in de gh, J. G. Koppe, Nac da vormahls Lehrer am landwirthſchaftlichen Inſtitute zu Moͤgelin, auch puglen 1 Inkrautegn n t( T T 1 ch t orauf die U anſehniche. im Ackerbau und in der Viehzucht. Ein Handbuch fuͤr den Landmann, beſonders im Preußiſchen Staate. Herausgegeben von A. Thaer, Königl. DPreuß. Staatsrathe. Zweiter Theil. Zweite durchgehends ergaͤnzte und verbeſſerte, auch mit einem neuen Abſchnitt von dem Anbau der Fabrik⸗ und Handels⸗ pflanzen vermehrte Auflage. Dinnn Dor der, Erſtes K V Aüpme Au Rn V Dom Ko ungn deeſs K 8 dagſällen, IGnhalt des zweiten Fheil Selte ᷣ Dierter Abſchnitt. Von den Futtergewaͤchſen und Wieſen 2 7 2 Erſtes Kapitel. Vom Anbau der Futtergewaͤchſe im Allgemeinen ⸗. Zweites Kapitel. Vom Anbau der verſchiedenen * 1A1 — Futtergewaͤchſe ⸗ 3 2 2 Von den Kartoffeln ⸗ 3 3 Von den Kohlruͤben 2 3 3- 27 Von den weißen Ruͤben—, n33 Von den Mohrruͤbenn;; ⸗ 27z 42 Von den Runkelrübennd- ⸗ 7 43 Vom Kohl oder Weißkraut ⸗ 3 3 3 3 4 52 Drittes Kapitel. Vom Anbau der eigentlichen Futtergewaͤchſe 2 2 2 2 2 55 Von dem rothen oder ſpaniſchen Klees 27 56 Von der Luzerne ⸗.. 68 *) Aus einem Verſehen in der Druckerei, haben einzelne Unterabthei⸗ lungen dieſes Kavitels, die Ueberſchriften als Kapitel erhalten, welches je⸗ doch wegfallen muß. Von der Esparſette ⸗ Vom weißen Klee Vom Spoͤrgel Viertes Kapitel. Fuͤnfter Abſchnitt. Von der Viehzucht im Allgemeinen⸗ Von der Zucht, Wartung und Er⸗ haltung der Hausthiere⸗ Erſtes Kapitel. 2 Zweites Kapitel. und Behandlung der Pferde 3 Von der Aufzucht, Wartung und Drittes Kapitel. 2 7 2 7 Von 2 den Wieſen 2 2 2 NX ₰ 2 92 2 9² Von der Aufzucht, Wartung Behandlung des Rindviehes- ⸗ Viertes Kapitel. Behandlung der Schaafe Fuͤnftes Kapitel. Pflege der Schweine Von der Zucht, Wartung und 2 * 2 2 ⸗ 2 ⸗* 2 132 Von der Zucht, Wartung und 124 Ace 2 159 2 175 artung und lhterr ch t 1 ucht, Vat im t, Wartungw Vanar Ackerbau und in der Viehzucht. Wartung u * d 1 V Taa 6. gieht 1 ſnn ühnen, Nang Dit ten Enim, wwichm d 6 Graalindan halneſe 1 b Die m Ne gnant daß ſe nun lindereien End ni dinfals 3 Uh mußte nim W Eo A ———————2““ Vierter Abſchnitt. Von den Futtergewaͤchſen und Wieſen. Er ſes Kapike l. Vom Anbau der Futtergewaͤchle im Allgemeinen. E⸗ giebt in unſern Gegenden ſehr wenige Laͤndereien, auf denen ohne menſchliche Kunſt und Arbeit eine hinlaͤngliche Menge Viehfutter waͤchſt. Sie finden ſich nur in der Naͤhe von Stroͤmen, Fluͤſſen, Baͤchen und zuweilen in Niederungen zwiſchen hochliegenden Feldern, dieſe reichen und fruchtbaren Graslaͤndereien, die dann bald ausſchließlich zur Weide, bald theilweiſe zur Heugewinnung als Wieſen benutzt werden. Die mehreſten uͤbrigen Wieſen und Weiden, welche nicht die genannte natuͤrliche Lage haben, pflegen ſo ſchlecht zu ſeyn, daß ſie nur ein kaͤrgliches Viehfutter tragen. Auf den Acker⸗ laͤndereien konnte nach der bisherigen Weiſe, wo das beſſere Land nie einen vollen Sommer zur Weide liegen konnte, ebenfalls keine Graspflanze ordentlich aufkommen, und das Vieh mußte an den mehreſten Orten, ſowohl im Sommer, wie im Winter, Hunger leiden. So lange das der Fall iſt, kann weder vieler, noch guter II. 1 1 — Miſt erzeugt werden. Das Stroh vom eigentlichen Getrei⸗ de iſt zwar die Grundlage des Miſtes, aber wird es fuͤr ſich allein, ohne Heu, Klee, Gras und Wurzelgewaͤchſe mit dem Viehe verfuͤttert, ſo erhaͤlt man davon nur einen magern Miſt. Was kann der Landwirth aber ausrichten, wenn er ſich nicht recht viel guten Miſt verſchaft? Welch' ein Mittel hat er ſonſt, durch welches er ſich eben ſo leicht und ſo dauernd aus Noth und Duͤrftigkeit heruus arbeiten kann? Ich kenne keinen ſicherern Weg fuͤr den Landmann ſich in Wohlſtand zu verſetzen, in einen ſolchen Wohlſtand, der nicht voruͤbergehend, alſo vergaͤnglich, ſondern bleibend iſt, als den: die Fruchtbar⸗ keit ſeiner Felder zu vermehren. Dies geſchieht doch haupt— ſaͤchlich durch den Miſt. Koͤnnte man Miſt fuͤr Geld bekommen, und man waͤre vermoͤgend genug, die Auslage zu machen, ſo wuͤrde man ſein Geld auf keine beſſere Weiſe verzinſet erhalten, als vom eige— nen Acker. Selten iſt dieſe Gelegenheit zum Ankauf des Mi— ſtes vorhanden; und eben ſo ſelten iſt der Landmann in ſol— chen Umſtaͤnden, dafuͤr baares Geld ausgeben zu koͤnnen. Er kann aber ſeinen Zweck dadurch erreichen, daß er in ſeiner Wirthſchaft andere Einrichtungen trift, ſich Viehfutter bauet, und dadurch ſeinen Miſthaufen verbeſſert und vermehrt. Wie man den Miſt auf das beſte im Stalle und außer demſelben behandeln muͤſſe; wie man ſeiner Verzettelung vor⸗ beugen, und auf alle Art ihn zu vermehren bemuͤht ſeyn ſollte u. ſ. w., davon habe ich ſchon im vierten Kapitel weitlaͤuftig geſprochen. Jetzt bleibt mir noch zu zeigen uͤbrig, wie man die verſchiedenen Futtergewaͤchſe am leichteſten und beſten an— bauet, aus welchen mit Huͤlfe des Strohes, oder in Erman— gelung deſſen, anderer Einſtreuung guter Miſt erfolgt. Dieſe Gewaͤchſe ſind außer den ſchon erwaͤhnten Huͤlſenfruͤchten der Klee, Spoͤrgel, die Kartoffeln, Ruͤben aller Art, Moͤhren, der Kohl u. ſ. w. Ehe ich aber von dem Anbau dieſer Gewaͤchſe ſelbſt et— was ſage, will ich noch einige Betrachtungen voraus ſchicken de untin mmaf ded Die nühreein. 70 trauen, U ihm gann nig; metſh wo die9. zber ſiers unanoebach ſan Huneu Eichen vne wa. Aau den ſcch vil wenin vird und n vaße Aaie ſch a g ſcen wig duun tun, gün da ianung de ¹ dut daißg welchem gereidef Fmüßten( z Naru tälte un T zer dem; T etvas d Wſten, ſo ajen tigenichn d. der wied 6 Sörzägenth, nur eidg den hten, dern e9 ac' in I it und bu ich in Vi ſchieht dc krd ſo würde man alten, ab imi um Ankeuf r Landmann ben zu kimn 1 daß er ) Viehfutte und verntht Stalle u dh r Verzenimn. bemüht ſn Kapitel wits en uͤbrig, vi en und biſg oder in en it erfoht d Hülſenfücim Ar. Nähmn „1⁷ 11H 4 Gewchſ ſaj vorau- ſcid die uns in den Stand ſetzen, uͤber den Anbau des Viehfut⸗ ters auf den Getreidefeldern richtig zu urtheilen. Die Erde iſt aller Menſchen, Thiere und Pflanzen Er⸗ naͤhrerin. Indem wir dem Erdboden unſere Saamen anver⸗ trauen, und ſie in ihm wachſen, danken wir unſere Nahrung ihm ganz allein. Ohne unſer Zuthun giebt er uns aber we⸗ nig; mehr giebt er den Menſchen in den heißeren Erdſtrichen, wo die Arbeit, der Hitze wegen, laͤßiger iſt. Denken wir uns aber hier eine Wildniß, einen Wald, oder uͤberhaupt eine ganz unangebauete Gegend, was werden wir da finden, um un—- ſern Hunger zu ſtillen?— Nichts als einige elende Beeren, Eicheln und dergl. Fruͤchte, die jetzt kein Menſch anruͤhren mag. Aber auch Thiere— wenigſtens groͤßerer Art— wer— den ſich auf einer gleichen Flaͤche Landes im wilden Zuſtande viel weniger ernaͤhren, als wenn ſie von Menſchen bearbeitet wird, und neben den menſchlichen Nahrungsmitteln noch eine große Menge thieriſcher Nahrung traͤgt. Das Wild, welches ſich auf einer Feldmark ernaͤhren wuͤrde, die hundert Men⸗ ſchen mit ihren noͤthigen Hausthieren durch ſorgfaͤltige Be⸗ bauung Nahrung giebt, wuͤrde nicht fuͤr zehn Menſchen Nah— rung geben. Der Schoͤpfer verband alſo die Vermehrung und Fort— pflanzung des Menſchengeſchlechts mit der Bebauung der Er— de. Durch klug angewendeten Fleiß traͤgt ſie uns zehn-, ja dreißigfaͤllige Frucht. Wem ſollte wohl unbekannt ſeyn, zu welchem Ertrage fleißige Landleute auf einzelnen Stuͤcken eine Getreidefrucht bringen koͤnnen? Wer denkt nicht an einen gut genuͤtzten Garten, wo auf Einem Morgen oft mehr menſchli⸗ che Nahrungsmittel erzeugt werden, als auf fuͤnf ſchlecht be⸗ ſtellten andern Morgen im freien Felde? Nicht anders iſt es mit den Nahrungsmitteln der Thiere oder dem Viehfutter. Laſſen wir Land zur Weide liegen, oh⸗ ne etwas dafuͤr zu thun, ohne ein Futtergewaͤchs darauf aus⸗ zuſaͤen, ſo kommen anfangs nur wenige und kleine Graͤſer und Pflanzen zum Vorſchein. Es muß ſchon Boden der beſten Art ſeyn, wenn drei Morgen zu einer Kuhweide hinreichen ſollen. Saͤen wir aber eins der genannten Futtergewaͤchſe an, ſo koͤnnen wir auf jener Flaͤche von drei Morgen wohl drei Kuͤhe ernaͤhren. Durch unſere Muͤhe und Arbeit vermehren wir alſo auch hier bei der Ernaͤhrung des Viehes den Boden um zwei volle Drittheile. Denn iſt es nicht einerlei, ob ich wirklich neun Morgen beſitze oder nur drei, wenn ich von drei Morgen eben ſo viel Vortheil habe? Wenn ich aber dadurch, daß ich dasjenige Land, welches ſonſt zur Viehweide diente, nun mit Futtergewaͤchſen beſtelle, und von einem Morgen ſo viel Viehſutter erhalte, als von drei Morgen, die zur wilden Weide liegen, ſo folgt, daß ich nun auch von gleicher Flaͤche dreimal ſo viel Miſt erhalte, wie ſonſt. Denn der Miſt erfolgt nur aus der Futterung und der Einſtreuung. Bedenken wir noch, daß bei dem Weide— gange das Vieh den ganzen Tag herum laufen mußte, um ſich die wenigen Biſſen zuſammen zu ſuchen, die zerſtreut auf der Weide herum ſtanden, ſo muß es uns gleich einfallen, daß wenigſtens die Haͤlfte von dem Miſte, welcher aus dem Weidegraſe erfolgte, einzeln verzettelt wurde, wo er nur wenig zu Nutzen kam. Bloß die andere Haͤlfte wurde von dem Viehe in den Stall gebracht. Wird das Vieh alſo mit angebaueten Gewaͤchſen ganz im Stalle gefuͤttert, ſo erhalten wir von einem Morgen, mit Futtergewaͤchſen ordentlich beſtellt, ſo viel Miſt, wie von ſechs Morgen wilder Weide bei hinlaͤnglicher Einſtreuung. Glaubt nicht, lieben Landleute, daß dies bloße Meinun⸗ gen und Vermuthungen ſind. In ſolchen Gegenden, wo man alles Vieh im Stalle fuͤttert, iſt man ſo feſt von der Wahr— heit des hier Geſagten uͤberzeugt, daß niemand daran zweifelt. Jeder Zweifler koͤnnte ſich dort auch ſogleich durch die großen Haufen fetten Miſtes eines andern belehren laſſen, ſo wie durch das ſchoͤne Getreide, welches er in jenen Gegenden an— treffen wuͤrde. Der Verfaſſer hat ſelbſt die Erfahrung gemacht, wie tnd ih tifofter rühhlch ſtaft vor, gachher au en Feder zur Wäde weiches ſolt als vorher nicht nur in er gewann konnte. Der 1 nahm aua immer beſ land fam.. da w dlen Faden H Lneaten, in Enſ ſe dreäthen. Der T ts zu walle nähren, m ſnd Die A gehen,) nng des? uttrgedd nicht dadu u treffen Vern ih rcht erbau, ſir den M Viches un nicht eine,, wenn ic bn tergewoͤchſen i tter erhalte ſen, ſo falge d viel Nüm aus der gunn daß bei wö laufen nin u en, die zenne uns glech i re, welcher ui de, wo er nuen te wurde mn! en Gemitſa inem Main, Miſt, weetnſt nſtreuung ies boße Nie Gegenden, ue feſt von de d and darag ben h durch di 1' hren gſſen, b nen Gegmnden ng enuzt, t ſchnell ſich der Miſt dadurch vermehren laͤßt, wenn man ſo viel Futter anbauet, daß man das Vieh Sommer und Win⸗ ter reichlich im Stalle ernaͤhren kann. Er fand eine Wirth— ſchaft vor, wo das Rindvieh im Sommer auf den Braach-und nachher auf den Stoppelfeldern weidete. Er fing an diejeni— gen Felder mit Futtergewaͤchſen aller Art zu bebauen, die ſonſt zur Weide beſtimmt waren. Mit dem dritten Theile Landes welches ſonſt beweidet wurde, konnte er nun mehr ausrichten, als vorher mit dem Ganzen. Er kam dadurch in den Stand, nicht nur im Sommer das Vieh reichlich zu ernaͤhren, ſondern er gewann auch Land, wo er beſſeues Winterfutter erbauen konnte. Der Miſt mehrte ſich nicht allein zuſehends, ſondern nahm auch in der Guͤte zu. Die Futtergewaͤchſe fingen an immer beſſer zu gedeihen, ſo wie allmaͤhlig mehr Miſt ins Land kam. Aber auch die Stroh- und Getreideernten wur— den von Jahr zu Jahr beſſer, ſo wie der beſſere Miſt endlich allen Feldern zu Theil wurde. Ich kann daher aus voller Ueberzeugung allen braven Landleuten, denen es mit der Verbeſſerung ihres Zuſtandes ein Ernſt iſt, den Anbau der Futtergewaͤchſe mancherlei Art anrathen. Der große Verſorger und Ernaͤhrer der Menſchen ſcheint es zu wollen, daß der Menſch mit Huͤlfe der Thiere ſich er— naͤhren, und diejenigen Fruͤchte anbauen ſoll, die ſeine Speiſe ſind. Dies ſcheint mir außer anderem ſchon daraus hervor zu gehen, daß die Getreidearten, die die hauptſaͤchlichſte Nah— rung des Menſchen ſind, am beſten gedeihen, wenn ſie mit Futtergewaͤchſen im Wechſel angebauet werden. Erhalten wir nicht dadurch einen Fingerzeig, wie wir unſere Einrichtungen zu treffen haben, um die Abſichten der Natur zu erreichen? Verweilt noch einige Zeit bei dieſem Gegenſtande. Denkt Euch recht lebhaft die Wechſelwirkung zwiſchen Viehzucht und Ackerbau. Die Thiere ſollen leben, aber auch ſie leben nur fuͤr den Menſchen, den Herrn der ſichtbaren Schoͤpfung. Sie, die Thiere, naͤhren ſich groͤßtentheils von Pflanzen. Dieſe beginnen den Anfang in der lebenden Welt, und wer— den den Thieren Mittel ihres Lebens. Die Pflanzen ſtehen auf der unterſten Stufe des Lebens, aber ſie leben doch. In ihnen bewegen ſich Saͤfte, wie im thieriſchen Koͤrper. Vom Keimen des Saatkorns bis zu dem Zeitpunkte, wo ſich neue Saatkoͤrner gebildet haben, ganz aͤhnlich denjenigen, welche man ausſaͤete, gegen die Pflanzen die wunderbarſten Veraͤn— derungen durch, die nur deswegen ſo wenig beachtet werden, weil ſie taͤglich zu ſehen ſind. Dieſe wohlthaͤtigen Geſchoͤpfe, die Pflanzen, leben nun zwar in der Erde, aber ihre eigentliche Nahrung iſt doch nicht Erde, ſondern wird bloß in derſelben zubereitet, und beſteht aus Ruͤckſtaͤnden und Ueberbleibſeln ehemaliger Thiere und Pflanzen, die wir unter dem Namen Modererde kennen gelernt haben. Daß dieſe in den verſchiedenen Bodenarten in verſchiedener Menge vorhanden iſt, habe ich im erſten Ka⸗ pitel geſagt. Wir koͤnnen dieſe Pflanzennahrung aber auch ganz, oder doch groͤßtentheils, aus einem Boden heraus brin⸗ gen, wenn wir ihn zum Anbau von Gewäͤchſen zwingen, oh— ne ihm durch den Miſt immer ſo viel wieder zu geben, als die Gewaͤchſe ausziehen. Wir nennen einen ſolchen Boden dann ausgezehrt, mager, duͤrftig, ſchlecht. Damit aber unſer Land in dieſen Zuſtand der Erſchoͤpfung und des Mangels an Pflanzennahrung nicht komme, muͤſſen wir darauf bedacht ſeyn, immer ſo viel Miſt aufzufahren, als es bedarf. Dieſen Miſt erhalten wir nur durch die Thiere. Wer— den die Gewaͤchſe, welche ein Acker trug, durch unſer Vieh in Miſt verwandelt, und in ſolcher Geſtalt dem Lande zuruͤck gegeben, ſo erhaͤlt dieſes dadurch mehr Pflanzennahrung, als es zur Erzeugung jener Gewaͤchſe hergab. Denn dadurch, daß ſie durch den Leib der Thiere gingen, werden ſie weit ge— ſchickter, neuen Pflanzen zur Nahrung zu dienen, als wenn ſie blos vermoderten oder verweſeten, und ſo wieder zuruͤck auf das Land gebracht wurden. Dieſe Vermehrung der Pflanzennahrung erfolgt aber cnelr un fegrölta Arhem. 1 dhel, die Stroh, w wandlung. deſes S werden Und ſcyte daha Pflonzen) Erde ſelb den endlig Erhoie mitt, bons hen ſe unn ihre Mich, Däürfaſ dir äiſ d Ans fannes durch de n bittffn ent unt) geben Rn den Ana duf die J. ſe meßr 9 dſſe dei mehr d Thire, g krdhoden derden ſi Annen. Und Thier 4 T Uh ie Pflangn fi ſie leden k 1 hen Kor. n ntte wi ſ derjenigen ne derbarſen p ig beachtet n Hlanzen, län hrung ſt dcr ereitet, ud naliger Tin! odererde m denen Boünr ich im ein! ahrung ten dden herau chſen zwinyn ieder zu geben, un ſichen Be nd der eiſzint tm, ij ſt auffufahren, die Thir. We ducch unſer Ie dm Onde zun anzennahtund, .. Denn daduc verden ſe wil! dienen, ab 5 wider in - ung tnöbt 1 ſchneller und beſſer durch ſolche Gewaͤchſe, die im gruͤnen, ſaf— tigen Zuſtande vom Felde kommen und den Thieren gefuͤttert werden. Die reifenden Getreidefruͤchte geben ihren edelſten Theil, die Koͤrner, den Menſchen. Den Thieren verbleibt das Stroh, welches allein weder Kraft noch Saft zur Miſtver— wandlung giebt. Es gehoͤrt ſtets nahrhaftes Futter dazu, wenn dieſes Stroh von den Halmfruͤchten in guten Miſt verwandelt werden ſoll. Und nur unter dieſer Bedingung trift ein, was ich eben ſagte, daß durch die Thiere, durch ihre Verwandelung der Pflanzen oder Gewaͤchſe in Miſt, die Pflanzennahrung in der Erde ſelbſt ſich jaͤhrlich mehre. Ohne dies wird der beſte Bo⸗ den endlich ausgeſogen. Erhalten die Thiere aber recht viel kraͤftige Nahrungs⸗ mittel, von denen ſie gedeihen und ſich wohl beſinden, ſo ge— ben ſie uns Menſchen wieder mancherlei Nahrungsmittel durch ihre Milch und ihr Fleiſch, und liefern uns unſere uͤbrigen Beduͤrfniſſe der Kleidung, Bequemlichkeit ꝛc. Gewaͤchſe, die wir alſo bloß fuͤr die Thiere anbauen, ſind darum noch fuͤr uns keinesweges als Nahrungsmittel verloren. Sie werden durch die Thiere zu unſern Nahrungsmitteln ebenfalls um— geſchaffen; und dies ſind gerade diejenigen, mit denen ver⸗ eint uns die Getreidefruͤchte die wohlſchmeckendſte Speiſe geben. Die weit groͤßere Vermehrung des Miſtes, die aber durch den Anbau von Futtergewaͤchſen erfolgt, hat lauch ſehr bald auf die Vermehrung des eigentlichen Getreides Einfluß. Denn je mehr Nahrung die Pflanzen im Boden vorfinden, deſto beſſer gedeihen ſie. Je mehr Pflanzen man anbauet, deſto mehr Thiere kann man ernaͤhren: Beides, Pflanzen und Thiere, geben dem Menſchen Nahrung. Je mehr alſo der Erdboden von jenen beiden hervorbringt, deſto mehr Menſchen werden ſich erhalten und des vernuͤnftigen Daſeyns erfreuen koͤnnen. Und ſo betrachtet erſcheint uns das Leben der Pflanzen und Thiere als eine ewig in einander geſchlungene Kette, an 8 die ſich zuletzt der Menſch anſchließt. Eins kann ohne das andere nicht beſtehen. Werden die unterſten Glieder dieſer Kette, die Pflanzen, heraus geriſſen, ſo iſt das ganze Band geldſet. Sie haben ſelbſt ein unvollkommenes Leben, aber ſie geben den vollkommneren Weſen Nahrung. Sie vermehren, darauf ſinnen, von einer kleinen Flaͤche eine große Menge zu gewinnen, heißt das menſchliche Leben ſelbſt vermehren. Zweites Kapitel. Vom Anbau der verſchiebenen Futtergewaͤchſe. Von den Kartoffeln(Knollen, Erdtoffeln, Nu— deln ec.) Wo ſoll ich anfangen, um die Vortreflichkeit dieſes Gewaͤch⸗ ſes wuͤrdig zu preiſen?—— Menſchen und Thiere verzeh⸗ ren die Kartoffeln mit Wohlgeſchmack. Ja ſie werden in manchen Gegenden von uns bald haͤufiger als das Brod ge⸗ geſſen. Ihr wichtigſter Vorzug iſt aber der, daß ſie auf gleicher Flaͤche weit mehr Nahrungsmittel tragen, als irgend ein an— deres, von uns angebauetes Gewaͤchs, und mehr als das beſte Getreide. Von Einem Morgen Landes kann man recht gut achtzig bis hundert Scheffel Kartoffeln ernten; in einzelnen Faͤllen hat man ſchon mehr als das Doppelte gehabt. Nun ſind aber drei Scheffel Kartoffeln im Verbrauche faſt ſo gut wie ein Scheffel Roggen. Bleiben wir alſo auch nur bei einer Kartoffelernte von 80 Scheffeln auf dem Mor— gen ſtehen, ſo ſind dieſe ungefaͤhr einem Wispel Roggen gleich, welchen man nicht auf einem Morgen erbauen kann. Als Futtergewaͤchs betrachtet, haben die Kartoffeln vor den uͤbrigen Gewaͤchſen der Art folgendes voraus: 1) Sie nehmen mit den mancherlei Bodenarten am er⸗ ſin ur Iaen 2 uch im s jixer Lh ht Türm richt zm Kartof i dn Rm )'B weniger di mehe M bei jden gen N n wohefl liten p da Jar I ledingen Ahr ſin tfumn dez her nitt E 9 8. wan ihn nachſen) daher de Ian ſone der tich Lanuft loc dadurch Etärken teffen ſo Ic denn ich Wnug v ——,— 9 no ka 4 ſten. ſten vorlieb. Man kann ſie im Sandboden bauen, der außer de mn Roggen und Buchweitzen faſt kein Gewaͤchs weiter traͤgt; aber nes lhn, auch im feſteſten Thonboden gebauet, erhaͤlt man bei zweckmaͤ— .e 4 ßiger Bearbeitung noch eine gute Ernte von ihnen. e große 8 2) Sie haben viel weniger Feinde unter den Raupen und Wuͤrmern, als die Kohl- und Nuͤbengewaͤchſe. Man hat alſo nicht zu beſorgen, daß man durch ſolche Thiere um die ganze Kartoffelernte kommen werde, wie es mit dem Kohl und den Ruͤben wohl zuweilen geſchieht. 3) Selbſt ungluͤckliche Witterung ſchadet den Kartoffeln weniger, wie den andern Futtergewaͤchſen. Sie halten weit dvermehrn, itel mehr Duͤrre aus, als die verpflanzten Gewaͤchſe. ergewägſt 4) Das Ausſtecken oder Legen der Kartoffeln kann faſt bei jeder Witterung geſchehen. Wie aͤngſtlich muß man dage— dtoffeln, gen die Witterung zum Pflanzen des Kohls und der Ruͤben wahrnehmen? Wie ſorgfaͤltig muß man das Land zu dieſen letztern Gewaͤchſen vorbereiten?— Auch dies hat man bei eit dieſts he den Kartoffeln nicht in dem Grade noͤthig. Sie gedeihen al— und Thien i lerdings in dem lockern, gut zubereiteten Boden am beſten. Ja ſie wen Aber ſie ertragen es auch, daß man waͤhrend ihres Wachs— s das ör thums den Boden noch vollends bearbeitet, wenn man es vor— her nicht zur Genuͤge gethan hat. g ſie uf git 5) Endlich muß ich noch erwaͤhnen, daß die Kartoffeln, is irgend in wegen ihrer mehligen Beſchaffenheit, unter allen Futterge⸗ waͤchſen dem Getreide am aͤhnlichſten ſind. Man kann ſie daher bei der Futterung des Viehes auch da gebrauchen, wo ken, ir einzm man ſonſt Getreide zu geben gezwungen iſt. Zum Traͤnken chat der traͤchtigen Kuͤhe und zum Mauͤſten der Schweine ſind die im Vrtrauh Kartoffeln gekocht, wie allen bekannt, ein herrliches Futter. Auch den Pferden kann man die Kartoffeln geben, und dadurch alles Kornfutter erſparen. Zum Brodbacken, zum Staͤrkenmachen und zum Branntweinbrennen werden die Kar⸗ toffeln ſo gut wie Getreide gebraucht. mehr abs ddi nn man rach g m wir alſ au nauf dem Ar ga eggn gi en kann⸗. 1 fi 9 Ich koͤnnte noch mehrere dergleichen Vorzuͤge aufzaͤhlen, 4 wenn ich nicht wuͤßte, daß jeder kluge Landmann ſchon feſt raus: weimar genug von der Vortrefflichkeit dieſes Gewaͤchſes uͤberzeugt ddena 7' 1 10 waͤre. Ich will daher zu der Anweiſung uͤbergehen, wie man die Kartoffeln am beſten und leichteſten anbauet. Zuerſt etwas von dem Boden, welcher den Kartoffeln am zutraͤglichſten iſt. Wenn ich gleich von ihnen angeruͤhmt habe, daß ſie zur Noth mit dem verſchiedenſten Lande vorlieb nehmen, ſo habe ich damit keinesweges behaupten wollen, als waͤre ein Boden ſo gut zu dieſem Gewaͤchſe wie der andere. Sehr feſter, tho— niger Boden ſagt ihnen weniger zu, als ein muͤrber, mit Mo⸗ dererde wohl gemengter Lehmboden. Hat derſelbe eine etwas feuchte Lage, ſo iſt er um ſo paſſender dazu; aber Naͤſſe koͤn⸗ nen die Kartoffeln gar nicht ertragen. Sie verfasglen dann ſchon, ehe ſie keinem, oder wenn ie im beſten Wachsthum ſind. Auf einem ſolchen, der Naͤſſe nicht ausgeſetzten Lehmbo— den, geben ſie einen aͤußerſt ſichern und ſehr hohen Ertrag, der faſt von keiner Witterung abhaͤngig iſt, wenn man das Land dazu gehoͤrig tief bearbeitete. Denn in dieſem Falle koͤn⸗ nen ſie Monate lang eine große Duͤrre aushalten, wie ich aus Erfahrung weiß, und naſſe Witterung ſchadet ihnen eben ſo wenig, wenn man nur dafuͤr ſorgt, daß das Waſſer nir— gends ſtehen bleibt. Je mehr ſich der Boden aber zum reinen Sande oder zum ſtrengen Thon hinneigt, alſo nicht aus der gluͤcklichen Miſchung beider Erdarten in ziemlich gleichem Verhaͤltniſſe be— ſteht, wie es bei dem Lehmboden der Fall iſt, um ſo unſiche— rer wird der Kartoffelbau auf einem ſolchen, und um ſo mehr Aufmerkſamkeit erfordert die ganze Behandlung der Kar— troffeln. Der ſtrenge, gebundene Thonboden muß zu Kartoffeln ſehr oft und gut bearbeitet, und mit ſolchem Miſte geduͤngt werden, der ihn lockerer macht. Beobachtet man dies gleich im Fruͤhjahre gehoͤrig, und bereitet ſolchen Boden zu den Kar— toffeln ſo vor, daß ſie in ein wohl zerkruͤmeltes Land kommen, und verhuͤtet durch die nachfolgende Bearbeitung, daß es nie⸗ mals in Schollen zuſammen trocknet, ſo werden die Kartof⸗ ſal ſr um her Und dann warten,¹ und nact früchten 3— richet in in ſolchen geeigt t. wie in rccht zeiſ tiefer p. alsſtetken Aurtrcn trbauen! Bru um, dn dhf Eo Am weir dartm. dd viche v 1 mi thal, d Lnd u. ſe, ven und 6 ſ. wan alle kar Rem bormals weil dſe ſe ſ ſc Valt de Cur Rit ver 11 ergehen, ten rlün feln ſehr gut hier wachſen, und werden durch ihre Beſchat⸗ tung hernach den Boden unter ſich feucht und locker erhalten. er den Kutn Und dann kann man nicht nur eine gute Kartoffelernte er— obe, warten, ſondern das Land ſelbſt wird durch dieſe Bearbeitung Mſ und nachmalige Beſchattung zu allen nachfolgenden Getreide— nahnn, ſe fruͤchten auf eine vortreffliche Weiſe vorbereitet. 8 1 di Je ſandiger and lockerer der Boden wird, um ſo weniger ehr feſter richtet man mit der Bearbeitung aus. Sie iſt darum gerade in ſolchem Lande nicht unnuͤtz; ſie wird ſich, wie in der Folge gezeigt werden ſoll, immer reichlich bezahlen, nur nicht ſo, wuͤrber, mig erſelbe eine in zader Niſeit wie im feſten Boden. Dafuͤr muß man das Sandland aber e verſcglin l recht zeitig beſtellen: man muß es weniger, aber dafuͤr um ſo eſten Vacth tiefer pfluͤgen; man muß die Kartoffeln etwas dichter darauf ausſtecken, damit ſie hernach durch eine dichte Beſchattung dem sgeſetten läſnt Austrocknen zuvorkommen, wenn man hier gute Kartoffeln ehr hohen lenwh erbauen will. „ wen vn do Beobachtet man dies und duͤngt zugleich mit recht kraͤfti— dieſem galer gem, kurxn Miſt, ſo wird man auch bei ziemlicher Duͤrre ushalten, wi auf Sandland noch gute Kartoffeln ernten. Denn dieſe koͤn⸗ hadet ihnen in nen weit mehr trockene Witterung aushalten, wie die Getrei— das Waſſer dearten. Ob das Land mit Unkraut aller Art angefuͤllt iſt, auf en Sande" welches man Kartoffeln bringen will, braucht man gar nicht der gluͤcli in Erwaͤgung zu ziehen. Denn es iſt gerade ein Hauptvor⸗ Perhältniſe theil, den man durch ihren Anbau erreicht, daß man das „um ſö onſch Land dadurch von Unkraut reiniget. Gerade das allerunrein— 7, und um ſte, verwildertſte Land muß man zu den Kartoffeln nehmen, noͤlung der far und es ſich gleich vornehmen, nicht eher zu ruhen, als bis man alles Unkraut zerſtoͤrt, und das Land ganz muͤrbe und Hu Kartsffer klar gemacht hat. Gewoͤhnlich erntet man dann in ſolchem Miſſe gedünn vormals unreinen Lande beſſere Kartoſſeln, wie in reinem, negſhis weil die Unkrautswurzeln zur Duͤngung werden, wenn man 1 ar ſie ſo ſehr beunruhigt, daß ſie verweſen muͤſſen. dn u n mi Wollt ihr aber mit der Bearbeitung verwilderten Lan⸗ ehun des Euren Zweck erreichen, lieben Freunde, ſo muͤßt Ihr ſie ng, ji guu nicht verſchieben, bis ihr die Kartoffeln pflanzen wollt. Ihr rden muͤßt ſchon im Herbſte damit den Anfang machen. Ihr pfluͤgt das Land dazu zeitig um, und laßt es in rauhen Furchen un— geegget liegen. Durch den Froſt wird es muͤrbe wer— den, und die Queckenwurzeln werden zum Theil erfrieren. Nach dem Abtrocknen wird dieſes Land im Fruͤhjahre tuͤchtig geegget und zum zweiten Male gepfluͤgt. Waͤre es ganz mit Wurzelunkraut uͤberzogen, ſo wuͤrde das erſte Pfluͤ— gen nur flach geſchehen muͤſſen. Waͤre es aber vorzuͤglich vol— ler Saamenunkraut, wie Hederich ꝛc., ſo muͤßte man gleich im Herbſte recht tief pfluͤgen. Bei Wurzelunkraut wuͤrde aber die zweite oder die Fruͤhjahrsfurche am tiefſten gegeben werden muͤſſen. Auch wuͤrde wohl in dieſem Falle ein drittes Pfluͤ⸗ gen noch ſehr zutraͤglich vor der eigentlichen Ausſaat ſeyn. Bei mehr ſandigem Boden und vielem Hederich, reicht ein zwei⸗ maliges Pfluͤgen vor dem Pflanzen der Kartoffeln. Je tho— niger aber der Boden wird, um ſo noͤthiger wird ein oͤf— teres Pfluͤgen vor der Saat, wie ich ſchon einmal geſagt habe. Hat man durch die fleißige Bearbeitung das Land ſo weit vorbereitet, daß alle Schollen und ganze Furchen zerriſſen ſind daß es durchaus wenigſtens locker und muͤrbe iſt, ſollten auch die Queckenwurzeln noch leben, ſo kann man zum Legen und Pflanzen der Kartoffeln ſchreiten. Vorher muß ich aber noch der Duͤngung gedenken. Man hat verſchiedene Gebraͤuche, wie und wann man den Miſt zu Kartoffeln faͤhrt. Manche behaupten, daß es beſſer ſey, den Miſt nicht eher aufs Land zu bringen, als bis man die Kartoffeln legen wolle; andere pfluͤgen ihn drei- oder vier— mal mit dem Lande, und fahren ihn alſo auf, ehe ſie dem Lande die erſte Furche geben. Ich rathe ſo: beobachtet die fuͤr Euch ſchicklichſte Zeit zum Miſtfahren; die beſten Wege und denjenigen Zuſtand des Miſtes, wenn er gehoͤrig gefault iſt. Denn nach meinen Er— fahrungen macht es wenig Unterſchied, man pfluͤgt den Miſt mit dem Lande, oder man bringt ihn erſt bei der Ausſaat der Kartoffeln auf. War der Miſt nur gut, ſo wird er in beiden äll amn 21 beitur e 9 Eggen Lnnd, 3 zung 1 wens d cen mn 6 vr Müjs mache i n ſin La u däit, zich vomme gui zum dm ſu ande, wind. Dn ſärten, uh jom vi, 78 hade, 4 aihe e nüda dn Innſen a Man me brauch. fur da Genend taofen die man. R durch ein Nen im beund ——— 13 jmn Art Faͤllen ſeine Wirkung aͤußern. Bei ſehr durch Quecken und han durte d. andern Graswurzeln verunreinigtem Lande wird die erſte Be— ds nih arbeitung des Landes durch langen Miſt erſchwert, weil die heil erfiirn Eggen ſich vollſchleppen und nicht eindringen; hingegen bei d im Friſſ Land, welches voll Hederichsſaamen iſt, wird eine fruͤhe Duͤn— pflugt. Ain, gung gleich mit der erſten Pflugfurche das Keimen des Saa— e das erſt d mens ſehr befoͤrdern, welches man immer zu befoͤrdern ſu⸗ er vorzüglt chen muß, wenn man das Land bearbeitet. te man glitt Genug, einen ganz beſtimmten Rath uͤber die beſte Zeit t würde ale der Miſtausfuhre zu Kartoffeln kann ich nicht geben, ſondern gegeben nein mache einen jeden aufmerkſam, die erwaͤhnten Umſtaͤnde und ein ditts—e ſein Land zu betrachten, und ſich danach, ſo wie nach ſeiner usſaat ſin d Zeit, zu richten. Denn da zu Kartoffeln der Wintermiſt ge— „reitt in g nommen wird, ſo iſt es wohl ſehr gut, wenn man ihn auch roffen, yth zum Theil im Winater ausfaͤhrt, um hernach deſto mehr Zeit ger wih n zu andern Arbeiten zu haben, wenn die Witterung beſſer n einni wütg wird. Die Kartoffeln und alle Wurzelgewaͤchſe erfordern eine ſtaͤrkere und beſſere Duͤngung, als Getreide. Ich ſetze voraus, das Land r. n jeriſmn i daß jeder gute Wirth ſeinen Miſt ſo verpacken und zurichten 9— wird, als ich im vierten Kapitel von der Duͤngung gelehrt iſt, ſollten a 1, zun beom habe. Denn ein ſolcher gefaulter Miſt iſt zu ihrem guten Gedeihen noͤthig; in ausgewaſchenem, rohen, ſtrohigen Miſt wuͤrden ſie nur ſchlecht wachſen. bung a Kartoffeln erfordern Miſt, aber ſie geben ihn mit reichen wann un d Zinſen zuruͤck, d. h. wenn ſie verfuͤttert werden, ſo erlangt , d 3 l man mehr Miſt von ihnen, als ſie zu ihrem Wachsthum ge⸗ 7, ab h n braucht haben. Ich will hier nicht eine beſtimmte Fuderzahl dri oder ver fuͤr den Morgen anſetzen, weil erſtlich die Fuder ſelbſt in jeder f, dhe ſe de Gegend anders ſind, und weil es bei der Duͤngung zu Kar— . toffeln auf den Boden ſelbſt und auf die Fruͤchte ankommt, ſciclchſe 3 die man noch nachher von dieſer Duͤngung ernten will. en zuſtnd Iſt der Boden z. B. feſt und thonig, ſo wird man ihn nach meinen d durch eine ſehr ſtarke Duͤngung locker machen muͤſſen. Will fflügt den M man im zweiten Jahre nach den Kartoffeln eine gute Kleeern— der Ausſut te, und danach vielleicht noch eine gute Weitzenernte halten, ird er i heide ſo muß man gleich bei der Duͤngung darauf Ruͤckſicht nehmen. Ein Drittheil Miſt mehr, wie zu Getreide, muß man in der Regel wohl immer zu Kartoffeln geben. Das Kartoffelland muß einmal ganz vorzuͤglich be⸗ arbeitet werden. Damit ſich nun aber auch die Arbeit reichlich bezahle, ſo iſt eine ſtarke Duͤngung nothwendig. Nach einer ſolchen keimen alle Unkraͤuter beſſer und leichter; die Kartoffeln geben in gut geduͤngtem Lande beinahe das Doppelte gegen mager geduͤngtes Land; alle folgende Fruͤchte gerathen um ſo beſſer, und man kann danach noch drei, vier bis fuͤnf gute Getreide- und Futterernten halten, wenn man die Fruͤchte in vernunftgemaͤßer Ordnung folgen laͤßt. Auf thonigem Boden, der mit einem Male eine ſehr ſtarke Duͤngung zu ſeiner Lockerung bedarf, aber dafuͤr auch den Miſt um ſo laͤnger an ſich haͤlt, kann man nach einer ſtarken Duͤngung zu Kartoffeln noch folgende Fruͤchte bauen: I. Gerſte mit Klee, 2. Klee, 3. Weitzen, 4. Wicken oder Erb⸗ ſen und 35. Roggen. Auf Boden, der mehr Sand hat, wie auf ſandigem Lehmboden, der mit Modererde maͤßig vermengt iſt, kann man zwar nach einer ſchwaͤchern Duͤngung ſchon ei— ne gute Kartoffelernte halten. Man darf aber auch nicht dar⸗ auf rechnen, daß man ſo viele Fruͤchte wie auf dem vorigen Boden nach dieſer Duͤngung ziehen kann. Traͤgt der mehr lockere Boden zuerſt nach den Kartoffeln Sommerweitzen, Hafer oder Gerſte mit Klee, zweitens Klee und drittens Rog— gen oder Weitzen, ſo wird man nun auch aufs Neue duͤn⸗ gen muͤſſen. Wer wegen geringer Miſtvorraͤthe zu ſeinen Kartoffeln nicht ſtark duͤngen kann, aber doch gern recht viele Kartoffeln ziehen will, der wird die Wirkſamkeit des Miſtes dadurch ver⸗ mehren koͤnnen, daß er den Miſt unmittelbar auf die Pflanz— kartoffeln legt, ehe er ſie mit Erde bedeckt. Dies macht man ſo: nachdem das Land zu Kartoffeln voͤllig bearbeitet iſt, faͤhrt man erſt den Miſt auf. Man breitet ihn aus, und ſchreitet nun zum Legen der Kartoffeln. Man giebt einem Jungen eine Harke und laͤßt damit den Miſt immer in diejenige Fur— te ihen uuhſen. n Mir In nach deß brauch ehe md Dd ftln dui Mui duph Karteffeu den erh tine gag gepolken, nach den De dn genae dan ws nnthe itm der fer Rr Vatn taufs d tiglc f daran ni an ſ ſ ter in d kand ſſ, nen ihre ſe empor, Boß hme. 3 Sonne 15 alaſtt i Wi lche die Kartoffeln gelegt rd Dadur dde, njn che ziehen. in we i 2a gelegt werden. Da d) wachſen die Kartoffeln gleich vom erſten Anfange an durch den Miſt durch, und haben ihn ſo nahe als moöͤglich. vorſügli In beſonders zaͤhem Boden, wo man die Kartoffeln nicht der auch di nach dem Pfluge einlegt, ſondern einhackt, hat man den Ge— rothpendt brauch, daß man mit der Hand auf jede Kartoffel Miſt legt, und leiche, ehe man ſie mit Erde bedeckt. inahe das den Die ſchickliche und beſte Zeit zum Ausſtecken der Kartof— eRuͤchte in feln dauert ſehr lange. Man kann ſie den ganzen April und dri,, vir Mai durch legen, ja ich weiß, daß man zu Anfange des Juni mn man di Kartoffeln ausgeſteckt, und noch eine ſehr gute Ernte von ih— nen erhalten hat. Man binde ſich daher ja nicht aͤngſtlich an n Male ein eine gewiſſe Zeit, die irgend in einer Gegend fuͤr die beſte , aber dil gehalten wird, noch weniger richte man ſich bei der Ausſaat n man nch in nach dem Mondenwechſel. de Früͤth en Die beſte Zeit zur Ausſaat der Kartoffeln iſt in den bei— Wicken e den genannten Monaten die, wo man ſein Land recht gut ſr Sand it dazu vorbereitet hat. Dies moͤglichſt gut vorher zu thun, de mißh nr rathe ich jedem an. Er wird ſich hernach die Bearbeitung Duͤngung ſn der Kartoffeln ſelbſt ſehr erleichtern. Ob man gleich waͤhrend aber auch ichtn des Wachsthums der Kartoffeln Platz genug zur Bearbeitung ie auf um r hat, ſo iſt ſie doch immer umſtaͤndlicher, als wenn das Land . SArhj nen noch gar nicht beſtellt iſt, und man die Kreutz und Queere n Genunmttn mit den Ackergeraͤthe ziehen kann. und ditm Än Ich weiß wohl, daß manche ihre Kartoffeln in zaͤhes, rauhes Land legten, bloß weil ſie eine fruͤhe Ausſaat fuͤr zu— traͤglich hielten, und daß die Kartoffeln derjenigen, welche ſich daran nicht gekehrt, ſondern ihr Land tuͤchtig bearbeitet hatten eben ſo fruͤh aufliegen, ob ſie gleich zehn bis zwoͤlf Tage ſpaͤ⸗ ter in die Erde gekommen waren. Je reiner, muͤrber das Land iſt, in welches man die Kartoffeln legt, deſto eher kom⸗ men ihre Blaͤtter zum Vorſchein, und um ſo ſchneller wachſen ſie empor. Bloß ſandiges Land macht von dieſer Regel eine Aus⸗ nahme. Hier iſt eine fruͤhe Beſtellung, ehe das Land von der Sonnenhite ausgetrocknet iſt, doch vortheilhaft. Dieſes aufß Neaue d- einen Karfit Rwitle Katbfi ſdiſtes dadurch r auf de P Dies much m exbeitt ſ 3 aus, und ſcn bt eirem Junxe in diemie 1” Land braucht aber auch zu Kartoffeln bei weitem nicht ſo oft gepfluͤgt zu werden. Oft iſt ſchon ein einmaliges Pfluͤgen hinreichend. Man bringt die Kartoffeln auf die verſchiedenſte Weiſe in die Erde. Manche bereiten das Land dazu wie zu jeder andern Saat, und hacken ſie dann mit der Hacke ein. Andere nehmen den Spaten. Einer hebt damit die Erde auf, und der andere wirft in dies Loch die Saatkartoffeln hin— ein, die der Erſte mit der ausgehobenen Erde bedeckt. Die leichteſte und beſte Art iſt wohl die, die Saatkartof⸗ feln in die Pflugfurche zu legen, und ſie durch den Pflug mit Erde zu bedecken. Jene Art der Ausſaat mit Hacke und Spaten ſchickt ſich mehr fuͤr kleine Leute, die kein Geſpann halten koͤnnen und ihr Land graben. Alle diejenigen aber, welche Geſpann haben, thun beſſer, das Land vorher zu bear— beiten, damit dies Unterpfluͤgen angeht. Das Einlegen in die Pflugfurche ſelbſt muß mit einiger Sorgfalt geſchehen. Die Kartoffeln muͤſſen nicht ſo nach Gutduͤnken hingeworfen werden, ſondern man muß jede einzelne in den Rand der lockern Furche zur rechten Hand in der Entfernung eindruͤcken, als ſie liegen ſoll. Dies macht weniger Schwierigkeiten, als man glaubt, und geht erſtaun— lich ſchnell. Es hat aber den Vortheil erſtlich, daß die Kar— toffeln gleich weit von einander zu ſtehen kommen, weil ſie da liegen bleiben, und nicht von den Ochſen oder Pferden ſo leicht weggeriſſen werden koͤnnen. Dann kommen die Kartof⸗ feln auch nicht auf den harten, feſten Untergrund, ſondern koͤnnen ihre erſten Wurzeln in lockrer Erde treiben. Nachlaͤſſig in die Pflugfurche hingeſtreuet, wird auch man⸗ che Kartoffel vom Pflugrade zerquetſcht. Ein wenig Schwierigkeit macht es, die an den Rand der Furche eingedruͤckten Saatkartoffeln mit Erde zu bedecken. Man TMar nl vlf) Arttchen! Kartoffelrt erdentücht er imman Gend Auf ſand kowwwen d fponigem n ſh thut und imme walcher ſi tung; al Etocke un Nan vinig wen ſe d ſaa igm dur elends e ſi Eczahen ſeiäut ſüctu bgt hide herme di bffan au Gehen, nen ſicht ane Dies kan ſichen a Cticken. Nur; ſtftter ncht 1 U deitm tite inmalgn den verſcidenſt g jeder andenen ebt damit le Saatkarttfin de bedeck. ie, die Euukan urch den yfoh. at mit Ha, m die kan Gom lle diejenin i and vother hi he ſelbſt nit muͤſſen iih ern man m wrechten md ſoll. Din l und geht erlu h, duß die K nmen, well ſie der Pferden umen die Kat kerrund, ſi treiben, vid auch de n den And! gedet erde du Ir Man muß den Pflug ſo einrichten, daß er ſtark ſtreicht. Man muß alſo das Streichbrett recht breit ſtellen, oder ein kleines Brettchen ſo lange an das Streichbrett befeſtigen, als man Kartoffeln unterpfluͤgt. Uebrigens kann der Pfuͤger viel zur ordentlichen Bedeckung der ausgelegten Kartoffeln thun, wenn er immer darauf achtet und den Pflug danach fuͤhrt. Gewoͤhnlich legt man die Kartoffeln in die zweite Furche. Auf ſandigem Boden, wo man breite Furchen halten kann, kommen ſie auch weit genug aus einander zu ſtehen. Auf thonigem Boden, oder ſolchem, der ſehr voller Unkraͤuter iſt, thut man beſſer, ſie in die dritte Furche zu legen, und immer zwei leer zu laſſen. Die groͤßere Entfernung, in welcher ſie dann zu ſtehen kommen, erleichtert die Bearbei⸗ tung; auch hat ein ſolcher Boden Kraft genug, um ſolche Stoͤcke zu treiben, daß ſie das ganze Land beſchatten können. Man wird gewiß eben ſo viel Kartoffeln ernten, als wenn man ſie dichter gelegt haͤtte, und kann betraͤchtlich an der Aus⸗ ſaat ſparen. Zur Saat ſelbſt nimmt man die Mittelkartoffeln, die man eigends dazu jedesmal ausſuchen ſollte. Ganz große auszuſtecken iſt Schade, weil das uͤbrige Fleiſch ohne Nutzen in der Erde verfault. Ganz kleine Kartoffeln darf man aber deswegen nicht zur Saat nehmen, weil ſie nicht ihre voͤllige Reife er— langt haben, mithin nur kraͤnkliche, unvollkommene Stoͤcke hervor bringen wuͤrden. Will man aber doch ganz große Kar⸗ toffeln ausſtecken, ſo ſchneide man ſie durch. In Zeiten, wo die Kartoffeln im Fruͤhjahre ſehr rar ſind, kann man noch haushaͤlteriſcher mit der Saat zu Werke gehen, wenn man bloß die Augen der großen Kartoffeln aus⸗ ſticht, dieſe ausſetzt, und das Fleiſch der Kartoffeln verbraucht. Dies kann man ohne alles Bedenken thun. Man wird von ſolchen Augen eben ſo gute Kartoffeln ernten, als von ganzen Stuͤcken. dur muß das Land zu einer ſolchen Pflanzung um ſo ſorgfaͤltiger bereitet werden, damit dieſe kleinen Keimſtuͤckchen in recht klares Erdreich kommen, wo ſie ihre Wurzeln mit II. 1 2 1 18 Leichtigkeit treiben koͤnnen. Auch muß das Ausſtechen einige Zeit vor dem Legen geſchehen, damit ſie in einer trockenen luftigen Kammer, duͤnn ausgebreitet, etwas abwelken und in der Erde nicht faulen. Man kann ſie gegen das Fruͤhjahr von den Kartoffeln nehmen, die man taͤglich kocht. Dieſe Kartoffelaugen muß man jedoch dichter legen. Alle fuͤnf oder ſechs Zoll muß eins zu liegen kommen. Legt man ganze, unzerſchnittene Mittelkartoffeln, ſo iſt die beſte Entfer— nung einer Pflanze von der andern ein Fuß. Nach dem Pflanzen der Kartoffeln laͤßt man das Land ſo lange ungeeggt liegen, bis der Hederich und anderes Un— kraut hervor gruͤnen, auch einzelne Kartoffelpflanzen ſich zu zeigen anfangen. Dann egget man das Land tuͤchtig. Das iſt die erſte Zerſtörung des Unkrauts, wonach die Kartoffeln ſich ſehr bald voͤllig zeigen werden. Bald iſt nun auch das Behacken nothwendig. Dies erſte Behacken iſt von erſtaunlicher Wichtigkeit. Je fruͤher es ge— ſchieht, deſto beſſer iſt es fuͤr die Kartoffeln. Je weniger ſie uͤberhaupt jemals vom Unkraute leiden, um ſo beſſer wachſen ſie empor. Sie uͤberwinden es aber nie ganz, wenn ſie zu einer Zeit vom Unkraute unterdruͤckt wurden. Sie werden dann ſchwachhalmig, und bilden nie ſolche ſtarke Stoͤcke, un— ter welchen ſich die Knollen zahlreich aufhaͤufen. Das Behacken kann entweder mit der Hand geſchehen, oder eben ſo gut mit ſolchen Werkzeugen, die gleich den Pfluͤ— gen von Pferden gezogen werden. Auf Ritterguͤtern iſt dieſe letztere Art der Bearbeitung ſchon faſt allgemein, auch wird ſie ſeit einigen Jahren in vielen Gegenden von Bauern ange— wendet. Letztere koͤnnen die Bearbeitung ihrer Kartoffeln mit der Hand freilich leichter erzwingen, als Beſitzer ſehr großer Guͤter. Wenn ſie aber ſo viel Kartoffeln anbauen, als ihnen zum Beſten ihrer ganzen Wirthſchaft anzurathen iſt, ſo ſind ſie ebenfalls nicht mehr im Stande die Bearbeitung mit der Hand zu vollfuͤhren. Aber ſelbſt in dem Falle, lieben Landleute! daß es Euch dazu nicht an Haͤnden fehlte, rathe ich Euch doch noch zu der Berritu for uch lizich de katoffel Dieii daß ſie nen, wen welchem! Ritoüls rer Land zen zu! Authe Terk eu feln, an hatkn d Auf difſ ſäche gute Waaäch d Ma th nanr. werden, ſn deun Ve dna udn d nit d gedrauch Ne Deuen dearbeikn Dauenut ſtelen. Ver nnt, fe At mit bzut, dß die ſe in ein rin ewas ain gegen de ſih kock dichter lin kommen. li. iſ die bit zuß. üßt ma u ich und ande toffelpftenn ſ Land tichit onach de Kan hwendig. . Je ſüiühre in. Je wuin um ſo beſee e Han, wem urden. Eit e ſtarke Eut aͤufen. der Hnnd iſt ong die gleich dn Nitterglter ii! ſgemein, auch t bon Bauern a hrer Kat teffen Beſiter ſe ſehr he g anbauen, 9 zurathen ſſ, b dearbeitung mit leute 61 ds9 up acju 19 Bearbeitung mit dieſen Werkzeugen, weil ich glaube, daß ein jeder noch andere Arbeit vollauf finden wird, wo er ſeine Zeit nuͤtzlich anwenden kann, die er dadurch erſpart, daß er die Kartoffeln mit einem Pferde behackt. Dieſe Werkzeuge welche dazu gehoͤren, ſind ſo einfach, daß ſie ein guter Stellmacher und Schmidt nachmachen koͤn— nen, wenn ſie nur ein ſolches Inſtrument vor ſich haben, nach welchem ſie arbeiten koͤnnen. Da ſie aber auf den mehreſten Ritterguͤtern jetzt ſchon angeſchafft ſind, ſo wird ein betriebſa— mer Landwirth wohl Gelegenheit finden, ſich eins danach ma— chen zu laſſen, wenn es ihm ernſtlich darum zu thun iſt. Auch iſt gar nicht noͤthig, daß ein Einzelner ſich beide Werkzeuge, das zum Behacken und das andere zum Behaͤu— feln, anſchaffe. Es koͤnnen ja viere zuſammen treten. Zwei halten das Hackeinſtrument und zwei das zum Behaͤufeln. Auf dieſe Art kaͤmen auf einen nur wenige Koſten, und zwei ſolche gute Inſtrumente dauern ſehr lange, wenn man ſie or— dentlich aufhebt. Man findet ja auf dem Lande haͤufig den Gebrauch, daß ein paar Nachbarn gewiſſe Geraͤthe, die nicht haͤufig gebraucht werden, in Gemeinſchaft haben. Rollen, große zweiſpaͤnnige Eggen, Walzen, Schrauben zum Unterſchwellen ꝛc. haben oft zwei und noch mehr Nachbarn gemein; warum koͤnnte man es mit dieſen Werkzeugen, die ebenfalls nur eine kurze Zeit gebraucht werden, nicht eben ſo halten? In Sachſen giebt es Gegenden, wo ſeit langer Zeit die Bauern ihre Kartoffeln mit Pferden und groͤßeren Werkzeugen bearbeiten. Daſſelbe geſchieht auch im Oderbruche, wo einzelne Bauergutsbeſitzer 20 bis 30 Morgen mit Kartoffeln be⸗ ſtellen. Wer nur erſt die rechte Handhabung der Pferdehacken, kennt, kann das Land damit beſſer wie auf die gewoͤhnliche Art mit der Hand bearbeiten, ſobald man ſo viel Kartoffeln baut, daß man 10 Tage Zeit braucht, um ſie zu behacken. Die in den letzten vier Tagen gehackten Kartoffeln leiden 20 gewoͤhnlich ſchon etwas vom Unkraute, weil dieſes gerade um dieſe Zeit am lebhafteſten waͤchſt. Habe ich aber ein paſſendes Inſtrument und ein gutes Pferd, ſo kann ich in einem Tage ſechs Morgen Kartroffek land damit ſchwarz machen. Ich kann alſo den Zeitpunkt zu dieſer Arbeit auswaͤhlen, wo gerade das Unkraut eben recht hervorgekommen iſt. Da es aber in meiner Macht ſteht, es in ſo kurzer Zeit zu vernichten, ſo brauche ich es nie ſo he— ran wachſen zu laſſen, daß es den Kartoffeln ſchaͤdlich wuͤrde. Iſt in acht oder zehn Tagen neues Unkraut hervor ge⸗ kommen, ſo wiederholt man die Arbeit eben ſo ſchnell noch einmal, und ſollte es noͤthig ſeyn, ſogar zum dritten Male, oder ſo lange bis die Kartoffeln ſo heran gewachſen ſind, daß ſie behaͤufelt werden muͤſſen. Das Haͤufeln geht ſchwerer fuͤr daß Pferd. Man kann ſo viel nicht in einem Tage verrichten, wie beim Be— hacken. Aber die Arbeit wird auch ſo ſauber, wie ſelten mit der Handhacke. Man muß ſie nur mit Luſt verrichten und muß die Reihen ein paar Mal durchgehen, und die Unkraͤu— ter ausziehen, die zwiſchen und an den Kartoffelſtauden ſtehen. Wie oft habe ich ſchon ſagen hoͤren: ich bauete gern mehr Kartoffeln, wenn ich es nur mit der Arbeit zwingen koͤnnte. Aber gerade dann, wenn die Kartoffeln gehackt werden muͤſſen, iſt der Lein zu jaten und der Hirſen, der Kohl zu pflanzen, ſo daß man oft nicht weiß, was man erſt machen ſoll.