Der Kunſtwieſenbau Stephan Weinar. 8 hochgt 3 4 A4— V.Bih. [Giessen 1 4 Der Kunſtwieſenbau, praktiſch dargeſtellt auf der hochgräflich von Nimptſchſchen Herrſchaft Geiers⸗ berg, Königgrätzer Kreiſes in Böhmen, von Stephan Weinar, Oberförſter genannter Herrſchaft. /anaenn 1 ACADn DES EAND)L 8 ts, N NOEGI.IX 7 Mit 4 lithographirten Tafeln. Prag, . G. Calve'ſche Buchhandlung. 1842. — —— Dem — Hochgeborenen Herrn Herrn Karl „ t 5 eichsgrafen von Wimplſ c, Freyherrn von Fürſt und Elſe, k. k. Kämmerer, Herrn der Herrſchaften Geiersberg in Böh— men und Serowitz in Mähren ꝛc. ꝛc., widmet dieſe Abhandlung über Kunſtwieſenbau, aus beſonde— 8 rer und vorzüglicher Hochachtung und Dankbarkeit, der Verfaſſer. Druck bei M. J. Landau. ——— Vorwort. Uceer den vorliegenden ungemein wichtigen Gegen— ſtand haben mehrere der ausgezeichnetſten Oekonomen des In⸗ und Auslandes ihre Anſichten ausgeſprochen; nur iſt zu bedauern, daß derſelbe mit zu wenig Aufmerkſamkeit be— handelt und als einer der wichtigſten Gegenſtände des öko— nomiſchen Haushalts nur allzu wenig beachtet und gewür— digt wurde. In Berückſichtigung, daß der Wohlſtand jeder Oekono— mie in der möglich größten Futtererzeugung beſtehe, be— ſchloß auch mein Herr Graf, der erſte mir bekannte hochherzige Unternehmer, einen Kunſtwieſenbau auszuführen, um durch eine ſyſtematiſch einzuleitende künſtliche Bewäſſerung den Wie— ſen den möglich höchſten Bodenertrag abzugewinnen. Es dürfte wohl keinen Oekonomen geben, der den we— ſentlichen Nutzen der Wieſenbewäſſerung verkennen und nicht einſehen ſollte, daß bloß durch dieſe die Meliorirung der Wieſen auf das Leichteſte und Erfolgreichſte möglich iſt. Bei der gegenwärtig ſich ſo ſehr mehrenden Bevölkerung dürfte VI es wohl auch ein Hauptgegenſtand ſeyn, um durch eine erhöhte Futtererzeugung nicht nur mehr Vieh einzuſtallen, ſondern auch einen höhern Körnerertrag zu erreichen. Die Aeußerung meines Herrn Grafen:„habe ich viel und gutes Futter, ſo kann ich den jetzt beſtehenden Viehſtand kräftiger ernähren, und iſt dieß der Fall, auf eine größere Dungerzeugung und durch dieſe auch auf einen blühendern Stand meiner Oekonomie mit vollem Rechte An— ſpruch machen“, dürfte wohl allen Herren Oekonomen den Beweis verſchaffen, daß dieſe hohe Anſicht den gehegten Er— wartungen ſicherlich entſprechen und die Wünſche des ſo hochherzigen Unternehmers gewiß auf das Vollkommenſte realiſiren werde. Allein nicht bloß der Wunſch, dem Wieſengrunde den größtmöglichen Ertrag abzugewinneén und die Oekonomie— rente zu erhöhen, beſtimmte meinen Herrn Grafen zu dem Unternehmen einer künſtlichen Wieſenbewäſſerung, ſon— dern auch das Ihm am Herzen liegende Unterthanenwohl und das allgemeine Beſte ſpornten ihn hierzu an; denn hierdurch wurde der verarmten Unterthansklaſſe ein neuer Erwerb eröffnet, ein reichlicher Verdienſt und die Gelegen— heit verſchafft, ſich in den mechaniſchen Arbeiten des Kunſt— wieſenbaues zu vervollkommnen und ſich geeignet zu machen, auch andern Unternehmern bei der künſtlichen Wieſenbewäſ— ſerung behilflich zu ſeyn, wie dieß bereits auf der benach— barten Herrſchaft Grulich geſchah. Auch das allgemeine Beſte hatte meine hohe Obrig— keit vor Augen, da man zuverſichtlich hofft, daß bei den hier ſchon bewährten glänzenden Reſultaten die künſt— liche Wieſenbewäſſerung zahlreiche Nachahmer finden wird, und auch anderwärts die arbeitende Klaſſe Brot und die ———— ich enden auf einen An⸗ den Er⸗ ſo enſte on⸗ ohl enn VII Unternehmer eine reichliche Bodenrente gewinnen werden. Der Zweck des hieſigen Kunſtwieſenbaues geht nicht nur dahin, die Wieſen ſtets im feuchten Zuſtande zu erhalten, ſondern auch ſie durch Zuführung düngender Bodenbeſtandtheile in der Art zu verbeſſern, daß durch die ſich allmählich bildende Dammerde⸗Schichte die Graswurzeln erhöhte Nahrung erhal— ten, und ſo das erreicht wird, was durch eine andere Dün— gungsmethode kaum erreicht werden dürfte. Es iſt indeſſen mit der künſtlichen Zuführung des Waſſers allein nicht abgethan, ſondern es bleibt auch ein Hauptge— genſtand, durch genau abgemeſſene Entwäſſerungsgräben und Grippen das Waſſer auf das Schleunigſte von der Wieſe wieder entfernen und ſie nach Gefallen trocken legen zu können. Welcher gebildete Oekonom würde wohl eine andere Meliorirung ſeiner Wieſen vornehmen, wenn die ſpäter ange— führten Mittel ihm zu Gebote ſtehen? In Erwägung deſſen beſchloß mein Herr Graf die Ausführung des wahrlich koloßalen Baues, und ſandte mich nach Camenz in Schleſien und Janowitz in der Oberlauſitz, damit ich die dort ſo ſehr vervollkommnete Wieſenkultur ken— nen lerne. Durch die dort geſammelten Erfahrungen ward es mir möglich, eine Arbeit auszuführen, deren günſtiger Erfolg den Herrn Grafen beſtimmte, auch anderwärts dieſe Wieſen-Me— liorirungen fortzuſetzen. Obgleich ſeit 1837 ſchon 165 Metzen Wieſen auf dieſe Art verbeſſert wurden, wird im vorliegenden Werkchen bloß der künſtliche Bau des 50 Metzen Area enthaltenden, beim Luka— witzer Hofe liegenden Teiches beſprochen. Weit entfernt, vorliegendes Werkchen fehlerfrei zu halten, glaubt der Verfaſſer das gebildete ökonomiſche Publikum auf VIII Mängel und Gebrechen aufmerkſam zu machen, die ihn ſelbſt bei der Ausführung betrafen und deren Bekanntmachung al— lenfallſige Nachahmer vor Fehlern warnen ſoll, die, einmal geſchehen, ohne Opfer nicht beſeitigt werden können. Alles, was dieſes Werkchen enthält, beruht auf einer vier— jährigen praktiſchen Beobachtung und auf eigener Erfahrung. Auch die Theorie durfte nicht unberückſichtigt bleiben, weil Theorie mit Praxis vereint bei jedem Unternehmen die be⸗ ſten Wegweiſer ſind. Dieß leitete auch mich bei Löſung der mir gegebenen Aufgabe, und ich kann ſagen, meine Be— mühungen waren von dem glaͤnzendſten Erfolge gekrönt. Wer an dem zweifelt, was in dieſem Werkchen geſagt wird, kann ſich am beſten hier in Geiersberg belehren. Wenn er mit vorurtheilsfreiem Blicke beobachtet, wird er den Nutzen wahrnehmen, den dieſe große Cultur hier bereits und zwar in ſehr ausgedehntem Maßſtabe gewährt hat. Der beſte Beweis von dem hier Geſagten iſt, daß die hier beſprochene Teichwieſe im Jahre 1840, trotz dem jedem Oekonomen bekannten höchſt trockenen Wetter, dreimal ſo viel Heu und Grummet lieferte, als früher. Dieſes Reſultat iſt wohl die beſte Schutzrede für die hieſige Wieſenkultur und wird beſtimmt Viele zue Nachahmung aufmuntern. Geiersberg, im April 1841. Der Verfaſſer. ſelbſt al⸗ mmal dier⸗ tung. weil be⸗ omen und wohl wird er. rſter de chnill. Von den zur Bewäſſerung der Wieſen zu treffenden Anſtalten und Einrichtungen. Die Tendenz dieſes Werkes iſt hauptſächlich, das zu be— ſchreiben, was unmittelbaren Einfluß auf die in Geyersberg zu Stande gebrachte Bewäſſerung gehabt hat. Ich nehme deshalb an, daß nicht nur jeder Oekonom den großen Einfluß des Waſ— ſers auf das Wachsthum der Wieſenpflanzen kennt, und weiß, in wie verſchiedener Art und Geſtalt dasſelbe darauf wirkt, ſondern daß derſelbe, auch ohne weitere Gründe zu fordern, zugibt, daß namentlich alle trockene und höher gelegene Wieſen des Bewäſ— ſerns durchaus bedürfen und nur diejenigen, welche ihrer tiefen, feuchten, oder alljährlichen Ueberſchwemmungen ausgeſetzten Lage halber ſchon einen natürlich-guten Graswuchs zeigen, desſelben allen— falls entbehren können. Indeſſen darf ich nicht unbemerkt laſſen, daß auch bei Letztern eine kunſtgemäß zugeleitete Bewäſſerung noch mehr Nutzen ſchaffen wird, als eine oft zur Unzeit eintreten— de natürliche Ueberſchwemmung. Ehe ich aber in wirklichen Beiſpielen zeige, wie ich bei dem hieſigen Locale das Bewäſſern zweckmäßig auszuführen mich be— müht habe, muß ich— obgleich ich keineswegs beabſichtige etwas 1 2 ganz Syſtematiſches und Vollſtändiges über Bewäſſerung über⸗ haupt vorzutragen— doch einige allgemeine Grundzüge der ei— gentlichen Bewäſſerungskunſt zuerſt hervorheben und nähere Erör⸗ terungen darüber voranſchicken, um ſo bei dieſen einzeln dasjenige Bemerkenswerthe verſinnlichen zu können, was Einfluß auf das auszuführende Ganze hat. Es ſind vornehmlich nachſtehende zwei Hauptfragen in Be— tracht zu ziehen: 1¹) Auf welche Art bringt man das Waſſer zum Bewäſſe— rungsplatze? 2) Wie wird das Waſſer auf der Wieſe vertheilt und wieder abgeleitet? Was nun zuerſt die Herbringung, Zuleitung des Waſ— ſers zum Bewäſſerungsplatze betrifft, ſo kann dieſe in mannichfa— cher Art geſchehen. Vor allem Andern muß aber erſt unterſchie⸗ den werden: ob das zum Bewäſſern beſtimmte Waſſer unter oder über dem Niveau(Horizontalfläche, Waſſerſpiegel) der zu bewäſſern⸗ den Fläche liegt? Ich nehme an, daß die zu bewäſſernde Fläche unter dem Niveau des Waſſers liegt, jedoch mit der Modification, daß dieß, da hier das Waſſer aus einigen Bächen, welche mit Gefälle ſich durch und neben den Wieſen hinſchlängeln, genommen werden ſoll, nicht von jedem Punkte des Laufes dieſer Bäche geſagt wer- den kann, ſondern daß es nur für einzelne Stellen gilt, wo das Waſſer höher fließt, als die zu bewäſſernde Wieſe liegt. Die Ausmittelung des höhern oder niederern Standes und Laufes des Waſſers muß daher zu allererſt durch genau ange— ſtelltes Nivellement geſchehen, da das Auge zu ſehr trügt und es hier oft nur auf Linien ankommt.— Auch muß ich hier zugleich erwähnen, daß zu dieſer Vorarbeit, der großen Genauigkeit wegen, die allbekannte Canalwage nicht gebraucht werden kann, ſondern, daß man ſich ein tüchtiges Perſpectiv— Nivellir-Inſtrument oder auch nur eins mit Ocular-Dioptern und doppelten Waſſerwagen zu verſchaffen ſuchen muß. Wer im Nivelliren nicht geübt iſt, dem rathe ich, ſich einen Sachverſtändigen dabei zu Hülfe zu nehmen und durch denſelben zugleich ein Abwägen der ganzen Fläche in mehrern Richtungen zu veranlaſſen; denn es genügt nicht im— mer, daß man durch ein ſolches Nivellement die Gewißheit erlangt ng iber⸗ der di⸗ te Erör⸗ drejenige auf das in e⸗ zewaͤſſe⸗ wieder Waſ⸗ nicha⸗ terſchie⸗ er oder aſfern⸗ dem dieß, e ſich erden wer⸗ ˖ das und nnge⸗ d es leich gen, ern, der gen dem 3 hat, daß das Waſſer, welches man benutzen will, höher, als der Anfangspunkt der Bewäſſerungsfläche liegt, ſondern es muß auch weiter unterſucht werden, ob es auf der Wieſenfläche ſelbſt nicht noch Punkte gibt, die eine gegen das Niveau des Anfangs— punktes höhere Lage haben. Für einen ſolchen Fall, wenn dieſe höhern Punkte nicht etwa durch Abtragung in vortheilhafterer Art fortgeſchafft werden könnten, iſt man oftmals genöthigt, das Waſſer noch höher aufzufangen, als der Anfangspunkt der Be— wäſſerungsfläche es fordert. So muß man auch darauf rechnen, daß ein Zuleitungsgraben immer etwas Gefälle haben muß, und daß auf eine lange Diſtanz ſelbſt dieſes wenige Gefälle etwas austrägt. Sehr oft erlaubt es das Lokale, daß das Waſſer auf die Wieſe unmittelbar aus einem vorbeifließenden Fluſſe oder Ba— che, oder einem anſtoßenden Teiche u. ſ. w. genommen werden kann; in den meiſten Fällen aber wird man dasſelbe, ſey es auf eine kürzere oder längere Diſtanz, vermittelſt künſtlich angelegter Geleite herführen und längs der zu bewäſſernden Wieſe fortleiten müſſen; ſo wie denn auch diejenige Bewäſſerung, wo man ei— nen Fluß oder Bach bloß an ſeinen Ufern durch eingelegte Staue und zur Seite angebrachte kleine Dämme zwingt, die Wieſen zur Herbſt- und Frühjahrszeit, auch allenfalls nach der Heuernte, zu überſchwemmen, nur eine wilde, keineswegs aber eine kunſtgemäße ſyſtematiſche Bewäſſerung genannt werden kann. Gewöhnlich werden auf dieſe Art Wieſen mit der Länge der Zeit in einen ganz verſäuerten Zuſtand verſetzt. Dieſes regelmäßige und kunſtgemäße Herbeileiten des Waſſers kann nun geſchehen, entweder a) durch hölzerne Rinnenleitungen oder gemauerte Canäle, oder b) durch Gräben. Ad a) Dieſe hölzernen oder von Steinen aufgeführten Leitun— gen ſind nun entweder 1) unterirdiſche, verdeckte, oder 2 offene. Beide Arten kommen in der Regel nur auf kurzen Strecken und erſtere beſonders da vor, wo man unter Wegen, Straßen, durch Anhöhen, Dämme u. ſ. w. das Waſſer durchzuführen hat, oder Zuleitungsgräben über Abzugsgräben zu ziehen genöthigt iſt. Auch können dieſe unterirdiſchen Leitungen, wenn es die Umſtände erfordern, mit Fallen und Steigen des Waſſers gearbei— tet werden, für welchen Fall aber, der Waſſerdichtheit wegen, höl— zerne Rinnen mit feſt ſchließender Bedeckung oder, an deren Statt, 1* 4 Röhren den gemauerten Waſſerleitungen vorzuziehen ſind, da letztere dem Druck des Waſſers nicht genug widerſtehen. Aber auch oberhalb der Erde können Fälle vorkommen, wo dergleichen Rinnengeleite, beſonders hölzerne, zumal auf kurzen Strecken, theils wohlfeiler als der Erdbau, theils auch ſicherer ſind, z. B. wenn der Zuleitungsgraben über eine große Tiefe geführt werden muß, deren Zubau mit Erde viele Koſten verurſacht und das Wieder- Einreißen der aufgeſchütteten Erde durchs Waſſer bei Regengüſſen befürchten läßt. Ad b) Am meiſten, und in der Regel auch am wohlffeilſten, führt man das Waſſer in Gräben zu, die etwa nur da von ei— nem hölzernen Rinnengeleite oder gemauerten Canale unterbro— chen werden, wo der Zuleitungsgraben über einen Entwäſſerungs— graben fortgehen muß. Denn daß jener in dieſen letztern nicht treten darf, bringt der Zweck beider ſchon in den meiſten Fällen mit ſich; es müßte denn ſeyn, daß ein ſolcher Entwäſſerungsgra⸗ ben von einer höher gelegenen Wieſe herkommt und man ihn auf dem Punkte, wo er mit dem Bewäſſerungsgraben einer unterhalb gelegenen Wieſe zuſammentrifft, für dieſe wieder als Bewäſſe— rungsgraben zu benützen gedächte, was indeſſen nur ſelten vor— kommen wird. Ich muß, ſo anſcheinend geringfügig dieſer Gegenſtand für den erſten Augenblick vielleicht erſcheint, und man glauben wird, daß die Anlage ſolcher Gräben ſich von ſelbſt verſtehe, doch etwas länger dabei verweilen. Der Zweck dieſer Haupt- und Neben— Zuleitungsgräben beſteht darin, das Waſſer ſo hoch zu erhalten, daß es daraus der ganzen zu bewäſſernden Wieſenfläche zugeführt werden kann. Unſere meiſten Wieſen, beſonders bei bergichterem Terrain, ſtellen aber keine ſo egal abhängige Fläche, wie ein ge— hobeltes Bret iſt, dar, ſondern ſie wechſeln häufig mit durchziehen— den Höhen und Tiefen und haben zuweilen auch Stellen, wo faſt gar kein Gefälle vorkommt. Man kann daher bei ihnen die idea— liſchen Vorſchläge anderer Bewäſſerungsmethoden nicht anwen— den, da die Wirklichkeit ſich jene nicht ſo anpaſſen läßt, wie ſie wohl im Plane auf dem Papier, welches keine ſolche Unebenheiten hat, ausgeführt ſind, und wobei oft außer Acht gelaſſen wird, ob auch das Waſſer, den Naturgeſetzen gemäß, ſo fließen und ſich ſo ausbreiten kann. L 3 ſind, da Ein gewöhnlicher Graben, in der Erde hergezogen, kann in dergleichen Fällen die zu bewäſſernde Fläche nur ſelten beherrſchen; mmen, wo beſonders da, wenn er einmal eine tiefere Stelle berührt hat, wo if kurzen das Waſſer unter das Niveau der über dieſer Stelle hinauslie— terrid, genden Wieſenfläche zu ſtehen kommt, dasſelbe nun nicht wieder e gfführ zum Steigen zu bringen iſt und bei dieſer tiefen Stelle ausufern ſacht und wird. Es wird aus einem in der Erde geführten gewöhnlichen 5 Waſſe Graben nur dann unmittelbar das Waſſer auf die Wieſe vertheilt werden können, wenn ſie gleich vom Graben an ein nicht unbe— feiſfen trächtliches Gefälle hat, und ſelbſt dann wird ſich dieſes nicht bon ef gleichmäßig vertheilen, da das Waſſer jederzeit mehr nach den natür— Urbrn⸗ lichen Vertiefungen ſich drängen und darin erhalten wird. Es ſey Tafel I, Fig. 1, der eingeſchloſſene Raum g heet eungs⸗ redamdrofte elel inaeſthlbſſene inen e n d. eine Wieſe, welche man zu bewäſſern beabſichtigt. Sie habe in d ſiih der Richtung von p nach t, ſo wie ebenfalls von k nach m ihr Fälle Eefälle, was bei coupirtem Terrain und noch mehr in bergichten uigögen Gegenden häufig vorkommt. Nro. 1 bezeichne eine in dieſer Gegend be— ihn auf findliche Anhöhe. Die Wieſe kann etwa in der Richtung von henach! kerhalb die Diagonal⸗Gefälllinie haben,inſofern nicht ein örtliches Steigen und ewaſſe⸗ Fallen auf derſelben Unterbrechungen dabei macht, was hier vorerſt 1 außer Acht gelaſſen werden kann. Ihre Bewäſſerung erhält die⸗ ſelbe aus dem nebenfließenden Bache. Auf dieſer Wieſe liege d für nun der Punkt g 10“ niedriger als die Sohle in dem Bache wird, bei x, bei a ſteige die Wieſe gegen g um 1“, bei h um 3“, etwas bei c um 2“, bei d ſey eine durch die Wieſe ſich ziehende Vertie— leben⸗ fung und liege unter dem Niveau von g 3“, wogegen ſich bei alten, e die Wieſe wieder hebt, und hier gegen g wieder um 1“, bei t fführt um 2“ höher ſey. Die Anhöhe I ſteige um 8“ gegen g, und II terem habe, von e und f gerechnet, das nöthige Gefälle abwärts nach mge⸗ dem Bache zu, jedoch ſey dieſes Gefälle ſehr gering und betrage ehen⸗ auf 20 Currentklafter nur 10“. Es iſt begreiflich, daß aus dem faſt Bache in