N e 2 509ee eee Le 5 ᷣ̃ 8 ☛‿☛☛ Ft S, Gall’s Dampfbrennapparat seiner höchsten Vereinfachung. * 5 3 4 Bei'm Verleger ſind von demſelben Verfaſſer ferner erſchienen und durch alle Buchhandlungen V des In- und Auslandes zu beziehen: —— 3 EEſͤͤ——— Reiſe nach Nord⸗Amerika ꝛc. 1822. 2 Bde. mit Abbild. am 5 ½ Thlr. od. 9 fl. 36 kr.— Daſſelbe Schreibp. 6 Thlr. od. 11 fl. 42 kr. Geurtheilt unter andern in Okens Iſis 1822; in den Er⸗ m ze. gäͤnzungs⸗Blaͤttern zur Halleſchen Allg. Lit. Zeitung, Juli 1825; in der Revue Encyclopédique, October 1824; im Hesperus 1823; im Bulletin universel, Sect. 6 7 3 1823). Die Schnellgerberei in Nord⸗Amerika, mit 42 Abbild. V 1824. 7 Thlr. oder 12 fl. 36 kr. ent (Beurtheilt in Hornemanns Archiy 1828; im politechni⸗ ander ſchen Journal 1825; in den Annalen der Literatur 1825; in der Nuͤrnberger Allg. Handlungs⸗Zeitung 1825; im Bulletin universel, Sect. technol. 1828; in der Leip⸗ ziger Literat. Zeitung 1825, Nro. 204.; im polytechn. Elbeblatt, Mai 1823). Was könnte helfen? Immerwährende Getraidelagerung um jeder Noth des Mangels und des Ueberfluſſes zu begegnen und Creditſcheine, durch die Getraide⸗Vorrä⸗ the verbürgt, um der Alleinherrſchaft des Geldes ein Ende zu machen. Nebſt Beſchreibung eines neuen Getraide⸗Aufbewahrungs⸗Apparats, welcher mit der Si⸗ cherheit und Wohlfeilheit der Silo's die Zugänglichkeit der Schüttböden vereinigt. Mit Abbildungen. 1825. 3 1 ½ Thlr. od. 2 fl. 45 kr. (Beurtheilt in der Leipziger Literat. Zeitung 1826, Nro. 177.; in der Revue encyclopédique, October 1825; 5 im Hermes 1826. 27r Band.) Nach den Vorſchlaͤgen des Herrn Verfaſſers hat ſich im vorigen Jahre in Er⸗ furt ein.erein gegen jede Noth des Mangels und des V Unir. 3. Siessen Der Gall’sche Vheinländische Dampf-Brennapparat in seiner höchsten Vereinfachung, gelegentlichen Beleuchtungen einiger anderen Dampf-Brennapparate FE ABIBLIOTIE: i /D, KONIE Lei It\ zunWwig Gall; a ADE NIE| f Ag! 1\d Daarıs von NER HS SAH hl denn EEE Eee Trier, 1534. Brei EA, Ga A er Wer arbeitet und die Früchte seiner Arbeit geniessen, weı denkt und seine Kenntnisse noch. erweitern und für sich anwenden oder mittheilen will, dem genügen die bestehenden politischen Ein- richtungen, welche Jedem im Volke die Möglichkeit sichern, seine Kräfte in moralischer und geistiger Richtung frei zu entwickeln; er will Andere eben so wenig beunruhigen, als beunruhigt werden; er hat keinen Wunsch als— Friede, Ordnung und Sicherheit. ** * Alle Fortschritte der Menschheit verketten sich mit jenen des Gewerbfleisses: beide gehen Hand ın Hand und ebenen einander die Bahn. % Das allgemein verbreitete Gefühl des durch‘die Fortschritte der Industrie erzeugten VVohlbehagens, fordert unwiderstehlich zur Fort- setzung ähnlicher Bemühungen— der täglich fühlbarer werdende Mangel an Brennmaterial, zu Vorschlägen der Ersparniss dieser Stoffe auf. en essen, Wer anwenden chen Eın- ED, seine ckeln; er werden; heit, jenen des _ einander irıtte der zur Fort- werdende nis dieser vYorwoert, IR den folgenden Blättern übergebe ich dem Publi- kum, mit der Beschreibung meines Dampf- Brenn- Ap- parats in seiner höchsten Vereinfachung, einige Bruch- stücke zur Erfindungs- und Vervollkommnungs- Ge- schichte desselben. Letztere sollen den Standpunkt angeben, aus welchem ich meine Bestrebungen beur- theilt zu sehen wünsche. Ich dachte mir es als einen schönen Beruf, eines der wichtigsten Gewerbe mei- nes Vaterlandes, auf dem festen Grunde der Wissen- schaft, an der Hand der Beobachtung und Erfahrung, allmählig auf die höchste Stufe der Vollkommenheit zu erheben; zwanzigtausend Brennerei- Besitzern alle eigenen Verbesserungs-Versuche ihrer Vorrichtungen und Verfahrungsweisen zu ersparen. Ich hoffte, durch mein Beispiel und meine Erfolge ‚andere Männer von wissenschaftlicher Bildung und praktischen Kenntnissen zu veranlassen, so wie ich, die Fortbildung einzelner Gewerbe zur Aufgabe ihres Lebens zu machen..... Nur wenig von dem, was ich vrollte und hoffte, nur das, was ich persönlich vermochte, ist in Erfüllung ge- gangen: ich habe blos mein System des Destillir- Ap- parats, dem jetzigen Zustande des Gewerbes entspre- en ıY chend, zur, wie ich glaube, höchsten Vollendung brin- gen können; aber ihm Eingang zu verschaffen, ist mir erst in verhältnissmässig geringem Maasse gelungen. Noch weniger habe ich die Freude gehabt, andere Männer, die Tüchtiges leisten könnten, alle ihre Kräfte der Verbesserung einzelner Gewerbe widmen zu sehen. Und doch, was vermöchten nicht zwanzig Männer, deren jeder die. Vervollkommnung eines ein- zelnen Gewerbes sich zum Ziele setzte? Was bleibt nicht für die Einführung der Runkelrübenzucker-Fa- brikation noch zu thun, die bei unseren westlichen Nachbaren schon in zweihundert grossen Fabriken blüht, während wir für fremden Zucker noch, nicht den Preis allein, den er kostet, sondern ausserdem auch die Kosten des Unterhalts von hunderttausend unserer Mitbürger zahlen, welche die einheimische Zuckerfabrikation beschäftigen und ernähren könnte. Oder wäre die Ansicht etwa falsch, dass die Land- wirthschaft und die Gewerbe unseres Vaterlandes, blos unter der Bedingung, die anderen vollständig zu beschäftigen, hunderttausend Arbeiter entbehren können? dass diese sich folglich jetzt, wenn sie auch nicht ganz müssig sind, mit den übrigen in die Arbeit theilen, die von hunderttausend Arbeitern weniger verrichtet werden könnte? dass mithin die Kräfte von hundert- tausend Menschen unbenutzt bleiben? Welches loh- nende Bewusstseyn erwartet daher nicht den Mann, dem es gelänge, die Runkelrübenzucker- Fabrikation praktisch im Vaterlande zu begründen? der sich be- mübhte, zwanzig, hundert, zweihundert Gutsbesitzer— sie sind am nächsten dabei interessirt— zur Tragung derKosten der ersten-Anstalt zu vereinigen; der dann, mit den nöthigen wissenschaftlichen Vorkenntnissen ausgerüstet, die hohe Schule einer französischen Run- kelrübenzucker-Fabrik bezöge und endlich, nachdem S ng bnn. Na gehn, alle re Kr, wid Zwanziz 163 EI- ; bleibt er-Pa- lichen abriken 1, nicht usserdem tausend eimische könnte. | Land- s, blos dig zu önnen? ht ganz ilen, die orrichtet undert- es loh- „Mann, rikation sich be- ilzer— Tragung Pf dann, nissen p Run- achdem er seines Stoffes in jeder Beziehung Meister gewor- den, das ursprünglich deutsche Reis veredelt wieder auf deutschen Boden verpflanzte, und nicht ermüdete, es mit Liebe und Sorgfalt zu pflegen, bis es erstarkt wäre zum kräftigen, üppige Früchte tragenden Baume! O, dass diese Andeutungen Anklang finden möchten! Aber es gehört nicht gewöhnlicher Muth dazu, mit dem Bewusstseyn eigenen Werthes, als praktischer Ge- werbeverbesserer aufzutreten... Deinen Beruf noch lieh zu behalten, wenn auch der oft.getäuschte Gewerb- treibende dich mit dem zahllosen Heere von Markt- schreiern und Geheimnisskrämern in eine Klasse setzt, oder der Vornehme mit dem geringsten Beitrag zum Ersatz deiner Versuchskosten‘dich abgefunden zu haben glaubt; nicht zu ermüden, wenn Du auf keine Weise dich unterstützt siehst; die Hoffnung des Ge- lingens nicht aufzugeben, wenn auch kurzsichtige Hand- werker den Baum fällen, um die Früchte zu brechen und durch betrügerisch ausgeführte Arbeiten dein Werk in Verruf bringen, eh’ es sich noch hat bewäh- ren können; nicht zu verzweifeln, wenn sogar von dorther Dir Dornen auf den Weg geworfen werden, woher du Aufmunterung erwarletest. Doch harre aus, dem Fleisse lohnt Gelingen; dem Beharrlichen ist selbst das Schicksal unterthan. Und wahrlich, es ist die höchste Noth, dass dem Volksileisse neue Quellen des Erwerbs geöffnet wer- den; denn wenn, nach einer nur mittelmässigen Erndte, die Getreidepreise unter. die Erzeugungskosten herab- sinken: so muss es auch dem blödesten Verstande sich aufdringen, dass ein/sehr grosser Theil des Volks das nöthige Brod nicht mehr zu verdienen im Stande’ist, „Seit vierzig Jahren— sagt der Herausgeber des Phalanstere— ist viel für das Volk geschehen, seine Tyrannen sind gestürzt, seine Würde proclamirt, seine er nnpön VI Rechte erörtert worden, und vor kaum zwei Jahren hat man es sogar zum Souverain erklärt. Es bleibt nur noch Eins zu thun übrig, nämlich den Hunger, die Kälte, das Siechthum, mit einem Worte das Elend von ihm zu entfernen, welches bis jetzt noch allein das Gefolge des neuen Souverains bildet. Die Ver- besserung der physischen Existenz des Volkes: das ist in unseren Tagen die erhabenste Aufgabe, welche die Freunde der Menschheit zu lösen versuchen können.” Auf denn, junge Männer von Kopf und Herz, für welche nicht mehr Raum ist an den Schreib- und Rechentischen, auf! tretet an die Spitze arbeitender Phalangen, verschafli dem Volke das einzige Recht, welches ihm Noth thut, welches es verlangt, das ein- zige, welches die, die es zum Souverain proclamirten, in der Aufzählung seiner unveräusserlichen Menschen- rechte übersahen, das Recht zur Arbeit, das Recht, sich im Schweisse seines Angesichts menschlich zu nähren und zu kleiden. Nur Arbeit, lohnende Arbeit bedarf unser kräftiges, fleissiges Volk, um mit den aus- gezeichnetesten Nachbarvölkern in jedem wahren Vor- zuge zu wetteifern. Nur Arbeit gebt dem Volke, und wir bedürfen keines fremden Marktes mehr für die Erzeugnisse unseres Bodens und unserer Industrie, die zur eigenen Sättigung und Kräftigung einer der nützlichsten Klassen unseres Volkes dienen sollten, und mit des Segens reichster Fülle wird sich die Quelle der Wohlfahrt in tausend Verzweigungen durch die Kanäle des Verkehrs ergiessen. Das ist eure Auf- gabe, Jünglinge, die es verlangt, eure edelsten Kräfte dem Woehl der Gesellschaft zu widmen; es ist beson- ders die eure, ihr verblendeten Edeln, die, von Ver- besserungen des gesellschaftlichen Zustandes träumend, in dem Doppelgeschöpf Mensch nur das melaphysische Wesen eurer Einbildungskraft erblickt. Ihren bleibt ler, Elnd allen Ver- las ist e die en.” , für und nder echt, 3 OL- nirten, :chen- echt, h zu rheit aus- Vor- ‚und die ıstrie, - der IIten, | die \urch Auf (rälte »sOD- Ver- ‚end, sche vl Besorgt nicht, dass es an Stoff zur. Arbeit fehle. Noch ist die Erde kein Garten, was: sie. einst gewiss seyn wird. Noch bleiben unermessliche Wüstungen, Sümpfe und Moore in fruchttragende Felder umzu- schaffen; noch sind nicht alle Wohnstätten der Men- schen durch lebensverlängernde Eisenbahnen und Chausseen verbunden; noch alle Dörfer nicht von Obst- hainen umgeben. Glaubt auch nicht, dass Gold oder Silber zur Ausführung solcher Arbeiten nötbig sey. Lasst hun- dert, zweihundert Gutsbesitzer, die keinen, oder we- nigstens keinen lohnenden Absatz haben, für’ die Er- zeugnisse ihrer Landwirthschaft, den Bau einer Chaus- see unternehmen.‘Lasst sie alle dabei thätigen Ar- beiter, selbst die Ingenieure nicht ausgenommen, mit einem von ihnen verbürgten und durch das Unter- nehmen hypothecirten Papiergelde bezahlen, wofür je- der Arbeiter die nöthigen Lebensmittel in ihren Vor- rathshäusern kaufen könne, wodurch aber zugleich derjenige, in dessen Händen sich solches Papiergeld befindet, Miteigenthümer des unternommenen Werkes. wird und Anspruch an einen verhältnissmässigen An theil des künftigen Ertrags desselben erhält, und ihı bedürft des Goldes und des Silbers nicht, und eueı Papiergeld wird bald, in immer sich erweiternden Krei- sen, eben so gern für alle Erzeugnisse der Arbeit an- genommen werden, als Silber und Gold, und eben so gesucht seyn, als die, auf keiner so sicheren Hypothek begründeten, Staaatspapieren; und ihr gebt dem Volke nicht allein Arbeit und Brod, sondern auch Gelegen- heit, durch seine Ersparnisse Miteigenthümer des Un- ternehmens zu werden. Welcher Wirkungskreis! Und nun nur noch ein Wort zuEuch, ihr fertigen, ge- wandten Tagesschriftsteller und Uebersetzer ausländi- scher Frivolitäten, auch euer Gewerbe ist übersetzt: wäre vIu es nicht Zeit, dass auch unter Euch einige sich den Be- dürfnissen der Zeit und des Volkes zuwendeten? Un: sere Litteratur ist arm an populären Schriften zur Ver- breitung der Grundwahrheit alles Fortschreitens, dass jedes Volk in seiner Arbeitskraft die erste und einzigeBedingung seinerhöchsten Wohl- fahrt besitzt. Sollten die Illustrations of political economy der edeln Miss Harriett Martineau, das Traite de Vassociation domestigue agricole und le noureau monde industriel von Fourrier, das wahre Volksbuch le bon homme Richard, Pobert Owen’s Views on society, die anziehende allegorische Erzäh- lung The revolt of the bees, der Workmans compa- nion, das Vorzüglichste aus dem Phalanstere ou la reforme industrielle nicht auch einer deutschen Ueber- setzung und allgemeinen Verbreitung werth seyn? Doch wohin lasse ich mich wieder fortreissen von meiner innigen, lebendigen Ueberzeugung, dass es nichts, durchaus nichts bedarf, als einer, den Be- dürfnissen der Nation entsprechenden vollständigen Beschäftigung aller Arbeitsfähigen und der mög- lichsten Erleichterung und Unterstützung der mensch- lichen Arbeit durch die zweckmässigsten Werkzeuge und Maschinen, um Allen alle Bedürfnisse des Le- bens in Ueberfluss zu sichern, die anstrengendsten Ar- beiten todten Naturkräften zu übertragen, und so, mit immer rascheren Schritten, dem grossen Zeitpunkt ent- gegenzueilen, wo der Mensch fast nur als intellectuel- les, denkendes Wesen thätig sein und den in seinen Dienst gezwungenen Naturkräften nur den Impuls sei- nes Willens geben wird!! Ich kehre zu dem speciel- len Gegenstande dieser Blätter zurück. Es ist nicht meine Absicht, durch die in der fol- genden kleinen Schrift mitgetheilte Beschreibung mei- IX Be. nes vervollkommneten Destillir- Apparats jeden Bren- Un: nerei-Besitzer in den Stand zu setzen, dergleichen Ve- Apparate ohne meine Zustimmung anfertigen zu lassen ls und anzuwenden. Was ich an dinglichen Gütern be- erite sass, habe ich schon vor zwölf Jahren einem schönen ki Traume geopfert*), und für die Zeit, welche mir ver- iticnl gönnt worden ist, mich ausschliesslich der Vervoll- ds| kommnung und Verbreitung ıneines Brenn- Apparats ıd le| zu widmen, habe ich,{wie billig, Behufs meiner Stell- ahre vertretung, auf mein Gehalt verzichten müssen. Einen vs| mässigen Beitrag zu dem Ersatz der nicht unbedeu- zäh-| tenden Kosten der praktischen Begründung meiner mpa- Di Verbesserungen, muss ich daher schon von Denen er: ou la| warten, die bei deren Anwendung Vortheil zu finden Jeber-| glauben. Für diejenigen Brennerei-Besitzer, velche 1?| das nicht unbillig finden und zu ihrem Gebrauch Ap- u} parate meines Systems selbst anfertigen lassen wol- I len, habe ich eine besondere, vollständige und aus- Eh führliche Anleitung dazu drucken lassen, welche nur sen| als Nannseripi.-gegen portofreie Einsendung eines Hono- En\ rars von 1 Friedrichd’or für jede 100 Quart des täg- il N lich benutzten Maischraums an meine Adresse in lie Coblenz, ausgegeben wird. Für. eine Brennerei, Pa 5 welche täglich 3000 Quart Maischraum benutzt, ist. Kun| also ein- für allemal ein Honorar von 30 Friedrichd’or Er F einzusenden; für grössere wird jedoch ebenfalls nur a derselbe Betrag gezahlt. ent- i Zum Schluss noch ein Wort über die polemische tuel N Tendenz, welche man in meinen Schriften gefunden einen haben will und welche man auch an dieser wieder ta- En deln wird. Ich hatte eher Dank dafür erwartet, dass ich ae. so manchen im Finstern wandelnden Gewerbtreibenden auf die Abwege aufmerksam machte, die Andere, die fol- *) S.„Meine Auswanderung nach Nordamerika”, 2 Thle. mei- bei F. A. Gall, 1822. Trier X selbst den rechten Weg nicht kannten, mit grossen Buchstaben als die rechten bezeichnet hatten. Darf man von dem, der sich als Wegweiser aufwirft, nicht mit Recht verlangen, dass er wenigstens das Bekannte nicht ignorire, ihm nicht wenigstens zurufen:„read bevore you’ write!”, besonders wenn man selbst keine Schonung verlangt? Mir wird jede, wie die meinige, gegründete Kritik ‚meines Apparats willkommen seyn: ich werde daraus lernen. „Nichts ist so nachtheilig— sagt each—_ als. wenn Irrthümer durch bedeutende Autoritäten un- terstützt, allgemein verbreitet werden, und dies um so mehr, wenn der Gegenstand zur Anwendung für Prak- tiker bestimmt ist, von welchen eine genügende Prü- fung der Sache selbst auf keine Weise zu fordern ist: Berlin, im Dezember 1833. Gall ar,\ zur Erindungs- und Verbollkomm- nungsgescehichte meines Dampf- Brenn- Apparats, D. Branntwein-Brennerei wird, der eifrigen Bestrebun- gen der Mässigkeits- Vereine ungeachtet, welchen ich wahr- lich aus tiefster Seele den besten Erfolg wünsche*), noch lange eines der wichtigsten technischen Gewerbe bleiben, und die 20,000 Brennereien des Preussischen Siaats allein, werden, so lange sie mit ihren unvollkommenen nee then fortarbeiten, noch manches Jahr einige hunderttausend Klafter Holz unnützerweise in Rauch aufgehen lassen, wäh- rend Hunderttausende von Familien oft nicht haben, womit sie im harten Winter die erstarrten Glieder erwärmen, Die Brennerei war es daher schon werth, ihre Vervoll- kommnung zur Aufgabe der zweiten Hälfte eines Lebens zu machen, welches noch das Bewusstseyn nicht in genügendem Maasse gewährt hatte, nicht umsonst gelebt zu haben. Zunächst war es die Weintrestern- Brennerei, welche mich beschäftigte, weil sie, so wie sie meistens noch betrieben wird, über alle Vorstellung mühsam ist, und wenigstens sechsmal so viel Brennmaterial verschwendet, als nöthig wäre; weshalb denn auch, selbst in dem gewerbfleissigen Frankreich, immer noch kaum zehn Prozent aller Weintrestern auf Branntwein be- nutzt werden. Mein erster Dampf- Brenn- Apparat war daher auch nur auf eine zweckmässigere Destillation der Tre- *) Und dass ich mich nicht auf fromme VVünsche beschränke, dürfte eın Aufsatz in den ersten ‚Blättern des seit Juli d. J.“ın Bonn erscheinenden Niederrheinischen Archivs zur Beförderung der Cultur der Eifelgegenden beweisen, worin ıch dringend empfehle, das Futter zur Haltung eines grösseren Wiehslimdis richt durch Branntwein- Brinnerel beschaffen zu wollen. 12 stern berechnet, und nur für die weinbauenden Regie- rungs-Bezirke der Monarchie wagte) ich, mir ein Patent darauf zu erbitten, Durch die Huld des hohen Ministeriı des Innern für Handel und Gewerbe, dessen weiser Umsicht und Fürsorge die vaterländische Industrie ihren hohen Auf- schwung verdankt, ward indessen das, mit allerhöchster Ge- nehmigung Sr. Maj. des Königs mir unterm 9. August 1829 verliehene Patent auf die ganze Monarchie ausgedehnt, In dieser unverhofften Gnade musste ich eine stillschweigende Anerkennung der Vervollkommnungsfähigkeit meines, ursprünglich nur zur Trestern-Destillation bestimmten, Appa- rats erkennen, so wie ich zugleich die ehrenvolle Auf- forderung darin finden musste, dahin zu streben, densel- ben auch für die ganze Monarchie, also auch zur Kar- toffeln- und Getraide-Brennerei, anwendbar zu machen. Von da an waren alle meine Bestrebungen dahin gerichtet, der Gnade des hohen Ministeriums mich würdig zu erweisen und dem vorausgesetzten ehrenvollen Vertrauen dieser hohen Behörde in meine geringen Kenntnisse, durch baldige Herstellung eines allgemein anwendbaren Dampf- Brenn-Apparats zu entsprechen, welcher möglichst vollstän- dig die Aufgabe lös’te, alle durch Verdichtung und Abküh- lung der bei der Destillation erzeugten Dämpfe frei wer- dende Wärme wieder zu benutzen. Diese Aufgabe, deren Lösung“ich mir zum Ziel setzte, war die Hauptidee, welche mich bei meinen Arbeiten leitete; denn die Wärme- menge, welche bei der Verdichtung und Abkühlung der Dämpfe frei wird, ist genau derjenigen gleich, welche ver- wendet werden muss, um allen Alcohol aus der Maische zu scheiden; so wie die bei der Destillation 33- bis höchstens Aprozentiger Maische*) frei werdende Wärme auch wie- derum derjenigen Wärmemenge gleich ist, welche erfordert wird, um die Maische zur. folgenden Blasenfüllung bis zur Siedhitze vorzuerwärmen. Es musste also möglich seyn, bei der Destillation solcher Maischen‘— welche man erhält, wenn man im Verhältniss von 1 Theil trockener Substanz auf 8 bis 9 Theile Wasser einmaischt— alle frei werdende Wärme durch die zur folgenden Blasenfüllung bestimmte *) d.h. solche Maische, die ın 100 Quart 3% bis 4 Quart, odei 350 bis 400 Prozent nach Tr. Alcohol enthält. Be,» „ 13 Maische zu binden und das Destillat, die in die, Vorlage übergehende tropfbare Flüssigkeit, bis zur Temperatur der Maische im Maischbrunnen, ohne Kühlwasser, abzukühlen. Ist dies Ziel erreicht, so ist der Brennmaterial-* und Zeit- aufwand bei der Branntweinbrennerei auf das absolute Mı- nimum reducirt, und eine weitere Brennmaterial-Ersparniss eben so wenig möglich, als ein rascherer Betrieb, wenn die- ser nicht durch unnützen Brennmaterial- Aufwand bewirkt werden soll. Schon im October 1830, ein Jahr nach Erlangung des Patents— welches mir den Muth und die Ausdauer ver- liehen hatte, nicht zu ermüden, bei tausend Widerwärtig- keiten, die bei der praktischen Ausführung und Begründung neuer Ideen zu besiegen sind— konnte ich dem hohen Mi- nisterio anzeigen, dass es mir, auf der betretenen Bahn fort- schreitend, bereits gelungen war, einen Dampf-Brenn- Ap- parat herzustellen, welcher D) nur das absolute Minimum von Brennmaterial erfordere und 2) ohne Rectifications- noch Kühlwasser, unmittelbar aus der Maäische, Branntwein oder Spiritus bis zu 85 Pro- zent nach Tr, von höchster Reinheit liefere, Zugleich wagte ich um Verlängerung des verliehenen Pa- tents bis ult. 1840 zu bitten, welche mir auch, mittelst hohen Rescripts vom 8. October 1830, huldreichst zugesichert wur- de, in so fern im Jahre 1834 nachgewiesen werde, dass der- gleichen Apparate ins Leben getreten seyen und sich be- währten, Ich musste hierin eine neue ebrenvolle Aufmunterung finden, dahin zu streben, dass mein Apparat sich bewähre, und freudig fasste ich den Entschluss, nicht zu ruhen, so lange mein Werk in irgend einer Beziehung noch einer hö- heren Vollendung fähig seyn werde, Das Geheimniss, die Menschen besser zu machen, be- steht darin, sie für besser zu halten, als sie sind; durch ein analoges Geheimniss fördern weise Regierungen die Entfal- tung der Blüthen des Kunst- und Gewerbifleisses, indem sie dem aufkeimenden Talente, bis es zur Selbstständigkeit er- starkt ist, einen durch die Gesetze geschützten Spielraum 14 zur praktischen Ausführung seiner Ideen gewähren und vor dem verdorrenden Hauche der Goncurrenz schirmen, So konnte ich, des gesetzlichen Schutzes meiner Ver- besserungen gewiss, schon in der, 1531) erschienenen, er- sten. Beschreibung meines Dampf-Brenn-Apparats ohne Rückhalt selbst diejenigen Vervollkommnungen mittheilen, welche derselbe erst nach erlangtem Patente erhalten hatte. Bald machten neue Fortschritte in der Bereitung der Maische auch neue Vervollkommnungen des Destillir- Ap- parats nölhig, Ks gelang nämlich, durch dickeres Einmat- schen und eine zweckmässigere Einleitung des Zuckerbil- dungs- und Gährungs-Prozesses bis 530 Prozent Alcohol in 100 Quart Maische zu erzeugen. Dadurch wurde das Verhältniss der bei der Destillation durch Verdichtung und Abkühlung der Dämpfe frei werdenden Wärme, so wie das der Wärmebindungsfähigkeit der kalten Maische sehr we- sentlich verändert: jenes stieg, während dieses sich vermin- derte. 100 Quart 5- bis Szprozentige Maische vermögen nicht alle Wärme aufzunehmen, welche durch die Verdich- tung und Abkühlung der Dämpfe aus 100 Quart Maische von gleichem Alcoholgehalt frei wird. Die überschüssige Wärme musste daher durch Wasser gebunden werden. Indem aber, durch zweckmässige Vorrichtungen, dasselbe Wasser, welches zur Speisung des Dampfkessels nöthig ist, vorher zur Abkühlung und, nachdem es diesen Dienst ge- than,"auch noch zur Rectification benutzt werden konnte: so kam es, um nach wie vor alle durch Verdichtung und Abkühlung frei werdende Wärme wieder zu Gunsten der Destillation. zu gewinnen, nur darauf an, das ım Kühlfass, etwa bis zu 25° R., sich erwärmende Wasser, durch hydro statischen Druck zu nöthigen, in einen Rectificator empor- zusteigen, welcher blos hinreichend hoch angebracht seyn durfte, damit aus ihm das, bis zu eiwa 60° erhitzte, Wasser sich entweder unmittelbar in den Dampfkessel oder in einen Danıpfwasser- Vorwärmer ergiessen könne. Auch diese, durch die Fortschritte des Gewerbes gebo- tenen, Verbesserungen zögerte ich um so weniger, in einem Nachtrage zur Beschreibung meines Apparats, den Käufern *) bei F. A. Gall in Trier. 