Benjamin Bell's uͤber den Ackerban, nebſt einem Vorſchlage die höhere Cultur der Felder zu befördern. ——— Aus dem Engliſchen uͤberſetzt ₰ und mit erlaͤuternden Zuſätzen verſehen von Albrecht Thaer. Erſter Theil. — nnn———n — Berlin, 1804. in der Realſchulbuchhandlung. 9. Auſcun erhaues ſil rhalke h à Vaſuche ü tüllicht Jhres den, und gab. riß in erbittm inde Wälg the ſ derh; läerötur un Sire! Dae Aufmunterung, welche die Verbeſſerung „ des Ackerbaues durch Ew. Majeſtät eigenes Bei⸗ ſpiel erhalten hat, ließ mich hoffen, daß folgen⸗ de Verſuche über dieſen wichtigen Gegenſtand oielleicht Ihres Beifalls gewürdigt werden wür⸗ den, und gab mir den Muth, mir die Erlaub⸗ niß zu erbitten, ſie Ew. Majeſtät zueignen zu 3 dürfen. Es gäbe eine neue und glückliche Epoche in der Weltgeſchichte, wenn andere Fürſten eben ſo durch ihr Beiſpiel die Verbeſſerung des Ackerbaues aufmunterten, auf welchem allein diejenige Stärke und Sicherheit beruhen, die zur Wohlfahrt und Größe eines unabhängigen Reiches ſo weſentlich nothwendig ſind. Unſtreitig verdient diejenige Beſchäftigung am meiſten von Königen und Fürſten beſchützt zu werden, welche der Beoölkerung, der Mo⸗ ralität, der Geſundheit und dem Glücke des menſchlichen Geſchlechts gleich zuträglich iſt; welche bei denen, die ſich ihr widmen, die Liebe zum Vaterlande, die Gewohnheiten friedlicher Induſtrie und die Anhänglichkeit an eine Re⸗ gierung unterhält, die ſie beſchützt und aufmun⸗ tert; eine Beſchäftigung, welche die weiſeſten und beſten Menſchen in allen Zeitaltern als die Pflegerin jeder öffentlichen und häuslichen Tu⸗ gend verehrt haben. Ich habe mich bemüht, mehrere der Urſa⸗ chen anzugeben, welche bisher die Fortſchritte des Ackerbaues in Großbritannien aufgehalten ———— bäen, und zugl an dm Wege pie ceſals b nuͤrt Volksmer lijiclie Vah rnfer Huds Cw. Maiftä nime und De 4 111 daues unvermeid naceen IG eeren nit denen ale daß Cie luge dn Acerben hibviſe ſenr tuns ſiegm, tn ſe bor den en Nung ſchrn anſe haben, und zugleich die Mittel, wodurch jene aus dem Wege geräumt werden können. Ich habe ebenfalls verſucht zu zeigen, daß die ver⸗ mehrte Volksmenge in Großbritannien und der un 5 beiſpielloſe Wachsthum unſerer Manufakturen, hin unſers Handels und unſeres Reichthums unter 3 Ew. Majeſtät Regierung eine höhere Auf⸗ ſt, nahme und Verbeſſerung des National⸗Acker⸗ 74 1 baues unvermeidlich und dringend nothwendig 3— machen. icher Re⸗ Ich vereinige meine innigſten Wünſche un⸗ mit denen aller Ew. Majeſtät Uuterthanen, ſten daß Sie lange das Vergnügen genießen mögen, die den Ackerban Ihres Reiches nach dem Ver⸗ Tu⸗ 3 hältniſſe ſeiner Bevölkerung und ſeines Reich⸗ thums ſteigen zu ſehen. Durch ihn allein kön⸗ rſa⸗ nen ſie vor den llebeln bewahrt werden, wel⸗ itte che der Mangel allezeit hervorbringt, und im ſichern Genuſſe des Reichthums und der Wohl⸗ fahrt bleiben, welche ſie durch ihre Bemü⸗ hungen in andern Zweigen der Induſtrie ſich„ erworben haben.* 5 Ich verharre mit dem riefſten Reſpekt d Kdiſ in grſen The Küung änerdeſ Sire, wi das Ew. Majeſtaͤt ni e ſ Wabrſerung de halt s daher ² nannts(hens! nug ſorſ unn ſen vüde. Edinburg, Don men den aten Februar 1302. w Endium; unterthaͤnigſter ritzſtaſt g tihte dieſs bor Benjamin Bell. d Ghuln m ile Jote die bp neinen De Knt ſgtnach in wihen er ühſter Laüban Vorrede des Verfaſſers. ——;— D⸗ der Verfaſſer folgender Abhandlungen ei⸗ nen großen Theil ſeines Lebens mit der Aus⸗ übung einer beſchwerlichen Kunſt zugebracht hat, ſo wird das Publikum zu erfahren wünſchen, wodurch er ſich berechtigt glaube, über die Verbeſſerung des Ackerbaues zu ſchreiben. Ich halte es daher für nothwendig, einige Umſtände meines Lebens hier anzugeben, deren Erwäh⸗ nung ſonſt unnöthig und unſchicklich geweſen ſeyn würde. Von meinen früheſten Jahren an, hatte das Studium und die Ausübung der Land⸗ wirthſchaft großen Reiz für mich. Vielleicht rührte dieſes vornämlich daher, daß, ſo lange ich auf Schulen und auf der Univerſität war, ich alle Jahre die Ferien auf einem großen Farm bey meinem Vater zubrachte, welcher denſelben auch jetzt noch beſitzt, und der in dem Diſtrikte, in welchem er lebt, lange für einen der vorzüg⸗ lichſten Landverbeſſerer iſt gehalten worden. VIII Um dieſem meinem Lieblingsſtudium nach⸗ hängen zu können, übernahm ich in einer frühern Periode meines Lebens einen Farm in der Nach⸗ barſchaft von Edinburg, bald nachdem ich mich in dieſer Stadt als Wundarzt niedergelaſſen hatte; und ob ich gleich niemals viel Zeit auf meinem Farm zubringen konnte, ſo war ich doch, da Landwirthſchaft meine einzige Erho⸗ lung ausmachte, gewöhnlich im Stande, in je⸗ der Woche drey oder vier Dage auf demſelben mit meiner Familie zuzubringen, die während des Frühlings, Sommers und Herbſtes dort lebte. Ich beſaß auch mehrere Jahre lang noch einen andern Farm in einer größern Entfernung von Edinburg, nahe bey der Abtey Melroſe, der einſtmals 800 Morgen(acres) und darüber groß war. Außerdem habe ich auch größten⸗ theils die verſchiedenen Wirthſchaftsarten im ganzen Königreiche kenuen gelernt, theils auf den entferutern Reiſen, die ich, gleich andern praktiſchen Aerzten, oft zu machen veranlaßt wurde, theils auf verſchiedenen weitern Reiſen nach Süd⸗England, zu denen mich die Wieder⸗ herſtellung meiner Geſundheit nöthigte, und es haben alſo wohl nur wenige beſſere Gelegenheit üt de Jrſi n ſü Lrner, run ih jde be iſt dom Acerbo a wlſſte d ane,, ſätden! de wit deſen u manet Freunde then. Dcher und ln, vo mir 2 ſürjtlche Nacr ſtn luge eine —— rüm iber diſ ſti mt Ba ſen Kunigreche glice gerſchrit kk pis Rrulgn, des d f Machk md b de ich darüber den Alhenge R an hr 1 nne Nanng d IX gehabt, den Zuſtand des Ackerbaues unter uns kennen zu lernen; denn auf allen dieſen Reiſen nahm ich jede Gelegenheit wahr, mir Kennt⸗ niſſe vom Ackerbau und vornämlich von loca⸗ len praktiſchen Verbeſſerungen zu erwerben und immer, ſeitdem ich ſelbſt einen Farm beſaß, habe ich entweder ſelbſt Verſuche augeſtellt, um ſolche Punkte der Landwirthſchaft aufzuklären, die mir deſſen zu bedürfen ſchienen, oder einige meiner Freunde haben es auf meine Bitte ge⸗ than. Daher und weil ich gewohnt bin von al⸗ lem, was mir Bemerkenswerthes aufſtößt, eine ſchriftliche Nachricht aufzubewahren, beſaß ich ſchon lange eine große Sammlung von Mate⸗ rialien über dieſen Gegenſtand. Schon frühe ſah ich mit Bedauern, daß der Ackerbau in un⸗ ſerm Königreiche nicht mit ſeiner Bevölkerung gleiche Fortſchritte machte, und ich hielt es da⸗ her für Pflicht, meine Meinung denjenigen vorzulegen, die einem ſo großen Uebel abzuhel⸗ fen Macht und Gewalt hatten. Das erſte, was ich darüber mittheilte, war, wie man aus dem Anhange No. I. ſehen wird, ein Aufſatz vom Jahre 1783, von welcher Zeit an bis jetzo jene Meinung durch alle Nachforſchungen; die X ich darüber angeſtellt habe, beſtätigt worden iſt. Der Ackerbau iſt zwar in einigen Diſtrikten verbeſſert worden, aber nicht nach Verhältniß der Nationalbevölkerung oder der vermehrten Conſumtion, die, zufolge des größern Reich⸗ thums, ſelbſt bey einer und derſelben Volks⸗ menge unter uns ſtatt gefunden hat. Da ich ſah, daß die Regierung keine Rückſicht darauf nahm, und daß mit jedem Jahre die gerechte Beſorgniß wuchs, daß die Folgen davon für die ganze Nation ſehr un⸗ glücklich ausfallen würden, ſo unterwarf ich meine Gedanken über dieſen Gegenſtand dem Urtheile eines Mannes, deſſen NMeinung, wie ich verſichert war, bey dem Publiko von gro⸗ ßem Gewichte ſeyn würde, des verſtorbenen Dr. Adam Smith. Dieſer billigte nicht allein al⸗ les, was ich über den Ackerbau dieſes König⸗ reiches geſagt habe, ſondern auch faſt alle in dieſen Abhandlungen angeführten Behauptun⸗ gen; und ſo entſchloß ich mich dann, auf des Dr. Smiths ernſtliche Bitte, das Ganze dem Publiko vorzulegen. Dr. Smith wünſchte dringend, das Pu⸗ blikum möchte von der Nothwendigkeit, die M jun ſud 2 kn, dh vlcu W „L Hn an Pat AN A e: 7 de ckann dull kanner I. Aechus, de Nachn 5 An, n 1 dri lct na nut 0 Amas ucht m Giande 1) a A A Aber kr tl ſis butunang tng N Wr Tla mancer iwri we tſen ſi 1 1 drüe naenſſ un Anrtnn inr h m P ie „ 4 riane Kien a 111 4 XI Nationalſchuld zu vermindern, überzengt wer⸗ den, die ſonſt, wie er behauptete, früher oder ſpäter, und vermuthlich in keiner ſehr entfernten Zeit, das ganze Reich zu Grunde richten würde; und ob er gleich in Anſehung der beſten Me⸗ thode, wodurch ein beträchtlicher Theil dieſer Schuld abgetragen werden könnte, zweifelhaft war, ſo geſtand er doch, daß er keinen Plan kenne, durch welchen dieſes mit ſo großer Wahr⸗ ſcheinlichkeit eines guten Erfolgs bewirkt wer⸗ den könnte, als den von mir vorgeſchlagenen. Er erkannte vollkommen die Wichtigkeit des Ackerbaues, die Nothwendigkeit ihn aufzu⸗ muntern, und wie leicht dieſes geſchehen könne. Ich ordnete demnach meine Materialien zum Druck; aber da die Pflichten meines Be⸗ rufes mich beſtändig beſchäftigten, ſo war ich damals nicht im Stande, dieſe Arbeit zu been⸗ digen. Als aber vor etwa drey Jahren die jetzige Einkommentaxe vorgeſchlagen wurde, und mir dieſer Plan mancherley Schwierigkeiten unterworfen zu ſeyn ſchien, ſo eilte ich, das, was ich darüber niedergeſchrieben hatte, nebſt einigen Bemerkungen über die Nationalſchuld und einem Verſuche über dir Verbeſſerung des Ackerbaues, bekannt zu machen. Auch habe ⁸ XII ich, obgleſch bisher ohne mich zu nennen, meine Meinung über andere ähnliche Fragen von Zeit zu Zeit dem Publiko mitgetheilt. In vorliegendem Werke ſind die drey er⸗ wähnten Abhandlungen ſehr erweitert; weil man aber die Zuſammenſtellung dieſer, dem Anſchein nach, ſo ſehr verſchiedenen NMaterien vielleicht tadeln wird, ſo glaube ich hier kürzlich meine Gründe dafür angeben zu müſſen. Ich habe mich in dieſem Werke haupt⸗ ſächlich bemüht, meinen Landesleuten die Wich⸗ tigkeit des Ackerbaues aus demjenigen Geſichts⸗ punkte darzuſtellen, aus welchem er betrachtet zu werden verdient. Weil ich aber überzeugt bin, welches auch des vorhin erwähnten reſpek⸗ tablen Mannes Meinung war, daß der Acker⸗ bau in keinem Reiche gedeihen könne, wenn dar⸗ in das Volk verhältnißmäßig höhere Taxen als in andern Ländern bezahlen muß, und die⸗ ſes in Britannien offenbar der Fall iſt, ſo war ich anfänglich Willens, dieſe und einige andere Aufſätze über die Einkünſte des Königreiches denen, die mehr unmittelbar auf den Ackerban Bezug haben, voran zu ſchicken. Da es mir aber nicht möglich war, das Ganze ſobald zu vollenden, nd det gegelr ſhin, dinen I nu zu bringen in witz well cſheiun werden Bey allem, tn, de iffen ſbad geſchiche der: ſu zugen, Manßtrgelrze funaſchald exgr Acarbon dieſe Arſmunterung tr alen jemab ene grtängeri Maäng uach, kunn, vedurch diſe Cchubd 1 Gleihwol! di ſe gegemwin khenptet ic ſh 8 regſclagn Jhai unniglih und ſehe ſch daüſe Äache le dau ber XIII und der gegenwärtige Zeitpunkt ſehr paſſend ſchien, einen Theil meines Werkes ins Publi⸗ kum zu bringen, ſo ließ ich einige andere Auf⸗ ſätze zurück, welche nun in einem andern Bande erſcheinen werden. Bey allem, was ich über die Einkommen⸗ taxe, die öffentlichen Fonds und die National⸗ ſchuld geſchrieben habe, war mein Hauptzweck der: zu zeigen, daß, ehe man nicht die nöthigen Maaßregeln zu ſchueller Verminderung der Na⸗ tionalſchuld ergreift, ſehr zu fürchten iſt, daß der Ackerban dieſes Landes nicht die ihm nöthige Aufmunterung erhalten werde, und daß un⸗ ter allen jemals vorgeſchlagenen Plänen nur eine guteingerichtete Einkommentaxe, meiner Meinung nach, das nöthige Geld aufbringen könne, wodurch ein irgend beträchtlicher Theil dieſer Schuld abbezahlt werden kann. Gleichwol billige ich dieſe Taxe nicht, ſo wie ſie gegenwärtig gehoben wird. Vielmehr behauptete ich ſchon damals, als dieſe Taxe zu⸗ erſt vorgeſchlagen wurde, daß der beabſichtigte Zweck unmöglich dadurch erreicht werden könnte; und ſie hat ſich auch zuverläſſig als die drük⸗ kendſte Abgabe bewieſen, welche das Volk in XIV Großbritannien, oder auch in irgend einem an⸗ dern Lande in ſpätern Zeiten jemals hat bezah⸗ len müſſen Kein Theil derſelben wird von der zahlreichſten Klaſſe des gemeinen Weſens auf⸗ gebracht, ob dieſe gleich nach Verhältniß ihres Ranges die wohlhabendſte, und daher am beſten im Stande iſt, ſie zu tragen. Der Plan, auf welchem ſie dnie iſt nicht darauf angelegt, e Einkünfte eines jeden ausfindig zu machen, a man hat alſo aus dieſen und andern Grün⸗ den Urſache zu glauben, daß ein großer Theil des National⸗Vermögens niemals dadurch be⸗ ſteuert worden iſt. So lange dies aber der Fall iſt, wird die Einkommentaxe nicht nur für alle, die ſie bezah⸗ len müſſen, drückend, ſondern die Summe, welche die Regierung dadurch erhält, wird auch von nur geringem Belange ſeyn. Auch iſt ſehr zu befürchten, daß bey der Wiederherſtellung des Friedens viele dadurch abgehalten werden, mit dem in andern Ländern erworbenen Vermögen nach Britaunien zurückzukehren. Man ſollte folglich entweder dieſe Akte widerrufen, oder dieſe und andere Einwürfe, welche ſich dagegen machen laſſen, heben. Ich bin indeſſen nicht der Meinung, daß dieſe Schwierigkeiten un⸗ laluglh ſd wunn bieuma is ſir lich tin neder kanke; un de Gälen dabrg m. De Nge Simd geett, ni dug luc auſch rohrſhänüch ün chud bedeutmh dun ſe vüre eu mu haulſezen köm tanzarikeln bzahl rire ſhan allin Werden dieſe kun aor di mndere mu de dhat dl Kanigics drrune ahn damn, valhe in lujln muß, dritn, ud der A kmge thäl, ſ der ririet mimn: ſlanen hlta imn⸗ im⸗ XV. überſteiglich ſind: ich glaube ſogar, daß von dem ganzen Einkommen aller Einwohner des Rei⸗ ches ſehr leicht eine gleichförmige Taxe erhoben werden könnte; und daß, wenn dieſes geſchähe, die Folgen davon höchſt wohlthätig ſeyn wür⸗ den. Die Regierung würde dadurch in den Stand geſetzt, nicht nur den Tilgungsfond(sin⸗ king fund) auſehnlich zu vergrößern, wodurch wahrſcheinlich einzig und allein die National⸗ ſchuld bedeutend verringert werden kann, ſon⸗ dern ſie würde auch ſogleich alle die hohen Ta⸗ xen herabſetzen können, welche jetzt von Conſum⸗ tionsartikeln bezahlt werden müſſen, und dieſes würde ſchon allein ſehr wichtige Vortheile nach ſich ziehen. Werden dieſe Taxen nicht bald, auf die eine oder die andere Weiſe, herabgeſetzt, ſo müſ⸗ ſen in der That alle Manufakturen des ganzen Königreichs darunter leiden. Denn, wenn die hohen Taxen, welche das Volk in Großbritan⸗ nien bezahlen muß, noch fernerhin beybehalten werden, und der Ackerbau nicht mehr Aufmun⸗ terung erhält, ſo werden wir die durch die Ue⸗ berlegenheit unſerer Manufakturen in andern Ländern erhaltenen Vortheile nicht beybehalten können. XVI Man hört täglich mancherley Klagen über die Beſteurung des Einkommens, und es ſcheint eine große Menge Menſchen zu wün⸗ ſchen, daß die Akte widerrufen werde. Aber keiner von allen hat noch geſagt, was man an die Stelle dieſer Taxe ſetzen ſolle. Alle Taxen haben ihr Uebles; aber diejenigen, welche ſich ſo bitter über die Einkommentaxe beklagen, ſoll⸗ ten doch erwägen, daß, wenn dieſe Taxe aufge⸗ hoben wird, die Conſumtionstaxen, anſtatt, wie es jedermann wünſcht, herabgeſetzt zu werden, ſehr beträchtlich erhöhet werden müſſen, und daß die Hebungskoſten dieſer Taxen zehnmal mehr als die der Einkommentaxe betragen. Wäre es alſo möglich, die Art, wie dieſe Taxe jetzt aufgebracht wird, zu verbeſſern, ſo müßte das ohne weitern Aufſchub geſchehen, und ich habe hier einen Plan angegeben, wo⸗ durch, wie ich Urſache habe zu glauben, nicht nur dieſes bewirkt werden kann, ſondern nach welchem auch in andern Stücken die Einkom⸗ menakte wenigern Einwendungen, als jetzt, un⸗ terworfen ſeyn wird. In der Abhandlung über die National⸗ ſchuld und die Mittel ſie zu ermindern, habe IA Ich zul ilct lrtrihung a butt vorgeſh n lllereugun 1 germättt k n welch randt weden fir bwrächl deſer Lare i deren ich dot Negirung a rechem, wit ſmnungen, dher man hat der Alſcht a un echähen, rſ ſe angemef Pen, und ich rrffährich Fonds donds mteue den Mein den ſz l d venig an rie di al XVII ich auch über den Verkauf der Landtaxe eine Unterſuchung angeſtellt, die man zu eben dieſem Zwecke vorgeſchlagen hat. Ich that dieſes aus „ der Ueberzeugung, daß bey dieſem Plane in ſei⸗ ner gegenwärtigen Form, und wegen des Zwe 2 kes, zu welchem der Betrag dieſer Taxe ange⸗ 5 wandt werden ſoll, der Ackerbau dieſes Landes L. ſehr beträchtlich leiden wird Der Verkauf — dieſer Taxe iſt zwar eines von den Hülfsmitteln, F. deren ich vor ſehr langer Zeit, ſelbſt gegen die en. Regierung als eines Mittels erwähnte, vo 5 welchem, wie ich glaubte, unter gewiſſen Be⸗ ſ umu en roß er ntzen ꝛu erwarten ſtände: ſtiumm uge„ 9 oßer Nrutzen zu erwarten ſtande, hr 2 ⸗ När——⸗ 8 aber man hat dieſen Plan gegenwärrig nur in 8 rr⸗.2 ,,— S. Se . der Abſicht ausgeführt, den Preis der Stocks eſe 1 B. 3 w ern S „ zu erhohen, wogegen es mir dem Jtattonalinte⸗ ſo moſßuer ſojfr ſ s 4 reſſe angemeſſner ſcheint, dieſes niemals zu wa⸗ 20, 4 4.. r 1 gen, und ich habe es daher für nöthig gehalten, bo⸗ 4— ausführlich meine Gründe dafür anzugeben. ach 1„ 5— L——. T Diejenigen, welche bey den offentlichen Fonds intereſſirt ſind, werden größtentheils an⸗ 2 7* derer MNeinung ſeyn; aber zum Glück iſt es an⸗ dern jetzo klar, daß die Wohlfahrt der J 2 ſo wenig auf dem hohen Preiſe der Fonds e⸗ ruhe, daß, aus Gründen, welche ich in der erſten 8 XVIII und zweyten Abhandlung angegeben habe, der Zuſtand aller Klaſſen ſehr wahrſcheinlich in eben dem Verhältniſſe ſich verbeſſern werde, in wel⸗ chem die Fonds fallen. Es folgt dieſes nothwendig, weil die Fonds, ſo lange ſie hoch ſtehen, einen großen Theil des Nactionalvermögens an ſich ziehen, und darunter muß der Ackerbau des Landes in eben dem Maaße leiden. Da aber ein blühender Zu⸗ ſtand des Nationalackerbaues ſo wichtig iſt, daß wir ohne ihn gar nicht exiſtiren können, und es für jeden Stand der bürgerlichen Geſellſchaft vortheilhaft wäre, wenn das ganze Syſtem der fundirten Schulden vernichtet und ſeiner nie wie⸗ der erwähnt würde, ſo werden wohl nur wenige, die Gutes und Uebles beurtheilen können, zwei⸗ felhaft ſeyn ,„ welcher Verwendung des Natio⸗ nalvermögens ſie den Vorzug geben wollen. Ich habe über dieſen Punkt durch das gan⸗ ze Werk hindurch meine Meinung ausführlich vorgetragen, und mir gleicher Freymüthigkeit von der Nothwendigkeit geſprochen, den Acker⸗ ban auf eine wirkſamere Art aufzumuntern, als es bisher geſchehen iſt. Ich glaube zwar nicht, daß der Ackerbau das einzige ſey, womit ſich tn Kotin 1 lu da Mein ldringedeh in viemehre Akadeu ſey tnaloufmunt unwen über derdient db ſe un Man werden, wenr nuſgemunter Hauytſ teniie zu ze ans der Ap hung ales d ſeung der, Minnng ſt ¹ nin Bereg gander Krit Lanpoſtion de nm in XIX der eine Nation beſchäftigen müſſe, aber ich bin völ⸗ in eben lig der Meinung der Oeconomiſten, daß keine in wel⸗ Nation gedeihen und ſteigen könne, die nicht ihn zum erſten Gegenſtande ihrer Aufmerkſamkeit Fonds, macht. Ich gehe nicht ſo weit, zu behaup⸗ dl des ten, wie mehrere Oeconomiſten gethan haben, der Ackerbau ſey die einzige Kunſt, welche der Na⸗ dern tionalaufmunterung werth iſt; aber ich bin voll⸗ Zu⸗ kommen überzeugt, daß er ſie nicht nur mehr verdient als andere, ſondern auch, daß alle Kün⸗ rrunter ſte und Manufakturen um deſto beſſer gedeihen ſchaft werden, wenn der Ackerban de⸗ Reiches gehörig hn der aufgemuntert und unterſtützt wird. ewie⸗ Hauptſächlich um dem Volke in Großbri⸗ enige, tannien zu zeigen, wie wichtig dieſes ſey, und es zwei⸗ aus der Apathie zu wecken, worein es in Anſe⸗ Latio⸗ hung alles deſſen gefallen iſt, was die Verbeſ⸗ ſerung der Ländereyen betrifft, habe ich meine Meinung ſehr freymüthig geſagt und hoffe, daß n mein Bewegungsgrund dazu, ſelbſt in den Au⸗ kg gen der Kririk, die Fehler in der Anordnung und gei Kompoſition dieſes Werks entſchuldigen werde, 4 die man in verſchiedenen Stellen bemerken wird. 1 icht, Die Eile, womit dieſes Werk geſchrieben worden, iſt ihm ſowohl in Anſehung der Kom⸗ b 2 X poſition als auch in der Anordnung nachtheilig geweſen. Um frühzeitig damit erſcheinen zu können, iſt ein großer Theil deſſelben während einer Reiſe beendigt worden, die ich, meiner Ge⸗ ſundheit wegen, im verwichenen Sommer ma⸗ chen mußte, und es war ſchon zu Anfange des Herbſtes beynahe vollendet, obgleich, aus ver⸗ ſchiedenen Urſachen, ich nicht im Stande war, das Ganze eher als jetzt in den Druck zu geben. Die Form, welche ich meinem Werke an⸗ fänglich gab, würde ihm bey ſeiner Erſchei⸗ nung vortheilhafter geweſen ſeyn; aber ich fand es nothwendig dieſe abzuändern, da ich mich erſt vor kurzer Zeit dazu entſchloß, für jetzt nur dieſen einen Band herauszugeben. Ich darf indeſſen hoffen, daß, wenn anders die Materialien, welche ich liefere, gut ſind und mein Raiſonnement richtig iſt, die Art der Aus⸗ führung dem von mir beabſichtigten Zwecke ſo⸗ gar beſſer entſprechen wird, als eine mehr ſyſte⸗ matiſche Schreibart gethan haben würde. Wenn Werke dieſer Art irgend einige be⸗ deutende Wirkung hervorbringen ſollen, ſo müſ⸗ ſen ſie populair ſeyn. Dieſes ſindet aber bey einer didaktiſchen Schreibart ſelten Statt. Hat aan einen vie Ind komn dicer dn, daß das rnſcht ſo n rn Gclulbe in ſt ud ui glltin Jug ſm, miſm viderhohlt e um ogenen vergeht it öm unr ein vos gethmn zettſem. dit il ſcehen kamme tonnien ſu h dach ſud, ſ gleitt verd d doglec Ieräündr a ſt dch nc R Aürban chät velh 7 i kem. ſci ſn die „. 8 d heilig n zu hrend 1 Ge⸗ ma⸗ e des ver⸗ war, eben. e an⸗ ſchei⸗ fand mich jetzt Ich die und Aus⸗ e ſo⸗ yſte be⸗ müſ⸗ bey Hat XXI man einen wichtigen Gegenſtand zum Zwecke, und kann dieſer Zweck nur dadurch erreicht wer⸗ den, daß das Publikum ſeine Nothwendigkeit einſieht, ſo muß ihm die Sache unter mehre⸗ ren Geſtalten vorgeſtellt werden; man muß ſie ihn oft und wiederhohlt betrachten laſſen. Kurz, ſelbſt in Dingen, die ihr eigenes Jutereſſe betref⸗ fen, müſſen die Menſchen dazu aufgefodert, wiederhohlt angereitzt und gewiſſermaßen zu ih⸗ rem eigenen Vortheile getrieben werden; ſonſt vergeht oft eine Generation nach der andern, ohne nur einmal zu vermuthen, daß irgend et⸗ was gethan werden könne, ihren Zuſtand zu verbeſſern. Feſt überzeugt, daß noch ſehr vieles ge⸗ ſchehen könne, den Zuſtand des Volks in Bri⸗ tannien zu verbeſſern, daß, ſo groß ſeine Laſten auch ſind, ſeine Hülfsquellen, wenn ſie gehorig geleitet werden, dennoch dazn hinreichen, und daß, obgleich unſer Wohlſtand bisher den der Bewohner anderer Länder übertroffen hat, die⸗ ſer doch noch erhöhet werden könne, wenn nur der Ackerbau die ihm nöthige Aufmunterung er⸗ erhält, welche er bis jetzt nie erhalten hat, habe ich keine ſchickliche Gelegenheit vorbeygehen laſ⸗ ſen dieſes zu ſagen. Auch darf ich hoffen, daß XXII meine Meinungen dadurch, daß ich ſie ſo oft wiederholt und aus verſchiedenen Geſichtspunk⸗ ten dargeſtellt habe, vermuthlich weit eher die Wirkung hervorbringen werden, die ich davon erwarte, als in einer gedrängteren Zuſammen⸗ ſtellung. 4 Meine Berechnungen wird man, wenn die Data, worauf ſie ſich gründen, zuverläſſig waren, hoffentlich ſelten irrig finden Wo die⸗ ſes nicht der Fall war, wie zum Beyſpiele, bey der Ausmeſſung des Königreichs und andern Dingen mehr, konnte ich nichts weiter als meine Meinung ſagen, und muß es näherer Unterſuchung überlaſſen, die Wahrheit zu er⸗ forſchen. Obgleich es meine Abſicht nicht iſt, dieſes Werk für ein Syſtem des Ackerbaues auszuge⸗ ben, ſo ſoll es doch das Nützlichſte von allem dem enthalten, was ich über die verſchiedenen Zweige der Landwirthſchaft habe ſammeln kön⸗ nen, oder was ſich mir bey der weitern Aus⸗ arbeitung deſſelben noch darbieten wird. Ich werde dazu von meiner Seite weder Fleiß noch Mühe ſparen. In dem zweyten Bande werde ich um⸗ ſtändlicher die Urſachen betrachten, welche die galſſerung d ndern und gr weſſen 0 Efulgz jnn kome Auch dl, und ande ſie und eine jihln, velche Dinger uff u ich gonbe, wall Koftm dachüten witd Umſtänden an ün jezt ohme gar mit vitl Meim⸗ rir man, w ſe in müͤrer un unf diſe ufmetſen g rid als a ün Thell zftdig mac l Ä nßt„ 9 nichtz uf ſärug biü XXIII Verbeſſerung des Ackerbaues in Britanuien ver⸗ hindern, und die Mittel angeben, wodurch, mit der meiſten Wahrſcheinlichkeit eines glücklichen Erfolgs, jene aus dem Wege geräumt werden konnen. Auch werde ich über den Kalch, Mer⸗ gel, und andere Düngerarten meine Meinung ſagen und eine große Anzahl von Verſuchen er⸗ zählen, welche die Winkung des Kalchs als Dünger auf eine Art erklären werden, die, wie ich glaube, andern bey der Landwirthſchaft ſo⸗ wohl Koſten als auch Mühe erſparen und es verhüten wird, daß der Kalch unter manchen Umſtänden angewandt werde, in denen man ihn jetzt ohne Nutzen, ja in einigen Fällen ſo⸗ gar mit wirklichem Schaden braucht. Meine Beinerkungen über Anpflanzungen wird man, wie ich hoffe, nützlich finden, da ich ſie in mebreren Diſtrikten geſammlet habe, wo man auf dieſen Zweig des Nationalreichthums aufmerkſam geweſen iſt. Der Reſt des Werkes wird alles enthalten, was ich über den prak⸗ tiſchen Theil des Ackerbaues habe erfahren und ausfindig machen können, und in dieſem werde ich nichts aufnehmen, was nicht durch die Er⸗ fahrung beſtätigt worden iſt. XXIV Hiermit habe ich denn alſo meinen Leſern einen ſehr weitläuftigen Plan vorgelegt, zu deſ⸗ ſen Ausführung mich bloß die Abſicht vermocht hat, unter dem Volke von Britannien denjeni⸗ gen Enthuſiasmus für die Verbeſſerung des Ackerbaues rege zu machen, der, wie ſich mit Grunde glauben läßt, einzig und allein die Rück⸗ kehr des NMangels verhüten kann, welchem die Nation jetzt ſo oft ausgeſetzt iſt. Aber die Be⸗ mühungen Einzelner können nur wenig nutzen, wenn ſie keine öffentliche Unterſtützung erhalten, und daher würden alle diejenigen, welche, in An⸗ ſehung der Nothwendigkeit den Ackerbau auf⸗ zumuntern, mit mir einerley Meinung ſind, wohl thun, wenn ſie unter dem Volke in ihren verſchiedenen Diſtrikten die Begierde rege zu machen ſuchten, ſich über dieſen höchſt intereſ⸗ ſanten und wichtigen Gegenſtand die möglichſt genaueſte und vollſtändigſte Kenntniß zu verſchaf⸗ fen und dieſe weiter zu verbreiten. Zu dieſem Zwecke ſollte man, ſowol in ei⸗ ner jeden Grafſchaft, als auch in den großen Städten, Zuſammenkünfte der vornehmſten Ein⸗ wohner veranlaſſen, die es ausdrücklich zu ih⸗ rem Zwecke machten, den Zuſtand des Acker⸗ haues zu unterſuchen. In dieſen Zuſammen⸗ litin chilt AEecbrues,¹ ſelt befndlih Kacrchtin, rihifen I chäle uf dun den Nat challn komm in Etonde thälen, dar Ealla ice Otat lihin da dr weil hie gi heuſthen de Tct it tthewohner der Acerban d vel ſin und anderer lihmn Hoh de Gage mmfälln u Könnte undöſhr lleder hed XXV künften erhielte man ſowol über den Zuſtand des Ackerbaues, als auch über die in jedem Di⸗ ſtrikte befindliche Menge von Getreide die beſten Nachrichten, und daraus würden gewiß die wichtigſten Vortheile folgen. Das Parlement erhielte auf dieſe Art die zuverläſſigſte Kenntniß von dem National⸗Ackerbau, die es nur immer erhalten könnte, und würde ſo beſſer als bisher im Srande ſeyn über die Aufmunterung zu ur⸗ theilen, deren er bedarf. Sollten Zuſammenkünfte zu dieſem End⸗ zwecke Statt finden, ſo werden ſie wahrſchein⸗ lich in den Städten am meiſten befördert wer⸗ den, weil hier gemeiniglich mehr Geiſt und Ener⸗ gie herrſchen, wie in den Grafſchaften. In der That iſt es auch für das Intereſſe der Städ⸗ tebewohner von der höchſten Wichtigkeit, daß der Ackerbau auf das wirkſamſte unterſtützt wer⸗ de, weil ſonſt die Preiſe des Getreides, Fleiſches und anderer Lebensmittel zu einer noch beſorg⸗ lichern Höhe als bisher ſteigen werden, wovon die Folgen hauptſächlich auf die Srtädtebewoh⸗ ner fallen würden. Könnte man aber nicht die Geſchicklichkeit und Erfahrung der am beſten unterrichteten Mit⸗ glieder beider Häuſer des Parlements beſſer be⸗ XXVI nutzen, um die Meinungen dieſer Iuſammen⸗ künfte der Regierung bekannt zu machen, als man bisher gethan hat. Denn, wie eifrig die Miniſter auch ſeyn mögen, nützliche Plaue zu befördern, ſo wird doch jedermann, der die Mannichfaltigkeit ihrer Geſchäfte erwägt, ein⸗ ſehen, daß manche Dinge zurückgeſetzt werden müſſen, die, bei mehrerer Hülfe oder Muße, ſehr bald ausgeführt werden könnten. Denn ob gleich das Detail einer jeden wichtigen Unternehmung immer von andern ausgeführt werden muß, und wir mit Recht glauben können, daß die von den Miniſtern angeſtellten Beamte die beſten Ge⸗ ſchäftsmänner ſind, welche nur zu haben waren; ſo kann dennoch, ſo groß ihre Fähigkeiten auch ſeyn mögen, weder ihre Anzahl groß genug ſeyn, noch werden ſie hinlängliche Gelegenheit haben, ſich die nöthigen Nachrichten und Kenntniſſe zu den mannichfaltigen Planen zu verſchaffen, die dieſer an Begebenheiten reichen Periode einer größern Aufmerkſamkeit bedürfen. Vielleicht könnten viele ſolcher National⸗Angelegenheiten durch Comités von Parlementsgliedern geleitet werden. Bisher hat eine jede Comité, welche zur Unterſuchung politiſcher Gegenſtände ange⸗ orduet worden, großen Irutzen geleiſtet. Die he lliche j f braits n fannten di ſchlch mn a löm Vechälh nndere lunſtün Iwete un ta nr inn eini ich äle un haltn Ei⸗ ire latrſt ſerr Klorhe bon deni in unten erwarce dücer Att mi un koonte me dr Behendl tgen Gegenſ tn richt bei nants beſtnd tn jäde mr lledern leſt tit igend Knbertent, luftlenmme naden leken XXVII Die Ulrſache iſt einleuchtend: bei der Wahl die⸗ ſer Comités wird bloß auf Männer von be⸗ kannten Fähigkeiten geſehen, und gewiß haupt⸗ ſächlich nur auf ſolche, die wegen ihrer bürger⸗ lichen Verhältniſſe, ihrer Beſchäftigungen und anderer Uimnſtände bekanntlich zu dem beſtimmten Zwecke am tauglichſten ſind, und die alſo, da ſie nur einen einzigen Gegenſtand verfolgen, gewöhn⸗ lich alle nur möglichen Nachrichten darüber er⸗ halten. Sie ſind daher im Stande, eine jede ihrer Unterſuchung übergebene Sache mit grö⸗ ßerer Klarheit darzuſtellen, als ſich mit Recht von den im Solde der Regierung ſtehenden Be⸗ amten erwarten läßt, denen gleichwol Geſchäfte dieſer Art meiſtentheils übergeben werden. War⸗ um könnte man uun nicht dieſelben Vortheile bei der Behandlung eines jeden für die Nation wich⸗ tigen Gegenſtandes ſich zu nutze machen? Konn⸗ ten nicht bei der Eröffnung eines jeden Parle⸗ ments beſtändige Comités angeordnet werden, de⸗ ren jede nur aus wenigen auserwählten Mit⸗ gliedern beſtände? Würde dann einer jeden Co⸗ mité irgend ein ſolcher wichtiger Gegenſtand anvertraut, ſo würden wir bald darüber ſolche Aufklärungen erhalten, wie wir ſie ſonſt niemals werden bekommen können. XXVIII Die Nation würde von dieſen Comités den wichtigen Vortheil ziehen, daß Männer von der höchſten Geſchicklichkeit und Geſchͤfts⸗ kenntniß in Thätigkeit geſetzt würden, von denen manche, weil ſie nicht die Fähigkeit beſitzen, öffentlich als Redner aufzutreten, oft für das Publikum ganz verlohren ſind, oder in den zahl⸗ reichern Parlementsverſammlungen niemals ge⸗ hört werden; die aber in kleinen Comités nicht nur die beſten Nachrichten liefern, ſondern auch über einen jeden ihrer Unterſuchung über⸗ gebenen Punkt das geſundeſte Urtheil fällen könnten. Auf dieſe Weiſe könnten die fähigſten Männer des Reichs, ohne daß es der Regie⸗ rung Koſten verurſachte, alle Zeit dazu gebraucht werden, einen jeden, allgemeinen Nutzen ver⸗ ſprechenden, Plan zur Volkommenheit zu brin⸗ gen. Da ſie aus verſchiedenen Ständen und Beſchäftigungen und aus allen Diſtrikten Bri⸗ tanniens gewählt würden, ſo wären ſie auch über einen jeden von ihnen zu unterſuchenden Punkt auf das genaueſte mit den Anſichten und Meinungen der Einwohner bekannt, und daher völlig im Stande, das Intereſſe einer jeden Molksklaſſe bey den verſchiedenen vom Parle⸗ nat ſit vtn nheln Dr lügcbem für ih egeſünde, 1 lüſe Aufmerk dit it daß Fronländereyen minheiken, u ſhänüchlätr Gegerſtinde gyſet helem art tiellich ſenmr demn lchen Gange nit Hülß he hiügen Pan ts hätte m „ fünde bon all ſcht und ke d dan die Om güben, Dryertmat zer en XXIN mente für nothwendig gehaltenen Akten zu be⸗ urtheilen. Der Zuſtand der Armen und die Abgaben für ihre Unterhaltung ſind in England Gegenſtände, welche die äußerſte und die ernſt⸗ lichſte Aufmerkſamkeit der Regierung verdienen. Dieſes iſt derſelbe Fall bey den Zehnten von den Kronländereyen, den wüſten Plätzen und Ge⸗ meinheiten, und gleichwol wird aller Wahr⸗ ſcheinlichkeit nach die Unterſuchung aller dieſer Gegenſtände von einem Jahre zum andern aus⸗ geſetzt bleiben, bis das gegenwärtige Jahrhun⸗ dert vielleicht ſchon weit vorgerückt iſt, wenn ſie nur denen aufgetragen wird, die bey dem täg⸗ lichen Gauge der Geſchäfte angeſtellt ſind. Aber mit Hülfe beſtändiger, aus einſichtsvollen und thätigen Parlementsgliedern beſtehende Comi⸗ tes hätte man dieſe und alle andere Gegen⸗ ſtände von allgemeinem Intereſſe ſehr bald unter⸗ ſucht und kennen gelernt; dieſe Comitès wür⸗ den dann die nützlichſten Verbeſſerungen an die Hand geben, und die Geſchäfte in einem jeden Departement einen raſchern Gang gehen. Nichts würde mit größerer Gewißheit da⸗ hin abzwecken, den Nationalackerbau zu heben und zu verbeſſern, als wenn deſſen Angelegenhei⸗ XXX ten in erſter Inſtanz einer ſolchen Comité von Parlementsgliedern unterworfen würden. Von dieſen ſind viele mit den ihn drückenden Män⸗ geln vollkommen bekannt; ſie können aus allen Theilen der Nation gewählt werden; man wür⸗ de alſo durch ſie über alles, was auf ſie Bezug har, die vollſtandigſten Nachrichten und die be⸗ ſten Plane zu künftiger Direktion für die Boards of Agrieulture erhalten, denen er hernachmals untergeordnet werden müßte. Wir wollen daher hoffen, daß die Regierung bald einen, ſo wichti⸗ ge Vorcheile verſprechenden, Plan annehmen wer⸗ de, von welchem die Miniſter, die ihn ausfüh⸗ ren, ſowol mehr allgemeine Zufriedenheit, als auch von allen Claſſen mehr Dankbarkeit einernd⸗ ten werden, als die nützlichſten Maaßregeln, woran ſie oder ihre Vorgänger Theil nehmen, ihnen jemals gewährt haben. Wenn ſie aber wegen der beſtändigen Verwendung ihrer Zeit auf Dinge, die ſie für nochwendiger halken, nicht im Stande ſind, ſich darauf einzulaſſen, oder wenn ſie von der Nützlichkeit dieſer Vorſchläge, vielleicht nur weil ſie nie achtſam genug dar⸗ auf waren, nicht überzeugt ſind, und daher kei⸗ ner von ihnen geneigt ſeyn ſollte, ſie auszuführen, ſo iſt dieſes doch gewiß kein Bewegungsgrund X viſein ihnich feader ſch üült cber bätt Truliſung de luen dr Antra⸗ mt ſit den e die Negierur lich vun ſe enwwe m ddet gmt den derſtändi ne Nlur nin Ic hab ngewandt, g hweſen, deß dmbüicke in g tüjiſender M Knh an Fleſch fre Auchh d des Ulbel j idi esdurch ä 1 inmer ldohenerden un diche d nüle vet en XXXI für andere, ſich davon abhalken zu laſſen Vor⸗ züglich aber hätte ein Landedelmann die nächſte Veranlaſſung dazu, und wenn irgend einer von ihnen den Antrag zur Niederſetzung einer ſolchen Comité für den Ackerbau machen wollte, ſo wirr⸗ de die Regierung ihrer bisherigen Handlungs⸗ weiſe in ähnlichen Fällen ganz entgegen handeln, wenn ſie entweder Einwendungen dagegen ma⸗ chen, oder gar ſich weigern wollte, zu einem je⸗ den verſtändigen von der Comité vorgeſchle lage⸗ nen Plane mitzuwirken. 1 Ich habe in dieſen Anfſätzen große Mühe angewandt, gegen die allgemeine Meinung, zu beweiſen, daß ſelbſt in dem gegenwärtigen Au⸗ genblicke im ganzen Königreiche ein ſehr beun⸗ ruhigender Mangel ſowol an Getreide, als auch an Fleiſch und andern Lebensmitteln Statt finde. Auch habe ich mich bemüht zu zeigen, daß das Ubel jetzt zu einer ſolchen Höhe geſtiegen iſt, daß es durch alles Getreide und alle Vorräthe, die auch immer eingeführt werden mögen, nicht gehoben werden kann; daß die ungeheuren Sum⸗ men, welche wir für eingeführtes Getreide be⸗ zahlen, weit eutfernt, uns einige dauerhafte Er⸗ leichterung zu verſchaffen, unſer Unglück nur noch immer mehr vergrößern; wogegen ein ſehr XXXII kleiner Theil des Geldes, welches wir andertt Ländern für Korn zuſchicken, uns binnen we⸗ nig Jahren in den Stand ſetzen würde, im Überfluße zu leben, wenn man ihn auf die Cul⸗ tur unſerer eigenen Ländereyen wendete. Wür⸗ de nun eine Parlements⸗Comité zur Uuter⸗ ſuchung des Zuſtandes des Nationalackerbaues niedergeſetzt, die dann, wie es ſehr wohl geſche⸗ hen kann, durch die öffentlichen Verſammlungen in einem jeden Diſtricte die nöthigen Nachrichten erhielte, ſo würde man bald die Wahrheit er⸗ fahren, und ein großer Theil des Elendes, unter welchem wir ſeufzen, ſchnell aufhören. Fände ſichs, daß der Ackerbau des Königreichs nicht verbeſſert und folglich keine größere Ouantität Korn im Lande ſelbſt produeirt werden kann, ſo würde die überflüſſige Volksmenge unſers Reichs nach America und andern Ländern aus⸗ wandern, wo die Lebensmittel leicht zu haben ſind. Fände man hingegen meine über dieſen Punct angegebene Meinung richtig, daß die Beſchaf⸗ fenheit des Bodens und die Größe des Territo⸗ riums von Großbritannien von der Art ſind, daß ſie leicht eine dreymal ſo große Volksmen⸗ ge wie jetzt ernähren könnten, ſo würde eben die⸗ ſe Comité, die das Verdienſt hätte, dieſes e u⸗ 6 Mſä n vollſtat ſolbkum dalſe pF 6 5 6 mlit fuden, d idwece anfu Aacceres vorg lſin halte; t duch mree dit die Nalhne gllewiäſn mn non übrigms treffn Es il aher durh kine in arlenant ang cehen wid 2 vrgecragen werd li nicht di Ae nicht die a ungen, wovon . r Mäaßregeln ein Rracung dieſes laß unt ang wünin Lacalu 1 Grſchfte nialſne Con tan na ufitd Publikum vollſtändig zu beweiſen, keine Schwie⸗ De⸗ rigkeit finden, einen wirkſamen Plan zu dieſem im Endzwecke anzugeben. Ich habe in der dritten ul Abhandlung einen Plan zur Verbeſſerung des ür⸗ Ackerbaues vorgeſchlagen, den ich für einen der ker⸗ beſten halte; aber eben derſelbe Zweck kann auch ues durch mehrere Plane erreicht werden. Iſt nur he⸗ erſt die Nothwendigkeit einer ſolchen Maaßre⸗ gen gel bewieſen und allgemein anerkannt, ſo wird ten man übrigens keine Schwierigkeit weiter an⸗ er⸗ tre ffen. tter Es iſt aber ſehr zu befürchten, daß dieſes nde durch keine in den Verſammlungen des ganzen cht Parlements angeſtellte Unterſuchung jemals ge⸗ tät ſchehen wird. Alle Beweiſe, die im Parlemente nn, vorgetragen werden mögen, werden bey dem Pu⸗ ſers bliko nicht die allgemeine Ueberzeugung hervor⸗ Utes bringen, wovon der glückliche Erfolg ſolcher ben Maaßregeln einzig und allein abhängt. Zur unct Erreichung dieſes wichtigen Zwecks ſcheint kein af Plan ſo gut angelegt zu ſeyn, als die von mir ito⸗ erwähnten Localunterſuchungen in den Städten ind, und Grafſchaften, verbunden mit den Arbeiten auserleſener Comités von Parlementsgliedern, denen man zuförderſt jeden Theil des ganzen Ge⸗ L XXXIV ſchäftes anvertrauen ſollte. Alsdann köounte man von dem Zuſtande des Nationalackerbaues mehr Kenntniß erhalten und jeder Zweig deſſel⸗ ben binnen wenig Jahren vervollkominnet wer⸗ den, als es ſonſt wahrſcheinlich in dem Verlau⸗ fe eines ganzen Jahrhunderts geſchehen wird. In den folgenden Abhandlungen habe ich gezeigt, daß, ohne Beyſtand an baarem Gelde von Seiten des Staats, der Nationalackerbau ſich niemals beträchtlich emporheben wird; aber ich habe zugleich gezeigt, daß die dazu erforder⸗ liche Summe nicht groß iſt, und daß wir durch ſie ſehr bald zu ſo wichtigen Vortheilen gelangen würden, wie wir ſie vielleicht nie von irgend ei⸗ nem Aufwande von gleichem Belange erwarten dürfen. Ich halte es für wahrſcheinlich, daß nach wenigen Jahren, und vermuthlich ſchon im zweiten oder dritten Jahre von der anfäng⸗ lichen Ausführung des Plans an, die Gefahr einer Hungersnoth aufhören würde, welcher wir jetzt bey jedem Mißwachſe ausgeſetzt ſind; daß wir in ſechs oder ſieben Jahren einen Ueberfluß an Getreide und andern Proviſionen haben wür⸗ den, und hernachmals ſogar andere Länder Eu⸗ 65 thets te inn Inda! apiren 1 Duunttit( Land hat zug ſedb dijn lega, umd ols diſſe 4 fär anehul nicts ſ ger nath geſchet ſind, andere Alr vos drrin r beſehe ln ghirig u deſsn alm— 21 11 ſet zunte aues eſſel⸗ wer⸗ lau⸗ d. ich elde XXXV ropens mit dem Getreide verſehen könnten, wel⸗ ches bey ihnen eingeführt wird. In der vierten Abhandlung habe ich geſucht zu zeigen, daß Britannien ſehr leicht dieſe ganze Quantität Getreide produciren könnte. Dieſes Land hat zugleich den Vortheil einer beſſern La⸗ ge als diejenigen Reiche, welche an der Oſtſee liegen, um das Korn denen Ländern Europens zuzuführen, die deſſen gewöhnlich bedürfen. Der aus dieſem Handel entſpringende Vortheil würde ſehr anſehnlich ſeyn, und da wir ſelbſt durch nichts ſo gewiß vor einer abermaligen Hungers⸗ noth geſichert werden, als wenn wir im Stande ſind, andere Länder mit dieſer Quantität Ge⸗ treide zu verſorgen, ſo ſollte die Nation nicht eher ruhen, bis ſie ihren Ackerbau dahin gebracht hätte, ſich dieſen wichtigen Vortheil zu ſichern. In der That, kein Handel unter allen, die wir beſitzen, kann hiemit jemals verglichen werden. Alles, was zu dieſem Zwecke nöthig iſt, ſcheint darin zu beſtehen, daß die Regierung den Acker⸗ ban gehörig aufmuntere und befördere, und da dieſes zu allen Zeiten hätte geſchehen müſſen, ſo iſt das, was jetzt von uns gefordert wird, genau 6 3 XXXVI eben das, was wir ſowol als unſere Vorfahren längſt hätten chun ſollen. Auſtatt uns, wie wir es bisher nur zu ſehr gethan haben, auf den Handel und auf unſere Mauufakturen zu ver⸗ laſſen, muß der Ackerbau allgemein von der Na⸗ rion als der erſte, wichtigſte, der Aufmerkſam⸗ keit würdigſte Gegenſtand anerkannt werden. Dieſes wird uns nicht nur in Anſehung des Ge⸗ treides und anderer Norhwendigkeiten des Lebeus von andern Ländern unabhängig machen, ſon⸗ dern uns auch ſehr wahrſcheinlich gerade das ge⸗ währen, nach deſſen Beſitze wir ſo eifrig ſtreben, einen blühenden Zuſtand der Manufakturen, die, unter übrigens gleichen Umſtänden, in jedem Lande in eben dem Verhältniſſe emporſteigen werden, in welchem dort Ueberfluß an Lebens⸗ mitteln herrſcht. Niemand kann mehr wie ich gegen den unzweckmäßigen Gebrauch eingenommen ſeyn, den man gewöhnlich von Prämien(bounties) macht. Man ercheilt zwar jetzt, aus einleuch⸗ tenden Gründen, ſehr ſelten Prämien zur Be⸗ förderung des Handels und der Manuſakturen; wenn aber ein ſo wichtiger Erwerbszweig, wie der Acherbau eines Reiches iſt, unzureichend wird, nh kiin Mange do kunte, daß Nange u fundu w hruyten, d bewiligen Dr. bonzügliches tzung; denn Mißgrif g ein zu groß gens, alb a Nanfaktur cl eine helſene Ma lit gegen di lite hahen, Läabanrüe ſir rngine XXXVII und keine für ſeine Bevölkerung hinlängliche Menge Korn liefert, und wenn man mit Recht glauben darf, daß durch ſolche dem Vermögen der Nation angemeſſene Geldprämien der Zu⸗ ſtand ſeines Ackerbaues ſo ſehr gehoben werden könnte, daß dieſer nun überflüßig den bisherigen Mangel erſetzte, ſo werden unter ſolchen Um⸗ ſtänden wol wenige Bedenken tragen zu be⸗ haupten, daß man dazu ſehr anſehnliche Pramien bewilligen ſollte. Der Ackerbau Britanniens hat ein ganz vorzügliches Recht auf dieſe Art von Unterſtü⸗ tzung; denn er hat offenbar ſehr hart durch einen Mißgriff gelitten, welchen die Regierung that, als ſie auf den Ackerbau Laſten legte, welche er nicht im Stande iſt zu tragen, durch die ihm ein zu großer Theil ſowol des Nationalvermö⸗ gens, als auch der Induſtrie eutzogen und auf Mannufakturen gewandt wird, ſo daß, man mag es als eine für den übrigen Theil der Nation heilſame Maaßregel, oder als bloße Gerechtig⸗ keit gegen diejenigen, welche auf ſolche Art ge⸗ litten haben, betrachten, in beiden Fällen der Ackerbautreibende Theil der Nation ein Recht auf ſehr freygebige Unterſtützungen zu haben ſcheint. XXXVIII Ich habe dieſes in den folgenden Aufſätzen umſtändlich abgehandelt; denn ich halte es für durchaus nothwendig, wenn irgend ein Plan zur Unterſtützung des Ackerbaues gelingen ſoll, daß ein ſo wichtiger Punet gehörig unterſucht und verſtanden werde. Geſchieht dieſes, ſo wage ich es vorher zu ſagen, daß der Ackerbau die voll⸗ kommenſte Aufmunrerung finden, die Ländereyen allenthalben verbeſſert und das Getreide bald in jedem Diſtrikte im Ueberfluſſe vorhanden und ſo wohlfeil ſeyn werde, wie es billig ſeyn muß. Dahingegen kann ich aus Gründen, die ich aus⸗ führlich angegeben habe, ebenfalls vorherſagen, daß, wenn man den Ackerbau nicht ſehr freyge⸗ big durch Geld aufmuntert, ihn nicht von dem Drucke befreyt, der durch die einſchränkenden Ge⸗ ſetze auf ihm liegt, die man über den Handel mit Getreide und andern Lebensmitteln gemacht hat, und die übertriebenen Abgaben nicht auf⸗ hebt, welche er jetzt bezahlen muß, die Preiſe des Getreides ſowol, wie auch die aller andern Le⸗ bensbedürfniſſe, noch in weit höherem Grade, wie es bisher jemals der Fall geweſen iſt, ſteigen werden. Gs ſt ei ng dr Luße Britennien ternänlch in arch arführl müchellgen dler ſett di 1) es für zw Aleiicht d ic ſche, de diſer Tum vf kein 3 Ternägens beſchwert ſe ten wur die rierucht h ſud dariber Man tere die ein eyen d in dſo nuß. alls⸗ gen, hge⸗ dem XXXIX Es iſt ein Theil meines Plans, den Be⸗ trag der Taxen zu beſtimmen, die der Ackerban in Britannien bezahlen muß. Dieſes werde ich vornämlich in dem zweiten Bande thun, wo ich auch ausführlicher von den davon herrührenden nachtheiligen Folgen handeln werde. Da ich aber jetzt dieſer Taxen erwähnt habe, ſo halte ich es für zweckmäßig, hier ſchon eine allgemeine Ueberſicht derſelben zu liefern, um ſo mehr, da ich ſehe, daß wenig Leute die ungehenure Summe dieſer Taxen bemerken. Man hört oft ſagen, daß kein Zweig der Narionalinduſtrie und des Vermögens der Nation mit ſo wenig Abgaben beſchwert ſey, wie der Ackerban; aber dies kön⸗ nen nur diejenigen glauben, die die Sache nicht unkerſucht haben, und folglich nicht im Stande ſind darüber zu urtheilen. Man glaubt gemeiniglich, daß die Land⸗ taxe die einzige Abgabe iſt, welche der Ackerban bezahlt; aber das iſt ſo wenig der Fall, daß diejenigen, welche Ackerbau treiben, nicht bloß eben ſo gut wie andere eine jede Taxe bezahlen müſſen, ſondern auch noch mit manchen der drü⸗ ckendſten Taxen im Reiche beſchwert ſind, die XXXX andere nicht zu bezahlen haben, und von denen einige weit mehr als die Landtaxe betragen, wie aus folgenden Angaben erhellet. Ein ſehr großer Theil der Abgabe für die Armen(poor's rates), vermuthlich ſieben Achtel des Ganzen, werden vom Ackerbau erhoben. Da man nun allgemein annimmt, daß die Ab⸗ gabe für die Armen ſich in dieſen letzten beyden Jahren auf beynahe 7 Millionen Pfund Sterl. jährlich belaufen habe, ſo würden hiezu unge⸗ fähr 6 Millionen von dem Ackerbau oder den Ländereyen, welches hier völlig einerley iſt, auf⸗ gebracht werden müſſen Damit man aber die⸗ ſe Berechnung nicht für übertrieben halte, neh⸗ me ich ſie hier an zu 5˙500,000 Pf. St. Die ganze Geiſtlichkeit, die Parochial⸗ oder National⸗ Schulmeiſter, werden von einer Taxe auf den Acker⸗ bau bezahlt und alle Kir⸗ chen, Schulen, Pfarr⸗ und Schulmeiſter⸗Wohnungen ebenfalls davon unterhalten. 5˙500,000 Pf. St. Der Bett pate un. Walüche! n mit eing ſch erwut niger als. ih uhmei dn iu Ale Land in Kche ſaßen, d an den Ee heuen Gel werden dor den Ackerbe fethalt. von lißt ſ geben; we Asgabe ſ düſen Lund rcnet, ſo lij nict n telui Et. XXXXI Transport. 5500,000 Pf. St. Der Betrag hievon, die Ze⸗ henten von Kirchengütern, die Weeltliche beſitzen, und ande⸗ re mit eingeſchloſſen, beläuft ſich vermuthlich auf nicht we⸗ niger als 4500000 Pf. St. ich nehme ihn aber hier nur an zu 4 000,000 Alle Landwege(bye- roads) im Reiche und faſt alle Land⸗ ſtraßen, die nicht von dem an den Schlagbäumen erho⸗ benen Gelde erhalten werden, werden von einer Taxe auf den Ackerbau gemacht und un⸗ terhalten. Der Betrag hie⸗ von läßt ſich nicht wohl an⸗ geben; wenn man aber die Ausgabe für die Brücken auf dieſen Landſtraßen mit dazu rechnet, ſo iſt er wahrſchein⸗ lich nicht weniger als die Landtaxe iſt beynahe Summa 12000,000 Pf. St. XXXXII iet lceremit Hiezu kömmt nun noch der harte Druck, t den der Ackerbau durch die hohen Taxen leidet, 1 17 2) die von ſeinen Produkten erhoben werden, wes⸗ lnta halb die Conſumtion der mit dieſen Taxen be⸗ hn 3 his legten Artikel auch nothwendig weit geringer 1) ie Men ſeyn muß, als ſie ſonſt ſeyn würde; wie denn 1 lin Lbr die hohen Abgaben auf NMalz, Bier, Stärke us mmdh und andere Artikel ohne allen Zweifel dieſe b lübſe gahen, als no 1..14 eun geoßené Wirkung hervorbringen. 4 uhlen ſil, Aus dem allen iſt klar, daß der Ackerbau Sijß li z in Britannien unter dem Drucke von Steuern V ſban ſt uug leidet, die er nicht im Stande iſt zu tragen, und kofflaſe 3u ein jeder, der dieſe Materie beurtheilen kann, V värtig hinabg muß es einſehen, daß, anſtatt daß unſere Märkte ar myeltſg mit Korn und Fleiſch beſſer verſehen ſeyn ſoll⸗ Qibrall mur i ten, der Mangel aller Conſumtionsartikel täg⸗ lich noch immer mehr zunehmen muß, wie er es aam auch bisher gethan hat, wenn jene Steuern nicht kin Manu entweder ganz aufgehoben, oder doch beträcht⸗ V ven ſe mit lich verringert werden. earch harte C llichwel iſ Wäre Britanniens Ackerbau in einem Jüärhaus in recht blühenden Zuſtande, lieferte er eine für die wn in vit Beoölkerung des Reichs hinlängliche Menge r Hu n euck, der, ves⸗ be⸗ nger denn ärke dieſe rbau vern und ann, trkte ſoll⸗ käg⸗ er es nicht ücht⸗ inem r die XXXXIII von Lebensmitteln, von denen wir ſogar noch einen großen Theil in andere Länder einführen könnten, ſo dürfte es rathſam und thunlich ſeyn, ihn in gleichem Verhältniſſe, wie den Handel und die Mauufakturen, alle Taxen bezahlen zu laſſen. Aber dennoch wird niemand behaupten, daß es gerecht und zweckmäßig ſey, wenn er, ſelbſt in ſeinem blühendſten Zuſtande, mehr Ab⸗ gaben, als nach dieſem Verhältniſſe ſtatt findet, bezahlen ſoll, wie er es ſehr unverantwortlicher Weiſe bis zu der angegebenen großen Summe ſchon ſeit langer Zeit hat thun müſſen. In dem kraftloſen Zuſtande aber, zu welchem er gegen⸗ wärtig hinabgeſunken iſt, iſt es zuverläſſig nicht nur unpolitiſch, ſondern auch verderblich, ihn überall nur irgend etwas bezahlen zu laſſen. Jedermann weiß, daß kein Handel und keine Manufaktur ſich emporheben könne, wenn ſie mit drückenden Taxen beladen, oder durch harte Einſchränkungen gebunden ſind; und gleichwol iſt dieſes genau der Zuſtand des Ackerbaues in Großbritannien, ein Gegenſtand von bey weitem größerer Wichtigkeit, als al⸗ ler Handel und alle Manufakturen im ganzen XXXXIV Reiche. So lauge man dieſes duldet und folg⸗ lich diejenigen, die ſich mit dem Ackerbau be⸗ ſchäftigen, mit Schwierigkeiten kämpfen müſ⸗ ſen, die für ſie unüberſteiglich ſind, werden wir auch vergebens auf die Verbeſſerung deſſelben hoffen. Alber ie J. Ueber die Beſteurung des Einkommens. d. erſem ten) hach wa endenllchet Hi Roton Geld⸗ länger ab tir As dieſe Vorſchlag geh man die Virte de Erfahtung würden dieeni mung gegeben ir Eigentum denerationen reuchte Geſeß ſühte, geniſc du kmen ſie fen donnbn, 8 deniſes berau viß as fener dchu veftunde gße(iſt u ſätte dorhet Da⸗ Syſtem der fundirten Schulden,(kunding sy⸗ stem) nach welchem die Regierung, wenn ſie außer⸗ ordentlicher Hülfsmittel bedarf, auf den Credit der Nation Geld borgt, iſt in Großbritannien nun ſchon länger als ein Jahrhundert herrſchend geweſen. Als dieſe Methode Geld aufzubringen zuerſt in Vorſchlag gebracht und angenommen wurde, ſah man die Wirkungen wol nicht vorher, welche, wie die Erfahrung nun lehrt, daraus entſtehen; ſonſt würden diejenigen wol gewiß nicht ihre Zuſtim⸗ mung gegeben haben, die nun ihr Vermögen und ihr Eigenthum freywillig darbrachten, um folgenden Generationen die Sicherheit zu verſchaffen, welche gerechte Geſetze und die damals in England einge⸗ führte, gemiſchte Regierungsform, allein gewähren zu können ſchienen. Da ſie ſolchergeſtalt Gefahr lau⸗ fen konnten, alles zu verlieren und jedes gewohnten Genuſſes beraubt zu werden, ſo würden ſie ſich ge⸗ wiß aus keiner geringern Abſicht, als einer ſolchen, dazu verſtanden haben, ihren Nachkommen eine ſo große Laſt aufzubürden, wenn ſie möglicher Weiſe hätten vorherſehen können, daß ſie ſogar ſchon zur A 2 — ₰4— Zeit ihrer unmittelbaren Erben bis zu dieſer erſtaun— lichen Höhe ſteigen würde. Aber ſo täuſchend war, lange Zeit hindurch, der Einfluß dieſes Syſtems, daß, bis vor kurzem, viele der Meinung waren, gerade dieſes Syſtem zwecke dahin ab, unſern Nationalreichthum und un⸗ ſere Sicherheit zu vergrößern. Scharfſichtige Köpfe haben dies indeſſen in der That wol eben nicht be⸗ hauptet. In dieſen letzten funfzig Jahren ſahen meh⸗ rere die Folgen davon ein und äußerten ſich laut darüber; und vielleicht exiſtirt gegenwärtig im gan⸗ zen Königreiche kein Menſch von geſunder Urtheils⸗ kraft, der es nicht fühlte, daß unſere Nationalſchuld ein llebel iſt, und daß, wenn ſie gänzlich aus dem Wege geräumt wäre, wir eine große Erleichterung erhalten und einer größern Sicherheit für die Zukunft genießen wörden. Wir werden in dieſem und dem folgenden Abſchnitte Gelegenheit haben, von den verderblichen Folgen dieſer Schuld ausführlicher zu reden. Es iſt daher für alle Claſſen von der höchſten Wichtigkeit, daß Verſuche angeſtellt werden möchten, um unſere Nationalſchuld, ſo ſchnell als möglich, zu perringern, und, da es jetzo jedermann einleuchtet, daß das bisher gewählte Mittel, die Beſteurung der Conſumtionsartikel, dazu nicht hinreicht; ſo müſſen wir entweder andere Hülfsquellen aufſuchen, oder es ganz aufgeben, uns jemals davon zu befreyen. DZum. Glück iſt es noch dadurch, daß wir alle, oder doch einen beträchtlichen Theil unſerer Taxen f de Eenkinſte tnt ſo guiße E' nn ritſt umn 4 pohr mi II, und mdurch nitm g bedit a dlle de Unt mwärbge dder dig nachn nid tn biffigr Hlo dan drückendſte wid es wit F mag. N ein hend, ſo vitd oger miht get vürde ouch in ung enſſchäödig bend, und jede her aus einen enſſteen möcht Deſſes der in det Handlt duleben ährliü (mureit dur kndyat nich eingen, als düfguen, ſi Meſe Derlih hel großench dind, vahs ſtaun⸗ durch, rzem, yſtem d un⸗ Köpfe öt be⸗ meh⸗ laut gan⸗ heils⸗ ſchuld dem rung eunft dem den er zu ſie hten, „ zu chtet, der üſſen oder en. alle, agen — 5— auf die Einkünfte legen, in unſerer Gewalt, jährlich eine ſo große Summe aufzubringen, daß die Regie⸗ rung nicht nur den Tilgungsfond(sinking fund) alle Jahre mit einer bedeutenden Summe vermeh⸗ ren, und dadurch manche der Taxen, die deſſen am meiſten zu bedürfen ſcheinen, herabſetzen, ſondern auch alle die Unkoſten beſtreiten könne, welche der ge⸗ genwärtige oder irgend ein anderer Krieg nothwen⸗ dig machen möchte. Iſt das Volk überzeugt, daß ein kräftiger Plan angenommen ſey, in mäßiger Zeit den drückendſten Theil ſeiner Laſten abzuwälzen, ſo wird es mit Freuden geben, was man nur verlangen mag. Iſt ein Zehntel ſeiner Einkünfte nicht hinrei⸗ chend, ſo wird es ſehr wahrſcheinlich ein Achtel und ſogar mehr geben, wenn es nöthig ſeyn ſollte. Es würde auch in der That reichlich für dieſe Aufopfe⸗ rung entſchädigt werden. Die Wirkung wäre blei⸗ bend, und jede Unbequemlichkeit, jeder Druck, wel⸗ cher aus einem ſolchen außerordentlichen Vorſchuſſe entſtehen möchte, würde nur kurz und temporär ſeyn. Dieſes verdienſtliche Betragen wäre gewiſſerma⸗ ßen der Handlungsart tugendhafter Männer im Pri⸗ vatleben ähnlich, die augenblickliche Verlegenheiten zwar leicht durch Geldborgen heben könnten, aber ſich ſtandhaft entſchließen, lieber dieſe Unbequemlichkeit zu ertragen, als ihren Nachkommen die Verbindlichkeit aufzulegen, jährliche Zinſen zu bezahlen; obwol in dieſer Vergleichung, der daraus entſpringende Vor⸗ theil großentheils auf die Seite des Publikums ſallen würde, welches bey einem ſolchen Verfahren verhält; — 6— nißmäßig weit mehr gewönne, als Privatperfonen je erwarten dürfen. Um aber den Werth dieſer Beſteu⸗ rungsart deſto beſſer ſchätzen zu können, wird es dien⸗ lich ſeyn, ſie mit dem bisher in Großbritannien an⸗ genommenen Syſteme genauer zu vergleichen, nach welchem alle Taxen auf Conſumtionsartikel gelegt worden ſind. Folgende Einwürfe, die ſich gegen die Abgaben von Conſumtibilien machen laſſen, ſind vielleicht un⸗ ter allen die wichtigſten. 1. Jedes Beſteurungsſyſtem ſollte billig auf das Vermögen eines jeden einen gleichen, demſelben ange⸗ meſſenen, Einfluß haben. Aber nichts kann unglei⸗ cher ſeyn, als wenn faſt alle Abgaben auf Conſum⸗ tionsartikel gelegt werden. Diejenigen, welche alle ihre Einkünfte verzehren, es mag nun die Unterhal⸗ kung einer zahlreichen Familie oder irgend ein ande⸗ rer Grund ſie dazu nöthigen, und welche dadurch mancherley Künſte uud Manufakturen befördern, wer⸗ den nach dieſem Syſteme höher, als es nach ihrem Vermögen geſchehen ſollte, taxirt. Diejenigen, wel⸗ che aus Sparſamkeit oder aus andern Gründen nur einen kleinen Theil ihrer Einkünfte verzehren, bezah⸗ len auch nur die Abgaben für dieſen Theil. Billi⸗ gerweiſe ſollte aber jedermann nach dem Verhältniſſe ſeines Vermögens beſteuert werden, und nicht nach dem Gebrauche, den er etwa dapon zu machen Luſt hat. Sein ganzes Vermögen müßte für den Schutz, welchen er von dem Staate empfängt, beſchatzt wer⸗ den, er mag ſeine Einkünfte nun ganz oder nur ei⸗ Ktnen fhell d nr vol Conſumt ¹h dn Dernügt r Garzen Ration ffun Eial Lbo ng ſiu Autgs wron ſeht man! 1Manuſcktu: d gußt Dem nidd, die en ba 6e ſi wwi weſen, ünt o ſe hot de Wi ur Augen gebſ ch ale derige berole Diiſe d Ind Handwerker grdde dafit im n all deſeni ne Nuten füt fäufen 2 CErnſumte deArika geke ſee ſalen enem gſondert von mäohen, baa dr viringlch ban dlt twih pn, alt deſcb ſe uf me a — 7— nen kleinen Theil davon verzehren. Aber die Abga⸗ ben von Conſumtionsartikeln richten ſich ſo wenig nach dem Vermögen, daß man der reichſte Mann der ganzen Ration ſeyn kann, und doch nur wenige Pfund Sterl. Abgaben zu bezahlen braucht, wenn man ſeine Ausgaben einſchränken will. Beyſpiele davon ſieht man täglich allenthalben, vorzüglich aber in Manufaktur⸗ und großen Handelsſtädten, wo oft das größte Vermögen gerade von denen erworben wird, die am kärglichſten leben.— Es iſt gewiß die Abſicht der Regierung nicht ge⸗ weſen, eine ſolche Ungerechtigkeit zu begehen, aber ſie hat die Wichtigkeit dieſer Bemerkung ganz aus den Augen gelaſſen; ſie hat bisher ſo gehandelt, als ob alle diejenigen, welche ihre Einkünfte auf eine li⸗ berale Weiſe verzehren, und dadurch alle Künſtler und Handwerker im ganzen Königreiche aufmuntern, gerade dafür am meiſten beſteuert werden, und dage⸗ gen alle diejenigen frey ausgehen ſollten, welche, oh⸗ ne Nutzen für ſich oder andere, ihr Vermögen auf⸗ häufen. 2. Conſumtionskaxen müſſen nothwendig auf ſol⸗ che Artikel gelegt werden, die man täglich broucht; ſte fallen einem jeden in die Augen, werden oft ab⸗ geſondert von dem eigentlichen Preiſe dieſer Artikel gehoben, belaufen ſich in einigen Fällen höher als der urſprüngliche Werth der Waare ſelbſt, und ge⸗ ben alſo gewöhnlich Anlaß zu größerm Mißvergnü⸗ gen, als dieſelbe Summe gethan haben würde, wenn ſie auf eine andere Art gehoben wäre. =8=Z— Eine Abgabe von nur 2 Schill. auf einen ſeinen Hut, und ſechs Pence von einem Paar Handſchuh, die man folglich abgeſondert, und nicht als einen Theil des wirklichen Werths der Waare, bezahlen muß, wird mit größerm Widerwillen gegeben wer⸗ den, als ſolche Taxen, die in dem Werthe der Waagre gegründet und damit in eine Summe zuſammenge⸗ zogen ſind, wie dieſes in unſerm Lande mit Salz, Zucker, Seife und vielen andern Artikeln der Fall iſt. Auf welche Weiſe man aber auch die Taxen heben mag, ſo werden ſie mehr Mißvergnügen veranlaſſen, wenn ſie, wie es bisher zuweilen geſchehen iſt, nur auf einige wenige Artikel gehäuft werden, als aller Wahrſcheinlichkeit nach geſchehen ſeyn würde, wenn man eine allgemeine Abgabe von den Nationalein⸗ künften nur um etwas erhöhet hätte. Die Wirkung, welche dieſer Unterſchied in der Vertheilung der Abgaben hervorbringt, iſt auch in der That nicht blos eingebildet, wie manche geglaubt haben; denn es läßt ſich leicht zeigen, daß eine Ta⸗ re, welche die betriebſamſten und anſehnlichſten Ma⸗ nufakturen unſers Landes zu Grunde richten müßte, wenn man ſie nur von zwey oder drey derſelben he⸗ ben wollte, keinen bedeutenden Effekt hervorbringen und keine Schwierigkeit haben könnte, wenn eben dieſe Summe, durch eine allgemeine, gerechte und billige Abgabe, von den Einkünften der Nation auf⸗ gebracht würde. 3. Die Beſteurung der Conſumtionsartikel iſt dem zufolge den Manufakturen geradezu nachtheili⸗ 7 ale ſedt 6 füdenhit der tel miſen, Eiand geett! nu Mübevert ſckuren ſud gs, bis zu k gyeſen; ſen wirung, we nn herrſhte, der verſoroter die hohen 7 btzahlen 4 ir andern Laäm nir ſolltn un t ſchr vohrſ unſenn Febrit Ich bi nung, daß Großbritanni jihen, daß hängen, oder chaltn ver fag ſad,d da af jden lum Ciſfuß ſchent mir d u, vic a heitn ſhe mmkei uge feinen huh, einen ihlen wer⸗ aare uge⸗ zalz, iſt. eben ſen, nur aller enn ein⸗ ger als jede andere, nicht blos, weil ſie die Unzu⸗ friedenheit derjenigen erregt, welche dieſe Laſt tra⸗ gen müſſen, ſondern auch weil ſie dadurch außer L Stand geſetzt werden, auf fremden Märkten mit ih⸗ ren Mitbewerbern Preis zu halten. Unſere Manu⸗ fakturen ſind zwar bisher, ſelbſt während des Kris⸗ ges, bis zu einem erſtaunlich hohen Grade blühend geweſen; ſie verdankten dieſes größtentheils der Ver⸗ wirrung, welche in dieſer Periode über ganz Euro⸗ pa herrſchte, in der wir faſt ausſchließlich alle Län⸗ der verſorgten, und wodurch es uns möglich wurde, die hohen Taxen, denen wir unterworfen waren, zu bezahlen. Aber die Rückkehr des Friedens wird auch in andern Ländern Manufakturen hervorbringen, und wir ſollten uns alſo darauf vorbereiten, wenn, wie es ſehr wahrſcheinlich iſt, dadurch die Nachfrage nach unſern Fabrikwaaren abnimmt. Ich bin indeſſen nicht, wie manche, der Mei⸗ nung, daß die Manufacturen oder der Handel von Großbritannien ſo große Vortheile aus dem Kriege ziehen, daß ſie weſentlich von ſeiner Fortſetzung ab⸗ hängen, oder durch den Frieden einen großen Stoß erhalten werden. Es giebt Leute, die darum ſo be⸗ ſorgt ſind, daß ſie ſogar fürchten, es werde der Frie⸗ den auf jeden Zweig unſers Handels einen nachthei⸗ ligen Einfluß haben. Aber ihre Anſicht der Dinge ſcheint mir völlig unrichtig; wird von Seiten de⸗ rer, welche an der Spitze der öffentlichen Angelegen⸗ heiten ſtehen, die gehörige Sorgfalt und Aufmerk⸗ ſamkeit angewandt, ſo wird auch die Rückkehr des 10— Friedens unſeren Manufakturen und unſerm Handel nicht nachtheilig werden. Die Erfahrung wird viel⸗ mehr lehren, daß der ausnehmend blühende Zuſtand in welchem wir uns befinden, ſich auf etwas weit beſſeres, als auf den verderblichen Einfluß des Krie⸗ ges, gründe. Die Erhaltung unſers Handels wird uns durch die Vortheile geſichert, welche wir aus unſerer inſu⸗ lairen Lage ziehen, wodurch unſere Schiffe aus allen Weltgegenden zu jeder Jahrszeit in unſern zahlrei— chen Häfen und Seeplätzen landen können; durch die zahlreichen Flotten von Kauffarthey⸗ und Kriegs⸗ ſchiffen, deren Zuſammenbringung ſowol als unſre ſo geſchickten Seeleute, dergleichen keine andre Nation jemals aufzuweiſen gehabt hat, wir eben dieſen Vor⸗ theilen zu danken haben; großentheils auch durch den ſtarken Credit, welchen unſere Kaufleute, ver⸗ möge ihrer anſehnlichen Reichthümer, zu geben im Stande ſind. Ein Vorzug, worin es ihnen die Kaufleute keiner andern Nation gleich thun kön⸗ nen. Wenn ihr geringes Vermögen die Kaufleute anderer Länder allgemein nöthigt, vor der Aus⸗ richtung der ihnen gegebenen Commiſſionen, entwe⸗ der den Betrag derſelben empfangen zu müſſen, oder ſogleich zahlbare Wechſel darauf zu traſſiren, ſo können dagegen die unſrigen ein Jahr, andert⸗ halb Jahre und länger creditiren. Das eigene In⸗ tereſſe anderer Nationen erfodert es daher, ihnen den Vorzug zu geben, und ſo lange jeues dabey im Spiele ſ rahn ſ gn Delbolt De Je fattriſen ij verſciedener durc in( aus alen Li Fcbeikate ſ behauptet ſo kräſtg, den gute. ir muſgſte rung, wo vitd ihre 1 gend auf Cehalt noch den, und ſerer gerin ſad, ir J Handwerker rüonnien on nüßſichen deutend ee De Ar Euuind hin nit aum( die Jahld dyymal i endel biel⸗ kand weit drie⸗ wes ſen, ert⸗ iſt, werden ſie es auch thun, trotz aller noch ſo ſtren⸗ gen Verbote ihrer eigenen Regierungen. Die Vortheile, welche den engliſchen Manu⸗ facturiſten ihre großen Capitalien gewähren, ſind in verſchiedener Hinſicht ſehr beträchtlich. Sie werden dadurch in Stand geſetzt, die geſchickteſten Künſtler aus allen Ländern, fremde und einheimiſche, an ſich zu ziehen und theuer zu bezahlen, wodurch eben ihre Fabrikate ſchon ſeit ſo langer Zeit ihre Superiorität behauptet haben. Dieſes Mittel wirkt in der That ſo kräftig, daß wir nicht beſorgen dürfen, es wer⸗ den gute Känſtler ſich jemals bewogen finden, uns zu verlaſſen; denn wo könnten ſie mehr Aufmunte⸗ rung, wo größere Belohnung finden? In England wird ihre Arbeit theuer bezahlt, wogegen ſie nir⸗ gend auf dem feſten Lande weder einen ſo hohen Gehalt noch einen ſo gewiſſen Verdienſt finden wür⸗ den, und daraus folgt, daß, wenn auch einige un⸗ ſerer geringern Kaufleute zuweilen verleitet worden ſind, ihr Vaterland zu verlaſſen, dagegen die beſten Handwerker jeder Art aus allen Ländern nach Groß⸗ britannien hinſtrömen, wodurch unſere Bevölkerung an nützlichen und producirenden Menſchen ſehr be⸗ deutend gewonnen hat. Die Anzahl fremder Künſtler, welche ſich nach England hinbegeben, iſt ſo beträchtlich, daß, wie ich mit gutem Grunde annehmen zu können glaube, ſie die Zahl derer, welche daraus jährlich emigriren, dreymal überſteigt, und noch dazu ſind es nur die — 12— vorzüglichſten, welche zu uns kommen, weil ſie ſehr wohl wiſſen, daß andere keine Arbeit finden würden. Der große Reichthum unſerer Fabrikanten ſetzt ſie ebenfalls in den Stand, dieſe vortrefflichen und wirkſamen Maſchinen zu erbauen, wodurch die Ar⸗ beitskoſten bey allen Fabriken verringert werden, und ohne welche ſie jetzo nicht mit Vortheil betrieben wer⸗ den könnten, ſo wie auch der große lleberfluß von Steinkohlen, womit unſer Land faſt allenthalben ver⸗ ſehen iſt, es ihnen möglich macht, wohlfeiler als in andern Ländern Europens zu arbeiten. Mit allen dieſen und andern Vorzügen, welche wir beſitzen, kann die Rückkehr des Friedens uns kei⸗ nen Nachtheil bringen, wenn wir nur gegen die Wirkungen, welche nothwendig daraus entſtehen müſ⸗ ſen, gehörig auf unſerer Hut ſind. Weniger Nach⸗ frage aus andern Ländern nach unſern Fabrikaten wird wahrſcheinlich eine Folge davon ſeyn, und ob man gleich nicht mit Recht glauben kann, daß dieſer Nachtheil bedeutend ſeyn werde, ſo ſollten wir uns doch ſchon um deswillen darauf vorbereiten, weil vielleicht die Bedürfniſſe der Regierung davon abhän⸗ gen, welche jetzt größtentheils nur durch Abgaben von Conſumtionsartikeln aufgebracht werden. Wir ſollten vorher einen Plan entwerfen und ausführen, wonach dieſe Abgaben mit größerer Leichtigkeit und Gewißheit aufgebracht werden könnten. Es giebt indeſſen Leute die behaupten, daß, wenn in irgend einem Lande eine gewiſſe Summe durch Taxen aufgebracht werden ſoll, es nicht darauf ankomme, auf uic t diſ gvoll ſit b ſibe ſen, 8 tonsartteli d ban venten Hirouf nüche ſteh d Schuden hal miſſen, und äle Jwecle auf ondom don Conſun tine allgenei vſer wird ſe fit de Fal Iber in tif Jahre ſehr g ſnd, it der lih aber für Pedeukend. de her Niwaaten u dincm kömne aff den ſeſte andere aüsger döwierikei wonah allet huht unde w angſtl 2 Erüitten — 13— welche Art dieſes geſchehe: die Wirkung müſſe am Ende ſowohl für Fabrikanten als für jede andere Claſſe die⸗ ſelbe ſeyn, es möge nun dieſe Summe von Conſum⸗ tionsartikeln oder auf irgend eine andere Art geho⸗ ben werden. 1i8 Hierauf antworte ich, daß im folchen Ländern, welche frey von Staatsſchulden ſind, in denen dieſer Schulden halber keine Zinſen herbeygeſchafft werden müſſen, und wo alſo ſchon eine mäßige Taxe für alle Zwecke der Regierung hinreicht, es wenig dar⸗ auf ankomme, ob ihre Bedürfniſſe durch Abgaben von Conſumtibilien aufgebracht werden, oder ob man eine allgemeine Taxe auf das Einkommen lege. In⸗ deſſen wird ſelbſt unter dieſen Umſtänden die letztere für die Fabriken am wenigſten nachtheilig ſeyn. Aber in tief verſchuldeten Ländern, in denen alle Jahre ſehr große und ſtarke Hülſsmittel erforderlich ſind, iſt der Unterſchied für alle Claſſen, hauptſäch⸗ lich aber für Kaufleute und Fabrikanten gewiß ſehr bedeutend. Die Zerrüttung, welche neue Auflagen auf Fa⸗ brikwaaren unter den Manufakturiſten ſelbſt hervor⸗ bringen können, iſt oft ſo groß, daß ſie eben deshalb auf dem feſten Lande häufig aus einem Reiche ins andere ausgewandert ſind. Außerdem wird auch die Schwierigkeit durch die koſtſpielige Art noch erhöher, wonach allenthalben dieſe Conſumtionstaxen aufge⸗ bracht werden, vornämlich weil zu viele Menſchen dazu angeſtellt werden müſſen, ſie einzuſammeln. Die Erbitterung, welche alle Jahre in einigen Ge⸗ genden Statt findet, wenn die Taxen⸗Einnehmer her⸗ um gehen, iſt ſo groß, daß Menſchen von allen Claſſen nur durch ſtarke militairiſche Gewalt verhin⸗ dert werden können, ihnen Trotz zu bieten— ein Vorfall, von dem ein jeder, der es treu mit ſeinem Vaterlande meint, wünſchen muß, daß er ſich nie darin ereigne. Eine Abgabe von den Einkünften hin⸗ gegen, kann mit ſehr mäßigen Unkoſten gehoben wer⸗ den, vielleicht mit nicht mehr als den zehnten Theil deſſen, was wir jetzt für das Einſammeln einer gleich großen Summe bezahlen müſſen. Unſere Taxen haben zwar bisher in England keine Zerrüttung hervorgebracht. Die großen Reich⸗ thümer unſerer Fabrikanten und Kaufleute haben es uns möglich gemacht, ſelbſt die ſtärkſten Auflagen zu bezahlen, welche die Regierung für nothwendig hielt. Aber vielleicht iſt das nicht immer der Fall, und da ähnliche Urſachen allenthalben ähnliche Folgen haben können, ſo ſollten wir ängſtlich gegen alle ſolche Wirkungen auf unſerer Hut ſeyn, die am Ende wol auch bey uns daraus entſtehen dürften. Da man nun weder die Dauer des jetzigen Krieges, noch den Einfluß, den der Frieden auf unſere Hülfsquellen ha⸗ ben wird, noch die Dauer irgend eines Friedens über⸗ all, vorher ſehen kann; ſo ſollte man ohne alle Frage einen jeden Plan ſo ſchnell als möglich auszuführen ſuchen, von dem ſich irgend eine bedeutende Erſpa⸗ rung erwarten läßt Der Unterſchied zwiſchen Auf⸗ lagen auf Conſumtionsartikel, und einer allgemeinen Abgabe von den Einkünften, würde in dieſem ſehr riiui Ju nol Hiern 4l futlihr Mein nnden baen, Uncbh⸗ ni Lorſumüic eiwinfen, n ſe cuch dlent Gefundhei der durch nicht nr ſes, ſondern dan, die zu Eo i; 3. Feuerſtiten mntgehen, in cjen. Hohe Jiegein, Ma waden voühn es auch unl hoch geſtige der Baukunſt nu wichtig ſer Häuſet d raudt wende, tine ſvächn rig war, p gewiſn iſt; tere gat n; ſrift, vüc dae gict, — 15— weſentlichen Punkte ſo beträchtlich ſeyn, daß ſie ſo⸗ wol hierin als auch in ihrer Wirkung auf die öf⸗ fentliche Meinung ſchwerlich mit einander verglichen werden können. 4. Unabhängig von den größeren Koſten, wo⸗ mit Conſumtionstaxen gehoben werden, und andern Einwürfen, welche ſich dagegen machen laſſen, ſind ſie auch allenthalben, wo man ſie eingeführt hat, der Geſundheit der Einwohner nachtheilig, weil dieſe da⸗ durch nicht nur manches höheren und beſſern Genuſ⸗ ſes, ſondern auch ſogar mancher Dinge beraubt wer⸗ den, die zu ihrer Exiſtenz durchaus unentbehrlich ſind. So iſt z. B. in einigen Ländern die Auflage auf die Feuerſtätten ſo hoch, daß die Einwohner, um ihr zu entgehen, in ein oder zwey Zimmer zuſammenkrie⸗ chen. Hohe Abgaben von Bauholz, Dachſchiefer, Ziegeln, Mauerſteinen und andern Baumaterialien werden nothwendig eben das bewirken, und ſo iſt es auch unläugbar, daß unſere nach und nach ſo hoch geſtiegene Fenſtertaxe nicht nur die Fortſchritte der Baukunſt unter uns aufhält, weil es für uns nun wichtig iſt, ihre Anzahl zu verringern, und un⸗ ſere Häuſer dadurch einer ihrer größten Zierden be⸗ raubt werden, ſondern ſie muß auch Krankheiten und eine ſchwächere Bevölkerung hervorbringen, als dieje⸗ nige war, wegen welcher unſere Inſel ſo berühmt geweſen iſt Der Effekt dieſer übermäßigen Fenſter⸗ taxe geht in der That ſo weit, daß die erſte Vor⸗ ſchrift, welche man jetzt einem Architekten bey einem Baue giebt, in wenigen Fenſtern beſteht, oder mit andern Worten, daß unſere Häuſer desjenigen Am theils von Licht und Luft beraubt werden, der doch zur Bequemlichkeit und Geſundheit ihrer Bewohltet nothwendig wäre, und den ſie ſo lange in einem hohen Grade werden entbehren müſſen, als dieſe höchſt ſchädliche Taxe in einem ſolchen Uebermaße exiſtirt. Man hörte vor einiger Zeit einen det beſten Baumeiſter ſich rühmen, er habe es in dieſem Theile ſeiner Kunſt durch viele Mühe und Nachdenken zit aller der Vollkommenheit gebracht, deſſen er fähig wäre. Bey genaueter Unterſuchung ſand ſich, daß keins ſeiner Häuſer nur zur Hälfte die gehörige Anzahl von Fenſtern hatte, und daher konnte kein Zimmer darin weder gehörig gelüftet werden, noch war es angenehm und geſund zu bewohnen. Dies erfodert jetzo vorzüglich die Aufmerkſamkeit der Regierung, da durch dieſes Zuſammendrängen der geringern Fabrikarbeiter in allen unſern großen Städten nicht nur täglich die tödklichſten Fieber ufr⸗ ter ihnen entſtehen, ſondern die Anſteckung ſich auch ſo leicht weiter verbreiten kann, daß nur die größte Reinlichkeit und der ungehinderte Zutrikt der freien Luft in den Hauſern der Reichen die üblen Folgen verhüten können, welche ſonſt ſowol fär ſie ſelbſt und ihre Bediente, als auch für den ganzen Staat daraus entſtehen würden. ¹⁹) — 5, So⸗ —— .*) Ich erinnere um ſo mehr an dieſen ſehr merkwürdigen Umſtand⸗ dal ich in der Ausübung meiner Kunſt taglich Gelegenheit ge⸗ habt 5 Erwol ſahen wiſen e ſmtionstartn iiſeit Ind die an uch int lm Jhel rbzohſen geß lſtit de af! Manſcen, die dn, und der! dmn, wenn d En Umſſand Wictutt vrttſcht al ßern Anzohl! 6. Jugec ſumfionstaren tervotfen, ſ hen es geg durchaus unf 1.— ſefen. Faſ ren überladen — halt hode, d ppringenden veit derſälbe didd eine kü ne Fteundes ſo a N ſ Nestuian w. (Kepem),d des Zuſcn en At⸗ er doch vohnet einem g dieſe emaß beſten Theile en zit fähig , daß Inaahl mmer ar e5 mleit angen roßen r n⸗ auch töͤßte reien olgen felbſt Ztaak „ Oo⸗ — mſtand⸗ heit ge⸗ habt 5. Sowol aus dieſen als mehreren andern Ur⸗ ſachen wiſſen eine große Menge Menſchen allen Con⸗ ſumtionstaxen auszuweichen. Daher rührt die Schwie⸗ rigkeit und die hohen Koſten ſie einzuheben, weswe⸗ gen auch in vielen Fällen die Regierung nur einen kleinen Theil der Summe erhält, welche das Volk zu bezahlen gezwungen iſt. Ein anderer Nationalver⸗ luſt iſt die auf mehrere Tauſende ſich belaufende Anzahl Menſchen, die als Taxeneinnehmer gebraucht wer⸗ den, und der Geſeliſchaft größern Nutzen leiſten wür⸗ den, wenn die Hebung der Abgaben einfacher wäre. Ein Umſtand, der zu allen Zeiten von allgemeiner Wichtigkeit iſt, vornämlich aber jetzt, da die Land⸗ wirthſchaft allenthalben in unſerm Lande einer grö⸗ ßern Anzahl von Menſchen bedarf. 6. Zugegeben indeſſen, das Syſtem der Con⸗ ſumtionstaxen ſey allen dieſen Einwürfen nicht un⸗ terworfen, ſo iſt es doch in dem Zuſtande, in wel⸗ chem es gegenwärtig in unſerm Lande ſtatt findet, durchaus unfähig, eine anſehnliche Revenüe zu ver⸗ ſchaffen. Faſt ein jeder Artikel iſt iſchon ſo mit Ta⸗ ren überladen, daß, wenn man ſie noch mehr erhö⸗ habt habe, den zerſtörenden Einfluß der aus dieſer Quelle ent⸗ ſpringenden Krankbeiten zu beobachten. Wer nicht weiß, wie weit derſelbe in manchen Verhältniſſen und Umſtänden gebe, wird eine kürzlich erſchienene ſehr ſchätzbare Abhandlung mei⸗ nes Freundes Dr. Haygarth von Bath mit Nutzen zu Rathe zieben; ſo auch Dr. Willan’s Reports on the diseases in London; Medical Restutions by Dr. Ferriar of Manchester; und einige andere Berichte (Reports), welche kürzlich von der Sorcietät für die Verbeſſerung des Zuſtandes der Armen bekannt gemacht ſind. B — 18— hen wollte, der Ertrag wahrſcheinlich verringert werden würde, wie dieſes bey der Auflage auf Wein und mehreren andern einigermaßen der Fall gewe⸗ ſen iſt. Man hat alſo hinreichenden Grund zu muthma⸗ ßen, daß, ſo wie die Fortdauer der Conſumtionsta⸗ xen auf mancherley Weiſe dem ganzen Staatskörper nachtheilig iſt, ſie auch nicht einmal hinreichen, der Regierung nur eine mäßige Unterſtützung zu gewäh⸗ ren, und daß ſie folglich andern Platz machen müſ⸗ ſen, die dieſen Schwierigkeiten nicht unterworfen ſind. Es ſind verſchiedene andere Plane vorgeſchlagen worden, die Bedürfniſſe der Regierung zu befriedi⸗ gen; aber es ſcheinen nur zwey derſelben Aufmerk⸗ ſamkeit zu verdienen. Der eine iſt derjenige, deſſen ich ſchon gelegentlich erwähnt habe, die Beſteurung des Einkommens oder des Eigenthums in der einen oder andern Form, wovon ich ſogleich umſtändlicher reden werde. Nach dem andern ſoll das Geld durch Leibrenten aufgebracht werden, zum Vortheil für den Längſtlebenden(with the benefit of survivor- ship) in der Geſtalt, die man gewöhnlich Tontinen nennt. Der Haupteinwurf gegen Tontinen beſteht dar⸗ in, daß dadurch keine ſehr beträchtliche Summe ſoll aufgebracht werden können, aber in der Ausdeh⸗ nung, welche ſie verſtatten, würden ſie nicht blos für das ganze Publikum von Nutzen, ſondern auch Individuen zuträglich ſeyn. Leute von mäßigen Ein⸗ künften und zahlreichen Familien würden, im Ver⸗ tauen uf 1 ttühlich. m ein ſol 1 meht der kenten in cbe ſmn, in vil r Jhelnehm Conüne anhei Tontinen von iinander beka hewittt werdt Eriahrung g ſern Mauen: An der Jll Jahte 174 d de, iſt in zwe eent erhöhet w the man nach Jaßten nit Ir zvey pät Ind 779, be ſhen Parlemer ubetrchlih, tern Caſſn n Kegierung wit ſhn ſichen m ſtlogee Hoffn en vejitt, R geraäumt ne d ſcon lyſt ringert Wein gewe⸗ thma⸗ onsta⸗ körper I, der ewäh⸗ müſ⸗ ſind. lagen friedi⸗ merk⸗ deſſen rrung einen licher durch l für ivor- tinen dar⸗ e ſoll sdeh⸗ blos mauch n Ein⸗ Per⸗ trauen auf die Bürgſchaft der Regierung, jährlich beträchtliche Summen darin anlegen, um ihren Kin⸗ dern eine ſolche Leibrente zu ſichern. Dieſes wäre noch mehr der Fall, wenn es Mittel gäbe, dieſe Renten in eben dem Verhältniſſe anſehnlich zu erhö⸗ hen, in welchem von Zeit zu Zeit durch den Tod der Theilnehmer eine gewiſſe Anzahl von Renten der Tontine anheimfielen. Allein, ob dies gleich bey Tontinen von geringerer Ausdehnung, die von lauter einander bekannten Leuten verwaltet werden, leicht bewirkt werden kann; ſo würde dieſes doch, wie die Erfahrung gezeigt hat, bey weitläuftigen und grö⸗ ßern Planen vielen Schwierigkeiten unterworfen ſeyn. Bey der Irländiſchen National⸗Tontine, die im Jahre 1774 durch eine Parlementsacte etablirt wur⸗ de, iſt in zwey Claſſen jede Rente nur um 1 ½ Pro⸗ cent erhöhet worden; ſtatt der ſieben Procent, wel⸗ che man nach dem Verlauf von ſieben und zwanzig Jahren mit vollem Rechte hätte erwarten ſollen. In zwey ſpätern Entwürfen, von den Jahren 1777 und 1778, beyde unter der Sanction des Irländi⸗ ſchen Parlements, iſt die Erhöhung jeder Rente ſo unbeträchtlich, daß ſie bey beyden in keiner der un⸗ tern Claſſen mehr als zwey Prorent beträgt. Die Regierung wird daher die Urſachen hievon zu erfor⸗ ſchen ſuchen müſſen, damit nicht nur ähnliche fehlge⸗ ſchlagene Hoffnungen bey etwanigen künftigen Pla⸗ nen verhütet, ſondern auch die Klagen aus dem We⸗ ge geräumt werden, die, offenbar mit Recht, gegen die ſchon beſtehenden laut zu werden anfangen. Es B 2 — 2o— möchten ſich ſonſt in Zukunft wol nur wenige oder gar keine Theilnehmer dazu finden. Iſt man auf dieſen weſentlichen Punkt üfmerke ſam genug, ſo wird man es ſehr glaublich finden, daß auf dieſe Art jährlich eine beträchtliche Summe, vielleicht nicht weniger als eine Million Sterling, auf⸗ gebracht werden könnte, größtentheils zum Vortheil der Regierung, welcher am Ende das Ganze zufiele, ohne, während der Lebenszeit der Theilnehmer, mehr als die geſetzmäßigen Zinſen dafür zu bezahlen. Wenn auch im Anfange nicht mehr als die gewöhnlichen Intereſſen, allenfalls auch mit einem kleinen Abzuge für die Verwaltungskoſten, bezahlt werden ſollten; ſo wird doch die Lockſpeiſe des Vortheils für die Längſtlebenden, in Verbindung mit einer ſo voll⸗ kommenen Sicherheit, bey dem unter uns jetzt herr⸗ ſchenden Spekulationsgeiſte und bey unſerm Reich⸗ thume ſo kräftig wirken, daß dieſe Summe und ſogar noch mehr alle Jahre leicht dadurch aufgebracht wer⸗ den dürfte. Ein Verſuch, welchen die Regierung vor wenigen Jahren mit einer Tontine machte, iſt zwar nicht geglückt; allein dieſes rührte wol haupt⸗ ſächlich daher, daß die gleich anfänglich verſproche⸗ nen Intereſſen weit unter denen ſtanden, die man hätte geben ſollen, nämlich nicht viel über 4 Procent, ſo daß alſo der Plan nicht vollzählig wurde, und folglich gar nicht zur Ausführung kam. Wie ſehr aber auch immer ein Plan dieſer Art bis zu einem gewiſſen Umfange glücken mag, ſo würde er doch nie der Regierung die jährlich erfor⸗ riijn Eum lndjaus kin biſeurng d zurlliſi nc biſt woxxichogene ni gchörige Man hat d henly ganme jüſe vrde glich urwei führbat ſer nict inme ſanden ofti lezit ſchwer Derth dabon Zeſizengen, deſts oſt be biy Lünderen beſkeuert we dß man ſi dn ongemeſ ſo vidd gar duch voch ſ vie ſch diſ uch bey trig, In penthuns de 66 müßte Drrlſt zer nige oder aufmerk⸗ h finden, Summe, ng, auf⸗ Vortheil zufiele, r, mehr „Wenn hnlichen Abzuge ſollten; für die ſo voll⸗ zt herr⸗ Reich⸗ d ſogar icht wer⸗ egierung chte, iſt haupt⸗ ſproche⸗ die man Procenk, de, und ieſer Art mag, ſo ih erfor⸗ derlichen Summen verſchaffen können. Dazu ſcheint durchaus kein Mittel hinlänglich, wenn es nicht eine Beſteurung der Einkünfte iſt— ein Mittel, welches zuverläſſig mancherley Vorzüge beſitzt. 1. Es iſt vielleicht die einzige unter allen bisher vorgeſchlagenen Beſteurungsarten, wodurch das Geld mit gehöriger Gleichheit aufgebracht werden kann. Man hat die Beſteurung des Eigenthums in man⸗ cherley Formen an ihrer ſtatt vorgeſchlagen; aber dieſe würde ſich nicht nur in ihrer Wirkung ſehr un⸗ gleich erweiſen, ſondern auch oft nicht einmal aus⸗ führbar ſeyn. Da die Inhaber eines Eigenthums nicht immer ſolche ſind, die Renten davon bezahlen, ſondern oft die Eigenthümer ſelbſt, ſo würde es al⸗ lezeit ſchwer und oft unmöglich ſeyn, den wahren Werth davon zu beſtimmen. Es kann auch große Beſitzungen geben, die gar nichts produciren, wie dieſes oft bey Bergwerken, Häuſern und ſogar auch bey Ländereyen der Fall iſt, da ſie dann billig nicht beſteuert werden könnten. Es iſt ebenfalls bekannt, daß man für ein gewiſſes Eigenthum nicht immer den angemeſſenen Werth erhalten kann. Sehr häu⸗ fig wird gar nicht einmal darauf geboten, wenn ſie auch noch ſo oft zum Verkauf ausgeboten werden, wie ſich dieſes täglich, ſowol bey Ländereyen, als auch bey Kaufmannsgütern und Fabrikwaaren zu⸗ trägt. In ſolchen Fällen würde der Beſitz des Ei⸗ genthums der Regierung keinen Vortheil verſchaffen, es müßte vielmehr Unordnung, Verwirrung und Verluſt daraus entſtehen. Die Beſteurung des Ein⸗ kommens hingegen iſt ſolchen Schwierigkeiten nicht un⸗ terworfen. Sie beruht auf dieſem ſehr einfachen Grundſatze, gegen den ſich mit Recht nichts einwen⸗ den läßt, daß, in ſo fern eine Regierung Unterſtü— tzung bedarf und ihrer werth iſt, dieſe mit Gleich⸗ förmigkeit von dem producirenden Vermögen, und allein voͤn dieſem aufgebracht werden muß, welches das Land zu der Zeit beſitzt. Worin auch immer der Reichthum eines Landes beſtehen mag, und wer auch die Eigenthümer ſeyn mögen, ſo müßte doch fuͤr eine jede erforderliche Summe ihr productives Vermögen gleichmäßig beſteuert werden. Zu einer Zeit kann der Reichthum einer Nation in Geld und in Manufakturen beſtehen, wie dieſes ohne Zweifel in Großbritannien jetzt der Fall iſt; zu andern Zei⸗ ten beſteht er faſt allein in den Produkten der Län⸗ dereyen. Aber in beyden Fällen kann nichts billiger und pernünftiger ſeyn, als von dem ganzen Natio— naleinkommen die Bedürfniſſe der Regierung zu erhe⸗ ben, welche demſelben Schutz gewährt. ³) 2. Die Beſteurung des Einkommens iſt nicht nur gleichförmiger, ſondern es läßt ſich auch mit gutem Grunde annehmen, daß ſie eine größere Sum⸗ me, und mit geringerer Unzufriedenheit von Seiten *) Eine kürzlich erſchienene ſehr freymüthige Flugſchrift von dem Grafen von Landerdale, über die Beſteurung des Eigen⸗ thums, worin eine perpetuirliche Taxe auf Erbſchaften(wealth passing by succession) vorgeſchlagen wird, verdient vorzügliche Aufmerkſamkeit. Sollte das Eigenthum jemals beſteuert wer⸗ den, ſo iſt dieſer Vorſchlag gewiß unter allen der beſte. 6 öliams, mn andern) üine den mag, h fa pedde k duh, in Lon non je Contribuen ſrigtit be in Conſunt 3 Deſ puber, nikg Wy ſcgend e geichem Unfe nuthlih mr. dältmißmäßig menn(tan-9 4 Enr des Eintomm llichermigen tcren nie der demögen der Jhil lis ſ die Arbeiter de de wiſe durc iiht nu heihaften d reſandt den enirung i — 23— ze uns des Publikums, aufbringen wird, als nach irgend ei⸗ ſaßen nem andern Plane möglich wäre. Denn, da das miwens Einkommen jeder Ark und wie es auch erworben wer⸗ terſtü⸗ den mag, ihr vollſtändig und gleichmäßig unkerwor⸗ Gleich⸗ fen werden kann, welches, wie ich ſchon bemerkt „und habe, bey Conſumtionstaxen unmöglich iſt; ſo werden elches die Contribuenten ſich nicht leicht darüber beſchweren. immer Zu dieſen Klagen ſind ſie aber ohne Zweifel berech⸗ d wer tigt, wenn das Eigenthum ohne Räckſicht auf Gleich⸗ doch förmigkeit beſteuert wird, wie das ganz allgemein cctives bey Conſumtionstaxen der Fall iſt. einer 3. Dieſe Auflage kann, wie wir ſchon geſehen d und haben, mit geringeren Koſten gehoben werden, als weifel bey irgend einem andern Beſteurungsſyſteme von Zei⸗ gleichem Umfange möglich wäre. Sie erforderte ver⸗ Län⸗ muthlich nur ein Zehntel der Summe und eine ver⸗ llliger hältnißmäßig geringere Anzahl von Taxen⸗Einneh⸗ Katio⸗ mern(tax-gatherers), wie bisher. erhe⸗ 4. Ein wohl ausgeführter Plan zur Beſteurung des Einkommens hätte auf Reiche und Arme einen gleichförmigen Einfluß, welches bey Conſumtions⸗ 1 taren nie der Fall ſeyn kann. Er würde das ganze Gum⸗ Vermögen der Nation afficiren, wovon ein großer zaer Theil bis jetzt niemals Abgaben bezahlt hat. Weil T die Arbeiter nun wohlfeiler leben könnten, ſo wür⸗ Lu den die Preiſe aller unſerer Manufakturwaaren da⸗ Eigen⸗ durch nicht nur herabgeſetzk, ſondern auch unter vor⸗ (veil theilhaftern Bedingungen auf fremde Marktplätze väglche verſandt werden können. Mit der Zeit wäre die ert wer⸗ Regierung im Stande, alle andere Steuern, entwe⸗ — 24— der gänzlich aufzuheben, oder ſie doch beträchtlich zu verringern. Denn bey dem gegenwärtigen blühenden Zuſtande dieſer reichen Nation, iſt es in der That ſehr glaublich, daß dieſe Taxe bey weitem mehr wie bis⸗ her, ſchon blos deswegen aufbringen würde, weil ſie den ganzen Nationalreichthum gleichmäßig afficirt, wovonzſehr große ihr nun unterworfene Summen bis⸗ her nie beſteuert worden ſind. Von dem allen aber müßte die Wirkung für das Ganze gewiß ſehr wohl⸗ thätig ſeyn. 5. Fehlgeſchlagene Erwartungen, in Anſehung der für die Regierung erforderlichen Geldſummen, werden am beſten durch eine Abgabe von den Ein⸗ künften verhütet. Denn, wenn ein gewiſſer Theil des Nationaleinkommens dazu nicht hinreicht, ſo iſt es viel leichter, die Auflage auf das Ganze zu erhö⸗ hen, als irgend einen Conſumtionsartikel mit einer neuen Taxe zu belegen, die, wie ich ſchon bemerkt habe, häufig Misvergnügen erregt, und doch nicht immer einträglich genug iſt. Die Beſteurung des Einkommens würde auch noch in einem andern wich⸗ tigen Puncte, ſowol für diejenigen, welche an der Spitze unſerer öffentlichen Angelegenheiten ſtehen, als auch für das Publikum ſelbſt, von Nutzen ſeyn. Wäre es einmal feſtgeſetzt, daß alle Staatsbedürf⸗ niſſe eines Jahrs von den Nationaleinkünften aufge⸗ bracht werden ſollten, ſo dürfte der Miniſter nur das Verhältniß beſtimmen, nach welchem die Ein⸗ künfte eines jeden im ganzen Reiche dazu beytragen müſſen, anſtatt daß er ſich jetzo alle Jahre auf Strei⸗ —— iilin i wwegg ggiß iner nelle liſer gri pohen Gumm bey jdd n Gehwechsler Jlicet Jit tin ſyn De he ſch ſhwe . Kaͤdbeitze gnujnſch wejeln ver Vor lict amerianiſch theit, velh gerung de procunt, u in pelchem jäyrlch die aler Vahr dern don de tnd geund ſch doch ſ riht wenie in adere Sten lte künften u Gommen! lich zu henden at ſehr je bis⸗ veil ſie fficirt, en bis⸗ taber wohl⸗ ſehung mmen, n Ein⸗ Theil ſo iſt erhö⸗ einer emerkt h nicht ig des wich⸗ in der ſtehen, ſeyn. bedürf⸗ aufge⸗ er nur ee Ein⸗ gtragen Etrei⸗ 1 — 25— tigkeiten im Parlemente und mit jedem Handlungs⸗ zweige gefaßt machen muß, der vielleicht bey irgend einer neuen Conſumtionstaxe leiden wird, wie das bisher gewöhnlich der Fall war. Die Erſparung der hohen Summen(allowances), welche die Regierung bey jeder neuen Geldanleihe den Banquiers und Geldwechslern gewöhnlich bewilligen muß, würde zu gleicher Zeit eine große Erleichterung für die Na— tion ſeyn. Wie hoch ſich dieſe Ausgaben belaufen, läßt ſich ſchwerlich beſtimmen, aber die Begierde unſerer Geldbeſitzer an dem Gewinne Theil zu nehmen, iſt gewöhnlich ſo groß, daß wol nur wenige daran zweifeln werden, daß ſie ſehr beträchtlich ſeyn müſſen. Vor nicht gar langer Zeit, während der Unfälle des amerikaniſchen Krieges, betrugen die mancherley Vor⸗ theile, welche denen zugeſtanden wurden, die der Re⸗ gierung Geld vorſchoſſen, nicht weniger als zehn Procent, und oft weit mehr. Während des Krieges, in welchem wir jetzt verwickelt ſind, ſo groß auch jährlich die Ausgaben geweſen ſeyn mögen, ſind zwar, aller Wahrſcheinlichkeit nach, dieſe den Unterhänd⸗ lern von der Regierung bewilligten Vortheile bedeu⸗ tend geringer geweſen; aber im Ganzen müſſen ſie ſich doch ſehr hoch belaufen haben, vermuthlich auf nicht weniger als fünf Procent, welches, ein Jahr ins andere gerechnet, mehr als eine Million Pf. Sterl. beträgt, die bey einer Abgabe von den Ein⸗ künften durchaus erſpart worden wäre. Denn dieſe Summen werden nicht etwa für die Adminiſtrations⸗ koſten bezahlt, ſondern als Prämie für die Geldlie⸗ feranten, und würden alſo wegfallen, wenn jeder Einzelne jährlich ſeinen Theil zu den Nationalausga⸗ ben beytragen müßte. Man hat dagegen eingeworfen, daß ſolche große Summen, wie die Regierung oft während eines koſt⸗ ſpieligen Krieges braucht, nur durch eben dieſe Ban⸗ quiers und andere Geldbeſitzer erhalten werden kön⸗ nen, an welche ſie ſich in ſolchen Fällen gewöhnlich gewandt hat. Allein dieſer Einwurf iſt mehr blen⸗ dend als wahr, und kann nur bey denen etwas gel⸗ ten, die ſelbſt dabey intereſſirt ſind, daß das Sy⸗ ſtem der fundirten Schulden(funding system) bey— behalten werde..Denn wenn das Quantum feſtge⸗ ſetzt iſt, welches von den Einkünften jeder Art be⸗ zahlt werden ſoll, ſo wird es mit eben der Gewiß⸗ heit und Leichtigkeit, wie jede andere unſerer jetzigen Taxen, gehoben werden können. 6. Es würde ein wichtiger Vortheil dieſes Sy⸗ ſtems ſeyn, daß, ſo wie es niemanden beſonders nachtheilig iſt, auch niemand darüber klagen würde, ſobald der erſte Eindruck vorüber wäre. Nur we⸗ nige unter den Reichen der Nation, die durch lang⸗ jährige Geſchäfte ein großes Vermögen erworben haben, dürften es wagen ſich ihm anfänglich zu wi— derſetzen. Leute dieſer Art, die ſelten weder Zeit noch Luſt haben, alle ihre Einkünfte zu verzehren, und gleichwol einen großen Theil des engliſchen Reichthums beſitzen, würden, da ſie bisher nicht nach Verhältniß ihres Vermögens beſteuert worden diſe Pocbe n ſlſt unſee g Gürhülchk rend iie Glo nur betachlich Wenn ein Phgcbe von de de der Recjer Thutd, on wndd das Ueb Tuelelen ſur dle Lebensbedü das Ganze we ga wäen voch deriingerung; in degenſtand ton viellict! ein anerer, nißheit und, nicht. Dr i woaten in Lan würden, ſo da ſe voſfet; diſt in dem Muk, als bey da lict ing dn hi bin beh un elolie⸗ jeder lsga⸗ große koſt⸗ Ban⸗ kön⸗ nlich blen⸗ gel⸗ Gy⸗ bey⸗ ſtge⸗ be⸗ ders irde, we⸗ ung⸗ rben wi⸗ Zeit ren, ſchen nicht rden — 27— ſind, ſich mit Verdruß darüber äußern. Aber auch ſie hätten im Grunde kein Recht dazu; denn wenn dieſe Abgabe nur nicht höber getrieben wird, als ſelbſt unſere gegenwärtigen ſtarken Ausgaben aller Wahrſcheinlichkeit nach erfordern, ſo wird ſchwerlich irgend eine Claſſe der Nation ihre Wirkung in einem nur beträchtlichen Grade empfinden. Wenn ein ſolcher Plan zu einer gleichförmigen Abgabe von den Einkünften ſtandhaft verfolgt wird, die der Regierung nöthige Summe mag nun ein „Zehntel, ein Achtel oder auch mehr betragen; ſo wird das Uebrige ſeinen Beſitzern, zur Beſtreitung der Ausgaben für Arbeits⸗ und Dienſt⸗Lohn und für alle Lebensbedürfniſſe, noch gerade eben ſo viel wie das Ganze werth ſeyn. Die Folgen dieſer Maaßre⸗ gel wären nothwendig Erhöhung des Geldwerthes und Verringerung der Geldpreiſe aller andern Artikel— ein Gegenſtand, der in dem jetzigen Zuſtande der Na⸗ tion vielleicht von größerer Wichtigkeit iſt, als irgend ein anderer, welchen die Regierung mit gleicher Ge⸗ wißheit und gleichem Erfolge zu befördern ſuchen möchte. Da in dieſem Falle alle unſere Manufactur⸗ waaren im Lande ſelbſt mit wenigerm Gelde bezahlt würden, ſo wären die Fabrikbeſitzer auch im Stande ſie wohlfeiler zu verkaufen, und blieben alſo viel ge⸗ wiſſer in dem Beſitze des Vorzugs auf fremden Märkten, als es ihnen möglich ſeyn wird, wenn, bey der Rückkehr des Friedens und der Wiederherſtel⸗ lung der Fabriken auf dem feſten Lande, das Arbeiks⸗ lohn bey uns in der übermäßigen Höhe bleibt, zu — 23— welcher es bis jetzt geſtiegen iſt. Handwerker aller Art, auch gemeine Dienſtboten ſogar, müſſen frey⸗ lich gut bezahlt werden; aber mehr, als zu ihrer Be⸗ quemlichkeit hinreicht, macht gewöhnlich ſie ſelbſt und ihre Familien unglücklich, und zur Faulheit und Ver⸗ ſchwendung geneigt.