— Wie willig muß man alſo eine Gelegenheit ergreifen, dieſer Arbeit ſich zu uͤberheben, oder ſie doch mit weit weniger Menſchen— haͤnden ausrichten zu koͤnnen. Wer dies Behacken mit dem Pferde noch nicht geſehen hat und es anfangen will, der ſey nur nicht aͤngſtlich, ſondern beginne die Arbeit in der feſten Ueberzeugung, daß er eben ſo gute Kartoffeln danach ernten werde, als wenn er es mit der Hand verrichtete. Man denke aber ſchon bei der Bear⸗ beitung des Landes zu Kartoffeln darauf, und bereite das End toh gumd h gut, ſ zat man h nit unreiu Sial teren abzuſchne fen win Die f ſe riff ſe⸗ zibe Farin her reif rn Sorten u lm nlzen i hätte mn lige Krout Na⸗ dn Karte im Mr Anſten den ſe gen ni dieſin, und ung. Sa päͤte Sor ſid und 1 df, und m Karffi ther aubne nüͤnen die Drum m Man thend ange d Pbeit deil Ns mn 21 Land ſehr gut dazu vor. Denn ehe man ſich die noͤthige Fer⸗ ment und än tigkeit zum Gebrauch dieſer Inſtrumente erworben hat, iſt es 5 doch gut, wenn man ſie zuerſt nur in klarem Lande braucht. Hat man ſich erſt einige Uebung verſchafft, ſo wird man auch mit unreinem und kloͤßigen, ſcholligen Lande fertig werden. Sind die Kartoffeln behaͤufelt, ſo beduͤrfen ſie keiner wei— teren Pflege. Man huͤte ſich nur, ihn das Kraut zu fruͤh abzuſchneiden. Ein Gebrauch der leider ſehr haͤufig angetrof— fen wird. Die Kartoffeln muͤſſen ihr Kraut ſo lange behalten, bis Morgen ga ſo den Jiunt Unkraut ao ner Nott ſ che ich es ni Kartoffeln ſt. Whih ſie reif ſind. Dies iſt dann der Fall, wenn das Kraut eine uun winn; gelbe Farbe annimmt. Da nun eine Kartoffelart immer fru⸗ Frasſ f her reif wird, wie die andere, ſo muß man fruͤhe und ſpaͤte Sorten zugleich anbauen; dann kann man das Kraut von al⸗ deß pid len nuͤtzen und kann es abſchneiden, ehe es ganz trocken wird. e Haͤtte man aber nur eine Kartoffelſorte, ſo wuͤrde das ten 6 h letzte Kraut voͤllig trocken ſeyn, ehe man es verfuͤttert haͤtte. ier, Dirſi Man wird dann aber auch nicht leicht eine Mißernte an Luſt veri den Kartoffeln erleben, wenn man fruͤhe und ſpaͤte Sorten n, und del hat. In dieſem Falle trift vielleicht die fruͤhe Art bei dem en Karufi Anſetzen der jungen Kartoffeln ſehr trockene Witterung, und ſie geben nicht viel heraus. Um ſo beſſer lohnen dann aber h bauete gn die ſpaͤten, welche zu einer andern Zeit anſetzen und wachſen, eit zwingnin und viel guͤnſtigeres Wetter treffen koͤnnen. hockt wern ſt Selbſt fuͤr das Ausgraben der Kartoffeln ſind fruͤhe und Kohl zu ginn ſpaͤte Sorten gut. Wenn die ſpaͤten vielleicht noch ganz gruͤn achen ſcl-? ſind und am beſten wachſen, ſind die fruͤhen vielleicht ganz reiſen, dirr reif, und man kann ſie ſchon einernten. Denn ſollen ſich die weniger Naſt Kartoffeln recht gut aufheben laſſen, ſo muß man ſie nicht eher ausnehmen, als bis ſie reif ſind. In naſſen Sommern noch nict git gruͤnen die ſpaͤten Kartoffeln bis in den November hinein⸗ Darum muß man halb fruͤhe, halb ſpaͤte auspflanzen. Man waͤhlt zum Aufnehmen der Kartoffeln, wenn es irgend angeht, trocknes Wetter. Nicht nur deswegen, weil die Arbeit dann weit beſſer von ſtatten geht, ſondern weil die ͤt aͤngfli e gung, er d as menn dr 6 tun ij ied ind bnahe aus feuchter Erde genommenen Kartoffeln ſehr unrein ſind und leicht faulen, wenn ſie hoch aufgeſchuͤttet liegen. Man kann ſich zum ſchnellern Aufnehmen ebenfalls der Huͤlfe des Pfluges bedienen. Man faͤhrt das erſte Mal mit dem Pfluge hart an der Reihe hin, doch ſo, daß man in die— ſem erſten Pflugſtreifen keine Kartoffeln umlegt. Zum zweiten Male ſtellt man den Pflug recht tief, und wendet die ganze Reihe herum. Dadurch kommen die Kartoffeln groͤßtentheils zu Tage. Man ſtellt nun Kinder und ſchwache Perſonen an, die ſie aufſammeln. Hat man zu dieſer Arbeit recht trockenes, warmes Wetter getroffen, ſo wird man in einem Tage auf dieſe Art eine große Menge Kartoffeln herausbringen. Das Aufbewahren der Kartoffeln in Gruben iſt ſehr un— ſicher. Bald erfrieren ſie darin, bald verfaulen ſie, oder es zieht ſich bei naſſer Witterung und loſem Sandboden Waſſer in die Gruben. Hat man gute Keller, ſo ſind ſie da am beſten aufgeho— ben. Selten aber wird der Landmann ſo viel Kellerraum ha— ben, daß er darin alle ſeine Kartoffeln bergen koͤnnte. Ich kann aber aus Erfahrung mehrerer Jahre die folgende Art der Aufbewahrung als voͤllig ſicher vor Froſt und Faͤulniß empfehlen. Man ſucht ſich in der Naͤhe ſeines Gehoͤftes einen trok— kenen und erhabenen Platz, am beſten im Garten, jedoch an einer Stelle, wohin man mit dem Wagen kommen kann. Reiner Sandboden darf aber auf dieſer Stelle nicht ſeyn. Am beſten iſt lehmiger Sandboden, oder ſandiger Lehm— boden. Nun uͤberlegt man zuerſt, wie viel man in eine Grube bringen will. Beſſer iſt immer, man legt mehrere Gruben an. Sonſt iſt es gleich. Man kann zehn— zwanzig oder dreißig Wispel in eine Grube auf die zu beſchreibende Art bringen. Es dauert aber nur lange, ehe man ſie voͤllig be— decken kann, und eben ſo iſt es, wenn man ſie hinein ſchafft, Am bequemſten iſt es zwei, drei bis vier Wispel mit einem Male zu vergraben. iic ben wane mudht, de aufo trume aul die Erde! Vertiful pfflhaufn man ringn auf dem ſ derErde en de Winten ma ber mnnten Prette, In nber reine⸗ wüct reu, weilecd er dutgen 8 fef der g ſoß die K häſung n ſtarkem d Vinter! Ferunge Jc den Mer in eben ig von ſähr nrinſ liegen. ꝛchmen äin d t das erſe 1 ˖ſo, daß nn zmlegt. Zun ind wendet din Irofeln gien cwache Percn Arbeit nch in in einm d erausbringin Gruben iſ ſh erfaulen ſi, Sandbode mam beſte an viel Kellrnn bergen könnn hre die ſohn Froſt un Gehöftes iinn Garten, füch, agen konnn ir r Stele ncht der ſenöͤüher man in eine Ge dt mehran r hn— Iwonz, u beſchräbende e man ſe vull n ſe hnänſti Eit nt i Ob ich gleich dieſe Art der Aufbewahrung auch vergra⸗ ben nenne, ſo werden hierbei doch eigentliche Gruben nicht gemacht, ſondern die Kartoffeln werden faſt auf der platten Erde aufgeſchuͤttet. Man ſticht hoͤchſtens die gelockerte Acker⸗ krume auf, damit man einen feſten Grund erhaͤlt und legt die Erde an den Seiten auf. Die beſte Form dieſer kleinen Vertiefungen iſt die laͤnglicht viereckige. Nach dieſer kleinen Vorbereitung ſchuͤttet man die Kar— toffeln hier auf und bringt ſie in ſolche Haufen, die die Form eines Daches haben. Gegen den Froſt verwahrt man ſie mit Stroh, welches man ziemlich ſtark auflegen muß, indem es allein den Froſt abzuhalten im Stande iſt. Nachdem die Kar— toffelhaufen uͤberall gleichmaͤßig mit Stroh belegt ſind, ſticht man ringsumher ſo viel Erde aus, daß ſie einen Fuß hoch auf dem Strohe zu liegen kommt. Durch dieſes Ausſtechen der Erde entſteht um die Haufen ein kleiner Graben, in welchen die Winterfeuchtigkeit den Kartoffeln unſchaͤdlich ſich anſam⸗ meln kann. Die Erde um den Haufen ſchlaͤgt man mit einer ſoge⸗ nannten Flurklatſche, oder mit einem eigends dazu gemachten Brette, dicht und feſt, und der Haufen iſt fertig. Darum iſt aber reiner Sand zu der Verfertigung eines ſolchen Haufens nicht brauchbar, weil er ſich nicht dicht ſchlagen laͤßt, und weil er ablaufen und vom Winde weggewehet wuͤrde, wenn er ausgetrocknet waͤre. Es glaubt vielleicht mancher, dem es erinnerlich iſt, wie tief der Froſt im Jahre 1803 in den Boden gedrungen war, daß die Kartoffeln in ſolchen Haufen, wo ſie nach meiner An— weiſung nur eine ſchwache Bedeckung von Erde erhalten, bei ſtarkem Froſt erfrieren muͤßten. Denn in dem erwaͤhnten Winter war der Froſt uͤber eine Elle tief in die Gruben ein⸗ gedrungen. Ich kann aber jedem Zweifler aus meiner und vieler an⸗ dern Menſchen Erfahrung verſichern, daß die Kartoffeln in den eben beſchriebenen Haufen, wenn ſie nur recht ſorg— faͤltig von unten und von den Seiten mit Stroh verwahrt ſind, den ſtaͤrkſten Froſt aushalten, ohne daß er ihnen ſchadet. Die Urſache iſt dieſe: In die Erde dringt der Froſt ſehr tief ein, und dieſe ſchuͤttt wenig gegen ſtarken Froſt. Aber durch dichtes, trok⸗ kenes Stroh geht er nicht. Iſt alſo nur ſo viel Erde auf die Haufen geworfen, daß das Stroh recht ſehr zuſammengepreßt wird, ſo haͤlt dieſes allen Froſt ab. Ihr werdet mir dies auf mein Wort glauben, wenn Ihr zuruͤckdenkt, wie der Froſt in die gewoͤhnlichen Gruben ein— dringt. Nicht wahr, in den Ecken und an den Seiten der Grube ſind die Kartoffeln gewoͤhnlich erfroren? In der Mit⸗ te, wo die Stroh⸗ und andere Decke lag, da ſind ſie unver— ſehrt. In dem erwaͤhnten Jahre 1803 war der Froſt in man⸗ chen Gruben an den Seiten bis auf den Grund gedrungen, und in der Mitte der Grube waren dann allein unerfrorne Kartoffeln. Iſt das nicht der ſicherſte Beweis, daß die Erde nicht gegen das Eindringen des Froſtes ſichert? Wenn es aber ſonach erwieſen iſt, daß die Kartoffeln in ſolchen Haufen ſicher vor Froſt liegen, ſo wird wohl niemand die uͤbrigen Vortheile verkennen, die dieſe Art der Aufbewah— rung vor der in Gruben hat. Denn Feuchtigkeit und Faͤul⸗ niß trift die Kartoffeln in ſolchen Haufen gar nicht. Es iſt ſogar viel leichter und bequemer, ſie ſo aufzubewahren. Man kann das Ausgraben der Grube ſparen. Sollte auch das Be⸗ decken etwas mehr Arbeit machen, welches ich zugebe, als das gewöhnliche Zuwerfen in Gruben, ſo laſſen ſich die Kartoffeln aus ſolchen Haufen auch viel leichter ausnehmen. Man hat nicht das beſchwerliche Ausleſen und Ausheben aus der tiefen Grube, ſondern kann ſie auf ebener Erde ſo bequem wie in einem Keller einraffen und einſacken. Der einzige Aufwand hierbei iſt das Stroh, welches die⸗ ſe Verbergungsart erfordert. In einer guten Wirthſchaft wird ja aber doch vieles Stroh eingeſtreuet. Und dazu iſt es im⸗ mer noch eben ſo gut brauchbar, wenn man es nachher trock— net, wenn es von den Kartoffeln abgenommen wird. 6 1 Karte git fütte nan ſtr das Rin den teaͤc beſſer e Kei cer ab Eandlod leicht eſe üder den tung der wo 3 g is Gnſ venn man dätt hade. Hu hm tuu. ſcon ni des faruf die duf Wnerhät ſ(chis Hen de Haud fuͤr in Eo Rnaeäeben enaln ſo dlc futteru nan kan⸗ inen G Aber taus he fäden d — daß 25 0 et dn, g. dra e Bis jetzt bauete man nur in ſehr wenigen Gegenden ſo tief en viel Kartoffeln, daß man ſein ſaͤmmtliches Vieh reichlich da⸗ d durch d mit fuͤttern konnte. Man war ſchon ſehr zufrieden, wenn da n man fuͤr Menſchen und zu Schweinefutter genug hatte. An das Rindvieh kamen aber nur wenige. Hoͤchſtens gab man den traͤchtigen Kuͤhen einen Trank von Kartoffeln, damit ſie beſſer eutern ſollten. Kein Futtergewaͤchs iſt aber fuͤr ſolche Gegenden ſo ſi— ſo viel En ehr zuſennng, t glauben, ve fnüchen Gin cher, als dieſes, wo der Boden groͤßtentheils nur lehmiger dan den Ein Sandboden iſt. Keins kann auf dieſem Boden das Heu ſo Grea? N leicht erſeten. Daher beachte man ja ſorgfaͤltig, was ich hier jda ſid ſen uͤber den Anbau der Kartoffeln, und fruͤher uͤber die Einrich— var der Fwſiir tung der Wirthſchaft uͤberhaupt geſagt habe, und fange da, n Grund oa wo es an Futter gebricht, unverzuͤglich den Kartoffelbau an nn allein uif ins Große zu treiben. Dies wird gar nicht ſchwer halten, eweis, daß det wenn man alles genau befolgt, was ich in dieſem Buche ge— chert? lehrt habe. aß die Kartft Hat man es nur erſt dahin gebracht, daß man den Kuͤ— wird wohl ner hen taͤglich vier Metzen Kartoffeln geben kann, ſo wird man Art der Afe ſchon viel mehr Milch von ihnen erhalten, und die Vortheile uchtigkeit whi des Kartoffelbaues immer beſſer einſehen. Will man aber ſo mgar nicht d viel auf ein Rind taͤglich geben, ſo braucht es auf die ganze ßubewahn Winterzeit reichlich zwei Wiſpel. Kann man nebenbei noch Sollte auh u etwas Heu geben, ſo iſt das ſchon ein ſehr gutes Futter. Oh⸗ ich zun tn ne Heu und bei bloßem Stroh, ſind vier Metzen Kartoffeln n ſch di Kuf fuͤr ein ſtarkes Rind nicht hinreichend. nihmen⸗ Im So viele Vortheile man diich aud der Viehzucht bei dem eeben aus de angegebenen Kartoffelfutter an Milch oder Arbeit gegen die b begumm n ehemalige Strohfutterung ziehen wird, ſo ſind ſie doch kaum ſo viel werth, als der kraͤftige fette Miſt, den man von dieſer Etoh, nähr Futterung erhaͤlt. Auf dieſen muß man vorzuͤglich ſehen, und Vithſhit man kann ſchon froh ſeyn, wenn man dieſen beſſern Miſt als üſes ſt c reinen Gewinn vom Kartoffelbaue ſich anrechnen kann. wa 3 Aber welcher vielfaͤltige, andere Gewinn wird fuͤr Euch n e daraus hervor gehen, wenn Ihr Euch mehr auf den Kartof— id nen felbau legt? Ihr könnt Eure Kaͤlber und Euer Jungvieh damit auf⸗ ziehen. Reinliche, geſchnittene Kartoffeln freſſen die Abſetze⸗ kaͤlber bei etwas Heu und feinem Haͤckſel in den erſten ſechs oder acht Wochen ſchon. Koͤnnt Ihr die jungen Thiere zwei oder drei Jahre damit fort fuͤttern, ſo ſollt Ihr an dem Ge— deihen derſelben Eure Freude haben. Die Zugochſen halten ſich bei einer Kartoffelfutterung ſo gut, wie bei Hafer. Sie muͤſſen aber eben ſo viel wie die Kuͤhe erhalten. Bei Heu nemlich taͤglich vier Metzen, und ohne Heu noch mehr, wenn ſie immerfort in recht guten Um⸗ ſtaͤnden bleiben ſollen. Die Schaafe koͤnnen mit Kartoffeln gemaͤſtet, und auch bloße Zuchtſchaafe damit ſo gut wie mit Heu unterhalten werden. Selbſt die Pferde beſinden ſich bei der Kartoffelfutte⸗ rung wohl, und man kann alles Kornfutter durch dieſelbe er⸗ ſparen. Mehr darmuͤber, wie dieſe einzelnen Thierarten mit den Kartoffeln zu fuͤttern ſind, werde ich ſagen, wenn ich von der Viehzucht reden werde. Doch nicht einmal dann muß ein guter Landwirth mit dem Kartoffelbau und Futterbau aufhoͤren, wenn er ſeine ge— woͤhnlichen Haushaltsthiere reichlich erhalten kann. Kann er es nur irgend erzwingen, uͤberfluͤßiges Futter zu bauen, ſo kann er damit Vieh maͤſten. Auch daruͤber wird mehr bei der Viehzucht geſagt werden. Glaubt nicht, lieben Landleute, daß ich etwas Unerhoͤrtes von Euch fordere, wenn ich Euch ſo ſehr zu dem Kartoffelbau rathe. Ihr habt Landsleute, die nicht nur ſo viel Kartoffeln bauen, daß ſie ihr Vieh ordentlich damit erhalten koͤnnen, ſon— dern noch viel mehrere, mit denen ſie Vieh maͤſten. Dies thun unter andern die Bauern im Oderbruche. Mancher ver⸗ dient an ſolchem Maſtvieh jaͤhrlich uͤber 500 Rthlr. 9 nirn n mäſtet mannten mit Ka Fünſthe ihren d legenhei kou der da jühr kauftprei derreſen 9 A ze de rlbe he wie im ſerfli uffela hm ſaͤl — 1„ derſat achrichte late, g. M i all ingoith dant e freſſen d lſte in den efß ſtt ungen Thieni Ihr an dnh Lartoffefuttem ben ſo viel wi Hvier Mezi, in recht gutn gemäͤſtet, und a it Heu unteh jder Karbfif er durgh diſihe Thierartn vit d ,, wenn ih w uter Landwith! wenn er ſein kann. Amn zsutter zu balt ber wird mit Hetat Unerh ith udem Karvffi hakim ümmn— Vih nälen, 2 uche. Mut wo Itle 27 In den Doͤrfern Alt⸗Medewitz, Alt⸗Wrietzen 1¹) und andern werden jaͤhrlich viele hundert Ochſen mit Kartoffeln gemaͤſtet. Mehrere von den fleißigen Einwohnern der ge— nannten Doͤrfer haben mir ſelbſt geſtanden, daß ſie von dem mit Kartoffeln beſtellten Acker, ob er gleich hoͤchſtens Ein Fuͤnftheil des Ganzen betraͤgt, faſt ſo viel einnehmen wie von ihren uͤbrigen Laͤndereien. Sehr merkwuͤrdig iſt, daß die Ge— legenheit zum Abſatz der Kartoffeln ſich mehrt, ſo wie der An— bau derſelben zunimmt. Viele Kahnladungen Kartoffeln wer⸗ den jaͤhrlich aus dem Oderbruche ausgefuͤhrt und der Ver— kaufspreis derſelben war im letzten Winter voͤllig den Getrei— depreiſen angemeſſen. Von den Kohlruͤben(Wrucken, Steckruͤben). Nach den Kartoffeln ſind wohl von den Gewaͤchſen, wel— che die Hacke zu ihrem Gedeihen beduͤrfen, fuͤr uns die Kohl— ruͤben die wichtigſten. Auch ſie gedeihen in ſolchem Boden vorzuͤglich, der den Kartoffeln der liebſte iſt, im lockern, tiefen Lehmboden. Je— doch wachſen ſie bei maͤßig feuchter Witterung noch im leh— migen Sandboden zu ſehr anſehnlicher Groͤße. In ſehr ſtrengem Thonboden ſind ſie faſt ſo unſicher, wie im Sandboden. Man muß den erſtern dann eben ſo ſorgfaͤltig bearbeiten und ſo ſtark duͤngen, wie ich bei den Kar— toffeln gelehrt habe, wenn die Kohlruͤben auf ihm gut gedei— hen ſollen. 1) Ich führe die genannten Dörfer nur deshalb an, weil ich zufänig in denſelben perſonlich den Maſtungsbetrieb mit angeſehen habe und die Nachrichten, die ich hier davon gebe, an Ort und Stelle ſelbſt eingezogen habe. Was in den hier genannten Dörfern des Oderbruchs geſchieht, iſt faſt in allen andern auzutreffen, Man muß die Kohlruͤbenpflanzen im Garten ziehen. Dies iſt nicht ſo ſchwierig, als das Erziehen der Kohlpflanzen. Der Kohlruͤbenſaamen wird in der Mitte Aprils, auch wohl erſt gegen das Ende des Monats, in gut gegrabenes Gartenland ausgeſaͤet, weil die Erfahrung lehrt, daß die ſpaͤt gepflanzten Kohlruͤben ſicherer gerathen, als die fruͤher ausge— ſetzten. Erſtere werden auch außerdem noch feiner und wohl— ſchmeckender. Haͤtte man den Pflanzenſaamen erſt gegen Ende Aprils ausgeſaͤet, ſo wuͤrden die Pflanzen gegen Johannis groß ge⸗ nug zum Verpflanzen ſeyn. Man thut aber wohl, eine Pflan⸗ zenſaat ſchon in der Mitte Aprils vorzunehmen, weil man nicht wiſſen kann, welche Zufaͤlle die ſpaͤte Saat treffen koͤnnten. Dieſen Saamen noch fruͤher auszuſaͤen, kann ich darum nicht anrathen, weil die fruͤhen Kohlruͤbenpflanzen leicht ſtoo— ckerig oder holzig werden, von denen man nie ſchoͤne Kohl— ruͤben erhaͤlt. Indeß die Pflanzen heran wachſen, muß man das Land vorbereiten, wohin ſie gepflanzt werden ſollen. Hat man Zeit, daſſelbe ſchon im Herbſte zum erſten Male zu pfluͤgen, ſo iſt es gewiß ſehr rathſam. Doch iſt es nicht ſchlechterdings noth⸗ wendig. Bei ſandigem Lehmboden oder eigentlichem Lehmbo⸗ den, der aber recht mit Modererde vermengt iſt(welche Bo— denarten ganz vorzuͤglich fuͤr Kohlruͤben paſſen), hat man bis zu Johannis im Fruͤhjahre Zeit genug, um das Land gehoͤrig muͤrbe und klar zu machen. In einer Wirthſchaft, wo man den Kartoffelbau mit Nachdruck treibt, wird man im zeitigen Fruͤhjahre ſelten ſo viel Miſt vorraͤthig haben, daß man ihn auch zu Kohlruͤben mit der erſten Furche unterackern kann. Wer es kann, wird ſich wohl dabei befinden. Wer ihn aber nicht hat, erlangt nach der Beſtellung des Sommergetreides Zeit genug, um dann den Miſt zu Kohlruͤben auszufahren. Man muß den Miſt zu Kohlruͤben eben ſo reichlich, wie zu Kartoffeln geben, wenn ſie recht gut wachſen ſollen. Man ſtnat t ar Pf erinner ſolchen Weſſe roher? wan ih da zung, m Es muß ſeyn, ſon nzerriſ de die„ W ſo baje in oen kann, ſia Ge ſdnigerm WA ſran Donn ffügen u R vuhyſc man riß n ſe ſ Ein beei d den komg lnd rina um ſine irinpm ſit m Gon ſ. n der Keßfine Mitte Apnt 1 in gut iglg lehrt, daß w ls die früher u ch feiner und tzegen Ende Iohannis gii deer wohl, einegſ nehmen, weil ſraͤte Saat ii n, kann ich d pflanzen lait an nie ſchine muß man dut! len. Hat man 4 6 ezu pflägen, ſchechterdings genllihem br engt iſt(welche ſſen) hat mm. m das Land 9 Furbfelbou! Frühfähre ſelten uch u Kühti Wer eE konn, n rich bo etg. s Zet genug, n b ricih iim un J9 29 faͤhrt ihn gewoͤhnlich auf das zum Pflanzen fertige Land, ſtreuet ihn recht gleichmaͤßig und pfluͤgt ihn unter, wenn man zur Pflanzung ſelbſt pfluͤgt. Es verſteht ſich wohl ohne neue Erinnerung, daß man nur immer wohl verrotteten Miſt zu ſolchen Gewaͤchſen nehme, der auf die von mir beſchriebene Weiſe auf dem Miſthofe behandelt worden iſt. Strohiger, roher Miſt wuͤrde wenig fuͤr das erſte Gewaͤchs nuͤtzen, wenn man ihn nur mit der Saat zugleich in die Erde braͤchte. Das Land zu Kohlruͤben, ſo wie zu jeder aͤhnlichen Pflan— zung, muß weit beſſer wie zu Kartoffeln zugerichtet werden. Es muß nicht nur eben ſo tief wie zu Kartoffeln gepfluͤgt ſeyn, ſondern es muß frei von allen Erdkloͤßen, Schollen oder unzerriſſenen Furchen ſeyn, weil ſich nur in ganz klarem Lan— de die Pflanzen ordentlich anbringen laſſen. Nahet die Zeit des Pflanzens heran, ſo muß man ſich ſo dazu in Bereitſchaft halten, daß man ſogleich damit anfan— gen kann, wenn guͤnſtige Witterung eintritt. Ein jeder maͤ⸗ ßige Gewitterregen muß wahrgenommen werden, der das Land einigermaßen anfeuchtet. Waͤre man nicht zu dieſer Arbeit ſogleich bereit; wollte man dann erſt anfangen, Miſt zu fahren, oder das Land zu pfluͤgen und zu eggen, wenn es ſich zu Regen anlaͤßt, ſo wuͤr— de wahrſcheinlich der guͤnſtige Augenblick verſchwinden, und man muͤßte ſeine Pflanzen in ausgetrocknetes Erdreich ſetzen, wo ſie ſehr ſchlecht anwachſen wuͤrden. Ein beſorgter Landwirth macht ſich daher in Zeiten ſo bereit, daß er ſeine Pflanzung anſangen kann, ſo wie ein Re— gen kommt. Er laͤßt dann alle andere Arbeit ſo lange ruhen und nimmt ſo viel Menſchen an, als er nur auftreiben kann, um ſeine Pflanzen in die feuchte Erde zu gleicher Zeit zu bringen. Um Johannis iſt die beſte Zeit, die Kohlruͤben auszu— pflanzen. Ich weiß wohl, daß bei ſehr trockener Witterung noch vierzehn Tage nach Johannis gewartet werden mußte, ehe man zur Pflanzung kommen konnte, und daß dennoch die Kohlruͤben ſehr groß wurden. Ja, recht fleißige Landleute pflanzen Kohlruͤben nach Fruͤhlein eder Fruͤhgerſte, und erhal— ten immer noch ſehr gute Kohlruͤben. Zu einer ſo ſpaͤten Verpflanzung ſaͤtt man den Pflanzenſaamen erſt im Mai aus. Solche ſpaͤt gepflanzte Kohlruͤben ſtehen zwar den Braach— ruͤben an Groͤße nach, ſie werden aber weit zaͤrter und feiner, und ſind daher vorzuͤglich zum Kochen zu gebrauchen. Das Verpflanzen der Kohlruͤben ſelbſt geſchieht auf fol⸗ gende Weiſe: Man zieht die Kohlruͤbenpflanzen aus, und, da ſie ge⸗ woͤhnlich ſehr große Blaͤtter treiben, ſo ſchneidet man dieſe et— was ab. Um die Wurzeln beſſer vor dem Austrocknen zu ſchuͤtzen, verfertigt man einen Brei, in welchen man ſie tunkt, ehe man ſie in die Koͤrbe legt. Zu dieſem Brei nimmt man Miſtjauche und wirft ſo viel zuſammengekehrten Gaſſenkoth, feinen Lehm und kurzen Miſt hinein, bis ein ziemlich dicker Brei entſteht, der ſich an die Wurzeln anlegt und ihr An— wachſen befoͤrdert. So packt man die Pflanzen in Koͤrbe, oder, waͤren es ſehr viele, auf einen Wagen, und ſchaft ſie, wohl zugedeckt, auf den Acker. Hier legt man ſie auf die ganze Laͤnge des Stuͤcks, welches bepflanzt werden ſoll, auseinander, damit ein jeder Pflanzer ſie zur Hand habe, und ſchreitet nun zur Pflanzung ſelbſt. Einer pfluͤgt das Land, die uͤbrigen bepflanzen immer ſo viel, als der pfluͤgt, damit die Pflanzen ſogleich an die feuchte Erde angedruͤckt werden. Man ſetzt die Pflanzen auf die Mitte der Pflugfurchen, wodurch ſie in regelmaͤßige Reihen zu ſtehen kommen. Wer— den nur kleine, ſchmale Furchen gehalten, welches beſſer iſt, ſo bepflanzt man immer die dritte Furche, ſonſt eine um die andere. Die Kohlruͤbenpflanzen ſelbſt werden nicht, wie die Kohl— und Runkelruͤbenpflanzen, gerade, ſondern ſchraͤge in die Erde geſteckt. Die Kohlruͤben lieben dieſe Lage. Die langen Wurzelenden reißt man ein wenig ab, wenn man ſie nicht ordentlich mit einſetzen kann. 1 Vl rethei pferder widd. E beit ſe liß, zu eiher berricte lich auf zl an, verrichte di onßen. fiſc au dachſen, Vd am 6b ch ge Halchen rieziher ſt An,j ſer d die pſar Ken Vetr dogender da E dung de hot di den, wen wetiih! inmen, e hgeri, u Axaſt mn Zn einer lſbät en erſt in Uian en zwar dedea eit zaͤrter unſee debrauch. it gechäta us, und, da ſt meidet wan di dem Austroten ſchen man ſe u n Brei ninwtn ekehrten Gaſſet s ein ziemlch anlegt und it nbe, oder, win ſie, wohl zunn die gonze Lang einander, damt ſchreitet uun eeflanzen inm glich an die f der Pflugfun n fommen. Ö weches beſſ , ſonſt eine un nicht wiede en ſchräge n Gpe. Dele dam nnnſeſ 31¹ Fuͤnf bis ſechs Menſchen bepflanzen auf dieſe Art, wenn die Pflanzen einmal gezogen ſind und auf dem ganzen Stuͤcke vertheilt liegen, beinahe ſo viel, als einer mit zwei raſchen Pferden pfluͤgt, wenn nur immer die dritte Furche bepflanzt wird. Sie muͤſſen freilich ſehr fleißig ſeyn. Sonſt iſt die Ar— beit ſo leicht, daß ich oft zwoͤlfjaͤhrige Kinder mit pflanzen ließ. Es gehoͤrt einige Uebung dazu. Hat man ſich dieſe erſt zu eigen gemacht, ſo kann man auch bei dieſer Arbeit ſehr viel verrichten und ſie doch gut machen. Es kommt hier vorzuͤg— lich auf ein gutes Feſtdruͤcken der feuchten Erde an die Wur— zel an, welches geuͤbte Pflanzer mit einem einzigen Drucke verrichten. Dieſe Art, gleich nach dem Pfluge zu pflanzen, hat den großen Vorzug, daß die Pflanzen unmittelbar in die feuchte, friſch aufgepfluͤgte Erde kommen, in welcher ſie viel leichter an— wachſen, als wenn das Land erſt einige Stunden gelegen hat und ausgetrocknet iſt. Sonſt pfluͤgt man nemlich das Land hintereinander fer— tig, egget es auch wohl, und bezeichnet darauf die Reihen, in welchen die Pflanzen zu ſtehen kommen ſollen, mit einem Li— nienzieher(faule Grete, Knollenharke). Ich halte aber die er— ſte Art, gleich auf die friſche Pflugfurche zu pflanzen, fuͤr beſ ſer. Es geht raſcher, weil eine Arbeit die andere treibt, und die Pflanzen wachſen leichter an. Kommt bald nach dem Pflanzen etwas truͤbes, feuchtes Wetter, ſo werden die meiſten Pflanzen angehen. Bei nach— folgender Duͤrre vertrocknen immer einige Pflanzen. Um an deren Stelle andere nachzupflanzen, muß man die Pflan⸗ zung durchgehen, ſo wie ein Regen das Land feucht gemacht hat. Dies Nachpflanzen muß ja nicht lange verſchoben wer⸗ den, wenn es nuͤtzen ſoll. Sind die erſten Pflanzen ſchon or— dentlich herangewachſen, ſo laſſen ſie die Spaͤtlinge nicht auf— kommen, ſondern unterdruͤcken ſie. Man huͤte ſich vor dem zu dichten Pflanzen, wenn man gute Gewaͤchſe der Art ziehen will. Das Sprichwort: wer viel ſaͤet oder pflanzet, kann viel ernten, iſt nur halb wahr. Kartoffeln, alle Ruͤbengewaͤchſe, auch Kohl, gedeihen nicht, wenn ſie zu dicht ſtehen. Beſſer iſt immer, ſie werden etwas zu weit von einander gepflanzt. Es laͤßt ſich nicht eine be— ſtimmte Entfernung angeben, weil es auf die Guͤte des Bo— dens und auf die ſtaͤrkere oder ſchwaͤchere Duͤngung dabei an— kommt. Je beſſer der Boden von Natur iſt, und je ſtaͤrker man ihn geduͤngt hat, deſto weitlaͤuftiger muß man ihn be— pflanzen. Daher koͤnnen die Reihen auf reichem Boden eine gute Elle auseinander ſeyn. Auf den Reihen ſelbſt aber koͤnnen die Pflanzen dann Dreiviertelelle weit von einander zu ſtehen kommen. Kommt nur irgend gluͤckliche Witterung und das Land wurde gehoͤrig beſtellt, ſo waͤchſt bei einer ſolchen Ent— fernung das ganze Land zu, ſo daß man zu gewiſſen Zeiten, wenn die Blaͤtter noch aufrecht ſtehen, kaum hinein gehen kann. Sind die Pflanzen angewachſen, und der Hederich faͤngt an auszugruͤnen, ſo eile man mit dem Behacken. Hier iſt die Handhacke wohl beſſer als die Pferdehacke, zumal wo das Land noch vielen Hederichsſaamen in ſich ſchließt. Dies erſte Behacken iſt, wie bei den Kartoffeln, ſehr wichtig. Wenn die Witterung trocken iſt, ſo muß man es behutſam verrichten, damit man die Pflanzenwurzeln nicht losreiße. Man warte aber ja nicht bei trockener Witterung mit dem Behacken, bis es regnet, aus Furcht, man moͤchte das Land zu trocken machen. Ich kann aus Erfahrung verſichern, daß behackte Pflanzen bei der groͤßten Duͤrre doch beſſer wach⸗ ſen, als unbehackte. Nach dem erſten Behacken laͤßt man bald das zweite fol— gen, weil um dieſe Jahreszeit das Wachsthum der Gewaͤchſe ſehr ſchnell vor ſich geht. Eigentliches Behaͤufen der Kohlruͤ⸗ ben iſt nicht nothwendig, ob es gleich beſſer iſt, bei dem leh⸗ ten Behacken die Erde etwas an die Pflanzen anzuziehen. Ge⸗ * V b öm iltt un das ſt bezahl Mt Bewandnit krauts. an den feertender durch ein 8 cher dich! daß ſie ſolag Ei he ſed die Lo ze Pflon,l n te wie uze ſe eimul pr beon din. d ledenmn cen beut ale A wxgam tef hinein 1 Nüiuten werden, g. dar derſelben 89 Sie ſin nehmes 6 nin, wel nuj aher I flanze, dann 5 Sprihn, 1 ohl, gheh g er, ſie weidn n ſich nich in f die Güte de Düngung dei iſt, und je 6 r muß man ſh em Boden inn, ſelbſt aber ii einander zu Witterung un ei einer ſolche zu gewiſſn g kaum hinen! der Hederih hacken. Hie cke, zumal we! chließt. Die! wichtig. Ven behutſam ba eiße. ener Witterung t man müͤche rfahrung berſic re doch beſſern bald das mwehe tzum de Geni tuuin dr K9 ſ iſ hei 6 fiujm aii Gewoͤhnlich wird ein zweimaliges Behacken hinreichen; nur wenn das Land verqueckt iſt, wird ſich ein drittes ſehr reich— lich bezahlen. Mit dem Abblatten der Kohlruͤben hat es eine gleiche Bewandniß, wie mit dem fruͤhen Abſchneiden des Kartoffel— krauts. Nimmt man ihnen die Blaͤtter zu fruͤh, ſo buͤßt man an den Ruͤben ein. Wohl kann man aber die gelblichen, ab— ſterbenden Blaͤtter von Zeit zu Zeit abnehmen, und ſich da— durch ein gutes Futter verſchaffen. Man breche die Blaͤtter aber dicht an der Ruͤbe ab, und laſſe den Maͤgden nicht zu, daß ſie ſolche halb durchreißen. Ein Hauptuͤbel des Kohlruͤbenbaues, wie des Kohlbaues, ſind die Raupen. Nehmen dieſe uͤberhand, ſo freſſen ſie gan— ze Pflanzungen kahl. Die Kohlruͤben erholen ſich zwar leich— ter, wie der Kohl, ſie erreichen doch aber nie die Groͤße, wenn ſie einmal abgefreſſen wurden, als ſie ſonſt erhalten haͤtten. Gegen dieſe Feinde kann ich Euch kein ſicheres Mittel ange⸗ ben, lieben Freunde! Laſſet Euch auch niemals verleiten, ſol— chen Leuten Glauben beizumeſſen, die Euch ein geheimes Mit⸗ tel dagegen lehren wollen. Wenn Euer Kohlruͤbenland entfernt von andern Pflan⸗ zungen der Art liegt, ſo koͤnnt Ihr Euch vielleicht dadurch helfen, daß Ihr durch Eure Kinder die Raupen ableſen laſſet, ehe ſie ſich ausbreiten. Ich weiß, daß viele ſich dadurch ge⸗ holfen haben. Das Ausnehmen der Kohlruͤben iſt ſehr leicht. Sie ha⸗ ben die Neigung, mehr aus der Erde heraus zu wachſen, als tief hinein. Sie ſtehen daher nicht ſehr feſt, und koͤnnen mit Miſtforken oder andern Werkzeugen ſehr leicht ausgehoben werden. Wenn ſie gerathen, geben ſie einen ſehr großen Er⸗ trag. Der Menge nach mehr wie Kartoffeln, von einer und derſelben Flaͤche Landes. Sie ſind zwar mehreren unſerer Hausthiere ein ſehr an— genehmes Futter, jedoch vorzuͤglich dem Rindviehe ſehr ange— nehm, welches ſie faſt lieber als Kartoffeln frißt. Man muß aber etwas mehr von ihnen fuͤttern, wenn ſie eben ſo II. 1 3 4 34 viel als Kartoffeln ausrichten ſollen. Mit ſechs Metzen Kohl⸗ ruͤben fuͤttert man nicht beſſer, als mit vier Metzen Kartof⸗ feln, zumal wenn dieſe von einer mehlreichen, guten Art ſind. Die Kohlruͤben laſſen ſich nicht ſo lange aufbewahren, als die Kartoffeln, wenigſtens nicht, wenn ſie hoch uͤber ein— ander liegen. Bis Weihnachten halten ſie ſich wohl, nachher aber fangen ſie an zu ſtocken oder zu faulen. Sie halten ſich noch am beſten, wenn man ſie mit Sand vermengt im Kel— ler aufſchuͤttet. Dies iſt freilich dann nicht moͤglich, wenn man ſie in großer Menge und zum Viehfutter anbauet. Mit denen, die man zum Verſpeiſen aufheben will, kann man es aber ſo machen. Auch im Freien halten ſie ſich, wenn man ſie im trock— nen Gartenboden einſchlaͤgt. Dies macht man auf dieſe Art: Man wirft einen Graben aus, der nur wenig tiefer zu ſeyn braucht, als die Vertiefung iſt, welche man beim guten Um— graben des Landes vor ſich hat. In dieſe Vertiefung ſetzt man nun zwei Reihen Kohlruͤben uͤber einander hin. Jetzt wirft man ſie mit Erde zu, und erhaͤlt dadurch einen neuen Graben, in welchen man auf eben die Art wieder zwei Rei— hen Kohlruͤben einſetzt, wie das erſte Mal. Dies ſetzt man ſo lange fort, als man will und Kohlruͤben da ſind. Auf dieſe Art halten ſich die Kohlruͤben bis in den Fruͤh⸗ ling voͤllig friſch. Sie frieren zwar; da ſie aber mit Erde von allen Seiten bedeckt ſind, ſo thauen ſie in derſelben nur allmaͤhlig auf, und erleiden durch den Froſt gar keine Veraͤn— derung. Es iſt bekannt, daß dieſe Ruͤbe vor allen Gewaͤchſen der Art am wenigſten empfindlich gegen den Froſt iſt. Die Kohlruͤben, die man zum Saamenziehen brauchen will, hebt man in einem guten Keller oder in einem gewoͤhn⸗ lichen Erdkeller auf, wo man ſie einzeln in friſchen Sand legt. Sind die Froͤſte voruͤber, ſo ſetzt man ſie auf gutes ſon— nenreiches Gartenland, und nimmt den Saamen vor Voͤgeln in Acht, der uͤbrigens leicht zu erziehen iſt. 0 So die nd Hülſit wie im ſtr von Geiſ mehr flem der weis Diſeſ b ſie glein erreicht. Die n frih geſähr und gebena. ſch uher n Witingema Tad vſſanne Va in F Denng Landis H- 1 ruacgema Na lhudta tm dnite Alda. N A fer onhefen, koſe wen. de ſaet ma ſalle wan. nict ire Var! lr noch ij iü denſebben n. magere Me mit d dhein ſhon V 1 ſchs Ain vier Nzn in hen, guin un lange guſbnen n ſe ſet in. e ſich wohl ne len. Sie haln d vermengt m nicht mögli, n futter anbautt will, kann nn in man ſee in man auf dieſ! wenig tiefer u an beim gutn leſe Vertiefun inander hin dadurch einen wieder zwil al. Dies ſehtn da ſind. nbis in den ſie aber mit te in derſeben! t gar keine N or allen Gewit n Froſt ſſ. menzichen brol jin einem 9 in ftiſche 5 i ſe euf gut 1 aamen bör Ni 35 Von den weißen Nuͤben(Waſſerruͤben). So gut wie die ſandigen Bodenarten unter den Halm— und Huͤlſenfruͤchten einige haben, die auf ihnen beſſer gedeihen, wie im ſtrengen Thonboden, ſo giebt es auch unter dieſer Klaſſe von Gewaͤchſen, von welcher jetzt die Rede iſt, ſolche, die ſich mehr fuͤr lockern Boden ſchicken. Dies iſt gleich der Fall mit der weißen Ruͤbe. Dieſe waͤchſt noch auf dem eigentlichen Sandboden gut, ob ſie gleich ihre volle Groͤße nur auf lehmigem Sandboden erreicht. Die weißen Ruͤben verlangen eine ſpaͤte Beſtellung. Die fruͤh geſaͤtten werden in der Regel von Wuͤrmern angefreſſen, und geben ſelten einen hohen Ertrag. Dieſe Ruͤben ſchicken ſich daher als zweite Frucht auf ſolchem Lande, wo man ein Wickengemenge fruͤh geſaͤet, und dieſes gruͤn verfuͤttert hat. Noch beſſer gerathen ſie aber im reinen Braachlande, welches man im Fruͤhjahre mehrere Male gut bearbeitet und geduͤngt hat. Denn eine gute Bearbeitung und Duͤngung des Landes verlangen die weißen Ruͤben ſo gut, wie die andern Braachgewaͤchſe, wenn ſie einen guten Ertrag geben ſollen. Man glaubt zwar an manchen Orten, dieſe Ruͤben brauch⸗ ten weniger Duͤngung. Man erntet aber auch dort nie gute Ruͤben. Die Bearbeitung des Landes zu weißen Ruͤben kann ſpaͤ⸗ ter angefangen werden, wie zu den andern Gewaͤchſen dieſer Klaſſe, wenn man mehrere zugleich bauet. Die weißen Ruͤ⸗ ben ſaͤet man am liebſten erſt im July. Bis den 15. July ſollte man aber damit fertig ſeyn, weil die ſpaͤter geſaͤeten doch nicht ihre volle Groͤße erlangen, noch weniger Feſtigkeit. War das Land, welches man zu den Ruͤben nimmt, vor⸗ her noch in einiger Kraft, ſo kann man guten kurzen Miſt zu denſelben erſt mit der letzten Furche unterpfluͤgen. Bei ganz magerem Lande ziehe ich es aber vor, den Miſt einige Male mit dem Lande zu pfluͤgen und zu eggen, damit er ſich darin ſchon gehoͤrig vertheilt habe, wenn der Saamen hinein 36 kommt. Die zarten Ruͤbenpflaͤnzchen werden dann um ſo leichter den Erdfloͤhen entwachſen koͤnnen, die ihnen ſehr ſchaͤd⸗ lich werden. Da man den feinen Saamen ſogleich auf das Land ſaͤet, und die Pflanzen nicht erſt, wie bei den andern Ruͤbenarten, auf Gartenbeeten erzieht, ſo iſt darum eine feine Bearbeitung und Zerkruͤmelung um ſo nothwendiger. Treibt man den Ruͤbenbau ins Große, und will mit Ge— wißheit einen Theil ſeines Winterfutters daher nehmen, ſo muß man eine doppelte Ausſaat machen, die erſte etwa den 4. July, die andere den 14. oder 16. July. Wenn man das Land vorher durch zwei⸗ oder dreimaliges Pfluͤgen ſchon ziemlich gut zu den weißen Ruͤben vorbereitet hat, ſo wird zur Saat mit recht ſchmalen Furchen gepfluͤgt, die nachher einfach mit der Egge uͤberzogen werden, ehe man den Saamen einſaͤet, damit er nicht ſo tief mit Erde bedeckt werde. Nach dem Ausſaͤen des Saamens zieht man auch nur einmal mit den Eggen uͤber, weil das viele Eggen bei der Saat den Ruͤben nicht zutraͤglich iſt. Damit die Ruͤben bald und zugleich aufgehen, muß man das Land gar nicht austrocknen laſſen. Dies wird am beſten verhuͤtet, wenn recht fruͤh gepfluͤgt wird, und ehe man vom Felde weg— zieht, auch jeden Tag ſo viel beſaͤet und einegget, als man ge⸗ pfluͤgt hat. Da die Hitze in dieſer Jahreszeit am ſtaͤrkſten zu ſeyn pflegt, ſo muß man mit dieſer Arbeit fruͤh um ſieben Uhr jeden Tag ſchon fertig ſeyn, welches ſich auch recht wohl möglich machen laͤßt, da es fruͤh um zwei Uhr ſchon Tag ge⸗ nug iſt, um pfluͤgen zu koͤnnen. Es iſt unglaublich, welchen wohlthaͤtigen Einfluß es auf das ebenmaͤßige Aufgehen des Saamens hat, wenn mon alle Arbeiten bei der Ausſaat im Morgenthau verrichtet. Das Ausſaͤen des Ruͤbenſaamens iſt eine große Kunſt. Er darf nicht zu dicht kommen, ſonſt wird nichts aus den Ruͤben. Leere Stellen duͤrfen aber noch weniger bleiben, weil dann das Land ohne Nutzen eine ſo koſtbare Beſtellung erhal⸗ ten haͤtte. Ein gutes Huͤlfsmittel zur beſſern Vertheilung des Surns In Ganſts Iuß ſch meſſen, v dollig hin Odoſ thig hab der on oin wel ſer, ab dc bald nade diſio weuiſ Diend Thierkgſs Feipbehe tüben und. Gah Vnzted friſin an hn an, 11 dupfügen a de di Anr ds dß mog N ganden eine ziem 1 Ende Jule 8 ſa un de wo wan d ſcch allga, heuchigke Nüct und b Haen ſe den Erd haxrze 9 erden dnn m ie ihnn ſitt auf das lme andern Ren, e feine Beuti e, und wil wit daher nehmn, die erſte eiwy ei- oder dremh Ruͤben vore Furchen zuf werden, thein ef mit Erde s zieht mm viele Eggen bi hen, muß mn! am beſten tett n vom Felde egget, als un- it am ſaͤrkſin t frh un ſi c auch raht m ijr ſchon dg! guutlch wach ie Aufsthen d dider Auſen iine goße 4i d nihs us niger bleiben,3 Blſälun ie mrnhaun i 37 Saamens iſt, daß man ſich den Saamen mit trockenem fei⸗ nen Sande vermenge, damit man ſtaͤrker greifen kann. Man muß ſich aber vorher den Saamen genau zu dem Lande ab— meſſen, welches man beſaͤen will. Zwei Pfund Saamen ſind voͤllig hinreichend auf den Morgen, ja faſt noch zu viel. Obgleich die Ruͤben zu ihrem Gedeihen Feuchtigkeit no— thig haben, ſo iſt es ihnen doch ſehr ſchaͤdlich, wenn bald nach der Ausſaat ein Platzregen das Land dicht ſchlaͤgt. Diejeni— gen, welche in feuchtes Land geſaͤet werden, gedeihen weit beſ— ſer, als die, welche in trockenes Erdreich eingeegget wurden und bald nachher Regen erhielten. Je ſandiger der Boden iſt, deſto weniger ſchadet indeſſen ein Regen nach der Saat. Die weißen Ruͤben haben auch unter der zahlreichen Thierklaſſe, die wir mit dem Namen Inſekten bezeichnen, ih— re Feinde, jedoch ſind ſie verſchieden von denen, die die Kohl— ruͤben und den Kohl verheeren. Gleich nach dem Aufgehen drohen den jungen Ruͤben— pflaͤnzchen die Erdfloͤhe, die nicht ſelten ganze Felder rein ab— freſſen. Darum rieth ich oben eine doppelte Ausſaat der Ruͤ⸗ ben an, damit man noch Zeit hat, das abgefreſſene Land um— zupfluͤgen und aufs Neue zu beſaͤen. Es iſt beſſer, man we— det die Arbeit und den wenigen Saamen noch einmal an, als daß man das Land halb ungenuͤtzt liegen klaͤßet. Mittlerweile kann ſich das den Erdfloͤhen guͤnſtige Wetter geaͤndert haben, und man kann bei guͤnſtiger Witterung noch eine ziemlich gute Ruͤbenernte machen, wenn man auch erſt Ende July oder Anfangs Auguſt geſaͤet haͤtte. Es ſoll ein gutes Mittel gegen die Erdfloͤhe ſeyn, wenn man die jungen Ruͤben des Nachts walzt. In den Gegenden wo man die Ruͤben in großer Menge anbauet, bedient man ſich allgemein dieſes Mittels. Durch das Walzen bei der Feuchtigkeit der Nacht, werden die Erdfloͤhe in die Erde ge— druͤckt und kommen zum Theil um. Haben die Ruͤben nur erſt vier Blaͤtter, ſo entwachſen ſie den Erdfloͤhen bald. Spaͤter werden ſie aber zuweilen von ſchwarzen Raupen befallen, die unter dem Namen der Pfeifer 38 bekannt ſind, und ebenfalls ganze Felder kahl freſſen. Sie ſind indeſſen ſeltener, wie die Kohlraupen. In unſern Gegenden uͤberlaͤßt man die weißen Ruͤben nach der Beſtellung ihrem Schickſal, und kuͤmmert ſich nicht weiter um ſie. Wenn man glaubt, daß ſie halbwege erwach— ſen ſind, ſo faͤngt man an, ſie auszuziehen. Nicht alſo iſt es in den Laͤndern, wo man die Ruͤben beſſer achtet. Dort wuͤr⸗ de man denjenigen ſo gut fuͤr einen erzliederlichen Wirth er— klaͤren, der ſeine Ruͤben unbehackt ſtehen ließe, als wir es bei uns mit einem ſolchen machen, der ſeine Kartoffeln oder Kohl— ruͤben im Unkraute umkommen laͤßt. Das Behacken der weißen Ruͤben, wenn ſie zeitig geſaͤet ſind, iſt hoͤchſt ndͤthig. Geſchieht es nicht, ſo findet ſich auf dem gut geduͤngten Ruͤbenlande bei feuchter Witterung eine Menge Gras und Unkraut ein, in welchem die Ruͤben, wie man ſagt, vergruſen. Dann wird man nicht allein ganz ſchlechte Ruͤben ernten, ſondern das Land verwildert obenein noch ſo, daß auch die nachfolgenden Fruͤchte ſchlecht darauf wachſen. Erfolgte aber auch eine ſolche Verwilderung nicht, indem trockne Witterung das Aufkommen des Unkrautes verhindert, ſo kann man ohne das Behacken, den Ruͤben denjenigen Platz nicht verſchaffen, den ſie zur Erreichung einiger Groͤße noͤthig haben. Denn ſelbſt der geſchickteſte Saͤemann kann den Saa— men nicht ſo vertheilen, daß nicht an einzelnen Stellen die Ruͤben zu dicht zu ftehen kommen ſollten. Das Behacken und Verduͤnnen der dicht ſtehenden Ruͤ— ben iſt hier ſo nothwendig, wie bei den Kohlruͤben. Man muß alle diejenigen Pflanzen ohne Schonung weghauen, die nicht Platz genug haben, wodurch man macht, daß alle Ruͤben in gehoͤriger Entfernung von einander zu ſtehen kommen, und eine anſehnliche Groͤße erreichen können. Das Land erhaͤlt dann eine eben ſo gute Bearbeitung, wie bei dem Kohlruͤben— bau und wird dieſe ſorgfaͤltige Behandlung durch die nachfol⸗ genden guten Getreideernten reichlich bezahlen. Das Behacken ſelbſt iſt nicht ſchwierig. Am beſten wird 6-m, n vnn 1 die ull Kan hacen ſe man nit Hauſe. du n. anjehen 3 verrichet e fir nancl wie manad dere abeth dadurch ſo jtgt begi Unſen neigt. m danon der ſolle g filh um Laglthann ſe dit on Nu ſt Andan de iann, der wan zuen the verricz fir Areig nit d. jede Arde ihnen ſenn eine Vai Dies machen, n, ſer ale A tae die 3 39 t m 6 es mit zweizinkigen Hacken verrichtet. Die beſte Zeit dazu iſt de nß dann, wenn die Pflanzen ſo groß ſind, wie Kohlruͤbenpflan⸗ 0 zen, die man auspflanzt. —* Kann man es erzwingen, ſo kann ſogar ein zweites Be⸗ eöhabnig me hacken ſehr nuͤtzlich werden. Die ausgehackten Ruͤben wirft . Rit eii man nicht weg, ſondern ſammelt ſie und nimmt ſie mit nach achtet. Duu Hauſe. derlicen Viſ Zu ſolchen Arbeiten muͤſſen die Landleute ihre Kinder ihe als wirs anziehen. Sie ſind leicht und werden gewiß von ihnen gut Rartoffeln ddert⸗ verrichtet werden, wenn man ſie ordentlich anweiſet. Es wird fuͤr manchen Vater zwar uͤberfluͤßig ſeyn, wenn ich hier lehre enn ſee zäit wie man Kinder zum willigen Fleiß gewoͤhnen ſoll. Fuͤr an⸗ , ſo findetſ dere aber wird das folgende nuͤtzlich ſeyn koͤnnen, wenn ſie ter Wittennz dadurch auf die Fehler aufmerkſam gemacht werden, die ſie dem die Rü. jetzt begingen. n nicht dlin an Unſere Kinder ſind urſpruͤnglich der Arbeit gar nicht ab— verwihtt nit geneigt. Sie vergeſſen ihre Spiele und bieten ihre Huͤlfe chte huh an, wenn ſie noch muͤßig herum laufen. Dieſe Luſt der Kin— der ſollte man beſſer zu nuͤtzen ſuchen, indem man ſie ſchon erung nittei fruͤh zu leichten Beſchaͤftigungen brauchte, und ihnen viele krautes veiſ Wohlthaten nur unter der Bedingung zukommen ließe, wenn en denjenin, ſie dies oder jenes verrichtet haͤtten. iger Grät Man muͤßte jedoch hierbei nie vergeſſen, daß man von Kindern die anhaltende, beſtaͤndige Thaͤtigkeit nicht erwarten kann, die ein Erwachſener zu leiſten vermag. Kindern muß man zuerſt nie mehr Arbeit aufgeben, als ſie mit frohem Mu— the verrichten koͤnnen. Indem man ſie, wie ich eben ſagte, unn kann dn?⸗ zzelnen Ettln icht ſtehenden falbibn. 7 fuͤr Arbeiten, die ſie ordentlich verrichteten, durch eine Klei⸗ 9 dn nigkeit belohnte, muͤßte man ſie damit bekannt machen, daß ng 88 31 jede Arbeit ſich bezahlt macht und nuͤtzlich iſt. Man muͤßte he hen d ihnen ſagen, daß die Arbeit keinesweges eine Plage, ſondern the humn, eine Wohlthat iſt, bei der der Menſch ſich gluͤcklich fuͤhlt. Da zuh Dies wird aber freilich nur Eindruck auf ein Kind di dem ſr machen, wenn es an dem Beiſpiele des Vaters ſieht, daß die⸗ durch de ich ſer alle Arbeit mit Freudigkeit verrichtet. Betrachtet dieſer en. aber die Arbeit ſelbſt als eine Quaal, die nur da iſt, um dem An bifen d 4⁰ Menſchen das Leben gleich der Suͤnde zu erſchweren, ſo kann er nicht verlangen, daß ſein Sohn mit Luſt an die Arbeit gehen ſoll. Der Sohn eines ſolchen Vaters wird ſchon zeitig einen geheimen Widerwillen gegen jede nuͤtzliche Beſchaͤftigung fuͤh— len; er wird ſich derſelben entziehen, ſo lange er kann. Kommt endlich die Zeit heran, wo Kinder ſolcher Eltern nothgedrun⸗ gen etwas arbeiten muͤſſen, ſo thun ſie nur unter den Augen ihrer Eltern oder Dienſtherren etwas und trachten beſtaͤndig danach, jede Minute hinter dem Ruͤcken derſelben mit Faullen— zen hinzubringen. Dann klagen die Eltern uͤber die Faulheit und Wider— ſpenſtigkeit der Jungen. Sind ſie aber nicht ſelbſt Schuld daran?— Man verſuche es nur und gehe ſeinen Kindern ein neues Kleidungsſtuͤck nur dann, wenn ſie gewiſſe Arbeiten zur Zufriedenheit der Eltern verrichten; man geſtatte ihnen Vergnuͤgungen nur unter derſelben Bedingung; man belohne ſie aber auch zuweilen unvermuthet, und ohne daß man ihnen etwas verheißen hat, wenn ſie ſich beſonders aufmerkſam und fleißig gezeigt haben; vor allem gehe man ihnen aber mit ei— ner gewiſſen Freudigkeit zur Arbeit voran, und man wird ſehen, daß die Kinder ſich ſehr bereitwillig zu ſolchen Arbeiten finden laſſen, die ihren Kraͤften angemeſſen ſind. Doch wieder zum Ruͤbenbau zuruͤck. Sind die Ruͤben ein-, oder wenn es noͤthig war, zwei⸗ mal behackt worden, ſo erlangen ſie eine ſehr anſehnliche Groͤße, und da ſie dichter wie die Kohlruͤben ſtehen koͤnnen, ſo giebt ein Morgen mit guten weißen Ruͤben mehr heraus, als ein Morgen Kohlruͤben auf gleichem Boden. So nahrhaft ſind die weißen Ruͤben aber nicht, wie jene. Das Aufnehmen der weißen Ruͤben iſt eine ſehr leichte Arbeit. Bauet man die roth⸗- oder gruͤnköpfige lange Art an, ſo kann man ſie mit der bloßen Hand ausziehen, weil ſie mehrere Zoll lang aus der Erde hervor ragen. Da faſt gar keine Erde an ihnen haͤngen bleibt, ſo iſt es eine wahre Freu⸗ de, die ſchoͤnen, glatten Ruͤben aufzunehmen. Man ſchneidet das Kraut ab und verw ahrt ſie in einer ——⏑·A.n;— twenmn. if ring ge halte Khleüber töllig I Den nd man ſtet. S niht in De frätſahre Sande a pagleich i kleien E Dhſe Fhre in de Kegeſet it dan V im deT perjei’ n alande a togen Vir de innt inig rüſtenagnt man ſonſt Geamen n dihfaſeu 2 dar d Füttr. N nßtig ſn Nan Seredes iiſt muͤrde ſch h. Leni ——— 4¹ ſchwerm, hn.—) ſie. dedti trockenen Kammer. Auch kann man ſie in einan Scheunen⸗ na en 1aß bringen, und mit Stroh gegen den Froſt verwahren. Veſßäin Gie halten ſich an einem trockenen Orte faſt beſſer, wie die gee e d Kohlruͤben, vorzuͤglich wenn ſie fruͤh geſaͤet wurden, alſo ihre enghn voͤllige Reife erlangten. 1 M Den Ruͤbenſaamen erzieht man ſich noch in dem Jahre, ur unter den wo man ihn braucht, wenn man die Ruͤben etwas ſpaͤt d trachten bit ſaͤtt. Bei den uͤbrigen Ruͤbenarten geht dies bekanntlich erſelden mitzu nicht an. Die Saatruͤben, d. h. diejenigen, von denen man im aulheit und d. Fruͤhjahre den Saamen ziehen will, hebt man im Keller im nicht ſebſt Et Sande auf. Man kann ſie jedoch auch mit den Kartoffeln gehe ſeinen ii zugleich in den beſchriebenen Erdhaufen verbergen, oder in ſie gewiſſ i kleinen Gruben fuͤr ſich aufheben. man geſaatte Dieſe ſo durchgewinterten Saatruͤben ſetzt man im Fruͤh— ung; man bi jahre in den Garten auf kraͤftiges Land, welches der Sonne ne daß mmi ausgeſetzt iſt. Hier wachſen ſie ziemlich ſchnell, und man wird es aufmerkſon, gegen Ende des Juni den Saamen abnehmen koͤnnen. Da ihnen aber n ihm die Voͤgel ſehr nachſtellen, ſo muß man ihn zeitig in Si— , und mmt cherheit bringen. Am beſten, indem man ihn im gelbreifen z—u ſolchen Ai Zuſtande auf Laken legt und auf einem luftigen Boden vollends ſind. trocknet. Wer die Ruͤben mit Sicherheit anbauen will, muß ſich zthig war, immer einigen Vorrath von Saamen halten. Er bleibt, gut anſehnlicheGi aufbewahrt, mehrere Jahre gut. Ohne dieſe Vorſicht kann können, b 99 man ſonſt in große Verlegenheit kommen, wenn einmal der herug, us Saamen nicht geraͤth, oder wenn ſeine Reife durch ein ſpaͤtes St naßrhoft Fruͤhjahr und naſſe Witterung aufgehalten wird. 5 Fuͤr die Milchkuͤhe ſind die weißen Ruͤben ein herrliches Futter. Weniger gut ſind ſie fuͤr die Zugochſen, weil ſie ſo waͤßrig ſind. Man kann auch in die Stoppel des zeitig abgeernteten ahe ſehr lit npſce lange 1 ſehen, h 3 3. 3. iee Getreides Ruͤben ſaͤen, die dann Stoppelruͤben heißen. Auf get. n, recht muͤrbem, tief gelockertem und wohl geduͤngtem Boden, nie wahte n 3 iim van lohnt ſich eine ſolche Ausſaat in den mehreſten Jahren reich— qn ſet in lich. Wenigſtens ſchafft man ſich durch ſie ein gutes Herbſt⸗ ihr 42 futter fuͤr die Kuͤhe, indem man ihnen die Spaͤtruͤben mit ſammt dem Kraute giebt. Starke Ruͤben, wie diejenigen, wel— che man nach obiger Anweiſung anbauet und behandelt, kann man freilich im Stoppellande nicht erwarten. Fuͤnſfſtes Kapite l. Von den Mohrruͤben oder Moͤhren(Karotten, gelbe Ruͤben). Auch dieſe Ruͤbenart iſt, wie die vorige, nur ein Gewaͤchs fuͤr den lockern und ſandigen Boden. Mit leichterer Muͤhe laſſen ſich noch weiße Ruͤben im thonigen Boden bauen; Mohr⸗ ruͤben aber ſehr ſchwer. Sie verdienen es aber, daß man ſich in den Gegenden um ſo mehr auf ihren Anbau lege, wo man den Boden dazu hat. Bis jetzt wurden ſie nur in den Gaͤrten als Gemuͤſe gebauet. Man kann ſie aber eben ſo dreiſt aufs Feld bringen, wie die andern Futtergewaͤchſe. Wenn man ſie gut behandelt, ſo geben ſie eben ſo viel Futter heraus, als Kartoffeln auf gleichem Lande. Sie haben obendrein vor den andern Ruͤbengewaͤchſen manche Vorzuͤge. Es frißt ſie kein Inſekt ab. Auch iſt ihr Wachsthum weniger von der Duͤrre abhaͤngig. Wenn ſie erſt eingewurzelt ſind, ſo holen ſie ihre Nahrung hauptſaͤchlich aus der Tiefe, und leiden wenig von der Trockenheit. Die Mohrruͤben geben ferner fuͤr die Haushaltung des Landmannes den bekannten Moͤhrenſyrup oder Saft, den man an die Speiſen ſtatt des gewoͤhnlichen Zuckerſyrups nehmen kann, wodurch ſich vieles Geld erſparen laͤßt. Als Viehfutter betrachtet, kommen ſie in der Nahrhaftig⸗ keit gleich nach den Kartoffeln. Sie werden aber von allem Viehe noch lieber wie dieſe gefreſſen. del un ijnen ſeſ ſtark ſ dchi die Mohr und fltee zuſtelen. de dervih- Auft. bi ſorgfalt lchwigem, Einen toffan ung nict Na ülnn ſin far i 1 Neruus hid gflgt,„ 1 T) d furaiht V dis d hain tor duuten de toknen. weſcem land re Dan um die n N deſſe kraut angt Wujeger liten, a dn müͤſen Me unter dſn flg 43 die Eunhe;;. wie nin Die Pferde lieben ſie vor allen Futtergewaͤchſen. Giebt un der man ihnen Mohrruͤben vollauf und Heu dazu, ſo kann man en 1 ſie ſo ſtark wie bei Kornfutter arbeiten laſſen, und ſie werden ſich doch in Kraft erhalten. Viele Wirthe glauben ſogar, daß die Mohrruͤben den Pferden noch ganz beſonders geſund ſind, und fuͤttern anbruͤchige Pferde damit, um ſie wieder her— zuſtellen. Die uͤbrigen Thiere der Landwirthſchaft— ſogar das Fe— itel, dervieh— verzehren die Moͤhren als Leckerbiſſen. Auf tiefem lockerem Lehmboden kann man die Mohrruͤben Fren(atul bei ſorgfaͤltiger Bearbeitung, leichter aber auf ſandigem Lehm—, lehmigem Sand⸗, oder eigentlichem Sandboden anbauen. Eine gewoͤhnliche tiefe Beackerung, wie ſie zu den Kar— , nur ein G toffeln und Ruͤben erforderlich iſt, reicht zu den Moͤhren noch Miit leicten! nicht. Man muß zu ihnen entweder graben, oder mit zwei oden haunzt Pfluͤgen hinter einander gehend pfluͤgen, ſo daß der zweite ſehr tief geſtellt iſt, und die Erde aus der Furche des erſten in da G heraus hebt. Hat man mit dem erſten Pfluge fuͤnf Zoll tief Jan den Bod. gepfluͤgt, und der ihm folgende hebt noch drei Zoll Erde auf, Gärten ab ⸗ ſo wird das Land acht Zoll tief gelockert, welches nothduͤrftig Paufs geld k. hinreicht. 4 ut bir Dies Doppelpfluͤgen nimmt man, wo moͤglich, im 7 Teuſs Herbſte vor. Den Winter uͤber laͤßt man das Land in rauhen Furchen liegen, und egget es erſt im Fruͤhjahre nach dem Ab— trocknen. Man duͤngt das Land mit recht kurzem Miſt, in de n⸗ 1 ern Räbng welchem ſich kein Unkrautsſaamen angehaͤuft hat, der das 1h, Au Land verunreinigen koͤnnte. oi Wem Denn man kann es wohl als Regel gelten laſſen, daß 1 funtiii man die Moͤhren nur in ziemlich reines Land bringen muß. kanheit. Iſt daſſelbe mit Quecken uͤberzogen, oder mit Saamenun— ie hauzetun kraut angefuͤllt, ſo baue man vorher Kartoffeln oder andere oder Soft,N Wurzelgewaͤchſe. Die Moͤhren wuͤrden hier mehr Jaͤtelohn zucerſu ni koſten, als ſie einbringen koͤnnen. Weil ſie fruͤh geſaͤet wer— üßt. g den muͤſſen, ſo hat man nicht Zeit, das Unkraut vorher einige ein ara Male unterzupfluͤgen, wie es bei den uͤbrigen behackten Ge— rden abir un waͤchſen fuͤglich geſchieht. 