— — de d 1. d., 5. 9 .7 Einleitun g, zur Kenntniß engliſchen Landwirthſe chaft und ihrer neueren practiſchen und theoretiſchen Fortſchrit t/ in Ruͤckſicht auf Vervollkommnung deutſcher Landwirthſchaft fuͤr denkende Landwirthe und Cameraliſten. — ] Zweyten Bandes zweyte Abtheilung, Nachtraͤge zu den erſten Capiteln des erſten Bandes enthaltend, von 1 Albrecht Thaer d. A. D., des Königs von Großbritt. Churfuͤrſtlichem Leibarzte, u. ſ. w. Hannover, 1801. Bey den Gebruͤdern Hahn. N 9 Beytraäage zur Kenntniß engliſchen Landwirthſchaft und ihrer neueren practiſchen und theoretiſchen Fortſchritte in Ruͤckſicht auf Vervollkommnung deutſcher Landwirthſchaft 8 fuͤr denkende Landwirthe und Cameraliſten. Zweyte Abtheilung, Nachtraͤge zu den erſten Capiteln des erſten Bandes enthaltend von Albrecht Thaer d. A. D., des Koͤnigs v. Grobbritt. Churfuͤrſtl. Leibarzte u. ſ. w. Hannover, 1801. Bey den Gebruͤdern Hahn. Dcn Fanntit das zuun and ic zur Sf fit nns Ils Wi ſi unbo metter lie vn de kurg. D zu ſene e Werks zu berbeſſr, nut hen und ſo de du werda. Die gie Gät nit vicht den- ich ts haben au der Landw bbachtung und Veſtim ih de landn ſen Mwin Vorerinnerung. De guͤtige Aufnahme meiner Einleitung zur Kenntniß der engliſchen Landwirthſchaft, und das Intereſſe, welches dieſe ſeitdem in Teutſch⸗ land erreget hat, macht es mir gewiſſermaaßen zur Pflicht, jenem Werke mehrere Vollſſtaͤndig⸗ keit, Ausdehnung und Gruͤndlichkeit zu geben, als ich ſelbſt vormals bezweckte. Eine Umarbei⸗ tung bey der zweyten Auflage ſchien dem Wunſche meiner Leſer weniger angemeſſen, und uͤberdies war die Zeit, worin ſolche verlangt wurde, zu kurz. Daher habe ich mich entſchloſſen, Zuſaͤtze zu jener Einleitung oder dem erſten Theile dieſes Werks zu machen, eingeſchlichene Irrthuͤmer zu verbeſſern, und wichtige Materien, welche dort nur angedeutet waren, gruͤndlicher abzuhandeln, und ſo der Commentator meines eigenen Werks zu werden. Die große, wenn gleich zu fruͤh unterbrochene Thaͤtigkeit ds Board of Agriculture hat mir nicht nur reichen Stoff hierzu gegeben; ſon⸗ dern— ich darf es ohne Vermeſſenheit ſagen— es haben auch meine Kenntniſſe und Begriffe von der Landwirthſchaft durch fortgeſetzte eigene Be⸗ obachtung und Verſuche mehrere Ausdehnung und Beſtimmtheit erhalten. Insbeſondre glaube ich die landwirthſchaftlichen Verhaͤltniſſe der mei⸗ ſten Provinzen Teutſchlands jetzt genauer zu ken⸗ 8 nen, — IV— nen, und folglich richtiger beurtheilen zu koͤnnen, was von engliſcher Art hier und da vorzuͤglich anzuwenden ſey, oder was jener Inſel allein uͤber⸗ laſſen werden muͤſſe. Ich werde folglich nur das, was anwendbar in Teutſchland— wenn gleich nicht blindlings, ohne gehoͤrige Modiſicationen nachzuahmen— was beyſpielgebend und zu wah⸗ ren Verbeſſerungen leitend iſt, zum Gegenſtande einer genauern Unterſuchung und Beſchreibung machene Hene Ich uͤbergebe demnach hier meinen Leſern den erſten Theil dieſer Zuſaͤtze. Weil ich 8 Faden des erſten Theils dieſes Werks gewiſſermaaßen verfolgen wollte; ſo enthaͤlt dieſer vielleicht weni⸗ ger uͤber eigentliche practiſche Landwirthſchaft, und mehr allgemeine Betrachtungen uͤber ihre Verfaſſung in England und ihre Verhaͤltniſſe zum Staate, als manchem meiner Leſer lieb ſeyn wird. Allein dieſe Beobachtungen ſchienen mir ein- fuͤr allemahl in mancher Ruͤckſicht noͤthig und nuͤtzlich. Denn es laͤßt ſich die Art und Weiſe der Englaͤnder, Ackerbau und Viehzucht zu betreiben, ohne jene Kenntniß nicht gehoͤrig wuͤrdigen, und koͤnnte uns entweder zu einer blin⸗ den, unſern Verhaͤltniſſen nicht angemeſſenen Nachahmung verleiten oder, unſern eben ſo unbe⸗ gruͤndeten Tadel erregen. Ferner aber glaubte ich— da engliſche Verfaſſung und Sitten in je⸗ der andern Hinſicht die Aufmerkſamkeit der Teut⸗ ſchen ſo lebhaft erreget haben, und die Bemerkun⸗ gen uͤber Englands Politik, Handlung, Fabrik⸗ weſen, Moden u. ſ. w. mit ſo vielem Beyfall auf⸗ genommen worden—, daß dem Landwirthe eine genauere Beſchreibung und Geſchichte des land⸗ wirth⸗ ritſſh gemelne Wand Ekaate b ſoche n Es durc l en Ete dällich konnwa auf dey ſanz ahe Nan kar andwit riß geno Gtaatt des äne richt u in bbe vabe e dber ſch tvelche d nung der im mit glich nie ſs derh Aull de des Staa andreRuu ſo ſcheint meden, A dufallnd, virtſchaft n den Ca — V— wirthſchaftlichen Zuſtandes von England im all⸗ gemeinen nicht minder intereſſant ſeyn werde. Was die Verhaͤltniſſe der Landwirthſchaft zum Staate in England anbetrifft, ſo ſcheinen uns ſolche wohl einer beſonderen Erwaͤgung werth. Es iſt unleugbar, daß wir von den Englaͤndern durch Lehre und Beyſpiel in Anſehung der inne⸗ ren Staatskunſt das meiſte gelernet haben, und vielleicht auch durch ihre Fehler noch mehr lernen koͤnnten. In wie fern die engliſche Staatskunſt auf den Ackerbau gewuͤrket habe, iſt meines Wiſ⸗ ſens aber nur ſehr oberflaͤchlich erwogen worden. Nun kann es auf der einen Seite dem denkenden Landwirthe nicht gleichguͤltig ſeyn, das Verhaͤlt⸗ niß genauer dargeſtellet zu ſehen, worin er zum Staate und der Staat zu ihm ſtehet; da ihm dies eine thaͤtigere Betreibung ſeines Gewerbes nicht nur zur Pflicht machen, ſondern ihm auch eine lobenswuͤrdige Achtung fuͤr ſich und ſein Ge⸗ werbe einfloͤßen wird. Auf der andern Seite aber ſcheint es mir nicht unnuͤtz, die Wuͤrde, welche der Landwirthſchaft, nach der Rangord⸗ nung der Nuͤtzlichkeit im Staate, gebuͤhrt, zuwei⸗ len mit Ernſt zu reclamiren. Denn wenn ſich gleich niemand weigern darf, ſelbige als die Ba⸗ ſis der buͤrgerlichen Geſellſchaft, als die erſte Quelle der Sicherheit, Gluͤckſeligkeit und Staͤrke des Staats anzuerkennen; wenn ihr Rang gegen anndre Kuͤnſte und Gewerbe in Frage geſetzt wird: ſo ſcheint man dies doch oft gefliſſentlich zu ver⸗ meiden, und manchmahl iſt die Gleichguͤltigkeit auffallend, womit im gemeinen Leben, in ſtaats⸗ wirthſchaftlichen Schriften, beſonders aber wohl in den Cabinetten der Fuͤrſten und Regierungen, 7½ von ihr geſprochen wird. Die Geſchichte der engliſchen, hierauf Bezug habenden, Policey⸗Ge⸗ ſetze und Staatsmaximen iſt gemacht, um dieſe Gleichguͤltigkeit, wenigſtens in jedem empor ſtre⸗ benden Staate, zu erſchuͤttern. Ich werde nun, in ſofern es meine Zeit und die mir nicht minder wichtige Redaction der An⸗ nalen der niederſaͤchſiſchen Landwirthſchaft er⸗ laubt, fortfahren, dieſe Zuſaͤtze, nach der Ord⸗ nung des erſten Bandes dieſes Werks, in ſolchen Theilen, deren zwey einen Band ausmachen, herauszugeben. Vielleicht wird jeder Theil einen Anhang von neueren Nachrichten aus England und Bemerkungen teutſcher Reiſenden enthalten. Der Titel: Einleitung, iſt nun fuͤr das Ganze wohl nicht mehr paſſend. Beytraͤge koͤnnten die nachfolgenden Baͤnde wohl eher heiſ⸗ ſen; aber dieſen Titel fuͤhrt der erſte Band nicht, und das Ganze iſt unter jenem bekannter. Ich werde es in der Folge mein Werk uͤber engliſche Wirthſchaft nennen, und es band⸗ oder theil⸗ weiſe allegiren, und meine Herren Verleger ver⸗ mögen, ein Titelblatt mit der kurzen Inſchrift: uͤber engliſche Landwirthſchaft, auch zu den vorhergehenden Theilen fuͤr diejenigen beyzu⸗ legen, welche die erſten Theile beſitzen und das Werk fortſetzen wollen. Am Schluſſe, denke ich, ſtatt des Regiſters, eine ſyſtematiſche Inhaltsanzeige oder Inder hinzuzufuͤgen, worin ich zuſammenſtellen werde, was zuſammen gehoͤrt, damit der Leſer, der nur nachſchlagen will, daſelbſt leicht finden moͤge, wo uͤber eine gewiſſe Materie in den verſchiedenen Baͤnden etwas vorkommt; derjenige aber, tel her h der ſden da, l an. führen, an eſagt R 3 ſih mwente den ang füllt ſ Ihſichte halkeit dungen wütkli tiſtaune Pat riß bol Duckef aufteiſe gäͤchtic deſſen ſt he; n manche; Nothigſe Dffeln e würde n fir del bange! geben, t Ierkger finde. dheil des der Ge⸗ dieſe ſtre⸗ und An⸗ t er⸗ Ord⸗ lichen ſchen, einen dehzu⸗ d das iſters, endex werde, er nur ge, wo edenen wel⸗ cher — VII— cher das Werk ganz durchleſen will, einen Leit⸗ faden erhalte, nach welchem er zuſammenhaͤngen⸗ der, als nach der Ordnung der Baͤnde, leſen kann. Und hierbey werde ich zugleich das an⸗ fuͤhren, was uͤber verwandte Materien in den Annalen der Niederſaͤchſiſchen Landwirthſchaft geſagt iſt. Man hat zu dieſem Werke haͤufig Kupfer⸗ ſtiche, beſonders Abbildungen der Acker⸗Inſtru⸗ mente gewuͤnſcht. Es wäre ſehr leicht, dieſe aus den engliſchen Schriften, die genug damit ange⸗ fuͤllet ſind, nachſtechen zu laſſen. Allein bloße Anſichten, wie dieſe mehrentheils nur geben, halte ich fuͤr voͤllig unnuͤtz. Sollen die Abbil⸗ dungen ſo ſeyn, daß ein geſcheuter Handwerker wuͤrklich danach arbeiten koͤnne, ſo muͤſſen ſie erſtaunlich vervielfaͤltiget, und ein und daſſelbe Werkzeug von vielen Seiten in Anſicht und Auf⸗ riß vorgeſtellet werden. So wuͤrden z. B. die Ducketſchen Drillwerkzeuge, welche ich habe aufreiſſen und zeichnen laſſen, allein ſieben be⸗ raͤchtliche Kupfertafeln einnehmen. Ich bin in⸗ deſſen jetzt im Stande, ſolche Zeichnungen zu ge⸗ ben; nur beſorge ich, daß ſie das Werk fuͤr manche zu ſehr vertheuren wuͤrden, indem das Noͤthigſte und Merkwuͤrdigſte vierzig bis funfzig Tafeln einnehmen koͤnnte. Der ſicherſte Weg würde, meines Ermeſſens, ſeyn, dieſe Kupfertafeln fuͤr die Liebhaber, mit ausfuͤhrlichen Beſchrei⸗ bungen verſehen, beſonders, heftweiſe, herauszu⸗ geben, wenn ſich zur Sicherung meiner Herren Verleger eine hinlaͤngliche Anzahl Subſcribenten faͤnde. Die Hefte wuͤrden zuügleich mit dem Theile des Werks, zu deſſen Erlaͤuterung ſe ge⸗ hoͤren, — VIII— hoͤren, herauskommen. Diejenigen Werkzeuge, welche ich noch nicht beſitze, muͤßte ich zu dem Ende aus England kommen laſſen, um ſie nach der Natur aufzumeſſen, zu zeichnen und zu be⸗ ſchreiben, was ohne Schadloshaltung bey der Koſtbarkeit dieſer Werkzeuge in England, und dem wenigen Gebrauch, den ich in meiner kleinen Wirthſchaft davon mache, nicht thun koͤnnte. Wer alſo von meinen geneigten Leſern darauf ſubſcribiren will, melde ſich bey der Verlags⸗ handlung unmittelbar, oder bey der naͤchſten ſo⸗ liden Buchhandlung. Vor Ablieferung eines je⸗ den Heftes wird ſolches nicht bezahlt. Jede Ta⸗ fel wird im Durchſchnitt 4 Ggr. koſten. Es ſchien mir ſehr noͤthig, eine genauere Ver⸗ gleichung des engliſchen Geldes, der Laͤngen⸗, Flaͤchen⸗Koͤrper⸗Acker⸗ und Getreide⸗Maa⸗ ßen, auch des Gewichts mit den bekannteſten Europaͤiſchen, vorzuͤglich Teutſchen, zu geben, als im erſten Bande geſchehen war. Es ſind dabey die Vergleichungen zum Grunde gelegt, welche unſer ſcharfſinniger Herr Commiſſaͤr Meyer— der Verfaſſer des jetzt herauskommen⸗ den Werks uͤber Gemeinheits⸗Theilung— ſeit vielen Jahren mit moͤglichſter Genauigkeit ange⸗ ſtellet hat.— Zelle im Maͤrz 1801. Der Verfaſſer. Inhalt. 8 — eandvitt Duu Geret du nig Saſen Daßher iſe zeluen ein weſe ſchaftih diſer it Kutſt me Pon den E werigſe Einwurf g rungen: gegen der zeit und. diſſe Berat zuſeßen. ſelsſt a Wi dieſts i ſcehe? 1) Sed alspum hiernac 1) Vie⸗ ) der. v) der Kthärg z euge, dem nach 1 be⸗ ˖der und einen nte. rauf lags⸗ n ſo⸗ s je⸗ . Ta⸗ Ver⸗ gen⸗, Naa⸗ teſten ſeben, ſind legt, iſſaͤr men⸗ ſeit nge⸗ ſſer. halt. Inhal. 1 Seite Landwirthſchaftliche Berechnungen 1 Das Gewerbe der Landwirthſchaft hat den Zweck, den moͤglich hoͤchſten Gewinn, nach Abzug der Koſten, zu erhalten... Daher iſt genaue Berechnung des aus jeder ein⸗ zelnen Operation erfolgenden reinen Gewinſtes ein weſentlicher Gegenſtand der landwirth⸗ ſchaftlichen Kunſt... Dieſer iſt in den teutſchen Lehrbuͤchern dieſer Kunſt mehrentheils uͤberſehen;.. Von den Englaͤndern aber mehr gewuͤrdigt, oder wenigſtens mit Beyſpielen erlaͤutert worden Einwurf gegen die Brauchbarkeit dieſer Berech⸗ nungen: weil das Verhaͤltniß des Geldwerths gegen den Preis der Arbeit und Producte nach Zeit und Ort zu vorſchieden ſey 5 Dieſe Berechnungen ſind nur als Formeln an⸗ zuſehen. Die oͤrtlichen Verhaͤltniſſe muß jeder ſelbſt ausmittlen. Wie dieſes in Anſehung der Ausgabe⸗Artikel ge⸗ ſchehe?.. 1) Wie der Werth des Grund und Bodens auszumitteln und das Wirthſchafts⸗Syſtem hiernach zu modificiren ſey?.. 2) Wie der Preis der Arbeit a) der Handarbeit.. b) der Geſpannarbeit. gehoͤrig zu beſtimmen ſey.. 3) 10 13 X 3) Wie der Werth des Duͤngers beſtimmt werden muͤſſe?. Nicht nach dem Preiſe, wofuͤr etliche Fu⸗ der verkauft werden;.. Sondern nach ſeiner Wuͤrkung in Vermeh⸗ rung der Production, und nach dem, was er der Wirthſchaft koſtet. Letzteres ergiebt ſich aus der Berechnung der Koſten und des Ertrages des Vieh⸗ ſtapels.. Bei der Weide.. Bei der Stallfutterung. Bei dem Huͤrdenſchlage. und die Koſten des Duͤngers ſtehen ge⸗ gen den Ertrag des Viehſtapels im um⸗ gekehrten Verhaͤltniſſe. Wenn dieſe Artikel richtig ausgemittelt worden, laſſen ſich die Koſten der Beſtellung gegen den Werth der Production in jedem gegebnen Falle genau berechnen. Beyſpiel einer ſolchen Berechnung des Verfaſſers, nach dem wirklichen Ertrage und Koſten von 30 Morgen in 5 Feldern, im Jahre 1800. 1) Speiſekartoffeln.. 2) Gerſte 4.. 3) Klee. 4) Rocken, und in deſſen Stoppel Sporgel und Ruͤben.* 5) Hafer 2.. Erwartungen des Verf. von den Bemuͤhungen Seite 17 19 zweyer teutſchen Landwirthe, in Anſehung die⸗ ſes Geanſbanbes * 4 Wie 38 gi ſih fanntwad gen um dem äin! 4 guuſ li * Perethn riſali ür öh ber! ſtemn Sach remn bey fihre + riſſe wil, merl zuE gegeh Unter ſch in Vezu Einrich hehe Adel( 4 Ridau Me Baronets,! dandeigenth Vgelöher, Varhältnif Ihee Unrit Yesgu ſy, Seite een 3⁸ XI Wie ſich praekiſche Landwirthe durch die Be⸗ kanntmachung der Reſultate ihrer Berechnun⸗ gen um die Kunſt verdient machen koͤnnten. Denn ein allgemein brauchbares Syſtem dieſer Kunſt laͤßt ſich nur auf die Kenntniß der durch Berechnungen heller ins Licht geſtellten, man⸗ nigfaltigen Wirthſchafts⸗Verhaͤltniſſe gruͤnden (Hr. A. L. von Seutter— deſſen Schrift:“Darſtellung der Grundprincipien der moͤglichen Hauptlandwirthſchafts⸗Sy⸗ ſteme ich eben erſt durchſehe— hat die Sache im richtigen Geſichtspunkt gefaßt; wenn er uns nur mit Abſtractionen, die bey einer ſo empiriſchen Kunſt zu nichts fuͤhren, mehr verſchonet, und die Verhaͤlt⸗ niſſe der Wuͤrklichkeit— oder, wenn man will, der Erſcheinungen— richtiger be⸗ merkt haͤtte. Angenehm iſt es mir immer, zu Entſtehung dieſer Schrift Veranlaſſung gegeben zu haben.).. II. Unterſchied der Staͤnde in England, in Bezug auf landwirthſchaftliche Einrichtungen.. Hoher Adel(Nobility, Lords). Niederer Adel(Gentry, Gentlemen, Esquires) Baronets, Rnights.. Landeigenthuͤmer niederen Standes(YTeomen). Tageloͤhner, Haͤusler(Cottayers); Zuſtand und Verhaͤltniſſe dieſer letzten 4.. Ihre Unterſtuͤtzung durch die Armen⸗Taxe. Ob es gut ſey, ihnen Ackerlaͤnderey einzuraͤumen? Paͤchter Paͤchter(Simple Farmers). Ihr Characteriſti⸗ ſches im Allgemeinen.. Gentlemen-Farmers„. III. Pachtungen. In wie fern Eigenthuͤmer ſ ſich als Paͤchter anſe⸗ hen, wenn ſie ihr eigenes Gut bewirth⸗ ſchaften. Wichtiger Unterſchied zwiſchen Ertrag des Geund und Bodens und Gewinſt aus dem Betriebe der Wirthſchaft... Auf den engliſchen Pachtungen bleibt kein Inven⸗ tarium.... Abzugs⸗ und Antritts⸗Termine und Bedingungen Vorzug der engliſchen Einrichtung, nach welcher der Paͤchter das Inventarium mitbringt und wieder abfuͤhrt, in Ruͤckſicht auf den Guts⸗ herrn, den Paͤchter und das allgemeine Beſte Nachtheile eines gutsherrlichen oder eiſernen In⸗ ventariums... Unſicherheit der Taxationen. Gewoͤhnliche Pachtbedingungen in England. Anſchlag des Pachtgeldes nach dem Flaͤchen⸗ Inhalte.. Verſchiedene Berpachtungsarten. a) auf Willkuͤhr(at will), ſo, daß beide Thei⸗ le alle Jahre kuͤndigen koͤnnen. b) auf feſtgeſetzte Termine(Leases). Nachtheil der kurzen Termine. Schwierigkeiten bei langen Terminen. Vorſchlag, dieſe zu heben. Verpachtung landesherrlicher Domainen. c) auf Lebenszeit(at life).. Seite 52 58 60 61 63 89 IV. nn itt neren I. aüf der in Allge „ Prthelk dr Aethſil de Dn Ehit un, ud ſcften in uung griße ötſchichte handels n welcher R Lndwitth: O die Regel Naiſonnem vethen? Parum Kormg der Stratsn Und warun der angenommene verden betdi Kompoliey in Schnankender Höhemä Nexgenrithe in funfzente Uice bald wier Uiſche Maaßrege pugetznuth und Eljazets geg 61 63 IV. Vorzuͤge der groͤßeren oder klei⸗ neren Wirthſchaften in Ruͤckſicht auf den Staat und die Production im Allgemeinen.. Vortheile der kleineren Wirthſchafte. Vortheile der groͤßeren. Der Staat ſollte ſich dabey leidend verhal⸗ ten, und Zuſammenziehung kleiner Wirth⸗ ſchaften in eine große ſo wenig, wie Pareeli⸗ rung großer Watſihaſien, hindern. Geſchichte der Legialutun des Korn⸗ handels in England In welcher Ruͤckſicht dieſe fuͤr den practiſchen Landwirth intereſſant ſey Ob die Regeln der Staatswirthſchaft ſicherer auf Raiſonnement oder auf Erfahrung begruͤndet werden?... Warum Kornpolicey unter allen Gegenſtaͤnden der Staatswirthſchaft der wichtigſte ſey?. Und warum der Erfolg der daruͤber in England angenommenen Syſteme vorzuͤglich erwogen zu werden verdiene?.. Kornpolicey im vierzehnten Jahrhundert. Schwanken der Kornpreiſe zwiſchen einer enormen Hoͤhe und Niedrigkeit... Morgenroͤthe einer angemeſſenen Geſetzgebung im funfzehnten Jahrhundert. Welche bald wieder verdunkelt wird. Falſche Maaßregeln, um Kornmangel zu verhuͤten Hungersnoth und Verfall des Ackerbaues unter Eliſaberhs Regierung.. Maaß⸗ Seite 91 93 97 111 114 Seite Maaßregeln, welche man dagegen nahm. 135 Was unter Carls 2ten Regierung hierin geſchah 139 Merkwuͤrdige Acte von 1663, deren Wuͤrkung durch eine eingeſchlichne Sylbe vereitelt wurde 140 Verbeſſerung derſelben i. J. 1670. 143 Abermahlige Verbeſſerung i. J. 1675. 145 Einfuͤhrung des gluͤcklichen Kornpolizey⸗Syſtems beym Negierungs⸗ Antritte Wilhelms und Maria i. J. 1688. 148 Feſtigkeit, womit man dieſes Syſtem bis ra60 aufrecht erhielt.. 131 Feſte und maͤßige Preiſe von 1688 bis 1760 153 Wie dieſe durch jenes Syſtem bewuͤrkt wurden 157 Betraͤchtliche Kornausfuhr in dieſem Zeitrau⸗ me; eine Hauptquelle des moliſche National⸗ Reichthumes. 160 Vertheidigung jenes Syſtems gegen John Steuart... 163 Und gegen Adam Smith... 165 Der Preis des Korns beſtimmt nicht die Preiſe der Arbeit und aller uͤbrigen Dinge. 171 Erſte Beiſeiteſetzung jenes Syſtems i. J. 1757, die nicht noͤthig geweſen zu ſeyn ſcheint. 183 Fernere Durchloͤcherung derſelben in den ſechzi⸗ ger Jahren... 188 Neues Syſtem. Acte von 1773. Verglei⸗ chung deſſelben mit dem alten. 189 Abermahlige Abweichungen im Jahr 1789 191 Gutachten der Committee des geheimen Conſeils in dieſer Angelegenheit.. 192 Acte von 1791„.. 197 Erſte Praͤmie auf die Einfuhr i. J. 1795 201 Ver⸗ mtülriß aimn Sſſe a vie fen rinderte! * fomyolie Bäter Ei ſompniſe den aher men lſte Pelcen Er müͤſſe, w niedriger geſhnͤtt beſchichte 1 Nuzil Theurung i Gtoßer Alſch Diſer veranl Urſachen, Dodurch i, den Ewote Gryße hoffmn Du dennoch de Farmers * Deſe Nanw üfficul vi lhruher, hurd ur Stadt mabenffing däntter, 1) bſe⸗ ung rde 140 143 145 ems und 148 760 151 „ 153 en 157 rau⸗ dal⸗ 160 John 163 165⁵ breiſe 171 7⁵⁷, . 18³3 ſchzi⸗ . 1³⁸ erglei⸗ 189 Verhaͤltniß der Ein⸗ und Ausfuhr waͤhrend des alten Syſtems und waͤhrend des neuen. 202 In wie fern die vermehrte Einfuhr und die ver⸗ minderte Ausfuhr dem neuen Syſtem der Kornpolicey beyzumeſſen ſiy.. 207 Welcher Erfolg von den zur Verminderung der Kornpreiſe getroffenen, zur Erhoͤhung derſel⸗ ben aber ausgeſchlagenen Maaßregeln fuͤr den engliſchen Ackerbau zu erwarten ſey. 212 Welchen Erfolg es in andern Staaten haben muͤſſe, wenn der Ackerbau durch Erzwingung niedriger Preiſe, bey zunehmender Bevoͤlkerung, geſchwaͤcht oder doch nicht gehoben wird 213 VI. Geſchichte des gegenwaͤrtigen Korn⸗ Mangels in England.. 218 (geſchrirben im Januar 1801) Theurung i. J. 1794 und 95— Großer Abſchlag der Preiſe i. J. 1797 und 98 219 Dieſer veranlaßt, neben andern mitwuͤrkenden. Urſachen, eine geringere Getreide⸗Beſtellung 221 Wodurch i. J. 1799 nach einer zuruͤckſchlagen⸗ den Erndte abermals Theurung entſtand 223 Große Hoffnungen von der Erndte i. J. 1800 224 Der dennoch eintretende Korn⸗Mangel wird den Farmers und Kornhaͤndlern beygemeſſen 225 Dieſe Meynung wird jedoch von den Miniſtern officiel widerlegt... 226 Unruhen, durch die Theurung veranlaßt. Adreſſe der Stadt London. Auſſerordentliche zuſom⸗ menberufung des Parlaments. 228 Debatten, ob der Krieg die Urſache des Man⸗ gels ſey?.*„ 230 Ob Ob wahrer Mangel vorhanden ſey, oder nur Zuruͤckhaltung des Getraides?. Letzteres wird uͤberzeugend widerlegt, und Maaß⸗ regeln gegen dieſe angebliche Uriach des Man⸗ gels verworfen.. Bericht und Vorſchlaͤge der Commit tee des Par⸗ laments... Wahre Urſach des Kornmangels nach einer mit⸗ telmaͤßigen Erndte; auf deren Abhelfung im Parlamente noch kein Bedacht genommen wor⸗ den** Geringer Erfolg der Palliatio⸗ Mittel. VII. Arthur YVoung Man hat es gemißbilrigt„ daß ich dieſem Man⸗ ne einen Platz neben den beruͤhmteſten Schrift⸗ ſtellern Großbrittanniens angewieſen habe In wie fern ich noch glaube, daß ihm dieſer ge⸗ buͤhre*.* 4 Widerlegung der Vorwuͤrfe, die man ihm macht: in Raͤckſicht ſeiner Landwirthſchaft;. in Ruͤckſicht ſeines perſoͤnlichen Characters und ſeiner neuen politiſchen Schriften. VIII. Sir John Sinclair. Der Board of Agriculture. Vorſchlaͤge zu an⸗ dern indoitthicheti cei Inſti⸗ tuten. Sinclairs oͤffentlicher Character, und poltiſches Syſtem... Wegen des letztern berdraͤngt man ihn vom Praͤ⸗ ſidenten Suih des B. o. A. 8* Seite 234 237 243 251 253 254 254 255 257 257 264 268 269 272 Man 1 — Pan maüt ſ Faiſchite ture unte Sall des ku d uhur i bung ole nen Naaßtt viuch d tt wi John Sincl der kandw huuphe N dern lunda Me ttwa ei lchts Juſi wichten Geweinhe Algemeinhei bertheilung Tes unter Fe Stllagritt beweinde⸗fel un und fir ufg. Ai vwace T wendn zveyerſey Vil dye füͤrmliche Khrezung her dchviigkeien, dalſſt, vo me Nahunge — ge⸗ 255⁵ ccht: 257 257 und 264 d of an: nſti⸗ . 265 iſches 269 hri⸗ 272 Man — xvII— Seite Man macht ſatyriſche Kupferſtiche gegen ihn 223 Fortſchritte und Nutzen des Board of Agricul⸗ ture unter Sinclairs Vorſitze. 275 Wahl des Lord Sommeroille zum Praͤſi jdeaten; welcher in ſeiner Antritts⸗Rede die Aufhe⸗ bung aller von ſeinem Vorgaͤnger genomme⸗ nen Maaßregeln, undſdafuͤr andere vorſchlaͤgt, 279 wodurch der Board aufhoͤrt, das zu ſeyn, was er war. 8. 283 John Sinclairs neues Inſtitut zur Befoͤrderung der Landwirthſchafts⸗Lehre.. 284 Humphry Marſhalls Vorſchlag zu einem an⸗ dern landwirthſchaftlichen Inſtitute. 298 Wie etwa ein dem Board of Agriculture aͤhnli⸗ liches Inſtitut in einem teutſchen Staate ein⸗ zurichten ſey... 310 1X Gemeinheiten, und Theilung derſelben 324 Allgemeinheit und Entſtehung der alten Acker⸗ vertheilung. 324 Was unter Felderwirthſchaft im Gegenſatze der Schlagwirthſchaft verſtanden werde— 328 Gemeinde⸗Felder und Gemeinheiten, beide wa⸗ ren und ſind noch jetzt in England ſehr haͤufig. 329 Auf welche Weiſe Gemeinheiten dort getheilt werden..* 332 Zweyerley Theilungs⸗Methoden. 332 Ohne foͤrmlichen Proceß gibt eine getroffene Ver⸗ abredung der Intereſſenten keine Sicherheit 333 Schwierigkeiten bey der Theilung. 333 Selbſt da, wo eine große Beſitzung nur in meh⸗ rere Pachtungen vertheilt iſt..„ 335 Thei⸗ — XVIII— Theilung, vermoͤge Privat⸗Bills des Parla⸗ ments... 4 Koſtſpieligkeit derſelben.— Mangel an feſten Grundſaͤtzen bey Ertheilung dieſer Bills; wobey zu viel der Willkuͤhr der Commiſſarien uͤberlaſſen wird.. Abfindung des Grundeigenthuͤmers, deſſen In⸗ tereſſe in England hoch angeſchlagen wird, wenn er auch gar keinen Nießbrauch von der Gemeinheit hatte... Abfindung des Zehnten. Widerſtreitende Forderungen der Trifiberechtig⸗ ten und Landeigenthuͤmer.. Wuͤnſche und Vorſchlaͤge, um eine allgemeine Theilungs⸗Bill und Feſtſetzung der Principien, wonach getheilt werden ſoll, zu erwuͤrken Hinderniſſe derſelben.. Ueber Legislatur der Gemeinheitstheil ung Privatives Land muß in England eingehaͤget werden..... Theilungen, welche im verwichenen Jahrhundert durch Parlaments⸗Bills vorgenommen ſind Erfolg der Gemeinheits⸗Theilungen und Ver⸗ koppelungen in den verſchiedenen Grafſchaften, nach den Reports an den B. o. A. Haupteinwendung gegen die Verkoppelungen in England: daß der Kornbau dadurch abnehme, und zu viel Land zu Graſe liegen bleibe Entgegengeſetzte Beſorgniß in Teutſchland Vortheile der Verkoppelung. Schwierigkeiten, die ſich allenthalben einſinden, muͤſſen nicht abſchrecken.. I. L Seite 338 338 340 and⸗ geuowi 0 Landv Dr Jyect der nixlihhüchſe äihen, ſonden draus zu erhe tag, nach Abg leberſchuß lie ril der lande tin geſchehe o ar aus genau ſh wieder auf lhauf ervie Lan ichtig danduitheben Aier gn 1 Seite Darla⸗ . 33⁸ * 3³⁸ eilung ihr der . 340 en In⸗ wird, J. don der . 341 Landwirthſchaftliche Berechnungen.* . 344 rechtig⸗(iu Seite 3.) . 345 gemeine neipien 8 3 347 Die Landwirthſchaft iſt ein Gewerbe!— . 347 Der Zweck des Landwirthes iſt alſo nicht, die 3 343 moͤglichhoͤchſte Production aus dem Boden zu gehäget ziehen, ſondern den moͤglichhoͤchſten Gewinn hunden 350 daraus zu erhalten. Wenn der ſtaͤrkere Er⸗ find 352 trag, nach Abzug der Koſten, einen geringern nd Ver⸗ Ueberſchuß liefert, als der ſchwaͤchere, ſo ſchaften, will der Landwirth jenen nicht. Ob dies 357 aber geſchehe oder geſchehen werde, laͤßt ſich ungen in nur aus genauen Berechnungen erſehen, die adnehme, ſich wieder auf andere Berechnungen, und zu⸗ aͤbe 105 letzt auf erwieſene Thatſachen, begruͤnden. Die 4 54 Kunſt, richtig zu berechnen, iſt alſo fuͤr den inſinden, Landwirth eben ſo wichtig, als die Kunſt, den ./ Acker gut zu beſtellen. J. Land⸗ 342.t„ 1F⁴ — 2— Es verſteht ſich wohl von ſelbſt, daß hier nicht von denen allgemeinen Haushaltungsrech⸗ nungen, die man Regiſter nennt, die Rede ſey. Dieſe ſind freylich in jeder ordentlichen Wirthſchaft unumgaͤnglich noͤthig. Aber ſie zeigen gemeiniglich nichts weiter an, als die Ausgabe und Einnahme fuͤr gewiſſe Artikel im Ganzen, und geben am Ende einen Auf⸗ ſchluß uͤber Gewinnſt und Verluſt im allge⸗ meinen. Sie zeigen nicht, wie ſich Ausgabe und Einnahme, bey jeder einzelnen Opera⸗ tion, gegen einander verhalten, noch geben ſie einen Aufſchluß uͤber die wahren Urſachen des mehreren oder minderen Gewinnſtes oder Ver⸗ luſtes bey der Wirthſchaft; und folglich beleh⸗ ren ſie uns nicht, welche Einrichtungen zur Er⸗ haltung eines groͤßern Vortheils zu treffen,— welche zu veraͤndern ſind. Unſere meiſten landwirthſchaftlichen Schrift⸗ ſteller haben die Wichtigkeit ſolcher Berech⸗ nungen uͤberſehen, und keine Anweiſung, wie ſie am zweckmaͤßigſten angeſtellet werden koͤn⸗ nen, gegeben. Bloße Theoretiker waren hierzu unfaͤhig, weil ihnen die Data, wor⸗ auf ſich ſolche Calcuͤls begruͤnden muͤſſen, fehl⸗ ten; Practiker waren zu ſehr von den Vor⸗ theilen ihrer eigenen Methode eingenommen, als daß ſie, ſolche einer berechnenden Verglei⸗ chung hen Lertün der R Rehrwagöt in ſch folkommen dkender nd iber dirt hat, uhh dm gid, der net, fortz der Gefaht ſoeale una prleiden. dn, und di tehhnen, wa hit ſey ode glätuch war riſen bewan Ich ha dr englſche lt gegehen, Kller ſovohl bſt, daß hier haltungsrech⸗ t, die Rede ordentlichen Aber ſie an, als die viſſe Artikel enen Auf⸗ os im alge⸗ ſich Ausgabe nen Oyera⸗ och geben ſie Urſachen des 3 oder Ver⸗ lglich beleh⸗ ngen zur Er⸗ nefen,— en Schrift⸗ Berech⸗ ſung, wie erden ki⸗ er wann ata, wor⸗ ſen fehl⸗ den Vor⸗ rnommen, Verglei⸗ chung — 3— chung mit andern zu unterwerfen, fur noͤthig gefunden haͤtten. Die Engliſchen Schriftſtel⸗ ler haben uns doch wenigſtens Formeln zu ſol⸗ chen Berechnungen, und manche Data ge⸗ liefert. Der Mangel an Grundſaͤtzen uͤber dieſes Rechnungsweſen iſt ein Hauptgrund, war⸗ um ſich die Landwirthſchaft theoretiſch ſo un⸗ vollkommen erlernen laͤßt. Ein angehender denkender Landwirth, der auch das Beſte, was uͤber Landwirthſchaft geſchrieben iſt, ſtu⸗ dirt hat, wird doch genoͤthiget ſeyn, vorerſt nach dem eingefuͤhrten Schlendrian ſeiner Ge⸗ gend, den er fuͤr hoͤchſt unvollkommen erken⸗ net, fortzuwirthſchaften, wenn er ſich nicht der Gefahr ausſetzen will, durch manche, dem Locale unangemeſſene Einrichtungen Schaden zu leiden. Er muß erſt ſelbſt die Data ſamm⸗ len, und die Formeln erfinden, um zu be⸗ rechnen, was in ſeinen Verhaͤltniſſen vortheil⸗ haft ſey oder nicht; wenn er nicht etwa ſo gluͤcklich war, einen in allen dieſen Verhaͤlt⸗ niſſen bewanderten Lehrer zu finden. Ich habe in der Einleitung zur Kenntniß der engliſchen Landwirthſchaft Exempel von der Art gegeben, wie die Englaͤnder— Schrift⸗ ſteller ſowohl als haͤufig auch ſimple Farmer— A 2 zu — 4— zu rechnen pflegen, wenn ſie den Aufwand und den Ertrag einzelner landwirthſchaftlicher Proceduren beſtimmen, oder mehrene Metſo⸗ den, mehrere Feldrotationen mit einander vergleichen wollen. Der Nutzen ſolcher Be⸗ rechnungen iſt von competenten Richtern a di auer worden; nur hat man mir folgen⸗ de Einwurf gegen ihre Brauchbarkeit fuͤr un gemacht: die Auslage und der Ertrag ſe in Gelde angegeben, welches ſelten einige Mo⸗ nate ein richtiges Verhaͤltniß giebt, und u auf wenige Meilen localpaſſend ſeyn Lanne Bey der Auslage muͤſſe blos die Zeit an de, ben ſeyn, in welcher eine gegebene Aafe aa Menſchen und von Vieh dies oder jenes der⸗ richtet hat; und beym Ertrage, wie d 2 dach maann oder Gewicht eine gegebene ha hea iefert, wie oft ſich die S dervielfältigs habe. Hiernach wuͤrde anszamn ie adr jeder Zeit das Verhaͤltniß zu den Prriſen 1 iht aufzufinden, und ein angemeſſenes Refältat herawenüice ſeyn. Wie ſolle man aber die eng iſchen Preiſe, z. B. der Jahre 60 und ni din deullchen der Jahre 90 vergleichen, Saſclaſe, i das Verhaͤltniß mehrerer igih urſi he gegen einander vergleichen eine Anwendung davon auf eigene †, ceduren machen. eh Die — dißerbin ſüi ſbe g neinet ug, wen we Gengd n ds Ged tur dachet, dů donen ddn allgemem n und j d vir, un Awikel gege drflbn a ter ndlei bapen ande Ver n Data dieſe den vil, m Rr durch ei ten Arbeit de Handath Kwofeln a gen, det Taglohn d ih, daß 2 haten, und gach weien ignüihe We Aufwand haftlicher b Metho⸗ einander cher Be⸗ tern an⸗ folgen⸗ keit füͤr ertrag ſey ige Mo⸗ und nur n kann. angege⸗ aft von nes ver⸗ viel nach aͤche ge⸗ lfaͤltiget und zu —n leicht Reſultat aber die ind 70, gleichen? nehrerer gleichen, ee Pro⸗ Die — 5— Dieſer Einwurf iſt ſehr richtig, und wahr⸗ ſcheinlich haben ihn mehrere nachdenkende Le⸗ ſer meines Buchs gemacht. Er faͤllt aber weg, wenn man ſolche Berechnungen nur als Exempel zu gewiſſen Formeln anſieht, und das Geld nur als Buchſtaben oder Ziffern be⸗ trachtet, die einen verſchiedenen Werth be⸗ deuten koͤnnen. Das Geld iſt der einzige allgemeine Nenner des Werthes jeder Waa⸗ re und jeder Arbeit, den wir haben, und da wir, um das Verhaͤltniß der verſchiedenen Artikel gegen einander zu finden, den Werth derſelben auf einen gemeinſchaftlichen Nen⸗ ner reduciren muͤſſen, ſo koͤnnen wir wohl keinen andern, wie das Geld, waͤhlen. Wer nun aber die Formeln und die Data dieſer Berechnungen fuͤr ſich anwen⸗ den will, muß ausmitteln, was der Preis der durch eine gewiſſe Geldſumme bezeichne⸗ ten Arbeit oder Waare bey ihm ſey. Wenn die Handarbeit, eine gewiſſe Flaͤche mit Kartoffeln auf eine gegebene Art zu bele⸗ gen, dort 20 Schillinge koſtet, und der Taglohn daſelbſt 1 Schilling iſt, ſo weiß ich, daß 20 Tagearbeiten dazu erforderlich waren, und brauche dann nur den Geldwerth nach meinem Arbeitspreiſe anzuſetzen. Auf aͤhnliche Weiſe verfahre ich mit jedem Ar⸗ tikel — 6— tikel der Ausgabe und der Einnahme, um ein Reſultat fuͤr mich heraus zu bringen. Indeſſen geſtehe ich, daß es keine leich⸗ te Sache ſey, das Verhaͤltniß des Werthes der verſchiedenen Artikel, an verſchiedenen Orten, mit einiger Genauigkeit aufzufinden. Um andre Verhaͤltniſſe mit den meinigen vergleichen zu koͤnnen, muß ich dieſe vor allem kennen. Und dieſe Kenntniß kann man ohne große Aufmerkſamkeit und man⸗ nigfaltige berechnende Vergleichungen nicht erlangen. Dennoch iſt ſie jedem Landwirthe, der nicht nach eingefuͤhrtem Schlendrian fort⸗ wirthſchaften und auch nicht aufs Gerathe⸗ wohl probiren, ſondern den moͤglichhoͤchſten Ertrag herausbringen will, unentbehrlich. Ueber die beſte Methode, zu dieſer Kenntniß zu gelangen, iſt meines Wiſſens noch wenig geſagt worden; ich will daher die meinige, ſo unvollkommen ſie ſeyn mag, angeben; in der Hoffnung, daß einige mir bekannte vortreffliche oͤconomiſche Calculatoren dadurch um ſo eher bewogen werden, das Publi⸗ kum mit der ihrigen zu beſchenken. Die Hauptartikel, welche bey jeder land⸗ wirthſchaftlichen Procedur in Ausgabe zu brin⸗ gen find, beſtehen: 1) — —, 2— = » — 2* — — da M te detn d adäzeni ſüm d ges ſnd Um d tes jeen und zu her dder klen. net oder Ganze tr de legen. Hierzu de Ganze mbenneidl ung der! gmgen, 2 Hauzgaith licht in de auch wohl putat des; drren Geſche ſhaft verr ne, um ngen. ne leich⸗ Werthes hiedenen ufinden. neinigen jeſe vor 6 kann d man⸗ a nicht wirthe, in fort⸗ jerathe⸗ hoͤchſten hehrlich. enntniß wenig einige, geben; ekannte dadurch Publi⸗ land⸗ ubrin⸗ 1) 1) Im Grund und Boden. 2) In der Arbeit. 3) Im Duͤnger. Den Preis und Werth derſelben, und ihr Verhaͤltniß gegen einander, nach dem Loca⸗ le auszumitteln, iſt der ſchwerſte Punkt in ſolchen Berechnungen; der Werth des Ertra⸗ ges findet ſich leichter. Um den Werth des Bodens, und zwar ei⸗ nes jeden einzelnen beſonders zu eultivirenden und zu benutzenden Grundſtuͤcks,— es ſey groß oder klein— aufzufinden, muß der Eigenthuͤ⸗ mer oder Paͤchter die Pachtſumme, welche das Ganze tragen wuͤrde, oder traͤgt, zum Grun⸗ de legen. Hierzu koͤnnen ſehr fuͤglich alle allgemeine, das Ganze angehende Ausgaben, directe und unvermeidliche Auflagen, Onera, Erhal⸗ tung der Wirthſchaftsgebaͤude, der Befriedi⸗ gungen, Anſchaffung und Ausbeſſerung des Hausgeraͤths, der Betten, Feuerung und Licht in den Vorwerksſtuben und Kuͤche u. ſ. f.⸗ auch wohl das Salarium, Koſtgeld oder De⸗ putat des Verwalters, auch anderer Perſonen, deren Geſchaͤft ſich uͤber das Ganze der Wirth⸗ ſchaft verbreitet, geſchlagen werden. Nach — 8— Nach einem richtigen Vermeſſungs⸗ und Bonitirungs⸗Regiſter wird nun dieſe Sum⸗ me, ſo genau und unpartheyiſch wie moͤglich, auf die ſaͤmmtlichen Pertinenzen des Guts ver⸗ theilt, ſo daß nun ein fuͤr allemahl erhelle, was jedes Feld, jede Koppel, Wieſe, Weide u. ſ. f. werth ſey, oder jaͤhrlich koſte, ſowohl im Ganzen, als nach Morgen⸗ oder Quadrat⸗ Ruthen⸗Zahl. Die oͤrtliche Verſchiedenheit dieſes Prei⸗ ſes, und das Verhaͤltniß, worinn er zum Preiſe der Arbeit, des Duͤngers und der Producte ſteht, hat den groͤßten Einfluß auf das fuͤr das Ganze oder einzelne Stuͤck zu waͤhlende Wirthſchaftsſyſtem. Je groͤßer der Preis des Ackers gegen den LesEclh, der oder des Duͤngers ſteht, deſto mehr muß ich von letz⸗ terem darauf verwenden, indem ich durch dieſe ſtaͤrkere Verwendung das Doppelte und Drey⸗ fache von derſelben Ackerflaͤche, oder von ei⸗ nem Acker ſo viel, wie von zwey oder drey ſchwaͤcher cultivirten, gewinnen kann. Iſt das Verhaͤltniß aber umgekehrt, der Preis des Grund und Bodens geringe, der Preis der Arbeit und des vermehrten Duͤngers aber Boden zu erhalten ſuchen, und auf jeden Acker lieber ſo viel weniger verwenden. Geſezt: der Acker — hoch, ſo muß ich um ſo vielmehr Grund und V K t2 klu iit ben witde lier be l 9, ſ vüde del ze⸗ Rlr. ein hn. d Jacht n ſen nur 3 bifet, N nes gleihen nen Acer wey wit de ſeres 3 R ne hypoth ve Werſci feicer Gi kin Nidderſe m ſolche an tat en Ack Neckenbarg ſchideheit d in de Vuge Tenn; Wahältriß, fihlt man es Kgrändg ſi 5⸗ und Sum⸗ oöglich, ts ver⸗ erhelle, Weide ſowohl adrat⸗ Prei⸗ Preiſe roducte as fuͤr ihlende er des i letz⸗ h dieſe Drey⸗ on ei⸗ r drey Iſt rei s aber d und Acker t: der Acker — 9— Acker thut 2 Rthlr. Pacht, die einfachſte Be⸗ ſtellung koſtet aber 4 Rthlr., und eine kuͤnſtli⸗ chere wuͤrde 12 Rthlr. koſten. Ne der Acker bey letzterer nur das Doppelte eintruͤ⸗ ge, ſo wuͤrden 2 Rthlr. Schaden dabey ſeyn, weil zwey einfach beſtellte Aecker nur 12 Rthlr., ein kuͤnſtlich beſtellter aber 14 Rthlr. koſtet. Wo aber derſelbe Acker 6 Rthlr. Pacht traͤgt, die einfachſte Beſtellung hinge⸗ gen nur 3 Rthlr., die kuͤnſtlichere 9 Rthlr. koſtet, da thue ich, unter Vorausſetzung ei⸗ nes gleichen Erndteverhaͤltniſſes, beſſer, ei⸗ nen Acker mit dem groͤßern Aufwande, als zwey mit dem geringern zu beſtellen, weil er⸗ ſteres 3 Rthlr. weniger koſtet. Dies ſind kei⸗ ne hypothetiſche Vorausſetzungen; vielmehr iſt die Verſchiedenheit des Laͤndereypreiſes bey gleicher Guͤte des Bodens ungleich groͤser. Ein Niederſachſe braucht nicht weit zu gehen, um ſolche anzutreffen. Bey Braunſchweig z. B. thut ein Acker 12 bis 15 Rthlr. Pacht, der in Mecklenburg kaum 2 Rthlr. thut. Die Ver⸗ ſchiedenheit des Arbeits⸗ und Duͤngerpreiſes wird in der Folge erhellen. Wenn gleich nicht jeder Landwirth dieſes Verhaͤltniß, wie er thun ſollte, berechnet: ſo fuͤhlt man es doch im allgemeinen; und daher begruͤndet ſich die landuͤbliche Kultur insge⸗ mein — 10— mein darauf, und wird allmaͤhlig beſſer, wenn der Werth des Grund und Bodens ſteigt. Hieraus folgt, daß die Production und der Nationalreichthum in jedem Staate mit dem Marktpreiſe der Laͤndereyen ſteige und falle, und daß daher, gegen die Meynung kurzſichtiger Menſchen, die Steigerung der Laͤndereyen fuͤr die allgemeine Wohlfahrt ſehr erwuͤnſcht ſey. Der zweyte Hauptpunkt war die Ar⸗ beit. Der Preis derſelben iſt ungleich ſchwe⸗ rer auszumitteln. Ich rede zuerſt von der Handarbeit. Es wuͤrde nicht zureichen, den gewoͤhnli⸗ chen Tagelohn hier zum Maaßſtabe anzuneh⸗ men, da es bekannt iſt, wie verſchieden Ta⸗ geloͤhner, oft in einzelnen Diſtrikten, der Quantitaͤt und Qualitaͤt nach, arbeiten. Ih⸗ re Arbeit ſteht oft im umgekehrten Verhaͤlt⸗ niſſe mit dem Preiſe des Lohns; denn die⸗ ſer ſteigt, wenn mehrere geſucht werden, als zu haben ſind. Indem ſie theils mehr verdie⸗ nen, als ſie nothwendig brauchen, theils es fuͤhlen, wie unentbehrlich ſie ſind, werden ſie leicht traͤge, und arbeiten ſchlechter. Es herrſcht uͤbrigens ein gewiſſer Esprit de corps unter den Tageloͤhnern eines jeden Diſtrikts, der 3 gt Äw 44 en fer m = ſät— in zn onen ah de l m, w wenn ſe hahen, z. hen⸗Aubt n au d ten u b Arbeit boſ ich ſt d k Pas d tift, ſo n Rkiſtigung iiye Vereh mwiteln ſe nungen, d ein angae d auch ſclagen wu nas jeder H tn. und beſſer, Bodens oduction Staate eige und leynung ng der rt ſehr je Ar⸗ ſchwe⸗ on der ewoͤhnli⸗ ꝛmzuneh⸗ den Ta⸗ 4, der 1. Jh⸗ Verhaͤlt⸗ un die⸗ en, als verdie⸗ heils es erden ſie herrſcht corps dittikts, der — 141— der gut und ſchlecht ſeyn kann, und ſich wenig⸗ ſtens eine Zeitlang ſo haͤlt. Man richtet da⸗ her mit den Tageloͤhnern in einem Diſtrikt leicht noch einmahl ſo viel aus, als mit denen in einem andern. Der Landwirth muß daher genau berech⸗ nen, was ihm die gewoͤhnlichen Arbeiten, wenn ſie auch im Tagelohn geſchehen, gekoſtet haben, z. B. Graben, Hacken, Waſſerfur⸗ chen⸗Auswerfen, Maͤhen, Erndten u. ſ. f., um aus dem gezogenen Durchſchnitte beſtim⸗ men zu koͤnnen, wie viel ihm eine jede gegebene Arbeit koſten werde. Wo es ſchon gebraͤuch⸗ lich iſt, Arbeiten in Verding zu geben, da iſt es leichter. Was die Arbeiten des Hausgeſindes anbe⸗ trifft, ſo wird zuvoͤrderſt auſſer dem Lohn die Bekoͤſtigung, ſo genau als moͤglich, durch ei⸗ nige Berechnungen des innern Haushalts aus⸗ zumitteln ſeyn. Dieſe innern Haushaltsrech⸗ nungen, oder Kuͤchenregiſter, ſollte beſonders ein angehender Landwirth ſo fuͤhren laſſen, daß auch alles Selbſterzeugte zu Gelde ange⸗ ſchlagen wuͤrde. Es wird ſich ſodann ergeben, was jeder Knecht, jede Magd, des Jahrs uͤber koſte, und daraus unter andern auch beſtim⸗ men men laſſen, ob es rathſam ſey, mehr Geſin⸗ de oder mehrere Tageloͤhner zu haben. Diejenigen Dienſtboten, welche beſtimm⸗ te Arbeit bem Zug- oder Nutzvieh haben, kommen unter dieſe Rubriken. Thun ſie aber Nebenarbeiten, ſo muͤſſen dieſe nach Verhaͤlt⸗ niß deſſen, was ſie durch Tageloͤhner koſten wuͤrden, angeſchlagen, und dieſes muß dann jenen Rubriken abgerechnet werden. Bey denjenigen aber, welche auf verſchie⸗ dene Arbeiten gehalten werden, z. B. Hof⸗ meyer, Ackervoͤgte und andere mit der Hand arbeitende Knechte, muͤſſen die Koſten ihres Unterhalts auf die Arbeitstage des Jahrs re⸗ partirt werden; jedoch nicht gleich, ſondern nach Verhaͤltniß der Jahrszeit und der zu ſel⸗ biger einfallenden mehr oder minder wichtigen Arbeiten. Der Tag in der Korn⸗ und Heu⸗ Erndte, naͤchſtdem in der Fruͤhjahrs⸗ und Herbſtbeſtellung, dann im Sommer, und end⸗ lich im Winter, muß verſchieden— ein Erndte⸗ tag wohl dreymal ſo hoch, als ein Wintertag— angeſchlagen werden. Eine Arbeit, welche daher im Winter mit eigenen Leuten geſchehen kann, wird viel geringer zu berechnen ſeyn, als wenn ſie im Sommer geſchehen muͤßte. Die Leute koſten zwar an jedem Tage beynahe gleich⸗ Ae ich dn am ti pfüc 4 kam. E eniihtet bat, oder iil wiiſi koſtet N nan ſih in tn, de darauf ber hen Koſe nen, muß )) del ſen, g preiſen der E dade de d !) de dann d Eiſſch p. 6. L nehr Geſin⸗ ben. e beſtimm⸗ vieh haben, uun ſie aber ich Verhaͤlt⸗ hnet koſten muß dann . uf verſchie⸗ .B. Hof⸗ der Hand oſten ihres Jahrs re⸗ ), ſondern der zu ſel⸗ wichtigen und Heu⸗ ahrs⸗ und und end⸗ in Erndte⸗ intertag— it, welche geſchehen hnen ſeyn, een muͤßte. e beynahe gleich⸗ — 13— gleichviel, aber ſie werden vorzuͤglich nur ge⸗ wiſſer Arbeiten wegen gehalten, und dieſe muͤſſen am hoͤchſten taxirt werden. Die Geſpann⸗Arbeit kann nicht nach dem Preiſe berechnet werden, wofuͤr man etwa in der Gegend einzelne Aecker ge⸗ pfluͤgt, einzelne Fuhren verrichtet erhalten kann. Solche Lohnarbeit mit dem Geſpann verrichtet nur der, welcher eben Zeit uͤbrig hat, oder Geld braucht. Sie iſt gewoͤhnlich viel wohlfeiler, als ſie mit eigenem Geſpann koſtet. Aber ſelten wird der Fall ſeyn, wo man ſich in Anſehung der nothwendigen Arbei⸗ ten, die zu beſtimmter Zeit geſchehen muͤſſen, darauf verlaſſen koͤnnte. Um alſo die wirkli⸗ chen Koſten der Geſpann⸗Arbeit zu beſtim⸗ men, muß man berechnen: a) Die Unterhaltung der Pferde oder Och⸗ ſen, an Korn, Heu, Stroh, nach den Preiſen, zu welchen man ſolches auf der Stelle verkaufen koͤnnte, auch der Weide, nach dem ausgemittelten Werthe des Bodens. b) Die Zinſen des Anſchaffungscapitals, dann die jaͤhrliche Abnutzung, welche, mit Einſchluß des Riſico, wenigſtens zu 12 p. C. anzuſchlagen iſt. c) — 14 — c) Den Beſchlag und den Kurſchmidt. d) Den Lohn und die Bekoͤſtigung der Knech⸗ te, wovon, wenn ſie vielleicht Neben⸗ arbeiten verrichten, dieſe wieder abzu⸗ ziehen ſind. e) Endlich koͤnnen fuͤglich die Zinſen des Anſchaffungscapitals, die jaͤhrliche Ab nutzung und Ausbeſſerung des Geſchir res, der Wagen und aller Ackergeraͤ⸗ the, womit das Geſpann arbeitet, mit hierher gezogen werden. Abgezogen wird von der ganzen Rechnung der Werth des Miſtes, welchen das Zugvieh liefert. Wenn hierdurch nun die wuͤrklichen Ko⸗ ſten des Geſpanns— falls Ochſen und Pferde zugleich gehalten werden, fuͤr jeden beſonders— ausgemittelt ſind; ſo wird eentweder die Summe auf die Arbeitstage nach Verhaͤltniß ihrer Laͤnge vertheilt; oder, richtiger: man macht aus dem Tage⸗ buche, worinn alle Geſpann⸗Arbeiten einge⸗ zeichnet worden, einen Auszug, und ver⸗ theilt die Koſten des Geſpannes auf dieſe Arbeit, nicht blos nach der Zeit, die ſie er⸗ fordert fndet 1 nmren dde ſzernbs in liſen, en, Bih l, Diſer Ortveryilt aach dadur th das Ge zwebhnäßi fg fit ube Hierau Eirrichtunj Abeit iſ ei debegeite de prxeedur. J de Geſpam nihig beſcſ figat, ode 1 Koſte ſe ne angewandt, tſeil obwer thun kännte, ſaht der lug dſſchftignn hmidt. eer Knech⸗ t Neben⸗ der abzu⸗ inſen des liche Ab⸗ Geſchir⸗ Ackergeraͤ⸗ tet, mit Rechnung Zugvieh hen Ko⸗ Pferde dders— eitstage t; Tage⸗ einge⸗ d ver⸗ f dieſe ſie er⸗ fordert — 15— fordert hat, ſondern auch nach ihrer meh⸗ reren oder minderen Wichtigkeit, Hieraus wird ſich ziemlich genau berech⸗ nen laſſen, wie viel jede Pflugart, jedes Eg⸗ gen, Walzen, Pferdehacken einer gegebenen Flaͤche,— wie viel jede Fuhr koſte. Dieſer Preis wird dann nicht blos nach Ortsverhaͤltniſſen verſchieden ſeyn, ſondern auch dadurch hauptſaͤchlich beſtimmt werden, ob das Geſpann das ganze Jahr hindurch zweckmaͤßig iſt beſchaͤftiget worden, oder haͤu⸗ fig faſt unbenutzt geſtanden hat. Hierauf begruͤndet ſich zum Theil die ganze Einrichtung des Ackerſyſtems; die Geſpann⸗ Arbeit iſt einer der wichtigſten Artikel auf der Debetſeite der Wirthſchaft und jeder einzelnen Procedur. Nun aber wird ſie wohlfeil, wenn das Geſpann das ganze Jahr hindurch zweck⸗ maͤßig beſchaͤftiget iſt; theuer, wenn es oft muͤ⸗ ßig ſteht, oder wenig nuͤtzliche Dinge verrichtet. Koſtet ſie wenig, ſo wird ſie mit Ueberlegung angewandt, einen deſto groͤßern reinen Vor⸗ theil abwerfen. Wo alſo das Geſpann mehr thun koͤnnte, als es bisher gethan hat, da ſucht der kluge Landwirth mehrere vortheilhafte Beſchaͤftigung dafuͤr zu finden, die dann nicht nur — 16— nur an ſich wohlfeil ſeyn, ſondern auch die vorherige Arbeit wohlfeiler machen wird. Insbeſondere iſt dies der Fall, wenn die hin⸗ zugefuͤgte Beſchaͤftigung in diejenige Jahrszeit faͤllt, wo nichts erhebliches zu thun war. So wird ſich z. B. der Vortheil der Pferdehacken⸗ Wirthſchaft unter manchen Verhaͤltniſſen noch mehr bewaͤhren, da dieſe Arbeit zwiſchen der Fruͤhjahrsbeſtellung und Erndtezeit, wo vor⸗ hin wenig zu thun war, einfaͤllt. Unter gewiſſen Verhaͤltniſſen wird das Re⸗ ſultat jener Berechnungen Gruͤnde“ angeben, das Geſpann zu vermindern, vielleicht weni⸗ ger Ackerland zu beſtellen, oder die Beſtellung zu ſimplificiren. Es wuͤrde dem Landwirthe in manchen Faͤllen die Vorzüͤge ſolcher Acker⸗ werkzeuge, durch welche mit minderem Auf⸗ wande an Kraft und Zeit dieſelbe Arbeit ver⸗ richtet werden kann, einleuchtender machen, und in ihm das thaͤtige Verlangen, ſolche zu erhalten, erregen. Unter andern Verhaͤltniſſen wuͤrde ſich er⸗ geben, daß eine Vermehrung des Geſpanns ſich reichlich bezahlt machen werde, indem es das ganze Jahr hindurch beſchaͤftiget werden koͤnnte, und folglich die dadurch vermehrte Kultur des Ackers im Verhaͤltniß des mehrern Ertrages wohlfeil zu ſtehen kaͤme. So 6 wid tbit wdit raven und z böinwen niiyrn vit terwindenn e poch⸗ minN haltnij z riſtenthe kam— t Steceen de de Perfl nanchen 6 gcgen de haſt befan richt ſehn Der zte der jede a hier ti ſjin did mir in hi Veide votten. 2 nach den in kaufen! An Tds 2te gbt ern auch die ahen wird. enn die hin⸗ ge Jahrszeit war. So Pferdehacken⸗ ltniſſen noch wwichen der e, do vor⸗ t ird das Re⸗ der angeben, glleicht weni⸗ e Veſtellung Landwirthe dlcher Acker⸗ derem Auf⸗ Arbeit ver⸗ der machen, ngen, ſolche irde ſich er Geſpanb e, inden es finn werde n ch bermeyrte des megrern Eo 1 — 17— So wird auch nach Berechnung der Hand⸗ arbeit und ihrer Verhaͤltniſſe zu andern Opera⸗ tionen und zum Werth der Producte ſich erſt beſtimmen laſſen, ob es rathſam ſey, die Ope⸗ rationen mit ſelbiger zu vervielfaͤltigen oder zu vermindern. Die Zweckmaͤßigkeit des Tobacks⸗, des Flachs⸗, des Ruͤben⸗ und Moͤhren⸗Baues und ihr vortheilhaftes oder nachtheiliges Ver⸗ haltniß zum Kohl⸗ oder Kartoffelbau— der groͤßtentheils mit Pferden verrichtet werden kann— wird erſt hieraus hervorgehen. Das Stecken des Weizens mit der Hand, ja ſogar das Verpflanzen deſſelben im Fruͤhjahr, iſt in manchen Gegenden Englands, wo Handarbeit gegen die Einſaat wohlfeil war, ſehr vortheil⸗ haft befunden worden; wuͤrde es aber bey mir nicht ſeyn. Der 3te Artikel der Ausgabe iſt der Miſt oder jede andere Duͤngung. Hier tritt eine doppelte Frage ein: was iſt ein Fuder Miſt werth? und was koſtet mir ein Fuder Miſt? Beide Fragen ſind nicht leicht zu beant⸗ worten. Der Werth des Miſtes kann nicht nach dem Preiſe beſtimmt werden, wofuͤr man ihn kaufen kann. Denn allenthalben, wo er 2u Bds. 2te Abtheil. B zu — 18— zu kaufen iſt, wird er wohlfeil und unter ſeinem wahren Werth verkauft. Dieſer muß nach dem Vortheil, den der Miſt bey gehoͤriger An⸗ wendung bringt, beſtimmt werden. Gemeinig⸗ lich iſt das Land da ſehr theuer, wo man Miſt kaufen kann; weil man den Miſt zu dem Marktpreiſe ſehr vortheilhaft brauchen kann, und den durch den Miſt erhaltenen Vortheil dem Lande zu gut rechnet. Wenn man da, wo Grund und Boden wohlfeil iſt, den Miſt zu dem Preiſe, wie in der Naͤhe von Staͤdten, kaufen koͤnnte, ſo wuͤrde der Gewinn ſehr groß ſeyn. Aber Ankaufung von Miſt iſt nur an wenigen Orten in betraͤchtlichen Quantitaͤten moͤglich; alſo muß ihn der Landwirth ſelbſt erzeugen. Eine gaͤnzliche Entbehrung des Düngers wuͤrde auf gewoͤhnlichem Boden erſtaunlich koſt⸗ bar werden. Es waͤre dann kein anderes Mittel uͤbrig, als den Acker ſo lange eingedreeſcht liegen zu laſſen, bis er durch die abſterbenden Wurzeln und Blaͤtter der wilden Pflanzen und vermodernden Inſecten genugſamen Nahrungs⸗ ſtoff fuͤr etliche Erndten geſammlet haͤtte. Nur ſehr guter Boden koͤnnte vielleicht durch Luftduͤngung nach Tulliſcher Methode in Kraft erhalten werden. Die ſchlechte Be⸗ nutzung des Bodens wuͤrde aber den Werth des des dürher machen⸗ daher ten laoder md dei verth ſet wnabe eunſche Was dingung etwaind Eralli Netlen läßt ſt NMan di wie bey! iſt; den nun aber ſene Vef hälften e ud beme ben ſder ftarker ſeden Fu ben, un bas ding nter ſeinem muß nach briger An⸗ Gemeinig⸗ man Miſt t zu dem chhen kann, a Vortheil aan da, wo en Miſt zu Staͤdten, ſehr groß iſt nur an znuantitaͤten eirth ſelbſt Düngers nlich koſt⸗ res Mittel gedreeſcht ſterbenden anzen und Nahrungt⸗ let häͤtte. dielleicht Methode ſechte Be⸗ en Verth des des Duͤngers durch ſeinen Abgang recht fuͤhlbar machen. Daher wird die Landwirthſchaft in cultivir⸗ ten Laͤndern wohl nirgends ohne Miſt betrieben; und die Frage, was Miſt einer Wirthſchaft werth ſey, die vorher gar keinen gehabt haͤtte, nun aber welchen erhalten koͤnnte, braucht nicht entſchieden zu werden. Was aber vermehrter Miſt oder reichliche Duͤngung gegen eine ſchwache Duͤngung— etwa in dem Verhaͤltniſſe, wie der Schwaͤbiſche Stallfutterungs⸗Wirth gegen den gewöhnlichen Mecklenburgiſchen Wirth duͤngt— werth ſey; laͤßt ſich durch einen Verſuch leicht entſcheiden: Man duͤnge die Haͤiſte eines Ackers ſo ſchwach, wie bey duͤnger⸗armen Wirthſchaften gewoͤhnlich iſt; die andere Haͤlfte betraͤchtlich ſtaͤrker; waͤhle nun aber eine der reicheren Duͤngung angemeſ⸗ ſene Beſtellungsart und Fruchtfolge fuͤr beyd Haͤlften eine Reihe von ſechs Jahren hindurch, und bemerke den Ertrag an Fruͤchten und Stroh von jeder Haͤlfte genau. Der Ueberſchuß des ſtaͤrker geduͤngten Feldes wird den Werth eines jeden Fuders, das es mehr erhalten hat, erge⸗ ben, und mancher wird daruͤber erſtaunen, was ein Fuder Duͤnger werth ſey. B 2 Es 20 Es wuͤrde mich hier zu weit abfuͤhren, wenn ich verſchiedene Berechnungsarten, wodurch ſich der relatiove Werth des Miſtes gegen ſeinen Nutzen hypothetiſch beſtimmen ließe, angeben wollte. Dies wird an einem andern Orte paßlicher geſchehen koͤnnen. Ich will hier nur im Allgemeinen ſagen, daß, nach mehreren Cal⸗ culationen ſcharfſichtiger Landwirthe, ein vier⸗ ſpaͤnniges Fuder Miſt, im muctlaginoͤſen Zu⸗ ſtande, von 80 Rheinlaͤndiſchen Cubikfuß, oder 4000 Pfund, von dem, der es braucht, mit 2 ½ Braunſchweigiſchen Himten Rocken nicht zu theuer bezahlt ſey. A. Young ſchaͤtzte es vor 30 Jahren ſchon auf 12 Schilling Sterl. Wichtiger iſt an dieſem Orte die Unter⸗ ſuchung: was ein Fuder Miſt koſte? oder viel⸗ mehr die Art und Weiſe, wie ein jeder dieſes nach ſeinen Verhaͤltniſſen auszumitteln habe. Ich weiß zwar, daß man bey dem Ganzen der Wirthſchaft das Stroh fuͤr den Duͤnger, und den Duͤnger fuͤr das Stroh, rechne. Aber mit ſolchen Berechnungen iſt uns hier nicht geholfen. Um auszumitteln, wie hoch ei ein Fuder Miſt zu ſtehen komn ne, wird zu unterſuchen ſeyn, ob die Benutzung des Viehes durch Molkerey, Maſtung oder Aufzucht ſo groß ſey, daß ſie den Teri ung beß Einſtel⸗ derkauft f A hitt Temn d faxlen! ddd wind, Berauhn directen: vilen g Pihſte nnſe il Paſe an Ie velche; ausgemit nung geb und Hen en, wenn durch ſich n ſeinen angeben rn Orte hier nur eren Cal⸗ an Ker⸗ aiſen Zu⸗ fuß, oder icht, mit nicht zu te es vor erl. ie Unter⸗ oder viel⸗ er dieſes in habe. Ganzen Duͤnger, Aber er vicht der Miſt ſeyn, ob Nolkerey⸗ daß ſie den den Werth der Futterung, der Weide und War⸗ tung bezahle. Auf dieſen Fall wuͤrde blos das Einſtreu⸗Stroh, nach dem Preiſe, wozu es verkauft werden koͤnnte, nebſt etlichen andern Arbeitskoſten, fuͤr den Miſt zu berechnen ſeyn. Wenn aber, wie ſich wohl in den meiſten ſimplen Landwirthſchaften— wozu ich Brannte⸗ wein⸗Brennerey u. d. gl. nicht rechne— finden wird, das Vieh ſeine Futterung, nach genauer Berechnung, nicht bezahlt, folglich nicht um des directen Nutzens, ſondern blos um des Duͤngers willen gehalten wird, ſo muß das Debet des Viehſtapels ganz auf die Rechnung der Duͤnger⸗ maſſe uͤbertragen werden. Die gewoͤhnliche Frage der Oeconomen iſt: was bringt Ihnen die Kuh ein? Ich moͤgte immer fragen: was koſtet Ihnen die Kuh jaͤhrlich? Dieſe Berechnung haben aber nur wenige ordentlich gemacht. Sie muß auf folgende Weiſe angeſtellet werden: Bey der Weidewirthſchaft wird die Flaͤche, welche zur Weide liegt, nach dem, wie oben, ausgemittelten Preiſe der Grundſtuͤcke in Rech⸗ nung gebracht. Ferner, entweder die Wieſen⸗ und Heuarbeit, in ſo fern ſie dem Rindvieh zu zu gute kommen, oder aber das demſelben beſtimmte Heu; dann das Stroh, nach dem Preiſe, wozu es auf der Stelle oder nach Abzug des Fuhrlohns verkauft werden koͤnnte. Ferner Lohn und Koſt der Hirten und anderer mit dem Vieh beſchaͤftigter Perſonen, und end⸗ lich die Zinſen des Anſchaffungs⸗Capitals, jaͤhr⸗ liche Abnutzung und Riſico. Bey der Stallfuͤtterungs⸗Wirthſchaft kom⸗ men ohngefaͤhr dieſelben Artikel in Anſchlag; ſtatt der Weide aber die auf den Anbau, Ein⸗ erndtung und Aufbewahrung der Futtergewaͤchſe verwandten Koſten. Nach Abzug des Ertrages wird ſich bey der einen, wie bey der andern Wirthſchaft meh⸗ rentheils ein Deſicit finden, welches der Miſt decken muß, oder mit andern Worten: es wird ſich zeigen, was der gewonnene Miſt koſtet. Allenthalben, wo Grund und Boden nicht auſſer allem Verhaͤltniſſe wohlfeil angeſchlagen werden darf, und Arbeit nicht uͤbermaͤßig theuer iſt, wird eine gleiche Quantitaͤt Miſt bey der Stallfuͤtterungs⸗Wirthſchaft ſehr viel wohl⸗ feiler zu ſtehen kommen, wie bey der Weide⸗ wirthſchaft. Und mehrentheils wird, wenn die vriſh aireie, m vieles utoritäle dchaben d renntet diß Wrrſſor rwirtyü ihe ſo wen chalen Rmd doier oiſ nihre geichn fͤrber au trehr, ab gabe zu br tem Dänge ſvacheren Veeb vieh deß felbiges fütterung nah Abzu vie hoh ih ſh. Nau emſelben ah dem er nach koante. anderer nd end⸗ , jaͤhr⸗ aft om⸗ nſchlag; u, Ein⸗ gewaͤchſe ſich bey fft meh⸗ r Miſt n: es Miſt n vicht chlagen theuer hey der wohl⸗ Weide⸗ wenn de — 23— die Wirthſchaft gehoͤrig gefuͤhrt wird, der Fall eintreten, daß der Miſt bey der Stallfuͤtterung um vieles wohlfeiler, als der eben vorerſt pro autoritate angegebene Werth deſſelben iſt, erhalten wird. Bey der Weidewirthſchaft kommt er aber hoͤher zu ſtehen. Es iſt zwar wahr, daß die Stallfuͤtterungs⸗ Wirthſchaft mehreren Miſt bedarf, als die Wei⸗ dewirthſchaft. Deſſenungeachtet wird ſie, da er ihr ſo wenig koſtet, eher einen Ueberfluß davon erhalten koͤnnen, als die Weidewirthſchaft. Und da man das, was man im Ueberfluß hat, nie⸗ driger anſchlaͤgt, als was mangelt; ſo wird ſie in ihren Berechnungen fuͤr den Werth einer gleichen Quantität Miſtes weniger, fuͤr den ſtaͤrker aufgefahrenen Miſt uͤberhaupt aber nicht mehr, als wie die Weidewirthſchaft, in Aus⸗ gabe zu bringen haben. Jene wird mit ſtaͤrke⸗ rem Duͤnger eben ſo wohlfeil, wie dieſe mit ſchwaͤcherem, beſtellen. Wie beym Rindvieh, muß auch beym Schaf⸗ vieh die Flaͤche ſeines Weideganges, die fuͤr ſelbiges liegen bleibende Braache und Winter⸗ fuͤtterung berechnet werden; woraus ſich denn nach Abzug ihres Geldertrages ergeben wird, wie hoch ihr Miſt und Huͤrdeſchlag anzuſchlagen ſey. Mancher wird fuͤr das Schickſal dieſer armen armen Thiere zittern, wenn man allgemein ſo rechnete. Indeſſen wuͤrde, wie ſich an einem andern Orte zeigen wird, keine Ausrottung, ſondern nur eine Abaͤnderung der Schafwirth⸗ ſchaft daraus erfolgen, da es wohl auch eine Methode giebt, ſich von den Schafen ihre Weide und Winterfuͤtterung in der Maße bezahlen zu laſſen, daß man ihren Duͤnger wohlfeil erhaͤlt. Es verſteht ſich uͤbrigens, daß ich immer nur von privativen, geſchloſſenen und der Cultur faͤhigen Boden rede, und daß alle Gemeinweide und Servituten auſſer meinem Geſichtskreiſe liegen. Die Koſten und der relative Werth anderer Duͤngungsmittel, insbeſondre des Kalks, des Mergels, des ſogenannten Modders und Teichſchlamms werden ſich beſſer an einem andern Orte, wo uͤber die Anwendung dieſer Duͤngungen mehr geſagt werden ſoll, berechnen laſſen. Nachdem der Werth dieſer, die Ausgabe oder die Debetſeite vornaͤmlich beſtimmenden Ar⸗ tikel ausgemacht worden, wird ſich die Berech⸗ nung der Beſtellungskoſten eines jeden Feldes, und zwar eine ganze Umlaufszeit hindurch, nach Art der Englaͤnder, leicht machen laſſen. Auch wird man die bey den Englaͤndern haͤufig vor⸗ kom⸗ zunandend kerzälviiſe! der Wer rnlme der matwachen rem dbeh Frewuicig vind guu zum on 30 2 Kathen in dbey de Ernn uu de Verzal neht in 4 Faderin ſl ſeinzaih gen konnen Anſehung! als wemn i ſenommen gemein ſo an einem srottung, hafpvirth⸗ auch eine hre Weide zahlen zu al erholt. wwer nur er Cultur neinweide ihtskreiſe handerer alks, des ders und in einem ig dieſer eerechnen Ausgabe uden Ar⸗ Berxch⸗ n Feldes, rh, nach 1. Auch ufig or⸗ kom⸗ 25 kommenden Berechnungen leicht auf ſeine eigene Verhaͤltniſſe reduciren koͤnnen. Der Werth der Producte, welche die Ein⸗ nahme oder die Creditſeite eines jeden Feldes ausmachen, findet ſich leicht. Es iſt gut, wenn dabey der Durchſchnittspreis und der gegenwaͤrtige Marktpreis zugleich bemerket wird. Jener kann nur bey Etats und Anſchlaͤ⸗ gen zum Grunde gelegt werden. Als ein Exempel, wie ich ſolche Rechnun⸗ gen formire, will ich hier die Berechnung von 30 Morgen à 120 Calenb. Quadrat⸗ Ruthen in fuͤnf Feldern, vorlegen. Ich lege dabey die wirklichen Koſten und den wirklichen Ertrag vom Jahre 1800 zum Grunde, weil die Verhaͤltniſſe dieſes Jahrs meinen Leſern mehr im Andenken ſeyn werden, als die der vorhergehenden. Vormals hatte ich nur vier Felder, bin nun aber zur fuͤnffeldrigen Wirth⸗ ſchaft uͤbergegangen, nachdem meine aͤlteren Felder in ſolche Cultur geſetzt worden ſind, daß ſie in 5 Jahren fuͤglich drey Kornerndten abtra⸗ gen koͤnnen, und ich mich auf dieſe Weiſe in Anſehung des erforderlichen Strohs mehr ſichere, als wenn in 4 Jahren nur zwey Kornerndten genommen wuͤrden. Tage⸗ — 26— Tagelohn fuͤr Mannsperſonen, von 6 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends, wo zwey Frey⸗ ſtunden ausfallen, iſt bey mir 8 Mgr. Fuͤr Weibsperſonen anjetzt 7 Mgr. Der theuren Futterungspreiſe ohnerachtet, kommen die Koſten der Pferde doch heraus, wenn ich jeden maͤßigen Arbeitstag fuͤr ein Pferd auf 15 Mgr., ohne Kuecht, anſchlage; weil ſie bey mir taͤglich beſchaͤftiget ſind, und mit Holzfahren, wenn auf dem Acker nichts zu thun iſt, viel verdienen. Den Großknecht berechne ich taͤglich auf o Mgr., den Kleinknecht oder Tageloͤhner, der das Pferd beym Pferde⸗ hacken fuͤhrt, zu 8 Mgr. ebrigens iſt alles Hanndͤveriſches Caſſen⸗ geld: 1 Friedrichsd'or zu 4 Rthlr. 24 Mgr. Sechs und dreißig Mariengroſchen machen 1 Rthlr., und 8 Pfennige 1 Mariengroſchen. 1 Fuder Miſt, wie es zwey gute Pferde ziehen, ohngefaͤhr von 2000 Pfund oder 40 Rheinlaͤndiſchen Cubikfuß, iſt hier, aufs Feld gefahren, zu 1 Rthlr. angeſchlagen. Ich kann es aus der Stadt wohlfeiler kaufen und anfahren laſſen. Mir ſelbſt kommt es nach den oben angegebenen Principien theurer und wohlfeiler, je nachdem ich rechne. Ich benutze das —O—Q—C—Q—Q—— w Nlalkenwe nhuuſt vid ennhme, u dih errſonin idn Mft ſiwig ha Labiſtbeyn aber de ſt dem, nas Vortjeil tyf ferung bon d ih bey de dünger zamr Nah ſe Rmeni dde Kle, farn nd den Niß nnr des Mi hälte deſen, da Fattofeln braateird, m dige riſc „iß zu haben in jihrlich aruf bereig 8o dill b mäͤeung von 6 Uhr zivey Frey⸗ Mgr. Fuͤr ohnerachtet, och heraus, g föͤr ein „anſchlage; t ſind, und er nichts zu Großknecht Kleinknecht ym Pferde⸗ hes Caſſen⸗ 24 Mgr. n machen roſchen. tte Pferde doder 40 aufs Feld gen. Ich auſen und t es nach eurer und zc benutze das — 27— das Molkenwerk hoch, weil die Milch friſch verkauft wird. Wenn ich indeſſen die Preiſe annehme, wozu ich alle Producte, die das Vieh conſumirt, hier verkaufen koͤnnte, ſo wuͤrde ich den Miſt wohl zu 1 ½ Rthlr., das zwey⸗ ſpaͤnnige Fuder, anſchlagen muͤſſen, um den Verluſt beym Viehſtapel zu decken. Rechne ich aber die fuͤr das Vieh erbaueten Producte zu dem, was mir ihr Bau mit einem maͤßigen Vortheil koſtet, und was ſie in groͤßerer Ent⸗ fernung von der Stadt gelten wuͤrden; ſo haͤtte ich bey den hieſigen Milchpreiſen mehr als den Duͤnger zum reinen Vortheile vom Viehſtapel. Nach ſtrenger Oeconomie muͤßte ich hier wenig oder gar kein Rindvieh halten, ſondern Klee, Kartoffeln, Heu und Stroh verkaufen, und den Miſt ankaufen. So aber kaufe ich nur„ des Miſtes, der unter Kartoffeln, und die Haͤlfte deſſen, der unter den Kohl, der nebſt den Kartoffeln zum Verkaufe beſtimmt iſt, ge⸗ bracht wird, um eine abgerundete und ſelbſtſtaͤn⸗ dige Wirthſchaft, wie ſie auf dem Lande moͤglich i*ſt, zu haben. Ich verkaufe von dieſen Gewaͤch⸗ ſen jaͤhrlich fuͤr 3oo Rthlr., und mein Miſt⸗ ankauf betraͤgt etwa 30 Rthlr. So viel zum Verſtaͤndniß der folgenden Berechnung. Erſtes 23 Erſtes Feld, 6 Morgen. Tiſchkartoffeln zum Verkauf. Im Herbſt mit dem doppelten Srreichbrett⸗Pfluge? in hohe Furchen aufzupfluͤgen, wobey der Pflug alle drittehalb Fuß angeſetzt wird⸗ Im Fruͤhjahre zu eggen ⸗ 2. 2 30 zweyſpaͤnnige Fuder Miſt ⸗. 70 Himten Kartoffeln zum Einlegen, à 13 Mgr. Dieſe vorſichtig in Stuͤcke zu ſchueiden⸗ nach Abzug des Abfalls 2. Den 2ten May zwey Pfluͤge zum Einpſtäͤgen, 2 dege.. ⸗.. Die Setzlinge in einer Entſernung von 6 Zoll in Reihen von drittehalb Fuß einzulegen und den Miſt mit der Forke daruͤber zu ziehen, 10 Leute, 2 Tage.—. Den 30. May die nſrlaufen n Kariof In zu eggen 2. 2 Den 12. Jun. mit der Pfe rdeſchaufel die Zwi⸗ ſchenraͤume zu durchziehen.. ¹ Den 24. Jun. mit der Pferdehacke anzuhaͤufen, 1 Pferd, 2 Menſchen⸗.. Den 16. Jul. mit dem doppelten Streichbrett⸗ Pfluge hoch anzuhänfen, 2 Pfe tde 2 Men⸗ ſchen, 2 Tage ⸗ 2 Das aufgeſchoſſene in Bluͤthe feßende Unkraut auszuziehen 2 2. 2 ⸗ Die Kartoffeln aufzupfluͤgen ⸗. Kartoffeln aufzuleſen u. auf den Wagen zu bringen 91½ Taglohn à 7 Mgr.; 114 Taglohn à 6Mgr. Einzufahren und abzuwerfen 29 Fuder, à 1 Mgr. 4 Pf... ⸗ ⸗ Durch ein weites Erdſieb vom Sande zu reini⸗ gen und von den kleinen abzuſondern, auch zum Verkauf auszumeſſen ⸗. ¹ Landzinse„ ⸗„ V PEI Ich 8‧ 8⁸ 8 d H 36 29 1 28 20,—. Summe der Ausgabe 1552 4 Erſtes I1zohmitn er 42— Fſeu 3 A Anwerk. richt die zu netken, de ſlawere, ſe gritte din prei daml rgen. Debet fuge e 8 88⁸ 8 9 der 8/ brett⸗ Men⸗ V kraut ⸗ 1˙12,— 2 ingen). 2 Mar. 3 3 1150 Himten verkaufter Kartoffeln, à 12 Mgr 383 12— 32— kleine zum Verfuttern, à 6 Mgr. Erſtes Feld, 6 Morgen. Tiſchkartoffeln zum Verkauf. Credit 2 88's 5 12— Ertrag 388 24— Ausgabe ſI138 32 4 Reiner Ertrag 229 27 4 * △ Anmerk. Die Kartoffeln hatten in dieſem Jahre nicht die guͤnſti igſte Witterung. Auch muß man be⸗ merken, daß dies keine Viehkartoffeln, ſondern eine kleinere, ſehr mehlreiche Art zum Tiſchgebrauche iſt. Der groͤßte Theil ward zu 13 und 15 Mgr. verkauft; dieſer Preis iſt aber ungewoͤhnlich, und berechne ich daher nur 12 Mgr. Das ganze Feld im Herbſte in ein Ackerbeet zu⸗ 16 Sin ſammenzupfluͤgen),⸗, 5,—— 29 W. Im Fruͤhjahr zu eggen,„„[1I—— h Schudel Mit dem Exſtirpator das aufgelaufene Unkraut cet Vin zu vertilgen, die Oberflaͤche aufzulockern und zugleich die Saat unterzubringen ⸗ ⸗ 1 6— 12 Himten Gerſte, à 32 Mgr. ⸗[10/24— Zu eggen und zu walzen⸗... 1 6— Zu maͤhen ⸗ 2...„ 2˙—,— Zu binden und einzufahren(148 Stiege)y ⸗ 71—5— Abzudroͤſchen, à Stiege 3 Mgr. 2 Pf. 113/13/— Landzins 2 6 4 4[20—,— V dieſer E M maten Geg der ze Fel 5613- N nir itache anzuſehen, der Gerſe — 31— Zweytes Feld. Gerſte. Debet 8˙§ ⁸ Credit 5sſ 4 88,8 4 u⸗ 148 Stiege haben gegeben 203 Himten— ſ 5 à 32 Mgr. ⸗.„[130, 16— 2 Yis Schock Langſtroh à 3 Rthlr. 12 Mgr. 43 12— inim 4 Schock Wirrſtroh à I Rthlr. 12 Mgr.⸗ 5, 12,— 7 1 5— „(1O2g— Ertrag ⸗„[220 4— ; IIId. Ausgabe ⸗ ⸗ 13 3 13— 71 Reiner Ertrag 2„ dn — Dieſer Ertrag der Gerſte wird zwar in 1 manchen Gegenden, wo man Gerſte in das 2te V V oder 3te Feld ſaͤet, ſehr groß ſcheinen. Bey . mir iſt es aber hoͤchſtens als ein mittlerer Ertrag anzuſehen, indem ich oft das 20ſte Korn von der Gerſte erndte. * 3² Drittes Feld. Klee. Kleeſaamen, welcher im vorigen Jahre unter die Gerſte geſaͤet mben, 60 Pfund ⸗ Zu ſaͤe.. 2 4 18 Fuder kurzer Miſt zu Aeberſtreuen 2 Landzins ⸗.. ⸗ Rocken. Des Klees dritter Wuchs niedergewalzt und mit dem Smalſchen Pfluge untergepfluͤgt Geegget und gewalzt. 10 Himten Rocken eingedrillet 3 Einzudrillen; 1 Pferd, 3 Leute, I Tag Eg gen 2 2 2 2 Wuaſſe furchen zu oͤffnen. ⸗. Im Fruͤhjahr 1 mahl zu bepferdehacken, 2 Leut A N N A 1 Tag... ⸗ Erhaltung der Drillwerkszeuge p. rata Zu maͤhen. ⸗.. Aufzubin en und en zufahren 107 Stiege Abzudreſchen à Stiege 3 M.. 2 Pf. Landzins 2. 2. NXN A N N N 89 ˙ 2+ üma ſt 14 Fitnm, i 1 iglch 1 4 hu Da ch nur nittalun . v Siezt 1Rk.. b I Sad l k. Jeie 811 ar Arſchen vic tint Ielnders che dinn u het eigtüwmdm In Na ned tiefee ai. Mlthegeit. voler Cultur jie hafte. 2 dur einna ge hual in ie an Tds. arht Drit⸗ Drittes Feld. Klee. Credit Hiervon ſind 14 Kuͤhe 80 Tage auf dem Stalle 8 gefuͤttert, deren Futterung ich aufs Stuͤck 5 8 taͤglich zu 4 Mgr. 4 Pf., uͤberhaupt alſo taͤglich auf 1 Rthlr. 27 Mgr. berechne ⸗ 142 Ausgabe ⸗ 44/175— Reiner Ertrag ⸗ 96519— „* Der erſte Kleeſchnitt war bey mir in dieſem Jahre nur mittelmaͤßig; der zweyte aber nach Verhaͤltniß ſehr gut. Viertes Feld. Rocken. Credit 8ʃ8S 107 Stiege haben gegeben 109 Himten, à(ſ=n I Rthlr. 6 Mgr. 2 ⸗ 2 ⸗[127 6— 9 ½ Schock Langſtroh à 6 Rthlr. ⸗. 57—,— 3 Schock Wirrſtroh à 3 Rthlr...——— Ertrag ⸗„ 193 6,— Ausgabe„ 2 55 /127— Reiner Ertrag ⸗ ſ13730— In Anſehung des Rocken⸗Ausdruſches iſt dieſes Jahr fuͤr mich eins der ſchlechteſten geweſen, die ich gehabt habe. Beſonders aber hatte dieſes Feld, welches unten von zwey Seiten an Hecken liegt, im Winter von dem 10 Fuß hoch aufgethuͤrmten und ſpaͤt wegſchmelzenden Schnee gelitten. Im May ward es oben vom Froſte beſchaͤdigt, und der tiefere an die Hecken ſtoßende Theil litt in der naßkalten Bluͤthezeit. 18 Himten vom Morgen iſt bey dieſen in voller Cultur ſich beſindenden Feldern faſt ein Abſchlag auf die Haͤlfte. Auch muß ich bemerken, daß dieſer Rocken nur einmal gepferdehacket wurde, weil er im April ſo ſchnell in die Koͤhe ſchoß. 2u Bds. 2te Abtheil. C Vier⸗ Viertes Feld. Nacherndte von Spoͤrgel und Ruͤben. Debet Die Haͤlfte dieſes Feldes ward ſogleich nach ☛ abgebrachtem Rocken mit dem Erſtirpator S uͤberzogen. 3„— 24— F Himten Spoͤrgel à 24 Mar anete„— 28 /— Geegget. ⸗— 18— Die andre Haͤlfte gepflüͤget. ⸗ 2—— Mit 3 Pfund Ruͤbenſaamen beſiͤet⸗⸗[1I1—— Geegget 3*—„-118— 15116 Fuͤnftes Feld. Hafer. Debet 8 Die Spoͤrgel⸗ und Ruͤben⸗ Sieppe mit der Kar⸗ toffelnhacke in hohe, ſpitze Furchen gelegt 2—— (eine ſehr leichte und nuͤtzliche Operation, die ich an einem andern Orte beſchreiben werde.) Im Fruͤhjahr geegget 1. 1—,— Zur Saat gepfluͤgt 2. 4—— Nach aufgelaufenem Unkraut mit tbem Erſiirpator uͤberzogen 2... 112/— 15 Himten Hafer à 24 Moar.. ⸗„ 10—— Eingedrillet, incl. der Drillwerkszeuge ⸗ 1119,— Geeget und gewalzet.. 1—— 2 mal gepferdehacket ⸗. ¹ 1128/— Zu maͤhen, aufzubinden und einzufahren 94 Stiege 2 2 2 4—— Zu dreſchen..„ 817 Landzins 4 2 2„ ⸗ 20—— 1551 41 4 Vier⸗ Nacerni zuh Lbphi d Fün dche dern nite, Kan nen Ve ui de kh tten Deeim ruszehaten hiiſce an den di, Sraa n nabehniet 8. dant de 2Sttd K 3 Pier⸗ Viertes Feld. Nacherndte von Ruͤben und Spoͤrgel. Credit Nach Abzug der Koſten, welche das Aufzieben der Ruͤben ſowohl als des Spoͤrgels verur⸗ ſachte, deren Berechnung hier zu weitlaͤuftig waͤre, kann ich den Werth der davon erhal⸗ tenen Viehfuͤtterung wenigſtens anſchlagen auf 5 4 2 2 ⸗ 30 Ausgabe⸗„⸗ 5 214T 8A 8 —— 16 — — Reiner Ertrag ⸗[2420 Der Spoͤrgel hielt ſich, ohnerachtet des Froſtes, den 6ten December noch im friſchen Wuchſe, und wuͤrde laͤnger ausgehalten haben, wenn er nicht alle Naͤchte ſechs Stuͤck Hirſche aus einem ½ Meile entfernten Holze herbeygelockt haͤtte, die, mit Uebergehung aller Saatfelder, blos auf dieſem Spoͤrgel weideten. Fuͤnftes Feld. Kafer.. Credit 28 2 8 Ausgebroſchen 219 ¼ Himten à 18 Mgr. 109/15/— 8 ½ Schock Langſtroh à 3 Rthlr. 18 Mgr.⸗ 27 28/— 2 Schock Wirrſtroh à 1 Rthlr. 18 Mgr. ⸗ 3— Ertrag, 149 7— v Ausgabe ⸗[35]4 4 2* Reiner Ertrag ⸗„ 20 2/ 4 K 95 Wieder⸗ Wiederholung der Ausgabe. 