X(hier laſſe ich überdieß noch unberückſichtigt, wie hoch idea⸗ das Waſſer in deſſen Ufern ſelbſt ſteht), den ich vorhin ſo angenom— weſ⸗ men habe, daß deſſen Sohle 10“ höher liege, als die Wieſe bei e ſi g, vermittelſt eines Grabens, welcher in der Erde hergezogen würde, eitn das Waſſer bis g zu bringen ſey, und zwar mit einem Gefälle 5 von 10“, ſo daß das Waſſer eines ſolchen Grabens bei g mit ſei— ſ ner Oberfläche 10“ unter der Sohle des Baches in« ſich befinden 6 müßte. Noch ſtärker aber als 10“ wird das Gefälle, wenn hierbei noch die Maſſe Waſſers in Betracht kommt, welche im Bache über deſſen Sohle ſich vorfindet. Von dieſem Punkte g aus wird das Waſſer ebenfalls, wenn man kein nothwendiges Gefälle zu berück— ſichtigen hat, durch einen ähnlichen Graben in der Erde fortge⸗ ſchafft, ſo daß der Bord desſelben bei a 1“, bei b 3“, bei c 2⁄ unter der nebenliegenden Wieſe ſtehen würde, wogegen das Waſſer von c nach d, wo ſich die erwähnte Vertiefung befin— det, welche 3“ unter dem Punkte g liegt, 3“ fallen müßte, um hier nicht auszuufern. Jetzt kann ſich das Waſſer nicht wieder heben; denn wollte man dasſelbe von d nach e und f haben, ſo bliebe es in dem Graben mit ſeinem Bord bei ſe um 4“, bei f um 5“ tiefer, als die nebenbefindliche Wieſe. Aber, wie ge— ſagt, ich habe ganz unberückſichtigt gelaſſen, daß dem Waſſer, welches von g nach f hingeleitet werden ſoll, einiges Gefälle hätte gegeben werden müſſen, und da wäre dasſelbe in f eigent— lich noch niedriger zu ſtehen gekommen. Nach dem eben Geſagten hätte ein ſolcher Graben hinſichtlich der Bewäſſerung weiter keinen Nutzen, als daß aus demſelben ei— nige tiefer gelegene Plätze bewäſſert worden wären. Selbſt wenn die Wieſe einen lockern Untergrund hätte, ſo ließe ſich zwar von dem Ausſaugen des in dem Graben befindlichen Waſſers ei— niger Nutzen erwarten, es bliebe aber eine zweckmäßige Ueberrieſelung ganz undenkbar. Wie wollte man ohne Anwendung von Maſchi— nerieen(deren Gebrauch ich hier ausgeſchloſſen ſeyn laſſe) das Waſſer den auf der Wieſe befindlichen höhern Punkten zuführen? Auf welche Art würde man ſelbſt bei den Punkten a, b und e, gleich neben dem Graben, die Wieſe mit Waſſer verſehen können? Denn in dem Augenblicke, wo man das Waſſer anſpannen wollte, würde es rückwärts being und a eher übertreten, als bei den höhern Punkten überfließen. Es iſt unmöglich, das Waſſer aus ſolchen in der Erde gezogenen Gräben vermittelſt Aufſtauung nach höher gelegenen Punkten zwingen zu wollen, da dasſelbe jederzeit zunächſt die Vertiefungen ſuchen würde; und wenn man das Aufſtauen zu weit treiben wollte, ſo würde das Waſſer vielleicht ſchon an Stel— len oberhalb der Wieſe austreten, was nicht nur die Bewäſſerung vereiteln, ſondern noch mancherlei Unannehmlichkeiten mit den Anrainern herbeiführen könnte. Dennoch iſt es möglich, das Waſſer auf alle Punkte der Wieſe zu bringen und allen vorgedachten Inconvenienzen zu be— in hierbei ache über rird das u berück⸗ e fortge⸗ 30, bei wogegen befin⸗ te, un wieder den, ſo bei f Hie ge⸗ Paſſer, Gefälle digent⸗ ſichtlich zen ei⸗ wenn zwar rs ei⸗ ſelung laſchi⸗ das hren? nd c, nnen? vollte, öhern n der genen die zul ztel⸗ ung den der be⸗ 7 — ꝗṍQQ—Q———— gegnen, wenn man nämlich beuferte oder verwallte Gräben an— legt und darin das Bewäſſerungs-Waſſer fortleitet. Um zu zeigen, was man bei Anfertigung eines ſolchen be— uferten Zuleitungsgrabens zu beachten hat, bleibe ich bei Tafel I, Fig. 1, ſtehen. Von dieſem einzigen Beiſpiele wird jeder denken— de Leſer allgemeine Anwendung auf andere Fälle machen können; aber erſt eigenes Nachdenken und praktiſches Ausführen der Sache wird ihn in den Stand ſetzen, mit Leichtigkeit dergleichen Baue ſo auszuführen, daß ihm ſpäter nicht die Ueberzeugung werde, daß wohl Manches hätte beſſer gemacht werden können. Dieſe Befürchtung darf aber Niemand abſchrecken; denn ein Glei— ches kommt im praktiſchen Wirthſchaftsbetriebe zu häufig vor. Wer dieſes abläugnet iſt bloß Theoretiker und die eigentliche Praͤ— ris ihm ganz fremd geblieben. Der Bach nun, aus dem das Waſſer zur Wieſenbewäſſe— rung genommen werden ſoll, liegt, wie ſchon früher bemerkt wurde, bei x, mit ſeiner Sohle 10“ höher als der Anfangspunkt der Wieſe beig, mithin, im Vergleiche mit den angegebenen übri— gen Höhenpunkten, 9“ höher als a, 7“ höher als b, 8“ höher als c, 13“ höher als d, 9“ höher als e und 8“ höher als f. Er— hebt man nun durch Erdaufſchütten die Sohle einer zu fertigen— den beuferten Waſſerleitung über die Wieſenfläche bei g um 10“, bei a um 9“, bei b um 7“, bei c um 8“, bei d um 13“, bei e um 9“ und beif um 8“, ſo hat man dieſe geſammten Punkte mit der Sohle des Baches in x in eine horizontale Ebene, oder ins Niveau geſetzt, oder, mit anderen Worten— man hat eine Li— nie gebildet, auf welcher das Waſſer auf allen Punkten ſich in Ruhe befinden muß, und eben ſo wenig nach x als nach f hinſinken kann. Beufert man dieſe Sohle, ſo wird das Waſ— ſer, welches man aus dem Bache in dieſe künſtliche Waſſerlei— tung eintreten läßt, bis f ſo lange hinfließen, als ſich der Bord desſelben noch unter dem Niveau der Waſſeroberfläche im Bache bei x befindet. Iſt aber auf jedem Punkte der beuferten Waſſer— leitung das Waſſer ſo hoch geſtiegen, als der Waſſerſpiegel des Baches bei x, und kann das Waſſer im beuferten Graben nicht wei— ter fortfließen, ſo wird eine Spannung desſelben gegen den Bach rückwärts eintreten und nunmehr das Waſſer von x an unter— halb, wenn es nicht beſonders angeſpannt worden iſt, eher fort— fließen, als weiter in den Graben eintreten, und immer lieber im 8 Bache fortlaufen, als in die Nebenleitung bis zu der bezeichne— ten vollen Höhe treten. Da es aber nicht nur räthlich, ſondern ſelbſt nothwendig iſt, das Waſſer in dieſer Nebenleitung des Ba— ches ſchnell fortzuſchaffen, um zugleich eine größere Menge desſel⸗ ben zu erhalten, ſo muß der Waſſerleitung ſelbſt etwas Gefälle ge⸗ geben werden. Dieſes Gefälle will ich im Allgemeinen für jede Di— ſtanz zwiſchen zwei der angegebenen Punkte durch 1“ ausdrücken. Es ſind von dem Bache in«bis zu Ende der Wieſe in f, bis wohin die beuferte Waſſerleitung nothwendig gehen muß, 7 Diſtanzen angenom— men; mithin würde daher inf die Sohle des Grabens 7“ unter der Sohle des Baches in x gearbeitet werden müſſen. Daraus, und weil die Sohle des zu fertigenden Grabens genau in die Sohle des Baches eingreifen ſoll, folgt nun, daß man zwiſchen x und g ſie allmählig heben und bei g die Sohle ſchon, nach Abzug des einen Zolles Gefälle, 9“ hoch aufbauen müſſe. Bei a, wo die Wieſe gegen den Punkt g ſchon 1“ höher liegt, und die Sohle gegen x nun ſchon 2“ Gefälle erhält, dürfen nur 7“, bei b aber, ſo wie bei e, nur 4“ aufgebaut werden, wogegen bei d, da hier die Wieſe 3“ unter dem Punkte g liegt, ungeachtet daß hier bei der 5. Diſtanz ſchon 5“ Gefälle für die Sohle kommen, dieſelbe um 8“ erhöht werden muß. Von d nach e, wo die Wieſe wie— der ſteigt, verringert ſich auch dieſes Erhöhen wieder, ſo daß bei e nur 3“ Aufbau nöthig ſind und beif, als dem Endpunkte, nur 1“ Behufs der Sohleſchaffung aufgefahren werden muß. Baut man nun auf dieſe neu geſchaffene Sohle ein dauer— haftes Ufer, welches mit der Sohle für das aus dem Bache kom— mende Waſſer das Flußbett abgibt, ſo beherrſcht man nunmehr vermittelſt dieſer neuen Waſſerleitung jeden Punkt der zur Seite gelegenen Wieſe, ohne den daneben befindlichen Flächen damit zu ſchaden. Mit Hülfe dieſer Beuferung erhebt man das Waſſer nun ſo hoch, als es in dem Bache ſelbſt fließt oder im Nothfall durch ein Stauwerk in demſelben erhoben werden kann. Ich nehme an, daß das Waſſer im Bache 18“ hoch flöße, oder in ſeinen Ufern aufge⸗ ſtaut würde, ſo wäre es möglich bise f dasſelbe eben ſo hoch zu leiten. Da indeſſen auf den Endpunkten einer Bewäſſerungsan⸗ ſtalt ſelten eine ſo große Waſſermaſſe gebraucht wird, als am An— fange derſelben, ſo läßt man auch den Bord der Beuferung von x nach k immer etwas niedriger werden, weil man dadurch den Uferbau mit viel geringerem Koſtenaufwande herſtellen kann. Es bezeichne⸗ ſondem des Ba⸗ nae deſel⸗ wohin die mngenon⸗ unter der 6, und Sohle und g uug des wo die e Sohle haber, da hier ier bei ieſelbe wie⸗ iß bei unkte, auer⸗ kom⸗ nehr Seite t zu nun urch an, ließe ſich z. B. im vorliegenden Falle allenfalls die Einrichtung tref— fen, daß auf eine jede Diſtanz 2“ von der Höhe des obern Bordes der Beuferung abgebrochen würden, ſo daß in f der Bord nur noch 4“ Höhe hätte. Es ſind übrigens bei dieſer Art von Bauten ſehr mannichfal— tige Fälle denkbar, bei denen man durch eigenes Nachdenken ſich eine paſſende Verfahrungsart ausmitteln muß. Ich glaube kaum, daß Jemand auf der Meinung beharren wird, es ließe ſich ſtets durch Einzwängung und ſtarke Aufſtauung eines Baches oder Fluſ— ſes das Waſſer in einem gewöhnlichen Graben fortleiten und man könne ſich daher den Koſtenaufwand einer ſolchen Beuferung er— ſparen. Hat ein ſolcher Graben das nöthige Gefälle und wird dieſes durch keine Oertlichkeit unterbrochen, ſo erleidet jene Behaup— tung gar keinen Zweifel; da aber, wo dieſes nicht der Fall iſt, bleibe ich feſt bei dem Satze, daß die beuferten Waſſerleitungen das nothwendigſte Requiſit einer geregelten Bewäſſerung ſind. Was die Herſtellung und Anfertigung dieſer beuferten Waſ— ſerleitungen betrifft, ſo könnte man, wenn man die Sache nicht aus Erfahrung kennt, ſehr leicht veranlaßt werden, zu glauben, daß dieſelben weiter nichts erfordern, als in ganz einfacher Art den Boden herbeizuführen und damit die Verwallung oder das Ufer zu ſchaffen, nachdem man die etwa zu erhöhende Sohle aufgebaut hat. Auch werden hier und da Fälle vorkommen, wo man mit dieſer einfachen Arbeit ausreicht; nur müſſen dann noch die innern Sei— tenwände mit Raſen belegt werden, damit das Wegſpülen des locker aufgeſchütteten Bodens verhütet wird. Oft reicht man auch an Stellen, wo die beuferte Waſſerleitung eine Höhe durchſchneiden muß, mit einem in der Erde gezogenen Graben aus; aber allge— meine Regel bleibt es immer, dergleichen Waſſerleitungen, damit ſie den ſtarken Waſſerzufluß aushalten, im Innern aus Raſen, der wie eine Mauer aufeinander gelegt wird, aufzubauen. Bei ſtarken Bie— gungen, beſonders wenn ein ſtarkes Gefälle damit verbunden iſt, iſt es rathſam, auf kurze Strecken Steinwände aufzuführen, die gut mit Moos verſtopft ſeyn müſſen und dann noch von Außen durch den Erdaufwurf eine noch größere Feſtigkeit erhalten. Nur ver— mittelſt dieſes Raſenbaues erhält die Leitung die nothwendige Dau— erhaftigkeit und möglichſte Waſſerdichtheit. Ein ſolcher Raſenbau wird zwar auch im Laufe der Zeit, be— 10 ſonders durch das Zerwühlen von Mäuſen und Maulwürfen, Repa— ratur bedürfen, es kann ihm aber leichter geholfen werden, als den bloßen Erddämmen, ſo wie denn auch ſchon die Vegetationskraft der im Raſen befindlichen Pflanzen mithilft. Ich werde hier noch kurz beſchreiben, wie man bei der Anlage eines Raſenbaues zu verfahren hat und worauf man beſonders dabei Rückſicht nehmen muß, da es keineswegs gleichgiltig iſt, wie wie man es vollbringt. Ich nehme alſo an, daß die in Tafel I, Fig. 1, von v nach f zu führende Waſſerleitung auf dieſe Art gebaut werden ſoll. Die Arbeit kann entweder am Anfange der zu führenden Waſ— ſerleitung, nämlich bei x, oder auch am untern Ende derſelben bei f angefangen werden; man könnte ſogar an mehrern Stellen zugleich beginnen. Vortheilhaft iſt es meiſtens am oberſten Ende anzufangen. Ueberhaupt iſt es gut, wenn man auf der ganzen Länge der zu bauenden Linie Pfähle einſchlagen läßt, die ſo weit eingetrieben werden, als durch das Nivellir-Inſtrument die Höhe der Sohle, des Bordes oder Grabens beſtimmt worden iſt. Durch dieſes Verfahren beugt man Irrungen vor, die wäh— rend der Arbeit leicht vorkommen können; auch verſchafft man den Arbeitern feſte Anhaltungspunkte, nach welchen ſie beſtim— men können, ob ſie nicht von der rechten Bahn abgewichen ſind, und wenn dieß wirklich geſchehen iſt, leicht wieder einlenken können. Man darf nicht Zeit noch Mühe ſparen, die bereits abgewogene Sohle einer oftmaligen Controle zu unterwerfen, daoft, theils durch Bosheit oder auch ſelbſt Unachtſamkeit der Arbeiter, einer oder der andere der Niveau⸗Punkte aus ſeiner feſten Lage kommt, wodurch Nachtheile her— beigeführt werden, deren Beſeitigung gewöhnlich große Opfer koſtet. Will man die Arbeit am obern Ende beginnen, ſo brauche ich wohl kaum zu erwähnen, daß man mit der Aufbauung des Grabens nicht gleich bis in den Bach bei x gehen darf, da ſonſt das Waſſer in die neue Waſſelleitung tritt und die Arbeiter da— durch beläſtigt werden, ſondern daß man ſo viel Grabenweite un— gebaut laſſen muß, als nothwendig iſt, das Waſſer abzuhalten. Erſt wenn die ganze Leitung fertig gebaut iſt, holt man den noch ungebauten Theil nach und führt dann auch zu gleicher Zeit den Schleuſenbau aus. Während dieſer Arbeit iſt es nothwendig, daß das Waſſer des Baches nach einem andern Orte hingewieſen wird, damit dasſelbe der Arbeit nicht hinderlich werde. — p Repa⸗ ls den zokraft ſonders t, wie nach f Waſ⸗ ſelben tellen Ende anzen weit Höhe väͤh⸗ man ſtim⸗ ind, nen. ohle heit 11 — Iſt nun die Sohle genau abgewogen, das auf die beſtimmte Länge berechnete Gefälle angegeben und es ſoll zum Baue ge— ſchritten werden, ſo kommt es vorerſt auf die hierzu erforderlichen Geräthſchaften an. Nach Tafel II ſind dazu erforderlich: 1) Das gewöhnliche Grabſcheid; 2) ein 5“ breites, an der un— tern Seite ſcharfgerundetes Teller- oder Raſen-Abſchäleiſen; 3) ein hakenförmiges Raſen-Schneidmeſſer; 4) eine 5“ breite Schaufel mit gekrümmtem Hefte zum Ausputzen der Grippen; 5) nebſt dem bereits erwähnten Nivellir-Inſtrumente eine gewöhnliche Schrotwage und Setzlatte; 6) kleine hölzerne Handſchlägel; 7) größere Erd— ſtampfer; 8) die allbekannten Nivellir-Kreuze, Radehaken, Schub— karren, Pfähle, Pflöcke, Schnüre u. ſ. w. An Materiale braucht man aber durchaus nothwendig: 1) Dichten, vollſtändig bewurzelten Raſen; 2) fetten, höchſt bindenden Letten oder Thon, und 3) Erde oder Boden zum Aufſchütten. Hat man die eben bezeichneten Materialien herbeigeſchafft und will nun zum Beginne der Arbeit ſchreiten, ſo ſind folgen— de Vorſichtsmaßregeln bei Erbauung dieſer beuferten Gräben zu brauchen. Bei dem Bau des Innern einer ſolchen Waſſerleitung muß man beſonders den beiden gegenüberſtehenden Raſenwänden, durch von Außen angeſchüttete Erde, den nöthigen Halt geben, ſo daß beſonders der Seitendruck des Waſſers dieſelben ſpäter nicht ausein— ander ſprengen kann; denn dieſer Oruck iſt keineswegs ſo gering, als Mancher vielleicht glaubt, und wächſt in dem Maße, als man in der Leitung das Waſſer immer mehr anſpannen wird. Wenn nun der Gang und die Sohle der Leitung durch die früher beſchriebenen Haupt-Diſtanzpfähle bezeichnet ſind, ſo wird vorerſt mit Hülfe der allbekannten Nivellir-Kreuze die Sohle von einem Niveau— Punkte zum andern von fetten bindenden Letten aufgeführt und feſtge— ſchlagen; iſt dieß geſchehen und die Sohle zwiſchen den zwei cor— reſpondirenden Niveau-Punkten richtig befunden worden, ſo wird die 20⸗ bis 36 klaftrige Schnur auf dieſelbe gelegt, um die Breite der Sohle des Grabens zu beſtimmen. Da im Allgemeinen dieſe Art von Gräben mit Doſſirung gebaut wird, ſo müſſen die Arbeiter den Raſen nach oben ſtets einziehen; auch haben ſie den in Ziegel— oder Quadratform ausgeſtochenen Raſen als Ziegel oder Stein, 12 ſowie den Boden oder Letten zum Verſchütten und Verſchlagen als Mörtel anzuſehen. Hauptſächlich muß darauf Rückſicht genommen werden, daß hinter einem jeden Raſenſetzer ſogleich ein Arbeiter mit dem Erdſtampfer nachfolgt, um das durch einen zweiten Hand— langer hinter dem Raſen aufgeworfene Erdreich ſogleich feſtzu— ſtampfen. Aufmerkſam mache ich noch darauf, daß es von großem Vortheile iſt, hinter den aufgelegten Raſenbau wenigſtens einen halben Schuh Lettenſchlag zu geben, weil alsdann dieſe Art von Gräben ſogleich gebraucht werden kann, während bei einem blo— ßen Erdverſchlage dieſelben durch einen ganzen Sommer, bis der Raſen erſt zu einem ordentlichen Ganzen verwachſen iſt, unbenützt bleiben müſſen. Auch iſt bei dieſer Arbeit der Maurer rein nachzu— ahmen und der Arbeiter anzuweiſen, daß die ohnedieß ganz gleich— geſchnittenen Raſenſtücke ſich auf das Vollkommenſte binden. Auf dieſe Art wird nun eine Schichte nach der andern aufgeſetzt und hinter derſelben auch zugleich der Erdverſchlag aufgeführt; wird dieß verſäumt, ſo hat man den Nachtheil, daß ſich die Böſchung ort— weiſe ſetzt und nie als waſſerdicht betrachtet werden kann. Am untern Ende, wo man die Raſenwand weiter führt, müſſen wie bei einer Mauer Schmatzen im Raſen gelaſſen werden, damit man im Verlauf der Arbeit in dieſelben wieder einbauen kann. Beſonders aber hat man darauf zu ſehen, daß der aufgelegte Raſen