4 Den Miſt zu den Mohrruͤben pfluͤgt man in der gewoͤhn— lichen Tiefe im zeitigen Fruͤhlinge, ſo fruͤh als möglich unter. Hat man das erwaͤhnte Doppelpfluͤgen im Herbſte vorgenom— men, ſo wird durch dieſes zweite flaͤchere Pfluͤgen, welches in recht ſchmalen Furchen geſchehen muß, das Land vollends zur Aufnahme des Moͤhrenſaamens vorbereitet ſeyn. Iſt das Land von einer fruͤhern Duͤngung noch in Kraft, ſo ſaͤtt man die Mohrruͤben auch wohl aus, ohne friſch zu ihnen zu duͤngen, bloß um zu verhuͤten, daß mit dem friſchen Miſt nicht der Wuchs des Urkrautes belebt werde. Nach Kar— toffeln pflegen ſie am beſten zu gerathen. Man braucht dann auf ſandigem Boden im Fruͤhjahre nicht noch einmal zu pfluͤ— gen, ſondern ſaͤet ſie gleich nach dem Eggen aus. Man ſaͤet die Moͤhren gern ſo fruͤh als moͤglich, damit ſie noch in das von der Winterfeuchtigkeit durchdrungene Land kommen und bald aufgehen. Darum iſt das beſchriebene tiefe Pfluͤgen vor Winters ſo nothwendig. Bei der Unterbringung des Saamens verfaͤhrt man auf die mehr erwaͤhnte Weiſe, daß man nemlich das rauhe Land durch einmaliges Ueberziehen mit der Egge etwas eb— net und nun erſt den Saamen ausſaͤet. Sehr loſen Boden walzt man auch wohl vor der Saat, egget dar⸗ auf den Saamen ſcharf ein und walzt wieder. Man muß aber Umſtaͤnde und Witterung wohl beachten, bevor man dies woͤrtlich befolgt. Boden, der irgend feucht und bindend iſt, wird durch das Walzen eher verlieren als gewinnen, indem er dann zu viel Unkraut treiben duͤrfte. Da ſich der Saamen wegen ſeiner haarigen Bedeckung leicht in Klumpen an einander haͤngt, ſo iſt ſeine Ausſaat ſchwierig. Man erleichtert ſich dieſe, indem man ihn mit ge— ſiebten Saͤgeſpaͤnen mengt und durch einander reibt. Man muß ſich aber freilich vorher den Saamen abgemeſſen oder abgewogen haben, damit man weiß, wie viel man nimmt. Iſt der Saamen friſch und gut, ſo ſind drei Pfund Saamen auf den Morgen hinreichend. Gr dau M verde ligzvitter er Saame fflaazen ſi der viell unterſcheid kommt. Dydn ülenbau, In behackta ſtefni gen dabong zwor muß d ſimzen Mä dn Jien, iſs urc de magieiien reiben, ald Bal mn Iſ hehen An Wm Fede bes dſen lnitan ſth anante che t m Da w Onade oc, den Ao6 6 hin dnitſ, Nat d g N de Nüben n Dieſe 4 ſtert aber 1 dſe mit N nf Bod man in er üh als mägt n m Herbſe enn Pflügen tüte as Land poling tet ſeyn. maung noh ig Haus, ohne fiſ daß mit dem f dt werde. Nat. Man brauct noch einmal u ggen aus. als moglich, durchdrungene das beſchrieden s verfaͤhrt mn liich das rauſt Egge ainch zäet. Sch Saat, eght wieder. Mat tten, bebor ma icht und binda gewinnen, inde haarigen Bedet d iſ ſeine Au m nan ihn n nuder nidt. nen dtgemiſſ ie vil man i dni pim êr 45 Es dauert ziemlich lange, ehe der Moͤhrenſaamen aufgeht. Man werde jedoch nicht aͤngſtlich, wenn er bei trockener Fruͤh— lingswitterung etwas lange liegt. Iſt man nur ſicher, daß der Saamen gut war, ſo kommt er gewiß. Die Moͤhren— pflanzen ſind anfangs ſo klein, daß man ſie gar nicht ſieht, oder vielmehr, man kann ſie nicht von dem Unkraute unterſcheiden, welches mit ihnen zugleich zum Vorſchein kommt. Dieſes Unkraut iſt ein großes Hinderniß bei dem Mohr— ruͤbenbau, und macht ihn ſchwieriger, als den Bau der uͤbri⸗ gen behackten Gewaͤchſe. Denn da es allein durch Jaͤten weg— zuſchaffen iſt, ſo macht es viele Arbeit, ehe man einen Mor— gen davon reiniget. Unterbleiben darf es aber nicht, und zwar muß man damit ſo fruͤh als moͤglich anfangen, um den jungen Moͤhrenpflanzen Luft zu ſchaffen. Wenn man es mit dem Jaͤten nur erzwingen kann: die Arbeit bezahlt ſich ge— wiß durch die Mohrruͤben ſehr reichlich. Man kann aber der langwierigen Jaͤterarbeit wegen den Moͤhrenbau nie ſo weit treiben, als den Kartoffelbau. Bald nach dem Jaͤten werden die Moͤhren anfangen, ſich zu heben. Man wird nun bald ſehen koͤnnen, was man auf dem Felde hat, welches ſo lange nicht moͤglich war, als ſie im erſten Unkraute ſtanden. Ehe das Unkraut zum zweiten Male ſich ermannt, komme man mit dem Hacken zuvor, und ma— che es eben ſo, wie bei den weißen Ruͤben. Da, wo die Pflanzen zu dicht ſtehen, haue man ſie ohne Gnade weg, und verſchaffe dadurch jeder Pflanze den gehoͤri— den Platz. Eine Pflanze muß von der andern nach allen Sei— hin wenigſtens vier Zoll entfernt ſeyn. Nach drei Wochen wird ein zweites Behacken nothwen— dig. Man nimmt alles ſich zeigende Unkraut weg, verduͤnnt die Ruͤben nochmals, und laͤßt ſie nachher bis zur Ernte wach⸗ ſen. Dieſe etwas muͤhſame Art, die Mohrruͤben zu bauen, ſichert aber faſt bei jeder Witterung eine gute Ernte, weßhalb ich ſie mit Recht empfehlen kann. Auf Boden, der ſich ſonſt zu den Mohrruͤben eignet, und 46 von fruͤheren Zeiten noch Duͤngertheile enthaͤlt, kann man durch dieſe Beſtellung bis zwoͤlf Wispel vom Morgen ernten, alſo weit mehr, als Kartoffeln, von welchen ſchon die Haͤlfte eine gute Ernte vom Morgen iſt. Ich glaube wohl, daß die⸗ jenigen uͤber die angegebene Ernte ſtaunen werden, die keine andern Mohrruͤben gebaut haben, als ſolche, die ſie blos ein— mal jaͤteten. Das Behacken, wenn es zu rechter Zeit geſchieht, und mit kraͤftiger Duͤngung verbunden wird, thut bei allen dieſen Gewaͤchſen Wunder. Auf rajoltem Lande wachſen die Mohrruͤben ſehr gut, weil ſie da nicht vom Unkraute leiden, und in der Tiefe Lockerheit genug finden, um nach Belieben einzudringen. Wenn man alſo Gelegenheit hat, Gartenland zu rajolen, ſo wird man es am allerbeſten durch Mohrruͤben nuͤtzen. Auf ganz reinem, gegrabenem Gartenlande, welches man jährlich zu duͤngen pflegt, bauet man die Mohrruͤben auch als zweite Frucht. Man ſaͤet den Saamen im Fruͤhlinge mit an⸗ derem Saamen zugleich aus, deſſen Fruͤchte zeitig zur Reife kommen. Die erſte Haͤlfte des Sommers nehmen dieſe das Land ein und machen hernach den Moͤhren Platz. Am haͤufigſten nimmt man hierzu den Fruͤhflachs und Mohn. Den Leinſaamen ſaͤet man im Maͤrz oder April— aber freilich nur auf ſonnige, vor Froſt geſchuͤtzte Aecker, weil der junge Flachs leicht erfriert.— Dieſer Flachs wird ge— woͤhnlich halb gruͤn gezogen und kommt ſchon Anfangs Juli vom Lande. Die Moͤhrenpflanzen bekommen dadurch Luft, und durch das Ausraufen des Flachſes wird der Boden locker gemacht, wonach die Moͤhren lebhaft wachſen. Hat man Zeit, ſie noch einmal zu behacken, ſo werden ſie um ſo ſtaͤrker werden. Eben ſo iſt es mit dem Mohn. Auch dieſer reift zeitig und uͤberlaͤßt fuͤr den Spaͤtſommer den Mohrruͤben das Land allein. Auch hier unterlaſſe man das Behacken und Ver⸗ duͤnnen der Mohrruͤben nicht, wenn man eine gute Ernte hal⸗ ten will. Man kann den Moͤhrenſaamen auf dieſe Art noch unter nim g ohſe halt nire nur lngtem Durch nöglih 9e I man Zuſtand 9e dem Ueber nan aicht üume ihne und reinige Das. Ib dos Al G am leſe git d f. d Mähra; Kantftid li, wo n dufl vrw Un den nil deiht dn viſte leit Nu ſem di Saamen. AI liicter V Aten. enthüt, mn vom Norgnn ſchen ſchn neh gaube wohl, en werden, hi dice, die ſe be rechter Jat ſi wird, thut l hrruͤben ſehr zu. der Tifft ltn ringen. Pan! dien, ſo wid m enlande, wlht: Mohrruͤben uu m Fruͤhlingen ſchte zeitig zu. s nehmen di ren Plaz. den Fraͤhflat März oder hi ſſcüßte Aetn äſer Flachs ni ſchon Anfüngt. mmen dadurt. ird der Boden! ſen. Hut nan n ſie um ſo ſ ih dieſe ri Mohrrubn dus Befocn un iim gur ont vſt R 47 mehrere Fruͤchte ausſaͤen, und ſo zwei Ernten in Einem Jahre halten. Man uͤberſehe aber nicht, daß ich ſagte, dies waͤre nur in jaͤhrlich gegrabenem und eben ſo oft ge⸗ duͤngtem Lande vortheilhaft. Durch fleißige Duͤngung und Bearbeitung kann manches moͤglich gemacht werden, was ſonſt gar nicht ausfuͤhrbar iſt. Iſt man aber mit ſeinem Lande noch nicht in dieſen fetten Zuſtand gekommen; hat man immer noch damit zu kaͤmpfen, dem Ueberhandnehmen des Unkrautes zu wehren, ſo denke man nicht an eine Moͤhrenernte nach einer Vorfrucht, ſondern raͤume ihnen das Land allein vom erſten Fruͤhlinge an ein, und reinige es dabei gut. Das Ausgraben der Mohrruͤben iſt etwas unmſtaͤndlicher als das Ausziehen der langen weißen Ruͤben. Man verrichtet es am beſten mit Spaten; auch wohl mit Miſtforken. Man bricht das Kraut von den Moͤhren ab, verfuͤttert es, und hebt die Moͤhren entweder in ſolchen Haufen auf, wie ich bei den Kartoffeln angegeben habe, oder ſchuͤttet ſie ineinen Scheunen— taß, wo man ſie von allen Seiten mit Stroh gegen den Froſt wohl verwahrt. Von den Moͤhren, die man zum Saamenziehen brauchen will, bricht man das Kraut nicht ab, ſondern ſchneidet nur das meiſte ab, ſo daß noch das ſogenannte Herz an der Ruͤbe bleibt. Man hebt ſie auf, wie die weißen Saatruͤben, ſetzt ſie im Fruͤhjahre in den Garten aus, und erzieht ſich ſo den Saamen, welches gar nicht ſchwer iſt, da er in der Re⸗ gel leichter geraͤth, als der Saamen der andern Ruͤben⸗ arten. Sechstes Kapitel. Von den Runkelruͤben. Daſſe Ruͤbenart hat auch den bei den Mohrruͤben geruͤhmten Vorzug, daß ſie nicht von den Raupen oder Erdfloͤhen ver⸗ heert wird. Sie verdient alſo ſchon deswegen, daß man ſie zugleich mit dem Kohl und den Kohlruͤben anbaue, damit man nicht an Winterfutter Mangel leide, wenn die letzt genann⸗ ten Gewaͤchſe durch die Raupen verheert worden ſind. Je mehrerlei Arten Futtergewaͤchſe man anbauet, deſto weniger kommt man in Futternoth, weil dann immer das umgeſchla⸗ gene Gewaͤchs von der reichen Ernte eines andern erſetzt wird. Fuͤr alle Bodenarten iſt der Bau der Runkelruͤben aber nicht vortheilhaft. Nur in folgenden muß man ſie an— bauen: 1) im tiefen, gut mit Modererde gemengten Thon⸗ und Lehmboden; 2) im torfigen, maͤßig feuchten Bruchboden, den ich Seite 8. des erſten Theils beſchrieben habe; 3) im tiefen, gut geduͤngten und feucht liegenden Sand⸗ boden, wie man ihn in der Naͤhe der Fluͤſſe und Baͤche, oder an den Bruͤchern und Seen angren— zend findet. Sehr feſter Thonboden kann durch gute Bearbeitung und ſtarke Duͤngung auch zu dem Runkelruͤbenbau geſchickt gemacht werden. Der trockene, ſandige Lehm- und lehmige Sandboden, der ſich auf der Hoͤhe am haͤufigſten findet, traͤgt weit ſicherer Kartoffeln als Runkelruͤben, oder die fruͤher beſchriebenen Ruͤ⸗ benarten. Eine feuchte Lage macht indeſſen auch dieſe Boden⸗ arten zu den Runkelruͤben geſchickt. Tiefe und gute Beackerung iſt den Runkelruͤben eben ſo nothwendig, wie den uͤbrigen Hackfruͤchten. Nur auf Boden unter unte ſt. diſmgar r Wer. und zu de dut ſeyn, die Runk den ſie ond Auf 4 Nunteriher durte unt, eemaliges, Nähjahre, Um da Saamen ſa Aamit cr t pagr To Cd dig ſn Anfenge teführt lt nn onge iſtaüe thn. dan nühnin dn da di den At, Venfungn, nan ein 9 di Tfn alt aden d Rii ſehr 1 Nan Paſſe Nan k ſcm. Die dienarten j ſcon 1 dhtunxza — itel cchrrubm gn oder Edͤfihn egen, daß 8 mndaut damir m die leßt in t werden ſi uet, deſt in mmer das ung ines andmn der Runit mmuß munſ mengten Thw e, t liegenden 6 he der Füſt und Senn m. te Beatbeitund nu geſikt gen hnibe Send taaͤgt weit ſt er beſchicbei mauch di 3 aunkelübe in „ Nr A) B Ä 49 unter No. 2. kann man das fleißige Pfluͤgen ſparen, weil es dieſem gar nicht an Lockerheit fehlt. Wer Kohl- und Runkelruͤben zugleich bauet, muß das Land zu den letzteren fruͤher zurecht machen. Es wird immer gut ſeyn, die Bearbeitung dazu ſchon im Herbſt anzufangen. Die Runkelruͤben muͤſſen zeitig aufs Land geſetzt werden, ſol— len ſie anders recht ſtark wachſen. Auf Thon- und Lehmboden ſollte man den Miſt zu den Runkelruͤben ſchon im Herbſt aufbringen und mit der erſten Furche unterackern, damit er dieſes Land locker mache. Ein viermaliges Pfluͤgen, zweimal im Herbſt, und zweimal im Fruͤhjahre, wird auf dieſem Lande nothwendig ſeyn. Um die Pflanzen recht zeitig zu haben, ſaͤet man den Saamen ſo fruͤh als moͤglich auf ein recht ſonniges Gartenbeet. Damit er um ſo eher keime, weicht man ihn vor der Ausſaat ein paar Tage in Waſſer ein. So wie die Pflanzen heran gewachſen ſind, gewoͤhnlich im Anfange des Mai, ſchreitet man zum Pflanzen. Man verfaͤhrt uͤbrigens, wie ich bei dem Bepflanzen des Kohlruͤben— landes angegeben habe, d. h. man pflanzt gleich auf die friſch aufgepfluͤgte Furche, in derſelben Entfernung wie die Kohl— ruͤben. Das Eintauchen der Pflanzenwurzeln in den dort er— waͤhnten Brei iſt auch hier ſehr rathſam. Das Einſetzen der Pflanzen ſelbſt geſchieht auf eine an— dere Art, wie bei den Kohlruͤben. Man bedient ſich zum Verpflanzen der Runkelruͤben eines Pflanzſtocks, mit dem man ein gerades Loch bohrt und die Pflanze hinein ſetzt. Dieſe Pflanzſtoͤcke macht man von hartem Holze, etwas laͤnger als einen Fuß, und verſieht ſie mit einer ſtumpfen Spitze. Bei ſehr großer Duͤrre muß man die Pflanzen angießen, wenn man Waſſer herbei ſchaffen kann. Man kann den Saamen auch gleich auf das Land aus⸗ ſtecken. Dies wird ſich jedoch nur auf den von Natur lockern Bodenarten ausfuͤhren laſſen, weil man thoniges Land ſchwer— lich ſchon ſo fruͤh klar und fein bearbeitet hat, als zu dieſer Beſtellungsart erforderlich iſt. II. 1 4 1 5⁰ Wollte man den Saamen auf rauhes, kloͤßigtes Land aus⸗ ſtecken, ſo wuͤrde daſſelbe bis dahin, daß man es behacken koͤnnte, ſo verwildern, daß es ſchwerlich durch Hacken zu rei— nigen ſeyn duͤrfte. Auf muͤrbem, reinem Lande hat ein ſolches Ausſtecken des Saamens den Vorzug, daß jede Pflanze gleich auf der Stelle ſtehen bleiben kann, wo ſie gewachſen iſt, und daß die Wur⸗ zeln gar nicht verletzt werden, welches ſich bei dem Verpflan— zen auf die gewoͤhnliche Art gar nicht vermeiden laͤßt. Die Ruͤben werden unſtreitig groͤßer, wenn ſie nicht vecpflanzt worden ſind, falls die oben angegebenen Bedingungen dieſe Beſtellungsart erlauben. Das Ausſtecken des Saamens verrichtet man ſo: Man pfluͤgt das Land in ſchmalen Furchen und ſehr tief, wie immer zu dieſen Gewaͤchſen. Nachher egget man es eben. Nun nimmt man den Linienzieher und macht die Reihen, in welchen, die Pflanzen ſtehen ſollen. Jede Perſon verſieht ſich mit einem Maaße, wie weit die Pflanzen auf der Reihe von einander entfernt ſtehen ſollen, etwa 12 bis 18 Zoll, und nun geht das Ausſtecken an. Es geht faſt ſchneller wie das Pflanzen. Iſt der Saamen recht gut, ſo legt man in jedes Loch nur ein Korn, ſonſt zwei. Oder man legt immer nur eins, dann aber alle 8 Zoll ein Korn. Die uͤberfluͤßigen Pflanzen hauet man beim Behacken weg. Das fruͤhe Behacken, noͤthigenfalls auch das Jaͤten bei der letzten Art zu beſtellen, iſt nothwendige Bedingung zum Gerathen der Runkelruͤben. Die mehreſten Runkelruͤben wachſen aus der Erde her— aus, darum iſt das Behaͤufeln uͤberfluͤßig. Man behacke ſie nur ſorgfaͤltig, und halte ſie vom Unkraute rein. Das Abblatten der Runkelruͤben iſt, wenn es zu fruͤh geſchieht, ihnen allerdings ſchaͤdlich, und verhindert, daß ſie zu ihrer voͤlligen Groͤße gelangen. Ende Auguſts oder im Anfange des Septembers kann es jedoch unbedenklich einmal geſchehen, wenn ſie recht zeitig gepflanzt oder geſteckt worden ſind. Die Blaͤtter ſind, wie die ganze Ruͤbe, den Kuͤhen din eh liche wie Das ſchlrüben, nenkorner Nüben ſe und man Da, den, wiil Froft muß nen, weil kmen Kelle Kepackt, laſ Gs iſtn tinen Etri lhrimm, n laanhäi fade nan inmer man gber der anden, Vrthſchoß Wn de gunt ſ dif nin ding tiewme bendenet d, nuſſeds rate Gibe der 6 Märaſft ſien vdi her beſer lahen z, küßesdan, aß man a 9 durch hatnn, ſolches Ausi gleich auf we „ und daß den c bei dem An vermeiden liß. ſie nicht de n Bedingungn htet man ſo. urchen und ſ regget mon macht die gede Perſtn anzen auf de. n bis 16 ſt ſchneller d legt man n legt imme Die überlt auch das Ji ige Bedinoung aus der Erde .Nun hehac 6 rein. jwenn es i venhindet,) Auguſs d nördenkih I urrgiſtn pübe, u 3 7 5¹ ein ſehr gedeihliches Futter. Auch die Schweine freſſen ſie lieber, wie die Kohl- und weißen Ruͤben. Das Aufnehmen der Runkelruͤben geſchieht, wie bei den Kohlruͤben, wenn ſie gepflanzt wurden; ſind aber die Saa— menkoͤrner gleich auf das Land geſteckt worden, ſo wachſen die Ruͤben ſo lang und noch laͤnger wie die Moͤhren in die Erde, und man graͤbt ſie dann beſſer mit dem Spaten aus. Das Kraut muß man ja rein von dieſen Ruͤben abſchnei— den, weil es ſonſt ſehr leicht Faͤulniß veranlaßt. Vor dem Froſt muß man ſie mehr wie jede andere Ruͤbe in Acht neh— men, weil ſie ſehr leicht dadurch verdorben werden. In trok⸗ kenen Kellern oder in einer Scheunenbanſe, zwiſchen Stroh gepackt, laſſen ſie ſich lange aufbewahren. Es iſt bekannt, daß man aus dem Sazfte dieſer Ruͤben einen Syrup kochen kann. Sogar Zucker laͤßt ſich daraus bereiten. Es iſt wohl moͤglich, daß einer oder der andere Ge— legenheit findet, zur Zuckerbereitung Runkelruͤben zu verkaufen, wenn immer mehr Zuckerfabriken der Art entſtehen. Verkauft man aber die Runkelruͤben, ſo muß man in der Stelle Miſt oder anderes Futter wieder kaufen. Ohne dies wuͤrde jede Wirthſchaft endlich durch dieſen Handel Schaden leiden. Sol— len die Runkelruͤben zur Zuckerbereitung recht brauchbar ſeyn, ſo darf man nicht unmittelbar zu denſelben duͤngen. Man duͤngt vielmehr zu der vorhergehenden Frucht ſehr ſtark und bearbeitet das Land, wie gelehrt worden. Hat man uͤbrigens paſſendes Land zu dieſer Frucht gewaͤhlt, ſo wird man eine reiche Ruͤbenernte auch ohne friſche Duͤngung erhalten. Der Syrup aus dieſen Ruͤben ſteht fuͤr Landleute dem Moͤhrenſafte nach, weil dieſe nicht im Stande ſind, ihm ſeinen widrigen Geſchmack zu benehmen. Sie werden da— her beſſer thun, wenn ſie ſich ihren Syrup aus Moͤhren kochen. Siebentes Kapitel. Vom Kohl, Kopfkohl oder Weißkraut. We. Kohl zum Viehfutter anbauen will, muß es nur auf den Bodenarten thun, die ich fuͤr tauglich zu den Runkelruͤben angegeben habe. Vorzuͤglich eignen ſich zum Kohlbau gewiſſe niedrige Laͤn⸗ dereien, auf welchen das Winterwaſſer lange zu ſtehen pflegt. Iſt man nur ſicher, daß ſie im Laufe des Sommers nicht unter Waſſer geſetzt werden, ſo kann man ſolches Land faſt durch nichts ſo gut, wie durch Kohl nuͤtzen. Was ich von der Duͤngung und uͤbrigen Zubereitung des Landes zu Runkelruͤben geſagt habe, gilt auch vom Kohllande. In ſolchen naſſen Niederungen, wo der torfige Boden gleich— ſam ſchwammig iſt und man kein Zugvieh aufbringen kann, muß man ſich des Spatens bedienen, und das Land zu Kohl umgraben. Auch die Regel: den Kohl ſo fruͤh als moͤglich zu pflan— zen, hat derſelbe mit der vorigen Ruͤbenart gemein. Daher muß das Land in allen Stuͤcken, wie dort gelehrt worden, be— handelt werden. Das Erziehen der Kohlpflanzen iſt wegen der Erdfloͤhe ſehr ſchwierig. Das beſte Mittel dagegen iſt immer noch, daß man friſche, unausgelaugte Holzaſche auf die Pflanzen ſtreuet. Ein anderes Mittel gegen dieſe kleinen Springer iſt dieſes: Man nimmt kurze Holzſtaͤbchen, umwickelte ſie mit Werg, und tunkt ſie in Wagentheer. Solche Staͤbchen ſetze man in ziemlicher Anzahl auf das Pflanzenbeet. So wie man nun ge— legentlich voruͤber geht, ſo beunruhige man die Erdfloͤhe, daß ſie zum Theil an die Staͤbe ſpringen. So werden ſich viele in den Theer verwickeln und darin umkommen. Ii birtalh nn' beſoſe Wenn ſat, ſo tat tn Brii, demſalben Da wit den l vachſen iſe tcas. Das die der 9 hat Er m gufe E Fn ſol⸗ A R iihn dad wen ſie d. hen, ueß? ti ſe den, ffide dhned ein oane ſäten und Reranden. man daher zubor komn nie bei den Md danddiß, er Lorſch dhſerben, 6 dem Va woltſome ſcch im beſ un man Noch ein Mittel iſt dieſes. Man kaufe ſich in der Apo⸗ theke kalkhaltige Schwefelleber, laſſe ſie im Waſſer zergehen pite und beſpzenge die Pflanzen damit. Wenn man die Kohlpflanzen zum Verſetzen ausgezogen zäütran hat, ſo tauche man ihre Wurzeln auch in den mehr erwaͤhn⸗ ten Brei, damit ſie leichter anwachſen. Man pflanzt ſie mit l, muß a n demſelben Pflanzſtock, wie die Runkelruͤben. hzu den Iuitt Das Behacken des Kohls iſt ihm eben ſo nothwendig, wie den uͤbrigen verpflanzten Gewaͤchſen, ſobald er ange— gewiſſe niedig. wachſen iſt. Zum zweiten Male behaͤufelt man den Kohl ange zu ſteſen etwas. des Sommen Das zu dichte Pflanzen des Kohls iſt noch ſchaͤdlicher, man ſolches lu wie der Ruͤbengewaͤchſe, zumal wenn man eine große Art zen. hat. Er muß von allen Seiten vielen Platz haben, wenn rigen Zuberi er große Stauden bilden, und hernach große Koͤpfe ſchlie— auch vom ſhl ßen ſoll. torfige Boda, Die Raupen, welche ich ſchon bei den Kohlruͤben ange— zieh auftrinn fuͤhrt habe, ſind noch weit ſchaͤdlicher fuͤr den Kohl; denn nd das Cnd wenn ſie dort auch die Blaͤtter wegfreſſen, und dadurch ma— chen, daß die Ruͤben nicht ihre volle Groͤße erlangen, ſo koͤn— nen ſie den Ruͤben in der Erde ſelbſt nichts anhaben. Dieſe treiben ohnedies bald wieder neues Kraut. Ein ganz abgefreſſenes Kohlfeld erholt ſich aber hoͤchſt ſelten, und in dem Jahre, wo ſie ſehr haͤufig ſind, dieſe ver— heerenden Thierchen, erlangt man nicht leicht Koͤpfe. Kann man daher durch fleißiges Ableſen der Raupen der Verwuͤſtung als moͤglichg nart gemin t gelehrt wonh wegen der 1” egen i 8 zuvor kommen, ſo bezahlt ſich hier dieſe Muͤhe noch beſſer, te auf de wie bei den Kohlruͤben. 3n Erih Mit dem Abblatten des Kohls hat es wieder dieſelbe Be⸗ leinm E wandniß, wie bei den Runkel- und Kohlruͤben. Mit gehoͤri⸗ 1 ger Vorſicht kann man die Blaͤtter, welche gelb werden und wikiteſſ n abſterben, ſchon ſehr zeitig anfangen abzunehmen, ohne daß Ftabchen ſc 1 es dem Wachsthum des Kohls ſchaden wird. Hingegen das So wiemn 7 gewaltſame Abreißen der gruͤnen Blaͤtter zu einer Zeit, wo er n die binct noch im beſten Wachsthum iſt, kann ſehr nachtheilig werden Go werdin lan und man kann dann nicht auf große Koͤpfe rechnen. Als 54 Nebenfutter moͤgen die abſterbenden Kohlblaͤtter immer genuͤtzt werden. Aber zum Hauptfutter verſorge man ſich ſo lange mit anderem, als Buchweitzen, Spoͤrgel oder weißen Ruͤben, bis der Kohl ſein Wachsthum ordentlich vollendet hat. Wenn man den Kohl aberntet und nach Hauſe faͤhrt, ſo darf man ihn nicht in hohe Haufen aufthuͤrmen, wenn er gut bleiben ſoll. Er wird, wenn er in Haufen uͤber einander liegt, ſehr leicht warm und fault, in welchem Zuſtande er nicht nur einen Theil ſeiner Nahrungsfaͤhigkeit einbuͤßt, ſondern auch noch außerdem der Butter einen unangenehmen Geſchmack mittheilt. Am beſten dauert er, wenn man ihn auf recht dichten Raſen im Garten Kopf bei Kopf ſo hinſtellt, daß die Struͤnke nach oben gekehrt ſind. So haͤlt er ſich lange, weil der Regen nicht in den Kopf eindringen kann, und weil es in dieſer Zeit zu kalt iſt, als daß der Raſen fau— len ſollte. Haͤtte man keinen ſchicklichen Raſenplatz in der Naͤhe der Wohnung, ſo legt man Stroh unter und ſtellt die Koͤpfe eben ſo auf; ſonſt wuͤrde ſich Erde anhaͤngen und ſie verun— reinigen. Friert es auch etwas, ſo ſchadet es dem Kohl nicht. Ehe ſehr ſtarker Froſt eintritt, wird man den Kohl in der Regel verfuͤttert haben. Fuͤr das Rindvieh, vorzuͤglich fuͤr Milchkuͤhe, iſt der Kohl ein ſehr gutes Futter. Man nehme ſich aber ſehr mit demſelben in Acht, und gebe dem Viehe niemals zu viel mit einem Male. Es blaͤhet kein Futter das Rindvieh ſo leicht auf, als der Kohl. So ſehr man auch gegen das Verfuͤttern des jungen Klees warnt, und zwar mit Recht, ſo halte ich dieſen lange nicht fuͤr ſo gefaͤhrlich, ais den Kohl.— Man muß zwar auch die Ruͤben deshalb vorſichtig verfuͤttern, aber ſo leicht blaͤhet ein Rind nicht davon auf. Die noͤthigen Kohlpflanzen muß man ſich ſelbſt erziehen, und muß ſich nicht auf das Kaufen verlaſſen. Man kann ſonſt nicht pflanzen, wenn die Witterung guͤnſtig und das Land gehoͤrig vorbereitet iſt, ſondern wenn man die Pflanzen bekommen kann. Sehr oft muß man aus Noth ſich mit elenden, ausgeſuchten Pflanzen begnuͤgen, und ſie dennoch theuer bezahlen. Ofer zenjihens ſi maͤ! ider R die faule⸗ damit nic: Imi nigts Gil ſch den in mihrith, d wen halte Daoſ ton den kann, Ch ſondern fie dhle oderr Nr unterſt . Dong 0 ſe futt macfn die dm and bei deren rrbeitung bſtet blie 6 Winte nen es g tn ofem blätter wre 1g de man ſt. oder weiß e vollendet ſe nach Hauſe ſin hürnen, nm. Haufen übtt in ſchem Zuſtender keit einbüßt, angenehmen Git man ihn au f ſo hinſtltd o haͤlt er ſch ndringen kan, daß der Ran nplatz in we und ſtelt de angen und ſe et es dem Ka en Kohl in un! ic fur Miti ge ſich aber ſſ als zu vielmti oo leicht u t zerfüttern des alke ic diſen! . NMan muß tern, aber b 1ſ ſch ſäbſ bſ ri alaſen. in n zünſi n n man die! hna eth ſ ſch mit d 3 nochtheun rip Ꝙ ◻ Daher laſſe man ſich die Muͤhe des Saamen- und Pflan⸗ zenziehens nicht verdrießen. Man ſucht zu den Saatkoͤpfen im Herbſt maͤßig große, recht dicht gewachſene Koͤpfe aus, zieht ſie mit der Wurzel aus und hebt ſie in einem trockenen Keller auf. Die faulenden Blaͤtter nimmt man ihnen von Zeit zu Zeit ab, damit nicht der ganze Kopf davon angeſteckt werde. Im Fruͤhjahre bringt man ſie auf gut geduͤngtes, ſon— niges Gartenland. Man braucht nur wenige Stauden, um ſich den noͤthigen Saamen zu ziehen; da er aber bisweilen mißraͤth, ſo muß man ſich etwas Vorrath von dieſem Saa⸗ men halten. Das Kaufen des Kohlſaamens iſt ſehr mißlich, weil man von den Leuten, die damit handeln, ſo leicht betrogen werden kann. Dieſe verkaufen nicht nur alten, verdorbenen Saamen, ondern ſtatt Kohlſaamen erhaͤlt man wohl Kohlruͤben⸗, Braun— kohl- oder andern Saamen, weil er ſich nicht gut von einan⸗ der unterſcheiden laͤßt. Achtes Kapitel. Vom Anbau der eigentlichen Futtergewaͤchſe. Dee Futtergewaͤchſe, welche ich bis jetzt beſchrieben habe, machen die im erſten Theile ſogenannte dritte Claſſe der von dem Landwirthe angebauten Gewaͤchſe aus, oder diejenigen, bei deren Anbau man dem Lande eine eben ſo ſorgfaͤltige Be⸗ arbeitung geben kann, als wenn es den Sommer durch un⸗ beſaͤet bliebe und gebraacht wuͤrde. Alle dieſe Gewaͤchſe ſind als Winterfutter vorzuͤglich zu gebrauchen. Die Gegenden, denen es an Heu gebricht, koͤnnen ihr Vieh damit, zur Noth bei bloßem Stroh, ſehr gut erhalten. 56 Jetzt werde ich den Bau derjenigen Gewaͤchſe lehren, die vorzuͤglich das Gruͤnfutter fuͤr den Sommer hergeben. Es gehoͤren hieher der rothe und weiße Klee, die Luzerne, die Esſparſette und der Spoͤrgel als die bekannteſten. Vom rothen oder ſpaniſchen Klee. (Kleber, Brabanter oder Kopfklee). Er waͤchſt in allen abgewaͤſſerten Thon- und Lehmboden⸗ arten; bei einer feuchten Lage und bei guͤnſtiger Sommerwit— terung auch noch im lehmigen Sandboden. Auf den eigent⸗ lichen Sand paßt er ſich aber nicht. Auf moorigem Niede⸗ rungsboden, der groͤßtentheils aus Modererde beſteht, wird er gewoͤhnlich vom Froſt in die Hoͤhe gezogen, ſo lange dieſer Boden noch nicht mit Sand, oder beſſer, mit mergelichtem Lehm befahren iſt. Fuͤr den Thon- und Lehmboden iſt der Klee ein herrliches Gewaͤchs. Es giebt eine erſtaunliche Menge des beſten Fut— ters, und verbeſſert den Boden ſelbſt fuͤr die ihm folgenden Getreidearten, jedoch nur unter nachſtehenden Bedingungen: 1) Wenn der Boden tief bearbeitet, und die ganze Acker⸗ krume wohl mit Modererde und Duͤngertheilen durchdrungen iſt. Auf Boden der nur flach bearbeitet wurde, wo unter der Pflugſohle durch den Tritt des Arbeitsviehes die Erde ſich ver— dichtet har, koͤnnen die Pflanzen nicht tief genug eindringen. Daher erfrieren ſie bei heftigen Blachfroͤſten, oder bei trocke⸗ ner Witterung trocknet die flache Erdkrume ſehr bald ſo tief aus, als die Kleewurzeln gegangen ſind, und der Klee verwelkt. Aber auch wohlgeduͤngten oder von Natur frucht⸗ baren Boden verlangt der Klee. Findet er nicht Nahrung im Boden, ſo treibt er wenige, ſchwache Halme; ſo bleiben ſeine Wurzeln nur duͤrftig; er kann das Land nicht gehoͤrig uͤberziehen und beſchatten. Er hinterlaͤßt ſonach auch wenig im Boden zuruͤck; die Sonnenſtrahlen kann er nicht vom Bo⸗ den abhalten. Sie trocknen ihn zuſammen und dann lockert er das Land auf keine Weiſe. Weil er ſich nicht ausbreiten kr m Be lterzich ) müſſe, mittel! ſchadet den Au gewinm De in dem vorher a beſäen n der Fal Denn we dung, nef „§ dß un Diſttr d Nemas, tkanter, kend weri dchalen, tilg de duch an ſcribben üm föhe dur tihnte. nen witd Lähſhn wollte un bnnte, 0 Torthell 0 Ihr Arum i Gerätſ ſern mmer henzin le, de unteſten. chen Klen opfkle), hon⸗ und an ünſtier Sonnr en. Auf da uf moorigen rerde beſtet,n gen, ſo lange er, mit merſt der Klee ein z enge des biſi ür die ihn ſi enden Bedingun und die gmli rtheilen durche wurde, wo untn ehes die Erde ſt tff genug einie öſten, oder bit dktume ſehr bo ſad, und de! on Matur frut det er rict u de halme; ſeh s Cnnd nicth zt ſonoch alt 5 nn er nict nei nen und dan ſch ih aue 57 kann, ſo finden ſich Unkraͤuter ein, die mit einer ſchlech⸗ tern Beſchaffenheit des Landes vorlieb nehmen und daſſelbe uͤberziehen. 2) Daß der Klee nur auf reines Land geſaͤet werden muͤſſe, iſt eine zweite Bedingung, wenn er ein Verbeſſerungs⸗ mittel des gebundenen Bodens werden ſoll. Saamenunkraut ſchadet dem Klee wenig, mit Wurzelunkraut, namentlich mit den Quecken, vertraͤgt er ſich nicht. Wo dieſe die Oberhand gewinnen, da muß der Klee weichen. Die Quecken oder Paͤden wuchern nirgends ſo ſehr als in dem lockern Kleelande. Dieſe muß man alſo ſorgfaͤltig vorher aus dem Lande geſchaft haben, welches man mit Klee beſaͤen will. Recht guter Klee erſtickt zwar auch die Quecken; der Fall iſt aber ſo ſelten, daß man nicht darauf bauen kann. Denn weit oͤfter, und bei der mindeſten unguͤnſtigen Witte— rung, nehmen die Quecken das Land ein. 3) Eine dritte nothwendige Bedingung des Kleebaues iſt, daß er nicht zu oft auf ein und daſſelbe Land komme. Oefter als alle ſechs oder ſieben Jahre ſollte man den Klee niemals wiederkehren laſſen, wenn ſich das Land nicht ganz beſonders zum Klee eignet. In dieſer Zwiſchenzeit muß das Land wenigſtens Ein Mal eine tuͤchtige, tiefe Bearbeitung erhalten, bei welcher alle Schollen zertruͤmmert, und das Land voͤllig gepulvert wird. Dieſe Bearbeitung gebe man nun durch eine gute Sommerbraache oder durch die vorher be— ſchriebenen Futtergewaͤchſe, ſo muß dann der Klee bald derſel⸗ ben folgen, ehe das Land wieder verdichtet oder unrein wird. dur unter ſolchen Bedingungen kann man ſich der ge— ruͤhmten Vortheile des Kleebaues erfreuen, und nur unter ih⸗ nen wird er ein vorzuͤgliches Mittel, zur Befoͤrderung des Wohlſtandes aller Ackerbauer. Wer den Klee haͤufig anbauen wollte und die angegebenen Bedingungen nicht beruͤckſichtigen koͤnnte, oder wollte, wuͤrde fuͤr die Dauer mehr Schaden wie Vortheil davon haben. Ihr werdet nun immer mehr einſehen, lieben Landleute, warum ich im erſten Theile ſo weitlaͤuftig von den Eigen⸗ 58 ſchaften der verſchiedenen Gewaͤchſe, und welche Beſchaffenheit des Bodens einem jeden zurraͤglich iſt, geſprochen habe. Ich wollte Euer Nachdenken auf dieſe Unterſchiede leiten, damit ich Euch um ſo leichter ſagen kann, unter welchen Umſtaͤnden der Anbau eines Gewaͤchſes vortheilhaft iſt oder nicht. Ihr werdet nun von ſelbſt darauf fallen, daß kein Land zum Klee ſich beſſer ſchicke, als das, welches durch behackte Gewaͤchſe recht ſorgfaͤltig gereinigt worden iſt. Da zu dieſen Gewaͤchſen ſtark geduͤngt werden muß, ſo iſt es noch kraͤftig genug fuͤr den Klee. Der Miſt hat ſich durch die haͤufige Bearbeitung nun erſt recht dem ganzen Lande mitgetheilt, und der Klee findet hier einen herrlichen Standort. Man ſaͤet ihn gewoͤhnlich mit Gerſte aus, weil dieſe ganz vorzuͤglich in dieſem lockern Lande geraͤth. Sonſt iſt es auch ganz gleich, man ſaͤet ihn mit einer Getreidefrucht aus, mit welcher man will, wenn ſich das Land nicht recht zur Gerſte ſchickt. Haͤtte man aber Luſt, den Klee auf ſolches Land zu brin— gen, welches man einen Sommer gebraacht und mit Winte⸗ rung beſtellt hat, ſo geht auch dies ſehr gut. Der Klee waͤchſt vortreflich an, wenn man ihn im Fruͤhjahre, ſobald das Land abgetrocknet iſt, auf die junge Roggen- oder Weitzenſaat ausſäͤet. Hat man unmittelbar zur Winterung gut geduͤngt, ſo wird hier der herrlichſte Klee. Man uͤberzieht die Winter— ſaat nach der Ausſaat des Kleeſaamens mit den Eggen, wel⸗ ches ich ſchon als ſehr zutraͤglich fuͤr die Winterung auf jedem gebundenen Boden empfohlen habe. Saͤet man den Klee, wie gewoͤhnlich, unter die Gerſte, welche nach Roggen folgt, ſo daß der Klee das Land im drit— ten Jahre nach der Duͤngung, gewoͤhnlich im Braachjahre, einnimmt, ſo gehoͤrt ſchon ganz vorzuͤgliches Land, eine ſehr gute Duͤngung, und eben ſo fleißige Bearbeitung dazu, wenn der Klee hier recht gut gerathen ſoll. Selten werden ſich dieſe drei Stuͤcke mit einander vereinigt finden. Wo aber eins fehlt, da iſt der Kleebau in einer ſolchen Folge mißlicher als wenn er ein Jahr fruͤher nach der Duͤngung auf das Land gebracht wird. 0 ncht du kagene nach gut ſchechten muß der ales an Bei acten, feinen E ſbie den uefahe der K Erhe Sal de Land de ter aus. ſin pfeg ſt muß p che ſch! la Vüf uf den ¹ dach Land b Vitterun Soll Kheſaame des Son ſſchehen, w ſt 59 3 Düfn Den rothen Klee auf Land zu bringen, welches niemals och 5. 9 recht durchduͤngt worden iſt, oder welches durch mehrere abge— jede leitn mi tragene Ernten ſchon erſchoͤpft wurde, iſt nie rathſam, ſo we⸗ deſhen lmien nig als den Kleeſaamen auf verwildertes Land auszuſaͤen. In dder nict allen dieſen Faͤllen ſetzt man ſich der Gefahr aus, das Land en, daß kein noch mehr zu verwildern und unfaͤhiger zum Getreidebau zu ches duech bähe machen. ſt. Da wi Je beſſer der Klee geraͤth, deſto ſicherer geraͤth das dem— ſſt voch ii ſelben folgende Getreide. Ja, ich kann dreiſt behaupten, daß durch di ſin nach gutem Klee immer gutes Getreide waͤchſet, ſo wie nach de mitgetheit ſchlechtem Klee noch ſchlechteres Getreide folgen wird. Daher ort. muß derjenige, welcher Klee bauet, aus mancherlei Ruͤckſichten zus, weil diſen alles anwenden, um guten dicht ſtehenden Klee zu erhalten. Sonſt iſt an Bei der Ausſaat des Saamens ſelbſt hat man zu beob⸗ eidefrucht un achten, was ich ſchon beim Ruͤbenſaͤen erwaͤhnt habe. Den ztzur Gerſiſt feinen Saamen kann man nicht ſo tief mit Erde bedecken, hes Land ui wie den Getreideſaamen. Man muß daher das zur Saat und mit A gepfluͤgte Land erſt glatt eggen, ehe man den Klee ausſaͤet. aut. De Der Klee ertraͤgt am wenigſten eine ſtarke Bedeckung mit „hiahre, ſchah Erde. inn ie Soll der Kleeſaamen ſich recht gleichmaͤßig uͤber das gan— ng gut n ze Land vertheilen, ſo ſaͤ man ihn nur bei windſtillem Wet⸗ gieht die d ter aus. Da im Fruͤhjahre die Naͤchte gewoͤhnlich ruhig zu den Egn, ſeyn pflegen, und der Wind am Tage immer am ſtaͤrkſten iſt, ifße ſo muß man die Kleeſaat in den Morgenſtunden vornehmen, nnerung ehe ſich der Wind erhebt. Man ſaͤet den Klee nur in ſchma⸗ ſe Ge len Wuͤrfen aus, die man gut uͤberwerfen kann, und nimmt unſe de auf den Morgen hoͤchſtens acht Pfund guten Saamen. ds band uti Nach der Ausſaat des Kleeſaamens uͤberzieht man das Win Peanih Land bloß einmal mit leichten Eggen. Bei recht trockener t Sand zu Witterung und lockerm Boden walzt man ihn auch ein. ſtung na Sollte aus irgend einem Grunde die Ausſaat des Halten Hen, Kleeſaamens nicht, wie gewoͤhnlich mit der Beſtellung inden. d des Sommergetreides geſchehen ſeyn, ſo kann ſie noch en Föce 1 geſchehen, nachdem die Sommerung bereits eine Spanne dingun M lang iſt und unternimmt man ſie am liebſten vor eie nem zu erwartenden Regen. Es bleibt dies freilich ſtets ein Nothbehelf und weiß man nie mit Sicherheit, ob der auf ſolche Weiſe ausgeſaͤete Saamen auch gehoͤrig anwurzeln werde. Iſt der Klee nur erſt einmal aufgegangen, ſo haͤlt er un⸗ ter dem Schatten der Sommerung eine betraͤchtliche Hitze aus, ohne zu verdorren. Bei feuchter Witterung uͤberzieht er das Land bald, und waͤchſt oft ziemlich lang in der Ger⸗ ſte auf. Nach der Getreideernte bekommt er noch mehr Luft, brei⸗ tet ſich vor dem Winter gehoͤrig aus und treibt ſtarke Wur— zeln. Dies verhindere man nicht dadurch, daß man die jun⸗ ge Kleeſtoppel zu fruͤh mit dem Viehe betreibt. Gegen Mi⸗ chaelis kann man das Vieh bei trockener Witterung, wo es nicht tief in den Boden eintritt, den Klee etwas abfreſſen laſ⸗ ſen. Die Schaafe halte man aber lieber ganz vom Kleelan— de zuruͤck, weil dieſe die Herzen der jungen Pflanzen mit ab⸗ beißen. Manche glauben, der Klee muͤſſe mit langem Miſt bedeckt werden, wenn er im Winter nicht erfrieren ſoll. Dies iſt aber weder nothwendig, noch ſchuͤtzt es vor dem Erfrieren. Be⸗ reitet Euer Land ſo vor, wie ich Euch gelehrt habe und ſorgt fuͤr eine fruͤhe Ausſaat des Klees, damit er im erſten Jahre tiefe Wurzeln ſchlagen kann, ſo werdet Ihr Euch am beſten vor dem Erfrieren des Klees ſichern. Eine neue Duͤngung durch den aufgeſtreueten Miſt bedarf der Klee eben ſo wenig, der in wohlgeduͤngtes Land geſaͤet iſt. Haͤtte man aber recht viel von dem kurzen Miſt, deſſen Bereitung ich im erſten Theile gelehrt habe, eine Mengung aus Aſche, Auskehrigt, Gaſſenkoth u. ſ. w., die man einen Sommer lang fleißig mit Miſtjauche begoſſen und oft umge— arbeitet hat, und man brauchte dieſe Duͤngung nicht noth— wendiger an andern Stellen, ſo wird man durch ein ſchwa— ches Ueberſtreuen des Klees damit ſeinen Wuchs ungemein befördern. Man muͤßte vorzuͤglich ſolche Stellen mit dieſer jntmhi Ghunde Hatt melt, nac wird un ſo widd man das Kan man im Mai wachſen i Man w ſehr ſlart Staub a auf den J mſchiend tng dict ſa u ad ich hie Oer ſor dem In nnen kan kuen.) fht wund, nit dn G egipote dachfulgend tiſer a nd 1 1 beaht ſc NR! in der M. daß man 1 in una ſih anfäͤn Iir alein ——— 61 dis füt ſ unvergleichlichen Duͤngung unterſtuͤtzen, die aus irgend einem rhi, Am m Grunde zum Klee noch zu duͤrftig ſind. dürig gri Haͤtte man ſich im Sommer recht viel Miſtjauche geſam— melt, nach der Anweiſung, die dazu bei der Viehzucht folgen en, ſo haͤlt ur wird, und man brauchte ſie nicht zum Begießen des Miſtes, betriclitte ſo wird man den zweiten Kleewuchs ſehr befoͤrdern, wenn terung la man das Kleeland nach dem erſten Hieb damit begießt. lang in derb⸗ Kann man gepulverten Gips bekommen, ſo unterlaſſe man ja nicht, den Klee damit zu beſtreuen. Dies geſchieht h mehr Luft im Mai, oder noch fruͤher, wenn der Klee ſchon ſo weit er— treibt ſtarked⸗ wachſen iſt, daß ſeine Blaͤtter den Boden ziemlich bedecken. daß man de Man waͤhlt dazu einen Morgen oder Abend, wo der Klee eibt. Gegn d ſehr ſtark bethauet iſt, und man daher ſicher iſt, daß der feine Witterung Staub an den naſſen Blaͤttern haͤngen bleibt. Man nimmt was abffeſenl auf den Morgen einen Berliner Scheffel Gipsmehl. Dieſe anz vom giln anſcheinend ſchwache Duͤngung thut die wunderbarſte Wir— Pflanzen nite kung, nicht allein auf den Klee, ſondern auch auf junge Erb— ſen und Wicken, aber immer auf dieſelbe Art ausgeſtreuet, ngem Mſſbii als ich hier angegeben habe. n ſoll. Dei Der mit Gips beſtreuete Klee zeichnet ſich ſo merklich im Erfrietn vor dem ungegipsten aus, daß man deutlich jeden Wurf er— habe und kennen kann, den derjenige machte, welcher den Gips aus— in erfn ſtreuete. Jede Stelle im Klee, die bei dem Ausſtreuen ver⸗ Enh Im iiſe fehlt wurde, ſteht duͤrftig und kuͤmmerlich gegen den uͤbrigen mit dem Gipsſtaube befallenen Klee. Dunkelgruͤn ſteht der gegipste Klee bei der trockenſten Witterung und ſelbſt das nachfolgende Getreide ſteht aus vorhin angegebenen Gruͤnden beſſer nach dem gegipsten Klee. Wo der Gips alſo nur ir— gend zu erhalten iſt, muß man ihn ankaufen. Keine Auslage bezahlt ſich ſchneller als dieſe. 3 6 e neue Dungunn te eben ſo wn nen Niſf diſen „ine Nengun „die un 9 Iſt das Wetter im Fruͤhlinge guͤnſtig, ſo wird der Klee n und d in der Mitte des Maimonats ſo weit heran gewachſen ſeyn, gun ii daß man zur Noth den Anfang mit dem Abſchneiden deſſel⸗ duich inſt ben machen kann. Es ſchadet nicht, wenn man damit etwas T e. 3.. Puch uß fruͤh anfaͤngt. Man muß nur den jungen, blaͤtterreichen Klee Etelln W nicht allein fuͤttern, ſondern zu Haͤckſel geſchnitten ihn mit 62 Strohhaͤckſel zugleich vorſchuͤtten. So wird er dem Viehe ein ſehr gedeihliches Futter. Faͤngt man fruͤh an, den Klee abzuſchneiden, ſo waͤchſt er ſehr bald wieder nach, und man hat dann laͤnger gruͤnen Klee, als wenn man ſo lange wartet, bis der Klee hart genug iſt, um dem Viehe allein gegeben werden zu koͤnnen. Iſt der Klee erſt eine Viertelelle hoch, ſo fange man immer an, ihn abzuſchneiden. In dieſem jungen Zuſtande futtert er zwar ſehr gut, man muß ihn aber mit großer Behutſamkeit unter die gehoͤ⸗ rige Menge Strohhaͤckſel bringen, weil ohne dieſe Vorſicht das Vieh davon aufblaͤht. Erſt dann kann der Klee allein, ohne Stroh, gefuͤttert werden, wenn er Bluͤtheknospen an— ſetzt. Dies iſt auch der rechte Zeitpunkt zum Abmaͤhen des Klees zu Heu, wenn einzelne Bluͤthen losbrechen. Will man damit ſo lange warten, bis der Klee in voller Bluͤthe ſteht, ſo wird man zwar eine groͤßere Menge Kleeheu ernten, es iſt aber von geringerer Guͤte. Gutes Kleeheu iſt fuͤr alles Vieh ein vortrefliches Futter. Es uͤbertrift, wenn der Klee zeitig gemaͤhet wurde, das beſte Wieſenheu. Hat man es nur erſt einen Winter gefuͤttert und geſehen, wie herrlich ſich das Vieh dabei befindet, ſo wird man gewiß alles aufbieten, um davon ſo viel als moͤglich zu ernten. Man trocknet den Klee auf dieſe Weiſe. Nach dem Ab⸗ maͤhen laͤßt man den gruͤnen Klee ruhig ſo lange in Schwa⸗ den liegen, bis er von der obern Seite etwas angewelkt iſt. Man befuͤrchte nicht, daß die untere Seite der Schwaden in⸗ deſſen gelb werde, wenn der Klee auch noch ſo gut ſtand. Bei guter Witterung iſt die obere Seite in zwei Tagen ſo weit abgetrocknet, daß man die Schwaden umwenden kann. Man bedient ſich dazu der Harkenſtiele, noch beſſer langer Gabeln, die man unterſteckt und das Schwad umlegt, ohne die Kleeſtaͤngel in ihrer Lage zu veraͤndern. Bei recht heiterer Witterung verrichtet man dieſe Arbeit cſ ajn eit bei Gäte gel ſe Windt Na Er brauc dieſen He einfallend Erde auf n d lbend ein, een ſeßt m ſe ducchſt muß. In d. Pocaij ſ ſhr nge, dach c den ann po tt und l In aict ei 1 hälfen Gdle, ds niede ſüch Da u terung von Thuu, hei hufe don dnn dangſar Klee an 1 Daher ſtt der Haufen Sind: duchbrechen ſirn, win t de ize den, ſednee lönger gin Kle hat znn konnm. R immer a, ie ſwar ſihr au unter di geht ne dieſe Vorſch der Klee alin lutheknospm u r Abmaͤhen d hen. Wil m er Bluͤthe ſ eu ernten, i rtrefliches ful vurde, das er gefüͤtteltu efindet, ſo ni 7 - als mülch Nach dem 4 unge in Echwa⸗ Ganemekt it dEtnwcden in wut ſan. in zwei Lomn unwendn bin och beſtr u unig 0 „ nun diſ aii 63 erſt gegen Abend, damit kein Blatt verlohren gehe. Hat der Klee bei guter Witterung wieder zwei Tage auf der andern Seite gelegen, ſo wird er trocken genug zum Einſetzen in klei— ne Windhaufen ſeyn. Man muß eilen, ihn bald in dieſe Haufen zu bringen. Er braucht dazu noch nicht ſehr trocken zu ſeyn, weil er in dieſen Haufen noch vollends trocknet, aber man hat ihn vor einfallendem Regenwetter ſo ziemlich gerettet, wenn er von der Erde auf iſt. In dieſe Windhaufen legt man den Klee auch erſt gegen Abend ein, um allen Blaͤtterabfall zu verhuͤten. Dieſe Hau— fen ſetzt man etwa fuͤnf Fuß hoch locker auf, damit die Luft ſie durchſtreiche, weshalb man ſie mehr ſpitz als breit machen muß. In dieſen Haufen bleibt das Kleeheu bis zur voͤlligen Trockniß ſtehen. Bei den ſaftigen Kleeſtaͤngeln dauert es oft ſehr lange, ehe man es einfahren kann. Man uͤbereile ſich jedoch nicht damit, und warte es ruhig ab, ſollte auch ein Re⸗ gen ein paar Tage anhalten. Wenn die Haufen nur gut ge— ſetzt, und von allen Seiten zugerundet ſind, ſo zieht der Re— gen nicht ſehr ein. Aendert ſich das Wetter, ſo ſetze man ſei— ne Haufen um, d. h. man lege das Heu auf eine andere Stelle, das trockene unten, das naſſe oben, und mache eben wieder ſolche Haufen. Dies Umſetzen dieſer Haufen iſt auch bei der beſten Wit— terung von Zeit zu Zeit noͤthig. Theils durch den naͤchtlichen Thau, theils durch die eigene Laſt des Heues werden dieſe Haufen von Tage zu Tage dichter und das Austrocknen geht dann langſamer; auch faͤngt der unter dem Haufen ſtehende Klee an zu verderben, und die untere Lage des Haufens dazu. Daher iſt nach mehreren Tagen ein Umſetzen und Auflockern der Haufen nicht zu unterlaſſen. Sind die Kleeſtaͤngel ſo trocken geworden, daß ſie leicht durchbrechen, ſo iſt das Heu zum Einfahren gut. An einem heitern, windigen Tage ſtoͤßt man nun dieſe Haufen mit einer 64 Gabel um, ſo daß das unterſte Heu recht an die Luft kommt und ladet es gleich aus dieſen Haufen auf den Wagen. Wollte man es gleich anderem Heue foͤrmlich ſtreuen und mit den Harken durchruͤhren, ſo wuͤrde man ſehr viele Blaͤt— ter einbuͤßen, die am Klee das beſte ſind. Es waͤhrt auf dieſe Art freilich etwas lange, ehe man das Heu einſcheuern kann; die Arbeit, die es indeſſen fordert, iſt ganz unbedeutend. Nur außer Acht darf man es nie laſ ſen, und man muß die Haufen taͤglich einmal durchgehen, da— mit man gleich nachhelfe, wenn der Wind etwas in Unord⸗ nung gebracht hat. Ehe man den Klee zu Heu abmaͤhet, uͤberlege man wohl, wie viel man noch zum Gruͤnfutter oder zum Saamen vom erſten Wuchs braucht. Obgleich der Klee nicht mehr gut fuͤt— tert, wenn er ſchon einige Zeit in voller Bluͤthe ſtand, ſo wird man doch nicht immer anderes Gruͤnfutter genug haben und ſich doch damit begnuͤgen muͤſſen, etwas hartſtaͤngelichten Klee zu fuͤttern. Denn die Wicken ſind nicht immer um dieſe Zeit gehoͤrig heran gewachſen, ſo wenig wie der zweite Klee⸗ ſchnitt. Man laſſe ſich daher lieber etwas zu viel vom erſten Wuchs ſtehen, als zu wenig, damit man nicht in Futternoth komme. Es iſt ferner ſehr rathſam, eine Kleinigkeit vom erſten Wuchs zu Saamen ſtehen zu laſſen, wenn ſich der Klee nicht gelagert hat. Denn obgleich der zweite Wuchs in der Regel beſſern Saamen giebt, ſo iſt man doch nicht ſicher, ob nicht im Spaͤtſommer eine ſo gewaltige Duͤrre einfaͤllt, daß der Saamen nicht ſeine Vollkommenheit erlangen kann. Oder naſſe Witterung verhindert das Reifen des Saamens. Genug es iſt immer gut, vom erſten Kleewuchs etwas zum Saamen zu laſſen. Denn derſelbe iſt oft eine ſehr geſuchte, theure Waare. Muß man ihn kaufen, ſo ſetzt man ſich der Gefahr aus, ſchlechten, bei zu großer Hitze getrockneten, Saamen zu erhal— ten, der nicht aufgeht. Es iſt daher beſſer, man laͤßt ſich lie⸗ ber zu viel als zu wenig Saamenklee ſtehen. Den Ueberſchuß des ds füne funm. Wwinnur ſcht das Die de größte ſen. Na die Eenſe man mit! ſi VWen nißet man Auf de derin befin man ihn in dies hej der ſch ahrijin gißin hi ede di Ten, in we n Kocknen unin Scha ut Ault ſenirde ng de üg weder dach ſs Ausduſ Nemer Jeit An beſ lbint. A nuß ſchd Saamen 1 lauct naj ſiche Stale mmih aubge 1l ſoch au hjaben V U dieu kin Woann, lich ſran ud ſehr viie dir ſange, eße n indeſen fohe man es nie durchgehen, etwas in Unn erlege man n n Saamen zt mehr guti Bluͤthe ſin ker genun ſ hartſtangatt immer unl der zweite viel vom aſ in Futten keit vom en der Klent ſcher, u it kan. Od mmens. Genl- zum Sume wtheure d der Gefthr mamen u mn lirii Onl- ins 65 des eigenen Bedarfs wird man ſtets vortheilhaft verkaufen koͤnnen. Ja wer ſich die Muͤhe geben kann, ſich eigends auf Gewinnung von Kleeſamen zum Verkauf zu legen, wird viel⸗ leicht das eintraͤglichſte Handelsgewaͤchs anbauen. Die Reife des Saamenklees iſt dann eingetreten, wenn die groͤßten Koͤpfe ſchon anfangen, den Saamen fallen zu laſe ſen. Man maͤhet ihn im Thau ab, damit man nicht durch die Senſe den reifen Saamen abſchlaͤgt. Auf alle Koͤpfe kann man mit dem Abmaͤhen nicht warten, bis ſie vollkommen reif ſind. Wenn nur die mehreſten Koͤpfe ſchwarzbraun ſind, ſo maͤhet man den Saamenklee ab. Auf den Schwaden laͤßt man ihn ſo lange liegen, bis die darin befindlichen gruͤnen Blaͤtter trocken ſind. Dann bringt man ihn im Thau auf kleine Gelege zuſammen. Wollte man dies bei der Trockenheit thun, ſo wuͤrden die reifſten Huͤlſen ſich abreißen. Das Einfahren ſelbſt geſchieht aber in der groͤßten Hitze. Damit man dabei keinen Verluſt an Saamen erleide, belegt man den Wagen mit großen Tuͤchern oder Pla— nen, in welchen man die abgeriebenen Huͤlſen ſammelt. Die— ſen trocknen Klee wirft man vom Wagen ſogleich auf einen reinen Scheunenflur und driſcht ihn ab, ehe er wieder feucht wird. Wollte man ihn erſt uͤber anderes Getreide hinpanſen, ſo wuͤrde man wieder etwas Saamen einbuͤßen. Die abgedroſchenen Huͤlſen oder Kappen kann man ent⸗ weder gleich ſo ausſaͤen, oder man reiniget ſie vollends. Die— ſes Ausdreſchen des Kleeſaamens verſchiebt man bis zu be⸗ quemer Zeit. Am beſten iſt es, wenn man dieſe Huͤlſen in der Sonne trocknet. Man kann es zwar auch im Backofen thun, man muß ſich dann aber ſehr in Acht nehmen, daß man den Saamen nicht verbrennt. Zum Trocknen in der Sonne braucht man große leinene Tuͤcher oder Planen, die man an ſolche Stellen legt, wo ſie der Sonne ſehr, dem Winde aber wenig ausgeſetzt ſind. Man ſchuͤttet die Kleehuͤlſen ein Paar Zoll hoch auf, und ruͤhrt ſie einige Male um. Haben ſie einige Stunden die Sonnenwaͤrme genoſſen, II. 1 5 3 2 66 ſo geht man mit ihnen auf den Scheunenflur und faͤllt mit den Dreſchflegeln uͤber ſie her. Wenn ſie einmal tuͤchtig durch— gearbeitet ſind, ſo werden ſich manche von den Huͤlſen zu Pulver zerſchlagen haben. Man ſiebt nun alles durch ſolche Siebe, welche den Kleeſaamen und den feinen Staub, aber nicht die Kleehuͤlſen durchlaſſen. Was in den Sieben zuruͤck⸗ bleibt, wird ſo lange gedroſchen, bis ſich alles klein geſchlagen hat und durch die Siebe gegangen iſt. Was uͤbrig bleibt, trocknet man den andern Tag noch einmal, und faͤhrt auf die— ſe Weiſe fort, ſo lange man noch Kleehuͤlſen hat. G Trocknet man die Kleehuͤlſen im Backofen, ſo ſchuͤttet man ſie locker in Saͤcke und bringt ſie ſo hinein. Auch bei recht ſtarkem Froſte werden die Huͤlſen ſo trocken, daß man ſie zu Pulver ſchlagen und durchſieben kann. Man muß ſie zu dem Ende eine Nacht durch, wenn es eben recht ſtark friert, ſchwach auf einem Scheunenflur ausbreiten und durchfrieren laſſen. Da wir aber nicht in jedem Winter, Gott ſey Donk ſolchen ſtrengen Froſt erleben, ſo bleibt es immer mißlich, ſich darauf zu verlaſſen. Am ſicherſten geht man alſo, wenn man die Kleehuͤlſen im September aus der Sonnenwaͤrme driſcht. Das Reinigen des Kleeſaamens, wenn erſt alles zu Pul⸗ ver und Staub gedroſchen iſt, geht ſehr leicht. Man hat da— zu nichts noͤthig als ein Sieb, welches den Saamen zwar leicht, aber nicht ſehr ſchnell durchfallen laͤßt. Man kann daſ⸗ ſelbe Sieb dazu brauchen, welches man zum Sieben beim Dreſchen der Huͤlſen brauchte. Man waͤhlt zu dieſer Reinigung des Saamens von der Spreu einen Tag, an welchem der Wind gerade uͤber den Scheunenflur ſtreicht, wo er nicht in einzelnen Stoͤßen heftig anfaͤllt, ſondern gleichmaͤßig zieht. Man trift die Vorrichtung, daß man in die Tennewand ein Loch bohrt, in welches man einen Harkenſtiel oder einen andern glatten Stock befeſtigt. Auf demſelben bewegt man das Sieb hin und her und oͤfnet das Scheunenthor wie die fintm zu wn ſiet Indem uEieb fo erade he veggeflht den in die auf die ang R de Gnrau genz jnige ſchwe ſüübt man n Gaamen gh bleitt gor nenn mon werft ha um d üt ſe nit lchte 6n de Ka Adade Dſede Rn roßer Begi der gr di ähe ſen abten Ein ſte Klee zu fei Von h nanig pfr dr den) tim Norg er ufällt n nal ut ur den Hln u alls duh ig ſen Etaud, Gitben ne z klein geche Tas übrig nd fäͤhrt al hat. koſen, ſo ſt zinein. Auh ſcen, daß m Nan muß ſ recht ſtartft und durtire Gott ſer d mer mißlch man alſo, r Sonnani ſt alles u Man ht 1 Saamn ſt Man kumd y Sitben bn amens von d ende über GEbbßen hi n die Tenna nſtkl var in 67 hintern Zugloͤcher ſo, daß der Windzug gerade dorthin trift, wo man ſiebt. Indem man nun den Saamen ſammt der Spreu durch das Sieb fallen laͤßt, faͤllt der Saamen vermoͤge ſeiner Schwe⸗ re gerade herunter, die leichte Spreu wird aber vom Winde weggefuͤhrt. Man aͤndert ſeine Stelle nicht, damit kein Saa— men in die Spreu falle und laͤßt einmal alles durch das Sieb auf die angegebene Art laufen. Iſt dies geſchehen, ſo unterſucht man, wie weit die Spreu ganz rein von Saamen iſt und ſchaft ſie weg. Die— jenige ſchwerere Spreu aber, in welcher noch Saamen iſt, ſiebt man noch einmal oder vielmehr ſo lange durch, bis der Saamen ganz rein iſt. Durch dieſe einfache und leichte Art bleibt gar kein Saamen in der Spreu, weſches wohl geſchieht, wenn man dieſe mit dem Kleeſaamen gleich anderem Getreide wurft. Hat man zu dieſer Arbeit einen paſſenden Tag gewaͤhlt, ſo geht ſie ſo ſchnell, daß ein Menſch in vier Stunden mit leichter Muͤhe drei Berliner Scheffel Saamen reinigen kann. Der Klee iſt allen Thierarten des Landmanns ein ſehr angenehmes Futter im gruͤnen, wie im getrockneten Zuſtande. Pferde, Rindvieh, Schaafe und Schweine verzehren ihn mit großer Begierde. Der gruͤne Klee macht alles Vieh ſehr leicht wohlbeleibt. Die Kuͤhe geden danach fette Milch und die Pferde und Och⸗ ſen arbeiten bei gruͤnem Klee ſo gut, wie bei Kornfutter. Ein ſtarkes Rind braucht taͤglich hundert Pfund gruͤnen Klee zu ſeiner Saͤttigung. Von hundert Pfund gruͤnen Klee erhaͤlt man ungefaͤhr zwanzig Pfund Kleeheu. Beobachtet man dasjenige, was ich uͤber den Anbau des Klees gelehrt habe, ſo erntet man von einem Morgen Klee, wenn er gut geraͤth, wohl dreißig Cent⸗ 68 ner Kleeheu in zwei Schnitten. Da man aber nicht erwar⸗ ten kann, daß die Witterung alle Jahre gleich guͤnſtig iſt, ſo wollen wir dreißig Centner Kleeheu oder zwei Fuder à funf— zehn Centner ſchon eine ſehr gute Ernte vom Morgen nennen. Laſſet uns danach berechnen, wie viel Klee man anſaͤen muß, um Futter fuͤr ſein Vieh im Sommer genug zu haben. Man kann annehmen, daß der Klee vom 15. Mai bis den 15. Auguſt, alſo drei Monate, als Gruͤnfutter gebraucht werden kann. Giebt ein Morgen dreißig Centner Kleeheu, ſo hat eine Kuh daran hundert und funfzig Tage zu freſſen. Man wird alſo auf drei Kuͤhe zwei Morgen mit Klee brauchen, um ſie drei Monate lang ganz im Stalle zu erhalten. Es bliebe zwar bei einer Ernte von dreißig Centnern noch etwas übrig, wenn man ganz genau rechnen wollte; weil aber durch un— gluͤckliche Witterung dies Gewaͤchs eben ſo gut wie andere umſchlagen kann, ſo nehmen wir an, daß zum bloßen Gruͤn⸗ futter fuͤr drei Stuͤck großes Vieh immer zwei Morgen Klee noͤthig ſind. Fuͤr ſechs Stuͤck alſo vier Morgen, fuͤr neun Stuͤck ſechs Morgen u. ſ. w. Wie man ſich uͤbrigens mit der Ausſaat der Wicken oder des Buchweitzens einrichten muͤſſe, daß dieſe Gewaͤchſe jedes⸗ mal als Gruͤnfutter erwachſen ſind, wenn der erſte oder auch der zweite Kleeſchnitt zu Ende gehen, werde ich in dem Kapi— tel von der Viehzucht und Stallfutterung lehren. Von der Luzerne. Eben ſo gut, wie den Klee, freſſen alle unſere Hausthiere dieſes Gewaͤchs gruͤn und getrocknet. Sie iſt deshalb in vie⸗ len Stuͤcken dem Klee ſehr aͤhnlich, in andern iſt ſie indeſſen ſehr von ihm unterſchieden. Ob ſie ſich gleich ihrer Natur nach nicht ſo wie der Klee zum allgemeinen Anbau ſchickt, ſo kann es doch ſehr viele füle sde rmülaft 31 lbero abau bem Die ſerlangt ei bleibt und hat. Am fieſcen obe ſer anſauet Gande leg de Tefe Hat n Jaßtuf ſc Aurernfeb, ij ihrer ang drn, dcſ iin Dang Fnndit ſei Lücſcic, iſer kin un Jün f Lam nittwahli te ſi ſ pführn lſ hat n Untergund tame ſtin uperne 1 hen, der a wohnt wor die in der Re ie Klee M cherhſ dber ict an eich ginn ſt ei Sann ſi Nürgn inn Kee man gn Raug zu ii bom 15 N. nfutter gin theu, ſo ha eſſen. Mmt brauchen, un galten. Eti noch etes l Naber durh. gut wien im bloßen wei Morom. Notgen, ſlr) der Wicken Gewäͤchſe werſte oder ih in dm ſ ren. nnſerechuut deshob d nii ſe na b rew 59 Faͤlle geben, wo es auch dem Beſitzer eines kleinen Gutes vortheilhaft iſt, ſie anzubauen. Darum konnte ich ſie nicht ganz uͤbergehen, ſondern will das Nothwendigſte uͤber ihren Anbau bemerken. Die Luzerne(auch ewiger Klee, Dauerklee, Pferdeklee) verlangt einen Boden, der in betraͤchtlicher Tiefe ſich gleich bleibt und nicht ſehr verſchiedene Erdlagen im Untergrunde hat. Am wenigſten iſt ſolcher Boden paſſend dazu, der einen kieſigen oder thonigen Untergrund hat, auf welchem das Waſ⸗ ſer anſtauet. Ein Thon- oder Lehmboden, der auf grobem Sande liegt, taugt auch nicht zu der Luzerne, weil ſie dann in der Tiefe zu wenig Nahrung findet. Hat man alſo nicht einen Boden, der wenigſtens drei Fuß tief ſich ſo ziemlich gleichbleibt, ſo iſt es nicht rathſam, ein Luzernefeld anzulegen. Der groͤßte Vorzug der Luzerne beſteht in ihrer langen Dauer, wenn ſie erſt recht eingewurzelt iſt und darin, daß ſie bei der groͤßten Duͤrre dennoch fortwaͤchſt, weil ihre Wurzeln in der Tiefe ihre vorzuͤglichſte Nahrung ſuchen. Findet ſie in der Tiefe kein Hinderniß, keine feſte Thon⸗ oder Kiesſchicht, in welche ihre Wurzeln nicht zu dringen vermoͤgen oder kein unergruͤndliches Sandmeer, in dem keine Nahrung zu ſuchen iſt, ſo dauert ſie wohl funfzehn bis zwanzig Jahre. Wegen dieſer langen Dauer ſchickt ſich die Luzerne aber nicht wohl in das freie Feld, ſondern mehr fuͤr den Garten, oder fuͤr ſolche Winkel, die ſich wegen ihrer Lage nicht gut pfluͤgen laſſen. Hat man ſolche Stellen, ſelbſt auf dem Felde, wo der Intergrund jene Fehler nicht hat und die beackerte obere Erd⸗ krume iſt in der gehoͤrigen Kraft, ſo ſaͤume man nicht, ſie mit Luzerne anzuſaͤen. Sie werden damit einen Futterertrag ge⸗ ben, der alles uͤbertrift, was man bis dahin zu erhalten ge⸗ wohnt war. Die Luzerne iſt das fruͤheſte Futtergewaͤchs. Sie kann in der Regel zehn Tage fruͤher geſchnitten werden, als der ro— the Klee. Sie waͤchſt auch laͤnger wie dieſer im Spaͤtſommer und Herbſt, und giebt in Einem Jahre vier Schnitte. 