28 S8S 1 2 1 iſtes Feld: Kartoffeln⸗⸗[158/32 4 2ztes— Gerſte„ 27 ⸗ 5613— 3tes— Klee⸗ ⸗ 4417— 4tes— Rocken⸗⸗ ⸗ 55/12— —— Riaäuͤben und Spoͤrgel 5/16— ztes— Hafer⸗* ⸗ 551 41 4 Auslage auf 30 Morgen 3275 27— Betraͤgt auf den Morgen 1II9 Wiederholung des reinen Wirthſchafts⸗ Ertrages. 2 8 iſtes Feld: Kartoffeln⸗⸗ 229 27 4 ates— Gerſte⸗ ⸗[172/27— ztes— Klee⸗ ⸗ ⸗ 96(19— 4tes— Rocken⸗⸗ ⸗ 37˙30— —— Raͤben und Spoͤrgel 2420— ztes— Hafer⸗⸗⸗ 2 4 13½ Reitker Ertrag von 30 Calen b. 96 Morgen ⸗⸗ ⸗ i43 rs— 3 27 Macht auf den Morgen⸗ 24 ☛έ 6 ½ - 36— 6 ni t nriſte ſiwenden w 9 drag den dit led u hnit; t ben Wöwerart inOoh neben e nits elen Pittſche Anderer: 3h ſgu den er Aosſabe ſannden. angeſchla Scheure Nechnung Ferach deor⸗ näne S wirtücen ausfühtt lch; al Eine Beſ ier kli ud man ab20 ——ꝑ dd—H Ich weiß alles, was mancher practiſche und theoretiſche Landwirth gegen dieſe Berechnung einwenden wird. Dieſer wird ſagen:„ein ſolcher Ertrag von Fruͤchten iſt unerhoͤrt.“ Es thut mir leid um ſeinetwillen, daß er ihn ſo nicht kennt; bey mir iſt er an jedem Artikel in dieſem Jahre nur mittelmaͤßig.— Jener:„ſo etwas ſey im Großen nicht moͤglich.“ Auf 1000 Morgen neben einander liegenden Landes getraue ich mirs eben ſo auszufuͤhren. Groͤßer darf die Wirthſchaft von einem Hofe nicht ſeyn.— Ein Anderer:„die Preiſe ſeyen zu hoch angegeben.“ Ich ſpreche von einer individuellen Lage und von einem Jahre, wo jedoch die Preiſe mit dem Ausfalle der Erndte im gerechten Verhaͤltniſſe ſtanden.— Insbeſondere ſey das Stroh zu hoch angeſchlagen.— Ich konnte es dafuͤr aus der Scheure verkaufen, und es wird in der Vieh⸗ Rechnung zu eben dieſem Preiſe in Ausgabe gebracht.. e Uebrigens habe ich dies blos als Formel meiner Berechnungsart gegeben; jedoch nach wirklichen Thatſachen. Manches iſt hier ohne ausfuͤhrlichere Erklaͤrung vielleicht unverſtaͤnd⸗ lich; aber darauf kommt es jetzt nicht an. Eine Beſchreibung und allgemeine Berechnung einer kleinen, aber durch viele Kleinigkeiten und mannigfaltige Verhaͤltniſſe ſehr complicir⸗ ten ten Wirthſchaft wird mein einſichtsvoller und aufmerkſamer Freund und Schuͤler, der in Penſion ſtehende Herr Faͤhndrich Muͤgge, ver⸗ muthlich im naͤchſten Jahrgange der Annalen der niederſaͤchſiſchen Landwirthſchaft 1801 geben. Durch die aufmerkſamſte taͤgliche Bezeichnung aller Arbeiten und jedes Vorfalls in dieſer Wirthſchaft hat er ſic dazu in Stand ge⸗ ſetzet. Aufmerkſamer aber darf ich meine Leſer auf die Berechnungen machen, welche zwey ein⸗ ſichtsvolle, edle Maͤnner, die die Landwirthſchaft mit großem Eifer ſchon eine geraume Zeit be⸗ trieben haben, dem Publico dereinſt vorlegen wollen. Sie haben ſchon ſeit mehreren Jahren in betraͤchtlichen Wirthſchaften alles und jedes genau zaͤhlen, meſſen und waͤgen laſſen; zu dem Ende hat, wenigſtens der Eine, große Waagen, um lebendiges Vieh und ganze Fuder waͤgen zu koͤnnen, angelegt, und die Gebaͤude hierzu zweckmaͤßig eingerichtet. Es werden be⸗ ſondre Schreiber, die alles anzeichnen und in Tabellen bringen, hierauf gehalten. Der Privatzweck bey dem Einen iſt der: ſichere Etats zur Bewirthſchaftung großer Guͤter aufſtellen zu koͤnnen; bey dem Andern: die mannigfaltigen Verhaͤltniſſe der Wirthſchaft zu ergruͤnden und ſichere Reſultate im Allgemeinen aufzufinden. Fuͤr fir d d Ind koſcbar 1 bndo iügnng doiri tun ſo tewitete 3 karer d Landvirt oleer und r, der in gge, ver⸗ r Annalen 301 geben. ezeichnung in dieſer Stand ge⸗ neine leſer ezwey ein⸗ wirthſchaft ne Zeit be⸗ ſt vorlegen eren Jahren und jedes iſſen; zu n, große nze Fuder Gebaͤude gerden be⸗ en und in u. Ser here Grut uffelen zu igfaltigen nden und zufinden. Fuͤr Fuͤr das Publicum, dem Beyde ihre muͤhſame und koſtbare Arbeit nicht vorenthalten werden, hat beydes gleiche Tendenz— eine ſichere Be⸗ richtigung der erſten Grundſaͤtze, worauf ein landwirthſchaftliches Syſtem beruhen muß. Es kann ſo etwas nur von ſo ſcharfſinnigen als bemittelten Maͤnnern erwartet werden. Indeſſen wird ſich ſchon vieles richtiger und klarer darſtellen, wenn nur mehrere practiſche Landwirthe a) ein genaues Tagebuch hielten, worin taͤg⸗ lich alle mit der Hand und dem Geſpann geſchehenen Arbeiten, ſammt der dazu ge⸗ brauchten Zeit und Zahl der Menſchen und Pferde, aufgezeichnet wuͤrden; b) die Futterung jeder Viehart, ihrer Quantitaͤt und Qualitaͤt nach, bemerkten und taͤglich oder woͤchentlich zumaͤßen; im Sommer feſtſetzten oder anzeichneten, wie viel Tage das Vieh von einer gege⸗ benen Flaͤche gefuͤttert worden, oder wie lange ſattſame Weide darauf geweſen ſey. c) das Product eines jeden Feldes bey der Einſcheurung abſonderten, welches durch eine — 40— eine gewiſſe Ordnung beym Einkaufen leicht geſchehen kann, und beym Abdreſchen den Ertrag anzeichneten; d) uͤbrigens die gewoͤhnlichen Haushalts⸗ Regiſter genau fuͤhrten; und e) dem Publico mit ſtrengſter Wahrheitsliebe die merkwuͤrdigſten Refultate— wo nicht das Ganze— mittheilten. Je mannigfaltiger und verſchiedener— wenn nur wahr und beſtimmt— die Reſultate waͤren, die wir erhielten, um deſto mehr wuͤr⸗ den ſich die mannigfaltigen Verhaͤltniſſe der Landwirthſchaft entwickeln und die Grundſaͤtze beſtimmen laſſen, worauf ein allgemein anwend⸗ bares Syſtem der Landwirthſchaft begruͤndet werden koͤnnte— ein Syſtem, welches jeden Verbeſſerer— Improver nennen die Englaͤn⸗ der einen Landwirth, der von dem Leiſten ſeiner Gegend abweicht und etwas zweckmaͤßig Beſſeres einfuͤhrt,— in den Stand ſetzte, mit Sicherheit des Erfolges eine neue Einrichtung einzufuͤhren; da ein ſolcher jetzt erſt viele eigene Erfahrung, oft mit großem Verluſte, ſammlen muß, ehe er dasjenige, was den Verhaͤltniſſen ſeiner Wirthſchaft angemeſſen iſt, oder nicht, kennen lernt. Dann wuͤrde es fuͤr den nachdenkenden Kopf lij nigl 1 elerven, nd gen rurttid ſcaſt uner et ſen d nnedlt glaage gegeben das Non leberſhie gegen n titer jj der unſemy zuerhal tereſe un klüberi tn; and Nur gle Prored netes ir keiner Nlegru Einkaufen Aldreſchen Haushalts⸗ hrheitdaebe — vo richt edener— eReſultate mehr wür⸗ iltniſſe der Grundſütze in anvend⸗ hegrndet hes jeden ſe Englan⸗ ſten ſeiner „Beſſeres Sicherheit zuführen; Erfaynung, nuj, efe ſen ſeiger ht, kennen denkenden Koyf — 41¹— Kopf moͤglich ſeyn, Landwirthſchaft theoretiſch zu erlernen, was jetzt wenigſtens aͤußerſt ſchwer und gewagt iſt. Man wuͤrde bey einer neu anzutretenden oder neu einzurichtenden Wirth⸗ ſchaft unterſcheiden lernen, was bey ihr anwend⸗ bar ſey oder nicht; durch welche Stuffen man zum endlichen Zweck am ſchnelleſten und ſicherſten gelangen koͤnne; und insbeſondre, was unter gegebenen Umſtaͤnden das Nothwendige, was das Noͤthige, was das Nuͤtzliche und was das Ueberſchießende ſey; eine Unterſcheidung, gegen welche Anfaͤnger und Theore⸗ tiker jetzt ſo haͤufig anſtoßen. Die Mittheilung ſolcher Berechnungen iſt von unſern practiſchen Landwirthen bisher ſehr ſchwer zu erhalten geweſen. Manche halten es ihrem In⸗ tereſſe und der Klugheit gemaͤß, ein gewiſſes Dun⸗ kel uͤber ihre Wirthſchaftsverhaͤltniſſe zu verbrei⸗ ten; andre ſind zur Prahlerey und Aufſchneiderey geneigt. Indeſſen verbreitet ſich unter den rechtlichſten Landwirthen immer mehr eine offene und liberale Denkungsart und die Neigung, die allgemeinen Fortſchritte der Kunſt zu befoͤrdern. Nur glauben dieſe zum Theil, daß, weil ihre Proceduren und Einrichtungen nichts ausgezeich⸗ netes und ungewoͤhnliches haͤtten, ſo ſeyen ſie keiner Bekanntmachung werth, und koͤnnten keine Belehrung geben. Der Zweck der Annalen der der Niederſaͤchſiſchen Landwirthſchaft geht haupt⸗ ſaͤchlich vorerſt dahin, Monographien oder Beſchreibungen von Wirthſchaften ganzer Gegenden oder einzelner Orte zu geben. Mancher einſichtsvolle Landwirth legte mir die Verhaltniſſe ſeiner trefflich geordneten Wirthſchaft mit der groͤßten Oſſenheit vor, ließ mir ſeine Buͤcher und Regiſter durch⸗ ſehen und nach Gefallen auszeichnen, ſo daß ich durchaus keine Verſchloſſenheit in Anſehung ſeines Haushalts bey ihm be⸗ merkte. Wenn ich ihn aber bat, mir doch fuͤr das oͤffentliche Beßte etwas von ſeiner Wirthſchaft mitzutheilen, ſo verſicherte er mich, daß er gar nichts wuͤßte, was dem Publi⸗ co intereſſant ſeyn koͤnnte; alles, was man bey ihm faͤnde, waͤren ja bekannte Dinge: er habe wohl einmal mit Polniſchem Hafer, Himmels⸗ auch Reisgerſte, Siberiſchem Buchweizen u. dgl. Verſuche gemacht, die er mir mittheilen wolle, wenn ich ſie fuͤr nuͤtzlich hielte. Wenn doch ſolche offene, humane Maͤn⸗ ner bedenken wollten, was ſie ſelbſt erſt ler⸗ nen, ausforſchen und berechnen mußten, wie ſte zu wirthſchaften anfingen;— daß das, was ſie erfahren, gepruͤft, beybehalten oder verworfen haben, Andern ſehr nuͤtzlich zu wiſſen iſſe en mdwitſhe dngen, di der vider w urden 4 deüt udE wüöhſt 1 5— ſen din. geht haupt⸗ phien oder en ganzer zu geben. legte mir geordneten nheit vor, ter durch⸗ hynen, ſo ſenheit in ihm be⸗ mir doch onn ſeiner eer mich, m Publi⸗ was man e Dinge: n Hafer, beriſchem iht, die ſie fuͤr ne Mir⸗ erft ler ſten, vie daß das ten oder ghich zu viſen — 43— wiſſen ſeh; daß das Große, das Ganze der Landwirthſchaft ſo mannigfaltiger Verbin⸗ dungen, die nach den Verhaͤltniſſen mehr oder minder vortheilhaft ſind, faͤhig ſey: ſo wuͤrden ſie nicht glauben, daß Himmels⸗ gerſte und Siberiſcher Buchweizen das Merk⸗ wuͤrdigſte in ihren Tagebuͤchern und Regi⸗ ſtern waͤre! II. II. Unterſchied der Staͤnde in England, in Bezug auf landwirthſchaftliche Einrichtungen. (Zu Seite 20.) Wer die engliſche Verfaſſung hierin nicht keunt, wird bey Leſung engliſcher landwirth⸗ ſchaftlicher Schriftſteller oft Anſtoß finden Darum einige Worte hieruͤber: Es giebt eigentlich in England nur ei hohen Adel, der ſich blos auf den ülteſten Sohn oder den naͤchſten Erben, mit Ausſchluß aller uͤbrigen, fortpflanzt. Dieſe Herren(Lords) machen das Oberhaus im Parlemente aus fuͤhren den Titel von Herzogen(Dukes), Mar⸗ grrpui, dä don i baſt in 5r it bolum ten inen nuiſn s renmn ſch Na dom Stautäbed einer A geiat, e Aletdings Adal und derfoſſone dn Nob Stand N it aber e naun, un el zu be de aus äle danndeigen heritafter zerhe, weiſe, d fid. Auſer och eine draus in Bezug ungen. rin nicht andwirth⸗ finden. nur einen ſten Gohn Nluß allr (Lords) nte aus, Dukes), Mar⸗ Marquis, Viscounts, Grafen, oder blos von Lords von irgend einer Grafſchaft oder Herr⸗ ſchaft in Großbritannien, worin ſie hauptſaͤch⸗ lich beguͤtert ſind oder beguͤtert waren, oder wovon ihnen der Koͤnig, bey ihrer Erhebung in dieſen Stand, den Titel gegeben hat. Sie nennen ſich auch Barons, oder Peers. Man kann dieſe Titel und Stellen wie erbliche Staatsbedienungen anſehen, deren jede nur von einer Perſon bekleidet wird, und hat daher geſagt, es gaͤbe in England gar keinen Adel. Allerdings aber machen dieſe Perſonen einen Adel und zwar einen mit großen Vorrechten verfaſſungsmaͤßig bekleideten Adel aus; wer⸗ den Noblemen genannt, und der ganze Stand Nobility. Ein engliſcher Nobleman iſt aber etwas anderes, als ein deutſcher Edel⸗ mann, und nur mit dem eigentlichen hohen Adel zu vergleichen. Dieſe Lords, beſonders die aus aͤlteren Familien, ſind die vornehmſten Grundeigenthuͤmer und Erbherren betraͤchtlicher Herrſchaften, die dann, in viele kleine Landguͤter zertheilt, pachtweiſe, aber auch wohl lehns⸗ weiſe, d. h. erblich und verkaͤuflich, ausgethan ſind. Auſſer dieſem hohen Adel giebt es aber noch eine Art von niederem Adel, der zwar durchaus keine Praͤrogativen vor jedem andern Englaͤn⸗ Englaͤnder hat, aber doch auf das Alterthum, Reinheit und Anſehen ſeiner Familie ſehr haͤlt. Dies ſind die Esquires und Gentlemen im eigentlichen Verſtande. Sie ſind Beſitzer von mehr oder minder betraͤchtlichen Herrſchaf⸗ ten, die auf den aͤlteſten Sohn vererbet worden, und ſich ſo, ſeit uralten Zeiten, bey der Fami⸗ lie erhalten haben. Doch iſt dies nicht noth⸗ wendig, denn ſie koͤnnen auch verkauft werden. Viele von ihnen leben auf dem Lande, und woh⸗ nen in den Schloͤſſern ihrer Vorfahren. Dieſe nennt man beſonders Country⸗ſquires. Sie haben einen großen Einfluß bey den Parle⸗ mentswahlen, und werden ſchon in dieſer Hin⸗ ſicht ſehr geachtet; jedoch hat ihr Anſehen, ſeit⸗ dem der Reichthum der Kaufmannſchaft und Fabrikanten ſich ſo vermehrt hat, betraͤchtlich verlohren. Unter ihnen findet ſich der groͤßte Theil der alten Jacobiten. Sie machen wirk⸗ lich einen ſehr ehrwuͤrdigen Theil der Nation aus; und man trifft unter ihnen am haͤu⸗ figſten aͤchten Patriotismus, ohne Factions⸗ geiſt, an. Sie ſollen in ihrem Umgange etwas Steifes, Ceremonioͤſes, mit vieler Gutmuͤthigkeit und Gaſtfreundſchaft verbin⸗ den. Ihr Stolz aͤußert ſich jedoch durch den Werth, den ſie auf ihren Stammbaum und den Glanz ihrer Vorfahren ſetzen: ſie halten ſich fuͤr den Kern der Nation, und nennen ſich old Eng d titt d tten, de Jüäberrthe des, wene inn zm. nander ſi glöthuch ommauſ da ſe und in den Ardern ho Erjegpng, ihren auf ſeßt und, tes geumn Krandeigen vedden ale dit genan aj Gentlen u, pE. Villam änen Vei deſes nich Jviſh h die G 1 Aleerthum, ſehr haͤlt. ntlemen d Beſiter Herrſchaf⸗ et worden, der Fami⸗ richt noth⸗ uft werden. und woh⸗ n. Dieſe ſquires. den Parle⸗ dieſer Hin⸗ ſehen, ſeit⸗ ſchaft und zetrͤchtlich er groͤßte hen wirk⸗ r Nation am haͤu⸗ Factions⸗ Umgange ut vieler 1 herbin⸗ durch den zum und ie halten unen ſich old old England. Sie duͤnken ſich in dieſer Ruͤckſicht Vorzuͤge vor vielen neuern Lords zu haben, die nicht aus ſo alten Haͤuſern ſind. Misheurathen ihrer Soͤhne und Toͤchter, beſon⸗ ders, wenn ſie deren nicht viele haben, ſind ihnen zum Theil nicht minder ein Graͤuel, als mancher ſtiftsmaͤßigen deutſchen Familie, op⸗ 1 gleich nicht der geringſte Nachtheil fuͤr ihre Nach⸗ kommenſchaft daraus erfolgt. Da ſie aber uͤberall keine in der Verfaſſung und in den Geſetzen begruͤndete Vorzuͤge vor Andern haben, ſo werden ihnen alle Leute von Erziehung, Anſehen und Vermoͤgen, die mit ihnen auf gleichem Fuße leben, voͤllig gleichge⸗ ſetzt, und, wie ſie, Gentlemens und Esqui⸗ res genannt; letzteres beſonders, wenn ſie Grundeigenthuͤmer ſind. In der dritten Perſon werden alle dieſe Maſter, in der Anrede aber Sir genannt. Nur ſetzt man bey jedem, der auf Gentlemens⸗Fuße lebt, den Vornamen hin⸗ zu, z. E. Mr. Arthur Young, Mr. William Anderſon, und ſiehet es als einen Verſtoß gegen die Hoͤflichkeit an, wenn dieſes nicht geſchiehet. Zwiſchen ihnen und dem hohen Adel ſtehen noch die Baronets oder Knights, deren Titel —- 48— Titel auch nur auf den alteſten Sohn erbt. Sie haben meines Wiſſens auch keine beſondere Praͤrogative; keiner kann aber dieſen Titel anders, als erblich, oder vermoͤge der Ernennung des Koͤnigs ſich beylegen. Sie heißen auch in der dritten Perſon Sir; z. B. Sir John JURinclair, Sir Joſeph Banks, und immer wird der Vorname zugeſetzt. Es iſt ſogar artig, blos Sir John, Sir Jo⸗ ſeph zu ſagen, wo nicht leicht Verwechſelung eintreten kann. Dieſer Titel iſt eine Art von Brief⸗Adel, den man ſich durch Verdienſte, durch Gefaͤlligkeiten fuͤr den Hof, auch durch Geld erwirbt, und der jetzt faſt zu haͤufig wird, um eine Auszeichnung zu bleiben. Dieſe Klaſſen nur ſind im Beſitz aller groͤße⸗ ren Landguͤter. Denn jeder wohlhabende Guthsbeſitzer tritt in die Gentlemen⸗Klaſſe, wenn er nicht etwa in einer niederen Klaſſe erzogen iſt, und darin lieber bleiben, kei⸗ nen Aufwand machen und ſelbſt Hand anle⸗ gen will. Die kleineren Eigenthuͤmer machen die Yeomanry, den eigentlichen Bauernſtand, aus. Zum Theil iſt ihre Beſitzung Freeho ld, freyes Guth, und hat Stimme bey den Parle⸗ mentswahlen. Sie unterſcheiden ſich denn blos durch pch lcbenst t biiße d pyn der Unn tn ud widder öſter und m heCountt dullen he man. I ſold, we bereinkunn fern(Lon befinmte nuch an Die geviſt u manol). derz wo ſi vnd, diein einigen nSchotland di Gefäle falen des Gr bem Vetkar rethälskin woßu äneſt lihe Eim farz, das nit unſerm ile Modi dd auch be Mds, ate Phh Sohn erbt. ne beſondere dieſen Titel Ernennung ißen auch in Bir John anks, und eht. Cs iſt „Sir Je⸗ ſerwechſelung ine Art von Verdienſte, auch durch haͤufig wird, aler griße⸗ ohlhabende een⸗Klaſſe, eren Klaſſe eiben, kei⸗ Hand anle⸗ machen die Bnuernſtand, fr ee ol d den arle⸗ h denn blos durch — 49— durch Lebensweiſe von den Gentlemens; denn die Groͤße der Beſitzung oder des Vermoͤgens kann den Unterſchied nicht begruͤnden, da es hin und wieder Veomens giebt, die groͤßere Guͤter und mehr Vermoͤgen haben, wie man⸗ cher Country⸗ſquire. Der Vater iſt denn wohl ein Veoman; der Sohn ein Gentle⸗ man. Zum Theil iſt ihre Beſitzung Copy⸗ hold, welches mit umſerm Meyergute voͤllig uͤbereinkommt. Sie muͤſſen dann dem Grund⸗ herrn(Lord of the manor) von Alters her beſtimmte Gefaͤlle an Gelde, Naturalien oder auch an Dienſten entrichten, und dieſer hat eine gewiſſe Art von Gerichtsbarkeit(court of the manor). Die Gefaͤlle ſind zum Theil, beſon⸗ ders wo ſie zu Gelde geſetzt ſind, ſehr unbedeu⸗ tend, die in Naturalien aber von hoͤherm Werth. In einigen nordweſtlichen Grafſchaften, ſo wie in Schottland, ſind noch Hofdienſte gebraͤuchlich. Die Gefaͤlle werden jaͤhrlich, oder bey Sterbe⸗ faͤllen des Grundherrn oder des Einhabers, und beym Verkaufe der Stelle bezahlt. Denn meh⸗ rentheils koͤnnen ſolche Stellen verkauft werden, wozu eine formelle, aber nicht leicht verweiger⸗ liche Einwilligung des Grundherrn gehoͤrt. Kurz, das Ganze hat die groͤßte Aehnlichkeit mit unſerm deutſchen Meyerweſen und hat ſo viele Modificationen, wie dieſes. Zuweilen ſind auch betraͤchtliche Beſitzungen copyhold 2u Bds. 2te Abtheil. D von — 5⁰— von andern, und manchmal geht ein Lord von einem andern Guthsbeſitzer zu Lehn. In einigen Provinzen hat ſich die Neo⸗ manry(der Stand der mit der Hand arbei⸗ tenden Eigenthuͤmer) noch ſehr zahlreich erhal⸗ ten. In andern ſind ſie ſeit jeher nur Paͤchter geweſen, oder, nachdem ſie ihre Stellen verkauft hatten, Paͤchter geworden, wenn ſie nicht in die Claſſe der Tageloͤhner, Haͤuslinge, Einlie⸗ ger, Koͤthner, und wie dieſe Leute in Deutſch⸗ land verſchiedentlich genannt werden, herabge⸗ ſunken ſind. Zu dieſer Claſſe gehoͤrt alles, was kein Land⸗Eigenthum, kein Vermoͤgen, kein eigent⸗ liches Gewerbe und kein Erwerbsmittel, als groͤbere Handarbeit hat; folglich die Tageloͤhner und Knechte. Sie wohnen in armſeligen und ſehr kleinen Huͤtten, die zum Theil ihr Eigen⸗ thum, zum Theil gemiethet ſind, worin meh⸗ rentheils nichts als die Kuͤche und eine Schlaf⸗ kammer iſt. Sie haben ſehr ſelten einen Garten bey dieſen Huͤtten, und noch weniger Ackerland. Jedoch haben ſie in manchen Gegenden die Be⸗ rechtigung, Vieh auf die gemeinen Weiden zu treiben. Sie arbeiten mehrentheils mit Weib und Kind in Tagelohn und in Verding; theils bey den Fabriken, theils beym Ackerbau; wenn ſie Gabtent Iitter der fäie uni gihen dett adt. M huwerker Farn dun Gegende, ſih tigi Andre, we zrleiſen be ind gevd anen Fo Resſhaffen haltriß an gleich nac dnppelt ſ diſe Claſ in lord von . die Neo⸗ and arbei⸗ reich erhal⸗ nur Paͤchter ſen verkauft ſie nicht in ge, Einli⸗ in Deutſch⸗ , herabge⸗ was kein kein eigent⸗ nittel, als Lagelohner Ligen und ihr Eigen⸗ orin meh⸗ ne Schlaf⸗ ten Garten Ackerland. en die We⸗ Wadden zu mit Weib 9; theils zu; wenn ſie — 5¹— ſie Gelegenheit haben, iin Sommer hier, im Winter dort. Diejenigen, welche gewiſſe Ar⸗ beiten nur in Verding thun, haben darin eine groͤßere Fertigkeit erlangt, und verdienen ſich mehr. Man kann ſie ſchon wie eine Art von Handwerkern betrachten. Sie gehen von einem Farm zum andern, auch wohl in entferntere Gegenden, wo man ſie braucht, und verdienen ſich taͤglich wohl acht bis zehn Schilling. Andre, welche in keiner Arbeit etwas beſondres zu leiſten vermoͤgen, arbeiten im Tagelohn, und ſind gewoͤhnlich das ganze Jahr hindurch auf einem Farm, wo man ihnen immer Arbeit zu verſchaffen ſucht. Man haͤlt in England auch auf groͤßeren Wirthſchaften wenig Knechte. Bey ſechszehn oder zwanzig Pferden iſt oft nur ein Knecht, der ſie fuͤttert und beſorgt. Alle Arbeiten damit thut ein Tageloͤhner. Auch dieſe werden haͤufig in Verding bezahlt; man giebt fuͤr jeden Acker zu pfluͤgen, zu eggen, fuͤr jedes Fuder Miſt zu fahren, fuͤr jede Karre Mergel, etwas Beſtimmtes. Dieſe Verding⸗ Arbeiten ſind beſonders in den Diſtrikten ge⸗ braͤuchlich, wo der Ackerbau gut betrieben wird. An den meiſten Orten iſt das Tagelohn im Ver⸗ haͤltniß anderer Dinge noch wohlfeil, wenn es gleich nach Gelde im Durchſchnitt wenigſtens doppelt ſo hoch wie in Deutſchland iſt; denn dieſe Claſſe von Menſchen iſt zahlreich genug, d 2 und u und hat kein andere« Verdienſt, beſonders in den Gegenden, wo keine Manufacturen ſind. In dieſen iſt der Tagelohn theurer. Ackerland zu pachten, haben dieſe Leute keine Gelegenheit, weil alles Land ſchon in gewiſſe Farms vertheilt iſt, und kein Farmer ihnen Land uͤberlaſſen wird. Oder ſie muͤſſen ſelbſt Farmers werden, wozu auch bey den kleinſten Farms ſchon be⸗ traͤchtlicher Vorlag gehoͤrt. Gewoͤhnlich haben ſie nur aus der Hand in den Mund; und was die Woche verdient wird, wird auch wieder verzehrt. So ſehr hierdurch das Tagelohn zum Vor⸗ theil der Landwirthſchaft herunter gehalten wird, ſo fällt die Armſeligkeit dieſer Leute doch den Farmers wieder ſehr zur Laſt. Denn ſobald ſie wegen Alter, Kraͤnklichkeit, Hunger und Kummer, keine Arbeit zu thun vermoͤgen, oder dieſes vorgeben, muß das Kirchſpiel ſie erhalten, und jeder muß nach Verhaͤltniß ſeines Eigen⸗ thums oder ſeiner Pachtung dazu contribuiren. Die Summe, welche die Unterhaltung der Armen koſtet, wird nach dem Werthe der Pach⸗ tungen oder Beſitzungen repartiret. Von jedem Pfunde Pachtgeld wird etwas Gewiſſes bezahlt. In einigen Gegenden iſt dies geringer, in andern druͤckend hoch, und betraͤgt zuweilen ein Drittel des Pachtgeldes. Am aͤrgſten iſt es in der ungihe g ſerbt tt, wozl ſe rfin deden. 2 diggen ni aufhalen, Arne w b Man debel abzu düuſer ne fet nin Duen d Kader D Es kom her an. Räher li nntjſam ſe Ncerland daenheit; merüchſt bntt w leberdni hete. Ackerlan zu iürer vird de und nit eſonders in turen ſind. Ackerland elegenheit, zs vertheilt üͤberlaſſen rs werden, ſchod be⸗ pplch haben 3 und was uch wieder zum Ver⸗ alten wird, te doch den enn ſöhald enger und gen, oder erhalten, es Eigen⸗ tribniren. ltung der der Pai⸗ Von jedem ſe khall einger, in weibenein n ites in der der Naͤhe großer Fabriken, weil die Leute durch die Arbeit oder durch die ausſchweifende Lebens⸗ art, wozu hoͤherer Verdienſt und boͤſes Beyſpiel ſie verfuͤhrt, fruͤher kraͤnklich und unvermoͤgend werden. Da ſie groͤßtentheils auf dem Lande wohnen und ſich nur im Winter in der Stadt auf halten, ſo fallen ſie den Landleuten dann als Arme zur Laſt. Man hat viel darauf gedacht, wie dieſem Uebel abzuhelfen ſey. Verſorgungs⸗ und Werk⸗ haͤuſer, wo man ſchwachen Leuten noch Gelegen⸗ heit zu einigem Verdienſt gab, haben an vielen Orten gute Wirkung gethan; haben aber an andern Orten die Koſten nur noch vermehrt. Es kommt auf die Einrichtung und die Vorſte⸗ her an. Doch dies gehoͤrt nicht hierher. Naͤher liegt dem Landwirthe die Frage, ob es rathſam ſey, bey den Kothen etliche Morgen Ackerland zu legen, oder dieſen Kuten doch Ge⸗ legenheit zu verſchaffen, Land zu pachten? die neuerlichſt in England ſehr in Anregung ge⸗ bracht worden, wie die Theurung der Lebensmittel den Armen Hungersnoth dro⸗ hete. Wenn jede Kothen⸗Familie ſo viel Ackerland mit ihren Haͤnden anbauet, als ſie zu ihrer nothwendigen Subſiſtenz braucht, ſo wird dies dieſe Leute vor Hunger und Kummer und mithin vor Kraͤnklichkeit und Unvermoͤgen ſichern; ſichern; es wird ſie zu ordentlichern Wirthen machen, und in eine Art von Wohlſtand ver⸗ ſetzen; ſie werden auf den Fall der Roth etwas zuruͤcklegen, ihre Kinder beſſer erziehen und verpflegen; ſie werden der Gemeinde als un⸗ vermoͤgende Arme ſelten zur Laſt fallen, und fuͤr den Staat nicht verlohren ſeyn. Ihr kleines Feld, welches ihnen aus der Gemeinheit an vielen Orten angewieſen werden kann, wird durch ihren Fleiß aufs ſorgfaͤltigſte angebauet werden; ſie werden es mittelſt ders Grabſcheits umbrechen, das Korn mit der Whad ſorgfaͤltig ſtecken, es jaͤten und behacken. Hierdurch wird die Production durch das ganze Reich ſich be⸗ traͤchtlich vermehren, der Reichthum des Staats alſo befoͤrdert werden. So ſagte man auf der einen Seite. Auf der andern erwiderte man: „Dies wird nichts fruchten, vielmehr das Uebel aͤrger machen. Diejenigen, welche ordentliche Leute ſind, koͤnnen ſich ſchon als Tageloͤhner etwas eruͤbrigen und fuͤr den Nothfall aufſparen. Allenthalben findet man Beyſpiele, daß Tage⸗ loͤhner eine Pachtung haben antreten koͤnnen, und ſehr wohlhabende, ja reiche Leute geworden ſind; zum Beweiſe, daß der arbeitſame und ordentliche Mann in ſeinen gegenwaͤrtigen Ver⸗ haͤltniſſen nicht ſo ungluͤcklich iſt. Den Traͤgen und Verſchwender wird ſein kleines Eigenthum und ſeine Erndte nur verſchlimmern; er wird dieſe 4 b , geie figen, d git, nißig unne bene kedan i fäbez d ſbeefid! a Rde ten. I ſeiſimr rit gevog teden böli pprartn! denn ſelge woihdende daß derd ſin ſobel eneg.( lbend vi Setteſtab, düche Kan denz beri nehangen komnen m ſatt daber Naiion fü ſal dern j Rttelſiub nidihnen Virthen ſtand ver⸗ oth etwas ehen und als un⸗ und fuͤr ar kleines inhein an inn, wird angebauet rabſcheits ſorgfaͤltig urch wird h ſich be⸗ es Staats in auf der ree man: as Uebel dentliche geloͤhner ufſparen. 6 Tage⸗ koͤnnen, geworden ame und gen Ver⸗ Träͤgen genthum er wird dieſe dieſe, gewohnt nur fuͤr die naͤchſten Tage zu ſorgen, gleich verkaufen und, ſo lange er Geld hat, muͤßig gehen und ſchwelgen. Man hat immer bemerkt, daß es den Fabriken und dem Ackerbau in wohlfeilen Zeiten an Arbeitern fehlte; daß dieſe faul, widerſpenſtig und aus⸗ ſchweifend wurden, weil ſie in einem Tage ſo viel verdienten, wie ſie in zwey Tagen brauch⸗ ten. In theureren Zeiten waren ſie immer fleiſſiger und ordentlicher, Solche Leute ſind nicht gewohnt, auf die Zukunft zu denken, und werden voͤllig verdorben, wenn ſie in einen tem⸗ vorairen Ueberfluß kommen. Darqus wird denn folgen, daß es auf den Hoͤfen an den nothwendigſten Arbeitern zu gewiſſen Zeiten fehlt, daß der Tagelohn ſchnell ſteigt, wobey der ohne⸗ hin ſo belaſtete Ackerbau gar nicht wird beſtehen koͤnnen. Gegen einen Tageloͤhner, der wohl⸗ habend wird, werden drey Farmer an den Bettelſtab gerathen. Das zum Ackerbau erfor⸗ derliche Kapital wird ſich immer mehr vermin⸗ dern; betraͤchtliche Verbeſſerungen und Unter⸗ nehmungen werden nicht ausgefuͤhrt werden koͤnnen, und ſo wird die Maſſe der Production, ſtatt dabey zu gewinnen, auf eine fuͤr die ganze Nation fuͤrchterliche Weiſe verlieren. Und wer ſoll denn jene Leute, die nicht minder an den Bettelſtab gerathen werden, ernaͤhren? Wer wird ihnen aufhelfen, wenn ſie ſich widerſpenſtig bezeigt bezeigt haben? Jetzt laͤßt ein Farmer nicht leicht eine Tageloͤhner⸗Familie, die ihm treu gedienet hat, verſinken, wenn ihr ein Ungluͤck widerfaͤhrt; ihm iſt an ihrer Erhaltung zu viel gelegen. Bey einem Ackerbau von wenigen Morgen kann uͤberhaupt nichts herauskommen. Der dazu erforderliche Kraftaufwand wird bey guten Werkzeugen und Einrichtungen nicht nur weit mehr hervorbringen und erſprießlicher fuͤrs Ganze ſeyn, ſondern der Arbeiter ſelbſt wird, wenn es genau berechnet wird, ſeine Arbeit beſſer bezahlt erhalten. Laßt es darum lieber beym Alten; erhoͤhet den Arbeitslohn nach Ver⸗ haͤltniß der Kornpreiſe, und macht beſſere An⸗ ſtalten zur Verſorgung der Armen!“ Ich glaube, die Frage kann nie allgemein, ſondern nur nach Localverhaͤltniſſen und beſon⸗ ders nach der Denkungsart dieſer Klaſſe von Menſchen entſchieden werden. Dieſe iſt wirk⸗ lich, einzelnen Diſtricten nach, ſehr verſchieden. Fuͤr das Ganze des Ackerbaues iſt es bey unſern jehigen Einrichtungen ohne Zweifel beſſer, daß der Tageloͤhner ganz Tageloͤhner bleibe. Doch muß man dem, der Energie genug hat, ſich aus dieſem Stande empor zu heben, nicht alle Gelegenheit dazu abſchneiden; und fuͤr die Ver⸗ ſorgung der Alten und Verarmten, ſo wie fuͤr die Erziehung der Kinder, zweckmaͤßige An⸗ ſtalten tan du hen, tnffe die rchihren: w vrſch und weder toälal, ihns d ſer hey ſtnit al bewerbe, heſchet ausgenom iber aad Konigre emucht Wettheug tußber ſ und Ein bexenſtan ſin geü däigen haben d ſinn, i boliiſon iigene C der Gel W er richt leicht teu gedienet viderfaͤhrt; gen. Bey rgen kaun Der dazu bey guten t nar weit lcher fürs ſelhſt wird, ine Arbeit rum lieber nach Ver⸗ beſſere Am⸗ 66 allgemein, und beſon⸗ Klaſſe von iſt wirk⸗ erſchieden. dey unſern eſſer, daß abe. Doch hat, ſih „riit ale ir die Ver⸗ ſo wie füͤr ißige An⸗ ſtalten — 57— ſtalten, auf Koſten derer, die Tageloͤhner brau⸗ chen, treffen. Die Ausbildung des ſimplen Farmers iſt nach ihrem Vermoͤgenszuſtande und auch nach den verſchiedenen Grafſchaften verſchieden. Hin und wieder ſind ſie noch toͤlpiſch und vorur⸗ theilsvoll, und kennen auch in Anſehung ihres Gewerbes nichts, als was von Alters her bey ihnen gebraͤuchlich war. Im Durch⸗ ſchnitt aber ſind ſie aufgeklaͤrter uͤber ihr Gewerbe, als teutſche Landwirthe, ſelbſt Guts⸗ beſitzer, große Paͤchter und Verwalter nicht ausgenommen. Sie haben nicht nur dar⸗ uͤber geleſen, ſondern auch Reiſen durchs Koͤnigreich in landwirthſchaftlicher Hinſicht gemacht, und von beſſeren Methoden und Werkzeugen das mitgebracht, was ihnen nußzbar ſchien. Politik, Staatswirthſchaft und Staatsverfaſſung ſind der beſtaͤndige Gegenſtand ihrer Unterredungen, und ihnen ſehr gelaͤuſig; ob ſie gleich von der aus⸗ waͤrtigen ſehr ſchiefe Begriffe haben. Sie haben vielen Patriotismus, auch Weltbuͤrger⸗ ſinn, wenn ihr Nationalſtolz damit nicht in Colliſion kommt. Dieſer allen Engländern eigene Characterzug aͤußert ſich bey den min⸗ der Gebildeten auf eine ſo rauhe Weiſe, daß er Fremden unertraͤglich werden kann. Ihre Ihre Unterhaltung iſt einſylbig, aber ihre Aus⸗ druͤcke ſind kraftvoll, bedeutend und wahr. Den Ton der großen Welt, das unbedeutende Geſchwaͤtz— Hoͤflichkeit genannt—, was nur durch Feinheit des Ausdrucks und Witz eine Weile ertraͤglich bleiben kann, wollen ſie nicht nachaͤffen. Der Gegenſtand ihrer Unterhaltung iſt immer ernſthaft und gemeinnuͤtzig. Sie kom⸗ men auch nur in dieſer Ruͤckſicht zuſammen, enden aber gewoͤhnlich damit, daß ſie— ſich betrinken. Wer nur ein ſimpler Farmer ſeyn will, verrichtet vom Fruͤhſtuͤck bis zum Mittagseſſen, d. h. von 7 bis 2 oder 3 Uhr, alle Arbeit mit, beſonders die mit Pferden und Ochſen. Dann kleidet er ſich aber um, ißt, ſiehet ſeine Leute und Vieh nach, trinkt Thee, ißt wieder Abend⸗ brot, und trinkt. Manche betrinken ſich leider! alle Abende in Bier und Rum. Gentlemen⸗Farmers, d. h. Eigenthuͤmer, die ihr Gut ſelbſt bewirthſchaften, oder reiche Paͤchter, unterſcheiden ſich aͤußerlich gleich da⸗ durch, daß ſie Bediente und Stallleute in Lioree halten. Sie beſitzen ſehr viel wahre Humanitaͤt und Urbanitaͤt, haben aber nicht das abgeſchlif⸗ fene Weſen, welches die franzoͤſiſchen Sitten unter den cultivirten Staͤnden ſonſt verbreitet haben, ſöhn. ſhen in habe! m lurus, fend, ſid Wiſce, fit e Nade Eeli desr nach, ud Anjage d ag der do arten vir Nriühe b pulik iih Tinken. rung ihre Vas Feände in ldiglich au dun ich b ſzoſiht auf d ihre Aus⸗ und wahr. bedeutende was nur Wiß eine n ſie nicht terhaltung Sie kow⸗ zuſammen, ſir— ſih ſeyn will, ragseſſen, rbeit mit, n. Dann eine leute r Abend⸗ hleider! nthuͤmer, er reiche gleich da in libree umauitat ggeſchif⸗ Eitten erbreitet haben, haben, ſehen ſich daher nicht alle ſo gleich, ſon⸗ dern haben mehr Originalitaͤt. Gewiſſe Arten von Luxus, z. B. gute Moͤbeln, Tiſchgeraͤth, Pferde, ſind bey ihnen allgemein. Auf feine Waͤſche, feinen Rock und Huth halten ſie ſehr; aber Mode hat bey ihnen weniger Einfluß. Selbſt das weibliche Geſchlecht haͤngt ihr weniger nach, und beobachtet auch im Betragen und Anzuge die Regeln der Sittſamkrit ſtrenger, als der Ton der Zeit es bey uns fordert. In Karten wird wenig geſpielt, aber Wetten und Verſuche beſchaͤftigen die Geſellſchaft, wenn Politik nicht mehr hinreicht, und das leidige Trinken. Ihre Ehre ſetzen ſie in die Verbeſſe⸗ rung ihrer Landwirthſchaft. Was uͤbrigens hier vom Unterſchiede der Staͤnde in England geſagt worden, bezieht ſich lediglich auf landwirthſchaftliche Verhaͤltniſſe. Denn ich bekenne gern meine Unwiſſenheit in Hinſicht auf engliſche Staatswiſſenſchaft. III. — ——————— III. Pachtungen. (Zu Seite 21.) Wirr wiſſen, daß die Landwirthſchaft in England hauptſaͤchlich von Paͤchtern betrieben werde. Ich habe uͤber die engliſchen Pachtungen noch einige Bemerkungen zu machen, die mir nicht unwichtig ſcheinen. Wenn ein Eigenthuͤmer ſein Gut oder einen Theil deſſelben ſelbſt bewirthſchaftet, ſo haͤlt er ſich in dieſer Hinſicht fuͤr einen Paͤchter und nennt ſich ſo. Er berechnet immer das Pachtgeld als Ausgabe, und unterſcheidet die Einkuͤnfte, die er als Eigenthuͤmer hat, gaͤnzlich von denen, die »de Gew ni Nethd zuchen den gt. der ne Daanwniſtn it Werh heuus dul bon dadh kente undd zuzithen ter eier dn Nan gehet dder geiiger beſern de ſ hh 6n,— ſondern nac und Bodene ſſchen Oec an abſerder datrigen, 0 Kangedds, ohn, kan der dmmg richttich nach dem bomit es b mann den Waarenlage Kadd ſabh in England en werde. ngen noch wir nicht oder einen ſ hultrſij r und tennt zacteld a nkünfte die von denen, die — 61— die das Gewerbe der Landwirthſchaft abwirft. Dieſe Methode hat ſehr viel Gutes, und beugt manchen Verwirrungen und Mißverſtaͤndiſſen vor. Der reine Ertrag, wovon die franzoͤſiſchen Oeconomiſten ſo viel ſprachen, oder der eigent⸗ liche Werth des Grund und Bodens, leuchtet hieraus deutlicher hervor, und unterſcheidet ſich von den Einkuͤnften, welche der Fleiß, die Ta⸗ lente und das Gluͤck des Wirthſchafters heraus⸗ zuziehen vermoͤgen. Bey Kauf und Pacht kann weniger Trug und Ueberliſtung Statt finden. Man gehet den Handel nicht nach dem hoͤheren oder geringeren Ertrage, den das Gut bey einer beſſeren oder ſchlechteren Wirthſchaft gegeben hat, ein,— denn dies iſt eine Sache fuͤr ſich— ſondern nach dem eigentlichen Werth des Grund und Bodens; oder nach dem, was die franzoͤ⸗ ſiſchen Oeconomiſten Produit net nannten. Ein abſurder Streit, wie der, was Landguͤter eintruͤgen, ob zwey oder funfzehn Procent ihres Kaufgeldes, wie wir ihn in Deutſchland gehabt haben, kann da gar nicht vorfallen. Denn der Ertrag des landwirthſchaftlichen Gewerbes richtet ſich, unabhaͤngig von Grund und Boden, nach dem Kapitale, und nach der Geſchicklichkeit, womit es betrieben wird. So wenig der Kauf⸗ mann den Vortheil der in ſeinem Hauſe oder Waarenlager getriebenen Handlung dem Ge⸗ baͤude ſelbſt zu gut rechnen und dieſes danach an⸗ anſchlagen kann; ſo wenig kann es der Guts⸗ beſiter. Die Vermiſchung jener Begriffe hat manche Verwirrungen und wohl den Ruin man⸗ ches Pachters und Kaͤufers veranlaßt, u. uͤberdies der Verbeſſerung der Landwirthſchaft im Wege geſtanden. Wer wohlfeil gekauft oder gepach⸗ tet hat, kann bey einer ſchlechten Wirthſchaft ſich beſſer ſtehen, wie ein anderer, der theuer bezahlt hat, ob er gleich gut wirthſchaftet. Dies wird bekannt, und die Einfalt haͤlt nun die Wirthſchaft des erſteren fuͤr muſterhafter, als die des letzteren. Wie oft mag die⸗ ſes nicht die Fortpflanzung des elendeſten Schlendrians in ganzen Provinzen beguͤnſtigt haben! Ich muß bey dieſer Gelegenheit eine Re⸗ densart der Englaͤnder erklaͤren, deren ſie ſich beym Kauf der Landguͤter gewoͤhnlich bedienen. Statt daß wir ſagen: ich habe zu 3, 4, 5 Pro⸗ cent gekauft, ſagen ſie: ich habe auf 33, 25, 20 Jahr purchase gekauft, d. h. ich erhalte mein Kapital durch die Pacht in ſo viel Jahren wieder. Der Verdienſt aber, welcher durch die Wirthſchaft darauf gemacht werden kann, wird hier nicht in Anſchlag gebracht. kiye der uüſten de uuſten be niderJoch düff ud bemalch it hes ritgevr font weh rende dah vil, ſom den Gitsher fere äch Mabiünr ei kuft b falen. Beyd in vichtigen nune feſte iih öllig n banten. 2 önnſchaſten einig tt ſcger udſe ng oder ĩ det, alſo euen. 1 dchnneſſe de gebraͤne der Guts⸗ egriffe hat luin man⸗ .üͤberdies im Wege er gepach⸗ Lirthſchaft der rheuer ftet. Dies t nun die ſterhafter, mag die⸗ elendeſten begünſtigt eine Re⸗ en ſie ſich bedienen. „5 Pro⸗ 33, 25, h erhalte el Jahren her durh den keun, Eine — 63— Eine der wichtigſten Verſchiedenheiten der engliſchen Verpachtungsart von der gewoͤhnlichen deutſchen, beſtehet darin, daß kein Inventarium auf den Pachthoͤfen iſt. Zug⸗ und Nutz⸗Vieh, Schiff und Geſchirr, Einſaat, kurz alles was beweglich iſt, gehoͤrt dem Paͤchter; er hat ſol⸗ ches mitgebracht, und nimmt es wieder mit ſich fort, wenn er abzieht. Wenn der neuantre⸗ tende Paͤchter von dem abgehenden etwas kaufen will, ſo machen ſie dies unter ſich aus, und den Gutsherrn geht es nichts an. Der abge⸗ hende Paͤchter bezieht mit ſeinem Vieh und Mobiliar einen andern Pachthof, oder ver⸗ kauft es in Auction; daher dieſe haͤufig vor⸗ fallen. 6 Bey dieſer Einrichtung iſt der Abzugstermin ein wichtiger Umſtand. Es läßt ſich kein Zeit⸗ punct feſtſtellen, wo der alte und neue Paͤchter ſich voͤlig und auf einmal auseinander ſetzen konnten. Daher iſt dieſer Termin in einzelnen Grafſchaften und Diſtricten verſchieden. In einigen hat man Michaelis angenommen, haͤu⸗ figer und ſchicklicher aber Lichtmeſſen, Marien⸗ tag oder Maytag; alles nach dem alten Kalen⸗ der, alſo zwoͤlf Tage ſpaͤter, wie nach dem neuen. Die meiſten Stimmen ſind fuͤr alt Lichtmeſſen, und dieſer Termin iſt auch wuͤrklich der gebraͤuchlichſte. Der alte Paͤchter hinterlaͤßt um — 64— um dieſe Zeit nichts weiter als das Winterfeld. In den meiſten Faͤllen, wenigſtens bey kleineren Pachtungen, bleibt die Erndte ſein Eigenthum. Der neue Paͤchter erhaͤlt von jenem nur die Land⸗ pacht, erndtet das Getreide durch ſeine Leute ein, und laͤßt das Korn, nachdem es abgedro⸗ ſchen worden, zu Markte fahren. Dafuͤr behaͤlt er das Stroh. An andern Orten nimmt der neue Paͤchter das Wintergetreide auf Johannis nach einer Taxation an, und noch an andern bezahlt er dem abgehenden blos die Beſtellung⸗ und Einſaat, je nachdem die Pachtcontracte es beſtimmen, oder die Paͤchter es unter ſich aus⸗ machen. Das uͤbrig gebliebene Heu und Stroh des letzten Jahrs bezahlt der neue Paͤchter. Das aͤltere, ſo wie der Miſt, muß unentgeltlich zuruͤckgelaſſen werden. Iſt der Abzugstermin um Michaelis, ſo behaͤlt der abgehende Paͤchter die Scheuren und den Fiemenhof bis zur naͤch⸗ ſten Erndte inne, laͤßt ſein Korn abdreſchen, muß aber dem neuen Paͤchter das Stroh fuͤr ein Beſtimmtes uͤberlaſſen. Der alte Paͤchter iſt verpflichtet, dem neuen Paͤchter eine beſtimmte Quantitaͤt Klee und Gras unter das Sommerkorn ausſaͤen und ſol⸗ ches gehoͤrig eineggen zu laſſen. Wo die Klee⸗ felder zwey Jahre benutzt werden, iſt er ver⸗ pflichtet, eine beſtimmte Anzahl Aecker in zwey⸗ zauch de griſ vin ſänng, entt felonzätvie nathe and Lccäberzäb Rönes gtiße Vor entweder e rum, velc pücher be nd ohnge ſanen N werden wai eiter dann und üͤbergi Abgange, tieder; da hjen dem ne W äſe V ſehtbüchig Pnät⸗den Difſe daue ¹Arwentai Staden des Pͤdeu dird⸗ und faden. T 1uSds 2 9 Linterfeld. kleineren genthum. die Land⸗ ine Leute abgedro⸗ far behaͤlt ͤmmt der Johannis en andern Beſtellung tracte es ſich aus⸗ nd Stroh Paͤchter. entgeltlich gstermin Pachter zur naͤch⸗ dreſchen, fur ein em neuelt Klee und und ſol die Klee⸗ er ver⸗ ecker in zweh⸗ 4— — 6565— zweyjaͤhrigem Klee zu hinterlaſſen. Zuweilen iſt auch die Bedingung gemacht, daß er eine gewiſſe Anzahl Ruͤben⸗Felder gegen eine Ver⸗ guͤtung, entweder des Ertrages oder der Be⸗ ſtellungskoſten, hinterlaͤßt. Ich uͤbergehe manche andre Bedingungen, die ſich auf Localverhaͤltniſſe gruͤnden. Meines Erachtens hat dieſer Gebrauch große Vorzuͤge vor dem unſrigen. Wir haben entweder ein ſogenanntes eiſernes Inventa⸗ rium, welches dem Gutsherrn gehoͤrt, dem Paͤchter bey ſeinem Antritte uͤbergeben wird, und ohngefaͤhr in demſelben Zuſtande bey ſeinem Abgange von ihm wieder abgeliefert werden muß; oder der Paͤchter nimmt es nach einer Taxation bey ſeinem neuen Antritte an, und uͤbergiebt es dem Gutsherrn, bey ſeinem Abgange, nach einer abermaligen Taxation wieder; da es denn oft nach einer dritten Taxa⸗ tion dem neuen Paͤchter erſt uͤbertragen wird. Wo es eiſern iſt, da iſt es wenigſtens von ſehr bruͤchigem Eiſen, und leidet mit jedem Pacht⸗Termin eine betraͤchtliche Abnutzung. Dieſe Deterioration des mehrentheils ſchlechten Inventariums ſelbſt iſt aber noch der geringſte Schaden. Die Hauptſache iſt, daß die Cultur des Bodens mit jedem Pacht⸗Termin ſchlechter wird⸗ und Verbeſſerungen faſt gar nicht Statt finden. Wenn der neue Paͤchter in den erſten an Bds. 2te Abtheil. E Jah⸗ Fahren etwas auf die Anſchaffung von Acker⸗ geraͤthen, die Verbeſſerung des Viehſtapels, die Vermehrung und beſſere Bearbeitung ſeiner Saaten verwendet; ſo wird er ſchon dafuͤr zu ſorgen wiſſen, daß er fruͤh genug alles wieder herausziehe, und daß gegen die Zeit ſeines Ab⸗ ganges, durch ſeine Schuld, nichts in beſſerem Zuſtande ſich beſinde, als zu der Zeit, wie er die Pachtung antrat. Dieſe Methode ſchließt alſo geradezu alle Verbeſſerung der Wirthſchaft aus. Die andere Methode ſcheint in Ruͤckſicht auf die CEultur und Anſpornung des Paͤchters, alles in einem verbeſſerten Zuſtande zu ſeinem eigenen Vortheil zu hinterlaſſen, vorzuͤglicher zu ſeyn. Man muß aber nicht wiſſen, wie es bey Taxationen gewoͤhnlich hergehet, um dieſes zu glauben. Es iſt nichts poſſirlicher, oder nachdem es fällt, aͤrgerlicher, als die Ausſpruͤche der gewoͤhnlichen beeidigten Taxatoren zu hoͤren. Was der eine zu zehn Thaler taxirt hat, taxirt der andre zu ei nem. Oft iſt die Partheylichkeit ſo auffallend, daß der eine Theil geradezu in die Haͤnde der Pluͤnderer faͤllt, beſonders wenn er zu rechtſchaffen iſt, die von ihm ernannten Taxatoren vorher zu ſtimmen. Geſetzt aber auch, die Taxatoren ſind unpartheyiſch, ſo haben ſie doch nie einen Begriff von dem, was uͤber das Gewoͤhnliche ihrer Gegend iſt. Geſetzt, der gewoͤhnliche Preis einer Landkuh iſt ——OO——ꝗꝙ———.—- —— lj ü h, wemn hen Kenner m. Ven Rgend d apif dot udin d deriget achnen ge ſe mehren Utoder dungezet getdde d glachen! hen d lihes ge auſhegob den, und Vo wogl‚ tizurichte ttgemolker dil de Aiſch ſchnin ſe herrn u tenden„ ihres Gt ſevinnen in hat don Acker⸗ iehſtapels, ung ſeiner dafuͤr zu les wieder eines Ah⸗ beſſerem it, wie er de ſchließt Lirthſchaft Rüͤcklſicht Paͤchters, zu ſeinem tzuͤglicher 3, wie es um dieſes zer, oder usſpruͤche zu hoͤren. t, taxirt eylichkeit adezu in ers wenn ernannten ſeßt aber rijh, ſo In, was end iſt. Landkuh iſt — 67— iſt 15 Rthlr., ſo werden ſie viel zu thun glau⸗ ben, wenn ſie eine vorzuͤgliche Kuh, die fuͤr jeden Kenner 40 Rthlr. werth iſt, zu 20 taxi⸗ ren. Wenn der gewoͤhnliche Ertrag in einer Gegend das ſechſte Korn iſt, ſo hat keiner einen Begriff von der Saat, die das zwoͤlfte giebt, und ein Taxator glaubt zur Ehre derſelben ein Uebriges gethan zu haben, wenn er ſie zum achten Korne anſchlaͤgt. Bey Geraͤthen haben ſie mehrentheils nur die beyden Categorien von Alt oder Neu; und ein Pflug, der keine Beſtel⸗ lungszeit mehr aushalten kann, und einer, der gerade nur gehoͤrig abgeſchliffen iſt, werden zu gleichem Preiſe taxirt. Daher kommt bey ſol⸗ chen Taxationen eine gewaltige Menge wrack⸗ liches Zeug, welches von der ganzen Pachtzeit aufgehoben und wieder zuſammengeflicket wor⸗ den, und wenig Brauchbares zum Vorſchein. Wo moͤglich, ſucht der abgehende Paͤchter es ſo einzurichten, daß das Vieh gut bey Leibe, aber abgemolken, und kaum wieder begangen ſey, weil die Taxatoren nur auf ſein aͤußeres Anſehen Ruͤckſicht nehmen. Im Durch⸗ ſchnitt ſind die Taxatoren gegen den Guts⸗ herrn und fuͤr den abgehenden und antre⸗ tenden Paͤchter geſtimmt, beſonders wenn er ihres Standes iſt, und ſie daher leicht zu gewinnen weiß, mit ihnen in Verkehr geſtan⸗ den hat oder wahrſcheinlich treten wird. E 2 Meines —-— 68— Meines Erachtens hat alſo die Einrichtung der Englaͤnder große Vorzuͤge fuͤr den Gutsbe⸗ ſitzer; ſie hat es aber auch fuͤr den Paͤchter, wenn er ein rechtlicher und betriebſamer Wirth iſt, und fuͤr das Ganze, weil die Cultur und Production des Bodens durch ein gutes Inven⸗ tarium ungemein gewinnet. Sie einzufuͤhren, wuͤrde wohl einige Schwierigkeiten, jedoch an den meiſten nicht ſo große haben, wie man ſich vorſtellet. Es iſt jetzt faſt allenthalben eine große Concurrenz von Paͤchtern. Derje⸗ nige, welcher den Willen und das Vermoͤgen hat, ſein eigenes Inventarium aufzubringen, iſt im Durchſchnitt zuverläſſiger, als der ſich hierauf nicht einlaſſen will. Der Gutsherr kann den Pachtzins betraͤchtlich herabſetzen, wenn er vom Inventarium loskommt. Denn er verliert bey dieſem nicht nur die Zinſen, ſon⸗ dern bey jedem Pacht⸗Termin ein Drittel oder gar die Haͤlfte des Capitals. Ueberdem erſpart er ſich ſo viele Weitlaͤuftigkeiten und Verdruß beym Abzuge und Abgange jedes Paͤchters; und iſt wegen des Pachtgeldes und wegen Scha⸗ denserſetzung geſichert. Es wuͤrde aber allerdings um ſo mehr noͤthig ſeyn, einige andere Pacht⸗Bedingungen, die in England nach Verſchiedenheit der Gegend und der Wirthſchaft gemacht werden, eben⸗ falls rn; d gie Zävwal viücnt, deit claic theil i nter nan t, ha Gate u zahte, auft ſter Heu und lich vet nogen ſein. J ds Ding Mit auf viſeht ſ Am Haug Vemn d Angeme ber ſe und noch 4. de nrichtung en Gutsbe⸗ Pachter, er Wirth ultur und es Inven⸗ nufuͤhren, jedoch an wie man lenthalben Derje⸗ Vermoͤgen ubringen, 3 der ſich Gutsherr erabſetzen, t. Denn ſen, ſon⸗ tttel oder merſpart Verdruß haͤchters; gen Scha⸗ ſo mehr ngungen, Gegend , eben⸗ falls — 69— falls unter gehoͤrigen Modificationen nachzuah⸗ men; daher ich mich hierbey noch etwas auf⸗ halte. Zuweilen wird die Kopfzahl des Viehes beſtimmt, welches der Paͤchter halten ſoll. Dies iſt aber nicht ſehr gebraͤuchlich, die Spe⸗ culation ſehr einſchraͤnkend, und wohl mehren⸗ theils uͤberfluͤſſig, wenn es nur dem Paͤchter unter namhafter betraͤchtlicher Strafe unterſagt iſt, Heu und Stroh zu verkaufen oder vom Gute zu verfahren. Hierauf ſollte jeder Ver⸗ pachter, beſondre Localitaͤten ausgenommen, aufs ſtrengſte und aufmerkſamſte halten. Wird Heu und Stroh nur auf dem Hofe wirthſchaft⸗ lich verfuttert, ſo erfolgt derſelbe Duͤnger, es moͤgen mehr oder weniger Koͤpfe vorhanden ſeyn. Nicht aber richtet ſich die Quantitaͤt des Duͤngers nach der Kopfzahl. Daß kein Miſt auſſerhalb des Guts verfahren werde, verſteht ſich von ſelbſt. Zuweilen wird dem Paͤchter ein beſtimmtes Haushalts⸗ oder Ackerſyſtem vorgeſchrieben. Wenn dies das anerkannt Beßte und dem Boden Angemeſſenſte iſt, ſo thut man wohl daran. Aber ſelten iſt dies, ſelbſt in England, der Fall, und noch ſeltener wird es gewiſſenhaft beobach⸗ tet. Der Paͤchter wird nur gar zu leicht indu⸗ cirt, ———— — cirt, davon heimlich, und dann wohl immer zum Nachtheil des Ackers, abzuweichen. Wo Weiden fuͤr Rindvieh oder Schafe den Haupt⸗ theil der Wirthſchaft ausmachen, da wird das Aufbrechen derſelben entweder voͤllig, oder doch nur bis auf einen ſehr geringen Theil unterſagt. In ſolchen Diſtrikten iſt Stroh und Winterfut⸗ terung ſehr ſelten und koſtbar. Wenn daher der Gutsbeſitzer den Aufbruch eines Theils der Weiden nach einer zweckmaͤßigen Ordnung und Vorſchrift erlaubte, ſo wuͤrde der Paͤchter oft das Doppelte zu bezahlen und dennoch mehr Vortheil zu machen im Stande ſeyn, ohne daß ſich das Weideland verſchlimmerte, wenn nur darauf gehalten wuͤrde, daß das aufgebrochene Land, nachdem es eine beſtimmte Reihe von Fruͤchten abgetragen, in guter Duͤngung, woran es ſolchen Gegenden nicht fehlt, und mit guten Saͤmereyen wieder zu Graſe eindreeſchte. Wuͤrk⸗ lich haben diejenigen Gutsbeſitzer, welche unter erforderlicher Aufſicht verſtaͤndigen Paͤchtern jene Erlaubniß gaben, den Zuſtand ihrer Guͤter betraͤchtlich verbeſſert; wogegen ſich freylich andre, die es ohne Einſicht und Aufmerkſamkeit, um nur hoͤheres Pachtgeld zu erhalten, erlaub⸗ ten, ſehr geſchadet haben. Das Beyſpiel der ketzteren hat denn alle, die den Unterſchied nicht kennen, abgeſchreckt. Wo das Norfolker oder ein dieſem aͤhnliches Ackerſyſtem eingefuͤhrt iſt, da p bil ma aaaht lplaufe n gieffatern de Aces umt R zen bate 3h bande enthi häffe. gtn ſcherer ſcidigu tenn ſi nnd aucb gang ode dacſame drvit des de konnen gen un werden vhl immer hen. Wo en Haupt⸗ wird das oder doch unterſagt. Winterfut⸗ denn daher Theils der dnung und dchter oft och mehr ohne daß wenn nur gebrochene Reihe von g, worau nit guten .Wuͤrk⸗ chhe unter Pächtern er Guͤter freylich kſamkeit , exlaul⸗ ſpiel der jed nicht ker oder üirt iſt, da — 71— da haͤlt man ſtrenge darauf, daß der Acker nur ein Jahr ums andre Korn, oder doch in einem Umlaufe nur zur Haͤlfte Korn, zur Haͤlfte aber Viehfutterung trage. Ein beſtimmter Theil des Ackers muß mit Klee und Gras, ein ande⸗ rer mit Ruͤben, Kartoffeln, Kohl und derglei⸗ chen Futtergewaͤchſen beſtellet werden. In Anſehung der Ausbeſſerung der Ge⸗ baͤude und Befriedigungen uͤbernimmt der Eigenthuͤmer die Anſchafſung der Materialien, der Paͤchter aber gewoͤhnlich die Fuhren; auch das Arbeitslohn, zuweilen ganz, zuweilen zur Haͤlfte. Dieſe Einrichtung hat gewiß ſehr große Vortheile, weil der Eigenthuͤmer nun ſicherer ſeyn kann, daß der Paͤchter kleine Be⸗ ſchaͤdigungen, die wie ein Krebs um ſich greifen, wenn ſie vernachlaͤſſiget werden, fruͤh anzeigen und ausbeſſern werde. Da er das Arbeitslohn ganz oder zur Haͤlfte tragen muß, ſo hat er ein wachſames Auge auf die Arbeiter, und behan⸗ delt mit ihnen die Arbeit aufs genaueſte, wel⸗ ches der Gutsherr nicht ſo gut wuͤrde thun koͤnnen. Er vermeidet auch alle Beſchaͤdigun⸗ gen und was ſonſt den Gebaͤuden nachtheilig werden koͤnnte, mit Sorgfalt. Das Das Kachtgeld wird ubrigens nach dem lüe Flaͤchen⸗Inhalt und der Guͤte des Bodens an⸗ b lüſc d geſchlagen. Der Acker gilt etwas Beſtimmtes. uulite Wo der Boden von verſchiedener Guͤte iſt, da liung wird die Pacht, welche jedes Feld giebt, ge⸗ woͤhnlich beſonders beſtimmt; zuweilen wird es V bii im Durchſchnitt genommen. Mehrentheils ſind aber die Pachthoͤfe ſo gelegt, daß ſie gleiches Land haben. Hieraus ergiebt ſich denn die 9 9 Pacht⸗Summe. Einzelne Verpachtung gewiſſer(e Stuͤcke findet in der Regel nicht Statt; auch V darf der Paͤchter nichts verafterpachten, ſondern, y was zum Hofe gehoͤrt, muß zuſammen bleiben V de und zuſammen bewirthſchaftet werden. Es lü wuͤrde keinem Paͤchter erlaubt ſeyn, ſtatt des f Lohns Land auszugeben, um z. B. Flachs dar⸗ 1) auf zu bauen; weil hieraus eine Schmaͤlerung kun der des Duͤngers erwuͤchſe. So iſt auch der Bau V mtliher der Handelsgewaͤchſe nur in gewiſſen Gegenden V wier 6 erlaubt. Hof und Gebaͤude werden zwar nicht Wf directe in Anſchlag gebracht, aber Ruͤck⸗ V imn 4 ſicht wird allerdings vom Paͤchter darauf V 1 din genommen. Auf einem gut bebaueten Hofe wird unl d der Acker leicht um einen Schilling theurer be⸗ inmer zahlt, als auf einem, der alte, verfallene, unbe⸗ nahen queme Gebaͤude hat. nahne t unbegrii iniger h Ueber tach dem bodens an⸗ eſtimmtes. te iſt, da ziebt„ge⸗ en wird es theils ſind ie gleiches denn die p gewiſer att; auch ſondern, en bleiben den. Es ſtatt des lachs dar⸗ malerung der Bau jegenden ar nicht r Ruͤck⸗ darauf Hofe wind heurer he⸗ ne, unbe⸗ leber — 73— Ueber die verſchiedene Verpachtungsart in Ruͤckſicht der Pachtzeit muß ich mich noch etwas deutlicher erklaͤren, als ich es S. 22 u. f. der Einleitung gethan habe. Es giebt naͤmlich in England 1) Pachtungen auf Willkuͤhr(at will); 2) Pachtungen auf beſtimmte Termine (leases); 3) Pachtungen auf eines, auch auf zwey oder dreyer Menſchen Lebenszeit(at life). 1) Bey Pachtungen auf Willkuͤhr kann der Gutsherr dem Paͤchter, nach ſechsmo⸗ natlicher Kuͤndigung, zu jeder Zeit und ohne weitere Gruͤnde anzugeben, ſagen: Zieh ab! Und der Paͤchter kann auf eben die Art abgehen, wann er will. Folglich kann auch der Eigen⸗ thuͤmer zu jeder Zeit die Pacht erhoͤhen, und der Paͤchter muß ſie bezahlen, wenn er bleiben will. Dieſe Einrichtung iſt in England noch immer die gemeinſte, und in einigen Grafſchaften machen ordentliche Contracte nur eine Aus⸗ nahme von der Regel. Es ſcheint uns beynahe unbegreiflich, wie ſich der Ackerbau dabey zu einiger Hoͤhe heben, wie er ſich darauf erhalten konnte. konnte. Man ſollte glauben, jeder Gedanke an Verbeſſerungen, deren Fruͤchte ſich erſt nach Verlauf von mehreren Jahren erndten laſſen— and was iſt Ackerbau ohne dieſe?— muͤſſe dadurch unterdruͤckt worden ſeyn. Dennoch iſt die Sache, bis auf die neueſte Zeit, noch beſſer gegangen, als man erwarten durfte. Ohne Zweifel ſtammt dieſe Einrichtung noch aus jenen finſtern Zeiten her, wo man den Ackerbau als ein ſclaviſches, kunſtloſes Gewerbe betrachtete, und es unter der Wuͤrde eines Ritters hielt, mit einem Bauern einen foͤrmlichen Contract zu ſchließen, und ihn, wenn er deſſen Bedingungen erfuͤllete, frey und unab⸗ haͤngig auf ſeinen Guͤtern zu ſehen. Wenn ſich dieſes Vorurtheil in England gleich fruͤher wie anderswo verlor, und man daſelbſt laͤngſt mit Cicero den Ackerbau fuͤr das beßte, reizendſte und eines freyen Mannes wuͤrdigſte Gewerbe hielt(omnium rerum, ex quibus aliquid acquiritur, nihil est agricultura melius, nihil dulcius, nihil uberius, nihil ho- mine libero dignius): ſo iſt es doch haupt⸗ ſaͤchlich wohl noch der Stolz der Großen und reichen Gutsherren, der dieſe widerſinnige Ein⸗ richtung bisher aufrecht erhalten hat. Von Jugend auf gewohnt, eine gewiſſe Unterwuͤrfigkeit, ein anſetd grſam von tren boh fegende 8 9 teiſcie deſenwil Laſtäne won Füt püchter, richt nur en Juten benühet ſ konmen, züzangen, der heſe dußend fün gel fegt und: ſter Eth⸗ dun ſeinen is äinen Nächer a da ſch orden ger geit i ihre Pahh ung zu dähne t Gedanke herſt nach laſſen— — müͤſſe Dennoch eſte Zeit, erwarten einrichtung wo man kunſtloſes er Wuͤrde ern einen hn, wenn und unab⸗ Wenn ſich üͤher wie ingſt mit reizendſte Gewerbe aliquid melius, ahil ho- dch haupt⸗ gfen und nige Ein⸗ t. Von Uniukeit ein — 75— ein reſpectvolles Betragen und unbedingten Ge⸗ horſam von ihren Farmers zu verlangen, haben ſie dieſen bisher den hoͤheren Ertrag und die taͤglich ſteigende Verbeſſerung ihrer Guͤter aufgeopfert. In verſchiedenen Gegenden Englands uͤbertrifft die freywillige Unterthaͤnigkeit der Paͤchter, dem Anſcheine nach, alles, was wir in Deutſchland von pflichtiger Unterthaͤnigkeit kennen. Der Paͤchter, der eine gute Pachtung hat, befolgt nicht nur die Befehle ſeines Gutsherrn und deſ⸗ ſen Intendanten aufs puͤnktlichſte, ſondern bemuͤhet ſich, allen ſeinen Wuͤnſchen zuvorzu⸗ kommen, erweiſt ihm alle moͤgliche Ehrenbe⸗ zeigungen, bedankt ſich tief fuͤr die Ehre, wenn der Haſe voran und der Herr mit ein paar Dutzend Reutern und Hunden hinterdrein durch ſeine Felder ſprengt; futtert des Herrn Hunde, hegt und pflegt ſein Wild; kurz, kein deut⸗ ſcher Erb- Lehn⸗ und Gerichtsherr kann das von ſeinen leibeigenen Unterthanen erwarten, was ein engliſcher Country⸗Squire von ſeinem Paͤchter auf Willkuͤhr hat. Dagegen lebten denn auch die Paͤchter, die ſich ordentlich und gehorſam betrugen, vor eini⸗ ger Zeit noch, in der vollkommenſten Sicherheit, ihre Pachtung zum alten Preiſe nicht nur lebens⸗ lang zu behalten, ſondern ſie auch auf ihre Soͤhne und Schwiegerſoͤhne oder Verwandte ver⸗ vererben zu koͤnnen. Sie waren ſogar der Einwilligung ihrer Gutsherren verſichert, wenn ſie ihre Pachtung einem Fremden, bey dem nichts Beſonderes zu erinnern war, fuͤr Geld abtreten wollten. Sie machten jede Verbeſſe⸗ rung, die ihnen zweckmaͤßig ſchien, in der ſichern Hoffnung, daß ſie ſich nach Jahren be⸗ zahlen wuͤrde, und errichteten oft ganz auf ihre Koſten neue Wohnhaͤuſer und Haushaltsgebaͤude. Sie ſtanden effective in demſelben Verhaͤlt⸗ niſſe, wie bey uns die Erbmeyer; nur erkann⸗ ten ſie ſich abhaͤngiger. Dieſes Verhaͤltniß hatte in der That viel Anziehendes fuͤr den Gutsherrn und den Paͤch⸗ ter; und es gab eine Zeit, wo es der Aufnahme des Ackerbaues minder nachtheilig war, wie die Zeitpacht. Weil der Paͤchter ſeinen Pacht⸗ hof fuͤr ſich und die Seinigen beſtaͤndig zu be⸗ halten hoffte, ſo wandte er auf die Verbeſſerung des Bodens, was er konnte, und vermied ſorg⸗ faͤltig jede Erſchoͤpfung deſſelben. Wenn auch das geringe Pachtgeld Einige zur Vernaͤchläͤſſi⸗ gung ihres Ackerbaus veranlaßte, indem ſie doch bey einer ſchloddrigen Wirthſchaft in Wohl⸗ ſtand gekommen waren; ſo gab es doch Andern mehr Anreiz, durch Verbeſſerung ihres Haus⸗ halts ihr Vermoͤgen betraͤchtlich zu vermehren. Auch hatten Gutsherren, welche ſich ſelbſt um den —— ullab ſaht/ ih gnähen, Plein ſch vetönd de da de dern ud einem po in Englan handebbge Tiebe, de Tht ſehr gi allem Ve ben vern butshern Väter nich i de oer bi dhen, ben id äübere bennijnr den Va Nun das Unſ⸗ belbſt d 4 err eine en ſogar der ſcert, wenn „ hey dem „ far Geld de Verbeſſe⸗ jen, in der Jahren be⸗ garz auf ihre haltsgebude. Ilen Verzl⸗ nur erkann⸗ That biel dden Päch⸗ Aufnahme war, wie nen Pacht⸗ dig zu be⸗ erbeſſerung mied ſorg⸗ Wenn auch ernachliſt indem ſe ft in Vuhl och Andern res Hall⸗ vermehren. hſebſt um den — 77— den Ackerbau bekuͤmmerten, es mehr in ihrer Macht, ihre Paͤchter zu beſſern Landwirthen zu machen. Allein, ſeit einiger Zeit hat ſich dieſes alles ſehr veraͤndert. Der alte Geiſt der Ritterſchaft, der den Druck des Feudal⸗Syſtems ſo ſehr mil⸗ derte, und gegen die Unterthanen ſich haͤufig mit einem patriarchaliſchen Sinn verknuͤpfte, wich in England, vielleicht mehr wie irgendwo, dem Handelsgeiſte und einem oft unerſaͤttlichen Triebe, ſeine Einkuͤnfte zu vermehren. In der That war auch der Werth des Geldes ſo ſehr gefallen, daß der alte Pachtzins auſſer allem Verhaͤltniſſe kam; die Taxen und Abga⸗ ben vermehrten ſich mit jedem Tage, und die Gutsherren konnten mit den Revenuͤen ihrer Vaͤter nicht mehr ſtandesmaͤßig leben. Daher ward das Pachtgeld, von einigen zwar mit großer Billigkeit und Vorſicht, von andern aber, wenigſtens mit anſcheinender Haͤrte und Uebereilung, erhoͤhet; und wer es nicht bezahlen wollte, mußte weichen, und einem Frem⸗ den Platz machen. Nun fingen die Paͤchter auf Willkuͤhr an, das Unſichere ihrer Lage lebhaft zu fuͤhlen. Selbſt die, welche keine Urſache hatten, ſich uͤber eine hoͤchſt billige Erhoͤhung ihres Pacht⸗ geldes geldes zu beſchweren, waren doch, der Zukunft wegen, unruhig. Auf eine Steigerung kann die zweyte und dritte bald nachfolgen; und wenn der alte Herr noch billig denkt, was wird der Erbe thun, der ſo locker in London lebt! Ich habe meinen Farm verbeſſert, dachten die mei⸗ ſten, das iſt dem Herrn, das iſt andern Päch⸗ tern aufgefallen, die mich nun verdraͤngen wollen. Ich habe ihn ja ſonſt nicht beleidigt! Das erhoͤhete Pachtgeld muß und kann ich dies⸗ mal wohl bezahlen, aber ich will mich wohl huͤten, meinen Boden ferner zu verbeſſern, will lieber herausziehen, was ich kann, und wenig darauf wenden, damit Andern die Luſt dazu vergehe. Mein Wohlſtand iſt vielleicht zu merklich geworden; ich will ihn ſchon verbergen, will jammern und klagen, um Aufſchub der Zahlungstermine bitten, ſchlechteres Vieh, ſchlechteres Geſchirr halten, will oͤffentlich keine Gaſtfreundſchaft mehr uͤben, ſondern lieber mit meinen Cameraden, denen es eben ſo geht, ganz insgeheim zechen; will weniger Almoſen geben, und Andern weniger Gutes thun. So mußte bey dieſer Einrichtung, die nur auf alte Zeiten paßt, nach dem natuͤrlichen Laufe der Dinge, in unſern Tagen der Ackerbau lei⸗ den, und der moraliſche Character der Farmer verdorben werden. Dies ſieht jeder Verſtaͤndige zum nan ger3 nig ſchen haapded Atehbane felbſ her teranlaßt keh veiten uf Wilki del noch tic bernande nehmeren büter jer kerniſen, de ihnen ha it E ſind heree Zetächer haͤngt en kennen ſ du wenig, iichten, u Aden au gen an der Zukunſt gerung kann ; und wenn as wird der lebt! Ich ten die mei⸗ ndern Päch⸗ verdraͤngen iht beleidigt/ aann ich dies⸗ mich wohl eſſern, wil und werig e Luſt dazu diellicht zu en verbergen, ſufſchub der eres Vieh, ntlich keine leber mit n ſo geht⸗ er Almoſen thon. ng; de Hut rliherlauf ſckrbau li⸗ der Farmer Perfündige zum zum Voraus ein, aber auch der Augenſchein lehrt es, da in allen den Gegenden, wo es nur Paͤchter auf Willkuͤhr giebt, der Ackerbau jetzt weit ſchlechter betrieben wird, als in denen, wo man zur Zeitpacht uͤbergegangen iſt. Einſtim⸗ mig ſetzen die Einſichtsvolleren dies unter die Haupthinderniſſe, welche die Aufnahme des Ackerbaues in den neuern Zeiten verhindert, ja ſelbſt heruntergeſetzt und den Mangel ſo haͤufig veranlaßt haben. Denn noch immer ſteht der bey weiten groͤßere Theil der engliſchen Paͤchter auf Wilkkuͤhr. Die Urſache, warum man dieſe Einrichtung noch nicht mehr abgeaͤndert und in Zeitpacht verwandelt hat, liegt theils im Stolze der vor⸗ nehmeren Englaͤnder. Sie wollen auf ihren Guͤtern jene Unterwuͤrfigkeit ihrer Paͤchter nicht vermiſſen, und dieſe finden ſie bey Zeitpaͤchtern, die ihnen gut und ordentlich bezahlen, nicht. Hier iſt Euer Pachtgeld, ſagen dieſe, und wir ſind Herren auf unſerm Hofe. Findet ſich ein Zeitpaͤchter von ſeinem Pachtherrn gekraͤnkt, ſo haͤngt er ihm einen Proceß an. Theils aber kennen ſie ihre Guͤter und die Landwirthſchaft zu wenig, wiſſen die Pachtcontracte nicht einzu⸗ richten, und beſorgen, daß ein Zeitpaͤchter den Boden ausſauge. Das Verlangen nach Pach⸗ tungen auf Termine(leases) iſt fuͤr jetzt ſehr ſehr groß, und alle gute Wirthe, die das Pra⸗ caire ihrer Lage, als Willkuͤhr⸗Paͤchter, fuͤhlen, bieten hohes Pachtgeld. Die gegruͤndetſten Bedenktüheiten⸗ welche viele Gutsbeſitzer ey 2) Pachtungen auf feſtgeſetzte Termine(leases) haben, beſtehen darin, daß der Paͤchter bey kuͤrzern Terminen von 7 Jahren nichts zur reellen Verbeſſerung des Guts thun, es vielmehr, wenn es ſein Vortheil auf dieſe Zeit mit ſich bringt, deterioriren werde. Es laͤßt ſich auch von einem intereſſirten Paͤchter, der nicht ſicher iſt, ſeinen Pachtcontract erneuert zu erhalten, kaum etwas anderes er⸗ warten, wenn er freye Haͤnde hat. Bey Guͤ⸗ tern, die einmal in gehoͤrige Schlagordnung gebracht, wo die beßtmoͤgliche Wirthſchaftsart eingefuͤhrt worden, z. B. im groͤßten Theile von Norfolk, hat dies keine Gefahr, weil der Paͤch⸗ ter dabey bleiben muß, oder kleine Abweichun⸗ gen ihm leicht vorgeſchrieben werden koͤnnen. In dieſer Ordnung ſind aber Guͤter, die bisher auf Willkuͤhr verpachtet waren, nicht; ſie ſind nach den Ideen des Paͤchters bald mehr, bald minder gut bewirthſchaftet worden. Bey dieſen irregulairen Wirthſchaften häͤlt es ſchwer, dem Paͤchter eine zweckmaͤßigere Einrichtung, wobey der Boden das Seinige hervorbringen, aber auch nicht it dcter 1 woch ſü teſt u Ragd das deWiſer d wit Notz l Stlen ſat de am Ver lbau ei Wfenlic dräche haben m detkaufet bleibt d ſehüri kaun mat laſen, we Lieerab vicher A galänm wenigſen beſihet gen, A bon ſolch da ſer icer ſ nüſſen, uDde 29 5 2, de das Pra⸗ üchte, fühlen, gegrundetſten „Gibeſizer feſtgeſette beſtehen daii Terwiven ben erheſſerunj des ſein Vorteil deterioriren intereſſirten Pachtcontract z anderes er⸗ t. Vey Gi⸗ ſchlagordnung rtſſchaſtzart Theile von il der Paͤch⸗ Abweichun⸗ den koͤnnen. , die bisher cht; ſie ſid wehr, lab . Wyydlſen ſchwe demn dung uüben en, gher auch richt — 8¹— nicht deteriorirt werden kann, vorzuſchreiben, und noch ſchwerer, auf die Erfuͤllung dieſer Vor⸗ ſchrift zu halten. Es iſt im Durchſchnitt die Regel, das Aufbrechen des Weideangers und der Wieſen zu unterſagen. Aber, wie oft koͤnnte dies mit Vortheil geſchehen, wenn ſie mit Moos uͤberzogen oder wegen waſſergalliger Stellen mit Seggen uͤberwachſen ſind, und, ſtatt derſelben, eine trockene unfruchtbare Koppel am Berge in Esparcette gelegt wuͤrde! Der Anbau eines reichlichen Viehfutters muß das Weſentliche aller Pachtbedingungen ſeyn. Wenn der Paͤchter, um dieſes zu benutzen, Vieh genug halten muß— denn, daß er davon nichts verkaufen duͤrfe, verſteht ſich von ſelbſt—, ſo bleibt der Boden gewiß in Kraft. Daß er gehörig beackert werde und nicht verwildere, kann man ziemlich ſeiner eigenen Sorge uͤber⸗ laſſen, wenn er ſeinen eigenen Vortheil verſteht. Wie er aber das Viehfutter gewinnen, und von welcher Art es ſeyn ſolle, iſt bey ſolchen irre⸗ gulairen Wirthſchaften ſchwer vorzuſchreiben; wenigſtens verſtehen es wohl die meiſten Guts⸗ beſitzer nicht. Wahre, daurende Verbeſſerun⸗ gen, Abwaͤſſerungen, Mergeln, Kalchen, ſind von ſolchen Paͤchtern am wenigſten zu erwarten, da ſie die Fruͤchte davon einzuerndten nicht ſicher ſind, vielmehr um deſto eher beſorgen muͤſſen, daß man ihnen, ohne erhoͤhetes Pacht⸗ 2u Bds. 2te Abtheil. F geld, - 82— geld, keinen neuen Termin zugeſtehen werde, je beſſer der Boden im Stande iſt. Daher haben die Guͤter bey den meiſten kurzen Zeit⸗ pachten mehr verlohren, als vormals bey den willkuͤhrlichen Pachten, und dies ſchreckt man⸗ chen Gutsbeſitzer davon ab. Laͤngere Zeitpachten ſetzt man gewoͤhnlich auf neunzehn oder ein und zwanzig Jahre. Bey ſolchen Terminen kann ein guter Paͤchter ſchon auf Verbeſſerungen etwas verwenden, und die meiſten wuͤnſchen ſolche zu erhalten. Ohne allen Zweifel ſind ſie nicht nur fuͤr ihn, ſondern auch fuͤr den Staat und fuͤr das Grundeigen⸗ thum am vortheilhafteſten. Aber die Guts⸗ beſitzer entſchlieſſen ſich hierzu noch ſeltener. Eines Theils iſt der Pachtzins in den neueſten Zeiten, im Verhaͤltniß mit allem, ſchneller wie 7. je geſtiegen, und man hat alſo bereuet, zu wohl⸗ feil auf ſo lange Zeit verpachtet zu haben; an⸗ dern Theils glaubt man doch auch hierbey eine Deterioration der Guͤter in den Haͤnden der beßten Paͤchter zu bemerken. Wenn ein guter Paͤchter auf laͤngeren Termin ein Gut antritt, ſo wird er ohne Zweifel in den erſten Jahren auf Verbeſſerung des Ackers alle Aufmerkſamkeit wenden. Er wird ſich in Futtervorrath ſetzen, den Viehſtapel vermehren und verbeſſern, um reichlich durchduͤngen zu koͤnnen, wenn er auch einen tun ddet gfexſen m üfen! de Endeen dEnded dr pache val a in wenget halte, tteide au de Ganten ich zri den lfn ſo wa dhne die tur 3Ji in Gtan äher der dies ſchre acht⸗Te deſ inn Nan den Ie derjenige geſichert die Pwo Verpacht ehen werde, ſt. Daher urzen Zeit⸗ ls bey den Hreckt man⸗ gewoͤhnlich ahre. Bey aichter ſchon —, und die n. Ohne n, ſondern rundeigen⸗ die Guts⸗ h ſeltener. en neueſten neller wie zu wohl⸗ aben; an⸗ erbey eine unden der ein guter ut antrit, een Jahren erkumkeit ath ſehen, ſern, um ner auch einen — 33— einen oder den andern Getreideſchlag daruͤber aufopferte. Um die Mitte der Pachtzeit wird der Efſect hiervon am auffallendſten werden, die Erndten am ſtaͤrkſten ſeyn. So wie aber das Ende des Pacht⸗Termins herannahet, wird der Paͤchter das wieder herauszuholen ſuchen, was er im Anfange zugeſetzt hat. Er wird weniger Futterkraͤuter bauen, weniger Vieh halten, weniger duͤngen; dagegen mehr Ge⸗ treide ausſaͤen. In den letzten Jahren werden die Saaten, gegen die in den mittlern, betraͤcht⸗ lich zuruͤckſtehen; und da man nur dieſe, nicht den Anfang des Pacht⸗Termins, vor Augen hat, ſo wird man ſich uͤber Deterioration beklagen, ohne Urſache dazu zu haben. Ich habe noch vor 35 Jahren geſehen, was mein Boden zu leiſten im Stande iſt, wird der Grundherr ſagen; aber der Paͤchter hat ihn mir ausgeſogen. Dies ſchreckt denn andere von ſolchen langen Pacht⸗Terminen 12 ab. Indeſſen bleibt es gewiß, daß jede Pachtung ihre Maͤngel habe, und daß kein Zeitpaͤchter den Boden in dem Stande erhalten koͤnne, wie derjenige, dem der Beſitz deſſelben auf immer geſichert iſt; daß folglich der Ackerbau und die Production im Allgemeinen bey allen Verpachtungen verliere. F 2 Man Man hat in Eugland, wo der bey weitem groͤßte Theil des Ackerbaues von Paͤchtern betrie⸗ ben wird, ſehr viel daruͤber nachgedacht, dieſes Uebel zu heben, und durch gewiſſe Einrichtungen des Pacht⸗Contracts den Paͤchter zur moͤglichſt⸗ zweckmaͤßigen Anſtrengung zu vermoͤgen, und den Verpachter hinwiederum zu ſichern; oder, mit andern Worten, eine ſolche Betreibung der Wirthſchaft vorzuſchreiben, wobey der Boden den moͤglichſt⸗hoͤchſten Ertrag abwerfen kann, ohne erſchoͤpft zu werden, folglich den Vortheil des Paͤchters, des Verpachters und des Staats— der bey der Vermehrung der Production ſo groſ⸗ ſes Intereſſe hat— zu vereinigen. Allein, unter allen Vorſchlaͤgen iſt keiner, der mir gefaͤllt. Einſichtsvollere ſind ziemlich uͤberein⸗ ſtimmend der Meynung, daß alle zu puͤnkt⸗ liche Vorſchriften in den Pacht⸗Contracten nichts taugen; daß ſie nur die Tendenz haben, jede Bewirthſchaftung, die beſſen als die vorgeſchrie⸗ bene iſt, zu verhindern, ohne eine ſchlechtere verhuͤten zu koͤnnen. Ohne die dem Paͤchter und Verpachter gleich laͤſtige Aufſicht in An⸗ ſchlag zu bringen, findet erſterer tauſend Mit⸗ tel, die Vorſchriften zu eludiren, und ſeine Abweichungen zu bemaͤnteln. Ueberdas haben ſie fuͤr das Ganze das Ueble, daß ſie unterneh⸗ mende und ſpeculirende Koͤpfe, die obenein ein Kapital in Haͤnden haben, von der Land⸗ wirthſchaft ntiſtiñ i dem li ſr ſin dennüge der G Vohuifte betger nage d dieſen f iirig ll k teſens d z ghen, dhwe Gſe leſſerung rerden tü henden, in ſeiem Läte wſ ſen, tich hatri de ethäh Anthell halken. deſer 30 fung zu bey weitem tern betrie⸗ ht, dieſes lichtungen moͤglichſt⸗ gen, und rn; oder, bung der der Boden fen kann, Vortheil btaats— n ſo groſ⸗ Allein, der mir h überein⸗ zu pünkt⸗ en nichts en, jede xgeſchrie⸗ chlechtere Pachter t in Ar⸗ ſend Mir und ſiine das haben unterneh⸗ obenein der Land⸗ inthſchaft — 85— wirthſchaft zuruͤckſchrecken. Ein ſolcher wird ſich denn lieber jedem andern Fache, worin er fuͤr ſeine Talente, ſeine Thaͤtigkeit und ſein Vermoͤgen freyeren Spielraum hat, widmen, als der Landwirthſchaft, die, bey ſo poſitiven Vorſchriften, zum ſklaviſchen Handwerke wieder herabgewuͤrdigt wird. Es werden dann nur traͤge, einfaͤltige und unvermoͤgende Leute zu dieſem fuͤr den Staat ſo wichtigen Gewerbe uͤbrig bleiben. Es kommt bey Verpachtungen meines Er⸗ meſſens darauf an, dem Paͤchter die Sicherheit zu geben, daß er nicht muthwillig, und nicht ohne Erſatz ſeiner beſchafften ausdauernden Ver⸗ beſſerungen, aus ſeiner Pachtung herausgeſetzt werden koͤnne, um ihn zu bewegen, alles anzu⸗ wenden, was zur Verbeſſerung des Guts in ſeinem Vermoͤgen ſteht. Auf der andern Seite muß aber auch der Verpachter geſichert ſeyn, nicht nur das Pachtgeld nach Ver⸗ haͤltniß des ſteigenden Werths der Producte erhoͤhet zu ſehen, ſondern obendrein ſeinen Antheil an der Verbeſſerung des Gutes er⸗ halten. Folgender Vorſchlag zur Vereinigung dieſer Zwecke ſcheint mir eine genauere Pruͤ⸗ fung zu verdienen. Nach⸗ 36— Nachdem das Pachtgeld zwiſchen Paͤchter und Verpachter auf die naͤchſten zwoͤlf Jahre ausgemittelt worden, ſo beſtimme man das Verhaͤltniß, worin dieſes mit den Kornpreiſen der letzt verfloſſenen zwoͤlf Jahre ſtehet. Dann werde feſtgeſetzt, daß der Paͤchter nach Verlauf dieſes erſten Termins ſeine Pachtung behalten ſolle, wenn er das Pachtgeld einen zweyten gleichen Termin hindurch, nach Verhaͤltniß des Durchſchnitts⸗Preiſes des Getreides im erſten Termin, mit einer Erhoͤhung von 5 p. C. bezahlen will. Das erſte Pacht⸗ quantum habe z. B. 1000 Rthlr. betragen, und der 12jaͤhrige Durchſchnitts⸗Preis des Getreides ſey 1 Rthlr. geweſen. Wenn nun der Durchſchnitts⸗Preis des Getreides waͤhrend des erſten Termins auf 1 ½ Rthlr. geſtiegen iſt, ſo bezahlte der Paͤchter fuͤr den naͤchſten Termin jaͤhrlich 1166½ Rthlr. und 3 p. C. mehr, folglich 1225 Rthlr. Will der Paͤchter nicht bleiben, ſo ſteht es ihm frey, ein Jahr vor Ablauf dieſes Termins zu kuͤndigen. Will der Gutsbe⸗ ſitzer hingegen kuͤndigen, ſo kann er es vierzehn Tage ſpaͤter, als es vom Paͤchter haͤtte geſchehen muͤſſen, thun; muß dann aber dem Paͤchter noch ein dreyzehntes Jahr, und dieſes ooͤllig pachtfrey, laſſen. Findet ſich der Paͤchter hierdurch nicht be⸗ wogen, kühel, tt ziet Ben T grejih gherr dat uh beün dudert n Voh ſ richt ae Pächtet auf 124 ds zveht dingungen gelden de ſihen, laune ge uf jeden ſen bezah unß, daß die beſe derins Pahet Sährdens Verpaht Nachtzin gleichem ich üͤber 5„ ⁸ n Pachter ulf Jahre man das rupreiſen . Dann Verlauf behalten n zweyten Verhaͤltniß eides im ung von 1 Pacht⸗ betragen, -reis des Wem Getreides 2 Athlr. bter fuͤr Rthlr. JRthlr. ſteht es dieſes Gutsbe⸗ n er& Päthter uß dann eyjehntes laſen. nict be⸗ wogen, 2— 87— wogen, abzuziehen, das Gut vielmehr unter ſeiner Bewirthſchaftung ſo verbeſſert, daß er das Freyjahr nicht annehmen, vielmehr noch hoͤhere Pacht bezahlen will, ſo bietet er noch beſtimmte Procente, z. B. 5 vom Hundert mehr. Will der Verpachter dieſen Both, ſammt Entſagung des Freyjahrs, nicht annehmen, ſo iſt er ſchuldig, dem Paͤchter auch das mehr gebothene Pachtgeld auf 12 Jahre zu bezahlen. Bey Ablauf des zweyten Termins treten dieſelben Be⸗ dingungen ein, und ſo fort bey allen fol⸗ genden. Der Paͤchter iſt hierdurch ziemlich ge⸗ ſichert, daß ihm die Pachtung nicht nach Laune gekuͤndiget werden koͤnne, und daß er auf jedem Fall die bewuͤrkten Verbeſſerun⸗ gen bezahlt erhalte. Je mehr er beſorgen muß, daß ihm die Pacht gekuͤndiget werde, deſto beſſer wird er das Gut zu Ende des Termins im Stande halten, weil er den Pachter aufbieten und ihn zu ſtaͤrkerem Schadens⸗Erſatz verpflichten koͤnne. Der Verpachter iſt nicht nur ſicher, daß ſein Pachtzins mit den Preiſen der Fruͤchte in gleichem Verhaͤltniſſe ſteige, ſondern, daß er ſich uͤberdies von 12 zu 12 Jahren mit z p. C. zum mindeſten erhoͤhe, und oben⸗ ein — 388— ein ſein Boden ſich viel verbeſſere. Findet V gfhn er es ſeinem Intereſſe dennoch angemeſſener, V I2un das Gut zuruͤckzunehmen, ſo kann er es gegen 4 eine proportionirte Schadloshaltung des Paͤch⸗ b mchſhu ters nach Ablauf jedes Termins thun. tüüge eu V mſbicend Bey ſolchen Bedingungen wuͤrden ſich ohne m Zweifel rechtliche Paͤchter einfinden, die mehr dnan auf wahre Verbeſſerung als auf Aushungerung mur der hinarbeiten. Nur muͤßte man freylich, nach der fmn kann jetzt beliebten Art, es nicht aufs Meiſtgeboth t kumme ankommen laſſen. Denn dabey kann man, b denih de zumal in den jetzigen Zeiten, ziemlich gewiß mie ſ ſeyn, entweder einen unverſtaͤndigen oder einen der Nien aufs Ausſaugen abzweckenden Paͤchter zu erhal⸗ mitime ten. Der Schaden, den beyde thun, wird Sammer, durch den hoͤheren Pachtzins nicht erſetzt. ſhue. dem iher Vor allem iſt wohl bey landesherrlichen Domainen dahin zu ſehen, daß man rechtliche auf in Paͤchter durch liberale und fuͤr die Folge ſichernde(AR lle) Bedingungen herbeyziehe. Der Fuͤrſt kann ſich Gnm de nicht als bloßer Gutsbeſitzer, er muß ſich als natbiid, Landesherr betrachten, und den Vortheil, wel⸗ eitzacn, cher dem Staate aus einer guten Bewirthſchaf⸗ ann kn tung der Domainen und vermehrter Production anngedeihe erwaͤchſt, vor allem in Anſchlag bringen. den erſen Denn, auf vermehrte Production des Ackers ahlt beruhet Bevoͤlkerung, Manufacturen, Kandel, ns nur Wohl⸗ e. Findet gemeſſener, es gegen des Pach⸗ . ſich ohne die mehr hungerung h, nach der leiſtgeboth ann man, lich gewiß der einen zu erhab⸗ un, wird e8t. errlichen rechtliche ſichernde kann ſich ſich als eil, we⸗ virthſchaf⸗ olletion bringen. 