39 derselben wieder mitzutheilen, ohne vorher eine nochmalige besondere Patentirung derselben nachzusuchen, als eben diese öffentlichen Mittheilungen‘mir hinreichend schei- nen mussten, die Priorität meiner Erfindungen und Verbes- serungen ausser, Zweifel zu setzen, und dadurch geschützt zu seyn gegen ‚die bequeme Industrie der Nachahmer, „deren Müh’ ist, dass sie richten „And’rer Mühe stets zu Grunde,” Wenigstens glaubte ich voraussetzen zu dürfen, dass die Freiheit der Concurrenz sich nicht bis auf das Gebiet des Eigenthums erstrecke, wenn die Gränzen desselben deutlich bezeichnet seyen, und das erhabene Suum cuique nicht das Eigenthum des ausgestreuten Saamens allein, sondern auch das der daraus aufgegangenen, mit Sorgfalt gepllegtenBäu- me sichere, und der Nachahmer daher wenigstens den Be- weis werde liefern müssen, dass meine Erfindungen und Ver- besserungen bekannt gewesen, bevor solche von mir in mei- nen öffentlich erschienenen Druckschriften als die mei- nigen bezeichnet worden seyen, Welcher Mann von Kopf und Talent möchte. seine edelsten Kräfte wohl der Vervollkommmnung irgend eines Industrie-Zweiges widmen, wenn es anders wäre: wenn das, wie er glaubt, auf seine, der praktischen Erweiterung fähig erkannte, Idee ihm verliehene Patent nur die erste unvollkommene Ausführung, nicht aber auch das vollendetere Werk schützte? Hiesse das nicht gerade durch ein Patent dem Erfindungs- und Unternehmungsgeiste Fesseln anlegen, die thätigsten und unternehmendsten Glie- der der Gesellschaft zu einem erzwungenen Müssiggange verdammen; während Patente, den industriösen Sinn beloh- nend, zum rastlosen Vorwärtsstreben in Vervollkonmnung der technisehen Verrichtungen und Verfahrungsweisen auf- muntern, und, die Gewerbthätigkeit ehrend, der thätigkeits- bedürftigen Jugend auch auf diesem friedlichen Gebiete wür- dige Gegenstände für ihren Thätigkeitstrieb darbieten sollen? So dachte ich damals— so denke ich auch noch jetzt, Da ich aber nur in den Staaten den Schutz der Gesetze für meine Verbesserungen in Anspruch nehmen kann, in welchen mir schon auf die erste Ausführung meiner Idee 16 Patente verlieben worden sind, ich aber auch noch ın meh- reren anderen Staaten Patente theils schon nachgesucht habe, theils noch nachzusuchen beabsichtige: so habe ich die Beschreibung späterer Verbesserungen nicht mehr dem Buch- handel übergeben, sondern nur denjenigen Brennerei-Be- sitzern als Manuscript mittheilen können, mit welchen ich über die Verbesserung ihrer Anlagen in Correspondenz ge- treten war. Als das Hauptzielmeiner Bestrebungen: alle durch Verdich- tung und Abkühlung frei werdende WVärme vollständig wieder zu benutzen, erreicht, auch für eine solidere Construction, na- mentlich für eine vollkommen dichte Verbindung der me- tallenen Theile mit den hölzernen Gefässen, ohne Nägel noch Schrauben, gesorgt war, blieb noch übrig, die Um- wandlung Pistorius’scher und anderer gewöhnlicher Brenn- geräthe ın Dampf- Apparate meines Systems zu bewerkstel- ligen, um, zu einer Zeit, wo die Fortschritte im Dickmai- schen die Dampfanwendung unumgänglich nöthig gemacht, die Concurrenz aber die Spirituspreise fast bis auf die Er- zeuguugskosien reducirt hat, den Brennerei- Besitzern neue Kapital-Anlagen zu ersparen, welche der Ertrag des Ge- werbes nicht mehr zu verzinsen vermag. Bei dem ersten Versuch einer‘solchen Umwandlung eines Pistorius’schen Brenngeräths liess ich eine der Bla- sen desselben in einen Dampfkessel verwandeln, wel- cher aus einem im Rauchfang angebrachten Dampfwasser- Vorwärmer gespeis’t wurde, der selbst sein Wasser von den beibehaltenen beiden Spiritus-Becken erhielt. Dieser Dampfkessel und der ebenfallsbeibehalteneMaisch-V orwär- mer des Pistorius’schen Apparats, wurde mit den beiden, mit einander in Wechselverbindung stehenden, Blasen und dem Separator meines Apparats in Verbindung gebracht. Mit dem so, mit einem Kostenaufwand von kaum 300 Rthlr. hergestellten Dampf-Apparate wurden, in gleicher Zeit und mit demselben Brennmaterial-Quantum, 15 Scheffel Kartof- feln und 75 Pfund Schrot mehr verarbeitet, als vorher, und ebenfalls, wie vorher, Spiritus von 80 Prozent gezogen. Erst durch die Beobachtung des Betriebs mit diesem Appa- rate, wurde mir die Zweckwidrigkeit der Construction und besonders der Anwendungsart des Pistorius’schen Vor- wär- 4 17 wärmers klar. In dem sogenannten Lutterkasten dieses Vor- wärmers werden, ohne Noth und ohne Nutzen, anfangs, und so lange bis die Maische eine Temperatur von circa 60° R. erreicht hat, alle darin eintretenden Dämpfe niedergeschla- gen, während nur die wässerigen Dämpfe darin verdich- tet, die geistigen*) aber frei hindurch- und in die Vorlage übergehen sollten. Dagegen findet später gar keine Verdich- tung mehr im Vorwärmer statt, weil die Temperatur der Maische dann schon, durch. die anfängliche unnütze Verdich- tung, zu sehr gestiegen ist, Die nun ungehindert in die Spiritus-Becken gelangenden Dämpfe, müssen daher nun hier erst möglichst rectificirt werden, indem man anhaltend kal- tes Wasser auf die Becken strömen lässt, welches nun die Wärme in sich aufnimnit, die zur Vorerwärmung der Mai- sehe hätte dienen sollen. Daher geschieht es, dass das De- stillat anfangs bis 96 Prozent stark übergeht, die Destilla- tion dagegen erst als beendigt angesehen werden darf, wenn das Destillat nur noch 70—65 Prozent zeigt. Für den mit den Gesetzen der Destillation Vertraulen bedarf es nur der Aufmerksammachung auf diese Thatsache, um ihn von der Richtigkeit meiner Behauptung zu überzeugen, dass in dem Pistorius’sehen Vorwärmer eine unnütze, zweckwidrige, Zeit-, Brennmaterial- und Wasser-verschwendende Niederschlaguug statt findet. Diejenigen, welche mit jenen Gesetzen weni- ger vertraut sind, finden den Beweis meiner Behauptung in dem dieser Schrift beigefügten Atteste des Herrn Grafen Pückler, für welchen der zweite Pistorius’sche Apparat nach meinen Angaben in einen Dampf-Apparat meines Sy- stems umgewandelt wurde. Es ergiebt sich aus jenem At- teste, dass bei dieser Umwandlung nur ein Pistorius’sches Becken beibebalten wurde; dass aber auf dieses Becken, welches blos die Bestimmung hat, den Spiritus bis zu 90 Prozent zu rectificiren, kein Wasser strömt, wenn nur 82r, gezogen werden soll; dass folglich die Wärme von der Maische aufgenommen wird, welche sonst zur zwecklosen Erhitzung von über die Becken fliessendem Wasser ver- schwendet wird, Aus dem Umstande, dass bei der Destil- *) Wässerige Dämpfe nenne ich diejenigen, welche mehr Was- ser als Alcohol, und geistige diejenigen, welche mehr Alcohol als WVasser enthalten. 2 IS lation mit dem Apparate des Herrn Grafen Pückler die Stärke des Destillats nur zwischen 88 und 78 Prozent schwankt, ergiebt sich ferner, dass darin keine unnütze Nie- derschlagung von geistigen Dämpfen statt findet und also auch keine neue Verdampfung eines unnöthigen Nieder- schlags, durch weiteren unnöthigen Brennmaterial- und Zeit- aufwand, bewirkt zu werden braucht. Mit diesen Resultaten hätte ich mich vielleicht begnü- gen können; allein Fortschreiten ist mein Gesetz, und Beob- achtung und Erfahrung sind meine Leuchte: und wäre, bei dem allgemeinen regen Vorwärtsstreben in den(rewerben, jeder Stillstand nicht schon ein Zurückbleiben? Jene, von der Erfahrung bestätigten, Beobachtungen hatten mich überzeugt, dass der gewöhnlich 6 bis 8 Zentner schwere kupferne Maischwärmer des Pistorius’schen Apparats, der also einen Kupferwerth von 180 bis 240 Rthir. hat, durch einen zweckmässigern mit einem Kostenaufwand von 90 bis 100 Rthlr, ersetzt werden könne; der überdies den Vorzug hat, nicht, in der Luft schwebend, auf drei Stützen aufge- steJt werden zu müssen, was, bei vorkommenden Reparatu- ren, die Zusammensetzung sehr erschwert, sondern seine Stelle unmittelbar auf den starken hölzernen Blasen finden zu können:‘wie hätte ich, bei dieser Ueberzeugung, nicht einen solchen, in jeder Beziehung zweckmässigern, Maisch- wärmer gleich ausführen sollen? Es geschah, und er ent- sprach in Allem meiner Erwartung. So werden nun also bei der Umwandlung Pistorius’scher Doppel-Apparate in Dampf-Apparate meines Systems, er- spart: eine der beiden Blasen, der Maischwärmer, eins der beiden Becken, die beiden Blasenhelme und alle äusseren, circa 200 Pfund wiegenden, Verbindungs- röhren, und dadurch ist es möglich geworden, alle Um- wandelungskosten aus dem Erlös für das erübrigte Kupfer zu decken. Die Besitzer Pistorius’seher Doppel- Apparate können sich also auf diese Weise den zweekmässigsten Dampf- Apparat nicht allein ohne baare Auslagen verschaf- fen, sondern dann mit einem soichen Apparate auch in gleicher Zeit und mit einem geringeren Brennmate- rial- Aufwand 25 Prozent Kartoffeln oder Getreide mehr verarbeiten als vorher. Il senem, zuersi nur Zur Ersetzung nen uud kostspieligen Pistörius’schen, Vorwärmers erfunde des theuern, unbeque nen, neuen Maischwärmer verdankt auch das System meines voliständigen Dampf-Brenn-Apparats eine ueue Ver- vollkommnung, die einzige, deren es noch fähig war: die möglichste Vereinfachung nämlich. Indem ich diesen neuen Maischwärmer— eigentlicher: Maischwärmer und Kectificator— an die Stelle meines ursprünglichen Maisch- wärmers setzte, wurde, vermöge der neuen Anwendungsart dieses neuen Maischwärmers und Rectificators, auch das Sammelfass entbehrlich, und: mit ihm der doppelte Trichterhahn,— welchen es den Gelbgiessern nur sel- ten gelang, vollkommen dicht herzustellen; ferner dasU eber- steigrohr für die heisse Maische, die zwei Füllröhren, welche die Blasen mit dem Sammelfass verbinden, und das Gestell, welches das letztere trug. Die so gelungene Be- seitigung des Sammelfasses, hat viele andere Vereinfachungen and Verbesserungen ausführbar gemacht, welchen dasselbe hisher im‘Vege gestanden hatte. So kann den Blasen und dem Maischwärmer, statt der bisherigen länglich- runden, die dauerhaftere kreisrunde Form und jedem dieser Ge- fässe eine zum Hineinsteigen hinreichend grosse M ündung gegeben, das zur Raumersparung bisher unter das Sammel- lass gelegte Kühlfass wieder aufgerichtet und in gewöhn- licher Form hergestellt und die Wechselverbindung, welche sich bisher um den Maischwärmer herumwinden musste, da angebracht werdes, wo die Blasen sich berühren, Da in dem neuen Maischwärmer eine vollständige vierte De- stillation vor sich geht, so ist ferner die Entfuselu ngs- Säule überflüssig geworden, in welcher diese vierte De- stillation bisher geschah. Endlich hat die wirksamere Recti- fieation, welche in dem Rectificator des neuen Maischwärmers, theils durch Niederschlagung, theils durch die ebengedachte vierte Destillation statt findet, es möglich gemacht, statt meiner, etwas schwierig anzufertigenden und daher kost- spieligen Spiritusschlange, nur eines Spiritus- Beckens von 80 bis 126 Pfund zu bedürfen, welches hinreicht, Spi- ritus von 90 Prozent zu ziehen; was mit dem Pistorius’schen Apparat, selbst mit zwei Becken von 500 bis 600 Pfund nicht gelingt. 20 In seiner jetzigen höchsten Vereinfa chung und, für den jetzigen Zustand des Gewerbes, höchsten Vollen- dung, ist mein Dampf-Brenn-Apparat in den folgenden Blätiern, mit Weglassung der Grössenverhältnisse und der speziellen Beschreibung der innern Construction, so aus- führlich erläutert und dargestellt, als es nöthig ist, seine Vorzüge anschaulich zu machen, ohne mir durch diese Mit- theilungen den Weg zur Erlangung des gesetzlichen Schutzes meines Eigenthums im Auslande zu versperren, Während meines hiesigen Aufenthalts, habe ich oft, so- gar ganz verständige Leute sich darüber wundern hören, dass das Kupfer an Apparaten meines Systems zu 20 Sil- bergroschen pro Pfund berechnet werde, während doch Pi- storius’'sche Apparate zu 11 gute Groschen pro Pfund ge- liefert würden. Es sagt mir nicht sehr zu, da, wo ich solchen Ansichten begegne, an Einzelne viele Worte zu verlieren; im Allgemeinen die Begriffe in dieser Hinsicht zu berichtigen, verlohnt sich jedoch schon der Mühe: darum sey über den wohlfeilen Pfundpreis der Pistorius- schen Apparate hier Folgendes bemerkt. Wer einen sol- chen Apparat, ohne Dampfkessel versteht sich, zu 3 Wispel Kartoffeln täglich, kauft, der erhält durchschnittlich 3900 Pfund Metall, welche zu 11 gGr. oder 13 Sgr. 9 Pf. pro Pfund mit::; 1787 Ri, 15 Sgr. bezahlt werden. Wenn man aber einen solchen Apparat wieder verkaufen will, so ist es schwer, wie die häufigen Anerbie- tungen in den Berliner Zeitungen bewei- sen, auch nur 7 Sgr. I Pf. pro Pfund da- für zu erhalten. Man verliert also 6 Sgr. pro Pfund ode.:;:\ 750-—- Auf dem Kupferhammer wird noch went- ger dafür bezahlt, aus dem einfachen Grunde, weil— Blei und Zinn kein Ku- pfer sind. Der höchste übrig bleibende Werth ist also\& h„1007- DB- Ein Apparat meines Systems von glei- cher Leistungsfähigkeit, ebenfalls ohne Dampfkessel, kostet dagegen nur'.. 80.-—- Daran sind nun freilich nur 900 Pfund pe EEE BE Zn Astenemciue- nn nn— ne 21 j S00 Rtlr.—Sgr. Kupfer, weil mehr unnöthig ist; da aber zu den Löthungen ebenfalls nur das nö- thige Zinn und Blei verwendet wird: so behält das Kupfer einen Werth von 83 Sgr. oder.;:;:: re Die Benutzung eines solchen Apparats ko- stet also den Brennerei- Besitzer, obschon das Pfund Metall an demselben zu 20 Sgr. berechnet worden ist, nur,/; 545-—- Ob es nun ökonomischer ist, für einen Pistorius’schen Apparat 780 Rthlr. oder für einen Apparat meines Systems 545 Rthlr. mehr auszugeben, als der innere bleibende Werth desselben beträgt, und für den erstern eine um 9873 Rthlr, grössere Kapitalanlage als für den letzteren zu machen, also auch jährlich 50 Rithlr. mehr an Zinsen auszugeben— das muss der eigenen Einsicht der Herren Brennerei- Besitzer überlassen bleiben. Nur darauf muss ich noch aufmerksam machen, dass wenn man den Unterschied zwischen dem Preis und dem verbleibenden Werth, welcher in dem einen Falle 780 Rthlr., in dem andern 545 Rthlr. beträgt, als Ar- beitslohn und Gewinn des Fabrikanten und WVerthunter- schied zwischen altem und neuem Kupfer ansehen will, von dem letzteren Betrage noch 110 Rithlr. für die hölzernen Gefässe, die Reifen, Glasröhren, Gestelle u. s. w. in Abzug zu bringen sind; also die schwierigere Arbeit an einem Ap- parate meines Systems mit 345 Rthlr. weniger bezahlt wird, als die leichtere Arbeit an einem Pistorius’schen Apparat. Aus Vorstehendem wird nun auch klar seyn, warum die Herren Kupferwaaren-Fabrikanten eben nicht Ursache haben, meinen Apparat zu empfehlen, Ich dürfte mich versucht finden, eine auslührlichere Geschiehte meines Apparats zu schreiben, Es würde ein eben so lehrreiches, als interessantes Büchlein werden; be- sonders das Kapitel:„Wie allerlei Obscuranten ein- ander die Hände bieten, um dem Erfinder die In- betriebsetzung eines Apparats seines Systems in Berlin unmöglich zu machen.” 22 Beschreibung des Rheinländischen Dampf- Brenn Apparats in seiner jeisigen Dochsten Vereinfachung. Auf der X.‘Tafel ist derselbe in Fig. 84. von der Seite und in Fig. 85 von oben gesehen dargestellt. A. Der Dampfkessel. Jede alte noch brauchbare Blase, welches auch ihre Ge- stalt seyn möge, lässt sich für Brennereien in einen zweck- mässigen Dampfkessel umwandeln, so dass damit in gleicher Zeit 20— 30 Prozent Maische mehr abgebrannt werden kön- nen, als vorher, Nur im Finstern umhertappende Empyri- ker, oder Stubengelehrte, die vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen, können Brennerei-Besitzer in die kostspielige Nothwendigkeit versetzen, ihre noch brauchbaren Blasen zu einem Spottpreise zu verkaufen und einen neuen, kostspie- ligen Dampfkessel anzuschaffen, den die Einen durchaus walzenförmig, Ändere so gross haben wollen, dass er wenigstens doppelt so viel Wasser, als die Maischblase Mai- sche enthalte! Die Herren haben läuten gehört, ohne zu wissen, wo die Glocken hängen. Sie haben keine Idee von dem Unterschiede zwischen mechanisch(als Kraft) und chemisch(als Träger der Wärme) wirkendem Dampf, und scheinen daher nicht zu wissen, dass walzenförmigen Dampfkesseln nur für Dampfmaschinen und nur darum der Vorzug gegeben wird, weil sie, bei gleicher Metalldicke, stärker sind, als anders gestaltete Dampfkessel(kugelför- mige ausgenommen), dass aber für Branntwein-Brennereien, wo die Spannung‘des Dampfes höchstens 5 des Drucks der Atmosphäre gleich kommen kann, jede noch brauchbare Blase stark genug ist, und es hier blos darauf ankommt, den nöthigen Dampf mittelst des wenigst kostspieligen Kes- sels und des möglichst geringsten Brennmaterial- Aufwandes zu erzeugen, Noch weniger scheinen sie zu wissen, dass eine waagerechte Siedefläche mehr Dampf erzeugt, als eine senkrechte von gleicher Grösse, und dass daher flache Bla- sen, wie sie gewöhnlich sind, für Brennereien sogar den 23 Vorzug vor walzenförmigen Kassein von gleicher Oberfläche verdienen; eben weil ihr, verhältnissmässig grosser, Boden mehr wagerechte Siedefläche darbietet.— Die Umwandlung der Blasen in Dampfkessel erfolgt nach der S. 32 gegebe- nen, durch die Abbildungen Fig. 75. bis 83, erläuterten An- leitung. Neue Dampfkessel empfehle ich nach Fig. 78. bis 83. anzuierligen, Herr Pistorius, der nun auch erkannt hat, was ich seit Jahren bei jeder Gelegenheit verkündet, dass nämlich die Kessel-Brennerei, nach den grossen Fortschritten im Dickmaischen, mit der Dampf- Brennerei ferner nicht mehr concurriren könne, hat seinen Apparat in einen Dampf- Ap- parat verwandelt, indem er einen Dampfkessel davor gesetzt und denselben mit seiner Blase in Verbindung gebracht hat. Man muss gestehen, dass die Sache höchst einfach ist! Der Hr. Dr. Lüdersdorf hat eine Beschreibung die. ses’„Pistorius’schen Dampf- Apparats” herausgegeben, wor- in er versichert, dass alle Diejenigen, die sich vorher mit der Dampf- Anwendung bei der Branntwein- Brennerei beschäftigt, die Sache nicht verstanden hätten; weshalb alle dergleichen Dampf- Brennereien wieder eingegangen seyen. Dann stellt Hr. Dr. L. die ganz neue überraschende Theo- rie auf,„dass der Dampfkessel für eine Branntwein- Bren- nerei wenigstens doppelt so viel Wasser fassen müsse, als Flüssigkeit destillirt werden soll.” Ich habe mich dadurch gemüssigt gesehen, in der„Neuen Schlesischen Fama” zu beweisen, dass der Hr. Dr. L. auch nicht einmal mit den Elementen der Dampferzeugung bekannt ist; was mir um so leichter wurde, da ich aus seiner eigenen Schrift darthun konnte, dass er selbst an seine neue Theorie nicht glaubt, indem er, seiner Theorie nicht mehr eingedenk, einige That- sachen anführt, woraus sich sonnenklar ergiebt, dass die Dampferzeugungs- Fähigkeit nicht von dem Wasserin. halt, sondern von der Grösse der Siedefläche der Kes- sel abhängt.(S. die Anlagen$. 16—20.) In der gedachten Schrift erklärt der Hr, Dr. L. den Herrn Pistorius für den Erfinder des Systems der innern Siederöhren, Hr,:Pistorius macht selber schwerlich auf die Ehre dieser Erfindung Anspruch. Ich will sie ihm nicht streitig machen, obgleich ich dergleichen Siederöhren, wo- 24 durch, wie Hr. Dr. L. sagt,„das Feuer im Wasser vertheilt wird”, schon vor mehreren Jahren mit solchem Erfolg ange- wendet habe, dass mit einem nur 520 Pfund wiegenden Dampfkessel mit 5 Siederöhren 12,000 Quart Maäische in 14 Stunden abgebrannt werden konnten, Aber die Ge- schichte ist eine unerbittliche Richterin, und diese hat schon, in den ersten Jahrgängen des Polytechnischen Journals un- ter andern, dergleichen Kessel mit im Wasser vertheil- tem Feuer aufgezeichnet. B. Der Dampfwasser-Vorwärmer. Ein im Rauchfang eingemauerter, von dem Rauchzug umspielter Wasserbehälter, aus Kupfer- oder Eisenblech. Ein solcher Dampfwasser-V orwärmer ist. die wesentlich- ste Bedingung eines Brennmaterial ersparenden Dampfkes- sels; er bildet gleichsam einen Theil desselben. Ohne ‘hn müsste der Dampfkessel die beiden Funktionen verrichten: 1) das Wasser, welches ihm zur Speisung zugeführt wird, zum Kochen zu bringen, und '2) dasselbe in Dampf zu verwandeln. Ein Dampfkessel, wenn er dem Begriff des Wortes und seinem Zweck vollständig entsprechen soll, darf aber blos Dampferzeuger, nicht zugleich Siedekessel seyn, Ein Dampfkessel zu 7200 Quart Maische verbraucht täglich wenigstens 2400 Quart Wasser. Um diese bis zur Sied- hitze zu erwärmen, werden, selbst wenn die Erhitzung in einem besonderen Kessel geschähe, 240 Pfund Holz und 3 Stunden Zeit erfordert. Diesc sind rein verchwendet, wenn die Erhitzung im Dampfkessel selbst erfolgt; ja in diesem ist der Brennmaterial-"und Zeitaufwand noch viel grösser, weil bei der Speisung mit kaltem Wasser dieses stets den untersten Raum im Dampfkessel einnimmt, wo die Hitze der denselben umspielenden Feuerluft*) am heftigsten, der Tem- peratur- Unterschied zwischen diesem und dem Speisewasser also am grössten ist. Je grösser aber der Temperatur- Ün- terschied zwischen dem Feuer und dem untersten Theil des Dampfkessels ist, desto mehr Wärme wird dort dem Feuer ent- *) So will ich, um nur ein Wort zu gebrauchen, die Flamme, die erhitzte Luft und.den Rauch nennen. theilt ) lpt- Banden sche ın eo schon, ls u- heil. 25 entzogen, Die Feuerluft ist daher, wenn sie den obern Theil des Kessels erreicht, bei weitem mehr abgekühlt, als wenn der unterste Theil desselben siedend heisses Wasser enthalten hätte. Da nun aber der Inhalt des Dampfkessels, (siedend Wasser und Dampf) oben am heissesten, mit- hin dort der Temperatur- Unterschied zwischen der Feuer- luft und dem Kessel am kleinsten ist: so kann der' Kessel hier der Feuerluft nicht viel Wärme mehr entziehen, Die- selbe reisst daher weit meh: Wärme durch den Schornstein mit sich fort, als es der Fall ist, wenn der Kessel mit sie- dend heissem Wasser gespeist wird und der Temperatur- Unterschied also am Boden weniger gross, oben aber, eben deshalb, desto grösser ist; und dies ist der Grund, warum es noch mehr Brennmaterial kostet, das Speisewasser im Dampfkessel zum Sieden zu bringen, als dazu erfordert wird, wenn man dasselbe, um zu erfahren, wie viel Brennmate- rial dazu nöthig ist, versuchsweise in einem besondern Kes- sel bis zum Sieden erhitzt, Trennt man aber die, in den gewöhnlichen Dampfkes- seln der Brennereien so zweckwidrig vereinigten, Funktionen des Dampferzeugers und Dampfwasser-Vorwärmers, und bringt man, zur Vorerwärmung des Wassers bis zur Siedhitze, ein besonderes, zweckmässig dazu construirtes, Gefäss im Schornstein an, so kehrt man die Verhältnisse des Temperatur-Unterschiedes zwischen der Feuerluft und der zu erhitzenden Flüssigkeit gerade um. Die Feuerluft, nun blos Rauch, erreicht dann das Speisewasser erst, wenn sie an den Dampfkessel alle Wärme abgegeben hat, welche die- ser ihr zu entziehen vermochte; der kältere Dampfwasser- Vorwärmer aber entzieht dem Rauch noch so viel Wärme, als nöthig ist, das vom Kühlfass(oder von dem Spiritus-Becken) beständig zuströmende Speisewasser vollends bis zur Sied- hitze zu erwärmen, Durch einen solchen Dampfwasser- Vorwärmer wird es nun möglich, nicht allein den zur Erhitzung des Speise- wassers erforderlichen Zeit- und Brennmaterial- Aufwand zu vermeiden, sondern auch den Dampfkessel bedeutend kleiner anzulegen, und da zu einem kleineren Kessel auch weniger Mauerwerk nöthig ist, welches im Verhältniss seiner Masse Wärme verschluckt und im Verhältniss seiner Oberfläche 3 26 Wärme ausstrahlt: so wird auch dadurch wieder Brennma- terial erspart, Der zweckmässigsten Construction des Dampfwasser- Vorwärmers habe ich daher eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Sie gehört aber aus den S. 16 angegebenen Gründen nicht hierher, Aus diesem Vorwärmer speis’t sich der Dampfkessel un- unterbrochen, so dass jeder Tropfen Wasser, der aus dem Dampfkessel verdampft, gleichzeitig durch einen Tropfen siedendes Wasser aus dem Vorwärmer wieder ersetzt wird; wogegen dieser den Ersatz wieder aus dem Kühlfass oder vom Spiritus-Becken erhält. Zu dieser continuirlichen Spei- sung des Dampfkessels bedarf es nur einer 6 bis 7 Fuss lan- gen, 3 Zoll weiten Röhre, welche den Dampfkessel mit dem Vorwärmer verbindet. Herr Pistorius hat, zur Vorerwärmung des Speise- wassers, neben seinem Dampfkessel noch einen besondern Kessel aufmauern lassen, aus welchem, nach jedem sechs- ten Blasenabtrieb, der Dampfkessel mittelst einer Druck- pumpe gefüllt wird! wodurch, wie Herr Dr. Lüders- dorf S. 43 seiner Beschreibung selbst eingesteht, immer ein kleines Stillständchen in der Destillation herbeigeführt wird. Und doch nimmt der Herr Beschreiber eines so kostspieligen und mangelhaften Werks keinen Anstand, alle Diejenigen gewissermassen für Ignoranten zu erklären, die vor Hrn. Pistorius sich„bemüht, die Dampfheizung zum Brennerei-Betrieb anzuwenden.” S. 33 sagt Hr. Dr. L.: „Das Nachfüllen kann nun zwar aus einem Gefäss gesche- hen, welches höher als der Dampfkessel aufgestellt ist, al- lein da die Dämpfe im Kessel doch immer eine gewisse Spannung haben, so verhindern sie das Wasser am Ein- fliessen, wenn nicht zuvor die Ventile geöffnet, und den Dämpfen geradezu ein Ausweg verschafft ist.” Wenn dem so wäre, so wäre das freilich schlimm. Sothane Behauptung des Hrn, Dr. Lüdersdorf, auch Mitglied der Naturfor- schenden Gesellschaft zu Berlin, beweis’t aber glücklicher- weise nichts, als dass der Herr Doctor die Natur, oder we- nigstens die hier in Betracht kommenden Geseize, nicht kennt und noch weniger aus eigener Erfahrung urtheilt, Eine„gewisse Spannung” haben die Dämpfe im Kessel mit spr bei Pis dıt ber ten dass sch ser Blas Dan ben die Traı das ein| lerdi wenn verbi hat, Blaser sigkeit nach| unmilt ER u= Zu” a nn———— 27 al allerdings; allein das„einfliessende Wasser” übt auch ei- nen gewissen Druck aus, und ich kann den Hrn, Dr. L, van. versichern, dass wenn dieser Druck jene Spannung auch ksamker nur um 70 überwiegt, die Speisung ununterbrochen vor geben sich geht, ohne den Dämpfen einen Ausweg öffnen zu müssen, Dass Hr. Dr, L. dies hat übersehen können, ist um so un- ssel un begreiflicher, da die an den gewöhnlichen Pistorius’schen aus dem Apparaten vorkommende Sicherheitsröhre gerade auf dem- Tropfen selben Gesetz beruht! ut wird C. und D. die beiden Blasen. If oder Sie stehen mit einander in Wechseiverbindung k che Spei- und sind aus 2}- bis 3zölligem Eichenholz angefertigt Fus Ian- mit kupfernen Decken. Der Hr. Dr. Lüdersdorf hat | mit dem durch das allgemeine Verdammungsurtheil, welches er, ohne einen Schatten von Beweis, über alle Diejenigen aus- es Speit- spricht, die den Dampf in die Brennereien einzuführen sich besonden bemüht haben, mich genöthigt, den von ihm beschriebenen n sechs Pistorius’schen Dampf- Apparat zu beleuchten; denn qui ne + Druc- dit rien, consent. Damit man nun nicht etwa glaube, die ‚üders- bereits gerüglen Mängel seyen die einzigen an dem gedach- , Immer ten Werke: so muss ich meine kritischen Bemerkungen über eigeführt dasselbe wohl fortsetzen.