— Gewohnheiten, über die nur ſehr wenige jemals wieder Herr werden, und unter deren Einfluſſe verderbliche, jeder Regierung abge⸗ neigte Grundſätze ſich ſo leicht verbreiten. Eine Herabſetzung des Arbeitslohns hätte auch noch andere wichtige Vortheile zur Folge, deren manche, ſo weſentlich ſie auch ſeyn mögen, da nie erreicht werden können, wo jenes in hohem Preiſe ſteht. Sie würde ſchneller die nöthigſte Vorbereitung zu allen Verbeſſerungen, die Anlegung guter Land⸗ ſtraßen und ſchiffbarer Canäle, als der Hülfsmittel (vehicles) unſers Reichthums bewirken. Sie würde nachdrücklich zu einer beſſern Cultur des Bodens auf⸗ muntern, den Zuſtand der mittlern und untern Claſ⸗ ſen in der Geſellſchaft verbeſſern, und zuverläſſig der Regierung eine größere Kraft geben, weil dadurch das Intereſſe dieſer zahlreichen und mächtigen Claſſe unmittelbar mit ihrer Erhaltung verbunden wäre. Man kann fragen, warum nur blos eine Ein⸗ kommentaxe, und nicht eben ſo gut eine jede andere Auflage, dieſes bewirken ſolle? ich antworte: unſere bisherigen Taxen waren in ihrer Wirkung großen⸗ theils höchſt partheyiſch, wie alle Conſumtionstaxen nothwendig ſeyn müſſen; ſogar eine Taxe auf Brod, welche bey uns doch noch kein Miniſter im Ernſte iuſhlagn g ſir rutheſch 1 örkünften wün hert un gei nsgiit vint nen Pgaben! müfriſe gel Kgend in Beſt thöhet und de gett, ſ bomnt dcß fnes E) don Cliih qffrit, mi fenbe in unſ vinſcensven perde, nuf ſe derden, wohe i dm LEita böffoht gotionen, M kintünften ein ſchm Dem ſügn, die we duſe t dollte rage vituert wän bh Neiem gen, ud d d höchi ng ker aller en frey⸗ hrer Be⸗ löſt und nd Ver⸗ die nur d unter Jabge⸗ kte auch deren „da wit m Preiſe ereitung er Land⸗ Ifsmittel ewürde ens auf⸗ ern Clſ⸗ läſſig der dadurch en Caaſſe wäre. eine Eine de andere e: unſere großen⸗ tonstapen auf Beod, in Ernſte vorzuſchlagen gewagt hat, würde in ihrer Wirkung ſehr partheiſch und drückend ſeyn. Leute von großen Einkünften würden ſie nicht einmal fühlen, während andere von geringem Vermögen ihrem ganzen Drucke ausgeſetzt wären, wie das immer geſchehen muß, wenn Abgaben ohne Unterſchied auf eigentliche Lebens⸗ bedürfniſſe gelegt werden. Würde nun aber durch irgend ein Beſteurungsſyſtem der Werth des Geldes erhöhet und der Werth der Lebensbedürfniſſe verrin⸗ gert, ſo könnte dieſe Wirkung blos davon herrühren, daß jenes Syſtem allgemein jedermann und mit völ⸗ liger Gleichheit den ganzen Reichthum der Nation afficirt, welches wir durch eine Einkommentaxe of⸗ fenbar in unſerer Gewalt haben. Damit aber dieſer wünſchenswerthe Zweck durch eine ſolche Taxe erreicht werde, muß ſie auf das Einkommen jeder Art gelegt werden, woher es auch immer rühre, es mag nun in dem Ertrage der Ländereyen, Häuſer, Bergwerke, Schifffahrt, Handlung, Manufakturen, Geld in Obli⸗ gationen, Wechſeln oder öffentlichen Fonds, in den Einkünften eines Handwerks oder worin es will, be⸗ ſtehen. Denn ſonſt würde gerade das Gegentheil er⸗ folgen, wie wenn man z. B. die eigentlich arbeitende Claſſe ganz oder doch großentheils davon befreyen wollte, wogegen denn alle übrigen Claſſen ſehr hoch beſteuert wären. In dieſem Falle würde das Arbeits⸗ lohn zu einem bis jetzt noch unerhörten Grade ſtei⸗ gen, und die Folgen davon ſehr bald für alle Stän⸗ de höchſt unglücklich ſeyn, vorzüglich aber für Leute von nur mäßigen Einkünften, in welcher Lage ſie ſich auch befinden. Aber der Nachtheil würde ſich bey derjenigen Claſſe ſelbſt am ſchnellſten äußern, pon der man, dem erſten Anſchein nach, glauben ſollte, daß ſie dabey gewönne, nämlich bey unſern Arbeitern in den Fabriken. Bringt die Handarbeit viel mehr ein, als ſie im gewöhnlichen Verhältniſſe des Preiſes von Brodt und andern Lebensbedürfniſſen einzubringen pflegt, ſo iſt eine der ſchlimmſten Folgen eines ſo hohen Ar⸗ beitslohns dieſe, daß Handwerker und Arbeiter jeder Art aufhören ſich anzuſtrengen, und ſelten eben daſ⸗ ſelbe Quantum von Arbeit zu Stande bringen, wo⸗ mit ſie ſehr leicht und ohne Beſchwerde ſertig wer⸗ den, wenn ihr Lohn und die Preiſe der Lebensmittel gegen einander in einem angemeſſenern Verhältniſſe ſtehen. Dadurch werden dann ihre Einkünfte verrin⸗ gert, und ſie ſelbſt durchaus unfähig ſie jemals wie⸗ der in die Höhe zu bringen; denn, wo Faulheit und Verſchwendung einmal Wurzel gefaßt haben, da kom⸗ men Mäßigkeit und Fleiß nur ſelten wieder empor, und die gewöhnlichen Folgen ſind dann gänzlicher Ruin und Verzweiflung. Das Uebel wird aber ohne Zweifel bey einer jeden Finanzoperation höchſt bedenklich werden müſ⸗ ſen, wobey entweder dieſe Claſſe des Publikums von dem ihr mit Recht zukommenden Antheile an den öffent⸗ lichen Abgaben befreyt bleibt, oder welche Leute pon größern Einkünften nicht in dem gehörigen Verhälk⸗ niſſe trifft, und ſie dadurch in den Stand ſetzt, ein höheres Arbeitslohn als minder Vermögende zu be⸗ ar ber U xüln 4„ fän eſäbe, Frnbeit un i l 4- dſen? Erbvrnentale i eln Folge mn Ende ſehr! nn ſe ouf die inihh dadur den auf olt nach dem De Fenn x Naton dalo das Abbeiteloh Cbenemittel a auch jt, doch der Einmiſch dfunlihe En Jöchſt ſiten d diellicht nieme Tyulen, in veadet, bey wihthems ift gehauft vonde ondern unelſch nen, wodurch, voͤßnin Jagu doch jen und Kaend tinn e ſi ußern, lauben unſern ſie im Brooͤt uflegt, en Ar⸗ jeder daſ⸗ , wor wer⸗ mittel ltniſſe errin⸗ wie⸗ t und n kom⸗ mpor, glicher einer müſ⸗ 3 von ffent⸗ e von erhälts t, einl zu be⸗ — 31— zahlen. In beyden Fällen wäre die Wirkung unge⸗ fähr dieſelbe, das Arbeitslohn würde ſteigen, und Fabrikarbeiter ſowol als auch Dienſtboten jeder Art ſchwerer zu bekommen ſeyn. In dieſem Betracht iſt der Plan unſerer jetzigen Einkommentaxe offenbar höchſt mangelhaft, und da die übeln Folgen, welche daraus entſtehen dürften, am Ende ſehr unglücklich ausfallen können, ſo ſollte man ſie auf die wirkſamſte Weiſe zu verhüten ſuchen, nämlich dadurch, daß man unſere öffentlichen Abga⸗ ben auf alle Stände gleichförmig vertheilte, das iſt: nach dem Verhältniſſe ihrer Kräfte ſie zu tragen. Die Hauptſache von dem allen, der für die gan⸗ ze Nation daraus entſpringende Vortheil, wenn man das Arbeitslohn größtentheils von den Preiſen der Lebensmittel abhängig machte, hat, ſo wichtig ſie auch iſt, doch ſelten die beſondere Aufmerkſamkeit oder Einmiſchung der Regierung auf ſich gezogen. Hffentliche Einmiſchung in Dinge der Art iſt indeſſen höchſt ſelten der Sache angemeſſen oder nothwendig; vielleicht niemals als nur in dieſem Zuſtande von Dpulenz, in welchem ſich England ſchon ſo lange befindet, bey dem ein großer Theil des National⸗ reichthums oft plötzlich von nur einigen wenigen auf⸗ gehäuft worden iſt, die folglich nun ein ſo hohes, andern unerſchwingliches Arbeitslohn bezahlen kön⸗ nen, wodurch aber die mittlern Stände mancher ge⸗ wöhnten Bequemlichkeiten beraubt werden, ohne daß doch jene durch die Bezahlung eines ſo hohen Lohns irgend einen weſentlichen Vortheil erhielten. Alleig — 3 2— obgleich es ſelten nöthig oder rathſam ſeyn mag, daß die Regierung von Dingen der Art Notiz neh⸗ me, oder ſich in die Beſtimmung des Arbeitslohns und ähnlicher Dinge miſche; ſo muß man doch zuge— ben, daß, wenn das Übel nun einmal ſo hoch ge⸗ ſtiegen iſt, die Bedürfniſſe des Staats nie auf eine Art aufgebracht werden ſollten, durch welche das Übel noch vergrößert werden kann. Dieſes ſollten die Regierungen eines jeden Lan⸗ des und unter allen Umſtänden nie aus den Augen verlieren; aber in Englands gegenwärtiger Lage iſt es offenbar nöthiger wie jemals. Der Reichthum, den Großbritannien im Überfluſſe beſitzt, iſt ſo groß, daß man ihm hauptſächlich dieſes unmäßige Steigen alles Arbeitslohns zuſchreiben kann, und, wenn man dieſem nicht ſchleunig entgegenarbeitet, ſo werden die Folgen davon nicht nur für die mittlern Stände höchſt traurig ſeyn, ſondern wir werden auch vor⸗ nämlich dadurch die Superiorität verlieren, welche unſere Nation durch die Induſtrie ihrer Fabrikanten und den Geiſt ihrer Kaufleute ſich allenthalben er⸗ worben hat. Damit verlören wir dann auch zugleich nicht blos den Schein, ſondern auch in der That ei⸗ nen großen Theil unſerer Reichthuümer ſelbſt. Denn, eine wie große Menge Gold und Silber ein Reich auch beſitzen mag, ſo verſchwindet dieſes doch augen⸗ blicklich, wenn die Induſtrie ſeiner Einwohner, die jenes erwarb, nachläßt. Wird den Wirkungen eines ſchnellen und gro⸗ gen Zufluffes von Reichthümern nicht durch weiſe Ver⸗ lrfunn d mnn ſt un ſh iniidt, ruetzftn Jiſ w preicheff i n ſſe ſt nn bizbett g Püaltr grri ſh gmuu in ch hen 88 eine d dleen deſet gübt, de mi ſlen mulb dovon it Epe mnerikeniſchen baares Geld od nen ſchlbat ſt us Raichchuns iin großet Jhe igkeien des! Nordamerika l niht dtin ghö düche don Liben de Eunn iiilſt Nauic doßſcherſe R den, vil ſe d vos onäing, ſc ſh all ijn d aſtefen i mmag, iz neh⸗ kolohns zuge⸗ och ge⸗ uf eine he das 7 Lan⸗ Augen fage iſt chthum, groß, öteigen in man werden Stände ch vor⸗ welcht rikanten ben er⸗ ugleich hat ei⸗ Denn, Reich augen⸗ er, die nd gro⸗ 7 weiſe Per⸗ Verfügungen der Regierung entgegengearbeitet, ſo werden ſie auch leicht dadurch ſchaden, daß das Vols ſich einbildet, Geld allein ſey hinreichend, ſich einen dauerhaften Zuſtand von Wohlſeyn und Bequemlich⸗ keit zu verſchaffen— eine Meinung, die allenthal⸗ ben, wo ſie ſtatt fand, von den zerſtörendſten Fol⸗ gen begleitet geweſen iſt. Zwar iſt man in jedem Zeitalter geneigt geweſen, ſich einzubilden, ein Volk ſey genau in eben dem Maaße wohlhabend, in wel⸗ chem es eine gewiſſe Menge Gold und Silber beſitzt; allein dieſes iſt ſo wenig wahr, daß es Nationen giebt, die mit allem ihren lleberfluſſe an edlen Me⸗ kallen relativ arm ſind. Ein merkwürdiges Beiſpiel davon iſt Spanien, in Vergleichung mit den nord⸗ amerikaniſchen Freyſtaaten, welche letztere, ſo wenig baares Geld oder ungemünztes Metall auch bey ih⸗ nen ſichtbar iſt, doch ſehr entſcheidende Beweiſe ih⸗ res Reichthums gegeben haben. Wenn in Spanien ein großer Theil der Einwohner an vielen Nothwen⸗ digkeiten des Lebens Mangel leidet, ſo herrſcht in Nordamerika Überfluß; das Geſchrey der Armen wird nicht darin gehört, und es kann gewöhnlich große Vor⸗ räthe von Lebensmitteln andern zuführen. Die Summe von produktiver Arbeit, welche eine eiviliſirte Nation zu liefern im Stande iſt, kann als das ſicherſte Merkmal ihres Reichthums betrachtet wer⸗ den, weil ſie dadurch gewiſſer, als durch irgend et⸗ was anderes, ja gewiſſer als durch baares Geld ſelbſt, ſich alle ihre übrigen Bedürfniſſe aus andern Ländern verſchaffen kann. Dieſe Behauptung bedarf ſchwer⸗ C — 34— n, Totühr 0 ir dles, Dos n deld genug laden vie En lich noch erſt einer Erläuterung, Beweiſe ihrer Rich⸗ tigkeit ſehen wir täͤglich; aber ich will ein Beyſpiel anführen, welches die Bedeutſamkeit von Großbri⸗ tannien in der Wage der Nationen und den Einfluß aller derjenigen Hülfsmittel, deren es ſich bedient hat, uDunn nd um zu ſeinen jetzigen großen Reichthümern zu gelan⸗ ſiwin, ä gen, in einem Geſichtspunkte zeigen wird, der für je⸗ n ſſ; ſ den ächten Patrioten höchſt ſchmeichelhaft ſeyn muß. gos onden li In dem ganzen Verlauf des jetzigen Krieges haben die V iig on gar k Handelsartikel, welche die engliſche Induſtrie in frem⸗ ls, wat ſe de Länder hat verſchicken können, unſere Kaufleute ſten. Gd in den Stand geſetzt, ſelbſt auf eben denſelben Markt⸗ V dif den fſtn plätzen, viel wohlfeiler und ſicherer als Frankreich, vert und ale: Portugall oder Spanien, ihren Einkauf zu machen, pübber, u obgleich alle dieſe Nationen, weil es ihnen an Cre⸗ e i ſedem qj dit fehlte, mit baarem Gelde einkaufen mußten. Die V itel am vuthe Urſache dieſes den Brittiſchen Waaren gegebenen Vor⸗ bol enge zugs iſt einleuchtend. Diejenigen, welche mehr eige⸗ V bidet Lide! ne Produkte beſitzen als ſie conſumiren, und ſolche ze Verh g an andere abzuſetzen wünſchen, müſſen nothwendig bogar in geneigter ſeyn, ſie denen zu verkaufen, die ſie auf t acs Gd, einmal und unter den vortheilhafteſten Bedingungen, Littin venig mit allen nöthigen Conſumtionsartikeln verſehen kön⸗ nen, als ſolchen, die ſie blos mit Gold und Silber bezahlen. Denn jedermann kann ſehr wohl ohne al⸗ nin und patt .n. Swouſtie gena matwendige 3 les Gold und Silber leben, aber niemand kann noth⸗ lund, ich age ¹ wendige Conſumtionsartikel entbehren. mnunih Wortl Auf den erſten Blick ſcheint dieſe Bemerkung zwar nur von geringer Erheblichkeit zu ſeyn, da wir täglich ſehen, daß man für Geld alles bekommen ie Cultu min aA Juſtand ge ſſu, ſüſt er Rich⸗ Beyſpiel Droßbri⸗ Einfluß tent hat, gelan⸗ für je⸗ n muß. ben die frem⸗ zufleute Markt⸗ nkreich, achen, Cre⸗ Die (Vor⸗ t eige⸗ ſolche vendig ſe auf ungen, n kön⸗ Silber ne al⸗ noth⸗ erkung da wir ommen kann, worüber andere zu diſponiren haben, und ſo⸗ gar alles, was man ſich wünſchen mag, wenn man nur Geld genug beſitzt. Allein ob dieſes gleich in Ländern, wie England, ohne Zweifel der Fall iſt, die an Waaren und an Fabrikaten einen großen Ueber⸗ fluß haben, und wo alſo Geld das bequemſte Me⸗ dium iſt; ſo ſind doch ſehr viele Länder in einer ſo ganz andern Lage, daß das baare Geld für ſie we⸗ nig oder gar keinen Werth hat, und ſie ſehr gern alles, was ſie beſitzen, gegen Conſumtionsartikel ver⸗ tauſchen. So verhandeln die Indianer allenthalben auf dem feſten Lande von Amerika ihr feinſtes Pelz⸗ werk und alle ihre koſtbarſten Waaren gegen Flinten und Pulver, und ſogar gegen Brantwein; ſo wer⸗ den in jedem afrikaniſchen Staate alle Handlungsar⸗ tikel am vortheilhafteſten und ſicherſten gegen gemei⸗ nes Salz eingetauſcht, und gleichwol in dem Innern beyder Länder bis jetzt auf Gold und Silber kein gro⸗ ßer Werth geſetzt. Sogar in verſchiedenen Ländern Europens hat oft das Geld, in Vergleichung mit vielen andern Artikeln, wenig Werth. Dieſes iſt vorzüglich in Spa⸗ nien und Portugall der Fall, deren Bewohner nicht Induſtrie genug beſitzen, um ſich ſelbſt ſo viele höchſt nothwendige Bedürfniſſe zu verſchaffen. Auch unſer Land, ich ſage es ungern, iſt durch den bisherigen unverantwortlichen Mangel an Aufmerkſamkeit auf die Cultur unſers Bodens, nicht ſelten in eben die⸗ ſen Zuſtand gerathen. Wir ſind dadurch genöthigt geweſen, ſelbſt die unentbehrlichſten Lebensbedürfniſſe C 2 = 36— zu übermäßigen Preiſen und mit großer Schwierig⸗ keit und Ungewißheit aus andern Ländern zu holen, welches bey einer andern, hoffentlich bald zu erwar⸗ tenden, Behandlung unſers eignen Grunds und Bo⸗ dens unnsthig geweſen wäre.. Der wirkliche Reichthum eines Landes, oder, wie man ihn auch definiren könnte, der vollkomme⸗ ne Genuß aller für jeden Stand wünſchenswerthen Nothwendigkeiten des Lebens, hängt alſo offenbar nicht ſo ſehr vom Gelde, als von der größern Sum⸗ me produktiver Arbeit ab; und diejenigen Nationen alſo, welche durchaus von ihrer Induſtrie, ihrem hö⸗ heren Ackerbau, ihren Manufakturen und ihrem Han⸗ del abhängen, werden allezeit mehr wahren Reich⸗ thum beſitzen und unabhängiger ſeyn, als ſolche, die ſich hauptſächlich auf ihre große lende von Gold und Silber verlaſſen. Bey den zahlreichen Vorzügen, welche wir be⸗ ſitzen, ſollten wir daher nichts unterlaſſen, was in irgend einigem Grade die Induſtrie des Volks erhö⸗ het und befördert. Dieſe wird uns viel ſicherer, als Gold und Silber, den bleibenden Genuß alles deſſen verſchaffen, was nur eine Nation ſich wünſchen mag. Nichts hingegen könnte uns dieſen Genuß gewiſſer entreiſſen, als der Einfluß eines zur hohen Arbeits⸗ lohns auf diejenigen, die die Landarbeit verrichten. Jedermann in allen Claſſen ſollte freylich, wie ich ſchon bemerkt habe, für ſeine Arbeit gut bezahlt werden, ſonſt wird ſie weder pünktlich, noch gut ge⸗ macht; aber mehr als ſie für ſich und ihre Familien tin henwemt rr dlhn dnen! n nilchſt mmmn ollhen ſciictn verden. biſt kaum wns n Radonubrit jißtiin Eiend ſ wicſich n R verſorgen ſnd Das Lber vas wit ſt, u ds bin Jriſe h nanchen Johr nit der offen Dochelt zu Gaperiorität ten beſcßen. Filige G rürden daher nndeitt ſebſt in ſih de bherskedütt bn pinden, Jeubn, de kben dnm, lane, und wierig⸗ holen, erwar⸗ dd Bo⸗ oder, omme⸗ derthen fenbar Sum⸗ ationen eem hö: 1 Han⸗ Reich⸗ he, die Gold vir be⸗ was in erhö⸗ er, als deſſen mmag. lewiſſer lrbeitg⸗ chten. ), wie bezahlt gut ge⸗ jamilien zu einer bequemen Subſiſtenz brauchen, iſt faſt im⸗ mer allen denen höchſt nachtheilig, die in jedem Lan⸗ de die nützlichſte und zahlreichſte Claſſe ausmachen, und von welchen alle unſere Fabriken und Arbeiten betrieben werden. Es iſt kaum nöthig zu erinnern, daß dieſe Be⸗ merkungen nichk von dem Arbeitslohne gelten, wel⸗ ches nur in theuren Zeiten bezahlt wird. Unſer gan⸗ zer Nationalreichthum iſt vielleicht in ſolchen Jahren nicht im Stande, die untern Stände der Geſellſchaft ſo reichlich mit allen Nothwendigkeiten des Lebens zu verſorgen, wie ſie es in guten Jahren gewohnt ſind. Dies können nur reiche Erndten bewirken. Aber was wir hauptſächlich dabey bedauern müſſen, iſt, daß das Arbeitslohn beſtändig in demſelben ho⸗ hen Preiſe bleibt, in welchem es nun ſchon ſeit ſo manchen Jahren im ganzen Reiche geſtanden hat, mit der offenbaren Gefahr die Einwohner aller der Vortheile zu berauben, welche ſie bisher durch ihre Superiorität im Handel und durch ihre Manufaktu⸗ ren beſaßen. Billige Geſetze zur Beſtimmung des Arbeitslohns würden daher für die untere Klaſſe unſerer Fabrik⸗ arbeiter ſelbſt ſehr wohlthätig ſeyn Dieſe Geſetze müß— ten ſich aber vornämlich auf die Preiſe der erſten Lebensbedürfniſſe, beſonders von Fleiſch und Brod⸗ korn gründen; denn es iſt gewiß unvernünftig, zu glauben, daß ein Handwerker von eben dem Lohne leben könne, wenn das Pfund Brod vier oder fünf Pence, und Fleiſch einen Schilling koſtet, als wenn — 3 8— das Brod für anderthalb und das Fleiſch für drey Pence verkauft wird. Es müßte für die Regierung von der höchſten Wichtigkeit ſeyn, nicht blos durch ihre Beſtimmungen dieſer ſehr nützlichen Claſſe eine gute und hinlängliche Bezahlung zu verſchaffen, ſon⸗ dern auch nachdrücklich dafür zu ſorgen, daß dieſe Geſetze gehörig befolgt würden, und wenn dann, was die Hauptſache iſt, das Arbeitslohn von den Preiſen der Lebensmittel abhängig gemacht würde; ſo iſt es wohl gewiß ſehr glaublich, daß jedermann in un⸗ ſerm Lande und zu allen Zeiten ſich gern eine jede Einſchränkung würde gefallen laſſen, welche die Staats⸗ bedürfniſſe erfordern. Die Unruhen, welche hie und da in irgend ei⸗ nem Lande ausbrechen, haben gewöhnlich ihren ſehr ernſtlichen Grund in der Theurung der Lebensmittel, oder mit andern Worten, in dem Mißverhältniſſe, in welchem die Preiſe derſelben mit dem Dienſt⸗ und Arbeitslohne der untern Claſſen ſtehen. Brächte man beyde ſo nahe als möglich zu einem richtigen Ver⸗ hältniſſe, ſo würde dieſes ohne Zweifel die wohlthä⸗ tigſten Folgen haben, und ein Plan hiezu könnte gewiß weder ſchwer zu entwerfen, noch auszuführen ſeyn. Die Beſtimmung der Art und Weiſe, wie ſo wichtige Zwecke am leichteſten erreicht werden könn⸗ ten, würde viel Uleberlegung und Weisheit voraus⸗ ſetzen. Die vollſtändige Erörterung dieſes Punkts wird man hier nicht exwarten; es wird genug ſeyn, zu bemerken, daß nach allen meinen, mit vieler Auf⸗ uſinkit ong ſan finnchend thendnit de 3 n de ſh lnäüun und w hs, ente r bubſſtent Rgeviſe Duch enyfnge jeder ndenn mäßiger angemeſſne d le Kogen; Irod: 1nd. gelnähig für bine ondere Acerbau unſe won wllchen, ſol, vir ülen the erwarten Nan ho auch immer à duch dos in davon ausgen bigenchum du dirtte Auſeg des kann ken Nuang Natandwvon näßige ſtal Nationaben merkſamkeit angeſtellten Unterſuchungen, mir kein Plan hinreichend ſcheine, die untern Volksklaſſen hin⸗ reichend mit den Nothwendigkeiten des Lebens zu ver⸗ ſehen, der ſich nicht auf das Erfoͤrderniß gründet, Taglöhnern und Fabrikanten anſtatt eines Theils ih⸗ res Lohns, entweder, wo dies thunlich iſt, eine zu ihrer Subſiſtenz hinreichende Portion Land, oder ei⸗ ne gewiſſe Quantität Mehl oder Brod zu verſchaffen. Empfinge jedermann, anſtatt der Hälfte oder eines andern mäßigen Theils ſeines Lohns wöchentlich eine angemeſſene Quantität Mehl oder Brod, ſo würden alle Klagen über dieſen Punkt ſogleich aufhören; die Brod⸗ und Mehl⸗Lieferanten wären gezwungen, re⸗ gelmäßig für beſtimmte Vorräthe zu ſorgen, und keine andere Einrichtung würde gewiſſer auf dem Ackerbau unſers eignen Landes aufmerkſam machen, von welchem, wie nachher deutlicher gezeigt werden ſoll, wir allein hinreichende und regelmäßige Vorrä⸗ the erwarten können. Man hat bisher allgemein geglaubt, daß, wie auch immer die Abgaben aufgebracht werden mögen, doch das in den öffentlichen Fonds beſindliche Geld davon ausgenommen ſeyn müßte, weil ein ſolches Eigenthum durch mehrere Parlementsacten gegen alle direkte Auflagen in Schutz genommen iſt. Allein dies kann kein gültiger Einwurf gegen die erwähnte Maasregel ſeyn, wenn die Ruhe und Sicherheit, der Nation davon abhängen. Iſt durch ſolche unzweck⸗ mäßige ſchädliche Exemtionen ein großer Theil des Nationalvermögens in einen Zuſtand gebracht, wo — 4⁰— er der Regierung in gefahryollen Zeiten weder Nu⸗ tzen noch Beyſtand leiſten kann; ſo werden wol nur wenige behaupten, daß eine, dem Ganzen ſo höchſt nachtheilige, Einrichtung beybehalten werden müſſe. Zum Glück erfordert es das Intereſſe der Stocksei⸗ genthümer(stockholders) ſelbſt, daß das Einkom⸗ men jeder Art beſteuert werde; denn iſt für die Be⸗ dürfniſſe des Staats nicht hinreichend und ſogar überflüſſig geſorgt, welches unmöglich iſt, wenn man fernerhin zugiebt, daß ein ſo anſehnlicher Theil des Nationalreichthums nichts dazu beytrage, ſo fällt der Nachtheil davon zuverläſſig ſogleich auf die öffentlichen Fonds zurück. Die Stocks ſtehen jetzt niedrig*); ſollte aber die Regierung durch Mangel an Unterſtützung in ihren Operationen gehindert werden, ſo werden ſie ſehr wahrſcheinlich in nicht gar langer Zeit auf weniger als die Hälfte ihres je⸗ tzigen Preiſes fallen. Man braucht indeſſen eben nicht auf die in den öffentlichen Fonds ſtehenden Capitalien ſelbſt eine di⸗ recte Abgabe zu legen; man beſteure nur das! Ein⸗ kommen, woher es auch rühre, ſo werden alle blos in der Speculation gegründeten Schwierigkeiten aus dem Wege geräumt ſeyn; denn alle, gegen die Be⸗ ſteurung des in den Fonds befindlichen Geldes, ge⸗ machten Einwürfe, ſind in der That blos ſpeculativ. Es hat noch niemand gewagt, zu behaupten, daß *) Als die erſte Ausgabe dieſes Werks erſchien, ſtanden die 3 Pro⸗ cents zu 54, und jetzo ſtehen ſie nur zu 58- P, dn Enkinf 1 wiſüt nan Genunten ui ſn dr d h beſeuet wold wis wält, i balegt! düt Eumme mü zite einänagt Sw ſcdet! it de ho ung des Ln bit, jnend ei führung ar h Dermögensumſe a machen. Vär deſe prvinde doh Taßthl dn lichtunn de ludecen, die de veiläuftig düntn diſh nin dubentt dürden dahand mier kiden, d ſi ge honn Alen ma UIne di deni n bekannt 4 er Nu⸗ ol nur höchſt müſſe, kocksei⸗ inkom⸗ je Be⸗ ſogar wenn Theil 2, ſo zuf die n jetzt dangel indert nicht es jes i den ne di⸗ Ein⸗ blos aus e Be⸗ 41 — die, deren Einkünfte aus den Fonds herrühren, von den gewöhnlichen Taxen, auf Wein, Brantwein und andere Conſumtionsartikel, befreyt ſeyn müſſen; da⸗ durch ſind aber alle unſere Fonds im Grunde wirk⸗ lich beſteuert worden, und vielleicht mehr als noͤthig geweſen wäre, wenn man ſie gerades Weges mit Abgahen belegt hätte, da in dieſem Falle eben die⸗ ſelbe GSumme mit weniger Mühe und Hebung hätte aufgebracht werden können. Bey jeder Prüfung dieſes wichtigen Gegenſtan⸗ des iſt der Haupteinwurf, der ſich gegen die Beſteu⸗ rung des Einkommens machen läßt, die Schwierig⸗ keit, irgend einen dahin abzweckenden Plan zur Aus⸗ führung zu bringen, ohne Gefahr zu laufen, die Vermögensumſtände der ſo taxirten Perſonen bekannt zu machen. skoſten Wäre dieſes aber auch eine unausbleibliche Folge, ſo würde doch für das Ganze ſehr wahrſcheinlich kein Nachtheil daraus erwachſen, vielmehr könnte es viel⸗ leicht dazu dienen, die tollen Speculationen derer auf⸗ zudecken, die ohne eigene Fonds, blos auf Credit, die weitläuftigſten Entwürfe beym Handel⸗ und bey Fabriken raſch unternehmen und dadurch die traurig⸗ ſten Bankerotte: veranlaſſen. Rechtſchaffene Kaufleute würden dadurch gewinnen, und blos diejenigen dar⸗ unter leiden, die andern vielleicht nur ſchaden, wenn ſie länger handeln. Allein man kann das Einkommen beſteuern, ohne die Vermögensumſtände der ſo taxirten Perſo⸗ nen bekannt zu machen, und zugleich vollkommen die — 42— Abſicht erreichen, wohin alle dieſe Bemerkungen füh⸗ ren ſollen, nämlich alle öffentliche Abgaben von dem eigentlichen Vermögen zu erheben, worin dieſes auch beſtehen mag. Vielleicht wird dieſer Zweck, durch den Plan zu einer Einkommentaxe, welchen das Parle⸗ ment vor kurzem angenommen hat, erreicht werden; ich ſage, vielleicht! denn über eine ſo wichtige, in ihrer Anwendung ſo ausgedehnte Maasregel, kann die Erfahrung allein richtig entſcheiden. Aber dem erſten Anblick nach ſcheinen ſich einige erhebliche Ein⸗ wendungen dagegen machen zu laſſen. Jemand zu nöthigen, ſeine Einkünfte anzuge⸗ „ben, um ſich taxiren zu laſſen, iſt nicht nur eine un⸗ angenehme Zumuthung für jedermann, ſondern es können auch Einzelne in eine ſehr unangenehme Lage kommen, wenn ſie ſich ſelbſt taxiren ſollen, und an⸗ dere gleichwohl ihren Angaben widerſprechen dürfen, wie das bey unſerer jetzigen Einkommentaxe der Fall iſt. Dieſes ließe ſich gewiß mit Beybehaltung aller Vortheile des bisherigen Plans leicht abändern. Man müßte das Ding umkehren und Taxatoren ernennen, die das Quantum feſtſetzten, welches von den Ein⸗ künften bezahlt werden ſollte, anſtatt von den Be⸗ ſteuerten zu verlangen, den Betrag derſelben anzu⸗ geben, ausgenommen in dem Falle, da ſie zu be⸗ weiſen hätten, daß ſie zu hoch taxirt wären. Da dieſes ſich aber ſelten zutragen würde, und nie an⸗ ders als wie eine freywillige Handlung eines Einzel⸗ nen angeſehen werden könnte, ſo würden auch wenig Klagen darüber entſtehen. Di Cumni ſ uhhrit ir gon braſſ ſi iaxi Kic nijt Ni Gomm eginnden( irfvid das Naicen niht dn. Denn in liſtetines je nen einet de ne dide N dopu ſa dh epoederiih, c ſeten ben. Un dieſ mſerer Einkon lch von Niit ſtaomn und aber einen J liſ, nit gr te ſo wütden tählicher. ih oglech 1 ſolhen Nons nit vrdienen hallan Orur hen können, nd wohſhi enfprechen n en fuͤh⸗ in dem s auch rch den Parle⸗ derden; ge, in kann er dem Ein⸗ nzuge⸗ ne un⸗ rn es Lage d an⸗ ürfen, Fall aller Man ennen, Ein⸗ n Be⸗ anzu⸗ zu be⸗ Da ie an⸗ Einzel⸗ weuig 43— Die Commiſſarien zur Vollziehung dieſer Aecte find auch nicht zahlreich genug. Sie müßten nicht blos für ganze Grafſchaften oder große Diſtricte, ſondern für einzelne Kirchſprengel angeſtellt werden, oder man müßte die Commiſſarien von zwey, drey oder mehr angränzenden Sprengeln mit einander vereinigen; ſonſt wird das Vermögen einer beträchtlichen Anzahl Menſchen nicht mit Gewißheit heraus gebracht wer⸗ den. Denn in ſehr vielen Fällen ſind zwar die Ein⸗ künfte eines jeden unter den Nachbarn und Bewoh⸗ nern einer Gemeine bekannt, oder man kann ſie doch ohne viele Mühe und Nachforſchung leicht erfahren; dazu ſind aber mehr Lokalkenntniſſe aller Umſtände erforderlich, als man bey großen Diſtricten voraus⸗ ſetzen kann. Um dieſe und andere Einwürfe gegen den Plan unſerer Einkommentaxe zu heben, werden wahrſchein⸗ lich von Zeit zu Zeit mehrere Beſtimmungen vorge⸗ ſchlagen und angenommen werden. Könnte man aber einen Plan angeben, der, ohne weitern Zeitver⸗ luſt, mit größerer Wahrſcheinlichkeit zum Ziele führ⸗ te; ſo würden viele Nachtheile, und vielleicht auch ein beträchtlicher Verluſt, verhütet werden, wenn man ihn ſogleich annähme. Die folgende Skizze eines ſolchen Plans wird in einigen Stücken Aufmerkſam⸗ keit verdienen. Wenigſtens wird man den darin ent⸗ haltenen Grundſätzen ſchwerlich ſeinen Beyfall verſa⸗ gen können, da ſie nicht nur gerecht und billig ſind, und wahrſcheinlich den Erwartungen der Regierung entſprechen werden, ſondern ſich auch ſchon, obgleich — 44— nach einem kleinern Maasſtabe und mit einiger Ab⸗ änderung, auf dem Probierſtein der Erfahrung be⸗ währt gezeigt haben. Ar 1. Man theile jede Grafſchaft in Diſtricte, de⸗ ren jeder aus drey Pfarrgemeinden(parishes) be⸗ ſtehe, wo die Bevölkerung ſtark iſt, und aus fünfen, wo die Einwohner weniger zahlreich ſind. 2. Man laſſe die Einwohner einer jeden, der Ein⸗ kommentare unterworfenen, Gemeinde zuſammenkom⸗ men, und laſſe ſie Taxatoren(assessors) wählen, drey für jede Gemeinde, wo der Diſtrict aus fünfen, und fünfe für jede Gemeinde, wo der Diſtriet aus drey Gemeinden beſteht, ſo daß die Anzahl der Ta⸗ xakoren in jedem Diſtrikt funfzehn betrage. 3. Um ſich von der Unabhängigkeit der Taxatv⸗ ren ſo viel als möglich zu verſichern, müßte ein je⸗ der derſelben ein gewiſſes reines, durch eine Parle⸗ mentsacte beſtimmtes, Einkommen beſitzen, dieſes rühre nun von einem Eigenthum von Capitalien, Handel, Fabriken, einem Farm(Pachtung) oder ei⸗ nem gelehrten Beruſe her. 4. Es müßte feſtgeſetzt werden, daß die Regierung ſich auf keine Weiſe in die Wahl dieſer Taxatoren miſchen dürfte, welche als die bloßen Repräſentanten des Volks in jedem zugehörigen Diſtrikte anzuſehen, und von dieſem allein zu erwählen wären. Dadurch würde großem Mißvergnügen vorgebeugt werden, welches ſonſt bey der Beſtimmung einer neuen und ſo weit ausgedehnten Taxe wahrſcheinlich ſtatt finden dürfte. Es würde ferner ben dor Gahung Allor Ta⸗ n el dht iih rijij, 6 bng de lberliſ lit au dn ſäuit dren o nirn er n Ir jaden de. dr kinvmmen nußlihen Sto der in Gei ſordern, mit ſiis, a kit die Eumn zlut in dend In Quuchſch Minner in j ſoichen Laute diſe(okal genlg zu NM einen oder d dſo ſelen in d Un ſ zen, nißten tinem durz dur zſſm kart ſit die line lin il u der Cutu im ſie eina iger Ab⸗ ung be⸗ te, de⸗ 1es) be⸗ fünfen, der Ein⸗ nenkom⸗ waͤhlen, füͤnſen, rriet aus der Ta⸗ Taxato⸗ ein jes Parle⸗ dieſes pitalien, oder ei⸗ egierung aratoren enkanten mzuſehen, Dadurch werden, euen und jatt fnden allor Ta⸗ ren ein ſehr richtiger Grundſatz ſeyn, ſo viel immer möglich, den Contribuenten ſelbſt die Art der He⸗ bung zu überlaſſen. In dieſer Hinſicht wäre es viel⸗ leicht auch von Nutzen, den Wählenden zu geſtatten, jährlich einen oder zwey Taxatoren zu verändern; mehrere aber neu zu wählen, könnte leicht üble Fol⸗ gen haben. 5. Das Parlement müßte alle Jahre die Rata der Einkommentaxe beſtimmen, ob nämlich die muth⸗ maßlichen Staatsbedürfniſſe ein Achtel, ein Zehntel, oder ein Sechszehntel u. ſ. w. des Einkommens er⸗ fordern, mit Verweiſung auf die Taxatoren jedes Di⸗ ſtrikts, die gewöhnlich ſehr genau und mit Billig⸗ keit die Summe angeben würden, welche jeder Ein⸗ zelne in den verſchiedenen Gemeinden zu bezahlen hätte. Im Durchſchnitt wären dieß gewiß die reſpektabelſten Männer in jeder Gemeinde; ſie beſäßen, wie das bey ſolchen Leuten gewöhnlich der Fall iſt, die vollſtän⸗ digſte Lokalkenntniß ihrer Diſtrikte; ſie hätten Zeit genug zu Nachforſchungen, wo das Vermögen des einen oder des andern ungewiß wäre, und würden alſo ſelten irren. 6. Um ſie dazu ſo viel möglich in Stand zu ſe⸗ tzen, müßten alle Taxatoren eines jeden Diſtrikts an einem durch ein öffentliches Avertiſſement beſtimmten Tage zuſammenkommen. Der Einnehmer der Land⸗ taxe für die Grafſchaft gäbe vorläufig einem jeden eine Liſte aller der Perſonen in ſeiner Gemeine, die zu der Einkommentaxe beyzutragen hätten, und nach⸗ dem ſie einander ihre Meinung über die Einkünfte 7. enſtim, Bum eines jeden Einzelnen mitgetheilt, müßte, einen Mo⸗ ſerſthe nat ſpäter, ein Tag zu einer zweyten Zuſammen⸗ iit de dun kunft angeſetzt werden. An dieſem würde dann, nach ufu ſorgfältiger Unterſuchung der Umſtände eines jeden, Kn Thn die Summe beſtimmt, welche er zu bezahlen hätte. n ätſa 7. Nach dieſer zweyten Zuſammenkunft der Ta⸗ m uf m n Gnonnen xatoren müßte der Schreiber derſelben(clerk of the meeting) einer jeden Perſon des Diſtrikts einen Zet⸗ ditn und G tel übergeben, worauf ihr Beytrag zu der Steuer vüült vetden. bemerkt wäre. Einen zweyten Zettel erhielte der ſiit woin, Einnehmer der Einkommentaxe der Grafſchaft, und und Bädeniſ einen dritten und vierten ein jeder der beyden Unter⸗ V in Etmne r Einnehmer(deputies under the collector), die Am) ii in Zettel müßten ſämmtlich den Namen, Aufenthalt und lonen zu urhe Betrag der Taxe für einen jeden Einwohner der Graf⸗ te de Conni ſchaft enthalten. en Untbedier 8. Einen Monat lang nach dem Empfange die⸗ rigichen Ra ſes Zettels müßte einem jeden, der ſich für beein⸗ ten ſtt cuch b trächtigt hielte, erlaubt ſeyn, an eine andere Zuſam⸗ Eienerquantun menkunft der Taxatoren des Sprengels zu appelliren. noue Jngabt Während eben dieſer Zeit müßte auch der Einnehmer vage diſet En der Einkommentaxe und ſeine Unterbediente(his de- puties) das Recht haben, von Seiten des Publi⸗ die kums an eine eben ſolche Zuſammenkunft zu appelli⸗ iin einnſtit ren, wenn er bey näherer Unterſuchung Urſache hätte lung von d. zu glauben, daß irgend jemand nicht nach dem gehö⸗ V beunde er rigen Verhältniſſe ſeiner Einkünfte taxirt wäre. ines böntzun 1 9. Sollte die eine oder andere von beyden Par⸗ dn, tmli theyen ſich bey dem zweyten Ausſpruche der Taxa⸗ n Efuge — g..* 3 üen 1 toren nicht beruhigen wollen, ſo müßte es ihne V 1. gt nd) 1 Mo⸗ mmen⸗ nach jeden, ätte. er Ta⸗ Pthe Zet⸗ teuer e der , und Unter⸗ , die t und Graf⸗ e die⸗ beein⸗ zuſam⸗ elliren. ehmer 3 de- Publi⸗ ppelli⸗ e häͤtke gehö⸗ n Par⸗ Taxa⸗ z ihnen — 4— freyſtehen, binnen noch einem Monate an das Ge⸗ richt der Commiſſarien der Grafſchaft(court of county commissioners) zu appelliren, welches dann einen Monat nachher in letzter Inſtanz den entſchei⸗ deuden Ausſpruch zu thun hätte Dieſe Commiſſa⸗ rien, fünfe an der Zahl, müßten ein reines jährli⸗ ches Einkommen von wenigſtens 300 Pfund Sterl. beſitzen, und es dürften nur ſolche Männer dazu ge⸗ wählt werden, die meiſtentheils in ihren Diſtrikten ſelbſt wohnten, weil dieſe durch ihre Lokalkenntniß und Bekanntſchaft mit den Einwohnern am beſten im Stande wären, über deren Vermögensumſtän⸗ de und die ihrer Entſcheidung übergebenen Appella⸗ tionen zu urtheilen. Ueber dieſe Appellationen müß⸗ ten die Commiſſarien von dem Einnehmer und ſei⸗ nen Unterbedienten, in ſtreitigen Fällen, alle nur möglichen Nachrichten erhalten, und eben ſo müß⸗ ten ſie auch berechtigt ſeyn, von denjenigen, deren Steuerquantum beſtritten wird, eine ſchriftliche ge⸗ naue Angabe von der Beſchaffenheit und dem Be⸗ trage dieſer Einkünfte zu verlangen. 10. Dieſe Angaben müßten von den Commiſſa⸗ rien einregiſtrirt werden, und um Betrug und Ver⸗ ſtellung von Thatſachen zu verhüten, ſo müßte eine bedeutende Strafe, auf die Verheimlichung irgend eines Eigenthums oder einer Geldſumme geſetzt wer⸗ den, etwa bis zum Verluſte eines Drittheils des Gan⸗ zen. Erfolgte dieſe Strafe bey jedem Verſuche der Art, jetzt und in Zukunft, ſobald er entdeckt würde, ſo bliebe gewiß nur wenig oder gar kein Vermoͤ⸗ Vensbeſtand verborgen. 11. Hielte man es für rathſam, daß die Bey⸗ träge eines jeden Einzelnen ſowol, als auch das Re⸗ ſultat der bey den Appellationen vorfallenden Un⸗ terſuchungen geheim blieben, ſo wäre dieſes ſehr leicht zu bewerkſtelligen, wenn man nur eine jede ſolche Entdeckung mit einer anſehnlichen Geldſtrafe, etwa von Eintauſend Pfund Sterl. belegte, und ſo⸗ wol den Taxatoren einer jeden Gemeine, als auch ihren Schreibern, Commiſſarien und Einnehmern ei⸗ nen Verſchwiegenheits⸗Eid abnähme, ſo daß, weil nun Infamie und Verluſt damit verbunden wären, man ſelten oder nie von einem Eidbruche der Art hören wärde. Um das Geheimniß noch ſicherer zu bewahren, könnte man verordnen, daß, wenn an die Taxatoren eines Diſtrikts, wegen einer Reviſion ihrer eigenen Entſcheidung, appellirt würde, niemand ver⸗ bunden ſeyn ſollte, ihnen alle ſeine Vermögensum⸗ ſtände zu entdecken, ſondern daß drey unter ihnen dazu erwählt würden, mit deren Berichte die andern ſich begnügen müßten. 12. Es verſteht ſich von ſelbſt, daß keiner der Taxatoren oder Commiſſarien einen Gehalt bekäme. Etwas Gewiſſes könnte man ihnen zwar zugeſtehen, um ſie für ihre Unkoſten bey öffentlichen Zuſammen⸗ künften zu entſchädigen, aber mehr als das müßte nicht bezahlt werden. Auf den erſten Blick kann dieſes hart ſcheinen, aber bey näherer Unterſuchung werden das manche wenig⸗ niiſins iict auttnuß 10s 1 dicwoneen lu durifralche ane Buttaung m uü' ſdermc ni phald er Kbu den Sn und Pypelltions ggpeal niſſe dber es bhede on Vorzügen den, Vi ſe NMur We enig foſ Dee Talat wirden um p hon, da och. dos Sune G te, denn,düg künften vothw kdem ga ahre 1 deſt At ſeßr dn imn, ſot ſihtih in ge auch diner der anert werden, neht ihne N d bey llen o dr Atbet nd dbſ alf di Vermö⸗ die Bey⸗ das Re⸗ den Un⸗ eſes ſehr eine jede heldſtrafe, und ſo⸗ als auch lhwern eis daß, wel en wären, e der Art ſiherer zu nn an die ſion ihret mand ver⸗ nögensum⸗ nter ihnen ie andern einer der t bekäme. ageſtehen, uſammen⸗ ſceinen, as manche wenig⸗ wenigſtens nicht finden. Das Geſchäft aller dieſer Leute muß aus eben dem Geſichtspunkte, wie das der Geſchwornen(Jurymen), der Friedensrichter und an⸗ derer öffentlichen Aemter, betrachtet werden, wofür keine Belohnung weder gegeben noch erwartet wird, und die jedermann nach den Geſetzen übernehmen muß, ſobald er dazu aufgefordert wird. Die Schrei⸗ ber bey den Boards der Taxatoren, der Einnehmer und Appellations⸗Commiſſarien(commissioners of appeal) müſſen indeſſen allerdings beſoldet werden; aber es bliebe dennoch einer von den vielen wichti⸗ gen Vorzügen dieſer Methode, die Revenüen zu he⸗ ben, daß ſie in Vergleichung mit allen bisherigen nur wenig Koſten verurſachte. 3 Die Tapatoren und Appellations⸗Commiſſarien würden um ſo williger auf eine Beſoldung Verzicht thun, da nach Verlauf des erſten oder zweyten Jahrs das ganze Geſchäft ſehr leicht verwaltet werden könn⸗ te; denn, obgleich eben dieſelbe Anzahl von Zuſammen⸗ künften nothwendig bliebe, ſo würden dieſe doch mit jedem Jahre weniger beſchwerlich. Da nun ein Amt dieſer Art ſehr leicht der Reihe nach verwaltet wer⸗ den kann, ſo könnten, wie ſchon bemerkt worden, jährlich eine gewiſſe Anzahl Taxatoren und vielleicht auch einer der Commiſſarien in jedem Diſtrirte ver⸗ ändert werden, Eine Maasregel, die man um ſo mehr, ohne Nachtheil zu beſorgen, befolgen könnte, da bey allen ſolchen Einrichtungen der größte Theil der Arbeit und Führung des eigentlichen Geſchäfts ſelbſt, auf die Schreiber und andere Gerichtsperſo⸗ nen(official people) fällt; weswegen auch beyde, die Schreiber und Einnehmer beſtändig bleiben, und nur lingeſchicklichkeit oder ſchlechten Betragens halber verändert werden dürften. Durch dieſe und andere Einrichtungen, welche ein gehörig angeſtellter Verſuch mit dieſem Plane an die Hand gäbe, würde jeder Einwurf, dem derſelbe unterworfen zu ſeyn ſcheint, frühzeitig aus dem We⸗ ge geräumt und die Einkommenacte leicht und voll⸗ ſtaͤndig in Wirkſamkeit geſetzt werden, und zwar mit weniger Mühe und Unkoſten, als nach irgend einem andern bisher angegebenen Plane, und mit größe⸗ rer Gewißheit eines gleichförmigen Einfluſſes auf jede noch ſo verſchiedene Art von Einkünften. Dieſes alles iſt nicht blos auf Theorie oder Spe⸗ culation gegründet: mit einigen Veränderungen iſt es beynahe eben daſſelbe, was in Holland häu⸗ fig als die billigſte, wirkſamſte und am wenig⸗ ſten koſtſpielige Art, die Abgaben zu erheben, aus⸗ geführt worden iſt. Und ob ſie gleich bisher in Eng⸗ land nicht üblich war, ſo iſt doch ſchon ſeit langer Zeit in Schottland eine ſehr anſehnliche Taxe, unter dem dort üblichen Namen Stent eingeführt geweſen, die ungefähr auf eben denſelben Grundſätzen beruht. Die Taxatoren, oder wie ſie in Schottland ge⸗ nannt werden, die Stent-masters, werden alle Jahre gewählt, von jeder Art von Kaufleuten einer; zuwei⸗ len wählt man ſie auch unter andern Einwohnern. Sie haben die Gewalt von der ganzen Gemeinde eine gewiſſe Summe zu erheben und beſtimmen den An⸗ u. velhen gahülniſe nuen Cinkor deht ha, K witt u enn une(unme m xin, fur Wbeyttagen ig logrn d znſezung gr Einburg vo Kläger dof vorzuteacen De Bef richt nur vor riel wihüge nuch licht a ſaht beſe, d kannt zu m näglih vin Lällict ſon wirde, und daß düſes Beſiamchit ſeint das d ieimegr, uß uhaän den Lag bm de niemdt den don Sal ) beyde, en, und s halber „welche Nane an derſelbe em We⸗ dd voll⸗ var mit d enem t größer auf jede er Gpe⸗ ngen iſt d häu⸗ wenig⸗ en, alls⸗ in Eng⸗ langer ,, unter geweſen, beruht. land ge⸗ le Jahre zuwei wohnern. einde eine den An⸗ theil, welchen ein jeder dazu bezahlen muß, nach dem Verhältniſſe ſeines muthmaßlichen Profits oder ſeines reinen Einkommens. Ob nun gleich jedermann das Recht hat, Remedur zu verlangen, wenn er zu hoch taxirt zu ſeyn glaubt, und die auf ſolche Weiſe erho⸗ bene Summe ſehr anſehnlich iſt, da manche Perſo⸗ nen zehn, funfzehn, ja ſogar zwanzig Pf. Sterl. da⸗ zu beytragen müſſen; ſo hört man doch bis jetzt we⸗ nig Klagen darüber. Ein einziges Beyſpiel von Wi⸗ derſetzung gegen dieſe Taxe fiel vor 30 Jahren in Edinburg vor, und ſelbſt in dieſem Falle hielt es der Kläger doch nicht für rathſam, mit ſeiner Klage her⸗ vorzutreten. Die Beſteurung des Einkommens ſcheint alſo nicht nur vor jedem andern bisherigen Steuerplane viele wichtige Vorzüge zu beſitzen, ſondern ſie kann auch leicht ausgeführt werden, ohne daß man Ge⸗ fahr liefe, die Einkünfte eines jeden Einzelnen be⸗ kannt zu machen, und zugleich ſo, daß es kaum möglich wäre, ihr auszuweichen. Vielleicht glauben manche, daß es ſehr ſchwer ſeyn würde, die Einkünfte anderer zu beurtheilen, und daß dieſes in ſehr vielen Fällen nicht mit einiger Beſtimmtheit geſchehen könne. Allein die Erfahrung ſcheint das Gegentheil zu lehren. Ein Verſuch wür⸗ de vielmehr, aller Wahrſcheinlichkeit nach, bald zeigen, daß durch dieſe Beſteurungsart viele Reichthümer an den Tag kommen und taxirt werden würden, die bis⸗ her niemals ſichtbar waren, und daß kein Einkom⸗ men von Belang der Aufmerkſamkeit und den Nach⸗ D 2 — 52— forſchungen einer zahlreichen Geſellſchaft von Taxa⸗ toren entgehen könnte, die nur über kleine Diſtrikte die Aufſicht zu führen hätten. Bey dem jetzigen Plane kann das freylich, wie ich wiederholt bemerkt habe, nicht geſchehen, da man für jede Grafſchaft nur drey, vier oder fünf Com⸗ miſſarien angeſetzt hat, denen in ſehr vielen Fällen die Vermögensumſtände der beſteuerten Perſonen durchaus unbekannt ſind, und die alſo ſehr leicht hintergangen werden können. Wählte man aber die Taxatoren erwähntermaßen blos für kleine Diſtrikte, ſo könnte das nie der Fall ſeyn; denn in dieſen ſind die Einkünfte aller Handwerker, Fabrikanten, aller, deren Vermögen in Ländereyen oder Capitalien be⸗ ſteht, und ſogar der Profit der Kaufleute gewöhn⸗ lich allen denen ſehr genau bekannt, welche ſich die Mühe geben, danach zu ſorſchen. Soll aber, durch dieſen oder einen ähnlichen Plan, der Zweck, große Geldſummen aufzubringen, erreicht werden; ſo muß er nicht nur, wie ſchon be⸗ merkt worden, das Eigenthum jeder Art afficiren, ſondern auch Einkünfte von weit geringerm Belang, als die, deren in der Parlementsacte über die Ein⸗ kommentaxe Erwähnung geſchehen iſt. Dadurch, daß ein jedes weniger als ſechzig Pfund betragende Ein⸗ kommen davon eximirt iſt, trägt ein ſehr großer Theil des Nationalvermögens nichts dazu bey, da es doch ſehr glaublich iſt, daß gerade diejenigen, deren Ein— künfte ſich nicht höher als auf ſechzig Pfund belaufen, dieſe Abgabe am leichteſten tragen können. l 1 fmn ind, virdigſt 3 inden Gmm clen, no imx i li ni, am we zunn, von funne ünſt doß ſe hoffr duf, mch mets von? lich aurgem jühere lach werden Co den Fermers drn auch ſe dllen Märkte man diſen eine große! königreihs! dzu beytrog ün denſäbe loſtet ſad Ind wirsſen in Teeſe echn rißte Ducker ud i nur in. on Taxa⸗ Diſtrikte hlich, wie „da man ünf Com⸗ en Fällen Perſonen ehr leicht aber die Dſſrikte, dieſen ſind en, aler, alien be⸗ gewöhn⸗ ſich die aähnlichen zubringen, ſchon be⸗ affiriren, Belang, die Ein⸗ urch, daß gende Eins oßer Thell da es doch deren Ein⸗ d belaufen, * Unter allen, die von der Einkommentaxe be⸗ freyt ſind, geben die kleinern Farmers das merk⸗ würdigſte Beyſpiel, wofür man noch keinen hinrei⸗ chenden Grund angegeben hat. Zwar iſt die Acte in allem, was auf die Beſteurung der von dem Er⸗ trage der Ländereyen herrührenden Einkünfte Bezug hat, am wenigſten genau und richtig; aber die Härte, womit ſie die Beſitzer der, eine gewiſſe Pacht⸗ ſumme überſteigenden, Farms drückt, iſt von der Art, daß ſie hoffentlich nur bemerkt und erwogen werden darf, um abgeändert zu werden. Warunm ſollen Far⸗ mers von 20, 30, 40 oder 30 Pfund Pacht ſämmt⸗ lich ausgenommen ſeyn, während diejenigen, welche höhere Pachtſummen bezahlen, ſehr ſtrenge taxirt werden? Sollen die einen hohen Pachtzins bezahlen⸗ den Farmers beſteuert werden, ſo müſſen es die an⸗ dern auch ſeyn, ſonſt können dieſe letztern jenen auf allen Märkten den Handel verderben. Bis dahin, daß man dieſen Theil der Einkommenarte abändert, wird eine große Anzahl Menſchen in jeder Grafſchaft des Königreichs nichts bezahlen, obgleich ſie eben ſo gut dazu beytragen könnten, als andere, die, ſogar in eben demſelben Diſtrikte, mit einer ſchweren Taxe be⸗ laſtet ſind. Und dieſes kann ſicher als ein legales und wirkſames Hinderniß bey allen landwirthſchaftli⸗ chen Verbeſſerungen angeſehen werden. Mit eben dem Rechte müßte man auch alle Taxen von Wein, Thee, Zucker und allen andern Artikeln aufheben, ſobald ſie nur von kleinern Krämern verkauft werden, und — 54— ſo müßte man auch kleine Güter von der Landtaxe und andern öffentlichen Abgaben ausſchließen. Man könnte es zwar gewiſſermaßen für vortheil⸗ haft halten, hohe Pachtungen mit Taxen zu belegen, weil Farms von mäßigem Umfange dadurch mehr Aufmunterung erhielten; aber obgleich manche der Meinung ſind, daß ſehr große Farms nicht von ei⸗ nem Einzigen beſeſſen werden müſſen, ſo hat doch noch niemand jemals hier zu Lande Farms von acht⸗ zig, neunzig oder hundert Pfund Pacht für zu groß gehalten. Es läßt ſich auch in der That beweiſen, daß Farms von dieſem und ſogar auch von noch viel größerm Umfange, für das Ganze ſehr vortheil⸗ haft ſind, und daß man ſie alſo nicht unterdrücken ſollte. Eben ſo läßt ſich auch kein hinreichender Grund dafür angeben, warum Farmersg, die einen hohen Pachtzins bezahlen, oder Eigenthümer, die zugleich Inhaber ihres eigenen Bodens ſind, nach dem Ver⸗ hältniſſe dieſer jährlichen Renten taxirt werden ſollen, wie gegenwärtig geſchieht; denn, indem einige, weil ihr Pachtzins verhältnißmäßig niedrig iſt, dieſe Ta— ren ſehr wohl bezahlen können, ſo iſt das doch an⸗ dern, ſelbſt bey einer nicht höhern Pachtſumme, viel⸗ leicht unmöglich. Manche auch hoch verpachtete Farms werden, während der ganzen Dauer des Con⸗ tracts(leases) mit Schaden, ſtatt des Vortheils, cultivirt; andere erfordern zu ihrer Verbeſſerung oft viele Jahre hinter einander nicht nur allen Vortheil, welchen ſie ahwerfen, ſondern ſogar noch beträchtli⸗ b Jft dh vadn. hevihll tuuptühi reie Jrücber dumn un i uunmtrgel den aſten zu nnn, Ind b heingt, vorz haren Stan Inheber ti niit Gelhfim Eigenthümer iitt hiriih den Zoden i ſugen, cl: nem weniger relſen. vofj nie el tiſt viel Ja effrdern in dun ſie ſme danns tin eine Logc 1 dut ſchinen nöga un, wird diis ud Bodan in golhe⸗ indtaxe rtheil⸗ elegen, mehr he der von ei⸗ t doch. macht⸗ gtoß veiſen, nnoch ortheil⸗ rücken Brund hohen ugleich Ver⸗ ſollen, e, weil ſe Ta⸗ ch all⸗ ,, viel⸗ achtete Con⸗ rtheils, ung oft Lortheil, 1 rächtli⸗ chen Zuſchuß, damit ſie nur am Ende erſt einträg⸗ lich werden. én Gewöhnlich iſt dieſes der Fall, wenn ſolche Farms, die hauptſächlich nur Ackerban treiben(arable farms), neue Inhaber(tenants) bekommen, weil dann der Boden von ihren Vorgängern, ſo viel nur möglich, ausgemergelt iſt. Sie ſind daher oft genöthigt, in den erſten zwey oder drey Jahren beträchtliche Sum⸗ men, und bey weitem mehr als alles, was er auf⸗ bringt, vorzuſchießen, um das Land wieder in trag⸗ baren Stand zu ſetzen: denn wie ſehr man auch den Inhaber eines Farms einſchränken und den Contrakt mit Geldſtrafen verwahren mag; ſo weiß doch jeder Eigenthümer und Farmer ſehr wohl, daß das alles nicht hinreicht, einen ſolchen Inhaber zu verhindern, den Boden in den letzten Jahren weit mehr auszu⸗ ſaugen, als er eigentlich dürfte, und ihn alſo in ei⸗ nem weniger einträglichen Zuſtande, wie vorher, zu verlaſſen. Neue Grundſtücke, die nämlich vormals noch nie cultivirt geweſen ſind, bringen ebenfalls zu⸗ erſt viele Jahre hindurch meiſtentheils nichts ein, und erfordern in dieſer Zeit jährlich ſtarke Vorſchüſſe, wenn ſie jemals einträglich werden ſollen. Auf ſolche Farms aber hohe Taxen, oder überhaupt nur irgend eine Abgabe zu legen, muß nothwendig allen denen hart ſcheinen, die ſie bezahlen ſollen, die Inhaber mögen nun Eigenthümer oder Farmers ſeyn. Es wird dieſes nicht nur aller Verbeſſerung des Grund und Bodens kräftig entgegenwirken und die traurig⸗ ſten Folgen für die ganze Nation herbeyführen, ſon⸗ — 366— dern es muß auch von allen denen für höchſt unbil⸗ lig und ungerecht gehalten werden, die in einer ſol— chen Lage, Abgaben zu bezahlen, gezwungen ſind. Denn nach unſerer jetzigen Parlementsacte wird eine jede andere Claſſe nur nach ihrem reinen Ein⸗ kommen beſteuert, die Farmers hingegen nach einem Maasſtabe, bey welchem ſie oft großen Schaden lei⸗ den, weil ſie, ohne alle andere Rückſichten, blos nach dem Betrage ihrer Pachtſummen bezahlen müſ⸗ ſen. Eben ſo gut könnte man auch die Kaufleute nach der Anzahl und Größe der gebrauchten Schiffe taxiren, und nicht nach den damit gewonnenen Ein⸗ künften. Man wird daher nie gerecht und billig gegen den Landwirthſchaft treibenden Theil der Na⸗ kion handeln, wenn man nicht ſeinen Antheil an der Einkommentaxe blos von ſeinen reinen Einkünften erhebt, und nicht nach dem höchſt unſichern Beweiſe ihres Vermögens, dem Betrage des Pachtzinſes. Einen unzuverläſſigern Maasſtab als den Be⸗ krag des Pachtgeldes hätte man vielleicht nicht ange⸗ ben können, um den Profit bey der Landwirthſchaft zu beſtimmen; denn dieſe Vortheile hängen von man⸗ cherley Urſachen ab, deren mehrere weder mit dem Pachtgelde, noch mit dem eigentlichen Werthe des Grundes und Bodens in der geringſten Verbindung ſtehen. Großentheils kömmt es dabey auf die Kennt⸗ niß und Geſchicklichkeit des jedesmaligen Beſitzers an. Vieles hängt von der Größe des angewandten Ca⸗ pitals ab, und ſehr vieles von beſondern Lokalver⸗ hältniſſen, von der Beſchaffenheit des Bodens, der dähen Mackt hrbbohn, don ui d bta 1 v den len emah Raler rürn ondert g uüht Dott 1j ud geß,: am kinn De D dertcdn. d rütlihen C⸗ àn gri&. men ſehn. gedes lrit we ur Nange end den dihimam, wahrſchinich; Felge vorher dſp hoffe, de imn Mlon unſe uden vend. teſſit, dm XTor ſir n fäln, Em men clunhl nie nig pſchen rine nid, 9 kan unbil⸗ eer ſol⸗ n ſind. wird n Ein⸗ einem den lei⸗ „blos 1 müſ⸗ ufleute Schiffe n Ein⸗ billig r Na⸗ an der ünften eweiſe 6. en Be⸗ ange⸗ ſöoft man⸗ ſt dem he des indung Kennt⸗ ers an. ten Ca⸗ kalver⸗ s, der — 3537— Nähe der Märkte, von Dünger, Kohlen, Bauholz, Arbeitslohn, vom Zuſtande der Wege, welches alles auf den Ertrag eines Farms ſo großen Einfluß hat, daß die in allen dieſen Verhältniſſen begünſtigten Farmers bequem und im Ueberfluß leben können, während andere, ob ſie gleich eben ſo viel und ſo⸗ gar mehr Pacht bezahlen, bey eben ſo viel Kennt⸗ niß und Fleiß, aber ohne dieſe Vortheile, in Man⸗ gel und Sorgen leben müſſen.— Dieſes Bild ihrer Lage iſt nicht im geringſten übertrieben. Einem jeden, der viel mit dieſer ſehr nützlichen Claſſe von Menſchen umgegangen iſt, wer⸗ den gewiß Beyſpiele der Art oft genug vorgekom⸗ men ſeyn. Daß die Farmers nach dem Betrage ihres Pacht⸗ geldes taxirt werden, da doch ihre Einkünfte von ei⸗ ner Menge anderer mannichfaltig combinirter Urſa⸗ chen abhängen, iſt daher eine Maasregel, die man wahrſcheinlich zu ſchnell angenommen hat, ohne ihre Folgen vorher gehörig zu erwägen, und wir können alſo hoffen, daß man in dieſem Stücke den bisheri⸗ gen Plan unſerer Einkonfmentaxe baldmöglichſt ab⸗ ändern werde. Landbeſitzer ſind vorzüglich dabey in⸗ tereſſirt; denn ohne dieſe Abänderung wird die gan⸗ ze Taxpe ſehr bald auf ſie und nicht auf die Farmers fallen. Eine mäßige Abgabe zwar würden die Far⸗ mers allenthalben mit Freuden bezahlen, wenn nur dabey gehörig auf die Gleichheit des Einkommens geſehen würde; aber wenn dieſe Rückſicht verfehlt wird, und wenn ſie dieſe Taxen bezahlen ſollen, ſie mögen Vorkheil oder Schaden von ihren Beſitzungen haben, ſo werden ſie erſtlich ſich auf keine weitere Verbeſſerungen einlaſſen, und hernachmals mit ihren Capitalien entweder in ein anderes Land ziehen, oder in ihrem Vaterlande ein anderes Gewerbe ergreifen, welches von der Regierung beſſer unterſtützt wird. Das wirkſamſte Mittel, dieſes zu verhüten, und ſowol die Farmers als auch diejenigen Eigenthümer, die zugleich Inhaber ihrer eigenen Grundſtücke ſind, mit einer billigen Taxe zu belegen, würde ſeyn, wenn man den Taxatoren und Commiſſarien die Befugniß ertheilte, von jenen Farmers und Eigenthümern ei⸗ nen gewiſſen Theil ihres reinen Einkommens zu erhe⸗ ben, genau auf dieſelbe Art, in demſelben Maaße und nach denſelben Grundfätzen, wie dieſe Taxe von einer jeden andern Claſſe gehoben wird; aber durch⸗ aus nicht, wie jetzt geſchieht, nach dem Verhältniſſe „des jährlichen Pachtgeldes und ohne Rückſicht auf den Schaden oder Vortheil, welchen ſie von ihren Grundſtücken ziehen. Wird die Einkommenacke in dieſem Stücke nicht bald abgeändert, ſo werden alle landwirthſchaftlichen Verbeſſerungen einen ſolchen Stoß bekommen, wie ſie noch nie erfahren haben, und von welchem ſie ſich ſo leicht nicht wieder erholen werden. Sicherlich war dieſes nicht dabey beabſichtigt, aber ſo wie die Sa⸗ chen jetzt ſtehen, können die verderblichſten Folgen davon herrühren. Ein ſehr wichtiger Zweig der Landwirthſchaft wird vorzüglich dabey leiden, näm⸗ lich die Verbeſſerung ſolcher Ländereyen, die man büher 2 oihen Dper gieen Gegen mcitlicen zumers in ung ſijet znn könne or gkſiegen iſ Ged vitl hä fändig gehe dommenacte Jweffl her ſehr zu fün vermügens, dereyen, un verwandt wu tere Att we Es itt portheiſche keinen Grun land ſind, n ur Entänfte Vngegnn niſ Jatziſts! Echaden dor methümer, kenthaben n Grunſte zun iht zer n Cultu zungen veitere ihren , oder veiſſen, ird. „ und ümer, ſind, wenn ugniß en ei⸗ erhe⸗ laaße e von durch⸗ ltniſſe t auf ihren nicht llichen die ſie ie ſich h war e Sa⸗ Folgen ig der näm⸗ bisher aus Mangel an Fond, und wegen der zu ſolchen Operationen erforderlichen großen Koſten in vielen Gegenden des Königreichs, faſt in ihrem bloßen natürlichen Zuſtande gelaſſen hat. Es iſt unter den Farmers lange zweifelhaft geweſen, ob die Verbeſſe⸗ rung ſolcher Grundſtücke mit Vortheil betrieben wer⸗ den könne oder nicht, da jetzt das Tagelohn ſo hoch geſtiegen iſt, und das in Manufakturen angelegte Geld viel höhere Zinſen einbringt, wie nachher voll⸗ ſtändig gezeigt werden ſoll. Die Folgen der Ein⸗ kommenacte, ſo wie ſie jetzt lautet, werden jeden Zweifel heben. Wird ſie nicht abgeändert, ſo iſt ſehr zu fürchten, daß ein großer Theil des National⸗ vermögens, der bisher auf die Verbeſſerung der Län⸗ dereyen, und vornämlich zum Anbau wüſter Plätze verwandt wurde, dieſen entzogen und auf einträgli⸗ chere Art werde angelegt werden. Es iſt in dieſem Theile der Einkommenacte eine partheiiſche Abänderung gemacht worden, wofür man keinen Grund angegeben hat. Die Farmers in Schott⸗ land ſind, wie alle andere, nach dem Verhältniß ih⸗ rer Einkünfte beſteuert; in England und Cornwallis hingegen müſſen ſie nach dem Betrage des jährlichen Pachtzinſes bezahlen, ſie mögen nun Vortheil oder Schaden von ihren Beſitzungen haben. Auch die Ei⸗ genthümer, wie ſchon bemerkt worden, bezahlen al⸗ lenthalben nach eben dieſem Verhältniſſe für alle Grundſtücke, die ſie ſelbſt cultiviren, es ſey dabey nun ihr Zweck, Verbeſſerung des Bodens und höhe⸗ re Cultur oder bloße Bequemlichkeit und Vergnügen. — 60— Da nun dieſes alles durchaus nichts anderm, als nur einem bloßen Irthume zugeſchrieben werden kann, den man begangen hat, entweder weil man dieſe Maasregel nur oberflächlich betrachtete, oder weil Landedelleute und angeſehene Farmers dabey nicht zu Rathe gezogen wurden, die man doch in Dingen der Art einzig und allein fragen ſollte; ſo darf ſie nur von neuem unterſucht und revidirt werden, um die Nothwendigkeit einer Abänderung zu zeigen, die aus allen dieſen Bemerkungen erhellet. War die Ab⸗ änderung in⸗Anſehung Schottlands gut und zweck⸗ mäßig, ſo iſt ſie auch nothwendig für das ganze Königreich, und ſie ſollte darin überall mit gleichför⸗ miger Rückſicht auf das Einkommen eingeführt wer⸗ den, die Inhaber der Ländereyen mögen nun Far⸗ mers oder Eigenthümer ſeyn. Was die Wirkung dieſer Taxe auf das geringe Einkommen der untern Stände betrifft, ſo hat man es, bis vor kurzem, nicht für rathſam gehalten, die⸗ ſe mit irgend einer Art von Abgabe zu belegen; aber was zu der einen Zeit unzweckmäßig wäre, iſt es vielleicht zu einer andern ganz und gar nicht. Sol⸗ che theure Jahre, wie die jetzigen, etwa ausgenommen, hat ſich, während der letztern, wenigen Jahre, die Lage unſerer Fabrikarbeiter durch ihre beyſpielloſe Superiorität in aller Art Arbeit, und die häufige Nachfrage nach allen ihren Artikeln, gar ſehr gebeſ⸗ ſert. In dieſem Falle iſt es alſo nicht mehr wie recht und billig, daß dieſe Claſſe eben ſowol, wie alle an⸗ dere, nach dem Verhältniß ihrer Kräfte, ihren Antheil auuhne Nüf che vi vornals rlloſe gi ſt uih uch de gtanmte whe nic ſ nach dem ſehen IIn N- der Kagjern mm ihrn ſe Glſſe gehö vemiyn hicj vren Jegier lien und ſo Prſe Etet Diſſes und je wahrſchinlch walhe an der ben ſeen, und das wan geungern Fa tm. Asdann then den Cu tgt, beyde ſa, deen E nacn den z und ſud wi gißten dh -- M. zu den nofhwendigen Gfaafsausgaben beyfragen muß, da auf alle andere, Claſſen jeßt weit größere Laſten wie vormals gelegt ſind, Da' die Anzahl der zu dies ſer Claſſe gehörigen Perſonen befrächtlich iſt, ſo iſt ſie au< nothwendig im Beſiße eines großen Theils des geſammfen Nationalvermögens, und es erforderf es daher nicht blos die Billigkeit gegen andere, daß ſie nach dem Verhältniſſe ihrer Einkünfte, dieſe bes ſtehen nun worin ſie wollen/ zu der Unterſtüßung der Regierung beytrage, ſondern ſie wird es auch um ihrer ſelbſt willen thun. Alle, welche zu dieſer Claſſe gehören, wiſſen es ſehr wohl, daß unter ſehr wenigen bigsher auf dem Schauplaße der Welt erſchie nenen Negierungen, ſo viel Bequemlichkeit und Wohls leben und ſo viel Sicherheit des Eigenthums und. der Perſon Statt gefunden haf, wie in Großbritannien. Dieſes und jedes andern Bortheils würden ſie aber wahrſcheinlich bald beraubt werden, wenn diejenigen, welche an der Gpiße unſerer öffentlichen Angelegenhei- fen ſtehen, Feine hinreichende Unferſtüßung erhielten, und das wäre zuüverläßig der Fall, wenn alle unſere geringern Fabrifarbeifer feine Taren bezahlen ſoll- ten. Alsdann wären aber die Xleinern Farmers nach eben dem Grundſaße zu ähnlichen Ausnahmen berech» figf; beyde Claſſen aber, diejenigen mit eingeſchloſ- ſen, deren Einkünfte von etwa gleichem Belange ſind, machen den'zahlreihſten Theil des'ganzen Reichs aus, und ſind wirklich, zuſammengenommen, im Beſiße des größfen Theils aller National: Einkünſte, 579.0 Ah. 2% EL je 20 De as 7 K js „“ WE; a, & 7. | .; NO 4 is Ät lre — 62— Unabhängig von andern Gründen für die Be⸗ ſteurung des Einkommens dieſer untern Stände, zeigt ein einziger ſchon hinreichend, daß ihr unmittelbares Intereſſe ſelbige nothwendig mache. Wird ihr Ei⸗ genthum nicht erwähntermaßen geradezu beſteuert, ſo geſchieht es zuverläſſig auf irgend eine andere Art, und wohrſcheinlich mit mehrerem Nachtheile und mit größerem Verluſte, wie ſolches kürzlich bey der ſo ſehr erhöheten Auflage auf Salz der Fall war. In dieſer Rückſicht würden alſo auch ſelbſt die untern Volksklaſſen nicht darüber klagen, wenn man ſie mit dieſer Taxe belegte; ſie würden ſich ihr vielmehr um ſo williger unterwerfen, wenn ſie ſähen, daß größe⸗ re Einkünfte auch einigermaßen nach dem Verhält⸗ niſſe ihres Betrags, und nach einem ähnlichen Maas⸗ ſtabe wie die ihrigen, beſteuert wären. Sie denken natürlicher Weiſe, daß Leute mit großen Einkünften verhältnißmäßig mehr bezahlen können, als Leute von geringerm Vermögen; daß man von den Reichen ſehr leicht größere Abgaben erhalten könnte, wenn man ſie nach eben dieſem Grundſatze einer ſolchen Taxe unterwürfe, und ſie würden alſo, wenn man hiernach verführe, geneigter als ſonſt ſeyn, den gan⸗ zen Plan in ſeiner Anwendung für gerecht und billig zu halten. Man hat nie einen hinreichenden Grund dafür angegeben, warum Leute von großen Einkünften nicht nach dem verſchiedenen Verhältniſſe des Betra⸗ ges derſelben beſteuert werden, da dieſes doch bey allen kleinen Einkünften von ſechszig bis zweyhundert fn etal rjundet vnn ſcht che fallnin en Chel des enige, wlle Jhute bezch un deſe Eet Gie köante ſ ag auf kline leztern gew⸗ Lchensbedü bey grißern veniger betta Un alo zu beiſaffen, du beftiedigen. böhhſt wihh in der ‚eſteu auf das Ein unge es auch zewondt werd Inntt de z ken, ſo kan lnften, de bis Eitauſen klaufn, einen größetn Aven daß gerdde d ad wonjigli e Be⸗ zeigt bares dr Ei⸗ jeuert, andere theile ben war. ntern e mit hr um größe⸗ chalt⸗ Kaas⸗ enken nften te von deichen wenn olchen man gan⸗ billig dafür jünften Betra⸗ ch bey gundert — 363— Pfund Sterl. geſchehen ſoll. Wenn Einkünfte von zweyhundert Pfunden 15 Steuer bezahlen müſſen, die von ſechszig Pfunden nur 138, und alle dazwi⸗ ſchen fallenden Summen, einen verhältnißmäßig klei⸗ nern Theil des Ganzen, wie die erſte; ſo werden die⸗ jenigen, welche ein Achtel, ein Neuntel oder ein Zehntel bezahlen ſollen, nicht einſehen können, war⸗ um dieſe Srale des Verhältniſſes nicht weiter geht. Sie könnte ſogar mit mehrerem Rechte auf große als auf kleine Einkünfte angewandt werden, weil die letztern gewöhnlich nur eben zu den nothwendigſten Lebensbedürfniſſen hinreichen, eine Anmerkung, die bey größern Einkünften, je nachdem ſie mehr oder weniger betragen, auch weniger ſtatt findet. Um alſo dem ganzen Plane fernere Wirkſamkeit zu verſchaffen, und die untern und mittlern Stände zu befriedigen, welches bey allen Beſteurungsarten höchſt wichtig iſt, muß, wenn man eine Gradation in der Beſteurung beybehalten will, dieſer Grundſatz auf das Einkommen jeder Art, von welchem Be⸗ lange es auch ſey, und woher es auch rühre, an⸗ gewandt werden. Wenn nun die Abſicht iſt, ein Zehntel des ganzen National⸗Einkommens zu erhal⸗ ten, ſo kann es billig ſcheinen, von denjenigen Ein⸗ künften, die ſich nur von Einhundert und funfzig bis Eintauſend oder auch bis funfzehnhundert Pfund belaufen, einen kleinern Beytrag zu heben, als von größern Revenüen; denn es leidet keinen Zweifel, daß gerade Leute von einem ſolchen Einkommen, und vorzüglich diejenigen, deren jährliche Einkünfte — 64— zwey, vier bis fünfhundert Pfund betragen, ſchon bey allen andern Taxen verhältnißmäßig mehr be⸗ zahlen, und dieſe Taxen härter fühlen, als es bey größern Revenüen gewöhnlich der Fall iſt. Man könnte deswegen alle Einkünfte von einhundert und funſzig bis funfzehnhundert Pfund zu einem Eilftel taxiren, und nach einer leichten Gradation, wie ich nachher angeben werde, müßten dann die Reicheren ein Zehntel, ein Achtel, ein Sechſtel und mehr be⸗ zahlen. Sehr großmüthig thaten dieſes mehrere vor drey Jahren durch eine freywillige Subſcription; ei⸗ nige nur für ein einziges Jahr, andere hingegen mit dem Verſprechen, während des Krieges alle Jahre eine gleiche Summe zu bezahlen. Was nun aber mehrere mit ſo vieler Großmuth und von freyen Stücken gethan haben, dürfen andere bey dem Be⸗ ſitze gleich großer Reichthümer wol nicht für unan— gemeſſen halten; es wäre vielmehr bloße Gerechtig⸗ keit gegen jene, welche ſich ſo ſreygebig bezeigten, als ihr Vaterland in Gefahr war, wenn alle dieje⸗ nigen mit einer eben ſo hohen Abgabe belegt würden, welche nicht ſo handelten. Nach dieſem oder einem andern auf ähnlichen Grundſätzen beruhenden Plane, wird man von un⸗ ſern Nationaleinkünften jährlich eine Summe auf⸗ bringen können, die wahrſcheinlich nicht nur zur Führung irgend eines unvermeidlichen Krieges, ſon⸗ dern auch zu einem jeden andern nothwendigen Zwe⸗ cke hinreicht. Damit aber die dadurch zu erhaltende Summe vollzählich und beträchtlich genug ſey, muß dieſer liſr Nun, ni duf au i und foßt viten. dunq ii att ſid zwo aſgehoben n n in dem n ſnd docj vot wenn die unte ſn oder vii hältriſt ihre der Ertog! wie das auch Fall war.( ſchtopunkt fe kedingt durch ren Umſtand ſehen, chen fahrung rich der Geiſt des Eintonnen da bebrchli Arzehl nah, riicſte nich ſo ufgebra oüsfälln. 9 dachen pan lirgerlche ſäzen gena ſchon ehr be⸗ es bey Man ert und Eilftel wie ich icheren hr be⸗ re vor n; ei⸗ gen mit Jahre maber freyen em Be⸗ unan⸗ rechtig⸗ zeigten, le dieje⸗ vürden, onlichen von un⸗ me auf⸗ nur zur 8, ſons gen Zwe⸗ rhallende ey, muß dieſer dieſer Plan, wie ich ſchon bemerkt habe, und was nie darf aus den Augen gelaſſen werden, auf jede Art und faſt auf jeden Betrag von Revenüen ein⸗ wirken. Durch einige Abänderungen in der Einkommen⸗ arte ſind zwar ſchon verſchiedene Exemtionen darin aufgehoben worden, die man bey Hebung dieſer Ta⸗ re in dem vorigen Jahre ſchädlich fand; allein es ſind doch noch immer zu viele darin geblieben, und wenn die untern Claſſen durchaus gar nicht, die höch⸗ ſten oder reichſten Claſſen aber nicht im richtigen Ver⸗ hältniſſe ihres Einkommens beſteuert werden, ſo kann der Ertrag niemals zu den Bedürfniſſen hinreichen, wie das auch bisher weit unter aller Erwartung der Fall war. Es iſt daher höchſt wichtig, dieſen Ge⸗ ſichtspunkt feſtzuhalten, und man ſollte ſich ſchlech⸗ terdings durch kein Raiſonnement bewegen laſſen, ei⸗ nen Umſtand von ſolcher Wichtigkeit bey Seite zu ſetzen, ehe nicht jenes auf dem Probirſtein der Er⸗ fahrung richtig gefunden iſt. Das wahre Leben und der Geiſt des ganzen Plans beruht darauf, daß das Einkommen jeder Art beſteuert werde. Soll aber der beträchtlichſte Theil der Nation, wenigſtens der Anzahl nach, gänzlich eximirt ſeyn und zugleich der reichſte nicht hinlänglich taxirt werden, ſo muß die ſo aufgebrachte Summe nothwendig nur gering ausfallen. Nähme man hingegen einen wohldurch⸗ dachten Plan an, nach welchem ein jeder Stand der bürgerlichen Geſellſchaft, billigen und gerechten Grund⸗ ſätzen gemäß, und ohne alle unzweckmäßige Exem⸗ E — 66— tionen kaxirt wäre, ſo würde dieſer nicht nur der Na⸗ tion die völligſte Sicherheit gewähren, weil dann je⸗ dermann erführe, daß unſere Hülfsquellen unerſchöpf⸗ lich ſind, ſondern es hätte auch niemand Urſache, ſich darüber zu beklagen. Ich würde dieſe Exemtionen nicht einmal in An⸗ ſehung der Kinder geſtatten. Die Beſitzer großer Einkünfte bedürfen ihrer nicht, und die Fabrikarbei⸗ ter und andere in den untern Ständen erhalten da⸗ für eine beträchtliche Erleichterung durch das Arbeits⸗ lohn, welches ihre Kinder ſchon früh in ihrer Jugend verdienen können. Mit eben dem Rechte müßten alle dieſe Leute auch für ihre Kinder von den Abgaben von Salz, Seife, Ale und Wein ausgenommen wer⸗ den; denn man darf nie vergeſſen, daß, wie es zu⸗ verläſſig der Fall iſt, die Einkommentare die Stelle aller weitern Abgaben von dieſen und andern Con⸗ ſumtionsartikeln vertreten ſoll, welche ſich ſonſt bei weitem höher würden belaufen haben, und daß, um ihr den gehörigen Rachdruck zu geben, ſie auf eben dieſelbe Art angewandt werden müſſe. Die Menſchen in den untern Ständen ſind in der Regel nicht unbilliger als andere Wenn die Ta⸗ xen nach dieſem oder irgend einem andern Plane ih⸗ re Kräfte überſteigen, ſo werden ſie ſich nothwendig darüber beſchweren, und alsdann muß man auf ihre Klagen hören; brächte man aber einen Plan in Vor⸗ ſchlag, der in allen Verhältniſſen und Umſtänden zweckmäßig genug wäre, der auf klaren und billigen Principien beruhte, und mit gehöriger Rückſicht auf Eywiankit r voll,d iiht beſtehe di ein ſolh borthellcſ un t ſih afnd kuſe belouſe und wärden: tn, ab ſih Mun ho gringe Gd omn einen den vilmeht an der Lahe zen weniger? re von gleih kat hätte, w ſen, und f aus den höh Anfange dar deſes Nuns kar wäte, w nuſwedi wütden, he uah Verjt ben, vahrſch und zie fa werden. Ich ken einnen, — G,— Sparſamkeit ausgeführt würde, ſo wiſſen ſie alle ſehr wohl, daß die Regierung ohne Unterſtützung nicht beſtehen kann; und würden leicht einſehen, daß ein ſolcher Plan für die ganze Nation höchſt vortheilhaft und für jedermann, in welchem Stande er ſich befinde, und wie hoch ſich auch ſeine Ein⸗ künfte belaufen, vollkommen gerecht und billig wäre, und würden ihn alſo vielmehr billigen und unterſtü⸗ tzen, als ſich darüber beklagen. Man hat alſo von Seiten derer, welche nur geringe Einkänfte beſitzen, keine Widerſetzlichkeit ge⸗ gen einen ſolchen Finanzplan zu fürchten; ſie wür⸗ den vielmehr bald einſehen, daß ihnen ihr Antheil an der Taxe leichter falle, und daß er ſie im Gan⸗ zen weniger drücke, als wenn man eine erhöhete Ta⸗ re von gleichem Betrage auf Conſumtionsartikel ge⸗ legt hätte, wie man ſonſt durchaus hätte thun müſ⸗ ſen, und folglich auch gethan haben würde. Leute aus den höheren Ständen werden ſich vielleicht im Anfange darüber beklagen; wenn aber die Wirkung dieſes Plans in allen ſeinen Theilen erſt recht fühl⸗ bar wäre, wenn dadurch das Arbeitslohn und alle nothwendige Lebensbedürfniſſe im Preiſe fielen, ſo würden, bey der koſtbaren Haushaltung, welche ſie nach Verhältniß ihrer Einkünfte zu unterhalten ha⸗ ben, wahrſcheinlich auch ſie bald finden, wie ſehr ſie und ihre Familien im Grunde dadurch erleichterk werden. Ich kann dieſe Materie nicht beendigen, ohne zu erinnern, daß, obgleich ein jedes Einkommen nach E 2 — 69— dem Verhältniſſe ſeines Belanges beſteuert werden muß, es doch bey Beſtimmung dieſer Verhältniſſe recht und zweckmäßig ſeyn würde, auf die Art der Fonds Rülkſicht zu nehmen, von welchen die Ein⸗ künfte herrühren, ſo daß die zu hebende Rata eini⸗ germaßen von der Unverſiegbarkeit der Quelle ab⸗ hingen, woher das Einkommen rühret. Soll zum Beyſpiel von allen aus unvergänglichen Fonds her⸗ rührenden Nationaleinkünften, als: Revenüen von den Ländereyen, Häuſern, Bergwerken, in Verzin⸗ ſung ſtehenden oder ſonſt angelegten Capitalien, ein Zehntel abgegeben werden, ſo müſſen gleich große Kevenüen, die aber nur durch Handarbeit gewonnen werden, weil ſie ungewiſſer ſind, vielleicht nicht mehr als ein Funßzehntel bezahlen. Bey jährlichen Leibrenten(annuities) könnte man ebenſalls geſtatten, daß ſie weniger als ſolche Reve⸗ nüen abgäben, die von unvergänglichen Fonds her⸗ rühren; indeſſen müßten ſie doch billig mehr bezah⸗ len als Handwerker und Leute von irgend einem be⸗ ſondern Berufe, weil die Einkünfte dieſer letztern ge⸗ wöhnlich nicht nur ungewiſſer ſind als Annuitäten, ſondern weil ſie auch perſönlichen Fleiß und Arbeit erfordern. Dieſe Betrachtung iſt von der größten Wichtigkeit, wenn man den Unterſchied zwiſchen der Beſteurung des durch irgend einen Beruf und des durch ein unverlierbares Eigenthum erhaltenen Ein⸗ kommens feſtſetzen will. So wären zum Beyſpiel, Geiſtliche, See- und Land⸗Officiere, welche den Dienſt verlaſſen habenz, und andere mehr, welche nur mä⸗ g gäbseenten zihe lale lbgebe zu trag un ſie tben oril ſlhen Nemüen be drepen o Lapito tt oön, daß ein affigenen Jeſß u bezcjle ſ doß dus Ungeviſſ 13 Adookaten oder ſcäftemonnts, d Acbeit cbhängen, de oder dur den in Ammuth geralhe werden ſoll, wie de oder auf Dbligation duch ein mgelmäßig mer gechem Bäan talen beſtündig i bleiben, Wi müſſen nu de genze National nit Jücſicht auf ti gabe, wont ſolhher nächte dfenbar muß! ſchen,a uns die d fele vaden Di mäen, zze richt dügeführt undin T werden ältniſſe Art der ie Ein⸗ ta einie elle ab⸗ ll zum ds her⸗ en von Verzin⸗ en, ein h große wonnen ſt mehr te man Reve⸗ ds her⸗ bezah⸗ nem be⸗ kern ge⸗ uitäten, Arbeit größten hen der und des nen Ein⸗ Beyſpiel en Dienſt nur mä⸗ — 69— ßige Leibrenken ziehen, gar wohl im Stande, eine kleine Abgabe zu tragen; aber es würde unrecht ſeyn, wenn ſie eben ſoviel dazu beytragen ſollten, als von ſolchen Revenüen bezahlt wird, die man durch Län⸗ dereyen oder Capitalien erhält. Noch ungerechter iſt es aber, daß ein Farmer, bey dem doch ſo vieles auf eigenen Fleiß und Aufmerkſamkeit ankömmt, eben ſo viel bezahlen ſoll, wie der Eigenthümer; oder daß das ungewiſſe Einkommen eines Kaufmanns, ei⸗ nes Advokaten oder irgend eines andern ſolchen Ge⸗ ſchäftsmannes, deſſen Einkünfte von ſeiner käglichen Arbeit abhängen, und deſſen Familie nach ſeinem To⸗ de oder durch den Verluſt ſeiner Geſundheit vielleicht in Armuth gerathen kann, eben ſo hoch beſteuert werden ſoll, wie diejenigen, deren Geld in den Fonds oder auf Obligationen, völlig ſicher ſteht, und die da⸗ durch ein regelmäßiges Einkommen von ungefähr im⸗ mer gleichem Belang erhalten, während ihre Capi⸗ talien beſtändig in einem und demſelben Werthe bleiben. Wir müſſen nunmehro unterſuchen, wie hoch ſich das ganze Nationaleinkommen wahrſcheinlich belaufe, mit Rückſicht auf dieſe oder irgend eine andere Ab⸗ gabe, womit ſolches demnächſt etwa belegt werden möchte. Offenbar muß hierin ſehr viel Ungewißheit herr⸗ ſchen, da uns die Data dazu fehlen, und noch lange fehlen werden. Dieſes läßt ſich auch nicht wohl ver⸗ meiden, ehe nicht die Einkommenakte vollſtändig ausgeführt und in Wirkſamkeit geſetzt iſt, wozu aber wol noch mehrere Jahre erforderlich ſeyn dürften. Eher wird man auch nicht über die Verbeſſerungen urtheilen können, welche Zeit und Erfahrung in dem von dem Parlemente angenommenen Plane an die Hand geben werden. Nach der von M. Pitt über die jährlichen Reve⸗ nüen von Großbritannien angeſtellten Berechnung be⸗ laufen ſich dieſe auf einhundert und zwey Millionen, nach Abzug eines Fünftels von den Renten der Län⸗ dereyen, und anderer Artikel, welches für die Exem⸗ tionen ſolcher zu rechnen iſt, deren Einkünfte keine ſechzig Pfund betragen. Es iſt indeſſen ſehr glaub⸗ lich, daß ſie ſich weit höher belaufen, ob es gleich ganz recht gehandelt war, dabey auf alle etwa ausfal⸗ lende Poſten und Summen bis dahin gehörige Rück⸗ ſicht zu nehmen, daß das Faktum ſelbſt völlig ent⸗ ſchieden werden kann. Mannichfaltige Unterſuchungen und Erkundigun⸗ gen haben mich ſchon ſeit langer Zeit bewogen, zu glanben, daß unſer ganzes National⸗Einkommen die Summe von zweyhundert Millionen ſehr beträchtlich überſteige. Die Data, worauf ſich dieſe Berechnung gründet, ſind indeſſen weder ſo vollſtändig, noch ſo befriedigend, wie ich wol wünſchte. Aber es wäre vergebens, bey einem Gegenſtande von einem ſolchen Umfange vollkommene Genauigkeit zu erwarten; auch iſt es, ohne dieſen Abſchnitt zu ſehr auszudehnen, nicht wohl möglich, dieſe Data nur einmal ſo wie ſie ſind, und in einem ſolchen Detail vorzulegen, wie es die Wichtigkeit der Sache wol erforderte. Ich uide nih dlo rel das Refulte — ) s der R ſie zu heſt ¹ ſle 1 1 d 1 1 ſn e Enkin lod hitt N an auf fün wähnten dinſt giſcloſe, püti Nach men berpuct, doß ſih alf dier tinhundert Jof rern der damal ſcatt, und es ftn, deß ſie je im ſo meht, von Nodd⸗Che Iewbeſerungen geringen Ver Inhiz gin hmn ſihlchen Lühn ſchyn fe zwar nicht in d lſt ſch nit 1 de der Nato Äb tinen Sttngs dt Wſchlagen 1,2 inum dr Lan ürften. rungen in dem an die Reve⸗ ng be⸗ loonen, T Län⸗ Erem⸗ keine glaub⸗ gleich usfal⸗ Rück⸗ g ent⸗ digun⸗ en, zu nen die ächtlich huung noch ſo 3 wäre ſolchen 4 auch dehnen,— ſo wie een, wie . 35 werde mich alſo damit begnügen, hier im Allgemei⸗ nen das Reſultat meiner Unterſuchungen anzugeben, und es der Zeik und fernerer Beobachtung überlaſ⸗ ſen, ſie zu beſtätigen oder zu widerlegen. Die Einkünfte von dem Landeigenthume in Eng⸗ land ſchätzt M. Pitt auf zwanzig und die von Schokk⸗ land auf fünf Millionen, nach Abzug des vorhin er⸗ wähnten Fünftels: das Ganze, dieſes Fünftel mit ein⸗ geſchloſſen, würde alſo dreyßig Millionen betragen. Nach meinen Unterſuchungen bin ich aber feſt überzeugt, daß ſie ſich auf ein Drittel mehr, und folg⸗ lich auf vierzig Millionen belaufen. Vor mehr als einhundert Jahren wurden ſie von den beſten Rech⸗ nern der damaligen Zeit auf vierzehn Millionen ge⸗ ſchätzt, und es werden wol nur wenige daran zwei⸗ feln, daß ſie jetzt mehr als dreymal ſo viel betragen, um ſo mehr, da Schottland und ein großer Theil von Nord⸗England, wo jetzt ſchon ſehr beträchtliche Verbeſſerungen gemacht ſind, damals in einem ſo geringen Werthe ſtanden, daß ſie ſchwerlich mit in Anſchlag gebracht werden konnten. In einigen rei⸗ chen ſüdlichen Provinzen, in welchen ſich eine beſſere Cultur ſchon früher empor hob, ſind die Revenüen zwar nicht in dieſem Verhältniſſe geſtiegen, aber es läßt ſich mit gutem Grunde annehmen, daß ſie es bey der Nation im Ganzen gethan haben. Als einen Nebenbeweis, daß dieſe Angabe des Betrages der Länderey⸗Revenüen nicht zu hoch an⸗ geſchlagen iſt, kann ich noch anführen, daß das Ma⸗ rimum der Landtaxe, nämlich vier Schillinge von ei⸗ nem Pfunde der angenommenen Renten(valued rents), wahrſcheinlich von einem Pfunde wirklicher Renten nicht mehr als einen Schilling betrage, an⸗ ſtatt zwey Schillinge, wie mehrere geglaubt haben. Nach allen darüber eingezogenen Nachrichten glaube ich ſogar, daß es nicht mehr als eilf Pence ſey; aber zugegeben, es ſey ein Schilling von einem Pfunde wirklicher Renten, ſo müſſen, da ſich die Landtaxe faſt auf zwey Millionen beläuft, gegenwärtig die wirklichen daher rührenden Revenüen im ganzen Reiche beynahe vierzig Millionen betragen. In ei⸗ nigen Gegenden des Königreichs beläuft ſich die Land⸗ taxe zwar auf drey bis vier Schillinge, ſelbſt nach den gegenwärtigen Aufkünften; aber in vielen an⸗ dern kömmt ſie nicht über einen Schilling, und ſechs Pence; ja in einigen großen Diſtrikten, vorzüglich in manchen Gegenden von Northumberland, Yorkſhire, Weſtmoreland, Cumberland und Schottland beträgt ſie nicht mehr als vier Pence. Viele bezahlen ſogar nur zwey Pence, ſo daß, eins gegen das andere ge⸗ rechnet, der Betrag des Ganzen vermuthlich die an⸗ gegebene Summe nicht überſteigen wird. Nach die⸗ ſem und mehreren andern Gründen, deren Aufzäh⸗ lung hier überflüſſig ſeyn würde, ſtehe ich keinen Augenblick an, zu behaupten, daß das ganze Land⸗ Einkommen von Grobßbritannien nicht weniger als vierzig Millionen betrage. Arthur Youngs Autorität, auf welche M. Pitt ſich gewiſſermaßen ſtützt, würde von größerm Ge⸗ wichte ſeyn, wenn er ſpäter geſchrieben hätte. Die⸗ r berijmt 9 nnr uff ldes zuny Echlng ſs ſhrid, ſin Id bina die dindergel oft imn Erttoges nung über di wiſen ſeyn m de ieigen Um ſlle ibeiden i den am be on wo in G tz lift ſih al detwegen den hiherſhät, Wenn wir ten nden, und diſt beſcwtrt ſamkeit jeden ſo beträclich beuts in einen Wd dadurch d eimd da bürg den Dem mhe unter der iiacun drüs feſt in dlen e dene und nl ſi Laſin R valued irklicher ge, an⸗ thaben. glaube y; aber Pfunde andtaxe tig die ganzen In ei⸗ e Land⸗ iſt nach len an⸗ d ſechs glich in rkſhire, beträgt n ſogar dere ge⸗ die an⸗ ach die⸗ Außzäh⸗ keinen e Land⸗ iger ols M pit erm Ge⸗ te. Die⸗ — 7 3— ſer berühmte Mann glaubte damals, daß die Land⸗ taxe auf jedes Pfund wirklicher Aufkünfte ungefähr zwey Schillinge betrage. Aber ſeitdem Young die⸗ ſes ſchrieb, ſind ſechs und zwanzig Jahre verfloſſen, und binnen dieſer Zeit ſind die Aufkünfte von den Ländereyen oft um mehr als das Doppelte ihres vo⸗ rigen Ertrages geſtiegen. So richtig alſo ſeine Mei⸗ nung über dieſen Punkt zu der damaligen Zeit ge⸗ weſen ſeyn mag, ſo kann ſie doch nicht wohl auf die jetzigen Umſtände angewandt werden. M. Young ſtellte überdem ſeine Unterſuchung hauptſächlich nur in den am beſten kultivirten Gegenden unſerer Inſel an, wo im Ganzen die Landtaxe ſehr hoch ſteht, und es läßt ſich alſo mit Grunde glauben, daß er bloß deswegen den ganzen Ertrag derſelben ſo ſehr viel höher ſchätzt, wie er ſonſt gethan haben würde. Wenn wir von den engliſchen Nationaleinkünf⸗ ten reden, und von dem Ertrage der Taxen, womit dieſe beſchwert ſind, ſo muß bey gehöriger Aufmerk⸗ ſamkeit jedermann einſehen, daß ſie auf das Ganze ſo beträchtlich ſind, daß ſie die Fortſchritte des Acker⸗ baues in einem ſehr hohen Grade aufhalten müſſen, und dadurch die traurigſten Folgen für einen jeden Stand der bürgerlichen Geſellſchaft herbeyführen wer⸗ den. Denn es iſt nicht blos die harte und direkte Ab⸗ gabe, unter dem Namen der Landtaxe, die jedes Land⸗ eigenthum drückt: ſondern ſeit undenklichen Zeiten iſt es faſt in allen Reichen Europens eine ſehr mißverſtan⸗ dene und unglückliche Politik geweſen, die drückend⸗ ſten Laſten des Staats auf die Ländereyen zu legen; oder mit andern Worten: man hat es den Eigenthü⸗ mern und Farmers unmöglich gemacht, ihre Beſi⸗ zungen ſo gut und in einem ſo hohen Grade zu eulli⸗ viren, als ſie ſonſt hätten thun können; man hat dadurch gleichſam eine Prämie darauf geſetzt, die ſchatzbarſte aller Verbeſſerungen zu verhindern, und dem zufolge, wenn gleich nicht offen und abſichtlich, doch indirekte und im Grunde eben das damit be⸗ wirkt, was eine ſchwere Auflage auf Arbeit, und alle Lebensbedürfniſſe, ſelbſt auf Brod und alle zu un⸗ ſerm Nutzen beſtimmte Erzeugniſſe der Erde, bewirkt haben würde. Aber obgleich dieſe höchſt ſchädliche Gewohnheit in ganz Europa, und vielleicht nirgends in dem Grade wie in England, herrſchend war, ſo trieb man ſie doch nicht ganz ſo weit, wie man dem erſten Anblicke nach glauben ſollte. Man hört oft, daß zehn, funfzehn, zwanzig Schillinge vom Pfund St., ja zuweilen mehr als das doppelte für die Landkaxe, die Unterhaltung der Armen und andere Abgaben von Ländereyen bezahlt werden. Allein, obgleich die Beyträge für die Armen in dieſen letzten beyden Jah⸗ ren ſo anſehnlich geweſen ſind, daß um ihrer willen das Eigenthum jeder Art ſo hoch wie nur immer möglich, beſteuert werden mußte, ſo richteten ſich dieſe doch nicht nach dem wirklichen Werthe der Grundſtücke, wofür man dieſe Taxe bezahlte. Die Landtare wird nämlich allenthalben nach der alten Schätzung von ganz England(Vvaluation of Eng- land) bezahlt, und eben ſo hat man auch in man⸗ jn Iſktieten uen Jh uftinfte bey In und dle bn gelegt perd rann au wir èr lichter( iine gewiſt 6 jinſs, vi d ung det Eido ſcht ot zu 9 tz ouch geſc nung r ei ver ausfalen, drr einen dder de Lögaben finmungen de uhlten Euma de Wi vie richt ſelte Thel Xs vin ui Dregdeete gar rur uf d dur die Ji kuften ahäl ſuat fadet,„ Der Gewi nichſte Aut volen, ghenthü⸗ Beſi⸗ culki⸗ an hat zt, die n, und ſichtlich, nit be⸗ nd alle zu un⸗ vewirkt ohnheit n dem tueb erſten t, daß dd St,, andkaxe, Abgaben ſeich die en Jah⸗ 3 willen r ummer teten ſich erthe der te. Dit der alten of Eng- hin mants — 75— chen Diſtrieten bey jenen Beſtimmungen, ſeit länger als einem Jahrhundert, ungefähr dieſelben Nominal⸗ aufkünfte beybehalten, um die Beyträge für die Ar⸗ men und alle Taxen, welche künftig auf die Ren⸗ ten gelegt werden möchten, zu verringern. Dieſes kann auch wirklich auf mancherley Weiſe geſchehen: der Pächter(tenant) giebt etwa gleich beym Antritt eine gewiſſe Summe Geldes, anſtatt des höhern Pacht⸗ zinſes, wie dieſes in Schottland bey der Verpach⸗ tung der Erbgüter, unter der Benennung Grassum, ſehr oft zu geſchehen pflegt; aber auf welche Weiſe es auch geſchehen mag, ſo muß dadurch die Beſtim⸗ mung der wirklichen Nationaleinkünfte offenbar klei⸗ ner ausfallen; und dieſes wird vorzüglich immer in der einen oder andern Form da der Fall ſeyn, wo die Abgaben hoch ſind, weil alsdann, in allen Be⸗ ſtimmungen der Einkünfte, die in dieſer Abſicht be⸗ zahlten Summen fehlen. Die Wirkung iſt dieſelbe, wenn dieſe Taxen, wie nicht ſelten geſchehen iſt, nur auf einen gewiſſen Theil des wirklichen Einkommens, in einigen Fällen auf Dreyviertel, in andern auf Zweydrittel, ja ſo⸗ gar nur auf die Haͤlfte deſſelben gelegt werden, wo⸗ durch die Anſicht, welche man von den Nationalein⸗ künften erhält, je nachdem jenes mehr oder weniger ſtatt findet, verkleinert werden muß. Der Gewinn bey der Landwirthſchaft iſt die nächſte Art des Einkommens, die wir betrachten wollen. Hierunter verſtehe ich den, den Farmers, nach Abzug ihrer Pacht⸗ und Wirthſchaftsunkoſten, übrig⸗ bleibenden Gewinn, wobey man insgemein annimmt, daß er eben ſo viel wie das Pachtgeld betrage. In einigen Lagen und Verhältniſſen iſt der Vortheil der Farmers beträchtlich größer, aber in andern ſo ſehr viel kleiner, daß, wenn man fünf Millionen oder ein Achtel des Ganzen, abzieht, der Reſt vermuthlich der Wahrheit nahe kommen wird. Dieſer Theil un⸗ ſerer Einkünfte wird daher etwa auf fünf und drey⸗ ßig Millionen betragen. Der Betrag der Zehnten, die von Kirchengütern, welche Weltliche beſitzen(lay improprietors), mit eingeſchloſſen, wird ſich wahrſcheinlich auf nicht we⸗ niger als vier Millionen belaufen; das Einkommen von Capitalien in den Fonds auf ſiebzehn Millionen; von Obligationen und Wechſeln, die in den Banken befindlichen Capitalien der ganzen Nation mit einge⸗ ſchloſſen, zehn Millionen; die Einkünfte von Häu⸗ ſern, vier Millionen; das Einkommen aller derer, die einen gelehrten Beruf treiben, drey Millionen; von Canälen, Fiſchereyen, den verſchiedenen Bergwerks⸗ produkten, die von Kohlen⸗Bley⸗ und Kupfergru⸗ ben mit eingeſchloſſen, fünf Millionen; von Oſt⸗ und Weſtindiſchen, und in andern Ländern belege⸗ nen, in Großbritannien lebenden Perſonen zugehöri⸗ gen Beſitzungen, fünf Millionen. Da nun die Ein— künfte Irländiſcher Eigenthümer, welche ſich hier im Lande aufhalten, mit hierin begriffen ſind, und man dieſe gewöhnlich zu mehr als einer Million des Jahrs nnſtiann! gohe licht zu Dan hre fton konn m ds in dumi wif Nlli unn Handel breitten Coy ſer Neijhuu Jrduſtit ger venickt d De di Errainung nen, wtll e Ehäßng h fünmungem 9u aler ſehr bedeuten ſit denich g dher nit gate nen, ils uf di Einkunfe andere mehr, die de gerine beſtithe ſonorrii, werden, dje, , nach üͤbrig⸗ mimmt, ge. In heil der ſo ſehr n oder nuthlich eil un⸗ drey⸗ gütern, ), mit ht we⸗ ommen jonen; Zanken einge⸗ Häu⸗ rer, die ¹; von zwerks⸗ ffergtu⸗ on Oſt⸗ belege⸗ ugehöri⸗ die Ein⸗ hier im und man des Jahrs angeſchlagen hat, ſo wird man vermukhlich dieſe An⸗ gabe nicht zu hoch finden. Den Profit des ganzen Detailhandels der Na⸗ tion kann man zu fünf Millionen annehmen; den des im auswärtigen Handel ſteckenden Capitals, zu zwölf Millionen; und den Gewinn von den im in⸗ nern Handel ſteckenden, in der ganzen Nation ver⸗ breiteten Capitalien, dieſer ſehr ergiebigen Quelle un⸗ ſers Reichthums, ſo wie auch den, durch Künſte und Induſtrie gewonnenen, Vortheil, vermuthlich zu nicht weniger als acht und zwanzig Millionen. Die vier letztern Angaben ſind aus M. Pitts Berechnung ihres muthmaßlichen Betrages genom⸗ men, weil er nothwendig richtigere Data zu ihrer Schätzung haben muß, als ich. Da aber ſeine Be⸗ ſtimmungen unſers Einkommens in allen andern Stücken offenbar ſehr niedrig angenommen ſind, ſo wird es ſich mit dieſen wol ohne Zweifel eben ſo verhalten. Zu allen dieſen Summen kömmt nur noch ein ſehr bedeutender Poſten hinzu, welchen M. Pitt nicht für dienlich gehalten hat zu beſtimmen, auf den wir aber mit gutem Grunde eben ſo gewiß rechnen kön⸗ nen, als auf jeden andern. Dahin gehören nämlich die Einkünfte der Künſtler, der Handwerker, und andere mehr, welche nicht von Capitalien herrühren, die die geringern Stände blos fur ihre Arbeit und Geſchicklichkeit empfangen, ſo wie die Gebühren und Honoraria, welche in höhern Ständen denen bezahlt werden, die einen gelehrten Beruf treiben. — 28— Da alle Einkünfte von ſechzig Pfund und drü⸗ ber in die eine oder andere der vorigen Beſtimmun⸗ gen mit eingeſchloſſen ſind, ſo ſind bey der letztern noch diejenigen mit hinzuzurechnen, welche keine ſech⸗ zig Pfund betragen, aber doch noch beträchtlich ge⸗ nug ſind, um für die Unterſtützung der Regierung beſteuert werden zu können. Das Parlement hat zwar kürzlich in der Einkommenacte ſechzig Pfund als die geringſten Einkünfte beſtimmt, welche mit dieſer Abgabe belegt werden ſollten; aber aus den vorhin angeführten Gründen wäre es gewiß vortheilhaft, dieſe Beſtimmung noch niedriger anzunehmen, nicht blos weil die dadurch zu erhaltende Summe wahr⸗ ſcheinlich ſehr bedeutend ſeyn würde, ſondern auch wegen ihres Einfluſſes auf einen andern noch wich⸗ tigern Punkt, deſſen ich ſchon mehrmal erwähnt habe, und auf welchen die Aufmerkſamkeit der Re⸗ gierung nicht genug hingeleitet werden kann, näm⸗ lich die Erhöhung des Geldwerthes und die Herab⸗ ſetzung des Arbeitslohns. Die dadurch auſzubringende Summe wäre gewiß ſehr beträchtlich, wegen der großen Anzahl derer, die dazu beytragen müßten. Anfänglich möchte es zwar wol nicht rathſam ſeyn, ſolche Einkünfte, die zu der allerniedrigſten Claſſe gehören, mit einer Ab⸗ gabe zu belegen; aber gleichwol bliebe noch immer die Claſſe derer ſehr zahlreich, deren Einkommen, wenn auch nur klein, dennoch eine geringe Abgabe füglich tragen kann, und dieſe würden alſo eine be⸗ deutende Revenüe aufbringen, wenn ſie auch nicht nühr azu ber dährer könntn and folglch alt, di ih ifentlihen A' Mbelggn, un Eukinfte nid nur licht nij toren ausoxhn ſch einſchen, ſent damüt meikt habe, künftn der. ſoje Lam die man ſoge man die Eint Jiſe lin Nren Wgeben ohne Ausnah wrzüglich ſü dürgerlihen( kinünften, d au atngn nünn nögic s liß al däſe unt und gu iene die Neihan vitlich bezu it bchviri nd drü⸗ immun⸗ letztern ne ſech, lich ge⸗ gierung ont hak und als dieſer vorhin ellhhaft, , nicht wahr⸗ mauch wich⸗ wähnt er Re⸗ näm⸗ Herab⸗ gewiß derer, chte es fte, die ner Ab⸗ ſ immer ommen, Abgabe eine be⸗ uch nicht — 79— mehr dazu beytrügen, als ſie mit Bequemlichkeit ent⸗ behren können. Endlich iſt es vielleicht das billigſte und folglich auch das beſte Syſtem, die Einkünfte aller, die nicht auf die eine oder andere Weiſe von öffentlichen Almoſen leben, mit einer mäßigen Taxe zu belegen, und könnte ſelbſt von den Beſitzern dieſer Einkünfte nicht gemißbilliget werden, wenn man es nur nicht weiter als unſere bisherigen Conſumtions⸗ taxen ausdehnte. Jedermann würde es gewiß deut⸗ lich einſehen, welche beträchtliche Vortheile er und ſeine Familie dadurch erhielte, da, wie ich ſchon be⸗ merkt habe, eine viel kleinere Abgabe von den Ein⸗ künften der Regierung mehr einbrächte, als noch ſo hohe Taxen auf Conſumtionsartikel thun würden, die man ſogar immer noch erhöhen müßte, wenn man die Einkommentaxe aufgäbe. Dieſe Einkommentaxe, an die Stelle vieler an⸗ deren Abgaben geſetzt, iſt offenbar für alle Stände ohne Ausnahme von der höchſten Wichtigkeit, aber vorzüglich für die untern und mittlern Claſſen der bürgerlichen Geſellſchaft, die, bey ihren geringen Einkünften, den Druck hoher Conſumtionstaxen nicht ſo gut ertragen können, wie es bey größern Reve⸗ nüen möglich iſt. Es läßt ſich daher mit Grund annehmen, daß alle dieſe untern Claſſen gegen eine ſolche Taxe ganz und gar keine Einwendung machen werden, und da die Reicheren ſie nunmehro ſchon ſeit drey Jahren wirklich bezahlt haben, ſo wird ſie auch mit gerin⸗ ger Schwierigkeit durchaus von allen Ständen er⸗ — 80— hoben werden können. Hierdurch erhielte man auch zugleich die vollkommenſte Ueberſicht von dem wirk⸗ lichen Reichthume des Staats, die auf keine andere Weiſe zu erhalten iſt; und man würde dadurch beſ⸗ ſer, als durch irgend ein anderes Mittel, den Zweck erreichen, mit dem wenigſten Nachtheile für das Volk, die großen Summen aufzubringen, deren wir alle Jahre bedürfen. Indeſſen wollen wir doch jetzt funfzehn Pfund reinen Einkommens für das geringſte annehmen, welches beſteuert werden ſoll, ſo daß dieſe Abtheilung alle Einkünfte von funfzehn bis zu ſechzig Pfund in ſich begreift. Natürlich können die Zahlen, ſowol in dieſer als in jeder andern Claſſe, nicht mit völliger Genauig⸗ keit angegeben werden, aber aller Wahrſcheinlichkeit nach wird die Zahl derer, die zu der hier erwähnten Abtheilung gehören, nicht weniger als zwey und eine halbe Million ausmachen. Meine Gründe dafür ſind folgende: Die Bevölkerung von Großbritannien iſt nicht genau bekannt; aber nach den beſten und neueſten Berechnungen, die wir davon haben, werden wol nur wenige daran zweifeln, daß ſie zehn Millionen betrage, obgleich einige ſie für geringer halten. Ich für meine Perſon halte ſie für beträchtlich größer, will ſie aber bey meiner Berechnung nur zu zehn Millionen annehmen. Dieſe Zahl wollen wir in zwanzig Theile, einen jeden zu einer halben Million, theilen. Zwey dieſer Theile rechne ich für Arbeiter, die Alters halber nicht mehr jeh abeiten iict in Etal rerchoffen; un Gee⸗n hoſpitäm 1 nit iinench m ürlche halcufen. Di icß, ds u won dey und noch wwey W Gnünfte zu tragen, vnn ken Gkänden, gubn des E in Vergleihun dn. Gebſt einem gewiſe tmn nicht ſo kinem ander weyhunderter iche Cikänfte dooſbuiannie pen für den ſtt vohrſt Erdommen beläuſt di ein ofendaue undes, m vicher nit nan auch em wirk⸗ ne andere uurch beſ⸗ en Zweck für das eren wir doch jetzt geringſte ſo daß n bis zu ieſer als zenauig⸗ inlichkeit wähnten und eine rfür ſind ſſt nicht neueſten den wol Killionen ten. Ich größer, zu zehn eile, einen wey dieſer alber nicht mehr mehr arbeiten können; viere für Kinder, die noch nicht im Stande ſind, ſich ſelbſt ihren Unterhalt zu verſchaffen; einen Theil für den Dienſt der Land⸗ und See⸗Truppen; zwey für die Armen, die in den Hoſpitälern und andere, welche von Almoſen leben, mit eingerechnet; und vier Theile für diejenigen, de⸗ ren jährliche Einkünfte ſich nicht auf funfzehn Pfund belaufen. Dieſe Annahmen ſind vermuthlich eher zu groß, als zu klein, und demungeachtet wird der Reſt von drey und einer halben Million wahrſcheinlich noch zwey und eine halbe Million enthalten, deren Einkünfte zwiſchen funfzehn und ſechzig Pfund be⸗ tragen; denn die Zahl derer in den höhern und mitt— lern Ständen, die gleichwol vornämlich zu den Aus— gaben des Staats beytragen müſſen, iſt nur klein in Vergleichung mit den unmittelbar darauf folgen⸗ den. Selbſt bey uns muß dieſes nothwendig bis zu einem gewiſſen Grade ſtatt finden, obgleich bey wei⸗ tem nicht ſo wie in andern Ländern Denn faſt in keinem andern europäiſchen Reiche kann man unter zweyhunderten mehr als einen annehmen, deſſen jähr⸗ liche Einkünfte über zwanzig Pfund betragen. In Großbrikannien hingegen, Kinder, Arme, und die Trup⸗ pen für den Land⸗ und See-Dienſt ausgenommen, iſt wahrſcheinlich unter zehnen immer einer, deſſen Einkommen ſich auf nicht weniger als ſechzig Pfund beläuft. Dieſer gar nicht zu berechnende Vorzug iſt ein offenbarer Beweis für die innere Stärke unſers Landes, und die Unvergänglichkeit einer Conſtitution, welcher wir ſolche Vortheile zu verdanken haben, und 8 — 82— das um ſo mehr, da ſogar ſelbſt die niedrigern Stän⸗ de in Großbritannien ſehr ſicher und bequem leben und ruhig das Elend anſehen können, welchem eben dieſe Claſſen in andern Ländern ausgeſetzt ſind, weil ihnen dieſe Vorzüge nicht zu Theil wurden. Die Wirkung, welche eine ſolche Vertheilung der Güter in Großbritannien hervorbringt, iſt die, daß ſowol Kaufleute als auch Künſtler und Hand⸗ werker jeder Art für ihre Arbeit reichlich bezahlt, und induſtriöſe Leute gewöhnlich reich werden. Das ganze Volk beſitzt daher einen ungewöhnlich hohen Grad von Energie, und wird noch mehr zu immer größerer Anſtrengung angeſpornt, da es ſo oft ſieht, daß die wichtigſten Staatsbedienungen durch Leute beſetzt werden, die ſich aus den unterſten Ständen empor geſchwungen haben. Das gemeine Volk in Großbritannien hat eben deswegen eine große Anhänglichkeit an ſein Vater⸗ land, und wird der Regierung ſo ſelten läſtig, daß, wenn es ſich beſchwert, ſeine Klagen der höchſten Aufmerkſamkeit werth ſind. In der That kann auch gewiß kein Miniſter ſich verdienter machen, als wenn er ſich beſtrebt, die unerſchütterliche Anhänglichkeit dieſer ſehr anſehnlichen Claſſe an die Regierung zu verewigen. Die Aufgabe iſt nicht ſchwer: behandelt ſie liebreich, und ſie wird Großbritannien unüber⸗ windlich machen. Nach dieſer kurzen Digreſſion, welche das In⸗ tereſſe des Gegenſtandes allein entſchuldigen kann, nlin vir nt unnen zu d Die An fufuhn b. ſo, vt ihm zun Ind eil ſönn nicht und Landteuy ftamer, ſond bonten; und bekrächlüch ſe Glaſe vi zen ſligich hocſt bene Jh vil inde ſeccwol wie nühne, die ie diſer Gaſſe andere, eine tine Dernen von fünf un Na w. nich glaude Volksglſe miß ſcch er alle Jarnige deikanten d ſch duggeſe ſätgt wad en Stän⸗ em leben hem eben ind, weil rtheilung „iſt die, à Hand⸗ bezahlt, . Das hoher 1 immer oft ſieht, h Leute Ständen dat eben Vater⸗ ig, daß⸗ häcſſen un auch ls wenn aglichkeit rung zu ehandelt unüber: das Jn⸗ en kann, — 33— wollen wir nun fortfahren, das ganze Nationalein⸗ kommen zu beſtimmen. Die Anzahl derjenigen, deren Einkünfte zwiſchen funfzehn bis ſechzig Pfund betragen, beläuft ſich al⸗ ſo, wie ich mich vorhin bemüht habe zu zeigen, auf swey und eine halbe Million. Zu dieſer Claſſe ge⸗ hören nicht nur alle Subaltern⸗Officiere der Flotte und Landtruppen, die geringern Farmers und kleinen Krämer, ſondern auch alle Handwerker und Fabri⸗ kanten; und da der Gewinn dieſer letztern jetzt ſehr beträchtlich iſt, ſo wird man im Durchſchnitt für die⸗ ſe Claſſe vierzig Pfund als das Einkommen eines je⸗ den füglich annehmen können, die Farmers, deren Pacht keine ſechzig Pfund beträgt, mit eingeſchloſſen. Ich will indeſſen nur dreyßig dafür rechnen, und gleichwol wird man ſelbſt nach dieſer niedrigen An⸗ nahme, die ich bei weitem für zu gering halte, von dieſer Claſſe allein, die doch eben ſo gut, wie jede andere, eine ſolche Steuer zu bezahlen im Stande iſt, eine Vermehrung, des ganzen Nationaleinkommens von fünf und ſiebenzig Millionen erhalten, Man wird, aller Wahrſcheinlichkeit nach, wol nicht glauben, daß das Einkommen dieſer zahlreichen Volksklaſſe hier zu hoch angenommen ſey; denn man muß ſich erinnern, daß ich dabey vornusſetze, daß alle diejenigen, deren Einnahme nur geringe iſt, Fa⸗ brikanten oder andere, von dieſer Beſteurung gänz⸗ lich ausgeſchloſſen ſeyn, und nur diejenigen damit belegt werden ſollen, deren reine Einkünfte im Durch⸗ F 2 — 894— ſchnitt etwa acht und dreyßig Pfund betragen, wo⸗ fuͤr ich hier, um noch gewiſſer zu gehen, nur drey⸗ ßig Pfund annehme. Die Gründe, weswegen dieſe Claſſe mit einer verhältnißmäßigen Taxe belegt werden ſollte, ſind vorhin ſchon angegeben, nämlich: weil die jährlichen Revenüen des Königreichs ſehr beträchtlich dadurch würden erhöhet werden, ohne doch die Contribuen⸗ ten zu drücken; weil die Gerechtigkeit gegen die übri⸗ ge Nation es erfordert, daß ſie dieſe Steuer anſtatt der Abgabe bezahle, die man ſonſt auf Conſumtions⸗ artikel würde haben legen müſſen, und wozu ſie, wie bisher, ihren Theil beygetragen hätte; und endlich, weil kein anderes Mittel mit eben dem Grade von Gewißheit das Arbeitslohn und den Werth des Gel⸗ des in das gehörige Verhältniß bringen, und den⸗ noch jene Claſſe ſelbſt auf allen Fall nichts dabey leiden würde. Die Erhöhung des Geldwerthes müßte das noth⸗ wendig bewirken, da man nun bey dem Einkaufe aller Lebensbedürfniſſe mit derſelben Summe weiter reichen könnte, wie vorher: und wenn dieſes, irgend eines unvorhergeſehenen zufälligen Umſtands halber, nicht der Fall ſeyn ſollte, ſo wird auch das Arbeits⸗ lohn unfehlbar ſchnell wieder ſteigen. Denn, was auch die bloße Spekulation darüber ſagen mag, ſo kann doch durchaus keine Beſtimmung des Dienſt⸗ und Arbeitslohns von langer Dauer ſeyn, wenn daſ⸗ ſelbe dadurch unter den Werth der allen Tagelöhnern 1 ſorkebeite 6 Abens oh in d ritde oſſo dorunt nur margebenen nonen ten ſo de gonj Ration. ſgeulihen Folgen, V venn das Gh n! dere Ve trhiet es all Lcbenst nihtt kime, ds der gol geeſen Nalßfane 1ag d nnd diſe lätte tn ſoäftgung dle: ur ſolhe Gegen den o Stootsenürftt ve hat nm, aler die V eingewandt, doß vütde, ſe einzuſa den Verſich auff Noch dem N. di kihehung de vürde ts cuhin migich ſinn, ſi führen kinige n gryſe biſzaft Giſbätn de hend, al ſes gen, wo⸗ nur drey⸗ mit einer Ulte, ſind jährlichen dadurch ntribuen⸗ die übri⸗ w anſtakk ſumtions⸗ ſie, wie endlich, ade von des Gel⸗ und den⸗ s dabey das noth⸗ Einkaufe ne weiter , irgend s halber, Arbeits⸗ un, was mag, ſo es Dienſt⸗ wenn daſ⸗ aglöhnern und Fabrikarbeitern unentbehrlichen Nothwendigkei⸗ ten des Lebens angeſetzt wird. Dieſe Volkselaſſe würde alſo darunter nicht leiden, es wäre vielmehr in der angegebenen höchſt wichtigen Rückſicht fur ſie in einem eben ſo hohen Grade vortheilhaft, wie für die ganze Nation. Ich ziele hier auf die ſehr wahr⸗ ſcheinlichen Folgen, welche daraus entſtehen würden, wenn das Geld in Großbritannien einen etwas hö⸗ heren Werth erhielte, ſo daß dadurch bey uns der Preis aller Lebensbedürfniſſe dem in andern Ländern näher käme, als es in dieſen letzten zwanzig Jahren der Fall geweſen iſt. Davon hängt aber die fernere Nachfrage nach allen unſern Manufakturwaaren ab, und dieſe hätte eine beſtändige ununterbrochene Be⸗ ſchäftigung aller unſerer Arbeiter und Handwerker zur Folge. Gegen den Vorſchlag, einen gewiſſen Theil der Staatseinkünfte von dieſer Volksclaſſe zu erheben, hat man, aller dieſer und andern Gründe ungeachtet, eingewandt, daß es ſchwer und oft unmöglich ſeyn würde, ſie einzuſammeln, und daß es alſo beſſer ſey, den Verſuch aufzugeben. Nach dem Plane, welchen das Parlement für die Erhebung der Einkommentaxe angenommen hat, würde es auch in der That ſchwer und vielleicht un⸗ möglich ſeyn, ſie in dieſer Hinſicht wirklich auszu— führen. Einige wenige in dem ganzen Diſtrikte einer großen Grafſchaft angeſetzte Commiſſarien, ſind für ihr Geſchäft in dieſem Punkte eben ſo wenig hinrei⸗ chend, als ſie es ſehr wahrſcheinlich in andern Stü⸗ — 86— cken ſeyn werden, wenn die ihnen untergebenen Ta⸗ xatoren und Einnehmer nicht zahlreich genug ſind, und mehr Gewalt beſitzen, als es für ſie in irgend einem Falle zuträglich wäre. Wären aber, entweder nach dem von mir vorgeſchlagenen, oder nach irgend einem andern, auf ähnlichen Grundſätzen beruhenden, Plane, für einen jeden Kirchſprengel eigene Taxato⸗ ren angeſetzt, ſo würde jede Schwierigkeit der Art verſchwinden. Die Taxatoren und Einnehmer könn⸗ ten das ganze Geſchäft mit Muße und Bequemlich⸗ keit verrichten, und ſchwerlich würde ihnen dann ir⸗ gend ein erheblicher Theil des ganzen Nationalein⸗ kommens entgehen; dahingegen ſehr zu befürchten iſt, daß ein ſehr großer Theil deſſelben unter allen Stän⸗ den völlig unbekannt bleibt, wenn der jetzige Be⸗ ſteurungsplan beybehalten wird. Werden Parochial⸗ taxatoren mit der Gewalt angeſetzt, in erſter Inſtanz die von jedem Einzelnen zu bezahlende Summe zu beſtimmen, ſo iſt niemand fernerhin genöthigt, ſich ſelbſt zu taxiren, und die ganze Taxe wird nicht nur einträglicher ſeyn, ſondern auch jedermann zufriede⸗ ner machen. Sollen indeſſen nur wenige Commiſſa⸗ rien dazu angeſetzt bleiben, ſo kann ein Verſuch auf die erwähnte Art, von allem und jedem Einkommen eine Steuer zu erheben, keinen Nachtheil veranlaſſen, weil man ſie leicht wieder aufgeben könnte, wenn man ſie nicht zweckmäßig fände. Nach den vorhin angegebenen Beſtimmungen iſt nun das geſammte National⸗Einkommen folgendes: je Eikänſte von derrofttdon derlt Ir Betta dr R. Dw Einbamen de n de iſenliche Vn Gyitclen in Rehſen md 5 Vn häuſen Das Enbnnen de vofcken und and gzeheten Denif Von Canä,? Fiſheryen Einänſte don aus zongen, de it E verden Jom Drtalhandt Nabion Don den im end del ſtecenden 0 don den in in ſecenden Capit da bnthnt der und odere, Ffun jihich d eſtamli Einkänſt un 6 ud man ni de Jehrungin In denen Ta⸗ aug ſind, in irgend entweder ach irgend ruhenden, Taxato⸗ der Art ter könn⸗ zuemlich⸗ dann ir⸗ tionolein⸗ oten iſt, n Stän⸗ ige Be⸗ arochial⸗ Iſſinz imme zu ßigt, ſich nicht nur zufriede⸗ ommiſſa⸗ ſuch auf nkommen ranlaſſen, t, wenn aungell iſt lgundes: Die Einkünfte von Ländereyen 40,000,000 Pf. St. Der Profit von der Landwirthſchaft 35,000,000-— Der Betrag der Zehnten 6 4,000,000-— Das Einkommen von Tapikalien in den öffentlichen Fonds. 17,000,000-- Von Capitalien in Obligationen, Wechſeln und Banken 1 10,000,000-- Von Häuſern AIA an. 3 4,000,000— Das Einkommen der Ärzte, Ad⸗ vokaten und anderer, die einen gelehrten Beruf treiben. 3,000,000-- Von Canälen, Bergwerken und Fiſchereyen. 1 3 5,000,000-- Einkünfte von auswärtigen Beſi⸗ tzungen, die in England verzehrt werden 1 1 5,000,000- Vom Detailhandel der ganzen Nation—. 1. 5,000,000— Von dem im auswärtigen Han⸗ del ſteckenden Capitale 3 12,000,000-- Von dem im inländiſchen Handel ſteckenden Capitale.. 28,000,000-- Die Einkünfte der Fabrikarbeiter und anderer, von 15 bis 60 Pfund jährlich.. 775,000,000 u Ei 00 660 Pf Se So erſtaunlich hoch ſind die jährlichen National⸗ Einkünfte von Großbritannien nie geſchätzt worden, und man wird daher allerdings die Richtigkeit dieſer Rechnung in Zweifel ziehen. Bey einer Materie von ſolchem Umfange findet freylich eigentliche Genauig⸗ keit nicht ſtatt. Allein, ſo hoch auch dieſe Beſtim— mung des Nationaleinkommens wirklich iſt, ſo glaube ich doch, daß, wenn ſie falſch gefunden werden ſollte, der Irrthum darin beſtehen wird, daß ich ſie noch zu niedrig angenommen habe. Wo ich bey den obigen Angaben am meiſten zweifelhaft war, habe ich mich, wie ſchon bemerkt worden, an die Berechnungen des M. Pitt gehalten, der vermuthlich in allem, was ſo⸗ wol den auswärtigen als auch den innern Handel be⸗ trifft, die zuverläſſigſten Nachrichten gehabt hat; und wenn ich die Einkünfte von den Ländereyen weit höher als er annehme, ſo habe ich meine gewiß ſehr erhebli⸗ chen Gründe dafür angegeben. Dieſes iſt auch in der That der einzige Punet, in welchem M. Pitts Be⸗ rechnung unſerer Nationaleinkünfte von der meinigen etwas beträchtlich abweicht; aber ich habe noch zwey Artikel hinzugefügt, welche er ganz und gar nicht mit berechnet hat, das Einkommen von Capitalien in Obli⸗ gationen und andern ſolchen Verſchreibungen, und die Einkünfte derer, welche nach einem Durchſchnitte un⸗ gefähr dreyßig Pfund Sterling einzunehmen haben. Zehn Millionen für das erſte wird man bey un⸗ ſern jetzigen großen Reichthümern wol ſchwerlich für übertrieben halten, und eben ſo wenig wird man die für die letztern angenommene Summe zu hoch fin⸗ den, da hieher eine ſo ſehr große Anzahl Menſchen gerechnet werden muß. Bey dem gegenwärtigen Zuſtande unſers Landes kann man unmöglich glauben, daß dreyßig Pfund Durhſchit ſ Mnug ft. gchöigen. in Milion a! ho hrer alr(in niu lionen ſi übetticben h Vorausgrſe fonokinäinfte de ſen wi nunmehr buden Steuern tog deſſen, na hlhiſf ur ef Hättn wir Lon uf kine2 Etaatsſchud ſey⸗ clenkäften ko⸗ werden, und w gerung, dt ſchulden vollom it ſo beträchtl Plane, Ind mit de gißem Emn dern der Glaat Eum Itur anden derriſm eines nd doe prren ie Jan na! vichen iſe Genauig⸗ Beſtim⸗ ſo glaube den ſollte, e noch zu en obigen ich mich, ngen des was ſo⸗ andel be⸗ hat; und veit höher erhebli⸗ h in der iitts Be⸗ neinigen och zwey nicht mit in Obli⸗ und die nitte un⸗ n haben. bey un⸗ erlich für man die hoch fin Menſchen ers Landes gig Pfund — 89— im Durchſchnitt für das jährliche Einkommen dieſer Claſſe zu viel gerechnet, oder daß die Anzahl aller hieher gehörigen Menſchen von zwey und einer hal⸗ ben Million zu hoch angeſchlagen ſey. Wenn ich al⸗ ſo ihrer aller Einkünfte zuſammen auf fünf und ſie⸗ benzig Millionen berechne, ſo wird man das wol nicht für übertrieben halten können. Vorausgeſetzt, daß die obige Angabe der Na⸗ tionaleinkünfte der Wahrheit nahe komme, ſo müſ⸗ ſen wir nunmehr das Quantum der davon zu erhe⸗ benden Steuern betrachten, oder vielmehr den Be⸗ trag deſſen, was unſere gegenwärtige Lage und Ver⸗ hältniſſe zu erfordern ſcheinen. Hätten wir jetzo Frieden, ſo wäre eine ſolche Taxe auf keine Weiſe drückend, ſo groß auch unſere Staatsſchuld ſeyn mag; von ſo anſehnlichen Natio⸗ naleinkünften könnte ſie dennoch leicht aufgebracht werden, und wäre ſowol für die Bedürfniſſe der Re⸗ gierung, als auch zu den Intereſſen der National⸗ ſchulden vollkommen hinreichend. Dieſes Einkommen iſt ſo beträchtlich, daß nach einem wohlangelegten Plane, und mit gehöriger Rückſicht auf Sparſamkeit die größten Summen davon erhoben werden könnten, deren der Staat ſelbſt in Kriegszeiten bedürfte. Die Summen, deren die Regierung von einer Zeit zur andern bedarf, werden ſich mit den Erfor⸗ derniſſen eines jeden Jahres nothwendig verändern, und das Parlement wird am beſten im Stande ſeyn, die Rata oder die Verhältniſſe zu beſtimmen, nach welchen dieſe Summen von den verſchiedenen Claſſen — 90— des Einkommens erhoben werden müſſen. Dieſer Umſtand iſt für den guten Erfolg des ganzen Plans von großer Wichtigkeit, und muß daher ſorgfältig erwogen werden. Ein Verſuch von auch nur wenig Jahren wird hier, wo ſo ſehr viel Ungewißheit herrſcht, mehr wahre Aufklärung geben, als alle Meinungen, die ſich blos auf Spekulation gründen. Um indeſſen alle meine Ideen vollſtändig darzulegen, und unter der Vorausſetzung, daß das Parlement auch fernerhin verſchiedene Rata nach dem Verhält⸗ niſſe der Einkünfte ſelbſt beybehalten wolle, gebe ich hier die Rata an, welche die verſchiedenen Claſſen wahrſcheinlich leicht und bequem würden tragen kön⸗ nen. Durch dieſe und einige wenige andere Taxen auf Artikeldes Luxus, welche man etwa ſonſt noch beybehalten möchte, könnte es ſchwerlich fehlen, eine Summe zuſammen zu bringen, die, wie ich ſchon be⸗ merkt habe, für alle Bedürfniſſe und Abſichten, wo⸗ für Taxen angeordnet werden, vollkommen hinrei⸗ chend wäre. Ich mache mit der niedrigſten Volkselaſſe den Anfang, derjenigen nämlich, deren jährliche Einkünfte funfzehn bis ſechzig Pfund betragen, und die in ſo fern die niedrigſte, obgleich die Totalſumme ihres Einkommens die höchſte iſt. Von einer Summe von fünf und ſiebenzig Millionen, die wir dafür anneh⸗ men können, müßte es, meiner Meinung nach, nicht ſchwer ſeyn, nach gut eingerichteten Gradationen, ſechs Millionen zu erheben. Bey dem erſten Ver⸗ ſuche dürfte es indeſſen rathſam ſeyn, dieſe Steuer F ur eif ſin M dr funftert 8 7 Glaſſ iſ Der uch de nohunder aht Tif ds Nakiont ihnt echeblie? zwänem Acul hereir Ind jwon Jur Derdo iber die Jwei diſe Eteuer ln ſix zu ajuhen, nach walchen di werden. Ein Vierzeh ſechzig dis inhu von ünhundert ein Eiftel auf fimßejaunder nan ſchon ein g Enkünſte d àu inem Ahte ach änen zm ſeipn, bis de hentz ze von und ded hä uf vierigu ſurfte z bou Dieſer en Plans ſorgfältig ur wenig gewißheit als alle gründen. zulegen, darlement Verhält⸗ gebe ich en Claſſen agen kön⸗ re Taren onſt noch hlen, eine ſchon be⸗ hten, wos en hinrei— laſſe den Einkünfte die in ſo me ihres umme von ür anneh⸗ nach, nict adationen, rſten Ver⸗ ſe Steuer —-— 91— nur auf fünf Millionen einzuſchränken, welches nur der funfzehnte Theil des Totaleinkommens dieſer gan⸗ zen Claſſe iſt. Der nach der vorhergehenden Berechnung auf einhundert acht und ſechzig Millionen ſich belaufende Reſt des Nationaleinkommens, kann im Durchſchnitt, ohne erhebliche Bedrückung für die Beſitzer, füglich zu einem Achtel des Ganzen taxirt werden, und da⸗ her ein und zwanzig Millionen einbringen. Zur Vervollſtändigung deſſen, was ich vorhin über die Zweckmäßigkeit des Plans geſagt habe, dieſe Steuer bey größern Einkünften verhältnißmä⸗ ßig zu erhöhen, ſchlage ich hier einen Plan vor, nach welchem dieſes leicht wird können ausgeführt werden. Ein Vierzehntel lege man auf Einkünfte von ſechzig bis einhundert Pfund; ein Zwölftel, auf die von einhundert bis einhundert und funſzig Pfund; ein Eilftel auf die von einhundert und funfzig bis funfzehnhundert Pfund, bey welcher letztern Summe man ſchon ein Zehntel annehmen könnte. 