6 Ackers Handel, Wohl⸗ Wohlfahrt der Einzelnen, und die ganze Staͤrke des Staats. Domainen ſollten immer Muſter guter Bewirthſchaftung ſeyn— oft ſind ſie nur abſchreckende Beyſpiele. Eine hoͤchſt nach⸗ theilige Einrichtung iſt es, große Domainen meiſtbietend General⸗Paͤchtern zu uͤberlaſſen; und die Erlaubniß, ſie nach Gefallen wieder einzeln zu verpachten, iſt eine Einrichtung, die nur der Vorbote eines Staats⸗Banquerotts ſeyn kann. Der Vortheil, welcher denen zu gut kommen ſollte, die ſich durch einen guten Betrieb des Ackerbaues um den Staat verdient b machen, faͤllt hier in die Haͤnde der Vampyren der Nation; der Ackerbau aber hungert, und mit ihm alles. Doch, welcher Fuͤrſt, welche Cammer, wird noch einen ſolchen Gedanken hegen?— Wir gehen wieder zu den Englaͤn⸗ dern uͤber! Ihre ſdirecte Verpachtungsart iſt auf einer oder mehrerer Perſonen Lebenszeit (at life). Sie findet hauptſaͤchlich nur auf Guͤtern der hohen Geiſtlichkeit Statt. Es iſt natuͤrlich, daß dieſe Herren die Vortheile einer Leibzucht, deren Annehmlichkeit ſie aus Erfah⸗ rung kennen, auch ihren beguͤnſtigten Paͤchtern angedeihen laſſen. Vielleicht wird auch fuͤr den erſten Antritt einer ſolchen Pacht erklecklich bezahlt. Ein erblicher Gutsherr wird ſie hoͤch⸗ ſtens nur in dem Falle gewähren, wenn er ſeinen 5 2 1 A AA A — 90— ſeinen Paͤchtern perſoͤnlich ſehr zugethan iſt, oder ſie fuͤr geleiſtete Dienſte belohnen will. Der Pachtzins iſt dabey allemal hoͤchſt billig angeſetzt. Man findet aber faſt allgemein, daß die Wirthſchaft in ſolchen Diſtricten, wo es viele Paͤchter auf Lebenszeit giebt, hoͤchſt elend ſey. Es koͤnnen keine neue Einrichtungen, keine Gemeinheits⸗Aufhebungen vorgenommen werden, weil ein oder anderer lebenslaͤnglicher Paͤchter dagegen proteſtirt. „Nrrig Pit Gan V Dr Eti an für di rzzücer ld i At aben nſamme in ei eſcheene tbrach d die N zugethan iſt, elohnen will. hoͤcſſt billig t allgemein, ſtritten, wo iebt, hochſt nrichtungen, orgenommen enslaͤnglicher IV. „Vorzuͤge der groͤßeren oder kleineren Wirthſchaften, in Ruͤckſicht auf das Ganze. (Zu Seite 26.) Der Streit, ob groͤßere oder kleinere Pachtun⸗ gen fuͤr die National-Wohlfahrt im Ganzen zutraͤglicher ſeyen, iſt neuerlichſt wieder in Eng⸗ land ſehr lebhaft betrieben worden; und man hat abermals im Parlemente eine Bill, um die Zuſammenziehungen mehrerer kleinen Pachtun⸗ gen in eine große zu verhindern, und die ſchon geſchehenen wieder zu trennen, in Vorſchlag gebracht. Die Korntheurung gab dazu wie⸗ der die Veranlaſſung. Ob ſichs nun eich a bald erweiſen ließ, daß der Vorwurf, als waͤren die großen Paͤchter die Urheber der Korn⸗ theurung, nur der Nachhall ſtaatswirthſchaft⸗ licher Reden in Thee⸗ und Tabagie⸗Geſellſchaf⸗ ten ſey, und jener Vorſchlag alſo, aus den bereits angefuͤhrten Gruͤnden, keinen Eingang fand; man vielmehr einſah, daß die Korn⸗ ſcheuren und Fimmen großer und vermoͤgender Landwirthe noch das einzige Magazin der Nation waͤren, nachdem die Erndten kleinerer Wirthe laͤngſt verzehrt waren— ſo ſind doch bey dieſer Gelegenheit die Vorzuͤge der großen und kleinen Wirthſchaften heller ins Licht geſtellet worden. Da dieſe Frage auch bey uns mehr⸗ mals aufgeworfen iſt, und bey ihrer Unterſu⸗ chung ſich manches ergiebt, was den Landwirth nicht minder, wie den Geſetzgeber intereſſirt; ſo will ich das, was fuͤr die kleinen und fuͤr die großen Wirthſchaften geſagt worden, oder mei⸗ nes Ermeſſens geſagt werden koͤnnte, hier kurz anfuͤhren. Wenn hier aber die Rede von großen Wirth⸗ ſchaften iſt, ſo verſteht man darunter nicht Guͤter von fuͤnf und mehreren Tauſend Morgen Acker⸗ land, ſondern etwa von fuͤnf hundert bis tauſend engliſchen Aeckern cultivirten Landes, weil groͤſ⸗ ſere in England ganz ungewoͤhnlich ſind; unter kleinern aber ſolche, die 20 bis 80 Aecker haben. V in U ſut⸗ dder Bauer⸗ dir de getds af Lem Weib in ind Mih ritd er ſe nnd ſäine t ſenen! Senſe nch danit he Senſe un alen rſ i ril je ſine Riar At und V ſir aufzam ecri lth ſind imn niher, u e alein! oürden. in einer k lb in ein den Zugbe orwurf, als ber der Korn⸗ swirthſchaft⸗ Seſellſchaf⸗ d, aus den nen Eingang ß die Korn⸗ vermoͤgender Nagazin der en kleinerer ſind doch der großen ſct geſtellet uns mehr⸗ er Unterſu⸗ Landwirth intereſſirt; ind fuͤr die oder mei⸗ hier kurz ßen Wirth⸗ nicht Güter rgen Ater⸗ bis mauſend weil griſ ind; unter o Lecker haben. haben. Unter jenen kann man ſich alſo maͤßige Guts⸗ oder Amts⸗Wirthſchaften, unter dieſen — Bauer⸗Wirthſchaften denken. Fuͤr die kleinen Wirthſchaften laͤßt ſich fol⸗ gendes anfuͤhren: Wenn der kleine Paͤchter oder Bauer, mit Weib und Kind, und etwa etlichen Knechten und Maͤgden, ſelbſt die Arbeit verrichtet, ſo wird er fleißiger, wie jeder Lohnarbeiter ſeyn, und ſeine Gehuͤlfen ihm folgen muͤſſen. Wer zu ſeinen Leuten ſagt: kommt, laßt uns die Senſe nehmen und maͤhen!— wird mehr damit beſchicken, als wer ſagt: nehmt die Senſe und gehet zum Maͤhen!— Er iſt bey allen Geſchaͤften der Erſte, arbeitet vor, weiß, wie viel jeder thun kann, verſteht die Kunſt, ſeine Mitarbeiter in Athem zu erhalten, die Art und Weiſe, mit ſeines Gleichen umzugehen, ſie aufzumuntern. Seine Leute wiſſen, daß er ihre Arbeit aus Erfahrung ſchaͤtzen kann; ſie ſind ihm mehr zugethan, ſie fuͤhlen ſich ihm naͤher, arbeiten alſo gewiß gutwilliger, als ſie es allein um des Lohns und Brods willen thun wuͤrden. Daher wird mit denſelben Haͤnden in einer kleinen Wirthſchaft mehr ausgerichtet, als in einer großen. Derſelbe Fall tritt mit dem Zugvieh ein; es muß thun, was es ohne ſeinen ſeinen Nachtheil thun kann, wird aber nicht uͤbernommen; denn ſein Eigenthuͤmer fuͤhrt es ſelbſt. Weil Wirth und Wirthin alles unter den eigenen Haͤnden haben, ſo wird ſparſamer damit umgegangen, und alles aufs beßte benutzt. Er wartet ſeine Pferde, ſie ihre Kuͤhe ſelbſt, giebt ihnen, was ſie zu jeder Zeit brauchen, aber nicht mehr, und ſpart daher mehr Fut⸗ ter uͤber, als in großen Wirthſchaften unter den Haͤnden der Knechte und Maͤgde wuͤrde geſchehen ſeyn. Der kleine Wirth kennt jeden einzelnen Fleck ſeines Ackers aufs genaueſte, weiß, wie er behandelt, wie ihm aufgeholfen werden muß. Er bauet nur das darauf, was er am vortheil⸗ hafteſten traͤgt, ſaͤet auf einen kleinen Platz Weizen, wohin Weizen,— Rocken, wohin Rocken gehoͤrt; was bey großen Schlaͤgen nicht immer thunlich iſt. Alſo wird jeder Fleck aufs beßte benutzt und bearbeitet, und giebt folglich den moͤglichſt⸗hoͤchſten Ertrag. Da alſo die Kraͤfte der Menſchen und des Viehes ſowohl, als der Grund und Boden in kleinen Wirthſchaften, aufs hoͤchſte benutzet und uͤberdies mit den Producten am ſpaͤrlichſten um⸗ untangen ſͤien zun tnd. lction heriöu Aber de Nrth Wirtſt tär Finder erz als wenn d ümmerüche da d weinen R daß es ni fchl. 9 jübt, deſt nde blei b te zn ſeh jehen. dergroßen ric gehar linms en kann 1 Fa aas liebe leiben, een. daber nich mer fuͤhrt es s unter den ſparſamer deßte benußt. Kuͤhe ſelbſt eit brauchen, mehr Fut⸗ aften unter igde wuͤrde en einzelnen weiß, wie verden muß. um vortheil⸗ einen Platz ohin Rocken nicht immer aufs beßte folglich de hen und des d Voden in benuhet und ſpirlihſten um⸗ — 95— umgegangen wird; ſo muß in kleinen Wirth⸗ ſchaften zum Vortheil des Staats die hoͤchſte Production bewirket, und daraus der groͤßte Ueberſchuß zum Verkaufe geliefert werden. Aber zugleich mit der Production beguͤnſtigt die Vertheilung des Ackers unter viele kleine Wirthſchaften und Familien die Bevoͤlkerung ſehr. Es werden mehr Ehen geſchloſſen, mehr Kinder erzeuget und mehrere aufgezogen werden, als wenn der Acker durch ledige Knechte und kuͤmmerliche Tageloͤhner bebauet wird. Da der Ackerbau die Hauptſtuͤtze der allge⸗ meinen Wohlfahrt iſt, ſo iſt alles daran gelegen, daß es nicht an Menſchen zu ſeiner Betreibung fehle. Je mehr kleine Wirthſchaften es aber giebt, deſto mehr Menſchen werden auf dem Lande bleiben, und ſich minder nach den Staͤd⸗ ten ziehen. Man wird alſo nicht das Klagen der großen Wirthe mehr hoͤren, daß der Acker nicht gehoͤrig angebauet, die Erndten nicht ein⸗ geſcheuret, das Korn nicht abgedroſchen wer⸗ den kann, weil es ihnen an Leuten fehlet. Die Familien des Landmannes werden aus Liebe zum vaͤterlichen Heerd zuſammen bleiben, ſo lange ſie Arbeit und Nahrung haben. Es wird immer ein Ueberſchuß geſunder, abgehaͤrteter, unverdorbener Leute unter dem Landvolke ſeyn, womit der Staat ſeine Armeen recrutiren kann; ein Schlag von Leuten, die man in den Staͤdten und unter ledigloſem Ge⸗ ſindel vergeblich ſucht,— der ſein Vaterland liebt, und fuͤr ſeinen vaͤterlichen Heerd gern ſtreitet. Auf dem Lande wenigſtens wird eine ebenmaͤßigere Vertheilung des Vermoͤgens Statt haben. Mehrere Menſchen werden ihre reichliche Nahrung und Nothdurft, ihre ange⸗ meſſene Erquickung finden; aber es wird kein Wohlleben, kein Luxus entſtehen. Weniger Menſchen werden aus Ueppigkeit in Traͤgheit und Vernachlaͤſſigung ihrer Geſchaͤfte verfallen; weniger aber auch aus Hunger und Kummer unfaͤhig zur Arbeit werden. Was der Wohl⸗ habendere zu ſeiner Bequemlichkeit und Ergoͤtz⸗ lichkeit braucht, werden einlaͤndiſche Producte und Fabrikate ſeyn; fuͤr auslaͤndiſche Luxus⸗ waaren wird von ſeinem Vermoͤgen nichts aus dem Lande gehen. Und ſo wird Handel und Wandel im Lande mehr von vielen wohlha⸗ benden Bauern, als von einzelnen reichen Gutsbeſitzern oder großen Paͤchtern, befoͤrdert werden. Als Al Ve t flhe ttern Zeien 9 dn teler aüüüten, kan dſt par, Id fa Eo h ſhafenn Lirb dagegen zu wo derde nur die A häſe der ſchen liſt NMan mnihig d jait tüüſſh bet de ne i von deſn biſch ſin Marimen ken, weon berden m bey der unPd 24 ij geſunder, unter dem ine Armeen euten, die igloſem Ge⸗ Vaterland Heerd gem wird eine Vermoͤgens verden ihre ihre ange⸗ 3 wird kein Weniger in Traͤgheit e verfallen; d Kummer der Wohl⸗ ind Exgoͤh⸗ Producte ſche Luxus⸗ vichts aud Handel und len wohlhe⸗ nen reicen , befordert Als⸗ Als Beyſpiele von dem begluͤckenden Er⸗ folge ſolcher Einrichtungen laͤßt ſich, aus den aͤltern Zeiten, die Roͤmiſche Republik, aus den neuern, Braband und Flandern, anfuͤhren, wo der Grund und Boden in ſehr kleine Beſitzungen oder Pachtungen vertheilet war, und mit des Wirths eigener Hand aufs ſorgfaͤltigſte angebauet wurde. So viel zu Gunſten der kleinen Wirth⸗ ſchaften! Wir wollen nun auch das hoͤren, was ſich dagegen zum Vortheil großer Wirthſchaften, wo der Beſitzer nicht ſelbſt Hand anlegt, ſondern nur die Aufſicht fuͤhrt, oder gar nur durch Bey⸗ huͤlfe der Unteraufſeher das Ganze dirigirt, ſagen laͤßt: Man hat bisher die Landwirthſchaft ſehr unrichtig den Fabriken entgegengeſetzt. Ob⸗ jectiviſch betrachtet, mag man die Erzeugniſſe, die jene liefert, Producte,— die Erzeugniſſe von dieſen, Fabrikate nennen. Subiecti⸗ viſch ſind ſie ſich aber voͤllig gleich, und dieſelben Maximen, welche bey Betreibung der Fabri⸗ ken, wenn ſie empor kommen ſollen, befolgt werden muͤſſen, finden ihre Anwendung auch bey der Landwirthſchaft, wenn ſie zu einiger 2n Bds. 2te Abtheil. G Voll⸗ Vollkommenheit gedeihen ſoll. Das rohe Ma⸗ terial der Landwirthſchaft iſt der Grund und Boden; ihre Fabrikate ſind das, was man Producte nennt, und dieſe ſind von erſtaunlicher Verſchiedenheit, in Anſehung der Quantität und Qualitaͤt, nach Verhaͤltniß der Arbeit, der Kunſt und des Kapitals, welche darauf verwandt worden. Man hat lange genug den Ackerbau faͤlſchlich als ein Handwerk, und noch geringer als dies angeſehen, wohl gar geglaubt, daß weniger Kunſt dazu gehoͤre, einen Acker zu beſtellen, als einen Schuh zu machen. Daher die ſchiefen Raiſonnements uͤber die Betreibung dieſes wichtigen, dieſes verwickelten, dieſes unerſchoͤpflich kuͤnſtlichen Gewerbes. Weniger werden wir irren, wenn wir die Landwirth⸗ ſchaft als eine Fabrik, aber als eine ſehr verwickelte Fabrik betrachten, und bey ih⸗ rer Betreibung alle die Regeln unterlegen, worauf der gluͤckliche Erfolg der Fabriken beruhet. Nun iſt es in Anſehung der Fabriken eine bekannte Sache, daß mit denſelben Arbeitern um deſto mehr ausgerichtet werden kann, je mehr die Arbeiten und Handgriffe vereinzelt werden. Zehn Arbeiter, deren jeder nur eine Verrichtung hat, machen mehr fertig, als zwanzig andre, die an jedem einzelnen Stuͤcke zehn fomnen. fartunn, berkaufen, erden.— nen ihre 3 widder berſ behauptn. Bey! tenn ſie in Boden, au Arbeiten un eefdern, ſahen, eine Fabit. D die Vrthe keinen. zeit ſein lebung d tung meht renn erb i arbeite tohe Ma⸗ Grund und was man erttaunlicher r Quantität Arbeit, der uf verwandt en Ackerbau och geringer aubt, daß Acker zu 1. Daher Betreibung n, dieſes Weniger landwirth⸗ eine ſehr beh ih⸗ nterlegen, Fabriken riiken eine Arbeitern kaun, je beriitzel rnur eine rtig, als en Stüͤck zehn zehn ganz verſchiedene Handgriffe anbringen ſollen. Daher koͤnnen Fabriken ihre Waaren um deſto wohlfeiler liefern, je mehr ſie die Handgriffe vereinzelnen koͤnnen, oder je groͤßer ihr Betrieb iſt. Wenn ſie ihre Arbeiter auch doppelt und dreyfach ſo theuer bezahlen, wie kleine; ſo koͤnnen dieſe doch nicht dagegen auf⸗ kommen. Dies beweiſen die engliſchen Manu⸗ facturen, die ihre Fabrikate um deſto wohlfeiler verkaufen, je theurer alle Lebensmittel bey ihnen werden.— Denn daß die Regierung ih⸗ nen ihre Waaren abnehme und ſie wohlfeiler wieder verſelle, kann nur ein Kannengieſſer behaupten.— Bey der Landwirthſchaft aber— zumal, wenn ſie ihr Material, d. h. ihren Grund und Boden, aufs hoͤchſte benutzen will— ſind die Arbeiten und Handgriffe ſo verſchieden, und erfordern, wenn ſie geſchickt ausgefuͤhrt werden ſollen, eine ſolche Uebung, wie bey irgend einer Fabrik. Daher hat die große Wirthſchaft eben die Vortheile, wie die große Fabrik vor den kleinen. Jeder Arbeiter hat nach der Jahrs⸗ zeit ſein eigenes Geſchaͤft, folglich eine ſolche Uebung darin, daß er mit minderer Anſtren⸗ gung mehr ausrichten kann, als mit groͤßerer, wenn er bald dies, bald jenes, thun muͤßte. Die⸗ ſer arbeitet mit den Pferden, jener mit den 6 2 4 Ochſen, Ochſen, kennt die Art, ſie zu fuͤhren und ſie ſo zu behandeln, daß auch ihnen die Arbeit min⸗ der ſauer werde. Einer verſteht ſogar das Fahren und Aufladen, ein Anderer das Pfluͤgen und Eggen beſſer, und hat ein Geſpann, das zu dieſer oder jener Arbeit paßlicher iſt. Ein Theil der Handarbeiter iſt im Graben und Hacken, ein anderer im Maͤhen und Dreſchen geubter. Einige Leute ſind zum Haͤckſelſchneiden, zum Reinigen des Getreides, zum Banſen und zu mancherley beſondern Arbeiten vor andern geſchickt. In einer großen Wirthſchaft kann ein beſonderer Schaͤfer, ein beſonderer Kuh⸗ und Schweine⸗Hirte, ohne unverhaͤltnißmaͤßigen Aufwand, gehalten werden, deren Entbehrung kleinen, außer Communion geſetzten Wirth⸗ ſchaften laͤſtig wird. Zur Feldarbeit, zur Wartung des Viehes im Stalle, zum Molken⸗ werk, zum innern Haushalt, ſind eigene Maͤgde beſtimmt; daher dies alles mit groͤßerer Ord⸗ nung und Reinlichkeit, als in kleinen Wirth⸗ ſchaften, betrieben wird. Jeder hat hier das Seinige zu thun, und dies wird vor allem von ihm gefordert; daher wird keine Arbeit uͤber die andre verſaͤumt. Wo der Bauer alle dieſe mannigfaltigen Arbeiten mit einem Knechte, die Baͤuerin mit einer Magd verrichten muß, da haben ſie natuͤrlich weniger Uebung darin, und folglich werden ſie langſamer und ſchlechter ver⸗ niet. li eigfalen ſt uum nj Ji Jit uind dan äiren ihm de au nac anf, dad thun kam anderlvo So wi üigen den Namrigfan Miſtinen und Unre ſy il die Durch zv tut Kraſta deutend dſet doll viche zun Baaden, noch aͤe zu braut reinlicher Wirtſſch iih zu gen Erparun und ſie ſo Arbeit min⸗ fogar das as pfluͤgen pann, das riſt. Ein raben und nd Dreſchen ſelſchneiden, Banſen und vor andern chaft kann derer Kuh⸗ nißmaͤßigen Entbehrung ten Wirth⸗ rheit, zur n Molken⸗ ene Maͤgde zerer Ord⸗ en Wirth⸗ t hier das allem von Arbeit iber er ale diſe in Knecſte, ichten muß⸗ ung derin, dſihlechter ver⸗ — 101— verrichtet. Wo mehrere Geſchaͤfte zu gleicher Zeit einfallen, da wird eins uͤber das andre, oft zum unerſetzlichen Schaden, verſaͤumt. Wie viel Zeit nimmt ſchon das Hin⸗ und Herlaufen von einem Geſchaͤfte zum andern weg! Daher richten die Leute weniger aus, wenn ſie ſich auch noch ſo ſehr abarbeiten. Es faͤllt zwar auf, was ein Bauer manchmal an einer Arbeit thun kann; aber man vergißt, was er daruͤber anderswo verſaͤumt. So wie ferner große Fabriken einen maͤch⸗ tigen Vortheil vor den kleinen, vermoͤge der Mannigfaltigkeit zweckmaͤßiger Werkzeuge und Maſchinen haben, deren Erfirdung, Anſchaffung und Unterhaltung den kleinen zu koſtbar wird; ſo iſt dies bey Wirthſchaften eben der Fall. Durch zweckmaͤßige Werkzeuge werden nicht nur Kraftaufwand, Zeit und Menſchenhaͤnde bedeutend erſpart, ſondern auch die Arbeiten beſſer vollführt. Es giebt Pfluͤge und Eggen, welche zum Aufbrechen, andre, welche zum Braachen, andre, welche zum Stoppeln, und noch andre, welche zur Saatfahre am beßten zu brauchen ſind, und die Arbeit ſchneller und reinlicher vollfuͤhren. Man hat in großen Wirthſchaften Wagen und Karren, die vorzuͤg⸗ lich zu gewiſſen Fuhren geeignet ſind. Welche Erſparung von Handarbeit gewaͤhren nicht die Schau⸗ — 102— Schaufelpfluͤge und Pferdehacken! Drillwerk⸗ zeuge, deren Vortheil in manchen Faͤllen unbe⸗ zweifelt iſt, kann nur der große Wirth haben; ſo wie Dreſch⸗ Haͤckſel⸗ Schneide⸗ und Butter⸗ Maſchinen, wobey ein Menſch mehr, als zehn andre mit der Hand, leiſtet; zumal, wenn ſie durch Wind oder Waſſer getrieben werden. Dem großen Wirth bezahlt ſich das Kapital, was in ſolchen Werkzeugen ſteckt, durch Arbeits⸗ Erſparung und hoͤheren Ertrag bald wieder; der kleine kann ſie zu wenig brauchen, wenn er das Kapital auch anlegen koͤnnte. Ohnerachtet aber in großen Landwirthſchaf⸗ ten mit denſelben Menſchenhaͤnden mehr ausge⸗ richtet wird, wie in kleinen, ſo folgt daraus nicht, daß weniger gebraucht werden. Die Landwirthſchaft iſt ſo unendlicher Verfeinerun⸗ gen und Vervollkommnungen faͤhig, daß der große Landwirth, der Geiſt und Vermoͤgen dazu hat, nach Verhaͤltniß ſeiner Ackerflaͤche immer mehr Menſchen anſtellen kann, als der kleine, der auf ſolche Verbeſſerungen nicht einmal den⸗ ken darf. Der große und reiche Landwirth, vorausgeſetzt, daß er Eigenthuͤmer oder Paͤchter auf lange Termine iſt, wird immer Gelegenheit finden, große Verbeſſerungs⸗Arbeiten mit Vor⸗ theil zu unternehmen. Es werden Bewaͤſſe⸗ rungswieſen anzulegen, oder Abwaͤſſerungen durch 7 bun kunge a We 89, ee 3a hünn nd. guuden de dere eude nd wie: auf den fet und N dulrerzer vrh ihvi grin en N mugende, virtj vin fuß von güſen ſe ren Virth dh hat d nande Ge laättem ur den auf ſchen R Virthſch der große terdient, teſer be⸗ drillwerk⸗ illen unbe⸗ th haben; d Butter⸗ als zehn wenn ſie werden. 3 Kapital, ih Arbeits⸗ d wieder; en, wenn Kirthſchaf⸗ ehr ausge⸗ gt daraus en. Die feinerun⸗ daß der gen dazu de immer er kleine, mmal den⸗ andwirth, er Pächter elegenheit mit Vor⸗ Bewiſſe⸗ ſſerungen durch — 103— durch offene oder verdeckte Abzuͤge vorzunehmen ſeyn; Aufbruͤche und Ausrodungen werden Statt ſinden, und neue Beſaamungen und Anpflanzungen anzulegen ſeyn. Aecker werden in Wieſen, Wieſen in Ackerland umzuſchaffen ſeyn. Man wird Befriedigungen zu machen, Huͤgel und Thaͤler zu ebnen haben. Modder⸗ gruben werden auszubringen, Mergel und an⸗ dere Erdarten zu graben und aufzufahren ſeyn. Und wie mannigfaltige Arbeiten giebt es noch auf dem Acker, um dieſen zur moͤglichſten Rein⸗ heit und Muͤrbe zu bringen, bis zur Garten⸗ kultur zu erheben; Arbeiten, wobey der Land⸗ wirth ſchwaͤchere Leute, Weiber und Kinder, mit großem Vortheil anſtellen kann! Kurz, der ver⸗ moͤgende, auf Verbeſſerungen ſinnende Land⸗ wirth wird bey offenem Wetter nie einen Ueber⸗ fluß von Arbeitern haben. Im Winterfroſt mäͤſſen ſie ſpinnen, weben und ſtricken, in klei⸗ nen Wirthſchaften ſowohl, wie in großen. Doch hat der reiche, betriebſame Landwirth auch manche Gelegenheit, ihnen dieſe Arbeit zu er⸗ leichtern und zu vervielfaͤltigen. Folglich wer⸗ den auf derſelben Flaͤche Landes mehrere Men⸗ ſchen Verdienſt und Unterhalt bey großen Wirthſchaften finden, als bey kleinen. Weil der große Landwirth durch ſeine Arbeiter mehr verdient, wie der kleine, ſo wird er ſie auch beſſer bezahlen koͤnnen; der Lohn wird ſteigen⸗ und und die Lebensmittel bey vermehrter Production wohlfeiler werden. Hieraus folgt nothwendig Vermehrung der Bevoͤlkerung; zumal, wenn man ihr keine Hinderniſſe in den Weg legt und etwa Huͤtten genug bauet. Tageloͤhner⸗Fami⸗ lien, die ihren Unterhalt finden, werden ſich ſtaͤrker vermehren, wie Bauern⸗Familien, wo nur ein Sohn den Hof wieder erhalten kann; denn der junge Tageloͤhner findet dann allent⸗ halben ſeine Huͤtte und ſeinen Unterhalt. Ihre Kinder werden ſich fruͤh etwas verdienen koͤnnen, und mehr zur Arbeit angehalten werden. Ein großer Theil wird auf dem Lande bleiben, und hierunter werden ſich genug Recruten fuͤr die Armee finden, die darum nicht ſchlechtere Sol⸗ daten ſeyn werden, weil ſie ſich freywillig an⸗ nehmen laſſen. Was zum Ackerbau nicht Luſt hat, wird in die Staͤdte gehen, und die Manu⸗ facturen mit Arbeitern verſorgen. So iſt es wenigſtens in England, wo das Landvolk die⸗ ſer Klaſſe noch immer zunimmt, ohnerachtet die Hauptſtadt, die Flotten, die Landarmee und die Fabriken ſo viele Menſchen ver⸗ zehren, oder doch im eheloſen Stande er⸗ halten. Wenn es auch wahr iſt, daß eine Arbeit beſſer von Statten gehe, wenn der Wirth vor⸗ arbeitet, ſo iſt dies doch nur bey einzelnen Ar⸗ aägſehet, degertit dls deh de allss auff f ein nich gabe, d gewein ſin entäch ſe mhre anderes, als ſe hyy einer grheiten, de Lufme Rbey wen im, daß War nichts als in liegenble lleinen dran der ralohnt. Production nothwendig nal, wenn zlegt und er⸗Fami⸗ verden ſich nilien, wo lten kann; ann allent⸗ jalt. Ihre een koͤnnen, den. Ein ben, und n fuͤr die htere Sol⸗ ywillig an⸗ nicht Luſt ie Manu⸗ Zo iſt es volk die⸗ gnerachtet andarmee hen ver⸗ tande er⸗ ine Atheit Lirth bor⸗ einzelnen Ar⸗ Arbeiten der Fall. In jeder Wirthſchaft fallen aber Arbeiten vor, die zugleich geſchehen muͤſ⸗ ſen. Hilft der Wirth oder der Wirthſchafts⸗ Vorſteher bey der einen, ſo iſt keine Aufſicht bey der andern, oder dieſe andere Arbeit wird ausgeſetzet, und geſchiehet demnaͤchſt zu ſpaͤt oder gar nicht. Nirgends kommt es aber mehr, als bey der Landwirthſchaft, darauf an, daß alles auf dem rechten Zeirpunkt geſchehe. Es iſt ein nicht ungewoͤhnlicher Fehler ſolcher Ver⸗ walter, die vormals Knechte oder Bauern geweſen ſind, daß ſie bey einem Geſchaͤfte ordentlich mitarbeiten. Daruͤber verſaͤumen ſie mehrentheils die Aufmerkſamkeit auf ein anderes, und thun weit mehr Schaden damit, als ſie Vortheil ſchaffen. Der Aufſeher bey einer Wirthſchaft darf ſo wenig mit⸗ arbeiten, als der Officier mitfeuern, weil die Aufmerkſamkeit auf ſeine Untergebenen dabey wegfaͤllt. Er muß hoͤchſtens nur zei⸗ gen, daß er es koͤnne. Wahre Sparſamkeit und Sorgfalt, daß nichts umkomme, findet mehr in großen als in kleinen Wirthſchaften Statt. Das Liegenbleibende, das Unverzehrte, iſt oft in kleinen Wirthſchaften ſo wenig, daß niemand daran denkt, daß es ſich des Wegs nicht verlohnt. In zwanzig kleinen Wirthſchaften, zu⸗ — 106— zuſammen genommen, betraͤgt es ſchon etwas; und läge das, was in dieſen zwanzigen liegen und ſtehen bleibt, auf einem Platze, ſo wuͤrde es ſich ſchon der Muͤhe verlohnen, es aufzube⸗ wahren. Dreißig Perſonen an einem Tiſche brauchen weniger, als dieſelbe Zahl an zehn Tiſchen. Eben ſo verhaͤlt ſichs bey der Futte⸗ rung des Viehes. Es iſt alſo nicht richtig, daß bey kleinen Wirthſchaften mehr, als bey großen, erſpart werde. Gleichmaͤßigere Vertheilung des Vermoͤgens mag ein Wunſch ſeyn, der bey Manchem aus einem menſchenfreundlichen Herzen entſpringt. Aber, ohne Rüuͤckſicht auf die Frage zu nehmen, ob die Maſſe von Gluͤckſeligkeit in der menſch⸗ lichen Geſellſchaft dabey groͤßer oder geringer werden moͤgte, kommt es hier nur darauf an, ob der Betrieb jedes Gewerbes, folglich auch der Landwirthſchaft, und folglich die Production dabey gewinnen oder verlieren wuͤrde. Und da hat es denn wohl keinen Zweifel, daß das Letztere daraus erfolgen muͤſſe. Ein betraͤchtliches Vermoͤgen kann allein den Muth geben, Verbeſſe⸗ rungen zu unternehmen, welche erſt nach meh⸗ reren Jahren Zinſen und nur nach einer gerau⸗ men Zeit die Auslage wieder bezahlen. Ein Mann, der auch jaͤhrlich etwas mehr einnimmt als er ausgiebt, wird ſich von ſeinem Nothpfen⸗ nig wngetn t niglte tvon er di in. Ter koumen ve de dil ih bey vitlch etwos fo llebtigen Kavital ij gviſe landt beviehen we t den le diceebe R diel auöde ſo wid ſih nict tüle leute Kbeiten m leche Per dagre diele dinn lach und beh zu Retgar Daß ſehe, wo duke, d ArStaat ſchon etwasz nzigen liegen le, ſo wuͤrde es aufzube⸗ nem Liſche l an zehn h der Futte⸗ nicht richtig gr„ als bey Vermoͤgens nchem aus entſpringt. zu nehmen, der menſch⸗ er geringer darauf an, glich auch roduction de. Und „daß das raäͤchtliches ,Verbeſee 1 vach nel⸗ iner gelau⸗ len. En einninmt Nulyfen⸗ nig — 107— nig ungern trennen, um etwas zu unternehmen, was moͤglicher Weiſe fehlſchlagen kann, oder wovon er die Fruͤchte vielleicht nicht genießen wird. Wer auch etwas mehr als ſein Aus⸗ kommen hat, denkt in gewiſſen Jahren ſchon: das will ich meinen Kindern uͤberlaſſen. Nur bey wirklichem Ueberfluße findet der Gedanke, etwas fuͤr die Nachwelt zu thun, Eingang. Uebrigens kann aber, ohne ein betraͤchtliches Kapital in Haͤnden zu haben, ſo wenig eine große Landwirthſchaft, wie eine große Fabrik, betrieben werden, und alle Vortheile, die dieſe vor den kleinen haben, fallen dann weg. Iſt dieſelbe Maſſe von Reichthum, womit Einer viel ausrichten kann, unter Hunderte vertheilt, ſo wird nichts damit ausgerichtet. Auch ließe ſich nichts Großes ausfuͤhren, wenn es nicht viele Leute gaͤbe, die um Lohn bey andern arbeiten muͤßten. Ein Land, worin eine faſt gleiche Vertheilung des Vermoͤgens Statt faͤnde, moͤgte vielleicht ein ſchoͤnes Arcadien ſeyn, aber einen hoͤchſt ohnmaͤchtigen Staat ausmachen, und bey einiger Bevoͤlkerung bald in den Fall, zu verhungern, kommen. Daß das Geld weniger aus dem Lande gehe, wo es weniger Reiche giebt, iſt ein Ge⸗ danke, der kaum einer Antwort werth iſt. Der Staat wird alſo dadurch reich, daß er keine reiche reiche Mitbuͤrger hat? und Schweden iſt reicher als England? Ausfuͤhrung des National⸗ Vermoͤgens hemmen zu wollen, iſt uͤberhaupt die elendeſte Finanz⸗Maxime, iſt politiſche Knickerey, die ihres Zwecks durchaus verfehlt. Ohne Paſſiv⸗Handel kann kein Activ⸗Handel Statt finden; dieſem aber durch Vermehrung der Production und der Manufactur das Ueber⸗ gewicht zu geben, iſt das einzige Mittel, das National⸗Vermoͤgen zu heben. Und jene koͤn⸗ nen nur vermehrt werden, wenn einzelne Mit⸗ buͤrger betraͤchtliche Kapitale in Haͤnden haben, und Gelegenheit und Aufmunterung finden, ſie im Ackerbau, Fabriken und Handel anzu⸗ legen. Der Luxus, behauptete auch ein Theil der franzoͤſiſchen Oeconomen, ſtehe der Aufnahme des Ackerbaues im Wege. Aber der Luxus, den ſie meinten, war der in Paris, welcher alles Vermoͤgen dorthin zog, und auf dem Lande, beſonders in den entlegenen Provinzen, lauter Armuth hinterließ. Der Ackerbau ging in die⸗ ſen Provinzen zu Grande, weil kein Luxus da war, und die Producte nach guten Erndten keinen Abſatz fanden. Wo Luxus und Ausfuhr dem Ueberfluſſe keinen Abſatz verſchafft, da wird kein Ueberfluß erzeugt; und wo kein Ueberfluß in guten Jahren iſt, da entſteht Mangel in ſchlech⸗ Rlühen 3 Pun nür h ean fude meinen ahd bſett i Duul de de iinem bo heſſer ben Ait ichs däbriß net pfedda. geüſüctz Eehüſhir huunigein fir zwey; ſ diß de rrhat dar nrlat zu roh einma I dnſe je we zu einen hnnen, 3h vaͤhnen. deſelben den iſreicher es National⸗ ſt uͤberhaupt iſpolitiche ſaus verfehlt. Activ⸗Handel Vermehrung ar das Ueber⸗ e Mittel, das nd jene bu⸗ einzelne Mit inden haben, rung finden, dandel anze n Theil der Aufnahme der Luxus, 3, welcher dem Lande, zen, lauter ging in die n Lurus da ndten keinen uofuhr dem , da vid n leberluß Mangel in ſchlech⸗ ſchlechten Jahren. Luxus aber und Handel kann nur bey ungleich vertheiltem Vermoͤgen Statt finden. Doch es wird ſich hieruͤber mehr an einem andern Orte ſagen laſſen. Wir wol⸗ len jetzt wieder zum Wirthſchaftshofe und zum Detail der Geſchaͤfte zuruͤckkehren. Wo mehrere Pferde und Menſchen auf einem Hofe beyſammen ſind, da werden ſie beſſer vertheilt und angeſtellet werden koͤnnen. Mit ſechs Pferden z. B. wird ſich nach Ver⸗ haͤlrniß mehr ausrichten laſſen, als mit vier Pferden. Gewoͤhnlich wird mit zwey Pferden gepfluͤgt; der Vierſpaͤnner hat alſo zwey, der Sechsſpaͤnner drey Pfluͤge. Nun tritt aber haͤufig eine ſolche Witterung ein, daß der Boden fuͤr zwey Pferde zu hart oder zu bindend wird, ſo daß drey erfordert werden. Der Vierſpaͤn⸗ ner hat dann nur einen Pflug, der Sechsſpaͤn⸗ ner hat zwey; es wird alſo mit ſechs Pferden noch einmal ſo viel, als mit vieren ausgerichtet. In demſelben Verhaͤltniſſe gehet es fort; und je mehr Pferde und Arbeiter im Fall der Noth zu einem Geſchaͤfte zuſammen gebracht werden koͤnnen, deſto mehr werden erſpart. Ich muß des Molkenwerks nochmals er⸗ waͤhnen. Welch ein Unterſchied im Betriebe deſſelben auf kleinen und großen Hoͤfen! Wuͤrde Wuͤrde Holſtein nicht die Haͤlfte ſeiner Ein⸗ nahme fuͤr Butter verlieren, wenn es lauter Bauerhoͤfe haͤtte? An Verbeſſerung der Viehzucht iſt kaum zu denken, wo es lauter kleine Hofe giebt,— es moͤgte denn ſeyn, daß ſie unmittelbar von der Regierung— wie dies im Hannd⸗ veriſchen in Anſehung der Pferdezucht ver⸗ mittelſt der Landbeſchaͤler geſchiehet— be⸗ foͤrdert wuͤrde. Die Race der Pferde, des Rindviehes, der Schaafe, wird ſich vielmehr immer verſchlimmern. Veredlung des Schlags wird nur von großen und vermoͤgenden Land⸗ wirthen unternommen. Alſo die Wohlfahrt, die Staͤrke, der Reichthum des Staats erfordert, wenigſtens zum Theil, große Wirthſchaften. Es giebt vielleicht eine Ausnahme: wo naͤmlich der Ackerbau auf die hoͤchſt⸗moͤgliche Stufe der Vollkommenheit nach Ortsverhaͤlt⸗ niſſen gediehen iſt, wo jeder Platz ſchon aufs zweckmaͤßigſte benutzt wird, und die Nation zu dieſem Zweige der Induͤſtrie, vor allen andern, Neigung und Faͤhigkeit hat, wo alſo die Landwirthſchaft gar keine Verbeſſerungen leidet, ſondern nur permanent auf gyie dr, itt vrll u ton dhet ie hudic Handen der dieſe ih derweitigen tonen hern chahet, vi Ktgewiwdige dacher ib bbos Nlet aber beh denken. I dad folglih Ich bin zehang der Zöſawwenſh Wiriſcrſt kein Lngi berſteht ſi auch kein dern ſeiner ſeiſe und dch Herte drarktung, ſeiner Ein⸗ in es lauter ht iſt kaum fe giebt,— unmittelbar im Hanno⸗ dezucht ver⸗ het— be⸗ ferde, des h vielmehr es Schlags enden Land⸗ taͤrke, der wenigſtens ahme: wo t⸗moͤgliche drtsverhaͤlt⸗ Glaß ſhm , und de Indüſrie Fähinkit gar kine pemanent auf — 111— auf demſelben Punkte erhalten werden darf. Und dieſer Fall trat vielleicht in dem engen Bezirke der eigentlichen Roͤmiſchen Republik, tritt wohl noch in Braband ein. Dazu ge⸗ hoͤrt aber noch, daß das National⸗Vermoͤgen hauptſaͤchlich im Ackerbau ſtecke, oder in den Haͤnden der kleinen Landwirthe ſey, und dieſe ſich nicht bewogen finden, es zu an⸗ derweitigen, mehr verſprechenden Specula⸗ tionen herauszuziehen. Denn wo dies ge⸗ ſchiehet, wird der kleine Ackerbau bald her⸗ abgewuͤrdiget und den Haͤnden unvermoͤgender Paͤchter uͤbertragen werden. Eine große, blos Ackerbau treibende Nation laßt ſich aber bey unſern Staatsverhaͤltniſſen kaum denken. Wenigſtens wuͤrde es eine ſehr arme und folglich ohnmaͤchtige Nation ſeyn. Ich bin indeſſen weit entfernt, die Ein⸗ ziehung der kleinen Bauernguͤter und die Zuſammenſchmelzung derſelben in groͤßern Wirthſchaften geradezu anzurathen. Daß kein Eingriff ins Eigenthum geſchehen duͤrfe, verſteht ſich von ſelbſt. Wo der Bauer auch kein wirkliches Eigenthum beſitzt, ſon⸗ dern ſeinen Hof und Laͤndereyen nur pacht⸗ weiſe und gegen Dienſtleiſtungen inne hat, durch Herkommen und Verfaſſung aber die Erwartung, ſeinen HKof erblich zu behalten, be⸗ — 112— begruͤndet iſt, da ſcheint mir die Ausſtoßung deſſelben ſo ſehr gegen Billigkeit als gegen Staatsintereſſe zu ſeyn. Ich glaube aber eben ſo wenig, daß man dem Laufe der Dinge wehren muͤſſe, wenn die Zuſammen⸗ ziehung kleiner Hoͤfe nach Recht und Billig⸗ keit erfolgen kann. Will der armſelige ver⸗ ſchuldete Bauer ſeinen Hof freywillig an einen groͤßeren Gutsbeſitzer verkaufen, und dieſer, wie ſichs verſteht, alle und jede Praͤ⸗ ſtanda davon uͤbernehmen, ſo wird Production und Bevoͤlkerung, und folglich der Staat, mehr dabey gewinnen als verlieren. Wenn nur Recht und Eigenthum geſchuͤtzt ſind, ſo uberlaſſe der Regent die freye Uebertragung derſelben der Willkuͤhr eines Jeden, und raͤume die Hinderniſſe veralteter Formen⸗ jedoch ohne Jemandes Gefaͤhrde, aus dem Wege. Dann wird von ſelbſt diejenige Ver⸗ theilung des Grund und Bodens erfolgen, welche nach Zeit und Ortsverhaͤltniſſen in Ruͤckſicht auf Production, National⸗Reichthum und Bevoͤlkerung die vortheilhafteſte iſt. Zu große Güͤter werden parcelirt, zu kleine zu⸗ ſammengeſchmolzen werden. Reichere Land⸗ wirthe— ein reicher Gutsbeſitzer iſt aber noch kein reicher Landwirth, denn der Land⸗ wirthſchaft iſt mit einer Million in oͤffent⸗ lichen Fonds nichts geholfen— werden rei⸗ chere zu Emd iid Neuſt dieh; wen grdini i llorr⸗i Wrhſchf Feſtäle; un daun Aias d APds. 2te ie Ausſtoßung ſeit als gegen glaube aber n Lafe der ie Zuſamwen⸗ ft und Blli armſelige der freywillig an ckaufen, und und jede Praͤ⸗ d Production der Staat, ren. Wenn atzt ſind, p Jebertragun Jeden, und er Formen, „ aus dem ejenige Ver⸗ s erfolgen, ſaltniſſen in aReichthun eſte iſt. 99 zu kleine zu⸗ eicher land⸗ ißen it aher un der lund⸗ en in ifent⸗ werden rei⸗ here — 113— chere Erndten bewirken, und der Boden wird Menſchen hervorbringen, wie Korn und Vieh; wenn es ihnen nur an Obdach und Verdienſt nicht fehlt. Kothen oder Tage⸗ loͤhner-Wohnungen ſind aber auf einem Wirthſchaftshofe ſo noͤthig, wie Scheuren und Viehſtaͤlle; und wer Anſtand nimmt, dieſe zu bauen, mag auch auf den Bau ſeines Ackers Verzicht thun. 2u Bds. 2te Abtheil. H V. V. Geſchichte der Legislatur des Kornhandels in England. (Zu Seite 36.) Jene Anordnung, worauf ſich das Geſagte bezieht, war wohl eine der kuͤhnſten Maaßregeln, die je Geſetzgebung genommen hat, um der Nation einen immer zureichenden Vorrath von Getraide zu ſichern, und zugleich denjenigen Er⸗ werbszweig, worauf alle andre fußen, empor zu bringen. Ihr Erfolg hat wohl alles uͤber⸗ troffen, was die Urheber derſelben erwarten durften. Ihre Zweckmaͤßigkeit iſt durch Ver⸗ ſuch und durch Gegenverſuch bewaͤhrt gefun⸗ den worden. Ich — —— g Dahe philoſ ſeder, aällgem diſen; vrnhandels das Geſagte Naaßregeln, „ um der Borrath von ajenigen Er zen, empor lalles üͤber⸗ den erwarten durch Ver⸗ vaͤhrt gein⸗ — 115— Ich darf hoffen, daß es auch dem bloßen Landwirthe nicht zuwider ſeyn werde, wenn ich mich bey der Erzaͤhlung dieſer Thatſache, der Umſtaͤnde, die ihr vorher giengen, und ihrer Folgen, laͤnger aufhalte, und mich bey dieſer Gelegenheit uͤber die verſchiedenen und wider⸗ ſprechenden Syſteme der Kornpolicey uͤberhaupt etwas verbreite. Die Sache iſt mit dem Be⸗ triebe der Landwirthſchaft zu nahe verwandt, als daß ſie dem denkenden Landwirthe gleichguͤl⸗ tig ſeyn koͤnnte. Und uͤberdas gehoͤrt ſie zu einer genauern Beurtheilung der engliſchen Landwirthſchaft, und zum Verſtaͤndniß land⸗ wirthſchaftlicher Schriftſteller dieſer Nation. Man hat die Regeln der Staatswirthſchaft bald auf einzelne Thatſachen und Erfahrung, bald auf Raiſonnement und abſtracte Principien allein, gegruͤndet. Im erſtern Falle beging man große Irrthuͤmer, weil man nach bloßer Analogie ſchloß, und von gleichen Maaßregeln gleiche Wuͤrkungen erwartete, ohne die Ver⸗ ſchiedenheit der Umſtaͤnde, wo dieſe Maaßregeln dieſe Wuͤrkungen hervorbrachten, zu bedenken. Daher erhielt die zweyte Methode von unſerm philoſophiſchen Jahrhundert, in dieſer wie in jeder Kunſt, den Vorzug: man bemuͤhete ſich, allgemeine Principien feſtzuſetzen, und aus dieſen Regeln zu ziehen, die auf jeden beſondern HK2 Fall — 116— Fall, richtig angewandt, ohnfehlbar den be⸗ zweckten Erfolg hervorbringen mußten. Allein, man fand ſich eben ſo oft und wohl gefaͤhrlicher betrogen.— Angenommen, daß auch das Syſtem richtig, die Principien unerſchuͤtterlich, und die Folgerungen in grader Linie fortgegan⸗ gen waren, daß ſie nirgends, vermoͤge eines kleinen Winkelzuges, divergirt hatten; ſo war es doch nur eine mathematiſch⸗richtige Berech⸗ nung eines Uhrwerks, bei welcher man auf die Reibung des beſondern Materials keine Rück⸗ ſicht genommen hatte. Dies beſondre Mate⸗ rial— der Menſch mit den unendlichen Modi⸗ ficationen ſeiner Leidenſchaften, nach Verſchie⸗ denheit der aͤußern Verhaͤltniſſe— iſt noch zu incalculabel, um theoretiſch vorher beſtimmen zu koͤnnen, wie eine Maſchine, aus ſelbigem zuſammengeſetzt, gehen werde. Erfahrung tritt daher wieder in ihren Werth; aber man nimmt es genauer damit, und erwartet nicht eher denſelben Erfolg, als bis man ſich uͤber⸗ zeugt hat, daß alle mitwirkenden Umſtaͤnde dieſelben ſind, und daß auch Vernunftgruͤnde die Erwartung rechtfertigen. Man forſcht da⸗ her in der Geſchichte ſorgfaͤltiger, wie je. Unter allen Gegenſtaͤnden der Staatswirth⸗ ſchaft iſt die Verſorgung des Volks mit Lebens⸗ mitteln anerkannt der erſte und wichtigſte. Von 39 Sreidn ſhr deeſe und ſa Vexef deihes ieſte An Stan man n tiſch don Iſt dedu Wweh Er s Giſts wern bar den be⸗ ten. Alein, gefaͤhrlicher 3 auch das rſchuͤtterlich, fortgegan⸗ rmoͤge eines ben; ſo war htige Berech⸗ man auf die keine Ruck⸗ ndre Mate⸗ ſchen Modi⸗ chh Verſchir⸗ iſt noch zu r beſtimmen us ſelbigem Erfahrung aber man vartet nicht nſich uͤber⸗ Umſtaͤnde nunftgruͤnde n forſcht d wie je. Sattarit mit lebens⸗ dvihtigſte Von —-— 117— Von ihr haͤngt Bevoͤlkerung, jedes Gewerbe und das Vermoͤgen des Staats ab. Ohne ſie waͤre Bevoͤlkerung Zerſtoͤrung des Staats; jedes Gewerbe eine Quelle des Hungers, und Reichthum die bitterſte Armuth. Daher iſt uͤber keinen Gegenſtand der Staatswirthſchaft ſo viel gedacht, ſo viel ge⸗ ſchrieben, ſo viel geſtritten worden, wie uͤber dieſen. Man hat oft Grundſaͤtze angenommen, und iſt oͤfter von ihnen abgewichen; man hat Regeln feſtgeſetzt, aber mehr Ausnahmen gemacht, als Regeln befolgt. Man hat er⸗ wieſen und eingeſtanden, daß in einem zum Ackerbau oder zum Kornhandel geeigneten Staate nie wahrer Mangel entſtehen koͤnne, wenn man den Ackerbau und Kornhandel nur nicht einſchraͤnkte; und hat ihn bey jedem Schein von Mangel zu Boden gedruͤckt, wenn er ſich gerade auf den Punkt heben wollte, wo auch dieſer Schein auf immer verſchwunden waͤre. So beweiſt man ſich und Andern, daß es keine Geſpenſter gaͤbe, und kriecht unter die Decke, wenn der Mond auf ein Hemde ſcheint, ſtatt zuzuſehen, und ſich von ſeiner Furcht auf immer zu heilen. Wenn daher auch das Problem uͤber Korn⸗ Policey Manchem vollſtaͤndiger aufgeloͤſt zu ſeyn ſeyn ſcheint, wie irgend eins in der Staats⸗ wirthſchaft; ſo moͤgte es doch von Nutzen ſeyn, uns durch die Geſchichte belehren zu laſſen, wel⸗ chen Erfolg die mannigfaltigen und abwechſeln⸗ den Maaßregeln hatten, welche man mehrere Jahrhunderte hindurch in England anwandte, um Ueberfluß und mittlere Kornpreiſe zu erhal⸗ ten; zumal da, meines Wiſſens, eine ſo lange Reihe zuverlaͤſſiger Tharſachen, dieſen Gegen⸗ ſtand betreffend, nirgends aufgeſtellet wer⸗ den kann, wie die engliſche Geſchichte dar⸗ bietet. Englands gegenwaͤrtiger Zuſtand und ſeine geographiſche Lage ſind zwar von denen aller uͤbrigen Staaten betraͤchtlich verſchieden. Sein innerer buͤrgerlicher Zuſtand war aber in dem Zeitraume, den wir beſonders zu bemerken haben, ohngefäͤhr derſelbe, worin ſich jetzt viele andre Staaten befinden— der Wachsthums⸗ Zuſtand ſeiner Induͤſtrie, ſeines Reichthums, ſeiner Bevoͤlkerung. In dieſem Zeitraume ward eigentlich das National⸗Vermoͤgen ge⸗ ſammlet, die Macht geſchaffen, durch deren Gebrauch Großbrittannien jetzt den Erdkreis in Erſtaunen ſetzt. Dieſelbe Tendenz haben ohne Zweifel alle diejenigen Staaten, wo man jetzt eine Wwriſß nicht blos auf die Beduͤrfniſſe des Augenblicks berechnete Staatswirthſchaft zu be⸗ ens b AdIb rzen Ds daef — der Staats⸗ NRuten ſeyn, laſen, wel— abwechſeln⸗ an wehrere danwandte, iſe zu erhal⸗ ine ſo lange eſen Gegen⸗ ſeelet wer⸗ jichte dar⸗ und ſeine denen aller den. Sein ar aber in bemerken jeht viele ihsthums⸗ eichthums, Zeitraume noͤgen ge⸗ urch deren Erdkreis in haben thie o man jibt irfniſſeds hſchaft zu be⸗ — 119— befolgen ſucht. In dieſen koͤnnen und werden auch nur aͤhnliche Maaßregeln Anwendung fin⸗ den; fuͤr andre Staaten, die ſich in einem permanenten, oder— da es dieſen in Europa wohl nicht giebt— in einem ſinkenden Zuſtande ihrer innern Staͤrke, in einem phyſiſchen oder mo⸗ raliſchen Unvermoͤgen, ſich zu heben, befinden, ſind ſie freilich nicht geeignet. Die geographiſche Lage konnte in damaligen Zeiten keinen großen Un⸗ terſchied begruͤnden, indem die Schiffahrt Groß⸗ brittanniens erſt im Werden war, und man auf dieſe bey der Verſorgung des Reichs mit Lebensmitteln noch keine Ruͤckſicht nahm und nehmen konnte. Da mir dieſe Materie, in Hinſicht auf die ſchnelle Aufnahme des Ackerbaus in England, ſchon laͤngſt hoͤchſt wichtig ſchien, ſo hatte ich viele Data daruͤber geſammelt, ehe ich irom's und Mackie's Werk*) uͤber den Kornhandel Großbrittanniens erhielt. Dieſes inſtructive Werk uͤberhob mich weiterer Unterſuchungen⸗ da es die ſaͤmmtlichen koͤniglichen Verordnungen und *) An inquiry into the Corn-laws and Corn- trade of Great-Britain by the late Alexancler Dirom; to wich is added a Supplement by William Mackie. Edinburg 1796. 120 und Parlaments⸗Acten von 1360 bis 1786, dann die Preiſe des Weizens von 1223 bis 1784, und endlich die jaͤhrlichen Ein⸗ und Ausfuhr⸗Regiſter aller Kornarten, von 1697 bis 1784, enthaͤlt. Die neueren hat Mackie theils nachgetragen, theils habe ich ſie aus den Young''ſchen Annalen nehmen koͤnnen. Ich kann hier, um nicht uͤber dieſe Matierie allein einen dicken Band zu ſchreiben, nur kurze Aus⸗ zuͤge des Merkwuͤrdigſten liefern. Wer mehr daruͤber wiſſen will, den muß ich auf gedachtes Werk verweiſen. Vor und im vierzehnten Jahrhunderte betreffen alle verſchiedentlich modificirte und oft erneuerte Kornpolicey⸗Verordnungen theils die Einfuͤhrung eines allgemeinen richtigen Maaßes, theils die Verhinderung des Kornaufkaufs. Erſtere wuͤrkten wenig; denn allen war, ohne genauere Beſtimmung, die Klauſel angehaͤngt: jedoch ohnbeſchadet den Gefaͤllen, Zinskorn und den Gerechtſamen der Lords. Da man fuͤr dieſe Korn⸗Gefaͤlle doch immer das alte Maas beybehalten mußte, ſo wußte ſich der Bauer in zweyer⸗ ley Nans t dal LM s 30 n m5* renn 3. Wenrtan vurd,d auus ſer 1 dieſe i Gerreits de geine wiche ane i puiſet R Jahrig wie t jett d V zerreiſ kbidenn dßkein ſeſen. b V bis 1786, n 1223 bis n Ein⸗ und von 1697 hat Mackie ſie aus den dunen. Ich atierie allein er kurze Aus⸗ Wer mehr uf gedachtes ahrhunderte rte und oft theils die en Maßes, rnaufkaufs. war, ohne angehaͤngt: Gefaͤllen, ſamen der dorn⸗Gefille beybehalten in zweyer⸗ len — 1292— ley Maaßen nicht zu finden, und blieb ganz bey dem alten. Was aber die Kornhaͤndler betrifft, ſo war alles gegen dieſe Foreſtallers, Regrators und Ingroſſers, wie man ſie in England nennt, gegen dieſe Kornjuden aufgebracht. Wenn Kornhandel außer den Maͤrkten betrieben wurde, ſo verloren der Koͤnig, die Lords und Stadtobrigkeiten ihre Zoͤlle und Marktgefaͤlle. Der Buͤrger aber meynte damals, wie jekt, dieſe Vorkaͤufer muͤßten allein Schuld ſeyn, wenn der Landmann nicht einen Ueberfluß von Korn zu Markte brachte, oder nicht mit den niedrig⸗ ſten Preiſen zufrieden war. Noch nahm Keiner dieſe nuͤtzlichen Leute in Schutz, welche das Getreide ebenmaͤßig durch das Land und durch die Zeit von einer Erndte zur andern vertheilen, welche als wahre Vormuͤnder des Volks, nach einer unzureichenden Erndte, durch hoͤhere Preiſe, anfangs zur Sparſamkeit noͤthigen, und dadurch Hungersnoth am Ende des Erndte⸗ Jahrs verhuͤten. Man kann ſich alſo vorſtellen, wie man damals mit ihnen verfuhr, da noch jetzt der vornehme und geringe Poͤbel ſie gern zerreiſſen moͤgte, nachdem ihre Nuͤtzllichkeit ſo evident erwieſen iſt. Man kann ſich vorſtellen, daß kein vermoͤgender und unternehmender Mann dieſen Haß, dieſe Strafen ſich zuziehen wollte, und — 122— . 4 e und daß daher aller Kornhandel aufhoͤrte, alle düit 16 Kornboͤden wegfielen. nd unſien It zuigen Aber vorſtellen kann man ſich auch, daß 1 te woof der arme Landmann fuͤr nichts beſorgter war, als daß in ſeiner Gegend mehr Korn gebauet köter. wuͤrde, als zur unumgaͤnglichen Subſiſtenz noͤthig war. Denn wurde ſein naͤchſter Markt d uͤberfahren, ſo konnte er ſein Korn nicht los⸗ gierune werden, mußte mit jedem Tage den Preis her⸗ abſetzen, bis es weniger galt, als es ihm ge⸗ V u 8 koſtet hatte. Wenn auch in einer andern Ge⸗ V L gend des Landes Hungersnoth herrſchte, ſo iun durfte doch kein unternehmender Mann es wa⸗ gen, ihm das Korn abzukaufen und dorthin zu 125! transportiren, aus Furcht, entweder in die 1²z8¹ 1270 † geſtrengen Haͤnde der Ortsobrigkeiten oder des Poͤbels zu fallen. Daher ward nicht mehr V Korn gebauet, als mit den mindeſt moͤglichen Koſten geſchehen konnte. Der Acker ward be-—— b ſtellet; aber wie?— darnach zu fragen, fiel b niemand ein. Es ward um ſo weniger beſtellet, wenn nach etlichen reichen Erndten Ueberfluß V ſint vorhanden geweſen, und der Bauer durch un⸗ verhaͤltnißmaͤßig geringe Preiſe zu Grunde b gerichtet war. Vorraͤthe waren nirgends auf⸗ V geſchuͤttet, weil es keine Sicherheit dafuͤr gab. Wenn dann Mißwachs eintrat, wobey vielleicht nur der noͤthigen Conſumption in einem iii Di⸗ zufhorte, alle auch, daß ſorgter war, orn gebauet n Söbſiſtenz zchſter Markt orn nicht los⸗ en Mreis her⸗ es ihm ge⸗ andern Ge⸗ errſchte, ſo Rann es wa⸗ d dorthin zu veder in die ten oder des nicht mehr ſt moͤglichen er ward be⸗ fragen, ſie ger beſtellet n Ueberfluß er durch un⸗ zu Gunde dirgends auf⸗ t dafür gih bey dieleicht in in einem di⸗ — 123— Diſtrikte fehlte, ſo entſtand uͤbermaͤßige Theu⸗ rung und Hungersnoth. Hieraus laͤßt ſich das in unſern Zeiten unerhoͤrte und ſonſt unbegreifliche Steigen und Fallen der Getreide⸗Preiſe erklaͤ⸗ ren, wovon folgende Beyſpiele eine Idee geben können. Das Quarter Weizen koſtete unter der Re⸗ gierung Heinrichs des Dritten: Im Jahr Nach damal. Gelde Nach jetz. Geldwerth*) Pf. Schill. Pence Pf. Schill. Pence 1244 0 2 0 0 19 10 1246 9 16„ 18 9 1257 1 0 0 9 18 5 1258 0 1 6 90 14 11 1270 4 16 0 47 12 4 Unter *) Dieſe Preiſe ſind aus der vom Biſchof Fletwood gemachten Sammlung, ſehr zuve ſie ſeyn. 8 kel Dirom's Werke, Durchſchnitts⸗Preiſe der Jahre. ſig haͤlt, genommen worden. und gebe nur die die man in England fuͤr Ich ziehe Die temporairen Preiſe in einem Jahre wuͤrden faſt noch auffallender Man kann ſie auch im Smith uͤber den National⸗Reichthum ausfuhrlicher finden. Ich mt 368 48 mich aber uͤber die Reduction der der⸗ zeitigen Munze zu unſerm Geldwerth erklaͤren. Es liegt derſelben ein doppeltes Princip zum Grunde. Fyſr n — 124— Unter Eduard dem Erſten: Im Jahr Nach damal. Gelde Nach jetz. Geldwerth Pf. Schill. Pence Pf. Schill. Pence 1286 0 3 6 1 13 1 u Ende deſ⸗ ſelben Jahrs o 16„ 18 1288 0 1 6 6 14 11 1290 0 16 0 7 18 1294 0 4 1 19 8 Unter Erſtlich: der wirkliche Silbergehalt derſelben Nomi⸗ nal⸗Muͤnze. Bis 1374 wurden nämlich aus einem Pfunde Standart⸗Silber, von 12 Unzen, zwanzig Schilling gepraͤgt. Nach und nach ward der Münz⸗ fuß immer ſchlechter. Theils war das cireulirende Geld von Kippern und Wippern leichter gemacht, und ſelbſt durch die Circulation abgeſchliffen, und gab daher weniger Silber, ſo oft es wieder einge⸗ ſchmolzen wurde; theils war auch die Regierung dabey intereſſirt, es faſt bey jedesmaliger neuen Umpraͤgung ſchlechter zu machen. So iſt es nun nach mancherley Veraͤnderungen dahin gekommen, daß ſeit 1601 aus einem Pfunde Standart⸗Silber 62 Schilling geprägt werden. 20 Schilling oder 1 Pfund Sterling von 1374 enthalten alſo im innern Werthe ſoviel als 62 Schilling, oder 3 Pfund 2 Schilling jetzigen Geldes. Hiernach hat auch Smith in dem angeführten Werke die Preiſe nach jetzigem Geldgehalt berechnet. Der Unterſchied des Geldwerths iſt aber weit betraͤchtlicher aus einer andern Urſache. Es iſt naͤmlich bekannt, daß nach der Entdeckung der beyden Indien die Maſſe des Goldes und Silbers ſich von Jahr zu Jahr in Europa ver⸗ —— 3302 3315 1316 15 I nach d Erndte 8 dar dinch Maiſcac —-y— vern 8 Waait Mist und 4 tigenn 6 do Dn i e kal tin Hl Se der hun auf erſten: jetz. Geldwertz Pf. Schill. Pene 1 19 I 7 18 0 14 1 4 18 1 19 Unter derſelben Nomi⸗ mlich aus einen Unzen, zwanzg ward der Müty das eircuſirende eichter gemacht, eſchlifen, und wieder einge⸗ die Regierung zmaliger neuett So iſt es nun hin gekommel, Standart⸗Silbe Schilling ode halten alſo in g, oder 3 Tfünd ernach hat ah derke die lreiſe Der Unterchied rlicher aus ainer eannt, dif ng die i des hr in Europa 29 ver⸗ Unter Eduard dem Zweyten: Im Jahr Nach damal. Gelde Nach jetz. Geldwerth Pf. Schill. Pence Pf. Schill. Pence 1302 0 4 0 1 19 8 1315 1 06 9 13 5 1316 1 12 06 15 17 5 1317 2 4 0 21 16 6 nach der Erndte 6 8 3 6 2 (Von 1315 bis 1317, vor der Erndte, war eine ſchreckliche Hungersnoth, die vielen Menſchen den Tod verurſachte.) Unter vermehrte, und daß daher ihr Werth gegen andre Waaren immer mehr fiel. Auch circulirte dieſelbe Maſſe von Gold und Silber bey vermehrtem Handel und Wandel immer ſchneller, und ward folglich we⸗ niger ſelten. So gewiß dies iſt, ſo ſchwer wuͤrde es doch ſeyn, das Verhaͤltniß auszumitteln, nach welchem der Werth der edleren Metalle gegen andre Dinge von einem Zeitraume zum andern gefallen iſt, und noch immer mehr fallen wird. Das Ein⸗ zige, worauf man ein ſolches Verhältniß begruͤnden kann, iſt der allgemeine Zinsfuß. Die Zinſen be⸗ ſtimmen gewiſſermaßen den Werth des Geldes. Ein Hundert, welches 10 p. C. giebt, iſt ſo gut, wie Zwey Hundert, die nur 5 p. C. geben. Nun war der allgemeine Zinsfuß vor dem ſechszehnten Jahr⸗ hundert in England 16 p. C.; fiel im ſechszehnten guf 14, dann 12, dann 10 herab; im ſiebzehnten auf 1339 1349 1359 1379 1387 —-— 126— Unter Eduard dem Dritten: Im Jahre Nach damal. Gelde Nach jetz. Geldwerth Pf. Schill. Pence Pf. Schill. Pence 1336 0 2 0 o 19 10 9 8 6 4 4 4 0 2 0 0 17 8 1 6 8 10 11 6 1 4 0 9 10 4 6 2 0 0 15 0 Ein auf 8 und 6; und im achtzehnten iſt er geſetzmaͤßig auf hoͤchſtens 5 p. C. geſetzt, obgleich gewoͤhnlich nur 3 p. C. gegeben werden. Mir ſcheint dieſer Maaßſtab nun freylich nicht ganz richtig zu ſeyn. Wenigſtens muß man nie einen oͤrtlichen und temporairen Zinsfuß dafür an⸗ nehmen, indem zufaͤllige Umſtaͤnde ihn auf eine Zeitlang in die Hoͤhe treiben und herunterſetzen koͤnnen, die auf den eigentlichen Werth des Geldes oder deſſen Verhältniß zu andern Waaren keinen Einfluß haben. Da wir bisher aber noch keinen beſſern haben, ſo muͤſſen wir ihn annehmen. Und nach ſolchem, zuſammengenommen mit dem innern Gehalt der Münze, hat Dirom die aͤlteren Preiſe auf den jetzigen Geldwerth— den jetzigen Zinsfuß zu z p. C. angenommen— redueirt. Wenn im Verlaufe dieſer Abhandlung, neben den Preiſen alterer Zeit, in Klammern ein anderer Preis ſtehet, ſo iſt dies die Reduction auf jetzigen Geld⸗ Ein 6 t Kort Mtarbauur d prit dealgoſe dung del deikene fach ſchratht Hungen lihkeit. n ſnen Ts anehnch ond fals ter. U der Koi Erndſ ernhan ritten: jetz. Geldwerth Pf. Schiu. Pence 9 19 10 4 4 o 1/ 0o 11 j 9 10 0 13 ſt er geſetzmäßt gleich gewöhnli in freylich nicht muß man nie fuß dafür an⸗ ihn auf eine herunterſetzen eth des Geldes Wagren keinen der noch keinen nnehmen. Und mit dem innetn e aͤltetn griſe jetzigen Zibſib⸗ cirt. andlung/ neben eern ein anderer jon auf jetigen Geld⸗ — 127— Ein ſolches unnatuͤrliches, durch Hinderung des Kornhandels und Vernachlaͤſſigung des Ackerbaus hervorgebrachtes Steigen und Fallen der Preiſe laͤßt ſich in unſern Zeiten, ohne die allgemeinſte Hungersnoth und ohne Zerruͤt⸗ tung der buͤrgerlichen Geſellſchaft, gar nicht denken. Wenn jetzt das Getreide auf das Vier⸗ fache eines Mittelpreiſes ſteigt, ſo iſt dies ſchreckhaft, und veranlaßt, wenn nicht directen Hungerstod, doch Seuchen und große Sterb⸗ lichkeit. In jenen Zeiten aber ſtieg es oft von ſeinem Mittelpreiſe, den wir zu 5 Schill. etwa annehmen koͤnnen, auf das 10⸗ bis 18-fache, und ſiel wieder auf ¼ des Mittelpreiſes herun⸗ ter. Wir haben nun ein ſo enormes Schwanken der Kornpreiſe,— Dank ſey es dem humanen Grundſatze, welchen man in Anſehung des Kornhandels und des Ackerbaues angenommen hat!— nicht mehr zu beſorgen. Aber den⸗ noch giebt es ſelbſt unter den gebildeten Klaſſen Menſchen, mit Seelen fuͤr Maulwuͤrfe beſtimmt, die bey jedem erhoͤheten Marktpreiſe die Ruͤck⸗ kehr Geldwerth nach vorſtehenden Principien. Uebrigens ſchreibe ich haͤuſig nach engliſcher Art, z. B. 1 Pfund s Schilling 6 Pence: 1: 8: 6:, oder 2 Schill. 4 P.:: 7: 4:¹té, oder Pfund s Pence: 1: 0O 3. — 28— kehr derſelben geſetzlichen Anordnungen wuͤn⸗ ſchen, welche damals ſo oft die fuͤrchterlichſte — Hungersnoth veranlaßten, und welche bey unſerer jetzigen Verfaſſung den Staat aus ſeinen Angeln heben wuͤrden.— Doch ge⸗ hen wir in der Geſchichte fort! Zu Ende des 14ten Jahrhunderts zeigte ſich ein Schein des Lichts, und es ward durch ein Geſetz erlaubt, Getreide gegen Er⸗ legung eines gewiſſen Ausfuhr-Zolles außer⸗ halb Landes zu fuͤhren; welches Geſetz im Jahre 1425 beſtaͤtiget wurde, jedoch mit der Einſchraͤnkung, daß der Koͤnig und ſein Rath die Ausfuhr verbieten koͤnne, wenn er es gut finde. Wie es ſcheint, fanden aber der Koͤnig und ſein Rath, daß es für ſie vortheilhafter, und den kurzſichtigen Wuͤn⸗ ſchen der ſie umgebenden Perſonen angemeſ⸗ ſener ſey, die Ausfuhr in der Regel zu verbieten, und nur beſondere Conceſſionen zu ertheilen. Dies erhellet wenigſtens aus einer Parlaments⸗Acte von 1436, zur Auf⸗ helfung des verfallenden Ackerbaus, worin jedermann die Freyheit ertheilt wird, ohne beſondre Conceſſion Korn auszufuͤhren, wenn der Weizen nicht uͤber Schill. 8 Pence (2: 4: o) ſtaͤnde. Man fand dieſes Ge⸗ ſetz ſo wohlthaͤtig fuͤr das ganze Reich und ſo derlindent ſölgend zu 8ie ſieg, ſt trede en und hit lice 2 Nrei h edtäng de bern ut d Nm ſ Icend zu ſe des f Weize gein * über und dungen wuͤn⸗ fürchterlichſte welche beh Staat aus - Doch ge⸗ anderts zeige and es wand ide gegen Er⸗ Golles außer⸗ 3 Geſeh im jedoch mit nig und ſeiß ne, wenn a fanden ab ß es für ſi tigen Wuͤn⸗ en augemeſ⸗ r Regel zu Conceſſionen nigſtens aus 6, zur Auf⸗ Haus, worin wird, ohne auszuführen, Schill Tence nnd diſis Ge⸗ ze Nih und ſo — 129— ſo fruchtbringend fuͤr den Ackerbau, daß es 1444 beſtaͤtiget und auf zehn Jahre verlaͤn⸗ gert wurde. Hierbey hob ſich der Ackerbau ſo ſehr, daß der Getreide⸗Preis in einer Reihe von 20 Jahren wenig ſchwankte, und immer auf einem ſehr maͤßigen Standpunkte blieb. Um dieſe Zeit aber hob ſich die In⸗ duͤſtrie, der Handel und Ackerbau der Nie⸗ derlaͤnder ungemein. Wenn nach einer zuruͤck⸗ ſchlagenden Erndte in England der Preis zur Schadloshaltung des Landwirths etwas ſtieg, ſo fuͤhrte jene Nation gleich viel Ge⸗ treide ein, und vertauſchte ſolches gegen Wolle und halbfertiges wollenes Tuch. Der eng⸗ liſche Ackerbauer konnte mit ihnen oft nicht Preis halten, und ſahe ſich alſo vom Markte verdraͤngt. Der Getreidebau ward alſo wie⸗ der vernachlaͤſſiget, und ſtatt deſſelben Schaf⸗ zucht, die mehr reinen Vortheil gab, betrieben. Man ſahe dies ein, und gab, weil der Ackerbau durch die ſtarke Getreide⸗Einfuhr zu ſehr leide, ein Geſetz, wodurch die Einfuhr des fremden Korns verboten ward, bis der Weizen uͤber 6 Schill. 8 Pence(1: 15: 2:), Rocken uͤber 4 Schill.(1: 1:0:), und Gerſte über 3 Schill.(o: 13: 10:) ſtaͤnde. Dieſe A au Bds. 2te Abtheil. — 1230— Dieſe Geſetze waren alſo die Morgenroͤthe einer weiſen Geſetzgebung, in Anſehung des Kornhandels; ſie waren der Saamen des nach⸗ maligen fruchtreichen Stammes, wozu der engliſche Ackerbau anwuchs. Wenigſtens gaben ſie den nachfolgenden Geſetzgebern einen Finger⸗ zeig, was ſie zu thun haͤtten, um den Ackerbau ſo zu heben, daß ſolcher eine Vermehrung der Menſchenzahl, die daraus erfolgende Induͤ⸗ ſtrie und den National⸗Reichthum in ſpäreren Zeiten hervorbringen konnte. Aber noch war der Horizont zu ſtark mit Nebel bedeckt, als daß ſich die Sonne in hellem Lichte zeigen konnte. Sie ward vielmehr bald durch dicke Wolken wieder verdunkelt. Man vergaß damals Geſetze noch geſchwinder, wie jetzt, wenn das Intereſſe einzelner, dem Ruder nahe ſtehender Menſchen nicht daran erinnerte, und ſie nicht oft erneuert wurden. Man vergaß ſie bis auf ihr Daſeyn, und gab andre, die ihnen gerade entgegen ſtanden, ohne an die Aufhebung jener nur zu denken. In einer Acte von 1552 ward z. B. den Aufkaͤufern ver⸗ boten, Lebensmittel von Schiffen, welche jen⸗ ſeits der See herkommen, aufzukaufen, wenn der Weizen auf 6 Schill. 8 Pence ſtaͤnde, oder auch einlaͤndiſchen von einem Orte zum andern zu fahren, oder ihn zum Wiederverkauf aufzu⸗ ſchuͤtten; hna l jiht ind iiht t er gagr uül konw a ſehn Nünf arden in 60 Sul vvrfen ne drauf 16 alfg sihl zaht 18 abet ward! Haufena vieder 8 V Forn it ſt en a Pet: b 8 dierzg! war, Punkte dieſer! der Pre alſo zu⸗ Nergenroͤt Anſehung des nen des nach⸗ „ wozu der dgſtegs gaben einen Finger den Ackerban ermehrung de olgende Indi⸗ im in ſpaͤtern zu ſtark wit nne in helen dielmehr bal nkelt. Man winder, wie dem Ruder an erinnerte, Man verga andre, di ohne an d In eim fkaͤufern ber⸗ 1, welche jer kaufen, wen ſaaͤnde, oder e zum andern erkauf aufzu⸗ ſchütten; — 131— ſchuͤtten; als ob die Einfuhr bey jenem Preiſe nicht uͤberhaupt verboten, und die Ausfuhr nicht erlaubt geweſen waͤre. Es ſcheint hier zwar nur auf das Wort auf oder uͤber an⸗ zukommen, alſo der Unterſchied nicht gar groß zu ſeyn. Man muß aber bedenken, daß der Muͤnzfuß ſich ſeit der Zeit ſo betraͤchtlich ver⸗ aͤndert hatte, daß nun aus 1 Pfund Silber 60 Schilling geſchlagen wurden, da in der vorhergehenden Periode nur 37 Schill. 6 Pence darauf gingen. Auch war der Zinsfuß von 16 auf 12 p. C. gefallen, folglich machten 6 Schill. 8 Pence nach unſerm Geldwerth im Jahr 1463 1:15: 2:, im Jahr 1552 aber nur 0: 16: 6: aus. Folglich ward das ganze vormalige Syſtem uͤber den Haufen geworfen, und der Kornhandel bekam wieder einen toͤdtlichen Stoß. Denn das Korn mußte nun unter den Preis fallen, wofuͤr es gebauet werden konnte, ehe irgend ein Verkehr damit Statt fand. Es war um ſo underzelhlicher, da nun ſeit vierzig Jahren kein Kornmangel entſtanden war, und der Preis auf einem ſehr maͤßigen Punkte geſtanden hatte. In den Jahren vor dieſer 1554 noch geſchaͤrften Verordnung war der Preis des Weizens 8 Schill.(O: 19:10:), alſo zu wohlfeil fuͤr den Landwirth geweſen, und J 2 den⸗ — 132— dennoch beſchwert man ſich in dem Eingange derſelben uͤber den wundervoll theuren Preis, der durch den Kornwucher hervorge⸗ bracht wuͤrde. Dieſe kurzſichtigen Geſetzgeber waͤhnten alſo, das ſicherſte Mittel, Ueberfluß zu erhal⸗ ten, ſey: wenn man alles einheimiſche Korn zu Hauſe behielte, und ſo viel moͤglich vom fremden einfuͤhrte. Es fiel ihnen nicht ein, daß gerade hierdurch auf die Folge theure Preiſe bewirkt werden muͤßten, indem der Ackerbauer kein Korn zum Verkauf erzielen konnte, wenn das Korn weniger galt, als es ihm koſtete; daß folglich Mangel und Hungersnoth erfolgen muͤſſe, wenn der Bauer dieſes fuͤhlte, und die Vorraͤthe erſchoͤpft waͤren. Den Unterſchied des vormaligen und jetzigen Werths derſelben Nenn⸗Muͤnze hatten ſie vermuthlich aus den Augen verloren; bedachten nicht, daß Tagelohn und alle Beduͤrfniſſe dem Landmann jetzt drey⸗ mal ſo viel koſteten. Daß der Ackerbau ſich hebe und einen Ueber⸗ fluß von Korn erzeuge, wenn immer ein freyer offener Markt da iſt; daß mit dem fleißigen Anbau des Feldes, mit der Verfuͤhrung und dem Handel von Producten mehrere Menſchen nuͤtzlich beſchaͤftiget werden; daß Menſchen ſich ſchnell ul te lbei nuf neuſt die der ⸗ de d änetuls entteht Nahm in gi empor unr a nvott pweift eii beten nit d ui Eſ Fuünfti ening: LAnriet digad Mber ffreyen. nu tr Vorth⸗ was ſelbſt! rh m Eingange Utheuren thervorge⸗ er waͤhnten uß zu erhal⸗ niſche Korg noͤglich vom enicht ein, eure Preiſe Ackerbauer inte, wenn im koſtete; dhh erfolgen te, und die Unterſchieo derſelben )aus den Tagelohn jetzt drey⸗ inen Ueber⸗ e ein freher em fleißigen ührung und e Menhen teſen ich ſchell — 233— ſchnell vermehren, wenn Nahrungsmittel und Arbeit vorhanden ſind; daß dieſe Menſchen auf neue Induͤſtriezweige ſinnen; daß dieſe, ſo wie der Ackerbau ſelbſt, dann mehr hervorbrin⸗ gen, als im Lande gebraucht werden kann; daß eine vortheilhafte Handels⸗Balanz fuͤr den Staat entſtehe, und daß ſein Reichthum und ſeine Macht anwachſe—, daß ſich folglich alles dies in groͤßeren Staaten einzig und allein auf emporkommenden Ackerbau gruͤnde—, dies war den Staatsmaͤnnern damaliger Zeit noch zu verwickelt, und iſt den unſrigen, zum Theil— zu einfach und zu natuͤrlich. Spaniens gleichzeitige Staatsmaͤnner ver⸗ boten die Ausfuhr des Goldes und Silbers, mit dem Erfolge—, daß kein Land ſo arm wie Spanien ward. Und doch war das ver⸗ nunftiger; denn Gold und Silber war keine vergaͤngliche Waare, wie Getreide, und die Spanier hatten Menſchen, die ſie zur Hervor⸗ bringung dieſer Metalle zwingen konnten. Aber konnte die engliſche Regierung ihre freyen Unterthanen zwingen, ein Gewerbe zu treiben, wobey ſie mehr Schaden als Vortheil hatten; wobey ſie des Vermoͤgens, was zu deſſen Betreibung erforderlich iſt, ſelbſt beraubt wurden? Blldete ſie ſich ein, durch Geſetze unmoͤgliche Dinge— Dinge, 1.1 die die in ſich ſelbſt einen Widerſpruch enthalten, moglich zu machen? Unnoͤthige Verordnungen und unnoͤthige Arzeneyen ſind langſame Gifte. Sie werden in der guten Abſicht, fuͤr den Augenblick zu lindern, von dienſtfertigen Aerzten gegeben. Ihr Nachtheil zeigt ſich, leider! nicht gleich; ſonſt koͤnnte man Gegenmittel brauchen, und wuͤrde ſich in der Folge davor huͤten. Er ſtellt ſich aber deſto ſicherer ein, zu einer Zeit, wo man die Urſache vielleicht vergeſſen hat. Ent⸗ deckt man ſie auch, und wendet zweckmaͤßige Gegenmittel an, ſo koͤnnen auch dieſe erſt nach einer Reihe von Jahren helfen. Wie mancher Staatskoͤrper waͤre von ſeinen geſchaͤftigen Aerzten zerſtoͤrt, wenn nicht in dieſem, wie im menſchlichen Koͤrper, ein immer reges, den ſchaͤdlichen Einwuͤrkungen widerſtrebendes Le⸗ bens⸗Princip wohnte! So ging es auch hier. Die Betreibung des Ackerbaues dauerte aus N oth und aus Ge⸗ wohnheit noch fort, ob ſie gleich immer nachlaͤſſi⸗ ger geſchahe. Gute Jahrszeiten ſchafften, mit Huͤlfe auswaͤrtiger Einfuhr, den Bedarf. Aber ſchon in den ſechsziger Jahren dieſes Seculums ſingen, unter Eliſabeth's Regierung, die Folgen an, ſichtbar zu werden. Der Pflug war V i re nfile tie niſa Thearuis dache Austo fandeit b0 Ut linder e t, A Trühte inlond’9f uric ſagt 0 halb ut duni 96 n Gö Retod unbe 8 ſolle, der ſich ofthm heim ſur ine gſß venn d2 henthalten, unnothige Sie werden ugenblick zu en gegeben. nicht gleich; nuchen, und * Er ſtell er Zeit, wo hat. Ent⸗ weckmaͤßige eſe erſt nach Vie mancher geſchaͤftigen em, wie im reges, den bendes Le⸗ Betreibung ind aus Ge⸗ ner nachliſſ⸗ haften, mi edarf. Aber s Seculund gierung, die der Pflug war — 135— war verlaſſen; die Haͤuſer und Hoͤfe der Paͤchter verfallen. In den ſiebziger Jahren trat man eine nicht voruͤbergehende, ſondern fortdauernde Theurung und Kornmangel ein. Die Preiſe, welche in dieſem Jahrhundert, mit wenigen Ausnahmen, zwiſchen 3 und 8 Schilling ge⸗ ſtanden hatten, gingen nun fortdauernd auf 45, 60 bis go Schilling hinauf. Denn die Aus⸗ laͤnder, von denen man nun abhaͤngig geworden war, verfehlten nicht, die Noth zu benutzen. Vorzuͤglich war die Hungersnoth im Jahre 1574 in London ſehr groß. Ein gleichzeitiger, wohlun⸗ terrichteter Schriftſteller, Walter Raleigh, ſagt, daß die Einfuhr des fremden Korns inner⸗ halb etlichen Jahren 45 Millionen Livres Tournois betragen habe. Man erſchrak nun uͤber den geſunkenen Zuſtand des Ackerbaues, und die Urſache konnte der thaͤtigen, nur zu geldgierigen Regierung der Königin Eliſabeth nicht entgehen. Sie verordnete 1562, daß unbebauete Hoͤfe und unbeſtelltes Ackerland wieder bebauet werden ſolle, widrigenfalls ſie dem naͤchſten Erben, der ſie bebaute, dann dem Guthsherrn(Lord of the manor) und endlich der Koͤnigin an⸗ heim fallen ſollten. Auch erlaubte ſie durch eine gleichzeitige Verordnung die Ausfuhr,⸗ wenn das Quarter Weizen nicht uͤber 16 Schil⸗ ling — 136— ling ſtaͤnde. Aber noch hatte Niemand Luſt, Land und Hoͤfe unter der Bedingung wie⸗ der anzunehmen, und die Koͤnigin am we⸗ nigſten. Im Jahr 1570 erſchien eine Acte, betitelt: „Zur Befoͤrderung des Ackerbaues, und zur Vermehrung der Schiffahrt und der Matroſen.