind diejenigen Schafe, auf deren Veredelung man in England am mei⸗ ſten ſten rafinirt hat, um eine ſolche Gattung hervor⸗ zubringen, die eine beſtimmte Quantitaͤt von Nahrung in die moͤglich⸗ groͤßte Quantitaͤt von Fleiſch umwandelte, und, nur in ſofern es da⸗ mit vereinbar, den groͤßten Werth von Wolle truͤge. Die vierte Art von Schafwirthſchaft iſt die in den reichen Marſchen, an den Ufern der See und der großen Fluͤſſe. Hier haͤlt man auf vorzuͤglich große Schafe, und die auf ſolchen Marſchweiden ſehr ſchnell und jung fett werden koͤnnen. Sie haben ſaͤmmtlich lange Kaͤmm⸗ Wolle, aber von vorzuͤglicher Guͤte, Feinheit und Weichheit, und tragen ein betraͤchtliches Gewicht davon auf dem Leibe. Aber dieſe Schafe erfordern eine ſehr reiche Nahrung, und ſind auſſer dieſen Gegenden gar nicht oder ſehr unvortheilhaft zu erhalten. Dagegen paſſen die kraushaarigen Schafe durchaus nicht hieher. Nachdem ich dieſes vorausgeſchickt habe, wird das, was ich uͤber die verſchiedenen eng⸗ liſchen Schafarten zu ſagen habe, meinen Leſern deutlicher ſeyn. Das Heidſchaf(the Heath-Sheep) hat einen ſchwarzen Kopf und Beine, lange vor⸗ waͤrts gewundene Hoͤrner, einen wilden Blick im Auge, nach Verhaͤltniß ſeiner Hoͤhe ein kur⸗ zes aber derbes Gerippe und eine lange, flockige, grobe Wolle, wovon es 3 bis 4 Pfünd traͤgt, die 48— in ſheGanng beſtimnte Quari ſich⸗großte Dunnin und, nur in ſofen grißten Verih wan wdon Schafwirſte arſchen, an den li glüſſe. Hier häm fe, und die af nell und jung ſtr ümmtlich lang i zuͤglicher Gin rragen ein benitt em Leibe. U ehr reiche Nag enden gar tiht n alten. Dazihn dfe durchaus rih ſes vorausgeiti der die detſhiäen agen habe, miin the HeatShe”) und Beine, lug ver, einen ride 1 triß ſeiner Hähe 5 und eine lige 5 3 3 b 6 inn — 749— die zu 6 Pence p. Pfund bezahlt wird. Ge⸗ ſchlachtet wiegt das Viertel 12 bis 16 Pfund. Es iſt eine vorzuͤglich lebhafte und harte Art, welche ſich fuͤr Heidgegenden vorzuͤglich ſchickt. Sie finden ſich von Durham ab bis weit in Schottland hinauf. Sie werden auf den Heid⸗ mooren fett geweidet, und koͤnnen ſich mit Wei⸗ den, die wenig Gruͤnes haben, erhalten. Die Cheviot⸗Schafe finden ſich in dem⸗ ſelben noͤrdlichen Diſtricte, werden aber nur auf denjenigen Bergen erhalten, die keine Heide, ſondern einen gruͤnen, obgleich kurzen Raſen tragen. Sie haben keine Hoͤrner, mehrentheils weiſſe Koͤpfe und Beine(ob es gleich auch ei⸗ nige mit ſchwarzen giebt), einen ſchoͤnen freien Blick mit lebhaft hervorragenden Augen, einen langen Koͤrper, der aber in der Bruſt und am Ruͤckgrade zu ſchmal iſt, kleine, feine und gerade Beine. Sie wiegen, wenn ſie fett ſind, 12 bis 18 Pfd das Viertel; ihr Fließ 2 bis 3 ½ Pfd, und gilt im Durchſchnitt 11 Pence das Pfund. Sie tragen aber zweyerley Art Wolle; 3 feine, die ausgeſondert theurer verkauft wird, und. grobe, die fuͤr ſich nur 6 Pence gilt. Man findet ſie mehr an der nordweſtlichen Seite. Die aͤlteren guͤſten Schafe koͤnnen zwar mit einer duͤrren Weide, wo nur Nardus ſtricta, Juncus ſquarroſus, Scirpus caſpitoſus, Eriophorum vaginatum, Erica vulgaris waͤchſt, — 750— waͤchſt, ausreichen, aber die Mutterſchafe und Laͤmmer erfordern durchaus feineren Raſen. Man hat ſehr auf die Veredelung dieſer Schaf⸗ art gewirkt, theils in der Race ſelbſt, theils mittelſt der Durchkreutzung. Einige haben die Wolle zu verbeſſern geſucht, andere die Form der Schafe, um ihnen naͤmlich eine breite Bruſt und breiten Ruͤcken zu verſchaffen. Beyde Zwecke ſind bis auf einen gewiſſen Punkt von einigen erreicht, und beide Theile ſind uneins, von welchem der Vortheil groͤßer ſey. Die Herdwick⸗Schafe ſind in den ber⸗ gigten und felſigten Gegenden von Cumberland zu Hauſe. Schafe und Widder haben keine Hoͤrner, die Stoͤre mehrentheils, ob man ſie gleich fuͤr beſſer, von reinerem Blute und fein⸗ wolliger haͤlt, wenn ſie ebenfalls keine bekom⸗ men. Man glaubt naͤmlich, daß die Hoͤrner ſchon eine Einmiſchung von der Heidrace anzeig⸗ ten. Sie ſind ſehr agile, kleine Thiere, mit feinen graden Beinen, die, ſo wie das Geſicht, mit kleinen ſchwarzen Flecken geſprenkelt ſind. Sie ſuchen ihre Nahrung auf den rauheſten Fel⸗ ſen, erhalten im Winter durchaus nichts, und wiſſen ſich unter dem tiefſten Schnee das Noth⸗ wendige herauszukratzen, oder diejenige Stellen an den Bergen aufzufinden, wo der Wind den Schnee verwehet hat. Der Verluſt dabey iſt nach der Art nur geringe: von unterjaͤhrigen 3 bis 750— über de Na durchauz fötetn ſ e Veredelnn diſas in der Raee ſal, ußunz. Einige u geſucht, andere ni n vamüch eine bun⸗ verſchaffen. Vad gewiſſen Pundt wii Theile ſind meu großer ſey. Schafe ſind i hegenden von dnt und Widder it nehrentheils, ün reinerem Bluen ſie ebenfalls kir naͤmlich, daß ul ng von der heidnn jagile, kleim An n, die, ſo wie da en Flecken giſpralt rung auf den ruh inter durheus itt iüffen Stme un tzen, oder diejniee inden, wo dr M . Der bali„ inge: don nuujte — 251— bis 10 Stuͤck vom Hundert, von aͤltern 2 bis 5 Stuͤck. Man behaͤlt die Mutterſchafe ſo lange wie ſie lammen wollen, und ſie werden nicht vor dem 10ten, zuweilen erſt im 15ten Jahre verkauft. Sie erhalten keine beſſere Weide, ehe ſie geſchlachtet werden. Die Hammel, welche man 44 jaͤhrig ſchlachtet, wiegen oft 11 Pfund das Viertel, und haben 10 bis 12 Pfund Talg. Die Schafe wiegen 6 bis 3 Pfund das Viertel. Die Wolle rechnet man im Durchſchnitt auf 2 Pfund. Ihr gewoͤhnlicher Preis iſt 6 Pence, weil ſie mehrentheils Stichelhaare hat. Iſt ſie aber davon frey, ſo iſt ſie viel mehr werth, und dies ſcheint der Fall mit der Race zu ſeyn, die ſich voͤllig rein vom Heidſchafe erhalten hat. Die South-downs oder ſuͤdlichen Bergſchafe ſind eigentlich auf den kreidigen Huͤgeln vom ſüdoͤſtlichen Suſſer zu Hauſe, ha⸗ ben ſich aber jetzt ſo beliebt gemacht, daß ſie auch in vielen verkoppelten Gegenden eingefuͤhrt ſind, und mit der Backewellſchen oder neuen Leiceſterart wetteifern; nachdem verſchiedene, beſonders ein Mr. Ellman zu Glynd, auf ihre Veredlung, in und durch ſich ſelbſt, große Aufmerkſamkeit verwandt ha⸗ ben. Sie ſcheinen mit den Schafen in den ſäͤd⸗ weſtlichen Gegenden Englands zwar eines Ur⸗ ſprungs, aber durch beſſere Weide, mehrere Pflege und Auswahl bey der Zuzucht allmaͤhlig ver⸗ veredelt zu ſeyn. In den mehr weſtlichen Pro⸗ vinzen wurden dieſe Schafe naͤmlich nur auf die gemeine Auſſenweide getrieben, wo ſie ver⸗ kuͤmmerten und ohne Auswahl fortgepflanzt wurden, wogegen dieſe zur Schaftrifft ſo zweck⸗ maͤßigen Kreidehuͤgel, unter den Schaf⸗Farms laͤngſt getheilt waren, und dieſe auf ihre Heer⸗ den und ihre Weiden große Aufmerkſamkeit wandten. Der Bau dieſer Schafe iſt kurz und dick, zwiſchen den Schultern jedoch nicht genugſam ausgefuͤllt; die Beine ſind nicht lang, der Ober⸗ ſchenkel ziemlich ſtark mit Fleiſch bewachſen; der Kopf und Hals iſt dick und kurz. Keine Hoͤrner, das Geſicht und die Beine dunkelgrau, oder geſprenkelt. Sie ſind hinten hoͤher als vorne und ihre Hinterviertel gewoͤhnlich um 2 bis 3 Pfund ſchwerer, wie die vordern. Nach Backewellſchen Grundſaͤtzen waͤre dies ein Feh⸗ ler, weil bey dem Schafe das Fleiſch ſich vor⸗ theilhafter auf den Vordertheilen anſetzen ſoll. Aber dieſe Schafart zeichnet ſich darin aus, daß das Fleiſch ihrer Hintertheile zart und wohl⸗ ſchmeckend iſt, und die Schinken ſehr geſucht werden. Dieſerhalb ſagt beſonders Hr. Ell⸗ mann, er befolge allerdings die Backewell⸗ ſchen Grundſaͤtze bey der Zuͤchterey, naͤmlich nicht Knochen, ſondern Fleiſch hervorzubrin⸗ gen, und das ſtaͤrkſte Gewicht deſſelben auf die⸗ 54— den mäüt wefltha Schafe vumüch m de gerieben, wo e Luewahl fing ſe zurShaftriſt en Hunrrr den Sthi und dieſe auf in en große Aufman 6 1 19 Schafe iſ kuzw n jedoch nicht en ind nicht lang, a mit Fleiſch ban dick und kar d die Veine di e ſind hinten viertel gewoͤhnit wie die voreen ſaßen wäͤre diet hafe das Fleiſt 1 ordertheilen eiil zeichnet ſth den inertheilezet m 1 Schinken fir ſag beeders h alerdings die di der Ziehtey, t in Fliſt hemn e Gerich 1 — 755— diejenigen Theile zu legen, die am ſchaͤtzbar⸗ ſten ſind, aber darin koͤnne er nicht mit ihm uͤbereinſtimmen, daß die Keulen nicht zu dieſen Theilen gehoͤrten. Sie werden mehrentheils ge⸗ ſchlachtet, wenn ſie 2 ½ Jahr alt ſind, koͤnnen aber auch mit 12 Jahre fett werden, und Man⸗ che halten dies bey den Hammeln vortheilhaf⸗ ter. In jenem Alter iſt das Gewicht des Vier⸗ tels zwiſchen 16 bis 21 Pfund, von den Ver⸗ beſſerern aber höͤher getrieben. Das Fleiſch wird fuͤr delicat gehalten; man giebt ihm den Vorzug vor den ſchwereren Schafen und bezahlt es theurer, was jedoch nach Einigen nicht in der Art, ſondern in der Weide, ſeinen Grund haben ſoll. Sie werfen gewoͤhnlich zwey Laͤm⸗ mer, und ſaͤugen ſie, wenn ſie gut gehalten wer⸗ den, gut auf. Ihre Conſtitution iſt geſund und hart, ſie ſind wenigen Krankheiten unter⸗ worfen, und ertragen die rauheſte Witterung im Freien, wenn ſie gehoͤrig gefuttert werden. Was dies Schaf aber in den neueſten Zeiten, wo der Wollpreis in England mehr geſtiegen iſt, ſo ſchaͤtzbar gemacht hat, iſt dies, daß es das einzige iſt, welches mit der Maſtfaͤhigkeit eine feine, kraͤuſelnde Wolle verbindet, die, wenn ſie ausgeſucht wird, der Hereford⸗ ſehen gleich kommt und zu 2z Schilling— wahrſcheinlich jetzt noch theurer— verkauft wird. Im Durchſchnitt rechnet man 2 Pfund zr Band. Bbb auf — 454— auf das Schaf. Die Winter⸗Futterung dieſer Schafe mit Kartoſſeln iſt jetzt in Suſſex faſt allgemein eingefuͤhrt. Ungeachtet dieſes Schaf auf den kreidigen Huͤgeln erzogen wird, und auf dem dichten aber niedrigen Raſen, deſſen Hauptgras die Briza media iſt, vortrefflich gedeihet, ſo er⸗ traͤgt es doch auch die Marſchweiden, und die auf Koppeln angeſaͤeten Futtergewaͤchſe. Ob es beſonders auf letztern den Vorzug vor der Backewellſchen Art habe, iſt in der neue⸗ ſten Zeit der Hauptgegenſtand der landwirth⸗ ſchaftlichen Discuſſionen. Es hat beſonders viele Goͤnner unter den vornehmen Landwir⸗ then, wogegen die Stimme der eigentlichen aufgeklaͤrten Paͤchter in weiterer Entfernung von London, doch fuͤr die Backewellſchen zu bleiben ſcheinet. Der verſtorbene Herzog von Bedford hatte beyde Arten ſchon einige Jah⸗ re hindurch experimentaliſch, im Großen, ge⸗ gen einander gehalten, und deſſen Bruder ſetzt dieſe Verſuche, bey welchen er jedoch noch ei⸗ nige andre Arten aufnimt, fort. Der eigent⸗ liche Punkt der Frage iſt naͤmlich der: welche Art von Schafen bringet von einer beſtimm⸗ ten Quantitaͤt und Qualitaͤt von Weide und Futterung, durch Fleiſch und Wolle zuſam⸗ mengenommen, den groͤßten Vortheil her⸗ vor? Dieſe 54— Wnn Putermn, n iſ jeßt i diß Schaf auf dene —, und auf den a, deſeen Haun otrreflich gedeſn ie Marſchweiden, eren Funergevi tern den Vorzag Art habe, itud egenſtand der le en. Es hat i en vornehma! Stimme der in in weiterer de ur die Backene⸗ rverſtorbene het de Arten ſchon in entaliſch, in rd , und deſen M welchen er jad faimt, ſot. de eiſt nimüch dat aget een iier t Qualitt ien 2 liſch un Vol. den grißen Vnß 5 1 — 755— Dieſe Schafe ertragen den Huͤrdenſchlag, aber er ſetzt ſie zuruͤck, und beſonders ſind weite Wanderungen nicht fuͤr ſie. Manche andre Arten von Schafen im ſuͤd⸗ weſtlichen England, die Devondſchen, Wilt⸗ ſchen, Sommerſetſchen, Dorſetſchen und Cornwal lſſchen uͤbergehe ich, da ſie von den Englaͤndern wenig geachtet und als feh⸗ lerhaft in jeder Hinſicht angenommen werden. Ihr Character iſt unbeſtimmt wechſelnd, und ſie ſind wahrſcheinlich aus unglüͤcklichen Durch⸗ kreuzungen entſtanden, kommen daher im All⸗ meinen ziemlich mit den teutſchen Landſchafen uͤberein; werden, wie dieſe, hauptſaͤchlich um des Hürdenſchlags willen gehalten, geben durch ihre Wolle einen ſchlechten Ertrag, werden un⸗ gefaͤhr auf gleiche Weiſe verpflegt, kommen je⸗ doch im Winter in keinen Stall. Nur ſchicken ſich die Dorſetſchen vorzuͤglich zum zwey⸗ maligen Lammen und zu den um Weihnachten geſchaͤtzten Winter⸗Laͤmmern. Die einzige Race, welche in England im Winter im Stalle gehalten wird, und gehalten werden muß, iſt die Herefordſche, die auch Ryelaͤnder genannt werden. Ungeachtet dieſe Race eine ſehr feine, der ſpaniſchen nahe kommende Wolle giebt, auch ſolche ziemlich reichhaltig, zwey Pfund auf einem kleinen Koͤr⸗ per, traͤgt, mit ſehr maͤßiger Weide und Fut⸗ Bbb 2 terung — 756— terung ſich begnuͤgt, ſo hat ſie doch auſſer ihrem Geburtsort, ihrer Zaͤrtlichkeit wegen, wenig Beyfall gefunden. Die Norfolker Schafe ſind eine große langbeinige Art, mit einem ſchmalen Gerippe, aber ſtarken hervorragenden Kno⸗ chen, haben ſchwarze Geſichter und Beine, große Hoͤrner, kurze kraͤuſelnde, ziemlich feine Wolle, ſind ſehr hart, lebhaft und ſchnell auf den Beinen, jedoch zum Huͤrdenſchlage vorzuͤg⸗ lich geſchickt. Ihr Fleiſch iſt ſehr wohlſchmek⸗ kend, und wird, wenn ſie fett ſind, ſehr geſchaͤtzt, theurer wie irgend ein anderes bezahlt. Aber ſie erfordern eine ſtarke Futterung, koͤnnen nur ſpaͤt, erſt im 4ten Jahre, und dann mit be⸗ traͤchtlichem Aufwande, gemaͤſtet werden. Des⸗ halb hat man ſchon lange eingeſehen, daß ſie in kultivirten verkoppelten Gegenden nicht vor⸗ theilhaft waͤren, und alle beſſern Norfolkſchen Wirthe haben einen andern Schlag eingefuͤhrt, oder den alten mittelſt zweckmaͤßiger Durchkreu⸗ zung veraͤndert. Die Art wird deshalb nur noch fuͤr die rauheren Gegenden beybehalten, wohin ſie ſich gut paßt, beſonders auch weil ſie zum Huͤrdenſchlage weite Wege machen kann; wenigſtens erkennt Jedermann den Vorzug an⸗ derer Arten an. Ich werde nur wenig von den großen lang⸗ wolligen hoͤrnerloſen Marſchſchaafen ſagen, unter 56— 1 ſe nch auſat ärlichkei wegen, lker Sthſe ſ in, mit einem ken hervorrgenin he Geſchtet m. kraͤuſelnde, jeni t, lbhoftändſt un Hürdenſclare keſch iſt ſeßtwit ſie fett ſind ſ anderes bezat Futterung, in ahre, und dm „gemäͤſtet wen lange eingeſeßen chen Gegende alle beſſern Ret andern Sclag in t weckmäͤhiger dr ie An widd det en Gegenden bit t, beſonders auht veite Wege mahh 1 dermann den Im enig von den hrin Narſtſchaafut — 4157— unter welchen das urſpruͤngliche Teeswater⸗ Schaf das groͤßte iſt. Dieſes kann eine unge⸗ heure Groͤße erreichen; man ſorgt aber jetzt ſelbſt in den fetteſten Marſchweiden mehr da⸗ fuͤr, es zu verkleinern. Die ſehr lange Kaͤmm⸗ wolle, die 8 bis 10 Zoll erreicht, und wo⸗ von ſie 9 bis 10 Pfund im Durchſchnitt tra⸗ gen, iſt ungemein fein und weich, zu manchen Fabrikaten, nur weniger wie die kraͤuſelnde zum eigentlichen Tuche, geſchickt. Ihr Fleiſch iſt vortrefflich, ſaftig, aber etwas ſchwammig; nur giebt der grobe Koͤrper vielen Abfall von geringem Werth. Sie werfen 2, 3 bis 4 Laͤm⸗ mer, und geben, bey gehoͤriger Futterung, zu⸗ reichende Milch dafuͤr; ſie koͤnnen aber nur auf der feiteſten Marſchweide ſich naͤhren, und nach genaueren Berechnungen benutzt man dieſe doch nicht vortheilhaft damit. Naͤchſt dieſem erreichen die Lincolner das ſtaͤrkſte Gewicht, und tragen eben ſo ſtarke, jedoch nicht ſo feine Wolle. Sie haben ſehr grobe Knochen, einen dicken, eckigen Kopf⸗ und ungeachtet ihr Gewicht auf 200 und meh⸗ rere Pfunde getrieben wird, ſo nehmen ſie doch die Schlachter nicht gern, und es iſt wol aus⸗ gemacht, daß dieſe große Knochenmaſſe und der ſchlechte Abfall zu viel gute Nahrung an ſich ziehe. 8 4 Die — 758— Die ſuͤdlichen Marſch⸗Schafe, die unter dem Namen der Romney⸗Marſchſchafe bekannt ſind, unterſcheiden ſich von denen an der Tees, der Beſchreibung nach, nicht ſehr. Man haͤlt ſie doch daſelbſt vortheilhaft, unge⸗ achtet vier Stuͤck einen engliſchen Acker Marſch⸗ landes erfordern. Dasjenige Schaf, welches Backewell zum Gegenſtande ſeiner Verbeſſerung machte, war urſpruͤnglich von dieſer langwolligen, aber nicht von der eigentlichen Marſchart. Ob er ſich Anfangs des Durchkreuzens bediente, um die groben Knochen jener Art in moͤglichſt feine zu verwandeln, den Kopf, Hals und Beine zu verkleinern, das Gerippe hingegen in der Bruſt und am Ruͤckgrade nach Ver⸗ haͤltniß breiter zu machen, oder ob er dies bloß durch eine Auswahl der Individuen, die er wol beſonders in Warwickſhire aufſuchte, bewirkt hat, iſt noch zweifelhaft. In Anſehung der Wolle hat ſich dieſes Schaf, nach Backewells eigenem Geſtaͤndniſſe, in Anſehung der Qualitaͤt verſchlechtert, aber dennoch ſoll es einen groͤßeren Werth an Wolle, bey einer gleichen Quantitaͤt von Nah⸗ rung, gegen irgend ein anderes geben. Haupt⸗ iaͤchlich aber beſtehet ſein Vorzug in dem ſtar⸗ ken Anſatze des Fleiſches und Fettes auf den beſten Theilen— wenn man will, ſchon im zwey⸗ 56— uſth⸗Sünſ den anen⸗Manſt heiden ſich dm i reibang nah, it ſelbſt vrtzeilgn, englichen Aäen „ welches Bach ter Verbeſſerngn ieſer langvolin hen Marſchan. hkreuzens beiin jener Art in den Kopf, das Gerippe Rückgrade u chhen, oder oh zwahl der Im ¹s in Warwich t, iſt noch zuit le hat ſih igt igenem Geſüni it verſclechun, in größern An hen Dumitit in! andars geber k ein Verzag in wi hes und Frne d in man vil, ſiu 1 — 239— zweyten Jahre— von einer ungleich geringe⸗ ren Futterung, als andere Schafe, um eine gleiche Quantitaͤt Fleiſch aufzuſetzen, erfordern. Ich habe uͤber den Betrieb dieſer Schaßzuͤchte⸗ rey im erſten Bande ſchon etwas geſagt, und es moͤchte fuͤr meine Leſer zu weitlaͤuftig wer⸗ den, wenn ich ihnen auch nur die Summe der daruͤber gefuͤhrten Verhandlungen und Discuſ⸗ ſionen mittheilen wollte. Das Reſultat, was ſie geben, iſt wol dieſes: daß allerdings das Backewellſche Schaf, welches auch von ſeinem Stammorte, das Diſleyſche oder neue Leiceſterſche genannt wird, eine vor⸗ zuͤgliche Benutzung in den kultivirten, verkop⸗ pelten Gegenden gebe; daß es keine verſchwen⸗ deriſche, aber immer gleiche, Futterung gebrau⸗ che; daß es dabey geſund bleibe, wilden Triff⸗ ten aber nicht uͤberlaſſen werden duͤrfe; daß es fuͤr den Huͤrdenſchlag wenigſtens bey weiter Entfernung nicht paſſe; daß endlich ein Land⸗ wirth einen maͤßigen Aufwand, um dieſe Race bey ſich einzufuͤhren, vortheilhaft anlege, aber fuͤr die enormen Preiſe, welche noch bis jetzt fuͤr die vorzuͤglichſten Boͤcke dieſer Art bezahlt werden, wenigſtens erſt ſpaͤt Erſatz erhalten könne. So ſehr Backewells Andenken allgemein verehrt wird, und ſo ſehr man ſeine richtige Beurtheilung der thieriſchen Natur in wirthſchaftlicher Hinſicht bewundert, ſo ſcheint ſich — 760— ſich doch einige Animoſitaͤt gegen ſeine Haupt⸗ nachfolger, oder die Viehzuͤchter der erſten Klaſſe, verbreitet zu haben. Man wirft ihnen ihr myſterioͤſes Betragen, welches ſo weit ge⸗ het, daß ſie ihre vorzuͤglichſten Boͤcke nicht ein⸗ mal zeigen, ihr Beſtreben, ſich das Monopol zu erhalten, und zuweilen auch die Abſicht, das Publicum irre zu leiten, vor. Man ſagt, ſie koͤnnten nun nachgebender und billiger bey der Vermiethung ihrer Boͤcke ſeyn, und mehrere Mutterſchafe ablaſſen, um dieſe Race da, wo ſie vortheilhaft waͤre, gemeiner zu machen. Sie ſollen, wie ihnen einige vorgeworfen ha⸗ ben, keinen ihrer Kunden, wenn er ſich nicht ganz an ſie anſchließt, und ihnen gewaltige Summen opfert, zum hoͤchſten Grad der Ver⸗ edelung kommen laſſen, damit die Stoͤhre der erſten Klaſſe nicht gemein werden. Sie ſagen zwar dagegen, daß der große Aufwand, den ſie auf eine immer hoͤhere Vervollkom⸗ mung der Race wendeten, die vielen Ver⸗ ſuche, die ſie anſtellten, einen allen Wirth⸗ ſchaftsverhaͤltniſeen angemeſſenen Schlag her⸗ vorzubringen, ohne ſo hohe Preiſe zu er⸗ halten, nicht bezahlt werden wuͤrde, und daß, wenn die Leitung dieſes Geſchäfts in zu viele Haͤnde kaͤme, keine weitere Vervollkommnung, ſondern eher ein Zuruͤckſchlagen der Race, ent⸗ ſtehen wuͤrde. Die — 760— moſti gagn zm eh ie d dicher tahm. Jam ragen, welhes z dzizlihim Bin Seſtreden, ſch den weilen auch die M iten, or. Nat ender und tä Vocke ſenn, uhn a, um dieſe Ran e, gemeiner ge en einige vrrger unden, wen ni 3t, und ißten; m hoͤchſen Gra ſſen, dami i gemein ven daß der griße l nmer hoͤhere Vn endeten, de in ten, eiten ala! mngemeſenen St ſo hohe rii verden virde, R ſes Geſchifts in g veiere Verollenr⸗ qiglagn e Ju 4 11 — 761— Die ſchon im Großen angeſtellten compara⸗ tiven Verſuche, uͤber die Vortheilhaftigkeit die⸗ ſer Race gegen andere, waͤren doch wirklich entſcheidend fuͤr ſie, wenn der Preis, der von Zeit zu Zeit fuͤr aͤchte Boͤcke bezahlt werden muß, falls die Art nicht wieder zuruͤckſchlagen foll, nicht mit in Anſchlag kaͤme. Aber dieſer uͤberwiegt den Vortheil, und das hat Manche dann ſo ermuͤdet, daß ſie ſich fuͤr die South⸗ downs entſchieden haben, die insbeſondere mit den halb⸗edeln Backewellſchen Schafen ver⸗ miſcht, ein ſehr gutes Fleiſch⸗ und Wollſchaf geven ſollen. Dies wird wahrſcheinlich dieje⸗ nigen, die in dem ausſchließlichen Beſitze jener Race ſind, noͤthigen, nachgiebiger zu werden, und die geſchloſſene Geſellſchaft wird ſich viel⸗ leicht trennen. Es werden bey den Individuen dieſer Race die Dimenſionen auf das genaueſte genommen. Auf die Groͤße des Ganzen kommt es dabey weniger an, und oft zieht man die kleineren vor. Aber auf das Verhaͤltniß eines Theils gegen den anderen ſetzt man ein großes Ge⸗ wicht. Je groͤßer das Verhaͤltniß der Laͤnge des Ruͤckgrads, von den Schulterblaͤttern bis zum Schwanze, gegen die ganze Laͤnge des Thiers mit Einſchluß des Kopfes und Halſes und gegen die Hoͤhe iſt, deſto groͤßeres Ver⸗ dienſt hat es. Sodann kommt es vornehmlich auf auf die Breite zwiſchen den Huͤftknochen und die Breite der Bruſt an; je groͤßer das Ver⸗ haͤltniß derſelben gegen andre Theile iſt, deſto beſſer. Die Laͤnge und Dicke der Beine, auch der Keule, muß aber moͤglichſt geringe ſeyn. Das Uebergewicht eines Verhaͤltniſſes gegen das andre wird mit Zahlen ausgedruͤckt, und wenn z. B. die Breite zwiſchen den Huͤfiknochen, drey⸗ mal genommen, die Laͤnge des Thiers um 3 ½ Zoll uͤberwiegt, ſo wird ihm hierin 3 ½ als Verdienſt(merit) zu gut geſchrieben. Iſt die Laͤnge des Ruͤckgrads, von den Schulterblaͤttern ab, zweymal genommen, nicht ſo groß wie die des ganzen Thiers bis zur Spitze des Naſe, feblt etwa 1 ½ Zoll, ſo hat es hierin 1 ½ Mangel (deficience). Die Summe der merits und deficiences wird dann addirt und das Ueber⸗ gewicht der erſteren entſcheidet den Werth des Thiers. Denn daraus geht das Verhaͤlmiß der ſchaͤtzbarſten Theile gegen die minder ſchaͤtz⸗ baren und den Abfall hervor. Meine lLeſer werden wol eine weitere Ausfuͤhrung dieſer Ma⸗ terie— die ſehr weitlaͤuftig ſeyn und mit vie⸗ len einzelnen Beyſpielen belegt werden muͤßte, wenn ſie anders ganz verſtaͤndlich ſeyn ſollte— zwar nicht verlangen; indeſſen macht dieſer Schafzuͤchter⸗Betrieb in der Geſchichte der eng⸗ liſchen Landwirthſchaft Epoche, und kann auch dem teutſchen Landwirthe Veranlaſſung zu man⸗ chen 2— den hüftknochet n; je großer dasd mndte Theile it, ſ dice de Bane, n näͤglicht geringe Terhälwiſts gegn⸗ ausgedrück, undn n den hüßttnochen n ünge des Thiern⸗ id ihn hein ut geſchriebe. h on den Schulrtt , vicht ſo grzn⸗ zur Spiße bi tes hierin nlal umme der mei addirt und dalh ſcheidet den Vrit geht das kau gegen di nin hervor. Neult Ausführung dirl äuftig ſeyn undrit belegt— ti rtünlih ſem it⸗ indeſſen macht d der Geſcichte det kpoche, ind 170 Veraliſtuun 3 — 765— chen Reflexionen geben. Ich will deshalb eine von den vielen Antworten im Auszuge mitthei⸗ len, welche A. Young auf ein deshalb an die vorzuͤglichſten Landwirthe Englands erlaſſe⸗ nes Schreiben erhielt, da dieſe Antwort von einem ſo ſcharfſinnigen als unpartheyiſchen Manne herzuruͤhren ſcheint, der die Verdienſte der Race zwar anerkennt, aber die Charlata⸗ nerie ſehr naiv perſifflirt. Francis Perci⸗ val Elior ſchreibt naͤmlich 1791 folgendes: „Wenn man den Werth der mehreren „Schafarten unterſuchen will, ſo muß man ſie „ohne Zweifel zwey Jahr alt auswaͤhlen. Denn „manche Arten kommen zu einem betraͤchtlichen „Gewicht, und werden theuer verkauft, wenn „man ſie bis vier Jahr haͤlt, koͤnnen aber nicht „in Anſehung des reinen Vortheils mit denen „in Vergleich geſetzt werden, die zweyjaͤhrig, „eben ſo fett, wenn gleich nicht ſo groß wer⸗ „den. Ich weiß, daß Hammel von den großen „Arten vierjaͤhrig zu 53 Schilling, und wol zu „3 Pfund Sterling, was aber ſchon etwas „auſſerordentliches iſt, verkauft werden; aber „ſie ſtehen in Anſehung des reinen Vortheils „weit hinter den neuen Leiceſtern zuruͤck. „Ich verkaufte in dieſem May eine Stiege „(20 Stuͤck), die eben zum zweyten Male ge⸗ „ſchoren waren, fuͤr 46 Pfd. Sterl.; fuͤr die „Wolle erhielt ich 7 Pfd. Sterl., und fuͤr die „vom 764— „vom vorigen Jahre wenigſtens 6 Pfd. Sterl. „Folglich brachten mir 20 Stuück 59 Pfd. Sterl. „für ihre Unterhaltung in 26 Monaten— „ſo alt waren ſie genau— ein. „Dies waren gar keine ausgeſuchte Schafe, „ſondern ſo wie ich ſie dem Schlachter vortrieb. „Sie waren von meiner eigenen Zucht und von „verſchiedenen Boͤcken, die ich entweder von „Mr. Backewell oder Mr. Paget gemie⸗ „thet hatte, oder von Soͤhnen von ihren Boͤk⸗ „ken. Ich habe einige Hauptſchafe von dem „Sohn eines Backewellſchen Bocks, welchen „ich fuͤr 40 Guineen miethete, und wenn mir „gleich dieſer Bock zu klein ſchien, ſo muß ich „doch Hrn. Backewell die Gerechtigkeit wie⸗ „derfahren laſſen, zu ſagen, daß ich mit ſeiner „Nachkommenſchaft ſehr zufrieden bin. Ich „habe auch einige ſchoͤne Schafe von einem „Bock, den ich von Hrn. Farrow, einem „Zuͤchter der zweyten Klaſſe, fuͤr 30 Guineen „kaufte, und der von einem Backewellſchen er⸗ „zeuget war. Gluͤcklicherweiſe war damals die „naͤrriſche Mode der Schafe ohne Keulen „noch nicht eingeriſſen, und der Bock hat mir „capitale Hammelkeulen gemacht. Auch hat⸗ „ten dieſe Farrowſchen Schafe noch recht⸗ „liche Wolle; ein Bock gab mir 13 Pfund, „das Pfund zu 8 Pence, folglich das Fließ zu „8 Schill. 8 Pence.“ „Was 9„ veniſens Phen ꝛcit zohe g in 25 Momn. u— ein. taine ausgeſicht den Sälacam er eigenen zuhtmn , die ich emex, der Mr. Pazeig Söhnen don imn ge Haupſcheſen ellſchen Boch u niethete, nomt klein ſchin, zi Il die Gentii agen, daß ihut ar zuftieden n oͤne Schaſt unt Hrn. Fartonn Klaſſe, füt zodt einem Vackeuelir! hereiſe un dun Schafe ohne e „und der bolin n gemacht 1i hen Scafe mni K gab mir 1) „ahh 4 1 — 268— „Was Ihre Frage wegen des Verhaͤltniſſes „der Dimenſionen anberrifft, ſo erfordert ſol⸗ „che noch reifliche Ueberlegung, weil mir man⸗ „ches dabey noch zweifelhaft zu ſeyn ſcheint. „Die Maßen der Punkte moͤgen dem Viehzuͤch⸗ „ter einige Hauptdata geben, danach zu ſpecu⸗ „liren. Die Breite zwiſchen den Huͤfiknochen „(Breadth of Loin) iſt zwar ein hoͤchſt wich⸗ „niger Punkt, ob er aber ſo wichtig ſey, daß „er bey der Ausmittelung des Werths mit 5 „multiplicirt werden muß, weiß ich nicht, und „glaube, daß der Maaßſtab des Bilders und des „Schlachters darin nicht uͤberein kommen wird. „Daß das Gewicht des Kopfes, des Bauchs „und des Halſes zuruͤckgeſchlagen werden muß, „und daß das Schaf, ſeinem Gewichte nach, „um deſto mehr werth iſt, je leichter die Kno⸗ „chen der Beine ſind, hat keinen Zweifel; nicht „weil ein feinknochiges Schaf jetzt in Leiceſter⸗ ſhire Mode iſt, ſondern weil der Conſument „in demſelben Gewichte um ſo weniger Fleiſch erhaͤlt je mehr er Knochen bekoͤmmt. So „weit ſegeln wir mit dem Winde— aber um „aller Wunder willen! und mit allem Reſpect „von den Mitgliedern des geheimnißvollen Bock⸗ „clubs geſprochen— eine Societaͤt, die gewiß „von exilirten Jeſuiten angelegt ſſt— warum, „lieber Freund! hat man die ungluͤckliche Keule „aus der Zahl der weſenuichen Theile ausge⸗ „ſtri⸗ — 766— „ſtrichen und ſie unter die unbedeutenden ge⸗ „ſetzt? Oder warum wollen wir den Schoͤpfer „meiſtern und es dahin zu bringen ſuchen, daß „aus einem vierfuͤßigen Thiere beynahe ein „zweyfuͤßiges werde, was auf ſeinem Rumpſe „hinten nur fortrutſchen kann?— Aber ernſt⸗ „haft; iſt nicht die Keule einer der beſten Theile „naͤchſt dem Nierenſtuͤcke? Man frage doch „nur Leute, die einen Tiſch halten, ob die Keule „fuͤr ſie nicht von eben ſo hohem Werthe iſt.“ „Ich habe wirklich eine hohe Meynung „von dieſer neuen Leiceſterſchen Race „und bin uͤberzeugt, daß ſie den Vorzug vor „allen in der Welt verdient, und ich habe eine „hohe Achtung fuͤr die Geſchicklichkeit und An⸗ „ſtrengung des Herrn Backewell, der ſich „durch die vielen und ſchnellen Vervollkomm⸗ „nungen in der Kunſt der Viehzuͤchterey ſo ſehr „verdient um das Vaterland machte; aber ich „glaube, daß man bey der weiteren Vervoll⸗ „kommnung dieſer Race auf dem unrechten „Wege iſt. Ich kann wegen des Ipse dixit „eines Mannes, ſo groß auch ſeine Erfahrung „und ſo wichtig ſeine Autoritaͤt iſt, nicht zuge⸗ „ben, daß das Nierenſtuͤck oder die Breite des „Ruͤckgrades durch eine ſtarke Keule leide; „vielmehr moͤchte ich behaupten, daß immer „Thiere mit dem ſtaͤrkſten Ruͤckgrade auch die „ſtaͤrkſten Lenden haben. Man kann ohne „Zwei⸗ 66— de nüdentde wolen wir den Ehg du brine ſache, en Tijere bennat vas auf ſeiem Un dkann!— Abte ule üner derbefa icte! Man fiun Tiſch halten n ſo hohen Verzi lich eine ſohe he Leiceſterſeſat daß ſie den Pgn dient, undihſhn Geſchiklitint Backewell,ſi ſchnellen Vemie der Viezütnwit erland machr; t ey der weirmn be lace auf di mn V wegen des lyeli uf auch ſinegi Auvoritit ik, iite ſtuck oder di W ine ſinte t Kau ehamm, d⸗ ſen Ricinte ue n. NMur im mokh „Zweifel Vieh erziehen, das in gewiſſen Punk⸗ „ten leicht iſt, durch eine beſtaͤndige Auswahl „ſolcher Stammaͤltern, welche in dieſen Thei⸗ „len ſchwach ſind; und in Anſehung mancher „Theile thut man Recht daran. Aber man „gehet zu weit, wenn man den Grundſatz ſo „weit treibt, zu behaupten, daß man alle „Nahrung auf einen Theil hindraͤngen koͤnne, „wenn man andere Theile nicht bloß compara⸗ „tiv, ſondern abſolut, leicht macht. Dieſe „Theorie iſt mir zu laͤcherlich, als daß ein „Menſch von geſunder Vernunft ſie nur auf „einen Augenblick annehmen koͤnnte— ſie „koͤmmt mir vor wie die abſtracten Ideen ge⸗ „wiſſer Metaphyſiker, die in dem Abgrunde „der Worte die Sache ſelbſt verlieren. Aber „naturae judicia confirmat dies, „opinionum commenta delet.“ „Vorerſt wird es fuͤr uns genug ſeyn, wenn „wir nur das groͤßte Gewicht Fleiſch von einer „beſtimmten Quantitaͤt Futterung hervorzubrin⸗ „gen lernen. Hernach koͤnnen wir darauf den⸗ „ken, es in ſolcher Form, und auf ſolchen „Gelenken hervorzubringen, wo es am nahr⸗ „und ſchmackhafteſten iſt.“ „Die Schlaͤchter beklagen ſich, daß dieſes „Race⸗Schaf an Talg zuruͤckſchlage; aber das „iſt keine nothwendige Folge dieſer Race, da „die — 768— „die meinigen ſehr gut im Talg ſind. Ein „Schlächter, dem ich im vorigen Jahre meine „zweyjaͤhrigen Hammel verkaufte, verſicherte „mich, daß es nicht einem darunter an Talg „gefehlt habe, und einer haͤtte 30 Pfund ge⸗ „habt, was fuͤr einen zweyjaͤhrigen Hammel „das Hoͤchſte iſt, was ich kenne. Ob ſich Talg „auf Koſten des Fleiſches erzeuge, und ob „dann dieſes oder jenes den Vorzug habe, wer⸗ „den uns am beſten die Schlaͤchter ſagen koͤn⸗ „nen.“ „Die Wolle iſt fuͤr den Producenten wich⸗ „tig, noch wichtiger fuͤr den Fabrikanten, und „am allerwichtigſten fuͤr das gemeine Beſte. „Aber fuͤr den Landwirth kann ſie gegen das „Fleiſch gar nicht in Anſchlag gebracht werden; „denn der hoͤchſte Werth, wozu das Fließ ge⸗ „bracht werden kann, iſt unbedeutend gegen „den Schlachtwerth des Thieres. Als Land⸗ „wirthen gehen uns die Manufakturiſten nichts „an; wir ſorgen fuͤr unſern Vortheil, ſie „fuͤr den ihrigen. Wenn die Regierung die „Woll⸗Manufakturen unterſtuͤtzen will, was „freilich ein ſehr wichtiger Gegenſtand fuͤr ſie „iſt, ſo muß ſie es nicht durch eine ſo uͤbel be⸗ „vechnete Bill, wie die iſt, welche die Woll⸗ „Ausfuhr verbietet, ſondern dadurch thun, daß „ſie die Wollausfuhr beguͤnſtiget, oder doch es „einem jeden frey laͤßt, ſich ſeinen eigenen „Markt 8— in d ſid. i Wi verigen Jahtene lwerkanſte, deſte inem darunter al ner haͤtte 30 Piu zweyjährigen hm ch kenne. Oo ſtl ſches erzenge, a. den Vorzug ſih ie Schlͤchter ſon den Produem den Fabriknn r das gemirit eth kann ſie w ſchlag gebrahtn h, wozu de iſt unbedeurd 3 Thjeres. U4 e Manfekrritt unſern Vuti Venn die Royies nnterfüßen wn iger Gegenſam di it durch eineſt i e iſt, we ſche de nd 8 dern dtdurch 3 günſtiet, turi ſih ſi lan 4 „ſen Kaͤufern ein Monopol zuſichert, — 269— „Markt zu waͤhlen. Denn es iſt ein unbe⸗ „zweifelter Grundſatz, eine von ſelbſt evidente „Wahrheit, daß in allen Verkaufs⸗Artikeln „die Nachfrage die Production beſtimmt. „Schraͤnkt die erſte ein, indem Ihr gewiſ⸗ been⸗ „get die Nachfrage in einen kleinen Kanal, „ſtatt ſie grenzenlos wie den Ocean zu ma⸗ „chen, und ihr werdet die Production bald „ermuͤden, und ſicher in Abnahme bringen. „aſſ't doch die thoͤrigte Idee fahren, daß „fremde Maͤrkte vorzugsweiſe vor unſern ei⸗ „genen wuͤrden verſorgt werden; denn kein „Menſch iſt ſo toll, ſeine Waare dem Wind „und Wellen und ſo vielen andern Gefahren „anzuvertrauen, wenn man ihm vor ſeiner „Thuͤr das bietet, was er mit Einſchluß der „Koſten und Speeſen auf, einem fremden Mark⸗ „te erhalten kann. Koͤnnen eure Manufactu⸗ „riſten ihm das nicht geben, ſo liegt die Schuld nan ihnen, und ſo entzieht um ihrer Unfaͤhig⸗ „keit willen dem Staate den Vortheil der hoͤhe⸗ „ren Production nicht!“ „Harte und Feſtigkeit der Conſtitution iſt „eine von den weſentlichſten Eigenſchaften, wor⸗ „auf der Viehzuͤchter ſehen muß, und der ſicher⸗ „ſte Beweis davon iſt der, daß ſich die Thiere „auch bey ſchlechter Futterung in Kraft erhal⸗ „ten. Die Breite des Ruͤckens und der Um⸗ 31 Band. Cec„fang — 77⁰0— „fang des Gerippes ſollen zwar Merkmale ei⸗ „ner ſtarken Conſtitution ſeyn, aber man kann „nicht gewiſſer davon urtheilen, als wenn man „eine gleiche Anzahl von Stuͤcken zweyer Racen „auf einem gleichen Flaͤchenraume ſchlechter „Weide, eine Zeit lang haͤlt.“ „Ich bin von den großen Wirkungen der „Leiceſterſchen Zuͤchterey, und von der Wohl⸗ „thaͤrigkeit der Sache an ſich aufs vollkommen⸗ „ſte uͤberzeugt, und habe auch die groͤßte Hoch⸗ „achtung fuͤr die ſaͤmmtlichen einzelnen Perſo⸗ „nen. Aber es iſt die Societaͤt, der ich „den Krieg mache, der Geheimnißkraͤmerey „und dem Monopol, welches nirgends, am we⸗ „nigſten bey der Landwirthſchaft, geduldet wer⸗ „den ſollte. Denn alle Verbeſſerungen darin „ſollten augenblicklich dem Publico auf die offen⸗ „ſte und liberaleſte Weiſe mitgetheilt werden. „Dies iſt eine Pflicht, die ſie gegen das Publi⸗ „cum haben, und ein Recht, was dieſes von „„ihnen fordern kann. Ich habe uͤber und uͤber „und mit großer Aufmerkſamkeit alle die Gruͤn⸗ „de geleſen, welche fuͤr das myſterioͤſe Betra⸗ „gen angefuͤhrt werden, aber ich muß Ihrer „Hoͤflichkeit, auf Koſten Ihrer reifen Beur⸗ „theilungskraft, mein Compliment machen, „wenn Sie ſagen, daß dieſe Viehzuͤchter darin „nach feſten und wohl uͤberlegten Grundſaͤtzen „handelten. Ich muß Sie bitten, die Sache „noch ₰‿ — — — d— len zwar Mani⸗ Riinn, abet va nheilen, als wan⸗ nSüücken zwege Jlächerraume hält.“ 1 roßen Wrkung ey, und don dad an ſch aiſz ulln be auh dee ntlichen einzeuan ie Societat n der Geheimir elches nirgends 8 irthſchaft ghen le Verbeſſerun em Public aft⸗ geiſe mitgehäi n die ſi gega det Recht, was nn Ich habe üban⸗ erkſonkei alend ur das miaib en, aber ih mi zen Ihrer nifn 3 n Complimem 1c dieſe Vehzütn üͤberlegten Om Sie biten, Rb M — 771— „noch einmal von beyden Seiten, mit Ihrem „gewohnten Scharfſinn und Unpartheylichkeit, „zu uͤberlegen, und mir dann zu ſagen: ob der „Unſinn, womit man dies Geheimnißweſen ver⸗ „theidigen will, das geringſte Gewicht bey ge⸗ „hoͤriger Pruͤfung haben kann? Wenn eine „Race einen reellen Vorzug vor allen uͤbrigen „hat, ſo laͤßt ſich kein Grund angeben, warum „man nicht die beſten Stuͤcke dieſer Art zei⸗ „gen will; denn wenn wir die Beſten nicht „ſehen, ſo koͤnnen wir nicht beurtheilen, zu „welcher Vollkommenheit die Art gebracht wer⸗ „den kann. Nur dadurch, daß das Ideal der „hoͤchſten Vollkommenheit uns vor Augen ge⸗ „ſtellt wird, kann unſere Begierde, es zu er⸗ „reichen, aufs hoͤchſte geſpannt werden. Sie „ſagen: wenn ſich die Race nicht in groger „Menge verbreitet, ſo kann die Schoͤnheit eini⸗ „ger Einzelnen von keiner Wirkung ſeyn. Aber „allerdings wuͤrde die Schoͤnheit dieſer Einzel⸗ „nen den Wetteifer und die Hoffnung erregen, nauch dahin zu gelangen; denn wir haben Alle „Eitelkeit genng, zu hoffen, daß wir das koͤn⸗ „nen. Wenn wir die ganze Sophiſterey in „klare Worte uͤberſetzen, ſo heißt es ſo viel: „Herr, wenn ihr meine beſte Kuh „o der meinen beſten Bock nicht ge⸗ „ſehen und füͤr dieſen Preis gekauft „haͤttet, ſo haͤtte ich euch meine Cec 2„ſehlech⸗ — 722— „ſchlechteſten fuͤr daſſelbe Geld „verkaufen koͤnnen! Iſt dies aber die „Sprache der Ehre, der Rechtlichkeit, der „diberalitaͤt?— Wer, annworten die Her⸗ „ren aber, hat das Recht, dasjenige von uns „zu verlangen, was ihr Liberalitaͤt nennet?— „Nun wer dieſe Frage thut, der wird auch ſa⸗ „gen: mundus vult decipi, decipiatur „ergo!“ A. Young, der damals ſehr fuͤr die Tup-Society eingenommen war, beantwor⸗ tet dieſes in folgender Note: „Dieſer Herr verliert in ſeinem Eifer die „Sache aus dem Geſicht. Die Mitglieder der „Societaͤt ſagten keine Sylbe gegen liberalitaͤt; „ſie fragten nur, welche Ideen Andere mit dem „Ausdruck verbinden moͤchten, und behaupte⸗ „ten, daß ein Betragen, welches das oͤffent⸗ „liche Beſte beabſichtigte, ſo zu nennen ſey; „daß aber das oͤffenrliche Beſte dadurch befoͤr⸗ „dert werde, wenn man eine Race bis auf den „moͤglich hoͤchſten Grad der Vollkommenheit „treibet. Sie werden Hrn. Eliot fragen: „ob dies beſſer durch hohe oder durch niedrige „Preiſe bewirkt werde? Er ſcheint der Mey⸗ „nung zu ſeyn, daß letztere mehr thun als er⸗ „ſtere. Hier liegt eigentlich der Fragepunct; „und wenn viele Baͤnde geſchrieben werden, „ohne 54 4— tt daſſelbe e n. dies ar der Rethlchte,) er, antworten de ſct, datjeni 1 rliberaltittenn. thut, der vi a t decipi, deiye r damals ſiſrſ ommen war en Note: ert in ſeien ſe zt. Die Niäd Sylbe genm lhi⸗ eIdeen Auet moͤchten, uilie gen, welhes dit gte, ſo z wn. iche Beſte diun 6 n eine Raeehüut ad der Tullmnt Hrn. Eliot it hohe oder durch ih Er ſteit iel gtere neht t 65 rniich der Fuum e geührihe n 1 — 775— „ohne dieſen auszumachen, ſo wird ein jeder „wieder dahin zuruͤckkommen, wo er ſtand. In „der Zeit, wo wir leben, iſt Preis und „Vorzuͤglichkeit daſſelbe.