9 Einkünfte von dreytauſend Pfund könnte man zu einem Achtel taxiren, und ſo müßte dieſe Taxe nach einem zunehmenden leichten Verhälkniſſe immer ſteigen, bis die von zwanzigkauſend Pfund ein Sie⸗ bentel, die von dreyßigtauſend Pfund ein Sechstel, und die der höchſten Claſſe, deren Einkommen ſich auf vierzigtauſend Pfund und darüber beläuft, ein Fünftel zu bezahlen hätten. — 92— Auf dieſe Weiſe wird man offenbar von Groß⸗ pritanniens Nationaleinkünften gar wohl jährlich die Summe von ſechs und zwanzig Millionen aufbrin⸗ gen können, ohne doch irgend eine Claſſe beſonders zu drücken; denn nach dieſem Plane würden alle und jede Einkünfte ohne Unterſchied beſteuert, mit dem ſehr wichtigen Vortheile, daß nur wenig Klagen da⸗ durch veranlaßt werden könnten, weil nun ein jedes Einkommen, von welchem Belange es auch ſeyn mag, gleichförmig beſteuert wäre. Zwar könnte die⸗ ſes alles wol die Wirkung haben, daß die Beſitzer großer Reichthümer eine Zeitlang ein und andere uͤberflüßige Dinge, die ſie bisher hatten, würden entbehren müſſen; aber auch dieſe Unannehmlichkeit müßte großentheils bald verſchwinden, weil, wie ich ſchon bemerkt habe, dieſe Taxe binnen kurzem eine Herabſetzung des Arbeitslohns, und einen geringern Preis aller Conſumtionsartikel zur Folge haben würde. Wäre dieſes aber auch nicht der Fall, und ſoll⸗ ten die Zeitbedürfniſſe auch ſogar noch höhere Bey⸗ träge, als die von mir angegebenen, nothwendig ma⸗ chen; ſo iſt doch gegenwärtig der Reichthum der Na⸗ tion von der Art und die Beeiferung, der Regie⸗ rung die nöthigen Hülfsmittel zu verſchaffen, überall ſo groß, daß ein jeder wohlüberlegte Plan, welchen der Miniſter zu dieſem Endzwecke in Vorſchlag bringt, gewiß eine gute Aufnahme finden wird. Sollte da⸗ her die Erfahrung lehren, daß ein Zehntel des gan⸗ zen Nationaleinkommens nicht hinreicht, ſo darf er ur dd tfrderi ma wid fott töögeſeßt rinich Jene ohnt alei Jhal de käheri winder rürde. fann man! toren kbine Jadul rijt ſů niſem ark ſo durhons der onder We vethäͤtnißnäßic Art ſehſt wide un die nöthiger glicſömiger2 Ee vidd fr de Beſteurung d uen nahm, de ſe vll; vinde trge glichmäß treeicht, daß i toren ſogleich dü Nre, die gnſ ſen, ihn aſo nich vh Von den man, meigem naleinkuftn e rilen zwani on Groß⸗ hrlich die aufbrin⸗ beſonders alle und mit dem gagen da⸗ ein jedes uch ſeyn unte die⸗ Beſitzer d andere würden mlichkeit wie ich hem eine eringern 2 haben und ſoll⸗ ere Bey⸗ dig ma⸗ der Ra⸗ er Regie⸗ , üͤberall welchen a bringt, Zollte das des gan⸗ ſo darf et nur den erforderlichen Theil des Ganzen beſtimmen, und er wird faſt allgemeine Billigung erhalten; vor⸗ ausgeſetzt nämlich, daß, wie es bey einem ſolchen Plane ohne alle Frage geſchehen muß, ein großer Theil der bisherigen Conſumtionstaxen ſogleich ver⸗ mindert würde. Kann man aber in Anſehung dieſer Conſumtions⸗ taxen keine Reduktion bewilligen, und hält man es nicht für rathſam oder ausführbar, die Einkommen⸗ acte ſo durchaus zu verändern, daß auf die eine oder andere Weiſe die ſämmtlichen Nationaleinkünfte verhältnißmäßig beſteuert werden; ſo muß man die Akte ſelbſt widerrufen, und andere Wege einſchlagen, um die nöthigen Bedürfniſſe des Staats auf eine gleichförmigere Art aufzubringen. Es wird freylich immer Leute geben, die gegen die Beſteurung des Einkommens allerley Einwendun⸗ gen machen, die Akte mag abgeändert werden, wie ſie will; würden aber alle Einkünfte von jedem Be⸗ trage gleichmäßig kaxirt, und dadurch der Vortheil erreicht, daß man die beträchtlichſten Conſumtions⸗ taxen ſogleich herabſetzen könnte, ſo würde die An⸗ zahl derer, die ſich darüber beſchweren, gewiß nicht groß ſeyn, ihre Furcht ungegründet erſcheinen, und alſo nicht beachtet werden. Von den ſechs und zwanzig Millionen, welche man, meinem Vorſchlage zufolge, von den Natio⸗ naleinkünften erheben könnte, wird man in Kriegs⸗ zeiten zwanzig Millionen für die Staatsbedürfniſſe rechnen müſſen, ohne diejenigen Taxen mit in An⸗ — 94— ſchlag zu bringen, welche auf Artikel des Luxus noch fernerhin beybehalten werden könnten. Die folgen⸗ den Abſchnitte werden nun einige Vorſchläge enthal⸗ ten, wie man den Reſt zur Erreichung einiger wich⸗ tigen Endzwecke anwenden könne. Dieſes ſind die Betrachtungen, welche ich in der erſten Ausgabe dieſer Abhandlung über eine allge⸗ meine Einkommentare dem Publikum vorzulegen ge⸗ wagt habe, kurz nachdem die erſte Parlementsacte zur Erhebung dieſer Tape angenommen war, und bis jetzt haben weder fernere Aufmerkſamkeit auf die⸗ ſen Gegenſtand, noch das Reſultat der bisherigen Beſteurungsart, ſie mich irrig finden laſſen. Aus Nachgiebigkeit gegen die Abſichten der Ein⸗ kommenakte habe ich dabey als ausgemacht ange⸗ nommen, daß bey einem jeden jährlichen Einkommen zwiſchen ſechzig und zweyhundert Pfund eine gewiſſe Gradation ſtatt finden müſſe, und aus demſelben Grunde habe ich auch behauptet, daß man bey die⸗ ſer Beſteurungsart ſowol für Einkünfte unter ſech⸗ zig Pfund, als auch für die aus den höhern Claſſen, eine gewiſſe Verhältnißſrale annehmen ſollte. Aber, ob ich gleich aus den angezeigten Gründen noch im⸗ mer dafür halte, daß die höchſten Claſſen billig ver⸗ hältnißmäßig mehr, als die geringern, bezahlen müſſen; ſo bin ich doch nie der Meinung geweſen, daß unter den Beyträgen der niedrigern Claſſen des Einkom⸗ mens ſelbſt irgend einiger Unterſchied ſtatt finden ſollte. Selbſt nach den Verbeſſerungen, welche nun⸗ Igo n de li Piihaung, älet m hret gihle Erüunſt ſ het ich nubgſtlſſe fubar kiſſet to fa kmeckt ho hen, warum kii und ſaufig Jfu nan die von ſei nur wit üner ſe gegen die von zwanzig Jfind en deuen ſehr ſe mißges Giomn In der Jhat fat, ſch über die ſt ts de, daen Pfund und ttwe ſe Clſſe der bü übrigen Lapen b ii dau gehürig nühageit ch, nüſſn, ſo hat! zedrück. Man tine ſo goße! dald unde geho tine Hupbezi Qlnn, daß kmr rinand gertz rus noch je folgen⸗ ge enthal⸗ ger wiche h in der ne allge⸗ egen ge⸗ enksacke ar, und auf die⸗ gherigen der Ein⸗ t ange⸗ kommen e gewiſſe demſelben bey die⸗ ter ſech⸗ Claſſen, . Aber, noch im⸗ illig ver⸗ müſſen; aß unter Einkom⸗ att finden — 95— mehro in der Einkommenakte gemacht ſind, witd die Erfohrung, aller Wahrſcheinlichkeit nach, lehren, ei⸗ ner ihrer größten Fehler ſey der, daß darin mäßige Einkünfte ſo hoch beſteuert werden, und andere gänz⸗ lich ausgeſchloſſen ſind, die eine ſolche Taxe doch of⸗ fenbar beſſer tragen könnten. Man hat, wie ich ſchon bemerkt habe, nie einen Grund dafür angege⸗ ben, warum reine Einkünfte von dreyßig, vierzig und ſunfzig Pfund gänzlich eximirt worden, warum man die von ſechzig, ſiebenzig und achtzig Pfund, nur mit einer ſehr unbedeutenden Abgabe, und da⸗ gegen die von zweyhundert mit einer Abgabe von zwanzig Pfund belegt hat;— eine Summe, die al⸗ len denen ſehr ſchwer fallen muß, die auf ein ſo mäßiges Einkommen eingeſchränkt ſind. In der That, wenn irgend eine Claſſe Urſache hat, ſich über die Einkommentaxe zu beſchweren, ſo iſt es die, deren Einkünfte ſich nur auf zweyhundert Pfund und etwas darüber belaufen. Da gerade die⸗ ſe Claſſe der bürgerlichen Geſellſchaft ſchon durch die übrigen Taxen verhältnißmäßig mehr belaſtet iſt, weil die dazu gehörigen Individuen doch, der Landesge⸗ wohnheit nach, einem gewiſſen Range gemäß leben müſſen, ſo hat die Einkommentaxe ſie alle ſehr hart gedrückt. Man kann alſo mit Grunde hoffen, daß eine ſo große und gegründete Beſchwerde möglichſt bald werde gehoben werden; denn es muß allerdings eine Hauptbedingung einer jeden Einkommentaxe ſeyn, daß keiner vor dem andern darunter leide, und niemand gerechte Urſache habe, ſich darüber zu be⸗ — 96— hujln ui klagen. Das iſt aber offenbar der Fall nicht, wenn iim diie Einkünfte von zweyhundert Pfund mit einer ſo ſchwe⸗ 1 7 d ren Abgabe, wie die von zwanzig Pfund belaſtet ſind, V unt 1 und dagegen die von ſechzig Pfund nur zehn Schil⸗ V 6 linge, und alle unter dieſer letzten Summe gar nichts Wacs bezahlen. igdtw Aus welchem Geſichtspunkte man auch dieſen Theil der Akte betrachten mag, ſo ſcheint es doch fuür jedermann bey weitem billiger, wenn ein jedes der rechende Gum iber würden? T f 54 Anderung dari Taxe unterworſene Einkommen mit einer gleich gro⸗ ßen Abgabe belegt wäre, ſehr beträchtliche Einkünfte, vrmvätthe wie ich ſchon erwähnt habe, ausgenommen. Bey i uſon was für Einkünften aber dieſe Erhöhung der Taxe vrij geſud anfangen müßte, iſt ſehr ſchwer und mißlich zu be⸗ V im künnke, Mühe und d ſtimmen, und würde eine ſehr ausführliche Unterſu⸗ chung erfordern; welche dies aber auch ſeyn mögen, fr Eunme ſo wird die Wirkung davon gewiß ſehr befriedi⸗ tn umndte gend ausfallen, weil nun die Taxe ſelbſt nothwendig rietn Jeli bey weitem mehr eintragen wird. Es iſt auch nicht einmal dem Intereſſe irgend einer Claſſe gemäß, von’e do der Bezahlung der Taxen befreyt zu bleiben, wäh⸗ ſf aunj wocj rend andere dadurch zu Boden gedrückt werden. die Kaufleute Ein ſolches Syſtem müßte ſich bald mit dem Ruin mden ſir d der ganzen Nation endigen, und alle Einwohner in dan diſe de ſeine Folgen verwickeln. Damit jedermann leben und tieln aufgt gedeihen könne, muß niemand beeinträchtiget werden, migfihtt, und dann wird auch ein jeder in allen Claſſen beſſer V ganz davon im Stande ſeyn, nicht nur alle ſeine andern noth⸗ des Enbonn wendigen Ausgaben zu beſtreiten, ſondern auch ſei⸗ mnmen; h nen angemeſſenen Theil zu den öffentlichen Laſten zu Rrepen tbe bezah⸗ chk, wenn r ſo ſchwe⸗ (laſtet ſind, zehn Schil⸗ gar nichts uch dieſen t es doch jedes der leich gro⸗ Einkünfte, ſen. Bey der Tare ch zu be⸗ Unterſus n mögen, befriedi⸗ othwendig auch nicht mãß, von en, wäh⸗ werden. dem Ruin wohner in leben und et werden, aſſen beſſer dern noth⸗ n auhj ſei⸗ n Laſten zu bezoh⸗ bezahlen. Unſere National⸗Fonds ſind anjetzt bei weitem Zrößer wie jemals; würde nun die Einkom⸗ menakte ſo abgeändert, daß jedermann ſo viel als möglich nach dem richtigen Verhältniſſe ſeiner Ein⸗ künfte bezahlen müßte, ſo erhielte die Regierung al⸗ ler Wahrſcheinlichkeit nach gewiß eine zur Ausfüh⸗ rung aller nothwendigen Endzwecke vollkommen hin⸗ reichende Summe, ohne daß bedeutende Klagen dar⸗ über würden erhoben werden. Will man aber keine Änderung darin machen, und ſoll die Akte in ihrer gegenwärtigen Geſtalt beybehalten werden, ſo wird ſie, anſtatt der ſechs und zwanzig Millionen, die man, wie ich geſucht habe zu zeigen, leicht dadurch erhal— ten könnte, vermuthlich auch fernerhin mit vieler Mühe und Beſchwerde kaum den vierten Theil die⸗ ſer Summe einbringen, weil ſie, wie man mit gu⸗ tem Grunde annehmen kann, wenig mehr als den vierten Theil des Nationaleinkommens afficirt. Die Form, welche man der Akte gegeben hat, iſt auch noch außerdem zu complicirt. Man hat für die Kaufleute beſondere Commiſſarien angeſetzt, und andere für den Reſt der Nation; man hat, je nach— dem dieſe Taxe von Ländereyen oder von andern Ar⸗ tikeln aufgebracht wird, verſchiedene Hebungsarten eingeführt, und die zahlreichſte Claſſe der Einwohner ganz davon ausgeſchloſſen. Würde dagegen ein je⸗ des Einkommen beſteuert, die allergeringſten ausge⸗ nommen; behielte man bey den Einkünften von Län⸗ dereyen eben daſſelbe Verhältniß bey, wie bey denen G — 98— von andern Arkikeln; machte man in der Art der Hebung keinen Unterſchied zwiſchen Kaufleuten und andern, würden für jede Grafſchaft eine größere An⸗ zahl von Taxatoren angeſetzt, oder irgend ein ande⸗ rer Plan angenommen, wobey die Verheimlichung der Einkünfte beſſer verhütet werden könnte, ſo müß⸗ te das nothwendig die wohlthätigſten Folgen haben. Widrigenfalls wird die Akte, anſtatt ihrer Abſicht zu entſprechen, dem Publikum keinen weſentlichen Vor⸗ theil verſchaffen, weil ein jeder, auf den ſie Einfluß hat, hart dadurch gedrückt wird. Dieſes liegt indeſ⸗ ſen nicht an den Principien ſelbſt, worauf ſie ſich gründet; denn dieſe ſind vielleicht die beſten unter allen, wornach die Revenüen eines Staats aufge⸗ bracht werden können, ſondern in der Vernachläſſi⸗ gung derjenigen Aufmerkſamkeit, welche ein Plan of⸗ fenbar erfodert, der ſelbſt durchaus neu, höchſt wich⸗ tig in ſeinen Wirkungen und von ſehr ausgebreite⸗ tem Einfluſſe iſt. Sind dieſe Betrachtungen gegründet, ſo iſt die Einkommenakte bisher äußerſt partheiiſch und drü⸗ ckend geweſen. Es ſind diejenigen dadurch mit einer ſchweren Abgabe belaſtet worden, die ihre Einkünfte nicht verheimlichen, dahingegen andere, welche ſich ihr nicht unterwerfen wollen, ihre Abſicht ganz oder doch größtentheils erreichen können, hauptſãchlich weil die Commiſſarien, unter deren Aufſicht ſie ſte⸗ hen, nicht zahlreich genug ſind. Bis dahin, daß die⸗ ſer höchſt wichtige Theil der Einkommenakte abgeän⸗ a1un de en rnin ingyiüh äiget da Rrion vo i mn, m 1 um Unfange waden ühich oich wothſen Bllikit die rejſciedenen; n Gkellen die Einwurf vo mon chet den der Conſumte tm, welches mißtees d ſierns geh auf de aden x Man, nie liorsartiel, lch zm Lu aus den uge tn als durd aher billg der Ark der fleuten und größere An⸗ d ein ande⸗ heimlihung le, ſo müß⸗ gen haben, ter Abſicht lichen Vor⸗ ſie Einfluß jegt indeſ⸗ auf ſie ſich iſteen unter ts aufge⸗ rnachläſſi⸗ Plan of⸗ iſt vid⸗ sgebreite⸗ ſo iſt die und drü⸗ mit einer Einkünfte welche ſich ganz oder uptſächlich it ſt ſi n, daß die⸗ dte abgeün⸗ dert und jede andere Taxe auf nothwendige oder all⸗ gemein eingeführte Artikel, entweder beträchtlich her⸗ abgeſetzt oder gänzlich aufgehoben wird, kann die Nation von der Einkommenakte keinen Vortheil zie⸗ hen, und in jedem Diſtrikte werden die lauten Kla⸗ gen darüber fortdauern, die nach jenen Veränderun⸗ gen gewiß ſogleich aufhören würden. Gegen dieſen Plan, das Nationaleinkommen in dem Umfange, welchen er verſtattet, zu beſteuern, werden einige vielleicht einwenden, daß, wenn es auch rathſam ſeyn mag, alle Taxen auf weſentlich nothwendige Artikel herabzuſetzen, oder gar aufzu⸗ heben, man doch wegen ihrer Zweckmäßigkeit und Billigkeit diejenigen beibehalten müßte, die auf die verſchiedenen Zweige des Luxus gelegt ſind. Mehre⸗ re Stellen dieſer Schrift werden zeigen, daß dieſer Einwurf von keiner großen Bedeutung ſey; wollte man aber demungeachtet das Syſtem der Beſteurung der Conſumtionsartikel noch einigermaßen beybehal⸗ ten, welches vermuthlich noch lange geſchehen wird, ſo müßte es doch hauptſächlich nur auf die zum höch⸗ ſten Luxus gehörigen Artikel, und in geringerm Grade auf die andern angewandt werden. Allein der gan⸗ ze Plan, nicht blos wirklich nothwendige Conſum⸗ tionsartikel, ſondern auch ſolche, die man gemeinig⸗ lich zum Luxas rechnet, mit Taxen zu belegen, iſt aus den angeführten Gründen, in allen ſeinen Thei⸗ len als durchaus untauglich zu betrachten, und ſollte daher billig ganz aufgegeben werden. Nähme man G 2 — 100— die Revenüen des ganzen Königreichs in eins zu⸗ ſammen, ließe jedweden einen gewiſſen Theil ſeines reinen Einkommens bezahlen, anſtatt jeden Artikel des täglichen Bedürfniſſes zu beſteuern, wie es ge⸗ genwärtig der Fall iſt, ſo könnte das Ganze mit weit geringern Koſten verwaltet werden, als jetzt zu einem einzelnen Zweige erſorderlich ſind. Die Re— gierung erhielte eben dieſelben Revenüen, die Unter⸗ thanen könnten bequemer und angenehmer wie bis⸗ her leben, und obgleich die Reichen in Anſehung der Equipagen, des Weins, Silbergeräthes, ſchöner Häu⸗ ſer und anderer Dinge mehr, wofür ſie alsdann un- mittelbar nichts mehr zu bezahlen hätten, begünſtigt wären, ſo würden doch Kaufleute, Fabrikanten und andere, an dem Gewinne Theil nehmen. Unter ih⸗ nen allen würde die Conſumtion ſich vermehren, wenn, wie es nicht fehlen könnte, die Preiſe aller dieſer Dinge herabſänken. Den untern Ständen würde die⸗ ſer Plan zugleich eine ſehr weſentliche Erleichterung verſchaffen; alle Taxen, die ſie jetzt bezahlen müſſen, wären aufgehoben, und manche derſelben ſind gewiß ſehr beträchtlich, wenn man ſie mit dem vergleicht, was die Artikel, worauf ſie gelegt ſind, urſprüng⸗ lich koſten. Sehr auffallend würde dieſes vornämlich bey dem Biere ſeyn, welches jetzt durch die darauf gehäuften Taxen, erſt von dem Malze ſelbſt und dann noch von dem daraus gebraueten Biere, in weit hö⸗ herem Preiſe ſteht, als es eigentlich tragen kann. Sehr viele in den untern Ständen ſind deswegen nicht nur eines angenehmen, geſunden und nahrhaften Getränks arit, ondern hrr Geſundhot, ununundi gli ſe Getränt gegn ſnd, u ale vnnd, dc nich ſühagſtdt alf frehel Gebrauf Gczold durn ſe nng engeuſſen; Don diſe Tonſumtonatan diſe Iqen don geich beſten. kicht glauben, dienſt erwarben ¹ degloteun Na gewiſen Unſc neſſten Echwi hen, es andenn denn, wenn di ſe dolga ſi die(liteu ger, Vorſhl fangt ausgef dinnn kuzer Die Aue Tt,K. Wictigkeit n eins zu⸗ cheil ſeines den Artikel wie es ge⸗ Ganze mit als jeßt zu Die Re⸗ die Unter⸗ wie bis⸗ ehung der oͤner Häu⸗ lsdann un⸗ begünſtigt inten und Unter ih⸗ en, wenn, ler dieſer vürde die⸗ leichterung en müſſen, ind gewiß vergleicht, urſprüng⸗ vornämlich die darauf tund dann n weit hö⸗ kann. Eehr n nicht nur — Getränks — 101— beraubt, ſondern ſie werden auch dadurch zu dem, ihrer Geſundheit, ihrer Moralität und ihrem guten Lebenswandel gleich ſchädlichen Genuſſe der ſpirituö⸗ ſen Getränke gezwungen, deſſen Folgen ſo ſchrecklich ſind, und von allen, die ſie kennen, ſo ſehr verabſcheuet werden, daß nichts, als die Unachtſamkeit derer, die ſolchergeſtalt auf eine gewiſſermaßen legale Weiſe den freyen Gebrauch dieſes verderblichen Artikels geſtatten, Schuld daran ſeyn kann, daß derſelbe ſo ſehr unter uns eingeriſſen iſt. Von dieſen und allen andern üblen Folgen der Conſumtionstaxen würde ein wohlangelegter Plan, dieſe Tapen von den Einkommen zu erheben, uns ſo⸗ gleich befreyn. Auch wird die Nation wol nicht leicht glauben, daß diejenigen, welche ſich das Ver⸗ dienſt erwarben, einen von ſo wichtigen Vortheilen begleiteten Plan aufzuſtellen, ihn nur bis zu einem gewiſſen Umfange ausführen, und nachdem ſie die meiſten Schwierigkeiten aus dem Wege geräumt ha⸗ ben, es andern überlaſſen werden, ihn zu vollenden: denn, wenn ein, wahrſcheinlich mit den wohlthätig⸗ ſten Folgen für das ganze Reich begleiteter, und für die Erleichterung der Unterthanen höchſt nothwendi⸗ ger, Vorſchlag nicht ſogleich in ſeinem ganzen Um⸗ fange ausgeführt wird, ſo geſchieht es doch gewiß binnen kurzer Zeit. Die Ausführung eines Plans von einer ſolchen Wichtigkeit und einem ſo großen Umfange, wird al⸗ 1092— lerdings ſehr viel Aufmerkſamkeit, Genauigkeit und Calcul erfordern, aber man hat durchaus keinen Grund an ſeiner völligen Ausführbarkeit zu zweifeln, und man ſollte alſo aus allen den angeführten wich⸗ tigen Räückſichten keine Zeit verlieren, ihn zu beför⸗ dern. Da es nicht nothwendig iſt, den ganzen Plan, oder auch nur einen Theil deſſelben gleich auf einmal ins Werk zu richten, ſo wird man ihn auch in der That, aller Wahrſcheinlichkeit nach, leichter pollenden können, als man anfänglich glauben ſollte. Eine totale und plötzliche Abänderung eines Abga— benſyſtems, welches ſich bisher als einträglich bewie⸗ ſen hat, dürfte leicht gefährlich und alſo nicht anzu⸗ rathen ſeyn, wenigſtens in ſo fern, als man dabey in dem Betrage der erſoderlichen Aufkünfte irren könnte, bis die mit jedem neuen Syſtem gewöhnlich verbundenen Schwierigkeiten aus dem Wege geräumt ſind. Eine allmählige Abänderung wäre aber, al⸗ lem Anſchein nach, weder für die Revenüen des Staats, noch für die Contribuenten gefährlich oder nachtheilig. Wir wollen zum Beyſpiele ſehen, was für Folgen daraus, in Anſehung des Biers, entſtehen würden— eines Artikels, deſſen ich eben Veranlaſſung gehabt habe zu erwähnen. Da der Ertrag der bisherigen Malztaxe und die beſondern Abgaben der Brauer bekannt ſind, ſo würde man vielleicht mit völliger Sicherheit für beydes auf ein⸗ mal ein Aequivalent auf das Nationaleinkommen le⸗ gen können; thäte man dieſes, aber anfänglich blos in Anſehung des Biers, und ließe die Malztaxe ſo 1h h, b n bmne; det Braui hmedt übetzobn, buhga lfnt trmetfer mf; vihtien Vorihel in ügſchoft, 1 md Hoglih n den könnten Aüchis von iiht und ſo hal tine ſp allgenein dn das Sir, in rewihnlche md tnigen Ubermaße dls irgend en en linerſolchen Na „ Genuſſs ſpirituö o longe ober d 9. fes Landes nit Tolt niht mch volen Kraft ben⸗ uner ſeyn nag Dan nn „ 5 dnt und anftnal chorne üeigen Lan nigkeit und aus keinen zu zweifeln, ihrten wich⸗ 1 zu beſör⸗ en ganzen gleich auf nihn auch h, leichter ben ſollte. nes Abga⸗ gich bewie⸗ icht anzu⸗ dan dabey fte irren ewöhnlich egeräumt aber, al⸗ enüen des jrlich oder ele ſehen, des Biers, ich eben Da der beſondern vürde man s auf ein⸗ kommen le⸗ inglih blos Mahtare ſo — 103— wie ſie iſt, ſo erhielte die Regierung eben dieſelbe Summe; der Brauer wäre einer ſehr drückenden Be⸗ ſchwerde überhoben, welcher er ſich jetzt bey der be⸗ ſtändigen Aufmerkſamkeit der Steuerbedienten un⸗ terwerfen muß; und das Publikum erhielte den wichtigen Vortheil, daß mehrere dieſer Bedien⸗ ken abgeſchafft, und alle Arten von Bier wohlfei⸗ ler und zugleich von beſſerer Qualität verkauſt wer⸗ den könnten. Nichts von allem, was die Regierung doch ſo leicht und ſo bald auszuführen im Stande iſt, würde eine ſo allgemeine Zufriedenheit erregen, als dieſes, da das Bier, in der einen oder andern Geſtalt, das gewöhnliche und allgemeine Getränk im ganzen Rei⸗ che, höchſt angenehm für den Gaumen und ſelbſt in einigem Übermaße getrunken, weniger ſchädlich iſt, als irgend ein anderes. Unter mehreren Vortheilen einer ſolchen Maaßregel, wäre die Verminderung des Genuſſes ſpirituöſer Getränke keiner der geringſten. So lange aber das einzige erheiternde Getränk un⸗ ſers Landes mit Abgaben belaſtet iſt, welche das Volk nicht erſchwingen kann, wird jener in ſeiner vollen Kraft beybehalten werden, ſo ſchädlich er auch immer ſeyn mag, Werden nun auf eine ſolche Art alle Revenüen des Staats allmählig auf das Nationaleinkommen ge⸗ legt, und anfänglich nur einige wenige Artikel von den bisherigen Taxen befreyt, ſo kann die Regierung — 194— durchaus keine Gefahr dabey laufen, das Publikum hingegen die wichtigſten Vortheile davon ziehen. Ja, die Regierung könnte ſogar zu dem gegenwär⸗ tigen Syſteme ſogleich wieder zurückkehren, wenn das andere ſich durch die Erfahrung nicht bewährt zeigen ſollte. s Publikum don ziehen. gegenwär⸗ hren, wenn ht bewährt II. Ueber die Nationalſchuld, die Fonds und den Verkauf der Landtaxe. Ne Noton ve Fonde in Ret vir bider ohnt rntethalten und iat inghſchm Studen in mioy, nelce dß bauplſöchi anch äll Lben ind, und ſelch vohner manche d ſch ſoſ h alen, de jem werden alſo n ſen, deß das ſch dahu ang Dalſen deſe ſo ſchal 6 tachtlien 5 NMan 4 I — angeben, wa ſeichen mſets dis bor in lber kin an Waͤre die bisher allgemein herrſchende Meinung gegründet, daß die Größe unſerer Staatsſchuld für die Nation vortheilhaft, und der hohe Preis der Fonds ein Beweis unſers Reichthums iſt; ſo müßten wir beides ohne Zweifel auf alle mögliche Art zu unterhalten und zu befördern ſuchen. Aber man hat jetzt eingeſehen, daß die ungeheure Summe unſerer Schulden ein ſehr großes Uebel iſt, daß ſie jede Ope⸗ ration, welche ſtarke Vorſchüſſe erfodert, hindert, daß hauptſächlich dadurch ſowol das Arbeitslohn als auch alle Lebensbedürfniſſe ſo ſehr im Preiſe erhöhet ſind, und ſolchergeſtalt ein großer Theil der Ein⸗ wohner mancher Bequemlichkeiten beraubt wird, die er ſich ſonſt hätke verſchaffen können. Wenige unter allen, die jemals dieſen Gegenſtand unterſucht haben, werden alſo wol noch an der Nothwendigkeit zwei⸗ ſeln, daß das Vermögen der Nation ſobald als mög⸗ lich dazu angewandt werden müſſe, nicht nur das Wachſen dieſer Schuld zu verhindern, ſondern auch, ſo ſchnell es nur immer geſchehen kann, einen be⸗ trächtlichen Theil derſelben abzubezahlen. Man kann keinen hinreichenden Grund dafür angeben, warum der Stand der Fonds als ein Kenn⸗ zeichen unſers Nationalreichthums anzuſehen ſeyn ſoll. Bis vor kurzem konnte man auch in der That dar⸗ über kein angemeſſenes Urtheil fällen: denn, ſo lan⸗ — roz— ge die Regierung es ihrem Vortheile gemäß glaubte, ſich in Anſehung ihrer Bedürfniſſe gänzlich auf das Syſtem der öffentlichen Fonds zu verlaſſen, war die Gewalt derer, welche mit allen Staats⸗Departe⸗ ments in Verbindung ſtanden, ſo groß, daß die Meinungen der meiſten Menſchen unwiderſtehlich ir⸗ re geleitet werden mußten, zumal, wenn man noch die Machinationen aller derer hinzurechnet, welche bei dem hohen Preiſe der Fonds perſönlich intereſ⸗ ſirt waren. Da nun aber der Glauben einmal im Publiko Wurzel gefaßt hatte, daß unſer Nationalreichthum und unſere Wohlfahrt jederzeit mit dem hohen Preiſe der Fonds in Verbindung ſtünden, und das eine mit dem andern immer ungefähr gleichen Schritt halten müſſe, ſo dürfen wir uns über die lange Dauer die⸗ ſer Täuſchung nicht wundern. Durch eine große Mannichfaltigkeit und Combination von Urſachen, deren Unterſuchung hier unnöthig ſeyn würde, be⸗ fand ſich die Nation lange in einem ununterbroche— nen Zuſtande von Proſperität, welches alle diejeni⸗ gen, deren Vermögen in den Fonds ſteckte, unſerer Nationalſchuld zuzuſchreiben geneigt waren, und den Glauben zu befördern ſuchten, daß dieſe Proſperität ſogleich wieder aufhören müſſe, wenn man zugäbe, daß die Fonds ſänken. Glücklicherweiſe hat endlich die Erfahrung eine der vorigen gerade entgegengeſetzte Meinung beſtä⸗ tigt, welche einige ſchon lange gehegt, aber nur we⸗ nige öffentlich zu behaupten gewagt hatten. Wir ten ul, was t Reglabt hebe niduigſten Stmi fwden hot, nh funde va Vohl vol w Vyſchung N, ſogat ir 6e t(bſ ri Fond, dh die rirzig und ſe nict int dan den, und gli⸗ nige daan ii neht Vermöge ſäben dioct Wir düffn og kommen, da je nalwedchon u dm hohen 9. alts ibiigeg tode in eben velchen die ß ſund näher 1 den tlen in deſes Wett me Geller ditt je man Uüache nellict d iß glaubte, h auf das , war die Departe⸗ , daß die ſtehlich ir⸗ man noch et, welche ch intereſ⸗ n Publiko lreichthum den Preiſe eine mit tt halten auer die— ie große Urſachen, ürde, be⸗ terbroche⸗ ee diejeni⸗ „unſerer und den roſperität m zugäbe, rung eine ung beſtä⸗ ar nur we⸗ ten. Wir — 109— ſehen nun, was man noch vor wenig Jahren ſchwer⸗ lich geglaubt haben würde, daß die Nation bei dem niedrigſten Stande der Fonds, welcher je ſtatt ge⸗ funden hat, nicht blos in einem fortdauernden Zu⸗ ſtande von Wohlſeyn geblieben iſt, ſondern auch, ſo⸗ wol in Anſehung ihrer Manuſakturen als ihres Han⸗ dels, ſogar in einem bis jetzt beiſpielloſen Grade. Es iſt ſelbſt während dieſes niedrigen Standes der Fonds, als die drei Procents zwiſchen ſieben und vierzig und ſechzig hin und herſchwankten, auch nicht eine einzige Klage über Nachtheil erhoben wor⸗ den, und gleichwol werden vermuthlich wol nur we⸗ nige daran zweifeln, daß die ganze Nation jetzt mehr Vermögen beſitzt, wie damals, als eben die⸗ ſelben Stocks zu ſechs und neunzig verkauft wurden. Wir dürfen ſogar hoffen, es werde endlich eine Zeit kommen, da jedermann einſieht, daß unſer Natio⸗ nalreichthum und unſere Proſperität ſo wenig von dem hohen Preiſe der Fonds abhängen, daß, wenn alles übrige gleich iſt, unſer Wohlſtand vielmehr ge⸗ rade in eben dem Verhältniſſe zunehmen wird, in welchem die Fonds herabſinken. Wer je dieſen Gegen⸗ ſtand näher unterſucht hat, wird die Urſachen von dem allen einſehen, und da ſie einen Hauptgegenſtand dieſes Werks ausmachen, ſo wird man ſie an meh⸗ reren Stellen genauer entwickelt finden. Tritt jener Fall wirklich in der Maaße ein, wie man Urſache hat, zu erwarten, ſo wird man es vielleicht dereinſt als eine der glücklichſten Begeben⸗ heiten unſerer Tage anſehen, daß die Regierung an⸗ — 110— gefangen hat ſo zu handeln, als ob ſie einigerma⸗ ßen von der Wahrheit und Trifftigkeit dieſer Mei⸗ nung überzeugt wäre, und dieſes läßt uns mit Grun⸗ de hoffen, daß wir nun um ſo viel geſchwinder zu allen den wichtigen Vortheilen gelangen werden, die, wie man erfahren wird, daraus herfließen. Unſer vorige Miniſter unterſtützte den Plan, einen anſehn⸗ lichen Theil der Staatsbedürfniſſe ohne Hülfe der öffentlichen Fonds aufzubringen, wobei er keine an⸗ dere Abſicht haben konnte, als den Wunſch, die Na⸗ tionalſchuld zu verringern. Er hat das Verdienſt, zu dieſem Zwecke einen Tilgungsfond(sinking fund) nach beſſeren Principien, wie die bisherigen, ange— ordnet zu haben, der nur durch wirkſamere Mittel unterſtützt zu werden brauchte, um die wohlthätig⸗ ſten Wirkungen hervorzubringen, und dieſe Mittel hätten wir ſehr leicht in unſerer Gewalt. Ergreift man dieſe, wie es ohne Zweifel durch einen zweck⸗ mäßigen mit Strenge ausgeführten Plan zur Beſteu⸗ rung des Einkommens geſchehen kann, ſo werden wir bald die Beruhigung haben, unſere National⸗ ſchuld ſchnell abnehmen zu ſehen; die Regierung wird den drückendſten Theil unſerer Taxen aufheben kön⸗ nen, und der niedrige Stand der Fonds wird dem Publikum, anſtatt ihm zu ſchaden, vielmehr von gro— ßem Nutzen ſeyn M. Pitt wagte es indeſſen nicht, auch nur auf die entfernteſte Weiſe die Gründe anzugeben, oder durch Raiſonnement zu unterſtützen, woraus die⸗ ſe Meinung hergeleitet iſt. Er ſchien im Gegentheil ur lhen r griin ſit v uarauf beſtin ſtiin einm Wber wo vor uähſſn gja czahen( fo jiht iberzel unſchen wid niſſds i bald in ge⸗ ten Beſteur Äerführbon and, 1nd E. nehmen, daß richt nur die den auch zuc dchalten Wahrſch daß wenn m fit zocſi r ndlich und a nichen. Na der das Eie ſondern der olen Umſtä ne Wiſe bo e abgleitt Die R nan hoffen einigerma⸗ deſer Mei⸗ mit Grun⸗ hwinder zu erden, die, mn. Unſer en anſehn⸗ Hülfe der keine an⸗ die Na⸗ Terdienſt, ing land) m, ange⸗ e Mittel hlthätig⸗ e Mittel Ergreift en zweck⸗ ar Beſteu⸗ o werden National⸗ ung wird eben kön⸗ wird dem von gro⸗ auch nur anzugeben, oraus die⸗ Gegenthel — 111— den hohen Preis der Fonds als etwas für die ganze Nation ſehr wichtiges zu betrachten, und ließ ſich ſo⸗ gar auf beſtimmte und ſtrenge Maasregeln ein, um ſie in einem hohen Preiſe zu erhalten. Dieſes rührt aber wol vorzüglich blos daher, daß er es nicht für rathſam gehalten hat, das Syſtem der fundirten Schulden(funding system) aufzugeben, und noch nicht überzeugt war, daß, wie man hoffentlich bald einſehen wird, auch ohne jenes die jährlichen Bedürf⸗ niſſe des Staats aufgebracht werden könnten. So⸗ bald ein gehöriger Verſuch mit einer guteingerichte⸗ ten Beſteurung des Einkommens dem Miniſter die Ausführbarkeit der Sache zeigen wird, ſo wird er auch, und wahrſcheinlich nicht eher als dann, wahr⸗ nehmen, daß es für Britannien höchſt wichtig ſey, nicht nur die Nationalſchuld gänzlich zu tilgen, ſon⸗ dern auch zugleich die Fonds im niedrigen Preiſe zu erhalten. Wahrſcheinlich wird man hiegegen einwenden, daß wenn man auch den niedrigen Preis der Fonds für höchſt vortheilhaft anerkennt, es gleichwol un⸗ redlich und alſo unthunlich ſeyn würde, ſich darein zu miſchen. Man kann ſagen, daß, da die Fonds we⸗ der das Eigenthum der Nation, noch der Regierung, ſondern der Gläubiger der Nation ſind, ſie unter allen Umſtänden nachdrücklich beſchützt, und auf kei⸗ ne Weiſe von dem urſprünglich beabſichtigten Zwe⸗ cke abgeleitet werden müſſen. Die Richtigkeit dieſer Bemerkung wird, wie man hoffen und glauben kann, wol nie von denen — 112— beſtritten werden, die an der Spitze der Regierung unſers Landes ſtehen; denn öffentliche Treue und Glauben ſind bisher bei allen Geldverhandlungen des Staats noch immer unverletzt geblieben, und müſſen es auch fernerhin ſtets bleiben. Allein, obgleich je⸗ der redliche Mann der Meinung beiſtimmen wird, daß die Verbindlichkeiten der Regierung in Abſicht auf die regelmäßige Bezahlung der ihren Gläubiger ſchuldigen Zinſen, ſtrenge beobachtet und erfüllt wer⸗ den müſſen, ſo werden doch wol nur wenige behaup⸗ ten, daß ſie auf irgend eine Weiſe verbunden ſey, für den Verluſt einzuſtehen, welcher Einzelne durch ihre Speculationen auf den eventuellen Preis der Fonds leiden; oder daß die Nation irgend einen Plan annehmen oder Maaßregeln ergreifen müſſe, um die Fonds in einem gewiſſen beſtimmten Preiſe, er ſey nun hoch oder niedrig, zu erhalten. Der billigſte, ehrenvolleſte und mit der Würde und dem Charakter einer reichen und mächtigen Na⸗ tion am meiſten übereinſtimmende Plan, würde der ſeyn, wenn die Regierung ſich in die Fonds durch⸗ aus nicht miſchte, ſondern nur regelmäßig die Zin⸗ ſen der Staatsſchuld bezahlte, und in Zukunft nicht anders als al pari, oder nach dem currenten Preiſe die Stocks einkaufte.— Hiervon werde ich aber nachher noch umſtändlicher reden, und will alſo hier erſt die Inconvenienzen angeben und unterſuchen, die nach der Meinung einiger daraus entſtehen müßten, wenn die Nationalſchuld und die damit zuſammen⸗ hän⸗ kagrnen bn ae dohh bete So aro hit vor ki wat kiu un griht Piſhtt hie tine ſe eiiſt iber ſe geluf tit Ar Nalio Malen ihres leitet, diſe alen zu Jale mit einem ber Britannins zu rre ſchr unrie fine Etaatzſch vindung ünee ſet, diſer E den ſe Ih üieſet mnn ſch ben De vun Gh viellict bnd daher tin j gend einem ſchnel ii mi allem Ariten dlen Vehiſe tidr gu r Regierung Treue und dlungen des und müſſen obglich je⸗ nmen wird, in Abſicht Gläubiger erfüllt wer⸗ ge behaup⸗ zunden ſey, zelne durch Preis der end einen fen müſſe, ken Preiſe, der Würde htigen Na⸗ würde der ands durch⸗ g die Zin⸗ kunft nicht enten preiſ de ich aber ·ll alſo hier erſuchen, die en müßten, t zuſammen⸗ hän⸗ hängenden Fonds(funds) entweder gänzlich getilgt oder doch beträchtlich verringert würden. So groß iſt die Macht der Gewohnheit, daß, bis vor kurzem, eine große Menge Menſchen die ſchwere Schuldenlaſt, an welche wir uns nur zu lange gewöhnt haben, für ſo nothwendig zu unſerer Wohlfahrt hielten, daß ſie nicht einſahen, wie wir ohne ſie exiſtiren könnten. Durch die, bey allen über ſie gehäuften Schulden fortdauernde, Proſperi⸗ tät der Nation getäuſcht, überſahen ſie alle andere Quellen ihres Reichthums, und wurden dadurch ver⸗ leitet, dieſe Schulden für eine der wichtigſten unter allen zu halten. Aber hierauf kann man ſehr richtig mit einem berühmten Schriftſteller antworten: daß Britanniens zunehmende Proſperität nicht, wie meh⸗ rere ſehr unrichtig angenommen haben, eine Folge ſeiner Staatsſchulden iſt, ſondern daß es, durch Uber⸗ windung eines jeden daher rührenden Hinderniſ⸗ ſes, dieſer Schulden ungeachtet, ſo blühend gewor⸗ den ſey. In dieſer Hinſicht ſcheint es mit ganzen Natio⸗ nen ſich eben ſo, wie mit Individuen zu verhalten. Die von Schulden herrührenden Verlegenheiten ſind vielleicht beyden gleich nachtheilig, und es ſollte daher eine jede, aus Nothwendigkeit oder aus jr⸗ gend einem andern Grunde, gemachte Schuld ſo ſchnell als möglich wieder abgetragen werden. Denn allem Anſchein nach, würde die Nation offenbar in allen Verbeſſerungen ſchneller weiter gekommen und in jeder Rückſicht mächtiger geweſen ſeyn, wenn nie 5 — 114— Schulden für ſie gemacht worden wären, und ſo iſt ſie auch genau in dem Verhältniſſe der Größe dieſer Schulden in der Anwendung der Mittel eingeſchränkt geweſen, ihren eigenen Grund und Boden zu ver⸗ beſſern, der einzigen unvergänglichen Quelle des Reichthums, der Macht und der Sicherheit einer Na⸗ tion, wie an verſchiedenen Stellen dieſes Werks um⸗ ſtändlicher gezeigt werden ſoll. Manche wiederum ſind der Meinung, daß der Einfluß der Fonds ſehr groß ſey, um der Regierung Stärke und Nachdruck zu verſchaffen; ſie ſetzen da— bey voraus, daß ſie dazu dienen, die Anhänglichkeit und den Patriotismus derer zu erhalten, welche ihr Vermögen darin angelegt haben Aber ohne Aus⸗ nahme zugegeben, daß alle, deren Eigenthum in den Fonds ſteckt, wirklich wünſchen, die Regierung zu unterſtützen und zu unterhalten; ſo müſſen doch die⸗ jenigen, welche hierauf einen ſo großen Werth legen, ſich erinnern, daß nur wenige aus dieſem Bewe⸗ gungsgrunde dabey intereſſirt ſind, die Fonds auf⸗ recht zu erhalten, und daß dagegen die Anzahl derer ſehr groß ſey, deren Intereſſe es zuverläſſig erfodert, daß ſie auf immer aufgehoben oder vernichtet wer⸗ den. Ein jeder, der zur Abtragung der jährlichen Zinſen unſerer Nationalſchuld Taxen bezahlen muß, wird ohne Zweifel wünſchen, daß eine ſolche Schuld nie exiſtirt hätte, und wenn die Bezahlung dieſer Zinſen gar ſchwierig iſt, ſo wird die Stärke der Re⸗ gierung dadurch geſchwächt und nicht vermehrt wer⸗ den. Denn, nothwendig muß die Anhänglichkeit des⸗ 1 Theib te bey mn geingſte Ir zcim, bi t ondr ſe tr indin kar ds iſt ni tt, deß diſe vecbunden ſi Gchwietizbite Pönäpien w wie vormols bejaupke, d hitt werden ſ den vöglihen gen zuvorzuko t auch gewi nut immer i ten, wuͤched gen der At den ſöhern puntt denken Menmg ſgn hitt wedden haben: demn da de Schu Ehre ud G noch all i in, Unter den erhiel. 1, und ſo iſt Größe dieſer eingeſchränkt oden zu ver⸗ Quele des eit einer Na⸗ Werks um⸗ ig, daß der Regierung ie ſetzen da⸗ nhänglichkeit welche ihr ohne Aus⸗ zum in den gierung zu doch die⸗ Jerth legen, jeſem Bewe⸗ Fonds auf⸗ Anzahl derer ſig erfodert, rnichtet wer⸗ er jährlichen zahlen muß, ſolche Schuhd hlung diſer arke der Ne⸗ ermehrt wer: glihkeit des⸗ — 115— ſenigen Theils der Ration gegen ſie abnehmen, der, ohne bey den Fonds intereſſirt zu ſeyn, und ohne den geringſten Theil ſeines Vermögens darin angelegt zu haben, blos deshalb mit Taxen beſchwert wird, da⸗ mit andere ſtarke Annuitäten erhalten, die, ſo viel er einſehen kann, nie ein Ende nehmen werden. Es iſt nicht genug, wenn man hierauf antwor⸗ tet, daß dieſe Schuld rechtmäßig iſt, und daß wir verbunden ſind, uns den dadurch entſtandenen Schwierigkeiten zu unterwerfen. Die ſpekulativen Prinripien unſerer Zeiten ſind von ganz anderer Art, wie vormals, und haben ſchon manchen bewogen zu behaupten, daß dieſe Schuld niemals hätte contra⸗ hirt werden ſollen. Da es nun zuverläͤſſig beſſer iſt, den möglichen zerſtörenden Folgen ſolcher Meinun⸗ gen zuvorzukommen, als ſie blos zu entfernen; ſo iſt es auch gewiß beſſer für die Regierung, ſo viel es nur immer in ihrer Macht ſteht, die Übel zu verhü⸗ ten, welche daraus entſtehen könnten, wenn Meinun⸗ gen der Art unterhalten und verbreitet werden. In den höhern Ständen mag man zwar über dieſen Punkt denken, wie man will, und ſo beſtimmt der Meinung ſeyn, daß dieſe Schuld nicht hätte contra⸗ hirt werden ſollen; das wird weiter keinen Nachtheil haben: denn dieſe begreifen gewiß ſehr wohl, daß, da die Schuld einmal gemacht und ſanctionirt iſt, Ehre und Gerechtigkeit die Nation auch verbinden, nach allen ihren Kraͤften die Bedingungen zu erfül— len, unter welchen ſie das Geld von ihren Gläubi⸗ gern erhielt; aber man ſollte nicht vergeſſen, daß H 2 —-— 116 nur wenige aufgeklärt genug ſind, um ſo zu raiſon⸗ niren, und ein ſehr großer Theil der übrigen, viel⸗ leicht Neun Zehntel des Ganzen, nicht. Dieſe Betrach⸗ tung iſt von nicht geringer Wichtigkeit bey allem, was die Ruhe und Sicherheit des Reichs ſo nahe und ſo weſentlich angeht. Mehrere ſind auch der Meinung geweſen, daß Großbritannien von den anſehnlichen Summen be⸗ trächtliche Vortheile ziehe, welche andere Nationen alle Jahre in unſern öffentlichen Fonds anlegen und befürchten, daß uns dieſe würden entzogen werden, wenn in der Leitung der Fonds irgend eine weſent⸗ liche Veränderung vorgenommen würde. Aber es iſt ſehr wahrſcheinlich, daß das von Fremden in unſern Fonds angelegte Geld uns vielmehr einen ſehr bedeu⸗ tenden Schaden zufüge, als daß es uns nütze, und daß die Größe dieſes Schadens ſich völlig eben ſo verhalte, wie die Summen, welche wir von ihnen in der Abſicht empfangen. Bliebe das Geld, welches wir auf ſolche Art er⸗ halten, beſtändig in unſerm Lande, ſo würde uns das weniger nachtheilig ſeyn; aber wenn man zu dem Verluſte, den alle Nationen bekanntlich durch die Überſendung der Zinſen für das von Fremden ge⸗ borgte Geld, jedes Jahr erleiden, noch den Nachtheil hinzurechnet, der für uns, als eine handelnde Na⸗ tion, daraus entſteht, wenn die anſehnlichſten erborg⸗ ten Summen oft plötzlich, und meiſtentheils, wenn es am nachtheiligſten fuͤr uns iſt, wieder zurückgefodert werden, ſo iſt der Schaden, welchem wir möglicher giſt ſhon r beteächlü aber ebe rähen vit! farbar gen 62 p Wenn nul Ih. 7 diejenigen, ve ewähntm Ur owol, ab Inſer und zu konnen wir m ſätzen, und n dee Geldrets dn denen So da an ſie we ſo zu raiſon⸗ übrigen, viel⸗ Deeſe Betrach⸗ it bey allem, eichs ſo nahe geweſen, daß Summen be⸗ dere Nakionen anlegen und ogen werden, eine weſent⸗ Aber es iſt in in unſern ſehr bedeu⸗ nüße, und lig eben ſo dou ihnen in olche Act er⸗ würde uns un man zu antlich durch Fremden ge⸗ den Nachtheil undelnde Na⸗ hſten erborg⸗ äils, wenn 46 urückgefoderk dir mögliher 117— Weiſe ſchon allein dadurch ausgeſetzt ſind, gewiß ſehr beträchtlich. 2 Aber eben wegen des unmittelbaren Verluſtes, welchen wir durch dieſe Art Handel leiden, iſt es of⸗ fenbar gegen unſer Intereſſe, ihn zu befördern. Wenn man ihn bisher verſtattet hat, ſo iſt dieſes in der That blos aus Mangel an Achtſamkeit auf ſeine Folgen geſchehen. Wir können uns leicht denken, daß Auswärtige nie in unſer oder in ein anderes Land Geld ſchicken werden, wenn ſie nicht ihren ſehr guten Vortheil dabey finden, und man kann mit Fug und Recht vorausſetzen, daß uns dieſes in eben dem Maaße nachtheilig, in welchem es für ſie vor⸗ theilhaft iſt. Auf die eine oder andere Art müſſen diejenigen, welche borgen, immer alle Unkoſten be⸗ n, die bey ſolchen Verhandlungen vorfallen; und ſo müſſen auch wir, ohne den aus den vorhin erwähnten Urſachen im Verlaufe dieſes Handels für Britannien entſtehenden Verluſt zu rechnen, noch für das Riſico und die Transportkoſten des Geldes ſowol, als auch für die jährliche Überſendung der Zinſen und zuletzt des Capitals ſelbſt, bezahlen; ſonſt können wir uns ſicher darauf verlaſſen, daß uns in jener Abſicht kein Geld zugeſchickt werden wird. Aus dieſem Geſichtspunkte betrachtet, handeln Fremde mit uns, als einer Ration, genau nach eben den Grund⸗ ſätzen, und nach denſelben Bewegungsgründen, wis die Geldwechsler im Privatleben, welche täglich von denen Vortheil ziehen, die ſich des Geldes we⸗ gen an ſie wenden und ihnen große Vortheile, ente — 118— weder als übermäßige Zinſen, oder unter einer an⸗ dern gleich nachtheiligen Form, anzubieten gezwun⸗ gen ſind. Deſſen ungeachtet war der Einfluß der öffentlichen Meinung über dieſen Punkt ſo täuſchend, daß nur wenige an dem anſehnlichen Vortheil zweifelten, wel⸗ chen Britannien auf ſolche Weiſe durch das fremde Geld erhielte, vorzüglich weil, wie ſie ſich einbilde⸗ ten, unſer Handel und unſere Manufakturen dadurch aufgemuntert würden. Sie ſetzen dabey voraus, daß der dadurch erhaltene Gewinn allezeit bey weitem mehr betrage, als wir je für das Geld bezahlen müſſen. Man könnte hierauf antworten, daß die Sicher⸗ heit ſolcher Fabriken und eines Handels, die beyde von geborgtem Gelde abhängen, nur ſehr ſchwach gegründet iſt, daß ſie nirgend lange in blühendem Zuſtande blieben, wo dieſes der Fall war, und daß folglich unſere Sicherheit um deſto größer iſt, je eher wir ſolchen ſchwachen Häülfsmitteln entſagen können. Wenn man aber die Frage; ob es rathſam ſey, un⸗ ſern Handel und unſere Fabriken von dem in fremden Ländern geborgten Gelde abhängig zu machen? ge⸗ nauer unterſucht, ſo erhellet deutlich, daß, wenn ſie wirklich in irgend einem beträchtlichen Grade davon abhingen, dieſes, weit entfernt uns nützlich zu ſeyn, vielmehr ſo verderbliche Folgen nach ſich ziehen wür⸗ de, daß unſer ganzer Nationalreichthum ſchwerlich zureichen dürfte, ſie zu ertragen, Di Sum Fnälchen als nünderich dillicht umm m Durdiſte un, ſ An Et.b pfär aneh in andere lä Pwührlchen ch üiner ſoh vohhwendig, vortheihoft Natonaſchul bin, cbgleic ſzen, dr I venn füt die tllehenn 6 nijechah L rigſten unter dng bicher vir es rich Mllianen au viſen Nui Gegenthell teluchte M jg Nlione vortheihaf nen, wache enſelben S ker einer an⸗ eten gezwun⸗ eer öffentlichen nd, daß nuͤr eifelten, wel⸗ das fremde ſich einbilde⸗ uren dadurch bey voraus, t bey weitem geld bezahlen die Eicher⸗ „ die beyde ir ſchwach blühendem r, und daß r iſt, je eher ggen können. um ſey, un⸗ in fremden nachen? ge— a, wenn ſie Hrade davon lich zu ſon, ziehen wür⸗ mn ſchwerlch — 119— Die Summe des in den Brittiſchen Fonds be⸗ findlichen auswärtigen Geldes muß natürlich ſehr veränderlich ſeyn, und einem Privatmanne iſt es vielleicht unmöglich, dieſe Summen auch nur einmal im Durchſchnitt anzugeben. Einige haben angenom⸗ men, daß ſie nicht weniger als vierzig Millionen Pfund St. betrage; wir wollen aber nur die Hälfte dafür annehmen, und eine Million für die jährlich in andere Länder zu verſchickende Summe, als die gewöhnlichen Rata der Intereſſen. Haben wir nun bey einer ſolchen Gumme wirklich Vortheil, ſo folgt nothwendig, daß es in eben demſelben Verhältniſſe vortheilhaft für uns wäre, wenn wir unſere ganze Nationalſchuld von Auswärtigen geborgt hätten. Al⸗ lein, obgleich andere Hülfsquellen uns in den Stand ſetzen, den Verluſt zu ertragen, der daraus entſteht, wenn für die Zinſen des uns von andern Nationen geliehenen Geldes jährlich eine Million Pfund St. außerhalb Landes geht; ſo müſſen doch ſelbſt die eif⸗ rigſten unter denen, die eine ſolche Art von Verbin⸗ dung bisher für vortheilhaft hielten, einſehen, daß wir es nicht einmal wagen därften, nur ſechzehn Millionen aus dem Lande zu ſchicken, ohne einen ge⸗ wiſſen National⸗Bankerott herbeyzuführen. Das Gegentheil müßte aber erfolgen, wenn die hier un⸗ terſuchte Meinung gegründet wäre; denn ſind zwan⸗ zig Millionen fremden bey uns deponirten Geldes vortheilhaft für uns, ſo muſſen die größten Sum⸗ men, welche fremde Länder uns zuſchicken mögen, in demſelben Verhältniſſe vortheilhaft für uns ſeyn. 120— In keiner Rückſicht können jemals, weder die Regierungen, noch die von ihnen beherrſchten Län⸗ der dabey gewinnen, wenn ſie Geld leihen; wenn aber die Nothwendigkeit ſie dazu zwingt, ſo müſſen ſie es lieber im Lande ſelbſt von reichen Particuliers zu erhalten ſuchen, als ſich deshalb an Auswärtige wenden. Da nun Großbritannien mehr Geld beſitzt, als irgend ein anderes Land in Europa, ſo laßt uns doch lieber von unſern eigenen und nicht von fremden Capitaliſten borgen, wenn wir ja unglückli⸗ cher Weiſe noch immer borgen müſſen. Es iſt, in Wahrheit, ſo offenbar Britanniens eigener Vortheil, ausſchließlich ſelbſt die Sununen herbeyzuſchaffen, de⸗ ren die Regierung bedarf, daß man alle Auswärtige, nach Verlauf einer ihnen billig dazu einzuräumenden Zeit, nöthigen ſollte, ihre in unſern Fonds befindli⸗ chen Capitalien herauszuziehen. Diejenigen, welche bisher gewohnt waren, ihr Geld in den Fonds anzulegen, haben ſich zu der Be⸗ ſorgniß verleiten laſſen, daß ſie keinen Gebrauch da⸗ von zu machen wiſſen würden, wenn die National⸗ ſchuld jemals bezahlt werden ſollte; ſie begreifen nicht, wie dieſe große der Regierung geliehene Maſſe Gel⸗ des ſonſt angewandt werden könnte. Viele haben ſogar geglaubt, daß, wenn ſie jemals, gezwungen wären, ihre in den Fonds befindlichen Capitalien zu⸗ rück zu empfangen, dieſe ſehr oft aus Mangel an Nachfrage müßig im Kaſten cwürden liegen bleiben. Aber das wäre zuverläßig der Fall nicht: Ein beträchtlicher Theil unſers Rationalvermögens wür⸗ 4 gcben, ſükt, ud mn und dum uch daß 1 ttrode ſh mner gſhe In Sl giionen in beſern Em Preihet de ints jiden Ardann lä ſachung, d drn, und a bit und Ei müen Anli in Künigrit dn ſad, we lch utzoge den hohen gierung, w nüßte. Denn enmal ſo u noch immer Pfcht, der der dan ſ defür dnte Jiſen ni het ſeine , weder die rrſchten Län⸗ eihen; wenn t, ſo müſſen Particuliers Auswärtige Geld beſitt, pa, ſo laßt d nicht von a unglückli⸗ Es iſt, in eer Vortheil, ſchaffen, de⸗ luswärtige, räumenden s befindli⸗ waren, ihr zu der Be⸗ ebrauch da⸗ National⸗ reifen nicht, Maſſe Gel⸗ Viele haben gezwungen apitalien zu⸗ Mangel al en bleiben. nicht Ein ägens wüt⸗ — 121— de bleiben, wo er jetzt iſt, zerſtreut in jedem Di⸗ ſtrikte, und diente da dem Ackerbau, den Manufaktu⸗ ren und dem Handel zur Unterſtützung. Hiezu kommt noch, daß am Ende alles Geld, welches wir beſitzen, gerade ſo gebraucht werden würde, wie es eigentlich immer geſchehen ſollte. Anſtatt daß jetzt große Sum⸗ men bis zu mehreren Millionen immer zu Speku⸗ lationen in den Fonds bereit liegen, würde alles zu beſſern Endzwecken, zur Erweiterung eines jeden Zweiges der Nationalinduſtrie und zur Beförderung eines jeden nützlichen Plans angewandt werden. Alsdann kämen auch die Capitaliſten ſelten in Ver⸗ ſuchung, das ausgeliehene Geld wieder zurück zu fo⸗ dern, und alle Geſchäfte würden dadurch an Feſtig⸗ keit und Sicherheit gewinnen; dahingegen bey jeder neuen Anleihe der Handel und die Fabriken des gan⸗ zen Königreichs bis auf den Grund erſchüttert wor⸗ den ſind, wenn ihnen ungeheure Summen nur plötz⸗ lich entzogen wurden, blos in der Abſicht, um an den hohen Prämien Theil zu haben, welche die Re⸗ gierung, wenn ſie in Verlegenheit war, bewilligen mußte. Wenn das baare Geld der Nation auch noch einmal ſo viel wie jetzt betrüge, ſo würde es den⸗ noch immer geſucht werden, einzig und allein in der Abſicht, den Grund und Boden damit zu verbeſſern, der dann ſelbſt wieder zur vollkommenſten Sicherheit dafür diente. Wer ſich aber mit den gewöhnlichen Zinſen nicht begnügen wollte, hätte allezeit Gelegen⸗ heit, ſeine Capitalien bey einer von den Handels⸗ oder — 122— Manufaktur⸗Compagnien anzubringen, die jetzt im ganzen Königreiche zerſtreut ſind. Es läßt ſich auf mehrerley Weiſe zeigen, daß es der Vervollkommnung und den Fortſchritten Groß⸗ britanniens höchſt ſchädlich geweſen iſt, die Staats⸗ bedürfniſſe durch das Syſtem der fundirten Schulden aufzubringen; aber in keinem Stücke zeigt ſich dieſes auffallender, als darin, daß durch den Einfluß dieſes Syſtems, das Nationalvermögen der Verbeſſerung des Bodens, den Fabriken und dem Handel entzogen worden iſt, und ſo lange man jenes beybehält, ihnen immer wind entzogen werden— den einzigen Endzwe⸗ cken, wozu es eigentlich immer gebraucht werden ſoll⸗ te, und die zugleich der Regierung hinlängliche Unter⸗ ſtützung und Sicherheit gegen Invaſionen von außen gewähren. Statt deſſen iſt es nun ſehr unglückli⸗ cher Weiſe zu den unnützeſten und verderblichſten Abſichten, wozu das Geld nur immer dienen kann, gemißbraucht, und der Geiſt der Spielſucht und der Verſchwendung dadurch bey der Nation genährt wor⸗ den, wie das durch die großen Summen, welche glückliche Abentheurer häufig bey den Fonds gewan⸗ nen, zuverläſſig in einem ſehr hohen Grade geſche⸗ hen iſt. Aus dieſen und mehrern andern Gründen ge⸗ ſteht faſt jedermann, der die Sache unterſucht hat, jetzt ein, daß wir große Urſache haben es zu be⸗ dauern, daß das Syſtem der fundirten Schulden je⸗ mals angenommen wurde. Aber unſer Bedauern über die verkehrte Anwendung des Nationalvermö⸗ s, wormn ulß loch 1 Dickung er ſerung” Acerbaus V enn vunnge üliſt Wäre ongenommn uß, ohne d mier wach dölig tben und doß, I keinen nigli Eummen jü ongewwondk n uuch de 5 längſt mehr dn bettoge Ma jaupten, à nndetn nüß vundert dun ſems gic äls den Äh ſer Vohlſ Eriſn⸗ geſ Daeni teilung d nennt, bo ie jetzt im en, daß es jtten Groß⸗ die Staats⸗ Schulden ſich dieſes ffluß dieſes erbeſſerung lentzogen aält, ihnen n Endzwe⸗ erden ſoll⸗ he Unter⸗ on außen unglückli⸗ eblichſten nen kann, t und der rährt wor⸗ n, welche s gewan⸗ de geſche⸗ ünden ge⸗ erſucht hat, es zu be⸗ ſchulden jer Bedauern onalbermö⸗ — 123— gens, woran jenes Syſtem hauptſächlich ſchuld iſt, muß noch zehnfältig größer werden, wenn man die Wirkung erwägt, welche es auf jede nützliche Ver⸗ beſſerung und vorzüglich auf die Beförderung des Ackerbaues gehabt hat;— einer Kunſt, die allen übri⸗ gen vorangehen, und welche eine jede Regierung ſorgfältigſt beſchützen und aufmuntern ſollte. Wäre das Syſtem der fundirten Schulden nie angenommen worden, ſo iſt es ſehr wahrſcheinlich, daß, ohne den Druck einer ſo großen Schuldenlaſt, unter welcher wir jetzt ſeufzen, alle unſere Kriege völlig eben ſo gut hätten geführt werden können; und daß, wenn nun alle dieſe beträchtlichen, zu gar keinem nützlichen Endzwecke in den Fonds angelegten Summen jährlich zur Verbeſſerung der Ländereyen angewandt wären, ſowol unſere Landesprodukte, als auch die Bevölkerung von Großbritanniem ſchon längſt mehr als noch einmal ſo viel wie jetzt wür⸗ den betragen haben. Man kann in der That mit vollem Rechte be⸗ haupten, daß unſere Fortſchritte in dieſen und allen andern nützlichen Dingen nun mehr als ein Jahr⸗ hundert durch den Einfluß dieſes unglücklichen Sy⸗ ſtems zurückgeſetzt ſind, welches man in Wahrheit als den Abgrund unſers Nationalreichthums und un⸗ ſers Wohlſtandes betrachten muß, ſo Hnge man ſeine Exiſtenz geſtattet. Diejenigen, welche bey ihrer Anſicht und Beur⸗ theilung deſſen, was man Vermögen und Reichthum nennt, blos auf Geld ſehen und auf den äußern — 124— Schein von Wohlſland, den der Überfluß des Gel⸗ des allezeit hervorbringt, ſetzen dieſen Betrachtungen gewöhnlich entgegen, daß ſie nothwendig falſch ſeyn müſſen, weil ſich Großbritannien jetzt und ſchon ſeit langer Zeit in einem ſehr blühenden Zuſtande befin⸗ det, und daß alſo weder unſereigroße Schuldenmaſſe, noch die Fonds, weil ſie angeblich das National⸗ vermögen an ſich ziehen, nachtheilig geweſen ſeyn können. 1 Dieſe Art zug raiſonniren, wobey eigentlich der ſtreitige Punkt ſchon als ausgemacht angenommen wird, kann indeſſen in dieſem Falle wol keine nä⸗ here Prüfung aushalten. Durch die glückliche Con⸗ currenz mehrerer Urſachen, wovon einige vorhin ſchon angegeben ſind, iſt unſer Land ohne Zweifel zu einem ſo ausnehmenden Grade von Wohlſtande gelangt, daß alle benachbarte Nationen mit Neid darauf blicken. Aber weil unſere Situation, in Ver⸗ gleichung mit andern, gut iſt, ſo berechtigt uns das doch nicht zu behaupten, daß ſie nicht noch beſſer ſeyn würde, wenn jene Fonds und andere in unſerer Gewalt befindlichen Hülfsmittel auf eine andere Weiſe wären angewandt worden. Mit eben dem Rechte könnte ein Landmann, der ſein Eigenthum bey wei⸗ tem mehr, als ſeine Vorfahren, verbeſſert und den Ertrag ſeines Guts auf die Hälfte deſſen, was er ein⸗ bringen kann, gebracht hätte, auch behaupten, daß, weil er jetzt bequemer, als ſeine Vorgänger, und ſelbſt als alle ſeine Nachbaren, leben könnte, er nun genug gethan habe und ſich um weitere Verbeſſerun⸗ iick gobritonn jm meht ge⸗ et ds M Dit ſin ni vit rijige ſer Zevoll eres Terit orn Annd nie gegenwi ren könnte, ſat jehige: afordeuüihen tehalen, mü wenden, vnd ril enjalkn, Tortheik, di douf zu verwe wir ſi glic ſnd, wi da deſen Gege dieleiht ſche chtahn Joh lonen fir i lnem Dut ds finf Jahn, de Ein trvige ſeer Lage gen, daß 1 3 des Gel⸗ rachtungen falſch ſeyn ſchon ſeit ande befin⸗ lldenmaſſe, National⸗ veſen ſeyn intlich der genommen keine nä⸗ liche Con⸗ e vorhin e Hweifel ohlſtande nit Reid „in Ver⸗ t uns das noch beſſer in unſerer dere Weiſe em Rechte bey wei⸗ t und den vas er ein⸗ pien, daß ager, und te, er nun zerbeſſerun⸗ gen nicht zu bekümmern brauche; und wahrlich, Großbritannien iſt gerade in dieſer Lage. Wir ha⸗ ben mehr gethan, als irgend einer unſerer Nachbarn; aber es bleibt noch unendlich viel zu thun übrig. Wir ſind reich an baarem Gelde, aber ſehr arm an weit wichtigern Artikeln; nicht allein in Hinſicht un⸗ ſerer Bevölkerung, wenn wir ſie mit der Größe un⸗ ſeres Territoriums vergleichen, welches bey einer an⸗ dern Anwendung unſerer Hülfsmittel beſſer dreyßig, wie gegenwärtig zwölf Millionen Menſchen ernäh⸗ ren könnte, ſondern auch in Anſehung der für un⸗ ſere jetzige Bevölkerung zu ihrer Subſiſtenz durchaus erforderlichen Quantität von Getreide. Um dieſe zu erhalten, müſſen wir uns alle Jahre an Ausländer wenden, und können wirklich oft nicht einmal ſo viel erhalten, wie wir brauchen, ungeachtet aller Vortheile, die wir durch die Bereitſchaft großer dar⸗ auf zu verwendender Summen Geldes beſitzen, und ob wir ſie gleich zur See hinlänglich zu ſichern im Stande ſind, wie das gegenwärtig pffenbar der Fall iſt. Wer dieſen Gegenſtand nicht näher unterſucht hat, wird vielleicht ſchwerlich glauben, daß wir in dieſen ſetzten achtzehn Jahren im Durchſchnitt jedes Jahr drey Mil⸗ lionen für eingeführtes Getreide bezahlt haben; nach einem Durchſchnitte von ſechs Jahren, jährlich mehr als fünf Millionen, und in dem jetzt laufenden Jahre, die enorme Summe von zwölf Nilllionen! Ein trauriges Gemälde, in jeder Rückſicht, von un⸗ ſerer Lage in dieſem Punkte, zumal wenn wir erwä⸗ gen, daß wir einſt zu einer gewiſſen Zeit von an⸗ — 126— dern Ländern jährlich eine große Summe Geldes für ausgeführtes Getreide erhielten. Dieſe Veränderung der Umſtände iſt dem Charakter der Nation ſo nach⸗ theilig, und wird wahrſcheinlich auf unſere innere Ruhe und Sicherheit einen ſolchen Einfluß haben, daß die Regierung, ohne Zeitverluſt, jedes nur mög⸗ liche Mittel ergreifen ſollte, ihr mit Beſtimmtheit und Nachdruck entgegen zu wirken Nur diejenigen Länder ſind glücklich und ſicher in dem Beſitze ihrer Reichthü⸗ mer, in denen, durch eine zweckmäßige Anwendung ihrer National⸗Fonds, der Ackerbau auf der höchſten Spitze der Voll⸗ kommenheit ſteht, deren er fähig iſt. Eine ſtarke Bevölkerung wird dadurch befördert, und dem Volke Uberfluß an allen Nothwendigkeiten des Le⸗ bens geſichert, und ehe das nicht in Großbritannien Statt findet, ſind wir nicht berechtigt zu ſagen, daß wir reich ſind. Hamburg iſt reich, Amſterdam und Venedig waren beyde reich— an Geld, aber nicht in Anſehung jener Quelle von einzig wahrem Reich⸗ thum und Glück, dem, von ihrem eigenen Vol⸗ ke, auf ihren eigenen Feldern gewonnenen Überfluſſe an Lebensbedürfniſſen. Hamburg hängt, in Anſehung der eigentlichen Mittel zu ſeiner Exiſtenz, wie einſt Venedig und Amſterdam, von andern ab, und würde, wie wir alle vormals geſehen haben, bey der erſten Erſcheinung eines Feindes, wahrſchein⸗ lich gleich wieder fallen. Ein ſolcher Vorfall hat ſich nie in einem Lande ereignet, und wird auch ſchwer⸗ th jmul d nn Üühmm mn vir be dalke ſede dſp zu 1 wedr, da bagztit paden audh nuſſe kicl dn ſo fe deſe Unabhe Nalionen, ſren Lul aufbieten, u tigen. Der doch grißtent zu befärchten Geite, kane De Derſuh groß, daß ſen Thel de den wie da rer. Gith und höcſſt lihem Nuh nen Jlan Staabſthul fugleih de unſerer Me auch dem 1 Geldes füͤr eränderung on ſo nach⸗ iſere innere luß haben, 3 nur mög⸗ zmtheit und gluͤcklich deichthü⸗ Kmäßige nds, der er Voll⸗ iſt. Eine und dem des Le⸗ vritannien agen, daß erdom und aber nicht rem Reich⸗ nen Vol⸗ ewonnenen urg hängt, ner Eriſtenz, andern ab, hen haben, wahrſchein⸗ fall hut ſch auch ſchhwel⸗ 127 lich jemals darin Statt finden, deſſen Einwohner je⸗ nen kühnen und unerſchrockenen Charakter beſitzen, den wir bey einem hauptſächlich Ackerbau treibenden Volke jederzeit antreffen. Ein ſolcher Charakter ſollte alſo zu allen Zeiten bey unſerm Landvolke erweckt werden, da er nicht nur mit dem Geiſte der Unab⸗ hängigkeit übereinſtimmt, mit welchem ſie aufwachſen, ſondern auch weil er dem ganzen Reiche die vollkom⸗ menſte Sicherheit verſchaffen würde. In ſo fern alſo dieſe Art von Reichthum, und dieſe Unabhängigkeit unſerer Subſiſtenz von andern Nationen, wünſchenswerth ſind, ſollte ein jeder, der ſeinem Vaterlande wohl will, alle ſeine Kräfte dazu aufbieten, unſere Nationalſchuld möglichſt ſchnell zu tilgen. Denn ehe dieſes nicht entweder ganz oder doch größtentheils geſchehen iſt, wird auch, wie ſehr zu befürchten iſt, in unſerer Situation, von dieſer Seite, keine erhebliche Veränderung Statt finden. Die Verſuchung, in den Fonds zu ſpeculiren, iſt ſo groß, daß ſie wahrſcheinlich noch immer einen gro⸗ ßen Theil des Rationalvermögens an ſich ziehen wer⸗ den, wie das bis jetzt unglücklicher Weiſe der Fall war. Sieht man nun aber ein, daß die Aufnahme und höchſte Verbeſſerung unſers Landes von weſent⸗ lichem Nutzen ſey, ſo müßte man auch ſogleich ei⸗ nen Plan annehmen, wodurch nicht nur unſere Staatsſchuld endlich getilgt, ihr ferneres Anwachſen zugleich verhütet, und jährlich, ſo viel nur immer in unſerer Macht ſteht, abbezahlt, ſondern wodurch auch dem unter allen Ständen allgemein eingeriſſe⸗ — 128— nen Hange, in den Fonds zu ſpeculiren, ein Ende gemacht würde. Bis dahin müſſen alle Verbeſſerun⸗ gen eines jeden Zweiges der Landwirthſchaft nur Aangſam und ſchläfrig von ſtatten gehen, oder auch vielleicht gar auf demſelben Punkte ſtehen bleiben, wie ſie es wirklich jetzt zu thun ſcheinen; denn ſo reich auch die Nation ſeyn mag, ſo werden doch ſchwerlich auf den Ackerbau jemals größere Capita⸗ lien verwandt werden, ehe nicht dieſer, einen großen Theil derſelben verſchlingende, Strudel gänzlich ge⸗ hemmt iſt. Denn es können, wie ich in der folgen⸗ den Abhandlung zu zeigen ſuchen werde, keine bedeu⸗ tende landwirthſchaftliche Verbeſſerungen Statt fin⸗ den, ehe man nicht große Capitalien ausdrücklich in dieſer Abſicht darauf verwendet. Wollte man die Nationalſchuld auf einmal be⸗ deutend vermindern, ſo erfoderte dieſes eine ſo hohe allgemeine Beſteurung, daß dieſe wenigſtens wäh⸗ rend des Krieges, nothwendig mancherlei Nachtheil haben würde. Denn bei der Rückkehr des Friedens wäre es, wie man füglich glauben darf, der Regie⸗ rung leicht möglich, alle Jahre einen großen Theil derſelben abzubezahlen. Aber ſelbſt während der Fortdaner des Krieges könnte dennoch gar wol der Tilgungsfond(sinking fund) alle Jahre mit einer anſehnlichen Summe vermehrt, und dadurch zugleich das llebel ſelbſt ſehr beträchtlich vermindert werden.) Die Summe, welche gegenwärtig auf den Til⸗ gungsfond verwandt wird, beträgt jährlich mehr als vier Millionen. Durch eine guteingerichtete Ta⸗ re 4 6 J p tif des ni äls der pzüih ſch g Mülen nuch ünt 3 mehnt, 1 n n Kcie n dine ho benden Jent ünr fabem Gtocs unſe rerehn l de drii Proce ung ſit tine n j 3 ſm in won de durc in dhaltenden— ahn zu b i, ein Ende Verbeſſerun⸗ thſchaft nur „oder auch hen bleiben, 1; denn ſo werden doch jere Capita⸗ nen großen 2 gänzlich ge⸗ der folgen⸗ keine bedeu⸗ Gtatt fin⸗ rücklich in inmal be⸗ e ſo hohe iens wäh⸗ Nachtheil s Friedens der Regie⸗ sßen Theil hrend der ar wol der e mit einer ich zugleich ert werden. uf den Lil⸗ hrlich nehr iichtete To⸗ pe 129— re auf das Nationaleinkommen könnte man aber, wie aus der vorhergehenden Abhandlung erhellet, jährlich ſechs und zwanzig Millionen erhalten. Zwan⸗ zig Millionen, einige Conſumtionstaxen, die wol noch eine Zeitlang müſſen beibehalten werden, dazu gexechnek, ſind vermuthlich zu den jährlichen Ausga⸗ ben in Kriegszeiten hinreichend; werden nun zwei und eine halbe Million für einen nachher anzuge⸗ benden Zweck abgerechnet, und der Reſt von drei und einer halben Million zu dem Tilgungsfond geſchla⸗ gen, der folglich nun in Allem ungefähr acht Mil⸗ lionen betrüge, ſo könnte durch den Ankauf der Stocks unſere Nationalſchuld jährlich um beinahe vierzehn Millionen verringert werden, wenn man die drei Procent Stocks al pari oder zu ſechzig Pro⸗ cent rechnet, oder auch ſo, daß die von der Regie⸗ rung für eine jede Artie dieſer Stocks bezahlten Zin⸗ ſen in zwanzig Jahren den Kaufpreis wieder eine bringen.(at twenty years purchase). Auf dieſe Art würde, ſelbſt während des Krie⸗ ges, ein ſehr anſehnlicher Theil unſerer Schulden in Jahren bezahlt, zumal wenn man noch die wenig Zinſen der jährlich angekauften Summen ſich anhäu⸗ fen ließe, wie es bisher mit dem Tilgungsfond ge⸗ ſchehen iſt Aber es dürfte wohl die Frage der ernſt⸗ hafteſten Unterſuchung von Seiten der Regierung werth ſeyn, in wie fern es nicht etwa beſſer wäre, die durch einen ſchnellern Anwachs jenes Fonds zu erhaltenden Vortheile, wenigſtens auf einige Jahre, fahren zu laſſen, und dagegen ſogleich ohne den ge⸗ J — 130— ringſten Aufſchub die drückendſten unſerer isherigen Taxen herabzuſetzen oder aufzuheben, anſtatt die Zin— ſen der zurückgekauften Schulden zu dem Tilgungs⸗ fond zu ſchlagen. Hierher gehören zuvörderſt, ihrer höchſt ſchädlichen Folgen wegen, alle ſolche Taxen, die den Fortſchritten des Ackerbaues hinderlich ſind, wie die Taxe auf Malz, Ale, die zur Landwirthſchaft nö⸗ thigen Pferde und Wagen, auf Eiſen, Leder und an⸗ dere zum Ackergeräthe erforderliche Artikel; die Taxe auf Salz und alle ſalzige Subſtanzen, die ſonſt ſtatt des Düngers gebraucht werden könnten; hiernächſt folgen alle ſolche Taxen, wodurch die gewöhnlichen Conſumtionsartikel über den Preis geſteigert werden, welchen die mittlern Stände dafür bezahlen können, worunter die Taxen auf Wein, Thee, Zucker und Fenſter jetzt vielleicht die wichtigſten ſind. Man kann zwar hiegegen einwenden, daß, da dieſe letztern keine nothwendige ſondern bloß Artikel des Luxus ſind, ja keine Taxe zweckmäßiger ſeyn könne. Allein, obgleich dieſes, ſo lange die jetzige Methode, von Conſumtionsartikeln Taxen zu erhe⸗ ben, beibehalten wird, in einem gewiſſen Verſtande richtig ſeyn mag; ſo iſt es doch einleuchtend, daß es auch zu weit getrieben werden könne, wie man dann mit gutem Grunde annehmen kann, daß das gegen⸗ wärtig ſowol bei allen dieſen als auch bei andern Ar⸗ tikeln mit unſern Taxen der Fall iſt. Würde der Tilgungsfond bis auf acht Millio⸗ nen vermehrt, und auf dieſe Art verwandt, ſo könn⸗ ten jährlich für viermal hunderttauſend Pfund von gfan ebi lihterung, nſo gooß, den Nlan Ennkomme voch iim 3 1 ſle e penn mar Gände pe alk aüjenig bonzüglih bieher ver ben, vürd tn, vie ſe man ihnen es nur irger K auch die lon zur h Koſten des Jahre mehr lite alzutta ger als einem wel dieſe ſon ket, auf de gegenwärti und(rerge Dnndet Elhgungein Loen 3u ber veniger Jai ſer isherigen iſtatt die Zin⸗ em Tlgungs örderſt, ihrer he Taxen, die ich ſind, wie irthſchaft nö⸗ ſeder und an⸗ el; die Taxe je ſonſt ſtatt ; hiernächſt gewöhnlichen gert werden, len konnen, Zucker und , daß, da bloß Artikel äßiger ſeyn he die jeßige een zu erhe⸗ Verſtande end, daß es je man dann das gegen⸗ ei andern Ar acht Nlloe ndt, o ünn= Pfund von unſern jetzigen Taxen aufgehoben werden, und die Er⸗ leichterung, welche alle Claſſen dadurch erhielten, wä⸗ re ſo groß, daß die ganze Nation gewiß mit Freuden den Plan aufnähme, alle künftige Steuern auf das Einkommen zu legen. Wollte man aber auch etwa noch eine Zeitlang den Tilgungsfond nicht vergrößern, ſo hätte es doch gewiß die wohlthätigſten Folgen, wenn man ihn auf dieſe Weiſe verwendete. Alle Stände wären dadurch erfreut und befriedigt; aber alle diejenigen, deren Einkommen nur mäßig iſt, und vorzüglich ſolche, die von kleinen Renten leben, und bisher verhältnißmäßig mehr als andere gelitten ha⸗ ben, würden dadurch eine ſolche Erleichterung erhal⸗ ten, wie ſie ſie bis jetzt vielleicht nicht erwarten, die man ihnen aber zu verſchaffen ſchuldig iſt, ſobald es nur irgend geſchehen kann In der That ſcheint es auch die bloße Gerechtigkeit der jetzigen Genera⸗ tion zur Pflicht zu machen, nicht nur die jährlichen Koſten des Krieges zu bezahlen, ſondern auch alle Jahre mehrere Millionen von der großen Schulden⸗ laſt abzutragen, die ſich unglücklicher Weiſe ſeit län⸗ ger als einem Jahrhundert immer mehr angehäuft hat, weil dieſe ſonſt, von den zerſtöhrendſten Folgen beglei⸗ tet, auf die Nachkommen übergehen würde, wenn die gegenwärtige Generation mit weniger Patriotismus und Energie handelte. Wendete man auch nur die Zinſen des jetzigen Tilgungsfonds gehörig dazu an, unſere bisherigen Taxen zu vermindern, ſo würden ſich in dem Verlaufe weniger Jahre die wohlthätigſten Wirkungen davon 2 zeigen; alle Conſumtionsartikel würden im Preiſe fal⸗ len, folglich unſere Fabrikwaaren wohlfeiler verkauft werden körnen, mithin ſowol im Lande ſelbſt als auch auswärts mehr Nachfrage darnach ſeyn. Mit der größern Wohlfeilheit der Lebensmittel nähme auch die Bevölkerung zu, und man verhütete zugleich dieſe zahlreichen Auswanderungen, welche nur noch vor wenig Jahren höchſt bedenklich zu werden anfingen, und vermuthlich nur durch den über faſt ganz Europa mehr oder weniger verbreiteten Krieg einen temporä⸗ ren Stoß erhielten. Man hat zwar den von den Eigenthümern ſeit einigen Jahren auf ihre Ländereien gelegten hohen Pachtzins als die Haupturſache dieſer Auswanderun⸗ gen angegeben; aber woher rührte denn dieſer? Von dem Hauptgrunde aller Beſchwerden in unſerm Lan⸗ de, den hohen Preiſen aller Conſumtionsartikel und jeder Art des Arbeitslohns. Dazu haben nun freilich mehrere Urſachen beigetragen, aber unſere ungeheure Nationalſchuld hat gewiß keinen unbeträchtlichen An⸗ theil daran, es ſey nun wegen der Schwierigkeit, wel⸗ che die Bezahlung hoher Taxen allezeit mit ſich führt, und wodurch jedermann gezwungen wird, ſeine Waa⸗ re zu dem allerhöchſten Preiſe zu verkaufen; oder auch weil dadurch die im ganzen Königreiche circulirende Geldmaſſe, wie es ſeit vielen Jahren geſchehen iſt, ei⸗ nen ſo unmäßigen Zuwachs erhalten hat. Durch dieſes letztere vorzüglich ſcheint unſere Na⸗ tionalſchuld den Preis eines jeden Dinges, das in Großbritannien gekauft und verkauft wird, in die Hö⸗ Pgeiicen z Aurh del viches tägjc l de Ralo dn Bangüi in di ktll ümiſge Narker gel, drr i N kuimäan den, wüſſen enne geche bewiten püi èr vornefmſ V Konn ſo gut n Triſe geſ Lanbbeſiz mm Hit zu oder binetw dem Triſſe ttſächung n denn, wihe haben in Ued leben, fnde Ländereien b ten gu leben, vie aſſ die. V geſelſchet ſe bhet ſih i utt Vor f in Preiſe fab⸗ ſeiht verkauft ſelbſt als auch on. Mit der ihme auch die zugleich dieſe nur noch vor den anfingen, ganz Europa en temporä⸗ tthümern ſeit egten Hohen swanderun⸗ ieſer? Von nſerm Lan⸗ artikel und nun freilich re ungeheure htlichen An⸗ erigkeit, wel⸗ it ſich führt, „ſeine Waa⸗ n; oder auch e circulirende hehen iſt, i⸗ t unſete Ju⸗ nges, das in e, indie ho⸗ he getrieben zu haben, und in ſo fern auch ein Han⸗ del durch die Uebertragung der Stocks geſchloſſen wird, welches täglich bis zu erſtaunlichen Summen geſchieht, iſt die Nationalſchuld jetzt wirklich an die Stelle der von Banquiers ausgeſtellten Wechſel, und ſogar auch an die Stelle des Goldes und Silbers getreten. Die übermäßige Summe der hiezu dienenden Stocks muß auf Märkten aller Art große Wirkungen hervorbrin⸗ gen; denn in dem Umfange, in welchem die Stocks bei kaufmänniſchen Verhandlungen gebraucht wer⸗ den, müſſen ſie in der That eben das bewirken, was eine gleiche Summe in Münze oder in Banknoten bewirken würde, und man kann ſie folglich als eine der vornehmſten Urſachen betrachten, weswegen das Korn, ſo gut wie alle andere Dinge, ſo ſehr bei uns im Preiſe geſtiegen iſt. Landbeſitzer haben alſo eben ſo gut wie andere von Zeit zu Zeit den Pachtzins ihrer Güter erhöhet, aber keinesweges in eben dem Verhältniſſe, wie bei dem Preiſe anderer Artikel. Eine unpartheiiſche Un⸗ terſuchung wird vielmehr das Gegentheil zeigen. Denn, während Kaufleute und Fabrikanten allent⸗ halben in Ueberfluß, Bequemlichkeit und Ueppigkeit leben, finden ſehr viele, deren Eigenthum bloß in Ländereien beſteht, es unmöglich von ihren Einkünf⸗ ten zu leben, und ſind daher tief verſchuldet. So wie alſo die Lage des einen Theils der bürgerlichen Geſellſchaft ſich von Tage zu Tage verbeſſert hat, ſo hat ſich die der Landbeſitzer beträchtlich verſchlim⸗ mert. Vor funfzig oder ſechzig Jahren hielt man die Landeigenthümer nicht nur für die reſpectabelſte Claſſe unter den Einwohnern, ſondern ſie waren auch ohne alle Frage die wohlhabendſten. Jetzt ſind ſie in Rückſicht des Vermögens tief geſunken, und damit muß auch ihr Anſehen bald ſinken, wenn ih— nen nicht geholfen wird. Wer dieſe wichtige Veränderung in der Lage der Landedelleute(country gentleman) nicht genau erwägt, dürfte hierauf antworten, daß vielleicht ein Fehler in ihrer Lebensart daran ſchuld ſey, dem ſie alſo abhelfen müſſen. Aber das iſt ſo wenig allge⸗ mein der Fall, daß ſie, ſelbſt mit der äußerſten Spar⸗ ſamkeit und Sorgfalt, durchaus nicht mehr eben ſo wie vormals leben können. Ihbre Einkünfte ſind zwar geſtiegen, aber nicht in Verhältniß mit den Taxen, womit ſie belaſtet ſind, nicht in Verhältniß mit dem erhöheten Preiſe aller Conſumtionsartikel oder auch mit den ſie allenthalben umgebenden, entweder langſamer von Kaufleuten und Fabrikanten zu Hau⸗ ſe gewonnenen, oder ſchneller aus Oſt⸗ und Weſt⸗ Indien eingeführten großen Reichthümern. Die Fol⸗ ge davon iſt, daß zum großen Nachtheile der Na⸗ tion, eine beträchtliche Anzahl Familien, die ehemals hauptſächlich oder vielleicht ganz auf ihren Gütern lebten, nun nach den Städten ziehen müſſen, wo ſie in ſtiller Eingezogenheit bequemer leben können, und mit den Ausgaben für ihren Lebensunterhalt zugleich ihre Bedeutſamkeit und Rützlichkeit vermindern. Nur eine ſtarke Reduktion unſerer Staatsſchul⸗ den und Verminderung oder gänzliche Aufhebung meh⸗ tt dike wGigndh dlle, au voderblih niſtehel! Liner, un ſcen Deſt rigruich J voravn ſi ſabſtwohnt ten ſeeßt, Anter ung; giſchehen, r dr ähnlchr Dani man zur T. vöchke, eine duch ine zu welhen zuzaufende wil durch ge der Ete me, ſo hn her hinanſt Uunden ſ reſpectabelſte mſie waren r. Jett ſind ſunken, und n, wenn ih⸗ n der Lage nicht genau pielleicht ein ey, dem ſie wenig allge⸗ erſten Gpar⸗ ehr eben ſo ſind zwar den Taxen, ältniß mit rtikel oder , entweder ten zu Hau⸗ und Weſt⸗ . Die Fol⸗ ile der Na⸗ die ehemals hren Gütern iſſen, wo ſie können, und halt zuglech ndern. Stauksſchul⸗ hebung meh⸗ — 135— rerer drückenden Taxen, die bisher ausſchließlich auf das Eigenthum und nicht, wie es ohnd alle Frage ſeyn ſollte, auf das Einkommen gelegt ſind, können die verderblichen Folgen verhüten, welche bald daraus entſtehen werden, wenn dieſe reſpectable Claſſe des gemeinen Weſens gezwungen iſt, ihre Güter zu ver⸗ laſſen, und fremden Händen anzuvertrauen. Um der Ruhe und Sicherheit der Nation willen, und um ein ſo ſchreckliches Unglück zu verhüten, womit andere Länder, und vorzüglich eine der wichtigſten britti⸗ ſchen Beſitzungen, faſt vor unſerer Thüre, das Kö⸗ nigreich Irland, hauptſächlich deswegen heimgeſucht worden ſind, weil die Eigenthümer nicht im Lande ſelbſt wohnten, ſollten wir alles, was in unſern Kräf⸗ ten ſteht, dazu anwenden, die Veranlaſſung dazu unter uns zu entfernen. Und dieſes kann ſehr bald geſchehen, wenn der hier angegebene, oder ein ande⸗ rer ähnlicher Plan ſtandhaft verfolgt wird. Damit dieſer oder irgend ein anderer Plan, den man zur Tilgung der Nationalſchuld etwa vorziehen möchte, einen ununterbrochenen Fortgang habe, muß durch eine Parlamentsacte der Preis beſtimmt werden, zu welchem nachmals alle von der Regierung an⸗ zukaufenden Stocks verkauft werden ſollen. Denn, weil durch die Operation des Plans ſelbſt die Men⸗ ge der Stocks mit jedem Jahre immer mehr abnäh⸗ me, ſo könnte ſonſt leicht der Werth des Reſtes hö⸗ ber hinanſteigen, als der Staat dafür zu bezahlen ver⸗ bunden iſt. — — 136— Die Beſtimmung dieſes Preiſes iſt ſowol für die Stocksbeſitzer, als auch für den Staat von großer Wichtigkeit, und erfodert gewiß eine ſehr ausführliche Unterſuchung. Am wenigſten möchte ſich aber wol gegen den Plan einwenden laſſen, wenn die Regierung in den Stand geſetzt wäre, jede Art Stocks entweder al pari oder zu dem Preiſe anzukaufen, wofür ſie ur⸗ ſprünglich von ihr verkauft worden ſind Dies wäre zwar für manche ſehr vortheilhaft, welche Stocks zu niedrigen Preiſen gekauft haben; allein da jedermann, der genöthigt wird ſein Eigenthum wegzugeben, gut dafür bezahlt werden muß, und es zur Ehre des Na⸗ tional⸗Charakters gereichen würde, die Gläubiger des Staats ſo billig wie möglich zu behandeln, ſo wird man in dieſer Rückſicht eine ſolche Aufopferung wol für nichts mehr als für Schuldigkeit halten. Wenn man es indeſſen für hart hielte, diejenigen, welche Stocks zu hohen Preiſen eingekauft haben, zu zwingen, ſie al pari zu verkaufen, ſo müßte man un⸗ kterſuchen, ob und in wie fern man etwa den Stocks⸗. beſitzern bei allen ihren Verhandlungen mit der Re⸗ gierung das Recht zugeſtehen könnte, jeden Preis, hoch oder niedrig, dafür zu empfangen, welchen ſie ſelbſt wirklich dafür bezahlt haben, ehe ein Geſeßz darüber vorhanden war. Daraus würde dann folgen, daß zwar viele Stocks über das pari, aber auch viele dar⸗ unter würden gekauft werden, ſo daß im Ganzen der Unterſchied zwiſchen beiden Vorſchlägen, in Ruͤckſicht auf die Ausgaben der Regierung, von keinem Belan⸗ ge ſeyn würde. Wa ſ pvide Arten von wehr gen ud ſod jumm vi 7 mntell dos Gan) Rationab al in Rei mongen 0 her großs dntiben; hettächlich hajeiner 1 vie dos ſ eg bevot 8o g ſane äßfent ſeigt, ven lcher Indu in das ſc mach zu Gegentheil befnäͤlchen dern lnte Lengſlüch görochk, ir den Fon wol für die von großer ausfüͤhrliche ch aber wol e Regierung ks entweder vofür ſie ur— Dies wäre Stodks 3u jedermann, geben, gut ree des Ra⸗ Gläubiger ndeln, ſo fopferung en. diejenigen, haben, zu te man un⸗ een Gtocks⸗ it der Re⸗ Preis, hoch en ſie ſelbſt etz darüber olgen, daß h viele dar⸗ Ganzen der in Rückſiht uem Belan⸗ Was für einen Plan man auch annehmen mag, ſo wird er wahrſcheinlich die Wirkung haben, daß alle Arten von Stocks nicht viel über das pari ſteigen, viel⸗ mehr gewöhnlich darunter werden verkauft werden, und ſo der verderbliche Spielgeiſt endlich ganz auf⸗ hören wird, den die hohen Preiſe der Fonds beſtän⸗ dig unterhalten. Eine andere wohlthätige Folge für das Ganze wäre dieſe, daß dann unſer geſammtes Nationalvermögen, wie ich ſchon bemerkt habe, über⸗ all im Reiche zerſtreut, und zu nützlichern Unterneh⸗ mungen angewandt werden würde, anſtatt daß bis⸗ her große Summen deſſelben in einem ſehr unpro⸗ duktiven Zuſtande geblieben ſind, ſo oft man ein beträchtliches Steigen der Fonds oder große Vortheile bei einer Anleihe der Regierung hat erwarten können, wie das ſehr gewöhnlich der Fall iſt, ſobald uns ein Krieg bevorſteht, und auch ſo lange er währt. So geſchieht dann zu der Zeit ſelbſt, wenn un⸗ ſere öffentliche und Privat⸗Verlegenheit aufs höchſte ſteigt, wenn man den Ackerbau und jeden Zweig nütz⸗ licher Induſtrie auf das thätigſte aufmuntern ſollte, um das faſt von jedem Kriege unzertrennliche Unge⸗ mach zu erleichtern, von dem allen gewöhnlich das Gegentheil. Ein großer Theil des im Königreiche befindlichen baaren Geldes wird plötzlich allen an⸗ dern Unternehmungen entriſſen, und mit großer Aengſtlichkeit, Unkoſten und Gefahr nach London gebracht, in der ausdrücklichen Abſicht, um damit in den Fonds zu ſpielen. — 138— Sobald man aber das wahre Intkereſſe der Na⸗ tion in dieſem wichtigen Punkte keunen und einſehen wird, iſt auch zum Glücke ein unmittelbares und ſicheres Hülfsmittel gegen dieſes Uebel in unſerer Gewalt. Die Regierung beſtimme, entweder nach dem von mir angegebenen oder nach einem andern billiger und gerechter ſcheinenden Plane, für ihre künftigen Einkäufe den Preis der Stocks nach denen, welche jetzt verkauft werden müſſen, aber beträchtlich unter dem Preiſe ſtehen, wofür ſie vormals meiſten⸗ theils verkauft worden ſind, und die verderbliche Tendenz unſers Staatsſchulden⸗Syſtems(funding system) iſt großentheils auf einmal vernichtet. Denn wäre erſt ein billiger mäßiger Preis feſtgeſetzt, über welchen die Stocks niemals ſteigen dürften, ſo würde auch mit Speculationen auf ihr eventuelles Steigen nicht viel zu gewinnen ſeyn, und man wür⸗ de künftig nicht, wie bisher, große Summen zu die⸗ ſem verderblichen Handel in Bereitſchaft halten. Jede Nationalverbeſſerung würde dadurch zu⸗ gleich nachdrücklich und unmittelbar befördert, und die aus der Verminderung der Conſumtionstaxen für alle Claſſen entſpringenden Vortheile bald alles über⸗ treffen, was man, dem erſten Anblicke nach, viek⸗ leicht davon erwartet. Die Regierung hat indeſſen das Syſtem der fun⸗ dirten Schulden noch nicht ſo ganz aufgegeben, daß ſie ſo verfahren könnte. Da ſie es nicht wagt, ſich in Anſehung der erfoderlichen Hülfsmittel auf irgend eine andere Quelle durchaus zu verlaſſen, ſo hält ſie G rchimm 1 Einf nackſicht: der Landt deſeben ſahlch 1 rrminder näßig im oun füt IPak ti ſändig wi Berihten, xr viete. d der Ve rigeten wahrſchit verkauft! dad ekünſtelten nn roh ſch zehen vird umn mdeige ihr Gad Eolled ce ſegt werden, b e der Na⸗ d einſehen bares und in unſerer deder nach em andern für ihre ach denen, eträchtlich 3 meiſten⸗ erderbliche (kunding vernichtet, eſtgeſetzt, rften, ſo entuelles nan wür⸗ n zu diee lten. durch zu⸗ dert, und taren für alles über⸗ ach, viel⸗ mder fun⸗ eben, daß wagt, ſic auf icgend ſo halt ſie — 139— es noch immer für nöthig, die Fonds mit ihrem gan⸗ zen Einfluſſe zu unterſtützen. Hauptſächlich in dieſer Rückſicht iſt eine Parlamentsacte über den Verkauf der Landtaxe ausgewürkt worden, und da der Ertrag deſſelben zum Ankaufe von Stocks angewandt, und folglich die Quantität dieſer letztern dadurch gar ſehr vermindert wird, ſo muß nun der Reſt verhältniß⸗ mäßig im Werthe ſteigen. Allein, da man mit gutem Grunde glauben kann, daß dieſer Plan in allen ſeinen Theilen den Fork⸗ ſchritten des Ackerbaues hinderlich, und eben deswe⸗ gen für alle Claſſen nachtheilig iſt; ſo iſt es in der That ein Glück, daß er wol ſchwerlich jemals voll⸗ ſtändig wird ausgeführt werden. Nach den letzten Berichten, die ich davon erhalten habe, ſcheint nicht der vierte Theil der Landtaxe verkauft zu ſeyn, und da der Verkauf derſelben mancherley großen Schwie⸗ rigkeiten unterworfen iſt, ſo iſt es auch eben nicht wahrſcheinlich, daß jemals viel mehr davon wird verkauft werden. Da die Fonds durch dieſen Plan einen höhern erkünſtelten Werth erhalten, und alſo um ſo mehr ei⸗ nen noch größern Theil des Nationalvermögens an ſich ziehen; ſo iſt er dem Publiko gewiß ſchädlich, und wird unmittelbar, und auf mancherlei Weiſe, allen Landeigenthümern nachtheilig werden, die vielleicht ihr Geld auf den Ankauf dieſer Taxe verwenden. Sollte die Quantität der drey Procent⸗Stocks, wel⸗ che jetzt als der Preis dafür feſtgeſetzt ſind, bezahlt werden, ſo wird bei dem ganzen Handel kein Vor⸗ theil herauskommen, ehe dieſe Stocks nicht unter funfzig Procent ſal llen, ſo daß alles, was über funf⸗ zig Prorent dafür bezahlt wird, nebſt den Ausgaben 7 für die Unterhändler(agents) als reiner Verluſt zu betrachten iſt, der durch nichts wieder erſetzt wird. Denn wenn man mit baarem Gelde kaufen will, ſo muß es für den Käuſer eben ſo nachtheilig ſeyn, wenn er höher wie zu fünf Procent(at 20 years urchase) kauft, als es für die Regierung nach⸗ — theilig iſt, wenn ſie nicht mehr als das dafür erhält. Unter ſolchen Umſtänden käme, durch den An⸗ kauf dieſer Taxe, ein ſehr anſehnliches Capital in eine für den Unternehmer höchſt nachtheilige Situa— tion, wofür er keinen angemeffenen Erſatz erhielte. Das darin angelegte Geld wäre zwar nicht ganz verloren, aber man würde es nur ſelten wieder aus dieſer Lage herausziehen können; zugleich erhielte. man nur ſehr geringe Zinſen, beträchtlich weniger als fünf Procent, und das ſogar zu einer Zeit, da man anderswo, bei vollkommner Sicherheit und Ge⸗ wißheit, ſein Geld auf Verlangen wieder bezahlt zu erhalten, viel ſtärkere Zinſen bekommen könnte. Der Nachtheil alſo, ſein Capital zu geringern Intereſſen anzulegen, ohne die Gewißheit, es gleich wieder erhalten zu können, wenn man es vielleicht am nö⸗ thigſten braucht, muß einem jeden in die Augen fallen In dieſer Rückſicht iſt es alſo eben ſo viel, als wenn alle Landeigenthümer gezwungen würden, nicht nur alle Jahre eine ſchwere Abgabe, mehr als alles, verwend ſohſ 1 fnboth verwand oen NV ongebegte rehen de Prn lite de, e n ſchr bod donge af Hie woih net den dmn oder nih deit win den Van icht unter über funfe Ausgaben Verluſt zu ſetzt wird. will, ſo elig ſeyn, 20 yeals ing nach⸗ ir erhält. den An⸗ apital in e Gitua⸗ elhielle. ht ganz der aus erhielte. weniger Zeit, da und Ge⸗ tzohlt zu lte. Der atereſſen h wieder t am nö: he Augen viel, als den, iht als alls, 141 was irgend eine andere Claſſe zu tragen hak, zu be⸗ zahlen, die ſich bisher jährlich auf zwey Millionen beläuft, ſondern auch ein ungeheures Capital von vierzig Millionen auf den Ankauf dieſer Abgabe zu fü fu verwenden, um es in eine für ſie und ihre Familien höchſt nachtheilige Situation zu verſetzen. Denn of⸗ fenbar hat es mit dem auf den Ankauf dieſer Taxe verwandten Gelde nicht, wie einige behauptet haben, eben dieſelbe Bewandniß, wie mit den in Ländereyen angelegten Capitalien. Von dem Werlhe der Lände⸗ reyen kann man erwarken, daß er ſteigen werde, und in ſehr vielen Fällen ſteigt er auch in der That ohne allen Zweifel ſehr beträchtlich, dahingegen die Annuitäten des in den Ankauf der Landkaxe vergra⸗ benen Geldes beſtändig dieſelben bleiben. Wirkliches Landegentun genießt auch gewöhnlich einer gewiſ⸗ ſen Theilnahme und desna welche man bloßen fahren läßt. Rentenbeſitzern nicht wie Ein anderer ſehr wi chu iger Grund, der die Land⸗ eigenthümer von dem Ankaufe dieſer Taxe abhalten muß, iſt der: daß wenn dieſe Taxe aufgehoben wür⸗ de, es wol keinen Zweifel leidet, daß man ihnen ſehr bald eine andere von vermueblich größerm Be⸗ lange auferlegen würde. Hierauf antwortet man zwar, daß immerhin noch mehr Abgaben auf die Ländereyen gelegt wer⸗ den können, die jetzige Taxe mag gekauft werden der nicht. Allein bey der geringſten Aufmerkſam⸗ keit wird man leicht einſehen, daß kein Miniſter den Verſuch wagen wird, eine neue Steuer auf die — 142— Ländereyen zu legen, wenn ſie ſchon mit einer äl⸗ tern ihnen in hohem Grade nachtheiligen Abgabe be⸗ laſtet ſind, wie er es vielleicht thäte, wenn ſie völlig frey wären. Es iſt daher offenbar gegen das Intereſſe der Landeigenthümer, ihre Landtaxe zu kaufen, ſelbſt we⸗ gen der unmittelbaren Wirkung, die ſie in pecuniã⸗ rer Rückſicht haben würde. Auch ſcheint es nicht, daß auf irgend eine Weiſe das, was man das In⸗ tereſſe der Ländereyen nennen könnte, mit dem der Regierung näher zu vereinigen iſt, es geſchehe dann etwa durch ein Verſprechen der Regierung, daß künf⸗ tig ein jedes Landeigenthum nicht anders als nach demſelben Verhältniſſe, wie eine jede andere Art von Einkommen, beſteuert werden ſoll. Geſchieht dieſes, und es wird die jetzige Tare geringer als fünf Procent(20 years purchase) ver⸗ kauft, ſo kann es für ſolche Landeigenthümer, die ſelbſt anſehnliche baare Capitalien beſitzen, vielleicht vortheilhaft ſeyn, ihren Antheil an derſelben zu kan⸗ fen, ſonſt aber würden ſie großen Schaden dabey leiden. Überall wo dieſt Taxe hoch iſt, werden auch der Verbeſſerung des Grund und Bodens durch den Ankauf derſelben große Summen entzogen, und dieſe Maaßregel iſt daher ſo verderblich für die Landbeſi⸗ tzer und ſo nachtheilig für das Publikum, daß man wol nicht daran zweifeln kann, es ſeyen die wahr⸗ ſcheinlich daraus entſpringenden Folgen vorher nicht gehörig erwogen woarden. 1 R kt Vern vendigere ſeurung R. Hitt riht un di Fuft 6 jett n kgend i Inſa Landtare 6 hun aufheben mit alen wütde, wi meßt alg aler Wahr ten läßt, wolle ſch Eine von den wäte dieſe Rgenwätt wehrüch! Werihed wahnet, ein dereyen De Wn Ale Van it einer al⸗ Abgahe be⸗ m ſie völlig intereſſe der , ſelbſt we⸗ in pecunia⸗ t es nicht, n das In⸗ dem der chehe dann daß künf⸗ als nach Art von jge Tare ase) ver⸗ üͤmer, die vielleicht en zu kau⸗ den dabey 7 erden auch durch den , und dieſe te Landbeſt⸗ „daß mall die wahr⸗ vorher niht — 143— Als die Nation noch wenig oder gar kein ande⸗ res Vermögen beſaß, machten die Ländereyen nokh⸗ wendigerweiſe den Hauptgegenſtand einer jeden Be⸗ ſteurung aus. Aber jetzt, da bekanntlich, ſelbſt nach M. Pitts Berechnung, der Ertrag der Ländereyen nicht ein Drittel, und nach der meinigen nicht völlig ein Fünftel des Nationaleinkommens ausmacht, kann es jetzt noch recht und billig ſeyn, ſie weit höher als irgend eine andere Art von Eigenthum zu beſteuern? Anſtatt die Landeigenthümer aufzufodern, ihre Landtaxe zu kaufen, oder zu erwarten, daß andere es thun werden, ſollte man dieſe Taxe billig ſogleich aufheben, und die Einkünfte von den Ländereyen mit allen andern auf gleichen Fuß ſetzen. Dieſes würde, wie man mit völligem Grunde glauben darf, mehr allgemeinen Nutzen ſtiften, wie ſich jemals, aller Wahrſcheinlichkeit nach, von dem Plane erwar⸗ ten läßt, welchen die Regierung jetzt befördern zu wollen ſcheint. Eine gewiſſe Folge einer jeden auſſerordentlichen, von den Landeigenthümern vorgeſchoſſenen Summe wäre dieſe, daß ihre Güter nicht im dem Maaße, wie gegenwärtig geſchieht, würden verbeſſert werden; und wahrlich! vierzig Millionen, blos nach dem reinen Werthe der Landtaxe zu fünf Procent im Ankauf ge⸗ rechnet, ſind eine auſſerordentliche Summe. Der Einfluß, den dieſes wieder auf den Ertrag der Län⸗ dereyen haben muß, bedarf kaum einer Erwähnung. Die Wirkung wäre beydes, ſchnell und allgemein. Alle Verbeſſerungen würden nach dem Verhältniſſe — 144— dieſes Vorſchuſſes vernachläßigt, der Ertrag ſich ver⸗ mindern, und alle Lebensmittel folglich theurer wie bisher werden. Wären Landeigenthümer eben ſo reich wie Kaufleute, Banquiers und Fabrikanten, ſo ließe ſich weniger gegen den Ankauf ihrer Landtaxe einwenden, da ſie in dieſem Falle nicht nur der Re⸗ gierung den Werth derſelben vorſchießen könnten, ſondern auch zu gleicher Zeit noch Geld genug zur Verbeſſerung ihrer Güter übrig behielten. Allein, obgleich einſtmals von mehreren behaup⸗ tet wurde, daß die Landeigenthümer im Ganzen dazu reich genug wären, ſo wußten doch diejenigen, wel⸗ che die eigentliche wahre Lage dieſer Claſſe am beſten kennen konnten, ſchon lange, daß es ſich jetzt durch⸗ aus nicht ſo verhält. Der Erfolg hat dies auch in der That vollkommen beſtätigt; der höhere Ertrag der Taxen von dem vorigen Jahre hat es bewieſen, daß, wie ich in dem Verlaufe dieſer Bemerkungen wiederholt angemerkt habe, der Reichthum der Na⸗ tion jetzt nicht in den Händen der Landbeſitzer iſt. Die Landeigenthümer in ihrer jetzigen Lage nur noch eines anſehnlichen Theils ihres Vermögens zu berauben, in der blos ſpekulativen Abſicht, den öffentlichen Fonds einen erkünſtelten Werth beyzule⸗ gen, da ihre Fonds ohnehin ſchon keinesweges zu der Verbeſſerung ihrer Beſitzungen hinreichen, ſcheint eine ſehr unglückliche und gefährliche Maaßregel zu ſeyn, die man billig nicht ergreifen ſollte. Aber nach reiflicher Unterſuchung iſt offenbar dieſes Ver⸗ fahren zugleich ſo hart, daß vielleicht niemals irgend eine Ilte Elſen mit N nere Ca zufen, we fagen u nicht hich Rr Gun) landeigent in ß ſi Higegr tole kauſen ſebſt thun. kann alein glauben, zu Grade grich jezt durgau luch hale ic in, daß 8 ſen Ged Tare nic feats purch iiger o ſiche duüt, gege noch wünde diſe iche lihket ent kommenſe! allein ſein luyſtal ded zu Re og ſich bet⸗ theurer wie er eben ſo ikanten, ſo er Landtare Ur der Re⸗ n könnten, genug zur en behaup⸗ anzen dazu igen, wel⸗ am beſten eßt durch⸗ auch in e Ertrag bewieſen, nerkungen nder Ra⸗ ſitzer iſt. gen Lage germögens ſicht, den th beyzule ꝛges zu der en, ſcheint aaßregel 1 lte. Aber dieſes Ba⸗ wals icgend eine — 145— eine Claſſe mit einer ſolchen Strenge behandelt wor⸗ den iſt. Mit eben dem Rechte könnte man auch alle andere Claſſen nöthigen, die mancherley Taxen zu kaufen, welche ſie jetzt für ihre Fenſter, Hauſer, Equi⸗ pagen und andere Artikel bezahlen; und ehe dieſes nicht beſchloſſen wird, läßt ſich auch kein hinreichen⸗ der Grund dafür angeben, warum man gerade das Landeigenthum mit einer ſo großen und in ihren Fol⸗ gen ſo höchſt nachtheiligen Strenge behandelt hat. Hiegegen hat man geſagt, daß andere die Land⸗ taxe kaufen werden, wenn es die Eigenthümer nicht ſelbſt thun. Ob dieſes der Fall ſeyn wird oder nicht, kann allein die Zeit lehren; aber man hat Grund zu glauben, daß dieſes nie in einem etwas beträchtlichen Grade geſchehen werde, wie man dann auch bis jetzt durchaus nichts von ſolchen Käufern gehört hat. Auch habe ich ſchon Veranlaſſung gehabt, zu bemer⸗ ken, daß es auf keine Weiſe vortheilhaft ſeyn könne, ſein Geld auf dieſe Art anzulegen, wenn man die Taxe nicht niedriger, als zu fünf Procent(at 20 years purchase) kaufen kann. Das wäre aber, bey einer ſo ſichern und ohne alle Unkoſten gehobenen Re⸗ venüe, gegen das Intereſſe der Regierung, und den⸗ noch würde daraus für diejenigen, die ihr Geld auf dieſe Sicherheit hingeben wollten, manche Unbequem⸗ lichkeit entſtehen. Sie hätten zwar freylich die voll⸗ kommenſte Sicherheit für die Bezahlung der Ziaſen, allein ſie wären durchaus nicht gewiß, jemals ihr Capital wieder zurück erhalten zu können. Wer aber Geld zu belegen wünſcht, verlangt nicht nur hinläng⸗ K — 146— liche Sicherheit für die richtige Bezahlung der Zin⸗ ſen, ſondern er will auch, daß es ihm frey ſtehe, ſein Capital wieder zurück zu nehmen. Das kann aber bey dem auf den Ankauf der Landtaxe ver⸗ wandten Gelde nie der Fall ſeyn; denn weder die Regierung, noch irgend ſonſt jemand wäre jemals verbunden, es wieder zu bezahlen, und ſo iſt es al⸗ ſo bey weitem unbequemer, ſein Geld in dieſer Taxe anzulegen, als es auf gewöhnliche hypothekariſche Sicherheit zu verleihen. Man kann zwar hingegen einwenden, es ſey zu erwarten daß das ſo belegte Geld mit der Zeit eben ſo gut wie jede andere Art Stocks werde können verkauft werden; allein das iſt nicht wahrſcheinlich, weil das Eigenthum in dieſer Verfaſſung ſchwerer als andere Stocks zu behandeln iſt, und wenig oder gar nicht im Preiſe ſteigen oder fallen würde. Ich glaube vielmehr, daß es gewöhn⸗ lich mit Verluſt würde verkauft werden. Denn da die Zinſen nicht in London, noch irgendwo ſonſt als in den Grafſchaften ſelbſt, wo die Capitalien ſtehen, zahlbar ſind; ſo würde daraus bey dem ganzen Ge⸗ ſchäfte ſo viele Unbequemlichkeit entſtehen, daß alle Geldbeſitzer ſchon aus dieſem Grunde allein ſich nicht darauf einlaſſen werden. Es iſt alſo ſehr unwahrſcheinlich, daß jemals eine viel größere Summe von der Landtaxe verkauft werden wird. Der ganze Plan bietet den Landei⸗ genthümern keinen beſondern Vortheil dar, und iſt jedem Einzelnen von ihnen auf mancherley Weiſe nachtheilig. Da er nun auch in einem hohen Grade n Petſc Patum hin nunn iſt; gr dieſet ſh dorc Pen mi, h rekauſt we dij mar Nuülngen d ſchuld wid ches ſouſt! durch wut verden ſolle den vetmä naſe ungef Jocthel bey käuſchend dl Derktahen De bo ſt ein ſow Iunſch ds eäcint nem Mlane liner näß tädhlichen cber, don dafir de Cäaking! nd bf g der Zin⸗ frey ſtehe, das kann andtare ver⸗ i weder die väre jemals ſo iſt es al⸗ dieſer Taxe vothekariſche er hingegen ſo belegke andere Ark lein das iſt in dieſer behandeln eigen oder Bgewöhn⸗ Denn da ſonſt als lien ſtehen, ganzen Ge⸗ , daß alle ſch nih daß ſemals aee verkauſt den Landei⸗ ar, und ſt erley Weiſ ohen Grade — 147— den Fortſchritten des Ackerbaues und der Manu⸗ farturen hinderlich, und für die Capitaliſten unbe⸗ quem iſt; ſo werden, nach gehöriger Erwägung al⸗ ler dieſer Umſtände, wol nur wenige geneigt 4* ſich darauf einzulaſſen. Wenn man aber gleich mit Recht aießeten muß, daß nie ein bedeutender Theil dieſer Taxe wird verkauft werden, ſo iſt es doch nicht wahrſcheinlich, daß weder die Regierung noch das Publikum bey dem Mißlingen dieſes Plans leiden werden. Die National⸗ ſchuld wird nun zwar nicht dadurch vermindert, wel⸗ ches ſonſt wol geſchehen wäre; allein da dies nicht durch neue Fonds oder Hülfsmittel hatte bewirkt werden ſollen, ſondern durch die Veräußerung einer den rechtmäßigen Zinſen der zu verkaufenden Schuld⸗ maſſe ungefähr gleichen Summe, ſo würde aller Vortheil bey dieſer Verhandlung mehr ſcheinbar und täuſchend als wirklich geweſen ſeyn, und alſo kein Vertrauen verdienen. Die baldige Verminderung unſerer Staatsſchuld iſt ein ſo wichtiger Gegenſtand, und ſo ernſtlich der Wunſch des Volks, in jedem Stande der bürgerlichen Geſellſchaft, daß man ſich wahrſcheinlich niemals eis nem Plane widerſetzen wird, durch welchen, binnen einer mäßigen Zeit, jener Zweck in einem irgend be⸗ trächtlichen Grade erreicht werden kann. Kein Plan aber, von welchem ich je gehört habe, gewährt dafür die Gewißheit, als der: den Tilgungsfond (sinking fund) auf das wirkſamſte zu unterſtützen und zu befördern. Der Miniſter hat daher wenig K 2 — 148— oder gar keine Widerſetzung gegen einen jeden gut angelegten Plan zu erwarten, den er dazu in Vor⸗ ſchlag bringen wird; es ſey nun dieſes eine höhere Beſteurung des Einkommens, oder irgend ein ande⸗ res Mittel, das er, nach reiflicher Überlegung, für vorzüglicher halten mag. Soll aber ein Plan für dieſen wichtigen Zweck hinreichende Unterſtützung bey dem Publiko finden, ohne welche kein Finanzplan von Bedeutung jemals gelingen kann; ſo muß er auf einem Grunde beruhen, der weder in den Mit⸗ teln zu ſeiner Ausführung, noch in der davon zu erwartenden Wirkung täuſchend oder zweifelhaft iſt. Würde jetzt ein Plan vorgeſchlagen, aus welchem erhellte, daß im Verlaufe weniger Jahre ein anſehn⸗ licher Theil unſerer Nationalſchuld abbezahlt, und die dadurch gewonnenen Intereſſen alle Jahre dazu angewandt werden ſollten, unſere bisherigen Con⸗ ſumtionstaxen zu vermindern, ſo würde er gewiß all⸗ gemein und in einem jeden Stande auf das wirk⸗ ſamſte unterſtützt werden; denn wirklich ſind in die⸗ ſem wichtigen Punkte alle Claſſen einer und derſelben Meinung. Sie ſind ängſtlich beſorgt für die Erhal⸗ tung einer Conſtitution und einer Regierung, unter welcher ſie und ihre Vorfahren mehr Glück und Si⸗ cherheit genoſſen, als irgend einem andern Volke zu Theil geworden iſt. Sie ſehen, daß ſie durch nichts ſo leicht dieſer großen und weſentlichen Vortheile für ſich und für ihre Nachkommen beraubt werden kön⸗ nen, als durch die üblen Folgen, die, wie ſie fürch⸗ ten, eine zu große Anhäufung der Nationalſchuld ah ſch i rerdindert ſr bieheri nitela ftt nun Jmt niht mn! h Redi dwaufotd hing wn den E und Arme Arpprüche Punkt ahe nan ſch al Diſer Mi de Ghfahre rutglſezt ſ ſi; iſt ehe chen Etcbe lich, und: durch ſeine ſ groß, d wulden, u Zuſſand d genmerk e daß herhät de wol aͤlten dicherhei den geiſt en jeden gut dzu in Vor⸗ eine höhere nd ein andes dlegung, für in Plan für iſtützung bey Finanzplan ſo muß er n den Mit⸗ r davon zu eifelhaft iſt. is welchem in anſehn⸗ ahlt, und ahre dazu igen Con⸗ gewiß all⸗ das wirk⸗ ſind in die⸗ a derſelben die Erhal⸗ ung, unter ſck und Gi⸗ en Volke zu durch nichts zortheile für verden kön⸗ ie ſie fürch⸗ atiouſſcld — 149— nach ſich ziehen wird, wenn man ſie nicht ſchnell vermindert. Und da ſie wiſſen, daß, ungeachtet al⸗ ler bisherigen hohen Taxpen, es ihnen nie an Hülfs⸗ mitteln fehle, die, mit Sparſamkeit angewandt, je⸗ nem Zwecke entſprechen würden; ſo werden ſie dieſe nicht nur mit Freuden hergeben, ſondern unter ſol⸗ chen Bedingungen ſogar wünſchen, daß man ſie da⸗ zu auffordere. Hinge die dauerhafte Sicherheit der Staaten von dem Schutze ab, den ſie durch ſiegreiche Flotten und Armeen erhalten, ſo hätte kein Land größere Anſprüche darauf als Großbrikannien; wer dieſen Punkt aber je ernſthaft unterſucht hat, weiß, daß man ſich auf einen ſolchen Schutz nicht verlaſſen kann. Dieſer Mittel muß man ſich freylich bedienen, um die Gefahren abzuwenden, denen ein jeder Staat ausgeſetzt iſt, wenn auswärtige Feinde ihn angrei— fen; iſt aber dieſe Abſicht erreicht, ſo iſt die zu ſol⸗ chen Etabliſſements erforderliche Ausgabe ſo beträchk⸗ lich, und die Gefahr, welcher die Freyheit des Volks durch ſeine eigenen Flotten und Heere ausgeſetzt iſt, ſo groß, daß ſie gewöhnlich bald wieder aufgehoben werden, und alſo nicht den allgemein gewünſchten Zuſtand von Sicherheit gewähren, der das Hauptau⸗ genmerk einer jeden Regierung ausmachen ſollte. Daß mächtige Kriegsrüſtungen allein keine Si⸗ cherheit verſchaffen, beſtätigt die Geſchichte aller, ſo⸗ wol ältern als neuern, Völker, und gewiß iſt dieſe Sicherheit auch nirgendwo anders zu finden, als in dem Geiſte und in der Entſchloſſenheit eines durch weiſe Geſetze geleiteten Volks, welche allenthalben eeinſtn als die wirkſamſte Schutzwehr, ſowol gegen Angriffe oar doß zn könne von außen, als auch gegen verrätheriſche Anſchläge im innern, betrachtet werden ſollten. Dieſe Bemer⸗ kungen laſſen ſich ganz beſtimmt auf die Lage anwen⸗ Mätel erd 5 dieſe ſid den, in welcher ſich Großbritannien befindet. Es iſt A eine große und fruchtbare Inſel, ſtark bevölkert, im 1us. Beſitze eines unbeſchränkten Handels, blühender Ma⸗ Euiſir nufakturen, und hinlänglich reicher Einwohner— Mhr Vf werden alle dieſe Vorzüge von denen, die an der Spi⸗ e tze der Regierung ſtehen, gehörig gewürdigt, ſo kann( Kunſſa es keine Schwierigkeit haben, allen ihren Bewohnern die vollkommenſte Sicherheit zu verſchaffen, wenn nur der Geiſt und die Energie des Volks dazu auf⸗ ale Corſu ſes nicht von pelche i mm upe gefodert werden, in Zeiten der Gefahr Leben und V idi Manche Eigenthum zu vertheidigen. V dauf u iege unſe Dieſer Geiſt und dieſe Entſchloſſenheit, haben in Großbritannien ſchon lange in einem hohen Grade ſten, Ä8 Statt gefunden, und es giebt, um ſie zu verewigen, Diet) 1 und dadurch unſere Sicherheit dauerhaft zu machen, de nittler kein unfehlbareres Mittel, als wenn alle Einwohner fihler, ve jedes Standes und Nahmens es möglichſt fühlen, rernſache daß ihnen wohl iſt, und daß ſie ſich in einem ſo be⸗ 1 mnd quemen und angenehmen Zuſtande befinden, wie ſie t n ihn in andern Ländern nicht erwarten können. gen nunna Mit völligem Rechte darf man glauben, daß ſegt 3 dieſes gegenwärtig die allgemeine Meinung aller Ein⸗ Lunda di wohner Britanniens ſey, und ſchon ſeit langer Zeit pohen du war; aber die Menſchen ſind mit einer temporären i wigt Sicherbeit nicht zufrieden, wenn ſie dabey nur im Wnrehmlit allenthalben egen Angriffe che Anſchläge Dieſe Bemer⸗ Lage anwen⸗ ndet, Es ſſt devölkert, im ühender Ma⸗ nwohner— an der Epi⸗ gt, ſo kann Bewohnern fen, wenn dazu auf⸗ Leben und „haben in hen Grade verewigen, zu machen, Einwohner hſt fühlen, inem ſo be⸗ en, wie ſie nnen. auben, daß g aller Ein⸗ langer Ret temperären bey uut in — 151— geringſten befürchten müſſen, daß entweder ſie ſelbſt, oder daß folgende Generationen ihrer beraubt wer⸗ den können: ſie wünſchen alſo ſehnlich, daß man Mittel ergreifen möge, ſie dauerhaft zu machen, und dieſe ſind glücklicher Weiſe in unſerer Gewalt. Zur Erreichung dieſer wichtigen Abſicht ſcheint nichts ſo nothwendig, als die Verminderung unſerer Staatsſchuld, und, wie ich ſchon erwähnt habe, die baldige Aufhebung derjenigen Taxen, welche, um die Intereſſen für dieſe Schuld zu bezahlen, bisher auf faſt alle Conſumtionsartikel gelegt ſind. So lange die⸗ ſes nicht geſchehen, oder kein Plan angenommen iſt, von welchem man jenes binnen einem mäßigen Zeit⸗ raum erwarten kann, wird man in der That auch auf manche unſerer Vorzüge und auf die glänzenden Siege unſerer Flotten und Armeen weniger Werth ſetzen, als ſie ſonſt wohl verdienen. Dies muß aber nothwendig der Fall ſeyn, wenn die mittlern Stände der Geſellſchaft den Nachtheil fühlen, welchen ihnen die Ausgaben für dieſe Siege verurſachen, und das werden ſie ohne Zweifel, wenn, bey der Rückkehr des Friedens, alle Conſumtions⸗ artikel in einem Preiſe bleiben, den ſie nicht erſchwin— gen können, und der bey weitem den Preis über⸗ ſteigt, welchen bekanntlich die Bewohner anderer Länder dafür bezahlen. Werden aber die bisherigen hohen Taxen in dem Maaße vermindert, daß dieſe ſehr wichtige Claſſe des gemeinen Weſens ſich der Annehmlichkeiten wieder erfreuen kann, an welche ſie und ihre Vorfahren bisher gewöhnt waren, ſo werden ſie jederzeit und unter allen Umſtänden bereit ſeyn, mit ihrem Leben und ihrem Eigenthume einen jeden vernünftigen Plan der Regierung zu unterſtü⸗ tzen. Da nun aber die Stärke und Feſtigkeit einer jeden Regierung ſich vorzüglich auf dieſe mittlern Stände der bürgerlichen Geſellſchaft gründen, ſo iſt es gewiß höchſt rathſam, daß ſie nicht Gefahr lau— fe, die Anhänglichkeit dieſer Claſſe zu verlieren, oder daß dieſe in einen Zuſtand von geringerer Bedeut⸗ ſamkeit, wie er bis jetzt war, herabſinke. Aus Gründen, welche ich in der vorhergehenden Abhandlung entwickelt habe, wäre es für jetzt nicht zweckmäßig, die untern Stände der Geſellſchaſt von der Bezahlung der Taxen auszuſchließen, da es jetzt nicht anders als mit dem Ruin der ganzen Nation geſchehen könnte; wenn aber, wie es bey gehöriger Sorgfalt und Sparſamkeit von Seiten der Regierung geſchehen kann, ein anſehnlicher Theil der National⸗ ſchuld abgetragen wäre, ſo dürfte es unter ſolchen Umſtänden wohrſcheinlich ſehr vortheilhaft ſeyn, wenn Taglöhner aller Art, und die eigentlichen Ar⸗ beiter in den Fabriken auf einen ſolchen Fuß geſetzt würden, daß ſie den Einfluß der Taxen oder der ge⸗ legentlich hohen Preiſe der Lebensmittel nicht bedeu⸗ tend empfänden; und das, glaube ich, ließe ſich leicht bewerkſtelligen. Ein jeder Plan zur Erreichung dieſes Zweckes würde als Baſis erfordern, daß auf die eine oder aden! zud ddet. mpfingen; nuthmol und dch den ktin Nt. von glt Nrviljen Awbeitlohn ſtelt werd ſehr lecht ſem Laud nit Rcht zufalenden gabe hentra liger dazu won ſäbſſt Dan und Hand derer zudri ſe ii Dro ehieim, ſoyn, ſih ihr Lohn für lchen Artikl i Esi by den! waren, ſo dänden beteit nthume einen zu mterſtü⸗ ſſtigkeit einer ieſe mittlern inden, ſo iſt Gefahr lau⸗ lieren, oder rer Bedeut⸗ rhergehenden ir jeßt nicht llſchaſt von da es jetzt zen Nation ) gehöriger r Regierung er National⸗ inter ſolchen hhaft ſeyn, ntlichen Ar⸗ Fuß geſetzt oder der ge⸗ nicht bedeu⸗ ;, ließe ſch iſes hyedtes die eine vder — 153— die andere Art, Leute aus dieſem Stande jeder Zeit Brod oder Mehl, anſtatt eines Theils ihres Lohns empfingen; daß ihr Lohn ſo berechnet würde, daß muthmaßlich keine der öffentlichen Taxen darauf ſiele, und daß folglich alle Taxen durchaus von den an⸗ dern Ständen der Geſellſchaft erhoben würden. Mit Hülfe des Beyſtandes, den man hierbey von gut eingerichteten Ackerbaugeſellſchaften in den Provinzen erhalten könnte, unter deren Aufſicht das Arbeitslohn in einem jeden Diſtricte ganz füglich ge⸗ ſtellt werden dürfte, wäre ein ſolcher Plan gewiß ſehr leicht auszuführen: aber bis dahin kann in un⸗ ſerm Lande Niemand aus dieſen untern Ständen ſich mit Recht darüber beſchweren, wenn er ſeinen ihm zufallenden Antheil zu einer jeden nothwendigen Ab⸗ gabe beytragen muß, und er wird um ſo bereitwil⸗ liger dazu ſeyn, weil ſein Lohn ohnehin nothwendig von ſelbſt ſteigt, wenn er nicht davon leben kann. Da man aber annehmen kann, daß Taglöhner und Handwerker ihre ganze Zeit in dem Dienſte an⸗ derer zubringen, ſo wäre es gewiß am beſten, wenn ſie ihr Brod oder Mehl als einen Theil ihres Lohns erhielten, denn ſonſt werden ſie oft nicht im Stande ſeyn, ſich dieſe zu verſchaffen: bis dahin aber wird ihr Lohn immer mit ihren nothwendigen Ausgaben für Lebensmittel, Kleidung, Taxen und jeden andern Artikel in gehörigem Verhältniſſe ſtehen. Es iſt alſo nicht dieſe Claſſe der Einwohner, die bey den hohen Taxen jemals leidek, und da reiche — 154— Leute ſie meiſtentheils füglich bezahlen können, ſo ſind es vornämlich nur Leute von mäßigen Einkünften, die durch ſolche Taxen am härteſten gedrückt werden. Daraus folgt, daß die letztern ſämmtlich jetzo keine ſo bequeme und angenehme Lebensart führen können, wie ſie es ſeit langer Zeit gewohnt waren, und auf welche ſie doch, in Rückſicht ihrer Nützlichkeit und Wichtigkeit, ein unbezweiſeltes Recht haben. Leute aus dieſer Claſſe ſind gewöhnlich gut er⸗ zogen. Ihr Eigenthum iſt im Ganzen beträchtlich: ſie haben deswegen eine große Anhänglichkeit an ihr Vaterland; durch den beſtändigen Aufenthalt unter den geringern Volksklaſſen werden ſie mit ihnen und ihren Umſtänden bekannt, und eben dadurch ihnen und ihren Familien in allen Unglücksfällen ſehr nütz⸗ lich, und durch die Richtung, welche ſie ihren Pla⸗ nen und Bemühungen geben, haben ſie bisher einen ſo großen Einfluß auf jene gehabt, daß wir viel⸗ leicht großentheils dieſem den tiefen Frieden verdan⸗ ken, deſſen wir uns erfreuen konnten, während die zerſtörendſten Kriege auf dem feſten Lande wütheten. Denn von unſerm Lande iſt es buchſtäblich wahr, daß ſeit mehreren Generationen der Donner der Kanonen nie anders darin gehört iſt, als um die Siege un⸗ ſerer eigenen Flotten und Armeen zu verkündigen. Wenn wir nun aber die bedeutenden Vorzüge, welche wir beſitzen, gehörig zu ſchätzen wiſſen, ſo müſſen wir alle Laſten aufheben, welche nur dazu dienen, dieſe ſo nützliche Claſſe zu unterdrücken, wel⸗ iſs defent tann: unſet kunft de ſihrüchen, den teue daß IIſte iim geviſ durch den! eine Derg ar jühtlch Jahre un ſhudd bet ſumüionste Jahen un ttamige Macßrrgel ſhung jewer herabſinten dohe anſere Tah werden, u dieſe Erleit eſnd g linggſehen tern Gtän zu unſern bon zur miſen, Daſ de Fal, nen, o ſind Einkünften, rückt werden. h jezo keine hren können, en, und auf Zlichkeit und en. lich gut er⸗ veträchtlich: hkeit an ihr sthalt unter ihnen und urch ihnen mſehr nüß⸗ ihren Ma⸗ seher einen wir viel⸗ en verdan⸗ aährend die wütheten. wahr, daß r Kanonen Siege un— ündigen. 