“ Dieſe Acte iſt als ein Meiſterſtuͤck der Staats⸗ wirthſchaft berühmt. Auch war ihre Tendenz vortrefflich; nur die Zuſaͤtze verhinderten alle Wirkung. Es ward dadurch erlaubt, Korn aus allen engliſchen Haͤfen, wo Zolleinnehmer angeſetzt waͤren, gegen Abgaben gewiſſer Pro⸗ cente, auf engliſchen Schifſen, deren Schiffer und zwey Drittheil der Matroſen Englaͤnder waren, auszufuͤhren, wenn— die Ausfuhr von der Regierung oder der Obrigkeit des Diſtrikts nicht unterſagt waͤre. Die verſchie⸗ denen Magiſtratsperſonen ſollten naͤmlich halb⸗ jaͤhrlich mit den Einwohnern des Diſtricts uͤber die Wohlfeilheit oder Theurung aller Getreide⸗ arten conferiren, und ſodann nach eigenem Ermeſſen beſtimmen, ob die Ausfuhr frey zu laſſen oder zu verbieten ſey. Dieſe willkuͤhr⸗ liche Beſtimmung glich faſt einem voͤlligen Ausfuhrverbote. Denn Obrigkeiten und Ein⸗ wohner hatten noch den alten Preis von hoͤch⸗ ſtens 8 Schilling im Kopfe, und meinten, dahin muͤſſe . niſt a thr wan nd hir Märkee Korn⸗ d baues hoch Ne een Ad der Wel t. netkwiſe 39 ſiemand luß dingung wie⸗ igin am we⸗ Acte, beittelt: nes, und zu er Matroſen.” k der Staat⸗ ihre Tendem inderten alle aubt, Korn olleinnehmer gewiſſer Pre⸗ eren Schifer en Englaͤnder die Ausfuhr brigkeit des Hie verſchie⸗ aͤmlich halb⸗ diſtricts uͤber ler Getreide⸗ ach eigenen fuhr frey z ſeſe wilkkühr⸗ nem völigen ten und bil⸗ eis von ſih zinten dahin muſſe — 137— muͤſſe das Korn wieder herunter. Ueberdas aber war der Ausfuhrzoll auf 20 p. C. geſetzt, und hierbey konnte der Englaͤnder auf fremden Maͤrkten um ſo weniger Preis halten, da das Korn, wegen des einmal niedergedruͤckten Acker⸗ baues und der Unzulaͤnglichkeit fremder Zufuhr, hoch genug im Lande ſtand. Im Jahr 1593 ward die Ausfuhr, um den Ackerbau mehr aufzumuntern, erlaubt, wenn der Weizen nicht uͤber 1 Pfund ſtand. Hier ſind die, in Ruͤckſicht jener Epochen merkwuͤrdigſten Preiſe aus den durchgegangenen zwey Jahrhunderten: Im Jahre Nach damal. Gelde. Nach jetzigem Gelde. Pf. Schill. Pence Pf. Schill. Pence 1461 6 16 0 6 6 1I11 14⁰⁷ 9 3 0 1 6 0 1423* 0 8 0 2 12 10 ½ 1423 0 4 9 1 6 5 1434 1 6 3 8 16 3 144⁰ 1 4 0 7 18 8 1444 9 4 4 1 3 3 Von *) Veränderung in der Muͤnze. — 136— Von dieſem Jahre bis 1356 blieb der Preis, ohnerachtet der Muͤnzfuß und die Zinſen geringer geworden waren, faſt immer unter 8 Schilling, ſank mehrmals auf 1 Schilling 2 bis 6 Pence, und ſtieg nur einmal uͤber 1 Pfund. Im Jahr Nach damal. Gelde. Nach jetzigem Gelde. Pf. Schill. Pence Pf. Schill. Pence 1554) 2 13 4 6 12 3 1557) 0o 3 9 12 5 1558 bis 1562 0 0 0 16 7 1574 2 10 0 5 13 11 1587 3 4 o 6 12 6 1594 2 16 0 5 15 11 1595 2 13 4 5 10 5 1596 4 9 0 8 5 7 1597 5 4 0 V 10 15 4 Solche Preiſe waren demnach die Folgen des durch Erſchwerung des Kornhandels unter⸗ druͤckten Ackerbaues und der Abhaͤngigkeit von Fremden in Anſehung des nothwendigſten Be⸗ duͤrfniſſes. 3 m 2/ *) vor der Erndte. *) nach der Erndte. 4 I imn Ko dhjling di Aace des Er gang,' erwas de A Preis fiagen gtzel non de ſäc ai ſtande Süch t zudmr Kon⸗T Wähm ſtand; darauf Nusful ein Ein gelegt, ber 2 zb blieb der nd die zinſen immer unter 1 Schilling enmal ber jetzigem Geldt. pf. Schill. Pene⸗ 6 12 3 2 12 5 19 7 15 4 die Folgen ndels unter⸗ ngigkeit vod ndigſten Be⸗ Im (— — 1439— Im Jahr 1604 ward der Preis, bey wel⸗ chem Korn ausgefuͤhrt werden duͤrfte, auf 26 Schilling 8 Pence(2: 13: 4:) geſetzt. Die Acten und Proclamationen unter Jacob des Erſten Regierung haben keinen Ein⸗ gang, und fuͤhren ſelten die Gruͤnde an, warum etwas verordnet wird. Im Jahr 1623 ward die Ausfuhr auch noch erlaubt, wenn der Preis auf 32 Schilling(3: 4: O:) ge⸗ ſtiegen war; aber immer mit einem Aus⸗ fuhrzoll von 2 Schilling. Auch wurden nun die Strafgeſetze gegen Aufkaͤufer foͤrm⸗ lich aufgehoben, wenn der Preis nicht hoͤher ſtaͤnde. Ohnerachtet es ſcheint, daß waͤhrend der inconſequenten Regierung Carls des Zwey⸗ ten die Korngeſetze nur in ſofern in Be⸗ tracht kamen, als daraus Einkuͤnfte in den Schatz fließen konnten; ſo ward doch der Grund zu dem nachmaligen Syſteme hier gelegt. Die Korn⸗Ausfuhr ward 1660 erlaubt, wenn der Weizen nicht uͤber 2 Pfund(2: 8: 0:) ſtand; aber es ward eine Abgabe von 1 Pfund darauf gelegt. Dies glich alſo beynahe einem Ausfuhr⸗Verbote. Zugleich aber ward auch ein Einfuhrzoll von 2 Pfund auf jedes Quarter gelegt, wenn er an dem Einfuhrs⸗Orte nicht uͤber 2 Pfund 4 Schilling galt. Stand er hoͤher, — 140— hoͤher, ſo bezahlte er nur 6 Schilling, 8 Pence. Stand alſo der Weizen, und nach Verhaͤltniß anderes Korn, im Lande niedriger, ſo glich dieſe Abgabe voͤllig einem Einfuhr⸗Verbote. Dieſe vermuthlich vom Geiz dictirte Anordnung haͤtte demnach den Ackerbau vielleicht mehr als alles andre heben koͤnnen, da dem Landmanne nach ſelbiger ſein Markt durch fremdes Korn nicht leicht verdorben werden konnte. Es war aber nicht zu erwarten, daß es dabey bleiben wuͤrde, denn die Financiers des Koͤnigs wuͤrden bald bemerkt haben, daß ſie bey ſo hoch geſpann⸗ ten Forderungen weder Ein⸗ noch Ausfuhr⸗Zoll erhielten. Der Ackerbau lag aber in dieſer Zeit der⸗ maaßen darnieder, alle Paͤchter und Bauren waren ſo verarmt, der Bedarf des auswaͤrtigen Korns war ſo groß, und der Preis deſſelben ſo hoch, daß man im Parlamente darauf drang, die Sache in ernſtliche Betrachtung zu nehmen, die Kornpolicey zu revidiren, und wirkſame Maaßregeln zur Aufhelfung des Ackerbaues zu treffen. Dies geſchah denn auch, und 1663 erſchien eine Acte dieſerhalb. Im Eingange derſelben heißt es: „Da die Aufmunterung des Ackerbaues eine ganz beſondre Aufmerkſamkeit verdient, und tem Ecilin en t fren A Tonte wei mann in M jeder rfge wiling§Pena. nach Verhäͤltni driger, ſo glic nfuhr⸗Verbote. tirte Anorddah leicht mehr a dem landmann fremdes Kem unte. Es war dabey bleiben dͤnigs wuͤrden hoch geſpann⸗ Ausfuhr⸗Zol eſſer Zeit der und Bauren Bauswaͤrtigen reis deſſelben darauf drang, g zu nehmen ind wirkſam. Nckerbaues zu h, und 1665 Im Eingange es Ackmbaues keit verdient und — 141— und das ſicherſte und wirkſamſte Mittel, eine Kunſt oder Gewerbe zu befoͤrdern, darin be⸗ ſteht, daß man es eintraͤglich fuͤr diejenigen macht, die es betreiben; und da eine große Menge Ackerland in den gegenwaͤrtigen Zeiten wuͤſt liegt und wenig Ertrag giebt, welches ſehr verbeſſert und zu großem Vortheil verwandt werden koͤnnte, wenn man ſicher waͤre, die darauf zu verwendenden Koſten und Arbeit wieder bezahlt zu erhalten, und dadurch viel mehr Korn im Lande erzeuget, auch Menſchen, Hornvieh und Pferde mehr erzielet und ſonach immer mehr Land zu hoͤherem Werth und Nutzen gebracht werden koͤnnte——*% Es ward demnach verordnet: 1) daß, wenn das Quarter Weizen nicht uͤber 48 Schilling(2: 17: 7:), und anderes Korn nach Verhaͤltniß ſtaͤnde, ſo ſolle die freye Ausfuhr erlaubt ſeyn, und keine hoͤhere Abgabe als 5 Sthilling 4 Pence davon bezahlt werden. 2) daß bey obgedachtem Preiſe es jeder⸗ mann erlaubt ſeyn ſollte, Korn aufzukaufen, in Magazinen aufzuſchuͤtten, um es demnaͤchſt wieder zu verkaufen, und daß alle vormals hier⸗ auf geſetzten Salan aufgehoben werden ſollten. 5) — 142— 3) Daß, wenn das Getreide obgedachten Preis nicht uͤberſteigt, fuͤr das Quarter eingeführten Weizens nur 5 Schilling 4 Pence an Einfuhr⸗Zoll bezahlt werden ſoll. Dieſes Woͤrtlein Nicht hatte ſich in dieſen letzten Abſchnitt entweder zufaͤllig oder hinter⸗ liſtig eingeſchlichen. Denn unmoͤglich konnte die Abſicht der Geſetzgeber ſeyn, die Einfuhr des Korns zu erſchweren, oder vielmehr durch⸗ den darauf ſtehenden Einfuhr⸗Zoll, von 2 Pfund pr. Quarter, ganz zu verhindern, wenn es theuer im Lande war; die Einfuhr hingegen zu beguͤnſtigen, und den Zoll herunter zu ſetzen, wenn es wohlfeil war. Es ſollte daher offenbar heißen: die hohe Abgabe ſolle aufhoͤren, und die Einfuhr beguͤnſtigt werden, wenn der Preis uͤber 48 Schill. ſtiege. Waͤre dies nicht an ſich klar, ſo wuͤrde es ſich noch mehr dadurch beſtaͤtigen, daß man in Schottland, wo man um dieſe Zeit alle ſtaatswirthſchaftlichen Ein⸗ richtungen mit England uͤbereinſtimmend machte, gleich darauf daſſelbe Geſetz gab, und das Wort Nicht an dieſer Stelle wegließ. So augenfaͤllig dieſer Fehler war, ſo war doch die Acte einmal mit dieſer Solbe einregiſtrirt, und ſo ward um ſo mehr darauf gehalten, weil der Zoll bey der kleinen Auflage gewann, bey der hohen nichts erhalten haͤtte. Da⸗ 68 her 1 jal der⸗ ud da AGerban man dac 1670, derun Liehzt fahrt d s llieber ſrangen waten, feigä in lant ſolle al Marttple durc wa⸗ erriet, Wan ei ſoih Hohe,! ſeinen d Beſchei heym? defraud ütliches Inatuͤr de ob. ledachn das Quarter iling Penc⸗ ſoll. te ſich in dieſen g oder hinte moͤglich konne , die Einfügr vjelmehr darc von 2 Pfun rn, wenn ai uhr hingege uter zu ſehen daher offenber zufhoͤren, und enn der Meit dies nicht an nehr dadurch and, wo man zftlichen Ei nnend nahe b, und da vegließ. 3 war doch di regiſtrirt, un alten, weide ge gevant, haͤte. De her — — 443 her dauerte die Einfuhr bey maͤßigen Preiſen fort. Der Abzug des Geldes fuͤr fremdes Korn und der fortdauernde Verfall des einlaͤndiſchen Ackerbaues ward nun aber ſo empfindlich, daß man das Verſehen durch ein neues Geſetz von 1620, betitelt:„Eine Acte zur Befoͤr⸗ derung des Ackerbaues und der Vie hzucht fuͤr die allgemeine Wohl⸗ fahrt des Koͤnigreichs“— verbeſſerte. Es blieben im Weſentlichen dieſelben Anord⸗ nungen, die in der vorhergehenden beſtimmt waren, nur ward die hohe Einfuhr⸗Abgabe feſtgeſetzt, wenn der Weizen unter 48 Schilling im Lande ſtaͤnde. Dieſen effectiven Stand ſollte aber der letzte Preis auf dem naͤchſten Marktplatze in jedem Hafen beſtimmen. Hier⸗ durch ward der Zweck der Verordnung wieder vereitelt, denn dieſer Preis war leicht gemacht. Wenn ein Kaufmann Getreide einfuͤhren wollte, ſo trieb ex den Preis einen Markttag in die Hoͤhe, ließ vielleicht ſein eigenes Korn von ſeinen Gehuͤlfen ſo theuer kaufen, nahm eine Beſcheinigung hieruͤber, und producirte ſie beym Zoll. Man weiß, welche Unterſtuͤtzung Defraudfuten finden, zumal, wenn ſie etwas nuͤtzliches einfuͤhren; und die Zollaufſeher ſahen es natuͤrlich gern, wenn Korn eingefuͤhrt wurde und — 144— und nur die kleine Abgabe bezahlte; denn die hohe fiel gar nicht vor. Certificate wurden alſo leicht erhalten und angenommen, ohne die Sache genau zu unterſuchen. So dauerte denn, aller Acten zur Befoͤrderung des Acker⸗ baues ohnerachtet, die Einfuhr fort, und die Ausfuhr blieb, zwar minder wie vorher, aber mit 5 Schill. 4 Pence pr. Quarter, doch immer noch zu ſehr belaſtet. Und ſo ſchmachtete der Ackerbau ferner. Viele, ſelbſt engliſche Schriftſteller, haben die Einfuͤhrung des nachmaligen gluͤcklichen Kornpolicey⸗Syſtems in dieſe Zeit geſetzt. Ich bin daher veranlaßt worden, dies ebenfalls S. 36 der Einleitung zu thun. Eigentlich aber hatte das Parlament in dieſer Zeit nur den guten Willen, dem Ackerbau aufzuhelfen, und die richtige Idee, daß dieſes durch Befoͤr⸗ derung der Ausfuhr und durch Erſchwerung der Einfuhr in England allein geſchehen koͤnne. Die Maaßregeln waren noch zu mangelhaft, und die Ausfuͤhrung derſelben zu ſchwach. Eine Sylbe vereitelte alle guten Abſich⸗ ten. Auch konnte man die Aufhebung des Zolls fuͤr ausgefuͤhrtes Korn wohl nicht durchſetzen, vielweniger eine Praͤmie dafuͤr ausmitteln. in ſ dur lriß füddenb de dur⸗ Ed nel Kaufl wohlte Yich 1 ſall ſihl mn Er dlnäblg in all Eine ftende vürde, 7 der ole dideit fruhre ten,— dürfen. zu falen Un en, me er Ma en, ſeß iiſer Ey W a — bezahie, dem eriſeate nurden umen, ohne die SEy dauerte erung des Aber⸗ N fort, und d vie vorher, abn ter, doch imme ſchmachtete d iſteller, haba en glückliche it geſetzt. 3c dies ebenfall u. Eigentlic ieſer Zeit nur taufzuhelfen, durch Befit⸗ Erſchwerung ſſchehen koan⸗ u mangelhaſ 1 zu ſchtat guten Ahſ— Aufhebung de n wohl tit Praͤmie vür 3 — 145— Im Jahre 1685 verbeſſerte man die letzte Acte durch einen Zuſatz, um die falſche Angabe der Preiſe zu verhuͤten. Danach ſollten die Friedensrichter in ihren Quartals⸗Sitzungen den Durchſchnitts⸗Preis des Getreides auf den Eid mehrerer Perſonen, die aber weder Kaufleute noch Factors, ſondern wohlhabende Gutsbeſitzer oder Paͤchter waͤren, beſtimmen; und danach ſolle ſich die Einfuhr des fremden Korns rich⸗ ten. So verbeſſerte man die Maaßregeln allmaͤhlig. Im Jahr 1686 ward man boͤſe, verbot alle Einfuhr gaͤnzlich, und verordnete, daß alles fremde Korn, was man einzufuͤhren verſuchen wuͤrde, zerſtoͤrt und ins Waſſer geworfen wer⸗ den ſolle. Hieraus ſcheint doch zu erhellen, daß die vorhergehenden Maaßregeln etwas ge⸗ fruchtet und dem Ackerbau aufgeholfen hat⸗ ten;— ſonſt hatte man letzteres nicht thun duͤrfen. Auch fingen die Preiſe an, betraͤchtlich zu fallen. Um meine Leſer ſelbſt in den Stand zu ſet⸗ zen, mehrere Reſultate aus der Vergleichung der Maaßregeln mit den Kornpreiſen zu zie⸗ hen, ſetze ich letztere von den letzten 40 Jahren dieſer Epoche vollſtaͤndig hieher. an Bds, ate Abtheil. K Im — 146— betraͤgt nach jetzigem Im Jahre Geldeswerth:„ Jahte Pf. Schig. Pence. Pf. Schill. Pence. 1604 1 6 3 2 12 4 1670 1623 1. 12 6 2 11 2 1671 1646 2 8 8 3 16 9 1672 1647 3 13 8 5 17 9 V 1603 1648 5 5 36 6 160 V 164¹ 16 49 4 99 8 6 8 0 b 157 1650 3 160 8 6 2 6 7 1631 3, 13 4 4 8 e 1652 2 9 6 2 19 4. V 5 1653 1 15 6 2 2 7 bKl 1634 1 6 0 1 11 2 o 1655 1 13 4 2 0 0 1681 1656 2. 3 0 2 11 4 163: 1657 2 6 8 2 16 0 b 1683 1655 3 5 0 3 18 9 V 1ig, 1659 3 6 0 3 19 2 Wu88 1660 2 16 6 3 2 9 1686 1661 3 16 0 4 4 0 V 6 1662 3 14 0 4 8 1663 2 17 292 3 8 5 1664 2 0 6 2 8 2 1665 2 9 4 2 19 3 1666 1 16 0 2 3 2 1667 1 16 0 2 3 à 16682. 2 4 4 2 13 3 W 1660 2 1 3 2 10 0 de, boo ſchen T tteägtrach ſetigen Geldeiwerth: Pf. Schill. pence. 2 12 4 9 11 2 3 16 9 5 12. 6 16% 6 8 6 2 5 2 19 4 2. 11 2 . 5 2 11 4 2 16 0 13 0 19 2 4 9 4 0 . S 5 3 5 2 8 — —ͤ=ͤO0e —— 2 2 1 2 13— 2 10 0 Im Jahre 1670 1671 16722 1673 1674 1675 1676 1677 1678 1679 1680 1681 1682 1683 1684 1685 1686 1687 8d d d d d d Pf. d N 8 C o d d 447— beträͤgt nach jetzigem Geldwerth: Schit. Pencee⸗ Pf. Schill. Penee. 1 8 3 10 0 2 0 2 10 5 1 0 2 8 0 6 8 2 16 0 8 8 4 2 5 4 8 1; 18 0 2 3 7 2 0 2 1Oo. 5 19 0 3 10 10 0 0 3 12 6 5 0 2 14 0 6 8 2 16 0 4 0 2 12 10 0 0 2 8 0 4 0 2 12 TO 6 8 2 16 0 14 0 2 0 14 5 2 1 10 3 Wie bey jener Veraͤnderung der Thronfol⸗ ge, wodurch das Haus Oranien auf den Britti⸗ ſchen Thron kam, alle Grundſaͤtze des Reichs K 2 revi⸗ — 148— revidirt und nach einem auf Erfahrung und weiſe Ueberlegung gegruͤndeten, nicht auf den Augenblick, ſondern auf ſpaͤte Nachkommenſchaft berechneten Plan verbeſſert und unwandelbar feſtgeſtellt wurden, richtete man auch ein vorzuͤg⸗ liches Augenmerk auf die Korngeſetze. Der Ge⸗ danke, die Verſorgung der Nation mit Lebens⸗ mitteln dadurch auf ewig ſicher zu ſtellen, daß man den Ackerbau auf eine ſo hohe Stuffe der Vollkommenheit bringe, daß er in mittlern Jahren weit mehr producire, als im Lande conſumirt werden kann— und daß dieſes auf keine andere Weiſe moͤglich ſey, als wenn man ihm auch nach reichen Erndten einen vortheilhaf⸗ ten Abſatz ſichere—, war nicht neu. Man hatte ihn ſchon in aͤltern Zeiten gehabt, und ſchon von einer unvollkommenen Ausfuͤhrung er⸗ wuͤnſchten Erfolg zu ſehen. Man hatte ihn neuerlich wieder gehegt und wenigſtens halb ins Werk gerichtet, und verſpuͤrte auch davon bereits gute Wirkungen. Aber jetzt hatte man zuerſt die weiſe, gluͤckliche Kuͤhnheit, ihn vollſtaͤn⸗ dig, wirkſam und beharrlich auszufuͤhren. Gleich nach der Thronbeſteigung Wilhelms und Maria erfolgte das ewig denkwuͤrdige Ge⸗ ſetz, welches den Ackerbau, die Bevoͤlkerung, den Kunſtfleiß und folglich den Reichthum und die Macht Großbritanniens vor allem begruͤn⸗ — dete, v, un gnder lilen 2 anxtt 5 Acte, 5 1 digein Regiilt nehr t Veen Einfohis vumi onde fahr i ehlauts haum e, ſod da; 94 mgatk adars Eenit ſo ſol erlaub der Ec rfahrung und nicht auf den komtmenſchaft unvandelbar ach an dotzag⸗ ehe. Dere⸗ en wit lebens⸗ zu ſtellen, da ohe Stuffe de r in mittlern s im lande ß dieſes auf ls wenn man vortheilhaf⸗ neu. Man abt, und ſchon führung er⸗ n hatte ihn ens halb ins auch davon zt hatte man ihn volſtar⸗ fuͤhren. ung Wilhelno kwuͤrdige Ge Bevölkerun eichthun ind allem lhugrun⸗ dete, — 149— dete, durch die es ſich in dem verwichenen Jahr⸗ hunderte uͤber alle Nationen Europens, der vielen Kriege und Ungluͤcksfaͤlle ohnerachtet, empor geſchwungen hat. Es hieß: Eine Acte, die Kornausfuhr zu befoͤrdern. Nach derſelben blieben alle Abgaben auf eingefuͤhrtes Getreide, welche unter Karls II. Regierung darauf geſetzt waren; aber nicht mehr in der falſchen Abſicht, eine oͤffentliche Revenuͤe dadurch zu ziehen; ſondern um die Einfuhr bei leidlichen Kornpreiſen im Lande faſt unmöglich zu machen. Galt der Weitzen im Lande nicht uͤber 44 Schilling, ſo war die Ein⸗ fuhr nur unter einer Abgabe von 40 Schilling erlaubt, oder, was einerley iſt, durchaus ver⸗ boten. Galt er nicht uͤber 53 Schilling 6 Pen⸗ ce, ſo mußten 16 Schilling davon bezahlt wer⸗ den; galt er endlich nicht uͤber 80 Schilling, ſo trug er noch 8 Schilling Abgabe. Erſt, wenn er daruͤber kam, ſollte er, bis auf eine kleine Certificationsgebuͤhr, frey ſeyn. Dann aber ward verordnet, daß, wenn der Weitzen nicht uͤber 48 Schilling(2:17:7:) ſtehe, oder andere Kornarten nach Verhaͤltniß⸗ ſo ſolle es jedermann ohne alle Abgabe erlaubt ſeyn, auf engliſchen Schiffen, worauf der Schiffer und zwey Drittel des Schiffsvolks Eng⸗ Englaͤnder waͤren, Getreide auszufuͤhren. Und wenn er ſich gehoͤrig legitimire, daß dieſes Korn außerhalb Landes gebracht und in einem fremden Hafen ausgeladen oder auch auf der See ver⸗ ungluͤckt ſey, ſo ſolle ihm fuͤr jedes Quarter Weitzen 5 Schill.(6 Schill.) und fuͤr ande⸗ res Korn nach Verhaͤltniß Praͤmie oder Ver⸗ guͤtung(bounty) bezahlt werden. Nicht genug, dieſe Geſetze gegeben zu haben: — man hielt, wie viele nachfolgende Verord⸗ nungen beweiſen, ſtrenge auf ihre Ausfuͤhrung. Kurzſichtige— mitunter auch ſcharfſichtige— Menſchen konnten den Nutzen dieſer erlaubten und ſogar belohnten Ausfuhr nicht begreifen, und eben ſo wenig das Verboth der Einfuhr billigen. Sie ſuchten daher alle Mittel hervor, jene zu erſchweren und dieſe zu befoͤrdern. Man verſaͤumte, die Preiſe auf die vorgeſchrie⸗ dene Art auszumitteln, und ließ fremdes Korn faſt zollfrey ein, unter dem Vorwande, daß die Preiſe nicht geſetzmaͤßig beſtimmt waͤren. Daher ward es den Friedensrichtern wiederholt zur Pflicht gemacht, dieſe Preiſe ordnungsmaͤ⸗ ßig zu beſtimmen; wenn ſie es aber dennoch un⸗ terließen, ſo ſolle der geringſte Preis von den Zolleinnehmern zur Norm genommen werden. Und da fremdes Korn noch immer in einen oder den andern Hafen offne Wege fand, ſo ward ncl bia Thnn diſes E güchet iih nin gehett h In be men, den Sen gbe del a mn Maaxh de 80 hit tns d” d wo teaalend da nien ben die Nau uführen. Und aß dieſes Korn inem fremden der See ver⸗ ſedes Quartert und fuͤr ande⸗ mie oder Ver en. ſebenzuhaben! gende Verord⸗ Ausfuͤhrung. arfſichtige— ſer erlaubten ht begreifen, der Einfuht Miteel hervor, befordern. vorgeſchrie⸗ remdes Korn wande, daß umt waͤren. en wiederhol ordnungomi er dennoch un preis von de umen wetden mer in einen gege fand, ſo ward ward alle Kuͤſtenverfuͤhrung deſſelben von einem Hafen zum andern unterſagt. Ohnerachtet ſich die wohlthaͤtigen Folgen dieſes Syſtems durch Ueberfluß und maͤßigere, gleichere Preiſe, wie man je gehabt hatte, deut⸗ lich zeigten: ſo ward doch der Poͤbel haͤufig auf⸗ gehetzt, ſich der Kornausfuhr zu wiederſetzen. In verſchiedenen Gegenden rottete er ſich zuſam⸗ men, fiel Pferde und Wagen, die Korn nach den Seehafen fuhren, an, zerſtoͤrte es, pruͤ⸗ gelte die Fuhrleute, und verſchuͤttete das Korn. In manchen Gegenden zerſtoͤrte er die Korn⸗ Magazine, drang in die Schiffe, und warf das Korn über Bord. Hiergegen ward ein ſtrenges Geſetz gegeben, was voͤllig ſeine Wirkung that: die Gemein⸗ den, wo ſich ſolche Unordnungen zutrugen, ſoll⸗ ten allen Schaden bezahlen. Da der zur Auszahlung der Ausfuhr⸗Praͤ⸗ mien beſtimmte Fond ſtark angriffen wurde, und die Auszahlung nicht gleich erfolgen konnte, ſo ward beſtimmt, daß die Scheine 3 p. 0. Zinſen tragen und als Staatspapiere angenom⸗ men werden ſollten. 1 Und ſo ſetzte man denn dieſes, wie der Er⸗ folg lehrte, richtig berechnete Syſtem mit aller Ener⸗ — 152— Energie beinahe 80 Jahre durch. Denn bis an die ſechziger Jahre des verwichenen Secu⸗ lums wurden nur einige Male kleine temporaire Ausnahmen gemacht, die aber freilich folgen⸗ reich genug wurden. In den ſechziger Jahren fing man an, es zu durchloͤchern; in den ſieben⸗ ziger Jahren, es beynahe voͤllig uͤber den Hau⸗ fen zu ſtoßen. Ehe wir aber in der Geſchichts⸗ erzaͤhlung weiter gehen, wollen wir etwa bei dem Jahre 1700 ſtehen bleiben, und die Wir⸗ kungen dieſes Syſtems etwas genauer beobach⸗ ten, aber auch einige Einwendungen hoͤren, die dagegen von den ſtaatswirthſchaftlichen Schrift⸗ ſtellern Englands gemacht worden ſind. Daß der Ackerbau ſich bei dieſem Sy⸗ ſteme betraͤchtlich heben muͤſſe, hatte wohl ſchon a priori feinen Zweifel. Aber vermuthlich er⸗ warteten ſelbſt die Urheber deſſelben nicht, es wer⸗ de einen ſo betraͤchtlichen Ueberfluß an Getrei⸗ de und andern Lebensmitteln hervorbringen, daß die Preiſe dadurch auf einen ſehr maͤßigen und gleichfoͤrmigen Standpunkt herabſielen. Dies hat die Erfahrung erſt gelehrt; denn von dem Zeitpunkte an, d. h. von dem Anfange des 1 8ten Jahrhunderts, wo dieſe Geſetzgebung ihre Wir⸗ kung thun konnte, bis auf die Zeit, wo man wie⸗ der davon abging, ſind die Preiſe nach Verhaͤlt⸗ niß des Geldwerths weit geringer, vornaͤmlich aber V 1690 1691 1691 1593 us 1595 (16)b 1ü9. 1ü0s 1609 110d Durh 1701 1702 1703 10. h. denn bi ſichenen Secu⸗ ne temporaire reilih folgen⸗ höger Jahren in den ſieben über den hau der Geſchichts wir erwa biͦ und die Wir auer beobach en hoͤren, die ichen Schrif⸗ ſind. dieſem E tte wohl ſchon ermuthlich er⸗ nicht, es wer⸗ ß an Getre⸗ bringen, daß maͤßigen und fielen. Dis enn von den inge des 18 ung ihre Vo⸗ wo man wie nach Vethäͤll⸗ , wmimlic aber — 153— aber gleichfoͤrmiger geweſen, als je vor und nach dieſer Zeit. Dies erweiſt folgende Tabelle der Preiſe, wenn man ſie mit den vorherigen nnd nachfolgenden vergleicht, ſo unwiderſprechlich, daß ich kein Wort weiter daruͤber verliere. betraͤgt nach jetzigem Im Jahr Geldwerth. Pf. Schill. Penee Pf. Schill. Pence 1688... 2 6 0o 2 17 7 1689„„ 1 109 2 1 8 1690 ẽ.. 1214 8 2 1 8 Durchſchn. v. IoJahren 1 19 1 2 6 11 1691.„ 1I 14 0 2 9 19 I169 2.„ 2 6 3 2 15 0 1693..„ 3 7 38 4 1 2 1694.. 3 4° 3 16 10 16095... 2 13 0 3 3, 7 1696.. 3 11 06 4 5 2 169) 3 90 3 12 0 1698*. 4 3 8 4 4 2 0 1699 3 4 0 3 13 10 1700o. 2 9 0 2 8 Durchſchn. v. 1oJahren 2 16 10 3 8 3 IIoIl. 1 17 8 2 3 2 17O2 1 9 6 1 15 5 1703- 1 16 8 2 3 2 TrOh. 2 6 6 2 15 10 Im Jahre 1 795 5. 1706. 1707. 1708. 1709 1710 454 Du egſchu. oahrmu⸗ 3 1 7211* 17 12 1213. 1714*) 1713 17216„ 127. T1I8. 12 19„ 17 20. betraͤgt nach jetzigem Durchſchn.v. 6Jahr ren— 1721 1722 1223 1724 Geldwerthe. Pf. Schiu. Pence Pf. Schiul. Pence 1 10 0 1 16 9 1 6 6 III 2 18 6 1 14 2 2 1 6 2 9 10 3 18 6 4 14 2 618 0 4 13 7 2 2 11 10 2 14. 0 3. 4 10 2 6 2 13 7 2 11 0 3 1 4 —— 2 10 4 —— 2 3 —— 2, 8 0 —— 2 3 6 —— 1 18 10 —— 1 14 9 1 —— 1 17 06 — 2 4 10 4. I117 6 .. 16 0O 4. 14 9 *) Hier wird der Geldwerth gleich. derigenachjezigen Gedwerthe. t N. Schlu. Penee 7 16 0 1 11 2 1 411 2 2 9 10 4 14 2 4 13 7 2 11 10 ——— Im Jahre 1725* 4 4 1726* 4* 1727.. 1728..* 1729.*. 1730... Durchſchn. v. 10 Jahren 1731* 1 e 173.—. 1735... 1736... 1737... 1738 3.. 1739... 1740.. Durchſchn. v. 10 Jahren 174¹.. 4 1742... 1743... 1744... 1745... 174 6. 8. 1747... 1748 ¹ ¹. Pf. Schitl. Pence 1 17 O. 2. 8 6 2 6 0 2 2 0 2 14 6 2 2 6 2 2 0 1 3 0 1 6 9 1 8 4 1 17 9 2 3 0 2 0 4 1 17 9 61 15 6 1 17 6 2 15 0 1 17. 6 2 7 1 12 1 ½ 1 5 G 1 4 1 1 7 6 1 19 1 14 10 1 17 0 Im Jahre 1749 1750 Durchſchn. 1751 1752 1753 1754 1755 1756 1757 1758 1759 1760 Durchſchn. von 10 Jahren Von 1714 bis 1760 iſt der hoͤchſte Preis des Weitzens in dem allgemeinen Hungerjahre 1740 vor der Erndte 55 Schilling, und im Jahre 1757 60 Schilling geweſen. Preis iſt hoͤchſtens um ein Viertel des Mittel⸗ preiſes geſtiegen, und dieſer Mittelpreis iſt von zehn zu zehn Jahren immer gefallen, ohnerach⸗ tet die Konſumtion und der Reichthum in dieſem Zeitraume betraͤchtlich zunahm. 4 . * * 2 — v. 10 Jahren * Pf. Schill. Pence 1 17 0 1 12 6 1 13 8 1 18 6 2 1 10 2 4 5 1 14 9 1 13 9 2 5 3 4 0 0 2 10 0 1 19 10 1 16 6 2 6 Der Wer 9G uln 19 ſc tn- 4 m g 2 dann dn titd 63 miſtis Staatt beur ni V brie enn ſant e 8 Aaerb— ſat 5 werdene kors 6 erjer i Kämend wen, ſuͤ⸗ di en lon dih en miſſel neuenn halt i faſt ii 1 al lluß au in, u nal me b Scu. Pem 17 0 12 6 11 18 4 1 10 4 5 14 4 13 9 5 3 0 0 10 0 19 n 16 b 2 hochſte Pri Hungerjahr lng, und in veſen. d. el des Min telpreis iſ won len, oherui⸗ thum in dieſen Wet Wer den Betrieb eines klugen und energie⸗ vollen Ackerbaues kennt,— wer da weiß, wie hoch man die Fruchtbarkeit eines Ackers bei ei⸗ nem guten Wirthſchaftsſyſtem und zweckmaͤßig daran verwandten Capital treiben kann: dem wird dieſer Erfolg ſehr natuͤrlich ſcheinen. Die meiſten Staatsmaͤnner und Schriftſteller uͤber Staatswirthſchaft kennen dies aber nicht, und beurtheilen den Ackerbau nur ſo en gros, wie er landuͤblich getrieben wird. Wenn ſie ſonſt erwaͤgen wollten, daß durch einen thaͤtigen Ackerbau— wie dies gewiß geſchehen kann—, ſtatt ſechs Koͤrner, neun Koͤrner erzeugt werden koͤnnen, und daß nach Abzug des Saat⸗ korns und der Konſumtion des Landwirths im erſtern Falle drei Koͤrner, im letzteren ſechs Koͤrner, alſo das Doppelte, zum Verkauf kom⸗ men, ſo muͤßten ſie ſich leicht uͤberzeugen koͤnnen, daß ohnerachtet aller moͤglichen Ausfuhr, die ein Ackerbau treibendes Land nur haben kann, doch ein groͤßerer Ueberfluß im Lande bleiben muͤſſe, als vorher. Wenn nun dazu die neuen Urbarmachungen, die ein thaͤtiger Haus⸗ halt unternimmt, kommen— deun Raum fehlt faſt nirgends—, ſo wird man leicht einſehen, daß alle Ausfuhr nicht zurkeche, um den Ueber⸗ fluß aus einem betraͤchtlichen Staate fortzuſchaf⸗ fen, und daß folglich die Preiſe im Lande alle⸗ mal maͤßig bleiben muͤſſen. Dazu gehoͤrt aber, daß — 158— daß das Gewerbe der Landwirthſchaft eintraͤgli⸗ cher werde, als es z. B. bei uns in Niederſachſen — die letzten ſechs Jahre etwa ausgenommen— geweſen iſt, und daß der Wiederertrag des zu Verbeſſerungen verwandten Capitals geſichert ſey. Mancher wird hier vielleicht einen Wider⸗ ſpruch finden.„Wenn Verbeſſerung der Land⸗ wirthſchaft nur durch ſtaͤrkern Abſatz und hoͤhere Preiſe bewirkt werden kann,“ wird man ſagen, „und verbeſſerte Landwirthſchaft niedrigere Preiſe hervorbringt, ſo traͤgt ſie die Urſach ihrer Zer⸗ ſtoͤrung in ſich ſich ſelbſt.“ Aber entſtehen und ſich erhalten iſt zweyerlei. Man ſiehr dies bei guten Fabriken, die immer beſſere Waaren, und zu wohlfeileren Preiſen liefern, und doch mehr Vortheil abwerfen, je mehr ſie ſich vervollkommnen. Hat der Acker einmal ei⸗ nen hohen Grad von Fruchtbarkeit erreicht; iſt das beſſere Wirthſchaftsſyſtem einmal eingefuͤhrt, ſo braucht man es nur zu erhalten, und man kann bey geringern Preiſen groͤßeren reinen Er⸗ trag haben. Aber feſtes Vertrauen auf eine conſequente Geſetzgebung, auf eine Geſetzge⸗ bung, die nie den freien Gebrauch des Eigen⸗ thums ſtoͤrt, iſt der Landwirthſchaft ſo noͤthig, wie dem Handel und den Fabriken. Das ge⸗ ringſte Mistrauen macht muthlos und ver⸗ droſſen. Man Nr iitſch 5 3, mm der ii frahych ſchenit A lnben m as votte um n ſitkels A erhellnt ules gn udf diſes iit Rehs bna der or in N entloat unerhi ſten in en an. iſere, hane. tzſchaft inträgl” in Niederſachſ usgenommen- derertrag des zu naals geſchenſen it einen Widen ſerung der land lbſat und höͤhen vird man ſagen jedrigere Preiſ ſach ihrer Jer er entſtehen 1. Man ſie immer beſſen preiſen liefem, —, je mehr ſie cker einmal ei⸗ terreicht; iſß nal eingefüͤhn, en, und mah ren reinen Er auen auf tir eine Geſethe uch des Eie haft ſo nathg ken. Dal ge⸗ gos unh ber⸗ Man ₰æ — 159— Man muß nur immer eine ſclaviſche Land⸗ wirthſchaft, die man treibt, wie man ſie treiben muß, von einer freyen Landwirthſchaft, die man treibt, nachdem der Anreitz dazu vorhan⸗ den iſt, unterſcheiden. Jene kann auch das fruchtbarſte Land nicht gegen Hungersnoth ſichern; dieſe ſichert immer gegen Mangel. Doch genug, um jenes Phaͤnomen der ſin⸗ kenden Preiſe bey beguͤnſtigter Ausfuhr, und, was noch mehr iſt, der Zufriedenheit und des vermehrten Wohlſtandes der Landwirthe bei ſinkenden Preiſen zu erklaͤren! Die Aufnahme, worein der Ackerbau kam, erhellet ſchon hieraus. Kein Wunder; denn alles griff mit Ernſt zum Pfluge. Wohlhaben⸗ de und aufgeklaͤrte Maͤnner ſchaͤmten ſich nun dieſes in ſeine eigenthuͤmliche Wuͤrde wieder ein⸗ geſetzten Gewerbes nicht. Denn nur von Bar⸗ baren war es daraus verdraͤngt und den Haͤnden der Sclaven uͤbergeben worden. Mit Capital in Haͤnden, und richtigen Begriffen im Kopfe, entlockte man nun allen Aeckern einen bis dahin unerhoͤrten Ertrag, wandelte unfruchtbare Wuͤ⸗ ſten in reiche Felder um, legte kuͤnſtliche Wie⸗ ſen an, verwandelte die Viehracen, erfand beſſere, den Kraftaufwand erſparende Werk⸗ zeuge. So — 160— So entſtand denn nach aufgehobener Ein⸗ fuhr und reichlicher Verſorgung des Einlandes die betraͤchtliche Ausfuhr. Es wird genug ſeyn, wenn ich hier nur den zehnjaͤhrigen Durch⸗ ſchnitt der Ein⸗ und Aufuhr aus Dirom's ausfuͤhrlichen, aus den Zollregiſtern gezogenen Tabellen herſetze, nebſt den Durchſchnittsprei⸗ ſen des Quarters Weitzen. Jahre. Jaͤhrl. Einfuhr. Ausfuhr. Durchſchnittspreis. Quarter. Quarter. Pf. Schill. Pence⸗ 1711— 1720 71 449,193 2 4 10 ¾ 1721— 1730 73/2 62 447,968 2 2 0 1731— 1740 4,690 549,447 1 17 6 1741— 1750 15,943 848,660 1 13 8 1751— 1760 37/,397 532,837 2 2 6 Man muß noch bemerken, daß die Ein⸗ fuhr groͤßtentheils in Hafer, die Ausfuhr aber in Weitzen beſtand. Es war ſchon eine betraͤchtliche Summe, welche Großbritannien durch dieſe Ausfuhr an ſich zog, und eine weit groͤßere, welche es durch erſparte Einfuhr zuruͤckbehielt. Hierzu kommt das, was es fuͤr andre Produkte der verbeſſerten Landwirthſchaft: fuͤr Wolle, Pferde, Kaͤſe, ein⸗ nahm. Iitn 5 K il n Eſ humt ₰ d Handeti nese landniſt erſte Gtn rung n Tiehok hoben m Kunſt i wätenl Aceh: famim einns de Rrs I K ſhiing Säjfert dazu iigen d 3 undwit I wie dernehr) W. 2 fgehobeer Ein⸗ des Einlandes Es wird genug jaͤhrigen Durch⸗ aus Dirowe ſtern gezogene urrchſchnittspri⸗ Durchſchnittspreis. Pf. Schill. Penee⸗ 2 4 1% daß die Ein Yasfuhr aber tliche Sunm, eſe Ausfuh 3 welche es dur Hierzu konnt der verbtſeten nde, Kit i nahm. — 161— nahm. Schon von dieſer Seite betrachtet, ließe ſich behaupten, daß Landwirthſchaft der erſte Stamm des engliſchen National⸗Reich⸗ thums ſey. Doch wir wollen den Manufacturen, dem Handel und der Seemacht ihren Werth kei⸗ neswegs abſprechen. Aber war nicht die Landwirthſchaft ihre einzige Mutter, ihre erſte Ernaͤhrerin? Wuͤrde ſich die Bervoͤlke⸗ rung bey dem Zuſtande, worin ſich der Ackerbau vor dieſer Epoche befand, je ſo haben vermehren koͤnnen, daß Manufacturen, Kunſtfleiß und Schiffahrt empor gekommen waͤren? Ackerbau erzeugte, Ackcrbau ernaͤhrte, Ackerbau erzog das ganze Volk zur Arbeit⸗ ſamkeit und Ausdauer. Er verſchaffte den Staͤdten, den Schiffen, den neuen Colonien die Nahrungsmittel zu maͤßigen Preiſen. Die Kornausfuhr gab den Matroſen Be⸗ ſchaͤftigung und vermehrte die Anzahl der Schiffe, trug alſo auch von dieſer Seite dazu bey, die Seemacht zu ihrer gegenwaͤr⸗ tigen Hoͤhe zu bringen. Ich leugne jedoch keineswegs, daß die Landwirthſchaft den Fabriken und dem Han⸗ del wieder vieles zu verdanken habe. Die vermehrte Conſumtion im Lande gab ihr 2n Bds. 2te Abtheil. L gewiß gewiß mehreren Anreiz zu groͤßerer Pro⸗ duction, wie die Ausfuhr. Der Reichthum, den der Handel ins Land brachte, hielt die Preiſe der Conſumtibilien in die Hoͤhe. Die ſtarke Fleiſch⸗Conſumtion machte die Viehzucht eintraͤglicher und vermehrte dadurch den Duͤn⸗ ger auf dem Acker. Man lernte von den Fabriken auch Landwirthſchaft fabrikmaͤßig treiben, lernte von ihnen Menſchenhaͤnde und Arbeit durch Werkzeuge und Maſchienen er⸗ ſparen. Landwirthſchaft und Manufacturen gehen nur Hand in Hand ſicher vorwaͤrts. Sie muͤſſen mit gleicher Sorgfalt vom Staate gepflegt, in gleicher Hoͤhe und Kraft neben einander erhalten werden. Um eins zu heben, das andre niederdruͤcken wollen, heißt: einen Fuß laͤhmen, damit der andre beſſer fortſchreiten koͤnne. Es iſt ein frivoler Streit um den Vorzug der Fabriken und des Ackerbaus fuͤr die Staatswohlfahrt; den aber practiſche und theoretiſche Staats⸗ maͤnner in neuern Zeiten ſo haͤufig gefuͤhrt haben. Dies fuͤhrt mich auf zwey beruͤhmte ſtaatswirthſchaftliche Schrifrſteller Englands, John gh nunde 4 kenihe,1 hum Bedent Unter i andeuut und im feme i Terke mirnen (inuſst pne ſf Es m rungeni en Viiln ſeril n d laneritn Gete heiters viſſen je nat findet anderen die Kon detzind, großerer Pre der Riichthum ahte, hielt die die Nhe. Die ie die Wehzach dadurch den Dir lernte von de aft fabrikmaß nſchenhaͤnde u Maſchienen e Manufacturn cher vorwaͤrt⸗ Sorgfalt von öhe und Krn den. Um ein druͤcken wolle mmit der andre it ein frivole Fabriken und aatswohlfahrt etiſche Staat⸗ häufig gefit wey berihme ller Srglund’ Joh — 163.— John Steuard und Adam Smith. Beyde geben zu, daß auf dem Ackerbau alles beruhe, und daß ohne ihn National⸗Reich⸗ thum und Staͤrke blos precaͤr ſey. Aber Beyde ſcheinen doch den Ackerbau als etwas Untergeordnetes zu betrachten, wenn er mit andern Induͤſtriezweigen in Colliſion kommt; und Beyde ſind mit dem damaligen Sy⸗ ſteme in England nicht zufrieden. Ihre Werke ſind in den Haͤnden aller Staats⸗ maͤnner, und haben ohne Zweifel großen Einfluß gehabt, vielleicht gar die Umſtuͤrzung jenes Syſtems in England befoͤrdern helfen. Es wird alſo nicht unnuͤtz ſeyn, ihre Mey⸗ nungen in dieſer Hinſicht zu pruͤfen. Steuard ſagt eigentlich uͤber agrariſche Legislatur, ſo viel ich mich erinnere, nichts ſpecielles. Er betrachtet aber den Regenten wie den Hausvater in einer Familie, wo lauter Kinder ſind, und will, daß er alle Geſchaͤfte leiten und ſich in die Angelegen⸗ heiten eines jeden miſchen ſoll. Er ſoll ge⸗ wiſſe Gewerbe befoͤrdern, andre zuruͤckhalten, je nachdem er es dem Ganzen zutraͤglich findet. Keins ſoll ſich zum Nachtheil des anderen heben. Wenn daher der Landwirth die Kornpreiſe erhoͤhet, ſo ſoll er ihn daran verhindern, und ihn in gewiſſe Schranken 42 2 zuruck⸗ — 164— zuruͤckweiſen. Daß die Preiſe nach einer abſchlaͤgigen Erndte ſteigen, haͤlt er fuͤr bil⸗ lig. Aber dieſe Steigerung erfolge gewoͤhn⸗ lich auf eine unverhaͤltnißmaͤßige Art; und das müuͤſſe der Regent durch eine zweck⸗ maͤßige Kornpolicey verhindern. Es ſey ſchon ein ſtarker Abſchlag, wenn, ſtatt 4 Mil⸗ lionen Quarter Getreide, nur 3 Millionen geerndtet wuͤrden. Hier duͤrfe aber der Preis nur um 4 ſteigen. Gewoͤhnlich ſteige er hoͤher, und dann muͤſſe ſogleich Einhalt geſchehen. Dies beweiſet, wie wenig Steuard uͤber Landwirthſchaft nachgedacht habe. Daͤchte ſein, ſich in alles miſchender Regent nicht mehr nach, ſo wuͤrde er den Ackerbau bald voͤllg zu Grunde richten. Wir wollen, nach unſerer gewoͤhnlichen Art zu reden, annehmen, daß der Land⸗ wirth im Durchſchnitt das 8te Korn baue, und daß dann z. B. 24 Groſchen fuͤr 1 Scheffel ein billiger Preis ſey, wobey er beſtehen kann. Nun erndtet er aber ¾ we⸗ niger, alſo das 6te Korn. Wenn ihm ſechs Koͤrner ſo viel eintragen ſollen, als ſonſt acht Koͤrner, ſo muͤßte er den Scheffel doch ſchon zu 32 Groſchen verkaufen, alſo ſchon hoͤher, phe, 5 d. t Ih. gor u abiehe Ernde Verkal drey m zut derkaun äblihi ſca Rr Lo Iatert dieenſtt ben ſ V 62 Venlit daer ſi karen a au eandaſ 4 ſcharf zu thi will un Lande im, ſe nach eine ilt er fuͤr bi⸗⸗ folge gewohn⸗ ge Art; und eine zwei⸗ tn. Es ſoh ſtatt 4 Mir⸗ * 3 Milliona arfe aber der woͤhnlich ſtein gleich Einhal g Steuard habe. Daͤcht Regent nicht Ackerbau bald gewoͤhnlichen ß der Land⸗ Korn baue Hroſchen ſir y, wobey r aber ꝛ ne⸗ enn ihm ſech en, als ſonſt Schefſl dec n, alo ſhon höher — 165— hoͤher, als Steuard es ihm zugeſtehen will. Damit kann er aber nicht auskom⸗ men. Denn er muß fuͤr die Einſaat ein Korn und fuͤr die Wirthſchaft zwey Koͤrner abziehen. Daher hat er bey der guten Erndte von acht Koͤrnern fuͤnf Koͤrner zum Verkauf, bey der ſchlechten Erndte aber nur drey Koͤrner. Das Verhaͤltniß iſt alſo wie 5 zu 3, oder drey Scheffel muͤſſen ſo theuer verkauft werden, wie ſonſt fuͤnf Scheffel; folglich muß der Scheffel, der ſonſt 24 Gro⸗ ſchen galt, jetzt 40 Groſchen gelten, wenn der Landwirth anders ſeinen Pachtzins, die Intereſſen ſeines Capitals und ſeinen Ver⸗ dienſt, in einem wie im andern Jahre, ha⸗ ben ſoll..— Steuards ganzes Syſtem und ſeine Vergleichung des Regenten mit einem Haus⸗ vater ſcheint mir uͤbrigens unhaltbar. Doch koͤnnen wir uns hier auf keine Widerlegung einlaſſen. Weit mehr haben wir es mit dem ſcharfſinnigen, conſequenten Adam Smith zu thun. Er hat liberalere Maximen, und will unbedingte Freyheit des Handels und Wandels. Die Regierung ſoll ſich, nach ihm, durchaus nicht in den Gang der Ge⸗ werbe 4 .„— — 166— werbe miſchen; ſie ſoll ihnen freyen Lauf laſſen, ſie nur ſchuͤtzen und allenfalls Schwie⸗ rigkeiten, die ſonſt nicht gehoben werden koͤnnen, aus dem Wege raͤumen. Es ſey immer fehlerhaft, die Induͤſtrie der Nation und ihr Vermoͤgen durch Praͤmien oder Auflagen irgend einem Gewerbe zuleiten zu — wollen; weil jeder Einzelne ſchon ausfinden *,, wohin er ſeinen Fleiß und ſein Capi⸗ 2 tal am vortheilhafteſten richten kann. Jede andere Richtung aber, die nicht den Vor⸗ theil des Einzelnen mit ſich bringt, werde dem Ganzen ſchaͤdlich, indem die Induͤſtrie einem andern Gewerbe entzogen werde, wo ſie nuͤtzlicher ſeyn wuͤrde. Die Wuͤrkung aller ſolcher Mittel känn nur die ſeyn: die Induͤſtrie in einen Canal zu zwaͤngen, der weit weniger vortheilhaft iſt, als der, worein ſie ſich natuͤrlicher Weiſe von ſelbſt wuͤrde ergoſſen haben. Hierin hat er ohne Zweifel Recht, jedoch nur unter der Bedingung, daß dieſe ganz allgemein beobachtet, und gar keine Ausnahme gemacht worden ſey. Hat die Regierung ſich einmal in die Leitung und Befoͤrderung eines Gewerbes eingelaſſen, ſo muß ſie ihre Aufmerkſamkeit wenigſtens auch auf alle diejenigen richten, die fuͤr die Wohl⸗ fahrt PVerhäl derhaln . das M menta Prioc 1 gewich toraus n ſteſer lauj enfalls Echwie⸗ poben werden nen. Es ſeh e der Naion Praͤmien odet rbe zuleiten g chon ausfinden und ſein Cap⸗ kann. Jede oht den Vor⸗ ringt, werde die Induſtrie werde, wy die Würkung je ſeyn: de waͤngen, der der, worein ſelbſt wuͤrde Re echt, jedoc dief ſe Nui he ĩd gar kän y. Hat di Leitung un ingelaſſen, ſ enigſtens auch fuͤr die Vohl⸗ fahrt — 167— fahrt des Staats von unumgaͤnglicher Noth⸗ wendigkeit ſind. Nun hatten in England — und vielleicht in allen andern Staaten— unzaͤhlige Gewerbe Privilegien und Aufmun⸗ terung, folglich war auch der Ackerbau ge⸗ wiſſermaaßen darauf berechtiget, ſobald er ſie naͤmlich brauchte. Auch mußte ihm ein Gegengewicht gegeben werden, um ſich von der gewaltſamen Unterdruͤckung, worun⸗ ter er bisher in England gelegen hatte, zu heben. Smith will nach ſeinen Grundſaͤtzen voͤllige Freyheit des Kornhandels und un⸗ eingeſchraͤnkte Ein⸗ und Ausfuhr deſſelben. Im Allgemeinen iſt dies fuͤr den Ackerbau auch genug; aber nicht bey den damaligen Verhaͤltniſſen in England. Natuͤrlicher Weiſe iſt er alſo mit jener Acte von 1683 nicht zufrieden, und haͤlt ſie fuͤr ſchaͤdlich. Er ſagt, ſie ſey damals durch das Uebergewicht der Landeigner im Parla⸗ mente durchgeſetzt worden, und ein Werk des Privat⸗Intereſſe geweſen. Bey dem Ueber⸗ gewichte, welches das Handels⸗Intereſſe ge⸗ gen das Land⸗Intereſſe in den ſiebziger Jah⸗ ren bekam, verkuͤndigt er ihr ihr Schickſal voraus. Wenn dem ſo iſt, ſo waͤre die alte — 163— alte goldene Maxime, bey jeder Staatsange⸗ legenheit lieber den Grundeigenthuͤmer als den Kaufmann und Manufacturiſten zu hoͤ⸗ ren, hierdurch wieder beſtaͤtiget. Smith haͤlt niedrige Kornpreiſe, wie wir nachher hoͤren und unterſuchen werden, fuͤr die Wohlfahrt des Ganzen nuͤtzlich. Er kann nicht leugnen, daß dieſe erfolgten, ſo⸗ bald die Acte ihre Wirkung thun konnte, und daß die Preiſe niemals im Durchſchnitt niedriger— und was fuͤr die Wohlfahrt des Ganzen vielleicht wichtiger, wie dieſes iſt— niemals gleichmaͤßiger ſtanden, wie in den erſten 60 Jahren des Jahrhunderts. Aber er ſagt, dies ſey, trotz der Acte, nicht ihr zufolge, geſchehen. Dies ſagt er, weil— er nicht begreift, wie dieſe Acte geringere Preiſe hatte bewirken koͤnnen. Wer freylich die Wirkung der Acte durch das Medium des Handels erklaͤren will, der kann das nicht begreifen. Aber durch das Medium des verbeſſerten Ackerbaues iſt nichts natuͤr⸗ licher zu erklaͤren. Uebrigens giebt er gar keinen Grund an, woraus ſich dieſe niedri⸗ gen Kornpreiſe ſonſt erklaͤren lieſſen, und meynt, es koͤnnte doch wohl moͤglich ſeyn, daß wir in der Reihe von Jahren eine vorzüͤglich guͤnſtige Witterung gehabt haͤtten!! Die — ———————:O—˖OęęQO˖An— nes uma 1 utheuer mimüch 8 aasföt drorit de 1 Wim le landet de Am alen m A ener 9 Geri tale, d Tare ll atas r 0 die dir d aſk wäürft ſal der if Nauiic bölker in dem ter Ei waaren brikant der Etaatsange eigenthümer als turſſen zu hoö⸗ atiget. Kornyreſſe, wie erſuchen werden en nüßlich. 6. e erfolgten, ſo g thun konnn im Dunchſchrin die Vohlfahn r, wie dieſe anden, wie ij Jahrhundertz der Acte, nich agt er, weil— geringere Mriſe freylich die Medium des an das nicht Medium des dichts natür⸗ giebt er gi mdieſe niddr⸗ lieſſen, und l noͤglic e von Jahee rrung guht die — 169— Die Nuͤtzlichkeit der Ausfuhr⸗Praͤmien kann und will er nach ſeinem Syſteme durchaus nicht zugeſtehen, und iſt alſo vor⸗ naͤmlich gegen die Praͤmie auf die Korn⸗ ausfuhr. Indeſſen gibt er die ſogenannten Drawbaks zu, namlich die Ruͤckzahlung der Auflage, der eine auszufuͤhrende Waare im Lande unterworfen war; weil der Aus⸗ laͤnder ſich nicht werde taxiren laſſen, und die Waare ſonſt im Auslande nicht Preis halten koͤnne. Aber, welche Waare iſt in England einer hoͤhern Taxe unterworfen, als das Getreide? Ruhet auf ſolchem nicht die Land⸗ tare, der Zehnten, die enorme Armen⸗ Taxe; alle die andern Auflagen, welche der Ackerbauer mit tragen muß, ungerechnet? Haͤlt Smith fuͤr die Fabrikwaaren dieſe Praͤmien oder Ruͤckgaben noͤthig, ſo iſt das engliſche Getreide ihrer noch weit mehr beduͤrftig, wenn England Getreide ausfuͤhren ſoll— was nun aber vielleicht nie wieder der Fall ſeyn wird—. Denn bey einer Nation, die, wie die engliſche, durch Be⸗ voͤlkerung, Kunſtfleiß und National⸗Reichthum in den Stand geſetzt iſt, Fabriken mit groͤß⸗ ter Energie zu betreiben, beduͤrfen Fabrik⸗ waaren keiner Ruͤckgabe. Der engliſche Fa⸗ brikant kann, wie die Erfabrung zeigt, ohn⸗ erachtet erachtet der Theurung der Lebensmittel und der Arbeit, ſeine Waaren wohlfeiler geben, als jede andere Nation. Eine polniſche, ruſſiſche oder ungariſche Fabrik wird, ohner⸗ achtet aller Wohlfeilheit des Landes, vorerſt gegen keine engliſche auffommen. Mit dem Ackerbau verhaͤlt ſichs aber ganz anders. Der Ruſſe und Pole wird ſein Korn, ſelbſt in England, im Durchſchnitt wohlfeiler ver⸗ kaufen koͤnnen, als der Englaͤnder. Warum? Das rohe Material der Fabriken laͤßt ſich verfahren, und der Englaͤnder hat die Gele⸗ genheit und das Vermoͤgen, es zu kaufen, beſſer, wie der Ruſſe und Pole. Aber das rohe Material des Ackerbaues— der Grund und Boden— fehlt nach Verhaͤlt⸗ niß der Bevoͤlkerung mehr, wie in Polen, und iſt viel theurer. Smith wuͤrde hierauf antworten: nun ſo iſt es nicht gut, daß der Pole vorerſt Fabriken, und daß der Englaͤnder Ackerbau betreibe. Aber der Englaͤnder muß eſſen. Und er kann mit polniſchen Lebensmitteln nicht ſo leicht verſorgt werden, wie der Pole mit engliſchen Fabrikwagaren. Wollte man ſagen, er ſolle nicht mehr bauen, als er gerade con⸗ bensmitel um öhlfeiler geben, Line polniſche wird, ohner⸗ andes, doterſ Mit de ganz ander, n Korn, ſellt wohlfeiler der der. Warun iken laͤßt ſih hat die Gele⸗ s zu kaufen, Pole. Aber sues— der nach Verhä⸗ vie in Tolel, vorten: unn Pole vorerſ der Ackerba eſſen. Uu nitteln nich ſ der Pole nit te man ſihen ſs er gerade con⸗ conſumirt, ſo bewieſe das eine unverzeihliche wenn eine Nation in ſchlechten Jahren die Nothdurft en will, ſo muß ſie in guten Jahren Ueberfluß haben. Wenn dieſer Ueberfluß aber nur mit Ver⸗ luſt abgeſetzt werden kann; wenn ſein Preis auf jedem Markte niedriger ſtehet, als dem Englaͤnder die Production deſſelben koſtet, kann und wird er keinen Ueberfluß hervor⸗ bringen, und ſo wird Mangel in ſchlechteren Daher war eine Verguͤ⸗ tung des Verluſts, oder die Ausfuhr⸗Praͤmie, das einzige Mittel, die Nation in ſchlechteren Jahren gegen Mangel zu ſchuͤtzen. Unwiſſenheit. Jahren eintreten. Einfuhr des auslaͤndiſchen Getreides aus ſolchen Laͤndern, wo daſſelbe mit geringeren Koſten producirt werden kann, wuͤrde, der Schiffeh auf den engliſchen Maͤrkten ſo herabgeſetzt ein betriebſamer Ackerbau nicht Daher mußte, um t ohnerachtet, — haben, daß haͤtte beſtehen koͤnnen. dir ſen 3u erhalten, die Einfuhr eingeſchraͤnkt Allein, ſagt Smith, treidepreiſe geringer wuͤrden, ſo wuͤrde der Landmann bey dieſen geringen Preiſen eben ſo gut, ja beſſer beſtehen koͤnnen, als bey IInnn——— ͤͤͤͤͤ------ 8K d — 172— hoͤheren—; denn nach dem Preiſe des Korns richte ſich der Preis der Arbeit, nach dem Preiſe der Arbeit aber der Preis der Ma⸗ nufacturen und jedes Artikels der Induͤſtrie. Der Preis der Arbeit und jedes Dinges, welches der Boden und der Kunſtfleiß her⸗ vorbringe, muͤſſe im Verhaͤltniſſe des Korn⸗ preiſes fallen und ſteigen. Jeder im Staat werde daher bey niedrigen Kornpreiſen ge⸗ winnen, und der Landwirth wenigſtens nicht verlieren. Denn wenn er gleich weniger Geld erhalte, ſo werde dies Geld doch von hoͤherem Werthe ſeyn, und er werde dafuͤr daſſelbe kaufen koͤnnen, was er jetzt fuͤr das mehrere kauft. Sein Vermoͤgen, ſein Ver⸗ dienſt blieben daher, was ſie jetzt ſind; ob ſie gleich durch eine geringere Quantitaͤt von Silber bezeichnet wuͤrden. Wenn man da⸗ gegen den Preis des Korns ſteigere, ſo ver⸗ mehre man dadurch das wahre Vermoͤgen des Grundeigenthuͤmers und Ackerbauers nicht; man ermuntere dadurch den Landwirth nicht zu einer beſſeren Beſtellung ſeines Ackers, weil man ihn dadurch nicht in den Stand ſetze, mehrere Arbeiter anzuſtellen, wie jetzt. Dieſes Raiſonnement hat erſtaunlich ſtar⸗ ken Eindruck gemacht, und iſt hundert Mal nach⸗ hade,d drſlbeni wegfale alee de Pre riſſe bl man ud Priis der ds San dher eind egua due pülgimd werde! des Ge Geſeßt andern habrike ſen und dauchen — preiſ des Kon ſeheit, nach d Preis der M ts der Indüſtte d jedes Dinge er Kunſtlleiß he lmiſſe des Kun Jeder im Eimn Kornpreiſen venigſtens nich gleich wenige Geld doch dof r werde dafir er jetzt füͤr das gen, ſein Ver⸗ jett ſind; oh Quanrinit von benn man da⸗ gere, ſo ver⸗ re Vermoͤgen Ackerbauer, den Landwirt rellung ſeine ) nicht in de er anzuſtelen eſtaunlich ſit⸗ hunden Nal nach⸗ —-— 1273— nachgeſprochen worden. Es iſt auch ſehr conſequent, nur— der Vorderſatz iſt nicht wahr! Nach dem Kornpreiſe ſollten ſich die Preiſe der Arbeit und aller Dinge rich⸗ ten? Die Erfahrung aller Orten und aller Zeiten widerlegt das! Freylich, wenn man ſich einen Staat in einem ſtillſtehenden, voͤl⸗ lig permanenten Zuſtande denkt, wo Bevoͤl⸗ kerung, Vermoͤgen des Staats und des Ein⸗ zelnen, Geldumlauf, Regierungs⸗Principien, Sitten und Character der Buͤrger, Induͤſtrie, Handel, auswaͤrtige Verhaͤltniſſe vollkommen dieſelben bleiben, oder letztere vielmehr ganz wegfallen; ſo laͤßt ſich annehmen, daß auch die Preiſe aller Dinge in gleichem Verhaͤlt⸗ niſſe bleiben werden. Aber ſelbſt hier koͤnnte man mit eben ſo vielem Rechte ſagen: der Preis der andern Dinge beſtimme den Preis des Korns, als umgekehrt. Wo giebt es aber einen ſolchen Staat, wenn man China etwa ausnimmt? In jedem Staate, wo Po⸗ pulation, Induͤſtrie u. ſ. w. ſteigt oder faͤllt, werden alle Preiſe, auch die der Arbeit und des Getreides, ihre Verhaͤltniſſe veraͤndern. Geſetzt, es heben ſich in einer oder der andern großen Stadt die Handlung und Fabriken; letztere erhalten ſtaͤrkere Beſtellun⸗ gen unter vortheilhafteren Bedingungen; ſie brauchen daher mehrere Menſchen. Weil ſcc ſich fuͤr den gewoͤhnlichen Lohn nicht mehrere anfinden, ſo muͤſſen und koͤnnen ſie den Lohn erhoͤhen. Auf die Erhoͤhung des Lohns ziehen ſie mehrere Arbeiter herbey, die dem Landwirth entgehen. Dieſer ſieht ſich alſo auch gezwungen, den Lohn zu erhoͤhen, wenn er genug Leute behalten will. Stiege der Kornpreis hiernach, ſo waͤre es doch nur Wuͤrkung, nicht Urſach, des erhoͤheten Ar⸗ beitslohns. Es wird aber nicht immer ge⸗ ſchehen, denn die Conſumtion und Nachfrage nach Korn wird darum noch nicht groͤßer. Vielleicht gar geringer: denn der beſſer bezahlte Arbeiter ißt nun mehr Fleiſch, we⸗ niger Brod und Mehlbrey; er trinkt mehr Caffee, Thee, Rum, vielleicht Wein, ſtatt ſeines vormaligen Biers und Brannteweins. Wie ſich in dieſem Jahrzehnt der Handel in Hamburg und das Gewerbe in vielen an⸗ dern Staͤdten Niederſachſens hob, ging der Arbeitslohn betraͤchtlich in die Hoͤhe, an manchen Orten bis uͤber die Haͤlfte. Die Kornpreiſe ſtiegen zwar im Durchſchnitt auch, aber aus ganz andern Urſachen. Haͤtten wir keine Ausfuhr nach Frankreich, England, Holland und Schweden gehabt, oder wäare eine allgemeine Kornſperre durch ganz Nie⸗ derſachſen veranſtaltet worden; ſo waͤre der Kornpreis gewiß ſo gefallen, daß kein Land⸗ wirth — hu richt mehren koͤnnen ſie dr öhung des lin herbey, die d ieht ſich alſo m hoͤhen, wenn Stiege d ee es doch m erhoͤheten vicht immer und Nachfran nicht groͤßer u der beſer r Fleiſch, we⸗ er trinkt me zt Wein, ſtat Brannteweins. er Handel in in vielen an⸗ bb, ging da e Hoͤhe, a Halfte. O rhhſchnitt aug chen. Him eich, Englun öt, oder vit rch ganz Ne⸗ ſo wire der aß kilr land virth wirth haͤtte beſtehen koͤnnen. Der Lohn wuͤrde ſich bey geringeren Kornpreiſen gewiß nicht vermindert, vielmehr erhoͤhet haben; denn der gemeine Mann haͤtte ſich ſeinen Unterhalt um ſo leichter mit Spinnen und andern kleinen Handarbeiten verdienen koͤn⸗ nen; der Wohlhabendere wuͤrde ſich der eigenen Arbeit entwoͤhnt und mehrere Leute geſucht haben; der Reiche haͤtte um ſo mehr Faulenzer zum Luxus gehalten. Der Acker⸗ bau haͤtte nothwendig ſinken muͤſſen, und der verarmte Landmann waͤre ohne Huͤlfe auf ſeinem wuͤſten Acker geſtanden. Wahr⸗ ſcheinlich haͤtten wir dann, in dieſem miß⸗ lichen Jahre 1800, Mangel und Hungers⸗ noth unter den Armen. Und wie viel andre Urſachen giebt es, die den Arbeitslohn ſteigern, ohne daß Korn⸗ preiſe daran Schuld ſind, und ohne daß ſie mit in die Hoͤhe gehen! Oeffentliche Bau⸗ aten, Wegbau, Ziehung von Canaͤlen— Nei⸗ gung reicher Privatperſonen zum Bauen, zu großen Gartenanlagen— ſtarke Werbung und Ausnahme, auch Ausmarſch des Kriegs⸗ heers gehoͤren hierher. Der Arbeiter muß zwar das verdienen, was er nothwendig braucht; aber er richtet ſich in dem, was er fuͤr ſeine Arbeit fordert, nicht nach ſeinen Be⸗ — 176— Beduͤrfniſſen, ſondern nach dem, was er erhalten kann. Und er weiß ſehr gut, daß er mehr erhalten kann, wenn es mehr Ar⸗ beit als Arbeiter giebt. Wo die freyen Dreſcher nicht vermoͤge eines beſonderen Mieth⸗Accords verpflichtet ſind, um einen ge⸗ wiſſen Scheffel zu dreſchen, da verlangen ſie mehr, wenn das Korn wohlfeil iſt und Ar⸗ beit geſucht wird. Adam Smith wird ſagen: das ſind nur Marktpreiſe, nicht natuͤrliche Preiſe der Arbeit. Allein ich geſtehe, daß ich keine andere natuͤrliche Preiſe kenne, als Marktpreiſe, d. h. diejenigen, welche die effective Nachfrage nach Dingen und der mehrere oder mindere Vorrath, dieſe Nach⸗ frage zu befriedigen, beſtimmt. Smith's natuͤrliche Preiſe ſind eine Hypotheſe, die ſich auf die hypothetiſche Vorausſetzung eines in einem voͤllig permanenten Zuſtande blei⸗ benden Staats gruͤndet. Und da es dieſe⸗ nicht giebt, ſo kann es auch keine natuͤrliche Preiſe geben, die von dem reellen Werth⸗ den die Natur dem Getreide, nach Smith⸗ aufgepraͤgt haben ſoll, abhangen. Das ganz verſchiedene Verhaͤltniß, worin der Preis des Getreides gegen den Preis der wul üͤrles he dells fande⸗ 3 gens 6 theber M iſt um 2 bey ü Nacht n kuz b16 iinl n and, therrern volü DA tenn t efrich deſenne ſihendo de ge wenn ſ Speun lieſſen. Dieſe tichten 4„ andern ie bey: Nà At den, was e j ſehr gu, d in es mehr A Wo die fren dnes beſonden nd, um einen da verlangen feil iſt und gen: das ſin natuͤrlihe geſtehe, di iſe kenne, ab a, welche di agen und der , dieſe Nach⸗ Smit h's ppotheſe, de sſetzung eine Zuſtande bli⸗ da es die eine natürüte reellen Wer nach Smith⸗ gen. haͤltniß, horil der —-— 277— der Arbeit in verſchiedenen Laͤndern ſtehet, widerlegt dieſe Hypotheſe noch mehr. In den vereinigten amerikaniſchen Staaten, be⸗ ſonders in den inneren, iſt der Preis des Korns und der Lebensmittel kaum halb ſo theuer, wie bey uns; aber der Arbeitspreis iſt um das Drey⸗ und Vierfache hoͤher, wie bey uns. Nach A. Young's geſammleten Nachrichten auf ſeiner Reiſe durch Frankreich, kurz vor der Revolution, waren alle Lebens⸗ mittel daſelbſt eben ſo theuer, wie in Eng⸗ land, die Manufactur⸗Waaren betraͤchtlich theurer, und der Arbeitspreis um 76 p. C. wohlfeiler. Doch es wuͤrde mich zu weit fuͤhren, wenn ich hier zeigen wollte, in welche Wi⸗ derſpruͤche ſich Smith, durch ſein gar zu conſequentes Raiſonnement, mit dem wuͤrk⸗ lichen Laufe der Dinge verwickelt. Dies war der Fehler der altmodiſchen Philoſophen, wenn ſie ſich aus der hoͤhern Sphaͤre der Speculation zur irdiſchen Atmoſphaͤre herab⸗ lieſſen. Ich lobe mir dafuͤr die Kantianer!— Dieſe ſetzen ihre Principien felſenfeſt her; richten ihren Gang aber nicht dahin, wo dieſe Principien natuͤrlich hinfuͤhren muͤßten, ſondern ſetzen ſich einen Punct feſt, wohin ſie bey Anwendung derſelben kommen wollen, an Bds. 2te Abtheil. M und — 1278— und kommen mit kleinen, unmerklichen Beu⸗ gungen, obwohl durch einen weiten Umweg, richtig dahin. Daß der Leſer von hieraus zu den Principien nicht wieder zuruͤck finden kann, iſt nicht ihre Schuld. Warum merkt er ſich die Winkelzuͤge nicht beſſer? Doch laſſen wir die Philoſophen und Syſtematiker, und wenden uns wieder zur Empirie der Geſchichte. Ich komme jetzt auf den letzten Zeit⸗ raum. Wenn ich die in demſelben genom⸗ menen Maaßregeln im Allgemeinen miß⸗ billige, und ſie als ein abſchreckendes Bey⸗ ſpiel fuͤr andre Staaten, die den einlaͤndiſchen Ackerbau empor bringen, und ſich bey zu⸗ nehmender Bevoͤlkerung und Induͤſtrie dadurch gegen Getreide⸗Mangel ſchuͤtzen wollen, aufſtelle; ſo iſt meine Abſicht keineswegs, die Urheber dieſer Maaßregeln zu tadeln. Die Zeitum⸗ ſtaͤnde koͤnnen von der Art geweſen ſeyn, daß die erſten Abweichungen von jenem, zu Ende des ſiebzehnten Jahrhunderts feſtgeſetz⸗ — ten ——ᷣ—ꝛ—ꝛ—ᷣ-— —— 1 Shſit 3 dieſ dadig n ich des da Lant gaffe⸗ der d liebt, Unter n Sauten iner ſ 6 Achun dangm lberaleg Anmeeth gefallng fma Luch Rr enont thun, de Seenatn auf ſüt — der mehr! zeſchobe t6 V ppigen ndels — mmerküchen Ben weiten Unweg er von hieran e zuruͤck finde Waxum wei beſſer! öhiloſophen m uns wieder i r lezun Zei ſelben genon⸗ rmeinen miß⸗ eckendes Bo einlaͤndiſchn ſich bey y düſtrie dadun wollen, aufful⸗ 8, die Urthe Die Zätnn— geweſen ſhn von jenem, in derts feſheſt⸗ aj ten Syſteme unumgaͤnglich noͤthig waren, und dieſe koͤnnen die folgenden wieder noth⸗ wendig gemacht häben. Gewiß kann es nicht die Abſicht geweſen ſeyn, das Intereſſe der Landwirthſchaft dem Handelsintereſſe auf⸗ zuopfern. Gerade unter einem Monarchen, der den Ackerbau ſo vorzuͤglich ſchaͤtzt und liebt, ließe ſich dies am wenigſten denken.— Unter einem Monarchen, der ſeinen deutſchen Staaten ſo viele uͤberzeugende Beweiſe von ſeiner weiſen Vorſorge fuͤr die Aufnahme des Ackerbaues giebt, die treflichſten Verfuͤ⸗ gungen zu dem Ende trifft, ihn auf die liberaleſte Weiſe aus eigenem, unmittelbaren Antriebe befoͤrdert und ſein hoͤchſtes Wohl⸗ gefallen bey jedem Fortſchritte deſſelben zu erkennen giebt! Auch kann es ſeyn, daß Britannien bey der enormen Hoͤhe von Macht und Reich⸗ thum, die es durch Fabriken, Handel und Seemacht nun erreicht hat, die Baſis, wor⸗ auf ſich das alles ſtuͤtzte und empor hob, — den energievollen Ackerbau— wenig mehr brauche. Das feſtverkittete in einander⸗ geſchobene Gebaͤude haͤlt ſich nun durch die Maſſe ſeiner eigenen anziehenden Kraft. Die uͤppigen Zweige der Induͤſtrie und des See⸗ handels beduͤrfen vielleicht des urſpruͤnglichen 2 Stam⸗ — 180— Stammes, der ſie ernaͤhrte, nicht viel mehr; haben eigene Wurzeln geſchlagen, wodurch ſie ihre Nahrung ziehen. Es kann ſeyn, daß Britannien einen großen Theil ſeines beduͤrſtigen Getreides hinfort aus andern Staaten zieht, und ſicher ziehen kann. Bey dem großen Uebergewicht ſeiner Handelsbalanz in allen andern Artikeln kann es den Ver⸗ luſt von fuͤnf bis ſechs Millionen Pfund Sterling fuͤr Getreide leicht tragen. Ganz England bleibt vielleicht in der Folge nicht mehr Land, ſondern wird dereinſt die große, die einzige Handels⸗ und Fabrik⸗Stadt fuͤr den Erdkreis, die etwa nur ihre Gaͤrten, Weiden und Stadtfelder um ſich her liegen hat. Wir andern Ackerbau⸗treibenden Staa⸗ ten fuͤhren der großen Stadt das Brodkorn zu, was wir uͤberfluͤſſig haben, erhalten es gut bezahlt, und kaufen dagegen dort einen Theil unſerer Beduͤrfniſſe am wohlſeilſten. Wuͤrklich ſcheint der Lauf der Dinge dieſe Tendenz zu nehmen. Unſre Fabriken koͤnnen gegen die engliſchen nicht mehr aufkommen. England muß dagegen von uns Lebensmittel haben, bedarf der Einfuhr, und ſo lange die Einfuhr dauert, kann der engliſche Acker⸗ bauer mit uns en gros nicht Preis halten. Darum wird grade der engliſche Acker nicht wuͤſt liegen, ſo wenig wie Stadtaͤcker wuͤſt lie⸗ ligen 4 pl bli ij den an üad e wagä Luflht dann peculat ſie ihr t vaglih deiiel degn i Beßn p it d ir ſihi 9 ein! tjabebe ſhſrm din ande zenäten ſ wene Standy in die ſicht del megr lagen, wodemh Es kann ſin Theil ſine t aus anden en kann. I Handelsbalm n es den Ve illionen Pfun tragen. Gm er Folge nich nſt die groß ik⸗Stadt ſit ihre Gaͤrte ich her lieyn ibenden Em das Brookon erhalten es n dort einen wohlſeilſte. Dinge die briken koͤnner aufkomma z Lebenswitt und ſo lun ngliche Ate⸗ Preis halen e Acker iich adtüͤcke vüſt lir⸗ liegen; auch werden unſre Manufacturen zum Theil bleiben, wie Handwerker und Weber auf dem platten Lande bleiben. Rimt der Strom der Dinge einmal dieſen Lauf, ſo wird er uͤber alle Schleuſen und Daͤmme weggehen, die man ihm durch Ein⸗ und Ausfuhr⸗Verbote entgegen ſetzt. Wir muͤſſen dann Ackerbauer werden, aber unabhaͤngige⸗ ſpeculatiove und wirthſchaftliche Ackerbauer, die ihr Getreide dem Staͤdter ſo theuer als moͤglich verkaufen, und von ſtaͤdtiſchem Tand. ſo wenig als moͤglich brauchen, um nicht gegen ihn in Schulden zu gerathen. Betrachten wir die Sache von dieſer Seite, ſo iſt es moͤglich, daß die engliſche Legisla⸗ tur ſich durch eine hoͤhere Fuͤgung genoͤthigt ſah, ein Korn⸗Policeyſyſtem nach und nach aufzuheben, wobey der einlaͤndiſche Ackerbau ſich ſo maͤchtig gehoben hatte, und dagegen ein anderes einzufuͤhren, wobey er im All⸗ gemeinen wieder in Abnahme kam. Einen ſo weiten Geſichtskreis erlaubt mir aber mein Standpunkt nicht, und ich beſchraͤnke mich in dieſer raiſonnirenden Geſchichtserzaͤhlung lediglich auf Ackerbau. Ob ein Reich, wie Großbritannien, welches jetzt durch das von ſeinen Schiffen bedeckte Weltmeer mit dem ganzen Erdkreiſe in Verbindung ſteht, durch ſeinen — 182— ſeinen Handel und Manufacturen die Schaͤtze aller Nationen an ſich zieht, eine gewaltige Seemacht immer erhalten und ſie in Frie⸗ denszeiten beſchaͤftigen muß, ſo ſicher auf auswaͤrtiges Getreide rechnen duͤrfe, daß es ſeinen Ackerbau, welcher die Baſis ſeiner Staͤrke ausmachte, ſchwaͤchen koͤnne, vermag ich nicht zu entſcheiden.*) Aber gewiß iſt es, daß kein anderes Reich, welches im progreſſiven Zuſtande iſt, dieſes thun duͤrfe, und die Maaßregeln vermeiden muͤſſe, welche in dieſem letzten Zeitraume den engliſchen Ackerbau, im Verhaͤltniß anderer Induͤſtrie⸗ zweige, *) Ich ſchrieb dies im Sommer 1300, wie der Man⸗ gel in England noch nicht ſo beunruhigend war, als er es jetzt gegen das Ende dieſes Jahrs zu werden ſcheint. Mit allen Reichthuͤmern und aller Seemaͤcht wuͤrde ſich Britannien doch wohl nicht gegen oft ruüͤckkehrenden Mangel ſchuͤtzen koͤnnen, wenn das Parlament nicht ernſtliche Maaßregeln nimt, den einlaͤndiſchen Ackerbau zu erweitern, wie dieſes in der letzten Rede des Koͤnigs vom Thron ſo dringend anempfohlen iſt. Ich werde in einem Nachtrage zu dieſer Abhandlung die Geſchichte dieſes letzten und aͤngſtlichen Kornmangels und der dagegen genommenen Maaßregeln mittheilen; um ſo mehr, da er auf die Preiſe des Korns und aller Lebensmittel faſt durch ganz Europa, und folglich auf das Gewerbe des Landwirths, einen bedeutenden Einfluß hatte. b Sent 16881 aufrch sälige dite 8 de 1 uf 1 and we ric deri Früär wähe zun den Ma V ein, dur⸗ V nißl uren die Schaß⸗ eine gevalin d ſie in Fi ſo ſicher af dürfe, daß ie Baſis ſinn könne, vernn Aber gewiß j h, welches in ſes thun durſ, b müſſe welch den engliſche erer Induͤſtri⸗ zweiy⸗ vo, wie der Mat eunrußigend war dieſes Jahrs z üͤmern und aler doch wohl niht ſchützen koͤnne liche Maaßregtt zu zu erweiten, des Königs d ſt. Ich werde ung die Geſchüt amangels und de mittheilen; im ſ z Korns ünd äll vpa/ und ſohhich einen bedeutenden — 283— zweige, wieder niederdruͤckte. Auch ſchreibe ich nicht fuͤr Englaͤnder, ſondern fuͤr Teutſche die engliſche Geſchichte des Ackerbaues und Kornhandels. Wir gehen alſo darin fort. Jene mit weiſer Kuͤhnheit im Jahre 1688 eingefuͤhrten und mit Standhaftigkeit aufrecht erhaltenen Geſetze blieben in ihrer voͤligen Kraft, bis man im Jahre 1757 eine Ausnahme machte. Die Erndte von 1756 war ſehr zuruͤckſchlagend geweſen, und der Preis des Weizens ſtieg, nicht unbillig, auf 3 Pfund. Das Volk, an Ueberfluß und wohlfeile Preiſe gewoͤhnt, ward unruhig; ſchrieb dieſe Steigerung, wie gewoͤhnlich, den Kornhaͤndlern und großen Landwirthen zu; zerſtorte Magazine und Kornſchober, ver⸗ nichtete die Zufuhren, die von einem Orte zum andern gingen, und glaubte hierdurch den Kornvorrath zu vermehren. Stadte und Manufacturiſten kamen mit ihren Klagen ein, und bedienten ſich ihres Einfluſſes im Parlamente. Die Miniſter wuͤnſchten beym mißlichen Anfange des Krieges ihre Popu⸗ laritaͤt —————õ—————————;—— — — 184— laritaͤt zu behalten und das Volk zu beſaͤnf⸗ tigen. Und ſo ward die erſte ſolgenreiche Ausnahme von jenen Geſetzen gemacht. Alle Ausfuhr ward bis zum 25ſten December verboten. Dagegen wurden alle Auflagen auf eingefuͤhrtes Korn, Mehl und Malz, bis zum 24ſten Auguſt 1757 voͤllig aufge⸗ hoben; die Einfuhr ward auch auf fremden Schiffen erlaubt. Das Brannteweinbrennen ward bis zum 1 1ten December 1757 unter⸗ ſagt. Dies alles jedoch mit dem Vorbehalte, daß der Koͤnig mit Gutfinden des Gehei⸗ men Raths dieſe außerordentlichen Vorkeh⸗ rungen zu jeder Zeit ſolle aufheben koͤnnen. Die Erndte im Jahre 1756 war wuͤrk⸗ lich ſehr ſchlecht geweſen. Denn ſtatt daß im Durchſchnitt des vorigen Jahrzehnts jaͤhr⸗ lich 848,660 Quarter ausgefuͤhrt wurden, waren in dieſem Jahre vor dem Ausfuhr⸗ verbote nur 80,000 Quarter ausgefuͤhrt, und dagegen wurden nun 161,301 Quarter eingefuͤhrt. Der Abſchlag belief ſich daher beynahe auf eine Million, und dieſer Abſchlag rechtfertigte den auf 3 Pfund geſtiegenen Preis vollkommen. zanan Uebrigens aber war keine Noth vorhan⸗ den. Denn die Einfuhr hatte die Ausfuhr nur —— durchgeſ en Mili iden 6 pne. diſehärt den alten geaden⸗ etoas h Ackerba Erndten ſewwiß 8 n ku beſätf n d olgeareice gemacht. Al⸗ ſten Decembe ale Auflagn hl und Mah oolig aufre ch auf fremda nteweinbremmn r 1757 unter im Vorbehalt, des Gehei⸗ chen Vorkeh⸗ ben koͤnnen. 66 war würk⸗ enn ſtatt daß tzehnts jaͤhr⸗ hrt wurden, im Ausfuhr⸗ ausgeführt, 301 Quarter f ſich dahen ieſer Abſchla d geſtiegern Noth vorſan⸗ die Ausführ tur — 185— nur um 87,301 Quarter uͤberwogen, und damit ſchien die Nation reichlich verſorgt. Dies iſt aber eine ſolche Kleinigkeit, daß die geringſte Erſparung hingereicht haͤtte, dieſes Deficit wieder gut zu machen. Ohne Zweifel blieb vier⸗ und fuͤnfmal ſo viel auf dem Boden liegen. Denn, wenn ſich ein ſolcher Allarm von Theurung und Hungers⸗ noth verbreitet, ſo kauft jeder ſorgſame Hausvater auf, oder haͤlt zuruͤck mehr als er braucht. Die Nothwendigkeit, von dem alten, be⸗ waͤhrten Syſteme abzuweichen, war alſo nicht vorhanden. Haͤtte man es diesmal durchgeſetzt, ſo waͤren wahrſcheinlich die vie⸗ len Millionen fuͤr fremdes Getreide, welches ſeitdem eingefuͤhrt worden, auf immer er⸗ ſparet. Die Ausfuhr haͤtte doch von ſelbſt aufgehoͤrt, und Einfuhr haͤtte ſelbſt nach dem alten Syſteme bey dieſen Preiſen Statt gefunden. Waͤre aber auch der Preis noch etwas hoͤher gegangen, ſo haͤtte ſich der Ackerbau durch die Zuſicherung, abſchlaͤgliche Erndten deſto beſſer bezahlt zu erhalten, gewiß ſo viel gehoben, daß dadurch dieſes kleine Deficit auf immer gedeckt geweſen waͤre. Waͤre — 186— Waͤre der Ackerbau durch die feſte Zuſiche⸗ rung des auswaͤrtigen Abſatzes nicht ſo in die Hoͤhe getrieben worden, daß er in gewoͤhnlichen Jahren uͤber 800,000 Quarter mehr produ⸗ cirte, als die Nation bedurfte: welche Theu⸗ rung und Hungersnoth wuͤrde dann in dieſem Jahre entſtanden ſeyn! Großbritannien haͤtte dann eine Zufuhr von einer Million Quarter haben muͤſſen, und dieſe waͤre in damaligen Zeiten unmoͤglich geweſen. Der Ackerbau im noͤrdlichen Europa war weit mehr zuruͤck, wie jetzt; Amerika hatte damals auch noch wenig auszufahren, und aus dem mittellaͤndiſchen Meere fand im Kriege keine Zufuhr Statt. Noch im Jahre 1790 behauptete die Parla⸗ ments⸗Committee: die groͤßte Quantitaͤt Ge⸗ treide, welche aus dem Norden, Hamburg und Bremen mit eingeſchloſſen, eingefuͤhrt werden koͤnne, ſey etwa 300,000 Quarter.