immer eine horizontale Lage, beſonders auf der Sohle der Grabenleitung habe; denn ein Fehler hierbei bringt die Raſenwand über kurz oder lang zum Ueberbiegen, und wenn auch der aufgeſchüttete Boden das Losweichen nach Außen anfänglich verhindert, ſo iſt das Ueber— neigen doch nicht ganz zu vermeiden. Wenn man das Waſſer in die Leitung läßt, werden dieſe Fehler gewöhnlich ſchnell ſichtbar und fordern dann eine baldige Reparatur, welche durch forgfältigern Bau wohl hätte vermieden werden können. Den Raſen ſelbſt kehrt man bei dem Bauen mit ſeiner obern Seite nach unten, da die Arbeit auf dieſe Art leichter geht, als wenn man die Raſenſeite nach oben kehrt. Beſonders wird dadurch das vorerwähnte Ausgleichen einer jeden Raſenſchichte, vermittelſt des Abſtechens der darin befindlichen Erhöhungen, erleichtert. Nur bei der oberſten Schichte wird die Grasſeite aufwärts genommen, theils um dadurch der ganzen Ra— ſenwand eine Art Bedachung zu geben, theils aber auch, damit die oberſte Raſenſchichte ſich mit der vorletzten vollkommen verwachſe. —4— en als mmen beiter Hand⸗ ſeſtzu⸗ tohem dnen tt von n blo⸗ s der enützt hzu⸗ leich Auf und dieß ort⸗ Am bei mim ders mer ung oder das ber⸗ in und Bau nan beit oben iner chen die Ra⸗ de 1 13 Da es nicht möglich iſt, ſchon bei dem Aufſetzen der Raſen— wand derſelben die ſo nothwendige egale Richtung zu geben, ſo muß man wenigſtens bei der Aufführung dieſelbe annäherungsweiſe zu erreichen ſuchen. Den untern Raſen läßt man dabei aber im— mer einige Zoll vorſpringen, ſticht dann, wenn die beſtimmte Klaf— terlänge aufgeſetzt iſt, mit einem ſehr ſcharfen Grabſcheid den über die Schnurlinie herausſtehenden Raſen ab und glättet dadurch die innere Seite ebenſo aus, wie man dieß bei den Seitenwänden der Feldgräben zu thun pflegt, was auch hier nur, wie dort, durch eine feſte und geſchickt geführte Hand, ſo wie durch glatte und ſcharfe Inſtrumente ausgeführt werden kann. Wie man den Erdboden hinter die Raſenwände zu bringen hat, hängt von ihrer Höhe ab. Jedenfalls darf aber die Böſchung, die durch das Aufſchütten des Bodens entſteht, nicht zu ſteil ſeyn, weshalb die Breite derſelben mit der Höhe der Raſenwände zu— nehmen muß. Bricht man zu früh ab und veranlaßt eine zu ſteile Böſchung, ſo bekommt das Ganze keinen Halt und gemeinig— lich drängen ſich dann die Raſenwände bald nach Außen, weil die zu geringe Erdaufſchüttung oder Böſchung ihnen keinen Widerſtand leiſtet und ſich im Laufe der Zeit immer mehr ſetzt, wenn ſie auch anfänglich ziemlich feſt aufeinander geſchüttet und geſtampft wor— den iſt. Man darf ſich aber weder durch die vermehrte Arbeit, noch die Furcht, daß je breiter dieſe Böſchungen oder Aufwürfe ſind auch deſto mehr Wieſenfläche verloren gehe, abhalten laſſen, den Aufwürfen die nöthige Breite zu geben, da die Erfahrung jedem Nachahmer bald die Ueberzeugung verſchaffen wird, daß ſpäterhin auf dieſen Aufwürfen oder Böſchungen gerade der beſte und reich— ſte Graswuchs vorkommt, was eine ganz natürliche Folge des fort— währenden Feuchtbleibens derſelben durch das in der Leitung her— fließende Waſſer iſt. Sind die Bewäſſerungswieſen nicht zu weit von den Höfen entfernt, ſo liefern die Böſchungen, da ſie mei— ſtentheils dem Graswuchs der Wieſe voraneilen, das beſte Grünfut— ter und würden ſchon am Stocke faulen, wenn man die nebenlie— genden Wieſen zuerſt zum Abhauen beſtimmte. Die in Tafel IV angeführten Bewäſſerungsgräben lieferten im Jahre 1840 ſo viel Grünfutter, daß von demſelben durch volle 6 Tage die im Luka— witzer Hofe eingeſtallten 46 St. Melkkühe auf das Vollkommenſte ernährt werden konnten. Iſt es nicht ein Rieſenertrag von ei— nem Areale pr. 4 Metzen und 9 Maßl einen Hornviehſtand von 46 14 Stücken durch volle 24 Tage(da dieſe Gräben viermähdig waren) ernähren zu können? Wer von den Herren Oekonomen erfreut ſich eines gleichen Ertrages beim Grünfutterbau, ſelbſt bei dem beſten humoſeſten Boden?— Aus dieſem Grunde und hauptſächlich um bald Nutzen von dieſen Dämmen oder Böſchungen zu erhalten, belege man dieſelben, wenn nur irgend Raſen erübrigt werden kann, gleich mit demſel— ben, und zwar ſo, daß dieſer Raſen in einer Fläche von unten bis zum oberſten Raſen der innern Wände der Waſſelleitung geht. Durch dieſes Raſenbelegen erreicht man eine größere Haltbarkeit für den Aufwurf ſelbſt, und rückwirkend auch für die geſetzten Ra— ſenwände, weil, durch das ſtarke Wurzelvermögen des aufgelegten Raſens, das Ganze bald zu einem zuſammenhängenden Pilze wird, ſo daß, wenn etwa auf einer Stelle etwas weichen wollte, der ne— benliegende, mit ihr zuſammengewachſene Raſen allem Auswei— chen ſtandhaft entgegen wirkt, ſo wie man auch damit verhindert, daß bei ſtarken Regengüſſen der lockere Boden der friſch aufgeführten Aufwürfe fortgeſpült wird. Werden dergleichen Leitungen über die Wieſengründe ſelbſt ge— zogen, ſo empfehle ich, auf der ganzen Breite des zu erbauenden Bewäſſerungsgrabens und der Böſchungen den Raſen in beider— ſeits gleiche, 14 breite und nach Umſtänden 6— 8— lange Streifen abzuſtechen, abzuſchälen und rollenartig zuſammen zu wälzen, weil durch dieſes Verfahren die Arbeit nicht nur bedeutend erleichtert wird, ſondern man auch nach gehörig geſchaffener Böſchung den Raſen wieder zurückrollen und ſo hiedurch auf das Schnellſte die Deckung der Dämme bewerkſtelligen kann, was bei einzelnen Ra— ſenſtücken nur mit vieler Mühe, Zeit- und Koſtenaufwand erzielt wird. Kann man aber den zu dieſem Bedecken nothwendigen Ra— ſen nicht ſchaffen, ſo bleibt freilich auch nichts Anderes übrig, als die Oberfläche der Böſchungen ſo zu laſſen, wie ſie iſt; nur muß man für dieſen Fall bald Grasſamen, und zwar von Pflan— zen, die ein ſtarkes Wurzelvermögen äußern, darauf ausſäen, um dem nicht zu ändernden Uebel doch einigermaßen entgegen zu wirken. Iſt der Bau von einer Diſtanzlänge Raſenwand und deren Aufwurf, ſo wie der ihr gegenüberſtehenden Seite, fertig geworden, ſo wird mit einer neuen Diſtanz angefangen, zu welcher der 3te Niveau-Punkt die Baſis zur künftigen Abwägung der Sohle gibt, und wird ren) t ſich eſten von ben, nſel⸗ bis geht rkeit Na⸗ ten rd, 15 und dieß nach der frühern Anweiſung vollendet; auf dieſe Art wird nun bis an das Ende fortgefahren. Manchem der geneigten Herren Leſer dürfte die Frage ſich aufdringen: „ob es beſſer ſey, den Raſen zu einer Wand doſſirt, oder ohne Doſſirung, alſo perpendikulär, aufzuführen?“ Hierüber bemerke ich Folgendes und überlaſſe es Jedem, das Beſte ſich daraus zu wählen. a) Nach der Analogie anderer Gräben, die man in der Erde führen läßt und denen man durchaus die angemeſſene Doſ— ſirung geben muß, wenn ſie haltbar ſeyn ſollen, ſollte man glau— ben, daß auch bei dem erwähnten Raſenbau eine größere Halt— barkeit durch die Doſſirung herbeigeführt werde. In gewiſſer Hin— ſicht iſt dieß aber nicht der Fall; wenigſtens iſt eine ſtarke Doſſi— rung hier eher ſchädlich als nützlich, und da eine Raſenwand ſich in mehr vertikaler Richtung leichter bauen läßt, als in ſchräger Rich— tung, ſo iſt erſtere, nur in etwas modificirter Art, wie ich wei— ter unten zeigen werde, der letztern allerdings vorzuziehen. b) Baut man nämlich ohne beſondere Doſſirung, ſo wer— den die Raſenſtücke gerade übereinander gelegt, wie in Tafel III, Fig. I, welche den Durchſchnitt einer Waſſerleitung vorſtellt, die Seite a zeigt. Die ſo übereinander gelegten Raſen üben einen gleichen Druck aus, und wenn im Fundamente, auf der Sohle des Grabens, keine Fehler gemacht worden ſind, ſo halten dieſelben, vermöge des gleichmäßigen Druckes, genug zuſammen, auch wenn ſie noch nicht ineinander verwurzelt ſind. Iſt dieß erſt einmal ge— ſchehen, ſo kann der Raſen nicht leicht aus ſeiner Stellung wei— chen, es müßte denn derſelbe von einem andern Gegenſtande Druck erleiden, was nur durch einen Fehler in der Conſtruction des Baues der Fall ſeyn kann. c) Baut man dagegen mit ſtarker Doſſirung, ſo müſſen, wenn, wie dieß meiſt der Fall iſt, die Raſen ziemlich von einerlei Größe ſind, dieſelben übereinander zu liegen kommen, wie in Tafel III die Seite b darſtellt. Ein Senkblei man, von der Mitte des oberſten Raſens gefällt— wodurch ich den Druck desſelben aus— drücken will— fällt ſchon außerhalb des Fundament-Raſens, und wenn durch das Erdaufſchütten hinter einer jeden Raſenſchichte, wie ich bereits bemerkte, nicht gleich zu Anfang die größte Feſtigkeit durch das Stampfen geſchafft wird, ſo ſinkt ſchon vermöge der eigenen Schwer— 16 kraft jene ſchief gelegte Raſenwand dem ſich zuſammenziehenden Boden des Aufwurfs nach. Noch mehr aber iſt dieß zu befürch— ten, wenn der Druck des Waſſers auf die Seitenwände der Lei— tung noch dazu kommt, denn dann biegen ſich die Raſen oftmals ganz über. d) Für den in dieſer Art von Bauten noch Unerfahrenen empfehle ich, damit er in keine Fehler verfalle, den Bau vertikal zu führen und die Doſſirung der Seitenwände durch das Abſtechen des Raſens zu bewerkſtelligen, wie dieß die punktirte Linienret, Fig. 1, näher zu erläutern ſucht.. Bevor ich dieſen Gegenſtand beendige, bemerke ich noch, daß jeder Raſenbau wo möͤglich nicht in zu ſpäter Jahreszeit, ſondern nur dann vorgenommen werden darf, wenn noch Vegetationskraft in dem Raſen liegt; je reger dieſe iſt, um ſo mehr verwächſt der Naſen noch vor Eintritt des Winters, und die Raſenwände wider— ſtehen den Einwirkungen des Froſtes und dem öftern Aufthauen beſſer, als wenn dieſelben nur mechaniſch, wie getrennte, blos von etwas Erdboden zuſammen gehaltene Stücke übereinander liegen. Sollte jedoch der Herbſt ſehr günſtig ſeyn und man die Be— treibung oder Beendigung der Arbeit ſehr wünſchen, ſo rathe ich wenigſtens jedem Nachahmer auf das Dringendſte, in dieſe neuen, ganz friſchen und rohen Gräben in der Herbſtbewäſſerungszeit kein Waſſer einzulaſſen, da dieſelben dann gewöhnlich in den neuen Aufwurf eine große Quantität Waſſers einſaugen, was natürlich— zur Folge hat, daß ſie bei eintretendem Froſte ganz gehoben oder zerriſſen werden. 5—₰ zenden fürch⸗ er Lei⸗ ftmals prenen eertikal ſtechen ert, „ daß ondern skraft ſtt der wider⸗ thauen os von gen. e Be⸗ he ich reuen, kein neuen ürlich oder Wie das Waſſer auf der Wieſe vertheilt und wieder abge— leitet werden ſoll. Hier kommt es hauptſächlich auf die genaueſte Abwage der Wieſe in ihrem ganzen Umfange an. Hat man ſich durch ein richtig vorgenommenes Nivellement aller Höhenpunkte verſichert, ſo wird zur Anlage der mit dem Bewäſſerungsgraben parallelen, wo möglich horizontalen, 10“ breiten Zuleitungsgrippen geſchrit— ten. Wenn man den Plan Tafel IV näher ſtudirt, ſo wird man ſich bald überzeugen, daß es nicht ſo leicht war, dieſe Wieſe binnen 15 Minuten unter Waſſer ſetzen und in demſelben Zeitraume wie— der vollſtändig trocken legen zu können. Bei dem verſchiedenarti— gen Gefälle der Wieſe wird man ſich nicht minder die Ueberzeugung ver— ſchaffen, daß es große Mühe, Geduld und Anſtrengung gekoſtet hat, eine 50 Metzen Area enthaltende Wieſe ſo zu reguliren, daß auch nicht eine— Klafter unbewäſſert geblieben iſt. Da übrigens nie ein Lokale dem andern ganz gleich iſt, ſo kann ich auch hier nur von allgemeinen Regeln ſprechen, und z. B. anführen, daß, wenn einmal die mit dem Bewäſſerungsgraben parallel laufenden, möglichſt horizontalen Zuleitungsgrippen voll— endet ſind, aus denſelben die, nach dem Gefälle der Wieſen zu be— ſtimmenden, vertikal oder faſt vertikal laufenden Zuleitungsgrip— pen anzulegen ſind. Dieſe vertikalen Grippen führt man nach Umſtänden entweder zur Entwäſſerungsgrippe oder zum Entwäſſerungsgraben ſelbſt, und bringt es das Lokale mit ſich, ſo können dieſelben auch in all— mählichen Biegungen fortlaufen, oder auch mancherlei Ecken bilden. Dieß ändert in ihrer Natur nichts, denn ſie werden dadurch nur mehr dem Lokale angepaßt und ich will ſie für die Folge auch ſtets als vertikal ausgehende Zuleitungsgrippen betrachten. Hat 2 18 man nun die zu bewäſſernde Wieſe mit den erwähnten Zuleitungs— grippen verſehen, ſo werden mit dieſen kleinere, 5“ breite Seiten— oder Quergräbchen in Verbindung gebracht. Die Anlage dieſer Gräbchen iſt eine der wichtigſten und mühſamſten Arbeiten, da dieſelben ganz wagrecht oder horizontal angelegt werden müſſen;— denn iſt in der Abwage derſelben nur um einen Viertel-Zoll ge— gen den Einlaßpunkt gefehlt, ſo wird das Waſſer nie vollſtändig und überall gleichmäßig überrieſeln, ſondern nur an der tief⸗ ſten Stelle des Gräbchens ausufern. Größtentheils läßt man zwei ſolcher Quergräbchen, vom vertikalen Graben aus, einander gegen— über ſtehen, auch gibt in den meiſten Fällen die Nivellirwage den Fingerzeig, ob zwei oder nur eine Grippe hinlänglich iſt, den be— ſtimmten Raum vollkommen zu überrieſeln. Daß dieſe Quergräbchen rein wagrecht oder horizontal ſeyn müſ⸗ ſen, kann man aus Fig. 2 Tafel III deutlich erſehen. Es trete z. B. in dieſer Fig. das Bewäſſerungswaſſer durch einen Einlaß, eine Schleuſe, Röhre oder ſelbſt durch einen Grabeneinſchnitt bei a aus dem Bewäſſerungsgraben X in die auf dieſen vertikal ſtehende Zu⸗ leitungsgrippe p; da dieſe Letztere Gefälle haben muß, ſo fließt das Waſſer, wenn der Zufluß nicht größer iſt, als die Zuleitungs⸗ grippe ihn aufnehmen und fortſchaffen kann, in ſolcher ſo weit herunter, als es keine Hemmung erleidet— und die Wieſe bekommt in dieſem Falle kein Waſſer. Würde man aber einen Stau in die⸗ ſer Zuleitungsgrippe anbringen, was z. B. bei h der Fall ſeyn kann, ſo wird das Waſſer oberhalb dem Staue ſich ſo weit anſpannen, als es nicht Plätze findet, die niedriger ſind, als ſeine Anſpannung. Hier⸗ nach tritt das Waſſer zur Seite des Staues über die Wieſe, und je mehr Gefälle dieſe hat, deſto weniger wird die Ausbreitung des Waſ⸗ ſers betragen, weil es gleich unter dem Staue in die Zuleitungs— grippe, welche eine tiefere Lage hat als die Wieſe, treten kann. Der Erfolg wird daher ſeyn, daß ſich das Waſſer etwa ſo ausbrei⸗ tet, wie oberhalb h gezeichnet worden iſt. Wollte man das Waſſer weiter zur Seite auf die Wieſe ha— ben, ſo könnte dieß geſchehen, indem man ein Seitengräbchen ober— halb dem Staue anfertigt und dieſes mit der Zuleitungsgrippe in Verbindung ſetzt. Dieſes Seitengräbchen wäre e d bei dem Staue h. Wird dieſes Gräbchen ſo angelegt, daß es mit ſeinem Eingange in die Bewäſſerungsgrippe bei e und auf ſeiner ganzen übrigen Länge nicht genau horizontal abgewogen iſt, ſo läuft, wenn anders ungs⸗ eiten⸗ dieſer 7, da ſſſen; 1 ge⸗ andig tief⸗ zwei egen⸗ den be⸗ 19 das Ende dieſer kleinen Grippe das Niveau von c überſteigt, kein Waſſer in dieſelbe bis zu ihrem Ende d, ſondern es dringt nur ſo weit herein, als die Grippe mit dem Waſſer, was ſich hinter dem Staue c anſpannt, die Wage hält, z. B. bis e, wo es bei hinrei⸗ chendem Waſſerzufluß ausufern wird, wie in der Figur bemerkt iſt. Zieht dieſe kleine Grippe ſich dagegen unter jenes Niveau, ſo tritt freilich das Waſſer genug in dieſelbe, aber es läuft nun größten— theils nicht auf der unteren Seite der Grippe, ſondern mehr an ihrer Spitze bei d heraus. Arbeitet man aber eine ſolche Grippe rein wagrecht oder ho— rizontal, wie dieſes in der Fig. 2, bei dem Staue i, mit der Grippe fog der Fall iſt, ſo wird das Waſſer ſich zuerſt ins Gleichgewicht mit dem Orte ſetzen, von dem die Stauung kommt, und wenn nun beim fortwährenden Waſſerzufluß mehr Waſſer herläuft, als der Raum oberhalb des Staues und die mit demſelben correſpondirende Grippe faſſen können, ſo erfolgt eine Ueberrieſelung auf jedem Punkte derſelben und es fließt das ausgetretene Waſſer der unterhalb ge— legenen Wieſe ſo vollkommen zu, als es nur immer geſchehen kann. Da es aber keine Wieſe geben wird, auf welcher geradeaus⸗ gehende Grippchen angelegt werden könnten, ſo muß man zu ſolchen Zuflucht nehmen, welche ſich von ihrem Anfangspunkte in derjeni— gen Richtung fortziehen, die ihnen das genaue Niveau von da aus vorſchreibt, und dieſe laufen dann meiſtentheils in dem verſchieden— artigſten Zickzack fort. Mit ihrer Hülfe kann aber auch das Waſſer manchen kleinern Erhöhungen der Wieſe zugeleitet werden, was auf einem andern Wege nicht möglich geweſen wäre. Eine nähere Erläuterung hierüber mag Tafel III Fig. 2, der Stau bei k und die Grippe l, m, n, o verſchaffen. Da es, wie mich die Erfahrung gelehrt hat, auf ganz ebenen Wieſen nicht gut iſt, das Ueberrieſelungswaſſer in einem zu langen Zuge über große Strecken fortlaufen zu laſſen, ſondern dasſelbe beſſer wieder geſammelt und weiter mit ihm bewäſſert wird; da ferner auch bei einer, nur etwas unregelmäßigen, dem Auge oft— mals nicht bemerkbaren Abweichung von der horizontalen Ebene ſich das Waſſer ſtets nach den niedrigen Punkten der Wieſe hindrän— gen wird, ſo müſſen aus allen dieſen Rückſichten, in einer angemeſ— ſenen Entfernung unterhalb der erſten Grippe, eine zweite, dritte, vierte und ſo viele angelegt werden, als die