1 Vorzüge, wiſſen, ſo 2 nur dazu „. ücken, wel⸗ ches hoffentlich ohne große Schwierigkeit geſchehen kann: unſre Regierung muß beſchließen, daß in Zu⸗ kunft die Unkoſten eines jeden Krieges von einer jährlichen, in dem Verlaufe des Jahrs, zu erheben⸗ den Steuer auf das Einkommen beſtritten werden; daß unſre Staatsſchuld nicht vergrößert, ſondern um eine gewiſſe Summe jährlich vermindert werde, theils durch den bisherigen Tilgungsfond, und theils durch eine Vergrößerung dieſes Fonds mit einem Theile der jährlichen Einkommentaxe; ſie hebe zugleich alle Jahre um ſo viel, als die wiederbezahlte Staats⸗ ſchuld beträgt, den drückendſten Theil unſerer Con⸗ ſumtionstaxen auf, und das Ziel wird binnen wenig Jahren erreicht ſeyn. Dahingegen ſind aber höchſt traurige Folgen zu befürchten, wenn man keine Maaßregeln ergreift, den Druck dieſer Taxen, in An⸗ ſehung jener Claſſe, zu mildern, welche bald genug herabſinken muß, wenn ſie keine Erleichterung erhält. Es haben zwar einige die Meinung geäußert, daß unſere Taxen gleichförmig von allen Claſſen getragen werden, und daher auch alle ein gleiches Recht auf dieſe Erleichterung haben; wenn ſie aber dieſen Ge⸗ genſtand gehörig unterſucht hätten, ſo würden ſie eingeſehen haben, daß weder die höhern noch die un⸗ tern Stände der Geſellſchaft verhältnißmäßig ſo viel zu unſern öffentlichen Abgaben beytragen, wie Leute von nur mäßigen Einkünften allenthalben bezahlen müſſen. Dieſes iſt offenbar mit faſt allen unſern Taxen der Fall; aber ich will jetzo nur derer auf Wein — 156— Equipagen, Pferde, männliche Bediente, Häuſer und Fenſter erwähnen, welche ſämmtlich ein jedes mäßi⸗ ges Einkommen äußerſt hart drücken, dagegen Leute von großem Vermögen ſich kaum einmal darüber beklagen dürfen, weil ſie im Beſitze aller dieſer Dinge bleiben können, ohne daß die Ausgabe dafür ihnen beſonders läſtig wäre. Eben ſo gewiß iſt es, daß die untern Stände durchaus keine dieſer Taxen bezahlen, dagegen alle diejenigen, welche nur mäßige oder kleinere Einkünfte beſitzen, nicht nur ihren Antheil zu allen andern Steuren beytragen, ſondern auch alle vorhin erwähn⸗ ten Artikel entweder viel theurer bezahlen müſſen, als ihr Vermögen zuläßt, oder genöthigt werden, ihrem bisherigen Standpunkte in der bürgerlichen Geſell⸗ ſchaft zu entſagen. Zu einer ſolchen Alternative ſoll⸗ ten ſie aber wahrlich niemals gebracht werden, nicht blos, weil die Folgen davon ſehr hart für ſie ſind, ſon⸗ dern auch wegen des Einfluſſes, den dieſes auf die all⸗ gemeine Sicherheit des Reichs haben würde. Denn es iſt ohne Zweifel dem Intereſſe aller Stände gemäß, daß eine jede Claſſe, und vorzüglich, wenn ſie auf ei⸗ ner ſo hohen Stufe der Nützlichkeit ſteht, keine gegrün⸗ dete Urſache zu der Klage habe, daß ihre Einkünfte durch neue Abgaben ſo geſchmälert wären, daß ih⸗ nen die gewohnten Annehmlichkeiten des Lebens da⸗ durch entzogen würden. Es ſcheint daher ſelbſt für die Reichſten eben ſo wichtig wie für die untern Claſ⸗ ſen zu ſeyn, daß die mittlern Stände der Geſellſchaft guch de de un cllüchtert üöhäugigke 1m lünatſſte un fenbar deri gwiſt at iigen dwo gewiſet de ſchräntt vi linziſe iine tkel, gelöre dlbobgaben Kationmn dg Arfage ſo lange ſi Aehandlung ehoben ver tnige dahin übefliſig 9 nnr daingm inen zu en eine Cauij Hauſs, in geweſen inn lunus nenn en olln. Häuſer und jedes mäßi⸗ agegen Leute mal darüber dieſer Dinge dafür ihnen ern Gtaͤnde agegen alle te Einkunfte leen andern iin erwähn⸗ nüſſen, als den, ihrem en Geſell⸗ ative ſoll⸗ den, nicht e ſind, ſon⸗ auf die all Denn es de gemäß, ſie auf ei⸗ (ne gegrün⸗ re Einkünfte en, daß iſr Lebens da⸗ er ſelbſt für untern Caſ⸗ rGeſelſchaft — 157— durch die Verminderung der jetzigen Conſumtionsta⸗ ren erleichtert werden, und daß ſie in derjenigen Un⸗ abhängigkeit und Bequemlichkeit leben können, wor⸗ auf ſie allerdings gerechte Anſprüche haben, auf wel⸗ che ſie aber jetzo Verzicht thun müſſen. Ich muß es hier wiederholen, daß der leichteſte, einfachſte und am wenigſten koſtſpielige Plan hiezu of⸗ fenbar der zu ſeyn ſcheint, alle unſere Abgaben durch gewiſſe Rata von dem Einkommen zu erheben, dieje⸗ nigen etwa ausgenommen, wodurch der Gebrauch gewiſſer der Geſundheit nachtheiligen Artikel einge⸗ ſchränkt wird, wohin die ſpirituöſen Getränke, der einzige einer Taxe zu unterwerfende Conſumtionsar⸗ tikel, gehören, oder auch ſolche, wodurch die Han⸗ delsabgaben bey unſerer Verbindung mit andern Nationen regulirt werden. Auflagen auf Artikel des Luxus ſogar würden, ſo lange ſie beybehalten werden, eine höchſt delicate Behandlung erfodern, und mit großer Behutſamkeit gehoben werden müſſen; denn manche Artikel, welche einige dahin rechnen, oder vielleicht ganz und gar für überflüſſig halten, ſind andern ſo unentbehrlich, daß nur dringende Nothwendigkeit ſie dahin bringen wird, ihnen zu entſagen. Leute, z. B., die nie im Beſitze einer Equipage, eines mit vielen Fenſtern verſehenen Hauſes, eines Reitpferdes oder männlicher Bedienten geweſen ſind, werden dies alles vielleicht Artikel des Luxus nennen, und ſie daher mit Taxen belegt wiſ⸗ ſen wollen. Gleichwohl wäre aber nichts härter oder — 158— ungerechter, als dieſe Artikel mit einer ſo hohen Ab⸗ gabe zu belegen, daß alle diejenigen, welche bisher an dieſe Annehmlichkeiten gewöhnt waren, dadurch genöthigt würden, ſie entbehren zu müſſen. In der That ſind auch alle jene Dinge für dieſe Claſſe der Geſellſchaft kein größerer Luxus, als es manche andere Artikel ſelbſt für die unterſten Stände ſind, die es doch gleichwol ſehr hart finden würden, wenn ſie ihrer beraubt werden ſollten. Dies wäre z. B. gewiß der Fall, wenn ſie durch ſolche hohe Taxen gezwungen würden, dem Gebrauche des Le⸗ ders zu entſagen und Holzſchuhe zu tragen, oder leinene anſtatt wollene Strümpfe; oder wenn ſie kein Bier trinken, oder auch alle oder nur einige der we⸗ nigen Fenſter, die ihnen bisher noch vergönnt wa⸗ ren, verſchließen ſollten. Gleichwohl wäre das aber nicht unbilliger, als wenn man die unmittelbar auf jene folgenden Stände mit ſo hohen Abgaben be⸗ legte, daß ſie um deßwillen ſich genöthigt ſähen, irgend einigen, wahren oder vermeintlichen, Artikeln des Luxus, an die ſie ſich gewöhnt hatten, zu ent⸗ ſagen. Bisher ſind in unſerm Lande Leute von einem gewiſſen Stande gewohnt geweſen, täglich Wein zu trinken. Selbſt bey einem jährlichen Einkommen von nicht mehr als 200 bis 300 Pfund, war noch immer ein mäßiger Genuß des Weins möglich; und dazu ſcheinen Leute von einem ſolchen Vermögen eben ſo gut berechtigt, als die in den untern Ständen be⸗ 5 hohen Ab⸗ welche bisher ren, dadurch en. age für dieſe tus, als es ſten Stände den würden, Dies wäre ſolche hohe iche des Le⸗ agen, oder enn ſie kein ige der we⸗ rgönnk wa⸗ e das aber ttelbar auf dgaben be⸗ higt ſähen, en, Artikell en, zu ent⸗ von einem ih Wein zu zommen von noch immer ; und dozl gen ebel b Ständun bes 159 rechtigt ſind, Porter oder Ale zu krinken. Von krei⸗ nem dieſer Artikel kann man ſagen, daß er durchaus unentbehrlich ſey, da bekanntlich ſehr viele Menſchen weder Wein noch Bier trinken: aber ein jeder, der ſei⸗ nem Vaterlande wohl will, muß es wünſchen, daß Niemand dieſer und anderer ihm zukommenden An⸗ nehmlichkeiten des Lebens beraubt werde, deren er bisher gewohnt war; und ich bin feſt überzeugt, daß eine gut eingerichtete Einkommentaxe vollkommen im Stande ſeyn würde, das zu bewirken, wozu kein anderes bisher vorgeſchlagenes Mittel hinreichend zu ſeyn ſcheint. Die Sache beruht indeſſen auf dem Miniſter; und wenn er es je gerathen fände, damit hervor zu treten, ſo würde ihm der allgemeine Beyfall, den ein ſo heilſamer Plan gewiß erhielte, vermuthlich be⸗ weiſen, daß er ſehr leicht ausführbar iſt, und allent⸗ halben mehr Zufriedenheit verbreiten wird, als ir⸗ gend ein anderer von ihm oder andern Theilnehmern an der Regierung vorgeſchlagener Plan jemals er⸗ fahren hat.. Selbſt für die größten Stocksbeſitzer wäre die⸗ ſes am Ende nicht nachtheilig, und folglich würden ſie ſich auch nicht darüber beſchweren; denn, wie ſehr ſie auch immer alles geſcheuet haben, was dem Preiſe der Stocks ſchaden könnte, und obgleich die Verminderung dieſer Stocks einen ſehr weſentlichen Theil des von mir vorgeſchlagenen Plans ausmacht, und auch in hohem Grade dadurch bewirkt werden muß, ſo wage ich es doch dreiſt zu behaupten, daß 160 eine ſtärkere Verminderung der Stocks, wenn ſie je⸗ mals in einem beträchtlichen Grade ſtatt fände, weit entfernt, ſchädlich zu ſeyn, die wohlthätigſten Folgen haben würde. Ich berufe mich deshalb auf die in dieſer und der vorhergehenden Abhandlung umſtänd⸗ lich angegebenen Gründe, welche auch durch den ſehr blühenden Zuſtand vollkommen beſtätigt ſind, in welchem die Nation ſeit mehreren Jahren blieb, ob⸗ gleich die Stocks ungewöhnlich niedrig ſtanden. Der Ackerbau unſers Landes kann durch andere Mittel gehoben und bald dahin gebracht werden, den Einwohnern leberfluß zu verſchaffen, anſtatt daß dieſe, wie es bisher auf eine höchſt unverantwort⸗ liche Weiſe der Fall war, von einer ſehr dürftigen, ungewiſſen und durch enorme Preiſe erzwungenen Zu⸗ fuhr aus andern Ländern abhingen. Aber dieſes, wie ich ſchon irgendwo bemerkt habe, würde viel ge⸗ wiſſer und vollkommener erteicht werden, wenn man einen angemeſſenen Theil des Nationalvermögens auf dieſen wichtigen Zweck und auf die Unterſtützung unſerer National⸗Manufakturen verwendete, anſtatt daß dieſes Vermögen bis jetzt beſtändig auf das koſt⸗ barſte Spiel, das vielleicht je in einem Lande ſtatt ge⸗ funden hat, verwandt worden iſt, namentlich zu dem auf eine erſtaunliche Summe ſich belaufenden täglichen Stockshandel, womit zwar zuweilen ungeheure Reich⸗ thümer erworben, wodurch aber zugleich viele von denen, die ſich unglücklicher Weiſe darauf einlaſſen, bald und gäuzlich zu Grunde gerichtet werden. TMae Sera Aab wenn ſie e⸗ tfände, weit igſten Folgen b auf die in ing umſtänd⸗ h durch den ätigt ſind, in n blieb, ob⸗ m. anden.. urch onder Ueber die Verbeſſerung des Ackerbaues. werden, den anſtatt daß berantwort⸗ r dürftigen, ngenen Zu⸗ iber dieſes, de viel ge⸗ wenn man alvermögens Unterſtützung dete, anſtatt auf das koſt⸗ de ſtatt ge⸗ atlich zu dem den täglichen eheure Reiche ich viele von auf einlaſſen. werden. § der! genhei z Lanübeſte gen, ſe heen den helde vder ſhume lä und ma⸗ (inderne üen ſo) thümer einmal Vente n nr bf mnüerwen ne Biſh ne einj nen Fon ſen, uſ boffnti De li Derl In der vorhergehenden Abhandlung hatte ich Gele⸗ genheit zu bemerken, daß man, anſtatt von den Landbeſitzern den Ankauf ihrer Landtaxe zu verlan⸗ gen, ſie ſogleich gänzlich davon befreyen und auf been den Fuß ſetzen ſollte, wie andere, die von ihrem Gelde oder anderm, Einkünfte producirendem, Eigen⸗ thume leben. Dies wäre gewiß der Billigkeit gemäß, und man hat Urſache zu hoffen, daß es in einem nicht ſehr entfernten Zeitpunkte wirklich geſchehen werde. So lange indeſſen dieſe harke Abgabe von den Ländereyen beybehalten wird— welches vermuthlich eben ſo lange der Fall ſeyn wird, als die Landeigen⸗ thümer es nicht für nothwendig halten, auch nur einmal um die Befreyung davon bey dem Parle⸗ mente nachzuſuchen, ſondern ſich ihr, wie ſie es bis⸗ her höchſt unverantwortlicher Weiſe gethan haben, unterwerfen, ohne nur einmal zu ſagen, daß es ei⸗ ne Beſchwerde iſt— ſo lange giebt es auch nur ei⸗ ne einzige Anwendung des durch dieſe Taxe erhalte⸗ nen Fonds, mit der diejenigen, die ſie bezahlen müſ⸗ ſen, zufrieden ſeyn werden, und wozu ſie, wie man hoffentlich zugeben wird, ein Recht zu haben ſcheinen. Die Anwendung, auf welche ich hier ziele, iſt die Verbeſſerung des Ackerbaues,— ein Gegenſtand L 2 von größerer und weſentlicherer Wichtigkeit für Groß⸗ britannien, als irgend ein anderer jemals ſeyn kann. Unſer Handel und unſere Manufacturen ſind ſehr einträglich; wenn wir aber bey dem Haſchen nach dieſen Reichthümern die Nothwendigkeiten und Be⸗ quemlichkeiten des Lebens vernachläſſigen, ſo greifen wir nach einem bloßen Schatten, und werden das We⸗ ſentliche darüber verabſäumen; denn eben dadurch laufen wir Gefahr, unſern Nationalgeiſt und unſers Unabhängigkeit, und zugleich das Anſehen unter an⸗ deren Nationen zu verliehren, welches wir bisher be⸗ ſeſſen haben; eine nothwendige Folge, wenn wir we⸗ geu unſerer Subſiſtenz von andern abhängig werden. Der Ackerbau, dieſer erſte und wichtigſte Gegen⸗ ſtand für alle Nationen, die ein weitläuftiges Terri⸗ torium beſitzen, muß auf einer hohen Stufe der Voll⸗ kommenheit ſtehen, ehe man die Manufacturen auf irgend eine bedeutende Weiſe zu befördern ſuchen darf. Er muß in der That als der eigentlich bele⸗ bende Geiſt aller Manufacturen betrachtet werden, die im allgemeinen faſt in eben dem Verhältniſſe ſtei⸗ gen und blühen werden, je nachdem ſich der Acker⸗ bau in einem höhern oder niedrigern Zuſtande von Vollkommenheit befindet. Es giebt zwar Leuke, die, gewohnt ſich einzu⸗ bilden, daß man mit Geld alles ausführen könne, ſich verleiten laſſen zu glauben, daß wenn man nur die Manuſarturen gehörig befördert, ſie in einen bluͤ⸗ adn 30 us Land; hen wend ſäh(alte ſie ein Nadone wie a einem! zit Do Auchen, und Bo Ueberſt ſtork ſ Landes gegenn faetuurn punct) bong h Linder eines Kauſt ſe beſi tur bi barten in Re hunder bleibt 9 winn git fir Groß⸗ ls ſeyn kann. en ſid ſhr Haſchen nach ken und Be⸗ n, ſo greifen den das We⸗ ben dadurch und unſere en unter an⸗ ir bisher be⸗ enn wir we⸗ gig werden, gſte Gegen⸗ iges Terris e der Voll⸗ acturen auf dern ſuchen entlich bele⸗ ket werden, gältniſſe ſtei⸗ der Acker⸗ zuſtande von tt ſich einzut hren könne, nn man Illk in einen bli — 265— henden Zuſtand verſetzt, und dadurch fremdes Geld ins Land zieht, der Nationalackerbau zugleich geho⸗ ben werde. Aber in der Wirklichkeit findet ſich die ſes ſehr ſelten, und vielleicht niemals in ſolchen Ländern⸗ die ein irgend beträchtliches Territorium beſitzen. Nationen, die an den Nothwendigkeiten des Lebens, wie an Bevölkerung, Ueberfluß haben, werden aus einem blühenden Zuſtande ihrer Manufacturen alle⸗ zeit Vortheil ziehen, und das Geld, welches dieſe pro⸗ duciren, wird wiederum zur Verbeſſerung ihres Grunds und Bodens dienen. Wo aber das Geld ſchon im Ueberfluſſe vorhanden, und die Bevölkerung nicht ſo ſtark iſt, wie ſie der Größe und Beſchaffenheit des Landes angemeſſen wäre, wie das mit unſerm Lande gegenwärtig wirklich der Fall iſt, da werden Manu⸗ facturen, wenn man es damit über einen gewiſſen Punct hinaus treibt, eine ganz entgegengeſetzte Wir⸗ kung hervorbringen, und ſogar die Verbeſſerung der Ländereyen durchaus verhindern. In dieſem Zuſtande eines Landes werden vielleicht einige wenige reiche Kaufleute und Fabrikanten die kleinen Güter, welche ſie beſitzen, zu dem höchſt möglichen Grade der Cul⸗ tur bringen, während ein großer Theil der benach⸗ barten Diſtricte, und ſelbſt aller andern Ländereyen im Reiche, obwohl einer gleichen Cultur fähig, Jahr⸗ hunderte hindurch faſt in ſeinem natürlichen Zuſtande bleibt. Die Urſache iſt einleuchtend. Iſt der durch Manufacturen zu erhaltende Ge⸗ winn ſehr viel größer, als der beym Ackerbau; er⸗ — 166— Halten die Arbeiter in den Fabriken höhern Lohn als die, welche das Feld bauen, wie es in unſerm Lande unläugbar der Fall iſt, ſo wird das baare Geld im Königreiche allen Unternehmungen, die auf den Ackerbau Bezug haben, entzogen und in Fabri⸗ ken angelegt werden; zugleich werden die Arbeiter mit jedem Tage ſchwerer zu erhalten ſeyn, und zuletzt zu koſtbar werden, als daß man ſie zum Landbau brauchen könnte. Selbſt jetzo iſt das ſchon in ſo fern der Fall bey uns, daß der Ackerbau, wenigſtens im Verhältniſſe der Nachfrage und der Reichthümer, welche die Nation beſitzt, keine weitere Fortſchritte macht, und das offenbar aus der vorhin angegebe⸗ nen Urſache. In der That ſieht man auch allenthal⸗ ben im ganzen Reiche, daß, wenn da, wo ſich keine großen Fabriken befinden, Verbeſſerungen beym Land⸗ bau mit Einſicht und Verſtand betrieben werden, ſie dagegen meiſtentheils in einen kümmerlichen und ſogar ſinkenden Zuſtand gerathen ſind, wo ſich anſehnliche Manufacturen befinden, die nicht nur faſt alle Arbei⸗ ter aus ihren verſchiedenen Diſtricten an ſich ziehen, ſondern auch ſogar das Geld der Landbeſitzer, und ſelbſt der Farmer, für die der aus dieſen großen Anlagen zu ziehende Gewinn eine ſo ſtarke Verſuchung iſt, daß ſie entweder ſelbſt Theil daran nehmen, oder ih⸗ re Söhne Theil daran nehmen laſſen. Dadurch wird ihr zur Landwirthſchaft beſtimmtes Capital vermin⸗ dert, und alle weitere Verbeſſerung ihres Farms ih⸗ nen enkweder unmöglich gemacht, oder ſie wird doch mit weniger Nachdruck und Erfolg betrieben. Dieſes Tc c, wenn iſts fün d fen ſeyn m lühendſte femal vid Unſer olf hine ſohen brin vor, d Erropa- nih, d Lerrikoriun ohne Aus tm am po noße Ma tes Deſſ Acerben Jheil de lun, Ind Jeru vo der A doß bis bey alen nes fruch Cbenemit hängt. Fabrikante bettagen, ähern Lohn 8 in unſerm d das baare gen, die auf ind in Fabri⸗ die Arbeitet „ und zuletzt im Landbau t in ſo fern nigſtens im Riichthümer, Fortſchritte angegebe⸗ allenthal⸗ ſich keine eym Land⸗ erden, ſie und ſogar anſehnliche alle Arbei⸗ ſich ziehen, „und ſelbſt n Anlagen uchung iſt , oder ih durch wird al vermin⸗ Farms h⸗ e wird doch en. Dieſes — 167— geht, in Wahrheit, in manchen Diſtrirten ſo weit, daß, wenn man ihm nicht ſchnell entgegen arbeitet, dieſes für die ganze Nation von nachtheiligern Fol⸗ gen ſeyn wird, als durch allen Reichthum, den der blühendſte Zuſtand unſerer Fabriken produriren mag, jemals wieder gut gemacht werden kann. Unſere Lage in dieſem wichtigen Stücke iſt auch auf keine Weiſe einzig in ihrer Art. Ähnliche Ux⸗ ſachen bringen allenthalben ähnliche Wirkungen her⸗ vor, und dem zufolge iſt es in allen Ländern von Europa— ich rede hier von ſolchen, die, wie Frank⸗ reich, Deutſchland und Italien, ein ausgedehntes Territorium beſitzen— ſehr wohl bekannt, daß, faſt ohne Ausnahme, der Ackerbau in denjenigen Diſtric⸗ ten am vollkommenſten betrieben wird, wo niemals große Manufacturen exiſtirt haben. Ein merkwürdi⸗ ges Beyſpiel, was für eine Wirkung es auf den Ackerbau eines Landes habe, wenn nur ein kleiner Theil der Einwohner große Summen Geldes auf⸗ häuft, ſehen wir an dem Einfluß der aus Mexico und Peru nach Spanien eingeführten Reichthümer, wo der Ackerbau bald ſo ſehr vernachläſſigt wurde, daß bis zu dem gegenwärtigen Augenblicke Spanien, bey allen Vortheilen eines ſchönen Clima's und ei⸗ nes fruchtbaren Bodens, in Anſehung der nöthigen Lebensmittel großentheils von andern Ländern ab⸗ hängt. Da nun die von Brittiſchen Kaufleuten und Fabrikanten erworbenen Reichthümer bey weitem mehr betragen, als alles, was Spanien je aus America — 169— zieht, ſo darf man mit völligem Rechte glauben, daß dieſelbe Wirkung daraus erfolgen werde, wenn man nicht bey Zeiten darauf achtet und ihr vorbeugt. Dieſes Übel ſcheint wirklich ſchon in hohem Gra⸗ de bey uns eingetreten zu ſeyn; aber man kann ihm noch entgegen wirken, wenn die Nation mit dem ge⸗ hörigen Geiſte und Nachdruck für den Ackerbau und die Verbeſſerung ihres Grunds und Bodens ſorget. Ich will indeſſen deswegen nicht behaupten, daß man in unſerm Lande die Manufacturen gar nicht aufmuntern ſolle; aber es ſcheint mir ein ſo klares Argument für eine Meinung zu ſeyn, die ich ange⸗ nommen zu ſehen wünſchte, daß, da ein beträchtli⸗ cher Theil unſeres der Verbeſſerung fähigen Territo⸗ riums vernachläſſigt wird, und gar nichts produeirt, und wir noch dazu alle Jahre von andern Nationen große Vorräthe von Getreide zu erhalten ſuchen müſ⸗ ſen, welches durch eine beſſere Cultur unſers eigenen Landes unnöthig wäre, es für das allgemeine In⸗ tereſſe und die Sicherheit des ganzen Reichs, und für das Beſte der Manufacturiſten ſelbſt, höchſtz zu⸗ träglich ſeyn würde, wenn man den Ackerbau mög⸗ lichſt zu heben und zu unterſtützen ſuchte. Dadurch würde uns Überfluß an allen Nothwendigkeiten des Lebens, und ſeine beſtändige Begleiterin, eine ſtarke Bevölkerung geſichert, und alle Fabriken im ganzen Königreiche könnten dann mehr und beſſer befördert werden, als man es jetzt mit Sicherheit thun darf. Gs hob goiden, lcecbau i der Voll migt it diſes it tin jäet duß ſoga ſer Aunn vh a be nuthch 6 ſad! ze, der Verbeſer wenige 7 huhen, ſad, diel rirh, de aſchnüch den wir! hes die vit ung dar Lund de ſehn, — ein( her Vi Gkälke heit, ſr hen wend lauhen, daß weng man ordeugt hohem Gras in kann ihm mit dem ge⸗ kerbau und ns ſorget, upten, daß gar nicht in ſo klares ich ange⸗ beträͤchtli⸗ n Territo⸗ produeirt, Nationen ſüchen müſ⸗ ers eigenen emeine In⸗ s, und für höcſt d erbau mög⸗ . Dadurch digkeiten des , eine ſtalke n im ganzen ſer befördert „ t thun datf. — 169— Es haben ſich zwar einige verleiten laſſen zu glauben, und ſogar kühnlich zu behaupten, daß der Ackerbau in Großbritannien auf keine höhere Stuſe der Vollkommenheit gebracht werden könne, als die⸗ jenige iſt, auf welcher er ſich bereits befindet; aber dieſes iſt allen Thatſachen ſo durchaus entgegen, daß ein jeder Kenner der Landwirthſchaft zugeben wird, daß ſogar ſchon bey nur mäßiger Unterſtützung un⸗ ſer Ackerbau leicht ſo ſehr verbeſſert werden könnte, daß er beträchtlich mehr als das doppelte, und ver⸗ muthlich dreymal ſo viel wie jetzt aufbrächte. Denn es ſind nicht blos die Gemeinheiten und wüſten Plä⸗ tze, deren wir ſehr viele im Lande haben, die einer Verbeſſerung bedürfen: faſt auf jedem Farm, einige wenige Diſtricte, die einen von Natur reichen Boden haben, oder ſchon lange in hoher Cultur geweſen ſind, vielleicht ausgenommen, weiß es ein jeder Land⸗ wirth, daß mit ſtärkeren Fonds ſeine Producte ſehr anſehnlich vermehrt werden könnten. Dadurch wür⸗ den wir nicht nur das Unglück verhüten können, wel⸗ ches die Nation noch vor kurzem erfahren hat, da wir uns in Anſehung unſeres Kornbedarfs auf an⸗ dere Länder verlaſſen mußten, ſondern auch im Stan⸗ de ſeyn, eine weit größere Volksmenge zu ernähren; — ein Gegenſtand von ſo großem Ulmfange und ſol⸗ cher Wichtigkeit, daß in Rückſicht auf unſere inners Stärke, unſere Sicherheit und allgemeine Zufrieden⸗ heit, ſchwerlich irgend ein anderer mit dieſem vergli⸗ chen werden kann. Auch wäre es weder ſchwierig noch koſtbar, die⸗ ſer erſten Quelle von Reichthum und Wohlſtand eine ſolche Unterſtützung zu verſchaffen, da ſie, binnen nicht gar langer Zeit, alsdann zu einem Grade von Vollkommenheit ſteigen würde, den ſie ſonſt nie er⸗ reichen kann. Alles, was zu dieſem Zwecke erforder⸗ lich ſcheint, beſteht in einer jährlichen Bewilligung an Gelde, welche die Nation, ſelbſt während des je⸗ tigen koſtſpieligen Krieges, darauf zu verwenden, vollkommen im Stande zu ſeyn ſcheint. Die Anwen⸗ dung dieſes Geldes aber müßte der Aufſicht des Boards of Agrirulture in London, und derer in den Provinzen, die unter der Direction des Londoner Boards ſtänden, übergeben werden. Vielleicht würde eine kleinere Summe als die, welche ich vorſchlagen werde, ſchon hinreichen; allein, wo von großen Dingen die Rede iſt, muß nichts, was klein oder unbedentend ſcheinen könnte, genannt werden. Nach reiflicher Unterſuchung der Natur und Wichtigkeit der Sache ſcheint mir, bey dem gegen⸗ wärtigen Zuſtande unſers Ackerbaues, verglichen mit unſern Bedürfniſſen, eine jährliche Summe von zwey Millionen fünfmalhundertkauſend Pfund das wenig⸗ ſte zu ſeyn, was man dazu vorſchlagen darf. Die leichteſte und beſte Methode, dieſe Summe herbeyzu⸗ ſchaffen, wäre vielleicht eine allgemeine Beſteurung des Einkommens, oder ſie könnte auch großentheils aus den Aufkünften der Landtaxe beſtritten werden, wenn ja die Landbeſitzer fernerhin damit belaſtet blei⸗ zn ſelin! ſeyr wicd, bener von ſ nuß Raüiondh denen ge Iitgot tenchüme in funi nker ale den übrio den Wogh — iine jig Jahu wenügſten e huhere velces tuch füt heiſanſt Von zen, jch fünnen, rulture, ments, werden. Graſtai meſſene nen Bog diſer 38 boſtöat, zie ohlſand eine ſie, binnen Grade von ſonſt nie er⸗ icee erforders Zewilligung vrend des jen berwenden, die Anwen⸗ cufſicht des derer in den Lpndoner als die, n; allein, aß vichts, ,, genannt Natur und dem gegett⸗ glichen mit von zwey das wenig⸗ darf. Dee e herbeyzu Beſtenrung großentheis ten werzen, belaſtt bli⸗ — 171— ben ſollen und, wie es ſehr wahrſcheinlich der Fall ſeyn wird, ſich keine Käufer dazu finden; oder, wenn keiner von dieſen beyden Vorſchlägen Beyfall findet, ſo muß man dieſe Summe aus irgend einem andern Nationalfond nehmen, und als eine Wiedererſtattung denen geben, von welchen man ſie ſchon ſeit ſehr langer Zeit gar nicht hätte nehmen ſollen, nämlich: den Ei⸗ genthümern und Verbeſſerern der Ländereyen im gan⸗ zen Königreiche, die, obgleich jetzt die ärmſte Claſſe unter allen Einwohnern, außer ihrem Antheile an den übrigen Steuern, noch überdem mit der drücken⸗ den Abgabe von zwey Millionen belaſtet geweſen ſind; — eine Summe, womit ſie ſchon ſeit den letzten funfa zig Jahren im Stande geweſen ſeyn würden, jährlich wenigſtens zweymalhunderktauſend Acres mehr in ei⸗ ne höhere Cultur zu bringen, als ſie gethan haben, welches nicht blos für die Landeigenthümer, ſondern auch für das ganze Reich längſt die wichtigſten und heilſamſten Folgen gehabt hätte. Von der angegebenen Summe würde ich vorſchla⸗ gen, jährlich eine halbe Million zu Prämien zu be⸗ ſtimmen. Dieſe müßten von dem Board of Agri⸗ culture, in Verbindung mit den erwähnten Ekabliſſe⸗ ments, in den Provinzen oder Grafſchaften vertheilt werden. Nach dieſem Plane würde in einer jeden Grafſchaft eine ihrer Größe und Wichtigkeit ange⸗ meſſene und gänzlich unter der Direction ihres eige⸗ nen Boards ſtehende Summe Geldes ausgetheilt. Dieſer Board müßte theils aus Eigenthümern, theils aus verſtändigen Farmers beſtehen, die zwar von dem Nationalboard allgemeine Inſtruktionen über diejeni⸗ gen Punkte erhielten, welche vorzüglich ihre Aufmerk⸗ ſamkeit erfodern, aber gleichwohl freye Macht beſaſ⸗ ſen, in ihren eigenen Diſtrikten die Prämien unab⸗ hängig von aller Controlle zu vertheilen, um zufälli⸗ ge und ungleiche Austheilung, und zugleich alle Eifer⸗ ſucht und die davon herrührenden Klagen, ſo viel als möglich zu verhüten. Die ſo zu Prämien beſtimmten Summen würden ſehr beträchtlich ſeyn: im Durchſchnitte erhielte jede Grafſchaft jährlich gegen ſechstauſend Pfund Ster⸗ ling, und dieſes würde, um den Geiſt der. Verbeſſe⸗ rung in einem jeden Zweige der Landwirthſchaft zu wecken und zu befördern, ſo kräftig wirken, daß es permuthlich alles bey weitem überträfe, was in un⸗ ſerm oder irgend einem andern Lande je geſchehen iſt⸗ Da es das große und leitende Prinzip einer je⸗ den, den Ackerbau betreffenden, Verfügung ſeyn muß, alle Möglichkeit einer Hungersnoth zu entfernen, und dadurch das Land von fremdem Beyſtand unabhängig zu machen, ſo müßten die von den Boards in den Grafſchaften zu vertheilenden Prämien hauptſächlich dahin abzwecken, zum Anbau ſolcher Artikel aufzu⸗ muntern, wodurch jenes vornämlich bewirkt werden kann. Direrte Prämien für die größte mit Getreide beſtellte Anzahl Morgen(acres), um dadurch den Kornbau zu befördern, möchten vielleicht wohl nach⸗ huig wi iun giß Kornbau; üele un Dean nit per vfim de bode Duanttä ſchung N ſalhen er Die hrän des Get ger und den, zur richt vur jden Art Manſchn e kr dieſ nker ſo forkonm dch ta lbrrlu Daanitt Fanm li glaube Hergnoih kerung 9 Nungel var bon dem über diejeni⸗ ihre Aufmerk⸗ Maht beſäſ ämien unab⸗ um zufäͤlli h alle Eifer⸗ ſo viel als men würden erhielte jede fund Ster⸗ er Verbeſſee tthſchaft zu n, daß es das in un⸗ eſchehen iſt ip einer jes gſeyn muß, fernen, und unabhängig ards in den hanptſächlic rtikel aufzu wiekt werden mit Getreide dadurch den ht wohl ch⸗ — 173— ſpeilig wirken, da die Farmer ohnehin geneigk ſind, einen größern Theil ihres Grunds und Bodens zum Kornbau zu verwenden, als mit ihrem eigenen Vor⸗ theile und dem Beſten des Ganzen beſtehen kann. Denn nichts iſt gewiſſer, als die ſchädliche Wirkung ei⸗ ner oftmals wiederhohlten Getreidebeſtellung, indem der Boden dadurch erſchöpft wird, und nicht nur der Quantität nach weniger producirt, ſondern auch i in An⸗ ſehung der Qualität ſchlechteres Getreide liefert, das auf ſolchem erſchöpften Boden immer an Güte verliehrt. Die Prämien alſo, welche vornämlich die Beförderung des Getraidebaues beabſichtigen, würde zweckmäßi⸗ ger und mit mehrerem Vortheile dazu verwandt wer⸗ den, zur Cultur ſolcher Früchte aufzumuntern, die nicht nur die beſte Vorbereitung für die Cultur einer jeden Art von Getreide abgeben, ſondern auch zugleich Menſchen und Vieh unmittelbar zur Nahrung dienen. Es wird wohl niemand daran zweifeln, daß un⸗ ker dieſen den Kartoffeln der Vorzug gebühre, da ſie unter ſo vielen verſchiedenen Himmelsſtrichen ſo gut fortkommen, ſo ſelten mißrathen und dabey ſo reich⸗ lich tragen, daß man ſie mit Recht die Wurzel des Überfluſſes nennen könnte. Würde alle Jahre die Quantität von Karkoffeln wirklich gepflanzt, die jeder Farm leicht zu bauen im Stande wäre, ſo würde man, glaube ich, deutlich zeigen können, daß keine Hun⸗ gersnoth jemals wieder eintreten könnte. Iſt die Wit⸗ kerung vorzüglich ſchlecht, ſo können wir gelegentlich Mangel an Getreide haben; aber bey jeder Witterung konnen wir immer auf einen anſehnlichen Vorrath pon dieſem geſunden Nahrungsmittel rechnen, wel⸗ ches ſelten oder niemals mißräth. nn WDie Karkoffelärndte des einen Farmers kann ſchlech⸗ ter ausfallen, als die des andern; die Arndte iſt viel⸗ leicht in einem großen Diſtricte weniger ergiebig, oder auch von ſchlechterer Dualität, als in andern, und bei ungünſtiger Witterung kann dieſes ſogar im ganzen Königreiche der Fall ſeyn: aber demungeachtet liefern gee allezeit einen großen Vorrath von Nahrungsmit⸗ teln, und nach Verhältniß des Raums, auf welchem ſie wachſen, bey weitem mehr als irgend ein anderes Gewächs, welches bis jetzt hier im Lande angebauek worden iſt. Bey dieſen Bemerkungen über die allgemeine Nütz⸗ lichkeit der Kartoffeln, und die durch ſie zu verhütende Hungersnoth, muß man nicht vergeſſen, daß ſie nicht nur eine ſehr geſunde Speiſe, faſt eben ſo zuträglich, wie das Brod ſind, und alſo in der einen oder andern Geſtalt die Stelle des Brodtes erſetzen können, ſon⸗ dern daß ſie uns auch eine große Menge Futter fürs Vieh liefern, und folglich die Preiſe von jeder Art Fleiſch wohlfeiler machen würden, wenn unſere Farmer, ent⸗ weder durch große Prämien, oder durch andere Mik⸗ tel dahin gebracht werden könnten, dieſe Frucht in größern Quantitäten, als bisher, zu bauen. Die Kartoffeln ſind lange als ein vortreffliches Futter für die Schweine und alle Arten von Federvieh bekannt; auch wiſſen es manche, daß ſie ein wohlfeiles und dien⸗ dce⸗ butte gihen die Schar Fartoffe lächt do venill onte ni 1 katbſfl ſährung in Lond tben ſo. geſch der and den, und ſder Ki mrvfſl de hhierſch riht ſeht gl Ind de nit Ker Sached kn Korn u dert vit und das lhris fa en Vorrath echnen, wel⸗ kann ſchech⸗ mndte iſt viel⸗ giebig, oder ern, und bei im ganzen tet liefern hrungsmit⸗ auf welchem ein anderes angeballek reine Nüß⸗ eerhutende iß ſie nicht zuträglich, der andern nnen, ſon⸗ Futter fürs Art Feiſch armer, ente andere Mit⸗ e Frucht in dauen. Di s Futter für jeh bekannt; les und dels =— 375— liches Futter für alles und jedes Vieh abgehen. Pferde gedeihen ſehr wohl bey Kartoffeln: das Rindvieh und die Schaafe lieben ſie ſehr: ſie werden ſogar mit rohen Kartoffeln in gutem Stande erhalten, und gewöhnlich leicht damit fett gemacht, wenn man ſie kocht und vorzüglich, wenn man eine gehörige Menge Salz dar⸗ unter miſcht.— Ich kann in dieſer Hinſicht von dem Nutzen der Kartoffeln mit Zuverläſſigkeit reden, da ich aus Er⸗ fahrung weiß, daß alle und jede Thiere, die uns hier im Lande zur Nahrung dienen, mit bloßen Kartoffeln eben ſo gut gemäͤſtet werden können, und eben ſo gutes Fleiſch liefern, als wenn ſie mit Gras, Kohl, Turnips oder andern ſonſt gewöhnlichen Dingen gefuttert wer⸗ den, und daß folglich die Gewohnheit der Landwirthe, jedes Thier, welches ſie mäſten wollen, neben den Kartoffeln mit Korn zu fuktern, nicht nothwendig iſt. Daß eine kleinere Quankität Korn hinreicht, das thieriſche Leben zu unterhalten, als ein gleiches Ge⸗ wicht Kartoffeln, leidet keinen Zweifel; aber es iſt ſehr glaublich, daß man denſelben Zweck erreichen, und das Vieh mit weit geringern Koſten eben ſo gut mit Kartoffeln, wie mit Korn ernähren kann— eine Sache von großer Wichtigkeit für die ganze Nation. Ein anderer ſehr weſentlicher Unterſchied zwiſchen Korn und Kartoffeln iſt dieſer: das Getreide erfor⸗ dert viele Aufmerkſamkeit auf die Art des Bodens und das Clima, dahingegen die Kartoffeln größten⸗ theils faſt unter allen Umſtänden gerathen, in denen — 276— man bisher Verſuche damit angeſtellt hat, wenn nur der Boden, worein man ſie pflanzt, trocken und nicht gar zu ſteif und ſchwer iſt; ja ſie können ſogar auf den wildeſten und höchſten Farms im Königreiche im Überfluſſe für Menſchen und Vieh gewonnen wer⸗ den, welches, wie jeder Landwirth weiß, mit dem Getreide nicht der Fall iſt, das ein weit beſſeres Clima als die Kartoffeln erfodert. Dieſer für die Kartoffeln entſcheidende Unterſchied iſt für die Ein⸗ wohner unſers Landes ſehr wichtig. „„Häuſige Beobachtungen über den Einfluß des Clima auf dieſe beyden Nahrungsmittel haben mich gelehrt, daß wenn ſolche Farms, die in einer Höbe von zwölf⸗ bis funfzehnhundert Fuß über der Mee⸗ resfläche liegen, jährlich leicht und gewiß reiche Ärnd⸗ ten guter Kartoffeln liefern, das Korn ſelten in einer größern Höhe, als fünfhundert Fuß über der Meeres⸗ fläche, völlig reif wird, und nur bey der günſtigſten Witterung in einer Höhe von ſiebenhundert Fuß. Guten Hafer erndtet man oft in einer Höhe von ſiebenhundert Fuß, und auch wohl noch bisweilen in größern Höhen; aber in einer Höhe von mehr als vierhundert Fuß über der See mißrathen Wai⸗ zen und Gerſte gewöhnlich, einzelne wohl geſchützke Stellen von vorzüglich gutem Boden etwa ausge⸗ nommen. Nirgend in Britannien ſollte man da⸗ her Waizen oder Gerſte in einer größern Höhe als dreyhundert Fuß bauen; denn ob ſie gleich in gu⸗ tem Boden, und wenn ſie Schutz haben, oft in grö⸗ ßern en hite dal; dos p nich vi Märkten über wohlhät grie d wrjiglih hau Veni zer Bft Drämien, Kartoffen 1, Um jiſſem dit witde ih Graſchoft 9 de beſten Anxchl mer, Ni fund Eter kingunden! K lahhſer Hafrr beſe dir de beſten ſa rierig l Und fü lät auf nih ig Lrer at, wenn nur ocken und nicht nen ſogar auf Königreihe im ewonnen wer⸗ iiß, mit den weit beſſeres deſer für die für die Ein⸗ Einfloß des [haben mich meiner Höhe er der Mee⸗ reiche Arnd⸗ ten in einer der Meeres⸗ er günſtigſten underk Fuß. Höhe von h bisweilen von mehr rathen Wai⸗ ohl geſchüßte etwa ausge⸗ lte man da⸗ en Höhe db gleich in gu⸗ „oft in gri⸗ hern ßern Höhen gerathen, ſo iſt dieſes doch ſelten der Fall; das Korn iſt nicht immer völlig reif, giebt al⸗ ſo nicht viel Nahrung, und wird folglich auf allen Märkten zu geringen Preiſen verkauft. Überhaupt alſo wäre es für die Nation ſehr wohlthätig, wenn überall im ganzen Königreiche große Quantitäten von Kartoffeln producirt würden, vorzüglich aber in ſolchen Diſtrikten, die zum Korn⸗ bau weniger tauglich ſind; ſo daß ich, unter denen zur Beförderung des Ackerbaues zu beſtimmenden Prämien, ohne Bedenken die für den Anbau der Karkoffeln obenan ſetze. 1. Um uns anſehnliche Vorräthe von dieſem wichtigen Artikel zu verſchaffen, würde ich vorſchlagen, jährlich in jeder Grafſchaft eine Prämie von dreihundert Pfund Sterling für die ſtärkſte Aerndte der beſten Kartoffeln auf der größten Anzahl Aecker(acres) Landes zu beſtim⸗ men. Dieſe dürfte nicht weniger als einhundert Morgen betragen, und müß⸗ te nachher mit Waizen, Gerſte oder Hafer beſtellt werden-—— 3oo Pf. St. Für die nächſte größte Quantität der beſten Kartoffeln auf nicht weniger als vierzig Äcker—— 3— 100—— Und für die dritte ſtärkſte Quanti⸗ kät auf nicht weniget als fünf und zwan⸗ zig cker-=.— 50-— 450 Pf. St. — 178— Transport— Alle müßten nach guten von dem Board of Agriculture in jeder Grafſchaft mitzutheilenden Wirthſchaftsregeln be⸗ ſtellt worden ſeyn. 2. Eben ſo für die drey größten Quantitäten von Ländereyen, nicht we⸗ niger als einhundert Morgen für die größte, vierzig für die zweyte, und fünf und zwanzig für die dritte, welche die beſten Turnips, Möhren, Kohl, gedrill⸗ te Bohnen oder Erbſen lieferten, und hernachmals mit Waizen, Gerſte oder Hafer beſtellt wären——— 3. Für die drey ſtärkſten Quantitä⸗ ten des ſchwerſten und beſten Getraides, Waizen, Gerſte oder Hafer, auf einer Anzahl von einhundert, von vierzig und von fünf und zwanzig Acker, welche im vorigen Jahre in gut behandelter Bra⸗ che gelegen, und zu einer grünen gedrill⸗ ten Frucht nicht tauglich geweſen— 4. Für die drey größten Strecken Landes, die mit Kalch, Mergel, Seepro⸗ ducten, Muſchelſchaalen, oder andern, auf dem Hofe ſelbſt nicht gewonnenen, vom Board of Agriculture der Graf⸗ ſchaft approbirten Materien gedüngt worden, die erſte nicht weniger als ein⸗ 450 Pf. St. 450-—. 1350 Pf. St. waüct, d ritt firf vibey kein u auf die ſpruch no „ dür hafbänger wonnenen tint gegeb hreis von hundert, Pfönd . gir de, die in afficht, daadd in d fit! zwrhund te Aroohl Kinzunzert riht weni fund zür von der be braachte von die Ro Nreis Ing Joord of⸗ Transport- hunderk, die zweyte vierzig, und die dritte fünf und zwanzig Aecker groß, wobey keine derſelben im folgenden Jah⸗ re auf die Prämien Nr. 1, 2. und 3. An⸗ ſpruch machen darf. 5 1. 5. Für die beſte Behandlung des 1350 Pf. St. Hofdüngers, und die ſtärkſten davon ge⸗ wonnenen Quantitäten auf Farms von einer gegebenen Anzahl Äcker(acres) ein Preis von zweyhundert, einer von ein⸗ hundert, und ein dritter von funfzig Pfund.. 3. 6. Für die größte Anzahl guter Pfer⸗ de, die irgend ein Farmer erzielt und aufzieht, wovon die Arten von dem Board in jeder Grafſchaft beſtimmt wer⸗ den, für nicht weniger als zehn Stück zweyhundert Pfund, für die nächſt größ⸗ te Anzahl, von wenigſtens ſechs Stück, einhundert Pfund, und für die dritte von nicht weniger als vier Stück funfzig Pfund. 8.. 7. Für die größte Anzahl NRindvieh von der beſten Race, die zum Ackern ge⸗ brauchten Ochſen mit einbegriffen, wo⸗ von die Race und Anzahl, die auf jeden Preis Anſpruch machen darf, von dem Board of Agriculture der Grafſchaft zu 450—— 350-— 350— —y. 2300 Pf. St. M 2 „GGGp, beſtimmen ſind, drey verſchiedene Prä⸗ mien, zuſammen..* 8. Für die großte Anzahl der beſten Art Schaafe, wovon die Racen und die Anzahl ebenfalls von dem Board of Agri⸗ culture zu beſtimmen ſind, drey verſchie⸗ dene Preiſe, zuſammen.. 9. Für die drey größten und am be⸗ ſten behandelten Molkenhäuſer(dairies). Die Anzahl Kühe für die höchſte Prämie, darf nicht weniger, als dreiſſig, für die zweyte, zwanzig, und für die dritte, zehn ſeyn... 10. Zur Aufmunterung für kleine Wirthſchaften, und um die untern Claſ⸗ ſen der Farmer zu größerer Thätigkeit anzutreiben, möchte ich vorſchlagen, in jeder Grafſchaft drey Prämien, jede von zehn Pfund für die beſte Karkoffeln⸗ ärndte auf einer Fläche Landes von nicht weniger als zwey AÄcker(acres), zu vertheilen; ſechs Prämien, jede von ſechs Pfund für eine Fläche von nicht we⸗ niger als einem Acker, und zwölf Prei⸗ ſe von drey Pfund für Flächen von einem halben Acker und darüber. Alle dieſe klei⸗ nen Prämien ſür Karloffeln würden al⸗ 450- 450— 350 2 Transport- 2500 Pf. St. — 23 3750 Pf. St. b n ſes togen 1l. de hiaͤ Produt der Far Gumme in Ir gen hohe ſeden der 4 d: und nel- hes für jider Gre 12,9 und Auff Häuslng man in jede bon an beſter Lente be na zu zwen welche Folgen dennnac 13 ſude,„ 450- 350- 1 8* Transport 3750 Pf. St. ſo in jeder Grafſchaft zuſammen be⸗ kragen.... 11. In gleicher Abſicht um nämlich die Prämien für die Verbeſſerung ihrer Produkte auch auf die unterſten Elaſſen der Farmer auszudehnen, ſollte dieſelbe Summe kleiner Prämien, die ich ſo eben in Anſehung der Kartoffeln vorgeſchla⸗ gen habe, in jeder Grafſchaft für einen jeden der vorbenannten Artikel Nr. 2, 3, 4. und 5. verkheilt werden, nämlich ſechs 4 und neunzig Pfund für einen jeden; wel⸗ ches für dieſe vier Stücke zuſammen in die Induſtrie bun jeder Grafſchaft betragen würde 12. In der Abſicht, 96— und Aufmerkſamkeit der Kothſafſen und 18 Häuslinge(cottagers) zu reitzen, könnte man in jeder Grafſchaft drey Prämien, jede von fünf Pfund für die größten und am beſten cultivirten Gärten, die ſolche 182 Leute beſitzen, vertheilen; ſechs Preiſe, jeden zu drey Pfund, und zwölſe, jeden zu zwey Pfund. Die Ausgabe dafür, welche vermuthlich die wohlthätigſten Folgen nach ſich ziehen würde, betrüge demnach in jeder Grafſchaft.. 13. Für die mit dem wenigſten Ge⸗ ſinde, Pferden und Ochſen in vollkom⸗ — —=— mömömo.u‧·–˖˖ — 132— Transport- 4287 Pf. St. mener Cultur erhaltene größte Strecke 8. Landes... 300—= Pmi 14. Für die größte Strecke Landes, gng d die mit Forſtbäumen neu bepflanzt, völ⸗ viedet lig eingehegt und in jedem andern Punkte 59 tne l aufs beſte behandelt wäre, wozu die Vor⸗ m ſchriften von dem Board of Agriculture ſtüffei ertheilt werden müßten, ein Preis von 3 winhe, 400 Pfund für eine Strecke von nicht 4 Krxſüt o weniger, als einhundert Morgen, ein* ncht, d zweyter Preis von 200 Pfund für ei⸗ ſchiftes nen Raum von wenigſtens funfzig Mor⸗ beict d gen, und ein dritter von 100 Pfund, für nr ſebſ einen Platz von nicht weniger, als fünf am dar und zwanzig Morgen. 4 700— gewiſen 15. Für die beſte Bewirthſchaftung dodden n eines Farms in allen ihren Theilen, wo⸗ de Vern hin ich auch Verkoppeln, Abwäſſerung, der Ner Reinigung des Bodens von Steinen, Haupſſe Nettigkeit in der Cultur und der dazu ge⸗ Seſoldun brauchten Geräthſchaften rechnen würde; chraber für die größten, nutzbarſten und am be⸗ Smme ſten cultivirten Gärten und Baumgärten; V cend ſe für die vollkommene Ausrottung der Un⸗ End kräuter und mehrere andere Artikel, eine Sunme Prämie von zweyhundert Pfund, eine nehmen, von einhundert Pfund, und eine dritte chen An von funfzig Pfund. 1 359-5 n. —5637 Pf. St. 700- ¼ Transport- 5637 Pf. St. Zu dieſer Summe kämen dann noch die Adminiſtrationskoſten für die Beſor⸗ gung dieſes Geſchäftes hinzu; da aber in jeder Grafſchaft des Königreichs wohl eine hinlängliche Anzahl von Eigenthü⸗ mern und Pächtern die allgemeinern Ge⸗ ſchäfte des Boards umſonſt übernehmen würde, ſo könnte die wirkliche Ausgabe dafür von keiner Bedeutung ſeyn; um ſo mehr, da ein großer Theil dieſes Ge⸗ ſchäftes in einer jeden Pfarrgemeine ſehr leicht durch eine Comité der Einwoh⸗ ner ſelbſt beſorgt werden könnte, welche von den Boards in den Grafſchaften zu gewiſſen beſtimmten Zwecken ernannt worden wären. Die Hauptausgabe für die Verwaltung würde alſo beſtehen in der Miethe der nöthigen Zimmer in der Hauptſtadt der Grafſchaft, und in den Beſoldungen für einen Secretair und Schreiber, für welches alles jährlich die Summe von dreyhundert Pfund hinrei⸗ chend ſeyn wird... Endlich müßte man auch noch eine Summe für unvorhergeſehene Fälle an⸗ nehmen, die ſich vielleicht bey einer ſol⸗ chen Anſtalt ereignen können, worüber, bis zu einem gewiſſen Belange, wohl 300— 184— Transport- 5937 Pf. St. am füglichſten der Board of Agriculture in jeder Grafſchaft freye Gewalt behalten müßte, um für mehrere andere Artikel Prämien zu vertheilen, die ſich in einem ſolchen Verzeichniſſe nicht wohl aufführen laſſen. Für dies alles rechne ich hier 300—— Summa 6237 Pf. St. Dieſe Summe von ſechstauſend zweyhundert und ſieben und dreißig Pfund wäre ungefähr ein Durch⸗ ſchnitt des Ganzen, wenn zur Vertheilung unter alle Grafſchaften des Königreichs zuſammen jährlich etwa eine halbe Million beſtimmt würde. Einige der gro⸗ ßern würden indeſſen allerdings auf eine weit anſehn⸗ lichere Summe Anſpruch machen können; dieſe könnte man entweder in zwey Diſtricte theilen, und in einem jeden einen eigenen Board of Agriculture anordnen, oder die Anzahl der Prämien in dieſen größern Graf⸗ ſchaften verſtärken. Die nächſte und wichtigſte Abtheilung meines Plans beſteht in der Anwendung des Reſtes der Sum⸗ me von zwey Millionen Pfund Sterling, die, wie ich vorgeſchlagen habe, zur Beförderung und Verbeſſe⸗ rung des Ackerbaues, von der Nation bewilligt wer⸗ den ſollten. Dieſe Summe würde ich anrathen, auf zehn Jahr ohne Zinſen an Eigenthümer und Farmer zu verleihen, wenn ſie ſich dazu meldeten und Grundſtücke beſäßen, A, nach der öuiſhaſt deſes Geld Dipoſtion daß ts 9. ſcheu V ger gißte (acre) L bewiligen Am, der z of ſoche genommen kur gebr 44 korach 9 1M. dare 7 dels, als ag 5937 Pf Et. hundert und ein Durch⸗ ng unter alle ſaährlich etwa ge der gro⸗ peit anſehn⸗ dieſe könnte d in einem anordnen, ößern Graf⸗ ong meines der Sum⸗ die, wie ich d Verbeſſe⸗ willigt wer f zehn Jahr zu verleihen, icke beſüßm, — 185— die, nach dem Urtheile des Boards of⸗Agriculture der Grafſchaft, einer Verbeſſerung fähig wären. Ilber dieſes Geld müßten die Boards in der Grafſchaft freye Diſpoſition haben, die dann dahin zu ſehen hätten, daß es gehörig angewandt würde, und die für die ſichere Wiederbezahlung der Hauptpoſten Sorge tra⸗ gen müßten. Da man für jeden zu verbeſſernden Acker (acre) Landes nicht mehr als zehn Pfund Sterling bewilligen dürfte,— eine Summe, welche von je⸗ dem, der zu dergleichen Verbeſſerungen Neigung hat, auf ſolche Bedingungen mit vielem Danke würde an⸗ genommen werden— ſo würden durch dieſes Mittel allein jährlich zweymalhunderttauſend Aecker Lan⸗ des in cultivirten Stand geſetzt, die jetzo faſt gar nichks einbringen. Wie wichtig und vortheilhaft die⸗ ſes wäre, iſt ſo einleuchtend, daß es hier keiner wei⸗ tern Auseinanderſetzung bedarf. Da nach Verlauf von zehn Jahren zwey Millio⸗ nen dieſes Geldes wieder zurückgezahlt würden, ſo könnten dieſe unter denſelben Bedingungen an andere Verbeſſerer verliehen, und ſo alle Jahre zwey Mil⸗ lionen zu dieſem höchſt wichtigen Zwecke perwandt werden, ohne daß die Nation dazu weiter etwas hergäbe. Auf dieſe Weiſe könnten mik ſehr mäßigen Ko⸗ ſten alle der Cultur fähige Grundſtücke im ganzen Königreiche auf den höchſtmöglichen Grad der Cul⸗ tur gebracht werden; welches ſchwerlich jemals an⸗ ders, als durch dieſes oder irgend ein anderes eben — 186— ſo außerordentliches Mittel geſchehen wird: denn die zur Cultur der Ländereien erforderlichen Koſten ſind jetzt ſo groß, und der Gewinn beym Ackerbau ſo klein und ungewiß, in Vergleichung mit dem beym Handel und den Manufacturen, daß man ſelten oder nie⸗ mals große Capitalien darin anlegen wird, wenn er nicht, auf die eine oder die andere Art, öffentliche Aufmunterung erhält. Bisher iſt unſer Board of Agriculture für die Nation von geringem Nutzen geweſen, und das blos aus der Urſache, weil der ihm angewieſene Fond durch⸗ aus zu keiner einzigen wichtigen Uaternehmung hin⸗ reichend war. Um Nutzen ſtiften zu können, muß dieſer Board alle Jahre über eine beträchtliche Summe Geldes diſponiren können: man muß Prämien ver⸗ theilen, und dieſe müſſen, bey dem jetzt im König⸗ reiche befindlichen großen Reichthume, anſehnlich ſeyn, wenn ſie die Aufmerkſamkeit der Farmer rege machen ſollen. Kleine Summen werden wenig helfen: wä⸗ ren ſie aber ſo beſtimmt, als ich ſie in den einzelnen Artikeln des vorhergehenden Plans angegeben habe, ſo würde ſih über alle Zweige der Landwirthſchaft ein Geiſt verbreiten, wovon ſich Niemand einen Begriff machen kann, der dieſen ganzen Gegenſtand nicht vollſtändig und genau kennt. Eine unmittelbare ſehr heilſame Folge dieſes Plans würde, wie ich ſchon bemerkt habe, die ſeyn, daß wir dann ſehr bald mit allen Rothwendigkeiten des Lebens beſſer als jemals verſorgt wären, und daraus vinden olt Wu altzet da holden ſin ger Weiſe waht Ni dereen, länllihe landslebe ſe mrlſſe chen Leuic ger Jelſt nur 3u he der Fallj nengedtäͤn reichen ſi dls nach S Arbett em ohne Jwe Gaſſ de d ſit 1 dd: denn die Koſten ſind ſetbau ſo lein beym Handel en oder gier ird, wenn er 1 öffentliche kure für die ud das blos Fond durch⸗ hmung hin⸗ anen, muß che Summe ämien ver⸗ im König⸗ ehnlich ſeyn, rege machen helfen: wä⸗ den einzelnen geben habe, irthſchaft ein einen Begtiff enſtand nicht edieſes Plons ie ſeyn, du digkeiter ds , und Nurubs würden alle jene wohlthätige Wirkungen folgen, die allezeit da Statt finden, wo dieſe im Überfluſſe nor⸗ handen ſind. lnſere Bevölkerung würde nothwendi⸗ ger Weiſe ſehr ſchnell zunehmen, und unſere Jugend mehr Neigung zur Verbeſſerung der Cultur der Län⸗ dereyen, als zu den Manufakturen bekommen. Durch ländliche Arbeit würde dieſe geſünder, ihre Vater⸗ landsliebe erhöhet, und man würde dann, wenn es darauf ankömmt, dieſes zu beſchützen, ſich beſſer auf ſie verlaſſen konnen, als es im Allgemeinen bey ſol⸗ chen Leuten möglich iſt, die meiſtentheils in beſtändi⸗ ger Zerſtreuung und Verſchwendung leben, wie das nur zu häufig bey der untern Claſſe der Fabrikanten der Fall iſt, die gewöhnlich in großer Anzahl zuſam⸗ mengedrängt wohnen, und ſelten auf das Land, in welchem ſie leben, irgend einen andern Werth ſetzen, als nach Verhältniß des Lohns, den ſie darin für ihre Arbeit empfangen. Ausnahmen hiervon wird man ohne Zweiſel antreffen. Man findet täglich unter der Claſſe der Fabrikarbeiter manchen braven Mann, manchen guten Bürger; aber man muß zugeben, daß eine Nation, deren junge Leute größtentheils Fabrik⸗ arbeiter ſind, niemals ſo unabhängig und ſicher iſt, als ſie es aller Wahrſcheinlichkeit nach ſeyn würde, wenn dieſelbe Volksmenge mit dem Landbau beſchäf⸗ tigt wäre. Ich bin nicht ſo eitel, mir einzubilden, daß die von mir gewagten Vorſchläge zur Erreichung eines ſo wünſchenswerthen und intereſſanten Zweckes, wie die — 188— Verbeſſerung des Ackerbaues in unſerm Lande iſt, die beſten unter allen möglichen ſeyn ſollten. In mehre⸗ ren Stücken werden ſie von Zeit zu Zeit abgeändert werden müſſen, vorzüglich aber bey Beſtimmung der⸗ jenigen Artikel, wofür Prämien zu vertheilen ſind, die in einigen Geſellſchaften von denen in andern ſehr verſchieden ſeyn können. In einigen kann es noth⸗ wendig ſeyn, verhältnißmäßig mehr Prämien für den eigentlichen Ackerbau zu vertheilen, wohingegen in andern dieſe vornämlich auf die Verbeſſerung der Viehzucht abzwecken müſſen. Der vorhergehende Plan ſoll uns zu keiner andern Abſicht dienen, als daß das Publikum, und wo möglich auch die Regierung, die⸗ ſen Gegenſtand beſſer und genauer unterſucht, als es bisher geſcheben zu ſeyn ſcheint. Geſchähe dieſes wirk⸗ lich, und verſorgte man den Board of Agriculture mit einem ſtärkern Fond, ſo würden die vereinigten Bemühungen derer, welchen man die nähere Sorge für dieſes wichtige Stück unſers Nationalreichthums und unſerer Wohlfahrt anvertrauen wird, weit vollkom⸗ menere Plane aufſtellen, als irgend ein einzelnes In⸗ dividuum vorzulegen im Stande iſt. Man kann gegen dieſen Plan, zur Verbeſſerung der Landwirkhſchaft, einwenden, daß er nichts ent⸗ halte, worauf man mit Beſtimmtheit zählen, oder wovon man ſich viel verſprechen könne, weil er keine einzige neue Art der Cultur angiebt, und weil man bisher ſelten durch Prämien den beabſichtigten Zweck erreicht hat. lbrr di wan die de velbeſſet ner in une ſcoflich 3 diſe Attu lernen und Endyveke Jroronung an fden( henden Fo mien, ver S. mn unt d zatken, Er Iſſtite, r daues derhh ich In! Graſſchaft Ausdepnun in ganxen. duh Ennduicze 9f Agrie hanällnge meriſmkei kerhaſt i lefolgten doch i al n Lande iſ de en. I mehrr⸗ Zeit oögeindert eſtimmung dr dertheilen ſind, in andern ſehr kann es nofß⸗ ämien für den vohingegen in deſſerung der gehende Plan als daß das gierung, die⸗ ucht, als es dieſes wirk⸗ Agriculture vereinigten Gorge fuͤr hthums und eit vollkom⸗ inzelnes In⸗ Verbeſſerung nichts ent⸗ zählen, oder weil er keine nd weil mar tigten Dyxck — 189— Über dieſen Punkt bin ich der Meinung, daß, wenn die Farmer mit den Mitteln, ihre Beſitzungen zu verbeſſern, verſehen würden, und die Eigenthü⸗ mer in einem jeden Diſtricte ſich bemühten, landwirth⸗ ſchaftliche Kenntniſſe unter ihnen zu verbreiten, ſie auf dieſe Art am beſten die vorzüglichſten Methoden kennen lernen und in Ausübung bringen würden. Zu dieſem Endzwecke kenne ich aber kein beſſeres Mittel, als die Anordnung der vorhin erwähnten Sorvietäten in ei⸗ ner jeden Grafſchaft, die aber freylich mit hinrei⸗ chenden Fonds, zur Vertheilung anſehnlicher Prä⸗ mien, verſehen ſeyn müſſen. Was Prämien in Dingen der Art bewirken, kön⸗ nen nur diejenigen bezweifeln, die nie Gelegenheit hatten, Erfahrungen darüber zu machen. In jedem Diſtricte, wo Prämien zur Beförderung des Acker⸗ baues vertheilt ſind, war ihre Wirkung augenſchein⸗ lich. Im Kleinen hat man ſie ſchon oft in mancher Grafſchaft bemerkt; in der von mir vorgeſchlagenen Ausdehnung aber würde man ſie wahrſcheinlich bald im ganzen Königreiche bewirken. Durch ſolche anſehnliche Prämien würden die Landwirthe bewogen werden, neue von dem Ward of Agrirulture als Verbeſſerungen anerkannte Be⸗ handlungsarten anzunehmen, welche ſonſt ihre Auf⸗. merkſamkeit nicht rege machen würden; denn, ſo feh⸗ lerhaft und unzweckmäßig die von den Landwirthen befolgten üblichen Methoden auch ſind, ſo hat man doch in allen Ländern bemerkt, daß ſie ihnen ſehr 190— hartnäckig anhängen, und ſelten bewogen werden kön⸗ nen, ſie aufzugeben, wenn ſie nicht durch Prämien dazu aufgemuntert werden. Aber unter der Mitwirkung der vorzüglichſten Verbeſſerer in den verſchiedenen Diſtricten, unterſtützt durch die jährliche Vertheilung anſehnlicher Prämien, würde dieſe Hartnäckigkeit, die man, und vielleicht mit nur zu vielem Rechte, den Landwirthen vorge⸗ worſen hat, vermuthlich bald aufhören, und der Be⸗ gierde nach vernünftigen Kenntniſſen und einer auf⸗ richtigen Neigung, nützliche Verbeſſerungsplane an⸗ zunehmen, Platz machen. Unterſtützte man aber die⸗ ſen Plan nicht gleich mit einem beträchtlichen Fond, ſo würde es ihm an gehörigem Nachdrucke fehlen, er könnte keine wohlthätige Wirkung hervorbringen, und binnen kurzer Zeit würden diejenigen, die ſich anfänglich darauf verlaſſen hätten, ſich nicht weiter damit befaſſen wollen. So wie jeder andere Plan von großer Wichtig⸗ keit, muß auch die Verbeſſerung unſers National⸗ ackerbaues hinreichend mit Geld unterſtützt werden, wenn er ſich bey ſeiner Ausführung wirkſam bewei⸗ ſen ſoll. Da nun zuverläſſig ein großer Theil des Territoriums im ganzen Königreiche in den Händen ſolcher Farmer iſt, deren Vermögen ihnen nicht er⸗ laubt, mehr zu thun, als ſie bisher gethan haben; ſo muß entweder die Nation dieſem Mangel abhel⸗ fen, oder wir müſſen wegen unſerer Subſiſtenz auch fernerhin noch immer von andern Ländern abhängen. viche pe ſes bewick ter But drch das und derb bungen endere de te ſi win nit gutem üict ſo h deſchrey ber, derk inner me holten. 2 da Lech vid, dl werden kön⸗ urch Prämien vorzüglihſten a, unterſtützt her Prämien, und vielleicht athen dorge⸗ und der Be⸗ deiner auf⸗ gsplane an⸗ zin aber dies chen Fond, ucke fehlen, orbringen, „die ſich icht weiter er Wichtig⸗ National⸗ gt werden, ſam bewei⸗ „Theil des den Händen n nicht er⸗ hon haben; mngel abhel ziſtenz auc abhängen. Die Frage iſt nur, auf welche Art jenes geſchehen müſſe. Der von mir angegebene Plan ſcheint ſeiner Abſicht ſehr wohl zu entſprechen; nicht blos, weil ihm zufolge das Geld unmittelbar zu landwirthſchaft⸗ lichen Verbeſſerungen verwandt werden ſoll, ſondern auch, weil er den Geiſt und die Kräfte der Land⸗ wirthe wecken würde. Der Plan ſelbſt, wodurch die⸗ ſes bewirkt wird, iſt in der That von weit geringer rer Wichtigkeit, als der Einfluß, den er ſehr ſchnell durch das Erwachen dieſes Geiſtes äußern würde, und der bald die wohlthätigſten Wirkungen hervor⸗ bringen müßte. Man führt ferner gegen die Prämien an, daß ſie ſelten mit Unpartheilichkeit, und oft an ganz andere Bewerber vertheilt werden, als an die, wel⸗ che ſie wirklich erhalten ſollten. Man darf indeſſen mit gutem Grunde annehmen, daß dieſer Fall ſich nicht ſo häufig zuträgt, wie manche, durch das Geſchrey der in ihrer Erwartung getäuſchten Bewer⸗ ber, verleitet worden ſind, zu glauben, da es deren immer mehrere giebt, als ſolcher, die Prämien er⸗ halten. Wenn aber auch weniger Unterſchied bei der Vertheilung der Prämien hie und da gemacht wird, als eigentlich geſchehen ſollte, ſo beweiſen ſie ihren Nutzen doch dadurch, daß ſie zu größerer An⸗ ſtrengung ermuntern, und die Fähigkeiten derer rege machen, die ſonſt immer unbekannt oder unaufge⸗ fordert geblieben wären. In der That hat man auch meiſtentheils bemerkt, daß ſchon allein in dieſer Rückſicht Prämien, die theils zur Beförderung des Ackerbaues, theils auch zum Beſten der Manufakturen und des Handels von Privatgeſellſchaften, von Zeit zu Zeit vertheilt wur⸗ den, großen Nutzen geſtiftet haben. Da die Mit⸗ glieder dieſer Geſellſchaften an Ort und Stelle ſich aufhalten, und hinlängliche Gelegenheit haben, alle nöthigen Erkundigungen einzuziehen, ſo können ſie auch die Verdienſte der verſchiedenen Preisbewerber am beſten beurtheilen, und unpartheiiſch die Prämien denjenigen zuerkennen, die den gegründetſten An⸗ ſpruch daran haben. Es war augenſcheinlich, was für einen großen Einfluß dieſes auf die Verbeſſerung des Ackerbaues hatte. In allen Diſtrikten, wo ſich dergleichen Sos cietäten bildeten, wuchs allgemein die Neigung zu Verbeſſerungen des Bodens, und die Begierde, ihn zu einem größern Ertrage zu bringen. Aber bei den kleinen Fonds, womit die Bemühungen dieſer Sorietäten unterſtützt, und der Ungewißheit, ob dieſe geringen Beiträge auch fortgeſetzt werden, wovon gleichwol doch ihre ganze Nutzlichkeit abhängt, ver⸗ ſinken ſie gewöhnlich ſchon früh in gänzliche Kraftlo⸗ ſigkeit und nutzen, während der kurzen Zeit ihrer Exi⸗ ſtenz, hauptſächlich nur dadurch, daß ſie, nicht durch bloße Spekulation, ſondern mit unſtreitiger Evidenz beweiſen, was für höchſt wichtige Vortheile die Na⸗ tion von ähnlichen wirkſameren Stiftungen erwar⸗ ten könnte, wenn dieſe mit hinreichenden Fonds ver⸗ ſehen, und auf den dauerhaften Grund gebaut wären, wel⸗ In di myfehlun ſt, von te ole di lenents ih ligkeiten n zelne G fahken mü hrämien! of Agrikul den über: Fonds ken Arſſcht de bdei die ſede läufig don nun die M ahlteic ſe khümern u bnnte eine nur ſeiten Luh licht, wi gliedern b lich dinig dereinige, dolge ihr ufe Und is auch zum Handels von vertheiſt wur⸗ Da die Mit⸗ nd Stelle ſich it haben, alle ſo können ſie Jreisbewerber die Drämien detſten An⸗ inen großen Ackerbaues leichen So⸗ teigung zu gierde, ihn Aber bei ungen dieſer heit, ob dieſe en, wovon hängt, ver⸗ che Kraſtlo⸗ eit ihter Eri⸗ nicht durch iger Evidenz eile die Na⸗ ngen erwar⸗ n Fonds iir ſebaut uin. wel⸗ — 193— welchen ſie durch die Sanktion des Parlements uns fehlbar erhalten würden. In dieſer Hinſicht würde der Plan, deſſen An⸗ empfehlung der Hauptgegenſtand dieſer Abhandlung iſt, von beſondern Vortheilen begleitet ſeyn Er hät⸗ te alle die Vorzüge, welche die Protektion des Par⸗ lements ihm gewähren kann, und wäre den Schwie⸗ rigkeiten nicht unterworfen, welche alle an eine ein⸗ zelne Stadt oder Provinz gebundene Sorietäten er⸗ fahren müſſen, wenn ſie in einem großen Reiche Prämien vertheilen ſollen. Da der Nationalboard of Agrikulture aus den von mir angegebenen Grün⸗ den über die zur Ausführung des Plans beſtimmten Fonds keine Controlle führen ſoll, ſo wäre alles der Aufſicht der Provincial⸗Societäten übertragen, wo⸗ bei die jeder Grafſchaft anzuweiſende Summe vor⸗ läufig von dem Parlemente feſtgeſetzt wäre. Da nun die Mitglieder der Boards in ſolchen Diſtrikten zahlreich ſeyn, und unter den reſpektabelſten Eigen⸗ thümern und Farmern gewählt werden würden, ſo könnte eine verkehrte Anwendung der Prämien auch nur ſelten ſtatt finden. Auch ſollte der National⸗Board of Agriculkure nicht, wie bisher, durchaus blos aus Parlements⸗ gliedern beſtehen. Das Parlement könnte anfäng⸗ lich einige wenige ernennen, und zu einer Societät vereinigen; dieſe müßten die Befugniß haben, in der Folge ihre Mitglieder ſo zu wählen, wie ſie es dem Rufe und dem Beſten der Societät am angemeſſen⸗ N — 194— ſten hielten. Dieſe müßten größtentheils aus ſolchen Maännern beſtehen, die ſich in unſerm oder einem andern Lande durch Landwirthſchaftliche und philo⸗ ſophiſche Unterſuchungen und Bemühungen ausge⸗ zeichnet haben, und das einzige Geſchäft der Sorie⸗ kät beſtände darin, mit Eifer und Ausdauer einen jeden Plan zu verfolgen, der entweder unmittelbar, oder auf irgend eine andere Art dahin abzweckte, Landwirthſchaftliche Verbeſſerungen zu befördern. Jede Grafſchaft würde auf die eine oder die andre Weiſe nützliche Entdeckungen liefern können. Die Nachrichten, welche ſelbſt ſchon alle unſere eigenen Provincial⸗Sorcietäten zu beſtimmten Zeiten an den National⸗Board, als ihren gemeinſchaftlichen Mit⸗ telpunkt, einſchicken müßten, würden daher ſehr wich⸗ tig ſeyn. Dieſe müßten wieder regelmäßig den Bo⸗ ards in den Graſſchaften mitgetheilt werden, welche ſie dann ſchnell und in einem kurzen Auszuge im ganzen Königreiche bekannt zu machen hätten,— eine Maaßregel, die gewiß von ſehr weſentlichem Nutzen ſeyn würde.. Der praktiſche Theil des Ackerbaues kann, aller Wahrſcheinlichkeit nach, durch nichts mehr gehoben und verbeſſert werden, als durch eine ſolche Anord⸗ nung, wodurch nützliche Kenntniſſe ſich in allen Ge⸗ genden des Landes verbreiten würden. Kein Theil des gemeinen Weſens bedarf dieſes öffentlichen Bei⸗ ſtandes mehr, als die Landwirthe; denn ſo befrem⸗ dend dieſes auch ſcheinen mag, ſo iſt es doch gewiß, daß unter den Landwirthen ſo wenig Mittheilung fol ſndet, ſel Gebrou hlet Nac beſerunge mn, ſt dder jpi Geganden aur einm keinſe S zen Oſtti tach diſer wirthen! lange von alte Gevo Acerbauge zwverläſſgſ Nah dde dihe den in ner aus Darbeſeru nen der beim Attr handen ſe lhe pboß ken künnen lchen Ni Die! nißte 11 äis aus ſoſchen em oder einem liche und philo⸗ ihungen ausge⸗ häft der Gocie⸗ Ausdauer einen er unmikkelbar, zhin abzweckte, zu befördern. der die andre können. Die unſere eigenen Heiten an den aftlichen Mit⸗ her ſehr wich⸗ ißig den Bo⸗ rden, welche Auszuge im en hätten,— r weſentlichem 1 g kann, aller nehr gehoben ſolche Anord⸗ in allen Ges n. Kein Thel fentlihen Bei enn ſo beftem es doch gwiß ig Mittfelung — 1985— ſtate findek, daß nur wenige unter ihnen irgend ei⸗ nen Gebrauch kennen, wenn er nicht unmittelbar in ihrer Nachbarſchaft üblich iſt. Die nützlichſten Ver⸗ beſſerungen exiſtiren daher oft ſchon ſeit vielen Jahs⸗ ren, ja ſogar ſchon ſeit Jahrhunderten, in einem oder zwei Diſtrikten, ohne daß man ſie in andern Gegenden des Reichs in Ausübung gebracht, oder nur einmal davon gehört hätte, wohingegen die kleinſte Verbeſſerung bei den Fabriken ſogleich in je⸗ dem Diſtrikte angenommen wird. In der That iſt auch dieſer Mangel an Unterricht unter den Land⸗ wirthen vielleicht die Haupturſache der ihnen ſchon lange vorgeworfenen hartnäckigen Anhänglichkeit an alte Gewohnheiten, die durch die Anordnung ſolcher Ackerbaugeſellſchaften in allen unſern Grafſchaften am zuverläſſigſten würde gehoben werden. Rach dem von mir angegebenen Plane würde jede dieſer Societäten nicht nur ſchnell von einer je⸗ den in andern Gegenden Britanniens eingeführten, oder aus andern Ländern her bekannt gewordenen Verbeſſerung unterrichtet; ſondern, da in den Zim⸗ mern der Sorietät Modelle von einem jeden ſich beim Ackerbau als nützlich bewieſenen Inſtrumente vor⸗ handen ſeyn müßten, ſo würden auch die Landwir⸗ the ſowohl, als die Künſtler, beſſer darüber urthei⸗ len können, als es nach einer mündlichen oder ſchrift⸗ lichen Mittheilung je möglich iſt. Die Anſicht dieſer Modelle und Inſtrumente müßte zu gewiſſen Stunden des Tages jedermann R 2 — 196— frey ſtehen, der ſie zu ſehen wünſcht. Auch wäre es von großem Nutzen, wenn jede dieſer Societäten alle Jahre eine öffentliche Zuſammenkunft hielte, wor⸗ in die Modelle von Inſtrumenten und alles, was auf Prãämien Anſpruch macht, vorgezeigt würden. Bei dieſen Zuſammenkünften müßten dann alle Prãä⸗ mien zuerkannt, und jede nützliche, während des ver⸗ gangenen Jahres der Societät mitgetheilte Landwirth⸗ ſchaftliche Entdeckung von dem Präſidenten aus ein— ander geſetzt und erklärt werden. Auf dieſe Weiſe würde man großen Enthuſias⸗ mus für Landwirthſchaftliche Unternehmungen verbrei⸗ ten, ohne welchen, wie ſehr zu befürchten iſt, keine weſentliche Verbeſſerung des brittiſchen Grunds und Bodens jemals ſtatt finden wird. Jedermann weiß, was für großen Nutzen die Stiftung der Königlichen Sorietät zu London, und anderer ähnlicher Anſtalten in andern Ländern, in dem weitläuftigen Gebiete der Philoſophie geleiſtet hat; und es leidet keinen Zweiſel, daß dieſer Nutzen für die Beförderung des Ackerbaues eben ſo groß wä⸗ re, wenn dafür eine Societät geſtiftet würde, die An⸗ ſehen genug, und eine der Abſicht angemeſſene Macht beſäße. Die Schwierigkeiten, welche man gewöhnlich ei⸗ nem jeden neuen Entwurfe entgegenſetzt, können es vielleicht verhindern, daß dieſer, ſo wie jeder andere Plan von gleichem Uafange, mit demjenigen Nach⸗ drucke ausgeführt werde, welchen der gegenwärtige guſtnd det fodelt. o würde werden, bſſche Ge geoßer Kirigtit witthſche ländjſche deSolit turen und Geſellice Hociety) und Aust ten, ſcho ſehr nüßzit len, was ſcon wie daß ſed trihliih dos Jub Gumme! Ii nr Nrin widd, w erhalle, ken eine bewillgte im ſie als t Luch waͤre ſſer Gocietäten nſt hielte, wor⸗ nd alles, was gezeigt wurden, dann alle Prä⸗ hrend des ver⸗ ilte Landwirth⸗ enten aus ein⸗ zen Enthuſiat⸗ ꝛungen verbrei⸗ hten iſt, keint Grunds und Nutzen die London, und Ländern, in ophie geleiſtet dieſer Nutzen ſo groß wä⸗ ürde, die An⸗ neſſene Macht grwöhalic di tzt, können e jeder andelk njenigen Nach⸗ 1 gegennitige — 197— Zuſtand des Ackerbanes in unſerm Lande offenbar er⸗ fordert. Wäre dieſes unglücklicher Weiſe der Fall, ſo würde ſchon allein dadurch ſehr viel Gutes geſtiftet werden, wenn die Regierung auch nur drey patrio⸗ tiſche Geſellſchaften unterſtützte, die ſchon lange mit großer Freygebigkeit in verſchiedenen Gegenden des Königreichs Prämien für die Verbeſſerung der Land⸗ wirthſchaft vertheilt haben. Ich meine hier die Hoch⸗ ländiſche Societät(Highland society) in Schottland; die Societät zur Beförderung der Künſte, der Manufak⸗ turen und des Handels in London; und die Ackerbau⸗ Geſellſchaft zu Bath;(the Bath or West of England Society) deren Mitglieder durch die Standhaftigkeit und Ausdauer, womit ſie ihre Bemühungen verfolg⸗ ten, ſchon auf mancherlei Weiſe der ganzen Nation ſehr nützlich geweſen ſind Nach demjenigen zu urthei⸗ len, was ſie bisher mit ſehr eingeſchränkten Fonds ſchon wirklich geleiſtet haben, iſt es ſehr glaublich, daß ſie die Sphäre ihrer Wirkſamkeit in einem ſehr be⸗ trächtlichen Grade würden erweitern können, wenn das Publikum ihre Fonds mit einer nur ſehr mäßigen Summe vermehrte. Bis dahin, daß ein Plan zur Vertheilung größe⸗ rer Prämien in jeder Grafſchaft wirklich ausgeführt wird, würde man ſchon dadurch wichtige Vortheile erhalten, wenn man nur einer jeden dieſer Sorietä⸗ ten eine jährliche Summe von etwa 20005 Pfund bewilligte, und zwar zu dem ausdrücklichen Zwecke, um ſie als Prämien zu vertheilen, und in dem Maaße, — 1989— wie es Mitgliedern jeder dieſer Societäten am zuträg⸗ lichſten ſchiene. Unter andern Vortheilen, welche dieſer von mir vorgeſchlagene Plan zur Verbeſſerung des Ackerbaues zur Folge hätte, würde auch wohrſcheinlich der ſeyn, daß alsdann die Wuth oder der ſtarke Hang für zu große Manufarturen abnähme, der ſeit langer Zeit unter dem brittiſchen Volke geherrſcht hat. In dieſer Hinſicht wäre es daher ſehr wichtig, in ſo fern es mit Vortheil geſchehen kann, die Praxis des Acker⸗ baues mit der der Manufactuxren zu verbinden. Man dürfte den Fabrikanten zwar keine große Farms an⸗ vertrauen; aber wo es nur immer geſchehen kann, ſollte man allen, die es verlangten, Land genug zu einem Garten, und vielleicht auch zum Unterhalte einer Kuh geben. Es haben zwar einige gerade das Gegentheil hie⸗ von behauptek, weil ſie glauben, daß dieſe beyden Arbeiten in größerer Vollkommenheit betrieben wer⸗ den, wenn ſie getrennt ſind, als wenn ſie eine und dieſelbe Perſon verrichten ſoll. Allein, ob dieſes gleich von der einen Seite ſeine gute Richtigkeit hat, ſo iſt es doch von einer andern gewiß falſch. Ein Fabri⸗ kant würde ohne Zweifel zur Verwaltung eines gro⸗ ßen Farms ungeſchickt ſeyn; es iſt aber nicht wohl einzuſehen, wie die Bearbeikung eines Gartens oder auch ſelbſt von einem oder zwey Acker Landes ihm nachtheilig ſeyn könne, da er dieſe doch meiſtentheils als Grasland für ſeine Kuh brauchen würde, ſolche llätt etwa d ur Cultur un Gpode Meinung ſcchhe Gat widde; ſ t ſit ſ heſſer ann len, grün In) aicht nn die R in ſeinen unglücki venig ein ſie trben richt zufti vernünfig unbüc ſ Ohnidt ſcheht à deſe R. mit der? Dſen ij ts ſelten hauſe, 1 Ler Abe lenthaben brikanten ander we dieſer von mir des Aceerbaues inlich der ſen, e Hang für zu ſeit langer Zii at. In diſe in ſo fern es is des Acker⸗ tbinden. Man öße Farms an⸗ eſchehen kann, and genug zu nterhalte einer zegenthei hie dieſe beyden betrieben wers ſie eine und b dieſes gleich it hat, ſo iſt Ein Fabri⸗ ung eines gro⸗ der nicht woh Gartens oder er Landes ihn h meiſtentfel wänd üiche — 199— Plätze etwa ausgenommen, die er zum Kartoffelnbau und zur Cultur anderer gewöhnlichen Gartengewächſe mit dem Spaden bearbeitete. Indeſſen werden manche der Meinung ſeyn, daß ſelbſt ſchon dieſe blos gelegent⸗ liche Gartenarbeit den Fabrikanten nachtheilig ſeyn werde; ſie beſorgen, ſie werde ihn Zeit koſten, die er für ſich ſelbſt und für das Publikum nützlicher und beſſer anwenden könne. Manner aber, die ſo urthei⸗ len, gründen ihre Meinung auf bloße Sperulation, und nicht auf Erfahrung und Beobachtung. Sie ken⸗ nen die Natur des Menſchen nicht, der Abwechſelung in ſeinen Beſchäfftigungen verlangt, wenn er ſich nicht unglücklich fühlen ſoll; und es weiß Jedermann, wie wenig eine Arbeit einbringt, wenn diejenigen, welche ſie treiben ſollen, mißvergnügt oder mit ihrer Lage nicht zufrieden ſind. Es iſt in der That offenbar un⸗ vernünftig, zu verlangen, daß ein Weber jeden Au⸗ genblick ſeiner Zeit auf ſeinem Weberſtuhle, oder ein Schmidt bey ſeinem Amboß zubringen ſolle: es ge⸗ ſchieht daher auch ſelten oder niemals. Denn, wenn dieſe Menſchenklaſſe der vernünftigern Beſchäfftigung mit der Bearbeitung eines kleinen Grundſtückes, zum Beſten ihrer Familien, beraubt iſt, ſo unkerlaſſen ſie es ſelten, einen beträchtlichen Theil ihrer Zeit im Bier⸗ hauſe, und nur wenige Tage in jeder Woche bey ih⸗ rer Arbeit zuzubringen. Dagegen hat man faſt al⸗ lenthalben bemerkt, daß dieſes ſelten bey ſolchen Fa⸗ brikanten der Fall iſt, die bis jetzt noch nicht bey ein⸗ ander wohnen, ſondern abgeſondert und oft einer — uo— von dem andern entfernt arbeiten, häufig einen oder zwey Morgen Landes beſitzen, deren Bearbeitung nicht blos ſie ſelbſt vergnügt und glücklich, ſondern auch ihre Kinder geſünder und ſtärker macht, die da⸗ bey tugendhaftere Grundſätze einſaugen, wie man ge⸗ wöhnlich bey ſolchen Fabrikanten antrifft, die dieſes Vorzugs nicht genießen. 1 Der Einfluß hiervon iſt ſehr auffallend bey dem Unterſchiede, der ſich in dieſem Stücke zwiſchen den Baumwollen⸗Fabrikanten, die allgemein in großer An⸗ zahl, oft bis auf mehr als tauſend Menſchen zuſam⸗ men gehäuft ſind, und denjenigen Fabrikarbeitern findet, die unſer einländiſches feines Tuch verarbeiten. Dieſe letztern arbeiten faſt allenthalben abgeſondert und ohne Verbindung mit einander; alle der Erholung und dem Vergnügen beſtimmte Zeit wenden ſie auf die Beſor⸗ gung ihrer Gärten und anderer kleinen Grundſtücke, welche ſie beſitzen, an die ſie und ihrs Fumilie mei⸗ ſtentheils eine ſo große Anhänglichkeit bekommen, daß ſie, wie man ſchon oft geſehen hat, mehrere Generatio⸗ nen hindurch bey einer und derſelben Familie bleiben, ſo klein auch dieſe Beſitzungen gewöhnlich zu ſeyn pflegen. Auch macht dieſe Abwechſelung in ihren Be⸗ ſchäfftigungen ſie weder zu ſchlechtern Kaufleuten, noch arbeiten ſie deshalb weniger, wie einige ſpeeu⸗ lative Köpfe vorausgeſetzt haben, wohingegen ſie da⸗ hin abzweckt, ſie zu tugendhaftern Bürgern zu ma⸗ chen. Dieſe Fabrikanten ſtehen allenthalben, wegen ihrer Induſtrie und der Menge von Duch, welche ſie liefern, in vorzüglich gutem Rufe, und Jedermann P uiß, daß Stupelwoat 1.. 9' n ſeinet! Eiic die veren richt häl durch Arzahl nuqligj a perſehen. wenigen atbeiter ſo den au ftt an ſch ralitäk, a mithin aud ſt, ſo wa Ausdehna jett häu ſcränke Der At, ds Ägtialtr Nagt ſehn, n wonach b do es hl dens und wwey od ufig einen oder m Bearbeitung clich, ſondern macht, di da⸗ 1, wie man ge⸗ fft, die dieſes ellend bey dem zwiſchen den in großer An⸗ enſchen zuſam⸗ arbeitern findet, ebeiten. Dieſe ndert und ohne lung und dem uf die Beſor⸗ Grundſtücke, Familie mei⸗ kkommen, daß kere Generatio⸗ amilie bleiben, ulich zu ſeyn in ihren Be⸗ n Kaufleuten, e einige ſpetli ingegen ſie de ürgern zu mo⸗ hhalben, wegen duch, welhe ſe und Jedemand — 201— weiß, daß dieſer Artikel, den man lange als eine Stapelwaare unſers Landes Petrachtet hat, der beſte in ſeiner Art iſt. Einige NMangſakeufen erfordern zwar allerdings die vereinigten Kräfte mehrerer Arbeiter, aber das iſt nicht häufig der Fall; auch kenne ich keine, bey der es durchaus nothwendig wäre, ſie in einer ſolchen Anzahl beyſammen zu haben, daß es dadurch un⸗ möglich würde, ſie alle mit kleinen Grundſtücken zu vperſehen. Es iſt vielleicht für das Intereſſe einiger wenigen großen Capitaliſten vortheilhaft, die Fabrik⸗ arbeiter in großer Anzahl zuſammen zu häufen, und ſo den aus ihrer vereinigten Arbeit erwachſenden Pro⸗ fit an ſich zu ziehen; da dieſes aber ſowohl der Mo⸗ ralität, als auch der Geſundheit dieſer Arbeiter, und mithin auch für die ganze Nation höchſt nachtheilig iſt, ſo wäre es wahrlich hohe Zeit, die übermäßige Ausdehnung, in welcher Unternehmungen der Art jetzt häufig betrieben werden, einigermaßen einzu⸗ ſchränken oder zu verhindern. t Die wünſchenswertheſte, und vielleicht wirkſamſte Art, dieſes zu bewirken, würde für den Board of Agriculture— vorausgeſetzt, daß er zu dieſem Zwecke Macht genug und hinlänglichen Fond beſäße-— die ſeyn, wenn er einen Plan annähme und ausführte, wonach einem jeden Fabrikarbeiter in allen Diſtrikten, wo es thunlich iſt, nach Verhältniß der Güte des Bo⸗ dens und andern Umſtänden in ſeiner Lage, ein, zwey oder auch mehrere Morgen Landes zugetheilt ——— 8 würden. Die Begierde nach einem Beſitzthume dieſer Art iſt allenthalben bey den untern Volkselaſſen ſehr allgemein und lebhaft Fände nun ein ſolcher Plan wirklich ſtatt, ſo würde eine Menge Fabrikarbeiter, die nur in großen Haufen zuſammengedrängt leben, ſich trennen, und fleißigere, nützlichere und beſſere Mit⸗ glieder der Geſellſchaft werden, als ſie es bey ihrer bisherigen Lebensart jemals werden können. Es würde dieſes auch auf mancherley Weiſe nicht nur den Farmern und Landeigenthümern, ſondern auch den Fabrikanten und dem Publikum ſelbſt ſehr nützlich ſeyn. Vertheilte man an dieſe Menſchen, der Regel nach, nur blos die noch unverbeſſerten Grund⸗ ſtücke, deren ſich faſt auf jedem Farm einige finden, ſo könnte davon eine ſehr beträchtliche Quantität, bis auf einige Millionen Acker(acres), die jetzt faſt ganz und gar nichts produciren, ſchnell und mit wenigen oder gar keinen Koſten, auf den höchſten Grad der Cultur gebracht werden. Denn die Bearbeitung ſol⸗ cher kleinen Grundſtücke, die ſich auf dieſem Fuße in den Händen Einzelner befinden, koſtet keinen andern Aufwand an Zeit— welches, beyläufig geſagt, die Hauptausgabe bey allen Landwirthſchaftlichen Ver⸗ beſſerungen iſt— als die Zeit, welche ſonſt im Müßig⸗ gange wäre verſchwendet worden. Man würde für ſolche Grundſtücke mit Freuden die allerhöchſten Pacht⸗ ſummen bezahlen, und da ein großer Theil unſerer Fabrikarbeiter im ganzen Königreiche zerſtreut iſt, ſo wären ihre Weiber und Kinder in den Jahrszeiten, un olh 10c güraucht 8 Beaueni Gaſſez 1ul,Ech org ſt fit mn ſunh Kih Auch beſſerung ſalche Ie des— u Erkonten, de neyt a t cewöhnn dueßen d ſälten bol inoegen den bearb Rarſolht ſe droh würde d gar keine gend ein wäte R Geſſliche thume deſer ksclaſſen ſehr ſelcher Plan Fabrikardeiter, edräͤngt loen, dbeſſere Mit⸗ ees bey ihrer nen. y Weiſe nicht ern, ſondern tum ſelbſt ſehr Menſchen, der ſerten Grund⸗ einige finden, zuantitat, bis zk faſt ganz mit wenigen ten Grad der arbeitung ſole eſem Fuße in keinen andern geſagt, di eftlichen Ver⸗ nſt in Müßig⸗ tan würde für hütſte hht Theil unſer 3 zerſteut ſſeſ en Jahrhhin, — 203— wo ſich die Arbeiten häufen, ſehr nützlich und wichtig, um als Taglöhner bey Landwirthſchaftlichen Arbeiten gebraucht zu werden. W Ich bin ebenfalls der Meinung, daß, um die Bequemlichkeit und das Glück einer ſehr nützlichen Claſſe zu vermehren, man auch allen unſern Natio⸗ nal⸗Schulmeiſtern, für die man bisher ſehr wenig ge⸗ ſorgt hat, ein kleines Grundſtück anweiſen ſollte, das für einen Garten und zum Unterhalte für eine oder zwey Kühe hinreichte. Auch dieſes ſogar würde ich für eine wichtige Ver⸗ beſſerung unſers Ackerbaues halten; denn ein jeder auf ſolche Weiſe den Schulmeiſtern zugetheilte Acker Lan⸗ des— und eben das läßt ſich auch auf die der Fa⸗ brikanten angewieſenen Grundſtücke anwenden— wür⸗ de mehr als das Doppelte von dem eintragen, was es gewöhnlich aufzubringen pflegt, wenn es zu einem großen Farm gehört. In dem letzten Falle wird es ſelten vollkommen cultivirt oder gedüngt; im erſtern hingegen an allen Stellen wiederholt mit dem Spa⸗ den bearbeitet und regelmäßig reichlich gedüngt; ein jeder ſolcher Fleck wird daher ſchnell die möglich höch⸗ ſte Fruchtbarkeit erlangen, deren er fähig iſt. Auch würde dieſes, wie ich ſchon bemerkt habe, wenig oder gar keinen Aufwand an Zeit koſten, die ſonſt auf ir⸗ gend eine andere nützliche Arbeit gewandt worden wäre. 2 In gleicher Abſicht knnte man auch einem ſeden Geiſtlichen im Reiche ein kleines Stück Land zuthei⸗ — 204— ken. In Schottkand macht dieſes einen Theil ihrer geſetzmäßigen Einkünfte aus, und der daraus ent⸗ ſpringende Vortheil iſt ſehr beträchtlich. Es verſchafft ihnen und ihren Familien nicht nur manche Bedürf⸗ niſſe und Annehmlichkeiten des Lebens, welche ſie ſich ſonſt oft nur ſchwer würden verſchaffen können, als zum Beyſpiel: einen großen Garken, Futter für zwey oder drey Kühe, wie auch für ein Pferd, ſondern auch meiſtentheils eine hinlängliche Quantität Brodtkorn und Kartoffeln. Damit, und mit einem mäßigen Einkommen an baarem Gelde, können ſie nun in ei⸗ nem Zuſtande von Unabhängigkeit und Anſehen leben, den man bey der Geiſtlichkeit anderer Länder ſel⸗ ten antrifft. Dadurch werden ſie auch zugleich ihren Pfarrkin⸗ dern nützlicher, wie ſie ſonſt ſeyn könnten. Der Be⸗ ſitz eines Grundſtückes dient oft dazu, ihre Aufmerk⸗ ſamkeit auf den Ackerbau zu lenken, und man findet häufig, daß ſie in ihrer Gegend den Landwirthen mit gutem Beyſpiele vorangehen. Die Geiſtlichkeit eines Landes ſcheint auch gewiß auf keine andere Weiſe ſo leicht und ſo gut verſorgt werden zu können, und die dazu erforderliche Quan⸗ tität Landes iſt durchaus nicht beträchtlich. Im rei⸗ chen Boden könnten zu allen von mir angegebenen Zwecken zwölf oder dreyzehn Morgen Landes hinrei⸗ chen, in andern ſind vielleicht fünf und zwanzig oder dreyßig Morgen dazu nöthig. Wenn in Schottland dieſe Quantität im Durchſchnitte 20 Morgen(acres) kebägt, 5 diſes füt Vntauſen lundyſer willgtt! dmn Die England en in( ferzelih iiit ibe Dies ie der⸗ dig mach tigkeiten; unüberwin dem Goar oidd jeden de au die in Räckſ Pubſiäum ſande ble nach Der lech bim nen doh wütden, gen hab Sunmen Di Pſchein en Theil ihrer er daraus ent⸗ . Es derſchafft manche Bedürf⸗ „welche ſie ſich en können, als futter für zwey , ſondern auch tät Brodlkorn nem mäßigen ſie nun in ei⸗ Anſehen leben, er Länder ſel gren Pfarrkin⸗ en. Der Be⸗ ihre Aufmerk⸗ nd man findet andwirthen mit kt auch gewiß Hgut verſorgt derliche Duan⸗ tlch. Im rei⸗ ir angegebenmn Landes hinrei 1 zwanzig vin min Scjotland Morget ſaues beträgt, welches indeſſen nicht der Fall iſt, ſo würde dieſes für das ganze Königreich nicht viel über vier⸗ zehntauſend Morgen ausmachen, da die Anzahl der Landpfarren nicht viel über ſiebenhundert iſt. Be⸗ willigte man nur einem jeden Landprediger und je⸗ dem Vikarius, der die Landpfarrſtelle vertritt, auch in England und Wales, ein gleich großes Stück, ſo wä⸗ ren im Ganzen dazu nicht über 120000 Morgen er⸗ forderlich, da die Anzahl der Landpfarren in beiden nicht über ſechstauſend zu ſeyn ſcheint. Dieſe, ſo wie manche andere Verbeſſerung, wel⸗ che der Zuſtand unſers Ackerbaues offenbar nothwen⸗ dig macht, mögen dem erſten Anblick nach Schwie⸗ rigkeiten zu haben ſcheinen, die man vielleicht für unüberwindlich halten wird Aber man gebe nur dem Board of Agriculture hinreichende Fonds, ſo wird jede Schwierigkeit verſchwinden. Auch würden die zu dieſem Endzwecke angewieſenen Fonds, ſelbſt in Rückſicht auf pecuniaire Wiedererſtattung an das Publikum, nicht lange in einem unproduktiven Zu⸗ ſtande bleiben. Es iſt mir wahrſcheinlich, daß wir nach Verlauf von zehn oder zwölf Jahren, und viel⸗ leicht binnen noch kürzerer Zeit, von andern Natio⸗ nen doppelt dasjenige für Getreide wieder erhalten würden, was ich darauf zu verwenden vorgeſchla⸗ gen habe, anſtatt daß wir bis jetzt täglich große Summen für Getreide auswärts verſchicken. Die einzige Einwendung, die man mit einigem Anſchein gegen den Plan, den Ackerbau durch die —m aunn 8“ — 206— Vertheilung von Prämien aufzumuntern, machen kann, nämlich die damit verbundenen Koſten, wäre alſo gänzlich gehoben. Aber, ſelbſt zugegeben, daß dieſes noch zweifelhaft iſt, ſo dürfen wir dennoch das auf einen ſolchen Plan verwandte Geld nicht als ver⸗ loren betrachten: denn dieſe ganze Summe würde nicht allein im Lande bleiben, ſondern, da ſie allge⸗ mein unter die fleißigſte Claſſe des gemeinen Weſens vertheilt wäre, ſo würde ſie auch zehnfältig zur Er⸗ reichung des beabſichtigten Zweckes mitwirken. Eine jede, einem Farmer zuerkannte, Prämie würde ſo⸗ gleich zu weitern Verbeſſerungen angewandt werden, und ſo würden dadurch, und durch den Geiſt, den ſie angefacht hätten, Prämien bis zu dem jährlichen Betrage von einer halben Million, auf die Verbeſſe⸗ rung unſers National⸗Ackerbaues in einem Grade wirken, der ſich ganz und gar nicht berechnen läßt. In eben demſelben Verhältniſſe würden ſie auch nicht nur das ganze dazu verwandte Capital ſchnell wie⸗ der einbringen, ſondern auch durch die daraus enk⸗ ſpringenden mannigfaltigen und für jede Claſſe der bürgerlichen Geſellſchaft wichtigen Vortheile die reich⸗ lichſten Zinſen tragen, die baares Geld nur immer jemals eingebracht hat. In einem nicht ſehr ent⸗ fernten Zeitpunkte würde noch dazu der beträchtlich⸗ ſte Theil dieſer von der Nation jährlich zu bewilli⸗ genden Summe wegfallen können: nämlich die zwey Millionen, welche alle Jahre ohne Zinſen verliehen werden ſollten, um damit ſolche Grundſtücke zu ver⸗ beſſern, die jetzt auIs Mangel an Fond gänzlich oder u giiß in wülde p doß 1 nals me betrüge. zeiy N ſo long den kön Ackerboue Hiero wand der denn kle ſo dielen dey weite ſauf von Jeſert ſeyn nur den g duf den Milonen viel jſ, Unglickg, ode von rinführe Dde ſtand mn wir cber keine Pff ſohge ſh dabe in u kern, machen Koſten, wäre ügegeben, daß ir dennoch das nicht als der⸗ Summe wülde , da ſie allge⸗ neinen Weſens ältig zur Er⸗ wirken. Eine nie würde ſon vandt werden, en Geiſt, den ſem jährlichen die Verbeſſe⸗ einem Grade rechnen läßt. ſee auch nicht lſchnell wien e daraus enk⸗ de Elaſſe der heile die reiche nur immer icht ſehr ent er beträchlic ich zu bewilit mlich die zwey inſen verlihen niſtücke i de⸗ dängiß ie — 207— doch größkentheils ungenutzt bleiben. Nach 10 Jah⸗ ren würde dieſer jährliche Geld⸗Vorſchuß aufhören, ſo daß im Ganzen die ſo ausgeliehene Summe nie⸗ mals mehr als zwanzig Millionen Pfund Sterling betrüge. Hernachmals empfinge der Staat alle Jahr zwey Millionen wieder zurück, welche abermals und ſo lange an andere Landverbeſſerer verliehen wer⸗ den könnten, als es der Zuſtand unſers National⸗ Ackerbaues erfordert. Hieraus erhellet, daß mit dem jährlichen Auf⸗ wand der bloßen Zinſen dieſer kleinen Summe— denn klein iſt ſie ohne Zweiſel, wenn man ſie mit ſo vielen andern unſerer Ausgaben vergleicht, die bey weitem nicht ſo nothwendig ſind— nach Ver⸗ lauf von zehn Jahren, zwey Millionen Morgen ver⸗ beſſert ſeyn wuͤrden. Rechnet man für dieſe auch nur den geringen Ertrag von drey Quarters Korn auf den Morgen, ſo betrüge dieſes jährlich ſechs Millionen Quarters, welches mehr als zweymal ſo viel iſt, wie wir in dem gegenwärtigen Jahre des Unglücks und des Mangels mit der ungeheuren Aus⸗ gabe von funfzehn Millionen Pfund bey uns Baßen einführen können. Die wichtigen Vortheile, welche ein beſſerer Zu⸗ ſtand unſers Ackerbaues uns verſchaffen würde, die wir aber immer werden entbehren müſſen, wenn er keine öffentliche Unterſtützung erhält, können dem zu⸗ folge ſehr bald mit Hülfe dieſer ſehr mäßigen Aus⸗ gabe in unſerer Gewalt ſeyn;— eine Ausgabe, die — 208— nicht den zehnten Theil deſſen betrüge, was wir jetzt fůr eingefuͤhrtes Getreide bezahlen müſſen, und nicht den dreißigſten Theil unſerer jetzigen jährlichen Aus⸗ gabe. Aber, könnte man ſagen, wenn die Vortheile ſo wichtig ſind, welche die Nation aller Wahrſchein⸗ lichkeit nach durch den jährlichen Aufwand von 2,500,000 Pfund nach Verlauf von 10 Jahren er⸗ halten wird, warum könnten wir nicht durch ſtärke⸗ re⸗Geldvorſchüſſe dieſen Zweck früher erreichen? Hier⸗ gegen hätte ich aber verſchiedenes einzuwenden. Erſtlich ſollen zum Behuf eines durchaus neuen Ausgabeartikels ſehr große Summen aufgebracht wer⸗ den, ſo beklagen ſich alle diejenigen darüber, die die Wichtigkeit des Zweckes, wozu dieſe Gelder an⸗ gewandt werden, nicht gehörig erwägen. Zweitens? bei einer größern Summe findet leichter Mißbrauch und verkehrte Anwendung ſtatt, als bei einer gerin⸗ gern. Drittens: würden große Strecken Landes, die bisher nichts eintrugen, zu bald kultivirt, ſo würden unſere Vorräthe zu ſchnell zunehmen, und die Korn⸗ und Vieh Preiſe zu ſehr fallen Und endlich ſcheint dieſes auch durchaus von keinem Nutzen zu ſeyn; denn werden nach jenem Plane jährlich 20000 Morgen Landes in höhere Cultur geſetzt, und noch dazu alle Jahre. eine halbe Million in anſehnlichen Prämien an die Landwirthe vertheilt, ſo wird die vereinigte Wir⸗ kung von beyden, nach Verlauf weniger Jahre, un⸗ ſerm Mangel vollkommen abhelfen; und mehr als dies les därfen venn gld gl an d nu, ſoi jemals in Landritt tmn, von Capital vünd und alf e Doſen dadurh, Boarog iſt mir ni ondern I werkamkei dodurch d chender gleich ein preie der dlezit ſch ſülig i Dan gen, und wohl ib ken, ſo ſe lunte n der d nisli „was wir jezt ſſen, und nicht ſährlchen Aus, die Vorthele ler Wahrſchein⸗ Aufwand von 10 Jahren er⸗ t durch ſtärke⸗ ereichen? Hiet⸗ zuwenden, zpurchaus neuen fgebracht wer⸗ darüber, die ſe Gelder an⸗ Hweitens: Mißbrauch einer gerin⸗ n Landes, die tt, ſo würden nd die Korn⸗ endlich ſcheint zu ſeyn; denn 000 Morgen noch dazu alle n Prämien al ereinigte Wir er Jahte, um. und meſr dl dies — 209— dies dürfen wir weder wünſchen noch erwarten. Denn, wenn gleich jedermann das ſchreckliche, aus dem Man⸗ gel an Lebensmitteln entſtehende Unglück bedauren muß, ſo dürfen wir doch nicht wünſchen, daß ſie ſich jemals in einem ſolchen Ueberfluſſe häufen, daß die Landwirthe ſie entweder nur mit Mühe abſetzen könn⸗ ken, oder für ihre Arbeit und das darauf verwandte Capital keine angemeſſene Bezahlung erhielten. Sie würden ſonſt bald ihre Fonds wieder herausziehen und auf einträglichere Unternehmungen verwenden. Dieſen höchſt wichtigen Vortheil könnten wir nun dadurch erhalten, wenn in allen unſern Grafſchaften Boards of Agriculture angeordnet würden, und es iſt mir nicht wahrſcheinlich, daß es auf irgend einem andern Wege möglich ſeyn werde, eine ſolche Auf⸗ merkſamkeit auf den Ackerbau rege zu machen, daß dadurch den Bewohnern unſers Landes ein hinrei⸗ chender Vorrath von Lebensmitteln geſichert und zu⸗ gleich ein zu ſtarkes Fallen der Korn⸗ und Fleiſch⸗ Preiſe verhütet würde— ein Zuſtand der Dinge, der allezeit ſchädlich iſt, und gegen den man immer ſorg⸗ fältig auf ſeiner Hut ſeyn muß. Wenn daher unſere Landeigenthümer ſich vereini⸗ gen, und mit einem zu dieſem Endzwecke entworfenen wohl überlegten Plan an die Regierung wenden woll⸗ ften, ſo dürfen wir hoffen, daß er die vollkommen⸗ ſte Unterſtützung finden wird. Und wie könnte auch in der That eine Summe von dieſem Belange eben ſo nützlich angewandt werden? In Vergleichung mit d — 210— den dadurch unfehlbar zu erhaltenden Vortheilen iſt dieſe Summe nichts. Mit dieſem geringen Aufwan⸗ de würden alle Lebensmittel bald im ganzen König⸗ reiche für einen billigen Preis zu haben ſeyn, wo⸗ hingegen ſehr zu fürchten iſt, daß alle die Calamitä⸗ ten, welche die Nation ſeit mehreren Jahren durch die öftere Wiederkehr des Mangels und der Theu⸗ rung erlitten hat, unausbleiblich und vermuthlich in immer höherem Grade wiederkommen werden, wenn nicht dieſer oder irgend ein anderer auf ähnlichen Grundſätzen beruhender Plan ſchnell ausgeführt wird. Uabet: a Vorlheiken iſt denngen Aufwan⸗ ganzen König⸗ ben ſeyn, wo⸗ le die Galamitä⸗ r Jahren durch und der Theu⸗ bermuthlich in werden, wenn auf ähnlichen usgeführt wird. IV. Ueber Mangel an Lebensmittel und Theurung. Na in;den Plogen g dnheit wohlgeo ten des unker d mit der ung, we ſät dis Tem dunch: den Lan ſäbſt be Icdeutu und die ſind es ke vabr rung, Entbehrr vollem währen! Mangel an Lebensmitteln iſt in allen Zeitaltern und in jedem Lande mit Recht für die größte aller Land⸗ plagen gehalten worden. Wenn allgemeine Zufrie⸗ denheit und Frohſinn die gewöhnliche Wirkung eines wohlgeordneten Ueberfluſſes an allen Nothwendigkei⸗ ten des Lebens ſind, ſo entſtehen dagegen allezeit unter dem Volke Mißvergnügen, Unzufriedenheit mit der Regierung, und zuletzt Tumult und Empö⸗ rung, wenn die Lebensmittel fehlen oder ihr Preis für das Volk zu hoch iſt. Temporärer Mangel an Nahrungsmitteln, der durch eine oder zwey ſchlechte Erndten in einem je⸗ den Lande entſtehen kann, iſt indeſſen doch niemals, ſelbſt bey den untern Volkselaſſen, von ſehr großer Bedeutung. Die öftere Wiederkehr des Mangels und die anhaltende Theurung der Lebensbedürfniſſe ſind es, die Aengſtlichkeit und UInruhe unter dem Vol⸗ ke verbreiten, welches gleichwohl unter einer Regie⸗ rung, womit es übrigens zufrieden iſt, ſich harte Entbehrungen gern wird gefallen laſſen, weil es mit vollem Rechte erwarten darf, daß dieſe nicht lange währen und daß alle möglichen zweckmäßigen Mittel — 214— wirklich angewandt werden, um ihre Wiederkehr zu verhüten. Hievon giebt das Betragen der untern Volks⸗ Claſſen in Großbritannien bey dem Mangel der in den letzten beiden Jahren unter uns ſtatt fand, ei⸗ nen merkwürdigen Beweis. Obgleich gewohnt in größerem Ueberfluſſe, als Menſchen von demſelben Stande in andern Ländern, zu leben, haben ſie ſich während dieſer Periöde mit vieler Geduld muthig ei⸗ nem ſehr großen Mangel und einer drückenden Theu⸗ rung unterworfen; da ſie aber auch zu ſehr gereizt werden und Unruhen entſtehen könnten, wenn dieje⸗ nigen, die es in ihrer Gewalt haben, ihr Elend zu erleichtern, ihnen ihren Beiſtand entzögen; vder wenn diejenigen Mittel, wovon man ſich, aller Wahr⸗ ſcheinlichkeit nach, die wirkſamſte und dauerhafteſte Hülfe verſprechen kann, vernachläſſigt oder zu kärg⸗ lich angewandt würden: ſo muß es einem jeden, der unſere wahre Lage kennt, große Beruhigung gewäh⸗ ren, wenn er wahrnimmt, daß im ganzen Reiche faſt jedes Individuum ſich jetzt mit dieſer Angelegenheit beſchäftiget, und ſogar beide Parlementshäuſer täg⸗ lich dieſen Gegenſtand in Erwägung ziehen.“ Es werden wohl nur wenige daran zweifeln, daß es dieſen vereinigten und kraftvollen Bemühun⸗ gen gelingen werde, theils durch die möglichſt ſorg⸗ fältigſte Sparſamkeit in Anſehung unſers eigenen Kornvorraths, theils durch Anwendung der gehöri⸗ gen Mittel, um aus andern Ländern Getraide zu er⸗ falkn, d rerwinder in Augen värüger tern V rer Eil nig ſe d m. Hüffem jeniger linet E wohner werth Ind daß es in Anſeh lären d konn doß n angei (ände nen zu ken ſih nen f für de ihre ei keit ſen mtwerſe lihe Uin e Widderkeyr zu e untern Volkg⸗ Mangl der in ſtatt fand, ä⸗ ſich gewohnt in von demſelben :, haben ſie ſcc duld muthig ei⸗ dückenden Theu⸗ h zu ſehr gereizt ten, wenn dieſe⸗ ;·, ihr Elend zu entzögen; vder ich, aller Wahr⸗ dd dauerhafteſt t oder zu kärg⸗ einem jeden, der uhigung gewäͤh⸗ nzen Reiche faſt r Angelegenheit entshäuſer täg⸗ jehen. daran zweiſeln ollen Bemühun⸗ nöglichſt ſorg unſers eigenen ung der gihuti Getradde zu de⸗ — 215— halten, das Elend, unter welchem wir ſeufzen, zu vermindern. Allein, ſo unvermeidlich dieſes auch im Augenblicke der Noth ſeyn mag, um dem gegen⸗ wärtigen Mangel abzuhelfen, und obgleich die un⸗ tern Volks⸗Claſſen für das, was die Reichen zu ih⸗ rer Erleichterung gethan haben, kaum dankbar ge⸗ nug ſeyn können; ſo muß man doch wohl erwägen, daß man die Anwendung ſolcher außerordentlichen Hülfsmittel weder lange fortſetzen, noch ſich mit der⸗ jenigen Gewißheit darauf verlaſſen kann, die, bey einer Sache von ſolcher Wichtigkeit, für die Ein⸗ wohner eines jeden Landes ſo höchſt wünſchens⸗ à werth iſt. In der That kann auch kein Volk wirklich fͤhlen, daß es unabhängig uund glücklich iſt, wenn es ſich in Anſehung der erſten Lebensbedürfniſſe auf den pre⸗ eären Beiſtand fremder Länder verlaſſen muß. Auch kann man vernünftiger Weiſe wohl nicht glauben, daß wir ſelbſt mit allem Reichthume Britanniens lange im Stande ſeyn werden, für das aus andern Ländern empfangene Getraide ſo anſehnliche Sum⸗ men zu bezahlen, wie wir jetzt, bis zu dem unerhör⸗ ten jährlichen Belauf von ungefähr funfzehn Millio⸗ nen Pfund Sterling wirklich thun. Es müßte alſo für die Regierung und für jedermann, der ſich für ihre Erhaltung intereſſirt, von der höchſten Wichtig⸗ keit ſeyn, ohne Aufſchub einen wirkſamen Plan zu entwerfen und ſtandhaft zu verfolgen, wodurch ähn⸗ liche Unglücksfälle in Zukunft verhütet und der Na⸗ — 216— tion dieſe Bedürfniſſe auf eine gewiſſere und weniger koſtbare Weiſe verſchafft werden könnten. Es iſt aber nur zu allgemein der Fall, daß bey Unterſuchung der Mittel, Mangel und Theurung zu verhüten, die Menſchen geneigt ſind, ſich hauptſäch⸗ lich und mit zu großem Vertrauen nur auf diejenigen Hülfsquellen zu verlaſſen, die dem Übel am ſchnellſten abhelfen, und wenn dieſes gethan iſt, ſo verfallen ſie gewöhnlich in gänzliche Sorgloſigkeit und vergeſſen das überſtandene Elend, bis ſie durch einen abermaligen wiederkehrenden Mangel an Lebensmitteln aus ihrer Lethargie geweckt werden. Durch ein entgegenge⸗ ſetztes Betragen, durch Aufmerkſamkeit auf die erſten Urſachen des Mangels, auf die Art wie ſie in ge⸗ wiſſen Ländern vornämlich wirken, und durch ernſt⸗ liche Sorge den Einfluß dieſer Urſachen zu verhüten, würden ſie gewiß in ihren Bemühungen gar ſehr viel glücklicher ſeyn. Aber anſtatt deſſen ſind ſie ge⸗ wöhnlich zufrieden, wenn ſie die Wirkung aufgehoben haben, und laſſen die Urſachen, die den Mangel her⸗ beyführten, genau da, wo ſie ſie fanden. Dies iſt unglücklicher Weiſe Großbritanniens Be⸗ nehmen bey jeder Hungersnoth, der das Land ſeit mehreren Jahren ausgeſetzt geweſen iſt. So lange die Noth wahrte, ſtrengte man ſich auf das äußerſte an und ſtand den Dürftigen mit großer Freygebig⸗ keit bey; war dieſes aber geſchehen, ſo that man weiter nichts. Man entwarf keinen Plan, um in Zu⸗ kunft dergleichen Calamitäten zu verhüten, die ſchlechte zür dle hen Ueber ni i ſo hen Ge Jon daff in Nange ren, w gffäht Ar Z niedrige Gan dem liner e De hohen. us Et Otand über alch! zu heh rere di tend, läßt, zweff 1 hohen auf die aher a ſere und veniger nten. r Fall, d bey nd Theurung zu „ich hauplſihe ir auf diejenigen vel am ſchnelſſen ſo verfallen ſie o vergeſſen das en abermaligen ttän aus ihrer ein entgegenge⸗ t auf eie erſten wie ſie in ge⸗ nd durch ernſt⸗ mzu verhüten, gen gar ſehr en ſind ſie ge⸗ ing aufgehoben m Mangel her⸗ den, cikanniens Be⸗ das Land ſelt 1. So lange uf das äußelſte per Freygebig⸗ „ ſo that mal lan, um in Ju⸗ tr, di ſjcht 6— 217— Jahre allezeit herbeyführen, oder um für einen ſol⸗ chen Ueberfluß an Lebensmitteln auf eine jede Jahrs⸗ zeit zu ſorgen, wie ihn das Wohlſeyn der bürgerli⸗ chen Geſellſchaft allenthalben erfodert. Zum Beweiſe der Wichtigkeit dieſer Bemerkung, darf ich blos die öftere Rückkehr des drückendſten Mangels binnen den letzten achtzehn Jahren anfüh⸗ ren, wo wir ſie nicht weniger als viermal, oder un⸗ gefähr alle fünf Jahre erlebt haben; und obgleich in den Zwiſchenjahren die Lebensmittel zuweilen bis zu niedrigen Preiſen herabfielen, ſo waren dieſe doch im Ganzn ohne alle Frage beträchtlich höher, als es dem Intereſſe der Nation oder dem Beſten auch nur einer einzigen Volksklaſſe zuträglich iſt. Die lange Dauer des jetzigen Mangels und die hohen Kornpreiſe, die ſchon ſeit mehreren Jahren bey uns Statt fanden, haben auch in der That unter allen Ständen große Beſorgniſſe erregt. Man hat, ſowohl über die Urſachen dieſes öffentlichen Unglücks, als auch über die Mittel, es am leichteſten und ſicherſten zu heben, vielerley Meinungen geäußert. Allein meh⸗ rere dieſer Spekulationen ſind ſo durchaus widerſpre⸗ chend, daß ſich offenbar gar nichts darauf bauen läßt, und das Publikum noch immer ängſtlich und zweifelhaft bleiben muß. 1. Manche ſind der Meinung, daß unſere jetzigen hohen Kornpreiſe von dem Einfluſſe der Witterung auf die letzten beyden Erndten herrühren. Wenn man aber auch zugeben muß, daß die Erndte von 1799 —— wirklich ſehr ſchlecht war, ſo wird doch jedermann, der aufmerkſam darauf geweſen iſt, einräumen, daß die Erndte von 1800 nichts weniger als ſchlecht ge⸗ nannt werden kann. Sie war nicht ſehr vorzüglich, aber auch nicht beſonders ſchlecht; ich glaube viel⸗ mehr, daß ſie zwiſchen beyden ungefähr das Mittel hielt, folglich im Ganzen gut war und gut einge⸗ bracht wurde. Da man alſo nach der ſchlechten Erndte vom Jah⸗ re 1799 mit Recht erwarten konnte, daß auch im fol⸗ genden Jahre die Kornpreiſe noch immer hoch bleiben würden, ſo laſſen ſich die ungeheuren Preiſe, zu wel⸗ chen das Korn, ungeachtet der ſtärkſten Importation, die jemals Statt fand, hinanſtieg, nach dieſem Grund⸗ ſatze nicht erklären. Denn da die ſchlechteſte Erndte, die wir einzeln je erlebt haben, mit der nächſtfolgen⸗ den zuſammen genommen, nur etwas weniger liefert, als was wir nach einem Durchſchnitte mehrerer Jah⸗ re einerndten, ſo iſt das kein Grund für jene Be⸗ hauptung. 2. Zur Erläuterung dieſer Meinung, und zum Beweiſe, daß die Erndte von 1800 gut war, wird es dienlich ſeyn, hier zu bemerken, daß eine große Men⸗ ge Menſchen glauben, es habe in unſerm Lande ſeit jener Erndte gar kein Kornmangel exiſtirt. Es be⸗ haupten ſogar manche, daß gegenwärtig, da das Quarter Waitzen zu 8 Pfund, Gerſte zu 4 Pf. und Hafer zu 3 Pf. 10 Schill. verkauft wird, die Farmer und Kornhändler übermäßige Vorräthe von Korn beſitzen. 4 ſüchts as wenn dieſen alätten Ditei Iber 1n T durch hatke, mäybe lid, d ne B 1nd f ſollten, Korrbi à Nrf richs rathes de kei ben ſoll dc ſedermann, inräumen, daß aßs ſheht ge ſehr vorzigich, ch glaube dilr fähr das Mita und gut eingen endte vom Jah⸗ aß auch im fol⸗ nt hoch bleiben Preiſe, zu wel⸗ Importation, dieſem Grund⸗ chteſte Erndle, — nächſtfolgen⸗ eniger liefert, nehrerer Jah⸗ für jene Be⸗ ig, und zum war, wird es egroße Men⸗ eem Lande ſeit ſüirt. Es be⸗ ärkig, da das 2u 4 Ff und d, die Farmei ihe von im — 219— Nichts koͤnnte vortheilhafter für die Nation ſeyn, als wenn dieſe Behauptung gegründet wäre; denn in dieſem Falle würde das Elend, welches die Nation erlitten hat, im Genuſſe des Ueberfluſſes, den jeder Diſtrikt in ſich ſelbſt enthielte, ſehr bald vergeſſen ſeyn. Aber nach mannichfaltiger ſorgfältiger Unterſuchung und Beobachtung, die ich auf zwey großen Reiſen durch beynahe ganz England anzuſtellen Gelegenheit hatte, und nach den von meinen Correſpondenten ein⸗ gezogenen genauen Nachrichten bin ich— es thut mir leid, es ſagen zu müſſen— ſehr feſt uͤberzeugt, daß je⸗ ne Behauptung falſch iſt. Anſtatt daß unſere Farmer und Kornhändler mit Getreidevorräthen verſehen ſeyn ſollten, waren ihre Scheuern, ihre Scheuerhöfe und Kornböden ſchon früh im Jahre ſo ausgeleert, daß zu Anfange des Aprils von einem Ende des König⸗ reichs bis zum andern, kaum noch das geringſte dar⸗ in anzutreffen war. In der That beſaßen auch nur wenige noch etwas mehr, als was ſie zu ihrer eige⸗ nen Subſiſtenz brauchten. Auf einer Reiſe über Cheltenham, Bakh und Exe⸗ ter nach Plymouth, und auf einem andern Wege zu⸗ rück durch die Grafſchaft Dorſet, die Inſel Wight, Suſſex, Kent und andere der beſten Korngegenden in England, fand ich es allenthalben ſo. Es iſt alſo ſehr zu fürchten, daß ſtatt eines Vor⸗ rathes von altem Korn auf ſechs Monate, welches die kleinſte Quantität iſt, die wir billig vorräthig ha⸗ ben ſollten, wenn wir die neue Erndte zu conſumiren — 220— anfangen, wir nicht mehr als auf vierzehn Tage ge⸗ nug haben. Mit gehöriger Rückſicht auf Sparſam⸗ keit, die bey ſolchen enormen Preiſen ohnehin ſchon in hohem Grade beobachtet wird, und mit Hülfe ei⸗ nes großen Ueberfluſſes an Kartoffeln und andern Vegetabilien, welche jetzt auch der Aermſte im Volke zu kaufen im Stande iſt, wird indeſſen auch ſelbſt mit dieſem kleinen Vorrathe jedermann ſo lange aus⸗ reichen können, bis die im Felde ſtehende reiche Erndte benutzt und gebraucht werden kann. Um aber auch die Farmer und Kornhändler gegen die aus der Ver⸗ breitung ſolcher Meinungen entſtehende Verläumdung und Gefahr zu ſichern, welcher ſie bey jeder Korn⸗ theurung ausgeſetzt ſind, dürfte es rathſam ſeyn, daß die Regierung alle Kornvorräthe im ganzen König⸗ reiche ſorgfältig aufzeichnen ließe, wodurch allein die⸗ jenigen, welche jene Meinung behauptet haben, wi⸗ derlegt werden können. Dieſes könnte in dem jetzigen Zeitpunkte, unmit⸗ telbar vorher, ehe das neue Korn eingeerndtet wird, ſehr leicht geſchehen; denn da alles Getreide im gan⸗ zen Königreiche gedroſchen iſt, auf den Kornböden liegt und unglücklicher Weiſe nur in geringer Menge vorhanden iſt, ſo könnte das ganze Geſchäft in Ver⸗ lauf einer Woche vollbracht werden. Die Unkoſten dafür wären von gar keinem Belange, und der da⸗ durch gewonnene Vortheil ſehr groß. Dieſe Aufmerkſamkeit von Seiten der Regierung wäre man den Kornhändlern und Farmers im gan⸗ n Kuiigt do Menſ n ſo fer mier al worden, reßifri hen, i beit und wenden. Eeh daß neh grindete pübel i Manc doß wa und Farn ds daß dhnüch ſt ſed Du von den luf und hit b Lonzin don üle de goß es dera helch ſt In ſ gen der J ehehn Tage ge⸗ tauf Sparſam⸗ 1 ohnehin ſhon d mit Hilſ d⸗ In und anden ermſte im Volke iſſen auch ſelbſt mſo lange aus⸗ e reiche Erndte Um aber auch aus der Ver⸗ e Verläumdung ey jeder Korn⸗ ſam ſeyn, daß ganzen König⸗ ch allein die⸗ haben, wi⸗ zunkte, unmit⸗ geerndtek wird, kreide im gan⸗ in Kornböden einger Menge ſchäft in Ver⸗ Die Unkoſten , und der da⸗ der Regieung rmers im guls — 221— zen Königreiche in der That ſchuldig. Beyde Claſſen von Menſchen ſind für die Nation ſehr wichtig, und in ſo fern, als ſie nicht nur in dieſem Falle, ſondern unter allen ähnlichen Umſtänden, wären verläumdet worden, müßte man ihnen auch beyſtehen und ſie rechtfertigen; ſonſt werden ſie einen Handel aufge⸗ ben, in welchem man ſie nicht ſchützt, und ihre Ar⸗ beit und ihr Geld auf andere Unternehmungen ver⸗ wenden. Sie haben aber ganz vorzüglich dadurch gelitten, daß mehrere aus den höheren Ständen in die unge⸗ gründeten Klagen mit eingeſtimmt haben, die der Pöbel in jedem Lande gegen die Kornhändler erhebt. Manche ſind ſelbſt ſo weit gegangen zu verſichern, daß während dieſes Getraidemangels Kornhändler und Farmer eine große Menge Korn lieber vernichtet, als daß ſie ihre Preiſe herabgeſetzt hätten, und ſo lächerlich dieſe Behauptung auch ſcheinen mag, ſo iſt ſie dennoch ſehr allgemein geglaubt worden. Durch eine öffentliche Unterſuchung würde man von dem allen die Wahrheit erfahren, und den Be⸗ lauf unſers National⸗Getraidevorrathes mit Gewiß⸗ heit kennen lernen. Das Betragen aller Farmer und Kornhändler, die redlich gehandelt hätten, wäre dann von allem Verdachte befreyt, wohingegen diejenigen, die große Kornvorräthe verheimlicht hätten, wenn es deren giebt, der Infamie preis gegeben würden, welche ſie verdienen. In ſo fern ein einzelnes Individuum Unterſuchun⸗ gen der Art anſtellen kann, habe ich keine Gelegen⸗ heit, die ich mir dazu verſchaffen konnte, vorbeygehen laſſen, und dieſe haben mir genau das vorhin er⸗ wähnte Reſultat geliefert. Dem gemeinen Vorur⸗ theile über dieſen Punct geradezu entgegen, fanden ſich die Magazine unſerer Kornhändler, während der ganzen Dauer des jetzigen Getraidemangels, ſehr dürf⸗ tig verſehen, wie jedermann wiſſen konnte, der ſich die Mühe geben wollte, ſich danach zu erkundigen; denn man legte dazu keine Schwierigkeiten in den Weg. Ungeachtet der großen Menge Getraide, welche unſere Kaufleute in den letzten beyden Jahren einge⸗ führt haben, fand ſich doch nur ſelten viel davon in den Magazinen, weil die Nachfrage danach ſo groß war, daß es großentheils ſogleich zum Verbrauche unmittelbar von den Schiffen weggekauft wurde, worin es vom feſten Lande ankam. Es iſt daher nie in ſolchen Quantikäten aufgeſchüt⸗ tet worden, daß das geringſte davon hätte zerſtört werden können, wenn dieſes auch wirklich dem In⸗ kereſſe der Kornverkäufer zuträglich geweſen wäre. Diejenigen, welche dieſe Meinung unterhalten und verbreiten, mögen dieſes vielleicht wohl in guter Ab⸗ ſicht thun; da ſie aber dadurch ſehr grauſam gegen viele Menſchen handeln, deren Betragen, meiner Ueberzeugung nach, dadurch imallen ſolchen Fällen, in einem nachtheiligen Lichte erſcheint, ſo ſollten jene doch ernſtlich überlegen, aus was für einem Geſichtspuncte man ihre Behauptungen würde betrachten müſſen, wenm ſie ſollten falſch beſunden werden, wie das mei⸗ inheil li ucc ſiemo a dieette nan wirk kos in tung in azſette nugluubi- Man duf, venn in Da eben ſo w del abgeb Bedeutung alem Get dute faber donſumdon ſtt dera ſo wit! Tornhan thr ſoche nüglch ſe ann inig ditſes inn ks Nun g rung s hekannt n. die jen Jugenblias kam nt, vorbeygehen udas dorhin er⸗ gemeinen Vorur⸗ nigegen, fanden ler, waͤhrend dr angels, ſehr duift konnte, der ſich zu erkundigen; igkeiten in den Hetraide, welche Jahren enge⸗ n viel davon in danach ſo groß im Verbrauche gekauft wurde, ten aufgeſchüt⸗ hätte zerſtört irklich dem Ju⸗ eweſen wärk. mterhalten und lin gutet Ab grauſam gegen ragen, meinen lchen Fällen, in ſollten jene doch geſichtspunek rachten niſſn, 7, vie ès nii — 223— ſtentheils leicht geſchehen könnte. Geſchähe dies aber auch niemals, ſo ſollten ſie doch erwägen, daß nie ein directer Beweis dafür gegeben worden iſt, daß man wirklich Korn zerſtört hätte, um den Markt⸗ preis in die Höhe zu treiben, und daß dieſe Behaups⸗ tung ein ſo höchſt unwahrſcheinliches Verfahren vor⸗ ausſetzt, daß es, bey einiger Überlegung, durchaus unglaublich iſt. Man muß nämlich nothwendig dabey annehmen, daß, wenn ein Kornhändler ſich einer ſolchen ſchwar⸗ zen That ſchuldig macht, es zugleich auch alle andere eben ſo wohl thun müſſen, die ſich mit dem Kornhan⸗ del abgeben, weil die Wirkung ſonſt von gar keiner Bedeutung ſeyn könnte. Denn die Vernichtung von allem Getreide, welches einer oder ein Paar einzelne Leute haben mögen, iſt ſo viel als nichts für die Conſumtion des ganzen Reiches. Allein, ohne Rück⸗ ſicht darauf, wie ſchwer es ſey, unter Menſchen, die ſo weit von einander entfernt leben, wie es bey den Kornhändlern in einem großen Reiche der Fall iſt, eine ſolche Verbindung zu veranlaſſen, und wie un⸗ möglich ſie dahin zu bringen, daß ſie auch nur über ei⸗ nen einzigen Punct übereinkommen ſollten, wollen wir dieſes einmal als ausgemacht annehmen. Wie wäre es nun aber wohl möglich, dieſe allgemeine Zerſtö⸗ rung des Getreides zu veranſtalten, ohne daß dieſes bekannt würde? Das Getreide iſt ja keine Banknote⸗ die jeder Einzelne ohne fremden Beyſtand in einem Augenblicke vernichten kann. Ein ſo voluminöſer Ars iikel kann weder verheimlicht noch zerſtört werden, —— ohne daß eine Menge Menſchen um das Geheimniß wiſſen. Es muß entweder verbrannt, ins Waſſer ge⸗ ſchüttet oder vergraben werden, welches alles nicht oh⸗ ne große Unkoſten und Mühe geſchehen kann, weil zu dem einen wie zu dem andern die Mitwirkung vieler Menſchen erforderlich iſt. Man könnte alſo auch nicht einmal den bloßen Verſuch ohne Mitwiſſen des Publi⸗ kums machen, und da dieſer Verſuch faſt immer damit endigen würde, daß diejenigen, die die Verwegenheit hätten, ihn zu wagen, augenblicklich vom Pöbel wür⸗ den vernichtet werden, ſo können wir bis dahin, daß man uns direrte Beweiſe vom Gegentheile giebt, mit Recht glauben, daß es niemals wirklich geſchehen iſt. So lange der Kornmangel währet, kann ein Ein⸗ zelner keinen großen Getreidevorrath aufhäufen. Die damit verbundenen Unkoſten und das Riſiko ſind ſo groß, daß dieſer Handel in theuren Jahren faſt ganz darnieder liegt; ſo daß, weit entfernt, daß die Kauf⸗ leute große Kornvorräthe aufſchütten ſollten, die Re⸗ gierung in ſolchen Zeiten vielmehr genöthigt iſt, ſie durch Prämien dazu zu bewegen, wie es die brittiſche Regierung, ſowohl bey dem gegenwärtigen Kornman⸗ gel, als auch in andern Fällen, bis zu einer ſehr be⸗ deutenden Summe wirklich gethan hat Werden alſo jemals große Kornvorräthe von den Kaufleuten auſgekauft oder von den Landwirthen auf⸗ geſchüttet, ſo kann dieſes nur in Erwartung höherer Preiſe dann geſchehen, wenn die Erndten reichlich ausfallen und die Preiſe niedrig ſind. Da dies nun aber egtt iden di aibewahft giſt verſ deſch ni den Dat Uhtaſüu man ſe ta riſe beteff üder ſolce leitet widd weit mäht rn N.. gen Juad 8 ieerbn Wehrbhr eell ſter- m. fehr kmn. de Ver zähh im das beheimniß t, ins Vaſſer ge⸗ lches alles iicht oh⸗ hen kann, wei zu Miwirkung diller inte olſo auch nich wwiſſen des Puöle faſt immer danit die Verwegenheit vom Pöbel wür⸗ ir bis dahin, daß entheile giebt, mit ich geſchehen iſt et, kann ein Ein aufhaͤufen. Die s Riſiko ſind ſo gahren faſt ganz t, daß die Kauf: ſollten, die Re⸗ genöthigt iſt, ſie e es die brittiſche riigen Kornman⸗ zu einet ſehr be⸗ 1 vorräthe von de Landwirthen aff wartung hihen Erndten ritlich nd. Da d n aber — 223— aber allezeit für das Publikum von großem Nützen iſt, indem dadurch das Korn bis auf Zeiten der Noth aufbewahrt wird, welches ſonſt vielleicht unnützer Weiſe verſchleudert worden wäre, ſo ſollten billig alle, die ſich mit dieſem Handel beſchäftigen, vielmehr durch den Dank ihrer Mitbürger und die nachdrücklichſte Unterſtützung der Regierung belohnt werden, als daß man ſie tadelt oder wol gar verläumdet. 3. Der Argwohn des Publikums bey allem, was die Preiſe des Getraides und anderer Lebensbedürf⸗ niſſe betrifft, iſt ſo groß, daß faſt bey jeder Frage über ſolche Gegenſtände, ſein Urtheil offenbar mißge⸗ leitet wird, und daher auch ſeine Meinungen falſch ſind. Es iſt zum Beyſpiel eine ſehr allgemeine Behaup⸗ tung, daß ein oſtmals wiederkehrender Kornmangel für die Landwirthe vortheilhaft ſey, und daß ſie folg⸗ lich dabey intereſſirt ſind, ihn abſichtlich hervor zu⸗ bringen. Dieſes wird daher von manchen als eine Urſache des öftern Kornmangels angeſehen. Da ſie nicht zweifeln, daß die hohen Preiſe, welche die Land⸗ wirthe in Jahren des Mangels für ihr Korn erhalten, weit mehr als ein bloßes Aequivalent für ihre weni⸗ gern Produkte ſind, ſo glauben ſie, daß ſie die öftere Wiederkehr des Kornmangels wünſchen müſſen. Aber hierin irren ſie ſehr; denn bey mäßigen Preiſen und reichlichen Erndten ſtehen ſich die Landwirthe am be⸗ ſten— eine Thatſache, welche nur diejenigen bezwei⸗ feln können, die die mannigfaltigen hiebey obwalten⸗ den Verhältniſſe nicht kennen. 