— Als eine all⸗ „gemeine Thatſache kann das nicht geleugnet „werden, und man kann mit Wahrheit hinzu⸗ „ſetzen, daß der Preis, den man dafuͤr erhal⸗ „ten kann, die Vollkommenheit einer jeden „Sache befoͤrdern wird. Giebt man dieſe Saͤtze „zu— und ich ſehe keine Einwendung dage⸗ „gen—, ſo bleibt noch folgende Frage uͤbrig: „ſind die Marinen der Societaͤt dazu geeignet, „den Preis zu heben? Thun ſie das, ſo iſt „die Frage zu Ende. Hohe Preiſe ſind der „Eckſtein bey dem Betriebe jedes Gewerbes, „beſonders der Zuͤchterey, und ohne ſolche kann „keine Race zu der Vollkommenheit getrieben „werden, deren ſie faͤhig iſt. Man unterſuche „die Fortſchritte einer Race in verſchiedenen „Perioden, und man wird finden, daß ſie ſol⸗ „che nur dann gemacht hat, wenn ſie in hohem „Preiſe ſtand, daß ſie aber bey niedrigem wie⸗ „der zuruͤckſchlug.“ So weit YNoung.— Mieines Erach⸗ tens hat jedes Ding auch ſeine Grenzen, und unmoͤglich kann ſich der Wetteifer erhalten, wenn man bey allen Summen, die man aus⸗ zahlt, auch nicht einmal die Hoffnung hat, je das Beſte zu bekommen. Doch — 2744— Doch genug von dieſer Race, von dieſer Zuͤchteren! Der ganze Hergang der Sache iſt in der Geſchichte der Landwirthſchaft immer ſehr merkwuͤrdig, wenn gleich die Race ſelbſt un⸗ ſer Intereſſe nicht erregen kann. Die Einfuͤhrung der ſpaniſchen feinwolligen Schafe, die jetzt faſt in allen Gegenden Euro⸗ pa's bezweckt wird, und uͤber deren gluͤcklichen Erfolg weiter kein Zweifel Statt finden kann, iſt in England erſt ſpaͤt in Anregung gekommen. Vor etwa 20 Jahren ließ des Koͤnigs Ma⸗ jeſtaͤt fuͤr ſich ſelbſt einige Spaniſche Boͤcke und Schafe, und vor 10 Jahren eine groͤßere Parthey der vorzuͤglichſten Boͤcke und Schafe aus der Heerde der Negretti kommen, wel⸗ che, neben der Feinheit der Wolle, unter allen Spaniern die ſtaͤrkſte Groͤße und den beſten Koͤrperbau haben, und verſchenkte einen Theil davon an verſchiedene Societaͤten und Privat⸗ perſonen. Von den uͤbrigen ward eine Zucht in dem Park des Herzogs von YVork zu Oat⸗ lands angelegt. Auch Lord Sommeroille und verſchiedene andere reiche Particuliers tha⸗ ten ein gleiches. Die Race pflanzte ſich nicht allein, wie allenthalben, in ſich ſelbſt vortreff⸗ lich fort, ſondern erzeugte auch, mittelſt Durch⸗ kreuzung, beſonders mit den Southdowns und Ryelaͤnders, ſehr ſchoͤne Mittelarten, deren Wolle ſchon in den erſten Generationen der — — i Nare, den d6 Retzang der Gate diitſzaſt innat c die Naue ſih egen kann. ſyariſcen fannnn nalen Segendad d übet deren gutt eifel Stat fndan in Anreung gehn leß des Künigz! einige Syaniſtet to Jahrmn ei gi ſten Vöcke ud ie gretti kuna der Wole, mni Große und da verſchenke in! Socieniten wi übrigen vnd daus 8 von Yotk 1 lord Somniun reiche baue Nace pfuuzte , in ſih ſelſß 71 te auch, rittli d it den Sruthin ir ſtim I en erſtn Gun der ſpaniſchen wenig nachgab. Der Koͤnig perſoͤnlich, der Board of Agriculture, die Societaͤt zu Bath, Sir Joſeph Banks, Lord Sommerville, Lord Auckland und viele andere angeſehene Per⸗ ſonen, intereſſirten ſich auf das lebhafteſte fuͤr die allgemeinere Einfuͤhrung derſelben, und ſuchten ſie auf alle Weiſe zu verbreiten. Allein die Sache ſcheint ſchwach, wenigſtens nur ſehr langſam, dort Fuß zu faſſen. Das ſonder⸗ barſte iſt, daß, ungeachtet der ſehr geſtiegenen Preiſe der feinen Wolle, und der vermehrten Schwierigkeit, ſolche aus Spanien zu erhalten, die engliſchen Tuchfabrikanten der Sache entge⸗ gen ſind, und ſie, wie ihnen Lord Sommer⸗ ville in einem Memoir an den Board of Agri⸗ culture ſchuld giebt, abſichtlich zu hintertreiben ſuchten, indem ſie ſehr ſchlecht bereitete Tuͤcher von der ihnen gelieferten Wolle machten. Wenn anderswo kurzſichtige Fabrikanten aus Vorurtheil und mißverſtandenem Intereſſe ſo gehandelt haben, ſo laͤßt ſich das erklaͤren. Aber nicht ſo bey den weitausſehenden und ſpe⸗ culirenden Engliſchen Fabrikanten. Geſekt auch, ſie haͤtten die innere Guͤte des aus dieſer Wolle bereiteten Tuchs bezweifelt, ſo waͤre die Mode des Tages, die Unterſtuͤtzung des Koͤnigs und der Vornehmen, ſchon Anreitz genug ge⸗ weſen, Tuch ſo viel als moͤglich, und ſollte es auch — 226— auch nur den Namen nach geweſen ſeyn, von dieſer Mode⸗Wolle zu liefern, zumal da einige vornehme Herren erklaͤrten, daß ſie kein ande⸗ res Tuch tragen wollten. Ich vermuthe entwe⸗ der, daß wirklich dieſe Wolle eine etwas derſchie⸗ dene Behandlungsart erfordert, und daß ſie ſolche nicht kannten; oder aber, daß dieſe Fa⸗ brikanten ſehr weit vorausſahen und ihre Bedenklichkeiten uͤber die Verbreitung dieſer Race hatten. Unter den Landwirthen erhoben naͤmlich Viele ſehr anſcheinende Gruͤnde gegen die Zweck⸗ maͤßigkeit dieſer Schafart fuͤr engliſche Wirth⸗ ſchaft und Wirthſchafts⸗Verhaͤltniſſe. Wenn gleich dieſelbe Wollproduction von einem ſpaniſchen Schafe in England zu erwarten ſtehe, wie in ſeinem Vaterlande, und die Wolle fuͤr denſelben Preis abgeſetzt werden koͤnne, wofuͤr man ſpaniſche Wolle kauft, ſagten ſie, ſo waͤre die Art doch unvortheilhaft in Vergleich mit den guten engliſchen Schafen. In Anſehung der Wolle verliere man in der Quanittaͤt vielleicht mehr, als man in der Qualitaͤt gewinne, und 2 Pfund Wolle à 4 Schill. erſetzten 10 Pfund Wolle à 1 Schill. nicht. Aber die Wolle ſey eine bloße Rebenſache; das Fleiſch immer der weſentliche Zweck der Schafzucht in England. Jene verhalte ſich zu dieſem wie das Stroh zum Korn, und es ſey eben ſo thoͤrigt, gute Wolle auf =—— ,—s—+—+——̃— ———— b— nac gveſen ſi, lefen, zumal a rien, daß ſiekin 1 Sch wernunen Wole äne etuas e erforden, un tder aber daß ie vorausſagen m die Vantreimn irthen erzeh u Gründe gegenih rt fuͤr engliſtetn Verhälmiſt. production bera gland zu ervem inde, und de dii t werden kön, zuft, ſagten ſe, ie haft in Verzlihn ſen. In Auſte der Qumnitittü Qualict gerime hill. ereßte o . Pher die 10 das gleich imn chafucht in Eu⸗ am wie das En 4 ſo thirig 25 — 272— auf Koſten des Fleiſches gewinnen zu wollen, als gutes Stroh mit Verluſt der Koͤrner. Das Fleiſch der ſpaniſchen Schafe komme dem der engliſchen nicht auf die entfernteſte Weiſe gleich. Ihr Koͤrper ſey fehlerhaft gebaut, habe eine uͤberwiegende Menge von Knochen und Abfall. Der Verkauf eines guten Schafs, welches mit 2 ⅞ Jahr ſett ſey, bringe mehr ein, als die Wolle von 5 ſpaniſchen Schafen, die man eben ſo lange erhalten haͤtte. Sie beſaͤßen, ihres unruhigen Temperaments wegen, wenig Maſt⸗ faͤhigkeit. Auf ſchlechten magern Weiden koͤnn⸗ ten ſie ſich nicht erhalten; auf reichen Weiden traͤten ſie, weil eine ungleich groͤßere Zahl, um dieſe Weiden zu benutzen, darauf gehalten wer⸗ den muͤſſe, mit ihren ſchnellen Fuͤßen zu viel Gras nieder; was den groͤßern ruhigen engli⸗ ſchen Schafen zu Nutzen kaͤme. Es wuͤrde fuͤr die Nation ein großer Verluſt entſtehen, wenn die Landwirthe thoͤrigt genug waͤren, ſich von dem Preiſe, den ein Pfund von dieſer Wolle giebt, verleiten zu laſſen, und dieſe Race ein⸗ zufuͤhren. Der Abgang des Fleiſches ſey uner⸗ ſetzbar, bey der zunehmenden Beooͤlkerung und der Wohlhabenheit der Nation. Der Abgang in der Quantitaͤt der Wolle ſey aber noch ge⸗ faͤhrlicher. Bey der vermehrten Zucht der langwolligen Schafe werde doch nicht ſo viel da⸗ von gewonnen, als die Manufakturen mit Vor⸗ theil — 218— theil verarbeiten koͤnnten. Dieſe lange weiche Wolle, welche, in mannigfaltige Zeuge verar⸗ beitet, durch ganz Europa ihren Markt findet, ſey auswaͤrts nirgends zu haben, ſpaniſche Wolle aber immer zu bekommen. Wenn ſtatt 5 Millionen Stein groͤberer Wolle, eine Mil⸗ lion feiner zu verarbeiten waͤre, was ſollten dann die vielen Wollkratzer, Spinner und We⸗ ber anfangen?„Weg alſo“, ſagen ſie,„mit „dieſen fremden Schafen, und weg mit allen „unnützen Verſuchen, die wir auf nüͤtzlichere „Gegenſtaͤnde verwenden koͤnnen!“ Es iſt nicht zu leugnen, daß dieſe Gruͤnde gegen eine allgemeine Einfuͤhrung der ſpaniſchen Race in England wichtig genug ſind, und daß England im Ganzen nicht dabey gewinnen wuͤr⸗ de, wenn es ſeine in anderen Hinſichten vor⸗ zuͤglichen Racen ſaͤmmtlich gegen die ſpaniſche vertauſchte. Fuͤr Englands reiche Weiden und kultivirte Futterkoppeln paßt ſich ihre eigen⸗ thuͤmliche veredelte Schafart ohne allen Zwei⸗ fel beſſer. Wenn ein engliſcher Acker inner⸗ halb zwey Jahren 6 Schafe zu der Vollkom⸗ menheit bringt, daß das Stuͤck zu 2 ½ Pfd. St. verkauft werden kann, und jedes Stuͤck 10 Pfd. groͤbere, lange, aber weiche Wolle, das Pfund zu 1 Schill., jaͤhrlich giebt; ſo wuͤrde man mit ſpaniſchen Schafen— geſetzt, daß auch 15 auf demſelben Acker gehalten werden koͤnnen, und . das 8— d. diſe lngan nigfalige dnt m 3 iren Nart fi ur haben, ſg eommen. Vent herr Vle, en! en wäre, wiſt tzer, Spianet uhh alſo“, ſagen ſi, ⸗ en, und wig nin die wir aff üßh en können gnen, daß di nfuͤhrunz derſei g genug ſid, n ht dabey genimn anderen hitſch lich gegen deſe lands nihe inn paßt ſic iſn i afart ohge allas englicher Aini⸗ Shzafe zu der 6 Sück uahn ſi und jedes Eiu eich Voll,d deſß Ctz p videmn gſett da aul ni nwerde lin⸗ — 229— das Pfund Wolle mit 5 Schll. bezahlt wuͤrde— bey weitem nicht denſelben Ertrag herausbrin⸗ gen. Der Fleiſchwerth eines ſpaniſchen Schafs iſt zu unbedeutend; es wird vor dem vierten Jahre nicht ſchlachtbar. Jene engliſchen Schafe ſind mit 2 ½ Jahr vollendet zum Verkauf, ha⸗ ben aber ihre Stelle durch die Zwillings⸗Laͤm⸗ mer, die ſie bringen, uͤberfluͤſſig wieder erſetzt. Allein nicht durch ganz England ſind die Schafweiden von der Art, daß ſie ſolche Maſt⸗ ſchafe erhalten koͤnnen. In vielen Gegenden muß man ſich mit kleineren Racen kurzwolliger Schafe begnuͤgen, die zwar da, wo Aufmerk⸗ ſamkeit auf die Zuzucht verwandt wird, von beſſerem Koͤrperbau und in Hinſicht des Fleiſch⸗ anſatzes von einer beſſeren Conſtitution ſind, aber wegen der ſchlechteren Wolle im Ertrage gegen die ſpaniſchen doch vielleicht zuruͤckſtehen. Der von den Englaͤndern ſo hoch getriebenen Kunſt des Viehzuͤchtens kann man es zumu⸗ then, daß ſie die beſſere Form und Organiſa⸗ tion ihrer eigenthuͤmlichen Race beybehalte, und auf dieſen Koͤrper die Wolle der Merino's verpflanze. Die Schafe der ſuͤdlichen Provin⸗ zen, die ihre Weide auf den Kreidehuͤgeln ha⸗ ben, die Souths⸗downs, Ryelands, Mendips, Dorſets, Wilts⸗Arten, und ſelbſt die mehr vernachlaͤſſigten und ausgearte⸗ ten — 780— ten Schafe von Sommerſet und Corn⸗ wallis wuͤrden ohne Zweifel, durch die Durch⸗ kreuzung und oollſtaͤndige oder halbe Vered⸗ lung mit der ſpaniſchen Race, ſehr gewinnen. Aus der Verbindung mit dem langwolligen Schafe wuͤrde hingegen wahrſcheinlich eine ganz untaugliche Zwitterart hervorkommen, wenn man nicht, durch eine fortgeſetzte Zulaſſung rein⸗ ſpaniſcher Boͤcke, das urſpruͤngliche Blut ganz vertilgte, und mit demſelben auch alle guten Eigenſchaften des muͤtterlichen Stammes. Die Einwendungen der Englaͤnder gegen die Einfuͤhrung der ſpaniſchen Race fallen bey uns zwar weg, und unſere Wirthſchafts Ver⸗ haͤltniſſe, unſere mittelmaͤßigen Schafweiden ſind fuͤr ſelbige weit mehr geeignet. Ob man indeſſen nicht auch einige Gruͤnde der ganz allgemeinen Einfuͤhrung mit Recht entge⸗ genſetzen koͤnne, ob nicht unter gewiſſen Ver⸗ haͤltniſſen eine andere Veredelungsart unſers Landſchafs zweckmaͤßiger ſey? moͤchte ich noch nicht beſtimmt entſcheiden. Jetzt findet unſere teutſche veredelte Wolle ſchon einen ſtarken Ab⸗ ſatz bey den Englaͤndern, welche ſie, gut ſor⸗ tirt, der Original⸗Spaniſchen faſt gleichſetzen. Wird der engliſche Markt unſern Schaͤfereyen nicht verſperrt, und ihr Preis nicht unter ihren wahren Werth herabgeſetzt; ſo iſt es wahr⸗ ſcheinlich, daß wir in 20 Jahren ſelten andere 1 als ——— —.—.,— 2„ — — 80— muerſet und da Zriit dnc dnn ndige oder halbe e en Rat, ſehr gain s ni den langac en wahrſceinlich an rt hervorkomman,„ fortgeſehte Zalaſeng s urſprunzüce dun demſelben auch a nerlichen Sunm en der Englid paniſchen Raee ilnt unſere Virtjſchſ ttelmäßigen Ehre mehr geeiznt. d inige Grinde d führung mi Aohe nicht unter gexiſt re Veredelunzin: ger ſey! nich i iden. Jet füne le ſchon eiten iu en, welche ſe, gu eniſthe faſ ſüh rarkt unſen Etin r Preisnißt und kitt; ſt ſan 1o Jahten ſiln 4 — 74— als ſpaniſche Schafe auf beſſeren teutſchen Wei⸗ den antreffen werden. Der Huͤrdenſchlag, der bey uns bisher ein Hauptzweck der Schaͤferey geweſen iſt, wird von einem großen Theile der Englaͤnder jetzt gaͤnzlich verworfen. Man haͤlt nur Poch in den ſchlechter kultivirten, unverkoppelten Ge⸗ genden darauf. Wo der hoͤhere Ackerbauz und zugleich ein vollkommnerer Betrieb der Schaf⸗ zucht herrſcht, da huͤrdet man die Schafe we⸗ nigſtens nicht auf kahlen Feldern und ſo engen Raͤumen ein. Man haͤlt es den meiſten und beſſeren Schafen fuͤr ſehr nachtheilig, in Anſe⸗ hung der Wolle, des Aufſetzens, der Laͤmmer und der Geſundheit. Die wilden Nordiſchen Bergſchafe ſind uͤberall zum Huͤrdenſchlag nicht faͤhig; die am meiſten veredelten Arten kommen dabey ſehr zuruͤck. Einige haben letzteren dieſes als einen Fehler vorgeworfen, aber wo man dieſe Schafe eingefuͤhrt hat, erkennt man es nicht dafuͤr. Nur bey der wilden Auſſenweide, ſagt der engliſche Landwirth, kann es vortheil⸗ haft ſeyn, dem Weidelande den Duͤnger zu entziehen, den es hervorbrachte, um ihn einem andern Felde zu geben. Eine jede Schafweide, der man allen Duͤnger laͤßt, verbeſſert ſich jaͤhr⸗ lich, und je ſtaͤrker man eine ſolche Weide — 282— Weide beſetzt— iſt in manchen Gegen⸗ den die Regel— um deſto ſtaͤrker kann ſie beſetzt werden. Denn der Schafduͤn⸗ ger giebt ihr mehr wieder, als ihr entzogen wird. Beraubt man ſie aber des ſtaͤrkern, naͤchtlichen Dungers, ſo verſchlechtert ſie ſich, und Ann immer nur einen ſchwaͤcheren Beſatz erhe len. Der auf dem Weideanger gefallene Schafduͤnger ſcheint darin einen großen Vorzug vor dem Rindvieh⸗Miſte zu haben, daß er ſich nicht nur gleichmaͤßiger vertheilt, ſondern auch beſſer mit dem Boden verbindet, keine Gail⸗ ſtellen giebt, und nicht ſo verwittert. Zwar iſt es bey uns die Meynung, daß der Huͤrden⸗ ſchlag von ſeiner Wirkung viel verliere, wenn er nicht unmittelbar untergepfluͤgt wird. Aber iſt dies experimentaliſch erwieſen, und vielleicht nicht eben ſo hypotheiiſch angenommen, als daß der Stallmiſt durch das Obenaufliegen un⸗ wirkſam werde?— Mehrere Beobachtungen machen es mir allerdings wahrſcheinlich, daß der Schafpferch durch das Obenaufliegen eben ſo wenig verliere, und daß die Eile, womit man ihn unterpfluͤgt, unnuͤtz, wol gar ſchaͤd⸗ lich ſey.— Waͤre die angenommene Mey⸗ nung aber auch erwieſene Thatſache, ſo koͤnnte es vielleicht daher ruͤhren, daß durch die An⸗ haͤufung des Miſtes und des Urins auf einer Stelle, und durch die, durch das Aufliegen der ————— — 7à— R i nuta n deſe ſͤrkat u. Denn der dh wieder, als i 1 in ſt äher de ſe „ ſo derſhlechten t aiden ſchnächem dem Weidennge ſt darin einen guiat Miſte zu habe,ii ger vertheit, ſihin en verbindet, ku ſicht ſo verwiten eynung, daſ deit erkung diel bellen intergeyſlögt wind ſh erwieſen, mt⸗ geiſch angenommn rch das Obenuſi Mehrere Badite oigs wahrthit h das Obenaufitt nd daß die El 7 unnit, vol r die angenonma eee Thefate ſn rm, daß unti nd des lng u e, durth de — 27383— der Schafe bewirkte, ſtarke Erwaͤrmung des Bodens die Verdunſtung ſehr bedeutend wird. Gewiß iſt es, und durch die Erfahrung in Eng⸗ land ausgemacht, daß der Schafmiſt den Wei⸗ den ſehr aufhilft.„Als wir uͤber einen Dreeſch,“ erzaͤhlt Voung,„von 40 bis 50 Aeckern fuh⸗ „ren, bemerkten wir ſchon in weiter Entfer⸗ „nung einen Unterſchied im Grun dieſes An⸗ „gers, der gleichſam mit einer Linie abgeſchnit⸗ „ten war. Auf der einen Seite draͤngte ſich „das Gras kraͤuſelnd mit dunkler Farbe hervor, vauf der andern ſproßten nur einzelne gelbliche „Blaͤtter aus. Wir erkundigten uns nach der „Urſach des Unterſchiedes, und erfuhren, es ſey „kein anderer, als daß die Schafe, die den ei⸗ nnen Theil beweideten, im verwichenen Sommer „des Nachts auf einem Acker in die Huͤrden ge⸗ „bracht, wogegen die des andern Theils, Tag „und Nacht auf dem Anger geblieben waͤren. „Die Leute fanden das ſo natürlich, daß ſie ſich „wunderten, wie wir nur danach fragen koͤnn⸗ „ten, und erklaͤrten ſich allgemein gegen den „Huͤrdenſchlag.“— Dies nur als eine von den vielen Bemerkungen dieſer Art. Ich habe ſchon erwaͤhnt, daß in Suſſex das Land in ſol⸗ chen Pachtungen, die einzig und allein Schaf⸗ zucht treiben, theurer bezahlt werde, als in ſolchen, wo Ackerbau damit verbunden iſt, un⸗ geachtet der urſpruͤngliche Boden ſich in allen Stuͤcken — 784— Stuͤcken gleich iſt. Dies ruͤhrt blos daher, daß der Huͤrdenſchlag in letztern der Weide ent⸗ zogen worden iſt. Aber, wird mancher ſagen, verlieren denn die Englaͤnder dadurch beym Ackerbau nicht mehr, als ſie bey der Schafweide gewinnen? — Bey richtig componirten Wirthſchaften wol nicht; denn nachdem ihre kuͤnſtlich beſammten Weide⸗Koppeln einige Jahre gelegen haben, werden ſie umgebrochen, and ſo kommt der dar⸗ auf geſammelte Weidepferch den Getreide⸗Ernd⸗ ten zu gute. Hieraus laͤßt es ſich allein erklaͤ⸗ ren, wie ſie, ohne daß der Duͤngerwagen aufs Feld kommt, allenfalls mit der Beihuͤlfe von etwas Kalk, eine betraͤchtliche Folge von Fruͤch⸗ ten nehmen koͤnnen, ohne den Acker ganz zu er⸗ ſchoͤpfen. Zu mebrerer Erlaͤuterung hieruͤber fuͤhre ich folgende Stelle aus Baileys Ror⸗ thumberland an: „Es iſt dieſe Verbindung der Viehzucht und des Ackerbaues, welche die Paͤchter in den Stand ſetzt, ſo hohe Landpacht zu bezahlen, und welche das Land in dem gerechten Zuſtande von Fruchtbarkeit erhaͤlt, um die moͤglichſt vor⸗ theilhafteſten Erndten tragen zu koͤnnen; wo⸗ durch es auch zu gleicher Zeit mit den gering⸗ ſten Koſten bearbeitet, und von Unkraut rein erhalten wird. Derjenige Theil, welcher 3 Jahre lang zu Graſe liegt, bringt eine ſolche Zahl 7½— diiht iu irlam dr Die iher ſzen, delan rc beym Ackerh bni der Schaſwede gen poniren Winſthi n ihre kintüth bim ige Iühte gllza den, and ſi konmee eeferch den dere us laͤßt es ſch Ua aß der Duͤnger lls mit der Bii zchtliche Frlgeni ohne den Aie n erer Erläͤutmu elle aus Bailzi Verbindung de d walce die pitri e Landpict u in dem geretten 4 ält, un die niͤjlti tragen zu kim cer Dit ni duſ 5 vot le enige Thel, n leg bri 4 — 795— Zahl von Schafen auf und macht ſie fett, daß faſt ein gleicher Vortheil herauskommt, als wenn er Fruͤchte truͤge. Der jaͤhrliehe Ertrag eines Schafs wird nicht geringer als 20 bis 30 Schilling geſchaͤtzt. Ein Acker mit Klee macht 6 bis 8 davon fett, und ein Acker mit Ruͤben ungefaͤhr die doppelte Zahl. Durch dieſes Sy⸗ ſtem werden alle die Vortheile des Huͤrdenſchla⸗ ges erreicht, und alle ſeine Nachtheile vermie⸗ den. Mit Beyhuͤlfe des Kalks und etwas an⸗ deren Duͤngers, zu den Ruͤben oder gedrilleten Bohnen, werden die Felder im hoͤchſten Stande der Fruchtbarkeit erhalten und tragen alle Ar⸗ ten von Korn und gruͤnen Fruͤchten. Der Vor⸗ theil aber, den wir von unſern Schafen haben, iſt ungleich groͤßer, als wir ihn von denen Schaf⸗ arten, die ſich zum Huͤrdenſchlag ſchicken, ha⸗ ben koͤnnten, und wenn wir bey der gewoͤhn⸗ lichen Art, den Kuͤrdenſchlag anzuwenden, blieben.“ „Wenn wir in unſern Wirthſchaften Schafe hielten, die man wegen ihrer Huͤrden⸗Qualitaͤ⸗ ten in Norfolk ſo lobt, ſo wuͤrde bald ein großer Abſchlag im reinen Ertrage unſers Landes ent⸗ ſtehen. Aber Northumberlaͤnder Farmers wer⸗ den ſich jetzt wol huͤten, jenes Ueberbleibſel des barbariſchen Zeitalters wieder anzunehmen, wenn ſie hoͤren, daß man den Ertrag eines Nor⸗ zr Band. Ddd folk⸗ folkſchen Schafs, die Wolle, das Lamm und den Huͤrdenſchlag zuſammengenommen, zu 10, hoͤchſtens 13 Schilling(3 Rthlr. bis 3 Rthlr. 20 Gr.) jäͤhrlich anſchlaͤgt. Wie das Land noch in offenen Feldern lag, mit gemeiner Auſ⸗ ſenweide, da war das Huͤrden ein Gegenſtand von Wichtigkeit. Das alte Vorurtheil von der Nuͤtzlichkeit deſſelben wird ſich erſt mit den Jah⸗ ren verlieren, d. h. bey ſolchen, die uͤber die wahren Grundſaͤtze einer vortheilhaften Vieh⸗ zucht nicht aufgeklaͤrt ſind. Seit 30 Jahren hat ſich die Schafrace in dieſer Gegend ſo ver⸗ beſſert, daß ſie jetzt in dem Alter von 15 Mo⸗ naten fetter verkauft werden koͤnnen, als vor⸗ mals, wenn ſie noch einmal ſo alt waren. Aber vor 30 Jahren wurden eben die laͤppi⸗ ſchen Gruͤnde gegen die Verbeſſerung der Race hier gebraucht, die man jetzt an anderen Orten hoͤrt.“ p. 163. Wenn man, wie nun einige teutſche Land⸗ wirthe neuerlich gethan haben, beſaamte Kop⸗ peln fuͤr veredelte Schafe zur Weide niederlegt, und ein regulaires Koppelwirthſchafts⸗Syſtem mit Schafen einfuͤhrt; ſo iſt es, meiner Ueber⸗ zeugung nach, keine gute Wirthſchaft, den Gras⸗ koppeln den naͤchtlichen Duͤnger zu entziehen, und die Schafe, auf einer andern Koppel, in den Huͤrdenſchlag zu bringen, der jedem Schafe mehr 7⁵— ie Wle, das limn ſanmenxeunnen,„ ing GRäh. bi 4 anſchligt. Vie i dern ag, ni Gahas das hütden in Gi⸗ Das älte derzit 1 vird ſih uß miwi bey ſolchen, de tiner vorzzelhtfn tt ſind. Su za ce in dieſer dega in dem Ater iun werden kömnan ch einmal ſo in n wurder ehmn i die Verbeſennz ie man jeßt an a 63. e nun einig nui an haben, hum! hafe zur Wüüeür — fbe zſbi mint ae Wirtjſchft, dn en Dünget ju ai iner andern ſeni⸗ ningen, der hd — 787— mehr oder minder nachtheilig iſt, und die Wolle immer ſehr verdirbt. Wir wollen aber immer nur zum Getreide duͤngen; der Englaͤnder duͤngt mehr zum Graſe, in der Ueberzeugung, daß er in der umgebrochenen Grasnarbe ſeinen Duͤnger mit Zinſen wiederfindet. Auſſer einem kleinen Diſtrikte in Here⸗ ford, werden in Brittannien, bis in die noͤrd⸗ lichſten Theile von Schottland hinauf, die Schafe im Winter in keinen Stall gebracht. Hoͤchſtens giebt man ihnen die Gelegenheit, nach Willkuͤhr unter offene Schoppen ſich zu bege⸗ ben, die man zu dem Ende auf den Schafhoͤfen anbringt. Man fraͤgt noch, ob auch dieſes ihnen nich nachtheilig ſey? Alle raiſonnirende Beobachter der Natur des Schafs ſtimmen darin uͤberein, daß ihm Hitze weit nachtheiliger wie Kaͤlte ſey; daß es von dieſer faſt nie, obwol vom anhaltenden Regen, leide. Es gehoͤren in der That nur von Vorurtheil ungeblendete Augen dazu, um zu bemerken, wie ſehr der Inſtinct dieſe Thiere nach der friſchen kalten Luft hintreibt. Mit groͤßerer Begierde fallen ſie kaum uͤber das auf⸗ Ddd 2 ge⸗ — 788— geſteckte Futter her, als ſie ſich nach der geoͤff⸗ neten Schafſtallthür, auch in den kaͤlteſten Tagen, hindraͤngen. Die ſtaͤrkſten treiben da die ſchwaͤchern zuruͤck, und ſind immer die Vor⸗ derſten, um ſich dieſen Genuß zu verſchaffen. Ich gebe freilich zu, daß wir von den har⸗ teu nordiſchen Racen, in Nordbrittannien, Nor⸗ wegen und Island, die ſich ſelbſt im Winter ihr Futter unter dem hoͤchſten Schnee hervor⸗ ſuchen, auf die unſrigen keinen directen Schluß ziehen koͤnnen. Ich geſtehe ferner ein, daß unſer minder huͤlfreiches, zur Aufſuchung ſei⸗ nes Winterfutters nicht geeignetes Schaf in dem ſchwachen ausgehungerten Zuſtande, worin wir es den Winter uͤber erbalten, bey der einmal entſtandenen und vererbten Verzaͤrtelung, nicht im Stande ſey, jede Winterwitterung zu ertra⸗ gen. Aber dies ſollte uns doch die Erfahrung aller Zeiten und aller Nationen lehren, daß die dumpfige Hitze unſerer Schafſtaͤlle unſern Schaͤ⸗ fereyen in jeder Hinſicht mehr ſchade, als Kaͤlte bey reiner trockenen Luft thun kann. Man ſagt: die Schafe kommen doch bey gelinden Wintern beſſer durch, als bey den ſtrengen!— Aber, iſt das Schafſterben nach dieſen, eine Folge der Kaͤlte, oder der unſeligen Sorgfalt, womit jede Ritze im Schafſtall, bey ſtrengem Froſte, verſtopfet, das mephitiſche Gas darin erhalten, und — 78— als ſeſch mich 3 1. auch in den ſe die ſärk ſien n— 1 15 ſad mma ſen nuz u veſht hzu, daß wirworie nin Nordöritenig „ die ſih ſebſ u em hoͤchſten Sähne igeen keinen dnna ch geſtehe fen t eiches, zur luſtt ht geeignensein zerten Zuſinde nn erhalten, byi rerbten Varzitn! de Wintervitern ollte uns doch delh er Natinnen lite nrr Schftilemin ſicht mehr ſ„ans 1 luft thun kum. doch bey glinde 8 en den ſtengen.— urh diin,in nneligen rrſit, ftul, bey ſtunmi ſäih u unch — 798— und der Lebensluft der Zutritt verſchloſſen wird? — Der Platz der Schafe ſtarret aber vom Eiſe, wenn der Schafſtall kalt wird,— Woher ruͤhrt dies anders, als von den condenſirten Duͤnſten, die, weil ſie nirgends hinausziehen koͤnnen, ſich an der Decke des Schafſtalls in Tropfen anſetzen, und auf den Pelz der Schafe zuruͤckfallen? Man gebe der kuft nur oben freien Durchzug, und der Platz der Schafe wird krok⸗ ken und ohne Eis ſeyn.— Man bemerkt doch, daß die Schafe frieren, beſonders gegen das Fruͤhjahr!— Naturlich, denn man hat ſie an die dumpfe Waͤrme gewoͤhnt, dadurch uͤber⸗ reitzet, durch die Kerkerluft geſchwaͤcht und bey dem Strohfutter verhungern laſſen! Doch uͤber die Sache iſt genug geſagt und geſchrieben; es iſt durch große Erfahrungen be⸗ ſtaͤtiget, daß in den haͤrteſten Wintern auch un⸗ ſere Schafarten voͤllig geſund blieben, wenn man unter den Balken einen beſtaͤndigen Luft⸗ zug erhielt, an jedem guten, wenn gleich kal⸗ ten Tage, die Thuͤren an der Suͤdſeite oͤffnete, und die Schafe am Schnee ſich ergoͤtzen ließ; wenn man ihnen anders den Magen nicht bloß mit nahrungsloſem Stroh fuͤllete, ſondern ſie mit wirklicher Rahrung bey Kraͤften erhielt. Den — 299— Den Englaͤndern koͤmmt unſere Winterbe⸗ ich! handlung der Schafe ſo auſſerordentlich vor, wen daß ſie wirklich einen Zweifel darin ſetzen, ob auch das auch wahr ſey, was man ihnen davon be Gr. richtet. Eher glaube ich, ſagt einer, daß ein Wo Fiſch ohne Waſſer leben kann, als ein Schaf auf ohne freie Luft. Gr Auſſer der Geſundheit der Schafe leidet 2 auch die Wolle, wie Verſuche erwieſen haben, 2.5. ſen in ihrer Quantitaͤt und Qualitaͤt, durch die m dumpfigen Staͤlle. V 6 Die Ausſchließung des lichtes an ſich iſt n den Schafen gewiß hoͤchſt nachtheilig, und wen ni man es nicht durch Oefnungen genugſam ein⸗ fun laͤßt, ſo ſollte man es doch durch Glasfenſter ſch thun. Wir wiſſen, daß ein jeder lebender org⸗ niſcher Koͤrper verbleiche und erſchlaffe, wenn d; man ihm das Licht, ohne Rüuckſicht auf die Waͤrme, entzieht, wie viel mehr das Schaf, ¹ welches unter allen Thieren zur Bleichſucht, dem il Vorbothen der Waſſerſucht, ſo ſehr geneigt iſt! V b Ueber die Winterfuͤtterung und Maſtung G der Schafe mit Kohl⸗ und Wurzel⸗Gewaͤchſen, de die in England ſo ſehr gebraͤuchlich iſt, habe ich 1 ſchon an ſo vielen andern Orten geſprochen, daß V n ich 90— lhn unſere Ag 6 auſeeordentt Zreſſl darn ſa was nan iſnenun ih, ſigt eina, ben kan, al it ndhäi der Sthi Verſuche ewiſat nd Qurläit, a g des lichtes iſt nachthelig m efnungen gme Hdoch daurth di Fein jeder lban iche und erſhliß ohne ütſtt e viel mehr dut eren zur Blichit ſuct ſ ſet u — fütterung und Nir nd Wurzl⸗Gnih gebräuchlc ih th Oren Jin ich beſorgen mußte in Wiederholungen zu fallen, wenn ich hier dieſe Materie noch einmal vor⸗ nehmen wollte. So ſehr man ſich in manchen Gegenden Teutſchlands von der Ruͤtzlichkeit und Wohlthaͤtigkeit dieſer Futterung zu uͤberzeugen anfaͤngt,— eine Ueberzeugung, die beſonders des Graf Magnis, auf Eckertsdorf in Schleſien, großes Beyſpiel bewirkt hat,— ſo weiß ich doch, daß man in Sachſen— in die⸗ ſem in Anſehung der veredelten Schafzucht vor⸗ tretendem Lande— auch die Moͤglichkeit der Sache noch bezweifelt, und bey der unoͤkono⸗ miſchen Koͤrnerfutterung durchaus bleiben zu muͤſſen glaubet. Und dennoch iſt dieſe Koͤrner⸗ futterung, die faſt auf allen veredelten ſaͤchſi⸗ ſchen Schaͤferehen, nach dem Beyſpiel der Stammſchaͤferey zu Stolpen, eingefuͤhrt iſt⸗ das, was noch ſo viele Landwirthe von der Ver⸗ edelung durch die ſpaniſche Race zuruͤckſchreckt. Mancher ſchlaͤgt dieſe Koͤrnerfutterung vielleicht zu hoch an, und argwohnt, daß der hoͤhere Ertrag der veredelten Schaͤferey auf Koſten des Kornbodens zu theuer erkauft ſey. Sie iſt nicht nur voͤllig zu entbehren, ſondern ſie iſt bey weitem nicht ſo gut, der Natur und der Geſundheit des Schafs nicht ſo angemeſſen, we⸗ der zur Ausfuͤtterung, noch zur Maſtung ſo vortheilhaft, nicht ſo ſparſam, mehreren Unord⸗ nungen und Unterſchleiſſen ausgeſetzt, wie die Futte⸗ Futterung mit Kohl⸗ und Wurzel⸗Gewaͤchſen. Einige Landwirthe, die Luſt und Neigung zu Verbeſſerung hatten, aber wegen Mangels der Kenntniſſe des kuͤnftigen Zuſammenhanges und Eingreifens der verſchiedenen Wirthſchaftszwei⸗ ge keinen Entſchluß faſſen konnten, haben mir geklagt, daß ſie zur Einfuͤhrung einer verbeſ⸗ ſerten Schaͤferey zu ſchlechtes Winterfutter haͤt⸗ ten, und in derſelben Stunde gefragt, was ſie denn mit den Wurzel⸗Gewaͤchſen, wenn ſie ſolche ſtatt der Braache baueten, anfangen ſollten!!— Um auch von einer andern Nation, wie von den Englaͤndern, hieruͤber etwas beyzubringen, theile ich noch einen Auszug aus einer Denk⸗ ſchrift des Herrn Crette de Palluel mit, welche in der Verſammlung der Societeée Ro- yale d. Agriculture à Paris im Jahr 1788 vorgeleſen worden, aber vom Strudel der Revolution ſammt der ganzen Societaͤt— die jedoch nun wieder hervorgetreten iſt— ver⸗ muthlich verſchlungen wurde, da ich ſie ſelbſt in Laſteyrie's neuem Werke, welches ich ſo eben erhalte, nicht angefuͤhrt finde. „Es hat“, ſagt Crette,„keinen Zwei⸗ fel mehr, daß das Vieh mit Wurzeln und Kraͤu⸗ tern im Stalle gefuttert werden koͤnne. Ich habe in verſchiedenen Verſuchen den Gebrauch der 92— und Vaxl Gan de lu md Nag aherwegm Nuua hen Jiſenmenhnne iedn Wirtſſzet aſſn emen, ſin Einführmng ein hlechtes Vinerin wSuunde geug 1⸗Gewächſet, n ache bauen an randern Nin ber eiwas be Auszug aus ird tette de hallut zmlung der dortt ire à Pari i. rden, abe un a t der ganzen bett hervorgenern ij- wurde, da ih ſ in Werke, net geführt fnde Srette,„kenns hnit Wanin ub en werden komn. Verſuchen dn iie der Kartoffeln, der Ruͤben, der Beet⸗Wurzeln oder Runkeln und der Cichorien zur Kuhfutte⸗ rung gezeigt, und daß auch dieſe Wurzeln ſehr guten Erfolg bey den Schafen haͤtten. Nachdem ich mich durch meine eigene Erfahrungen noch mehr davon verſichert habe, ſo will ich nun nach denſelben die Vortheile und die Oekonomie ins licht ſtellen, die aus der Aufſtallung der Schafe und Maſtung derſelben mit ſolchen Wurzeln er⸗ folgt. Der Vortheile, welche wir von der Be⸗ nutzung der Weiden genießen, ſind wir im Win⸗ ter und einen Theil des Fruͤhjahrs hindurch, folglich ein halbes Jahr lang, beraubt. Dies iſt alſo die Zeit, um Gebrauch von dieſen Futte⸗ rungsmitteln zu machen, nicht bloß um das Vieh zu erhalten, ſondern es auch zu maͤſten, und ſo den groͤßten Vortheil daraus zu ziehen. Beſonders ſind die Schafe, wenn ſie dem Land⸗ wirth ihre Wolle und ihren Huͤrdenſchlag gege⸗ ben haben, ihm noch durch den Werth ihres Fleiſches nutzbar.“ „Der Gebrauch, Schafe im Hauſe zu maͤ⸗ ſten, iſt in einigen Provinzen eingefuͤhrt, in an⸗ dern faſt gaͤnzlich unbekannt. Beauvoiſis, Vexin⸗Francais und Isle de France in eintgen Theilen, machen Schafe im Winter fett, und verkaufen ſie den Pariſer Schlaͤchtern. In der Naͤhe der Hauptſtadt iſt dieſes Gewerbe, ſo — 494— ſo vortheilhaft es auch iſt, zu ſehr vernachlaͤſſigt. Kein Winter vergeht, ohne eine ploͤtzliche Stei⸗ gerung der Fleiſch⸗Preiſe, wenn durch ſchlechte Witterung die Wege verdorben, und der Zufluß des Viehes aus entfernteren Provinzen abge⸗ ſchnitten wird. In dieſer Zeit muͤſſen ſich Schlaͤchter und Konſumenten mit dem elendeſten mageren Fleiſche behelfen, und dies waͤre der Augenblick, fette Schafe ſehr theuer zu verkau⸗ fen. Die einzige bekannte Art, Schafe im Winter fett zu machen, iſt die mit Korn und ausgeſuchtem Heu. Aber dieſe Maſt iſt ſehr koſtbar, und manche, die ſie verſuchten, haben ſie des großen Aufwandes wegen wieder aufgege⸗ ben. Ich will alſo eine Futterungsart zeigen, die weit wohlfeiler und mit weit groͤßerem Vor⸗ theile verknuͤpft iſt, wie meine Verſuche aufs uͤberzeugendſte beweiſen.“ „Die beyden angefuͤgten Tabellen werden zeigen, daß ich die Verſuche mit der moͤglich⸗ ſten Genauigkeit anſtellete.“ „Sie werden zeigen, daß 16 Schafe von vier verſchiedenen Arten, faſt gleich⸗gut auf⸗ ſetzten, ob ſie gleich viererley verſchiedenes Fut⸗ ter, einige Kartoffeln, einige Beet⸗Wurzeln, andere Ruͤben, und noch andere Korn, erhielten. Ich muß bemerken, daß ſie dem Maße nach un⸗ —— 94 iſt uſt bertat dhne in püßlt riiſe, wenn darih verdethen und dat eman Prrdini dieſe Zit niſt menten wit dim la eefen, und die ta afe ſehr theuer gr ekannte An, Ohh en, iſt die wi im Aber dieſe Nitt je ſie verſuttn s wegen wihi ne Futtenmeni wit weit gißen wie meine bait n.“ efägten Vülln Verſuche mi dn llete.“ den, daß 15 6 en, ſat glih⸗, rerle derthemnt dinige Bet⸗b Handere tem 4 aß ſie den N 1 6 — 295— ungefaͤhr das Doppelte an Wurzelwerk fraßen, was ſie an Korn erhielten. Ein Thier naͤmlich, welches 1 Scheffel Korn erhielt, wuͤrde 2 Schef⸗ fel Wurzeln gefreſſen haben.“(Hier waͤre wol dem Verſuche eine groͤßere Genauigkeit und eine Beſtimmung des Gewichts, welches von Korn und jeder Wurzelart gegeben worden, zu wuͤn⸗ ſchen.)„Wenn man aber bedenkt, daß ein Acker, der 120 bis 130 Scheffel Gerſte oder Hafer hervorbringt, 7 bis 300 Scheffel von dieſen Wurzeln giebt, ſo wird man ſich ſehr gluͤcklich ſinden, eine ſo viel groͤßere Zahl von Thieren, von einer gleichen Ackerflaͤche futtern zu koͤnnen. Die Wirkungen, welche dieſe Subſtanzen auf die Thiere hatten, zeigen die Tabellen.“ „Bey jeder Futterung haben die Schafe. etwas Heu erhalten, von Klee und Luzerne oder Grummet. Jedes Schaf erhielt eine gleiche Quantitaͤt.“ „Das Korn, deſſen man ſich zur Maſtung der Schafe bedient, beſtehet in Gerſte und Ha⸗ fer, zuweilen in grauen Erbſen, der kleinen Marſchbohne und Rocken. Es wird in Krippen gegeben, und man wechſelt ab, wenn die Thiere der einen Art muͤde werden. In dieſem Stuͤcke hat die Kornfutterung einen Vortheil vor mei⸗ ner — 296— ner Wurzeln⸗Futterung voraus, denn die Ab⸗ wechſelung reitzet den Appetit. Denn ob ich gleich bemerkte, daß die Schafe, die eine Zeit⸗ lang mit Kartoffeln gefuttert waren, ſehr be⸗ gierig auf die Beetwurzeln wurden, ſo erhielten ſie doch, des Verſuchs wegen, dieſe Abwechſe⸗ lung nicht. Wenn alſo die Schafe, welche mit Wurzeln gefuttert wurden, nicht voͤllig den Grad der Fettigkeit erreichten, wie die mit Korn ge⸗ futterten, ſo muß ich das dieſem Umſtande zu⸗ ſchreiben, um ſo mehr, da wirklich 4 Stuͤck, denen man zu Ende der Maſtung eine Abwech⸗ ſelung von Futter gab, viel ſtaͤrker fraßen.“ „Die auf Kartoffeln geſetzten Schafe fraßen in der erſten Zeit wenig, weswegen ſie Anfangs nicht ſo zunahmen, aber ſie holten im 2ten Mo⸗ nat nach, was ſie im 1ſten verlohren. Die auf Ruͤben und Beetwurzeln geſetzten fraßen vom erſten Augenblicke an ſehr luſtig, und ſoffen weniger, als die mit Korn gefutterten“(ich daͤchte, ſie haͤtten das Sauffen gar nicht noͤthig gehabt). „Es war nicht genug, die Moͤglichkeit, Schafe mit dieſen Wurzelnarten zu maͤſten, er⸗ wieſen zu haben; es mußte auch die Guͤte des Fleiſches, welches ſie dabey aufſetzten, verſucht werden. Es wurden daher 4 Schafe, die auf die Jlung iil gaͤrker ſi szten Eifi Soegen i fen lten inale verlohn N gefuten Ar gar niſ Verſuch uͤber die Maſtung der Schafe, und ihre 3 Monat zu Monat. 16 Schafe von gleichem Alter, aus verſchiedenen Gegenden, naͤmlich 4 aus Isle de France, 4 aus Beauce, 4 aus Champagne und 4 aus Picardie, wurden lebendig gewogen, in vier Abihei lungen gebracht, und jede mit beſonderem Futter gemaͤſtet. Gewicht zu verſchiedener Zeit. Zunahme in jed. Monat. Arten 1 Isle de Fr. 3 Champagne 4 Picardie Kartoffeln Isle de Fr. Champagne Isle de Fr. 1 Champagne 12 Picardie 13 Isle de Fr. 14 Beauce 715 Champagne 16 Picardie . 1ſten] 2ten M. M. Pf. Pf. 10— 11 23 13 ¾ Verl. X 15 6 50 ½1 13 171 1 15— 10 4 16 ½ a 58½ 21 11 ¾ 7 ¾ 10 3 ¾ 131— 13 ½ 5 48 1 17½ 172 4 ½ 10¾ 27½ 15 ½ 63 15. 159 18 ½ 11 (Zu Seite 792.) unahme von Zunahme, welche jede Futterung auf 4 Schafe 70 Pfund. Tabelle uͤber die Zunahme dieſer 16 Schafe, die zu verſchiedenen Zeiten geſchlachtet wurden, und ihren Ertrag. =ꝗß 9 89 ““ Futterung 5 Art Wann ſie geſchlach 8588 f S S SSS52 4 1. Jan. a0. tet wurden.. ſ32— — Pfund pf. pf pf. pf. pf, Pf. Pf. Pf. Pf. Kartoffeln 1 Isle de Fr.[60 ¾ 3* 4 3 ½ 4 5 3 ½ 2¹½ 4, 35 34 Rüben oſeaue 71. Febr.20.] 86, 3⁄ 34 43 5 ½ 347 344 3½⁄ 45 335 Runkeln 11Champagne 72¾.20. 90 4 ½ 3 4, 5 ¾ 3³ 224 3 ½ 45. 434 Korn. 16 Picatdie 71[(87 4 3 43, 5 4 22 4½ 383 38 —————ℳoh—————— Röben 5 Isle de Fr. o90⁰½6 82 4½ 3 42 5 ½ 4. 22⁄ 44 58 ½ 37¾ Runkeln[10 Beauce 70 Mart. a0 86 31 3 4 54 3 ½ 21 5 40 ½ 39 ⅔ Korn ſr15 Champagne 71 3 6 93 4 3 1 41% 5, 31 20 6 ½ 40½ 45 ¾ Kartoffeln 4 Picarde 8o l10r 44 3 5 5 ½ 4 21 5 · 51 50 Runkeln 9½Isle de Fr.[72 94 4 43 4 ½ 5 ¾ 37 20 8% 44 424 Korn 4 Beauce 73 ½ Apr. 20.) 90 4 3 ½ 4½ 51 1/ 4 19 11 44 43 Kartoffeln 3 Champagne 60 84 3½ 84 44 5 4. 21 8 ½ 33 ¾ 324 Ruͤben 3 Picardie 79[921 41 320 54 6 3 ½ 103 6 48 ½ 47 —————-—— Korn 13 Isle de Fr. 74 ſro 3 ½ 33 42 5 ½ 33½ 19 ¾ 8 ½ 66 ¾ 653 Kartoffeln a Beaure 70 ¾ aMay 20. 95 ¾ 4½ 3½ 43 5 ½ 33 19¾% 6. 47 ½ 40 ½ Ruͤben„Champagne 68 p 20. 34½ 41 3 ¾ 5½ 5½ 4 20 ½ 5 35 ½ 344 Runkeln r Plrandi 4 l1or 4 3¹¹ 5½ 6 ½ 4 224 6 ½ 48 ³ 47 die vier einem der Th des Flei ſom Jd lche zunba macht. merkw des F. —— 101 b5:- 1015 SSrᷓ dtaa itta vrr — 5 — 1— Bune [121 — — 12 — 21 lSA —2 —++—y — 2 5 4— — 227— die vier verſchiedene Arten gemaͤſtet waren, an einem Tage geſchlachtet, und es zeigte ſich in der That ein kleiner Unterſchied in der Textur des Fleiſches(der nicht angegeben iſt), aber der Geſchmack war bey allen gleich.