| eines SO Hr. Pistorius und seine Nachahmer setzen, wie ich tand, alle schon angeführt, einen Dampfkessel— je grösser desto bes- lören, de ser— vor ein Pistorius’sches Brenngeräth, bringen dessen zung zum Blase mit dem Kessel in Verbindung, und siehe da! der Dr. L& Dampf-Brenn- Apparat ist fertig. So ungleich sind die Ga- s gesche- ben des Himmels unter den Sterblichen vertheilt! Worüber | at, l- die Einen Jahre lang nachdenken, das finden Andere im gewise Traum. Allein diese Traumfindlinge sind auch darnach; am Eio- das helle Licht des Tages macht ihrem kurzen Scheindaseyn und den ein Ende, Einen Dampf-Brenn-Apparat erhält man so al- nn dem lerdings, so wie man ein gewöhnliches Brennzeug erhält, auptung wenn man irgend eine Blase mit irgend einem Kühlgeräth turfor- verbindet: beide stehen auf gleicher Stufe. Hr. Pistorius klicher- hat, indem er Wasserdampf in seine flachen kupfernen der we- Blasen leitete, nicht bedacht, dass die Erhitzung der Flüs- nicht sigkeiten, und namentlich dicker Kartoffelmaische, wohl irtheilt, nach ganz andern Gesetzen erfolgen könne, als jene durch Kessel unmittelbare Wirkung des Feuers, Der kleine Unterschied 28 zwischen diesen beiden Erhitzungsprozessen macht aber, dass flache Blasen zur Dampf-Destillation gerade die zweck- widrigsten sind, Da dergleichen Blasen nämlich nur 10 bis 12 Zoll hoch angefüllt werden können: so bahnt sich der mit Heftigkeit in die Maische strömende Dampf theil- weise einen Weg durch dieselbe hindurch, ohne ihr seine Wärme mitzutheilen— vielleicht selbst ohne, die ganze Masse zum Kochen und zum Destilliren zu bringen, Der Zeit- und Brennmaterial- Aufwand, welchen dıe Erzeugung des unverdichtet durch die Maische gehenden Dampfes ge- kostet, sind also rein verloren. Ein anderer Nachtheil, eine Folge dieses ersten, besteht darin, dass der unverdichtet ge- bliebene Wasserdampf mit den Spiritusdämpfen in die Becken} gelangt, und, wenn auch ununterbrochen kaltes Wasser auf dieselben strömt, theilweise mit in die Kühl- schlange übergehen; weshalb denn mehrere derartige Dampf- Brennereien, selbst mit zwei 5 bis 6 Zentner wiegenden Becken, kaum 77r, zu ziehen im Stande sind; während, bei einer zweckmässigen Einrichtung, bei einem richtigen Ver- hältniss zwischen der Dampferzeugungs-Fähigkeit des Kes- sels und der Verdichtungs-Fähigkeit der zur Dephlegmirung und Rectification bestimmten Vorrichtungen, ein einziges Becken, von höchstens 150 Pfund, zur Gewinnung von 90- prozentigem Spiritus hinreicht. Hr. Pistorius hat sehr richtig erkannt, dass ausser dem bekannten, bei der Destillation dicker Maischen schwer zu verhütenden, Anbrennen, ein gar nicht zu verhindern- des Anbraten der Maische bei der gewöhnlichen Destilla- tion auf offenem Feuer in kupfernen Gefässen statt findet, welches Anbraten dem Destillate ehenfalls einen empyreu- matischen Geruch und Geschmack mittheilt. Dieses Anbra- ien an den von Maische entblössten, sehr erhitzten kupfer- nen Wänden der Gefässe, wird aber auch bei der Dampf- Destillation nicht ganz verhindert. Um sich davon zu über- zeugen und also die Ursache des übeln Geruchs des Dampf- Spiritus aus Kupfergefässen zu erkennen, darf man nur auf den Hüt einer im Betrieb befindlichen Blase etwas Maische giessen;, sie wird bald eine schmierige, syrupartige Gonsi- stenz und Farbe annehmen, einen widrigen Geruch verbrei- ten und zuletzt fast ganz verkohlen, obgleich der Blasenhut 29 Re ebenfalls nur durch den Dampf der in der Blase kochenden | Maische erhitzt wird, Darum muss die Dampf- Destillation, | wenn der höchste Zweck derselben: Brennmaterial-Er- ie sparniss, Schnelligkeit des Betriebs und möglich- hal ste Veredelung des Fabrikats vollständig erreicht wer- Sa den soll, in hölzernen Gefässen von wenigstens drei Der Fuss H öhe geschehen. Darum werde ich stets hölzerne ar| Blasen wenigstens empfehlen, Es ist wahr, Holz ist we- we,„niger dauerhaft, als Kupfer; das will ich nicht bestreiten, 5%| Allein bei jedem Gewerbe, welches Gewinn abwerfen soll, a| dreht sich Alles zuletzt um Ausgabe und Einnahme. Bei be der Brennerei kommt es eben so wenig auf die grössere Br Dauerhaftigkeit kupferner, als auf die grössere Wohlfeilheit ie hölzerner Blasen, sondern einzig darauf an: welche von bei- ill den die wenigsten Betriebskosten, einschliesslich der ap! Zinsen des Anlage-Kapitals, verursachen, nden Zwei kupferne Blasen zu einem Apparat, womit täglich x 100 Scheffel Kartoffeln verarbeitet werden sollen, können er-; | | | | | | :| nicht unter 600 Rihlr. hergestellt werden, Zweı hölzerne | kosten, einschliesslich der Reifen, 36Rthlr., und die kupfer-| | nen Decken dazu etwa 140 Rihlr, Die kupfernen Decken| | dauern wenigstens eben so lange als kupferne Blasen. Es 5 1 | | | W- kommen also nur die Holzgefässe in Betracht. Sollten diese auch alle 3Jahre erneuert werden müssen, wobei die kupfer- usser nen Decken in die neuen hölzernen Blasen eingesetzt wer- hwer den: so betragen die jährlichen Kosten, wenn wir auch noch lern- 6 Rthlr. für die Veränderung hinzurechnen, 14 Rthlr, Die lla- jährlichen Zinsen des Anlage-Kapitals kupferner Blasen be- ndet, tragen dagegen a 5 Prozent. 4; 30 Rtlr. 4 yren-| und die Abnutzung a 4 Prozent. s ZI FE- E ab| 54 Rilr. ler Dayon sind jedoch abzuziehen:\ anpl- 9 Prozent für Zinsen und Abnutzung der er kupfernen Decken der hölzernen Blasen mit 12- 18Sgr. npl-| bleiben 41Rilr. 12 Sgr. anf als jährliche Kosten der kupfernen Blasen,. sche Da nun hölzerne Blasen jährlich nur. 14-— - kosten: so verursachen kupferne Blasen, biel- ausser dass sie 424 Rthlr. mehr Anlage- a Kapital nöthig machen, eine jährliche | Mehrausgabe von. i Ä 27 Rilr. 12Sgr. Weit wichtiger und bedeutender sind aber noch die Vortheile, welche hölzerne Blasen durch Zeit- und Brenn- material- Ersparniss und besonders durch ein vorzüglicheres Fabrikat gewähren. In letzterer Beziehung hauptsächlich verdienen sie die ernstlichste Beachtung; denn bei der gros- sen, immer noch steigenden Concurrenz in der Spiritus-Fa- brikation, wird bald nur noch das reinste Fabrikat einen gesicherten Absatz finden.— Die Herren Kupferschmiede versichern zwar, dass hölzerne Blasen Spiritusdämpfe durch sich hindurchlassen, Wer wird sich aber darüber wundern, dass die Herren Kupferschmiede dieses versichern!— Höl- zerne Blasen sind übrigens kein unerlässliches Erforderniss; wer kein. Vertrauen zu ihnen fassen kann, mag immerhin bei kupfernen bleiben; nur bitte ich, bei der Beurtheilung der Tüchtigkeit hölzerner Blasen, Nadelholz, dessen Binde- mittel, Harz, vom Spiritus aufgelös’t wird, nicht mit Eichenbolz und 1zöllige Stäbe nicht mit 25- bis 3zölligen, geschnittenes Holz nicht mit gespaltetem und nachläs- sige Kieferarbeit nicht mit sorgfältiger Arbeit zu verwechseln, ; E. Der neue Maischwärmer, Er ist ebenfalls aus 2zölligem Eichenholz angefertigt und hat eine kupferne Decke. Er enthält ein kupfernes Gefäss, welches zugleich als Dephlegmator und Rectificator dient und durch dessen Ge- stalt und Lage, verbunden mit der Anwendungsart dieses Maischwärmers, die Maische in demselben wirklich durch verlorne, d, h, durch diejenige Wärme vorerwärmt wird, welche durch nothwendige Verdichtung und Niederschlagung der wässerigen Dämpfe frei wird. Dieser Maischwärmer ersetzt zugleich, wenn nur Spiritus von 80 Prozent gewon- nen werden soll, die Spiritus-Becken des Pistorius’schen oder die Spiritus-Schlange meines Brenn- Apparats, F, Der Separator., In dem Destillat eines Pistorius’schen Apparats— sey es, dass er durch Dampf oder durch unmittelbare Wirkung des Feuers betrieben werde,— wird man, scheine es beim ersten Anblick auch noch so krystallhell, bei näherer Be- sichtigung eine Menge feiner Fäserchen finden; diese Fäser- chen, welche der Dampf aus der Maische mit sich fortreisst, zurückzuhalten, von dem Destillat zu trennen, zu separi- ch d| e Brenn- icheres sächlich ern: itus-Pı- t einen hmiede durch ndern, Höl. ernISs; nerhin rılung Binde- cht mit ölligen, rachläs- hseln, ertigt ch als n Ge- dieses durch wird, 1sung ärmer PwO- "schen en ne zn ne u min im sun age innge n wm sachen nme 2> 1 ee ee 31 ren, bevor es in die Verdichtungs- Gefässe gelangt, ist die Bestimmung des Separators, in welchem übrigens auch anfangs eine erste Niederschlagung wässeriger Dämpfe und bald darauf eine Destillation derselben, so wie, im Ver- folg des Betriebes, eine neue Destillation der von jedem vorhergehenden Abtrieb in dem Dephlegmator zurückge- bliebenen spirituösen Flüssigkeit statt findet, G. Ein Pistorius’sches Spiritus- Becken, In Fig. 85. ist dasselbe‘ weggelassen, um die unter demselben befindlichen Theile sichtbar werden zu lassen, In Fig. 84. habe ich den möglichst vereinfachten Apparat vorzugsweise so darstellen wollen, wie er sich, unter An- wendung dessen, was von Pistorius’schen Geräthen beibe- halten werden kann, gestaltet. Hier sieht man daher, zur Gewinnung von mehr als SOprozentigem Spiritus, ein Pi- storius’sches Becken, weil dies immer, seines enormen Ge- wichts ungeachtet, nicht so viel Kupferwerth hat, als ein neues, wenn auch leichteres, Becken kosten würde, Zu ganz neu anzufertigenden Apparaten meines Systems aber erhält das Becken eine andere Construction, deren Beschrei- bung jedoch nicht hierher gehört, H. Das Kühlfass, Da durch den neuen Maischwärmer das Sammelfass zum Ueberpumpen der heissen Maische überflüssig geworden ist, (s. oben S. 19) und das Kühlfass meines Apparats, welches bisher, um Raum zu ersparen, unter dem Sammelfass lag, sich nun wieder aufrichten kann: so wende ich jetzt um so lieber wieder gewöhnliche Kühlfässer an, als, durch deren Beibehaltung, die Anschaffungskosten neuer den Brennerei- Besitzern erspart werden. J. J. Gestell. K. Ein säulenförmiger Pfosten zur Unterstützung des‘ Maischwärmerss, NL. Der Boden der Brennerei. M. Boden der Feuerungsstellee N. Die Brandmauer. Wo es irgend möglich ist, muss die Feue- rungsstelle, wie hier angedeutet, ausserhalb des Lokals, in welchem der Brenn-Apparat aufgestellt ist, und 2 bis 25 Fuss tiefer, als jenes, angelegt werden. Man erleichtert und, ver- einfacht dadurch die continuirliche Selbstspeisung des Dampf- kessels und beseitigt zugleich die Hauptursache des Schmuizes 32| in Brennereien.— Die Erklärung der Verbindungsröhren, Hähne und übrigen Theile des Apparats, werde ich mit der Beschreibung des Betriebsverfahrens verbinden. Belriebs- Verfahren, nt is u en en. Das Kühlfass H erhält sein Wasser, sobald der höher- stehende, auf unserer Tafel nicht mit abgebildete, Wasser- behälter vollgepumpt wird, durch die damit in Verbindung stehende Röhre«a. Ist das Kühlfass bis zur rechten Höhe gefüllt, so schliesst sich der selbstthätige Speisehahn b da- durch, dass die an dessen Bolzen befestigte hohle Kugel, auf dem Wasser schwimmend, emporsteig. Um nun den Dampfkessel A zu füllen, öffnet man den Hahn d in der Röhre c und den Hahn Z in der Röhre k, Die erstere lässt unmittelbar Wasser in den Vorwärmer B gelangen; durch letztere ergiesst sich ein Wasserstrahl auf das Spiritus-Bek- ken G und von diesem durch die Röhre m ebenfalls in den Vorwärmer; aus welchem, durch die Speiseröhre h, sobald der Hahn z geöffnet worden, der Kessel sich füllt. Nach- dem der Kessel sich bis zu. seiner Höhe angefüllt hat, was man an der, den Wasserstand anzeigenden, Glasröhre 27 erkennt, wird der Speisehahn? wieder gesperrt. Das ferner in den Vorwärmer B strömende Wasser füllt nun auch die- sen allmählig an, Dass derselbe voll ist, erkennt man daran, dass durch die, hier abgebrochen dargestellte, Ueberlauf- röhre 32 Wasser überzugehen beginnt; worauf dann auch die Häkne d und Z gesperrt werden. Der selbstthätige Speisehahn 5 schliesst sich nun von selbst, so wie er. sich jedesmal von selbst öffnet, sobald ein Wasserabfluss aus dem Kühlfass statt findet, “ Während nun unter dem Kessel ein lebhaftes Feuer angezündet und gut unterhalten wird, schreiten wir zur Fül- lung der Blasen C und D, Zu dem Ende wird der Maisch- wärmer E, durch die mit der Maischpumpe in Verbindung rt nr u 33 stehende Röhre t zweimal nacheinander vollgepumpt und die Maische jedesmal, durch die Füllhähne v und v, in die Blasen abgelassen. Nach der letzten Entleerung des Maisch- wärmers wird, etwa 4 Minute lang, der Hahn o in der Wasserröhre rn geöffnet, welche in den Rücken der Maisch- röhre t mündet, um den im Maischwärmer angebrachten Dephlegmator abzuspülen, 1 ist die S. 16 der ersten Be- schreibung meines Apparats beschriebene und Fig. 10. Taf. VI, abgebildete Dampfkugel, durch welche der Dampf ver- hindert wird, Wasser mit sich fortzureissen. Der Doppel- hahn 2 wird nur dann angebracht, wenn der Dampfkessel auch zum Dämpfen der Kartoffeln benutzt werden soll. In diesem Falle strömen die Dämpfe durch die Röhre 3 nach dem Kartoffelndämpfer#), Nachdem die Kartoffeln gahr sind, wird durch blosse Umdrehung des Hahnen 2 dem Dampf, durch die Röhre 4, der Weg nach dem Destillir- Apparat geöffnet, Hier tritt derselbe von unten in den Dampfhahn 5 und durch die Dampfleitungs-Röhre 6 zuerst in die Blase C oder durch die Röhre 7 in die Blase D; was ganz willkührlich ist,‘Wir lassen ihn zuerst, wie durch die Stellung der Hahnenwirbel, deren Seitenöffnung sich immer dem Griffe gegenüber befindet, angedeutet ist, in C treten. Ist hier die Maische zum Kochen gekommen, so gehen die aus derselben sich entwickelnden Lutterdämpfe, — da der Allianzhahn 14 nach C hin gesperrt ist— durch die Wechselverbindungsröhre 8, deren Hahn 10 ge- gen C hin offen ist, in die Blase D über, Nachdem auch in dieser Blase dieMaische siedet, treten die daraus sich er- hebenden Branntweindämpfe, durch die Helmröhre 13 und den gegen D offinen Allianzhahn 14 in den Separa- tor E. In dieser Vorrichtung verdichten sich die darin °) Nichts ist zweckwidriger, als die Kartoffeln, während der De- stillir- Apparat im Betrieb ist, also gleichzeitig, zu dämpfen; denn die Dampfmenge, die man dem Apparat zuführt, wird den Kartoffeln entzogen; die Kochung derselben wird dadurch also verlangsamt, während die Erreichung der höchsten Ausbeute durch möglichst rasches Gahrdämpfen der Kartoffeln bedingt ist; weshalb ich sogar die Menge Kartoffeln in zwei Däm- pfern zu vertheilen dringend empiehle, welche auf einmal eingemaischt werden soll. WVie dies einzurichten und dabeı zu verfahren, ist$S. 118— 120 der ersten Beschreibung meines Brenn- Apparats angegeben. 34 eintretenden Branntweindämpfe so lange zu tropfbarer Flüs- sigkeit, bis dieselbe so hoch darin angewachsen ist, dass die an dem Allianzhahn befestigte, und bis fast auf den Boden des Separators niedersteigende, Röhre dadurch gesperrt wird, Ist dieser Zeitpunkt leingetreten, so bringen die ferner in den Separator strömenden Branntweindämpfe den Brannt- wein, der sich darin niedergeschlagen hat, zum Destilliren: wodurch dann aus dieser etwa 50 Prozent Alcohol enthal- ‚tenden Flüssigkeit, Spiritusdämpfe entwickelt werden, welche anfangs etwa 70 und zuletzt noch 50 Prozent Alcohol ent- halten. Diese Spiritusdämpfe gelangen durch den Helm- schnabel 15 in den im Maischwärmer F eingeschlossenen Dephlegmator und Rectificator, worin sich die Vorgänge, welche in dem Separator statt finden, wieder erneuern. Zuerst verdichten sich nämlich alle oder fast alle darin eintretenden Dämpfe, später, eine Zeitlang, nur noch. die wässerigen*) und gegen das Ende des Betriebs, wenn eine Verdichtung von Dämpfen im Dephlegmator nicht mehr statt finden kann, beginnt darin eine neue Destilla- tion der während der ersten beiden Perioden niedergeschla- genen Flüssigkeit. Während der ersten Periode verdich- ten sich alle oder fast alle Dämpfe, weil sie in der dann noch sehr niedrigen(kalten) Temperatur des Dephleg- mators die Dampfform nicht behalten können, Diese Pe- riode dauert bis zu dem Augenblick, wo das Destillat in die Vorlage überzugehen beginnt, Jetzt tritt die zweite Periode ein, während welcher eine Niederschlagung der wässerigen Dämpfe im Dephlegmator bewirkt werden muss**), Sobald eine weitere Entwässerung. der Dämpfe durch Niederschlagung im Dephlegmator nicht mehr statt finden kann, so würde nun die Rectification der fer- ner durch denselben gehenden Dämpfe in dem Spi- ritus-Becken, mittelst über dasselbe fliessenden Was- sers geschehen müssen, wenn durch die Einrichtung des Dephlegmators für diese Periode des Betriebs nicht eine Reectification oder Entwässerung durch Destillation me- *) S. die Note zu$. 17. *) Wie dieselbe bewirkt wird, kann, aus den$, 16 angegebenen Gründen, hier nicht mitgetheilt werdrn. 35 nagirt wäre*). ‚Diese Destillation beginnt erst gegen das Ende der zweiten Periode, dann nämlich, wenn die Recti- fication durch Niederschlagung ihr Ende erreicht hat, So wird bewirkt, dass das Destillat zu Ende des Betriebs noch als Spiritus von 78 Prozent übergeht, ohne dass es nöthig ist, Wasser auf das Becken zu lasseu. Während dieser dritten Periode des Betriebs, wird die Maische im Maisch- wärmer vollends bis zum Siedpunkte erhitzt.— Sobald das Destillat an der Schlange nur noch 78 Prozent zeigt, un- tersucht man, ob die Blase C abgebrannt ist; man erkennt dies daran, dass, wenn man den Probierhahn 29 in der Helmröhre 12 ein wenig öffnet und den Dampf in ein vorgehaltenes Licht strömen lässt, dieser sich nicht mehr entzündet. Ist dies Kennzeichen eingetreten, so muss die Blase C ausser Betrieb gesetzt werden. Dies geschieht, in- dem man den Wirbel des Dampfhahnen 5 herumdreht und den Hahn 10 der Wechselverbindungsröhre 8 schliesst. Während die Destillation nun aus der Blase D allein un- unterbrochen fortgeht, wird die Schlämpe aus C durch den Hahn w abgelassen. Hierauf wird, um die Ent- stehung eines luftleeren Raumes in der Blase C zu ver- hüten, der Lufthahn 28 an derselben geöffnet; darauf erst der Ablashahn w geschlossen und dann, durch Oeffnung des Hahnen y, der Inhalt des Separators F in die leere Blase abgelassen und dabei der Hahn in der Röhre des Trichters 19 geöffnet. Nachdem hierauf der Hahn y wieder gesperrt ist, wird die Blase auf’s Neue mit Maische gefüllt. Sobald zu diesem Ende der Füllhahn u geöffnet ist, und ohne das Abfliessen der Maische aus dem Maischwärmer abzuwarten, werden die beiden Blasen wieder mit einander in Verbin- dung gesetzt; wozu weiter nichts nöthig ist, als den Hahn 11 der Wechselverbindungsröhre 9 zu öffnen und den Wir- bel des Allianzhahnen 14 herumzudrehen, Die Dämpfe aus D, welche nun den Durchgang durch den Allianzhahn in den Separator F gesperrt finden, werden dadurch gezwun- gen, in die frische Füllung in C überzuströmen. Nachdem die Blasen so wieder in Verbindung gesetzt sind, steigt der Brenner auf einer tragbaren'Treppe an den Maischwärmer *)$. die vorige Note. 36 hinan, um, während. die Maische vollends in© abläuft, den Rührer 25 in Bewegung zu setzen, Ist die Maische abge- laufen, so lässt man, durch Oeffnung des Hahnen.o, ein paar Quart Wasser sich auf den Dephlegmator ergiessen, um denselben abzuspülen und abzukühlen; worauf dann der Füllhahn« und der Lufthahn 28 geschlossen werden, und die Flüssigkeit, welche sich im Dephlegmator angesammelt hat, durch Oeffnung des Hahnen 18 in den Separator F ab- gelassen wird, Die Maische in© ist inzwischen wieder ins Kochen gekommen, und nach 10 Minuten geht das Destillat wieder über. Dasselbe Verfahren, wie bei dem Abirieb der ersten Blase, wiederholt sich nun bei jedem Folgenden. Nur wenn Spiritus von 90 Prozent gezogen werden soll, ist es nöthig, durch die Röhre k Wasser auf das Bek- ken G zu lassen, In diesem Falle erhält der Wasser- Vor- wärmer B, und aus diesem der Dampfkessel, das nöthige Wasser von dem Becken, Wenn aber nur Spiritus von 80 Prozent verlangt wird, muss der Vorwärmer durch die Röhre c unmittelbar aus dem Kühlfass mit Wasser versehen werden, In beiden Fällen richtet man, sobald die Dämpfe in die erste Blase” übergehen, den Speisehahn z so, dass durch den Wasserzufluss aus dem Vorwärmer die Weasser- höhe im Dampfkessel unverändert erhalten, also das verdam- pfende Wasser ununterbrochen wieder ersetzt wird. Es bleibt nun noch die Bestimmung einiger einzelnen Theile anzugeben übrig. q ist ein Dampf- und r ein Luft-Ventil; s ist eine Sicherheitsröhre, welche jene beiden Ventile unnöthig macht und sie nicht allein ersetzt, sondern ihnen bei weitem vorzuziehen ist. Entsteht, aus irgend einem Grunde, eine zu grosse Spannung der Dämpfe im Kessel, so treiben dieselben, im schlimmsten Falle, das Wasser durch die Sicherheitsröhre so lange hinaus, bis die untere Mündung derselben nicht mehr vom Wasser gesperrt ist und der Dampf selbst durch die Röhre entweichen kann, Das emporgetriebene Wasser ergiesst sich dann durch den Trichter e in den Vorwärmer, aus welchem es, durch die, bis auf den Boden in eine Rinne hinabgehende Ueberlauf- röhre 32 abfliesst, Ist aber der Brenner in der Nähe: so darf er, durch das Geräusch des überströmenden Wassers aufmerksam gemacht, nur den Schieber schliessen, um das 37 Feuer zu dämpfen, und dann in aller Ruhe die Ursache der zu grossen Spannung der Dämpfe aufsuchen und ihr abhel- fen,— Entsteht im Gegentheil ein luftleerer Raum im Kessel, für welchen Fall man gewöhnlich die Luft- Ventile hat: so tritt die äussere Luft durch dieselbe Sicherheitsröhre in den Kessel, und stellt das Gleichgewicht wieder her, f ist eine Glasröhre, um den Wasserstand in B zu erkennen. 