1 P ———————— In jedem Jahre braucht der Landwirth eben dies ſelbe Quantität Korn für ſeine Familie, für ſein Vieh und zur Saak; ohne dieſe würde ſein Gewerbe noth⸗ wendig ins Stecken gerathen, und das Publikum bald die Wirkung davon empfinden. In ſchlechten Jahren aber folgt hieraus, daß ungeachtet der hohen Korn⸗ preiſe eine große Menge Landwirthe nur wenig für Getraide einnehmen; denn nach Abzug deſſen, was zu den vorhin erwähnten Beſtimmungen nothwendig iſt, bleibt wenig oder nichts übrig: wohingegen ſie in guten Jahren, ungeachtet der niedrigen Kornpreiſe, große Quantitäten zum Verkauf übrig behalten. Es ſey, zum Beyſpiel, der mittlere Ertrag eines Farmers 300 Quarter an allen Arten Korn zuſam⸗ mengenommen; die jährliche Conſumtion für die Fa⸗ milie, das Geſinde, die Pferde, den Hühnerhof und die Saat 200 Quarter; dabey nehme ich an, daß bey mittlern Erndten der beſte Waitzen nicht höher als zu 48 Schillinge das Quarter verkauft wird, und Gerſte und Hafer für nicht mehr als die Hälfte die⸗ ſes Preiſes, ſo kann dennoch der Farmer aus dieſen Artikeln 160 Pf. St. löſen. Iſt aber ſeine Erndte nur um ein Drittheil ſchlechter, welches durchaus nichts ungewöhnliches iſt, ſo kann er ſchon von ſeinem eige⸗ nen Korn gar nichts mehr verkaufen. Erndtet er nur die Hälfte, wie das in manchen Gegenden im Herbſte des Jahres 1799 der Fall war, ſo wird er ſchon 50 Quarter Korn zukauſen müſſen; dieſe wer⸗ den ihm in theuren Jahren, im Durchſchnitte für dde Att ve dos Duat gfond ve den viert men ha Duarter eh ſt nüngen allen9 Farmer wachs weil ger ondere: iſt ſo nn ſch dam endwitih tben Jſes mile, für ſein Vieh ſein Gewalbe noth⸗ das Publium bald ſchlechten Jahren t der hohen Korn⸗ the nur wenig für bzug deſſen was ingen nolhwendig : wohingegen ſie drigen Kornpreiſe, brig behalten. lere Ertrag eintos ten Korn zuſam⸗ tion für die Fa⸗ „Hühnerhof und me ich an, daß nitzen nicht höher erkauft wird, und ss die Halfte die⸗ armer aus dieſen ber ſeine Erndte s durchaus nichts von ſeinem eige⸗ fen. Erndket dr hen Gegenden in wa, ſo widi nüſſen; dieſe vers Durchſchlit ſt jede Art von Getraide, nicht weniger als 5 Pfund das Quarter koſten, mithin eine Ausgabe von 250 Pfund verurſachen. Iſt aber ſeine Erndte nur um den vierken Theil ſchlechter, als wir vorhin angenom⸗ men haben, ſo kann er immer nicht mehr als 25 Quarter davon verkaufen. Angenommen nun, daß er das Quarter Waitzen auch zu 7 Pf. St. die Gerſte zu 3 Pf und den Hafer zu 50 Schill. verkaufe, und vorausgeſetzt, daß die verkäufliche Quantität von jeder Art der dritte Theil des Ganzen ſey, ſo wird der Farmer dennoch, ſelbſt bey dieſen unerhörten Preiſen, 50 Pf. St. weniger als in guten Jahren, und bey mäßigen Preiſen löſen. Es iſt daher ein großer Irrthum, wenn man glaubt, daß theure Jahre und die öftere Wiederkehr derſelben, für die Landwirthe vortheilhaft ſeyen. Dies können, nur diejenigen glauben, die von der Landwirthſchaft, auch nicht die allergeringſten Kenntniſſe beſitzen; aber es iſt doch weder ſchicklich noch recht, wenn dieſe, bey ihrer gänzlichen Unwiſſenheit über eine ſo wich⸗ lige Frage, zum Nachtheil anderer ſolche irrige Mei⸗ nungen verbreiten. Das Faktum verhält ſich ohne allen Zweifel ſo, daß zwar einige wenige einzelne Farmer ſich in ſolchen Jahren, wo allgemeiner Mis⸗ wachs ſtatt ſand, bisweilen gut geſtanden haben, weil gerade ſie eine gute und reſchliche, und dagegen andere eine ſehr ſchlechte Erndte hatten; aber dieſes iſt ſo ungewiß, daß niemand ein Recht haben kann, ſich darauf zu berufen, und es iſt gewiß einem jeden, P 2 — — 228— der in Landwirthſchaftlichen Dingen nicht ganz unwiſ⸗ ſend iſt, ſehr wohl bekannt, daß die Landwirthe im Allgemeinen in ſchlechten und theuren Jahren ſo gro⸗ ßen Schaden leiden, daß ſie ſie unmöglich wünſchen können. 4. Viele ſind der Meinung, daß die in Britan⸗ nien gewöhnlichen hohen Preiſe des Getraides und anderer Lebensmittel hauptſächlich daher rühren, daß unſere Farmer zu reich ſind. Die Folge davon, ſa⸗ gen ſie, iſt, daß ſie ihre Grundſtücke nicht mit derje⸗ nigen Aufmerkſamkeit und Sorgfalt weder pflügen noch beſtellen, die ſie darauf wandten, als ſie arm waren, und daß ſie nun ihr Korn nicht eher verkau⸗ fen wollen, als bis es unerhört theuer iſt. Aber dieſes ganze Argument iſt ſo offenbar falſch, daß es gar keine Erwähnung verdiente, wenn es nicht von manchen behauptet würde, die beſſer davon unterrichtet ſeyn ſollten. Vorzüglich thun dieſes die Fabrikanten, die in dieſem Punkte nicht diejenige Ur⸗ theilskraft und Erfahrung beweiſen, durch die ſie ſich in andern Fällen ſo ſehr auszeichnen. Man kann den Ackerbau mit Recht als eine Ma⸗ nufactur betrachten,— wahrlich! die wichtigſte unter allen, in unſerm, wie in jedem andern Lande! Da man aber allgemein zugiebt, daß andere Manufac⸗ turen nach Verhältniß des mehreren oder mindern Reichthums ihrer Eigenthümer gedeihen, wie kann dann nun die Kornmanufactur deswegen beſſer von ſtatten gehen, wenn die Farmer arm ſind? Wird Armuth en da inm grd ſäem n nit Ruhe ſch, di horren! Ind all durch ih he de fähren do armet ſen wäͤr daß inj feil ware verkauft weil das daß, wer ds domo finden u ſey, w dande Denn hre Länd dert Jat de und ſie brau mit welt ſen verte fals ver r Fal, nicht ganz uuwſ⸗ dee dandwitthe im en Jahren ſo gro⸗ amöglich vinſchen aß die in Britan⸗ es Getraides und aher rühren, daß Folge davon, ſa⸗ enicht mit derje⸗ t weder pflügen dten, als ſie arm nicht eher verkaus uer iſt. Hoffenbar falſch, enke, wenn es die beſſer davon thun dieſes die iht diejenige llr durch die ſie ſich t als eine Ma⸗ wichtäaſte unter dern Lande! Da undere Manuſars en oder mindern , wie kann dald zeſſer von ſatfen 2 Wird Amuth ſie in den Stand ſetzen, ihr Geſchäft beſſer und in einem größern Umfange zu betreiben? Wenn bey jedem andern Gewerbe die Leute reich werden und mit Ruhe und Bequemlichkeit leben; wie iſt es mög⸗ lich, daß ein Landwirth bey ſeiner harten Arbeit be⸗ harren werde, wenn er ewig in Dürftigkeit bleiben und aller der Vorzüge beraubt ſeyn ſoll, die andern durch ihre Arbeit zu Theil werden? Diejenigen, wel⸗ che den Kornmangel aus dieſem Principe herleiten, führen dagegen an, daß in vorigen Zeiten, als die Farmer arm waren, die Lebensmittel wohlfeil gewe⸗ ſen wären; aber biliig ſollten ſie auch nicht vergeſſen, daß in jenen Zeiten alle andere Artikel ebenfalls wohl⸗ feil waren, oder für eine geringere Quantität Silber verkauft wurden, welches hauptſächlich daher rühret, weil das Silber damals ſeltener war als jetzt, und daß, wenn der Zuſtand der Farmer jetzt beſſer iſt als damals, man doch, bey genauerer Unterſuchung finden wird, daß er nicht beträchtlich beſſer geworden ſey, wie der Zuſtand aller andern Claſſen hier im Lande. Wenn die Farmer jetzt dreymal mehr Pacht für ihre Ländereyen bezahlen, wie ihre Vorfahren vor hun⸗ dert Jahren thaten, viermal ſo viel für das Geſin— de und beträchtlich mehr für jedes Geräthe, welches ſie brauchen; iſt es dann nicht klar, daß die Artikel, mit welchen ſie handeln, nicht nur zu höheren Prei⸗ ſen verkauft, ſondern daß auch ihre Einkünfte eben— falls vermehrt werden müſſen? Wäre dieſes nicht der Fall, ſo hätten alle Fortſchritte in der Landwirth⸗ —— — 230— ſchaft längſt ihre Endſchaft erreicht und der Ackerbau würde, ohne alle Verbeſſerung, genau in dem Zu⸗ ſtande geblieben ſeyn, in welchem er zu jenen Zei— ten war. Ddie Landwirthſchaft erfodert ein ſehr großes und bey weitem größeres Capital, als die brittiſche Na⸗ tion jemals darauf gewandt hat. Sie kann weder für die Nation noch für Einzelne mit Vortheil betrie⸗ ben werden, wenn die Fonds, womit es geſchieht, nicht groß genug ſind; und es iſt ein unleugbares Factum, daß wenige unſerer Farmer hinlänglichen Reichthum beſitzen. Einige unter ihnen, es iſt wahr, haben Vermögen erworben, aber bey der großen Anzahl derſelben würde es in der That hart ſeyn, wenn dem nicht ſo wäre; aber ihre Anzahl iſt ausnehmend klein in Vergleichung mit der Menge derer, die in Dürf⸗ tigkeit leben, oder doch nicht unabhängig genug ſind. Anſtatt daß unſere Farmer zu reich ſeyn ſollten, kann man, wie ich glaube, klärlich zeigen, wie ich an meh⸗ rern Stellen dieſes Buches zu thun geſucht habe, daß ſie im Ganzen ſo arm ſind, daß es ihnen nicht mög— lich iſt, ihre Grundſtücke ſo vollkommen zu kultiviren, wie es billig geſchehen ſollte, und daß alſo, wenn wir jemals aus unſerm National⸗Territorium reiche⸗ re Erndten ziehen ſollen, dieſes nur dadurch bewirkt werden kann, daß ein viel größerer Theil der Natio⸗ nal⸗Reichthümer auf den Ackerbau verwandt wird, als bisher geſchehen iſt, und bey weitem mehr als die Farmer ſelbſt beſitzen. Deſriger 9 vich ſad nder Ni üglch d ſoroen, den, wenn riſen ver Begrife die Vohl wan einſe hos d ſetzen d nn, w nichts bringen die ſoc Gewiſ daß, w wenige gooßer. und der Acerbau enau in dem Zu⸗ er zu jenen Jeis ſehr großes und die brittiſche Nas Gie kann weder it Vortheil betrie⸗ es geſchieht, nicht eugbares Factum, glichen Reichthum iſt wahr, haben großen Anzahl ſeyn, weun dem usnehmend klein r, die in Dürf⸗ gig genug ſind. yn ſollten, kann wie ich an meh⸗ eſucht habe, daß dnen nich mög⸗ en zu kultiviren, daß alſo, wenn rritorium reiche⸗ dadurch bewitk Theil der Nalue verwandt wid⸗ eitem meſr a — 231— Diejenigen, welche behaupten, daß unſere Farmer zu reich ſind, beobachten nur allein diejenigen, welche in der Nachbarſchaft großer Städte leben, und vor⸗ züglich die, welche die Märkte der Hauptſtadt ver⸗ ſorgen, deren Bewohner bald Hungers ſterben wür⸗ den, wenn die Farmer, die ſie mit den Lebensbedürf⸗ niſſen verſehen, eines nur irgend bedeutenden Theils ihres Vermögens beraubt würden Aber man er⸗ wäge doch die ungeheure Arbeit, die Unkoſten und das Niſiko, die mit ſolchen weitläuftigen Geſchäften ver⸗ bunden ſind, und man wird nicht länger glauben, daß diejenigen, welche ſie betreiben, für ihre Arbeit zu gut bezahlt werden. Man wird es vielmehr be⸗ dauern, über dieſen Punct bisher ſo eingeſchränkte Begriffe gehabt zu haben, und anſtatt zu wünſchen, die Wohlhabenheit der Farmer zu verringern, wird man einſehen, daß nichts mit ſolcher Gewißheit den Preis des Korns und des Schlachtviehes herunter ſetzen würde, als wenn die Landwirthe reicher wä⸗ ren, wie ſie es bis jetzt geweſen ſind. Nur allein in den Städten macht man ſich über dieſe Gegenſtände ſolche falſche Vorſtellungen, und nichts würde die üblen Wirkungen, welche ſie hervor⸗ bringen, beſſer verhindern, als wenn man denjenigen, die ſolche Meinungen verbreiten, auftrüge, ſie zur Gewißheit zu bringen. Es würde ſich dann zeigen, daß, wenn man auch ſchon in jeder Grafſchaft einige wenige bemittelte Farmer antrifft, dagegen ein ſehr großer Theil unſerer Farms, vielleicht drey Vier⸗ tbeile von allen, nicht die Hälfte deſſen einbringt, was ſie einbringen könnten, wenn ihre Beſitzer im Stande wären ſie beſſer zu kultiviren. Man würde zuverläſſig erfahren, daß vollkommen in der von mir angegebenen Maaße, unſere Farmer kaum im Stande ſind zu exiſtiren; daß ihre Armuth es ihnen unmöglich macht, ihre Beſitzungen zu verbeſſern und daß alſo die Meinung, daß ſie zu reich ſind, durch⸗ aus grundlos iſt. Dieſe Darſtellung ihrer Lage iſt wahrlich nicht übertrieben. Vielfältige ſelbſt angeſtellte Unterſu— chung und Beobachtung haben mich von ihrer Rich⸗ tigkeit überzeugt. Es iſt ebenfalls bemerkenswerth, daß, wenn auch in jedem Diſtrikte einige wenige Farmer bemittelt genug ſind, um ihr Gewerbe mit Bequemlichkeit, Nutzen für ſie ſelbſt und Vortheil für das Publikum betreiben zu können, dennoch keiner unter ihnen wirklich außerordentlich reich ſey, und daß noch dazu unter denen, die durch ihre Kenntniſſe und ihre In⸗ duſtrie ſich Vermögen erworben, wenige und viel⸗ leicht kein einziger ſolche Farms beſeſſen haben, die hauptſächlich nur Kornbau treiben. Es ſind nur ſol⸗ che Farmer, die ſich mit der Viehzucht, hauptſächlich aber mit der Rindvieh⸗ und Schaaf⸗Zucht beſchäfti⸗ gen, und deren Grund und Boden faſt ganz aus Grasländereyen beſteht, die wohlhabend werden; und mit dem allen— wie wohlhabend werden ſie denn? Es giebt wenige Beyſpiele von Farmern, die mit vie⸗ 1 mnemd Aher, 6a uh dale ah h ſente un Sanig Jehrn, gewerbe⸗ dechifi lij c udub vochet: Acerba De ly Form hünet dähm, im, wähnt hauger tachtli nen, faht l ſit aſ ken Fo ſo nac boftell fir iht Grunzſt diſen tinbringt, ihre Beitzer im en. Man virde nen in der von Farmer kaum im Armath es ihnen zu vetbeſſern und reich ſind, durche t wahrlich nichk geſtellte Unterſu⸗ von ihrer Nich⸗ daß, wenn auch rmer bemittelt Zequemlichkeit, das Publikum er unter ihnen daß noch dazu und ihre In⸗ nige und vill— en haben, die s ſind nur ſol⸗ hauptſächlih Zucht beſchäft⸗ foſt ganz als d werden; und rden ſie dmn? n, dit mi die — 233— ler Mühe und Fleiße, aber ſelten eher als im ſpätern Alter, ein Vermögen von 10000, von 20000, oder auch vielleicht von 30000 Pfund St. zuſammenge⸗ bracht haben; und warum ſollten ſie das nicht? Kauf⸗ leute und Fabrikanten erwerben ein weit größeres Vermögen mit mehrerer Leichtigkeit und in wenigern Jahren, warum nun nicht auch die Farmer? Das Gewerbe, womit ſie ſich während ihres ganzen Lebens beſchäftigen, iſt bey weitem nützlicher, und ſollte alſo völlig eben ſo ſehr geehrt und aufgemuntert werden; und es bedarf gewiß keiner prophetiſchen Gabe, um vorher zu ſagen, daß, ehe dieſes nicht geſchieht, der Ackerbau unter uns auch nicht blühen wird. Die Taxen, womit die Ländereyen unter mancher⸗ ley Formen belaſtet werden, ſind ſo groß; die Eigen— thümer ſind genöthigt, ihre Pachtzinſen ſo ſehr zu er⸗ höhen, um ſo viel als möglich mit andern auf glei⸗ chem Fuße leben zu können; und, wiee ich ſchon er⸗ wähnt habe, die Ausgaben für Arbeitslohn und Acker⸗ baugeräthſchaften ſind ſchon ſeit langer Zeit ſo be⸗ trächtlich, daß, einige wenige ſeltene Fälle ausgenom⸗ men, man gegenwärtig bey dem Kornbau immer Ge⸗ fahr läuft, beträchtlich zu verliehren. Statt des Pro⸗ fits alſo, den die Landwirthe angeblich bey einem ſtar⸗ ken Kornban haben ſollten, iſt er ihnen meiſtentheils ſo nachtheilig, daß wenige unter ihnen mehr Korn beſtellen, als ſie für ihre Familien und zum Stroh für ihr Vieh nothwendig brauchen. Ihre übrigen Grundſtücke bleiben zu Graſe liegen, um Vieh auf⸗ — 234— zuziehen oder zu mäſten, wovon allein der Profit gewiß iſt. Man hat hiegegen angeführt, daß, obgleich die Kornpreiſe in unſerm Lande, bis vor wenig Jahren, den erhöheten Ausgaben beym Ackerbau nicht ange⸗ meſſen geweſen ſind, ſie doch jetzt gewiß mehr betra⸗ gen müſſen, als die ſtärkſten Ausgaben beym Korn⸗ bau erfodern, da gegenwärtig dieſe Preiſe viel höher ſtehen, als ſie billig ſtehen ſollten, und bey weitem höher, als die Einwohner dafür bezahlen können, und daß alſo gerade das, worüber wir uns beklagen, nämlich die übermäßigen Kornpreiſe, ſelbſt das ſicher⸗ ſte Mittel ſeyn werden, in Zukunft ihre Wiederkehr zu verhüten. Dieſes iſt, wie ich weiß, zu allen Zeiten die Mei⸗ nung derer geweſen, die nach kaufmänniſchen Grund⸗ ſätzen ſo ſchließen: daß, wenn die Kornpreiſe hoch ſtehen, mehr Land kultivirt werden und dadurch der Preis wieder fallen muß. Allein, obgleich die Kauf⸗ leute allezeit nach dem Grundſatze handeln, ihre Han⸗ delsartikel dann einzukaufen, wann ſie wohlfeil, und ſie da wieder zu verkaufen, wo ſie theuer ſind, und dadurch oft großes Vermögen erwerben, ſo finden doch die Landwirthe ohne alle Frage, daß es höchſt gefährlich ſey, eben dieſe Grundſätze und Abſichten auch auf den Kornbau anzuwenden. Sie haben ſie daher niemals angenommen, und werden ſie auch ver⸗ muthlich niemals annehmen. Tndm ſeuten undA ih. Den p ſt weni ncch dabo K evi pechlnden 64„ von Aol Atit in m deſem de viell glechwo wie de, preſſ vi de Nunge gen G gevün nun blo wie dij ben, ſ der Lan leicht ten W lücen g kerland: würde, alein der profit aß, obglich de r wenig Jahtu, bau nicht ange⸗ wiß mehr betras den beym Korn⸗ reiſe viel höhet nd bey weitem len können, und uns beklagen, elbſt das ſicher⸗ hre Wiederkehr iten die Mei⸗ niſchen Grund⸗ kornpreiſe hoch d dadurch der leich die Kauf⸗ eln, ihre Han⸗ wohlfeil, und ner ſind, und den, ſo finden daß es hoöchſt und Abſichten Sie haben ſe n ſie auch tus In dieſem Stücke iſt der Unterſchied zwiſchen Kauf⸗ leuten und Landwirthen in der That ſehr beträcht⸗ lich. Wenn irgendwo ein Handelsartikel ſelten iſt, ſo iſt wenig Gefahr dabey, einen hinlänglichen Vor⸗ rath davon nach andern Gegenden hinzubringen; es iſt gewöhnlich ſehr bald geſchehen und das damit verbundene Riſiko geringe. Aber große Vorräthe von Korn aufzukaufen, um damit im folgenden Jahre die Märkte zu verſehen, dabey iſt die Gefahr unermeßlich und durchaus gar nicht zu berechnen. Tritt in einem Jahre Kornmangel ein, wie wir ihn in dieſem Augenblicke erfahren, ſo wird das Getrei⸗ de vielleicht zu ganz unerhörten Preiſen verkauft, und gleichwol kann eine einzige vorzüglich gute Erndte, wie die, welcher wir jetzt entgegen ſehn, die Korn⸗ preiſe wieder gar ſehr herabſetzen. Die Farmer können nur dadurch eine größere Menge von Getreide produciren, wenn ſie diejeni⸗ gen Grundſtücke pflügen und beſtellen, die ſie ſonſt gewöhnlich zu Graſe liegen laſſen. Ließe ſich dieſes nun bloß auf ein oder zwey Jahre bewerkſtelligen, wie diejenigen, welche keine Landwirthe ſind, glau⸗ ben, ſo wäre jenes auch ſehr wohl möglich; aber je⸗ der Landwirth weiß, daß, wenn er ſeinen alten, viel⸗ leicht nicht ohne viele Mühe und Koſten angeleg⸗ ten Weidegrund umpflügt, der ihn in allen gewöhn—⸗ lichen Jahren mehr einbringt, als er ihm als Ak⸗ kerland eingebracht hätte, er dadurch genöthigt ſeyn würde, vor allen Dingen ſein Hornvieh und ſeine ——— — 236— Schaofe mit Schaden zu verkaufen. Dabey kann er nicht eher, als nach vier oder fünf Jahren, und nicht anders, als mit neuer Mühe und Unkoſten ſeine Ak⸗ kerländereyen wieder zur Weide machen. Während dieſer ganzen Zeit muß er mehr Land unter dem Pfluge halten, als er vorhin für vortheilhaft hielt, und iſt alſo allen den Koſten, der Mühe und dem Riſiko unterworfen, womit alle ſolche Abweichungen von der Regel verbunden zu ſeyn pflegen. Man hat alſo keine Urſache anzunehmen, daß die hohen Kornpreiſe eines oder zweyer Jahre die Farmer jemals verleiten werden, größere Quantitä⸗ ten Getreide zu erzielen, wie die Märkte ſo viel man weiß, der Regel nach bedürfen, oder die ge⸗ wöhnliche Ordnung ihrer Wirthſchaft weſentlich zu verändern. Sie werden hierin um ſo mehr beſtärkt werden, da ſie bemerkt haben, daß diejenigen, wel⸗ che von dieſen Grundſätzen abweichen, meiſtentheils dabey verloren Sie haben ſelten nur einmal die gehabten Unkoſten wieder erhalten, und gleichwohl iſt doch auch die mit ſolchen Abweichungen verbun⸗ dene Mühe und die daraus folgende Unordnung wahrlich ſehr beträchtlich. Zur Beſtätigung dieſer Meinung könnte ich noch mancherlei Argumente und Beweiſe anführen, es iſt aber unnöthig, darüber in ein weiteres Detail zu gehen. Ich muß indeſſen noch bemerken, daß man bei einer unpartheiiſchen Unterſuchung finden wird, daß alle unſere großen Städte, unſere weit⸗ läſtigen Landtrupy zobenden dn, un nut in Bedürff neht di U Abas ſe kernehme mögen, zur Ve vicht al keiten d Ckand ſ hingegen der ſen zu beſte ſchlcht duß er beingen ner tige d nicht he produein anbjeten und wis lens⸗ Be Dabey kann er Jahren, und nicht enkoſten ſeine Ar chen. Wihrend Land unter den vortheilhaft hielt Mühe und dem e Abweichungen egen. zunehmen, daß deyer Jahre die ßere Quantitäs tärkte ſo viel oder die ge⸗ weſentlich zu mehr beſtaͤrkt jenigen, wel⸗ meiſtentheils ur einmal die nd gleichwohl ngen verbun⸗ ⸗ Unordnung g könnke ic eiſe anführen, eiteres Detal zmerken, doß chung finen unſere niit — 232— käuftigen Manufakturen, unſere Flotte und unſere Landtruppen faſt gänzlich nur allein von den wohl⸗ habenden Farmern mit Lebensmitteln verſorgt wer⸗ den, und daß, unter allen Umſtänden, die Farmer nur in dem Verhältniſſe andere mit den nöthigen Bedürfniſſen verſehen können, je nachdem ſie ſelbſt mehr oder weniger wohlhabend ſind. Unter dieſer ſehr thätigen Klaſſe iſt Indolenz etwas ſeltenes. Farmer ſind beinahe allgemein un⸗ ternehmende und arbeitſame Menſchen, und ihr Ver⸗ mögen, wenn ſie welches beſitzen, wird faſt immer zur Verbeſſerung ihres Farms angewandt, der ſie nicht allein ſelbſt überflüßig mit allen Nothwendig⸗ keiten des Lebens verſorgt, ſondern ſie auch in den Stand ſetzt, dem Mangel anderer abzuhelfen. Da⸗ hingegen iſt es keinem armen Farmer möglich, we⸗ der ſein Feld hinlänglich zu düngen, noch es gehörig zu beſtellen. Seine Produkte ſind daher nicht allein ſchlecht, ſondern ihre Quantität iſt auch ſo geringe, daß er wenig oder nichts davon auf die Märkte bringen kann, weil ſie meiſtentheils gänzlich von ſei⸗ ner eigenen Familie conſumirt werden. Dieſe Folge der Dürſtigkeit ſchränkt ſich auch nicht bloß auf das Korn ein, welches arme Farmer produciren. Jeder Artikel, den ſie zum Verkaufe anbieten, beweiſet das Elend, in welchem ſie leben, und wie wenig man in Anſehung der nöthigen Le⸗ bens⸗Bedürfniſſe auf ſie rechnen kann. Dieſes iſt bei allen animaliſchen Lebensmitkeln ſo zuverläſſig der Fall, daß, wenn die Fleiſchbänke in London und andern großen Städten auch nur während der kurzen Zeit von drey Monaten, aus⸗ ſchließlich bloß durch die ärmern Farmer, mit Rind⸗ Hammel⸗ und Schweine: Fleiſih verſehen werden müßten, keiner ihrer Bewohner jemals wieder be⸗ J. ℛ haupten würde, daß die Farmer zu reich ſeyn können. Eben ſo unwahrſcheinlich iſt es, daß die Wohl⸗ habenheit der Farmer es ihnen möglich macht, ihre Produkte zurück zu halten, wie ſehr ſie auch immer dazu geneigt ſeyn mögen. Es iſt dem Intereſſe der Farmer ſo gemäß, daß ſowohl in Anſehung des Ge⸗ treides, als auch alles Viehes, welches ſie verkaufen, Überfluß herrſche, daß kein gut Unterrichteter daran zweifeln kann, daß ſie alle ihre Kräfte dazu anwen⸗ den, um etwas zu erreichen, was ſie alle ſo ernſtlich wünſchen müſſen. Unter der Vorausſetzung nun, daß ſie dies wirklichthun, und große Quantitäten von Korn und Schlachtvieh produciren, frage ich: was können die Farmer nun weiter damikt machen? Die Farmer, ſie mögen arm oder reich ſeyn, verfahren mit ihren Produkten genau, eben ſo, wie die Kauf⸗ leute mit ihrem Weine, Thee, Caffee, Zucker und ihren übrigen Handelsartikeln thun. Sie verkaufen ſie ſo ſchnell als möglich, und das iſt ihrem eigenen Bortheile ſo gemäß, daß das Publikum wahrlich kei⸗ nen Grund hat, zu beſorgen, durch ein entgegenge⸗ ſetztes Verfahren der Farmer leiden zu müſſen. Wer 6 ſen; d erhoh muth ſchon meiſe krelde, wenn wenig Ihre längen wol d daß di iht K auſe habe lichi 1 udi deſchbänke ädten auch nur Nutr düss rſehe en werden mals wieder be⸗ ph ſann de eich ſeyn konnen, „daß die Vohl⸗ gich macht, ihre ſie auch inmer em Inkereſſe der ſehung des Ge⸗ s ſie verkaufen, rrichteter daran e dazu anwen⸗ alle ſo ernſtlich ezung nun, daß zuantitäten von frage ich: was q. machen? Die eyn, verfahren wie die Kaufe te, Zücker und Sie veikauſen ſ ihrem eigenen um wahtlich ket ein entgegelle: 7 müſſen. Wenn die Erndten ſehr ergiebig ſind, müſſen die — Farmer ihr Korn zu einem niedrigen Preiſe verkäu⸗ fen; denn der Kornpreis richtet ſich, wie der von allen andern Dingen, vornämlich nach der Menge, die ſich davon auf den Märkten findet. In ſchlech⸗ ten Jahren alſo, müſſen ſie nothwendig ihre Preiſe erhöhen, ſonſt würden ſie bald in die äußerſte Ar⸗ muth gerathen; denn obgleich die Farmer, wie ich ſchon erwähnt habe, allezeit in Vaten Jahren am meiſten gewinnen, ſo iſt doch ihr Vortheil beym Ge⸗ treide, ſelbſt bey der beſten Erndte, ſo klein, daß, wenn man ihnen in ſchlechten Jahren, wo ſie nur wenig Korn verkaufen können, nicht erlauben wollte, ihre Preiſe zu erhöhen, ſie unmöglich ihr Gewerbe länger fortſetzen könnten Es ſcheinen indeſſen gleich⸗ wol doch ſmanche zu verlangen und zu erwarten, daß die Farmer, in guͤten wie in ſchlechten Jahren, ihr Korn immer ungefähr zu demſelben Preiſe ver⸗ kaufen ſollen, ſie mögen viel oder wenig geerndtet haben. Eine ſo unbillige Foderung, daß ſich ſchwer⸗ lich irgend ein Grund dafür angeben läßt. Faſt bei jeder Frage, die über den Kornmangel aufgeworfen worden, hat man in der That immer geſucht, die Farmer in einem gehäſſigen Lichte 3u ſchildern, und nicht ſo redlich und billig gegen ſie, wie gegen andere, gehandelt. Man hört ſelten, daß Kaufleute über den Preis ihrer Weine und anderer Handelsartikel getadelt werden, und gleichwol haben ſie die Preiſe aller dieſer Dinge weit mehr in ihrer — ——— — 240— Gewalt, wie es den Farmern möglich iſt, well alle ihre Artikel, der Regel nach, weit weniger dem Ver⸗ derben unterworfen ſind, wie die Produkte der Land⸗ wirthſchaft. Faſt kein einziges derſelben läßt ſich lange aufbewahren. Nichts, zum Berſpiel, leidet durchs Alter mehr, wie das Korn Die Koſten, wenn man es aufbewohren will, ſind ſo groß, und es wird auf mancherley Weiſe ſo ſehr beſchädigt, wenn es auf den Kornböden aufgeſchüttet wird, daß die Farmer es allgemein lieber und ſogar zu ſehr mäßigen Preiſen los zu werden ſuchen, um es nur nicht aufbewahren zu müſſen. So wie dieſes ohne allen Zweiſel mit dem Ge⸗ kreide der Fall iſt, eben ſo einleuchtend iſt es, daß, ſo⸗ bald nur irgend ein Stück ihres Viehſtapels in ver⸗ käuflichem Stande iſt, den Farmern gar keine Wahl übrig bleibt. Ihr Viehſtand mag beſtehen worin er will, ſo müſſen ſie ihn ſchnell verkauſen, wenn nicht auch ſogar der reichſte dadurch ruinirt werden ſoll. Aus dieſem Geſichtspunkte die Sache betrachtet, — und ich bin mir bewußt, ſie nicht verſtellt zu hae ben— hat das Publikum keine Urſache, ſich über die Farmer zu beklagen. Im Gegenkheile ergiebt es ſich, daß ſie in dieſem Stücke viel zu ſehr von der Willkühr des Publikums abhängen, und daß es ſelbſt für letz⸗ teres vortheilhaft wäre, wenn die Regierung den Farmers denjenigen Beiſtand leiſtete, deſſen ſie im hohen Grade bedürfen, um dem daraus entſpringen⸗ den Nachtheile das Gleichgewicht halten zu können. Ge⸗ beſc bhandlt Wohlt den, ſ Länder bloßen der Ar balüvi dem ſid neg n nen ni ſchafe haben ßes T theil gegen man’e Püblinu mer gel Jicch iſt, wen alle weniger dem Ver⸗ Frodukte der Land⸗ erſelben lißt ſich m Beſſpiel, ſedet Die Koſten, wenn groß, und es wird jgt, wenn es auf aß die Farmer es mäßigen Preiſen cht aufbewahren fel mit dem Ge⸗ iſt es, daß, ſo⸗ hſtapels in ver⸗ gar keine Wahl ſtehen worin er ſen, wenn nicht t werden ſoll zache bekrachtet, verſtellt zu ha⸗ ,, ſich über die ergiebt es ſich on der Wilkiht es ſolbſt für li Regierung den „deſſen ſie im ꝛus entſpringel en zu könmn. Ge⸗ — 241— Geſchähe dieſes entweder, wie ich in der dritten Abhandlung vorgeſchlagen habe, dadurch daß die Na⸗ tion zur weitern Verbeſſerung des Ackerbaues Geld vorſchöſſe, oder durch irgend einen andern auf ähn⸗ lichen Prineipien beruhenden Plan, ſo würden unſe⸗ re Märkte allezeit überflüſſig mit Korn und Fleiſch zu ganz mäßigen Preiſen verſehen ſeyn, wobey zu⸗ gleich die Provinrialboards of Agrikulture leicht die nöthigen Einrichtungen treffen könnten, daß die Prei⸗ ſe niemals zu geringe wären. Dieſes würde für jedermann eine höchſt wichtige Wohlthat ſeyn; aber ſie wird uns nie zu Theil wer— den, ſo lange man zugiebt, daß drey viertheile der Ländereyen im ganzen Reiche faſt durchaus in ihrem bloßen natürlichen Zuſtande bleiben, weil es, bey der Armuth unſerer Farmer, an Fond fehlt ſie zu kultiviren, und ſo lange das Publikum zugleich bey dem Irrthum beharret, daß unſere Farmer zu reich ſind, der doch bloß daher rühret, daß es ſein eige⸗ nes wahres Intereſſe nicht kennt. Die Farmer kön⸗ nen niemals zu reich ſeyn; die eingeſchränkte Be⸗ ſchaffenheit ihrer Geſchäfte verſtattet dies nicht. Wir haben im Gegentheil ſchon geſehen, daß ohne gro⸗ ßes Vermögen ihr Gewerbe nicht mit einigem Vor⸗ theile betrieben werden kann, ſo daß, ungeachtet des gegen ſie erhobenen Geſchreies, ich nicht glaube, daß man ein einziges Beiſpiel anführen könne, wo das Publikum durch den zu großen Reichthum der Far⸗ mer gelitten hat. Kein Geſchäft erfodert mehr Auf⸗ A merkſamkeit als das der Landwirthſchaft. Im Gro⸗ ßen kann es auch wirklich nicht anders als mit einer Anſtrengung betrieben werden, die wenig Menſchen auf die Länge zu ertragen im Stande ſind. So⸗ bald alſo die Farmer nur ein mäßiges Vermögen erworben haben, ſo wenden ſie meiſtentheils ihr Geld auf den Ankauf eigenthümlicher kleiner Grundſtücke, laſſen ihre weitläuſtigern UInternehmungen fahren, und werden dem Staate dadurch ſehr nützlich, indem ſie dieſe ihre Beſitzungen auf das vollkommenſte ver⸗ beſſern und damit allen ihren Nachbaren ein gutes Beiſpiel geben. Aber, ſelbſt angenommen, es ſey öfterer der Fall, daß die Farmer wirklich ſehr reich werden, als er es bisher jemals geweſen iſt, und ſogar daß dieſes ſie in den Stand ſetze, gelegentlich die Korn⸗ und Vieh⸗ Preiſe zu ſteigern, welches ich doch, aus den ange⸗ gebenen Gründen, durchaus nicht glaube; ſo würde dennoch daraus kein Nachtheil entſtehen: denn dies — 3 D alles könnte doch niemals von langer Dauer ſeyn. Sobald die Preiſe den eigentlichen Werth überſtie⸗ gen, würden ſie, wie bey andern Handelsartikeln, nothwendig bald zu dem gehörigen Verhältniſſe her⸗ abſinken; denn die Preiſe des Getreides und Viehes hängen zuverläſſig nicht von dem Reichthume derer ab, die ſie verkaufen, ſondern von der größern oder kleinern Quantität, welche ſie davon beſitzen, wie das allenthalben bey jedem Dinge der Fall ſeyn muß, welches der eine dem andern verkauft. 4 Be Mangel tnn wirk d hot Jelten von de restall AM ſcen i nit Reu ril li lange R muß jen nämlich mene dert, ken uu ſhaͤdli Jorrät der 6. bringen unaus Handel die gan gehorig begend urr kur iſt. Im Gro⸗ als mit einer enig Maſchen de ſind. Go⸗ ges Vermögen ntheils ihr Geld er Grundſtücke, ungen fahren, hüßlich, indem ommenſte ver⸗ ren ein gutes erer der Fal, n, als er es dieſes ſie und Vieh⸗ s den ange: de; ſo wurde n: denn dies Dauer ſeyn. erth überſtie⸗ mdelsartikeln, chältniſſe her⸗ s und Viehes chthume derer gröͤßern oder beſitzen, wie zall ſeyn nuß, — 243— 4. Bey der überall herrſchenden Meinung, daß Mangel an Getreide und andern Lebensmitteln ſel⸗ ten wirklich ſtatt finde, glaubt man allgemein, daß der hohe Preis, welchen das Publikum in theuren Zeiten dafür bezahlen muß, von Monopolien, oder von der Aufkäuferey der Kornjuden(engrossers, fo- restallers et regrators) herrühre. Allein obgleich zu allen Zeiten ſehr viele Men⸗ ſchen dieſer Meinung beyſtimmten, ſo kann man doch mit Recht glauben, daß ſie ungegründet iſt, bereits viel Übles geſtiftet hat, und immer ſtiften wird, ſo lange eine ſo irrige Meinung das Ubergewicht behält. Iſt die von mir vorgetragene Meinung richtig, ſo muß jene auf mehr als eine Weiſe ſchädlich ſeyn; vor⸗ nämlich aber wird ſie es dadurch, daß ſie die allge⸗ meine Aufmerkſamkeit auf ſich zieht und es verhin⸗ dert, die wahren Urſachen der Theurung zu entdek⸗ ken und zu verhüten. Sie iſt aber auch dadurch ſchädlich, daß ſie die Menſchen abhält, die kleinen Vorräthe, die ſich in theuren Zeiten etwa noch in der Gegend finden, ſo regelmäßig zu Markte zu bringen, wie ſie es ſonſt thun würden;— eine unausbleibliche Folge davon, wenn man den Korn⸗ Handel einzuſchränken ſucht. Es wäre daher für die ganze Nation höchſt wichtig, daß dieſe Meinung gehörig unterſucht und ihre Folgen in einer jeden Gegend vollſtändig bekannt würden. Hier kann ich nur kurz davon reden. Q2 Monopolien und Aufkäuferey(engrossing) ſind beynahe gleichbedeutende Ausdrücke Wenn jemand irgend eine Waare ganz oder doch größtentheils in der Abſicht an ſich kauft, um den Preis derſelben in die Höhe zu treiben, ſo belegt man dieſe Handlung mit jenen Benennungen. Dieſes kann offenbar bey einigen Handelsartikeln wirklich geſchehen; aber die Frage iſt: ob im Gan⸗ zen alles, was einzelne Individuen dabey thun kön⸗ nen, jemals, aller Wahrſcheinlichkeit nach, ſchädlich ſeyn könne? und ob es für das Pablikum vortheil⸗ haft ſeyn würde dieſes Aufkaufen zu verhindern, wenn die Mittel dazu auch noch ſo leicht und aus⸗ führbar wären? Ich glaube vielmehr das Gegentheil, vorzüglich aber in Anſehung des Getreides. Es wird jetzt allgemein geglaubt und angenom⸗ men, daß jeder Handel, unter übrigens gleichen Umſtänden, ſich um deſto mehr hebe, je mehr Frei⸗ heit man ihm geſtattet; auch ſchränkt ſich der Vor⸗ zug einer ſolchen Handelsfreiheit nicht blos auf die Individuen ein, die dieſen Handel treiben Durch die größere Anzahl derer, die durch jene Freiheit nach den Gegenden, wo ſie ſtatt findet, hingezogen werden, entſteht eine Concurrenz, die allezeit für das Publikum vortheilhaft iſt. EeiEin ſehr wichtiger Vorzug dieſer Handelsfreiheik beſteht darin, daß durch ſie Monopolien verhütet perden, hande war f Duantit uufgeke und ſe räres munge Hande eiferunc riemals der Fo gewag an ſich der R hütet, wo he wird, mehre den gleic Unaust Preit würde ſolchen eben daß d läßt, Gpeku kn, de rossing) ſind Wenn jemand rößtentheils in s derſelben in ieſe Handlung andelsartikeln ob im Gan⸗ ey thun kön⸗ ich, ſchädlich kum vortheil⸗ verhindern, ht und aus⸗ Gegentheil 8. d angenom⸗ gens gleichen je mehr Feei⸗ ich der Vor⸗ blos auf die den Durch jene Freiheit e, hingezogenl lezeit für das zandelöfrihei olien ruhütet — 245— werden, die niemals ſchädlich ſeyn können, wo der Handel einer völligen Freiheit genießt. Es werden zwar freylich von Zeit zu Zeit allenthalben große Quantitäten dieſer oder jener Waare von denen aufgekauft werden, die dabey zu gewinnen hoffen, und ſo kann allerdings gewiſſer Maßen ein tempo— räres Monopolium entſtehen: allein da Unterneh⸗ mungen dieſer Art allezeit bey andern, die denſelben Handel treiben, Aufmerkſamkeit, Energie und Nach⸗ eiferung erregen, ſo kann ein ſolches Monopolium niemals ſchädlich ſeyn. Es iſt auch wirklich allezeit der Fall, daß ein jeder von einzelnen Individuen gewagter Verſuch, durch Aufkäuferey den Alleinhandel an ſich zu ziehen, viel gewiſſer als alle Regulative der Regierungen, die nachtheiligen Wirkungen ver⸗ hütet, welche Monopolien hervorbringen ſollen. Denn wo Handelsfreiheit herrſcht und gehörig beſchützt wird, darf es nur bekannt werden, daß einer oder mehrere Kaufleute eine gewiſſe Waare aufkaufen, um den Preis derſelben in die Höhe zu treiben, ſo wird gleich der Markt von andern damit überladen. Die unausbleibliche Folge davon iſt die, daß nun der Preis dieſer Waare ſtärker fällt, als er es ſonſt thun würde. Auf dieſe Weiſe zielt daher alles, was ein ſolcher Monopoliſt thun mag, dahin ab, gerade eben das zu verhindern, was er beabſichtiget; ſo daß da, wo man nur dem Handel völlige Freiheit läßt, das Publikum ſelten oder niemals durch ſolche Spekulationen leidet. Aber hier müſſen wir bemer⸗ ken, daß man gewöhnlich keinen Unterſchied macht zwiſchen geſetzmäßigen Monopolien und ſolchen Mo⸗ nopolien, wie ſie jeder Einzelne bey dem gewöhnli⸗ chen Gange des Handels mehr oder weniger täglich an ſich zu bringen ſucht. Dieſen Unterſchied ſollte man aber wohl beobachten; denn obgleich die erſtern ſehr oft den Handel eines ganzen Reiches zu Grunde gerichtet haben, ſo wird man doch ſchwerlich, wie ſchon erwähnt worden, ein einziges Beyſpiel anfüh⸗ ren können, wo die andern jemals ſchädlich gewe⸗ ſen ſind. Durch ein geſetzmäßiges Monopolium erhalten einer oder mehrere Einzelne das Recht, ausſchließ⸗ lich mit gewiſſen Waaren zu handeln. Wenn ſie alſo das Publikum für dieſe Waaren einen jeden ihnen beliebigen Preis bezahlen laſſen, ſo werden ſie hierin durch das Geſetz geſchützt, und da ſie wiſ⸗ ſen, daß kein Mitbewerber gegen ſie auftreten darf, ſo unterlaſſen ſie es auch ſelten, von ihrem Privi⸗ legio den ausgedehnteſten Gebrauch zu machen. Wenn dieſes aber nothwendig für das Publikum ſeyn muß, ſo muß auch, aus den angeſührten Gründen, jede andre Art von Monopolien, eine entgegengeſetzte Wirkung haben; da nämlich, wo der Werth der Freiheit und Conkurrenz beym Handel hinlänglich er⸗ kannt wird. Die Geſchichte aller legalen Monopolien, wo ſie auch immer eingeführt waren, liefert hievon ei⸗ nen ſehr überzeugenden Beweis. Dies war ihre Pkung uns. T dn the waren lis da U- von J Alne 1 orlſch Großb kennen allen nopoli der I ſt, we tbeln dann und d entgeg lichkeit Artikel kann einige terſüßt d ſolchen Mo⸗ dem gewöhnli⸗ weniger täglich nterſchied ſollte leich die eiſtern hes zu Grunde hwerlich, wie zeyſpiel anfüh hädlich gewe⸗ lüum erhalten , ausſchließ⸗ Wenn ſie einen jeden werden ſie da ſie wiſ⸗ ſteeten darf, ihrem Privi⸗ achen. Wenn m ſeyn muß, ründen, jede tgegengeſeßte r Werth der ialänglich er opolien, wo eöt hievon ei⸗ es war iſe Wirkung in allen Zeiten und in jedem Reiche Euro⸗ pens. Alle Waaren, worauf ſie ſich erſtreckten, wur⸗ den theuer, bey weitem ſeltener als vorher, und waren nicht eher wieder in Menge vorhanden, als bis das Monopolium auſgehoben wurde. Um hingegen zu zeigen, wie nützlich die Art von Monopolien für das Publikum iſt, welche ein⸗ zelne Individuen täglich in Ausübung zu bringen ſuchen, darf ich nur auf den Wachsthum und die Fortſchritte des Handels in allen Handelsſtädten Großbritanniens verweiſen. Man wird daraus er⸗ kennen, daß zu ganz verſchiedenen Zeiten und in allen Fällen, da einzelne Kaufleute ein ſolches Mo⸗ nopolium an ſich gezogen haben ſollen, der Preis der Waare, anſtatt zu ſteigen, meiſtentheils gefallen iſt, weil ſolche Unternehmungen bey andern Kauf⸗ leuten, die mit derſelben Waare handeln, Nachei⸗ ferung und Conkurrenz hervorbringen. War dies nun aber bey allen andern Handelsar⸗ tikeln der Fall; aus welchen Gründen dürfen wir dann wol annehmen, daß es ſich mit dem Korne und dem Viehe nicht eben ſo verhalte? Da die entgegengeſetzte Meinung durchaus keine Wahrſchein⸗ lichkeit für ſich hat, und in Anſehung aller andern Artikel der Erfahrung geradezu widerſpricht; ſo kann nichts als die allervollkommenſte Evidenz ihr einige Glaubwürdigkeit verſchaffen. Statt deſſen un⸗ terſtützt man ſie mit nichts, als unbeſtimmten Behaup⸗ — 2498— kungen, die zwar bey furchtſamen und leichtgläubi⸗ gen Menſchen allezeit leicht Eingang finden werden, die man aber keiner ſo allgemeinen Aufmerkſamkeit hätte würdigen ſollen, wie man ſie ihnen in allem, was den Handel mit Korn und andern Lebensmitteln betrifft, bisher wirklich geſchenkt hat. Daß ein ſolches Monopolium in einem merklich ſchädlichen Grade ſtatt finden könne, iſt in Anſe⸗ hung des Getreides und anderer Lebensmittel ſogar noch viel unwahrſcheinlicher, als es bey andern Han⸗ delsartikeln möglich wäre. Ich habe ſchon bemerkt, daß die mit der langen Aufbewahrung des Korns, und noch weit mehr mit der des lebendigen Viehes, verbundenen Koſten ſo groß ſind, daß beträchtliche Vorräthe davon nie lange aufbewahrt werden können. Die Farmer werden zwar ohne Zweifel ihre Pro⸗ dukte nicht zu einem niedrigen Preiſe verkaufen, wenn ſie Urſache haben zu glauben, daß ſie mehr dafür bekommen werden, wenn ſie ſie noch eine Zeitlang an ſich halten; allein da dies täglich und zu allen Zeiten geſchieht, ſo kann das für das Publikum nicht nachtheilig ſeyn. Denn, wenn auch auf jedem Markte einige Farmer ſich aus dieſem Grunde wei⸗ gern ihre Produkte zu verkaufen, und lieber ihr Korn aufſchütten und ihr Maſtvieh auf die Weide ſchicken, ſo ſind andre dagegen gezwungen zu ver⸗ kaufen, die aus denſelben Bewegungsgründen ihr Getreide und ihr Vieh ſchon ſo lange zurückgehal⸗ ten haben, daß die Koſten nun ſo groß geworden leichtglaäͤupi⸗ nden werden, lufmertſameit nen in olem, Lebenswitteln inem merklich iſt in Anſes zmittel ſogar andern Han⸗ don bemerkt, des Korns, gen Viehes, beträchtliche den können. ihre Pro⸗ ffen, wenn mehr dafür ne Zeitlang id zu alen s Publikum h auf jedem Hrunde wei⸗ lieber ihr uf die Weide ngen zu ver⸗ gründen ihr zurückgeſol⸗ oß gewyrden ſind, daß ſie es nicht rathſam finden, noch mehr daran zu wagen, und ſo muß auf jedem Markte ungefähr immer die gleiche Quantität verkauft wer⸗ den, gerade als ob ſolche Kunſtgriffe gar nicht an⸗ gewandt würden. Nur in einem einzigen Falle können Kaufleute durch ein ſolches Privat⸗Monopolium das Publi⸗ kum drücken; nämlich, wenn irgend ein gewiſſer Artikel nicht in hinreichender Menge in einem Rei⸗ che vorhanden iſt, und nun alles von wenigen Ein⸗ zelnen aufgekauft wird, die es wiſſen, daß aus an⸗ dern Ländern nichts davon zu erhalten ſteht. Dies iſt aber bey einem jeden Artikel, er ſey welcher er wolle, ein ſehr ſeltener Fall, und bey dem Getraide halte ich es, aus den angegebenen Urſachen, beyna⸗ he für unmöglich, daß er jemals in bedeutendem Gra⸗ de eintreten könne, weil nämlich die Ausgabe dafür und die Schwierigkeit es in ſchlechten Jahren auf⸗ zukaufen und zuſammen zu bringen zu groß ſind, und es zu gefährlich iſt es zurückzuhalten, und da⸗ durch den Haß des Volks auf ſich zu laden, der ſchon durch die bloße Erzählung davon allezeit auf⸗ geregt wird, Die mit dem Kornhandel verbundenen Koſten und Gefahren ſind immer ſehr beträchtlich. Die nur ſehr kleine Anzahl derer, die dabey reich werden, liefert hievon einen überzeugenden Beweis, weswegen auch, bey ſehr großer Theurung, dieſer Handel öfters ſaſt ganz vernachläſſiget wird. Dieſes wirkt folglich — 250— in allen theuren Jahren ſehr zuverläſſig einem jeden Kornmonopol entgegen, und es wird ſchwer ſeyn, auch nur einen einzigen gehörig erwieſenen Fall an⸗ zuführen, wo es dennoch ſtatt gefunden hätte Ich habe bereits Veranlaſſung gehabt zu erinnern, daß ich viele Mühe angewandt habe, hierüber nicht blos aus einer oder zwey einzelnen Grafſchaften, ſondern aus einem jeden Diſtrikte im ganzen Reiche, Erkun⸗ digungen einzuziehen; und da die Mittel, welche ich dazu anwandte mehr als hinreichend und meiſten⸗ theils zuverläſſig waren, ſo kann ich mit großer Gewißheit darauf bauen. Alle dieſe Erkundigungen ergeben, daß, obgleich bey einer jeden Theurung der Pöbel gemeiniglich glaubt, daß die reichen Farmer und Kornhändler Getreide in großen Quantitäten aufbewahren, es doch nie authentiſch bewieſen ſey, daß es irgendwo im ganzen Königreiche wirklich geſchehe. Dazu iſt es jedermann bekannt, daß der Beweis dafür ſehr leicht ſeyn müßte, wenn anders das Faktum richtig wäre, weil große Quantitäten Korn ſich nicht leicht verbergen laſſen, und ich kann daher ohne Anſtand behaupten, daß die über dieſen Punkt allgemein an⸗ genommene Meinung gänzlich grundlos iſt. Dies alles und vornämlich das, daß man zur Begründung einer Meinung, die nur durch die ſtärkſte Evidenz ein Recht auf Glaubwürdigkeit haben kann, nichts als unbeſtimmte Behauptungen ange⸗ führt hat, könnten für einen hinlänglichen Beweis s Giſ 4 5 pirt ſäit di der ſühet ſehr nit? einem jeden ſchwer ſeyn, nen Fall an⸗ hälte Ich innern, daß r nicht blos en, ſondern he, Erkun⸗ welche ich d meiſten⸗ nit großer 5, obgleich emeiniglich ornhändler hren, es irgendwo Dazu iſt dafür ſehr um richtig nicht leicht e Anſtand emein all⸗ . z man zur durch die keit haben gen ange⸗ en Beweis — 251— des Geſagten gelten. Aber es kömmt noch mehr hin⸗ zu. Während der Zeit als das Korn zu ſo uner⸗ hört theuren Preiſen verkauft wurde, alſo etwa ſeit einem Jahre, und man über das Zurückhalten der Farmer und Kornhändler die bitterſten Klagen führte, wurde durch eine im Oberhauſe angeſtellte ſehr ausführliche und unpartheyiſche Unterſuchung mit der vollkommenſten Evidenz bewieſen, daß alles Korn im ganzen Königreiche auf nicht mehr als drey Wochen hinreichte; und gegenwärtig da ich die⸗ ſes ſchreibe, im Monat Julius 180t iſt wahrſchein⸗ lich unſer Getreidevorrath noch geringer, als er da⸗ mals war. Es iſt alſo ganz und gar nicht nothwendig, ge⸗ gen dergleichen Kornmonopolien Strafgeſetze zu ver⸗ hängen; denn in theuren Zeiten haben ſie, allem Anſchein nach, bisher nicht ſtatt gefunden, und da⸗ gegen würden ſie in guten Jahren gewiß von gro⸗ ßem Nutzen ſeyn. Wäre es aber auch denkbar, daß die Menſchen künftig ganz anders handelten, wie ſie bisher gethan haben, und daß es den Farmern und Kornhändlern möglich wäre, in theuren Jahren das Korn in großen Quantitäten aufzuhäufen, ſo wür⸗ de doch die Gefahr dabey ſo groß ſeyn, daß ſie nicht lange dabey beharren könnten, weil der Pöbel gewiß bald mit ſeiner ganzen Wuth darüber herfal⸗ len würde. Unter Foreſtalling verſteht manl das Aufkaufen des Getraides und anderer Lebensmittel auf ihrem — 252— Wege zum Markte; und Regrating bedeutet das Ankaufen der Waaren auf den Märkten ſelbſt und den Wiederverkauf derſelben auf eben dieſen Märk⸗ ten, oder doch innerhalb einer Entfernung von fünf (engliſchen) Meilen von denſelben. Ein regelmäßiger und hinreichender Vorrath von Lebensmitteln iſt für die Bequemlichkeit und Zufrie⸗ denheit der bürgerlichen Geſellſchaft ſo nothwendig, daß man ſich über die Mühe nicht wundern darf, die man ſich in allen Zeitaltern darum gegeben hak. Unter andern Verfügungen, die man zu verſchiede⸗ nen Zeiten dieſerhalben traf, waren keine häufiger als die Verordnungen gegen den Kornwucher(Fore- stalling and regrating), und die Folge davon war: daß diejenigen, welche Kornhandel trieben, gewöhn⸗ lich von dem Volke bitter gehaßt wurden. Hiebey ſcheint in einem jeden Lande dieſelbe Ur⸗ ſache zum Grunde zu liegen— dieſer ungegründete Argwohn nämlich, deſſen ich ſchon erwähnt habe, den man allenthalben gegen alle Kornhändler erregt hat; denn das Publikum hat allezeit geglaubt, daß eine jede Theurung größtentheils nur von ihren Ma⸗ chinationen herrühre. Unbekannt mit den wahren Grundſätzen des Handels, und ohne zu wiſſen, wie nützlich es ſey, wenn jeder Zweig deſſelben ungehin⸗ dert bleibt, und ſo viel als möglich unter der Leitung einer ganz beſondern Klaſſe von Menſchen ſteht, hat man faſt allgemein geglaubt, es ſey vortheil⸗ hafter für das Publikum, wenn das Korn und alle andern! diejenic uimmt te dul das einz her che edeutet das nſelbſt und andern Lebensmittel unmittelbar von den Farmers an . diejenigen verkauft würden, die ſie ronſumiren. Man ſeſa Miik⸗ nimmt hiernach an, daß, wenn alle unſere Märk⸗ ug von ſinf te durch die Farmer ſelbſt verſorgt würden, wir nur das fuͤr ihre Produkte zu bezahlen hätten was ein Jorrath von einziger daran gewinnt, anſtatt daß, wenn ſie vor⸗ und Zufrie⸗ her durch zwey, drey, oder mehrere Hände gehen, nothwendig, ehe ſie auf den Markt kommen, der doppelte, drey⸗ ndern darf, und mehr⸗fache Gewinn aller dieſer Leute drauf liegt. egeben hak.;17.. Pden ha Nichts wäre klarer und richtiger als dieſes Rai⸗ ſonnement, wenn die Farmer im Stande wären, ihre Produkte für eben denſelben Preis auf die Märkte zu bringen, wofüͤr ſie ſie zu Hauſe verkaufen kön⸗ nen, oder auch nur für einen irgend beträchtlich ge⸗ ringern Preis, als den, welchen das Publikum den Kornhändlern und Fleiſchern, nachdem dieſe ſie von jeſelbe Ur⸗ den Farmern gekauft haben, dafür bezahlen muß. Aber dies iſt ſo wenig der Fall, daß einzelne Märk⸗ te ſowol als ganze Diſtrikte und Länder ungefähr in dem Verhältniſſe des Reichthums und der Anzahl ihrer Korn⸗ und Victualienhändler überflüſſig oder dürftig und zu mäßigen oder hohen Preiſen mit Le⸗ verſchiede⸗ ne häufiger cher(Fore- avon war: „gewoͤhn⸗ gegründete ahnt habe, dler erregt daubt, daß ihren Ma⸗ wahren bensmitteln verſehen ſind. Der Grund davon fällt n „ 1 in die Augen. wiſſen, wie en ungehin⸗ Jedermann weiß, welche genaue Achtſamkeit das der Leitung Gewerbe emes Landwirths erfodert, und die Farmer nſchen ſteht wiſſen es ſehr wohl, daß ſie ſich nie ohne ihren Scha⸗ ſen vorthel⸗ den von Hauſe entfernen. Ihre Knechte ſowol wie rn und olt ihr Geſpann verrichten in ihrer Abweſenheit nicht allein weniger Arbeit wie ſie ſollten, ſondern ſie iſt auch ſelten weder gehörig noch zur rechten Zeit ge⸗ than. Der daraus entſtehende Schaden iſt aber ſehr beträchtlich; denn wenn das Land nicht gut gepflügt, noch zur rechten Zeit beſtellt, und zur Ausſaat we⸗ der das beſte Korn noch die gehörige Quantität ge⸗ nommen iſt, wie das alles immer geſchieht, wenn man ſolche Arbeiten dem Geſinde anvertrauet, ſo muß es nothwendig auch nur wenig produciren, und das Publikum ſowohl wie die Farmer leiden dabey großen Schaden. Die Farmer finden auch in der That ſo ſehr, wie nachtheilig eine jede Ahweſenheit für ſie iſt, daß ſie ſie überall gern vermeiden. Denn nicht blos ihre Kornſaaten leiden darunter, auch ihr Hegeland(in- closures), ihre Pferde, ihre Kühe, Ochſen und alles Vieh können nur durch die beſtändige Aufſicht, Acht⸗ ſamkeit und Sorgfalt der Farmer, diejenige Pflege und Aufmerkſamkeit erhalten, deren ſie, wie die Er⸗ fahrung allenthalben lehrt, bedürfen. Hauptſächlich aus dieſem Grunde kommen, wie man ſchon lange bemerkt hat, diejenigen Farmer ſel⸗ ten empor, die oft die Märkte beſuchen. Sie müſ⸗ ſen zwar freilich bisweilen dahin gehen, um den Preis ihrer Produkte zu erfahren, ſo wie auch aus meh⸗ rern andern Gründen; aber ſie finden doch alle, daß es immer deſto beſſer ſey, je weniger Zeit ſie dar⸗ auf zubringen. Wie können ſie nun aber dieſen höchſt ſchädlichen Zeitverluſt vermeiden, wenn ſie, um jedes Gales denn ſie iſt ten Jeit ge⸗ iſt aber ſehr zut gepflägt, Ausſaat wes uantität ge⸗ hieht, wenn rtrauet, ſo lciren, und lden dabey o ſehr, wie ſt, daß ſie blos ihre eland(in- und alles ht, Acht⸗ ige Pflege pie die Er⸗ men, wie jarmer ſel⸗ Sie müſ⸗ Iden Preis naus meh⸗ h alle, daß heit ſie dar⸗ dieſen höhſt e, um fedes fentlichen Märkte beziehen ſollen, wie ſie, nach d Sackes Korn und jedes Stückes Vieh willen, die öf⸗ er Meinung Mancher, eigentlich thun müßten? Dieſer Zeitverluſt kann nur dann vermieden wer⸗ den, wenn es den Farmern erlaubt iſt, ihre Produk⸗ te ungehindert zu verkaufen, es ſey zu Hauſe, auf dem Wege zum Markte, oder wo es wolle. Ehe dies nicht geſchieht, ehe man nicht erlaubt, das Korn ſogar auf einem und demſelben Markkplatze zu kaufen und wieder zu verkaufen, werden unſere Vorräthe immer nur klein und daher die Preiſe höher bleiben, als ſie ſonſt ſeyn würden. Das Publikum achtet nicht genug darauf, wie vorkheilhaft es für die Märkte ſeyn würde, wenn man dieſem Zweige des Getreidehandels völlige Frei⸗ heit geſtattete. Korn⸗ und Viehhändler können wirk⸗ lich ihre Waare wohlfeiler verkaufen, als es die Far⸗ mer ſelbſt auf den Märkten thun könnten, und die Farmer können, wenn ſie ihre Produkte zu Hauſe verkaufen, nun ihre ganze Aufmerkſamkeit auf ihre Wirthſchaft wenden, anſtatt daß ſie ſonſt bey dieſen Marktbeſuchen einen großen Theil ihrer Zeit und ih⸗ res Geldes verſchleudern müſſen. Um dieſes zu vermeiden und unſere Märkte re⸗ gelmäßig und überflüſſig anzufüllen, ſollte man, an⸗ ſtatt den Farmern Prämien dafür zu gebeu, daß ſie ihr Korn und Vieh zu Markte bringen, wie es ei⸗ nige ſehr mit Unrecht gethan haben, ſie durch alle vernünftige Mittel davon abzuhalten ſuchen, und das ſicherſte Mittel hiezu wäre dieſes, daß man die großen Kornhändler auf alle Weiſe aufmunterte und alle diejenigen, welche mit Korn, Vieh und andern Lebensmitteln handeln, nachdrücklich beſchützte— ei⸗ ne Maaßregel, welche gewiß die heilſamſten Wir⸗ kungen hervorbringen würde. Wegen der Verfolgung, welcher dieſe Claſſe von Menſchen ausgeſetzt iſt, haben wenig Leute von Ruf und Vermögen ſich jemals mit dem Kornhandel be⸗ faßt; ſo daß derſelbe größtentheils nur in den Hän⸗ den der Müller und elenden Wucherer(Jobbers) bleibt. Iſt es nun, da dieſe durch die Geſetze nicht gehörig geſchützt werden, und der Pöbel dadurch auf⸗ gemuntert und gleichſam berechtigt wird, ſie mit Här⸗ te zu behandeln, nicht ſehr begreiflich, daß dieſer Han⸗ del weder nach ſo liberalen Grundſätzen betrieben wird, noch für das Publikum ſo vortheilhaft iſt, wie er ſonſt ſeyn würde? Denn, ſo lange dieſe Verfolgung er⸗ laubt iſt, ſo wird ein ſo wichtiger Theil des Korn⸗ handels nicht allein vornämlich nur auf Leute von geringem Stande eingeſchränkt bleiben, ſondern die Anzahl derer, die ſich damit abgeben, wird auch klei⸗ ner ſeyn, als ſie billig ſeyn ſollte. Dieſer unbegreif⸗ liche Mangel an Aufmerkſamkeit auf unſere Kornge⸗ ſetze, die noch immer ſolche Ungereimtheiten verſtat⸗ ten, iſt daher nicht nur dem Publiko, ſondern auch den Farmern im hohen Grade nachtheilig So lange dies unglücklicher Weiſe unabgeändert bleibt, werden die Farmer auch fernerhin ſich zu ſehr in g der in de ſch al Korahe ihr E Mär koufen tur i ſuchen, und , daß man die wyfmunterte und eh und andern beſchüßte— air eilſamſten Wir⸗ dieſe Claſſe von Leute von Ruf Cornhandel be⸗ ir in den Hän⸗ rer(Jobbers) e Geſete nicht ldadurch auf⸗ ſie mit Här⸗ dieſer Han⸗ trieben wird, wie er ſonſt erfolgung er⸗ eil des Korn⸗ auf Leute von „ſondern die icd auch klei⸗ ſer unbegreif⸗ ſere Kornge⸗ heiken verſta⸗ 7 ſondern auch lig unabgeändert in ſih n ihr in — 252— in der Gewalt einer Claſſe von Menſchen befinden, in die ſie kein Vertrauen ſetzen können: ſie werden ſich alſo häufig verleiten laſſen, ſelbſt eigentliche Kornhändler zu ſeyn, und ſowohl ihre Zeit als auch ihr Geld daran zu wenden, ihre Produkte auf die Märkte zu bringen, anſtatt daß ſie es zu Hauſe ver⸗ kaufen und alle ihre Zeit und ihr Geld auf die Cul⸗ tur ihrer Grundſtücke wenden ſollten, wie ſie es auch ſonſt gewiß thun würden. Das Intereſſe des Publikums leidet aber nicht blos durch den Schaden, welcher dem Ackerbau da⸗ durch zugefügt wird, ſondern auch deswegen, weil nun alle Märkte im ganzen Königreiche weniger re⸗ gelmäßig mit allen Nothwendigkeiten verſehen wer⸗ den, wie ſie es ſeyn würden, wenn dieſe den Korn⸗ und Vieh-Händlern allein gänzlich überlaſſen wären. Bey jedem andern Artikel richten ſich die Kaufleute mit ihren Vorräthen nach der mehrern oder min⸗ dern Nachfrage, und da es eben ſo ſehr ihr eigener Vortheil, als der des Publikums iſt, daß es nicht daran fehle, ſo iſt dieſes auch ſelten der Fall, wenn anders die erforderliche Quantität nur irgend zu ha⸗ ben iſt. Hieraus folgt, daß niemand in Anſehung derjenigen Artikel, womit die Kaufleute gewöhnlich handeln, in Verlegenheit ſeyn kann; denn, iſt zufäl⸗ liger weiſe einmal ein Kaufmann nicht damit verſe⸗ hen, ſo hat ſie doch gewiß ein anderer. Man hat aber nicht den geringſten Grund zu glauben, daß es ſich mit dem Korne und andern R — 258— Lebensmitkeln hierin anders verhalten würde, wenn ieſem Handel völlige Freiheit ließe, und jeder⸗ man 5 mann erlaubte dabey zu verfahren, wie es ihm guk dochet. Geſchähe dieſes, ſs würde die Anzahl derer, die ſich auf die mancherley Zweige dieſes Handels le⸗ gen, ſehr beträchtlich zunehmen. Faſt in eben dem Verhäͤltniſſe nähme auch das Capital zu, welches dar⸗ in ſteckt; es entſtande Coneurrenz, und alle Märkte wären dann nicht nur in größerm Ueberfluß und re⸗ gelmäßiger mit allem verſehen, ſondern es würde Preiſen zu haben ſeyn, als Handel nur auf eine Claſſe t, die ihm weder durch auch alles zu billigern wenn dieſer ganze wichtige von Menſchen eingeſchränkt bleib ihre Erfahrung, ihre Kenntniſſe, ihr Anſehn, noch durch ihre Capitalien nur zum zehenten Theile Ge⸗ nüge leiſten können. nim Für London und alle unſere Handels⸗ und Ma⸗ uyfarkurs Städte wäre es in einem noch höhern Gra⸗ de vortheilhaft, wenn dieſer Zweig unſers Handels auf einen andern Fuß geſetzt würde. Denn, da ein Brbßer Theil der Bedürfniſſe für dieſe Städte, vor⸗ nämlich aber für London, aus entfernten Grafſchaften hingebracht werden muß, ſo wäre es offenbar noch ſchadlicher für die Farmer, wenn ſie deshalb ſo wei⸗ e Reifen machen ſollten, da ſie, wie ich gezeigt ha⸗ be, ſchon ſo großen Schaden und Ungemach dadurch leiden, wenn ſie nur die Märkte in ihrer Nähe be⸗ ſuchen. Die Farmer albſt thun diefes alſo ſehr ſelten, und wenn Zwiſchenhandler dazu gebraucht werden würde, wun eße, und jeder wie es ihn gui ie Anzahl dur, ſes Handelz le⸗ ſt in eben dem u, welches dar⸗ dd alle Märke erfluß und re⸗ ern es würde den ſeyn, als auf eine Claſſe n weder durch Anſeha, noch Theile Ge⸗ 3⸗ und Ma⸗ höhern Gra⸗ ſers Handels denn, da ein Städte, vor⸗ Grefſchaften offenbar noch ghalb ſo wei ch gezeigt ha⸗ mach dadurch rer Rähe be⸗ ſo ſthtſaln raucht verdet — 259— ſollen, ſo iſt es gewiß dem Intereſſe des Publikums angemeſſener, wenn dieſes Leute von Ruf und Anſehn ſind, als ſolche, die in gar keinem Anſehen ſtehen; denn alsdann werden mehrere ſich auf dieſen Handel legen, und das darin angelegte Capital wird zu der Nachfrage nach dieſem Artikel ein richtiges Verhält⸗ niß bekommen, welches unter den gegenwärtigen Um⸗ ſtänden, wie man mit Grund glauben kann, nie der Fall geweſen iſt. Vielleicht ſind hauptſächlich aus dieſem Grunde manche Lebensbedürfniſſe in London und andern gro⸗ ßen Sädten gewöhnlich viel theurer, als in andern Gegenden des Reichs. Bey dem Korn iſt das ſelten ſo beträchtlich; aber viele andere Conſumtionsartikel bezahlen die Einwohner von London um 25 bis 30 Procent theurer, als man anderswo dafür bezahlt. Selbſt Rind- und Hammel⸗Fleiſch und alle Arten von animaliſchen Rahrungsmikteln ſind in London oft um 40 Prorent theurer, als in andern Gegenden des Königreiches, und bey einigen beträgt der Unter⸗ ſchied ſogar nicht weniger als 70 oder 80 Procent. Faſt bey allen eigentlichen Nothwendigkeiten des Lebens iſt dieſes der Fall; dagegen ſind aber alle an⸗ dere Handelsartikel in großen Städten gewöhnlich am wohlfeilſten, weil ſie ungehindert und ohne Ein⸗ ſchränkung verkauft werden, und dieſe Freiheit alle⸗ zeit Conkurrenz und Nacheiferung befördert. Aber unfere Vorfahren haben aus ſehr übelverſtandenen Abſichten den Kauf und Verkauf der Lebensmittel R 2 — 260ñ— auf eine ſehr drückende Weiſe eingeſchränkt; man hak bisher dieſe Einſchränkung in ihrer ganzen Kraft bey⸗ behalten, und die Folge davon iſt: daß die Schwie⸗ rigkeit, die großen Städte hinlänglich mit Lebensmik⸗ teln zu verſorgen, in einem ſolchen Grade zugenom⸗ men hat, daß ſie wirklich ſelten oder niemals hinrei⸗ chend damit verſehen ſind; auch dürfen wir uns dar⸗ über eben nicht wundern. Betrachtet man Londons ungeheure Bevölkerung und die dort herrſchende Lebensart, bey welcher die Menſchen doppelt ſo viel Fleiſchſpeiſen verzehren, wie eben dieſelbe Anzahl irgendwo ſonſt konſumirt, ſo ſieht man deutlich ein, daß der Betrag dieſer Be⸗ dürfniſſe ſich ſo hoch belaufen müſſe, daß ſie nur durch die vollkommenſte, denen die damit handeln, zu er⸗ theilende Freiheit und Protection, ſo reichlich und ſo regelmäßig, wie es die Nothdurft erfodert, zu erhal⸗ ten ſtehen. Wann dieſes einſt geſchieht, aber nicht eher als dann, werden die Märkte von London und andern großen Städten, anſtatt am theuerſten zu ſeyn, vermuthlich die billigſten im ganzen Königreiche werden; denn, wenn der Handel nur gehörig beſchützt wird, ſo iſt allezeit die Anzahl derer, die ſich darauf legen, und das Capital, welches in jedem Zweige deſ⸗ ſelben angelegt wird, in großen Städten verhältniß⸗ mäßig beträchtlicher, als auf kleinern Marktplätzen. Die Folge davon iſt, wie ich ſchon bemerkt habe, daß in großen Städten ein jeder Handelsartikel, und ſelbſt Fabrikwaaren aus den entfernteſten Provinzen, daral Riede ander⸗ anſeh lch, Lond witd, onſt bridan Daa berd Pub cls beſon ſo ſe änkt; man hak zen Kaaſt de) 1 die Ochwie⸗ mit Lebenenit⸗ rade zugenom: niemals hintir wir uns dar Bevölkerung welcher die verzehren, wie konſumirt, ſo ag dieſer Be⸗ ſie nur durch deln, zu er⸗ hlich und ſo rt, zu erhal⸗ t, aber nicht London und theuerſten zu n Königreiche pörig beſchüͤtt ie ſich darauf m Zweige deß ten verhältiif Marktpläßzn erkt habe, l gartikel, und jen Proviszen, — 261— in größerem Ueberfluſſe vorhanden, und folglich wohl⸗ feiler ſind, als in kleinen Städten und Flerken, oder auch in den Gegenden ſelbſt, wo ſie fabririrt werden. Daher ſind die Stahlwaaren aus Birmingham, Shef⸗ field und Woodſtock, alle baumwollene Fabrikate aus Lancaſhire und andern nördlichen Gegenden, ſo wie auch die ſchottiſche und irländiſche Leinwand in größerer Menge und Mannichfaltigkeit und— was nothwendig. daraus folgt— zu wohlfeilern Preifen in den großen Niederlagen in London zu haben, als an irgend einem andern Orte. Ja, die Wirkung der Conkurrenz und anſehnlicher Capitalien iſt beym Handel ſo beträcht⸗ lich, daß ein großer Theil des ganzen Reiches von London aus mit dieſen Manufakturwaaren verſehen wird, und zwar unter billigern Bedingungen, als es ſonſt irgendwo möglich wäre. Wollte man die Fa⸗ brikanten nöthigen, Detailhändler zu werden, und ihre Waaren bloß an diejenigen zu verkaufen, die ſie ſelbſt verbrauchen, wie man dieſes zum Unglück für das Publikum für Recht hält, ſo würden ſie nicht bloß als Fabrikanten, ſondern lauch noch als Kaufleute, beſondere Capitalien beſitzen müſſen. Dieß wäre aber ſo ſelten der Fall, und die bey einer ſolchen Abſonde⸗ rung des Handels unvermeidliche Verwirrung würde ſo groß ſeyn, daß es offenbar vortheilhafter für ſie iſt, alles was ſie fabriciren, zu wohlfeilern Preiſen an einige wenige reiche Londoner Kaufleute zu ver⸗ kaufen, auf welche ſie ſogleich für den Belauf ihre Wechſel traſſiren können, als mit einer großen An⸗ zahl Menſchen zu handeln, unter denen ſich allezeit — 262— mehrere befinden, von welchen es ſchwer halten wür⸗ de, ſelbſt nach lange gegebenem Credite, die Bezah⸗ lung zu erhalten.— Würden nun eben ſo die Korn⸗ und Vieh⸗Märkte zu London, Edinburg, Liverpool und andern Orten, wo die Nachfrage ſtark iſt, durch eine größere und mit ſtärkern Capitalien verſehene Anzahl von Kaufleuten verſorgt, ſo würde auch eben das daraus folgen. Sie erhielten alsdann täglich neue Vorräthe aus den entfernteſten Winkeln des Königreiches, anſtatt daß ſie ſie jetzt größtentheils bloß aus den benachbarten Gegenden erhalten. Man würde ihnen größere Quantitäten zuſchicken und neue Auswege ausfindig machen, die bey einer durch hin⸗ längliche Capitalien unterſtützten Nacheiferung allezeit bald entdeckt werden. Hieraus entſtänden für das ganze Reich die an⸗ ſehnlichſten Vortheile. In allen entfernten Gegenden des Landes würden die Lebensmittel zwar im Preiſe ſteigen, aber keinesweges in einem nachtheiligen Grade. Dagegen hätte dort die ſtärkere und beſtimmtere Nach⸗ frage die ſehr wichtige Folge, daß die Verbeſſerung der Ländereien dadurch mehr Aufmunterung erhielte; man würde mehr Korn und mehr Vieh produciren, und daher könnte man nun das Brod und alle an⸗ dere Lebensbedürfniſſe in den Städten leichter als bis⸗ her beſtändig in einem gleichförmigen und mäßigen Preiſe erhalten. Der Einfluß einer ſtarken und beſtändigen Nach⸗ frage und einer ſichern Bezahlung, iſt beym Handel ſo groß, daß dieſe allezeit die ſtärkſten Quantitäten e halten wür⸗ d, die Bezah⸗ ſ de Korn⸗ ukg, Aperpool ſark iſt, duch llien verſehen inh aüch eben sdann täglih Winkeln des größtentheils halten. Man ſcen und neue t durch hin⸗ ſeich die an⸗ n Gegenden ar im Preiſe ligen Grade. nmtere Nach⸗ Verbeſſerung ung erhielte; produciten, und alle au— chter als li⸗ und mäßigen undigen Nac beym Handl Quanttäten — 263— von einer jeden Waare, und dieſe vön der höchſten Güte an ſich ziehen, und wenn unſere Märkte nur entweder durch die Farmer oder durch Kornhändler mit großen Vorräthen von Lebensmitteln wirkfich ver⸗ ſehen wären, ſo würde man über Aufkäuferey und Kornwucher(monopoly, forestalling and regrà- ting) keine Klagen mehr hören; aber alle unfere großen Märkte, und vornämlich die in London, find bisher ohne allen Zweifel auf eine Weiſe verſehen worden, wobey nothwendig allenthalben die Preiſe in die Höhe getrieben werden müſſen Schlechte Jah⸗ re, in denen wirklicher Mangel Statt findet, ausge⸗ nommen, wird zwar ohne Zweifel die erforderliche Quantität von jedem Artikel auf dieſe Märkte wirk⸗ lich gebracht; wenn aber dieſe Artikel dabey auch zu billigen oder gar wohlfeilen Preiſen verkauft werden ſollen, ſo muß das Land mehr produrciren, als dieſe Märkte brauchen, ſonſt werden die Preiſe immer hoch bleiben. Es folgt dieſes ganz natürlich aus der Be⸗ gierde des Publikums, zu kaufen, um ſich zu verſor⸗ gen, wenn der Vorrath nur mittelmäßig groß iſt, und aus dem Vortheile, den die Kaufleute aus dieſer Begierde des Publikums ziehen. Wenn unſere Colo⸗ nien nicht mehr Zucker produciren, als in dem Ver⸗ laufe eines Jahres wahrſcheinlich konſumirt wird, ſo ſteigen augenblicklich die Preiſe, wenn ſchon die vor⸗ räthige Quantität noch immer zu unſerer Conſumtion hinreichend wäre; wird aber eine reiche Erndte auch nur bloß angekündigt, ſo fallen die Preiſe gewöhn⸗ lich ſogleich, wie dieſes auch allenthalben mit den — 264— Lebensmitteln der Fall ſeyn würde, wenn die Märk⸗ te, wo ſie verkauft werden, reichlicher damit verſe⸗ pen wären. Denn, wenn Korn und Fleiſch im Über⸗ fluſſe vorhanden ſind, ſo müſſen die Preiſe mäßig ſeyn; dagegen iſt es eben ſo offenbar, daß alle Ein⸗ ſchränkungen, womit man diejenigen belegt, welche damit handeln, alle Angriffe, denen ſie von Seiten des Pöbels ausgeſetzt ſind, und alle noch ſo ſtrengen Geſetze keinen Einfluß darauf haben können, ſie wohl⸗ feil zu machen, wenn die Märkte nicht reichlich da⸗ mit verſehen ſind. In ſo fern die Theurung der Lebensmittel in den großen Sädten daher rührt, daß das ganze Land nur wenig producirt hat, werden die Preiſe freilich theuer ſeyn; wenn aber diejenigen, welche damit handeln, ſo geſchützt und aufgemuntert würden, wie ſie es bil— lig ſeyn ſollten, ſo wäre, aus den angegebenen Grün⸗ den, dennoch allezeit ein jeder Artikel dort im größ⸗ ten Ueberfluſſe, wo die Nachfrage am ſtärkſten iſt, und dort würden folglich auch die Preiſe am mäßig⸗ ſten ſeyn. Um dieſen höchſt wichtigen Zweck zu erreichen, iſt kein koſtſpieliger Plan erforderlich. Man wider⸗ rufe nur alle Geſetze gegen Korn⸗ und Victualien⸗ Händler, die man bisher noch immer beybehalten hat; man ſchütze ſie und erlaube ihnen, ihre Waaren in allen Lagen und Verhältniſſen, wann und wie es ih⸗ nen gut dünkt, zu kaufen und zu verkaufen, und die ganze Sache iſt abgethan. Geſchieht dieſes endlich, Indder gut frihet mols N „ toriſtren dere d kum N ander d zu freibe enn die Märk⸗ er damit verſes Jeiſh m lbers Nrſt niſig „daß ale Ein⸗ belegt, welhhe ſie von Eeiten och ſo ſtrengen nen, ſie wohle t reihli da⸗ komittel in den anze Land nur freilich theuer mit Handeln, die ſie es bil⸗ benen Grün⸗ ort im groͤßs ſtärkſten iſt, ſe am mäßigs zu erreichen, Man wider⸗ d Victualien⸗ pbehalten hat; e Waaren in und wie es j⸗ ꝛufen, und di dieſes nülch und der Zeitpunkt iſt hoffentlich nicht weit mehr enk⸗ fernt, ſo wird man erſtaunen, und ſich darüber wun⸗ dern, daß ſo verderbliche Geſetze bis in das neun⸗ zehnte Jahrhundert haben können beybehalten wer⸗ den. Man wird es um ſo merkwürdiger finden, daß ſie gerade in Großbrittannien in völliger Kraft ge⸗ blieben ſind, da man hier, in Anſehung aller andern Artikel, ſchon lange von dem Nutzen der Handels⸗ freiheit überzeugt geweſen iſt, und wird ſie hernach⸗ mals den Geſetzen zuzählen, die da Verfolgung au⸗ toriſiren, wo es uneingeſchränkter Freiheit bedürfte. Die Unwirkſamkeit und ſchädliche Tendenz der Verfolgungsgeſetze in allem, was die Religion be⸗ trifft, ſind ſchon lange anerkannt worden, und es iſt nicht wahrſcheinlich, daß ähnliche Geſetze bey der Lei⸗ tung des Kornhandels größeren Nutzen leiſten ſollten. Sie ſind vielmehr allezeit ſchädlich, und bringen ge— wöhnlich eine ganz andere Wirkung hervor, als diejenige, welche man dabey zur Abſicht hatte. Sollte man alſo dieſer wichtigen Frage einſt diejenige Aufmerkſamkeit widmen, welche ſie unſtreitig ver⸗ dient, ſo dürfen wir mit Recht hoffen, daß alle Ein⸗ ſchränkungen, womit man bisher den Kornhandel be⸗ legt hat, werden aufgehoben werden. Das größte Verbrechen, welches Korn⸗ und an⸗ dere Victualien⸗Händler angeblich gegen das Publi⸗ kum begangen haben ſollen, iſt: daß ſie ſich mit ein⸗ ander dahin vereinigen, die Markipreiſe in die Höhe zu kreiben; allein, obgleich über dieſen Punkt vieles — 286— hin und her geſagt worden iſt, ſo hat man doch nie bewieſen, daß es wirklich geſchehe, obgleich dieſes un⸗ möglich verborgen bleiben könnte. Wenn indeſſen ſolche thörichte Verſuche wirklich jemals gemacht wer⸗ den ſollten, ſo wäre es gewiß beſſer, ſie den üblichen gemeinen Geſetzen des Landes zu unterwerfen, als ein beſonderes nachdrückliches Geſetz dagegen zu ge⸗ ben. Wird nur ein einziges Geſetz dieſer Art beybe⸗ halten, ſo müſſen alle, die ſich mit dieſem Handel be⸗ ſchäftigen, es als eine Verfolgung anſehen; und es iſt daher nicht ſchwer, voraus zu ſagen, daß die An⸗ zahl derer, die dieſen Handel treiben, allezeit klein bleiben wird, und daß folglich alle Märkte in den großen Städten weder ſo reichlich verſehen, noch die Preiſe der Lebensmittel ſo bedeutend wohlfeil ſeyn werden, als ſie es ſonſt ſeyn würden. 56. Manche ſind der Meinung, daß der hohe Preis der Lebensmittel in unſerm Lande größtentheils von der Exportation derſelben herrühre; aber hierin haben ſie zuverläſſig eben ſo ſehr Unrecht, wie das Publikum immer bey allem hat, was den Kornhan⸗ del betrifft. Gut unterrichtete Leute wiſſen, daß ungefähr in den letzten vierzig Jahren die Ausfuhr des Getrei⸗ des und anderer Lebensmittel aus unſerm Lande ſo klein war, daß die Wirkung davon ganz unmerklich geweſen ſeyn muß. Der Grund hiervon ſällt in die Augen. Während eines beträchtlichen Theiles dieſes Zeitraums ſtanden die Preiſe des Getreides und aller derl lu Reat nach nlchem dn? D vohlſel den Lun 4. D draht, voßliha t man docj ne liich diſs uns Vemn indeſſen us genahl wer ſie den üblien terwerfen, al dagegen zu ge⸗ ſer Art beybe⸗ am Handel be ehen; und es „daß die Am allezeit llein Kärkte in den hen, noch die vohlfeil ſeyn ß der hohe größtentheils Baber hierin ht, wie das n Kornhan⸗ ungefähr in des Getrei⸗ m Lande ſo unmerklich 1 fällt in die theiles diſes des und allr — 267— andern Lebensmittel in Britannien viel höher, als der Regel nach irgendwo auf dem feſten Lande. Nach welchem Lande konnten ſie daher wohl exporkirt wer⸗ den? Dazu hätten ſie bey uns nicht bloß eben ſo wohlfeil, ſondern vielmehr weit wohlfeiler als in den Ländern ſeyn müſſen, wohin man ſie geſchickt hät⸗ te. Ohne das konnten ſie die großen Koſten der Fracht, der Aſſecuranz und des Riſiko nicht tragen, welches noch hinzu kömmt, wenn ſie an Auswärkige, und nicht im Lande ſelbſt verkauft werden. Werden die Preiſe in unſerm Lande jemals ſo niedrig, daß ſie dieſes verſtatten, ſo können nur Unverſtändige die Exportation dieſer Artikel mißbilligen, und ſo lange ſie höher ſtehen, hat man keinen Grund zu glauben, daß ſie jemals in einem nachtheiligen Grade wirklich Statt finde. Außerdem iſt es aber dem Inkereſſe der Kauf⸗ leute ſo gemäß, den einheimiſchen Märkten den Vor⸗ zug zu geben, daß das Publikum von dieſer Seite gewiß nichts zu befürchten hat; und ſo wie aus dem Geſagten erhellet, daß es ſehr vortheilhaft ſeyn wür⸗ de, den inländiſchen Handel mit Korn und andern Le⸗ bensmitteln in unſerm Lande durchaus gar nicht ein⸗ zuſchränken, ſo darf man auch mit Recht glauben, daß es von eben ſo großem Nutzen wäre, wenn man auch unſern ganzen auswärtigen Handel mit dieſen Artikeln völlig frey ließe. Es iſt mir ſehr wahrſcheinlich, daß dieſes äußerſt wohlthätig wirken würde. Erlaubte man den Kauf⸗ — 268— leuten Korn ein⸗ und auszuführen, wann und wie ſie es für rathſam halten; gewährte man ihnen Schutz in der Maaße, wie ſie ihn verdienen, ſo würden alle unſere Märkte viel beſſer verſehen ſeyn, als ſie es jemals ſeyn können, wenn der Handel die Feſſeln von Einrichtungen tragen muß, die faſt allezeit ſchädlich ſind, und ſogar oft dem eigentlich beabſichtigten Zwecke geradezu entgegen wirken, wie das meiſten⸗ theils bey allen Einſchränkungen immer der Fall iſt, womit man den Handel belegt. Denn wie iſt es möglich, daß irgend ein Miniſter oder eine Regie⸗ rung, oder irgend ſonſt Jemand, in der Leitung des Handels eben ſolche weiſe Einrichtungen treffen könne, als die Kaufleute ſelbſt thun würden, die dieſen Han⸗ del treiben, für die er der tägliche Gegenſtand der ängſtlichſten Sorgfalt und Aufmerkſamkeit iſt, und die daher am beſten im Stande ſind, ihn vollſtändig zu beurtheilen, und mit dem größten Vortheile zu be⸗ treiben? Es wäre daher wol am beſten, wenn das Par⸗ lement alle Geſetze über die Regulirung des Handels mit Korn und andern Lebensmitteln ſogleich wider⸗ riefe, ſo wie auch alle Verordnungen gegen das Aufa kaufen derſelben(monopoly, forestalling and re- grating) und ſich niemals weiter weder hierin noch überhaupt in den Handel mit Lebensmitteln miſchte. Nach dem Ausſpruche der Erfahrung, die doch bey allen ſolchen Dingen allein gelten ſollte, ergiebt es ſich nicht, daß dieſe Einmiſchung der Regierungen je⸗ mals von Nutzen geweſen iſt. Zu keiner Zeit iſt es n und wie ſie ihnen Schuß ſo wüden alle 1, als ſe ts ie Feſſeln don eit ſchädlih becbſichtigten das meiſten⸗ der Fall iſt, wie iſt es eine Regies Läitung des reffen könne, dieſen Han⸗ genſtand der t iſt, und vollſtändig hheile zu bes in das Par⸗ des Handels leich wider⸗ en das Aufs ng and ré- hierin noch tteln miſchte, die doch ben ergiebt 29 gierungen je er ‚eit jt a — 269 erreen wahrſcheinlich, daß ſie von irgend einigem Nutzen ſeyn könne; wohingegen ſie in theuren Jahren faſt immer höchſt ſchädlich iſt, weil ſie den Lärmen ver⸗ mehrt, der unter ſolchen Umſtänden die Gemüther ohnehin ſchon genug beunruhigt. Ließe man dieſen Handel frey, ſo würden die Kaufleute in Anſehung der Lebensmittel eben ſo ver⸗ fahren, wie ſie es bey allen andern Artikeln thun. Sie würden ſie exportiren, wenn ſie im Überfluſſe vorhanden und wohlfeil ſind; dadurch gewönne der Ackerban und die Landwirthe würden aufgemuntert, größere Quantitäten davon zu produciren. In ſchlech⸗ ten Jahren hingegen, wo wirklicher Mangel Statt fände, würden ſie, anſtatt ſie aus dem Lande zu brin⸗ gen, es jederzeit ſo vortheilhaft für ſich finden, ſie aus andern Ländern bey uns einzuführen, daß ſie dieſes, ohne allen Zweifel, nicht nur in größerer Men⸗ ge, ſondern auch mit weit wenigern Unkoſten thun würden, als es durch die Regierung ſelbſt geſchehen kann. Hätte man den Kornhandel gänzlich frey gegeben, und ihn nicht durch ſchädliche Einſchränkungen ge⸗ lähmt, ſo würden, meiner Überzeugung nach, alle die Prämien, welche in dieſem und dem vorigen Jahre in unſerm Lande für die Korn⸗Einfuhr bezahlt wor⸗ den ſind, unnöthig geweſen ſeyn; dahingegen haben dieſe Prämien ohne Zweifel die Kornpreiſe auf frem⸗ den Märkten geſteigert, und die eingeführte Menge gleichwohl nicht im Verhältniſſe der großen Summen — 270— vermehrt, die wir dafür bezahlt haben. Selbſt die Länge der Zeit, binnen welcher dieſe Prämien Statt finden ſollen, wird, obgleich hiebey ſehr wohlwollen⸗ de Abſichten zum Grunde liegen, jetzt, da in ganz Europa die Erndten ſehr ergiebig ausfallen, noch auf eine andere Weiſe ſchädlich werden können We⸗ gen der Furcht, die ſich der Natſon bemächtigt hatte, wurden die Pprämien, welche das Parlement für die Korn⸗Einfuhr bewilligte, für einen längern Zeitraum feſtgeſetzt, als nunmehro, aller Wahrſcheinlichkeit nach, nöthig ſeyn wird. Wird nun die reiche Saat, welche wir hoffentlich bald einerndten werden, gut eingebracht, ſo wäre es kein Wunder, wenn die Prei⸗ ſe des nächſtfolgenden Jahres zu niedrig ſeyn wer⸗ den. Dies würde aber niederſchlagend für unſern Na⸗ tionalackerbau ſeyn, und alle, die ſich damit beſchäf⸗ tigen, würden ſich gekränkt fühlen, weil dieſe niedri⸗ gen Preiſe durch Prämien bewirkt wären, die wir fremden Ländern zur Beförderung ihres Ackerbaus bezahlt hätten; wie denn die großen Summen, wel⸗ che jedes Land, woher nur immer Korn zu bekommen war, von uns dafür empfangen hat, dieſe Wirkung ſicherlich gehabt haben. Wäre daher der ganze Kornhandel frey, ſo wür⸗ de jeder Zweig deſſelben weit beſſer durch diejenigen regulirt werden, die ſich damit beſchäftigen, als es andere jemals thun können; und man erwartet ver⸗ gebens, daß irgend eine Claſſe von Kaufleuten ihr Geld und ihre Zeit mit der dazu nöthigen Bereitwil⸗ en. Sebſt die Drimien Statt r wohlwollen⸗ k, da in ganz ufallen, noch können We⸗ nächtigt hatte, ennent für die gern Heitraum hrſcheinlichkeit reiche Gaat, werden, gut venn die Prei⸗ cig ſeyn wer⸗ er unſern Na⸗ mmit beſchäf⸗ dieſe niedti⸗ en, die wir es Ackerbaus ummen, wel⸗ zu bekommen ieſe Wirkung frey, ſo wür⸗ rch diejenigen igen, als es erwartet bel⸗ daufleuten it zen Beritnil rer bisher eingeſchränkt und ihnen den Preis des Brod⸗ ligkeit bey dieſem Handel riskiren werden, ſo lange er in allen Stücken mit ſolchen drückenden Einſchrän⸗ kungen belegt iſt. Man hat, wie ich ſchon bemerkt habe, keinen Handel jemals blühen geſehen, ſo lange mancherley Einſchränkungen ſeinen Gang hinderten. Aus wel⸗ chen Gründen kann man dann alſo wol vorausſetzen, daß der Kornhandel empor kommen werde, ſo lange er durch Verordnungen eingezwängt iſt, denen kein unabhängiger, freyer und verſtändiger Kaufmann ſich unterwerfen wird? Mir ſcheint dieſes unmsglich, und ich bin überzeugt, daß jedermann, der der Sache gehörig nachgedacht hat, eben derſelben Meinung ſeyn wird. Man gebe den Kaufleuten die Freiheit, aus ei⸗ ner Gegend des Landes in die andere, und ſelbſt aus andern Reichen nach Britannien, Korn zu ver⸗ fahren, wann und wie es ihnen gut dünkt, ohne alle Controlle und Einſchränkung, und der Kornhan⸗ del wird bald in einem Grade blühen, von welchem wir bisher noch kein Beiſpiel gehabt haben. Ohne das wird ſich niemand mit der erforderlichen Thätig⸗ keit darauf legen, oder ein anſehnliches Kapital hin⸗ einſtecken, ohne welches er doch nie gedeihen, oder den Grad von Proſperität erreichen kann, in welchem ſich ſo viele andere Handelszweige in allen Gegenden des Reiches befinden. Auch die Brodkaxe ſogar, wodurch man die Bä⸗ — 272— tes vorgeſchrieben hat, ſcheint mir ſchädlich zu ſeyn. Es iſt vielleicht ganz bequem für das Publikum und kann keinen Nachtheil für die Bäcker haben, wenn man verlangt, daß jedes Brodt ſein beſtimmtes Ge⸗ wicht habe; auch würden mancherley allerdings mög⸗ liche Betrügereien verhütet werden, und die Bäcker ſich mehr beſtreben, einer dem andern es zuvorzuthun, wenn das Gewicht nebſt dem Preiſe und Namen des Bäckers mit leſerlichen Buchſtaben auf jedes Brodt geſtempelt werden müßte; aber man ſollte keinem andern erlauben, den Preis zu beſtimmen, oder ſich auf irgend eine Weiſe darein zu miſchen. Wenn man die Bäcker zwingt, ihr Brodt für einen feſtgeſetzten Preis zu verkaufen, ſo behandelt man ſie nicht allein mit einer Härte, womit man Kaufleute und andere Stände bisher nie behandelt hat, ſondern es läßt ſich auch leicht zeigen, daß das Publikum, bei dieſer har⸗ ten und vielleicht ſogar ungerechten Behandlung eines der nothwendigſten Gewerbe im ganzen Reiche, nichts gewinnt. Man hat nie einen hinreichenden Grund dafür angegeben, warum die Bäcker gehalten ſeyn ſollen, ihr Brodt zu einem, von andern, als von ihnen ſelbſt, feſtgeſetzten Preiſe zu verkaufen, da man doch das Fleiſch, Gemüſe, Fiſche und alle andere Lebensmittel einer ſolchen Einſchränkung nicht unterwirft, und die⸗ ſe Brodtaxe die Conrurrenz und Nacheiferung unter den Bäckern ſo ſehr verringert, daß, nach Verhältniß des Preiſes vom Waizen, das Brodt weder ſo gut noch ſo groß iſt, wie es vormals war. Alle ältern Ein⸗ Enwoh ingifu innern leiner gefüh ſt, Land häͤdlich zu ſon, 3 Publikun ud t haben, penn beſtimmtes Ge⸗ allerdings näg⸗ und die Bächer es zuvorzuthun, ind Namen des if jedes Brodt ſollte keinem men, oder ſich n. Wenn man ten feſigeſetzten ſie nicht alein te und andere mn es läßt ſich ei dieſer har⸗ andlung eines Neiche, nichts Grund dafür n ſeyn ſollen, n ihnen ſelbſt, man doch das te Lebensmittl wirft, und die eiferung untet ach Verhaͤlui weder ſo Jut ar. Ale ällern Ein⸗ — 223— Einwohner in den Städten, wo man eine Brodtaxe eingeführt hat, werden ſich deſſen noch ſehr wohl er⸗ innern, und man wird auch allezeit finden, daß in kleinen Dörfern, wo niemals eine ſolche Taxe iſt ein⸗ geführt worden, das Brodt beſſer, feiner und größer iſt, als in den Städten. In der Gegend auf dem Lande, wo ich wohne, iſt jetzt das Brodt viel beſſer, feiner und größer als in London, Edinburg oder in irgend einer andern Stadt, wo man den Preis des Brodtes durch eine Taxe beſtimmt hat, und faſt al⸗ lenthalben habe ich das auf dem Lande ſo gefunden. Selbſt die Art und Weiſe, wie dieſe Brodtaxe feſtgeſetzt wird, obſchon vielleicht die beſte unter allen, iſt offenbar ſchädlich. Man hat bei dieſer Taxe die Abſicht, daß der Preis des Brodtes ſich jederzeit nach dem Preiſe des Waizens richten ſolle; bei der Art aber, wonach die Preiſe des Waizens ausgemacht und be⸗ glaubigt werden, iſt das Publikum ſo ſehr in den Hän⸗ den der Bäcker, daß das Brodt gewöhnlich um 10 bis 20 Procent theurer iſt, als es billig ſeyn ſollte, und das wird es auch nothwendig bleiben, ſo lange dieſes ſo ganz unentbehrliche Lebensbedürfniß unter einer ſolchen Controlle ſteht, Aus welchem Grunde wird dann alſo dieſe Brodt⸗ taxe beibehalten? Sie vermehrt nur die Geſchäfte der obrigkeitlichen Perſonen, erhöhet, wie ich ſchon be⸗ merkt habe, allenthalben den Preis des Brodtes, und vernichtet den Nacheiſerungsgeiſt unter den Baͤckern, S — 24— und da ſie alſo offenbar nicht den geringſten Nutzen hat, ſo dürfen wir mit Recht hoffen, daß ſie mit al⸗ len andern auf den Kornhandel gelegten Einſchrän⸗ kungen bald werde aufgehoben werden. Eben ſo wenig Grund hat man anzunehmen, daß die ſeit mehreren Jahren in unſerm Lande Statt ge⸗ fundenen hohen Kornpreiſe von einer nur einigerma⸗ ßen bedeutenden Exportation herrühren, und wenn das Getreide und andere Lebensmittel einſt im Ueber⸗ fluſſe in Britannien producirt werden, welches doch ſo leicht möglich wäre, und, wie wir hoffen dürfen, bald geſchehen wird, ſo wird ſichs auch wahrſcheinlich zeigen, daß die Exportation des Getreides gerade der einträglichſte Handel iſt, welchen die Nation jemals gehabt hat. 1 6. Unter andern Urſachen, die man von der Theurung der Lebensmittel angegeben hat, iſt auch dieſe, daß ſolche großentheils daher rühre, daß die Farms zu groß ſind. Man nimmt nänlich dabey an, daß Grund und Boden deshalb nicht ſo gut cul⸗ tivirt werden, daß folglich der Ertrag an Korn und Vieh geringer iſt, als er es ſonſt ſeyn würde, und daß, weil die Beſitzer großer Farms zu reich ſind, keines ihrer Produkte ſo wohlfeil, als von den kleinen Farmers, verkauft wird. Allem Anſchein nach, wird indeſſen dieſes ganze Raiſonnement in keinem Stücke eine nähere Prüfung aushalten können; denn die Vorausſetzung, worauf eingſten Nutzen 1, daß ſee mit al⸗ legten Euſhräͤn⸗ den. anzunehmen, daß Lande Glatt ge nur einigerma⸗ ten, und wenn einſt im leber⸗ , welches doch rhoffen dürfen, h wahrſcheinlih eides gerade der Nation jemals man von der hat, iſt auch rühre, daß die nämlich dabey iiht ſo gut cul⸗ an Korn und n würde, und zu reich ſind, von den kleinen en dieſes ganze näͤhere Triſung voruuf tzung, es ſich gründet, iſt nicht wahr, und wenn ſie auch wahr wäre, ſo würde man eben dennoch jene Folge nicht daraus herleiten können. Die Möglichkeit, daß Farms zu groß ſeyn können, wird Niemand bezwei⸗ feln. Ganze Parochien und ganze Grafſchaften ſogar könnten, zum großen Nachtheil für das Publikum, an einige wenige Individuen, oder gar auch nur an einen einzigen Mann verpachtet ſeyn. Allein, ob es gleich einige wenige Fälle geben mag, da ein Einzi⸗ ger zu viel Grund und Boden beſitzt, ſo iſt es doch, bey der gegenwärtigen Bevölkerung und Lebensweiſe in Britannien, ohne Zweifel ausgemacht, daß es für die Verbeſſerung des Nationalackerbaues am vortheil⸗ hafteſten wäre, oder daß Getreide und alle andere Lebensmittel in weit größerm Ueberfluſſe würden pro⸗ ducirt werden, wenn man zu größern Farms mehr als bisher aufmunterte; und aus dem bereits Geſagten erhellet, daß, wenn nur die Lebensmittel wirklich im Ueberfluſſe vorhanden wären, man nicht daran zwei⸗ feln dürfe, daß auch die Marktpreiſe wohlfeil ſeyn werden. Man hat oft darüber ſperulirt, was für eine Größe der Pachthöfe oder Farms am vortheilhafteſten wäre. Man kann hierüber mit völligem Rechte ſa⸗ gen: die beſte Größe eines Farms ſey die, wenn ſie ſeinem Beſitzer verſtattet, ihn mit Anwendung aller ſeiner Kräfte in vollkommener Cultur zu erhalten. Beſitzen die Farmer mehr Land, als ſie gehörig cul⸗ kiviren können, ſo wird das Publikum dabey leiden, S2 — 826=— weil ſie zu wenig produciren; haben ſie aber weniger Land, als ſie bearbeiten können, ſo verliehrt das Publikum ſowohl als die Farmer, weil in dieſem Falle ein Theil ihrer Arbeit, wie ihres Capitals, verloh⸗ ren geht. Es iſt indeſſen offenbar, daß die Größe der Farms ſich nach ihrer Lage, der Beſchaffenheit der Märkte in der Nachbarſchaft, dem Zuſtande des Ackerbaues in der Gegend, und der Art des Grundes und Bo⸗ dens richten müſſe. Wenn zum Beyſpiel in der einen Gegend ein Farmer bey hinlänglichem Capitalfoönd ſehr leicht 600 Morgen nicht zu ſchweren Landes, oder auch noch mehr bearbeiten kann, weil er einen großen Theil deſſelben zu Graſe liegen laſſen, oder mit Futter⸗ Gewächſen(green crops) beſtellen muß, indem er nicht mehr Dünger anſchaffen kann, als auf ſeinem Hofe gewonnen wird, ſo haben dagegen ſolche Far⸗ mer, die in der Nähe großer Städte leben, und Dünger genug anſchaffen können, um jährlich alle ihre Grundſtücke mit Verkauflichem zu beſtellen, an der Hälfte genug. Und eben ſo augenſcheinlich iſt es, daß, bey der jetzigen Bevölkerung von Großbri⸗ tannien, wir weder deſſelben Ganges der Landwirth⸗ ſchaft, noch derſelben Einſchränkung in Anſehung der Größe der Farms bedürſen, wie in ſolchen Ländern, wondie Einwohner zahlreicher ſind, wie dieſes auf eine ſehr merkwürdige Weiſe in China der Fall iſt. Es iſt bekannt, daß, ohne große Aufmerkſamkeit und Sorgſalt bey der Beſtellung, kein Acker vollkom⸗ ven v vonn daral ſcſet doß dah vie ſe aber weniger ſo verlehrt ds il in dieſen zale apilals, belloh⸗ roße der Farns heik der Märkke des Ackerbaues mddes und Bo⸗ el in der einen Lapitalfond ſehr Landes, oder er einen großen der mit Futker⸗ uß, indem er s auf ſeinem en ſolche Far⸗ te leben, und m jährlich alle beſtellen, an genſcheinlich iſt von Großbri⸗ der Landwitth⸗ Anſchung der lchen Ländern, wie dieſes alf der Fal iſt Aufmersnkit Acker volkoll⸗ men verbeſſert werden kann, und daß die davon ge⸗ wonnenen Erndten, beynahe nach Verhältniß der darauf verwandten Arbeit und Düngung, gut oder ſchlecht ausfallen. Der Einfluß hiervon iſt ſo groß, daß man durch eine vollkommene Cultur das Land dahin bringen kann, daß es, ſechs bis zehnmal ſo viel, als bey einer gewöhnlichen Behandlung der Pacht⸗ höfe, einbringt, oder daß es, dem Gewichte nach, ſechs bis zehnmal ſo viel an vegetabiliſchem Nah⸗ rungsſtoffe trägt. Daß dieſes völlig richtig ſey, habe ich durch oft wiederholte Verſuche erfahren, und man kann ſich auch alle Tage zur Genüge davon überzeu⸗ gen, wenn man den Ertrag eines gut cultivirten Gartens mit dem vergleicht, was ein gleich großes Stück Landes bey der gewöhnlichen Ackerbeſtellung einbringt. Je mehr die Cultur eines Farms ſich der eines Gartens nähert, je mehr wird er auch zuverläſ⸗ ſig eintragen. Die Chineſen ſind hievon ſo ſehr über⸗ zeugt, daß ein großer Theil ihrer Ländereyen eben ſo mit dem Spaden bearbeitet wird, wie wir unſere Gärten bearbeiten. Die ausnehmend ſtarke Bevölke⸗ rung in China iſt die Veranlaſſung hiezu, und wenn das Volk in unſerm Lande jemals klug genug wird, hierin und in der großen Sorgfalt, die ſie auf den Ackerbau wenden, der ein Hauptgegenſtand ihrer Ar⸗ beiten iſt, den Chineſen nachzuahmen, ſo iſt die Be⸗ ſchaffenheit unſers Bodens und unſers Clima's von der Art, und unſer Land ſo groß, daß man ſich von den Progreſſen, die wir in Anſehung der Menge un⸗ ſerer Produkte und unſerer Bevoͤlkerung machen wür⸗ den, gar keinen der Sache angemeſſenen Begriff zu machen im Stande iſt. Da aber, bey dieſem Verfah⸗ ren der Chineſen, eine einzelne Familie nur wenig Land cultiviren kann, ſo wird es nicht nöthig ſeyn, auf den Ackerbau eben dieſelbe kleinliche Sorgfalt zu wenden, wozu die Chineſen durch ihre ausnehmend ſtarke Bevölkerung gezwungen ſind, ſo lange die Bevölkerung und die Lebensart in Großbritannien ſo bleiben, daß, wenn nur ein kleiner Theil der Einwohner ſich mit dem Ackerbau beſchäftigt, dieſer die übrigen mit Lebensmitteln verſorgen kann. Es iſt daher einleuchtend, daß die jetzt in Europa allge⸗ mein eingeführte Gewohnheit, den Ackerbau mit Pferden und Ochſen zu betreiben, den Vorzug behal⸗ ten wird, ſo lange die Bevölkerung von Britannien gegen die Größe des Landes nur geringe bleibt, und Menſchenarbeit daher verhältnißmäßig mehr Werth hat, als Grund und Boden. Gerade ſo wie die mit dem Pfluge verrichtete Feldarbeit unvollkommener iſt, als Gartencultur, wird auch der Ertrag geringer ſeyn; aber ſelbſt mit dem Pfluge könnte man doch das Land ſehr viel beſſer bearbeiten, als man bisher gethan hat. Dadurch würde man die Bevölkerung vermehren, und auf das ſtärkſte zu weiteren Verbeſſerungen aufmun⸗ tern, wie dieſes auf eine merkwürdige Weiſe in Flan⸗ dern der Fall geweſen iſt, wo folglich auf den Pacht⸗ höfen die Felder faſt eben ſo wie Gärten bearbeitet werden. Wenn aber gleich die vollkommnere Cultur in Flandern, wo man auf jeden Fleck die höchſte Auf⸗ vnrkum goßem n Brite wean nehr! man engli hen gang Mor mer! jetige ſo lei ſenen Segrif zu dieſem Verfah⸗ miie nur wenig ct nölhig ſeyn, ſche Gorgſat u hre ausnehmend „ſo lange die Großbritannien iner Theil der ſchäͤftigt, dieſer gen kann. Es Europa allge⸗ Ackerbau mit Vorzug behal⸗ on Britannien ge bleibt, und mehr Werth o wie die mit Rommener iſt, geringer ſeyn; doch das Land er gethan hat. ermehren, und ngen aufmun⸗ Weiſe in Flan⸗ auf den Pachte rten bearbeilet nere Cultur in ie höchſte Aif — 279— merkſamkeit und Sorgfalt wendet, keine Farms von großem Umfange zuläßt, ſo würde doch die Nation, in Britanniens jetziger Lage, großen Verluſt leiden, wenn man unſern Farmern nicht erlauben wollte, mehr Land als die dortigen zu beſitzen. Denn, wenn man in Flandern vierzig oder funfzig Morgen(acres, engliſche Morgen, die ohngefähr ein und einen hal⸗ ben Magdeburger Morgen halten) ſchon für eine ganz gute Größe eines Farms hält, und ein hundert Morgen für völlig ſo viel, als ein Farmer nur im— mer bearbeiten kann, ſo wird dagegen bey unſerm jetzigen Verfahren ein jeder Farmer in Britannien eben ſo leicht ſechs hundert Morgen cultiviren können. Es läßt ſich in der That leicht zeigen, daß Farms von dieſer Größe, ſo wohl für diejenigen, welche ſie beſitzen, als auch für das Publikum von weit grö⸗ ßerm Nutzen ſind, als kleine Farms, ſolche etwa aus⸗ genommen, die in der Rähe großer Städte liegen, und daß, je nachdem ſie von dieſer Größe abweichen, ſie auch für beyde weniger vortheilhaft ſind. Wür⸗ den dieſe ſechs hundert Morgen alle Jahre durchaus mit Korn beſtellt, ſo wäre dabey freilich großer Ver⸗ luſt, weil in dieſem Falle der Boden nicht in gehöri⸗ gem Stande erhalten werden, und folglich die Erndten nie gut ausfallen könnten; denn es iſt einem einzelnen Manne ſchwerlich möglich, eine ſolche Menge Land in guter Ordnung zu erhalten, wenn nicht ein be⸗ trächtlicher Theil deſſelben zur Weide liegen bleibt. Man nehme aber ein Drittel davon, oder 200 Mor⸗ — 280— gen zu Weideland, die Ackerländereyen theile man in vier Schläge(divisions), beſtelle den einen mit Kar⸗ toffeln, Turnips oder Bohnen, nach der Beſchaffen⸗ heit des Bodens, den zweyten mit Gerſte, den drit⸗ ten mit Klee und den vierten mit Waizen oder Ha⸗ fer, ſo kann alles Land ſehr wohl auf einem einzi⸗ gen Farm bearbeitet werden, und wird für die Märkte mehr und beſſeres Korn und Vieh liefern, als wenn eben ſo viel Land in kleinere Farms vertheilt wäre. Man wird zugeben, daß billig kein Farm kleiner ſeyn ſollte, als nöthig iſt, um zwey Pferde, den Far⸗ mer und ſeine Familie hinlänglich zu beſchäftigen. Dieſe Quantität Land wollen wir zu 60 Morgen oder ein Zehntel deſſen annehmen, was ich vorhin bei dem jetzigen Zuſtande der Dinge in Britannien, als die beſte Größe eines Farms angenommen habe. Nun wollen wir den Unterſchied zwiſchen der Quantität von Lebensmitteln betrachten, welche der große Farm, wie ſich vernünftiger Weiſe annehmen läßt, auf die Märkte liefern wird, und derjenigen, welche von dem⸗ ſelben Grund und Boden verkauft werden könnte, wenn er in zehn Farms vertheilt wäre, und man wird finden, daß dieſer Unterſchied unermeßlich iſt. Nach dem von mir angegebenen oder irgend ei⸗ nem andern ähnlichen Plane, wonach der Boden be⸗ ſtändig in gutem Zuſtande erhalten würde, könnte von dem größern Farm eine anſehnliche Menge Korn alle Jahre verkauft werden. Nach Abzug deſſen, was zur Saat für die Familie, das Geſinde und für die gſerde! en, ge de ein bante ſo vi Unte Farm des; und ſchn en heile man in weinm mit Kar⸗ der Zeſcaffen⸗ Zerſte, de drit Jaizen oder Ha⸗ uf einem einzis für die Märkte fern, als wenn rtheilt waͤre. in Farm kleiner ſerde, den Far⸗ u beſchäſtigen, 9 Morgen oder vorhin bei dem mien, als die habe. Nun der Quantität rgroße Farm, läßt, auf die elche von dem⸗ erden könnte, ind man wird hiſt. der irgend ei⸗ der Boden bes ürde, könnke Menge Korn ug deſſen, wo ze und füt ie — 281— Pferde erfoderlich iſt, bliebe die Quantikät Korn, Wai⸗ zen, Gerſte, Hafer und Bohnen zuſammengenommen, die ein Farm von dieſer Größe jährlich verkaufen könnte, im Durchſchnitte 750 Quarters, oder völlig ſo viel, als 500 Menſchen von dieſen Artikeln zum Unterhalte brauchen. Außerdem würde auf dieſem Farm noch eine große Menge vorzüglich guten Lan⸗ des zum Viehfutter, zum Heu und zu Turnips genutzt, und die daher noch gewonnene Menge an animali⸗ ſchen Lebensmitteln ebenfalls ſehr beträchtlich ſeyn. Weil aber auf den kleinen Farms die Erndten meiſtentheils nicht ſo ergiebig ſind, wie auf größern, welches aus der unvollkommnern darauf verwandken Arbeit von ſelbſt folgt, weil ein Boden, der nicht in ſehr guter Cultur iſt, weit mehr Einſaat erfoderk, und weil kleine Farms perhältnißmäßig mehr Pferde brau⸗ chen, ſo haben ſie gewöhnlich auch nur ſehr wenig Korn übrig. Faſt alle Produkte eines kleinen Farms werden, der Regel nach, von der Famiiie ſelbſt con⸗ ſumirt, und der größte Theil des Pachtzinſes und anderer Ausgaben, wird von dem wenigen verkauf⸗ ten jungen Vieh und dem Ertrage des kleinen Mol⸗ kenwerks beſtritken. Eben ſo beträchtlich iſt der Unterſchied zwiſchen großen und kleinen Farms in Anſehung der für beide erforderlichen Anzahl Pferde. Werden 600 Morgen. in zehn kleine Farms vertheilt, ſo ſind 20 Pferde da⸗ zu nöthig; da hingegen ein jeder Landwirth zugeben wird, daß dieſelbe Menge Landes, in einen einzigen Farm zuſammengezogen, leicht mit zwölf Pferden be⸗ arbeitet werden kann, wenn anders der Boden nicht gar zu ſchwer und ſteif iſt. Dabey werden alſo, auf jede zwanzig Pferde, acht erſpart, welches, in Rück⸗ ſicht auf das Ganze, für die Nation einen unermeß⸗ lichen Unterſchied ausmacht. Eben ſo wenig wird man finden, daß Farms von dieſer Größe, die Viehzucht und Ackerbau mit einan⸗ der verbinden, der Bevölkerung nachtheilig ſind, wie man nicht ſelten geglaubt hat. Sechshundert Mor⸗ gen, in zehn Theile getheilt, werden ohne Zweifel die Familien von zehn Farmers ernähren; aber auf Farms von dieſer Größe kann kein Geſinde gehalten werden, ſo daß alle Arbeit gewöhnlich bloß von dem Farmer ſelbſt und von ſeiner Familie verrichtet wird. Wenn man nun auch ſogar ſechs Perſonen auf jede Familie rechnet, nämlich: den Farmer, ſeine Frau und vier Kinder, ſo macht das auf 600 Morgen ſechszig Per⸗ ſonen, dahingegen ihre Anzahl ſiebenzig betragen wird, wenn dieſe 600 Morgen Landes nur zu einem Farm gehören. Die Familie des Farmers, ſeine Frau und Kinder, ohne das Geſinde, muß hiebei ebenfalls zu ſechs Perſonen angenommen werden; drey Mäg⸗ de ſind zum Molkenwerk und undern Arbeiten erfor⸗ derlich und ein Knecht, der mit im Hauſe wohnt; ſechs verheirathete Mannsperſonen werden zu den Spann⸗ dienſten(teams) gebraucht, und wenn man die Fa⸗ milien dieſer letztern ebenfalls zu ſechs Menſchen rech⸗ net, ſo machen dieſe 36 Perſonen aus. Auf einen zum bon glühner benſals nuß mal zWamm waͤlchts tit lan barhelt ff Pferden be⸗ dr Boden nicht erden ülſe, auf lches, jn Rich einen unermiß⸗ aß Farms bon au mit einan⸗ ilig ſind, wie zundert Mor⸗ ne Zweifel die ber auf Farms galten werden, dem Farmer wird. Wenn jede Familie au und vier ſecheg Ver⸗ gig betragen nur zu einem g, ſeine Frau ebei ebenfalls z drey Mäg⸗ lebeiten erfor⸗ wohnt; ſechs u den Spann⸗ man die Fa⸗ Nenſchen eeh⸗ 3. Auf eitel Farm von dieſer Größe gehören auch noch drey Ta⸗ gelöhner nebſt einem Hirten; und da ihre Familien ebenfalls von dem Farm ernährt werden müſſen, ſo muß man dafür auch noch 24 Menſchen rechnen. Alle zuſammen genommen betragen demnach 70 Perſonen, welches ein Sechstheil mehr iſt, wie dieſelbe Quanti⸗ tät Landes ernähren würde, wenn ſie in kleine Farms vertheilt wäre. Aus welchem Geſichtspunkte man alſo dieſe Fra⸗ ge auch betrachten mag, ſo ſcheint es offenbar dem Intereſſe des Publikums angemeſſen, vortheilhaft für die Farmer und wohlthätig für die Armen zu ſeyn, daß man zu Farms von einer beträchtlichen Größe aufmuntert; denn Farms von der angegebenen Größe liefern nicht nur mehr und weit beſſere animaliſche Lebensmittel als kleine Farms, ſondern ſie produeci⸗ ren auch für alle, die darauf leben, Getreide im le⸗ berfluß und überdem noch eine hinreichende Quantität zum Unterhalt für mehr als eine Perſon auf jeden Morgen dazu gehörigen Landes gerechnet, da hinge⸗ gen kleine Farms ſehr ſelten auch nur das geringſte Korn verkaufen können. Kleine Farms vermehren alſo weder die Bevölke⸗ rung des Königreichs, noch ſind ſie wohlthätig für die Armen. Auch iſt eine große Anzahl kleiner Farmer in Wahrheit ſo arm, daß ſie gar nichts abgeben kön⸗ nen, und ſollten durch ſie allein unſere Märkte verſorgt werden, ſo würden alle Manufakturen im ganzen Rei⸗ che ſchnell ſich ihrem Untergange nähern und alle un⸗ ſere großen Städte, im buchſtäblichen Verſtande des Worts, Hungers ſterben müſſen. In der That ſind es faſt allein nur die großen Farms, welche unſere Märkte verſorgen, und ſollten ſie, entweder wegen des Geſchreyes, welches ſehr unbilliger Weiſe gegen ſie erhoben worden, oder aus irgend einem andern Beweggrunde verkleinert werden, ſo würden gewiß die nachtheiligſten Folgen daraus entſtehen.. Wenn einige wenige Farms in etlichen grasrei⸗ chen Gegenden zu groß ſind, ſo iſt dagegen eine große Anzahl derſelben im ganzen Königreiche viel zu klein; kleiner bei weitem, als man gemeiniglich glaubt, und viel kleiner, als es dem Vortheile ihrer Beſitzer und dem allgemeinen Beſten gemäß iſt. Oh⸗ ne eine allgemeine Vermeſſung kann man die eigent⸗ liche Größe der Farms nicht wiſſen; ſo viel ſich aber aus dem Pachtzins und mannichfaltiger Unterſuchung urtheilen läßt, die von ſolchen Perſonen angeſtellt wer⸗ den, die die Wahrheit am beſten erfahren konnten, ſo habe ich gar keinen Zweifel, daß ſie alle viel klei⸗ ner ſind, als ſie billig ſeyn ſollten. Wenn ich diejenigen Diſtrikte ausnehme, die ſich vornämlich zur Weide für das Rindvieh und die Schaaſe ſchicken, wie zum Beiſpiel die reichen Marſch⸗ Ländereien an verſchiedenen DOrten in England, alle bergigte Gegenden in England, Schottland und Wal⸗ lis, die wüſten und unfruchtbaren Ländereyen, die nicht kultivirt werden können; ſo habe ich große Ur⸗ ſache zu glanben, daß der Pachtzins von ſolchen 8 darns, A ibel funſs ſöaſte die ner do en, ſo übrigen Ter bizu ng Rfund, in beſti häl nur ein then bi ſihen,n feln 1nd ôu ziehen thenennf Derſtande des der That ſind welch iſere atweder vegen t Weiſe gegen einem andern würden gewiß hen, ſchen grasrei⸗ dagegen eine nigreiche viel gemeiniglich oortheile ihrer näß iſt. Dh n die eigent⸗ viel ſich aber nterſuchung geſtellt wer⸗ dren konnten, alle biel klei⸗ me, die ſic ieh und die chen Marſc⸗ ngland, alle nd und Wal⸗ dereyen, di 9 große Ulr⸗ von ſolhel — 285— Farms, die Ackerbau treiben, im Durchſchnitt nicht über funfzig Pfund Sterling betrage; ich glaube ſo⸗ gar vielmehr, daß er nicht viel über vierzig Pfund ſey. Daraus erhellet, wie ſehr ein großer Theil des Reichs darunter leide, daß die meiſten Farms zu klein ſind; denn wenn der Pachtzins für ſelbige im Durch⸗ ſchnitt die vorhin angegebene Summe nicht überſteigt, ſo muß wirklich eine große Anzahl derſelben nur klein ſeyn, wie es auch in mehreren der entferntern Graf⸗ ſchaften unglücklicherweiſe der Fall iſt. Obgleich in dieſen Diſtrikten einige wenige Far⸗ mer 80, 90 oder 100 Pfund Sterl. Pachtzins bezah⸗ len, ſo beträgt dieſer doch bei einer großen Anzahl der übrigen nicht mehr, als zwanzig Pfund. Manche Far⸗ mer bezahlen ſogar nicht mehr als ſechs, acht bis zehn Pfund, und verbringen ſo alle ihre Zeit auf eine Weiſe, die ſowol für ſie ſelbſt und ihre Familien, als auch für das Publikum ſehr unvortheilhaft iſt, und in beſtändiger Erwarkung, ihre wenigen Morgen Lan⸗ des ſo fruchtbar zu machen, daß ſie am Ende dadurch bereichert werden, obgleich ſich dieſer Fall niemals wirklich ereignet. Häuslinge, Kothſaſſen und Fabrikarbeiter, die nur ein kleines Grundſtück von einigen wenigen Ru⸗ then bis zu einem halben Morgen und darüber be⸗ ſäßen, um einen hinreichenden Vorrath von Kartof⸗ feln und Gartengewächſen für ihre Familien darin zu ziehen, würden daher in allen Fällen ſehr wün⸗ ſchenswerth ſeyn und großen Nutzen ſtiften. Es — 286— ware auch für ſie ſelbſt eine gute Beihülfe, wenn man, wie ich ſchon in der dritten Abhandlung ange⸗ merkt habe, ihnen allenthalben, wo es thunlich iſt, Land genug zum Unterhalte für eine Kuh bewilligte, wofür ſie gewiß gern eine gute Pacht bezahlen wür⸗ den. Obgleich aber die Vortheile beträchtlich ſind, die daraus entſpringen würden, wenn man den Häus⸗ lingen(cottagers) ſo viel Land bewilligte, als ſie und ihre Kinder ohne Vernachläſſigung ihres eigent⸗ lichen Gewerbes bearbeiten können, ſo muß es doch jedermann, der darüber nachgedacht hat, einleuchten, daß bey den kleinen Farms ſo viel Schaden für das Publikum, und ſo viel Verluſt für ihre Beſitzer iſt, daß man dazu billig gar nicht aufmuntern ſollte. Es triſſt ſich zuweilen, daß Leute, die ſich haupt⸗ ſächlich nur mit andern Gegenſtänden beſchäftigen, dennoch den Beſitz kleiner Farms zum Unterhalt für ihre Familien, ihre Pferde und ihr Vieh vortheilhaft und nothwendig finden. Kann dieſes mit Fonds ge⸗ ſchehen, die aus andern Quellen herfließen, wobey ſie ihre Grundſtücke in vollkommener Cultur erhalten kön⸗ nen, ſo wird das nicht ſchädlich ſeyn. Denn da auf dieſe Weiſe mehrere Beſchäftigungen zugleich mit Nu⸗ tzen betrieben werden, ſo geht keine Arbeit verlohren, weder die Arbeit derjenigen, die in einer ſolchen Lage kleine Farms beſitzen, noch die ihrer Pferde. Da die Beſchäftigung mit ihren Farms ihre Zeit nicht ganz ausfüllet, ſo können ſie oft einen großen Theil der⸗ ſelben auf andere Unternehmungen verwenden, und o wir üch ar nen ne F bey Lar mit kei min und Bihüfe, wenn handlung ange⸗ es thrnlch iſt, Kuh bewllge, tbezahlen wirr eträchtlih ſin, man den Häͤus⸗ illgte, als ſie gihres eigente muß es doch at, einleuchten, haden für das e Beſizer iſt tern ſollte. je ſich haupt⸗ beſchäftigen, Unterhalt für eh vortheilhaft mit Fonds ge⸗ jen, wobey ſie erhalten kön⸗ Denn da auf leich mit Nu⸗ beit derlohren, er ſolchen Lage ferde. Da die zeit nicht ganz ßen Thell de wenden, und — 287— ſo wird ihre perſönliche Arbeit und ihr Geld ſehr nütz⸗ lich angewandt. Das kann aber nie der Fall bey de⸗ nen ſeyn, welche zu irgend einem andern Zwecke klei⸗ ne Farms kultiviren, als um ſie zur bloßen Beihülfe bey irgend einem andern Gewerbe zu benutzen. Wenn alſo nicht etwa ein jeder ohne Ausnahme Landwirthſchaft treiben, und die erforderlichen Lebens⸗ mittel für ſeine Familie ſelbſt ziehen ſoll, ſo müſſen kleine Farms, nach Verhälkniß ihrer mehrern odet mindern Kleinheit und Anzahl, allezeit ſchädlich ſeyn. Dieſes iſt in der That ſo ſehr der Fall, daß, wenn das ganze National⸗Territorium in kleine Farms vertheilt würde, alle diejenigen Einwohner, welche ſich keine Farms verſchaffen könnten, wie das allgemein bey den Städtebewohnern, mehreren Fabrikanten, den Land⸗ und See⸗Truppen, und den Armen in jedem Diſtriete der Fall wäre, genöthigt ſeyn würden, ſich wegen ihres Kornbedarfs bloß auf die ſparſame Zufuhr aus andern Ländern zu verlaſſen. Denn faſt immer wer⸗ den, wie ich ſchon bemerkt habe, die Produkte kleiner Farms hauptſächlich nur von der Familie des Farmers und ſeinem Viehe verzehrt, ſo daß er wenig oder nichts an andere davon verkaufen kann. Es wird nicht undienlich ſeyn, hier zu bemerken, daß wenn man einen Plan annimmt, um den Scha⸗ den zu verhüten, welchen die Nation dadurch leidet, daß ein großer Theil der Ländereien im ganzen Rei⸗ che in zu kleine Farms vertheilt iſt, man den jetzigen Beſitzern derſelben kein Unrecht zufügen würde; denn — 238— ſte leben wirklich faſt alle in einem ſolchen Elende, daß ihr Zuſtand gar ſehr gebeſſert werden würde, wenn ſie andern als Ackerknechte dienten. Anſtatt alſo, daß die großen Farms Urſachen der Theurung ſeyn ſollten, halte ich es für ausge⸗ macht, daß ſie ſehr viel dazu beitragen, ſie zu ver⸗ hüten. Dabey fallt es in die Augen, daß ſie nicht nur der Bevölkerung zuträglich ſind, ſondern daß auch die dabey angeſtellten Knechte und Tagelöhner mit ihren Familien in größerm Überfluſſe, in jeder Rückſicht beſſer und mit mehrerer Bequemlichkeit le⸗ ben, als es gewöhnlich bey den Beſitzern kleiner Farms der Fall iſt. 7. Weil Zettelbanken auf dem Lande(conntry banks) ſeit einigen Jahren häufig geworden ſind, ſo haben ſich manche verleiten laſſen, zu glauben, daß dieſe im vorzüglichen Grade die Theurung der Lebensmittel verurſachen, welcher wir jetzt ſo oft ausgeſetzt ſind. Wegen ihrer großen Bequemlichkeit für die Farmer, ſchöpft das Publikum den Verdacht, daß dieſe dadurch in Stand geſetzt werden, ihre Produkte von den Märkten zurückzuhalten, und daß deswegen die Korn⸗ und Vieh⸗Preiſe ſteigen, wenn das Land auch ſchon Ueberfluß daran hat. Dem zufolge glaubt man gemeiniglich, daß die Landban⸗ ken ſchädlich ſind, und unterdrückt werden müßten. Ob es recht iſt, den Papierumlauf zu befördern, iſt eine Frage von großer Wichtigkeit für die ganze Nation, deren Entſcheidung ſehr viel Einſicht erfo⸗ dert, m ſochen Clade, rt werden würde, jenten. Farms llhen ch es für ausge gen, ſie zu ber⸗ n, daß ſi nicht , ſondern daß und Tagelöhner rfluſſe, in ſeder hequemlichkeit le⸗ Beſitzern kleiner unde(conntry geworden ſind, zu glauben, Theurung der ir jetzt ſo oft Bequemlichkeit den Verdacht, werden, ihre lten, und daß ſteigen, wenn in hat. Dem die Landban⸗ erden müßten, zu beförder,, für die gaug Einſiht n dert, — 289— derk. So wie indeſſen bis jetzt dieſe Cirkulation in Großbrikannien ſtatt findet, ſcheint ſie mir ſich ſehr nützlich erwieſen zu haben. Damit ſie das aber blei⸗ be, muß man einem jeden völlige Freiheit laſſen, Banquier zu werden und ſein Vermögen zu dieſem Ge⸗ werbe anzulegen, und keinem durch einſchränkende Verordnungen Feſſeln anlegen; ſonſt werden ſolche Unternehmungen, wie jeder andere Handel, bei wel⸗ chem man dieſes gethan hat, bald zu Grunde gehen. und vielleicht auf immer ganz in Vergeſſenheit ge⸗ rathen. Ich halte es in der That für wahrſcheinlich, daß es für die Nation äußerſt vortheilhaft wäre, wenn ihr Geldhandel in dieſem Stücke und vielleicht durch— aus in allem und jedem Punkte nach eben den Grund⸗ ſätzen behandelt und geleitet würde, die man in An⸗ ſehung aller andern Handelsartikel allgemein als die beſten anerkannt hat, nämlich daß man ihm völlige Freiheit verſtattete. Beſtände die ganze eirkulirende Geldmaſſe des Landes, ſtatt des Goldes und Silbers, in Papier, und könnte dieſes enkweder von Indivi⸗ duen oder von Bankgeſellſchaften völlig frey und un⸗ gehmdert ausgegeben werden, ſo würde dieſes, allem Anſchein nach, nicht die mindeſten ſchädlichen Folgen haben. Zugleich würden die beträchtlichen Unkoſten beim Münzen des Goldes und Silbers dabei erſpark, und alles, was wir von dieſen Metallen beſitzen, könnte nun auf eine nützlichere Weiſe gebraucht werden. Die einzigen Einwendungen, welche man hiege⸗ gen machen kann, ſind: daß dieſe Banknoten beim 1** auswärtigen Handel nicht gebraucht werden könnten; daß man leicht zu viel von dieſem, die Stelle des baa⸗ ren Geldes vertretenden, Medium produciren könnte, wodurch ein zu großer Ueberfluß des Geldes entſtehen würde; und daß diejenigen, welche dieſes Papier aus⸗ geſtellet hätten, bisweilen falliren und eine Menge Menſchen in Verluſt bringen können. Es ſcheinen mir indeſſen dieſe Einwürfe gegen jene Maaßregel von keiner großen Wichtigkeit zu ſeyn. Beim Handel mit andern Ländern, können wir alles Geld eben ſo gut in Goldſtangen und Silber⸗ barren remittiren, wie auch jetzt ſchon großentheils geſchieht. Statt des Verluſtes, den wir dabei leiden ſollen, wenn der Handel nicht mit gemünztem Gelde gefuͤhrt wird, wuͤrden dabey für unſern ganzen aus⸗ wärtigen Handel die Münzkoſten erſpart, wobei auch noch der Ünterſchied zwiſchen dem Werthe der Gold⸗ und Silber⸗Barren und des gemünzten engliſchen Goldes auf dem feſten Lande in Anſchlag gebracht werden muß, der gemeiniglich ſo beträchtlich iſt, daß es vortheilhaft iſt, ſowol Guineen, als auch ganze und halbe Kronſtücke zu exportiren. 