Lokalität nur erforder— lich macht. Ein genaues Anſchauen des Planes der Tafel IV wird 2* —— 5 ——yÿy—ÿ—ÿ—ꝛ-ÿ&y' ———— — —— eee: 20 die Sache noch beſſer verſinnlichen können. Auf einer ſo eingerich— teten Wieſe nimmt eine ſolche horizontale Grippe theils das von der obern über die Wieſe rieſelnde Waſſer wieder auf, theils erhält dieſe aber auch durch die Zuleitungsgrippe friſches Bewäſſerungswaſ⸗ ſer, da, bei nur etwas ſtarkem Zufluß, dasſelbe zugleich über oder neben dem Staue vorbeigeht, aber dennoch den horizontalen Grippen hinreichende Bewäſſerung zukommen läßt. Drängt ſich viel— leicht nach einer Senkung der Wieſe mehr Waſſer, als wünſchens— werth iſt, ſo fließt es einer nebenliegenden andern Zuleitungsgrip— pe wieder zu und dieſe breitet durch ihre horizontalen Grippchen es wieder aus. Von dem Augenblicke aber, wo man die Staue in Tafel III Fig. 2 unter b, h, i, k wegnimmt, muß die Wieſe in kurzer Zeit wieder ſo trocken werden, wie ſie es früher war. War bis jetzt die Grippe, in welcher die Stauſteine ſtanden, als ein Waſſerzubringer, und die horizontalen Grippen als die Waſſerausbreiter anzuſehen, ſo gelten ſie nun beide auch für Entwäſſerungsgrippen und das Be— wäſſern der Wieſe geſchieht dann nur theilweiſe auf der Länge der vertikalen Zuleitungsgrippen. So wechſeln dieſe oftmals ihren Zweck; denn bald ſind ſie Zuleitungs- bald Entwäſſerungsgrippen. Soll nur der untere Theil einer Wieſe bewäſſert werden, ſo können ſie ſogar zugleich für den obern Theil Entwäſſerungsgrippen und für den untern Theil Zuleitungsgrippen abgeben, was vielleicht manchem der geneigten Herren Leſer als Widerſpruch erſcheinen wird, es aber bei näherer Ueberzeugung und genauerem Ueberblick des Planes Ta⸗ fel IV nicht bleibt. Sämmtliches Waſſer aus den Ent- und Bewäſ— ſerungsgrippen ſammelt ſich zuletzt im Hauptentwäſſerungs- oder Ableitungsgraben, in den ſich alle jene Grippen münden, wel— che nicht bereits unterwegs in andere getreten ſind: Dieſer Haupt— entwäſſerungsgraben wird, wie es ſich von ſelbſt verſteht, immer im tiefſten Theile der Wieſe hergezogen, der indeſſen doch nicht immer das unterſte Ende derſelben iſt. Wenn übrigens nicht beſondere Lokalverhältniſſe es nothwen— dig machen, außer dem Hauptentwäſſerungsgraben noch ſeparate Entwäſſerungsgräben auf einer Wieſe anzubringen, ſo kann man ſie füglich weglaſſen, was kein geringer Vortheil iſt, weil 1. viel weniger Oberfläche verloren geht und Koſten geſpart werden, und 2. weil beſonders, ſo zu ſagen, kein Tropſen Waſſers eher ver— loren geht, bis er nicht über die ganze Wieſe gefloſſen iſt. erich⸗ n der dieſe Wwaſ⸗ über ntalen viel⸗ chens⸗ ögrip⸗ jen es 1 III Zeit zt die inger, ſehen, d Be⸗ ge der weck, Soll en ſie d für nchem z aber 5 Ta⸗ ewaͤſ⸗ oder wel⸗ aupt⸗ er im mmer wen⸗ arate man⸗ ſart ver⸗ 21 Muß man aber bei manchen Bewäſſerungsanſtalten gleich ne— ben den Bewäſſerungsgräben beſondere Entwäſſerungsgräben an— bringen, ſo iſt meiſtens das Waſſer, welches in die ſeparaten Ent— wäſſerungsgräben eintritt, für die weitere Bewäſſerung verloren. Indeſſen gebe ich reht gern zu, das hiufige Ausnahmen hierbei vorkommen und es oft Fälle gibt, wo man das Entwäſſerungswaſ⸗ ſer auch wieder an einem andern Orte zur Bewäſſerung benutzen kann.— Meine Behauptung gilt nur für diejenigen Localitäten, welche der hier beſchriebenen Bewäſſerungsart das Wort reden, und de— ren gibt es wohl ſehr viele. Daß vermittelſt keiner andern Bewäſſe— rungsart eine ſo große Menge Entwäſſerungsgräben mit Vortheil geſchaffen werden können, wie bei der jetzt beſchriebenen, das liegt wohl klar am Tage, da hierbei eigentlich jeder Graben zur Ent— wäſſerung und Bewäſſerung zugleich dienen kann. Eine Haupt— regel bleibt es bei jeder ſyſtematiſchen und Kunſtbewäſſerung, es an Entwäſſerungsgrippen, Gräben u. ſ. w. nicht fehlen zu laſſen— weil ſonſt die Wieſe bald verſäuern und nur den ſchlechten Gräſern ein Gedeihen verſchafft wird. Dieſe letzte Regel darf man erfah— rungsmäßig als unbedingt wahr annehmen, und auch aus dem vor— her Angeführten geht zur Genüge hervor, daß beſonders die verti— kal ausgehenden Zuleitungsgrippen, wenn dieſelben nicht durch ein— geſetzte Staue angeſpannt oder geſperrt ſind, das Meiſte zur Ent— wäſſerung und Trockenlegung einer Wieſe beitragen können; deß— halb ſind dieſelben auch ein weſentliches Erforderniß dieſer Bewäſ— ſerungsart und die horizontalen Grippen ſpielen in dieſer Beziehung eine untergeordnetere Rolle, da deren Hauptzweck nur auf gleich— mäßige Vertheilung des Bewäſſerungswaſſers hinausgeht. Haupt— ſächlich muß ich noch bemerken, daß die Wieſen oder einzelne Theile derſelben, welche in der beſchriebenen Art gebaut werden ſollen, keine zu große Breite haben dürfen; iſt dieſes aber der Fall, ſo muß man dieſelben in mehrere Pläne theilen und für jeden derſelben be— ſondere Waſſerleitungsgräben anfertigen, damit nicht zu viele hori⸗ zontale Grippen entſtehen, denen das friſche Waſſer entgeht. Auch empfehle ich, die vertikalen Zuleitungsgrippen nicht mit einem zu ſtarken Gefälle anzulegen, da man ſonſt die Wieſe während der Be— wäſſerung nicht vor dem Zerreißen und Unterwühlen zu ſchützen im Stande iſt, was beſonders bei lockerem und ſandigem, mithin zer— fließendem Boden ſehr gern zu geſchehen pflegt. Iſt letzteres wirk— —M 22 lich der Fall, ſo ſteht ein ſolches Zereißen ſchon bei einem Gefalle von 2“ pr. Klafter zu befürchten. Durch das vorher Geſagte habe ich erſt ein allgemeines Bild dieſer Bewäſſerungsmethode gegeben und deren Nützlichkeit im All— gemeinen, ſo wie deren häufige Anwendbarkeit, gezeigt; bevor ich weiter gehe, werde ich noch den Verſuch machen, zu erklären, wie man am leichteſten die horizontalen Grippen ſchaffen und auf das Sicherſte herſtellen kann. Geduld iſt jedoch während dieſer Arbeit hauptſächlich nothwendig. Bevor man zur Abwage der Grippen ſchreitet, benöthigt man nebſt einem genau rectificirten Nivellir⸗ Inſtrumente: 1) Eine bis 20° lange Schnur; 2) mehrere Schock bis 24 lange Pflöcke; 3) das gewöhnliche Grabſcheid, und 4) die in Tafel II unter Fig. 4 bezeichnete Grippenſchaufel. Man könnte ſich wohl auch hier der, in derſelben Tafel unter Fig. 5 erwähnten und an— geführten Schrottwage bedienen; aber wie langſam und mühſam nicht nur, ſondern auch höchſt unverläßlich die Ausführung dieſer Arbeit dadurch wird, iſt mir aus Erfahrung nur zu bekannt, als daß ich Jemanden dieſe Manipulation anempfehlen möchte. Hat man beim Beginn der Arbeit das Terrain im Speciellen beſehen und beſonders überlegt, wo mit der horizontalen Grippe an der vertikalen Zuleitungsgrippe angefangen werden muß, um viel— leicht eine nebenliegende Erhebung der Wieſe zu erreichen, ſo wird der Gehülfe mit der Nivellirlatte am Rande der vertikalen Grippe aufgeſtellt und der Streifen des Zielbrettes mit dem Viſirſtrahl des Inſtruments feſtgeſtellt. Nun wird der Punkt durch den Ge— hülfen vermittelſt eines Pflockes marquirt und der fernere Lauf der Grippe— gleich einer horizontal abzuwägenden Linie— durch das Aufſuchen des mit dem früher bezeichneten und correſpondiren— den Punktes beſtimmt. Sind nun zwei Punkte auf dieſe Art be— kannt, ſo wird, auf die eben beſchriebene Weiſe, der 3. 4. und 5. Punkt und überhaupt ſo viele aufgeſucht, als man nöthig hat. Da dann nach der bekannten Regel dieſe Punkte mit dem erſten im vollkommenen Niveau liegen, ſo müſſen auch alle zuſammen hori— zontal ſeyn. Beſonders mache ich noch darauf aufmerkſam, daß der Gehülfe die Nivellirlatte immer genau vertikal halte, ſie auch auf keine zufälligen, veränderlichen, zum Terrain nicht unmittelbar gehörigen Erhöhungen oder Vertiefungen, als z. B. Steine, Maul— wurfshaufen, Fußſtapfen in weichem Boden u. ſ. w., ſondern in jefalle Bild All⸗ or ich n, wie uf das Arbeit rippen vellir⸗ 24 Tafel wohl dan⸗ ühſam dieſer „als ellen e an iel⸗ vird ippe rahl Ge⸗ der durch ren⸗ be⸗ d 5. Da im ori⸗ daß auch lbar zul⸗ in 23 — der Ebene des zu nivellirenden Terrains ſelbſt ſachte aufſtelle, ohne hierbei aufzudrücken. Sollte derſelbe die Latte ſchief halten, ſo muß er ſogleich zurecht gewieſen werden, da nur von einer richtigen Vi— ſur vollſtändig genaue und brauchbare Arbeit erwartet werden kann. Iſt nun die Richtung der kleinen, horizontalen Grippe beſtimmt und die Breite derſelben mit den erwähnten Marquir-Pflöcken be— zeichnet, ſo wird längs den Stäben die Schnur ſcharf angeſpannt und nach derſelben mit dem Grabſcheid der Raſen bis auf 3“ Stärke abgeſtochen, dieſer 5“ breite Raſen alsdann in beliebig lange Stücke getrennt und mit dem unter Tafel II Fig. 2 berührten Raſenab— ſchäleiſen ausgehoben. Mit dem Herausſtechen oder Herausheben des Raſens iſt es aber noch nicht abgethan, ſondern es kommt noch eine Arbeit bei dieſen Grippen vor, auf die man ſein Hauptaugenmerk mit zu rich— ten hat und wobei man es an Fleiß und möglichſter Genauigkeit nicht fehlen laſſen darf. Ich habe vorhin zu zeigen mich bemüht, daß die eingeſchlagenen Marquir-Stäbe die genaue horizontale Ebene bezeichnen; indeſſen iſt oft der Raſen zwiſchen dieſen Merkzeichen nicht von gleicher Höhe, beſonders bei verſäuerten Wieſen, wo dann zwiſchen jenen Punkten zuweilen bedeutende Vertiefungen vorkom— men, in denen das Waſſer, welches den horizontalen Grippen zu— geführt wird, herausrinnen muß. Dieſe Vertiefungen müſſen auf der unterſten Seite der Grippe, wo nämlich das Waſſer überrie— ſeln ſoll, mit ſchwachem Raſen in ſo gleichmäßiger Art ausgeſetzt werden, daß nicht die geringſte Unebenheit entdeckt werden kann und daß der Rand der Grippe genau eine horizontale Ebene zwi— ſchen jenen Punkten hält. Sollte ſich jedoch beim nachherigen Waſ— ſerzufluß zeigen, daß man dieſe horizontale Ebene dennoch nicht ge— nau getroffen hat, ſo muß ſogleich nachgebeſſert werden und man darf als bei einem der Hauptfundamente der ganzen Bewäſſerungs— art gar nicht ermüden, die allergrößte Sorgfalt hierbei anzuwenden. Die obere Seite dieſer horizontalen Grippen braucht nicht mit derſelben Sorgfalt gearbeitet zu werden, da dahin kein Waſſer ſich ergießen, ſondern hauptſächlich von dorther kommen ſoll. Bemerkt man jedoch hier zu große Vertiefungen, ſo muß der Raſen aufge— hoben, unterfüttert und die Stelle wieder mit demſelben Raſen be— legt werden. Der Ueberrieſelung hinderliche Erhebungen des Wie— ſengrundes laſſen ſich hier eben ſo wenig, als unterhalb der hori⸗ zontalen Grippe erwarten, da dieſelben ſchon früher und zwar noch vor Anfertigung der erwähnten Grippen fortgeſchafft werden mußten. 24 Erſt wenn die unterſte Wand einer ſolchen Grippe auf die eben beſchriebene Art zu Stande gebracht iſt, kann man dem Quer— gräbchen eine gleichmäßige Sohle ſchaffen. Wollte man früher da— zu ſchreiten, ſo ſticht man da, wo die Wieſe Vertiefungen hat und wo man Raſen zur Seite der Grippe aufſetzen mußte, die Sohle gewöhnlich zu tief aus und hier bleibt dann, beſonders bei feſtem Boden, ſpäter immer etwas Waſſer ſtehen, was bei dieſer Bewäſ— ſerungsmethode nun ein für allemal nicht Statt haben darf. Dieſen kleinen, horizontalen Grippen wird eine Tiefe von 3 bis 4“ gegeben, ſo daß gerade nur der Raſen weggeſchafft zu wer— den braucht, weil ſonſt, ſchon in den erſten Wochen der Bewäſſe— rung, die Grippe wieder zuwachſen würde. Die vertikal ausge— henden Zuleitungsgrippen erhalten dieſelbe Tiefe. Hat man der ei— nen horizontalen Grippe gegenüber eine zweite ausgearbeitet, ſo ſetzt man nun dicht unter deren Mündung in die Zuleitungsgrippe einen Stau(am beſten von Stein), und man wird dann, wenn Waſſer eingelaſſen wird, bald erſehen, ob man richtig gearbeitet hat und wo etwa noch nachgeholfen werden muß. Dieſe Stauſteine können, wenn eine Wieſe zum erſten Male ſo eingerichtet wird, auch durch Raſen, der genau in die Grippe paſſen muß, erſetzt werden, bis man Gelegenheit erhält, ſich an deſſen Statt der Steine bedienen zu können. Dieſe Steinſtaue haben vor den bretternen den Vorzug, daß dieſelben unzerſtörbar ſind und nicht ſo leicht entfremdet werden, während die erſtern bald verfaulen und durch friſche erſetzt werden müſſen. Wegen des ſtärkern Druckes des unmittelbar in der vertika— len Zuleitungsgrippe herfließenden Bewäſſerungswaſſers, läßt man die Staue etwas über den untern Rand der horizontalen Grippe hervortreten und baut den zunächſt an den Stau treffenden Rand der Grippe auf eine Länge von 2 bis 3' um einen bis zwei Zoll höher. Hierdurch bezweckt man, daß das Bewäſſerungswaſſer ſich beſſer zur Seite in die horizontalen Grippen drängt und nicht ſo leicht über oder neben dem Staue überſchütten kann. Hauptſächlich iſt dieſe Regel da zu beobachten, wo in den ver— tikal auslaufenden Zuleitungsgrippen ein ſtärkeres Gefälle vorkommt, da dann auch das darin herfließende Waſſer eine um eben ſo viel größere Kraft äußert, über die Staue fortzufließen. Wie weit voneinander entfernt dieſe horizontalen Grippen übrigens angelegt werden müſſen, hängt bloß von dem Lokale ab⸗ uf die Quer⸗ er da⸗ t und Sohle feſtem Zewäͤſ⸗ von 3 wer⸗ väͤſſe⸗ usge⸗ er ei⸗ t, ſo rippe wenn it hat le ſo aſſen Statt den ͤt ſo und tika⸗ man rippe der öher. eſſer eicht ver⸗ umt, viel pen ab. 25 Sie können zuweilen 10, S, oftmals aber nur 3 bis 40 von ein⸗ ander nothwendig ſeyn. Wer eine in ſolcher Art eingerichtete Wieſe zum erſten Male ſieht, wird erſchrecken, wenn er ſie ſo durchſchnitten findet. Betrachtet er aber das Gras in vollem Wachsthum, ſo wird der auffallende Unterſchied des Graswuchſes ſeine Meinung ändern und er wirdeinſehen, daß der horizontalen Grippen oft nicht genug ſeyn können. Denn gerade unterhalb derſelben, wo das Waſſer ſich ausſchüttet, iſt das Gras oft von doppelter Länge gegen weiterhin, ſo daß man von Weitem an dieſem, in hohen Kämmen hervorſte— henden Graswuchſe den Gang, den jene horizontalen Grippen neh— men, genau erkennen kann. Dieſer voreilende Graswuchs gibt den un— beſtreitbaren Beweis, daß nicht die Feuchtigkeit allein den Bewäſ— ſerungswieſen zu Gute kommt, ſondern daß zugleich fruchtbringende Theile in großer Maſſe in dem Bewäſſerungswaſſer enthalten ſind, die ſich beſonders die nächſten Pflanzen, über welche das Waſſer läuft, aneignen, und dadurch ihre Vegetationskraft erhöhen. Es hat deßhalb ein Waſſer, welches zum Behuf der Ueberrieſelung einer Wieſenfläche ſchon gebraucht worden iſt, die Kräfte nicht mehr, wel— che jedes andere beſitzt. Eine auf die hier beſchriebene Art eingerichtete Bewäſſerungs— wieſe erreicht eine größere Vollkommenheit erſt nach 3 bis 4 Jah— ren, wo denn auch, wenn der gute Erfolg erſt dem Unternehmer recht ſichtbar wird, eine größere Luſt erwacht, ſelbſt eine bis ins Kleinſte gehende Genauigkeit zu beobachten. So werden dann zuletzt auch nach und nach alle die kleinen Erhebungen und Senkungen, überhaupt die Unebenheiten der Wieſe, welche immer etwas ſtörend auf die zweckmäßigſte Bewäſſerung einwirken und welche das Be— wäſſerungswaſſer an einigen Stellen immer noch hindern, ſich in der beſtmöglichſten Art auszubreiten, ganz verſchwinden. Hierdurch wird zugleich der Ertrag der Wieſen verbeſſert und ihnen mit der Zeit ein dem Auge erfreulicheres Anſehen verſchafft, was be— ſonders im Anfange einer ſolchen Cultur-Operation aus dem ganz einfachen Grunde nicht der Fall ſeyn kann, weil man bei der Pla— nirarbeit gewöhnlich nur das Nothwendigſte geſchehen läßt, um Zeit und Kraft für die weiteſte Ausdehnung der Haupt-Cultur— Operation zu behalten, und dabei nur recht große Flächen aus dem ganz rohen Zuſtande herausheben läßt, da damit zu An— fang doch immer das Meiſte gewonnen werden kann. Die mir im Laufe der Zeit, während ich die Bewäſſerungseinrichtungen hier 26 ausführte, ſtets mehr gewordene Erfahrung, hat mir die Nothwen— digkeit klar und überzeugend dargethan, daß man ſelbſt alle, auch die kleinlichſt ſcheinenden Gegenſtände nicht für überflüſſig halten darf, wovon ſich die verehrten Herren Leſer dieſer Schrift, wel— die Sache ſelbſt ausführen wollen, bald überzeugen werden. Zum Schluß dieſer Abtheilung will ich über die Herſtellung der Auslaßſchleuſen, Auslaßröhren, Siele u. ſ. w. noch Folgendes bemerken. Bei meiner erſten Arbeit pflegte ich mich zum Auslaſſen des Waſſers aus den Bewäſſerungsgräben in die Zuleitungsgrippen hauptſächlich bretterner, mit einer kleinen Schleuſe verſehener, 4, 5 auch 6“ langer, im Lichten 5 bis 6“ haltender Truhen, die in den Bewäſſerungsgräben bis zur Sohle eingelegt und tüch— tig mit Letten verſchlagen wurden, zu bedienen. Die Erfahrung hat mich indeß belehrt, das dieſelben nur eine nutzloſe und koſt⸗ ſpielige Spielerei ſind. Es iſt freilich ſehr hübſch, dieſe Ausläufe auf die beſchriebene Art hergeſtellt zu ſehen; bedenkt man aber, daß eine ſolche Auslaßſchleuſe oder Truhe, ohne Materiale, nur an reiner Profeſſioniſtenauslage hier 50 fl. W. W. beträgt; ferner, daß es mir ungeachtet des größten Fleißes und der größten