7⁸ Wenn aller Raſen vertrocknet iſt und der Klee die Blaͤt— ter haͤngt, waͤchſt die Luzerne lebhaft fort. Sie naͤhrt das Vieh faſt beſſer wie der Klee und blaͤhet es nicht ſo leicht auf. Will man ſich alle dieſe Vortheile verſchaffen und ein Luzernefeld anlegen, ſo muß man folgendes beobachten. Zuerſt erwaͤge man, daß ein Futterfeld angelegt werden ſoll, welches fuͤr eine lange Reihe von Jahren beſtimmt iſt. Darum muß man einige mehrere Muͤhe der erſten Anlage nicht ſcheuen. Soll die Luzerne eine lange Dauer haben, ſo muß ſie das Land ganz allein einnehmen. Kommt Unkraut dazwiſchen, ſo entſtehen ſogleich leere Stellen, und dann iſt es ſehr bald um dieſelbe geſchehen. Es iſt daher ſehr wichtig, die Luzerne auf ſolches Land auszuſaͤen, welches durch vorherige gute Be⸗ arbeitung voͤllig vom Unkraut gereiniget iſt. Am liebſten ſaͤet man die Luzerne auf ſolches Land, wel⸗ ches das Jahr vorher behackte Fruͤchte getragen hat. Man ſaͤet ſie ebenfalls nicht allein, ſondern, wie den rothen Klee, mit andern Gewaͤchſen aus. Am beſten ſchicken ſich dazu Erbſen, Buchweitzen oder ein Wickengemenge. Man ſaͤet ſie im Mai auf eben die Art wie den Klee, d. h. nachdem man das rauhe, aufgepfluͤgte Land etwas ge⸗ ebnet hat, damit der Saamen nicht ſo tief komme. Sind die mit der Luzerne ausgeſaͤeten Gewaͤchſe ſo weit erwachſen, daß ſie bluͤhen, ſo hauet man ſie ab und verfuͤttert ſie gruͤn. Nach zehn Tagen wird ſich die Luzerne wieder hinlaͤnglich zeigen. Jetzt verwende man alle Aufmerkſamkeit auf dieſelbe, daß ſich kein Unkraut einniſte und jäͤte ſie ſorgfaͤltig. Sollten durch fehlerhaftes Saͤen leere Stellen geblieben ſeyn, ſo ſaͤe man ſie nach und ſorge auf alle Art fuͤr einen dichten Stand der Luzernepflanzen. Sie werden im erſten Sommer noch ein oder zweimal empor wachſen, geben aber nur einen ſchwachen Schnitt. Im Maͤrz des folgenden Jahres beſtreuet man die Lu⸗ zerne mit Aſche, Ofenruß oder mit dem oft erwaͤhnten kurzen Miſt. Im zweiten Sommer muß man ebenfalls alles Auf⸗ zmma t Zunf am iihjahre gart iſ, t mäͤßigen Den und Dür Sogt iht Mahrung) aun bon ſ die daß wand dundt, ur tächtg en) und mit n nn ſäc ſs Jahte ſFteen duf diaſelir Antrnchie Sie wir) Will in r dn de. vom erceng Süde W leere Ste fange dät, in L n Tdet, nihnihn Man v⸗ ſchffen ſu luemen. Getreide g uucs ſcho ii gute — 2————— 71 er ge de kommen von Quecken oder Raſen verhuͤten und wird dieſen Oe iiht Zweck am leichteſten erreichen, wenn man das Luzernefeld im s nit Fruͤhjahre, wenn der Boden gehoͤrig trocken, aber noch nicht hart iſt, tuͤchtig egget. In dieſem Jahre giebt ſie erſt einen erſcafen uh, maͤßigen Ertrag. beobachten. Den reichlichen Lohn fuͤr alle auf ſie gewendete Muͤhe erden ſoll, ne und Duͤngung faͤngt ſie erſt vom dritten Jahre zu geben an. iſt. Danun. Sagt ihr der Boden zu, auf welchem ſie ſteht und findet ſie ge nicht ſter Nahrung in demſelben, ſo breitet ſie ſich aus und verdraͤngt aben, ſo n nun von ſelbſt alles zwiſchen ihr aufwachſende Unkraut. Unkraut urn Die einzige Pflege, die die Luzerne ferner noͤthig hat, iſt, m iſt s ſh. daß man ſie ein Jahr ums andere auf die angegebene Art chtig de h duͤngt, und in jedem Fruͤhjahre das Land mit eiſernen Eggen vorherin mnn tuͤchtig egget, wodurch die obere Erdkrume etwas aufgelockert, und mit der kurzen Duͤngung vermengt wird. Ein ſo behandeltes Lurzernefeld giebt funfzehn bis zwan⸗ olches An,. 4.. blh zig Jahre lang einen immer gleich bleibenden, ſehr hohen 8 Futterertrag. Will man ſie zu Heu machen, ſo verfaͤhrt man „ auf dieſelbe Weiſe, wie beim Klee angegeben iſt, nur mit dem ſcin ſh Unterſchiede, daß die Luzerne fruͤher gemaͤhet werden muß. — wen Sie wird ſonſt zu hartſtaͤngelicht. — 1 Will man von der Luzerne Saamen ziehen, ſo darf es Land t) vor dem dritten Jahre nicht geſchehen. Man laͤßt dann gleich komme En vom erſten Wuchs etwas ſtehen, und giebt Acht, ob einige eit emahi 3 Stoͤcke davon ausgehen. Man ſaͤet ſie ſogleich nach, um alle tetſegn de leere Stellen zu verhuͤten. hinlänglih nn Fangen endlich viele Stoͤcke an zu vergehen, ſo iſt es dieſebe duß Zeit, ein Luzernefeld wieder umzubrechen. Dies iſt eine ſchwe⸗ re Arbeit, weil die Wurzeln ſehr ſtark werden. Mit dem ge⸗ Stellen deble woͤhnlichen Pfluge wird man es nicht umpfluͤgen koͤnnen. ile Ar 11 Man müuͤßte ſich entweder einen ſehr ſtarken Pflug zu ver— werden in Ce ſchaffen ſuchen, oder muß ſich zum Umgraben des Landes be⸗ chſen, quemen. Der ſehr hohe Ertrag, welchen ein Luzernefeld an Getreide giebt, verlohnt ſich der Muͤhe eines ſorgfaͤltigen Um— ruxt nnn89 bruchs ſchon. Man wird danach ohne neue Duͤngung eine ewihnin il ſehr gute Weitzen⸗ und Haferernte halten. rfil d Die Esparſette(Esperklee) iſt in der Dauer der Luzerne aͤhnlich. Sehr unaͤhnlich iſt ſie ihr aber in dem Boden, welchen ſie verlangt. Die Luzerne verlangt zwar einen tiefen, gleichbleibenden und kraͤftigen Bo⸗ den, macht ſich uͤbrigens aber weniger aus den Bodenarten ſelbſt, in denen ſie waͤchſt, verlangt wenigſtens keinen Beſtand⸗ theil des Bodens ausſchließlich. Die Esparſette aber waͤchſt auf dem fruchtbarſten Boden nicht, wenn er keinen Kalk enthaͤlt. Iſt der aber in großer Menge darin enthalten, dann ſey er uͤbrigens fuͤr die mehr⸗ ſten andern Gewaͤchſe noch ſo unfruchtbar: Esparſette traͤgt er doch. Man muß daher keinen Verſuch mit dem Anbau der Es⸗ parſette im Großen machen, wenn man den Boden nicht kennt und weiß, daß ſehr viel Kalk in ihm enthalten iſt. Solcher Boden findet ſich nicht leicht anders, als in der Naͤhe von Kalkſteinbruͤchen. Man unterſucht den Boden auf ſeinen Kalk⸗ gehalt, wie den Mergel. Man nimmt Scheidewaſſer und ſieht, wie viel dieſes von dem ausgetrockneten Boden aufloͤſet. Man muß es aber vorher mit Waſſer verduͤnnen, ehe man es auf den Boden gießt. Will man noch ſicherer gehen, ſo beſaͤet man einige kleine Stuͤcke von ſeinem Felde und verſucht, ob die Esparſette auf ihnen fort koͤmmt. Erſt im dritten Jahre nach der Ausſaat weiß man denn ganz gewiß, ob ſich der Boden fuͤr Espar— ſette eignet, ſo bald ſich nemlich zeigt, daß ſie mit jedem Jah— re ſtaͤrker wird. Im entgegengeſetzten Falle geht ſie aus und man ſieht nur noch einzelne Pflanzen von ihr. Fuͤr die gebirgigten, unfruchtbaren Gegenden in der Naͤ⸗ he der Kalkſteinbruͤche, iſt die Esparſette ein wohlthaͤtiges Ge⸗ ſchenk der guͤtigen Vorſehung. Sie waͤchſt dort auf den ſteil⸗ ſten Anhoͤhen. Selbſt auf Felſen, wenn dieſe nur ſo viel Krume haben, daß ſie einwurzeln kann. Sie dringt mit ih⸗ ren Wutzeln in die Spalten und Ritzen der Kalkſteine ein, und ſucht ſich in ihnen ihre Nahrung. ü a a ale Heu dis funfh ein paar Wll ſo bearbe Kautofel Eaumen R u then nich mern. 6r Lgzerne, gewohnli cen Sch fann linan, de hhiren e. Aulem Ger De 6 unn, ut gi Lußnut nicſens duch nict men ſli Ger geſäe Rr Witter kann und nbeden ten Sehr 73 Wer alſo dort Grundſtuͤcke hat, kann ſie durch nichts ſo u ui gut, als mit Esparſette nuͤtzen. Sie wird ihm jaͤhrlich eine Klean gute Heuernte geben, und wird durch die von ihr in zwoͤlf g. Ncgn bis funfzehn Jahren abfallenden Blaͤtter das Land auch fuͤr und krfn d ein paar Getreideernten empfaͤnglich machen. s den Pian Will man ſich ein recht dichtes Esparſettefeld machen, ns keinen di ſo bearbeite man ein Jahr vor der Ausſaat das Land zu Kartoffeln tuͤchtig. Im folgenden Fruͤhjahre ſaͤt man den baer 11 Saamen mit Hafer oder einer andern Sommerfrucht aus. eer aber in w Iſt der Untergrund Kalk, wie ſchon geſagt, ſo hat man eben nicht noͤthig, ſich viel mehr um die Esparſette zu bekuͤm⸗ mern. Sie wird dann munter fort wachſen. So oft wie die Luzerne, kann ſie aber nicht geſchnitten werden. Sie giebt gens für dide : Esparſete em Anbzu di gewoͤhnlich jaͤhrlich einen guten, und dann noch einen ſchwa— Boden nittir chen Schnitt. ten iſt Elt Kann man ſie von Zeit zu Zeit im Fruͤhjahre ein wenig in der Ui tn duͤngen, ſo wird ſie um ſo beſſer wachſen. en auf ſenna Die Esparſette iſt gruͤn und getrocknet allen unſern Haus⸗ Scheideneſtr thieren ein ſehr angenehmes Futter. Die Pferde brauchen bei n Boden uin gutem Esparſetteheu wenig Hafer. unnen, ſen Der Saamen der Esparſette iſt nicht, wie der der andern Kleearten, klein, ſondern mit den ihn umſchließenden Huͤlſen man eiiin noch groͤßer, wie unſere Getreidearten. Man muß daher dem ſe Espaſſte Maaße nach auch mehr wie Getreide auf den Morgen ſaͤen, und nach der Uüt wenigſtens zwei Scheffel. Darum koſtet die Beſaamung aber aden fir En doch nicht viel mehr, wie die des Kleelandes, weil der Saa⸗ mit ſrdem. men leicht zu erzeugen iſt. zeht ſie aus, Der weiße Klee. den in der 9 vohlthätin. Gewoͤhnlich wird dieſe Kleeart zwar nur zur Weide an⸗ fmi geſaͤet. Sie erwaͤchſet aber auf ſchlechterem Boden bei guͤnſti— dt au 11 ger Witterung ebenfalls zu der Hoͤhe, daß ſie gemaͤhet werden ieſe Wu kann und giebt wegen ihrer groͤßeren Dichtigkeit eine nicht lihus unbedeutende Futtermenge. Sehr rathſam iſt es, weißen Klee dort auszuſaͤen, wo 74 das Land ſich nicht gleich bleibt, ſondern wo beſſerer und ſchlechterer Boden auf einem Stuͤcke haͤufig wechſeln. Die beſ ſern Stellen ſind fuͤr den rothen, die mageren und trockenen fuͤr den weißen Klee. Selbſt wenn dieſer letztere auch nicht zur muͤhbaren Hoͤhe heran waͤchſet, ſo giebt er doch eine gute Weide. Man mengt ihn auch wohl mit Saamen von ro⸗ them Klee und ſaͤet ihn auf den ſchlechtern Boden gemiſcht aus. Bei der Ausſaat dieſer Kleeart gilt alles, was bei dem rothen Klee gelehrt worden iſt. Man braucht aber weit we⸗ niger Saamen zur Ausſaat. Vier Pfund auf den Morgen giebt einen ſehr dichteen Stand. Zur Weide ausgeſaͤet ſind 2 ¾ bis 3 Pfund hinreichend. Die Gewinnung des Saamens von dieſem Klee iſt leich⸗ ter, weil er ſicherer geraͤth als der rothe Klee und weil er weit mehr Saamenkoͤpfe treibt. Waͤchſet er nicht ſo hoch, daß man ihn maͤhen kann, ſo ſammelt man den Saamen durch Kinder, indem man die reifen Koͤpfe abpfluͤcken laͤßt. Die Reinigung des Saamens von der Spreu iſt ganz dieſelbe, wel⸗ che bei dem rothen Klee angegeben iſt, nur geht ſie leichter von Statten. Vom Spoͤrgel(Knickiſch, Kraniſch, Knoͤterich, Juling, Kulinka, Neetkamm). Ich mache den Beſchluß dieſer Anweiſung zum Anbau der Futtergewaͤchſe mit einer Pflanze, die ganz eigends fuͤr den Sandboden geſchaffen iſt. Sie iſt unter den obigen Na— men an vielen Orten bekannt, an andern weiß man aber nicht, daß ſie, ausgeſaͤet und ordentlich angebauet, ein herrli⸗ ches Futterkraut iſt, ob ſie gleich als Unkraut in allen Sand⸗ gegenden bekannt iſt. Die Art, welche man anbauet, waͤchſt hoͤher, wie die wildwachſende. Sonſt iſt ſie der wilden ſehr aͤhnlich. Was der Buchweitzen unter den Huͤlſenfruͤchten iſt, das iſt der Spoͤrgel als Futtergewaͤchs fuͤr den Sandboden. Auf 2 — m⸗ un in Sand Alben! Aler fll den eige Hier iſ jene Gen Dr Mun git zu Heu;! Ern nuß ma ſcnelln Herdſt mo Nacdem M A in ſ zu varſcie ei ſſen ſit ſn u dtn d Ah d ha. Ene rtſe en frälic aun I i m m der im 5 Boden di ker genu 3 Man iſ bei al dercht 2 we lſſenr echſin de und tninnfi⸗ Wfühe ex doch em w Sdamen dr n Boden on. les, was bi cl aber wan auf den M de ausgeſt eſem Kler ſtn he Klee mn er nitt en Sann ut fuuͤken! ganz diſſten ir geht ſtlt 21 noͤterich, ſung zum’ ganj dijendt! den dhihen waiß wn a autt, in he i alln Er tuhe, ni t ähnlih üchen i, Kndhon 2 75 Thon⸗ und Lehmboden, auch auf den feuchtliegenden, lehmi⸗ gen Sandboden baue man immerhin Kartoffeln, Kohl, Klee, Ruͤben ꝛc. mit einem Worte: reich zutragende Gewaͤchſe. Aber fuͤr den trockenen, magern, lehmigen Sandboden und den eigentlichen Sand, verachte man den Spoͤrgel nicht. Hier iſt er ſicherer, alſo auch vortheilhafter anzubauen, als jene Gewaͤchſe. Der Spoͤrgel wird als Futtergewaͤchs vielfaͤltig benutzt. Man giebt ihm den Viehe gruͤn, trocknet ihn und macht ihn zu Heu; man weidet ihn auch ab. Er waͤchſt ſehr ſchnell, dauert aber nur ein Jahr, darum muß man ihm das Land gleich ganz einraͤumen. Seines ſchnellen Wachsthums wegen, und auch weil er ſo ſpaͤt im Herbſt noch waͤchſt, ſchickt er ſich ſehr gut zur zweiten Frucht, nachdem das Land in dem Jahre ſchon eine abgetragen hat. Man thut aber wohl, ihn in ſolchen Gegenden, wo man ihn ſtark anbauet, nicht mit einem Male auszuſaͤen, ſondern zu verſchiedenen Zeiten. Eine gar zu fruͤhe Ausſaat liebt der Spoͤrgel nicht. Am beſten ſaͤet man den erſten in der Mitte Mais oder im An— fange des Junius aus, und wiederholt die Ausſaat alle drei Wochen. Den letzten kann man ſelbſt noch im Anfange des Auguſts ausſaͤen, auf Land, welches Roggen getra— gen hat. Eine eigene Duͤngung verlangt der Boden zu dieſem Ge— waͤchſe gerade nicht, wenn er noch von ſonſt in Kraft iſt, ob freilich auch der Spoͤrgel immer beſſer in wohlgeduͤngtem Lande, als in magerem, kraftloſem waͤchſt. Am beſten ſchickt ſich der Spoͤrgel auf den Sandboden, der im Herbſt mit Roggen beſaͤet werden ſoll, aſs Vorfrucht. Boden dieſer Art wird auch durch zweimaliges Pfluͤgen lok— ker genug fuͤr den Spoͤrgel werden. Man verfaͤhrt uͤbrigens bei der Einſaat des Saamens, wie bei allen kleinen Saamen, d. h. man egget das Land vor— her recht fein und klar, und ſaͤet dann erſt den Saamen auf, 76 braucht auch die Walze bei der Beſtellung, um den Saamen in die Erde einzudruͤcken, und das Land beſſer zu eb⸗ nen. Man ſaͤet auf den Morgen drei bis vier Metzen Saa⸗ men. Iſt der Spoͤrgel bis zum Bluͤhen heran gewachſen, ſo fuͤttert man ihn ab. Man maͤhet ihn und ziehet ihn nicht gern aus, wie es auch wohl gebraͤuchlich iſt, weil die gruͤnen Wurzeln und Stoppeln das Land noch etwas duͤngen. Wird er aber ausgezogen, ſo hinterlaͤßt er dem Lande gar nichts. Man kann den Spoͤrgel auch trocknen und zu Heu ma— chen. Laͤßt man ihn dazu etwas laͤnger ſtehen, ſo daß ein Theil ſchon anfaͤngt, Saamen anzuſetzen, ſo erntet man wohl mehr Heu, in der Regel entzieht man aber dem darauf fol⸗ genden Roggen auch mehrere Kraft des Bodens. So viel Saamen, als man zur Ausſaat braucht, kann man mit leich— ter Muͤhe ziehen, weil er ſehr viel Saamen anſetzt. Das Stroh von dieſem Saamenſpörgel wird von dem Viehe faſt lieber wie gutes Heu gefreſſen. Bauet man den Spoͤrgel als Vorfrucht vor dem Roggen, ſo muß man ſich ſo einrichten, daß er im Auguſt vom Lande geſchafft wird, damit daſſelbe zur Ausſaat des Roggens Anfangs September gepfluͤgt wird. Ohne dieſe Vorſicht geraͤth der Roggen ſo wenig wie nach einer andern Vorfrucht nach dem Spoͤrgel. Man kann den Spoͤrgel zur Verbeſſerung des Landes, auf welches man ihn ſaͤet, und doch zugleich auch zur Erhal⸗ tung des Viehes anwenden, wenn man ihn abhuͤtet. Man treibt das Vieh auf, wenn er eben anfaͤngt zu bluͤhen. Betreibt man ihn bloß mit Rindvieh und laͤßt ihn durch daſſelbe zwar abfreſſen, jedoch nicht bis in den Grund treten, ſo waͤchſt er noch zu ziemlicher Hoͤhe wieder heran, wenn man ihn ſchont. Dann thut man am beſten, ihn im gruͤnen Zuſtande, wenn er wieder in Bluͤthe getreten iſt, unterzupfluͤgen. Auf entfernten und bergigen Feldern, auf welche man mit dem Viehe nicht gut hinkommen kann, oder wenn man ge⸗ mengt mit ſeinen Grundſtuͤcken zwiſchen den Laͤndereien an⸗ dern lau Aüße im ſlich alt ſt. Bei wächſe v Land drei beſäet, d merke ob Vrrfahren gi beſtelt nemwen. Weide ni man nur dad man kainen ſes oon ſc Ind Cnt d dich A d. alf folgen Nan beſet e n heun zeach Rältn. D Wrguf, dun und i fo heſſe,t tinander m ſande, daß Der J gen nit E gen Klee, dher beden ſichen Bu und zweite riil zur uicken um d Suxn. d beſtt u ier Nehndn heron grdit d jiehet ihn „weil die gi düngen 1 de gar nit⸗ und zu Hün ehen, ſo di erntet min dem daraſf Sodens. 6. nn man ni li nen anſthe d n dem Uüiſ den Erii ſich ſo innin d, damit diſ der gepflün ig wie irh rung dos nt hauch zu i an ihn i ten anfingt deih und! nict bi in ter Hohe n tnan an ki Blihe e fralte un. er wenl u m Unieſig derer Leute liegt, wodurch die Behuͤtung mit dem eigenen Viehe immer erſchwert wird, kann man den Spoͤrgel auch gleich als Duͤngung unterpfluͤgen, wenn er in Bluͤthe getreten iſt. Bei dem Unterpfluͤgen dieſes und aͤhnlicher gruͤnen Ge— waͤchſe vermeidet man aber das tiefe Pfluͤgen und laͤßt das Land drei bis vier Wochen liegen, ehe man es mit Roggen beſaͤet, damit dieſe Duͤngung in Faͤulniß geraͤth. Ich be— merke aber ausdruͤcklich, daß zum gluͤcklichen Gelingen dieſes Verfahrens nothwendig gehoͤrt, das Pfluͤgen des mit Spoͤr— gel beſtellten Landes werde vier Wochen vor Michaelis vorge⸗ nommen. Will man das Spoͤrgelland bis nach Michaelis zur Weide nuͤtzen und es dann erſt zu Roggen umpfluͤgen, ſo wird man nur eine ſchlechte Roggenernte halten. Da die Gewinnung des Spoͤrgelſaamens ſo leicht iſt, und man keinen Saamen ſo wohlfeil erhalten kann, ſo hat man das ganz ſchlechte Sandland, welches kaum Bocksbart traͤgt und eine erbaͤrmliche Weide iſt, weil auch der weiße Klee noch zu gut auf demſelben iſt und nicht darauf fortkommt, auf folgende Art durch den Spoͤrgel verbeſſert: Man pfluͤgte dieſes Land im Fruͤhjahre flach um, und beſaͤete es mit Spoͤrgelſaamen. Nachdem der Spoͤrgel etwas heran gewachſen war, fing man an, es mit den Schaafen zu behuͤten. Dieſe fanden durch den jungen Spoͤrgel Nahrung darauf, duͤngten das Land durch ihren Urin und Pferg etwas, und im folgenden Jahre fand man dies Land als Weide doch beſſer, als vorher. Wurde es hernach drei bis vier Jahre hinter einander mit Schaafen behuͤtet, ſo kam es doch in ſolche Um— ſtaͤnde, daß es eine leidliche Roggenernte trug. Der Menge nach erhaͤlt man freilich von einem Mor⸗ gen mit Spoͤrgel beſtellt nie ſo viel Futter, als Ein Mor— gen Klee, Wickey oder Buchweitzen heraus giebt. Man muß aber bedenken erſtlich, daß die genannten Futtergewaͤchſe auf ſolchem Boden, der Spoͤrgel traͤgt, faſt gar nicht fortkommen, und zweitens, daß man vom Spoͤrgel auch bei weitem nicht ſo viel zur Saͤttigung des Viehes braucht als vom Klee und den Wicken. ᷣ 9 1 — a2 Der Spörgel iſt erſtaunlich nahrhaft und wird von Kuͤhen und Schaafen mit der groͤßten Begierde gefreſſen. Die Milch der Kuͤhe bei der Spoͤrgelfutrerung oder Weide iſt faſt die fetteſte. Vor allem ſchickt ſich der Spoͤrgel als Herbſtfutter. Wenn man von gut geduͤngtem, lehmig-ſandigem Lande den Roggen abgeerntet hat, ſo pfluͤge man die Stoppel bald um, egge das Land glatt und beſaͤe es mit Spoͤrgel, wenn feuchte Witterung ein baldiges Aufgehen des Saamens verſpricht. Die Ausſaat koſtet nicht viel, wenn man ſich den Saamen ſelbſt zieht, und in den mehreſten Jahren hat man um Michaelis dann von dieſem ſpaͤt geſaͤeten Spoͤrgel eine ſchoͤne Zubuße zum Herbſtfutter. Hier habe ich Euch nun, lieben Landleute! den Anbau einer ziemlichen Menge Futtergewaͤchſe gelehrt. Ich habe Euch damit bekannt gemacht, welches ſich auf dieſen und wel⸗ ches ſich wieder beſſer auf einen andern Boden ſchickt. Es kann Euch nun nicht ſchwer werden, diejenigen aus⸗ zuwaͤhlen, die ſich fuͤr jeden von Euch ſchicken. Unterlaßt nicht, immer mehrere zugleich anzubauen, damit das Mißra⸗ then des einen durch den reichen Ertrag des andern erſetzt werde. Die Vortheile des Futtergewaͤchsbaues werdet Ihr zuerſt an dem beſſern Zuſtande Eures Viehes wahrnehmen. Es wird Euch mehr Arbeit thun koͤnnen; verkauft ihr ein Stuͤck, ſo werdet ihr mehr dafuͤr erhalten, als jetzt, wo ihr es in magerem Zuſtande zu Markte bringen muͤßt. Euer Tiſch wird reichlich mit Butter und Kaͤſe verſorgt werden. Ihr werdet ſelbſt aus uͤberfluͤßiger Milch und Butter manchen ſchoͤnen Thaler Geld einnehmen koͤnnen. Aus der Maſtung und der Zuzucht jungen Viehes werdet ihr ebenfalls vieles Geld einnehmen. Dieſe Vortheile der beſſern Erhaltung des Viehes fallen ſo leicht in die Augen, daß uͤber ſie wohl niemand wegſehen vir L ti der Uithſche Uebe zjes desn iiniger 3 ich 1o1 ausfohte, ernten, 6 d hetreide Van im drum iſt wie baares aer Viith. henn ich n d Inlm W Nrnel auf liſir ehen d unien fäßige wu Vegigm verwendet! Jeßt weinweiden Vih dur nißte s ſ unſerm lich iller Art he ſOtick Kle drn Steller ſKrgel ni In den windin el, iſen. dM Veide ſ ſau⸗ dſtfute. d. ande den Re ald um, eyy feuchte Witn ht. Die Au ſelbſt zi ſchgelis dan zum Herdſfur ute! den W ehrt. M f dieſen und den ſchick. , diejenizm Unterloftit it das M es andenn ii werdet Hh u neßmen Er r ein Eliic wo ihr es t. Cuer T t werden. M Sutter nnne 79 wird. Weniger wird aber der Gewinn des Futterbaues beach— tet, der aus dem mehreren und beſſeren Miſt fuͤr die ganze Wirthſchaft hervorgeht. Ueberſeht dieſen wichtigen Umſtand ja nicht! Man kann dies deswegen ſehr leicht, weil der verbeſſerte Miſt erſt nach einiger Zeit durch beſſere Getreidefruͤchte ſichtbar wird. Wenn ich 1312 Futter baue und 1813 den Miſt von dieſem Futter ausfahre, ſo kann ich freilich erſt 1814 das Getreide davon ernten. Es dauert alſo lange, ehe man das baare Geld fuͤr das Getreide einnimmt, welches man dann mehr bauet, wenn man im Stande iſt, beſſer zu duͤngen, wie vorher. Aber darum iſt Muͤhe und Arbeit nicht vorloren. Miſt iſt ſo gut, wie baares Geld. Wende ich ihn auf eine kluge Art in mei⸗ ner Wirthſchaft an, ſo traͤgt er mir gewiß beſſere Zinſen, als wenn ich an ſeiner Stelle einige hundert Thaler baares Geld auf Zinſen ausgeliehen haͤtte. Wie wuͤrde es mich freuen wenn ich durch dieſes Buch etwas dazu betragen koͤnnte, daß Ihr, guten Landleute, in beſſere Umſtaͤnde kaͤmet. Wenn ich hoͤrte, daß ihr anfingt, Mergel aufzuſuchen und auszufahren; wenn Ihr den Miſt beſſer behandeln lerntet, das Land mehr von Unkraut aller Art reinigen lerntet; und vor allen Dingen wenn Ihr Euch fleißiger auf den Futterbau legtet— gewiß, ich wuͤrde mit Vergnuͤgen an die Zeit zuruͤck denken, die ich auf dieſe Schrift verwendet habe. Jetzt wuchſen auf den Braachen und Angern oder Ge⸗ meinweiden kaum ſo viele Graͤſer und Kraͤuter, daß ſich das Vieh durch ſie vom Hungertode retten konnte. Wie herrlich muͤßte es ſeyn, wenn man von nun an alles beſſere Land in unſerm lieben Vaterlande gleich einem Garten mit Fruͤchten aller Art beſtellt faͤnde. Hier ein Stuͤck Kartoffeln, dort ein Stuͤck Klee; daneben Gerſte, Weitzen und Roggen. An an— dern Stellen faͤnde man wenigſtens Wicken, Buchweitzen und Spoͤrgel mit Roggen und Hafer abwechſelnd angebauet. In den Viehſtaͤllen faͤnde man ſtatt des jeßigen kleinen, 8⁰ elenden Viehes, ſchoͤnes glattes und ſtarkes Vieh, welches mit den eben beſchriebenen Futtergewaͤchſen im Sommer ſo gut wie im Winter im Stalle gefuͤttert wuͤrde. Auf dem Hofe ſaͤhe man uͤberall Ordnung und Reinlichkeit zum Nutzen der ganzen Wirthſchaft walten. Der Miſt wuͤrde regelmaͤßig vor den Viehſtaͤllen aufgeſchichtet liegen, nicht zerſtreut auf dem ganzen Hofe umher. Von Zeit zu Zeit wuͤrde der ganze Hof abgekehrt, und aller Miſtabfall wieder dahin gebracht, wohin er gehoͤrt. Sagt, muͤßte es nicht eine rechte Freude ſeyn, in unſern Gegen⸗ den zu reiſen? Wie kurz wird dem Reiſenden der Weg, wenn er zwiſchen beſtellten Feldern durchgeht? Wenn er uͤberall nur Landleuten mit muntern, raſchen Pferden, mit wohlgenaͤhrten, halbfetten Ochſen begegnet, die mit freundlichen Geſichtern ihre wohlanſehnlichen Thiere bei der Arbeit leiten? Wie wuͤrde un— ſer geliebter Koͤnig ſich freuen, wenn er dieſe Veraͤnderung des Zuſtandes der Landleute erlebte! Wenn er das Land durch⸗ reißßte und uͤberall um ſich her Spuren von Fleiß und Wohl⸗ ſtand entdeckte! Ihr macht ihm, dem edlen Menſchenfreund, dem wah⸗ ren Vater aller ſeiner Unterthanen, gewiß dieſe Freude. Da⸗ zu ſeyd ihr viel zu gute Preußen, die ihre Anhaͤnglichkeit an ihren Regenten ſo oft bewieſen haben, da, wo es Euch Auf— opferungen koſtete. Um ſo mehr werdet Ihr den Willen des Koͤnigs jetzt zu vollziehen ſuchen, da Ihr ſelbſt den groͤßten Vortheil fuͤr Euch und Eure Nachkommen davon erwarten koͤnnt. Neuntes Kapitel. Von den Wieſen. & Ihr wundert Euch vielleicht, Freunde! daß ich bisher ſo viel von dem Bau der Futtergewaͤchſe auf dem Ackerlande geſagt habe habh tſa In Gla n Futte uch aber onnt, a der Futte votzujiehe Den) gen lche! ännen, ſic tir muß ſ diel zu ihr wenn ſie über bö ſe til ic wil hhu geſcic ſitter nach öna Ae nie weier , in may ſtaffn har, ln da worig dac dade Wal d ülhet in man diepf hof dm f Äcen de din puud hitths im kummen wi Eine die im grit nj Zeit ab Vich, nn r Ernne n Auf da fß zum Nun de rogeimißn zerſtreut au rde der zang gebracht, n in unſern e en der Wag n enn er übnl nit wohlgmih hen Geſichene 7? Wie wun ieſe Verint er das Land Fleiß und l. nfreund, dim dieſe Freude! Anhaͤnglcki wo es Luc hr den Vln h ſäbſt dm nin i davon ernee itel it kir Aterbn 9 8¹1 habe, ohne die natuͤrlichen Futterfelder, die Wieſen zu erwaͤh— nen. Glaubt nicht, daß es deswegen geſchehen iſt, weil ich den Futtergewinn auf den Wieſen gering achte. Ich wollte euch aber zeigen, auf welche Art ihr ſo viel Futter erbauen koͤnnt, als ihr nur immer wollt, und zu dieſer Abſicht iſt der Futterbau auf dem Ackerlande dem Wieſenbau allerdings vorzuziehen. Denn Wieſen ſind Grundſtuͤcke, die wegen ihrer niedri⸗ gen Lage nicht mit Sicherheit zum Anbau gebraucht werden koͤnnen, ſich aber vorzuͤglich zum Graswuchs eignen. Die Na— tur muß ſie alſo ſchon gebildet haben. Ich kann zwar ſehr viel zu ihrer Verbeſſerung thun. Ich kann ſie abwaͤſſern, wenn ſie zu naß ſind, bewaͤſſern, wenn ſie zu trocken ſind, aber es ſteht nicht in meiner Gewalt, Wieſen anzulegen, ſo viel ich will, ſondern ich kann nur ſehr wenige Grundſtuͤcke dazu geſchickt machen. Koͤnnte man alſo das nahrhafte Vieh⸗ futter, welches dem Heue gleich kommt, nicht auf dem mehr trocknen Ackerlande erbauen, ſo koͤnnte man in der Viehzucht nie weiter gehen, als der Heugewinn auf den Wieſen erlaubte. Ja, in manchen Gegenden, wo die Natur keine Wieſen ge⸗ ſchaffen hat, wuͤrde man den Ackerbau, ohne den Anbau, der in den vorigen Kapiteln beſchriebenen Futtergewaͤchſe, auf eine hoͤchſt elende Art treiben koͤnnen. Weil dieſe Futtergewaͤchſe das Wieſenheu erſetzen koͤnnen, gebuͤhrt ihn alles Lob. Es verſteht ſich aber von ſelbſt, daß man die Pferde hinter den Wagen ſpannen wuͤrde, wenn man bloß dem Futterbau auf dem Felde Fleiß widmen wollte, hin⸗ gegen die Wieſen vernachlaͤßigte. Dieſe von der Natur gebil⸗ deten Futterfelder verdienen die Aufmerkſamkeit jedes Land⸗ wirths im hohen Grade, der in ſeiner Wirthſchaft vorwaͤrts kommen will. Eine Wieſe, die in der Naͤhe eines Fluſſes oder Baches liegt, die im Fruͤhlinge uͤberſchwemmt wird, den Sommer, bei duͤr— rer Zeit, aber dadurch, weil ſie dem Waſſer ſo nahe liegt, in ihrer Tiefe immer Feuchtigkeit genug zum Wachsthum des Graſes behaͤlt, dabei aber feſt, nicht ſumpfigt iſt, giebt in der II. 1 64 1 4 1 A w 82 52 Regel einen reichen Heuertrag. Auch ſolche Wieſen tragen gewoͤhnlich vieles und gutes Gras, die in einer huͤglichten Gegend zwiſchen Ackerlaͤndereien liegen, und von dieſen die bei Thauwetter und Regenguͤſſen herabfließende Geile oder herabgeſpuͤlten Duͤngertheile erhalten. Wer Grundſtuͤcke der Art beſitzt, hat einen wichtigen Schatz. Sie ſind aber ſelten. Weit haͤufiger finden ſich die Wieſen entweder von Naͤſſe oder Duͤrre leidend. Hat eine Wieſe eine zu naſſe Lage, ſo entſtehen folgende NRachtheile: 1) Es wachſen auf einer ſolchen nur ſchlechte, nahrungs⸗ loſe Graͤſer, die das Vieh nur aus Hunger frißt. 2) Durch das Ueberſtehen des Waſſers bei warmer Wit⸗ terung faulen die Wurzeln der beſſern Grasarten, oder werden von dem Weideviehe in den Grund getreten, weßhalb naſſe Wieſen auch nur wenig Gras tragen koͤnnen. 3) Die Unebenheit, die durch dieſes Durchtreten des Viehes eine Wieſe erhaͤlt, verhindert das Abmaͤhen des Graſes noch obendrein. Man erhaͤlt alſo auf dieſen Wieſen nicht ein⸗ mal das Gras, was gewachſen iſt. 4) Das Trocknen des Heues iſt auf ſolchen Wieſen ſehr ſchwierig. Bei naſſer Witterung muß das abgehauene Gras oft ſehr weit geſchafft werden, ehe man eine Stelle findet, die ſich zum Heumachen ſchickt. Wieſen der Art haben dieſer Nachtheile wegen gewoͤhn— lich einen geringen Werth. Ja, es ſind mir Faͤlle bekannt, wo die Gewinnung des Heues auf naſſen Wieſen mehr Koſten machte, als das Heu werth war. Dieſe Wieſen ſind durch gute Ableitung des Waſſers un⸗ endlich zu verbeſſern. Wie man dies aber verrichten muͤſſe, kann nur ganz deutlich bei jedem naſſen Grundſtuͤcke ſelbſt gezeigt werden. Die Regeln, die ich im erſten Theile von der Ableitung des Waſſers uͤberhaupt gegeben habe, ſind auch hier zu befolgen. In der Regel kann ſich ein einzelner Landwirth ſelten das uͤberfluͤſſige Waſſer vom Halſe ſchaffen. Es muͤſſen ſich ganze Gemiber uhn, in grundſtu hand bie nem Eige chen und Da⸗ alſo auch! o borthell duſſabeden ſinem Wil hinunten de Wiſſe ſeiner Gen venn man ſjm urd ſtrung. Dm unn da dauctikit ſcte Aaoha ſetn galt dher Graden natt wade bſtaſh le derjber Viſe ſrim Sähre ſirur da uunu drtheilen i her liege, Vonnte ob⸗ ſicge anzu Ahritte mi ntgannen ce Lin ten n ein zitn And von nd leßende Gil at einen we ſiger ſinden ſt eidend. dntſehe ſ ſchuehte, nah r frißt. es bei warn zarten, oder w ten, weßhalr nen. 3 Durchtan bmaͤhen ded en Wiſſen ii ſolchen Wiſn abgehauene e Stelle fion eile wegm dei mir Falle di Wieſen niht c J des Paſſetz er verrichten 7. Grundſtict ſen Theit un ho ſid act andvith dltna nüſ ſi g Gemeinden dazu vereinigen, um die Hauptabzugsgraͤben an⸗ zulegen, in welche dann ein jeder kleinere Graͤben von ſeinen Grundſtuͤcken leiten kann. Zu ſolchen Anlagen bereitwillig die Hand bieten, um jedem ſeiner Nachbaren den Genuß von ſei⸗ nem Eigenthum zu erleichtern, iſt Pflicht jedes guten Men— ſchen und Chriſten. Das Waſſer, welches im Uebermaaß allen Grundſtuͤcken, alſo auch den Wieſen ſchaͤdlich wird, kann bei kluger Anwendung ſo vortheilhaft fuͤr die Wieſe benutzt werden, daß man durch daſſelbe den Heuertrag verdoppeln kann, wenn man es ganz nach ſeinem Willen lenken, es eben ſo leicht auf die Wieſen als hinunter leiten kann. Dieſe freie Leitung des Waſſers auf die Wieſen, die man zu jeder Zeit nach dem Beduͤrfniß in ſeiner Gewalt hat; wo man die Wieſen trocken legen kann, wenn man will, und ſie wieder mit Waſſer verſorgt, wenn ſie an der Duͤrre leiden, nennt man die Wieſenbewaͤſ⸗ ſerung. Wem wird es nicht ſogleich einleuchten, daß die Wieſen dann den hoͤchſten Ertrag geben muͤſſen, wenn ich ihnen die Feuchtigkeit zufuͤhren kann, wenn ich will? Die Gelegenheit, ſolche Anlagen zu machen, findet ſich ſehr haͤufig, ſie wird aber ſelten genuͤßt. Faſt jede Wieſe, die an einem Bache, Fließe oder Graben liegt, kann zu einer ſolchen Waͤſſerungswieſe ge⸗ macht werden. Hat ein fließendes Waſſer ein ſtarkes Gefaͤlle, ſo iſt es ſehr leicht, es um die Wieſe, an den hoͤhern Stel— len derſelben, herum zu fuͤhren, und um die niedriger liegende Wieſe ſtroͤmen zu laſſen. Sehr oft ſchickt ſich aber auch ſchon ein fließendes Waſ⸗ ſer zur Bewaͤſſerung, das ſcheinbar wenig Gefaͤlle hat. Das Augenmaaß truͤgt aber niemals ſo ſehr, als wenn man daruͤber urtheilen will, ob eine Gegend des Feldes niedriger oder hoͤ⸗ her liege, als eine andere. Ich mache euch hier auf ſoge⸗ nannte oberſchlaͤchtige Waſſermuͤhlen aufmerkſam. Um eine ſolche anzulegen, braucht man ein Fließ oft nur auf 500 Schritte mit hoͤheren Ufern zu verſehen, und es an der Stelle anzuſpannen, wo das Waſſer auf das Muͤhlrad fallen ſoll. Nicht 84 ſelten faͤllt das Waſſer nun zehn Fuß hoch hinunter, und vor⸗ her, ehe dieſe Muͤhle angelegt war, floß es im Fließe ſchein— bar faſt uͤberall gleich. Nun denkt einmal, wohin Ihr das Waſſer leiten koͤnnt, wenn Ihr es nur halb ſo hoch wie zu einer oberſchlaͤchtigen Muͤhle noͤthig iſt, alſo etwa fuͤnf Fuß oder nur vier Fuß, an— ſpannen koͤnnt?—— Wenn ihr nun einen neuen Graben anlegt, der das angeſpannte Waſſer um die hoͤher und trok— ken liegenden Grundſtuͤcke fuͤhrt, ſo koͤnnt ihr es auf Eure Wieſe hinleiten, an welche Stelle Ihr wollt. Ja, Ihr koͤnnt oft ſolche Stellen dadurch in herrlichen, fruchtbaren Wieſengrund verwandeln, die vorher wenig Werth fuͤr Euch hatten. Es wuͤrde mich zu weit fuͤhren, wenn ich hier die gan— zen Arbeiten zur Anlage der Wieſenbewaͤſſerung beſchreiben wollte, und ich wuͤrde doch demjenigen, der gar keinen Be— griff davon hat, nicht deutlich werden. Ich konnte aber nicht unterlaſſen, aufmerkſame Landleute zu erſuchen, auf den Lauf des an ihren Wieſen vorbeifließenden Waſſers mehr zu achten. Vielleicht findet mancher Gelegenheit, ohne viele Umſtaͤnde ei— ne Bewaͤſſerung ſeiner Wieſe anzulegen. Er wuͤrde ſich ver⸗ dient um ſeine ganze Gegend machen, und er wuͤrde, haͤtte er die Leitung des Waſſers nur erſt angefangen, ſehr bald auf die Regeln geleitet werden, die dabei zu beobachten ſind. Denn glaubt nicht, Freunde! daß eine ſolche Bewaͤſſe⸗ rung bloß die Sache reicher und großer Gutsbeſitzer iſt, und daß dazu koſtbare Daͤmme und Schleußen in allen Faͤllen ge— hoͤren. In vielen Gegenden iſt eine Waͤſſerungsanlage von jedem einzurichten, der nur etwas mit der Zimmermannsar— beit Beſcheid weiß, und hin und her eine waſſerdichte Schleuſe anzulegen verſteht, die man ſo haͤufig an Teichen und Fiſch⸗ behaͤltern ſehen kann. Es giebt in Deutſchland Laͤnder, wo alle Bauern ihre Wieſen waͤſſern, wo man die ungewaͤſſerten Wieſen ſo ſelten, als bei uns die bewaͤſſerten findet. Dort erzwingt man die etiſte tliice L n ſo g uß wan diel Heu Bii Vaſſer on anden auf ale? 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Bei uns iſt freilich die Enfernung und Ableitung des Waſſers in den mehreſten Gegenden nothwendig, ehe man an andere Verbeſſerungen der Wieſen denken kann. Dieſe auf alle Weiſe zu bewirken, ſcheue man weder Muͤhe noch Koſten. Iſt man ſo gluͤcklich, eine naſſe Wieſe trocken gelegt zu haben, ſo iſt das erſte, was ferner geſchehen muß, daß man die Wieſe ebnet. Iſt der Boden wie gewoͤhnlich, ein lo— ſer Moorboden, ſo wird man viel ausrichten, wenn man die Wieſe mit ſcharfen Eggen tuͤchtig egget und dann die Walze braucht. Wenn man die Wieſe vor dem Walzen mit Heuſaamen be⸗ ſtreuete, ſo wuͤrde bald ein beſſerer Graswuchs erfolgen. Waͤren die Unebenheiten auf einer Wieſe aber ſehr groß, ſo daß ſie voller ſogenannter Kaupen waͤre, oder der Boden waͤre ſo feſt, daß die Eggen ihn nicht zwingen koͤnn— ten, ſo muͤßte man die Ebnung auf andere Art veranſtalten. Man muͤßte entweder Erde auffahren, oder die Wieſe foͤrm⸗ lich umbrechen und beſtellen. Das Auffahren der Erde wuͤrde am beſten im Win⸗ ter bei Froſtwetter lgeſchehen. Man muͤßte die Erde auch gleich auf dem Froſte ausbreiten. Beim Aufthauen wuͤrde ſie ſich dann in die Vertiefungen einſchwemmen, und ſich innig an den Wieſengrund anſchließen. Waͤre der Wieſenboden moorig, ſo wuͤrde zum Auffah— ren ſchon bloßer Sand zutraͤglich ſeyn. Am beſten waͤre frei⸗ lich ein mergelichter Lehm, wenn er in der Naͤhe zu haben waͤre. Da aber auf den Morgen wenigſtens achzig bis hun⸗ dert Fuhren aufgefahren werden muͤſſen, wenn es nachhaltig helfen ſoll, ſo kann man wenig auf die Erde ſelbſt ſehn, 86 die man dazu nimmt, ſondern thut am beſten, die naͤchſte da⸗ zu anzuwenden. Eine ſo mit Erde befahrne Weiſe muͤßte man nun im Fruͤhlinge, nach dem Abtrocknen, vollends ebnen; die hervor⸗ ragenden Kaupen muͤſſen abgeſtochen, und, wo moͤglich, muͤßte nachher alles geegget werden. Das Ausſaͤen von Heuſaamen waͤre eben ſo nothwendig. Die Arbeit wuͤrde freilich in der angegebenen Art bedeutend ſeyn, aber man koͤnnte nach eini— gen Jahren von einer ſolchen Wieſe auch gewiß das Dreifache an Heu ernten. Eine andere Art, ſolche Wieſen zu ebenen, iſt die,, ſie ein Jahr, oder, wenn es noͤthig iſt, laͤnger zu pfluͤgen oder zu graben, und dadurch zu ebnen. Dieſen Zweck erreicht man gewiß durch die Beſtellung am vollkommenſten. Es iſt aber hierbei zu bedenken, daß man die Grasnarbe(Gruſe) dadurch zerſtoͤrt und verdirbt, und dann auf laͤngere Zeit nicht das dichte, ſogenannte Untergras wieder erhaͤlt, welches ſich auf gut benarbten Wieſen findet. War die Wieſe vorher, wie leider ſehr haͤufig der Fall iſt, voller Loͤcher, ſo findet ſich der dichte Raſen ohnedies nicht, und man thut wohl, wenn man die Wieſe im trockenen Herbſt zeitig umbricht. Im Fruͤhjahre ſaͤet man auf dieſes Land Ha— fer, egget es tuͤchtig, und ſtreuet nachher Heuſaamen, Klee und dergl. aus, und bei moorigem Boden wird die Ebnung mit Huͤlfe der Walze mit einer einzigen Beſtellung der Wieſe zu bewirken ſeyn. Weniger leicht wird es aber geſchehen, wenn der Wieſen— boden thoniger iſt; dann wird man die vollkommene Ebnung vielleicht erſt in drei Jahren zu Stande bringen. Im erſten Jahre nach dem einfährigen Umbruch muͤßte man auf die um⸗ gebrochene Grasnarbe Hafer ſaͤen. Im zweiten Jahre beſtellte man das Land mit Kartoffeln oder Kohl, wenn es naß iſt. Die Duͤngung eines Wieſengrundſtuͤcks, welches man aufbricht und mit Fruͤchten beſtellt, iſt hoͤchſt noͤthig, wenn man die Abſicht hat, daſſelbe Hinſichts des Graswuchſes zu ver⸗ beſſern. ch Kle wwächſen trag eine de zwar! auchohne rſtdyſt rrpolen u Auf nſenn mar Pieſen ve Söll veit abwa und bearh d Bhü z Liche magſtaſt ſem N non wid run mi 87 1 nühnadi Aöls, d (inal pe und Grazn daß heide! . 8s gi Ra terier dudt. T Als und dald bena die onders be ung thun ſoſiße in d riten üßte mm min ebnen; deſen wo nͤlih den von Heuſe rde früih 1 könnte nac zewiß das Di ebenen, iſ di er zu pflgn Zweck erricin nſten. Es ſſt be(Gruſc) d gere Zeit iite ,welches ſt hr haͤuffg dri aſen ohnedicnt Wim trocknan h auf dieſes Ge Heuſaumn, wird die dhun eſtellung de d wenn der Wi ſkommene Cbnu ngen. Im elt eman auf de iten Jahre düt venn G u’ chu va citi g, wen 1u 1 19 zwuchſes 37 Im dritten Jahre ſaͤete man auf das wohlverarbeitete und klein gehackte Land wieder Hafer oder Gerſte, und zu— gleich Klee- und Heuſaamen. Die Duͤngung zu den Wurzel⸗ gewaͤchſen wird ſich gewiß durch den baldigen, reichen Heuer— trag einer ſo behandelten Wieſe reichlich bezahlen. Man wuͤr— de zwar die angegebenen drei Fruͤchte auf guten Wieſenboden auch ohne Duͤngung ziehen; das Land wuͤrde aber dadurch ſo erſchoͤpft werden, daß es erſt nach langer Zeit ſich ganz wieder erholen und dichtes Gras tragen wuͤrde. Auf eine aͤhnliche Weiſe muͤßte man auch verfahren, wenn man die vom Viehe uneben getretenen Gemeinweiden in Wieſen verwandeln wollte. Sollten ſich ſolche Grundſtuͤcke aber auf keine Weiſe ſo weit abwaͤſſern laſſen, daß ſie auf die beſchriebene Art beackert und bearbeitet werden koͤnnen, ſo vermeide man um ſo mehr das Behuͤten dieſer Wieſen mit dem Rindvieh. Die bisheri— gen Loͤcher werden durch die Ueberſchwemmung allmaͤhlig weggeſchaft werden, und ſolche Wieſen werden zwar, ſo lange ſie an Naͤſſe leiden, immer nur ein kraftloſes Futter geben; man wird aber doch die Menge deſſelben durch gaͤnzliche Scho⸗ nung mit dem Viehe ſehr vermehren. So nuͤtzlich wie das Ebnen der naſſen Wieſen iſt, ſo nothwendig iſt auch das Ausroden aller Straͤucher und alles Holzes, welches ſich haͤufig findet. Ein Grundſtuͤck, welches einmal zur Wieſe beſtimmt iſt, ſoll kein Holz tragen. Holz— und Graswuchs laſſen ſich nicht mit einander vereinigen, ohne daß beide nicht leiden ſollen. Es gehen gewiß im ganzen Lande mehrere hundert Fuder Heu verloren, weil man auf den Wieſen allerhand Straͤucher duldet. Wer ſie bisher noch auf ſeinen Wieſen hatte, rode ſie aus und werfe auf dieſe Stelle etwas Heuſaamen, damit ſie bald benarben. Die hohen, trockenen Wieſen muͤſſen ihrer Lage wegen anders behandelt werden, wenn man etwas zu ihrer Verbeſſe⸗ rung thun will, als die naſſen. Gewoͤhnlich geben ſie ein ſehr ſuͤßes, nahrhaftes Heu. In trockenen, heißen Sommern 88 ſind ſie aber faſt dem Verdorren ausgeſetzt, und geben einen ſehr geringen Ertrag. Grundſtuͤcke dieſer Art ſind nur dadurch fuͤr ihren Zweck brauchbarer zu machen, daß man ſie zu be— waͤſſern ſucht. Erlauben die Umſtaͤnde aber eine ſolche Anlage, ſo bezahlt ſie ſich in einigen Jahren. Die Unebenheiten auf den hohen, trockenen Wieſen, ſind von anderer Art, wie auf den naſſen. Es ſind entweder be— raſete Maulwurfshuͤgel, oder die Ameiſen haben ihre Woh⸗ nung in ſolcher Anzahl hier aufgeſchlagen, daß man beim Maͤhen ſelten zehn Hiebe aus freier Hand thun kann, ſondern immer befuͤrchten muß, einen kleinen Huͤgel mir der Senſe wegzuhauen. Ordentliche Wirthe vertheilen die von den Maulwuͤrfen aufgeworfene Erde in jedem Fruͤhlinge, und ſuchen die Maul— wuͤrfe wegzufangen. Dies Vertheilen der lockern, friſchen Maulwurfshaufen iſt ſehr leicht; deſto umſtaͤndlicher aber iſt es, dieſe kleinen Huͤgel wegzuſchaffen, wenn ſie ſchon beraſet ſind. Will man dieſe Arbeit ordentlich verrichten, ſo nimmt man einen ſcharfen Spaten, ſpaltet einen ſolchen Huͤgel damit in vier Theile, hoͤhlt unter dem Raſen den Huͤgel aus, und wirft die Erde auf die Wieſe umher. Man tritt nachher den Raſen mit den Fuͤßen nieder, ſo daß die ganze Wieſe wieder eben wird. So unſſtaͤndlich dieſe Arbeit iſt, ſo hat ſie doch den großen Nutzen zur Folge, daß der Raſen nicht verletzt wird, welches nothwendig geſchieht, wenn man die Huͤgel ge⸗ radezu abſticht. Auf der abgeſtochenen Seite waͤchſt im erſten Jahre gar nichts, und erſt nach laͤngerer Zeit iſt ſie wieder ordentlich beraſet. Sehr oft giebt es aber zur Ebnung einer ganz mit Maul⸗ wurfshaufen und Ameiſenhuͤgeln bedeckten Wieſe gar kein an— deres Mittel, als ſie umzubrechen, und ein paar Jahre zu beackern. Man bauet am beſten Hafer oder«Wickengemenge, dann Kartoffeln oder Ruͤben darauf, und ſaͤet nachher Klee mit Grasſaamen mit dem Hafer aus. Wenn ſchon das Duͤn⸗ gen der naſſen Wieſen nothwendig war, ſo iſt es hier bei den trocknen um ſo noͤthiger, wenn man nicht eine Verſchlechte⸗ rung( tn all. Zut tr dem und man handet vorgeſche terkraͤute Hat tarheſſeru puzen ſe und von uuch an, orgen. Wißſen dh Ger ſine. ufing un hier nit utheg de Ale? Mnnt habe, R he b; Wähl en We Wrtung ſo kn n 3n. 