27, 27 sind eben dergleichen Glasröhren zur Erkennung des Flüssigkeitsstandes in den übrigen Gefässen. 20 ist eine mit einer Stürze versehene Oeffnung, um nach Belieben aromatische Ingredienzien oder Kohlenpulver, in Säckchen gefüllt, in die Flüssigkeit im Separator hinabsenken zu können, 21, 22 und 31 sind die Mündungen der Blasen, des Maischwärmers und des Dampfkessels, 23 und 24 Oeffnungen zum Reinigen des Dephlegmators. 25 ist eine mit der Luftröhre des Maisch- wärmers in Verbindung stehende, durch das Kühlfass ge- führte Kühlröhre, in welcher die spirituösen Dämpfe sich verdichten, welche aus der erhitzten Maische aufsteigen; die aus dieser Röhre abfliessende Flüssigkeit ergiesst sich bei 26 in ein unterzustellendes Gefäss. p ist ein verlängerter Griff an dem Hahne o, um denselben öffnen und schliessen zu können, ohne auf eine Treppe steigen zu müssen, Der Hahn d ist mit einem ähnlichen, abgebrochen dargestellten, Griffe versehen. 33 ist der Ablasshahn des Dampfkessels, 34 der Schornstein, Schluss Ich wünsche, dass es wohl verstanden werde, dass mir das erlangte Patent nicht als Aushängeschild zur Empfeh- lung meines Apparats, sondern nur als Warnungstafel an der Gränze meines Eigenthums dienen soll. So wie es überhaupt nicht im Geist der Preussischen Gesetzgebung liegt, durch Verleihung von Patenten die patentirte Sache zu empfehlen, so bescheide ich mich, dass ich eine solche Empfehlung der Vervollkommnungen und Verein- fachungen meines Destillir- Apparats von dem mir verlie- 38 'henen Patente um so weniger ableiten könnte, als diese Vervollkommnungen, wie es schon im Begriff des Wortes liegt, dem Hohen Ministerio zur Zeit der: Patent- verleihung nicht bekannt seyn konnten, Nicht das Patent also soll meinen Apparat empfehlen, sondern die Anerken- nung seiner, aus den dieser Schrift beigefügten Attesten und öffentlichen Beurtheilungen sich ergebenden, Vorzüge vor allen andern bekannten Dampf-Brenn- Apparaten: das Pa- ‚tent soll mir nur, nach den Worten desselben, den gesetz- lichen Schutz bei der ausschliesslichen Anfertigung und Benutzung des mittelst Zeichnung und Be- schreibung näher angegebenen Destillir- Apparats im ganzen Zusammmenhange gewähren, ohne Jemand in der Anwendung bereits be- kannt gewesener Theile und der Ausfüh rung bekannter Methoden zu behindern, Welche Theile ich, als vor der Aufstellung von Destil- lir-Apparaten meines Systems, nicht bekannt gewesen an- sehe und als meine Erfindung geltend mache, werde ich in jedem besonderen Collisions- Falle angeben; ohne mich an die Seite 28 und 32 der„Ausführlichen Beschreibung des Rheinländischen Dampf-Brenn- Apparats(Coblenz 1833)” in dieser Beziehung enthaltene Spezification zu binden; wel- che ich daher hiermit ausdrücklich aufhebe, Mit der Anfertigung von Dampf-Brenn-Apparaten mei- nes Systems, so wie mit der Umwandlung aller Arten von Brenngeräthen in derartige Dampf-Apparate, sind bisher von mir beauftragt und mit allen dazu nöthigen Anleitungen, zum Theil praktisch durch mich selbst, versehen worden, die Kupferwaaren-Fabrikanten: In Coblenz: Hr. J. Porsue; in Berlin: Hr. Friedr. Fendius(auch Kupferhammer- und Walzwerks-Besitzer), Klosterstrasse No. 84., und Hr. G. Krüger, Rosenstrasse No. 29.; in Frankfurt a.d.O.: Hr. E.Fendius: in Grü- neberg: Hr. C. Fendius; in Löwenberg(in Schlesien): Ar, F. Knobloch; in Ostrowo(Posen): Hr. Delven- dahl; in Bromberg(Posen): Hr. Wolk; in Witten- berg a. d. E.: Hr. D. Strumpf; in Wegeleben(bei Halberstadt): Hr. Schenkelmayer. Das an diese Fabrikanten, zur Einsendung an mich, zu zahlende Honorar für die Benutzung eines Apparats meines Systems, beträgt einen Friedrichd’or für jede 100 Quart Maische, welche in 14 Stunden damit abgebrannt werden sollen; für Brennereien, welche mehr als 3000 Quart Maische täglich verarbeiten, wird jedoch für jede weitere 500 Quart nur ein Friedrichd’or mehr gezahlt, Ag nn STE BE an ra En pen —— Be en Anlagen. Vergleichung des Gall’schen Dampf-Destil- lir- Apparats mit jenem des Herrn Adam Kasparowsky*). Am 2. November v.J. schrieb ich für das polytechnische Jonr- nal, über den Dampf-Destillir- Apparat des Hrn. Major Kaspar- owsky, folgenden Aufsaiz, der aber, da ich die Reinschrift da- von erst am 6. November in einem Augenblik, wo ich nach Paris und Loudon abzureisen im Begriff war, erhielt— statt auf die Post in meine Brrieftasche wanderie, und darin vergraben und vergessen blieb. Erst heute**) werde ich, durch den Vergleich des Brenn-Apparates des Hrn. K. mit dem von mir erfundenen, im Asten dielsjährigen Julius-Hefte des polytechnischen Journals, wieder an jenen Aufsaz erinnert, und beeile mich nun, densel- ben als meine Voergleichung des Brenn- Apparates des Hrn.K. mit dem meinigen, dem Urtheil des Publikums zu unterwerfen. Ueber den Dampf-Destillir-Apparat des Hrn. Adam Kasparowsky. Da der Hr. Major Kasparowky in der S. 66-68 des XLII. Bandes des polytechn. Journals abgedruckten Notiz über den von ihm erfandenen Dampf-Destillir- Apparat, mir die Ehre erzeigt, auf die von mir aufgestellten bei der Construirung von Brenn- Apparaten zu beachtenden Grundsäze Bezug zu nehmen, so °) Dieser Aufsatz erschien bereits im vorjährigen I. Septemberheft des Polytechnischen Journals; der Herr Major Kasparowski hat bis- her die Richtigkeit der darin enthaltenen Behauptungen nicht bestritten. **) Ich bezeuge, dass Hr. Gall das angeführte Heft erst heute den 14. Augpab won-MurTerkalten hat, J. Hölscher, Buchhändler. 1 2 werde ich nicht als Unberufener erscheinen,- wenn ich mir er- laube, den Massstab dieser Grundsätze an die Erfindung des Hrn. Kasparowsky zu legen, um den ökonomischen Werth derselben festzustellen. Hr.Kasparowsky braucht, um täglich die Maische von 6000 Pfd. Schrot oder 137 Scheffel Kartoffeln abzubrennen, ein Kubik-Klafter Holz(216 Kubik-Fuss), welche 154 Kubik-Fuss Holzmasse enthalten. Nimmt man an, dass zur Hälfte Eichen-, zur Hälfte Buchenholz verbrannt werde, so ist das Durchnittsge- wieht per Kubik-Fuss im trockenen Zustande 47 Pfd.; 154 Ku- bik-Fuss wiegen mithin......... en 19238 Pd. Bei der Bereitung der Maische ed Hr.K. nur 4-5 Mal so viel Wasser als trokene Substanz au, was, wenn man. mittelst Wasserdampf destillirt, auch nach meinen Erfahrungen vollkom- men hinreicht. Das Gewicht der Mäische beträgt also: an trockener Substanz...: ne ed, an Wasser a 44 Pfd. p. Pfund ee Substanz. 27000- an-Hefeseiwa.,. 2.2... Bea 200. Zusammen 33200 Pfd. Mit obigen 7238 Pfd. Holz müssen also folgende Wirkungen hervorgebracht werden: 4) Muss das Wasser im Dampforzeuger zum Kochen ge- bracht, 2) müssen 137 Scheffel= 13,700 Pfd. Kartoffeln gahr ge- dämpft,» 3) müssen zum Einteigen und Gahrbrühen des den Kartof- feln zuzusetzenden Schrotes und zum Einmaischen überhaupt eirca 4200 Pfd. Wasser bis zum Sieden erhizt und 4) endlich muss aus 33,200 Pfd. Maische der Alkohol durch Destillation geschieden werden Ein nach meinen Grundsäzen construirter Brenn- Apparat verbraucht dazu an trockenem Buchen- und Eichenholz im un- stigsten Falle.4000 Pfund. Dieser Brenn-Material-Verbrauch berechnet sich, wie folgt: Mein Dampferzeuger enthält 2000 Pfd. Wasser, um diese von 410’ R. bis zum Sieden zu erhitzen, werden verbraucht 2000 X a Ä i re 10000, ne Um 13,700 pa. an Sin zu däm- auelen pfen, werden verwendet 13,700 X 90... 1, 233, 000- Latus 1,37 3,000 W.-E. Jik-Tnss ichen-, niltsge- 54 Kı- 33 Pil. -5 al maittelst vollkon- 000 Pi 000- "kungen en ge- sahır Ke- Kartol- p! circa \ durch | Apparal im un- N folst: sp von 000 X Värme- ‚nheiten. w.-E Transport 1,373,000 Wärme- 4200 Pfd. Wasser von 40° zum Eintei- Einheiten. gen und Gahrbrühen nehmen, bis sie den Sie-; depunkt erreichen, an Wärme auf 4200xX70= 294,000- Von den der Destillation zu unterwer- fenden 33,200 Pfd. Maische kommen 5000 Pfd. kaltin die Destillirgefässe; diese verschlucken bis zum Siedpunkte an Wärme 5000 x 70 350,000- Die übrigen 28,200 Pfd. Maische kom- men wenigstens bis zu 60° erwärmt in die Desillirblasen und bedürfen also, um in’s Sieden zu kommen, nur noch 28,200 X 20 564,000- Um aus 33,200 Pfd. einer so«icken und alkoholreichen Maische ‚allen Alkohol zu ge- winnen, müssen 28 Procent, also in runder Summe 9300 Pfd. davon verdampft werden; diese bestehen aus circa 1500 Pfd. Alkohol und 7800 Pfd. Wasser. 1500 Pfd. Alkohol erfordern zu ihrer Verdampfung 1500 X 200 300,000- 7800 Pfd. Wasser aber erfordern 7800 x HNO?—.n 2 Se Ba re 3411925000- Summe der absoluterforderlichen Wärmemenge 6,313,000- Nach meinen bisherigen Erfahrnngen fin- det sich der wirkliche Brenn-Material-Bedarf, meines Dampf-Destillir-Apparates, wenn man dieser Wärmemenge 20 Procent derselben zuseizt, welche theils mit dem Rauch ent- weichen, theils durch die Wände der Ge- fässe in die Luft ausstrahlen, hier also.. 1,262,600- Ta Ein nach meinen Grundsätzen erbauter Brenn- Apparat con- sumirt also, um 6000 Pid. trockene Substanz einzumaischen und zu destilliren, in runder Summe 7.500,000 Wärme-Einheiten. Da nun mein Dampferzeuger mit 1 Pfd. Holz 30 Pfd. Wasser von 10° zum Sieden bringt, also 2100 nutzbare Wärme-Einheiten lie- fert, so werden mithin wirklich verbraucht... 3666 Pfd. also gegen den Bedarf des Hrn. K. von..... 7238- wenigeT 9/0- d.h. fast die Hälfte weniger, was mit den von mir angekün- digten Vorzügen meines Apparates übsreinstimmt. 1* $ Die Ausbente an Branntwein von 50% nach Tralles gibt ek Er FAIR aus 6000 Pfd. Schrot an. Ich erhalte aus derselben Menge Schrot.. 1350- also mehr 270 Quart d.h. 25 Procent und theile allen Bestellern meines Apparates P]’ gegen ein mässiges Honorar, das Verfahren zur Erreichung dieser Ausbeute mit. Wenn, wie Hr.K. anführt, in Russland die Schlangen ge- wöhnlich 1500 Pfd., die des Hrn. K. aber, wegen ihres besondern Baues, nur 600 Pfd. wiegen, so ist dies allerdings schon eine anerkennenswerlhe Verbesserung; wenn Hr. K. sich aber mit den von mir erörlerten Erfahrungsätzen, worauf es bei Construirung von Brenngeräthen ankommt, mehr vertraut gemacht hätte, so würde er sich überzeugt haben, dass der beabsichtigte Zweck der Verdichtung und Abkühlung vollkommen mit einer oder mehreren Schlangen von überhaupt 180 bis 200, Pfd. zu errei- chen ist; wie denn in der That die Schlangen meiner Apparate von gleicher Leistungsfähigkeit kaum 200 Pfund schwer sind. Dass die„Dampfkrahnen“ an dem Apparate des Hın. K. nur 212 Pfd. wiegen, ist eben auch kein Beweis, dass derselbe in der Lösung der Aufgabe:„an Anlage-Kapital zu ersparen,‘ sehr weit gekommen wäre, da an den nach meinem System construirten Destillir- Apparaten zur täglichen Verarbeitung von 6000 Pfd. Schrot das Gewicht aller Hähne, Schrauben, Si- cherheits- Vorrichtungen ete. zusammengenommen nur 4160 Pfd. beträgt. Was mir‘die Zweckmässigkeit dieses neuen Apparates gleich Anfangs verdächtig machte, war der Umstand, dass Hr. K. den Maischwärmer, weil er mit demselben„mehr Unge- legenheit und mehr complieirten Apparat sefunden habe“ weggelassen hat: Hr. K. scheint, also nicht zu wissen, dass er dem Maischwärmer allein eine tägliche Ersparniss von 700-800 Pid. Holz und 15-16,000 Quart Kühlwasser verdanken würde. N Re- ndern n eine 1it den rulrung ilte, so Zweck r oder ertel- parate ıd, In. K. ierselbe paren,* System IS von 1, Si- 0 Pi. pparakes InK. Inge- ‚nden vissen, ss von danken Be M< ur N en n“ h) Wer den Werth der durch die Verdichtung und Abkühlung des Destillats frei werdenden Wärme nicht kennt, wird den Destillir- Apparat, dessen wichtigste Verbesserungen auf der Be- nutzung dieser Wärme beruhen, schwerlich weiter vervollkomm- nen; weshalb allen angeblichen Verbesseruugen, deren Urheher den Maischwärmer beseiligen zu können glauben, sehr zu misstrauen ist. Koblenz den 2. November 1831. Dem Gesagten habe ich nun, als Ergänzung des im ge- dachten 4. Julius-Hefte dieses Journals enthaltenen„Vergleichs zweier Dampf-Destillir-Apparate noch Folgendes hinzuzusetzen: Ob ich jemals begriffen habe, was die Aufstellung eines Ap- parates zu 60 Korez(135 Berl. Scheffel) Kartoffeln erfordere, mögen Hr, K. und der Corrector seines Aulsatzes aus untenste- hender Erklärung entnelimen*). Wenn der Apparat des Hrn. K. zu 60 K. Kartoffeln nur 442 Dukaten kostet, so ist er allerdings 4 wohlfeiler, als ein Ap- parat meines Systems von gleicher Grüsse, dessen Preis, ein- schliesslich meines Honorars, 2000 Rthlr.(= 666 Dukaten) ist. Dagegen bestehen der Dampfkessel, der Dampfwasser-Vorwärmer, der Dephlegmator und die Decken der Blasen meines Apparates aus Kupfer, jene des Hrn. K. aus Eisen und Holz*r). Doch wer möchte darüber streiten, dass ein gewöhnlicher Lastwagen wohlfeiler sei, als ein Dampfwagen! Kein verständiger Trans- port-Unternehmer, welcher die Wahl hat, zum Güter- Transport einen Dampfwagen oder einen gewöhnlichen Karren anzuwen- den, wird aber fragen: was kostet der, eine oder andere Wagen, sondern: wie hoch kommt mit dem einen oder dem anderen die *) In diesem Augenblicke wird in meiner Werkstätte für Rechnung der HH. Gall und Schickhausen ein, nach Holland bestimmter, Brenn- Apparat, zum Abbrennen von 140 Seheffel Kartoßelu in 14 Stunden, erbaut. Koblenz den 1. August 1332. Jos. Porsue, Kupfersehlägermeister. =”) Neuere Erfahrungen haben mich belehrt, dass hölzerne Bia- sen-Decken selten länger als 2 Jahre der zerstörenden Einwirkung der Weingeistdämpfe widerstchen, 6 Fracht zu stehen? Eben so wird kein verständiger Gutsbesitzer den Werth verschiedener Brenn- Apparate nach ihrem Preis, sondern nach den Betriebskosten und Resultaten, welche sie liefern, beurtheilen. Das ist die Frage, worauf es allein an- kommt, und aus diesem Gesichtspunkt will ich nun einen Ver- gleich zwischen dem Apparat des Hrn, K. und dem meinigen aufstellen. Der Apparat des Hrn. K. kostet: nach seiner Angabe 442 Du- katen oder 1326 Rthl. Die Zinsen dieses Anlage-Kapitals be- tragen mithin aA 53 N 66 Rthl. 9 Sgr. 6000 Pfd. Schrot, welche täglich ver- braucht werden, kosten,& 1 Rihl. 25 Sgr. pro 100 Pfd., 110 Rthl.; die Ausgabe dafür beträgt jährlich also et 4101507 20:2: Für Hefe täglich 5 Rthl. macht jährlich 1825-—- An Brennmaterial verbraucht Hr. K. nach seiner eigenen Angabe 8.67 des XLII. Bds. des polytechn. Journals 1 Kubik-Klafter; den Preis desselben, einschliesslich des Fuhrlohns und des Spaltens nur zu 5 Rtlıl. gerechnet, beträgt die jährliche Ausgabe dafür also.. 1825-—- Der Lohn des Brenners zu 1 Rthl. und den von 12 Arbeitern zu 4 Rthl. angenom- men, beläuft sich der Arbeitslohn uf.. 1825-—- Für Licht und unvorhergesehene kleine Ausgaben 1 Rthl. täglich macht.... 305-—- Gesammt-Jahresausgabe 46056 Rthl. 9 Sgr. Nun erhält Hr. K. aus 6000 Pfd. Schrot 1080 Quart Brannt- wein von 50% nach Tralles; die ganze Jahresausbeute beträgt mithin 394,200 Quart.— 100 Quart Branntwein kosten ihm also 11 Rthl, 20 Sgr. 3 Pf.. Die Betriebskosten einer mit meinem Apparat arbeitenden Brennerei von gleichem Umfange berechnen sich dagegen wie folgt: Das Anlage-Kapital für den Apparat beträgt 2000 Rthl. Die Zinsen also Be 100 Rthl.— Sgr. Für 6000 Pfd. Schrot täglich..,.. 40,150=—- Kür Hefe, 2.0.0... 00. gs een Der Holzbedarf beträgt täglich 3 Klafter Latus 42075 Rthl.— Sgr. Bailzer Preis, che N ein dl. en Ver einieen rannt- yeträgt m also itenden 2 wie Trinsport at en ah er.— PL. also jährlich 2027.Klafter, uud berech- net sich mithin A 5 RthIr. zu.... 1013.- 26- 8- DerLohn eines Brenners& 1 Rthlr. und jener von 8*) Arbeitern A2 Rthlr. 20 Sgr, täglich beläuft sich auf\.... 4338) amui-10»- Wr Für Licht und kleine Ausgaben| 4 Rihlr. täglich macht.. EI I65 ee Gesammt-Jahresausgabe 44,792- 6-.8- Da nun die Ausbeute aus 6000 Pfd. Schrot 1350 Quart, also die Jahres- ausbeute 492,750 Quart beträgt, so berechnet sich der Preis für 100 Quart N EHE EN EIER VAR Gegen den Erzeugungspreis des Branntweins des Hrn. K.von-.. 11.52= 0908»- 3- werden also an 100 Quart gewonnen De 2 folglich an 4: 2,750 Quart oderjährlich 12,084 Rthle. 17 Sgr. 3 Pf. Da Hr. K. aber einwenden könnte,‘dass man, bei Anwen- dung derselben Einmaischungsart, mit seinem Apparat dieselbe Ausbeute erhalten würde, welche der meinige liefert, so will ich mich darauf beschränken, seine Mehrausgabe für Brennmaterial und Arbeitslohn herauszuheben, welche nach obigen Ansätzen sich zu 1297 Rthlr. 23 Sgr. 4 Pf. oder in runder Summe zu 4300 Rthlr. berechnet. Angenommen nun, dass der Apparat des Hrn. K. eben so lange als der meinige dauere— was, da jener aus Eisen und Holz, dieser aber aus Kupfer und Holz besteht, jeder Techniker wohl mit mir bezweifeln wird, so betragen die Ausgaben einer mit dem Apparat des Hrn. K. arbeitenden Brennerei in 10 Jahren: a) an Anlage-Kapital für den Apparat.... 1326 Rthlr. h) an 10jährigen Zinsen dieses Kapitals 3.4003 c) an AOjährlicher Mehransgabe für Brennmateriel und‘Arbeitslohn 8.22... 00 256.2.222.,,13,0007%- d) an Zinsen, welche diese jährliche Mehrausgabe jedes Jahr als Kapital angelegt, ertragen könnte 2925- 17,920 Rthlr. *) Warum mein Apparat 4 Arbeiter weniger erfordext, wird sich in der Folge ergeben. | EEE TER ee Eee cn ee re u Transport 417,920 Rüılr. Die Ausgaben einer mit einem Apparat mei- nes Systems arbeitenden Brennerei würden hingegen betragen: a) an Anlage-Kapital..... 2000 Rthlr. b) an 40jährigen Zinsen desselben 1000- überhaupt.»»..__3000 Rthlr. folglich weniger...14,920 Rthlr. Wer meinen theuren Brenn-Apparat anwendet, wird also im Durchschnitt jährlich 1492 Rtblr. weniger ausgeben; als wer den wohlfeilern des Hrn. K. in Gebrauch nimmt. Ist es aber wahr, was der Verfasser des Aufsazes des Hrn. K. behauptet, dass man mit einem Kasp arowskischen Appa- rat von 40 Korez ebenfalls die Maische von 135 Scheffel Kartot- feln in 14 Stunden abbrennen könne, so vermindern sich die oben zu 47920 Rihlr. berechneten 40jährigen Ausgaben um 1023 Rthlr. und man wird also beim Gebrauch des Kasparows- kischen Apparates nur 1390 Rthlr. jährlich mehr ausgeben, als bei Anwendung des meinigen. Nun noch ein Wort über die Construction des Apparates des Hrn. K., so weit sich solche nach seinen Angaben in dem mehrerwähnten Aufsatze beurtheilen lässt"). Hr. K. theilt die Maische von 435 Scheffel Kartoffeln, also 13,300 Quart, in2 Blasenfüllungen und treibt jede Blase in 4 Stun- den ab.. Wer nur oberflächlich die wichtige Erfindung der Maisch- wärmer,„wobei Hr. K. zu viel Angelegenheit und zu viel com- plieirten Apparat gefunden hat,” zu würdigen weiss, würde aus jenen 13,300 Quart Maische wenigstens 15 Blasenfüllungen ma- chen, und solche dann, mittelst des Kasparowskischen Dampl- kessels, statt in 8 in 6 Stunden abtreiben und dabei 25 Procent Brennmaterial ersparen. Da nun Hr. K. 6650 Quart Maische auf Einmal füllt, so muss seine Blase wenigstens 9000 Quart Raum- inhalt darbieten, nämlich: e-Für die Mäische 2° 77 u 23229 E27 66507 Quar. Für das während der Erhitzung der Maische in Dampfform hinzutretende Wasser 4, also..ı.. 1330- Für die Dampfentwickelung..»»......4020 überhaupt 9000 Quart. *) Die Beschreibung desselben habe ich mir augenblicklich nicht verschaflen können, A 9 le Gäbe man dieser Riesenblase nun auch 4 Fuss Höhe im Lich- ten, also 5 Fuss ganze Höhe, so nimmt noch immer bloss diese Blase des Hrn. K., einschliesslich der Dicke des Holzes, einen’ Raum von 90 Quadratfuss oder 40 Fuss 84 Zoll in der Länge und eben so viel in der Breite ein; während ein ganzer Apparat meines Systems von gleicher Leistungsfähigkeit nur einen Raum Ra von 8 Fuss Länge und 7 Fuss Breite bedeckt. Die beiden Kühl- Rıhlı, fässer, die beiden Rectificätoren des Apparates des Hrn. K. wer- d lo den mindestens noch 1! Mal so viel Raum einnehmen; so dass Is wer derselbe schr nahe AMal so yiel Raum zur Aufstellung erfordert, N als der meinige. ; In, Hr. K. hat, wie ich schon wiederhohlt habe, keine Idee von Appı-\ der Wichtigkeit der Maischwärmer. Er bewirkt daher sowohl Kurlol\ die Entwässerung, als die Verdichtung und Abkühlung des Destil- ich die DR lats durch Wasser, während die dadurch frei werdende\Yärme en um\ zum grössten Theil von der zur folgenden Blasenfüllung bestimm- ITOWS- ten Maische aufgenommen und also zur Vorerwärmung derselben en, als N bis zu 60— 70° benutzt werden könnte. Berechnen wir nun das erforderliche Verdichtungs- und Kühl- rates wasser.— Um aus 13,300 Quart oder 33,250 Pfd. Maische von ' dem R 44 Procent Alkohol-Gehalt allen\WVeingeist zn scheiden, müssen N davon wenigstens 25 Procent, also 5312 Quart abdestillirt wer- , also N den. Dieses Destillat besteht aus dem Dampf von eirca 1400 Quart \ Stun- Alkohol und von 6912 Quart Wasser. Aus dem Wasserdampf aisch- er müssen in den Rectifieatoren verdichtet und niedergeschlagen | com-; werden 5412 Quart Wasser. Dadurch wer- de aus h dendirer SUP KR ANON ee 2,381,250 Wärme n md\ Die übrigen Dämpfe von circa 1500 Pfund Einheiten. Janpl-\ Wasser und 1/00 Pfd. Weingeist müssen in Drocent k dem Kühlapparat verdichtet und wenigstens che auf bis zu 13° abgekühlt werden; wodurch wie- Raum: derum frei werden: aus dem Wasser.. 1500X507 760,500- Onurl. aus dem Weingeist. 1400xX254 355,600,- überhaupt 3,497,330- j Wenn man nun zugiebt, dass das Kühlwasser, dessen na- | türliche Wärme gewöhnlich schon 40° beträgt, sich höchstens Qua, nur bis 50° erhitzen darf, so werden zur Entwässerung, Verdich- tung und Abkühlung des Destillats mit einem Kasparowski- schen Apparat von der angegebenen Grösse 34,973 Quart Kühl- eek x 10 wasser erfordert, während der meinige dessen für 4350 Quart Branntwein kaum 4000 Quart täglich bedarf, weil ich die Mai- sche für die folgenden Blasenfüllungen zu demselben Zwecke be- nutze, wozu man in den gewöhnlichen Brennereien Wasser, oder 1 rung und Verdichtung und Abkühlung des Destillats. Wenn ich nun zum Pumpen jener 31,000 Quart Wasser, velche der Kasparowskische Apparat täglich mehr erfordert, als der meinige, in der obigen Kostenberechnung für erstern 4 Arbeiter mehr angeselzt habe, als für den letztern, so wird das sehr mässig erscheinen. Berichtigen muss ich. noch, dass der Verfasser des Aufsatzes des Hrn. K. die Hähne an meinem Apparat doppelt gezählt zu haben scheint, indem deren an der ihm vorliegenden Abbildung wur 18 und nicht 30 vorkommen. Wenn derselbe an meinem Apparat kupferne Communica- tionsröhren in Menge bemerkt haben will, so ist diese Menge einschliesslich zweier Helmröhren, auf 10 Stück zu reduciren. Fünf derselben sind zur Erreichung der höchsimöglichsten Brenn- material-Ersparniss und zur Destillation ohne Nachlauf unentbehr- lich. Zwei vertreten die Stelle solcher Röhren und Rinnen zum üllen der Blasen, welche in gewöhnlichen Brennereien'an der Wand umherhängen und jedes Mal erst angelegt werden müssen, welche ich jedoch vorgezogen habe, zurErleichterung des Betriebes, gleich an dem Apparat zu befestigen. Eine dient dazu, den Lut- ter aufzufangen, welcher sich aus der erwärmten Maische im Waischwärmer erheben könnte. Die zwei anderen endlich sind so wie auch zwei Hähne überflüssig und bloss dazu da, um de- nen, die meinen Apparat anwenden, Anfangs die Ueberzeugung zu verschaffen, dass aller Alkohol wirklich vollständig ausgeschie- den wird Die angeblich„weitwendigen Drehungen vieler Hähne” beschränken sich darauf, dass nach jedem Blasenabtrieb vier Hähne umgedreht werden müssen, einer um die Dämpfe in die andere Blase zu leiten, einer um die Schlämpe abzulassen, einer um die Blase wieder zu füllen, und einer um, zur Beschleuni- sung derFüllung, die Communication zwischen dem inneren Raum der Blase und der äussern Luft herzustellen, Das Zupumpen der kalten Maische geschieht nicht auf be- stimmte Zeichen, sondern bei grösseren Apparaten anhaltend Maische doch nur theilweise. verwendet, nämlich zur Entwässe- Nnart L N. "asser, cdert, ern 4 ] das satzes lt zu dung unica- Menge eiren. renn- ehr- zum der ssen, ıebes, ‚ Int- e im sind 1 de- zung schie- 1) die einer eunl- au I be- Itend Y n 11 bei kleineren von Zeit zu Zeit, so dass das zur Aufnahme der heissen Maische zur folgenden Blasenfüllung bestimmte Reservoir sich in dem Maasse füllt, in welchem die Destillation fortschreitet. \Velcher Apparat von den beiden in Rede stehenden ein „grösserer Fortschritt in wissenschaftlicher Beziehung sey, mögen die competenten Richter entscheiden. Jener des Hrn. K. ist je- denfalls nichts Anderes, als der Subow’sche miteiner grossen statt mit zwei kleinen Blasen. Wem es nicht darauf ankommt, doppelt so viel Holz, als nöthig, zu verbrauchen, eine höl- zerne statt einer kupfernen Blase und einen eisernen statt eines stärkeren, dauerhafteren und die Wärme besser leitenden kupfernen Dampfkessels anzuwenden, dem bin ich erbölig ei- nen Kasparowskischen Brenn-Apparat zu 135 Scheffel Kar- toffeln auf 1/4 Stunden für 1000Rthlr. zu liefern. b nun meine nur wenige Bogen enthaltende Beschreibung meines Apparates mit 10 Fl., oder das aus zwei Theilen zusam- mengesetzte\Verk des Hrn. K. mit 4 Fl., zu theuer bezahlt werde, unterwerfe ich der Beurtheilung des Publikums. Coblenz, den 4. August 1833. Gall. Anmerkung. Zur Erläuterung der, in diesem Aufsatze befolsten, Berechnung nach Wärme-Einheiten bemerke ich, dass man mit diesem Ausdruck diejenige Wärme-Menge bezeich- net, welche nöthig ist, die Temperatur von 1 Pfd. Wasser um 1 Thermometergrad zu erhöhen. Um 1 Pfd. Wasser von 0° bis zum Siedepunkte(80° R.) zu erhitzen, werden mithin so W.E. erfordert, so wie deren 440 verwendet werden müssen, um 4 Pfd. siedendes Wasser in Dampf zu verwandeln.