Aufmerk— ſamkeit nicht gelingen wollte, dieſe Schleuſen vor dem Unterwüh— len des Waſſers zu ſichern, ſo iſt es natürlich, daß ich auf Mittel dachte, durch welche dieſem Uebelſtande abgeholfen werden könnte. Eine 65 Metzen enthaltende Wieſe beim Neuhofer Meierhofe, wel— che im Jahre 1840 auf die beſagte Art regulirt worden war, bot die ſchönſte Gelegenheit dar, zu lernen, wie man dieſe koſt⸗ ſpielige Auslage nicht nur vermeiden, ſondern auch allen nur denk— baren Reparaturen hierbei vollkommen begegnen könne. Die Lage der Wieſe, hauptſächlich aber einige Erhöhungen auf derſelben, erforderten, damit das Waſſer aus dem Bewäſſerungs⸗ graben darauf erhalten werden könne, entweder eine Stauung des— ſelben, oder ein höher im Graben anzulegendes Auslaßſiel. Da nun dasſelbe auf keine andere Art, als aus Raſen hergeſtellt wer— den konnte, ſo wurde in der Böſchung des Bewäſſerungsgrabens in der erforderlichen Höhe eine 10“ breite, mit Raſen, ausgelegte Auslaßgrippe angefertigt und das Waſſer durch dieſelbe den hö— her gelegenen Punkten zugeführt. Nachdem ich mich von der Fe— ſtigkeit und Dauer dieſes einzigen erſt beſtehenden Auslaßſiels hin— länglich überzeugt hatte, ließ ich auch ſämmtliche, ſelbſt bis zur wwen⸗ auch alten wel⸗ dlung endes n des ippen „4, „die küch⸗ rung koſt⸗ läufe aber, nur ner, erk⸗ üh⸗ ittel nte. wel⸗ var, koſt⸗ enk⸗ igen go⸗ des⸗ Da ver⸗ ens egte hö⸗ F⸗ in⸗ zur 27 Sohle des Bewäſſerungsgrabens hinreichende Auslaßſiele rein aus Raſen anfertigen. Obgleich ich immer ängſtlich ihrem Ruin entgegen geſehen hatte, ſo hat doch die heurige Frühjahrsbe⸗ wäſſerung, wo an denſelben auch nicht der geringſte Makel geſchah, den Beweis geliefert, daß dieſe Art als die haltbarſte und we— nigſtkoſtſpielige mit vollem Rechte vor allen andern den Vorzug verdiene und zur Nachahmung ſtets empfohlen werden könne. Bei der Anlage dieſer Auslaßſiele beobachte man Folgendes: Da beim Eintritt des Waſſers aus dem Zuleitungs- in den Bewäſſerungsgraben dasſelbe gewöhnlich mehr als den 3. Theil der Höhe des Grabens erreichen wird, ſo nehmen wir an, daß die Auslaßgrippe(die durch die Böſchung gehen muß) bis an den zweiten oder dritten Raſen reiche und durch denſelben durchgeſtochen wird. Auf dieſe Art wird das Siel bloß ſo viel Waſſer aufnehmen, als man für eine oder auch zwei Zuleitungsgrippen benöthigt, während das andere, im Bewäſſerungsgraben befindliche Waſſer den un— terhalb des erſten, aber immer einen bis anderthalb Zoll tiefer an— gelegten Sielen zugeführt wird, bis endlich der Reſt desſelben am Ende der Bewäſſerungsanlage durch das ganz an der Sohle an— gebrachte Auslaßſiel, entweder den noch vorhandenen Zuleitungs— grippen oder dem Entwäſſerungs- und Abzugsgraben zufließt. Würde man indeſſen bei kleinem Waſſerſtande nicht hinlänglich Waſſer für alle Siele erhalten können und dadurch gezwungen, die Be— wäſſerung nur durch einige Zuleitungsgrippen zu bewerkſtelligen, ſo werden, je nachdem man bewäſſern will, entweder die oberſten oder die unterſten Auslaſſe mit Steinplatten geſperrt und das Waſ— ſer blos durch jene Siele gelaſſen, die man zur Bewäſſerung aus— erſehen hat. Durch dieſe, auf ſo einfache Art hergeſtellten Ausläſſe erſparte ich nicht nur ein Material von circa 60 Tiſchlerbrettern und 5 bis 6 Stück Pfoſten, ſondern auch den namhaften Poofeſſioniſtenbetrag von 20 fl. Conventions⸗Münze, viele Koſten ungerechnet, die ſicherlich entſtanden wären, wenn ich mich der oretternen Auslaßtruhen be— dient hätte. Ich will nun zu dem III. Abſchnitte, zur Beſchreibung der Bewäſſerungsvorrichtungen der in Tafel IV angeführten und zum Vorbild dieſer Abhandlung gewählten Lukawitzer Wieſe übergehen. riller 4 bſchnill. Bewäſſerungsvorrichtung der in Tafel IV angeführten und zum Vorbilde gewählten Lukawitzer Wieſe, unter dem Luka⸗ witzer Meierhofe. Angabe des Gefälls und Anlage der Hauptbewäſſe⸗ rungsgräben. Die erſte Arbeit bei dieſer Bewäſſerungsvorrichtung der ge— nau 59 nied. öſterr. Metzen enthaltenden Wieſenfläche war die Auffin— dung des Punktes, wo das Waſſer möglichſt an der Sohle des Baches gefangen und von da alle Höhenpunkte der Wieſe beherr— ſchend dieſer zugeführt werden konnte. Dieß war hier die ſchwie— rigſte Aufgabe, weil, wenn ich, wie Tafel IV zeigt, das Waſſer durch einen bedeutenden Schleuſenbau bei a aufzufangen mich be— müht hätte, um die Höhe von 18 bis 20“ über dem Horizont der Wieſe zu erreichen, das Waſſer beiderſeitige Ufer bis zur gegenwär— tigen Hauptſchleuſe b überſchritten und die links und rechts befind— lichen, theils Dominikal-, theils Ruſtikalgründe rein zu einem See umgeſchaffen hätte. Die Unausführbarkeit dieſes Auffangpunktes er— kennend, ging ich mit dem Nivellement weiter, bis ich endlich bei b (um den Schleuſenbau nicht direkte auf einem Ruſtikalgrunde her— ſtellen zu müſſen) einen Punkt fand, wo ich nur 6“ zu ſtauen hat— te, um mit dem Waſſer die gänzlich unterhalb gelegene Wieſe be— herrſchen zu können. Eine Stauung des Waſſers von 6“ mag vielleicht den meiſten der geneigten Herren Leſer als eine Kleinigkeit vorkommen, und —————.-—, 29 doch führt dieſe Kleinigkeit unüberſehbare Schwierigkeiten mit ſich, die über kurz oder lang erſt vollſtändig als ſolche ſich realiſiren. Kann man es durch ein nachbharliches Einverſtändniß, wenn man näm— lich durch Hinderniſſe gezwungen ſeyn ſollte auf fremdem Grund und Boden daͤs Auffangen des Waſſers zu bewerkſtelligen, dahinbringen, ohne Anſtand auf des Nachbars Grunde zu bauen, ſo darf man keine Koſten ſparen, um den Einlaßpunkt des Waſſers in den Zuleitungs— graben gleich von, oder, was noch beſſer wäre, unter der Sohle des Baches zu nehmen, weil durch dieſes Verfahren nicht nur einem höchſt koſtſpieligen Schleuſenbaue vorgebeugt wird, ſondern weil auch bei trockener Jahreszeit die geringſte im Bache befindliche Waſſer— quantität erhalten werden kann, was bei einem noch ſo fleißig her— und geſtellten Schleuſenbaue nicht ſo leicht werden dürfte. Hat man uka⸗ aber den Einlaßpunkt des Waſſers unter der Sohle des Baches oder Fluſſes erhalten können, ſo fließt dasſelbe, ohne eine anderwei— tige Vorrichtung als höchſtens eines in zwei Säulen(in denen je— doch Pfalze angebracht werden müſſen) eingeſchobenen Brettes, ſchon ſe⸗ genugſam in die mit etwas Gefälle verſehene Leitung. Was die Anlage der Hauptbewäſſerungsgräben, deren Grän— ze, wegen Arondirung der Wieſe, auf das Genaueſte ſchon vor dem an— geſtellten Nivellement angewieſen war, anbelangt, ſo traten, bei dem beſtimmten Gange derſelben, Hinderniſſe ſolcher Art entgegen, daß des die Koſten des Baues derſelben, wegen der großen Ab- und Auf— 1 tragung, um mehr als den dritten Theil vermehrt wurden. Da je— doch der Herr Graf den Wunſch beſtimmt ausgeſprochen hatte, dieſe ſſer Wieſe als Muſter und Vorbild einer ſyſtematiſch geregelten Be— wäſſerung ausgeführt zu ſehen, ſo mußte man auch alle jene Hin⸗ 15 derniſſe, wenn auch mit großen Opfern, zu beſeitigen ſuchen. 2 Die Länge der aufzubauenden beiden Bewäſſerungsgräben, ln die man in der Tafel IV unter e und oafindet, betrug 695 Current— 9 klafter, und da ihr Gang bereits genau abgeſteckt war, ſo ging man 55 ſogleich zur Abwage der Sohle und es wurde pr. Klafter eine De⸗ gen cimal-Linie als Gefälle beſtimmt. 19, Da es vielleicht manchem der geneigten Herren Leſer ange— her⸗ nehm iſt zu erfahren, wie das Gefälle der nun zu bildenden Sohle hat⸗ gegeben wird, ſo führe ich als Erläuterung und zur Hebung aller be⸗ Zweifel folgendes Verfahren an: Durch das bereits vorgenommene Nivellement der Wieſe, ſo wie aller auf derſelben befindlichen Hohen⸗ ſten punkte, hat ſich, wie ich bereits erwähnte, der Einlaß- oder Auf— 30 fangspunkt des Waſſers bei b ergeben. Soll nun jetzt das Ge— fälle für die ganze Grabenlänge beſtimmt werden, ſo geht man zu dem Einlaßpunkt beieb zurück, mißt mit der Kette in der Rich— tung der nach dem erſten Nivellement nur beiläufig mit Pflöcken abgeſteckten Linie 20 Klafter und ſtellt ſich zwiſchen dem Anfangs— und Endpunkte dieſer Strecke mit dem Inſtrumente ſchicklich auf. In dem Anfangspunkte wird die Nivellirlatte aufgerichtet, darnach viſirt und das Zielbrett in der Höhe des Viſirſtrahls feſtgeſtellt. Für 20 Klafter beträgt das Gefälle, wenn nämlich pr. Klafter eine Decimal-Linie angenommen iſt, 20 Linien oder= 2 Zoll; man rückt nun das Zielbrett ſo weit hinauf, daß der Streifen um 2 Zoll höher kommt, ſtellt dasſelbe feſt, läßt die Latte zu dem Endpunkte der gemeſſenen Strecke übertragen, viſirt darnach und ſchlägt den nach der Kette beſtimmten zweiten Niveaupunkt ſo weit herab, bis der Streifen des Zielbrettes mit dem Viſirſtrahle gleich hoch ſich zeigt. Dieſer Punkt liegt um das für die geſagte Diſtanz erfor— derliche Gefälle tiefer. Sollte der Fall eintreten, daß der beſtimmte Niveaupunkt auf eine Anhöhe zu ſtehen kommt, ſo muß dieſelbe ſo weit abgetragen werden, bis man glaubt den zu ſuchenden Punkt aufgefunden zu haben, dann wird ein Marquir⸗-Pflock eingeſchlagen und ſo wie früher ſchon geſagt behandelt. Hierauf werden wieder 20 Klafter in der Richtung der vorgezeichneten Linie weiter ge— meſſen, das Inſtrument zwiſchen den eben beſtimmten und neu zu beſtimmenden Punkt geſtellt, nach erſterem viſirt, das Zielbrett der an dieſem Punkte noch gelaſſenen Latte mit der Viſirlinie gleich hoch geſtellt, ſodann aus ſeiner Stellung um das gehörige Gefälle hinaufgeſchoben, und die Latte auf den folgenden, nach dem Vi— ſirſtrahle und dem ſo gerichteten Zielbrette zu ſuchenden Punkt übertragen. Auf dieſe Art fährt man fort, bis man den Endpunkt erreicht hat.— Um jedoch ſtets in Gewißheit zu ſeyn, ob man richtig gearbeitet hat, muß man vor Beginn der Arbeit das eben beendete Nivellement noch einmal auf das Sorgfältigſte prüfen. Dieß geſchieht, indem man vom Endpunkte der ſchon abgewogenen Grabenſohle aufwärts geht und das frühere Aufwärts-Schieben des Zielbrettes um das be— ſtimmte Gefälle von 2 Zoll nach unterwärts bewerkſtelligt. Trifft in dem letzten Punkte der Viſirſtrahl nicht den Streifen des am vorletzten Niveaupunkte nach dem vorgeſchriebenen Gefälle herabge— rückten und feſtgeſtellten Streifen des Zielbrettes, ſo iſt dieß der 31 Ge⸗ Beweis von einem während der Arbeit unterlaufenen Fehler und man es bleibt keine andere Abhülfe, als das Nivellement mit verſchärf⸗ ich⸗ ter Accurateſſe zu wiederholen, bis die Controle eintrifft. cen Nachdem auf der ganzen Länge die Niveaupunkte mit ihrem go⸗ beſtimmten Gefälle durch ſtark eingeſchlagene Pfähle bezeichnet wa— ren, wurde zur Bildung der Sohle(nachdem vorher der zur Bele— gung der Böſchung erforderliche Raſen abgeſchält und bei Seite kellt. geſchafft worden war) durch Aufführung von fettem bindenden Thon after oder Letten geſchritten. Bei Bildung derſelben darf man ja nicht man zu viel Letten auf einmal aufführen laſſen, weil man bei einer zu Zoll dicken Schichte nicht im Stande iſt, der Sohle durch den auf Ta— nkte fel II Fig. 7 bezeichneten Erdſtampfer diejenige Feſtigkeit zu ver— den ſchaffen, welche bei einer allmählichen Zugabe des Materials erlangt bis werden kann. Mit dieſer ſchichtweiſen Aufführung fährt man ſo ſich lange fort, bis man diejenige Höhe erreicht zu haben glaubt, wel— rfor⸗ che zwiſchen den beiden correſpondirenden Niveaupunkten ausgemit- mte telt worden iſt. Iſt dieß nun geſchehen, ſo wird zur Rectificirung e ſo und nochmaligen ſpeciellen Abwägung der Sohle mittelſt der all— unkt gemein bekannten Niivellirkreuze geſchritten. Während bei dieſem gen Verfahren die Kreuze auf die bereits feſten Niveaupunkte geſetzt eder werden, wird durch einen Handlanger das dritte Kreuz genommen ge⸗ und durch das Anviſiren vom erſten Kreuze auf das dritte beſtimmt, zu ob die Sohle zu hoch oder noch zu niedrig ſey. Iſt letzteres der der Fall, ſo werden in einer klafterweiten Entfernung kleine Marquir⸗Stä⸗ leich be ſo weit eingeſchlagen, als durch die Kreuze beſtimmt worden iſt; fälle iſt aber die Sohle ſchon zu hoch, ſo nimmt man mit dem Grab— Vi⸗ ſcheid ſo lange von derſelben ab, bis der obere Rand der Kreuze unkt genau miteinander ſtimmt. Durch die eingeſchlagenen Pflöcke er⸗ unkt gibt ſich, wo noch eine Aufführung erforderlich iſt und man hilft dann dort nach, bis alle Punkte der Sohle auf das Vollkommenſte ge⸗ eitet ebnet ſind, was man am beſten durch eine auf die Sohle gelegte nent Latte erkennen kann, da ſich unter der Schärſe derſelben ſogleich man die noch vorhandenen Erhöhungen und Vertiefungen dem Auge un— geht mittelbar darſtellen müſſen. be⸗ Die Breite der Sohle richtet ſich im Allgemeinen nach der riff obern Breite des Grabens ſelbſt. Beträgt die obere Lichtenbreite am eines aufzubauenden Bewäſſerungsgrabens 36, 40 bis 50 Zoll ge⸗ ſo muß die zu ſchaffende Sohle auch genau dieſe Breite erhalten. der Das zur Bildung der Sohle beſte Material iſt unbeſtreitbar ein möglichſt fetter und bindender Thon oder Letten. Was wird — 32 .— man aber ſtatt desſelben anwenden, wenn ſeine Herbeiſchaffung mit zu großem Koſten- und Zeitaufwande verbunden oder ganz un— möglich iſt, was oft vorkommt? In dieſem Falle bediente ich mich, nachdem die Sohle bis auf circa zwei Zoll aus irgend einer an— dern Erd- und Bodenart geſchaffen war, mit Vortheil zur ober— ſten Schichte recht dichter und bewurzelter Raſenplatten. Mehrere auf dieſe Art zu Stande gebrachte Gräben haben ſich ſehr probat ge— zeigt, weßhalb ich auch bei Ermanglung eines beſſern Materials dieſe Aushülfe in jeder Beziehung anempfehle. Daß, obwohl der Raſen mit ſeiner Grasnarbe auf die Sohle zu liegen kommt, das Wurzel-Wachsthumvermögen ſich dennoch äu— ßert und die Sohle bald mit einer Grasnarbe überzieht, führt keinen andern Nachtheil herbei, als daß dergleichen Gräben jährlich einer zwei-, höchſtens dreimaligen Ausputzung mit der Sichel bedürfen, was hier gegen Bezug des gewonnenen aber meiſt verſchlemmten Graſes von armen Leuten verrichtet wird. Hat man die Sohle der erſten Diſtanz auf dieſe Art geſchaf⸗ ſen, ſo wird zum Bau des Grabens auf ſchon beſchriebene Art geſchritten. Die Beſtimmung der Breite des Grabens hängt lediglich von der Größe der zu bewäſſernden Fläche ab. Hier rathe ich, damit Nachahmer nicht in dieſelben Fehler, wie der Verfaſſer ſelbſt, ver— fallen, beſonders die für die Wieſe benöthigte Waſſer-Quantität vorher genau zu berechnen und darnach die Breite des Grabens zu beſtimmen. Daß dieſelbe am Einlaß- oder Auffangspunkte am weiteſten und höchſten, gegen das Ende der Bewäſſerungsanlage aber immer enger und niedriger werden muß, wird jedem ſelbſt in dieſer Arbeit nicht Bewanderten einleuchtend ſeyn. Nach der im Plane Tafel IV angeführten Zeichnung erhielten beide Bewäſ⸗ ſerungsgräben eine obere Lichtenbreite von 36, zur Sohle 12 und zu ihrer Höhe 20 Zoll. Aus dem eben Angeführten wird man zur Genüge erſehen, daß der Verfaſſer, wenn der Zufluß nicht bei e und k hätte bewerkſtelligt werden können, wohl nie genug Waſſer erhalten hätte, um ſämmtliche Ausläufe bis an das Ende der Anlage damit vollſtändig verſehen zu können. Einzig und al— lein iſt es nur dem Zufalle zu danken, daß man bei dieſer erſten Ausführung nicht großes Lehrgeld zahlen mußte; denn unter andern Verhältniſſen hätte man ohne bedeutende Opfer dieſes Verſehen nicht wieder gut machen können. ng mit ; un⸗ hmich, er an⸗ ober⸗ Rehrere bat ge⸗ aterials Sohle och au⸗ keinen h einer dürfen, emmten geſchaf⸗ ene Art ich von damit ſt, ver⸗ antität rabens kte am zanlage elbſt in der in Bewäſ⸗ hle 12 1 wird Zufluß hl nie s Ende nnd al⸗ erſten andern rſehen 33 Von dem Punkte g, wo zwei Schleuſen das Waſſer links und rechts vertheilen, ward nun der Bewäſſerungsgraben bis zum Canale in e geführt. Da bei dieſem Punkte das, von heherkom— mende, ſehr reichhaltige Quellwaſſer um drei Schuh tiefer als die Sohle des Bewäſſerungsgrabens ſtand, ſo wurde, da noch hin— längliches Gefälle von der Straße her ſich ergeben hatte, der Canal gehoben und das zuſtrömende Waſſer in den Bewäſſerungsarm gegen i gewieſen. Obgleich man das von h kommende Quellwaſſer durch die Hebung des Canals gefangen hatte, ſo blieben doch zwiſchen dem Bewäſſerungsgraͤben und der Straße zwei Mulden zurück, in wel— chen das durch Regen oder Schnee geſammelte Waſſer ſtets nur Sümpfe gebildet haben würde. Dieſem zu begegnen, mußten nun die unter k k angeführtea Entwäſſerungsgräben angelegt, un— ter dem Bewäſſerungsgraben und zwar directe unter dem Canal bei e durchgezogen und in den Abzugsgraben! geleitet werden. Um dieſes von der Straße aufgefangene und manche gute Beſtand— theile mit ſich führende Gewäſſer nicht unbenützt in den Hauptab— zugsgraben laufen zu laſſen, ward dasſelbe bei dem Staue mäumit— telſt zweier Brettchen geſtaut und durch die aufgebaute, 6“ hohe beuferte Grippe der Anhöhe bei a zugeführt. Hier zeigt ſich's aber— mals, daß Entwäſſerungsgräben oft auch zur Bewäſſerung dienen