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Hat man mit ſeinen Wieſen erſtlich die genannten Grund— verbeſſerungen vorgenommen, ohne welche keine andere von Nutzen ſeyn wuͤrde; ſind ſie nemlich trocken gelegt, geebnet und von Straͤuchern und Geſtruͤppe gereiniget, ſo fange man auch an, fuͤr eine Duͤngung dieſer wichtigen Grundſtuͤcke zu ſorgen. Man unterlaͤßt dies in unſern Gegenden, weil die Wieſen ohne Duͤngung doch jaͤhrlich etwas Gras tragen. Wer aber ſeine Wirthſchaft ernſtlich verbeſſern, und den ſicherſten Anfang dazu mit dem vermehrten Futtergewinn machen will, darf die Duͤngung der Wieſen nicht unterlaſſen. Er wird hier mit der wenigſten Arbeit die Menge des nahrhaften Vieh⸗ futters vermehren. Alle die Duͤngungsmittel, die ich fuͤr den Ackerboden ge⸗ nannt habe, ſchicken ſich auch fuͤr die Wieſen, jedoch immer das eine beſſer, als das andere. Wohl verrotteter, gewoͤhnlicher Miſt, den man auf die ganze Wieſe recht gleichmaͤßig ausbreitet, thut die herrlichſte Wirkung. Sind die Wieſen der Ueberſchwemmung ausgeſetzt, ſo kann man ihn nicht wohl eher als im Fruͤhjahre aufbrin⸗ gen. Sonſt iſt es beſſer, dies im Herbſt bald nach der Grummternte zu thun. Seine beſte Kraft wird ſich dann um ſo eher der Wieſe mittheilen. Noch beſſer als gewoͤhnlicher Miſt iſt fuͤr Wieſen ein kurzer Mengemiſt, den man ſich auf folgende Art bereiten kann: Man macht in der Naͤhe des Hofes, oder auf dem Ho⸗ fe ſelbſt, eine flache, zwei Fuß tiefe Grube. In dieſe ſchuͤttet man allen Auskehricht und den Gaſſenkoth, welchen man im Sommer auf den Dorfplaͤtzen und ſonſt zuſammenfegt. Fer⸗ 90 ner ſchuͤttet man aus der Haushaltung alles auf, was man ſonſt wohl wegzugießen pflegt, als: Seifenlauge vom Wa— ſchen, Abfaͤlle vom Schlachten, Blut ꝛc. Urin und dergleichen. Auch Spreu und Abgaͤnge vom Reinigen des Getreides oder andern Saamen, die man wegen des darin enthaltenen Un⸗ krautſaamens nicht in den eigentlichen Miſt bringen darf, ſchuͤttet man zu dieſem Mengeduͤnger fuͤr Wieſen, wo die Un— kraͤuter fuͤr das Ackerland nicht ſchaͤdlich ſind. Ein ſolcher Miſt ſchickt ſich vorzuͤglich fuͤr hohe, trockene Wieſen. Man faͤhrt ihn ſo ſtark auf, daß auf den Morgen zwei Fuder, von denen jedes die Laſt eines Wiſpel Roggens hat, komme. Man muß aber bei dem Ausſtreuen dieſes Mi⸗ ſtes fuͤr eine recht gleichmaͤßige Vertheilung ſorgen. Zu dem Ende muß man dieſen Mengemiſt vor dem Ausfahren wenig⸗ ſtens einmal durchgearbeitet haben. Eben ſo gut wie dieſer Mengeduͤnger, wuͤrde eine Mi⸗ ſchung von Moder und Mergel ſeyn, von der ich S. 335. des erſten Theils geſprochen habe. Ganz vorzuͤglich ſchickt ſich jedoch zur Wieſenduͤngung die Seifenſiederaſche. Sie iſt unvergleichlich auf feuchten, jedoch nicht ganz ſumpfigen Wieſen, welche mit Moos uͤberzogen ſind. Das Moos verliert ſich nach der Aſchenduͤngung, und es zei— gen ſich da, wo ſie hingekommen iſt, die ſchoͤnſten Kleearten und andere beſſere Graͤſer, wo vorher nur Segge und andere ſauere Graͤſer wuchſen. Man faͤhrt die Aſche im Maͤrz auf, wenn der Schnee weggeſchmolzen iſt. Man kann ſie aber ſelten ſo brauchen, wie ſie vom Seifenſieder kommt, weil ſie gewoͤhnlich noch zu naß iſt, und ſich nicht gut vertheilen laͤßt. Man muß ſie al— ſo fruͤher anfahren und ſie trocknen laſſen, damit ſie ein kla⸗ res Pulver werde. Kann man auf den Morgen nur ein Fuder, ſo ſchwer wie ein Wiſpel Getreide, bringen, ſo hilft es ſchon viel. Man muß ſie dann aber mit Mulden oder Koͤrben ſo gut wie Saamen ausſaen, damit uͤberall etwas hinkomme. Beſſer iſt 1, Em m n fder or 6s iſ eß man ind um die Lil Ebnung, dui ne von Zeis ſo viel Hat fann ſch al: Aufmereſam u Iir wird mn Peſen im ii Bei n die Viſſe 8 Appen, die 1 mnjglens fine ſh dr Gww⸗ dN nI Wüon hlabe uucereict De Shg ſdütan, bmg ſewi nnin ds dlf tes nlaugt Wn d. n und dantn. des Getriaa mn enthalkn! ſiſt bringn Gieſen, wo d d für hohe, iu Zauf den Aw s WſſpelJeg ſtreuen diſß! ſcrge dr Aufohrn nn „ wuͤrde ine er ich S.p Wieſendüngr uf feuchte, vos uͤberphn gung, und ſchoͤnſten Kar Segge und n wenn der Ett eten ſo brut wwähnlch noch Nun muß ſi mmit ſie ein 1 de, t sſti ui ¹ fitdn b um B 91¹ es, wenn man ſie ſtaͤrker, auf den Morgen ein und ein hal— bes Fuder oder zwei Fuder, bringen kann. Es iſt gewiß nicht zu viel geſagt, wenn ich behaupte, daß man in vielen Gegenden, wo man ſich bisher gar nicht um die Wieſen kuͤmmerte, durch die Abwaͤſſerung, durch die Ebnung, durch die Ausrodung alles Geſtruͤppes, und durch ei— ne von Zeit zu Zeit wiederholte Duͤngung, ſich noch einmal ſo viel Heu verſchaffen kann, als man bisher erntete. Man kann ſich alſo die Erhaltung des Viehes durch dieſe vermehrte Aufmerkſamkeit auf die Wieſen ſehr erleichtern. Um ſo weni— ger wird man den verkehrten Gebrauch ferner beibehalten, die Wieſen im Fruͤhlinge durch das Vieh zu ruiniren. Bei naſſer Witterung, wenn das Vieh eintritt, muͤſſen die Wieſen nie betrieben werden. Man verdirbt ſonſt in fuͤnf Tagen, die man weidet, das Futter, welches fuͤr daſſelbe Vieh wenigſtens funfzehn Tage gereicht haͤtte. Im trocknen Herbſt, nach der Grummternte, kann man die Wieſen zwar eine kur— ze Zeit mit dem Rindviehe betreiben, man muß aber ſogleich davon bleiben, wenn der Boden durch regnigte Witterung aufgeweicht iſt. Die Behuͤtung der Wieſen mit Schaafen, die weniger eintreten, kann laͤnger fortgeſetzt werden. Auch kann man die— ſe mit weniger Schaden im Fruͤhlinge auftreiben. Fuͤnfter Abſchnitt. Von der Viehzucht im Allgemeinen. Erſtes Kapitel. Von der Zucht, Wartung und Erhaltung der Hausthiere. Gacllich iſt der Landmann, der durch gute Duͤngung und Beſtellung ſeine Felder dahin gebracht hat, daß alle Fruͤchte auf denſelben zur Bewunderung ſeiner Nachbarn und zu ſei— ner Freude wachſen. Der Sommer wird ihm dann zur un⸗ erſchoͤpflichen Quelle von Vergnuͤgen, wenn er von Zeit zu Zeit ſeine Fluren beſucht, und das Gedeihen ſeiner Werke wahrnimmt. Die beſchwerlichen Arbeiten der Ernte werden ihm ſuͤß und leicht, wenn er uͤberall findet, daß ſeine Arbeit und Muͤhe ſich ſo reichlich belohnen. Der Anblick der vielen Mandeln, mit denen ein gutes Getreidefeld prangt, wird ſein Herz mit Dankbarkeit gegen Gott, dem Geber alles Guten, erfuͤllen, der ſeine Bemuͤhungen ſo reichlich ſegnete. Aber der Sommer iſt kurz, und noch kuͤrzer die Zeit, in welcher die Felder mit Fruͤchten aller Art bedeckt ſind. Haͤtte der Landmann alſo bei ſeinem Berufe und durch ſeine Ge— ſtihekinen baltt en ngen.(i ſeißigen Len traurige Was mer ſein(it So wie ri tr ſch in in Sapt, libemr dure Fohle tn hen? Fahr d dm Wagenhe ihnen gihi yfligt ſchk a Iſge falen S. ll R pe dile Cuttr g⸗ es ſte ter Anhlik a itim Jifas Won a⸗ in ims. n d Fauſt u But ud ſ s witd no 1 da ic de emnnir al Kſine d ſ jedeswal 1 6 den und m. tin ihten 14 ihr Brod n u neder trocke 3 ungen ſ ͤeri jj 3 9³ ſchaͤfte keine andere Freuden, als die uͤber ſeine Feldfruͤchte, ſo muͤßte er doch den groͤßten Theil des Jahres freudeleer zu— bringen. So iſt es aber nicht. Jede Jahreszeit hat fuͤr den fleißigen Landwirth ihre eigenen Vergnuͤgungen, und ſelbſt der traurige Winter liefert ſeinen Antheil dazu. Was dem thaͤtigen und froͤhlichen Landmanne im Som⸗ mer ſein Feld iſt, das ſind ihm im Winter ſeine Viehſtaͤlle. nitt So wie er ſich im Sommer uͤber ſeine Frůchte freuet, ſo freut er ſich im Winter uͤber das gute Gedeihen ſeines Viehes. Sagt, lieben Freunde! ob es Euch nicht wahre Wonne iſt, — Eure Fohlen und Kaͤlber auf dem Hofe herum ſpringen zu ſe— Ugemeina hen? Fahrt Ihr nicht gern, wenn Eure Pferde gleichſam vor dem Wagen ſpielen und ſo muthig einherſchreiten, daß man es ihnen gar nicht anſieht, ob ſie ziehen oder nicht? Wie gut pfluͤgt ſichs nicht mit Ochſen, die man beinahe immer an der Leine halten muß, damit ſie nicht davon laufen? Und, wem de l. ſollte es nicht Freude machen, wenn er Kuͤhe hat, die große volle Euter haben, vor denen ſie kaum gehen koͤnnen? der Hauthin Es iſt gewiß keiner, der mir nicht zugeſtaͤnde, daß ihn t der Anblick ſeines gut gefuͤtterten Viehes Freude mache. Bei pute Dingm folchem Viehe werden alle Ackerarbeiten auch von dem Geſin⸗ daß all ſf de gern und willig verrichtet; von Krankheiten hoͤrt man ſel⸗ hbarn vnd ten etwas. Kommt ein Stuͤck zum Verkauf, ſo reißen ſich ihm dann die Kaͤufer darum, und man bekommt es gut bezahlt; an m er bon zi Butter und Kaͤſe gebricht es ſolchen Haushaltungen nicht; ja ihen ſeine A- es wird noch wohl mancher Thaler dafuͤr geloſet. Da ich nun aus eigener Erfahrung weiß, wie wohl ſich perden ihm der Landwirth befindet, der fuͤr Viefutter ſorgt, und dadurch Arbbeit undN. alle ſeine Hausthiere in gutem Stande erhaͤlt, ſo bedaure ich r vielen Nand jedesmal ſolche Landzleute, die ich mit kleinen, elenden Pfer⸗ ℳ iid ſei Ha den und rauhen, magern Ochſen begegne, und die zu Hauſe 1 „Gutn, crll von ihren Kuͤhen kaum ſo viel haben, daß ſie im Sommer 7 ihr Brod mit Butter beſtreichen koͤnnen, im Winter aber ent— färer di IM2 weder trockenes Brod eſſen muͤſſen, oder zu Schmalz und Oel aaſs eiwungen ſid d dus 31 Fruͤherhin dachts ich immer, wenn ich ſolch elendes Vieh — 0 94 ſahe: ach! die armen Leute haben gewiß recht ſchlechten Bo⸗ den, vielleicht nur Sandland und keine Wieſen, und bedauer— te ſie von Herzen. Da ich aͤlter und erfahrener wurde, und mehr uͤber Grund und Urſache der Dinge nachdachte, die ich wahrnahm, fand ich oft das Gegentheil von dem, was ich vermuthet hatte. Ich fand dieſes ſchlechte Vieh an Orten, wo durchaus kein Sandboden war, und wo es ſogar nicht an Wieſen fehlte. Bei genauerer Erkundigung nach der Wirthſchaft ſolcher Landleute fand ich denn, daß die guten Leute es nur nicht an— zufangen wußten, ſich Viehfutter anzubauen, oder daß ſie nicht konnten, weil ſie nicht Freiheit hatten, mit ihrem Lande zu machen was ſie wollten. Ihre Weide war nicht viel werth, weil ſie der ganzen Gemeinde gehoͤrte und ſie zwar ein jeder nuͤtzen, aber nichts an ſie wenden wollte. Daher war ſie ent⸗ weder zu feucht', oder voller Geſtruͤppe, Straͤucher und Maul— wurfshaufen, auch Ameiſenhuͤgel. Die Wieſen lieferten nicht hinlaͤngliches Heu zur Ernaͤhrung des Viehes im Winter. Kam nun noch dazu ein trockener Sommer, wo die Wieſen wenig Gras trugen, oder der Winter hielt lange an, oder es war eine ſchlechte Strohernte geweſen, ſo konnten ſie nur mit Angſt ihr Vieh anſehen. Vor Erſcheinung der ſo heilſamen Verordnungen unſeres geliebten Landesvaters, die allein Verbeſſerung der Umſtaͤnde des Landmannes zum Zwecke haben, waren freilich die Um— ſtande ſo, daß auch der aufmerkſamſte und beſte Landwirth oft keine Mittel hatte, dieſer Futternoth ein Ende zu machen. Wohnte er unter einem Rittergutsbeſitzer, ſo hatte dieſer die Gerechtigkeit, die Felder nach gewiſſen Regeln mit den Schaa— fen zu behuͤten; wohnte er in einem Dorfe mit andern Bauern allein, ſo mußte er ſich in die einmal hergebrachte Ordnung des Ortes fuͤgen, und konnte fuͤr ſich allein ſeine Felder nicht mit Futtergewaͤchſen beſtellen. Denn haͤtte er auch wirklich hin und her eine Getreideernte miſſen wollen und an die Stelle Viehfutter geſaͤet, ſo wuͤrde er ſich unend⸗ lichen Verdruß und Schaden zugezogen haben. Das Getreide einn gehd ſömn ſie Eoppeln luf ein ein gewohnlch! Dau! bau der ſ Badd gluln wenn ſi gi3 tüthe nicht cher wiſſen bearbeiten i den müſſn Genugg macten, deni tgf er Geng R Veeſn 99, ndenännth ſin zit ernn uc zer ge a uc einem a dr Kung ſind kinmn dcß dr d i ſan ſhrr Jugl 9 nenn Snn dlbouen.. au 1 dn. 1 It h ncht iad ſewerben, 1 agung M 3 werden de Sr. N iber, echt ſteſn d cſen, Vhſäcur hrener nend nachdacht, n von dem, we e Tih m d es ſogar iit Withſchitt te es nur ſittn 7, oder daßſir it ihrem Lan ar nicht vil ſie zwar en Daher wyr ſe raͤucher und jeſen liefermn diehes im We ner, wo die A lange an, oe onnten ſie mu ardnungen uIt ung der lrüin en freilch hel- d bekke Landn Ende zu mac d halt difr mit dn Ech dorfe wit andd inmal hentatt 95 ſeiner Feldnachbarn waͤre zu gleicher Zeit reif geworden und haͤtten ſie es abgeerntet gehabt, ſo waͤre das Vieh auf die Stoppeln getrieben worden. Mithin waͤre die ganze Heerde auf ein einzelnes Futterfeld gefallen, weil die Futtergewaͤchſe gewoͤhnlich nicht mit dem Getreide zugleich reifen. Dazu kam noch, daß die mehreſten Leute uͤber den An— bau der Futtergewaͤchſe ganz verkehrte Meinungen hegen. Bald glaubt man, es gehoͤre ein ganz beſonderer Boden dazu, wenn ſie gerathen ſollen. Andere meinen, das Getreide ge— riethe nicht nach manchen Futrergewaͤchſen. Die wenigſten aber wiſſen, wie man ſie ſaͤen oder pflanzen, das Land dazu bearbeiten oder duͤngen muß, wie ſie behackt oder gejaͤtet wer⸗ den muͤſſen und dergl. mehr. Genug, es gab jetzt Urſachen genug, die es unmoͤglich machten, den Thieren mehr Futter zu geben, als ſie ſich ſelbſt auf der Gemein-⸗Braach- und Stoppelweide holten und als die Wieſen an Heu fuͤr ſie trugen. Aber, Dank ſey es der landesvaͤterlichen Fuͤrſorge des beſten Koͤnigs: es iſt eine beſ— ſere Zeit erſchienen. Es ſind nun Verfuͤgungen getroffen, daß auch der geringſte und aͤrmſte Landmann ſein Stuͤckchen Feld nach ſeinem beſten Wiſſen benutzen kann. Der Koͤnig will, daß alle ſeine Unterthanen zu Wohl⸗ ſtand kommen und hat eben deswegen das Geſetz gegeben, daß der dritte Theil des Landes von allen Beſchraͤnkungen frei ſeyn ſoll. Nunmehro kann kein eigenſinniger oder neidi⸗ ſcher Nachbar es Euch ferner wehren, auf dem huthfreien Drittheil Klee, Kartoffeln, Ruͤben und anderes Viehfutter an⸗ zubauen. Die natuͤrliche Ordnung der Dinge iſt wieder eingetreten. Ein jeder benutzt ſein Land ſo, wie es ihm gut duͤnkt. Jetzt kommt es nur noch darauf an, daß alle Landleute recht bald ſich Kenntniſſe uͤber den Bau der Futtergewaͤchſe erwerben. Sie muͤſſen ſich dann mit groͤßerm Eifer auf die Erzeugung des Viehfutters auf den Ackerlaͤndereien zu legen Sie werden ſich gewiß ſehr bald von den Vortheilen dieſes Baues uͤberzeugen, und werden uͤber die Menge Futter er 96 ſtaunen, die ein Morgen, mit den im vorletzten Kapitel ange⸗ gebenen Futtergewaͤchſen beſtellt, heraus giebt. Ihr eigener Vortheil wird ſie hoffentlich antreiben, ihre ganze Einrichtung ſo oder doch auf aͤhnliche Art zu machen, wie ich mehrmals angegeben habe. Daß der Futterbau und die dadurch verbeſſerte Viehhal⸗ tung wirklich der rechte Weg iſt, Eure Wirthſchaften in beſſe— re Umſtaͤnde zu bringen, muß Euch Eure eigene Erfahrung ſo gut, wie Euer Verſtand ſagen. Wer unter Euch kam bisher in ſeiner Wirthſchaft vorwaͤrts? Waren es nicht diejenigen, die fleißig einſtreueten, Streuling von allen Orten herbei fuhren, auf das Vieh etwas wendeten und auf alle Art den Miſt zu vermehren ſuchten?—— Noch nie habe ich einen Landwirth gekannt, der durch ſeine Wirthſchaft zu etwas gekommen waͤ⸗ re, ohne daß er etwas auf das Vieh und auf die Miſtgewin⸗ nung gehalten haͤtte. Es giebt wohl zuweilen Leute unter Euch, die durch Heirath oder Erbſchaft baares Geld erlangt haben und darum wohlhabend ſind. Aber ein ſolcher Wohl⸗ ſtand iſt weſentlich unterſchieden von dem Wohlſtande eines guten Landwirths. Der letztere hat ſeinen Reichthum nicht im Geldſchrank, aber man entdeckt ihn auf ſeinem Hofe, in ſei— nen Viehſtaͤllen, in ſeiner Scheuer, auf dem Kornboden und auf ſeinen Feldern. Wenn Ihr Euch genau darum kuͤmmert, wie ſolche Leute es anfangen, bei denen alles in Huͤll und Fuͤll iſt, und deren Ackerſtuͤcke faſt immer das beſte Getreide in der Flur tragen, ſo werdet Ihr zwar auch Sparſamkeit bei ihnen antreffen, aber ſie werden die Erſparung doch nicht auf das Vieh aus⸗ dehnen. Sie moͤgen lieber zwanzig Thaler baares Geld nicht haben, wenn ſie dadurch gezwungen wuͤrden, ihrem Viehe et⸗ was abzubrechen. Denn ſie wiſſen recht gut, daß ſie ihren Wohlſtand der beſſeren Viehfutterung und dem daraus erfol⸗ genden beſſern und mehreren Miſt zu danken haben. Solche brave Leute laſſet Euch zum Muſter dienen! vor— zuͤglich wenn Ihr erſt angehende Landwirthe ſeyd. Ermannt Euch und braucht dazu die jetzige vortheilhafte Veraͤnderung. Ich Jh dE halſen. Ts Ji, daß ios zaft Gebr Ehne ſcic Hallg fättern nn Ic henid Aung geſagn 6. di m lünſau, h ah ob diaene dgigns 16 ud W ſadings big nt wmen bi Iith ſt un ar k, a Wäd har r. Adan ſo 77 6b wi ſeſo guh droewin, er bieles ader, 5 vüſſ m ſäht en wae ſs Naaß v 1 ben fon n gen Gut tr, vt un di ea Inil ie Gebt u ils wie g ten diſe A mö F.. 1“ bten gat giebt. if an gange dunn wie ich nih verbeſſate N rthſchaften i t eigene Erii Luch kam bit⸗ ſicht dijenign, rten herbei ſl e Art den M ch einen Lanten vas gekommn! auf die Mihm weilen Leuten dares Ged eh ein ſolcher L Wohlſtandei RFeichthum iic einem Hoſt 7 m Kornbeda et, wie ſähet Füll iſt un w der Flur ti dj inen antif ff dos Yieh 9 trares Ged „ ihrem Vähee aut, d ſe in dem dauul lnte en haben duſter dina. 1 e ſeyd. brun gfte Munnn⸗ 11 5—————— 97 Ich werde Euch nun in folgendem uͤber die Viehzucht ſelbſt belehren. Beherziget, was ich Euch daruͤber ſage, und findet Ihr, daß ich Recht habe, ſo macht davon in Eurer Wirth⸗ ſchaft Gebrauch. Eine ſehr wichtige Regel bei der Viehzucht iſt dieſe: Halte nur ſo viel Vieh, als Du reichlich aus— futtern kannſt. Ich habe hieruͤber ſchon etwas im Kapitel von der Duͤn⸗ gung geſagt, und will nun weitlaͤuftiger davon ſprechen. Das Huͤten auf Gemeinweiden und in Gemeinſchaft uͤberhaupt, hat die ungluͤckliche Meinung in Umlauf gebracht, als ob vieles Vieh vielen Nutzen gewaͤhrte, man moͤge es uͤbrigens ſo ſchlecht halten, als man wolle. Wo recht viele und dabei gute Gemeinweiden ſind, da benutzt man ſolche al⸗ lerdings beſſer, wenn man ſie mit vielem, als wenn man ſie mit wenigem Viehe betreibt; und wenn einmal kein anderer Rath iſt, und das Vieh auf keine andere Art ernaͤhrt werden kann, ſo handeln diejenigen allerdings klug, die auf ſolche Weiden ſo viel Vieh auftreiben, als ſie nur koͤnnen. So wie ich aber mit meinem Viehe auf meinen eigenen Futtergewinn eingeſchraͤnkt bin, ſo thue ich Unrecht, wenn ich vieles, aber ſchlechtes Vieh halte. Ich wuͤrde vielleicht von der Haͤlfte mehr Nutzen haben und beſſern Miſt machen. Denn ſeht, ein jedes Thier braucht zu ſeiner Ernaͤhrung ein gewiſ⸗ ſes Maaß von Nahrung, von der es weder eine Nutzung ge⸗ ben kann, noch Kraft zur Arbeit erlangt. Nur von demjeni⸗ gen Futter, welches ein Thier uͤber ſeinen nothwendigen Be— darf zur Erhaltung ſeines Lebens erhaͤlt, giebt es Nutzung. Ich will dies deutlicher durch ein Beiſpiel machen. Gebt zwei Kuͤhen taͤglich 1o Pfund Heu und uͤbrigens nichts wie Stroh, ſo werden ſie leben, aber Milch koͤnnen ſie von dieſem Futter nicht geben. Schaft aber eine Kuh ab, II. f 5 98 und gebt der andern das ganze Heu und das gehoͤrige Stroh; 5 Pfund Heu taͤglich frißt ſie nun wieder zur Erhaltung ihres Lebens, aber von 5 Pfund kann ſie Milch geben. Es iſt al⸗ ſo klar, daß fuͤr den Landmann ein groͤßerer Vortheil heraus kommen muß, wenn er ſein Vieh ſo erhaͤlt, daß es neben der nothduͤrftigen Erhaltung ſeines Koͤrpers noch ſo viel Nahrung erhaͤlt, von welcher es Nutzung geben kann. Dieſe Nahrung, oder die Futtermenge fuͤr ein einzelnes Stuͤck auf einen Tag, hat ihre Grenzen, die ſich nach der Groͤße des Thieres richten. Als Regel kann man annehmen, daß dann ein Stuͤck Vieh gehoͤrig gefuͤttert werde, wenn es bei der Nutzung, die es giebt, oder bei der Arbeit, die es ver⸗ richtet, immer in wohlbeleibtem Zuſtande bleibt, ſo daß man es eher fett, als mager nennen kann. Außer dem Vortheile, der dem Landwirth durch hinlaͤng— liche und reichliche Futterung ſeiner Thiere aus der daher fol— genden mehreren Nutzung erwaͤchſt, ſind noch mehrere Umſtaͤn⸗ de vorhanden, die dafuͤr ſprechen, lieber zu wenig, als zu viel Vieh zu halten. Die Sorgfalt vermindert ſich, wenn ich weniger Vieh habe auf eine geringere Anzahl Thiere. Wenn ich das Futter nur zwei Pferden gebe, welches ich ſonſt dreien gab, ſo kann ich dieſe beide nun beſſer warten, da dies eine fehlt; ich kann ſie alſo beſſer putzen, den Haͤckſel kuͤrzer ſchneiden ꝛc. Bei wenigem Vieh kann ich auch weniger Ungluͤck haben. Einmal ſchon deswegen, weil ich uͤberhaupt eine kleinere An⸗ zahl habe. Geſetzt, ich haͤtte funfzehn Stuͤck Vieh, finde aber bei genauer Ueberlegung, daß zehn Stuͤck alle mein Futter noch in Miſt verwandeln koͤnnen, ſchaffe alſo fuͤnf Stuͤck ab, ſo muß mich ſchon deswegen bei meinem Viehe ein moͤgliches Ungluͤck ſeltener treffen. Dann aber kommt dazu, daß die zehn Stuͤck Thiere, wel⸗ che das Futter bekommen, welches ſonſt funfzehn erhalten mußte, ſich weit beſſer befinden muͤſſen, als dieſe, welche dar⸗ an nur kuͤmmerlich genug hatten. Die beſſer gefuͤtterten zehn Etüt vende nnin. Feener? in Futter lomme ich h ner ſchlechett habe ich auch bei ſei gen fann, ¹9 und knn die immer t twen Lan m Af daf wſehen hem ar fnen u ſihn Eluck 50 nn Strelſhs Naae d f Kupn mg A ds. geſciae Ww. gfütene oe tfütnt, 19 Aßannng 11 ſin kants tem, ſürka g nenige ſal 9 alf da An 1 haben wi dne Da der Ar 1 ſond ern eben ſo elbenin Ohne 2 1 ds gäeet, zur thte i geben. d rer Arheh t, daß d nin ich ſo di n. e fuͤr ein in⸗ n die ſch i ann man anntt t netd, un dirth dart ſ aus der din och mehrtrelu wenig, at) nich nmit re. Wenn ſ ich ſonſt rin, da dies iieſh kürzer ſtmin! 14 Gabhn niger Unull 1 pt eine hleinee! ick Vich 3 ale min d ſſo funfEt 2 2, 7 Vihe in vügſe Etid dyi 1 fanßh chaln diee, wälh 2Aühn ſe gfülna ſip⸗ 99 Stuͤck werden alſo auch bei gleicher Anzahl ſeltener krank werden. Ferner: habe ich ſo viel Vieh, daß ich auch bei der reich⸗ ſten Futterernte das Futter nur ſpaͤrlich eintheilen muß, ſo komme ich mit demſelben Viehe in die groͤßte Noth, wenn ei— ner ſchlechten Futterernte ein langer, anhaltender Winter folgt. Habe ich mich aber ſo eingerichtet, daß ich in guten Jahren auch bei ſehr reichlicher Futterung nicht alles Futter bezwin— gen kann, ſo werde ich fuͤr ſchlechtere Ernten etwas aufſparen, und kann mein Vieh immer gleich gut fuͤttern. Wie wichtig eine immer gleich bleibende Futterung iſt, wird allen aufmerk— ſamen Landleuten aus der Erfahrung bekannt ſeyn. Auf die Menge des Miſtes hat es, wie wir ſchon fruͤher geſehen haben, mit dem auf eigenem Acker erbaueten Futter gar keinen Einfluß, man verfuͤttert daſſelbe mit zehn oder funf⸗ zehn Stuͤck. Die mehreren Stuͤcke, welche daſſelbe Futter und Streuſtroh erhalten, als die wenigen, koͤnnen eher die Menge des Miſtes vermindern, weil ſie zur Erhaltung ihrer Koͤrper mehrere Nahrung brauchen. Mit der Arbeit iſt es aber eben ſo, wie ich oben an dem Beiſpiele zweier Kuͤhe mit der Milch gezeigt habe. Zwei gut gefuͤtterte Pferde oder Ochſen ziehen ſo viel, als vier ſchlecht gefuͤtterte, und brauchen doch das doppelte Geſchirr zu ihrer Anſpannung. Mithin iſt es ſehr rathſam, daß der Landmann ſein kleines, ſchlecht gehaltenes Vieh nach und nach mit beſſe— rem, ſtaͤrkerem Viehe vertauſche, ſollte er auch einige Stuͤcke weniger halten, welches er aber bei ordentlichem Fleiß, den er auf den Anbau der Futtergewaͤchſe verwendet, kaum noͤthig haben wird. Eine zweite wichtige Regel iſt dieſe: Vergiß nicht, daß du dein Vieh nicht allein der Arbeit oder der Milchnutzung wegen haͤltſt, ſondern daß der Miſt von deinen Thieren eben ſo wichtig wie die andern Nutzungen der⸗ ſelben iſt. Ohne Miſſt laͤßt ſich kein Ackerbau fuͤr die Dauer trei⸗ 100 ben. Man muß ſich alſo denſelben ſelbſt erzeugen oder kau⸗ fen. Dies letztere geht nur an wenigen Orten; die eigene Miſtgewinnung iſt alſo jeder großen oder kleinen Wirthſchaft nothwendig. Leſet nach, meine Freunde, was ich im erſten Theile uͤber die Theurung des Miſtes geſagt habe. Der Miſt hat einen nirgends oder doch hoͤchſt ſelten geſchaͤtzten Werth. Die ei— gentliche ſogenannte Viehnutzung durch Milch, Fleiſch oder Wolle iſt ſehr wichtig, aber iſt halte die Benutzung des Vie⸗ hes durch den Miſt fuͤr wichtiger. Durch denſelben kann der Landmann immer aufs Neue Getreide und Viehfutter erbauen, ſeine Wirthſchaft hat alſo immerwaͤhrenden Vortheil vom Miſte. Nicht ſo iſt es mit Milch, Butter, Fleiſch und andern Nutzungen der Viehzucht. Sie bringen Geld oder helfen zur Unterhaltung der Wirth⸗ ſchaft das Ihrige beitragen; ſo wie ſie aber verzehrt ſind, oder das Geld iſt fuͤr ſie eingeſtrichen, ſo ſind ſie fuͤr den Acker verloren, und kommen nicht wieder in ihn zuruͤck. Meine Abſicht iſt nun keinesweges, die Nutzungen der Viehzucht herunter zu ſetzen. Sie ſind zur Fortſtellung der Wirthſchaft eben ſo nothwendig, und ſind als die eigentliche Belohnung fuͤr die an das Vieh gewendete Sorgfalt und Futter zu betrachten. Ich wollte blos die Wichtigkeit des Miſtes fuͤr das eigentliche Ackerland mehr beleuchten, weil ſo wenige Menſchen ſeinen Werth ganz zu ſchaͤtzen wiſſen. Und habe ich Euch, meine lieben Leſer, nun hinlaͤnglich uͤberzeugt, daß der Miſt eine Hauptnutzung der Viehzucht iſt, ſo wird eine dritte Regel der Viehzucht ſo heißen:. Richte deine Wirthſchaft ſo ein, daß Du von Deinem Futter die groͤßte Menge Miſt erhaͤltſt. Dies kann nur geſchehen, wenn das Vieh den Miſt nicht auf magern Weiden, in Holzungen oder an andern Stellen, die nie zum Umbruch kommen, verzettelt, ſondern blos im Stalle und Hofe oder doch wenigſtens auf dem eigenen Acker⸗ lande bleibt. In letzteren Fall koͤmmt der Weidemiſt doch dem Ackerbau zu gut, ob gleich nicht zu leugnen iſt, daß die Inugu funr dem r Koth un ſng vermenn bbergehen, 8 ür chmn finn, n wolen ſee ti gründet n Erſtüch wir den me nug für d nneen?” NAn tw. Jaube ch Vahfuttet 6 Vüſn, vn liien und ir Aler. ür m a in deſm 1 m de dut dm Getre Behaltt is Llrer Ing. tionmnn ſ t ds M 3 Hat d emennaig Veſen ber dut erbal 9 enmal besn N eljeunn er, Drtn; ün eleinen Wge erſten Thä er Mit hat Werlh. d. 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Wir hatten kaum Futter ge— „nug fuͤr den Winter, wo ſollten wirs fuͤr den Sommer her— „nehmen?“ Antwort: Bei Eurer jetzigen Art zu wirthſchaften glaube ich Euch dies gern. Ihr thatet ja gar nichts, um Viehfutter anzubauen. Ihr brachtet das Heu von Euren Wieſen, welche nicht gehoͤrig abgewaͤſſert und voller Uneben— heiten und Geſtruͤppe waren, nothduͤrftig herein, und das war alles. Aber verſucht es und befolgt die Anweiſung, die ich Euch in dieſem Buche gebe. Wendet das huthfreie Drittheil dazu an, die Euch genannten Futtergewaͤchſe in Abwechſelung mit dem Getreide anzubauen. Macht erſt einen kleinen Anfang. Behaltet zuerſt die milchenden Kuͤhe zu Hauſe, bis Ihr mit Eurer ganzen beſſern Wirthſchaftseinrichtung allmaͤhlig ſo weit gekommen ſeyd, daß Ihr auch die Pferde und Ochſen und zu⸗ letzt das Jungvieh im Stalle ernaͤhren koͤnnt. Habt Ihr es bis dahin gebracht, dann koͤnnt Ihr die Gemeinweiden abſchaffen, vertheilen und in Ackerland und Wieſen verwandeln. Dann werdet Ihr zuverlaͤſſig ſo viel Futter erbauen, daß Ihr es mit Eurem bisherigen Viehe nicht einmal bezwingen koͤnnt. Aber nur allmaͤhlig gelangt Ihr da⸗ hin. Mit Einem Male richtet der Landwirth ja in keiner 102 Sache viel aus, deſto mehr aber, wenn er mit feſtem Vorſatz mit dem gehoͤrigen Fleiße auf einen Zweck hin arbeitet. Wollt Ihr vorher mit der Stallfutterung einen kleinen Anfang machen, ehe Ihr Klee geſaͤet habt, ſo bringt auf gut geduͤngtes Land im zeitigen Fruͤhjahre ein Wickengemenge, auf ſandigen Boden Buchweitzen. Wiederholt eine ſolche Aus⸗ ſaat alle vierzehn Tage oder drei Wochen. Schlaͤgt ja eine Ausſaat um, ſo geraͤth die andere dafuͤr um ſo beſſer und Ihr koͤnnt ſie dann anfangen zu fuͤttern, wenn die Gewaͤchſe in Bluͤthe ſtehen. Ihr werdet ſtaunen uͤber die viele Milch, weiche Eure Kuͤhe nach ſolchem Futter geben werden und es wird Euch das thoͤrigte der Meinung einleuchten, daß ein ſol— ches Verfuͤttern der Feldfruͤchte Suͤnde ſey, wie ich ſchon an andern Orten bewieſen habe. Habt Ihr mittierweile Euch auf den Anbau der behack⸗ ten Gewaͤchſe gelegt und durch dieſe, oder durch eine gute Braachbearbeitung einen Theil Eures Feldes ſo zugerichtet, wie es der Klee verlangt, ſo koͤnnt Ihr dieſen anſaͤen und ſchon mehr Vieh im Stalle erhalten. Der Klee kommt zeiti⸗ ger als die Wicken und giebt auch wohl mehr Futter heraus, als dieſe. Allein koͤnnt Ihr Euch jedoch nicht auf ihn ver— laſſen. Ihr muͤßt bei dem beſten Anſchein noch etwas Wi⸗ cken und Buchweitzen ſo ausſaͤen, daß Ihr ſie dann gruͤn verfuͤttern koͤnnt, wenn zu vermuthen iſt, daß der Klee nichts heraus geben wird. Dies iſt faſt allemal der Fall nach dem erſten Abmaͤhen des Klees, wenn trockene Witterung danach einfaͤllt. Am ſicherſten wird man durch erweiterten Karto ffelbau vor Futterverlegenheiten bewahrt. Die Kartoffeln laſſen ſich bis tief in den Sommer hinein gut erhalten. Richtet man ſich ſo ein, daß man noch einen oder zwei Wiſpel fuͤr den Fall anhaltender Trockniß im Sommer fuͤr das Vieh verwen⸗ den kann, ſo kann man die duͤrreſte Witterung bei 6— 8 Stuͤck Vieh die auf dem Stalle ſtehen, abwarten. Dergeß iel mehr L chf einem⸗ 2n' dife dei zj der Aargf Iergen mm der drei 1 und Bucng. ſecouv, che vichſe des 8 6 ud ſcheig 3. ur Mite n⸗ du erhaltm iſſe mnihlg 15 te Leie. W u Auhn iinns in vi dam hen, ſo broſß u Ir n lüt. 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Ich habe Euch bei der Anweiſung zum Kleebau geſagt, daß man von zwei Morgen mit Klee beſtellt drei Kuͤhe ein ganzes Vierteljahr oder drei Monate lang im Stalle erhalten kann. Wicken— und 1 a a oder Spoͤrgel geben etwas weniger heraus, aber doch gewiß ſo viel, daß zwei Morgen dieſer Ge— waͤchſe das Futter fuͤr ene drei Kuͤhe auf zwei Monate her— geben werden. Ihr braucht alſo fuͤr jede Kuh einen Morgen ned ſechszig Ruthen Land, um ſie von der Mitte Mai bis zur Mitte Octobers, als die gewoͤhnliche Weidezeit, im Stalle zu erhalten. Mit dieſem Futter wird ſie ohnedies noch weit beſſer genaͤhrt, als wenn ſie auf die gewoͤhnliche ſogenannte gute Weide getrieben worden waͤre. Und von dieſer Weide muͤßt Ihr Einer Kuh doch drei Morgen einraͤumen, wenn ſie ſich darauf erhalten ſoll. Blei⸗ ben wir bei unſerm obigen Beiſpiele mit den drei Kuͤhen ſte— hen, ſo braucht Ihr fuͤr ſolche neun Morgen Weideland, ſtatt daß Ihr bei der Stallfutterung nur vier Morgen noͤthig habt. Ihr habt alſo hier fuͤnf Morgen uͤbrig, auf welchen Ihr entweder Winterfutter bauen, oder im Sommer mehr als noch einmal ſo viel Vieh ernaͤhren koͤnnt, als wenn Ihr es unbeſtellt und blos zur Weide liegen ließet. Nur dann laͤßt ſich das Behuͤten des thonigen Landes mit Rindvieh entſchuldigen, wenn man es gar nicht anders nuͤtzen darf, weil zehn oder zwanzig andere mit mir zugleich das Recht haben, es zu behuͤten. Ich hoffe aber diejenigen Ge⸗ meinden, welche zeither das ſchoͤnſte Land ſo ſchlecht nuͤtzten, 104 werden ihren wahren Vortheil einſehen lernen und dieſe Ge⸗ meinheiten unter ſich vertheilen, wodurch ſie ſich unendlichen Gewinn verſchaffen koͤnnen. Drittens.„Aber wo nehmen wir Zeit her, das viele „Futter im Sommer fuͤr das Vieh herein zu ſchaffen?“ fragt vielleicht mancher.„Um dieſe Jahreszeit giebt es ohne dies „ſo viele Arbeiten, daß man manchmal nicht weiß, was man „zuerſt machen ſoll. Sollte man nun gar noch viele Zeit auf „die Herbeiholung des Futters verwenden, ſo werden der Lein „und der Hirſen im Unkraute ſtehen und die Kartoffeln un⸗ „behackt bleiben muͤſſen.“ Antwort: Ihr gewinnt ſehr viel Zeit dadurch, daß Ihr aufhoͤrt, zu Hofe zu dienen. Aber auch ungerechnet dies und damit ich zugleich denen antworte, die bisher keinen Hofedienſt hatten, ſo wollen wir einmal einen Blick auf Eure bisherige Wirthſchaft werfen. Hatte einer von Euch fuͤnf Kuͤhe, die auf die Weide getrieben wurden, ſo mußte er eine Magd halten, die den groͤßten Theil des Sommers auf den Wegen, Rainen oder Fahren, und an den Graͤben und Ackerraͤndern herum lief, um dort noch ſo viel Gras zu ſuchen, damit die Haus⸗ haltung die noͤthige Milch und Butter erhielt, die von der Weide allein nicht zureichend geweſen waͤren. Selten reichte das, was die Magd auf dieſe Art herbei trug; die Wirthin oder Eure Kinder ſchaften gewoͤhnlich noch Gras aus dem Garten und vom Felde an. Richtet Ihr nun Eure Wirthſchaft ſo ein, daß Ihr das Futter ſo gut wie Getreide, mit eben der Sorgfalt und Ord⸗ nung anbauet, ſo iſt es ja weit leichter, es dort abzumaͤhen, als wenn Eure Maͤgde es mit Sicheln zuſammenſtoppeln. Gebt ihnen Senſen und Karren und ſchickt ſie auf ein gutes Klee⸗ oder Wickenſtuͤck. In einer halben Stunde haben ſie dort eine tuͤchtige Karre voll gemaͤhet und aufgepackt. Steht dos beit I ſolen! farke, tͤ icht Etüc wüͤrde noch nit einem Kühen deſ Auf des Abends: jie Keute ki tKrrichten. ſät unden do gehalten. Denkt u Sonmers an ‚Mſamman zun 18 dacca Saagndete vohl duch I OW—. 1 renlich ies ien dur 1 nit diſerem 1 im Die Aan darſ n on ſt R ſahtn mr. lute ſe ers Untt tn. Do ſ. filln ſie ii rie Ecgeda⸗ ſe ncch uun und konnt im. ghre Maic um, —— 5— 105 de utinn das Arbeitsvieh auch im Stalle, ſo karrt der Knecht mit, ſie ſ ie ſih an d a4s.. 7 1 und holen ſie ſo des Morgens und des Abends jedes Mal eine Karre, taͤglich vier Karren, ſo werden ſie Futter genug fuͤr acht Stuͤck großes Vieh anſchaffen. Wer mehr Vieh haͤtte, wuͤrde noch mehr Zeit erſparen, wenn er das Futter taͤglich mit einem Wagen herein holen ließe, den man fuͤglich mit Kuͤhen beſpannen kann. it her, au Auf dieſe Art wuͤrde das Gruͤnfutter des Morgens und u ſchaffn i des Abends herein geſchafft, damit es immer friſch bliebe, und giett es i die Leute koͤnnten den ganzen langen Tag andere G eſchaͤfte t weiß, d verrichten. An den Orten, wo die Stallfutterung des Viehes noch viee zi ſeit undenklichen Zeiten eingefuͤhrt iſt, wird es auch wirklich ſo werden d ſo gehalten. die Kartfft Denkt nur daran, welch' eine Menge Maͤdchen jetzt des Sommers auf dem Felde herum liefen, um das bischen Gras t dadurch zuſammen zu ſuchen, wovon die Kuͤhe no ch einige Milch ga⸗ gerechnet n ben! Berechnet nebenbei den Schaden, welchen ſie bei ſolchen er keinen üſt Gelegenheiten dem Getreide durch Niedertreten deſſelben, auch auf Eure li wohl durch Ausraufen und Abſchneiden anrichteten! fuͤnf Klhe,he Das Ausziehen des Unkrautes aus dem Getreide na— ine Wup mentlich des Hederichs, iſt zwar eine nuͤtzliche Arbeit, die ſich n Wegn Ue ſchon durch das Viehfutter bezahlt, als wozu dies Unkraut kerraͤndmn ie mit beſſerem Futter vermiſcht, recht gut angewendet werden damit kann. Dies Ausjaͤten muß dann aber mit Ordnung geſchehen; til vm man darf nur ſo lange in das Getreide hinein, als es nicht b gn f lang iſt. Jetzt liefen die Maͤgde aber im ganzen Felde herum, 4n, 1 Vif ſuchten nur immer etwas Gras zum Nachhauſebringen zu er— un, N. 1 halten; ſie fragten alſo nicht danach, wo ſie den Hederich oder Gau anderes Unkraut ohne Schaden des Getreides ausziehen konn⸗ 1 d aſe ten. Wo ſie am erſten Gras zuſammen bringen konnten, da 4 1 n, N P fielen ſie ein, unbekuͤmmert darum, ob ſie nicht dreimal ſo 7. unſ, viel Schaden anrichteten, als das Futter werth war, welches 7 un dn ſe ſie nach Hauſe brachten. Habt ihr nun aber eigene Futterfelder 4 uſemunſt 1 und koͤnnt das Jaͤtekraut als bloße Zugabe betrachten, ſo ſe Dane koͤnnt Ihr Euren Maͤgden beſtimmte Flecke anweiſen, wo ſie den 4 Stunde hen, Hederich zum Vortheil Eures Getreides eben ſo ſorgfaͤltig aus⸗ nat 106 ziehen muͤſſen, als aus dem Flachs. Dann wird das Auszie⸗ hen dieſes haͤßlichen Unkrautes gewiß von großem Nutzen ſeyn, und Eure Felder werden nach und nach ganz davon befreit werden. Noch kuͤrzlich habe ich geſehen, wie die Landleute bei Meißen in Sachſen beſſere Viehhaltung im Sommer mit Ar⸗ beiterſparung zu vereinigen wußten. Jeden Morgen wurden die Kuͤhe, deren ich bei mehreren 10 bis 12 zaͤhlte, durch Stricke an einander gekoppelt auf das Kleefeld gebracht. Dort wurden ſie mittelſt Leinen angepfloͤckt(angetiedert) und wurde ihnen ſo viel Klee vorgeworfen, als ſie bedurften. Den an⸗ dern Tag kamen ſie auf eine friſche Stelle zu ſtehen und wur— de das ganze Stuͤck auf dieſe Wieſe geduͤngt, ſo wie es abge⸗ futtert wurde. Viertens.„Aber, ſagt wohl ein anderer, unſer Vieh iſt „einmal ans Weiden gewoͤhnt. Wird es im Stalle auch ge— „ſund bleiben?“ Antwort: Wenn Ihr folgendes beobachtet, ſo wird Euer BVieh bei der Stallfutterung weit geſuͤnder als auf der Weide bleiben. Macht in Eure dunſtigen Staͤlle Luftzuͤge. Es iſt dazu nicht nöthig, daß Ihr einen neuen Stall bauet. Schlagt zwei einander gegen uͤber ſtehende Lehmfaͤcher aus, am beſten die oberſten, und bringt ſogenannte Luken an, die mit bre⸗ ternen Thuͤrchen verſchloſſen werden koͤnnen. Am Tage, wenn die Sonne warm ſcheint, macht Ihr dieſe Thuͤren zu, damit die Fliegen Euer Vieh nicht aͤngſtigen. In den Morgen⸗ und Abenſtunden aber, ſo wie die ganze Nacht durch, bleiben die⸗ ſe Luken offen, damit die friſche Luft durch den Stall ſtreicht. Denn dieſe iſt ſchlechterdings zum guten Gedeihen aller Crea⸗ turen erforderlich. Dann zweitens ſchafft den Miſt recht oft unter dem Viehe weg. Wolltet Ihr daſſelbe in der Jauche ſtehen laſſen, die von reichlicher Gruͤnfutterung nothwendig entſteht, ſo wuͤrde es ſich bei allem Ueberfluß von Futter doch nur ſchlecht befin⸗ den. Am beſten iſt wohl, Ihr trefft die Einrichtung, daß der Cit all ugibig ei ine ganz u Beſol⸗ ds in Et wird ſch 9 bnnt Ihr Hofe ſihen gen lit, de Fünfter zu Beifutte mieuen?“ Antw! nur almäh nuch dos du halgenjei V ſäauun, die, tant. Wa. Etllfitteu d kan auf Aa ſ ſttrunz inf dithnn de s Nlls, ine diſen, ſcon werder l Gllang Stalfuterun d waiden an ln und 3 lſer ſu Um a net Vith hen, Ni g uß er 5 2 rennen, 5 u Au — Nhn ſen, daxdR dent Landlaub — mer mi — rzen nu Xaͤhlte, u Cracht d. *₰“¹) und be an. Da: hen undre wie ts g anſer M alle ouh, tet, ſot als 1l 1 Es it 1 let. Eth :8, am in 1o die min u Tage d A en zu, d . Murgn a, bleiben c5tall ſui gter dm In Lſſi, Eht, l d ſteiin — richtun,, d 107 der Miſt alle Morgen ausgeworfen wird. Geſchieht dies re⸗ gelmaͤßig einen Tag wie den andern, ſo iſt dies Ausmiſten eine ganz unbedeutende Arbeit. Befolgt Ihr dies, ſo braucht Ihr um die Geſundheit des im Stalle gehaltenen Viehes nicht beſorgt zu ſeyn. Es wird ſich gewiß beſſer als auf der Weide befinden. Nebenbei koͤnnt Ihr ja das Vieh auch taͤglich einige Stunden auf dem Hofe ſtehen laſſen, wo ſich der Miſt ja leicht zuſammen brin— gen laͤßt, den es dort verliert. Fuͤnftens.„Wo ſollen wir aber Stroh hernehmen, theils n„zu Beifutter neben den gruͤnen Gewaͤchſen, theils zum Ein— „Üreuen?“ fragen mich wohl andere. Antwort: Wer nach meinem Rathe die Stallfutterung nur allmaͤhlig einfuͤhrt, zuerſt nur die Kuͤhe und nach und nach das uͤbrige Vieh im Stalle behaͤlt, bekommt Zeit und Gelegenheit genug, ſich mehr Stroh auf den Laͤndereien zu erbauen, die er bei der Stallfutterung gegen die Weide er— ſpart. Werden die zeitherigen Gemeinweiden, die durch die Stallfutterung unnoͤthig ſind, nach und nach aufgebrochen, ſo kann auf dieſen vieles Stroh gebauet werden. Noch iſt nothwendig, daß ein Landwirth, der die Stall— futterung einfuͤhren will, alles das befolge, was ich uͤber das Befahren des Landes mit Mergel, uͤber beſſere Behandlung des Miſtes, uͤber beſſere Bearbeitung des Landes und uͤber eine beſſere Folge der Fruͤchte gelehrt habe. Dadurch allein ſchon werden ſeine Getreide- und Strohernten ſtaͤrker ausfal— len. Gelangt er aber vollends erſt dahin, daß der durch die Stallfutterung ihm zugewachſene fette Miſt in ſeinen Aeckern zu treiben anfaͤngt, ſo wird es ihm nicht laͤnger an Stroh feh— len und er wird von Jahr zu Jahr ſowohl dieſes, als das beſſere Futter immer mehr erbauen. Um aber dahin recht bald zu gelangen, muß ein ſorgſa— mer Wirth ſich im erſten Anfange nach ſolchen Dingen umſe— hen, die er mit dem Strohe zugleich einſtreuen kann. So muß er z. B. weder Kartoffelkraut noch ausgeeggete Quecken verbrennen, ſondern trocknen und zum Einſtreuen anwenden. 108 Kein Unkraut muß er ungenutzt wegwerfen; was ſich nicht zum Futtern ſchickt, kann wenigſtens eingeſtreuet werden. Koͤnnte ich aber weder Kiehnnadeln, noch Laub, nicht Schilf noch Stroh zum Einſtreuen anſchaffen, ſo wuͤrde ich mir auf folgende Art helfen. Ich wuͤrde den Raſen von den Dorfplaͤtzen flach abſtechen, und den unterſtreuen. Der Miſt muͤßte dann freilich noch oͤfter heraus, aber er wuͤrde gewiß ſehr gut auf den Acker wirken. Man muͤßte dieſen Erdmiſt, ſo zu ſagen, auf dem Hofe in hohen Haufen aufſchichten; waͤre er zu ſchmierig, ſo koͤnnte man noch andere Erde, Holzerde z. B. darunter mengen. So muͤßte man ihn im Sommer acht Wochen lang liegen laſſen, und ihn zuweilen mit Jauche begießen. Waͤh⸗ rend dieſer Zeit wuͤrde der Raſen gewiß verrotten, und die ganze Maſſe wuͤrde eine vortreffliche Duͤngung gewaͤhren. Dieſe Art der Miſtbehandlung iſt freilich muͤhſam. Ich fuͤhre ſie auch nur als Beiſpiel an, daß dem nachdenkenden und fleißigen Landwirthe ſehr viele Mittel ſich darbieten, ſich ohne Stroh eine Zeit lang mit ſeinem Viehe zu behelfen. Nur guter Wille und Fleiß gehoͤren dazu, dann kann man bei acht oder zwoͤlf Stuͤck Vieh vieles moͤglich machen, was ein großer Gutsbeſitzer nicht ſo leicht ins Werk richten kann, weil ſeine Leute ſich der Sache nie ſo annehmen, als wenn der Wirth und die Wirthin ſelbſt Hand ans Werk legen. Ich glaube, daß ich hier die erheblichſten Einwendungen genannt habe, die Ihr mir gegen die Sommerſtallfutterung Eures Viehes machen koͤnnt. Ihr koͤnntet zwar noch die Be⸗ ſchwerden vorſchuͤtzen, die es Euch machen wuͤrde, den noͤthigen Saamen zu den Futtergewaͤchſen anzuſchaffen. Dies haͤlt jedoch jetzt nirgends ſchwer, ſich den erſten Saamen zu verſchaffen, da in jeder betraͤchtlichen Stadt Kaufleute eigends damit han⸗ deln und da faſt auf allen ordentlich bewirthſchafteten Ritter⸗ güͤtern die eine oder die andere Art gezogen wird. Wenn Ihr ur n erſe Ern Bed rilung zul lagt hab 3c n und auteml inmer m wenilſens ſo, da ſſ Stund in 3 auch, wenr? jiht bei Eul Irr ſs nicht kennt. dumk, nat Commer on mt dur ans k,düt verdet hr z Iyr werhe m Enle ſl te v ich fäͤt, 7 inli St da Aihw ſe Vor boden beneh vegthen. 5 ſit um habe. Auf Grinfutt. nfutte Saale zu ſt lugt ac i ler noch 3 1n Theil i wn 109 W ſh nd nur den erſten Saamen angekauft habt, dann muͤßt Ihr Euch nein Euren Bedarf ſelbſt erziehen, weshalb ich auch bei der An⸗ ¹dan rüt weiſung zum Anbau der Futtergewaͤchſe daruͤber das Noͤthige 1 nüaic geſagt habe. aſen wn Ich wiederhole es nochmals, lieben Landleute: bei Fleiß 3. der- und gutem Willen iſt Euch die Einfuͤhrung der Stallfutterung wuͤrde ie immer moͤglich, wenn Ihr Thon- oder Lehmboden— oder en Erdmit wenigſtens ſandigen Niederungsboden habt. Fleißig ſeyd Ihr ſten; vine ja, das iſt zur Genuͤge bekannt, fleißiger als ein anderer Golzede ſn Stand im Lande. Und den guten Willen habt Ihr gewiß rer acht Litr auch, wenn Ihr die Hinderniſſe entfernt ſeht, die Euch bis sgießen. Ih jetzt bei Eurem Ackerbau druͤckten. ‚tten, und Ihr ſtellt Euch aber manchmal eine Sache, die Ihr noch mewaͤhren. nicht kennt, ſehr ſchwer vor. So geht es Euch auch vielleicht Kruͤhſam. damit, wenn Ihr daran denkt, Euer Vieh nun auch im rimachdenine Sommer wie im Winter im Stalle zu fuͤttern. Darum Jarbieten,ſt macht nur erſt den Anfang mit wenigen Stuͤcken. Ich den— 3 zu behli ke, habt Ihr es erſt mit einigen ein paar Jahre verſucht, ſo rkann mui werdet Ihr einſehen, daß ich Euch wohl gerathen habe, und gyen, wat Ihr werdet gewiß dafuͤr ſorgen, daß Ihr Euer ganzes Vieh zen kann, im Stalle fuͤttern koöͤnnt. Damit Ihr mir aber nicht Schuld ls wm gebt, daß ich Euch zu etwas rathe, was nicht uͤberall aus— „. legen, fuͤhrbar iſt, ſo erklaͤre ich hier ganz beſtimmt, daß ich die gänzliche Stallfutterung nur fuͤr diejenigen nuͤtzlich halte, die Thon⸗Lehm⸗ oder fruchtbaren Sandboden in Niederungen be⸗ ſitzen. Wo der groͤßte Theil des Feldes aus trocknem Sand— boden beſteht, da wuͤrde das Gruͤnfutter nicht mit Sicherheit gerathen. Hier wird es alſo beſſer ſeyn, eine ſolche Wirth⸗ hthue ſchaft zu treiben, als ich fruͤher fuͤr das Sandland empfohlen 4 n habe. Auf den beſſeren Feldern kann man aber doch ſo viel 71 no 19 Gruͤnfutter bauen, um die Kuͤhe oder das Arbeitsvieh im ech Stalle zu fuͤttern. Ich werde bei Gelegenheit der Schaaf— „. zucht noch einmal von dieſem Sandlande ſprechen und werde u eiim hier noch das Verfahren fuͤr diejenigen beſchreiben, die ei— 8 wi, nen Theil ihres Rindviehes oder alles im Stalle fuͤttern aftetm”⸗ wollen. Va 9. M 110 Das erſte Gruͤnfutter iſt der rothe Klee. Haͤtte man Lu⸗ zerne angebauet, ſo wuͤrde dieſe noch um acht oder zehn Tage fruͤher gemaͤhet werden koͤnnen. So lange die Kleearten die Bluͤthenknospen noch nicht zeigen, giebt man ſie dem Viehe nicht allein, ſondern unter Stroh geſchnitten, damit ſich das Vieh allmäͤhlig an das gruͤne Futter gewoͤhne und nicht auf— blaͤhe(berſte). In gewoͤhnlichen Jahren kann man den rothen Klee um den 20. Mai anfangen zu ſchneiden. Hat man einigermaßen feuchten Boden, ſo bleibt der erſte Schnitt den ganzen Juni durch gruͤn. Zum erſten Juli muß man aber Wicken oder ein Wicken⸗ gemenge bereit halten, weil in den wenigſten Jahren der zweite Wuchs des Klees dann ſtark genug ſeyn wird, um die gehoͤrige Menge Futter zu liefern. Zu dem Ende ſaͤet man die Wicken im Anfange des Aprils aus, wenigſtens einen Theil, und wiederholt eine ſolche Ausſaat alle vierzehn Tage oder drei Wochen bis zu Ende Mai. Mißßraͤth eine Saat, ſo giebt die andere dafuͤr um ſo mehr. Gegen Ende des Juni wird der Klee zum zweiten Male geſchnitten werden koͤnnen. Bei guͤnſtiger Witterung wird er ſich ziemlich den ganzen Auguſt durch halten. Dies wird um ſo eher der Fall ſeyn, wenn man das Vieh auf die Stoppeln triebe, wenn ſie grasreich ſeyn ſollten und man wollte der Ernte wegen weniger Zeit auf das Hereinholen des Futters verwenden. Zu Ende des Auguſts muß die Kleeſtoppel umgebrochen werden, wenn ſie mit Winterung beſaͤet werden ſoll, oder der Klee wird nunmehro nicht Futter genug hergeben, weil er um dieſe Zeit im Wachsthum nachlaͤßt. Es muß alſo auf jeden Fall anderes Futter breit ſeyn. Hierzu ſchickt ſich nun nichts beſſer, als der Buchweißen und der Spoͤrgel, weil auch die Wicken ſo ſpaͤt ſelten ordent— lich wachſen. Aber gerade der Buchweitzen waͤchſt ſpaͤt am aͤppigſten. Will man ihn im September bluͤhend haben, ſo ſaͤet nin in e üie des ucch dem 10 rͤher reſ Dan( beihen aub gedüngte Michaelis In halu as Miheftg ann man a tder grün Gemenge, 9 einzuricken Naggen beſcr Sat na6 tfin, de In Mägal de dunte fir nüncht Un tfin um d Das Kals fühn Oan 2 vmn de ſath munchen, aäſ wenn man nulñ Alha n garofe D de thaäs de d. 19) man Pn fingt man, iehet ſind, 9n ſat ſie mit 6 Bei dh i uerſt à tte nane eii da leearn 1 dem uhe amit ſih) nd nicht hen Keen einigerh ganzen er ein Wi Jahren wird, un Ende ſate nigſtens vierzehn d eine En zweiten. terung wit Dies win die Eit nan wolle en des d l umgebren ſoll, oͤre n, wellel aiſo auf ſe r Buhyen ſelten dde ächſt bh ben, d b —————— 111 man ihn erſt zu Anfange des Julius aus. Fuͤr die letzte Haͤlfte des Septembers muß man den Buchweitzen aber erſt nach dem 10. Juli ſaͤen; ſonſt wird er bei warmer Witterung fruͤher reif. Den Spoͤrgel ſaͤet man um dieſelbe Zeit, wie den Buch— weitzen aus; ja es kann oft vortheilhaft ſeyn, dieſen in die geduͤngte Rockenſtoppel auszuſaͤen, wo er dann doch gegen Michaelis herangewachſen ſeyn wird. In heißen und trockenen Sommern geht mit Michaelis das Maͤhefutter gewoͤhnlich zu Ende; in feuchten und kuͤhlen kann man aber ein Buchweitzengemenge noch bis den 14. Oc⸗ tober gruͤn haben. Bringt man aber Winterung nach ſolchem Gemenge, ſo rathe ich, ſo lange nicht zu warten, ſondern ſich einzurichten, daß man gleich nach Michaelis das Land mit Roggen beſaͤen kann. Hat man ſich mit allem Fleiß auf den Anban der Kar— toffeln, der Ruͤben oder des Kohls gelegt, ſo braucht man um Michaelis kein Maͤhfutter mehr. Etwas gruͤner Spoͤrgel als Zugabe fuͤr Milchkuͤhe iſt den ganzen October durch ſehr er— wuͤnſcht. Uebrigens aber giebt es von den Ruͤben und Kar— toffeln um dieſe Zeit eine Menge Abfaͤlle zur Futterung. Das Kartoffelkraut kann man in der Regel von den fruͤhen Sorten ſchon im Anfange des Septembers abſchneiden; von den ſpaͤten gegen Ende dieſes Monats. Es iſt doch an— zurathen, auch dieſes zu verfuͤttern. Am beſten geſchieht dies, wenn man es auf einer Haͤckſellade klein ſchneidet, und kleine weiße Ruͤben ebenfalls mit ſchneidet oder ſtampft, und ſie mit dem Kartoffelkraute zugleich verfuͤttert. Von den Kohlruͤben und Runkelruͤben kann man um Mi—⸗ chaelis die Blaͤtter ziemlich ſtark abblatten, ſo auch vom Kohl, wo man ihn anbauet. Hat man weiße Ruͤben angebauet, ſo faͤngt man, wenn dieſe Blaͤtter und das Kartoffelkraut ver⸗ zehrt ſind, an, dieſe nach und nach auszuziehen, und verfuͤt⸗ tert ſie mit Strohhaͤckſel. Bei dem Einbringen der Ruͤben und des Kohls erhaͤlt man zuerſt das Kraut zum Futter; nachher kommt erſt der 1 12 Kohl ſelbſt an die Reihe, dann weiße Ruͤben, endlich Kohl⸗ Runkel⸗ und Mohrruͤben. Die Kartoffeln hebt man bis zu⸗ letzt auf, weil ſie ſich am beſten halten. Mit dem unbau des Klees und der Wicken richte man ſich ſo ein, daß man in guten Jahren etwas davon trocknen und zu Heu machen kann. Haͤtte man auch gleich Wieſenheu, ſo wird man jenes beſſere Kleeheu ſehr gut zur Aufzucht jun⸗ ger Thiere brauchen koͤnnen. Oder man ſpart es uͤber und hebt es fuͤr ſolche Jahre auf, wo irgend ungluͤckliche Witte⸗ rung ein oder das andere Futtergewaͤchs zum Mißrathen bringt. Das ſaͤmmtliche gewonnene Wieſenheu, auch das gute Stroh, wie z. B. das mit Klee durchwachſene Gerſtenſtroh, ferner Wicken- und Erbſenſtroh, theilt man ſo ein, daß man den ganzen Winter durch taͤglich etwas neben den Wurzelge⸗ waͤchſen geben kann. Man verfuͤttert beides, Heu und Wur⸗ zelgewachſe, vortheilhafter, und es iſt dem Viehe gedehlicher, wenn es immer von beiden etwas bekoͤmmt. Die Wurzelge⸗ waͤchſe allein ohne Hen oder das eben genannte Stroh, be⸗ kommen den Thieren nie ſo gut. Die Freßluſt erhaͤlt ſich beſſer bei ihnen, und bei Kuͤhen hilft etwas Heu neben den ſaftigen Wurzeln noch, daß die Butter wohlſchmecken⸗ der wird. Es verſteht ſich von ſelbſt, daß ich hier Gegenden im Sinne habe, die Wieſenheu ernten, wenn ich dieſen Rath gebe, daſſelbe mit den Wurzelgewaͤchſen zugleich zu verfuͤttern. Daraus folgt aber noch nicht, daß man ſchlechterdings Heu neben Kartoffeln oder aͤhnlichen Gewaͤchſen geben muͤſſe. Man kann auch recht gut alles Rindvieh mit bloßem Stroh und Wurzeln durchwintern: man muß ihm aber dann von letzte⸗ ren mehr geben, als man bei Heu noͤthig hat. Sehr wichtig iſt es fuͤr jede Wirthſchaft, daß man gleich im Herbſt einen Ueberſchlag macht, wie man ſein Futter ein— theilen muß, um reichlich bis zur gruͤnen Futterung damit auszureichen. Um dies zu koͤnnen iſt aber freilich noͤthig⸗ daß man genau aufzeichnet was man einerntet und ſolche Gegen⸗ ſtaͤnde⸗ ftniedie 0 Kohl, Ein ſol kraucht, u ſcyn. Man gutter tgi den Karteff von denen! on Büter nictm füͤr Eide dieſes nſe viele T fonden, dß Jh wl 4 3 Dh „ R 3E' An fut ¹ fuder F Vere g 4- Koh ſoknn trſi tn gpüm: Auf in ch 10 M tiſic 1 d duf änm heu, aufz betrigt auf 9⸗ 1 luf eine nu, auf9 1 lig guf. endlich. man in en richten davon tuu ich Wieſe Aufzucht es uͤber ückliche d m Mim. auch das e Gerſten ein, daßr den Wunj Heu und! ehe gedeht Die Wun te Stroh luſt erhä qs Heu! wohlſchm Gegende ch dieſen! h zu vefſl chterdings müſſe! n Strof! dann von! daß man ein Futt utterung” ich nöth ſolce dn find ſaͤnde, die ohne Maaß eingebracht werden, wie Heu, Ruͤben und Kohl, nach ihrem Gewicht oder Maaß abſchaͤtzt. Ein ſolcher Ueberſchlag macht ſich ſehr leicht, und man braucht, um dies zu koͤnnen, kein großer Rechenmeiſter zu ſeyn. Man muß dann aber auch nach dem Ueberſchlage das Futter taͤglich heraus geben. Das Heu bindet man, und zu den Kartoffeln oder uͤbrigen Wurzeln ſchafft man ſich Koͤrbe, von denen man weiß, was ſie halten. Geſetzt: die Abfaͤlle an Blaͤttern, der Spoͤrgel und die kleinen weißen Ruͤben reichten fuͤr das Vieh den October durch, ſo nehme ich zu Ende dieſes Monats den Kalender zur Hand und zaͤhle nach, wie viele Tage noch bis zum 20. Mai ſind, und ich werde finden, daß gerade 200 Tage heraus kommen. Ich will annehmen, es habe jemand folgendes Vieh: 4 Pferde, 3 Ochſen, 9 Kuͤhe, und 3 Stuͤck Jungvieh. An Futter habe er geerntet: 16 Fuder Heu à 15 Centner- ⸗ 240 Ctner. 25. Wispel Kartoffeln oder- ⸗ O0oo Scheffel. 12 ¾— Kohlruͤben oder 2 1 8 300— ſo kann er ſeinem Viehe den ganzen Winter durch folgendes Futter geben: Auf ein einzelnes Pferd taͤg— lich 1o Pfd. Heu, auf 4 Pferde taͤglich 40 Pfd., betraͤgt auf 200 Tage 72 Ctner. 80 Pfd. Heu. Auf einen Ochſen taͤglich 9 Pfd. Heu, auf 3 Ochſen taͤglich 24 Pfd. betraͤgt auf 200 Tage 43— 70— 116 Ctner. 40 Pfd. Auf eine Kuh täglich 5 Pfd. Heu, auf 9 Kuͤhe taͤglich 45 Pfd. betraͤgt auf 200 Tage 81— 90— II. 1 8 1 114 Auf drei Stuͤck Jungvieh ſo viel wie auf 2 Kuͤhe, taͤglich 10 Pfd. Heu 18— 20— 216 Ctner. 