8 So wie uns dies alſo bei unſerm Handel mit fremden Ländern keinen Nachtheil brächte, eben ſo wenig hat man auich Grund zu glauben, daß das Geld oder die Noten der Banquiers, die ich hier für eins aunehme, jemals durch die vollkommenſte, den Banquiers ertheilte Freiheit bei uns zu häufig wer⸗ den würden. Das wäre nicht einmal wahrſcheinlich, wetden konnken; e Ctel des baa⸗ roduciren könnte, Geldes entſtehen ieſes Papier aus⸗ und eine Menge Einwürfe gegen Wichtigkeit zu ndern, koönnen gen und Eilber⸗ on großentheils vir dabei leiden münztem Gelde n ganzen aus⸗ rt, wobei auch rihe der Gold⸗ zien engliſchen ſchlag gebracht ächtlich iſt, daß als auch ganze im Handel mit ächte, eben ſo aben, daß das die ich hier füt kommenſte, dn zu häͤufig ver wahrſheulch wenn auch jedermann ſogar Noten ausſtellte, und ſo ſein eigener Banquier würde. Geld ſollte billig durchaus als ein Handelsarti⸗ kel betrachtet werden: denn der alleinige Nutzen deſ⸗ ſelben beſteht doch in der That bloß darin, als ein Medium beim Handel zu dienen und Kauf und Ver⸗ kauf zu erleichtern, die größern Schwierigkeiten un⸗ terworfen wären, wenn an deſſen Statt Dinge von großem Volumen gegen einander ausgetauſcht werden müßten. Aus dieſem Geſichtspunkte die Sache be⸗ trachtet, iſt es nun aber klar, daß der Handel einer ganzen Nation ſowol, als auch der eines jeden dazu gehörigen Diſtriktes, nur eine gewiſſe Menge Geldes, wie eines jeden andern Artikels, erfodert; allein, da dieſer Handel keiner größern Menge Geldes bedarf, ſo könnte es auch nirgend ausgegeben werden, wie zahlreich unſere Banken auch immer ſeyn möchten. Die Banquiers müſſen daher mit ihren Noten genau nach eben denſelben Grundſätzen verfahren, wie an⸗ dere Kaufleute und überhaupt alle Menſchen bei dem Verkaufe eines jeden Handelsartikels thun. Sie müſ⸗ ſen den Belauf ihrer Noten ſo viel als möglich nach der mehrern oder mindern Nachfrage einrichten; und wie ſehr ſie ſichs auch immer mögen angelegen ſeyn laſſen, ſie zu verkaufen oder in Umlauf zu bringen, ſo ſteht das doch nicht mehr in ihrer Macht, wie die Kaufleute oder die Farmer es in ihrer Gewalt haben, mehr von ihren Artikeln abzuſetzen, als andere kau⸗ fen wollen. Wenn die Conſumtion des Königreichs ◻—— * 3 eine gewiſſe Quantſtät Korn, Fleiſch und anderer Han⸗ delsartikel erfodert, und wenn die Einwohner nicht mehr als dieſe conſumiren können, ſo machen die Far⸗ mer und Kaufleuke, die mit dieſen Artikeln handeln, wie groß ihre Vorräthe auch immer ſeyn mögen, doch niemals den Verſuch, mehr davon auf die Märkte zu bringen, als, aller Wahrſcheinlichkeit nach, verlangt werden wird; auch würden ſie ſie nicht verkauſen kön⸗ nen, wenn ſie thöricht genug wären es zu thun. Eben ſo wenig werden die Banquiers mehr von ih⸗ ren Roten abſetzen können, als der Handel in ihrer Gegend erfodert, da es eben ſo gewiß iſt, daß die Farmer und andern Kaufleute nicht mehr Noten ver⸗ langen werden, als ſie bei ihrem Handel nothwendig brauchen: denn ſie mäſſen ihren Banquiers nicht nur für jede von ihnen empfangene Rote und für jeden erhandelten Wechſel vollkommene Sicherheik geben, ſondern auch noch alle Unkoſten an Zinſen, Stempel und Commiſſionsgebühren bezahlen. Das Publikum hat alſo ganz und gar nicht zu —₰ 1 8 Q◻ ₰ 0 befürchten, daß es bei dieſen Banquiers auf dem Lan⸗ de in dieſer Rückſicht die mindeſte Gefahr laufe. Bei — eſt tänden hat die Nation den von mir angegebenen Umſtä vielmehr vollkommene Sicherheit gegen allen bedeuten⸗ den Schaden, den ſie durch die Noten der Banquiers leiden könnte, weil nämlich der Eigennutz dieſer Ban⸗ quiers und derjenigen, an welche ihre Noten verkauft oder ausgegeben werden, einander eben ſo ſehr enk⸗ gegenſtehen, wie Käufer und Verkäufer bei einer je⸗ nnd anderer Han⸗ Einwohner nicht Artikeln handeln, eyn mögen, dch uf die Märkte zu it nach, derlangt öt verkauſen kön⸗ ten es zu khun, s mehr von ij⸗ Handel in ihter diß iſt, daß die nehr Noten ber del nothwendig zuiers nicht nur und für jeden herheit geben, nſen, Stempel nd gar nicht z rs auf dem ban⸗ ahr laufe. Bei nuß dieſer Ban⸗ „Noten velkauſt ben ſo ſehr en⸗ fer bei ein 2 293 den andern merkantiliſchen Verhandlung Wer Bank⸗ noten zu erhalten wünſcht, muß entweder baares Geld oder ein anderes hiareichendes Aequipalent da⸗ für bezahlen, welches wiederum niemals geſchehen würde, wenn diejenigen, welche ſolche Noten verlan⸗ gen, es nicht für vollkommen ſicher hielten, ſie da⸗ gegen anzunehmen. Man hat daher keinen Grund zu befürchten, daß entweder die Nation oder einzelne Individuen bei dieſen Noten der Banquiers auf dem Lande ei⸗ nen irgend beträchtlichen Schaden leiden werden; hin⸗ gegen ſollte jede Regierung ſich vor der Gefahr hü⸗ ten, die daraus entſtehen könnte, wenn alle Geldver⸗ handlungen des Reichs nur mit den Noten einer ein⸗ zigen oder einer gewiſſen beſtimmten Anzahl von Ban⸗ ken geſchehen ſollten. Würde dieſes unglücklicherweiſe in Großbritannien geſtattet, ſo hat man Urſache zu fürchten, daß alle unſere Manufakturen und unſer Handel ſehr bedeutend dabei leiden würden: denn ei⸗ ne nothwendige Folge davon wäre dieſe, daß ſie dann mit größeren Schwierigkeiten und Unkoſten be⸗ trieben werden müßten, indem dieſer Theil der cir⸗ culirenden Geldmaſſe im Reiche ſehr leicht ſeinen Werth verlöhre, wie das allgemein in den Ländern der Fall geweſen iſt, wo man das Auskunftsmittel traf, mit Ausſchluß aller übrigen, öffentliche Banken anzulegen. Ich habe bereits Gelegenheit gehabt zu bemer⸗ ken, daß legale Monopolien beim Handel gewöhn⸗ lich ſehr ſchädlich geweſen ſind. Eigentlich haben ſie — 294— auch nur in der erſten Kindheit des Handels Statt uh gefunden. In jedem handelnden Staate und unter in einer jeden gut eingerichteten Regierung verſtattete he man ſie nicht, oder, wenn es ja einmal geſchehen war, Kot ſo wurden ſie doch ſehr bald wieder aufgehoben. da6 Wenn nun aber Monopolien bei allen andern Han⸗ Ie delsartikeln wirklich ſchädlich geweſen ſind, ſo werden V bn ſie es, aller Wahrſcheinlichkeit nach, in Betracht des V 14 Geldes noch weit mehr ſeyn, weil jeder Handel ein: V hh zig und allein mit Gelde geführt wird. V eh Die Nation würde zuförderſt großen Schaden dabey leiden, wenn die Sicherheit für alles unter uns n rirkulirende Papiergeld vermindert würde. Wird aber ge das Privilegium Banknoten auszugeben auf eine oder k zwey einzelne Compagnien eingeſchränkt, ſo hat die ſa Ration für alle von ihnen ausgeſtellten Noten keine In andre Sicherheit, als das Privatvermögen der weni⸗ 1 gen Theilnehmer, aus denen dieſel Compagnien beſte⸗ hen. Läßt man hingegen den Landbanken(conntry 6 banks) völlige Freiheit, ſo dient ihnen ein großer m Theil des geſammten Nationalvermögens im Reiche r zur Sicherheit, wie das jetzt ohne Zweifel wirklich ti der Fall iſt. gn Werden im Gegentheil alle Banknoten im gan⸗ ſch zen Königreiche nur von einer, zwey oder drey Ban⸗ ze ken ausgegeben, ſo müſſen, da unter der Nation M ſehr viele Geldgeſchäfte jetzt mit Banknoten abgemacht eine werden, die von ihnen ausgegebenen oder in Ulmlauf aus geſetzten Summen nach Verhältniß ihrer Capitalien Ban Handels Etatt kaate und unier rung verſtattete I geſchehen var, der aufgehobmn. en andern Han⸗ ſind, ſo werden in Betracht des der Handel ein⸗ . großen Gchaden alles unter uns de. Wird aber n auf eine oder kt, ſo hat die i Roken keine gen der weni wagnien beſte⸗ mken(conntry ten ein großer lens im Reiche weifel wirklich enoten im gal⸗ oder drey Bau⸗ er der Nation oken abgemahh oder in Inlouf hrer Capibln — 295— ₰ nothwendig unermeßlich ſeyn, und noch weit größer ſind ſie nach Verhältniß der Quantität Gold und Silber, die ſie zurückbehalten könnten, um damit ihre Noten wieder einzulöſen. Die Folge davon wäre, daß ſie öfter Schwierigkeiten antreffen und gezwun⸗ gen ſeyn würden, Zahlungen in baarem Gelde zu vermeiden, wie das ſelbſt bey der Britiſchen Natio⸗ nalbank kürzlich der Fall geweſen iſt, welches aber, wie man mit Recht glauben kann, ſich niemals er⸗ eignen würde, wenn jede Stadt und jeder Diſtrict im ganzen Reiche die Erlaubniß hätten, eigene Ban⸗ ken errichten zu dürfen. Man wird ſelten bey klei⸗ nen Banken gefunden haben, daß ſie hiezu genöthigt geweſen wären, weil ſie weder von der Wirkung und dem Einfluſſe großer Capitalien noch anderer zufäl⸗ ligen Hülfsmittel abhängen, ſondern es dabey in Anſehung ihres Credits einzig und allein auf die Pünktlichkeit ankömmt, womit ſie ihre Geſchäfte be⸗ handeln, und weil ſie ihren eigenen Vortheil dabey ſinden, dieſe nie mehr zu erweitern, als ihre Fonds verſtatten; und wenn ja einmal eine ſolche Bank wei⸗ ter gehen ſollte, ſo könnte das doch niemals ſehr be⸗ trächtlich ſeyn. Der Verluſt wäre daher von gerin⸗ ger Bedeutung und auf einen kleinen Diſtrikt einge⸗ ſchränkt, anſtatt daß er ſich zuverläſſig über das gan⸗ ze Reich erſtrecken und den Untergang aller unſerer Manufakturen nach ſich ziehen würde, wenn jemals eine Nationalbank bankrot machen ſollte, die das ausſchließliche Privilegium hätte, das ganze Reich mit Banknoten zu verſehen. Wären die Nordamerikaniſchen Papier⸗Dollars von reichen Indipiduen in jedem beſondern Diſtrikte der vereinigten Staaten ausgegeben worden, und wäre eben dieſes auch mit den franzöſiſchen Aſſigna⸗ ten geſchehen, ſo würde weder das amerikaniſche noch das franzöſiſche Papiergeld im Umlaufe an Werthe jemals verlohren haben, weil alsdann faſt das gan⸗ ze Territorium beider Länder für den Belauf deſſel⸗ ben gehaftet hätte. Da aber ſowol in Amerika wie in Frankreich dieſes Papiermünzen nur von einer ein⸗ zigen Geſellſchaft, nämlich von der Regierung ſelbſt, geſchah, ſo gerieth es bald in Mißkredit, und ver⸗ lohr am Ende ſo ſehr ſeinen Werth, daß es im buch⸗ ſtäblichen Verſtande noch weniger Werth als bloßes Papier hatte. Wer alſo der Cirkulation des Papiers in Britan⸗ nien Stabilität wünſcht, darf niemals verlangen, daß unſere Landbanken unterdrückt, eingeſchränkt oder ei⸗ gends regulirt werden, weil dieſes auf keine Weiſe geſchehen könnte, ohne den Umlauf der Noten einer andern Bank in eben demſelben Verhältniſſe zu ver⸗ mehren, und unſere Sicherheit für die Bezahlung die⸗ ſer Noten nothwendig in eben dem Grade würde ver⸗ mindert werden. Für jetzt dürfte zwar wol kein Nachtheil daraus folgen, da man mit Recht hoffen kann, daß das Ver⸗ mögen unſerer Nationalbank eben ſo groß iſt, wie alle Noten, welche ſie wahrſcheinlich ausgeben wird. Wenn aber dieſe oder andere Banken das ausſchließ⸗ ſche h ten zu lher betra geſc Tapier: Dollars ſonden Dſſtrikte 1 worden, und öſſſchen igna⸗ nerikaniſche vch aufe an Werhe un faſt das gau⸗ n Belauf deſcl— in Amerika wit von einer ein: tegierung ſelbſt, tredit, und ver⸗ daß es im buch⸗ erth als bloßes ers in Britan⸗ derlangen, daß hränkt oder ei⸗ uf keine Weiſe der Noten einer aftuiſſe zu ber⸗ Bezahlung die⸗ ade würde ver⸗ fachtheil daraus „daß das Ver groß iſt, wie ausgeben wird. „T6⸗ das ausſhltte 1 1 — 297— liche Privilegium beſäßen, die Nation mit Bankno⸗ ten zu verſehen, und deswegen in die Verſuchung ge⸗ riethen, mehr Noten auszugeben als ihre Capttalien betragen, welches, aller Wahrſcheinlichkeit nach, wol geſchehen dürfte, und wenn das Publikum dann ge⸗ gen ihre Sicherheit mißtrauiſch, oder aus irgend einer andern Urſache ihr Credit zweifelhaft würde, ſo könn⸗ ten alle ihre in Cirkulation befindlichen Noten binnen wenig Tagen auf einen ſehr kleinen Theil ihres ur⸗ ſprünglichen Werthes fallen, und dieſes ſich mit dem Ruin einer großen Menge Einwohner endigen. Bey den Landbanken kann ſich dieſes wiederum nur ſehr ſelten ereignen. Wenige derſelben würden jemals für eine ſtärkere Cirkulation ihrer Noten Cre⸗ dit finden, als wozu das Vermögen derer, die ſie aus⸗ gsgeben haben, hinreicht; hiezu kömmt noch, daß das ganze Vermögen derer, die bey dieſen Banken inter⸗ eſſirt ſind, für ihre Noten haftet, welches bey denen von den Regierungen errichteten Banken ſelten oder niemals der Fall iſt. Aber, unabhängig von dieſer größern Sicherheit, welche die Landbanken der Nation, und von der Be⸗ quemlichkeit, welche ſie in ihren Diſtricten einem jeden Einzelnen bey ſeinen Geldverhandlungen gewähren, iſt ihr wirklicher Vortheil für die Kaufleute und Fabri⸗ kanten von der Art, und dieſe ſetzen in ſie ein ſo gro— ßes Vertrauen, daß man die ernſthafteſten Folgen würde befürchten müſſen, wenn man ſie jetzt ein⸗ ſchränken wollte. Gleichwohl iſt die, obgleich ohne — 298— anſcheinenden Grund, herrſchende Meinung, daß die Landbanken die vornehmſte Urſache der jetzigen hohen Preiſe der Lebensmittel ſind, hauptſächlich daran Schuld, daß wir jetzt ſo oft von der Nothwendigkeit hören, ſie einer gewiſſen Vorſchrift zu unterwerfen. Aber diejenigen, welche bisher dieſe Meinung behaup⸗ tet haben, würden wohl thun die Folgen zu erwägen, die daraus entſtehen dürften, wenn man die Bank⸗ geſchäfte einem beſondern Regulative unterwerſen wollte, und ſo ſollten ſie dann auch billig eine beſſere Methode als die jetzige angeben, ſie zu reguliren. Banken werden nirgend errichtet werden, wo man ihrer nicht bedarf, oder wo man ſich keinen Nutzen von ihnen verſprechen kann; wenn aber je⸗ mand dennoch ſo unvorſichtig wäre, unter umgekehr⸗ ten Verhältniſſen einen Verſuch damit machen zu wol⸗ len, ſo würde er ſo viel Verluſt dabey erfahren, daß er die Sache bald aufgeben müßte. Von wem läßt ſich nun aber vernünftiger Weiſe wol glauben, daß er über ihre Nutzbarkeit oder über die dabey nöthi⸗ gen Einrichtungen beſſer urtheilen könne, als die beiden Theile, fuͤr welche ſie errichtet ſind und von denen das ganze Geſchäft geleitet wird? In einem jeden Diſtricte müſſen zuverläſſig die Einwohner beſ⸗ ſer beurtheilen können, was ihrer Convenienz, ihrer Bequemlichkeit und ihrem Vortheile angemeſſen iſt, als es der Regierung oder irgend einer andern Claſſe in einem ganz andern Diſtricte möglich iſt. Bey je— dem andern Handelsartikel giebt man dieſes allgemein d, und kar wer d billi en g und D Kaufle den g allen c nun b wäle, kämen, wenn! ſo mü diejeni Vunſc d am mit Ba Ungere Falee! und w bediene vorauss ſich ibe zen Ko wohne 2 alle,”d Nen die derwoß einng, daß die e jegigen hohen tſächlih daran Nothweniiket zu unterwerfen. einung behaup⸗ en zu erwägen, nan die Bank⸗ 2 unterwerſen lig eine beſſere u reguliren. werden, wo an ſich keinen wenn aber je⸗ ter umgekehr⸗ achen zu wol⸗ erfahren, daß Jon wem läßt glauben, daß dabey nöthis ne, als die ſind und von d? In einem inwohner heſ⸗ nvenienz, ihrer angemeſſen ſß. andern Elaſe hiſt Bey ſ dieſes algenen zu, und es muß ſchon bey der geringſten Überlegung klar werden, daß in Anſehung des Geldes der Han⸗ del billig vollkommen nach eben denſelben Grundſäz⸗ zen geleitet werden ſollte. Die Einwohner der Städte und Dörfer könnten vielleicht von einigen wenigen Kaufleuten, einem einzigen, zum Beiſpiel in einer je⸗ den großen Stadt, mit Kleidung, Wein, Zucker und allen andern Bedürfniſſen verſehen werden, und dieſe nun behaupten, daß es vortheilhafter für die Nation wäre, wenn ſie das ausſchließliche Privilegium be⸗ kämen, ſie mit dieſen Bedürfniſſen zu verſehen, als wenn man zu vielen erlaubte damit zu handeln; eben ſo müſſen nun auch nach eben denſelben Principien diejenigen, welche große Bankgeſchäfte treiben, den Wunſch hegen, daß man glaube, das Publikum wer⸗ de am beſten verſorgt ſeyn, wenn es nur von ihnen mit Banknoten verſehen würde. Iſt nun aber die Ungereimtheit dieſes Raiſonnements in dem einen Falle klar, ſo muß ſie es auch in dem andern ſeyn; und wenn man, um die Nation mit Banknoten zu bedienen, Monopolien ertheilt, ſo iſt es nicht ſchwer vorauszuſehen, daß binnen nicht gar langer Zeit ſie ſich über den Handel und die Manufakturen des gan⸗ zen Königreiches ausbreiten, und den Ruin aller Ein⸗ wohner nach ſich ziehen werden. Landbanken ſind ein ſehr wichtiger Vortheil für alle, die in ihrer Nähe wohnen. Sie verſchaffen ih⸗ nen die Bequemlichkeit, ihren Geldvorrath ſicherer zu verwahren, als ſie es zu Hauſe thun könnten, und es ſogleich wieder erhalten zu können, wenn ſie deſ⸗ ſen bedürfen. Dadurch werden zugleich in jeder Ge⸗ gend große Summen ſehr nützlich angewandt, die ſonſt ungenutzt geblieben wären. Durch den Einfluß, welchen die Landbanken auf ſolche Weiſe nothwendig haben müſſen, Geld in Umlauf zu bringen, wird faſt alles baare Geld im Lande beſtändig zum Acker⸗ bau, den Manufakturen und dem Handel ange⸗ wandt, anſtatt daß die Eigenthümer es ſonſt in ihre Geldkaſten gelegt haben würden, wie es auch alle⸗ zeit in unermeßlichen Summen wirklich geſchehen iſt, bis dieſe Landbanken häufiger wurden. Ehe ſolche Banken errichtet waren, ſahen ſich alle Vieh⸗ und Korn⸗Händler, Kaufleute, Fabrikan⸗ ten und andere im ganzen Reiche genöthigt, jederzeit viel größere Summen vorräthig zu haben, als ſie jetzt nöthig finden. Die Summen, welche ſolchergeſtalt ganz ungenutzt geblieben ſind, müſſen daher ſehr be⸗ trächtlich geweſen ſeyn und vermuthlich mehrere Mil⸗ lionen betragen haben, und dieſer Fall würden bald wieder eintreten, wenn die Landbanken eingeſchränkt werden ſollten. Auf dieſe und mancherley andere Weiſe haben die Landbanken großen Nutzen geſtiftet; aber auch die Manufakturen und der Handel erhalten dadurch eine ſehr weſentliche Unterſtützung, welche die ausſchließ⸗ liche Errichtung von Nationalbanken, oder auch die Landbanken ſelbſt ihnen nicht verſchaffen würden, wenn man dieſe letztern einſchränken wollte; welches, mit an⸗ dem Worken denſenigen, fn, ein u thellte; der Anzahl un Durch ſih die la de eines jei Kaufmann Geld braudh ſie es viee und wenn vorräthe! Grunde g⸗ Chat abs e Nation von des Königr denjenigen bedärfen, können. 2 maßen lei ſie hingeg beſtimmte benutzen welches der Mannſakt welchem w t venn ſe deß eich in ſeder Ge⸗ angewandt, die erch den Enuß, eiſe nothwendig bringen, widd dig zum Acker⸗ Handel anges s ſonſt in ihre es auch alle⸗ hgeſchehen iſt, 1 en, ſahen ſich ate, Fabrikan⸗ thigt, jederzeit 1, als ſie jetzt ſolchergeſtalt daher ſehr be⸗ Hmehrere Mil⸗ II würden bald 1 eingeſchräͤnkk zeiſe haben die aber auch die en dadurch iine die ausſchliſ⸗ oder auch di würden, wenn velches, mldle — 301 dern Worten, eben ſo viel ſeyn würde, als wenn man denjenigen, die die Befugniß haben, handeln zu dür⸗ fen, ein uneingeſchränktes Monopolium darüber er⸗ theilte; denn, ſobald dieſes geſchähe, würde eine große Anzahl unſerer Landbanken ſogleich aufhören. Durch die Mittelsperſonen oder Agenten, deren ich die Landbanken bedienen, ſind ihnen die Umſtän⸗ 2 de eines jeden in ihren Diſtrikten wohnenden Farmers, Kaufmanns, Fabrikanten und aller andern Leute ſehr genau bekannt. Sie können daher, wenn ſie baares Geld brauchen, ſolches oft von dieſen erhalten, wenn ſie es nirgend anderswo würden auftreiben können, und wenn manche von ihnen, aller großen Waaren⸗ vorräthe ungeachtet, aus Mangel an Käufern zu Grunde gerichtet ſeyn würden. Man kann es in der That als einen Hauptvortheil betrachten, welchen die NRation von den Banken zieht, daß ſie in jeder Gegend des Königreichs, und bei jedem Handel und Gewerbe, denjenigen baares Geld verſchaffen, die deſſen täglich bedürfen, aber daſſelbe ſonſt nicht würden erhalten können. Alle unſere Manufakturen verdanken in ſehr hohem Grade den Landbanken die Vollkommenheit, zu welcher ſie nunmehro gelangt ſind; denn erwähnter⸗ maßen leiſten ihnen dieſe Banken große Dienſte, da ſie hingegen die Bank von England oder irgend eine beſtimmte Anzahl von Banken nicht allgemein würden benutzen können, ſo daß ſelbſt während des Unglücks, welches der Krieg allezeit mit ſich bringt, alle unſere Manufakturen in einem Grade geblühet haben, von welchem wir bisher kein Beiſpiel hatten. Bedarf man noch mehrerer Beweiſe, wie vor⸗ theilhaft dieſe Banken ſind, ſo wird man ſich davon auf das vollkommenſte durch das eigene Zeugniß aller Kaufleute und Fabrikanten im ganzen Königreiche überzeugen können. Dieſe werden ohne Ausnahme geſtehen, daß ſie alle ihre Geſchäfte nach einem viel kleinern Maaßſtabe einrichten und betreiben müßten, wenn die Landbanken jetzt eingeſchränkt werden ſoll⸗ ten, wobei folglich der Handel des ganzen Reiches ſehr beträchtlich leiden würde Ein ſtarker präſumti⸗ ver Beweis für die Nutzbarkeit der Landbanken liegt auch ſchon darin, daß der höchſte Flor, zu welchem der Handel und die Manufakturen Britanniens je⸗ mals geſtiegen ſind, erſt zu eben derſelben Zeit Statt gefunden hat, als dieſe Banken ſich über das ganze Königreich verbreiteten. Es wird ſich alſo hoffentlich bald zeigen, daß die nachtheilige Meinung, welche ei⸗ nige Perſonen über die Landbanken hegen, auf einem bloßen Volksgeſchrey beruhe, und ſie wird folglich nicht länger der Aufmerkſamkeit gewürdigt werden, womit ſie bisher aufgenommen worden iſt. Wenn aber auch ſchon manche zugeben, daß der Handel und die Manufakturen aus dem Beyſtande, welchen die Landbanken ihnen leiſten, großen Vor⸗ theil ziehen, ſo können ſie ſich doch von ihrem Nutzen für den Ackerbau durchaus nicht überzeugen. Sie behaupten ſogar kühnlich, daß ſie dem Publiko ſehr nachtheilig ſind, weil die Farmer durch ſie in den Stand geſetzt werden, ihre Produkte zurückzuhalten und die 1 ſvigern, Man dieſes wi beweiſen hohen meht da lichen Päre den Etau geſchehen zeehen, zu treibe können, würde, fernt ſcha ben. Cs dern, w den ſind Ernote: würde es niedriger ten und Abe Akerbau lich, wii wirthſche lgerit un hun kon weiſe, wie vor⸗ Hman ſih davon ene Jeugiij aller zen Königriche ohne Ausnohme nach einem vitl etreiben müßten, nkt werden ſoll⸗ gayzen Reiches arker praſumti⸗ andbanken liegt lor, zu welchem Britanniens je⸗ alben Zeit Gtatt über das ganze alſo hoffentlich ug, welche ei⸗ zen, auf einem id folgüch nicht werden, womit geben, daß der dem Beyſtande, „großen Vor⸗ en ihrem Nutzen erzeugen. bie im Publiko ſehr zurch ſie in den 3 urichaſel und die Preiſe derſelben weit über den Werth zu ſteigern, den ſie ſonſt haben würden. Man hat indeſſen keinen Beweis dafür, daß dieſes wirklich der Fall ſey. Es ließe ſich vielmehr leicht beweiſen, daß die Landbanken für den Ackerbau in hohem Grade nützlich ſind, und folglich bey weitem mehr dazu beytragen, die Preiſe der Landwirthſchaft⸗ lichen Produkte zu vermindern, als ſie zu erhöhen. Wäre es aber auch der Fall, daß ſie die Farmer in den Stand ſetzten, mehr als es vermuthlich jemals geſchehen iſt, einigen Märkten ihre Produkte zu ent⸗ ziehen, um ſie auf anderen deſto mehr in die Höhe zu treiben, ſo würde dieſes doch nur dann geſchehen können, wenn die Preiſe niedrig ſtehen, und das würde, wie ſich leicht zeigen ließe, weit davon ent⸗ fernt ſchädlich zu ſeyn, ſehr wohlthätige Folgen ha⸗ ben. Es würde die Conſumtion zu der Zeit vermin⸗ dern, wenn die Lebensmittel im Ueberfluſſe vorhan⸗ den ſind, welches gewöhnlich unmittelbar nach der Erndte der Fall iſt, und in demſelben Verhältniſſe würde es auch im Frühjahre und Sommer die Preiſe niedriger erhalten, weun die Lebensmittel überall ſel⸗ ten und folglich theuer werden. Aber auch ohne das ſind die Landbanken dem Ackerbau und eben deshalb auch dem Publiko nütz⸗ lich, weil ſie es den Farmern möglich machen, land⸗ wirthſchaftliche Verbeſſerungen mit mehrerer Schnel⸗ ligkeit und Gewißheit auszuführen, als ſie es ſonſt thun könnten. Müßten die Farmer den Vortheil und — 304— die Bequemlichkeit entbehren, welche die Banquiers ihnen verſchaffen, ſo würden die wichtigſten Verbeſ⸗ ſerungen ſehr häufig unterbrochen und vielleicht nie wieder angefangen werden. In dieſem Betrachte be⸗ ſinden ſich die Farmer völlig in eben derſelben Lage, wie Fabrikanten und Kaufleute. Alle dieſe wenden ſich an die Banken, um Geld zu bekommen, wenn ſie zu den Artikeln, mit welchen ſie handeln, keine Käu⸗ fer finden; und warum ſollten nun die Farmer ſich nicht eben dieſen Vortheil zu Nutze machen dürfen? Die Banquiers werden ihre Noten keinem geben, der ihnen nicht hinlängliche Sicherheit dafür giebt; aber es wäre wahrlich höchſt ungerecht und drückend, wenn, ſobald die Farmer dieſe Sicherheit geben, ſie nicht das Recht haben ſollten, einen Vortheil zu benutzen, den man, unter denſelben Umſtänden, allen übrigen verſtattet. Sie würden das nicht blos als eine Be⸗ ſchimpfung anſehen, und folglich ihr Gewerbe verlaſ⸗ ſen, ſondern ſie würden auch alle einen beträchtlichen peruniairen Verluſt dadurch leiden. Diejenigen, welche ſich einbilden, daß der Reich⸗ thum der Farmer und die Landbanken die Hauptur⸗ ſachen der Theurung ſind, bedenken nicht, daß bei⸗ des durchaus nicht einmal mit einander beſtehen kann. Die Banken ſind vornämlich nur den armen Farmern nützlich, denn die reichen können ihre eigenen Ban⸗ quiers ſeyn, und wenn dieſen auch die gänzliche Unter⸗ drückung aller Banken keinen großen Nachtheil brin⸗ gen kann, ſo würden doch alle diejenigen dadurch 9 1 Grunde endigkeit Darch Farmern Jühren ir here Nen ge zu ho ren. D. ger als 9 Länderene Hehatel b de dadur mals dur ſehr wich nen Wege zu ſchicken Grundès un ge hingege rung fren Prämien Millionen Verbeſſer Darfahren welchem ren konn ner Gru men eult rung me Per Voꝛtheil 7 „ die Banguiets hügſtn Jerbeſ⸗ ind vieleiht nie em Betrahhte be⸗ derſelben Lage, le dieſe wenden mmen, wenn ſie eln, keine Käl⸗ die Farmer ſich achen dürfen? nem geben, der für giebi; aber drückend, wenn, eben, ſie nicht eil zu benußen, allen übrigen Lals eine Be⸗ Zewerbe verlaſ⸗ en beträchtlichen er beſtehen kann. armen Farmerl re eigenen Bau⸗ gänzlich Unter⸗ il bri Nachtheil ¹ jeni T jgen dah ejenig 3 — 305— zu Grunde gerichtet werden, die bigher in die Noth⸗ wendigkeit geſetzt waren, darauf bauen zu müſſen. „Durch die Baquemlichkeit, welche die Banken den Farmern gewähren, ſind dieſe ſchon ſeit mehreren Jahren in den Stand geſetzt worden ‚eine weit grö⸗ ßere Menge Land zu verbeſſern und unter dem Pflu⸗ ge zu halten, als ſie ſonſt würden haben thun kön⸗ nen. Dieſes erſtrecht ſich vermuthlich auf nicht weni⸗ ger als auf ein Achtel aller jetzt in Cultur ſtehenden Ländereyen im Reiche; wäre es aber auch nur ein Zehntel, oder auch ſoͤgar nur ein Zwanzigtel, ſo wür⸗ de dadurch doch mehr Korn produeirt, als wir je⸗ mals durch Importation erhalten können, mit dem ſehr wichtigen Unterſchiede, daß wir es nuf dem ei⸗ nen Wege erhalten, ohne Geld dafür aus dem Lande zu ſchicken, undnzugleich den Werth unſeres eigenen Grunds und Bodens erhöhen: auf dem andern We⸗ ge hingegen jahrlich Zwölf Millionen zur Verbeſſes rung fremder Länder ausgeben, und obendrein ſtarke Prämien bis auf eine Summe von beynahe Drey Millionen bezahlen, um die Produkte eben dieſer Verbeſſerungemnach Britannien zu bringen;— ein Verfahren, welches die Bewohner der Länder, aus welchem wir dieſes Korn holen, ſich nur dann erklä⸗ ren können, wenn ſie vorausſetzen, daß unſer eige⸗ ner Grund und Boden ſchon durchaus ſo vollkom⸗ men eultipirt wird, Daß hierin gar keine Verbeſſe⸗ rung mehr moöglich iſt. Werden nun aber wirklich die Farmer durch die Vortheile und die ahuemlich eit welche die Banken — 306— ihnen verſchaffen, in den Stand geſetzt, ihre Lände⸗ reyen zu verbeſſern, und deswegen eine größere Quan⸗ tität von ihren Produkten verkaufen zu können— eine Thatſache, die wol nur wenige bezweifeln wer⸗ den— ſo folgt nothwendig, daß die Landbanken ungefähr nach Verhältniß der Größe des Vortheils, welchen ſie gewähren, vielmehr dazu beytragen, die Preiſe der Lebensmittel zu vermindern als ſie zu er⸗ höhen. Denn, wie ich ſchon Gelegenheit gehabt ha⸗ be zu ſagen, alle Lebensmittel müſſen ſchnell ver⸗ kauft werden, weil weder Vieh noch Korn anders als mit großem Verluſte lange aufbewahrt werden können, Wenn daher durch den Einfluß der Land⸗ banken oder aus irgend einer andern Urſache größe⸗ re Quantitäten dieſer Artikel auf die Märkte ge⸗ bracht werden, als ſonſt geſchehen würde, ſo müſſen die Preiſe in eben demſelben Verhältniſſe wohlfeil ſeyn. Den deutlichſten Beweis von der Wirkung, wel⸗ che die in einem Lande befindliche größere oder gerin⸗ gere Menge Korn auf die Verkaufspreiſe hat, ſehen wir an dem Einfluſſe, welchen gute und ſchlechte Erndten darauf haben. Bei einer einzigen ſchlechten Erndte ſteigen die Kornpreiſe unfehlbar, da ſie hinge⸗ gen faſt in eben der Maaße bei einer einzigen reichli⸗ chen Erndte fallen. Denn, ſo ſorgfältig die Regie⸗ rungen auch immer den Kornhandel reguliren mögen, um das Getreide beſtändig in einem mittlern Preiſe zu erhalten, ſo muß ſich dieſer doch unter allen Umſtän⸗ den von ſelbſt beſtimmen, ſo daß folglich, aller Regu⸗ gübe ungee dsotttel, d wir de ſn verkal Aug mung ei ſandes man kein ſchäntun vetde.. begen ſey reich dig vornehm nigreiche Dr einſ jielt, wa ollein n jbiſſern ken dazl den Bau gultten furen, ſ re bleiber keſſen, gegen me ſtand ſihr andern er Ein ſe und 6 eſeßt, ihte bände ine göjen Dunn⸗ fen zu hnen— ge bezweifin wer⸗ 3 die Landoanken dße des Vorthilb, zu beytragen, die ern als ſie zuer enheit gehabt ho ſa ſnul n och Korn anda fbewahrt weru Einfluß der band en Urſahe giß die Märkke ge wüdde, ſo miſn cjälkiſe wohſil der Wirkung, wel rößere oder gerit zpreiſe hat, ſehen zute und ſchlechle inzigen ſchlechten zar, da ſie hinge r einzigen riihl gfällig die Regie⸗ reguliren mögel, nittlern Preiſe u ter allen Unſt glich allet Rehls — 307— lative ungeachtet, das Korn gleich jedem andern Han⸗ delsartikel, ungefähr nach Verhältniß des Vorraths, den wir davon haben, zu hohen oder niedrigen Prei⸗ ſen verkauft werden wird. Aus dieſen und andern Gründen, deren Beſtim⸗ mung eine weitläuftigere Unterſuchung dieſes Gegen⸗ ſtandes erfoderte, können wir mit Recht hoffen, daß man keine unſerer Banken jemals mit irgend einer Ein⸗ ſchränkung oder einem beſondern Regulative belegen werde. Zu der Zeit, als Colbert es ſich ſo ſehr ange⸗ legen ſeyn ließ, für die Leitung des Handels in Frank⸗ reich eigene Verordnungen zu entwerfen, berief er die vornehmſten Kaufleute und Fabrikanten im ganzen Kö⸗ nigreiche zuſammen und fragte ſie um ihre Meinunge Die einſtimmige Antwort, die er von ihnen allen er⸗ hielt, war: Laissez nous faire.„Laſſen Sie uns „allein machen, und unſere Geſchäfte werden einen „beſſern Gang gehen, als wenn andere uns Vorſchrif⸗ ten dazu geben.“ Eben ſo verhält es ſich auch mit den Banken. Da Niemand dieſes Geſchäft ſo gut re⸗ guliren kann, als diejenigen, denen die Banken ge⸗ horen, ſo werden ſie wahrſcheinlich auch in ihrem Flo⸗ re bleiben, und der ganzen Nation großen Nutzen leiſten, ſo lange man ſie darin nicht hindert, dahin⸗ gegen man Urſache hat zu fürchten, daß ihr Wohl⸗ ſtand ſehr bald ein Ende nehmen wird, wenn malt andern erlaubte, ſich darein zu miſchen. Ein Schriftſteller von großem Beobachtungsgei⸗ ſte und Scharfſinn, hat ſchon vor langer Zeit über U 2 — 30 8— den Papier Credit bemerkt, daß„es unmöglich iſt ihn einzuſchränken, oder genau zu beſtimmen, wie weit er gehen ſolle; daß die Regierungen ſich eben ſo leicht anmaaßen mögen, einem jeden Einzelnen in Anſehung ſeiner Handelsoperationen Geſetze vorſchrei⸗ ben zu wollen, und daß ein jedes anſcheinende, aus dem Papier⸗Credit entſtehende, temporãre Uebel na⸗ türlicher Weiſe ſeine eigene Heilung bewirken muß.“ Er bemerkt ebenfalls ſehr richtig, daß die mei⸗ ſten, von Parlementen, Fürſten und Staaten ergan⸗ genen, Statuten, Akten, Arrets vder Mandate zur Re⸗ gulirung, Leitung oder Einſchränkung des Handelo, entweder politiſche Schnitzer, oder das Werk verſchla⸗ gener Köpfe geweſen ſind, die, unter dem Vorwande des allgemeinen Beſtens, dabei ihr Privatintereſſe be⸗ abſichtigten. Laßt uns alſo 8e en unerſetzlichen Verluſt vermei⸗ den, welchen die Nat ion leiden würde, wenn man die Landbanken einſchränkte. Wird irgend eine Maaß⸗ regel dieſer Art wirklich jemal ls ausgeführt, ſo iſt es mir. ſehr wahrſcheinlich, daß manche der nützlichſten Manuſakturen im Königreiche ſogleich, ins Stocken gerathen, und auch unſer Nationgl⸗Ackerbau ſehr be⸗ trächtlich darunter leiden würde. 8. lhhter andern Urſachen der Theurung, welche wir in dieſen letztern Jahren erfahren haben, wird keiner häufiger erwähnt, als der großen Menge un⸗ ſerer wüſten Plätze und unangebauten Gemeinheiten. llein cbg den Gtadh helholt! den, ſo kerbau derſelber dert wer die Pre Produk Folge a alſo dir warken fen iſt um etw Ai lung un tal herat daß de welcher ſumtio ne, un ſit M hoch l 5. bey nä auch he jenige. dem gf gut dazt 8 wamöglch iſt, u beſümmen, wie erungen ſch eben ſeden Einzänen in Geſetze volſchei⸗ nſcheinende, aus poraͤre llebel na⸗ bewirken muß.“ „daß die mei⸗ Staaten ergan⸗ Mandake zur Re⸗ ing des Handelo, s Werk verſchla⸗ dem Vorwande rivatintereſſe be⸗ Verluſt vermei⸗ irde, wenn mon gend eine Macß⸗ geführt„ſo iſt 8s e der nützlichſen eich ins Sioünn Ackerhau ſeht be⸗ Theurung, vell ri haben, vin coßen Menge Ie ten Gemänſtt Allein obgleich ges, allem Anſcheine nach, ſowohl füt den Staat, als für einzelne Individuen, ſehr vor⸗ theilhaft wäre, wenn unſere Gemeinheiten getheilt wür⸗ den, ſo glaube ich doch, bey d dem gegenwärtigen Ak⸗ kerbau in Britannien, nicht, daß durch den Anbgu derſelben die Preiſe der Lebensmitt a würden vermin⸗ dert werden. Man hat ſogar, Urſach zu fürchten, daß die Preiſe des Getreides, ſo wie auch aller andern Produkte, dadurch ſteigen würden, wie ich in der Folge ausführlicher aus einander ſetzen werde. Wenn alſo dieſe meine Muthmaßung gegründet iſt, ſo er⸗ warten wir Hülfe von einer Seite, wo keine zu hof⸗ fen iſt, und verſchwenden die Zeit mit Bemühungen um etwas, das uns beſtändig känſchen wird. Diejenigen, welche ſich einbilden, daß die Thei⸗ lung unſerer Gemeinheiten den Preis der Lebensmit⸗ tel herabſetzen würde, waren bis jetzt der Meinung, daß derjenige Theil unſers National⸗Territoxiums, welcher bisher cultivirt worden iſt, keine unſerer Con⸗ ſumtion angemeſſene Quantität Korn produciren kön⸗ ne, und daß, ehe dieſer nicht größer wird, wir alle⸗ zeit Mangel daran haben, und folglich die Preiſe hoch bleiben werden. Hierin ſcheinen ſie indeſſen offenbar zu irren, und bey näherer Unterſuchung wird man finden, was ich auch hernachmals zu zeigen ſuchen werde, daß der⸗ jenige Theil unſers Laudes, welcher ſchon lange unter dem Pfluge gehalten worden, und übrigens eben ſo gut dazu paßt, als die wüſten Plätze und Gemein⸗ heiten, weit mehr beträgt, als wir bey unſerer jetzi⸗ gen Bevölkerung bedürfen. Aus dieſer Unterſuchung wird erhellen, daß die Ländereyen, welche bisher in Britannien cultivirt worden, bey weitem mehr betragen, als man gemei⸗ niglich glaubt, ſo daß man es leicht dahin bringen könnte, eine hinreichende Menge Korn und ande⸗ rer Lebensmittel für eine weit ſtärkere Population da⸗ von zu gewinnen. Sie könnten ſogar Ueberfluß für beynahe dreißig Millionen Menſchen verſchaffen, und es muß folglich der Mangel, welcher uns ſo oft drückt, von irgend einer andern Urſach herrühren. 9. Dieſer Kornmangel, welchem wir ſo oft ausge⸗ ſetzt ſind, ſoll, wie manche glauben, daher rühren, daß bey uns zu viel Land in altem Graſe liegt; da⸗ her ihr Rath, dieſes umzubrechen und mit Korn zu beſtellen. Ich halte es für wahrſcheinlich, daß drey bis vier Millionen der beſten Ländereyen im Königreiche, der Regel nach, altes Grasland ſind. In theuren Zei⸗ ten wäre es allerdings rathſam, dieſe mit Korn zu beſtellen, wenn unſere übrigen hierzu eben ſo taugli⸗ chen Ländereyen nicht ſchon weit mehr betrügen, als wir brauchen. So lange dieß aber der Fall iſt, bleibt dieſes auch ein wichtiger Einwurf gegen den Vor⸗ ſchlag, dieſe Ländereyen in Kornfelder zu verwan⸗ deln; denn, ſo vortheilhaft dieß auch vielleicht im An⸗ fange wäre, ſo würde es am Ende doch ohne alle Frage große Unruhe, Verwirrung und Unkoſten ver⸗ niſachen, der Wiſſe iiſen wo Das hen Cul allen Ja gerch f zer and es ſelle diſer J rhen ſ mer an dieſe ei feine R Ruhe, der Vert inem A vorzäbr de audh den, d ſhoh, den Et zunähn des d es wah dder i 9 ſich dac b hoher neerer jeßi⸗ n, daß die en cultivirt man gemei⸗ hin bringen und ande⸗ zulation da⸗ berfluß für daffen, und uns ſo of errühren. oft ausge⸗ her rühren, liegt, do⸗ t Korn zu 6 drey bis Königreiche, theuren Zei⸗ it Korn zu ſo taugſi⸗ etrügen, als dl iſt bleit n den Vor⸗ zu verwall⸗ leict in An⸗ ch ohne dle Unkoſten ber⸗ urſachen, ſie hernach wieder in den Zuſtand grünen der Wieſen zu verſetzen, aus welchem ſie heranegan 4 361 riſſen waren. Das lebliche Grün, welches ſie wegen der ho⸗ hen Cultur, worin ſie beſtändig erhalten werden, in allen Jahrszeiten behalten, iſt eine Art von Schwel⸗ gerey für das Britti ſche Volk, wovon die Einwoh⸗ ner anderer Länder nicht urtheilen können, weil man es ſelten irgend anderswo antrifft. Auch ſchon in dieſer Rückſicht wäre das Umbrechen dieſer Lände⸗ reyen ſchädlich. Die Anhänglichkeit der Eigenthü⸗ mer an ihre Beſitzungen würde abnehmen, wenn dieſe einen ihrer ſtärkſten Reize verlöhren; wenn der feine Raſen, der ihre Wohnungen umgiebt und die Ruhe, die ſie dort genießen, in einen Schauplatz der Verwirrung und Beſchwerde verwandelt, und in einem Augenblick wieder zerſtöhrt würde, was her⸗ vorzubringen lange Zeit erfodert hatte. Dadurch wür⸗ de auch wol unfehlbar die Zahl derer vermehrt wer⸗ den, die, wie es in dieſen letztern Jahren häufig ge⸗ ſchah, ihren ländlichen Aufenthalt verließen, um in den Städten zu wohnen, und da dieſes, wenn es zunähme, dem Intereſſe der Nation und den Sitten des Volks ſehr nachtheilig ſeyn würde, ſo ſollte man es wahrlich nicht noch durch eine ſolche allgemeine oder öffentlich eingeführte Maaßregel befördern. Dieſes iſt gleichwol nicht der Haupteinwurf, der ſich dagegen machen läßt. Grundſtücke von einer fo hohen Fruchtbarkeit, worein nur der Reiche allein — 312— ſie verſetzen kann, ſollte man als einen vorräthigen Schatz betrachten, der in unglücklichen Zeiten zum allgemeinen Beſten angewandt werden könnte, und der wahrſcheinlich niemals wieder erſetzt werden wür⸗ de, wenn er einmal angegriffen und verſchleudert worden wäre. Mau ſollte daher durchaus nur die dringendſte, auf keine andere Weiſe zu beſiegende, Rothwendigkeit als einen hinlänglichen Grund für die Befolgung dieſes Vorſchlages betrachten. 8 Jen Reichthum, welchen die Nation in dieſer Menge von fruchtbaren alten Grasländereyen beſitzt, iſt ſehr beträchtlich; ſo ſehr, daß er in dieſem Au⸗ genblicke vermuthlich den Werth alles cirkulirenden Geldes und alles ungemünzten Goldes und Silbers im ganzen Königreiche übertrifft. Nur tüchtige Land⸗ wirthe allein können den hohen Werth ſolcher Grund⸗ ſtücke beurtheilen, den ſie in den erſten Jahren ha— ben, da ſie mit Korn beſtellt werden, nachdem ſie Jahrhunderte hindurch als reiches Grasland genutzt worden ſind. Grundſtücke von einer ſolchen frucht⸗ baren Beſchaffenheit würden in theuren Jahren, wenn man die Pachttermine auf zehen, eilf oder zwölf Jah⸗ re ſetzte, zu zehen oder zwölf Pfund für den Mor⸗ gen verpachtet werden. Dieſe Angabe iſt nicht blo⸗ ße Muthmaßung; in verſchiedenen Gegenden des Kö⸗ nigreichs iſt es in dieſem und in dem vorigen Jahre wirklich geſchehen. Selbſt, wenn das Korn nur im Mittelpreiſe ſteht, würden doch, auf ſolche Termine, Grundſtücke von einer ſo fruchtbaren Beſchaffenheit — g ſeehm det werde (aares), ben hfo Werth di lten G ſchaffen ſclagg fyn m ſee nien nit ih ſorgt n er wir te lang daraus kert wer Gons, ſehnlih den n Hhums iſa Butter ſogleic er ſind tigen! Kornpr gleich; orräthigen Jdäten zum unte, und verden wür⸗ erſchlendert us nur die beſiegende, Grund für en. min dieſer eyen beſitz, dieſem Au⸗ jrkulirenden nd Silbers ztige Land⸗ er Grund⸗ zahren ha⸗ nochdem ſie ind genutzt hen frucht⸗ hren, wenn zwölf Jah⸗ den Mor⸗ nicht blo⸗ den des Kö⸗ rigen Jahre orn nur im he Termine, eſchaffeheit zu ſieben oder acht Pfund für den Morgen verpach⸗ tet werden, und ſo käme auf 3,500000 Morgen (acres), ſelbſt wenn der Pachtzins auch nur zu ſie⸗ ben Pfund gerechnet wird, ſchon ein weit höherer Werth heraus, als ich vorhin angegeben habe. Die Idee, uns durch das Brechen aller unſerer alten Grasländereyen größere Kornvorräthe zu ver⸗ ſchaffen, iſt nicht neau. Man hat ſie oft in Vor⸗ ſchlag gebracht; aber ſo populär dieſe Maaßregel auch ſeyn mag, ſo darf man doch mit Recht hoffen, daß ſie niemals ausgeführt werden wird, da die Nation mit ihrem übrigen Grund und Boden hinlänglich ver⸗ ſorgt werden kann. So lang dieſes der Fall iſt, und er wird es wahrſcheinlich noch mehrere Jahrhunder⸗ te lang bleiben, können die nachtheiligen Folgen, die daraus entſtehen würden, durch nichts beſſer erläu⸗ tert werden, als durch die bekannte Fabel von der Gans, welche goldne Eyer legte. Um eines zwar an⸗ ſehnlichen aber vergänglichen Gewinns willen, wür⸗ den wir uns ſchnell der ſtärkſten Quelle des Reich⸗ thums berauben, die irgend eine Nation jemals be⸗ ſeſſen hat. Die Preiſe von aller Art Fleiſch, der Milch, der Butter und des Käſes, würden im ganzen Königreiche ſogleich ſteigen, die jetzt ſämmtlich ſchon viel zu theu— er ſind. Eben ſo wenig würden, bey der gegenwär⸗ tigen Beſchaffenheit unſers Ackerbaus, am Ende die Kornpreiſe dadurch vermindert werden; denn, ob⸗ gleich das vielleicht wol einige wenige Jahre lang der Fall ſeyn könnte, ſo würden dieſe Grundſtücke doch durch öftere Kornerndten in eben denſelben Zu⸗ ſtand verſetzt werden, in welchem die andern Län⸗ dereyen ſich beſinden, alſo auch nicht mehr als dieſe produciren, und uns folglich keine reichlichere Vor⸗ räthe verſchaffen. 10. Man hat ſehr oft den Krieg, in welchen wir verwickelt ſind, als die Urſache des jetzigen Man⸗ gels an Lebensmitteln angegeben. Allein, obgleich der Krieg ein ſehr beklagenswürdiges Ubel und für alle Nationen, die ihn führen, die Quelle mancher Landplagen und vielfältigen Unglücks iſt, ſo ſcheinen die letztern brittiſchen Kriege doch niemals großen Einfluß auf die Kornpreiſe gehabt zu haben. Diejenigen, welche den Krieg für die Hauptur⸗ ſache des Mangels an Lebensmitteln halten, gründen ihre Meinung auf die Vorausſetzung, daß im Krie⸗ ge eine Menge von dem Proviant⸗ und Mundvor⸗ rathe, womit unſere Armeen und Flotten verſehen wer⸗ den, zerſtöhrt und verdorben wird, und glauben, daß jener Mangel ſich dadurch von ſelbſt erkläre; aber ſie vergeſſen hiebey zu erwägen, wie weit, aller Wahrſcheinlichkeik nach, dieſe Zerſtöhrung, ſelbſt im ſchlimmſten Falle, jemals gehen könne. Angenommen, daß unſere Armee und Flotte, wäh⸗ rend der ganzen Dauer des Krieges aus 250000 Mann beſtehe, welche von lunſerm Lande ſelbſt unterhalten werden müſſen, die Truppen, welche in Irland, Oſt⸗ 4 dien Ind Reſen ihre der vom allein, ſeder N noch Ri auf jed hes 1 Conſun hei und Häfft mehriü uns ei ſtörun erſeßt währen delt ſe Jhat mann rung: und G währe ruündſtücke ſehden Ju⸗ dem Län⸗ t als diſſe chere Vor⸗ in welchen ggen Man⸗ „obgleich l und für e mancher ſo ſcheinen ls großen ell. Hauptur⸗ gründen im Krie⸗ Mundvor⸗ ſehen wer⸗ uben, daß ire; aber deit, aller „ſelbſt im lotke, währ⸗ 6000 Mann unterhalken tland, N — 315— indien und andern Colonien ſtationirt ſind, und aus dieſen ihren Unterhalt ziehen, ausgenommen, und daß der vom Kriege herrührende Verluſt, beim Waizen allein, der ganzen Quantität gleich ſey, welche ein jeder Mann conſumirt, ſo würde dieſe Quantität doch noch nicht 300,000 Quarter betragen, wenn man auch auf jeden einzelnen Mann neun Buſhel rechnek; wel⸗ ches alſo nur den vierzigſten Theil unſerer jährlichen Conſumtion, nicht mehr als ein Fünftel deſſen, was bei uns in dem gegenwärtigen Jahre, und nicht die Hälfte derjenigen Quantität beträgt, die nach einem mehrjährigen Durchſchnitte aus andern Ländern bei uns eingeführt worden iſt. Was alſo durch die Zer⸗ ſtörung und Beſchädigung der Lebensmittel im Kriege verlohren gieng, iſt überflüßig durch die Menge Korn erſetzt worden, welche Britannien unglücklicher Weiſe während des ganzen Krieges, in welchem wir verwi⸗ ckelt ſind, hat einführen müſſen. Es läßt ſich in der That beweiſen, daß unſere ganze Armee und Schiffs⸗ mannſchaft, die durch dieſelbe verurſachte Zerſtö⸗ rung mit eingeſchloſſen, die Quantität Waizen, Reis und Gerſte nicht hätte conſumiren können, die wir während dieſer Zeit importirt haben. Zum Beweiſe, daß der Krieg an der Theurung, welche uns in dieſen Jahren ſo große Noth verur⸗ ſachte, ſehr wenig Antheil habe, wird es dienlich ſeyn zu bemerken, daß wir vor ſechszig Jahren auch ſelbſt während des Friedens ſehr oft Thenrang hatten. Während des amerikaniſchen Krieges wurden in eini⸗ — 316— gen Jahren alle Arten von Getreide viel wohlfeiler verkauft, als es binnen einer gleichen Anzahl Jahre während des vorhergehenden oder nachfolgenden Frie⸗ dens geſchah; und ſelbſt während des jetzigen Krie⸗ ges iſt das Korn in verſchiedenen Jahren eben ſo wohlfeil geweſen, wie es gemeiniglich während des letzten Friedens war. Obgleich zwey Jahre lang vor⸗ her die Preiſe ſehr hoch ſtanden, ſo fielen ſie doch 1798, nachdem der Krieg ſchon mehrere Jabre ge⸗ dauert hatte, ſo ſehr wieder, daß es für das Beſte des Landes vielleicht nicht einmal zuträglich wäre, wenn ſie jemals wohlfeiler würden. Der Krieg ſcheint alſo auf die Kornpreiſe in Großbritanien keinen großen Einfluß zu haben, und bey näherer Unterſuchung wird man das in andern Ländern eben ſo finden. Ich weiß es aus einer ſehr guten Quelle, daß, während der letzten drey loder vier Jahre, die Lebensmittel in Frankreich verhältniß⸗ mäßig wohlſeiler geweſen ſind, als ſie es gewöhn⸗ lich in Friedenszeiten zu ſeyn pflegen, und es ſcheint dieſes bei genauerer Uuterſuchung ſelbſt in Deutſch⸗ land, dieſem großen Schauplatze häufiger Kriege, ebenfalls der Fall geweſen zu ſeyn. Da, wo in gan— zen großen Diſtrikten die Saaten von den Armeen verwüſtet werden, müſſen freilich die Lebensmittel ſel⸗ ten und theuer ſeyn; aber wo das nicht geſchieht, iſt das Korn allenthalben auf dem feſten Lande, gewöhn⸗ lich im Kriege, eben ſo wohlfeil, wie in Friedenszei⸗ ten. Vermuthlich rühret dieſes daher, daß die Land⸗ ricche, ſo dee Länder fuge, di Verhälte ſe nurn ken und ſtung, Auſehun immer Der des Ma nolhwe zu gew dens 1. ſes ſegen herley ch ſhät mon w ſchung alf ijn glauben, an Gette haben. da ergiedige zwar het ſortdaun alle Vir venn wir wohlfeiler ahi Jahte aden Fries zigen Krie⸗ n eben ſo ihrend des lang vor⸗ n ſie doch Jahre ge⸗ das Beſte ich wäre, npreiſe in bben, und in andern einer ſehr drey loder erhältniß⸗ gewöhn⸗ es ſcheink Deutſch⸗ er Kriege, do in gan⸗ en Armeen miktel ſel⸗ ſchieht, it „ gewöhns Friedentzei j die Land⸗ — 317— wirthe, ſo wie die Kaufleute, allezeit ſuchen werden, die Ländereyen, welche ſie kultiviren, mit der Nach⸗ frage, die ſie für ihr Korn erwarten, in ein richtiges Verhältniß zu bringen, wenn auders die Regierungen ſie nur nicht mit Taxen und Verordnungen einſchrän⸗ ken und quälen: woraus erhellet, daß die Verwü⸗ ſtung, weſche der Krieg zwar ohne allen Zweifel in Auſehung des Getreldes veranlaßt, doch im Ganzen immer wieder erſet wird. Der Krieg iſt es alſo nicht, worin wir die Urſache des Mangels ſuchen muſſen, und ich halke es für deſto nothwendiger dieſes zu ſagen, damit man nicht gar zu gewiß darauf xechne, daß die Rückkehr des Frie⸗ dens uns in den Beſitz eines dauerhaften Überfluſ⸗ ſes ſetzen werde. Der Frieden wird uns freylich man⸗ cherley Vortheile verſchaffen, wenn wir ihn Hinläng⸗ lich ſchätzen und gehörig zu benutzen wiſſen; aber man würde Unrecht haben, wenn man ſich in An⸗ ſehung deſſen, was uns an unſerm, Kornbedarf fehlt, auf ihn verlaſſen wollte, da man keinen Grund hat zu glauben, daß wir dadurch einen größern Ueberfluß an Getreide erhalten werden, als wir bisher gehabt haben. Da die jetzt auf dem Felde ſtehende Saat eine ergiebige Erndte verſpricht, ſo werden die Kornpreiſe zwar beträchtlich fallen, wenn gleich der Krieg noch fortdauert; aber im Frieden wie im Kriege werden alle Wirkungen des Kornmangels wieder kommen, wenn wir nicht ſchnell einen großen Theil unſers Reich⸗ — 318— thums und unſerer Kräfte dazu anwenden, ſie zu verhüten. 1 Ich habe nunmehro alle Urſachen des Mangels an Lebensmitteln und der Theurung unterſucht, die man gewöhnlich dafür auszugeben pflegt; da ſie aber, weder einzeln noch zuſammengenommen, die öftere Wiederkehr des Getreidemangels erklären, welchen unſer Land ſchon ſo lange und ſo oft erfahren hat, ſo muß dieſer eine andere Urſache haben, und es iſt mir wahrſcheinlich, daß, bei näherer Prüfung, das, was ich in der dritten Abhandlung geſagt habe, den be⸗ friedigendſten Aufſchluß darüber geben wird. Unter allen Urſachen des Mangels an Lebens⸗ mitteln, die das Publikum gewöhnlich dafür ausgiebt, iſt keine, durch die er in einem nur irgend bedenkli⸗ lichen Grade wirklich entſtehen könnte, als der Ein⸗ fluß, welchen ſchlechte Witterung auf die Erndten hat. Bei naͤherer Unterſuchung wird erhellen, daß faſt alle übrigen durchaus ungegründet ſind. Wenn man aber auch gleich zugeben muß, daß ſchlechte Witterung ſchlechte Erndten bewirkt, und daß dieſe Mangel und Theurung veranlaſſen„ſo wird doch niemand behaup⸗ ten, daß Jahre, in denen wir Mangel an Lebens⸗ mitteln leiden, ſo häufig vorkommen, daß ſich die ho⸗ hen Preiſe dadurch erklären ließen, die, in dieſen letz⸗ ten vierzig Jahren ungefähr, in Britannien dafür be⸗ zahlt worden ſind. Der wahre Grund hievon muß mehr permanent ſeyn, und es läßt ſich dieſes bloß durch die Vernachläſſigung des Ackerbaues erklären, züwihrend btolt gefo a im Shlſ Irſem Re aber er! Conſunte wird nur wieſen, dinufihe titaten e vor die In die Uiſac anzugeben hmaus. den ſib eaniſcher ſchwert dines mit belaſtete widmeee ſe un) gen und del nit⸗ ken, wur Reiche un bau entzo n, ſie z0 8 Nangels erſucht, die da ſie cher, die öͤftete n, welchen ren hat, ſo es iſt mir das, was , den be⸗ an Lebens⸗ ir ausgiebt, d bedenkli⸗ g der Ein⸗ endten hat. daß faſt alle in man aber Witterung Nangel und ind behaup⸗ an Lebens⸗ ſich die ho⸗ n dieſen letz⸗ en dofür be⸗ hievon nuß dieſes bloß ues erklären, die während dieſes Zeitraums zum Unglück unter uns Stakt gefunden hat. Ich Hepanpe nicht, daß nahe Ackerbau geneg im Stillſtande geblieben iſt, oder daß unſer Land in dieſem Zeitraume weniger produeirt habe, als vorher; aber er hat zuverläſſig, mit unſerer Bevölkerung und Conſumtion nicht gleichen Schritt gehalten. Dies wird nur zu deutlich durch die große Menge Korn be⸗ wieſen, die wir, unglücklicherweiſe jetzt geswungen ſi ſind einzuführen, anſtatt daß wir noch beträchtliche Quan⸗ titäten exportiren ſollten, wie wir es in jedem Jahre vor dieſem Zeikraume gethan haben. In der dritken Abhandlung habe ich mich bemüht, die Urſache dieſer Vernachläſſigung unſeres Ackerbaues anzugeben, und die ganze Sache läuft kürzlich darauf hinaus: bei den vermehrten Ausgaben, womit durch den ſiebenjährigen und hernachmals durch den ameri⸗ kaniſchen Krieg alle Volkskl aſſen in unſerm Lande be⸗ ſchwert wurden, fand ſichs, daß der mäßige Gewinn eines mit harten, ihn vorzüglich drückenden, Taxen belaſteten Ackerbaues für diejenigen, welche ſich ihm widmeten, nicht hinreichte, um eben ſo zu leben, wie ſie und ihre Vorfahren es gewohnt waren. Deswe⸗ gen und weil ſie bei den Manufakturen und dem Han⸗ del mit Recht weit größere Vortheile erwarten konn⸗ ten, wurden ein großer Theil des baaren Geldes im Reiche und zugleich eine Menge Menſchen dem Acker⸗ bau entzogen und auf Fabriken verwandt. — 320— unn Hierin begieng man einen großen politiſchen Feh⸗ ler, wie das allezeit der Fall iſt, wenn man den Acker⸗ bau nur im mindeſten verabſäumt, um auf andern Wegen Reichthum zu erwerben. Die Folge davon war in Britannien dieſe: daß, wenn gleich manche Einwohner großes Bermöͤgen erwarben und ſehr be⸗ quͦem leben konnten, doch ein großer Theil der uͤbri⸗ gen alle Nothwendigkeiten des Lebens nicht nur theu⸗ rer bezahlen mußte, als er es vermochte, ſondern auch oft nur r ſehr dürftig damit verſorge geweſen ift So hoch indeſſen die Nationaltaxen in dem er⸗ wähnten Zeitraume auch waren, ſo hätten ſie doch immer noch mit geringer Beſchwerde für die Einwoh— ner bezahlt werden können. Wäre der Ackerbau ge⸗ hörig aufgemuntert; wären die Landtaxe und die an⸗ dern Abgaben, welche vom Ackerbau bezahlt werden müſſen, aufgehoben: ſo hätte Britannien jederzeit einen eben ſo großen Überfluß an Lebensmitteln al⸗ ler Art haben können, wie ihn andere Länder hat⸗ ten, und dieſes würde für alle unſere Manufacturen und unſern ganzen Handel von ſehr weſentlichem Nu⸗ ten geweſen ſeyn. Statt deſſen hat die Nation, ohne auf ihren Acker⸗ bau zu achten, ſichs unbedachtſamer Weiſe in den Kopf geſetzt, zuerſt und vor allen Dingen nur durch Fabriken und Handlung Geld gewinnen zu wollen, ohne im mindeſten daran zu zweifeln, daß ſie für Geld allezeit Lebensmittel würde erhalten können. Hierin Für haben wir uns aber gröblich geirrt. r b hende Men wo mon ſe gemein dn man eben gegen der keiten des ſerer Ne ägenen 6 Aoß elle j und ſt läßt, ſo getäuſch der Theu Fänd ſtage bon dern beſt ſee mitd groß aut ke, dge hes elſor riſe in. Nothwen ſch di folglih, jemals ei ſie nin wenn es dur in ſ tiſchen Feh⸗ den Acker⸗ auf andern folge davon leich manche ind ſehr be⸗ eil der übri⸗ ht nur theu⸗ ondern auch iſt. in dem er⸗ ten ſie doch die Einwoh⸗ lckerbau ge⸗ und die an⸗ hlt werden u jederzeit switteln al Länder hat⸗ kanufacturen tlichem Nu⸗ ihren Acker⸗ geiſe in den en nur durch n zu wollen, ſie fur Ged men. Heel „* Für — 321— 2 Für Geld werden wir freilich immer eine hinrei⸗ chende Menge von Lebensmitteln dort kaufen können, wo man ſie im Ueberfluſſe hat; denn da Geld das all⸗ gemein eingeführte Medium beim Handel iſt, ſo wird man eben ſo gern Lebensmittel als andere Waaren da⸗ gegen vertauſchen; weil aber eigentliche Nothwendig⸗ keiten des Lebens ſelten in irgend einem Lande in grö⸗ ßerer Menge producirt werden, als das Land zu ſeiner eigenen Conſumtion braucht, ſo iſt es eben ſo gewiß, daß eine jede Nation, deren Bevölkerung ſehr ſtark iſt, und ſich wegen ihrer Gabſiſtenz auf andere ver⸗ läßt, ſo reich ſie auch immer ſeyn mag, ſich oftmals getäuſcht finden, und alle Uebel des Mangels und der Theurung zu erdulden genöthiget ſeyn wird. Fände, in Anſehung der Lebensmittel, die Nach⸗ frage von Seiten des einen Landes bey einem an⸗ dern beſtändig und regelmäßig Statt, ſo würde man ſie mit der Zeit von daher nicht erhalten können, ſo groß auch immer die verlangte Quantität ſeyn möch⸗ te, da es aber das eigene Intereſſe eines jeden Rei⸗ ches erfodert, ſich im Lande ſelbſt alle Lebensbedürf⸗ niſſe in hinreichender Menge zu verſchaffen, und die Nothwendigkeit allein ein Reich dazu zwingen kann, ſich dieſerhalb an andere Länder zu wenden, ſo kann folglich, in Anſehung ſolcher Artikel, in keinem Lande jemals eine regelmäßige Nachfrage Statt finden. Da ſie nun dort niemals anders verlangt werden, als wenn es anderswo daran fehlt, und dieſer Fall ſich nur in ſehr ungewiſſen Jeſergunnen wirklich ereignet, 322— ſo ſind große Quantitäten ſelten dann zu bekommeng wenn man ihrer gerade bedarf. Wenn Großbritannien in Pohlen, Deutſchland und Amerika einen hohen Preis für ihr Getreide ausböte, und den Landwirthen und Kaufleuten dieſer Länder, alle Jahre eine regelmäßige Abnahme deſſelben ſicher⸗ te; ſo würden dieſe, ſo groß die verlangte Quanti⸗ tät auch immer ſeyn möchte, mit großer Begierde das Anerbieten annehmen und bald im Stande ſeyn, ihren Contrakt zu erfüllen. Da der Markt beſtändig und gleichförmig wäre, ſo würde man das Korn als einen regelmäßigen und Vortheil bringenden Handels⸗ artikel betrachten, welches es bisher nur ſelten ſeyn konn⸗ te, weil die Nachfrage darnach ſo höchſt ungewiß war. Die großen Summen, welche die Landwirthe jener Länder für ihre Produkte erhielten, wären gleich⸗ ſam Belohnungen für ihre Induſtrie, wodurch ſie in den Stand geſetzt wären, alle Jahre große Strecken neuen Landes urbar zu machen, und ſo würden ſie, ohne auch nur einmal auf ihren eigenen Märkten die Preiſe zu erhöhen, die großen Bedürfniſſe der unſti⸗ gen befriedigen können. Sollte dies aber auch wirklich geſchehen und die brittiſche Nation jemals ſo thöricht handeln, ſich auf dieſen Ausweg zu verlaſſen, um auf ihm einen nur irgend beträchtlichen Theil ihres Kornbedarſs zu erhalten, ſo würde ſich doch ſehr bald finden, daß derſelbe mit unüberſteiglichen Schwierigkeiten verbun⸗ den iſt. Der dritte Theil deſſen, was die Nation an fon con t von d nit onde reits er ren für erfolde für dos leße ſi Mällior hen 9 von Go allen g dige d nung Duanti keoß de und imm ſeyn. nn gels be bekonmen utſchland und reide autbote, ieſer Länder, ſſelben ſihe ngte Quanti⸗ her Begierde Skande ſeyn, kt beſtändig as Korn als den Handels⸗ ten ſeyn konn⸗ hſt ungewiß Landwirthe vaͤren gleich⸗ durch ſie in oße Strecken würden ſie, Märkten di ſe der unſti⸗ eſchehen und handeln, ſic uf ihm einen orpbedarfs zu finden, doj keiten vetbul⸗ ie Nation an — 323— Korn conſumirt, würde ſchon mehr als das Doppel⸗ te von dem betragen, was wir bey unſerm Handel mit andern Ländern gewinnen. Denn, nach den be⸗ reits erwähnten Angaben unſerer Conſumtion, wä⸗ ren für dieſes Drittel ſchon 16 Millionen Quarters erforderlich, die nach dem Preiſe, welchen wir etzt für das Korn bezahlen,— und ein geringerer Preis ließe ſich wol eben nicht erwarten— jährlich achtzig Millionen Pf. Sterl. koſten würden. Zu einer ſol— chen Quantität würde man eine ungeheure Menge von Schiffen nöthig haben. Sie würde in der That allen Kauffartheyſchi ffen des ganzen Landes beſtän⸗ dige Beſchäftigung geben, und bey der großen Entfer⸗ nung der Länder, aus welchen wir allein große Quantitäten Korn erhalten können, würden wir doch, trotz dem allen, oft in großer Ungewißheit bleiben und immer der Gefahr einer Hungersnoth ausgeſetzt ſeyn. America iſt ſo weit entfernt, daß wir die gro⸗ ßen Quantitäten, deren wir in Jahren des Man⸗ gels bedürfen, nie ſchnell genug von daher erhalten können, und die Oſtſee iſt oft mehrere Monate hin⸗ durch wegen des Eiſes ganz unzugänglich, ſo daß wir oft aller Communication mit den an der Oſtſee lie⸗ genden Ländern beraubt ſind. Hiezu kömmt noch der Einfluß, welchen Streitig⸗ keiten und Krieg zwiſchen unſerm und andern Ländern und ſelbſt Eigenſinn darauf haben können Faſt all⸗ unſere Schiffe und das darin verladene Getreide kön⸗ X 2 — 324— nen in einem jeden Augenblicke in Beſchlag genom⸗ men werden, wie das auch vor kurzem in Rußland wirklich zu einer Zeit geſchah, als man es gar nicht erwarten konnte; und endlich iſt es bekannt, daß das von eingeführtem Korne gebackene Brodt ſelten weder ſo ſchmackhaft noch ſo geſund iſt, als wenn es von inländiſchem friſch gedroſchenen Waizen ge⸗ backen wird. Dieſes iſt in der That ſo offenbar, daß die Wirkung davon auf die Geſundheit der Ein⸗ wohner ſich ſehr beſtimmt angeben läßt In jedem Jahre, deſſen ich mich erinnere, worin eine nur ir⸗ gend beträchtliche Menge Brodtkorn bey uns einge⸗ führt werden mußte, waren mantche unſerer Krank⸗ heiten, vorzüglich die des Magens und der Gedär⸗ me, beſonders hartnäckig; welches, in ſo fern ich darüber urtheilen konnte, hauptſächlich daher rührte, daß ein großer Theil unſers eingeführten Korns ſchlecht und wirklich ſchon vorher in eine Art von Fäulniß übergegangen war. Wenn wir von andern Ländern Korn verlangen, ſo bekommen wir unfehlbar immer das ſchlechteſte, was ihre Kornmagazine enthalten; denn, da unſere Com⸗ miſſionen meiſtentheils ſehr anſehnlich ſind, ſo neh⸗ men die Kaufleute, die den Auſtrag dazu erhalten, natürlicher Weiſe die Gelegenheit wahr, ihren ganzen Vorrath los zu werden, ſo alt und ſchimmlicht er auch ſeyn mag; deswegen, und weil es auch oft durch den langen Aufenkhalt auf dem Schiffe noch mehr verdorben wird, erhalten wir es nun in einem ſolchen elenden Zuſtande. Ieder gſondem ſch die A haftes d daß wi echalten 6e behrlih noch de importi Nanges ten ern tel erg A weg Un8 Korn ſof genwar dern, pa, A tl der dreiſt a ſchr we nuch en ſerer Ce den wir können, Schiff Handel älles no hlag genom⸗ in Rußland es gar nicht dekannt, daß Brodt ſatten t, als wenn Waizen ge⸗ ſo offenbar, heit der Ein⸗ In jedem eine nur ir⸗ y uns einge⸗ iſerer Krank⸗ der Gedär⸗ ſo fern ich aaher rührte, orns ſchlecht von Faulniß en verlangen, lechteſte, was unſere Com⸗ ind, ſo neh: azu erhalten, ihren ganzen ſchimmlich e hes auch oſt Schiffe 1of nun in einen — 328— Jedermann alſo, der die Gefahr, ſich von un⸗ geſundem Korn nähren zu müſſen, zu vermeiden und ſich die Annehmlichkeit zu perſchaffen wünſcht, ſchmack⸗ haftes und gutes Brodt zu eſſen, wird dahin ſtreben, daß wir unſern Bedarf von unſern eigenen Feldern erhalten. Er wird niemals wünſchen, daß das britti⸗ ſche Volk in Anſehung dieſes, zur Subſiſtenz unent⸗ behrlichen, Artikels beſtändig von andern abhänge, noch daß er jemals unter andern Umſtänden bey uns importirt werde, als in Jahren, da wir wirklich Mangel daran leiden, wo jedermann Schwierigkei⸗ ten erwarten und folglich außerordentliche Huͤlfsmit⸗ tel ergreifen muß. Aber, weit entfernt daß wir durch dieſen Aus⸗ weg uns ein Drittel unſerer National⸗Conſumtion an Korn ſollten verſchaffen können, iſt es, bey dem ge⸗ genwärtigen Zuſtande des Ackerbaues in andern Län⸗ dern, nicht wahrſcheinlich, daß wir aus ganz Euro⸗ pa, Africa und America auch nur einmal ein Sechs⸗ tel derſelben ſollten erhalten können; man könnte dreiſt aus der ganzen Welt ſagen, da aus Aſien ſehr wenig Korn zu uns kommen kann. Wenn aber auch endlich fremde Länder uns mit einem Drittel un⸗ ſerer Conſumtion wirklich verſehen könnten, ſo wür⸗ den wir es doch nicht anders zu uns her bringen können, als wenn wir eine ſolche Menge unſerer Schiffe dazu brauchen, daß unſer ganzer auswärtiger Handel dadurch zu Grunde gerichtet würde, und das alles noch obendrein, wie ich ſchon bemerkt habe, — 326— mit den ungeheuren Koſten von achtzig Millionen Pfund Sterling. Da dieſes alles aber der Meinung mehrerer hier im Lande geradezu widerſpricht, und man ſo wol mei⸗ ne Angabe unſerer Korn⸗Conſumtion, als auch die Schwierigkeit, es aus andern Ländern zu erhalten, für übertrieben anſehen könnte, ſo wird es nöthig ſeyn, die Thatſachen anzugeben, worauf ich mich gründe. In dieſer Abſicht werde ich mich bemühen, nicht nur die zu Britanniens Conſumtion erforderliche Quantität Korn genau zu beſtimmen, ſondern auch anzugeben, was alle Kornländer in Europa, Africa und America zuſammen bisher auszuführen im Stan⸗ de geweſen ſind. Die Bevölkerung von Großbritannien iſt ſeit mehreren Jahrhunderten nicht mit Gewißheit beſtimmt worden. Obaleich ſeit den Zeiten des Sir William Petty und Doctor Davenant, die vor etwa hundert Jahren darüber ſchrieben, bis auf die Zeiten des Doc⸗ tor Price, und ſelbſt bis auf den gegenwärtigen Au⸗ genblick, wenig Dinge die allgemeine Aufmerkſamkeit mehr auf ſich gezogen haben, ſo ſind die Meinungen darüber doch ſehr verſchieden, weil alle Data dazu fehlen. Auch ſelbſt jetzo noch ſchätzt ein berühmter Schriftſteller Londons Bevölkerung auf 11200000 Menſchen, während ein anderer eben ſo zuverſichtlich behauptet, daß ſie nicht mehr als 600000 betrage. Urtheilt man aber nach dem allgemeinen äußern An⸗ hhen aler ſet; nach man in goßen 4 und An gen, u unſerer mehrer Alßch ben, d ricchs; tben n dieſes ſcht g vunme- iber ei gen ethe durch den ſſt lation b me der no deſe 1 1 ſcen l Hafer! ſich blo keinen anne me z Millonen mehrerer hier n ſo wol meis als auch die zu erhalken, rd es nothig auf ich mich nühen, nicht erforderliche ſondern auch ropa, Africa ren im Stan⸗ nien iſt ſeit heit beſimmt Sir William etwa hundert eiten des Doc⸗ wärtigen Au⸗ ufmerkſamkeit ie Meinungen lle Data dazl ein berühmte auf 17200000 0 nverſchli 60000 beltage. en äußen In⸗ — 327— ſehen aller unſerer großen Städte, Flecken und Dör⸗ fer; nach den weitläuftigen Unternehmungen, die man in jedem Diſtrikte antriffk, welche alle mit einer großen Anzahl von Arbeitern, die faſt ganz Europa und Amerika mit ihren Manufakturwaaren verſor⸗ gen, angefuͤllt ſind; nach den großen Ausrüſtungen unſerer ungeheuren Flotten und Armeen, und nach mehreren andern Thatſachen, die hier keiner weitern Aufzählung bedürfen, ſo kann man mit Recht glau⸗ ben, daß, wenn wir die Bevölkerung des König⸗ reichs zu zwölf Millionen ſchätzen, wir uns wohl eben nicht von der Wahrheit entfernen. Ich könnte dieſes durch verſchiedene Facta, die ich in dieſer Ab⸗ ſicht geſammelt habe, beynahe beweiſen; das iſt aber nunmehro unnöthig geworden, da wir nächſtens dar⸗ über eine möglichſt zuverläſſige Angabe von denjeni⸗ gen erhalten werden, welchen die Zählung des Volks durch eine beſondere Parlementsakte aufgetragen wor⸗ den iſt. Bis dahin werde ich indeſſen unſere Popu⸗ lation zu zwölf Millionen annehmen, und das um ſo mehr, da alle Berichte, welche wir bis jetzt von der noch fortdauernden Zählung empfangen haben, dieſe Annahme zu beſtätigen ſcheinen. Ungefähr drey Millionen von dieſer Anzahl Men⸗ ſchen leben, wie man finden wird, größtentheils von Hafer und Gerſte; ich will indeſſen diejenigen, welche ſich bloß von dieſen beiden Kornarten nähren, und keinen Waizen conſumiren, nur zu zwey Millionen annehmen, obgleich dieſe Zahl wahrſcheinlich zu ge⸗ — 328— ring iſt, da alle untere Claſſen in Schottland und mehrere in Wallis und Nord⸗England durchaus nur von Gerſte und Hafermehl leben. Die übrigen zehn Millionen Einwohner können wir als ſolche betrach⸗ ten, die bloß Waizenbrod eſſen, einige wenige viel⸗ leicht abgerechnet, die ſich zum Theil auch von Rok⸗ ken nähren. Das Mehl von acht Wincheſter Buſhels oder ein Quarter guten Waizen oder Rocken für ein jedes In⸗ dividuum, Kinder mit eingeſchloſſen, ſcheint, der Er⸗ fahrung zufolge, im Durchſchnitt die Quantität zu ſeyn, welche das Volk in unſerm Lande braucht; demnach muß die National⸗Conſumtion dieſes Arti⸗ kels zehn Millionen Quarter betragen. Da aber ſehr vieles Korn nicht von der beſten Qualität iſt, ſo wird man auf eine jede Perſon dafür füglich noch einen Bufhel mehr rechnen können, ſo daß alſo das Ganze 11200000 Quarters ausmacht. Rechnet man nun noch 800000 Quarters für Stärke und Haarpuder hinzu, ſo beträgt unſere ganze Conſumtion an Wai⸗ zen zwölf Millionen Quarter. Da Hafer und Gerſte ſehr viel Hülſe haben, ſo brauchen diejenigen, welche bloß von dieſen Ge⸗ treidearten leben, beinahe drey Quarters fär eine jede Perſon, wenn man nämlich die mittlere Quanti⸗ tät beyder Kornarten dabey zum Grunde legt. Denn es giebt Haſer, wovon der Buſhel nicht über zwölf Pfund Mehl, andern hingegen, der über 24 Pfund leefert. Eben ſo hat man auch Gerſte, die 36 Pfund nehl und von man Hilſe vo fer iſt, iner 9. ſtence olſo al giebt, vethalt lſche! er, ent de jäh nehmer ſetung 6 Hafer⸗ groß ho rigen, nittele und ſo al diij neiſtent Fleſch d ſte, iff kommen te Gerſt Brennen ee mit ei ottland und urhaus nur übeigen zehn liche betroch⸗ wenige diel⸗ ch von Rot⸗ hels oder ein in jedes In⸗ int, der Er⸗ wantität zu de braucht; dieſes Arki⸗ Da aber ſehr ſſt, ſo wird noch einen das Ganze et man nun Hoarpuder fion an Wai⸗ Hülſe haben, on dieſen Ges rters für eint jttlere Duante e legt. Denl it iber il ber 24 ſund die dö Jind 1 — 329— Mehl und darüber giebt, und dagegen andere, wo⸗ von man nicht einmal 18 Pfund erhält. Weil die Hülſe von der Gerſte nicht ſo dick wie die vom Ha⸗ fer iſt, ſo kann man eine kleinere Quantität Gerſte einer größern Menge Hafer gleich ſetzen; aber Ger⸗ ſtenmehl giebt nicht ſo viel Nahrung als Hafer. Wenn alſo guch gleich ein Quarter Gerſte weit mehr Mehl giebt, wie ein gleiches Maaß Hafer, ſo iſt jene doch verhältnißmäßig nicht eben ſo zureichend, das anima⸗ liſche Leben zu unterhalten. Sechs Millionen Quar⸗ ter, entweder Gerſte oder Hafer, kann man daher für die jährliche Conſumtion von 2/000000 Menſchen an⸗ nehmen, welches die Anzahl iſt, die, meiner Voraus⸗ ſetzung nach, von Gerſten ² und Hafesorsse lebt. Sollte man dieſe Quantität für einen jeden von Hafer⸗ und Gerſtenmehl lebenden Menſchen für zu groß halten, ſo muß man nicht vergeſſen, daß dieje⸗ nigen, bey denen dieſes das vorzüglichſte Nahrungs⸗ mittel ausmacht, ſelten Fleiſchſpeiſen genießen können, und folglich eine größere Quantität Mehl brauchen, als diejenigen, die ſich von Waizenmehl nähren und meiſtentheils ihr Rind⸗Hammel⸗ oder(Schweine⸗ Fleiſch in reichlichem Maaße eſſen. 4 Die zum Bierbrauen erfoderliche Duantität Ger⸗ ſte, öffentliche und Privat⸗Brauereyen zuſammenge⸗ nommen; die von den Brandtweinbrennern gebrauch⸗ te Gerſte, Hafer und leichter Waizen(weak wheat), Brennereyen, die Abgaben bezahlen, ſowol als ande⸗ re mit einbegriffen, nebſt der in den Haushaltungen zum Kochen verbrauchten Gerſte(Pot barley); dies alles zuſammen ſcheint, nach den beſten Angaben, nicht weniger als 10/000000 Quarter zu betragen, und 6˙000000 Quarter kann man für die National⸗ Conſumtion an Bohnen, Erbſen, Buchwaizen, leich⸗ te Gerſte und Hafer(weak barley and oats) für die Schweine, Hühner, Tauben und das Mäſten pes Mindpiehes annehmen. 1 Rach der ſorgfältigſten Unterſuchung, die ich darüber habe anſtellen können, ſcheint die Anzahl der Pferde in Großbritannien nicht viel weniger als 2!000000 zu betragen. Rechnet man davon den vier⸗ ten Theil ab, für ſolche, die entweder zu jung oder ſonſt zur Arbeit untauglich ſi ſind und alſo wenig Korn bekommen, ſo bleiben 1/600000 übrig; und wenn man nun erwägt, wie reichlich ſie meiſtentheils ge⸗ futtert werden, ſo kann man ihre Conſumtion an Hafer, Gerſte, Bohnen und Erbſen auf wenigſtens 156600000 Quarter rechnen, welches auf jedes Pferd v nicht völlig 9 Quarter beträgt. Aus dieſem allen erhellet, daß Britanniens jähr⸗ liche Conſumton an allen Arten von Korn nicht we⸗ niger als 48/000000 Quarter ausmacht. Bey dieſer Berechnung können zwar freilich Irrthümer Statt fin⸗ den; denn bey ſolchen Unterſuchungen iſt vollkommene Genauigkeit unmöglich zu erwarten: allein, nach ſehr vielen darüber angeſtellten Erkundigungen zu urthei⸗ len, habe ich Urſache zu glauben, daß ſie im Gan⸗ zen nicht falſch ſeyn können⸗ Es haben einige be⸗ mung dnzel lcha Schw alls, gleict ieſes duben Ahcl 3 fir de nehwen dlbſet ſo vil wehr, Jchle: alexeit NM wenn w. ley); dies Wrgaben, u beteagen, e National⸗ iizen, lach⸗ loats) für das Mäſten , die ich die Anzahl veniger als en den vier⸗ jung oder wenig Korn und wenn utheils ge⸗ umtion an wenigſtens jedes Pferd niens jähr⸗ rn nicht wes Bey dieſer ner Etakt fus vollkommene ein, noch ehe hen zu urhei ſe in ae Ben einil — 331— hauptek, daß unſere National⸗Conſamtion an Korn ſich nicht auf 30/000000 Quarter belaufe; daß der Verbrauch an Brodtkorn keine 8/000000 und der für die Pferde keine 6/000000 betrage; allein, bey dieſer Berechnung hat man auf die Starke unſerer Popula⸗ tion, auf die Lebensart der Einwohner, auf die gro⸗ ße Anzahl Pferde in Britannien und auf die Menge Korn, womit ſie gefuttert werden, keine gehörige Rückſicht genommen. Erwägt man dahero, daß dieſe meine Beſtim⸗ mung unſerer jährlichen Korn⸗Conſumtion für jeden einzelnen Menſchen gerade 4 Quarter beträgt, näm⸗ lich alles, was für Brodt, Pferde, Bier, Brandtwein, Schweine, Hühner, Stärke und Haarpuder, kurz, alles zuſammengenommen, gebraucht wird, und ver⸗ gleicht man hiemit, wie reichlich ſich die Einwohner dieſes Landes den Gebrauch aller dieſer Dinge zu er⸗ lauben gewohnt ſind, ſo wird man ſchwerlich meine Angabe für zu hoch halken. Ich werde daher acht und vierzig Mill. Quarter für die jährliche National⸗Conſumtion an Korn an⸗ nehmen; aber es iſt nicht genug, wie manche vor⸗ ausſetzen, daß eine Nation jährlich nur gerade eben ſo viel producirt, als ſie verzehrt. Haben wir nicht mehr, als wir conſumixen, ſo werden die Preiſe, Jahre des größten Ueberfluſſes etwa ausgenommen, allezeit zu hoch bleiben. Man hat es ſchon lange ſehr wohl gewußt, daß, wenn wir im Lande keine größere Quantitäten an — 332— Thee, Wein, Brandtwein und jedem andern Han⸗ delsartikel haben, wie, aller Wahrſcheinlichkeit nach, din k binnen kurzem verkauft ſeyn werden, die Preiſe der⸗ ſelben ſogleich ſteigen. Zum Theil rühret dieſes da⸗ her, daß, wenn der Markt nur mäßig verſehen iſt, 4 die Kaufleute ſich dieſen Vortheil ſogleich zu Nutze„ machen; aber noch weit mehr iſt die Beſorgniß dar⸗ an Schuld, die ſich gewöhnlich ſogleich des Publi⸗ kums bemächtigt, wenn es hört, daß es an irgend einem gebräuchlichen Artikel wahrſcheinlich fehlen wer⸗ de. Die Folge hiervon iſt, daß nun alle, die es ver⸗ mögen, mehr davon einkaufen, als ſie ſonſt thun würden, woher denn oft für die übrigen Einwohner ein wirklicher Mangel entſteht, der ohnedies nicht Statt gefunden hätte. Iſt dies nun aber bey andern Handelsartikeln der Fall, ſo dürfen wir uns nicht wundern, wenn De es auch bey dem Korne eben dieſelbe Wirkung her⸗, k vorbringt. Weder Wein noch Branntwein ſind zum Leben nothwendig, und gehören daher nicht zu den eigentlichen Bedürfniſſen; aber Niemand kann eine— hinreichende Menge Korn entbehren, welches, in der Lrrrr einen oder andern Geſtalt, in unſerm Lande das ge⸗ adn wöhnlichſte Nahrungsmittel des Volks, und zum Theil mn, à * auch des ihm zugehörigen Viehes ausmacht. Das Korn iſt daher bey weitem wichtiger, als irgend ein m. 8 anderer Handelsartikel, und ſobald es wirklich daran Er br fehlt, oder auch nur bloß vermuthet wird, daß die en g Erndte ſchlecht ausfallen werde, ſo entſteht ſogleich rirs, im Pabliko große Aengſtlichkeit und UInruhe, und Je⸗ dern Han⸗ ihheit nach, Priſe der⸗ et dieſet dar verſehen ſſ h zu Nutze orgniß dar⸗ des Publi⸗ an irgend fehlen wer⸗ die es ver⸗ ſonſt thun Einwohner nedies nicht nelsartikeln ern, wenn irkung her: ein ſind zum nicht zu den ) kann eine ches, in der nde das ge⸗ d zum Theil nacht Das s irgend ein irklich daran ird, daß di ſiht ſogliß c =— 3239— dermann weiß, daß ſich dagegen faſt gar nichts aus⸗ richten läßt. Auf dieſe Weiſe iſt faſt eine jede Theurung ent⸗ ſtanden, die wir ſeit mehreren Jahren erfahren ha⸗ ben. Einige unſerer Erndten ſind freylich nicht ſo er⸗ giebig geweſen, als andere; aber die hohen Preiſe, welche wir in dieſen Jahren für das Getreide haben bezahlen müſſen, rühren weit mehr von dieſer Furcht und Aengſtlichkeit des Publikums, als aus irgend ei⸗ ner andern Urſache her. Die Menge, die nicht weiß, in wie weit der Mangel wirklich Statt findet, hält ihn meiſtentheils fuͤr viel größer, als er jemals war, und daher iſt es gänzlich ihre eigene Schuld, daß das Korn unter allen ſolchen Umſtänden zu ſo über⸗ triebenen Preiſen verkauft wird. Das Geſchrey, die Aengſtlichkeit und der Schrek⸗ ken, die allezeit unfehlbar Statt finden, ſobald Man⸗ gel an Korn auch nur vermuthet wird, ſteigern nicht nur die Preiſe im Lande ſelbſt, ſondern auch in allen Ländern, die Kornvorrath haben; und wenn die Landwirthe und Kornhändler in Pohlen, Amerika und andern Ländern ihre Preiſe erhöhen, ſobald ſie erfah⸗ ren, daß man in unſerm Lande beſorgt iſt, wie ſie dieſes auch wirklich auf die erſte Nachricht ſogleich thun; dürfen wir dann unſere Farmer und Kornhänd⸗ ler tadeln, wenn ſie eben ſo verfahren? Sie wiſſen eben ſo wenig, als andere, wie weit der Mangel wirklich gehe; denn die Farmer, und im Allgemei⸗ nen auch die Kornhändler, wiſſen wenig oder nichts — 334— davon, wie große oder kleine Kornvorräthe ſich etwa in andern Diſtrikten noch befinden. Wird nun das Publikum ängſtlich beſorgt; trägt man ſich in jeder Geſellſchaft mit übertriebenen Nachrichten von dem Kornmangel, ſteigen in andern Ländern die Korn⸗ preiſe: ſo verfahren ſie in Anſehung ihres Korns ge⸗ rade eben ſo, als unter ähnlichen Umſtänden die Kauf⸗ leute bey allen andern Artikeln thun; ſie verkaufen ſie ſo theuer, als ſie können, und verdienen deshalb keinen Tadel. Sollte, zum Unglück für den Handel, die Geſetzgebung dieſes Landes ſich jemals hierein mi— ſchen, und die Preiſe beſtimmen, wofür die Kaufleute ihre Waaren verkaufen ſollen, ſo würden die Far⸗ mer ſich nicht mehr darüber beklagen dürfen, wenn man auch ihnen für ihr Korn ein Maximum feſtſetzte. Aber bis dahin, daß dieſes geſchieht— und da es vermuthlich das Todesurtheil aller brittiſchen Wohl⸗ fahrt ſeyn würde, ſo können wir mit Recht hoffen, daß es niemals geſchehen werde— nach welcher Re⸗ gel kann man bis dahin über die Farmer und andere Kornhändler Einſchränkungen verhängen? Daß die Theurung, welche wir ſo oft erfahren, hauptſächlich von der Unruhe des Publikums herrüh⸗ re, und daher, daß diejenigen, welche mit Lebens⸗ mitteln handeln, nun deshalb ihre Preiſe ſteigern kön⸗ nen, davon giebt die geringe Menge Korn, die ſelbſt in den ſchlechteſten Jahren jemals bey uns importirt wird, den klarſten Beweis Bis jetzt hat man ge⸗ wöhnlich geglaubt, daß in ſolchen Jahren ein Drit⸗ Aoder Inſerer ſceint! Theil! in Gt gegen von ſt mehr däͤte de gen mirten ben m ringen beronl vöhnli und 3r geringſ teeten, 4 4 Forcht densmi tert, n ger Je Art gl Dieh, wie un nur die thümer ( 1 Mangal e ſich etwa d nun das ich in jeder n von dem n die Korn⸗ „Korns ge⸗ en die Kauf⸗ ie verkaufen nen deshalb den Handel, hierein mis dee Kaufleute en die Far⸗ erfen, wenn um fſſti⸗ und da es hen Wohl⸗ echt hoffen, welcher Ren r und andere 1 oft erfohren, kkums herrih⸗ mit Lebens⸗ eſteigern bö orn, die ſebſ uns impotltt hat man 99 hren ein Ddi 7 — 335 fel oder ein Viertel, und bisweilen ſogar die Hälfte unſerer National⸗Conſumtion importirt werde; es ſcheint aber, daß wir bisher nie über den dreißigſten Theil unſers jährlichen Bedarf bey uns einzuführen im Stande geweſen ſind, und daß wir ſelbſt in dem gegenwärtigen Jahre, mit den ungeheuren Koſten von funfzehn Millionen Pfund Sterl., uns doch nicht mehr als den achtzehnten Theil deſſelben haben ver⸗ ſchaffen können. Da dies nun alles iſt, was wir während eines Jahres bisher zu importiren im Stan⸗ de geweſen ſind, und wir folglich den Reſt des conſu— mirten Korns aus unſerm eigenen Lande gezogen ha⸗ ben müſſen; ſo wäre es unbegreiflich, wie ein ſo ge⸗ ringer zufälliger Kornmangel die unmäßigen Preiſe veranlaſſen könne, wozu es in dergleichen Fällen ge⸗ wöhnlich verkauft wird, wenn Furcht, Aengſtlichkeit und Zweifel nicht Schuld daran wären, die bey dem geringſten Anſchein eines Mangels ohnfehlbar ein⸗ kreten. Dieſe Meinung über den Einfluß, welchen die Furchtſamkeit des Publikums auf den Preis der Le⸗ bensmittel hat, wird ſehr gut durch dasjenige erläu⸗ tert, was in Anſehung der Fleiſchpreiſe ſchon ſeit lan— ger Zeit im ganzen Königreiche Statt findet. Keine Art Fleiſch wird jemals bey uns importirt; denn das Vieh, welches wir aus Irrland erhalten, ſehe ich wie unſer eigenes an; und gleichwol, wenn man nur die hohen Peeiſe dafür bezahlt, welche die Eigen⸗ thümer gern darauf ſetzen möchten, ſo wird niemand Mangel daran haben; denn wenig Märkte in der — 336— Welt ſind mit gutem Fleiſche ſo wohl efLhen als die unſrigen. Es muß indeſſen mit den animaliſchen Nahrungs⸗ mitteln eben ſo gehen, wie es bisher mit dem Korne gegangen iſt und fernerhin gehen wird: ſo lange die Menge deſſelben in einem Lande nicht mehr beträgt, als eben zum Unterhalte für die Einwohner hinreicht, werden die Preiſe viel höher ſeyn, als ſie eigentlich ſeyn ſollten, und nicht wohlfeiler werden, ſo lange das der Fall iſt. Wenn wir daher wünſchen, das Korn beſtändig in einem mäßigen Preiſe zu erhalten, ſo müſſen wir alle Jahre nicht bloß produciren, was zu unſerer Conſumtion nothwendig zu ſeyn ſcheint, ſondern wir müſſen bey weitem mehr haben; ſonſt wird es im Ganzen allezeit theuer bleiben, obgleich ein ſehr ein⸗ trägliches Jahr bisweilen die Preiſe, ſogar mehr als dienlich wäre, vermindern kann, und bey jedem muth⸗ maßlichen Mangel wird es wieder ſteigen, wie es das auch bisher in einem ſolchen Grade gethan hat, daß nur die Reichen es ohne große Beſchwerde haben er⸗ tragen können. Dieſer Mangel an vorräthigem Korne hat in Britannien, ſeit dem von mir wiederholt angegebenen Zeitpunkte, allmählich zugenommen, nämlich ſeitdem wir von der Wuth ergriffen ſind, die Einwohner an⸗ derer Länder mit Manufacturwaaren verſehen zu wollen. Iſt nun nicht etwa die vorige Erndte au⸗ ßerordentlich ergiebig geweſen, ſo fehlt es ne 88 Ende knde de mn alten nur ſo Volk in wird; bey je lichtei halten ſo lan meſſen A durch In un man, nelles. ſehr won ſchädlic dls Ro bin ich nig zul Kranch ſen wird de, und mer, ſe di gegn ches ſie fe auſge ongebroc derſehen, als en Nohrungs⸗ nit dem Korne ſo lange die mehr beträgt, hner hinreicht, ſie eigentlich den, ſo lange dorn beſtändig ſo müſſen wir as zu unſerer , ſondern wir t wird es im ein ſehr ein⸗ gar mehr als y jedem muth⸗ en, wie es das han hat, daß erde haben er Korne hat in lt angegebenenn nämlich ſeitden Einwohner al n verſehen zu ge Erndte al⸗ g us am ſ Ende — 337— Ende der neuen Erndte meiſtentheils ſchon gar ſeht an altem Korne; daraus folgt, daß, weil wir immer nur ſo ſehr wenig Korn iim Vorrathe haben, das Volk in beſtändiger Unruhe und Beſorgniß erhalten wird; die Farmer und Kornhändler machen, wie es bey jedem andern Handel geſchieht, ſich dieſe Aengſt⸗ lichkeit zu Nutze, das Korn wird in hohem Preiſe er⸗ halten, und muß nothwendig immer theuer bleiben, ſo lange uns dieſes Bedürfniß nur ſo kärglich zuge⸗ meſſen wird. Aber dieſes iſt nicht der einzige Verluſt, den wir durch einen ſolchen Mangel an altem Korne leiden. In unſerm und jedem andern nördlichen Clima ſollte man, außer etwa in den allerſchlechteſten Jahren, kein neues Korn brauchen. Die Pferdeknechte wiſſen es ſehr wohl, daß dieſes Futter den Pferden meiſtentheils ſchädlich iſt, und da ich auf die Wirkung deſſelben als Nahrungsmittel ſehr aufmerkſam geweſen bin, ſo bin ich überzeugt, daß es den Menſchen eben ſo we⸗ nig zuträglich iſt, und faſt allezeit ſehr hartnäckige Krankheiten hervorbringt, wenn es zu reichlich genoſ⸗ ſen wird, wie das bey den Tagelöhnern auf dem Lan⸗ de, und noch mehr bey den Familien der kleinen Far⸗ mer, ſehr allgemein der Fall iſt. Dieſes iſt alſo auch noch ein wichtiger Einwurf gegen ſolche kleine Farms. Das wenige Korn, wel⸗ ches ſie produciren, iſt gewöhnlich ſchon vor der Ernd⸗ te aufgezehrt, und das neue Korn wird daher gleich angebrochen, ſobald es nur eben eingefahren iſt. 338 An verſchiedenen Stellen dieſes Buches habe ich mehrere Umſtände zum Beweiſe angegeben, daß die⸗ ſer Mangel an altem Korn, den wir ſchon ſeit lan⸗ wirklich exiſtire. Die wich⸗ tigſten hierunter ſind: daß, wie jedermann weiß, und ger Zeit erlitten haben — jeder darüber klagt, außer bey einigen wenigen reichen 1 Farmern, und bisweilen auch wol bey einzelnen Korn⸗ händlern, nach dem Monat Januarius kaum noch das mindeſte alte Korn zu haben iſt, und auch das nur zu ganz unerhörten Preiſen. Die vollſtändige Unterſuchung„welche unmittelbar vor der Erndte im Jahre 1800 im Oberhauſe angeſtellt worden, und auf welche ich mi ₰ einmal bezogen habe, hat ferner bewieſen, damals im ganzen König⸗ reiche vorräthige Korn auf nicht mehr als drey Wo⸗ aus wel lhem allem erhellet der Kornmangel wirklich können, meiner Meinun hierin der wahre Grun ches wir ſeit mehreren raume ſo oft ein⸗ die Quantität Korn ſeyn um dieſen Mangel zu Mittel ſeyn würden, Manche ſind der Meinung, daß wir nie weniger, als die Confur n Jahres, an Korn en zuhes habe ic geben, daß die⸗ ſchon ſit lam⸗ re. De wich rann weiß, und wenigen reichen einzelnen Korn⸗ ius kaum noch und auch das ie vollſtändige der Erndte im worden, und gen habe, hak ganzen König⸗ als drey Wo⸗ diſen Punkt in e geſagt habe; zr beunruhigen⸗ hat; und wir tt glauben, daß des liegt, wel⸗ in dieſem Jeit⸗ rlitten haben. den, wie groß e nöthig wät⸗, lces die beſtn vir nie wenlge, hres, an farn — 339— im Vorrathe haben ſollten; andere hingegen haben geſagt, daß die Conſumtion von acht Monaten hin⸗ reichte; aber noch hat Niemand geglaubt, daß eine geringere Quantität, als die Conſumtion von ſechs Monaten, hinlänglich ſey. Mir ſcheint das Mittel zwiſchen der größten und geringſten dieſer Angaben am vortheilhafteſten. Es würde, allem Anſchein nach, mehr als hinreichend ſeyn, um bey jeder Erndte den etwanigen Mangel zu dek⸗ ken, und daher mehr als genug, um die Wirkung je⸗ ner beunruhigenden Aengſtlichkeit unter dem Volke zu verhüten, die durch jeden Anſchein zu einer ſchlechten Erndte unfehlbar aufgeregt wird. So wie wir mehr als das nicht verlangen müſſen, ſo ſollten wir uns auch mit wenigerm nicht beruhigen; denn es iſt mir wahrſcheinlich, daß eine geringere als die eben ge⸗ nannte Quantität, nämlich der Vorrath an altem Korne für neun Monate, nicht hinreichen würde. Dieſes iſt abermals ein trauriger Blick auf die Lage, in welcher wir, in dieſem Betrachte, uns be⸗ finden. Ich habe bereits, unter ſehr guter Autorität, behauptet, daß wir zu Anfange der Erndte 1800 auf nicht mehr als drey Wochen Korn gehabt haben, und da man keinen Grund hat zu glauben, daß unſer Vorrath ſeitdem zugenommen habe, ſo beträgt das Korn, was uns wirklich fehlt, die ungeheure Quan⸗ tität von 33˙000000 Quarters. Auf den erſten Anblick mag dieſes vielleicht über⸗ trieben ſcheinen, und wer die wahre Beſchaffenheit J 2 — 340— der Sache nicht mit gehöriger Aufmerkſamkeit unter⸗ ſucht, wird vielleicht ſagen, daß, wenn wir jetzt nur die Hälfte, oder auch nur ein Drittel dieſer Quanti⸗ kät hätten, unſere Preiſe vermuthlich ſchon ſo wohl⸗ feil werden würden, wie ſie eigentlich ſeyn ſollten, und daß es daher überflüſſig, folglich auch undienlich für die Nation wäre, mehr als das zurück zu be⸗ halten. Wenn man aber auch gleich zugeben kann, daß ſogar noch weniger als ein Drittel dieſer Quantität die Kornpreiſe ſchon hinlänglich herabſetzen werde, ſo bin ich doch nicht der Meinung, daß wir dadurch den bleibenden Vortheil erhalten würden, deſſen wir ei⸗ gentlich bedürfen, um zu verhüten, daß die Korn⸗ preiſe, bey dem erſten Gerüchte von einer ſchlechten Erndte, nicht gleich wieder ſo übermäßig ſteigen. Dieſes Drittel würde nichts weiter bewirken, als was durch dieſe ganze Menge Korn ausgerichtet worden iſt, die wir ſeit mehreren Jahren importirt haben; die gegenwärtige Roth würde zwar dadurch gehoben werden; da es aber das Uebel nicht bey der Wurzel angreift, ſo würde die Urſache bleiben, und folglich die Wirkung eben ſo häufig wieder kommen, als ſie es bisher gethan hat. Dieſes kann, meiner Meinung nach, durch nichts anders verhütet werden, als dadurch, daß man das Volk überzeugt, es ſey gar kein wirklicher Grund zur Beſorgniß vorhanden, und dieſe Ueberzeugung wird es auf keine andere Weiſe erhalten, als wenn es ſäht, de ſuſe beſ des Kör D bar w halten dieſe⸗ Otani halten Pr einer! werde jeden gar u würde wol ſel don m. ds ſſt Mang ander wird. : allzei die O korn daß e zum! Artikel feſtiel ſamkeit unter⸗ nir jeßt nur dieſer duanti⸗ ſchon o wohl⸗ h ſeyn ſollen, auch undienlih zurück zu bes en kann, daß iſer Auantität zen werde, ſo vir dadurch den deſſen wir ei⸗ daß die Korn⸗ einer ſchlechlen näßig ſteigen. rken, als was richtet worden portirt haben; durch gehoben eey der Purzel , und folglich mmen, als ſie c, durch nichts daß man das cher Grund jl erzeugung vid als wann es — 341— ſieht, daß wir die Waare, deren es bedarf, im lleber⸗ fluſſe beſitzen, und daß man ſie ſich in jeder Gegend des Königreichs leicht und gewiß verſchaffen kann. Drey und dreyßig Millionen Quarter ſind offen⸗ bar weit mehr, als wir zum Brodtkorn zurück zu be⸗ halten nöthig haben; wenn man aber erwägt, wozu dieſe Quantität beſtimmt iſt, ſo wird Niemand, der im Stande iſt, die Sache zu beurtheilen, ſie für größer halten, als ſie in der That nothwendig ſeyn muß. Wir müſſen uns erinnern, daß damit ja nicht bloß einer oder zwey einzelne Diſtrikte mit Korn verſorgt werden ſollen, ſondern daß dieſe Quantität in einer jeden Grafſchaft, jeder Gemeine, jedem Dorfe, ja ſo⸗ gar unter einer jeden Familie im ganzen Königreiche würde vertheilt werden müſſen; und dann werden wol ſehr wenige noch fernerhin behaupten, daß die von mir angegebene Quantität zu groß ſey; denn es iſt nicht das Brodtkorn allein, an welchem wir Mangel leiden, ſondern es fehlt uns auch zu allen andern Zwecken und Abſichten, wozu Korn gebraucht wird. Bey Unterſuchung dieſer Frage iſt das Publikum allezeit hintergangen worden, weil man immer nur die Quantität in Anſchlag brachte, die wir als Brodt⸗ korn brauchen; man hätte ihm aber ſagen müſſen, daß es uns eben ſo ſehr an Korn für unſere Pferde, zum Bierbrauen, zur Stärke und zu allen andern Artikeln fehle; und wenn man dieſen Geſichtspunkt feſthielte, ſo würde man vermuthlich leicht glauben, — 342— daß die Quantität Korn, welche wir, meiner Behaup⸗ tung zufolge, allezeit vorräthig haben ſollten, nicht größer iſt, als ſie billig ſeyn muß. Nimmt man die Richtigkeit dieſer Beſtimmung und dieſes Raiſonnements an, ſo müſſen wir zunächſt unterſuchen, durch was für Mittel wir dieſe große Quantität Korn erhalten können. Da dieſer Korn⸗ mangel von einem ſolchen ungeheuren Belange iſt, daß wir, wie das gegenwärtig zum Unglücke der Fall iſt, während eines Jahres mit der äußerſten An— ſtrengung und einem Aufwande von 15/000000 Pf. Sterl. nicht mehr als den zwölften Theil deſſelben ha⸗ ben herbeyſchaffen können, ſo wäre es offenbar ver⸗ gebens, ſich auf dieſes Hülfsmittel zu verlaſſen, um die Urſache unſers Elends zu heben. Es wird zwar wol einigermaßen der gegenwärtigen Noth abhelfen, aber die Rückkehr dieſes Mangels kann dadurch nicht verhütet werden, der, wie man mit Recht befürchten muß, mit erhöheter Strenge wiederkehren wird, wenn man nicht ſchnell andere Mittel ergreift, dieſes zu verhüten. Dieſes iſt, wie ich ſchon bemerkt habe, der ge⸗ wöhnlichen Meinung in Britannien geradezu entge⸗ gen. Man hat bisher geglaubt, daß ein jedes Land eine jede beliebige Quantität Korn, deren es bedarf, erhalten könne, wenn es nur Geld genug hat. Ich habe an verſchiedenen Stellen dieſes Buches gezeigt, daß dieſe Meinung durchaus ungegründet iſt; wenn man aber folgende Berechnung über die Quantität ſützte ertegen ſan iſt mongel der N dern a nit ein Giellien alln T des Mi portiren ungefäh Die gan america Jahre e Gerſte u miiner Bejaup⸗ K ſellen, nicht er Beſümmung en wir zunächſt vir dieſe große da dieſer Korn⸗ u Belange iſt, Unglücke der äußerſten An⸗ 15000000 Pf. eil deſſelben ha⸗ s offenbar ver⸗ verlaſſen, um Es wird zwar Noth abhelfen, dadurch nicht echt befürchten ren wird, wenn eift, dieſes zu habe, der ges eradezu entges ein jedes Land eren es bedalf nug hat. Ih Buches gezeigt ndet iſt; wemn die Quantlit — 343— Korn, welche bisher von allen Kornländern in Eu⸗ ropa, Africa und America nach andern Ländern hin ausgeführt worden, und die ich für ziemlich genau halte, mit der geringen Menge vergleicht, die wir, ſelbſt mit einem ganz ungeheuren Aufwande, aus ih⸗ nen allen heraus zu ziehen im Stande geweſen ſind, ſo muß die Thorheit, welche das Brittiſche Volk da⸗ durch beging, daß ſie eine ſolche Meinung unter⸗ ſtützte und für wahr hielt, bey Jedermann Erſtannen erregen;— eine Meinung, die die Quelle alles deſ⸗ ſen iſt, was wir ſeit mehreren Jahren durch den Korn⸗ mangel erlitten haben, weil ſie uns, in Anſehung der Nothwendigkeiten des Lebens, von andern Län⸗ dern abhängig gemacht hat, anſtatt daß wir unſere eigenen Ländereyen hätten verbeſſern ſollen. Im Durchſchnitt beträgt die ganze Quantität Korn, welche das nördliche Europa jemals im Stan⸗ de geweſen iſt zu exportiren, Hamburg, Bremen, Danzig, Pohlen und alle Kornländer Deutſchlands mit einbegriffen,... 4 700000 Quarters. Sicilien und die Barbarey, nebſt allen Diſtrikten auf den Küſten des Mittelländiſchen Meeres, ex⸗ portiren im Durchſchnitte jährlich ungefähr.. 1.,2000600— Die ganze Quantität, welche Nord⸗ america gewöhnlich binnen einem Jahre exportirt, Mehl, Waizen, Gerſte und alle Art Korn zuſam⸗ — 344— Transport 5,900000 Quarter. men genommen, beträgt nicht über 1,000000 Quarter. Da ſie ſich aber in einem oder ein paar Jah⸗ ren auf beynahe 1˙600000 Quar⸗ ter belaufen zu haben ſcheint, ſo will ich das Mittel zwiſchen die— ſen beyden Quantitäten für dieje⸗ nige annehmen, welche im Durch⸗ ſchnitte daraus exportirt wird, folglich„.. 1,300000— Summa 7,200000 Quarter. In einigen Jahren hat die aus dem nördlichen Europa, Sicilien, der Barbarey und andern Län⸗ dern am Mittelländiſchen Meere exportirte Quantität Korn gegen die Hälfte mehr betragen, als ich hier angegeben habe; aber die obige Berechnung iſt ein ſehr reichlich angenommener Durchſchnitt von dem, was ſie wirklich exportiren. Erwägen wir nun, daß die ganze Quantität Korn, welches alle für uns zugängliche Kornländer ausführen, noch weniger als ein Sechstel unſerer Kon⸗ ſumtion beträgt, und daß ein großer Theil dieſer Quantität nothwendig nach Spanien, Portugall, Hol⸗ land und andern Ländern gehen muß, ſo dürfen wir uns weder über die geringe Menge Korn, die wir haben einführen können, noch über die hohen Preiſe, die wir dafür bezahlt haben, wundern. Es iſt be⸗ unat,d end tind Mällon licht ĩ Ameri (Na guxc wie! übe, liſſce zo der Tunde male ſchti deren! ſcheinl Jan drüc ausg Gener Lande dieſem Punk den cdoo Quarter. 