— 4Pfd. Alcohol von 0° wird mit 63 W,E. zum Sieden gebracht und erfordert zu seiner Verdampfung nur 200 W. E. Ueber Dampfkessel, 2 . y.. insbesondere zur Branntiweinbrennerei. Herr Fr. F. in Berlin schreibt mir: „Es ist hier eine neue Art Cylinder-Dampfkessel erfun- den worden, unter welchem zwei kupferne Röhren, 8 Zoll im Durchmesser, in der Feuerung liegen, welche von dem Wasser im Dampfkessel gespeist werden und mit diesem in Verbindung ER EEE an RETTET EUER TER ET PPEFERRREEU END stehen, wodurch die Hälfte des Feuerungsmaterials erspart wer- den soll.“ Diese Mittheilung, verbunden mit der auffallendsten Unbekanntschaft mit den Gesetzen der Dampferzeugung, welche ich sowohl bei gebildeten Brennerei- Besitzern, als bei vielen Brenn- Apparaten-Fabrikanten gefunden habe, veranlasst mich zu folgendem Versuch einer Berichtigung der darüber herrschenden Ansichten. Die Dampferzeugungsfähigkeit eines Kessels hängt weder von der darin enthaltenen Wassermenge, noch von der Grösse des Raums über dem Wasserspiegel und noch weniger von der Grösse des Wasserspiegels selbst ab, wie fast allgemein geglaubt wird, sonder 4) von der Grösse der Siedefläche, d.h. derjenigen Metallflä- che des Kessels, welche sich zwischen dem Feine und dem Wasser befindet, und 2). von der Intensität des Feuers. Letztere ist bedingt durch die Lebhaftigkeit und Vollkom- menheit der Verbrennung, welche wiederum abhängt: 1) von der Temperatur im Feuerraum, die durch eine zweck- mässige Construction desselben bedeutend gesteigert wer- den kann; 2) von der richtigen Entfernung des Kessels vom Roste, wel- che für jedes Brennmaterial und nach Maassga ıbe der Grösse 7 des Kessels verschieden ist: 3) davon, dass sich stets weder zu viel noch zu wenig Brenn- oO 5 i 5= material auf dem Rost befinde; .*= Ei: 4) von der Trockenheit des Brennmaterials(wenn Holz oder Torf verbrannt 3‘ und 5) von dem Luftzutritt, welcher ebenfalls wieder bedingt ist: a. durch die Grösse der Zwischenräume zwischen den Roststäban, und b. durch die Dimensionen des Schornsteins, insbesondere durch dessen Höhe. Die sn ıterialersparniss hängt weniger, wie man ebenfalls gewöhulich glaubt, von einer bestimmten Form des Kessels. als vielmehr davon ab, dass 4) der Kessel den möglichst Br Raum einnehme, damit auch desseu Ofen, das Mauerwerk, welches unnützer Weise viel Wärme, und zwar im Verhältniss seiner Masse ver- schluckt und im Verhältniss seiner Oberfläche ausstrahlt— möglichst klein seyn könne; Wer- Men welhle | Y al N nich zı henden hänst n der enirer emein wel- zrösse Brenn- lz oder net ist en den osondere vie Man rm des ‚damit Weise ‚e Vel- ‚all— 13 2) der Kessel den möglichst kleinsten Wasserraum mit der grösst möglichen Siedefläche vereinige; damit nicht. mehr Wasser, als nöthig, erhitzt werden müsse und die Erhitzung so schneil als möglich erfolge; 3) die Verbrennung möglichst lebhaft und vollkommen sey; 4) die Luft nur durch den Rost Zutritt finde, und endlich 5) der Dampfkessel continuirlich mit heissem Wasser ge- speist werde. Für jeden Kubikfuss Wasser, welcher in einer Stunde ver- dampft werden soll, muss der Kessel, ein Feuer von mittlerer Intensität vorausgesetzt, 8[Fuss Siedefläche darbieten, der Ofen 25 Pf. Holz oder 10 Pfd. gute Steinkohlen verbrennen könneu, und die Grösse des Rostes so berechnet seyn, dass derselbe stets mit der Hälfte dieser Brennmaterial-Menge bedeckt sey, ohne dass jedoch das Holz höher als 8 Zoll und Steinkoh- len höher als 2 Zoll auf demselben aufgehäuft werden. Die Oeifnungen zwischen den Roststäben endlich müssen für Stein- kohlen 4 und für Holz 1 der ganzen Oberfläche des Rostes be- tragen. Man vergrössert die Siedeflöche, indem man eine oder meh- rere Röhren, in horizontaler Richtung, entweder unter dem Körper des Kessels anbringt, und jede derselben durch zwei senkrechte Röhren mit. dem Innern Kesselraum in Verbindung setzt, oder dergleichen horizontale Röhren in der längsten Rich- tung durch den Kessel führt. Im erstern Falle füllen sich die Siederöhren mit Wasser, und die Flamme wirkt auf ihre äussere Oberlläche; in letzterm sind sie von dem im Kessel enthaltenen Wasser umgeben, und die Hitze wirkt, indem Flamme und Rauch durch sie hindurchgehen, auf ihre innere Oberfläche. Nach der ersten Methode— fast so alt, als das Jahrhun- dert!— ist der ol:n erwähnte, in Berlin neu erfundene Dampfkessel eonstruirt. Die letztere Methode ist, insofern man sich auf eine Röhre beschränkte, wohl noch älter; mehrere— 2 bis 5— innere Röhren glaube ich jedoch vor drei Jahren zu- erst angewendet zu haben. Vor etwa einem Jahre hat man die Zahl der innern Röhren bis zu 50 vermehrt, was aber nichts taugt, da die Möglichkeit sie vom Wasserstein zu reinigen, da- durch aufgehoben wird. en. nl nr Be Ans e— esjateäieäen nn nn nern NE ee nn mer EEE Sa nn eine 14 Wie sehr innere Siederöhren vor äusseren den Vorzug verdienen, wird sich aus folgender Vergleichung ergeben: 4) wird durch äussere Röhren der Kesselumfang vermehrt, also eine grössere Mauerwerksmasse nöthig und folglich von dem Mauerwerk mehr. Wärme absorbirt;*) 2) nimmt ein Kessel mit äusseren Röhren so viel Wasser mehr auf, als der Rauminhalt derselben beträgt, während ein Kessel mit innern Röhren ebensoviel Wasser weniger fassi. Beträgt nun der Rauminhalt einer Röhre 75 Quart, so müssen in einem Kessel mit zwei äussern Röhren 300 Quart Wasser mehr zum Kochen gebracht und darin erhalten werden, als in einem Kessel von gleichen Dimen- sionen mit innern Röhren; 3) ein Kessel mit äussern Röhren muss, wenn die Flamme ihre ganze Wirkung darauf soll äussern können, um so viel weiter von dem Roste entfernt sein, als der Durchmesser der Siederöhren und die Länge ihrer Verbin- dungsröhren mit dem Dampfkessel beträgt, wodurch, in Brennereien, die continuirliche Speisung desselben mittelst des heissen Wassers des Kühlfasses oder der Spiritus- Be- cken fast unmöglich wird; 4) überziehen sich äussere Röhren von innen um so schnel- ler mit Wasserstein, als sie den tiefsten Theil des gan- zen Dampferzeugers bilden, und daher die ganze Wasser- masse ihre erdigen Theile darin ablagert. Durch diesen Niederschlag g, von wrlchem dergleichen Röhren schwer zu reinigen sind, wird aber nicht allein die Dampferzeugungs- fähigkeit derselben sehr vermindert und der. Brennmaterial- aufwand vermehrt, sondern auch das Metall einer baldigen Zerstörung preisgegeben. Alle diese Nachtheile werden durch Anbringung innerer Siederöhren vermieden. Was die angeblicheu 50% Brennmaterial- Ersparniss betrifft, welche der Berliner Dampfkessel mit 2 äussern Siederöhren ge- *) Die Wärmemenge, welche das Mauerwerk verschluckt, ist so gross, dass, wenn der Kessel 10-12 Stunden in Betrieb gewesen und das Keuer schon ganz ausgebrannt ist, wenigstens noch eine Blase ohne Brennmaäterial abgetrieben werden kann. Diese Thaisache mag genügen, um begreiflich zu machen, wie nöthig es ist, den Dampf- kessel und mit ihm das Mauerwerk, nicht zu gross und vielmehr so klein als möglich, anzulegen. ” lich Mm Wasır rährend € Wöhren darin )imen- m die können, als der Verbin- , in ittelst Dee Iinel- 8 gan- Vasser- diesen wer ZU rungs- ıterial- ‚digen nnerer ‚ hetrilll, ] ren fer U.) ‚ist 30 sen und g Blase hatsache ı Dampi- Imehr 50' 15 währen soll: so nehme ich keinen Anstand zu behaupten, dass ein soleher Kessel kaum, 3 Pfd. Dampf für jedes Pfund trocknes Holz liefern wird, i. e. etwa ebensoviel, als jede gewöhniiche, zweckmässig aufgesetzte, Dampfblase zum Kartoffeldämpfen; so wie denn überhaupt die Brennmaterial-Ersparniss, welche bisher durch zweckmässigere Gestaltung der Dampfkessel erzielt worden, kaum zu 15° anzuschlagen ist. Allerdings ist in der Branntweinbrennerei noch eine bedeu- tende Brennmaterial-Ersparniss möglich, welche sogar in vielen Fällen bis zur Hälfte des gewöhnlichen Bedarfs steigen kann; allein wenigstens 353 dieser möglichen‘ Ersparniss müssen theils durch eine möglichst vollständige Wiederbenutzung der durch Verdichtung und Abkühlung der Lutter-Branntwein- und Spiri- tus-Dämpfe frei werdenden Wärme, also durch zwweckmässigere Destillir- Apparate, theils durch dickeres Einmaischen erzielt werden. Die Brennmaterial-Ersparniss, welche durch Dampfan- wendung an und für sich möglich ist, wird im günstigsten Falle höchstens 15% betragen, und das Mittel sie zu erreichen, besteht einzig darin, Dampfkessel von wenigstens 4 weniger Raumumfang anzuwenden- als die Blasen einer gewöhnlichen Brennerei von gleicher Betriebsgrösse haben müssten, Wo man aber, wie ich diess fast in allen neuerdings in Dampfbrennereien umgewandelten Pistorius’schen Brennereien gefunden habe, Dampfkessel von dem doppelten ‚und dreifachen Rauminhalt der Pistorius’schen Blase anwendet, da werden die, in Berlin neu erfundenen, englischen Siederöhren, würden deren auch ein hal- bes Dutzend an einem Kessel angebracht, einen Brennmate- vial- Mehr- Aufwand von 25 bis 40% nicht abwenden. Nachschrift. Vorstehender Aufsatz war schon geschrie- ben und zur Hälfte in Nro. 3. dieser Blätter*) abgedruckt, als ich ein Exemplar der in den Berliner Blättern vom 11. dM. ange- zeigten Beschreibung des Pistorius’schen Dampfbrenn- Appa- rats von„Dr. Lüdersdorf, Mitglied der naturforschenden Ge- sellschaft in Berlin,‘ erhielt, worin, und zwar auf den Grund von wirklichen Versuchen, behauptet wird: ‚dass der Dampfkessel doppelt so viel Wasser fassen müsse, als Flüs- sigkeit destillirt werden soll!!— Dass es Köpfe giebt, die, alle Belehrung vsrschmähend, lieber ein halbes Tausend Thaler, *) Der neuen Schlesischen Fama. Se I a 16 im Finstern umhertappend, an Versuche verschwenden, als 20 Groschen für ein gutes Buch ausgeben, ist nichts Neues und schadet auch weiter nicht; dass aber ein als technischer Schrift- steller auftretender Doctor und Mitglied einer naturfor- schenden Gesellschaft ganz verkehrt veranstalltete Versuche öffentlich beschreibt, und ihre, nothwendig falschen, Ergebnisse als apodiktische Sätze aufstellt, das ist zu arg und zu gefährlich. Ich werde daher, sobald ich ein Paar Stunden Zeit. dazu finde, in einem eignen Aufsatze, mit Hülfe des A B C der Dampfer- zeugung, zeigen, dass die Wassermenge im Dampfkessel mit der Menge der zu kochenden oder zu destillirenden Flüssigkeit nichts zu schaffen hat; dass 4000@nart Maische mittslst 100 Quart Dampfwasser um die Hälfte schneller und mit weniger als halb so viel Brennmaterial, als mittelst 2000 Quart Dampfwasser zum Sieden gebracht werden, und dass des Hrn. Pistorius Dampf- Apparat einer der möglichst unzweckmässigsten ist. Die Beläge zn meiuen Behauptungen wird mir die Schrift des Hrn. Dr. Lü- dersdorf selbst liefern. Löwenberg, in Schlesien, im Septembsr 1833. Gall. Ueber die Pistorius- Lüdersdorfsche Dampf- kessel- Theorie. Baust Du Dein Haus an die Strasse, mein Lieber, Musst Du auch leiden, dass die Leute reden darüber. Der Herr Dr. Lüdersdorf hat in der Beschreibung des Pistorius’schen Dampfbrenn- Apparats die Behauptung aufgestellt, dass ein Dampfkesssel, mittelst desseu 1000 Quart Maische de- stillirt werden sollen, 2000 Quart. Wasser enthalten müsse; ich habe dagegen in der Nachschrift zu einem Aufsatz über Dampf- kessel in Nro. 39. der neuen Schlesischen Fama zu beweisen mich erboten, dass die Dampferzeugungsfähigkeit eines Kessels weder durch dessen Rauminhalt und noch weniger durch die Menge des darin enthaltenen Wassers, sondern, caeteris pa- ribus, durch die Grösse seiner Siedefläche bedingt sey, so wie, dass die durch Dampfanwendung in der Branntwein- Aka, als Neu und er Schr naturlor. Versuch, irgebnixe efährlich, zu finde, Dampfer- mit der it nichts 0 Quart als halb sser zum 5 Dampf. je Delige Dr. Lü- npl- ber, darüber. ung des ıfgestell ische de- üsse; ich - Danpl- jeyelsen ;t eines y durch eris pa* sey; so yotweit- 17 brennerei mögliche Zeit- und Brennmaterial- Ersparniss haupt- sächlich davon abhänge, dass der Dampfkessel den möglichst kleinsten Wasserraum mit der möglichst grössten Siedefläche ver- einige. Als Beispiel habe ich angeführt, dass 1000 Quart Was- ser, mit einem zweckmässig construirten, nur 100 Quart Wasser enthaltenden Dampfkessel um die Hälfte schneller und mit'halb so viel Brennmaterial, als mit einem 2000 Quart Wasser fassen- den Kessel zum Sieden gebracht werden. Ich hätte sogar sagen können, dass bei Anwendung des erstern 3 der Zeit und 3 des Brennmaterials erspart werden, welche der letztere zur Hervor- bringung jener Wirkung bedarf, und jeder denkende Physiker würde mir den Beweis erlassen haben. Indessen nicht alle Phy- siker sind denkende, und noch weniger sind alle Brennerei-Be- sitzer beides; ich werde daher den Beweis schon antreten müs- sen, obgleich mir dabei zu Muthe ist, als wenn ich am:hellen Mittage beweisen müsste, dass die Sonne am Himmel steht, oder einem von Regen Durchnässten, dass der Regen nass macht. Um Wiederholungen zu vermeiden, werde ich dem aufzu- stellenden arithmetischen Beweise einige Erlahrungssäize, anerkannte physische Wahrheiten, jedoch nur solche vorausschik- ken, von deren Richtigkeit man sich leicht überzeugen kann: 4ster Satz. Um ein Quart siedendes Wasser zu verdampfen, wird 5mal so viel Zeit und Brennmaterial erfordert, als nöthig ist, um 4 Quart eiskaltes Wasser bis zum Sieden zu erhitzen. Beweismittel. Man bringe ein Quart eiskaltes Wasser in einem offenen Gefässe an’s Feuer, nachdem man zu dem Versuche einige Pfunde trockenes Holz abgewogen hat. Wenn das Wasser siedet, so wäge man das übrige Holz und notire die verbrauchte Zeit. Fährt man dann fort, das Feuer gleichmässig zu unterhalten, bis alles Wasser verdampft ist, und wägt man darauf das noch übrige Holz wieder, so wird man finden, dass 5mal soviel Holz und Zeit nöthig war, 1 Quart siedendes Wasser in Dampf zu verwandeln, als es bedurfte, dasselbe bis zum Siedepunete zu erhitzen. 2ter Satz. Mit dem zur Verdampfung von 1 Quart sieden- dem Wasser erforderlichen Brennmaterial und in der dazu nöthigen Zeit werden 5 Quart eiskaltes Wasser zum Ko- chen gebracht, 2 ee EEESTEZEE 18 Beweismittel. Man giesse in das gedachte Gefäss 5 Quart eiskaltes Wasser, und fahre fort, das Feuer wie vorher zu unterhaltan: so wird man eben soviel Zeit und Holz bedür- fen, dasselbe zum Sieden zu bringen, als nöthig gewesen war, 41 Quart kochendes Wasser zu verdampfen. 3ter Satz. Die Geschwindigkeit, mit welcher das Wasser in Dampf verwandelt wird, hängt nicht von der Menge des Wassers im Dampfkessel, sondern bei gleichem Feuer, ein- zig von der Siedefläche ab, d.h. der Grösse derjenigen Metalllläche des Kessels, welche sich zwischen dem Was- ser und dem Feuer befindet. Beweismittel. Vorausgesetzt, man habe sich zu den obigen Versuchen eines Gefässes bedient, welches blossfam Boden der Wirkung des Feuers ausgesetzt sey und dessen Boden- grösse 1 GFuss betrage: so wird man, wenn man 2, 3, / Quart Wasser. in demselben zum Sieden bringen oder verdampfen will, dazu 2-, 3-, Amal so viel Zeit verwenden müssen, äls nöthig war, 1 Quart Wasser zum Sieden zu bringen oder zu verdampfen; die Erhitzung oder" Verdam- pfung wird also durch einen grössern Wasservorrath im Dampfkessel nicht allein nicht beschleunigt, sondern sogar aufgehalten., Nimmt man zu diesem Versuche aber ein Ge- fäss mit 2 QFuss-Bodenfläche, so wird man(einen ver- hältnissmässig grössern Feuerraum vorausgesetzt), jede\Was- sermenge in der Hälfte der Zeit zum Sieden bringen oder verdampfen, welche mit dem andern Gefässe dazu nöthig ist. Giebt man dem Gefässe 4 Fuss Bodenfläche, so wird man nur 4 so viel Zeit, als mit einem Gefäss von 1 OFuss Bodenfläche bedürfen, u. s. w. ter Satz. Der Dampf theilt andern Flüssigkeiten, welche man mittelst desselben erhitzen will, nur eben so viel Wärme mit, als zu seiner Bildung nöthig war. Beweismittel. Man leite aus einem kleinen 4 Quart Wasser enthaltenden Dampfkessel den sich bildenden Dampf in ein 5 Quart eiskaltes Wasser enthaltendes Gefäss; so wird man, nachdem alles Wasser aus dem Kessel als Dampf überge- gangen ist, in dem Wassergefäss 6 Quart siedendes Was- ser haben. Dampf ist nichts, als eine Verbindung von Wasser und Wärme. Wie wir oben gesehen haben, wird 5mal so viel Holz 5 Onart vorher zu olı belir. x gewesen 15 Wasser lenge des er, Ei- erjenigen m Was- n obigen m Boden n Doden- nan 2, 3, gen oder erwenden jieden zu Verdam- ralhı im m sogar ein Ge- inen Ver- ede Was- ven oder A nöthig ‚50 W ird ı DFuss ‚welche 1 50 viel pt Wasser ‚fin ein in man, iberge- os Was- ger nl vie) Holz x 19 verbrannt, um 4 Quart siedend Wasser zu verdampfen, als um 4 Quart Wasser zum Sieden zu bringen. Der Dampf aus 1 Quart eiskaltem Wasser besteht also aus 4 Quart Wasser, und so viel Wärme, als nöthig wäre, 6 Quart eiskalles Wasser bis zum Sieden zu erhitzen. Aus diesem letztern Satze ergiebt sich, dass bei der Erhi- tzung von Flüssigkeiten mittelst Wasserdampfs keine Wunder ge- schehen, sondern alles ganz natürlich zugeht, indem von den beiden Bestandtheilen des Dampfs: Wasser und Wärme nur der letztere erwärmend wirkt, ohne darum, weil er einen Au- genblick mit Wasser zu Dampf verbunden gewesen ist, eine grössere Wirkung hervorzubringen, als wenn er der zu erhitzen- den Flüssigkeit unmittelbar zugeführt worden wäre. Das Wasser in Dampf verwandelt, ist in der That bloss ein Träger\der Wärme, einem Schwamme vergleichbar, aus welchem man eben soviel Wasser wieder auspressen kann, als er in sich gesogen.— Wenn hiernach nicht mehr Wärme nöthig ist, um z.B. 1000 Quart Maische auf offenem Feuer, als mittelst Wasserdampfs zum'Sie- den zu bringen, so könnte es scheinen, dass die Anwendung des Dampfes in Branntweinbrennereien überhaupt, in Absicht auf Brennmaterial- Verbrauch, keinen Vortheil gewähren könne. Dies würde auch in der That der Fall seyn, wenn der Dampf- kessel, womit eine Blase von 1000 Quart Füllung zum Sieden gebracht werden soll, ebenfalls 1000 Quart, oder sogar, wie die Herren Pistorius und Lüdersdorf verlangen, 2000 Quart fassen müsste; denn dann würde der Dampfkessel einen eben, oder, in dem letztern Falle, gar einen fast doppelt so grossen gemauerten Ofen, als die Blase erfordern, und es würde von dem Mauer- werk ebensoviel, oder, bei Befolgung der Pistorius-Lüdersdorf- schen Lehren, doppelt so viel Wärme verschluckt und in die Luft ausgestrahlt werden, als von dem Mauerwerk des Blasen- ofens; so wie auch, wenn im Kessel erst 1000 oder gar 2000 Quart Wasser zum Sieden gebracht werden müssten, während der dazu nöthigen Zeit ebensoviel(resp. doppelt so viel) Wärme unbenutzt durch den Rauchfang entweichen würde, als beim unmittelbaren Kochen der Maische in einer Blase auf offenem Feuer. So grosse Dampfkessel anzuwenden, ist nun aber glücklicher Weise nicht nöthig, und die Möglichkeit, einen sehr grossen Theil derjenigen Wärme, welche unnützer Weise vom Mauer- werk verschluckt oder ausgestrahlt wird, durch den Rauchfang OM En EEE ET SEELE TE TEE 20 entweicht und zur zwecklosen Wassererhitzung verschwendet wird, zu ersparen, ist eben darin gegeben, dass der Dampf- kessel nur so viel Wasser zu enthalten braucht, als nöthig ist, seine Siedefläche vom Wasser bedeckt zu erhalten, und folglich eine Maischblase von 1000 Quärt Inhalt mittelst eines sehr viel kleinern Dampfkessels in Betrieb gesetzt werden kann. Das Wasser spielt bei der Damplerzeugung eine ähnliche Rolle, wie das Oel in einer Lampe bei der Liehtbildung; so wie die Flamme stets gleich lebhaft brennen wird, wenn nur in jedem Zeitmo- ment soviel Oel vorräthig ist, als die Flamme in diesem Zeitmo- ment verzehrt; so braucht, sireng genommen, auch in einem Dampfkessel in jeder Secunde nur gerade soviel Wasser vorrä- thig zu seyn, als in dieser Secunde in Dampf verwandelt wird, und überdies so viel als nöthig ist, die Siedefläche nass zu erhalten. Der zweckmässigste Dampfkessel ist also derje- nige, welcher am meisten von der ganz irrigen Mei- nung der Herren Pistorius und Lüdersdorf abweicht. Erwägt man, dass, um 5 Quart Wasser durch Dampf zum Sieden zu bringen, nur 1 Quart Wasser aus dem Dampfkessel verdampft zu werden braucht, dass man mithin nur 200 Quart Wasser zu verdampfen nöthig hat, um 1000 Quart Wasser oder Maische*) bis zam Siedepunkte zu erhitzen; erwägt man ferner, dass, da die Verdampfung dieser 200 Quart Wasser nicht auf einmal, sondern nur allmählig, erfolgt, und folglich diese 200 Quart auch nicht auf einmal im während etwa einer Stunde Kessel vorlıanden zu seyn brauchen: so muss es einleuchten, dass zum Betrieb einer Blase von 1000 Quart Füllung ein Dampfer- zeuger hergestellt werden kann, welcher nur 100 Quart Wasser fasst; insofern das aus ihm verdampfende Wasser nur anhal- tend durch siedend heisses Wasser ersetzt wird;*’) dass bei einem solchen Kessel eine weit kleinere Mauerwerks- masse unnützervweise zu erhitzen ist, und mit einem Kessel ven x *) Dass die Maische circa 15% weniger Wärme erfordert, um zum Sieden gebracht zu werden, wollen wir, um nicht zu weitläuftig zu werden, hier unberücksichtigt lassen. **) Etwa aus einem im Rauchfang placirten metallenen Behälter, in welchem sich das erhitzte. Wasser von dem Spiritusbecken ergiesst; aber nicht wie bei Herrn Pistorius, aus einem besondern Kessel, aus welchem nach jedem 3ten Blasenabtrieb, der Dampfkessel mittelst einer Druckpunmpe! gespeist wird. inendet Danpf- hip is, | folglich sehr viel . Da le, wie Flamme Zeitmo- /eitmo- einem ' Yorri» t wird, anhalten, derje- .n Nei- reicht, pf zum ‚[kessel (uart r oder (erner, ht auf Stunde mal im en, dass ampler- Wasser N anhal- ied;") erwerks- sel von jert, um oläufiig jehälter, giesst; el, aus Ist einer 21 2000 Quart Wasserinhalt verglichen, 37 des zum Kochen des Vyassers erforderlichen Zeit- und Brennmaterialaufwandes erspart werden.