40 Pfd. Es bleiben bei dieſer Futterung 24 Ctner. Heu uͤbrig, die aber nothwendig fuͤr die Pferde bei naſſer Witterung im Som⸗ mer, dann auch fuͤr den Monat October gebraucht wer⸗ den, in welchem die Pferde ihr volles Heu erhalten muͤſſen. Das Rindvieh wuͤrde nun von den Wurzelgewaͤch⸗ ſen neben dem ſchon berechneten Heu taͤglich erhalten koͤn⸗ nen: Ein Ochſe 3 Metzen Kartoffeln, betraͤgt auf 3 Ochſen in 200 Tagen 112 ¾ Scheffel. Eine Kuh taͤglich 4 Metzen, betraͤgt auf 9 Kuͤhe in 200 Tagen 450— Drei Stuͤck Jungvieh gleich 2 Kuͤhen, alſo taͤglich 8 Metzen 100— 662 1 Scheffel. An Wurzelgewaͤchſen behaͤlt man alſo uͤbrig 237 ¾ Schef⸗ fel. Rechnet man von dieſen die Saatkartoffeln mit 40— 50 Scheffel ab, ſo wird man die uͤbrig bleibenden wohl fuͤr die Schweine und die Hauswirthſchaft brauchen. Es iſt unglaublich, welche Vortheile man ſich dadurch verſchafft, wenn man gleich im Herbſt einen ſolchen Ueber⸗ ſchlag macht. Wird jedem einzelnen Stuͤcke auf die ganze Winterzeit jeden Tag nur eine unbedeutende Kleinigkeit mehr gegeben, ſo betraͤgt es auf 200 Tage und das ganze Vieh er— ſtaunlich viel. So koͤnnte man hier den Ochſen und Kuͤhen eͤglich recht gut 1 Metze fuͤr das Stuͤck mehr geben, und ſie wuͤrden noch nicht zu ſtark gefuͤttert. Es waͤren dazu aber, das Jungvieh mit gerechnet, noch uͤber 7 Wispel Wurzelge⸗ waͤchſe noͤthig, die eine Wirthſchaft nach unſerm Beiſpiele iiherſin jihe Und n die hie iſe ſolche z ſalte. Bei niht u, ſ Ith welte n Futereitthei Futir ſf üů nuu, und ich gitact hat, kunen. Ki die Ochen Ke Tire in mißte m erürn ſalle ar ſche ſocm Wnter dcß darum d ſ gw chf DMaun un: Aagn. Ait Ihe ng rih dähwwitſen un dan tdentd oe Aſo urachen. 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Kleinere Kuͤhe werden dabei ſehr gut milchen, und die Ochſen Kraft zur Arbeit haben. Waͤre in einer Gegend aber vorzuͤglich ſtarkes Vieh, ſo muͤßte es mehr erhalten, wenn es eine reichliche Nutzung gewaͤhren ſollte. Ihr ſehet hieraus, wie viele Wurzelgewaͤchſe zu einer ſolchen Winterfutterung gehoͤren. Ihr muͤßt aber bedenken, daß darum doch keine große Flaͤche Landes dazu erforderlich iſt, 900 Schfl. zu ernten. Bei ziemlich gutem Boden, guter Duͤngung und Bearbeitung erntet Ihr dieſe Menge von 9 Morgen. Mit dem angeſetzten Heu der 240 Ctner., wuͤrdet Ihr lange nicht ſo viel ausrichten, als mit dieſen Wur— zelgewaͤchſen, und Ihr wuͤrdet wenigſtens 16 Morgen Wieſen dazu abernten muͤſſen. Laßt alſo immerhin den Futterbau Muͤhe und Arbeit ver⸗ urſachen. Wie reichlich wird ſie nicht belohnt!—— Be⸗ denkt nur: neun fleißig angebaute Morgen Kartoffeln oder Kohlruͤben geben ſo viel Futter wie 20— 26 Morgen ge⸗ woͤhnliche Wieſen! Und dies Futter koͤnnt Ihr auf ſolchen Grundſtuͤcken bauen, die auf keine Weiſe in Wieſen zu ver⸗ wandeln ſind. Habt Ihr es dahin gebracht, das Vieh im Sommer wie im Winter reichlich fuͤttern zu koͤnnen, ſo werdet Ihr gern damit arbeiten: denn es hat Kraft und Muth zur Arbeit. Ihr werdet beim Verkauf eines uͤberfluͤßigen Stuͤckes einen 116 anſehnlichen Thaler Geld loͤſen; Eure Weiber werden Euren Tiſch hinlaͤnglich mit Milch, Butter und Kaͤſe verſorgen, ja ſie werden wohl noch manche baare Einnahme davon haben, fuͤr die ſie kleine Beduͤrfniſſe in der Haushaltung beſtreiten koͤnnen.. Am wichtigſten wird aber der Vortheil fuͤr Euch ſeyn, der Euch aus der Vermehrung und Verbeſſerung des Miſtes erwaͤchſt. Durch Sommerſtallfutterung und durch Wurzelge— waͤchsbau erhaltet Ihr in einigen Jahren gewiß das doppelte an Miſt. Koͤnnt Ihr aber doppelt duͤngen, ſo werdet Ihr auch doppelt ernten. Durch ſolchen fetten Miſt koͤnnt Ihr auch diejenigen Felder zum Futterbau geſchickt machen, die von Natur zu ſchlecht dazu ſind. Durch die reichliche und zu allen Zeiten gleich bleibende Futterung werdet Ihr Euch vor Ungluͤcksfaͤllen bei Eurem Viehe ſichern. Die Beſchaͤdigungen der Feldfruͤchte, welche zeither durch das Weidvieh verurſacht wurden, werden wegfallen und Ihr koͤnnt Holz und Arbeit an den vie⸗ len Zaͤunen erſparen, die Ihr wegen des Weideviehes unter⸗ halten mußtet. Einige allgemeine Regeln der Viehzucht und Vieh⸗ haltung, anwendbar fuͤr alle Hausthiere. 1)„Man fuͤttere das Vieh das ganze Jahr durch gleichmaͤßig.“ Ich habe dieſe Regel ſchon im Vori⸗ gen beiſpielsweiſe erwaͤhnt. Jetzt will ich noch weitlaͤuftiger daruͤber ſprechen. Der meint es nicht gut mit ſeinem Viehe, der vor Ge— walt fuͤttert, ſo lange er große Futtervorraͤthe hat, und dann wenig giebt, wenn das Futter knapp wird. Dieſen Fehle⸗ jahnged6 w Unters ünehmen. ſüchtsi für die Rubh Auch wenn Futterberechn ſo muß man Erte macfen Jehr duech thät man i ta Frühling ſe witd want Denn df nach einiyr 6 dem Jihie tou in Etue ſin Vah aud, haten, um 9, dei ſes eine t ijn ſeñ gleichen: dadi it auh den onders techte ſuter zum 6 n die Verd naimäige li u Hierin lent urichken, Im V ſu füttern ſe Vun ſij iwei Por wenen un ſe veienn, 2 daun ſche altung dehide fur(ut ung des N. durch War iß das Uunn ſo were Miſt körn machen, Ne Hgleich blä tillen biſen fruͤchte, n urden, unne ſheit an de eideviehen ht und N. sthiete. ganze 3 ſchon inan h weiluutg , dir ir be⸗ 117 begehen gewoͤhnlich Dienſtboten im Herbſt und im Anfange des Winters, ſo lange ſie uͤberall Futter in Huͤll' und Fuͤll' wahrnehmen. Nichts iſt ſchaͤdlicher, als eine ſolche Unordnung, ſowohl fuͤr die Nutzung des Viehes, als auch fuͤr ſeine Geſundheit. Auch wenn man nicht, wie in dem angefuͤhrten Beiſpiele der Futterberechnung, ſein Vieh im Sommer im Sclle fuͤttert, ſo muß man doch immer einen ſolchen Ueberſchlag nach der Ernte machen, um zu wiſſen, wie viel man taͤglich das ganze Jahr durch geben kann. Rechnet man auf die Weide, ſo thut man immer beſſer, man richtet ſich auf einen ſpaͤ⸗ ten Fruͤhling ein. Behaͤlt man auch einmal Futter uͤbrig, ſo wird man es immer vortheilhaft verbrauchen koͤnnen. Denn oft folgt auf zeitige, ſchoͤne Witterung im Fruͤhlinge nach einiger Zeit wieder ſo unfreundliches Wetter, daß es dem Viehe gewiß ſehr gut bekoͤmmt, wenn man ihm etwas im Stalle geben kann. Es ſollte alſo jeder Wirth, der ſein Vieh austreibt, auf einige Vorraͤthe an Stroh und Heu halten, um ſich in Nothfaͤllen helfen zu koͤnnen. 2)„Beobachte in der Futterung deines Vie⸗ „hes eine gewiſſe Ordnung nach der Zeit, und „gieb ihm ſein Futter einen Tag wie den andern „zu gleichen Stunden.“ Das Vieh muß nicht allein freſſen, ſondern es muß nach⸗ her auch das verzehrte Futter ordentlich verdauen, ſoll es ihm anders recht zu Gute kommen. Daher muͤſſen von einem Futter zum andern einige Stunden Zeit verſtreichen, in wel— chen die Verdauung vor ſich gehen kann. Je ordentlicher und regelmaͤßiger alles, Freſſen, Saufen und das Verdauen er⸗ folgt, deſto vortheilhafter wird das Vieh das Futter verzehren. Hierin liegt die ganze Kunſt, mit wenigem Futter viel aus⸗ zurichten.. Im Winter wuͤrde z. B. das Rindoieh folgendermaßen zu fuͤttern ſeyn: Von ſechs— ſieben Uhr erhielte es ſein Morgenfutter in zwei Portionen. Dann laͤßt man es in Ruhe bis gegen 1 4 * 1 118 eilf Uhr, wo es vorher getraͤnkt und nachher wieder gefuͤttert wird. Abends um fuͤnf Uhr wuͤrde es wieder getraͤnkt und erhielte ſein Nachtfutter. Zu denſelben Stunden kann man auch die Schaafe im Winter fuͤttern. Bei den Pferden muß aber fruͤher angefangen werden, auch muß man des Abends laͤnger fuͤttern, weil ſie langſamer freſſen und in der Regel am Tage arbeiten. Aber dieſelbe Regel muß auch bei ihnen beobachtet wer— den: ſie muͤſſen alle Tage zu gleichen Stunden an und ab⸗ gefuͤttert werden. Den habe ich immer fuͤr einen ſchlechten Knecht gehalten, der den Pferden den ganzen Tag Futter ein— ſchuͤttete, ſo oft ſie die Krippe leer hatten. Man muß die Pferde daran gewoͤhnen, daß ſie ihr Morgen⸗-, Mittag⸗ und Abendfutter hinter einander wegfreſſen, und dann muͤſſen zwiſchen jedem neuen Futter mehrere Stunden verſtreichen, in welchen ſie verdauen koͤnnen. Es iſt daher den Dienſtboten nie zu geſtatten, einmal fruͤh um fuͤnf Uhr, das andere Mal um ſieben Uhr mit dem Fuͤttern anzufangen. Wie man die Futterungszeiten einmal beſtimmt hat, ſo muͤſſen ſie auch immer richtig gehalten wer⸗ den. Ich weiß aus vieljaͤhriger Erfahrung, wie nuͤtzlich eine ſolche regelmaͤßige Einrichtung bei der Viehhaltung iſt. Am allerpuͤnktlichſten muß Maſtvieh gefuͤttert werden. 3)„Halte dein Vieh ſo reinlich als moͤglich.“ Das fleißige Putzen iſt das halbe Pferdefutter, ſagt man im Sprichwort, und welchem Landmanne ſollte es unbekannt ſeyn, wie nuͤtzlich das Reinhalten der Haut fuͤr das gute Ge⸗ deihen der Pferde iſt? Man glaube aber ja nicht, als ſey die Reinlichkeit nur bei den Pferden nothwendig; ſie iſt faſt eben ſo wichtig bei den andern Thieren. Das Rindvieh ſollte man wöͤchentlich ebenfalls ein paar Mal ſtriegeln, und taͤglich die Haut mit Strohwiſchen reiben laſſen.— Man wende mir nicht ein, daß es dazu an Zeit fehle. Einen Ochſen oder eine Kuh zu ſtriegeln, welche einmal daran gewoͤhnt ſind, iſt eine ſo leichte Arbeit, daß ſie ein zehn⸗ bis zwoͤlfjaͤhriger Kna⸗ terähigtt tezthindi Etreich gr Vater Uſaͤnden eine Kame ſt, ab daen ich in mi hnd und fnder git um Ninht hattung aue Nemalgemt Fernern knes und R err Ftkerunr ice Auemitie au dan dn Wiäſtam ſauhee, p ten rfegt pf und rin I lt en älts abu abee in ann Oagt Ümſtänden; rich nothn ſetſt ſch täüglich ſind f Lure ji —,— 2 d ————— ́ꝑ — 119 wider gf berecht gut verrichten kann, ſolche Kinder wiſſen oft kaum womit ſie r Rettaft die Zeit hinbringen ſollen, und verfallen aus Langerweile auf dum⸗ den kin m me Streiche. Gewoͤhnlich ſind ſie gern beim Viehe. Sorgt Pfeue der Vater fuͤr gutes Futter, ſo daß Kuͤhe und Ochſen in guten an des l Umſtaͤnden ſind, ſo wird ſich der kleine Sohn damit gegen in der Ren ſeine Kameraden etwas wiſſen, daß ſeiner Eltern Vieh beſſer iſt, als das anderer Leute. Er wird es gewiß gern woͤchent⸗ beobactt lich ein paar Mal ſtriegeln, um es vollends recht gut ausſe— n an m hend und glatt zu machen, wenn die Eltern es nur verſtehen, einen ſie Kinder mit Ernſt und Liebe zur Arbeit anzuhalten. Außer KTag Fuin dem Reinhalten der Haut gehoͤrt zur Reinlichkeit bei der Vieh⸗ Man m haltung auch das ſorgfaͤltige Auswiſchen der Krippen vor je⸗ c, Mi desmaligem Einſchuͤtten neuen Futters. dan ſ Ferner gehoͤrt dazu die möͤglichſte Sorgfalt fuͤr ein trok— Bei gruͤner und ſafti— kenes und weiches Lager der Thiere. jverſtrath ger Futterung wird, zumal bei Mangel an Streuling, das täg⸗ liche Ausmiſten ſehr dienlich ſeyn. ſene Zur Befoͤrderung der Reinlichkeit gehoͤrt endlich, daß man ngszein den Viehſtall zuweilen von allem Staube und Spinnengewebe ä3 gchun ſaubere, welches ſich an der Decke oder den Waͤnden anzu⸗ die niehe ſetzen pflegt. Man laͤßt zu dem Ende das Vieh auf den alungf Hof und nimmt einen Beſen mit langem Stiele, mit welchem „ man alles abfegt und dann die Krippen wieder ſorgfaͤltig aus⸗ wiſcht. Durch Entfernung alles Staubes und Spinnenge⸗ ls äſn webes verhuͤtet man nicht nur, daß der Staub den Thieren dt 6 nicht auf den Leib faͤllt, ſondern auch Feuersgefahr. ſe as ie 4)„Sorge fuͤr einen ſolchen Viehſtall, der im dis gi„Winter das Vieh vor der Kaͤlte ſchuͤtzt, wo man ct, a t„aber im Sommer ſtets friſche Luft leinlaſſen ſie itüi„kann.“ Sagt nicht, lieben Landleute: wie ſollen wir bei unſern nfals j 4 Umſtaͤnden neue Staͤlle bauen?—— das iſt ganz und gar hwiſca nicht nothwendig. Aus Euren alten Staͤllen koͤnnt Ihr Euch — ſelbſt ſolche machen, die fuͤr die Geſundheit Eurer Thiere zu⸗ it ſehe kin traͤglich ſind. dourzmiſi Eure jetzigen Staälle haben gewooͤhnlich den Fehler, daß ſfühlwa en 120 ſie im Winter zu kalt, und dagegen im Sommer zu warm ſind. Erſteres ruͤhrt daher, weil die Waͤnde entweder gleich zu duͤnn gemacht ſind, oder weil der Lehm nach und nach wieder abgefallen iſt; und luftig ſind ſie nicht im Sommer, weil es dazu an gehoͤrigen Oeffnungen fehlt. Die meiſten Staͤlle ſind nur von einer Seite gekleibt, und nur ſelten ſind die Lehmfaͤcher inwendig voͤllig ausgefuͤllt. Daher ſind die Waͤnde voller feiner Ritzen, durch welche die Kaͤlte eindringt. Die Decken ſind ebenfalls nicht feſt. Sie ſind ge— woͤhnlich mit Stangen oder Latten belegt, auf welche Heu oder Stroh geſchichtet wird. Iſt aber gerade keines vorraͤ— thig, oder es iſt zum Theil verfuͤttert, ſo ſchlaͤgt von oben eine gewaltige Kaͤlte auf das arme Vieh. Beiden Fehlern koͤnnt Ihr ſehr leicht und mit geringen Ko— ſten abhelfen. Iſt die Lehmwand zu duͤnn, ſo ſchafft Lehm an und nagelt inwendig ſchwache Latten dicht an einander, und werft die Zwiſchenraͤume mit Lehm aus. Ohne ſolche Lat⸗ ten wuͤrde der friſch angeworfene Lehm auf dem trockenen nicht halten, ſondern immer abfallen. Dadurch wird die Wand ſo dick werden, daß ſie einen ſehr ſtarken Froſt abhal⸗ ten kann. Mit der Decke macht es eben ſo. Spaltet ſogenanntes Schaalholz, belegt die Balken auf der geſpaltenen Seite dicht damit, und ſchlagt die obern runden Seiten mit Lehm aus, ſo daß auch oben eine ebene Flaͤche entſteht. Dadurch werdet Ihr uͤber Eurem Viehſtalle eine reinliche Decke bekommen, die den Stall im Winter warm haͤlt, und durch welche nicht Heu und Stroh von oben herab in den Stall herunter haͤn⸗ gen, wie bei einer bloßen Lattendecke, wodurch ſo leicht Feuer entſtehen kann, wenn Ihr des Abends mit der Laterne in den Stall geht. Beide Veraͤnderungen an Euren Staͤllen werden Euch in dieſer Art wenig baares Geld koſten. Die Arbeit koͤnnt Ihr ſelbſt verrichten und nur das Holz wuͤrdet Ihr kaufen muͤſſen, wenn Ihr nicht ſelbſt es haͤttet. Wie man aber die Staͤlle fuͤr den Sommer luftig ma— in m, d Dn gegen Ir angegeb Glaubt nderung df ung de E Aber verſch Verwandten und Ifr e de, wenn J ij Euch nae aufmerkſam! wenn das T. erhäͤl. Es wird däfn vd de Jauche n. ncs A Nan h. filih aus dn Iaefack, de vie mit der drund Uin der, in Etane da de N Julhe hſinun Ccile nch G . di 3 üt ſ g en geht,n ber Echnale nehin man, bit ſt 9 ad der En 121 wah chen kann, dadurch, daß man in den obern Lehmfaͤchern ein⸗ 1 m ander gegenuͤber ſtehende Luken anbringt, habe ich ſchon fruͤ— inAn her angegeben. Dim„ Gilaubt mir, lieben Freunde, man ſtellt ſich eine ſolche Ab⸗ dmu aͤnderung oft ſehr ſchwer vor, weil man wohl zwanzig Jahre 1 diir ldng die Sache ſo ſah und ſich dadurch ſo daran gewöͤhnte. e We Aber verſucht es; nehmt eine ſolche Arbeit mit Huͤlfe einiger Verwandten in den langen warmen Tagen vor der Ernte vor, Sie ſi und Ihr werdet Euch wundern, wie viel Ihr ausrichten wer— b welce i det, wenn Ihr es ernſtlich angreift. Bei der Gelegenheit muß zkeines d ich Euch noch auf eine andere Abaͤnderung in Euren Staͤllen Don ohen aufmerkſam machen, die dann nothwendig werden duͤrfte, wenn das Vieh recht reichlich ſaftiges Gruͤnfutter im Stalle gerinn. erhaͤlt. ſchaft li Es wird ſich in dieſem Falle nemlich die Jauche ſo an— Dan einr haͤufen, daß alles Einſtreuen kaum helfen wuͤrde, wenn man ne ſolhen der Jauche nicht Abfluß verſchaft. Dies iſt aber auf eine ſem trüirn leichte Art ſo zu bewerkſtelligen. rch win Man bringt zuerſt allen Miſt und alle gute Erde ſorg— 3 Froſt faͤltig aus dem Stalle. Dann ebnet man mit Schippe und Radehacke den Stall ſo, daß die Thiere mit den Vorderfuͤßen r ſogmar hoͤher, wie mit den Hinterfuͤßen zu ſtehen kommen. Beſtaͤn— 1 Seit de der Grund aus Thon, ſo wuͤrde er feſt genug werden. it Lehy u Waͤre er aber ſandig, ſo wuͤrde man den Stall mit recht klei— Durch unt nen Steinen abhaͤngig pflaſtern muͤſſen. Hinter den Staͤn— E bekonar den des Viehes legt man eine Rinne an, in welche ſich die I welte t Jauche hinunter ziehen kann. Dieſer Rinne giebt man das erunter Gefaͤlle nach dem Hofe zu. ( leicht dur Dicht an der Schwelle auf dem Hofe graͤbt man ein rnarne u Loch, ſo groß, daß ein altes Bier⸗ oder Weingefaͤß ganz hin⸗ ein geht, in welches man die Jauche aus dem Stalle unter den it der Schwelle durch leitet. Den Grund einer ſolchen Grube, Einn. wohin man ein Faß ſetzen will, ſchlaͤgt man mit Lehm aus. fin nüſe Gut iſt es auch, wenn man die Oefnung zwiſchen dem Faſſe und der Grube mit Lehm dicht ausſchlaͤgt, damit ſich die Jaus luftt ſnar 122 che nicht in die Erde zieht, wenn das Faß entzwei gehen ſollte. Auf die Oefnung des Faſſes paßt man einen guten De⸗ cel auf, damit kein Thier hinein treten kann, und ſchoͤpft die Jauche zum Begießen des Miſtes, oder zur Duͤngung der Grasplaͤtze in dem Garten heraus, ſo oft ſie ſich anhaͤuft. 5) Eine fuͤnfte wichtige Regel der Viehzucht iſt: willſt du ſchoͤne große Thiere erziehen, ſo laß ſie das gehoͤrige Alter erreichen, ehe du ſie an— ſpannſt oder beſpringen laͤßt. Nichts iſt ſchaͤdlicher als das zu fruͤhe Anſpannen junger Pferde oder Ochſen. Ich will nicht ſagen, daß ein Bauer ſo lange damit warten ſoll, als ein großer Gutsbeſitzer. Weil er mit allen Thieren entweder ſelbſt arbeitet, oder doch unter ſei⸗ nen Augen mit arbeiten laͤßt, welches in einer großen Wirth⸗ ſchaft nicht immer angeht, und weil er leichtere Arbeiten hat, als ein großer Guthsbeſitzer, ſo kann er junge Zugthiere im— merhin etwas fruͤher anſpannen, wie dieſer, aber vor Ende des dritten Jahres ſollte man weder von einem Fohlen, noch Stiere Arbeit verlangen. Ich weiß wohl, daß es immer mehr koſtet, je laͤnger man ein junges Thier muͤßig gehen laͤßt. Aber dieſe vermehrten Koſten ſind doch nur als eine Erſparniß anzuſehen, indem ein Thier einen immer hoͤhern Werth erlangt, je gröher es waͤchſt. Daher muß man ſich lieber ſo lange zu behelfen ſuchen, und ein ausgedientes Zugthier ein Jahr laͤnger halten, damit das junge ſein Wachsthum groͤßtentheils vollende. Iſt ein junges Pferd oder ein Ochſe erſt, wie man ſagt, in den Haufen ge— trieben, ſo wird nie was rechts daraus. Es wird bald wieder unbrauchbar und man hat nie eine rechte Stuͤtze im Zuge an ihm. Verkauft man ein ſolches Thier, ſo bekommt man we⸗ nig dafuͤr und es frißt doch daſſelbe Futter, wie ein ordentlich ausgewachſenes. Daher glaube ich, iſt keine Erſparung beſſer angewendet, als wenn durch ſie es möglich wird, ein junges Thier ein Jahr laͤnger zu fuͤttern, ehe man es zum Zuge ge⸗ braucht. lben . Wi ſiten eine ſe abere zwar ein ſolche, die Sol men gehl blaien, g kmmen di in Etallet ſunge ger 6„ füͤttere Ghzas 11 dos dn hhan Rht dmen. fen wenna Nr doen In 1 ing guta Naueic an ing min en W ſ, heute defe 3n 1 hand da n wenach i6 1 Vhies ung Sürte u Vanzthu 1 rrdutt nicts Guhe 89 dung anwei gi nen dun De⸗ und ſcendie Dünguge ih anhauf. r Viehm hen, ſt » du ſien Hannen jen 3 ein Baun ſitzer. W S doch untn 3 großen U Arbeitn 2 Zugthin „ber ver d — Fohlen n. d je langna⸗ zſe vernirn aen, inden „ßer ni en ſuche un cen, damt u Sſt ein un n Hrlii g 1d bad viöe ee im 3 „nmt man 1 ein ordiſ 3 paru beſſe d einjuis zun J Re 123 Eben ſo iſt es mit Ferſen, die man zu fruͤh zum Bullen laͤßt. Wird eine ſolche im zweiten Jahre beſprungen, ſo wird ſelten eine ſtarke, viele Milch gebende Kuh daraus, laͤßt man ſie aber erſt im dritten Jahre beſpringen, ſo erlangt man zwar ein Jahr ſpaͤter erſt eine Kuh, aber dafuͤr auch eine ſolche, die das Futter durch ihre Milch reichlich bezahlt. So lange freilich das Rindvieh ganzer Gemeinden zuſam— men gehuͤtet wird, und die Bullen immer unter der Heerde bleiben, hat man es nicht in ſeiner Gewalt, das zeitige Zu— kommen der Ferſen zu verhuͤten. Nur wer ſein Vieh immer im Stalle hat, kann die beſte Zeit auswaͤhlen, wenn er eine junge Ferſe zum Bullen bringen will. 6)„Halte vor allem das junge Vieh gut und fuͤttere es in den erſten Lebensjahren reichlich.“ Gegen dieſe Regel wird ſehr oft geſuͤndiget. Man glaubt, weil das ſogenannte ledige oder guͤſte Vieh nicht zieht und keine Milch giebt, ſo braucht es auch nicht viel Futter zu be— kommen. Das junge Vieh haͤlt ſich doch, ſagen die mehre⸗ ſten, wenn es nur halbwege was zu freſſen hat. Nur die groͤßte Futternoth kann eine ſolche Aufzucht des jungen Viehes entſchuldigen. Denn wenn der Landmann ſo wenig Futter hat, daß er kaum ſein Arbeitsvieh und das Nußwieh erhalten kann, welches ihm zu ſeiner eigenen Spei— ſung nothwendig iſt, ſo kann er freilich nicht auf laͤngere Zei— ten vor ſich ſehen, ſondern muß nur ſeine Beduͤrfniſſe auf heute befriedigen. In allen andern Faͤllen kann man aber nicht verkehrter handeln, als wenn man das Vieh in den erſten Lebensjahren vernachlaͤßigt. Gerade in der fruͤheſten Jugend brauchen die Thiere unſern Beiſtand vorzuͤglich, wenn ſie zu bedeutender Staͤrke und Groͤße gelangen ſollen. Jeder Stilleſtand im Wachsthum iſt ihnen ſchaͤdlich. Iſt ein junges Thier einmal verbuttet oder verkuͤmmert, ſo hilft am Ende alles Futter nichts. Gute Landwirthe wenden ihr beſtes Futter zunaͤchſt an das Jungvieh. Sie wiſſen aus Erfahrung, daß ſie nur von . 4 vollkommen ausgewachſenen Thieren Arbeit, Milch, Wolle— Ertrag uͤberhaupt zu ihrer Zufriedenheit erwarten koͤnnen. Und um ſich ſolchen zu erziehen, ſcheuen ſie keinen Aufwand, we⸗ chen die Aufzucht junger Thiere nothwendig macht. Zweites Kapiltel. Von der Aufzucht, Wartung und Behandlung der Pferde. Ein Pferd iſt fuͤrwahr ein ſchoͤnes Thier, wenn es von Ju— gend auf gut gehalten wird. Das Ebenmaaß ſeiner Glieder, ſeine Munterkeit und die geſchickten Bewegungen ſeines Koͤr— pers machen, daß man es nur mit Vergnuͤgen ſieht. Als Zugthier des Landmannes iſt es gelehriger, ſchneller, ausdauernder und geſchickter wie ein Ochſe. Vor dem Pflu— ge, vor der Egge oder vor dem Wagen geſpannt, iſt es gleich brauchbar, vorzuͤglich aber zu weiten Reiſen weit paſſender wie ein Ochſe. Jedoch hat ein Pferd dieſe Vorzuͤge, Schnelligkeit und Ausdauer auf weiten Reiſen nur dann, wenn es ein vorhaͤlt⸗ nißmaͤßiges beſſeres Futter bekommt, wie ein Ochſe. Bei glei— cher Futterung iſt ein Pferd nicht viel ſchneller als ein ſol— cher, und dann hat letzterer gewiß ein beſſeres Anſehen, als ein Pferd, welches gewöhnliches Ochſenfutter erhaͤlt. Da nun ſehr viele Pferde in unſern Gegenden nur ein ſolches Futter erhalten, ſo paßt auf ſie das Lob nicht, welches ich oben den Pferden ertheilte; ſie erregen durch ihren Anblick nur Mit— leid und den Wunſch, daß ihr Beſitzer ſtatt vier ſolcher ſchlecht gefuͤtterten Pferde, nur zwei beſſer gefuͤtterte halten moͤchte. Es iſt darum nicht nothig, daß der Landmann jetzt ſeine kleinen Pferde mit einem Male abſchaffe, und groͤßere ankau— fe, das wuͤrde ihm nicht moͤglich ſeyn, und wo ſollten auch lieghen inen Pfe elehren! nen fleißiſ Lure Pfert werden d Pferde go ſind. Das d0 er Getreide Picengemes ndern Hän hes Pferdr Fliſch und IEn her Lujene ih den an d Fonnf tben ſo ſarac An, Nf Ia im ſonberna ſäüben In 39 3 . 7 un ſnand man etwas 5 Non e ſtt hae Ne R nichs 9, Voll— konn lm ufmang ne⸗ lt l. tyer Pferde In es ven e Ziner Gt n ſeind K rieht. or dem i⸗ rö, iſt es ſ pyeit plſine Velligkät ein vxſt 2 ſe. Bigd „ r ass in ſ A Anſchm „ ält. Dumm zolches guit Häich ode d dic ur ĩ vier ſtl wütterte haln 1n ii „ vÜtal⸗ dßm üalr uch 125 die großen Pferde jetzt herkommen? Aber er fange an, die jungen Pferde beſſer zu behandeln, ſo wie ich es in der Fol⸗ ge lehren werde. Habt Ihr Euch, meine Freunde, durch ei⸗ nen fleißigen Futterbau recht viel Futter verſchaft, ſo daß Ihr Eure Pferde reichlich im Stalle damit verſorgen koͤnnt, ſo werden die bei reichlicher Nahrung aufgezogenen jungen Pferde groͤßer werden als die Alten, von denen ſie gefallen ſind. Das den Pferden angenehmſte Futter ſind die Koͤrner der Getreidearten und Huͤlſenfruͤchte. Die Wicken und ein Wickengemenge ungedroſchen zu Häͤckſel geſchnitten, and unter andern Haͤckſel von Roggenſtroh gemengt, giebt ein vortrefli⸗ ches Pferdefutter, wobei ſie, neben gutem Heufutter, bei. Fleiſch und Kraͤften bleiben. Im Sommer befinden ſich die Pferde bei gruͤnem Klee oder Luzerne, auch bei gruͤnen Wicken oder Gemenge, vorzuͤg— lich wenn es ſchen anfaͤngt Schoten anzuſetzen, ſo wohl, wie bei Koͤrnerfutter, und ſie koͤnnen bei einem ſolchen Futter eben ſo ſtark arbeiten. Man muß nur die Vorſicht anwen— den, daß man dieſe Gewaͤchſe nicht zu fruͤh anfaͤngt zu fuͤt⸗ tern, ſondern allemal den Pferden erſt dann ſie giebt, wenn ſie Bluͤtheknospen anſetzen. Auch muß man nur allmaͤhlig von der trockenen zur gruͤ⸗ nen Futterung uͤbergehen, und zuerſt das gruͤne Futter ganz kurz ſchneiden, und mit Strohhaͤckſel vermengen. Taͤglich ſetzt man etwas gruͤnes Futter zu und nimmt weniger Stroh, bis man es endlich ganz weglaͤßt. Bei Beobachtung dieſer Vor— ſicht ſchadet ein ſolcher Wechſel des Futters ſogar ſolchen Pfer⸗ den nichts, die ſtarkes Koͤrnerfutter bekommen haben. Kann man dieſe Gewaͤchſe, Klee, Luzerne, Wicken, oder ein Gemenge aus Wicken, Gerſte und Hafer, nicht im gruͤ⸗ nen Zuſtande bezwingen, ſo laͤßt man die letzteren ziemlich reif werden, maͤhet ſie ab und giebt ſie den Pferden als Heu. Man wird dann weniger Koͤrner fuͤr ſie brauchen, um ſie in gutem Stande zu erhalten, als wenn ſie ſchlechtes ſaures Wie⸗ ſenheu erhielten. 126 Dies wird Euch jedoch ſchon zur Genuͤge bekannt ſeyn, nur das moͤchte anfangs ſeine Schwierigkeiten haben, von dieſen Futtergewaͤchſen recht viel zu erbauen. Weniger be— kannt duͤrfte es aber ſeyn, daß man auch im Winter die Pfer⸗ de mit Wurzelgewaͤchſen eben ſo gut wie mit Koͤrnern erhal⸗ ten kann. Die Kartoffeln und Mohrruͤben ſind dazu am beſten. Man waͤſcht ſie und giebt ſie, etwas klein geſchnitten, den Pferden roh ohne Haͤckſel. Heu muͤſſen die Pferde bei einer ſolchen Futterung aber reichlich bekommen. Es dienet ihnen zum Ausreiben der Zaͤhne und bewahrt ſie vor Durch— fall, welchen ſie ſonſt von einer ſo waͤßrigen Nahrung aller⸗ dings bekommen wuͤrden. Kann man ihnen das Heu aber neben den Kartoffeln oder Moͤhren ſo geben, daß ein Pferd taͤglich acht bis zehn Pfund davon erhaͤlt, ſo befinden ſie ſich hierbei ſo wohl, wie bei der Haferfutterung. Ihr ſeht, wie ſehr die Futtergewaͤchſe uͤberhaupt, und donn vorzuͤglich die Wurzelgewaͤchſe Eure Aufmerkſamkeit ver— dienen! Wie vortheilhaft der Anbau derſelben iſt! Wie vieles Getreide freſſen die Pferde nicht jaͤhrlich in unſerm Lande al— lein?— Koͤnnen wir dies zum Theil erſparen, indem wir unſere Pferde mit anderem Futter eben ſo gut erhalten, wie viel Menſchen koͤnnen dann von dem Getreide leben, welches die Pferde ſonſt gefreſſen haͤtten? Denn ſeht, ein Morgen Landes giebt, mit Kartoffeln oder Moͤhren beſtellt, gerade noch einmal ſo viel Pferdefutter, als ein anderer Morgen mit Hafer beſtellt. Ich will dies ſogleich beweiſen. Das muß ſchon recht guter Hafer ſeyn, wenn man von einem Morgen uͤber die Einſaat zehn Scheffel dreſchen will. Giebt man einem Pferde taͤglich drei Metzen Hafer, ſo reicht man mit dieſen zehn Scheffeln drei und ſunfzig Tage lang. Nehmen wir die Ernte an Kartoffeln von einem Morgen zu ſiebzig Scheffel an, welches gar nicht viel iſt, ebenfalls wieder uͤber die Einſaat, und geben einem Pferde taͤglich acht Man Karte 9 faſt de elrde bei ge ben ſo wohl dper, un vac nes Norgend als bon ene Meze fart Actir ja Fütterung ver 5 8s beda Flaißes, um m zr ziehen, ad Wo guten ner, wo aftornn ſchſcicen, ur ſied Gnmf in unſerm Wat dn we; B Ter Pfnn enande s uftr Feipfede m. inm ſcane ben, 1 Dis ſſ in m pußt de tetzuet nenn ſüczn Dann, ai di Enn. ꝗ 0 felten, nch 3 Mithin wid ſchit werden. Zu einem dd heſten, vel dinge dicknon dekhnt ſin 31 geſchrite : Pferde d. Es dit de vor Dut ihrung al ans Heu üt aß ein Mi inden ſe ſt r rhaupt o a kſamkeit II Wie vi arm Lande -., indemn t. rlerhalte,n aben, wich zartoffent defutte, dies ſchl⸗ 1n man d kreſchen tl 1 Hafer, runßh dr rnem Nrz iſt dyrüls thiei Metzen Kartoffeln, ſo reicht dies fuͤr ein Pferd 140 Tage lang, faſt dreimal ſo lange, als der Hafer. Dieſes Pferd wuͤrde bei gleichem Heufutter bei acht Metzen Kartoffeln ſich eben ſo wohl befinden, als bei drei Metzen Hafer. Es kann aber, um nach obiger Behauptung von der Kartoffelernte ei— nes Morgens noch einmal ſo lange Pferdefutter zu haben, als von einem Morgen Hafer, taͤglich zehn und eine halbe Metze Kartoffeln erhalten, wobei es ſich maͤſten wird. Achtet ja auf dieſen Vortheil Freunde, den eine ſolche Futterung verheißt. Jetzt gebt Ihr Land fuͤr die Hofedienſte ab. Es bedarf aber nur Eurer Aufmerkſamkeit und Eures Fleißes, um von dem Euch verbleibenden Lande mehr Vortheil zu ziehen, als Euch das ganze jetzt gebracht hat. Wo gutes Wieſenheu im Ueberfluß gewonnen wird; fer⸗ ner, wo niedrig liegende Weiden zu keiner andern Benutzung ſich ſchicken, da kann die Aufzucht junger Pferde zum Verkauf fuͤr den Landmann ſehr eintraͤglich ſeyn. Es giebt Gegenden in unſerm Vaterlande, wo recht ſchoͤne Pferde gezogen wer⸗ den, wie z. B. im Havellande. Wer Pferde ziehen will, muß vor allen Dingen auf die Zuchtpferde ſehen. Der Landmann thut in der Regel beſſer, er legt es auf die Erziehung guter Arbeitspferde, weniger auf Reitpferde, an. Manche laſſen ſich deswegen verleiten, nach einem ſchoͤnen Hengſte zur Bedeckung ihrer Stuten zu ſtre— ben, weil zuweilen ein Reitpferd ſehr theuer bezahlt wird. Dies iſt in mancherlei Art nachtheilig. Paßt die Stute nicht zu dem Hengſt, iſt vielleicht plump gebauet, wenn dieſer feinknochigt iſt, ſo wird das von einer ſolchen Paarung follende Fohlen oft unanſehnlicher erſcheinen, als die Stute. Es wird auch manche gute Eigenſchaften der⸗ ſelben, nach welchen ſie ein gutes Ackerpferd war, nicht haben. Mithin wird ein ſolches Pferd nichts weniger als theuer be⸗ zahlt werden. Zu einem guten Arbeitspferde ſchickt ſich ein ſolches Pferd am beſten, welches eine breite Bruſt hat, dabei gerade nicht plumpe dickknochichte, aber doch ſtarkſehnigte gute Fuͤße, ferner 128 ein gut abgerundetes, im Verhaͤltniß zu dem ganzen Koͤrper ſtehendes Kreutz, und ein mehr rundes als herabhaͤngendes Rippengewoͤlbe. Man ſehe ſich daher nach einem Hengſte mit dieſen Eigenſchaften um, und achte weniger auf einen kleinen, ſogenannten ſchoͤnen Kopf und auf feine Fuͤße. Eine traͤchtige Stute kann maͤßig arbeiten bis gegen das Ende ihrer Traͤchtigkeit. Man muß nataͤrlich die Vorſicht anwenden, daß man ſie vor Schlaͤgen oder Stoͤßen in Acht nimmt und nicht ans Deichſel ſpannt. Sehr zutraͤglich wird es fuͤr das junge Fohlen ſeyn, wenn man der traͤchtigen Stute einige Zeit vor dem Werfen Schroot oder Leinkuchengeſoͤff giebt. Sie wird davon reichliche Milch erhalten. Man thut wohl, ein ſolches Schrootſaufen der Stute neben ihrem gewoͤhnlichen Futter ſo lange fort zu ge— ben, bis das Fohlen anfaͤngt ein wenig zu freſſen. Bei der Geburt der Stute iſt ſelten mehr zu thun, als ſie in einen Verſchlag oder beſondern Stall zu bringen, wo ſie nicht von andern Pferden beunruhigt werden kann. Eine Huͤlfe wird ſelten dienlich ſeyn, wenigſtens muß man damit bei den Geburten der Thiere nicht ſehr ſchnell bei der Hand ſeyn. Erſt dann, wenn man ſieht, daß irgend eine ungewoͤhn⸗ liche Lage des Fohlens die Geburt erſchwert, kann man ver— ſuchen, daſſelbe in eine zum Ausgang geſchicktere Lage zu brin⸗ gen, und immer mit großer Behutſamkeit. Iſt das Fohlen einige Wochen alt, ſo kann die Stute wieder maͤßig arbeiten. Man nehme dieſe aber vor Erhi— tzung bei der Arbeit in Acht, halte wenigſtens das Foh⸗ len ſo lange vom Saugen ab, bis die Stute wieder abge⸗ kuͤhlt iſt. Laͤnger als ein Vierteljahr ſollte man ein Fohlen nicht ſaugen laſſen. Ob es gleich durch laͤngern Genuß der Milch fleiſchicht und fett wird, ſo wird es doch dauerhafter, koͤrnig⸗ ter, wenn man es bald mit anderem Futter naͤhrt. Damit es nach dem Abſetzen nicht herunter komme, gewoͤhnt man es bei der Stute ſchon an das Freſſen. Die Fohlen lernen es gewoͤhnlich ſpielend an Heu oder Brod. Das do beſt frait recht rin Jahre in taglih e zur Siticur Jahre konn erhaltm, ſer dieſer Jeit 5. autm föme: ſo dauehaft. Das Her dnn auch gon dn Wiſen wieſen, kann den, zur aley, Gätts fle 1 Hau d he nrung eich In Sun ln Grünfute h die man 1 aſdarauf na ſah de Thſe dn ſe g Uidägns N rinnih de ſu Je m dr m Futter ſin i d de H alt ſind. I ſen in ai nict durch de ig nüchten urhen wüſſe 1 66 ſ em ganzn d Henai deinem Ha auf einen gje. cen bis g orlich die! 6 Stoͤßen 1 SFohlen ſenn 11 Werfen E. * reichliche! Schrootſaufn Sange fort reſſen. hr zu thur a zu bring a den kann. emuß man Jell bei de P) eine unge 8 kann ma ere Logeg kann die 3 aber vur ſſtens dei ute widri zein Fohſen nuß der 9' erhafter, naͤhrt Dr zewoͤhnt IId jjohlen den 6 Dx Das beſte Futter fuͤr ein eben abgeſetztes Fohlen iſt Ha— fer mit recht feinem Strohhaͤckſel und feines, gutes Heu. Im erſten Jahre ſollte man es moͤglich zu machen ſuchen, demſel— ben taͤglich eine halbe Metze Hafer, und ſo viel Heu, als es zur Saͤttigung braucht, zu geben. Im zweiten und dritten Jahre kann man ein Fohlen nicht nur faſt ganz ohne Koͤrner erhalten, ſondern es giebt dauerhaftere Pferde, wenn ſie in dieſer Zeit bei Heu und hoͤchſtens Scheunenfutter leben. Bei gutem Koͤrnerfutter wachſen ſie zwar beſſer, werden aber nicht ſo dauerhaft. Das Heu aber, welches ein junges Pferd erhaͤlt, muß dann auch ganz vorzuͤglich nahrhaft ſeyn. Ausgelaugtes, auf den Wieſen ſchwarz gewordenes Heu, oder Heu von Sumpf⸗ wieſen, kann einem Thiere zwar als Nebenfutter gegeben wer— den, zur alleinigen Nahrung eines Fohlens taugt es aber nicht. Gutes Klee- oder Luzern- auch Wickenheu und gut getrockne⸗ tes Heu von trockenen, ſuͤßen Wieſen kann allein die Koͤrner— nahrung erſetzen. Im Sommer giebt man den zwei⸗ und dreijaͤhrigen Foh⸗ len Gruͤnfutter im Stalle. In dem Falle, daß man Weiden hat, die man nicht anders benutzen kann, bringt man die Foh⸗ len darauf, man achte aber auf die Witterung und den Zu— ſtand der Thiere. Wird das Gras knapp auf ſolchen Wei— den, ſo gebe man ihnen im Stalle etwas Gruͤnfutter zu. Uebrigens halte man dieſe jungen Thiere von Jugend auf reinlich, bereite ihnen einen trocknen Stand und putze ſie flei— ßig. Je mehr man auf ſie haͤlt und es ihnen an nichts, we⸗ der an Futter, noch an Wartung und Pflege, in dieſem Alter fehlen laͤßt, deſto beſſer wachſen ſie. Die Hengſtfohlen laͤßt man ſchneiden, wenn ſie zwei Jahr alt ſind. Man waͤhlt dazu maͤßig warme Witterung, am be⸗ ſten im April oder Anfangs Mai. Damit man das Thier nicht durch den Schnitt einbuͤße, waͤhle man ja einen vorſich— tigen nuͤchternen Menſchen dazu, ſollte er auch beſſer bezahlt werden muͤſſen. Einige Tage nach dem Schnitt muß das Thier ſehr ſorgfaͤltig in Acht genommen werden, weil dieſe II. 19 41 130 Zeit eigentlich die gefaͤhrlichſte iſt. Man muß die Wunde oͤf⸗ nen, muß das Thier maͤßig bewegen, es mit dem Futter in Acht nehmen ꝛc. Gegen Ende des dritten Jahrs kann man anfangen, ein junges Pferd anzuſpannen. Man gewoͤhne es allmaͤhlig ans Ziehen, und nehme ſich dabei in Acht, daß es ſich nicht ver— ſchiedene Untugenden angewoͤhnt. Beißen, Schlagen, Strang⸗ ſchlagerey, Stetigkeit ꝛic. werden den Pferden groͤßtentheils durch ungeſchickte Behandlung in der Jugend angewoͤhnt. Man muß ein junges Thier zwar mit Ernſt behandeln— mit Spielen verdirbt man es auch— man muß es aber nicht grauſam ſchlagen oder ſtoßen, oder es gleich zum Ziehen gro⸗ ßer Laſten gebrauchen. Im vierten Jahre kann ein Pferd bei den gewoͤhnlichen Feldarbeiten ſchon ordentlich mit arbeiten. Soll es aber recht dauerhaft werden, ſo muß man es in dieſem Alter wo moͤg— lich vor langen Reiſen in Acht nehmen, und vorzuͤglich vor uͤbermaͤßigem Jagen. Iſt man ja zu einer weiten Reiſe mit ſeinen Pferden gezwungen und muß ein vierjaͤhriges Thier mit nehmen, ſo mache man oft Halt, und fahre in einem Futter nicht zu weit. Da junge Pferde gewoͤhnlich etwas hitzig ſind, ſo greifen ſie ſich bei weiten Maͤrſchen uͤber die Gebuͤhr an und koͤnnen ſich eine Krankheit zuziehen. Hat es ſich aber erſt ordentlich an alle Strapatzen gewoͤhnt, und es iſt in fruͤher Jugend ſo behandelt worden, als eben gelehrt iſt, ſo dauert ein Pferd auch recht lange. Kommt kein beſonderer Unfall dazwiſchen, ſo bleibt ein ſolches Pferd bis zwanzig Jahre brauchbar. Die Aufmerkſamkeit und Schonung, die ein Landmann alſo auf ein junges Thier wendet, werden ihm durch eine ſo lange Dauer reichlich bezahlt. Ich brauche wohl kaum zu erwaͤhnen, daß zu einer ſo langen Brauchbarkeit des Pferdes außer der ſorgfaͤltigen Auf⸗ zucht noch eine immerwaͤhrende gute Behandlung gehoͤrt. Zu dieſer gehoͤrt vorzuͤglich die hoͤchſte Reinlichkeit und Ordnung beim Fuͤttern. ller a irOrdnun muß ale geſpannt we Beij ii und einer e ohne die Pf mit, als we⸗ rbeien mli ſir auch gan ſttengung da Pfaden eint linf Etundy oer ſolle me wendigen gin leber ald be ihre An ir ſcuftn unh Eraßen ſet ah Sauſt, ic ii ſ tglan me mihein, 6 dihen d di den, nacge 1 in, i nun n ſelte ſen deſtindige 1 ſmden dut die Wund Ianfanginin allwählig dſcch nichtn Dlagen, Et ² großtang ud angenit 1 behandeb- :ß es aberni em Ziehen zgewohnit Dl es abert rllter won u vorzüͤgitn iten Raſin e jaͤhriois gfahre in ie dind, ſo git ann und kin Jerſt ordenſc Jer Jumn eert ein ſ Uall dazwitn Jauchba. eine b in zu dingr fäͤbtben d - gehort 7 ſnd Dru —— 131 Aber auch im Arbeiten muß man eine aͤhnliche regelmaͤ— ßige Ordnung halten. Wenn es die Geſchaͤfte irgend zulaſſen, ſo muß alle Tage zu gleichen Stunden an- und wieder aus— geſpannt werden. Bei einer ſolchen nach Stunden beſtimmten Futterung und einer eben ſo genauen Arbeitszeit, richtet man viel aus, ohne die Pferde anzugreifen. Nichts nimmt die Pferde mehr mit, als wenn ſie zuweilen uͤbermaͤßig lange, oder ſehr ſtrenge arbeiten muͤſſen. Es hilft ihnen nicht, wenn man ſie nach⸗ her auch ganz muͤßig ſtehen laͤßt. Sie uͤberwinden eine An⸗ ſtrengung dadurch allein ſogleich noch nicht. Giebt man den Pferden ein gutes Futter, ſo kann man jeden halben Tag fuͤnf Stunden ohne Unterbrechung mit ihnen arbeiten. Laͤn— ger ſollte man ſie aber auch nur in ſehr ſeltenen und noth⸗ wendigen Faͤllen arbeiten laſſen. Ueber alle Maaßen lieblos aber iſt es, wenn Landleute bei ihren Marktfuhren in die Stadt ſich dort hinſetzen, wohl gar ſaufen und ſpielen und die armen Thiere indeſſen auf den Straßen ſtehen, hungern und frieren laſſen. Geht es dann nach Hauſe, ſo jagen ſolche liederliche Wirthe gewaltig, und eine einzige ſolche Reiſe greift die Pferde ſtaͤrker an, als wo— chenlanges, maͤßiges Arbeiten. Sie holen ſich auf dieſe Art Krankheiten, an denen ſie fruͤh oder ſpaͤt endlich zu Grunde gehen. Bei Pferden, die in der Jugend ſorgfaͤltig behandelt wur⸗ den, welche nachmals bei der Arbeit nicht uͤbernommen wer— den, die man regelmaͤßig fuͤttert und putzt, werden Krankhei⸗ ten ſelten ſeyn. Treten ſie dennoch ein, ſo ziehe man nur verſtaͤndige Maͤnner zu Rathe und laſſe ſich nicht von unwiſ⸗ ſenden Quackſalbern um ſein Geld bringen. Oritees Kapitel. Von der Aufzucht, Wartung und Behandlung des Rindviehes. So nuͤtzlich die Pferde dem Landmann als Zugvieh ſind und ſo viele Freude dieſe herrlichen Thiere demjenigen gewaͤh⸗ ren, der ſie von Jugend auf ordentlich fuͤttert und wartet, ſo muß man doch zugeben, daß das Rindvieh noch nuͤtzlicher iſt. Ja man thut kaum zu viel, wenn man ſagt, es iſt dem kleinen Landwirthe, dem Beſitzer einiger Hufen, ganz unent⸗ behrlich. 2 Die Pferde haͤlt man der Ackerarbeiten wegen; durch ſie wird es moͤglich, Ertrag vom Acker zu ziehen. Ihrer koſtba— ren Unterhaltung wegen ſchraͤnkt ſich ein jeder mit ihnen ein, und haͤlt ſo wenig, als moͤglich, weil ſie, im Grunde betrach⸗ tet, bei der Landwirthſchaft ein nothwendiges Uebel ſind. Ganz anders iſt es dagegen mit dem Rindvieh. Mit die— ſem kann man den Acker ſo gut, wie mit den Pferden beſtel⸗ len, außerdem aber liefert es Milch, Butter, Kaͤſe und Fleiſch in die Haushaltung. Was haͤttet Ihr wohl fuͤr ein Labſal im Sommer, wenn Ihr nicht die kuͤhlende, wohlſchmeckende Milch haͤttet? Bergeht wohl im ganzen Jahre ein Tag, wo der Landwirth nicht etwas auf ſeinen Tiſch braͤchte, was er vom Rindvieh hat?. Daß man mit gut gefuͤtterten Ochſen alle Feldarbeiten, ſelbſt das Eggen, verrichten kann, iſt bekannt. Aber auch klei⸗ ne Reiſen kann man mit gut gehaltenen Ochſen machen, wenn es gleich mit ihnen langſamer geht. Werden die Ochſen alt, ſo kann man ſie maͤſten und theurer verkaufen, als ſie in ih— rem beſten Alter werth waren; fuͤr ein ausgedientes Pferd bekommt man faſt gar nichts. Zu allen dieſen Vorzuͤgen der Ochſen kommt noch, daß ihre Unterhaltung weit wohlfeiler iſt, als die der Pferde. Mit Hu um i ealkn, ſor bei blohe rird davon nehr Arteit Den J lbergehen. ider für m veit nehfue Er Kedorf es ſir ſch alli tl. Ich tra km, das Ri du ecklären. fepfälig an 1np Senuzun Vill mii ſeß de yß ſät wadn, u- ruß ni ne zucht Iarag N dha, Nictkuj 1 ferſkab vol tn befonnte duf die At Ic g uh nur d ichaften wer, attet? mwieth ndich beiten, c klei⸗ „wenn en alt, in jj⸗ pferd uß Nit 133 Heu kann man einen Ochſen nicht nur in ſehr gutem Stande erhalten, ſondern er kann damit gemaͤſtet werden; ein Pferd iſt bei bloßem Heufutter keinesweges ein ſchoͤnes Thier. Es wird davon traͤge und unanſehnlich, verrichtet auch eben nicht mehr Arbeit als ein Ochſe. Den Miſt duͤrfen wir bei dieſer Vergleichung auch nicht uͤbergehen. Der Pferdemiſt iſt gemengt mit anderem Miſt, oder fuͤr manche Bodenarten allein ſehr ſchaͤtzbar. Aber fuͤr weit mehrere Bodenarten paßt der Rindermiſt mehr als jener. Er bedarf es nicht, daß man ihm andern Miſt zuſetze. Er iſt fuͤr ſich allein ſchon dem Lande das herrlichſte Duͤngungsmit— tel. Ich trage nach allen dieſen Umſtaͤnden alſo kein Beden⸗ ken, das Rindvieh fuͤr das nuͤtzlichſte Hausthier des Landmanns zu erklaͤren. Ich werde im folgenden die wichtigſten Regeln ſorgfaͤltig angeben, die bei der Aufzucht, Futterung, Wartung und Benutzung des Rindviehes zu befolgen ſind. Will man recht brauchbare junge Rinder aufziehen, Och⸗ ſen, die groß und ſtark werden, gut arbeiten und endlich bald fett werden, und Kuͤhe, die viele und gute Milch geben, ſo muß man mehr auf die alten Thiere achten, die man zur Zucht gebraucht, als bisher geſchehen iſt. Fehler und Maͤn— gel erben, wie beſondere Vorzuͤglichkeiten, fort. Eine gute Milchkuh zieht wieder eine gute Milchkuh, wenn man ein Ferſekalb von ihr abſetzt. Es iſt dies ja eine, allen Landleu— ten bekannte Sache, daß es bei den Kuͤhen ganz erſtaunlich auf die Art ankommt. Ich glaube aber, man achtet zu wenig darauf, daß die Kuh nur den halben Antheil an den guten oder ſchlechten Ei— genſchaften ihres Kalbes hat. Die andere Haͤlfte erbt dieſes 134 vom Bullen. Man wird alſo von der beſten Milchkuh nicht wieder eine ſolche aufziehen koͤnnen, wenn ſie nicht von einem Bullen beſprungen wurde, der auch von einer guten Milch— kuh gefallen war. War die Mutter eines Bullen eine ſchlech— te Milchkuh, ſo werden alle von ihm gefallenen Kaͤlber etwas von dieſem Fehler erben. So iſt es auch umgekehrt, wenn man die Abſicht hat, gute ſtarke Arbeitsochſen aufzuziehen. Laßt die Kuͤhe nur von einem kleinen, unanſehnlichen Bullen beſpringen, die Kuͤhe moͤgen dann noch ſo ſtark ſeyn, ſo werden die aus dieſer Pag— rung entſtehenden Ochſen immer etwas Fehlerhaftes von dem Bullen erben. Die Auswahl eines guten Bullen fuͤr eine Gemeinde iſt daher eine ſehr wichtige Sache fuͤr dieſelbe. Eine ſchlechte, fehlerhafte Kuh, ſchadet zwar ihrem Beſitzer in ſo fern, daß er von ihr nicht ſo viel Nutzen zieht, als er koͤnnte. Ein feh— lerhafter Bulle iſt aber weit ſchaͤdlicher, weil von ihm jaͤhrlich wohl 30— 40 Kuͤhe beſprungen werden, deren Kaͤlber ſaͤmmt⸗ lich ſeine Fehler erben. Wenn große Gemeinden einen Bullen ankaufen, ſollten ſie ſorgfaͤltig erforſchen, von welcher Art er gefallen iſt. Er⸗ fahren ſie mit Gewißheit, daß er von einer milchreichen Kuh gefallen iſt, und er iſt ſonſt fehlerfrei gewachſen, hat auch die gehoͤrige Staͤrke, ſo muͤſſen ſie ſich einen ſolchen um jeden Preis zu verſchaffen ſuchen; keine Erſparung iſt wohl ſchlech⸗ ter angebracht, als bei dem Ankauf eines Zuchtrindes. Iſt in einem Orte einmal ein ganz vorzuͤglicher Bulle, ſo muͤßte man ſuchen, von der beſten Kuh des Dorfes ein Bul— lenkalb von demſelben zu erhalten. Der Beſitzer der Kuh muͤßte dann ein ſolches Kalb aus— gezeichnet gut fuͤttern, wofuͤr ihn die Gemeinde durch einen guten Preis, welchen ſie fuͤr dieſen jungen Bullen bezahlen muͤßte, hinlaͤnglich entſchaͤdigte. Achtete man dann ferner bei einer neuen Aufzucht wieder darauf, daß man nur von ganz vorzuͤglichen Kuͤhen Bulllenkaͤlber abſetzte, ſo wuͤrde man end⸗ 1 n Raedeeg dn dalger ben, dme chen I. macher— Gmmin. La daß m. no auf off endar t reiter ihe ei 1 ——— 135 athe lich eine Art Rindvieh erhalten, die alles in ſich vereinigte, 2 mtc was der Landmann wuͤnſchen kann. G as So wie man jetzt in ganzen Gemeinden mit der An⸗ KAb de ſchaffung der Bullen verfaͤhrt, iſt es nicht moͤglich, eine gute dr i Art Rindvieh zu erhalten. Man kauft die Bullen nur im⸗ mer da, wo ſie am wohlfeilſten zu haben ſind, und erhaͤlt e Alſt dann entweder verkruͤppelte, kleine Thiere, oder zu junge, die SKähe nurtn ſich ſogleich ruiniren, wenn ſie eine ſo große Heerde Kuͤhe be⸗ In, dieſ ſpringen ſollen. Obendrein wird der Gemeindebulle an vielen 2us disſerne Orten noch ſchlecht gefuttert. Im Fruͤhjahr, wenn die meh⸗ Afftes von n reſten Kuͤhe rindern(ochſen), kann ein ſolches Gemeinderind kaum gehen. Bei einer ſolchen Wirthſchaft iſt an keine gute 1 Gemeinte Aufzucht zu denken. Eine ſclitg Jeder Wirth in einer Gemeinde ſollte eine Ehre darin —n ſo firn ſetzen, den Gemeindebullen im beſten Stande zu erhalten, wenn Ante. Enſh ihn die Reihe dazu trift. Wer ſein eigenes Vieh ſchlecht fuͤt⸗ „ ihm jitt tert, ſchadet nur ſich, wer aber ein ſolches Gemeinderind „ Kaͤlber ſirr ſchlecht haͤlt, verſuͤndiget ſich an allen ſeinen Nachbaren fuͤr mehrere Jahre. Die Vorſteher der Gemeinden, die Schulzen und Dorf⸗ wuufen, ſihr llen 3 gerichtsperſonen, muͤßten daher ſorgfältig darauf wachen, daß nreichen 4 die Bullen von denen gut gehalten wuͤrden, die ſie zu fuͤttern 3 hat auh! haben. Sie muͤßten zu gewiſſen Zeiten die Bullen beſehen, Jen un ſi und muͤßten eine Strafe fuͤr ein ſolches eigennuͤtziges Ge⸗ voh ſtch meindeglied feſtſetzen, das durch ſchlechte Erhaltung des Bul⸗ Cnde. len das ganze Dorf in Schaden bringt. Sie muͤßten feſtſe⸗ her Bul ten, daß derjenige ein ganzes Jahr lang nicht an den oͤffent⸗ Tfis enä’ lichen Verſammlungen der Gemeinde Theil nehmen duͤrfe, welcher uͤberwieſen werden koͤnnte, daß durch ſeine Schuld das Gemeinderind in ſchlechten Umſtaͤnden ſey. s Kab als Pdrhn An manchen Orten begeht man auch wohl den Fehler, 4 daß man zu wenig Bullen haͤlt. Mir ſind Faͤlle bekannt, 2len bhahle r enn i wo auf 100 Kuͤhe nur Ein Bulle gehalten wurde. Das iſt 1 5 Ir vin g offenbar zu viel. Ueber 60 Kühe kann ein Bullen nicht wohl dwa beſtreiten. Beſſer iſt es noch, wenn auf 40 bis 50 Stuͤck J l⸗ 8. i Kuͤhe einer gehalten wird. N ¹ 136 Vor vollendetem dritten Jahre muß man einen Bullen nicht ſtark ſpringen laſſen. Muß man ihn jung bei einer ſtar— ken Kuhheerde gebrauchen, ſo muß man ihm Hafer oder an— deres vorzuͤglich nahrhaftes Futter geben. Auch das zu fruͤhe Zulaſſen der Ferſen iſt ſchaͤdlich. Es laͤßt ſich indeſſen nicht gut eine Zeit feſtſetzen, in welcher man ein fuͤr allemal eine Ferſe beſpringen laſſen ſollte. Es kommt ſehr darauf an, wie ſie von Jugend auf gefuͤttert worden iſt. Iſt ſie ſehr gut gehalten worden, ſo wird ſie ſchon bei einem Alter von zwei und einem halben Jahre eine anſehnliche Groͤ— ße erlangt haben. Iſt dies, ſo kann man ſie unbedenklich be— ſpringen laſſen. Bei geringer Groͤße eines ſolchen Thieres von zwei und einem halben Jahre thut man wohl, es erſt ein halbes Jahr ſpaͤter zum Bullen zu laſſen. Eine Kuh geht neun Monat oder vierzig Wochen traͤch⸗ tig. In der letzten Zeit der Traͤchtigkeit muß man ſie beſſer fuͤttern, wo moͤglich auch taͤglich einen Trank von Oelkuchen oder Kleie zu ſaufen geben. Noch wichtiger iſt die Befolgung dieſer Regel bei einer Ferſe, die zum erſten Mal kalben ſoll. Eine ſolche muß wohl acht Wochen vorher einen ſolchen Trank bekommen, damit ſie ein recht ſtarkes Euter bekomme. Unter— laͤßt man dieſe Vorſicht, ſo kann man ſich eine gute Milchkuh verderben. Zu dieſem Trank kann man auch gekochte Kar⸗ toffein nehmen. Hierin beſteht die ganze Kunſt, welche eine gute Wirthin zur Erlangung einer guten Milchkuh anzuwenden hat. Sie fuͤttere ein Ferſenkalb von guter Art immer gut, laſſe es nicht zu fruͤh beſpringen und halte nachher auf das ordentliche Traͤnken bei dem Eutern der Ferſe, damit die Milchgefaͤße (Milchadern im gemeinen Leben genannt) ſich recht erweitern, dann wird ſie ihren Zweck gewiß erreichen. Alles Fuͤttern und Eingeben gewiſſer Kraͤuter iſt Quackſalberei! Es gehen zuweilen nichtswuͤrdige Menſchen auf den Doͤr⸗ fern herum, und bieten Mittel zum Verkauf aus, nach wel— chen die Kuͤhe ganz beſonders gut milchen ſollen. Bald Kraͤu— ter zum Eingeben, zum Raͤuchern, auch wohl zum Vergraben vrt 8 rickam ſt als dug und thären. Däſ Kühe har zu erhalt diiſem L rict leich —t heitt hübt eine dat Cuch e dthen n rir Eten an ditnujt na Er Liien ſde im umit a 3 lauſe, n E gnſit A Ee Llhen luſjchen. ſiche d mirihſt, fetener l 1 rutblben 4 1i dla n ſand in, aufgag t kein Kah dü ſchen, 1 ds ſhadlch untrgang n ann d 79 bei dderſu Hafer d n. ſcͤdith in welhen lte. Cs a kert word Iepon bii in Inſehnliche Inbedenkit Zolchen Tiſn 1 wohl, at 1 „ Wochen it unan ſie iſt mvon Odlitn dal kaben a ſolchen de Imme. Uhe gute Nih u gekochte d 1 gute Wicſt den hat. E. aelaſſe e s ordenüct Mittreit ht erweitrn les Füͤttmn Luf èin Dir⸗ , nat n Bad fu Vanben unter die Schwellen. Man laſſe ſich ja von dieſen Betruͤgern nicht um ſein Geld bringen. Sie haben keine andere Ab⸗ ficht als etwas zu erhaſchen, und ihr ganzer Kram iſt nur Lug und Trug, durch welchen ſie leichtglaͤubige Leute be— thoͤren. Dieſe Art Landſtreicher, welche mit ſolchen Kraͤutern fuͤr Kuͤhe handeln, ſuchen gefliſſentlich den Glauben an Hexerei zu erhalten, ja ſie beſtaͤrken leichtglaͤubige Menſchen noch in dieſem Wahne. Giebt eine Kuh wenig Milch, oder will dieſe nicht leicht zu Butter werden, wird vielleicht zu fruͤh ſauer — ſo heißt es gleich: das ruͤhrt von boͤſen Leuten her. Ihr habt eine Nachbarin, die hat von Euch Milch bekommen, und hat Euch dieſen Streich geſpielt. Nun bieten ſie Mittel da— gegen an. Dagegen ſoll der Stall geraͤuchert werden, in den vier Ecken ſoll dies und jenes eingegraben, und die Thuͤren ſollen bekreuzt werden. Kommt jemand in Euer Haus, und ſucht Eure Weiber durch dergleichen einfaͤltiges Gewaͤſch zu aͤngſtigen, ſo werft ihn zum Hauſe hinaus, oder fuͤhrt ihn zur Obrigkeit, damit er ſeine Strafe erhalte und einen andern Lebenswandel ergreife, wo er ſich auf eine ehrlichere Art ernaͤhrt. In Eurem Kuhſtall habt Ihr gar keine kuͤnſtliche und geheime Mittel, die es ohnedies nicht giebt, anzuwenden, um Eure Kuͤhe geſund zu erhalten, und vielen Nutzen von ihnen zu ziehen. Eure eigene Vernunft muß Euch ſagen, daß eine ſolche Behandlung des Viehes, wie ich Euch hier lehre, die natuͤrlichſte und beſte iſt. Bei einer ſolchen werdet Ihr weit ſeltener Ungluͤcksfaͤlle haben, daß ſie aber nicht ganz und gar ausbleiben werden, muͤßt Ihr einſehen, wenn Ihr daran denkt, daß alles Irdiſche vergaͤnglich iſt. Was kann es ſchaden, wenn jemand ein neugebohrnes Kalb ſieht, oder Milch vor Sonnen⸗ aufgang von Euch erhaͤlt?