(In der Folge hat ſie weit mehr betragen.) Und aus Amerika habe ſie nur einmal 93,724 Quarter betragen; zweymal habe man nicht mehr als 50,000 Quarter daher erhalten koͤnnen. Alſo ohne ausfuͤhrenden Ackerbau waͤre da⸗ mals Hungersnoth entſtanden, und zum Dank brachte man dieſem Ackerbau die erſte Wund bey. Freylich ſagte man damals, das ſey nur einmal, das ſey im hoͤchſten Nothfalle geſchehen. Aber ————— ohr„1 arubi iſt,un rfibens tift den bdat der Roh rauen Om Fagr 1n Gleſe 18 begemn de ſüti 1163 ℳ in Ha 2 19,01 gführr.. un3 Neberſte Adrind Mate Qaanbi die A ren, 370, ſtieg u eizen ur 2 — die feße duſiche 8 nicht ſo in di Pin gewohtüh ter mehr prode⸗ e: welche The⸗ e dann in dieſ Fbritannien zit Milion Quane re in damalige der Ackerbau in ehr zuruck, wi zuch noch wen mittellaͤndiſchen Zufuhr Stm. tete die Parle Quantitit Ge Hamburg und geführt werden rer. Gn de n.) Und au 3,724 Quarue nicht mehr d halten kduna bau waͤre de und zum dmf die erſe Vnd 6, das ſer kur bfalle gechehen ſae Äber Aber, wem hat nicht ſchon ſeine Mutter beym Garnabwickeln geſagt: wenn du einmal durch⸗ ſtichſt, mußt du immer durchſtechen? O das trifft beym Abwickeln unſers Lebensfadens, das trifft beym Faden ganzer Reiche zu. Und uͤberdas benimt Mangel an Conſequenz der Regierung, wie dem Einzelnen, das Zu⸗ trauen. Das war denn auch hier der Fall. Im Jahr 1759 ſchien zwar alles wieder in der alten Gleiſe zu ſeyn. Aber in den ſechziger Jahren begann die ſtarke Einfuhr des fremden Korns, die ſeitdem immer fortgedauert hat. Im Jahre 1763 beſtand die Einfuhr noch groͤßtentheils in Hafer, aber 1765 wurden uͤberhaupt 218,031 Quarter, groͤßtentheils Weizen, ein⸗ gefuͤhrt. Dennoch betrug die Ausfuhr noch 457,730 Quarter; folglich war betraͤchtlicher Ueberfluß im Lande. Das auswaͤrtige Korn verdraͤngte die Landwirthe indeſſen allmaͤlig vom Markte, und 1767 ward die damals unerhoͤrte Quantitaͤt von 907,420 Quarter eingefuͤhrt. Die Ausfuhr fiel im Durchſchnitt von 12 Jah⸗ ren, naͤmlich von 1761 bis 1772, um 370,703 Quarter jaͤhrlich, und die Einfuhr ſtieg um 251279 Quarter. Der Preis des Weizens ſtand in dieſen Jahren im Durchſchnitt nur 2: 2: 10: Nach — 188— Noch beſtanden zwar die alten Geſetze dem Namen nach, und die Anordnungen, welche die Ausfuhr beſchwerten und die Einfuhr beguͤnſtigten, waren blos Ausnahmen von der Regel, die aber immer erneuert und verlaͤngert wurden. Kein nachdenkender Farmer aber verkannte die neue Tendenz der Geſetzgebung; keiner verkannte das Uebergewicht, welches das merkantiliſche Intereſſe uͤber das landwirth⸗ ſchaftliche im Parlamente erlangt hatte; ſah ſchon damals die Schaale mit Landesproducten gegen das Gewicht des Seehandels in die Hoͤhe gehen. In manchen Diſtricten wenigſtens⸗ fand er den Markt mit fremdem Korne ſo beſetzt, daß das ſeinige keinen Abſatz fand. Naturlich ſchraͤnkte er alſo den koſtſpieligen Ackerbau ein, ließ ſein Land eindreeſchen, und legte ſich auf Rindvieh⸗ Schaaf⸗ und Pferde⸗Zucht, die groͤßeren reinen Vortheil verſprach. Auch vermehrte ſich nun die Gelegenheit, ſein Capital in den oͤffentlichen Fonds, im Handel, in Zuckerplantagen und Lieferungs⸗Entrepriſen, beſſer wie im Ackerbau, zu nutzen. Der rei⸗ chere Farmer ergriff ein anderes Gewerbe. Die Kornpreiſe ſtiegen alſo, trotz aller Einfuhr. Dadurch fand man ſich denn bewogen, das alte Syſtem, welches Ueberfluß, Bevoͤlkerung und — t ſchſ zer de far u ne ibels 13 7 zur f und uget fordert Erchwd Korns. drt und u volln i ſtelen. Nac⸗ drd t ud val bephl ner 13 E 3:4 e alten Seſeze Anordnungen d die Einfuhr ahmen von der und verlaͤngen Farmer abe Geſetzgebung, ht, welches das das landwirt iot hatte; ſah ndesproducten ls in die Hohe / wenigſtene⸗ orne ſo beſeßt d. Natürüich Ackerbau ein, lagte ſich auf „Zucht, die ach. Auch ſein Capital Handel, in „Entrepriſen, n. Der rii— tes Gewerhe rroß alt bewogen, d Bevoͤlkerung und — 189ñ— und ſicheren Reichthum hervorgebracht hatte, uͤber den Haufen zu ſtoßen. Von nun an ſiegte das Handels⸗Syſtem im Parlamente im⸗ mer uͤber das landwirthſchaftliche. Im Jahr 1773 ging eine Acte durch, die betitelt war: Zur beſſeren Regulirung der Ein⸗ und Ausfuhr des Getreides. Rich⸗ tiger haͤtte man ſie nennen koͤnnen: Zur Be⸗ foͤrderung der Einfuhr des fremden und zur Erſchwerung der Ausfuhr des einlaͤndiſchen Korns. Um den Unterſchied zwiſchen dem alten und neuen Syſteme deutlicher darzuſtellen, wollen wir die Hauptſaͤtze beyder gegen einander ſtellen. Nach den alten Geſetzen von 1688 ward von eingefuͤhrten fremdem Weizen, und nach Verhaͤltniß von anderm Korne, bezahlt: wenn der Preis nicht uͤber 2 Pfund 13 Schilling 6 Pence,(nach unſerm Gelde 3: 4: 0 3) 16 Schilling(: 19 1 2 ¹) Nach — “ —“ Nach den neuen Geſetzen von 1773: wenn der Preis auf oder uͤber 2 Pfund 8 Schill. kommt, 6 Pence, als bloße Certificat⸗Gebuͤhr. Auf das ausgefuͤhrte Korn ward nach dem Geſetze von 1688 eine Praͤmie von 3 Schilling (damals 6 Schill.) gegeben, wenn der Preis nicht uͤber 2 Pfund 8 Schilling ſtand, (2; 17: 6 ·:). Nach der Acte von 1773 nichts, wenn er nicht unter 2 Pfund 4 Schilling ſtehet. Und ſtehet er daruͤber, ſo iſt die Ausfuhr ver⸗ boten. Ueberdas aber ward die Art und Weiſe, den Preis auszumitteln, zum Vortheil der Ein⸗ fuhr und zum Nachtheil der Ausfuhr wieder veraͤndert, indem der naͤchſte Marktpreis aufs neue zur Norm genommen wurde. Und endlich ward die Praͤmie dem gemahl⸗ nen Korne ganz entzogen. Vormals wurden naͤmlich 244 Pfund Mehl einem halben Quar⸗ ter Weizen gleich geſchaͤtzt, und dieſelbe Praͤmie darauf ——— deuf 6 jelt mat g beb ene gaumſß de Fali erhöhet Äuuful Foͤl ot eingt Pras inſ Bef dan ds wct man int theil det lräs, ſt hennnter dasn ain nent die forc zu beſe öffentit er, wie zuf ett onnte. zeſſhen — von u3: Jfund gScjl fiest⸗Gebühr. ward nach di evon 5 Schilig wenn der Prai Schilling ſtan chts, wemne ſchilling ſtazer je Ausfuhr ber rt und Weſß⸗ artheil der Ei⸗ lusfuhr wiede darktpreis aut e. nie dem gen⸗ ormals wurden m halben dur⸗ dieſelbe himi darauf — 191— darauf ausgezahlet. Hiervon laͤßt ſich auch nicht ein ſcheinbarer Grund angeben. Denn hielt man es noch fuͤr zweckmaͤßig, die Ausfuhr zu befoͤrdern, wenn das rohe Getreide unter einem gewiſſen Preiſe ſtand, ſo mußte man dies ja um ſo mehr bey gemahlenem thun, weil durch die Fabrication des Mehls der Werth um 18 erhoͤhet wird, und folglich die Nation bey der Ausfuhr 10 p. C. mehr gewinnet. Jedoch ließ man 1773 die hohe Abgabe von eingefuͤhrtem Korn noch beſtehen, wenn der Preis im Lande unter 2 Pfund 8 Schilling war. Bey der Art, den Preis zu beſtimmen, half das zwar nicht viel. Im Jahre 1787 glaubte man indeſſen, dies ſey noch zu ſehr zum Vor⸗ theil des einlaͤndiſchen Korns, und ſetzte den Preis, der die Einfuhr regulirte, noch mehr herunter. Das Jahr 1780 war auch in dieſer Hinſicht ein merkwuͤrdiges Jahr. Necker hatte durch die fuͤrchterliche Beſchreibung der in Frankreich zu beſorgenden Hungersnoth und durch ſeinen oͤffentlich angekuͤndigten Kornauflauf— womit er, wie YVoung ſagt, der franzoͤſiſchen Nation auf etliche Tage ein Fruͤhſtuͤck verſchaffen konnte— die Preiſe in den Nord⸗ und Oſt⸗ ſeeiſchen Haͤfen, und ſelbſt in Amerika, gewaltig in epdoe — 192— in die Hoͤhe getrieben. In England ſtand es, einiger vorzuͤglichen Erndten wegen, niedriger, als in ganz Europa, und in vielen Diſtricten unter dem Preiſe, wo Ausfuhr verboten war. Denn Necker hatte ſeine Speculation directe nicht nach England gerichtet. Indeſſen ward man in England beſorgt, und war wohl beſon⸗ ders abgeneigt, den Franzoſen aus der Noth zu helfen. Daher erſchien noch in dieſem Jahre eine koͤnigliche Proclamation, wodurch alle Ausfuhr aus Großbritannien ohne Unterſchied verboten, und alle Einfuhr bis nach der Zuſam⸗ menkunft des Parlaments erlaubt wurde. Am 8ten Maͤrz 1790 gaben die Lords des Geheimen Raths, in einer Committee zur Unterſuchung der Handelsgeſchaͤfte verſammelt,(der Board of trade) eine Vorſtellung an den Koͤnig ab: uͤber das gegenwaͤrtige Verhaͤltniß der Geſetze, welche die Aus⸗ und Einfuhr des Korns beſtimmen, und uͤber die noͤthige Verbeſſerung die⸗ ſer Geſetze. Dieſe Vorſtellung, welche in den Annals of agriculture T. XIII. ausfuͤhrlich eingeruͤckt iſt, ſcheint mir in mehr als einer Ruͤckſicht ſehr merkwuͤrdig. Es wer⸗ den in dieſer Vorſtellung viele Maximen und Seate derſelben aufgeſtellt, mit den buͤndig⸗ ſten Gruͤnden unterſtuͤtzt und durch Reſultate erwieſen, und am Ende Maaßregeln empfoh⸗ len, nnaͤthig „etzeudt „ryya — den, M beital „aden pden gtt „R N „Fan d „ ſtend „lohn „Korn „mit keinen V V A Sds. — England fand en wegen, tiedriger dielen Diſricten verboten war deculanon drech Indeſſen wah war wohl beſer aus der Noth) in dieſem Jahr , wodurch al ohne Unterſchi nach der Zuſan öt wurde. An s des Geheime ar Unterſuchmn, t,(der Bonri den Konig ab: Verhaͤltniß Aus⸗ und mmen, und ſerung die ung, welche i te I. XlI nt wir in me ndig. Es dwit Marimen m nit den bündi durch Reſllnn gregeln iyſo len, len, die dieſen grade entgegengeſetzt ſind. So ſagt die Committee:„Es iſt ein zuverlaͤſſiges „Factum, daß der Ackerbau in dieſem Koͤnigrei⸗ „che ſeit der Zeit ſich hob und bluͤhete, wo die „Praͤmie auf die Ausfuhr geſetzt wurde, und „es iſt zweifelhaft, ob unſer einlaͤndiſcher „Ackerbau ohne dieſe Praͤmie ſich ſo auf⸗ „recht erhalten koͤnne, daß er fuͤr die Be⸗ „duͤrfniſſe des Einlandes hinreiche. In allen „den Jahren, wo allgemein eine mittelmaͤ⸗ „ßige Erndte erfolgt, iſt der Preis des Getrei⸗ „des in allen Gegenden, die an die Nord⸗ „und Oſtſee grenzen, und in Amerika, be⸗ „traͤchtlich geringer, als wofuͤr es bei uns „erzeugt werden kann. Im noͤrdlichen En⸗ „ropa kann das Korn wohlfeiler gebauet wer⸗ „den, weil Grund und Boden ſowohl, als Ar⸗ „beitslohn, wohlfeiler iſt. In Amerika iſt der „Boden noch geringer im Preiſe, und bei „dem großen Umfange der Laͤndereien koͤnnen „die Amerikaner ihm durch Brache und Ruhe, „ſtatt des Miſtes, aufhelfen, und dadurch wenig⸗ „ſtens ſo viel erſparen, als ihnen das Arbeits⸗ „lohn mehr koſtet. Daher wuͤrden unſere „Kornhaͤndler, ohne Beihuͤlfe dieſer Praͤmie, „mit denen aus vorerwaͤhnten Laͤndern auf „keinem Markte Preis halten koͤnnen.“ 2n Bds. 2te Abtheil. N„Es . ————————— — 194— „Es iſt merkwuͤrdig,“ ſagt die Commit⸗ „tee ferner,“daß der Preis, wobey die Aus⸗ „fuhr verbothen wird, oder die Verguͤtung „aufhoͤrt, jetzt betraͤchtlich geringer geſetzt iſt, „als vor hundert Jahren; und daß ebenfalls „die Einfuhr bei geringern Preiſen erlaubt „wird, wie damahls. Wenn man die Durch⸗ „ſchnittspreiſe in dieſem Zeitraume nimt, ſo „ſcheint es, daß die Kornpreiſe nicht im Ver⸗ „haͤltniß anderer Dinge geſtiegen ſind, welche „die Landwirthſchaft ebenfalls producirt. Der „Gedanke iſt daher natuͤrlich, daß die Produc⸗ „tion des Getreides in Großbrittannien abge⸗ „nommen habe, und daß daher ſo haͤufig Man⸗ „gel verſpuͤrt werde.—“ „Es iſt eine ſehr richtige Bemerkung, daß „kein Markt reichlich mit Korn verſorgt werden „wird, wenn keine Freiheit da iſt, ſich des Ue⸗ „berfluſſes auswaͤrts zu entledigen. Ohne dieſe „Freiheit wird der Landwirth es ſo einzurichten „ſuchen, daß er nicht mehr Korn erziele, als „er auf ſeinem einlaͤndiſchen Markte verkaufen „kann. Alle Speculation wird gehemmt ſeyn. „Hieraus wird folgen, daß er mehrentheils „weniger erbauet, als der einlaͤndiſche Markt „bedarf, und ſo wird Mangel entſtehen. Man „hat aber immer gefunden, daß, wenn nur ein „Geringes weniger vorhanden iſt, als verlangt „wird, agt di Commi⸗ wobey die Aus⸗ die Vergütung inger geſet iſt d daß ebenfall Preiſen erlautt man die Dur⸗ aume nimt, ſi ſe nicht im Ver en ſind, welcht roducirt. Der aß die Produ⸗ ttannien abge⸗ ſo haͤufig Man⸗ emerkung, dam erſorgt werden ſich des e⸗ . DOhne dieſe ſo einzurichten n erziele, al arkte verkaufe gehemmt ſen er wehrenthil landiſche Nui nſtehen. Nu ;, wenn tur i ſt, als veling „ rit — 195— „wird, die Preiſe gleich auf eine enorme Weiſe „in die Hoͤhe gehen.“— „Es erhellet aus denen der Committee vor⸗ „gelegten Berechnungen uͤber das aus⸗ und ein⸗ „gefuͤhrte Korn in den letzten 18 Jahren, daß „das Koͤnigreich, welches in der erſten Haͤlfte „des Jahrhunderts weit mehr Korn erzeugte, „jals zur Conſumtion ſeiner Einwohner noͤthig „war, in den letzten Jahren in Anſehung die⸗ „ſes erſten Beduͤrfniſſes von Auswaͤrtigen ab⸗ „haͤngig geworden ſey.“— „Die Committee iſt entſchieden der Mey⸗ „nung, daß ein permanentes Syſtem ein⸗ „gefuͤhrt werden muͤſſe, damit der Landwirth „wiſſe, wohin er ſeine Speculation richten „ſolle, und ſicher ſeyn koͤnne, daß keine tem⸗ „poraire Regierungs⸗Maaßregel ihn der „Fruͤchte derſelben beraube. Das Gewerbe „des Ackerbaues iſt ſchon in ſich ſelbſt, vermoͤge „der Witterung und anderer unvorherzuſehen⸗ „der Umſtaͤnde mehrern Zufaͤlligkeiten unter⸗ „worfen, wie irgend ein anderes; es darf da⸗ „her nicht noch obenein einer unnatuͤrlichen „Unſicherheit, durch die Veraͤnderlichkeit der „geſetzlichen Anordnungen und des Regierungs⸗ „Syſtems, ausgeſetzt werden.“— N 2 Nach⸗ —— — — 196— Nachdem die Committee dieſes alles, und noch mehr, was eine Befoͤrderung der Ausfuhr und eine Einſchraͤnkung der Einfuhr zum Vor⸗ theil des einlaͤndiſchen Ackerbaues begruͤnden muͤßte, anerkannt, erwieſen, und dem Koͤnige vor⸗ geſtellet hatte: ſo kommt ſie zu dem Schluſſe, daß man Ausfuhr verbiethen und Einfuhr voͤllig frey machen muͤſſe, und daß insbeſondere„dem Koͤnige mit Beyrath des geheimen Conſeils, waͤhrend der Ausſetzung des Parlaments, die Macht zu er⸗ theilen ſey, die Ausfuhr alles Korns aus dem Reiche allgemein zu verbiethen, und die Einfuhr frey zu geben, ſobald der Durchſchnitts⸗ preis aus dem ganzen Reiche zu der Hoͤhe ge⸗ ſtiegen ſey, bey welchem die Einfuhr(alſo auch unter hoher Abgabe) nicht durch⸗ aus verboten ſey.“ Das Reſultat ſtand alſo allen Gruͤnden in grader Richtung entgegen, und die Motive hier⸗ zu liegen ſo verſteckt, daß man, ohne die Zeit⸗ umſtaͤnde zu Huͤlfe zu nehmen, ſie ſchwerlich entdecken wuͤrde. So aber iſt es ziemlich klar, daß die Tendenz dieſer gegen alle, ſelbſt aner⸗ kannte, ſtaatswirthſchaftliche Marimen genom⸗ menen Maaßregeln nur dahin gieng, das gemei⸗ ne Volk durch augenblicklich erzwungene nie⸗ drige rnhecre negunget knifen ſein de önd Eommit wendigt Regula der Ac 1 Jaht halame Ven 2 — diſſes ales, und rung der Afuhr nfuhr zun Von aues begründen dem Korige vor dem Schluſe, di infuhr völlg fi deſondere„den es geheimen r Ausſetzun, Macht zu er fuhr alles allgemein ie Einfuht r Durchſchnit⸗ u der Hoͤhe Einfuhr(alſt l) nicht durch⸗ en Grunden in ie Motive hier⸗ ohne die Zi ſe ſchwerii s ziemlich k alle, ſelbſt aner Narimen genon teng, dasgeme⸗ rzwungene ule⸗ drige — 197— drige Preiſe zufrieden zu ſtellen, und unruhige Be⸗ wegungen deſſelben zu verhuͤten, die, von Fac⸗ tioniſten benutzt, dieſelben ungluͤcklichen Folgen, wie in Frankreich, haͤtten haben koͤnnen. Indeſſen hatte man doch nach den von der Committee vorgetragenen Gruͤnden die Noth⸗ wendigkeit eingeſehen, ein neues feſtſtehendes Regulativ des Kornhandels zu machen, wenn der Ackerbau nicht immer mehr ſinken ſollte. Im Jahr 1791 ward alſo folgendes durch eine Parlaments⸗Acte feſtgeſetzt. Wenn der Preis des Weitzens unter 2 Pf. 4 Schill.(und anderes Korn nach Ver⸗ haͤltniß) ſtehet, ſo wird 3 Schill. Praͤmie aufs Quarter fuͤr die Ausfuhr gegeben. Wenn er auf oder uͤber 2 Pf. 6 Schill. ſte⸗ het, ſo iſt die Ausfuhr verboten. Wenn er unter 2 Pf. 10 Schill. ſtehet, ſo muß fuͤr die Einfuhr pr. Quarter 1 Pf. 4 Schill. 3 Pence bezahlt werden, d. h. ſo viel, als: die Einfuhr findet nicht Statt. Wenn er auf oder uͤber 2 Pf. 10 Schlll., aber unter 2 Pf. 14 Schilling ſtehet⸗ ſo — 198— ſo wird fuͤr die Einfuhr pr. Quarter nur 2 Schill. 6 Pence bezahlt. Wenn er auf oder uͤber 2 Pf. 14 Schill. ſtehet, ſo wird die Einfuhr nur mit 6 Pence⸗ als Gebuͤhr fuͤr das Certificat, bezahlt. Die Art und Weiſe, die wahren Preiſe aus⸗ zumitteln, machte viele Schwierigkeit. Vor⸗ her hatte man einen allgemeinen Durchſchnitts⸗ preis durch das ganze Reich beſtimmt. Da fand ſichs denn aber oft, daß in einzelnen See⸗ haͤfen der Preis ſo niedrig ſtand, daß dennoch die Einfuhr verboten, und die Ausfuhr erlaubt waͤre, wenn nicht der Durchſchnittspreis aus dem ganzen Reiche ſo hoch geweſen waͤre, daß das Gegentheil eintrat. Und ſo auch umge⸗ kehrt. Dies machte natuͤrlich eine große Ver⸗ wirrung, und gab zu vielen Beſchwerden Anlaß. Daher ward vermoͤge dieſer Parlaments⸗Acte die Seekuͤſte von England in 12, und die von Schottland in 4 Diſtrikte, uͤberhaupt in 16 Diſtrikte getheilt. Fuͤr den erſten Diſtrikt, der außer den Londoner Haͤfen die Graſſchaften Kent, Eſſerx und Suſſex in ſich begriff, be⸗ ſtimmte die Kornboͤrſe in London den jedesma⸗ ligen Preis. Fuͤr die andern Diſtrikte iſt ein gewiſſer Marktplatz in jedem benannt. Hier muͤſſen alle Kornhaͤndler eidlich eine Berech⸗ nung nin uel jen, wen 9 wird 4 ggrlält W zen Reiſß fuhr ut ſo kan Aato di then, 4 diei Nrche ftendeone eingefüln jedergen u n mlandet tlndiſc ght het de, we labſ I ſo ſern e be⸗ reiſen Rede iſt — ihr pr. Quarte e bezahlt. Pf. 14 Shil. enat witd Pence ificgt, bezahlt hren Preiſe au deerigkeit. Vrr eu Durchſchnine beſtimmt. D. einzelnen Se⸗ „ daß denrnot Ausfuhr erlaut hnittspreis um eſen waͤre, di ſo auch umgi ne große Ver⸗ werden Anlaß rlaments⸗Act , und die volt erhaupt in lü en Diſtrikt, de ie Graſſchaffe ch begrif, ke i den jedebme diſtiite it 1 benannt. Hir j eine Bar nung — 199— nung ihres Verkehrs von jeder Woche einrei⸗ chen, woraus ein Durchſchnitt der Preiſe gezo⸗ gen wird, der den Zollbedienten in den Haͤfen zugeſtellet wird. Wenn der Durchſchnittspreis aus dem gan⸗ zen Reiche zu der Hoͤhe ſteigt, daß die Ein⸗ fuhr gegen die niedrigen Abgaben erlaubt iſt: ſo kann der Koͤnig mit Beyrath des geheimen Raths die Execution dieſer Acte uͤberhaupt auf⸗ heben, und allenthalben die Ausfuhr verbie⸗ ten, die Einfuhr aber frey geben. Noch ward in der Acte beſtimmt, daß fremdes Korn zu jeder Zeit ohne alle Abgabe eingefuͤhrt werden koͤnne, aber ins Waarenhaus niedergelegt werden muͤſſe. Aus dieſem Waa⸗ renhauſe kann es nicht herausgenommen und im Lande verkauft werden, ehe es die nach den einlaͤndiſchen Preiſen ſich gichtende Abgabe be⸗ zahlt hat 24 kann hlder ausgefuͤhrt wer⸗ den, wenn die Ausfuhr uͤberhaupt nicht er⸗ laubt iſt. Dies iſt kuͤrzlich der Inhalt dieſer Acte, in ſo ſern er fuͤr uns intereſſant iſt. Man wird ⸗u ech verſtehen, was es bedeutet, wenn von Preiſen, welche die Ausfuhr reguliren, die Rede iſt. Man — 200— Man ſchien durch dieſe Acte doch etwas fuͤr den einlaͤndiſchen Ackerbau und den Korn⸗ Abſatz thun zu wollen. Es war aber nur blo⸗ ßer Schein.— Vor hundert Jahren ward die Praͤmie von 5 Schill. auf die Ausfuhr be⸗ williget, wenn das Quarter Weitzen im Lande nicht uͤber 2 Pf. 8 Schill. ſtand; jetzt mußte es unter 2 Pf. 4 Schill. ſtehen, wenn ſie ge⸗ geben werden ſollte. Vormahls war die Einfuhr mit 16 Schill. pr. Quarter belaſtet, wenn der Preis nicht uͤber 2 Pf. 13 Schill. 4 Pence war, und mit 8 Schill., wenn er nicht uͤber 4 Pf. ſtand. Jetzt ward die Einfuhr, bis auf eine geringe Certificatsgebuͤhr, voͤllig frey, wenn er auf 2 Pf. 14 Schill. ſtieg. Nach Di⸗ rom's Berechnung machen 2 Pf. 8 Schill. damahligen Geldes nach unſerm Geldwerth 2 Pfund 12 Schill. 7 Pence, und 2 Pf. 13 Schill. 4 Pence machen 3 Pf. 4 Schill. Wenn man aber die erſtaunlich vermehrte Geldcircu⸗ lation und den geſtiegenen Preis aller Dinge be⸗ denkt, ſo wird das Verhaͤltniß zum Nachtheil unſers Geldwerths noch weit groͤßer. Es muͤßte eine ganz auſſerordentliche Erndte ſeyn, wenn der engliſche Landwirth ſeinen Weitzen fuͤr 2 Pf. 4 Schill. ohne Schaden jetzt ſollte verkaufen koͤn⸗ nen, und nur in dem einzigen Jahre 1792 iſt er zum groͤßten Nachtheil der Paͤchter ſo weit her⸗ unter geweſen. Im Grunde iſt alſo durch dieſe Acte 7 Trle fn gege nnden vit do urh d Novent racte t dn, veſ urde; 62 ns velce d tölig o femden † ſedern ſi Nuirean 3 △‿ I 10t Tetens 180omtt um dm nehmen Eh uungen ds engl ih billg — Acte ſoch etbas u und den Korn⸗ ar aber nur blo⸗ rt Jahren ward die Ausfuhr be⸗ Weizen im land and; jeht muſt n, wenn ſie ge⸗ mahls war wi Quarter belaſn f 13 Schill. enn er nicht uͤbe nfuhr, bis au 3 voͤllg fry eg. Nach di⸗ Pf. 8 Sill erm Geldwerg und 2 Pf. 13 Schill. Weng rte Geldeireu⸗ aller Dinge be⸗ zum Nachthaͦ er. Es miſt dte ſeyn, wem eitzen fur ⸗ verkaufen kr ahre 1792 itd ter ſo wei ha⸗ alſo durc di Aer — 201— Acte alle Ausfuhr aufgehoben, und alle Einfuhr frey gegeben worden. Mit welchem Erfolge, werden wir nachher ſehen. Daß dies auch die Abſicht war, zeigte ſich durch die koͤnigliche Proklamation vom 9ten November 1792, wodurch die Ausfuhr, ohn⸗ erachtet die Preiſe ſo ungewoͤhnlich niedrig ſtan⸗ den, verbothen, und die Einfuhr frey erlaubt wurde; welches das Parlament nachher beſtaͤ⸗ tigte. Im Jahr 1705 gieng nun die Noth an, welche den letzten Schatten der alten Korngeſetze voͤllig verloͤſchte. Man mußte die Einfuhr auf fremden Schiffen nicht nur voͤllig frey geben, ſondern ſahe ſich auch zu der bisher unerhoͤrten Maaßregel gezwungen, eine Praͤmie von 15 bis 20 Schilling auf jedes Quarter eingefuͤhrten Weitzens zu ſetzen. Im Jahre 1799 und 1800 mußte man zu noch laͤſtigern Bedingungen, um Hungersnoth abzuwehren, ſeine Zuflucht nehmen. Ehe wir zu einigen allgemeinen Betrach⸗ tungen uͤber dieſe kuͤrzlich erzaͤhlte Geſchichte des engliſchen Kornhandels uͤbergehen, ſollte ich billig aus Dirom's und Makie's Werke die — 202— die aus den Zollregiſtern zuſammengetragenen Tabellen uͤber die jaͤhrliche Ein⸗ und Ausfuhr aller Kornarten liefern. Ich vermuthe aber, daß den meiſten meiner Leſer die Ueberſicht dieſer Ta⸗ bellen eben ſo langweilig ſeyn wuͤrde, wie mir das Abſchreiben. Daher verweiſe ich diejenigen, die eine gruͤndlichere Kenntniß davon zu haben wuͤnſchen, auf jenes Werk, welches eine Ueber⸗ ſetzung gewiß verdient, und beſchraͤnke mich dar⸗ auf, folgendes allgemeine Reſultat daraus zu heben. Nach einem Durchſchnitte der Jahre von 1710 bis 1750, wo das im Jahre 1688 ein⸗ gefuͤhrte Syſtem in ſeine volle Kraft und Wuͤr⸗ kung kam, hat die Ausfuhr aus Großbrittannien jaͤhrlich 66 5,459 Quarter betragen; die jaͤhrli⸗ che Einfuhr aber im Durchſchnitt 20,976 Quar⸗ ter. Folglich war die jaͤhrliche Ausfuhr um 644,459 Quarter ſtaͤrker, wie die Einfuhr. Wenn wir das Quarter nur zu 10 Rthlr. be⸗ rechnen, ſo betraͤgt dies jaͤhrlich beynahe ſechs und eine halbe Million Thaler, und in 50 Jah⸗ ren 325 Millionen Thaler, welche England aus andern Staaten jaͤhrlich fuͤr Getraide zog. Seit dem Zeitpunkte aber, wo man ein entgegengeſetztes Syſtem zur vermeintlichen Be⸗ guͤn⸗ zvünm lusft tnr, trit: 6. Sn 19“ d nen doro ten, 3 Aosfah betraget die Einf ſhlt Paifut bervog Des Neiebmn Tabeler — ſammergeragere Ein⸗und Wosfu bermutheaber,8 kberſict dieſer d awurde, wieſ weiſe ic diejenige F davon zu habe velches eine lehe eſchraͤnke mich w Reſultat damm e der Jahre i Jahre 1688 ü Kraft und Wi Großbrittannin agen; die jaͤhrs 20,976 Qum he Ausfuhr m wie die Einfut 1 10 Rthlr. ch beynahe ſ und in z03t lche England a etraide zog⸗ er, wo nm i ermeintlihen 3 gül — 203— guͤnſtigung der Manufacturen annahm, naͤmlich die Ausfuhr erſchwerte und die Einfuhr befoͤr⸗ derte, tritt ein ganz verſchiedenes Verhaͤltniß ein. In den 20 Jahren naͤmlich, von 1773 bis 1792, wo dieſes neue Syſtem, nach verſchiede⸗ nen vorangegangenen Durchloͤcherungen des al⸗ ten, geſetzmaͤßig feſtgeſtellet wurde, hat die Ausfuhr nach einem jaͤhrlichen Durchſchnitt betragen ⸗— ⸗ 303,781 Quarter die Einfuhr dagegen 733,938— folglich hat die Einfuhr die Ausfuhrum⸗» 430,157— uͤberwogen. Wenn nun, wie oben geſagt, die Ausfuhr in der vorhergehenden Periode die Einfuhr um 644,459 Quarter uͤberwog, ſo belaͤuft ſich der Unterſchied jaͤhrlich auf 1,074,516 Quarter. Dies ſind bis zum Jahre 1793 die Reſultate aus den Dirom⸗Makie'ſchen Tabellen. Die Einfuhr von den Jahren 1794 bis 1796 will ich aus Young's Annalen hier ausfuͤhrlich herſetzen. 1794 — 204— 1794 Schill. Pf. Gerſte 128568 Quart. 25 160710 Bohnen 92243— 25 1125583 Hafer 3846022 Quart.„16 676817 Hafermehl 26646 Ctnr. 7 9326 Erbſen 4⁰368 Quart. 32 645⁸⁸ Rocken 24472— 30 36708 Rockenmehl——— Tuͤrkiſcher Weitzen 1600— 20 1 600 Weitzen 324637— 56 908983 Weitzenmehl 11429 Ctnr. 22 12571 1983856 1795 Schill. Ppf. Gerſte 18070 Quart. 2 22587 Bohnen 15807— 25 19758 Hafer 440088— 18 396079 Hafermehl 30312 Ctnr. 8 12124 Erbſen 20262 Quart. 40 40524 Rocken 11507— 35 20137 Rockenmehl 37595 Ctnr. 14 26316 Türkiſcher Weitzen 20586 Quart. 25 25732 Weitzen 287930— 60 863790 Weitzenmehl 90521 Etnr. 24 108625 153567² geſte Pühne haſer Hrſerneh Erbſen Jocken Akenmel ditſcher a NhlWeot Mitzen Wätenmehl 179 179. 1796 dan narin Undwume So bier Ja lian Pfu geſen, Afmun Schl. f 25 15071 5 ugh 15 6751 7 9p 3² 5t 30 36 1 2⁰ 160 56 90899 22 12571 1951996 chil. f 2 225 25 19793 18 3960 3 121¹1 40 4⁰⁰ 35 2017 14 2631i 25 zſlnh 60 863709 24 10864ſ — 1796. Gerſte 37468 Quart. Bohnen 35203— Hafer 740348— Hafermehl 95888 Ctnr. Erbſen 32669 Quart. Rocken 157802— Rockenmehl 11611 Ctnr. Türkiſcher Weitzen 22410 Quart. Mehl davon 20651 Ctnr. Weitzen 814265 Quart. Weitzenmehl 204469 Ctur. 1794 2 2 1795 2 2 1796. 2 dazu an Prämien für Einfuhr. Und was zu Ende des Jahres 1793 eingefuͤhrt ward — Schill. Pf. 25 46835 3 4 4003 1 8 666319 8 38355 45 72505 40 315604 15 8707 30 33615 12 12390 60 2442795 24 245362 3926484 2 1983856 2 1535672 2 3926484 7446012 2 573418 1500000 9519430 So mußte alſo England innerhalb drey oder vier Jahren neun und eine halbe Mil⸗ lion Pfund Sterlings fuͤr fremdes Getreide aus⸗ geben, welche es ohne allen Zweifel bey mehrerer Aufmunterung des Ackerbaues ſelbſt haͤtte bauen koͤn⸗ — 206— koͤnnen. Hierzu kam noch eine große Menge Reis, der ſtatt des Weitzens zum Brod genommen ward; und eine Menge fremden Brannteweins, der ſonſt auch aus einlaͤndiſchem Korn gebrannt wurde. Im Jahre 1797 und 1798 fielen die Preiſe betraͤchtlich; aber Einfuhr dauerte fort. Im Jahr 1790 auf 1800 trat nun der fuͤrch⸗ terliche Kornmangel ein, der eine bisher uner⸗ hoͤrte Einfuhr unter den laͤſtigſten Bedingungen und zu enormen Preiſen nothwendig machte. Es mußten, um das nothwendige Korn herbey zu ſchaffen, Praͤmien von unerhoͤrter Hoͤhe be⸗ zahlt, und den einfuͤhrenden Kaufleuten der Preis von 90 Schilling fuͤr das Quarter bis zum erſten October verſichert werden. Die Einfuhr vom 5ten Januar bis zum Iſten Sept. dieſes Jahres 1800 betrug an Weitzen 721993 Quarter Weitzenmehl 176292— Rocken 114176— Rockenmehl 118382— Gerſte 33284— Hafer 308347— 1365974— Erb⸗ Eibſet anngeben⸗ Sume, futn aud: „ h einlöndſe ten Korn rinderten andreuli diſe duag En; zuͤnſüget me vonh niſen, w füßntwij bete gahr uättenM hat niade ben. d England terſuchun des Pe und Ann gehen nen Ber 88 — große Nenge Reiz Brod genomme den Branntewein im Korn gebram 1798 fielen d fuhr dauerte ſen rat nun der fitt eine bisher und ſen Bedingung hwendig macht ige Korn hetke rhoͤrter Höhe h Kaufleuten d das Quarter i werden. A zum Iſten Sen Quarter 4 t — 207— Erbſen und tuͤrkiſcher Weitzen ſind nicht angegeben. Schon im Vorſommer ward die Summe, welche in dieſem Jahre fuͤr fremdes Korn ausgegeben war, im Parlamente auf 5500000 Pfund Sterlings berechnet. „Iſt aber auch wuͤrklich dieſer Abſchlag an einlaͤndiſchem Getreide eine Folge des veraͤnder⸗ ten Korn⸗Polizeyſyſtems und der dadurch ver⸗ minderten Ackerproduction, oder laſſen ſich andre zulaͤngliche Urſachen davon angeben?“ dieſe Frage verdient erwogen zu werden. Ein Zuruͤckſchlagen der Erndte wegen un⸗ guͤnſtiger Witterung lieſſe ſich in einem Zeitrau⸗ me von beynahe 30 Jahren nicht einmal ſuppo⸗ niren, wenn wir auch das Gegentheil nicht be⸗ ſtimmt wuͤßten. Es ſind viele vorzuͤgliche frucht⸗ bare Jahre darunter geweſen, und keins hat wahren Miswachs gehabt. Gut beſtellter Acker hat in jedem dieſer Jahre große Erndten gege⸗ ben. Das ſchlechteſte Jahr war freylich fuͤr England das Jahr 1794. Allein aus allen Un⸗ terſuchungen und Anfragen, welche die Committee des Parlaments, der Board of Agriculture und Arthur Young in ſeinen Annalen, hatten er⸗ gehen laſſen, und aus denen darauf eingelaufe⸗ nen Berichten, ergiebt ſich nichts, was man eigentlich Miswachs nennen koͤnnte. Nur we⸗ nige — 208— nige einzelne Antworten geben den Abſchlag der Erndte auf ½ und ½, me hrere auf † oder †an, und viele ſagen, die Erndte ſey ganz gut geweſen. Bekanntlich vergleicht der Landwirth ſeine Erndte, wenn er den Abſchlag angiebt, immer mit den vorzuͤglichſten Jahren. Gewiß alſo iſt es, daß der Ackerbau in Qualitaͤt oder Quan⸗ titaͤt fuͤr die Nation zu geringe geworden iſt. Mit mehrerem Anſchein kann man die ver⸗ mehrte Bevoͤlkerung und vermehrten Beduͤrf⸗ niſſe dieſes Reichs waͤhrend des letztern Viertels dieſes Jahrhunderts als die Urſach des großen Deficit an Getreide annehmen. Dies thut auch die Committee des koͤniglichen Conſeils im Jahre 1790; denn nachdem ſie gezeigt und erwieſen hat, daß dieſes Reich, welches vormahls viel mehr Korn, als zur Conſum tion ſeiner Einwoh⸗ ner noͤthig war, erzeugte, nun in Anſehung dieſes Beduͤrfniſſes von andern Nationen abhaͤngig ge⸗ worden ſey, ſagt ſie:„Die Committee hofft, „daß dieſer außerordentliche Wechſel in einem „ſo wichtigen Gegenſtande blos der Zunahme „der Population beyzumeſſen ſey, und der großen „Anzahl von Pferden und anderem Vieh, wel⸗ „ches jetzt mehr, wie ehemals, gehalten wird; „nicht minder dem Wohlſtande, der ſich jetzt „uͤber alle Klaſſen der Einwohner verbreitet „hat, und der Ausdehnung unſers Handels und „un⸗ 6 — nnſeter 1 Ge giehen u vemm „Nätau Dal wenigſten mas gel p Hanl tir fi daraus dn denhall! lüſſe. 6 ob de tchtüch giße Fe nn grie eezengen. dis due Tan de ebenſale Doch t vöͤlkeru Krieges währſch bemmind Ene dc tr Jea. den Aeſchlag d auf oder ganz gut geweſn kandwirth ſer gangievt, imm Gewiß alſi glitaͤt oder Aud geworden iſ kann man die w mehrten Bedur lettern Wier rjach des guoſt Dies thut uü Conſeils im We eigt und ertin es rna ℳ in ſei iner Einwe Anſhung die nen abhängig ommittee hoft Wechſel in ein os der Zunabr ey, und dergre derem Vieh, 8, gehalten ri un der ſih i wohner berbti 4 nſers Hndels Ul traͤchtlich zugenommen habe. — 209— „unſerer Manufacturen, welche einen vermehr⸗ „ten Gebrauch aller Lebensmittel nach ſich „ziehen;— denn es giebt keinen Grund, „zu vermuthen, daß der Ackerbau in dieſem „Zeitraume abgenommen habe.“ Das hofft ſie! Ich wuͤnſchte, daß ſie wenigſtens in Anſehung der Population et⸗ was gewiſſes— wozu ſie die Data bey der Hand haben muͤßte,— beſtimmt und gezeigt haͤtte, ſie ſey von der Art, daß ſich daraus eine vermehrte Conſumtion von an⸗ derthalb Millionen Quarter Getreide erklaͤren laſſe. So aber habe ich einigen Zweifel, ob die Population in Großbritannien be⸗ Große Staͤdte, große Fabriken, ſtarke Schiffahrt, Colonien und Krieg verzehren mehr Menſchen, als ſie Aenaen Auf dem Lande beweiſt die um das Drey⸗ und Vierfache geſtiegene Armen⸗ Taxe die Zunahme der Armuth, welche ebenfalls der Bevoͤlkerung nicht guͤnſtig iſt. Doch wenn auch im Jahre 1790 die Be⸗ voͤlkerung ſeit Endigung des amerikaniſchen Krieges zugenommen hatte, ſo hat ſie ſich wahrſcheinlich in dieſen letzten Jahren wieder vermindert. Das ſollte man gegen das Ende eines jeden Krieges erwarten, und doch trat der Kornmangel grade gegen das an Bks. 2te Abtheil. O Ende — 210— Ende aller drey letzten Kriege ein. Daß ſich die Anzahl von Pferden damals ver⸗ mehrt hatte, iſt, nach einſtimmiger Meynung der Englaͤnder, auſſer Zweifel. Ob es bey den jetzigen Zeiten, wo alle Leute von mitt⸗ lerem Vermoͤgen ſich ſo ſehr einſchraͤnken muͤſſen, und wo auf alle zum Luxus gehal⸗ tene Pferde eine ſehr ſtarke, aber ſehr zweck⸗ maͤßige, Abgabe gelegt worden, noch der Fall ſey, weiß ich nicht. Andre Arten des Luxus verbrauchen kein Korn; erſparen es vielmehr. Der Reiche und Wohllebende ißt weniger Brod, als der Arme. Ueberhaupt hat die Fleiſch⸗Conſumtion unter den Englaͤn⸗ dern ſich betraͤchtlich vermehrt, und es wuͤrde alſo dadurch Korn erſpart; denn mit Korn wird in England das Vieh nicht gemaͤſtet. Endlich muͤßte doch auch der ſtarke Ge⸗ brauch der Kartoffeln, der unter Reichen und Armen immer mehr zugenommen hat, die Conſumtion des Getreides vermindert haben. Es werden ſogar viele Pferde da⸗ mit gefuttert. Demnach iſt es wohl gewiß, daß Be⸗ voͤlkerung und Conſumtion ſeit 1760 in der Maaße nicht zugenommen haben, daß ſich daraus der Mangel des einlaͤndiſchen Korns ——, Fennd arbau Lage och i Pagencn de aſ ſch Be ſäirker; jumiſe ſte 3 hatte dr tträcht. 85 llrſache Niten d Lon Finden torheih ud de das Rr Fan ſ jeder cultare erklar ſeen b gch V 16 jege ein. Di n damals ver miger Meynung 1. D es beg Leute von wit hr einſchränke mn Luxus gehl⸗ aber ſehr zuet den, noch da ndre Arten de ;; erſparen ei Wohllebende in e. Ueberhaug ber den Englen , und es wün denn mit Kon nicht gemäͤſte der ſtarke Ge unter Reichen genommen ha des verminde diele Pferde d gewiß, daß 44 ſeit 1150 3 umen haben, dc des einländiche Korns — 211— Korns erklaͤren lieſſe. Folglich muß der Ackerbau abgenommen haben. Angenommen aber auch, daß er nur nicht im Verhaͤltniß des mehreren Bedarfs zugenommen haͤtte— woran lag das? In der erſten Haͤlfte des Jahrhunderts vermehrte ſich Bevoͤlkerung und Conſumtion ohnſtreitig ſtaͤrker; der Ackerbau aber in dem Ver⸗ haͤltniſſe mit, daß er Ueberfluß gab. Das letzte Ziel ſeiner moͤglichen Vermehrung hatte er aber 1760 bey weitem noch nicht erreicht. Es giebt freylich mehrere mitwuͤrkende Urſachen, daß der Ackerbau in den letztern Zeiten ſank, oder ſich doch im Verhaͤltniß der Conſumtion nicht hob. Alle aber be⸗ gruͤnden ſich darauf: daß er nicht mehr vortheilhaft ſchien. Er verlor ſeinen Credit, und dieſen Verluſt zog ihm ohne Zweifel das veraͤnderte Syſtem der Geſetzgebung zu. Faſt jedes Heft der YVoung'ſchen Annalen, jeder Rapport an den Board of Agri⸗ culture, jedes neue landwirthſchaftliche Buch erklaͤrt den Getreidebau bey den neuen Ge⸗ ſetzen fuͤr banquerott— weil bey den jetzi⸗ gen Verhaͤltniſſen das Getreide in den mitt⸗ leren Jahren nicht fuͤr den Preis gebauet O 2 wer⸗ — 212— werden koͤnne, unter welchem die Aus⸗ fuhr erlaubt und die Einfuhr verboten blieb. Entweder werden, wie oben geſagt, die Ackerfelder immer mehr zu Graſe fuͤr Pferde, Rindvieh und veredelte Schaafe liegen bleiben, und England wird in Anſehung des Kornbe⸗ darfs von Auswaͤrtigen ganz abhaͤngig werden, wie Holland es war— oder das Uebel wird ſeine Heilung in ſich ſelbſt finden. Die ſtarke Nachfrage wird den Preis des auswaͤrtigen Korns ſo hoch erhalten, daß der engliſche Ackerbau doch dabey beſtehen kann. So haͤtte das neue Syſtem zwar ſeines Zweeks verfehlt; waͤre aber dem Intereſſe der Landeigner deſto vortheilhafter geweſen. Waͤre es wahr, was Adam Smith behauptet, daß das vorma⸗ lige Syſtem durch das Uebergewicht des Land⸗ Intereſſe, und das jetzige durch das Uebergewicht des Handels⸗Intereſſe, im Parlamente durch⸗ geſetzet worden: ſo haͤtten ſich beyde betro⸗ gen. Denn bey dem vorigen fielen die Preiſe; bey dieſem ſind ſie ge⸗ ſtiegen. Vielleicht kann dieſer Lauf der Dinge meh⸗ rere gute Sol gen fuͤr den engliſchen Ackerbau haben. Den traͤgen Bͤczazun, die noch nach der ——— di alte 4 lit tet 6 lune, l ga a b- ſähten, N Enaler in An däfale sgug uh 1 von m ſander aleu lige: volat Hung haͤtter ſen, bhs hem die Aus infuhr verboter ven geſag, d Praſe füͤr Pferd gfe liegen bleibe ung des Kornhe abhaͤngig werda das Uebel wid en. Die ſtark es auswaͤrüge z der englich ann. So hit Zwekks verfeht Landeigner dei ees wahr, w. daß das vorma⸗ wicht des Lard⸗ as Uebergewich rlamente durch ch behde bern drigen fiele 4 ſind ſie ge f der Dinge 1 glichen Aterlan die noch ne d, der —-— 213— der alten Art in drey Feldern wirthſchaften, leuchtet es ein, daß ſie nicht wuͤrden beſtehen koͤnnen, wenn der Preis einmal auf den Punct herabſinkk den das Geſetz zur Norm annimt. Dies kann ſie zu einer andern Wirthſchaft fuͤhren, wobey es eher moͤglich waͤre.— Die jetzige Theurung macht den Ackerbau aufs neue zum Gegenſtande angeſtrengter Nachforſchun⸗ gen, wie ich bey einer andern Gelegenheit erzählen werde, und wahrſcheinlich wird ſelbige die allgemeine Acte zur Gemeinheitstheilung endlich durchſetzen. Was waͤre aber der Erfolg geweſen, wenn England in dieſe Abhaͤngigkeit vom Auslande, in Anſehung des nothwendigſten Beduͤrfniſſes, verfallen waͤre, ehe es Reichthum und Schiffe genug hatte, den Ueberfluß aller Nationen her⸗ beyzuholen?— Und was muͤßte der Erfolg in jedem andern Staate ſeyn, deſſen Conſum⸗ tion und Production in ſolchem Mißverhaͤltniſſe ſtaͤnde?— Frankreich koͤnnte dieſe Frage allenfalls ſchon beantworten! Man hat unzaͤh⸗ lige moraliſche Urſachen der ungluͤcklichen Re⸗ volution angegeben, und die materielle— den Hunger des Volks— daruͤber vergeſſen. Was haͤtten alle politiſche Meynungen, alle Factioni⸗ ſten, ohne ſolchen ausgerichtet? Brod und Schauſpiel!l rief das franzoͤſiſche Volk, wie das das römiſche. Haͤtte man ihm nur Brod geben koͤnnen, ſo wuͤrde es den Tummelplatz der Ari⸗ ſtocraten und Democraten als Schauſpiel an⸗ geſehen haben, ohne ſich weiter darein zu miſchen. Aber Brod verſchafft man einer zahlreichen Nation nur, wenn man den Ackerbau hebt. Und den Ackerbau hebt man nur, wenn man ihn vortheilhaft macht. Der Ackerbau aus Noth reicht nur bey einem armen ſchwachen Volke zu. Die Cultur des Ackers muß mit der Cultur und Vermehrung der buͤrgerlichen Geſellſchaft gleichen Schritt halten. Den ein⸗ ſamen Wilden naͤhrt die Jagd. Das Hirten⸗ volk hat an Weiden genug. Der Ritter in ſeiner Burg, der Moͤnch im Kloſter, brauchte nur Sclaven arbeiten zu laſſen, um ihn zu ernaͤhren und ihm ſeine Beduͤrfniſſe aus den Staͤdten zu verſchaffen. Je hoͤher aber Bevoͤl⸗ kerung, Induͤſtrie, Cultur, Luxus und ſtehen⸗ des Kriegsheer ſteigt, deſto weniger reicht ſclaviſche Betreibung des Ackerbaues zu, und deſto mehr erfordert ſie die Verwendung des freyen, des denkenden, des wohlhabenden Mannes. Dieſer aber wird unter allen nicht das Gewerbe waͤhlen, was am wenig⸗ ſten einbringt. Er⸗ Erſt te au le b iwendel c W unger anſtir Iterbe Nonop tie Aan Iſein l ther au Geverd reiſ, raen d lih rie griſc, aſ Ma dos nri dang leſen vorgen gfeh teutſch nur dnd gebe elplaß det Ar⸗ Schauſpiel ar⸗ ut darein zu Kiner zahlreice Ackerbau nur, wem na r Ackerbau u rmen ſchwue Ackers muß n der buͤrgerlie ltten. Denit . Das hiw Der Nier Kloſter, lrauhn ſen, im ihn zm ürftiſ uns de oher aber Bevo urus und ſteher peniger rit thaues zu, ui derwendung d wohlhabend id unter dl was am werig Erzwungene, niedrige Preiſe ſind eine An⸗ leihe auf Wucherzinſen. Sie kommen dem Volke ſo wenig zu gute, wie dieſe dem Ver⸗ ſchwender. Wenn das Capital in Schwelgerey und Traͤgheit vergeudet iſt, ſo muß es durch Hunger und Noth wiederbezahlt werden. Er⸗ kuͤnſtelte hohe Preiſe ſind bey einem betriebſamen Ackerbau und freyen Kornhandel unmoͤglich. Monopol bey großer Concurrenz, mit einer ſo viel Raum erfordernden, ſo verderblichen Waare, iſt ein Unding. Maͤßige, nie zu hoch ſteigende, aber auch nie zu tief fallende Preiſe ſind jedem Gewerbe nuͤtzlicher, als ſehr abwechſelnde Preiſe, wenn ſie auch im Durchſchnitt von meh⸗ reren Jahren geringer waͤren. Bey ungewoͤhn⸗ lich niedrigen Preiſen wird der Arbeiter ſchwel⸗ geriſch, traͤge und widerſpenſtig; das bezeugen alle Manufacturen. Doch ich will andre Reflexionen, die ſich mir in unzahliger Menge uͤber dieſe Geſchichte der engliſchen Kornpolicey aufdraͤngen, meinen Leſern uͤberlaſſen. Sie ſind vielleicht ſchon oft vorgetragen, ohne daß ichs weiß; denn ich geſtehe, daß ich uͤber dieſe Materie wenig teutſche Schriftſteller geleſen habe. Im Jahre 1761 1762 1763 1754 1765 1766 1767 1768 1769 1770 1771 1772 1773 1774 1775 1776 1777 1778 1779 1780 1781 1782 1783 1784 1 Quarter Weizen Pf. *** TI ... 1 4.. 2 4*. 2 .. 2 *. 4A 2 ... 3 .-.. 3 ... 2 „.. 2 .—. 2 *.* 2 ... 2 r.. 2 .. 12 *.. I *.. 2 .. 3 2 .. 1 ... 1 ..— 2 8. 2 ... 2 .. 2 Hier folgen noch die Durchſchnitts⸗Preiſe des Weizens vom Jahre 1761 bis 1798. 10 19 1785 1736 Schill. Pencee 1787 3 1788 0 1789 9 1790 9 1791 0 1792 6 1793 6 1799* 6 17)5 1 1Rd; 0* 1797 2. b 1798 8 „ 8 4 2.. 6 9 5 8 8 10 8 10 ſchis⸗Prii bis 1193. Im Jahre 1785 1786 f Schll. Pene 1787 1 10 3 1788 1 19 0 1789 2 H. nh 1790 2 6 1791 2 14 1792 1 96 1793 4 ʃ 1794 *⁴ 1795 3 1 1796 9* 1797 7 1 1798 1o 11 0 12 5 8 4 18 1 5 4 2 0 3 1 Quarter Weizen . 4* ¶◻ ◻ ₰ A 2.. 6% 4&.ᷣ 4*. . 5 * 2 8 *** **. £.ᷣ ¶ᷣ * 2 4 *„* Pf. 2 1 2 2 2 2 2 2 2 2 3 3 2 2 Schill. Pence 1 18 10 — 0 0 O0 0 ◻l dO RdO N VI. Die Geſchichte des gegenwaͤrtigen Korn⸗ mangels und Theurung in England) iſt in mancher Ruͤckſicht zu merkwuͤrdig, und ſteht mit dem Vorgeſagten in zu genauer Ver⸗ bindung, als daß wir ihr nicht noch eine be⸗ ſondre Aufmerkſamkeit widmen ſollten. Sie beweiſt, in welche Verlegenheit ein Staat ge⸗ — *) Dieſes iſt Anfangs Februars 1801—, das Uebrige im vorigen Herbſte geſchrieben. —— lnhen önung urke gleben l- zwet und, fangen licht al uu Aebate äner cheint ſie ka Anſt di ͤren and, Drͤmi ludie ſichen. irtigen 1 England“ würdig, und genauer Ver⸗ noch eine be⸗ ſollen. E eitt ein Em 21-/das heb — 219— gerathen koͤnne, wenn er bey der groͤßten Aus⸗ dehnung ſeiner Macht die Baſis ſeiner innern Staͤrke, den Ackerbau, in gleichem Verhaͤltniſſe zu heben verabſaͤumt. Ueber die Urſachen dieſer Theurung ſind zwar ſelbſt in England die Stimmen ſo getheilt, und, wie es ſcheint, durch Partheygeiſt ſo be⸗ fangen geweſen, daß die wahre Urſach, da ſie nicht als Waffe einer Parthey gegen die andre gebraucht werden konnte, in den oͤffentlichen Debatten kaum angedeutet worden iſt. Bey einer kaltbluͤtigen, partheyloſen Unterſuchung ſcheint ſie aber ſo klar am Tage zu liegen, daß ſie kaum verkannt und mit andern Neben⸗ Umſtaͤnden verwechſelt werden kann. Die nach mittelmaͤßigen Erndten in den Jahren 1794 und 1795 entſtandene Theurung ward, in Verbindung mit der durch große Praͤmien bewuͤrkten Einfuhr, ſchon durch die Ausſicht auf eine reiche Erndte im Sommer 1706 uͤberwunden. Das Quarter Weizen fiel bereits vor der Erndte auf 70 Schill.; gleich nach derſelben auf 60— 56 herab. Im Jahre 1797 kam es vor der Erndte auf etliche und funfzig; nach der Erndte, zu Ende des Jahrs, auf 48, in einigen Diſtrikten noch tiefer zu ſtehen. Die Erndte von 1798 war im Durch⸗ ſchnitt — 220— ſchnitt ebenfalls ſehr ergiebig, und bis zum Maͤrz 17909 blieb der Preis des Weizens auf 48 bis 49 Schilling. Die Ausfuhr blieb dabey, den angenommenen Regeln nach, immer verboten, und wuͤrde freylich auch ohne 2 Verbot nicht vor ſich gegangen ſeyn. Die Einfuhr war hingegen offen, und ward noch immer mit Vortheil betrieben. Nach dem Verhaͤltniſſe, worin der Preis aller anderen Dinge oder der Werth des Geldes in England ſtand, war dieſer Preis fuͤr den Landwirth zu geringe. Aus einer großen Menge von Datis, die A. Young ſammlete und zuſammenſtellte, ergiebt ſich folgendes Re⸗ ſultat: Die Koſten des Ackerbaues belaufen ſich bey der gewoͤhnlichen Dreyſelder⸗Wirthſchaft ſo hoch, daß ein Buſhel Weizen( Quarter), wenn im Durchſchnitt das 1 2te Korn geerndtet wird, 6 Schill. 4 ½ P. — I1Ite——— 7 2 90 2 — rote———, 71⸗ — zte-—-— 95 ⸗ 61⸗ koſten muß, falls der Landwirth ſeine Auslage, und 12 vom Hundert Zinſen von dieſer Aus⸗ lage, haben ſoll. Dieſe Berechnung bezieht ſich zwar, wie geſagt, nur auf das Dreyfelder⸗ Syſtem; Eilm: land ril auf ites mi vedden kamn d werden Veſihe Vießzu pia lolwi dllene doch d dels, inmer fält, hnubgen Loſtn Ende Kom hoh Folge gen, faſt h haͤlt u 35 diͤdte mnd lis zun es Weizans auj Ausfahr blch in nach, immer ih ohne Derde Di Linfig noch immer i rin der Prei th des Gelde Preis für da einer grofan ung ſammle folgendes Re aues belauſt er⸗Wirthſchaß Quarter) A ſeine Yuslag on dieſer Au⸗ 1 he:ielt echnung bi das Dreyfelder Oſtem; — 221— Syſtem; der groͤßte Theil der Kornfelder in England liegt aber noch unter dieſem Syſteme, weil auf uneingekoppelten Laͤndereyen kein an⸗ deres moͤglich iſt, und die Braache nicht beſtellet werden darf. Auf eingekoppelten Laͤndereyen kann der Ackerbau zwar wohlfeiler betrieben werden; es ſteht aber in der Willkuͤhr der Beſitzer, ob ſie dieſe zum Kornbau oder zur Viehzucht und Maͤſtung vorzuͤglich benutzen wollen. Wenn nun auch der Farmer, nach Ver⸗ haͤltniß ſeiner in dieſen Jahren gehabten Erndten, allenfalls ſchadlos geblieben waͤre, ſo gaben ihm doch dieſe Preiſe keine Aufmunterung; beſon⸗ ders, da er ſich auf manchen Maͤrkten noch immer vom fremden Korn— welches wohl⸗ feiler, freylich aber auch ſchlechter war— herabgebothen fand. Wie wirſt du zu deinen Koſten wieder gelangen, dachte er, wenn deine Erndte ſchlecht ausfaͤllt und doch ſo viel fremdes Korn(deſſen moͤgliche Einfuhr er jedoch zu hoch anſchlug) auf dem Markte iſt? Um die Folge hiervon klar einzuſehen, muß man erwaͤ⸗ gen, daß der Dreyfelder⸗Wirth in England faſt bloßer Kornbauer iſt, und wenig Vieh haͤlt und halten kann. Er muß daher den groͤßten Theil ſeines Miſtes aus benachbarten Staͤdten, oder von ſeinem Nachbarn, dem Vieh⸗ — 222— Viehzuͤchter oder Viehmaͤſter, holen; gebraucht uͤbrigens viel Kalk und Mergel zur Verbeſſe⸗ rung ſeines Ackers. Er beſtellet ſeinen Acker alſo fetter oder magerer, je nachdem er glaubt, daß er die Koſten ihm wieder bezahlen koͤnne. Der Landwirth hingegen, welcher ein geſchloſ⸗ ſenes Feld beſitzt, berechnet immer, ob er ſolches durch Kornbau, oder durch Vieh, beſſer benutzen koͤnne— denn an einen gewiſſen Umlauf bindet ſich der kleinere Paͤchter in Eng⸗ land nicht ſo feſt, daß er nicht nach den Zeitum⸗ ſtaͤnden Abweichungen machen ſollte—. Nun ſtand in dieſen Jahren der Preis des Fleiſches in England viel beſſer, wie der des Korns, weil die Verſorgung der Land⸗ und See⸗Macht eine ſo große Conſumtion veranlaßte, und der nordbrittiſche und irlaͤndiſche Mann, der im Frieden ſich mehr mit Brod und Kartoffeln wuͤrde beholfen haben, nun, als Soldat und Matroſe, ſtarke Fleiſch⸗Rationen erhielt. Daher ward vie!, ſonſt wohl mit Korn zu beſtellendes Land, zum Futterbau und zur Weide benutzt. Aus dieſem, durch verhaͤltnißmaͤßig zu nie⸗ drige Preiſe veranlaßten, geringerem Betriebe des Kornbaues ſcheint es mir allein erklaͤrbar, wie nach der allgemein anerkannten Ergiebigkeit der Felder im Jahre 1798 der Preis des Korns b b b ni ſt ut auf feihen ains ¹ 5—1 4 ner aud erwartet zu ethe vegen d erreide nutli b deſ (ahr zei gegen auf eit wir ich; beſweiſle dine ben alein, n Ende, durc d Macht keine ſ ſes Ja nicht d bormal Etgat, lre dlen; gbrauch lzur Dateſſe et ſeinen Ace dem er glaubt, Rzahlen dnde. eer ein geſchlit immer, ob a rch Vieh, biſe einen gewiſen gaͤchter in Enj ch den Zeitum lte—. Nu z des Fleiſche r des Kornt nd See⸗Mah glaßte, und de Mann, der in und Karurfel als Soldat un tionen erhicl lmit Korn) und zur W ißmaͤßig zu ngerem Beril allein erllitn nen Erjibihti der lri de Korni — 223— Korns ſchon im April 1790 betraͤchtlich, und zwar auf dem Lande ſchneller, wie in London, zu ſteigen anfing, und das Quarter Weizen im Junius auf 60 Schilling, im Auguſt auf 70— 72 Schilling kam; ohnerachtet noch im⸗ mer auswaͤrtige Zufuhr eintraf. Denn damals erwartete man noch nicht, eine ſo ſchlechte Erndte zu erhalten, wie die von 1790, hauptſaͤchlich wegen des ſich erſt ſpaͤt aͤußernden Brandes im Getreide und der ſchlechten Erndte⸗Witterung, wuͤrklich ward. Dieſe Erndte von 1799 war in der That ſehr zuruͤckſchlagend, und der Abſchlag derſelben, gegen eine gute Erndte, wird von den Meiſten auf ein Viertel angegeben. Wenn dies, wie ich jedoch im eigentlichſten Verſtande noch bezweifle, auch richtig iſt: ſo koͤnnte es zwar eine betraͤchtliche Steigerung des Preiſes, allein, nach einer vorhergegangenen ſehr guten Erndte, und bey einer ſo wuͤrkſam betriebenen, durch den Reichthum der Regierung und die Macht der Schiffahrt unterſtuͤtzten Einfuhr, keine ſolche Theurung, wie ſchon im Winter die⸗ ſes Jahrs entſtand, verurſacht haben: falls nicht der Kornbau in Maſſe und Kraft gegen vormalige Zeiten herabgeſunken waͤre. Ein Staat, der nicht bey einer guten Erndte ſo viel Ueberſchuß an Korn hat, um den Abgang eines Vier⸗ Viertels bey einer ſchlechten Erndte zu decken, iſt in Anſehung der Subſiſtenz ſeiner Einwohner ſchlecht beſtelt. Der Weizen ſtieg im Februar und Maͤrz 1800 auf 108 Schilling im Durch⸗ ſchnit; der gute viel hoͤher. Es iſt merk⸗ wuͤrdig, daß in dieſem Winter der Preis des Fleiſches nach Verhaͤltniß ſehr maͤßig blieb. Im Sommer 1800 bewuͤrkte indeſſen der gluͤckliche Fortgang der Einfuhr, verbunden mit der Ausſicht auf eine reiche Erndte und dem ſtarken Bau fruͤhreifer Kartoffeln, einen betraͤcht⸗ lichen Abfall des Preiſes, ſo daß derſelbe gegen die Erndte auf 70 Schilling fiel, und die Regie⸗ rung ſich bewogen fand, die dem fremden Getreide bis zum October ertheilte Zuſicherung eines gewiſſen Preiſes— 90 Schill. fuͤr 1 Quar⸗ ter Weizen— zuruͤckzunehmen. Die Hoffnungen, welche man auf dieſe Erndte in England ſetzte, waren hoͤchſt ſangui⸗ niſch. In der Rede vom Throne. womit der Koͤnig im Sommer das Parlament prorogirte, ward dieſe bevorſtehende Erndte unter die gluͤck⸗ lichſten Eraͤugniſſe und Ausſichten Großbrittan⸗ niens aufgezaͤhlt. Jeder Reiſende ruͤhmte die vielverſprechende Anſicht der Felder, beſonders des Weizens. In der That hatte ganz Groß⸗ britannien hrunie ie Wi uͤſir. omwet woche d hate m anhabe rüͤben, xrſach Graland Aan er ſäoneren haben. Ue des fre aßbeſtel mee ge ehyree emeime den R und we Priſt. —ndie u decken einer Einvohne eeg im Fehmn lng im Durch Es iſ we neer der Pei iß ſehr mißß ke indeſſen d r, verbunde rndte und da einen berih derſelbe gen und die Ryr dem freu ilr Zuſicherm ill fär 1Quan man auf di höͤchſt im dne. womit d nent prorujit unter die gli⸗ ten Grofbrite⸗ ende ruͤhmte ſder, beßonde atte gan⸗ L brihnnie — 225— britannien eine, ſeinem Clima beſonders zutraͤg⸗ liche Witterung. Alle trockne warme Sommer ſind fuͤr England fruchtbar; und ſo war dieſer Sommer auf dieſer Inſel. Die ſpaͤten Froͤſte, welche dem uͤbrigen Norden nachtheilig waren, hatte man daſelbſt ſo wenig verſpuͤrt, wie die anhaltende Naͤſſe in der Bluͤthezeit. In den truͤben, naßkalten Tagen, woruͤber wir in Nie⸗ derſachſen um Johannis klagten, hatte man in England ungewoͤhnlich ſchoͤnes, heiteres Wetter. Man erinnerte ſich kaum, in England einen ſchoͤneren, fruchtbarern Sommer erlebt zu haben. UVnter dieſen Ausſichten war der Aufkauf des fremden Getreides von den Englaͤndern abbeſtellet und manche daruͤber geſchloſſene Con⸗ tracte gebrochen worden. Die Erndte war eingetreten, und man erwartete, bey den noch annehmlichen Preiſen, eine ſchnelle Zufuhr auf den Maͤrkten.— Allein, es kam kein Korn, und was da war, ſtieg von Tas zu Tagen im Preiſe. Jedermann ſchrie nun uͤber eine allgemeine Verſchwoͤrung der Farmer und Kornhaͤndler im ganzen Reiche. Man gab ihnen Schuld, daß ſie ihr Getreide verderben lieſſen und zerſtoͤrten, um es nicht auf die Maͤrkte zu bringen, und an Bos. 2te Abtheil. P ſo — 226— ſo kuͤnſtliche Theurung und Hungersnoth zu erregen. Und da ſich eine ſolche ſtillſchweigende Verabredung Aller mit dem Intereſſe eines Jeden nicht wohl anders vereinigen ließ, als wenn man ein tieferliegendes Moriv voraus⸗ ſetzte; ſo machte man ſie alle ſamt und ſonders, nach beliebter Art, zu Jacobinern, welche mittelſt der erregten Theurung und Hungersnoth die Regierung zu einem ſchimpflichen Frieden zwingen wollten. Dies war das allgemeine Urtheil in allen feineren Cirkeln; ein Urtheil, welches auf den zu Pluͤnderungen und Unfug geneigten hungrigen Poͤbel Eindruck zu machen nicht verfehlen konnte. Dieſer rottete ſich alſo, unter verhoffter und vielleicht verſprochener hoͤheren Beguͤnſtigung, an vielen Orten zuſam⸗ men, und beging den Unfug, wovon die Zeitun⸗ gen im October und November v. J. voll waren. Indeſſen waren die Miniſter weiſe, und uͤber den Ungrund jener gehaͤſſigen Beſchuldigungen aufgeklaͤrt genug, um nicht die ernſthafteſten Maaßregeln dagegen zu nehmen, und oͤffentlich zu erklaͤren, daß der Mangel und die Theurung nicht erkuͤnſtelt, ſondern in der Natur der Sache begruͤndet ſey. Das merkwuͤrdige und nach⸗ druͤckliche officielle Schreiben des Herzogs von Portland an den Lord Lieutenant von Oxford, Herzog von Marlborough(S. Hamburg. Correſpond. v. 4ten November 1800), ſetzte jenem fen nächti Gerret darn diß d daI ben grind Ein Vorul Gebhra ſene 1 der E dinge ſam Giuth igſter fford hrh Enr fene ſdſe den dungerznoth a ſtillchwagend Intereſſe eine gen ließ, al Moäd vorans unt und ſonder, inern, welh ind Hungerenon pflichen Friͤn das allgemin 7; ein Urthei ſen und Unfun ruck zu machen rottete ſich alh verſprochen en Orten zuſte woon die Zeitmt „J voll waren. iſe, und uͤber eſchuldigunge ernſthafteſte „ und offentüt d die Theurun atur der Sach dige und nuh es Harjogs d nant von drpod (E. Hanbung — 1800) ſihte jenem jenem ſich allgemein verbreitenden Wahn einen maͤchtigen Damm entgegen. Dieſer Staats⸗ Secretair der innern Angelegenheiten verſicherte darin naͤmlich auf eine uͤberzeugende Weiſe, daß die Theurung keineswegs erkuͤnſtelt und den Abſichten raubgieriger Menſchen zuzuſchrei⸗ ben, ſondern in dem wirklichen Mangel be⸗ gruͤndet waͤre. Es ſey daher noͤthig, mit allem Einfluß und Anſehen die daruͤber verbreiteten Vorurtheile zu entkraͤften, damit der freye Gebrauch des Eigenthums nicht geſtoͤret und jene nuͤtzliche Claſſe von Menſchen, von denen der Staat in Anſehung ſeiner Subſiſtenz ab⸗ hinge, auf keine Weiſe beunruhiget und gewalt⸗ ſam zur Entaͤußerung ihres wohlerworbenen Guths gezwungen wuͤrde; weil ſonſt die trau⸗ rigſten Folgen und wahre Hungersnoth dadurch befoͤrdert werden muͤßten. Dieſes Schreiben verfehlte dann auch bey der feineren Welt ſeines Eindrucks nicht. Der Poͤbel hingegen fuhr fort, die Kornhaͤuſer und Feimen auf den Pacht⸗ hoͤfen, die Haͤuſer der Victualien⸗Haͤndler in den Staͤdten, und zuletzt in der Hauptſtadt ſelbſt zu zerſtoͤren. Jedoch waren die Maaßregeln, welche man dagegen nahm, wirkſam genug, ihn zur Ruhe zu bringen; zumal da alle Rechtlichdenkende einſahen, daß man alle nur moͤgliche Vorkehrungen zur Minderung der allgemeinen Noth zu treffen P 2 ſuchte, ſuchte, und alle Partheyen ſich hierin ver⸗ einigten. Die Stadt London beſchloß, dem Koͤnige eine Adreſſe zu uͤbergeben, worin ſie ihn um ſchleunige Zuſammenberufung des Parlaments, in Hinſicht auf dieſe Angelegenheit, bat. Da der erſte Entwurf dieſer Adreſſe einige zu an⸗ maßend ſcheinende Ausdruͤcke enthielt, ſo wei⸗ gerte ſich der Koͤnig, dieſe Adreſſe auf dem Throne, wo ſie ihm vorgeleſen wfrd, anzu⸗ nehmen; nahm ſie jedoch, nachdem ſie in einem andern Tone abgefaßt war, unter dem gehoͤ⸗ rigen Ceremoniel ſehr gnaͤdig an, und ſagte ſeiner guten Stadt London, daß er bereits die Zuſammenberufung des Parlaments angeordnet habe; wie denn auch wuͤrklich ſchon etliche Tage zuvor geſchehen war. In der Eroͤffnungs⸗Rede dieſes Parlaments empfahl der Koͤnig dieſe ihm zunaͤchſt am Herzen liegende Angelegenheit der Unterſuchung beyder Haͤuſer aufs dringendſte, und wuͤnſchte, daß ſie ſolche Maaßregeln nehmen moͤgten, die am zweckmaͤßigſten waͤren, den gegenwaͤrtigen Druck zu mindern, zugleich aber der Gefahr ſeiner Ruͤckkehr vorzubeugen. In Ruckſicht der unmittelbaren Erleichterung muͤſſe die Auf⸗ merkſamkeit vor allem auf die ſchnelleſte und aus⸗ ch fornar geyhül ag u deſfeni perd des I rzal men ich d iien ch hiern Nr⸗ dem Känige ri ſie ihn um es Parlamentz heit, bat. D eeinige zu ar nthielt, ſo wi⸗ dreſſe auf den ufrd/ anzu⸗ :m ſie in einen ter dem gezt⸗ in, und ſcze er bereits de ents angeordien on etliche Tag S Parlamendz iſſt am Herza uchung beyde wünſchte, da ogten, die m gegenwärtin der der Gefagr In Räckſih miſſe die Aii ſchnelleß und aus⸗ ausgedehnteſte Ermunterung der Einfuhr aller Kornarten vom Auslande gerichtet ſeyn. Dieſe Beyhuͤlfe, verbunden mit Beyſpielen von Erſpa⸗ rung und Frugalitaͤt, wuͤrde den hohen Preis hoffentlich um etwas herunter bringen. Eine fortdauernde Vermehrung und Verbeſſerung des Ackerbaues ſey aber durch weiſe Maaß⸗ regeln des Parlaments zu befoͤrdern. Wenn man nach reiflicher Unterſuchung finden ſollte, daß das Uebel, welches von ſchlechten Jahrs⸗ zeiten herruͤhret, durch unerlaubte Verbindun⸗ gen und betruͤgeriſche Maaßregeln vermehrt werde; ſo wuͤrde das Parlament ernſtlich dar⸗ auf bedacht ſeyn, ſolchen Mißbraͤuchen zuvor⸗ zukommen. Es werde aber ſorgfaͤltig ſolche Practiken von dem regulairen und laͤngſt einge⸗ fuͤhrten Gange des Handels unterſcheiden, der⸗ wie die Erfahrung gezeigt habe, in unſerm gegenwaͤrtigen geſellſchaftlichen Zuſtande unent⸗ behrlich iſt, um die Maͤrkte zu verſorgen, und die Lebensmittel durch das Reich zu ver⸗ theilen. Man wird nicht leicht die Weisheit ver⸗ ennen, welche in dieſer Rede mit wenigen Worten einen treflichen Fingerzeig gab, wo man die wirkſamſten Mittel zur Tilgung des Uebels aufzuſuchen habe. Man ſchrieb in England dem Redner einen groͤßern perſoͤn⸗ lichen — 230— lichen Antheil an dieſer Rede zu, als Er ſonſt verfaſſungsmaͤßig daran zu nehmen pflegt. In den oͤffentlichen Sitzungen des Parla⸗ ments— ſo wie vorher ſchon außerhalb der⸗ ſelben— ſchien dieſe Angelegenheit dem Par⸗ theygeiſte nur zum Balle dienen zu wollen. Schon in verſchiedenen Stadt⸗ und Diſtrikts⸗ Verſammlungen war unter der Leitung der Oppoſitions⸗Parthey foͤrmlich erklaͤrt worden, der Krieg ſey die einzige Urſache dieſer Theurung und drohenden Hungersnoth. Mit dieſer Er⸗ klaͤrung trat denn auch die Oppoſitions⸗Parthey, welche dieſe Gelegenheit, ſich wieder populair zu machen, nicht verſaͤumen wollte, ſogleich im Parlamente auf, und ſuchte zu erweiſen, daß der Krieg die einzige, vollguͤltige Urſache dieſer Noth, und kein anderes Huͤlfsmittel vorhanden ſey, als den Krieg ſchleunigſt zu enden. Die Miniſterial⸗Parthey antwortete hier⸗ auf: Wenn der Krieg die Urſache der Korn⸗ theurung waͤre, ſo muͤßte das Korn nie im Preiſe wieder fallen, ſo lange der Krieg dauert. Allein die große und bedauernswuͤrdige Veraͤn⸗ derung, wodurch dieſes Land von einem Aus⸗ fuͤhrenden ein Einfuͤhrendes in Anſe⸗ hung dieſes erſten Beduͤrfniſſes geworden iſt, falle geſe zu⸗ waleben ben hr Geee⸗ u wie in th Goldat Ende 3 1 Vnng dhabe teiſt d A d nich Eit i ſchect etiand ſoniß dühen ſche undd maß niaa igger Kieg zdu, als Er zu nehmen des Parla⸗ gerhalb der⸗ it dem Par⸗ zu wollen. d Diſtrikte⸗ leitung der rt worden, Theurung dieſer Er⸗ 1⸗Parthey, er populait ſogleich in veiſen, da ſache dieſer vorhanden den. ortete hiet⸗ der Kor⸗ zrn nie in rieg dauen. dige Verin inem Aus⸗ in Anſe⸗ worden iſ⸗ falle — 231— falle in die Jahre 1765 bis 1770; alſo in die Zeit des vollkommenſten Friedens. Man gebe zu, daß der Krieg einige Verſchwendung der Lebensmittel mit ſich fuͤhre— aber das ſey kein zureichender Grund des Mangels. Die See⸗ und Landmacht muͤſſe im Frieden ſo gut wie im Kriege ernaͤhret werden. Der Krieg ſchaffe keine neue Conſumenten. Die jetzigen Soldaten und Matroſen haͤtten in ihrem vorigen Stande ebenfalls eſſen muͤſſen. Im Gegen⸗ theil wuͤrden ſie, wenn ſie auſſerhalb Landes waͤren, groͤßtentheils mit auswaͤrtigen Producten erhalten. Selbſt der gegenwaͤrtige Krieg be⸗ weiſt das Gegentheil von obiger Behauptung. In den erſten beyden Jahren deſſelben war, nach Verhaͤltniß anderer Jahre, Ueberfluß. Erſt im Jahre 1795 und 1706 ſey, nach ſchlechter Witterung, Theurung und Mangel entſtanden. Waͤre nun der Krieg die Urſache, ſo muͤßte die Noth in der Maaße zugenommen haben, wie die Anſtrengungen in dieſem Kriege ſich vermehrten. Aber das Gegentheil geſchah, und die Jahre 1797 und 98 waren verhaͤltniß⸗ mäßig ſehr wohlfeile Jahre. Die Oppoſitions⸗Parthey fuͤhlte gewiſſer⸗ maaßen die Kraft dieſer Gruͤnde, und ließ in ihrer Behauptung ſo weit nach, daß ſie den Krieg nicht mehr als die allereinzige Urſache an⸗ angab. Indeſſen verſchlimmere er das Uebel ſehr. Dreymal hundert tauſend Mann, ſagte die Oppoſitions⸗Parthey, deren groͤßter Theil ſonſt in Irland mit Kartoffeln und in Nord⸗ britannien mit Gerſten⸗ und Hafer⸗Brodte ſich erhielt, werden jetzt mit Fleiſch und mit Weizen⸗ Brodte ernaͤhrt, und trinken Bier und Brannte⸗ wein in Menge. Was von dieſen Artikeln fuͤr ſie angeſchafft wird, kommt nur zum geringſten Theile ihnen zu gute. Wohl 3 verderben und gehen verlohren. Ueberdem wird der Markt⸗ preis durch den ſchleunigen Ankauf und die Lieferungen vertheuret. Vorzuͤglich aber be⸗ wirkt der Krieg die hohen Preiſe durch die Groͤße der Auflagen, die er hervorgebracht hat, und die der Farmer erſt beſtreiten muß, ehe er reinen Ertrag haben kann. Und endlich kommt die Menge des in dieſem Kriege geſchaffenen Papiergeldes in Betracht, wodurch der Geld⸗ werth uͤberhaupt ſo ſehr vermindert worden iſt. Wenn in Friedenszeiten auch eine zuruͤckſchla⸗ gende Erndte erfolgte, und der Vorrath des Getreides knapp zureichte; ſo wuͤrde die Theu⸗ rung doch minder druͤckend und der Mangel durch die Einfuhr des fremden Korns leichter zu erſetzen ſeyn.— Ich moͤgte dieſen Gruͤn⸗ den der Oppoſition noch hinzufuͤgen: der Acker⸗ bau iſt eine zu friedliche Kunſt, als daß er unter dem Geraͤuſche der Waffen mit Ernſt und An⸗ Tuichen dr Kr eyecul piſind 4 M rwn beri ſäner helsſg mwin 5 ſe aud kawer und ſche⸗ dG. Jeil mah dhe lſte ane. Su bett dert der eine zef fi t das lebe Nann, ſagn ößter Thei d in Nord⸗ „Drrdd ſich mit Weizer und Brannee Ariikeln fü un geringſta erderben und der Marke uf und die ſch aber be e durch di gebracht hi nuß, eher nlich konn geſchaffenen der Geld⸗ worden iſt zuruͤckſchle⸗ Vorrath des de die Theu der Mange orns leichte dieſen Grin der Acke⸗ als daß a it Ernſt und An⸗ Anſtrengung betrieben werden kann. Wenn der Krieg und die auf ſelbigen gegruͤndeten Speculationen die Koͤpfe der Menſchen erhitzen, ſo ſind ſie zu unruhig, um die ſtillen Arbeiten des Pfluges zu verfolgen. Zwar ſah Britan⸗ nien auf ſeinen Feldern noch kein Blut fließen; aber jeder Britte war doch entweder vom Ruhme ſeiner Flotten, oder von der Sucht, durch Han⸗ delsſpeculationen, die der Krieg darbot, zu gewinnen, zu ſchwindelnd, um die erforderliche Aufmerkſamkeit auf ſeinen Acker zu richten. So ſtark der Umlauf des Geldes auch war, ſo glaubten die meiſten doch, es hoͤher benutzen zu koͤnnen, als wenn ſie es in den Boden ſtaͤchen; und wir wiſſen, wie vielen Vorſchuß der engli⸗ ſche Ackerbau erfordert. Unter der arbeiten⸗ den Claſſe vertauſchte wahrſcheinlich der thaͤtigſte Theil derſelben die Senſe gegen das Schwerdt; zumahl nachdem der von den Franzoſen ange⸗ drohete Einfall martialiſchen Geiſt und martia⸗ liſche Schauſpiele uͤber das ganze Land verbreitet hatte. Unter dieſen Umſtaͤnden mußte, meines Erachtens, die Beſtellung nothwendig ſchlechter betrieben, und die Production folglich vermin⸗ dert werden. Doch man muß ſelbſt das Detail der Ackerarbeit kennen, um zu begreifen, daß eine gewiſſe Gemuͤthsruhe, Sicherheit und un⸗ zerſtreute Aufmerkſamkeit dazu gehoͤre, um ſie richtig und vollſtaͤndig zu betreiben. Indem — 234— Indem die Urſache der Theurung ſo von den Rednern der beyden politiſchen Partheyen politiſch discutirt ward, traten andre auf, die ſolche— fuͤr das Mal wenigſtens zweckmaͤßi⸗ ger— als Policey⸗Angelegenheit betrachteten. Ohnerachtet die Regierung dreyerley Arten von Leuten— den Einnehmern der Landtaxe, den Zoll⸗ und Acciſe⸗Beamten und den Geiſtlichen— aufgetragen hatte, uͤber den Ausfall der Erndte und den Beſtand des Kornvorraths Erkundi⸗ gungen einzuziehen und Bericht abzuſtatten; dieſe Berichte auch beynahe ſaͤmtlich dahin aus⸗ gefallen waren, daß die Erndte um F, nach andern um 1, zuruͤckſchlagend geweſen ſey: ſo wollten doch viele dieſes nicht zugeben, und behaupteten, das Gegentheil entweder ſelbſt erfahren zu haben, oder aus dem Munde ſiche⸗ rer Leute zu wiſſen. Die Urſache der Theurung und des oͤrtlichen Mangels muͤſſe alſo doch in der Zuruͤckhaltung des Korns, und in einer zwiſchen den Farmern und Kornhaͤndlern beſte⸗ henden ſtillſchweigenden Verabredung liegen, wogegen wuͤrkſame Policey⸗Maaßregeln das beßte Mittel ſeyn wuͤrden. Im Oberhauſe zeigte ſich der Graf von Warwik als der eifrigſte Verfechter dieſer Meynung. Er hatte ſolche Policey-Verfuͤgungen ſchon vorher auf ſeinen Guͤtern einfuͤhren wollen, und in einem Circular⸗Briefe an ſeine Farmer verlangt, ſie ſollten ſlnii ackufer ntde; gatm d wäͤger her R 9 daß it Btrag Bölan den d zernen nicht augen Hung es me deh ſched de) ſegge ſolde Ceer eriſt Vor ung ſo von Partheyen g auf, die weckmaͤßi⸗ Krtachteten. Atten von ndtaxe, den eiſtlichen— der Ernde s Erkundi⸗ bzuſtatten; dahin aus⸗ n, nach ſen ſey: ſo geben, und weder ſelbſ Munde ſiche rTheurung lſo doch in d in einer dlern beſie⸗ ung liegen Fregeln da Oberhauſ i als der Er hatt an 1 ud in einem berlang ſe ſollen — 235— ſollten ihr Korn zu dem Preiſe auf den Maͤrkten verkaufen, den er ihnen als billig vorſchreiben wuͤrde; und wer das nicht wollte, ſollte ſeinen Farm verlaſſen. Wie ſie ſich deſſen natuͤrlich weigerten, ſchrieb er ihnen folgenden, in man⸗ cher Ruͤckſicht merkwüͤrdigen Brief: „Ich ſchreibe Euch dies, um Euch zu ſagen, daß ich Euer vergangenes und gegenwaͤrtiges Betragen mit Abſcheu anſehe. Da Ihr mein Verlangen bey dieſer Gelegenheit gaͤnzlich aus den Augen geſetzt habt; ſo wuͤrde es mir nicht ziemen, es Euch zu wiederholen, wenn ich dazu nicht durch den klaͤglichen Zuſtand der Armen angetrieben wuͤrde, die in dieſem Augenblicke Hunger leiden. Ich erklaͤre Euch daher, daß es meine Abſicht iſt, einen andern Paͤchter fuͤr den Hof, den Ihr jetzt inne habt, zu finden, ſobald ich ſolches geſetzmaͤßig thun kann; es ſey denn, daß Ihr Euch verpflichtet, Euer Korn ſogleich zu Markte zu bringen, und es zu einem ſolchen Preiſe zu verkaufen, der Euren Neben⸗ Creaturen(fellow creatures) erlaubt, zu exiſtiren; wobey Ihr doch einen groͤßern Vortheil habt, als Euch als Paͤchtern ge⸗ buͤhrt. Warwik.“ Dieſer — 236— Dieſer geſtrenge Herr trug demnach auf eine beſtimmte Feſtſetzung der Kornpreiſe, oder auf ein Maximum, im Oberhauſe an. Er behauptete, die Erndte ſey ſehr gut; die Far⸗ mers wollten nur einen enormen Profit darauf machen und ſchnell reich werden. Er ward von vielen widerſprochen, und ihm das Gefaͤhr⸗ liche einer ſolchen Einſchraͤnkung des Kornhan⸗ dels gezeigt. Er moͤge daher von einer Maaß⸗ regel abſtehen, die eine beſtaͤndige Fortdauer des Uebels bewuͤrken, und die jetzige Theurung fuͤr die Folge zu einer wahren Hungersnoth machen wuͤrde. Der Graf beruhigte ſich damit aber nicht, ſondern ſtand nach etlichen Tagen wieder auf, um ſich zu entſchuldigen, daß er das Wort Maximum gebraucht hätte. Uebrigens, meynte er, ſey ſein Vorſchlag gegruͤndet. Er ſprach mit großer Erbitterung gegen die Far⸗ mer, die allein reich wuͤrden, und alle andre Klaſſen ausſoͤgen. Insbeſondre wuͤrden die Lords, welche zur Ehre der Geſellſchaft Aufwand machen und ihrem Stande gemaͤß leben muͤßten, dabey nicht laͤnger beſtehen koͤnnen, ſondern ihr Landeigenthum allmaͤlig an die Farmer verkaufen muͤſſen. Dieſe lebten ſchwelgeriſch, waͤren mit bloßem Wein nicht zufrieden, ſondern ſenden Wanntet te 1 wegen in der liie a natzen, Unhalt del R Eingui Gat, lande! zu dlr nah a nener— alhe de Legensg gſen hatte das d erfolg telbar ſcheni ten nun 4 Plrde dennach au ornpreiſe, ode auſe an. 6 zut; die Fo Proft darai en. Er wni m das Gefiy des Kordzan einer Maiij ige Fortdau ige Theurun Hungersnen ſt aber ii jwieder ai er das Won Uebrigem rundet. 6 gen die Im d alle ande würden de haft Aufva leben mißtt nen, ſondem die Famer ſchwelherſh 1 zuftiden ſondern — 237— ſondern goͤſſen, wie er ſicher wiſſe, noch Branntewein dazu. Hiergegen erhob ſich der Lord Canzler: „Es ſcheint, als ob der edle Graf ſich nur wegen des Worts vertheidigen will, welches er in der vorigen Debatte gebraucht hat. Ich bitte alſo um Erlaubniß, ihm bemerklich zu machen, daß in dem Worte Maximum das Unheil nicht liege, ſondern in der Ausfuͤhrung der Idee eines ſo directen und verderblichen Eingriffs in das Eigenthumsrecht. Ich danke Gott, daß die Bande der Geſellſchaft in dieſem Lande noch nicht ſo erſchlaffet ſind, um es wagen zu duͤrfen, eine Maaßregel zu ergreifen, die nach aller Erfahrung— alter ſowohl als neuer— ein ſicherer Vorlaͤufer der Zerſtoͤrung aller Ordnung, mlie Gluͤckſeeligkeit und alles Lebensgenuſſes Hat der edle Graf ver⸗ geſſen, daß de Erperiment bey einer benach⸗ barten Nation kuͤrzlich verſucht wurde; hat er das unendliche Elend uͤberſehen, was daraus erfolgte? Effective Hungersnoth war die unmit⸗ telbare Folge, wodurch eine Menge von Men⸗ ſchen ihr Leben verlohr. Die Landwirthe hiel⸗ ten nun ihr Korn an ſich, verbargen es; man mußte es in Requiſition ſetzen und ein foͤrmliches Pluͤnderungs⸗Syſtem einfuͤhren, wobey ſo viele Tau⸗ — 233— Tauſende ihr Leben einbuͤßten. So ward auch da lrit in unſerm Lande unter der Regierung Eduards Rüne des Zweyten ein Geſetz gegeben, um den dadgit Preis des Korns und anderer Lebensmittel zu ſöten. beſchraͤnken und herunter zu halten; und ale dichl Geſchichtſchreiber erzaͤhlen einſtimmig die ſchreck⸗ vm di lichen Folgen, die es hatte, und das Unheil, Nerſt welches dadurch uͤber das ganze Land gebracht rüßhich wurde. Bedenkt der edle Graf wohl, daß, in Anſ wenn eine ſolche Maaßregel in Ausfuͤhrung cing gebracht werden ſoll, eine Unterſuchung des Shenn Vorraths, den jeder Landwirth und jeder andre ufſn hat, vorhergehen muß?