“ Ich uͤbergehe verſchiedene Betrachtungen, welche Crette uͤber die Vortheile dieſes Wur⸗ zelnbaues und ihres Gebrauchs zur Maſtung macht. Die Tabellen ſind in mancher Hinſicht merkwuͤrdig, nur ſchade, daß die Quantiiraͤt des Futters nicht angegeben iſt. Nach Daubenton frißt ein Schaf taͤglich: 5 Pfund Kohlblaͤtter, 3— Mohren, — Seeckruͤben und Paſtinaken, — Kartoffeln, — Roßkaſtanien, neben etwas Heu. 8 101 do olr — 798— In keinem Zweige der Landwirthſchaft ſind die Meinungen durch Nebenbegriffe mehr ver⸗ wirret, als wenn uͤber den Vortheil und Nach⸗ theil der Schäͤferey im Allgemeinen die Rede iſt. Das Schaf, ſagt der eine, iſt das aͤrgſte Raubthier fuͤr den Landwirth, der unbezwing⸗ lichſte Feind aller vollkommneren Kultur. Um der Schafe willen, muͤſſen wir bey der armſee⸗ ligen Beſtellungsart bleiben, ums dritte Jahr unſern Acker liegen laſſen, duͤrfen in der Braa⸗ che Futterkraͤuter ſo wenig, wie Handels⸗Ge⸗ waͤchſe bauen, und koͤnnen deshalb keine Stall⸗ futterung einfuͤhren. Die Schafe verderben unſerm Rindvieh die Weiden, und ſelbſt den beſten Wuchs unſerer Wieſen muͤſſen wir ihnen, nach alten eingeſchlichenen Berechtigungen, preis⸗ geben. Die Schafe reſpectiren kein Eigentuhm, ſo wenig wie das Wildpret, und verhindern des⸗ halb alle Verbeſſerungen, die man nur auf Ei⸗ genthum verwenden kann. Staͤnde der Vor⸗ theil, den ſie den Schaͤferey⸗Beſitzern bringen, noch in einigem Verhaͤltniſſe mit dem Schaden, welchen ſie den Trifftleidenden thun, ſo haͤtte die allgemeine Wohlfahrt Erſatz, und der gute Buͤrger muͤßte ſich in die einmal hergebrachten Rechte finden. So aber verwuͤſten und unter⸗ druͤcken ſie den Werth von zehn, vielleicht von hundert Thalern zum Nachtheil der Einzelnen und der allgemeinen Landeswohlfahrt, um eines Tha⸗ Thal⸗ einbr koͤnn vieh gewot gern; — dvithſhafſn lgife mehr te nhl und Na⸗ naten die Rede d, iw itzſe „danbexwing en balt. Um i bedemſe⸗ uns dite düg ffen in der Bwe ije Handels⸗Ge⸗ halh keine Sul⸗ haßt verderben und ſelbſt den ſen wirihnen, zzuagen prei⸗ da Gaettuhhd, werijnden de⸗ man ur auf de Stuͤnde der Vor⸗ deiter briga, widen Echade, e thm, ſ hi it, nd der gi nalſerzebratrn wüſeen und unt⸗ thn dieleich hil de nbn tin ann Tha⸗ — 799— Thalers willen, den ſie hoͤchſtens einem andern einbringen. Wie viel mehr Futtergewaͤchſe koͤnnten gebauet, wie viel mehr nuͤtzliches Rind⸗ vieh gehalten, wie viel mehr Milch und Butter gewonnen werden— welch eine Maſſe kraͤfti⸗ gern Duͤngers wuͤrde das Land befruchten, wie viele reichere Erndten wuͤrden gewonnen wer⸗ den, wenn kein Schaf in der Welt— hier faͤllt ihm ſein Rock von gutem Tuche in die Augen — wenn kein Schaf in unſerer Provinz waͤre! Immerhin moͤgen ſie auf den unbebaueten Step⸗ pen Spaniens, in jenem von fleißigen Menſchen entbloͤßtem Lande, allenfalls auf Bergen, die dem Pfluge unzugaͤnglich ſind, weiden, aber bey uns hindern ſie alles Gute, ſtehen den Gemeinheits⸗ Theilungen, der Abrundung groͤßerer und klei⸗ nerer Beſitzungen, der Gartenkultur der Felder, bey dem beſten Willen und reger Thaͤtigkeit der Landbauer, entgegen. Sie rauben daher dem Staate die dauerhafteſte Baſis, die ſicherſte Quelle des National⸗Reichthums; und jeder Regent, dem die Wohlfahrt ſeines Staats am Herzen liegt, hat kein dringenderes Geſchaͤft, als dieſe privilegirten Raͤuber zu verbannen. Unter allen Thieren, ſagt ein Anderer, iſt das Schaf das nutzbarſte und unentbehrlichſte fuͤr den Menſchen im kultivirten Zuſtande. Je⸗ der ſeiner Theile iſt brauchbar, zur Nahrung und zu den unentbehrlichſten Fabrikaten. Be⸗ ſon⸗ ſonders aber wuͤrde der Menſch ſeit der Ausrot⸗ tung der wilden Thiere, die ihn mit ihren Fel⸗ len deckten, in dem rauheren Klima ohne Wolle nicht leben koͤnnen. Zugegeben, daß die Maſſe aller landwirthſchaftlichen Produkte, nach Aus⸗ rottung der Schafe, groͤßer werden, und beſon⸗ ders mehr Korn wachſen koͤnnte, ſo lebt doch der Menſch nicht vom Brodte allein, und alle arbeitende Haͤnde koͤnnen in einem bevoͤlkerten Staate mit dem Ackerbau nicht beſchaͤftigt wer⸗ den. Die Manufakturen ſind uns beynahe ſo nothwendig wie dieſer; die Wollmanufaktu⸗ ren ſind aber unter allen die ſicherſten, deren Gewerbe ſich am allgemeinſten verbreitet. Dieſe koͤnnten nicht dauerhaft beſtehen, nicht nachhal⸗ tig verſorgt werden, wenn alles rohe Material aus der Ferne herbeygeholt werden muͤßte. Da⸗ her iſt Woll⸗Produktion eine eben ſo wichtige Grundlage der Staͤrke, eine eben ſo ſichere Quelle des Reichthums der Staaten; und der Regent darf daher nicht zugeben, daß die Rechte der Schaͤferey geſchmaͤhlert, und die Trifften beſchraͤnkt werden. Die Gemeinheits⸗Theilun⸗ gen ſind folglich bedenklich, und die Regierung muß, ſtatt ſie zu beguͤnſtigen, vielmehr aufmerk⸗ ſam ſeyn, daß durch Privat⸗Theilungen, welche Eigenthuͤmer und Gemeinden unter ſich veran⸗ ſtalten wollten, die Schafzucht nicht vermin⸗ dert werde. Ein — ſitder Uun nitihren g linrne Wole uuß die Maſe uhe, nac Au, den ud beſe⸗ , ſ lit dc Kalen w äle iinen beibenen t heſcäftigtwe uns bennahe ſ Wolmanufaku⸗ cherſten, deren threitet. Diſe rict nachhal⸗ nnſe Narrial anwüßte. Da tbe ſ vühög e ehen ſt ſcher Sraate; und de en,Ri dellehe und di diſfen mnnhits dhäln⸗ Ind di Reliernz tilneet auſmet Thelungen rach n untt ſih nn⸗ zact nicſt eni ein — 8⁰¹— Ein Dritter tritt als der Mittler zwi⸗ ſchen beyden auf. Das gute Land, ſagt er, kann freilich beſſer benutzt werden, als durch Schafe. Allein es giebt faſt allenthalben ſchlechtes Land, welches ſich weder zur Rindvieh⸗Weide, noch fuͤr den Ackerbau ſchickt, was zu entfernt vom Hofe oder zu hoch am Berge liegt, und durch Schafe doch etwas eintraͤgt. Die Wirkung des Pferchs dauert zwar nur ein Jahr, giebt ſchlech⸗ teres Korn, kommt aber doch zu Kuͤlfe, wo man mit Stallmiſt nicht ausreicht, und wo der Weg dem Duͤngerwagen faſt unzugaͤnglich iſt. Bey Ungluͤcksfaͤllen, Viehſterben, Hagelſchlag kann ſich der Landwirth, der eine Schaͤferey beſitzt, noch einigermaßen helfen. Daher muß man den Schafen ſchon etwas aufopfern, nur nicht zu viel. Ein Englaͤnder, welcher zufaͤllig dieſe Partheyen und ihre Declamationen angehoͤret haͤtte, wuͤrde fragen: ob vom Kaninchen die Rede ſey? Und wenn man ihn verſicherte, daß wirklich das Thier gemeynt wuͤrde, was er Sheep nennt, ſo wuͤrde er den erſten dieſer Herren fuͤr den Wolf aus der Fabel halten, der dem unſchuldigen Thiere allerley zur Laſt legte, um es mit dem Scheine Rechtens freſſen zu koͤnnen; die uͤbrigen aber vielleicht fuͤr falſche, vom Wolf beſtochene Sachwalter des Schafs. Nachdem man ihn mit der ganzen Lage der Streitfrage bekannt gemacht, wuͤrde er ſagen: zr Band. Eee was was kann das Schaf dafuͤr, daß ihr es auf dieſe barbariſche Weiſe behandelt? Gerade um der 7 Schafe willen theilen wir unſere Gemeinheiten, und legen unſere Felder in Koppeln, weil wir dann eine reiche Weide von ſolchen Kraͤutern, die uns als vorzuͤglich geſund, nahrhaft und angenehm fuͤr die Schafe bekannt ſind, darauf hervorbringen koͤnnen. Nachdem dieſe etliche Jahre durch die Schafe geduͤngt worden, brechen wir ſie zu Getreideſaaten wieder um, und haben von dem mehr zergangenen Schafmiſte den reichlichſten Ertrag der beſten Koͤrner. Auf einem zweckmaͤßig kultivirten Acker erzeugen wir mehr gutes Fleiſch und Wolle, wie auf 20 Aeckern, die wuͤſt in Gemeinheit liegen, und um deren Verbeſſerung ſich niemand bekuͤmmert. Viele Diſtricte unſrer Inſel, die vormals nichts als eine Schaſtrifft waren, ernaͤhren jetzt, da ſie in Koppeln liegen, dreymal ſo viel Schafe, als vorher, obgleich der groͤßere Theil Getreide⸗ erndten traͤgt, oder Rindvieh maͤſtet. Nun ha⸗ ben wir von dieſen Schafen Fleiſch, Fett und Wolle; vorher nur Knochen, Haut und Haare. Wo ausgehungerte, verkroͤppelte, ſchafaͤhnliche Thiere auf nahrungsloſen Heiden und ungeſun⸗ den Bruͤchen umherſtreichen muͤſſen, ſich nur ſelten auf Stoppel⸗ und Braach⸗Feldern etliche Wochen lang erholen koͤnnen, da rede niemand von Schafzucht!— Kommt zu uns und ſehet, ob ob L ande Tyie eine — ilt es eniee Serade un m emeinzeien ppeln, weil wir leen Kräutern,. wtahrhaft und antſad, darauf den diſe alche tworder buchen er un, und haben Schafmiſt de Kömer. Auf er erzeugen wir wie auf 2ꝛo0 egen, und um dbekümmert. erwals viht deen e da ſt va Sheft, dl Dhel Gerreide näͤi Nu Jliſt de und haund huut. dte thfäpuüct. dan und ungeſu nüſſe, ſch ln h ede di d redewimn au unuj h HWot c — 8⁰03— ob Schafzucht und Gemeinheits⸗Theilung ein⸗ ander im Wege ſtehen; und wer das nuͤtzliche Thier einen Nothbehelf nannte, der thue ihm eine Ehrenerklaͤrung! In England werden ſelbſt bey betraͤchtlichen Schaͤfereyen keine eigentliche Schaͤfer gehalten, ſondern die Wartung derſelben einem gewoͤhnli⸗ chen Tageloͤhner uͤbertragen. Wo das Schaf geſunde Weide und Futterung hat, und uͤbri⸗ gens naturgemaͤß behandelt wird, da bedarf es keiner Kuͤnſtelehen. Das ausgehungerte Ge⸗ meinheits⸗Schaf muß freilich mit Aufmerkſam⸗ keit und Ueberlegung gefuͤhret werden, damit es auf den duͤrren Plaͤtzen nicht voͤllig verhungere, auf den naſſen ſich nicht faul freſſe, und, nach⸗ dem es die Nacht in den engen Huͤrden gehun⸗ gert und gedurſtet hat, nicht zu begierig uͤber das bethauete Gras herfalle. Aber alle dieſe Vorſichten ſind voͤllig unnoͤthig, wenn die Schafe eine gleichmaͤßige, zureichende und geſunde Weide haben. Es iſt freilich das allgemeine Vorurtheil der Schaͤfer, daß dieſe Thiere ein weites Revier zum Ueberlaufen und abwechſelnde Weideplaͤtze haben muͤßten. Dies Vorurtheil gruͤndet ſich auf die richtige Erfahrung, daß das Eee 2 ſaft⸗ 8⁰4 ſaftreiche Gras in feuchten Niederungen den Schafen zwar nahrhaft ſey, aber aͤuſſerſt leicht den Grund zur Krankheit lege, die man das Faulwerden nennt, daß man ſie folglich nur kurze Zeit daſelbſt laſſen, und von da ab bald auf trockene Anhoͤhen, wo nur duͤrre und zuſammenziehende Kraͤuter wachſen, trei⸗ ben muͤſſe. Der Nachtheil des einen Platzes kann nur durch den Mangel des andern ge⸗ hoben werden. Und dies erſordert aller⸗ dings Ortskenntniſſe und Ueberlegung des Schaͤfers, um es ſo einzurichten, daß ſeine Schafe weder verhungern, noch waſſerſuͤchtig werden. Deshalb giebt es vielleicht keinen Menſchen, der einen hoͤheren Begriff von ſeiner Wichtigkeit hat, wie ein teutſcher Schafmeiſter, und deshalb iſt dieſen Men⸗ ſchen ſo daran gelegen, daß alle Vorurtheile erhalten werden, theils weil ſie von deren Richtigkeit uͤberzeugt ſind, theils weil ſie da⸗ durch um ſo freieres Spiel zu ihrem eige⸗ nen Vortheil haben. Zu viele Landwirthe ſchenken dieſen Leuten ein unbedingtes Zu⸗ trauen, und wer das thut, und nicht mit eigenen Augen ſiehet, den werden alle Gruͤn⸗ de fuͤr eine verbeſſerte Schafzucht nicht uͤber⸗ zeugen. Sobald man Schafen eine Weide geben kann, die ihnen hinreichende Nahrung giebt, ohne ——,.— derungen dn quſerſtlit die man dae ſolglich nur dbon da a5. i tur dürre vacſſer, rei⸗ ane Nlahes 8s onden ge⸗ rfordert aler⸗ erſegung des en, daß ſein waſerſüchtig eieht keinn zegriff bon teuiſcher jeſen Meuo Wrrreihell ſe dn deren s weil ſe de⸗ a ihren eir⸗ ele landvitthe beinges Zu und ticht nt den äll rin ii rich iher e Wedd tin Nabeng jibt ühge ohne ihrer Natur zuwider und ungeſund zu ſeyn, ſo kann man ſie Tag und Nacht dar⸗ auf erhalten, ohne ſich weiter um ſie zu bekummern. Dies iſt allenthalben moͤglich, wo man privatives Eigenthum hat: allent⸗ halben— denn es giebt vom fetteſten Marſch⸗ bis zum leichteſten Sandboden kei⸗ nen, der nicht Schafe ernaͤhren, unter geho⸗ rigem Betrieb mit Vortheil ernaͤhren koͤnnte, wenn man nur, was beynahe immer moͤg⸗ lich iſt, ſtauendes Waſſer ableiten kann. Es erheben ſich nun in Teutſchland in mehreren Gegenden große, obgleich noch ein⸗ zelne, Beyſpiele muſterhafter Schafzuchten. Ich rede hier nicht von der Veredelung durch die ſpaniſche Race, die ſich taͤglich allgemeiner verbreitet, aber zu haͤufig mit einer ſchlechten oͤlonomiſchen Einrichtung ver⸗ bunden bleibt, und fuͤr ſich allein dem teut⸗ ſchen Feldbau nicht aufhelfen, ihn vielleicht gar, durch den Anreitz zur moͤglichſten Ueber⸗ treibung der Schaͤferey⸗Gerechtigkeit, zuruͤck⸗ halten wird. Ich meyne ſolche Schaf⸗ wirthſchaften, wo man, neben der Veredelung der Race, hauptſaͤchlich die Hervorbringung des des moͤglichſt groͤßten Futterungs⸗Quantums von einer beſtimmten Ackerflaͤche bezweckt und bewirkt hat. Unter dieſen zeichnet ſich vor allen die Wirthſchaft des Grafen Magnis zu Eckerts⸗ dorf in der Grafſchaft Glaz aus. Die be⸗ ſondere Race, welche der Graf durch eine Durchkreutzung der ſehr guten, feinwolligen, ſchleſiſchen Schafe mit Oeſtreichſchen und den großen Ungariſchen und ſodann mit den Spa⸗ niſchen hervorgebracht hat, und deren Ver⸗ beſſerung er noch durch fortgeſetzte Verſuche und Auswahl vorzuͤglicher Individuen mit großer Aufmerkſamkeit betreibt, hat ſich be⸗ reits in manchen Gegenden verbreitet, und uͤbertrift an Groͤße, an Koͤrperbau und Wollergiebigkeit, jede andere Art von kraus⸗ wolligen Schafen in Teutſchland, wenn ſie gleich in der Feinwolligkeit den beſten Saͤch⸗ ſiſchen, wenigſtens vor 3 Jahren, wie ich ſie ſah, noch nicht gleich kam. Aber merk⸗ wuͤrdiger, wie die Race ſelbſt, iſt die Be⸗ wirthſchaftung. Der Graf hat von ſeinen Ackerfeldern alle Braache verbannet, beſtellet die eine Haͤlfte des dritten Feldes mit Klee, die andere Haͤlfte mit Kartoffeln, und fut⸗ tert damit einen eben ſo ausgezeichneten Mi⸗ Schlag von Hornvieh, welches er durch eine d⸗Quattune bezweckt un dor alen dee 3 zr Eckets⸗ 3s. Dde be⸗ raf dac ane „ſeinwaläen, ſchen und den nnir den Eya⸗ deren Ver tte Verſuche vidnen mit hat ſic be⸗ geitet, und genden dud R n krahs. d, went ſe n beſen Cüc⸗ iten, rie ij . Pber met⸗ 4u it von ſitin annet, befel ides wit Fle feln, m ſ ausgejichatn 34 duc eine M⸗ Miſchung und Einfuͤhrung von Steiermaͤrker⸗ Oeſtreicher- und Tyroler⸗Racen ſich ver⸗ ſchafft hat. Den Schafen blieb folglich nur die abgelegenere Bergweide, denn auch von den Weiden in Laubhoͤlzern ſchloß er ſie aus. Deſſenungeachtet hat er die Schaͤferey, welche bey dem Antritte ſeiner Guͤter aus 3000 Stuͤck beſtand und 1200 Rthlr. aufbrachte, innerhalb 10 Jahren auf 8000 Stuͤck ver⸗ mehrt, und ſchon im Jahre 1797 zu dem Ertrage von 24,000 Rthlr. gebracht. Auſ⸗ ſer der Verbeſſerung der Racen bewirkte er dies durch die Kultur jener Bergweide. Er brach ſie naͤmlich: 1) zu Hafer auf; nahm 2) Kartoffeln, 3) Gerſte oder Kafer, worunter Esparſette, Luzerne, weiſſer Klee, Hafergras, Honiggras, Pimpinelle und Stein⸗ brech geſaͤet wurden. 4) kunſtliche Wieſe, 5) Weide auf eine noch unbeſtimmte Reihe von Jahren. Der Ertrag dieſes Landes giebt den Schafen ihren Unterhalt, Winter und Som⸗ mer — 808— mer hindurch. Es wird nach der Erndte ein moͤglichſt genauer Ueberſchlag des Futter⸗ Vorraths gemacht, und danach die taͤgliche Portion, welche den Schafen, unter Vor⸗ ausſetzung eines langen Winters, gereicht werden kann, beſtimmt. Deshalb ſind in den Staͤllen Futterungs⸗Tabellen angeheftet, wonach ſich die Schaͤfer aufs genaueſte rich⸗ ten muͤſſen. So wurden auf 100 Stuͤck Mutterſchafe gegeben: 1) Um 6 Uhr Morgens Scheffel 9 Mtz. Kleeheu, 2½ Scheſſel Stroh, geſchnitten,..= 69 Pfd. 2) Um 10 Uhr daſſelre= 69— 3)— 1— Kleeheu.=Z= 100— 4)— 4— 2Scheff. 12 Mkz. Strohſiede und 2 Mtz. Kar⸗ toffeln 4 4„ 4*— 144— 5) Um 6 Uhr Ueberkehr= 75— auf 1 Mutterſchaf 4 ½ Pfd. Die Stoͤre erhielten 5 ½ Pfd. Der Graf Magnis bemuͤhete ſich aber, den Futterge⸗ winn immer ſtaͤrker zu vermehren, um mehr reichen zu koͤnnen, weil er findet, daß die Ergiebigkeit an Wolle mit der Futterung im genaueſten Verhaͤltniſſe ſteht. Korn wird aber 1 der Snne aj des gut⸗ jdie täulch unter Vor⸗ urs, gereicht zzalb ſad in len gazegefte, genaueſe vich if 100 Sl d. dar Srſ den Futeege⸗ een, un mi indet, if ä Furenu m Fn vid über 809 aber gar nicht gegeben, weil der Graf ſich durch genaue Verſuche uͤberzeugt hat, daß die Futterung mit Kartoffeln, bey gleichem Vortheile, um ſehr vieles wohlſeiler iſt. Die Stoͤre werden erſt im dritten Jahre, oder nachdem ſie 2 ½ Jahr alt geworden ſind, zum Springen gebraucht. Auf einen Stoͤr werden 25 bis 30 Schafe gerechnet. Zur Brunſtzeit, in den erſten Wochen des Au⸗ guſts, aber nur immer des Nachts, zuſam⸗ men eingeſchloſſen, des Morgens wieder ge⸗ trennt, und den Tag uͤber abgeſondert gehuͤ⸗ tet. Die uͤbrige Zeit des Jahrs werden ſie ganz abgeſondert gehalten. Zuweilen werden auch 100 Schafen zuſammen 4 Stoͤre zuge⸗ theilt. Von dieſen werden zwey, 8 Naͤchte lang, mit den Schafmuͤttern eingeſperrt. Die ſchwaͤcheren, die zuerſt kommen, werden dann von den ſtaͤrkern abgeloͤſer. Um den Ur⸗ ſprung der Laͤmmer genau zu wiſſen, werden die zuſammengelaſſenen Stoͤre und Schafe mit gleichen Zeichen von haltbarer unſchaͤd⸗ licher Farbe bezeichnet. Das fruͤhe Beſprin⸗ gen hat den Vortheil, daß die im Januar und Februar fallenden Laͤmmer im Fruͤhjahre gleich das junge Gras genießen, und bey der im Laufe des Sommers erlangten anſehnli⸗ chen Groͤße und Staͤrke gut und ſicher in den den Winter kommen. Es ſehzt dies aber einen reichlichen Vorrath von gutem und ſaftigen Winterfutter voraus, ohne welchen es den Schafen vor der Weidezeit an Milch fehlen wuͤrde. Gegenwaͤrtig geben die Stoͤre das Hun⸗ dert 21 Stein Wolle, der Schleſiſche Stein zu 22 Pfund oder 20 ⅞ Leipziger Pfund ge⸗ rechnet. Die Mutterſchafe geben 14 bis 15 Stein. Die Jaͤhrlinge 8 ¾ Stein. Einzeln geben ſie indeſſen betraͤchtlich mehr, und die Zunahme des Wollertrages war vor 5 Jah⸗ ren, durch die fortſchreitende Verbeſſerung der Race und Futterung, bey den Jaͤhrlingen ſehr merklich. Ein Jaͤhrling gab ſchon 8 ¾ Pfund. Der Graf hat Stoͤre von vorzuüglicher Guͤte mit 100 Ducaten bezahlt, und berech⸗ net ſehr richtig, daß, wenn dieſer bey ſeiner Nachkommenſchaft die Wolle nur um ein Loth vermehrt, Capital und Zinſen reichlich be⸗ zahlt werde. Er verkauft Stoͤre ſeiner Race zu dem billigen Preiſe von 6 Ducaten, und Schafe zu 3 Ducaten; aber freilich nicht von den vollkommenſten. Einen Stoͤr und zwey Mutterſchafe verkaufte er auf dem Bres⸗ lauer Wollmarkte uſammen fuͤr 30 Duca⸗ ten. — ſeßt dies dr eon gutem und wohne welchen deei en Mich öüne ds hene Söhleſſce Suig giger Vfund g⸗ ben 14 bid 1 zrein. Einzen nehr, und die vor 5 Jah⸗ Verbeſſerung Jährlingen ab ſchon d n wrzinüher , und bercc⸗ iett be ſe nur un iinlat in nihlih h üre fitet Rt jduned, un frlic titt m (Sür und ſ zuf dem Vras⸗ n fir lu⸗ rn. — 811— ten. Sie wurden gleich darauf geſchoren, und erſterer hatte 91 Pfund, letztere zuſam⸗ men 113 Pfund Wolle, welche das Pfund zu 20 Gr. verkauft wurde, und alſo dem Kaͤufer ſeine Auslage gleich mit 20 p. C. verzinſete. Ich verdanke dieſe Nachrichten meinem Goͤnner und Freunde, dem Hrn. Freyherrn v. Vincke, gegenwaͤrtig Cammer⸗Praͤſiden⸗ ten in Aurich, der ſich durch ſeine durch Teutſchland, England und Spanien in land⸗ wirthſchaftlicher Ruͤckſicht gemachten Reiſen große Kenntniſſe erworben hat, von denen ſich ſein Vaterland reiche Fruͤchte verſprechen darf. Mit dieſen Nachrichten ſtimmen diejenigen uͤberein, welche mir der Hr. Graf Wilhelm Heinrich Maximilian von Dohna, neben mehreren ſehr ſcharfſinnigen landwirth⸗ ſchafilichen Reiſebemerkungen, gewogentlichſt mitgerheilt hat. Auch hat der Durchlauch⸗ tige Herzog Friedrich von Holſtein⸗ Beck in ſeinem„Verſuche uͤber die Schafzucht in Preußen“ eine Beſchrei⸗ bung dieſer merkwuͤrdigen Schafwirthſchaft, beſonders in Anſehung der kuͤhlen und lufti⸗ gen Schafſtaͤlle des Grafen Magnis mitge⸗ theilt, wohin ich meine Leſer verweiſe. In Mecklenburg hat der Hr. Oberjaͤger⸗ meiſter von Moltke eine Schaͤferey, nicht nur von aͤcht⸗ſpaniſcher Race, ſondern auch nach aͤchten Wirthſchafts⸗Grundſaͤtzen angelegt, die für die dortige Gegend als ein Muſter wird aufgeſtellet werden koͤnnen. In der Mark Brandenburg giebt es Wirthſchaften von großem Umfange, wo man dem vorgeſteckten Ziele mit langſamen aber feſtem Schritte in jeder, auch in dieſer Kin⸗ ſicht, ſich naͤhert. — Shifrey, ni e, ſondern auch hiäßen angelegt als in Nuſer en. X. enbarz gät es Berichtigungen und ECpitcriſe, . nfange, wa nan langſawen aher— ˖in dieſer hin (Ueber den Abbruch dieſes Aufſatzes wird in der Vorrede das Noͤthige geſagt.) 990000088 9099000ooooooee In der Einleitung S. 4 u. f. habe ich mich zu hart und unbillig gegen teutſche landwirthſchaft⸗ liche Schriftſteller ausgedruͤckt. Ich haͤtte wenig⸗ ſtens Ausnahmen machen ſollen; denn allerdings haben wir manche ſehr ſchaͤtzbare Schriften. Allein ich fand nichts, was mich als einen nach gruͤndli⸗ cher Lehre begierigen Anfaͤnger befriedigte, beſon⸗ ders nicht in den das ganze Fach umfaſſenden Schriften. Und dies hatte meine Animoſitaͤt zu ſtark erregt. Der groͤßte Theil unſerer Schriftſteller theilt ſich in zwey Hauptklaſſen: Practiker und Theoretiker. Die bloßen Practiker beſchreiben das Verfah⸗ ren oft recht gut, wovon ſie auf ihrem Boden, unter ihren Verhaͤltniſſen, bey ihrem land⸗ uͤblichen Wirthſchafts⸗Syſteme, einen erwuͤnſch⸗ ten Erfolg hatten, und warnen fuͤr das, was dieſen vereitelte. Wenn ſie nur richtig beobachte⸗ ten, ſo ſind ihre Schriften immer ſchaͤtzbar. Sie wuͤrden es noch mehr ſeyn, wenn ſie alle die be⸗ ſondern Verhaͤltniſſe angaͤben, unter welchen dieſe Wirth⸗ Wirthſchaften betrieben, dieſe Erfahrungen ge⸗ macht wurden; aber leider findet man das bey Schriftſtellern dieſer Art ſelten; denn wie es bey ihnen iſt, meynen ſie, muͤſſe es allenthalben ſeyn; andere Wirthſchafts⸗Verhaͤltniſſe koͤnne es im Ganzen nicht geben, und beſſere Einrichtungen ſeyen nicht moͤglich. Daher muͤſſe das, was ſie tauglich oder untauglich befunden haͤtten, durch die ganze Welt ſo ſeyn. Der Kenner, der die Verhaͤltniſſe, unter denen ſie wirthſchafteten, er⸗ raͤth, und gehoͤrig ins Auge faßt, kann ihre Be⸗ merkungen pruͤfen und berichtigen, bekuͤmmert ſich um ihre allgemeinen Behauptungen nicht, und benutzt nur ihre wirklichen Erfahrungen. Aber nicht ſo der Anfaͤnger und der, welcher ſelbſt nur einſeitige Begriffe von Landwirthſchaft hat. Er haͤlt ſich mehr bey den allgemein ausgedehnten Be⸗ hauptungen dieſer Schriftſteler, bey dem, was ſie das Reſultat ihrer Erfahrung nennen, was aber gewoͤhnlich mit vielen Vorurtheilen und un⸗ richtigen Begriffen verwebt iſt, auf, und uͤberſieht dagegen ihre oft ſchaͤtzbaren reinen Beobachtun⸗ gen. Wenn jene allgemeinen Behauptungen mit ſeinen beſchraͤnkten Begriffen und Wahrnehmun⸗ gen zum Theil uͤbereinſtimmen, ſo giebt er ihnen einen uneingeſchraͤnkten Beyfall. Thun ſie das nicht, ſo verwirft er Alles, als voͤllig ungereimt und unbrauchbar. Dieſe Schriften koͤnnen alſo vielen —— Efäßunmn net man dow zdun wie a3 9 zällentgalben rhältiſſ kinne s ſere Enritungen wüſſ di, no ſe den hitte, ducch r Kenner, de de irhſchſteten, e⸗ Kt, kann ire d „ hekummert ſih en nicht, und ungen. Aber. ſcher ſlb nur zaft hat. Er aaddehaten de⸗ dh dn, u g wannen, wi arthelen und un⸗ uf, un läaſht gen Bobachun⸗ äeuungnmi Vöhrnehiun⸗ ſo gebt e inn .Thun ſe u düli uun iu lonn d gielen — 1 — — 817— vielen Nutzen und vielen Schaden ſtiften. Ge⸗ gen letztern koͤnnten ihre Verfaſſer ſichern, wenn ſie— wie auch einige neuere ſchaͤtzbare Schrift⸗ ſteller gethan haben— bey der Erzaͤhlung reiner und wahrer Thatſachen ſtehen blieben, dabey alle Nebenumſtaͤnde, welche Bezug darauf haben koͤnn⸗ ten, moͤglichſt genau bemerkten, und dann ihr Raiſonnement daruͤber, was ein jeder gern hinzu⸗ fuͤgt, abgeſondert ſtellten. Die Theoretiker haben gewoͤhnlich Vor⸗ kenntniſſe in den Huͤlfswiſſenſchaften: der Natur⸗ geſchichte, Phyſik, Chemie und Mathematik— obgleich zu ſelten ſehr gruͤndliche. Sie ſchreiben mehrentheils richtig, kennen die Bedeutung und den Werth der Worte, haben einen mehr geor⸗ neten Vortrag, und verfallen nicht in unendliche Wiederholungen.(Ohne dieſe Qualitaͤten ſind ſie elende Schmierer, die keine Erwaͤhnung ver⸗ dienen.) Ihre Werke beſtehen natuͤrlicherweiſe aus Collectaneen, ſind eigentlich Sammlungen einzelner Bemerkungen aus andern mehr practi⸗ ſchen Schriftſtellern. Sie ſind zum Nachſchlagen ſehr nuͤtzlich, und geben dem Landwirthe uͤber ein⸗ zelne Dinge ſehr gute Aufklaͤrung; aber alles iſt in den meiſten Schriften dieſer Art zu ſehr ver⸗ einzelt, und die mannigfaltigen Verbindungen, worin die einzelnen Theile ſtehen,— zweckmaͤßig und unzweckmaͤßig ſtehen koͤnnen,— ſind nicht 3r Band. Fff dar⸗ — 848— dargeſtellet. Es wird zu viel Werth auf Dinge geſetzt, die gegen das Ganze nur Kleinlichkeiten, nur Nebenwerke ſind; vielleicht gute Wirkung thun, wo ſie paſſen; aber nur ſelten, und nur unter ganz beſondern Bedingungen paſſen. Dieſe Bedingungen anzugeben, iſt mehrentheils ver⸗ ſaͤumt. Das Ganze iſt nicht vor Augen behalten. — Wer die Landwirthſchaft daraus erlernen will, dem geht es wie jenem Maler, der das Studium der Anatomie auf gewoͤhnliche Weiſe trieb.„Ich „lernte die Knochen kennen“, ſagte er,„mit ih⸗ „ren Fortſaͤtzen; Muskeln, mit ihren Koͤpfen „und Schwaͤnzen, und einen großen Theil der „Adern. Wie ich den Pinſel wieder zur Hand „nahm, malte ich Knochen, Muskeln und Adern. „Aber konnte kein Glied des Koͤrpers im richtigen „Umriſſe darſtellen, weil ich uͤber die Form des Ein⸗ „zelnen den Zuſammenhang des Ganzen aus dem „Sinne verlor.“— So wird es auch Dem meh⸗ rentheils gehen, der Landwirthſchaft aus dieſen Buͤchern lernen will. Er wird keine Einheit in das Ganze ſeiner Wirthſchaft zu bringen wiſſen, das gehoͤrige Eingreifen des Einen in das Andere nicht beurtheilen koͤnnen, und das Nothwendige uͤber das nuͤtzliche Allerley verſaͤumen. Dieſe Schriftſteller wiſſen zum Theil die mannigfaltigen Widerſpruͤche der Practiker nicht zu vereinigen⸗ weil ſie die verſchiedenen Verhaͤltniſſe, unter wel⸗ wel⸗ — jen — Vetß u du dur Kleinlihtän, itgute Wrrug ſelten, und nur en paſen. Dieſe nehrentheis der dr Aagen dchalten. taus erlennen wil, Hder das Sndiun Weiſe trib. ih agte er,„mit i⸗ t hren üpfa toßen Theil der her zur Hand l und Adern. as in vihtigen Fayn deEi⸗ Ganzen ous den uuc dem n ſeft aus diſen kaine Einheit i Kbengen viſen, gen in das Andere dus uthwendig riumen. Di de mnrigfitin ht zu dereiiyen niſt un ul wel⸗ — 819— chen dieſe wirthſchafteten und ihre beſondern Er⸗ fahrungen machten, nicht zu wuͤrdigen verſtehen. Wir haben Schriftſteller dieſer Klaſſe, die ſich ein großes, unſterbliches Verdienſt erworben haben. Die Schriften eines B. Sprengers, J. Beck⸗ mann, F. C. L. Karſten und B. S. Nau muͤſſen jedem practiſchen und erfahrnen Land⸗ wirthe hoͤchſt ſchaͤtzbar ſeyn; aber ſie ſcheinen mir, wenn ich aus eigener Erfahrung urtheilen ſoll, nicht fuͤr Anfaͤnger geeignet. Erfahrungswiſſenſchaften haben immer nur be⸗ traͤchtliche Fortſchritte durch ſolche gemacht, die Theorie und Praxis vereinigten, welche die ſchon gemachten Erfahrungen aller Nationen und Zei⸗ ten kannten, und ſie mit eigener Beobachtung und Praxis verbanden. Theorie und Praxis laſſen ſich freilich abgeſchieden denken. Der Theoretiker kann ordnen und verbinden, was der Practiker beobachtet hat; aber ſelten iſt dann Anſchaulich⸗ keit, Leben und Kraft in dieſer Verbindung und in dieſem Lehrvortrage. Es iſt dann ein Ge⸗ menge fremdartiger Theile, wo immer Wider⸗ ſprüche hervorſtechen; keine innige gleichartige Miſchung. Daher haben auch in unſerer Wiſſenſchaft die⸗ jenigen am meiſten Beyfall erhalten, und am mei⸗ Fff 2 ſten — 826— ſten Nutzen geſtiftet, die beydes in einem gewiſſen Verhaͤltniſſe mit einander verbanden. Sie haben Gelegenheit, durch eigene Beobachtungen ſich die Beobachtungen Anderer zu verſinnlichen und zu eigen zu machen, und beſitzen in ihrer eigenen Praxis wenigſtens einen Probierſtein, um den Ge⸗ halt fremder Erfahrungen ungefaͤhr zu beurthei⸗ len; wenn es ihnen gleich ihre Lage mict erlaubt, ſie auf die Capelle zu bringen. d Gn nn Allein wir hatten von Schriftſtellern dieſer Art nur einen Muͤnchhauſen, wenige Luͤ⸗ ders, Pfeiffers, Benekendorfs, Schu⸗ barts, Bergens, Schmidts u. ſ. w. Bey den meiſten waren entweder die theoretiſchen Kenntniſſe zu unbedeutend, oder ihre Praxis zu beſchraͤnkt und zu local. Maͤnner dieſer Art, die ſich zu Lehrern der Landwirthſchaftskunſt aufwar⸗ fen, hatten mehrentheils nur die gewoͤhnliche Ver⸗ walter⸗Bildung erhalten, ſchrieben, mit Huͤlfe eines Andern, etwas uͤber irgend einen ſpeciellen Gegenſtand, den ſie genauer kannten. Dies er⸗ hielt Beyfall, und brachte vielleicht ein annehmli⸗ ches Honorarium ein. Sie fiengen nun an zu leſen, was ihnen von landwirthſchaftlichen Schrif⸗ ten der Zufall in die Haͤnde fuͤhrte. Sie fanden es bald ehrenvoller und eintraͤglicher, mit der Fe⸗ der auf dem Papier, als mit dem Pfluge auf dem Acker zu arbeiten, und mit Huͤlfe ihres angeſchaff⸗ ten —,.— — ieinem genſu nen. Sie ho atengen ſichde ſichen und zu in ihrer agenen ſten un deGe⸗ efäht zu vether dge nice nunt, ſhriftſtelem deſe en, veniye kl⸗ hotfé, Schl⸗ fath. Bef e tſevretſchen hee Puri z diſer Att, de stunſt aufwir⸗ gewöhnücheVe⸗ ben, mit Hüff dinnet ſbetielen ntten. Die er⸗ ct in Innehml⸗ ngen nun an M. züten Sti re. See fhnde de, ni de imnasi ten ten Buͤchervorraths und einer gelaͤufigen Hand⸗ fiel ihnen dies nicht ſchwer. Sie glaubten ſich nun zu Schriftſtellern berufen, die mit Huͤlfe ih⸗ rer zur Hand ſtehenden Troͤſter uͤber alles und je⸗ des, uͤber den ganzen Umfang der Wirthſchafts⸗ kunde ſchreiben koͤnnten. Es ward ihnen durch Uebung immer leichter, die Ordnung der Mate⸗ rien, den Bau der Perioden und dieſes oder jenes Wort etwas zu veraͤndern, und ſo aus einem Paar alten ein neues Buch zu machen. Freilich waren dieſe Veraͤnderungen oft von groͤßerer Wichtigkeit, wie ſie bey ihrer Unbekanntſchaft mit der Sache glaubten, und es kamen daher zuweilen Unge⸗ reimtheiten hervor, vor denen man erſchrickt, die aber deſſenungeachtet von andern richtig wieder nachgeſchrieben, und aus einem Handbuche, aus einem Lehrbegriffe, aus einem Ganzen der Land⸗ wirthſchaft in das andere uͤbergetragen wurden. Mehrentheils konnten ſich dieſe Leute der Thorheit nicht erwehren, auch gelehrt in andern Faͤchern ſcheinen zu wollen; aus der Phyſik, Chemie und Mathematik Saͤtze einzumiſchen, die laͤngſt berich⸗ tigt oder von ihnen mißverſtanden waren. Da es ihnen auch an logiſcher Ordnung der Begriffe, an Kenntniß des Werths der Worte, folglich an Rich⸗ tigkeit und Beſtimmtheit des Vortrages fehlte; ſo verfielen ſie, um deutlich zu werden, in unzaͤh⸗ lige Wiederholungen, und ſagen uns in der fol⸗ genden -— 322— genden Periode, wie ſie in der vorhergehenden verſtanden ſeyn wollen. Noch eine andere Gattung von Schriftſtellern hatte zwar eine litterariſche Bildung gehabt, aber in einem zu heterogenem Fache, wo der Kopf an poſitive oder an abſtrakte Saͤtze gewoͤhnt, der Be⸗ obachtungsgeiſt aber nicht geſchaͤrft war. Bey der Gelegenheit, eine kleine Landwirthſchaft ſelbſt zu betreiben, oder in einem engen Umkreiſe zu beob⸗ achten, hat da Mancher geglaubt, ſeine laͤndliche Muße nicht beſſer benutzen zu koͤnnen, als wenn er ſich, mit Beyhuͤlfe ſeiner kleinen Bibliothek, zum landwirthſchaftlichen Schriftſteller aufwuͤrfe. Waͤre ein Solcher bey der Wirthſchaftsbeſchreibung ſeiner Gegend, oder einem Ackerbau⸗Catechismus fuͤr ſeinen Bezirk ſtehen geblieben; ſo haͤtte er ein verdienſtliches Werk liefern koͤnnen. andern Verhaͤltniſſen, ward der Blick ſehr ſchie⸗ lend, wenn ſolche Verfaſſer ihn auf den ganzen Umfang der Wirthſchaftskunde werfen wollten. Aber laſſen wir jetzt die Todten ruhen in ihrer Makulatur!— Wenn nur dem Unfuge, in die⸗ ſem wichtigen, auf Menſchengluͤck Bezug haben⸗ dem Fache, ein Ende gemacht wird. Die ſtaͤrkere Bevoͤlkerung, die Conjuncturen der Zrit, und der ſteigende Werth landwirthſchaft⸗ licher Producte nicht nur, ſondern auch wirklich eine Aber bey der gaͤnzlichen Unbekanntſchaft mit anderm Boden und dt vtſergehezn to Sctiſtſfelern dung gehatt, gher wo der Kopf an gewihnt, der Be⸗ iſt wr. Doßder dithſaſt lüt zu Umkreiſe zu bec öt, ſeine landlihe ünnen, alb wenn inen Büliothet, feller auftvurfe. ftobeſchrelbung u⸗Catechismus ſo hätte er ein . Keer hey der derm Iiden urd Blic ſehr ſche⸗ zauf den genzen werfen wölken. unn ruhen in irer zm Unfuhe, in de⸗ üt Btzug h⸗ iid. de Coniuncuuen Hlandvinfäi⸗ dern dud rili eie eine wieder erwachende, dem Menſchen gleichſam angeborne Neigung fuͤr den Ackerbau, bewirken beſonders in Teutſchland, daß er ſich aus der ver⸗ aͤchtlichen Unterdruͤckung wieder erhebt, worein ihn Vandalismus ſtuͤrzte, Vorurtheil und Pedanterie erhielt. Talente und Vermoͤgen, die ihm jetzt immer mehr gewidmet werden, muͤſſen ihn bald zu ſeiner urſpruͤnglichen Wuͤrde wieder empor⸗ heben. Und dies muß auch ſeyn, wenn er mit den vermehrten Beduͤrfniſſen der zahlreicheren Menſchen, Schritt halten, und wirklichem Man⸗ gel, welcher jetzt mehr wie jemals das Herabſinken der Staaten und der Menſchheit veranlaſſen wuͤr⸗ de, vorgebeugt werden ſoll. Die vielen jungen Maͤnner aus den gebildeten Staͤnden, welche ſich dem Landleben jetzt widmen, verlangen nach Unterricht, und ſuchen ihn begie⸗ rig, in neu herauskommenden Schriften. Bey dieſen werden nun freylich die Schriften jenes Schlages kein ſonderliches Gluͤck machen; aber ſie wuͤrden immer noch dem nach mehrerem Unterrichte ebenfalls verlangenden Landwirthe, aus den min⸗ der gebildeten Klaſſen, wohlhabenden Bauers⸗ ſoͤhnen, jungen Verwaltern aufgeheftet werden, und ſelbſt wol manchen aͤlteren, der die Charlata⸗ nerie in dieſem Fache nicht kennt. Die ſogenann⸗ ten Buchhaͤndler⸗Recenſionen, die in politiſchen und literariſchen Blaͤttern, in den Anzeigen hin⸗ ter ter den meiſten periodiſchen und andern Schriften eingeruͤckt werden, und mit einer auf dieſes Publi⸗ cum beſonders berechneten Suͤade abgefaßt ſind, bringen ſie an den Mann, und alle Buchhaͤndler verſichern, daß der Abſatz aller ſogenannten prac⸗ tiſch oͤkonomiſchen Schriften jetzt vorzuͤglich gehe. Unter dem Wuſte ſolcher Schriften in den Meß⸗ Katalogen verſteckt, koͤnnten die Werke eines Schuhmachers, von Ferber, Grafen v. Podewills, Karbe's, Herzogs Fried⸗ rich von Holſtein, J. F. Meyers u. m. a., von manchem lehrbegierigen Landwirthe uͤberſehen werden. Wenn es den landwirthſchaftlichen Schrif⸗ ten vorhin zu ſehr an natuͤrlicher Logik, an Philoſophie der geſunden Vernunft fehlte; ſo ſcheint man jetzt den Verſuch zu machen: ob eben ſo oberflaͤchliche landwirthſchaftliche Geiſtes⸗ Producte im Mantel des tiefen Denkens und der ſchulgerechten Philoſophie gehuͤllet, ihr Gluͤck machen werden? Apriaxi ſollte man dies nicht glauben. Es ſcheint gar zu widerſinnig, daß man Erfahrungswiſſenſchaften, wie Arzneykunde und Landwirthſchaftskunde, die ſich lediglich auf ſinn⸗ liche Wahrnehmungen gruͤnden koͤnnen, auf die von allem Sinnlichen ganz abgeſchiedenen Theo⸗ reme der neuen Philoſophie zu gruͤnden denke. In der Arzney⸗Wiſſenſchaft hat es jedoch hier und da Bey⸗ ——— undern Sthinn duf dieſes dah e ehgefaßt ſnd, de Buczgandler genannten prar⸗ zoröüglih geſe en in den Meß⸗ ie Werk enes der, Graſen rzogs Fried⸗ pers u. m. a, ithe üͤberſeen hen Schrif⸗ kogkk, an fehlte; ſo wachen: b fiache Geiſtes⸗ Denkens und llt, ir Glit nau des nicht innig dj man aegkunde un iih ufſu⸗ nnen, uf h idenen Thi⸗ dan de dn ſech ſuudde hej⸗ — 825— Beyfall gefunden, und wer weiß, wie weit die Allgewalt der Mode gehet, zumal wenn ſie bequem iſt, und den jungen Leuten gut kleidet!— Zahl, Maß und Gewicht gehoͤren zu den Fundamenten unſerer Wiſſenſchaft, und ſind zwar bloß ſinnliche Dinge. Wer ſich indeſſen die Ausdruͤcke der neuen Philoſophie nur zu eigen macht, kann doch ſehr abſtract und philoſophiſch⸗klingend uͤber dieſe Ca⸗ tegorien ſchreiben, ohne jemals gezaͤhlt, gemeſſen und gewogen zu haben. Es wird zwar mit der Sache nicht lange dauren, und man wird bald einſehen lernen, daß dieſe ſchulgerechten Deductio⸗ nen nichts als ein Flitterſtaat ſind, den dieſe Au⸗ toren anhaͤngen, um Aufſehen zu erregen und Maͤngel zu decken. Aber ſie koͤnnen doch vorerſt manchen guten jungen Kopf ſchwindelnd machen. Ich habe Beyſpiele davon! Andere neue Schriftſteller, deren Manier Nachahmer finden koͤnnte, haͤngen zwar den phi⸗ loſophiſchen Mantel nicht mit ſolchem Prunke um, reiten aber ein Steckenpferd von genialiſchem Drange. Sie ſetzen gewiſſe, theils ganz falſche, theils halbwahre Erfahrungsſaͤtze ſo apodictiſch apriori hin, als gewiſſe Philoſophen ihr Ich und Nicht⸗Ich ſetzen; unbekuͤmmert, ob es wirk⸗ liche Erſcheinungen in der Sinnenwelt oder Taͤu⸗ ſchnugen ſind, und folgern dann daraus mit an⸗ ſcheinender Conſequenz, was nach ihrem Belieben daraus daraus folgen ſoll. So etwas kann Senſation machen, wenn es Organe danach trifft. Eine ſtrenge Kritik ſcheint mir alſo in dieſem Fache nothiger, wie in irgend einem anderen, theils weil der größere Theil der Landwirthe nicht Zeit hat, ſich die Kenntniſſe zu erwerben, die zur Pruͤfung dieſer gelehrten Taſchenſpielerey erforder⸗ lich ſind; theils weil unvollſtaͤndig dargeſtellete Thatſachen und falſche Lehrſaͤtze nirgends einen unmittelbaren Einfluß auf das Gluͤck der Familien und auf die allgemeine Wohlfahrt haben, wie hier. allgemeinen Annalen der Landwirthſchaft, unbe⸗ Schriften zu ſagen, fortfahren. Ueber einzelne Zweige der Landwirthſchaft ha⸗ ten, welche die Materie vollſtaͤndig, gruͤndlich und haͤufig ihrem Gegenſtande einen zu großen und zu allgemeinen Werth beigelegt, auf die Verhaͤltniſſe, unter welchen er ſolchen nur haben kann, nicht empfohlen. In den vielen Sammlungen, welche von So⸗ cietaͤten und einzelnen Redactionen herausgegeben worden, Freilich iſt auch keine Kritik infallibel, aber ſie macht aufmerkſam und leitet zu eigener Pruͤfung. Ich werde daher in den kuͤnftig herauszugebenden fangen meine Meynung uͤber neu herauskommende ben wir in Teutſchland viele vortreffliche Schrif⸗ mit wahrer Kenntniß behandeln. Nur haben ſie genug Ruͤckſicht genommen und ihn zu allgemein in Senſeie ift. ilo in deſen nem anderen, mdvuthe nict dben, de zur lerey eferder⸗ ig dargegalete nirgends aie kder Familien ben, wie hier hel, aber ſie er Prüfung. zzugebenden dft, unbe⸗ uskommende wirthſchaft he tffuche Sori⸗ gründlih und Nur haben ſe grrſen und jeDebültniſ, en kann, rict a allhenei velch von Ee herunktin votden/ worden, finden ſich viele ſehr ſchaͤtzbare Abhand⸗ lungen, aber mit zu vielen unbedeutenden Luͤcken⸗ buͤßern vermiſcht. Solche Sammlungen ſind uͤbrigens vielleicht in keinem Fache nuͤtzlicher wie in dem unſrigen. Sie geben dem practiſchen Landwirthe, dem laͤndlichen Beobachter, der un⸗ ter der Zahl der eigentlichen Buͤcherſchreiber nicht auftreten mag, Gelegenheit, ſeine Bemer⸗ kungen und Erfahrungen der Welt mitzutheilen, und einzelne Kenntniſſe und Entdeckungen der Nachwelt aufzubewahren, die ſonſt mit ihm dahin geſtorben waͤren. Nur duͤrfen ſolche Sammlun⸗ gen nicht zu bloßen Buchhaͤndler⸗ Speculationen berabſinken; ſondern muͤſſen unter der Lun ei⸗ niſſe und den zeſen Wilen b. nicht Pazzer an⸗ zufuͤllen; ſondern die Wiſſenſchaft zu bereichern. Bey allen Aufſatzen, die ſich hauptſaͤchlich auf Thatſachen gruͤnden, muß es eine unerlaͤßliche Forderung ſeyn, daß dieſe mit dem Namen des Verfaſſe ers oder Einſenders verbuͤrgt werden. Wenn dies auch nicht alle Unwahrheiten verhuͤten kann; ſo ſchreckt es viele zuruͤck und veranlaßt die Berichigung anderer. Noch muß ich erinnern, daß ich mich gegen einen verdienſtvollen teutſchen Schriftſteller, S. 15 und in einem beſondern Anhange(den ich deshalb bey der zweyten ſonſt unveraͤnderten Ausgabe weg⸗ ſtrich), — 828— ſtrich), zu hart ausdruͤckte. Er hatte gerade in dem Augenblicke gegen die engliſche Landwirthſchaft im Allgemeinen und beſonders gegen ihre Grund⸗ ſaͤtze des Futterbaues geſchrieben;— freilich ohne ſie genugſam zu kennen— aber das konnte ich von ihm nach Billigkeit auch nicht fordern, und immer haͤtte ich ihn mit minderer Animoſitaͤt widerlegen ſollen. Unaufgefordert bitte ich den wuͤrdigen, auch in unſerm Fache ſehr verdienten Mann, um Verzeihung, und reiche ihm freundſchaftlich die Hand. en SSt h Ueber die Gegenſtaͤnde des iſten, aten und 3ten Capitels, glaube ich in den folgenden Baͤn⸗ den genug geſagt zu haben, um alle irrigen Vor⸗ ſtellungen uͤber die landwirthſchaftliche Verfaſſung und den wirklichen Zuſtand des Ackerbaues in Eng⸗ land moͤglichſt zu entfernen. Wer mir nun fer⸗ ner ſagt, daß wir von den Englaͤndern in unſerer Kunſt darum nichts lernen koͤnnten, weil ſie von uns oft Getreide kaufen muͤßten, dem weiß ich freilich nichts zu antworten. Wer uͤbrigens uͤber dieſen Gegenſtand ſich genauer unterrichten will, den verweiſe ich auf Bells Verſuche uͤber den Ackerbau, welche, mit einem Commentar von mir, Oſtern 1804 zu Berlin uͤberſetzt her⸗ auskommen. Das hatte geren landvirthſci in ihre Grund⸗ freilih oyne ſe konnte ich von an, und inmer ſſtͤt vdereegen den wirdigen, ten Mann, un undſchaftlich de r, atet Und genden vin⸗ irogen Por⸗ de Verfaſfung ktdaues in Eng der wir nun fe⸗ ndern in unſere en, wel ſe von , dn viſ ih er lbriyns dber mntritten wl zerſuche lber nem Commenir in üörritre Das — 829— Das 4te und 5te Capitel enthalten zu wichtige Gegenſtaͤnde, und dieſes Werk iſt bereits zu ſehr angewachſen, als daß hier die Erlaͤuterungen Platz faͤnden, welche ich nach fortgeſetztem Nachdenken und nach den Reſultaten mancher im Großen und im Kleinen angeſtelleter Verſuche, vielleicht uͤber dieſe Materie ſchon geben koͤnnte. Das naͤchſt her⸗ auskommende Stuͤck des Archivs der Agri⸗ kultur⸗Chemie des Herrn Obermedi⸗ cinalraths Hermbſtaͤdt wird wahrſchein⸗ lich den Anfang unſerer chemiſchen Unterſuchun⸗ gen der Erdarten und des Miſtes enthalten. Die auf dem Acker gemachten Verſuche und Beobach⸗ tungen werde ich in der Folge in den Annalen der Landwirthſchaft mittheilen. Aber eine ſyſtemati⸗ ſche Behandlung dieſer unergruͤndlichen, aber taͤg⸗ lich reichere Ausbeute gebenden Materie, muß ich bis zur Ausarbeitung meiner Grundſaͤtze des ratio⸗ nellen Ackerbaues verſchieben. Die Lehre von der Duͤngung mit kalkhaltigen Subſtanzen, findet man im 4An Jahrg. 