—— Auf großen Guͤtern kann gar kein Kalb abgeſetzt werden, ohne daß viele fremde Menſchen es ſehen, die dort immer in den Kuhſtall kommen; und wenn es ſchaͤdlich waͤre, die Milch vor Sonnenauf- oder Sonnen— untergang zu verkaufen, ſo muͤßten ſolche Leute ſchon lange zu 158 melken aufgehoͤrt haben, die ihre Milch in die Stadt verkau— fen, und damit in aller Fruͤhe abgehen. Dieſer und aͤhnlicher Irrthuͤmer entſchlagt Euch ganz, meine Freunde! Wenn Ihr gegen das Vieh nur immer das Eurige thut, es regelmaͤßig fuͤttert, wartet und pflegt, ſo werdet Ihr Freude und Gewinn von der Viehzucht ha⸗ ben. Eine Kuh, die Kraft hat, und wo das Kalb in der ge⸗ woͤhnlichen Lage, mit dem Kopfe auf den Vorderfuͤßen, zum Vorſchein kommt, gebaͤrt leicht und am beſten ohne alle Huͤlfe. Mit dieſer muß man uͤberhaupt bei der Geburt eines jungen Thieres nicht eilig ſeyn, weil man durch Unvorſichtigkeit der Kuh leicht Schaden zufuͤgen kann. Nur bei einer widernatuͤr— lichen Lage kann man ſich der Huͤlfe eines geſchickten Hirten bedienen, der jedoch auch mehr dadurch helfen muß, daß er das Kalb in eine beſſere Lage zu bringen ſuche, und weniger mit Gewalt ziehe. Nach dem Kalben kann man der Kuh zwar etwas Mehl— trank von verſchlagenem Waſſer reichen, man gebe ihr aber ja nicht zu viel mit Einem Male. Ein Eimer voll waͤre ſchon ſchaͤdlich. Unerfahrne Maͤgde glauben zuweilen einer Kuh eine rechte Guͤte zu thun, wenn ſie ihr viel zu ſaufen geben. Dies muß man ja verhuͤten. Will man das Kalb abſetzen, ſo hat man zwei Arten. Entweder man laͤßt es vier Wochen an der Kuh ſaugen, oder man nimmt es gleich weg und traͤnkt es mit Milch auf. Die erſte Art, und zwar die gewoͤhnlichſte in unſern Ge⸗ genden, hat das Unangenehme, daß Kuh und Kalb ſich ſehr abquaͤlen, wenn ſie ſo ſpaͤt von einander gebracht werden, und daß ſich die Kaͤlber leicht uͤberſaugen und davon krank werden. n dies Jlij ach d mn dieſe deit ter Wochen? leht mn es! den um in d man licht da von der Fuhlt wenn man al Jn um t den Kalbe vt ſe von der h ſäben nicht Wochen lang tinkm lſſen Japennthl a6 nalr Nich ni Vaſee wniht Fab wenden, lunpe, in den lena, mun li inen Falt kanme De tieecen ſ laden Rach ſen. Mden) Nlip ader i dir buß aus richet He u dder Kli i ſochn Kate Wengen, Wan w fiti doran iren bei d wden gekoc : Endt in 3t Eut m dur imes Rund pfle, Wehiutt Lalb in di Lerfüßen, g ne alle h e eines ſu a rſichti Br widet Licklen yrr — muß, ij ₰ und vn e etwas N 2 ye ihr tin * l waͤre ſtr mner Kahin — geben. N ar zwei Ain A ſuh ſaun mit Nc S unſen be Gab ſo 2 ocht werhe ank a datoy 5 139 Um dies zu verhuͤten, nimmt man der Kuh das Kalb gleich nach der Geburt und gewoͤhnt es ans Saufen, weiches um dieſe Zeit wenigſtens eben ſo leicht geht, als nachdem es vier Wochen an der Kuh getrunken hat. Im erſten Anfange laͤßt man es auf die bekannte Art an einem Finger ſaugen, den man in die warme Kuhmilch haͤlt. Denn Erſparung muß man nicht dabei machen wollen. Das Kalb muß dieſelbe Milch von der Kuh erhalten, die es ſich ſelbſt wuͤrde geſogen haben, wenn man es bei der Kuh gelaſſen haͤtte. Ja, um ein ganz vorzuͤgliches Thier aufzuziehen, muß man dem Kalbe nicht allein vier Wochen lang die Milch geben, wie ſie von der Kuh koͤmmt, ſondern man darf auch hernach dem— ſelben nicht alle Milchnahrung entziehen, ſondern muß einige Wochen lang es wenigſtens noch zum Theil abgeſahnte Milch trinken laſſen, in die man allmaͤhlig Waſſer gießt und etwas Roggenmehl einruͤhrt, von Tage zu Tage mehr Waſſer und we— niger Milch nimmt, bis man es ganz unmerklich an das reine Waſſer gewoͤhnt. Kann man aber nicht ſo viel Milch an ein Kalb wenden, um ihm ſechs bis acht Wochen lang, oder noch laͤnger, in der letzten Zeit wenigſtens etwas Milch geben zu koͤnnen, ſo muß man doch immer die Milch nur ganz allmaͤh⸗ lig einem Kalbe entziehen, damit es nicht zu ſehr herunter komme. Dies gilt auch, wenn man es an der Kuh drei oder vier Wochen ſaugen ließ. Der Uebergang von der wohlſchmek— kenden Milch zu anderem Getraͤnk muß immer ganz unmerklich ſeyn. Neben dem Getraͤnke eines Abſetzekalbes, es ſey nun Milch oder ein Trank aus Milch, Waſſer und Roggenmehl, oder bloß aus letzteren beiden, giebt man ihm feines blaͤtter— reiches Heu und feinen Haͤckſel von Sommerſtroh mit Hafer oder Kleie angemengt; in den erſten Tagen kann man einem ſolchen Kalbe auch wohl gekruͤmeltes Brod unter den Haͤckſel mengen. Ganz vorzuͤglich gedeihen die Abſetzekaͤlber, wenn man ſie zeitig daran gewoͤhnt, gekochte Erbſen zu verzehren. Das Ver⸗ fahren bei dieſem Nahrungsmittel iſt folgendes: Die Erbſen werden gekocht wie zur Speiſe fuͤr Menſchen und eben ſo zu 5 1 8* 7— — 7 — ℳ 314 8 G — X 4 8 62 ½ b 2 5 W 6 ₰ — 140 einem Brei gerieben. Dieſen Brei laͤßt man erkalten und haͤlt ihn ſich auf einige Tage vorraͤthig. Bei jedem Traͤnken des Kalbes mit Milch nimmt man ein Stuͤck dieſes Erbſen— breies, und ruͤhrt es in der Milch auseinander. Anfangs nimmt man weniger und zuletzt taͤglich mehr, ſo wie man dem Kalbe die Milch entzieht und mehr Waſſer zuſetzt. Bei die— ſem Erbſentrank wachſen die Kaͤlber ſchnell in die Hoͤhe und leiden ſelten an Durchfall. Ich weiß wohl, daß vielen Landleuten dieſe Art, Kaͤlber abzuſetzen, theuer vorkommen wird. Vorzuͤglich ungern wer— den ſie daran gehen, dem Kalbe laͤnger als drei bis vier Wo⸗ chen Milch zu ſaufen zu geben. Sie werden ſagen: wir ſind froh, daß wir einen Tropfen Milch fuͤr uns erhalten. Wenn wir ſie ſo lange dem Kalbe geben wollten, ſo muͤßten wir noch laͤnger darben. Bei der jetzigen Wirthſchaftsart, wo die Kuͤhe ſo erbaͤrm— lich gehalten werden, haben ſie Recht. Werdet Ihr aber mei— nen Rath befolgen, auf alle Art fuͤr Vermehrung und Ver⸗ beſſerung des Viehfutters zu ſorgen, ſo wird die Milch bei Euch nicht ſo rar ſeyn, wie jetzt. Ihr werdet Euch dann wohl bewogen finden, ſie einem Kalbe laͤnger als bisher zu geben, wenn Ihr Freude an ſchoͤnem Viehe findet und die Vortheile kennen lernt, die eine mit aller Sorgfalt aufgezogene Kuh vor den gewoͤhnlichen hat. Hat man ein Abſetzekalb ganz von dem Genuſſe der Milch entwoͤhnt, ſo gebe man ihm ein halbes Jahr lang recht feinen Haͤckſel von Sommerungsſtroh und Klee;- oder feinem Garten⸗ heu. Kann und will man noch einige Zeit Hafer geben, waͤre es auch nur eine viertel hoͤchſtens eine halbe Metze, ſo wird es um ſo ſchneller wachſen. Doch kann man fuͤglich Statt des Hafers klein geſchnittene Runkelruͤben, Kohlruͤben oder Kartoffeln unter den Haͤckſel mengen. Außerdem legt man auch ſehr gutes Heu lang in der Raufe vor, und giebt, wenn die jungen Thiere drei bis vier Monat alt ſind, ſtatt Erbſen⸗ trank oder Schrotſaufen, nur reines Waſſer zum Getraͤnk. Kann man es irgend möglich machen, ſo gebe man im erſten oehr en glis Futte dr davon ni ſen, wenn n und wenn nl ts Grnfuti Hätte ni ferſen fönnd ſir in d&rd anem Habjä ſe aber ſchleſ haltung des n Auch ini Iindvieh nien ſch damit a Jußeieh gitna den aunatit ſtſetjen Fag Othſen Vi ſiy iſſn, fae ig uch dis u Ointüte in Eim bor w In detten— nech nict v. m ihn fün, lanachſe 1d Lüttr ſt d mit da 1ng tn Ooſa d 50— 00 8 7 begnügen i ſtdath n ekkalte 1 A6 3 ſedem aht .. E dieſes de ander. 4 Eſo wiema, ſetzt. Be 1 die Hihe dſe Art, g Ich unger cei bis vier! „ ſagen: wie Eerhalten. N. N nußten dir Arung un! cy die Mi J uch dam! S isher zu d die Vml Jogene 0 auſſe der 2 n9 recht ſin etinem rn Ler gebe (ete, ſö w n flaiih Eu dohlräbn e em lot In .5 gieh⸗ thn a ſutt iſe um mink. anan f teſten 141 Jahre den Kaͤlbern bloß trocknes Futter. Muß man aber gruͤnes Futter geben, ſo ſuche man zu verhuͤten, daß die Kaͤl— ber davon nicht den Durchfall bekommen. Dies wird geſche⸗ hen, wenn man nur allmaͤhlig zur gruͤnen Futterung uͤbergeht, und wenn man nur gutes, trockenes, nicht naſſes oder erhitz⸗ tes Gruͤnfutter giebt. Haͤtte man eine recht gute Weide, wo die Kaͤlber ruhig freſſen koͤnnten, ohne viel herum zu laufen; wo reines Waſ— ſer in der Naͤhe, ſo wie Schatten waͤre, ſo koͤnnte man ſie bei einem halbjaͤhrigen Alter auf eine ſolche Weide bringen. Waͤre ſie aber ſchlecht oder der Weg dahin weit, ſo ziehe ich die Er⸗ haltung des Kalbes im Stalle vor. Auch im zioeiten und dritten Jahre muß man daß junge Rindvieh nicht vernachlaͤſſigen. Manche thun dies, indem ſie ſich damit entſchuldigen, daß ſie ſagen: das Arbeitsvieh und Nutzvieh gienge vor, von dem muͤßten ſie leben. Aber aus dem Jungvieh wird beides, Nutz⸗ und Arbeitsvieh. Aus ſchlechten Ferſen und Stieren werden ſchlechte Kuͤhe und Ochſen. Wie ſchaͤdlich es ſey, die Ferſen zu fruͤh zum Bullen zu laſſen, habe ich ſchon geſagt. Nicht weniger ſchaͤdlich iſt aber auch das zu fruͤhe Anſpannen der Stiere. Soll aus einem Stierkalbe ein großer ſtarker Ochſe werden, ſo muß man dem Stiere vor vollendetem dritten Jahre gar kein Joch auflegen. Im vierten Jahre kann man ihn zum Ziehen anlernen, aber noch nicht voͤllig gebrauchen. Erſt im fuͤnften Jahre ſollte man ihn foͤrmlich anſpannen. Dann wuͤrden aber auch die Leinochſen nicht ſo rar ſeyn, wie jetzt, wenn man erſtlich die Kaͤlber ſo behandelte, als gelehrt worden, und dann wieder mit dem Anſpannen ſo lange wartete. Fuͤr einen ſo behandel⸗ ten Ochſen bekaͤme man dann auch beim Verkauf immer noch 50— 60 Thaler, ſtatt daß man ſich jetzt mit 20— 30 Tha⸗ lern begnuͤgen muß. Daß zwei ſtarke Ochſen mehr ziehen, wie drei ſchwache, iſt bekannt. 142 Ueber die Futterung und Wartung des Rindviehes habe ich ſchon fruͤher, als ich von der Stallfutterung und der Hal— tung des Viehes uͤberhaupt handelte, das wichtigſte geſagt. Ich verweiſe hier alſo nochmals darauf, was ich dort von der regelmaͤßigen Eintheilung des Futters fuͤr das ganze Jahr ſo⸗ wohl, als fuͤr den einzelnen Tag geſagt habe. Hier will ich aber uͤber einige hieher gehoͤrende Regeln bei der Rindviehfut⸗ terung noch einiges mittheilen. Ein Rind bedarf zu ſeiner Ernaͤhrung und guten Erhal⸗ tung der Koͤrner von Getreide gar nicht. Ich halte es fuͤr reine Verſchwendung und Unwirthlichkeit, den Ochſen oder Kuͤ⸗ hen ungedroſchenes Getreide entweder zu Haͤckſel geſchnitten, oder lang in die Raufen zu geben. Iſt man aus Mangel an anderem Futter zu dieſer koſt⸗ baren Futterung gezwungen, ſo iſt dies ein Uebel, dem man ſehr leicht abhelfen kann, wenn man ſich mit Fleiß auf den Bau der Futtergewaͤchſe legt. Klee, Wicken, Spoͤrgel, gruͤner Buchweitzen— im gruͤnen wie im trocknen Zuſtande — das ganze Heer der Ruͤbenarten mit ihren Blaͤttern, Kohl und Kartoffeln ſind dem Viehe vielleicht angenehmer, als ein ſolches Garbenfutter; es erhaͤlt ſich dabei in hoͤchſter Milcher⸗ giebigkeit, verrichtet die haͤrteſten Arbeiten, ja es kann damit voͤllig fett gemaͤſtet werden. Saͤmmtliche Futtergewaͤchſe ha— ben aber vor dem Getreide den großen Vorzug, daß eine glei⸗ che Flaͤche, ein Morgen z. B. mit ihnen beſtellt, noch einmal ſo viel Futter liefert, als wenn man das reife Getreide dazu verwenden wollte. Die uͤbrigen Vortheile des Futtergewaͤchs⸗ baues hier in dieſem Falle nicht einmal zu erwaͤhnen. Bauet der Landmann mehrere der genannten Futtergewaͤchſe zugleich, ſo muß er ſich bei ihrer Verfutterung nach dem Viehe richten, welches er hat, um jedes aufs beſte zu benutzen. Ein Futtergewaͤchs iſt beſſer fuͤr Maſtvieh, das andere fuͤr Zug— vieh; noch andere ſind fuͤr Milchvieh vorzuziehen. Fuͤr Maſtvieh ſchickt ſich z. B. recht fettes Heu und Kar⸗ toffeln; fuͤr Zugochſen wuͤrde man weniger ſaftige Gewaͤchſe, mehr trockenes Futter geben muͤſſen; dahingegen gerade die rhiin E. dyſr ſnd,9 gam. Giün d ſind ii und Atbeitby mehrur Euei befülhn In man man dem i ein Trank von nachwendig id Haz theutr ſi vütden grdfe ſeyn, un ſieh ihnan ſowien nitde ih neſt wnihnen do dc thaae ni Di Futze Ihr vißt vulr 3 ſeen, t ſt n nch 5 nicſe dnsn mnd man druun Naxt, dm neim Naſſe n farj angehen umn d ſch di ſal. Gues. DOcſe bekonm Kler und A elne Fe Oras Lirge grin —,„“—— ͤ‧———*— 3 145 ei nßs waͤßrigſten Gewaͤchſe, wie die Ruͤbenarten, fuͤr Milchkuͤhe 3 unee beſſer ſind, als trockenes Futter, weil ſie mehr Milch davon vichtig in geben. Gruͤnes Gras, gruͤne Wicken, Buchweitzen und Spoͤr⸗ ch don ne gel, ſind fuͤr Milchkuͤhe ein noch beſſeres Futter, wie fuͤr Maſt— Cganze J und Arbeitsvieh. Hat man alſo zu einer und derſelben Zeit d Hier n mehrere Sorten Futter zugleich, ſo kann man auch dieſe Regel der Andiſ befolgen. In manchen Gegenden glaubt man, die Kartoffeln koͤnne d outn d man den Kuͤhen nur gekocht geben. Es iſt zwar richtig, daß ch halte n ein Trank von Kartoffeln den Kuͤhen ſehr gut bekommt, aber mchſen odr nothwendig iſt dies Kochen der Kartoffeln gar nicht. Wo das = ſel geſchi Holz theuer iſt, und wo man viele Kartoffeln verfuttern kann, da wuͤrden große Keſſel dazu gehoͤren, und vieles Holz erforderlich zu dieſe ſeyn, um ſie zu kochen. Man ſtampft ſie daher und giebt ſie 1 Uebel,- ihnen, ſo wie alle andere Wurzelgewaͤchſe, am beſten roh. So viel 2 mit Flit wuͤrde ich indeſſen Kartoffeln kochen, um den tragenden Kuͤhen Qken, Et den ihnen ſo dienlichen Trank zu bereiten, in welchen man noch cknen Ju⸗ etwas Kleie miſchen kann. Blaͤtten, Die Futtergewaͤchſe haben nicht alle gleiche Nahrhaftigkeit. Thmer, a” Ihr wißt welch ein gewaltiger Unterſchied ſchon zwiſchen Heu chſter Me von hohen, trocknen, und wieder von naſſen, ſauren Wieſen „is kam n iſt. Ein noch groͤßerer Unterſchied iſt zwiſchen den Wurzelge— a rgewit waͤchſen. Eins hat immer mehr Waſſer in ſich als das andere, da daß eing und man braucht alſo von den mehr waͤßrigen eine groͤßere 3, noch nu Menge, wenn ſich die Thiere eben ſo gut wie bei einer klei— 1 Getreide u neren Maſſe beſſeren Futters befinden ſollen. Ich will hier e juttagm kurz angeben, wie viel ein Rind großer Art erhalten muß, wenn es ſich bei einem ſo wohl, wie beim andern befin⸗ — den ſoll. 5 dem 10 Gutes Wieſenheu muß eine große Kuh oder ein großer Ochſe bekommen taͤglich. 20 Pfd. Klee⸗ und Wickenheu. 18— Gruͤnen Klee 90— 100— 5 Gras.. 90— 100— nzenußen du zere fir dur eu und Er 1 Gmiſt Wicken, Buchweitzen gruͤn 90— 100— 3 die Spoͤrgel graen.. 70— 80— L' Ih ———exᷓ;ᷓ —]*—————————— 244 Gute mehlreiche Kartoffeln 40 Pfd. oder gegen 7 Metz. Runkelruͤben, etwa... 12— Kohl⸗ oder Steckruͤben... 10— 11— Weiße Ruͤben. 4 3. 1 Schfl. Mohrrüben... 2=— 9 Met. Daß bei den Wurzelgewächſen Strohhaͤckſel mit gefuͤttert werden muß, verſteht ſich. Noch beſſer aber iſt es, wie ich ſchon an einem andern Orte geſagt habe, wenn man lieber weniger Wurzelgewaͤchſe in einem Tage giebt, als hier ange— geben ſind, und an deren Stelle taͤglich einige Pfund Heu fuͤttert, weil dann die Milch weit wohlſchmeckender iſt, als von bloßen Wurzelgewaͤchſen. Bei einem ſolchen Futter wird ein gewoͤhnlicher, aber ſtarker Ochſe gut arbeiten, und dabei Fleiſch behalten, und eine Kuh wird ſehr reichlich Milch geben. Bei einer ganz kleinen Art Rindvieh wird man etwas weniger auf den einzelnen Tag geben koͤnnen. Fruͤher habe ich ſchon die Berechnung gemacht, daß man einen Morgen ſechzig Quadratruthen Klee und Wicken zum Gruͤnfutter auf fuͤnf Monate fuͤr ein Rind brauche. Auf die ſieben Wintermonate wird man die Kartoffeln oder Ruͤben von einem reichlichen Morgen Landes brauchen, um ein Rind ganz damit ohne Heu zu erhalten. Man brauchte alſo fuͤr ein jedes ſtarke und erwachſene Rind zwei und einen halben Morgen Landes mit Klee, Wicken oder Buchweitzen und behackten Wurzelgewaͤchſen beſtellt, wenn man es lediglich im Stalle er— halten will. Bei ganz beſonders gluͤcklichen Futterjahren wird etwas von dieſem Futter uͤbrig bleiben, womit man ſich bei ungluͤcklichen Futterernten helfen muß. Wer Wieſenheu erntet, braucht natuͤrlich ſo viel anderes Futter weniger, als ihm dies erſetzt. Auch muß ich bemerken, daß ein thaͤtiger kleiner Landwirth, der alles zu Rathe neh— men gelernt hat, beinahe ein Stuͤck Vieh von dem Unkraute erhalten kann, welches er beim Behacken der Wurzelgewaͤchſe, oder beim Jaͤten des Getreides durch ſeine Kinder und Leute einſammeln laͤßt, ferner von dem Graſe, welches er an We⸗ gen on, uͤben dn fann. Es gieh Vortheil ber des Autjiche das Land da Diſten im j Ackerſenf, der Meewide,5 Nadhdem hhejeu gemi dut gevißren Aceland unni vnxuf haus lls nac dem lſtang m nal, durh g Garde. d Daig ſulen. Nt vom Noxxen b gen Cand mit rihrung eins dan Gchf Shzſe Nel Guur brign gen 1 Thl. Nem ii dit Kle, öt ſie geni u w 1 ſe den 9 Mz. lſel wit n iſt er„ wi zenn man le i, als hitte ige Pfund nder iſt as (Futter wiht unnd dabei g iich geben vas weni. nacht, Krn and Wicn cauche. I voder Rünn zein Ri ſo fur in halben Au 3 und beboin ch im Enle rutterjagren tt man ſölt ſo viel mmn Hich bemi zu Natſeh dem Unkru Turzehevit der und lut jes er We⸗ an 145 gen, Graͤben und Ackerraͤndern in muͤßigen Stunden abſchnei⸗ den kann. Es giebt verſchiedene Unkraͤuter, die man mit großem Vortheil verfuͤttern kann, und die ſchon deswegen die Muͤhe des Ausziehens lohnen, den Vortheil ungerechnet, daß man das Land dadurch reiniget und verbeſſert. Dahin gehoͤren die Diſteln im jungen Zuſtande, die Saudiſteln, der Hederich, der Ackerſenf, der wilde Spoͤrgel, das Hirſengras, die Winde oder Puͤdewinde, die Miere und andere mehr. Nachdem ich Euch, lieben Landleute! ſo vielfaͤltig die Vor⸗ theile zu Gemuͤthe gefuͤhrt habe, die ein groͤßerer Futterbau Euch gewaͤhren wird, glaubt Ihr gewiß nicht mehr, daß das Ackerland unnuͤtz verwendet wird, wenn man blos Viehfutter darauf baue, Ich bin aber der Meinung, daß man es auch, blos nach dem Geldgewinn berechnet und nicht auf die Ver⸗ beſſerung und Vermehrung des Miſtes Ruͤckſicht genom⸗ men, durch Futtergewaͤchſe eben ſo hoch nuͤtzt als durch Getreide. Des Beiſpiels halber wollen wir eine Vergleichung an⸗ ſtellen. Nicht wahr, es iſt eine gute Weitzenernte, wenn man vom Morgen 8 Scheffel driſcht?— Ihr wißt, daß 2 ½ Mor⸗ gen Land mit Futtergewaͤchſen erforderlich zur reichlichen Er— naͤhrung eines Rindes ſind. Nehmen wir eine Weitzenernte von 8 Schfl. fuͤr den Morgen an, ſo tragen 2½ Morgen 20 Scheffel. Nehmen wir den Preis an zu 1 Thlr. 12 Gr. Cour. bringen drittehalb Morgen 30 Thlr., der einzelne Mor⸗ gen 12 Thlr. Wenn eine Kuh das Futter von drittehalb Morgen Land mit Klee, Wicken und Wurzelgewaͤchſen beſtellt, verzehrt, ſo giebt ſie gewiß auf 40 Wochen lang im Durchſchnitt einen Tag wie den andern gerechnet taͤglich 6 Quart Milch. Dies II.[ 10 146 betraͤgt 1640 Quart à 6 Pf.— 35 Thaler. Da aber nicht einmal uͤberall Gelegenheit iſt, auch zu dieſem niedrigen Preiſe die Milch zu verkaufen, ſo wollen wir annehmen, die Milch wird verbuttert. 14 Quart Milch geben 1 Pfd. Butter à 5 Gr., dies betraͤgt 25 Thlr. Der Kaͤſe von dieſer Milch wird doch wohl 5 Thlr. werth ſeyn, und ſo haben wir auch 30 Thlr. Ertrag von einer Kuh. Auf die Molken oder Waddick und das Kalb iſt hier gar nicht gerechnet. In dieſer Art nimmt man alſo fuͤr einen Morgen Futter ſo gut wie fuͤr ei⸗ nen Morgen Weitzen 12 Thlr. baares Geld ein. Ich weiß recht gut, daß es muͤhſamer iſt und laͤnger dauert, ehe man die 30 Thlr. fuͤr Butter und Kaͤſe einnimmt, als jene 30 Thlr. fuͤr Weiten. Die Muͤhe und Anſtrengung beim Futterbau laͤugne ich gar nicht ab, noch weniger will ich durch dieſe Vergleichung den Weitzenbau herabſetzen, aber ich wollte nur denen zeigen, wie der Futterbau Geld eintrage, die da meinen, er bringe nichts ein. Zu dieſer irrigen Meinung kann jemand nur deshalb verleitet werden, weil ein guter Wirth nicht leicht Futter unmittelbar verkauft, ſondern es erſt durch ſein Vieh aufzehren laͤßt, damit er den Miſt davon be⸗ haͤlt. Aber alle Nutzung des Viehes an Milch, Arbeit, Fleiſch, Wolle ꝛc. kommt doch lediglich von dem Fut⸗ ter her.. Die mehrere Muͤhe des Futterbaues, ſammt der Muͤhe des Futtereinfahrens, in Vergleichung mit dem Weitzenbau, wird durch den beſſern und mehreren Miſt uͤberreichlich bezahlt, den das Futter in vorbeſchriebener Art von zwei und einem halben Morgen zuruͤcklaͤßt. Das Weitzenſtroh von demſelben Lande koͤnnte fuͤr ſich allein entweder gar nicht zu Miſt ge— macht werden, oder es wuͤrde nur einen hoͤchſt erbaͤrmlichen Miſt geben. Aber nicht auf eine Art von Gewaͤchſen iſt der fortdau⸗ ernde Wohlſtand des Landmanns gegruͤndet. Beides, Futter⸗ bau und Getreidebau, muͤſſen kluͤglich mit einander verbunden werden. Durch den erſten wird das Vieh ernaͤhrt, das Acker⸗ land zu den Getreidefruͤchten vorbereitet, und der Miſt ver⸗ mir nd ornt, 1. fſereuur Eo u ges übtr r Niz: uns In A draucht, am dit, ab m. ai ih n argit, dn Rn Pftdgr Di den i de hi P M zeſawen. N ki lun zunt un in Ge beiit der a Kähen zu fihe ein uſtee u füttnt, und inn den dicht Li fütt die dicht t ſid. Es der den ſe He⸗ V 147 ans mehrt und verbeſſert; der Getreidebau liefert Brodkorn, Markt⸗ uln getreide, Stroh zum Decken, zum Haͤckſelſchneiden und zur mnen, veäic Einſtreuung. d. But So viel uͤber die Ernaͤhrung des Rindviehes. Jetzt eini— ſer Mic ges uͤber die verſchiedene Benutzung deſſelben zum Zuge, zur 1 1 3 Milch⸗ und Buttergewinnung und zur Maſtung. oder A 5 In dieſe! Pzut wie ſ— cn. eriſt und le niKäſe tini In der Regel werden zum Ziehen nur die Ochſen ge⸗ nd Anſtrne braucht. Wenn man dieſe Thiere in fruͤher Jugend ſo behan— Koeniger ul delt, als ich angegeben habe, ſo werden ſie bei einem Futter, Jetzen, är: als ich fuͤr ſie erforderlich angegeben habe, nicht viel weniger dd eint arbeiten, als Pferde. Im Pfluge ziehen manche die Ochſen igen Na den Pferden vor, weil ſie ruhiger gehen. Jdeil ein e Bei der Arbeit mit Ochſen befolge man die Regel, daß man X ſondenn t in der heißen Iahreszeit vorzuͤglich nur des Morgens und Miſt de Abends mit ihnen arbeite. In der Hitze werden ſie ſehr mit— rkilch, p genommen. on den In kleinen Wirthſchaften koͤnnen Kuͤhe ſo gut wie Ochſen zum Zuge gebraucht werden. Wo man nicht ſo viel Land hat, mt de 9 um ein Geſpann Ochſen das ganze Jahr hindurch taͤglich zu n Wießan beſchaͤftigen, da thut man wohl, die Ackerarbeit ganz mit eichic t Kuͤhen zu verrichten. rvei undin Kuͤhe lernen das Ziehen ſehr leicht, und gehen im Zuge A un uni einen raſchern Schritt, als Ochſen. Wenn man ſie nur ſonſt d. m' zu Mi gur fuͤttert, ſo geben ſie beim Ziehen doch noch einige Milch 3 atimte und kommen dabei gar nicht herunter. Man hat hierbei doch 2 den wichtigen Vortheil, daß man zu keiner Zeit unnuͤtzes 1 11 u frnu Vieh fuͤttern darf, wie es mit Ochſen wohl der Fall iſt, des, futt die nicht das ganze Jahr hindurch ordentlich beſchaͤfti⸗ v retunn get ſind. 8 4 unlttr Es verſteht ſich von ſelbſt, daß die Kuͤhe zu der Zeit, 4. * Iſſt ver wenn ſie hoch traͤchtig ſind, ſehr ſorgfaͤltig beim Zuge behan⸗ 5 * 1 ——— 2 —— 8.————————— ͦ-—— 145 delt werden muͤſſen. Da in kleinen Wirthſchaften der Eigen⸗ thuͤmer ſelbſt ackert oder uͤberhaupt mit dem Geſpann arbeitet, ſo hat er ja ſein Vieh immer ſelbſt unter Augen, und hat nicht zu fuͤrchten, daß liebloſes Geſinde durch Stoßen, Schla— gen ꝛc. eine traͤchtige Zugkuh beſchaͤdige. Mir ſind ſehr viele Gegenden bekannt, wo man die Kuͤhe zu dieſer doppelten Ab— ſicht haͤlt. Die Leute befinden ſich wohl dabei, und man findet die ſtaͤrkſten und beſten Kuͤhe dort, weil ſie gut gepflegt werden koͤnnen. Die Milchnutzung der Küuͤhe iſt eine der wichtigſten bei der ganzen Rindviehzucht. Daß vorzuͤglich der kleinere Land⸗ wirth durch dieſe ſeinen Tiſch mit Speiſen mancherlei Art ver⸗ ſorgen muß, habe ich ſchon oben erwaͤhnt. Das Streben nach vieler Milch iſt wohl keiner Wirthin zu verdenken, es iſt vielmehr ſehr loͤblich. Nur muß keiner auf ſolche thoͤrichte Mittel verfallen, die Milch zu vermehren, von welchen ich auch ſchon fruͤher geſprochen habe. Weder Johanniskraut, noch Fuͤnffingerwurzel, weder Raͤuchern noch andere Quackſalberei vermehren die Milch. Ein reichliches, gleichmaͤßiges Futter, welches den Kuͤhen das ganze Jahr hin— durch faſt einen Tag wie den andern gereicht wird; eine gute Erziehung und Behandlung der Ferſen von Jugend an, ſo wie uͤberhaupt alles, was ich uͤber die Wartung des Viehes geſagt habe, ſind die einzig untruͤglichen Mittel, ſich viele Milch zu verſchaffen. Aber auch gute, geſunde Milch, die viel Sahne hat, und ſich leicht zu Butter ſchlaͤgt, erhaͤlt man nur durch Befolgung meiner Futterungsregeln, von denen ich hier noch ein paar aus⸗ heben will, da ſie vorzuͤglich fuͤr die Guͤte der Milch und But— ter wichtig ſind. Die Wurzelgewaͤchſe verfuͤttere man immer mit etwas Heu aogich und aühn zuwei enanhalten nuch naß en Ver dier lichen zufkand eine ſtlecte prſate ſtla handlung der Enne gute Abſahnen unſt Bütter erfolel Zuerſt iſt (cbſ, wie be mäglihſt fürn gen, dowit di und ſ de Nit de Laner dnne Näten oba Nul ter dem De Ma lan Nulkn Ait autzarece Jün,u ud madenn. In dien tftrhet de d werden, h ln zu benden Stud, vmn ſe ſetſt dut heit der Nic ſich infütt unterſuchen, Auh de ndie Nich 149 aften d g zugleich, und im Sommer beim Gruͤnfutter gebe man den Seſpann 1 Kuͤhen zuweilen gutes trockenes Futter, zumal wenn man we⸗ Augen, aün gen anhaltender naſſer Witterung das Futer einige Zeit hin— 4 Stoßn, 3 durch naß einfahren muß. Lr ſind ſi Wer dies befolgt, wird ſich gewiß nicht uͤber den kraͤnk— er deppit lichen Zuſtand ſeiner Kuͤhe beklagen duͤrfen, wodurch die Milch lubei, udr eine ſchlechte Beſchaffenheit annimmt. Wohl aber ſuche er die d ſie zug Urſache ſchlechter Milch in den Milchgefaͤßen oder in der Be⸗ handlung der Milch ſelbſt. Eine gute Behandlung der Milch beim Melken, beim Abſahnen und Buttern iſt durchaus nothwendig, wenn gute Butter erfolgen ſoll. Zuerſt iſt erforderlich die groͤßte Reinlichkeit beim Melken ſelbſt, wie bei der Behandlung der Milchgefaͤße. Man muß wittt moͤglichſt fuͤr ein trockenes, weiches Lager fuͤr die Kuͤhe ſor— Ar keinat gen, damit die Euter nicht vom Miſt verunreiniget werden, 1 und ſo die Milch gleich den Miſtgeſchmack annehme. Waͤre acherli e das Euter einmal unrein geworden, ſo muͤßte man es vor dem Melken abwaſchen. Aber auch die Melkerin waſche ſich jedes e keinc di Mal vor dem Melken ihre Haͤnde rein. „Nur mt Die Milchgelten und Milchkannen muͤſſen nach jedesma⸗ 20 di af ligem Melken ſehr ſorgfaͤltig ausgewaſchen und dann an der 14 habe 3 Luft ausgetrocknet werden, damit ſich die Milch nicht ins 5. Näuzas Holz ziehe, und ſo durch ihre Säure die ſuͤße Milch anſtecke Ein di und verderbe.*. 3anſe J In die Ritzen der Gefaͤße ſetzt ſich die Milch leicht an; Kvird; in oft ruͤhrt die uͤble Beſchaffenheit der Milch, ſehr ſchnell ſauer rn)ugend 3. zu werden, blos davon her. Wenn Cure Mäͤgde Euch zuwei⸗ rang des 14 len zu bereden ſuchten, als haͤtten ſogenannte boͤſe Menſchen ttel, ſch Schuld, wenn die Butter ſchwer auszuſchneiden iſt, ſo hatten 2. ſie ſelbſt durch Unreinlichkeit der Gefaͤße dieſe uͤble Beſchaffen⸗ 1 as'ahne hal heit der Milch veranlaßt. Ihr muͤßt Euch alſo ja nicht auf 2 1 urch Brpolud ſolch einfaͤltiges Gewaͤſch verlaſſen, ſondern die Sache ſelbſt 24 Hein paar 1u unterſuchen, wo es ſich denn oft anders finden wird. 4 eich un lll Auch der Ort, der Milchkeller oder die Milchkammer, 8 wo die Milch zum Abſahnen hingeſtellt wird, verdient Eure 4 ini lbob 9u 2 150 Aufmerkſamkeit. Ein ſolches Gemach muß, wo möglich, hell ſeyn. An den Waͤnden und an der Decke darf kein Schmutz geduldet werden. Die friſche Luft muß immerwaͤhrend durch⸗ ſtreichen, damit ſich in einem ſolchen Behaͤltniß kein unange— nehmer Dunſt anhaͤufe, der da Urſache iſt, daß ſich blaue Flecke auf der Sahne zeigen, und der Butter eigen widrigen Geſchmack beibringen. Am beſten ſind freilich Keller von Mauerziegeln fuͤr den Sommer. Wo Feldſteine haͤufig ſind, kann man die Seiten— waͤnde auch von dieſen aufſetzen laſſen. Die Anlage eines ſol⸗ chen Kellers iſt zwar etwas koſtſpielig, wer ſie aber beſtreiten kann, laſſe ſich das Geld nicht dauern. Ein guter kleiner Keller iſt außerdem, daß man einen Ort fuͤr die Milch im Sommer erhaͤlt, in jeder Haushaltung ſehr nuͤtzlich. Im Winter muß man die Milch in die Stube nehmen und ſie da ſorgfaͤltig mit reinen, weißen Tuͤchern bedecken, damit kein Staub hineinfalle. Des Nachts, wenn alles in Ruhe iſt, nimmt man die Bedeckung aber weg, weil die Sahne dann beſſer ausgeſchieden wird, wenn die Luft zutre— ten kann. Die Gefaͤße in welchen man die Milch zum Abſahnen hinſtellt, muͤſſen recht weit aber nicht tief ſeyn, damit die Milch nicht hoch uͤber einander ſtehe. Am beſten ſind hier⸗ zu die ſogenannten Milchaͤſche von Steingut, welche an vielen Orten ſehr wohlfeil zu erhalten ſind. Wo ſie nicht verfertigt werden, muß man ſich von den Toͤpfern lieber eigends dazu gemachte, und ſehr gut gebrannte irdene Geſchirre verſchaffen, die die Form jener Aeſche haben Hoͤlzerne, flache Gefaͤße ſind ſehr dauerhaft. Sie muͤſſen aber vor allen andern recht rein gehalten, und nach jedesma⸗ ligem Gebrauch an der Luft getrocknet werden. Bei unreinli— cher Haltung zieht ſich ſonſt die Milch in die Ritzen zwiſchen den Staͤben ein, ſaͤuert und ſteckt ſegleich die ſuͤße Milch an, wenn ſie hineingegoſſen wird, wodurch nicht nur die Sahne zum Theil verloren geht und die Butter einen ſchlechten Ge⸗ chnit kekon gſtrerlih Die Ea e Milh ſe man ſiht, dem Alſohne die Sahne ei weniger Bu Um uc. igenomment buttert wird. kat, noch wa ne immer an nos erwärmte heide das Abr Bei groß ſcht die Sahnn va ſeh dubn Ind. In J neme wan niichts geſce teſt, dies Man nüß dam widr adilgl KR nenden, gl, Ennlegen und b Vuſer dxſel di dm Unrzrickeien mit den Ga dauern, ſonj nie mäglich, ſaht wan ſe die ſur wfäſer Die 151 , hell ſchmack bekommt, ſondern das Buttern ſelbſt iſt dann ſehr hmuß beſchwerlich und dauert oft wohl einen halben Tag. durch⸗ Die Sahne oder den Rahm muß man nicht lange auf nange⸗ der Milch ſtehen laſſen, wenn dieſe erſt geſaͤuert iſt. Sobald h Uaue man ſieht, daß alle Sahne abgeſchieden iſt, muß man mit idrim dem Abſahnen eilen. Wuͤrde die Milch zu ſauer, ſo nimmt die Sahne einen ſchlechten Geſchmack davon an und giebt auch ür den weniger Butter. Seiten⸗ Um recht wohlſchmeckende Butter zu bereiten, darf die nes ſol⸗ abgenommene Sahne auch nicht zu lange ſtehen, ehe ſie ver— eſtreiten buttert wird. Der Ort, wo man ſie aufbewahrt, muß weder kleiner kalt, noch warm ſeyn. Im Sommer muß man daher die Sah⸗ e Micch ne immer an einen kuͤhlen Ort, und im Winter an einen et⸗ h. was erwaͤrmten Ort ſtellen. Kaͤlte und Waͤrme verhindern beide das Abſcheiden der Buttertheile von der Milch. nehmen heckn, Bei großer Hitze im Sommer thut man am beſten, man lles in ſetzt die Sahne die Nacht durch in eißkaltes Waſſer, wenn deil die man fruͤh buttern will, und waͤhlt dazu die Kuͤhle des Mor⸗ t zute gens. Im Winter erwaͤrmt man vorher das Butterfaß, jedoch nehme man ſich in Acht, daß man die Butter nicht verbruͤhe, ſahnen welches geſchieht, wenn man kochendes Waſſer ins Butterfaß nit die gießt, dies ſogleich ausſchuͤttet, und nun Sahne eingießt. d hier⸗ Man muß damit einige Minuten warten, damit das Faß erſt gielen wieder abkuͤhle. anferüigt Iſt die Butter fertig, ſo muß ſie ſo lange gewaſchen nds dazu werden, als ſich das Waſſer truͤbt. Erſt dann iſt ſie zum rihofin Einlegen und Einſalzen fertig, wenn nach allem Umruͤhren mit Waſſer daſſelbe hell und klar bleibt. emiſſe Bei dem Durchruͤhren mit dem Salze nimmt man alle ſdeemo⸗ Unreinigkeiten ſorgfaͤltig heraus, und vermiſcht ſie recht fleißig unreinli mit dem Salze. Soll ſie eingeſchlagen werden, alſo lange chen dauern, ſo nimmt man etwas mehr Salz und legt ſie ſo dicht Jiic an, wie moͤglich ein. Wird die Butter aber gleich verbraucht, ſo . ESohne ſalzt man ſie weniger. tin Ge⸗ Die ſaure Milch(Schlipper⸗ oder Schlappermilch) wird verkäſet. Die Art und Weiſe iſt allen guten Wirthinnen be⸗ ————— —.————— 152 kannt. Auch bei dieſem Geſſhaͤfte zeichnet ſich eine reinliche Hausfrau vor unordentlichen aus. Sie wird aus dieſer Milch einen wohlſchmeckenden Kaͤſe bereiten, der nicht nur zur Unter— haltung der eigenen Hausgenoſſen dient, ſondern auch von an⸗ dern geſucht und gekauft wird. Nicht weniger vortheilhaft als durch Milchkuͤhe, wird das Futter noch durch Maſtung des Rindviehes benutzt. Im Oderbruche ſind die Bauern ſo von den Vortheilen der Maſtung uͤberzeugt, daß ſich ein jeder ſchon deswegen be— muͤht, ſo viel Kartoffeln und anderes Viehfutter als nur im— mer moͤglich zu erbauen. Sie nehmen dazu nicht blos ihr ei— genes ausgemerztes Vieh, ſondern kaufen ſich im Herbſt ma— geres Vieh an, oder nehmen ſolches von Schlaͤchtern fuͤr ein gewiſſes Futtergeld in Futter. Das Maͤſten und die Benutzung des Futters auf dieſe Art, hat noch Vorzuͤge vor der Kuhwirthſchaft.— Statt daß ich eine Kuh das ganze Jahr verſorgen und eben ſo lange warten muß, ehe ich den ganzen Gewinn an Butter oder Milch von ihr erhalte, ſo dauert die Zeit einer Maſtung nur funfzehn bis ſechzehn Wochen. Man kann alſo vorzuͤglich ſol⸗ ches Futter mit Maſtvieh verfuͤttern, welches nur zu einer Zeit im Jahr in recht großer Menge vorraͤthig zu ſeyn pflegt, und welches ſich nicht gut ſehr lange aufheben laͤßt. Hieher gehdren ganz eigentlich die Wurzelgewaͤchſe. Im Herbſt, wenn ſie eingeerntet werden, hat man oft große Muͤ⸗ he, ſie unterzubringen, wenn ſie gut gerathen ſind. Wen— det man bei dem Verbergen nicht alle Vorſicht an, ſo iſt man doch immer in Gefahr, theils durch Froſt, theils durch Faͤul⸗ niß welche einzubuͤßen. In dieſem Falle iſt alſo eine Maſtung ſehr vortheilhaft. Die Feldarbeiten gehen zu Ende. Man kann mehr Zeit auf de Fh ſe Naſe jht vedc CI1 nach(im. zur Vr leicht g6 Ldi ih ſohr herjauff Michkich und ſe6e) dberhon hat uf acht ſe dlich am Fſterſets däxen, tnr i varlere den dt Nun he Wen ſ ich eine ni aus deege 1t nur uin ern auch 1- Vkühe, tid dnutt. 40 den Vr n deswern Cter als nur Sicht bs 1 im Haft Jaͤchtern i utters el Jaft.— deben t In Buttr ae Maſtue vorzlai ur zu einr zeyn yfty w 1. rugevitf n loft guße on ſind A jan, ſö if nu dur duu ſr borſhelaft antfrait auf die Haus⸗ und Hofgeſchaͤfte verwenden, und auch in ſo fern iſt Maſtung, die man im Herbſt anfaͤngt und gegen das Fruͤh— jahr vollendet, ſehr bequem. Sehr wichtig iſt auch, daß man ſich zu einer Maſtung nach freiem Willen gerade ſo viel Vieh anſchafft, als man zur Verzehrung des eingeernteten Futters bedarf. Nicht ſo leicht geht dies immer bei dem ſogenannten Nutzvieh. Will ich von einer Kuh recht vie! Milch erhalten, ſo muß ich ſie lange vor dem Kalben ſchon gut fuͤttern, und muß uͤberhaupt fuͤr eine gleichbleibende gute Futterung ſorgen. Milchkuͤhe ſo eben anzukaufen, wenn man Futter genug hat und ſie wieder verkaufen, wenn es verzehrt iſt, geht ſelten; uͤberhaupt kommt bei einem ſolchen Handel nicht viel heraus. Hat man ſeine Wirthſchaft einmal auf vier bis ſechs oder acht Kuͤhe eingerichtet, ſo muß man ſich mit dem Futter auch gleich auf das ganze Jahr einrichten. In einem ungluͤcklichen Futterjahre muß man daher, will man ſeine guten Kuͤhe be— halten, und nicht zu einem Spottpreiſe losſchlagen, ihnen etwas an ihrem Futter abbrechen und ſo an der Nutzung verlieren. Wo ſich alſo irgend Gelegenheit findet, mit Maſtvieh et— was zu verdienen— und die iſt in unſerm ganzen Lande— da halte man nur ſo viel Nutzvieh, als man auch bei der un⸗ gluͤcklichſten Witterung reichlich ernaͤhren kann. Dasjenige Fut— ter aber, welches man in guten Futterjahren nicht mit dieſem Viehe bezwingen kann, verwende man zur Maſtung. Wenn man erſt anfaͤngt, den Wurzelgewaͤchsbau ins Gro⸗ ße zu treiben, ſo fange man die Maſtung mit dem eigenen ausgemerzten Viehe an. Man wird dann an einem Stuͤcke gegen den magern Verkauf 10— 15— 20 Thaler, ja wohl noch mehr verdienen, und auf dieſe Art am ſchnellſten die auf dieſe Gewaͤchſe verwandte Muͤhe bezahlt erhalten. Denn an— genommen, es verkaufte jemand gewoͤhnlich zu Michaelis ei— nen Ochſen und eine Kuh, die ihm uͤbrig geworden ſind. Nun habe er ſich aber auf den Kartoffelbau gelegt, und hat gegen ſonſt an zwoͤlf Winſſpel mehr geerntet. Er muß nun 154 ſehen, wie er es macht, daß er noch einige Zeit ohne das Geld fortwirthſchaften kann, welches er zu der genannten Zeit fuͤr beide Stuͤcke Vieh erhalten haͤtte, und muß ſie mäͤſten. Im Februar iſt er damit zu Stande, und nun erhaͤlt er ge⸗ wiß dreißig Thaler fuͤr beide mehr, als bei dem magern Verkauf. So ſchnell hat man den baaren Vortheil der beſſern Futterung von anderem Viehe nicht zu erwarten. Hat man aber ſelbſt kein Vieh uͤbrig, und doch uͤberfluͤ⸗ ßiges Futter, ſo kaufe man ſich Maſtvieh. In den mehreſten Faͤllen wird man wohl thun, lieber Ochſen als Kuͤhe zu kau— fen, weil man erſtere leichter verkaufen kann, wenn ſie recht fett ſind und ſie beſſer in großen Staͤdten bezahlt erhaͤlt. Man kaufe auch nicht zu alte abgetriebene Ochſen, ſon— dern lieber juͤngere, die noch bei Fleiſch ſind. Letztere ſind zwar theurer im Ankauf, ſie werden aber auch leichter fett, und gelten dann wieder ſo viel beim Verkaufe mehr, ſo daß man an ihnen doch mehr als an elendem Viehe verdient. Ihr macht mir vielleicht den Einwurf: wenn mit der Maſtung noch ſo viel zu verdienen iſt, was hilft es demjeni— gen, der kein Geld in Haͤnden hat, um Vieh anzukaufen. Zu vier Stuͤck braucht man wenigſtens 100 Thaler, ja wehl 120 — 130 Thaler; wo ſollten wir das nach dem Kriege in unſe⸗ rer Wirthſchaft uͤbrig haben? Ich glaube Euch gern, lieben Landleute! daß viele von Euch dieſes Geld nicht baar liegen haben. Ich denke aber, ein Mann, der einen eigenen Hof hat, und ſich allen Men⸗ ſchen als ein ehrlicher, braver Mann gezeigt hat, findet immer jemanden, der ihm zu einer ſo vortheilhaften Anwendung das Geld vorſchießen wird. Macht Bekanntſchaft mit wohlhaben— den Schlaͤchtern in den Staͤdten. Nehmt von ihnen magere Ochſen auf die Maſt, und laßt Euch ein beſtimmtes Futter⸗ geld geben. Denn das iſt Hauptbedingung des Wurzelgewaͤchsbaues, daß dieſe Gewaͤchſe in der Wirthſchaft verfuͤttert werden, die ſie erbauete. Der Verkauf derſelben, ohne eine Gelegenheit zum Ankauf von Miſt, kann einer Wirthſchaft Schaden brin⸗ in A mſe nittel zu Bii zue pbakllch geben ho Da umer f erden. Iu da ioven pü Lhn haltung venoſſene nr z eädaſäbe n gäh den, ſo Ip Tag 1 funt b Fit⸗ Mde bn we d in k d ſthet zmei d wenn Darum Portion thiz w. üͤrder V Zeit A genanag. nuß ſiei n erhäͤl, i dem n etheil deriſ den. d doch i den mi Kühe u nwenn ſen Ihlt erhät. ine Ochſen, 1. Lezteni duch leichtn 3 mehr, L verdien pwenn m. lft es de lanzukaufn 2,, ja wehl ndriege in! 9daß vielen ch denke iich allen M „findet im mwendung dit wohlhen eihnen mun amtes futſ newächut, ward, d e Gelcnft Schydu ir 155 gen. Aber verfuͤttert und in den Miſthaufen gebracht, wer⸗ den ſie zum Segen fuͤr den Ackerbau, und ein gutes Huͤlfs⸗ mittel zur Befoͤrderung Eures Wohlſtandes. Bei der Maſtung ſelbſt iſt folgendes zu beobachten: Zuerſt muͤſſen bei Maſtvieh alle Regeln, die ich uͤber die puͤnktliche Futterung und Wartung des Viehes uͤberhaupt ge— geben habe, noch viel genauer befolgt werden. Das Futter muß den zur Maſt aufgeſtellten Rindern immer friſch, reinlich und einen Tag wie den andern gegeben werden. Die Krippen muͤſſen ſorgfaͤltig rein gehalten werden. Das Tagesfutter muß in viele kleine Portionen getheilt, und ihnen puͤnktlich nach der Uhr gegeben werden. Einen Theil des Futters verzehrt das Vieh blos zur Er— haltung ſeines Lebens. Nur von dem uͤber dieſe Nothdurft genoſſenen Futter ſetzt es Fleiſch an oder giebt Milch ꝛc. Je mehr Futter Ihr alſo einem Thiere ſo beibringen koͤnnt, daß es daſſelbe noch ordentlich verdauet, deſto mehr ſetzt es Fett oder Fleiſch an. Koͤnnt Ihr die Maſt in 100 Tagen beendi— gen, ſo werdet Ihr weniger Futter brauchen, als wenn ſie 120 Tage gedauert haͤtte. Denn wenn dies Thier auch daſ⸗ ſelbe Futter verzehrt haͤtte, welches in 120 Tagen zu demſel⸗ ben Fett⸗ und Fleiſchanſatz gehoͤrt haͤtte, ſo hat es doch auf 20 Tage beim Futter zur nothduͤrftigen Erhaltung ſeines Le— bens gebraucht, welches man alſo dann gewinnt, wenn man ein Thier durch ſtaͤrkeres Fuͤttern 20 Tage fruͤher fett ma⸗ chen kann. Dieſe Futtermenge hat aber ihre Grenze. Mehr muß ein Thier nie erhalten, als es mit Appetit verzehrt. Ueber⸗ frißt ſich ein Maſtrind und ſteht nachher nur zwei Tage, wo es ſchlecht frißt, ſo verhringt man das ganze Futter auf dieſe zwei Tage unweißlich, weil dann ein Thier nicht zunimmt, wenn es mehr zu ſich genommen hat, als es verdauen kann. Darum iſt die große Puͤnktlichkeit beim Futtern, die kleinen Portionen und die regelmaͤßige Ruhe nach dem Freſſen noͤ— thig, wodurch der Appetit rege erhalten und die Verdauung befoͤrdert wird. 156 Die Futterung des Maſtviehes geſchieht am beſten in fol— gender Ordnung. Nachdem man ausgemittelt hat, wie viel man auf den einzelnen Tag geben will, theilt man das ganze Wurzelfutter in neun Portionen, das Heu in zwei. Fruͤh um fuͤnf Uhr wird das erſte Futter, um halb ſechs Uhr das zweite, um ſechs Uhr das dritte gegeben. Dann wird friſch geſtreuet und die Thiere bleiben in Ruhe bis ge— gen zehn Uhr, wo man ihnen eine Portion Heu vorlegt. dachdem ſie dieſe verzehrt haben, werden ſie getraͤnkt, und erhalten nun um eilf Uhr die erſte Portion Wurzelgewaͤchſe; von einer halben Stunde zur andern die beiden uͤbrigen. Da— nach bleiben ſie wieder in Ruhe bis Abends fuͤnf oder ſechs Uhr, wo man ihnen Waſſer vorhaͤlt und die letzten Futter— portionen in der nemlichen Ordnung verfuͤttert. Abends um neun Uhr legt man ihnen die zweite Portion Heu vor. Hat man eine ſolche Ordnung einmal angefangen, ſo muß man ſie regelmaͤßig halten. Haͤtte man alſo die Abſicht, ei— nem Rinde taͤglich einen halben Scheffel bis zwoͤlf Metzen Kartoffeln, und zehn Pfund Heu zu geden, ſo wuͤrde man mit einem Male immer eine reichliche Metze Kartoffeln, und in jeder Portion fuͤnf Pfund Heu zu geben haben. Im An— fange der Maſtung ſtaͤrkere und wenn die Freßluſt der Thie— re nachgelaſſen hat, ſchwaͤchere Portionen. Dies iſt eine Fut— terung, bei der ſchon ein ziemlich ſtarker Ochſe ſehr zunehmen wuͤrde. Haͤtte man nicht Heu genug um taͤglich zehn Pfund zu geben, koͤnnte vielleicht nur fuͤnf Pfund geben, ſo muß man in der Stelle mehr Kartoffeln, vielleicht zu Anfange einen Scheffel taͤglich auf ein Stuͤck rechnen, und dann ſo viel Sommerungsſtroh vorlegen, als die Thiere zur Luſt freſſen moͤgen. Sehr nuͤtzlich fuͤr die Zunahme der Thiere iſt das Rei— nigen der Haut. Man ſtriegelt ſie mit einer abgelegten Pfer⸗ deſtriegel und laͤßt ſie außerdem recht oft mit Strohwiſchen abreiben, ſo daß ſich nirgends Schmutz anhaͤuft. lange k ſie noch ren ein inwer nir ge Ve aifgeſde zu einer biſſer w Ni om gem nt tigli bitäg de Caatnet zdonjig nnn den Krfeln Ect deminn he i9 hir d uon ſe durthell dif Fun lber n Sth Naſung um Snn — n beſin hi 25, V Bei der Futterung in der angegebenen Art achte man d man ön darauf, ob die Maſtrinder das Futter mit recht vollem Appe— e Wurſid tit verzehren, oder ob ſie anfangen, etwas uͤbrig zu laſſen. Laſſen ſie etwas uͤbrig, ſo mache man die Portionen ſo eum hah lange kleiner, bis ſie rein ausfreſſen. Spuͤrt man aber, daß geden, d ſie noch nicht voͤllig genug haben, ſo mache man die Portio— iuhe be nen etwas ſtaͤrker, jedoch nur um ein weniges, und halte ſie 2 Heu rh immer ſo, daß rein ausgefreſſen werde. So wie es nicht „gerränt mehr geſchieht, muß man etwas abbrechen. rzezeit Wer dies alles befolgt und nur geſundes Vieh zur Maſt dütrign d aufgeſtellt hat, wird die Maſtung in drei bis vier Monaten nf i zu einer bedeutenden Hoͤhe treiben. Sein Vieh wird zuſehends Sileste ſ beſſer werden, und er wird gewiß ſehr vortheilhaft verkaufen. 4 Abrnd Wir wollen annehmen, eine Ochſe werde ſechszehn Wo⸗ chen gemaͤſtet, und erhielte, einen Tag in den andern gerech⸗ ſi b net, taͤglich acht Metzen Kartoffeln und zehn Pfund Heu, ſo 2t gen, ſu betraͤgt dies ſechs und funfzig Scheffel Kartoffeln und zehn t Aüſ Centner Heu. Wird ein ſolcher Ochſe nach der Maſtung Wwöf N zwanzig Thaler theurer bezahlt als beim Ankauf, ſo benutzt — vütden man den Centner Heu zu zwoͤlf Groſchen, und den Scheffel — tuffn Kartoffeln zu ſechs Groſchen Courant. »en. N Selten wird an Milchkuͤhe daſſelbe Futter mit gleichem A2ſt der I Gewinn verfuͤttert. Denn erhaͤlt man ſein Futter ſo bezahlt, C itteine ſr als hier berechnet, und behaͤlt den vortreflichen fetten Miſt Shr zunthan davon, ſo kann man ſich durch kein anderes Gewaͤchs ſo viel Vortheil fuͤr die ganze Wirthſchaft verſchaffen, als hier durch à 1 Nfund 1 die Futtergewaͤchſe. dn muß man Aber ſelbſt bei einem geringeren Gewinn, ſo daß man — mar einen den Scheffel Kartoffeln z. B. nur mit vier Groſchen durch Gmn ſo vie Maſtung bezahlt erhaͤlt, wird man noch großen Vortheil von 8 1 a euſt freſe dem Kartoffelbau haben.. 1 eai ds gi⸗ 4 geoten pfer—— a rührſtn 8 57 3— Biertes Kapike l. Von der Zucht, Wartung und Behandlung der Schaafe. Odb die Schaafe dem Landmanne gleich nicht in ſo vielerlei Hinſicht wie die Rinder nuͤtzen, ſo koͤnnen ſie ihm doch unter manchen Umſtaͤnden ſehr eintraͤgliche Thiere werden. Ihre Zucht gehoͤrt vorzuͤglich in alle die Gegenden hin, wo das Land ſandig und ſchlecht iſt, wo man alſo nur wenig Futter⸗ gewaͤchſe fuͤr das Rindvieh erbauen kann. Sandiges Land iſt locker genug; ja es kann durch zu viele Bearbeitung zu locker werden. Das Beweiden deſſelben, wodurch es dicht getreten wird, iſt ihm daher ſehr erſprießlich. Da aber dieſes loſe Land nur kleine magere Kraͤuter und Graͤſer hervorbringt, die ein Rind kaum anfaſſen kann, ſo ſchickt es ſich beſſer zur Schaaf-, wie zur Rindviehweide. Ja es iſt vortheilhaft, bei vielem ſolchen Lande nur das allernoth⸗ wendigſte Rindvieh zu halten, dagegen aber ſo viel Schaafe, als ſich auf der Weide gut ernaͤhren koͤnnen. Gerade dieſe knappen, aber ſuͤßen und kraͤftigen Weiden auf Sandland, ſind das Element der Schaafe. Sie koͤnnen mit ihren ſpitzen Maͤulern auch die kleinſten Grasſpitzen ab⸗ beißen. Sie freſſen den ganzen Tag und erhalten denn doch ſo viel, daß ſie davon gut leben koͤnnen. Genug, ſie befinden ſich wohl auf Sandboden, und dieſer gewinnt ſeinerſeits auch mehr durch die Schaafhuͤtung und giebt als Schaafweide eine hohe Benutzung, weil bekannt iſt, daß die Schaafe auch die kleinſten Grasſpitzen abbeißen und dadurch verhindern, daß die Weidegraͤſer nicht hart und alt werden, in welchem Zu— ſtande kein Thier ſie mag. Durch das ſtete knappe Abbeißen der Weidegraͤſer durch die Schaafe, behalten ſie ihre Trieb⸗ kraft den ganzen Sommer durch und gruͤnen bei fruchtbarer Witterung, ſtatt daß die einmal erwachſenen und trocken ge⸗ nenen 62 puſen wel Die E haſtene teo auf velchert aber Thirit hiern ht 5 Rnndvjehm,. heheckt ganzit fißt. Dien derben nirgt täglich, unn Vahr zu J Nan ung mit 6. Strit thun! ält uf un Widt füdet biannte E t Koggenern Dpraduny u. 