6000— ——;—ᷣ—y 6000 Quarter. dem nördlichen andern Län⸗ rte Quantität als ich hier hnung iſt ein nitt von dem, nze Quantitaͤt he Kornländer lunſerer Kon⸗ ae Theil dieſer Portugall dol⸗ ſo dürfen wir Korg, die wi e hohen preiß⸗ n. Es iſt les — 345— kannt, daß die ganze Quantität, die wir jemals wäh⸗ rend eines Jahres mit einem Aufwande von funfzehn Millionen Pfund Sterling bei uns eingeführt haben, nicht über 2700000 Quarter betragen habe, das Amerikaniſche Mehl und ſogar Türkiſchen Waizen (Mays) und das daraus bereitete Mehl mit dazu gerechnet. Aus dieſer ganzen Unterſuchung erhellet demnach, wie unvorſichtig und thöricht Britannien gehandelk habe, als es zuerſt anfing, den Ackerbau zu vernach⸗ läſſigen, um andere Länder mit Manufakturwaaren zu verſehen; und obgleich man bis jetzt unter uns die Tendenz dieſes unglücklichen Irrthums noch nicht ein⸗ mal einſieht, ſo iſt ſie doch der Aufmerkſamkeit ſcharf⸗ ſichtiger Köpfe in andern Ländern nicht entgangen, deren mehrere es vorher geſagt haben, daß wir wahr⸗ ſcheinlich die Folgen davon ſehr hart fühlen würden. Zum Beweiſe hievon will ich hier erzählen, wie nach⸗ drücklich ein ſehr reſpektabler Fremder ſich hierüber ausgedrückt hat, der, da ſeine Familie ſeit mehreren Generationen ſehr tief in dem Kornhandel des feſten Landes verwickelt geweſen iſt, die beſte Kenntniß von dieſem Handel beſaß, und deſſen Meinung über dieſen Punkt beſondere Aufmerkſamkeit verdient: ich meine den Herrn Voght aus Hamburg. Während ſeines hieſigen Aufenthalts vor etwa ſieben Jahren, als die Kornpreiſe ſehr hoch ſtanden, wurde einſtmals bemerkt, daß jeder mögliche Korn⸗ mangel, der ſich in Britannien ereignen dürfte, uns niemals beſonders drücken würde, da wir jederzeit aus andern Ländern für einen ſehr kleinen Theil des Geldes, welches wir von ihnen für unſere Fabrikwaa⸗ ren erhalten, die ſtärkſten Quantitäten bekommen könn⸗ ten, deren wir bedürfen. Zu meinem großen Erſtau⸗ nen ſtimmte faſt die ganze große Geſellſchaft, worun⸗ ker ſich mehrere fähige und kenntnißreiche Männer be⸗ fanden, dieſer Meinung bei, bis Herr Voght es ih⸗ nen deutlich bewies, daß ſie ſich irrten. Er war der Meinung, daß durchaus kein Land aus andern Län⸗ dern eine ſolche Menge Korn zu erhalten im Stande ſey, daß das Verfahren des Brittiſchen Volks da⸗ durch gerechtfertigt würde, wenn es ſich auf dieſes Hülfsmittel verläßt, um ſich einen nur irgend beträcht⸗ lichen Theil ſeiner gewöhnlichen Conſumtion zu ver⸗ ſchaffen, und er ſchloß mit folgender Behauptung, die anfänglich mehreren in der Geſellſchaft paradox vorkam, die aber andere für ſehr richtig erkannten. Seine Behauptung war folgende: Angenommen daß die Bevölkerung von Frankreich, worüber ſich die Geſellſchaft eben unterhalten hatte, 24'000000 Menſchen betrage, und ein Kornmangel entſtehe, zu deſſen Deckung ſo viel Korn herbeigeſchafft werden müßte, als auch nur für den achten Theil jener An⸗ zahl Menſchen erfoderlich iſt, ſo würde dennoch we⸗ der alles Korn, welches alle übrigen Kornländer in Europa und Afrika entbehren könnten, dazu hinreichen, noch würden alle Schiffe, die die Franzoſen wahr⸗ ſcheinlicher Weiſe dazu zuſammen zu bringen im Stan⸗ de wären, es nach Frankreich hin ſchaffen können. nicht dr! gehalt doch m ütät Terh tion beträ zlne Rens beina ſenJ 0 U deutlih müht z würklich nir jederzeit ten Theil des e Fabriwaa⸗ ommen könn⸗ oßen Erſtau⸗ daft, worun⸗ Männer be⸗ Joght es ih⸗ Er war der undern Län⸗ im Stande Volls da⸗ hauf dieſes end beträcht⸗ jon zu ver⸗ Zehauptung, ſt parador erkannten. Ungenommen worüber ſich 24000000 enſſtehe, zu afft werden il jener An⸗ dennoch we⸗ ornländer in 1 hinreichen, zoſen wahr⸗ gen im Skals können. — 342— Aus meinen vorhergehenden Angaben erhellet, daß dieſe Behauptung nicht übertrieben war; denn da die jährliche Conſumtion in Britannien 48/000000 Quarter beträgt, und die Bevölkerung von Frankreich doppelt ſo ſtark iſt; ſo folgt, daß, wenn die Conſum⸗ tion in letzterm der unſrigen gleich iſt, die Quantität Korn, welche in Frankreich jährlich conſumirt wird, 96/000000 Quarter betragen müſſe, und daß, wenn hieran der achte Theil oder 12/000000 Quarter fehlen, alle Kornländer in Europa, Afrika und Amerika zu⸗ ſammen genommen, eine ſolche Menge nicht würden liefern können. Ob man nun gleich in Frankreich den Pferden nicht ſo viel Korn giebt, wie in Britannien;— denn die Pferde werden dort weder in ſo großer Anzahl gehalten, noch ſo reichlich gefuttert; ſo kann man doch mit Recht annehmen, daß im Ganzen die Quan⸗ tität Korn, welche in Frankreich conſumirt wird, nach Verhältniß der dortigen Population, unſerer Conſum⸗ tion gleich ſey; denn in Anſehung des Waizens iſt ſie beträchtlich größer. Wenn in Britannien auf jede ein⸗ zelne Perſon im Durchſchnitte ein Quarter guten Wai⸗ zens gerechnet wird, ſo muß man dafür in Frankreich beinahe zwey unſerer Quarter rechnen, wegen der gro⸗ ßen Menge Brod, die die Franzoſen conſumiren. Ich habe mich ſolchergeſtalt durch einen möglichſt deutlichen Beweis, den iich für entſcheidend halte, be⸗ müht zu zeigen, daß in unſerm Lande ein Kornmangel wirklich Statt gefunden habe, der ſich auf 33/000000 — 348— Quartker beläuft; daß wir einer oftmaligen Wieder⸗ kehr der bisherigen Theurung immer unterworfen blei⸗ ben werden, bis dieſem Mangel abgeholfen wird, und daß wir mit allen unſern Reichthümern dennoch un⸗ möglich im Stande ſind, uns unſern Bedarf aus an⸗ dern] Ländern zu verſchaffen. Unter dieſen Umſtän⸗ den iſt nun die Frage: was müſſen wir thun, um die⸗ ſes Elend von uns zu entfernen? So groß dieſer Mangel auch ſeyn mag, ſo ha⸗ ben wir es dennoch, wie ich glaube, in unſerer Ge⸗ walt, ihn ſchon, binnen dem kurzen Zeitraume von einem oder zwey Jahren, beträchtlich zu vermindern, wenn nur die Witterung nicht gar zu ungünſtig iſt; und ihn in nicht gar langer Zeit gänzlich zu heben, wenn wir nur unſern eigenen Ackerbau gehörig auf⸗ muntern, ſo daß ein hinlänglicher Theil unſers Natio⸗ nal⸗Territoriums gehörig kultivirt und alle Jahre be⸗ ſtellt wird, welches bisher nicht geſchehen iſt. Man kann hierauf antworten, es müſſe erſt be⸗ wieſen werden, daß dieß wirklich der Fall ſey; denn, in Dingen von ſolcher Wichtigkeit könne man ſich auf bloße Behauptungen nicht verlaſſen, ſo wahrſchein⸗ lich ſie auch immer ſeyn mögen, vorzüglich aber, wenn ſie der Meinung eines großen Theils der bürgerlichen Geſellſchaft geradezu widerſprechen. Ob nun zwar gleich, ohne Zweifel, manche der Meinung ſind, daß alle unſere Ackerländereyen mei⸗ ſtentheils ſo gut als möglich eultivirt werden, und laſſen kriebe⸗ me e on Widder⸗ rwolfen blei⸗ en wid, und dennoch un⸗ darf aus ona ſen Umſtäne hun, um die⸗ nag, ſo has unſerer Ge⸗ traume von vermindern, ngünſtig iſt; ch zu heben, georig auf⸗ ſers Natio⸗ le Jahre be⸗ ſſt. müſſe erſt bes l ſey; denn, man ſich auf wohrſchen⸗ h ober, weng c bürgerlihen t, manche der ndereyen mer werden, 10 — 349— ſie daher nicht wohl beträchtlich verbeſſerk, oder zutei⸗ nem höhern Ertrage gebracht werden können, ſo iſt es doch ſo wenig der Fall, daß nur diejenigen eine ſolche Meinung hegen können, die nicht im Stande ſind, darüber zu urtheilen. Niemand kann die vortrefflichen Eigenſchaften mancher unſerer Farmer mehr anerkennen, als ich; allein, ob man gleich in verſchiedenen Dſſtrikten die klarſten Beiveiſe hiervon antrifft, vorzüglich da, wo die Farmer reich ſind und große Pachthöfe beſitzen, ſo iſt es doch eben ſo wahr, daß man über die Art und Weiſe, wie die übrigen Ländereyen im ganzen Königreiche behandelt werden, nicht zu geringſchätzig urtheilen kann, woran offenbar die Armuth ihrer Be⸗ ſitzer Schuld iſt. Nur ein ſehr kleiner Theil, nicht mehr als ein Neuntel oder ein Zehntel unſerer Acker⸗ ländereyen, wird nach irgend einem regelmäßigen oder verbeſſerten landwirthſchaftlichen Syſteme cultivirt, wogegen ein großer Theil der übrigen auf die ſchlech⸗ teſte Art, die ſich nur denken läßt, behandelt wird. Gewöhnlich wird es gepflügt, und mehrere Jahre hin⸗ ker einander mit Hafer und Gerſte, oder auch gele⸗ gentlich mit Erbſen beſtellet, und wenn der Boden dann auf ſolche Weiſe gänzlich ausgemergelt iſt, ſo wird er, ohne auch nur einmal irgend eine Grasart darauf auszuſtreuen, durchaus den Unkräutern über⸗ laſſen. Auf dieſen wird nun das Hofvieh zur Weide ge⸗ trieben, damit er dadurch wieder in den Stand kom⸗ me einige wenige elende Erndten fragen zu können, — 350— waͤhrend deſſen der Farmer ſeine übrigen Grundſtücke in eben denſelben erbärmlichen Zuſtand verſetzt. Daß dieſe Darſtellung unſers Ackerbaues unter armen Farmern nicht übertrieben iſt, wird Jedermann zugeben, der den Zuſtand deſſelben genau kennt; und eben ſo bekannt iſt es, wie auch die Farmer ſelbſt ge⸗ ſtehen werden, daß ſogar Ländereyen, die am beſten unter allen im ganzen Königreiche cultivirt ſind, doch noch zu einem weit höheren Ertrage, ſogar auf das Doppelte deſſen, was ſie jetzt einbringen, gebracht werden könnten, wenn mehr Geld darauf verwandt würde. Jedermann, der von dieſem Gegenſtande hinlängliche Kenntniß hat, wird zugeben, daß, wenn ein zureichen der Theil des Nationalreichthums auf den Ackerbau verwandt, und die Farmers, vornämlich da⸗ durch, daß man ihnen eine lange Pachtzeit bewilligte, gehörig aufgemuntert würden, unſere Nationalpro⸗ dukte, ſowohl an Korn als an Vieh, auf weit mehr als das Doppelte ihres jetzigen Betrages gebracht werden könnten. Von der Größe Britanniens, oder der Vermeſ⸗ ſung ſeiner Oberfläche, hat man niemals eine genaue Kenntniß erhalten, ſo daß auch nicht zwey Schriftſtel⸗ ler darin mit einander übereinſtimmen. Einige haben behauptet, daß ſie beynahe 70000000 Morgen(acres) betrage, wobey für England und Wallis mehr als 50/000000, und für Schottland gegen 20/000000 ge⸗ rechnet werden; andere haben angenommen, daß die ganze Oberfläche von England und Wallis nicht über Grundſücke verſezt. erbaues unter d Jederman u kennt; und mer ſlbſt ge⸗ die am beſten irt ſind, doch ogar auf das en, gebracht auf verwandk Gegenſtande , daß, wenn hums auf den ornämlich da⸗ it bewilligte, Nationalpro⸗ uf weit mehr ges gebracht der Vermeſ⸗ eine genaue ey Schriftſtel Einige haben porgen(acres) lliis mehr al⸗ 20 000000 ge amen, daß d llis nit iis — 351— 23˙000000 Morgen ausmache, welcher Meinung Sir William Petty geweſen zu ſeyn ſcheint; wohingegen Dr. Halley, ein gleichzeitiger Schriftſteller von gro⸗ ßem Rufe, ſie zu faſt 40/000000 Morgen annimmt. Dieſe ganze Verwirrung entſteht aus bloßem Mangel an einer genauen Vermeſſung, woran es noch immer faſt gänzlich fehlt. Nicht eine einzige unſerer Karten vom ganzen Königreiche und nur ei⸗ nige wenige Vermeſſungen einzelner Grafſchaften ſind zuverläſſig; auch hat man eben keinen Grund zu hof⸗ fen, daß dieſem Mangel ſo bald werde abgeholfen werden; denn obgleich einſt eine Vermeſſung des ganzen Königreichs angefangen worden, ſo wird die⸗ ſe vermuthlich entweder ganz ins Stocken gerathen, oder doch in langer Zeit noch nicht vollendet werden, da die Unkoſten ſehr beträchtlich ſeyn müſſen, und man keine große Summe dazu ausgeſetzt hat. Da eine genaue Kenntniß dieſes ſo weſentlichen Punkts nicht allein rühmlich für die Nation, ſondern auch in mehr als einem Betrachte von großem Nu⸗ tzen wäre, ſo ſollte man ſelbige zu erhalten ſuchen, wie groß auch immer die Koſten ſeyn möchten. Man ſollte dazu die beſten Landmeſſer anſtellen und ſie reichlich bezahlen, ſonſt wird die ganze Arbeit nicht gehörig ausgeführt werden, man wird ſich nicht dar⸗ auf verlaſſen können und ſo alle angewandte Koſten verliehren. Aus Mangel an zuverläſſigern Documenten, müſſen diejenigen, welche über Streitfragen dieſer — — 352— Art ſchreiben, das zum Grunde legen, was ſie für das Beſte halten, und dieſem Grundſatze zufolge will ich hier zu beſtimmen ſuchen, wie viel, meiner Mei⸗ nung nach, alle Ackerländereyen im ganzen König⸗ reiche ausmachen, und wie viel dieſe in allem produ⸗ ciren. Nach den genaueſten Nachrichten zu urtheilen, die ich mir über dieſen Punkt habe verſchaffen kön⸗ nen, beträgt, meiner Meinung nach, die ganze Ober⸗ fläche von Britannien nicht mehr als 62/000000 Mor⸗ gen(acres). Wahrſcheinlich wird ſichs aber zeigen, daß ſie zwiſchen 60 und 64 Millionen betragen; ich nehme hier demnach das Mittel zwiſchen beyden, welches folglich 62/000000 Morgen ausmacht. Hievon kann man 1˙000000 Morgen für die Wege und Heerſtraßen, die Flüſſe, und die Plätze für die Städte und Dörfer rechnen; 1/000000 für die Waͤlder, die Gebüſche und jungen Pflanzungen; und 3/000000 für die Felſen, die unzugänglichen Gebirge, und für die durchaus unbrauchbaren, unverbeſſerlichen Sümpfe und Moräſte. Ein anſehnlicher Theil unſers Landes, obgleich zu bergigt für den Ackerbau, iſt dennoch als Weide⸗ land großer Verbeſſerung fähig, wenn es eingehegt, theils abgewäſſert, theils mit Kalch gedüngt, theils Bewäſſerungswieſen(watering meadows) daraus ge⸗ macht oder ſonſt gehörig behandelt würde. Ich will dafür die ſehr beträchtliche Anzahl von 15/000000 Mor⸗ Morgen Gemtink R ſen h ungef aber die G üb, n nigrei Morc ungefä gen, di delaer 88 bleben den lar üüſiſche ſchäͤtz Jpung dern d ungefc Ackerli get zu bfeln, „ was ſi für de zufolge will , meiner Mei⸗ ganzen König⸗ allem produ⸗ zu urtheilen, erſchaffen kön⸗ ganze Ober⸗ 600000 Mor⸗ s aber geigen, betragen; ich iſchen beyden, usmacht. rgen für die die Pläte für 60000 für die nzungen; und lichen Gebirge, nverbeſſerlichen ndes, obgleich och als Weide⸗ n es eingehegt, gedüngt, hell wfs) daraus ge⸗ ürde. Ih vil on 150oollo Mor⸗ — 353— Morgen rechnen, und für unſere wüſten Plätze und Gemeinheiten 6/500000 Morgen. Nach dem letzten Berichte, den wir über die wü⸗ ſten Plätze und Gemeinheiten erhielten, ſchienen dieſe ungefähr 7˙800000 Morgen zu betragen. Da man aber dieſe Angabe für zu groß hielt, und mehrere Gemeinheiten in England vor kurzem getheilt worden ſind, ſo werden ſie vermuthlich nicht mehr als die von mir angegebene Anzahl Morgen ausmachen. Zieht man dies alles zuſammen genommen, oder die Summe von 26/500000 Morgen, von 62/000000 ab, wozu ich nämlich die Oberfläche des ganzen Kö⸗ nigreichs angenommen habe, ſo bleiben 35/500000 Morgen zu andern Beſtimmungen übrig. Hiervon ſcheinen, wie ich bereits angegeben habe, ungefähr 3˙500000 Morgen in altem Graſe zu lie⸗ gen, die Parks des hohen Adels und der reichen Par⸗ ticüliers im ganzen Königreiche mit eingeſchloſſen. Es bleiben daher noch 32˙/000000 Morgen zum Kornbau und zu andern Dingen übrig. Den beſten Nachrichten zuſolge, die ich mir aus den landwirthſchaftlichen Provinzial⸗Berichten, der ſta⸗ tiſtiſchen Berechnung von Schottland und den ſehr ſchätzbaren, in mehreren Schriften des Herrn Arthur Young enthaltenen, Nachrichten, ſo wie auch aus an⸗ dern Quellen habe verſchaffen können, ſcheinen jährlich ungefähr 1/000000 Morgen von dieſer großen Anzahl Ackerländereyen Brache zu ſeyn, oder geſommerpflü⸗ get zu werden; 1/400000 Morgen werden mit Kar⸗ toffeln, Turnips, Kohl, Möhren und Flachs beſtellt; —₰ — 334— etwa 2/600000 mit Klee und andern Grasarken, hauptſächlich zum Heumachen, und ungefähr 14/000000 Morgen mit Korn. Hierunter verſtehe ich, in der weitern Bedeutung des Worts, jede Kornart, die wir zum Gebrauche für Menſchen oder Vieh bauen, mit⸗ hin Waizen, Gerſte, Haſer, Bohnen, Erbſen und Buchwaizen. Es bleiben demnach nicht weniger als 13˙000000 Morgen übrig, die auf die ſchon beſchrie⸗ bene erbärmliche Weiſe cultivirt werden. Sind dieſe ſo lange ausgeſogen, bis ſie gar nichts mehr tragen können, ſo läßt man ſie einige Jahre ruhen, und fängt dann dieſelbe unvortheilhafte Behandlung wie⸗ der von vorn an. Von allen dieſen Ländereyen, die jährlich mit Korn beſtellt werden, nämlich von 14/000000 Mor⸗ gen, ſcheint nicht mehr als der vierte Theil nach ir⸗ gend einem der beſſern Ackerſyſteme cultivirt zu wer⸗ den; und nichts beweiſet es deutlicher, was eine gute Behandlung bewirken könne, als der Unterſchied zwi⸗ ſchen der Erndte auf einem gut cultivirten Boden, und derjenigen, die ein ſchlecht behandelter Boden trägt. Wenn man im Durchſchnitte die Erndte von letzterm zu nicht mehr als ſiebenzehn Buſhel auf den Morgen (acre) rechnen kann, ſo erhält man von erſterm reich⸗ lich ſieben und einen halben Quarter oder ſechszig Buſhel. Hieraus erhellet, daß wir einen großen Theil un⸗ ſers Korns von einer nur ſehr kleinen Portion Landes erhalten, oder daß nicht weniger als 22/500000 Quar⸗ gemein lnder Dathlt arm könne 1100, ih ihr Quart herer überha vir pro Daarter dem Grazarten, efähr 1000000 lehe ih, in der Cornart, de wir dieh bauen, nit⸗ en, Erbſen und icht weniger als ie ſchon beſchie⸗ den. Eind dieſe hts mehr trogen hre ruhen, und dlnj jes Zehandlung wie die jährlich mit 000000 Mor⸗ Jheil nach ir⸗ ultivirt zu wer⸗ „was eine gule Unterſchied zwi⸗ rten Boden, und er Boden trägt. dte von lezterm auf den Morgel von erſtetm reih⸗ ter oder ſechtzi großen Theil im Portion Qands 273000000l) — 355— ter, das iſt: beynahe die Hälfte unſerer Conſumtion, von 3˙000000 Morgen, oder dem neunten Theile unſerer bisherigen Ackerländereyen producirt werden. Würden daher noch 4'000000 Morgen eben ſo gut kultivirt, ſo könnten wir von 7000000 Morgen ſo⸗ gar ſchon mehr Korn erhalten, als wir conſumiren. Es blieben demnach nicht weniger als 19˙000000 Morgen übrig, welche demnächſt ebenfalls verbeſſert werden könnten, ſowohl um Korn nach andern Län⸗ dern zu exportiren, als auch zum Unterhalte für ei⸗ nen künftigen Zuwachs unſerer Bevölkerung, der bey einem ſolchen lUleberfluſſe an Lebensmitteln zuverläſſig nicht ausbleiben würde. Aber ſtatt deſſen kann man, bey der ſehr all⸗ gemeinen ſchlechten Behandlung unſerer übrigen Acker⸗ ländereyen, die hauptſächlich daher rührt, daß die Pachthöfe zu klein und die Farmer meiſtentheils ſo arm ſind, daß ſie nichts auf ihre Verbeſſerung wenden können, im Durchſchnitte den Kornertrag von dieſen 11000000 Morgen nicht wohl höher rechnen, als wie . ich ihn vorhin angegeben habe. Demnach liefert dieſe ganze Quantität Landes nur 23˙300000 Quarter, und dieſe nebſt den 22/500000 Quarter, die wir von den vorhin erwähnten in hö⸗ herer Cultur ſtehenden Grundſtücken erhalten, oder überhaupt etwa 46/000000 Quarter ſind alles, was wir produciren. Da nun unſere Conſumtion 48/000000 Quarter beträgt, ſo iſt der Unterſchied zwiſchen bey⸗ ₰— — 356— den, oder 2˙000000 Quarter, diejenige Quantität, die wir bey einem mittlern Ertrage unſerer Erndten nothwendig importiren müſſen. In ſchlechten Jah⸗ ren hingegen kann dieſe Quantität ſo groß werden, daß es uns unmöglich wird, ſie ſelbſt mit Anwen⸗ dung aller unſerer Reichthümer herbey zu ſchaffen, wie das unglücklicher Weiſe gegenwärtig der Fall iſt. Alles, was wir unter ſolchen Umſtänden thun können, beſteht darin, unſere Kornronſumtion zu vermindern, und uns einer Calamität zu unterwerfen, die wir nicht zu heben im Stande ſind. Bis vor kurzem belief ſich die Quantität Korn, welche wir jährlich bey uns einführten, auf eine hal⸗ be Million bis 700000 Quarter; rechnet man aber nach dem, was in dem gegenwärtigen und den vier vorhergehenden Jahren importirt worden iſt, ſo be⸗ läuft ſich in dieſem Zeitraume, meiner Meinung nach, die ganze Quantität im Durchſchnitte jährlich auf 1500000 bis 2/000000 Quarter. Auch dürfen wir, bey dem gegenwärtigen Zu⸗ ſtande unſers Ackerbaues, wol durchaus nicht erwar⸗ ten, daß dieſer Mangel, der die einzige Urſache die⸗ ſer ſtarken Importation iſt, jemals abnehmen werde. Wird viel Korn geſäet, und iſt die Witterung gün⸗ ſtig, ſo wird natürlicher Weiſe die Erndte ſehr ergie⸗ big und ſogar noch weit einträglicher ſeyn, als ich vorhin im Durchſchnitte angenommen habe. Allein nach dem zu urtheilen, was ſich, der Regel nach, in dieſen letzten vierzig Jahren zugetragen hat, wird diſts i Koroma mer me fihr d Conſ vir 2 gen eit gut el noch ſo ſel gen n geben Duro Duar 200 Zeit! ke du würd bewil möglie Quantität, die nſerer Eendten ſchlehien Jah⸗ groß werden, ſt mit Anwen im ſczaſe ig der Fall iſt. nthun können, u vermindern, ffen, die wir Uantität Korn, „auf eine hal⸗ hnet man aber und den bier den iſt, ſo be⸗ ner Meinung ſchnitte jährlich enwärtigen Zu⸗ zus nicht erwar⸗ ig liuß ve bnehmen werde Bitterung gül⸗ dte ſehr ergi⸗ hel ſeyn, di ij 9 habe Alli” der Rege) ragen hol, 1 dieſes ein ſeltener Fall ſeyn, und im Ganzen unſer Kornmangel, anſtatt ſich zu vermindern, noch im⸗ mer mehr zunehmen, wie er es auch bisher auf eine ſehr beunruhigende Weiſe gethan hat. Was müſſen wir nun in einer ſolchen Lage thun? Die Antwort iſt nicht ſchwer zu finden, und das Mit⸗ tel leicht in unſerer Gewalt. Anſtatt, wie manche angerathen haben, unſere wüſten Plätze und Gemeinheiten zu verbeſſern und größere Strecken Landes wie bisher zu eultiviren, laſſet uns gerade das Gegentheil thun,-und die beſten Wirkungen werden daraus folgen. Wir haben geſehen, daß unſere jährliche Korn⸗ Conſumtion 48˙000000 Quarter beträgt, und daß wir 22,500000 von nicht mehr als 3˙000000 Mor⸗ gen einerndten, weil dieſe Grundſtücke ſchon lange gut cultivirt worden ſind. Wenn man numehro nur noch andere 4οooo0 Morgen ſolchen Landes eben ſo ſehr verbeſſerte, ſo würden dieſe 7000000 Mor⸗ gen noch weit mehr eintragen, als ich vorhin ange⸗ geben habe. Unſer Produkt an Korn würde im Durchſchnitte unſere jährliche Conſumtion um 4/000000 Quarter überſteigen, anſtatt daß ſelbiges jetzt um 2˙000000 weniger beträgt. Weil aber eine lange Zeit darüber verſtreichen könnte, ehe dieſe Grundſtük⸗ ke durch eine beſſere Cultur eben ſo ergiebig gemacht würden, ſo müßte man dazu eine anſehnliche Summe bewilligen. Ich würde daher rathen, ſo ſchnell als möglich alle unſere gut cultivirten Ländereyen bis — 359— auf 10/000000 Morgen zu vermehren und in gutem Ertrage zu erhalten; und wenn dieſes geſchähe und von Zeit zu Zeit noch mehrere Ländereyen urbar ge⸗ macht würden, je nachdem es eine vermehrte Bevöl⸗ kerung vielleicht erfoderte, ſo würden wir in Zu⸗ kunft nicht oft mit dieſem Unglücke heimgeſucht wer⸗ den. Es wird dienlich ſeyn, hier zu bemerken, daß eine gute Bewirthſchaftung nicht bloß dahin trach⸗ tet, bey günſtiger Witterung reichliche Erndten zu gewinnen, ſondern auch den Einfluß einer ſchlechten Witterung auf die Qualität und Quantität des Korns zu verhüten;— eine Thatſache, die beym Ackerbau von großer Wichtigkeit iſt. Die Wirkung hievon iſt in der That ſo groß, daß ſelbſt bey der ſchlech⸗ teſten Witterung diejenigen Ländereyen, welche voll⸗ kommen gut kultivirt werden, gewöhnlich reichliche Erndten guten Korns liefern; wohingegen ſchlecht kultivirtes Land, wenn der Boden übrigens auch von gleicher Güte, und in jeder andern Rückſicht völ⸗ lig eben ſo beſchaffen iſt, nicht nur ſchlechteres Korn, ſondern auch ſelten mehr als den dritten Theil des ſonſt gewöhnlichen Ertrages producirt. In Jahren allgemeinen Mangels werden daher diejenigen Far⸗ mer, deren Land in gutem Stande iſt, meiſtentheils reich, weil ſie große Quantitäten Korn zu hohen Preiſen verkaufen können, wohingegen andere aus den allerhöchſten Preiſen keinen Vortheil ziehen, weil ſie ihr Land nicht gehörig kultiviren, und wenig oder nichts auf den Markt bringen können. Diſſ nd ſchle Duntitä Glauben ſht daran daß me Al 7. des Jo Dinge und ma der und ſer Gri ſten Dp Die ſpringend len Zeit haben, Landes! von zwer werden. gemeiner lich: da lich wäͤne keyen pe dund mit d in gutem s Fiſchähe und reyen urbar ge⸗ rmehrte Zevöl⸗ en wir in Ju⸗ emgeſucht wer⸗ bemerken, daß dahin krach⸗ he Ernoͤten zu einer ſchlechten tität des Korns beym Ackerbau girkung hievon bey der ſchlech⸗ , welche voll⸗ nlich reichliche gegen ſchlecht übrigens auch Rückſicht völ⸗ hlechteres Korn, itten Theil des t. In Johren diejenigen Gar⸗ ſ, meiſtentheil Koru zu hohen gen andere als heil ziehen, pel und wenig olr — 359— Dieſe Angabe des Unterſchiedes zwiſchen guter und ſchlechter Cultur, in Anſehung der Qualität und Quantität des Korns, wird ſchwerlich bey denen Glauben finden, die die Sache nicht gehörig unter⸗ ſucht haben; aber kein Landwirth wird im mindeſten daran zweifeln, denn dieſe wiſſen es alle ſehr wohl, ₰ daß meine Angabe durchaus nicht übertrieben iſt. Allein der Effekt einer guten Bewirthſchaftung des Bodens iſt nicht bloß auf die vorhin erwähnten Dinge eingeſchränkt. Sie verbeſſert auch das Clima und macht es, vornämlich durch das Abwäſſern, mil⸗ der und geſunder, welches bey der Verbeſſerung naſ⸗ ſer Grundſtücke eine der vorzüglichſten und wichtig⸗ ſten Operationen iſt, Die aus einer guten Cultur des Bodens ent⸗ ſpringenden Vortheile ſind von der Art, daß zu al⸗ len Zeiten die Farmer den Grundſatz angenommen haben, daß man von einem Morgen gut kultivirten Landes einen größern Ertrag erwarten könne, als von zwey oder drey Morgen, die ſchlecht kultivirt werden. Ich habe bereits den Grund hievon ange⸗ führt und erwähne hier dieſes Umſtandes bloß, um eine Meinung noch mehr zu unterſtützen, der ich all⸗ gemeinen Eingang zu verſchaffen wünſche, die näm⸗ lich: daß es für das Beſte der Nation ſehr zuträg⸗ lich wäre, wenn wir die Anzahl unſerer Kornlände⸗ reyen verminderten und niemals zugäben, daß mehr Land mit Korn beſtellt würde, als wir mit den dazu — 360— beſtimmten Fonds in dem beſten produktiven Zuſtan⸗ de erhalten können. Es iſt daher klar, daß wir von dem Anbau un⸗ ſerer wüſten Plätze und Gemeinheiten keinen Nutzen erwarten können, ſondern daß dieſes vielmehr, bey der jetzigen Beſchaffenheit unſers Ackerbaues, ſehr ſchädlich wäre, weil unſere unter dem Pfluge gehalte⸗ nen Ländereyen dadurch gar ſehr würden vermehrt werden, deren wir ſchon beynahe dreymal mehr ha⸗ ben, als wir brauchen. Gleichwol tadle ich deshalb die Maaßregeln nicht, alle Gemeinheiten im Königreiche zu theilen; denn ehe dies nicht geſchehen iſt, kann man von ih⸗ nen durchaus gar keinen Nutzen erwarten; aber was ich unendlich bedaure, iſt: daß man uns von einer Maaßregel Ueberfluß will erwarten laſſen, bey wel⸗ cher er ohne Zweifel in ſo fern noch weniger Statt finden kann, als durch ſie das Mißverhältniß zwi— ſchen der Quantität Landes, die wir kultiviren, und den Fonds, die wir auf ihre Verbeſſerung wenden, noch mehr vergrößert werden wird. Wenn wir bereits 27000000 Morgen Ackerland beſitzen, und wenn 10/000000 Morgen bey einer pollkommenen Cultur nicht allein für unſere Conſum⸗ tion hinreichend wären, ſondern uns auch in den Stand ſetzen würden, die Länder Europens mit einem großen Theile ihres Kornbedarfs zu verſehen; wenn wir bisher nie im Stande waren, mehr als 3/000000 Morgen gehörig zu eultiviren, welches ich für völlig ausgema Logt, d landes, wollen mand wogen voch! bau! de, d vol wit m ſümm retl die I Lände mehter ter ſür derten ihren ten kö 0 les die vorrä ſelben gut e iſt hie vorth Farm würde. ſtüden Juſtan⸗ dem Anbau un⸗ keinen Rußen dielmehr, dey kerbaues, ſehr Pfluge gehalte⸗ rden vermehrt mal mehr ha⸗ Maaßregeln he zu theilen; man von ih⸗ ten; aber was uns von einer ſen, bey wel⸗ veniger Statt erhältniß zwir kultiviren, und 3 ſerung wenden, orgen Ackerland rgen bey einer unſere Conſum⸗ ns auch in den opens mit einem verſehen; wem r als J000000 es ich fir rilig — 361— ausgemacht halte, und wir dann nnn, in einer ſolchen Lage, durch noch größere Vermehrung unſers Acker⸗ landes, uns eine größere Quantität Korn verſchaffen wollen, ſo iſt dieſes eine Maaßregel, die gewiß Nie⸗ mand anrathen wird, der ihre Wirkung reiflich er⸗ wogen hat. Sie würde unſern Kornmangel ſogar noch vergrößern, weil ſie wirklich die auf den Acker⸗ bau verwandten Fonds noch mehr vermindern wür⸗ de, die jetzt ſchon bey weitem zu klein ſind. Gleich⸗ wol müßte das doch zuverläſſig daraus folgen, wenn wir mehr Land cultiviren wollen, ohne das dazu be⸗ ſtimmte Capital zu vergrößern. Eine ſolche Maaß⸗ regel wäre dem Benehmen derjenigen Farmer ähnlich, die nicht einmal im Stande ſind, die Hälfte ihrer Ländereyen zu cultiviren, und gleichwol immer noch mehrere verlangen, da es doch offenbar vortheilhaf⸗ ter für ſie wäre, wenn ſie die Zahl derſelben vermin⸗ derten, und nur ſo viel davon behielten, als ſie mit ihren Fonds verbeſſern und in gutem Stande erhal⸗ ten könnten. Dies leitet mich abermals darauf, wie ſehr vie⸗ les die kleinen Farms dazu beytragen, unſere Korn⸗ vorräthe zu vermindern, eben weil die Beſitzer der⸗ ſelben ſo arm ſind, daß ſie ſolche ſehr ſelten weder gut cultiviren noch hinlänglich düngen können. Es iſt hieraus klar, daß es für die ganze Nation ſehr vortheilhaft wäre, wenn alle dieſe Ländereyen in große Farms abgetheilt, und ſolchen Männern überkragen würden, die Fonds genug beſäßen, um ſie zu verbeſ⸗ — 362— ſern. Da dies aber nur ſehr allmählig geſchehen dürfte, weil es ſowohl ungerecht als auch grauſam wäre, wenn man die Menſchen zwingen wollte, auf einmal eine Lebensart zu verlaſſen, zu welcher ſie er⸗ zogen worden, ſo müßte, wenn wir anders wünſchen, ihre Ländereyen zu gleicher Zeit in einen beſſern Zu⸗ ſtand zu verſetzen, dieſes dadurch geſchehen, daß die Nation eine Summe Geldes zu dieſem Endzwecke be⸗ ſtimmte; und man wird dieſes um ſo mehr für noth⸗ wendig halten müſſen, da ein ſehr großer Theil un⸗ ſerer Ackerländereyen in kleine Farms getheilt iſt, und ihre Beſitzer, wie ich ſchon geſagt habe, ſo arm ſind, daß ſie durchaus nichts auf ihre Verbeſſerung wen⸗ den können. Wie man nun am zweckmäßigſten denjenigen un⸗ ter die Arme greifen könne, die ſich in dieſer Lage befinden, würde ſchwer zu beſtimmen ſeyn. In der dritten Abhandlung habe ich die Skizze eines Plans angegeben, der, meiner Meinung nach, wohl nicht leicht fehlſchlagen würde, weil nach ihm nicht nur Jedermann, der gegründete Anſprüche daran machen könnte, den ihm nöthigen Fond erhielte, ſondern weil dieſes zugleich auch auf eine Art geſchähe, die am allerwahrſcheinlichſten den Geiſt der Nach⸗ eiferung unter den Farmern im ganzen Königreiche wecken würde. Der von mir vorgeſchlagene Plan hätte den ſehr wichtigen Vorzug, daß ſeine Ausführung unmittel⸗ bar ſolchen Männern übertragen wäre, die vollkom⸗ eintrete rück zu ſie einie Oder Un feſtgee dlig geſchehen auch grauſam en wolle, auf welcher ſe er⸗ ders wünſchen, en beſſern Ju⸗ ehen, daß die Endzwecke be⸗ ehr für noth: er Theil un⸗ cheilt iſt, und ſo arm ſind, ſſerung wen⸗ enjenigen un⸗ dieſer Lage n. In der eines Plans wohl nicht zm nicht nur aran machen ete, ſondern lrt geſchäh, t der Nahh⸗ Körigreiche A, ätte den ſehr ung unwitkels die vollkom⸗ - 363— men im Stande ſind, ihn in allen Punkten zu beur⸗ theilen, die in jedem Diſtrikte dafür Sorge trügen, daß ſowohl für die Einwohner ſelbſt, als auch zur etwanigen möglichen Exportation eine hinlängliche Menge Korn producirt würde, wobey ſie zugleich dahin ſähen, daß das Land nicht in ſolchem Ueber⸗ maaße mit Korn beſtellt würde, daß die Kornpreiſe dadurch zu ſehr fielen. Außer dem, was ich bereits über dieſen Plan geſagt habe, muß ich hier noch bemerken, daß jedes Jahr, ja, jeder Tag, den wir verſtreichen laſſen, ohne wirkſame Mittel anzuwenden, um uns von unſern eigenen Ländereyen eine hinlängliche Menge Korn zu verſchaffen, unſere Noth beträchtlich vergrößert, und wenn ja noch einſt wieder ein Jahr des Mangels eintreten ſollte, ohne daß wir einen ſolchen wirkſa⸗ men Plan angenommen hätten, ſo muß Jedermann, der den elenden Zuſtand unſerer Kornmagazine be⸗ trachtet, wegen der Folgen in ängſtlicher Beſorg⸗ niß ſeyn. Wenn, bey unſerm ſehr geringen Kornvorrathe, die Preiſe der jetzigen reichlichen Erndte mäßig ſeyn ſollen, ſo würde es von großem Nutzen ſeyn, wenn man, anſtatt die Farmer in Verſuchung zu ſetzen, ihr Korn zu exportiren, ſie vielmehr inſtruirte, es zu⸗ rück zu behalten, und ihnen für alles Korn, welches ſie einige Zeit nach der Erndte 1802 im Lande ſelbſt zu oder unter einem, vorläufig durch eine Parlementsakte feſtgeſetzten, Preis verkauften, etwas Gewiſſes bewilligte. Prämien, die man dafür bezahlt, gewiſſe Artikel aus dem Lande hinaus zu ſchicken, oder ſie herein zu bringen, ſind meiſtentheils ſchädlich; das könnte aber der Fall nicht ſeyn, wenn ſie dafür bezahlt wer⸗ den, um das Korn im Lande zu behalten, weil ſie vornämlich als Prämien dienen würden, in jedem folgenden Jahre ſtärkere Quantitäten davon zu pro⸗ duciren. So lange wir daher nur wenig Korn vor⸗ räthig haben, würde ich vorſchlagen, in jedem vor⸗ züglich guten Jahre unſere Farmer auf dieſe Art zu bewegen, daß ſie von aller Art Korn die vom Par⸗ lemente für erfoderlich gehaltenen Quantitäten zurück behielten. Dadurch würde man bey weitem mehr errei⸗ chen, als durch alle noch ſo große Importation jemals bewirkt werden kann. Die übermäßigen Preiſe des importirten Korns ſind bekannt: nimmt man alle Ar⸗ ten Korn: Waizen, Gerſte, Hafer, Erbſen und Boh⸗ nen zuſammen, ſo kommen uns 27700000 Quarter auf beynahe 15/000000 Pfund Sterl. oder das Quar⸗ ter ungefähr auf 5 Pfund 11 Schillinge zu ſtehen. Nun iſt es mir wahrſcheinlich, daß, wenn wir eine Prämie von 1 Pf. 10 Schill. für das Quarter Wai⸗ zen, 1. Pf. für das Quarter Gerſte, Bohnen und Erbſen und 15 Schill. für den Hafer bezahlten, un⸗ ſere eigenen Farmer ſich für den dritten Theil der Summe, die wir für 27700000 Quarter an Auswärti⸗ ge geben müſſen, verbindlich machen würden, 5/000000 Quarter für uns zurück zu behalten. Auf dieſe Weiſe könnten wir bis dahin, daß wir eine wirkſamere Erleichterung erhielten, ſicher ihn, in ſohrich vllches men ca bern! ſen, 1 verwah oder ve nieman zwecken geviſe Arlikel oder ſie herein ö; das könnte ir bezahlt ver⸗ alten, wellſie den, in jedem davon zu pro⸗ nig Korn vor⸗ in jedem vor⸗ dieſe Art zu die vom Par⸗ ntitäten zurück tem mehr errei⸗ rtation jemals ſen Preiſe des man alle Ar⸗ en und Boh⸗ 5000 Quarter der das Quar⸗ age zu ſtehen. wenn wir eine Ouarter Bai⸗ Bohnen und bezahlten, un⸗ ütten Thei der ran Auswärts rden, 5/000000 jg dahin, 2 „ erhielten, ſier — 365— ſeyn, in einem jedem vorzüglich guten Jahre eine an⸗ ſehnliche Menge Korn im Königreiche zu behalten, welches dann in ſolchen Jahren verkauft werden wür⸗ de, da wir deſſen am meiſten bedüpfen, und wobey wir zugleich den wichtigen Vortheil hätten, kein Geld dafür außer Landes ſchicken zu müſſen. Man hat oft zur Aufbewahrung derjenigen Quantität Korn, welche eine Nation billig allezeit im Vorrathe haben ſollte, öffentliche Kornmagazine vor⸗ geſchlagen; aber, wenn die Regierung ſolche anſehn⸗ liche Quantität Korn wirklich ankauft, ſo würde da⸗ bey der Verluſt zu groß ſeyn, und außerdem kom⸗ men auch keine Kornmagazine in der Welt den Scho⸗ bern und Fiemen der Landwirthe gleich, weil in die⸗ ſen, wenn ſie nur gehörig angelegt und vor Regen verwahrt werden, das Korn ſelten dumpfig wird oder verdirbt; und bis dahin, daß wir durch den von mir angegebenen oder darch irgend einen an⸗ dern Plan größeren Überfluß erhalten, ſehe ich nicht ein, wie wir ihn uns auf einem andern Wege eben ſo gut und leicht verſchaffen könnten. Dieſen Plan habe ich in der dritten Abhandlung vollſtändig angegeben; aber das Parlement wird am beſten im Stande ſeyn, ihn in allen Stücken gehörig zu beurtheilen. Indeſſen ſind alle Volksklaſſen ſo ſehr dabey intereſſirt, daß dieſer oder ein anderer ähnlicher Plan wirklich ausgeführt werde, daß wol niemand gegen irgend einen vernünftigen, dahin ab⸗ zweckenden Vorſchlag das mindeſte einwenden wird. — 366— Aber vorzüglich würden die Fabrikanten dabey gewin⸗ nen, weil dadurch die Preiſe des Brodtes und Flei⸗ ſches ſehr bald würden vermindert werden, und ſie alſo bey weitem mehr erſparten, als ſie nach dieſem Plane bezahlen müßten, da ſie nun im Stande wä— ren, alle ihre Waaren auf einheimiſchen und fremden Märkten zu wohlfeilern Preiſen zu verkaufen, und alſo dabey nothwendig gewinnen müßten. In dieſem Betrachte erfodert es das Intereſſe der Fabrikanten ſowol als der Kaufleute, daß irgend ein ſolcher Plan angenommen werde; und da dieſe beyden Claſſen jetzt die reichſten im ganzen Königrei⸗ che ſind und meiſtentheils bey allem, was ſie unter⸗ nehmen, mit Energie handeln, ſo könnten wir uns darauf verlaſſen, daß, wenn ſie ihn auf eine ent⸗ ſcheidende Weiſe unterſtützen, er ſehr bald ausgeführt ſeyn werde; wohingegen man mit Recht befürchten muß, daß keine Maaßregel jemals wirkſam ſeyn wer⸗ de, wenn ſie die Wichtigkeit derſelben in Zweifel ziehen. Schwerlich aber wird wol irgend jemand daran zweifeln, daß, um unſern Kornvorrath zu vermeh⸗ ren, es rathſam ſey, die Deſtillation ſpirituöſer Ge⸗ tränke aus Korn, ſo wie auch die Bereitung der Stärke und des Haarpuders aus Waizen, gänzlich zu unterſagen: ſo lange nämlich, bis die Quantität Korn, die wir allezeit im Vorrathe haben ſollten, wirklich vorhanden iſt; hernachmals aber wäre es ohne Zweifel, zur Aufmunterung für den Ackerbau, gut un des zu men t loch Getr alle olle „tit. fen, Gebre velbi erlau Brau Wo g9 9 ſchoden ſtand: bei der im Gta hen nü beine 7 zurückh lch der aus ih werden mals d die der dir bei dobey gewin⸗ dtes und Fler erden, ind ſie ie nach diſem Stande wi⸗ nund fremden rkaufen, und 2ll. das Inkereſſe daß irgend und da dieſe zen Königrei⸗ as ſie unter⸗ iten wir uns ruf eine ent⸗ ausgeführt t befürchten am ſeyn wer⸗ n in Zweiſel femand daran h zu vermeh⸗ irituöſer Ges Bereitung der en, gänzlih zt de Quantität zaben ſollten, aber wäte es den Acerbu, — 367— guk und rathſam, den freyen Gebrauch des Gekrei⸗ des zu allen dieſen Dingen zu geſtatten, ausgenom⸗ men etwa in ſchlechten Jahren; wenn wir nämlich noch immer, wie bisher den freyen Genuß ſpirituöſer Getränke erlauben wollen. So lange dieſes der Fall iſt, müſſen wir ohne alle Frage die Deſtillation des Kornbrandtweins auf alle Weiſe zu befördern ſuchen, ſo bald die Quanti⸗ tät Korn, die wir billig allezeit vorräthig haben ſoll⸗ ten, geſammelt iſt. Um deswillen ſollte man den Gebrauch aller anderer Arten ſpirituöſer Getränke verbieten: ſelbſt Rum ſollte man nicht einführen, noch erlauben im Lande ſelbſt aus Zucker oder Melaſſe Brandtwein zu machen, außer in ſolchen Jahren, wo es uns an Korn fehlt. Dies, kann man ſagen, würde unſern Colonieen ſchaden; aber da es jetzt darauf ankömmt, den Zu⸗ ſtand des Mutterlandes zu verbeſſern, indem dieſes bei der jetzigen Beſchaffenheit ſeines Ackerbaues nicht im Stande iſt, ſeine Einwohner mit den gewöhnli⸗ chen nöthigen Lebensmitteln zu verſehen, ſo ſollte keine Betrachtung der Art uns von unſerer Pflicht zurückhalten. Jede billige Nachſicht muß man frei⸗ lich den Colonieen wiederfahren laſſen; da wir aber aus ihnen nichts als Artikel des Luxus ziehen, ſo werden es wenige wagen, zu behaupten, daß ſie je⸗ mals durch ſolche Mittel unterſtützt werden dürfen, die der Verbeſſerung unſers eigenen Bodens, deren wir bei der jetzigen Bevölkerung des Königreiches ſo ſehr bedürfen, auf irgend eine Weiſe im Wege ſte⸗ hen und ohne welche ſogar unſere Colonieen ſelbſt nicht unterſtützt und erhalten werden könnten. Es war eine höchſt weiſe Verfügung der alten franzöſi⸗ ſchen Regierung, und ſie wird auch noch jetzt ſtrenge beobachtet, daß ſie die Einſuhr des Rums in Frank⸗ reich ſelbſt in den kleinſten Quantitäten nicht erlaubte. Daher wurden nun alle ſpirituöſen Getränke, die ent— weder im Lande ſelbſt gebraucht oder exportirt wur⸗ den, auch in Frankreich ſelbſt producirt, und dadurch der Ackerbau des ganzen Königreichs aufgemuntert und gehoben. Was man aber auch hernachmals thun mag, ſo ha⸗ ben wir jetzt ſicherlich die Verpflichtung auf uns, die ſtarke Korn⸗Conſumtion zu verhindern, die bey den Brandtweinbrennereyen und der Bereitung der Stär— ke und des Haarpuders meiſtentheils Statt findet. Es haben zwar einige behauptet, die zu allen dieſen Artikeln im Verlaufe eines Jahres bisher gebrauchte Quantität Korn ſey zu unbeträchtlich, als daß man Notiz davon nehmen könnte; allein ich weiß aus ſehr guten Quellen, daß ſie bey weitem größer iſt, als man gemeiniglich glaubt, ſo daß ſogar dasjeni⸗ ge, was man auf dieſe Weiſe erſparte, ſchon ſehr viel dazu beytragen würde, die Wiederkehr einer Theurung zu verhüten, welcher wir jetzt ſo oft aus⸗ geſetzt ſind. Wenn von der Quantität Korn die Rede iſt, die unſere Brandtweinbrennereyen conſumiren, ſo führt nereyen feyn, n da man ſolcher bezahlen Wi Riemand welche un lich ſeyn oß ſie behallig haupt b. ſen, ode zes Jah unſerer lufmerg e in Wegt ſte Colonieen ſelbſt n könnten. Es alten fcanzöſi⸗ och jetzt ſtrenge Kums in Frank⸗ nicht erlaubte. tränke, die ent⸗ erportirt wur⸗ t, und dadurch aufgemuntert zun mag, ſo ha⸗ gauf uns, die 1, die bey den ung der Gtär⸗ Statt findet. zu allen dieſen sher gebrauchte „ als daß man ich weiß aus ttem größer iſ⸗ ſogar dasſeni⸗ rte, ſchon ſehr ziederkehr einer eßt ſo oft aub⸗ n de Nede ſ „ ronſumir, d iit — 369— führt man dabey gewöhnlich an, daß ſie bloß Malz verbrauchen; allein obgleich einige wenige Brandt⸗ weinbrenner faſt nichts als Gerſtenmehl dazu anwen⸗ den, ſo iſt es doch bey andern ſo wenig der Fall, daß ſie auch noch außerdem, und zwar größtentheils, mehrere andere Artickel dazu nehmen, vorzüglich Wai⸗ zen, oftmals aber auch Hafer, Bohnen und Erbſen. 2 Hierdurch allein können wir uns erklären, wie es den Brandtweinbrennern möglich ſey, eine ſo un⸗ geheure Menge Vieh zu mäſten, welches ſie durchaus nicht thun könnten, wenn ſie nicht ſechsmal ſo viel Korn brauchten, als ſie angeblich thun ſollen. Selbſt die Quantität, welche bloß von den verbotenen Bren⸗ nereyen conſumirt wird, muß ſchon ſehr beträchtlich ſeyn, woran man wohl um ſo weniger zweifeln kann, da man noch ſogar vor kurzem in Schottland allein ſolcher Brennereyen, die ganz und gar keine Abgabe bezahlen, gegen viertauſend rechnete. Wird das alles gehörig erwogen, ſo kann wohl Niemand daran zweifeln, daß die Quantität Korn, welche unſere Brennereyen verbrauchen, ſehr beträcht⸗ lich ſeyn müſſe; und wenn man nun noch dazu weiß, daß ſie zu einem jeden Faſſe von 120 Gallons pro⸗ behaltigen Brandtweins funfzehn Quarter Korn über⸗ haupt brauchen, einen Theil Waizen mit eingeſchloſ⸗ ſen, oder ſo viel Korn, daß zehn Menſchen ein gan⸗ zes Jahr lang davon leben könnten, ſo kann man, in unſerer jetzigen Lage, wahrlich kein Argument einer Aufmerkſamkeit würdigen, deſſen man ſich vielleicht a 370 bedienen möchte, um dieſe Verſchwendung auch noch fortwährend zu geſtatten. Wenn bloßes, von der beſten Gerſte gemachtes, Malz dazu gebraucht wird, ſo geben zehn Quarter, oder auch noch weniger, 120 Gallons probehaltigen Brandtweins; wird er aber aus gleichen Theilen Malz, Waizen, Gerſte, Hafer und Bohnen deſtillirt, welches deswegen zu geſchehen pflegt, um die Abgabe vom Mazze zu erſparen, ſo werden zu dieſer Quantität Brandtwein vollkommen die angegebenen funfzehn Quarter erfodert. Um die Gefahr zu vermindern, die daraus ent⸗ ſtehen könnte, wenn man den Brandtweinbrenne— reyen erlaubte, ſogleich nach der Erndte mit dem Brennen den Anfang zu machen, haben einige vor⸗ geſchlagen, dies nicht eher zu geſtatten, als bis es ſich im Sommer zeigte, ob die nächſte Erndte, allem Anſchein nach, gut ausſallen werde oder nicht, und daß es dann im erſteren Falle nicht nachtheilig ſeyn würde. Wären wir mit der Quantität Korn, die wir allezeit vorräthig haben ſollten, erſt wirklich verſe— hen, ſo wäre dieſe Vorſichtsmaaßregel nach einem je— den ſchlechten Jahre ſehr anzurathen, wenn man an— ders den Genuß des Brandtweins noch fernerhin er⸗ lauben will; gleichwol aber ſollte man dabey weder dieſem noch irgend einem andern Argumente den min⸗ deſten Einfluß geſtatten. Keine Regierung müßte ſich emals auf irgend eine Maaßregel oder einen Plan einlaſſen, der ſchon an und für ſich nichts taugt. Des i dernind gen di 66 w ſpirit auch Kor daß und d kerung Malzm ſcheint eniqen ndung auij noch loßes, von der gebraucht wird, ch weniger, 120 ; wird er ober „Gerſte, Hafer gen zu geſchehen zu erſparen, ſo ein vollkommen oderk, die daraus ent⸗ andtweinbrenne⸗ rndke mit dem ben einige vor— en, als bis es Ernoke, allem der nicht, und nahthellig ſeyn Korn, die wie t witklich berſe nach einen ſe⸗ wenn man ale och fernerhin er an dabey weder umente den mil⸗ erung müßte ſch oder einen Nan 2.,1 5 nichts kallt. ch nichts kag — 371— Dies iſt allezeit Aufmunterung für das Laſter und vermindert die Achtung und Ehrfurcht des Volkes ge⸗ gen diejenigen, die ihm zum Beiſpiele dienen ſollten. Es wäre daher am beſten, wenn man den Genuß ſpirituöbſer Getränke durchaus nicht beförderte, und auch nicht einem Einzigen die Erlaubniß ertheilte, Kornbrandtwein zu brennen. Bey der gegenwärtigen Lage des Landes, und einem ſo großen Mangel an Korn, muß es Jedermann, der die Sache von allen Seiten genau kennt, offenbar einleuchten, wie noth⸗ wendig dieſes ſey. Man bedient ſich mancherley ſcheinbarer Argu⸗ mente, um die Deſtillation des Brandtweins ge⸗ ſtatten zu können. Man ſagt zum Beiſpiel ſehr oft, daß unſer Maſtvieh beträchtlich dadurch vermehrt, und daß auf ſolche Art leichtes oder durch die Wit⸗ terung beſchädigtes Korn benutzt wird, welches zum Malzmachen nicht gebraucht werden könnte. Es ſcheint indeſſen keines dieſer Argumente von irgend einigem Gewichte zu ſeyn; denn wenn die Trebern und der ſonſtige Abfall bey den Brandtweinbrenne⸗ reyen, durch die Mäſtung einer großen Menge Vieh, die Preiſe des Fleiſches vermindern können, ſo muß das Korn ſelbſt, wovon jene Dinge erhalten werden, das ſicherlich in noch weit höherem Grade thun. Jeder Grund, den man für die Deſtillation des Kornbrandtweins angeführt hat, iſt daher in der That trügeriſch und hält keine nähere Prüfung aus. Alles, was man uns ſo oft ſagt, wie unmöglich es A a 2 3722— ſey, den Genuß ſpirituöſer Getränke bey dem Volke zu verhüten, und daß es folglich beſſer iſt, wenn wir ihm dieſe durch unſere eigenen Produkte verſchaf⸗ fen, als wenn es ſie durch den Schleichhandel erhält, iſt ganz und gar keiner Beachtung werth. Das heimliche Einführen einer Waare, die ſo vie⸗ len Raum einnimmt, iſt nicht ſchwer zu verhüten, wenn wir es ernſtlich wollen; und vielleicht war es nie in keinem Zeitpunkte leichter zu verhindern, als jetzo, da manche unſerer Seeleute, die ſo tpfer für die Sache ihres Vaterlandes gefochten haben, ohne Beſchäftigung ſeyn werden. Sie können jetzt nicht nützlicher gebraucht werden, als da azu, die Einführung ſpiritubſer Getränke zu verhindern, und dies ließe ſich leicht bewerkſtelligen, wenn man die unter dem Acciſe⸗ und Zoll⸗Amte(boards of excise and cus- toms) ſtehenden Fahrzeuge mit einer hinlänglichen Anzahl kleiner Kiregsſchiffe vermehrte. Würde hiedurch der Brandtwein ſelten und theuer gemacht, ſo würde es ſo ſchwer werden, ihn zu bekommen, wie das ſchon in beträchtlichem Maaße durch die Einſchränkung der Brennereyen geſchehen iſt, daß zuſeßsk das Verlangen danach größtentheils aufhören wü rde; und es kann wahrlich kein Miniſter ſeinem Vaterlande einen größern Dienſt leiſten, als wenn er dadch weiſe Geſetze und Sorge für ihre ſtren⸗ ge Befolgung, den Gebrauch dieſer verd derblichen? Waa⸗ re gänzlich verbannt. Moral venüe ectheile Noralit ſchlechts bey dem Volke deſſer ſt, wenn odukte derſhaf⸗ ichhandel ethäl, werth. aare, die ſo die⸗ er zu verhüten, elleichk war es erhindern, als e ſo topfer für n haben, ohne ennen jetzt nicht die Einführung und dies ließe die unter dem eise and cus- hinlänglichen elten und theuer verden, ihn zu tlichem Maaße reyen geſchehen h größtenthels e fur ihre ſtren⸗ derblichen Wal⸗ ſchlechts auf das 373 Ich halte es kaum für nöthig, zu erinnern, daß man bey einem jeden Plane, wodurch man die Con⸗ ſumtion ſpirituöſer Getränke zu verhüten denkt, zu⸗ gleich Sorge tragen müſſe, daß das Volk gutes Bier zu einem mäßigen Preiſe erhalten könne: die Taxe auf die Weine ſollte aus eben dem Grunde herabgeſetzt werden, und wenn dieſes geſchähe, und es zugleich ſchwer gemacht würde, Brandtwein zu bekommen, ſo würde auch das Verlangen darnach ſehr bald gänzlich aufhören. Wir wollen daher hoffen, daß die Regierung oh⸗ ne Zeitverluſt einen wirkſamen Plan zur Erreichung dieſer wichtigen Abſicht ergreifen werde. Man ſuche das Geld, deſſen der Staat bedarf, durch ſolche Mit⸗ tel zu erhalten, die weder der Geſundheit noch der Moralität nachtheilig ſind, und ſage uns nichts mehr von der Nothwendigkeit, ſich durch eingeführten frem⸗ den oder einheimiſchen Brandtwein eine gewiſſe Re⸗ venüe zu verſchaffen; denn ſo lange dieſes geſchieht, ertheilen wir im Grunde eine legale Erlaubniß, die Moralität und die Geſundheit des menſchlichen Ge⸗ ſchändlichſte zu vergiften. —— BB—— Nro. I. Die Witterung war, während eines großen Theils des Jahres 1762 ſo ungünſtig, daß die Kornerndten ſehr ſchlecht ausfielen; daher entſtanden im folgenden Jahre Mangel und Theurung überall im ganzen Kö⸗ nigreiche. Unſer Ackerbau ſchien mir bey ſeinem damaligen Zuſtande vorzüglich dadurch zu leiden, daß eine zu große Anzahl Menſchen und ein zu großer Theil!un⸗ ſers baaren Geldes in den Mannfakturen ſteckte, und ich ſchloß daraus, daß wir noch öfterer einem ſolchen Mangel ausgeſetzt ſeyn würden. Dieſes bewog mich, der Regierung meine Meinung vorzutragen, und die⸗ jenigen Mittel an die Hand zu geben, von welchen man ſich, mit der größten Wahrſcheinlichkeit eines pünktlichen Erfolgs, verſprechen könnte, ein ſo großes Unglück zu verhüten. Ich gab in einem Memoriale, welches ich in die⸗ ſer Abſicht im Jahre 1783 überreichte, einen Plan an, wie eine genauere Kenntniß der Bevölkerung zen Königreichs zu erhalten wäre. Es ſollte hiernach — 329— beſtimmt werden, wie viel Korn jährlich zur Ausſaak gebraucht würde, wobey jede Art von Getreide be⸗ ſonders anzugeben wäre; wie viel Pferde im Lande gehalten würden, und zugleich ſollte dieſe Ueberſicht auch noch über andere Punkte Nachrichten enthalten, die denjenigen, welche ſich mit Unterſuchung politi⸗ ſcher Fragen beſchäftigen wollen, gewiſſere Data, als die bisherigen, lieferten. Der Empfang dieſes Memorials wurde mir ſehr höflich angezeigt; da aber durchaus nichts geſchah, um die darin enthaltenen Vorſchläge zur Ausführung zu bringen, und im Hauſe der Gemeinen im Jahre 1800 auf eine Zählung des Volks angetragen wurde, ſo hielt ich dieſes für eine ſchickliche Gelegenheit, ſol⸗ che abermals in Anregung zu bringen. Dies geſchab nun im Monat December deſſelben Jahres, und fol⸗ gendes iſt der Hauptinhalt dieſer beyden Memoriale. I. Bey der Zählung des Volks ſollte die An⸗ zahl der Manns⸗ und Frauens⸗Perſonen, jede be⸗ ſonders, angegeben werden; dieſe Angabe würde aber noch von größerem Nutzen ſeyn, wenn die Zahlen für jedes Geſchlecht in folgende drey Claſſen abgetheilt würden. Die erſte Claſſe müßte alle, von der Ge⸗ burt an, bis zur eintretenden Mannbarkeit enthal⸗ ten; die zweite die vom vierzehenten bis zum ſechs⸗ zigſten Jahre, und die dritte alle die über ſechszig Jahre alt ſind. II. Die Anzahl der Familien, ſo wie auch der Häuſer, müßte darin bemerkt werden. en, gehalte Wajer Turni fen be zum H. dienen. j erhöhe nem je gegebe 1 das 9' Koſten dich zur Autſaat von Getreide bu⸗ Pferde in Lande e dieſe Ulebericht ichten enthaltn, erſuchung polili viſſere Dala, als wurde mir ſehr iiht geiha zur Ausführung tinen im Jahre getragen wurde, Gelegenheit, ſols Dies geſchoh ahres, und fol⸗ den Memorigle. ſollte die An⸗ rſonen, jede bes gabe würde aber in die hahlen für laſſen abgetheilt le, von der Ges nbarkeit enthal n bis zum echs⸗ die über ſechsiig ſo wie aug 2 1. — 379— III. Für eine jede eigene Claſſe der bürgerlichen Geſellſchaft, müßten die Zahlen beſonders aufgeführt ſeyn. Es müßte zum Beyſpiele beſtimmt werden, wie viel Farmer, Kaufleute, Fabrikanten, Soldaten, Ma⸗ troſen, Tagelöhner u. ſ. w., ſich im Reiche befinden, und vor allen Dingen würde es dienlich ſeyn, wenn diejenigen ausdrücklich bemerkt würden, welche von den Beyträgen für die Armen unterhalten werden. IV. Man müßke die Anzahl und Größe der Farms mit Zuverläſſigkeit zu erfahren ſuchen; eben ſo auch die Anzahl der Pferde, des Rindviehes, der Schaafe und Schweine, ingleichem die Quantität Wolle, welche jeder Farm im Durchſchnitte producirt. V. Bey einem jeden Farm müßte angegeben ſeyn, wie viel Morgen alle Jahre unter dem Pfluge gehalten, und wie viele davon, der Regel nach, mit Waizen, Gerſte, Hafer, Bohnen, Erbſen, Kartoffeln, Turnips, Möhren, Kohl, Flachs, Hanf, oder Hop⸗ fen beſtellt werden, und wie viele brach liegen, oder zum Heumachen, zu Weidegrund oder zu Obſtgärten dienen. VI. Die Nutzbarkeit dieſes Plans würde noch erhöhet werden, wenn der Ertrag der Erndten in ei⸗ nem jeden Diſtrikte nach einem Durchſchnitte darin an⸗ gegeben wäre. VII. Es wäre für die Nation ſehr wichtig, wenn das ganze Königreich genau vermeſſen würde. Die Koſten würden zwar allerdings beträchtlich ſeyn; aber — 380— bey einer ſo wichtigen, mit dem allgemeinen Beſten ſo genau zuſammenhängenden Sache, ſollte man dieſe nicht achten. VIII. Wollte man einen ſolchen Vorſchlag aus⸗ führen, ſo müßten die Landmeſſer angewieſen wer⸗ den, nicht bloß jeden Diſtrikt genau auszumeſſen, ſon⸗ dern auch in einem jeden anzugeben, wie viel Acker⸗ land ſich darin befinde, wie viel Wieſen; ingleichen das alte, obwol zum Ackerbau taugliche Grasland, die Sümpfe und Moräſte, den höher gelegenen Weide⸗ grund, der zwar nicht zum Ackerbau gebraucht, aber doch durch Abwäſſern, Einhegen und zweckmäßige Anwendung von Kalch und andern Düngerarten ver⸗ beſſert werden könnte, und endlich auch diejenigen Län⸗ dereyen, die wegen der Anwendbarkeit der erforder⸗ lichen Mittel, oder auch wegen ihrer Lage, keiner Ver⸗ beſſerung fähig ſind. Bey dieſer Unterſuchung würde ſowohl die Grö⸗ ße, als auch die Beſchaffenheit der Wälder im gan⸗ zen Königreiche, eine beſondere Aufmerkſamkeit ver⸗ dienen; und man würde noch wichtigere Schlüſſe daraus herleiten können, wenn man ſich bemühete, die Quantität des völlig ausgewachſenen Holzes von den Gebüſchen und jungen Anpflanzungen zu unter⸗ ſcheiden. Mit ein wenig mehr Mühe würde man auch angeben können, wie viel Land zu Parks und Luſtgärten henutzt wird. Auf dieſe Weiſe würde man über einen jeden we⸗ ſentlichen, mit dem Ackerbau des Königreiches zuſam⸗ daß ſol Rchüigt gleich! ſich der bührlic übgeſeßt der ang 0 In der te 176. cember Nemol lgemeinen Seſten ſolteman diſ Vorſchlag aus⸗ angewieſen wer⸗ zwszumeſſen, ſon⸗ wie viel Acker⸗ eſen; ingleichen liche Grasland, elegenen Weide⸗ gebraucht, aber nd zwetmäßige hüngerarten ver⸗ diejenigen Län⸗ iit der erforder⸗ ge, keiner Ver⸗ owohl die Grö⸗ Wälder im gan⸗ nerkſamkeit ver⸗ htigere Schlüſſe ſich bemühete, mnen Holzes von ungen zu unter⸗ ühe würde man zu Parks und Kinen jeden we⸗ igreihes zui — 381— menhängenden Punkt, zuverläſſige Kennkniß erhalten; wodurch allein man ſich einen richtigen Begriff von den Hülfsquellen der Nation, verglichen mit ihrer Be⸗ völkerung machen und gegenſeitig ſchätzen kann, und ohne welche eine bloße Kenntniß der Volkszahl von geringem Nutzen iſt. Da die meiſten Menſchen gegen nichts mißtraui⸗ ſcher und argwöhniſcher zu ſeyn pflegem als gegen der⸗ gleichen Unterſuchungen, deren eigentlichen Zweck ſie nicht beurtheilen können, ſo ſollte man ſie nicht den Geiſtlichen oder den Schulmeiſtern auftragen, weil dies ſe dadurch den Haß ihrer Gemeinen auf ſich laden könn⸗ ten, ſondern man ſollte ſie denen anvertrauen, die die Landtaxe einſammeln, welche wiederum keine andere als höchſt genaue und ſorgfältige Subſtituten dazu brau⸗ chen dürften. Dieſen allen müßte man einſchärfen, daß ſobald man den geringſten Verdacht gegen die Richtigkeit ihrer Berichte hegen würde, die Sache ſo⸗ gleich unterſucht werden ſollte, und daß, ſobald ſie ſich der geringſten Nachläſſigkeit, oder eines unge⸗ bührlichen Betragens ſchuldig machten, ſie ſogleich abgeſetzt und bey keinem andern Dienſte jemals wie⸗ der angeſtellt werden ſollten. Nro. II. In der bereits angegebenen Zeit, nämlich im Jah⸗ re 1783, ferner im Jahre 1797 und zuletzt im De⸗ cember 1800 übergab ich der Regierung verſchiedene Memoriale über diejenigen Mittel, wodurch in theu⸗ .— 382— ren Zeiten die Conſumtion des Korns am leichteſten und zuverläſſigſten vermindert werden könnte, und fügte einige Bemerkungen über die Mittel hinzu, wo⸗ durch der, bey einer ſchlechten Erndte entſtehende, Kornmangel ſo früh als möglich im folgenden Jahre wieder zu erſetzen ſeyn dürfte. Folgendes iſt der Hauptinhalt von allen dieſen Vorſtellungen. I. Man hat Urſache zu befürchten, daß bey allem, was bisher geſchehen iſt, um dieſem Mangel abzuhelfen, man zu viel Vertrauen auf die Menge Korn geſetzt hat, die bey uns eingeführt wird. Wä⸗ re hier der Ort dazu, ſo könnte ich leicht zeigen, daß alles Korn, welches aus andern Ländern wirklich zu erhalten ſteht, nicht den vierten Theil der uns wirk— lich fehlenden Kornmenge beträgt, daß der dazu er⸗ foderliche Aufwand ungeheuer, und die Schwierig⸗ keit, es nach Britannien hinzuſchaffen, unüberſteig⸗ lich iſt. II. Allem Anſchein nach, giebt es kein anderes Mittel, der jetzigen Volksmenge in Britannien eine hinreichende Menge Korn zu verſchaffen, als die Verbeſſerung des Nationalackerbaues. Bis dahin, daß ein Plan zu Erreichung dieſes Endzweckes angeordnet iſt, können allerdings mancherley Mittel zur Ver⸗ minderung des aus einem ſolchen Mangel entſprin⸗ genden Unglücks, in Vorſchlag gebracht werden; aber keins wird dieſe Abſicht mit Zuverläſſigkeit erfüllen, als wenn wir bey der Conſumtion des Korns die s am leichiſten den könnte, und Nittel hinu, wo⸗ ndte entſtehende, f olgenden Jahre von allen dieſen hten, daß bey dieſem Mangel f die Menge hrt wird. Wä⸗ icht zeigen, daß dern wirklich z zü l der uns wirk⸗ a, unüberſteig⸗ es kein anderes Britannien eine als die Bis dahin, daß eckes angeordnet Mittel zur Ver⸗ Rangel entſprine bt werden; oher ſſigkeit erfüllen des Korns Ne ſtrengſte Sparſamkeit beobachten. Alles andere wird wenig helfen, wohingegen die ſchlimmſten Folgen, die aus dem allergrößten Mangel vermuthlich jemals ent⸗. ſtehen werden, durch einen ſolchen plan, wie ich ihn im Sinne habe, ſehr vermindert werden können. III. Wenn daher ein Kornmangel eintritt, ſo ſollte man dem Volke, wie zur See der Mannſchaft eines Schiſſes, dem die Lebensmittel auszugehen anfan⸗ gen, kleinere Portionen zutheilen, und da das Brittiſche Volk eben nicht ſehr ſparſam mit dieſen Lebensmit⸗ teln umzugehen pflegt, ſo könnte dadurch allein ſchon ſehr vieles erſpart werden, ohne daß die Einwoh⸗ ner im mindeſten dabey litten. Bey dem Genuſſe von Kartoffeln, Reis und an⸗ dern Vegetabilien, die wir meiſteutheils im Ueber⸗ fluſſe haben, würde es gerwiß der Geſundheit nicht nachtheilig ſeyn, wenn wir uns den Genuß des Brodt tes, auch ſogar eine geraume Zeit lang, gänglich p ſagen müßten; denn es iſt bekannt, daß eine aeu Menge Menſchen ganz und gar kein Brodt eſſen, wie das gewöhnlich in den Ländern der Jall iſt, wo die Einwohner hauptſächlich von Reis leben. Ich könnte ſogar mehrere Beyſpiele von Leuten anführen, die ſonſt größtentheils von Brodt zu leben gewohnt wa⸗ ren, und da ſie deſſen auf einmal beraubt wurden, gleichwol lange Zeit einer vollkommen guten Geſund⸗ heit genoſſen, ob ſie gleich, und bisweilen mehrere Jahre lang, auch nicht eine Unze Brod genoſſen hat, ten. Jedermann, der ſich in dieſer Lage befindet — 3384— pflegk anfänglich zu beſorgen, daß ihm dieſes ſehr ſchädlich ſeyn werde; aber alle Unterſuchungen, die ich daruͤber angeſtellt habe, ergeben, daß dieſe Furcht ungegründet iſt. Laßt uns aber ſehen, wie viel hierbey durch eine ſehr mäßige Einſchränkung erſpart werden könnte, ohne gleichwohl irgend einer Claſſe der bürgerlichen Geſellſchaft den Genuß des Brodtes zu verſagen. Wenn ein jedes Individuum im ganzen Königreiche wöchentlich ein Laib Ca quartern loaf) gutes Wai⸗ zenbrod erhielte, welches auf den Tag zehn Unzen be⸗ trüge, ſo wäre dieſes eine ſehr beträchtliche Erſparung und betrüge bey weitem mehr, als wir jemals aus andern Ländern erhalten können. Hätte man jemals eine ſolche Maaßregel ergriffen, ſo würde ſelbſt bey dem größten Mangel, der uns in dieſen letztern Zeiten gedruͤckt hat, alle Korneinfuhr unnöthig ge⸗ weſen ſeyn. Hievon könnte ich mehrere Gründe zum Beweiſe vorlegen, aber die folgenden werden ſchon hinreichen. Ein Quarter Waizen iſt das wenigſte, was in Britannien eine jede einzelne Perſon im Durchſchnitte conſumirt. Es iſt mir zwar wahrſcheinlich, daß man füglich dafür gegen neun Buſhel rechnen könne, ich will hier aber nur ein Quarter dafür annehmen. Aus dem Mehle von einem Quarter gewöhnlichen Marktwaizen erhält man achtzig Laib(quartern loa- ves) gutes Brodt, welches mehr als anderthalb ſol⸗ cher Brodte auf die Woche beträgt. Würde nun auf düf n menge eingez Jeder womi Verl Wert z ſehr rluzu ngen, die daß dieſe urcht ierbey durch eine werden könnte, der bürgerlichen es zu verſagen. Kön iigih ätte man jemals vuͤrde ſelbſt bey dieſen letztern dr unnd öthig ge⸗ re Gründe zum le en werden u ſer l rechnen könne, dafür aunehmel ter gewohl galichen (qurnem oa- z an derthab ſi 1 3 t Würde! 1' 9⸗ auf — 385 auf 12/000000 Menſchen, wofür man unſere Volks⸗ menge annehmen kann, ein Drittel ihrer Conſumtion eingezogen, ſo erſparte man bloß dadurch, daß man Jedermann auf eine Quantität Brodt einſchränkte, womit er ſich gar wohl begnügen laſſen könnte, im Verlaufe eines Jahres 4'000000 Quarter, deren Werth, nach dem jetzigen Preiſe des Waizens, ſich auf die erſtaunliche Summe von 32˙000000 Pfund Sterling beläuft. Betrüge ſie aber auch nur halb ſo viel, ſo bliebe ſie gleichwohl immer noch ſo an⸗ ſehnlich, daß wir auf keinem andern Wege eine ſol⸗ che Summe würden erſparen können. Die, Wirkung einer ſolchen leicht zu bewerkſtel⸗ ligenden Einſchränkung bey dem Genuſſe des Brod⸗ tes, würde mehr betragen, als alles andere, was bis⸗ her verſucht worden iſt, um die Theurung des Korns zu verringern. Um aber dieſen Zweck mit völliger Gewißheit zu erreichen, ſo müßte man dieſe Maaß⸗ regel bey Zeiten ergreifen, und ſie ſogar mit Ge⸗ walt durchſetzen. Sie müßte entweder gleich eintre⸗ ten, ſobald die Erndte ſchlecht auszufallen ſcheint, oder ſobald die Kornpreiſe höher ſtehen, wie ſie, nach dem Urtheile des Parlements, billig ſtehen ſoll⸗ ten. Würde ein ſolcher Plan mit Geiſt und Nach⸗ druck ausgeführt, ſo würde die Wirkung deſſelben ſowohl dauerhaft als auch wichtig ſeyn. Eine ſolche Maaßregel kann auf mancherley Wei⸗ ſe ausgeführt werden; am beſten wäre es aber wohl, wenn die Quantität Brodt, welche Jedermann für B b —. — — 386 ſeine Familie zu empfangen hätte, durch eine Parle⸗ mentsakte wöchentlich auf ein Laib(a quartern loaf) für eine jede Perſon eingeſchränkt würde. Eine bloße Proclamation iſt nicht hinreichend; denn, ſo ſorgfäl⸗ tig dieſe auch von andern beobachtet werden mag, ſo wird man es doch nur durch eine, allgemeine Kraft habende Parlemensakte dahin bringen, daß die Dienſt⸗ boten und diejenigen, die von den Beyträgen für die Armen mit Brodt verſorgt werden, auf eine ſolche Einſchränkung achtſam genug ſind. Einzelne Dienſtboten und Arme ſind freylich ver⸗ nünftig genug, um ſich willig einer jeden nothwendigen Einſchränkung zu unterwerfen; aber im Allgemeinen macht dieſe ſo viele Schwierigkeiten und Mühe, daß ſie durch ein poſitives Geſetz erzwungen werden muß. Der Ueberfluß, womit das Geſinde in den Familien und die Armen in England bey jedem Kornmangel mit Brodt verſorgt werden, iſt ein ſehr wichtiger Grund für eine ſolche Einſchränkung; denn da dieſe ſich über alle Claſſen ohne Unterſchied erſtrecken, und folglich alle in gleicher Maaße treffen muß, ſo ſind ſie gewiß nicht mehr als andere zu erhalten berechtigt; und gleichwohl werden ſie auch in theuren Zeiten weit reichlicher mit Brodt verſehen, als die Familien der kleinern Krämer oder der Fabrikarbeiter, oder irgend einer andern geringeren Volksklaſſe. Für dieſe alle iſt daher eine gleichförmigere Vertheilung des Brod⸗ tes in theuren Zeiten ſowohl nothwendig als auch gerecht. M Genuß terwirf wendie dighe pOhin Wohll. ¹ ten d kende 1 den, berbiel urch eine Puke⸗ quartern loal) rde. Ene bloße enn, ſo ſorgfäl t werden mag, alggmeine Kouft daß die Dienſt⸗ yträgen für die auf eine ſolche ind freylich ver nnothwendigen im Allgemeinen d: Mühe, daß rwerden muß. den Familien n Kornmangel vichtiger Grund dieſe ſich über n, und folglich ſind ſie gewiß je Vuna der er, oder lrgend 2., al Für dieſe all 387 Man wird leicht einſehen, daß, wenn man den Genuß des Brodtes einer ſolchen Einſchränkung un⸗ terwirft, ſich dieſes nur allein durch wirkliche Noth⸗ wendigkeit rechtfertigen laſſe; iſt aber dieſe Nothwen⸗ digkeit wirklich vorhanden, ſo iſt es zuverläſſig rath⸗ ſam, die Quantität Korn, die wir haben, ſo viel als möglich unter alle Volks⸗Claſſen gleichſörmig zu ver⸗ theilen, anſtatt daß, wie es bisher in allen Jahren des Mangels gewöhnlich der Fall war, ein großer Theil deſſelben von einigen wenigen conſumirt wird, wohingegen andere es gänzlich entbehren müſſen. 3 ganzlich 3 IV. Paſteten, Backwerk und andere Speiſen, wo⸗ zu die Köche Mehl brauchen, ſollten bey hohen Korn⸗ preiſen durchaus verboten werden. V. Stärke und Haarpuder ſollte man unter ſol⸗ chen Umſtänden ebenfalls verbieten, und da die hier⸗ durch zu machende Erſparung größer oder kleiner ſeyn wird, je nachdem die hiezu gebrauchte Buantikät Wai⸗ zen Peraehr ich iſt oder nicht, ſo ſollte man dagegen zu andern Zeiten den Verbrauch dieſer Artikel zu be⸗ fördern ſuchen. Alle Abgaben von Stärke und Haar⸗ puder müßten daher aufgehoben werden; dadurch würde der Ackerbau aufgemuntert; man würde ſtär⸗ kere Quantitäten Waizen produciren, und wir erhiel⸗ ten dadurch, in Zeiten des Mangels, eine ſehr bedeu⸗ tende Vermehrung unſers Brodkorns VI. In allen Jahren, da wir Kornmangel lei⸗ den, ſollte man die Deſtillation des Kornbrandtweins verbieten,— eine Maaßregel, wodurch ſehr viel Korn B b 2 388 erſpark werden würde, und bey weilem mehr, als man gemeiniglich glaubt. VII. Man ſollte jedem Zweige des Kornhandels gänzliche Freiheit einräumen. Alle zur Regulirung dieſes Handels gegebenen Geſetze ſollten daher wider⸗ rufen und den Kaufleuten erlaubt werden, Korn aus⸗ zufahren, wann und wie es ihnen gut däucht. Als⸗ dann würde der Kornhandel mit mehrerem Geiſte als bisher betrieben, die Kornhändler würden ſogleich zahl⸗ reicher, und größere Capitalien in dieſen Handel ge⸗ ſteckt werden, als es jemals geſchehen wird, ſo lange er durch mancherley Einſchränkungen gebunden iſt. Alle Verordnungen, die gegen Monopolien, ge⸗ gen Aufkaufung und gegen den Kornwucher über⸗ haupt gemacht worden, ſind daher ohne Zweiſel ſchäd⸗ lich, und müſſen folglich widerrufen werden; denn die Uebel, welche man dadurch verhüten wollte, werden, allem Anſchein nach, nie ſo groß ſeyn, als diejenigen, die durch jene Verordnungen hervorgebracht werden. Sie vermehren in hohem Grade die Schwierigkeit, die Märkte mit Lebensmitteln zu verſehen, wodurch die Preiſe derſelben erhöhet werden; und ſo kann man auch mit Recht glauben, daß ſie die Haupturſach aller der Unruhen ſind, denen das ganze Königreich, in Jahren des Mangels, allenthalben von Seiten des Pöbels ausgeſetzt iſt. Denn, ſo lange der große Hau⸗ fen ſieht, daß der Kornhandel in allen Stücken von der Regierung ſtrenge bewacht wird, und durch drük⸗ kende geſetzmäßige Einſchränkungen geſeſſelt iſt, wird gewi beſſe den gebl man werb drüch vern tel len meyr, al es Konnhandel zsur Reglürung u daher wiͤer⸗ den, Korn als⸗ t däucht. As⸗ erem Geiſte als nſogleich zahl: ſen Handel ge⸗ wird, ſo lange gebunden iſt. donopolien, ger enwucher über⸗ hweiſel ſchaͤd⸗ —₰ d ſo kann man aupturſach aller Königreic, in von Seiten des der große u ten Gkücken bon und durch di⸗ eſeſſelt iſt nitd 389 er auch natürlich leicht den Verdacht ſchöpfen, daß alle, die ſich mit dieſem Handel abgeben, ihn zu betrügen ſuchen, und daß eine jede 2. Theurung von ihren Ma⸗ chinationen herruͤhrt. Er hält ſie alſo für vogelfrey, und verfehlt daher ſelten, ſeine Rache an ihren Per⸗ ſonen und Gütern zu nehmen, ſobald das Korn theuer wird. Bey dieſer Beſchafſenheit des Kornhandels kann er durchaus keinen Nutzen ſtiften, wohingegen er d vermuthlich in kurzem nicht nur der blühendſte, ſon⸗ dern auch der nialichſſe Handel im ganzen König⸗ reiche werden würde, wenn man ihn völlig frey gäbe. Auch die Müller und Bäcker ſogar ſollten von allen Einſchränkungen befreyt werden. Sie würden gewiß ihr Gewerbe beſſer treiben, und ihre Kunden beſſer bedienen, als ſie es vermuthlich jemals wer⸗ den thun können, ſo lange ſie durch Verordnungen gebunden ſind, die von Leuten herrühren, von denen man nicht wohl annehmen kann, daß ſie dieſe Ge⸗ werbe eben ſo gut verſtehen, als diejenigen, die aus⸗ drücklich dazu erzogen ſind. Es wäre indeſſen doch vermuthlich von Nutzen, wenn das Gewicht der Brod⸗ te beſtimmt würde, und wenn man die Verfügung träfe, daß das Gewicht, der Preis und der Namen des Bäckers darauf geſtempelt ſeyn müßte. Dadurch würde man Betrügereyen verhüten, und hinderte gleich⸗ wol den Müller oder Bäcker nicht an der freyen Aus⸗ übung ſeiner Geſchicklichkeit, welches bisher faſt alle Regulative, die man in Anſehung der Bereitung 39⁰ des Mehles und Brodtes jemals angeordnet hat, im⸗ mer gethan haben. Auch ſelbſt die Brodttaxe ſollte man aufheben, und da die Müller zuverläſſig am beſten wiſſen, wie man vom Waizen die größte Quantität Mehl erhal⸗ ten könne, und es eben ſo ſehr ihr eigener als ihrer Kunden Vortheil iſt, dieſe wirklich zu erhalten, ſo dürfen wir nicht beſorgen, daß die Nation darunter leiden werde, wenn man dieſes, wie überhaupt ihr ganzes Gewerbe, ihnen allein überläßt. VII. Keine andere Pferde als ſolche, die ſchwere Arbeit thun müſſen, ſollten in Jahren des Mangels mit Hafer oder Bohnen gefuttert werden, und wenn unſere Cavallerie nicht etwa wirklich im Dienſte iſt, ſo müßte man auch dieſe auf die Hälfte ihrer ge⸗ wöhnlichen Rationen einſchränken, und ſo ſollten überhaupt, wenn die Preiſe hoch ſtehen, keine an⸗ dere Pferde Korn bekommen, als ſolche, die zum Acker⸗ bau, zur Frachtfuhr oder zu Reiſen gebraucht wer⸗ den. Alle Pferde, die zu anderem Gebrauche gehal⸗ ten werden, kann man im Sommer und Herbſte füg⸗ lich mit Gras futtern, und im Winter und Frühjahre mit Heu, Stroh, Kartoffeln, Rüben oder Möhren, ſo daß es ganz unnöthig iſt, ihnen Hafer oder Bohnen zu geben. IX. In allen ſchlechten Jahren ſollte man die Landwirthe mit Freygebigkeit anfmuntern, ihre Jcker im ſolgenden Jahre mit frühzeitigen Fruchtſorten zu Monc Vorte Haup nien doch ſamk J pfund drey ſtärkſ Mark mien, für dr heſten ordnet hat, in man aufheben, ſten wiſſen, wie tät Mehl erhal⸗ gener als ihrer zeu erhalken, ſo fation darunter überhaupt ihr k. he, die ſchwere des Mangels den, und wenn im Dienſte iſt, ſſte ihrer ge⸗ nd ſo ſollten en, keine an⸗ die zum Acker⸗ gebraucht wer⸗ brauche gehal⸗ nd Herbſte füg⸗ ern, ihre Acker Fruchtſorken l beſtellen, vorzüglich mit den früheſten Arten von Ha⸗ fer, Kartoffeln und Erbſen. Monat früher als Swwuhieg, einen anſehnlichen Vorrath von Lebensmitteln erhalten, wofür der Hauptaufwand bloß in der Vertheilung mäßiger Prä⸗ mien in einer jeden Grafſchaft beſtände. die aber doch groß genug ſeyn müßten, um die Aufmerk⸗ ſamkeit der Farmer auf ſich zu ziehen. Auf dieſe Weiſe könnten wir um beynahe zwey Mit einer jährlichen Summe von ungefähr 130000 Pfund Sterling könnten in einer jeden Grafſchaft drey Prämien, jede von 100 Pfund, für drey der ſtärkſten Quantitäten Hafer, die am früheſten zu Markte gebracht wären, bezahlt werden; drey Prä⸗ mien, jede von 100 Pfund, in einer jeden Grafſchaft für drey d der ſtärkſten Quantitäten der beſten und frü⸗ heſten Kartoffeln; drey Prämien, jede von 50 Pfund, für die nächſt ſtärkſten Quantitäten eines jeden dieſer Artikel; ſechs Prämien, jede von 25 Pfund, für die dritten größten Quantitäten, und 20 Prämien, jede von 10 Pfund, für Quantitäten von geringerem Be⸗ lange: oder anſtatt ſo viele Prämien für Kartoffeln und Hafer auszuſetzen, könnke man auch in jeder Grafſchaft einige wenige derſelben zu frühen Erbſen beſtimmen. Die Wirkung ſolcher, wenn gleich nur mäßiger, Prämien werde ſehr beträchtlich ſeyn; damit man aber jeden möglichen Nutzen daraus ziehe, müßten ſie frühzeitig, und ſelbſt ſchon unmittelbar nach der — 392— Erndte, angekündigt werden, damit die Farmer Zeik hätten, bey der nächſten Beſtellung des Landes ihre Einrichtungen darnach zu machen. X. Es würde von großem Nutzen ſeyn, wenn man auch für die Gärtner Prämien ausſetzte, vor⸗ züglich aber in ſchlechten und theuren Jahren. Sie würden dadurch bewogen werden, nicht nur die Qua⸗ lität der Gartenfrüchte zu verbeſſern, ſondern auch eine größere Menge davon zu produciren und ſie früher auf die Märkte zu bringen. Keine Volks⸗ Claſſe hat ſtärkere Anſprüche auf eine ſolche Aufmun⸗ terung wie die Gärtner. Sie ſind meiſtentheils gut erzogen, keine Kunſt oder Gewerbe erfodert mehr Fleiß und Aufmerkſamkeit, und gleichwol iſt ihr Ge⸗ winn großentheils ſo klein, daß nur wenige unter ihnen mehr erwerben, als was ſie zu ihrer Subſi⸗ ſtenz nothwendig brauchen, welches hauptſächlich von den ſtarken Ausgaben herrühret, die dieſes Gewerbe Nan hört oft, daß Gärt⸗ ner im Verlaufe eines Jahres auf einem und demſel⸗ in allen Stücken erfodert. ben Boden zwey, drey, oder auch vier verſchiedene Früchte gezogen haben; aber die Ausgaben für Dän⸗ ger, Ausſaat und Arbeitslohn ſind jetzt ſo groß, daß, wenn ſie ſich nicht etwa in beſonders günſtigen La⸗ gen und Verhältniſſen befinden, ſie ſelten im Stande ſind, ihren Familien das geringſte zu hinterlaſſen. Wir ſollten daher dieſer verdienſtlichen Volks⸗ Claſſe, die uns durch ihre Arbeit die nützlichſten Gar⸗ tenfrüchte und den größten Genuß verſchafft, eine Nen di Farmer geit ds Landes hre zen ſeyn, venn ausſette, vot⸗ Jahren. Eie öt nur die Qua⸗ ſondern auch uriren und ſie Keine Volks⸗ ſolche Aufmun⸗ neiſtentheils gut erfodert mehr vol iſt ihr Ge⸗ wenige unter u ihrer Gubſi⸗ uptſächlich von dieſes Gewerbe oſt, daß Gärt⸗ tem und demſels der verſchiedene gaben füt Dün t ſo groß⸗ daß, g günſügen La⸗ elten im Stande jhinterlaſſen nſilichen Volks nützlichſten Gur verſhoft, in Reine Unterſtützung nicht mißgönnen. Eine jährliche Summe von 20000 Pfund würde ſchon eine ſehr große Aufmunterung für ſie ſeyn, wogegen die Na⸗ tion, gleich in eben demſelben Jahre, in welchem ih⸗ nen dieſe Prämien zuerkannt wären, dieſe Summe an den dadurch vermehrten Gartenprodukten reichlich wieder gewönne. Wollte man hiezu eine Summe von 20000 Pf. ausſetzen, ſo könnte man in einer jeden Grafſchaft eine Prämie von 40 Pfund, eine von 25 Pf., drey Prämien, jede von 20. Pf., drey von 15 Pf., vier von 10 Pf. und ſechs von 5 Pf. vertheilen, die ge⸗ wiß allenthalben von ſehr großem Nutzen ſeyn würde. ₰ Dieſe Art von Unnterſtützung iſ den Gärtnern jetzt um ſo nöthiger, da der Lohn der Ackerknechte und Tagelöhner auf dem Lande verhältnißmäßig hö⸗ her geſtiegen iſt, als der Lohn, den die Gärtner em⸗ pfangen, und zwar erhalten die Ackerknechte nicht bloß ſtärkern Lohn, ſondern ſie finden auch viel leich⸗ ter Arbeit und Dienſte, weil, wegen der hohen Taxe, die man für die Gärtner, und wegen der an⸗ dern Ausgaben, die man für die Ländereyen in der einen oder andern Geſtalt bezahlen muß, nicht viele Gärtner gehalten werden⸗ Ich dringe hierauf um deſto mehr, da der Gar⸗ tenbau bey uns ſeit einiger Zeit die Fortſchritte nicht macht, die man mit Recht davon hätte erwarten kön⸗ nen, und da, wenn er nicht gehörig aufgemuntert — 394— wird, wir in kurzem des angenehmſten und heilſam⸗ ſten Lebensgenuſſes größtentheils beraubt ſeyn wer⸗ den, deſſen ſich ein Land nur immer erfreuen kann. Nro. III. Da einige Behauptungen, die ich in dieſem Werke hie und da geäußert habe, den ſonſt allgemein ange⸗ nommenen Meinungen widerſprechen, ſo entſchloß ich mich, diejenigen, die am zweifelhafteſten ſcheinen könnten, dem Artheile ſachverſtändiger Männer zu unterwerfen, und ihre Bemerkungen dem Publiko mitzutheilen, ſie möchten nun zur Beſtätigung meiner Meinungen dienen oder nicht. Damit ſie nun deſto bereitwilliger ſeyn möchten, mir ihre Meinungen mitzutheilen, ſtellte ich diejeni⸗ gen Punkte, über welche ich ihr Urtheil zu erſahren wünſchte, als Fragen auf, und folgende Blätter ent⸗ halten nun ſowohl die Fragen ſelbſt, als auch die Antworten, welche ich darauf empfing. Es war meine Abſicht, die Herren öffentlich zu nennen, an die ich mich in dieſer Angelegenheit ge⸗ wandt hatte, da ſie nicht allein ſehr zahlreich waren, ſondern auch in ihrer Gegend in großem Anſehen ſtan⸗ den. Weil ſie aber faſt alle hierzu nicht geneigt wa⸗ ren, ſo verſprach ich ihnen, es zu unterlaſſen. Die Beſchaffenheit der hier jetzt folgenden Fragen war es indeſſen nicht, was ſie dagegen abgeneigt machte; vil die ch in deu näc nn dieſer würde, w gefollen, Jahl derer ſor en wanzigen ale in pe guhir E Urhel, n Alt dee M ganzen K nicht der und demſ 3. dejenigen, der die d Landedell ſich durch af den⸗ lſe die Kou aüsgeſeß daß ſie Kornhän Antt der Mei a und heilam⸗ dubt ſeyn wer efreuen kann. dieſem Were gemein ange⸗ entſchloß ich iſten ſcheinen Man Männer zu dem Publiko ligung meiner eyn möchten, ich diejeni⸗ zu erſahren Blätter ent⸗ als auch die öffentlich zu glegenheit ge⸗ glreich waren, Anſehen ſtans geneigt wa⸗ Sragen war nFragen rigt machte — 395— weil dieſe aber mit andern in Verbindung ſtehen, die in dem nächſten Bande erſcheinen werden, und meh⸗ rere dieſer Herren wünſchten, daß es nicht bekannt würde, wie ſie darüber dächten, ſo ließ ich mir es gefallen, keinen derſelben namhaft zu machen. Die Zahl derer, an welche ich mich deshalb wandte, war ſehr anſehnlich, aber ich erhielt nur von fünf und zwanzigen Antwort auf meine Fragen. Sie lebten alle in verſchiedenen Graſſchaften, meiſtentheils in großer Entfernung von einander, ſo daß man das Urtheil, welches ſie darüber äußerten, um ſo mehr als die Meinung aller gut unterrichteten Männer im ganzen Königreiche betrachten kann, welches wohl nicht der Fall ſeyn könnte, wenn ſie nur in einem und demſelben Diſtrikte gelebt hätten. Ich halte es noch für nöthig zu bemerken, daß diejenigen, an welche ich mich gewandt habe, entwe⸗ der die vorzüglichſten Farmer in ihrer Gegend, oder Landedelleute, Kaufleute und Fabrikanten ſind, die ſich durch ihre Bemühungen und ihre Auſmerkſamkeit auf den Ackerbau ausgezeichnet haben. iſte Frage.— Sind Sie der Meinung, daß die Korntheurung, welcher die Ration jetzt ſo oft ausgeſetzt iſt, von wirklichem Mangel herrühre oder daß ſie, ungebührlicher Weiſe, durch die Farmer und Kornhändler bewirkt worden ſey? Antwort.— Alle waren hierüber einſtimmig der Meinung, daß in den Jahren, auf welche ſich — 396— die Frage bezieht, es wirklich an Korn gefehlt habe, und daß dieſer Mangel nicht von den Machinationen der Farmer oder Kornhändler herrühre. 2fe Fr.— Iſt es den Farmern oder andern Kornhändlern möglich, eine ſolche Menge Korn zu⸗ rückzuhalten, daß dieſe auf die Marktpreiſe einen be⸗ deutenden Einfluß haben kann, und iſt es Ihnen be⸗ kannt, daß dieſes jemals geſchehen ſey 2 Antw.— Keiner von ihnen glaubte, daß Far⸗ mer oder Kornhändler jemals großen Einfluß auf die Kornpreiſe haben können. Sie hatten alle wol da⸗ von gehört, daß die Farmer und Kornhändler in theu⸗ ren Jahren das Getreide aufſchütten ſollten, aber keinem unter ihnen war auch nur ein einziger Fall bekannt, daß es wirklich geſchehen ſey. Einige füg⸗ ten noch hinzu: ſie glaubten nicht, daß dieſes jemals in einem irgend bedeutenden Grade geſchehen könne, weil man ſich dadurch der Wuth des Pöbels ausſe⸗ tzen würde. 3te Fr.— Wobey ſtehen ſich die Farmer am beſten, bey ſehr ergiebigen oder bey wenig Korn ein⸗ tragenden Erndten? Antw.— Die Farmer wünſchen ſich allezeit ei⸗ nen ſtarken Kornertrag und ſtehen ſich allgemein in Jahren des größten Überfluſſes am beſten, wenn auch ſchon die Preiſe wohlfeil ſind. 4te Fr.— Wiſſen Sie irgend ein Beyſpiel, daß die Preiſe des Korns oder anderer Lebensmittel durch gaͤnzlic 1 Landbe ze Na Lande Landw Höſe zu be dn gefehlt hube, Maninationn ke. n oder andern denge Korn zu⸗ preiſe einen be⸗ ſt es Ihnen be⸗ 2 übte, daß Far⸗ Einfluß auf die n alle wol dar aändler in theu⸗ ſollten, aber einziger Fall Einige füg⸗ jdieſes jemals ſchehen könne, Pöbels ausſe de Farmer am enig Korn eine ſich allezit ei h allgemein in beſten, wemn Beyſpieſ d ensmittel duch Auf⸗ und Vorkaufen(engrossing, forestalling and regrating) geſteigert worden? Antw.— Im gemeinen Leben wird zwar oft davon geſprochen, aber ein Beyſpiel iſt uns nicht bekannt. 5te Fr.— Sind Sie der Meinung, es ſey nachtheilig für die Nation, daß die Farmer im Gan⸗ zen zu reich ſind? Antw.— Nur diejenigen, welche keine prakti⸗ ſche Kenntniß von der Landwirthſchaft haben, kön⸗ nen glauben, daß die Farmer durch ihren Reichthum ſchädlich werden. Sie ſind im Allgemeinen durchaus viel zu arm. 6te Fr.— Iſt der Beyſtand, welchen die Land⸗ Banken(country banks) den Farmern, Kaufleuten und Fabrikanten leiſten, ſuͤr die Nation vortheilhaft oder nicht? Werden durch den Einfluß dieſer Ban⸗ ken die Preiſe des Korns und Fleiſches erhöhet oder verringert, und was würden die Folgen ſeyn, wenn man ihre Anzahl einſchränkte, oder wenn man ſie gänzlich unterdrückte? Antw.— Banken aller Art, vorzüglich aber Landbanken, haben ihren großen Nutzen für die gan⸗ ze Nation, und waren, allem Anſchein nach, hier im Lande niemals auf irgend eine Weiſe ſchädlich. Da die Landwirthe durch ſie in den Stand geſetzt werden, ihre Höfe zu verbeſſern, ſo tragen ſie gewiß ſehr viel da⸗ zu bey, unſere Produkte an Korn und andern Ar⸗ — 398— tikeln zu vermehren: dadurch müſſen ſie nun alſo auch dazu beytragen die Marktpreiſe zu vermindern; und wenn man ſie entweder unterdrücken oder ihre Anzahl einſchränken wollte, ſo würde der Ackerbau allenthalben ſehr weſentlich darunter leiden, und meh⸗ rere jetzt ſehr blühende Fabriken würden ſo gleich ins Stocken gerathen. 7te Fr.— Sind die Farms in Ihrer Gegend überhaupt zu groß, oder kleiner, als ſie billig ſeyn ſollten? Antw.— DObgleich etliche meiner Correſponden⸗ ten einige wenige grasreiche Farms für zu groß hiel⸗ ten, weil die Population darunter litte, ſo glaubte doch keiner unter ihnen, daß ſolche Pachthöfe, die vornämlich nur Ackerbau treiben, jemals dadurch Schaden geſtiftet haben, daß ſie zu groß wären, wenn ſie nur übrigens mit hinlänglichen Capitalien bewirthſchaftet würden. Sie behaupteten alle zuſam— men, daß die Farms ſelten die gehörige richtige Größe haben, und daß ſie im Ganzen viel zu klein ſind. 6te Fr.— Sind es die großen oder die kleinen Farms, die, nach Verhältniß ihrer Größe, das mei⸗ ſte Korn und Vieh auf die Märkte liefern? Was auch Ihre Meinung über dieſen Punkt ſeyn mag, ſo bitte ich, den Grund davon anzugeben. Eben ſo wünſchte ich auch zu wiſſen, was in Ibrer Gegend im Durchſchnitte der Ertrag ſowohl großer als auch kleiner Farms iſt. Antw Korn ode alle groß 7.„ Farms Hie c nen Fal ite Ho im Allge ſelig gen püll auf Ein gelegt! allen A geſähr; andere Ganzen Ueiner F vierzig! nicht m ſie bei al Ertrag a gle bloß Ach zuträglit An Verhall Vieh, a vendig ſie nun tlſo zu vermindenn; ücken oder ihre e der Ackerbau und meh⸗ n ſo gleich ins Ihrer Gegend ſie billig ſeyn Correſponden⸗ zu groß hiel⸗ e, ſo glaubte Pachthöfe, die nals dadurch groß wären, een Capitalien en alle zuſam— richtige Größe u klein ſind. der die kleinen oöße, das! mei⸗ liefern? Was ſeyn mog, ſ den. Eben o Ibrer Gegend doßer ol auch 399 Antw.— Kleine Farms ſind ſelten im Stande, Korn oder Maſtvieh zu verkaufen, ſo daß alſo faſt alle große Märkte im Königreiche von den großen Farms damit verſehen werden. Hieran ſcheint t baupkſa hli die Armuth der klei⸗ nen Farmer Schuld zu ſeyn, die ihnen ſelten erlaubt, ihre Höfe zu ver beſſern Ihre Erndten fällen daher im Allgemeinen ſchlecht aus, und ihr Vieh iſt ſo arm⸗ ſelig genährt, daß ſie gewöhnlich von beyden nicht viel auf die Märkte bringen können. ; Einige unter denen, welchen ich dieſe Frage vor⸗ gelegt hatte, gaben im Durchſchnitte den Ertrag an allen Arten Korn überhaupt im Königreiche zu un⸗ eſähr drittehalb Quarter vom Morgen(acre) an; andere ſchätzten ihn zu etwa drey Quarter; aber im Ganzen ſtimmten ſie darin überein, daß der Ertrag kleiner Farms, ſolcher nämlich, die nur dreißig bis vierzig Morgen groß ſind, ſich im Durchſchnitte auf nicht mehr als zwey Quarter belaufe, wohingegen ſie bei allen Farms von 200 Morgen und drüber, den Ertrag auf mehr als fünf Quarter rechneten. gte Fr.— Sind die kleinen oder die großen, bloß Ackerbau treibenden, Farms der B Bevölkerung am zuträglichſten? Antw.— Die großen Farms produeiren, nach Verhältniß ihrer Größe, nicht nur mehr Korn und Vieh, als die kleinen Farms, und müſſen alſo noth⸗ wendig die Population befördern; ſie erfodern aber auch zu ihrer Bewirthſchaftung eine groͤßere An⸗ zahl Menſchen, die alle davon unterhalten werden müſſen. lote Fr.— Abgeſehen von den wüſten Plätzen und Gemeinheiten, ſcheint ein großer Theil der Acker⸗ ländereyen im Königreiche noch immer gar ſehr eis ner Verbeſſerung zu bedürfen; manche derſelben be⸗ finden ſich beynahe im bloßen Zuſtande der Natur. Was ſcheint Ihnen hievon die Urſache zu ſeyn? Wür⸗ den jetzt, da Korn ſowol als Fleiſch ſelten und theuer ſind, die Eigenthümer und Pächter ſolcher Ländereyen, die ſich in einem ſo unproductiven Zuſtande befinden, nicht durch die jetzigen hohen Preiſe dieſer Artikek reichlich alles wieder empfangen, was ſie auf ihre Verbeſſerung wendeten? Glauben Sie, daß, bey ei⸗ ner vollkommenen Verbeſſerung alles Nationaleigen⸗ thums das ſich in ſolchen Umſtänden befindet, die ge⸗ genwärtige Volksmenge des Königreichs hinlänglich mit Korn und Fleiſch verſorgt werden könnte, und wie würde, Ihrer Meinung nach, dieſe Verbeſſe⸗ rung am leichteſten zu bewerkſtelligen ſeyn? Antw.— Alle beklagten den Zuſtand des Acker⸗ baues in Britannien, der, einige wenige Diſtricte ausgenommen, mit der Bevölkerung nicht gleichen Schritt gehalten habe, und gaben ſämmtlich einerley Gründe davon an, nämlich: Mangel an Gelde ſo⸗ wohl unter den Landeigenthümern, als auch unter den Farmern und dann, daß die Pachtzeiten meiſten⸗ theils zu kurz wären. Eben ſo behaupteten auch meh⸗ rere rre, di men(Do Ackerbau mer und als die viele Lü ſtande Ei man de und ihr Ackerlä daß ſie Ulberft ten. S nung ü ten aug Ackerba eine größete l⸗ unkerhalten wermm den wüſten Plüen ßer Theil der lai immer gar ſhr n nanche derſelbn ler uſtande der Naile ache zu ſeyn? Vir ſch ſelten und gheur ſolcher Ländereyn, Zuſtande befindn greiſe dieſer Arttl was ſie auf i Sie, daß, bef t les Nationaglein i befindet, di ge greichs hinlängih erden könnte, und h,, dieſe Velbſe gen ſeyn? Zuſtand des Icer 2 wenige Diſteict ng niht geihen ſimmtich emmelh ngel am Gelde ſo „abs auch untr zachtzeiten meiſten upteten auch e nut rere, daß die Zehenten und die Abgabe für die Ar⸗ men(poor's rates) ein großes Hinderniß für den Ackerbau wären; alle aber gaben die Armuth der Far⸗ mer und die kurze Dauer ihrer Pachttermine(leases) als die Haupturſachen an, weswegen noch immer ſo piele Ländereyen in ihrem jetzigen unverbeſſerten Zu⸗ ſtande blieben. Sie waren einſtimmig der Meinung, daß, wenn man den Farmern nur hinlängliche Fonds verſchaffte und ihre Pachttermine verlängerte, unſere bisherigen Ackerländereyen bald dahin gebracht werden könnten, daß ſie für das Doppelte unſerer jetzigen Volksmenge UÜberfluß an Korn und andern Lebensmitteln liefer⸗ ten. Keiner unter ihnen äußerte eine beſtimmte Mei⸗ nung über die Stärke unſerer Population; ſie glaub⸗ ten auch nicht, daß man das zur Verbeſſerung des Ackerbaues nöthige Geld würde herbeyſchaffen kön⸗ nen; aber alle behaupteten, daß, wenn dieſes mög⸗ lich wäre, ein jeder Farm im ganzen Königreiche auf das Doppelte ſeines bisherigen Ertrages gebracht wer⸗ den könnte; und faſt alle waren überzeugt, daß die Summe unſerer Nationalprodukte an Korn und Fleiſch ſehr leicht auf das Dreyfache deſſen zu bringen wäre, was ſie bisher geweſen iſt. Iite Fr.— Wenn nun aber auch gleich mit Hülfe des baaren Geldes alle Ländereyen im ganzen Königreiche verbeſſert und zu einem höhern Ertrage gebracht werden könnten,* frägt ſichs doch noch⸗ E — 402— ob auch, Ihrer Meinung nach, der hiedurch erhal⸗ tene Gewinn groß genug ſeyn würde, um die Aus⸗ lage der hiezu unſtreitig erfoderlichen anſehnlichen Summen zu rechtfertigen? Antw.— Da bis jetzt das baare Geld, wenn es anders mit Verſtand und richtiger Beurtheilung auf die Verbeſſerung des Grunds und Bodens gewandt wurde, faſt allezeit einen hinreichenden Gewinn ein⸗ gebracht hat, ſo kann man mit Recht glauben, daß dies auch fernerhin geſchehen werde. So lange die Nation gezwungen iſt, große Quantitäten an Korn und andern Conſumtionsartikeln einzuführen, wird der durch die Verbeſſerung des Ackerbaues zu erhal⸗ tende Vortheil ſehr anſehnlich ſeyn, und vermuthlich mehr betragen, als alles, was wir an unſerm aus⸗ wärtigen Handel gewinnen. Denn, es iſt nicht das Korn allein, welches wir, bis zu einem ungeheuren Belaufe, bey uns einzuführen genöthigt ſind, ſondern wir importiren auch noch viele andere Lebensmittel, wie zum Beyſpiel, Fleiſch, Federvieh, Butter, Käſe, Reiß und andere Dinge mehr. 12te Fr.— Wenn das Parlement es für rath⸗ ſam hielte, daß die Nation zu dieſem Behufe Geld vorſchöſſe, auf welche Weiſe müßte dieſes, Ihrer Meinung nach, geſchehen? Glauben Sie, daß, wenn man für die Verbeſſerung des Ackerbaues, nament⸗ lich für die Erzielung der ſtärkſten Quantitäten des beſten Getreides, und die Verbeſſerung aller Arten don Ve in Dert dieſe vo daß es ſerdem Gumm hinläm lched von i den? Wirku Board angeſe Gegen und d ſümmt 1 immer beſfer allegei den al Präm eine zinſen ſehr g Necht Plan, ſchaft keſten hiedurch azal⸗ e, um die Aubs en anſehalichen e Geld, wenn es eurtheilung auf Vodens gewandt en Gewian ein⸗ dt glauben, daß Go lange die itäten an Korn zuführen, wird baues zu erhal⸗ und vermuthlich in unſerm aus⸗ g iſt nicht das em ungeheuren t ſind, ſondern re Lebensmittel, „Butter, Käſe ent es füt ralh m Behufe Ged dieſes, Ihter Sie, daß, wenn haves, noment Duantitäten des 6 ung aller luin — 403— von Vieh, ſo wie für alles, was mit dem Ackerbau in Verbindung ſteht, anſehnliche Prämien vertheilte, dieſe von Nutzen ſeyn würden? Glauben Sie ferner, daß es vortheilhaft wäre, wenn man auch noch au⸗ ßerdem für eine jede Grafſchaft gewiſſe beſtimmte Summen Geldes als ein Darlehn bewilligte, die aber hinlänglich ſeyn müßten, um alle Jahre eine anſehn⸗ liche Quantität Land damit zu verbeſſern, und wo⸗ von in mehreren Jahren keine Zinſen bezahlt wür⸗ den? Was würde es, Ihrer Meinung nach, für Wirkung haben, wenn in einer jeden Graſſchaft ein Board of Agriculture angeordnet würde, der aus den angeſehenſten Landedelleuten und Farmern einer jeden Gegend beſtände, denen die Vertheilung der Prämien und der übrigen zur Verbeſſerung des Ackerbaues be⸗ ſtimmten Geldſummen unmittelbar übertragen wäre? Antw.— Auf welche Art und Weiſe man auch immer eine hinlängliche Summe Geldes auf die Ver⸗ beſſerung des Ackerbaues wenden mag, ſo werden allezeit ſehr anſehnliche Vortheile daraus fließen; wür⸗ den aber auf eine verſtändige Weiſe zu dem Ende Prämien vertheilt, und gewiſſe Summen Geldes auf eine hinlängliche Anzahl Jahre zu eben dem Zwecke zinſenfrey ausgeliehen, ſo würde dieſes unfehlbar von ſehr großem Nutzen ſeyn. Man kann ebenfalls mit Recht glauben, daß ein jeder hierauf abzweckender Plan, durch den Beyſtand eines in einer jeden Graf⸗ ſchaft angeordneten Boards of Agriculture, am leich⸗ teſten und beſten würde ausgeführt werden. In der — 404— That iſt auch bisher noch kein Plan zur Verbeſſerung des Ackerbaues in Vorſchlag gebracht worden, von welchem man ſich, mit ſo vieler Wahrſcheinlichkeit, einen glücklichen Erfolg verſprechen könnte, als von der Anordnung ſolcher, mit hinreichenden Fonds ver⸗ ſehenen, Societäten in einer jeden Grafſchaft. Dieſes iſt der Hauptinhalt einer weitläuftigen Correſpondenz, die ich über die in dieſem Abſchnitte enthaltenen Fragen geführt habe. Da dieſe Fragen mehreren Einzelnen beſonders vorgelegt wurden, die mit einander in ganz und gar keiner Verbindung ſtanden, ſo erhielt ich, natürlicher Weiſe, ihre Ant⸗ worten unter ſehr verſchiedenen Formen und Ausdrü⸗ cken; ich habe aber getreulich den Sinn derſelben hier wieder gegeben, und da alle dieſe Einzelne Männer von Fähigkeiten, Anſehen und Erfahrung ſind, ſo kann ich mit Recht glauben, daß ich hiemit zugleich die Meinung einer großen Anzahl Menſchen im gan⸗ zen Königreiche vorgetragen habe. 2.— ur Verbeſſenng. warden, vnn Albrecht Thaer’'s ahrſcheinlchkeit önnte, als von 14 rhapſodiſche Bemerkungen afſchaft. *„ 2* 2 eweitläuftigen eſem Abſchnitte B. Bell's . e a dieſe Fragen t wurden, die Abhandlungen er Verbindung eiſe, ihre Ant— 1 und Ausdrü⸗ uͤber derſelben hier zelne Männer d e n A ck e r b a u. rung ſind, ſo hiemit zugleich nſchen im gan⸗ ———'———————-— Berlin, 1804. In der Realſchulbuchhandlung. Vorrede zur Ueberſetzung. ½ 5 Ich hielt es für ſchicklicher, meine Bemerkun⸗ gen über dieſes Werk in einem Nachtrage an⸗ zuhängen, als durch Anmerkungen die Leſung deſſelben zu unterbrechen. Statt der Vorrede bitte ich alſo auch die⸗ ſe Bemerkungen bis Seite 13. zu leſen, oder auch, wenn man will, den ganzen Nachtrag der Leſung des Werks vorhergehen zu laſſen. Dieſer Theil betrifft größtentheils Staats⸗ wirthſchaft und Finanzweſen in Hinſicht auf Ackerbau; der zweite Theil, der wahrſcheinlich IV zung gleich nachfolgen ſoll, wird Gegenſtände des praktiſchen Ackerbaus enthalten. Wie nütz⸗ lich das Nachdenken über die Verhältniſſe ſei⸗ nes Gewerbes zum Staat jedem praktiſchen Ak⸗ kerbauer ſey, zeigte ſchon Münchhauſen im Aten Bande ſeines Hausvaters trefffich.. bald erſcheinen wird, und dann in der Aleberſez⸗ D. von Cro tn und; ſet Vih lonen— he ten gelä Gelder un den Gläul man vans . Unfundirt Lapi Nachte zu in der llebelt⸗ 1d Gegaſtände enl. Wi tütz Verhältniſe ſi praktiſchen Al⸗ hauſen im iin 1 wurde, ver Do Kriege, welche England geführt bat, um das von Cromwell gegründete Handelsſyſtem zu behaup⸗ ten und zu erweitern, hat die Brittiſche Staatsſchuld, ſeit Wilhelms des Dritten Regierung, auf 450 Mil⸗ lionen Pfund gebracht. Ehe ein ſyſtematiſches Schuldenmachen den Brit⸗ ten geläufig geworden war, borgte die Regierung Gelder und machte Schulden auf einen Credit, der den Gläubigern keine ſperielle Hypothek verſicherte; man nannte Schulden dieſer Art in ſpätern Zeiten unfundirte Schulden, und als dieſer Credit wankend pfändete man gewiſſe Einkünfte des Staats zur Bezahlung der Zinſen der angeliehenen Capitales man nannte dies fundirte Schulden. Indem man auf dieſe Weiſe fundirte Staats⸗ ſchulden contrahirte, wurden folgende Hauptbedin⸗ gungen dabey feſtgeſetzt. 1) Die Regierung oder das Parlement ſoll weder jetzt noch für die Zukunft verpflichtet ſeyn, den Herleihern oder deren Erben die empfangenen Capitalien zurück zu zahlen. Nachtr. zu Bell's Verf. I. Th. 2 2) Die Regierung verpflichtet ſich aber, contrakt⸗ mäßige Zinſen den Gläubigern des Staats zuzu⸗ ſichern und auszuzahlen. Man nannte dieſe Zinſen eine Annuität, und die Dokumente, die darüber den Gläubigern gegeben wur⸗ den, Stocks. Dieſe Zinſen oder Annuität ſind ſeit der Revo⸗ lution von 8 auf 6, 5 und 4 pro Cent des wirklich dem Staate übergebenen Capitals geſunken; und un⸗ ter des Herrn Pellhams Adminiſtration, erwa im Jah⸗ re 1753, von 4 auf 3 pro Cent herabgeſetzt. Man nannte dies die 3 pro Cent Stocks reduced. Als aber in der Folge wiederholte Kriege mit Frankreich die Regierung nöthigten, neue Staats⸗ ſchulden zu machen, war ſie unter verſchiedenen vor⸗ theilhaften und nachtheiligen Umſtänden gezwungen neue Gelder zu 3, 4 und 5 pro Cent aufzunehmen. Auch hier wurden jene zwey Hauptbedingungen zur Grundlage des Contrakts gemacht, der mit den Gläu⸗ bigern geſchloſſen wurde, und es entſtanden 3, 4 und 5 pro Cent ronſolidirte Stocks, oder neue fun⸗ dirte Schulden, für welche 3, 4 und 5 pro Cent Annuität bezahlt, und gewiſſe Staats⸗Einkänfte, die aus neuen Taxen hervorgingen, verpfändet wurden. Im Jahre 1697 behefen ſich die ſämmtlichen Staatsſchulden Großbritanniens auf etwa 21 ½ Mil⸗ lion Pfund; es wurden bis 1701 etwa 5 Millionen Der Schuldenbeſtand blieb alſo im Anfange des vorigen Jahrhunderts 16 Million davon abgetragen. —-— Fiiedens äbgelto det her Fiiddens In. ſ beitann eine 6 fentich hätte Nätrau den 98 Credit denlaſt Capito Ged in Dtt ſü ſich abe, conteke in des Eluus zu 3 Annuität, und dee 9 bigern gegeben ur⸗ ſind ſeit der gew⸗ ro Cent des niſh geſunken; undwe ation, etwa in di herabgeſetzt. Na ks reduced. derholte Kriege i gten, neue Ghuut er verſchiedenen we ſtänden gezwunn Cent auſzunehnen duptbedingungen g „der mit den Gü es entſtanden 3, ccks, oder neule ſn und 5 pro ben taats Einkünfte,d verpfändet wurhmn ſich die ſämmtlihn auf etwa 212 M efwa 5 Mllionar denbeſtond blieb d 1 TMllon underts 107 h Der Krieg, welcher 1701 ausbrach, und andere Umſtande, häuften die Schulden dergeſtalt, daß ſis ſich 1722 auf 55 ½˖ Millionen beliefen. Während des Friedens von 1722 bis 1739 wurden 855 Millionen abgetragen; es blieben alſo 4678 Millionen. Der Krieg, der 1739 ausbrach, häufte bis 2½6, wo durch den Aachener Frieden die Ruhe wie⸗ er hergeſtellt wurde, die Schulden wieder bis auf 325 Millionen. In dem Frieden bis 1755 wurden 6 Millionen Schulden abgetragen: ſo daß beym An⸗ fange des ſiebenjährigen Krieges die fundirten Schul⸗ den Großbritanniens ſich auf 7276 Millionen Pfund beliefen. Der ſiebenjährige Krieg hatte die Schulden auf 139 ⅞ Millionen vermehrt; während eines 1 rjährigen Friedens wurden 11 Millionen Schulden abgetra⸗ gen: ſo daß 1775 die ſämmtlichen Schulden Groß⸗ britanniens auf 123 Millionen Pfund ſich beliefen— eine Schuld, unter deren Laſt damals, nach der öf⸗ fentlichen Meinung, England erliegen mußte. Wer hätte es alſo glauben ſollen, daß ſeit dem in einem Zeitraume von 26 Jahren, 322 Millionen neue Schul⸗ den gemacht werden konnten, ohne den Brittiſchen Credit zu untergraben, und daß, nachdem die Schul⸗ denlaſt auf 450 Millionen geſtiegen iſt, immer noch Capitaliſten ſich finden, die begierig genug ſind, ihr Geld in Brittiſche Fonds, als den beſten Zufluchts⸗ Ort für die öffentliche Pecuniar⸗Sicherheit, zu tragen. A 2 Das Steigen und Fallen der Stocks iſt kein Be⸗ 3 weis von dem Steigen und Sinken des öffentlichen he Pro Engliſchen Staats⸗Credits; er entſteht vorzüglich: n ¹) aus einer unvortheilhaften Bilanz mit dem feſten Lande, und 2) aus neuen Handelsunternehmungen, 6 die von ſolchem Umfange ſind, daß die cirkulirende Sluat Geldmaſſe in England nicht zureicht, um die neuen dalln merkantiliſchen Engagements zu realiſiren. Ich be⸗ Iolch merke, daß das Steigen und Fallen der Stocks ſel⸗ Dmde tener von Spekulationen und Proceduren der Beſitzer d 3 wirklicher Stocks herrührt, die ſich ſolche bloß erwor⸗ V ele ben, um die damit verbundene Annuität zu ihrem Eloch jährlichen Auskommen zu machen, ſondern häufiger lge. aus Contrakten ſolider Handelshäuſer ſowohl, als Jroße der ſogenannten Stock Jobbers, wobey ein idealiſcher elne I Beſitz von Stocks zum Grunde gelegt worden. Wenn Gbe nun der große Umſang dieſer Contrakte durch die Abi G plötzliche Dazwiſchenkunft einer nachtheiligen Geld⸗ dn i bilanz mit dem feſten Lande, oder durch Erweiterung ne des Gebiets zu neuen Handelsſpekulationen überraſcht mann wird, wo das handelnde Publikum, ſtatt des baaren Gel⸗ Vatſo des, Stocks zum einheimiſchen Ausgleichen anbieten, oder nee Stocks verkaufen muß, um mit dem Ausländer fer⸗ d tig zu werden; ſo entſteht daraus die natürliche Fol⸗ 1 auf ge, daß der Copital⸗Preis der Brittiſchen Staats⸗ züt Obligationen oder der Stocks beträchtlich ſinken kann, obgleich der Staats⸗Credit derſelbe iſt, und die auf J den Stocks haftende Annuität völlig ſicher ſtehet. An Die Stocks in England ſind als ein cirkulirendes Me⸗ Jühre dium zu betrachten, und ſind folglich demſelben Han⸗ Dert deſen kocks iſt kein He⸗ des öffntlien ſteht vonüglih: mit den feſten unternehmungen, die cirkulirende um die neuen lſiren. Ich be⸗ der Gkocks ſil ren der Beſißer nuität zu ihrem ondern haͤufiger er ſowohl, ab ey ein idealſſchr worden. Went akte durch die theiligen Geld⸗ ich Erweiterung ponen überraſcht 27 tdes baaren Gel en anbielen, oder Ausländer fel⸗ ſt, und die auf g ſicher ſtehel M⸗ kulirendes Aue demſelb ſelb en 9 Hala — H dels einfluſſe unterworfen, der auf dem feſten Lande die Proportion des Goldes zum Silber ſo oft ver⸗ ändert. So lange das Steigen und Fallen des Engliſchen Staats⸗Credits keinen Einfluß auf das Steigen und Fallen der Engliſchen Stocks hat, rührt letzteres le⸗ diglich von Vorfällen und Veränderungen in der Handelswelt her, nach welchen dem Kaufmanne bald der Beſitz von Stocks, bald der Beſitz von baarem Gelde vortheilhaft iſt. In jedem Falle werden die Stocks im Preiſe ſinken, wo Subſidien oder auswär⸗ tige Handels⸗Entwürſe den Engländer nöthigen, A₰ roße Summen auswärts zu ſenden, und dadurch Ꝙ eine nachtheilige Geldbilanz und einen nachtheiligen Geld⸗Cours mit dem feſten Lande zu veranlaſſen. Als im Jahre 1795 die Franzoſen im Begriff ſtan⸗ Yal! 79 8 8 den, in Holland einzudringen, und die Engliſche A mee zwiſchen der Ems und Weſer ihr Zand tnartie genommen hatte, waren die Wechſel, welche Brook Watſon, als General⸗Commiſſär der Engliſchen Ar⸗ mee, auf die Engliſche Schatzkammer ausſtellte, von ſo ungeheurem lUmfange, daß der Engliſche Cours guf 520 Thaler für 100 Pfund herabſank.(Das eta⸗ blirte Pari iſt 608 Thaler für 100 Pfund.) Die Handels⸗ und Commiſſariats⸗Wechſel von Bremen und Hamburg auf England ſollen in dieſem Buhhe ſich auf 20 Millionen Pfund belaufen haben. er Verluſt, den England mit dem feſten Lande durch eſe nachtheiligen Wechſel⸗Cours in dieſem Jahre — 6— hatte, würde ſich demnach über 1 Million Pfund be⸗ laufen haben. Die Geldbilanz wurde dadurch ſo nach— theilig für England, daß große Summen baaren Geldes dem feſten Lande zugeſchickt werden mußten, und weil man keine Stocks gebrauchen konnte, um mit dem feſten Lande zu liquidiren: ſo entſtand dar⸗ aus die natürliche Folge, daß viele Stocks⸗Inhaber den idealiſchen oder wirklichen Beſitz der Stocks ver⸗ kaufen mußten, um durch baare Remeſſen ihren Cre⸗ dit decken zu können— und, im Verhältniß der Geldnoth, welcher die Bank nur in geringem Maaße zu ſteuern vermochte, mußtke der Preis der Stocks ſinken. In der Regel finden wir auch, daß der Preis der Stocks mit einem nachtheiligen oder vortheilhaf⸗ ten Engliſchen Cours ziemlich gleichen Schritt hält. Ich habe, ſeit Erſcheinung meines Buchs über Engliſche Landwirthſchaft, eine Menge Buchhändler⸗ Anträge erhalten, um Engliſche landwirthſchaftliche Schriften, die man mir theils vorſchlug, theils mei⸗ ner Auswahl überließ, unter meiner Anleitung über⸗ ſetzen zu laſſen, und ſie mit Anmerkungen und Erläu⸗ terungen zu begleiten. So angenehm mir dieſes in gewiſſer Hinſicht ſeyn mußte, ſo habe ich doch keinen dieſer Anträge angenommen. Denn kein mir vorge⸗ ſchlagenes, kein mir bekannt gewordenes Engliſches Werk, war von der Art, daß es ohne vollſtändige kennint ſong ib ſſe, ſändhi liſſe böonen hn ei legend Was 1bö, bakers ſh erneue wörti „was jauch 9 7 ſken dllion Pfund he⸗ dadurch ſo nah Summen baaren werden mußten, cheen konnte, um ſo entſtand dar⸗ Skocks⸗Jahaber der Etocks der⸗ geringem Maoße Dreis der Gtoks , daß der Prei der vorthelhef: n Schritt hält nes Buchs über ge Buchhändler⸗ ndwirthſchafllihe lug, theil mei⸗ Aaleitung über⸗ nen und Erläl⸗ zm mir dieſes 1 ih doch kenen kein mir bolgt: denes Englichs A37Nê hae volſtünige — 2— Kenntniß der Engliſchen landwirthſchaftlichen Verfaſ⸗ ſung überhaupt, und der beſondern Local⸗Verhält⸗ niſſe, unter welchen der Schriftſteller ſchrieb, ver⸗ ſtändlich genug, und ohne Reduction jener Verhält⸗ niſſe auf die unſrigen praktiſch nützlich hätte werden können. Vielmehr konnten die beſten jener Schriften bey einer leider! noch zu häufigen, nicht genug über legenden Nachahmungsſucht vielen ſchädlich werden Was unſer verewigler Münchhauſen im Jah⸗ 1765, in ſeiner Vorrede zum 2ten Bande des Haus⸗ vaters, von dem Geſchmack ſeiner Zeit ſagt, hätte ſich ſo ſchnell, als der Kleiderſchnitt, wieder bey uns ernenern können. Ich kann nicht umhin, dieſe Stelle wörtlich hierher zu ſetzen. „Eine dritte Warnung: ſey vorſichtig und nicht „zu voreilig in Ueberſetzung fremder Werke, richte „ich billig an alle meine Landsleute, bey denen eine „gewiſſe Art von leberſetzungsſeuche herrſcht.“ „Wie wir überhaupt nur ſuchen und vorziehen, „was fremd und ausländiſch heißet, ſo glanben wir „auch faſt, daß bloß fremde Nationen richlig den⸗ „ken und was Gründliches vortragen können.“ „Sobald kommt nicht, ſonderlich im Engliſchen „und Franzöſiſchen, ein Werk zum Vorſchein, wel⸗ „ches nur einigermaßen Beyfall findet; ſo veranſtal⸗ „tet ſchon ein gewinnſuchender Verleger, und ein da⸗ „von ſeinen Unterhalt erwartender Ueberſetzer eine „Deutſche Auflage. — — —— 2 . — 8— „Ein Buch, das auf dem Titelblatt die Nach⸗ „richt führt: aus dem Engliſchen oder Franzöſiſchen güberſetzt, wird ſchon mehr Abgang finden, als an⸗ „dere in der Materie mit mehrerer Gründlichkeit in „unſerer Mutterſprache geſthriebene.“(Bey aller Deutſcher Driginalität, womit unſere Schriftſteller prahlen, iſt dies noch immer der Geſchmack unſers Publikums). 1 Wchn „Dieſer Mißbrauch hat auf die von der Land⸗ „wirthſchaft handelnden Werke vornämlich einen übeln „Einſluß. Das Publikum würde wenig verlieren, „wenn es der lleberſetzung z. E. des Mill s entbeh⸗ „ren müſſen. Derowegen wäre zu wünſchen: „1) Daß man in der Wahl derer zu überſetzenden „Werke recht ekel ſeyn möchte.“ „2) Daß Niemand eine Ueberſetzung übernähme, „als ein ſolcher, der nicht allein in beyden Spra⸗ „chen gleich geübt, ſondern auch in der Materie, „wovon gehandelt wird, völlig unterrichtet iſt.“ „3) Daß ſodann der Ueberſetzer nicht ſowohl auf „die in der Urkunde gebrauchten Worte ſehe, ſon⸗ „dern wie er die Materie ſeinen Landsleuten auf „die gründlichſte und begreiflichſte Art vortragen „könne. Oder vielmehr 1, Daß man ſich nicht bernhige, eine wörtliche „Ueberſetzung zu liefern, ſondern ſich vielmehr be⸗ „mühe, dus Brauchbare in einem kurzen auf im⸗ „ſere Landesart gerichteten Auszug oder Nachah⸗ „mung zu bringen.“ p „Jühl 7 ſchen llatt die Nah⸗ er Franzöſſſchn finden, als an⸗ Gründlichket in „(Bey aler ere Gchtiftſtelle eſchmack unſers von der Land nlich einen übeln penig verlieren, Mills entbehe ünſchen: zu überſetenden ig übernähme, beyden Spra⸗ in der Makerie, nterrichtet iſt“ iicht ſowohl auf Porte ſehe, ſon⸗ Landsleuken auf te Art vortragen . eine wörtlich ſch vielmehr be⸗ n kurzen auf in g oder N Nachch „ — 9— „So hat es Dühamel mit dem Engliſchen „Werke des Tülls gemacht. Dieſer gab 1733 einen „Folianten heraus, und that darin Vorſchläge zu Verbeſſerung des Feldbaues. Dühamel prüfte „das Werk, machte einen Auszug daraus, ſonderte „das Brauchbare, und was er ſeinen Landsleuten zu „wiſſen nöthig hielt, ab, und gab ſolches ach zehn „Jahr nachher, nämlich 1751 mit Beyfügung ſeiner „eigenen auf die Franz zöſiſche Landesart gerichteten „Anmerkungen, in einem mäßigen Octavbande heraus, „unker dem Titel: Traité de la Culture des Terres „suivant les principes de Mr. Tull. Dieſes Werk „fand in Frankreich Beyfall; ſeine Regeln wurden „durchgehends angenommen, und man erſiehek aus „der in verſchiedenen Bänden herausgkommenen „Forkſetzung den dadurch geſtifteten Nutzen.“ „Statt deſſen, daß nun ein Deut ſcher dieſem „Exempel folgen, und mehrere Jahre anter den ſollte, um die Regeln von beyden durch weitere Berfüche „und Erfahrungen zu prüfen und zu beſtätigen, „mithin in einem Auszuge zu zeigen, was ſich auf „unſere Deutſche Landesart ſchicken möchte, be⸗ „gnügte man ſich, alſofort von dem Franzöſiſchen „eine Deutſche Ueberſetzung zu liefern, und ich „zweifle, ob ein Deutſcher wird ſagen können, daß „er Rutzen daraus geſchöpft, oder neue, noch nicht „bekannte, mit Vortheil nachzuahmende Handgriffe „erlernt habe.“ „Dupuis Demportes hat es mit dem Engli⸗ „ſchen Body of Husbandry eben ſo wie Düha⸗ „mel gemacht; ſeine Ueberſetzung ins Franzöſiſche „„iſt eigentlich ein neues Werk, alſo brauchbarer als „die Deutſche wörtliche Ueberſetzung, welche aufzu⸗ ‚kaufen ein jeder begierig war, und die ſo, wie vie⸗ „le andere ähnliche Werke, von den mehreſten ohne „Nutzen geleſen werden wird. Eben ſo iſt auch „Sprenger zu loben, welcher uns von des Dü⸗ „hamel Elemens d' Agriculture einen ſich auf „eigene Anmerkungen gründenden Auszug geliefert „hat, wobey er die, das Original koſtbar machen⸗ „de, an ſich überflüſſige Kupferſtiche wegläſſet.“ „Wenn wir alle fremde von der Landwirthſchaft „bandelnde Werke nachleſen, ſo bemerken wir in je⸗ „dem viel Gutes; vieles aber auch, welches ſich auf „unſere Landesart nicht anwenden läſſet, und oft „werden Handgriffe gelehret, die von der annoch „mangelhaften Einrichtung gewiſſer Zweige der Haus⸗ „haltungen in fremden Ländern einen deutlichen Be⸗ „weis geben, und wo unſere deutſche Landesmanier „einen großen Vorzug hat. Es kommen alſo alle „diejenigen ſchlecht an, welche die fremden Moden, „weil ſie fremd ſind, bey ſich einführen und nach⸗ „machen. Ich ſage daher nicht zu viel, wenn ich „behaupte, daß wenn ein Blatt in ſolchen Schriften „einen brauchbaren Unterricht giebet, dagegen zehen „oder zwanzig der folgenden Blätter überflüſſig, un⸗ „zulänglich und unbrauchbar ſind. Die Bemühung „darjenigen Monatſchriften, welche das Wichtigſte „aus dergleichen Werken in kleinen Abhandlungen „nrigſt nlih „wörtli „Engü dder hauſer den b ken er macht aber 13 Fronziſthe brautharer 18 welche aufzu⸗ die ſo, wie die mehreſten ohne ee ſo iſt auc von des Dü⸗ einen ſch auf uszug gelifert oſtbar machen⸗ wegläſſet.“ Landwirthſchaft ken wir in je⸗ velches ſich auf ſſet, und oft mder annoch iige der Haus⸗ deutlichen Be⸗ Landesmanier mmen alſo alle emden Moden, heen und nacjs viel, wenn ich lchen Shrifte dogegen zehen äberflüſſig, un Die Bemühung das Wichliſf Abhandlungen „Auszugsweiſe liefern, ſcheinen alſo einen Vorzug vor „den Werken ſelbſt zu haben; es wäre aber zu wün⸗ „ſchen, daß diejenigen, welche dergleichen Abhandlun⸗ „gen auswählten, ſelber erfahrne und gründliche „Hauswirthe wären, mithin in der Auswahl ſorgfäl⸗ „tiger und gewiſſenhafter ſeyn möchten, um nichts „einzurücken, als für deſſen Zuverläſſigkeit ſie Ge⸗ „währ leiſten können.“ „Ich wünſchte ferner, daß bey Ueberſetzungen „alle Kunſtwörter, die Namen von Thieren, von „Pflanzen und von beſondern Maſchinen und Hand⸗ „griffen aus der Grundſprache beybehalten, oder we⸗ „nigſtens mit angeführt werden möchten.“ „Es wird nicht ſelten der ganze Verſtand undeut⸗ „lich oder mißverſtändlich, wenn dergleichen Wörter „wörtlich überſetzt werden, z. B. wenn man für das „Engliſche Pine apple, ſtatt Ananas, Fichten⸗Äpfel oder gar Fichten⸗Zapfe ſetzte.“ „Wer einigermaßen der Grundſprache mächtig iſt, „kann aus dem in der Urkunde gebrauchten Worte eher, wovon die Rede iſt, errathen, als aus einer „zweiſelhaften Ueberſetzung.“ Ich hatte mir längſt vorgenommen, nach Münch⸗ hauſens nützlicher Vorſchrift zu verfahren, und aus den vorzüglichſten Engliſchen landwirthſchaftlichen Wer⸗ ken erklärende, Deutſchen Verhältniſſen anpaſſend ge⸗ machte, Ueberſetzungen Auszugsweiſe zu liefern; hatfe aber wegen anderer unternommenen Arbeiten bisher 12 keine Muße; ob es gleich mein Vorſatz bleibt, in der Folge ſo etwas in einer beſondern periodiſchen Schrift zu leiſten. Mit dem vorliegenden Werke habe ich indeſſen eine Ausnahme gemacht, theils weil ſolches in Eng⸗ land eine ausgezeichnete Senſation erregt hatte, theils weil mehrere deutſche Männer, die ich als rompe⸗ tente Richter anerkannte, und die es früher, als ich, laſen, ſolches dem Hrn. Verleger ſehr empfohlen hat⸗ ten. Es ſchien mir vorzüglich geeignet, die noch fort⸗ daurenden Mißverſtändniſſe über das Verhältniß des Ackerbaues zum Staat in England, und die ſich darauf gründenden falſchen Urtheile über die Ver⸗ ſchiedenheit dieſes Verhältniſſes bei uns, zu berichti⸗ gen. Zwar kann nicht alles in dieſem Buche enthal⸗ tene einen direrten Bezug auf uns, und die ſta⸗ tiſtiſch politiſche Lage deutſcher Staaten überhaupt und deutſchen Ackerbaues insbeſondere haben. Da aber jede Nachricht vom geſelligen Leben, von Na⸗ tional⸗Gebräuchen, von häuslicher Einrichtung, von Haus⸗ und Garten⸗Geräth, von Kleider⸗ und Stie⸗ felform, von jeder Bequemlichkeit, Zierde und Fri⸗ volität, die aus England kommt, begierig von un⸗ ſerm Publikum in Städten ſowol als auf dem Lande aufgenommen wird; ſo ſchmeichle ich mir, daß das landwirthſchaftliche Publikum auch das nicht obne alles Intereſſe leſen werde, was England darſtellt, wie es in landwirthſchaftlicher Hinſicht iſt, wenn es gleich keine directe Anwendung auf unſere Verhält⸗ niſſe litte. blebt, in de diſchen Schrſſt be ich indeſen olches in Eng⸗ gt hatte, theils ch als compe⸗ rüher, als ic, mpſohlen hat⸗ die noch fort⸗ 3 Verhaltniß , und die ſih iber die Ver⸗ , zu berichti Buche enthal⸗ und die ſta⸗ n überhaupt haben. Da en, von Ra⸗ tichtung, bon er⸗ und Glke⸗ -ede und Fli⸗ erig von Ulr uf dem Lande s nicht obne land darſtelle iſt, wenn 68 7 Nor zſt⸗ nſere Vechäͤl 13 Vielleicht trug es unvermerkt etwas bei, mich leh⸗ hafter für dieſes Buch zu intereſſiren, daß der Verf. ein in England ſehr geſchätzter praktiſcher Wundarzt und auch ein in Deutſchland durch Ueberſetzungen bekannter mediciniſcher Schriſtſteller war. Es iſt in der That merkwürdig, daß in England äußerſt viele Aerzte, nicht nur praktiſche Landwirthe ſind und werden, ſondern daß auch die Landwirthſchaftswiſ⸗ ſenſchaft durch die berühmteſten Mediciniſchen Schrift⸗ ſteller ſehr große Aufklärung erhalten hat. Cullen, Hunter, beide Darwin, Withering, Fordyce, Wil⸗ kingſon, und viele andere in der Arzneikunde berühm⸗ te Namen, ſind ſämmtlich auch Schriftſteller und Leh⸗ rer des Ackerbaues, die von dem denkenden Land⸗ wirthe nicht minder wie von den Aerzten geſchätzt werden. Unzählige berühmte und glückliche Aerzte beſchäftigen ſich mit der Landwirthſchaft. In Ams⸗ rika iſt dies vielleicht noch häufiger, und Benjamin Ruſh macht es den Aerzten gewiſſermaßen zur Pflicht die Landwirthſchaft zu treiben, dieſe nur zu ihrem eigentlichen Gewerbe zu machen, und ihren Nach⸗ baren durch ihre mediciniſchen Kenntniſſe auf eine uninterreſſirte Art nützlich zu werden. Dem erſten Anblicke nach ſcheinen beide Wiſſen⸗ ſchaften etwas ſehr heterogenes zu haben. Genauer betrachtet aber wird man finden, daß ſie nur in An⸗ ſehung des Objekts verſchieden ſind; ſubjectiviſch aber ſich einander auf eine auffallende Weiſe gleich kom⸗ men. Beide erſordern dieſelben Porkenntniſſe aus — 14 der Naturwiſſenſchaft, der Chemie, der Minergalien⸗ Thier⸗ und Pflanzen⸗Kunde, und aus den meiſten Theilen der reinen und angewandten Mathematik, Sie ſind nicht nur beide Erfahrungswiſſenſchaften, ſondern ſie haben auch in der Art ihrer Begründung und Erweiterung noch eine beſondere auszeich nende Aehnlichkeit. Reine Verſuche nemlich, worauf viele andere Erfahrungswiſſenſchaften ſich gründen müſſen und können, ſind in beiden nicht wohl möglich Denn zu reinen Verſuchen wird durchaus eine Entfernung aller unbekannten Potenzen erforderk, welche auf das Reſultat des Verſuchs einen Einfluß haben, und ſol⸗ ches verändern können. Sie ſind folglich nur im La⸗ boratorium und unter der geſchloſſenen Klocke des Na⸗ turforſchers möglich, aber ſo wenig beym Acker, als beym menſchlichen Körper, welche beyde der Einwir⸗ kung ſo vieler unbekannter Kräſte ausgeſetzt ſind. uchen— denn die —— Die einzige Art von wahren Verſ Beobachtung des Erſolgs, der aus der Vermiſchung unbekannter und ungemeſſener Potenzen herauskommt, iſt kein Verſuch zu nennen— welche ſich hier anwen⸗ den laſſen, ſind die komparativen, wo man näm⸗ lich alle übrigen Umſtände, die möglicher Weiſe auf den Verſuch Einfluß haben können, bey den verſchie⸗ denen einzelnen Theilen des Verſuchs, möglichſt gleich zu erhalten ſucht, und nur einen Umſtand verän⸗ dert, folglich mit Recht ſchließt, daß der veränderte Erfolg durch dieſen veränderten Umſtand herbeyge⸗ führt ſey. Da aber Verſuche dieſer Art in der Land⸗ wirthſchaft, ihrer Schwierigkeit und Koſtſpieligkeit, denen, brauch der fer heriti Erenje r Mineralin⸗ 3 den meiſten Mathematik wiſſenſchoften r Begründung auszeichnende worauf viele ründen müſſen höglich. Denn ne Cütfer rnung nech alf das aben, und ſol⸗ ch nar im La⸗ dlocke des Na⸗ )m Acker, als e der Einwir, geſezt ſind. — denn die Vermiſchung herauskomm, ch hier anwen⸗ wo man Näll⸗ her Weiſ aif 9 den velſchie⸗ noglißſt geih mſtand veräll der veröndell⸗ iand herbeygh rt in der Land⸗ doſſſielghi und der Medizin, der ſeltnen Gelegenheit wegen, wo ſie ſich ohne Verletzung des Gewiſſens vornehmen laſ⸗ ſen, noch zu ſelten ſind— und überdem der größte Theil der Landwirthe nur erndten, der größte Theil der Aerzte nur die Kranken hergeſtellt ſehen, nicht die Wiſ⸗ ſenſchaften durch Verſuche bereichern will; ſo würden beyde Wiſſenſchaften noch ſehr arm an Grundſätzen ſeyn, wenn man nur Thatſachen, durch ſolche Verſuche aus⸗ gemacht, dafür annähme. Es gub aber eine gewiſſe Art zu denken und zu ſchließen, wodurch man von der ſcharfſinnigen Beobachkung einer großen Menge von Erſcheinungen endlich auf den Grund dieſer Er⸗ ſcheinungen, wo nicht mit völliger Gewißheit, doch mit einem ſehr hohen Grade von Wahrſcheinlichkeit hingeführt, wenigſtens in den Stand geſetzt wird, dieſe Erſcheinung unter gewiſſen Nebenbedingungen oft nach Gefallen hervorzubringen. Dieſe Art zu ſchließen ſucht die Aehnlichkeit auf, welche zwiſchen mehreren ihrer Gegenſtände Statt finden kann, und bemerkt wiederum ihre Verſchiedenheit. Sie verſucht, ob das, was Erfahrung bey dem einen gelehrt hat, auch bey dem andern zutreffe, und ſchließt daraus auf Aehnlichkeit oder Unähnlichkeit, erregt Muthma⸗ ßungen über die Wirkungsart der Mittel, die dieſes oder jenes Reſultat bewirkten, und vergleicht ſie mit denen, wovon ſie bey einer andern Gelegenheit Ge⸗ brauch gemacht hatte Und ſo zeichnet ſie den Gang der fernern Beobachtung vor, die die erſten Verſuche berichtigen, zu anderen Anleitung geben und die Grenzen der Kunſt weiter hinausrücken ſoll. Dieſe — 16 Art, in die Geheimniſſe der Natur einzudringen, nann⸗ te man in der altmodiſchen Logik, nach Baco von Verulam, die Induktion.— Ich weiß nicht, wie ſie nach der modernſten heißt, und ob ſie überhaupt jetzt in der Pbiloſophie, wo alles unbedingt ſeyn ſoll, noch gilt.