4n St. der Annalen der Niederſaͤchſiſchen Landwirthſchaft, vor⸗ laͤufig, von mir abgehandelt. Das Raſenbrennen, wovon ich im 6ten Ca⸗ pitel redete, hielt ich wichtig genug, um davon in der Zten Abhandlung dieſes Bandes noch ver⸗ ſchiedenes beyzubringen. — 830— Ueber die Lehre vom Pfluͤgen, Eggen, und uͤberhaupt von der Bearbeitung des Bodens, habe ich im Iſten Bande ſehr wenig geſagt. Allein ich muß ſie auch hier uͤbergehen, weil ſie ſonſt einen betraͤchtlichen Band einnehmen, oder das, was ich in gedraͤngter Kuͤrze daruͤber ſagen koͤnnte, zu leicht neue Mißverſtändniſſe veranlaſſen wuͤrde. Ungeachtet ich mit dem 1oten Capitel uͤber Braache und Fruchtwechſel, unter allem, was ich geſchrieben habe, am meiſten zufrieden bin; ſo be⸗ darf dieſe Materie doch noch mancher E Erlaͤuterun⸗ gen, die ich aber ebenfalls bis zu einem andern Orte verſparen muß. Hier nur folgendes: Schon lange hat man theoretiſch daruͤber ge⸗ ſtritten, ob alle Pflanzen, der Qualitaͤt nach, einen und denſelben Nahrungsſtoff gebrauchten; oder ob eine vor der andern gewiſſe beſtimmte Stoffe zu ihrem Wachsthum beduͤrfe; dieſe dem Boden vor andern entzoͤge, und dann nicht weiter darin gediehe, obwohl Pflanzen anderer Art noch ſehr gut darin fortkommen koͤnnten— und die⸗ ſen Streit hat man nun erneuert. Allein durch Theorie laſſen ſich Materien dieſer Art bis jetzt uͤberall nicht ausmachen: Erfahrung und Verſuche koͤnnen allein eine ſolche Frage entſcheiden, und dann wird es ein leichtes ſeyn, die Thatſache durch Theorie zu erklaren. Ge⸗ — „ Engen, und Aodens, ſa ot. Allein i lſee ſonſt einen e das, wes ich n konnte, zu aſen wurde. en Cavite dher alem, wes ih en bin; ſo be⸗ er Erlduterun⸗ einem andern ndes: deruͤber ge⸗ jaltit nach, Frauchten; üſſe Räümmee rfe; dieſe dem ann niht wete ndeerr Art toch e= un die „Alen durc er Att bo jißt dun Peiſth niſcheiden, n) daiuvs gi⸗ ob ſie gleich zu andern noch tauglich iſt. — Genaue comparative Verſuche ſind freilich noch zu wenig gemacht. Aber die Stimme aller auf⸗ merkſamen Gaͤrtner vereinigt ſich einmuͤthig dahin: daß der Wechſel des Landes fuͤr manche Fruͤchte eine nothwendige Bedingung ihres Gerathens ſey, und daß man ihn, durch die ſorgfaͤltigſte Bearbei⸗ tung und zureichende Duͤngung, bey einigen Fruͤch⸗ ten auf die Dauer nicht erſetzen koͤnne. Und zwar ſinden ſie, daß ein Gewaͤchs um ſo weniger auf derſelben Erde gerathe, je vollkommner es in den vorhergehenden Jahren darauf geworden iſt. Die Miſtbeet⸗Erde traͤgt durchaus gewiſſe Gewaͤchſe nicht wieder, die einmal darauf getrieben waren, Erſt nach mehreren Jahren, nachdem ſie mit Miſt erfriſchet, und der Atmoſphaͤre in allen ihren Partikeln aus⸗ geſetzt geweſen iſt, wird ſie wieder geſchickt, die⸗ ſelben Pflanzen zu ernaͤhren. Die Blumenlieb⸗ haber bemerken ein gleiches an der Blumentopf⸗ erde. Auch in Anſehung der Obſtbaͤume weiß man, daß ein junger Baum auf derſelben Stelle nicht gut fortkomme, wo ein alter derſelben Art geſtanden hat. In Baumſchulen muß man, der allgemeinen Erfahrungsregel nach, die Reviere wechſeln, und ein jedes erſt einige Jahre mit an⸗ dern Fruͤchten benutzen, ehe man wieder neue Pflaͤnzlinge darauf bringt. Aber auch bey dem Feldbau kommen ſo manche Er⸗ —-— 332— Erſcheinungen vor, die darauf hindeuten, daß ver⸗ ſchiedene Pflanzen verſ chiedene, wenigſtens quantita⸗ tiv⸗verſchiedene Stoffe zu ihrer Ernaͤhrung, zur Be⸗ reitung ihrer eigenthuͤmlichen Subſtanz und Saftes beduͤrfen.— Auch auf dem reichſten Boden giebt Weitzen nach Weitzen kuͤmmerliche und kraͤnkliche Aehren; aber man laͤßt auf Weitzen in manchen Ge⸗ genden ein Gemenge von Weitzen und Rocken, wel⸗ ches daſelbſt unter dem Namen Met eil bekannt iſt, folgen, und dies giebt nicht nur im Ganzen einen großen Ertrag; ſondern es gelangt auch der Wei⸗ tzen, fuͤr ſich betrachtet, zu einer beſondern Voll⸗ kommenheit. Ein gleiches iſt der Fall bey meh⸗ rern Gemenge⸗Fruͤchten. Wo Gerſte, wo Erb⸗ ſen und Bohnen, auf zu ſandigem Acker, allein nicht wachſen, da gerathen ſie unter Hafer geſaͤet. Es ſcheint alſo, als ob durch die Nebenfrucht der andern nicht nur nichts entzogen wuͤrde, ſondern auch, als ob durch dieſe das quantitative Verhaͤlt⸗ niß der Stoffe im Boden ſo veraͤndert wuͤrde, daß es dadurch der andern Frucht angemeſſener werde. Aber die ganze Lehre vom Vortheile des Frucht⸗ wechſels, welche beym Ackerbau durch die Erfah⸗ rung genugſam beſtaͤtigt iſt, beruhet nicht auf die⸗ ſer Theorie, ſondern auf mehrern anderen, ent⸗ ſchiedenen, und den Erfolg genugſam erklaͤrenden Momenten. Es iſt gewiß, daß einige Fruͤchte den Boden mehr binden, andere mehr lockern, . folg⸗ uf hindenten, m⸗ ne,denigſens qumn rerEmihrung, zurde e Subſtanz und Srr z reidſten ̃oden at merlche und kurit Weizen inmauri deizen und Roten en Meteil beim nur in Ganzen m zelangt auch dr B. einer beſondern d der Fall bey me ʒw Gerſte, wo Erd⸗ digem Acket, alein unter Hafer geſtet de Rederfrugt e agen wüdde, ſenhe quantitatde Teft terändett vide N t angemeſte vat Porthel us bau dudd e⸗ deruüttutt u d — 8355— folglich ihn gewiſſermaßen mechaniſch veraͤndern; — daß einige ihre Wurzeln mehr in der Ober⸗ flaͤche verbreiten, andere mehr in die Tiefe trei⸗ ben, und daß folglich letztere einen großen Theil ihrer Nahrung aus einer tieferen Erdlage ziehen, und fruchtbare Theile wieder heraufholen, die ſich fuͤr jene zu tief verſenkt hatten. Man weiß fer⸗ ner, daß gewiſſe Saaten gewiſſe Unkrautarten beguͤnſtigen, die von andern unterdruͤckt werden. Kein unbefangener Beobachter wird es mehr ab⸗ leugnen, daß eine Getreideſaat nach der andern, daß beſonders Weitzen nach Gerſte ſchlechter ge⸗ rathe, als wenn das Land zwiſchen beyden Klee getragen hat, ohne mehreren Duͤnger oder Bear⸗ beitung erhalten zu haben. Man erklaͤre dies, wie man will; die Wahrheit der Sache iſt nicht zu be⸗ zweifeln. Bey unſerer ganzen Lehre vom Fruchtwechſel iſt indeſſen das richtige Verhaͤltniß zwiſchen Vieh⸗ oder Duͤngerſtand und Fruchtbau, was dadurch in jedem Falle am vortheilhafteſten, ohne Auf⸗ opferung, und zur gluͤcklichſten Wechſel⸗Wirkung des einen auf den andern erreicht wird, ohne Zwei⸗ fel das wichtigſte. Die Schriften des Herrn Kar⸗ be, des Herzogs Friedrich von Holſtein und des Herrn Auguſt Hoffmann, die im 4ten und 5ten Jahrg. der Annalen der Niederſ. Landwirthſchaft von mir angezeigt worden, haben 3r Band. Ggg in in dieſer Hinſicht ein großes, ein helleres Licht verbreitet, als uns die Englaͤnder geben konnten; ob wir gleich bekennen muͤſſen, daß ſie dieſes Licht zuerſt anzuͤndeten. Man hat mir die Meynung zugeſchrieben,— und ich mag Veranlaſſung dazu gegeben haben,— daß ich die Braache in allen und jeden Faͤllen fuͤr unnoͤthig und nachtheilig hielte. Dies war indeſ⸗ ſen meine Meinung nie; denn ich weiß, daß es Faͤlle giebt, wo ein verwilderter Boden nur durch ein haͤuſiges und durchdringendes Sommerpfluͤgen wieder in Kultur geſetzt werden kann. Die reine Braache, und dann mit aller Energie, vom Herbſte an, bis zur Saatzeit, bearbeitet, iſt ſo oft noͤthig, als das Land von Quecken und an⸗ derm ſchaͤdlichen Wurzelunkraute verunreinigt wird. Wenn aber der Boden durch eine gehoͤrige Braach⸗ bearbeitung einmal gereinigt iſt; ſo wird bey un⸗ ſerem Fruchtwechſel auf gutem und Mittelboden nur in dem einzigen Falle eine Verunreinigung, die eine voͤllige Sommerbraache noͤthig machte, ent⸗ ſtehen koͤnnen, wo ein ſehr naſſer Sommer, oder Nachlaͤſſigkeit, die gehoͤrige Bearbeitung der die Braache erſetzenden Fruͤchte verhinderte. Iſt die⸗ ſer Fall eingetreten, ſo muß allerdings ein jeder verſtaͤndiger Wirth ſich zu der Aufopferung eines Jahrsertrages auf einem ſolchen Acker entſchließen, um ihn ſogleich wieder in den Stand der vollkom⸗ 1 menſten „—————:-— — in helleruͤla de ghben kun. di ſe deſes ka eeſchehen,-. gerüen haben, ad ida filen fär . Do w nef n ih weß, W r Boden nur di s Sommerrfüöhn kann. Die rein Energie, don tarbelket, iff ſo vecken und an⸗ runreinigt wird. gehdug Braa⸗ zſo wid doh w⸗ und Mttelbeden eMerunreitigung, nithignagtt, m⸗ ſir Enna, he enbeiug de Re. hann. Rde⸗ devingz din ſede⸗ Auſobferung Yius Aceer enrſläbn, Suund de ulhm⸗ nunſten — menſten Reinheit zu verſetzen, und darf ſich nicht auf bloßes Pferdehacken verlaſſen. Ein ſolcher Wirth wird dann ſeine Braache anders behandeln, wie es in den Wirthſchaften zu geſchehen pflegt, wo ſie um das Zte oder 6te Jahr allgemein uͤblich iſt. Wenn er den betraͤchtlichen Verluſt kennet, den er durch eine Braache leidet; ſo wird er auch den hoͤchſten Nutzen daraus zu ziehen ſuchen, den ſie gewaͤhren kann, und mit der betraͤchtlichen Aufopferung, die er macht, ſich moͤglichſt reines Land erkaufen. Bey jedem andern Feldſyſteme, wo mehrere Getreideſaaten nach einander kommen, halte ich eine reine Braache auf jedem bindenden Boden fuͤr ein unumgaͤngliches Erforderniß einer guten Be⸗ ſtellung. Der Acker kann ohne ſolche nicht in guter Kultur bleiben, und ich bin allerdings uͤber⸗ zeugt, daß das, was man durch eine ſtarke Be⸗ ſoͤmmerung des Braachfeldes bey der Dreyfelder⸗ Wirthſchaft gewinnet, an den Getreide⸗Erndten wieder verloren gehe. Der Acker, welchem man eine Braache entzieht, die er noͤthig hatte, wird auf eine lange Reihe von Jahren verdorben, und eine nachfolgende Braache kann den Schaden nicht erſetzen, den eine verſaͤumte verurſacht hat. Wo ich Gelegenheit gehabt habe, benachbarte Dreyfel⸗ der⸗Wirthſchaften, wo in der einen recht orthodor gebraa⸗ — 336— gebraachet, und in der anderen die Braache mit Huͤlſenfruͤchten, Klee, Lein und anderen ſoge⸗ nannten Braachfruͤchten faſt ganz beſtellet wuͤrde, zu ſehen; da habe ich dem Getreide der erſteren immer den Vorzug zugeſtehen muͤſſen, ungeachtet letztere wol etwas ſtaͤrker duͤngten. eren de Brahn in und andern 9 R onn heſtlet na, Gerede der ain en müͤſen, ung dten. Alphabetiſch⸗geordnetes Sachregiſter uͤber Thaers Einleitung zur Kenntniß der engliſchen Landwirthſchaft, in 3 Theilen, erſte Ausgabe; und uͤber deſſen Beſchreibung der nutzbarſten neuen Ackergeraͤthe, in zwey Heften. 3r Band. Zu verbeſſernde Fehler. Seite 8 Zeile 8 ſtatt abrigad ſetze man: abriged — 8— 1 ſt. England ſ. Irland. — 24— 7 vor Intereſſe ſ. misverſtandenen — 31— 3?v. u. nach drittes ſ. nicht — 31— 2 v. u. nach es ſ. ſo — 38— z2v. u. ſt. 100 ſ. 1000 — 54— II ſt. welche ſ. welchen — 60— Lv. u. ſt. Survey ſ. Surrey — 63— 5 ſt. Arme Taxen ſ. Armen⸗Taxe — 65— 6 ſt. wichtigen ſ. richtigen — 65— 7 nach Laſter ſ., — 78— 3 ſt. neopolitaniſche ſ. neapolitaniſche — 81— 14 v. u. ſt. Perden ſ. Pferden — 85— IIſt. dummen ſ. dumpfen — 98— 9 ft. mitbrachte ſ. einbrachte — 121— 6 u. v. ſt. ſagt ſ. ſetzt — 126— 17 ſt. hat te ſ. haͤtte — 138— 12 fl. I1 ſ. 1T — 144— 1 ſt. baya ſ. baga — 147— 15 ſt. und ſ. um — 149— 7 ſt. Lyen ſ. Lynn — 150— 33 ſt. Cly ſ. Ely„ — 191— 23 ſt. Schwanenhaͤuſer ſ. Schweinehaͤuſer — 218— 1 ſt. vorzuglichſten ſ. vorgedachten — 227— v. u. ſt. vecht ſ. nicht. — 228— 6 v. u. ſt. wovon ſ. worin 242— 16 und mehrere Mahle in dieſer Abhandlung ſt. Coke ſ. Coöoke — 255— 5z vor aber ſ. werden — 260— 2⁵ v. u. ſt. Gumphy ſ. Humphry — 267— 15 ſt. geſtanden mir ſ. haben ihm ge⸗ ſtanden — 290— 15 ſt. Weſemeyerſ. Veſemeyer, jetzt K. Preu Oekonomie⸗Commiſſaͤr. — 321 verbeſſere man die Seitenzahl. — 340 3. 2 ſt. volrfuh en ſ. vollfuͤhre NüB. Die Zwiſchenraume zwiſchen den Sternchen muͤſſen, wie aus dem Text erhellet, ſchmahler gedacht werden. Seite 405 Zeile 12 ſt. Sorten ſ. Saaten — 433— 2 v. u. ſt. Votum ſ. Volum — 449 — 482 — 483 — 485 — 488 — 497 — 500 — 504 — 515 — 539 — 545 — 546 — 549 — 563 — 563 52⁷ — 581 — 583 — 584 — 594 — 622 — 625 — 642 — 649 — 649 — 667 — 684 — 695 Seite 429 Zeile 24 ſt. gebrauchenſ. brauchen — IItIIIIiitliinl 1111 11IIiI t 3 ſt. C. C. ſ. Centner — 14 nach Land ſ. tief — 8 nach Lobes ſ.. 6 ſt augemeine ſ. allgemein — 7 ſt. bey den ſ. beiden 3 ſt. aufzufäen l. auf einem Morgen zu ſaͤen 6 nach bey ſ. hoͤherer 2 ſt. verwachſen l. verwaſchen 5 v. u. ſt. ſchließen l. ſchießen 1 ſt. Ende l. Erde. 1 ſt. gelinde l. gelind abhaͤngige 4 ſt. und l. dem 17 ſt. beites ſ. breites 1 v. u. vor jenen ſ. von 2 v. u. nach um ſ. ihn. 20 ſt. ausgewoͤlbte ſ. ausgewaͤhlte 21 ſt. auch l. auf 6 ſt. vierlel l. viertel 4 v. u. iſt nicht wegzuſtreichen. 14 ſt. Quantitaͤt I. Qualität. s5 nach kleinen ſ. ins Teutſche uͤberſetzten 7 ſt. Quantitaͤren ſ. Qualitaten 14 ſt. Racen ſ. Race 22 ſt. Landſchaft ſ. Landſchafe 5 nach der ſ., 6 ſt. Mangnis ſ. Magnis 15 ſt. die ſ. der. 3 ſt. Bruſt ſ. Brunſt o ſt. einen ſ. einer 9 ſt. nirdends ſ. nirgends 2 ſt. in ſ. ins 17 ſt. die ſ. der 19 ſt. Fleiſch ſ. Fließ 21 ſt. anderen ſ. andere 2 v. u. ſt. ein ſ. eine 2 v. u. ſt. caspitosus ſ. caespitosus 2 und 9 ſt. Platz ſ. Pelz — verbeſſere man die Seitenzahl un — AlI iI 9 ſt. krocken ſ. trocken richtige Seitenzahl. 3 ſt. wurde ſ. wurde 7 v. u ſt. 107 ſ. 297, 6 v. o. ſt. 8 ſ. 84 13 v. u. ſt. Vancourers ſ. Vancouvers 12 v. o. ſt. Acker ſ. Ackerbau 4 v. u. ſt. heben ſ. hoben 13 o. u. ſt. Kalkerde ſ. Talkerde ——— rauchen 4 ein in Moxgen zu ſie ſcen en ängige 0 gewihlte reicen. t nihe Uhnſenten taten fe dꝛeppitonus l „Vancoders bau . Lakead. —— Inhalt des dritten Bandes. Seite I. Ueber das Charatteriſtiſche der Engliſchen Landwirthſchaft im Verhaͤltniß gegen die Teut⸗ ſche. Schwankende Begriffe von engliſcher Landwirthſchaft, welche man ſich vorher machte. Woher ſie ruͤhrten. 3 Aeltere Ueberſetzungen engliſcher Schriften, die ſich in Teutſchland verbreiteten.... 6 Zweck meiner Einleitung*) zur Kenntniß der engli⸗ ſchen Landwirthſchaft.... 9 Neuere ſeitdem uͤberſetzte Schriften daruͤber. 10 Ueber das Characteriſtiſche der Landwirthſchaft einer Nation, und die mehreren Anſichten deſſelben. 14 Wirthſchaft der Bauren, oder derer, die mit eigener Hand den Acker beſtellen.... 14 Wirthſchaft der Vermoͤgendern und Aufgeklaͤrteren. 15 Wie Veraͤnderungen in der landuͤblichen Wirthſchaft entſtehen und ſich verbreiten... 3 17 Gemeinere und verbeſſerte Wirthſchaft muß unterſchie⸗ den werden...... 21 Verhaͤltniß des engliſchen kleinen, auf Willkuͤhr ſte⸗ henden Pachters zu unſern teutſchen Bauren.. 26 Nachtheile und Vortheile des engliſchen Pachter⸗Sy⸗ ſtems.....„.. 34 Kleine Landeigenthuͤmer, die ihren Acker mit eigener Hand *) Dieſer Ausdruck entſtand zufaͤllig durch ein Verſchreiben— es ſollte Anleitung heiſſen. Es war bey der Entfernung des Verlegers und des Druck⸗Orts zu ſpaͤt, es zu aͤndern, und war zu unbedeutend, es zu bemerken. X 2 Hand beſtellen. Aehnlichkeit derſelben mit den teut⸗ ſchen freyen, auf ſogenanntem Flaͤmiſchen Rechte ſtehenden Bauern..... Groͤßere Gutsbeſitzer, die eigene Wirthſchaft betreiben. Der Grundſatz uͤber den Vortheil der Theilung der Geſchaͤfte iſt in England auch auf die Landwirth⸗ ſchaft ausgedehnt..... Hieraus entſtehende Vortheile.... Nachtheile.... In der Organiſation des Ganzen und an der Ver⸗ bindung der verſchiedenen Wirthſchaftszweige ſtehen die Englander der Teutſchen nach... Sie haben haͤufig kein feſtes Syſtem in der Wirthſchaft, keine Gleichheit der Schlaͤge u. ſ. w... Die Verſchiedenheit des engliſchen Grund und Bo⸗ dens vom teutſchen, iſt im Ganzen nicht ſo groß, daß ſie einen allgemeinen Unterſchied in der Wirth⸗ ſchaft begruͤnde;..... auch nicht das Klima, welches in England ſehr ver⸗ ſchieden iſt, begruͤndet ſolchen. ⸗* Welchen Einfluß Manufacturen, Handel und Lupus auf den Ackerbau haben. In gewiſſer Hinſicht wirken lig darauff,..... weil ſie uͤbertrieben ſind, und auſſer dem gerechten Verhaͤltniſſe mit dem Ackerbau ſtehen.. Der teutſche Ackerbau iſt bey minderem Fabrikbetrie⸗ be in manchen Gegenden nicht uͤbler daran. Die auf dem Ackerbau in England ruhenden Laſten dro⸗ hen ihn zu unterdrücken, weil er mit dem Auslande nicht Preis halten kann..... Vorzuͤglich die Armen⸗Tape.. Beſchaffenheit und Mißbrauch derſelben... Verfaſſung in Anſehung der Arbeiter... Frohnden kennt man in England, zum Gluͤcke des Acker⸗ baues, nicht....... Arbeits⸗Preis.. Zehnten in England. Verbeſſerung entgegenſtehe.... ſie in England nachthei⸗ ..⁴ Beweis, daß der Zehnten aller Seite 37 3⁸ 40 4²2 43 44 47 —,— — Siit amit den teu⸗ inſchen Kecht 3. tn beneien. 33 dhelung der de bandwiet⸗ . 40 44 .. z hun da Da⸗ ſtezveige ſehen .. ä der Vhrtſſchaft . 4 und und Ba⸗ richt ſo groß der Tirth⸗ .. 4 dd ſehe ver⸗ „ 49 und kupus 57 nachthei⸗ . 5 dem gerecten U. 1 Nabtikdetti⸗ dern.. öü nden kaſten do⸗ dem Autlande ſan 2 4 zehuin d 3]„ 9 4 0, — XIX Geringe Beguͤnſtigung des Ackerbaues in England durch Geſetze und Regierungs⸗Maßregeln. Inwiefern er durch den Geiſt der Nation und durch Privat⸗Societaͤten⸗Praͤmien belebt werde.. Vorzuͤgliche Befoͤrderer des Ackerbaues: der verſtor⸗ bene und gegenwaͤrtige Herzog von Bedford.. Teutſche landwirthſchaftliche Geſellſchaften und Mit⸗ theilungen im Gegenſatz der engliſchen.. Vergleichung der engliſchen landwirthſchaftlichen Lite⸗ ratur mit der teutſchen. Mehrerer Sinn der Englaͤnder fuͤr Mechanik, und Ein⸗ fluß deſſelben auf den Ackerbau.. In wiefern die engliſche Landwirthſchaft fuͤr Teutſche belehrend ſey.. Thoͤrigte Richtung des National⸗„Stolzes, wenn er die von Auslaͤndern zu erhaltende Belehrung zuruͤck⸗ weiſet..... .* 2 II. Ueber den provinzialen Ackerbau in den eng⸗ liſchen Grafſchaften, beſonders in Hinſicht der uͤblichen Fruchtfolge und Teldeintheilung Northumberland. Cumberland und Weſtmoreland.. Durham..... Lancasſhire. Porkſhire. Lincolnſhire. Nottingham.. Stafford⸗ und der Derbyſhire. Die Mittellaͤndiſchen Grafſchaften. 1 Norfolk.. Suffolk und Camöridge. Eſſex und Midleſex.. Hrntingdon. Heriſerd⸗ Buclngham⸗ ⸗ Berkſhire. Kent.. Thanet.. Oeſtliche K Kreidehuͤgel. Oeſtlicher reicher Boden. .⁴ ..ᷣ .....l 2. 2 55 20 .ᷣ 4.l „ 292 6 9 9 * . 2 .ᷣ *. 0 * Seite 102 130 133 135 138 139 140 142 144 145 146 148 148 150 Shepey... 3 3.. 161 Weſt⸗Kent...... 162 Romney⸗Marſch..... 164 Surrey und Suſſer..... 164 Suͤdweſtliche Grafſchaften.... 165 III. Beſchreibung einiger ausgezeichneten Wirth⸗ ſchaften in Englandd... 167 Duckets Wirthſchaft.... 1 169 Seine Perſoͤnlichkeit..... 169 — Ackerwerkzeuge..... 171 Deſſen Wendepflug..... 17² — Schaͤhlmeſſer..... 173 — Doppelpflug..... 174 — Minirpflug..... 175⁵ — Drillpflug und Pferdehacke.. 176 Deſſen beſondere Grundſäͤtze üͤber Tief⸗ und Flachpfluͤ⸗ gen........ 178 Tiefgepfluͤgter Boden muͤſſe ſich vor der Einſaat erſt ſacken..... 4.. 180 Keine Braache....... 180 Er beobachtet keine beſtimmte Rotation... 181 Seine Meinung uber Fruchtfolge. 182 Er bauet mehrere Fruͤchte zugleich auf demſelben Platze. 183 Deſſen beſondre Proceduren und Youngs Urtheil daruͤber. 185 Seine dichte Ausſaat beym Drillen, die er nachmahls abaͤnderte....... Warum Ducket ſelten nachgeahmt werden darf.. Coke's zu Holkham Wirthſchaft..—. General Murray's Wirthſchaft.. Futterung und Maſtung der Schafe mit Kartoffeln im Großen....... Auszug aus den Rechnungen dieſer Wirthſchaft. Andre Bemerkungen aus derſelben... IV. Ueber die Drill⸗oder Reihen⸗Kultur.. 186 187 189 192 193 194 210 219 Sie iſt unter manchen Nationen in Aſien uͤblich. 222 Jethro Tull's Methode.... 223 Bemerkungen uͤber dieſen ſcharfſinnigen Mann. 224 Ver⸗ — . 15 nete Wieh⸗ .. 16 .. 1bg 169 un 1n 1 11 175 .. 176 und glachyfli⸗ .. 133 Eiuſaat erſ .. 1⁰ . 180 181 .. 1⁸² emſelden Pate. 18 Vechelldräher. 13 de er nachmahſ . 1 den duf.. 1 d f. n 197 mft Wim nit5 1 gſt. 19 ntet 3 Kultur.. 119 in Alen il 16 1 muus 2e I Vertheidigung ſeiner Methode.. Duͤ Hamel de Monceau macht ſie in Frankreich bekannt Sie paßt nicht in die engliſche Wechſel⸗ Wirth⸗ ſchaft.. Die Drillſaat mit gleichweit abſtehenden eihen Cookes Werkzeuge dazu... Verſchiedene andere.. Die Drill⸗Kultur iſt auf jeder Erdart anwendbar. Nothwendige Bedingungen des gluͤcklichen Er⸗ folgs bey ihrer Einfuͤhrung. 4. Reinheit des Bodens, Ebenheit.. Abzug uͤberfluͤſſiger Feuchtigkeit durch verdeckte Abzuͤge, oder durch ſchmahlere Beete, deren Breite mit den Werkzeugen uͤbereinſtimmt. Entfernung der Saatreihen... Quantitaͤt der Einſaat.. 2. Tiefe, in welcher die Saat zu legen.. Das Pferdehacken iſt das Weſeut ſche bey Riſer Methode... Die Zeit des Pferdehackens.. Die Art der Hackeiſen richtet ſich nach der Ver⸗ ſchiedenheit des Bodens. Anwendung bey dem Wintergetreide.. —— bey dem Sommergetreide.. Wo das Anhaͤufen der Santzaihen wüilih ſey, und wo nicht.. Das Pferdehacken hat keine Schwierigkeiten. Wuͤrdigung dieſer Bauart.... Hauptgegend und Einwurf dagegen. Pruͤfung dieſer Einwuͤrfe.... Alle comparative, in unzaͤhlbarer Menge ange⸗ ſtellten Verſuche ſind zum Vortheil des Dril⸗ lens ausgefallen, aber dadurch iſt nicht erwie⸗ ſen, daß ſie allgemein vortheilhaft ſey. Unter welchen Umſtaͤnden ſie es ſey, oder nicht. Partielle Einfuͤhrung des Drillens, beſonders um gutes Saatkorn zu erhalten... Seite 227 228 229 23⁰ 231 234 236 236 23 239 242 243 246 249 251 252 253 254 255 258 259 261 274 285 286 293 Das Das Drillen der Huͤlſenfruͤchte iſt unbedingt rathſam...... Drillen der Bohnen. — der Erbſen..... — der Ruͤben..—. 3 — der Moͤhren. s⸗... — der Kartoffeln und des Mayß.. Das Drillen mehrerer Gewaͤchſe untereinander. V. Ueber den Anbau der Kohl⸗ und Wurzel⸗Ge⸗ waͤchſe zur Viehfutterung... . 2* ·* Seite 296 297 300 301 304 306 307 309 Allgemeine Betrachtungen uͤber die Oekonomie der Natur, welche die Erzeugung thieriſcher und vege⸗ tabiliſcher Koͤrper von einander abhaͤngig gemacht hat. 11 2 Dieſer Zirkellauf kann durch den Menſchen betraͤcht⸗ lich beſchleunigt werden..... Durch jede Production nimt die Maſſe der animaliſch vegetabiliſchen Materie auf der Oberflaͤche des Erd bodens zu... Bewuͤrkung ſtaͤrkerer Production iſt der Natur gemäß. 316 313 2 2 314 Hervorbringung thieriſcher Nahrungsmittel iſt das erſte Problem des vellkommneren Ackerbaues.. Der Futtergewaͤchsbau findet Hinderniſſe, aus Vor⸗ ſorge, daß dem Vieh die Weide nicht entzogen werd e. 319 Der Nutzen der Wurzel⸗ und Kohlgewäͤchſe als Vieh⸗ ſutterung wird noch verkannt. Dies ruͤhrt von irrigen Berechnungen und Schluͤſſen her. 321 In kleineren Wirrhſchaften iſt der Nutzen derſelben in Teutſchland fruͤher anerkannt worden.. Die Kenntniß ihres Anbaues im Großen verdank wir den Englaͤndern..... Der Kartoffelnbau... Unzaoͤhlbare Verſchiedenheit der Abarten und ihrer ..* Benennungen.... Die Nieren⸗Kartoffel der Englaͤnder.. Unterſchied der Kartoffeln in der Mehlhaltigkeit und Nahrhaftigkeit. Methode des Kartoffelbaues iſt nach der Art des Bo⸗ dens verſchieden...... en —= e= H ———— 2.— dit it undeding 199f .. A . z0 .. 301 .. 70 ß.. 06 antereinander. 307 DurzeGe . o Oekonomie da ſcher und bege⸗ igemachthat. zut ſchen betraͤch⸗ .. 313 er animaliſch⸗ ſche des Erd⸗ 314 catur gemäß. 316 llit daberſte 6.. 311 ſe dud Bar⸗ ntzegen Keid. 319 dſe ab Dich⸗ 3¹⁰ dEclſne nl Nutze derſelben grden.. 12 nnßen kerdenke .. 2 344 atn und ihre ochaligkeit und de At dice . 13 Au Auf ſandigem Boden.. Auf lehmigtem feuchten Boden. Auf lehmigtem, trocknem und mildem Boden. Auf zaͤhem Thonboden.. Auf Moor, oder Bruchlande. Wichtigkeit des Behackens. Vortheil der Pferdehacke. Bearbeitung in die Laͤnge und Queere. Zerſtuͤckelung der Setz⸗Kartoffeln, oder Einlegen mxe ner Keime. Kartoffeln. . 2. die dieſes Gewaͤchs den * 2* 2 „. 2 Einlegung der Sproſſen ſtatt der Bollen. Unmittelbare Umgebung der Kartoffeln mit Miſt. In wiefern Kartoffeln den Boden ausſaugen.. Aufnehmen der Kartoffeln. Aufbewahren im Winter. Wichtigkeit der Nahrung, Menſchen giebt, nach der Erfahrung der Britten. Die Anwendbarkeit derſelben für das Vieh muß nach 2* * * * * Einwuͤrkung der Kaͤlte zerſär die Keimkraft in den dem Verhaͤltniß der Erbauungs⸗Koſten gegen den Werth, den ſie bey der Futterung haben, beſtimmt werden. ——— —— erfolgt. 3³ „* Berechnung der Arbeit, welche sMorgen erfordern Unterſuchung des Werths der Erbſen zur Butterun nach ihrer Mehlhaltigkeit. nach Erfahrungen bey Milchkuͤhen. bey der Maſtung. bey der Schaffutterung bey der Pferdefutterung. Ihr Verhaͤltniß zum Wieſenheu. Quantitaͤt des Miſtes, der aus ihrer Verſutterung .ᷣ «* Quantitaͤt des Mif ſtes, den ſie ausziehen. Der Runkelruͤben⸗Bau. Abarten derſelben. Anbau⸗Methoden. Ertrag.. Werth in der Verfutterung. .Q 2 . . * 2⁴ 381 3⁸83 389 394 397 399 400 401 403 405 406 407 4⁰⁸ 413 4¹3 Quan⸗ Quantitaͤt des Miſtes, der daraus erfolgt.. 416 Der Kohlbau. 1.... 4¹6 Ertrag deſſelben...... 4¹7 Anbau....... 418 In wiefern er den Acker ausſauge.... 42² Maſtung des Rindviehes und der Schafe damit. 424 Werth in der Futterung..... 425 Der Ruͤbenbau...... 4²2⁷ Mittel gegen die Erdfloͤhe..... 4²28⁸ Beſondre Methode, Wintergetreide uͤber die Ruͤben herzuſaͤen... 2... 430 Der Nuͤbenbau macht in einigen Gegenden Englands andern Gewaͤchſen Platz..... 43¹ 4³² Ertrag........ Groͤße, zu welcher einzelne Ruͤben gebracht werden. 43² Ihre Nahrhaftigkeit...... 43³ Die Schwediſche Ruͤbe, Rota baga.. 434 Ihre Nahrhaftigkeit..... 435 Die Moͤhre....... 436 Ertrag und Nahrhaftigkeit derſelben... 437 Aufbewahrung im Winter..... 4³38 Gewaͤchskeller....... 4 40 Die Bohnen....... 441 Verhaͤltniß, worin die verſchiedenen Futterungs⸗Mittel ökonomiſch gegen einander ſtehen... 44²2 Hutcheſon Mure's Bemerkungen daruͤber.. 443 Etwas uͤber die Wirthſchaft dieſes erfahrnen Mannes. 450 Verſuch, jenes Verhältniß zu beſtimmen... 45² Wenn nur der aus dieſen Gewaͤchſen in der Wirthſchaft erfolgende Miſt als reiner Ertrag angenommen wer⸗ den koͤnnte, ſo waͤre ihr Anbau ſchon wichtig. 46⁰ Nur erfordern ſie einen Vorſchuß an Duͤnger.. 464 VI. Ueber Anbau der Futterkraͤuter.. 467 Bemerkungen uͤber den Klee; ob er das Land verſchlech⸗ tere oder verbeſſere...... 469 Unter welchen Umſtänden er eins oder das andere thue 471 Nothige Vorſicht, um die Verwilderung des Ackers beym Kleebau zu verhüten... 475 Der einfaͤhrige Umbruch des Kleefeldes z. Winterderrad eber 22 25 — Dcha da. 222—O—4y4.. —— ͤ—2 . 416 4 4¹7 . 418 . 4722 eamt. 424 .. 4 .„ .. der de Juden .. den Erglandz .. 431 .. 4³² werden. 497 . 453 . 434 . 451 436 437 . 48 . 440 all ungs⸗Mruel .. 44 t.. 40 nen Munnes. 490 ... 41* er Dithſhaſt enommen wer⸗ mnittz. 165 ingr.. 4½ 8 * nddeiſhlec⸗ . 46 8 nndete ue il des Aceers nnd ih 67 Aurng lr Seite Ueber die Quantitaͤt der Ausſaat... 478⁸ Drillſaͤen des Klees..... 479 Zeit der Ausſaat... 479 Die Ausſaat unter das Wintergetreide iſt ſehr ſicher. 480 Das Misrathen des Klees, wenn er oft auf denſelben Acker koͤmt... 481 Ein⸗ oder mehrjaͤhrige Benutzung des glees.. 484 Ertrag des Klees...... 48⁶ Das Kleeheumachen...... 488 eber den Bau der Luͤzerne. 491 Er iſt nicht allenthalben, im nordlichen Teutſchlande nur ſelten, paſſend.... 492 Nothwendige Vorbereitung des Bodens... 494 Drill⸗Cultur..... 495 Ausſaat... 497 Vorſicht beym Duͤngen und beym Eggen.. 498 Ertrag... 500 Bemerkung, daß ſſe die Butter bitter mache.. 501 Der Rothe, wilde Wetgtlee, wie er ſich vom Saatklee unterſcheide.... 5⁰³ Nutzbarkeit deſſelben... 504 Die ſichelfoͤrmige oder Schwediſche Luͤzerne. 505 Der Heideginſter, Ulex europaeus.. 5⁰⁶ Pimpinelle....... 507 Cichorie als Futterkraut..... 5⁰07 Spoͤrgel oder Ackerſpark..... 5⁰9 Große und kleine Art...... 5⁰09 Werth des Spoͤrgels.... 512 Andre Früchte, die von den Englaͤndern als Futter⸗ kraͤuter gebraucht werden..... 514 Rocken..—... 515 Raps und Rübſen..... 516 Wicken...... 5¹17 Nutzbarkeit derſelben... 318 Winterwicken paſſen ſich für unſer Clima nicht. 520 Graue Erbſen..... 5 22 VII. Etwas uͤber Wieſenbau.. 523 Erklaͤrung meiner Meinung uͤber den Werth der Wieſen. 525 Feuchte Feuchte Wieſen. Verſchiedene Arten. An Fluͤſſen liegende. In Vertiefungen und Thaͤlern. Fruchtbarkeit einer ſolchen Wieſe in Wilt hire. Befreyung derſelben von ſchaͤdlicher Maſe. Quelligte Wieſen.. Moorige Wieſen. Duͤngung der Wieſen. Schicklichſte Zeit dazu. Waͤſſerung der Wieſen; ihre Wichtigkeit. . 4 Unter welchen Bedingungen ſie moͤglich iſt. Zwey Arten: Ueberſtauung und Ueberrieſelung. Einrichtung der Ueberſtauung.. Zuleitungs⸗Graben. Einrichtung der Waſſer⸗ Krippen bey derUeberrieſel ung. 547 . . 528 . 5²⁸ 531 531 . 534 . 535 . 537 . 5³9 . 541 8 543 . 544 545 -⸗ 546 546 Verſchiedenheit des Waſſers in Anſebung ſeiner Wir⸗ kung.. Nothwendige Ebnung der Wieſen bey der Ueber⸗ rieſelung. Ueberſtauung, wann und wie ſie gegeben wird.. 555 Ueberrieſelung; Verfahren dabey. Koſten der Anlage.. Haupt⸗ und Nebenſtauſchleuſen. Die Koſten der Anlagen verzinſen ſich ſehr hoch. Bewäſſerung mittelſt Maſchienen. Die Saubertſche. Anlage der Schwemm⸗„Wieſen. Beſchlammung. Beweidung der Wieſen.. Umbruch und Wechſelwirthſchaft in Anſehung der liegenden Wieſen. Beſamung und Anlegung küͤnſtlicher Wieſen. Das Heumachen... Maͤhereife des Graſes. Maͤhen.. Trocknen.. Gruͤnes und braunes Heu der Engländer. Gruͤnheumachen um London. «· * . A 4 552 . 553 . 557 . 55⁸ 561 561 . 562 . 5763 . 563 . 564 566 hoch⸗ 569 . 569 ⸗ 579 . 599 . 581 . 582 . 582 . 585 Braun⸗ ſ— 22 2 K. an ieſelung. 54f . 345 erifeung 647 einer Wir⸗ . I) er Ueder⸗ . 773 d.. 55 „ 4 Pruln⸗ Seite Braunheu der Englaͤnder... 589 Vorzug, welchen die Englaͤnder dem in geimen auf⸗ bewahrten Heu geben..... 590 Eine Egge zum Heumachen... 592 Zuſammenbringen des Heues mit einem Heubaume, oder mit einer beſonders dazu eingerichteten Maſchiene. 593 VIII. Ueber das Raſenbrennen... 595 Methode des Abſchaͤhlens: mit der Schaufel...... 598 mit der Hacke....... 599 mit dem Pfluge...... 601 Errichtung der Brennhaufen.... 603 Das Brennen...... 604 Zwecke dieſer Operation..... 605 Auf uncultivirtem Boden... 606 Auf ſchon urbarem, zu Graſe liegendem Boden.. 609 IX. Ueber die engliſche Viehzucht im allge⸗ meinen, und beſonders uͤber Rindvieh und Schafe...... 615 In wiefern die Anſtrengung und Aufmerkſamkeit der Englaͤnder, in Anſehung der Viehzucht, von uns nachgeahmet zu werden verdiene.... 617 Veredlung der Hausthiere..... 621 Ruͤckſicht auf beſondere Qualitaͤten.... 62² Schoͤnheitsbegriff bey einem Thiere.. 623 Aeußere Kennzeichen deuten zuweilen innere Qualitaͤtenan. 624 Vererbung der Qualitaͤten in der Race... 625 Der Einfluß des Clima und der Nahrung aufThierracen iſt unbetraͤchtlich... 626 Genaue Kenntniß einer einzuführenden Race iſt noͤthig. 632 Dreyerley Methoden, zu einer edleren Race zu gelangen 1.) Veredlung in und durch ſich ſelbſt... 635 2.) vermittelſt des Kreutzens... 640 Regeln, welche dabey zu beobachten.. 643 Fehler, welche haͤufig gemacht werden.. 644 Beſonders bey der Pferdezucht... 645 Vorurtheil in Anſehung der Verwandſchaft. 649 3.) durch Einführung einer andern Race mittelſt maͤnnli⸗ cher und weiblicher Zuchtthiere... 651 Wuͤr⸗ — xXXVIII— Seite Wuͤrdigung der verſchiedenen Methoden... 654 Die Rindviehzucht der Englaͤnder.. 658 Das Characteriſtiſche ihrer Arten.... 65⁸ Backewells Grundſaͤtze in Anſehung der Rindviehzuͤch⸗ terey....... 667 Verſchiedene Zweige der Rindviehwirthſchaft der Eng⸗ laͤnder: Züchterey....... 679 Kaͤlber⸗Maſtung...... 681 Molkerey.... 33. 684 Friſcher Milchverkauf..... 684 Buttermachen...... 688 Kaͤſemachen....... 690 Allgemeine Bemerkungen uͤber Kuͤherehen.. 693 Die NMaſtung........ 7⁰2 Ob ſie in Teutſchland durchaus unvortheilhaft ſey. 703 Grundſaͤtze der Englaͤnder bey der Maſtung.. 705 Lebendiges Wiegen des Viehes.... 706 Verhaͤltniß des lebendigen Gewichts gegen das Schlachtgewicht.... 7⁰8 Vortheil einer ſchnellen Betreibung der Maſt.. 7¹⁰ Alter des in Maſt zu nehmenden Viehes... 7¹⁴ Fettweiden⸗Maſtung...... 71¹6⁶6 Maſtung mit gemaͤhetem gruͤnen Futter... 7¹⁷ Herbſt⸗ und Wintermaſtung: mit Kohl und Wurzelgewaͤchſen... 7¹⁹ mit Heu....... 7²⁰ mit Oehlkuchen...... 7²1 mit Koͤrnern...... 7²1 Preisochſen auf dem Smithfield⸗Markte... 7²³ In welchen Faͤllen Maſtung in teutſchen Wirthſchaf⸗ ten vortheilhaft ſeyn koͤnne?... 7²⁷ Ueber die Schafzucht der Englaͤnder, nebſteinigen Bemerkungen uͤber Schaf⸗ zucht im allgemeinen... 229 Große Verſchiedenheit der Schafe.... 7²9 Woll⸗ und Haartragende..... 73⁰ Große und kleine Arten..... 733 1 6 n.. 6s .. 6n nvithzüch⸗ .. 667 jit dr En⸗ .. 679 .. l . K .. a .. än 69) eg.. 691 .. 702 jaſt ſeß. 703 .. 70 705 ogn u .. 708 h.. 110 114 116 1l9 „ 710 7²¹ „. al ... 22 in Dithſtei I alinen insaiſ .. M 5 Mehrere characteriſtiſche Verſchiedenheiten, die in die Augen fallen... Andere, die nicht in die Augen fallen.. Unterſchied in der Wolle.... Krimpekraft... Mannigfaltige Engliſche Abarten der Schafe.. Engliſche Schafwirthſchaften: 2 . * 0 die wilde.. die auf privativen, aber bios der Schafweide gewidmeten Huͤgeln.„. in Koppel oder Wechſemurſchaſten. in den Marſchen.. Das Heidſchaf... Die Cheviot Schafe... Herdwick Schafe... Southd owns Schafe. 2 4 4 Herefordſchen Schafe. Norfolker Schafe.. Das Teeswater Schaf. Die Lincolner Schafe... Das Bakewellſche Schaf.... Geſchichte und Beurtheilung dieſer Race... F. P. Eliot unparteyiſches Urtheil daruͤber.. Huͤrdenſchlag; deſſen wirthſchaftliche Nutzbarkeit wird bezweifelt.. Der naͤchtliche Schafdünger ohne Hürdenſchlag kommt dem Weidelande und dem nachmahls darauf zu bauenden Getreide doch zu gute.. Durch ganz Britannien kommen die Schafe weder Winter noch Sommer in den Stall.. Nachtheil der dumpfigen Waͤrme fuͤr Schafe. Wichtigkeit des Lichts fuͤr ſie.. Fuͤtterung mit Wurzelgewaͤchſen iſt vortheilhafter und den Schafen zutraͤglicher, wie die mit Koͤrnern. Verſuche des Hrn. Crette' de Paluel mit Schafmaſtung. Verwirrung der Meinungen über den Nutzen der Schaͤfereyen im allgemeinen.. Bey guter geſunden Weide bedarf das Schaf weni⸗ ger Aufſicht und keiner Kuͤnſtelehen... . 4 4⁴.⁴.⁴ ·. „ 2m ½. 0 . 2 Seite 734 7³⁶ 740 742 743 744 74⁶ 747 748 74³⁸ 749 75⁰ 751 755 756 757 757 758⁸ 759 763 781 78⁴4 7³⁷ 788 79⁰ 791 792 79⁸ 803 Muſter⸗ Seite Muſterhafte Verbeſſerungen der Schaͤfereyen in Teutſch⸗ land.... Die des Grafen Magnis..... X. Berichtigungen und Epicriſe.. Ueber teutſche landwirthſchaftliche Schriftſteller. Praetiker....... Theoretiker.... Theoretiſche und practiſche Kenntniſſe muſſen zur Be⸗ foͤrderung jeder Erfahrungs⸗Wiſſenſchaft in demſel⸗ ben Kopfe vereinigt ſeyn..... Zuſammen⸗ Schreiber aus der Claſſe der Verwalter. —— aus der Claſſe der Gelehrten... Reger Trieb zum Studium der Landwirthſchaftskunde. 823 Großer Nachtheil ſchlechter Buͤcher in dieſem Fache. Sie verurſachen, daß wichtigere Werke von Manchen überſehen werden. Verſuche, die Landwirthſchafts⸗Kunde aus abſtracten Principien oder aus wenigen, mehrentheils einſeitigen und halb⸗ 806 813 815 815 817 8¹9 820 8 22 823 824 824 wahren Erfahrungs⸗ Saͤtzen ſyſtematiſch abzuleiten. 825 Nothwendigkeit einer ſtren gern Kritik in dieſem Fache. 83 26 Vorzuͤgliche Nuͤtzlichkeit der Sammlungen und periodi⸗ ſchriften in dieſem Fache, um den Practikern Ge⸗ legenheit zu geben, i Zuruͤcknahme eine Werks.. Ueber das, was vom Wechſel der Fruͤchte im Ioten Cap. des 1ſten Bandes geſagt worden.. Ob die Pflanzen che oder verſchiedene Nahrungsſtoffe brauchen? Die Lehre vom Fruchtwechſel beruhet nicht allein auf .ᷣ dieſer theoretiſchen Frage.... In welchen Faͤllen Braache nicht entbehrlich ſey. qualitativiſch und quantitativiſch glei⸗ hre Erfahrungen mitzutheilen. 827 z übereilten Ausfalls gegen einen verdienſtvollen Schriftſteller im erſten Bande dieſes 831 832 834 Erklaͤ⸗ — — dfengerin Teuſt⸗ ... 1 m.. 1 Stritkeler. zuf ... M ... zr, tniſa u de nſcaſt a dnſb ... i der Dewaltn. W ſehtte.. m withſcheftskunde. zu ndieſem Fache. 83 ke von Nanchen .. 72 aus abſtracten .. 824 gen und halb⸗ 3ſch abzuleiten. 325 ndieſen Fnce. 325 an und keüld Waackenn de an witathälen. en juls Von einen rien vnde diſe „.. kAl trüäte in lun atden.. 