müſſen. Will man aber nach beendigter Bewäſſerung auch den Abzugsgraben trocken erhalten, ſo werden nur die Staubrettchen bei m weggenommen, wo dann das im Abzugsgraben e befindliche Waſſer ſich mit dem im Hauptabzugsgraben n vereinigen und ge— meinſchaftlich abfließen wird. Nach beendigter Anfertigung des an der Straße ſich hinzie— henden Bewäſſerungsgrabens ward zur Ausführung des zweiten unter d bezeichneten Armes geſchritten. Hier mußte, um das Be— wäſſerungswaſſer dem Arme d aus dem Zuleitungsgraben p von g aus mittheilen zu können, über den Hauptabzugsgraben n eine aus Pfoſten gebildete 36“ breite und 20“ hohe Rinne in ordentlich aus Stein terraſſirte Uferwände eingelegt und dadurch vor dem Weg— reißen geſichert werden. Mit demſelben Gefälle und auf die be— ſchriebene Art wurde der Bewäſſerungsgraben bis fortgeſetzt, hier aber, wegen einer zu bikdenden Ausfuhr, unterbrochen. Bei dieſem Punkte blieb, da man der großen Auffuhr des Bewäſſerungs— grabens wegen die ſtark beladenen Heu- und Grummetfuhren nicht 3 34 über denſelben fortbringen würde, nichts Anderes übrig, als eine in Quadern genau paſſende bretterne Uebertragsrinne einzuſetzen, welche zur Zeit der Heu- und Grummeternte herausgehoben, zur Zeit der Bewäſſerung aber wieder eingelegt werden kann. Bei die— ſem Arme des Bewäſſerungsgrabens trat auch noch der mißliche Umſtand ein, daß man hinter demſelben, wegen der von den obrigkeitlichen Feldern herzu ſtrömenden Gewäſſer, einen 3/breiten und 18 tiefen Abzugsgra— bener, der das Waſſer ſammt und ſonders aufzunehmen und in den Reſerve-Teich zu führen hat, ausheben mußte. Der Vor—⸗ theil, welchen man durch die Miſchung und Verſetzung der in dem Reſerve-Teiche ſich aus dem ganzen Meierhofe ſammelnden Dung— jauche gehabt hätte, läßt ſich nicht verkennen; doch wie fand ich mich getäuſcht, als ich durch ein angeſtelltes Nivellement fand, daß die Sohle dieſes Abzugsgrabens noch 4“ unter der Sohle des Re— ſerve-Teiches liege und daß man deßhalb das in demſelben befind— liche Waſſer nicht einmal zur Bewäſſerung der unter dem Garten liegenden Wieſenfläche verwenden könne. Da das Waſſer nicht in den Graben gelaſſen werden konnte, wurde dasſelbe durch einen unterirdiſch aus Stein terraſſirten Canal unter der Ueberfahrt bei g durch den kleinen Bewäſſerungsgraben s zu den Zuleitungsgrip— pen 1 und 2 geführt. Um einer möglichen Verſchlemmung der Wieſe in Folge eines Landregens oder Wolkenbruches durch das aus dem Abzugsgra— benr auf die Wieſe fließende Waſſer vorzubeugen, ward beit eine kleine Schleuſe, die das Waſſer zur Zeit des Gebrauchs aufzuhal— ten, im entgegengeſetzten Falle aber in den Abzugsgraben u ab— zuſondern hatte, angefertigt. Durch dieſes Verfahren ward man in den Stand geſetzt, den beſprochenen Abzugsgraben nicht nur rein trocken legen, ſondern auch das in demſelben befindliche Waſ— ſer wieder vollkommen verwenden zu können. Nach Beſeitigung dieſes Hinderniſſes ward nicht nur die Ver— bindung des Reſerve-Teiches beif durch einen in dem Damme des Teiches angebrachten Canal mit dem Bewäſſerungsgraben d hergeſtellt, ſondern auch noch mit dem letzten Arme bis v vollendet. Um aber auch die Dungjauche nach Belieben in dem Reſerve-Teiche conſer— viren, deſtilliren und mit dem durch den Milchbrunnen bei x flie— ßenden Quellwaſſer, bevor dasſelbe auf die Wieſe ausgelaſſen wer— den mußte, ordentlich ſperren und zerſetzen zu können, ward ein gemauerter Canal durch den Damm gezogen und im Lichten s eine ſetzen, u, zur ei die⸗ mſtand Feldern gogra⸗ und in Vor⸗ n dem Dung— nd ich ) daß 5 Re⸗ befind⸗ Harten icht in einen rt bei grip⸗ eines zgra⸗ teine uhal⸗ mab⸗ man⸗ nur Waſ⸗ Ver⸗ e des ſtellt aber nſer⸗ flie⸗ wel⸗ ein hien 35 des Dammes mit einer feſt ſchließenden Schleuſe verſehen. Da, wie bereits geſagt, die Sohle des Reſerve-Teiches unter der Sohle des Bewäſſerungsgrabens lag, ſo mußte auch, im Falle einſt der Reſerve— Teich ausgeſchlemmt werden ſollte, beſonders darauf Rückſicht ge— nommen werden, wie man denſelben rein trocken legen und den letzten Tropfen dieſer Succus-Maſſe zu einer zweckmäßigen Verthei— lung auf die Wieſe verwenden könnte. Zu dieſem Behufe wurde an der Sohle des Reſerve-Teiches eine gewöhnliche Teichrinne mit einem Ständer eingeſetzt. Da nun aber das Gefälle vom Re— ſerve-Teiche bis an den Hauptabzugsgrabenen volle 37“, die Tiefe des Abzugsgrabenen unter dem Damme aber nur 24“ betrug, ſo wurde es leicht möglich, dieſe Succus-Maſſe durch Hebung der Sohle des Abzugsgrabens n ganz in die nebenanliegenden Grippen lei— ten zu können. Damit aber die geneigten Herren Leſer auch ſehen, daß ich zu einer ſubſtantiöſen Vermehrung der Dungjauche alles Mögliche beigetragen habe, erwähne ich hicr, daß zu dieſem Behufe der ganze Raum des Hofes durch von den Feldern durch das Thor y eingeführtes Waſſer überſchwemmt, nachdem dasſelbe alle Ingredienzen im Hofe aufgenommen hatte, in die Dungſtätte 2z, und von da durch einen unterirdiſchen Canal wieder in den Re— ſerve-Teich geleitet wurde. Aus Allem dem erſieht man, daß weder Koſten noch Mühe geſpart wurden, ein Werk zur Ausführung zu bringen, das bei richtiger Behandlung nicht nur den Wirthſchafts— verhältniſſen auf das Vollkommenſte entſprechen, ſondern auch die auf dieſe Melioration verwendeten Capitalien mit wuchernden Zinſen retourniren müſſe.— Ich habe bis jetzt bloß das Verfahren bei einem abzuwägen— den Bewäſſerungsgraben für den Fall, daß man die Richtung des— ſelben nämlich directe, d. h. wie ſie das Nivellir-Inſtrument nach dem feſtgeſetzten Gefälle zur Richtſchnur beſtimmt, nimmt, zu verſinnlichen geſucht. Im gegenwärtigen Falle betrug das Gefälle nach Tafel IV vom Einlaßpunkte bebis zum Ende der Bewäſſe— rungsanlage i eine Currentlänge von 458 Klafter, 458 Lini⸗ en, oder 44 5“ 8“. Aus dem eben Geſagten geht hervor, daß man, da blos das Nivellir-Inſtrument die Höhe der aufzu führen— den Sohle beſtimmte, viel abzutragen, das Meiſte aber in einer durchſchnittlichen Höhe von 36 7“ aufzuführen hatte, wie man deutlich unter der Hutweide A und B erſehen kann. 3* 36 Da es aber durchaus nicht nothwendig iſt, dergleichen lu— ruriöſe Bauten, die den ökonomiſchen Verhältniſſen ſo wenig entſprechen, auf eine die Auslagen nicht ſcheuende Art ausführen zu laſſen, und dem Nachahmer es vielleicht wünſchenswerth ſeyn dürfte, auch mit geringern Koſten dasſelbe Ziel zu erlangen, ſo will ich in aller Kürze darzuſtellen ſuchen, wie man nicht nur bei der Abwage ſelbſt, ſondern auch bei Erbauung der Bewäſſe— rungsgräben, ohne ſo bedeutende Aufführungen herbeizuführen, bei jedem noch ſo ſteilen Terrain zu verfahren hat. Ich nehme an, daß das in Tafel III Fig. 3 angeführte Terrain a e genau die Wieſe bezeichne, die durch einen auf dem Terrain zu erbauen— den Bewäſſerungsgraben zur Ueberrieſelung gelangen ſoll. Die Länge des zu erbauenden Grabens von a bis c betrage 80 Klafter, das Gefälle aber bis dahin 1⁰° 2. Da aber, wie ich bereits erwähnt habe, ein ſolcher Graben mit Sicherheit nur mit einer Decimal⸗Linie Gefälle pr. Klafter hergeſtellt werden kann, auf die Diſtanzlänge von 80° deßhalb auch 80“ oder 8“ betragen müßte, ſo ergibt ſich, daß hier die Ueberſteigung des Gefälles rein 1⁰ 1 2“ beträgt. Daß man mit dieſem Gefälle keinen Graben anlegen kann, wird, ohne daß ich mich weiter darüber auszulaſſen brauche, Jedem begreiflich ſeyn. Unter dieſen Umſtänden bleibt daher auch nichts Anderes übrig, als entweder die Sohle des Grabens in der Höhe von ab durch Auffuhr zu bilden, oder aber auf folgende Art zu verfahren: Bei der Abwage ſtellt man das Inſtrument in die Mitte der Punkte a d auf den Standpunkt Nro. 1, ſchickt den Gehül— fen mit der Nivellir-Latte auf den Anfangspunkt— wo ſchon ge⸗ nau mit einem ſtarken Pflocke die zu bildende Sohle bezeichnet läßt die Platte ſo weit hinauf- oder hinunter— ſchieben, bis der Viſirſtrahl den weißen Streifen des Zielbrettes trifft; dann wird das für die Diſtanz a d erforderliche hier ge⸗ nau 2“ betragende Gefälle auf der Nivellirlatte, indem man das Zielbrett um 20“ oder 2“ höher ſchiebt, beſtimmt. Mit dem auf dieſe Weiſe feſtgeſchraubten Zielbrette wird der Gehülfe auf den Punkt à geſchickt, dort ein Niveau-Pflock aufgeſtellt und ſo weit in die Erde getrieben, bis der Viſirſtrahl genau den weißen Streifen trifft. Der auf dieſe Art beſtimmte Punkt d wird nun um das erforderliche Gefälle tiefer liegen, als der Punkt a. Das Nivellir-Inſtrument wird dann auf den neuen Standpunkt Nro. 2 übertragen, die Latte aber mit unverrücktem Zielbrette in a ſte— 37 i4 ir hen gelaſſen, doch mit demſelben gegen den neuen Standpunkt denig ſo gewendet, daß man nach dem weißen Streifen viſiren kann. führen Nun wird die Latte auf das Terrain oder die durch den Niveau— i ſeyn Pflock ſchon beſtimmte künftige Sohle des Grabens herabgelaſſen, Fn ſo darnach viſirt, und nachdem das Zielbrett mit dem Streifen in t düt der Höhe des Viſirſtrahls neuerdings feſtgeſtellt worden iſt, wird ſewäͤſt abermals dasſelbe um das beſtimmte Gefälle von 2“ nach ühren, aufwärts geſchoben und feſtgeſchraubt, bei dem Punkte e ein Pflock nehme eingeſchlagen und die Höhe der Sohle wie früher beſtimmt. Ar— genau beitet man ſo bis zu dem Punkte c, ſo kann man ganz ſicher ſeyn, Hauen⸗ daß man auf dieſe Art denſelben Zweck erreicht. Werden die Sohle und der Graben in dieſen Abſtufungen und etrage Waſſerfällen ausgeführt, ſo kommen ſie bedeutend wohlfeiler und wer— die ich den auch dem Zwecke entſprechender, als wenn die Erbauung der— teiner ſelben mit einer ſo koloßalen Auffuhr verbunden iſt. auf die Hat man ſich übrigens durch das Zurück-Nivelliren die Ueber— mißtt, zeugung verſchafft, daß ſich während der Arbeit kein Fehler einge— 21/2 ſchlichen habe, ſo wird zur Bildung der Sohle und dann zum Auf— nlegen vau des Grabens geſchritten, aber nur mit dem Unterſchiede, daß nuche, man die Höhen dg, e h, f i, und ck aus Stein erbaut und das auch über dieſelben fließende Waſſer auf eine in die Sohle gelegte Stein— nder platte fallen läßt, um dem ſo häufigen Auswühlen zu begegnen. gende Ein auf die jetzt beſchriebene Art im Jahre 1838 beim Lukawitzer Hofe auf der Wieſe Blechovka mit 12 Waſſerfällen erbauter, 1890 Mitte langer Bewäſſerungsgraben hat ſich als ganz vortrefflich bewährt ehül⸗ und den Beweis geliefert, daß man durch einen ſolchen Bau über— n ge⸗ all, wenn auch das Locale noch ſo ſteil und coupirt wäre, den vor— ichnet gefaßten Zweck ganz ſicher erreichen muß. Damit aber der Raſen— aufbau bei deg oder eh nicht ſo ſcharf geſchehe und plötzlich ſenk— er⸗ 35 recht herunterfalle, habe ich ſowohl die Böſchung als die innern r ge⸗ Raſenwände etwas geſchweift und dadurch dem Auge gefälliger dar— das geſtellt. dem Ich glaube mich nun über die Herſtellung der die Wieſe zu auf beherrſchenden Bewäſſerungsgräben deutlich genug ausgeſprochen zu d ſo haben; bevor ich aber zur Anlage der erforderlichen Nebenleitung en ien Entwäſſerungsgräben, Zuleitungs- und Bewäſſerungsgrippen u. ſ. w. nun übergehe, will ich noch Einiges über die oft ſo nöthigen Planirar— Das beiten auf den zu bewäſſernden Wieſen bemerken. 9. 2 Wie der Raſen zum Bau der Bewäſſerungsgräben, ſo wie ſte⸗ auch kleinerer Leitungen auf das Leichteſte abgeſtochen und erhalten 38 werden kann, dürfte die Zeichnung auf Tafel III Fig. 4 am deut— lichſten verſinnlichen. Wie aber Erhöhungen oder Vertiefungen auf das Zweckmäßigſte geebnet und ſogleich wieder, mit dem geringſten Koſtenaufwande, zur Wieſe gemacht werden können, wird die Fig. 5 am beſten erklären. Viele Oekonomen werden vielleicht glauben, daß es Fälle gibt, wo man die Planirung der Unebenheiten einer Wieſe, wozu ich hauptſächlich Mulden und ſonſtige Vertiefungen rechne, durch ein bloßes Aufſchütten des Erdreichs in einer gewiſſen Ebene bewerkſtelligen könne. Man wird baldmöglichſt zur Ausſaat dieſer planirten Stellen mit den für eine Wieſe paſſenden Gräſe— reien eilen, aber durch dieſes Verfahren die Beſtimmung und den Zweck der Planirung kaum halb erreichen, was ich nachſtehend zu beweiſen ſuchen werde. Die Planirung ſolcher Unebenheiten kann, nach der Anſicht des Verfaſſers, auf zweifache Art geſchehen, und zwar: 1. Wenn man den Raſen in einſchuhige Quadratſtücke zerlegen und ausheben läßt, da, wo Abgrabung nöthig iſt, die Erde bis zur be— merkten Tiefe abgräbt, und, wo Aufſchüttung erforderlich iſt, dieſe bis zur marquirten Höhe aufſchüttet, ſtampft und dann wieder mit dieſem abgeſtochenen Raſen belegt. Die 2. und empfehlenswertheſte Art iſt die, wie ſie auf Tafel III Fig. 5 dargeſtellt iſt, nämlich: Hat man eine Anhöhe oder Vertiefung durch Planirung mit der umliegenden Wieſe zur correſpondirenden Ebene zu machen, ſo wird, in der Vorausſetzung, daß die Erhöhung oder Vertiefung be— reits mit Hülfe der Lattenkreuze und durch eingeſchlagene Marquir— Pflöcke genau abgewogen worden iſt, zuerſt der Raſen, wie bei Fig. 5 erſichtlich iſt, nach einem 12“ breiten Brette in 6, 8, 10 und nach Umſtänden auch 12“ lange, 12“ breite Raſenſtreifen mit dem in Tafel II Fig. 3 beſchriebenen Raſenſchneidmeſſer getrennt. Iſt dieß geſchehen, ſo werden die Raſenſtreifen bis auf 2“ Dicke mit dem bei Fig. 2 abgebildeten Tellereiſen abgeſtochen und durch einen Ge— hülfen anſtrengungslos zuſammengerollt, mit welcher Arbeit man fort— fährt, bis die zu ebnende Fläche auf dieſe Art ganz abgeraſ't und zuſammengerollt iſt, wo man dann die Aufſchüttung vornehmen kann. Bevor man indeſſen zur Zuräckrollung des Raſens ſchreitet, muß das aufgeſchüttete Erdreich— um dasſelbe vor dem Sinken zu bewahren— durch die Erdſtampfer feſtgeſchlagen und mit einer Setzlatte geprüft und unterſucht werden, damit da, wo noch Aufſchüt— deut⸗ en auf ngſten Fig. 5 auben, n aner fungen ewiſſen usſaat Graͤſe⸗ d den nd zu kann, „und rlegen ur be⸗ dieſe er mit el Ill mit 1, ſo g be⸗ quir⸗ iFig. ) und t dem It dem Ge⸗ fort⸗ und enen eitet, nken einer hüt⸗ 39 tung oder Abtragung nöthig iſt, ſo lange damit fortgefahren wer⸗ den kann, bis die zu planirende Stelle vollkommen geebnet iſt; dann wird der Raſen nur überrollt, paſſend zuſammengeſtoßen und ge— ſtampft. Durch dieſe Verfahrungsart hat Verfaſſer Flächen geeb— net, die durch eine andere Methode ſehr ſchwer und meiſt auch koſt— ſpielig zu ebnen geweſen wären. Dieſelbe verdient auch vor allen andern den Vorzug; denn während man nur ein einziges Stück Raſen nach Fig. 4 aufſetzt, ſo iſt auch nach dieſer Art in derſel⸗ ben Zeit ſchon ein 10⸗ bis 12mal längerer Streifen aufgelegt. Nachdem ich nun über den Aufbau der Bewäſſerungsgräben und über die Planirung der auf einer Wieſe vorkommenden Un— ebenheiten mich ausgeſprochen habe, gehe ich zu den ferner ſich er— gebenden Arbeiten über. Dieſe beſtehen: a) In der Anlage der erforderlichen Nebenleitungen; b) in der Anlage der Entwäſſerungsgräben; c) in der Anlage der Zuleitungs- und Bewäſſerungsgrippen, ſo wie der Verbindung derſelben mit den Haupt- und Neben-Waſ— ſerleitungen, aus welchen ſie das Waſſer erhalten ſollen; d) in der Anlage der nothwendigen Abfahrten, und e) in der Art und Weiſe wie und wann das Bewäſſern auf das Zweckmäßigſte geſchehen kann. Ad a) Hier kommt vorzüglich in Betracht, ob ſich auf der zu bewäſſernden Wieſe nicht Erhöhungeneé vorfinden, denen das Waſſer nur durch Aufbau zugeführt werden kann. Ein genau angeſtelltes Nivellement der ganzen Wieſe gibt übrigens den beſten Fingerzeig, wo dergleichen Aufbauungen nöthig ſind, oder wo die Erhöhungen nur durch Planirung beſeitigt werden können. Kann Letzteres ge— ſchehen, ſo iſt es freilich das Beſte; oft giebt es aber auch Fälle, wo es nicht thunlich und meiſt auch ſehr koſtſpielig iſt, bedeutende Erhöhungen durch Abtragung in eine gewiſſe Ebene bringen zu wollen, weßwegen man, nach Vergleich der Koſten, immer das Beſte und Entſprechendſte wählen muß. In dem vorliegenden Plane Tafel IV war blos eine einzige, aus Raſen erbaute, Nebenlei— tung unter Nro. 3 erforderlich, um das Waſſer aus dem Entwäſ— ſerungsgraben Nro. 4, welches bei Nro. 5 mittelſt einer Schleuſe aufgefangen und bis 12“ hoch geſtaut wurde, über den Hauptab— zugsgraben n auf die höher gelegene Wieſenabtheilung bei Nro. 6 zu bringen, und ſo den Grippen Nro. 7, 8 und 9 eine größere Waſſerquantität zu verſchaffen. Iſt das aus dem Entwäſſerungs⸗ —— 40 graben Nro. 4 aufgefangene Waſſer zur Bewäſſerung nicht nöthig, ſo wird nur die Schleuſe bei Nro. 5 gehoben und das Waſſer in den Entwäſſerungsgraben Nro. 10 und aus demſelben in den Haupt— abzugsgraben n eingelaſſen. Hier zeigt es ſich abermals, daß ein Entwäſſerungsgraben(Nro. 4) zugleich auch Bewäſſerungsgraben ſeyn muß. Nach dem beiliegenden Plane, wenn man mit Aufmerkſamkeit den ganzen Zuſammenhang der Grippen ſtudirt, wird man auch finden, daß das Waſſer ſchnell ſeine Beſtimmung wechſelt und vom Entwäſſerungswaſſer bald wieder Bewäſſerungswaſſer wird, was