- Wir wollen indessen, indem wir nun zu dem arithmethischen Beweise der Unzweckmässigkeit des Pistorius’schen Dampfappa- rats übergehn, zur Vergleichung mit demselben einen Dampfkes- sel von 200 Quart'Wasserinhalt, statt von 400(uart, jedoch von gleicher Siedefläche, wie der Pistorius’sche von 2000 Quart voraussetzen, und unterstellen, dass in einem Kessel von solcher Siedefläche 1000 Quart eiskaltes Wasser in einer Stunde zum Sieden kommen. Ferner wollen wir annehmen, dass, um 1 Quart Wasser bis zum Siedepunkte zu erhitzen, 5 Loth, und um 1 Quart siedend Wasser zu verdampfen, 25 Loth Holz verbrannt werden müssen. Sollen nun mit dem Pistorius’schen Dampfapparat 1000 Quart Maische zum Kochen gebracht werden, so beträgt der Aufwand an Zeit und Brennmaterial ‘4. um 2000 Quart Wasser zum Sieden zu:‘bringen"st: 2 Stunden 10,000 Loth. 2. Um 200 Quart siedend Wasser zu verdampfen und damit die 1000 Quart Maische bis zum Siedepunkte iverhitzen ad ar er Blunde?” 5009: betk. 3. Der Wärmeverlust durch Ausstrah- lung und durch Wärme- Entwei- chung mit dem Rauche wird un- gefähr 4 des nützlieh verbrannten Holzes gleich seyn und beträgt ee 3000 Loth. zusammen 3 Stunden 18,000 Loth. Ein nur 200 Quart Wasser enthalten-| der Dampfkessel verbraucht dagegen nur 1. um diese 200 Quart[Wasser zum Kochen zu bringen+„7...- St 24 Min. 1000 L. 2. Um 200 Quart Wasser zu verdam- pieaıe ur Sn se Eee oe: 3A WärmesNerlustl za 1200 L. zusammen 1 St. 24 Min. 7200 L. Also, wie von mir behauptet worden, weniger, als halb eo viel, wie jener. 22 Es bleibt mir hiernach nur noch übrig, diesen Beweis, dass die Dampf-Erzeugungsfähigkeit des Kessels von der Menge des darin enthaltenen Wassers ganz unabhängig ist, ans der eigenen Schrift des Hrn. Dr. Lüdersdorf zu belegen. Das soil hier ge- schehen. Hr. Pistorius hat seine eigene Vorschrift(S.23.), dass der Kessel doppelt so viel Wasser fassen müsse, als Flüssigkeit destillirt werden soll, nicht befolgt, sondern(nach S. 42.) um 1200 Quart Maische zu destilliren, nur mit 1500 Quart Wasser gefüllt, obgleich ‚er(nach S, 22.) durch Versuche gefunden hatte, dass circa 50 2 an Zeit und circa 30% an Brennmaterial erspart werden würden, wenn er den Kessel mit 2400 Quart Wasser gefüllt hätte!! Hr. P. scheint also seinen eignen Versu- chen selber nicht sonderlich zu trauen. Nach Seite 43 wird die- ser Kessel aus einem zweilen mit einer Druskpumpe versehenen Kessel, erst nach jedem dritten Abtriebe wieder gespeist. Wenn nun, um 4200 Quart kalte Maische zum Sieden zu bringen, wenigstens 220 Quart, und um allen Weingeist daraus zu schei- den, 300 Quart\Vasser aus dem Kessel verdampft werden müs- sen; wenn ferner, um die zweiten 1200 Quart Maische bis zum Siedepunkte zu erhitzen, noch 80 Quart, und um auch daraus allen Weingeist zu scheiden, wieder 300@Quart\WVasser, über- haupt also zum Abtreiben von 2400 Quart Maische 900 Quart Wasser aus dem Kessel verdampft werden müssen; so bleiben offenbar zum Destilliren der dritten Füllung von 1200 Quart nur 600 Quart Wasser im Dempfkessel. Nun bitten wir Hrn, Pisto- rius und seinen Schriftverfasser, den Hrn. Dr. Lüdersdorf, uns zu erklären, wie es kommt, dass zum Destilliren der dritten Füllung von 1200 Quart Maische 600 Quart Wasser im Dampf- kessel hinreichen, während sie zum Destilliren der ersten Füllung doch 1500 Quart Wasser für nötbig halten und nach ihrer wun- derlichen Theorie— wenn man diesen Namen bilossen, aller wissenschaftlichen Begründung ermangelnden Einfällen beilegen kann— gar ein Dampfkessel von 2400 Quart Wasserinhalt- hätte angewendet werden sollen? In noch grössere Verlegenheit wür- den die Herren wahrscheinlich gerathen, wenn sie einen ver- nünftigen Grund dafür angeben sollten, warum sie zur Vorer- wärmung des Speisewassers einen zweiten Kessel anwenden und zur Speisung des Dampfkessels einer Druckpumpe bedürfen, während, wenn bei Construction eines Dampf-Apparats die Ge- setze der Dampferzeugung, der Dampfausströmung und des Wi- ß, dass Im des eigenen hier X .), das issigkeit 2.) un Wasser {unden 1aterial Quart Versu- ird die- selenen Wenn bringen, 1 schei- .n Müs- is zum daraus über- Quart bleiben art MU 1, Pisto- ri, uns dritten Dampl- Füllung or WUN- D, aller beilegen ojl wül- on vel- Vorer- en und dürfen, lie Ge- jes Wi- 23 derstandes, welchen der Dampf zu überwältigen. hat, beräcksich- tigt werden, jener kostspielige Speise- Apparat durch eine ‚ein- fache Röhre von 6 bis 7 Fuss Länge und 2 Zoll Durchmesser ersetzt werden kann. Die Herren Pistorius und Lüdersdorf haben in der Eingangs erwähnten Schrift, sich die Aeusserung erlaubt: ‚diejenigen, die vor ihnen sich bemüht, die Dampfheitzung in den Branntwein- brennereien anzuwenden, hätten zu wenig daran gedacht, dass zwischen einer Maischblase und einer Dampfblase ein bedeuten- der Unterschied statt finde, weshalb denn die entstandenen Dampfbrennereien wieder eingegangen wären.“ Da ich nun aueh einer derjenigen bin, die sich sehr angelegentlich mit der Her- stellung des möglichst vollkommensten Dampfbrenn- Apparats be- schäftigt haben; da der Erfolg, mit welchem ich Jahre lang ineine Zeit und meine Kräfte diesem interessanten Gewerbszwveige gewidmet habe, mich berechtigt hat, seit drei Jahren bei jeder Gelegenheit zu verkünden, dass die Kesselbrennerei sehr bald allgemein durch die Dampfbrennerei werde verdrängt werden, und da seitdem einige 60 Dampf- Apparate meines patentirten Systems in Betrieb gekommen sind, wovon auch nicht ein ein- ziger wieder eingegangen ist: so mögen die gedachten Herren es ihrer eigenen Anmassung beimessen, wenn ich, aus ihrer eigenen Schrift bewiesen habe, dass sie, die ihre Anmassung nur durch eine gründliche Kenntniss ihres Gegenstandes hätten rechtfertigen können, auch nicht einmal mit den allereinfachsten Elementen der Dampferzeugung bekannt sind. So viel über den Dan. pf- Apparat der Herren Pistorius und Lüdersdorf; nächstens ein Mehreres über die Unzweckmässig- keit bei der Verwandlung Pistorius’scher Geräthe in Dampfbrenn- Apparate die Pistorius’schen Blasen als Destillirblasen bei- zubehalten; ein Missgriff, der sich nur dadurch erklären lässt, dass die Herren P. und L. zu wenig daran gedacht, dass die Erhitzung der Flüssigkeiten durch Dampf nach ganz andern Ge- setzen, als die Erhitzung durch unmittelbare Wirkung des Feuers statt findet. Löwenberg in Schlesien, am 8. October 1833. Gall. Denen te-sersemmepe gpemtryägn oe. san ni nen m een en EEE EEEETEGE EEE VENZEETTE GET 2 EEE 24 Atteste und Auszüge aus Briefen. I.„Der Herr Regierungs-Secretair Gall, aus Coblena, hat, durch hiesige Kupfer-Arbeiter und Kiefer, einen Dampf-Brenn-. Apparat seines patentirten Systems für mich erbauen lassen, wel- cher meinen Erwartungen vollkommen entspricht. Dieser Appa- vat, welcher durch eine ganz eigenthümliche und gefällige Form, so wie durch seine sinnreiche Zusammensetzung, sich von allen mir bekannten Brenngeräthen durchaus unterscheidet, ist das un- verkennbare Resultat gründlicher physikalischer Kenntnisse, ver- bunden mit sorgfältigen praktischen Beobachtungen. Da an die- sen Apparaten nichts Einzumauerndes vorkommt*): so konnte der für mich erbaute, gleich nach seiner Aufstellung in Betrieb gesetzt werden. Hauptsächlich empfiehlt derselbe sich jedoch 1) durch grosse Wohlfeilheit, indem ein Apparat von der Grösse des für mich erbauten, womit in 14 Stunden 3000 Quart Kartoffelmaische abgebrannt werden können, von den Herren Patentträgern, einschliesslich ihres Honorars, für 650 Rithl. geliefert wird; 2) durch eine Brennmaterial-Ersparniss, welche, nach dem gegenwärtigen Zustande unserer chemisch- physikali- schen Kenntnisse, die grösst-mögliche genannt werden kann, indem bei der Dampferzeugung keine Mauern unnützer- weise zu erhitzen sind, sondern der Feuerraum vom Wasser rings umgeben ist, und keine Wärme ins Kühlwasser über- geht, welches daher nur sehr selten erneuert werden darf; 3) dadurch, dass unmittelbar aus der, Maische Branntwein oder Spiritus, ohne allen Nachlauf gewonnen wird; 4) dadurch, dass weder Anbrennen, noch Uebersteigen der Maische zu besorgen ist, und 5) durch eine vorzügliche Reinheit des Produkis, in- dem der Branntwein sich von jenem, welcher, mit gewöhn- lichen Geräthen gewonnen wird, durchaus nicht unterscheidet. Indem ich dieses, der Wahrheit gemäss, bezeuge, nehme ich keinen Anstand, den gedachten Apparat allen Brennerei-Besitzern zu empfehlen. Althaldensleben, den 25. November 1830. Gottlob Nathusius. *) Dieses bezieht sich auf einen transportabeln Dampferzeuger, welcher ‚die Stelle des Kessels vertritt; den ich aber nur noch auf aus- drückliches Verlangen anfertigen lasse, da er, um vollkommen dauerhaft za sein, doppelt so theuer, als ein Kessel zu stehen komnıt.. RE a em, Nat, F-Bren. sen, wel. er Appı se Forn, on allen das un- se, ver- an die- konnte Betrieh edoch von der Jen 300) von den 15, für , nach sikali- verden nutzer- Wasser er über- n darf; ıtwein wird; eigen kts, In- gewöhn: scheidet. he ich »sitzern 330. IS. rzeuget, uf Aus \auerliat 25 II.... Ich bin jetzt, nach einem ununterbrochenen Betriebe von mehrern Monaten, ganz vollkommen mit dem Appa- rate zufrieden, und sowohl mein Verwalter, als auch der Bren- ner, auf dessen Urtheil wohl auch zu hören ist, stimmen darin gänzlich überein. Dass ich dies überall ausgesprochen und den Apparat dringend empfohlen habe, werden Ihnen hoffentlich meh- rere Bestellungen beweisen. Hundisburg, den 8. März 1831. Herrmann Nathusius. III. Der Unterzeichnete bezeugt den Hrn. Gall undSchick- hausen mit Vergnügen, dass ein durch den Kupferschläger Hın. Schippang zu Neuwied, für ihn erbauter Apparat des pa- tentirten Systems der gedachten Herren Gall und Schickhau- sen, nach mehreren Probebrennen, folgende höchst vortheilhafte Resultate gegeben hat: 1) Ausbeute: Spiritus von 80 Prozent oder Branntwein von 50 Prozent nach Tralles, unmittelbar aus der Maische, von höchster Reinheit, und in durchaus gleicher Quantität, als mir meine bisher gebrauchten Brenngeräthe, mittelst zwei- oder resp. dveimaliger Destillation lieferten. 2) Brennmaterial-Ersparniss: etwa ein Drittheil' gegen den frühern Verbrauch, obgleich ich bis jetzt den Dampfer- zeuger der Herren Patentträger, welcher, wie ich mich über- zeugt habe, eine noch grössere Brennmaterial-Ersparniss ge- währt, nicht angewendet, sondern, statt dessen, mich einer gewöhnlichen, in einem Dampfkessel umgewandelten Blase bedient habe. 3) Zur Beurtheilung der Reinheit des Branntweins bemerke ich noch, dass sich auf demselben durchaus kein Häutchen von Fuselöl zeigt, so dass es nicht nöthig ist, ihn, wie ge- wöhnlich geschieht, durch einen wollenen Lappen laufen zu lassen; so wie dass er bis zu 16° nach Cartier, oder 274° nach Richter, oder 38° nach Tralles vollkommen hell und klar bleibt und keine Spur von Blauwerden zeigt. 4) Ferner bezeuge ich den Herren Patentträgern, dass ihr Ap- parat kein Kühlwasser erfordert, wenn der Maischwär- mer über Nacht mit Maische gefüllt bleiben darf; 26 5) dass weder Anbrennen noch Ueberschiessen der Mai- sche zu besorgen ist; 6) dass man die ganze Ausbeute als Spiritus oder Branntwein, ohne allen Nachlauf, errhält; 7) dass ein nicht gar zu bornirter Brenner die Behandlung des Apparats in zwei Tagen erlernt.| Pleidt, bei Coblenz, den 2. Dezember 1830. Joh. Ant. Nolden. IV. Ihrem‘VWVunsche gemäss theile ich Ihnen, nach einem sechs monatlichen Betriebe meiner Brennerei mit Ihrem Apparate, mein Urtheil über denselben unverholen mit. Wie Ihnen bekannt ist, habe ich vor Kurzem den Dephlegmator und die Destillir-Tonnen schon erneuern lassen müssen*). Ich sage dieses nicht, um Ih- ren Apparat zu tadeln, sondern vielmehr, um davon Anlass zu nehmen, die Versicherung auszusprechen, dass ich den Gebrauch desselben sogar dann nicht aufgeben würde, wenn jene Gefässe auch künftig alle sechs Monate durch neue ersetzt werden müss- ten; weshalb ich auch bereits zwei Reserve-Tonnen habe ferti- gen lassen, welche, sodald die jetzt im Gebrauch befindlichen schadhaft werden sollten, leicht in ein paar Stunden Zeit an de- ren Stelle gesetzt seyn können. Ich habe jedoch Ursach zu glau- ben, dass die geringe Dauer der ersten Tonnen theils der bau- chigen Form derselben, theils dem Umstande, dass das dazu verwendete Holz nicht vollkommen trocken war, zuzuschreiben ist, und zweifle nicht, dass die neuen, ständerförmigen Gefässe, wenigstens ein Jahr aushalten werden. Der Unfall mit den Destillir-Tonnen, hat mir übrigens Gelegenheit gegeben, mich noch mehr, als ich es schon war, von den Vorzügen Ihres Apparats, rücksichtlich der Güte des Destillats, der Mehrausbeute, der Steuer-Ersparniss durch diekere Einmaischung und der Brenn- material-Ersparniss zu überzeugen. Ich hatte nämlich kurz vor- her angefangen bloss Frucht zu brennen, und aus 750 Pfd. Rog- *) Wir wollen aus dem schnellen Schadhaft werden dieser bau- chigt gestaltet gewesenen und diher in der Mitte kaum 2° starken, Destillir-Tonnen um so weniger ein Geheimniss machen, als sich aus dem weiter folgenden Atteste des Hrn. Oberamtmann Weyhe ergiebt, dass ständerförmige Blasen /4 Jahre aushalten können. gen ich wei lir- au) Au un kol aus den der I N Drama, handlung ih olden, einem sechs rate, mein bekannt ist, tlir-Tonnen cht, um I n Anlıss zu n Gebrauch ne Gelisse den miss- abe ferti- indlichen it. an de- zu glu- der bau- das dazu schreiben migen nfall mit gegeben, sen Ihres ausbeule, er Drend- kurz vor- fd, Rop- er bau- / starken, , aus dem ebt, dass 27 gen und 100 Pfd. Gersten-Malzschrot, welche in 2000 Quart Bot- tichraum eingemaischt wurden, im Durchschnitt 183 Quart Brannt- wein von 194° Cartier(50° Tr.) erhalten. Während die Destil- lir-Tonnen erneuert wurden, musste aber wieder mehrere Tage auf meinen alten Geräthen gebrannt werden, und nun betrug die Ausbeute nur 169, 170, höchstens 173 Quart von gleicher Stärke und es vergingen wenige Tage, wo die Maische nicht anbrannte. Dabei war der Brennmaterial- Verbranch 35 bis 4 Centner Stein- kohlen, während wir mit dem Apparat mit 24 bis 2% Centner ausgekommen waren. Sie können denken, dass wir, sobald die neuen Destillir-Gefässe fertig waren, keinen Augenblick säum- ten, den Apparat wieder in Betrieb zu setzen, der nun auch wie- der das gewohute Qnantum von 133 Quart lieferte, Niemand war aber froher, als mein Brenner, der von keiner anderen Bren- nerei, als mit Ihrem Apparat, mehr hören will. Was die Güte des Branntweins betrifft, so haben Sie dort Gelegenheit genug gehabt, zu erfahren, wie sehr man demselben, vor vielem andern den Vorzug giebt. Im übrigen kann ich den Inhalt des Attestes vom 2. Dez. v. J. nur bestätigen u. S. w. Pleidt, den 6. Juni 1831. Joh. Ant. Nolden. V. Nach einem zweimonatlichen, ununterbrochenen Ge- brauch eines mir von den HH. G all und Schickhausen geliefer- ten Dampfbrenn-Apparats ihres patentirten Systems, bestätige ich sche gerne, und mit voller Ueberzeugung, dass derselbe alles lei- stet,‘was die Herrn Nathusius und Nolden in Ihren Atte- sten vom. 25. November und 2. December 1830 von dieser wichtigen Erfindung rühmen, so wie ich auch den Eifer mit Vergnügen anerkenne, mit welchem die Herren Patentträger sich die Vervollkommnung der Ausführung aller einzelnen Theile ih- des sehr empfehlenswertlien Apparates angelegen seyn lassen. Zu- gleich bezeuge ich‘, dass die neue Einmaischungsart, bei Anwen- dung dieses Apparates, eine so dicke Einmaischung gestattet, dass aus 2500 Quart NMaischraum, 240 bis 250 Quart Branntwein von 50%. Tralles gewonnen werden. Mainz, den 20. Mai 1832. Joh. Adam Gottfr. Kessler. SER: a 23 IX. Ein Pistorius’scher Brenn- Apparat auf meinem Gute Roth- lach bei Bunzlau, welcher, unter Beibehaltung einer Blase, als Dampfkessel, des Vorwärmers und eines Beckens nebst dem Kühlfasse, nach den Angaben des Herrn Regierungs-Secretairs Gall in einen Dampf-Apparat umgewandelt worden ist, liefert, ohne dass es nöthig ist, Wasser auf das beibehaltene Becken zu lassen, Spiritus von durchschnittlich 82° nach Tr. von ausgezeich- neter Reinheit, wobei zu bemerken ist, dass die Stärke des De- stillats vrährend des Betriebes nur zwischen 78 und 88° schwankt. Der ganze Apparat, der sich auch durch seine gefällige Form empfiehlt, nimmt in der Länge und Breite, denselben, in der Höhe aber weniger Raum ein, als vorher; ein Arbeiter reicht zur vollständigen Bedienung desselben hin, während früher de- ren zwei nöthig waren. Welche Brennmaterial--Ersparniss gegen vorher statt findet, hat zwar noch nicht constatirt werden können: aus dem Umstande jedoch, dass das erwärmte Wasser des Kühl- fasses zur Speisung des Dampfkessels dient und kein Wasser auf dasBecken gelassen wird, ergiebt sich, dass kein anderer"\WVärme- Verlust, als der unvermeidliche durch den Rauchfang und durch die Wände der Gefässe, statt findet; wobei noch dk Umstand hervorzuheben ist, dass dieselbe Quantität Maische, wozu früher 16 Stunden erforderlich waren,(7200 Quart) jetzt in 14 Stun- den abgetrieben wird. Vorstehende Thatsachen werden nach eigner Ueberzeugung auf Verlangen des Herrn Gall, der Wahrheit gemäss lee BR: kundet. Rothlach, den 9. November 1833. unterz. Graf Pü ckle Tr. Anmerkung. Die Brennmaterial-Ersparniss hatte, während meiner kurzen. Anwesenheit in Rothlach, wegen der vielen nö- thigen Arbeiten welche die Wiederinbetriebsetzung einer gros- sen Brennerei immer herbeiführt, nicht constatirt werden können. Ich versichere jedoch, dass der Brennmaterial- Aufwand verhält- nissmässig nicht grösser ist, als der aus nachfolgendem_ Attest des Herrn Ober-Amtinann Weyhe sich ergebende. Ferner be- merke ich, dass nicht allein dasselbe Quautum Maische, dem Bottichraum nach, wozu sonst 16 Stunden nöthig waren, jetzt lei ralı Cat Rotl. er Blis als 3 nebst Ihm 78-Secrelirs ist, Jielen, Decken u ausgezeich- ke des De. schwankt, lise Form 1, in der ter reicht {rüher de- miss gegen en können, des Kühl. Vasser anf /WVärme- nd durch Umstand u früher 14 Stun- erzengung iermit be- ler. während vielen nö" ner gTO8- n können. | verhält- m Attest ner be- he, dem en, jetzt 29 in 14 Stunden abgebrannt wird, sondern dass auch 18 Scheffel Kartoffeln und 90 Pfd. Schrot mehr als vorher in demselben Bot- tichraum eingemaischt werden, wonach das Verhältniss sich so stellt, dass eh’mals 51 und jetzt 74 Scheffel Kartoffeln in der Stunde verarbeitet werden. s G. X. Dem Hrn. L. Gall bezeuge ich mit Vergnügen, dass der nach seinen Angaben construirte Dampfbrenn- Apparat, welcher jetzt im zweiten Jahre bei mir im Betrieb ist, und womit täglich 5000 Pfd. Kartoffeln und 250 Pfd. Schrot zu Spiritus von 80 bis 85% nach Tr. verarbeitet werden, sich vollkommen gut erhalten, und namentlich die hölzernen Blasen mit en] Decken noch so fest und dicht sind, dass sie, aller Wahrscheinlichkeit nach, noch zwei Jahre aushalten werden*). Wenn der Apparat in dem ersten Betriebsjahre nicht alles leistete, was ich erwartet, so habe ich nun die volle Ueberzeugung erlangt, dass dies le- diglich dem bösen Willen eines Gehülfen des Hrn. Gall zuzu- schreiben ist, welcher den Apparat hier aufstellte, und der, wie sich in der Folge ergeben, sogar wesentliche Bestandtheile aus demselben entfernte.‘Hr. Gall hat gegenwärtig die Güte gehabt, sich persönlich von dem Sachverhältniss zu unterrichten, und dar- auf, binnen wenigen Tagen, ohne dass es nölhig gewesen, den Betrieb zu unterbrechen, den Apparat in solchen Stand setzen lassen, dass derselbe nunmehr alles leistet, was der Erfinder da- von versprochen, Namentlich bedarf ich für meinen Betrieb, einschliesslich des Kartoffeldämpfens, täglich nur 10 bis 12 Zent- ner halbtrockenes Eichenholz und nur so viel Wasser, als zur Speisung des Dampfkessels erforderlich ist. Der Apparat ist leicht und bequem zu handhaben, und das Fabrikat, dessen Tempe- ratur sich gewöhnlich 2 Grade unter der Normal- Temperatur befindet, ist krystallhell und von hoher Reinheit. Ich schliesse mit dem aufrichtigen Wunsche, dass der Apparat des Hrn. Gall, welcher seit einer‘Reihe von Jahren unablässig bemüht ist, den Na z *) Und dann werden bloss die kupfernen Decken in neue hölzerne Blasen einzusetzen und diese an die Stelle der alten zu bringen seyn. G. a an ah ae de mn en en Em nern TREE 30 Gewerbetreibenden nützlich zu werden, und dabei nicht von Ge- winnsucht, sondern von wahrer Liebe zur Sache geleitet wird, die verdiente Anerkennung finden möge. Amt Wegeleben, hei Halberstadt, 28. November 1833. We y he„(Königl. Ober-Amtmann.) Anmerkung. Es liegt ein, von der Gas-Zrleuchtungs-An- stalt bei Berlin verbreitetes Attest des Hrn. Land-Commissairs G.W. von Honstedt, über das Verhältniss der Coaks zum Holze vor mir, wonach derselbe zu 203 Oxhoft probehaltigen Bramnt- weins, also zu 1,827,000 Procent nach Tralles, 128 Faden zu 125 Kubikfuss Eichen und Erlenholz bedurfte. Zu 20,000 Pro- cent(die tägliche Durchschnitt-Ausbeute des Hrn. Ober-Amtmann Weyhe), verbrauchte Hr. v. Honstedt also eirca 170 Kubikfuss, während Hr. Weyhe dazu nur 12 Centner, also etwo 38 Kubik- fuss bedarl, also gegen jenen Aufwand 7 erspart. 6. [| VI....Ich freue mich unendlich darauf, den Apparat, wel- cher gestern angekommen ist, im Gange zn sehen. Ich gestehe Ihnen mit Vergnügen, dass derselbe in seiner Ausführung meine Erwartungen weit übertroffen hat...: Mannheim, den 1. März 1831. Graf A. v. Oberndorf. VII. Da ich nun schon mehrere Male mit Ihrem Apparat ge- brannt habe, so kann ich Ihnen jetzt das Zeugniss geben, dass ich in jeder Hinsicht damit zufrieden und überzeugt bin, dass derselbe auch bei fortgesetztem Betriebe alles leisten wird, was er Ihrer Ankündigung und unserm Vertrag gemäss leisten soll, und gebe ich Ihnen daher hiermit die Versichung, dass ich den Vertrag von Ihrer Seite für redlich und gewissenhaft erfüllt an- sehe, Da sich die Sache nun vollständig bewährt hat, so hoffe ich sicher, Ihnen durch sehr zahlreiche Bestellungen recht nütz- lich werden zu können. Mannheim, den 22.März 1831. Derselbe. | Ai ücht yon Ge. leitet wind, ember{g3, Ammann) chtungs-Au ’ommissairs zum Holıe en Brannt- Faden zu 0.000 Pro- 1-Amtmann , 38 Kubik- 6. arat, wel- h gestehe ng meine dorf. pparat ge- ‚ben, dass bin, das wird, mas eisten soll ss ich den orlillt an- s0 hofe cht nütz- |he. 31 VII. Ich melde Ihnen vorläufig, dass ich mit den Leistungen des mir gelieferten Brenn-Apparats vollkommen, und ganz»eson- ders mit dem überaus klaren und wohlschmeckenden Branntwein zufrieden bin, welchen ich auf demselben aus Zwetschen(Pflau- men) gebrannt habe. Mainbernheim, den 22. April 1831. S. Mayer. Beurtheilungen. Ausführliche Beschreibung eines etc. Dampf-Destil- lir-Apparats, von L. Gall. Trier bei F.A.Gall, 1831, VII u.78. in gr. 8. mit X Steindrucktafeln. (Aus Nr. 14 der Rheinblüten. Jahrg. 1331.) „Trotz des langen Titels enthält die vorliegende Schrift noch mehr, als derselbe anzeigt; man findet darin nämlich, ausser der Beschreibung und Abbildung des Apparats, auch eine so ausführ- liche, fast jeden Handgriff vorzeichnende, Anleitung zur Anfer- tigung desselben, dass wir nicht zweifeln, dass jeder gutwil- lige Kupferschmidt damit zu Stande kommen wird; allein wir zweifeln sehr, dass die Herren Kupferschmiede sehr bereitwillig sein werden, die Verbreitung dieses Apparats, welcher, wie es scheint, kaum 4 so viel Kupfer erfordert, als z.B. ein Pisto- rius’scher Apparat, zu befördern.— Dass Herr Gall— der dem technischen Pnblikum durch mehrere Schriften, nnd den Brennerei- Besitzern namentlich durch seine gründliche und klare Beleuchtung des Kölle'schen Werkes über Branntweinbrenerei mittelst Wasser- dämpfen— bereits vortheilhaft bekannt ist, von seinem Apparate nicht zu viel verspricht, beweisen die dem Buche beigelgten Aiteste zweier, eben so sachkundigen als glaubwürdigen, Männer, des Herrn Nathusius, des berühmten Schöpfers der zahlreichen Ge- werbs-Anstalten zu Althaldensleben, und des Guts- und Fabriken- Besizers Hrn. Nolden, zn Pleidt bei Coblenz, welche beide: den Gall’schen Apparat anwenden. Ersterer nennt denselben das „unverkennbare Resultat gründlicher pbysikalischer Kenntnisse, verbunden mit sorgfältigen praktischen Beobachtungen,“ und spricht die Meinung aus,„dass die Brenn- Material-Ersparniss, welche derselbe gewährt, nach dem gegenwärtigen Zustande un- mE a STE ETTLINGEN 32 serer chemisch-physikalischen Kenntnisse, die grösstmöglichste genannt werden dürfe.