1D tumtttiütl iefe duutal nhet itt Ua . W a4 anbchäic ſi. d. Erklaͤrung der Kupfertafeln. J ote geſa geich lich getre Abbi konn etwa Irru za ſ geſe Rin — xxXXxIII— Bemerkungen uͤber die Abbildungen des Rindviehes. Ich entſchloß mich erſt ſpaͤter, dasjenige, was ich in der gten Abhandlung dieſes Bandes uͤber engliſche Viehracen geſagt hatte, durch einige Abbildungen zu erlaͤutern. Zeichner, Kupferſtecher, Drucker und Verleger waren ſaͤmmt⸗ lich an andern Orten, und ich hatte folglich die der Natur getreueſten aus mehreren engliſchen Werken genommenen Abbildungen nicht vor Augen, wie jene Abhandlung ſchrieb, konnte mich alſo nicht darauf beziehen. Deßhalb muß ich etwas zur Erlaͤuterung derſelben ſagen, zumahl da einige Irrungen vorgefallen ſind. Ich brauche indeſſen nur kurz zu ſeyn, indem ich mich auf das, was in jener Abhandlung geſagt iſt, beziehe. Nr. I. und II. zeigen das Staffordſhir'ſche Rindvieh. Es iſt nach neueren Meinungen wahrſcheinlicher, daß Backewell ſeinen erſten Stamm von dieſer Abart, als von dem Lancaſterſchen Vieh— wie ich in jener Ab⸗ handlung ſagte— hergenommen habe. Ich habe alſo dieſe Staffordſche, nicht jene Lancaſterſche, ihr uͤbrigens ſehr aͤhnliche Race abbilden laſſen; um zu zeigen, wie ſie ſich durch Backewells Zuͤchterey in der aͤuſſern Form ver⸗ beſſerte. Wegen ihrer innern Aualitaͤten, als gutes Maſtvieh, war ſie ſchon laͤnger bekannt. Man yergleiche al⸗ ſo damit . Nr. III. und IV., die einen Ochſen und eine vor⸗ zuͤglich geſchaͤtzte Kuh von der Backewellſchen oder * 2 neuen — XIXxXXIV— neuen Leiceſter⸗ oder Diſhle yſchen Art enthalten. Backewell brachte dies Vieh zu einer betraͤchtlichern Groͤße, beſonders in Anſehung der Laͤnge und Breite des Rumpfs, verkleinerte aber Kopf, Hals und Beine. Er machte den Ruͤckgrad gerader und ebener. Beſonders aber brachte er eine ganz verſchiedene Form des Ruͤckens und der Woͤlbung des Gerippes hervor. Dies konnte in der Seiten⸗Anſicht nur durch Schattirung dargeſtellet werden. Durch das auf den Ruͤcken fallende Licht hat der Zeichner den breiten Ruͤk⸗ ken, dann die winklicht abfallende, minder gewoͤlbte Ge⸗ ſtalt der Seiten angedeutet. Bey der hier abgebildeten Kuh war die Breite von dem Mittelpuncte eines Huͤftkno⸗ chens zum andern 2 Fuß 3 Zoll, und die Laͤnge von den Huͤftknochen bis zum aͤuſſerſten Punete des Hintern 2 Fuß 4 Zoll engl. Dies ſind naͤmlich die beiden wichtigſten Puncte, worauf bey dem Ausmeſſen des Rindviehes Ruͤck⸗ ſicht genommen wird. Je ſtärker das Verhältniß derſelben gegen die uͤbrige Groͤße des Thiers iſt, um deſto groͤßere Vorzuͤge hat es als Schlachtvieh. Nr. V. und VI. zeigen die Herefordſche und die wenig davon abweichende nur im allgemeinen etwas kleinere Devonſche Art. Es fallt gleich in die Augen, daß dieſes Vieh zur Arbeit weit mehr geeignet und in die⸗ ſer Hinſicht beſſer wie das Backewellſche gebauet ſey. Seine Hauptſtaͤrke liegt in den Vordertheilen, die aber minder ſchaͤtzbar fuͤr den Schlachter ſind, wie der breite Ruͤcken und die Hintertheile jener Art. Dieſe Beyſpiele werden genug ſeyn, um dasſenige, was ich uͤber die Grundſäͤtze der engliſchen Viehzuͤchter in Anſehung der aͤuſſern Form des Rindviehes geſagt habe, ins Licht zu ſetzen. Die Abbildungen der Schaafe. Nr. VII. zeigt das engliſche Heidſchaf, welches mit den Heidſchnucken im Lüneburgſchen urſprünglich wol glei⸗ ches Stammes zu ſeyn ſcheint, jedoch größer iſt, als dieſe ganz verwahrloſeten Thiere zu ſeyn pflegen. Nr. VIII. hle föer Aitabn dierderäctlichern Gi euy Beite des Jum nd dire, Er mache mn Sinhsaber hrache r Fac und der Wölborg en yr eeen⸗Anſihe tuad. Dnd hi uf Facna da weta it⸗ nde, nnde pudege Boh der ſſe ügiden Mtepunat end hähe I und di kimg mm punete des Hintemn m ch die haden vihltin ſen des Anyvjthe⸗ Jüch us Vnfͤlnb Nrlben jif, un vi ibet heteſetdſche und in allgemeien etwat ilt godi N lahen, zehr Nägt udi die⸗ aenäſde nae ſch. Indenhän. W d tet ſod vie da biät er Att. di irni geſt fabe t, Rh Jh 1 ſchn rhega ſ kall. — xXXXV— Nr. VIII. Ein Hardwiker Stoͤhr(nicht Ham⸗ mel). Dieſe Race iſt wol nur eine verfeinerte Abart des Heidſchafs, oder vielleicht aus einer Vermiſchung deſſelben mit dem Cheviot⸗Schafe entſtanden. Nr. IX. und X. Die Cheviot⸗Race. Auf die⸗ ſe Race richtete Sir John Sinclair bey ſeiner Societät zur Verbeſſerung der brittiſchen Wolle ſeine vorzuͤgliche Aufmerkſamkeit, weswegen dieſe Societaͤt im ſuͤdlichen Britannien nicht viele Theilnehmer fand. Sinclair ſelbſt und verſchiedene andere haben ſehr verbeſſerte Heerden da⸗ von, und von dieſen ſind die Abbildungen genommen. Man hat nun angefangen, ſie durch Merino⸗Boͤcke zu veredein, und es ſcheint wol keinen Zweifel zu haben, daß dieſe Art ſich vorzuͤglich dazu ſchicke. Nr. XI. Ein Stoͤhr von der Race der ſuͤdlichen Huͤgel, der South-Downs, in Surrey, der aber ſchon zu den verbeſſerten gehoͤret und als ein Muſter einer guten Form dieſer Schafe aufgeſtellet wurde. Man muß Ruͤck⸗ ſicht auf den Maßſtab nehmen, der bey dieſer Abzeichnung ungleich groͤßer als bey den übrigen angenommen worden iſt.(Die Verſchiedenheit des Maaßſtabes bey den Ab⸗ zeichnungen der Schafe entſtand aus einem Mibverſtaͤndniſſe, und ich entdeckte ſie zu ſpät.) Nr. XII. Ein Stoͤhr der ſchlecht geſtalteten, grob⸗ knochigen, hoͤckrigen großen Marſchrace, die nun immer mehr durch verbeſſerte Arten verdraͤnget wird, und ſich nur noch an wenigen Orten findet. Nr. XIII. Iſt die verbeſſerte Geſtalt deſſelben, welche man ihm wol groͤßtentheils durch Stoͤhre von Ba⸗ kewellſcher Abkunft gegeben hat. Wenn man die Ver⸗ haͤltniſſe dieſer beiden Arten gegen einander betrachtet, ſo werden die Grundſaͤtze der engliſchen Viehzuͤchter ſich deut⸗ licher darſtellen. Nr. XIV. und XV. ſind Abbildungen einer kleinen, aber gut gebaueten, langwolligen Schafart, aus welcher Ba⸗ kewell, ihrer Maſtfaͤhigkeit und ihrer Verhaͤltniſſe wegen, den — XXXVI— den Stamm ſeiner neuen Art vermuthlich hernahm oder durch die Verbindung mit einer groͤßeren Art hervorbrachte. Nr. XVI. iſt das neue Leiceſterſche oder Ba⸗ kewellſche, nach den oben entwickelten, auf den Zweck der Maſtung gerichteten Grundſaͤtzen hervorgebrachte Schaf. Die Laͤnge und Breite des Rumpfs, beſonders in ſeinen Vordertheilen, gegen die Kleinheit und Feinheit der uͤbri⸗ gen Theile, iſt auffallend. Zu der hier angegebenen Groͤße gelangt dieſes Schaf aber nur bey der vorzuͤglichen Ver⸗ pflegung, die ihm die Schafzüchter geben; auſſerdem ſchlaͤgt es zu einer kleinern Statur, wobey jedoch die Verhäͤltniſ⸗ ſe bleiben, zuruͤck. Nr. XVII. iſt die Abbildung eines Hammels von der Culleyſchen Race, die aus einer Miſchung der Marſchracee mit der Backewellſchen hervorgegangen iſt. Es iſt aber nicht die eigentliche Backewellſche Race, ob⸗ gleich der berühmte Viehzuͤchter Culley ſie ſo nennt. Mit Vergnuͤgen erſehe ich beym Schluſſe dieſes, daß deſſen Schrift uber die Hausthiere, unter dem Titel: uͤber die Auswahl und Veredlung der vorzuͤglich⸗ ſten Hausthiere, von Hr. Franz Daum uberſetzt und mit einigen Bemerkungen, wozu dieſer den Stoff auf einer landwirthſchaftlichen Reiſe durch England ſelbſt ſammlete, begleitet worden iſt. Dieſe Schrift bedarf indeſ⸗ ſen verſchiedener Berichtigungen, indem die zweite Auf⸗ lage derſelben ſchon 1794 erſchien, und ſeitdem noch man⸗ ches uͤber dieſen wichtigen Zweig der engliſchen Landwirth⸗ ſchaft genauer beſtimmt iſt. Ich werde Gelegenheit neh⸗ men, ſolche zu geben. Auch bin ich mit den Kupfern nicht voͤllig zufrieden. I. Ueber —. 2— Q——— vVI— Hemutſich ſernin a Rühen At ſeryorinat. kelteterſche her Se enrictken, auf den gvec inn imegeiracke Eche anß, leſendes in ſeien di und Fäinhit der ibti⸗ thier maexöene guiße dey de wräzita Der rgeden; auſecde ſägt bey ſooch de Daüdi ng eines Hammels m uß einer Mſſchung de r hervorgegangen iſt cfewellſche Jace, ob⸗ ley ſie ſo vennt, Schluſe dieſes, daß tdem Titel: üher der vorzüglich⸗ a Daum iletſett dſe da Su auf duch Endand ſet eShrit danſindet iden die meite Auß „un ſeiten uith mn⸗ der malichen kandviitf h werde Gälzerfei fec⸗ dh ut un Lufn ich J ller Alphabetiſch⸗geordnetes Sachregiſter uͤber Thaers Einleitung zur Kenntniß der engliſchen Landwirthſchaft, in 3 Theilen, erſte Ausgabe, und uͤber deſſen Beſchreibung der nutzbarſten neuen Ackergeraͤthe, in zwey Heften. (Die roͤmiſchen Ziffern I. II. III. bezeichnen die 3 Theile der Einleitung; die teutſchen Ziffern be⸗ zeichnen die Seitenzahl. II, a heißt: des zweyten Bandes erſte; und II. b,. des zweyten Bandes zweyte Abtheilung. A. W. I. heißt: der Acker⸗ werkzeuge erſtes, und A. W. II. der Ackerwerk⸗ zeuge zweytes Heft. Die teutſchen Ziffern bezeich⸗ nen auch da die Seitenzahl. Wo die roͤm. Ziffer vor der Seitenzahl fehlt, da gilt immer die zuletzt vorſtehende Bandbezeichnung. ſ. heißt: ſiehe.) Zuvor muß jeder, der dies Regiſter gebrauchen will, folgende Druckfehler der erſten Ausgabe, welche allein zum Grunde gelegt wurde, berichtigen. Statt Seite 258 iſt verdruckt 223 —— 346—— 364 —— 385 bis 40o—— 3989 bis 4⁰4 —— 42—— 2477. Auch die Beſitzer der neueren Ausgaben vom er⸗ ſten Bande und von des zweyten Bandes erſter Ab⸗ theilung(denn das uͤbrige iſt noch erſte Ausgabe) a 2 koͤn⸗ — 840— koͤnnen dies Regiſter ſehr gut benutzen, wenn ſie nur bemerken wollen, daß im erſten Theil der aͤlteren Ausgabe der Anfang der 4oſten Seite in der neue⸗ ſten Ausgabe S. 39, 5te Reihe von unten, zu fin⸗ ben iſt. Ferner: Alte Ausgabe: Neue Ausgabe: Seite 50 Reihe I ſteht auf Seite 49 unten — 60———— 58 Mitte — 7⁰———— 67— — 80———— 73 geg. d. M. — 90———— 87 unten — 100———— 9727 oben — 110———— 107— — 120———— 116 unten — 130———— 126 geg. d. M. — 140———— 135 Mitte — 150———— 144 geg. d. M. — 160———— 145—— — 17———— 164 é6te R.v. o. — 180—-—— 174 R. 1. v. u. — 200——-——— 194 R. 1.v. o. Dies letzte Verhaͤltniß bleibt bis Seite 560; Reihe 1 ſteht auf Seite 554 R. I. v. o. — 563 R. 4. v. u. — 570——— — 580——-—— 373 in der M. — 590——-—— 582 R. 6. v. u. — 600—-—— 5092 R. I. v. o. — 680——-——— 672 R. 1.— — 697———— 675 R. 1.— — 807——-——— 285 R. 1.— In des zweyten Theils Iſter Abtheilung iſt alles gleich, bis zu Seite 197, Reihe 1 ſteht auf Seite 298 R. 1. Von hier an bleibt ſich alles dermaßen gleich, daß in der neuen Auflage alles Folgende um eine Seite wei⸗ ter vorwaͤrts geſucht wird. Da ſonſt keine Veraͤnde— rungen gemacht ſind, ſo kann leicht nach obigen Ver⸗ haͤltniſſen in der neuen Ausgabe mehr zuruͤck oder mehr vorwaͤrts geſucht werden. Ab tnuten, venn imr ken Tjeik der anan Stir in der nau⸗ un unten, zu fn⸗ Neue Airgabe: Säte gg untn — Ait — 6'— — Amk. — R um — N tla — IIG unten — 15 ger. N. — 135 Aitr - 144 g9.M. -5—— . 163 öte R..o. .174 R. l. b.l. — ¹94 R. 1.9.9. 6 e Föb X.. — 565 A.KdA. — z3 ideN. — M 3 vu. 2 N. I 9.9. —-s A.- — EE T.. -— 4I. ehtung ſt ls f Sit 198 N. vrmahen 3 läch, di d um eine Gaite yi 1 ſonſt keine W d nul 1 liun be ſitt mße 3 hoe Abbrennen des Raſens I. 215— 222. III. 614. ſ. Raſen. Abplaggen und Brennen des Raſens I. 215— 222. ſ. Raſen. Abwaͤſſerung der Aecker und quelligten Gegenden Il. a, I ꝛc. 8 ꝛc. ſ. Entwaͤſſerung. Abzapfen des Quellwaſſers durch Erdbohrer II1 a 92. Abzuͤge, verdeckte, wo ſind ſie unwirkſam II. a 18 ꝛc. — zur Abfangung des Quellwaſſers; Regeln dazu Il. a 122 ꝛc. Erfolg davon, wenn die Arbeit richtig ausgefuͤhrt Il. a 126. Geſchichte der Kunſt II. a 3 ꝛc. Ihr großer Nutzen II. a 31. Richtung der Zuͦge Il. a 24. Jahrszeit des Anlegens II. a 37. NPoung zu Clare ſeine Methode, ſie anzulegen Ila 40. Tiefe der Zuͤge 41. Weite 43. Hand⸗ werkszeug zur Anlage 43. Worauf iſt waͤhrend der Arbeit zu ſehen 45. Neue Werkzeuge zu ihrer Anlage 47. Ausfuͤllungsmateriale 48. Holzreiſer ſind, nach Lord Petre's Aeuſſerung, beſſeres Ausfuͤl⸗ lungsmaterial als Stein 51. Welche Holzarten ſind die beſten 55. Quantitaͤt des Holzes und Strohes 55. Ausfuͤllung mit bloßem Stroh 56. Vancourers Aeuſſerung daruͤber 56. Ausfuͤllung mit Strohſeilen 57. Andere Materiale 58; ge⸗ brannte Ziegel zur Ableitung von Quellen 59. Zuͤge ganz hohl zu laſſen 60. Thonroͤhren ohne Ausfüllung 61. Abzuͤge auf Grasland mittelſt ei⸗ ner durch ein eiſernes Rad eingeſchnittenen Rille 62. Verdingung des Ausſtechens, nicht des Aus⸗ fuͤllens 63. Koſten der Abzuͤge nach der Angabe von Young v. Cl. 64; von Lord Petre 66; von Majendie 66. Wovon haͤngt ihre Dauerhaftig⸗ keit ab 67. Abzugstermine von den Pachtungen in England II. b 63 c. Acacie — 342— Acacie als Futterkraut III. 506. Accord⸗Arbeit, wie wichtig ihre Einfuͤhrung ſey IIl. 86. Acker, wie er trocken zu legen ſey l. 258 ꝛc. II. a I. — wie ſeine Kraft vermehrt wird 1. 757 ꝛc. — wie er beſchaffen ſeyn muß, wenn darauf ge⸗ drillt werden ſoll III. 238 ꝛc. Ackerbau. Wann konnte er ſich zur Wuͤrnde einer Wiſſenſchaft erheben? 1. 35. Worin beſteht die Kunſt des hoͤhern Ackerb. I. 753. Worin beſteht das Problem des rationellen Ackerbaues? III. 317. Verfeinerter Acker iſt nicht unnatuͤrlich, ſondern der Natur gemaͤß III. 316. Vollkommner Ackerbau, was erfordert er? II. a 1. Der Ackerbau hebt ſich bey vermehrtem Anbau von Braachgewaͤchſen zum Viehfutter III. 460, und wenn fuͤr das Korn der Markt immer offen iſt II. b 132. Ackerbau, Manufakturen und Fabriken koͤnnen ſich wechſel⸗ ſeitig unterſtuͤtzen II. b 161 ꝛc. Ackerb. anderen Kuͤnſten nachgeſetzt III. 108. Er fuͤhrt die Men⸗ ſchen zu ihrer Beſtimmung II. b 301, hat die wohlthaͤtigſten Wirkungen III. 108. 315. Freyer Ackerbau begluͤckt die Nationen II. b. 213 ꝛc. Steuard's Meynung von der Wichtigkeit des Acker⸗ baues II. b 163 ꝛc. Energievoller Ackerbau er⸗ zeugt mehr und bewirkt wohlfeilere Preiſe II. b 157. Er entbehrt noch zu ſehr eine kenntnißvolle Aufſicht der Regierungen III. b 311. ſiehe noch Landwirthſchaft. Ackerbau⸗Academie, ein Verſchlag l. 703. Ackerbau in England. Zuſtand deſſelben im 17. Jahrh. I. 63. Bemerkungen eines teutſchen Land⸗ wirths in England, uͤber d. Ackerb. daſelbſt II. a 229. Gute Kornpolizey hob ihn II. b 128 ꝛc. Was that Eliſabeth's Regierung fuͤr den Ackerbau? Il. b 134 ꝛc. Was Carl d. 2te II. b 139 ꝛc. Aus⸗ fuhrpraͤmien heben ihn II. b 152. Wirkungen, die vom verbeſſerten Ackerbau in England zu erwarten Il. b 289 ꝛc. 292 ꝛc. 299 ꝛc. Ackerbau in Engl. wieder niedergedruͤckt Il. b 181 ꝛc. 210 ꝛc. Die Wech⸗ . g ür Enfihenn g 9 2ſ8. L a1, nih1 357 d. i, venn darauf ge⸗ ſch ur Darde einer . Nri vſttt die 15 Danrbätht Acebenes l z1. rnatheich, eram ue Zolleemmner Aiedu Der Ackerbau de kon Braachgevichſn wenn fir dos Korn 5 132. Acalau, önnen ſich wechſel⸗ Ackerl. anderen r fühet die Men⸗ 5 zot, hat die 08. 315. Freher n U. b. Az ꝛ. ctikeitds lier⸗ soler Aäuda d. älete Nraſſt N.) ſahr äne kntnißtle . b 311. fehe nac Verſchſag 1 0 uſtad dſtteiné en eines tanſtemennd⸗ Atrt wiit l.2 hod in led. rrunsflr d Itadw. d ꝛte Mr. lus 21. Dekunwm d ). Ii Eagland u eurmn 9 u. Tückunrgl „ 5 181 k. zIoh, De u — 8453— Wechſelung der den Kornhandel regulirenden Ge⸗ ſetze ſchadeten ihm II. 37. Was hat der Staat in Engl. fuͤr den Ackerbau gethan? III. 99. Fuͤr ihn muß etwas geſchehen, um das Gleichgewicht in . der Staatsmaſchine wieder herzuſtellen 3, 101. In welchen Haͤnden iſt der Ackerbau in England groͤßtentheils? III. 16 ꝛc. 32. Der Ackerbau in Engl. haͤngt von den Manufacturen ab III. 57; wird da am hoͤchſten betrieben, wo keine Fabriken ſind III. 65. Provinzialer Ackerbau in den engl. Grafſchaften III. 135— 166. Schlechteſter Acker⸗ bau im Umkreiſe von London III. 59. ſ. England. Ackerbau, energievoller, erfordert ein ſtarkes Capi⸗ tal III. 33. Ackerbauamt, Errichtung und Geſchichte deſſelben 1. 51. Ackerbaugeſellſchaften, neue, in Engl. III. 102. Ackerbauſocietaͤt, von Sinclair vorgeſchlagen II. b 284 ꝛc. Ackerbeete, ihre Anlegung eine wichtige Sache, 1. 243. — ſchmale, flache, ihr Vorzug vor den hochaufge⸗ pfluͤgten Il. a 17. — ſchmale, in den Niederlanden J. 799. — ſchmale, aufgeworfene in England III. 222. ſ. Beete. — wie ſoll man ſie an Bergen und Huͤgeln anlegen? 1. 243. ſ. Beete. Ackerboden, Ackerkrume, ackerbare Oberflaͤche 1I. Deſ⸗ ſen Tiefe 1. 120. Untergrund 121. Verbeſſerung durch andere Erdarten 121. Waſſerhaltende Kraft 121. Lage 122. 123. ſ. Boden und Erdboden. Ackergeraͤthe ſ. Ackerwerkzeuge. Ackerkrume oder ackerbare Krume; woraus ſie be⸗ ſteht 1. 92. Ackerknechte, wie ſie zugezogen werden koͤnnten 1. 713. Ackerpferde, wie ſie in England gehalten werden Il. a 144. 186. Ackerſpark ſiehe Spoͤrgel. Acker⸗ „ 844 Ackerſyſtem oder Haushaltsſyſtems, dem engl. Paͤch⸗ ter vorgeſchrieben II. b 67. Ackervertheilung, alte, ihre Entſtehung und All⸗ gemeinheit Il. b 324. Ackerwirthſchaft, auf welchem erſten Grundſatz ſie beſteht, und ihr Vorzug vor der Weidewirthſchaft 1. 74. Daß bey der Acker⸗W. guter Viehſtapel ſeyn koͤnne, ſehen die Norfolker Farmers ein 1. 74. Sie erfordert das groͤßte Capital zu ihrem Be⸗ triebe I. 75. — auf lockerem Boden, oder die Norfolker 1. 78. — auf Klayboden 1. 80. Ackerwerkzeuge, Abbildungen und Beſchreibungen davon in den vom Verf. herausgegebenen Heften. — werden in England in eigenen Gebaͤuden aufbe⸗ wahrt II. a 153. — neue, was zur Einfuͤhrung derſelben erfordert wird A. W. II. 26. ſ. Pflug und Werkzeuge. Actien, landwirthſchaftliche, ſiehe Ackerbau⸗Societaͤt. Aecker, ihre Bonitirung oder Werthſchaͤtzung, worauf ſie beruhen muͤſſe 1. 135. Adams practical essays on agriculture, Urtheil daruͤber 1. 13. Adel, hoher und niederer, in Engl. II. b 44. 45 ꝛc. Adelphi⸗Societaͤt zur Aufmunterung der Kuͤnſte Ill. 7. Afterblutkraut ſ. Pimpinelle. Akademie des Ackerbaues; Idee zur Einrichtung derſelben 1. 703 ꝛc. Alaunerde, oder reine Thonerde I. 93. Alcali, fluͤchtiges, woraus beſteht es? 1. 146. Alcalien und Kalk, wie ſie den Boden verbeſſern 1. 98. Alopecurus pratensis I. 584. Ammoniac. 1. 148. Amos Methode, Moͤhren zu drillen III. 305. — ſeine Verſuche uͤber die Vortheile der Drillaus⸗ ſaat IIl. 276 ꝛc. Anderſon J., aͤlterer Erfinder der Entwaͤſſerungs⸗ kunſt. ll. a 7. 9 n⸗ — An 22S= ſtenz, hen eagl gih. trtfeſuny un l 2 rin Geundſazfe k Vädenirtſchuf X purr Vegſa’- rur din 1 73. apitl g ſeim e⸗ ie Nerftkeln. und Beſcreäna egegebenen heftn. en Gehäuden afte derſelben erfäxdert d Verteuge ckeröau⸗Sgaietat. häzung, worauf ulture, Urtheil „N. d 4. Hr. terung der Knſt Nee zur dirichtng dl.. jt esLu. en Bein trdeſten In l. Po. ntheile der Deilbu⸗ t der Eatoiſtenzi An⸗ — 845— Anderſon J., ſeine Methode, hohe Felder zu ebnen II. a 24. — ſeine Bemerkungen uͤber das Clima der Englaͤn⸗ der 111. 31. 3 — ſeine Aeuſſerung uͤber Ruͤben und deren Groͤße 111 432.. Andrea, ſeine beſtimmteren Ausdruͤcke uͤber Mergel⸗ arten 1. 130. Anhaͤufen des gedrillten Getreides; wo findet es nur Statt? III. 255. — des Getreides; wann ſoll es geſchehen? III. 154. Anhaͤufer zum Pferdehacken. III. 252. Animaliſation der Materie III. 313.„ Annalen des Ackerbaues 1. 44. Annals of agriculture von A. Young; ihr Werth, Einrichtung und Umfang 1. 43. 46. Anonymitaͤt bey landwirthſchaftliche Thatſachen enthaltenden Aufſaͤtzen, benimt ihnen allen Werth II. 45. 4 ardontkum odoratum 1. 5835. Antritts⸗Termin auf engl. Pachtungen II. b 63. Apothekergewicht, Eintheilung deſſelben I. 102. Arbeit im Accord; ihre Einfuͤhrung iſt wichtig III. 86. — des Geſindes und der Tageloͤhner; wie ſie zu berechnen II. b 10 ꝛc. Arbeitspreiſe; wornach richtet ſich das Steigen und das Fallen derſelben? II. b 173 ꝛc. — in Engl. theurer als in Teutſchland III. 85. Arbuthnot uͤber den Pflug 1. 227. Armen⸗Anſtalt in Mecklenburg III. g0. Armenſteuer in England wird der Verbreitung der Manufacturen nachtheilig III. 78. Armentaxe in Engl. auf Grundſtuͤcke gelegt, druͤckt gewaltig III. 71 ꝛc. Armen⸗Unterhalt in Engl. II. b 52 ꝛc. Arthur Young, ſ. Young. Aſche von Holz und Torf, als Duͤnger 1. 187. Atmoſphaͤre, die, enthaͤlt kohlenſ. Luft, Sauerſt.⸗ und Stickluft l. 144— 146. —; ſie iſt ein Duͤngmittel 1. 209. At⸗ * — 846— Atmoſphaͤre; iſt von ihr beym Pferdehacken ein Nach⸗ theil fuͤr die Pflanzen zu fuͤrchten? III. 270. Aufbruch alten Gras⸗ und Weidelandes durch Ab⸗ plaggen und Brennen des Raſens 1. 215. 216. des Wieſen⸗ und Weidelandes, den Paͤchtern in England unterſagt II. b 70 und 81. — und Urbarmachung wuͤſten Landes geſchieht beym Zehnten mit großem Verluſt. 111 93. Aufkratzer oder Scarrificators III. 252. Auflagen auf den Acker; zu große koͤnnen die Cul⸗ tur hindern III. 71 ꝛc. Aufmunterungen, landwirthſchaftliche, wie es deren in England mehrere giebt, als wie in Teutſch⸗ land III. 120. Auflockerung, tiefere, des Bodens; ein Mittel, ihn zu entwaͤſſern Il. a 18. Aufſaͤtze, landwirthſchaftliche, duͤrfen nicht anonym ſeyn 1. 45. — wie ſie der Board of Agric. geſammelt und brauch⸗ bar gemacht hat 1l. 61. Ausartung bey Thieren und Fortpflanzung derſelben IIl. 635. Ausduͤnſtung der Thiere befruchtet den Acker 1. 305. Ausfuhr des Getreides, in England erlaubt und be⸗ lohnt II. b 150. — Verhaͤltniſſe der Korn⸗Aus⸗ und Einfuhr in Eng⸗ land in aͤlteren und neueren Zeiten II. b 202 ꝛc. Praͤmien, ob ſie in England nothwendig waren I1l. b 171. Ausfuhrverbote thun entgegengeſetzte Wirkung von dem, was man bezweckt III. 66. Ausgaben in der Oekonomie, Berechnung derſelben Il. b 7 c. ſ. Berechnungen. Ausſaat, dichte, widerſteht dem Maͤuſe⸗ und Schnek⸗ kenfraß weniger, als duͤnne III. 246. — ob ſie ſich bey der Cookeſchen Saͤemaſchine, in Ruͤckſicht der Staͤrke, genauer beſtimmen laſſe, als bey der Duketſchen III. 246. — ob ſie flach oder tief einzubringen III. 248. ſ. Einſaat. Aus⸗ ——.,— E 22 — Dfedegackn indt. rcen? M. 170. eälundes dur ſſen 1 215, 2l6 , den Dächtern in nd gl. andes gſheßt Bem ulz. M. R toße koma vdur ſihrftice, t als wie in duſt⸗ rhens; eir Mita, rfen nicht anmym mmelt und brauch⸗ anzung derſelben den Ater 1. Joz. d clwut wk⸗ andGrioht in ng iten N. b 2029. d nothwendi warn genztißte Viinn M eh. Berrhug eſähm — Muſe unStha I.. en Suemaſchne n rbeſimmen daſt nüttinn L Aus⸗ — 3847— Ausſtellungen und Praͤmien fuͤr fettes Vieh III. 727. Avena elatior, Hafergras, Wieſenhafer, fran⸗ zoͤſiſches Raygras l. 588. Azote oder Stickſtoff l. 146. Aehren, an welchen Pflanzen werden ſie am vollſtaͤn⸗ digſten? III. 273. Baco von Verulam, welchen Platz er dem Ackerbau angewieſen 1. 38. Bailey⸗s Urtheil uͤber die Farmers in Northumber⸗ land III. 29. Bakewel's Syſtem bey Veredelung der Viehracen in und durch ſich ſelbſt III. 637 ꝛc.; ſeine veredel⸗ ten Viehracen zu Diſhley 1. 624 ꝛc. 660. 647. 684; ſeine Grundſaͤtze III. 667 ꝛc. und 661; ſeine Diſhley'ſchen oder neuen Leiceſterſchen Schafe III. 758 ꝛc. Baronets in England II. b. 47. Bath⸗Societaͤt l. 48. Bauart, landwirthſchaftliche, der Englaͤnder II. a 129— 185. Bauren⸗ oder Yeomen-Claſſe in Engl. 1. 25. 26. Bauer, der freie teutſche, verglichen mit dem engl. kleinen Paͤchter IIl. 25§; in manchen Stuͤcken iſt er beſſer daran, als der engl. willkuͤhrliche Paͤch⸗ ter 32. Sein Geldmangel in Teutſchland 34. Wo das Meierrecht ſtreng genommen wird, fehlt ihm der Credit 34. Bauern ⸗Einrichtung in Holſtein III. 36. — auf ſogenanntem flaͤmiſchen Rechte ſtehend III. 37. Baukunſt, landwirthſchaftliche, in Engl. II. a 219. Bearbeitung des Bodens; ihre Wichtigkeit durch Tull erwieſen III. 226. 830. Beanp ort in Suſſexr; Murray's Wirthſchaft daſelbſt . 192. Bebauung der Landguͤter in Engl. Il a 179— 228. Bed⸗ — 848— Bedford; was der Herzog v. B. fuͤr Landwirthſchaft gethan III. 107— 114. Beete mit Mittelruͤcken II. a 23; flache ſchmale mit Querfurchen II a 30. ſ. Ackerbeete. Befriedigung privativer Felder in England II. b 350 ꝛc. Befruchtung des Bodens durch die Atmoſphaͤre I. 209. Begattungszeit der Rinder IIl. 684. Veotrupe Bemerkungen uͤber engl. Landwirthſchaft II. 13. — Beſchreibung der Cooke'ſchen Drillmaſchine III. 232. Behacken und Schaufeln der Fruͤchte; ungegruͤndetes Vorurtheil dagegen 1. 348 ꝛc. Behaͤufen der Kartoffeln, wo man es unterlaſſen ſolle III. 334- Bell's Verſuche uͤber den Ackerbau III. 828. Benutzung, hohe, des Bodens; unter welchen Um⸗ ſtaͤnden allein ſie moͤglich ſey III. 187. Berechnungen, landwirthſchaftliche, ſind nothwen⸗ dig II. b 1. Teutſche haben dies bisher weniger eingeſehen gehabt, als die Engl. 2. 3. Einwuͤrfe gegen die Brauchbarkeit engl. Berechnungen 4. Wie hat man Rechnungen anzuſtellen und was iſt dahin zu ziehen? 6 ꝛc. Berechnung der Ausgabe in Ruͤckſicht des Grund und Bodens 7. Berech⸗ nung des Verhaͤltniſſes zwiſchen Preis der Arbeit und des Duͤngers gegen den Preis des Grund und Bodens 8. Berechnung der Ausgabe fuͤr Arbeit 10 ꝛc. fuͤr Duͤnger 17 ꝛc. Berechnung der Ein⸗ nahme 25. Berechnung der Ausgabe und Einnahme von 30 Ca⸗ lenb. Morgen in 5 Feldern; vom Verf. II. b 25 ꝛc. — was wird erfordert, wenn ſie richtig und lehrreich ſeyn ſollen II. b 39 ꝛc. — landwirthſchaftl., ſollten uͤberall offen vorgelegt werden II. b 41. Berge und Haͤgel, wie man an ihnen die Ackerbeete anlegen ſoll 1. 243. Bergen uͤber die Viehzucht; Empfehlung dieſes Bu⸗ ches 1. 9. Berg⸗ ,— N 4 ℳ efür benduth 3 Küte ſchmal n. erhet. Ku England II.) eloſäire!,2og l1.689. aal. endariſcheft rilnſcine Uan 1. üchte, Ungegennoes man es unterlaſin I 323. unter welchen Um⸗ 187. e, ſind nothwen⸗ bisher weniger . 3. Enwüͤrfe Zerechaungen 4. elen und was iſt aung de Auspde dans 1. Derc a Pras de Adt cais des Grund und Autaabe für Arbät Serrcun dr Ei⸗ jinuiwe in pd⸗ zom Ve böl. racht ud dorrich ral tfen targitg ünen de Akebet⸗ „ Sl⸗ D⸗ anfehlung nis — 349— Bergbau erfordert die Kunſt, Quellen abzufangen Il. a I18— 122. Bergmanns Verſuche uͤber die waſſerhaltende Kraft des Erdbodens 1. 113. Bergklee, rother, III. 503. ſ. Klee. Bergſchafe, ſuͤdl. oder South-downs III. 751 bis 755. Berkſhire, Wirthſchaftsart daſelbſt III. 151. Beſchlammung der Wieſen III. 564 ꝛc. Beſitzungen, eigenthuͤmliche, und Claſſen der Be⸗ ſitzer in England 1. 20. und III. 37. Beſtandtheile aller organiſchen Koͤrper 1. 143. Bevoͤlkerung, wodurch kann ſie befoͤrdert werden? 1. 700 und 702. Bewaͤſſerung; ihr Nutzen II. a 3. Bewaͤſſerungen mit Schoͤpfraͤdern und andern Ma⸗ ſchinen III. 562 ꝛc. Bewaͤſſerungswieſen ſ. Wieſen. Beyſpiel in der Landwirthſchaft wirkt mehr als Praͤmienaustheilung II. b 320. Billingsley, ſein Uriheil uͤber die kleinen auf Will⸗ kuͤhr ſtehenden Paͤchter in England III. 28 ꝛc. ſeine Bemerkung über Engl. Clima, deſſen Verſchieden⸗ heit und Einfluß III. 52. Binden, das, des Sommergetreides iſt in Engl. nicht Sitte Il. a 265. Bitter⸗Erde oder Kalkerde 1. 96. Bitterſalz 1. 06. Board of Agriculture. Sinclairs Plan dazu 1. 53. Mitglieder dieſes Inſtituts 1. 53. Zweck deſſelben 56. 60; deſſen Nutzen 59. 60. Wie wurden darin laudwirthſchaftliche Beytraͤge ge⸗ ſammlet und branchbar gemacht? 61. Der Board hat Aufklaͤrungen uͤber die Duͤngermaterie verſpro⸗ chen 159. Fernere Schickſale deſſelben unter des Praͤſidenten Sinclair Vorſitz II. b 270. Berichte oder Raports des Board II. b 276. Dies Inſti⸗ tut hat nachher die Erwartungen nicht erfuͤllt IIl. 100. Boden — 80 Boden, armer, I. 133; fetter, 128; hitziger, 131; — kalter, 126 und 132; leichter, 128 und 134; ma⸗ gerer, 128; mooriger, 132; reicher, 133; ſaurer, 132; ſchwerer, 128 und 134; ſteriler,(in Nor⸗ folk durch eine merkwuͤrdige Wirthſchaftsart zum auſſerordentlichen Ertrage gebracht) 297; unrei⸗ ner, 134. jeder paßt unter den erforderlichen Verhaͤltniſſen zur Drillcultur III. 291. wie er durch Heraufbringung einer tieferliegen⸗ den Erdart verbeſſert werden kann l. 121. der, wie man ihn kuͤnſtlich fruchtbar machen kann 1. 136. Verbeſſerung deſſelben durch Huͤlſenfruͤchte und Futtergewaͤchſe aus der Claſſe der Diadelphiſten I. 290. Lockerung deſſelben I. 210. Erſchoͤpfung deſſelben durch mehrere Koͤrnerernd⸗ ten hintereinander 1. 276. 278. er nimt kohlenſaure Luft auf und wird dadurch mit Kohlenſtoff bereichert 1. 209. die Bearbeitung deſſelben iſt ſehr wichtig III. 226. Luftduͤngung deſſelben III. 226 und 1. 209. bindender, wie und wann darauf Sommergetreide zu behacken IIl. 254. gelockerter, bleibt laͤnger feucht III 255. — ob ihm durch Drilleultur der Nahrungsſtoff ent⸗ zogen werden kann III. 271. — Bearbeitung deſſelben III. 226 und 830. Bodenart, Abwechſelung derſelben in England III. Bohnen 1. 471 ꝛc. gen den Mehlthau 471 u. 474. den ſoll man ſie bauen? 471. ein Erforderniß guter Erndten 472. 48. ſ. Erdboden und Ackerboden. Koͤpfen derſelben, ein Mittel ge⸗ Auf welchem Bo⸗ Behacken derſelben, Gedrillte Bohnen 47 4. Soll man zu Bohnen duͤngen? 474. Koſten des Bohnenbaues 475. Vortheil davon II. a 292. — zu drillen III. 297. Iſt ein⸗ oder zweyma nen beſſer? II. a 291. hliges Pfluͤgen fuͤr die Boh⸗ Bohnen Bo Bo 0— ttter, lag, 8 ſih e eihter 9 und n 3 634 ſdir, 13, d zs frile, 39 ange dif ſzaſtzat u an ſauch) ar; um. ridali dſlnſſn 1 dinaang änt iijrügue aaden kumn L. Iu. 4 1 lürſtüc fuhtbu waen urt Hülſnfriche m Coſſe der Diadalſce 9 ih nehrere Kirnennie 27 75. auf und witd daducc ¹0). Kiſhr vihtig I. 225. .d udl.o. dauf Smmentrde tfuuh Mh. dr dr Auruniſtfa⸗ nI. II. nb mIg. Nrſäben i dün lttan n deſebe un ilte Piricn dee 1 nſa. . Shin üü 4 8 4* din mn uu Phun d dnm Lereu„ Purthel R bezant böſten — 85— Bohnen, Nahrhaftigkeit derſelben III. 441. 442. — zu eggen III. 298. Bohnen⸗ und Erüſendriller, abgebildet und be⸗ ſchrieben A. W. II. 23 ꝛc. Bonitirung der Säte⸗ in Holſtein u. Mecklenburg 1. 730. Bonitirung oder Werthſchaͤtzung der Fel⸗ der bleibt ſchwankend, ohne beſtimmtere Kenntniß des Bodens IlI. 135. Boy's landwiethſchaftliche Beſchreibung von Kent IIl. 157. Boͤcke, das Ausſtellen und Vermiethen derſelben zur Zuzucht veredelter Racen 1. 669. Enorme Preiſe fuͤr das Vermiethen derſelben l. 673. Brabant, Wirthſchaft daſelbſt I. 793. Brache und Fruchtwechſel 1. 267— 296. Was iſt Brache? I. 271. Gruͤnde ihrer Vertheidiger und ihrer Gegner l. 272 und 275. Mannigfaltige Benutzung der Br. 1I. 770 ꝛc. Unbeſtellte Br. kennt der Niederlaͤnder nicht 1. 798. Streitigkei⸗ ten der Englaͤnder uͤber die Nothwendigkeit und Entbehrlichkeit der Br. l. 269. Reine Brache iſt in manchen Faͤllen nothwendig III. 834 ꝛc. Unter welcher Bedingung iſt ſie/ in einem Fruchtwechſel, wo der Kleebau ſeine gehoͤrige Stelle hat, entbehr⸗ lich? III. 475. Brache mit Kalk zu duͤngen 1. 194. Brachfruͤchte, ſind ſie eben ſo reinigend als reine Brache? l. 774. — wie hat man ſie zu benutzen, ohne ſie zu verkau⸗ fen? 1. 768 ꝛc. — ſind verbeſſernde Fruͤchte 1. 470. Brachgewaäͤchſe, was iſt darunter zu verſtehen? IIl. 307. Brachvertheidiger 1. 288 ꝛc. Brand im Weitzen 1. 439— 441. Mittel dagegen II. a 249. Brannteweinbrennereyen; die dabey gemaͤſte⸗ ten Ochſen haͤlt man in England fuͤr die ſchlechte⸗ ſten III. 726. Branntewein aus Kartoffeln III. 380. Breeder, Rambreeder 1. 656. 668 ꝛc. III. 41. Brod — 852— Brodt, friſches, iſt nicht haushaͤlteriſch II. b 248. Brunnengraben, merkwuͤrdige Erſcheinungen, die dabey vorkommen koͤnnen II. a I111. Buchweitzen 1. 465. Das Eggen deſſelben 1. 466. — als Schutz des Klees 1. 466.; als Duͤnger und Duͤngererſatz 1. 466. 467. Eine gut vorbereitende Saat fuͤr Holſtein 1. 740. Bukkinghamſhire, Wirthſchaftsart daſelbſt III. 151. Buſhegge ll. a 243. Buttermachen 1. 639. III. 688 ꝛc. Buͤcher, landwirthſchaftliche; Oberflaͤchlichkeit und Unbrauchbarkeit der meiſten 1. 5— 9. Engliſche landwirthſchaftl. B. 1. 10. 11. Ueberſetzungen da⸗ von 1. 13. Unterſchied zwiſchen teutſchen u. engl. Buͤchern III. 121. ſ. Schriften. Cambridge, Wirthſchaftsart daſelbſt III. 150. Capital zum Betriebe des Ackerbaues; der Mangel deſſelben iſt eins der groͤßten Hinderniſſe beſſerer Cultur III. 33. Carbon 1. 147. Carotten ſ. Moͤhren. Caringthon, Lord, Praͤſident des B. s. A. II. b 284. Caſten ſyſtem hindert in Teutſchland gemiſchte, ge⸗ ſellige, ökonomiſche Zuſammenkuͤnfte III. 120. Cartwright, Vorſteher der Experimental⸗Farms des Herz. v. Bedf. III. 116. Chateaurieux III. 228. Chauſſeebau in Engl. II. a 248. Chemie, durch Lavoiſiere's Syſtem erleichtert und an⸗ genehm gemacht 1. 142. — ihr Einfluß 1. 143. Cheviot⸗Schaf 1. 749. China, Schweine daſelbſt; ſ. Schwein. — ushäntiſh Ua kdige iſheirungn, 4 ¹ d III. pen iſelen 1. l, 100, at Dänyer un Snnegt borbereitende ſcitzat uſihſe. 688 k. z Ohefſaczlithät w 11z— J. dngüſd I. Ueberſezungn we chen teutſchen u. eng. ften. aſt III. 15o. aues, der Nangel Haderaiſſ deſtrer it des B.t.L.b5 tſchend zwie ⸗ renkünfte ln. 1 erreicatl⸗Uund 15. 2. ſim clähſert und un⸗ „Sßau.. — 353— Cichorium intybus III. 507 ꝛc. Cichorie als Viehfutter und Kaffeeſurrogat 1. 577 - und III. 507 ꝛc. Cirkel, ewiger, in der Natur; wie ihn der Menſch an— zuwenden III 313. Clima, was es fuͤr Einfluß auf die Fruchtbarkeit ha⸗ be l. 122. Einfluß deſſelben auf das Wirthſchafts⸗ ſyſtem in Engl. III. 49. 50. Einfluß deſſelben auf das vorzuͤgl. Gruͤn des engliſchen Raſens III. 56. Clima in Engl. ſ. Anderſon. Cloſe, wie viel er bey ſeiner Drillkultur ausgeſaͤet, Ill. 243. Ueber die Tiefe, in welche der Saame geſaͤet werden ſoll III. 247. Ueber die Operation des Pferdehackens III. 256. Coke's zu Holkham Wirthſchaft in Norfolk III. 189 ꝛc. Beſchreibung eines Reiſenden davon III. 191. Cooke's Drillmaſchine 1. 496. und III. 231. Vorzuͤge derſelben, A. W. II. 4. Seine Angabe, wie ſtark bey Drillcultur zu ſaͤen ſey III. 244. Seine Methode, Moͤhren zu drillen III. 304. Colla oder Gluten, eine vegetabil.⸗animaliſche Ma⸗ terie im Getreide 1. 413. 417. Collegium zur Landesverbeſſerung; ſ. Inſtitut. Committee zur Unterſuchung der Handelsgeſchaͤfte in England, und ihre Vorſtellung an den Koͤnig II. b 192 ꝛc. Compoſt 1. 169. Recept dazu 1. 181. 186. Copyholders, Copyhold. 1. 20. II. b 49. Tottagers. 1. 21. 11. b 50. Kountry⸗Squires. 1. 20. II. b. 46. Covenants; ſ. Pachtcontracte. Cretté de Palluel's Aeuſſerung uͤber Winter⸗ ſtallfutterung der Schafe mit Kohl und Wurzel⸗ gewaͤchſen III. 792:c. Cultivator oder Pflug mit einem bewegl. Streich⸗ brette. Gebrauch und Nutzen deſſelben A. W. 1. 63. Cultur, landwirthſchaftl., was der Staat zu ihrer Befoͤrderung zu thun habe J. 59. Kumberland„Beſchaffenheit des Ackerbaues darin . 138. 3r Band. hb Curl, 854 Curl, eine Krankheit der Kartoffeln I. 423. Cynosurus cristatus, Kammgras, Hunde⸗ ſchwanzgras 1. 587- Dammerde, was iſt darunter zu verſtehen? 1. 92 und 100. Darbyſhire, Wirthſchaftsart daſelbſt III. 146 ꝛc. Deutſchland; ſ. Teutſchland, Landwirthſchaft und England. Devonſhire, Wirthſchaftsart daſelbſt III. 166. De⸗ vonſches Vieh III. 661 ꝛc. Diſhley, veredelte Viehracen daſelbſt; ſ. Backe⸗ well. Diſhleyſche, oder neue Leiceſterſche, oder Backewellſche Schafe III. 758 ꝛc. Dieſe werden in verkoppelten Wirthſchaften faſt einſtimmig vor— gezogen l. 654. Diſteln, Vertilgungsmittel dagegen I. a 274. Domainen, gandesherrl., Verpachtung derſelben Il. b 88 c. Doppelpfluͤge 1. 229. Sommerrvillſche III. 174. Ducketſche III. 174. Doppel⸗ oder Wendepfluͤgen zum Wintergetreide, bey Umbrechung der Kleeſtop⸗ pel IIl. 477. Drain, Naſſaalle, Ackerfontanelle II. a 244. Dreſchmaſchine des Herzogs von Bedford IIl. 110. Dreſchſcheure, leichte bewegl., II. a 197. An⸗ ſchlag der Koſten ihres Baues II. a 202— 213. Dreyfelderordnung, woher ſie entſtanden II. b 326. Dreyfelderwirthſchaft wird nach A. Young ſelbſt auf verkoppelten Feldern hin und wieder ge⸗ trieben 1. 71. — paßt ſie fuͤr Stallfuͤtterung? 1. 782:c. — welchen Ertrag an Getreide giebt ſie gewoͤhnlich? Ill. 461. — veraͤnderte, in ganz leichtem Boden II. a 206 ꝛc. Drey⸗ 4- Kartrfeln 49 5) Lanngrgs, had der zu in? 1 zart dſebt Muhr. lnd, Landwrice md art daſelbſt M. 1. d t. en daſelbſt; ſ. Batr neue Leierfterſche, r 7 u. Oefſe werda n faſt einſtimmig bor⸗ egen 1. 4 274. Gerpachtung derſelben imwerdälſchel. 114. Sa er BWadaffügen dmtechungde Faſ⸗ tanelle II. 4299 95 m Ehnn.„IL ewegl., W. z- Bauts La- A oherſe ntſuda T tt ud ud 1. dunn ſedden Kiin und waͤn e rung? L. M ridegütſe mnjch 10b. äiten dedn 1s 5 — 355— Dreyfelderwirthſchaft. II. b 328. Drill⸗ oder Pferdehackenwirthſchaft 1. 483 bis 531. Drillen, was heißt dies? 1. 484. III. 221. Ge⸗ ſchichte des Drillens 1. 485. 3 Drillmethode, ihr Alter III. 230. — neuere Ducketſche III. 230 und III. 176. Drillſaͤen, das, Darſtellung deſſelben in einem Kupfer; A. W. II. 5. Drilleultur in Aſien IIl. 222. Cookeſche l. 496. III. 231. 244. 304. A. W. II. 4. Verſuche dar⸗ uͤber in England III. 274., und im Hanndveri⸗ ſchen 1. 509 ꝛc. Gengner derſelben in England 1. 523. und III. 260 ꝛc. Einwuͤrfe dagegen von Englaͤndern und Teutſchen 1. 524 ꝛc. III. 295. Widerlegung der Einwuͤrfe III. 268. Bedingun⸗ gen, unter denen nur gedrillt werden darf I. 527 c. III. 235. 286. und III. 236. Allgemeines und partielles Drillen III. 293. 294. Es gehoͤrt nur auf die hoͤchſte Stuffe der Cultur III. 260. 286. 292; kann Vortheil bringen, aber auch Nachtheil 1. 500 und 530. Koſten der Drillcultur 1. 499. IIl. 290. Sie fordert vorherige Abwaͤſſerung IIlI. 240. Gelehrige und gelenkige Menſchen IIl. 291. Mehrere Angaben von gedrillten Ernd⸗ ten 1. 504— 509. Schmale, flache Beete ſind gut zur Drillcultur, wo die Abzugsgraͤben fehlen Ill. 240. Wie ſichert man ſich uͤberhaupt dabey gegen Naͤſſe? III 239 ꝛc. Entfernung der Saat⸗ reihen IIlI. 242. Quantitaͤt der Einſaat beym Drillen III. 243. Drillen des Klees III. 479; der Bohnen III. 297 ꝛc. Beföoͤrderer derſelben 1. 488. Handdrillwirthſchaft 1. 491. Drillwerkzeuge, Unterſchied derſelben 111 231. — zu Bohnen und Erbſen, abgebildet und beſchrieben A. W. II. 23 tc. — zu Ruͤbſaamen ꝛc. beſchrieben und abgebildet. A. W. 11. 29. — 1. 493. b 2 Drill⸗ — 856— Drillwerkzeuge nach Duckets Art, abgebildet, be⸗ ſchrieben und die Vorzuͤge derſelben vor den Cooke⸗ ſchen angegeben; A. W. II. 1 2c. Drillmaſchine, Cookiſche, 1. 496. III. 231. Ducketſche 1. 494. Drillpfug, Ducketſcher, III. 176. Entbehrlichkeit deſſelben III. 177. Ducket; Beſchreibung ſeiner Wirthſchaft III. 169— 189. Seine neuere Drillmethode III. 230. Sein Abſchneide⸗ oder Rajolpflug, vom Verf. Wende⸗ pflug genannt III. 172. Sein Doppelpflug Ill. 174. Schaufelpflug III. 175. Sein Drillpflug und Drillmaſchine 1. 494 und III. 176. Durham, Wirthſchaftsart darin III. 139. Dukſen l. 204. Daͤnger I. 139— 215. Unterſuchungen des Board of Agriculture daruͤber 1. 159. — deſſelben Entbehr⸗ oder Unentbehrlichkeit I. 150. Il. b 18. Tull fand ihn entbehrlich. III. 223. Zweifel gegen ſeinen materiellen Nutzen I. 150. — die Art, ihn zu behandeln, iſt einer der wichtigſten Punkte in der ganzen Oekonomie. Hauptregeln 1. 167 ꝛc. — Soll er oͤfter und wenig, oder ſeltener und viel aufgebracht werden? l. 177. 178. — Wo wirkt er unvermodert mehr? 1. 176. — Wann ſoll er auf das Land gefahren und unter⸗ gepfluͤgt werden? 1. 178. ſ. Miſt. Duͤngerarten, mehrere untereinander zu mengen 1. 169. Duaͤngerhaufen ſind oͤfter umzuſtechen I. 109. Duͤngerlehre, Ungewißheit darin 1. 140. Duͤngermangel, wie er am beſten zu erſetzen 1. 184. Duͤnfeiſurragate der Engl. Ackerwirthſchaften 1. 45. Duͤngertheile, ob ſie vom Waſſer in den Boden hinabgeſpuͤlt werden koͤnnen? 1. 