— Genug, dieſe Art und Form, nach viel⸗ fach zuſammengeſetzter Anglogie zu ſchließen, iſt das, was die Heil⸗ und Ackerbau⸗ Kunde bis jetzt wiſſen⸗ ſchaftlich begründen kann. Die Fertigkeit und Sicher⸗ heit in dieſer Schlußform zeichnet den denkenden Arzt und Landwirth aus, und verſchafft in der Regel den glücklichen Erfolg; ſie ähnelt freylich oft nur der Ahndung, dem Zuflüſtern des Genius. Da alſo ohngefähr dieſelben Vorkenntniſſe, der⸗ ſelbe Scharfſinn im Sehechihe⸗ und dieſelbe Form zu denken und zu ſchließen, bey d r Heil⸗ und Ackerbau⸗ Kunde erforderlich ſind; ſo 34 es nicht ſo unglaub⸗ lich und unnatürlich, daß derſelbe Kopf, der in die eine tief eindrang, auch in der andern neue Aufſchlüſſe geben könne, wenn er Veranlaſſung hat, ſeine Ta⸗ lente darauf zu verwenden, wie manche meiner Gön⸗ ner wähnten. Daß dieſe Veranlaſſung ſich in Deutſch⸗ land ſelten, in England häufig ſindet, hat ſeine Grün⸗ de, die nicht hierher gehören. In der Vorrede erzählt der Verfaſſer die beſon⸗ deren Umſtände ſeines Lebens, die fruüͤh eine Neigun für den Ackerbau in ihm erregten, und ihn in den Stand ſetzten, dieſe auch während ſeiner rregi irur⸗ ärirgit auj ſene di Verl der Ved Gedanke grn, R hen Ad billgte, vügſch thun, heit und neiſte: k, ihn ltzeiche ſücdt ha nes Wa gewiſe ührigen vetmehte de; ben terhin, dieſer 6 gegenwa Zug wüt vorurthen Ragzt. dringen, nann⸗ ach Baco von weiß nicht, wie b ſie übenhaupt ſedingt ſeyn ſcl, Corm, nach vit⸗ hließen, iſt das, bis jetzt wiſens keit und Eicer⸗ denkenden Azi der Regel den ſch oſt nur dr 6. rkenntniſſe, der dieſelbe Form zu „und Acerbal- ht ſo unglalb⸗ opf, der in die neue Aufſcliſt hat, ſeine Ta¹ he meiner Gön⸗ ſch in Deutſc⸗ hat ſeine Grüll⸗ r die beſoll⸗ gſer die d zeine Neigung 7 z on und ihn In del ſiner gugkiſj 5 hilt⸗ — ¶— chirurgiſchen Laufbahn zu befriedigen. Er bemerkte auf ſeinen Reiſen durch das Königreich, wie wenig⸗ die Verbeſſerung des Ackerbaues mit der Zunahme der Bevölkerung gleichen Schritt halte, und legte ſeine Gedanken, Beſorgniſſe und beynahe alle die Meinun⸗ gen, die in dieſem Buche vorgetragen ſind, dem gro⸗ ßen Adam Smith vor, der ſie nicht nur ſämmtlich billigte, ſondern ſie auch dem Publikum vorgelegt wünſchte. Das iſt auffallend, weil ſich A. Smith in ſei⸗ nem klaſſiſchen Werke über National⸗Reich⸗ thum, zwar für den Ackerbau, als erſte Angelegen⸗ heit und Beduͤrfniß des Staats, und für die vollkom⸗ menſte Freyheit und Unbeſchränktheit deſſelben erklär⸗ te, ihn doch aber nicht, wie der Verf., auf eine aus⸗ gezeichnete Weiſe vor andern Induſtriezweigen begün⸗ ſtiget haben wollte. Aber Smith konnte, als er je⸗ nes Werk ſchrieb, noch nicht vorausſehen, daß durch gewiſſe politiſche Mißgriffe, und durch den großen Einfluß, welchen das Handelsintereſſe in die Staats⸗ verwaltung erhielt, der Ackerbau im Verhältniß der übrigen Induſtriezweige, und der durch dieſe ſich ſo vermehrenden Volksmenge, ſo weit zurück bleiben wür⸗ de; bemerkte dieſes gefährliche Ereigniß vielleicht ſpä⸗ terhin, und war daher froh, durch die Herausgabe dieſer Schrift, eine Gelegenheit zu bekommen, ſeine gegenwärtige Meynung darüber zu äußern. Dieſer Zug würde wenigſtens dem Charakter dieſes ruhigen, vorurtheilsfreyen Forſchers unpaſſend ſeyn. Nachtr. zu Bell's Verſ. 1. Th. B Ich übergehe manche in der Vorrede erwähnte wichtige Gegenſtände, weil wir in der Folge Gele⸗ genheit haben werden, Reflexionen darüber anzu⸗ ſtellen. Die erſte Abhandlung, über die Beſteurung des Einkommens, liegt zu weit außer den Grenzen der Landwirthſchaft, als daß wir dabey lange ver⸗ weilen ſollten. Der Verf. will, daß der größte Theil der Staats⸗Bedürfniſſe oder der Steuern von dem reinen Einkommen eines jeden, es erfolge vom Grund und Boden, vom Capital⸗Vermögen oder vom Ge⸗ werbe, nach einem beſtimmten Verhältniſſe gehoben werde; dagegen die unendliche Mannichfaltigkeit von Abgaben, vorzüglich die auf die Lebensbedürfniſſe, wegfallen ſollen. Es iſt wohl gewiß, daß keine natürlichere und billigere Abgabe erfunden werden könnte, als dieſe. Nach dem Verhältniſſe meines Einkommens genieße ich der Vortheile der bürgerlichen Verfaſſung, und der Sicherheit des Eigenthums. Je größer der Ra⸗ tionual⸗Reichthum, je zahlreicher die Claſſe der Rei⸗ chen und Vermögenden, je vervielfachter und geſpann⸗ ter der Gewerbsbetrieb iſt, um deſto verwickelter wird die Verwaltung des Staats, die Aufrechthaltung der Geſetze und der Gerechtigkeik, und deſto ſtärker muß die bewaffnete Hand zum Schutz gegen einheimiſche und üswät Ea⸗ u hande forder⸗ 7 Finon men t dürfn Armen nahe men ni dem er und d drein alle A Gteuer dem h ſelehe wiſee? ſtiezve orrede erwähnte der Folge Gel⸗ dariber anzu⸗ ſteurung des er den Grenzen abey lange ber⸗ der größte Theil eeuuern von dem Ige vom Geund oder vom Ge⸗ altniſſe gehoben cfaltigkeit bon densbedürfniſſe, natürlichere und nnte, als dieſe ommens orniehe derfaſſung, und größer der Ra⸗ Glaſſe der Re ter und geſpann⸗ verwickelter win rechthaltung der eſto ſtärker muj einheiniſchln 1 19— auswärkige Feinde ſeyn. Brikannien braucht ſeine See⸗ und Landmacht faſt allein zur Deckung ſeines Handels Der Arme bedarf wenigern Schutzes, und fordert auch wenigern Aufwand von der Regierung. Dieſer Grundſatz iſt auch wohl in allen neueren Finanz⸗Syſtemen anerkannt. Nur hat man Beden⸗ ken getragen, dieſe Steuer direkte vom Einkommen zu heben; theils, weil dieſes ſo ſchwer auszumitteln war; theils, weil man durch indirekte Abgaben aller⸗ jey Nebenzwecke zu erreichen hoffte. Man nahm an, daß die Ausgabe eines jeden ſich nach dem Einkom⸗ men richte, und legte die Steuren daher auf die Be⸗ dürfniſſe. Aber eines Theils trifft es nur bey dem Armen zu, daß ſeine Ausgabe ſich nach ſeiner Ein⸗ nahme richtet, weil mancher ſein jährliches Einkom⸗ men nicht verzehrt, ſondern es zurück legt, und in⸗ dem er dieſes Geld aus der Cirkulation herausnimmt, und dadurch dem gemeinen Beſten ſchadet, noch oben⸗ drein frey ausgehet; andern Theils konnten auch nicht alle Ausgaben beſteuert werden. Folglich treffen dieſe Steuern nicht jeden im gerechten Verhältniſſe. Zu⸗ dem haben ſie das Ueble, daß ſie der Defraudation ſo ſehr unterworfen ſind, und deshalb nicht nur ei⸗ nen großen Aufwand zu ihrer Erhebung erfordern, ſondern auch die Moralität der Nation verderben. Kachdem man die Unzweckmäßigkeit aller Kün⸗ ſteleyen, um durch Vertheilung der Auflagen auf ge⸗ wiſſe Artikel, dieſen oder jenen Handels⸗ und Indu⸗ ſtriezweig zu heben und einen andern niederzudrücken, B 2 eingeſehen hat, würden ſich wohl die meiſten Finanz⸗ Adminiſtrationen geneigt ſinden laſſen, alle Staats⸗ bedürfniſſe durch eine direkte Auflage auf das Ein⸗ kommen zu heben; wenn man nur ein ſicheres Mittel hätte, ſolches zu erforſchen. In verſchiedenen klei⸗ nern Staaten hat man es von alten Zeiten her den Bürgern auf Eid und Gewiſſen überlaſſen, eine ge⸗ wiſſe Quote von ihrem aktiven Vermögen jährlich in den öffentlichen Schatzkaſten einzulegen, und man iſt bisher überzeugt, doß dieſes von dem bey weitem größern Theile mit ſtrenger Religioſität geſchehe. Bey einer Nation, wo dieſes ſeit uralten Zeiten ſo her⸗ gebracht iſt, wo die Staatslaſten mäßig ſind, und wo die Ueberzeugung herrſcht, daß die öffentlichen Gelder treu und zweckmäßig verwandt werden, glau⸗ be ich in der That, daß eine beſondere Gewiſſenhaf⸗ tigkeit in dieſem Stücke ſich vererbe. Aber unmög⸗ lich würde die Einſührung dieſer Beſteurungsmethode da ſeyn, wo es gleichſam ſchon zum gutken Ton ge⸗ worden iſt, die Staats⸗Einkünſte zu defraudiren. Des Verf. beſonderer Vorſchlag, das Einkom⸗ men eines jeden durch nachbarliche Taxatoren aus⸗ mitteln zu laſſen, mag da anwendbar ſeyn, wo noch ein gewiſſer Grad von öffentlichem Geiſte(public spirit) herrſcht, und wo ſich jeder ehrliche Mann in einer Gemeinde zur Uebernahme dieſes Geſchäfts in⸗ mig verpflichtet fühlt. Wo das nicht iſt, wo ſich eine gewiſſe Gleichgultigkeit gegen das allgemeine Beſte eingewurzelt und dem kleinlichen Egoismus Platz ge⸗ racht rer ſch ſliche hye bt nicht großen Hupt bon d he E witd Unter tarit Beſter ſh und liche 6 ſch hat Nüchie Aufa Okeue wieder ſolchen der e mäſten Finnn⸗ en, ale Etaaks ge auf das Ein: in ſicheres Mitel erſchiedenen kii⸗ n Zeiten her da erlaſſen, eine ge, mogen ſähtlich i gen, und man iſt dem bey weitem kät geſchehe. Bey n Heiten ſo herr mäßig ſind, und ß die oͤfenllchen dt werden, gor⸗ dere Gewiſſenle⸗ . Apber unmi ſteurungsmetſon m guken Ton ge u defraudieen ag, das bidun⸗ Tarakoren al ar ſeyn, vo koh m Geiſte(publt thrliche Mam 1 ſſes Geſchäfs im t iſt, wo ſch ein allgemeine Beſt .„ Thlaß le⸗ oismds Nlaß — 21— macht hat, da würden ehrliche und friedſame Män⸗ ner ſich um die Verwaltung dieſes Amts hinweg zu ſchleichen ſuchen, corruptible und druckſüchtige aber an ihre Stelle treten. Vielleicht iſt in England die Sache nicht ſo ganz unmöglich, weil doch immer neben einer großen Corruption der Sittlichkeit, zumahl in der Hauptſtadt, auf dem Lande noch ein hoher Grad von öffentlichem Geiſte herrſcht, und durch man⸗ che Einrichtungen, B. die der Jurys, erhalten wird. Geſetzt auch, daß mancher Gelegenheit fände, unker dem wahren Verhältniſſe ſeines Einkommens tarirt zu werden, ſo wird man bey keiner andern Beſteurungsart die Defraudationen verhüten. Wer ſich unerlaubter Mittel bediente, dieſes zu erreichen, und wer dazu mitwirkte, den müßte die unerläß⸗ liche Strafe der höchſten Inſamie treffen.— Wirk⸗ lich hat man auf des Verf. Vorſchläge in England Rückſicht genommen, und die Verwechſelung mancher Auflagen gegen eine neu eingerichtete Einkommen⸗ Steuer war im Werke, ehe der jetzige Krieg 1803 wieder ausbrach. Die glücklichen Wirkungen einer ſolchen Beſteurungsart auf alle Induſtriezweige ſetzt der Verfaſſer in ein klares Licht. Ein jedes Gewerbe erfordert ein Betriebs⸗Capi⸗ tal Wer das höchſte Betriebs⸗Capital einem Ge⸗ werbe widmen kann, wird bey gleichen Kenntniſſen und gleichem Fleiße den größten Vortheil oder reich — 22— haltigſten Ertrag davon haben. Aber über die Gren⸗ ze des Betriebs⸗Capital, wird Niemand ſein Gewer⸗ be, auch mit dem beſten Willen, Kenntniſſen und Fleiße ausdehnen können. Dieſe allgemein anerkannte Wahrheit iſt ben der Landwirthſchaft, ſelbſt von manchen Schriftſtellern, die philoſophiſch darüber ſchreiben wollten, überſehen wor⸗ den. Man hat geſagt, das Hauptproblem, was die Landwirthſchaft zu löſen habe, ſey: mit den möglichſt geringſten Koſten, den möglichſt größten Ertrag aus⸗ einem beſtimmten Boden herauszubringen.— Man hat damit viel zu ſagen geglaubt, und hat gar nichts, oder etwas ganz Falſches geſagt. Soll es nur ſo viel heißen, als man müßte den möglichſt höchſten rei⸗ nen Ertrag herausbringen, ſo verſteht ſich das von ſelbſt. Will man aber damit andeuten, dieſer reine Ertrag ſtehe im umgekehrten Verhältniſſe mit den Ko⸗ ſten, und er werde um ſo größer ſeyn, je geringer die Koſten ſind; ſo kann nichts falſcher ſeyn. Auch iſt es nicht richtig, wenn man damit nur ſagen wollte, man müſſe nach Verhältniß der Koſten, den höchſten Ertrag hervorzubringen ſuchen. Wenn ich auf ein Stück Landes 100 Thlr. an Koſten verwende, und mir ſolches 200 Thlr. Ertrag giebt, ſo gewinne ich nach Verhaltniß mehr, als wenn ich 1000 Thlr. an Koſten hineinſtecke, und 1500 Thlr. Ertrag d davon habe. Im erſten Fall nämlich hundert, im zweyten nur funfzig Prozent. Aber dennoch gewinne ich im erſtern Falle nur 100 Thlr., im zweiten 500 Thlr. durch mein Gewerbe von meinem Lande. ſchöner ſen 3 darin und! biſche kaln, wit n und. beſtim die P Leinew über die Gren⸗ und ſein Gewer⸗ denntaiſen und heit iſt bey der hriſtſtellern, di üiberſehen wore oblem, was die t den mögiihſt ten Ertrag aus gen.— Man hat gar nilhts, zoll es nur ſo ſt höchſten rei⸗ ht ſich das von en, dieſer reine ſſe mit den Ko⸗ je getinger die hn. Auch iſtts en wollte, man “, den höchſten nn ich auf ei verwende, un ſo gewinne ich ich 1000 Thlr. „Ertrag dobon t, im zweykel gewinne ich im iten 500 Thl⸗ 6. Die meiſten Menſchen, ſelbſt Schriftſteller, ſehen den Ackerbau aus einem ganz peſondern Geſichtspunkte an. Wenige haben ihn unter die Kategorie eines Ge⸗ werbes geſetzt, ſondern ihm ganz andre Grundſätze untergeſchoben, als den Manufakturen und Fabriken. Und dennoch verhält er ſich in allen Stücken wie dieſe. So viele Stadtbewohner, wenn ſie im Som⸗ mer aus dem Thore kommen, und die mit reichen Früchten prangenden Felder ſehen, verdanken die glück⸗ liche Erndte lediglich dem Grund und Boden und der ſchönen Witterung. Was es aber gekoſtet hat, die⸗ ſen Boden erſt zur Fruchtbarkeit zur bringen, und dann darin zu erhalten, erwägen ſie ſelten. Auf B Boden und Witterung, meinen ſie, komme faſt alles an, das bischen Arbeit finde ſich von ſelbſt. Aus dieſer dun⸗ keln, ſchiefen Anſicht rühren ohne Zweifel viele un⸗ richtige Vorſtellungen und Fehlſchlüſſe her. Das landwirthſchaftliche Gewerbe verhält ſihi in keinem Stücke anders, als das Manufaktur⸗ und Fabriken⸗ Gewerbe. Man muß nur den Grund und Boden als das rohe Material deſſelben betrachteg⸗ durch deſſen Verarbeitung vegetabiliſche und thie j⸗ ſche Produkte von mehrerem oder minderem. W erfhe hervorgebracht werden, je nachdem die Verarbeitung mit meherem oder minderem Aufwande von(Arbeit und Verſtande betrieben wird. So wie dius elhir beſtimmten Quantikät und Qualikät von Lein, naach die Verarbeikung in höchſt grobe und höchſt ſeine Leinewand, der einſache und zehnfache Werlh her⸗ — 24— vorgebracht werden kann, ſo kann das ebenfalls von einer beſtimmten Ackerfläche geſchehen, und die Pro⸗ duktion eines Morgen Landes in Brabant oder um Braunſchweig ſteht mit der eines Morgen Landes gleicher Quantität in der Altmark in ähnlichem Werth⸗ verhältniſſe, wie ein Stück feine Holländiſche Leine⸗ wand mit einem Stücke Sackleinen. Die höhere oder geringere Produktion des Grund und Bodens rührt einzig und allein von dem mit Verſtand darauf verwandten mehreren oder minderen Aufwand von Arbeit oder Koſten her. Der arme, geizige oder furchtſame Landwirth, der nach jenem Princip mit den möglichſt geringſten Koſten oder Ar⸗ beit den möglich höchſten Ertrag zu erhalten ſucht, wird immer den geringſten hervorbringen; hingegen wird der der beſte Landwirth ſeyn, der für ſich ſelbſt den größten Vortheil machen und für das allge⸗ meine Beſte die größte Quantität von Produktion lie⸗ fern kann, und der das meiſte Geld in ſeiner Wirth⸗ ſchaft anlegt. Vorausgeſetzt nämlich, daß er es mit Kenntniß, Ueberlegung und ökonomiſcher Ordnung chue: denn in einigen Beyſpielen, die man vom Ge⸗ gentheil anführt, ermangelte es an dieſer ſich von ſelbſt verſtehenden Bedingung. Je mehr alſo nach Verhältniß des Flächen⸗In⸗ halts am Betriebs⸗Capital auf den Ackerbau ver⸗ wandt wird, je höher wird die Produktion deſſelben ſeyn, und umgekehrt. Es kommt daher, um in ei⸗ nem Staate eine höhere Produktion des Ackerbaues 1 btwi wülch hautcei dieſe e legen. wenn henuto helh falt l ſol,, ern, Bläiter nker d mer d Haupt mit di ks elic lichen! in den der aſ ſen w Wegra legen in ſein übiche für di as bhenfalls von 1, und die Peo⸗ rabant dder um Morgen Lands nlichem Werhh⸗ vlaͤndiſche Leine kkion des Grund / von dem mit n oder minderen arr. Der arme, der nach jenem Koſten oder Ar⸗ erhalten ſucht, gen; hingegen der für ſich für das alige⸗ hroduktion li⸗ in ſeiner Wirth⸗ „daß er es mit nſcher Drdnung e man vom Ge⸗ dieſer ſich von des lächen qr Ackerbau ber⸗ dukrion deſelben aher, um in ei des Acertauts —-— 25— zu bewirken, vor allem darauf an, daß ſich ein möglichſt großes Capital in den Händen der acker⸗ bautreibenden Claſſe nicht nur befinde, ſondern daß dieſe auch veranlaßt werde, es im Ackerbau anzu⸗ legen. Letzteres wird nicht anders geſchehen, als wenn der Landwirth keine vortheilhaftere Art es zu benutzen findek, d. h. wenn der Ackerbau ihm vor⸗ theilhafter iſt, als jeder andre Gebrauch, den er da⸗ von machen, als jedes andre Gewerbe, welches er mit dieſem Capital betreiben könnte. Man weiß kaum, ob man über die dumme Ein⸗ falt lachen, oder über die böſe Einfalt ſich ärgern ſoll, wenn man von vielen Leuten, ſogar Schriftſtel⸗ lern, beſonders denen, die in gewiſſen öffentlichen Blättern ſo gern ihren Senf zu Markte bringen, unter die Urſachen der höheren Kornpreiſe noch im⸗ mer die größere Wohlhabenheit des Landmannes als Haupturſach derſelben aufgeführt findet. Wenn es mit dieſer Wohlhabenheit wirklich richtig iſt, wenn es etwas mehr bedeutet, als daß er ſeiner jämmer⸗ lichen Armuth jetzt minder unterliegt, wenn er dadurch in den Stand geſetzt iſt, einen Vorſchuß zu machen, der erſt nach drey oder vier Jahren mit billigen Zin⸗ ſen wieder herauskömmt; ſo gebt ihm nur durch Wegräumung der unüberwindlichſten Hinderniſſe Ge⸗ legenheit und Ausſicht, ſein Capital vortheilhafter in ſeinem Gewerbe zu verwenden, als es auf land⸗ übliche Zinſen zu legen, und ihr werdet bald eine für die vermehrte Bevölkerung zureichende, über flüſ⸗ — 26— ſige Quantikät von Produkten auf euren Märkten ſehene Der arme Landwirth bleibt immer ein ſchlech⸗ ter Wirth. Denn ein guter, ein verbeſſernder Wirth muß mehr Geld anlegen, als er in demſelben Jahre wieder heraus bekommt. Er darf nicht auf augen⸗ blickliche Wiederkehr des Capitals„ſondern nur auß reichliche Zinſen Rechnung machen. Glaubt ihr viel⸗ leicht es könne, es dürfe niemand ein größeres Ca⸗ pital mit Vortheil in den Ackerbau verwenden?— Nun ſo dürft ihr auch nicht über Theurung der Prei⸗ ſe, über Seltenheit der Lebensmittel klagen. Denn ſo waren ſie noch nicht theuer genug, um ſie mit Vortheil zu produciren. Aber das iſt falſch!— Mit Verſtand und Gelde, und nach Hinwegräu⸗ mung der ärgſten Hinderniſſe, läßt ſich zu wohlfei⸗ lern Preiſen und doch mit größerem Vortheil mehr produeiren. Die Quantikät der Produkte, die über den nothwendigen Bedarf vorhanden iſt, macht aber allein den wohlfeilern Preis derſelben. Das Capital, was zur Betreibung des Acker⸗ paues verwandt wird, muß in dem V Verhältniſſe ſich vermehren, wie die Bevölkerung, und folglich die Bedürfniſſe des Staats zunehmen. Denn die Pro⸗ duction muß um ſo viel vergrößert werden, und dies geht ohne Vergrößerung des Capitals nicht an. Um gewiſſer Leſer willen, bey denen ich Staats⸗ wirthſchaftliche Begriffe nicht vorausſetzen kann, wuß ich ſagen, daß Kapital und arbeitende Kräfte hier gewiſſermaaßen gleichbedeutend ſind. Wenn ein Menih, ſane Ai o ſt es hhätk, hielte. Rthlr. ſir elh vem a —' pital wirch! riſſ de obendr gebiß genomn nicht ge balles öcheffe alg die halten, Boden, hält ſch dabrikde urm Mättn ner ein ſchlech⸗ iſſernder Wirth zmſelben Jähre ht auf augens adern nur aui laubt ihr diel⸗ groͤßeres Ca⸗ erwenden?— rung der Preit lagen. Denn , um ſie mit iſt falch!— Hinwegrägs ch zu wohffeis Bortheil mehe ate, die uͤber t, macht aber ng des Aer⸗ gerhältniſe ſich d ſolgich die Deun die Pro⸗ werden, und itals nicht al nen ich Gtt⸗ zen kann, huß — 22— Menſch, der jährlich hundert Thaler verdienen kann, ſeine Arbeit auf ſeinen eigenen Ackerbau verwendet, ſo iſt es eben das, als wenn er ſie für einen andern thäte, und 100 Rthlr. für ſeine Arbeit bezahlt er⸗ hielte. Genug, die Arbeit dieſes Menſchen iſt 100 Rthlr. Werth, und er konnte allenthalben ſoviel da⸗ für erhalten, wenn er ſeine Zeit und ſeine Kräfte ei⸗ nem andern widmen wollte. Wenn alſo das auf den Ackerbau verwandte Ka⸗ pital vor hundert Jahren groß genug war, der Land⸗ wirth mehreren Geldes zur Produktion der Bedurf⸗ niſſe damals nicht bedurfte, ſo iſt es nun, nachdem obendrein der Aufwand um ein drittel oder— wie gewiß in England der Fall iſt— um die Hälfte zu⸗ genommen hat, nicht mehr hinreichend. Es iſt ſelbſt nicht genug, daß das Betriebs⸗Capital des Acker⸗ baues ſich nur in demſelben Verhältniſſe mit der Quan⸗ tität und Qualität der Bedürfniſſe vermehre. Jenes muß ſtärker ſteigen, beſonders wenn ſich der Flächen⸗ Inhalt des Ackers nicht vermehrt. Denn um von ei⸗ nem Morgen zehn Scheffel zu gewinnen, wird ein ge⸗ ringerer Aufwand erfordert, als um zwanzig Schef⸗ fel davon zu erndten. Oder vielmehr: die erſten zehn Scheffel erfordern mehrentheils weniger Aufwand, als die zweiten zehn Scheffel, die ich mehr davon er⸗ halten will. Die erſten erfolgen mehr von Grund und Boden, die zweyten mehr von der Arbeit. Es ver⸗ hält ſich damit wie bey gröberen und verfeinerten Fabrikwaaren. Am Werthe der erſtern hat das Material, am Werthe der letztern die Arbeit mehr Antheil. In England geſchahe dies nun nicht in gehöri⸗ ger Maaße, höchſtens nur in einzelnen Grafſchaften und Diſtrikten Die in einem kurzen Zeitraume ſich ſo ſchnell erhebenden Manufakturen, Fabriken, ſo wie der ſteigende Handel, der vortheilhafte Colonieen⸗An⸗ bau und die Schiffahrt machten eine größere Produk⸗ tion nöthig, entzogen aber dem Ackerbau das dazu erforderliche Kapital. Jeder Wohlhabende konnte ſein Geld vortheilhafter als in der Landwirthſchaft anle⸗ gen. Dazu kam, daß im Parlemente und in der Re⸗ gierung das Handelsintereſſe über das Intereſſe der Grundeigenthümer die Oberhand bekam, und alles nur aus dem merkantiliſchen Geſichtspunkte betrachtet wurde. Man ſahe den Ackerbau nur als ein unter⸗ geordnetes Gewerbe an, welches dem größeren Ge⸗ winn des Handels und der Fabriken nachſtehen müſſe. Wo beyde in Colliſion kamen, entſchied man zum Vor⸗ theil der letztern und die weſentlichen Begünſtigungen, welche man zu Ende des ſiebzehnten Jahrhunderts dem Ackerbau ertheilt hatte, wurden wieder aufge⸗ hoben. Hieraus iſt dann natürlich die Folge entſtanden, daß der Ackerbau geringe⸗ oder wenigſtens geringere Fortſchritte im ganzen Reiche machte, als er im Ver⸗ hältniß der übrigen Gewerbe hätte machen müſſen, weil der Betrieb deſſelben für den Wohlhabenden min⸗ der vortheilhaft war. Und dies hat dann die Eng⸗ keinen von zi 3 niht ren l bönge, inſt, und uu Nar, 7 hob zu dit der Vrrkan dieſes iden ju die Abeit mir nicht in ghäti⸗ inen Grafſchafte en Jeitraume ſch Fabriken, ſo vie te Colonieen⸗Au⸗ größere Droda⸗ ceerbau das dal bende konnte ſi dwirthſchaft ane te und in der Ae⸗ dos Intereſſ d ekam, und alcs spunkte betuth ur als ein unke: dem grißern r nachſtehn güſe. ed man zum Jo Begünſiizunge, ten Jaßhthuneth een wiedet ülſhe Folge eptſtandm, nigſtens getincet e, als erin De⸗ e machen nüſſn ohlhhabenden nin at dann die 9n laͤnder dahin geführt, daß ſie jetzt alles in großem Ueberfluß, aber häufig nicht ſatt zu eſſen haben, und mit allen ihren Schätzen und ihrer ganzen Schif⸗ fahrt gar leicht außer Stand ſeyn können, ſich die nothwendigſten Lebensbedürfniſſe zu verſchaffen, wenn nicht ſehr kräſtige und angemeſſene Hülfsmittel zur Verbeſſerung des Ackerbaues angewandt werden. Zu allem, was dem Ackerbau das nöthige Be⸗ triebs⸗Capital entzog, iſt in England nun noch die große Staatsſchuld gekommen. Es iſt die Meinung vieler, daß auf djeſer großen Staatsſchuld der Reich⸗ thum der Nation beruhe. Denn wenn das Vermö⸗ gen der Nation nicht in dieſen öffentlichen Fonds. ange⸗ legt und benutzt werden könnte, ſo gäbe es ja gar keinen Ausweg dafür, und es ließe ſich kein Nutzen da⸗ von ziehen. Ob dieſes in geringerer Maaße richtig ſey; ob nicht immer noch das Kapital einer Nation zu ande⸗ ren Unternehmungen vortheilhafter benutzt werden könne, als dadurch, daß es ſich die Nation ſelbſt ver⸗ zinſet, laſſe ich unentſchieden. Aber ſo viel iſt gew iß und unſer Verfaſſer beweiſt es, wie mir deucht, ſehr klar, daß die enorme Höhe der Staatsſchuld, der des⸗ halb zwar nie erlöſchende aber immer wankende Cre⸗ dit derſelben und das hierauf begründete Kaufen und Verkaufen der Stocks oder Staatsobligationen— dieſes den Engländern ganz eigenthümliche und von ihnen zum Erſtaunen hoch getriebene Spiel— einen zu beträchtlichen Theil des Nationalvermögens ver⸗ ſchlinge und es anderen Gewerben entreiſſe. Dieſe Stocks oder Staats⸗Obligationen werfen nicht nur beträchtliche Zinſen von dem Einkaufs⸗Ca⸗ pitale ab, ſondern es kann auch derjenige, welcher eine zureichende Summe Geldes darauf zu verwenden hat, durch das Ankaufen derſelben, wenn ſie niedrig ſtehen, und das Verkaufen, wenn ſie ſteigen, ſich große Vortheile machen; wofern er anders das Staats⸗ Barometer, welches das Steigen und Fallen dieſer Stocks anzeigt, richtig zu beobachten verſteht. Die⸗ ſes Negoz oder dieſes Spiel iſt für alle Capitaliſten äußerſt anziehend, und wer nicht Betriebſamkeit und Kenntniſſe genug hat, ſein Vermögen irgend einem andern Gewerbe zu widmen, der findet hier Gelegen⸗ heit, es vortheilhaft zu benutzen. Handel und Ma⸗ nufakturen warfen bisher immer einen zu hohen Ge— winn ab, als daß, trotz dieſer Stocks⸗Speculation, ihnen das Capital im Ganzen entzogen ſeyn ſollte. Der Ackerbau hingegen und beſonders die Verbeſſe⸗ rung der Ländereyen hat es, nach der einſtimmigen Mei⸗ nung aller Beobachter, einen Zeitraum hindurch em⸗ pfinden müſſen, daß er nicht einträglich genug ſey, um demſelben ein beträchtliches Capital zu widmen. Der reiche Eigenthümer fand es nicht nur vor⸗ theilhafter, ſein Vermögen in den Stocks anzulegen, als es zur Verbeſſerung ſeines Guts zu verwenden, ſondern die ſo allgemein einreißende Spielſucht, dieſe Begierde ohne Arbeit und Kenntniſſe ſich zu bereichern, di R ſeeien, Handel vernögeng bet⸗ kreiſſ. igationen wetfen m Einkaufß⸗Ca⸗ erjenige, welcher auf zu derwenden wenn ſie niari ſie ſteigen, ſch nders das Gtaals und Fallen deſe en verſteht. De⸗ alle Capitalſſen Fetriebſagkeit ud gen irgend einen ndet hier Geleger Handel und Nur nen zu hohen ber ocks⸗Sperllalol, zogen ſenn ſolt ders die Vabeſe⸗ einſtinniten Ni⸗ aum hindarch täglich genug eh tal zu widnel. es nicht nut bor Stoks arzükegn ts zu verwenden, Spielſücht dt ſich zu bereitet fand auch bey dieſem hohen Spiele in den Fonds mahr ihre Befriedigung. Derjenige Pächter, welcher kein zureichendes Vermögen ſelbſt beſaß, war nicht im Stande die Zinſen zu bezahlen, welche der Capitaliſt, um ſein Geld aufs möglich höchſte zu benutzen, von. ihm forderte. Der Sohn des wohlhabend geworde⸗ nen Pächters fand es ſeinem Vermögen nicht mehr angemeſſen, hinter dem Pfluge herzugehen, ſondern anſtändiger in der Hauptſtadt auf Gentlemans Fuß zu leben und ſein Geld in den Fonds anzulegen, wenn er nicht Betriebſamkeit genug hatte, ein anderes Ge⸗ ſchäft zu unternehmen. Dieſe Stockjobberey, die in England von hohen und niedrigen Perſonen, die ein gewiſſes Vermögen in Händen haben, ſo erſtaunlich betrieben wird, und bey welcher man ſich häufig unerlaubter Mittel be⸗ dienet, hält der Verf. deshalb dem Ackerbau und jedem Gewerbe ſehr verderblich. Bisjetzt kennt man ſie auſſerhalb England nur wenig, ob es gleich rei⸗ che Leute in Deutſchland giebt, die ihr Vermögen nicht beſſer zu benutzen wiſſen, als daß ſie es in die Engliſchen Fonds geben, und in London einen Commiſſionär halten, der für ſie in den Stocks ſpie⸗ len muß. Sollten in Deutſchland aber die Staats⸗ Obligationen ohne Namen des Creditors, auf den Inhaber gerichtet, häufiger werden, und der Cre⸗ dit dieſer Staaten zugleich wechſelsweiſe fallen und ſteigen, ſo möchte das Spiel in den Haupt⸗ und Handels⸗Städten bald Nachahmer finden, und ſich — — 3²2— durch ganz Deutſchland verbreiten; welches denn, da unſre Gewerbe noch ſo ſehr des Capitals bedür⸗ fen, von höchſt übeln Folgen ſeyn kann. Die Vermehrung der Staatsſchulden ſelbſt, und die daraus erfolgende Erhöhung der Zinſen, iſt für alle Gewerbe und beſonders für die Landesverbeſſe⸗ rung ſchon an ſich ein großes Uebel. Wer ſein Geld durch Zinſen eben ſo hoch benutzen kann, als wenn er es in einem Gewerbe aulegt, wählt lieber den bequemern Weg. Wer Geld zur Betreibung eines Gewerbes, zur Verbeſſerung ſeines Guts aufnehmen und hohe Zinſen zahlen muß, kann nicht dabey be⸗ ſtehen. Daher ſteht der Werth der Güter faſt im⸗ mer im umgekehrten Verhältniſſe mit dem Zinsfuße, und ein geringer Zinsfuß iſt eine weſentliche Bedin⸗ gung, um die Gewerbe in einem Staate empor zü bringen. Man hat geſagt, daß durch höhere Zinſen das Vermögen der Nation vergrößert und ſo viel mehr Geld in Umlauf geſetzt werde. Aber das auf dieſe Weiſe vermehrte Geld hat nur einen täuſchen⸗ den Werth, kann zum Bedruck anderer in demſelben Staate dienen, vermehrt aber nie den Reichthum der Nation. Dieſer kann allein durch zweckmäßig ver⸗ wandte Arbeit und erhöhte Produktion vergröbert werden, ſo daß dadurch von inländiſchen Erzeug⸗ niſſen an den Ausländer, dem Werthe nach, mehr gelieſert werden kann, als man von ihm erhält. In England kamen nun die ungeheuren Laſten hinzu, welche ſich auf dem Ackerbau täglich mehr zu⸗ ſam⸗ die ſeht kinigen ſton h des Land F. Nachtt ; welhes dur, Capitals bedür⸗ kann. r Dinſen, iſ ſi ie Landesverbeſſe Wer ſein Geld kann, als wenn vählt lieber den Betreibung eines Guts aufaehmen nicht dabey be r Güter faſt im kt dem Zinsfuize zeſentlihe Bedie btkaate empor zl h höhere Zinſe zert und ſo vil Aber das alf weinen kälſchen erer in demſäbe en Reichthum de wweckmößig bit klion verguühtlt mnöiſchen Gihul ithe nach, neſt n ihm erhält ngeheuren Laſten „ 1. mehr zle uglih ſ 33— ſammen häuften; vor allem der ungeheure Betrag der Armentaxe, dem ſich die Städter und jedes an⸗ dre Gewerbe, in Verhälktniß gegen die ackerbautrei⸗ bende Claſſe, faſt ganz entzogen. Und nun endlich die fehlerhaften Maaßregeln in Betracht des Kornhandels, wodurch man den Landwirth zwingen wollte, ſein Getreide, ſeine Wol⸗ le und ſeine übrigen Produkte oft wohlfeiler zu ver⸗ kaufen, als ſie ihn koſteten; ihm wenigſtens nicht den Vortheil zugeſtand, den er durch ſein Capital und ſeine Arbeit in jedem anderen Gewerbe hätte erlangen können; Maaßregeln, deren unglückliche Fol⸗ gen ich in der zweyten Abtheilung des zweiten Ban⸗ des meiner Engliſchen Landwirthſchaft aus⸗ führlich grzeigt habe. Hierdurch iſt nun der Ackerbau und überhaupt die Produktion aller Lebensmittel, im Verhältniß der ſich täglich vermehrenden Conſumtion, ſo ſehr geſun⸗ ken, daß Britannien in den glücklichſten Erndte⸗Jah⸗ ren nicht ſeinen völligen Bedarf hat, in mittelmä⸗ ßigen beträchtlichen Mangel leidet, und bey wahrem Mißwachſe der Hungersnoth ausgeſetzt iſt. „ Gewiſſermgaßen ſcheint nun zwar das Uebel ſei⸗ ne Mittel in ſich ſelbſt hervorzubringen, indem die ſehr hohen Preiſe des Getreides den Ackerbau ſeit einigen Jahren wieder begünſtigt haben. Dies hat ſchon beygetragen, den Muth und das Vermögen des Landwirths wieder zu heben, und den Betrieb 8 Nachtr. zu Bell's Verſ. I. Th. 2 34 des Ackerbaues lebhafter zu machen. Denn wirklich regt ſich bey den großen Guterbeſitzern ſeit einigen Jahren wieder mehr patriotiſche Anſtrengung für die Verbeſſerung des Ackerbaues, und die Pächter bekommen neue Thätigkeit, da ſie wieder Geld in Händen haben. Allein das gewährt kein feſtes Zutrauen, und kann deshalb ohne beſondre Begünſtigungen nicht von Dauer ſeyn. England muß, ſo lange der Acker⸗ bau ſich nicht wieder in ſein gerechtes Verhältniß ge⸗ ſetzt hat, um der Gefahr des wirklichen Mangels zu begegnen, nun beſtändig die Einfuhr begünſtigen, und bey wohlfeileren Preiſen im Auslande beſtändig ankaufen, damit Vorrath da ſey, ſo bald Mangel entſteht. Die Sperculation der Engliſchen Kaufleute iſt auch dahin gerichtet, und ſie haben Magazine im In⸗ und Auslande, die ſie öffnen, und woraus ſie herbey führen können, ſo bald der Preis hoch genug wird. Nun aber kann der Engliſche Landwirth bey den ungeheuren Laſten, die auf dem Ackerbau ruhen, und bey dem in England täglich ſich vermindernden Werthe des Geldes, mit dem auswärtigen Kornbau, ohnerachtet der hinzukommenden Fracht und Speſen, nicht Preis halten. Und obgleich die ſämmtliche Zu⸗ ſuhr, welche England erhalten kann, vormals höch⸗ ſtens auf eine dreywöchentliche Conſumtion, bey der letzten enormen Anſtrengung höchſtens auf 6 Wochen zureichte, ſo iſt die Ankunft des fremden Getreides in den Seehäfen doch ſchon hinreichend, den Preis achen. Dm vith erbeſitzern ſit enian che Anſtrengung fi nes, und die hun a ſie wieder Geh feſtes Zutrauen, n Begünſtigungen it 4ß, ſo lange der lin erechtes Verhälnijg wirklichen Mangi e Einfuhr begüuſig m Auslande biſunt ſey, ſo ball Aan r Engliſchen Tauit je haben Magaian ſnen, und wautbi 83 der Preis hoch gliſche Landwich if dem Ackerbol uh . glich ſich verminde auswaͤrtigen Kunde den Fracht t und(ett geich die ſimmlihe en kann, d vormab h ſi de Conſomtool, im Vodt 6 he hoch ſtens auf bu des fremden ttei ſ hiurti ichend, dn kiefer herabzuſetzen, als er nach den Koſten des Acker⸗ baues und nach dem Ertrage der Erndte für den Eng⸗ liſchen Landwirth ſeyn ſollte. Der Ackerbau wird alſo aus Gewohnheit und Nothwendigkeit von einer gewiſſen Claſſe zwar fort getrieben werden, aber er wird bey ſo vielen anderen Gewerbszweigen und ſo vielen anderen Wegen, ſein Geld höher zu benutzen, nnie ein Gegenſtand der Spekulation werden können, und man wird daher nie diejenige Energie darauf verwenden, die er erforderte, wenn die nach Verhält⸗ niß der Bevölkerung und Conſumtion äußerſt klei⸗ ne Ackerfläche in England, den Bedarf für die Na⸗ tion liefern ſollte. Da aber die Gefahr, worin ſich der ganze Staat dadurch beſindet, ſehr groß iſt, ſo werden beſon⸗ dre, künſtliche Mittel und Begünſtigungen, um den Ackerbau mehr zu heben, unumgänglich erfor⸗ derlich. Das große Mittel, wodurch man den Acker⸗ bau vor hundert Jahren ſo mächtig hob, nämlich das Verbot der Einfuhr des fremden Korns, und die Prämie auf die Ausfuhr des inländiſchen iſt jetzt nicht mehr anwendbar; weik, wie geſagk, England nun ſelbſt bey guten Erndten der Einfuhr des fremden Getreides nicht mehr entbehren kann, und an Ausfuhr gar nicht zu denken iſt, indem auf auswärtigen Märkten, auch bey den glücklichſten Erndten, das in England erbauete Getreide nicht mehr Preis halten kann. Ohne Zweifel wäre jenes große Mittel immer erſprießlich und Pelchend geblieben, wenn man es 2 mit ſtrenger Conſequenz ununterbrochen angewendel, und nicht zu leichtſinnig, ohne die äußerſte Noth, die wirklich in den erſten Zeiten nicht vorhanden war, davon abgegangen wäre, und dadurch dieſes wichtige Grundgeſetz durchlöchert, und bald gänzlich hätte zerfallen laſſen. Der Ackerbau würde dann in einem beſtandigen gerechten Verhältniſſe mit dem Be⸗ darſe der Nation geblieben ſeyn, weil er immer in gleichem Maaße, wie andere Gewerbe, vortheilhaft ge⸗ weſen wäre, und die darauf verwandten Koſten, nebſt den Zinſen des Betriebs⸗Capitals und einem billigen Vortheil, immer und ſicher hätte abwerfen müſſen. Mit dem verminderten Werthe des ſich im⸗ mer mehr anhäufenden Geldes, mit den zuneh⸗ menden Auflagen, dem erhöheten Preiſe der Arbeit und aller Bedürfniſſe des Landwirths, wäre in ge⸗ höriger Proportion auch der Preis der Produkte ge⸗ ſtiegen, und durch dieſen ſteigenden Preis die Nei⸗ gung mehr zu produciren im rechten Maaße erhal⸗ ten worden. So wie man aber dem Landwirth die Sicherheit raubte, Preiſe zu erhalten, die jene Koſten und jenen gerechten Vortheil, nach Verhältniß der heurigen Erndte bezahlten, machte die Energie in Be⸗ treibung des Ackerbaues wenigſtens einen Stillſtand, den ſie doch auf keine Weiſe machen durfte, wenn der Bedarf für die ſo ſchnell zunehmende Bepölke⸗ rung ferner durch ſie ſollte erhalten werden. Das angemeſſenſte, einfachſte Mittel, einmal ver⸗ gachläſſigt, bleibt nicht mehr anwendbar! Es müſ⸗ en ingewend äußerſt Noh, ſcht volhanden dadurch diſs d bald gänzlc würde dann in ſſe mit dem Se⸗ eil er immer in vortheilhaft ge⸗ andten Koſten, ttals und einen hätte abwerfen he des ſich im it den zuneh⸗ eiſe der Arbeit „waͤre in ges Produkte ge⸗ Preis die Nei Maaße erhals Landwirth die die jene Koſten Verhältniß der Energie in Ses gen Stillſtand, durfte, wenſl — — — = — — — 2 gene verden. kel, einmal ber⸗ 1s müſe bar! Es Il ſen andere mehr zuſammengeſetzte, mehr raffinirte, entferntere und koſtſpieligere hervorgeſucht werden. Aus dieſem Geſichtspunkte muß man die Vor⸗ ſchläge anſehen, die der Verf in dem 3ten Abſchnitte über die Verbeſſerung des Ackerbaues thut. Sie kön⸗ nen nur auf die beſonderen gegenwärtigen Verhält⸗ niſſe dieſes außerordentlichen, dieſes durch alle Indu⸗ ſtriezweige ſo hoch geſpannten, ſo enorm bevölkerten, reichen und mächtigen, aber der Hungersgefahr nun faſt jährlich ausgeſetzten Reichs paſſen. Der Staat ſoll jährlich 2 ¾ Million Pfund Ster⸗ ling(15 Millionen Thaler!!h) hergeben, und ſolche der Diſpoſition eines Nationalackerbau⸗Büreaus und der ihm untergeordneten Provinzial⸗Büreaus über⸗ laſſen, um den Ackerbau allmählig auf ſeinen noth⸗ wendigen Standpunkt zu heben!— Der Name die⸗ ſer Summe erregt vielleicht das Erſtaunen Deutſcher Leſer, aber ſie wäre in Hinſicht ihres Nutzens nur eine Kleinigkeit für die Brittiſche Nation, wäre ein ſicherer höher Gewinnſt für dieſelbe, wenn der Zweck zuverläſſig und dauernd dadurch erreicht werden könnte. Man bedenke, daß 7 bis 8 Millio⸗ nen Pfund Sterling nun im Durchſchnitt eine Reihe von Jahren hindurch(im Jahre 1801. 15 Millionen Pfund) für fremdes Getrei de außer Landes gegangen ſind, und daß dabey nur durch ſtrenge Erſparungen und Entbehrungen Hungersnoth abgewandt werden konnte, ſo daß die Regierung bloß an Prämien für die Einfuhr 2 ½ Million bezahlte. Jene im Lande blei⸗ — 38 bende, ſofort in Cirrulation kommende Summe mehr aufzubringen, kann dieſer reichen Nation keine Schwie⸗ rigkeit machen. Es iſt ein bloßer Vorſchuß, den ſie leiſtet, und der ihr ſchnell wieder zurück kommt. In wie fern die Art und Weiſe der Verwen⸗ dung, die der Verf. vorſchlägt, für die Brittiſchen Verhältniſſe zweckmäßig ſey, wage ich nicht zu ent⸗ ſcheiden. Die Einrichtung der Provinzial⸗Ackerbau⸗ Büreaus und die Vereinigung derſelben in ein natio⸗ nales und centrales, welches mit dem Parlemente und der Regierung in naher Verbindung ſtehen, und ge⸗ wiſſermaßen eine Comité der geſetzgebenden und aus⸗ übenden Gewalt ausmachen müßte, ſcheint mir, ſo wie es in der Vorrede des Buchs weiter ausgeführt worden, ſehr gut berechnet zu ſeyn, vorausgeſetzt, daß man für alle und jede Provinzial⸗Büreaus eine hinlängliche Anzahl thätiger, kenntnißreicher, vorur⸗ theilsfreier, unbeſtechlicher, unpartheyiſcher, rechtſchaf⸗ fener und eifrig patriptiſcher Männer finden kann. Aber dieſe Männer müſſen ſich ohne pecunijäres In⸗ tereſſe, und wo es nöthig iſt, mit Hintanſetzung ih⸗ rer eigenen Angelegenheiten der Sache eifrig wid⸗ men und, auch bey einem minder in die Augen fal⸗ lenden Erfolge nicht zu früh erkalten; nicht durch Schwierigkeiten, Widerſprüche und lleberſtimmung ihrer Meinungen ſich abſchrecken laſſen. Eine große Forderung!— die aber nothwendig erfüllt werden muß, wenn der Effect geſichert ſeyn ſoll. Ob ſich in allen Grafſchaften Englands eine hinreichende Zahl Gunme miß rkeine Schwie⸗ rſchuß, den ſe ick kommt. der Verwen⸗ die Beitiſchen nicht zu ent⸗ gial⸗Ackerbau⸗ in ein nalio⸗ garlemente und ehen, und ge⸗ den und aus⸗ heint mir, ſo er ausgefühtt vorausgeſetz, Büreaus eine ſcher, vorur⸗ er, rechtſchofs finden konn. ecuniäres In⸗ tanſezung ij e eiftig wid ie Augen fal ; uicht durch leberſtimmung Eine gloße erſällt werden 1. Od ſich in eichende 39p ſolcher Männer fände?— Der biedere Charakter, der noch unter einem großen Theile der Conrtry⸗ Squires anzutreffen ſeyn ſoll, ließe dieſes hoffen, wenn unter ihnen nur nicht zugleich zu viele ein⸗ gewurzelte Vorurtheile herrſchten. In Deutſchland ſcheint der bisherige Erfolz landwirthſchaftlicher Af⸗ ſoriationen wenig von einer ähnlichen Einrichtung erwarten zu laſſen; man muß aber auch erwägen, daß dieſe ſehlerhaft organiſirt, in ihrem Vermögen zu beſchränkt und von der Regierung zu wenig un⸗ terſtützt waren. Eine halbe Million Pfund Sterling will der Verf. auf Prämien verwandt haben, und thut über die Vertheilung derſelben vorläufige Vorſchläge. Als eine Grundregel nimmt er an, daß man keine Prämie unmittelbar auf den Getreidebau ſetzen ſolle: denn ohnerachtet dieſer unverkennbar ſein er⸗ ſter Zweck iſt, ſo werde doch gerade durch die über⸗ triebene Extenſion die Intenſion, durch die ſtarke Ausſaat die höchſte Produktion deſſelben vermindert und verfehlt. Es iſt von allen Beobachtern des Ackerbaues in England allgemein anerkannk, daß man um ſo dürftigere Getreideerndten habe, je mehr Land man dem Getreidebau widmet, und daß nur diejenigen Gegenden einen reichen Ueberſchuß anhal⸗ tend liefern, wo weniger als die Hälfte des Landes, aber abwechſelnd zum eigentlichen Getreidebau, das librige zur Viehfukterung, und andern für den Menſchen nahrhaften Gewächſen verwandt wird. —äö, —— —— 40— Ich kann dies nicht oft genug wiederholen, weil ſich ſo viele von dem Gedanken noch nicht losmachen können, daß der Anbau anderer Früchte und die ſtarke Viehzucht die Urſache des mangelnden Getrei⸗ des in England ſey. Die einſtimmige Meinung aller beobachtenden Land⸗ und Staatswirthe, die eviden⸗ teſte Erfahrung von ganzen Provinzen, die angeſtell⸗ ten tauſendfältigen Verſuche in einzelnen Wirthſchaf⸗ ten beweiſen, daß die Produktion des Getreides bey der Wechſelwirthſchaft von der ganzen Fläche dieſer Wirthſchaft anhaltend immer höher iſt, als wo Ge⸗ treide allein gebauet wird. Ein oder zwey Jahre werde ich freilich mehr Getreide gewinnen können, wenn ich die ganze Feldflur damit beſäe; damit iſt es aber vorbey, und das erſchöpfte zuſammen ge⸗ ballete und verwilderte Land giebt nur dürftigen Körnerertrag, im Verhältniß deſſen, was verbeſſernde Früchte trug oder zu Graſe lag. Ueber den Nutzen der Prämien ſind die Meinungen ſehr getheilt, und auch meine eigene iſt ſchwankend darüber. Wenn eine Sache vortheilhaft iſt, ſo kömmt es nur darauf an, daß man ſie ken⸗ nen lerne und ſich dapon überzeuge. Wenn dieſes gehörig bewirkt wird, und die Schwierigkeiten, die ihr etwa im Wege ſtehen, gehoben ſind, ſo muß ſie ſich pon ſelbſt einführen. Iſt ſie nicht vortheilhaft fir d Oteale uich wahr heän cber, thelh nu b ſo la nhal und; Präm durc lich weil 31 E das theue vjelle Erwe neſſe ter al ven und ober dadu nigen ſihen holen, wel ſch nicht bsmachn grüchte und die gelnden Glitei⸗ Meinung alk he, die tviden n, die angeſtell nen Witthſchafr s Getreides bey en Fläche dieſe t, als wo Ge⸗ der zwey Jahre vinnen können, eſäe; damit iſ zuſammen ge⸗ nur dürftigen as verbeſſernde zmien ſind die meine eigene it iche vortheilhaft 1ß man ſie len⸗ Wenn dieſes dierigkeiten, di nd, ſo muß ſt iht vothheihit für den, der ſie betreiben ſoll, kann er an ihrer Stelle etwas Eintrüglicheres vornehmen, ſo läßt ſich auch kaum denken, daß ſie dem allgemeinen Beſten wahrhaft nützlich ſeyn könne, und deshalb durch Prämien befördert werden müſſe. Angenommen aber, daß eine Sache für den Unternehmer nicht vor⸗ theilhaft, aber doch um des gemeinen Beſtens willen zu befördern ſey, ſo wird die Sache doch nur eine ſo lange Dauer haben, eine ſo weite Ausdehnung erhalten, als Competenten genug durch die Größe und Dauer der Prämie dazu angereitzt werden. Die Prämie muß ſo groß ſeyn, daß jeder Mitbewerber durch die Hoffnung die Prämie zu erhalten ſich reich⸗ lich entſchädiget findet. Sie muß immer fortdauern, weil mit dem Aufhören der Prämie auch die Sache zu Ende ſeyn würde. Häufig wird gewiß der für das allgemeine Beſte davon zu hoffende Vortheil zu theuer bezahlt werden, und man wird es am Ende vielleicht bereuen, die Induſtrie der Nation auf einen Erwerbszweig geleitet zu haben, der ihr nicht ange⸗ meſſen und vortheilhaft war. Ein Beyſpiel giebt un⸗ ter andern der in den Preußiſchen und in verſchiede⸗ nen andern nachahmenden Staaten durch Prämien, und ſogar durch Zwangsmittel, in Gang gebrachte, aber eben ſo ſchnell wieder ſtockende Seidenbau. Prämien können meines Erachtens höchſtens nur dadurch nützlich werden, daß, durch das Beyſpiel ei⸗ niger, andern die Rützlichkeit einer landwirthſchaft⸗ lichen Operation in einem gewiſſen Umkreiſe augen⸗ — 42— ſcheinlich dargeſtellt werde. Da neue ungewohnte Vorrichtungen im Anfange immer koſtſpieliger ſind, Anſchaffung der Werkzeuge von entferntern Orten her, Belehrung, ſtete Aufſicht und llebung der Ar⸗ beiter erfordern, ſo kann die Prämie einen Erſatz die⸗ ſer außerordentlichen Koſten geben. Es ſcheint mir aber, als laſſe ſich dies in den meiſten Fällen zweckmäßiger bewirken, wenn man denen, die ſich zur Ausführung einer neuen Cultur bereitwillig finden, Inſtrumente und Saamen ſchenkt, dann aber etwa denjenigen unter ihren Arbeitern, die ſich Fertigkeit in den Handgriffen erwerben und Fleiß beweiſen, kleine Belohnungen giebt. Ilm z. B. das ſo nützli⸗ che Behacken der Rüben und Möhren einzuführen, wäre es vielleicht hinreichend, denen Handarbeitern, die in einem Tage eine gewiſſe Fläche gehörig behak⸗ ken lernten, nach Verhältniß ihrer Geſchicklichkeit, eine Belohnung von einigen Thalern zu geben. Beſtimmt ausgeſetzte Prämien erregen, meiner Beobachtung nach, leicht Mißtrauen. Wenn die Sa⸗ che ſo ausgemacht gut iſt, denkt mancher, warum muß ſie denn erſt durch Prämien hervorgebracht wer⸗ den?— Das Arbeiten nach einer Prämie erregt oft eine üble Meinung der Nachbarn. Der muß ſehr hungrig nach dem Gelde ſeyn, ſagt man, muß nichts beſſerers zu thun wiſſen, der ſeine Zeit und Arbeit verwendet, um das angelobte Geld zu erhalten. Man ſagt das oft mit Unrecht, weil man nur auf das Geld, nicht auf den Ertrag, den die Sache giebt, ſät, iñ uuſchch d dJ Mitkomp nabhſtehe und veru m dn Com he ſebſt in ein il durübet in Nede Zuerkenn Miinung großen für ehren und ſebſt beverberr Der wey— freyer: gen zu ihrer 1 wollen. bis auf Joſſhlas des heſee väte, do eue üngewoſnte oſſſoitiger ſnd fferntern Diten lebung der Ar⸗ einen Erſat die den(Es ſtzein meiſten Fälle nen, die ſich zur eitwillig finden, ann aber etwa ſich Fertigket Zeiß beweſen das ſo nüßzle⸗ en einzuführen, Handarbeitern, gehoͤrig behak⸗ Geſchicklichkeit, u geben. regen, meiner Wenn die Ea⸗ ncher, warum rgebracht wer⸗ zmie ertegt oft Der muß ſehr in, muß nichts eit und Arbeit erhalten. Man nur auf das Gache gibh — 43— ſiehet, oft aber auch wohl mit vollem Rechte. Die Unſicherheit endlich, ob man unter denen ſeyn werde, die die Prämie wirklich erhalten, ob man nicht als Mitkompetent einem andern, dem es beſſer glückt, nachſtehen werde, ſchreckt oft die ſolideſten Leute ab, und verurſacht, daß nur eine gewiſſe Art von Men⸗ ſchen, die man Windbeutel zu nennen pflegt, unter den Competenten auftritt, und dadurch theils die Sa⸗ che ſelbſt, theils das Prämienerringen auf lange Zeit in ein übles Licht ſetzt. Indeſſen iſt die Denkungsart darüber verſchieden, in Oberſachſen 3 B. anders als in Niederſachſen, und ſelbſt die Manier, womit eine Zuerkennung des Preiſes geſchiehet, die öffentliche Meinung, welche man von den Richtern hegt, hat großen Einfluß. In England hält man die Prämien für ehrenvoller, als im Durchſchitt in Deutſchland, und ſelbſt die höchſten Perſonen treten unter den Mit⸗ bewerbern auf. Der zweyte Vorſchlag des Verfaſſers iſt der: zwey Millionen Pfund jährlich zu zins⸗ freyer Anleihe auf zehn Jahr für diejeni⸗ gen zu beſtimmen, die zur Verbeſſerung ihrer Ländereyen eine Summe anwenden wollen. Auf den Engliſchen Acker ſoll dieſemnach bis auf zehn Pfund vorgeliehen werden. Dies iſt ein Vorſchlag, der, mit der Wegräumung der Hinderniſſe des beſſern Ackerbaues verbunden. gewiß hinreichend wäre, den Ackerbau eines jeden Staats in den blü⸗ hendſten Zuſtand zu verſetzen, und jeden Fleck Landes nutzbar zu machen. Es käme nur darauf an, daß uns der Verf. auch Maaßregeln angäbe, wie Miß⸗ bräuche hierbey vermieden, und die Wiederbezahlung des Geldes nach zehn Jahren geſichert werden könn⸗ te. Ob dies von der Adminiſtration und Aufſicht der vorgeſchlagenen Provinzial⸗Büreaus zu erwarten ſey, zumal bey Pächtern, iſt eine Frage, die ich nicht zu entſcheiden wage. Nur ſo viel iſt gewiß, daß, wenn ein Staat auch eine nach Verhältniß minder be⸗ krächtliche Summe zu dieſem Zwecke ausſetzte, aber durch gute Vorkehrungen Mißbräuche verhütete, ohne die Theilnahme zu dieſem Anlehn zu ſehr zu erſchwe⸗ ren, die Wirkung davon erſtaunlich ſeyn müßte Ei⸗ nes völlig zinsfreyen Anlehns bedürfte es nicht ein⸗ mal, da die meiſten Verbeſſerungen doch nach drey Jahren ihre Zinſen zu tragen anfangen. Alſo vielleicht nur auf drey Jahr zinsfrey, dann drey Jahr zu mäßigen Zinſen, und nun dieſe mit einem jährlichen Abtrage des Capitals, ſo daß ſolches in einem Zeitraume von 25 Jahren auf eine faſt un⸗ merkliche Art ſamt den Zinſen amortiſirt wäre! So bald nämlich der Abtrag anfängt, vermindern ſich die Zinſen, und die Abbezahlung wird progreſſive ſtärker. Der Staat ſchöſſe folglich höchſtens drey⸗ jährige Zinſen zu, und in manchen Fällen könnten auch dieſe unmerklich nachbezahlt werden. Die Haupturſach der unterbleibenden Verbeſſe⸗ rungen des Grund und Bodens iſt, wo keine andre ndriſ der di ſer und virthſch kommt, mand be Bagif geboken ihm lei dern Lic niit ſeine Abeit p beiten, Gedd ge mittell Eine d fir d des Nat mehren. und Bod deeſe in ben Thät Wen thig und Landes. bey zu würde ſ wohlhit Landescu den Fleck Onndes darauf an, daß gäbe, wie NM⸗ Weekerbezaſung tt werden könn⸗ und Arfſcht de zu erwarten ſeh, die ich niht zu wiß, daß, wen rniß minder be⸗ ausſetzte, cher verhüͤtete, ohne ſehr zu erſchwe eyn müßte Er kte es nicht ein doch nach drey ffangen. Alſo ey, dann dref dieſe mit einem daß ſolhes in f eine faſt un⸗ tiſirt waͤre! Go vermindern ſi vird progteſſie höchſtens derf Fällen bnnke erden. enden Verbeſt⸗ wo keine antt — 45— Hinderniſſe im Wege ſtehen, der Mangel an Capital oder die Gelegenheit dieſes auf eine andre Weiſe beſ⸗ ſer und augenblicklich zu benutzen; da, in der Land⸗ wirthſchaft angelegt, der Rutzen erſt ſpäter nach⸗ kommt, und der an ſeine Armſeligkeit gewohnte Land⸗ mann von dem ſpäter nachkommenden Nutzen keinen Begriff hat. So bald ihm indeſſen Geld dazu an⸗ geboten wird, nuter Bedingungen, deren Erfüllung ihm leicht ſcheint, wird er die Sache in einem an⸗ dern Lichte ſehen und ſchon zugreiſen. Wenn er ſelbſt mit ſeinen Leuten und Geſpann die dazu erſorderliche Arbeit verrichten kann, ſo wird er angeſtrengter ar⸗ beiten, weil ihm ſeine Arbeit durch das vorgeliehene Geld gleichſam bezahlt wird, er ſolglich einen un⸗ mittelbaren Verdienſt davon hat. Eine dazu vom Staate ausgeſetzte Summe wür⸗ de für das Ganze mächtig wuchern, und die Maſſe des National⸗Reichthums auf vielfache Weiſe ver⸗ mehren. Denn, außer der Verbeſſerung des Grund und Bodens und der vermehrten Produktion, wird dieſes in ſchnelle Cirkulation geſetzte Geld allenthal⸗ ben Thätigkeit und Verdienſt erwecken. Wenn die Staatskaſſen dieſes Geld nicht vorrä⸗ thig und überflüſſig hätten, würde es durch eine auf Landes Credit gehörig geſichertes Anlehn leicht her⸗ bey zu ſchaffen ſeyn. Das Geld der Capitaliſten würde folglich im Lande auf die höchſt mögliche und wohlthätigſte Weiſe benutzt werden. Eine beſondere Landescultur⸗Caſſe, gut und pünktlich verwaltet, wür⸗ de ſich das Zutrauen der Nation und des Auslandes erwerben. Die Mitglieder jener Provinzial⸗Büreaus oder einer ökonomiſchen Landes⸗Societät müßten es ſich allerdings zur Pflicht machen, diejenigen Gegenſtände aufzufinden, welche zu einer Verbeſſerung vor an⸗ dern geeignet ſind. Es würde ihnen unter den mei⸗ ſten Umſtänden eine angenehme Pflicht ſeyn, durch ihre Vermittelung ihren thätigen Nachbaren und Un⸗ tergebenen aufzuhelfen, die Cultur in ihrem ÜUmkreiſe zu vermehren, und unfruchtbaren wenig benutzten Boden zu hoher Fruchtbarkeit zu bringen. Die Vor⸗ ſchläge, die Aufmunterungen, die nöthigen Anwei⸗ ſungen und eine gewiſſe Art von Aufſicht könnte man von ihnen allein erwarten; aber die Prüfung der Vorſchläge wäre die Sache des Central⸗Bü⸗ reaus, oder eines beſondern Landes⸗Deconomie⸗Col⸗ legiums, welches nöthigenfalls ſeinen der Sache ge⸗ wachſenen Commiſſarien eine beſondere Unterſuchung an Ort und Stelle auftrüge. Die Gegenſtände der bezweckten Verbeſſerung werden mannichfaltig, dem Locale nach verſchieden ſeyn müſſen. Urbarmachungen wüſter Ländereyen, Abwäſſerungen ſumpfiger Gegenden und Moore; Durchſtiche von Flüſſen, wodurch vieles Land gewon⸗ nen, Eindammungen, wodurch vieles gegen Ueber⸗ ſchwemmungen geſichert wird, Befriedigungen, wo ſie nützlich ſind, Anlagen von Schwemm⸗ und Be⸗ wäſſerungs⸗Wieſen, ſind große Gegenſtände, die An⸗ Phne als derken. prielle aus der z B. di decte? der und dſens! Gegenſe in dm den lUnp nen. T Vermeh beſſerun die Einf s zügleih; räumen eines g. verwalte zum höch 5o kannt ſt ren und bau ſihe haft und nd des Ausländes al⸗Bürezus odet at müßten ds ſch nigen Gegenſtände beſſerung dor ar en unter den mei⸗ licht ſeyn, durh uhbaren und li in ihrem lmteeſe wenig benutzien ingen. Die Vor⸗ nöthigen Anwe Aufſicht könnte ber die Prüfung g Central⸗Bi⸗ Deconomie⸗Col⸗ n der Gache ge ere Unterſuchüng en Vareſerung nach verſchidn ſter Länderthel, en und Moort; eles Land gewol⸗ les gegen luüs⸗ friedigungen, w wemm⸗ und Rr enſtnde, dec — à47— lehne aus der Landes⸗Cultur⸗Caſſe vor allen erfor⸗ derten. Es giebt aber auch manche kleinere, mehr ſpecielle, auf welche einzelnen Landwirthen, beſonders aus der ärmern Claſſe, Vorſchüſſe zu geben wären, 3 B. die Trockenlegung feuchter Ländereyen durch ver⸗ deckte Abzüge, das Befahren mit Mergel mit Moo⸗ der und anderen Erdarten, die Anlegung eines Kalk⸗ ofens und Kalkdüngung überhaupt— kurz alle die Gegenſtände der Cultur, die ihre Koſten nicht gleich in dem erſten Jahre wieder bringen, und deshalb von den Unvermögenden nicht unternommen werden kön⸗ nen. Vielleicht gehört hierher auch eine beträchtliche Vermehrung des Viehſtapels, eine zweckmäßige Ber⸗ beſſerung der Race, die Errichtung nützlicher Gebäude, die Einführung zwerkmäßiger Werkzeuge u. ſ. w. Es iſt beinahe unmöglich, daß ein Staat, der zugleich die Hinderniſſe der Verbeſſerungen wegzu⸗ räumen weiß, und eine Reihe von Jahren hindurch eines glücklichen Friedens genießt, durch eine gut verwaltete Landes⸗Cultur⸗Caſſe ſeinen Ackerbau nicht zum höchſten Flor bringen ſollte. So evident es erwieſen, ſo allgemein es aner⸗ kannt iſt, daß ein höherer Betrieb der Manufaktu⸗ ren und Fabriken ſich nur auf einen höheren Acker⸗ bau ſicher begründen könne, nur ſo begründet dauer⸗ haft und für die Stärke des Staats und die Glück⸗ -— 46— ſeligkeit der Nation wahrhaft vortheilhaft ſeyn kön⸗ ne; ſo häufig iſt dieſe Wahrheit überſehen worden. Wenn nur in mittleren Jahren die nothdürftigen Le⸗ bensmittel gewonnen wurden, ſo war gleich das Fa⸗ Grikweſen das erſte Angenmerk der Staatsverwaltun⸗ gen. Man hielt ſich überzeugt, daß ihr Betrieb ſelbſt den Ackerbau heben, daß die vermehrte Con⸗ ſumtion die Produktion von ſelbſt vergrößern müſſe. In einigen beſondern Fällen iſt dies richtig. So lange aber, nach dem Flächen⸗Inhalt des baulichen Bodens, nicht Menſchen genug vorhanden ſind, und ein Theil deſſelben gar nicht oder gar zu geringe benutzt wird, ſo lange es noch an Kapital fehlet, um den Boden in einträgliche Kultur zu ſetzen, hat meiner Ueberzeugung nach kein Staat gegründete Veranlaſſung, das Fabrikweſen über den Grad zu ſpannen den es etwa natürlich annimmt, und da⸗ durch dem Ackerbau Capital und arbeitende Hände Der Ackerbau aufs höchſte getrieben, verſchafft immer und ewig dem Staate die künſtlich zu enkziehen. höchſte innere Stärke und Sicherheit, den unwandel⸗ barſten Reichthum und die möglichſte reelle Glück⸗ ſeligkeit den Unterthanen. Daß andere Gewerbe den Ackerbau mehr heben, daß dieſer im Stande ſey mehr hervorzubringen, als die Bedürfniſſe ſeiner An⸗ bauer erfordern, daß es ihm folglich an Abſatz und Ermunterung fehlen würde, wenn es an Conſumen⸗ ten fehlte, iſt eine ünläugbare Wahrheit. Aber da⸗ für braucht man nicht zu ſorgen, weil die ewige Er⸗ fahrung gelehrt hat, daß ſich da Menſchen erzeu⸗ . gen, n, t ſcen u pſen, w ¹ ſie w. de das Vert Güüfen, ſebel ſ libe) i Gkaaten; ſchſte Regierun biel weit der Man gern glei nut gi of tüt obhit ein gewif ning geg pricht. Cältut: haltniſſe Jahrhuad die Nade gettiebene Bevölkeru gemeſſener derer Gen de bettäch Nacht z überſihen wordan nothdürſügen Le dar gleich du zer Staatsverwalan⸗ daß ihr Batrih ie vermehrte Con⸗ vergrößern niſt dies richlig, r halt des bauliher rhanden ſind, m r gar zu geimt an Kapital fehl tur zu ſezen, zut Staat gegründet ber den Grod i nimmt, und da⸗ arbeitende Händ bau auſt ſätſt ig dem Staakedt ͤt, den unvande chſte reelle Glit r im Stande ſ ärfaiſſe ſeiner Aw ich on Abſatz u es au Colſumdt .. lr dor zhcheit. Per d veil die ewige En 1 7F rl Nuſſßa gel, gen, wo Nahrung für ſie iſt, und daß dieſe Men⸗ ſchen Arbeit und Verdienſt ſuchen und aufzufinden wiſſen, wenn man ſie nur ſchalten und walten läßt und — ſie wie vernünftige Menſchen behandelt! Die Möglichkeit, daß andere Gewerbszweige über das Verhältniß der Produktion hinaus gehen und die Siufen, worauf ſich beyde wenigſtens zugleich hinan heben ſollten,(und eigentlich letzterer der Vorſchritt bliebe), überſpringen können, beweiſen manche ältere Staaten; beweiſt England jetzt auf die unwiderſprech⸗ lichſte Weiſe.— England, dem es ſo manche andere Regierungen in Ländern, wo der Ackerbau noch viel weiter zurück iſt, in Anſehung der Ausdehnung der Manufakturen und wo möglich des Handels ſo gern gleich thun möchten! Man muß das Gerede nur zu oft leſen, daß Englands höhere Acker⸗ Eul⸗ tur abhängig von Fabriken und Schiffahrt ſey, und ein gewiſſer Recenſent glaubt mir eine große Beleh⸗ rung gegeben zu haben, wenn er dieſe Sage nach⸗ ſpricht. Allein eine genauere Kenntniß der Engliſchen Caltur⸗Geſchichte, und der Engliſchen Lokal⸗Ver⸗ haltniſſe zeigt gerade das Gegentheil. Der ſchon ſeit Jahrhunderten im Vergleich gegen andere Staaten die Niederlande ausgenommen— bey weitem höher getriebene Ackerbau, die dadurch entſtandene größere Bevölkerung begründete in England, neben der ſo an⸗ gemeſſenen geographiſchen Lage, den hohen Flor an⸗ derer Gewerbe und der Schiffahrt; und die vormali⸗ ge beträchtliche Kornausfuhr verſchaffte der Nation 8 Nachtr. zu Bell's Verſ. I. Th. — 50— den erſten Fond zu demjenigen Capitale, womit ſie nachher ihre Fabriken und ihren Handel betrieb. So lange ein gehöriges Verhältniß ſtatt ſand, ging alles glücklich, ſeitdem aber der Ackerbau im Verhältniß der übrigen Gewerbe zurück blieb, ward England in den unſicheren, abhängigen Zuſtand verſetzt, den un⸗ ſer Verf beſchreibt. England iſt zwar darum noch nicht geſunken und hat Mittel genng, ſeinen Ackerbau wieder in Ver⸗ hältniß mit ſeiner Bevölkerung zu ſetzen. Es hat durch ſeinen Reichthum und ſeine Schiffahrt das große De⸗ ficit an Lebensmitteln bisher decken können, und es iſt bis jetzt nur entſetzliche Theurung und Mangel, aber keine Hungersnoth mit allen ihren Folgen ent⸗ ſtanden. Aber man denke ſich einen verhältnißmäßi⸗ gen Defekt eine Reihe von Jahren hindurch, in ei⸗ nem andern bevölkerten Staate, und die Folgen wer⸗ den fürchterlich ſeyn. Hunger und Seuchen, Raub und Aufſtand würden dann die Nation um ſo mehr zuſammen ſchmelzen, je künſtlicher ihre Maſſe ver⸗ mehrt wäre. Denn alle mögliche Zufuhr vom Aus⸗ lande giebt einer großen Nation auf dem feſten Lan⸗ de, wie A. Young ſagt, kaum ein Frühſtück. Der größte Theil von Deutſchland hat dies noch im vori⸗ gen Jahrhunderte mehrmals erſahren, und wenn gleich der wahre Defekt in den Jahren 1740 und 1772, nach Verhältniß der Menſchen⸗Zahl, in Deutſch⸗ land nicht ſo groß als 1801 in Engand warz ſo waren die Folgen für den Wohlſtand und die Be⸗ völkerung von Deutſchland doch unendlich wichtiger, wͤletze Eeode ir hen der Kriege, wurden. de re üänt ſät dinig à Gelke ren guf Jeornole ger, ſan gen iher gen onzu Art, wie Unkennim not ausd legt dei niß dr; hoben 1 zue Erha Geld⸗Eir Fabtiten te, wo licht for nit der der Lun ſcen h Arzenen ſiße in 5¹ , mt ſ und letzteres hat durch dieſe Hungerjahre, die allemal 3n e Seuck in ihrem Gefolge haben, wenigſtens in An⸗ nt ſand, gig a ſehung der Bevölkerung mehr gelitten, als durch al⸗ a m 5 le Kriege, die auf Deutſchem Boden ſeitdem geführt wen, ah wurden. ms 2 Die Gefahr iſt jetzt wahrlich nicht geringer. Oh⸗ ne eigentliche Mißerndten gehabt zu haben, hat man nicht ginin m ſeit einigen Jahren eine nahe an Mangel grenzen⸗ 92 9 de Selt und Theurung der Lebensmittel in ei⸗ Zen. Es hat nd nem g Theile von Deutſchland verſpürt. Alle ahrt cs gre de Journale und Zeitungen, beſonders der Neichse aei können, mg ger, ſind voll davon, und von allerley Betrachtun tung. gen über die Urſachen dieſer Theurung und die dage⸗ ihren Feign a gen anzuwendenden Mittel. Letztere ſind von der ni Art, wie ſie die ärgſte Stupidität und die aunähche Hinur Unkenntniß aller Staatswirthſchaftlichen Orundſä d die Folgen u nur ausdenken kann. Die wahre und einzige heg d Seuchen, A liegt darin, daß ſich der Ackerbau nicht im Verhält⸗ Tation un e n niß der Bevölkerung, beſonders der ſtädtiſchen, ge⸗ r ire Maß hoben hat, und nicht mehr den Ueberfluß liefert, der ait von 1 zur Erhaltung wohlfeiler Preiſe bey der vermehrten den ſeſten lu⸗ Geld⸗Cirkulation nöthig iſt. Ohnerachtet es mit den 2. Fabriken in Deutſchland bis auf wenige einzelne Dr⸗ d vc a m. te, wo man ſie im Treibbette in die Höhe zwingt, nicht fork will, ſo hat doch die Menſchenzahl und 5 89 mit derſelben die Manufakturen, das Gewerbe und 922 Dnt der Luxus zugenommen. Die Vermehrung der Men⸗ ſchen haben wir unwiderſprechlich der vervollkommneten 4* Tanenkanſt s und der Ve threitung richtigerer Deund⸗ 2 9 — 5²2— verdanken. Wenn gleich die von Jahrzehent zu Jahr⸗ zehent ſich einander verdrängenden mediciniſchen Sy⸗ ſteme und ſchulgerechten Curmethoden einander ſo gerade entgegengeſetzt ſind, daß es den Anſchein hat, als müßte nothwendig durch die eine oder die andre eine große Menſchenzahl, die den Aerzten in die Hände fiel, gemordet ſeyn, ſo iſt dies doch nicht der Fall. Wenn gleich alle Krankheiten jetzt im ver⸗ dickten inflammatoriſchen Blute, jetzt in den erſten Wegen, dann in den Nerven, bald im mangeln den Sauerſtoff, bald in derherabge⸗ ſtimmten Erregung ihren Grund haben ſollten, und ſonach Blutlaſſen, Brechen und Purgi⸗ ren, Rervenſtärkungen, Säuren und Reitz⸗ mittel in den Schriften und auf den Lehrſtuͤhlen der Aerzte— oft ſogar eines und deſſelben jedesmal in⸗ fallibeln Mannes— an der Tagesordnung waren; ſo hatte es doch damit in der Praxis im allgemeinen nicht ſo gar viel zu bedeuten, und eine gewiſſe ra⸗ tionelle Empirie hat bey der wirklichen Behand⸗ lung der Kranken über die Syſteme— ſelbſt ihres ſchnellen Wechſels wegen— die Oberhand behalten; ſo daß man beſtimmt ſagen kann, es ſterben jetzt we⸗ niger Menſchen an hitzigen Krankheiten, beſonders junge Leute und Kinder, unter den Händen der Aerz⸗ te gleichviel ob dieſe Haͤnianer, Stollianer oder Brow⸗ nianer ſind. Weit mehrere Krankheiten werden im erſten Anfange erſtickt, da jedermann gelernt hat, den Anzeigen der Nakur mehr zu folgen, dieſe durch ein diätätiſches Verhalten zu unterſtützen und ihr nicht urch ni bn, vi Fader ke tiele ecj ben, di logell vazjeſhe mehrere, ügſien K ſteht dur rung der des Eine erwerben ren ſeine zuläßt. — 66 Neuſche de tentheils zahl hin ſonderer einem tine ſc genden zu mas Hiernit wenigſt ganzzen Veide ahrzehent zu Jühr⸗ medicinſſchen Ef⸗ hoden einander ſt den Anſchein hat eeine oder die die den Aerzen i iſt dies do nit eiten jeßt in ver lute, jezt in den erven, bald i din derherabze und haben ſolli, hen und Purgi uren und Neiß en Lehrſtühlen dn Aben jedesmal l sordnung wann, s im allgemeine Heine gewiſſe w klichen Behand me— ſelbſt ihres derhand behalen; g ſterben jetzt de heiten, beſondes Händen der Aer laner oder ror⸗ heiken wetden in nann gekernt ha dlgen, deſe un üötzen und ir ucht — 53— durch widerſtrebende Arzneymittel entgegen zu wür⸗ ken, wie die Menſchen noch vor 50 Jahren thaten. Kinder kommen weit mehr auf und bleiben geſunderz viele erhielt die Inokulation der Kinderpocken am Le⸗ ben, die der natürlichen Anſteckung vormals unter⸗ lagen. Jetzt wird die Kuhpocken⸗Impfung durch die wahrſcheinliche völlige Ausrottung der Kinderpocken mehrere Menſchen am Leben erhalten, als die blu⸗ tigſten Kriege durch ganz Europa tödten. Alſo ent⸗ ſteht durch Verminderung der Sterbefälle Vermeh⸗ rung der Menſchenzahl; die vermehrten Bedürfniſſe des Einen geben dem Andern Verdienſt; wer nichts erwerben kann, findet in den großen ſtehenden Hee⸗ ren ſeinen Platz, in denen man ſelbſt die Ehen mehr zuläßt. Menſchen kommen folglich gewiß immer mehr. — Schafft ihnen Lebensmittel! iſt der Zuruf der Menſchheit an alle Staaten, auch in Deutſchland. Der rohe Ackerbau, ſo wie er war und größ⸗ tentheils noch iſt, konnte einer geringern Menſchen⸗ zahl hinreichende Lebensmittel geben, wenn kein be⸗ ſonderer Mißwachs entſtand. Allenfalls blieb von einem Jahre zum andern ein kleiner Ueberſchuß, der eine ſchlechtere Erndte deckte. In den meiſten Ge⸗ genden blieb immer ein Aufbruch aus altem Anger zu machen, der als Neubruch reiche Erndten gab. Hiermit iſt es an den meiſten Orten aber vorbey, wenigſtens ſo lange nicht Hauptveränderungen in der ganzen Wirthſchaftsart gemacht werden. Denn die Weide iſt ohnehin ſo kärglich, und das Land ver⸗ ſpürt den Mangel an Dünger. Man hat angefan⸗ gen die Brache zum größten Theile zu beſtellen, aber ohne größeren Düngerſtand den Boden deſto ſtärker erſchöpft und mit Unkraut verwildern laſſen. Bey dem gewöhnlichen alten Gange der Dinge wird alſo die Produktion gewiß nicht ſtärker werden; wie ſie es müßte, wenn nicht über lang oder kurz Mangel entſtehen ſoll, Die Wirthſchaftsverbeſſerungen, welche man an einzelnen Orten gemacht hat, ſind viel zu unbedeu⸗ tend für das Ganze. Sie ſind, als Beyſpiele, von Wichtigkeit— aber man muß die Sache noch anders angreifen, wenn ſie genug würken ſollen. Es giebt manche ſonſt vernünftige, aber ſo ver⸗ ſtädterte Menſchen, daß ſie die Wirkung eines ver⸗ beſſerten Ackerbaues gar nicht einſehen können. Sie geben es zu, daß man durch mehrere Düngung und Bearbeitung zwey oder drey Einſaatmaaß vom Acker mehr erhalten könne; aber das ſcheint ihnen unbe⸗ deutend. Schon der Ertrag eines Saatmaaßes mehr iſt von großer Wichtigkeit für das Ganze, ſo bald er allgemein iſt. Geſetzt man habe in einer Pro⸗ vinz oder einem Diſtrikte bisher im Durchſchnitt fünf⸗ fältig geerndtet, und das habe für den Bedarf von ei⸗ ner Million Menſchen zugereicht. Man bringt es nun dahin, nur um eins mehr zu erndten, ſo giebt dies Nahrung für 2350,000 Menſchen mehr; denn die Einſaat muß in beyden Fällen abgehen. Vermehrt man die Erndte um ſo viel, ohne daß ſich die Men⸗ imai unj grc onkr ſein alswarti Mangel viel Nen teide, al hauet wü Nun nen des! fll, daß dorch ein Düngere wonnen der Virt hauels ſ Gegenden biöher wolden, Gaatkor dem M. ſändicer alf jede Un Necierun geln zu licheite wie mar geutlich Man hat ongefan ile zu beſtelen, tüer Boden deid ſtätdt ldern laſſn. dey der Dinge vid aſo er werden; wieſi 5„. oder kurz Nangl en, welche man m d viel zu unbehu⸗ als Beyſpiele, un Sache noch ande en ſollen. nftige, aber o der Girkung eines u ehen köngen. Er tere Düngung u) atmaaß von Ait ſcheint ihnen mis ines Gaatmace ür das Gane, habe in einer ho Duechſchnit fin den Bedarf boni Man beingt es un ken, ſo gibt dis mehr; dem d gehen. Vermeit daj ſih de Ne ſchenzahl in demſelben Verhältniſſe vermehrte, ſo müß⸗ te ein großer Ueberfluß entſtehen, und das Getreide unter ſeinen natürlichen Werth ſinken, wenn es keine auswärtige Abnehmer häfle. Hingegen würde der Mangel und die Theurung groß werden, wenn ſo viel Menſchen mehr entſtänden, und nicht mehr Ge⸗ treide, als für die Million vormahls zureichte, er⸗ bauet würde.. Nun aber wird niemand, der von den Operativ⸗ nen des Ackerbaues nur einigen Begriff hat, bezwei⸗ feln, daß durch mehrere Anſtrengung und beſonders durch ein beſſeres Verhältniß zwiſchen Fruchtbau und Düngererzeugung ein Saailkorn mehr anhaltend ge⸗ wonnen werden könne. Man kann ſich hiervon in der Wirthſchaft eines jeden nur etwas fleißigern Acker⸗ bauers ſofort überzeugen. Und da, wenige glückliche Gegenden ausgenommen, im ganzen Deutſchlande bisher im Durchſchnitt höchſtens fünffälkig geerndtet worden, ſo würde durch den höheren Erkrag eines Saatkorns ein Viertheil an Lebensmitteln mehr erzeugt, dem Mangel der übermäßigen Theurung und der be⸗ ſtändigen Fürcht vor Hungersnoth gewehret ſeyn, was auf jede andre Art gewiß nicht erreicht werden wird, Und wäre dieß dann nicht der Mühe werth, daß Regierungen ernſthafte, wirkſame, große Maaßre⸗ geln zu dem Zwecke nähmen?— Nur keine Klein⸗ lichkeiten! Wenn kleine Urſachen große Wirkungen, wie man ſagt, hervorgebracht haben, ſo waren es ei⸗ gentlich nicht jene, die dieſe bewirkten, ſondern andre Kräfte, die zufällig in Mitwirkung kamen, und durch jene höchſtens in Anregung gebracht wurden. Will man mit Sicherheit etwas bewirken, ſo muß man die Mittel dem Zweck angemeſſen wählen. Dekonomiſche Profeſſoren auf Univerſitäten, ökonomiſche Societäten in den Städten, die über tauſend Künſteleyen, nur nicht über die Vermehrung der Fruchtbarkeit des Bo⸗ dens, berathſchlagen, wollen es nicht thun. Der Bo⸗ ard of Agriculture in London verſprach als ein Zuſammentritt der ausübenden und geſetzgebenden Macht, als Vereinigung der politiſchen Parteyen zur Verbeſſerung des Ackerbaues viel; aber wie man ihn mit dreytauſend Pfund jährlich dotirte, wie man ihn als ein Spielwerk, welches man gewiſſen Leuten vor⸗ geworfen hatte, behandelte, konnte nichts heraus⸗ kommen. Er hat indeſſen im erſten Anfange viel ge⸗ leiſtet; aber nicht durch ſich ſelbſt, ſondern durch ſeinen Stifter und erſten Präſidenten Sir J. Sin⸗ glair, der ſich der guten Meynung, die man im In⸗ und Auslande von dem Inſtitut hatte, zu bedienen wußte, und in kurzer Zeit wenigſtens eine große Maſſe von ſchätzbaren Nachrichten zuſammenbrachte. Ohne nach Verhältniß der Größe und des Reich⸗ thums des Staats eine ſo große Summe, wie unſer Verfaſſer fordert, jährlich aufzuwenden und zu ver⸗ ſchenken, ließe ſich viel thun, wenn man nur ernſt⸗ lich Hand ans Werk legte, ein Anlehn zur Landes⸗ verbeſſerung bewilligte, durch oöffentlichen Credit be⸗ günſtigte, und eine, unſern Zeiten und Bedürfniſſen nngetſe lcher Ge ekoltete dungen tena Entſchä gelend daß der Gü belbe ſcränkt Go lang Vorſch uod 3, bis dah leute d argen, T. den N beſonde ſelben, ſneng, haben; als ib⸗ ich demn paßt g einer g meiſte kamen, und drch acht wuren. Pll 1, ſo muf un di en. Detenniſje nomiſche Eocietten G2 Künſteleen, nur uchtbarkeit des a öt thun. Der Bo⸗ verſprach als din und geſetzgebenden liſchen Parkeen ur aber wie man h irte, wie man in ewiſſen Leuten bor⸗ mnte nichts herals n Anfange biligr ſt, ſonden duh ten Sir J. Ein g, die man in ju atte, zu bediena gſtens eine goß zuſammenbragte ße und des Reic umme, wie uuſt nden und zu ver⸗ n man nur enſſ lehn zur Landes nlichen Gredi be und Bedüffiſl angemeſſene Legislatur, in Anſehung Landwirthſchaft⸗ licher Gegenſtände einführte, und dieſe der Gewalt peralteter Obſervanzen und römiſcher Rechtsentſchei⸗ dungen entzöge— wenn man das Salus populi su- prema lex esto, aber unter der immer möglichen Entſchädigung alter wohl hergebrachten Gerechtſamen, geltend machte. Es kommt bey uns nur darauf an, daß der Landmann das Vermögen habe, ſeinen Acker zu verbeſſern, und in Benutzung deſſelben nicht einge⸗ ſchränkt ſey. Alles übrige werde ſich leicht finden, So lange jenes aber nicht iſt, werden alle die gethanen Vorſchläge zur Vervollkommnung der Landwirthſchaft und Vermehrung der Produktion wenig belfen, und bis dahin kann man dem größten Theil unſrer Land⸗ leute die Apathie gegen alle Verbeſſerungen nicht ver⸗ argen. Was der Verfaſſer in der IVten Abhandlung über den Mangel an Lebensmitteln und die Theurung, beſonders in Anſehung der angeblichen Urſachen der⸗ ſelben, ſagt, iſt vielleicht nicht ſo gründlich, nicht ſo ſtreng erwieſen, wie manches andre, was wir darüber haben; aber es iſt meines Erachtens keinleuchtender, als überredender und populärer, irgend etwas, das ich kenne. Es iſt nur für Engländer geſchrieben, und paßt genau nur auf engliſche Verhältniſſe Mit einer kleinen Abänderung können wir uns aber das meiſte aneignen. Wir ſehen, daß eben daſſelbe Geſchwätz über die Urſachen der Theurung, und die Mittel ihr abzu⸗ helfen, in den engliſchen Bierhäuſern und Aſſembleen, zwiſchendurch doch auch im Parlemente getrieben wird, wie in den unſrigen, und daß dieſes Geſchwätz zum Theil mit die Urſach ſey, warum man keine beſſere Maaßregeln ergreift, oder die fehlerhaften nicht auf⸗ giebt. Es muß jedem Landwirthe angenehm und nützlich ſeyn, die Schwäche dieſer veralteten, aber tief eingewurzelten Meynungen, und die auffallendſten Ge⸗ gengründe kennen zu lernen. Man hat bey uns die Invektiven und Karikatur⸗Kupfer gegen die engliſchen Pächter in manchen Journalen und mit großem Bey⸗ fall aufgenommen; ſo iſt es aber auch gut, daß man wiſſe, was denkende Leute in England darüber ur⸗ theilen. In ſofern iſt dieſe Abhandlung für uns nütz⸗ lich und intereſſant. Uebrigens werden die, welche Münchhauſen, Fiſcher, Büſch und Normann nicht hörten, durch dieſen brittiſchen Wundarzt von ihrer Taubheit nicht geheilet werden. Man erſiehet daraus, daß nach den Begriffen der Städter der Landmann nichts 1. ſehr als recht ſchlechte Erndten wünſche, und daß der Kornhändler ſein Getreide heimlicher Weiſe verbrenne, damit es theuer werde. Der ſchlechte Kornertrag rührt, ihrer Ueberzeugung nach, daher, daß der Landmann zu reich geworden ſey, folglich auf ſeinen Acker nichts mehr verwende, dann aber ſein Getreide in der Er⸗ wartung immer höherer Preiſe zurückhalte, bis es ver⸗ dorbenit. rijt muf puoch n ſehn, m ſic die wdderleg heingen, ſchen k 3i des Ver niht g d nihſa verſteh läſige viihe frucht pläte und; goßte ahtet nit eine Acker weint Haup Gutsb in de Geſchwiß übet ge Mittel hr abzur ern und Iſſenbleen, ente gettieben wid, ſes Geſchwäß zun man keine beſſere lerhaften nicht auf he angenehm und eralteten, aber tif eauffallendſten Ge⸗ in hat bey uns die hegen die engliſchn mit großem Be⸗ zuch gut, daß man gland darüber ur⸗ lung für uns nüß⸗ erden die, welche 8 Normann nicht z-undarzt von ihret ach den Begriſe ſ ſehr als reht z der Kornhändle brenne, damit es rtrag rührt/ ihrer der Landmann zu ſeinen Acker nichts getreide in der Er⸗ ebalte, bis es ber⸗ — 59— dorben iſt. Bey uns ſagt man noch: wenn der Bauer nicht muß, ſo rührt er weder Hand noch Fuß, und ſonach muß er in den allerkümmerlichſten Umſtänden ſeyn, um Getreide zu pryduriren. Der Verfaſſer giebt ſich die Mühe, ſolche Meynungen ganz ernſthaft zu widerlegen. Aber werden Leute, die ſo etwas hervor⸗ bringen, wohl irgend einen vernünfligen Grund ein⸗ fehen können oder wollen 2.— Ich will nur einige Umſtände und Bemerkungen des Verf, die nicht klar genug, zum Theil aber auch nicht ganz richtig ſcheinen, ausheben. Das alte Grasland umzubrechen hält er nicht für rathſam und vortheilhaft. Unter altem Graslande verſteht der Engländer nicht unkultivirte vernach⸗ läſſigte, gewöhnlich gemeinſchaftliche Aenger, ſondern reiche fette Weiden, die in den Marſchgegenden und fruchtbaren Thälern liegen, dann die großen Raſen⸗ plätze in den Parcks und um die Wohnſitze der Reichen und Vornehmen, die ein beſonderer Stolz und die größte Naturſchönheit der Engländer ſind. Ohner⸗ achtet der Ertkag ſolches alten Graslandes, wenn es mit Getreide beſtellet wird, außerordentlicht iſt, und eine erſtaunliche Pacht 6 bis 10 Pfund vom engliſchen Acker giebt, ſo iſt der Verfaſſer doch dagegen. Er meint, mit dem Aufbruche dieſes Graſes würde die Hauptſchönheit Englands zerſtört ſeyn, die reichen Gutsbeſitzer würden das Land völlig verlaſſen und ſich in die Städte begeben, der Verluſt an bhieriſchen m — 60— Produkten werde durch Vermehrung des Getreidebaues kaum erſetzt werden. Dann ſtecke in dieſen Grasplätzen ein Hauptkapital der Nation, werde wie ein Schatz darin aufbewahret, und man dürfe ſolches ohne die höchſte Noth, die doch nicht vorhanden ſey, wenn man andre Maaßregeln wähle, nicht angreifen. Viele Engländer ſcheinen in Anſehung dieſer Ra⸗ ſenplätze große Vorurtheile zu haben. Sie meinen, daß eine ſehr lange Reihe von Jahren dazu gehöre, einen ſolchen dichten Raſen zu erzeugen, und er ſey, wenn er einmal aufgebrochen worden, nicht wieder herzuſtellen. Dies rührt von den fehlerhaften, er⸗ ſchöpfenden und geizigen Verfahren der Pächter her, denen man einmal den Aufbruch deſſelben verſtattet hatte, und die nun ohne zu dungen eine lange Reihe der erſchöpfendſten Früchte davon nahmen, und dann das Land dem Gutsbeſitzer, der es nicht wieder in Cultur ſetzen konnte, ausgezehrt zurück ließen. Sol⸗ che zerſtörte, vormals ſchöne Auen liegen nun wie ſchlechtes, nutzloſes Ackerland manchem als ein ab, ſchreckendes Beyſpiel vor Augen. Nur ein Gutsbe⸗ ſitzer, der in ruinirten Umſtänden iſt, der ſeinen Landſitz nicht mehr ſchätzt, entſchließt ſich der hohen Pacht wegen zur Ergreifung eines ſolchen Mittels. Wer es thut, ſetzt ſich in ſchlechten Credit, und ein wohlhabender Country⸗Squire, noch mehr ein Lord, würde ſich beleidiget halten, wenn man ihm einen ſolchen Vorſchlag thäte.— Zwar haben gute Agri⸗ kultoren den Engliſchen Gutsbeſitzern zu erweiſen ge⸗ ſoch, de henihre Dängung Band de hält foſt man das Eindten wieder gen. 1 laſſen, durh d ſer Plü Perluſt Vorürt et geh zu erhe der und legen tid ſin her be Werleg d des w ſer G. 4l S oher i 3 beſtell des Gerreidebaug dieſen Graypläße de wie ein Schaß e ſolches ojne h anden ſey, wenn ſcht angreifn. ſehung dieſer ge⸗ en. Sie meinen, den dazu gehöre igen, und er ſoh den, nicht wieder fehlechaften, en der Pächter her eſſelben verſtattet eine lange Reie hmeu, und dam nicht wieder in ück ließen. Eol⸗ liegen uun wi hem als ein ch) Rur ein Gutkbe iſt, der ſeinn t ſich der hohen ſolchen Miittets Eredit, und ein mehr ein Locd man ihm einel haben gute Lori zu erweſſel h — 61— ſucht, daß jener üble Erfolg nur vom Mißbrauche herrühre, von zu langer Beackerung, entzogener Düngung und fehlerhafter Behandlung. Der dritte Band der Communikations kothe Boardent⸗ hält faſt lauter Aufſätze hierüber, um zu zeigen, wie man das aufgebrochene Land, nachdem man ekliche Erndten davon genommen, behandeln müſſe, um bald wieder ein dichtes ſchönes Gras darauf hervorzubrin⸗ gen. Aber die Bedenklichkeit, es Pächtern zu über⸗ laſſen, iſt dadurch noch nicht gehoben, und wenn durch die Pflugfurchen nur die ſchöne Ebenung die⸗ ſer Plätze etwas verlieren ſollte, ſo hält man den Verluſt fur zu groß— kurz die Meinung und das Vorurtheil der Vornehmen iſt einmal dagegen, und es gehört zum guten Ton, dieſe Auen ſeiner Ahnen zu erhalten. Der Verf. rechnet, daß 3/500,000 Aek⸗ ker und zwar des beſten Landes, in dieſem Zuſtande liegen, die zwar als Viehweiden nicht unproduk⸗ tiv ſind, aber durch Wechſelwirthſchaft unendlich hö⸗ her benutzt werden, und die Nation allein aus ihrer Verlegenheit ziehen könnten. Aber es ſind, nach dem Verfaſſer, zweckmäßigere Hülfsmittel da. So iſt der Verf. auch gegen die Urbarmachung des wüſten Landes. Er hält zwar eine Theilung dies⸗ ſer Gemeinheiten für höchſt nützlich, weil ſie dann als Weideland produktiver gemacht werden könnten; aber ihren Aufbruch will er nicht. Er nimmt an, daß 14 Millionen Aecker in Britannien mit Getreide beſtellt würden, und dieſe Fläche hält er ſchon für zu groß. Das National⸗Intereſſe ſey, die Quantität dieſes Landes eher zu] verringern als zu vermehren, weil das Capital und die Arbeit, die darauf verwandt werden könnte, noch zu klein dafür ſey. Drey Mil⸗ lionen Aecker ſeyn höchſtens auf eine meiſterhafte, energiſche Weiſe kultivirt, und dieſe producirten mehr, als alles übrige. Wenn ſtatt der drey Millionen nur ſieben Millionen auf gleiche Weiſe behandelt würden, ſo ſey die Nation aus aller Verlegenheit in Anſehung ihres Getreides, und werde noch einen beträchtlichen Ueberfluß zur Ausfuhr haben.“ Wenn ein nach gewöhnlicher Art kultivirker Ak⸗ ker 17 Buſhel Ertrag gebe, ſo bringe ein in voll⸗ kommner hoher Cultur befindlicher 60 Buſhel— bey⸗ nahe 25 Scheffel vom Magdeb. Morgen— hervor. Dies ſey erwieſen und kein wahrer Ackersmann be⸗ zweifle es. Das in höchſter Cultur befindliche Land ſchlage überdem bey keiner Jahrswitterung fehl, da⸗ hingegen das gewöhnlich behandelte ganz dem Zufall der Witterung überlaſſen ſey. Auch mehrere Engliſche Schriftſteller, die über die Legislatur des Ackerbaues geſchrieben haben, be⸗ ſonders Michell, erklären ſich durchaus gegen den Aufbruch des wüſten Landes und die Theilung der Gemeinheiten. Der Ackerbau, ſagen ſie, habe zu we⸗ nig Capital und zu wenig arbeitende Hände; beydes vermindre ſich jährlich, indem ſie ihm von andern Ge⸗ werben entzogen würden, und die zu beackernde Flä⸗ che wolle man vermehren.„Mit dem Pfluge“ ſagt Mihal i nur in A hie groß „dorch ih werden. „ohwe hin „Derx ſein „für, ſin „als ſe i fkönnen. „wütde, „Dätfer nzu berm „witd de „pergröß „habend nzl beſte uſtet de „Nation „Stande „Del jed „ſol, b nüuffric „höchſim abermehr „Atbeit! ſo wie „ondern une Rgi mern,. y, die Orantit als zu demeheen, darauf vervandt ſey. Drey M⸗ eine meiſtethafte producirten mehr, r drey Milionen Weiſe behandel aller Verlegenhei werde noch einen r haben. lrt kultivirter A inge ein in bol⸗ d0 Buſhel— be⸗ dorgen— herval Ackersmann be⸗ befindliche Land ſtterung fehl, d ganz den gſil eben haben, be⸗ rchhaus gegen den die Theilung der ſie, habe zu ve⸗ e Hände; beydes zvon anderl ge⸗ u beackernde gl⸗ en Nluge“ c Michell in ſeiner Legislation of agrikulture, die ich nur im Auszuge kenne„iſt nicht zu ſpaßen. Er iſt „die große Quelle des National⸗Wohlſtandes, weil „durch ihn Capikal und Hände vortheilhaft benutzt „werden. Aber er iſt verderblich, wenn man ihn „ohne hinlängliche Unterſtützung von beyden braucht. „Wer ſein Landgut in Kraft erhalten will, ſorgt da⸗ „für, ſeinen Pächtern nicht mehr Land einzuräumen, „als ſie in Dünger und frey von Unkraut erhalten „können. Wenn das Vermögen derſelben vermindert „würde, wenn Krieg, Seuchen, Auswanderung die „Dörfer entvölkerte, ſo würde man die Ackerfläche „zu vermindern ſuchen müſſen. Ein kluger Gutsherr „wird den ackerbaren Boden ſeiner Pächter nicht „vergrößern, bis ſie beweiſen können, daß ſie wohl⸗ „habend genug ſind, und Arbeiter genug haben, mehr „zu beſtellen, und daß ihr bisheriger in vollkommne⸗ „ſter Beſaamung ſey. Dieſelben Grundſätze ſollte eine „Nation befolgen, und wenn die Regierungen nicht im „Stande ſind und nicht ſeyn dürſen, den Gebrauch, „den jeder von ſeinem Grund und Boden machen „ſoll, vorzuſchreiben, ſo ſollten ſie doch zu neuen „Aufbrüchen nicht aufmuntern, bis der alte Boden die „höchſtmögliche Cultur erhalten hat, und bis ein „vermehrtes Capital und Bevölkerung die mehrere „Arbeit völlig beſtreiten kann. Aber wie der Pächter, „ſo wie er ärmer wird, immer einen Platz nach dem „andern weiter aufzubrechen wünſcht, ſo iſt auch ei⸗ „ne Regierung, jemehr ſich ihre Umſtände verſchlim⸗ „mern, um deſto geneigter, die Hülfsquellen künfti⸗ — 64 „ger Generationen für ſich zu öͤffnen, um ihren ge⸗ „genwärtigen Mangel zu decken. „Man ſagt vielleicht, daß die Arbeiter ſich ver⸗ „mehren würden, wenn man ihnen mehr Arbeit ver⸗ „ſchaffen könnte. Aber wenn das Capital nicht ver⸗ „mehrt iſt, ſo wird nicht mehr Nachfrage nach ihnen „ſeyn, die Ackerfläche mag ſich vergrößert oder ver⸗ „ringert haben. Der einzige Unterſchied beſtehet dar⸗ „in, daß mehr Land auf eine ſchlerhtere Weiſe be⸗ „ſtellt wird. So ſehr ich mit unſerm Verſaſſer und Michell darin übereinſtimme, daß in jedem kultivirten, bevöl⸗ kerten und in Anſehung der Landwirkhſchaftlichen Verhältniſſe wohl geordneten Staate, der intenſive Ackerbau vor dem extenſiven den Vorzug habe, dem allgemeinen Beſten ſowohl als dem Einzelnen vor⸗ theilhafter ſey, ſo geht erſterer in ſeinen Berechnungen doch zu weit, und ich kann ihm darin nicht beypflichten. Der höhere Ertrag eines vollkommenen kultivirten Bodens geht zwar weit über die gewöhnlichen Be⸗ griffe, und daß bey der vollkommenen Kultur, die der Engländer und auch der Deutſche an einigen Orten kennet, das Doppelte von dem, was er bey der ge⸗ wöhnlichen mittelmaͤßigen Beſtellung giebt, im Durch⸗ ſchnitt von gleichem Boden geerndtet werde, iſt meine vollkommenſte Ueberzeugung. Auch kann ein ſo kom⸗ plet behandeltes Feld, außer Hagelſchlag, kaum ein Unglück treffen und keine Art von Witterung ſeinen Ertrag beträchtlich herunterſetzen. Aber höher Se 1 ch Ertrag gun a liche, den ab 8 oder ſc vo m tine e Naaße Peha müſſen wenen Eracht nöthihr fänen d in Verfa orbeit ſten a gllegen viel a zur T und ſ wendi thierſ linige with elten Nac ten, un ihren ge Arbeiter ſih der mehr Arbeit der Capital nicht der⸗ hfrage nach ihnen größert oder ber⸗ lechtere Weiſe e⸗ iſſer und Mihl kullivirten, bebil⸗ dwitthſchaftiche 5 der in telſidt en Vorzug hühh em Cinzelnenbor⸗ en Berechnunge nicht beypſlihtn menen kulkditte get wöhnlichen de enen Kultor, de an einigen Dtiu as er beh der ge⸗ giebt, in dm wetde, ſt meint kann ein ſo kom ſchlag, kaum 1 Witterung eine zper wöhte ſber höher ij ſch es im Durchſchnitt doch nicht aunehmen, und der Ertrag von 60 Buſhel vom Acker iſt zwar nichts ganz außerordentliches, aber doch über das gewöhn⸗ liche, was man auch durch die beſte Kultur dem Bo⸗ den abgewinnen kann. Ein Land überdem, welches noch ſo vielen wüſten oder ſchlecht benutzten Flächenraum, wie England, hat; Ideal der höchſten Kultur noch eine elende, ärmliche Beſtellung in weit größerer Maaße ſiehet, wo die ſtatiſtiſchen und politiſchen Verhältniſſe noch eine große Abänderung erhalten müſſen, ehe die viel weitere Ausdehnung der vollkom⸗ menen Kultur nur möglich wird— muß ſich, meines Erachtens, auf eine andere Weiſe helfen, um ſich ſeine nöthige Produktion zu ſichern. Es kann und muß ſeinen Ackerbau noch extenſiv vornehmen: kann es intenſiv zugleich geſchehen, deſto beſſer! Der Verfaſſer ſagt: zu beyden fehlt das Kapital und die arbeitenden Hände.— Aber wo Aufbrüche von wü⸗ wo man neben dem ſten aber guten Landes, oder zum Getreidebau gut gelegener Aenger zu machen ſind, da laſſe man ſo viel altes Getreideland beſaamt wieder zu Graſe und zur Viehweide liegen, als man aufgebrochen hat, und ſo wird auch die dem Engländer eben ſo noth⸗ wendige und ebenfalls ſchon mangelnde Erzeugung thieriſcher Lebensmittel geſichert ſeyn. Man hat in einigen Gegenden Englands eine Art von Koppel⸗ wirthſchaft, beſonders jn Yorckſhire. Aber ſie iſt ſelten und irregulär, und über das gerechte Verhältniß Nachtr. zu Bell's Verſ. I. Th. — 66— der Viehweide zum Ackerbau hat der Engländer nur noch dunkele Begriffe. Die Theilung der Geſchäfte iſt ſehr vortheilhaft in allen ſeinen Gewerben einge⸗ führt; aber bey dem Ackerbau iſt ſie zu weit ge⸗ trieben; die Viehzucht und Ackerwirthſchaften ſind zu ſehr getrennt, wie ich im dritten Theile meines Werks uͤber engliſche Landwirthſchaft ausführlicher zeige. Durch mehrere Einführung der Koppelwirth⸗ ſchaft kieße ſich in manchen Diſtrikten viel ausrichten, in andern würde es freylich eine ganz neue Umlegung der Pachthöfe und Austheilung des Landes erfordern. Doch ich beſitze nicht die Lokalkenntniſſe, und habe nicht die Abſicht, den Engländern darüber ettwas vorzuſchlagen; mein Zweck iſt nur, meines Autors Vorſchläge zur Verbeſſerung des Ackerbaues auf Deutſchland anzuwenden. Ulnd da würde, meiner lle⸗ 3 4 berzeugung nach, jeder Staat, der noch überflüſſigen Flächenraum von gutem Boden hat, bey Einführung der Koppelwirthſchaft und mehrerer Ausdehnung des arkbaren Bodens ſicherer gehen, als bey zu ſchneller Betreibung der höhern, gartenmäßigen Kulkur. Daß dieſe in einzelnen Fällen rathſam ſeyn, und größeren Vortheil von einem kleineren Platze, als von einem dreyfach größeren gewähren kann, davon iſt zwar niemand überzeugker wie ich; aber dieß muß man der Willkühr und der Induſtrie eines jeden überlaſſen. Wenn der Staat durch ſeinen Vorſchuß und Kredit etwas thun will, ſo wende er es unker vorgedachten Umſtänden hauptſächlich dazu an, allen Grund und Boden wenigſtens in den Stand zu ſetzen, daß er nebar ger ſonnk, T glich ge Das hüf ode meine Be dine hinn man in opaeroch Gründe Wichſſch ſhaſt i ſeelt u der Natt Pwoojnze de Prod ſchaſten! ſi ſir d bedüufte die wit rentheils benuzt,; unmögl‚ Gigenthe reicende Ulüberſch glich m daß ſal kräſten der Englünder nue lung der dſchäfe n Gewerben ünge⸗ ſt ſie zu wit ge rwirthſchaſten ſind kten Theile meinss caſt ausführlche der Koppelwith⸗ en viel ausrichte, nz neue Umlegung Landes erfotden. intniſſe, und hhe n darüber etwas r, meines Autrs 3 Acerbaues alf wuͤrde, meiner li⸗ noch überſlüſſcn t, bey Einführumg Ausdehnung des is bey zu ſchiele gen Kultur. Dc yn, und größernn „als von einen „davon iſt zwct er dieß muß man es jeden überlaſſn ſſchuß und Kredl ater borgedachte allen Gtund 1n zt ſn, dhe — 6⁷ urbar gemacht, und in den Umlauf gebracht werden könne, damit er zur höheren und geringeren Kultur gleich geſchickt ſey. Was unſer Verfaſſer über die Größe der Pacht⸗ höfe oder Wirtbhſchaften in Hinſicht auf das allge⸗ meine Beſte ſagt, daß nämlich nur von den größeren eine hinreichende Produktion zu erwarten ſey, hat man in England, alles Geredes vom Gegentheil ohnerachtet, allgemein anerkannt. Ich glaube die Gründe für und wider die größeren und kleineren Wirthſchaften in meinem Buche über engliſche Wirth⸗ ſchaft zwar koncentrirt, aber deutlich genug darge⸗ ſtellt zu haben 2ter(B. 2te Abth. 91.) Wenige von der Natur ſehr begünſtigte und vorzüglich kultivirte Provinzen ausgenommen, würde ſich der Staat auf ⸗ die Produktion unſerer gewöhnlichen Bauerwirth⸗ ſchaften nicht verlaſſen können. Der Ueberſchuß, den ſie für die Städte liefern, iſt zu gering. Aber darum bedürfte es auch der großen Wirthſchaften nicht, die wir in Deutſchland ſo nennen; dieſe ſind meh⸗ rentheils zu groß, um auf die höchſtmögliche Art benutzt zu werden. Nicht gerade, weil dieß an ſich unmöglich wäre; aber mehrentheils ſehlt es dem Eigenthümer ſowohl als dem Pächter an einem zu⸗ reichenden Betriebs⸗Kapital, und an einer ſolchen Ueberſicht des Ganzen, die jeden einzelnen Theil zu⸗ gleich mit ins Auge faßt. Man glaubt daher auch, daß ſolche große Wirthſchaften unmöglich mit eigenen Kräften und ohne Frohnden betrieben werden könn⸗ E 2 — 868— ten, und man hat Recht, wenn man kein höheres Betriebs⸗Kapital anlegen kann, und der Oberauf⸗ ſeher kein Mann von ungewöhnlicher Thätigkeit und Scharfſinn iſt. Aber dann kann man auch keine vollkommene Produktion von dieſen Wirthſchaften erwarten. Der Verfaſſer meint, daß Pachthöfe von 400 bis 600 engl. Aeckern(600 bis 900 Magdeb. Morgen) die zweckmäßigſten wären, ohne jedoch alle kleinere, beſonders in der Nachbarſchaft von Städten, auszuſchließen, und darin ſtimme ich ihm völlig bey. Auch das, was der Verfaſſer über völlige, un⸗ beſchränkte Freiheit des Getreidehandels ſagt, ſtimmt zu ſehr mit dem überein, was ich im zweyten Bande meiner engliſchen Landwirthſchaft und in verſchiedenen Stellen der Annalen geſagt habe, als daß ich mich dabey verweilen ſollte. Ich glaube, daß das, was er ſagt, zur Ueberzeugung mancher, die noch zu feſt an alten eingeſogenen Vorurtheilen hängen, beytragen kann, weil er das Nachtheilige aller der Beſchrän⸗ kungen, und den zweckwidrigen Effekt, den ſie hervor⸗ bringen, in ein ſo helles Licht ſtellt. Es iſt und bleibt ewig eine Thorheit, durch Regulationen des Korn⸗ handels gleichmäßige Preiſe bewirken zu wollen. Der Preis des Getreides richtet ſich, wie der einer jeden Waare, nach der Quantität, worin ſie vorhanden iſt, und nach der Nachfrage. Iſt viel Getreide vorhanden, ſo muß es wohlfeil werden, um ſo mehr, da es eine Sache iſt, die ſich ohne großen Verluſt nicht aufbe⸗ wahren läßt, und eine ſo große Konkurrenz von ———— San thelde vll l ſem m zuſnn manlün 1sl Jahut unt e ſin ui ſogene Kor 1 V garr mufi übel un Aegwh helln. das M dernn n ²s am ſchruf ner am gar M theur b lurreng man kein hößers und der Dberauſt her Thätgkii und n man auch küne iſen Withſchaſe daß Pachthofe bon bis 9oo Magde. n, ohne ſedoch alk ſchaft von Gtädten hihm vollig bo rüber vollige, un indels ſagt, ſtimm im zweyten Ban ind in verſcheden als daß ich rih e, daß das, ba er, die noch zu ſi hängen, beyktoh aller der Beſhrin fekt, den ſie heryer . Es iſt und beit lationen des Kom en zu wolen. 2 wie der einer ſan in ſie vorhanden ſß Getreide vorhande ſo mehr, da es din Verluſt nicht aüföt⸗ bal ze Konkurten — 69— Verkäufern hat. Iſt wenig vorhanden, ſo muß es theuer werden, um ſo mehr, da keiner es entbehren will. Und doch ſind dieſe Regulationen nur zu wirk⸗ ſam, um von der mehreren Produktion deſſelben ab⸗ zuſchrecken. Sie rühren noch aus den Zeiten her, wo man glaubte, Getreide wachſe genug von ſelbſt. Wie man in einer gewiſſen Gegend vor ellichen Jahren den Aufkauf des Getreides auf dem Lande unterſagte, um den Landmann zu zwingen, daß er ſein Getreide ſelbſt zu Markte brächte, waren die ſogenannten Kornlieferanten, die immer das meiſte Korn zu Markte brachten, gelähmt, und es kam gar kein Getreide in die Städte. Bäcker und Brauer mußten umher gehen und die RNothdurft auſſuchen; überboten ſich einer den andern, und die Preiſe ſtiegen zu einer Höhe, worauf ſie nie gekommen wären, wenn man der Sache ihren Lauf gelaſſen hätte. Der Verf. geht ſo weit, daß er alle Policey⸗ (Regulationen und Taxen für das Brodt auch nach⸗ theilig erklärt. Ich würde ihm beypflichten, wenn das Bäckerey⸗Gewerbe auch völlig frey wäre, und je⸗ dermann mit Brodt handeln könnte, der wollte Da es aber in den Städten nur auf die Bäckergilde be⸗ ſchränkt iſt, und dieſe ſelbſt hier und da nur aus ei⸗ ner beſtimmten Anzahl beſtehet, ſo könnte unter ihnen gar leicht eine Uebereinkunſt zur übermäßigen Ver⸗ theurung des Brodts getroffen werden. Wo Con⸗ kurrenz genug vorhanden iſt, da bedarf es keiner — 70— Taxen, die Preiſe ſetzen ſich ſelbſt auf die billigſte Weiſe Beſchränkt man aber die Freyheit auf der einen Seite, ſo muß es auch auf der andern geſchehen. 33 In England wird in den größeren Städten der Preis, den ein Brodt von gewiſſem beſtändigen Ge⸗ wichte haben ſoll, nach Verhältniß der Kornpreiſe be⸗ ſtimmt, Wir ſetzen mehrentheils das Gewicht feſt, welches ein Brodt von gewiſſem beſtändigen Preiſe nach jenem Verhältniſſe haben ſoll. Hat man hier⸗ durch den Bürgern die Veränderung des Preiſes we⸗ niger merklich machen, hat man ſie lehren wollen, mit einem Broote von minderm Gewichte aber gleichem Preiſe eine gleiche Zeit auszukommen?— Wenn die Veränderung des Gewichts nicht ſehr beträchtlich iſt, ſo mag das gehen. Aber zu falſchem Gewichte und Betrügereyen giebt die Einrichtung Veranlaſſung, wenn die Policey nicht ſehr häufig Unterſuchungen und Nachwägungen anſtellt. Denn wie kann ein je⸗ der wiſſen, wie viel ein Brodt für 3 Gr. zu jeder Zeit wiegen ſoll?— Man muß es auf Glauben an⸗ nehmen Iſt das Gewicht des Brodts hingegen be⸗ ſtändig, ſo merkt ein jeder bald, wenn es zu leicht iſt; der veränderte Preis aber wird zu leicht bekannt, als daß ein Bauer ſich unterſtehen dürfte, mehr zu fordern. Uebrigens iſt die Brodt⸗Taxe ein durch Be⸗ ſchränkung des Brodthandels nothwendiges, aber gewiß die Theurung vermehrendes llebel. Die Tare wird an beſtimmten Tagen mehrentheils feſtgeſetzt, auf die bilgſe Freyheit uuf d andeun geſhehe eren Stadten der m beſtändigen Oe⸗ der Kornpreſe be das Gewihht fiſ, eſtändigen Priſt Hat man him g des Priſſeswe ehren wollen, nit te aber gleichen u?— Wenn d hr beträchtih ſ em Gewichte un g Veranlaſſung Unterſuchuugn wie kann eil e -3 Gr. zu ſede auf Glauben a dis hingegen ber venn es zu liih zu leicht bekannt dürfte, mehr g ein durch de p wendiges, ahel Die Tale llebel Die 20. itheils felgeſe — 71— und zwar nach dem Marktpreis der letzten Tage. Dieſen aber auf etliche Tage zu erhöhen, ſteht leicht in der Gewalt derer, die dabey intereſſirt ſind. Die erhöhete Brodttaxe macht bald einen e höheten Markt⸗ preis, und ſo geht die Sache, beſonders wenn das Getreide ſich ſelten macht, immer weiter fort. So ſehr der Verf. ſeine Landsleute aufmuntert, ihren Getreidebedarf ſelbſt zu erzeugen, ſo überzeu⸗ gend er ihnen darthut, daß es eine Thorheit ſey, ganz Europa oder vielmehr den ganzen Erdkreis mit Fabrikwaaren verſorgen, die Lebensmittel aber von andern Nationen kaufen zu wollen, und ſo gewiß es iſt, daß die Engländer ihr Getreide, auch bey einer noch weit größeren Bevölkerung, ſelbſt erbauen könn⸗ ten; ſo wird doch dies ſo bald noch nicht geſchehen. Der Handelsgeiſt, welcher bey dieſer Nation über⸗ hand genommen hat; die Hoffnung, viel mit ſeinem Gelde zu gewinnen und ſchnell reich werden zu kön⸗ nen, bey denen, die etwas in Händen haben; die wirkliche Gelegenheit dazu; der Stolz der großen und reichen Landeigenthümer, die ganz von ihrer Gnade abhängige und daher arme Pächter zu haben wün⸗ ſchen, der Luxus, die ſybaritiſche Lebensart der Ver⸗ mögenden,— werden es kaum zulaſſen, daß das minder einträgliche und doch längern Vorſchuß er⸗ fordernde, das einfach ſcheinende und doch viele Kennt⸗ niſſe vorausſetzende, das Ausdauer, Aufmerkſamkeit und ordentliche Lebensart verlangende Gewerbe des Ackerbaues in gehöriger Vollkommenheit ſich über das Reich verbreite. Die Regierung und Geſetz⸗ gebung hat zu viel Gegenſtände, die für den Au⸗ genblick dringender ſind. Wenn ſchreyender Mangel da iſt, ſo beſchäftigt man ſich freylich ganz mit den Mitteln, ihn zu heben; aber iſt die Noth vorüber, ſo vergißt man auf die Mittel zu denken, die ihrer Wiederkehr vorbeugen könnten. Daher geſchiehet auch von dieſer Seite für den Ackerbau nichts bedeu⸗ tendes. England wird alſo noch lange einer Getrei⸗ de⸗Zufuhr, vielleicht einer immer ſtärkeren, bedürfen. Das alles überwiegende Kaufmanns⸗Intereſſe ver⸗ langt das ſogar. Durch dieſe Einfuhr wird ein beträchtlicher Theil des Tributs, den der ganze Erdkreis dem Engliſchen Genie für Fabriken zahlt, denjenigen Ländern zuge⸗ wandt, die den Britten Lebensmittel, auch andre landwirthſchaftliche Produkte liefern. Der Handel iſt dadurch für dieſe Länder, ſeit einer Reihe von Jah⸗ ren, activ geworden, und der ſo offenbar vermehrte National⸗Reichthum des nördlichen Europa hat kei⸗ ne andre Urſach, als dieſe. Der Verf meint, es ſey nur die Uinſicherheit des jährlichen Abſatzes, wel⸗ che dieſe Länder verhindere, ſo viel Getreide zu er⸗ bauen, als durch Schiffe weggeführt werden könne. Dieſe Sicherheit haben wir, wie es ſcheint, doch wol, und wir würden das doppelte und dreyfache an Ge⸗ treide, wo nicht in jedem Jahre, doch in einem Zeit⸗ raume von zwey oder drey Jahren zu annehmlichen Prei⸗ ſen verkaufen können, wenn wir es zur Hand hät⸗ ten. Beſonders würde es an jedem Orte, wo ſich ung und Geſg die für dn Au⸗ eyender Mangel h ganz mit in Noth voriber denken, die hrer Daher geſchehe au nichts bedel⸗ nge einer Getrit rkeren, bedürfen. 9⸗Intereſſe ver trächtliche Lhil B dem Englichen Ländern zuger kel, auch ande „Der Handliſt Räihe von Ji⸗ ſenbar verehrk Europa hat kü⸗ Verf meilk, b en Abſatzes, vel Getreide zu er⸗ t werden könge⸗ heiat. doch wol dreyfache an ge⸗ ch in einem Heit neymühen Tti rzur hHand hih Dru, vo ſh ein feſter Kornhandek etablirte, und immer Waare genug zu haben wäre, an Nachfrage nie fehlen, weil die fremden Kaufleute ſich immer zuerſt an ſolche Or⸗ te, an ſolche Häuſer wenden, womit ſie in Verkehr ſtehen, und wovon ſie prompt bedient werden. Die Engländer ſind es zwar nicht allein, welche unſer Getreide brauchen, aber ſie bezahlen es uns am theu⸗ erſten, und wir können es ihnen am wohlfeilſten liefern. 4 Unſre Financiers ärgern ſich übar die unbegreif⸗ lich wohlfeilen Preiſe der Engliſchen Fabrikwaaren, weil ſie unſre Fabriken nicht aufkommen laſſen. Laßt uns ſie doch wieder ärgern mit unſern wohlfeilen Ge⸗ treide⸗Preiſen in Verhältniß der ihrigen, und das Emporkommen ihres Ackerbaues, welchen der Hun⸗ ger endlich bewirken könnte, dadurch verhüten! Wenn die Engländer ihre Fabrikate, wir unſre rohen Pro⸗ dukte ſo viel wohlfeiler geben können; ſo iſt das ja der deutlichſte Fingerzeig, daß wir ihnen das Fabri⸗ ciren überlaſſen, unſer Capital und unſre Arbeit aber ganz auf das Produciren verwenden müſſen. Hät⸗ ten wir letzteres ſchon aufs höchſte getrieben und könn⸗ ten unſer Vermögen auf die Produktion nicht mehr völlig verwenden, ſo wäre es ein anderes, und dann würden wir auch mit unſern Manufakturen leichter Schritt halten können. Aber von dem Ziele ſind wir noch weit entfernt. Man hat geſagt: die Getreideausfuhr ſey zu ſchwierig, die Koſten der Verſendung zu hoch, als daß ein Staat den Kornhandel vortheilhaft betreiben könnke.— Aber dafür ſorgen ja die, die hungern! Sie holen es von den Seeküſten und größeren Ströh⸗ men ab, und bis dahin bezahlen ſie ja alle Koſten reichlich.— Wie nützlich iſt der Verdienſt, den die Getreidefracht dem Lande giebt; wie trefflich greift ſie in den Ackerbau ein! Wenn dieſer ruht, ſo werden Menſchen und Pferde, Gaſtwirthe und Zöllner durchs Frachtfahren beſchäftigt. Die Engländer und Hollän⸗ der verdienen mit Seefracht, wir mit Landfracht. Durch Kanäle und Aufräumung der Flüſſe kann ſie ſehr erleichtert werden.— Und befindet ſich der Gräber ſchlechter, als der Wollſpinner? Wie viel ſicherer gehen wir, wenn wir das Un⸗ entbehrlichſte, das Nothwendige ſelbſt haben, im Ueberfluſſe haben, und nur dieſen gegen das Entbehr⸗ liche, gegen das nur Behagliche vertauſchen. Unſer rohes Material, welches uns die Natur überfluͤſſig gegeben hat, iſt der Grund und Boden; unſere angemeſſene Fabrikate ſind: Korn, Fleiſch, Butter, Käſe, Wolle, Thierhäute, Holz, Lein, Hanf, Dehlſaat und andre Handelsgewächſe; die mehr ver⸗ arbeiteten: allenfalls guter Branntewein, mittelmäßige Leinen⸗ und Wollenwaare. Höhere Verſeinerungen ſollten wir höchſtens nur gelegentlich bey Muße trei⸗ ben. Aber in Baumwolle und Seide, die wir ſo weit herholen, aus der dritten und vierten Hand kaufen müſſen, werden wir es andern Nationen nie gleich thun. ni teubn . Im Sui unne ſe, die hungen⸗ größeren Ghöhe ſie ja alle Kiſen erdienſt, den de e trefflich greft ſe ruht, ſo werden und Zöllner durchs änder und Hollän mit Landſtahhe er Flüſſe kan ſe befindet ſich de er? venn wit das lu ſelbſt haben, in das Entbehe⸗ tauſchen. s uns die Natn rund und Boden; Korn, geich Holz, Lein, Hanf e; die mähr ber vein, mittelmäͤßige e Verfeinerungen h bey Muße tii eide, die wit b nd vierten Hand dern Nationel nie — 75— Ein Handelsverein der Staaten iſt zur Vervoll⸗ kommnung der Menſchheit ſo nothwendig, wie der bürgerliche Gewerbsverein zur Vervollkommnung der Staaten. Wenn jeder alle ſeine Bedürfniſſe ſich ſelbſt ſchaffen, ſich ſelbſt bereiten will, ſo bleibt alles in Rohheit, jede Verfeinerung, jede Ausbildung, jeder höhere Lebensgenuß fällt weg. Gewiß, wir hätten den beſſeren Theil gewählet, wenn wir unſere Produkte nur gerade auf gegen Fg⸗ prikate vertauſchten. Aber wir können bey dem Handel gewinnen, wenn wir nur wollen. In jeder Hinſicht ſind die Vorzüge des Ackerbau treibenden Staates groß. Sicherung des Nothwen⸗ digen, Geſundheit, Kraft, edle Einfalt der Sitten, Ruhe und Sicherheit im Innern, die tüchtigſte Maſſe zum Widerſtand gegen Angriffe von außen, ſind ſeine unverkennbaren Eigenſchaften. Hohe, vielleicht die höchſte, gewiß die reinſte Geiſteskultur kann damit beſtehen. Warum will man die Staaten, die die Natur dazu geeignet hat, das Ideal nicht erreichen laſſen? Manufakturen und ſtädtiſche Gewerbe können al⸗ lerdings dadurch die Bevölkerung und das Vermögen des Staats vermehren, daß ſie den Menſchenüberfluß des platten Landes aufnehmen und ihm Arbeit geben, wenn dieſer Ueberfluß wirklich da iſt. Iſt er aber nicht vorhanden, ſo kann das ſtädtiſche Gewerbe, wie wir in den manufakturreichen Provinzen Englands, und ſelbſt hin und wieder auch ſchon in Deutſchland ſehen, das platte Land von Menſchen erſchöpfen; wenn das ſtädtiſche Gewerbe durch auffallend größeren Vortheil zu ſehr das Uebergewicht über das ländliche bekommt. Denn große Städte müſſen immer vom Lande rekrutirt werden, weil ein großer Theil ihrer Einwohner durch ausſchweifende und ungeſunde Le⸗ bensart vor der Zeit ſtirbt, ſich nicht verheyrathet, und im Durchſchnitt von den Kindern der Manufak⸗ turarbeiter weniger aufkommen. Hume hat geſagt, und unzählige haben es ihm nachgeſprochen, daß der hohe Betrieb der Manufak⸗ turen deshalb dem Staate ſo nützlich ſey, weil ſie in der Noth Soldaten liefern könnten, wenn man dem Ackerbau keine Menſchen mehr entziehen dürfe. Dieſe Soldaten können allerdings die Muſterrolle vollſtän⸗ dig machen, aber eben dadurch die Regierung in der Berechnung der wahren Stärke ihrer Armee hinter⸗ gehen. Ihre Geſundheit iſt durch unordentliches Le⸗ ben und durch die Art ihrer Beſchäftigung geſchwächt, und unfähig, die Strapatzen des fortdaurenden Krie⸗ ges auszuhalten. Sie füllen daher bald die Hoſpita⸗ ler, aber nicht die Linien der ſtreitbaren Männer aus. Sie helfen durch ihre Unterhaltung den Schatz des Staats erſchöpfen, ohne ſeine wahre Stärke zu vermehren. Der vervollkommnete, mit Ener⸗ gie betriebene Ackerbau iſt es allein, der bey unſern langen Kriegen ausdaurende willige Menſchen, und einen immer neuen Zuwachs derſelben liefern könnte. V knd. kanndu 1L5 2 deſcigin ſinnl. de ſa undrs doch de Fabi n zu m 1 bau ug wen nor den nin lch ige Gera 9 hhelln 4 mal u9 Kup 3 weil h wüt ſach nr Lnnd man ma We 1 Acen 11 gegelngs den lnr ſeine 3' 8 Natg 8 11 ſchon in druſſclad tenſchen eicäyfe, auffallend grißeen t über das länlih müſſen immer don großer Thell j und ungeſunde l Hnicht verhenrathe ddern der Mauſtt ählige haben e in ktrieb der Mamfüh glich ſey, welſtit n, wenn mal in ſ Irf, Ne ziehen dürfe. Iſ Kuſterrolle vollim je Regierung ilt binter⸗ hhrer Armee hlle 8o e unordentliches be iſtigung geſchui fortdaurenden Ker n ſtreitbaren Münnt thaltung der Sth te wahre Slilke nete, mit Ener es allein, der bh Menſche js duſäben f Pantz de willige 77 könnte. Denn dieſer höher betriebene Ackerbau kann außer dem Nothwendigen noch einen großen Ueberfluß von Menſchen ernähren und ihn nützlich beſchäftigen, wenn er einen vortheilhaften Abſatz ſeiner Produkte außerhalb Landes findet. Wenn es die Noth erfordert, ſo kann er aber auch Menſchen und Pferde entbehren, ſeine Arbeit vermindern, und doch das Nothwendige liefern, ohne, wie es bey Fabriken der Fall ſeyn würde, in völligen Stillſtand zu kommen. Aber wünſcht man nicht allenthalben den Acker⸗ bau empor kommen zu ſehen?— Fromme Wünſche! wenn man nichts thut, um die ihm entgegen ſtehen⸗ den Hinderniſſe aus dem Wege zu räumen, und täg⸗ lich ſelbſt neue erſchafft. Die einzige Methode, ein Gewerbe in Aufnahme zu bringen, iſt die: es vor⸗ theilhaft zu machen; und dem Ackerbau mißgönnt man jeden Vortheil. Der Ackerbauer ſoll ſich kein Kapital zur Verbeſſerung ſeines Bodens erwerben, weil der Baumwollenſpinner vorerſt darunter leiden würde. Den Abſatz jeder Fabrik außerhalb Landes ſucht man ängſtlich zu befördern, damit Geld ins Land komme. Den Abſatz des Ackerbaues hemmt man, damit des Geldes im Lande nicht zu viel werde. Wie kalt ſpricht man von den Hinderniſſen, die dem Ackerbau, der freyen Benutzung der Ländereyen ent⸗ gegen ſtehen! Wie viel Bedenklichkeiten hat man, den Eigenſinn eines Einzelnen nicht zu kränken, der ſeine wohlerworbenen Gerechtſamen gegen ein billiges Nachte zu Bell's Verſ. I. Th. 8 Aeijubaälenk nicht aufgeben will, wenn auch eine Zauze Probinz därum ihren rohen, unproduktiven Ackerbau beybehalten muß! Wie wenig aber bedenkt man ſich fonſt, wenn es darauf ankoitmt, den freyen Gebrauch des Eigenthums zu beſthranken, um dem ällgemeinen Beſten einen kleinen Vorkheil zu ver⸗ ſchaffen! wenn auch an —— 6 9 un dln il Gegan dn n dAiiéehghn ann aaaastarnensanane T daägita nteaenaaa M Oem 1 2 3 3 5 6 1 9 10 11 12 13 SOſour 8 Brey Sorr Chart Blue Cyan Green Vellow Heod Magenta „Ulllto hRrRPüerüANò ry 2 Greys Crera Fkfaac