“ Beide rülımen die vorzügliche Reinheit des Destillats, und Herr Nolden fügt noch hinzu, dass er aus 2000 Quart Maischraum 183 Quart Branntwein von 50° nach Tralles erhalte, und ein nicht gar zu bornirter Brenner die Be- handlung des Gall’schen Apparats in zwei. Tagen erlerne.“ „Einen nicht minder wichtigen Vorzug dieses Apparats, wel- cher in den Augen des Statsmannes obige ökonomische Vor- theilö, wie gross sie auch sein mögen, leicht noch überwiegen dürfte, übergehen Herr Nathusius und Herr Nolden, und so- gar Herr Gall selbst mit Stillschweigen. Es ist dieser: dass die Maische in dem GalV’schen Apparat nicht mit Kupfer in Berüh- rung kommt, und daher keine Verunreinigung des Destillats durch dieses, der menschlichen Gesundheit so gefährliche Metall zu be- sorgen ist.‘ „Die Aufmerksamkeit des Staatsmannes, welche die Brannt- weinbrennerei, als einen der mächtigsten Hebel der Landwirth- schaft, überhaupt so sehr in Anspruch nimmt, verdient der sinn- reiche und schöne Apparat des Herrn Gall auch noch darum, weil er weniger Kapital als die zweckmässigern der bekannten Brenngeräthe erfordert und seine Anfertigung dennoch mehr Ar- beitslohn in Umlauf bringt; was um so wichtiger ist, je mehr und mehr die Hand des Menschen durch die Maschinen ver- drängt wird. „Vaterländische Erfindungen. „Branntweinbrennerei mittelst Wasserdämpfen.“ (Aus Nr. 104. des Rhein.- Westphäl. Anzeigers. Jahrg. 1330.) „Bekanntlich haben die Herren Gall und Schickhausen in Coblenz, durch öffentliche Bekanntmachungen, das Publikum eingeladen, sich in ihrer Brennerei von den fast unglaublichen Vortheilen zu überzeugen, welche ihr patentirter Dampf- Brenn- Apparat, die Erfindung des Hrn. Gall, gewähre, und denjeni- gen, welche ihre Angaben nicht bestättigt fänden, die Erstattung ihrer Reisckosten versprochen.“ „Auch Einsender dieses, mit den vorzüglichsten Brenn-Ap- paraten theoretisch und praktisch bekannt, fand sich zu einem Probebrennen mit Kartoffelmaische und einem zweiten mit\WVein- hefe ein, und es gereut ihn nicht, deshalb eine Reise von 30. gen sin tes sch chi un sal ne Pei | sat | hat! | gelh \ ga | | dei Mglichste che Reinheit Ne Om 50) nu nner die I. lerne Yparals, wel. mische Vor. überwiegen 1, und s0- t: dass die in Berüh- tilats durch etall zu be- die Brannt- Landwirth- ıt der sinn- ch darum, bekannten mehr Ar- , je mehr \inen ver- mp fen 1830.) \ckhausen jas Publikum znglaublichen | un[- Ben und desjenl- ip Bistatlung Brenn-Ap- I zu einen a mit Weit: ‚ Reise vol 33 30 Meilen gemacht zu haben, wofür er schon durch das Vergnü- gen reichlich entschädigt worden ist, welches er über die äusserst sinnreiche und tief durchdachte Zusammensetzung dieses Appara- tes empfunden hat, die eben so sehr von praktischer Bekannt- schaft mit dem Brennereibetrieb, als gründlichem wissenschaftli- chen Studien zeugt. Eins. hat auf seiner Reise, namentlich in und in der Nähe von Coblenz, in Beziehung auf diese interes- sante Erfindung die alte Erfahrung bestätigt gefunden, dass Kei- ner zum Heiligen in seinem Lande werde; sogar von Personen, welche selbst gestehen mussten, den fraglichen Appa- rat nie gesehen zu haben, obgleich sie täglich Gelegenheit dazu hatten, hat er die abgeschmacktesten Urtheile über denselben gehört.— Um so mehr wird Eins. es sich aber zur Angele- genheit machen, nach Kräften dazu beizutragen, dem Verdienste der Herren Gall und Schiekhausen die gebührende Anerkennung zu verschaffen. Ueberzeust, dass die Kolumnen Ihres geschätz- ten Blattes, vorzugsweise allen Bestrebungen dieser Art offen stehen, übersende ich Ihnen zu diesem Ende, statt meines eige- nen Urtheils, die beiliegenden Atteste über die Leistungen des fraglichen Brenn-Apparats, welche ich mit dem Zusatze in allen Theilen bestätige, dass bei meiner Anwesenheit in Coblenz noch vier Apparate theils beendigt, theils in Arbeit waren, welche für den Herrn Grafen Alfred von Oberndorff zu Mannheim, den Hrn. Conducteur Meyer zu Rodenberg, bei Hannover, und den Hrn. Moritz von Tschoffen in Wien bestimmt sind, welche daher ebenfalls in Kurzem die Vortheile dieser vaterländischen Erfindung werden bestätigen können.“ Dissen, im Dezember 1530. F'riedr. Aug. Mohr, Domänenpächter. Auszüge aus einer Recension über Försters„Gewer- bebetrieb derBranntweinbrennereiundBierbrauerei“ in Nr. 15. des Rhein.-Westph. Anzeigers Jahrg. 1831. „Von der Dampfbrennerei behauptet der Hr. Verfasser S. 241: „,,, dass die Destillation dabei äusserst langsam von statten gehe.“« Einsender, welcher vor ganz Kurzem bei Hrn. Nolden zu Pleidt bei Andernach, den Gall’schen Dampf-Apparat in Betrieb gese- hen hat, kann dagegen als Thatsache verbürgen, dass in dieser Brennerei mit einer Blase von 500 Quart, welche jenem Appa- 3 WEITTILFE EEE EETEEEE TEE (2) = rat als Dampfkessel dient, 2500@Quart Maische in 12 Stunden abgebrannt werden, welche durchschnittlich ‚eine Ausbeute von 230 Quart vorzüglichen, sleich fertigen Branntwein liefern, wäh- rend früher mit’zwei Blasen von gedachter Grösse nicht mehr bewirkt wurde.“ „Den Schluss macht eine kurze, von einer Abbildung beglei- tete Beschreibung des Gall’schen Apparats. Wir wissen nicht, ob dieser Apparat bei seinem Entstehen der hier mitgetheilten Zeichnung, ähnlich gewesen ist; aber so viel ist gewiss, dass die- selbe demjenigen nur entfernt ähnlich ist, welchen wir bei Hrr. Nolden sahen. Des sinnreichsten und wichtigsten Theiles dieses Apparats, einer Wechselverbindung zwischen den beiden Destil- lirfässern, erwähnt der Hr. Verf. gar nicht. Auch scheint ihm dieselbe in der That nicht bekannt zu sein, da nach ihm die Destillirfässer abweehselnd gebraucht werden, während die- selben doch mit einander in Verbindung stehen, und die Destil- lation aus beiden Fässern fast immer gleichzeitig, und nur in dem Augenblicke aus einem Fasse stattfindet, wenn das an- dere geleert und wieder gefüllt wird. Dennoch ist der Hr. Verl. mit Recht der Meinung, dass dieser Apparat, eine rheinländi- sche Erfindung,„,‚die befriedigendste Beseitigung aller zeit- her an den Brenngeräthen überhaupt noch bemerkten Mängel verspreche, wenn derselbe leiste, was der Titel der Beschreibung ankündige.““ Wir haben uns zu überzeugen Gelegenheit ge- habt, dass dieses wirklich der Fall ist. Nur fanden wir, dass bei Hrn. Nolden zu Pieidt, wo ein solcher Apparat seit zwei Monaten ununterbrochen in Betrieb ist, nicht ganz ohne Kühl- wasser gearbeitet werden konnte. Wir sind jedoch geneigt, die- ses mehr dem Kupferschläger, als dem Erfinder Schuld zu ge- ben, indem wir glauben, dass dieses einzig daher rührt, dass die Abkühlungsflächen im Maischwärmer um ein Paar Quadratluss zu klein sind, was bei den neuen Construelionen leicht vermie- den werden kann.— Dem„,,„Paäfürhalten des Hrn. Verf.(8.249), duss es eines längere Zeit fortgesetzten Betriebes be- dürfe, um zu entscheiden, ob jener neue Apparat für den Ge- werbebetrieb im Grossen wirklich die gerühmten Vorzüge be- sitze,“ können wir nicht beipilichten; wir sind vielmehr der Meinung, dass derselbe gerade für einen grossen Beirieb vorzüglich geeignet ist, und dass der Sachverständige beim er- sten Anblicke dieses Brenngeräthes— welches Hr. Nathusius N 12 Shunden e Ay) Ku yon in lief: N, wih- ÖSSE hl mehr bildung bean. " wissen nid, " mitgelheilte viSs, dass dir. wir bei Hrn. Theiles dieses eiden Destil- scheint ihn nach ihm die während die. nd die Desti ig, und nur wenn das an- der Hr. Verl, heinländi- a aller zeit- klen Mängel ;eschreibung let nheit gt- len wir, dass rat seit zwei z ohne Kühl- g neigt, die- huld zu ge- ihırt, dass die Onadratluss \ eicht vernie- rl.(9.29), triehes be- fir den Ge- Vorzüge be- ihnehr der ı Betrieb e beim e1- \athastus 3 30 Meilen gemacht zu haben, wofür er schon durch das Vergnü- gen reichlich entschädigt worden ist, welches er über die äusserst sinnreiche und tief durchdachte Zusammenselzung dieses Appara- tes empfunden hat, die eben so sehr von praktischer. Bekannt- schaft mit dem: Brennereibetrieb, als gründlichem wissenschaftli- chen Studien zeugt. Eins. hat auf seiner Reise, namentlich in und in der Nähe von Coblenz, in Beziehung auf diese interes- sante Erfindung die alte Erfahrung bestätigt gefunden, dass Kei- ner zum Heiligen in seinem Lande werde; sogar von Personen, welche selbst gestehen mussten, den fraglichen Appa- rat nie gesehen zu haben, obgleich sie täglich Gelegenheit dazu hatten, hat er die abgeschmacktesten Urtheilex über denselben gehört.— Um so mehr wird Eins. es sich‘aber zur Angele- genheit machen, nach Kräften dazu beizutragen, dem Verdienste der Herren Gall und Schiekhausen die gebührende Anerkennung zu verschaffen. Ueberzeugt, dass die Kolumnen Ihres geschätz- ten Blattes, vorzugsweise allen Bestrebungen dieser Art offen stehen, übersende ich Ihnen zu diesem Ende, statt meines eige- nen Urtheils, die beiliegenden Atteste über die Leistungen des fraglichen Brenn-Apparats, welche ich mit dem Zusatze in allen Theilen bestätige, dass bei meiner Anwesenheit in Coblenz noch vier Apparate theils beendigt, theils in Arbeit waren, welche für den Herrn Grafen Alfred von Oberndorff zu Mannheim, den Hrn. Conducteur Meyer zu Rodenberg, bei Hannover, und den Hrn. Moritz von Tschoffen in Wien bestimmt sind, welche daher ebenfalls in Kurzem die Vortheile dieser vaterländischen Erfindung werden bestätigen können.“ Dissen, im Dezember 1830. K'riedr. Aug. Mohr, Domänenpächter. D* 8 Auszüge aus einer Recension über Försters.Gewer- L 8„ bebetrieb derBranntweinbrennereiundBierbrauerei“ in Nr. 15. des Rhein.-Westph. Anzeigers Jahrg. 1831. Von der Dampfbrennerei behauptet der Hr, Verfasser S. 241: „» ji 1 „dass die Destillation dabei äusserst langsam von statten gehe.“« Einsender, welcher vor ganz Kurzem bei Hrn. Nolden zu Pleidt bei Andernach, den Gall’schen Dampf-Apparat in Betrieb zese- o RZPpR= hen hat, kann dagegen als Thatsache verbürgen, dass in dieser Brennerei mit einer Blase von 500 Ouart, welche jenem Appa- x J l > [>} TREE SEE TETEET EEE 34 rat als Dampfkessel dient, 2500 Quart Maische in 12 Stunden abgebrannt werden, vrelche durchschnittlich eine Ausbeute von 230 Quart vorzüglichen, gleich fertigen Branntwein liefern, wäh- rend früher mit zwei Blasen von gedachter Grösse nicht mehr bewirkt wurde.“ „Den Sehluss macht eine kurze, von einer Abbildung beglei- tete Beschreibung des Gall’schen Apparats, Wir wissen nicht, ob dieser Apparat bei. seinem Entstehen der hier mitgetheilten Zeichnung ähnlich gewesen ist; aber so viel ist gewiss, dass die- selbe demjenigen nur entfernt ähnlich ist, welchen wir bei Hrn. Wolden'sahen. Des sinnreichsten und wichtigsten Theiles dieses Apparats, einer Wechselverbindung zwischen den beiden Destil- lirfässern, erwähnt der Hr. Verf. gar nicht. Auch scheint ihm dieselbe in der That nicht bekannt zu sein, da nach ihm die Destillirfässer abwechselnd gebraucht werden, während die- selben doch mit einander in Verbindung stehen, und die Destil- lation aus beiden Fässern fast immer gleichzeitig, und nur in dem Augenblicke aus einem Fasse stattfindet, wenn das an- dere geleert und wieder gefüllt wird. Dennoch ist der Hr. Verf. mit Recht der Meinung, dass dieser Apparat, eine rheinländi- sche Erfindung,„,„die befriedigendste Beseitigung aller zeit- her an den Brenngeräthen überhaupt noch bemerkten Mängel verspreche, wenn derselbe leiste, was der Titel der Beschreibung ankündige.““ Wir haben uns zu überzeugen Gelegenheit ge- habt, dass dieses wirklich der Fall ist. Nur fanden wir, dass bei Hrn. Nolden zu Pleidt, wo ein solcher Apparat seit zwei Monaten ununterbrochen in ‚Betrieb ist, nicht ganz ohne Kühl- wasser gearbeitet werden konnte. Wir sind jedoch geneigt, die- ses mehr dem Kupferschlöger, als dem Erfinder Schuld zu ge- ben, indem wir glauben, dass dieses einzig daher rührt, dass die Abkühlungsflächen im Maischwärmer um ein Paar Quadratfuss zu klein sind, was bei den neuen Construclionen leicht vermie- den werden kann.— Dem ,,„Dafürhalten des Hrn. Verf.(S. 249), dass es eines längere Zeit fortgesetzten Betriebes be- dürfe, um zu entscheiden, ob jener neue Apparat für, den Ge- werbebetrieb im Grossen wirklich die gerühmten Vorzüge: be- sitze,“ können wir nicht beipflichten; wir sind vielmehr der Meinung, dass derselbe gerade für einen grossen Betrieb vorzüglich geeignet ist, und dass der Sachverständige beim er- sten Anblicke dieses Brenngeräthes— welches Hr. Nathusius N{} Stunden Ausbeute von 1 liefern, wile Se nicht ehr ildung beslr. wissen nicht, mitgetheilten iss, dass die- wir bei Hrn, Theiles dieses jeden Destil- \ scheint ılınt nach ihm die während die- nd die Destil- ig, und nur venn das an- der Hr, Verl, reinländi- 4 aller zeit- ten Mängel seschreibung egenheit ge- len wir, dass at seit zwei ‚ ohne Küll- geneigt, die- huld zu ge- Iırt, dass die Qnsiratlus eicht vermie- al(8.29), jriebes be- fir. den Ge- Vorzüge be ielmehr der 1 Betrieb se heim er- Nathusius > RR NG es Eee eB Sr Ten= 39 \ in einem darüber ausgefertigten Atteste das Resultat gründ- licher Kenntnisse und sorgfältiger praktischer Beob- achtungen nennt— die Ueberzeugung von der Nothwen- digkeit der demselben beigelegten Vorzüge erlangen muss.“ „Zu wünschen wäre es, und für die Unternehmer gewiss vortheilbringend, dass diese Apparate fabrikmässig angefertigt würden. Geschähe dieses, so müsste ein Apparat zum täglichen Abtriebe von 5 bis 6000 Quart Maische für 6 bis 700 Rıhl, ge- liefert werden können.“ „Gegen hölzerne Destillirgefässe führt der Hr. Verf. an, dass dieselben„,,„‚in demjenigen Zeitraume, wo der Betrieb ruht, austrocknen und leck werden, und deshalb, bei erneuertem Be- triebe, jedesmal einer vollständigen Wiederherstellung bedürfen.“ „Wenn solche Ausstellungen von einem Kupferschmiede her- kämen, so wären sie ohne Weiteres erklärbar; aber dass einem Manne, wie unserm Hrn. Verf., dem die Förderung des Brenne- reigewerbes so schr am Herzen liegt, bei der Aufzählung jener Uebelstände nicht einfiel, dass man, um das Austrocknen und Leckwerden zu verhindern, die hölzernen Gefässe nur mit Was- ser gefüllt halten darf, das— ist mindestens etwas befreindlieh.“ „Einen grossen Vorzug räumt dagegen der Hr. Verf. den höl- zernen Brenngeräthen$. 187, vielleicht unwillkührlich, ein, indem er sagt:„„Fuselig wird bei der Fabrikation jeder Brannt- wein bleiben, den wir auf metallenen Destillirgeräthen ge- winnen.““ Wir setzen nur hinzu; nicht nur. fuselig, sondern auch in hohem Grade gesundheitszerstörend!**— „Der grössere Ertrag an Branntwein, welchen, erfahrungs- mässig und unbestritten, die Spiritus- Apparate, d.h. diejenigen Apparate gewähren, welche in einer Destillation gleich aus der Maische Branniwein oder Spiritus liefern, wird, nach dem Hrn. Verf.(8. 234),„hauptsächlich dureh das Vermeiden wviederhol- ter Destillation, so wie dadurch erreicht, dass man der atmosphä- sischen Luft den Zutritt zu dem Innern des Brenngeräthes ab- schneidet.“ „Gemeinnützige Nachrichten.“ (Coblenzer Intelligenz-Blatt Nr. 10. Jahrgang 1830.) „Mit Vergnügen eröffnen wir unsre diesjährigen gemein- nützigen Mittheilungen mit einigen, auf Erfahrung gegründeten, Notizen über den patenlirten Dampf-Destillir- Apparat unserer | U} N! ul PR np N ih| N Fi t Fi IB EN Bir| a # | Eli el = ei ann nn nn bin era sea na me ET anne ee WERE ER EEE TREE ET ETERTTTTTE nn renden a en pers una N= Ja U N Ri r 36 Mitbürger, der Hrn. Gall und Schicekhausen, indem wir un- sern Lesern ein Attest des Hrn. Nathusius zu Althaldensleben, eines, der grössten Guts- und Fabriken- Besitzer Deutschlands, über die Leistungen ‚dieses neuen Brenn-Apparats mittheilen, welches der so eben erschienenen Beschreibung und Abbildung desselben beigefügt ist,“(Folgt das Attest). „Um den\Verth dieser Erfindung ganz zu würdigen, muss man wissen, dass bloss in Deutschland, Frankreich und England seit 1804 sechs und fünfzig neue Destillir-Apparate patentirt worden sind, deren Erfinder meistens zu den ausgezeichnetesten Technikern dieser Länder gehören. Unter allen jenen Brennge- räthen ist aber keines, von welchem sich behaupten liesse,, dass es die höchst möglichste Brennholz-Ersparniss gewähre; denn alle, ohne Ausnahme, bedürfen Kühlwasser, und zwar sehr viel Kühlwasser, und alle diejenige Wärme, wodurch‘das Kühlwasser erwärmt wird, ist rein verloren. Ferner sind alle bisher bekannten Brenn-Apparate, welche in einer Destillation fertigen Branutwein liefern, sehr kostspie- lig und daher nicht gemeinnützig, weil nur. reiche Brennerei-Be- sitzer sich dieselben anschaffen können. Der neue Brenn-Appa- rat hingegen— den wir.den rheinländischen zu nennen vor- schlagen—, wird, nach. den angegebenen Preisen, kaum so theuer, als ein ganz gewöhnlicher zu stehen kommen. Der wichtigste Vortheil aber, den der Apparat des Herrn Gall darbietet, ist unsers Erachtens dieser: dass das Brannt- wein-Material nicht mit Kupfer in Berührung kommt, und fols- lich dieses der menschlichen Gesundheit so gefährliche Metall seine giftigen Eigenschaften dem Branntwein nicht mittheilen kann. Während der letzte Bogen dieser Schrift schon im Druck begriffen ist, wird uns. von einem entlernten. Freunde noch fol- gende Recension, jedoch, zu unserm Bedauern, ohne Angabe des Blattes, aus welchem sie entnommen ist, mitgelheilt: „Beschreibung und Abbildung eines etc, Dampf Destillir-Apparats, von Ludwig Gall eie. „Von demselben Verfasser erschien vor einem Jahre, als Vor- läufer des vorangezeigten Buches, eine kritische Beleuchtung des Kölle’schen Werkes;über Branntweinbrennerei, welche zu nicht geringen Erwartungen berechtigte., Ref. gesteht mit Vergnügen, dass die seinigen nicht allein nicht getäuscht worden sind, son- nl N N Inden wir un. 173 | 15 mitkheiln, nd All bilde rdis en, mus und England 'ate patentirt eichnetesten en Drennse- lie sse, düss währe; denn war sehr viel ski Kül Iwvasser ale, welche Ir kostspie- 'ennerei-De- fenn-ApnDa- an Appa ennen VOr- 1,50 thener, des J s das Drannt- ietall seine en kann. im Druck nt \e nocl Ih iD k]' Angabe RN 11) re, al5 Vor- chtung, des e zu nicht \ ergnügel, sind, Sol in’einem darüber ausgefertigten Atteste das Resultat gründ- licher Kenntnisse und sorgfältiger prä kiischer Beob- achtungen nennt— die Ueberzeugung von der Nothwen- digkeit der demselben beiselegten Vorzüge erlangen muss.“ „Zu wünschen wäre es, und: für die Unternehmer gewiss vönıkte ilbringend, dass diese Apparate Fabr ikmässig angelertligt würden. Geschähe dieses, so müsste ein Apparat zum täglichen Abtriebe von 5 bis 6000@Quart Maische für 6 bis 700 Rıhl. ge- liefert werden können.“ „Gegen hölzerne Destillirgefässe führt der Hr. Verk. au, dass dieselben ,,.‚in demjenigen Zeitraume, wo der Betrieb ruht, ausirocknen und leck werden, und deshalb, beierneuertem Be- iriebe, jedesmal einer v vollständigen Wiederkerste Hung bedürfen. „Wenn solche Ausstellungen von einem Kupferschmie de ber- kämen, so wären sie ohne Weiteres erklärbar; aber dass einem Manne, wie unserm Hın. Verf., dem die Förderung des Drenne- veigewerbes so schr am Herzen liegt, bei der Aufzählung jemer Lebelstände nicht einfiel, dass wan, um das Austroeknen und Leekwerden zu verhindern, die hölzernen'Gefässe nur mil Was- ser gefüllt halten darf, das— ist mindestens etwas befremdlich.“ ine grossen Vorzug räumt dagegen der Hr. Verf. den höl- zernen Brenngeräthen 8. 187, vielleicht unwillkührlich, ein, indem er saste.,Kuseli® wird bei"der Fabrikation jeder Brannt- wein bleiben, den wir auf metallenen Destillirgeräthen ge- winnen.““ Wir setzen nur hinzu: nicht nur fuselig, sondern auch in hohem Grade gesundheilszerstörend! „Der grössere Ertrag an Branntwein, welchen, erfahrungs- yestritien, die S pirikus Apparate, d. K. diejenigen mässig und ı Apparate sewähren, welche in et Destillation gleich aus der ::’. a>{ Maische ee oder Spiritus liefern, wird, nach dem Hrn Verf.(8. 237),„, hauptsächlich dureh das Vermeiden wiederho! .» 1. N.. ter Destillation, so wie dadureh erreicht, dass man der atmosphä sischen Luft den Zufrilt’zu d B dem Iimnern des Brennger: äthes- \ a senneldet. ‚Gemeinnülzige Nac hrichten.“ (Coblenzer Intellig enz-Blatt Nr. 10. Jalugang 1830.) o a „Mit Vergnügen eröffnen‘ wir unsre diesjährigen gemein- ‚tkdigen Mittheilungen mil, einigen, auf Erfahrung segründeten, Notizen über den patenlirten Dampf- Destillir- Apparat unserer FREENTERET IM u ge en ne en 36 Mitbürger, der Hrn. Gall und Schiekhausen, indem wir un- sern Lesern ein Attest des Hrn. Nathusius zu Althaldensleben, eines der grössten Guts- und Fabriken- Besitzer Deutschlands, über die Leistungen dieses neuen Brenn-Apparats mittheilen, welches der so eben erschienenen Beschreibung und Abbildung desselben beigefügt ist.“(Folgt das Attest). „Um den Werth dieser Erfindung ganz zu würdigen, muss man wissen, dass bloss in Deutschland, Frankreich und England seit 1804 sechs und fünfzig neue Destillir-Apparate patentirt worden sind, deren Erfinder meistens zu den ausgezeichnetesten Technikern dieser Länder gehören. Unter allen jenen Brennse- räthen ist aber keines, von welchem sich behaupten liesse, dass es die höchst möglichste Brennholz-Ersparniss gewähre; denn alle, ohne Ausnahme, bedürfen Kühlwasser, und zwar sehr’ viel Kühlwasser, und alle diejenige Wärme, wodurch das Kühlwasser erwärmt wird, ist rein verloren. Ferner sind alle bisher bekannten Brenn- Apparate, welche in einer Destillation fertigen Branntwein liefern, sehr kostspie- lig und daher nicht gemeinnützig, weil nur reiche Brennerei-Be- sitzer sich dieselben anschaffen können. Der neue Brenn-Appa- vat hingegen— den wir den rheinländischen zu nennen vor- schlagen—, wird, nach den angegebenen Preisen, kaum so theuer, als ein ganz gewöhnlicher zu stehen kommen. Der wichtigste Vortheil aber, den der Apparat des Herrn Gall darbietet wein-Material nieht mit Kupfer in Berührung kommt, und folg- Jich dieses der menschlichen Gesundheit so gefährliche Metall seine giftigen Eigenschaften dem Branntwein nicht mittheilen kann. ‚„ ist unsers Eraehtens dieser: dass das Brannt- Während der letzte Bogen dieser Schrift schon im Druck‘ begriffen ist, wird uns von einem entfernten Freunde noch fol- gende Recension, jedoch, zu unserm Bedauern, ohne Angabe des Blattes, aus welchem sie entnommen ist, mitgetheilt: u fo) „Beschreibung und Abbildung eines etc. Dampf: Destillir-Apparats, von Ludwig Gall ete. „Von demselben Verfasser erschien vor einem Jahre, als Vor- läufer des vorangezeigten Buches, eine kritische Beleuchtung des Kölle’schen Werkes über Branntweinbrennerei, welche zu nicht geringen Erwartungen berechtigte. Ref. gesteht mit Vergnügen, dass die seinigen nicht allein nicht getäuscht worden sind, son- On, inden nie un. N Allhaldenlehen tzer Deiilnd, Parats milthellen, 4 und Abbiltne würdigen, ms N] ch und England Parale patentin Sezeichnetesten enen Brennse. en liesse, dass sewähre; denn zwar sehr'yie] la K 9] HEN Küllwasser arate, welche sehr kostspie- Drennerei-Be- Brenn-A ppa- nennen vor- ım so teuer, at des Herm das Drannt- mt, und folg- elletallseine\ ilen kann, n im Druck de pol) hl. ) Anabe des Dampf: L# etc, hre, als Vor- ıchtung des he zu nicht Vergnügen, sind, son 37 dern selbst sein geheimer Wunsch, dass der neue Brenn-Appa- rat weniger complieirt sein möchte, als er in der, jener Beleuch- tung beigefügten, Abbildung erscheint, in Erfüllung gegangen ist. Dass der Erfinder nicht zu viel sagt, wenn er, im Bevvusstsein dessen was er geleistet, S. 70 ausruft„vollendet steht der neueste und vollkommenste Brenn-Apparat für teigigte Maischen jetzt vor uns; zugleich der erste der darauf Anspruch machen darf, mit Theorie und Erfahrung im Einklange, alles zu leisten was nach dem gegenwärtigen Zustande der Naturwissen- schaften möglich ist,““ beweisen zwei dem Buche beigelegte Atteste, des durch seine ausgedehnten Gewerbsanstalten so be- rühmt gewordenen Gutsbesitzers Nathusius zu Althaldensleben, und des Herrn Nolden zu Pleidt bei Coblenz, welche alles be- stätigen, was der Titel anzeigt.