174. Duͤngung, wie ſie zu berechnen iſt II. b 17 ꝛc. — mit der Atmoſphaͤre, nach Tulls Methode 4 488. un⸗ 5— uctets Att, 35 hgöne e de deſäben bor an Ir. ,¹ 9. I. 1 1 Ertbeſelchen Driſtet l. 19— matzrde„o. Sein fug, vn dif ben Sen dexziu . u. Sindi 1u 1 und l ni. drin II. 139. terſuchungen des Bend 9. enthehrlichkeit 1.15o. ntherlich. III. 233. en Nuten l. Izo. einer der wichtigſten nowie. Hauptregeln de ſeltener und vil . ſuir L. ub. and gffahren und untr . ſ.Nſſt ntereinander zE Nengan unoſictn 1 0 ſit dri.. r an hfin u dſehn Eagl leervitſhtin dom ſend nan? mr nn ſt l yl 86 ui duls Niße in dal — 9357— Duͤngung zu Braachfruͤchten, Nutzen davon I. 178. — ſtarke, iſt zuzeiten von uͤblen Folgen 1. 405. — ſtaͤrkere und ſchwaͤchere, auffallend verſchiedene Wirkungen davon II. b 19. Duͤngungsmethode Duckets III. 185. Duͤngungsmittel, verſchiedene l. 180. ſ. Miſt, Ebenen(das) der Felder; ſiehe Mittelruͤcken. Ebene IIlI. 228. Egge, beym Heumachen III. 592. Schlangenegge 1. 255. Eggen und Walzen 1. 249— 257. — ob man dadurch die Queken vertilgt? I. 250. — wann ſoll man es thun? 1. 250. — im Trabe l. 256. Eichenholz, deſſen Erdgehalt 1. 117. Einfuhr des Getreides, beſchraͤnkte, ob ſie in Engl. nothwendig war? II. b 171. ſ. Korn. Einleitung zur Kenntniß der Engliſchen Landwirth⸗ ſchaft. Zweck des Verf. 1. 16. III. 10. Einnahme in der Oekonomie; Berechnung derſelben II. b 25 ꝛc. Einſaat, ob ſie ſtark oder ſchwach ſeyn ſoll 1. 455 ꝛc. 1. 442 ꝛc. Youngs Verſuche daruͤber 1. 444 ꝛc. Unrichtiger Grundſatz, reiches Land ſtark, armes ſchwach zu beſaͤen 1. 455; wie ſtark ſoll ſie bey Drillcultur ſeyn? III. 243. Wie ſtark war ſie beym Verf., wenn er drillte? III. 245. ſ. Aus⸗ ſaat. Eiſen im Ackerboden l. 96. und 1. 132. Eiſenoxyd, durch fettige Theile reducirt, kann es auf die Vegetation wirken? 1. 97. Eiſentheile geben dem Thon gewoͤhnlich die Farbe 1. 125 und 128. Elbin gerode am Harz, zehnjaͤhrige Fruchtbarkeit der Felder daſelbſt nach einmahliger Duͤngung 1. 294. E ⸗ * Engliſche oder — 358— Elkington, wie er auf die Entwaͤſſerung des Ackers gekommen und es nachher zur großen Fertigkeit in En dieſer Kunſt gebracht II. a 4. 5. 112 ꝛc. Clima III. 49. gland, Boden daſelbſt III. 48. Regenfall III. 53. landwirthſchaftliche Verfaſſung daſelbſt 1. 19 c. ſ. Landwirthſchaft und Ackerbau. — oͤnnte es den Ackerbau angeben und ganz zur Fabrik werden? II. b 179 ꝛc. — muß fuͤr den Ackerbau etwas thun, wenn das Gleichgewicht in der Staatsmaſchine wieder her⸗ geſtellt werden ſoll III. 101. — Hinderniſſe des beſſeren Ackerbaues daſelbſt. III. 15 ꝛc. — Reichthum deſſelben, wodurch iſt er begruͤndet? — III. 2 67. landwirthſchaftl. Bauart daſelbſt II. a 129 ꝛc. — hat noch viel wuͤſtliegendes Land II. b 355. — man hat es daſelbſt im Maſchinenwerk, in der Conſtruction der Pfluͤge ꝛc. weiter gebracht, als — wie in Teutſchland 1. 224. III. 126. wie viel Getreide wird dort jaͤhrlich verzehrt? II. b 245 ꝛc. — in Hinſicht der Landwirthſchaft mit Teutſchland verglichen III. 2— 132. — in Hinſicht der Viehzucht, verglichen mit Teutſchl. IIl. 618 ꝛc. — in Hinſicht der Schriftſtellerey mit Teutſchland verglichen III. 122 ꝛc. — in wiefern kann es dem teutſch. Landwirth nach⸗ ahmungswuͤrdig ſeyn? III. 127. Sonderbare Vor⸗ ſtellungen mancher Teutſchen von Engl. Wirth⸗ ſchaft III. 128. — Geld, Maß und Gewicht daſelbſt, verglichen mit teutſchen, in Tabellen II. b. Entwaͤſſerung; Nothwendigkeit, die Urſache der zu großen Feuchtigkeit vorher zu unterſcheiden II. a 69. ſ. Abwaͤſſerung und Abzuͤge. Erbſen 1. 477. Behacken derſelben und Drillen 1. 477. 478. und III. 300. Erb⸗ Erbſe Erbſ Erda — erwiſeung delees t zur eejen fatiit 1 4 I. l.g. Clma l 9 fiſing afhſt 1 Iyx. erheu. Pngda un gnf ar pr. ttmas then, vim des utsmaſcine wide ſe ol. Akerbeuts daet A. durc iſ er begridet ſelhſt I. a nr. Land II. b 35. ſchinenwerk, in der deiter gebracht, as 1. 126. tjührüch derſeht? dait wit Daulſaland verüihen wi Dauiſ ktulerey vit dutſchen Nteutſc unwith auß u. m. Emetm oiſchn wn 6u Bete wiht 4 elln Ub. denigtit, N lüuh vorher anterſceddn nd x. 1 7 Let⸗ M 4 lt, wwüiten — 859— Erbſen, graue, ein vortreffl. gruͤnes Futter III. 522. Erbſendriller abgebildet u. beſchrieben A. W. II. 23 ꝛc. Erdarten werden in der Natur nicht rein angetroffen 1. 93. Das verſchiedene Verhaͤltniß derſelben im Boden bewirkt verſchiedene Grade der Fruchtbar⸗ keit 1. 108. In wiefern wirken die Erdarten zur Pflanzen⸗Ernaͤhrung? 1. 109 ꝛc. Waſſerhaltende Kraft derſelben 1. 113.. Erdauffahren, Ducketſches, III. 185. Erdboden 1. 87— 139. — die Unterſuchung deſſelben macht den Grund der ganzen Landwirthſchaftswiſſenſchaft aus. 1. 87— 89. — ſeine Beſchaffenheit wird gewoͤhnlich durch unrich⸗ tige Ausdruͤcke beſchrieben J. 88. — voon den Englaͤndern durch beſtimmtere Ausdruͤcke bezeichnet I. 89. —, ihn zu unterſuchen, worauf hat man zu ſehen? 1. 90. 91. — deſſen oberflaͤchl. Beſtimmung I. 98— 104. — ſeine Schwere zu finden l. 102. — ſeine waſſerhaltende Kraft zu beſtimmen I. 103. ſiehe Boden. Erdbohrer II. a 77:c. Erde, vegetabiliſch⸗animaliſche, Modder⸗ oder Damm⸗ erde 1. 149. —; Lockerung derſelben iſt den Pflanzen gut 111. 233. Erdfloh, ein Feind der Ruͤben 1. 328. Mittel da⸗ gegen l. 329. 330. III. 418. 428. 429. Erdgehalt des Eichenholzes 1. 117; des Klees 1. 117. Erdmiſchung, kunſtliche, 1. 137. Erdſchichten, durchlaſſende und undurchlaſſende II. a 71 c. Erdtoffeln ſ. Kartoffeln. Erndte, gluͤckliche, was gehoͤrt dazu? III. 471. — in England, ohne das Sommergetreide zu bin— den II. a 265. — groͤßere von Drill⸗ als von Wurfausſaat III. 274. Erſchoͤpfung des Bodens durch reif gewordene koͤr⸗ nertragende Fruͤchte 1. 276. 278. Er⸗ —yüy —— — — 9860— Erſparung kann mehr in großen als in kleinen Wirthſchaften Statt finden II. b 105. Ertrag des Grund und Bodens und Gewinnſt aus dem Betriebe der Wirthſchaft, ein wichtiger Un— terſchied II. b 61. — hoͤherer, des gedrillten Getreides III. 284. Erzeugung thieriſcher und vegetabiliſcher Koͤrper ſind von einander abhaͤngig III. 311; und jede Erzeugung vervielfaͤltigt den Stoff zu neuen Er— zeugungen. III. 314. Esher und Petersham, Duckets Wirthſchaft daſelbſt. Ill. 169. Eſparcette 1. 569 ꝛc.; wo ſſt ſie vortheilhaft? 1. 574. Marſhalls Unterſuchungen daruͤber 1. 570 ꝛc. Bau derſelben 1. 575. Eſquires II. b 46. 47. Eſſex, Wirthſchaftsart daſelbſt III. 150. Experimental⸗Wirthſchaften in England II. b 284 ꝛc. 288. 292 ꝛc. Extirpator, Cultivator, Scarrificator; Gebrauch deſſelben III. 237. — Nutzen, Gebrauch, Abbildung und Beſchreibung davon. A. W. I. 77— 82. Fabriken und Manufakturen, Vortheile derſelben Il. b 98 ꝛc. — und Ackerbau koͤnnten ſich wechſelſeitig unterſtuͤtzen Il. b. 161:c. Fabrikgegenden haben wenig Getreidebau und viele arme Menſchen 1. 86. Farrenkraut ſtatt Stroh 1. 166. Faſern im Erdboden, wie ihr Antheil zu beſtimmen 1. 104. Farm 1. 21. Farm arable und paſturable, Cattle⸗ und Sheep-farm III. 40. 41. — des Herzogs von Bedford III. 110. Farmer Fa — in grißin 16 in li den h 1O, n u und Gevinnjus hſuſt, en wvictixer rGetries I.. u nattilſce Fryr uiß ll zu;, un eh de Suf nun k. 9 tts Vriſchn wicſ. w it ſe votzelhit nteiſuungen duüln S II Tho. n in England II. rriftaator; Gehrauch nz und Beſcheibung ren, Dethfle drſäbe .u 4/ d etſelt utrſüßn ant Gekraäd md; .8b. t. ihr Antel zu hſänna und nnſturcdle Ere 0. 1l. „IlO, erd Ul. gran — 861— Farmer; Eintheilung derſelben in ganz kleine, ſimple und Gentlemen-Farmer 1. 28. — ihre Lebensweiſe II. a 135. 181. — ihre Ausbildung II. b 57 ꝛc. — in Northumberland, Ballay's Urtheil daruͤber IIl. 29. Faͤulniß liefert Stoffe, die neuen organiſchen Koͤr⸗ pern zur Nahrung gereichen 1. 148 ꝛc. Federvieh, Hoͤfe und Gebaͤude dazu in England. II. a 152. Federwage l. 225. Felderwirthſchaft II. b 328. ſ. Dreyfelderwirth⸗ ſchaft. Feldfluren, Urſprung ihrer Zerſtuͤckelung unter viele Beſitzer II. b 326 ꝛc. Feldordnung in Mecklenb., gewoͤhnliche, wie ſie zu verbeſſern I. 762:ꝛc. Feldſyſtem, zweckmaͤßiges, fuͤr Stallfutterung l. 785- Festuca ovina, Schafſchwingel 1. 586. Fettigkeit, ungeheure, bey Schafen. 1. 666. Fettkaͤſemachen IIlI. 692. Fettweiden, natuͤrliche und kuͤnſtliche, in England 111. 716. Fettweidenwirthſchaft in England 1. 82. — in den mittellaͤndiſchen Grafſchaften Engl. 1. 82. — in der Romnay-Marſch IIl. 164. Feuchtigkeit im Boden, der tiefer gepfluͤgt. 1. 240. — zu entfernen; ſiche Ab⸗- und Entwaͤſſerung. Feuer⸗Erſparung bey Kochoͤfen II. a 183. Fiemen in Engl. II. a 156 ꝛc.; zu Korn II. a 154; zu Heu II. a 164. Fiske J., ſein Urtheil uͤber Hr. Mure und deſſen Wirthſchaftsart III. 450. Fixe Luft oder Luftſaͤure 1. 94 ꝛc. 1. 143 u. 148. Flachsbau in Flandern 1. 802. Fleiſch des Rindviehs und der Schaafe; wie es Marſhall beurtheilt 1. 662. Großer Unterſchied in der Sortirung deſſelben in Engl. III. 668. Fleiſchconſumtion in Teutſchl. u. Engl. III. 618 ꝛc. Fluth⸗ — 862— Fluthwieſen 1. 605. 607. Forby J., ſeine Methode, die Ruͤben im Winter auf⸗ zubewahren IIl. 438. — ſeine Aeuſſerung uͤber den Kohlbau III. 422. Foreſtallers II. b 121. Franzoͤſiſcher Oekonomiſten phyſiocratiſches Syſtem IIll. 70. Freehold 1. 20. II. b 48. Freemartins oder Zwillings⸗Kuhkaͤlber III. 685. Fruchtbarkeit des Bodens; worauf ſie beruhe 1. 109. 1. 111 ꝛc. und 116. Fruchtbarmachen, kuünſtl., eines Bodens l. 136. Fruchtbau und Viehſtand nach richtigen Verhaͤltniſſen einzurichten III. 311 und 833. Fruchtfolge, die beſte; Verſuche daruͤber 1. 286. Fruchtfolgen, mehrere, 1. 280 ꝛc. im Niederlaͤndiſchen 1. 797 ꝛc. fuͤr Stallfuͤtterung 1. 787 und 791. beſtimmte, was Ducket davon hielt III. 131 ꝛc. nach abgebranntem Raſen. l. 220. des General Murray zu Beauport III. 195. in Norfolk 1. 3043. Northumberland III. 137. Porkſhire III. 143. ham 145 ꝛc. Auf der Halbinſel Thanet, 154; auf den kreidigen Huͤgeln in Kent 156 ꝛc.; auf der Inſel Shepey 161. Fruchtwechſel 1. 267. Was ſagt Reichard daruͤber? 1. 268. Unterſuchungen der Englaͤnder daruͤber 1. 269 und III. 47. —, der die Braache entbehrlich macht l. 278. — fuͤr Mecklenburg 1. 773. — iſſt nothwendig III. 830. Fruchtwechſel⸗Syſtem, Grundlagedeſſelb. I. 276 ꝛc. Fruͤhjahrspfluͤgen 1. 231. Frohndienſt, deſſen Abſchaffung in England hat die Landwirthſchaft ſehr gehoben. III. 83 ꝛc. Furchen, wie bereit ſie ſeyn ſollten; A. W. 1. 21. Futtergewaͤchsbau im Großen, wo iſt er moͤglich? IIl. 464. — wodurch iſt er geſtoͤrt worden? III. 318. Futter⸗ 11IIII Lincolnſhire 144. Notting⸗ 4 1 Nüben in Dint u. Käßtu. 22 iyſnuiſces Eyſtem dujeäde U th vorauf ſee bende l. ines Bedens l. 3i. ictigen Vrrfältiſe 3 e daräber 1 396. A. . ſelt III. 131 K. 0 tt II. 19. eeland III. 137. àl. Metiing⸗ ſl Wanet, lö, Rent 15b N.) d t Reichard vriber⸗ r el „Engländer duüber h mact1 rälazdeſch larbr. nnin kulud hut de II.. ten; 4. ln, in, woſter nögſih 7? III. 313 1 fattet⸗ — 863— Futtergewaͤchsbau kuͤnſtl., wann fing er in Eu⸗ ropa an? III. 318. Futtergewaͤchſe, gebraͤuchlichſte, Berechnung ihres relativen Werths gegen einander 1. 427 ꝛc. — ihr Verhaͤltniß gegen einander und gegen natuͤrl. Wieſengras und andere Futterkraͤuter III. 452 ꝛc. Futterkraͤuter 1. 559 ꝛc. Anbau derſelben III. 469 ꝛc. Futtern, ſtarkes, vermehrt die Fettigkeit. III. 710. Futterungsmittel; ihre Verhaͤltniſſe ſind von Teutſchen weniger als von Englaͤndern ausgemit— telt III. 442. Futterung; Abwechſelung in derſelben iſt nuͤtlich III, 796. — reichliche, auf die wohlfeilſte Art anzuſchaffen III. 699. — graͤne, des Rindviehes bey den Engl. III. 699. ——; in welcher Folge iſt ſie von Anderſon und Midleton empfohlen? III. 702. Gartenkunſt, Gartenparthien l. 714 ꝛc. Gaͤhrung im Duͤnger 1. 148. 149 und 168. Gebaͤude zur Wirthſchaftsfuͤhrung in Engl. 11. a 170. — fuͤr die Paͤchter II. a 136. — fuͤr die Gutsbeſitzer II. a 133. — zur Aufbewahrung der Ackergeraͤthe II. a 153. ——— der Producte II. a 154. Geiſtlichkeit in England im Beſitz des Zehntens . 687. Geld, engliſches, 1. 808; verglichen mit teutſchem Gelde II. b erſte Tabelle. Geldwerth in Engl., ehemaliger, verglichen mit dem jetzigen Il. b 123 ꝛc. Gemeinheiten, und Theilungen derſelben II. b. 324— 378.. — wie ſie entſtanden II. b 324 ꝛc. Ge. — 864— Gemeinheiten, beſchraͤnkte, auf Aeckern und Wie⸗ Gerſte ſen II. b 329. V ſu uneingeſchraͤnkte——— ˖— V—, warum ſind ſie eingefuͤhrt? III. 319. — in England faſt ſo wie in Teutſchl. III. 98. — Nachtheile derſelben und Reports der Englaͤnder= i daruͤber II. b 358 ꝛc. 1 ſa Gemeinheitstheilungen im Luͤneburgiſchen II. b Geff 347- — einfache Acte daruͤber in Schottland II. b 348 ꝛc. — und Verkoppelungen in England; zweyerley Wege b dazu II. b 132 ꝛc. V Ger! — Schwierigkeit, Weitlaͤuftigkeit und Koſtbarkeit b Heſt derſelben in England 1. 65. — in Engl., warum ſie noch nicht durch eine allgem. Parlementsacte beſtimmt ſind 1. 66. 7 — warum ſich einſichtsvolle Maͤnner unter Umſtaͤn⸗ b geſe den gegen ſie erklaͤrt III. 99. 3 — wie dabey viele Schwierigkeiten zu uͤberwinden Geſe Il. b 375 ꝛc.- h. 1 — in Engl. ſchwierig, wegen der verſchiedenen Far⸗ Heſpe mers eines Herrn II. b 335, und wegen des Peſpe Reichthums großer Beſitzer II. b 332. de — nach Willkuͤhr der Intereſſenten ſind in Engl. ſelten Il. b 338. V. — vermoͤge einer Parlementsbill ſind zu koſtſpielig Il. b 338. Ge⸗ — Rechte der Intereſſenten und des Grundherrn da⸗ bey II. b 341. Get — weerden leichter gehn, wo dem Landesherrn das Grundeigenth. gehoͤrt Il. b 343. Get — wie dabey in Engl. der Zehntherr und die Inter⸗ 4 Get eſſenten abzufinden II. b 344 und 345 ꝛc. — Wirkungen und Vortheile davon II. b 330 und 8 357. Gentlemen 1. 20. Gentlemenfarmer I. 33. und Il. b 58 ꝛc.— Gentlemenſtand; was Poung daruͤber ſagt II. b V 262. Gerſte if Acmn mn um auco. M. 1 — er englanber lnniſßen l.5 land Ud ar. d zwchalg Ue t und Kaſhut durgh eine allem. . unter Unſtin⸗ zu überwinhen hiedenen Far⸗ nd wegen des 9 ſad in d jad zo kbſſpölg s Grundhern de Lundechern de jer nti Jyte. zöt. on L5 Btnd umer 1. 33. n) — 865— Gerſte II. a 298. Verhaͤltniß des Ertrages zur Ein⸗ ſaat, nach Poung 1. 457. 458. — Einweichen des Saatkorns 1. 458. — Saatzeit derſelben 1. 459. — geraͤth nach Kartoffeln vorzuͤglich III. 368. — ihr Anbau in Engl. 1. 451. Staͤrke der Aus⸗ ſaat 1. 452. Gerſtenbau ll. a 283 ꝛc.; vorzuͤglicher Bau in Nor⸗ folk 1. 306. — Koſten und Einnahme davon beym Verf. IlI. b 30. 31. Germershauſen III. 4. Geſchichte des Kornmangels und der Theurung in England II. b 218— 253;— der Legislatur des Kornhandels in Engl. II. b 114— 217. — der Abwaͤſſerungskunſt in Engl. II. a 3 ꝛc. Geſetze des Ackerbaues in Engl., vortreffliche; warum man davon abgewichen II. b 183 und 196. Geſetzgebung, conſequente, iſt der Landwirthſch. noͤthig II. b 158. Geſpann, wie viel ſoll man halten? 1. 235. Geſpannarbeit, wie ſie zu berechnen II. b 13 ꝛc. — wie ſie wohlfeil werden kann II. b 15 ꝛc. Getreide, wann ſoll man es behaͤufen? III. 254; wie iſt das Spitzſtehen deſſelben zu verhuͤten? III. 254. — in Engl. den hoͤchſten Taxen unterworfen. II. b. 169. ſ. Korn. Getreidearten und deren Anbau; allgemeine Be⸗ merkungen daruͤber I. 431— 468. Getreidebau, warum er in Engl. abgenommen 11. b 220 ꝛc. Getreideconſumtion, jaͤhrl. in Engl. II. b 243. Getreidemangel in Engl. Urſachen davon II. b 207 und 250 ꝛc. Getreidemarkt zu Nottingham lI. a 238. Getreidepreiſe, ihr Steigen nach ſchlechten Ernd⸗ ten II. b 164:c. — merkwuͤrdige, in Engl. im 15. und 16ten Jahrh. II. b 137 ꝛc. Ge⸗ 866 Getreidepreiſe, unerhoͤrtes Steigen und Fallen derſelben, woher es zu erklaͤren II. b. 123. — ſind gefallen, als in Engl. die Einfuhr verboten, die Ausfuhr belohnt wurde Il. b 152 ꝛc. — warum ſie im Auslande geringer ſeyn koͤnnen, als in Engl. I1. b 170. Gewaͤchſe, ein und dieſelben, mehrere Jahre hinter⸗ einander auf demſelben Platz gezogen 1. 117. Gewicht, Maß und Geld, engliſches, mit teutſchem verglichen II. b die Tabellen. Ginſter, Heideginſter, Ulex europaeus III. 506; ein gutes Futterkraut. Glouceſterſhire; Wirthſchaftsart daſelbſt III. 148. Gras zu Heu zu machen; ſ. Heumachen. — wieviel es im Heu an Gewicht verloren III. 453. Graͤſer, kuͤnſtlich gebauete I. 579. — großer Unterſchied zwiſchen den wildwachſenden und den kuͤnſtlich gezogenen I. 580. — wie viel auf eine gute Miſchung derſelben an⸗ komme 1. 580. — Kenntniß und Auswahl derſelben iſt nothwendig III. 571 ꝛc.; aber auch ſchwierig III. 574 ꝛc. — ob der zweyte Schnitt derſelben vortheilhafter ab⸗ zuweiden oder abzuſchneiden iſt 1. 596. Grasland, warum es in Engl. ſo reichlich und ſo gut trage III. 56. — mit Verbrennung des Raſens aufzubrechen, kann nuͤtzlich und ſchaͤdlich ſeyn III. 609 ⸗c. Grasſamen, wie vermehrt man ihn? 1. 590. Graswirthſchaft in Engl. 1. 82. Grazier III. 41. Grummet, Nachheu 1. 595. ſ. Heu. Grund und Boden, wie nach dem Werth deſſelben das Wirthſchaftsſyſtem zu modificiren II. b 7. — in der Ausgabe zu berechnen II. b 7. Grundeigenthuͤmer, wie er bey Gemeinheitsthei⸗ lungen abzufinden II. b 341. Guͤter, große, in England zerſtuͤckelt III. 152. Gyps „— ☛=n= uſcm 38Gl., 34 l1 nct ttn M mn rucſſende 0 plher en hirwendig MAr. mratt th n a ih ud a ten, oo. u. T Aſebe und. heii C 1 9t9s Gyps 1. 95 34 als Duͤnger 1. 203. In America wirkſam, in Engl. nicht 1. 205. Wie er auf Klee und Huͤlſenfruͤchte wirke 1. 206. Haare und Wolle der Schafe, Unterſchied und Mi⸗ ſchung beyder III. 730 ꝛc. Hacken zum Ruͤbenbau 1. 325. Hackeiſen, verſchiedene Arten davon III. 252. Hafer 1. 459. Arten deſſelben 450. Beſtellungs⸗ art 460. Staͤrke der Ausſaat 461. Saatzeit 462. Herumpfluͤgen des gekeimten Hafers 463; in Graslaͤndern in die umgebrochene Grasnarbe geſaͤet 1. 460. — ſchlechter, zur Ausſaat breitwuͤrfig und gedrillt ge⸗ ſaͤet; letzterer durch das Pferdehacken gerettet IIl. 270. Hafergras 1. 588. He iden urbar zu machen III. 606 ꝛc. Haken, altdeutſcher, wozu er gut ſey 1. 247. Hall in Kent; ſeine Fruchtfolge 1. 283. du Hamel de Monçeau IIl. 228. Handarbeit, Berechnung derſelben II. b 10 ꝛc. Handel und Manufacturen, befoͤrdern ſie den Acker⸗ bau? III. 57. 58. Handelsintereſſe im Parlement; ihm muß alles weichen, was ſich nicht auf Handel bezieht III. 100. Haſſenfraz chemiſche Verſuche uͤber Pflanzenwachs⸗ thum ohne Duͤnger 1. 153 ꝛc. Ueber Zerſetzung der Kohlenſaͤure durch d. Vegetation 1. 212. Ue⸗ ber den uͤberwiegenden Antheil Kohlenſtoff in den Saamen der Pflanzen 1. 278. Hausgeſinde, Berechnung ihrer Arbeiten II. b I1 c. Haushaltsregiſter, innere, II. b 11. Haͤckſelſchneider des Mr. Salmon III. 110. Haͤusler in England, oder Tageloͤhner(Cottagers) II. b zSo. Haͤus⸗ Haͤusler, wie man ſie in England loszuwerden ſucht 11I. 79. — in Engl. und Teutſchl. III. 81;3 wie viel Land ſoll man ihnen einraͤumen? III. 82. Hecken, wo ſind ſie vortheilhaft? 1. 70. Heide ſtatt Stroh 1. 166. Heidſchaf III. 748. Helmont, uber die Entbehrlichkeit des Miſts I. 150. Herbſtpfluͤgen 1. 231. Hertfordſhire, Wirthſchaftsart daſelbſt III. 151. Herefordſche oder Ryelaͤnder-Schafe, muͤſſen im Winter in den Stall III. 755. Herdwick⸗Schaf. III. 750. Heu III. 579 ꝛc; wie man es mit d. Heubaum zuſam⸗ menbringt III. 593. Zweytes⸗ oder Nachheu, oder Grummet III. 588. Gruͤnes oder braunes, wie es die Engl. machen III. 585 ꝛc. und 589 ꝛc.; er⸗ hitztes, ob es gut ſey III. 582. Gruͤnes hat Vor⸗ zuͤge IlI. 583; wie es in England aufbewahrt wird Il. a 164. Es darf ſo wenig als Stroh ver⸗ kauft werden II. b 69. Heufeimen III. 580. 590 ꝛc. Heumachen III. 579— 594. Maͤhezeit III. 579. — wie es in der Naͤhe von London betrieben wird IIl. 585 ꝛc. — im Großen, Haͤlfsmittel dazu III. 592. Himmelsgegend, ihr Einfluß auf die Fruchtbarkeit des Ackers 1. 122. Hinderniſſe des guten Ackerbaues III. 23. 26 und 33. — koͤnnen eine Wiſſenſchaft erweitern III. 24. Holcus lanatus 1. 589. Holderneß⸗Rindviehart III. 659. Holkham in Norkfolk, Coke's Wirthſchaft daſelbſt IIl. 189. 190. Hollaͤndiſche Kartoffel iſt vorzuͤglich gut III. 331. und 1. 384. Holſtein, Wirthſchaftseinrichtung daſelbſt 1I. 728 ꝛc. — Verhaͤltniß zwiſchen Viehſtapel und Getreidebau daſelbſt 1. 737. Hol⸗ holſteir — unte 1. 1 olt 5 J II. desO Honiggt Hotnſyt dote in U. 3 Hump. — ſad budade iüt 1 8u) wie bäfa nl 4 Ä 711,%, 1 tdes Aits 1wo. tdſbi l. Im. Shnf diſa m . ed. Heubeun ulam. der Nachheu, dhe wher hraunes, wie An)[87 K.; er⸗ Grünes hat Vor⸗ and aufbewohrt als Stroh ber⸗ hageit W. g. ahettieden we M. M. fj de Fruthhuiit aues I. 1 1 ʒeitern. 9. terülch gut M. uüiſt 9 und Getrihe 44; hlb 1 Holſtein, Beackerung und Feldſyſtem daſelbſt 1. 738 ꝛc. — unterſcheidet ſich von der Mecklenb. Wirthſchaft 1. 740. Holt J., uͤber den elenden Ackerbau in Lancaſhire. IIl. 62— 65; ſeine Ein⸗ und Ausfuhrtabellen des Getreides in Lancaſhire III. 141. Honiggras 1. 589. Hornſpaͤhne als Duͤnger 1. 180. Hoͤfe in Engl., ihre Einrichtung II. a 174. 219. — fuͤr Korn und Heu Il. a 174; fuͤr das Vieh Il. a 175. Humphry Marſhall; ſ. Marfhall. Hundeſchwanzgras l. 587. Hungersnoth, durch ſchlechte geſetzl. Anordnungen veranlaßt II. b 127 ꝛc. Huntingtonſhire, Wirthſchaftsart daſelbſt III. 151. Hutcheſon. Seine Aeuſſerung uͤber das Druͤckende der Engl. Armentaxe III. 72— 75. — Mure; ſeine Maſtungsverſuche mit Runkeln IIl. 413. — ſeine Verſuche uͤber die vortheilhafteſte Fuͤtterung zur Maſtung III. 444. — ſeine Beobachtungen uͤber das Gewicht des le⸗ benden Maſtviehes zum geſchlachteten III. 709. Huͤlſenfruͤchte 1. 469— 482. Großer Nutzen Anbaues 469 ꝛc.; ſie verbeſſern den Boden 1. 290. Sie zu drillen, haͤlt man in Engl. allgemein fur vortheilhaft III. 296. Häaͤlſenfruͤchte gegypſt . 206. Huͤrdenſchlag in Engl. verworfen. III. 781. Hydrogen 1. 147. Jetro Tull; ſ. Tull. Improver II. b 40. Ingenhoußz, Entdeckung uͤber Sauerſtoff⸗Entwik⸗ kelung 1. 152. 3r Band. c In⸗ — 870— Ingroſſers 11I. b 121. Inſecten. Mittel dagegen ſind: das Walzen und die Schafbehuͤtung. Inſtitut, landwirthſchaftliches; Plan dazu I. 704 ꝛc. —— Nutzen deſſelben fuͤr junge Leute 1. 710. —— Vorſchlag dazu von Sinclair II. b 284 bis 298. Vorſchlag dazu von Marſhall III. b 208 bis 310. Vorſchlag vom Verf. II. b 310 ꝛc. Inventarium, for ſtocking, erforderl. Capital dazu, mit A. Poungs Berechnungen daruͤber 1. 76 ꝛc. — eiſernes, wie nachtheilig es ſey II. b 63. —— kennt man auf den engl. Pachthoͤfen nicht II. b 63. John Sinclair; ſ. Sinclair. Johnſton J.; ſ. Werk uͤber Abwaͤſſerung II. a 9. Journale, in wiefern ſind ſie zuverlaͤſſig? III. 174. Kalk, ſeine Eigenſchaften 1. 94. 95. Ein Duͤnger⸗ mittel I. 192. Er ſetzt den Duͤnger in Gaͤhrung 1. 181. 182. 183. 192 ꝛc. Seine Wirkung auf d. Boden 1. 131. Wie viel davon wird zur Duͤn⸗ gung erfordert? 1. 194 ꝛc. Wie verbeſſert er den Boden? 1. 98. Seine Eigenſchaften als Duͤnger 1. 192. Kalkboden, was nennt man ſo? 1. 129. Kalkduͤngung 1. 191 ꝛc.; kann den Boden aus⸗ ſaugen 1. 197. — Regeln dafuͤr 1. 193. Kalkerde, reine, 1. 95. Wie iſt ihr Antheil im Erd⸗ boden zu beſtimmen? 1. 106. Bewirkt ſie frucht⸗ barern Boden? 1. 116. Kalkſtein, zerſtoßener ungebrannter, als Duͤnger . 197. Kammgras 1. 587. Karbe; wo wuͤrde er ſein Ideal realiſirt finden? 111. 147. K ar⸗ — 371— Kaͤmmwolle; Kartoffeln 1. 376— 430; ihre Abarten 1. 378 ꝛc. und III. 324 ꝛc. Wunſch, daß doch jemand alle Arten ſammlen, mit ihnen eine Unterſuchung an⸗ ſad: us Vühaw Kardatſch⸗Woll⸗ 4 IIl. 732 und 741. de glr l 1 t eag gure1 e ¹9 AAl ſtellen und die Reſultate mittheilen moͤgte III. 325. nſal’ wf 7 Hollaͤndiſche die beſſeren 111. 331. Weiſſe den ro⸗ f Lbzun then vorzuziehen III. 331. Welche Art ſoll man fuin nuln, bauen? 1. 387. Rothſchalige, und die beſte dar⸗ non dechri unter d. Kaſtanienkartoffel 1. 386. Nicht jede 6 ſg Ud Art iſt jedem Boden angemeſſen 1. 388. Gute pagtſfnnälde Arten erfordern beſſeren, ſchlechte wachſen auf 3 ſchlechterem Boden III. 328. Ihre Ergiebigkeit Prüſtru la koͤnnte von der Natur der einzelnen Pflanzkartof⸗ „ a 449 feln abhaͤngen 1. 388. Auswahl der Pflanzkar⸗ dunrſcſig? D. m. toffeln 1. 396. Veraͤnderung der Pflanzkartoffeln wegen ihres Ausartens 1. 348. 388. Art, ſie zu pflanzen 1. 389. und 1. 392 ꝛc. Iſt der Spaten oder der Pflug dazu beſſer? 1. 390 ꝛc. Wie legt man ſie am beſten auf Lehmboden ein? III. 338 ꝛc. Wie pflanzt und bearbeitet ſie der Englaͤnder? II. a . kn dünge. 246. 280. Wann ſoll man pflanzen? 1. 401. unge n Gührung Nutzen des ins Kreutz legen derſelben III. 349. Sie Veiuduf Das Zerſchneiden derſelben zum Pflanzen III. 351 ꝛc. dum wai o⸗ Sind ganze oder zerſchnittene K. beſſer? Ander⸗ DWe wedſeram ſons Urtheil daruͤber 1. 397 ꝛc. Allgemein iſt das rnſczſtn dt dinr Zerſtuͤckeln wol nicht anzuempfehlen III. 356. Kartoffeln⸗Augen, was iſt damit vorzunehmen? 6? Lh. 111. 365. Man ſoll ſie unmittelbar auf den Miſt kann da e u⸗ pflanzen II1I. 365. Kartoffelnſtengel und Sproſſen als Pflanzkartoffeln 111. 358. Sie aus Saamen zu ziehen 1. 424. und III. 364. Kartoffeln zur geſt ielelnä Saat muß man gegen Kaͤlte ſichern III. 358. Be⸗ i baaßit arbeitung derſelben nach dem Auflaufen 1. 394 ꝛc. oh. Dn Bearbeitung derſelben mit der einfachen Pferde⸗ Kaun, ds dur hacke 1. 394. Behaͤufen derſelben, wo es zu un⸗ karanatt terlaſſen III. 334. Sie gerathen nur im gelocker⸗ ten und gereinigten Boden III. 347. Warum quul miſtii ſind ſie im Jahre 1803 ſo ſchlecht gerathen? III. N 358. Doppelte Vegetation derſelben in einem ku c 2 Som⸗ 14 — 872— Abſchneiden des Krauts taugt nicht 1. 399 ꝛc. Gedrillte Kartoffeln III. 306. Kar⸗ toffelnaufnehmen I. 400. IIlI. 369. Heber dazu IIl. 371. Einfahren III. 372. Aufbewahren in Haufen uͤber der Erde III. 373. Koſten ihres An⸗ baues 1. 402 ꝛc. Ertrag davon 1. 404. Reiche Duͤngung iſt dazu vortheilhaft 1. 404. 406. Kar⸗ toffeln zum Verkauf zu bauen, iſt fuͤr die Wirth⸗ ſchaft nachtheilig 1. 406. und III. 406. Kartoff. zweymal in einem Jahre auf einem Fleck gebaut 1. 401. Krankheit derſelben, Curl genannt I. 423. Ihre Wirkung aufs Land und auf die fol⸗ genden Fruͤchte 1. 407. Erſchöpfen ſie oder nicht? Ill. 367. In der Wirthſchaft verfuttert, geben ſie noch mal ſo viel Duͤnger als ſie genommen III. 368. Sind ſie ein geſundes Nahrungsmittel? III. 374. und 1. 410 ꝛc. Wie bewahrt ſie General Murray auf? III. 211. Sie ſind eine reinigende, die Braache erſetzende Frucht III. 402. Ihre Be⸗ ſtandtheile chemiſch unterſucht IIl. 389. Ihre Nutz⸗ barkeit und Nahrhaftigkeit 1. 417 ꝛc. Aeuſſerung des A. Smith daruͤber III. 374. Berichte aus Schottland uͤber ihre Nutzbarkeit III. 377. Ihr Werth in der Conſumtion III. 389. Als Duͤnger 11I. 402 ꝛc. Als Maſtfutter fuͤr Milchkuͤhe 1. 418. und III. 394. Als Pferdefutter, nach Lenkendorf 1. 420. Als Schweinefutter 1. 421. Als Schaf⸗ futter zur Maſtung 1. 422. Zum Schaffutter beym General Murray gebraucht III. 193 und 209. Ihre Maſtungsfaͤhigkeit uͤberhaupt III. 397 und 447. Ob und wie ſie mißrathen I. 423 u. 426. Ob waͤſſrige K. dem Viehe ſchaden III. 329. Wie viel eine Familie in Irland, nach Hayns Berech⸗ nung, jaͤhrlich davon verzehrt III. 375. Ihr Ver⸗ haͤltniß zum Wieſenwachs III. 454. mer 1. 426. Kartoffelnbau IllI. 324 ꝛc. — nach dem Pfluge auf zaͤhem Thonboden III. 341. — auf friſch aufgebrochenem Moor⸗ oder Bruchlande IIl. 343. — auf Lehmboden III. 335 ꝛc. Kar⸗ — 4— 4 d 1 hadn theu 4 9. Hiber w un 8e Mn 14 Euſen jns hun uan lg m 4 1 dun, iiſt eie Vi 6 m 1 3 arf in uf än Rjt zun cſäben, dn wunl. aufs dand wrfü ſiſt⸗ Sſſciyfa ſe⸗ d t ijütft runn, tt, gäa zorr als ſe genannen N rher Tahrunammitel?. Ve Kevaſt ſe Genn. Si ſiy ein miniyend, t. 02. Iſee Be⸗ II. 3S. Jhreuh⸗ 1anrr. Juſerung .z. Bricte aus aiät M. h. Är U. Aedin u r Rälheu diut, unh Lnürde tr 1.mu. IsEtii mn. dm Etfütn hu tll inzu 1 efuur lU gr m) nßain 1 4 eſchd e Mxdad Krat rehr üit l. 1 36 Jfde⸗ s II. St K. im di dhondäden 1 1 Natr 0h 3 der Jube kat⸗ 7 — 373 Kartoffelnbau auf Sandboden III. 332. — bey Naturalzehnten kann nicht ins Große ge⸗ trieben werden III. 388. — wie viel er dem Verf. gekoſtet und eingebracht habe Il. b 28. 29. — Anſchlag der Koſten deſſelben III. 383 ꝛc. — wird er Getreidetheurung bewirken? III. 381. Kartoffelnmehl, Staͤrke und Branntewein dar⸗ aus III. 380. Kaͤlber, wie ſie in Engl. und Schottl. behandelt wer⸗ den III. 680 ꝛc. Maͤſtung derſelben in Engl. III. 681 ꝛc. Mittel gegen den Durchfall der K. III. 683. Kaͤmmwolle der Schafe III. 741. Kaͤſemachen 1. 639. — in Engl. von Marſhall beſchrieben III. 690 ꝛc. 692. Keller zur Aufbewahrung der Futtergewaͤchſe im Win⸗ ter III. 439. Kent, Wirthſchaftsart daſelbſt 1. 80. III. 152. Kenntniſſe, große landwirthſchaftliche, wie ſie Statt finden koͤnnen, ohne gleich bemerkt zu werden III. 23. Kieſelerde, reine I. 94 und 116. King Thom; Esgq. von Kingſton; Auszug aus einem Briefe von ihm uͤber Kartoffelnbau aus Sproſſen IIl. 3539. Kirwan, ſeine Methode, den Erdboden zu unterſuchen 1. 99; uͤber die Guͤte des Duͤngers I. 160. Klayboden 1. 125. Wie iſt er unſchaͤdlich zu ma⸗ chen und zu verbeſſern? 1. 126. Muſterhafte Be⸗ wirthſchaftung deſſelben in Kent und der Inſel Thanet 1. 80. Klee l 532— 558. und III. 503 ꝛc. Vermiſchte Be⸗ merkungen uͤber den rothen Klee III. 469. Wie der rothe Klee(Bergklee, Wildeklee, Trifolium alpestre) vom gewoͤhnl. Wieſenklee zu unterſchei⸗ den IIl. 503. Seine Vorzuͤge zu ausdaurenden Kleefeldern III. 504. Weißer kriechender Klee Ill. 505. Iſt es vortheilhafter, den Klee zu duͤn⸗ gen — 374— gen? III. 545 ꝛc. Benutzung des Kl. zum Saa⸗ menertrag III. 549. Unvermiſchte Ausſaat deſſel⸗ ben I. 547. III. 55I ꝛc. Klee unter Winterkorn 1Il. 555. Wie ſtark iſt er auszuſaͤen? IIl. 478. Drillſaͤen deſſelben III. 479. Wie lange ſoll er tragen? 1I1 556. Wird der Acker des Kleetragens müde? III. 557. Das Maͤhen deſſelben iſt beſſer als das Abhuͤten III. 557. Maͤhezeit III. 487. Verſchiedener Ertrag III. 486. Wie viel Heu giebt er im Durchſchnitt? III. 488. Verarbeitung zu Heu Ill. 488. Ihn in Buͤndeln zu trocknen 1ll. 4900. Iſt er fuͤr den Acker verbeſſernd oder verſchlechternd? III. 469. 470 und 471. Klee oft wiederholt, mißraͤth III. 481. Soll man ihn ein⸗ oder zweyjaͤhrig benutzen? III. 484. Was hat ſein Anbau dem Verf. gekoſtet und eingebracht II. b 32. 33. Rother Kleeertrag im Vergleich gegen Wieſenwachs III. 453. Kleearten 1. 578. Kleeausſaat 1. 547. III. 480. 478. 479. 551:c. 5 5S. Kleebau II. a 285 1c. 1. 532 ꝛc. — Widerſpruͤche daruͤber 1. 533. — Kritik deſſelben aus Youngs Schriften 1. 534. — Reſultate daruber aus Poungs Verſuchen 1. 536. — Welcher Boden iſt fuͤr ihn der gaͤnſtigſte? 1. 37. — in welche Saat ſoll man ihn ſaͤen? 1. 538 ꝛc. — wie vertraͤgt er ſich mit der Drilleult. III. 291. — in Engl. in und ſtatt der Braache III. 4. I. 690. in Engl. 1. 689. in Norfolk 1. 307. Kleefeld, verungluͤcktes, was damit anzufangen. IIl. 474. — mehrjaͤhriges III. 485. Kleeheu auf dem Boden mit Schichten von Stroh durchlegt III. 490. Kleeſtoppel, wie ſie umzubrechen, wenn man drillt III. 292 und 555. Knechte zum Ackerbau, wie koͤnnten ſie gezogen wer⸗ den 2 l. 713. 1 Knighte —— — zung Ns K. kewiſce dunn i lie unte Vntein t asſäen) 7n. De lage cle dr lir u Eketagen ſäen uſi ſt kſſt 2 Närit 3, 386. N ül h .. Mrdtn in Bändän ſu winn a Iter wrdäſend dr 77o und n1. Katt Ft. Collman ine . 34. Was ſatſia And eingebracht in Vabi agn 473. 479, 1II 0 Strftn 1. A. nas Daſohm h. dn aſtſten L. ſten L. der Dilleit. W. draace l 9 LtG. das bwut nyingn. nt Ehihtn bhn Erch brehen vemn n 1 , Ael. fanntn ſt ſttut V kriehte — 8275— Knights II. b 47. Knochen als Duͤnger I. 182. Kochoͤfen, Feuererſparung dabey II. a 183. Kohle, Kohlenſtoff, kohlenſauere Luft 1. 143. 148.149. — als Duͤnger wenig wirkend 1. 187. — ein Mittel, faules Waſſer zu reinigen 1. 175. Kohlenſaͤure im Kalk. 1. 93. — und Kohlenſtoff als Pflanzennahrung II. 152. 154. 155. 156. 157. — durch Vegetation zerſetzt. 1. 212. Kohlenſaure Luft oder fixe Luft, gewaͤhrt den Pflanzen Nahrung 1. 211 ꝛc. Kohlenſtoff, ein Hauptbeſtandtheil der Dammerde 1. 92. — in den Pflanzen, im Holz, in den Saamen l. 149 und 1. 278. — Gehalt im Miſt verſchiedener Thiere 1. 160. Kohl I. 365— 375. Schottiſcher I. 365. Amerika⸗ niſcher l. 366. Als Viehfutter 1. 372. Giebt er der Milch und Butter einen Beyſchmack? 1. 372 ꝛc⸗ und IIl. 425. Kohl zwiſchen gedrillte Bohnen ge⸗ pflanzt 1. 81 und 373. Er erfordert viel Duͤnger, beſſert dann aber auch das Land III. 422. K. zur Maſtung IIl. 424. K. nach dem Heuwerth ge⸗ ſchaͤtzt Ill. 425. Sein Verhaͤltniß zum Wieſen⸗ wachs III. 457. Kohlarten, große, III. 417. Kohlbau 1l. 365— 375. II. a 231. Wuͤrdigung deſſelben in Ruͤckſicht auf die ganze Wirthſchaft I. 372. — giebt der Maſſe nach den groͤßten Ertrag von al⸗ len Fruͤchten III. 416 ꝛc. — Noungs Bemerkungen daruͤber l. 367. — Ertrag l. 368 ꝛc. Bearbeitung des Landes 1. 3 0. Koſten 1. 371. — zum Verkauf, iſt der Wirthſchaft nachtheilig 1. 370. Kohlland, wie es zu bedängen, zu bearbeiten, zu bepflanzen IIl. 418 ic. Kohl⸗ Kohlrabe l. 374. Kohlruͤbe l. 374. Koppeln, was darunter zu verſtehen 1. 69. II. b 351 ꝛc. — in Engl. 1. 692. Einzaͤunungen derſelb. I. 692. — Feldeintheilung in Norfolk 1. 303. Koppelwirthſchaft in Holſtein 1l. 728 ꝛc. Korn, wie und wo man es in England aufbewahrt II. a 140. 154 ꝛc. 167. 193. Korn auf Korn erſchoͤpft 1. 278. Korn⸗Aus⸗ und Einfuhr in Engl. Il. a 13 ꝛc. der Vorrede. —— vom zehnjaͤhrigen Durchſchnitt in England Il. b 160. Kornausfuhr, unter Carl d. 2ten Regierung durch Praͤmien beguͤnſtigt 1. 36. Die Einfuhrverbote, Nutzen davon 1. 36. — freye, hob den Ackerbau in Engl. II. b 128 ꝛc. — verbothene und erlaubte Einfuhr machen fuͤr die Folge theures Korn II. b 132 ꝛc. — durch das merkwürdige Geſez zur Ausfuhr-⸗Befoͤr⸗ derung unter Wilhelms und Maria's Regierung wird Großbrittanniens Reichthum und Macht be⸗ gruͤndet II. b 148 ꝛc. — Praͤmien darauf in Engl. II. b 149. 150. Korn⸗Einfuhr, verbotene, hob den Ackerbau in Engl. II. b 129 ꝛc. — erlaubte und beguͤnſtigte, hat den Ackerbau unter⸗ druͤckt und Kornmangel bewirkt II. b 189. Kornbau, ob er durch Verkoppelungen eingeſchraͤnkt werde II. b 369 ꝛc. Kornerndten, mehrere hintereinander bey der Wech⸗ ſelwirthſchaft nur im Nothfall genommen 1. 85. Kornfiemen in England, genaue Beſchreibung da⸗ von II. a 215 ꝛc. — Beatſon's Urtheil zu Gunſten derſelben II. a 194. Kornfutter giebt den kraͤftigſten Miſt 1. 161. Korngeſetze in England II. b 128. 130. 135. 136. 137. II. b 139. 140. 143. 145. 149. 184. 189. 197. 201. Korn⸗ Ko rſien l. h l aan Wrſih.) ſ :.309. mr. arjaty ufkenee N. dnl. Iaht. zſchnit i knan en Ragirung uh de Einfuhrverhit, UI5 Ir. rmachen fir ujſe Ausfuhr⸗Befür⸗ ios Regierung und Madt he⸗ ug. W. N Ateda den Aäadeu unt: t.b 19 V dunze üteipeutt nunde lhkeWi Unaan LIi. aue dechkäbonR. wfhe lahl a A l. ül 1. W. w 3. 1i5 9 4 Altu — 3877— Kornhandel. Freiheit deſſelben bewirkt billige Preiſe 11. b 215. Engl. iſt dadurch reich und maͤchtig geworden I. 37. — Geſchichte der Legislatur deſſelben in Engl. I1. b 114— 217. — Freiheit, wie ſich eine Committee in Engl. dar⸗ über erklaͤrt hat II. b 192 ꝛc. — A. Smith's Gedanken daruͤber II. b. 167. — Dirom's und Mackie's Werk daruͤber II. b 119. Kornhaͤndler, ſind ſie nuͤtzlich? II. b 121. Kornhaͤuſer in Engl. I1. b 167. Kornmangel in Engl. vom J. 1801. Geſchichte deſſelben II. b 218— 253. Berichte der Unter⸗ ſuchungs Committee daruͤber II. b 243. — ob ſich Engl. immer dagegen wird ſichern koͤnnen Il b 182. Kornmaaß in Engl. II. b 120. ſ. Maaß. Kornpolicey in Engl. Geſchichte davon II. b 117 ec. Kornpreiſe beſtimmen nicht die Preiſe der Arbeit ꝛc. Il. b 171. — erzwungene, ihr Erfolg II. b 213. — beſtimmte Feſtſetzung derſelben, eine Forderung des Grafen Warwick II. b 234. — des Lord Canzlers Meynung daruͤber, ob ſie be⸗ ſtimmt feſtgeſetzt werden duͤrfe II. b 237 ꝛc. — in Engl. II. b 204. 216. 252. unter Heinrich d. Zten und Eduard dem 1. 2. zten. II. b 123:c. —— aus dem 17ten Jahrh. II. b 146 ꝛc. Korntheurung, wodurch entſteht ſie? II. b 184 ꝛc. nicht durch Zuſammenziehung vieler einzelner Hoͤfe in einen großen 1. 27. Koſten der Arbeit in der Oekonomie II. b 10 ꝛc. — des Viehſtapels gegen d. Ertrag berechnet 1II. b 20. — des Duͤngers gegen den Ertrag des Viehſtapels II. b 23. — der Beſtellung gegen d. Werth der Production Il. b 24. Kothen, ſoll man ihnen Land geben oder nicht? I1. b 53!e. Krank⸗ — 328— Krankheiten, bey gedrilltem Getreide weniger zu fuͤrchten III. 295. Kraͤuſelkrankheit der Kartoffeln III. 331. I Kreidige Huͤgel im oͤſtlichen Kent, Wirthſchaftsart I b daſelbſt III. 156. V Lage Kreutzen bey Veredlung der Thiere III. 640. † anc — ob es zur Erhaltung eines guten Viehſtandes jeder Art nothwendig iſt III. 648. V — bey Schafen III. 656. Pau⸗ Krieg, ein Hinderniß des Ackerbaues II. b. 230 und V 1 278. Lan Krimpkraft der Wolle III. 742. Kritik, ſtrenge, landwirthſchaftlicher Schriften iſt jetzt. nothwendig III. 820. Kronenwurzeln der Pflanzen III. 247 und 250. Krume, tiefe, ihr Nutzen bey thonigtem Boden II. a. 19. b Kuͤhhaltungen und Milchereyen; Bemerkungen im bund Allgemeinen daruͤber III. 693 ꝛc. V Kuͤche, bey den engliſchen Oekonomen der Sammelplaß P des Hauſes II. a. 173 und 182. Kuͤchenregiſter II. b. II. V Kuͤhe, höͤrnerloſe, in Suffolk III. 150. V 1 — zur Molkerey, ihre Behandlung in England III. 1 685 ꝛc. — ihnen nicht zu ſtreuen III. 688. V. — ſie nicht begehen zu laſſen, ſondern fett gemacht V zum Verkaufe III. 685. 4. — Fortpflanzung und Hervorbringung milchreicher V Racen III. 695 ꝛc. 1 Kuͤherey, ob der Ertrag derſelben nach der Kopfzahl 9 anzuſchlagen III. 697. 6. Lage Rfin l z3. kat, Vitſſzet V dir ll uun äſints ir V 1 dus U mmh 4 2, uͤr ehrffnit V M a2r un' eße. iiten Shn 1.4. Bemeriungm in u. in dr Sammählh hn. l. 9. duung i dlwyl. 