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Sie ſind ihr vielmehr ſehr zu— traͤglich, und ſie wird durch das Behuͤten mit Schaafen von Jahr zu Jahr beſſer. Man beſehe nur ſolche Stellen, die drei oder vier Jahre lang mit Schaafen beweidet wurden. Man wird keinen Schritt thun koͤnnen, ohne Schaafmiſt zu ſehen, der gut ver— theilt auf dem Lande herum liegt, und der auf das nach der Weide folgende Getreide gute Wirkung hat. Es iſt ja eine bekannte Sache, daß auch ſchlechte Laͤndereien wieder eine gu— te Roggenernke geben, wenn ſie nach drei- oder vierjaͤhriger Beweidung umgebrochen werden. Man wird mir vielleicht hier einwenden: ja, die Schaa⸗ fe ſind nuͤtzliche Thiere, wenn es mit ihnen gluͤcklich geht. Darin ſind ſie aber den Bienen gleich, daß man vielen Vor⸗ theil von ihnen haben kann; man kann aber auch alle ein— buͤßen. Nicht ſo, lieben Freunde! Die Schaafhaltung, die ich Euch lehren will, laͤßt ſich mit der Bienenzucht nicht vergleichen, ſondern iſt eben ſo ſicher, als ein anderer Zweig der Wirth⸗ ſchaft. So wie es zeither mit den Schaafen gehalten wurde, und aus Noth gehalten werden mußte; wo man vorerſt nur fuͤr Rindviehweide ſorgte, und den armen Schaafen die elen⸗ deſten, magerſten Weiden anwieß; wo Ihr bei knappen Zei⸗ ten kaum Euer Rindvieh vor dem Hungertode retten konntet, da wurden natuͤrlich die Schaafe zuerſt ein Raub des Man⸗ — 160 gels und Elends. Auf das Rindvieh mußtet Ihr ſchon des⸗ wegen eher ſehen, weil Ihr damit Euren Acker beſtellt, oder Euren Tiſch mit Milch und Butter verſorgen mußtet. Ihr werdet mir nicht gern zugeben wollen, daß die Schaafe bei Euch jemals verhungert ſind, Ihr werdet ſagen, ſie waͤren verhuͤtet geweſen. Aber laßt einmal ſehen, wie es damit eigentlich zugeht. Ich bin der Meinung, daß Hun⸗ ger die erſte Urſache des Verhuͤtens iſt. Denn ſeht! das Schaaf findet auf allen ſeinen Weide— plaͤtzen Kraͤuter und Pflanzen, die ihm ſchaͤdlich ſind, und die es nicht beruͤhrt. Die Euch allen bekannte Wolfsmilch, das Bilſenkraut und mehrere andere ſtehen auf allen Dorfplaͤtzen, wo Schaafe vorbei getrieben werden. Keines ruͤhrt ſie an, weil der Schoͤpfer ihnen das Vermoͤgen gegeben hat, ſolche Nahrungsmittel zu unterſcheiden, die ihnen den Tod zuziehen wuͤrden. Die Thiere ſind ſich freilich der Urſachen nicht be— wußt, aber ſie ſind durch dieſes Vermoͤgen entweder unwider— ſtehlich zur Verabſcheuung eines Gewaͤchſes oder zur Verrich⸗ tung irgend einer kuͤnſtlichen Handlung gezwungen; es iſt ſo genau mit ihrer ganzen Natur verbunden, daß ſie im freien Zuſtande immer davon geleitet werden. Dieſes Vermoͤgen der Thiere nennen wir Inſtinkt. Wir finden es faſt bei allen Thieren. Die Schwalbe bauet ſich ihr Neſt wie kein anderer Vogel auf eine aͤußerſt kuͤnſtliche Weiſe; die Gans rupft ſich Federn aus, wenn ſie bruten will; die kuͤnſtliche Ordnung im Innern eines Bienenſtocks iſt be— wundernswuͤrdig. So wie dieſe Thiere durch ihre ſeit der Schoͤpfung ihnen mitgetheilte unwillkuͤhrliche innere Neigung dieſe kuͤnſtlichen Verrichtungen ausuͤben, ſo vermeidet auch ein Schaaf ſo lan— ge ſchaͤdliche Nahrungsmittel, als der Hunger bei ihnen nicht ſtaͤrker iſt, als der Inſtinkt. So wie aber die Noth nirgends ein Gebot anerkennt, ſo verlaͤßt auch die Schaafe die ihnen vom Schoͤpfer mitgetheilte innere Kraft, ſchaͤdliche Nahrungs⸗ mittel zu fliehen, wenn der Hunger bei ihnen zu ſtark wird. Nun ſind es freilich keine giftigen Gewaͤchſe, an denen ſich das das E Stufe jiſte urs der beit dus an ſochis bedeckt, 2 davon, 20 dber 196 Eco⸗ ſundes 8 dicſes v- Higel er winn ihs 1 fil b ſt fi 64 Aens eahüt ng ſut unn b tejae ,d d gelten 4 e g= einn n n ni j Rnden duxzuf 8 i biehe. richlche 1 vendden dif Schaafe 4 Ir ſie 1 unter ihn. 1 I im erl 1 r ſina 3 beſtetn Tuußtet llen, 3 werdt 5 al ſähn, 2ing, dij „ ſeinen) 8 ſind, m Volfsmich, —2n Dorfy an rüͤhrt ſi Den hat, i — Tod w Achen ni Heder un⸗ r zur I — gen; es I ſie in ſ a znſtinkt rdbe baut eerſt klrit grie bruten Inſpockh it e zäpfung in o'ſ kunſilt nſchoaf u raei ihnen jic d Vih fis 1fe di üna Eje Näjrun⸗ riu lur atd⸗ on Men ſch iitit 161 das Schaaf gewoͤhnlich faul frißt, wie man ſagt, ſondern die Schaafe holen ſich den Tod auf ſolchen Plaͤtzen, die im Fruͤh— jahre und bei naſſer Witterung unter Waſſer ſtehen, wo es aber bei trockener Witterung ſchnell wegfaͤllt. Durch dieſes ſchnelle Zuruͤcktreten des Waſſers wird das an ſolchen niedrigen Stellen gewachſene Gras mit Schlamm bedeckt, oder er bleibt daran haͤngen. Freſſen die Schaafe davon, ſo werden ihre Eingeweide verderben, und ſie werden uͤber kurz oder lang krank und ſterben dahin. So lange dieſe Thiere auf hoͤhern Stellen, wo ſuͤßes, ge— ſundes Gras waͤchſt, noch Rahrung genug finden, ruͤhren ſie dieſes verdorbene Futter nicht. Wenn aber alle Berge und Huͤgel bei trockener Witterung gleichſam wie verſengt daliegen; wenn die Schaafe deswegen ſchon lange Noth gelitten haben, ſo fallen ſie auch uͤber verdorbenes Gras her, und in ſofern iſt alſo doch der Hunger die erſte Veranlaſſung ihres Todes. Aber wenn Ihr den Rath befolgt, welchen dies Buch enthaͤlt; wenn Ihr Euer Rindvieh im Stalle zu erhalten ſucht, und fuͤr daſſelbe Futter auf dem beſten Lande bauet, ſo behaltet Ihr das ſchlechtere, hoͤher und trocken liegende Land, lediglich zur Schaafweide. Dies behandelt wie ich an⸗ gegeben habe; beſaͤet es mit weißem Klee, und laßt es drei bis vier Jahre zur Huͤtung unangeruͤhrt liegen; vertheilt die Gemeinweiden, und macht es mit dem ſandigen Theil derſel— ben wie mit ſolchem Ackerlande; den beſſern und feuchter lie⸗ genden Theil trocknet aus und bauet Futter und Getreide darauf, das ganz naſſe beſaͤet mit Ellern; ſorgt ferner mehr wie bisher fuͤr Ableitung des Waſſers, ſo werdet Ihr ſo viel reichliche geſunde Schaafweide erhalten, daß die Schaafe das verdorbene Gras nicht beruͤhren werden. Auf ſolchen mit Fleiß angelegten Weiden braucht Ihr die Schaafe kaum vor dem Thau in Acht zu nehmen. Wenn Ihr ſie nicht mit Schaafen uͤberſetzt, ſo daß wieder Hunger unter ihnen einreißt, ſo koͤnnen ſie hier Tag und Nacht blei— ben. Ihr werdet dann wenig oder keine Krankheiten unter ihnen erleben. II. 1 11 1 162 Aber ſo gut wie eine immer gleich bleibende Nahrung dem Rindvieh und allen Thieren nothwendig iſt, wenn ſie ge— ſund bleiben und reichen Ertrag geben ſollen, ſo verlangen die Schaafe den Sommer durch maͤßige Weide und im Winter reichliches Futter. Hungerzeiten ſind ihnen ſehr ſchaͤdlich. Je— der Landmann, der Schaafe haͤlt, muß ſich alſo nicht damit begnuͤgen, daß der Hirte die Schaafe taͤglich austreibt. Er muß auch auf die Weide achten, ob ſie hinreichend zur Er— haltung ſeiner Thiere iſt. Im Herbſt muß man mit dem Einfuttern nicht ſo lange warten, bis die Schaafe vor Mat— tigkeit uͤber ihre eigene Fuͤße fallen, ſondern ſo wie die Wit— terung ſchlecht und die Weide taͤglich knapper wird, muß die Winterfutterung angehen, ſo daß die Schaafe niemals herun⸗ ter kommen. Eine aͤhnliche Futtereintheilung auf die ganze Winterzeit und auf den einzelnen Tag; ein regelmaͤßiges Einfuttern der— ſelben nach Zeit und Stunde muß man bei der Schaaffuͤtte— rung ebenfalls beobachten. Obgleich die Winterfutterung der Schaafe nie ſo lange dauert, als die des Rindviehes, ſo neh— me man ſich doch in Acht, ſie zu kurz zu berechnen. Gerade em April kann oft das ſchlechteſte Wetter einfallen, wo die Schaafe ihr Futter wie um Weihnachten haben muͤſſen. Hat man nun darauf gerechnet, daß ſie um dieſe Zeit ſich ſchon voͤllig auf der Weide erhalten ſollen, ſo laͤßt man ſie vielleicht in zehn Tagen ſo herunter kommen, daß ſie ſich den ganzen Sommer durch kaum wieder erholen. Die Weiden ſind im Herbſt, oft bis ſpaͤt um Weihnach— ten, wenn nur die Felder nicht mit Schnee bedeckt ſind, im— mer beſſer als im Fruͤhjahr. Denn noch hat der Froſt um dieſe Zeit ſelten alle Graͤſer zerſtoͤrt. Haben aber die Blach⸗ froͤſte im Winter alles weiß und kahl gemacht, ſo erholen ſich die Weidegraͤſer erſt bei recht warmer, fruchtbarer Witterung voͤllig. Daher iſt es unverſtaͤndig, im zeitigen Fruͤhjahre, ſo bald nur der Schnee weggeſchmolzen iſt, zu verlangen, daß die Schaafe ſich auf der Weide erhalten ſollen. Bevor nicht uyi geꝛe Tner w t Che 1 1 liden lßläpe und ſö lanct beſſer u g10 wendung,1 grnauer aani gft. auch ſebſtrog. wolltn. u de d oſpit recht, dong Stifer dg Tinur d ſatn, neSd d niſſrr Wnter zundhe aſet 71 ord und e ſt ſihts 118p hoſtin m ſcchm dr. ſunhm Vong, te gaernt 14 dn S ge lchhem Eune aenei leiden. dei torzlali duter. Fmge auf d ſeſben wi 163 d dch junges Gras gewachſen iſt, koͤnnen ſie nach einem ſtrengen e Wemſe Winter wenig oder nichts von den Weiden erhalten. 4 rrin Ehe man die Schaafe auf die eine oder andere Art Noth und m leiden laͤßt, bequeme man ſich lieber dazu, einige abzuſchaffen, r ſhdi und ſo lange weniger zu halten, bis man im Stande iſt ſie Piſo nicr beſſer zu verſorgen. Es kommt hier dieſelbe Regel in An— 2 dustrit wendung, die ich uͤber das zu viele Viehhalten ſchon fruͤher 3 eichend genauer auseinander geſetzt habe. eman wi Laßt Euch von dieſer Regel nicht abbringen, wenn Euch 2 aafe vir 1 auch ſelbſt ſogenannte gelernte Schaͤfer eines andern belehren 2o wie den wollten. Unter dieſen Menſchen findet Ihr nur ſehr wenige, 3 wird, mi die da ordentlich wiſſen, was zu Beſten derjenigen Thiere ge— P niemat ſn reicht, die ihnen ihren Lebensunterhalt gewaͤhren. Mir ſind Schaͤfer vorgekommen, die nicht eher anfingen ernſtlich im „ janze Wht Winter zu fuͤttern, als bis die Schaafe ſchon Noth gelitten 3 Einfume hatten, weil ſie in der widerſinnigen Meinung ſtanden, der er Stiii Talg muͤſſe erſt weg von den Schaafen, wenn ſie ſich im terfutten Winter gut halten ſollten. Odwiehes,o Laſſet Euch von ſolchen unwiſſenden Menſchen, die ſehr Jchnen. E groß und wichtig mit ihrer Kunſt thun, nicht irre leiten. Es fallen, n iſt nichts weniger als ein Geheimniß, wie man Schaafe be⸗ müͤſſe h handeln muß, um ſie immer geſund zu erhalten, und einen 2 Zeit ſch ſh ſichern Ertrag von ihnen zu ziehen. Jeder Menſch mit ge⸗ Inn ſi dillit ſundem Verſtande, der das ihm untergeordnete Vieh beobach⸗ „Iich den anie ten gelernt hat, kann ſich ſelbſt die Regeln geben, nach wel⸗ chen Schaafe behandelt werden muͤſſen Sie ſind ganz kuͤrz⸗ vom Viihnot lich folgende:. zeck ſind, i Sorge fuͤr eine trockene, ſuͤſſe und geſunde Weide. 3 der Froſt un Ueberſetze dieſe nicht mit Schaafen, damit ſie nie Noth ner di Blath leiden. Po eühin 8ſch Bei ganz ſchlechter und naſſer Witterung im Sommer, Zer Witeum vorzuͤglich nach der Schnur, gieb ihnen noch etwas trockenes ej üſphe, Vutter. 2 d etungn, 16 Fange die Winterfutterung allmaͤlig an, ſo wie das 3 Senr iicht Gras auf den Weiden abnimmt, und warte damit nicht, bis ſie ſchon wirklich Noth leiden. ——yy————ea 16 Theile das Winterfutter ſo ein, daß du auch auf ein ſpaͤ⸗ tes Fruͤhjahr gefaßt biſt, und gieb ihnen einen Tag wie den andern Futter bis zur Saͤttigung. Laß dieſe von der Natur mit einem ſo dichten Pelze ver⸗ ſehene Thiere nicht in warmen dunſtigen Staͤllen ſchwitzen, ſondern raͤume ihnen einen kuͤhlen luftigen Stall ein. Wer dieſe Regeln befolgt, wird finden, daß die Schaafe mit derſelben Sicherheit wie Rindvieh gehalten werden koͤn⸗ nen. Jetzt moͤgen noch einige beſondere Regeln zur Aufzucht, Wartung und Fuͤtterung der Schaafe folgen. Auch bei den Schaafen findet derſelbe Unterſchied ſtatt, den ich beim Rindvieh ſchon erwaͤhnt habe. Es iſt nicht ei— nerlei, ich habe dieſe oder jene Schaafart. Eine Art traͤgt entweder beſſere oder mehrere Wolle, oder ſie wird vielleicht groͤßer und ſtaͤrker und leichter fett. Man muß alſo danach trachten, ſich eine Art Schaafe anzuſchaffen, von der man recht viel Vortheil ziehen kann. Es kommt hier wieder vorzuͤglich auf die Boͤcke oder Stoͤre an, weil durch einen einzigen Bock fuͤnf und zwanzig bis dreißig Schaafe beſprungen werden. Mir ſind Faͤlle be⸗ kannt, wo ein einziger Bock in einer Sprungzeit 80— 100 Schaafe bedeckt hat. Iſt er alſo von ſchlechter Art, ſo erhaͤlt man viele ſchlechte Nachkommlinge von ihm, ſo wie man aber auch von einem Bock guter Art, ſich recht bald alle ſeine Schaafe von dieſer Art ſchaffen kann. Um die Wolle Eurer Schaafe zu veredeln, muͤßt Ihr ſuchen, ſpaniſche Boͤcke anzuſchaffen. Im Herzogthum Sach— ſen habt Ihr jetzt Landsleute, die dadurch ihre Wolle ſo weit veredelt haben, daß ſie jetzt fuͤr den Stein mehr als 2o Rthlr. erhalten. Koͤnnt Ihr auch ſogleich nicht dahin gelangen, ſo wird es zur Verfeinerung der Wolle doch vieles beitragen, um N c Vael npanicks nchr ab 1 Sie berlan)7 gieht dan? ſten angen Aber! der gvberi ſalgen lanac un, Lngele auf dieſen d. Landwole m gediß ſchem ſtlitt, enthehrlich) ünntr nur S de, La man nichto⸗ Plle u iſf es ſfe te ggr ton kii Toruus fühn. Cixg in düene mitſte F ſh geflun 3 diſe i jada Sthan wähl ir a bei dewſet 1 kunmt,b) diewenig, cen Fut unn man Hat 1 — — 1 8— ☛ n— ————————P—— 165 ein ſaͤ wenn Ihr Eure Schaafe nur von feinen Boͤcken beſpringen ie den laßt. Was man von der Weichlichkeit des feinen, ſogenann— ten ſpaniſchen Schaafviehes geſagt hat, zeigt ſich jetzt immer ie ver⸗ mehr als unwahr, je mehr ſich dieſe Schaafart verbreitet. hwign, Sie verlangt freilich eine etwas beſſere Weide und Futterung, giebt dann aber auch einen Ertrag, der den hoͤhern Futterko⸗ Schenfe ſten angemeſſen iſt. Aber auch ohne ſpaniſche Boͤcke laͤßt ſich eine Veredelung en kon⸗ eun der groben, haarigen Landwolle bewirken, wenn man nur von ſolchen Landſchaafen Boͤcke gehen laͤßt, die eine weiche, feine und lange Wolle tragen. Bei fortgeſetzter Aufmerkſamkeit auf dieſen Gegenſtand wird man ſelbſt unter der gewoͤhnlichen Landwolle einen großen Unterſchied gewahr werden und es iſt gewiß ſehr zu wuͤnſchen, daß man ſich darauf lege, eine lange ſchlichte, feine Wolle zu erzeugen, die zu manchen Zeugen un⸗ dfut entbehrlich iſt. So lange man freilich bei Auswahl der Bock⸗ iht e⸗ lammer nur auf Groͤße und Staͤrke, aber auf Abkunft, Fein⸗ t unt heit, Weichheit und Laͤnge der Wolle gar nicht ſieht, kann elect man nicht daran denken, ſeine Schaafe in Anſehung der nach Wolle zu verbeſſern. ut Es iſt auffallend, wie ſehr gewiſſe Eigenſchaften der Thie⸗ re nur von den Eltern auf die Kinder forterben und durch he üd keine Wartung und Futterung herbei zu ſchaffen ſind, wo ſie wange fehlen. Ein Schaaf von geringer Wollergiebigkeit, traͤgt bei uind dem beſten Futter nur wenig Wolle. Ich habe grobe pom⸗ düls de merſche Schaafe den ganzen Winter durch mit edlen ſpani⸗ st ſchen gefuͤttert und ſie gaben 13, 13 bis 2 Pfund Wolle man aber wenn dieſe 2 ½ bis 3 Pfund gaben. Ferner findet man unter dleſim jeder Schaafheerde Thiere, die bei jeder Schur ein halbes, wohl gar ein ganzes Pfund Wolle mehr tragen, als andere nßt ohr bei demſelben Futter. Man ſieht hieraus, wie viel darauf an⸗ kömmt, ob man Schaafe haͤlt, die wollreich ſind, oder andere, a die wenig Wolle tragen. Auf 100 Stuͤck kann man bei glei⸗ bh chem Futter einen bis zwei Stein Wolle mehr ſcheeren, 7, ſo wenn man ſich bemuͤht, eine wollreiche Heerde zu erhalten. 1 Hat man einmal junge Boͤcke von guter Art erlangt, ſo geitragen, 166 ſorge man dafuͤr, daß ſie in der Jugend gut gehalten werden, daß ſie nicht verbutten und nehme ſie nicht zu fruͤh zum Be— ſpringen. Wird ein Bock erſt mit 2 ½ Jahre zum Beſpringen genommen, ſo kann man auf ſtarke, kraͤftige Laͤmmer von ihm rechnen und bleibt ein ſolches Thier weit laͤnger brauchbar, als ein anderes, welches zu fruͤh zur Zuzucht gebraucht wurde. Wenn die jungen Mutterſchaafe recht reiche Weiden hat— ten, ſo koͤnnen ſie wohl mit ein und einem halben Jahre zum Bock kommen. Bei ſchlechter Futterung aber wartet man fuͤglich noch ein Jahr laͤnger, damit ſie ordentlich aus⸗ wachſen. Ein Schaaf geht zwanzig bis ein und zwanzig Wochen traͤchtig. Die beſte Lammzeit iſt der Februar, weil dann die Lämmer bald groß genug werden, um mit den Muͤttern im zeitigen Fruͤhjahr auf die Weide zu gehen. Die Schaafe muͤſ⸗ ſen aber Futter genug bekommen koͤnnen, damit die Laͤmmer Milch genug erhalten. Iſt das nicht herbei zu ſchaffen, ſo iſt freilich eine ſpaͤtere Lammzeit beſſer, weil dann doch wenigſtens bei guter Fruͤhlingswitterung die Laͤmmer ſich eher von der Milch der Schaafe ernaͤhren koͤnnen. So wie die traͤchtigen Kuͤhe vor dem Kalben mit beſſe— rem Futter verſorgt werden muͤſſen, ſo muͤſſen auch tragende Mutterſchaafe ganz vorzuͤglich gepflegt werden, wenn die Lammzeit heran ruͤckt. Bei einer fruͤhen Lammzeit, im Fe⸗ bruar oder Maͤrz, wo die Schaafe noch gar kein Gras erlan⸗ gen koͤnnen, ſind ihnen zur Milchvermehrung die Kartoffeln ein ſehr dienliches Futter. Wenn ſie dieſe neben gutem Heu bekommen, ſo ſaͤugen ſie davon ſo gut wie bei guter Weide. Giebt man ihnen dieſe Kartoffeln nur als Zugabe neben dem Heu und Stroh, ſo giebt man taͤglich auf fuͤnf Stuͤck eine Metze. Werden die Laͤmmer zeitig geboren, ſo muß man ihnen nach drei oder vier Wochen auch anfangen etwas feines und blaͤtterreiches Heu zu geben. Damit ſie dies aber auch allein behalten, muß man die Alten taͤglich auf eine Stunde von ih⸗ nen abſcheiden. Auch gut getrocknetes Laub von Ulmen oder Aiſem nger nn mens Imte ungen Lof. Gelkvihu for de chr Senn he und ac damit bnu, ſiin inad fiſche Khe Imaie denonnt 5 ſcafe uus alem beſla e un di Ir Am mac Rixahte u ng weca nazzer g. vqt lictg dhe drs ſigam Ti tacfater Neaa di lahſen Wfſan fir Wch Van fir die ib man, Sumner ket hat, u aſ fünf 167 gäͤlin d Ruͤſtern, von Weiden, Eichen, Enden ꝛc. freſſen die jungen u ftih m Laͤmmer ſehr gern, doch lernen ſie auch bald Hafer freſſen, an Dinm wenn man ihnen dieſen geben will. aͤmmer vo Im Sommer raͤumt man den Schaafmuͤttern mit den nger braut⸗ jungen Laͤmmern immer die beſte und näͤchſte Weide ein, das hebraucht we Geltevieh muß dieſen immer auf der Weide folgen, wenn nicht che Weddn fuͤr die erſteren ganz beſondere Weideplaͤtze ſind. n halbe 39 Setzt man die Laͤmmer ab, ſo muß man ihnen eine na— ng aber an he und geſchonte Weide eingeben. Gewoͤhnlich wartet man ordentlih damit bis zur Stoppelweide. Kommen die Laͤmmer aber ſchon im Februar, ſo iſt es beſſer, ihnen vor der Ernte eine wanzig Ah. friſche Kleeweide einzuraͤumen. 1 weil un Im Winter erhalten die Laͤmmer, nun ſchon Jaͤhrlinge àn Mätent genannt, das beſte Futter. Nach ihnen kommen die Mutter— e Schge. ſchaafe und zuletzt die Hammel. nit die oen Alle Gewaͤchſe, die ich als Rindviehfutter angegeben ha⸗ ſchaffe i be, ſind auch gutes Schaaffutter. Die Schaafe ſind aber et⸗ t doch un was ekler in der Auswahl des Futters, als das Rindvieh. ther m Man muß ihnen alſo immer das feinſte und am beſten ein⸗ gebrachte Heu geben. Mulſtriges Heu und Stroh und ande⸗ res, welches auf dem Felde ſchon halb verfault iſt, ſollte es in nachher gleich trocken eingebracht ſeyn, ſchadet den Schaafen ur. unn weit leichter, wie dem Rindvieh. So vorſichtig, wie man al⸗ mzet, n; ſo bei der Auswahl der Schaafweide ſeyn muß, wird man zu in Gis n ſeinem Vortheil auch bei der Auswahl des Heues und Win⸗ terfutters ſeyn muͤſſen. Recht blaͤtterreiches, junges Kleeheu iſt den Schaafen faſt das liebſte Futter; naͤchſt dem das Heu von hohen, ſuͤßen Wieſen. Das lange fette Heu iſt ihnen weniger angenehm; fuͤr Milchkuͤhe iſt dies aber um ſo beſſer. Wenn man ſich auf das noͤthige Heu als Winterfutter 8 fuͤr die Schaafe einrichten will, ſo muß man darauf ſehen, dnen bi ob man recht viel Erbſen⸗ und Wicken⸗ oder anderes gutes feine 1 Sommerungsſtroh hat, auch ob man Kartoffeln genug geern⸗ r auc dlm tet hat, um den Lammſchaafen auf ein Vierteljahr lang taͤglich p ce 2 27 5 j ie 8 auf fuͤnf Stuͤck eine Metze geben zu koͤnnen. Iſt dies letzte⸗ men bon die Kerfit en gutem he guter Waln be neben den uf Stüͤck eihe 168 re und hat man Stroh genug, ſo reicht Ein Ctn. Heu auf das Stuͤck, Hammel, Schaafe und Jaͤhrlinge uͤberein gerech⸗ net, fuͤr den Winter. Man merke wohl, daß ich ſage: es reicht dieſe Fut⸗ terung hin, allein keinesweges folgt daraus, daß die Schaa⸗ fe nutzbar nicht eine groͤßere Futtermenge verzehren wuͤrden. CEs koͤmmt hierbei ſehr auf die Sommerweide und die Groͤße der Thiere an. Bei knapper magerer Sommerweide, bei der die Schaafe nur klein bleiben, iſt das angegebene Winterfut⸗ ter hinreichend. Bei reichlicher Sommerweide und großen Schaafen wuͤrde das Winterfutter ſtaͤrker gegeben werden muͤſſen. Im Falle, daß jemand nicht viel Sommerungsſtroh an die Schaafe zu wenden haͤtte, koͤnnte er doch mit einem Cent⸗ ner Heu auf das Stuͤck reichen, wenn er ihnen dafuͤr Wur— zelgewaͤchſe giebt. Ja er kann ihnen dieſe ſo ſtark geben, daß er auf das Stuͤck mit einem halben Centner Heu reicht, und die Schaafe werden ſich eben ſo wohl als bei bloßem Heu befinden. Sogar bei bloßem Stroh und Wurzelgewaͤchſen kann man Schaafe nutzbar durchwintern, doch iſt es immer beſſer, wenn man ihnen wenigſtens etwas Heu geben kann. Man hat bemerkt, daß ein reichliches weufutter mehr auf die Wolle wirkt, wenn dagegen Wurzelgewaͤchſe mehr zu Fleiſch und Milch ſchlagen. Alle Ruͤbenarten und die Kartoffeln werden ſehr gern von den Schaafen gefreſſen. Die Ruͤben ſchneidet man ihnen. Die Kartoffeln giebt man ihnen ganz oder ebenfalls geſchnit⸗ ten; doch muß man dieſe Gewaͤchſe ſorgfaͤltig von der ihnen anklebenden Erde ſaͤubern. Geſtampft freſſen die Schaafe die Kantoffeln nicht ſo gern; wenigſtens muͤſſen ſie nicht ſehr klein gemacht werden. Haͤckſel braucht man nicht unter die Wurzelgewaͤchſe zu miſchen. Man giebt ihnen dieſe allein in reinen Troͤgen und legt ihnen darauf das Stroh lang vor, welches ihnen bei die⸗ ſem Futter ſehr dienlich iſt. Giebt man einem Schaafe taͤg⸗ lich eine halbe Metze Kartoffeln und Stroh genug, ſo wird nen fur d ſi aote à Wenn fes Genicht Noggenſtoſn geſtoh vorſ gut inged get Roghehe Perth, wed nus ſch ald anr donn. Wntergetn Iyrſe fefutteun Fraunde! 1 Juhreh nſct und z Odhaſn SHuut 8 ſcgen c Len Heanel ung the dnar Ptnung ze Aüſtaf dm Dath uuch in 9 die ſiſ nul Ehuſn d nür bel te kuges Gen valln ehe De er lichkeit de i de Erf dak man nur wenig Heu zu geben brauchen, um die Schaafe in en ſehr guten Umſtaͤnden zu erhalten. itdie Wenn ich hier auf das Stroh als Schaaffutter ein gro⸗ rußies ßes Gewicht lege, ſo verſtehe ich darunter aber keinesweges ſchieres A Roggenſtroh, ſondern Erbſen⸗, Bohnen⸗, Wicken⸗ und Gemen⸗ hdt geſtroh von dieſen Gewaͤchſen mit Hafer und Gerſte, welches teſ gut eingebracht ſo gern gefreſſen wird, wie vieles Heu. Lan⸗ rah B ges Roggen- oder Weitzenſtroh hat nur dann als Schaaffutter ene Wintrn Werth, wenn es mit Graͤſern und Kraͤutern durchwachſen iſt, e und e was ſich aber bei Landwirthen, die ihre Aecker gut beſtellen, zegehben den nur dann findet, wenn naſſe Witterung dem Wachsthum des Wintergetreides nachtheilig iſt. erungeſn Ihr fragt vielleicht, ob ſich die Schaafe bei der Kartof— mt einmer felfutterung auch geſund erhalten?—— So geſnund, meine in daft d Freunde! wie bei dem beſten Bergheu. Ich habe daruͤber Fuork gän viele Jahre die Erfahrung mit einer weichlichen Schaafart ge— Jeu retn macht, und verfuͤttere alljaͤhrlich ſehr viele Kartoffeln mit den ei boßm h. Schaafen. urzelgenig Hauptſaͤchlich gebe ich den Mutterſchaafen Kartoffeln, ich C iſt es in kann ſagen, ſo viel ſie freſſen wollen und ziehe dabei die 3 geben kmn ſchoͤnſten Laͤmmer. Seit vielen Jahren maͤſte ich auch die rutter meta Hammel und Maͤrzſchaafe mit Kartoffeln und verkaufe ſie dchſe mir theuer danach. Niemals habe ich gefunden, daß von dieſer Futterung die Schaafe anbruͤchig geworden waͤren. Von den ſchr genw Maſtſchaafen z. B. behaͤlt man haͤufig einige uͤbrig, die bei ee man ühnin dem Verkauf zuruͤckgeworfen wurden. Ich habe ſolche haͤufig falls giſch noch ein Jahr lang behalten und ſie hielten ſich ſo gut wie non der ihne Schaafe, die das geſundeſte Heu gefreſſen hatten. Was man Scaafe d ſonſt wohl davon geſagt hat, daß die Wurzelgewaͤchſe den icht ſhrkin Schaafen ein zu waͤßriges Futter waͤren; daß dieſe Thiere nur bei trockenem Futter geſund bleiben koͤnnten: iſt eitel un⸗ egewiche n kluges Gewaͤſch, erfunden von denen, die uͤber alles urtheilen Trtxm 1) wollen, eben weil ſie gar nichts verſtehen. hnen bei de Die erſte Veranlaſſung zu dieſer Furcht vor der Schaͤd— etuie V lichkeit der Kartoffeln ſcheint der Umſtand zu ſeyn, daß man nu bwitd oft die Erfahrung macht, daß die Schaafe ſich in Niederun⸗ 970 gen faul freſſen. Aber nicht die Niederung an und fuͤr ſich war die Urſache, ſondern das verſchlammte Gras, wel⸗ ches ſich freilich nur in Niederungen finden kann. Ein eben ſo grundloſer Glaube iſt der, man duͤrfe die Schaafe nicht viel ſaufen laſſen. Weil man ſahe, daß Schaafe, die ſich an friſchen, ſaftigen Kraͤutern ſatt freſſen, wenig ſaufen, und daß ſie allenfalls eine lange Zeit leben koͤn— nen, ohne zu ſaufen; ferner, weil man dann die Erfahrung machte, daß ſolche vom Waſſer abgehaltene Thiere mit Macht uͤber alle Pfuͤtzen herfielen, wenn man ſie nicht bewachte, und ſich davon den Tod holten, ſo glaubte man, das Saufen uͤber⸗ haupt ſey ihnen ſchaͤdlich. Es iſt aber eine grauſame, unna— tuͤrliche Behandlung dieſer Thiere, ſie in der großen Hitze dur— ſten zu laſſen. Man ſorge nur fuͤr eine reinliche Traͤnke, als z. B. in einem Fließe oder Bache, oder ſchoͤpfe gutes Brun— nenwaſſer in Troͤge und gebe den Schaafen taͤglich zu ſaufen; ſo werden ſie ſchlechtes, verdorbenes Waſſer ſo gut verab⸗ ſcheuen, wie verdorbenes Futter, wenn ſie reines und geſundes haben. So zieht ſich der Menſch oder ſeinen Thieren oft Krank— heiten zu, weil er ſich von Vorurtheilen quaͤlen laͤßt, uͤber de⸗ ren Grund oder Ungrund er kaum nachzudenken wagt. Ein genaues Aufmerken auf ſeine eigene Natur, auf ſeine Thiere, ihr Wohlſein und ihre Leiden, ſo wie auf alles, was um ihn vorgeht, wuͤrde ihn oft von ſelbſt darauf hinleiten, einzuſehen, daß er in vielen Stuͤcken thoͤricht handelt. Nach dem was ich Euch bisher uͤber die Schaafzucht ge⸗ ſagt habe, muß Euch einleuchten, daß ſie weder ſo mißlich, noch ſo künſtlich iſt, als mancher von Euch vielleicht geglaubt hat. Beherziget wohl, was ich Euch uͤber die Ernaͤhrung der Schaafe mit Wurzelgewaͤchſen geſagt habe. Der enfenn Gandgeget Schaaft füs Ezaaſ gij ſochem M ſutter aru und weßd veizenſtylli Dar Rüchte ich auf Icer tiſ ſclche nuſg iſtr ga Nect r ſgen Grl. hee oer Eg Rentlchen m um ſacchen It imn eth 1 Hätte 1 Stzaii ſ mad gwact, 171 dund für ſe 84 Der Umſtand, das Schaafe ohne Heu bei Stroh und 1 3 Kartoffeln nutzbar durchgewintert werden koͤnnen, iſt fuͤr die an dirn Sandgegenden ſehr wichtig. An der Sommerweide fuͤr 2 ſohe, Schaafe fehlt es hier nicht, wohl aber ofter an Heu, um die . aj rn Schaafe auch im Winter zu erhalten. Kartoffeln wachſen auf Stt lön k ſolchem Boden aber doch, und ſonach koͤnnen ſie zum Winter— futter angebauet werden. Nicht weniger gedeihen Moͤhren und weiße Ruͤben auf Sandboden. Mit dieſen und Buch— weitzenſtroh will ich die Schaafe recht gut fuͤttern. ke Erfahru Cmit Na krnate u Der Miſt der Schaafe uͤbertrift allen andern. Alle e auſen i Fruͤchte wachſen uͤppig in ihm. Am wirkſamſten iſt er frei— ſeme 4 lich auf den mehr thonigen Feldern, aber ſelbſt ſandiger Ra hhed Acker traͤgt ſehr gut nach dieſer Duͤngung. Man darf ihm 2 Trini,3 ſolche nur nicht ſtark mit einem Male, ſondern muß ſie ihm 3 uts Um öfter geben. 21) zu ſfn Recht eigentlich paßt aber der Schaafmiſt fuͤr die naſſen, ut ni ſauern Gruͤnde, die in Sandgegenden in der Naͤhe der Bruͤ— 3 und gelen che oder Seen und Pfuͤhle liegen. Dieſe Queckenbeeten im ei⸗ gentlichen Sinne, koͤnnen durch keine andere Duͤngung zu ei⸗ „in oſt en nem ſolchen Ertrage gebracht werden, als durch Schaafmiſt. rßt, lde Nach ihm tragen ſie die ſchoͤnſten Wurzelgewaͤchſe, Kohl, Flachs, 3 wagt. d Klee, Erbſen und Wicken. rreine Lhi Haͤtte jemand aber ſolche verqueckte Gruͤnde nicht, ſo wird S das un i der Schaafmiſt zum Vortheil des ganzen Miſthaufens am be⸗ ri einzuſen ſten mit den andern Miſtarten vermengt, und auf Haufen gepackt, wie an ſeinem Orte gelehrt worden iſt. ufytg Obgleich auch bei der Schaafhaltung die Regel: d alſch halte lieber zu wenig als zu viel Vieh! 3 uui nicht uͤberſehen werden darf, ſo bin ich der feſten Ueberzeugung, 5 daß ihr mehr Schaafe auf Euren Laͤndereien erhalten koͤnnt, als bisher, wenn ihr die Schaafweiden nach meinem Vor⸗ ———— ☛——=.—— 172 ſchlage behandelt und ſie anſaͤet. Im erſten Anfange konnt Ihr freilich nicht erwarten, daß gleich die guten Weiden da ſeyn ſollen, die ich Euch hier verſprochen habe. Euer Sand⸗ land iſt jetzt durch das ewige Ruͤhren viel zu loſe geworden; es enthaͤlt viel zu wenig Graswurzeln, als daß ſogleich das laͤngere Liegen viel helfen kann. Aber nach ſechs oder acht Jahren ſollt Ihr wohl die Folgen ſpuͤren. Es wird ſich im— mer mehr Gras auf dieſen Laͤndereien einfinden; davon werden die Schaafe immer beſſer leben koͤnnen; ſie werden natuͤrlich immer mehr pferchen, und ſo wird der Graswuchs ſich jaͤhr⸗ lich beſſern, mit demſelben aber auch die Getreidearten, die darauf folgen. Zuerſt wird Ein Morgen ganz ſchlechtes Sandland kaum fuͤr ein Schaaf Weide geben. Nach laͤngerer Ruhe, einiger Duͤngung, vielleicht auch durch Ueberfahren mit Mergel, und dadurch, daß man den Graswuchs vermehrt, indem man mit der letzten Getreideſaat weißen Klee ausſtreuet, wird man die Weide ſo verbeſſern koͤnnen, daß ein Morgen fuͤr zwei⸗ ja vielleicht fuͤr drei Schaafe Weide giebt. Dies wird ſich natuͤrlich auch danach richten, ob der Boden mehr Thon hat, oder faſt ganz reiner Sand iſt. Lehmiger Sandboden kann ſchon eine ſehr gute Schaafweide geben, wenn er mit Mergel befahren iſt. Des Beiſpiels halber wollen wir einmal auszumitteln ſu⸗ chen, wie viel Schaafe auf einem Bauergute von ſechzig Mor⸗ gen gehalten werden koͤnnen, welches zwei Drittheile, oder vierzig Morgen Sandland hat, auf welchem keine Ger— ſte ohne eine anſehnliche Grundverbeſſerung, wie z. B. das Befahren mit Mergel, wachſen wuͤrde. Ein Drittheil oder zwanzig Morgen werden nun huthfrei. Es wird wechſelsweiſe zum Getreidebau und Futterbau fuͤr das Arbeitsvieh und die Haushaltskuͤhe genuͤtzt. Die 40 Mergen wuͤrden in 6 Theile getheilt, von dem jeder 6 Morgen 120 Quadratruthen groß iſt. Ein Theil wuͤrde nach meinem Vorſchlage mit Buchweißen und Sporgel beſaͤet; darauf und auf den zweiten Theil kaͤme Jugen, Vi uthen! Eäh ſ, vef ten kn un Ahh der Tho deſſer ans Dic genn ſo vinden 4 vole ds Etl ſmmen. Abs dulte an vſle Fur Jit Sß1 1)E ¹ 8 A Futer, r r Nargen Cher hen den Ehn Du d aäͤner Dai V rwͤnt nfange kn 2n Weidn 9 Cuer E. oſe gewa ſogleich d echs oder h kdird ſch ſe ravon werw nen natlii aht ſich ji deqten, 2dland k A uhe, ein * Merg u) 8 indem un 5, wird un Zen fuͤr ſ fes wird ſh gir Then h Oboden kr mit Ma reumitttln 2 ſchjiß Me T theile, de areine Gr⸗ 1 z. B. d tttheil ode zechſabwiſe nh und de e een d r uchwihn zihel ame .——=ſ———— Roggen, in welchen im Fruͤhjahre weißer Klee eingeſaͤet wuͤr⸗ de. Vier volle Theile, zuſammen 26 Morgen, 120 Quadrat⸗ ruthen laͤgen zur Weide. So lange das Weideland noch nicht mit Klee angeſaͤet iſt, werden ſich auf demſelben nicht mehr als 30 Schaafe hal⸗ ten koͤnnen. So wie aber jaͤhrlich ein neuer Theil beſaͤet zum Abweiden kommt, kann dieſe Anzahl ſteigen. Sind alle vier Theile angeſaͤet, ſo werden ſich 50 Stuͤck Schaafe darauf beſſer erhalten, wie vormals 20 Stuͤck. Dieſe 50 Schaafe wuͤrden an Winterfutter brauchen, wenn ſie hauptſaͤchlich mit Kartoffeln und Stroh erhalten wuͤrden: Auf 4 Monat oder 120 Tage das volle Futter; an Heu taͤglich ½ Pfd. auf das Stuͤck, betraͤgt taͤglich 25 Pfd. zu⸗ ſammen. 27 ⅞ Ctner. Auf 60 Tage oder 2 Monat das halbe Futter 7— 34 ⅞ Ctner. Heu. Auf 4 Monat oder 120 Tage das volle Futter; an Kartoffeln taͤglich auf 3 Stuͤck 1 Metze, beteaͤgt taͤglich 1 Schfl. 1 Metze, zuſammen 127 Schfl. 3 M. Auf 60 Tage oder 2 Monat das halbe Futter, taͤglich 8¾ Metze, zuſammen 32—— Kartoffeln oder den Ertrag von 2 Morgen guten Landes. Rechnet man den Ctner Heu zu 12 Gr. ſo betraͤgt dies 17 Thlr. 6 Gr. den Scheffel Kartoffeln 4 Gr, 26— 14— 43 Thlr. 20 Gr. Das geringſte an Wolle, welches 50 ſo gefuͤtterte Schaafe bei einer ſolchen Sommerweide geben, ſind fuͤnf Stein. Bei Befolgung der im Eingange erwaͤhnten Regel, fuͤr gute Zuchtſtoͤre —————— 174 zu ſorgen, wird dieſe Wolle unter Bruͤ⸗ dern mit 8 Thlr. der Stein bezahlt, dies betraͤgt 40 Thlr. 10 Mertzſchaafe und Hammel, die jaͤhr⸗ lich uͤbrig ſind, à 2 Thlr. 20— 60 Thlr. in Sum. Zieht man hiervon das berechnete Winterfutter ab, ſo bleiben nach 16 Thlr. 4 Gr., die allein aus dem Weidelande jaͤhrlich baar eingehen. Vertheilt man dieſes Geld auf die 26 Morgen 120 Ruthen, ſo bringt der einzelne Morgen 14 Gr. 6 Pf. durch die Weide ein. Dies iſt eine Nutzung des Landes von dieſer Beſchaffen⸗ heit, mit der man nach der im erſten Theile angeſtellten Be⸗ rechnung zufrieden ſeyn kann. Beweidet man mageres, ſan— diges Land mit wollreichen Schaafen, welche nur eine feine, lange Wolle tragen, falls man nicht im Stande iſt, Schaafe mit gekraͤuſelter feiner Wolle anzuſchaffen, ſo benutzt man es in den Weidejahren nicht viel geringer als in den Saatjahren nach Abzug aller Unkoſten, die die Beackerung, Beſaamung und Aberntung eines Getreidefeldes verurſacht, wenn man, wie billig, darauf Ruͤckſicht nimmt, daß durch die Beweidung das Land vorbereitet wird, eintraͤgliche Getreideernten zu ge— ben. Durch die Schaafe hat man ein Mittel, auch das ſchlechte Land, welches ohne hinlaͤngliche Wieſen ſonſt gar nicht zum Getreidebau genuͤtzt werden koͤnnte, auf eine eintraͤgliche Art zu nuͤtzen, und es obendrein noch durch ſich ſelbſt jaͤhrlich zu verbeſſern, welches gewiß geſchieht, wenn man in 6 Jahren nicht mehr als einmal Roggen darauf bauet, und dieſes Stroh ſammt dem Miſt von dieſer Weide dem Lande giebt, von wel⸗ chem es gekommen iſt. In dem Anſchlage oder der Berechnung des Ertrages aus 50 Schaafen habe ich alles nur ſehr maͤßig gerechnet. Bei einer guten wollreichen Schaafart und einem ſolchen Win— terfutter werden 50 Schaafe leicht mehrere Wolle tragen, vor— zuͤglich aber wird die Einnahme fuͤr die verkauften Schaafe vij belc hübben, 1. Ind nu: ſchr g wohl dls Wis guten 9: daß Jon delondeln IaxgeroG Graspd noch d c dr Me Land, to. un) foln? Cunmäm W wr alf edt icrunds 8 dieſnoi nſden Ja dz S dhuf 15: d dit. acf d g. h wit vſe d 1Gun. 4 Nn— firtiag Sandes 1 autung nict meln Iin dun V weit betraͤchtlicher ſeyn. Aber ich will in keinem Stuͤcke uͤber— — treiben, oder Euch einen Ertrag vorrechnen, der ſehr unſicher und nur in ſolchen Gegenden zu erlangen iſt, wo fette Schaafe ſehr geſucht werden. Der von mir angenommene Preis iſt — wohl der geringſte, auf den man rechnen kann. ll. in er Wendet Ihr noch mehr an Sandland, fahrt Ihr einen tifutter a, guten Mergel auf; ſo werdet Ihr es dadurch ſo verbeſſern, 5 Weihe daß Ihr noch die berechneten Kartoffeln auch auf dem Wei— 2 dauf dis delande erbauen koͤnnt. Es wuͤrden dem Weidelande zwar drei 2 tgen 14 Morgen abgenommen, aber nach einer Mergelung iſt der Graswuchs auf dieſem Lande gewiß ſo viel ſtaͤrker, daß den— 1 Veſceft noch die 50 Schaafe darauf leben koͤnnen. Und kommt dann zeſtellten d⸗ der Miſt von den verfuͤtterten Kartoffeln wieder auf dieſes Tnageret, Land, ſo kann es ſich immer fort in gutem Stande erhalten, Sar eine fi und kann endlich die ganze Schaͤferei ohne alles Wieſenheu d iſt, Eth Sommer und Winter von dieſen 40 Morgen erhalten werden. enutzt na Wir wollen aber nur annehmen, daß die Kartoffeln noch dar— Saaffin auf erbauet werden. Es werden 160 Schfl. nach der Be⸗ 4. Beſaunn rechnung gebraucht. Von gutem lehmigen Sandboden koͤnn⸗ „enn mt ten dieſe ſchon auf 2 Morgen erbauet werden. Unſer Schaaf— weidung weideland haben wir aber ſchlechter angenommen, und es wer— Zinten zu den 3 Morgen noͤthig ſeyn, um dieſe 160 Scheffel Kartoffeln darauf zu erzielen. Rechnen wir auſſer der Saat, die von „ desſſih dem Ertrage abgezogen wird, noch 3 Thlr. Bearbeitungskoſten Jor nütt auf den WMorgen, ſo gehen 9 Thlr. von den 26 Thlr 14 Gr. riglih h ab, womit die Kartoffeln in Ausgabe gebracht ſind und es Ji iürit bleiben uͤbrig 17 Thlr. 14 Gr., die als Ertrag dem Lande a. ie⸗ zu Gute kommen. Vertheilen wir auch dieſe auf die ganzen 3n b Jahrn... 4 diſſs En 40 Morgen,— und das muͤſſen wir, weil der Miſt von dem ſaͤmmtlichen Lande kommt,— ſo koͤmmt der Reinertrag ſolchen Landes bedeutend hoͤher, als bei der jetzigen erbaͤrmlichen Be— nutzung und wird man ſich nach einer ſolchen Veraͤnderung nicht mehr beklagen duͤrfen, daß man von ſeinem Lande kei⸗ nen Vortheil habe, abt, von we⸗ hes Ertragts ii gerechne ſichn We tragen, ur in struf —————ö—— ö— 176 Vor der Schaafſchur muͤßt Ihr Eure ganze Aufmerkſam⸗ keit auf das Waſchen der Wolle richten. Glaubt nicht, daß Ihr dadurch etwas gewinnt, wenn Ihr das Gewicht der Wolle durch den Schmutz vermehrt, der darin bleibt. Der Tuchmacher, der die Wolle kauft, kann ſie mit dieſem Schmuß nicht verarbeiten; er kann ihn alſo natuͤrlich nicht mit bezah⸗ len. Er giebt Euch allemal ſo viel weniger fuͤr den Stein, als nach ſeiner Schaͤtzung in der ganzen Wolle Unreinigkeiten ſind. Koͤnnt Ihr es ihm aber verdenken, wenn er das Ge— wicht des Schmutzes in Gedanken immer hoͤher anſchlaͤgt, als es eigentlich betraͤgt? Er ſucht ſich vor Nachtheil zu ſichern, ſo gut er kann. Bringt Ihr aber reinliche, gut gewaſchene Wolle zum Verkauf, ſo werdet Ihr bald redliche Abkaͤufer finden, die Euch gern den Werth Eurer beſſern Wolle nach Wuͤrden be— zahlen, weil es auch fuͤr ſie beſſer iſt, reine Waare zu er— halten. Zuletzt noch ein paar Worte uͤber das Behuͤten der Rog⸗ genſaat durch Schaafe. Wenn der Roggen zeitig genug geſaͤet wurde, und die Pflanzen ſich gehoͤrig beſtaudet haben, ſo iſt das Abfreſſen dieſes Herbſtwuchſes ganz unſchaͤdlich. Er wuͤrde den Winter uͤber doch verfaulen; wird er aber bei Froſtwetter von den Schaafen abgefreſſen, ſo kann man ſich dadurch eine betraͤcht⸗ liche Erſparung an Winterfutter machen. Das muß man ſich aber zur Regel machen, nur ſo lange auf der Saat zu huͤten, als der Boden feſt genug gefroren iſt, um keine Spuren der ſpitzen Fuͤße der Schaafe zu erhal⸗ ten. Wenn der Sandboden durch lange anhaltenden trockenen Froſt ganz muͤrbe wird, oder bei Thauwetter, thut man doch beſſer, die Schaafe von den Roggenfeldern abzuhalten, weil ſie dann dnn ſe Hit je fertreten (Die 5 der dauſdis belrochken,) ducch gtefen muß alſo dk ail abgehenat lieer etnaoit Ve Leßß er ſe 5 ind endg Oyſt ud ine Vetzſe ter Walr Flhſt verde 9 eim nit und 1 nan änig e daß mn de ſuhm di e Knnche a de Knne, Kartefn, 15 ühne Ein 09 1 2. Aufmaß Abt nict 8 Genith,. P bleibt. j ieſem Sche cht mit ba er den Eti I Unreiuigi 2 n er das I anſchläg, oeil zu ſchn . Wele w Ir findn,) — Wärhn! 2² Wamnt p Siten di Ide, um i à ks Aftſ 3r den Wiir otker von i zeine betä G rur o b Jenug gan ufe iu ahe den trockenn hut mn dch ann gei ſ dant 177 dann die Herzen der Pflanzen angreifen, oder manche Pflan⸗ ze vertreten. Die Futtererſparniß, die man durch das Saathuͤten bei der dazul dienlichen Witterungmacht, muß man als ein Mittel betrachten, die Einbuße an Futter bei kargen Futterernten, durch große Duͤrre z. B. veranlaßt, zu uͤbertragen. Man muß alſo darum noch nicht von ſeiner gewoͤhnlichen Futterre⸗ gel abgehen, und taͤglich etwas mehr geben, ſondern muß lieber etwas Futter zu uͤberſparen ſuchen. Fuͤnfeies Kapitel. Von der Zucht, Wartung und Pflege der Schweine. Auch die Schweine ſind dem Landmanne ſehr nuͤtzliche Thiere ⸗ Wenn er ſie gleich nicht zum Ziehen und Milchen brauchen kann, ſo verſorgen ſie doch ſeine Haushaltung mit Fleiſch, Wurſt, Speck und Fett, ohne welche in unſern Gegenden niemand eine Wirthſchaft fuͤhren kann. Es kann aber auch man⸗ cher Thaler Geld aus dem Verkaufe derjenigen Schweine geloͤſet werden, die man nicht ſelbſt zum Schlachten braucht. In einer Haushaltung, die aus ſechs bis acht Menſchen beſteht, und wo vier bis fuͤnf Kuͤhe gehalten werden, fuͤttert man einige Schweine mit Kuͤchentrank und Molken auf, ſo daß man ihre Unterhaltung kaum gewahr wird. Außerdem ſuchen die Schweine nebſt den Huͤhnern manches verzettelte Koͤrnchen auf dem Hofe auf, was ſonſt umkommen wuͤrde; die Koͤrner, welche in den Stoppeln liegen bleiben, und die Kartoffeln, welche beim Ausgraben verwuͤhlt worden ſind, wuͤrden ohne Schweine gar keinen Nutzen haben. Ein Landmann, dem nichts klein und unbedeutend ſeyn II. f 12 79 1760 muß, was ihm Vortheil bringt, wird daher auch auf die Schweinezucht ſeine Aufmerkſamkeit richten, und ſo viel von dieſen Thieren halten, als er mit den Abgaͤngen der Haus⸗ haltung, mit einigen Kartoffeln und etwas Spreu ernaͤhren kann. Mit Getreide fuͤttert man ungern die Schweine, es muͤßte denn gar wenig gelten, oder jene muͤßten ſehr theuer ſeyn. In beiden Faͤllen kann man auch reines Getreide auf die Schweine wenden, wobei ſie, vorzuͤglich in der Jugend, ſehr gut empor wachſen. Fuͤr gewoͤhnlich ſind aber die Kartoffeln, die Ruͤbenarten, vorzuͤglich Runkelruͤben und Moͤhren, das eigentliche Schwei— nefutter. Am beſten iſt es, man kocht dieſe Gewaͤchſe, und ſtampft ſie zu einem Brei, in welchen man Spreu von Lein— knoten, von Klee, von Buchweitzen ꝛc. dann einruͤhrt, wenn derſelbe noch bruͤhend heiß iſt. Im Sommer giebt man dieſen Thieren Molken und Kuͤchentrank zu ſaufen, nebenbei aber gruͤnen Klee, Salat, der alt und hart geworden iſt, Mohn, der ausgezogen wird; auch verſchiedene Unkraͤuter als Melde, Saudiſtel, Hederich ꝛ. Man thut wohl!, dergleichen gruͤne Sachen zu ſtampfen, und mit dem Trank zu vermengen. Haldjaͤhrige Schweine, und noch aͤltere vorzuͤglich, halten ſich bei einem ſolchen Futter herrlich. Dieſe Thiere ſind ſo gefraͤßig, daß ſie deswegen zum Sprichwort geworden ſind. Die jungen Ferkel, ſo lange ſie noch kein Vierteljahr alt ſind, muß man aber doch ſchon mit mehrerer Sorgfalt behandeln, und ihnen beſſeres Futter geben. Giebt man ihnen in der erſten Zeit etwas Getreide, ſo wachſen ſie ſchnell auf; ſind ſie aber auch einmal verbuttet, ſo bleiben ſie oft mehrere Monate lang ſo, daß man gar keine Zunahme ſpuͤrt. Hat man Gelegenheit Ferkel oder junge Schweine gut abzuſetzen, ſo kann eine Zuchtſau vielen Vortheil bringen, wenn ſie gut iſt. Um ſich eine ſolche zu verſchaffen, kauft oder zieht man ſich ein Ferkel von einer ſolchen Art zu, wel— che in der Gegend am beliebteſten iſt. Gewoͤhnlich fallen die llhe geſte te lep nich ſi ein ſich recht ord b ren zun Bi⸗ Hattung bon g Sau wikſt n. Fetkel oder ſ1 meir oder u Bei derſ man es gei kormen. Dſ? meſ oder dis zweicn Ferko Denn dit zeltzif 1. 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In dieſer Zeit iſt ein Schwein, bei guter Haltung von Jugend auf, ziemlich erwachſen, und eine ſolche Sau wirft dann gewoͤhnlich gleich zum erſten Male zehn Ferkel oder ſo viel als ſie Zitzen hat— zuweilen wohl eins mehr oder weniger. Bei dem erſten Zulaſſen einer Sau zum Beier, richte man es gleich ſo ein, daß die Ferkel zu einer guͤnſtigen Zeit kommen. Dieſe iſt entweder der Ausgang des Winters(Licht⸗ meß), oder die Zeit vor der Roggenernte, wenn man jaͤhrlich zweimal Ferkel ziehen will. Denn das iſt Hauptſache, daß eine Sau nicht zur Un— zeit wirft. Ferkel, die nach Michaelis bis Weihnachten kom— men, koſten erſtaunlich viel, und werden doch ſelten durch den Winter gebracht. Da eine Sau vier Monat traͤchtig geht ſo muß man ſie zu Michaelis und zu Marien zum Beier laſſen, wenn die Ferkel zu jenen Zeiten kommen ſollen. Die Beobachtung dieſer Wurfzeit hat dieſes fuͤr ſich: Zu Lichtmeß nahet der Winter ſich ſeinem Ende. Wer— den die Ferkel bei der Sau nur in gutem Neſt erhalten, ſo ſchadet ihnen einige Kaͤlte nicht. Fangen ſie erſt an zu freſ— ſen, ſo iſt die Witterung noch milder geworden. Auch koͤn⸗ nen die um dieſe Zeit geborenen Ferkel eher etwas un⸗ freundliche Witterung ertragen, weil ſie gleich daran gewoͤhnt ſind. Noch leichter und wohlfeiler iſt die Aufzucht des zweiten Wurfs um Jakobi. Wenn ſie einige Wochen alt ſind, koͤn⸗ nen die Ferkel mit der Sau auf die Stoppeln getrieben werden. Da finden ſie gleich volle Nahrung, und werden vor Eintritt des Winters ſtark genug, um ihn auszuhalten. Um Licht⸗ meß verkauft man dann dieſen Wurf gewoͤhnlich ſehr vor— theilhaft. Soll eine Sau aber jaͤhrlich in der angegebenen Art ————“æ.————— 180 zweimal Ferkel bringen, und jedes Mal gegen zehn Stuͤck aufſaͤugen, ſo muß ſie ganz vorzuͤglich gepflegt werden. Mit dem Futter, welches man den andern Schweinen giebt, darf man ſie nicht abſpeiſen. Man muß ihr ſchlechterdings etwas Getreideſchroot geben, ſonſt wird ſie elend, kann die vielen Fer⸗ kel nicht ernaͤhren, und rauſcht nicht wieder zur rechten Zeit. Bei der guten Futterung einer ſolchen Sau nimmt man aber auch ſo viel Geld fuͤr die Ferkel ein, die ſie zieht, als man fuͤr Butter und Kaͤſe von einer Kuh einzunehmen pflegt. Sind die Ferkel nicht im Preiſe, oder man will an eine Zuchtſau nicht ſo viel Futter wenden, ſo laͤßt man ſie jaͤhrlich nur einmal ferkeln und zwar um Johannis, wo die Ferkel am wenigſten koſten. Setzt man die Ferkel von der Sau ab, welches nach ſechs Wochen gewoͤhnlich geſchieht, ſo fuͤttere man fie ſo gut als moͤglich. Je ſchneller ſie in der fruͤhen Jugend empor wachſen, deſto weniger koſtet im Ganzen ihre Aufzucht. Saure Milch bekommt den Ferkeln ſehr gut. Nebenbei giebt man ihnen taͤglich etwas Roggen oder Gerſte. Hat man ſie nur ſechs oder acht Wochen lang recht gut gefuͤttert, ſo kann man ihnen dann auch ſehr bald ſchlechteres Futter ge⸗ ben. In der erſten. Zeit ſcheint ihnen der Kartoffeltrank nicht gut zu bekommen, bei dem ſie ſich hernach ſo wohl be— finden. Recht trockene gute Streu, am beſten von Roggenſtroh, iſt den Ferkeln und jungen Schweinen beinahe eben ſo zu⸗ traͤglich, als das gute Futter. Sie gedeihen nie, wenn man ſie im Schmußz liegen laͤßt. Zur Maſt ſtellt man nicht gern zu junge Schweine auf, weil dieſe dann bei dem beſſern Futter wohl tuͤchtig wachſen, aber keinen Speck anſetzen. Will man blos ein Fleiſchſchwein maͤſten, ſo kann man zwar ein Jaͤhriges dazu nehmen. Soll es aber guten Speck aufſetzen, ſo muß es gegen zwei Jahr alt ſeyn.. Bei der Maſt ſelbſt ſind dieſelben Regeln, wie bei der Nindtiehrtt unm dihe en beant zige hütt in keinente Jiit und ſt gihalten 6 ſoll Vilnt rſch wiis docht ſla) cffimaſum nach act 34 Hrrbfenac Ihr in 2 Iggr Sch a af Ende h= Cexuolinig Tl. eps Et a0 iſe mite Iüſrend dſcht ſa 2 ſeahr g Lpruftne Ti he mit enand muß, at, hiein z he gerid thun, ſo i, dißß Ethweine zehn 2 werden. nen gi terdin 48 die vielen trechten 1 V Sau na ) einzunahe n will an n ſ.. an ſle ſäßt 1444 rres Futtr 1Kartofftu 4h ſo wohl n Noggenſti ye eben ſt te, wenn mn jchweine htig watin leiſchſhven thmen El n zwei Ru li de „nie h — 2—ÿ—— 8 Rindviehmaſtung zu beobachten. Man glaube nicht, daß man darum die Schweine nicht mit derſelben Puͤnktlichkeit zu fuͤt⸗ tern brauche, weil ſie an und fuͤr ſich unreinliche und gefraͤ⸗ ßige Thiere ſind. Man muß den Maſtſchweinen ihr Futter in kleinen Portionen und oft vorſchuͤtten— man muß damit Zeit und Stunde halten, und der Trog muß immer rein gehalten werden, wenn die Maſtung ſchnell vorwaͤrts ge⸗ hen ſoll. Will man bloße Fleiſchſchweine haben, ſo braucht man nichts wie gekochte Kartoffeln zur Maſtung zu nehmen. Recht ſtarken Speck erlangt man aber allein durch die Kar— toffelmaſtung nicht. Im Anfange fuͤttert man ſie zwar damit, nach acht oder zehn Wochen faͤngt man aber an, unter die Kartoffeln etwas Getreideſchroot zu mengen. So wie dieſe Thiere immer fetter werden und weniger freſſen, ſetzt man nehr Schroot zu, und nimmt Kartoffeln ab, bis man ihnen am Ende bloßen Schrootbrei giebt, oder gequollenes Getreide. Gequollene Erbſen oder Bohnen maͤſten am beſten. Wohlfeiler iſt die Maſtung mit geſaͤuerten Kartoffeln mit etwas chro oder grobem Mehle verſetzt. Die Zube ereitung dieſes Futters geſchieht auf folgende Weiſe: man nimmt vier Metzen grobes Mehl und bringt es auf die gewoͤhnliche Weiſe mit Brodſauerteig und lauem Waſſer in Gaͤhrung. Waͤhrend dem nimmt man einen halben Scheffel Kartoffeln, waͤſcht ſie ſehr rein und kocht ſie mit wenigem Waſſer. Sind ſie gahr, ſo gießt man das Waſſer ſchnell ab und macht die Kartoffeln mittelſt hoͤlzerner Keulen zu einem feinen Brei. Dieſen heißen Brei bringt man in einem Gefaͤß mit dem gaͤhrenden Sauerteige zuſammen und vermengt alles wohl mit einander. Es verſteht ſich, daß das Gefaͤß groͤßer ſeyn muß, als die Ma ſe an Raum erfordert, wenn ſie ſo eben hinein gebracht wird, weil ſie durch die Gaͤhrung in die Hoͤ⸗ he getrieben wird. Kann man jedesmal etwas Salz hinzu— thun, ſo iſt es anzurathen. Dieſen geſaͤuerten Mehl- und Kartoffelbrei freſſen die Schweine aͤußerſt gern. Er wird natuͤrlich ſo ſteif, daß man 82 ihn vor dem Fuͤttern erſt mit Waſſer, noch beſſer mit ſauerer Milch verduͤnnen muß. Die Schweine gedeihen bei dieſer weit wohlfeilern Futterung gegen reines Korn ſo gut, daß man ſich billig dieſe kleine Muͤhe, das Futter auf die be⸗ ſchriebene Art einzuſaͤuren, nicht verdrießen laſſen ſollte. Reinlichkeit im Stalle und Ordnung in der Futterung ſind aber nothwendige Erforderniſſe, wenn man die Maſtung mit Schweinen gluͤcklich betreiben will. Nie werden dieſe Thiere ſtarken Speck anſetzen, wenn ſie im Waſſer oder Schmutz liegen muͤſſen, oder wenn ſie bald wenig, bald viel Futter erhalten, bald in einem Tage zweimal und in einem andern vier bis fuͤnfmal gefuͤttert werden. Die Ruhe nach den Futterzeiten iſt dieſen Thieren eben ſo noͤthig, wie allen andern, wenn ſie ſchnell fett werden ſollen. 5en Bodd leu9 §tel kanl, ir durd 3 un Aſeg fitde c knn, oribnar ſen Gi 3 Ks buxe een 8 10 — s ens dW kuxii b ſede h Vſtiia ir 12 eüe nthat von C. inſius, ewit ſen en bei d ſo gut, r auf die ſollte. er Futten, die Mii werden dſ Waſſer i ni, bald t und in eine : Nuhe u ig, wie aln V Bei dem Verleger ſind folgende Schriften erſchienen. 1. Die Landwirthſchaft betreffend. Bocl's, J. W. D., ausführliches Rechenbuch für Kauf- leute, Geschäftsmäanner, Oeconomen und Kamerali- sten, für Lehrer und Lernende. 4. 1811. 3 rthl. 12 gr. Catel, Louis, guter Rath fuͤr denjenigen Landmann, welcher durch die Folgen des Krieges ſein Wohnhaus, ſeine Staͤlle und Scheunen eingebuͤßt hat. Wie er mit anſehnlicher Koſtenerſparung, und beinahe mit der Haͤlfte des bisher er— forderlich geweſenen Bauholzes, dieſelben wieder aufbauen kann. gr. 8. 1808. mit 1 Kpf. 16 gr. Gruͤſon, Geodaͤſie oder vollſtaͤndige Anleitung zur geometri— ſchen und oͤkonomiſchen Feldertheilung. gr. 8. 1811. mit 34 Kupfern. 3 rthl. 12 gr. Koppe, J. G. Vorſchlaͤge zur Rettung der durch den Krieg verungluͤckten Grundbeſitzer in Sachſen. Mit einer Tabelle. 8. 1814. 3 gr. — Wohlgemeinte Winke und Rathſchlaͤge fuͤr diejenigen Land⸗ wirthe, deren Wirthſchaften durch den Krieg gelitten haben. 8. 1814. 4 gr. Newyahn's Fried., Anordnungen der Feldwirthſchaften oder Feldeintheilung in vollzogenen Beiſpielen. 8. 1 rthl. 12 gr. Wiſtinghauſen, W. Koͤnigl. Oberamtmann, uͤber Schaͤfereien, ihre Pflege, Weide, Futterung und Veredlung. 1817. ge⸗ heftet. 8 gr. 2. Zum Unterricht der Jugend. Atlas von 7 Blaͤttern die beiden Halbkugeln und die Welttheile enthaltend. Nach den neueſten Beobachtungen bearbeitet von Carl Mare. quer Fol. geheftet 1 rthl. Heinſius, Sprachkatechismus, kleiner deutſcher, fuͤr Stadt u. — 74—— 2 ————“.———— 8 Land. 8. 1812. gebunden in Pappe mit ledernem Ruͤcken. 6 gr. Koepke, Prof. M. G. G., Antiquitates Romanae in XII. tabulis descriptae in usum scholarum. fol. maj. 808. 16 gr. Leſebuch, Vaterlaͤndiſches fuͤr Land- und Soldatenſchulen. Berl. 8. 1799.(17 Bogen ſtark.) Mit Holzſchnitten. 6 gr. Mila, Lectures françoisés ou recueil des Dialogues, des contes moreaux et de comeédies avec des observations grammaticales etc a la portée des enfans et a l'usages des écoles. Troisième édition revue, corrigée et con- siderablement augmentée. 8. 1813. 12 gr. Sachs, S., Gemeinnuͤtziges Rechenbuch im Zuſammenhange mit arithmetiſchen Aufloͤſungen der aus der Algebra ent— lehnten Aufgaben. Zum Gebrauch fuͤr den Schul- und Privatunterricht. 8. 1811. 1 rthl. Theremin, Franz, die Beredſamkeit eine Tugend, od. Grund⸗ linien einer ſyſtematiſchen Rhetorik. gr. 8. 1814. 2o gr. Das Journal fuͤr die neueſten Land⸗ und Seereiſen zur angeneh⸗ men Unterhaltung, welches ſeit ſo langer Zeit mit allgemei⸗ nem Beifall aufgenommen worden iſt, erſcheint ununterbro⸗ chen. Der Jahrgang von 12 Heften, mit 12 groͤßtentheils ſauber illuminirten Kupfern und Karten koſtet 7 rthl. 12 gr. fuͤr welchen Preis daſſelbe durch alle Buchhandlungen zu erhalten iſt. Dieſes Journal liefert in zweckmaͤßigen Aus⸗ zuͤgen, alle Reiſebeſchreibungen des Aus- und Inlandes, und der Leſer kann ſich aus demſelben— ohne ſich baͤnderei— che koſtſpielige Werke anzuſchaffen und durchzuleſen— mit großer Zeiterſparniß, mit dem Neueſten und Intereſſante⸗ ſten aus der Voͤlker- und Laͤnderkunde bekannt machen. m ſ 3 960 mae in y rol, m ¹ 1r datenſte I nitten, dlogues! „bserv- At à lu- iges et 1 ſammen 1 Aceebre Schul 3. oOd, cur 4. P zur ae „ mit alhen C ununate gröten c 7 tthu uundlungen duͤßigen 2d Jnbn eich binan ruleſen- Interuſin r machen S 28 Oanes Fi g — S 5 5 2 ual ſait. D 8 3 G 8 8 S O 0 — O — 9 O 0