— Bedenkt er das ve li gewaltſame Unrecht, wenn man einem Land. i ſl wirth ſein Eigenthum rauben, und es wider Rnen . ſeinen Willen zu einem willkuͤhrlich feſtgeſetztn ijt Preiſe auf dem Markte verkaufen will? En beſinn ſolcher Schritt wuͤrde unzuberechnende Folgen daßbſ haben, und fuͤhrte die aͤuſſerſte Gefahr fuͤr de helſtie Exiſtenz alles und jedes Eigenthums, fuͤr die buͤrgerliche Verfaſſung und fuͤr den Staat, mit 1 ſich. Es iſt mir unangenehm zu hoͤren, daß Ah der Lord offentlich erklaͤrt, die Farmers waͤren des J nicht mit Wein zufrieden, ſondern miſchten wenn Branntewein dazu;(In der Verfeinerung des aͤhnlic Geſchmacks muͤſſen ſie noch nicht weit gekom⸗ Er un men ſeyn! ſagte Jemand) ſie koͤnnten mit ſagte e Aufwand leben, wenn ſie nur zwey Drittel rur zu ihrer Laͤndereyen beſtelleten, und lieſſen daher nd de ein So ward au ngEduard ben, um d ebenswittel tten; und ü nmig dieſch nd das Ungal Land gebra af wohl, di r Ausfüͤhrue erſuchung d d jeder an denkt er d einem(an und es rüdr ich feſtgätn en will? d nende Folgn efahr füra uns, für d in Staat, m u hoͤren, 1 armers winn dern miſc rfeinerungie t weit geiw e koͤnnten m zwey Drit ́liſtu di — — —— — 239— ein Drittel unbeſtellt;— ſie waͤren die einzigen Perſonen, die reich genug waͤren, um die Landguͤter zu kaufen, welche die Lords veraͤußern muͤßten. Dergleichen Anfuͤhrungen koͤnnen nichts Gutes bewirken, und ſind nur geeignet, um die Gemuͤther gegen diejenige Klaſſe von Menſchen zu erbittern, die ohne Zweifel die nuͤtzlichſte im Staate iſt, weil Arme und Reiche in Anſehung ihres Lebensunterhalts von ihnen abhaͤngen. Die Farmers zu zwingen, ihr Eigenthum zu einem beſtimmten Preiſe zu ver⸗ kaufen, ſie moͤgten wollen oder nicht, hieße: ſie wie leibeigene Sclaven behandeln. Ja, man hat ſelbſt in Weſtindien die Neger⸗Sclaven, denen man bekanntlich Laͤndereyen eingiebt, nicht gezwungen, ihre Producte zu einem beſtimmten Preiſe zu verkaufen, obgleich daſelbſt mehrmals Theurung und Mangel herrſchte.—“ Letzteres war vielleicht eine Anſpielung auf Wilberforce— den wuͤrdigen Bekaͤmpfer des Negern⸗Handels—, der im Unterhauſe, wenn gleich mit mehrerer Zuruͤckhaltung, auf aͤhnliche Policey⸗Maaßregeln angedeutet hatte. Er unterſtehe ſich nicht, ſie beſtimmt anzugeben, ſagte er. Aber die Weizen⸗Erndte werde doch nur zu ein Viertel zuruͤckſchlagend angegeben, und der Preis ſey um ein Drittel hoͤher, wie jemals. jemals. Daher muͤſſe etwas Mangelhaftes in der Kornpolicey liegen, und dieſes Mangel⸗ hafte muͤſſe aufs ſchleunigſte verbeſſert wer⸗ den. Die Noth, worin ſeine Committen⸗ ten— die betraͤchtliche Manufactur⸗Stadt Leeds— ſich befaͤnden, mache es ihm zur Pflicht, hierauf eifrigſt anzudringen. Hierauf antwortete Pitt— ſonſt ſein warmer perſoͤnlicher Freund—:„Es ziemt keinem Parlamentsgliede, nach den einſeiti⸗ gen Vorſtellungen ſeiner Committenten zu reden oder zu ſtimmen—— und ſo darf es beſonders nicht in die Vorſtellungen hin⸗ eingehen, die ſich ein großer Theil des Volks gemacht hat, als ſtehe es in der Gewalt des Parlaments, einen Ueberfluß an Lebensmitteln hervorzubringen. Kein auf⸗ geklaͤrter Mann wird ſich von der, ungluͤck⸗ licher Weiſe zu ſehr verbreiteren Meynung hinreiſſen laſſen: als ſey es moͤglich und nuͤtzlich, einen feſten Preis und ein Maxi⸗ mum fuͤr jeden Artikel von Lebensmitteln feſtzuſetzen. Als ein Beyſpiel von den un⸗ gluͤcklichen Folgen, die eine ſolche unvorſich⸗ tige Maaßregel haben wuͤrde, bedenke man nur den Erfolg derſelben fuͤr die große, volkreiche Manufactur⸗Stadt, welche dieſer Herr repraͤſentirt. In ihrer Nachbarſchaft wird b vijtih dſi ihr aus ihr fihrit ſewenen nen Be den zu Preis werden. ijn tni kanſlich ih vage de ich ſhhmm ehtete vas T ſäbſt idem ri der nit ale da h. datf, erſtete heyde der erſpar 2 afie 35 ngelhaftes in iſes Madgel rbeſſert wer Comwitten factur⸗Stad ache es iſt udringen. — ſonſt ſei „Es ziem den einſeit nittenten zu und ſo daf ellungen ſi Theil o e es in en Uebeußh Kein ali er, ungluͤl i Meynun möglich u d ein Mui⸗ Lebensmitth von den e che undurit bedenke ua r die gri welche diher Natzbrrſta vwitd — 241— wird nicht der zehnte Theil des Korns gebauet, deſſen ihre Einwohner beduͤrfen. Was wuͤrde aus ihr werden, wenn der freye Kornhandel beſchraͤnkt, wenn das Verfahren des Korns ge⸗ hemmet, und ein Ort verhindert wuͤrde, ſei⸗ nen Bedarf aus weniger volkreichen Gegen⸗ den zu ziehen?— Daß der jetzige hohe Preis ein Uebel ſey, kann nicht gelaͤugnet werden; aber die Frage iſt: wie kann man ihn mindern? Der edle Herr will eine kuͤnſtliche Wohlfeilheit hervorbringen. Aber ich trage kein Bedenken, hier zu erklaͤren, daß ich eine kuͤnſtliche Wohlfeilheit fuͤr ſchlimmer als eine kuͤnſtliche Theurung halte. Letztere wuͤrde, wenn ſie moͤglich waͤre, et⸗ was Temporaires ſeyn, und ihr Gegenmittel ſelbſt bey ſich fuͤhren; erſtere aber wuͤrde, indem ſie die Conſumtion auſſer Verhaͤltniß mit den Vorraͤthen braͤchte, Hungersnoth mit allen ihren ſchrecklichen Folgen erregen. Der Preis iſt nicht ſo wichtig als der Be⸗ darf, und jede Maaßregel iſt ſchaͤdlich, die erſteren ohne letzteren vermindert. Aber beyde ſtehen in genaueſter Verbindung, und der erſte muß fallen, wenn von letzterem erſpart wird.“ Aus dieſen oͤffentlichen Debatten, ſo trefflich auch die erſten Grundſaͤtze der Korn⸗ 28 Bds. 2te Abtheil. Q policey —-— 242— policey darin discutirt wurden, waͤre indeſſen kein Reſultat und kein beſtimmter Entſchluß herausgekommen, wenn nicht eine engere Committee zur Unterſuchung der Sache be⸗ ſtellet waͤre. Indeſſen hatte man vorher ſchon Geſetze gegeben: 1. die Einfuhr des fremden Korns zu ermuntern.— Hierdurch wurden dem eingefuͤhrten Korn folgende Preiſe bis zum Iſten October 1801 zugeſichert. Fuͤr 1 Quart. Weizen v. 424 Pfund 100 Sc Rocken— 408 65 Gerſte— 352 ⸗ 4 5 ⸗ Hafer— 280 ⸗ 30 ¼ 1 Tonndyleizen Mehl— 196 ⸗ 70 ⸗ 1 Centner Reises⸗ ⸗ 32 ⸗ Und wenn der Preis nach dem woͤ⸗ chentlich gezogenen Durchſchnitte gerin⸗ ger ſeyn wuͤrde, ſo ſolle dem Einfuͤh⸗ rer aus dem oͤffentlichen Schatze ſo viel zugelegt werden, als dieſes Minus betruͤge. 2. den Koͤnig zu authoriſiren, alle Aus⸗ fuhr zu verbieten.— Das war wohl ſehr uͤberfluͤſſig; denn wer haͤtte aus England Korn verlangt? 1 3- vare indeſſen er Eniſhluß eine enger Sache be⸗ dorher ſchen n Korns wurden den Nreiſe bi geſichert. ) 100 Sc. 65* 45: 30 40 4 32 h dem wo nitte gerir dem Einſth Schaße ſ dieſes Miuu , ale Au⸗ as war ni er hatte al 3 — 2 43— 3. den Einfuhrzoll zu erlaſſen. 4. die Branntewein⸗Brennerey aus allem Getreide, und die Staͤrkemacherey aus Weizen zu verbieten. 5. zu erlauben, daß durchnaͤßter Weizen zu Malz gebraucht werden duͤrfe, und das Geſetz zu ſuſpendiren, nach wel⸗ chem das zu maͤlzende Getreide eine beſtimmte Zeit eingetaucht werden muß. 6. den Gebrauch des Zuckers zum Malze zu erlauben. 7. den Zoll auf eingefuͤhrten Hppfen zu vermindern. Ddie gedachte Committee hat ſechs Be⸗ richte uͤber dieſe Angelegenheit eingebracht, worin folgendes das Weſentlichſte iſt. „Es ſey keine Moͤglichkeit vorhanden, uͤber den Ausfall der Erndte von 1800 etwas gewiſſes zu beſtimmen. Nach den vor ſich habenden Documenten muͤſſe die Committee aber annehmen, daß der Abſchlag derſelben in Anſehung des Weizens ſich voͤllig auf ein Viertel belaufe. In Anſehung der 2 2 Gerſte Gerſte und des Hafers ſey die Erndte aber in denen Gegenden, welche dieſe Kornarten vorzuͤglich liefern, ſehr eintraͤglich geweſen, und der Ertrag derſelben durch das ganze Reich duͤrfe als mittelmaͤßig angenommen werden.“ „Einiger Mangel des Weizens ſey da⸗ durch mehr bewuͤrkt, weil in dieſem Herbſte, theils der vorzuͤglich guͤnſtigen Witterung, theils des ſeit einem Jahre anlockenden Prei⸗ ſes wegen, mehr Weizen wie gewoͤhnlich aus⸗ geſaͤtt worden. Dieſer Umſtand moͤge auch beygetragen haben, das Ausdreſchen aller Kornarten zu verzoͤgern.“ „Innerhalb der zwoͤlf Monathe, vom 26ſten September 1799 bis den 2ſten September 1800, ſey eingefuͤhrt: 1,261,932 Quarter Weizen. 67,988 ⸗ Gerſte. 479,320 ⸗ Hafer. 300,693 Centner Reis.“ „Da dies unter unguͤnſtigen Umſtaͤnden, nach einer in Quantitaͤt und Qualitaͤt ſchlech⸗ ten Erndte im Auslande, und ohnerachtet die Praͤmie auf die Einfuhr erſt ſpaͤt ausgeſetzt wor⸗ Güthen, ge in Jahte ſab Egl geſälen e. Diſe den flge indem ſie macht „de j ſagt ſie, p. nauigkeit an aber glaub Theils des Brodte bra de kann, Duarter Vei nah einem bon ſtemdem dr ängeführ gewagnüchen Quartet aus alsſetzunz ohngefähr; ben.(We gen!) Den thngefͤhr 2 e Endw aber eſſe Kornarten glich geweſen ch das gang angenomma izens ſey de ieſem Herbſt 7 Witterung ckenden Prei öͤhnlich aus⸗ moͤge auf reſchen ale nnathe, w den 27 laßc alitt ü nerachit! aͤt üu wol⸗ — 245— worden, geſchehen ſey: ſo duͤrfe man in die⸗ ſem Jahre noch mehr erwarten, da auſſer⸗ halb England die Erndte ſehr reichlich aus⸗ gefallen ſey.“ Dieſe Hoffnung ſchien die Committee in den folgenden Reports aber aufzugeben, indem ſie in ſelbigen folgende Berechnung macht. „Die jaͤhrliche Conſumtion des Weizens,“ ſagt ſie,„kann nicht mit irgend einiger Ge⸗ nauigkeit angegeben werden. Die Committee aber glaubt, daß nach Abzug desjenigen Theils des Volks, der andre Kornarten zum Brodte braucht, es nicht angenommen wer⸗ den kann, daß der uͤbrige uͤber 7 Millionen Quarter Weizen verzehren werde. Nun ſind nach einem Durchſchnitte von zehn Jahren von fremdem Weizen jaͤhrlich 325,000 Quar⸗ ter eingefuͤhrt. Daher mag der Ertrag einer gewoͤhnlichen Erndte ohngefaͤhr 6,700,000 Quarter ausmachen. Und unter dieſer Vor⸗ ausſetzung mag der Ertrag der letzten Erndte ohngefaͤhr 5,000,000 Quarter betragen ha⸗ ben.(Welch ein Cirkel von Vorausſetzun⸗ gen!) Demnach belaͤuft ſich der Defect auf ohngefaͤhr 2,000,000 Quarter. Und dieſe wer⸗ — 246— werden auf folgende Weiſe erſetzt werden koͤnnen: Auarter Vom Iſten October bis den letzten December ſind bereits eing gefüͤhrt an Weizen ⸗ 170,000 Aus Amerika haben wir in„Rückſich der daſelbſt erfolgten gluͤcklichen Erndte zu erwarten ⸗ ⸗ 380,000 Aus Canada ⸗. ⸗„ 30,000 Der Reis, welchen wir aus Indien zu erwarten haben, iſt in Anſe⸗ hung ſeiner naͤhrenden Kraft (welche die Committee nach ange⸗ ſtellten Verſuchen 4mal ſo ſtark, wie die des Weizens, anzuneh⸗ men ſich berechtigt Alaubr) gleich zu ſchaͤzen ⸗ 630,000 Der Einhalt de Cfarkannacherey- 40,000 Der Einhalt der Vrann eweinburn⸗ nerey ⸗ 2 360,000 Der Gebrauch des groͤbern Brodts erſpart* ⸗ ⸗ 400,000 Die allgemeine Erſparuug⸗ ⸗ 300,000 2,5 10,000 Wodurch denn das angenommene Deficit an Weizen, ohne auf fernere Zufuhr aus 7 den rhm, 1 Was di dhs den, lus ſhon zu Rocken oden mein ein nn müͤſſen, we meine Ma köͤnne von keine Kräͤft Che noch l ud Hafer, ehnuptt in bey Uagewo mät ma rigüchen es alen d ſpeiſe bede wurde, m des Könie nieſſen. erſeh: werden Auarter ten hrt 170,ddc 380,00 7 30,000 630,000 40,000 360,000 400,000 3 300,000 — 2,5 10,000 e Defict a e Zufuht als aus den europaͤiſchen Staaten zu rechnen, uͤberfluͤſſig gedeckt waͤre.“ Was die Erſparung durch den Gebrauch des groͤbern Brodts anbetrifft, ſo war naͤm⸗ lich ſchon auf den Vorſchlag der Committee ein Geſetz gegeben, daß uͤberall kein feineres Mehl als ſolches, wo aus dem Buſchel nicht uͤber 4 Pfund Kleye ausgeſiebt wor⸗ den, verbacken werden ſolle. Man hatte ſchon zu andern theuren Zeiten ein mit Rocken oder Gerſte gemiſchtes Brodt allge⸗ mein einfuͤhren wollen, aber davon abſtehen muͤſſen, weil der an Weizen gewoͤhnte ge⸗ meine Mann in England behauptet, er koͤnne von anderem, als Weizen⸗Brodte, keine Kraͤfte bekommen und geſund bleiben. Ehe noch laͤßt er ſich einen Zuſatz von Gerſte und Hafer, als von Rocken, gefallen. Man behauptet in England, von letzterem entſtehe bey Ungewohnten gleich Durchfall. Hiervon mußte man alſo abgehen, und ſich mit einer koͤniglichen Proclamation begnuͤgen, worin es allen denen, die ſich mehrerer Fleiſch⸗ ſpeiſe bedienen koͤnnen, dringend empfohlen wurde, nur ſolches gemiſchtes Brodt, nach des Koͤnigs eigenem Beyſpiele, zu ge⸗ nieſſen. Fer⸗ —- 248— Ferner ward den Baͤckern durchaus ver⸗ bothen, das Brodt friſch, und ehe es etliche Tage alt waͤre, zu verkaufen. Wer naͤm⸗ lich andre Nahrungsmittel hat, wird von knan. altem Brodte weniger als von friſchem. eſſen; wenn es gleich bey denen, die allein hhenn vom Brodte leben muͤſſen, keinen großen Un⸗ puuterſh terſchied machen kann. anbenift, und oberſt In einigen vornehmen Haͤuſern ward, zun Erla wenigſtens oͤffentlich, aller Gebrauch des rulaion In Brodts, ſo wie alles Backwerks, aufgegeben. git u Zi Man nahm, ſtatt des Brodts, geroͤſtete Kar⸗ mung d d toffeln. Dieſe Erſparung des Weizens ward man aäh allenthalben als ein patriotiſches Beyſpiel ¹ vill Einna aufgeſtellet. har das d zählang ben Ferner aber ſetzte die Committee ein füht, und großes Vertrauen auf die Befoͤrderung und ſins eine S Beguͤnſtigung der Herings⸗ und anderer num äindih Fiſcherey, wodurch den Aermeren eine das de Richs i Fleiſch erſetzende, viel wohlfeilere Nahrung weig, Dal zugetheilt werden koͤnne. Es wurden daher ganz villüͤhr verſchiedene Einrichtungen zur Befoͤrderung„ Aubekannda dieſer Fiſcherey und Vertheilung ihrer Aus⸗ beute durch das Reich getroffen. Von de ten üͤber d Auch ward beſchloſſen, daß die Kirch⸗ tes Wiſene ſpiel⸗Vorſteher den Armen die Beyhuͤlfe an eitt worden Nah⸗ durchaus ber ehe e alicht Wer naͤm⸗ t, wird von don friſchen nen, die alei en großen le auſern wand jebrauch de aufgegeben gerdſtete Kar Veizens war hes Weyſtit ommittee an rderung unn und andere en eine das ere Nahrun vurden dahe Beforderm ihrer Aa n. j die Arxh⸗ Beypllfe an Nii⸗ — 249— Nahrungsmitteln anderer Art, und nicht in Gelde, zutheilen ſollten, damit dieſe we⸗ nigſtens weniger an Weizen⸗Brodte ver⸗ zehrten. Hierin beſtehen die Unterſuchungen und Hauptvorſchlaͤge der Committee. Was erſtere anbetrifft, ſo ſcheinen ſie ſehr unbefriedigend und oberflaͤchlich zu ſeyn. Es iſt wuͤrklich zum Erſtaunen, daß mau ſich von der Po⸗ pulation in Großbritannien bisher nicht von Zeit zu Zeit nur eine ohngefaͤhre Beſtim⸗ mung zu verſchaffen gewußt hat; ſo, daß man auch millionenweiſe nicht weiß, wie viel Einwohner das Reich enthalte. Man hat das Beduͤrfniß einer ohngefaͤhren Volks⸗ zaͤhlung bey dieſer Gelegenheit indeſſen ge⸗ fuͤhlt, und es iſt beſchloſſen worden, naͤch⸗ ſtens eine Bill zu einer ſolchen im Parla⸗ mente einzubringen. Von der Production des Reichs im Ganzen weiß man eben ſo wenig. Daher mußte die Committee etwas ganz willkuͤhrliches annehmen, und von einer unbekannten Groͤße auf die andre ſchlieſſen. Von den eingelaufenen ſpeciellen Berich⸗ ten uͤber den Ausfall der Erndte iſt, mei⸗ nes Wiſſens, dem Publicum nichts mitge⸗ theilt worden. Von den vielen Privatſchrif⸗ ten, ten, welche daruͤber herausgekommen ſind, habe ich wenig geleſen. Ihre Menge iſt groß, ſo daß man geſagt hat, die ganze diesjaͤhrige Stroh⸗Erndte wuͤrde obendrein darauf gehen, wenn alles, was uͤber den Kornmangel geſchrieben worden, auf das neuerfundene Strohpapier gedruckt wuͤrde. Aus dem, was ich daruͤber geleſen habe, kann ich keinen andern Schluß ziehen, als daß alle einzelne Felder, nach Verhaͤltniß ihrer Beſtellung, wenigſtens mittelmaͤßig zu⸗ getragen haben, und daß der Kornmangel nach der Erndte von 1800 uͤberhaupt keine andere Urſache, als eine Verminderung und Vernachlaͤſſigung des Korn⸗, beſonders des Weizen⸗Baues im Ganzen habe. So viel iſt gewiß, daß man allenthalben auf lockerem und bindendem Boden, in den ſuͤdlichen und noͤrdlichen Gegenden, wenigſtens einzelne, reiche Saaten und Erndten ſah. Auch konnte man im Gange der Witterung keine vollguͤltige Urſache eines Mißwachſes finden. Hierauf berufen ſich auch alle die, welche die Theurung fuͤr erkuͤnſtelt hielten. Daß ſie dies indeſſen nicht ſey, iſt nun wohl auſ⸗ ſer allem Zweifel geſetzt; denn die Farmers muͤßten ja ſamt und ſonders toll geworden ſeyn, wenn ſie jetzt bey den ſchrecklich hohen Preiſen nicht verkauften, da das Korn, wenn wuͤrk⸗ tütlih nur ananden qier heſſe V malſheulch üllen vodd „Vit hanmern Brod me ſfon tor e portſhire. neines Erach gels in Eng merkſamkeit, der Naion i geiten zu ſe jHandel und rich zu werd geräwer Fle pllgion a k miteſt einen erftndelche E dieſer der ments⸗Eiß Teförderung it; ohnerae kröfnungeren gekommen ſind hre Menge iſ at, die ganze tde obendrein was uͤder der den, auf da edruckt würd⸗ geleſen hab uß ziehen, al ah Verhaͤllni itrelmäͤßig zu Kornmangt derhaupt kein ünderung unf beſonders de be. So ie auf lockerm füdlichen un ens einzelne ſah. Aut itterung kein achſes finda die, welh ielten. di un wohl ai die Farnen toll geworde rakklih ho s Korn, venl huüͤri⸗ — 251— wuͤrklich nur die Nothdurft bis zur Erndte vorhanden waͤre, bey den Ausſichten zu einer beſſeren Erndte und zum Frieden, wahrſcheinlich bald uͤber die Haͤlfte im Preiſe fallen wuͤrde. „Wir werden ſo lange fechten, hammern und weben, bis wir kein Brod mehr zu eſſen haben!“ ſagte ſchon vor etlichen Jahren der Surveyer von Yorkſhire. In dieſen wenigen Worten liegt, meines Erachtens, die Urſache des Kornman⸗ gels in England voͤllig aufgedeckt. Die Auf⸗ merkſamkeit, die Induͤſtrie und das Capital der Nation iſt dem Ackerbau in den neueſten Zeiten zu ſehr entzogen worden, da Krieg, Handel und Manufacturen zu ſchnelle Mittel, reich zu werden, darboten. Die dem Ackerbau gewidmete Flaͤche iſt im Verhaͤltniß der Po⸗ pulation zu klein, als daß ſie anders, als mittelſt einer hoͤchſt induͤſtrioͤſen Cultur, das erforderliche Getreide liefern kann. Es iſt daher faſt unerklaͤrbar, daß in dieſer der Sache ganz gewidmeten Parla⸗ ments⸗Sitzung kaum ein Wort uͤber die Befoͤrderung des Ackerbaues geſagt worden iſt; ohnerachtet der Koͤnig ſolche in der Eroͤffnungsrede— worauf man ſonſt ſo ge⸗ genaue Ruͤckſicht nimmt— der Aufmerk⸗ ſamkeit des Parlaments beſonders empfahl. Warum redete Sir John Sinclair, warum ſeine Nachfolger, Lord Sommer⸗ ville und Lord Carrington, nicht ein Wort? Der Board of Agriculture war doch wohl im Stande, Aufſchluͤſſe daruͤber zu geben. Aber dieſer ſcheint ſo in ein Nichts verſunken zu ſeyn, daß ſeiner bey dieſer Gelegenheit auch nicht erwaͤhnt worden iſt. Der edle Sinclair war vielleicht ermuͤdet, tauben Ohren zu predigen. Was auf Vorſchlag der Committee ver⸗ ordnet worden, ſind bloße Palliativ⸗Mittel, die aber ſelbſt als ſolche ohne Wuͤrkung zu ſeyn ſcheinen. Die Preiſe ſind im Stei⸗ gen geblieben. Ein Quarter Weizen hat auf der Londoner Korn⸗Boͤrſe gegolten ſchlechter guter Anfangs November 1800 125— 130Sch. den 1rten—— 130— 136 ⸗ den roten—— 140 ⸗ den gten December— 150⸗ den 18ten— gab gluͤck⸗ licher Weiſe viel angekom⸗ menes fremdes Korn Aus⸗ huͤlfe 2 2 2 8 140— 150 ühbe des 3 let Sonn earlen Was ü ruht vornd yylilſce N. jleſiht rih der Aufmer önderz engfi n Sinclann, d Sonmer on, vicht i ulture war di ſe darüber„ in ein Nihr ner bey diß nt worden i leicht ermud ommittee de alliativ⸗Mi hne Wärtm ſind im di⸗ Veizen i gegolten 8 guter — 1306 — 136 ¹ 140 150 — 253— Zu Ende des Jahrs war der Durchſchnitts⸗Preis aller Sorten in einer Woche 147 Sch. 5 ½ P. der ſchlechteſte der beßte den 17ten Januar 1801 140 Sch. 158Sch. Was weiter geſchehen wird, laͤßt ſich nicht vorabſehen; zumal, da incalculable politiſche Verhaͤltniſſe hinzukommen, und die Ausſicht truͤben. SGhe inde b auimſeina N b ee bmnert ſi de Feß dobraͤner de mals als in nunſt gezeg wlijiſſer Fa VII. worden: de ſh er ein ſe⸗ nd en intole kenden gevond — Arthur Voung. · 8eh ba (Zu Seite 39.) vi 4 Thanjachen ſat er inme Warheit geſe Wehiedene einſichtsvolle Maͤnner, die in wan, ſo wrd 4 di Seveſc waren, und Englaͤnder, die ten gch aufe d i Taunſhland aufhielten, haben mir 5 di hnihi g ſaar zn ſagen laſſen, meine Idee von dieſem nit i ge Mian H ſ09 di ſenne Er habe Verdienſte, man innich große, wie ich ihm zu—⸗ in Daßin fchrreh. E üf 9 zu⸗ ¹ in Thatjachen V 8 3 Er ſey ein guter Kopf, aber kein falſch vri adendes Genie, wie Baco, Newton und L r beſi roß undd d 3 beſitze große Kenntniß von der Nu, w 1 hſchaft, werde aber von ſei 9 inen Nach⸗ iht umhi ſß Nach iiht umhin, baren fuͤr ei e fuͤr einen ſchlechten Farmer gehalten. edienſwollen Er — un g. nner, die! englaͤnder, i , haben u dee von die abe Verdee ich iſm pf, aber ki b, Nevtu ennmiß viſt n feinen ai mer Ihn — 255— Er habe andern gute Rathſchlaͤge gegeben, ſey aber in ſeiner eigenen Wirthſchaft zuruͤckgekom⸗ men.— Nach einigen Nachrichten waͤre er gar banquerott geworden.— Er habe vormals fuͤr die Freyheit geſprochen, ſey aber jetzt ein Lobredner des Deſpotismus. Er habe ſich vor⸗ mals als einen Mann von vieler geſunden Ver⸗ nunft gezeigt, ſey aber jetzt ein politiſcher und religioͤſer Fanatiker oder gar— Heuchler ge⸗ worden: denn weil er eine Penſion genieße, ſey er ein gedungener Lobredner der Miniſter und ein intoleranter Verfolger der Andersden⸗ kenden geworden. Ich habe gefragt: hat der Mann, wo er Thatſachen erzaͤhlt, abſichtlich gelogen, oder hat er immer nach ſeiner Ueberzeugung die Wahrheit geſagt? Wenn erſteres notoriſch waͤre, ſo wuͤrde ich ihn mit allen ſeinen Schrif⸗ ten gleich aufgeben, und oͤffentlich erklaͤren, daß ich mich in ihm geirrt habe. Man hat mir aber geantwortet: fuͤr einen Luͤgner halte man ihn nicht, und ſo viel man wiſſe, habe er in Thatſachen die Wahrheit geſagt, obwohl oft falſch daruͤber raiſonnirt. Nun, wenn das iſt, ſo kann ich ferner nicht umhin, ihn fuͤr einen großen, fuͤr einen verdienſtvollen, fuͤr einen der verdienteſten Maͤn⸗ —-— 256— Maͤnner des Jahrhunderts zu halten. Hat er das alles, was er erzaͤhlt, wirklich geſehen, beobachtet, erfahren, verſucht und unterſucht; hat er es abſichtlich nicht anders erzahlt, als er es ſahe, oder als es ihm ſchien— denn Irrthum iſt verzeihlich und benimt der Glaub⸗ wuͤrdigkeit nichts—; hat er alle die Muͤhe, die Koſten, die Auſtrengung auf die Unter⸗ ſuchung ſeiner Gegenſtaͤnde verwandt, die er in der Erzaͤhlung ſeiner Reiſen, ſeiner Beob⸗ achtungen und Verſuche angiebt:— dann iſt das, was er fuͤr die Kunſt der Landwirthſchaft gethan hat, mehr werth, als alles, was vor ihm dafuͤr geſchehen war. Keiner hat vor oder nach ihm ſo viele Dinge ſo ſcharf unter⸗ ſucht, keiner hat ſie ſo deutlich auseinander⸗ geſetzt, und zur Vergleichung neben einander geſtellet; keiner hat die Natur, in landwirth⸗ ſchaftlicher Ruͤckſicht, durch zweckmaͤßige Ver⸗ ſuche ſo articulirt befragt, wie er. Ob denn dies ein ſo ausgezeichnetes Verdienſt ſey, daß dem Manne eine Stelle neben den ausgezeich⸗ netſten Maͤnnern ſeiner Nation gebuͤhre, mag jeder denkende Landwirth— denn fuͤr Land⸗ wirthe ſchreibe ich nur— entſcheiden. Nicht in Ruͤckſicht des erfindenden Genies, ſondern, ſubjectiviſch, nur in Ruͤckſicht der beharrlichen Verwendung eines geſunden und aus⸗ uuidetet Füückſiht V darale iſen det bhre d ereägte, 1 nuflſende in de gel genfiand ſei ſein Vudien ermelten, fir di birge dis u aber af Qfale, vol die gegen i ichen. * dcß er ſcſchen Fm natttäch, m es onders w richt bern, len. Nan richt leictd aus einer a jkefkell, ab ien. Oqf an Whs. 2 M hallen. Hat e wirblich geehe und unterſach, ets erzahlt, 4 ſchien— dm nimt der Glau alle die Nih auf die Une rwandt, dien , ſeiner Belt :— dann landwirthſch alles, w Keiner hat n ſo ſcharf und ch auseinani⸗ neben ennder in landuit ckmaͤßige W er. Ob d dienſt ſey u den auszejii gebuhre, m enn für Lat niſcheiden. ndenden Geni Kuiſ ht 1 4 — 257— ausgebildeten Verſtandes, und, objectioiſch, in Ruͤckſicht des Nutzens, den er geſtiftet, und der lichtvollen Reſultate, die er dieſer Kunſt geliefert hat, ſtelle ich ihn den ſchaͤtzbarſten Lehrern des Menſchengeſchlechts, die Britannien erzeugte, an die Seite. Daß er einen weniger umfaſſenden, einen minder glaͤnzenden, einen in der gelehrten Welt weniger geſchaͤtzten Ge⸗ genſtand ſeiner Nachforſchungen waͤhlte, kann ſein Verdienſr nicht ſchmaͤlern, ſollte es billig vermehren, wenn dieſer Gegenſtand nur wichtig fuͤr die buͤrgerliche Welt war. Dies waͤre allenfalls genug. Damit aber auf ſeine Verdienſte kein Schatten falle, wollen wir doch die Vorwuͤrfe, die gegen ihn verbreitet ſind, genauer un⸗ terſuchen. Daß er von andern Farmers fuͤr einen ſchlechten Farmer gehalten wurde, iſt ſehr natuͤrlich, und mich wuͤrde es wundern, wenn es anders waͤre. Wer den Zweck einer Sache nicht kennt, der muß ſie immer ſchief beurthei⸗ len. Nun wird ſich ein gewoͤhnlicher Farmer nicht leicht denken koͤnnen, daß man den Acker aus einer andern Urſache ſo und nicht anders beſtelle, als um directen Vortheil daraus zu ziehen. Daß man Verſuche anſtelle, die zum an Bds. 2te Abtheil. R Theil — 258— Theil mißrathen ſollen, bey denen man bloß die Abſicht hat, Reſultate zu erhalten, welche der Kunſt im Allgemeinen nuͤtzlich ſind—, das geht uͤber ſeine Begriffe. Mancher Landwirth ſtellt wohl Verſuche an, wie er es nennt, aber in der Hoffnung, daß ſie gerathen ſollen Wem viele ſolcher Verſuche mißrathen, den nennt man einen ungluͤcklichen, oder— wie uan ui en ſagen will— dummen Verſuch⸗ Wahrſcheinlichkeit, daß ſeine ſogenannten Ver⸗ ſuche gelingen werden, ſchlecht berechnet, muß die Glaubwürdiaſeſt deſſen, der ihm die Me⸗ thode angab, nicht gehoͤrig gepruͤft, oder die Anweiſung mißverſtanden, kurz, muß ſich un⸗ geſchickt dabey benommen haben. Aber dies ſind im genauern Sinne des Worts keine Ver⸗ ſüche. keine kunſtmaͤßige Verſuche, wie A Bou ng ſie anſtellete. Bey dieſen faͤllt alle Abſicht auf directen Vortheil weg, und Beleh⸗ rung iſt ihr einziger Zweck. Man will duch ſolche Verſuche der Natur eine beſtimmte Ant⸗ du Luuf eine vorgelegte Frage abzwingen. in eyſpiel wird die Sache am deutlichſten machen. Young wollte wiſſen, was auf ei 2 2 8. znen bindigen und auf einem lockeren Boden de— Vorbereitung zum Weizen ſey, und ibe haupt, in welchen Verhaͤltniſſen der Weizen nach vorhergegangenen Saaten geriethe. Er nahm Man hat Recht; denn er muß dien n iin gläche 3 did nachen 16 druu fand A der unſie nahm er n „ dem Leie hen, Girſ fll, hatt Praach j und ſteted 8 einen ddir de m wisderhole ander, und auf jedem nuf bindigem jaud der d Ar dß e Anet der diedäacte aber ſitd „ der dorben ſchecige g , und üͤberhe mag gedad doch ein? Doung ül denen man bl erhalten, welc ich ſind—, R ancher andvit res neunt, ai gerathen ſila mißrathen, w I, oder—ſ dummen Verſi enn er muß u genannten Vo berechnet, m ihm die I ruͤft, oder u 3, muß ſih w en. Aber ii- ports kein de iche, wie! ieſen faͤll d g3, und Veli Kan will dar beſtimmte Ar ge abzwingn am deutlichſ ſen,, was 1 lockeren Vode geizen ſey fj ſen der Wiin geriuhe, 6 nahe — 259— nahm ein Feld von jeder Art. Weil eine ungleiche Vertheilung des Duͤngers einen Unter⸗ ſchied machen konnte, und bey ſolchen Verſuchen alles darauf ankommt, daß alle uͤbrige Um⸗ ſtaͤnde vollkommen gleich, und nur der einzige, der entſchieden werden ſoll, verſchieden ſey; ſo nahm er magere Felder, ſaͤete das Jahr vor dem Weizen Rapſaat, Bohnen, Erbſen, Ruͤ⸗ ben, Gerſte, Hafer; pflanzte Kohl, Kartof⸗ feln, hatte Klee liegen laſſen, und hielt reine Braache, jedes auf einem Theile dieſer Felder, und ſaͤete dann uͤber das Ganze Weizen aus. In einem Jahre konnte die Witterung einer oder der andern Stoppel zu guͤnſtig ſeyn, alſo wiederholte er daſſelbe mehrere Jahre nach ein⸗ ander, und bemerkte den Ertrag des Weizens auf jedem Theile genau. Die Verſuche waren auf bindigem Boden entſchieden fuͤr die Braache, jedoch der Vorzug des Weizens nicht von der Art, daß er den Verluſt einer Erndte und die Arbeit der Braache bezahlte; naͤchſtdem fuͤr die behackten Bohnen; auf lockerem Boden aber fuͤr den Klee. Wie mancher Farmer, der vorbey ritt, und das eine Jahr das bunt⸗ ſcheckige Feld, das andre Jahr den ungleichen und uͤberhaupt ſehr mittelmaͤßigen Weizen ſah, mag gedacht haben: Nachbar Young iſt doch ein Narr!— Solcher Verſuche hat Young uͤber tauſende angeſtellet, und ſie in R 2 der — 260— der experimental agriculture und ſeinen Annalen aufbehalten. Ich muß bey dieſer Gelegenheit einer Ein⸗ wendung erwaͤhnen, die mir practiſche Land⸗ wirthe gegen Young's Verſuche gemacht haben. Man ſagt, ſie waͤren zu ſehr im Kleinen angeſtellet. Auf kleine Felder koͤnne man eine Sorgfalt verwenden, die im Großen nicht moͤglich ſey. Blos das Erndtegeſchaͤft werde auf einem kleinen Felde einen betraͤchtlichen Unterſchied gegen ein großes machen; weil man dort ſorgfaͤltiger zu Werke gehen und das Ausfallen der Koͤrner verhuͤten werde. Man vergißt aber, daß die Young'ſchen Verſuche vergleichend angeſtellt waren; daß nicht kleine Felder gegen große, ſondern gegen gleiche geſtellet, und mit gleicher Sorgfalt behandelt wurden. Das Reſultat war bloß comparativ. Und wenn die klei⸗ neren Felder ſo behandelt und bearbeitet wuͤrden, wie große behandelt werden koͤnnen, ſo haͤtte das Reſultat verhaͤltnismaͤßig bey großen eben ſo, wie bey kleinen, ſeyn muͤſ⸗ ſen. Daß Young ſie anders behandelt habe, als es bey großen moͤglich iſt, wird doch wohl niemand glauben. nder Ffuchn n em Ielun, otamn b ſhin, an llhene im E. veien dcj eitde fenühm, li und 3 Irad f ud mt aana ſin nutjöh aüf diſſm angeftelt rner Virt ade a er Retu, b döha. Dde ſin i a tiſe. IJa hernac n zu haben rienbau z pferd gew hat er wo 4 ſchorienwe Wure ynd ſin 1 nheit eier Ei practiſce da erſuche genag waͤren zu ſi f kleine Fede ervenden, d . Blos d inem kleine chied gegen t ſorgfaͤltiger en der Kome aber, dde chend angiil gegen gri d mit gleiche Das Reſiuln venn die kli nd bearbein eerden koͤnne nismaͤßig h en, ſehn ni⸗ behandeltha iidd doch ul — 261— In der Folge hat Young ſich mit ſolchen Verſuchen wohl nicht mehr ſo viel, wie in juͤn⸗ gern Jahren, uͤberhaupt aber, wie mir aus verſchiedenen Stellen ſeiner Schriften zu erhel⸗ len ſcheint, ſich mehr mit der Landwirthſchaft im Allgemeinen, als mit ſeiner eigenen, beſchaͤf⸗ tiget. Es ſcheint, als habe er ſich an den weiten Geſichtskreis, den ihm die Landwirth⸗ ſchaft des ganzen Koͤnigreichs gewaͤhrte, ſo ſehr gewoͤhnt, daß ihm ſein eigenes Landgut zu klein wurde. Er ſagt von ſeiner Wirthſchaft zu Bradfieldhall im Ganzen wenig, und erwaͤhnt, ſo viel ich mich erinnere, nicht einmal ſeines Feld⸗Syſtems. Er hatte ver⸗ muthlich gar kein feſtes. Dagegen ſcheint er auf dieſem Landgute haͤufig Verſuche im Großen angeſtellt zu haben, um die Verhaͤltniſſe meh⸗ rerer Wirthſchaftsarten im Ganzen gegen ein⸗ ander zu ergruͤnden. Bald ſcheint er mehr Ackerbau, bald mehr Viehzucht betrieben zu haben. Denn bey den Englaͤndern ſteht beydes ſelten in einem ordentlichen, ſeſten Verhaͤlt⸗ niſſe. Zuerſt ſcheint er mehr auf Molkerey, hernach mehr auf Rindvieh⸗Maſtung gehalten zu haben. Zuletzt iſt Schaafzucht und Cicho⸗ rienbau zur Schaafweide ziemlich ſein Stecken⸗ pferd geweſen. Denn, ſo viel ich verſtehe, hat er wohl den vierten Theil ſeines Guts in Cichorienweide liegen, und findet dieſe, mit den — 262— den Southdowns⸗Schaafen benutzt, fuͤr ſich ſehr vortheilhaft. Doch ſind dies nur meine Muthmaßungen. Seine vielen Reiſen, ſeine Verbindungen, ſeine Schriftſtellerey und ſein Amt als Secretair des Boards of Agri⸗ culture, laſſen ihm wohl wenig Zeit zu ſeiner eigenen Wirthſchaft uͤbrig, und vermuthlich hat er aus dieſer Urſache vornehmlich Schaaf⸗ zucht gewaͤhlt, weil dieſe am wenigſten eigene Aufmerkſamkeit erfordert. Ich glaube daher ſelbſt nicht, daß ſeine Wirthſchaft jetzt ſehr muſterhaft und inſtructiv im Allgemei⸗ nen ſey. Ein reicher Mann konnte Young durch ſeine Wirthſchaft auf keinen Fall werden; wenn er als Gentleman ſtandesmaͤßig mit ſeiner Familie lebte. Sein Landgut mag ohngefaͤhr 500 Pfund reine Einkuͤnfte oder Pacht geben. Haͤtte er auch durch eigene ſorgfaͤltige Wirth⸗ ſchaft 500 Pfund mehr daraus gemacht, ſo wuͤrde das in England fuͤr einen Gentleman mit Familie dennoch nicht weit reichen. Reich iſt er ſonſt nicht geweſen, denn er beſchwert ſich an mehreren Orten, daß in England nur ſehr reiche und arme Leute gut fortkaͤmen; daß Leute von mittlerem Vermoͤgen ſich jetzt ſo ſehr ein⸗ ſchraͤnken muͤßten, und daß es fuͤr den, der einmal in Gentlemans⸗Verhaͤltniſſen ſtehe, doch wuht Intl5 ſ mvegen 1 gernt iih d ſwen. hierma iin Verno richt eben enußt, für ſih ſind des nur e vielen Riſn riftſtelerey un voards df Agr ig Zeit zu ſähn und vermuthlt hmlich Schan 8* digen glaube dahn 1 ſ aft je im Jlaen Houng durh Fall wemm, näßig mitſier nag ohngeft Pacht geben altige Wirt gemacht, en Gentlema ſichen. Niih beſchwettſi gland nur ih nen; daßlan zt ſo ſehr ii ſr, den, A lmiſſen 1 ſe 1 doc — 263— doch nicht moͤglich ſey, die Lebensart eines Farmers, ſelbſt auf dem Lande, anzunehmen; weswegen er wohlhabende Farmers ſo ſehr warnt, nicht in den Gentlemans⸗Stand uͤber⸗ zutreten. Seine Schriftſtellerey hat ihm wohl hoͤchſtens das eingebracht, was ihm ſeine Reiſen, ſeine Verſuche, ſeine Werkzeuge, Buͤcher und Correſpondenz koſteten. Hiernach laͤßt ſich wohl vermuthen, daß er ſein Vermoͤgen nicht vermehret habe. Daß er aber in ſchlechten Umſtaͤnden, oder gar ban⸗ querott ſey, iſt aus keinem Gr unde wahr⸗ ſcheinlich. Er iſt im Beſitze ſeines Land⸗ guts in Suffolk, und ich glaube noch eines anderen. Es iſt allgemein, daß Leute, die ein Ge⸗ werbe mit Gluͤck und ohne Verſtand getrie⸗ ben haben, ſich uͤber die erheben wollen, die vorzuͤgliche Einſichten darin beſiten. Man⸗ cher elende Kraͤmer in Hamburg, der durch Gluͤck und kleinliche Gaunerey reich geworden War⸗ n mit Verachtung auf den großen Buͤſch und ſeine Handelskenntniſſe herab. Es wite ſonderbar, wenn es unſerm A. Young, beſonders in ſeiner Nachbarſchaft, nicht eben ſo ginge. W Vas Was endlich ſeinen perſoͤnlichen Character anbetrifft, ſo kenne ich ſolchen nicht weiter, als aus ſeinen Schriften. Aus dieſen erhellet, daß er ein leidenſchaftlicher Mann ſey, der ſich mit Heftigkeit fuͤr oder gegen etwas erklaͤrt, nachdem er es fuͤr recht oder unrecht, fuͤr gut oder ſchlecht haͤlt. Seinen guten Theil vom engliſchen Nationalſtolze hat er er⸗ halten. Seine Schriften gegen die franzoͤſiſche Re⸗ volution ſind heftig geſchrieben, und enthalten uͤbertriebene Maximen. Theils konnte er ſei⸗ nem Temperamente nach nicht anders ſchreiben, theils brachte es ſein Zweck, auf das engliſche Volk Eindruck zu machen, ſo mit ſich. Ich habe ſie kaum geleſen, ſo wie uͤberhaupt wenig, was fuͤr oder gegen die franzoͤſiſche Revolution geſchrieben war, wenn es nicht Thatſachen, wenigſtens im Ton der Unparteylichkeit, ent⸗ hielt; und die fand ich in den Zeitungen noch immer am beſten. Alle Schriften fuͤr die Re⸗ volution ſchienen mir ſchwaͤrmeriſch bis zum Ekel; alle Prophezeihungen uͤber ihren Aus⸗ gang thoͤrigt, und alle Schriften gegen dieſelbe lehrten mich nicht mehr, als was ich laͤngſt wußte: daß jede gewaltſame Revolution, be⸗ ſonders wenn ſich das Volk darein miſcht, das ſchrecklichſte ſey, was eine Nation treffen koͤnne. Was 36 um X nr mir Vl gudlch nicht r. Folgen den P zuführ er mit Fawilie fteundſe ſogat d Daß m die en damale Hoffnu Ur bald ne alesE und e Greue kund diellei hielt gefaͤhr rüͤhrer — nüchen gnttt nicht weire a dieſen erhul ann ſeh, der ſ n etwas erkt⸗ unrecht, fir n guten Iyf ſe hat er a funzöſſche d und enthalt konnte er ſi⸗ aders ſchreihn, f das engliſc⸗ mit ſich, F erhaupt wai che Revoluin z—t Thatſache eylichkeit, en Zeitungen net ten für die Re riſch bis zu er ihren Au⸗ gegen diſl was ich linſ evolution, k n miſcht, d trefen köme Vu Was Young in ſeiner Reiſe durch Frankreich beym Anfange der Revolution daruͤber ſagte, war mir ſehr intereſſant. Er hielt den Zuſtand des Volks unter der alten Regierung fuͤr un⸗ gluͤcklich, dieſes Volk aber zu groͤßerer Freyheit nicht reif. Er ſahe ſchon die gefaͤhrlichen Folgen der Aufhetzung des Volks voraus. Fuͤr den Plan, eine conſtitutionelle Monarchie ein⸗ zufuͤhren, intereſſirte er ſich ſehr, zumal da er mit den Urhebern derſelben, beſonders der Familie der Rochefaucault's, in genauer freundſchaftlicher Verbindung ſtand. Er hatte ſogar die Abſicht, ſich in Frankreich anzukaufen. Daß man etwas Beſſeres machen wollte, als die engliſche Conſtitution war, mißbilligte er damals ſchon ſehr. Indeſſen hatte er gute Hoffnung fuͤr das Ganze. 1 Um ſo heftiger war ſein Schmerz, wie bald nachher die ſchreckliche Anarchie ausbrach, alles Eigenthum geraubt, ſeine Freunde verfolgt und ermordet wurden, und das Syſtem, dieſe Greuel uͤber den ganzen Erdkreis zu verbreiten, kund wurde. Von dieſer Zeit an ging er vielleicht auf der andern Seite zu weit. Er hielt jeden Gedanken von Verbeſſerung fuͤr gefaͤhrlich, jede Aeuſſerung deſſelben fuͤr auf⸗ ruͤhreriſch, jedes Nachgeben der Regierung fuͤr Schwaͤche, deren Folgen unabſehbar waͤren. Das — 266— — ſelbſt habe. Da waͤre es denn kein Wunder, wenn ein Mann von ſolchem Temperamente, in gewiſſer Ruͤckſicht, ein Fanatiker geworden waͤre. Seine neueſten Schriften haben allerdings einen An⸗ ſtrich davon. Ehemals erregte religioͤſer Fa⸗ natismus den politiſchen; zu unſern Zeiten hat der politiſche oft den religioͤſen hervorge⸗ bracht. Die Verachtung des Poſitiven hat fanatiſche Atheiſten, die feſte Anhaͤnglichkeit daran, hat Papiſten aus aufgeklaͤrten Proteſtan⸗ ten gemacht. Aber gewiß gehoͤrt Voung nicht zu den Heuchlern, die das Schrecken zu ihrem Vortheil haben verbreiten und benutzen wollen. Er iſt kein beſoldeter Lobredner der Regierung, ſon⸗ dern ſchließt ſich ihr feſt an⸗ weil voͤllige Einig⸗ keit ihm das einzige Mittel ſcheint, den Jacobi⸗ nern und der Anarchie zu entgehen. — 442 8' ged ihn kein als Sit dem Kd 44B den Acke Floe, hängth Nalſſeungen, paniſche Jaqui wo ſie einnal ſche Schreten hatteihn, we fen, die vich eilmittel in ſih der, wenn ein te, in gewiſſe waͤre. Sein s einen Ne religidſer ge⸗ unſern Zät idſen herbvte⸗ Poſttiven ſ Anhaͤngltii irten Proriir g wiht zn de ihrem Vorhi volle. Erit cegierung, ſi lwöllige Ein nt, den Jnoh⸗ gen. — 267— Er hat keine Penſion von der Regierung, ſondern 400 Pfund Salarium als Ober⸗Secre⸗ tair des Boards of Agriculture, die wohl kaum hinreichen, ihn fuͤr den Aufenthalt in London zu gewiſſen Zeiten zu entſchaͤdigen. Auch hat ihn kein Miniſter, ſondern John Sinclair, als Stifter und erſter Praͤſident des Boards, dem Koͤnige dazu vorgeſchlagen. A. Young iſt ein ſo wichtiger Mann fuͤr den Ackerbau, daß ich nicht umhin konnte, die VIII. VIII. Sir John Sinclair, der Board of Agrieulture und Vorſchlaͤge zu andern landwirthſchaftlichen Inſtituten. (Zu Seite 50.) Die Erwartungen waren groß, zu denen uns dieſer Mann und dieſes von ihm eingerichtete Inſtitut berechtigte. Sie ſind aber leider bis jetzt nur zum kleinſten Theil erfuͤllt. Viele meiner Leſer haben den lebhafteſten Antheil daran genommen; ich bin ihnen alſo einige Rechenſchaft daruͤber ſchuldig. Ohne Ihne dch die dh durh mrang döte ſü de und grunkrei den For liche de auch in duetnd andre faſ bir franoſi ſo lang Ordnuno Jweck ei Ketſaſan gang der gevnife der de den, e alee ge zweckw ſicherſte dieſer ⸗ iigenen heſeern nelait culture wirthſchaftiihe „zu denen u m eingerichtn aber leider l erfült. Ti fteſten Anci nen alſ ein Ohw — 269— Ohne Zweifel waͤre Sir John Sinclair durch die Stiftung des Boards of Agriculture, und durch ſeinen raſtloſen Eifer fuͤr die Vervoll⸗ kommnung des Ackerbaues, der groͤßte Wohl⸗ thaͤter ſeines Vaterlandes geworden, wenn nicht die ungluͤckliche Gaͤhrung, welche ſich von Frankreich aus durch ganz Europa verbreitete, den Fortgang ſo vieles Guten und die gluͤck⸗ liche Tendenz aller menſchlichen Dinge ſtoͤrte, auch in Großbritannien ſo heftig und aus⸗ dauernd gewuͤthet, und den Sinn fuͤr alles andre faſt abgeſtumpft haͤtte. Sinclair gehoͤrte zu denen, welche der franzoͤſiſchen Revolution ihren Beyfall gaben, ſo lange ſie in den Schranken einer gewiſſen Ordnung und Gerechtigkeit blieb, und den Zweck einer Verbeſſerung der ausgearteten Verfaſſung nicht uͤberſchritt. Sobald im Fort⸗ gang derſelben aber Ordnung uͤber den Haufen geworfen, gewaltſame Eingriffe in wohlbegruͤn⸗ dete Rechte und in das Eigenthum gethan wur⸗ den, erklaͤrte er ſich zwar gegen ſie; hielt aber alle gewaltſame Einmiſchung in dieſelbe fuͤr zweckwidrig und gefaͤhrlich, und meynte, das ſicherſte Mittel, um ſich gegen den Einfluß dieſer Peſt zu ſichern, ſey: die Geſundheit des eigenen Staatskoͤrpers zu erhalten und zu ver⸗ beſſern. Die innere Unordnung und Zwietracht, welche — 270— 1 welche in Frankreich um ſo mehr ſich anhaͤufen muͤſſe, je weniger man ſie nach auſſen ableite, werde am Ende die Ordnung einer geſetzmaͤßigen Verfaſſung wieder herſtellen, und die ſchreckliche Erfahrung der Anarchie und des Buͤrgerkrieges ſey hinreichend, uͤbereilte Reformatoren in andern Staaten abzuſchrecken. Dieſe Meynung aͤuſſerte er im Parlamente und in kleinen Schrif⸗ ten. Ein populairer Aufſatz von ihm im orien⸗ taliſchen Styl: das Land von Ninive— beſchreibt das Unheil, was ein gewaltſamer Eingriff in die Verfaſſung anrichtet, auf eine Art, die dem minder gebildeten engliſchen Far⸗ mer am eindringlichſten war. Die Großen und Maͤchtigen des Landes vertrieben ihren Koͤnig; die Großen wurden durch die Buͤrger vertrieben. Die Bauern zerſtoͤrten und pluͤn⸗ derten die Staͤdte, und ſie ſelbſt wurden von ihren Knechten und Tageloͤhnern todt geſchlagen; unter denen nun eine ſolche Anarchie, Verſol⸗ gung, Raubſucht und Hungersnoth einriß, daß ſie Buße thaten, jeden in ſeine Rechte wieder einſetzten, und ſich der vorigen Ordnung unter⸗ warfen. Als Parlamentsglied ſtand Sinclair lange fuͤr ſich allein, wenn ſich das Haus in Miniſterial⸗ und Oppoſitions⸗Partey trennte. Wie jedoch 1797 eine moderate Partey, die unter nükr det hſch! diihe? leden, Mriſge iors⸗) herbotge zu ihr, die Ang waren. iin veues einigen bernhen de Ver Zuſtand Angeleg geführte Nern p leſe;h hende J von wun niſche pelonge ſtuͤtun blicke den er Lufmel ſde N. Ygleich mehr f ſh: dhan 9 ncch auſen tnergiast 3 und deſnti von ihm in von Nirin⸗ ein fenne richtet, aufn n englſtan 5 Die ür vertrieben imn durch d 7 Ir. re. örten und pür⸗ bſt wurden a todt geſe ilam garchie, Verſe ooth einriß, d e Re chte wie 1 Ordnung unr⸗ unter dem Namen der Moira'ſchen bekannt iſt, ſich bildete, eine Partey, deren gute und redliche Abſichten von allen Seiten anerkannt wurden, durch welche eine Veraͤnderung des Miniſteriums, nicht zu Gunſten der Oppoſi⸗ tions⸗Partey, aber unter ihrer Mitwirkung, hervorgebracht werden ſollte, trat Sinelair zu ihr, und ſchien derjenige zu ſeyn, auf den die Augen des Publicums am meiſten gerichtet waren. Man erwartete von ihm beſonders ein neues Finanz⸗Syſtem, deſſen Credit auf der einzigen feſten Baſis des Grund-Eigenthums beruhen ſollte, und welches demnach dem Staat die Verbeſſerung des im wuͤſten Gemeinheits⸗ Zuſtande liegenden Bodens zur wichtigſten Angelegenheit machte. Man kann die daruͤber gefuͤhrten Verhandlungen zum Theil in des Herrn von Archenholz Minerva nach⸗ leſen; hier gehoͤren ſie nicht her. Das beſte⸗ hende Miniſterium behielt die Oberhand, und von nun an verlohren Sinclair's Oecono⸗ niſche Plane, worunter die allgemeine Verkop⸗ pelungs⸗Bill das Wichtigſte war, alle Unter⸗ ſtuͤtzung im Parlamente. Im jetzigen Augen⸗ blicke, hieß es, erfordere der Widerſtand gegen den erbitterten Feind einzig und allein die Aufmerkſamkeit und Anſtrengung des Staats; jede Neuerung ſey gefaͤhrlich und unzeitig. Obgleich Sinclair ſich vor allen thaͤtig zeigte, um — 272— um die wirkſamſten Maaßregeln gegen den dro⸗ henden Einfall des Feindes in Großbritannien und Irland zu ergreifen,— er errichtete, mit Bewilligung des Koͤnigs, die erſten Volontair⸗ Corps; er brachte in ſeiner Gegend eine Sub⸗ ſcription der ſaͤmtlichen Landleute zu Stande, worin ſie verſprachen, jeder eine beſtimmte Anzahl Wagen bereit zu halten, um die Trup⸗ pen des Koͤnigs und ihre Bagage, im Fall einer feindlichen Landung, moͤglichſt ſchnell von einer Kuͤſte zur andern zu transportiren, und empfahl dieſe Einrichtung in einer ſehr andrin⸗ genden Adreſſe an alle Farmer des Koͤnigreichs zur Nachahmung—: ſo ſuchte man ſeine Abſich⸗ ten doch auf alle Weiſe verdaͤchtig, ja ſelbſt verhaßt oder laͤcherlich zu machen. Sein An⸗ ſehen, und der Einfluß, den er als Praͤſident des Boards of Agriculture auf die Landleute hatte, ward ſchon in einem gefaͤhrlichen Lichte vorgeſtellet. Man durfte bekanntlich damals jeden ehrlichen Mann nur einen Democraten, einen Neuerungsſuͤchtigen nennen, um ihn als einen gefaͤhrlichen Menſchen anerkennen zu laſſen. Wie daher im Fruͤhjahr 1798 der Erneuerungs⸗Termin des Praͤſidenten einfiel, ward er— bey dem allen doch nur durch die Mehrheit einer Stimme— vom Praͤſidenten⸗ Stuhl verdraͤngt. Mit ihm entwich die Seele des Inſtituts. — feraubt, thdägen z ſeh briüche aͤußerte Sriße da ſie finet ei übel der emyfnd und zt mit et For irer; Maaßre vülhg Unſtin auf en in der die den e gab! nern Weiſe Nanel latur⸗ u geln gexenden dr⸗ in Graßdrnnrir er errichree w erſten Volontir Gegend äie e dleute zu Sad er eine beſinm en, um de d Bagage, in i öglichtt ſchnell msportiren, iner ſehr ande des Koͤnigreit man ſeine Aſt ächtig, jn ſh hhen. Eii de er als üem ruf die Landen ffaͤhrlichen i anntlich damt en Demoerm unen, umi hen anerkan ühj ahr 17 795* aſidenten einie h nur durchd vom Priſdene entwich die i 7. Schwet⸗ Schmerzhaft mußte es allerdings Sir John Sinclair ſeyn, ſich hierdurch nicht nur aller Activitaͤt in ſeinem Lieblingsfache beraubt, ſondern auch ſeinen großen und wohl⸗ thaͤtigen Plan fuͤr ſein Vaterland zertruͤmmert zu ſehen. Daher kann man ihm die Aus⸗ bruͤche ſeines Schmerzes, den er dadurch aͤußerte, daß er ſich im Parlamente an die Spitze der Oppoſitions⸗Partey ſtellete, oder, da ſie faſt von allen aufgegeben war, ſie mit ſeiner einzigen Perſon vorſtellen wollte,— nicht uͤbel deuten; wenn ſolche gleich, wie alles, was empfindliche Leute im Schmerze thun, kleinlich und zweckwidrig waren. Er widerſetzte ſich mit etlichen wenigen Secundanten— denn Fox und Sheridan hatten bekanntlich mit ihrer Partey das Haus verlaſſen,— allen Maaßregeln und Vorſchlaͤgen der Miniſter; ſo noͤthig und zweckmaͤßig ſie unter den jetzigen Umſtaͤnden auch waren. So drang er z. B. auf eine Verminderung des Etats der Seemacht, in dem Augenblicke, wie ſich Brittannien durch die hoͤchſte Anſtrengung in derſelben allein gegen den erbitterten Feind behaupten konnte. Dies gab denn ſeinen kaltbluͤtigen uͤberlegenen Geg⸗ rn nur Gelegenheit, ihn auf mannigfaltige Weiſe lacherlich; zu machen. Er ward mit ſeinen Planen in Verſen und in den bekannten Carri⸗ catur⸗Kupferſtichen verſpotter. Eins der 2u Bds. 2te Abtheil. S letz⸗ — 274— letztern, was bey den damals ſatten Englaͤndern vielen Beyfall erhielt, iſt durch die Zeitſchrift„London und Parise auch in Deutſchland bekannt geworden. Sinclair ſteht da, mit der politiſchen Waage in der Hand; auf der einen Schaale liegen etliche Turnips und andre Erdfruͤchte, auf der andern ein Kriegsſchiff mit der Flagge Brittannia. Er iſt in Schrecken und Erſtaunen verſetzt, daß das Kriegsſchiff ſchwerer iſt, als die Erdfruͤchte, und dieſe hoch in die Hoͤhe zieht.— Es iſt wahr, die uͤber dieſes ſonderbare Phaͤnomen erſtaunte Carricatur nimt ſich naͤrriſch aus, und hatte damals alle Lacher gegen ſich. Ich zweifle aber faſt, daß man jetzt noch daruͤber lache. Vielmehr moͤgte Mancher nun mit Schrecken und Erſtaunen gewahr werden, daß jene Waagſchaale doch trog, und daß jetzt die Unentbehrlichkeit der Erdfruͤchte den Nutzen der Schiffahrt fuͤr die Nation im Ganzen nur zu fuͤhlbar uͤberwiegt. Indeſſen ſpielte der edle Mann dieſe ſeiner unwuͤrdige Rolle auch nicht lange, ſondern zog ſich, ohnerachtet er dem Parlamente beywohnte, in die Schranken des Privatlebens zuruͤck, um hier fuͤr die Wohlfahrt und fuͤr die immer wichtiger werdende Angele⸗ genheit ſeines Vaterlandes, die Erweiterung des Ackerbaues, zu arbeiten. Meines Wiſſens iſt er im Parlamente ſeitdem nicht wieder aufge⸗ treten, frten nnd ſte Liſen ſhätit im pract Jahre unten vor d cultur d Unter des word mit i erſte? bereich amals ſatten iat, it duhä garis“ auih 1 Sinclai a Waage in d ale liegen eind e, auf der aden agge Britanit unen verſeßt, d g die Erdfruͤh ..— Es bare Phanem h närriſch a gegen ſich. 3 tt noch drit tancher nun nlt ahr werde W nd daß jebtd eden Nutzen Ganzen nut ſpielte der i Rolle au uci nerachtet er d e Schrankn d für die Vohſt werdende Aunt die Erweitern Meines Vſſe icht wider uſt trann treten, hat ſich aber mit verſchiedenen land⸗ und ſtaatswirthſchaftlichen Werken, die meines Wiſſens noch nicht herausgekommen ſind, be⸗ ſchaͤftiget. Dasjenige, was ich ſeitdem von ihm geſehen habe, iſt ein Vorſchlag zu einer practiſchen Ackerbau⸗Societaͤt, den er in dieſem Jahre 1800 bekannt machte, und wovon ich unten mehreres ſagen werde, nachdem wir zu⸗ vor die ferneren Schickſale des Board of Agri⸗ culture verfolgt haben. Unter Sinclair's Vorſitze waren die Unterſuchungen des landwirthſchaftlichen Zuſtan⸗ des der 80 Diſtricte Großbrittanniens vollendet worden. Ein großer Theil der Berichte war, mit den Zuſaͤtzen und Bemerkungen, die der erſte Abdruck bey der Circulation erhalten hatte, bereichert, nun zum zweyten Male abgedruckt und publicirt worden. Hierdurch war eine erſtaunliche Maſſe landwirthſchaftlicher Kennt⸗ niſſe durch das ganze Land verbreitet worden— Kenntniſſe, von denen jeder Diſtrict vorher nur dieſen oder jenen Theil ausſchließlich beſeſſen hatte. Dieſe Berichte verbreiten ſich uͤber den Boden, die Lage und das Clima jeder Gegend; uͤber die Verhaͤltniſſe des Grundeigenthums daſelbſt; uͤber die Art der Verpachtung; uͤber die Armentaxen und Zehnten, welche die Paͤch⸗ ter belaſten. Das Verhaͤltniß der eingehegten S 2 oder 276— oder verkoppelten Felder zu den offenen, der angebaueten zu den wuͤſtliegenden, iſt angege⸗ ben. Es werden die Werkzeuge jeder Gegend und ihre Eigenthuͤmlichkeiten beſchrieben; denn die Beſtellungsmethoden jedes Orts, die Be⸗ handlung der kuͤnſtlichen und natuͤrlichen Wie⸗ ſen, der Kuͤchen⸗ und Obſtgaͤrten, der Hoͤlzun⸗ gen, der Anpflanzungen, der Hecken, haben jede ihren Abſchnitt. Sie enthalten die Be⸗ ſchreibung der laͤndlichen Bauart; eine Unter⸗ ſuchung des Zuſtandes des neuangebaueten, in Gemeinheit liegenden Landes. Die angewand⸗ ten Verbeſſerungsmethoden und ihr Erfolg iſt angezeigt. Dann folgt die Beſchreibung des Viehſtapels, und endlich eine Unterſuchung der⸗ jenigen Hinderniſſe, welche ferneren Verbeſſe⸗ rungen oͤrtlich im Wege ſtehen, nebſt allgemei⸗ nen Bemerkungen und Reflexionen.*) Wer *) Ich werde dieſe landwirthſchaftlichen Ueberſichten in der Folge, nach der in England gebraͤuchlichen V Benennung, kurz Reports nennen; als Report von Kent, von Sommerſet, von Northum⸗ berland u. ſ. f. Der Herr Kriegsrath Noͤldechen hat uns kürzlich Midletons Report von Midleſey in einer ſehr guten Ueberſetzung geliefert. Er hat manches pürden Mechod auch w Der Parlan eine a Nochs Neiche en offenen, der den, iſt angege⸗ ge jeder Gegend ſchrieben; denn Ors, de I. natürlichen Wie ten, der Hoͤlzwr „Hecken, haben thalten die J ert; eine Uute engebaueten, i Die angewan ihr Erfolg eſchreibung ie aaterſuchung der erneren V Ve erbeſt 1 — rebi alaeme⸗ aft lichen leni gland gebli iahit ſm als Ran „ ton Notthat 277 Wer kann den Nutzen dieſer genauen land⸗ wirthſchaftlichen Ueberſichten leugnen?— Es wurden viele hoͤchſt nuͤtzliche Einrichtungen und Methoden bekannt; auf der andern Seite aber auch manche Fehler und Unvollkommenheiten. Der Board of Agriculture, und durch ihn das Par lament und die Regierung, konnten nun eine allgemeine Ueberſicht vom Zuſtande des Reichs in landwirthſchaftlicher Hinſicht erhalten und 8 manches weggelaſſen, und zum Theil ſehr wohl daran gethan, weil in allen dieſen Reports man ches den deutſchen Leſer wenig intereſſirt. Ob dieſe Reports in Deutſchland Beyfall genug ſinden wer⸗ den, um eine vollſtaͤndige Ueberſe tzung d erſelben zu bewirken, g etraue ich mir nicht zu beſtimmen. Da der Herr Gre af von Podewills uns eine voll⸗ ſtändige und mit bewundernswürdiger Sorgfalt ge⸗ machte Ueberſetzung der vortreflichen Marſhall'ſchen Wethſtafise eſchreibungen liefern will, und im ſten Bande der Beſchreibung von Yorkſhire an gefangen hat, das Merkwuͤrdigſte aus den Reports von dieſer Grafſchaft hinzuzufuͤgen: ſo wünſchte ich, daß die Ueberſetzer der Reports vorerſt nur diejeni⸗ gen Grafſchaften waͤhlten, welche Marſhall nicht belahrieben hat. Die Erſcheinung dieſer Ueberſetzungen veranlaßt mich übtigeus. mit, manche engliſche Einrichtungen und 2 Verhaͤltniſſe genauer zu beſchreiben, indem ich dadurch zur Verſtandlichkeit jener Berichte und B ungen beyzutragen hoffen darf. 4 -— 278— und die Huͤlfsmittel zur Verbeſſerung deſſelben kennen lernen. Es zeigte ſich beſtimmter, wie V viel der Staat bey der Urbarmachung der neu⸗ angebaueten Laͤndereyen noch gewingen werde, um wie viel die Finanzen dadurch verbeſſert, die Bevoͤlkerung, bey hinreichender Subſiſtenz, noch vermehrt werden koͤnne. Dieſe zwar geahnete, aber doch jetzt erſt der Nation klar vor Augen gelegte Entdeckung war ihr, unſers Erachtens, wohl die Entdeckung eines neuen Welttheils, eines dritten Indiens werth. Und doch haͤtte es dem Staate weniger gekoſtet, ſie zu erobern und zu erhalten, wie manche unnuͤtze Inſel oder Seekuͤſte. Und das Capital des Einzelnen haͤtte, wo nicht auf voͤllig ſo hohe, doch auf ſichrere Zinſen darin angelegt werden koͤnnen, wie in Indiſchen Pflanzungen. Das Volk waͤre in Anſehung ſeiner Nahrungs⸗ mittel wieder unabhaͤngig vom Auslande ge⸗ worden. Allein jetzt war nicht die Zeit, wo dies alles bey den Englaͤndern haͤtte Eindruck machen koͤnnen. Man hatte grade in dieſen Jahren Brodt und Fleiſch genug, und ſo fiel der Hunger nur aufs Gold. Krieg, Schiffahrt, 1 Handlungs⸗ und Lieferungs⸗Speculationen, Stockjobberey, beſchaͤftigten einzig und allein die Maͤchtigen und Reichen. Statt alſo das Ver⸗ —„ Vmiiel mL nan oatd re d Piand varen kenn Anre des? wäne loſſen ſäter 1 „ met ſerunz deſelbe heſtimma, wi achung der ner gewingen werde, dorch deieſer, dender Subſſſen e. Dieſe zwa der Nation h war ihr, unſe ung eines neu ns werth. U ger gekoſtet, emanche unni das Capital d fHollig ſo he angelegt wern kanzungen. W einer Nahra mm Auslande je Zeit, wo d 1 huͤtte Eine e grade ind di enug,! und ſt Krieg, eiſß h s⸗Speaul vletenn einzig un nd d Statt talp M 4 W . — 279— Verdienſtvolle jenes Werks anzuerkennen und dem Stifter deſſelben zu danken, bedauerte man wohl die 12000 Pfund, welche der Board of Agriculture in den vier Jah⸗ ren gekoſtet hatte, wovon uͤber 7000 Pfund allein auf dieſe Ueberſichten verwandt waren. Was der Board of Agriculture unter Sinclair's Leitung ferner that, werde ich im Fortgange dieſes Werks anzufuͤhren Gelegenheit haben. An ſeine Stelle ward 1798 Lord Som⸗ merville zum Praͤſidenten erwaͤhlt. Ich kenne dieſen Herrn nicht weiter, als aus den Anreden, die er in den beyden erſten Sitzungen des Boards in jenem Jahre hielt; muß daher meinen Leſern die Beurtheilung deſſelben uͤber⸗ laſſen, wenn ich ihnen einen Auszug aus ſeiner erſten am 8ten May gehaltenen Rede mittheile. Seiner Meynung nach, ſagte er, waͤren die vielen Druckſchrift en und Bekanntmachungen des Boards, ſo viel innern Werth ſie auch haben moͤchten, voͤllig unnuͤtz zur Befoͤrderung des di Farr mers keine leſende Ackerbaues, we il die Claſſe von Menſchen waͤren. Die angeſtellten Unter⸗ — 280— Unterſuchungen uͤber den Zuſtand des Acker⸗ baues in den verſchiedenen Diſtricten und die Beſchreibung derſelhen in den Reviews und Reports haͤtten nur Mißtrauen und Allarm erregt; man hielte ſie fuͤr inquiſitorialiſche Unterſuchungen, die von der Regierung durch den Weg des Boards eingezogen wuͤrden, und der Board habe demſelben ſeine wenige Popu⸗ laritaͤt zu verdanken. Er ſchlug alſo vor, hier⸗ mit ſofort einzuhalten und die in der Rechnung des vorigen Praͤſidenten dazu bereits beſtimmten Summen zu erſparen. Man koͤnne dagegen irinnei einen Bayd in Quart aus der unend⸗ lichen Menge von Materialien, die der Board ſchon beſite, redigiren laſſen. der, ohnerachtet der Markt mit dieſen Artikeln ſchon uͤber⸗ haͤuft ſey, doch ſeine Koſten wohl bezahlen wuͤrde. Dagegen ſolle man Praͤmien auf practiſche Verbeſſerungen in den Hauptzweigen der Wirth⸗ ſchaft ſeten; und hierbey dichen Gegenſtaͤnden den Norzus gehen, die durch den Augenſchein eher, als durch Certificate, deſanget werden koͤnnten. Die E zumnmätse zur Austheilung derſelben muͤßte aus drey Londoner Schlaͤchtern, drey erfahrnen Farmers und dem Praͤſidenten beſtehen. Dann ſollten goldene Medaillen auf die beßten Ab⸗ handlungen uͤber die Verbeſſerung des Zu iſtan⸗ de der hten ungen ſl le mal hatten, aach i de de ſo win zu Ba und de ahwmun et, U von n h 9 pal,! 14 viht e rangen iber ander ſtelle denn — d zible Vor and des Acker⸗ kricten und di Reviews und und Allarm naviſtäabäſche Regierung dumd en würden, und ewenige Pow alſo vor, hie 1 r,nam eits beſtinmee onne dag u us der unend die der Bonn der, ohnerache in ſchon ihhr⸗ woh hl begdüa n auf prartij iſch ggen der Vin Gegeniiui ugenſchein the verden konnten derſelben nißt drey erfahrne eſtehen. Dmm die beften ung des Aſa d — 281 des der Armen, ohne die Armentaxe zu ver⸗ mehren, und Verbeſſ ſerung der Kothen⸗ Woh⸗ nungen(Cottages) geſetzt werden. Auch ſolle man den Tageloͤhnern, die ſich gut betragen haͤtten, Praͤmien geben. Wenn dieſe Praͤmien auch nicht ſo bedeutend waͤren, wie die, welche die oͤconomiſche Societaͤt zu Bath ausgaͤbe, ſo wuͤrden ſie doch Nutzen ſtiften. Die Societaͤt zu Bath wuͤrde das nicht uͤbel nehen koͤnnen, und der Board drfe ſich wegen dieſer Nach⸗ ahmung nicht ſchaͤmen. Dann aber habe die Nation laͤngſt eine große practiſche Maaßregel des Boards erwar⸗ tet, und er ſchluͤge daher vor, einen Acker⸗Farm von nicht weniger als 300 Pfund jaͤhrlich zu pachten, der der Nation als ein Beyſpiel eines recht energiſchen Syſtems der neuen Verbeſſe⸗ rungen aufgeſtellet werden koͤnne. Verſuche uͤber Viehzucht und Weide koͤnnten wohl auf andern Farms angeſtellt werden; die rben erwaͤhnten Praͤmien wuͤrden ſchon die Aufmerk⸗ ſamkeit erregen, und das Maſtvieh koͤnne ſich in Perſon dem Board zur Unterſuchung vor⸗ ſtellen. Nicht ſo Thatſachen des Ackerbaues—; denn wenn ein Feld mit Weizen oder Turnips — der franzoͤſiſche Ueberſetzer hat par impos- sible hinzugeſetzt— gleich dem Ochſen ins Thor ſpatziert kaͤme, ſo moͤgte die Gegend von Picca⸗ — 28²— Piccadilly zu viel Schrecken und Unbequemlich⸗ keit davon haben. Dies mache alſo eine ſolche Anſtalt nothwendig, auf deren Ausfuͤhrung er jedoch nicht gleich dringe, ſondern ſie nur als eine entfernte Maaßregel vorſchlage, die ein weſentliches Glied in der Kette der kuͤnftigen Operationen des Boards ausmache, und bey der kein Verluſt ſeyn ſolle, indem, wenn er die Bewirthſchaftung einrichte, eine ſolche Pachtung unter dem Seegen der Vorſehung den Pachtzins ſchon abwerfen ſolle. Uebrigens waͤre er nicht fuͤr weitlaͤuftige Rechnungen; unmittelbare Bezahlung ſey im⸗ mer die beßte Politik, beſonders bey einem landwirthſchaftlichen Inſtitute, wie der Board; denn Landwirthſchaft ſey ein baares Geldge⸗ werbe— keine lange Rechnungen, und per contra creditas— ein lederner Beutel!— damit ſey die Balanz im Augenblick ge⸗ zogen. Er ſey zwar uͤberzeugt, daß keiner der Nitglieder den Auslaͤndern die Kenntniſſe, welche durch dieſes Inſtitut befoͤrdert wuͤrden, vorenthalten wolle. Aber das Parlament habe bey der Bewilligung von 3000 Pfund jaͤhrlich als geſetzgebendes Corps doch vor allem, wenn nicht einzig und allein, auf den Vor⸗ theil Dei Vorſh fühter Uibenemün⸗ Halſo ain ſolch Ansfͤßrung e ern ſie nur al chlage, de d ge der köͤnfüa nache, und le eim, wenn erd ſolche Pachw T. g den Vachtzit ür weillaͤuffn ahlung ſey in ers bey einer wie der Vaard⸗ baares Gaͤ⸗ ggen, und fe ner Veutel!- Augenblikk daß keinen die Kennnnſ ffordert würde das Parlane n 3000 pfe z dech bor all 5 1 6 auf den 5 thi — 283— theil des brittiſchen Farmers zu ſehen ge⸗ habt u. ſ. f. Der Board beſchloß, die ſaͤmmtlichen Vorſchlaͤge des neuen Praͤſidenten auszu⸗ fuͤhren!!— Der Contraſt zwiſchen dem alten und neuen Praͤſidenten, zwiſchen den bey der Stiftung dieſes Inſtituts angenommenen und nunmehr zufolge dieſer Rede beliebten Grundſaͤtzen iſt zu groß, als daß ich mich dabey zu verweilen brauchte. Jetzt iſt der Board nichts, wie eine landwirthſchaftliche Verſuchs⸗ und Praͤmien⸗ Geſellſchaft, deren es in England unzaͤhlige giebt. Sie unterſcheidet ſich nur durch ihre Lage in der Hauptſtadt, und durch ein vorneh⸗ mes, aber in den Gegenſtaͤnden des Inſtituts vwohl wenig unterrichtetes Perſonale. Man ſcheint ihn im Parlamente und im Publicum auch beynahe vergeſſen zu haben. Indeſſen dauert das Inſtitut, dem Namen nach, fort, und man darf hoffen, daß man bey dem jetzt lebhafter gefuͤhlten Intereſſe fuͤr landwirthſchaft⸗ liche Verbeſſerungen ſeinen urſpruͤnglichen großen Zweck nicht ganz aus den Augen verlie⸗ ren werde. Ein Theil deſſelben, die Unter⸗ ſuchung des landwirthſchaftlichen Zuſtandes im ganzen Reiche, iſt gluͤcklicher Weiſe von —— 284— von dem Stifter deſſelben noch vollfuͤhrt worden. Nach den eben erhaltenen N Nachrichten iſt nun Lord Sommeroille wieder vom Praͤ⸗ ſidenten⸗Stuhle abgetreten, und an ſeine Stelle Lord Carrington gekommen, welcher eigent⸗ lich Banquier iſt, aber doch ein guter Landwirth ſeyn ſoll, wenn er ſich gleich als ſolcher oͤffent⸗ lich noch nicht gezeigt hat. Die Verſuche, welche Dr. Fordyce auf Koſten des Board of Agriculture anſtellete, ſollen ganz ruhen. Sir John Sinclair's oben erwaͤhn⸗ ter Vorſchlag, der große Theilnahme fand, beſteht in einer Societaͤt auf Actien, um in verſchiedenen Gegenden des Reichs Experimen⸗ tal⸗Wirthſchaften anzulegen. Er nennt dieſe Societaͤt the plough oder joint stock farming society. ſchoſt genden Die E heſ Tuſſerd gend Erper für di For ſer det ſih voch dolfühn Nachricſen in jeder vom Pii⸗ an ſeine Stel welcher eigen quter landwirt ſolcher offen Fordyce u lture anſilen, oben ervihr⸗ eilnahme fand Acien, umi chs Erperimey Er nennt di joint stoch — 285— Sie ſollen aus 1600 Actien beſtehen, jede zu 50 Pfund= 80000 Pfund Sterling. Dafuͤr werden acht Experimental⸗Farms ge⸗ pachtet und eingerichtet, theils in der Nachbar⸗ ſchaft von London, theils in verſchiedenen Ge⸗ genden des Reichs. Die Einrichtung eines jeden iſt an⸗ geſchlagen zu 4000 Pf. ⸗ Auſſerdem zwey in bergigten Ge⸗ genden, um die Berg⸗Schaafe zu verbeſſern, jeder zu 1500 Pf. Ferner werden 3000 Acres wuͤſtes Land angekauft, eingehegt und mit allerley Holzarten, beſonders Nadelholz, bepflanzt, deren An⸗ kauf und Bepflanzung berechnet wird auf 2 2 2 Bleibt ein Fond fuͤr zufaͤllige und unvorhergeſehene Ausgaben von 5 ⸗ ⸗. Pfund 32,000 3,000 35,000 10,000 80,000 Am Schluſſe der Societaͤt, den er fuͤr die Experimental⸗Wirthſchaften nach 21 Jahren, fuͤr die Pflanzung nach 30 Jahren beſtimmt, der ſich jedoch nach dem Wunſche der Societaͤt immer ö.⅓“ — — 286— immer weiter hinausſetzen laͤßt, wuͤrde folgendes wieder herauskommen: Pfund Fuͤr den Verkauf des Viehſtapels, der Erndte und der Werkzeuge auf den Experimental⸗Wirth⸗ ſchaften. 2 ⸗ 35,000 Der Werth der 5000 Acres einge⸗ haͤgten Landes, der darauf errich⸗ teten Gebaͤude und 1,500,000 Stuͤck Lerchen⸗ und Fichten⸗ Baͤume nach 30 Jahren(die Begetation, beſonders des Nadel⸗ holzes, iſt in England ſchneller und ſtaͤrker wie bey uns) ⸗ 218,000 Ueberbleibender Fond, unter Vor⸗ ausſetzung, daß die Zinſen die Koſten beſtreiten werden ⸗ 10,000 263,000 Auſſer der endlichen Theilung dieſes Ca⸗ pitals haben die Intereſſenten folgende Vor⸗ theile: 1) Sie erhalten jaͤhrlich eine Ueberſicht der Proceduren zugeſchickt. genomn Tirector den Ji diett ofen. K bis d mand ſpruch *zir and diel w windeſlcgende Pfand gyels, kzeuge irth⸗ 3 5doh einge⸗ rrich⸗ 000 hten⸗ (die adel⸗ neller - 2189 Vor⸗ die 10,00 —— 263,00 (ilung dieſes folgende d ge leberſiht — 287— 2) Sie haben das Prioilegium, die Expe⸗ rimental⸗Wirthſchaften in ihrer Nach⸗ barſchaft, oder wo ſie angelegt ſind, ſo oft ſie wollen, zu beſuchen und nach⸗ zuſehen. 3) Das Recht, Leute auf die verſchie⸗ denen Experimental⸗Wirthſchaften zu ſchicken, die daſelbſt Unterricht erhalten ſollen. 4) Eine jaͤhrliche Dividende des Vortheils, welchen die Wirthſchaften abwerfen. Diejenigen, welche eine volle Actie genommen haben, ernennen jaͤhrlich die Directoren bey einer in London zu halten⸗ den Zuſammenkunft. Die Buͤcher der So⸗ cietaͤt ſtehen jedem Intereſſenten immer offen. Keiner bezahlt ſeine Subſcription, als bis die Societaͤt voͤllig conſtituirt iſt. Nie⸗ mand kann uͤber ſeine Subſcription in An⸗ ſpruch genommen werden. Die Actien koͤnnen ne andre uͤbertragen werden. Man nimt ſo. viel wie man will. Ueber — 288— Ueber die Vortheile der Experimental⸗ Wirthſchaften ſagt Sinclair in der An⸗ kuͤndigung dieſer Anſtalt ohngefaͤhr fol⸗ gendes: „Die Kunſt des Ackerbaues kann ohne Zweifel nie zu einem hohen Grad der Vollkom⸗ menheit gebracht werden, wenn nicht zweck⸗ maͤßige Verſuche mit groͤßter Genauigkeit und Beharrlichkeit angeſtellet werden. Wir haben uns bisher noch zu viel auf ſchwankende Mey⸗ nungen und Behauptungen, denen es an zu⸗ laͤnglicher Autoritaͤt fehlt, verlaſſen muͤſſen. Unſre einſichtsvollſten Kenner des Ackerbaues, Arthur Young, Marſhall, und Dr. ſolcher offentlichen Experimental⸗Wirthſchaften wiederholt empfohlen. Die Wichtigkeit ſolcher Wirthſchaften, in verſchiedenen Gegenden, iſt daher wohl auſſer allen Zweifel geſetzt, und ich hoffe, es wird aus dem Folgenden erhellen, daß keine Maaßregel fuͤr die Bewohner der Haupt⸗ ſtadt und anderer großen Staͤdte vortheilhafter ſeyn koͤnne, als die, eine ſolche Wirthſchaft nach einem nicht kleinlichen Maaßſtabe in ibrer Nachbarſchaft errichtet zu ſehen.“ „1) Bey der zunehmenden Bevoͤlkerung von London und anderen großen Staͤdten wird es Francis Home, haben daher den Nutzen armoc 1 inem 1 Wwen einen gbrach ſolcher Virthſch ſchere heſferten Narion i bom Aus lebenewi dnem J de Ausg nigreich meyrt, ſchwere. und ſie bo Vel det erfotdert unſets A der lnd mit lebe verſorge „ Pence fatt 26 rird ſich indwirt nd muß. uR/eu. er Eyyeimertae ir in da A ohngefahr ſie ues kann üh jrad der Volkon venn nicht zu Genauigkeit u den. Vir hab ſwankende M denen es an erlaſſen müſt des Ackerbau gall, und d daher den Yihe tal⸗Wiriſihiſin Wichtigken he en Gegenden,i el geſeßt, undi nden erhelen d ohner der huu idte vorthelhe olche Virſſt Maaßftabe; 1 ſin. 4 gen deim 14 hü 1 — 289— es unmoͤglich, daß ſie ferner mit Lebensmitteln zu einem leidlichen Preiſe verſehen werden koͤn⸗ nen, wenn nicht der Ackerbau auf dem Lande zu einem viel hoͤhern Grad von Vollkommenheit gebracht wird. Und dies kann nur mittelſt ſolcher verſuchenden und Beyſpiel gebenden Wirthſchaften geſchehen, da ſie das einzige ſichere Mittel ſind, die Grundſaͤtze eines ver⸗ beſſerten Ackerbaues vor Augen zu legen. Die Nation iſt jetzt im Zuſtande der Abhaͤngigkeit vom Auslande in Anſehung eines Theils ihrer Lebensmittel, und wir werden periodiſch von einem Mangel derſelben heimgeſucht, welcher die Ausgaben einer jeden Haushaltung im Koͤ⸗ nigreiche auf eine faſt unertraͤgliche Art ver⸗ mehrt, und den Wohlhabenden obendrein die ſchwere Laſt aufladet, die Armen zu ernaͤhren und ſie vom Hungertode zu retten. Wenn ein Theil der Summe, deren Aufbringung hierzu erfordert wird, gehoͤrig auf die Verbeſſerung unſers Ackerbaues verwandt wuͤrde, ſo wuͤrde der Landwirth ſehr bald im Stande ſeyn, uns mit Lebensmitteln zu einem leidlichen Preiſe zu verſorgen. Jeder alſo, der 15 Pence ſtatt 9 Pence fuͤr ein Brodt, jeder, der 10 Schilling ſtatt 2 Schilling zur Armentaxe bezahlen muß, wird ſich weſentlich bey der Verbeſſerung unſers landwirth ſchaftlichen Zuſtandes intereſſirt fuͤhlen, und muß, ſeines eigenen Intereſſe wegen, ſich 2u Bts./ate Abtheil. T ge⸗ geneigt finden laſſen, alle dahin abzweckenden Mittel zu befoͤrdern, in ſo fern es ſeine Lage nur zulaͤßt.“ „2) Es iſt bekannt, daß kaum in ir⸗ gend einem Theile des Koͤnigreichs groͤßere Strecken wuͤſten und unangebaueten Landes gefunden werden, als in der Nachbarſchaft von London, die doch der Verbeſſerung ſo leicht faͤhig waͤren. Es iſt zu hoffen, daß die allgemeine Verkoppelüngs⸗Bill doch end⸗ lich durchgehen werde, wonach dieſe Wuͤſten getheilt wuͤrden. Aber damit iſt wenig aus⸗ gerichtet, wenn nicht die Art und Weiſe, ſie gehoͤrig urbar zu machen und in dauernde Cultur zu ſetzen, klar ins licht geſtellet wird. Wie Enfield Chaſe getheilt wurde, glaub⸗ ten viele Leute, einen großen Gewinn durch den Ankauf und die Urbarmachung gewiſſer Theile dieſer Heide zu machen. Aber aus Mangel an Kenntniß, wie ſie ſich dabey zu benehmen hatten, buͤßten ſie betraͤchtlich ein. Waͤren die Grundſaͤtze, wie man bey ſolchen Urbarmachungen verfahren muß, ausgemach⸗ ter und bekannter geweſen, welches nur durch den Weg des Beyſpiels auf ſolchen Experi⸗ mental⸗Wirthſchaften erreicht werden kann; ſo haͤtte kein betraͤchtlicher Irrthum vorfallen koͤnnen, und die Kaͤufer von Enfield Chaſe wuͤr⸗ pürden Po Euand 9. 3 Menſch blühend durh kunde, hen, un es iſt hen, i dſlbſt die Ke vorthei ijrem 6 derſt detlren. ſcat ie Dhane ſch d offenen alle beßte jede ren, erwerbe hin abzmekende b fern es ſa doß kaum in nigreichs guiß gebaueten lan der Nachbuſt Verbeſſerung zu eft, ⸗Bill doch! ich dieſe Vi it iſt werig a Art und Vi und in daum ichr geſtllevi it wurde, la en Gewinn wu nachung geii hen. Abet! ſe ſich dh berraͤchlih man bey ſll nuß, ausgen welchs nur dr f ſälchen Ep⸗ ht werden k 7 5 Irrthum rofil 7 an Erfäb 9i pyl wuͤrden ihr angekauftes Land zu ihrem und des Publicums groͤßten Vortheil in gehoͤrigen Stand gebracht haben.