688. n, eniſt grit üuwz niizr 5 9 fön uh dn dii V V — 329— Lage des Bodens, abhaͤngige und ebene, wie iſt ſie wichtig? I. 127. — des Bodens, hohe oder tiefe, und ihr Einfluß auf Fruchtbarkeit I. 123. Lagerkorn wird durchs Drillen vermieden III. 294. Lancaſhire, Wirthſchaft darin III. 140. Schlechter Ackerbau daſelbſt durch die Manufakturen bewirkt III. 62— 65. Lancaſterſches Rindvieh III. 667; ſiehe Backewell und Rindvieh. Land, hoͤherer Preis deſſelben bewirkt hoͤhere Pro⸗ duction ꝛc. II. b. 9 ꝛc. — unangebautes und der Gemeinheit wegen vernach⸗ laͤſſigtes im Verhaͤltniß gegen das angebauete in England, nach Sinclairs Angabe II. a. 12 in der Vorrede und II. b. 332. Landeigenthuͤmer, durch die Armenſteuer in Eng⸗ land ſehr belaſtet III. 76. —— in England betrachten ſich als Paͤch⸗ ter, wenn ſie ihr Land ſelbſt bewirthſchaften II. b. 60 ꝛc. Landesverbeſſerungs⸗Collegia, ſ. Oekonomie. Landguͤter in England ſind meiſtens nur klein II. a. 134. ——— gerdßere, in welchen Haͤnden ſind ſie? II. b. 48. — engliſche, was darunter zu verſtehen II. a. 134 und 180. Landleben, deſſen Genuß I. 31— 33. Landtaxe III 71. Landwirthe in England, Hauptbetrieb der meiſten III. 4 1. Land⸗ — 880— Landwirthſchaft; wie der Verf. zu ihrer Erlernung gekommen I. 1 ꝛc. Iſt ein Syſtem derſelben moͤg⸗ lich? I. 3. Nutzen eines landwirthſchaftl. Syſtems I. 3. Huͤlfswiſſenſchaften derſelben I. 3. Nutzen derſelben fuͤr den Staat I. 4. Zweck derſelben II. b. 1. Landw. auf zweierley Wegen ſtudirt und ver⸗ vollkommnet I. 719 c. Unter welchen Umſtaͤnden laͤßt ſie ſich theoretiſch erlernen? II. b. 20 ꝛc. Un⸗ terſchied zwiſchen ſclaviſcher und freier Landw. II. b. 159. Sie muß von Unterſuchung des Erdbo⸗ dens ausgehen I. 87 ꝛc. Landw. als Fabrik be⸗ trachtet II. b. 97 c. Durch Theilung der Arbeit wird ſie vervollkommnet III. 40. Einzelne Theile derſelben von Einzelnen betrieben und dadurch aufs hoͤchſte vervollkommnet III. 42. Sie als zuſam⸗ mengeſetzte Fabrik zu betrachten, iſt oft vortheil⸗ haft III. 43. Wie kann Verbeſſerung derſelben bewirkt werden? II. b. 158. Sie bedarf einer con⸗ ſequenten Geſetzgebung II. b. 158; ſie genießt aber noch wenig einer kenntnißvollen Aufſicht der Regierungen II. b. 311. Landw. einer ganzen Nation aus verſchiedenen Geſichtspunkten angeſe⸗ hen III. 14 ꝛc. Warum hat ſie in einigen Gegen⸗ den Engl. einen ſo hohen Grad von Vollkommen⸗ heit erlangt? I. 697 ꝛc., und warum iſt ſie in Teutſchland ſo zuruͤck? 1. 698 ꝛc. Wie kann ſie in Teutſchland emporkommen? I. 700. — Engliſche, ihre Verfaſſung I. 19-34. Noth⸗ wendigkeit ihrer Kenntniß I. 19. — woraus erlernt man ſie? III. 9. — iſt noch in keinem Buche gruͤndlich und zuſam- menhaͤngend enthalten I. 13 — wie iſt man zu den unrichtigen Begriffen davon gekommen? I. 12. ——— Lanl def u r bteu erfm mnſehath aͤwirſſti Ehia driiba.; a 4 A ſiben an ſaitt n k ir nhn luſini an ll ur. Ue und ftierlum.V. rtrſuchng dw. unde. 1 Fürt t dhelun de ltt 1w40. Einj dhl der un) Gurgh auß Eie ab zuſin⸗ iſt oft tartſeie eſcrun vraben ebadarf einer en⸗ 15s; ſe wnict ſwoln Luſct dr anda. iner zug itrspuitn wnie tſen anign Oan⸗ eid din Vllhmmar and vrem ſt ſti dar P mſeu 119 m.1- N 1 19 19 rbuld ud vü tigm Sagift ) jnd⸗ — — 8381 Landwirthſchaft, Engliſche, ſonderbare Vorſtel⸗ — — lungen Mancher davon III. 128. Aus welchen Zeiten ſtammt ihr uͤbler Ruf? I. 39. Berichtigung einiger Bemerkungen daruͤber II. a. 11 ꝛc. in der Vorrede.. das Charakteriſtiſche derſelben im Verhaͤltniß gegen d. teutſche III. 2— 132. — Was pflegt man dagegen vorzubringen? III. 132. 11 — Wie Reiſende daruͤber geurtheilt haben I. 11. iſt hoͤchſt verſchieden modificirt, und man darf nie im Allgemeinen daruͤber ſprechen I. 11 ꝛc. landuͤbl. und bey einzelnen Wirthen III. 14. 15. der erſte Stamm des engl. National⸗Reichthums II. b. 161. Vervollkommnung derſelben, als Wiſſenſchaft be⸗ trachtet I. 35— 63. Welchen Gewinn hat ſie durch die Gentlemen. Far⸗ mers erhalten? I. 33. durch Abſchaffung des Frohndienſtes gehoben III. 83 ꝛc. Was hat der Herzog von Bedford fuͤr ſie gethan? Auszug aus einer Biographie uͤber ihn III. 107 bis 114. vom Handelsſyſtem beſiegt II. b. 188 ꝛc. Siehe England und Ackerbau. Landwirthſchaftliche Kenntniſſe, die nicht prak⸗ — tiſch angewandt III. 15. Cultur, was hat der Staat zu ihrer Befoͤrderung vorzuͤglich zu thun? I. 59. Bemerkungen II. b. 1— 44. Schriftſteller I. 5— 9. 10. 11. 13. III. 121. Landwirthsgeſellſchaften ſind oft ganz unnüͤtz III. I1 17 2c. Land⸗ — 88²— Landwirthsgeſellſchaften in England I. 47 bis 62. — warum ſtiften ſie gewoͤhnlich wenig Nutzen? I. 49. 50; ſ. Societaͤt. Landvieh, teutſches, warum es ausgeartet und ver⸗ kroͤppelt iſt III. 655- Laub als Strohſurrogat I. 166. Laugenſalz faͤllet die Kalkaufloͤſung I. 95. Lavoisier, ſein chemiſches Syſtem und einige Saͤtze daraus I. 142 ꝛc. Leases; ſ. Verpachtungen. Leben bewirkt neue chemiſche Verbindungen und neues Leben III. 314. Lebenskraft der organiſchen Koͤrper, hat Einfluß auf die Verbindungen der Urſtoffe I. 147. —; nach ihrer Entweichung treten die phyſiſchen und chemiſchen Geſetze wieder ein I. 148. Lebensmittel, Parlementsdebatten uͤber die Feſtſet⸗ zung der Preiſe derſelben II. b. 2 30 ꝛc. Lebensthaͤtigkeit der Pflanzen; kann ſie erſchoͤpft werden? III. 269.. Legislatur des Kornhandels in England; Geſchichte derſelben II. b. 114-217.. Lehmboden, was darunter zu verſtehn I. 128. Kar⸗ toffelnbau darauf III. 335 ꝛc. Lehranſtalten, landwirthſchaftl., ſ. Inſtitut. Leiceſterſhire, Wirthſchaftsart daſelbſt III. 148. Leiceſterſche neue, oder Backewellſche Schafe III. 758 ꝛc. Lein mit untergeſaͤeten Moͤhren I. 802. Leinſaatkuchen, Maſtung damit iſt vortheilhaft III. 721. Leuchten, das, faulender Koͤrper I. 148. * Ley- ————— 2 dn rglw! s ni Juhanl g Rautzautt and h lſemn Eyien m ige rdinoungen und nas V dtr ſat Enſuj a 1 147. die ſyſſche und 146. n iier de ſſte .23p d. bon ſt eieit plad; Gitie terſahn.13. 12 en ihill. atewalt dhit M. 1. 1o. 16 g amitſt rrhünl yr L.1 lej Ley-impropriators III. 97. Lincolner Marſchſchaf III. 757. Lincolnſhire, Zuſtaͤnd des Ackerbaues daſelbſt III. 144. Lockerung des Bodens, Nutzen davon I. 210. — der Erde befoͤrdert Pflanzenwachsthum III. 253. — der Oberflaͤche erhaͤlt den Boden bey Duͤrre laͤnger feucht III. 255. — des Untergrundes thonigter Aecker II. a. 21. Lolium perenne, Luͤlch, engl. Raygras I. 583. Lombardey, Bewaͤſſerungsanſtalten daſelbſt II. a. 2. London, eigenes Clima in der Gegend dieſer Stadt III. 50. — ſchlechter Ackerbau in ihrem Umkreiſe III. 59. 60. Londoner Societaͤt I. 47. Lord II. b. 44. Luft, leichte, inflammabele, Waſſerſtoff. Luft I. 144. — fiyxe oder kohlenſaure I. 143. 148. — phlogiſtiſche oder mephytiſche I. 146. — dephlogiſtiſirte I. 145. Luftduͤnger I. 239. 240. Luftduͤngung I. 209. Luftſaͤure I. 143. 148. Luftausſetzung des Bodens durch Tull III. 226. Luxus, ob er der Aufnahme des Ackerbaues entgegen⸗ ſtehe II. b. 108. Luzerne, ſichelfoͤrmige III. 505. I. 559. III. 49 1 ꝛc. — Art ſie zu ſaͤen I. 560 ꝛc. 563. Erforderniſſe dieſes Anbaues I. 561. Welchen Boden ver⸗ langt ſie? I. 562 und III. 492. Fuͤr welches Clima paßt ſie? III. 493. Nach welchen Fruͤchten ſollte ſie folgen? III. 494. Vorbereitung des Lan⸗ des — 884— des dazu III. 495. Breitwuͤrfige Ausſaat I. 563 und III. 496. Drillcultur derſelben I. 566 und III. 495. Luzerne, Zeit der Ausſaat III. 496. Quantitaͤt der Ausſaat III. 497. Reine und vermiſchte Ausſaat, welche Miſchung iſt die beſte? III. 497. Bearbei⸗ tung derſelben, Jaͤten, Behacken, Duͤngen I. 564 ꝛc. und III. 493 ꝛc. Sie zu verpflanzen 1. 567. Harte's Methode, ſie zu bauen 1. 567 ꝛc. Er⸗ trag eines Morgens davon Illl. 500. Ob ſie mit Kuͤhen zu verfuͤttern IUII. 501. Wie oft ſie abzu⸗ maͤhen IIl. 501. Wie macht man ſie zu Heu, und wie vertilgt man ſie nachmals von dem Felde? Ill. 502. Laͤlch 1. 583. Luͤneburg, Fuͤrſtenthum, Wirthſchaftsart daſelbſt 1. 723. Gemeinheitstheilungen daſelbſt II. b. 347⸗ Maas zum Getreide ꝛc. in England 1. 310. 812 und II. b. die angehaͤngten Tabellen. Magnis, des Grafen, Schafzucht Ill. 806. Maͤhen des Graſes, wie tief es geſchehen ſoll III. 581. Majendie, Oekonom zu Eſſer Ill. 151; ein Gegner der Drillcultur nach Young lII. 265. Malton, beruͤhmter Pferdemarkt daſelbſt Illl. 144. Malzſtaub als Duͤnger. Man, des Abbé, Beſchreibung der niederl. Wirthſch. Ill. 22. Mangkorn zur gruͤnen Fuͤtterung IIl. 52 2. Mangoldwurzel, ſ. Runkelruͤben. Manufakturen, durch Theilung der Arbeit vervoll⸗ kommnet III. 40, haben die Armenzahl in Engl. ver⸗ veem geſch Fabt unter Marſhal aand Leſch W. Naſchin W. Master Maͤſten Maſtun M. — nobo Maßtfutt 11 35 Naſtochſ Ewi de Naſtur me — direluzul ardrſäben1 h L gß dunttt d dn anſche Jusln dlll f. Bartt uin duml ſin. u weniunal ſ ddauen F. d. l zoo. Aſent 3ol. Wiſftſt hu⸗ ract man ſe zu hu, Gmabs von ugeh! zaftsurt uſlhfe! fbk. b.37. A dw däw M. uhrN. Wi. Kütche ſd M M 15tz udh n N. vj vact niill 4⸗ ſelum u 4 1 569n kalrud. ſditter de Lunn3 1 p — 3885— vermehrt III. 77; haben dem Ackerbau in Engl. geſchadet III. 58 ꝛc. und III. 62 68. Sie und Fabriken und Ackerbau koͤnnten ſich wechſelſeitig unterſtuͤtzen II. b. 161 ac. Marſhall, H. Sein Vorſchlag zur Stiftung eines landwirthſchaftl. Inſtituts II. b. 298- 310; ſeine Beſchreibung der Landwirthſchaft in Norfolk ꝛc. III. 11. 17. Ein Gegner der Drillcultur III. 261. Maſchinenwerk, Fortſchritte der Englaͤnder darin Illl. 126. Master II. b. 47. Maͤſten, ſchnelles, iſt ſehr vortheilhaft III. 710 ꝛc. Maſtungsfaͤhigkeit bey den Thieren verſchieden III. 705. — wovon haͤngt ſie ab? III. 630. Maſtfutter, wie iſt der Werth deſſelben zu berechnen? 1. 354 Maſtochſen, jaͤhrliche Ausſtellung derſelben auf dem Smithfield⸗Markte, und Praͤmien⸗Ertheilung da⸗ bey IIl. 723 Maſtung, wann und wie iſt ſie fuͤr teutſche Oekono⸗ men vortheilhaft? IlI. 748. Womit und wie iſt ſie anzufangen? III. 715. mit Kartoffeln III. 397, mit Kohl III. 424, mit Runkelruͤben III. 413, mit Oehlkuchen, Leinſaat⸗ kuchen, Koͤrnern III. 721. im Winter mit Wurzel- und Kohlgewaͤchſen in England III. 719. des Fettweiden⸗Viehes mit Heu III. 720. — der Schafe l. 676. Verſuche uͤber Schafmaſtung mit Kohl- und Wurzelgewaͤchſen in Frankreich. Tabellen daruͤber HIlI. 792 ꝛc. 3r Band. d Maſtung 886 — Maſtung des Rindviehes bey den Englaͤnd. III. 703. 703 ꝛc. und 1. 628 ꝛc. —— in Schoppen 1. 634. Maſtungsarten, verſchiedene, in Engl. 1. 628 /c. und Ill. 715. Maſtungsbetri eb, vortheilhafter, was erfordert er? IIl. 705 ꝛc. Maſtungstabellen aus Hutcheſ. Mure's Tagebuͤ⸗ chern III. 444 ꝛc. Maſtungszeit, wann muß ſie 213. Maſtvieh, mager und fett aufs Gewicht zu taxiren IIl. 706. — Verhaͤltniß des Gewichts des lebenden und des geſchlachteten Viehes Ill. 708. — durch gereizten Appetit zu mehrerem Freſſen zu bringen lll. 712. — wie behandelt es der Englaͤnder? Ill. 726. Maulwurfsegge oder Wieſenhobel 1. 599, abge⸗ bildet und beſchrieben A. W. II. 27 ꝛc. — zum Zumachen der Furchen, beim Kartoffelnlegen zu gebrauchen III. 346. Maunſell, Dr. zu Limmerik in Irland, uͤber Kartof⸗ felnſtengel und Sproſſen, ſtatt der Pflanzkartoffeln IIl. 353. Makwell l. 233. — beendigt ſeyn? III. Medicus C.; uͤber ihn und ſeine Kenntniſſe von engl. Landwirthſchaft 1. 683-694. 1. 15, und genug⸗ thuende Erklaͤrung an denſelben III. 827- Mehlhaltigkeit der Kartoffeln III. 328. Meklenburg, Wirtheichaft daſelbſt l. 741¹ ec. — hat ſchlechtere Weide wie Holſtein 1. 749 ꝛc. Meklen⸗ „ Menno Merge ſei — 11 man b Sode — And Räzallt Räher, id — n Etexya. mNm, a enl ii ds gitt utz i ruf ſe hau enl uufs Gewiht ün F es lhender undd 09, nejeran Fruſſm u er? lll. 736. tdd. 599, ühr [AUr. b m dim Kutflen ktin Jünd ürkan in,katt welannſ und ſinin 6ß.gpbti uAwux u wnitnl. M artfin V.d zit vitt d ſur wiehlſtin etiſemna. — 882— Meklenbur“, eilfſchlaͤgige Wirthſchaft die vortheil⸗ hafteſte daſelbſt 1. 753. — Duͤngermangel daſelbſt l. 753. — Schaͤfereyen fuͤr Meklenburg nicht vortheilhaft 1. 754 — das Fehlerhafte derſelben I. 754 ꝛc. Menſch; ſeine Beſtimmung, ſein Inſtinkt, nach Ver⸗ nunft zu handeln III. 316. Menſchengeſchlecht, wie wird es civiliſirt II. b. 2 301 — wodurch erhaͤlt es ſich? III. 316. Mennoniten, induſtriͤſe Landwirthe III. 427. Mergel l. 129. Wie kann man ihn unterſuchen und ſeine Beſtandtheile finden? lI. 200. — als Daͤnger l. 198. Durch Mergelauffahren kann man das Land verbeſſern l. 199;3 aber auch den Boden erſchoͤpfen 1. 198 und 201. — Andreaͤ's Beſtimmung der Mergelarten 1. 130. Metallkalke l. 1465. Meyer, J. F.,(O. L. Oekon. Commiſſair) ſein Werk uͤber Gemeinheitstheilung lII. b. 378. — ſeine Berechnung uͤber den Ertrag zehntpflichtigen Landes fuͤr den Beſteller III. 90. — ſeine Berechnung uͤber den aus Kartsffelnverfuͤt⸗ terung erfolgenden Duͤnger III. 403. Meyerrecht; wo es ſtreng genommen wird, hat der Bauer keinen Credit III. 34. Meyerverfaſſung in Cumberland III. 139. Michell uͤber laͤngere Pachtcontrakte III. 31. Middleſex, ſchlechter Ackerbau daſelbſt III. 151. Midletons Bericht uͤber den ſchlechten Zuſtand des Ackerbaues um London III. 59. Milchergiebigkeit, wovon haͤngt ſie ab? III. 630. d 2 Milch⸗ 888 Milchergiebigkeit und Dispoſition zum Fettanſetzen ſtehen einander entgegen Ill. 693. Milchereyen, Bemerkungen im Allgemeinen daruͤber Ill. 693 ꝛc. Milchkuͤhe, wie lange ſoll man ſie behalten? III. 696. Milchverkaufl. 693 und II. 684. Milchzeichen ausgezeichneter Milchkuͤhe III. 694. Miller IIl. 227. Mills compleat body of practioal husbandry uͤber⸗ ſetzt. Urtheil daruͤber III. 7. Mineraliſcher Duͤnger I. 191. Miner, Minirpflug IIl. 175. Minirer II. a. 21 ꝛc. Miſt enthaͤlt viel Kohlenſtoff und ernaͤhrt ſo die Pflan⸗ zen 1. 157. Seine Guͤte haͤngt von der Thierart und von ihrem Zuſtande ab I. 160. 161. Stall. und Hofmiſt von den Englaͤndern unterſchieden. A. Youngs Data daruͤber l. 168. Miſt von menſchl. Auswuͤrfen 1. 180. Verrotteter und gemiſchter Il. a. 286. Der kraͤftigſte iſt der von Kornfuͤtte⸗ rung l. 161. Miſt vom Kartoffelnbau gewonnen Ill. 403. Das Sammeln deſſelben ohne Stroh⸗ zuſatz 1. 165. Verſuche uͤber ſeine Entbehr⸗ und Unentbehrlichkeit l. 150. 151. 153. — Werth deſſelben; wie iſt er auszumitteln? II. b. . 17 ꝛc. — in Teutſchl. beſſer benutzt als in England Ill. 44. — unvermoderter, wo iſt er beſſer als vermoderter? 1. 171 — was iſt ein Fuder werth, und was koſtet er? II. b. a0 ꝛc. — was leiſtet er dem Getreidebau? IIl. 461 ꝛc. — wie wird er in England geſammelt? II. a. 177. —— V Miſt b V Riſt im el — Ve — ſeh Miſtia Mißſſte Miftel — ein * Modde Modde Mozell Röͤhre 1. u I 3— Ris 69. deyeſtin uuf i in in Ahenaan ui aanſelſltn M dMg. n Nithiell eniſit ſo di Pflu ingt ton dr Lherm 100 161. Etal. mn unterſchieen. J. Aſtvon manſhl. dete und gaiſcher Aw w smitte tutis adau pam in vſedet tne End dberſime atg u) . 151. 155 K azeniti l t alt älen ü hiſt h maärind radcbw M.t d wſamme nitar 96 naclielbuduin. Miſt im Winter auf dem Felde ausgebreitet gelegen, wie er auf die Erndte wirke III. 367. — Verhaͤltniß deſſelben zum Futter III. 403. — ſiehe Duͤnger. Miſtjauche darf nicht umkommen I. 164. Miſtſtellen, bedeckte, I. 170. Mittelruͤcken, hohe, ihr Nachtheil 1. 244 — ein unvollkommenes Mittel zur Trockenlegungee ei⸗ nes Ackers II. a. 15. Schwierigkeit, ſie wegzubringen II. a. 23. Anderſons zweckmaͤßige Methode, hohe Felder zu ebnen II. a. 24. wegzubringen; Methode dazu, wenn kein Queer⸗ pfluͤgen moglich iſt, oder Arbeiter fehlen II. a. 27. Modder als Duͤnger I. 189. Moddererde oder Dammerde I. 149. Moͤdelle, engl., von Viehracen III. 675. Moͤhren, gelbe Wurzeln, gelbe Ruͤben, ihre Ausſaat 1. 344. Das Eggen derſelben zur Vertilgung des Unkrauts, nach Denſo 1. Behacken derſelben 1. 345. 346. Erndte 1. 350. Sie den Winter durch im Lande ſtehen zu laſſen Sie aufzubewahren I. 351 und III. 438. Unter Lein geſaͤet 1. g02. 345. Das Jaͤten und — gedrillte, nach Cocke's Methode III. 304. — keine erſchoͤpfende, ſondern verbeſſernde Frucht I. — ihr — als Maſtfutter 1. 358- — als Pferdefutter l. 360. — zu drillen; Amos Methode III. 305. Verhaͤltniß zum Wieſenwachs III. 436 ꝛc. Moͤhrenbau l. 335-364 und IIl. 436 ꝛc. Moͤhren⸗ — 890— e. Moͤhrenbau, Vortheil davon im Großen wie im un Kleinen. A. Youngs Verdienſt darum I. 335 ꝛc. nint duͤ — welchen Boden erfordert? er l. 338. — mehrere Jahre hintereinander auf demſelben Lande 1 mit Vortheil betrieben l. 340. — auf welche Saaten ſoll er folgen? 1. 341. † — wie ſoll das Land dazu bearbeitet werden? I. 342. Noha — Schwierigkeiten dabey I. 352. ſ — Koſten deſſelben nach Poung, Cope u. dem Verf. 1. 353. Rohr — Ertrag l. 35 4 ꝛc.. — Werth deſſelben l. 357. 358. Raht — Duaͤnger dazu bezahlt ſich reichlich I. 342 ꝛc. Molkenwirthſchaft in Engl. l. 32 u. I. 638 ꝛc. V 2 — in den mittellaͤndiſchen Grafſchaften Engl. I. 82. Molkereywirthſchaft, ob ſie die Koſten, die das 8 Naſſ Vieh erfordert, bezahlt II. b. 20. Nau — in England III. 684. Monatsklee im Wuͤrzburgiſchen III. 504. Moore, ihre Entſtehung II. a. 99. Unterſchied der⸗+ ſelben ll. a. 100. Entwaͤſſerung derſelben II. a. 100-102.— — Urbarmachung derſelben durch Verbrennung des Rat Raſens III. 606 ꝛc. Naz Moorboden, Wirkung des Kalks darauf I. 196. Moorerde, wie macht man ſie fruchtbar? IlI. 538:c. Naß Mure, ſiehe Hutcheſon.„ R Murrapyo's, des Generals, Wirthſchaft zu Beauport 4 in Suſſer III. 192 ꝛc. A. Youngs Beſchreibung Ra und Aeuſſerung davon III. 192 ꝛc.„ Rn Museum rusticum et commerciale uͤberſezt; b Urtheil daruͤber 1. 44. III. 7. v. Muͤnch⸗ — 891— v. Muͤnchhauſen, in wie fern er ſich gegen die Drill⸗ kultur erklaͤren konnte III. 249. Muͤnzfuß, veraͤnderter, in England Il. b. 123 ec. und 131. —— ꝗ·ö— Nachahmung der Englaͤnder I. 634 ꝛc. — ſclaviſche in der Landwirthſchaft hat immer ihre Fehler IIlI. 49 und 128. Nahrungsmittel der Pflanzen, worin beſtehen ſie 2 1. 145 ꝛc. J. Tull's Meinung daruͤber IlI. 223. Nahrungsſtoff, woher nehmen ihn die Pflanzen? 1. 151. — bey verſchiedenen Pflanzen verſchieden I. 277. — wird er bey der Drillcultur dem Boden ſtaͤrker entzogen? III. 271. Naſſgalle, Ackerfontanelle II. a. 244. Naturalzehnte, Aufhebung deſſelben in England, als unzertrennlich verbunden mit Gemeinheitsthei⸗ lung und Verkoppelung gedacht l. 67. — iſt ſchaͤdlich und belaſtet den Fleiß; Beiſpiel davon 1. 63. — erlaubt keinen KartoffelInbau im Großen III. 338. Naturgeſetze, wie ſie anzuwenden IIl. 313. Nazional⸗Charakter der Landwirthſchaft III. 14. 17 und 21. Nazional⸗Landwirthſchaft IIl. 14 ꝛc. Nazional⸗Reichthum, teutſcher, wodurch kann er vermehrt werden? IlI. 68. Nazional⸗Stolz, falſcher, wenn man von andern Nazionen nichts lernen will Ill. 130. Nazionen⸗Verbindung Buenaparte's gegen Fox; daruͤber geaͤußerter Wunſch III. 130. Nazional⸗ Nazional⸗Vermoͤgen, wie kann es gehoben wer⸗ den? II. b. 107. 108. Naͤſſe des Bodens, Urſachen davon Il. a. 12 ꝛc. 128 ꝛc. — Mittel dagegen II. a. 29-31. ſ. Abwaͤſſerung. Neutralſalze im Boden l. 97. Niederlande, vortrefflicher Ackerbau daſelbſt, bey großer Unwiſſenheit uͤber Ackerbau III. 21. 22. — wann hob ſich daſelbſt der Ackerbau und Handel? II. b. 129. Niederlaͤndiſche oder Brabanter Wirthſchaft I. 793 ꝛc. Balſamo's Beſchreibung davon J. 794. — Pferde l. 804. Kuͤhe l. 805. Schafe l. 806. Nierenkartoffel l. 383. Berichtigung eines Irr⸗ thums daruͤber III. 327. Nobleman Nobility II. b. 45. Norfolk, Wirthſchaft daſelbſt J. 297-315. — Sechsfelderwirthſchaft auf leichtem Boden und ihre Folge I. 78, l. 284 und 1. 303. — Vierfelderwirthſchaft l. 79. — Eigenthuͤmlichkeiten des nordoͤſtl. Diſtricts I. 299. — große Arbeitſamkeit des Landvolks daſelbſt I. 301. Vortheile der vielen Hecken daſelbſt J. 303. Frucht⸗ folge in Norfolk l. 304. Fuͤtterung des Viehes auf dem Lande ſelbſt J. 305. Eigenthuͤmliche Be⸗ handlung der Ruͤben, des Klees, Raygraſes, Weizens und der Gerſte daſelbſt l. 305. Vieh⸗ zucht daſelbſt I. 312. — muſterhafter Ackerbau daſelbſt III. 148 ꝛc. — Getraide⸗Ausfuhr daraus III. 141. — Schafe daſelbſt III. 756. Pflug 1. 223. Norfolker 92— pie km 6 Füta n 09. tiahn dun lu h. h:31. Paiſem, g. ter Jtaiu Nide 1 der Atebeull a. n. 4„ de Järtzu m hond Srabentr Vriſcht! rruunx dumn 1n. ſos, Scufe 1 o. Seihtiaum dins In 1a9z15. Kaem dͤnwüt Aw. 9. uig..Dſtit 1 in duettp fagt 4 li6] za: Fir rit wiRLvp We ¹ — 893— Norfolker vortreffl. Wirthſchaft ſollte von Teutſchen nachgeahmt werden l. 314. Northumberland, gewoͤhnte Wirthſchaftsart darin Ill. 35. Nottingham, Wirthſchaftsart daſelbſt Ill. 145. — Getraidemarkt daſelbſt II. a. 238. Noͤldechen's Ueberſetzung von Midletons Beſchreibung von Midleſex III. 19. Ochſen, ihre Guͤte zur Arbeit und Maſtung; an welchen aͤußeren Kennzeichen ſie zu bemerken IIl. 66 1 ꝛc. — die arbeiten, laſſen ſich nachher beſſer maͤſten III. 714. — bey Brannteweinbrennereyen gemaͤſtet, werden in England minder geſchaͤtzt III. 726. On ley's Fruchtfolge, ohne in 21 Jahren Duͤnger auf⸗ zufahren 1. 231. Organismus der Pflanzen bereitet die todte Materie vor, in thieriſchen Koͤrpern zur Nahrung zu die⸗ nen III. 312. Oxygen 1. 147. Oehl, iſt er ein Duͤnger? I. 141. Oehlkuchen, Maſtung damit IIl. 721; als Duͤnger 1. 183. Oekonomen, teutſche, wie es ihnen an geſelliger Mittheilung fehlt und dadurch die Kunſt aufgehal⸗ ten wird III. 119. Oekonomie⸗ und Landesverbeſſerungs⸗Collegien, wie ſie eingerichtet ſeyn ſollten Il. b. 313:ꝛc. Oekonomiſten, franzoͤſiſche, ihr phyſiocratiſches Sy⸗ ſtem III. 70. Pach⸗ 894 — 4 Pachtungen II. b. 60-90. — auf Willkuͤhr in Engl. oder auf beſtimmte Jahre J. 20. Il. b. 73. 30 ꝛc. Kuͤndigung der Pacht geſchieht in England nicht leicht l. 23. Pachtcontrakte, können ſie die Uebel bey Pachtun⸗ gen hindern? II. b. 84 — oder Covenants l. 24. 25. Pachteinrichtungen in Engl., haͤlt die Aufnahme der Landwirthſchaft zuruͤck I. 23. Pachtbedingungen in England, der Nachahmung wuͤrdig II. b. 69. Pachtgeld, wie man es in Engl. beſtimmt II. b. 72. — erhoͤhetes, Wirkungen davon in Engl. II. b. 77 ꝛc. Pachthoͤfe, Zuſammenziehung vieler einzelnen in ei⸗ nen großen; iſt ſie dem Staate nuͤtzlich oder ſchaͤd⸗ lich? 1. 26. Pachttermine in England; ihr Nachtheil III. 30. Pachtzeit in England l. 22 und ll. b. 73 ꝛc. Paͤchter, tuutſche, verglichen mit den engl. III. 36. — auf Willkuͤhr ſtehende, wie werden ſie in England behandelt? ll. b. 74 ꝛc. warum taugen ſie oft nichts? IIl. 26 ꝛc. in England bringen und nehmen ihr Inventarium mit ſich II. b. 65. auf Lebenszeit, und oft erblich in Engl. I. 22. ihnen werden beim Abgange die gemachten Verbeſ⸗ ſerungen bezahlt l. 29. — ihr Acker⸗ oder Haushaltsſyſtem iſt ihnen vorge⸗ ſchrieben II. b. 67. Paͤchterſyſtem, engl.; Vorzuͤge deſſelben III. 3 3. Paͤchterwohnung, engl., beſchrieben und abgebildet Il. a. 219 ꝛc. Paͤchterhaͤuſer, moderniſirte, II. a. 181. — — Pan —— — de uf keüinnt A e Kändaunh zr tlitt 12, ſe ie Uar gahar z. ag., füttwepfr :1.3) lend, dr Juheäümmn p ekimmt l hn kin Ergl..hr. iilr eunelnen in u enlali dur ſgu utthe 30 d. 3r. ad. M. t. den ſem odend arun nunn ſa c V ſwen ir Ntatrim dchn Enlln aede wmet Lrbi aſeim t ien uit „1II glae bad.h — 9 echride ud ägüih t, Ka.18’ — 895— Pan unter dem Norfolker Boden I. 241. 299. Parlements⸗Acte zur Beguͤnſtigung der Gemein⸗ heitstheilungen in England; ein allgemeines Be⸗ duͤrfniß II. b. 347 ꝛc. 359 ꝛc. Petersham und Esher; Duckets Wirrhſchaft daſelbſt III. 169 ꝛc. Pferde zum Acker; wie werden ſie in England gehal⸗ ten? II. a. 144. 186. — mit Kartoffeln und, ſtatt des Hafers, mit Moͤh⸗ ren zu fuͤttern IlI. 400 und 1. 360 ꝛc. Pferdearbeit, von Young auf dreifache Art ange⸗ ſchlagen l. 40. Pferdehacke l. 497; fuͤr den Kartoffelbau wichtig, faſt nothwendig III. 348. Pferdehacken, was darunter zu verſtehen III. 221. Das Wichtigſte bey der Drillcultur III. 249. Wie iſt dabey Schaden zu verhuͤten? III. 258. Es kann dadurch ſelbſt kranken Saaten wieder aufgeholfen werden IIl. 270. Wann ſoll man pferdehacken? IIll. 250 und 281 ꝛc. — zum Kohlbau l. 374- Pferdehackenwirthſchaft, ſ. Drillwirthſchaft. Pferdemarkt, beruͤhmter, zu Malton III. 144. Pferderacen, was fuͤr Fehler hat man bey ihrer Zuzucht begangen? III. 645. Pferde⸗Staͤlle, ſ. Stell II. a. 144. Pferdezucht in England; was fuͤr Arten liefert ſie gewoͤhnlich? III. 646. — in Teutſchland iſt noch ſehr fehlerhaft III. 647. Pflanzen, der Natur uͤberlaſſen, muͤſſen ſich durch vervielfaͤltigten Saamen erhalten; die Kunſt reicht mit wenigem. Anwendung davon auf die Augen der Kartoffeln III. 354. Pflanzen Pflanzen enthalten viel Kohlenſtoff I. 149. — woher ziehen ſie ihren Nahrungsſtoff? 1. 15 1; ſind Erde und Waſſer dazu hinreichend? I. 151. Pflanzenduͤnger 1. 182. Pflanzen, die man zu Miſt vermodern laͤßt, thun nicht die Wirkung, die ſie leiſten wuͤrden, wenn ſie durch thieriſche Koͤrper gegangen waͤren III. 313. 3 Pflanzenanbau, bey den Beobachtungen der Engl. daruͤber, iſt auf den beſondern Fleck Ruͤckſicht zu nehmen, wo ſie gemacht ſind III. 54. Pflanzenwachsthum ohne Duͤnger. Haſſenfraz chemiſche Verſuche daruͤber I. 153 ꝛc. — wie befoͤrdert man es? Ill. 253. Pflanzenwurzeln gehen der beſſeren Erde nach l. 237. — der grasartigen Gewaͤchſe bleiben mehr in der Ober⸗ flaͤche I. 238. Phlogiſton l. 145. Pflug, Hausvater daruͤber I. 224. Benennung der verſchiedenen Theile deſſelben im Allgemeinen, A. W. l. 1 ꝛc. Vorgeſtell und Raͤder; Nutzen und Entbehrlichkeit derſelben A. W. I. 3 ꝛc. Theorie des Pfluges A. W. l. 10. Pflugbaum A. W. I. 27 ꝛc. Voreiſen oder Pflugmeſſer A. W. 1. 12 2c. Linke oder Landſeite A. W. I. 16 ꝛc. Rechte oder Furchenſeite A. W. I. 22 ꝛc. Pflug von unten betrachtet, A. W. I. 18 ꝛc. Eigenſchaften eines guten Pfluges l. 224. Seine Leichtigkeit und Schwere l. 224. — leichter mit einem beweglichen Streichbrett, auch der verbeſſerte Cultivator genannt, abgebildet und A. W. 1. 63-64 beſchrieben. — Suffolker I. 226. Pflug, —— 56— Kejemtfl 10 NAüenasheft. 6,a anrelhh ſirtchadeli 11197 jdem ſte a ſr 1 nll 3u3 1 an Bedachmaht. deinden Fit hütta t ſid. 3. l 153 9 1. 15, r vſean C m. de anſr i ar Cher 3h. Daranung dr da m Laawina, de Nmw M.Yr. Jen o. Tfubun ä kumiſer R.Lür W. Lbr. Wttear ur. A m um zr. Futiin tan . Cän Gtt w tätat u waüce 2n t, brüdtw n un Kor zenann riünn. ſwe Dängr. gyſafn V V — 39,— Pflug, Norfolker I. 228. — gewoͤhnlicher teutſcher; ſeine Hauptfehler 1. as 6. — ungariſcher III. 175. — Smalſcher, A. W. 1. 1 ꝛc. Pflug. — Doppelpflug l. 229. — zum reyolen l. 229. Pfluͤge, raͤderloſe, I. 228. — mit doppeltem beweglichem Streichbrett 1. 229. Ill. 338. — ſiehe Abbildungen und Beſchreibungen von einigen in den Ackerwerkzeugen Heft 1 und II. Pfluͤgen, das, I. 223-248. — das, nach Duckets Grundſat IIl. 173. — wie tief ſoll es gehen? Dialog daruͤber 1. 235. 236 ꝛc. — ins Kreut l. 246. — wie oft ſoll es geſchehen? I. 234. G — tieferes, unter welchen Umſtaͤnden iſt es rathſam? 1. 242. — Federwagen, zur Beſtimmung des Kraftaufwandes dabey I. 2 25. Pflugzeit l. 231. — Ducketſche III. 181. Phleum pratense, Katzenſchwanz.— Wieſen⸗ lieſch⸗— Thimotygras 1. 590.. Phosphorſaͤure im Boden 1. 97 und 133. Pimpinelle, welſche, Afterblutkraut(Poterium sanguisorba), ein fruͤhes Schaffutter 1. 576 und III. 507. Pixfallo w, Winterbrache I. 82. Pitt's, W., Bemerkung uͤber das Clima in England IIl. 53. Siehe Smalſcher Poa — 898— Poa pratensis I. 585. — trivialis 1. 586. Podewills, des Grafen von, Ueberſetzungen ange⸗ fuͤhrt ll. a. 10. Il. b. 277. III. 11. Population Englands iſt unbeſtimmt II. b. 249. Poterium sanguisorba, ſ. Pimpinelle. Praͤmien, worauf und wie ſollten ſie ertheilt werden? Ill. 102 und 103. — zur Verbeſſerung der Landwirthſchaft II. b. 3 20. Preiſe der Arbeit und aller Dinge, ob ſie ſich nach den Kornpreiſen richten II. b. 173. Produkte, chemiſche, ob uns Teutſchen der Markt dafuͤr fehlen koͤnne III. 63. — landwirthſchaftliche, die erſten Schaͤtze der Welt Ill. 100. Production, hoͤhere, iſt nicht jedesmal mit hoͤherem Vortheil verknuͤpft IlI. 235. — ſtaͤrkere vegetabiliſche, iſt von der animaliſchen ab⸗ haͤngig Ill. 317. Quaͤlrocken Ill. 515. Quecken, wie ſie auszurotten I. 250 ꝛc. II. a. 250. 277· — wodurch vertrieb ſie Ducket? III. 180. Quellen, Theorie derſelben II. a. 70. — bilden ſich durch Waſſer, welches auf undurchlaſ⸗ ſende Erdſchichten ſtoͤßt II. a. 71. — wo brechen ſie hervor? II. a. 75; worauf koͤmmt es ihrer Abfangung an? II. a. 76. Erdbohrer iſt dazu gut II. a. 77- — wo ſchaden ſie mehr oder weniger? II. a. 79. 80. — QAuellen, „ 398— 35 6 dah. Ulu. it unöcſimme 9. dord,. poil de ſalen ſeztrnin in uun, Uürrizug 3 anritſlum lr dig, cuſhuh nl5 9 uns dakſten de N 9 ofim Ccihe Ur Nt ſawawul mi ſohnm Kder mminalichen a⸗ ml. 150 n. Laij zuät: N. nl..*9 ir, maGe uj mutce- ir maiger la Aula. —— 899 Auellen, Hauptverſchiedenheiten derſelben in 14 Faͤl⸗ len, mit Abbildungen II. ⸗. 82 ec. 84 ꝛc. — die UArſache zu ſtarker Feuchtigkeit im Boden II. a. 69. — Abfangen derſelben; ſiehe Abzuͤge. Queereggen, ſiehe unter Eggen 1. 251. Queerpfluͤgen 1. 246. Raͤder und Vorgeſtell des Pfluges, ſ. Pflug. Rambreeder l. 656. 668. Ramgatters l. 671. Raps oder Ruͤbſen als Futterkraut III. 516. Ihn mit Rocken vermiſcht auszuſaͤen, iſt nicht vortheilhaft III. 516. Er gedeihet gut nach Wicken III. 519. Rapsſaamen, Drillwerkzeuge dazu A. W. II. 29. Raſen, Schoͤnheit deſſelben in England 1. 591. Ab⸗ ſchaͤhlen und Verbrennen deſſelben 1.85. Raſenabplaggen u. Verbrennen deſſelben 1. 215 ꝛc. Raſenabſchaͤhlen und Verbrennen I. 85. — mit einem Pfluge III. 601 ꝛc. — mit dem Schaufel⸗ oder Bruſtpflug III. 598 ꝛc. — mit der Plaggenhacke(Twicke), III. 599. Raſenbrennen III. 597-614. — Alter dieſer Verbeſſerungsmethode III. 597. — wie muͤſſen die Haufen dabey geſetzt und nachher die Aſche ausgeſtreuet werden? III. 603 ꝛc. — wozu geſchieht es? III. 605. — Nutzen davon beim General Murray IIl. 214. Raſenſchneider, Ducketſcher, zum Wendepfluͤgen Ill. 173. Rauhzeug, ein gutes Gruͤnfutter IIl. 522. Raupen, den Ruͤben nachtheilig 1. 328. — Mittel dagegen 1. 328 und Ill. 426. Ra y⸗ Raygras, engliſches, Luͤlch(Lolium perenne), Vor⸗ urtheil der Teutſchen dagegen 1. 309. Eigenſchaf⸗ ten deſſelben I. 310. — engliſches l. 583. In Norfolk zur Maſtung ſo ſehr geſchaͤßzt lI. 310. — franzöſiſches(avena elatior) I. 588. Rechtsgelehrte, wie ſie der beſſern Cultur im Wege ſtehen koͤnnen III. 27. Regenfall, verſchiedener, in England III. 53. Regierungenz ſollen ſie die Leitung und Befoͤrde⸗ rung des Ackerbaues, wie andere Gewerbe, uͤber⸗ nehmen? II. b. 166 ꝛc. — warum fruchtet ihre Aufſicht uͤber Landwirthſchaft oft nichts? II. b. 3 11 ꝛc. — gute, womit haben ſie zu kaͤmpfen, wenn ſie das Beſſere einfuͤhren wollen? IIl. 24. Regraters II. b. 121. Reichard uͤber Fruchtwechſel I. 268. Reinigende Zwiſchenfruͤchte; was iſt am beſten da— zu, Kartoffeln und Kohl, oder Ruͤben und Wur⸗ zelngewaͤchſe? I. 408 ꝛc. Reparationen auf Pachtungen in Engl. II. b. 71. Raports, landwirthſchaftliche II. b. 276. — aͤber die Wirkung der Gemeinheitstheilung und Verkoppelung in England II. b. 3 56 ec. Rettigpflanzen, ein Mittel gegen den. Erdfloh III. 429. Revolution Frankreichs; Poungs und Sinclairs Gedanken daruͤber II. b. 264. 269. Reyolmethode der Niederlaͤnder(rouchotter) I. 799. Reyol⸗ oder Wendepflug, Ducketſcher III. 172. Reyolpflug 1. 229. Riech⸗ — 900— ʃ 1 Lüch(ulun men de uranl,. 10. 4. J Nritk rau 10. en etia. e ſe keſen üradn V e. ear, nenllg tſe de bien u diür G, nem Gari hr 9 ¼. Arſſck lr lwitſte tr ur tunrir, ann ſeu 2 23. 116. ſ un w A dn Jön whd X N. Aeulr tenaadAd. Riechgras, wohlriechendes Fruͤhlings⸗Gras,(An- thoxanthum odoratum) 1. 585. Rindvieh l. 616-643. Verſchiedene Arten deſſelben in England 1. 617 ꝛc. und III. 658 ꝛc. — Veredlung deſſelben durchs Kreutzen l. 622. —— nach Backewells Methode J. 623 und IIl. 661. 667. Preiſe von Springochſen veredelter Race l. 625. — Maſtung deſſelben I. 628. Siehe Maſtung. — Beagattungszeit der Rinder III. 684. Rindvieharten in England: Kurzhoͤrnige I. 617. III. 65 8. Langhoͤrnige l. 619. III. 660. Schlach⸗ tergewicht derſelben III. 675. Ohnhoͤrnige l. 620. Suffolker Art l. 621. III. 676. Schottiſche oder Gallowayſche Art III. 677. Herefordſche Art III. 666. Alderney oder franzoͤſiſche Race III. 667. 676. Backewellſche oder neue Leiceſter Art III. 661. 667. Vorzuͤge derſelben, und Maͤngel, die die Gegner daran finden wollten III. 668 ꝛc. Hohe Preiſe derſelben III. 674. Lancaſterſche Art, von Backwell zur Veredlung ausgewaͤhlt III. 661. Devonſche Art, der Backwellſchen oder neuen Lei⸗ ceſterart vorgezogen III. 661 ꝛc. Rindviehzucht der Englaͤnder III. 658. — in Norfolk 1. 3 13. Ruhe bedarf der Acker nicht I. 757. Runkelruͤbe, Mangold⸗ oder große Beetwurzel III. 40⁰6 ꝛc. Verſchiedene Arten III. 407. Zeit und Art, ſie zu ſaͤen IIlI. 408. Sie zu verpflanzen Ill. 409; zu bearbeiten III. 411. Sie abzublat⸗ ten, iſt ſchaͤdlich III. 411. Sie im Winter auf⸗ zubewahren, iſt ſchwierig III. 412. Ihr Ertrag IIll. 413. 3r Band. 4 Runkel⸗ Runkelruͤbe, H. Mure's Maſtungsverſuche damit IIl. 413. — ihr Werth in der Fuͤtterung gegen Heu III. 414. — ſie koſten und zehren nicht ſo viel, als Kartoffeln, und geben ein vortreffliches Futter Ill. 414. 415. — was geben ſie, verfuttert, an Duͤnger zuruͤck? III. 416. — ihre Maſtungsfaͤhigkeit III. 447. — ihr Verhaͤltniß zum Wieſenwachs IIlI. 456. Ruß oder Sod als Duͤnger und gegen Inſekten 1. 186. Ruͤckert, ſeine Meinung uͤber die Erdarten, als wenn ſie die erforderlichen Nahrungsſtoffe fuͤr die Pflan⸗ zen unmittelbar ausmachten I. I1. — ſeine Meinung gepruͤft und widerlegt I. 116. Ruͤckgabe oder Praͤmien auf die Ausfuͤhrung von Ge⸗ treide und Fabrikwaaren II. b. 169. Ruͤben, was darunter zu verſtehen I. 316. — gelbe, ſiehe Moͤhren. weiſſe oder Turnips, Dickruͤben; ihr Anbau im Pfaͤlziſchen I. 685. ſchwediſche, Rota Baga Ill. 434. vier Gattungen davon nach Marſhall l. 318. auf welchem Boden gedeihen? ſie 1. 320. Bearbeitung des Landes dazu in Norfolk I. 321. Zeit und Menge der Ausſaat I. 322:c. Behacken derſelben l. 323 ꝛc. zwiſchen Bohnenreihen l. 81. mit Rocken und Weitzen ausgeſaͤet III. 430. bleiben in England des Winters im Lande ſtehen IIl. 55; der Saamen davon giebt dauerhaftere Ruͤben l. 327. — durch cylindriſche Verſetzer verpflanzt 1I. 328. — ihre Feinde: der Erdfloh und eine Raupe l. 328 ꝛc. und IlIlI —⏑⏑— 62— ros Täſtuxede tem zu ul, uitt p d, g t fützs dutrll 1,9 tett, m dax xinl it Il. 19 Dieſnwadsll and gexn Jytal er di Erdutn un zunosſeff iru hr hem II.. nö pirkgt I03. 7 Jutürum n e 4 169. n 316. r ider, Ät Liu im Ap SDudddl.. heſel o. dnu r pvrüka V gſutzu 1 8 1. megſit M. 82 m Pius www he b dun lät duudein ger vcffwit vE , h und ta ie und l. 330; letztere durch eine Ententrift zu ver⸗ tilgen 1. 331. Ruͤben, Koſten ihres Anbaues l. 331. — Verfuttern derſelben auf dem Lande in England; dies iſt vortheilhaft l. 331 ꝛc. — ihre Aufbewahrung in Suffolk und Yorkſhire I. 334. — man laͤßt ſie vortheilhaft von Schafen auf dem Feelde verzehren III. 431. — ihr Verhaͤltniß zum Heu III. 433. ——— Wieſenwachs III. 457. — und deren Groͤße; Anderſons Urtheil daruͤber III. 432. Ruͤbenbau l. 316-334 und III. 427 ꝛc. Iſt aus dem Hannoͤverſch. nach England gekommen l. 317. — bey Drillkultur III. 30r. — in den Niederlanden l. 801. Ruͤbſaamen, Ruͤbſen, Drillwerkzeuge dazu A. W. II. 29. Ruͤbſen als Futterkraut III. 516. Rocken 1. 463, als Pferdefutter I. 464, liefert das beſte Stroh 1. 464, iſt ein gutes Futtergewaͤchs im Fruͤhjahre zu maͤhen l. 464. Einſaat 1, 450. — Walzen deſſelben im Fruͤhjahre l. 257. — im Herbſt mit Schafen zu behuͤrden II. a. 297. — als Futterkraut(Quaͤlrocken) III. 513. Rockenſchroot, geſaͤuertes, vortheilhafte Maſtung damit zu Limouſin III. 722. Romneymarſch lll. 164. Marſchſchafe daſelbſt III. 758. Roſt im Weizen l. 439. Rota Baga, ſchwediſche Ruͤbe, III. 434. Rotherammer Pflug l. 228. 2 2 Rott⸗ — 994 Rottzehnte, Unzweckmaͤßigkeit deſſelben. Beiſpiel davon III. 93 ꝛc. Röoͤmer, was fuͤr einen Ackerdau lernten wir von ih⸗ nen? III. 49. — ihre Waſſerleitungen fuͤr den Ackerbau II. a. 2. Ryelaͤnder⸗Schafe im Winter im Stall zu halten III. 75 5. Saamen der Pflanzen erfordern einen uͤberwiegenden Antheil Kohlenſtoff 1. 156 und 278. Saamengewinnung von Ruͤben l. 327. Saamenwurzeln und Kronenwurzeln IIl. 247. 250. Saat, wie ihr die Schafe nachtheilig werden koͤnnen II. a. 250. — vor und nach dem Auflaufen gewalzt 1I. 256. Saatbedarf, wie es dabey auf den Grad der Kul⸗ tur ankomme lll. 245. Saaterſparung, ſtarke, bey Drillkultur III. 243. Saatkorn, ausgeſuchtes vom Weizen l. 438. Saatreihen, Entfernung derſelben bey Drillkultur IIl. 242. — nach welcher Himmelsgegend ſoll man ſie legen? Ill. 294. Saatzeit der Gerſte l. 459, des Hafers I. 462, des Weizens l. 449. Sand, wie iſt ſein Antheil im Erdboden zu beſtimmen? 1. 107. — ſtatt Stroh zum Miſtauffangen I. 167.. Sandboden, kann ſehr fruchtbar ſeyn 1. 123. 128. — Kartoffelnbau darauf III. 337. Salpeter l. 148. Salpeter⸗ n — 905— Salpeterſaͤure I. 95. I. 148, was enthaͤlt ſie? 1. 146. 148. Salze reizen die Begetationskraft auf I. 208. Salzſaͤure loͤſet die Kalkerde auf l. 95. Sauerſtoff l. 145. 148. 152. — wie wirkt er auf Eiſen? l. 96. 132. — wie kann er im Boden Saͤure erzeugen und ſo den Pflanzen ſchaden? 1. 97. Sauerſtoff⸗Lebensluft, dephlogiſtiſirte Luft I. 148. Sauerſtoffentwickelung, Verſuche daruͤber I. 152. Saͤemaſchine, abgebildet und beſchrieben A. W. II. 15 2c. Saͤuren im Erdboden 1. 97. — im Moor⸗ oder Torfboden durch das Raſenbren⸗ nen gebrochen III. 607. — hemmen die Verweſung im Boden I. 97. — ihre Wirkungen auf den Kalk 1. 95. — im Boden durch Kalk und Mergel unſchaͤdlich zu machen 1. 192 und 202. Scarrificator oder Aufkratzer I. 492. 11. a. 236. Ill. 252. — Abbildung davon A. W. II. 13. 14. Schaar des Pfluges A. W. I. 19. Schafſchwingel 1. 586. Schafe, vielfache Abarten und Verſchiedenheiten der— ſelben III. 729. Mannigfaltige Qualitaͤten in Wolle und Haaren III. 730-733. — Unterſchied derſelben in der Groͤße IIl. 733, in der Form ihres Gebaͤudes, in Hoͤrnern 734, in Geſichtsfarbe 735, in der Laͤnge der Schwaͤnze 7353 in der Art, wie die Wolle auf ihnen ſitzt 735; in der Feſtigkeit ihrer Natur 736; in der Fuͤtte⸗ ——— 4 ——j—-—— 1 — 906— Fuͤtterung, im Fleiſch⸗ und Fettanſat 738; in der Zeit des Traͤchtigwerdens und der Zahl der Laͤmmer 739. Zufaͤllige Unterſchiede 739 ꝛc. Schafe, Norwegenſche; Laſteyrie's Aeußerung uͤber — — treeEans — — ihre Haͤrte III. 737. in England, Hauptarten derſelben l. 645 ꝛc. Backewellſche I. 647. l. 654 ꝛc. III. 758 ec. Lincolnſhire Art l. 648. Diſßhleyſche Art l. 649. Teeswater Art 649. Dorſetſhire Art l. 651. Hertfordſhire Art 1. 651. South-Downs, Nor⸗ folker Art I. 65 2. Heath⸗ Herdwick⸗ Dunfaced⸗ Schetland⸗Art l. 653. Cheviot⸗Art I. 653 und IIl. 749. Diſhleyſche neue, oder Backewellſche Art 1. 657 ꝛc. III. 749. Spaniſche, in England eingefuͤhrt III. 774 ꝛc. —— warum es damit nicht fort⸗ will III. 776 ꝛc. — ihre Einfuͤhrung in Teutſchl. III. 779. in Teutſchland veredelt III. 643. im Winter im Stall zu halten, iſt in England nicht Sitte II. a. 149. 193. — nie in einen Stall zu bringen, ob ihnen dies nach.— theilig ſey III. 787. Schafbehuͤtung, der Saat nachtheilig, aber ein Mittel gegen Inſekten II. a. 250. Schaffleiſch, Verſchiedenheit deſſelben 1. 664. Ein⸗ ſalzen und Raͤuchern deſſelben l. 667. Schaffuͤtterung im Winter nach Macro's und — im Winter auf dem Stall mit Kohl und Wurzel⸗ Murray's Berechnungen III. 209. gewaͤchſen; Cretté de Palluel's Aeußerung dar⸗ uͤber III. 792 ꝛc. — im Freien in England III. 50. Schaf⸗ —.