“ „Der Apparat des Herrn Gall hat, vor vielen ‚andern ge- priesenen Brenngeräthen, den grossen Vorzug, dass die Vortheile, welche derselbe gewährt, insbesondere die Ersparung an Anlage- Kapital, Raum und Brennmaterial und die Nothwendigkeit der Erzielung eines reinen und starken Branntweins in einer Destil- lation, dem Sachkundigen gleich beim ersten Anblick einleuchten. Dass namentlich eine grössere Brennmaterial-Ersparniss, als die- ser Apparat verspricht, nicht möglich sei, davon liegt, wie auch Hr. Nathusius sehr richtig bemerkt, der schlagendste Be- weis in dem Umstande, dass bei der Dampferzeugung keine Mau- ren unnülzerywveise zu erwärmen sind, iıfderm der Feuerraum vom Wasser rings umgeben ist, so wie darin, dass keine Wärme ins Kühlwasser übergeht, wonach es keinem Zwveilel unterliegt, dass alle, durch die Verdichtung der geistigen Dämpfe frei werdende Wärme, vollständig zur Erwärmung der Maische für die folgende Destillation benutzt wird. Eben so offenbar ist es auch, dass dieser Apparat weniger kosten muss, als die bisher, bekannten sogenannten Spiritus- Apparate, indem daran nur wenig Kupier und Messing vorkommt.“ Die Besorgniss, dass hölzerne Gefässe zur Branntweinbren- nerei nicht geeignet. sein möchten, widerlegt der Verfasser durch Hinweisung auf die im Magdeburgischen, seit acht Jahren zahl- reich eingeführten Subow’schen Apparate, welche ebenfalls mit hölzernen Blasen versehen sind. Das Eigenthümlichste an den Gall’schen Apparaten ist 4) eine Wechsel-Verbindung zwischen zwei Destillir- Blasen, wodurch es möglich wird, die geistigen Dämpfe nach Er- forderniss aus der ersten in die zweite Blase, und umge- kehrt aus dieser in’ die erste teeten zu lassen ‚ und 2) die’ Verbindung des Maischwärmers mit einem zweiten Ge. fässe, in welches während der Destillation die erhitzie Maische aus dem Maischwärmer überströmt. „Die in dem Dampferzeuger ausgeführte ‚Idee, das Feuer in einem metallenen Ofen in Mitte'der zu erhitzenden Flüssig- keiten brennen zu lassen, ist nichts weniger als neu; Herr Gall gesteht‘dies auch selbst, indem er$. vn. der Vorrede bemer kt, dass ihm alle früher vorgeschlagenen, seinem D Jampferzeuger ähnlichen Vorrichtungen, von Glaubers„philosoy»hi- schem Ofen“ bis zu des Herrn von Lassaulx unmögli- chem„„Wasserwärmer“:“ eben so bekannt seien, als die ihren Erfindern unbekannt gebliebenen Mängel derselben, woran deren Brauchbarkeit gescheitert sei.“ Auch machen die Pa- tentträger ihr Patentrecht rücksichtlich des Dampferzeugers kei- neswegs auf das Einschliessen des Feuers innerhalb der zu erhitzenden Flüssigkeit, sondern nur auf die eigen- thümliche, wirksame und bötrhehie Form geltend, welche sie Minis gegeben haben, durch Herworbiitising önermesen grossen horizontalen Siedefläche; durch leicht zu reinigende Rauch- kanäle; durch eine, die Verbrennung des Rauchs befördernde, Theilung des Feuer rraums; durch Anbringung von eisernen Re- chen zur Reinigung der Zwischenräume zwischen den, vom Was- ser angefüllten und daher unverbr'ennlichen, Roströhren, und eines Schiebers zur Regulirung des Luftzugs; durch Anbringung eines Wasserschirms, dien das vom Dampf mit fortgerissen wer- dende Wasser zurückhält, und endlich durch unmittelbare Ver- bindung dieses Dampferzeugers mit einem eben so eigenthümli- chen Dampf- Wasservorwärmer.“ „Ref. zweifelt nicht, dass dieser allen sieh auch zum Treiben von Dampf- Maschinen, zur Erwärmung von Glas- häusern mittelst heissen Wassers und als Wasser wärmer für Bade-Anstalten sehr nützlich erweisen wird.“ „Kleine Mängel der vorliegenden Schrift übersieht Ref. um so lieber, je höher er das Verdienst einer so wichtigen Verbes- ien Gewerbe, schätzt, aus welchem für Ackerbau und Viehzucht so unendliche Vor- teile fliessen.“ serung, in einem so allgemein verbreite des mie Mach Br e, un Ute. und zweiten fr. die erhitzi ö das Pener len Flissie Herr Gall & bemerkt, iplerzenxer osopli unmögli- n, als die ben, woran en die Pı- urers kei rhal) der ie eieen- che sie örlichst e Rauch- irdernde, men Ne- om Was- ınd eines ng eines en wer- re Ver- ulhinli- ich auch Der für ef, um Verbes- ; 37 dern selbst sein geheimer Wunsch, dass der neue Brenn-Apya rat weniger complieirt sein möchte, als er in der, jener Beleuch- tung beigefügten, Abl bildung erscheint, in Erfüllung gegangen ist. Dass der Erfinder nicht zu viel sagt, wenn er, im Bewusstsein dessen was er. geleistet, S. 70 ausruft ,,,, vollendet stehb der neueste und vollkommenste Brenn- Apparat. für teigigte Maischen jetzt vor uns; zugleich der erste der‘darauf Anspruch machen darf, mit Theorie und Erfahrung im Einklange, alles zu ‚ leisten was nach dem gegenwärtigen Zustande der Naturwissen- schaften möglich ist,*“* beweisen zwei dem Buche beigelegte Atteste, des durch seine ausgedehnten Gew erbsanstalten so be- rübmt gewordenen Gutsbesitzers Nathusius zu Althaldensleben, und: des Herm Nolden zu Pleidt bei Coblenz; welche alles be- stätigen, was der Titel anzeigt. u ‚„Der Apparat des Herrn Gall hat, vor vielen andern ge- priesenen Dre nngeräthen, den gri ossen Vorzug, dass die Vortheile, welche derselbe gewährt, insbesondere die Ersparung an Anlage- Kapital, Raum und Brennmaterial und die Not hwendigkeit der Erzielung eines reinen und starken Branntweins in einer Destil- lation, dem Sachkundigen gleich beim ersten Anblick einleuchten. Dass namentlich eine grössere Brennmaterial-Ersparniss, als die- ser Apparat verspricht, nicht möglich sei, davon liegt,»wie auch Hr. Nathusius sehr richlig bemerkt, der schlagendste Be- weis in dem Umstande, dass bei der Dampferzeugung keine Mau- ren unnülzerweise zu erwärmen sind, indem der Feterraum vom Wasser rings umgeben ist, so wie darin. dass keine Wärme ins Kühlwasser üb alle, durch die rgcht, wonach es keinem Zwei ilel unterliegt, dass Verdichtung der geistigen Dämpfe frei werdende VER’ ee. Y er 3| ne 1° Wärme, vollständig zur Erwärmung der Maische für die folgende 1 Destillation benutzt wird.. Eben so offenbar. ist es auch, dass dieser Apparat weniger kosten muss, als die bisher bekannten sogenannten Spiritus- Apparate, indem daran nur wenig Kupfer und Messing vorkommt.‘ r>® sse zur Dranntwe inbren- Die Besorgniss, dass hölzerne Gefä nerei nicht geeignet sein möchten, widerlegt der Verfasser dürch Hinweisung auf die im Magdeburgischen, seit acht Jahren zahl- reich eingeführten Subow’schen Apparate, welche ebenfalls mit hölzernen Blasen versehen sind. Das Eigenthümlichste an den G sall’schen A pparaten ist 1) eine Wechsel- Verbindung zwischen zwei DesiiliinsBlksen; 38 wodurch es möglich wird, die geistigen Dämpfe nach Er- forderniss aus, der ersten in die zweite Blase, und umge- kehrt aus dieser in die erste treten zu lassen, und 2) die Verbindung des Maischwärmers mit einem zweiten Ge- fässe, in welches während der Destillation die erbitzte Maische aus dem Maischwärmer überströmt, „Die in dem Dampferzeuger ausgeführte Idee, das Fener in einem metallenen Ofen in Mitte der zu erhitzenden Flüssig- keiten brennen zu lassen, ist nichts weniger als neu; Herr Gall gesteht dies auch selbst, indem er S. vn der Vorrede bemerkt, dass ihm alle früher vorgeschlagenen, seinem Dampferzeuger ähnlichen Vorrichtungen, von Glaubers„philosophi- schem Ofen“ bis zu des Herrn von Lassaulx unmögli- chem„„Wasserwärmer“* eben so bekannt seien, als die ihren Erfindern unbekannt gebliebenen Mängel derselben, woran deren Brauchbarkeit gescheitert sei.‘ Auch machen die Pa- tentträger ihr Patentrecht rücksichtlich des Dampferzeugers kei- neswegs auf das Einschliessen des Feuers innerhalb der zu erhitzenden Flüssigkeit, sondern nur auf die eigen- thümliche, wirksame und bequeme Form geltend, welche'sie demselben gegeben haben, durch Hervorbringung einer möglichst grossen horizontalen Siedefläche; durch leicht zu reinigende Rauch- kanäle; durch eine, die Verbrennung des Rauchs befördernde, Theilung des Feuerraums; durch Anbringung von eisernen Re- chen zur Reinigung der Zwisckenräume zwischen den, vom Was- ser angefüllten und daher unverbrennlichen, Roströhren, und eines Schiebers zur Regulirung des Luftzugs; durch Anbringung eines Wasserschirms, welcher das vom Dampf mit fortzerissen wer- dende Wasser zurückhält, und endlich durch uumittelbare Ver- bindung dieses Dampferzeugers mit einem eben so eigenthümli- chen Dampf-Wasservorwärmer.‘ „Ref, zweifelt nicht, dass dieser Dampferzeuger sich auch zum Treiben von Dampi- Maschinen, zur Erwärmung von Glas- häusern mittelst heissen Wassers und als Wasserwärmer für Bade-Anstalten sehr nützlich erweisen wird.“ „Kleine Mängel der vorliegenden Schrilt übersicht Ref. um s0 lieber, je höher er das Verdienst einer so wichtigen Verbes- serung, in einem so allgemein verbreiteten Gewerbe, schätzt, aus ‚welchem für Ackerbau und Viehzucht so unendliche Vor- theile fliessen.“ ÜMple nach Bh. Se, und Inge. und IM zweiten\. n die erhihhe ee, das Fon nden Plüssie. 1; Heır Gall ede bemerkt, impferzenger hilosopli- U unmögli- eien, als die elben, woran chen die Pı- rzeugers kei. nerhalb. der die eigen- welche'sie » möglichst nde Rauch- ielördernde, isernen De- vom Wis- ,, und eines gung eines -jssen WEr- Ihare Ver- wenlhünl- sieh auch yon(lis- inger für ‚Ref, um ı Verbes- ‚schätzt; iche Vor- ‚39 (Aus Nr.5 der Ockonomischen Nenigkeiten Jahrg. 48322) Während in Amerika und, nach dessem Beispiel, jetzt auch in England sich Vereine bilden, um das Laster des zu vielen Branntweintrinkens auszurotten, schreitet man inDeutschland, namentlich in Preussen, mit der Vervollkommnung in der Zu- bereitung dieses Getränkes fortwährend vorwärts. Eine Menge kleiner Branntweinbrennereien werden dadurch. zwar genöthigt, ihren Betrieb einzustellen; die grossen machen dagegen aber desto bessere Geschäfte. Diese jedoch auch nur in so fern, als sie die Vortheile der neuen Erfindungen und Entdeckungen be- nutzen. Zu den ausgezeichnetsten ist unstreitig der rhein- ländische Dampfbrenn-Apparat zu zählen, worauf die HH. Gall und Schickhausen, in Coblenz, ein preussisches Patent erhalten haben. So wie an dem ganzen Apparate alles mit besonderer Kenntniss der physikalischen Kräfte und deren Entwickelung angeordnet ist, so haben wir insbesondere die Stel- lung der Maischblasen gegen einander, und die willkührliche Lei- tung des Alcohols aus der einen in die andere, aus welcher eine Concentration desselben hervorgeht und die Destillation bei einer niedrigern, als der gewöhnlichen Temperatur bewirkt wird, höchst sinnreich gefunden. Wir müssten das gebührende Lob, welches andere Zeitschriften diesem, wir können sagen, so voll- kommen bis jetzt noch nirgends dargestellten, Brenn-Apparat be- reits gezollt haben, wiederholen, wenn wir gleich damit nur un- sre eigne vollkommenste Ueberzeugung aussprächen. Wir geste- hen, dass wir nicht begreifen, wie neben demselben, wenn er erst allgemein eingeführt sein wird, noch andere, selbst diejeni- gen, welche man bis jetzt noch für die vollkommensten hielt, ferner bestehen und Concurrenz in dem gewonnenen Product halten wollen; wir gestehen eben so, dass wir es unbegreiflich finden würden, wenn Jemand, der nur oberflächliche Kenntniss von den chemisch-physikalischen Gesetzen der Branntweinbrenne- rei hat, nicht diesen jedem andern vorziehen, und, selbst mit be- deutenden Kosten, jeden andern nicht gegen diesen vertauschen sollte; wir gestehen aber auch drittens, dass wir uns wundern, wie die mit Patent versehenen Erfinder es erst nöthig hielten, die Vorzüge desselben in einer besondern Schrift hervorzuheben, da er sich selbst am besten lobt und empfiehlt.“ A I TER I EZARE..5 == 40 Ueber den Serviere’schen Dampfbrennapprat. Es ist neuerdings ein Aufsatz. eines Herrn Serviere, vom Jahr 1810, wieder zur r Sprache gekommen,. worinn, gedachter Men: Serviere aller Dampfb ann den Stab bricht, Indem er Behauptungen aufste II, von we Ichen es unbegreiflich ist, dass man darin etwas anders, als den Beweis finden kann, dass die An- des Dampfes in’der Branutweinbrennerei seitdem— schw erfreuliche Fortschritte gemacht hat,. So soll z. B.„die Damp Ehre ‚nnerei dreimal so viel Brennmaterial' er fordern, als die eu wöhnliche Methode.“ Dass dies bei der fehlerhafte:'n, aller wissensc haltlichen Combination ermm: angelnden Anlage, welche Hr, S. beschreibt, nothwendig der Fall gewesen sein muss, er- klärt sich schon daraus, dass Hın.S.s Maischblase 9U Kubik- fuss Maische lasste— ein Umstand, der allein schon beweis't, dass derselbe von der Wiederbenutzun 16 3 durch die Verdichtung und Abl küh jung des Destillats Ireiwerde nden Wärme keine Ah. nung hatle(S.4 u.5.u.8.u.9 der Anlagen).— Ferner soll die Maische„den eindringenden Dämpflen einen ausse es chen Widerstand lei isten, der nur durch die grosse Intensi- tät der Hitze und die äusserste Com pression der Dämpfe lei werden könne.“ Was Hr, S. damit wohl gemeint_ha- ben mas? Hätte Hr.S. nur einmal in die Dampileitungs- Röhre seiner Maischblase zu blasen versucht: so würde er gefunden haben, dass schon eine gewöhnliche Anstr engung denimnge hinreicht, be- sagten ausse rordentlichen W a zu überwinden, und hätte er die Temperatur seines Dampfes kennen zu lerne an sich bemüht, bevor er darüber geschrieben; so würde er sich über- zeugt ‚haben, dass besagte grosse Intendiwit der Hitze kaum um 74. die des siec ende ler Wassers übersteigt! Hätte Hr. S. sein Brenngeräth mit einer Bi ase von etwa 26 Kubikfuss Rauminhalt. versehen, seine 90 Kubikfuss Maische in fünf Füllungen vertheilt, die Blase nur 2 Fuss hoch mit Maische gelüllt, und einen zweckmässigen Maischwärmer angebracht: so hälte er, obgleich ein solcher Destillir- Apparat immer noch sehr Eolikeinmen gewesen wäre, wenigstens die Hälfte der Zeit und des Breinmalerils erspart. die Spannung der Dämpfe würde kaum a Pfd. auf’ den Zoll betragen und ihre Temperatur kaum ı Grad über die Siedhitze des W.: assers gestiegen sein. Zur Würdigung der Urtheilsfähigkeit des Herrn Serviere Gall. über Da impfbrennger ätlıe, dürfte dies genug sein. Gedruckt in der Nauck schen Buchdruckerei in Berlin. "Mapa, ervjen In e, vom Sedhchten „ Ilden er Ede 4 dass man dass die An. 1: d itdem Sn U DB,„de \ m, als die D, aller N welche U Muss, er- W Kubik- In beweist, ) erdichtung keine Ah. Mer soll die rordentli- e Intensi- der Dinpfe semeint ha- ve.R:l IN2s- NONTe ıden haben, weicht, be- 1 nden, und men sich sich über- itze kaum n etwa 96 Maische in mit Masche bracht: 50 noch sehr or Zeit und oe würde ‚atur kaum 1 Seryiere Gall. In ( Aus Nr. 5 der:Oekonomischen Neuigkeiten Jahrg. 1832.) Während in Amerika und, nach dessem Beispiel, jetzt auch in England sich Vereine bilden, um das Laster des zu vielen Branntweinteinkens ausztroiten, schreitet man in Deutschland, namentlich in Preussen, mit der Vervollkominnung in der Zu- bereitung dieses Getränkes fortwährend vorwärts. Eine Menge kleiner Branntweinbrennereien werden dadurch zwar genöthigt, ihren Betrieb einzustellen; die grossen machen dagegen aber desto bessere Geschäfte. Diese jedoch auch nur in so fern, als sie die Vortheile der neuen Erfindungen und Entdeckungen be- nulzen. Zu den ausgezeichnetsten ist unstreitig der rhein- ländische Dampfbrenn-Apparat zu zählen, worauf die HH. Gall und Schiekhausen, in Coblenz, ein preussisches Patent erhalten haben. So wie an dem ganzen Apparate alles nit besonderer Kenntniss der physikalischen Kräfte und deren Entwickelung angeordnet ist, so haben wir insbesondere die Stel- lung der Maischblasen gegen einander, und die willkührliche Lei- tung des Aleohols aus der einen in die andere, aus welcher eine Concentration desselben hervorgeht und die Destillation bei einer niedvigern, als der gewöhnlichen Temperatur bewirkt wird, höchst sinnreich gefunden. Wir müssten das gebührende Lob, welches andere Zeitschriften diesem, wir können sagen, so voll- kommen bis jetzt noch nirgends dargestellten, Brenn-Apparat be- reits gezollt haben, wiederholen, wenn wir gleich damit nur un- sre eigne vollkommenste Ueberzeugung aussprächen. Wir geste- hen, dass wir nicht begreifen, wie neben demselben, wenn er erst allgemein eingeführt sein wird, noch andere, selbst diejeni- gen, welche man bis jetzt noch für die vollkommensten hielt, ferner bestehen und Concurrenz in dem gewonnenen Product halten wollen; wir gestehen eben so, dass wir es unbegreiflich finden würden, wenn Jemand, der nur oberflächliche Kenntniss von den chemisch-physikalischen Gesetzen. der Branntweinbrenne- rei hat, nieht diesen jedem andern vorziehen, und, selbst mit be- deutenden Kosten, jeden andern nicht gegen diesen vertauschen sollte; wir gestehen aber auch drittens, dass wir uns wundern, wie die mit Patent versehenen Erfinder es erst nöthig hielten, die Vorzüge desselben in einer besondern Schrift hervorzuheben, da er sich selbst am besten lobt und empfiehlt.“ Ueber den Serviere’schen Dampfbrennapprat. Es ist neuerdings’ ein Aufsatz eines Herrn Serviere, vom Jahr 1810, wieder zur Sprache gekommen, worinn gedachter Herr Serviere aller Dampfbrennerei den Stab bricht, indem er Behauptungen aufstellt, von tvelchen es unbegreillich ist, dass man darin etwas anders, als den Beweis finden kann, dass die An- wendung des Dampfes in der Branntweinbrennerei seitdem— schr erfreuliche Fortschritte gemacht hat. So soll z. B.„die Dampfbrennerei dreimal so viel Brennmaterial erfordern, als die gewöhnliche Methode.“ Dass dies bei der fehlerhaften, aller wissenschaftlichen Combination ermangelnden Anlage, welche Hr. S. beschreibt, nothwendig der Fall gewesen sein muss, er- klärt sich schon daraus, dass Hrn. S.’s Maischblase 90 Kubik- fuss Maische fasste— ein Umstand, der allein schon beweis't, dass derselbe von der Wiederbenutzung der durch die Verdichtung und Abkühlung des Destillats freiwerdenden\Yärme. keine Ah- nung hatte(5.4 u.5 u.5 u.9 der Anlagen).— Ferner soll die Maische„den eindringenden Dämpfen einen ausserordentli- chen Widerstand leisten, der nur durch die grosse Intensi- tät der Hitze und die äusserste Compression der Dämpfe überwältigt werden könne.“ Was Hr. S. damit wohl gemeint ha- ben mag? Hätte Hr. S.'nur einmal in die Damplleitungs- Röhre seiner Maischblase zu blasen versucht: so würde er gefunden haben, dass schon eine gewöhnliche Anstrengung der Lunge hinreicht, be- sagten ausserordentlichen Widerstand zu überwinden, und hätte er die Temperatur seines Dampfes kennen zu lernen sich bemüht, bevor er darüber, geschrieben; so würde er sich über- zeugt haben, dass besagte grosse Intensität derHitzekaum um„!, die des siedendenden\Vassers übersteigt! Hätte Hr, S. sein Brenngeräth mit einer Blase von etwa 26 Kubikfuss Rauminhalt versehen, seine 90 Kubikfuss Maische in fünf Füllungen vertheilt, die Blase nur 2 Fuss hoch mit Maische gefüllt, und einen zweckmässigen Maischwärmer angebracht: so hätte er, obgleich ein solcher Destillir-Apparat immer noch sehr unvollkommen gewesen wäre, wenigstens die Hälfte der Zeit und des Brennmaterials erspart, die Spannung der Dämpfe würde kaum A Pfd. auf den Zoll betragen und ihre Temperatur kaum 2 Grad über die Siedhitze des Wassers gestiegen sein. Zur Würdigung der Urtheilsfähigkeit des Herrn Serviere über Dampfbrenngeräthe, dürfte dies genug sein. Gall. —— Gedruckt in der Nauckschen Buchdruckerei in Berlin. ane oder Enapprat, Serviere, vom FORM Brdchter dricht, Inden er ich Ist, dass Man I, dass die An. ‚erel seitdem—_ soll Z, B, h die lordern, ab di erhalten, aller Anlage, welche 1 SEIN muss, er- ise 0) Kubik- schon beweist, die Verdichtune me. keine Al. Ferner soll die sserordentli. osse Intensi- 10n der Dänple ohl gemeint ha- leitungs-Röhre elunden haben, e hinreicht, be- erwinden, und zu lernen sich er sich über- rHitze kaum . von etwa 96 uss Naische in ‚ch mit Maische angebracht; so mer noch sehr je der Zeit und )äuple würde nperalur kaum sein, lerrn Serviere Gall 4 Nachricht von einem Koch- und Abdampfungs-Apparat für Stärkezucker-Fabriken, Unter den Brennmateriäl verschwendenden technischen Gewerben, konnte die Stärke-Syrup- und Zucker- Fabrikation meiner Aufmerksamkeit um so weniger entgehen, als es, unbezweifelbar, nur darauf ankommt, den ungeheuern Brennmaterial- Verbrauch und also die Betriebskosten bei der Darstellung des Stärkezuckers bedeutend zu vermindern, um dieses, noch so wenig verbreitete, nützliche Gewerbe bald, theilweise wenigstens, die allzuzahlreichen Branntwein- Brennereien verdrängen zu sehen. Durch bessere Benutzung der Feuerwärme und voll- ständige Wiederbenutzung aller während des, gewöhnlich 8 bis 9 Stunden dauernden, Kochens des schwefelsauern Stärkebrei’s sich entwickelnden Dämpfe, mittelst eines durch- aus neuen und eigenthümlichen Apparats: ist es mir gelungen, dabei bis 80 Prozent des gewöhnlichen Brennmaterial-Bedarfs zu ersparen, den Zuckerbildungs-Prozess bedeutend abzu- kürzen, das Arbeitslokal frei von Dampf und Qualm zu er- halten und nur eines Dampfkessels von 3 der gewöhnlich erforderlichen Grösse zu bedürfen, Ich habe zwar-für die Preussische Monarchie ein Pa- tent auf diesen Apparat nachgesucht; da ich denselben aber auch noch in mehreren anderen Staaten patentiren lassen will, wozu ich jetzt jedoch noch nicht Zeit habe, so werde ich die ausführliche Beschreibung und Abbildung meines Apparats nicht dem Buchhandel übergeben, sondern nur als Manuscript drucken lassen, und nicht eher ausgeben, bis Einhundert Abnehmer, in portofreien Briefen an mich, sich verpflichtet haben, 1) für die gedachteBeschreibung bei Empfang derselben fünf Friedrichd’or zu zahlen, und 2) dieselbe, unter einer Conventional-Strafe von Ein- tausend Thalern, weder im Original noch in Gopien aus Händen zu geben. Die Briefe wolle man, zur Weiterbeförderung an mich, an einen der genannten Herren Kupferwaaren- Fabrikanten, oder direct an mich nach Coblenz adressiren, Sail wbalt I | || Seite 99 Vorwort.::: Ä 5 3 i;. IX I N Zur Erfindungs- und Vervollkommnungs- Geschichte des ı Rheinländischen Dampf-Brenn-Apparäts-. 5 i 11; Beschreibung desselben in seiner höchsten Vereinfachung, nebst Beleuchtungen des sogenannten Pistorius’schen > Dampf-Brenn-Apparats. x:;;; 22 Betriebs- Verfahren mit dem vereinfachten Apparate,. 32 Kupferwaaren-Fabrikanten, welche dergleichen Apparate AM i anfertigen, und Honorar.:: x;; 37 \ j Anlagen. In Ei| Vergleichurg des Kasparowsky’schen mit dem Gall- (a!||| schen Dampf-Brenn-Apparat...;; i 1| ih Hl Ueber Dampfkessel für Branntwein- Brennereien i: 10| N| Ueber die Pistorius-Lüdersdorf’sche Dampfkessel- | EN" Theorie 16 I) F Atteste E%:;;:, 24| if Beurtheilungen. x Ä;;:; 5 3l 111.900| Ueber den Serviere’schen Dampf-Apparat. Ä Ä 40 u Nachricht von einem neuen Koch- und Abdampfungs-| Apparat für Stärkezucker-Fabriken. 5 41 1} Gedruckt in der Mittlerschen Buchdruckerei ın Berlin. Ju r ger meengn en ee ae | 7. Mur 7 9, Bw 7 7 P, £ TI t a = CC Y hung tr HT/. SCH S| RES 54 8 VE Ya OD, HERE 7 7 dd ( He Ar. > a, IB 7. 5 83 Ueberfluſſes“ gebildet. Entſtanden in einer der Land⸗ wirthſchaft eben ſo unguͤnſtigen Zeit wie die gegenwaͤr⸗ tige, darf dieſe gehaltreiche Schrift aufs neue der Be⸗ achtung der Land⸗ und Staatswirthe empfohlen werden. Syrup und Zuckerbereitung aus Kartoffelſtärke ꝛc. mit Ab⸗ bild. ¾ Thlr. oder 54 kr. 4 (Beurtheilt in der Revue encycloped., October 1825). Ueber Verbeſſ. der Weine durch verſchloſſene Gährung mittelſt Anwendung des Vinifikators, mit Abbild. 8. 1826. ³ Thlr. oder 54 kr. 3 (Beurtheilt in den Schleſiſchen Provinzial⸗Blaͤttern, April 1828). Menſchenfreundliche Blätter, I. Heft. Kirckhoffs Denk⸗ ſchrift über die niederländiſchen Wohlthätigkeits⸗Co⸗ lonien enthaltend, 1828. ³ Thlr. oder 36 kr. Ausführliche Beſchreibung und Abbildung ſeines patentir⸗ ten Dampf⸗Brenn⸗Apparats, mit XI. Steindrucktafeln. 1831. 6 Thlr. Darlegung der Vorzüge des Rheinländiſchen Dampfbrenn⸗ apparats, mit 1 Abbild. 1831. ½ Thlr. oder 54. kr. g*—— 9 G 1— 3 5 6 K22 Selad 8 4 8 LALAAAAAAN ö MannrannaranWnmnmmmmrnTrnrrmrrnmmrnmnnmmnranmmln 5 6 7 8 9 v 1nnnaniſtn MeId HIrnann- 10 11 12 13 Oem 1 2 3 4 1 8. 1 Sortrol Chart b