“ „3) Es giebt eine große Anzahl von Menſchen in London und andern großen und bluͤhenden Staͤdten, die durch Handlung, durch Ausuͤbung der Rechts⸗ und Arzeney⸗ kunde, betraͤchtliches Vermoͤgen gemacht ha⸗ ben, und deren Neigung und letzter Zweck es iſt, ſich von den Geſchaͤften zuruͤckzuzie⸗ hen, ein Landgut anzukaufen, und ihr Leben daſelbſt zuzubringen. Aber woher ſollen ſie die Kenntniſſe erhalten, ihr angekauftes Gut vortheilhaft zu bewirthſchaften, und nach ihrem Wunſche zu verbeſſern? Viele, die es verſuchten, haben zu betraͤchtlich dabey verloren. Haͤtten ſie aber eine ſolche Wirth⸗ ſchaft in ihrer Nachbarſchaft, haͤtten ſie als Theilnehmer die Befugniß, ſie zu beſuchen, ſich von allem zu unterrichten, die immer offenen Buͤcher nachzuſehen; ſo wuͤrden ſie alle Kenntniſſe und Erfahrung uͤber die beßte Art, Landeigenthum zu behandeln und jede Verbeſſerung des Ackerbaues einzufuͤh⸗ ren, auf die mindeſt koſtſpielige Art ſich erwerben koͤnnen.“ T 2„ 4) ——— — 292— „4) Viele Einwohner Londons bringen, der Erholung oder der Geſundheit wegen, einige Zeit auf dem Lande zu. Die meiſten verlaſſen jetzt die Stadt, ohne irgend einen Gegenſtand zu haben, der ſie auf dem Lande beſchaͤftigen kann. Wenn nun auf dieſen Wirthſchaftshoͤfen Gelegenheit zu einem laͤndlichen Aufenthalte geſchafft wuͤrde, wenn kleine Grundſtuͤcke in der Nachbarſchaft abgetreten wuͤrden, um darauf Huͤtten oder Landhaͤuſer fuͤr die Intereſſenten zu errichten: ſo wuͤrden ſie Gelegenheit haben, ihre Aufmerkſamkeit auf ſolche Dinge zu richten, die ihnen in jeder Ruͤckſicht merkwuͤr⸗ dig ſeyn muͤſſen.“ Sinclair beantwortet die gewoͤhnlichſten Einwendungen, welche man ihm gegen die Nuͤtzlichkeit eines ſolchen Inſtituts gemacht hat, ohngefaͤhr auf folgende Weiſe: „Manche haben behauptet, die Grundſaͤtze landwirthſchaftlicher Verbeſſerungen koͤnnten und wuͤrden ohne ein ſolches Inſtitut ſchon zu einer hinreichenden Vollkommenheit zebracht werden. Daß man ohne ſelbiges Korn bauen und Vieh außziehen koͤnne, verſteht ſich von ſelbſt— aber auf eben die unvollkommene Weiſe, wie man in alten Zeiten Manufacturen ohne ohhe bet E'wie Uundel Nanufac zät⸗ebß ten; ſt dölkerun um von 1 gevit tormals: refangt, ſchaſfen. ſchaften ſe lißt mieden Das erj ds leßt lich bek ſich ſar welche einer E Thatſac hekannt ichem G ten ſo dondons ds bringe heit wegen, im emweiſten zm einen Gegenſin Lande bäſchifin Virthſchaftstt lichen Aufentnt Grundſtuͤckeni rden, um dm die Intereſſen elegenheit hab liche Dinge ückſicht merbwi die gavogücſn ihm gezn u ꝛuts gemacht t, die Gruniſt rungen körnr Inſtitut ſtu nenheit gebrut iges K de in 1 verſteht ſi atcih en Manufackute oſte — 293— ohne betraͤchtliches Maſchienen⸗Werk betrieb. So wie es aber bey vermehrtem Handel und Wandel nothwendig wurde, die Kunſt des Manufacturweſens durch neue, Kraft⸗ und Zeit⸗erſparende Erfindungen zu vervollkomm⸗ nen; ſo wird es jetzt bey vermehrter Be⸗ voͤlkerung und Conſumtion eben ſo nothwen⸗ dig, die Kunſt des Ackerbaues zu erhoͤhen, um von derſelben Flaͤche Landes mehr Korn zu gewinnen und mehr Vieh zu fuͤttern, wie vormals: weil es ſonſt unmoͤglich zu werden anfaͤngt, die noͤthigen Beduͤrfniſſe herbeyzu⸗ ſchaffen. Ohne ſolche Experimental⸗Wirth⸗ ſchaften iſt dieſes nicht wohl moͤglich; ohne ſie laͤßt es ſich nicht ausmachen, was ver⸗ mieden und was befolgt werden muͤſſe. Das erſtere zu wiſſen, iſt ſo noͤthig, wie das letztere. Aber jenes wird ſelten oͤffent⸗ lich bekannt gemacht, weil jeder Landwirth ſich ſchaͤmt, ſeine fehlgeſchlagenen Operationen einzuheſtehen. Haͤufig werden auch gut ein⸗ geſchlagene Verſuche verheimlichet, weil Man⸗ cher Andern die Vortheile nicht goͤnnet, welche er dadurch erhalten hat. Der Zweck einer Experimental⸗Wirthſchaft hingegen iſt, Thatſachen auſſer Zweifel zu ſetzen und ſie bekannt zu machen. Und eine von oͤffent⸗ lichem Geiſte belebte Societät wuͤrde vielleicht eben ſo viel Vortheil ſtiften, wenn ſie Irr⸗ thuͤmer — 294— thuͤmer entdeckte, als wenn ſie nuͤtzliche Wahrheiten auffaͤnde.“ „Man hat zweytens geſagt, es gaͤbe mehrere Maͤnner von ausgezeichnetem Cha⸗ racter, die Verſuche zu ihrer eigenen Unter⸗ haltung und Unterricht anſtelleten, und durch deren Bemuͤhungen und Aufopferungen mit der Zeit große Wahrheiten feſtgeſtellet wer⸗ den wuͤrden. Niemand iſt geneigter, ſolchen verehrungswuͤrdigen Perſonen Gerechtigkeit widerfahren zu laſſen, wie ich; und nie⸗ mand kann uͤberzeugter von den unendlichen Vortheilen ſeyn, welche diejenigen davon haben, die ſo gluͤcklich ſind, Gelegenheit zu finden, um jene Fortſchritte zu verfolgen. Indeſſen koͤnnen die Wirthſchaften ſolcher Maͤnner doch nur als Muſter⸗Wirth⸗ ſchaften fuͤr die Nachbarſchaft, nicht als Experimental⸗Wirthſchaften, im eigentlichen Verſtande des Worts, angeſehen Meden⸗ Um Experimental⸗Wirthſchaften allgemein nutzbar zu machen, muͤſſen ſie fuͤr das Publicum immer offen ſtehen; die Berech⸗ nung und Erzaͤhlung eines jeden Verſuchs muß regelmaͤßig publicirt werden; und jede Probe zur Pruͤfung einer beſondern Cultur⸗ methode muß mit der auſſerſten Genguigkeit angeſtellet werden. Man kann nicht erwar⸗ ten, achvel rid, ſ nicdenten veumer ſu ſihs d zeigen land Frucſ geuihie dorzig fämm werd unſer forde keit und d ſehn, ern ſe rißſch geſagt, es gi dezeichneten C er eigenen Um leeten, und du ufopferunga m feſtgeſtelle w geneigter, ſilt en Gerechtiß ich; und 1 den unendli dieje nigen d Gelegenheit; ne zu viln thſchaffe ſihe kuſter⸗Vrſ ſc aft, nicte im eigentlit geſehen ¼ aſten alge en ſie fün d d en; die Ben jdden daf verden; und ſ biide bi⸗ erſten Benim un i zann nicht enn . — 295— ten, daß Maͤnner von hohem Stande oder großem Vermoͤgen, deren Aufmerkſamkeit nothwendig oft auf andre Dinge gezogen wird, ſich ganz der Verfolgung von Expe⸗ rimenten widmen ſollten. Wenn ſolche Ex⸗ perimental⸗ Wirthſchaften nach dieſem Vor⸗ ſchlage einmal eingerichtet waͤren, wuͤrde ſichs durch die Evidenz der Thatſachen bald zeigen: 1) welches die beßte Art iſt, Acker⸗ land eintraͤglich zu machen, und wie die Fruchtfolge auf jeder Art von Boden ein⸗ gerichtet werden muß. 2) Welches die beßte Behandlung des Graslandes iſt. 3) Wel⸗ ches die angemeſſenſten Ackerwerkzeuge in jeder Art ſind. 4) Welches die vortheil⸗ hafteſte Race von Vieh iſt, und die vor⸗ zuͤglichſte und wohlfeilſte Methode, es aufzu⸗ ziehen, es zu futtern und zu maͤſten. 85) Welches das ſicherſte Verſahren iſt, um wuͤ⸗ ſtes und unfruchtbares Land urbar zu ma⸗ chen. Dies ſind naͤmlich die Punkte von vorzuͤglicher Wichtigkeit, die noch nicht be⸗ ſtimmt ausgemacht ſind und es nicht anders werden koͤnnen, als durch⸗Wirthſchaften nach unſerm Vorſchlage. Ihre Entſcheidung er⸗ fordert freylich eine unablaͤſſige Aufmerkſam⸗ keit eines ſehr einſichtsvollen Verwalters⸗ und die Verſuche muͤſſen, um zuverlaͤſſig zu ſeyn, faſt mit mathematiſcher Genauigke it an⸗ — 296— angeſtellet werden. Daher werden die Ko⸗ ſten betraͤchtlich ſeyn. Dagegen iſt aber auch der Vortheil fuͤr das allgemeine Beßte von der Art, daß er alle Muͤhe und Koſten bey weitem uͤberwiegen wird. Wenn zum Beyſpiel die Frage: welches die beßte Art von Rindvieh ſey, entſchieden werden ſoll; ſo muß das Futter, was die zum Verſuch aufgeſtelleten Thiere erhalten, genau gewogen und richtig angeſchrieben werden, um berech⸗ nen zu koͤnnen, wie viel ſie waͤhrend der Dauer des Verſuchs verzehrt haben. Wenn man ausmachen will, ob große oder kleine Thiere ihr Futter am beßten bezahlen; ſo muß der Verſuch bey der Geburt angefangen und fortgeſetzt werden, bis man ſie ſchlach⸗ tet. Kurz, jeder Verſuch, woraus wichtige Folgerungen gezogen werden ſollen, erfordert einen Grad von Aufmerkſamkeit und Stetig⸗ keit, und eine ſolche Dauer von Zeit, daß man dieſe nur von einem oͤffentlichen Inſti⸗ tute, welches allein dieſem Zwecke gewidmet iſt, erwarten kann.“ „Manche haben den Einwurf gemacht, daß es kaum moͤglich ſeyn werde, taugliche Adminiſtratoren zu dieſem Zwecke zu finden. Schwierig wird dies allerdings ſeyn; aber es waͤre ſchimpflich fuͤr den oͤconomiſchen — . 6. Sta nO ew fälbe, mme ſ nit dem ruaſähge Neberne ihr gut welches würden der En ih, hie lücht i denken for de und w ſiger o deckt d ſen, w hoce d Vnxeruc viſen; unterw ſo üßf und fle tung g bichtigſ ilhr z werde die ge. agegen in abe algemeine dei Nühe und Foſe d. Wan zun es die beßte N den werden ſil die zum Vaͤi „genau gexugr rden, um ben ſie waͤhrend d haben. Wa oße oder kle n bezahlen; burt angefange man ſie ſiſla woraus vihiie ſollen, erſrde keit und Etii von Zeit, di ſeentlichen Ji Zwecke gewidne inwurf genatt verde, taugit ags ſeynz h en beononiiſe Stan — 297— Stand unſers Landes, wenn man behaupten wollte, ſie waͤren gar nicht zu finden. Ich kenne ſelbſt einige, die dies Unternehmen mit dem erforderlichen Fleiße und Eifer ausfuͤhren wuͤrden, und die ſelbſt durch die Uebernehmung einiger Actien Sicherheit fuͤr ihr gutes Betragen und fuͤr das Intereſſe, welches ſie an der Sache nehmen, leiſten wuͤrden, und die in jeder andern Ruͤckſicht der Sache auch gewachſen ſind. Auch bitte ich, hier zu bemerken, daß man ſich nicht leicht eine angenehmere Lage fuͤr einen Mann denken kann, der wahren Eifer und Luſt fuͤr die Sache beſitzt, als eine ſolche Stelle; und wiederum keine, bey der ein nachlaͤſ⸗ ſiger oder unehrlicher Menſch ſo leicht ent⸗ deckt werden koͤnnte. Er wuͤrde genoͤthiget ſeyn, woͤchentliche Auszuͤge aus dem Tage⸗ buche der Verrichtungen zu machen; die Wirthſchaftsbuͤcher wuͤrden immer offen lie⸗ gen, und die Wirthſchaft ſelbſt der taͤglichen Unterſuchung der Subſcribenten, und zu ge⸗ wiſſen Zeiten vielleicht des ganzen Publicums, unterworfen ſeyn. Ein Mann, der einen ſo oͤffentlichen Standpunkt hat, muß ehrlich und fleißig ſeyn. Wenn ihm ſeine Verwal⸗ tung gluͤckt, ſo hat er die Ehre, eine der wichtigſten oͤffentlichen Angelegenheiten voll⸗ fuͤhrt zu haben. Wenn er dagegen bey Rach⸗ — — — †ÿ⅛ꝗÿ⁰MVēã ½’à== Nachlaͤſſigkeiten oder Untreue entdeckt wuͤrde, ſo koͤnnte ſein Vergeben nicht verhehlet wer⸗ den, und er waͤre auf immer verdorben. Mit ſo vielem Antriebe, gut zu handeln, und ſo vieler Gefahr im entgegengeſetzten Falle, iſt es kaum moͤglich, ein ſchlechter Menſch zu werden.“ So weit Sir John Sinclair. Ob die Sache ſchon voͤllig zu Stande gekommen ſey, weiß ich nicht gewiß; vermuthe es aber, da bald nach der Publication der⸗ ſelben 40,000 Pfund Sterling unterſchrieben waren. Zu gleicher Zeit mit Sinclatr, that auch der beruͤhmte landwirthſchaftliche Be⸗ ſchreiber Humphry Marſhall einen Vorſchlag zur Stiftung eines landwirthſchaft⸗ lichen Inſtituts. Es ſcheint mir nicht min⸗ der der Muͤhe werth zu ſeyn, einen Aus⸗ zug aus ſeinem Vorſchlage zu geben, und den merkwuͤrdigen Eingang dazu hierher zu ſetzen. △ „Imn 5 umt,“ wohne m der dhe malſch dr V Menſc Unter vitd lihen naaße 9) die er ſind Geſch Zäftand de il Naht wären vider geſtte deru heit entdel tilgun Bedüͤr ge enddec wünde, ct verhells we⸗ umer verdohe⸗ gut zu handen entgegendeſeßtn ich, ein ſchlhe Sinclair. 9 Stande gekonm ; vermuthe Publication d ng unterſchri Sinclatr, t rthſchaf äih 4 arſhall ä s landwvit tſc wir lilh 1 ſeyn, dinen 1 1 zu geben, 8 4 dazu hierhe „Im Stande der Natur, wie man es nennt,“ ſagt er,„lebt der wilde Wald⸗ bewohner von den natuͤrlichen Fruͤchten, die ihm der Wald darbietet. Er ſammlet ſie zu ihrer Zeit, und ſtreitet wegen der ani⸗ maliſchen Nahrungsmittel mit den Thieren der Wildniß. Gleich dieſen, wuͤrgen ſich die Menſchen, wenn ihnen die Natur den Unterhalt zu kaͤrglich darreicht; und ſo wird die Bevoͤlkerung wieder mit der natuͤr⸗ lichen Erzeugung der Nahrungsmittel im Eben⸗ maaße erhalten.“ „In dieſer Ruͤckſicht iſt die Kriegskunſt die erſte Kunſt des Lebens: Krieg und Raub ſind im wilden Zuſtande zur Erhaltung des Geſchlechts ſo nothwendig, wie im geſitteten Zuſtande der Ackerbau. Wenn man nach den uͤberwiegenden Grundſaͤtzen europaͤiſcher Maͤchte urtheilen wollte(ſcheint es doch, als waͤren ſie ihnen grade aus dem Stande der wilden Natur uͤberliefert worden), ſo waͤren geſittete Voͤlker jetzt noch nicht der Veraͤn⸗ derung gewahr worden, welche die Menſch⸗ heit beſtanden hat— haͤtten noch nicht entdeckt, daß nunmehr Ackerbau, nicht Ver⸗ tilgung durch Krieg, das Mittel ſey, die Beduͤrfniſſe des Menſchen zu befriedigen.“ Der 9 — 300— „Der erſte Schritt zur Cioiliſirung iſt der Handel, wodurch die natuͤrlichen Pro⸗ ducte eines Landes, einer Gegend, gegen die einer andern ausgetauſcht werden.“ „Der zweyte Schritt ſind einfache Manu⸗ facturen, wodurch der Nutzen und der Werth der Natur⸗Producte erhoͤhet wird.*⁶. „Dies aber ſind ſchwache Schritte, die das Menſchengeſchlecht noch wenig uͤber den Stand der wilden Natur erheben: Bevoͤl⸗ kerung wird dadurch wenig vermehrt, obgleich der Zuſtand des Menſchen etwas verbeſſert wird.“ „Es folgt das Hirtenleben. Indem es die Zahl der Hausthiere vermehrt, und die Raubthiere vermindert, befoͤrdert es die Be⸗ voͤlkerung, und verbeſſert den Zuſtand des Geſchlechts.“ „Aber noch iſt der Zuſtand des Menſchen wenig beſſer, wie der, in Heerden lebender Thiere. Sie wandern noch in Familien und Horden uͤber unbeſeſſene Wildniſſe, und ſind noch den Angriſſen wuͤthender Thiere ausgeſeht, indem die Bevoͤlkerung auch in dieſem Stande noch wenige Fo rtſchritte gemacht hat.“ —,— has 0 in ti für ſein des wit mehrte geſhaf Materi Und ſe Hande den vat däͤrger Ihteſ Zſſin Nation kicht i as au lomm ſiſer t Gäeilſiung it natuͤrlchen dre Vend, gegen ſ erden.“ d einfache Mm⸗ en und der Uert wird. he Schritee, wenig über d heben: Beti⸗ mehrt, obylit etwas verbkſen den. Indc meyrt, unie dert es die d n Zuſtand de d des Menſha heerden lehedd n Familin ind niſſe, und ſ ſc Thierea angeſt diſſen Emi 4 ha„46 1 hal. i. 2 „ — 301— „Es iſt die Kunſt, ſich die wilde Natur zu unterwerfen— es iſt die Kunſt des Acker⸗ baues im ausgedehnteſten Sinne des Worts—, die das Menſchengeſchlecht zu ſeiner Beſtimmung in Zahl und Ausbildung fuͤhrt.“ „Indem ſie den Boden von dem reiniget, was ohne Nutzen fuͤr den Menſchen iſt, und ihn mit Saamen beſchwaͤngert, der Producte fuͤr ſeine Beduͤrfniſſe erzeugt; Anbau des Fel⸗ des mit Hirtenfleiß vereiniget: wird fuͤr ver⸗ mehrte Bevoͤlkerung nicht blos Nahrung geſch affee„ ſondern auch ein Zuwachs von Materialien fuͤr Manufacturen und Handel. Und ſo ſchlaͤgt Ackerbau, Manufacturen und Handel feſte, in einander verwebte Wurzeln in den vaterlaͤndiſchen Boden, und vereinigt die Buͤrger durch das Band eines Lemeinſchaftlichen Intereſſe's.“ „Dies iſt die ſichere, feſte Baſis aller Staatswirthſchaft— das einzige aus⸗ dauernde Fundament des geſellſchaftlichen Zuſtandes—, auf welchem die Chineſiſche Nation viele tauſend Jahre beſtanden hat, viel⸗ leicht in einem ſolchen Grade der Ausbildung, als auf die Dauer der menſchlichen Natur zukommt. Eine Nation, die unter der Leitung dieſer Grundſaͤtze fortſchreitet, ſetzt ſich feſt in ihrem b . ihrem eigenen Boden, und vermehrt ihre Volks⸗ zahl, bis ſie das volle Maaß ihrer Production u de 3 nhen erreicht hat. fan du „Aber, wenn eine Nation ihren eigenen KRah Boden verabſaͤumte, und ſich der Sucht, zu ücher erobern oder entlegene Laͤnder anzubauen, uͤber⸗ fr a ließ; unter dem Vorwande des Handels, zu V Freybeutern wuͤrde, und Gewerbe trieb, die den, menſchlichen Character entehren, ſo mag ſie die yohed Welt eine Zeitlang mit ihrem Schimmer geblen⸗ geränon det haben— aber ihr Reich iſt nur von kurzer we u Dauer, und ihr Fall gewiß geweſen. Die iij m Geſchichte der europaͤiſchen Nationen iſt ſeet ab ſ zwey tauſend Jahren nichts als eine traurige Erzaͤhlung der Folgen thoͤrigter Regierungs⸗„ Maaßregeln.“——— riunu Mem „England bringt jetzt den Bedarf an Nah⸗ Gäin rungsmitteln fuͤr ſeine eigene Einwohner nicht in Ru hervor; indem ein großer Theil ſeines Bodens, Idüſt der Wirkung nach, im Zuſtande der Wildniß ded liegt, und ein andrer Theil zwar bebauet nau wird, aber weniger traͤgt, als er tragen koͤnnte,“ nes (is under-productive) und dies wegen anden mangelhafter Bearbeitung und fehlender Ver⸗ virmi V beſſerungen, deren auch unſre beßte Wirthſchaft am Ha noch faͤhig iſt.“ iſfälgre wͤhrr „Jeder erwehrtihe Vale F ihrer Produin ion ihten ägm ſih der Suft, ranzubauen 1 des Handal, verbe trieb, den ren, ſo mag ſe Schimmer gei iſt nur von ii ß geweſen. Nationen iſ als eine dumn rigter Ryinm n Bedarf u e Einwohner i heil ſeines Boin ſtande der Dö heil zrar bin ls er tragen but und dies u und fe— e beßte Virhi 4 3 —-— 303— „Jeder weiß, daß noch vor wenigen Jah⸗ ren dieſe Inſel nicht viel weniger als wirkliche Hungersnoth— und das unter dem bluͤhend⸗ ſten Zuſtande des Handels— empfand. Die Noth wird wieder kommen, wenn auch mittaͤg⸗ licher Wind die Seegel unſers Handels noch ſo ſehr aufſchwillt——— „Das ſchrieb ich,“ ſagt Marſhall, „ehe die jetzige drohende Gefahr der Hun⸗ gersnoth eintrat; und in dem Augenblicke, wie unſer Handel, auf der Fußſpitze ſtehend, ſich nach der ganzen Welt umher ſah, und ſie als ſein Eigenthum betrachtete.——— „Unſer Uebergewicht im Handel und Ma⸗ nufacturen kann nicht immer ſo bleiben.— Wenn(in einem andern Reiche) die jetzige Gaͤhrung ſich ſetzt; wenn der Erfindungsgeiſt in Ruhe und Sicherheit wirken kann; wenn Induͤſtrie wieder Schutz findet; wenn die beſon⸗ dere Conſtellation von erfindenden Koͤpfen, de⸗ nen unſer Land den jetzigen Glanz ſeines Com⸗ merzes verdankt, voruͤbergegangen iſt, und andern Gegenden Europens ſcheint: ſo werden wir nicht mehr, als unſern natuͤrlichen Antheil am Handel, mit einigem Vortheil aus unſerer inſulaͤren Lage, behalten. Dieſer Vortheil gebuͤhrt uns mit Recht. Aber wenn wir luͤſtern laͤſtern nach Allem greifen, werden wir h Alles verlieren!“ b A „Nicht der Glanz einer beſondern Periode, A nicht die voruͤbergehenden Plane der zeitigen Machthaber gruͤnden eine dauernde Wohlfahrt 4 des Staats. Den Eigenthuͤmern des Grund und hA Bodens; denen, deren Vermoͤgen im Territo⸗ Kin rium des Staats ſelbſt ſteckt, und deren perma⸗ anſäle nentes Intereſſe es alſo iſt, Wohlfahrt darauf zu lera⸗ befoͤrdern, kommt es zu, fuͤr die innere Wohl⸗ lüt 4 fahrt des Staats zu ſorgen, wenn gleich die tn din Regierung deſſelben auſſer ihrem Wirkungs⸗ uoll kreiſe liegt;— kommt es zu, fuͤr den Grund des iſ ſeben Hauſes zu wachen, wenn ihnen gleich die Wirth⸗ V ſchaft darin nichts angeht.“ V u4 El „Darum fordern Vorſchlaͤge zur Aufhelfung rsalen des Ackerbaues ihre Aufmerkſamkeit.“—— oh ü puner der . z Marſhalls laͤndliches Inſtitut ſoll lun u Landei 1) Unterricht den Lehrlingen, andan 2) Ausbildung den ſchon Unterrichteten di ben geben; 3 mit all V rende K 3) Wiſſenſchaften und Kenntniſſe, die auf en Ackerbau Bezug haben, lehren; NAnen 1, werwn wir ſſonderreriod lane der zit vernde Wyyſig n des Grnd in ögen im Len ind deren den lfagrt daraui ie innere We wenn gleich rem Wirkm ar den Gnud gleich de gezur Auſtii mkeit.“—- Inſtit ſ 1 1 Unrerichn mmiſt, de lehten; — 305— 4) Verſuche und Verbeſſerungs⸗Methoden bekannt machen; 5) die Kunſt und Wiſſenſchaft des Land⸗ weſens allgemein verbreiten. „Die Lehrlinge aller Handwerke, aller Kuͤnſte und Wiſſenſchaften, finden ihre Lehr⸗ anſtalten und ihre Schulen; und die Kunſt de Ackerbaues— ſchaͤtzbarer und ſchwerer viel⸗ leicht, wie alle uͤbrigen zuſammengenommen— hat keine. Hie und da nimt ein Landwirth wohl einen Lehrling an; aber die Gelegenheit iſt ſelten, und wie iſt der Unterricht?“ „Nach Beendigung ſeiner Lehrjahre reiſet jeder Handwerker, jeder Kaufmann, der ſich vervollkommnen will; jeder junge Rechtsge⸗ lehrte, jeder Arzt, ſucht Erfahrung und Uebung unter der Anleitung eines beruͤhmten Mannes zu erlangen. Ein junger Menſch von Erzie⸗ hung und von Erwartungen, der ſich dem Landweſen widmet— wohin ſoll ſich dieſer anders wenden, als nach einem Inſtitute, wo die verſchiedenen Zweige der Landwirthſchaft mit allen Vortheilen, welche die wirrlich exiſti⸗ rende Kunſt gewaͤhrt, verbunden ſind; wo er einen freyen Umgang mit den erfahrenſten Maͤnnern ſeiner Profeſſion genießt; wo er 2n Bds. 2te Abtheil. U Gele⸗ — 306— Gelegenheit hat, die mancherley ſtreitigen Punkte durch Verhandlungen und Verſuche entſchieden zu ſehen; wo jedes Vorurtheil mit den Wurzeln ausgerottet wird?“ „Sind die Forſchungen des Zergliederers, des Chemiſten, des Naturkundigen, dem Arzte unnuͤtz geweſen? Haben nicht Wiſſenſchaften jede Kunſt gehoben?— Frreylich kann jeder ungelehrte Bauer den Acker beſtellen. So kann auch mancher Dorf⸗Barbier Fieber — zuweilen mit recht gutem Erfolge— heilen. Aber wer wird in verwickelten Faͤllen nicht zu einem Arzte ſeine Zuflucht nehmen, der die Kunſt nach Grundſaͤtzen, aus andern Huͤlfs⸗ wiſſenſchaften hergenommen, erlernt hat. Der Fiſcher, der Kuͤſtenfahrer, kann an dem Ufer herunter tappen, auf welchem er erzogen ward. Aber ins offene Meer verſchlagen, iſt er den Wellen uͤberlaſſen. Der wiſſenſchaft⸗ liche Seemann kann den Ocean durchkreuzen, und die Welt umſegeln; weiß immer, wo er iſt, und wohin er will.“ „Durch die Moͤglichkeit, genaue Verſuche anzuſtellen, und mittelſt dieſer immer neue Ver⸗ beſſerungen zu entdecken, erhebt ſich die Kunſt des Ackerbaues uͤber viele andre, ſelbſt uͤber die Heilkunſt, womit ſie ſonſt die meiſte ſub⸗ jective wied munger Nadic wenige Vir rung b Sanen Eidſer wandt kanm ſie zut auf d blieben deiige, I arfene kanz breite ſahe i dem a haues i dem ädden cerle ieüt n und Driah 8s Vorunthelli 44 des Zerglüdern digen, du gin ht Wiſenſtiir eylich kann heſtelen. Barbier Fit m Erfolge⸗ rwickelten Fi icht nehmen. us andern hi erlernt ſu. 2 ann an d l hem er aeo keer verſtla Der wiſenſtt ean durchkuen ß immer, w genaue D nr immer eued öbt ſch de di dre, fehi 1 Jdie müſſe ſ jne — 307— jective Verwandtſchaft hat. Bey dieſer iſt der menſchliche Koͤrper das Verſuchfeld.“ „Haͤtte das Inſtitut keinen andern Zweck, wie den, Verſuche zu machen, und Verbeſſe⸗ rungen außzufinden, ſo waͤren fuͤr die engliſche Nation hundert tauſend Pfund jaͤhrlich— falls weniger nicht zureichen ſollte— mit kluger Wirthſchaftlichkeit angelegt. Eine Verbeſſe⸗ rung von Wichtigkeit wuͤrde ihr jaͤhrlich dieſe Summe bezahlen. Millionen ſind auf die Suͤdſee⸗Inſeln, ſind auf St. Domingo ver⸗ wandt; ſind fuͤr die Nation verlohren, weil kaum die entfernteſte Hoffnung da iſt, daß wir ſie zuruͤck bekommen werden. Wenige Tauſende, auf die Verbeſſerung unſerer Inſel verwandt, blieben uns doch ſicher. Das Riſico iſt ſo geringe, die Ausſicht auf Gewinn ſo groß.“ „Entdeckungen in der Heil⸗ und Wund⸗ arzeney⸗Kunſt werden durch Hoſpitaͤler, Kran⸗ kenhaͤuſer und mediciniſche Lehranſtalten ver⸗ breitet; die Gerichtshoͤfe nehmen neue Grund⸗ ſaͤtze in der Erklaͤrung der Rechte, einer von dem andern, an. Verbeſſerungen des Acker⸗ baues liegen im Dunkeln, und ihre Mittheilung iſt dem Zufalle uͤberlaſſen. Vorzügliche Me⸗ thoden ſind ſeit Jahrhunderten in dieſem oder U 2 jenem — 308— jenem Winkel des Landes eingefuͤhrt, aber nicht 4 8 uͤber deſſen enge Graͤnzen gekommen.“ V B hhal „Bis die durch das ganze Reich zerſtreue⸗ V 6 3 2 ten Vortheile im Ackerbau zu einem Ganzen ui vereiniget, in ein Syſtem geordnet ſind, wird Mn es zur Verbreitung dieſer zerſtreueten land⸗ ü wirthſchaftlichen Kenntniſſe viel beytragen, i wenn dieſes vorgeſchlagene Inſtitut an 1) Regiſter haͤlt uͤber verſchiedene Claſſen Nuas von Verwaltern und Arbeitsleuten, die in Conditionen ſuchen, und Herren, die Leute 8 von beſtimmten Kenntniſſen ſuchen. Auch fe koͤnnte es auf Paͤchter, die Pachtungen ſuchen, und Verpachter, die ihre Guͤter geſchickten Oeconomen anvertrauen wollen,* w ausgedehnt werden. Bisher hat es die ſchwer gehalten, Wirthſchafts⸗Aufſeher ume und Paͤchter aus ſolchen Gegenden zu di bekommen, wo eine beſſere Wirthſchaft ſh eingefuͤhrt iſt;*) N ſe 2) hen „ ich ) Wenn ſolche Leute ſich eine Zeitlang auf einem Bloße Inſtitute dieſer Art aufgehalten haͤtten und gepruͤft en waͤren, fühn, rdi jommen.“ ⸗Räich xriten I einem Gar erdnet ſind, nn zerſtreuern lud viel beynun nſtitut ſchiedene Eli beitsleuten, Herren, del en ſuchen. d die Pachthe „die ihne d wertrauen rin Bisher gt ſchſts⸗ Pit n Gegendn; eſſere Lhr — deit lang duf, d, haͤtten nn In tnij 2) 4) — 309— wenn es eine vollſtaͤndige Sammlung aller im Reiche gebraͤuchlichen Ackerwerk⸗ zeuge haͤtte, um den verhaͤltnißmaͤßigen Werth eines jeden zu jedem Zwecke und auf jedem Boden zu pruͤfen, und damit eine Werkſtatt fuͤr die ſchaͤtzbarſten ver⸗ baͤnde, auch Arbeiter haͤtte, die den rich⸗ tigen Gebrauch derſelben verſtehen, und andern lehren koͤnnen; wenn es mancherley Abarten von Saat⸗ korn ſammlete und anbauete, ſolche auch noch mehr zu verbeſſern ſuchte, und die fuͤr jeden Boden am beßten paſſende Art den Anbauern deſſelben mittheilte; wenn es die verſchiedenen Racen des Viehes auf ſeinen Hoͤfen verſammlete, unter einander vergliche, und fernere Verbeſſerungen dieſer Racen zu bewirken ſuchte; auch Regiſter hielte, wo jede Race in ihrer Reinheit zu bekommen ſey.* Was waͤren, dann koͤnnten ſie von den Aufſehern mit Sicherheit nach entfernten Orten empfohlen werden. Bloße Einſchreihung in die Regiſter wuͤrde aber wenig fruchten. Was Marſhall uͤbrigens von der Lage, der Ausdehnung, der Bebauung, den Lehrern, den Koſten u. ſ. w. ſagt, welche dieſes Inſtitut in England erforderte, iſt fuͤr teutſche Leſer zu V wenig intereſſant, als daß ich es hier ausziehen ſollte. Ob Marſhall's Vorſchlag, zugleich mit dem von Sinclair, Beyfall und Unter⸗ ſtutzung gefunden habe, iſt mir bis auf dieſe Stunde unbekannt. Der Board of Agriculture hat, ſo wie ich ihn nach ſeiner erſten Einrichtung und ſeiner damaligen Tendenz beſchrieb, die Aufmerkſam⸗ keit vieler erhabenen Perſonen in Teutſchland auf ſich gezogen. Man hat von mir noch genauere Erlaͤuterungen uͤber die Einrichtung dieſes Collegiums, man hat Vorſchlaͤge gefor⸗ dert. Ich habe daher einigen Beruf, hier oͤſſentlich meine Gedanken uͤber die Einrichtung eines aͤhnlichen Inſtituts in teutſchen Staaten, ohne jedoch Ruͤckſicht auf beſondre Verfaſſung zu nehmen, zu ſagen. Ueber leber Gien gſesh ait fie oin Wards beh det Einfuß bung A ken, Ind ſaden De zuer in Angale rungen u falt e6 d vrnw di ds pod dil we nͤichen als de Grud Yohli Mauner nen, zu Afmert l Nech ns von de lax, ing, den lägen, he dieſes Inſi teutſche leſer es Ver auszieh oriſchlag, zuxli ſeyfall und lur nir bis auf di re hat, ſo ni htung und ün die Aufmauͤr en in Teuſſe at von mi n r die Eiritm Vorſchlage git gen Verif er die Einihen ceuſchen Sutt ondre Vrfiſe Uh- — 311— Ueber gewoͤhnliche Landwirthſchafts⸗Geſell⸗ ſchaften habe ich mich S. 49 des erſten Theils dieſes Werks geaͤuſſert. Ich finde keinen Grund, mehr hinzuzufuͤgen. Ein Inſtitut, welches die Zwecke des Boards of Agriculture erfuͤllen ſoll, muß bey der Regierung des Landes mehreren Einfluß haben, muß bey der Geſetzge⸗ bung als conſultatives Collegium mitwir⸗ ken, und allgemein in groͤßerer Achtung ſtehen. Der Ackerbau und die Landwirthſchaft ſteht zwar in den meiſten Staaten als oͤffentliche Angelegenheit unter einiger Aufſicht der Regie⸗ rungen und der Cammern. Aber mehrentheils fehlt es den Staats⸗ und Geſchaͤftsmaͤnnern, woraus dieſe zuſammengeſetzt ſind, an Kenntniß des gewoͤhnlichen Betriebs dieſes Gewerbes, viel mehr an deutlichen Begriffen von ſeiner moͤglichen Verbeſſerung. Man erkennt es wohl als das wichtigſte aller Gewerbe, als die Grundlage der buͤrgerlichen Geſellſchaft und der Wohlfahrt des Ganzen an. Allein es iſt den Maͤnnern, die an Hoͤfen und in Staͤdten woh⸗ nen, zu weit aus den Augen geruͤckt, um ihre Aufmerkſamkeit genugſam zu erregen. Faſt alle Rechtsgelehrte, aus denen bey uns die Ge⸗ — 312— Geſchoͤftsmaͤnner gewoͤhnlich genommen werden, betrachten den Ackerbau noch aus dem Geſichts⸗ puncte des Feudal⸗Syſtems; als ein Gewerbe, was nicht den Edlen und Gelehrten der Nation, ſondern nur den Unterthaͤnigen und Dienſtleuten ziemt und Vortheil bringt; ſie nehmen den Unterſchied nicht wahr, der im Betriebe dieſes Gewerbes, bey der jetzigen Vermehrung der Volkszahl, bey dem ausgedehnten Handel, ver⸗ mehrten Manufacturen, großen ſtehenden Hee⸗ ren, erhoͤheten Beduͤrfniſſen und Luxus, allge⸗ mein verbreiteten Reichthum, gegen vormalige Zeiten eintreten muß, wo der Ritter auf ſeiner Burg ſo viel Getreide von ſeinen Dienſtleuten erbauen ließ, als er zum Unterhalte ſeiner Fa⸗ milie und zum Austauſch einiger Waaren aus der naͤchſten Stadt gebrauchte. Carls des Großen capitulare de villis et curtis imperatoris— vielleicht ein Meiſterſtuͤck damaliger Zeit— iſt ihnen noch Muſter einer guten Adminiſtration der Domainen. Die Sorge fuͤr die Erlaſſung der noͤthigen Verordnungen, fuͤr die Anſtellung der Beamten, fuͤr die Verpachtungen, fuͤr die Unterſuchung und Abnehmung der Regiſter, fuͤr die Betreibung der Rechtsſachen, um⸗ ſchließt den Zirkel ihrer Geſchaͤfte in dieſer Hinſicht. nn es N a enonie richut Aſchan gen dic ihſ ſchun do — danſribr iin dan bollgin d Niid vllen. face dol a wel Mitheiu ſaczen ſch geb 3 w lyt ds er wie dah dm N K Oleäume genommenwerden aus dem Giiche als ein Geven, ſren der Natin und Daenſtlemr ſie dehmen in Verriebe 3 Vermehrun nten Hau n 1 en ſtehenden h 19 4 Luxus, al gegen vorma Ritter auf ſi nen dinjt 1 rhalte ſeinnn gger Wanrnn e. Catls i¹ illis et uu ein Meitmi och Muſte a domainen. 1 der nöthi Anſellng d dungen, flt g der Narü chtsſachen, Ve ſchaͤfte in dih — 313— In einigen Staaten hat man beſondere Oeconomie⸗ und Landesverbeſſerungs⸗Collegien errichtet. Sie ſind ohne Zweifel zweckmaͤßiger, und haben manches Gute geſtiftet. Aber auch dieſe beſtehen mehrentheils aus Staats⸗ und Geſchaͤftsleuten, und erhalten nur einſeitige An⸗ ſichten von den Verhaͤltniſſ ſſen des Landweſens. Dienſtalter und Diern nſtverhaͤltniſſe bringen leicht ein dem Zwecke heterogenes Perſonale in ſolche Collegia. Mancher ſucht, ohne wahren Beruf fuͤr die Sache zu fuͤhlen, eine Stelle darin, um der Beſoldung, des Ranges, des Einfluſſes willen. Oft iſt das aͤuſſere Anſehen, worin ſolche Collegia ſtehen; die Curialien, die beob⸗ achtet werden muͤſſen, einer freyen und offenen Mittheilung der Gedanken hinderlich. Viele ſuchen ſich durch ihre Berichte nur einzuſchmei⸗ cheln, geben den Zuſtand der Sachen beſſer an, als er wirklich iſt, richten ihren Vortrag nur nach dem vermeintlichen Sinn und Gefallen des Collegiums ein. Man erhaͤlt alſo mehr unbe⸗ ſtimmte, ſchwankende Wendungen, als reine Wahrheit und freymuͤthige Beurtheilung. Auch der ehrlichſte Mann beſorgt durch manche Er⸗ oͤffnungen und Vorſchlaͤge zudringlich und vorlaut zu ſcheinen. Dazu kommt, daß ein ſolches Collegium, wenn es auch nur durch die Majoritaͤt ſeiner Mit⸗ — 314— Mitglieder mit der Regierung oder Domainen⸗ Cammer in naher Verbindung ſteht, entweder wirklich ſeine Abſicht auf eine unmittelbare Vermehrung der oͤffentlichen Einkuͤnfte richtet — die doch erſt mittelbar aus vermehrter Be⸗ voͤlkerung, Production und Wohlſtand erfolgen ſollte—, oder daß man dieſes wenigſtens im Lande argwoͤhnt. Dies erzeugt ohnfehlbar Mißtrauen, und iſt hinreichend, bey den Unter⸗ thanen eine Abneigung gegen jede Verbeſſerung und Neuerung hervorzubringen. Iſt ein⸗ mal ein ſolches Mißtrauen entſtanden, ſo hilft der beßte Wille, ſo helfen wirkliche Aufopferungen des Fuͤrſten nicht, um bezweck⸗ ten Verbeſſerungen Eingang zu verſchaffen. Der Unterthan glaubt, im Hinterhalte eigen⸗ nützige Abſichten zu ſeinem Schaden zu ent⸗ decken. 1 Ein ſolches Collegium muß, meines Erach⸗ tens, kein vornehmes Anſehen, wenig aͤuſſern Glanz haben. Es hat ja weder ausuͤbende noch geſetzgebende Macht zu verwalten! Dage⸗ gen muß es moͤglichſt viele Popularitaͤt bey den Unterthanen, Achtung bey den fuͤrſtlichen Be⸗ dienten auf dem Lande, und Zutrauen beym Fuͤrſten und bey der Regierung finden. Die Mitglieder koͤnnen Leute jedes Standes, jedes Ranges und jeder Profeſſion ſeyn. Thaͤtigkeit, Pa⸗ V heſtim Prii theils Oficie auch? in jde den au Colleg muß ſehn. B aber und das haber Thät nach wozu in de ¹ — Ider dmaun gſteht, enved ine unmitelhu Ennkünſte rich 5 dewehrter h Lohlſeand er ſes wenigſnsi zeugt ohthiſta d, bey denin jede Verbeſen gen. Iſt ei entſtanden, helfen wittt ht, um beine zu verſhift dinterhalr th⸗ Schaden ija weines bth n, weuig uſtr weder alsüben erwalten! do pularit bey d en füͤrſüchen 9 Zutrauen 5 ig finden. 1 Standes⸗3 on. T) g 7 Collegiums qualificirt. — 315— Patriotismus und Neigung fuͤr die Sache muß allen eigen ſeyn. Sonſt koͤnnen ſie ſich in ſolche, die Kenntniß des landwirthſchaftlichen Gewerbes, und in ſolche, die Kenntniß der Landesverfaſſung beſitzen, theilen. Alle muͤſſen jedoch wiſſenſchaftliche Kenntniſſe und einen zum Denken gewoͤhnten Kopf beſitzen. Unter Gutsbeſitzern, angeſehenen Paͤchtern, vorur⸗ theilsfreyen Rechtsgelehrten, abgegangenen Officiers, Ackerbau treibenden Landpredigern, auch Aerzten und Naturforſchern, wird man in jedem Diſtricte des Landes ſchon einen oder den andern finden, der ſich zum Mitgliede dieſes Denn ſo viel moͤglich muß aus jedem Hauptdiſtricte einer darin ſeyn. Beſoldung erhalten die Mitglieder nicht; aber Reiſekoſten nach Verhaͤltniß der Entfernung und zureichende Diaͤten muͤſſen ſie, ſo oft ſich das Collegium zu beſtimmten Zeiten verſammlet, haben. Denen, welche ſich durch beſondre Thaͤtigkeit auszeichnen, koͤnnte der Landesherr nach ſeinem Ermeſſen Gratificationen geben, wozu durch Praͤbenden, Lehnsanfaͤlle u. dgl. in den meiſten Staaten Gelegenheit iſt. Uebrigens hat das Collegium einen beſtimmten jaͤhrlichen Etat, den es auf die ihm am — 316— am zweckmaͤßigſten ſcheinende Art verwenden kann. Dieſer Etat braucht nicht groß zu ſeyn; denn wenig Geld mit Ueberlegung am rechten Orte angewandt, kann ſehr große und weit verbreitete Senſation erregen. Wenn man auf eine Million Menſchen, die ein Staat ent⸗ hielte, dem Collegio jaͤhrlich 3300 Thaler bewilligte, ſo braͤchte dies ohngefaͤhr auf jeden Kopf einen Pfenning. Und wahrlich, es muͤßten doch ſchlechte Einrichtungen ſeyn, wenn dieſes Collegium durch verbeſſerte Cultur und erhoͤhete Production nicht bald jedem Kopfe 100 Pfennig Vortheil des Jahrs braͤchte. Als Principium muß angenommen wer⸗ den, daß kein Mitglied von der Verwendung dieſes Fonds directen Vortheil ziehen koͤnne. Die Rechnung nimt die Regierung ab; dieſe kann aber nur Erinnerungen machen, wenn gegen Principia gehandelt iſt. Den Praͤſidenten ernennt der Landesherr. Sowohl um der Verbindung willen, worin die⸗ ſes Collegium mit dem hoͤchſten Directorio ſtehen muß, als der Achtung wegen, welche Beamte und fuͤrſtliche Bediente auf dem Lande dafuͤr haben muͤſſen, wuͤrde ich immer rathen, einen Staatsminiſter, und zwar denjenigen, welcher dem an! u la Situn garaus Falle pen⸗ ſcheid das heit werde 1 führt dern beſta 187 den ä deöhe . ange ſehn, legin mit keine diele V Unter Ochrei de Art orwende richt groß zaſen legung am win „große und we en. Wen w. die ein Snata ich 3500 N ugefahr auf ind wahrlic, zungen ſeyn, w erbeſſerte El icht bald j heil des 3 6 8 1 ngenommm e der Verteui heil ziehen in gierung ab d en machen, m 1 4 nt der laideiſt — a1 willen, vorid Directoii ünt 4 n, welche dum dem lande N nner nnthen, dn mienigen vyelhe zpuign, n — 317— dem Departement des Innern, der Policey und Landes⸗Oeconomie vorſteht. Er kann den Sitzungen des Collegiums beywohnen, oder ſich daraus referiren laſſen, und hat in jedem Falle ein votum negativum oder sus- pensivum, bis es zur hoͤchſten Ent⸗ ſcheidung kommt. Active aber hat er nur das letzte Votum, damit die Unbefangen⸗ heit der uͤbrigen Stimmen nicht geſtoͤret werde. Die eigentliche Direction der Geſchaͤfte fuͤhrt aber ein Director, der von den Mitglie⸗ dern erwaͤhlt wird, aber vom Landesherrn beſtaͤtiget ſeyn muß. Auch die neuen Mitglieder werden von den aͤlteren gewaͤhlt, koͤnnen aber vom Lan⸗ desherrn verworfen oder beſtaͤtiget werden. Auf eben die Weiſe wird auch der Secretair angeſtellet. Dies muß nothwendig ein Mann ſeyn, der von allen Gegenſtaͤnden des Col⸗ legiums die gründlichen Kenntniſſe hat, und mit Neigung dafuͤr beſeelt iſt. Er darf keine andre Bedienung bekleiden, die ihm viele Geſchaͤfte macht. Er wird ſalarirt. Unter ihm ſteht ein Concipient und ein Schreiber. Die — 318— Die Zahl der Mitglieder kann nach Ver⸗ haͤltniß der Groͤße des Landes und des Etats auf 6 bis 12 geſetzt werden. Auſſerdem hat dieſes Collegium in allen Gegenden des Landes Correſpondenten, deren Anzahl zwar willkuͤhrlich iſt, jedoch nicht zweck⸗ los vermehrt werden darf. Bey der Wahl derſelben muß ſorgfaͤltig verfahren, und nur Maͤnner, die neben den erforderlichen Kennt⸗ niſſen einen untadelhaften Ruf und Character beſitzen, zugelaſſen werden, damit dies eine ehrenvolle Auszeichnung bleibe. Das Colle⸗ gium hat das Recht, ſie ohne anzugebende Urſache von der Liſte der Correſpondenten aus⸗ zuſtreichen. Auch kann das Collegium auswaͤrtige oder Ehren⸗Mitglieder haben, die jedoch nie blos des Anſehens wegen, ſondern nur in Ruͤckſicht der von ihnen zu erwartenden Nachrichten, Vorſchlaͤgen und Kuͤlfsmittel zu waͤhlen ſind. Alle auf dem Lande befindliche herrſchaft⸗ liche Bediente, deren Dienſtverhaͤltniſſe und Dienſtpflichten Bezug auf allgemeine Oeconomie⸗ Angelegenheiten haben, ſind ſchuldig, die geforderten Nachrichten, in ſo fern ſie jene allge⸗ — er kann uh de des und des ei n. Colegium in a teſpondenten, d jedoch icht e . Veh der N rfahren, un forderlichen ge kuf und Char damit dies ibe. Das 0 ohne anzugel⸗ rreſpondentege m auswaͤry d die jedoch ult rn nur in lüft enden Nuuitt nittel zu u zndlihe heſt ntvethälniſ n gemeine detin ud ſcudit,n in ſo fan ſſ hw — 319— allgemeine Angelegenheiten betreffen, dem Col⸗ legium mitzutheilen, wenn ſie unter der Unter⸗ ſchrift des Praͤſidenten von ihnen gefordert worden, wobey dann eine das Geſchaͤft moͤg⸗ lichſt erleichternde Form zu waͤhlen iſt. Das Collegium ſucht ſich durch Einziehung ſolcher Nachrichten in den Stand zu ſetzen, dem General⸗Directorium, der Landes⸗Regie⸗ rung, oder dem Fuͤrſten ſelbſt, uͤber alle die Oeconomie betreffende Angelegenheiten ſichere Nachrichten und Gutachten zu geben, auch zur Verbeſſerung der Landwirthſchaft und Vermeh⸗ rung der Production gutachtliche Vorſchlaͤge zu thun. Dieſe werden uͤber alle die Feld⸗ und Ackerpolicey, den Kornhandel, den Verkehr mit andern dLebensmitteln betreffende, oder darauf Einfluß habende Geſetze und Verfuͤgun⸗ gen, theils ausdruͤcklich von dieſem Collegium gefordert, theils ungefordert erwartet. In den meiſten Laͤndern wuͤrde die Vorbereitung einer allgemeinen und beſtimmten Geſetzgebung uͤber die Gemeinheitstheilung einen Haupt⸗ gegenſtand ſeiner Arbeiten ausmachen. Das Collegium ſucht uͤbrigens das, was nach Beſtreitung der fixirten Ausgaben von dem ihm angewieſenen jaͤhrlichen Etat uͤbrig bleibt, zur Verbeſſerung und Aufmunterung des practi⸗ ſchen „ ſchen Ackerbaues aufs zweckmaͤßigſte in allen Diſtricten und Gegenden des Landes zu ver⸗ wenden. Verſuche und neue Entdeckungen liegen auſſer der Sphaͤre dieſes Collegiums. Nur zuoerlaͤſſige und genugſam als nuͤtzlich beſtaͤtigte Operationen ſucht es an den Orten bekannt zu machen und zu befoͤrdern, wo ſie hingehoͤren, und mit uͤberwiegende m Vortheil ausgeuͤbt werden koͤnnen. Praͤmien von ge⸗ woͤhnlicher Art haben, wie die Erfahrung gelehrt hat, genig ausgerichtet. Aufſtellung von Beyſpielen aber iſt nach einiger Zeit immer wirkſam geweſen. Wenn daher ein Beyſpiel nach einem nicht zu kleinlichen Maaßſtabe, wel⸗ cher den Verhaͤltniſſen und dem Boden angemeſ⸗ ſen iſt, von einem thaͤtigen und geſchickten Mann irgendwo aufgeſtellet werden kann, ſo hat ſolches einen Anſpruch auf eine betraͤchtliche Unter⸗ ſtuͤtzung aus dieſer Caſſe. Es braucht nichts Neues, nichts an andern Orten Ungewoͤhnliches zu ſeyn, wenn es nur dort unbekannt iſt, und wenn der Rutzen und der gute Erfolg deſſelben nach genauer Erwaͤgung der Ortsverhaͤltniſſe unbezweifelt iſt. Die Herbeyſchaffung und Aus⸗ theilung nuͤtzlicher Saͤmereyen, nicht umſonſt, ſondern nur zu berabgeſetzten Preiſen, iſt ohne Zweifel zur Verbreitung des Anbaues, beſon⸗ ders der Futterkraͤuter, hoͤchſt wirkſam. Die Einfuͤhrung beſſerer Ackerwerkzeuge— beſſerer 4 Pfluͤge Jhlig Nhag angemne kraffve werden dadura ſtrumen nicht Ackerdi woͤhnt, jn So Boden ermum Zinſen; durch O angemef iner me ſe zweckn 8n B8. 4 ekmaͤßigſt in ale es Landes g ber neue Endheckm dieſes Colegium ugſom als düch t es an den h befördern, wſ viegende m Vniß Praͤmien oun die die Erfahn htet. Aufftat iniger Zeit m aher ein Vaf Maaßſtabe, m Boden anym d geſchicktn e kann, ſo hetſus getrachtlich b Es brauct uüt ten Ungevihit mbekannt i 1 te Erfogg deſt r Ortbbetbi tzaſe ug ud en, nicht Unjti Preiſen, fß 66 NAnbaues, Pfluͤge an ſolchen Orten, wo der eingefuͤhrte Pflug an ſich fehlerhaft, oder dem Boden nicht angemeſſen iſt, und folglich viele Zeit⸗ und Kraftverſchwendung koſtet— der Pferdehacken, der mancherley Schaufelpfluͤge, wodurch ſo unſaͤglich viele Arbeit erſparet, der Anbau der nuͤtzlichſten Gewaͤchſe ſo erleichtert, die Cultur des Bodens befoͤrdert, das Unkraut vertilgt werden kann u. ſ. w.—, kann einzig und allein dadurch erreicht werden, daß man ſolche In⸗ ſtrumente thaͤtigen und kluͤgeren Landwirthen nicht nur ſchenket, ſondern auch demjenigen Ackersmann, der ſich an ihren Gebrauch ge⸗ woͤhnt, eine Belohnung giebt. Nur muß man ja Sorge tragen, daß dies Werkzeug dem Boden des Orts angemeſſen ſey; ſonſt wird die Neigung zu Verbeſſerungen dadurch mehr unterdruͤckt, als gehoben. Bewaͤſſerungs⸗ und Abwaͤſſerungs⸗Anlagen wuͤrden wohl in den meiſten Provinzen Teutſchlands ein ſehr wichti⸗ ger Gegenſtand fuͤr ein ſolches Collegium ſeyn, und die Unterſtuͤhzungen aus der Caſſe, wodurch es die erſten Beyſpiele dieſer Art an jedem Orte ermuntert, wuͤrden fuͤr den Staat tauſendfaͤltige Zinſen tragen. Die Verbeſſerung der Viehzucht durch Einfuͤhrung beſſerer, aber dem Locale angemeſſener, Racen kann oft durch die Anlage einer maͤßigen Summe erreicht werden, wenn ſie zweckmaͤßig geſchiehet. an Brs. ate Abtheil. X Doch — 322— Doch es wuͤrde hier zu weit fuͤhren, die mancherley Wege anzuzeigen, die ein ſolches Collegium zur Einfuͤhrung einer beſſeren Landes⸗ Cultur mit maͤßigen Summen bahnen koͤnnte. Ich wollte nur zeigen, daß man keine Kleinlich⸗ keiten aufzuſuchen brauche, die auf das Ganze wenig Einfluß haben, und die Induͤſtrie des Landvolks von dem Nuͤtzlichern ab⸗ in minder wichtige Canaͤle leiten wuͤrden. Wohl allent⸗ halben iſt noch genug in ſolchen Stuͤcken zu thun, die auf die Production der nuͤtlichſten Artikel weſentlichen Einfluß haben, und die Nahrung, die Bevoͤlkerung und den Reichthum des Staats auf die ſicherſte und unwandelbarſte Art vermehren koͤnnten. Die verſchiedenen Verfaſſungen und Ver⸗ hältniſſe jedes Staats erfordern zu mancherley Modificationen, als daß ich mich auf ſpeciellere Vorſchlaͤge einlaſſen koͤnnte. Das Weſentliche beſteht, meines Erachtens, darin, daß ein ſolches Collegium moͤglichſt unabhaͤngig, mit ſachkundigen erfahrnen Mitgliedern beſetzt ſey, und das Zutrauen des Landvolks habe; fuͤr ſich zwar keine geſetzgebende oder ausuͤbende Macht beſitze, bey dieſer aber in Anſehen und Einfluß ſtehe; ſo daß wenigſtens ſein Rath und ſeine Vorſchlaͤge bey allen Sachen dieſer Art gehoͤrt wuͤrden. Daß nihtun Tale un den we habe Einle ich je habe ſchon damit zu weit fühen, h gen, die ein ſih einer beſſeren lan meen bahnen kom wan keine Klein e, die auf das 6 d die Indüſtrie ſhhern ab⸗ in ni den. Wohl d ſolchen Stuͤch tion der nuͤthit ß haben, un und den Reict und unwandelt faſſungen und! rdern zu mante mich auf ſein . Das Peſui „ darin, dii t unabhänii tgliedern beite ndvolks hahe; de oder auä ber in Agfehetr ſtens ſein Ri 3 Sachen dieſe — 3 23— Daß mit einem ſolchen Collegium die Er⸗ richtung eines landwirthſchaftlichen Experimen⸗ tal⸗ und Lehr⸗Inſtituts ſehr zweckmaͤßig verbun⸗ den werden koͤnne, verſteht ſich von ſelbſt. Ich habe im Anhange zum zweyten Capitel der Einleitung einen ſolchen Plan entworfen, worin ich jedoch jetzt manches abaͤndern wuͤrde. Ich habe aber in dieſem Aufſatze meinen Leſern ſchon ſo viele Plane vorgelegt, daß ich ſie billig damit verſchone. IX. Gemeinheiten, und Theilung derſelben. (Zur Iſten Aufl. S. 64.; 2ten Aufl. S. 62.) Faſt uͤber ganz Europa herrſchte noch vor hun⸗ dert Jahren ein Syſtem der Feldeintheilung, deſſen allgemeine Gleichfoͤrmigkeit zu bewundern waͤre, wenn man nicht bedaͤchte, daß alle Na⸗ tionen faſt auf gleiche Weiſe aus dem noma⸗ diſchen Hirtenleben in den Stand des Acker⸗ baues uͤbergegangen waren. Vermuthlich brachen herumziehende Hirten zuerſt nur hie und da ein Stuͤck Landes auf, baueten ein oder zwey Mahl Korn darauf, und verlieſſen es wie⸗ der, der dar ſi bo wie den d ſuchte Boden zuerſt das be zu Wi in Beſt 6 für jede So rentheil Kriegs Boden blieb a richt je ſich dar derſelbe In bemerkt wildere und da werden fo 59 mehrere ehrte n denutemn und Theil en. aten Aufl. S. 62) rſchte nohh u der Fedein nigkeit z it zu berat dachte, daß en eiſe aus den ue rStand ds l te. Vern rten zuerſ n if, bauꝛten tne nd verliſſen bn der, wenn die Kraft deſſelben erſchoͤpfet war, oder ſie ſich weiter zu ziehen bewogen fanden. So wie ſich aber die Menſchen vermehrten, und jedem der weite Raum nicht mehr offen ſtand, ſuchte jeder in dem Beſitze ſeines Grund und Bodens ſich zu erhalten, und ſo ward dieſer zuerſt Eigenthum. Jedoch vorerſt wohl nur das beackerte und in Cultur geſetzte, dann das zu Wieſen eingehegte Land. Auf dem nicht in Beſitz genommenen blieb freye offene Weide fuͤr jedermann, der ſie benutzen wollte. So wie ſich Ort⸗ und Voͤlkerſchaften, meh⸗ rentheils unter der Herrſchaft eines gluͤcklichen Kriegsanfuͤhrers, der ihnen ihren Grund und Boden erobert hatte und beſchuͤtzte, vereinigten, blieb auch die Benutzung der Hut und Weide nicht jedem, ſondern nur denen frey, welche ſich durch bisherige Ausuͤbung in den Beſitz derſelben geſetzt hatten. In Anſehung des Ackerlandes hatte man bemerkt, daß es ſich bald erſchoͤpfe und ver⸗ wildere, wenn es alle Jahre Kornfruͤchte trage, und dann mit Vortheil nicht mehr beſtellet werden koͤnne. Man ließ es daher ein oder mehrere Jahre liegen, und in dieſen Jahren wehrte man Keinem aus der Gemeinde die freye zur Weide. So wie Menſchen und 48 Benutung und Vieh ſich mehrten, und die Weide enger wurde, ward auch dieſer Gebrauch zum Recht, welches man um ſo weniger ſtreitig machte, da man an eine andre Benutzung des Ackers in dieſen Ruhejahren noch nicht dachte. Auf Boden von mittlerer Guͤte zeigte ſich faſt allgemein, daß er zwey Kornfruͤchte mit Nutzen abtrage, im dritten Jahre aber be⸗ traͤchtlich zuruͤckſchlage. Und daher iſt auf ſolchem Boden die Dreyfelder⸗Ordnung, wo im dritten Jahre der Acker braach lieget, mit wenigen Ausnahmen, in Europa faſt durch⸗ gehends eingefuͤhrt. So wie ſich die buͤrgerliche Verfaſſung — nicht nach Gruͤnden der Vernunft, ſondern durch Krieg und Recht des Staͤrkeren— mehr ausbildete, ward dieſer eingefuͤhrte Gebrauch zum Geſetz unter dem Schutze des Staͤrkeren. Mehrentheils maaßte ſich dieſer das Grund⸗ eigenthum des eroberten, oder gegen feindliche Anfaͤlle beſchuͤtzten Bodens an, und ver⸗ theilte es unter die Anbauer nur zur Be⸗ ſtellung. Und bey dieſer Vertheilung des Acker⸗ landes ſchien man es ſich zur Norm gemacht zu zl 1 in md riſche mau d durch de N wal, die A auch theile manch wthig unſich und: rer W ſtand ſtunge Seini⸗ bekum Grund wird aus d leute len, benui erfolg A dieſer und die Vie m ebrauch zun et ger ſei tig mat te Benußung! djahren noch n erer Gäͤte ſeine dey Kornfrüͤche, ten Jahre aha Und daher i felder⸗Om Acker braach h nEuropa faſ rgerliche Veri Vernunft, ſe Staͤrkeren—” ngeführte in utze des Siti dieſer das b oder gegen fünt 1s an, md auer nur jne „ 4] heilung des 1 zur Nomn gu⸗ zu haben, die Felder der verſchiedenen Einhaber in moͤglichſt kleinen Stuͤcken unter einander zu miſchen. Denn faſt durch ganz Europa findet man dieſe Vermiſchung, wo ſie in neuern Zeiten durch Umtauſch nicht aufgehoben iſt. Was die Urſache der Allgemeinheit dieſer Einrichtung war, laͤßt ſich kaum beſtimmen. Hatte man die Abſicht, den Boden, wie ſeiner Flaͤche, ſo auch ſeiner Guͤte nach, moͤglichſt gleich zu ver⸗ theilen, damit keiner zuruͤckgeſetzt werde— auf manchen Feldfluren war dieſes doch nicht noͤthig;— Oder wollte man dadurch in jenen unſichern Zeiten mehreren Gemeingeiſt erwecken, und die Glieder einer Feldgemeinde zu mehre⸗ rer Wachſamkeit und gemeinſchaftlichem Wider⸗ ſtand gegen oͤffentliche und heimliche Verwuͤ⸗ ſtungen bewegen; da ſonſt jeder nur auf das Seinige geachtet, um das andre ſich aber nicht bekuͤmmert haben wuͤrde?— Ein beſonderer Grund, warum die Zerſtuͤckelung noͤthig ſey, wird in einem alten Documente eines Kloſters aus dem 14ten Jahrhunderte angegeben: die Leute wuͤrden ſonſt groͤßere Breiten nicht beſtel⸗ len, ſondern ſie vortheilhafter zur Weide benutzen, und folglich kein Zehnten davon erfolgen! Welches auch die urſpruͤngliche Urſache dieſer Einrichtung ſey, ſo ward ſie doch zu einer all⸗ -— 323— allgemein verbreiteten Gewohnheit; und Ge⸗ wohnheit hat eine ſolche Gewalt, daß noch in den neueſten Zeiten an einigen Orten zerſchla⸗ gene Domainen⸗Guͤter nach dieſer Methode ver⸗ theilt worden ſind. In dieſer Einrichtung aber, wo das zum Ackerbau beſtimmte Land ausſchließlich zum Kornbau— mehrentheils in der Ordnung von Braache, Winterfeld, Sommerfeld— benutzt wird,— da Braache, der Regel nach, nicht beſtellet, ſondern von den Triſtberechtig⸗ ten behuͤtet wird; wo ein anderer Theil des Grund und Bodens zu beſtaͤndiger, mehren⸗ theils gemeinſchaftlicher Weide unaufgebrochen liegt, und noch ein anderer Theil zur Gewin⸗ nung des Winterfutters, entweder beſtaͤndig, oder nur drey bis vier Sommermonate hir⸗ durch, mit der Viehweide verſchont wird— beſteht jenes, durch ganz Europa und auch in England von altersher eingefuͤhrte Feldſyſtem, welches man— weil drey Felder das gewoͤhn⸗ lichſte ſind— die Dreyfelder⸗ oder die Felder⸗ Wirthſchaft nennt. Ihr entgegen ſteht die Schlag⸗ oder Wechſel⸗Wirthſchaft, wo aller Grund und Boden, der dem Pfluge nicht un⸗ uͤberwindliche Schwierigkeiten in den Weg legt, abwechſelnd zum Kornbau und zum Viehfutter benutzt wird, und in groͤßeren Breiten oder Kop⸗ Keype klaſte Statt eines Benul fen, auf ei mehxe und A daheri mehre nenne gentli 7 dem: vohnheit, ud ⸗ jewalt, daß wh gen Orten zerſt deeſer Methoden aber, wo das 3 ausſchließlch s in der Od , Sommerqe. he, der Regelu den Triſtben anderer Jhal ſtaͤndiger, min iide unaufgebnt r Theil zur er entweder beſtt ommermonate verſchont wir⸗ europa und an gcführte Fehſi⸗ Felder das oi er⸗ oder die h entgegen ſett riſchaſt, wi m Pfluge richt en in der Aal und zum Ditfe heren Preiten Fh — 329— Koppeln, als privatives, mit keinen Seroituten belaſtetes Eigenthum, liegt. Es giebt alſo bey dem Felder⸗Wirthſchafts⸗ Syſteme zweyerley Arten von Gemeinheiten. Die erſtere findet in Anſehung der Aecker ſelbſt Statt; dieſe ſind naͤmlich zwar das Eigenthum eines Einzelnen, aber doch in Anſehung ihrer Benutzung gewiſſen Einſchraͤnkungen unterwor⸗ fen, vermoͤge des Rechts, welches ſich andre auf eine Nebennutzung erworben haben, die mehrentheils in der Behuͤtung der Stoppel und Braache beſtehet. Die Englaͤnder nennen daher ſolche Aecker eommonable oder open fields, gemeinheitliche oder offene Felder; im Gegenſatze der inclosed fields oder inclo- sures, der geſchloſſenen, privativen Felder. Eine gleiche Bewandniß hat es in Anſehung der Wieſen. Die zweyte Art der Gemeinheit, wo naͤmlich der Grund und Boden, in Anſehung der Benutzung, keinen individuellen Eigen⸗ thuͤmer hat, ſondern von mehreren entweder nach Willkuͤhr oder nach gewiſſen Regulativen, mebrentheils zur Hut und Weide benutzt wird, nennen ſie Commons, Gemeinheiten im ei⸗ gentlichern Verſtande. Dieſe Einrichtung, welche ſich noch aus dem rohern Zuſtande der buͤrgerlichen Geſell⸗ ſchaft 339— ſchaft und des Ackerbaues herſchreibt, wird zwar jetzt wohl allgemein als nachtheilig und druͤckend ſi den Staat und den Einzelnen anerkannt; nan fuͤhlt aber den Nachtheil derſelben an den meiſten Orten noch nicht lebhaft genug, um die Schwierigkeiten, welche ſich hier in geringerer, dort in groͤßerer Zahl, der Aufhebung derſelben entgegen ſtellen, mit Muth und Aantrangung zu uͤberwinden. In denen Laͤndern, wo die Gutsherren das Eigenthum des Grund und Bodens ſich vor⸗ behalten hatten, und dem mehrentheils noch leibeigenen Bauern ſeine Felder nur nach Will⸗ kuͤhr eingaben 8 wieder nehmen konnten, fand die Aufhebung dieſer Einri ſcheang nur geringe Schwierigkeit. In denen Aaͤndern aber, wo Cultur und Humanitaͤt fruͤher Fort⸗ ſchritte gemacht hatten, und der Bauer ein freyer Eigenthuͤmer geworden war, iſt die Sache verwickelter, und ohne Einmiſchung der geſek⸗ gebenden Macht faſt nie zu Sände zu bringen. Daher haben jene Laͤnder in Anſehung des Ackerbaues und der Production große Vorzuͤge vor dieſen erlangt, die ihnen, wenn ſie gehoͤrig benutzt werden, ein großes Uebergewicht an Reichthum, Bevoͤlkerung und innerer Staͤrke geben koͤnnen. Das holſteiniſche und mecklen⸗ burgiſche Schlagwirthſchafts⸗Syſtem iſt zwar an n ſic ung; dem! derfl ſen eigen ſtes hand herſchreibt, 1 theilig und 4 1 einzelnen anahrr cheil derſelbean bhaft genag, m ſch hier in geinm Yufhebung dei ih und Anſtenn die Gutshena d Bodens ij mehrenthelsn derr nur nahd nehmen km er Einrichtungt In denen lit anität fruͤherin nd der Bai war, iſt is miſchung deſſ Sande zu binn in Anſepung ton großed dn e, wenn ſiegi 8 s lhbergnit und innerer i niſche un nont 2 gim 9 — 331— an ſich noch nicht die beſtmoͤgliche Bewirthſchaf⸗ tung; allein es iſt die Baſis derſelben, welche dem Felder⸗Syſtem durchaus fehlt. In England hat man dies ſeit Anfang des verfloſſenen Jahrhunderts ſchon lebhaft gefuͤhlt, und Aufhebung der Gemeinheit, die man im Allgemeinen Einſchlieſſung(inclosure) nennt. moͤglichſt zu bewirken geſucht. Allein auch dort ſind die Schwierigkeiten unter mancherley Verhaͤltniſſen ſo groß geweſen, daß noch uͤber die Haͤlfte der Ackerfelder eingeſchloſ⸗ ſen in dem Dreyfelder⸗Syſteme liegt; eigentliche Gemeinheiten aber, oder wuͤ⸗ ſtes Land, noch in ungeheurer Menge vor⸗ handen aſt. ⁴. Was in dieſer wichtigen Angelegenheit in England gethan, verhandelt, vorgeſchlagen, und zuweilen aus falſcher Anſicht der Sache, oft aus niedrigen, egoiſtiſchen Bewegungs⸗ gruͤnden, vereitelt worden iſt, verdient in mancher Ruͤckſicht auch in Keulſlanb bekannt und erwogen zu werden. Wie eigentlich das Verhaͤltniß des un⸗ angebaueten und der Gemeinheit wegen ganz vernachlaͤſſigten Landes gegen das an⸗ gebauete ſey, iſt, meines Wiſſens, noch nicht — 352.— nicht genau beſtimmt worden. John Sin⸗ clair's Angabe, die ich in der Vorrede des aten Theils dieſes Werks uͤber engliſche Landwirth⸗ ſchaft, Seite XI.I, angefuͤhrt habe, ſcheint mir doch nunmehr wohl etwas uͤbertrieben zu ſeyn. In⸗ deſſen iſt, nach den in den Reports an den Board of Agriculture enthaltenen beſtimmten Angaben, ſo viel gewiß, daß eine erſtaunliche Menge von natuͤrlich gutem Boden, der ſeine Urbarmachung, Abwaͤſſerung und Anbau reichlich bezahlen wuͤrde, noch in einem wuͤſten Zuſtande liegt, und den Intereſſenren ſowohl, wie der Nation, wenig oder gar keinen Nutzen bringt. Es hat, nach den beſtimmteren Angaben, ſo wie nach dem Urtheile aller Sachkundigen in England, gar keinen Zweifel, daß, wenn dieſe Gemein⸗ heiten getheilt, verkoppelt, urbar gemacht, und nach dem in England auerkannt beſſeren Acker⸗ Syſteme bewirthſchaftet wuͤrden, dieſes Reich nie Mangel an Lebensmitteln haben, ſondern wieder eine große Menge ausfuͤhren, oder aber ein Drittel Menſchen mehr, wie jetzt, ernaͤhren koͤnnte. Um eine Gemeinheitstheilung und Verkop⸗ pelung oder Einſchlieſſung der Felder zu be⸗ wirken, giebt es in England zwey Wege. Entweder muͤſſen alle Intereſſenten ihre ein⸗ ſtimmige Einwilligung dazu geben, gewiſſe Land⸗ diele Geger daße ſtand Att ähſch ſchein walten darüb den. John die der Vorrededde n engliche landoi abe, ſheint wirde neben za ſehn. eports an den Ban eſtimmten Anyin aunliche Menzen eine Urbarmahn, reichlich bent ten Zuſtande l , wie der Nm bringt. G ben, ſo wien digen in Engla denn dieſe Gmm⸗ rrbar gemact unt beſſeren li den, dieſes Ri n haben, ſuun führen, vdrun wie jeßt, eminn lung und Vrw er geder i und zuey Se ſeneen ihr ii u gebm, gen ſat 2 — 333— Landvermeſſer und Bonitirer beſtellen, Schieds⸗ richter ernennen, und dann die Sache gericht⸗ lich beſtaͤtigen laſſen; oder aber, es muß eine beſondre Parlaments⸗Bill dazu ausgewirkt werden, welche, wenn die Haupt⸗Interef⸗ ſenten darum nachſuchen, nicht leicht verwei⸗ gert wird. Auf die eine oder die andre Weiſe ſind auch in England im vorigen Jahrhundert ſehr viele Theilungen bewirkt worden. In manchen Gegenden war das Intereſſe ſo wenig verwickelt, daß erſtere Art hinreichte; in andern der Gegen⸗ ſtand von ſolcher Bedeutung, daß die zweyte Art durch ihre Weitlaͤuftigkeit und Koſten nicht abſchreckte. Bey dem bisher ungetheilten ſcheinen aber groͤßere Schwierigkeiten obzu⸗ walten; wenigſtens beklagt man ſich allgernein daruͤber... Eine anſcheinende Einwilligung aller Intereſ⸗ ſenten einer Gemeinheit giebt jetzt, wenn keine foͤrmliche und gerichtlich beſtätigte Auseinander⸗ ſetzung und Abfindung aller Gerechtſamen vor⸗ ausgegangen, keine Sicherheit. Der erſte, der eine ſolche Verabredung wieder brechen will, ſtoͤßt alle getroffene Einrichtungen uͤber den Haufen. Die Reports ſind voll von ſolchen Faͤllen, deren ich nur etliche anfuͤhren will: Man —. 334— Man hatte an einem Orte, mit Genehmigung aller bekannten Intereſſenten, verſchiedene Ein⸗ zaͤunungen vorgenommen, und die gepflanzten Hecken waren ſo weit gekommen, daß ſie bald einen dichten Zaun bildeten. Ein Menſch aber, der das Recht hatte, etliche Schaafe auf die Stoppel zu treiben, kommt und reißt die Hecken mit der Wurzel aus.— Durch eine Ueber⸗ einkunft aller Glieder einer Gemeinde wurden ſchon ſeit 18 Jahren auf einer Feldflur Klee und Huͤlſenfruͤchte in der Braache gebauet. Ein Menſch, der ſechszehn Acres Land gepach⸗ tet hat, kauft ſich im May eine Heerde magerer Schaafe, faͤllt damit ins Feld, und huͤtet den in voller Bluͤthe ſtehenden Klee und Huͤlſen⸗ fruͤchte ab, ohne daß jemand es ihm wehren kann.— In Buckinghamſhire herrſcht auf einigen Fluxen die tolle Gewohnheit, ein Jahr um das andre Braache zu halten. Die Intereſ⸗ ſenten einer Flur vereinigten ſich dahin, daß ſie nur um das dritte Jahr Braache halten, und zwey Erndten danach nehmen wollten. Nach⸗ dem dies etliche Jahre zu Aller Zufriedenheit beſtanden hatte, tritt ein Farmer auf, ſagt: „dies gefiele ihm nicht mehr,“ und treibt ſein Vieh in die Fruͤchte, welche auf dem Theile des Feldes ſtanden, der nach der vormaligen Ein⸗ richtung in dieſem Jahre haͤtte braach liegen muͤſſen. Die andern, um doch auch etwas davon falle zu vielle hnind nur lung geoße reh, ſolche daß Aiff laſſe aler mach te, mit Grnieim cen, verſchidag und die geſt ommen, dijſet a. Ein Menſt liche Schaafe u und reißt dehe Darch einel er Gemeinde me einer Feddul r Braache ait Acres land eine Heerde m Feld, und ſin Klee und ſ aand es ihm nh mmſoire henſt ewohnheit, ead alten. Diein en ſich dahint Braache hiln⸗ nen wolten, A Aller zufuin Farnet aiſ, t r,“« und wit auf dem den der vornalin häte braah n doch duc 4 1 42 6 1 — 335— davon zu genieſſen, folgten nach.— Ich weiß nicht gleich, in welcher Gegend eine vor⸗ treffliche Strecke Marſchwieſen liegt. Ein Beamter in einer benachbarten Stadt hat aber das Recht, auf dieſen Wieſen zwey Hengſte wei⸗ den zu laſſen. Dieſe Pferde thun zehnmal ſo viel Schaden, als ihre reichlichſte Unterhaltung auf dem Stalle koſten wuͤrde. Man har ihm dieſe gebothen. Aber die Stadtbuͤr⸗ ger wollen es nicht zugeben, daß ihr Beamter ſich dieſes Vorrechts entaͤuſſere, wenn es auch noch ſo theuer bezahlt wuͤrde. Selbſt da, wo der Grund und Boden nur einem Herrn gehoͤrt, findet die Thei⸗ lung unter ſeinen verſchiedenen Farmers oft große Schwierigkeiten. Wo dieſe nicht wa⸗ Sren, iſt es mehrentheils geſchehen. Ein ſolcher Gutsherr duͤrfte freylich nur erklaͤren, daß er allen denjenigen, welche ſich eine Aufhebung der Feldgemeinſchaft nicht gefallen laſſen wollten, ihre Pacht kuͤndige, und es allen antretenden Farmers zur Bedingung machen, daß ſie ſich ſeine Einrichtungen ge⸗ fallen laſſen ſollten. Allein, das iſt manchem zu umſtaͤndlich, und nuͤrde ſeine Revenuͤen vielleicht auf einige Jahre betraͤchtlich ver⸗ mindern. Es giebt immer einige alte Far⸗ mers, — 336— mers, die ihren Pachtherren mancherley Nach⸗ theile vorſpiegeln, wenn das gemeinſchaftliche Behuͤtungsrecht aufgehoben wuͤrde, und die ſich einbilden, daß ſie dann bey ihrer Pachtung nicht wuͤrden beſtehen koͤnnen. Die verſchie⸗ denen Pachthoͤfe fallen zu verſchiedenen Termi⸗ nen aus der Pacht, und obwohl da, wo Felder⸗ gemeinſchaft iſt, und die Landwirthſchaft noch auf einer niederen Stufe ſteht, die Pachtungen groͤßtentheils nur auf Willkuͤhr ausgethan ſind, ſo iſt doch wohl immer ein oder anderer Paͤchter darunter, der von dem Herrn oder deſſen Vater die Verſprechung hat, ſeine Pachtung unter den bisherigen Bedingungen auf Lebenszeit zu behal⸗ ten, oder ſie vielleicht gar auf ſeine Kinder zu vererben. Man ſagt, es gebe beſonders haͤu⸗ fige Verſchwaͤgerungen und Blutsverwandtſchaf⸗ ten zwiſchen den Lords und ihren Paͤchtern, welche ſolche Verſprechungen begruͤndeten. Die Einwilligung ſolcher Paͤchter iſt daher durchaus erforderlich. Ein Theil der Paͤchter iſt in manchen Gegenden dieſer Theilung und Ver⸗ koppelung aber noch ſehr abgeneigt. Mancher, der auch wohl einſieht, daß er ſeine Felder in privativen Schlaͤgen weit hoͤher benutzen koͤnnte, ſiehet voraus, daß auch eine ſtarke Erhoͤhung des Pachtgeldes darauf erfolgen wuͤrde. Iſt das jetzige Verhaͤltniß nun vor⸗ theilhaft genug fuͤr ihn, ſo zweifelt er, ob er bey ——— beh d Läcb viegt theil Herr beſſer ihred Vinte mers wo ſee ſie in lebene üͤberd werde E digen richta ſchein Anba worb Weit dieſe gung mehr grobe an Bt en manchen Nai das gemeinftnüt n warde, aund beh ihrer huih men. Die demn derſchiedenen n wohl da, wo landwirthſchnin teht, die Pach kühr ausgethni oder andererde m oder deſtrr* Pachtung und lebenszeit uh auf ſeine ſn gebe beſondent Vlutsverwautt nd ihren din in nbegründen! r iſt daher den 1 der Pächtt i Theilung un 1 bgeneigt. lus daß er ſeine„ veit hoͤher e us aß auch dine ſa s deruf ei gerhälmi fnu⸗ 9 zweife elt er/ 4 1 bey dem neuen mehr gewinnen werde, und Liee zur Bequemlichkeit und zum Alten uͤber⸗ wiegt bey ihm die Ausſicht auf groͤßeren Vor⸗ theil, und auf eine beſſere Wirthſchaft. Dazu kommt, daß manche Beſitzer großer Herrſchaften bisher zu reich waren, um auf eine beſſere Einrichtung ihrer Guͤter zu denken, und ihre Revenuͤen zu vermehren. Sie bringen ihren Winter in London, den groͤßten Theil des Som⸗ mers auf den Baͤdern zu; und in der Zeit, wo ſie ſich auf ihrem Landſitze aufhalten, wollen ſie in guter Geſellſchaft die Freuden des Land⸗ lebens und der Jagd genieſſen. Letztere wuͤrde uͤberdem durch viele Einkoppelungen beſchraͤnkt werden. Endlich haben aber auch auf den ſonſt eigenthuͤmlichen großen Beſitzungen, deren Ein⸗ richtung nur von einem Kopfe abzuhaͤngen ſcheint, benachbarte Staͤdte und Flecken, oder Anbauer, ſich durch Verjaͤhrung das Recht er⸗ worben, ihr Vieh auf die Braachfelder und Weideanger zu treiben, und verlangen fuͤr dieſes Recht oft unverhaͤltnißmaͤßige Entſchaͤdi⸗ gungen. Man ſetzt ſeinen eigenen Vortheil mehrentheils lieber bey Seite, als daß man Lrgben Unbilligkeiten nachgeben ſollte. an Bdo. 2te Aniheit Y Und Und ſo finden die Theilungen nach Willkuͤhr oder Uebereinkunft der Intereſſenten nur ſelten Statt. Der andern Arr, vermoͤge einer Par⸗ laments⸗Bill, ſteht die Koſtſpieligkeit, eine ſolche zu erwirken, dann die zweifelhafte Art, wie die verſchiedenen Anſpruͤche von den Parla⸗ ments⸗Commiſſarien werden geſchaͤtzt und be⸗ friedigt werden, haͤufig im Wege. Die Koſten einer Parlaments⸗Bill ſind ſo groß, daß man ſie bey Theilungen von maͤßigem Umfange mit Recht ſcheuet. Sie ſind unbe⸗ ſtimmt, und jeder Intereſſent weiß nicht, was ſie auf ſein Theil betragen werden. Ich bin zweifelhaft, ob nur der oder diejenigen, welche eine ſolche Bill verlangen, die Koſten tragen muͤſſen, oder ob ſie auf alle Intereſſenten, nach dem Verhaͤltniſſe ihres Looſes, vertheilt werden; ich vermuthe aber erſteres. Und wenn das iſt, wird ſich jeder, der nicht einen uͤberwiegen⸗ den Vortheil dadurch zu erhalten ſicher iſt, bedenken, die Bill zu erwuͤrken. Man muß Rechtsgelehrte und Sollicitanten beſolden, um die Bill einzubringen; Zeugen nach London ſchicken und einſchwoͤren laſſen; bey Ausferti⸗ gung derſelben gewaltige Fiscigebuͤhren bezah⸗ len; dann mehrern Arten von Commiſearien, Achtsleuten und Feldmeſſern ſehr hohe Diaͤten geben; und endlich muß der, welcher die Thei⸗ lung 3— tilngen nahäl ntereſenten vut „vernoͤge einen Koſtſpieligkei, die zweifelhaf pruͤche von den den geſchäͤßt w Wege. laments⸗Vill e llungen von ni et. Sie ſidn ſent weiß rich n werden. I er diejenigen, n 1, die Koſen m e Intereſſentn fes, vertheil iin s. Und vm ht einen übenie erhalten ſtr vürken. Mar tanten beſoden! daugen nach i iſſen; bey lui Peir Hiscig wlüjm h n eon Conniſte mn ſehr ſo d e, welcer die 3 — 369— lung verlangt, die Einhegung der zugetheilten Stuͤcke allein ſtehen. Ich will nur einen Fall aus dem Report von Sommerſetſhire anfuͤhren (Seite 57). Die Theilung betrug 800 Acres, und koſtete: fuͤr die Parlaments⸗Bill ⸗ 5 10 Pfund den Commiſſarien ⸗ 3 200 ⸗ dem Schreiber(Clerck) ⸗ 80 ⸗ dem Landvermeſſer und Bonitirer (Surveyor) ⸗. 140 ⸗ den Schiedsrichtern und an Ge⸗ richtsgebuͤhren„ ⸗ 110. ⸗ 1040 Pfund Mit Inbegriff der Einfriedigungen, der Wege u. ſ. w. kam ſie auf 2485 Pfund. Und dieſe Koſten werden hier als unbedeutend ange⸗ geben, indem der Acker nunmehr 30 Pfund, folglich das Ganze 24000 Pfund mehr werth ſey. So wuͤrde es ſich wohl mehrentheils ver⸗ halten, aber die Koſten ſind doch abſchrecfend genug fuͤr manchen. Die Fiſcigebuͤhren fuͤr ſolche und andre Privat⸗Bills machen eine betraͤchtliche Revenuͤe des Sprechers und anderer Beamten des Un⸗ terhauſes aus; und man rechnet dieſes unter N 2 die — 340— die Haupturſachen, warum eine allgemeine Theilungs⸗ und Verkoppelungs⸗Bill, worin generelle Grundſaͤtze, nach welchen getheilt wer⸗ den ſoll, feſtgeſetzt wuͤrden, noch nicht hat ein⸗ gebracht werden duͤrfen. Und wie jemand den Vorſchlag that, daß die Fiſcigebuͤhren wenig⸗ ſtens herabgeſetzt werden, und der Sprecher und andere durch hoͤhere Salaria entſchaͤdigt werden moͤgten, antwortete man: dieſe Gebuͤhren muͤßten nothwendig ſo hoch bleiben, wie ſie ſind; weil das Haus ſchon Geſchaͤfte genug habe, und, bey Herxabſetzung der Gebuͤhren, mit ſo vielen Privat⸗Bills wuͤrde belaͤſtigt wer⸗ den, daß man nicht durchkommen koͤnne. Nie⸗ mand hatte dagegen etwas einzuwenden, und ſo ward das Principium, durch enorme Ge⸗ buͤhren die nuͤtzlichſten Unternehmungen und Verbeſſerungen zu erſchweren, noch mehr befe⸗ ſtiget.(Annals of agriculture. Vol. XIII. p. 350.) Dann aber ſind keine ſeſte Grundſaͤtze an⸗ genommen, wie die verſchiedenen Anſpruͤche an der Gemeine abgefunden werden ſollen, und es kommt viel darauf an, wie das Intereſſe eines jeden vorgeſtellet, und die Commiſſa⸗ rien dafuͤr geſtimmt werden. Außer den wirklichen Theilnehmern an der Gemein⸗ heit iſt der Grundherr(Lord of the manor) Wehur mal fünde G dber man und angen ſeitige nutzun deu man unnde daß heits geyoͤl Plat Fale nach Ben. zvey Gru weit fuͤr nach Wen bloß (Grun um eine Ahn velungs⸗Vil, m velchen getzet a, noch nicht ſ Und wie jennn Fiſcigebühr i und der Sprihan ri entſchädige mn i: dieſe G och bleiben, ii hon Geſchäfteg jzung der Geit wuͤrde beläſige kommen koͤnne s einzuwenden, , durch eneme Unternehmuyn. ren, noch ma rulture. Tolll ſeſte Gnndſt iedenen Anfrit werden ſole , wie das Iir und die dmn erden. Aie an der Or (12 At madd — 341— manor) und der Zehntberechtigte abzu⸗ finden. Es tritt naͤmlich bey Gemeinheitstheilungen uͤberhaupt ein weſentlicher Unterſchied ein, wie man das Eigenthum des zu theilenden Grund und Bodens betrachtet. Zuweilen wird es ſo angeſehen, als ob dieſes den Intereſſenten ſelbſt gehoͤre, und als ob dieſe bisher durch gegen⸗ ſeitige Einwilligung eine gemeinſchaftliche Be⸗ nutzung deſſelben unter ſich eingefuͤhrt haͤtten, die nunmehr wieder aufhoͤren ſoll. Oder aber, man nimmt, vermoͤge des Herkommens, der Landesverfaſſung, oder beſtimmter Receſſe, an, daß der Grund und Boden nicht den Gemein⸗ heits⸗Intereſſenten, ſondern einem andern gehoͤre, welcher jenem nur die Freyheit, dieſen Platz zu benutzen, verliehen hat. Im erſteren Falle hat niemand, als die bisherigen Benutzer, nach Verhaͤltniß ihrer rechtmaͤßig erworbenen Benutzung, einen Antheil zu fordern. Im zweyten Falle aber ſagt derjenige, der als Grundherr angeſehen wird:„ihr habt nichts weiter, als eine hinreichende Entſchaͤdigung fuͤr euren bisherigen Nießbrauch zu verlangen, nach deren Abfindung alles uͤbrige mir gehoͤrt.