häufig mit großem Vortheil bei dem Bewäſſerungsgeſchäfte an— wendbar iſt. Die blos mit einer Raſenſtärke beuferten oder er— höhten Zuleitungsgrippen bei Nro. 11, 12, 13 und 14 wurden bloß aus dem Grunde geſchaffen, um durch dieſelben eine größere Waſ— ſermaſſe zu erhalten und den einfachen Zuleitungsgrippen mitthei— len zu können, weil ſonſt, bei dem höchſt variablen Gefälle, nicht ſo viel Waſſer denſelben verſchafft werden konnte, als unmittelbar zur allgemeinen Ueberrieſelung nothwendig vorhanden ſeyn muß. Durch dieſe kleine Aufbauung— welche man am beſten durch Auf⸗ hebung des Raſens an den Seiten der Grippen und durch Unter— legen eines ſchräg zugeſchnittenen Raſens bewerkſtelligen kann— habe ich einen Mehrzufluß von Waſſer erhalten, ſo daß es mir nun ſehr leicht wurde, in dem kürzeſten Zeitraume die ganze Wieſe rein unter Waſſer zu ſetzen. Die Anlage des Entwäſſerungsgrabens unter Nro. 15 und die in demſelben bei 16 bis 20 im Graben hergeſtellten Schleu— ſen hatten— da das Terrain beim Graben ſelbſt um 2“ tiefer als die Grippen 21 bis 25 gelegen war— hauptſächlich zum Zweck, das Entwäſſerungswaſſer im Falle des Gebrauchs aufzufangen und mittelſt der beuferten Zuleitungsgrippen 26 bis 30 den Grippen 21 bis 25 zuzuführen. Ohne dieſe Stauung und Aufbauung der bezeichneten Grippen wäre man nie im Stande geweſen, Waſſer in die am Ufer des Abzugsgrabens gezogenen Grippen zu bringen, da die Ueberrieſelung dieſes Theiles höchſt ſparſam nur aus der beuferten Grippe von o zu bewerkſtelligen geweſen wäre. Ad’b) Die Anlage der Hauptentwäſſerungsgräben wurde durch die, auf den Wieſen ſelbſt vorkommenden, tiefer liegenden Stellen beſtimmt. Bei ihrer Anlage und Anfertigung darf man jedoch nicht glauben, daß es mit ihrer Aushebung ſchon abgethan 41 nüthig und eine Abwage derſelben gar nicht nöthig ſey. Meine Erfah— ſſer in rung hat mich aber belehrt, daß man bei Aushebung und Abwage Augi⸗ dieſer Gräben— die ihrer Beſtimmung gemäß nur im Terrain zu aß ein gehen haben— um ſo mehr mit verſchärfter Genauigkeit zu ver— paben fahren habe, als die Seitenwände bald ausgeſpült und unterwa— ſchen werden und über kurz oder lang einſtürzen müſſen. Bei ſamkeit Anlage dieſer Gräben geht man daher am ſicherſten, wenn man auch denſelben gar kein Gefälle und eine ſtarke Doſſirung gibt, weil nd vom bloß hierdurch die Conſervirung derſelben erlangt wird. Hat aber „was das Terrain, wo ein Entwäſſerungsgraben angelegt werden ſoll, te an⸗ ein zu ſtarkes Gefälle, ſo bleibt, da ein unterwaſchener Graben er er⸗ ſehr ſchwer wieder auszubeſſern iſt, auch nichts Anderes übrig, als nbloß denſelben mit den früher erwähnten Fällen anzulegen. Dieſe Vaſ⸗ Anlage macht wohl große Mühe und Arbeit; bedenkt man aber, itthei⸗ daß man einzig durch dieſes Verfahren zum Zwecke gelangen kann, nicht ſo wird man auch weder Mühe noch Arbeit ſparen, ein Werk zu ttelbat ſchaffen, das in der Folge ſicherlich auch allen Unfällen trotzen muß. wird. Auf⸗ Bei Anlage der Entwäſſerungsgrippen iſt es aber nicht nöthig, Unter⸗ ſo ſtreng auf das Gefälle zu ſehen, weil ohnedem die einer ſol— m chen 10“ breiten Grippe zuſtrömende Waſſer-Quantität nicht be— rnun deutenden Schaden verurſachen kann und auch das vom abgeſto— rein chenen Raſen im Boden noch verbliebene Wurzelgewebe hinläng— lichen Widerſtand dem Auswaſchen zu leiſten vermag. und Ad c) Nachdem nun die Hauptzuleitungs-, Bewäſſerungs— cleu⸗ und Entwäſſerungsgräben zu Stande gebracht waren, wurde zur er als Anlage der Zuleitungs- und Bewäſſerungsgrippen geſchritten. zweck, Von der verſchiedenartigen Entfernung der Zuleitungsgrip— n und pen untereinander ſind die auf der Wieſe vorkommenden hö— ippen hern und niedern Stellen, ſo wie auch die durch das ſo man— der nigfach wechſelnde Gefälle der Wieſe beſtimmte verſchiedenartige er in Richtung derſelben, die Urſachen. ggen, Nur an Ort und Stelle laſſen ſich die ſpeciellen Gründe an— der geben, warum die Entfernung und Richtung jener Zuleitungs— grippen ſo und nicht anders beſtimmt werden konnten. Wer in— Gurde deſſen mit Nachdenken den Plan durchſtudirt und das Geſchehene nden nach den bereits angegebenen Grundſätzen vergleicht, wird ſich ſchon man nach dem beigefügten Plane dieſe Ueberzeugung verſchaffen. Die than auf demſelben eingezeichneten Pfeile, welche das Gefälle näher be— zeichnen, werden Jedem dieſe Arbeit ſehr erleichtern. —— V 42 Längs dem ganzen Hauptbewäſſerungsgraben iſt, wie Nro. 31 zeigt, da, wo deſſen Aufwurf oder die Böſchung mit dem Wie— ſengrunde zuſammenſtößt, eine Bewäſſerungsgrippe angebracht, welche vorzüglich dazu dient, auch den oberſten Plätzen, wo die ſpäter anzulegenden horizontalen Grippen nicht mehr hinreichen, Bewäſſerungswaſſer zuzuführen. An einigen Stellen hat dieſe pa— rallel mit dem Bewäſſerungsgraben laufende Grippe etwas be— ufert werden müſſen, damit das Waſſer nicht blos an einer Stelle allein ausufert, ſondern ſich überall gleichmäßig vertheilt. Dieſe Zuleitungsgrippen ſind von 10, höchſtens 12“ Breite und von Raſendicke ausgeſtochen worden. Diejenigen Zuleitungsgrippen, welche unmittelbar auf den Hauptbewäſſerungsgraben ſtoßen, ſind durch viereckige bretterne, mit Schleuſen verſehene Truhen, welche in die niedrigſte Seiten— wand der erhöhten Waſſerleitung eingelegt worden, mit dem in derſelben befindlichen Bachwaſſer in Verbindung geſetzt und kön— nen durch dieſelbe das nöthige Bewäſſerungswaſſer erhalten. Meh— rere andere Zuleitungsgrippen dagegen empfangen dasſelbe erſt durch beſondere Aufbaue, Stauungen, oder vermittelſt anderer Zu— leitungsgrippen, welche mit ihnen in Zuſammenhang gebracht ſind, wo dann nur das obere Ende der letztern in jenen Hauptbewäſ⸗ ſerungsgraben oder eine Nebenleitung mündet. Auch hierüber giebt der Plan das Nähere an. Jene Truhen werden aus Brettern, welche im Viereck zuſam⸗ men genagelt ſind, gefertigt. Je nachdem die Böſchung oder der Damm, durch welche ſie treten ſollen, breit iſt, ſind ſie auch kürzer oder länger, und ihre Weite im Lichten richtet ſich nach der Waſſer— maſſe, welche durch die Röhre laufen ſoll. Bei der hieſigen Anla— ge ſind jedoch alle gleich angefertigt worden und erhielten eine Höhe von 6— 7“, eine Breite von 8— 9“ und eine Länge von 4 auch 5. Da aber die Böſchung oder Auffuhr des Be— wäſſerungsgrabens, wie es der beiliegende Plan ausweiſ't, an man— chen Orten 1, 2, 3, auch bis 40 betrug, und man keineswegs beabſichtigt, auf der ganzen Böſchung dieſe Truhen durchzuführen, ſo ließ ich vom Auslaufe eines derſelben über die ganze Böſchung, hauptſächlich aber in der Gegend beiſ c, aus Raſen 4“ Zoll tiefe Gräbchen anfertigen, welche mit der dem Hauptgraben parallel laufenden Grippe in Verbindung gebracht wurden. Die vorn an einer ſolchen Truhe angebrachte Schütze dient dazu, fand ſerun Voll als Hori ausg hier ſo ſo ie Nw. in Wie, ebracht, wo die nräͤchen, dieſe d⸗ was be⸗ r Stelle Breite uf den terne, Seiten⸗ dem in d kön⸗ NMeh⸗ he erſt r Zu⸗ ſind, ewãͤſ⸗ rüber uſam⸗ er der küczer Laſſer⸗ Anla⸗ n eine Läͤnge 5 Be⸗ man— zwegs ühren, chung, 71 Zoll graben Die dazu, 43 nach Belieben öffnen oder ſchließen zu können. Dergleichen Tru— hen oder Siele liegen auf der Wieſe am Hauptbewäſſerungsgra— ben bei Nro. 32 bis incluſ. 82. Beim Einlegen dieſer Waſſerausgüſſe muß große Vorſicht angewendet werden, damit ſie genau an die innere Seitenwand der Waſſerleitung und überhaupt an das innere Erdreich des Dam— mes ſchließen. Bleibt die kleinſte Oeffnung, wodurch Waſſer aus jener Waſſerleitung dringen kann, ſo wird dieſelbe bald größer und es läuft dann viel Waſſer fort, welchem Uebelſtande man durch eine ſchnelle Reparatur entgegen arbeiten muß. Es kann dieß indeſſen vermieden werden, wenn man guten dichten Raſen an den Seiten der Truhen feſtſtampfen läßt und das Innere des Dammaufwurfs von fettem, bindendem Letten baut, der ebenfalls feſtgeſtampft werden muß. Obgleich durch ein ſolches Verfahren man Alles auf das Beſte hergeſtellt zu haben glauben ſollte, ſo muß ich doch bekennen, daß dieſe Auslaßtruhen, Siele u. ſ. w. bei meinem erſten Verſuche, ungeachtet der größten Accurateſſe und Aufmerkſamkeit bei ihrer Einlegung, dennoch mit der Zeit unter— waſchen und immer verdrießliche Reparaturen dadurch veranlaßt wurden. Dieſem auszuweichen und die nicht unbedeutenden Ma— terial- und Profeſſioniſtenauslagen zu erſparen, wende ich dieſelben bei meinen gegenwärtigen Bauten nicht mehr an, ſondern laſſe an ihrer Statt durch den ganzen Aufbau, bis zu der parallel mit dem Bewäſſerungsgraben gehenden Bewäſſerungsgrippe, aus Raſen nicht nur an der Sohle, ſondern auch an den Seitenwänden aus— tapezierte 6 bis 7“ breite Ausläufe ſo anfertigen, daß man das im Bewäſſerungsgraben laufende Waſſer mittelſt eines eingelegten Stauſteines nach Wunſch ſperren oder auslaſſen kann. Dieſe Aus— läſſe haben ſich nach einer zweijährigen Erfahrung ſehr probat ge— zeigt, daher ich auch ihre Nachahmung beſonders empfehlen kann. In dem Zuſtande, worin ſich nun die ganze Wieſenfläche be— fand, war dieſelbe zwar ſchon bewäſſerungsfähig, aber die Bewiſ— ſerungsanlage noch nicht als ganz vollendet und zur möglichſten Vollkommenheit gebracht anzuſehen; denn es fehlten dazu noch, als ein Hauptrequiſit zur zweckmäßigſten Waſſervertheilung, die Horizontalgrippen, über welche ich jedoch ſchon hinlänglich mich ausgeſprochen habe und daher auch deren Anlage und Anfertigung hier ganz übergehen will. Was indeſſen ihren Zweck lanbetrifft, ſo ſollen ſie dazu dienen, theils das in den Zuleitungsgrippen — — —·— ——— —O — — 41 hergeleitete Bewäſſerungswaſſer auf den Flächen ſo zu vertheilen, daß dieſe dasſelbe vermöge der Einſaugung ſich aneignen können, theils aber auch, wenn nicht mehr gewäſſert wird, das eingeſogene Waſſer wieder ſchnell ableiten. Ad d) Der Abfuhr des Heues und Grummets wegen mußten die tragbare Brücke bei 83, der auszuhebende Waſſergrand bei 84 und endlich die aus Stein geſtürzten Ausfahrten bei 85 und 86 hergeſtellt werden. Damit jedoch durch die Abfahrt des Heues und Grummets die Zuleitungs- und Bewäſſerungsgrippen nicht ruinirt werden möchten, ließ ich in die erſtern 10“ breite, 2“ dicke und 9“ lange Pfoſten, in die letztern aber nur pfahl— ſtarke Stangen einlegen. Soll jedoch die Abfaͤhrt über Bewäſſe⸗ rungs- oder Entwäſſerungsgräben bewerkſtelligt werden, ſo kann dieß vermittelſt einiger eingelegten Faſchinen ſehr leicht geſchehen; wo aber letzteres nicht für convenable gehalten wird, kann man ſich leicht mit beweglichen bretternen Brücken helfen. Ueberhaupt muß man den Fuhren ihre Richtung immer dahin nehmen laſſen, wo die Wieſe den feſteſten und trockenſten Untergrund hat, und deß⸗ halb gleich beim Trocknen des Heues trachten, dasſelbe aus den niedern Stellen nach und nach auf die höher gelegenen zu ſchaf— fen, was beſonders da recht leicht geſchehen kann, wo man das zu trocknende Gras nicht Tag und Nacht unangerührt liegen läßt, bis man dasſelbe zum Zuhauſefahren zuſammenbringt, ſondern durch Einſchobern oder In-Haufen— bringen am Abend dem Heu und Grummet ſeine nahrhaften Kräfte zu erhalten und es hier— durch überhaupt gegen Regengüſſe und Einwirkung der nächtlichen Thaue zu ſchützen ſucht. Ad e) Sollte der Fall eintreten, daß man zwar mit der Anlage der Zuleitungsgrippen fertig geworden iſt, aber die müh— ſame und zeitraubende Anlegung der Horizontalgrippen noch nicht zu Stande bringen konnte, ſo kann das Bewäſſern nur wild und zwar vermittelſt der in die Zuleitungsgrippen eingeſetzten Staue geſchehen. Dieſe Staue können, wie der Plan zeigt, in einer 3⸗, 4⸗, 5⸗, und bei einem ſtärkern Gefälle auch bis S⸗ und 10klaft⸗ rigen Entfernung eingeſetzt werden, und ich habe zu dieſen Stauen, welche größtentheils aus in ein längliches Viereck leigens dazu gearbeiteten Steinen beſtehen, am zweckmäßigſten den Glimmer— ſchiefer verwenden können. Das Bewäſſern der in dem Plane dargeſtellten Fläche konnte bei nur minderem Waſſerſtande im Frühjahre und Herbſte ganz, in den Auc vor Abt dur me ſpr ſtel ſeru der mit geſe Vor⸗ ing lang gleich ſer z benü theile herz Früh wod man, ſchon man 45 theile den Sommermonaten aber nur in zwei Abtheilungen geſchehen. onnen, Auch iſt bei anhaltend trockenem Wetter im Sommer der Fall eſogene vorgekommen, daß man die Bewäſſerung derſelben nur in vier . Abtheilungen bewerkſtelligen konnte. So weit als man nun mit nuͤßten dem vorhandenen Waſſer bewäſſern zu können glaubt, zieht man and bii die Schützen der durch den Hauptbewäſſerungsgraben gelegten 85 un bretternen Röhren auf, ſetzt jene Steinſtaue in die Zuleitungsgrip— Heuts pen und läßt das Waſſer auf die Wieſe fließen. Will man auf nicht dieſer Abtheilung nicht mehr wäſſern, ſo ſchiebt man jene Schützen 6, 2 zu und legt die Stauſteine zur Seite, damit das Waſſer ſogleich pfahl⸗ wieder durch die Bewäſſerungsgrippen, welche nun Entwäſſerungs— wäͤſſe⸗ grippen werden, abziehen kann, und geht dann zur Bewäſſerung kann einer andern Abtheilung in eben dieſer Art. ehen; Im Hauptbewäſſerungsgraben geſchieht das Anſpannen des an ſich Waſſers, um einer gewiſſen Zahl Röhren dasſelbe zuzuführen, t muß auch durch eingeſetzte Staubretter. Regelmäßiger wird jenes zwar , wo durch Anlage von wirklichen Schleuſen bewirkt, aber dieſe koſten deß⸗ mehr als jene, und da die Staubretter beweglicher ſind, ſo ent— den ſprechen ſie auch mehr dem Zwecke als die feſt auf einer Stelle ſchaf⸗ ſtehenden Schleuſen. Ich pflege hier und da im Hauptbewäſ— das ſerungsgraben zwei mit Pfalzen verſehene Pfähle gegeneinan— läßt, der und über einem eben ſo ſtarken Roſte einzuzapfen, welcher ndern mit einem Pfalz verſehen wird, in den dann die Staubretter ein— dem geſetzt werden können. hier⸗ Damit aber nicht für eine jede auf dieſe Art hergeſtellte Stau— lichen Vorrichtung ein beſonderes Staubrett nothwendig wird, müſſen alle in gleicher Weite hergeſtellt werden, ſo daß ein Brett für alle zu— t der langt. Von der Witterung und dem Waſſervorrathe hängt es zu— gleich ab, wie lange man einer Abtheilung das Bewäſſerungswaſ— ſer zufließen laſſen kann. Im Herbſte und zeitlich im Frühjahre benützt man vorzugsweiſe das trübe mit recht düngenden Beſtand— theilen geſchwängerte Waſſer, und wenn dieſes in gehörigem Maße müh⸗ nicht d und Staue . 9 hafr herzufließt, ſo bewäſſert man die Wieſe ſtets fort. Späterhin im Kin. Frühjahre, beſonders wenn das Gras ſchon zu wachſen anfangt, d wo dann nur klares Waſſer zur Anwendung kommen darf, muß 8 man, um den Pflanzen nicht durch zu vieles Waſſer zu ſchaden, inne ſchon mehr periodenweiſe die Bewäſſerung anwenden, und wenn taß man zwei bis drei Tage gewäſſert hat, wieder dieſelbe Zeit 3 in — 46 ausſetzen. Im hohen Sommer, wo das Waſſer ſelbſt bei kleinen Flüſſen oder großen Bächen nicht zulangt, muß man froh ſeyn, die Wieſe nur feucht erhalten zu können. Bei einer eingetretenen Dürre oder Trockene darf man ja nicht während der Tags-, ſondern bloß während der Nachtzeit das Waſſer den Wieſen zukommen laſſen, weil man ſonſt durch die ſengenden und brennenden Sonnenſtrahlen dem Wachsthum des Graſes mehr ſchaden als nützen wird. Erſt dann wird das Waſ⸗ ſer wohlthuend auf die Vegetation einwirken, wenn dieſes Ver⸗ fahren genau befolgt wird und man die größte Aufmerkſamkeit an— wendet, daß nie vor Sonnenuntergang oder auch nach Sonnen— aufgang gewäſſert wird. Obgleich es erwieſen iſt, daß ein immerwährend zufließendes friſches Waſſer, wenn auch die Wieſe noch ſo feucht oder naß wäre, nie der Vegetation des Graſes ſchädlich werden kann, ſo iſt es doch gut, nach der Aberntung des erſten Graſes nicht zu ſtark zu wäſſern und beſonders das trübe Waſſer zu vermeiden, weil ſonſt, durch die ſtehen bleibenden Stoppeln des Heues, an welchen ſich der Schlamm anſetzt, eine dem Viehe ſchädliche Verſchlemmung des Futters zu befürchten iſt.— Will man jedoch zum Grummet wäſſern, ſo iſt es beſſer, zu— vor das Wiederwachſen der Wieſenpflanzen abzuwarten. Wäſſert man gleich nach der Heuernte, ſo gibt man den Stoppeln zu viel Nahrung und entzieht dann um ſo mehr Säfte dem jungen Nach— wuchſe. Es ſchadet daher nichts, ſondern iſt eher nützlich für das Grummet, wenn die Stoppeln des abgehauenen Heues bald von der Sonne ganz verdorrt werden. Uebung und mehrjährige Er— fahrung wird übrigens einem Jeden, der eine ſolche Bewaͤſſerungs⸗ vorrichtung zu Stande gebracht hat, es beſſer an die Hand geben, wie das Bewäſſerungsgeſchäft am erfolgreichſten geſchehen kann, weßhalb ich auch, da eine ſpecielle Beſchreibung desſelben zu weitläufig wäre, zur Angabe der Koſten, die dieſe Anlagen erfor— dern, übergehen will. Koſt Wie 150 Fell gral ſch der Bere mit wele werd unte dieſe cord im O desz UKl übſtec raſte Perſo Mani nie a arbeit ſchen, löhner men) Arbeit Sat große nicht ſchen! 