— 900— iij und tu rittmain up düülgelurza.. ce; läſteries lir 3 79 G heuttn drütr un 4— böur l w433. Dſotli 19. Orrſethir el ßr. Goud d Haath. herit din .. Geutatl ſga enuur, uürr Batmlhel äünujhttII nn. run ur dunit nich ins in Tutſtl. U.„7). 69 dnm ſt i dam w Kngn,ü hn n ut untheh, dr u la.10 jet vſtbel til de eſebe lit⸗ Duter uh Berd m mlln knil nit Kl ud Dr a ePaluess Jabewh — 907— Schaffuͤtterung mit Kartoffeln III. 399. Schafheerden des Herzogs von Bedford IIll. rIr. Schafmaſtung l. 676. Mit Kohl und Wurzelge⸗ waͤchſen maͤſtet man ſie beſſer, als wie mit Koͤr⸗ nern III. 790 ꝛc. — in Frankreich III. 792 ec. Schafmiſt, in England zur Weideduͤngung verwandt Ill. 781 ꝛc. — A. Youngs Bemerkung daruͤber III. 783. — eine Stelle aus Bailey's Northumberland daru⸗ ber III. 784 c. Schafſchur des Herzogs von Bedford zu Woburn III. 114. Schafſtaͤlle, gewoͤhnliche, in Teutſchland taugen nichts III. 788. — muͤſſen Luftzuͤge und Luft haben III. 790. Schafwirthſchaften, viererley verſchiedene Arten in England III. 744 ꝛc. 746. 747. — in Norfolk l. 312. Schafzucht l. 644- 680 und Ill. 763- 772. — der Englaͤnder III. 729 ꝛc. F. P. Eliot's Aeuße⸗ rung uͤber den Schafzuͤchter-Betrieb in England Ill. 763-772. A. Youngs Aeußerung uͤber die hohen Preiſe der veredelten Schafe IIl. 772. — auf welche Art und Weiſe ſie Backewell und ſeine Schuͤler betreiben 1. 669. Siehe Backewell. — iſt dabey mehr auf Wolle oder mehr auf Schlacht⸗ vieh zu ſehen? l. 668. — kann ſie ohne Gemeinweide Statt finden? 1. 678. — leidet ſie durch Verkoppelungen? II. b. 370. — muſterhafte, in Teutſchland IIl. 805. — des Grafen Magnis III. 806 ꝛc. Schatten, ——ͤͤéͤéͤ ———y—— Schatten, wie gut er fuͤr ſtrengen Boden ſey II. a 292. 293. Schaufeln der Fruͤchte; ungegruͤndetes Vorurtheil dagegen 1. 3 48 ꝛc. — des Getreides, wann ſoll es geſchehen? III. 253. Schaufler zum Pferdehacken III. 252. Schaufelpflug, Ducketſcher, III. 175. Schaͤfer werden in England nicht gehalten III. 803. Schaͤfereyen, verſchiedene Meinungen uͤber ihre Vor⸗ theile und Nachtheile III. 798 ꝛc. Schaͤhlmeſſer oder Raſenſchneider, Ducketſcher, zum Wendepfluͤgen III. 173. Scheffel⸗Ausſaat, was darunter zu verſtehen 1. 742. Scheure, bewegliche, zum Dreſchen II. a. 197. Schilf als Strohſurrogat 1. 166. Schlagordnung, wie man die Natur zu ſehr in ſie hineinzwaͤngen kann III. 47. 48. Schlagwirthſchaft ll. b. 328. Siehe Wechſel⸗ wirthſchaft. Schlangenegge, engliſche l. 255. Schneidewalze zum Abplaggen des Raſens I. 216. Schoͤnheitsbegriff in landwirthſchaftlicher Hinſicht I. 714 c. II. a. 226. III. 623 ꝛc. Schriften, oͤkonomiſche, wie die mehrſten davon be⸗ ſchaffen ſind 1. 5-9. III. 815 ꝛc. ſ. Buͤcher. — engliſche und ihre Ueberſetzungen III. 6 ꝛc. Schriftſteller, landwirthſchaftl. engliſche, verglichen mit teutſchen III. 221 2c. und I. 5. — landwirthſchaftl., gelehrte l. 5. 8. 9. — landwirthſchaftliche; Berichtigung des Th. I. S. 4 daruͤber Geſagten III. 815. S ch rifl⸗ —— — 9086— . für ſtengn Bh 1 91* ' Vngärines ge Kſil s güſel utn l 25 rihr U n n aict gztal h ne Menungn briece gr. ſchnader, Dueſtr w Kantr Ir uſtin! ther Ua I9-. Nntur zu ſchr in ſe K. S. ce Däſ⸗ ʃ . 4). gan Ns Jujms Lalh ¹ dwiedſefihr hic b M iah. ie de wirin vn Lljr(dür tzunga lLir. ſtui ruüite üche . 1n elL5 9. rihtigng d äl?, — — 909—. Schriftſteller, landwirthſchaftliche, worin ſie oft gefehlt haben III. 824, und wie die Fehler zu verhuͤten IIl. 815 ꝛc. —— theoretiſche haben ihre Vortheile, nur nicht fuͤr Anfaͤnger III. 817 ꝛc. warum hatte man ſie ſo lange vernachlaͤſſigt? I. 14. Schubart von Kleefeld l. 781. Schwefelkies, ſeine Wirkung auf die Vegetation 1.97. Schwefelſaͤure l. 95. Schweine, chineſiſche, in England II. a. 150. — mit Kartoffeln zu maͤſten III. 398. Schweine⸗Kartoffeln oder engliſche I. 382. Schweinemaſtung l. 643. —, das Saͤuren des Futters dabey I. 421. Schwemmwieſen l. 614. III. 563. Schwere des Bodens, wie hindert man ſie? I. 103. Schwererde im Ackerbau 1. 96. Schwingpfluͤge oder raͤderloſe Pfluͤge A. W. I. 3 ꝛc. — mehrere Arten derſelben A. W. 1. 9. Sechsfelderſyſtem in Norfolk l. 284. Sechsfelderwirthſchaft in Norfolk I. 303. — im Mittelboden, nach engliſchen Grundſaͤtzen II. a. 272 dc. Seepflanzen als Duͤnger I. 184. Seifenſiederaſche als Dunger I. 188. Sennebier Entdeckung uͤber Sauerſtoff⸗Entwickelung 1. 152. Shepey, Fruchtwechſel daſelbſt III. 161. Sillis Beſchreibung einer Walze zum Drillen III. 235. Sinclair, Sir John; ſein oͤffentlicher Charakter und politiſches Syſtem II. b. 269; ſatyriſche Kupfer⸗ ſtiche —— — 910— ſtiche gegen ihn gemacht II. b. 273; als Verthei⸗ diger der franz. Revolution II. b. 269; als Par⸗ lementsglied lI. b. 270; warum er nicht Praͤſi⸗ dent des Board of Agricult. geblieben II. b. 272; als Haupt der Oppoſitionspartey II. b. 273; ſein Vorſchlag zu einer praktiſchen Ackerbauſocietaͤt II. b. 275. 284; ſeine Reiſen l. 51; ſein Ent⸗ wurf zur Errichtung des Board of Agricult. l. 50. Sir, ein Titel bey den Englaͤndern lI. b. 47. 48. Skim, eine Art Erdhobel; deſſen Gebrauch l. 81. Smalſcher Pflug, Theorie deſſelben A. W. I. 1 ꝛc. — Beſpannung A. W. I. 34. 38; Fuͤhrung 37 ꝛc.; Wohlfeilheit 38; Einfuͤhrung deſſelben 39 dc.; wo paßt er nicht? 39 ꝛc. Erklaͤrung der Kupfertafeln 41-56; Zuſammenſetzng deſſelben 57-60 3 ſ. Pflug. Smith, A.; ſeine Meinung uͤber die Einmiſchung der Regenten in Handel und Wandel lI. b. 165 2c. — Aeuſſerung uͤber den Werth läad wirthüeholt ichre Produkte III. 100. Smithfieldmarkt Ill. 723. Societat, landwirthſchaftliche, zu London I. 47. — Londoner, zur Aufnahme der Kuͤnſte, Manufak⸗ turen und des Handels, Verſuche uͤber Wurf— und Drillausſaat befoͤrdernd III. 247. — landwirthſchaftliche, zu Beth l. 48; ihre Verſuche zu Gunſten der Drillausſaat III. 275. — zu Hampſhire uͤber die Vortheile der Drill-⸗ oder Wurfausſaat III. 275. — Adelphy⸗, zur Aufmunterung der Kuͤnſte III. 7. Societaͤten, landwirthſchaftliche, wie ſie in England gehalten werden; Auszug aus einem Protocoll daruͤber III. 103 ꝛc. Soden wal 19 1 n umem Pat zü ulhrn dreſtereare l-. ar ntiiha ie ſir Käfm 1 dg s derd flrulg zuiuden ag. 4 Vſſa Getrudl. de eſiben 1) 5 24 33, fl 17. V Iprun vſfaben 39 1, Frlruny Ar. faxiaviil v lſf r; r ie Eiwiſceny ſe andd“ 1üht. Hwwriſßüüte 4, abnwan meN dr Kun N Nxuxir Ner druh lir ur um 1 a. del hedrih sattl rrzek- A d dngl. ftüce niſen In zu aus dnxm d ghen — 911 Soden zum Raſenbrennen, wie ſtark ſollen ſie ſeyn, und wie ſoll man ſie verhandhaben? III. 612 ꝛc. Sommergetreide auf bindendem Boden gedrillt, wann und wie iſt es zu behacken? III. 254. Sommerſtallfuͤtterung in England IIl. 4. 717 und l. 640. Sommervill's Doppelpflug III. 174. Sommerville, Lord, Praͤſident des Board; Aus⸗ zug aus ſeiner Anrede an den Board II. b. 279. Southdowns⸗ oder ſuͤdliche Bergſchafe III. 751 2ꝛc. Spaniſche Schafe III. 774. Spaten, L. v. Enzel uͤber den Gebrauch deſſelben I. 248. Spitzſtehen des Getreides, wie es zu verhuͤten III. 254. Spoͤrgel, Spark, Sporry, Ackerſpark, Collinka, Knoͤterich(Spergula arvensis) I. 578 ac. III. 5⁰9 ꝛc.; zweierlei Arten III. 509; der große hohe Spoͤrgel, Collinka III. 510. 511. Vorzüge des Spoͤrgels uͤberhaupt III. 512. — zur gruͤnen Duͤngung III. 513. — ſein mediciniſcher Nutzen III. 514. — Koſten und Ertrag ſeines Anbaues bey Thaer II. b. 34. 35. Springochſen, wie man ſie in England haͤlt und benutzt III. 680. Staat; worin beſteht ſein bleibendſter Reichthum? — was gewinnt er durch Aufhebung der Frohnden? 111. 85. Staatserhaltung; die Koſten dazu muß vorzuͤg— lich der urbargemachte Boden tragen III. 70. Staatswirthſchaft, weelches iſt die ſichere, feſte Baſis derſelben? II. b. 301. Staats⸗ Staatswirthſchaft, worauf iſt ſie zu gruͤnden? II. b. 115 ꝛc. 2 — erſter Gegenſtand derſelben II. b. 116. Staatswohlfahrt, worauf beruhet ſie? II. b. 8 8 ꝛc. Stachel⸗ oder Stichelhaare der Schafe IIl. 237. 740. Stachelwalze, wo iſt ſie wirkſam? 1. 257. Staffordſhire, Wirthſchaftsart daſelbſt III. 146 ꝛc. Stahl's Syſtem der Chemie I. 145. Stallfuͤtterung l. 775- 793. In welchen teut⸗ 1I — — ſchen Wirthſchaften iſt ſie bereits eingefuͤhrt? I. 2777 ꝛc. Widerlegung der Einwuͤrfe dagegen 1. 778 ac. Was iſt Stallfuͤtterung? I. 779. Kann Schubarts Syſtem des Kleebaues und der Stall⸗ fuͤtterung der gewoͤhnlichen Dreifelderwirthſchaft angepaßt werden? l. 781 ꝛc. halbe I. 790. in England unbekannt 1. 640. Einwuͤrfe der Englaͤnder dagegen III. 718. Sie wuͤrde die Norfolker Vierfelderwirthſchaft zur groͤßten, bis jetzt denkbaren Vollkommenheit brin⸗ gen l. 80. mit einem guten Feldſyſtem verbunden, iſt der hoͤchſte Gipfel der Landwirthſchaft 1. 761. iſt wohlfeile Fuͤtterung III. 699. ſie giebt wohlfeileren Miſt als Weidewirthſchaft II. b. 22 ꝛc. Staudaͤmme ſtatt der Stauſchleuſen III. 559 ꝛc. Staͤlle in England fuͤr Rindvieh Il. a. 148; füuͤr Schafe 149; fuͤr Schweine 150; fuͤr Pferde 144. 187. Staͤnde, das Empordraͤngen derſelben l. 701. Staͤnde, St St ¶. 1 5 . & G. & n— wderalj ſt ſt ue drſtder Uà n derufianht ielä tſeotenel, ſſchner dſchefsar de mcnl 1. 57ℳ„„. flaleues un Ar Cthl- e Drjfrvirſcht 3 ritſct M b 77 M 1b Dhoriti 1 86 6 4 2 kin virk i „ nf uihl nl 6 1, javic lu 1 b i V Wmiben! n Fuun wiine ljo 1 Staͤnde, Unterſchied derſelben in England in Bezug auf landwirthſchaftl. Einrichtungen II. b. 44-59. Staͤrke aus Kartoffeln III. 3 80. Staͤrkemehl l. 413. 417, iſt der naͤhrendſte Theil aller Vegetabilien III. 391. Steckruͤbe 1. 374. Steine, wie ihr Antheil im Boden zu beſtimmen 1. 104. Steigerung der Laͤndereyen foͤrdert hoͤhere Production und allgemeine Wohlfahrt II. b. 9 ꝛc. Stickgas, Stickſtoff I. 146 und 148. Strecken iſt nuͤtzlich I. 233. 253. Streichbrett, wie viel auf deſſen Bauart ankomme I. 226. Stroh, Werth deſſelben zum Duͤnger durch Ein— ſtreuung, nach Young l. 162. — Werth deſſelben zum Duͤnger durch Verfuͤtterung, nach Backewell l. 163; des Verfaſſers Meinung uͤber beyder Behauptung J. 164. — Surrogate deſſelben l. 1635 ꝛc. — wie bewahrt man es in England auf? II. a. 169. Strohentziehung durch die Zehnten iſt hoͤchſt nach⸗ theilig III. 96. Strohmangel, iſt er bey Stallfutterung zu be⸗ fuͤrchten? 1. 789. Stuͤrzen am Pfluge, A. W. 35. Stuͤtereien, teutſche, ihre Fehler III. 647. Suffolk, Wirthſchaftsart daſelbſt III. 150; Pflug daſelbſt 1. 226; großer Moͤhrenbau daſ. 1. 335. Surrey, Wirthſchaftsart daſelbſt III. 164. Suſſer,—— IIlI. 164. Surveys fuͤr den Board of Agriculture III. 9. 12. Syſtem der Landwirthſchaft I. 3; ſ. Landwirthſchaft. Tage⸗ —————— ———————— — 914— Tagebuch, landwirthſchaftliches, eines teutſchen Oeko⸗ nomen, auf einem Farm in England gefuͤhrt ll. a. 234 f. Tagelohn und Tageloͤhner, Berechnung derſelben II. b. Io. Tageloͤhner in England II. b. 50- 56. Talkerde oder Bittererde I. 96. Taxationen der Inventarien in Teutſchland II. b. 66 f. Taxirung der Guͤter in Holſtein und Meklenburg I. 730. Teeswater⸗ oder Marſchſchafe, höoͤrnerlos III. 756 f. Teutſche(der) Ackerbau leidet nicht bey dem Mangel groͤßerer Manufakturen und Fabriken III. 66. — Landwirthſchaft und engliſche; das Charakteriſtiſche beyder mit einander verglichen III. 2- 132; ſiehe England. — Wirthſchaft, worin iſt ſie der engliſchen vorge⸗ kommen, worin ſteht ſie ihr nach? III. 129. — Oekonomen, in wie fern haben ſie es weiter ge— bracht, wie die engliſchen? III. 39 und 43 f. Teutſchland, wodurch kann daſelbſt der National⸗ Reichthum vermehrt werden? III. 68. Der Markt fuͤr thieriſche Produkte fehlt daſelbſt nicht 68; aber den teutſchen Oekonomen fehlt es an geſel— liger Mittheilung 119, und landwirthſchaftliche Aufmunterungen vermißt man ſehr; 120. Das Caſtenſyſtem hindert die geſelligen Zuſammenkuͤnfte 120. — landwirthſchaftlicher Zuſtand daſelbſt I. 698. — Landwirthſchaft daſelbſt, verglichen mit England in wiſſenſchaftlicher Hinſicht III. 121. Teutſch⸗ 9 „ Wwirthſchaf dfit meeg. f nm. 3 ae f. dm Praes han ſt hha i. 3 dt N i WMähag, Ir eh pi Teutſchland und England in Ruͤckſicht der Viehzucht mit einander verglichen III. 618 f. — muſterhafte Schaͤfereyen daſelbſt III. 805 f. Thanet, Fruchtfolgen daſelbſt III. 154. Thiere, Ausartung und Fortpflanzung derſelben III. 635. — die verſchiedenen Geſchlechter von einander abge⸗ ſondert zu erhalten, iſt nuͤtzlich III. 650. — Ausduͤnſtung derſelben befruchtet den Acker I. 305. — koͤnnen ſich nicht von roher Materie aus dem Mi⸗ neralreich ernaͤhren III. 312. Thierracen, beſtimmte, unter den Hausthieren mit ausgezeichneten Eigenſchaften III. 625. — ob Clima, Nahrung und Wartung auf ihre Ver⸗ aͤnderung großen Einfluß haben III. 626 f. — gewiſſe Qualitaͤten derſelben vererben ſich bey einer reinen Generation, und bleiben III. 6 30. — geyiſſe, koͤnnen neben einer ſehr erwuͤnſchten Qua⸗ litaͤt eine oder mehrere ſchlechte beſitzen, und ſo mehr nachtheilig als nuͤtzlich werden III. 632. — veredelte; vor ihrer Einfuͤhrung muß man zuvor ihre Eigenthuͤmlichkeiten kennen lernen III. 633. — die Eigenſchaften derſelben laſſen ſich zum Theil durch eine Miſchung derſelben verbinden III. 634. Thieriſcher Abfall, als Duͤngmittel I. 180. Thimothygras, Katzenſchwanz⸗ oder Wieſenlieſch⸗ gras l. 590. Theilungsbill, allgemeine, Wuͤnſche und Vorſchlaͤge dazu in England II. b. 347. Themſe⸗Gegenden in Kent, wie ſie bewirthſchaf⸗ tet werden III. 163. Theorieen, ſind ſie unentbehrlich? 1. 140. 152. T h e u⸗ — 916— Theurung, durch Carls des II. Korneinfuhrverbot und Kornausfuhrfreiheit verhuͤtet I. 36. — in England, vom Jahre 1801, II. b. 218 f. Thon und Thonerde, Unterſchied dazwiſchen l. 94. — wie iſt ſein Antheil im Erdboden zu beſtimmen? I. 1072 — woher ſeine Farben? I. 125. 128. Thonboden, wie er von zu großer Naͤſſe zu befreyen II. a. 18 f. Thonerde oder Alaunerde 1. 93. 94. 125. Thran als Duͤnger I. 181. Tiefe des Bodens J. 120. — in welcher der Saame beim Drillen liegen ſoll IIll. 246. Tillet, ſeine Verſuche uͤber waſſerhaltende Kraft I. 115. — uͤber Entbehrlichkeit des Miſts 1. 151. 153. Tonne Korn, Tonne Land; was iſt darunter zu ver⸗ ſtehen? 1. 730 f. Topdreſſing oder Ueberduͤngung mit Compoſt 1. 171. 172. Torf, Urſprung deſſelben 1. 133. — durchs Verkohlen, Verbrennen und durch Kalk und Miſtjauche zum Duͤnger gemacht I. 188. Toͤddern des Rindviehes IIl. 701. Transactionen der Londoner Societaͤt ꝛc. III. 9. Trifoliumz; ſiehe Klee. Trocknen des Graſes, oder Heumachen III. 582. Tull(Jetro), der Erfinder der aͤltern Drillwirthſchaft, hat ſie zuerſt in Europa ſyſtematiſch betrieben 1. 485 f. III. 222. — und ſein Wirthſchaftsſyſtem IIl. 222 f. III. 230f. Tull — —„‚2,—— 91b— dsllimiijnttg Kmſitl Iähr Klzol, U 1lg terſchieh dume luri unſ 9! n n. an z gihe Muh nifn t 1 321 23 94. 1 l. 29 ,0. uge bin Daln lon ä † AJh ſcſ ahmy ſſ! at We Nie 3 as ſt wuntr zu. 1 u Säbün a furn, T rzumteli vit hazde. 1 — Tull(Jetro), — 917— ſeine Methode, mit der Atmoſphaͤre zu duͤngen l. 485. — ſeine Verſuche, den Ackerbau wiſſenſchaftlich zu lehren I. 38. — wann und wie er pferdehacke III. 251. — ſeine Halbkultur von Anderdon vertheidigt III. 227. — A. Youngs Aeuſſerung uͤber ihn und ſeine Wirth⸗ ſchaft III. 224. Turnip, was darunter zu verſtehen I. 316 f. Turnipsbau lI. a. 281. Turnipswirthſchaft in Norfolk I. 284. Tuͤrkiſcher Weitzen, gedrillter, III. 3 06. Twicke oder Plaggenhacke III. 599 f. Ulex europaeus III. 506. Underdrains, ſiehe Abzuͤge. Ungariſcher Pflug III. 175. Unkraur durch Kalk zu vertilgen I. 134. 192. 194. Untergrund des Bodens, ſeine Wichtigkeit I. 121. Unterpfluͤgen gruͤner Saaten I. 184. Unterſuchung, oberflaͤchliche, des Erdbodens I. 98 f. Urbarmachung unangebauten Landes, wie iſt da⸗ bey Schaden zu verhuͤten? II. b. 290. Es iſt da⸗ bey viel zu gewinnen II. b. 278. — durch Verbrennen des Raſens III. 606. Urſtoffe der organiſchen Koͤrper 1. 143. Ueberduͤngung, ihre Wirkſamkeit l. 173. Ueberrieſelung, zu welcher Zeit iſt ſie zu veran⸗ ſtalten? III. 557. —— Ill. 545. 547 ꝛc. 3r Band. f Ueber⸗ Ueberſetzungen, ſchlechte, ſchlechtgewaͤhlter engl. Schriftſteller III. 6. Ueberſtauung der Wieſen III. 545 f. — was iſt dabey zu beobachten, und wann ſoll man ſie veranſtalten? Ill. 555. BVancouver, wie er ſeine Kohlpflanzen behandelt III. 427. Begetabilien muͤſſen die rohen Naturſtoffe der or⸗ ganiſchen Natur erſt aneignen IlI. 311. Begetation zerſetzt die Kohlenſaͤure; Haſſenfraz Verſuche I. 212. Vegetationskraft, durch Gyps und Salze aufge⸗ reizt I. 208. Vegetating procels 1. 323. Verafterpachtungen, ihr Nachtheil II. b. 72 und 89. Verbeſſerungen, landwirthſchaftliche; ſiehe Land⸗ wirthſchaft. — duͤrfen nicht aus vorgeſchuͤtztem Patriotismus un⸗ terbleiben III. 130. — ſind nicht gut thunlich in der Oekonomie, ſo lange die gewoͤhnliche Zehnteinrichtung beſteht III. 95. — in der Oekonomie ſind bey Frohndienſten nicht moͤglich IIl. 84. des Bodens durch das Raſenverbrennen; Mar— ſhalls Bemerkungen daruͤber III. 611f. — werden dem engliſchen Paͤchter verguͤtet 1. 22. Verbrennung des Raſens; Vortheile davon 1. 219-222. Veredlung der Viehracen, Backewell. Backewellſche; ſiehe Ver⸗ 4 ,— 18— te, ſätnazi. in ll z3f tehn, u) n ln 155. — d igſunntrall de nha mien rnn U zu, jeaſun; gyſan h Gwe un Eige al 343 Nuctfal 5 n und rüt, ih un dm prruicmum i dr däummi e mätean bftll ie Frgcini ij Trienetemnj 3 ber. duf hätr wrunlu V 8, Orth dun , Satmät MMf⸗ — — — — 919— Veredlung des Viehes in und durch ſich ſelbſt III. 635. —— durch Anſchaffung einer reinen Race maͤnnlichen Geſchlechts III. 629. —— durch Anſchaffung einer reinen Race maͤnnl. und weiblichen Geſchlechts III. 651. Vorſichtsregeln dabey 651 f. —— in und durch ſich ſelbſt geht langſam und erfordert beſondere Kenntniſſe, iſt aber auch ſicher und belohnend III. 654 f. durchs Kreutzen mit dem maͤnnlichen Geſchlecht einer andern Race III. 640 f. —— 3; Fehler, die dabey zu vermeiden Ill. 656. der Schafe, merkwuͤrdiger Betrieb damit I. 669. des Rindviehes l. 623. unſerer Landſchafe iſt gluͤcklich eingeſchlagen III. 643; nicht die unſerer Pferde III. 644. Vergleichung des engliſchen Geldes, Maaßes, Ge⸗ wichtes mit anderem Gelde, Maaß und Gewicht II. b. die Tabellen. Verhaͤltniſſe, fehlerhafte, ſtatiſtiſche und politiſche, wie ſie der Energie des Landvolkes im Wege ſeyn koͤnnen III. 23. — im Anbau der verſchiedenen Fruͤchte fehlen zum Theil in England III. 46. Verkalkung der Metalle l. 145. Verkoppelung, was iſt darunter zu verſtehen? 1. 78³3 — ihr Vortheil I. 71. Y— ſie vermindert nicht Production, nicht Bevoͤlke⸗ rung, iſt dem Staate nicht nachtheilig II. b. 375. — iſt nicht nachtheilig II. b. 369 f. f. 2 Ver⸗ Verkoppelung, ihr großer Nußen fuͤr Jedermann Il. b. 373. — und Wechſelwirthſchaft, deren Einfuͤhrung in Eng⸗ land l. 64. — in England glaubt man, ſie ohne Aufhebung des Zehntens nicht zu Stande bringen zu koͤnnen Ill. 88. — durch einſtimmige Einwilligung iſt in England ſehr ſchwierig; Beiſpiele davon II. b. 333 f. — Wirkungen davon in England II. b. 357. — Vorurtheile dagegen II. b. 369 f. Verkoppelungsbill, allgemeine, warum ſie im Parlement noch nicht eingebracht werden durfte? II. b. 339 f. Verkoppelungsbills, die in 10 Jahren in Eng⸗ land ausgefertigt II. b. 352. Vermoͤgensgleichheit, ob ſie gut waͤre, beſonders fuͤr den Landwirth II. b. 106 f. Verpachtung, jede, iſt dem Ackerbau nachtheilig II. b. 83. — der Domainen der Fuͤrſten II. b. 88. Verpachtungen auf Lebenszeit II. b. 89. — auf Meiſtgebot lI. b. 88. — worauf es dabey ankomme, wenn Paͤchter und Verpaͤchter gewinnen ſollen lI. b. 85. — Vorſchlag, die Schwierigkeiten dabey zu heben Il. b. 86 f. — in Engl. von den teutſchen verſchieden II. b. 63 f. — at will II. b. 73. Leases 30. at life 39. — in England, ihre Vorzuͤge vor der teutſchen Ver⸗ pachtungsart II. b. 65 f. Verpaͤchter, verſchwenderiſche; A. Young uͤber den Nutzen, den ſie ſtiften l. 23. 24. Ver⸗ — „.— 9 68 r Juhn fir Jarumm dan eiſifeugu ſe thu lfiun dedeingm un l aung ſtuni nll 3zzf Jand. z5. .359 f zanine, worm ſei gebrackt werden dune Io Jähen i 3 gat vin, Kſenders ., uu mühlil e, wem Aichr! Mb 95 kiin un ſät trſcind o. ulicg gerur tuſtu g Verrottung des Daͤngers, wie befoͤrdert man ſie? 1. 168. Verſchneiden der zu maͤſtenden Kuͤhe III. 727. Verſiegen der Brunnen, Quellen, Baͤche II. a. 115. Verſuche, landwirthſchaftliche; Nutzen davon I. 720 und lI. b. 288 f. 292 f. —— mißlungene, haben großen Werth l. 41. Vervollkommnung der Wirthſchaft, wo ſie Statt ſinde III. 17. Verwalter oder Hofmeyer ſollten gut gehalten wer⸗ den I. 30. — oder Wirthſchaftsaufſeher, ſoll er mitarbeiten? IlI. b. 105. Verweſung durch Saͤure im Boden gehemmt I. 97. 98. Vicia; ſiehe Wicke. Vieh zur Maſtung muß ein gewiſſes Alter haben III. 214. — je ſtaͤrker man es fuͤttert, um deſto beſſer bezahlt es ſein Futter III. 698. — niederlaͤndiſches l. 804. — in Engl. zu viel oder zu wenig gehalten III. 44. — zur Milchgewinnung oder zum Maͤſten, wie wird es in England behandelt? II. a. 148. 192. — deſſen Behandlung in England in Ruͤckſicht des Clima; iſt ſie bey uns möglich? III. 55. Viehbenutzung durch Molkerey bezahlt ſelten die Fuͤtterungskoſten II. b. 20 f. Biehfuͤtterung, Anbau von Wurzel⸗ und Kohl⸗ gewaͤchſen dazu III. 311 f. — auf freyem Felde in Norfolk 1. 305. Vieh⸗ ——————— ——— 5 — ſſſ—— ͤͤͤͤ —-— 922— Viehhaltung und Fruchtbau muͤſſen im richtigen Verhaͤltniß ſtehen III. 311. Viehhoͤfe in England IlI. a. 145. Viehlager auf dem Felde; nach der Meinung der Norfolker iſt dies ſehr fruchtbarmachend l. 305. Viehracen; gute und ſchlechte Qualitaͤten derſelben erben ſich fort III. 634. Viehkenntniß der Englaͤnder, beſonders durchs Ge⸗ fuͤhl zu beurtheilen III. 668. Biehmaͤſter III. 41. Viehſtall, wie ihn Backewell eingerichtet I. 636. Viehſtaͤlle in England II. a. 144. 192. Viehſtand iſt nur Maſchine, um vegetabiliſche Nah⸗ rung in animaliſche Stoffe und in Miſt zu ver⸗ wandeln III. 698. Viehſtapel, Behandlung deſſelben in Norfolk I. 312. Viehzucht, engliſche III. 617 f. Iſt ſie bey uns minder vortheilhaft? III. 618 f. — die Teutſchen koͤnnen hierin vieles von den Eng— laͤndern lernen IIlI. 618. 621. — bey der Veredlung derſelben ſind der Zweck des Viehzuͤchters und die Qualitaͤten des Viehes ver⸗ ſchieden III. 62 1 f. — wie es dabey auf die Anſchaffung eines ſolchen Stammes ankomme, der dem Zweck, zu welchem ich Vieh haben will, am vortheilhafteſten ange⸗ paßt iſt III. 634. Viehzuͤchter, woran ſie die Guͤte des Fleiſches beym Maſtvieh erkennen; I. 662 f. Viehwirthſchaft in England, lehrreich fuͤr Teutſch⸗ land III. 678 f. Vierfelderwirthſchaft, wann paßt ſie fuͤr Stall⸗ fütterung? l. 783. Vier⸗ 788 ha„. däen viſg m ih 1l. 16. . 1 uch i Num fatiunnt gece Qunin hrihe 4 dit, brindeugg 66. 1 „ 5 ailtinntt 4 1.I e, un wgttüch e ife uy u ff u ſi irqlurfiké!35 rf R ſe Wh us ölzi n iils un im im⸗ im. ba ſc R zut aultitn ds Vüe h prtrfim is ſc e un 3, tn In berzellttin hr eaw;Eai böef. and, lherd rui um niſr— lie — 923— Vierfelderwirthſchaft, wie betreibt ſie der Verf.? 1. 785. Vitriol iſt der Vegetation nachtheilig I. 97. Vitriolſaͤure oder Schwefelſaͤure im Boden 1. 97 und 1. 133. Vorgeſtell und Raͤder am Pfluge; ſiehe Pflug. Vorraͤthe von Lebensbeduͤrfniſſen; wie wird es da⸗ mit in England gehalten? II. a. 141. 184. Wachsthum der Pflanzen; wie wird er befoͤrdert? Ill. 253. Waͤgen, das, lebendiger Thiere zu Maſtungsverſuchen 1. 637. — das, des Maſtviehes III. 700 f. Wahlanziehung, chemiſche, worin beſteht ſie? I. 147. Walkers Methode, unter Ruͤben Weizen und Rocken zu ſaͤen III. 430. Wallis; Ackerbau daſelbſt III. 165. Walze, dem Englaͤnder ein nothwendiges Inſtrument II. a. 298. — ihr Nutzen l. 256. — nach dem Pfluge l. 235. — zum Drillen III. 235. Walzen, das, l. 249- 257. — der Saaten vor und nach dem Laufen I. 256. — des Rockens l. 256. 1 — in England allgemein gebraͤuchlich 1. 256. — der Wieſen J. 599. — ein Mittel gegen Inſekten II. a. 275. Warwikſhire, Wirthſchaftsart daſelbſt III. 148. Waſſer, — 924— Waſſer, als Nahrungsmittel der Pflanzen betrachtet I. III. — woraus beſteht es? I. 144. — zur Wieſenwaͤſſerung von verſchiedener Guͤte I. 611. — von Feldern und Wieſen abzuleiten; ſiehe Abwaͤſ⸗ ſerung. — zu verſenken II. a. 115 f. Beſchreibung des Ver⸗ fahrens dabey in Teutſchland von Th. Nugend IL a. I15 f. — mineraliſches, abzufangen und anderswohin zu leiten II. a. 115. Waſſerableitungen, Nukben davon l. 258. — verdeckte, oder Unterdrains; Beſchreibung davon 1. 260 f. — verdeckte, wie ſind ſie anzulegen? I. 262; was koſten ſie? I. 264. Waſſerhaltende Kraft des Bodens zu beſtimmen 1I. 103. ——— wovon haͤngt ſie ab? I. 121. Waſſerleitungen der Roͤmer II. a. 2. Waſſerſtoff, Waſſerſtoffgas 1. 144. 148. Waͤſſerung der Wieſen in Wiltſhire I. 600. 608. — der Wieſen nuͤtlich fuͤr die Schafzucht l. 608. —— Dauer derſelben l. 607. 609. —— welches Waſſer iſt dazu das beſte? I. 611 f, —— Koſten ihrer Anlage III. 558. Watſon, ſeine Unterſuchung uͤber den Erdgehalt des Eichenholzes lI. 117. Wechſelwirthſchaft II. b. 328 und l. 83 f. — worin beſteht ſie? I. 83; ihr Unterſchied von der Meklen⸗ 212 en nrſhiüar g thuletn, 11 iſeluio . deſhritn tegh d und mrmen g en dävon 1 259 9. 8 5, kn ah dabog dan? 1 262, uug ſcdens zu befinmen ata ſänt ſt lan. aus L 144 1. Nicirel.(on. 0 Etzofuct hel. nl bor h tit unw li Nage. ſ9. ber dn dyü Sndlzi r elr t rrſchd mr Mhtuu 4 — 925— Meklenburger Wirthſchaft I. 81; Abwechſelungen ihrer Fruchtfolge I. 83- 85. Wechſelwirthſchaft, woher ſtammt ſie, und wann hat ſie ſich in England allgemeiner verbreitet? III. 229. — verhindert die Erſchoͤpfung des Bodens l. 290. — lockert den feſten Boden und vertilgt das Unkraut 1. 289. — befoͤrdert die atmoſphaͤriſche Duͤngung I. 290. — giebt mehr Duͤnger als Braachwirthſchaft I. 292. — erfordert nicht mehr Geſpann, als gehoͤrig behans delte Braache I. 293. — laͤßt ſich nicht gut einfuͤhren, wo Menſchenmangel iſt, obgleich ſie alle Auslagen mit reichlichen Zinſen verguͤtet l. 294. — und Stallfuͤtterungswirthſchaft, was fordern ſie vom Acker fuͤr das Vieh? I. 784. — und Verkoppelung, Einfuͤhrung derſelben in Eng— land 1. 64. Weddergetters l. 672. Weide, worauf koͤmmt es dabey an? I. 580 f. — gemeinſchaftliche; kann ohne ſie Schafzucht Statt finden? 1. 678. —— natuͤrliche iſt theure Fuͤtterung Ill. 699. — Mangel daran, ob er bey Verkoppelungen in Teutſchland zu befuͤrchten? II. b. 370 f. Weideland, altes, abzuplaggen und den Raſen zu verbrennen l. 215 f. Weidewirthſchaft, von Manchen der Ackerwirth⸗ ſchaft vorgezogen; Urſachen davon bey den Eng⸗ laͤndern 1. 73. Weißkraut, Weißkohl; ſiehe Kohl. Weitzen — 926— Weitzen l. 431 f. Verſchiedene Arten davon I. 432. — verſchiedene Arten erfordern verſchiedenen Boden, und haben verſchiedene Vorzuͤge l. 433. — Veredlung deſſelben durch ausgeſuchtes Saatkorn 1. 437. Sommerweißen 438. Einweichung deſſelben vor der Ausſaat; ein Mit⸗ tel gegen den Roſt und Brand 1. 439. — wie iſt der Brand zu verhuͤten? II. a. 749. — wie ſtark iſt er auszuſaͤen? l. 442. Verhaͤltniß der Einſaat zum Ertrage, nach Poungs Verſuchen l. 445. — Staͤrke derſelben und Erndten davon, nach Young I. 448. — Saatzeit deſſelben I. 449. — welches iſt auf bindigem und auf lockerem Boden die beſte Vorbereitung dazu? Youngs Verſuche daruͤber ll. b. 258 f. — ſo wie Gerſte, in Norfolk gejaͤtet I. 311. geraͤth beſſer nach gedrillten Bohnen, als nach reiner Braache III. 299. — beſter, auf dem Londoner Markt IIl. 162. Weitzenbrod, ein nothwendiges Beduͤrfniß des ge⸗ meinen Englaͤnders ll. b. 247. Wendepflug, Ducketſcher, III. 1 72. Wendepfluͤgen oder Doppelpfluͤgen beym Umbrechen der Kleeſtoppel zum Wintergetreide III. 477. —; Duckets Schaͤlmeſſer oder Raſenſchneider dazu Ill. 173. Werkzenge⸗ neue oͤkonomiſche; ihre Einfuͤhrung iſt mit Schwierigkeiten verknuͤpft UlI. 126 f. Werth des Grund und Bodens Il. b. 7; des Duͤngers Il. b. 1 7. Weſt⸗ n ltm dun a en beiſhidnn Jon Kigel. 9) Heusgſſaes Eutin 435. Rrr Ausſen, in Me Rud. 39, üins Lag 1L4n. in Ertrag uhung den daten zuc peug uuf laceren bodan 7 Nrunss Vrſuce ltttl. z11. dahna, d nc Mrt. 1b7. pfünn bon lriete ratradV rNuſeſuir dll Weſtfeld uͤber die Grundſaͤtze der Englaͤnder bey der Bebauung ihrer Landguͤter II. a. 129-178. Weſtmoreland, Wirthſchaftsart daſelbſt III. 139. Weſtrumb, wie viel pr. C. Erde er im Klee gefun⸗ den I. 117. Wettpfluͤgen in England lll. 106. Wicke, zweyjaͤhrige(vicia biennis) Ill. 521. — — — — — — — franz. Futterwicke(vicia narbonensis) III. 521. mit Bohnen vermiſcht ausgeſaͤet III. 521. zur Gruͤnfuͤtterung III. 517 f. und l. 478. zum Heumachen und zum Reifwerden 1. 478 und lll. 517. das Duͤngen derſelben I. 479. verbeſſert den Acker l. 480. ſiehe Winterwicke. Wieſen, Behandlung derſelben l. 593-615. — werden in England fehlerhaft benutzt I. 593 f. — ihr Werth iſt der Maaßſtab fuͤr die Cultur einer Gegend l. 74.. wie ſie zu verbeſſern l. 580 f. — zu walzen 1. 599, von Maulwurfshaufen zu be⸗ freyen l. 599. — ob und wo ſie entbehrlich IIl. 525 f. — natuͤrliche, zu unterſcheiden von den kuͤnſtlichen Ill. 527. — feuchte, vier verſchiedene Arten derſelben III. 528; feuchte Wieſen an Fluͤſſen, wo nach Ueberſchwem⸗ mungen das Waſſer nicht ablaͤuft, was iſt damit anzufangen und was iſt zu thun, wenn jeder hoͤ⸗ here Waſſerſtand ſie uͤberſchwemmt? Ill. 529. — in Vertiefungen, zwiſchen Ackerfeldern und in Thaͤ⸗ lern zwiſchen Huͤgeln, koͤnnen aͤuſſerſt fruchtbar ſeyn lll. 531. Wieſen, enannenannennnaas ttannnenne eeneeemnennnennnnannenneenenennnn 3—— ———— 3— 3 ͤͤͤͤſͤſͤͤͤͤſͤſͤſͤſſſ— Wieſen, langgraſige, von Wiltſhire III. 531 f. — im Thale, wie ſichert man ſie gegen zu große Feuchtigkeit? IlI. 533 f. — quelligte, woher entſtehen ſie, und wie entfernt man den Ueberfluß an Feuchtigkeit? III. 535 f. — moorige, wie ſie zu verbeſſern III. 537 f. — die hoch und trocken liegen, wie ſie zu behandeln Ill. 565. — zu beweiden, iſt dies gut oder nicht? III. 566 f. — hochgelegene in ein Wirthſchaftsſyſtem gebracht, geben den groͤßten Gewinn IlIl. 568 f. Bedingun⸗ gen dabey III. 569. Kuͤnſtliche Beſaamungen der⸗ ſelben lIlI. 570. — Pacht und Koſten des Heues IIl. 454. Wieſenbau lll. 525-594. Wieſenbedüngung l. 597. Vortheil davon III. 539 f. — zu welcher Zeit ſoll ſie geſchehen? IIl. 541. Wieſenbeſaamung, wie ſoll man dabey verfahren, wenn die Auswahl der einzelnen Graͤſer zu ſchwie⸗ rig iſt? IIl. 576. Wieſenbewaͤſſerung, großer Vortheil davon IlIlI. 547 f. — unter welchen Umſtaͤnden kann ſie Statt finden? Ill. 544. — 1. 600 f. — breite, flache, gewoͤlbte Beete dazu anzulegen Ill. 549. — Schriften daruͤber III. 551. Wieſenfuchsſchwanz, Alopec. prat. I. 584. Wieſengrund, wie er auf dem Landgute des Herrn Bancks angelegt und behandelt worden lI. a. 270. Wieſenhafer l. 588. Wieſen⸗ — ωα₰ ł „ 1— dsian z— ruin, 56 Käri te di Nſurungaw. juus l. 94. Rn- ri g Färaur 3 Mndh 39 WMh . Arn thel unn l gehe U 41 l un dc be ciü. näna diſe udir rir Drhal dun dn nnn ſe0 Eht ſhe. dn! e Bete duu nlen zil⸗. Jupec,nt. li rhem! ande 4, 7), 1 gdet vad⸗ dl. gl Dieer⸗ R hen — — 929— Wieſenland und Weideland umzubrechen, iſt den engliſchen Paͤchtern unterſagt ll. b. 70 u. 81. Wieſenlieſchgras l. 590. Wieſenuͤberrieſelung; welches Waſſer iſt das wirkſamſte dazu? lll. 552; erfordert geebnete Beete Ill. 554. Wieſenverbeſſerung bezahlt ſich gut III. 561. — ein Hinderniß derſelben ſind die Waſſermuͤhlen lII. 562. — durch Umbruch, ohne nachherige kuͤnſtliche Beſaa⸗ mung llII. 578. Wieſenriechgras, großes,(Poa pratensis) l. 585. Wilder Klee, Bergklee III. 503. Wilts, vortreffl. bewaͤſſerte Wieſen daſelbſt III. 165. Wiltſhire, Wieſenwaͤſſerung daſelbſt I. 600. — langgraſige Wieſe daſelbſt III. 531 f. Windſorpark in Berkſhire IIlI. 157. Winterbraache, Pinfallow I. 82. Wintergetreide darf in keine verqueckte Kleeſtoppel geſaͤet werden lll. 476. Winterwicken I. 481. II. a. 277. 293. Wo ſind ſie erfroren? III. 54. — der Englaͤnder, von unſerer gewoͤhnlichen Som⸗ merwicke faſt in nichts verſchieden III. 520. Wirthſchaft, Vorzuge der kleineren und groͤßeren Wirthſchaften vor einander Il. b. 91-113. — kleine, was iſt darunter zu verſtehen lI. b. 92, und was laͤßt ſich fuͤr ſie ſagen? II. 93. — große, was verſteht man in England darunter? II. b. 92. Ift ſie vortheilhafter, als eine kleine Wirthſchaft? UI. b. 97 f. — gute, was gehöͤrt dazu? Ill. 17 f. Wirth⸗ Wirthſchaft, Vervollkommnung derſelben, wo findet ſie Statt? all. 17. — große, erfordert beſtimmte regulaire Eintheilung, und beſtaͤndigen feſten Wirthſchaftsgang lll. 47. engliſche, iſt ſie in ihrem ganzen Syſtem auf teutſchem Boden nachzuahmen? Ill. 127. Murray's, zu Beauport in Suſſex lII. 192. energiſche, wo hat man ſie in England zu ſuchen? BI. 38. 39. — Tulliſche, ihr Eigenthuͤmliches IlI. 230. Brabanter oder Niederlaͤndiſche lI. 793. Holſteiniſche I. 728; gebraͤuchlichſte Beſtellungs⸗ arten Holſteinſcher Koppelwirthſchaften l. 730 f. Holſteiniſche und Meklenburgiſche; Fehlerhaftes derſelben 1. 758 f. Wirthſchaften, einige ausgezeichnete in England, 111. 169 218. — gute teutſche, regulaire beſtimmte Eintheilung und Vorzüͤge derſelben III. 47. Wirthſchaftsarten in England l. 63-87. — 1. 719; ſ. Ackerwirthſchaft. — — — als Acker⸗ oder Korn⸗, Gras⸗ oder Weide⸗, Wechſel⸗ oder gemiſchte Wirthſchaft 1.71; ihre Modiſicationen l. 72. — gewiſſe, ſind in gewiſſen Diſtricten von England ziemlich allgemein I. 72. Wirthſchaftsart fuͤr die, welche privative Weiden beſitzen, und keine ganze Stallfuͤtterung haben l. 790 f. Wirthſchaftseinrichtungen, neue, wann haben ſie geſchadet, wann genuͤtzt; wann ſind ſie nach⸗ geahmt oder verworfen worden? III. 18 f. — in Holſtein mit ihrem Ertrage l. 733. Wirth⸗ — 89— nun drihn a n mnte nxulin bazie Itzritze Ap. üinm aanm fin 1 gutn l.. natn Erſſell h anſin Ergulg ihen lnichs l. rünite„) räuhlihſe ülns viwitzſcheten zof nüurgiche, Feglahais Fzaihnte i Ergun) mateEithalung und ndL 6zN ift. „Er: aͤr Die ePrctniie m diiritm u Aan 14ℳp Fnder „pache deute Dͤa eniſttm ſben gen, fbe ran pi ige van ih ſau 71„ rrden? l d „)—„, rtroh 1 727 aud Dlih Wirthſchaftsgebaͤude und ihre Einrichtung in England Il. a. 133 f. Wirthſchaftsmethoden, verſchiedene; Nutzen, der aus ihrer Vergleichung hervorgehen koͤnnte I. 727. Wirthſchaftsveraͤnderungen, große, darf nicht jeder wagen, und nur wenige ſchnell lll. 465. Wirthſchaftsregiſter des General Murray; Aus⸗ zuͤge daraus IIl. 194 f. Woburnſche Schafſchur des Herzogs von Bedford Ml. 114. Wolle der Schafe und ihre Haare III. 732. 740. Worceſterſhire, Wirthſchaftsart daſelbſt III. 148. Wurzeln der Pflanzen gehen der beſſeren Erde nach 1. 237. — Austrieb derſelben bey Anhaͤufung der Erde in der Drillkultur III. 242. — gelbe; ſiehe Moͤhren. Wurzel⸗ und Kohlgewaͤchſe, gedrillte, III. 304 f. Ill. 306. 311. — warum iſt ihr Anbau zum Viehfutter ſo lange unterblieben? III. 321. Wuͤſtliegendes Land, warum trifft man es noch ſo haͤufig? Ill. 94. YVeoman, Neomanry, oder eigentliche Bauern⸗ klaſſe in England l. 20. II. b. 48. 49. 50f. Deomanclaſſe, warum iſt ſie in einigen Gegenden Englands faſt ganz erloſchen? l. 25. 26. Yorkſhire, landwirthſchaftl. Zuſtand daſ. III. 142. YPoung(Arthur), ſein Verdienſt um beſſere Land⸗ wirthſchaft I. 12. — ſeine Reiſen l. 14.. Young — 22— 932 Voung(Arthur), ſein Vorarbeiten zu einer Wiſſen⸗ ſchaft des Ackerbaues l. 39. Werth ſeiner Verſuche und ſeiner Verſuchserzaͤh— lungen l. 41. von Medicus angegriffen, vom Verf. vertheidigt 1. 686 f.. Beantwortung einiger Einwuͤrfe gegen die vom Verfaſſer aufgezaͤhlten Verdienſte dieſes Mannes II. b. 254- 267. wie ſtellte er Verſuche an? II. b. 257. einer der beruͤhmteſten Schriftſteller Großbrittan— niens lI. b. 254. Ueberſetzungen ſeiner Werke III. 8. ſeine Landwirthſchaft verdient die ihr gemachten Vorwuͤrfe nicht II. b. 255. in Ruͤckſicht ſeines perſönlichen Charakters und ſei⸗ ner neueren politiſchen Schriften II. b. 264. ſeine Berechnung des ganzen im Ackerbau ſtecken⸗ den Capitals lII. 34. ſeine Schilderung der Lebensweiſe eines Farmers I. 29-33. ſeine Berechnungen uͤber landwirthſchaftliche In⸗ ventarien l. 76 f. ſeine Meynung uͤber das vortheilhafte Zuſammen⸗ ziehen einzelner Hoͤfe in einen l. 26. uͤber die wuͤſten Haiden um London lII. 60. 61. ſeine Data uͤber den Unterſchied zwiſchen Hof⸗ und Stallmiſt 1. 162. ein Gegner der Drillwirthſchaft III. 264. ſeine Aeuſſerung uͤber Ducket Ill. 184. uͤber eines oͤkonomiſchen Profeſſors zu Paris verungluͤckte Verſuche I. 15. ſeine vorzuͤglichſten landwirthſchaftlichen Schriften 1. 42- 44. —— Zeit⸗ 1 00 80 Jar. tdeim WMldaiien ahird s 1 4„1, 39. eſuch nd ſh ehe un ſinn gnäte ſiß. Fühen, tin Brf gh J. Mdhahd W gr Puni r ab 3 dſe gin K ſn ia Pixi Shn aect Rellenſte dut dame rüote nl.h 29 2) 9˙* Whazadtt dad r ecdrs n br vnmriſtut p W le du whle yna hei M nenl zan anm 1 4 r Lrriid pin 67 Fäzetll n bze dutt l. bra s kenmiten riſe ttr utkl rritſci gettie jza 933 . Zehnte, ein großes Hinderniß des energiſchen Acker⸗ baues III. 87. — belaſtet nur den Fleiß III. 88. — kann nicht als Pachtzins angeſehen werden III. 89. — in England der Geiſtlichkeit zukommend III. 87. — n Hinderniß der Verkoppelungen in England .88. — wardi den Aufbruch und die urbarmachund des wuͤſten Landes III. 93 f. — verhindert jede Verbeſſerung III. 95. — bewirkt großen Nachtheil durch das der Wirth⸗ ſchaft entzogene Stroh III. 96. — und Frohnden, wie ſie ohne Beeintraͤchtigung des Zehntberechtigten aufgehoben werden koͤnnen III. 98. Zehntabfindung bey Gemeinheitstheilungen in Eng⸗ land ſind ſchwierig I. b. 344f. Zehntaufhebung muß in jedem Staate der Anfang jeder beſſeren Cultur ſeyn III. 97. Zehntherr, der, laͤßt ſich bey beſſerer Cultur, nach Aufhebung des Naturalzehntens, leicht befriedigen 1. 69. Zehntpflichtiges Land, im Luͤneburgiſchen, ſteht ſeinem Werthe nach unter Null III. 89. — Beyſpiele von dem Schaden, den der Zehntpflich⸗ tige bey ſeinen Verbeſſerungen auf ſolchem Lande hat III. 91 f. Zehntſtreitigkeiten; wie von manchen Gerichts⸗ hoͤfen darin immer zum Vortheil des Zehntherrn entſchieden wird III. 96. Zeitpachten, laͤngere, ſind vortheilhaft II. b. 82. Ziegel, gebrannte, zur Ableitung von Quellen II. a. 53. 3r Band. Zins⸗ 934 Zinsfuß, veraͤnderter, in England II. b. 125. 131. Zoy, Preußiſcher, l. 228. Zuckerkartoffel l. 383. Zuruͤckſchlagen der Thierrace III. 643. Zuſammenziehung vieler einzelner Pachthoͤfe in ei⸗ nen groͤßeren; ſ. Pachthoͤfe. — kleiner Hoͤfe, ob und wo ſie geſchehen duͤrfe? II. b. 111. 112. — 4 * * 1 6 8 L 9 9 111 ul dacnddanfadfenngininüſſänſüſiſingniſiſſüſſiſiſſihinſünihſinenn Oem 1 2 3 4 5 6 1 8 9 10 11 12 13 86 Oſour& re Erte Chaf Qan— Green. Vellow HNed Magenta