8 Abtta benäth kleinen h ſeyn, man ja eit das urh de um des 18 Vac es Ver keit an⸗ zonnen⸗ bendes wäre, iſt es wäͤſſern jrch die hlamm eerss zu er, zu— Läſſert zu viel Nach⸗ für des ald von ige E⸗⸗ ſerungs⸗ geben, mkann, elben zu n erfor⸗ 47 Koſten, um die Geſammtfläche dieſer 50 Metzen enthaltenden Wieſe in einen bewäſſerungsfähigen Zuſtand verſetzen zu können. Zuerſt war der Austauſch eines doppelten Aequivalents einer 1500Jo enthaltenden Ruſtikalwieſe und eines 2890—e enthaltenden Feldes, über welche der Zuleitungsgraben puund der Bewäſſerungs— graben beir gehen mußten, und an welche anſtoßend auch die Haupt— ſchützen anzubringen waren, nothwendig. Die durch die Planirung der ſehr unebenen Wieſe ſich ergebenden Koſten werden in der Berechnung, welche die eigentliche Bewäſſerungsanlage betreffen, mit einbegriffen erſcheinen.— Bevor ich jedoch zur ſpeciellen Detailirung aller der Poſten, welche die eigentliche Bewäſſerungsanlage betreffen, übergehen werde, mußich noch jeden Nachahmer dringend warnen, dieſe Arbeit unter keiner Bedingung im Accordswege herſtellen zu laſſen; denn dieſelbe erfordert eine zu große Accurateſſe, die bei einer in Ac— cord gegebenen Arbeit nie erlangt werden wird. Das einzige, was im Contrahirungswege beſorgt werden könnte, wäre der Abſtich des zum Grabenbau erforderlichen Raſens— Obgleich ich hier pr. Klafter nur 1½ kr. W. W. zahle, ſo haben drei dieſer Raſen— abſtecher es ſchon ſo weit gebracht, daß ſie täglich bis 800—' ent⸗ raſ'ten und dadurch einen reinen Verdienſt von täglichen 40 kr. pr. Perſon hatten. Grabenbau, Sohleſchaffung, Grippenaushebung, Planirung durch Abtragung oder Aufſchüttung u. ſ. w. dürfen nie anders, als unter der ſtrengſten Aufſicht gegen Taglohn ge— arbeitet werden und dann nur mit eigends dazu aufgenommenen Men— ſchen, welche immer in dieſer Arbeit beſchäftigt werden. Tag— löhner oder Grabenbauer(die Handlanger ſind hier ausgenom— men) zu wechſeln, widerrathe ich um ſo mehr, weil hierdurch die Arbeit nicht nur ſchlecht, ſondern auch höchſt langwierig wird. Hat man ſchon eingeübte Leute bei der Hand, ſo iſt dieß eine große Erleichterung für den Leiter des Ganzen, da er ſich alsdann nicht jeden Tag mit der Abrichtung oftmals ganz ſtupider Men— ſchen befaſſen muß. Obgleich der Bau der Wieſe, der allzu großen Zufuhren und Abtragungen wegen, täglich mehr als 80 bis 100 Menſchenhände benöthigte, ſo habe ich bei meinen gegenwärtigen Bauten täglich 48 nicht mehr als 10 Grabenbauer und 10 bis 15 Handlanger be— ſchäftigt. Die Erſtern, welche mit 30 kr. pr. Tag bezahlt ſind und am Schluſſe der Arbeit mit etwas Holz bedacht werden, ſind feſt angeſtellt und in der Art an die Arbeit gebunden, daß ſie nach Bedarf ſtets erſcheinen müſſen und nie ausbleiben dürfen, die Letztern werden aber nur, und dieß zwar auch erſt nach Befund der geleiſteten Arbeit, mit 20 kr. W. W.*) pr. Tag bezahlt. Daß es nothwendig und wünſchenswerth iſt, bei Ausführung dieſer Bauten ſich immer derſelben Taglöhner bedienen zu können, kann nicht widerſprochen werden; ich empfehle daher einem je— den Nachahmer insbeſondere, nicht auf eine Kleinigkeit zu ſehen, und ſeine Leute ſo zu binden, daß er dieſelben nach Wunſch er— halten und augenblicklich verwenden kann; die hierdurch gewonne— nen Vortheile ſind ſtets von der Art, daß ſie hundertfach die Zu— gabe retourniren, welche man im erſten Augenblick vielleicht für zu beträchtlich gehalten hat. Ich gehe nur zur ſpeciellen Koſtenberechnung, welche die eigent— liche Bewäſſerungsanlage verurſacht hat, über. Handlanger u. Fuhren ſ as aus Be⸗ Robot zahlung 1. Zimmermanns-Ar⸗ ff. kr. fl.[Erel fl.[Er. ſl. lEr I ff. ſfr. beit. 5 1. Den Zimmerleuten für die Herſtellung zweier Haupt⸗ ſchleuſen beim Auffang des Waſſers in den Zuleitungs— graben beih, nebſt der ufer— Materialien veiane niſten eigene ſerkaufte „ verſchrotung bei o.. 28 30 V 2. Denſelben für 2 kleine Schleuſen bei g. 6— 3. Für drei Waſſergrände oder Waſſerübertragsrinnen bei n, 84 und 88 4 45 4. Schleuſe oder Schütze im Reſerve⸗Teichdamm beit 1 /15 Fürtreg.]— 163ℳſ ſſ ſ= *) Die Preiſe ſind in dieſem Werkchen durchgängig in Wiener Währung ange⸗ geben; 1 fl. W. W. ä 60 Kreuzer= 24 kr. C. M. oder beiläufig 29 kr. rhein., oder 8 Silber⸗ oder Neu⸗Groſchen. 4= r be⸗ ſind „ſind nach „die deſund t. hrung innen, em je— ſehen, ſch er⸗ vonne⸗ je Zu— ht für igent⸗ lung Ir g ange⸗ rhein./ —õ———— 49 Uebertrag 5. Aushauung einer 60 langen Teichröhre, ſammt einem 1⁰ 3 langen Teich⸗ ſtänder... 6. Ueberfahrtsbrücke bei 83 und 87 7. Für 4 tragba re, bret⸗ terne Ueberfahrtsbrückchen 8. Für eine kleine Stau⸗ ſihtenſ bei 5. Für einen Waſſerſtau bei u1 ſammt Einlegen des— ſelben.. 10. Für 5 Schleufen bei 16, 17, 18, 19 und 20. 11. Für eine 5 lange Pfo⸗ ſtenrinne über den Canal bei und 89, ſammt zwei Sperr⸗ iireufe Für 175 Längenmaß 3nen und Umzäunung, Bezimmerung und Aufſtel— Iung.... Summa II. Tiſchler⸗Arbeit. Für 54 St. Auslaßröhren oder Siele à 50 kr... III. Maurer⸗Arbeit. 5⁰° 2: Körpermaß aus Quadern hergeſtellte Uferter⸗ raſſirung bei a und b, à 4 fl. 30 kr.. 4⁵◻° Sturz⸗s Steinlegung bei b.. 6° 2⸗ Kör permaß Stein⸗ Terraſſirung der innern Dammwand beim Reſerve⸗ Teiche à 4 fl.* Terraſſirung der Abzugs⸗ graben⸗Wände unter der Schleuſe bei tund 89. Summa ,r. Handlanger u. 1 rofeſ⸗ Materialien V Fuhren V—— b lfsien eigene erkaufte V Heabe ſiner E ler ft. ler- fl. ltr fi. ltr. ſe 1030 4 10 3 15 — 45 — 1 15 10 30 6— 361— 105 450 N 3 1 —— 56 —⏑⏑⏑——-— V. Steinmetz⸗Arbeit. 96 Längenmaß 12“ ſtarke Quadern, der Currentſchuh à 15 kr... 121,1 3 ſtarke Platten à 3 fl. 30 kr. 12 Längenmaß Waſſerrin⸗ nen⸗Futter bei 84, à 30 kr. Vom Einhauen 46 St. ei⸗ ſerner Klammern, ſammt Ver⸗ gießung und Blei V. Taglohn⸗Arbeit. An die Arbeiter, Taglöh— ner u. ſ. w., die beim Bau der Wiefe verwendet wurden, ſind laut Ihegten. ſezaß worden... VI. Schmied⸗Arbeit. Dem Schmied für das Be⸗ ſchlagen von 40 St. Scheib⸗ truhen, à 2 fl. 30 kr. Für verſchiedene eiſerne Geräthſchaften, Schaufeln, Nägel, Grabſcheide u. ſ. w., laut Conto.— Buun. VII. Wagner⸗Arbeit. Für 40 St. neue Scheib⸗ truhen, à 2 fl. 30 kr. 3 Für verſchiedene Stiele, Hefte, Handſchlägel u. ſ. w. Summa VIII. Seiler⸗Arbeit. Für eine 600° lange An⸗ ſpannſchnur à 6 kr. Summa 1. Handlanger u. Profeſ⸗ Materialien I Fuhren ſioniſten! i ans 1 aus Be⸗ V eigene ſerkaufte Robot feben fl. lkr. fl. e 7 fl. ſtril fi. ſtril fi. ſtr. J V V 24— 42— 5— V V 10145. 11 11 —— 3618 14 — Handlanger u. 3 1. profeſ⸗ Material ien Fuhren 6 Ve ſtoniſteni([ aus ſſaus Be⸗ ban ſ ſt V eigene ertaufte Robot zablung f er. fl. ſkr. fl. ſtr. fl. ſtr. fl. ſer. L IX. Materialien. 1 44 480 Längenmaß 9— 10 ſtarkes Tramholz à 50 kr.6—— 40˙— 160 Längenm. 6— 7“ſtarkes, V rohes Sparrenholz à 20 kr.“(⁵—— 53 20 175°Längenm. 6— 8 ſtar⸗ ke Sparren⸗Gehölze zu Bar⸗ rieren à 24 k tůt[—— 70— 8⁰ Längenmaß 8— 9“ ſtarke„ eichene Gehölze à 1 fl. 30 kr.——— 55 12— 30 St. 3“ ſtarke, 30 lan⸗ ge, eichene Quadrat⸗Latten — à1 f.—-— 36/— 4 St. weiche Pfoſten zu einer Ueberfahrts-Brücke, à b 2 ft. 15 757..—— 9— 3 St. weiche Pfoſten zur Uebertragsrinne bei a, à 2 fl. 15 kr.—— 6 45 111 5 St. 1 ½ ganze Pfalz⸗ bretter zur Waſſerrinne à 1fl.!—— 5— 6 St. Pfoſten zur Waſſer⸗ rinne bei 84, à 2 fl. 15 kr.—— 13/30 54 St. 1 Tiſchlerbretter à 30 kr. und 19 St. Pfoſten [à 2 fl. 15 kr. zu Auslaßröh⸗ dren oder Sielen..—— 49/30 50 St. 9“ lange, 3“ ſtarke Pfoſtenſtücke, welche bei der Abfahrt des Heues in die — Grippen eingelegt werden, à 1 Iff. Twe kr...... ſe= Saſl7 3 2 St. Pfoſten, 24 St. Tfalz⸗, 30 St. Tiſchlerbret— ter zu den großen und kleinen Schleuſen und Stauen u. ſ.w.—— 43[30 8oLängenm. 16—18 ſtar⸗ kes Tramholz zu Teichrin⸗ ne und Stauder à 1 fl. 30 kr.(—— 12˙— V 9 St. ganze Pfalzbretter V à 1 fl. und 9 St. Dachlatten b à 12 kr. zu den tragbaren Ueberfahrts⸗Brückchen.(——l186148 = Fürtrag.—[—] 369[38 42— 11 4* 7 Uebertrag. 12 ⁰% Mauerſteine zu Ter⸗ raſſirungen und Canälen à 2-f 6 St. Stauſteine à 3 fl.. Summa. X. An Robot. Profeſ⸗ b ſioniſten. Materialien Handlanger u. Fuhren eigene erkaufte — aus ſſus Be⸗ Robot 1 zahlunc fl. ſer., fl. ft. ſer. fl. ſer. 369 38 42 An Zug⸗ Robot wurden, theils bei Zuführung ange⸗ fährter Materialien, theil— V bei Zuführung von Letten und Raſen, laut Robots- Verrechnung 225 zweiſpän⸗ nige Tage verwendet à 1 fl. 15 kr... Hand⸗ oder Fuß⸗Robot ward keine verwendet. Summa. Wiederholungs⸗Sum⸗ marium. — V I. Zimmermanns⸗Arbeit 10545 II. Tiſchler dto. 45— III. Maurer dto. 58 40 IV. Steinmetz dto. 82 45 V. Taglöhner dw.—= SO= A=(—zsli⸗ VI. Schmied dto. 225 45 VII. Wagner dto. 114/15 VIII. Seiler dto. 6— IX. Materialten.—[-— 41138 42— X. Robot————— 281 15 1 Haupt⸗Summa 6às 10 11138 42 281 15 3618 14 In Allem 4991 fl. 17 kr. W. W. oder 1996 fl. 31 kr. Conv. Mze, 53 Da hiermit nun 59 Metzen Wieſe bewäſſerungsfähig gemacht worden ſind, ſo betragen die Koſten pr. Metzen ungefähr 99 fl. 48 kr. W. W. Aus der vorliegenden Koſtenberechnung wird man deutlich er— ſehen, daß dieſer Bau mit zu großem, den ökonomiſchen Verhält— niſſen nicht ganz angemeſſenem Aufwande vorgenommen wurde. Um möglichen Rügen in dieſer Beziehung zu begegnen, muß ich erklären: daß dieſer Bau nur auf ausdrücklichen Befehl meines Herrn Grafen ſo luxuriös ausgeführt wurde und man deſſen Wün— ſchen ſo viel als möglich zu entſprechen ſich um ſo mehr angelegen ſeyn laſſen mußte, als Derſelbe, als der erſte mir bekannte Unter— nehmer, dieſe Wieſenbewäſſerung eingeführt zu ſehen wünſchte, der man, nach deſſen hoher Meinung, als einem der weſentlich wich— tigſten Zweige einer rationellen Wirthſchaft, bis jetzt nur zu we— nig Aufmerkſamkeit gewidmet habe. Wie viele der größten Herr— ſchaften gibt es nicht, die, trotz eines wahrlich koloßalen Wieſen— ſtandes im Verhältniß des ackerbaren Areals, dennoch mit Futter— mangel zu kämpfen haben, während doch dieſelben durch eine zweck— mäßige Meliorirung ihrer Wieſen dieſem Uebelſtande in Kurzem abhelfen könnten! In welch' blühendem Zuſtande muß ſich nicht eine Oekonomie befinden, die, während ſie früher Tauſende zur auch nur dürftigen Unterhaltung des Viehes verſplittern mußte, nun im Ueberfluſſe ſchwelgt? Auf welcher Stufe der Vollkommenheit befindet ſich eine Wirthſchaft, wenn jährlich Summen zum Ankauf des nothwendigen Futters und Strohes verwendet werden müſſen? Sollte das hier Geſagte nicht hauptſächlich zur Nachahmung dieſer Wieſen-Meliori— rung anſpornen? Zum Schluſſe will ich nun noch die glänzenden Reſultate zeigen, die dieſe Bewäſſerungsanlage gewährt hat. Reſultate, die dieſe Bewäſſerungsanlage vom Jahre 18327 bis zum Schluſſe des Jahres 1840 bereits geliefert hat. Nach der Burggrafenamts⸗Rechnung lieferte, nach einem zehn— jährigen Durchſchnitte, die hier beſprochene Wieſe im Ganzen pr. Metzen 5 Ctr. Heu und Grummet. Obgleich man wegen verſpäteter Arbeit auf das Be— wiſſerungsgeſchaft im Herbſte des Jahres 1837 gar nicht denken, 54 ſondern dasſelbe erſt im Jahre 1838 in Anwendung bringen konn— te, ſo wurden deſſenungeachtet durch die angewendete Bewäſſerung im Jahre 1838 zwei Schuren an Heu und Grummet erhalten. Dieſe 50 Metzen gaben nach einem Auszuge der Burggra— fenamts⸗Rechnung bei erſter Mahd 39 zweiſpännige Fuhren „ zweiter„ 28„„ Zuſammen.. 67 zweiſpännige Fuhren. Eine ſolche zweiſpännige Fuhre wird hier auf 6 Centner ver— anſchlagt; es betragen daher dieſe 67 Fuhren 402 Centner. Wird nun jener durchſchnittliche Ertrag pr. 5 Centner mit der eben be— ſchriebenen Fechſung von 402 Ctr. verglichen, ſo zeigt ſich ſchon im erſten Jahre ein Mehrertrag von 152 Centnern. Ausgezeichneter wurde der Graswuchs im Jahre 1839, denn in dieſem Jahre konn— ten ſchon drei Fechſungen vorgenommen werden, und zwar gab die erſte Mahd 52 zweiſpännige Fuhren „ zweite„ 42 ½ 9,„ und „ dritte 4/ 16 11 71 Zuſammen.. 110 ½ zweiſpännige Fuhren oder, zu Gewicht reducirt, 663 Centner, alſo gegen die durchſchnitt— liche Fechſung vor den frühern Jahren ſchon mehr 413 Centner. Aber noch ergiebiger und ausgezeichneter wurde der Graswuchs im Jahre 1840, und obgleich, wegen ſchlechter Herbſtwitterung, das zweite Grummet nicht mehr eingebracht werden konnte, ſondern grün verfüttert werden mußte, ſo gab deſſenungeachtet die erſte Mahd 72 Fuhren und „ zweite„ 58„ Zuſammen.. 139 zweiſpännige Fuhren. Würde aber das grün verfütterte 2. Grummet, mit welchem 46 St. Horn⸗ vieh durch volle 6 Wochen erhalten und ernährt wurden, zum trok— kenen Grummet-Materiale reducirt, ſo würden ſich durch dieſe Reduc— tion gewiß noch 39 Fuhren ergeben und daher auch zuſammen ei— nen Fechſungsbetrag von 169 zweiſpännigen Fuhren ausgemacht haben. Auch muß ich noch erwähnen, daß dieſe nur die Reſulta— te von 45 Metzen ſind, weil 4 Metzen und 9— Maßl die Gräben, Aufwürfe oder Böſchungen betrugen, von welchen das Gras wegen Fäulniß viermal abgenommen und grün verfüttert werden R ber⸗ Wird be⸗ n im leter nn— gab 55 mußte, daher auch bloß als Grünfutter verrechnet wurde. Um wie viel würde die Fechſung geſtiegen ſeyn, wenn auch noch das er— wähnte Grünfutter getrocknet und zum Empfange gekommen wäre? Wie außerordentlich der Wuchs der Gräſer auf dieſen Bewäſſerungsgräben iſt, wird Jedem, der ſich die Mühe geben und perſönlich überzeugen will, mit wahrem Staunen erfüllen; auch wird er ſich geſtehen müſſen, daß das Gras auf dieſer Luka— witzer Wieſe nie größer oder länger, aber ſicherlich noch um das drei-, auch vierfache dichter werden kann; welchen Wohlſtandes wird ſich daher die Gebirgs-Oekonomie der Herrſchaft Geiersberg zu er— freuen haben, wenn deren ſämmtliche, aus 800 Metzen beſtehende Wieſen auf dieſe Art zur Meliorirung gelangt ſind! Inhalt. Seite Erſter Abſchnitt. Von den zur Bewäſſerung der Wieſen zu treffenden Anſtalten und Einrichtungen....... 1 Zweiter Abſchnitt. Wie das Waſſer auf der Wieſe vertheilt und wieder abgeleitet werden ſoll..t 1...... 17 Dritter Abſchnitt. Bewäſſerungsvorrichtung der in Tafel IV angeführten und zum Vorbilde gewählten Lukawitzer Wieſe, un— ter dem Lukawitzer Meierhoe.....28 Koſten, um die Geſammtfläche dieſer 50 Metzen enthaltenden Wieſe in einen bewäſſerungsfähigen Zuſtand verſetzen zu können.. 47 Reſultate, die dieſe Bewäſſerungsanlage vom Jahre 1837 bis zum Schluſſe des Jahres 1840 bereits geliefert hat..... 53 In der J. G. Calve ſchen Buchhandlung in Prag ſind auch folgende empfehlungswerthe Werke erſchienen und durch jede Buchhandlung zu beziehen: André, Rud., Darſtellung der vorzüglichſten landwirthſchaft— lichen Verhältniſſe, inſofern ſie auf Bewirthſchaftung des Grundes und Bodens und die damit verbundenen Nebenzwei⸗ ge der Oekonomie Bezug haben. Ein Handbuch für prak— tiſche Landwirthe und Freunde der Landwirthſchaft in allen Gegenden Teutſchlands. Mit Anmerkungen von Aug. Rie⸗ ger. 4te verbeſſerte Auflage. gr. 8. 1840(12 ½ Bog.) Broſchirt 1 Rthlr. 6 ggr.(1 fl. 40 kr. C. M.) Converſalions⸗Lexicon, landwirthſchaftliches, für Prakti— ker und Laien. Herausgegeben von Dr. Alex. von Len— gerke. 4 Bände. gr. 8. 1837 und 1838.(243 Bog.) Geb. 16 Rthlr.(24 fl. C. M.) Lengerke(Dr. Al. v.), Anleitung zum praktiſchen Wieſenbau. Mit beſonderer Berückſichtigung des Zuſtandes und der Be— dürfniſſe der norddeutſchen, namentlich der Meklenburg'ſchen Wieſenwirthſchaft. Mit S lithographirten Tafeln. gr. 8. 1836.(26 ¼ Bog.) Gebunden 2 Rthlr. 12 ggr.(3 fl. 20 kr. C. M.) —— Reiſe durch Deutſchland, in beſonderer Beziehung auf Ackerbau und Induſtrie. Mit?7 lith. Tafeln und 1 Vig— nette. gr. 8. 1839.(35 ½ Bog.) Gebunden 3 Rthlr. 8 ggr. (5 fl. C. M.) Trautmannsdorf(S. Graf), praktiſcher Nivellir⸗ Unterricht und deſſen Anwendung auf das Anlegen der Wieſenbewäſſe⸗ rungsgräben und die Führung der Waſſerleitungen in hölzer⸗ nen und eiſernen Röhren, wie auch mancherlei andere Gegen— ſtände landwirthſchaftlicher Cultur. Für jeden, auch keine mathematiſche Kenntniſſe beſitzenden Oekonomen faßlich darge— ſtellt. Zweite Auflage, nach den Grundſätzen des Herrn Ver— faſſers umgearbeitet von deſſen Mitarbeiter an der erſten Ausgabe. Mit é lith. Tafeln. gr. 8. 1836.(16 ¾ Bog.) Cartonirt 1 Rthlr. 6 ggr.(1 fl. 48 kr. C. M.) S 3— 8 X — ———— —— —— b aan 3 7 / 1 —- Vi, V f FLale I. Tarbt. I. — u——— 3—— — 8 5 NX D b Sch 75 I. 3 laut. II. 6 beim— kürSTwIINI Lukam itz er Mever⸗— auf der Herrs chaft 6 eiersb ers Erkläruns der Bezeichnungen. Srlrcecrcrehreeghe,sj,n Huwcssernags lraben anr ace Sarenwanden kein kercfhrechen acos aner eichgtbanta Ztaseretwane Zaupt Sultwutcngek eritgfr Sraben wWwaaz zwce daiten Lwechärte klane Wäussetrletlancfen MMGNA ane Seae Zeuhirte Zleenwe Varsarleite Acfote eKtchite Bewasserunchr Sriheen auleitengs ürinppen d kltinere I Darse Teitahn Lin Kneliwausetniechs Sraber Zmlevwdisserienge Erappen Wonzontate breiur l⸗ wasrrereinge Srtpon Ducfchebaut Gc. Jaogtecn arneen: Prag, J. G. Calve' ſche Buchhandlung, ——— 3— — 5— ͤßͤßß A— ————— —— 8———— —— —— O em Kunſtwieſenbau Stephan Weinar. Solour& Grey Control Chart Blue Cyan Green Vellow Hed Magenta White Gfey Greyz Grey 3 Grey 4 Black