“ Wenn dieſes Recht gleich in manchen Faͤllen bloß hypothetiſch iſt, indem der ſogenannte Grundherr oft gar keinen Antheil und Berech⸗ tigung — 342— tigung auf dem zu theilenden Platze hatte; ſo kommt es doch dabey auf das Herkommen an, und wenn dieſes dem vermeintlichen Grundherrn guͤnſtig iſt, ſo hat er das Recht, zu widerſpre⸗ chen, und muß abgefunden werden. In Groß⸗ brittannien kommen beyde Faͤlle vor. In Schottland hat man die Gemeinheiten immer als lediglich den Intereſſenten gehoͤrend ange⸗ ſehen; in England aber findet ſich allenthalben ein Lord of the manor, der als Eigenthuͤ⸗ mer des Grund und Bodens, oft ohne die geringſte Benutzung davon zu haben, angeſehen wird, und der immer einen betraͤchtlichen An⸗ theil fordert, wenn er ſeine Einwilligung zur Theilung geben ſoll. Dies erſchwert die Sache in England dermaaßen, daß uͤberhaupt nur ſehr wenig Theilungen von eigentlichen Gemein⸗ heiten in neuern Zeiten zu Stande gekommen ſind; indem das, was man ſo nennt, nur in einem Ackerumſatz oder Verkoppelung, mit Aufhebung der gemeinſchaftlichen Stoppel⸗ und Braach⸗Behuͤtung, beſtanden hat. Wenn der ſogenannte Grundherr gleich wenig oder gar keinen Nutzen, allenfalls nur das Recht, einen Platz fuͤr eine Huͤtte auszuweiſen, oder vielleicht die Jagdgerechtigkeit auf der Gemeinheit, gehabt hat; ſo macht er doch oft ſehr ſtarke und unbil⸗ lige Forderungen, wenn die Intereſſenten zur Theilung geneigt ſind. Denn weil er gewoͤhn⸗ lich aen Plaze tne, das Herkomna t eintlchen Grundſe Recht, zu widen werden. In hde Fäͤlle vor. Gemeinheiten ie enten gehorend e inndt ſich allnne r, der als Ein dens, oft ohn zu haben, anf ꝛn betraͤchtichn ine Einwiligan erſchwert den daß uͤberhaut eigentlichenée zu Stande giit man ſo nerm, rVerkoppeln fllichen Swppe⸗ den hat. Um, eich wenig den nur das Rech weiſen, oder tüb er Gemeinhi, fehr terk ndu die Ineerſenni denn weile 4 — 343— lich ſeine Guͤter und eigenthuͤmlichen Laͤnde⸗ reyen in der Nachbarſchaft liegen hat, ſo beſorgt mancher— obwohl ohne Grund—, daß dieſe im Werthe verlieren moͤgten, wenn mehr urbares Land in der Gegend ent⸗ ſtaͤnde. Wo daher das Grundeigenthum als ver⸗ ſchieden von dem Rechte der Intereſſenſbetrach⸗ tet wird; da iſt es ein Gluͤck, wenn der Lan⸗ desherr oder der Staat ſelbſt ſich in deſſen Beſitze erhalten hat. Denn dieſer wird zum Beßten des Ganzen immer nachgiebiger ſeyn, und einen bloß precaͤren Vortheil ſeiner Domaͤnen gern dem vermehrten Wohlſtande und Reichthume des Landes aufopfern, wie dieſes noch jetzt unſer geliebteſter Landesvater, Georg der Dritte, bey der Gemeinheits⸗ theilung im Luͤneburgiſchen, wo ihm nach den ausdruͤcklichſten Receſſen das Grundeigenthum gehoͤrt, in ſo fern es zur Befoͤrderung dieſer Theilungen noͤthig iſt, aus eigenem Antriebe thun will. In England ward daher bey Ausfertigung einer Theilungs⸗Bill die Einwilligung des Grundherrn immer gefordert, und deſſen An⸗ theil nach ziemlich willkuͤhrlichen Principien ge⸗ ſchaͤtzet. Eine — 344— Eine andre Schwierigkeit iſt die Abfindung des Zehntens. Dieſer wird naͤmlich der Regel nach von allen Producten des Feldes in Natura gezogen, und gehoͤrt groͤßtentheils der Geiſtlich⸗ keit. Von den meiſten offenen Feldern wird er wirklich abgefahren, oder es wird nur auf eine beſtimmte Zeit eine Abkaufung deſſelben feſtgeſettt. Wenn aber eine Gemeinheitsthei⸗ lung oder Einkoppelung Statt finden ſoll, ſo muß der Zehntberechtigte entweder mit Gelde und ſackfallenden Fruͤchten, oder mit Grund und Boden abgefunden werden, weil ohne das niemand die Koſten der Theilung, der Ein⸗ koppelung und der Verbeſſerung des Landes uͤbernehmen wuͤrde. Ohne eine ſolche Abfin⸗ dung iſt in England gar nicht an Theilung oder Einkoppelung zu denken, und es wird jetzt als ausgemacht angenommen, daß ſie geſchehen muͤſſe. Mehrentheils geſchiehet die Abfindung durch Grund und Boden; und in allen neuern Theilungs⸗Acten wird dem Zehnt⸗ berechtigten der fuͤnfte Theil des Ganzen zuge⸗ ſchrieben, ſo daß man dies als ein angenomme⸗ nes Principium faſt anſehen kann. Da ihm ein Zehntheil der Fruͤchte gebuͤhrt, ſo glaubt man, daß ihm ein Zehntheil des Grund und Bodens an ſich, und ein anderes Zehntheil fuͤr die Cultur deſſelben zukomme. Bey gutem und ſchon in Ordnung gebrachtem Boden iſt dieſer Er⸗ beſſe die Erſ Tlzu ſbrig getin 1 her tivirt weite wird ſereic ſenige dami beh theil 9 befri der nuni nach Vere theil weid jenig⸗ eigen in be ſaren 4— gkei ii de Van nird nänühdag des Feldes inge tentheils der Gin offenen Fedden oder es witdme Abkaufung diſt eine Gemeinzeut Statt finden ſ e entweder mi en, oder mid werden, weil i Theilung, di geſſerung des ne eine ſolche n er richt an ü denken, und e genommen, dii atheils geſchitt und Boden; N tten wird den 39 eil des Ganzeng als ein angeuim hen kann. N gebührt, ſp e heil des omnde nderes Ihuhäi ne. Vey gteng tem Boden iſ 4 1 M 9 — 345— Erſatz reichlich; bey ſchlechtem aber, wo nach Abzug der Culturkoſten weniger reiner Ertrag uͤbrig bleibt, dem Scheine Rechtens nach, zu geringe. Wenn man aber erwaͤgt, daß der Zehntherr von wuͤſtliegenden Gemeinheiten vor⸗ her gar nichts hatte; von offenen, ſchlecht cul⸗ tivirten, oft braachliegenden Feldern aber bey weitem das nicht, was der eingekoppelte und beſſer cultivirte Boden nun tragen kann; ſo wird dieſes auch im letzteren Falle fuͤr ein zureichendes Aequivalent gehalten; und dem⸗ jenigen eine grobe Unbilligkeit beygemeſſen, der damit nicht zufrieden iſt. Indeſſen wird doch die Einwilligung des zeitigen Zehnteinhabers bey Ausfertigung einer Theilungs⸗Bill mehren⸗ theils vom Parlamente gefordert. Nachdem der Grund⸗ und Zehnt⸗Herr befriedigt ſind, ſo kommen die Forderungen der Intereſſenten in Betracht. Hier fehlt es nun in England ganz an beſtimmten Principien, nach welchen Verhaͤltniſſen die verſchiedenen Berechtigten Anſpruch haben. Insbeſondre theilt ſich das Intereſſe bey bisherigen Gemein⸗ weiden in zwey verſchiedene Gattungen. Die⸗ jenigen, welche bisher angraͤnzendes Grund⸗ eigenthum beſaßen, und ihr Vieh auf die Weide in beliebiger Anzahl zu treiben, berechtiget waren, hatten wegen des ſchlechten Zuſtandes die⸗ — 346— dieſer Gemeinweide oft wenig oder gar keinen Gebrauch davon gemacht. Andre kleine An⸗ bauer dagegen, oder benachbarte Staͤdte und Flecken, wenn ſie gleich keinen Acker Landes beſaßen, benutzten dieſe Weide mit Kuͤhen, Schaafen, Schweinen und Gaͤnſen deſto ſtaͤr⸗ ker; und machen nun bey der Theilung ſehr große Anſpruͤche. Oft haben die Eigenthuͤmer ganz verfallener und unbewohnter Bauſtellen, vermoͤge ehemaliger Berechtigungen, einen großen Antheil gefordert. Die Landeigenthuͤ⸗ mer machen dagegen den bloßen Hausſtellen faſt alles Aurecht ſtreitig, und wollen ſie nur nach geringen Verhaͤltniſſen abſinden. Wer kein Vieh mit eigenen Producten durchfuͤttern kann, hat auch von altersher keins halten koͤn⸗ nen, ſagen ſie: und es iſt bloß eine Verguͤnſti⸗ gung von uns geweſen, daß ihr ein oder anderes Stuͤck Vieh auftreiben durftet; eine Verguͤnſtigung, die ihr gemißbraucht habt. Dieſe Streitfrage iſt nun in England gar nicht entſchieden; und es iſt bald zum Vortheil der einen, bald der andern Partey, von den Com⸗ miſſarien des Parlaments geſprochen worden. Daher in vielen Faͤllen die abſchreckende Unge⸗ wißheit, was man bey einer Theilung erhalten werde, und folglich die wenige Reigung, ſolche Theilungen der eigentlichen Gemeinheiten durch viele Koſten zu erwirken. Alle rnd lange ein o ſoru Rech heſot tigt Thei⸗ niſſi bon ſolche einge ture dieſe gena Entn ſelben Sc Verſ zum lauft 5— wenig oder ga i ht. Andre llim enachbarte Sun h keinen Acker e⸗ ſe Weide mit ii und Gaͤnſen de bey der Theilng haben die Eigmin nbewohnter Buit Berechtigungen, a tt. Die landein den bloßen huit z;, und wolen ſt iſſen abſinde. d Producten durdfe rsher keins hiln iſt bloß eine d duii „ daß ihr än n ftreiben. . gemißbru in England rl bald zum nun Partey⸗ von dube ts geſprochenin pen die abſchratmelh jner Theilung a th venige Niigang en Gemeinhei rnd — 347— Alle in dieſer Angelegenheit aufgeklaͤrte und patriotiſche Maͤnner haben daher ſchon lange unermuͤdet darauf angetragen, daß durch ein allgemeines Geſetz die verſchiedenen An⸗ ſpruͤche moͤglichſt genau beſtimmt, und das Recht eines jeden, auf eine Theilung, ohne beſondre Parlaments⸗Bill, zu dringen, beſtaͤ⸗ tigt werden, die fernere Ausfuͤhrung einzelner Theilungen aber einer gehoͤrig beſtelleten Com⸗ miſſion aufgetragen werden moͤge. Es ſind von Privatperſonen viele Vorſchlaͤge zu einer ſolchen Parlaments⸗Acte bekannt gemacht und eingegeben worden. Der Board of Agricul⸗ ture machte es zu ſeinem wichtigſten Geſchaͤfte, dieſe Acte vorzubereiten, und alle Verhaͤltniſſe genauer zu erwaͤgen. Auch iſt wirklich ein Entwurf von dem damaligen Praͤſidenten deſ⸗ ſelben, John Sinclair, publicirt worden. Ich geſtehe zwar, daß mir alle bisher gethanen Vorſchlaͤge und Entwuͤrfe nicht angemeſſen, zum Theil zu unbeſtimmt, zum Theil zu weit⸗ laͤuftig ſcheinen, und ich habe nichts darunter gefunden, was denen uͤber die luͤneburgiſche Gemeinheitstheilung verhandelten Planen, in Ruͤckſicht der Gruͤndlichkeit und der den Ortsverhaͤltniſſen angemeſſenen Beſtimmtheit, — nichts, was unſers wuͤrdigen Commiſſair Meyer Abhandlung von der Gemeinheits⸗ theilung, den Grundſaͤtzen derſelben, und ſeiner Ver⸗ — 343— Verfahrungsart— an die Seite zu ſetzen waͤre. Allein, etwas Vollkommenes, etwas, wogegen keine Einwendungen Statt faͤnden, wobey keiner, in Anſehung ſeiner moͤglichen Anſpruͤche, ſich zuruͤckgeſetzt faͤdde— iſt in dieſem Stuͤcke nicht zu erwarten; iſt der Natur der Sache nach unmoͤglich. Das naturliche Recht kann die mancherley Anſpruͤche der ver⸗ ſchiedenen Intereſſenten nur ſelten allgemein⸗ guͤltig entſcheiden; man muß die Entſcheidung dieſer neuen Legislatur als einen Vergleich betrachten, wobey zwar jeder von ſeinen For⸗ derungen etwas nachgeben muß, der aber doch nicht nur fuͤr das Ganze, ſondern auch fuͤr jeden Einzelnen weit vortheilhafter iſt, als wenn nichts aus der Sache geworden waͤre. Auch kann bey der allgemeinen Legislatur nicht jedes Ortsverhaͤltniß ſo genau erwogen werden, daß dadurch jeder einzelne Fall durch das Geſetz genau beſtimmt wuͤrde. Der Commiſſion muß durchaus manches nach Gruͤnden der Billigkeit und der Analogie zu entſcheiden uͤberlaſſen werden. Schottland giebt ein ſehr uͤberzeugendes Beyſpiel, wie einfach ein ſolches Gemeinheits⸗ theilungs⸗Geſetz ſeyn kann, und doch wie wirkſam und wohlthaͤtig. Die kurze Acte von 1663, zufolge welcher faſt alle Gemein⸗ heiten welche lchen; eines telt W kords Dieſe ſachen, und d vermitt de E⸗ gen an borlegt an der ihtes b vermae meinhe Verha Veeil Auch Moor liegen ſind; Gebra e Seite n ſie kommenes, tun ſen Statt fida z ſäner moͤgltn t fande— ün erten; iſt det R . Das nrüli Anſprüche den ſelten algeme uß die Entſteie 1s einen Vaihi der von ſeinnit nuß, der chen dern auch firi⸗ ter iſt, d zrden waͤre L egislatar titt wogen werdeli l durch dodt er Comniſſan ünden der A Vihi ſcheiden lbii ie überzugt ſches bag äiht a, und ui Die kuth tfaſt all 25 e 1 — — — 349— heiten in Schottland getheilt ſind, lautet folgen⸗ dermaaßen: „Alle Gemeinheiten, ausgenommen die, welche koͤnigliches Eigenthum ſind, oder koͤnig⸗ lichen Burgen gehoͤren, koͤnnen auf Verlangen eines jeden Intereſſenten getheilt werden, mit⸗ telſt Vorforderung aller Theilhaber vor die Lords der Sitzung(Lords of session). Dieſe ſind ermaͤchtiget, die Sache zu unter⸗ ſuchen, die Rechte der Theilhaber zu beſtimmen, und die Gemeinheit unter ſie zu vertheilen, vermittelſt Beſtellung einer Commiſſion, welche die Sache vorbereitet, alle noͤthige Unterſuchun⸗ gen anſtellt, und ſodann den Lords der Sitzung vorlegt. Der Antheil, welchen alle Erbbeſitzer an der Gemeinheit haben, ſoll nach dem Werthe ihres bisherigen Eigenthums beſtimmt werden, vermoͤge deſſen ſie bisher Antheil an der Ge⸗ meinheit hatten. Einem jeden ſoll alſo, nach Verhaͤltniß ſeines bisherigen Eigenthums, ein Theil aus der Gemeinheit zuerkant werden. Auch ſollen die Lords ermaͤchtiget ſeyn, die Moore zu theilen, welche in der Gemeinheit liegen, wenn ſie zu einer Theilung geeignet ſind; wo nicht, ſollen ſie zum gemeinſchaftlichen Gebrauche bleiben.“ — 350— Ich will dieſes Geſetz fuͤr nichts weniger als muſterhaft ausgeben; aber es hat die Wir⸗ kung gehabt, daß ſeit 1 50 Jahren alle Gemein⸗ heiten in Schottland getheilt ſind. Denn wenn man gleich daſelbſt noch betraͤchtliche Strecken antrifft, welche zu gemeinſchaftlicher Viehweide benutzt werden, ſo geſchiehet dies doch nur nach freywilliger Uebereinkunft der Eigenthuͤmer, welche dieſe Strecken bis jetzt noch nicht werth hielten, eingekoppelt und cultivirt zu werden. Sonſt kennet jeder den Antheil, der ihm zukommt; ſobald er aus der Gemeinſchaft treten will. Selbſt der Antheil, welcher zu jedem Farm eines gemeinſchaftlichen Guts⸗ herrn gehoͤrt, iſt beſtimmt, und es haͤngt von dem Farmer ab, ob er ihn privativ haben will. In den meiſten Diſtricten von England und Schottland wird jedes privative Feld, ſobald es aus der Gemeinheit genommen wor⸗ den, mit irgend einer Art von Befriedigung umgeben. So lange dies nicht geſchehen, geht fremdes Vieh darauf, weil die Englaͤnder ihr Vieh gewoͤhnlich hirtenlos umhergehen laſſen. Wer keine Befriedigung gemacht hat, kann auch keine Schadloshaltung verlangen, wenn fremdes Vieh ihm Schaden thut. Daher wird in den Theilungs⸗Receſſen gewoͤhnlich auch Iigung, Koſten; ſtehen macht in den ben; einer a wͤhlen. Ind änige: haget, iſt. 1 inclosi offenen Vehöütan alſo In aung ſtande was pr eingeha kein an Koype auch un ich ein terbinde. füt tichs wng ber es hatd ru Jahren älle Gan ſind. Deun w enäͤchtüche En⸗ chaftliher Veſn t dies doch men der Eigenti ſeßt noch nictm cultivirt zu wi Antheil, dri der Genii lutheil, wett nſchaftlichen b nt, und ap ihn pridaiſt jcten von bt es priontie eit genonmn. eum von Viffi in iict geſchhen h ldie Englid bathi gemacht hi, n 1 3 vrinmn,n den thut. b deceſſen ße — 351— auch uͤber die Befriedigungen etwas beſtimmt. Zwey Nachbaren errichten naͤmlich die Befrie⸗ digung, die ſie ſcheidet, auf gemeinſchaſtliche Koſten; und da koͤnnte alſo Uneinigkeit ent⸗ ſtehen, welche Art von Befriedigung ge⸗ macht werden ſolle. Gewoͤhnlich wird die in dem Diſtricte uͤblichſte Art vorgeſchrie⸗ ben; wer aber mit ſeinem Nachbar wegen einer andern Art uͤbereinkommt, kann ſolche waͤhlen. Indeſſen giebt es in England allerdings einige Diſtricte, wo das Land nicht einge⸗ haͤget, aber dennoch abgeſondert und privativ iſt. Dies nennen die Englaͤnder ebenfalls inclosure, und ſetzen es dem(open field) offenen Felde, worauf eine gemeinſchaftliche Behuͤtung Statt findet, entgegen. Wenn alſo Inclosure gleich wörtlich eine Einhaͤ⸗ gung heißt, ſo wird im weitlaͤuftigen Ver⸗ ſtande doch jedes Feld darunter begriffen, was privativ iſt, Gartengerechtigkeit hat und eingehaͤget werden darf. Ich weiß daher kein angemeſſeneres teutſches Wort dafuͤr, als Koppel und Verkoppelung. Denn auch unter dieſen Worten ward urſpruͤng⸗ lich eine Einhaͤgung verſtanden; jetzt aber verbindet man in Mecklenburg und durch ganz — 35²— ganz Niederſachſen dieſe Idee nicht immer damit. Die Koſtbarkeit dieſer Einhaͤgungen, die V in England groͤßtentheils noͤthig gefunden werden, und es bey der dortigen Viehwirth; ſchaft und den kleinen Koppeln auch wirke orf lich ſind, gehoͤrt allerdings zu den Schwie: ABußbtt rigkeiten, die der allgemeineren Verkoppelung 8— im Wege ſtehen. Sie wuͤrde nicht anders, ntri als durch Einfuͤhrung der Stallfuͤttersnng ra⸗ — wovon die Englaͤnder aber noch zu Lube weit entfernt ſind,— gehoben werden dAarie koͤnnen. Dutm Eſer Sha⸗ Aller dieſer Hinderniſſe ohnerachtet, iſt bi jedoch vielleicht der groͤßere Theil des Acker⸗ tunaßer landes in dieſem Jahrhunderte, vermoͤge deßhe beſonderer Parlaments⸗Bills, eingekoppelt worden; und zwar groͤßtentheils unter der Regierung des jetzigen Koͤnigs. Die Zahl der ausgefertigten Verkoppelungs⸗Bills be⸗ laͤuft ſich nach dem Berichte der im Jahre 1797 zur Unterſuchung dieſer Sache ange⸗ ſetzten Parlaments⸗Committee in den zehn Jahren bis aiih im * angen, S=ig gefn n Wäſer 1den hwi a erkep Diicht ad Jtalfüͤtm e er m ben u Sernoit. Gl ds l e, beme ainge 6 unter d 1 s⸗i r im 36 e Sache an n deu X auch ih Grafſchaften: Bedford Berks Bucks Cambridge Cheſter Eumberland Derby Dorſet Durham Eſſex Glouceſter Hereford Hertford Huntingdon Lancaſter Leiceſter Lincoln Middleſſex Norfolk Northampton Nordhumberland Nottingham Oxford Rutland Salop Sommerſet Southampton Stafford Suffolk Surry Suſſex Warwick Weſtmoreland Wilts Worceſter Vork (Wales.) Flint Glamorgan Monmouth Montgomery Pembroke „ 5— — 2 E 38 b 5* Beſtimter. Vermuthl. 8 ³ Flaͤchen⸗* Flaͤchen⸗ 5 Inhalt. 8 5 Juhalt. S8 2 5* Arres. 5 Aerres. 4 3 3 X 8 17 30,031 I4 24,732 7 6,333 20] 153,333 31 38,457 22 26,399 5 8,8 16 2 3,5 16 3 12 10,363—— 71 25,146 11 38,087 63 34 985 II 9,600 9 13,354 5 6,3⁰8 26 64.115——— 2 1,022 1 511 39 51,471 35 45,192 7 3,320——— 6 8,022 3 4,011 19 30,750% 8 14,471 27 26,801 I 993 117 161,208 18 24,814 153 368,018 19 45,879 2 3,350 3 4,525 37 70,176 16] 30,346 97 157,956 30]% 48,852 30 111,248——— 600 108,541 19 34,223 34 50,736 m33 49,224 15 22,704 3 4,541 16 18,920 2 2,3 65 42]½ 44,086, 3 3,214 20 135,782 15 11,587 35 385,646 3 3,027 7 7,501 1 1,027 2 437 1 218 4 1,450——— 38 49,155 31 40,134 2 2,156 11 I1,689 18 31,681 36 63,368 26 24,184 36 33,436 265 338,757 50 563,954 ,,297 1,997,372 454 806,501 6 16,99ecl1——— 1 720o—— 1 7809— 4 8,626 1 2,157 1 2,450 I 2,450 28,596 24.507 2,025,966]! 456] 811,108 —₰ —— 8‿ 2 2** 8 5 ½ * 1,776 Vor Seite 353 Flaͤchen⸗ Ungefaͤhrer Inhalt Flaͤchen⸗ uͤberhaupt. Inhalt der Grafſchaf⸗ Aeres. ten. 54,763 159,666, 527,000 63,356 441,000 12,352 570,000 10,563] 720,000 63,233 1,040,000 64,5 85 580,000 19,622] 772,000 64,615 610,000 1,533 1,2 40,000 27,663 800,000 3,300 660,000 12,033] 451,000 45,321 240,000 27,994 1, 150,000 186,102 560,000 414,897 1,740,000 7,875 247,000 100,222 1,148,000 206,808] 560)000 111,248 1,370,000 142,764] 560,000 99,980)534,000 27,245 110,000 21,285 340,000 48,200] 907,000 27,369 1,3 12,000 38,673 810,000 8,573 995,000 615 592,000 1,450 1, 140,000 89,289 670,000 14,027 510,000 95,052 876,000 57,670 540,000 402,711 3,770,000 2,803,873 16,990] 160, 000 750 549,000 780 340,000 10,783 560,000 4,900 420,000⸗ 33,203 2,837/,873. di niteln t ſc, de worden? angeget der lelt derer 1 nach nen — 353— bis 1735 auf 38, macht jaͤhrlich 4 — 1745— 39—— 4 — 1755— 61—— 6 — 1765— 317—— 32 — 1775— 471—— 42 — 1785— 469—— 47 1796— 371—— 37 1766 Die Committee hat nicht beſtimmt aus⸗ mitteln koͤnnen, wie groß der Flaͤchen⸗Inhalt ſey, der vermoͤge dieſer Acten eingekoppelt worden, weil in 466 Acten dieſer nicht angegeben iſt. Sie nimt daher in Anſehung der letztern einen Durchſchnitt nach Verhaͤltniß derer an, wo er beſtimmt iſt; und giebt dem⸗ nach nebenſtehende Tabelle. an Bbs. 2te Abtheil. — 354— Es iſt dieſes aber nicht als die Summe des verkoppelten Landes uͤberhaupt anzuſehen. In betraͤchtlichen Herrſchaften, die einem Herrn gehoͤrten, und nur in viele Farms zertheilt ſind, konnten ſie ohne Parlaments⸗Acten ausgefuͤhrt werden, und ſind ſchon im vorletzten Jahrhun⸗ derte, beſonders in Norfolk und Suffolk, ein⸗ gerichtet worden. Auch ſind allerdings einige, wenn gleich nur wenige, durch einſtimmige Einwilligung aller Intereſſenten, zu Stande gebracht worden. In den Grafſchaften Devon⸗ ſhire und Cornwallis haben gar keine Statt gefunden, und uͤberhaupt im Fuͤrſtenthum Wallis nur wenige. Kent erfordert ſolche, nach ſeiner Wirthſchaftsart und der einmal be⸗ ſtehenden Acker⸗Vertheilung, nicht. Die Committee hat ſich nicht im Stande gefunden, mit einiger Genauigkeit auszumit⸗ teln, wie viel von dieſem eingeſchloſſenen Lande eigentlich uncultivirte Gemeinheit geweſen ſey. Man haͤlt es aber fuͤr ausgemacht, daß dieſe nur einen geringen Theil betragen habe, das meiſte aber ſchon Ackerland geweſen ſey, wel⸗ ches nur umgeſetzet und eingekoppelt worden. Wie ſehr hierdurch die Cultur und der Ertrag im Allgemeinen gewonnen habe, werden wir nachher aus allgemein einſtimmigen Zeugniſſen hoͤren. Die fuͤr den eigentlichen Kornbau be⸗ —— heitern der olt ſamene welche wat. 15 an, d in ein gemaan getheilh⸗ B allgen Alt ul getheil nichts Herz mit Pe Fabrik virthſch der Me — icht als d Sun überhauft min en, die einen hen Farns zertheitti) s⸗Acten ausgeit vorleßten Jagg olk und Sufela ſind alerdings in durch einſtm teſſenten, zu Em Graſſchaften der ben gat keine en ipt im Fürfenie tent erfordert ſih t und der einnat ang, nicht. ih nicht in en nauigkeit gime ingeſchloſſna e neinheit gewfe sgemacht, di 1 berragen hihe, d geweſen ſe n ingektppel vmn tur und der em habe, werdel fimmigen zagi lgentlihen fonle 1 — 355— beſtimmte Flaͤche aber hat dadurch abgenom⸗ men, weil das verkoppelte Land, wenigſtens abwechſelnd, vortheilhafter zum Anbau von Futterkraͤutern und zur Viehweide benutzet werden konnte. Die oben angefuͤhrten Schwie⸗ rigkeiten einer bisher fehlerhaften Legislatur haben die Theilung der eigentlichen Gemein⸗ heiten mehr aufgehalten, als die Verkoppelung der offenen Laͤndereyen; weil hier die Gerecht⸗ ſamen weniger verwickelt, und der Antheil, welchen jeder zu erwarten hatte, beſtimmter war. Dieſe Committee nimt in ihrem Berichte an, daß England allein noch 7,800,000 Acres in einem wuͤſten Zuſtande enthalte, die urbar gemacht werden koͤnnten und wuͤrden, wenn ſie getheilt waͤren. Bisher aber iſt uͤber die Einbringung einer allgemeinen Verkoppelungs⸗Bill, worin die Art und Weiſe, und die Grundſaͤtze, wonach getheilt werden ſolle, beſtimmt wuͤrden, noch nichts beſchloſſen worden. Noch iſt Kopf und Herz der Englaͤnder im Parlamente zu ſehr mit Politik, Krieg, Colonien, Handlung und Fabriken beſchaͤftigt geweſen, um der Land⸗ wirthſchaft einige Aufmerkſamkeit zu widmen. Der Magen, dieſe ſonſt ſo maͤchtige Triebfeder 2 in — 356— in der Staatsmaſchiene, muß auch bey den Parlamentsherren erſt kraͤftiger angegriffen werden, bevor ſie, die Sache ernſthaft anzu⸗ greifen, ſich entſchlieſſeen. Durch die Urbar⸗ machung ſeiner wuͤſten Laͤndereyen koͤnnte England ſonſt leicht aus aller Verlegenheit kom⸗ men, und, in Anſehung ſeiner nothwendigen Beduͤrfniſſe von fremden Nationen, auch bey einer noch weit groͤßeren Population, wieder unabhaͤngig werden; zugleich aber ſeine directen und indirecten Staats⸗Einnahmen betraͤchtlich vermehren, und einen großen Theil ſeiner Schuldenmaſſe decken.*) Der Board of Agriculture trug den Unter⸗ ſuchern der Landwirthſchaft der verſchiedenen Di⸗ *) Wie im November 1800, das Parlament in der Abſicht, Maaßregeln gegen den allarmirenden Man⸗ gel der Lebensmittel zu treffen, außerordentlich zuſammen berufen wurde, und der Köoͤnig ihm die Befoͤrderung und Erweiterung des Ackerbaues zu ſeiner weſentlichſten Angelegenheit machte, erwar⸗ tete ich wenigſtens den Beſchluß, daß eine ſolche Bill vorbereirst und eingebracht werden ſolle. Aber es iſt, meinet Wiſſens, auch nicht ein Wort davon weiter im Parlamente vorgekommen. Man iſt in England jetzt ſo ſehr im Geſchmacke der Palliativ⸗ Mereh, daß man an Radical⸗Curen nicht mehr enkt. Diſtr nein Ruͤch Grun Bevd Mey pelun zu fre den. ten 2 auch de weines darun 7 und B. berrach beſiße Vortt Volk ſiſern ten, merte Wenn die S allgen 3 auch wh der iger angexife eernſthaſt ap durch die Urhe⸗ ndereſen km Verlegenhei iw ner nothweidin tionen, auh t pulation, wi aber ſäinedm zhmen beuait ßen Theil ſi re trug der lr der berſchin 3 — das pumn t en allarmirenden! refen, auh gereni nn in and g des Atetnus enheit mn, m 3 ſchluß/ l han ht vader ſlt 3 nct ei An kommen. nn macke del fhatnn ⸗— 357— Diſtricte beſonders auf, die Wirkung der Ge⸗ meinheitstheilungen und Verkoppelungen, in Ruͤckſicht auf Vermehrung des Werths des Grund und Bodens, des Ertrages, und der Bevoͤlkerung zu beobachten, und ſich nach den Meynungen der Einwohner uͤber die Verkop⸗ pelungen zu erkundigen, auch nach den Urſachen zu fragen, die ihrem Fortgange entgegen ſtaͤn⸗ den. Eine kurze Ueberſicht der hierauf erfolg⸗ ten Beantwortungen aus den Reports wird auch dem teutſchen Landwirthe und Cameraliſten, meines Erachtens, nicht unintereſſant ſeyn; darum theile ich ſie hier mit. Lancaſter. Die Verkoppelungen haben die Production und Bevoͤlkerung, wo ſie vorgenommen wurden, betraͤchtlich vermehrt. Die Renten der Guts⸗ beſitzer ſind aufs Dreyfache geſtiegen, und der Vortheil der Paͤchter hat ſich vergroͤßert. Das Volk hat mehrere Huͤlfsmittel zu ſeiner Sub⸗ ſiſtenz erhalten. Die vormaligen Gemeinhei⸗ ten, worauf Gaͤnſe lebten, und Vieh verkuͤm⸗ merte, geben nun dreyßigmal groͤßern Ertrag. Wenn doch eine allgemeine Verkoppelungs⸗Bill die Schwierigkeiten wegraͤumen wollte, die der allgemeinen Verkoppelung im Wege ſtehen! Cum⸗ — 358— Cumberland. Das aus der Gemeinheit neuerlich auf⸗ gebrochene und eingehegte Land iſt zwar ſehr ſchlecht behandelt worden, da man es durch viele auf einander folgende Saaten ausgeſo⸗ gen hat, und es ſich nun in einem erſchoͤpf⸗ ten Zuſtande befindet. Indeſſen iſt der Werth deſſelben doch noch drey bis vier Mahl ſo groß, wie vor der Verkoppelung. Die Frage, ob Verkoppelung die Volkszahl vermindert habe? beantwortet der Bericht⸗ erſtatter mit der Gegenfrage: kann eine Ver⸗ mehrung von Getreidebau und Viehzucht, nebſt einer vermehrten Nachfrage nach Ar⸗ beitern, die Volkszahl vermindern? Weſtmoreland. Auf den Gemeinweiden ſtarb im Jahre 1792 ein Drittel aller Schaafe. Schon aus dieſer Urſache waͤre eine allgemeine Verkop⸗ pelungs⸗Bill ſehr erwuͤnſcht. Rorrhum bberland iſt groͤßtentheils verkoppelt. Aber, weil die Natural⸗Zehnten nicht auf ein Aequivalent 3 ge⸗ wuchs Die nen erhaͤl fache werden und. it neuerii i nd iſ zwer ſh da man es dit Saaten uagi einem eiſti indeſſen iſ d ) drey bis h er Verkoppiin gg die Valtz tet der Bai kann eiwe de und Viehm cfrage nah! windern! and. ſtarb in in afe. Schn d lgemeine dit . rland Aber, ril 1 iin Lenuivie 9 — 359— geſetzt ſind, kann keine reelle Verbeſſerung des Bodens vorgenommen werden, indem nur dem Zehntherrn die Zinſen des ange⸗ wandten Capitals zu gute kommen wuͤrden. Yorkſhire. North⸗Riding. Das Einzige, was die Urbarmachung der Moore verhindert, ſind die enormen Koſten, die eine Parlaments⸗Acte, behuf der Theilung, verurſacht. Wo offene Felder verkoppelt worden ſind, hat ſich der Viehſtapel, in Anſehung der Zahl, aber noch mehr in Anſehung der Guͤte, verbeſſert; und doch wird jetzt eben ſo viel Korn gebauet, wie vormals, da man kein Land zur Weide liegen ließ. Yorkſhire. Weſt⸗Riding. Auf allen Gemeinweiden iſt der Gras⸗ wuchs vernichtet, und das Vieh verkuͤmmert. Die Eigenthuͤmer haben wenig oder gar kei⸗ nen Vortheil davon. Bey der Verkoppelung erhaͤlt der Landeigenthuͤmer unmittelbar vier⸗ fache Pacht, und wie koͤnnte dieſe gegeben werden, wenn der Vortheil aus der Vieh⸗ zucht — 360— zucht und dem Kornbau ſich nicht in der⸗ ſelben Maſſe vermehrte? Die Bevoͤlkerung vermehrt ſich offenbar dadurch. Die Koſt⸗ barkeit der Privat⸗Bills verhindert das große Werk. Bey Doncaſter wird alles einge⸗ ſchloſſene Ackerland um ein Drittel hoͤher bezahlt, als offenes. Lord Hawke hat offene Felder, die 3 Schilling 8 Pence Pacht thun, und eingeſchloſſen 20 Schilling thun wuͤrden. Durham. Der lebhafteſte Wunſch aller Eigenthuͤ⸗ mer und Paͤchter iſt, daß durch ein allge⸗ meines Geſetz, oder einen minder koſtſpieligen Proceß, die Gemeinheitstheilung und Ver⸗ koppelung erleichtert werden moͤge. Staffordſhire. Man kann rechnen, daß der Acre Acker⸗ land jaͤhrlich wenigſtens 5 Schilling mehr werth ſeyn wuͤrde, wenn es verkoppelt waͤre. Man bringe es doch einmal in Vorſchlag, eine verkoppelte Gegend wieder in offene zer⸗ E Theil die mittell Pacht und d Nerh linien des T gleich J 1 die ſelbſt lung ungil Viert der h richt i der Die Berütun rch. Die ii indert das gi wird alles än in Dritel ſir ard Hawke. chiling 3 Jar ſſen 20 Ccl m. h aler Ehrr durch ein d rinder koſihilt eilung und d moͤge. ſhire ſ der Jalt Schilin nj rerken nn nal in Vrt witdet in dhe 1 —-— 361— zerſtuͤckelte Felder aus einander zu werfen. Die bloße Idee wird jeden revoltiren. Derbyſhire. Seit funfzehn Jahren iſt der vierte Theil der Grafſchaft verkoppelt worden, und die Pacht hat ſich beynahe verdoppelt. Un⸗ mittelbar nach der Verkoppelung ſteigt die Pacht zwiſchen ein Drittel und ein Fuͤnftel,⸗ und der Ertrag gewiß in einem groͤßeren Verhaͤltniſſe. Es iſt ſehr nuͤtzlich, die Graͤnz⸗ linien der Koppeln nach der Veraͤnderung des Bodens einzurichten, damit jede Koppel gleichen Boden habe. Nottinghamſhire. Die Wirkung der Verkoppelungen auf die Bevoͤlkerung iſt ſehr merklich geweſen; ſelbſt auf dem Klayboden. Die Verkoppe⸗ lung einer Herrſchaft wird ſelbſt bey der unguͤnſtigſten Lage ihren Werth um ein Viertel erhoͤhen, nach Abzug aller Koſten der Verkoppelung. Lin⸗ — 362— Lincolnſhire. Auf den weiten Gemeinheitsraͤumen kommt das Vieh ſelten bey einem harten Winter durch. Die Pferde werden ſo ausgehungert, daß man ſagt, ſie fraͤßen einander die Maͤh⸗ nen und Schwaͤnze ab, und verſchluckten den Miſt der Gaͤnſe. Sieben und vierzig Kirchſpiele haben Berechtigungen auf einer Heide, und die Theilung wuͤrde ſieben und vierzig verſchie⸗ dene Parlaments⸗Acten koſten; ein Beweis von der Nothwendigkeit einer allgemeinen Parlaments⸗Acte zur Befoͤrderung der Thei⸗ lung. In den Gemeinheiten zwiſchen Wel⸗ land und dem Glen verlieren die Eigen⸗ thümer oft vier Fuͤnftel ihres Viehſtapels. Leiceſterſhire. Die Verkoppelung bringt die Landpacht hier von 8 Schilling auf 20. Rutlandſchire. Man beklagt es hier ſehr, daß die Verkoppelungs⸗Acten ſo koſtbar ſind, da der der fur d D Durch Acre alſo 8 noch 24 alſo ja verlohr Acten — hire. taraumen kom aren Wim ſo ausgehunge inander de M und verſclun Kirchſpiele hin Heide, ud dierzig deſt ten; ein Wii iner algeni derung der de en zviſhen d ieren die n s Viehſtazu hite gt die lnit 20. hire ſehr, 1 ü vſtbar ſid, tſ 1 — 365— der Vortheil der Einkoppelungen ſo groß fuͤr die allgemeine Wohlfahrt iſt. Northampton. Das ofſene Land thut, nach einem Durchſchnitte, 11 Schilling 6 Pence der Acre Pacht; das verkoppelte 20 Schilling, alſo 8 Schilling 6 Pence mehr. Es ſind noch 150,000 Acres offenes Feldland; alſo jaͤhrlich 60,000 Pfund am Pachtertrage verlohren. Die Koſtbarkeit der Parlaments⸗ Acten macht das einzige Hinderniß aus. Warwick. Offenes Feld thut 10 Schilling; daſſelbe verkoppelt 18 Schilling Pacht. Manches iſt in Gras gelegt, und thut 15— 35 Schilling. Wenn man auch die Zinſen der Verkoppelungskoſten abrechnet, ſo hat man doch ein Drittel an Einkuͤnften mehr. 50,000 Acres ſind noch offenes Feld. Wor⸗ — 364— Worceſter. Die Pacht des verkoppelten Landes iſt allenthalben in ſtarken Verhaͤltniſſen geſtiegen, der Ertrag aber noch mehr. In Anſehung des Viehſtapels uͤbertrifft dies alle Begriffe. In einem Kirchſpiele iſt nach einer zuverlaͤſſigen Angabe der Ertrag der Schaafe jaͤhrlich tauſend Pfund hoͤher geworden. Die Theilungen haben ſich hier nur auf das offene Acker⸗ land erſtreckt, dennoch hat die Bevoͤlkerung zugenommen. Buckingham. In allen verkoppelten Kirchſpielen hat die Bevoͤlkerung zugenommen, ohnerachtet verſchiedene ſich auf Gras⸗ und Viehwirthſchaft gelegt haben. Hertford. Die Pacht des veeoppeken Landes hat ſich verdoppelt, und das Land iſt haͤuffs d das Dop⸗ vele dieſer Pacht werth. D byppelt 3 Sch Zwey und d getrent Ertrag bhilder berkop 24 Ba 36⸗ 36 2⁰ Hit verkoyr auf des aufger er. paltn lande änniſe geſäin Anſehau all Vegife.; einer zuvelſſe afe jährlich iun Die Theim das ofene K t die Peiken ham. Kirchſyicn zmen, hrntt nd Viehuiili r d. len lendesi ſt haͤußg d — 365— Cam bridge. Der Durchſchnitt der Pacht des ver⸗ koppelten Landes betraͤgt auf einen Acre 8 Schilling mehr, als des offenen Feldes. Zwey Kirchſpiele, die gleichen Boden haben, und deren Feldmarken nur durch eine Hecke getrennet ſind, haben ſolgenden Unterſchied des Ertrages von einem Acre: Hardwike Childersley verkoppelt offen 24 Buſhel Weizen 16 Buſ hel 36 ⸗ Gerſte 18 ⸗ 36 ⸗ Hafer 18 ⸗ 20 ⸗ Bohnen und Erbſen 8 ⸗ Hierzu kommt, daß die Schaafe auf den verkoppelten Diſtricten nie faul werden; die auf den offenen oft ganz von dieſer Krankheit aufgerieben werden. Suffolk. Im Kirchſpiel Coney⸗Weſton war der Ueberſchuß der Gebohrnen vor den Geſtorbenen, ſechszehn Jahre vor der Verkoppelung, im Jahr 1777, zwoͤlf; ſechszehn Jahre nach der — 366— der Verkoppelung, drey und vierzig. Die Pacht iſt verdoppelt, die Farmers ſind reicher. Norfolk. Nicht die Koſten allein, ſondern die ſchreck⸗ lichen Weitlaͤuftigkeiten halten hier die Fort⸗ ſchritte der Verkoppelungen auf. Jene wuͤrde man anwenden. Surrey. In keinem Stuͤcke iſt man hier ſo weit zuruͤck, als in der Verkoppelung. Fuͤr manche offene Felder, die jetzt 12 bis 13 Schilling Pacht thun, wuͤrden die Farmer, verkoppelt, gern 24 bezahlen. Southampton. Bey Baſingſtoke ward neuerlich ein be⸗ traͤchtlicher Strich Landes verkoppelt, wonach die Pacht von 6 auf 12 Schilling ſtieg. Wilt⸗ jähri 5 tuſ auf g muß; beſſer ſames mehre nothig häll n werth, überal beyW ten wu Im 2 erſtaut facig. 1 — lichke — id bierg d e Farnen ſi lk. ſondem die ih ten hier dihe auf. Jete ui h. man hier ſi n -ung. Firmt bis 13 Etn ermer, weingi pton neuerich in erkoypelt vemn illing ſih Pit Wiltſhire. Die Nachtheile der offenen Felder⸗Wirth⸗ ſchaft ſind hier: daß man jede Art von Boden auf gleiche Weiſe pfluͤgen, beſtellen und beſaͤen muß; die Unmoͤglichkeit, die Schaafe zu ver⸗ beſſern; die Schwierigkeit, gutes und genug⸗ ſames Heu fuͤr den Winter zu machen; die mehrere Arbeit und Pferde, welche dabey noͤthig ſind. In dem nordweſtlichen Diſtricte haͤlt man die Gemeinweiden faſt gar nichts werth, und das Recht, ſie zu benutzen, wird uͤberall nicht in Anſchlag gebracht. Z000 Acres bey Weſtbury tragen gar nichts ein, und brauch⸗ ten nur getheilt und abgewaͤſſert zu werden, um jaͤhrlich 13 Schilling fuͤr den Acre zu tragen. Im Allgemeinen waͤre das offene Feld einer erſtaunlichen Verbeſſerung durch Verkoppelung faͤhig. Bey allen Verkoppelungen, wo die Moͤg⸗ lichkeit iſt, Bewaͤſſerungs⸗Wieſen zu machen, muͤßten die Commiſſarien berechtiget ſeyn, allen Waſſermuͤhlen, zu geſetzten Zeiten, ſo viel Waſ⸗ ſer zu nehmen, als zur Bewaͤſſerung der unter⸗ halb liegenden Wieſen noͤthig iſt, und den Muͤhlen eine jaͤhrliche Schadloshaltung dafuͤr auszuſetzen. Wenn die legalen Weitlaͤuftig⸗ keiten gehoben werden koͤnnten, ſo wuͤrde die ganze — 368— ganze Grafſchaft in kurzer Zeit verkoppelt ſeyn. Sommerſet. Nach der Verkoppelung hat die Vermeh⸗ rung der Pacht haͤufig zwey Drittel betragen. Sie hat den Zuſtand der geringern Hausleute allgemein verbeſſert, denn in allen ſolchen Kirchſpielen hat die Armentaxe abgenommen. Die angeblichen Vortheile, welche dieſe armen Leute von den Gemeinheiten haben ſollen, ſind fuͤr ſie ein poſitiver Verluſt. Das Recht, an der Gemeinweide Theil zu nehmen, gilt zwoͤlf Schilling. Es wird den Haͤuslern ſchaͤdlich, weil es ſie zur Unthaͤtigkeit verleitet. Drey tauſend Acres moorigten naſſen Bodens, welche eingekoppelt worden, thun nun von 10 bis 50 Schilling vom Acre Pacht, und waren vorher faſt gar nichts werth. Der Arbeitslohn iſt von 4 auf 6 Pence geſtiegen, und der Ge⸗ ſundheits⸗Zuſtand viel verbeſſert worden. Da das Verkoppelungs⸗Syſtem den Ertrag des Landes vermehrt, den Verdienſt erhoͤhet, die Armentaxe vermindert, Geſundheit und Be⸗ völkerung verbreitet; ſo iſt es zum Erſtaunen, daß man ſo wenig von Seiten der Geſetzgebung zu ihrem Beßten gethan hat. Dor n En geſett minde zu bi kann das b nicht ohne Quan Rüͤck Verko 2u Bd — „Zei dathn ſer. g hat die Vem h Daitel be geringern hule in allen ſin taxe abgenone welche diſ ir haben ſlen ſ .. Das Neth nehmen, ſitn Häuslern ſt eit urie 1 naſſen e „thun num Pacht, d9 Der Aüut ege, and d eſſert wode n den Emg dienſt ert 15 zeſundhei tu 166 mm ie en der difßge t. — Dorſer. Die Vortheile der Verkoppelung ſind uͤber⸗ wiegend. Aber die Parlaments⸗Acten ſind zu koſtbar. Man muß drey bis vier hundert Pfund bezahlen, ohne ſicher zu ſeyn, daß die Sache zu Stande kommen werde. Ich enthalte mich, mehrere aͤhnliche Be⸗ merkungen aus den Reports anzufuͤhren, da ſie im Weſentlichen alle uͤbereinſtimmend ſind, und manche ſich zu ſehr auf Ortsverhaͤltniſſe beziehen. Die Surveyers legen dadurch nicht ihre eigene Regierung, ſondern das Urtheil der kluͤgſten Leute in den Gegenden an den Tag. Das Einzige, was man der Verkoppelung in England mit einigem Anſchein entgegen⸗ geſetzt hat, iſt: daß der Kornbau dadurch ver⸗ mindert werde, weil das eingekoppelte Land zu viel zur Viehzucht benutzet wuͤrde. Dies kann jedoch nur der Fall ſeyn, wenn man bloß das bisherige Ackerfeld— die Gemeinweiden nicht mit— verkoppelt. Und dann hat man ohne Zweifel bey dieſer Behauptung bloß auf Quantitaͤt der Einſaat, nicht auf den Ertrag, Ruͤckſicht genommen, der unter der nach der Verkoppelung allemal eintretenden beſſeren 2u Bbs. 2te Abtheil. Aa Eul⸗ 370— Eultur, und ſelbſt durch die Vermehrung des Viehſtapels erfolgt. Indeſſen will ich es grade nicht ableugnen, daß unter dem niedrigen Ver⸗ haͤltniſſe, worin zu gewiſſen Zeiten der Preis des Getreides gegen thieriſche Producte in Eng⸗ land geſtanden hat, vorerſt nach mancher Ver⸗ koppelung weniger Korn gebauet ſey. Ohne Zweifel aber wird ſich Vie hzucht und Kornbau nach der Verkoppelung bald in das gehdrige Gleichgewicht ſetzen. In Teutſchland hat man grade im Gegen⸗ theil die Beſorgniß, es werde durch Gemein⸗ heitstheilung und allgemeine Verkoppelung Mangel an Weide, folglich Abnahme der Rind⸗ viehzucht, und gaͤnzlicher Verfall der Schaaf⸗ zucht entſtehen. Fuͤr erſtere ſind freylich nur veun von ſehr beſchraͤnkten Kenntniſſen in Sor⸗ gen; in Ruͤckſicht auf letztere aber haben ſich ſogar Schriftſteller und Cameraliſten gegen Gemeinheitstheilung und Aufhebung der Stop⸗ pel⸗ und Braachbehuͤtung erklaͤrt. Die Wolle, hat man geſagt, ſey ein zu wichtiger Artikel, und ihre Verarbeitung ein zu nützlicher Er⸗ werbszweig, als daß der Staat ſolchen auf⸗ opfern duͤrfe. Allein dieſer Einwurf gruͤndet ſich lediglich auf das alte Vorurtheil unſerer Schaͤfer, und ſetzt eine voͤllige Unbekanntſchaft mit dem Betriebe der vortrefflichen engliſchen Schaaf⸗ Vermäͤnug i vil ich a and em niedrigen ne Zeirn der gu Producwin ee vach wancher d ebauet ſep. N zucht und Kand id in das gei m grade in n erde durch be ine Verc Abnahme hüd Lerfall der d re ſind fralhn Kennwiſtnicr re aber hui rameraliſtn e ffhebung er 3 rklärt. Te u wichtiger 8 zu nißlihr Staat ſolhen r Einwuf gu Vorurtjil uir ige trbekunie reflüchen enj Sihu — 371— Schaafzucht voraus. Die Schaͤfer halten naͤmlich ein weites Umherſtreifen der Schaafe, und eine abwechſelnde Weide auf hohen und niedrigen Gegenden, auf fetten und mageren Gruͤnden, zu ihrem Gedeihen nothwendig. Und freilich war dieſe Abwechſelung der Weide auf un⸗ ſern ungeſunden und verwilderten Schaaftriften noͤthig. Das auf hohen, duͤrren Triften ausge⸗ hungerte Vieh mußte, um Nahrung zu erhalten, in feuchte, ſumpfigte Gruͤnde getrieben, und, um dem Nachtheil dieſes den Schaafen ſo ſchaͤdlichen Fraßes vorzubeugen, ſchnell wieder auf trockene Heidhuͤgel gefuͤhrt werden. Denn eine geſunde, den Schaafen angemeſſene, gleichfoͤrmige Weide hat und kennt man in unverkoppelten Gegen⸗ den nicht. Man war von der Nuͤtzlichkeit dieſes weiten Umherſtreifens ſo uͤberzeugt⸗ daß man die Vorzuͤge der ſpaniſchen Schaafzucht faſt allein den weiten Reiſen beymaß, welche die dortigen Heerden machen; eine Meynung⸗ die durch Laſteyrie's vortreffliche Beſchrei⸗ bung der ſpaniſchen Schaafzucht nun voͤllig widerlegt iſt. Aber nirgends wird die Schaaf⸗ zucht vollkommener und mit groͤßerem Vortheil betrieben, wie in den verkoppelten Diſtricten Englands, wo man die Schaafe hirtenlos, und ohne alle weitere Sorge, auf denen ihnen ausgeſetzten cultivirten, ſorgfaͤltig abgewaͤſſerten und zweckmaͤßig beſaamten Koppeln weiden — 572— Aor laͤßt, und Faulfreſſen und manche, andre⸗ Krankheiten ganz geſichert iſt. Einen be⸗ ſondern Schaͤfer kennt man da nicht, und die Schaafheerde, die oft den betraͤchtlich⸗ ſten Theil der ganzen Wirthſchaft ausmacht, wird bald von dieſem, bald von jenem Tageloͤhner beſorgt. Dieſe Schaafzucht hat ſich, ihres vortheilhaften Betriebes wegen, in den verkoppelten Gegenden, vielleicht auf Koſten des Kornbaues, ſehr vermehrt. Daher ſieht man aber, auſſerhalb den der Schaafzucht ganz geeigneten Berggegenden, auf die in der Gemeinweide herumſtreifenden Schaafe mit groͤßter Verachtung herab, und ſetzet ihren Ertrag, nach Abzug der Winterfutterung und des Riſico, unterhalb Null. Und ſelbſt in den noͤrdlichen Berggegenden ſchaͤtzt man jetzt nur eine getheilte, privative und durch Kunſt ver⸗ beſſerte Schaafweide. Doch es iſt hier noch nicht der Ort, ausfuͤhrlicher uͤber engliſche Schaafzucht zu reden. Ich wollte nur, nach⸗ dem ich die Schwierigkeiten, die in England einer allgemeinen Verkoppelung entgegen ſtehen, erwogen habe, etwas von den Vor⸗ urtheilen ſagen, die man bey uns gegen ſelbige hat. Zu dieſen gehoͤrt denn beſonders die Mey⸗ nung oder das Mißverſtaͤndniß, als ob mit der der 1 An dieſe wie Abz) liefer ſhaft Prod Menf ten S der 2 die T aus, winde ſchaft Ener⸗ Verha Stad Keine und? dem Eigen geger ſeinen Dum nicht einan und t md mui ud if. Emm h d nicht, dd den benachtie dſchaft ausman bald don zmn e Schaafzuc Betriebes un den, dieleitt u vermehrt. A en der Schazu en, auf de ui den Schaafet und ſeßt in. interfutternz Und ſelbſtun zatzt man jien durch Kmimr es iſt hir i er über ahü wollte n ih „ die it Eu ppelung enzt as von dil dh bey und eſonders i die We driß, u 9 1 — 373— der Verkoppelung die Mecklenburgiſche oder Holſteiniſche Wirthſchaftsart unbedingt verbun⸗ den ſey. Wenn man es auch zugiebt, daß dieſe in oͤconomiſcher Hinſicht vortheilhafter ſey, wie unſre bisherige Felderwirthſchaft, d. h. nach Abzug der Koſten einen groͤßeren Ueberſchuß liefere; ſo haͤlt man ſie doch in ſtaatswirth⸗ ſchaftlicher Hinſicht fuͤr nachtheilig, weil ihre Production geringer ſey, und weil ſie weniger Menſchen beſchaͤftige: folglich einem bevoͤlker⸗ ten Staate nicht angemeſſen, und die Zunahme der Bevoͤlkerung nicht befoͤrdernd. Allein, die Verkoppelung ſchließt keine Wirthſchaftsart aus, und befoͤrdert jede. Es kann bey ihr mit mindeſtem Kraft⸗ und Koſten⸗Aufwande gewirth⸗ ſchaftet werden; aber auch mit der groͤßten Energie und der aͤußerſten Verfeinerung. Andre Verhaͤltniſſe werden erſt beſtimmen, welcher Grad von Cultur bey ihr Statt finden ſoll. Keiner iſt in der freyen Benutzung ſeines Grund und Bodens beſchraͤnkt; keiner braucht ſich nach dem Vorurtheil, nach dem Herkommen und dem Eigenſinne ſeiner Nachbarn zu richten. Selbſt gegen voreiligen Tadel oder Neid iſt man in ſeinen Koppeln mehr geſichert. Traͤgheit und Dummheit kann nun den Fleiß und die Talente nicht mehr feſſeln. Meine Felder liegen bey einander; ich kann ſie abtheilen, ſie verbinden und trennen, wie ich will. Ich kann kreuz und — 374— und queer pfluͤgen, kann den Ackerbeeten die beliebige und zweckmaͤßigſte Richtung geben, ſie herablaufend oder horizontal in huͤgeligten Gegenden anlegen. Ich kann den feuchten Boden abwaͤſſern; den trockenen durch Hecken und Baͤume gegen Wind und Sonnenſtrahlen ſchuͤzen. Die Ueberſicht meiner Aecker iſt leich⸗ ter; meine Wege ſind kuͤrzer und in beſſerem Stande; meine Erndte⸗ Duͤnger⸗ und Pflug⸗ Fuhren alſo leichter, und mein Geſpann gerin⸗ ger. Mir wird von Andern nichts verfahren und nichts vertreten; durch fremdes Vieh nichts verwuͤſtet. Meine Stoppel und Braache be⸗ nutze ich nach Gefallen, und in gut verzaͤunten Koppeln geht mein Vieh ohne Hirten. Jede Arbeit kann ich genauer berechnen, die Zeit beſtimmt abmeſſen. Jedem Felde und Boden kann ich die angemeſſenſten Saaten und Frucht⸗ folge geben. Ich kann meine Aecker zu Weiden und Wieſen machen, und wieder aufbrechen, wenn ſie ſich ausgelegen und friſche Kraͤfte geſammlet haben. Flachen, trockenen Kalkſtein⸗ Boden kann ich in Eſparcette legen; bemooſ'te niedrige Wieſen abwaͤſſern, und reiche Erndten davon nehmen. Ich kann Mergel, Lehm, Sand fahren und hinbringen, wo ich will; kann ſumpfigte Sinken ausfuͤllen, und unfrucht⸗ bare Huͤgel ableeren. Ich kann meine Felder vom Unkraute reinigen, und ſie gegen neue . Be⸗ en Ackeddeten d ⸗Richtung ebn al in hüͤgehne kann den feubt denen darch he und Sonnenſtit äiner Aecker iit er und in bin dunger⸗ und he nein Geſpam⸗ pn nichts veiin fremdes Viit l und Buuh ad in gut den aje ohne Hirre berechnen, 99 m Felde udn Saaten mich ne Aecker ud” wieder uſt un und fiiſt lü trockene erühü te legen; bunſ und reihe bm un Nen, 3 9 gen, wo ih M fülen, und un 4 h kaun neine und ſie Vnn Fh — 375— Beſaamung deſſelben ſchuͤtzen. Stehen mir endlich viele Menſchenhaͤnde gegen maͤßigen Arbeitslohn zu Gebothe, ſo habe ich gewiß Gelegenheit, ſie immer auf eine fuͤr mich nüͤtz⸗ liche Art zu beſchaͤftigen; fehlen ſie mir, ſo kann ich meine Wirthſchaft zur Noth auch ſo einrichten, daß ich weniger gebrauche. Welch ein Unterſchied dagegen, wenn meine Aecker zerſtreut im offenen Felde und ſamt den Wieſen in halber, meine Weiden in voͤlliger Gemeinheit liegen! Und ſo wird wohl Niemand behaupten koͤnnen, daß das, was den Vortheil jedes einzelnen Beſitzers ſo befoͤrdert, was den Werth des Grund und Bodens nach den in den engliſchen Reports angegebenen Verhaͤlt⸗ niſſen ſteigert, die Production und die Bevoͤl⸗ kerung vermindere, oder dem Staate nach⸗ theilig ſey. Daher ſollte man ſich von den Schwierig⸗ keiten weniger abſchrecken laſſen, die in Anſe⸗ hung der Grundſaͤtze und der Verfahrungsart in den meiſten Gegenden vorkommen werden. Es iſt gewiß ſehr gut, daß man die verſchiede⸗ nen Meynungen ſo reiflich erwogen hat, wie es im Preußiſchen und im Luneburgiſchen geſchehen iſt. Man muß aber Verzicht darauf Hn n. — 376— thun, ein Principium feſtzuſetzen, wogegen gar nichts zu erinnern iſt, und welches unter keinem Verhaͤltniſſe eine Art von Unbilligkeit mit ſich zu fuͤhren ſcheint. Da, wo alle Theil⸗ haber hinreichend befriediget werden koͤnnen, wird man ſich in Anſehung des Mehr und Weniger ſtrenge an feſtgeſetzte Principien binden koͤnnen. Wo das aber nicht moͤglich iſt, und wo ein Theil der Berechtigten gegen einen andern zu ſehr zuruͤckgeſetzt werden wuͤrde, da muͤßte die Theilung, deucht mir, nicht als eine rechtliche Entſcheidung, ſondern als ein Vergleich angeſehen werden, den aber jeder einzugehen erforderlichen Falls gezwungen wer⸗ den koͤnnte, wenn er dadurch erweislich nicht deterioris, ſondern melioris conditionis, wie vorher, wuͤrde. Daß ein Anderer einen groͤßeren Antheil erhalte, als ihm nach anderen Grundſaͤtzen gebuͤhrt, muß Keinem die Befug⸗ niß geben koͤnnen, die Sache wieder ruͤckgaͤngig zu machen. Denn wenn der Neid, und deſſen Anwald, die Chicane, ſich in die Verhandlun⸗ gen miſchen duͤrfen, ſo wird nie etwas daraus. In England ſind die Principien freylich gar zu ſchwankend, und die Ausfuͤhrung der Thei⸗ lung iſt faſt lediglich dem Ermeſſen der vom Parlamente angeſetzten Commiſſion uͤberlaſſen. Es iſt aber nicht dies, woruͤber man ſich beklagt, ſondern nur uͤber die Koſten und Weit⸗ Wii vitt The dabe bein wün meiſ ſehu⸗ kom dazu Kent Nech den, Unet wiſſ uͤben mein desm der. ſich vorſ von gend latie an ſonſ ruͤch zuſeten, dngege und welches une t von Unbilizit da, we all Th ſt werden kohhe ng des Mät h ggeſette Prinin eeſeht werden i eucht mir, licta , ſonden d n, den abe ſt alls gezwungnte ecch erveilt i oris condtüni ein Ander un ls ihm natum Keinem ddi e wieder tüu⸗ er Neid, n in die Veiſ nd nie etwas dus neipien frnii usführung dr Erneſſn de mmiſſien ihei worüber mmn 1 er die nn — 377— Weitlaͤuftigkeiten, ehe es zum Theilungs⸗Act wirklich kommt. Gleich nach geſchehener Theilung beklagt ſich zwar mancher, daß er dabey laͤdirt ſey; aber nach einiger Zeit wird keiner die alte Lage der Dinge wieder zuruͤck wuͤnſchen. Es wird, meines Erachtens, am meiſten auf eine gute Auswahl, Zuſammen⸗ ſetzung und Inſtruction der Commiſſion an⸗ kommen. Es werden durchaus Maͤnner dazu erfordert, die mit einer gehoͤrigen Kenntniß der Sache eine unbezweifelte Rechtſchaffenheit und Unbeſtechbarkeit verbin⸗ den, dabey aber auch frey von aͤngſtlicher Unentſchloſſenheit ſind. Einer ſolchen Com⸗ miſſion muß in jedem einzelnen Falle vieles uͤberlaſſeen werden, weil ſie, wenn allge⸗ meine Wohlfahrt. befoͤrdert werden ſoll, je⸗ desmal auf die Wirthſchafts⸗Verhaͤltniſſe der Intereſſenten Ruͤckſicht nehmen muß, und ſich nicht allein nach poſitiven Rechts⸗ vorſchriften richten darf. Es darf aber von ihr, den Fall einer klar am Tage lie⸗ genden Nullitaͤt ausgenommen, keine Appel⸗ lation Statt finden, und insbeſondre nicht an ordentliche Gerichtshoͤfe gelangen koͤnnen; ſonſt wuͤrden die meiſten Theilungen wieder ruͤckgaͤngig werden. In — 578 In Anſehung der Grundſaͤtze und der Verfahrungsart bey Theilungen wird man das Vollſtaͤndigſte in des Herrn Commiſſair Meyer's Werke antreffen, ob es gleich vorzuͤglich nur auf die Verhaͤltniſſe im Luͤne⸗ burgiſchen Ruͤckſicht nimt: Ueber die Gemeinheitstheilung, und zwar von den Grundſaͤtzen, wonach zu theilen, und von der Verfahrungsart des Verfaſ⸗ ſers bey den von ihm beſorgten Theilun⸗ gen, von J. F. Meyer. Zelle, bey Schulze, 1801. 2² Theile. Schreib⸗ und Druckfehler. Seite 19, Zeile 15 ſtatt Hälfte lies Haͤlfte— S. 30, 8. 12 ff. 1 Thlr. AEEVytr.— S. 31, Z. 12 ſt. 11 Schock l. 13 Schock— S. 32, 3. 4 ſt. werden lwörden— S. 35, 3. 3 p.u⸗fr. 135 Thlr. l. 140 Thlr.— Eb. Z. I v. U. ſt 0 Thle⸗k. 85 Thlr.. S. 36, 5.20 Thlr. l. 85 Thlr. — S. 36, 3. Z2 v. u. ſt. E. 746— Eb. ſSI u. ſt. 7 FanflelL-a-Femftel— S. 39, 3.ſt⸗Wird l. wurde— S. 48, 8. 7 l. Suetdir— S. 52, Z. I ſt. kein anderest. keinen anderen— S. 54, Z. 11 ſ derk. des— S. 59, Z⸗l. Sittſamkeit— S. 784 2A4-=Lußte — S. 383, 3.,20 falt der Strich weg— S. 87 5 ſt. ihn l. ihm— S. 89, 18 ſt.ireere l. dritte— S. 100,3., der anderen — S. 101 3.2. das andre l. dem andern— S 198,3= ſt. dieſen l. dieſem— S. 143 3. 26 ſt. Defrandenten l. Defraudanten— S. 145, 3. 2 ſel. haͤtte— S. 157, 3.—26.. ZuFieche l. zureiche— S. 166, Z. 9 ſt. wirde wuͤrde— Daſ. 3. 16- ſt känn l. koͤnne— S. 171, 3. 3 ſt. hebel- ſfaͤben— Daſ. Z. 18 ſt. Schifffalfrt l. Schifffracht— Seite 176, Z. 21 ſt-Nieſe I. dieſen— S. 192, Z. 2 v. U. ſt. Reſultate l. That⸗ ſachen— S. 199, 3. 19 ſt. nolkanes l. auch kann es nicht— Daſ. Z. 23 ſt I. nun auch— S. 213,3. 4 ſt. ſinke l. ſinkt— S. 228, Z. 10 ſt. waedl. wird— S. 242, Z. 15 ſt. Tonnenißen l. Tonne Weit⸗ zen⸗— S. 281, Z. I2Snfrerl. Syſtems— S. 28278. 2 v. u. ſt in l. an— S. 294, 3. 20 ſt. Pordemt. ſerden— S. 0.E ſt. geſchaffet l. geſchaffen— S. 317, 3. 21 rundlichen l. gruͤndlichſten— S. 327, 3. 15 L gemernſchaftlichem— S. 3303.ar-ſt-Sande l. Stande— S. 33 Lerrftekſtl. ſind— S. 343, 3 Ifffereſſenten— S. 356, 3. A v. u. Lmeffies— S. 3713fe ben l. dem— Seite 322, 3. 1 L. vor Saulfreſſen us fifichen andern— ——— Vergleichung b 1 des Engliſchen Geldes, Maaßes und Gewichts. †. 3——* 4d wmn—— wiſe Geld. 3m lm Bo) dem veraͤnderlichen Courſe und dem ſeit einiger Zeit unbeſtaͤndigen Verhaͤltniſſe des Silbers gegen Gold laͤßt ſich nichts ganz genau und allgemein Zutreffendes angeben. 44½ und ſut Der Herr Graf von Podewills hat bey der Ueberſetzung der Marſchallſchen Wirthſchafts Beſchreibungen das Pfund — g Sterling zu 6 Thlr. 16 gr. Preuß. Currant angenommen. Ich behalte dieſes im Durchſchnit zutreffende Verhaͤltniß tte um ſo ehr bey, weil ſodann die der Beſchreibung von Yorckſyire angefuͤgte ſehr nuͤtzliche Tabelle auch fuͤr meine Leſer — Vaſſ brauchbarer bleibt. Und ſo entſteht nach dem gewoͤhnlichen Werthe des Silbers gegen Gold folgende = Theim— S. le, Vergleichung des Engliſchen Geldes mt mit mſe mit — Conventions⸗ Prreuſiſchen Hannoveriſcher Piſtolen 8 3 a5 Rthlr Gelde Courant Caſſen⸗Muͤnze uem thir. die Piſtole 5 ½ Rthlr. die Piſtole 5 ½ Rthlr. die Piſt. 4 ½ Rthlr. e b 4. 1 4 1 Lh-A Rthlr. ggr. A(Rechlr. ggr. pf. Rehlr. ggr. pf. Rthlr. ggr. pf. elgn————-— ! = 31! G 3 us 1 Pfund Sterling a 20 Schilling- 5 21 2 F 6 6? u, 6 16— 3 11 9 F uhn 1 Schilling a 12 Penccs.?/ ⸗ 6„w„ sS=— 6[? m Wdein. 4* 6 6 1 Pence a 2 Halfpennys——— 7 1——-— 7—— 8—— 6 19 ,— 8 16 3 4 4 nun 1 Halfpenny a 2 Farthings-—— 3—— 3 10ͥ—— 4—— 3 r 53. Saii aFaring.-=„,==n=Se= — 6.29 4 rus 1 Guince a a1 Shilligs„ 6 4 2 3 6 14 1 77 7——= 5 18 4 77 uts 4 5 — nin 2 Crone a 5 Shillings 11 11 z W 13 7 131 1 16— 1 8 11 1 gra⸗— e esnsl 17 Shilling ſind gleich eine Piſtole. f Langen Maafß. Die engliſchen Langen Maaße verhalten ſich unter einander folgendergeſtalt Four- Poles, Rods Mile longs ſod. Pearches Fathoms Geometr. Paces Yards Foots Inches 1 8 320 88⁰ 1056 1760 5280 63360 ⅓ 1 40 110 132 220 660 7920. 1 2, 75 3, 3 5, 5 16, 5 198 1 1, 2 2 6 7² 5* 1 1, 66 5 60. 1 3 36 1 12 Zuweilen komt auch der Ausdruck Chain(Kette) vor, welche 4 Ruthen oder 66 Fuß haͤlt. Es iſt hier die geſet⸗ maͤßige Meile angenommen, den die gewoͤhnliche Londoner, wonach wohl häuſiger gerechnet wird, enthaͤlt nur 5000 Fuß. Von erſterm gehen 4 ½, von lezterm 4 13 auf eine geographiſche Meile. erm gehen 4 5 z 3 Ein Fuß haͤlt Vergleichung 100 Engliſche Foots gleichen 5 von des alten des. in pariſer Fußes Laͤngen⸗Flaͤchen⸗ nnd Koͤrper⸗Maaßes 1440 17 6 4 Ore ld E 8 Längen⸗ Flaͤchen⸗ Koͤrper⸗ Theilchen. an nachfolgen a. rten mit dem Eng iſchen. Maaß V Maaß Maaß 1320 oder nach Nelin———— 102, 39 104, 84 107, 35 1210, 6 Baden⸗Durlach———— 111, 65 125, 58 140, 2 1282 Bayern————— 105, 43 111, 15 117, 18 1391, 8 Berlin und ganz Preußen, Reinlaͤndiſches Maaß— 97, 11 94, 31 90, 98 1300 Bern, nach Luͤdeke und Beckmann——— 103, 97 108, 09 112, 38 12719, 2 Braunſchweig nach Meyer——— 105, 66 111, 7 118, 7 1275 Breslau—-———— 106, 01 112, 37 119, 12 1290 Bruͤſſel———- 104, 77 109, 78 115, 02 1296 Hannover oder Calenberg——— 104, 37 108, 77 113, 4 1244 Caſſel———— 108, 65 118, 04 128, 25 4 3— Wuͤrtenberg Ein Fuß haͤl Vergleichung 100 Engliſche Foots gleichen dart er Fußes Aaͤngen⸗Flaͤchen 55 Koͤrper⸗Maaßes 3 10 3 3 deiche. an nachflenden Orten mit dem Engliſchen. ia adr San 1391, 2— Daͤnnemarck, Fheinlaͤndiſches Maaß 97, 11 94, 31 90, 98 1254, 5 Dresden—— 107, 74 116, 08 125, 06 1251 Erfurth 4—— 108, 04 116, 73 126, 11 1270 Frankfurth am Mayn— 106, 42 113, 26 119, 95 1440 Frankreich, pied du Roy 93, 86 88, 1 82, 69 4434, 4 3 neues Metre 30, 48 9, 29 2, 83 1275 Gotha— 5— 106, 1 112, 37 119, 12 1270 Hamburg und Holſtein— 106, 42 113, 26 119, 95 1253 Leipzig— 107, 86 116, 35 125, 51 4 1351, 58 London— 100 100 100 1290 Lüͤbeck—— 104, 77 109, 78 115, 02 1286 Manheim—— 105, 1 110, 46 116, og 1282 Muͤnchen—— 105, 43 111, 15 117, 13 1346, 75 Nurnberg— 100, 36 100, 72 101, 8 1238 Osnabruͤck—— 109, 17 119, 19 130, 13 1391, 8 Oſtfriesland— 927, 11 94, 31 90, 98 1225 Pommern ſchwediſch— 104, 37 108, 93 113, 68 1391, 8 Rheinlaͤndiſcher Fuß nach Bode 97, 11 94, 31 90, 98 3 1213 Riga—— 111, 42 124, 15 138, 34 1576, 8 Rusland—— 85, 72 13, 47 62, 98 1315, 87 Schweden— 102, 71 105, 5 108, 36 0 1330 Schweitz— 101, 62 103, 27 104, 95 1401, 3 Wien—— 96, 44 93, 03 89, 73 1241, 4— 108, 88 118, 54 129, 06 Das in agronomiſcher Hin ſicht wird gew hrlich dach Acres, Farthing deals Viertheile oder Roods und den nicht damit zu verwechſeluden Rods Flaͤchen⸗Maaß (Ruthen) die auch Poles oder Pearches genannt werden, folgendermaaßen eingetheilt Nachſtehende Tabelle kenchiſt eine Vergleichung des Engkſchen Acres mit dem Ackermaaße anderer Cander. Flaͤchen Inhalt folgender Stuͤcke Quadr. Quadr. Quadr. Mile Acres Roods Chains Rods 1 V 640 2560 6400 102400 1 4 10 160 1 2, 5 49 1 16 1 Quadr. Quadr. Quadr. Yards Foots Inches 3097600 27878400 4015489600 4840 43506 6272640 1210 10890 1568160 484 4356 62 7264 30, 25 272, 25 39204 1 9 1296 1 44 Lange des Namen an des Orts an Rheinlaͤndiſchen 100 Fuſſes nach des pariſer der Namen. Morgen Ruthen Acres Fuſſes A a a 1440 Oerter und Laͤnder derſelben/ Ruthen Fuͤſſen 180 144 gleichen Theilchen— Ruthen Fuͤßen 1320 Anſpach Morgen 360 2 160 54, 79 1210, 6 Baden⸗ Durlach 1 Morgen 160 40960 1 34, 8[132, 64 1282 Bayern 1 Fuchart 40000 41 53, 6. 120, 93 r kleiner 1391, 8 Berlin und alle Preuſſi⸗ Morgen 180 25920 1—-— 158, 28 ſche Provinzen 1 großer 1 Morgen 400 5 7600 2 40 71, 22 1330 Bern 1 Feld Morgen —— &—²2— 6216 un 6 s(udt. Flaͤchen Inhalt folgender Stuͤcke Länge des Namen an des Orts an Rheinlaͤndiſchen Fußes nach 1 des pariſer der Namen LA Morgen Ruthen] Acres Fußes“ a a 144 Oerter und Laͤnder derſelben] Ruthen Fuͤſſen 180 144 gleichen Theilchen b 7 — Ruthen Fuͤſſen 1290 Braunſchweig 1 Morgen 120 30720 1 3, 2 155, 51 1279, 2 oder— 120 30720 1— 1158, 28 1244 Caſſel 1 Morgen 150 29400% y— 163[174, 79 1391, 8 Dannemarck 1 Tonne hart Korn] 2252 4 225280 8 123 18, 23 Saatland 563 5 56320 2 31 72, 86 1351, 58 England 1 Acre 4840 43560 1 104, 9 100 Yards 1251 Erfurth 1 Morger 168 32928 1 4, 8] 154, 17 1391, 8 Franken 1 Morgen 256 36864 1 75, 8[111, 38 1440 Frankreich r Koͤnigl. 900 48400 1 179, 4 79, 27 altes Maaß Arpent Toisen neues Maaß IHectare 10000 94831 3 164, 2 40, 46 Metres 1 Decare 1000 9493— 70, 4 404, 69 — Metres 1I Myriare 100 391 33 0, 4 Hectare 1275 Gotha 1 Morgen 130 25480- 148 192, 5 1270 Hamburg 1 Morgen 600 117600 3 139, 1 41, 95 1296 Hannover oder 1 gr. Morg⸗ 600 1176003 166, 9 40, 3 Calenberg m kl. Morg. 120 30720 1 4, 8 154, 17 1242 Hildesheim r Morgen 120 30720— r169, 7 1167, 38 62 Flaͤchen Inhalt folgender Stuͤcke Lange des Namen an des Orts an Rheinlaͤndiſchenn 100 Fuſſes nach 8 1. des pariſer der Namen 1 Morgen Ruthen Acres Fußes 1 a a 1440 QOerter und Laͤnder derſelben]= Ruthen Fuͤſſen 180 144 gleichen Theilchen 12 Ruthen Fuͤſſen 1270 Holſtein 1 Tonne 340 87040 2 143, 2 56, 62 auf den Guͤtern— 280 71680 1 152 85, 81 desgleichen— 240 61440 1 104, 6 100, 11 1391, 8 Oſtfriesland 4⁰⁰ 5 7600 2 4⁰0 71, 22 12 338 Osnabruͤck 1 Morgen 480 69120 2 119, 6 39, 4 1295 Pommern 1 Morgen 300 776800 2 101 61, 8 2 Morgen 3(Land⸗ 1331 Prag 1 Strich[ſeite a 104 32448 1 26, 2 138, 17 Ausſaat(Fuß 3153 Rusland 60 und 40 117600 4 48, 5 37, 07 Faden 1253 Sachſen 1Nechea 307 69001 2 18, 25, 35 Aus ſaat 1275, 4 Schleſien Morgen 180 405 00 1 55, 8 120, 82 a 15 Fuß. 1270 Schleswig 1 Tonne 320 81920 2 113, 6 60, 16 1315, 87 Schweden 1 Tonne 218 5 6000 1 168 81, 87 Famme. 1401, 3 Wien 1 Tagewerk 1600 5 7600 3 45, 1 48, 69 Jochart Klafter 1391, 8 Wuͤrtenberg gr. Morg. 400 5 7600 2 40 71, 22 1241, 4 daſelbſt 1 kl. Morg. 150 38400 1 32 134, 39 1330 Zuͤrich 1 Acker 360 36000 1 48 124, 56 3 Juchart 1 Weys 3 Laſt 2. Jons Quarters 1 2 10 1 5 Das Getreide⸗Maaß wird in England folgendergeſtalt eingetheilt: Combs Strikes Buſhels Peks Gallons Quarts Pints 20 40 80 3 20 640 2560 5 120 10 20 4⁰ 160 3 20. 1280 2560 2 4 8 32 654 256 512 4 1 2 4 16 32 128 256 1 2 8 16 64 128 ¹ 4 8 32 64 1 2 8 16 1 4 8 1 2 Man hat zwar in England mehrere Verſchiedenheiten vom Buſhel. Wenn aber ohne andere Beſtimmung in Schriften die Rede von dieſem Getreide⸗Maa ße iſt, ſo wird allemahl der Wincheſter Buſhel, ſo wie er nach der Acte von 1697 beſtimmt iſt, verſtanden. Dieſer Buſhel ſoll 18 † engl. Zoll im Diameter und 8 Zoll in der Tiefe, genau alſo 2150 es Cubie Zoll halten. Nach einer Acte von 1712 ſoll zwar ein Buſhel Landmaaß 2178 engl. Cubic Zoll halten; aber dieſer Buſhel ſcheinet mir gar nicht in Gebrauch gekommen zu ſeyn. Sonſt hat man in einigen Gegenden Englands auch Buſhel von9 Gallons, Maaßes treten; auch welche von 10 Gallons welche Waſſermaaß genannt werden. die an die Stelle des vormaligen gehaͤuften Wo aber von Buſheln allge⸗ mein die Rede iſt, da wird, wie geſagt, obiges Wincheſter Maaß verſtanden, weil dies beym Kornhandel das allgemein angenommene iſt. Die folgende Tabel Engliſchen. Laͤnge des I Fußes nach Namen Koͤrperlicher Inhalt folgender des pariſer Getreide⸗Maaßen Fußes der. in 1 1440 Namen pariſer des Orts Theilchen Oerter und Laͤnder 3 Cuhic Cubic derſelben Zollen Zollen 1258 Amſterdam 1 Tonne 6811 10215 100 Bufſhels gleichen 26, 13 le enthaͤlt eine Vergleichung der bekannteſten Europäiſchen Getreidemaaßen, mit vorgedachtem Unterabtheilung und Benennung der verſchiedenen Getreide⸗Maaßen 1 Laſt hat 21 ½ Tonnen, 27 Mudden, 36 Sack, 108 Schepels, 432 Vier⸗ devats. 1 Koͤrperlicher Inpalt folgender Lange des Namen 100 Unterabtheilung und Benennung Fuſſes nach Getreide ⸗Maaßen des pariſer der 4 in Buſhels, der verſchiedenen Fuſſes Namen V pariſer des Orts 1440 ODerter und Laͤnder Cubic Cubic gleichen Getreide⸗Maaßen Theilchen dderſelben V Zollen Zollen 1320 Anſpach 1 Simra 16672[20262 10, 68[1 Simra hat 16 Metzen, oder 256 Maaß, zu 65, 12 fräͤnz. Cubiezolle 1210, 6 Baden⸗Durlach 1 Scheffel 6368 10717 27, 95 Malter in Rocken hat 8 Simra . rauhe Frucht— 7960[13397 22, 36 ſoder Seſter, 32 Vierling, 128 Maͤß⸗ lein. 1282 Bayern 1 Schaf 11234 15920 15, 84 Schaf hat 6 Metzen, 208 ½ Ge⸗ . traͤnkmaaße. 1340 Bayreuth 1 Simra 1 Simra hat 16 Maaß, die in glatter rauhe Frucht—— 29697 38250 5, 99 Frucht 375 ¾ ꝝund in rauher Frucht glatte—— 24322 33 184 7, 33[456 Anſpacher herrſchaftl. Maaße aus⸗ machen. 1391, 8 Berlin 1 Scheffel 2744, 3 3039, 5 64, 86 Winſpel hat 2 Malter, 24 Scheffel, 96 Viertel, 384 Metzen. 1330 Bern 1 Muͤt 8476 10758 21 r Muͤt hat 12 Maaß, 48 Immi, 96 [Achterlie, 192 Sechzenerlie. 1290 Braunſchweig 1 Himten 1560, 2 2170) Wiſpel hat 4 Scheffel, 40 Himten, b 114, 09 160 Viertel, 640 Spint. 1279, 2 oder 1560, 2 2226] 1282 Bremen 1 Scheffel 3585 5080 49, 65 ſi Laſt hat 4 Quart, 40 Scheffel, 160 Viertel, 640 Spiut. 275 Breslau 1 Scheffel 3780 5445 47, 09 Malter hat 12 Scheffel, 48 Viertel, 3 192 Metzen, 7568 Maͤßel. 1244 Caſſel 1 Viertel 7196 11161 24, 73 Viertel hat 4 Himten, 16 Metzen, 64 Maͤßchen. 1391, 8|Daͤnnemark 1 Tonne 7013, 5 7768 ʃ 285, 38 r Laſt hat 12 Tonnen, 96 Scheffel, 384 Viertel. 127² Danzig r Scheffel 2437 4006 73, 04 r gaſt hat 3 ½ Malter, 60 Scheffel, 240 Viertel, 960 Maͤßchen. Lenung— Lange des Namen Koͤrperlicher Inhalt folgender 100 Unterabtheilung und Benennung uſſes nach Getreide⸗Maaßen 2 5G pariſer der in Bufhels der verſchiedenen Fuſſes. Namen pariſer des Orts.— 8 1440 Oerter und Laͤnder Cubic V Cubic gleichen Getreide⸗Maaßen et — Theilchen Zoll heilch derſelben Z en Zollen der 36 Darmſtadt 1 Malter[5411 32, 9 Malter hat 4 Simmer, 16 Kumpf, iezole 64 Geſcheide. 2 Simt 1254, 5 Dresden 1 Scheffel 5 398 8164 32, 98 1 Scheffel hat 4 Viertel, 16 Metzen, s N 64 Maͤßchen, 113 Kannen. — 125* Erfurth 1 Scheffel 2836 4325 62, 76 1 Malter hat 4 Viertel, 12 Scheffel, a Ge 48 Metzen. — Frankfurth am 1 Malter hat 4 Simmer, 3 Metzen, oin zitr 1270 Mayn r Malter 5749(8380 30, 96 1 Sechsler, 64 Geſcheid. 5* 1275 Gotha 1 Scheffel 4454 6417 39, 96 Malter hat 2 Scheffel, 8 Metzen. 4 V 1270 Hamburg 1 Himten 1328 1936 134, 04 Laſt hat 60 Faß, 120 Himten, 240 — Spint. 1296 Hannover 1 Himten 1560, 2 2140 114, 09 Malter hat 6 Himten, a 4 Spint, — an etlichen Orten auch zu 3 Spint 9 oder Metzen. * — 1242 Hildesheim Himten 1307 2039 136, 19 1 Fuder hat 13 Malter, 40 Scheffel, ung, go Himten. 1391, 3 Holſtein Koͤnigs⸗Maaß 1 Tonne 6240, 8 6911 28, 52 11 Tonne hat 4 Scheffel oder Himten. die Seelaͤndiſche Tonne 7020, 9 7776 25, 35. 1391, 3 Koͤnigsberg 1 Scheffel altes Maaß— 2673 2961 66, 59 Laſt hat 60 Scheffel, 960 Metzen. neues wie Berlin 1296 Lauenburg Scheffel 2040 2798 87, 25 Laſt hat 8 Droͤmt. 24 Sack, 96 Scheffel, 576 Spint, oder 384 Faß. 1251 Leipzig, altes 1. Scheffel 7006 10634 25, 41 Giſpel hat 2 Malter, 24 Scheffel, neues Maaß wie 96 Viertel, 384 Metzen, 1536 Maͤß⸗ Dresden chen. . ſj 4 — V 1 3* 216 Lange des Namen Koͤrperlicher Inalt folgender 100 Unterabtheilung und Benennung Fußes nach Getreide⸗Maaßen des pariſer der in Bufhels der verſchiedenen Fußes Namen pariſer des Orts 1440 Oerter und Laͤnder Cubic⸗ Cubic⸗ gleichen Getreide⸗Maaßen Theilchen derſelben Zollen V Zollen 1351, 58 London 1 Buſhel 1780 2150, 4 100 1 Laſt hat 2 Weyes, 10 Quarters, 4 40 Strikes, 80 Bufhels, 320 Pecks, 640 Gallons, 5120 Pints. 1290 Luͤbeck 1 Scheffel 1684 2342 105, 7 r Laſt hat 8 Droͤmt, 24 Tonnen, 3 96 Scheffel, 384 Faͤſſer. 1286 Manheim 1 Malter 5570 7821 31, 94 Malter hat 4 Simmer, 8 Metzen, Heidelberg 16 Sechsler, 64 Geſcheide. 1282 Muͤnchen Schaf 11234 4 14789 15, 84 1 Schaf hat 6 Metzen, 208 Getraͤnk⸗ maaße. 1842, 22 Nordhauſen r Scheffel 2477 1181 71, 92 1 M alter hat 4 Scheffel, 16 Metzen, 32 Maͤßchen. 1346, 75 Nuͤrnberg 1 Metze 1083 1345 164, 36 1 Simmer hat 2 Malter, 16 Metzen, . 46 Diethaufen, 256 Maaß. 1313 Oldenburg 1 Scheffel 1294 17⁰1 137, 56 Laſt hat 12 Malter, 18 Tonnen, 1282 oder— 847 1200 210, 15[144 Scheffel a 16 Kannen Biermaaß. 1238 Osnabruͤck Himten 1447 2277 123, 01 Laſt hat 100 Scheffel, 400 Viertel, 3 ſ60o Becher. Paris 1 Boiſſeau 644, 68 644, 68 276, 11[1 Muid hat 12 Setiers, 24 Mines, 48 6 1440 altes Maaß Minots, 144 Boifſeaux, 2304 Litrons. 4434, 4 neue Maaßen 1 Hectoli- 5046, 1 1728 35, 27 1 Kilostere hat 100 Decsstere, tre 1000 Kilolitre, Stere⸗ oder Cubic⸗ Metre, 10000 Hectolitre, 100000 Decalitre, 1000000 Litre. 1331 Prag 1 Metze 3101 3927 57, 4 Strich hat 4 Viertel, 16 Maßel, 192 Seidel. Reval 1 Tonne 6164, 6 28, 87 Laſt hat 24 Tonnen, 72 Lof, Kulmet, 2592 Stof. Eine Laſt Kalk oder Leinſaatnen hat nur 12 Tonnen. 1 und Benann iedenen Maßen — dn CLan lhels, 310 Pach- Pints, mt, 24 Tonnn gaͤſſer. —— immer, Meten Heſcheide. en, 203z Gettint Q—— cheffel, 6 Mah. — —-—— Malter, P Mehe, 36 Maaß alter, 1g Tonnan Kannen Pierman lers 24 Nlines,9 ea, 139: Litr0h, 100 Decastens Steree oher Cubih- ctolltre, 1oco-, o litte. eLi rrl, 16 Ah — en, 7² lof⸗ kf W rLiinſdaman — „ Unterabtheilung und Benennung Laͤnge des„ Namen Koͤrperlicher Inhalt folgender 100 Fuſſes nach Getreide⸗Maaßen des pariſer der in Buſhels der verſchiedenen Fuſſes Namen pariſer des Orts. 1440 Oerter und Laͤnder Cubic⸗ Cubic⸗ gleichen Getreide⸗Maaßen Theilchen derſelben Y Zollen Zollen 1213 Riga 1 Tonne 6725[11252 26, 47 Laſt hat 22 ¾ Tonnen, a 2 Lof a 6 Kulmet a 4 ½ Kanne. In Leinſaamen hat die Laſt nur 12 Tonnen. 1282 Roſtock r Scheffel 1789 2535 99, 5 wie Lauenburg. Rusland 1 Tzetwert 4 1 Tzetwert hat 2 Osmin, 4 Pajoc, 3153, 6 nach Gerhard— 1226 934 145, 19 s Tzetwerick, 64 Granitzen oder nach Hube— 1261— 141, 16 Eoͤpfe. nach Storch— 1229— 144, 83. Schleßwig 1 Heid⸗ 1 Heidſcheffel hat 6 Schippen. ſcheffel 5260 5825 33, 85 1315, 87 Schweden 1 Tonne 7389 5600 24, 09 ſ Tonne hat 2 Spann, 4 Halbſpann, 8 Viertel, 32 Kappar, 23 Tonnen, B 1 Laſt. 3— 1290 Stralſund 1 Scheffel 1964 2732 90, 63 1 Laſt hat 8 Droͤmt, 48 Tonnen, 8 96 Scheffel. 1290 Schwerin 1 Scheffell 2013 2800 88, 43 wie Lauenburg. 3 Weimar 1 Scheffel 4490 39, 64 1 Scheffel hat 4 Viertel, 16 Maͤß⸗ .. chen. 1401, 3] Wien 1 Metze 3101 3365 57, 4[ Mut hat 30 Metzen, 120 Viertel, — 7240 Achtel. 1290 Wismar 1 Scheffell 1930 2684 92, 23 wie Lauenburg. 1241, 4 Waͤrtenberg 1 Scheffel 8396 13311 21, 2 Scheffel hat 8 Simri, 32 Vierling, 128 Achtel. Zweybruͤcken 1 Malter 10175 17, 49 Malter hat 8 Faß, 32 Seſter, 1 Chaldron Kalck hat 32 Buſ hel. [.[O—— 128 Mäßchen. — Ton Das Gewicht. Das Handels⸗ Gewicht, womit alle Victualien und Landwirthſchaftliche Producke in England gewogen werden, heißt Avoirduͤpois⸗Gewicht. Es hast folgende Eintheilung: Hundret oder Ontrvweight Qua rters Pounds Pound Ounces 8⁰ 4 Drams uarters 1 4 16 1 64 16 1 Das Wollen Gewicht hat folgende beſondere Eintheilungen und Benennungen: Laſt Sacks V Weys V — Tods Stones Cloves oder N ails 1024 64 4 Pounds 1 Ein Pack hat 240 Pfund. 156 13 6 ⅔ 1 312 26 13 2 1 52 26 4 2 1 624 4368 364 182 28 14 7 Ank 1 ——— 40 in 2 D antes — — 2 3 4 Pounds 4368 364 182 225— 45S— 7 Selgedt Tabelle enthaͤt die Wergleichung der verſchiedenen Gewichte mit dem Engliſchen. Ein Pfund 100 f z Unterabtheilun — 9 9 1 Pfund TSeenleichung haͤlt Avoir haͤlt an Hol⸗ des nach eoͤlniſchem du pois des laͤndiſchen Gewichts an folgenden Gewicht gleichen 1 Aſſen Orten Gewichts E K. Q9. A Gr. 4& e 5 Amſterdam 1 Schiff⸗Pfund hat 3 Centner, 20 10280 gemeines 1 3 1 7 91, 82[Lies⸗Pfund, 37 ½⅞ Stein, 300 Pfund. 10240 1 fß Trois Gewicht 1 2 2 14 92, 18 Trois Pf. haͤlt Mck. 16 Unzen, — 32 Loth, 320 Engels, 2560 Troisquins, 1 5120 Deuxquins. Augsburg 1 Centner hat 100 Pfund. 10220 ſchweres Gewicht 1 1 2 2 5 92, 36 11 Pfund hat 32 Loth, 128 Quentin, 9836 leichtes— 95, 96[512 Pfennige. 728 Baden⸗Durlach 1———— 92, 03 wie Coͤin. 9750 Berlin 1—— 1 2 96, 81] 1 Centn. hat 5 Stein, 110 Pfund. 97¹16 Braunſchweig—-— 31 3 3 6 92, 15 ⁄1 Centner hat 112 Pfund. 10380 Bremen 1 2— 2 5 90, 93 1 Schiff⸗Pfund hat 2 † Centn. 290 3 Pfund. 8428 Breslau— 27 2 3 9 112 1 Schiff⸗ Pfund hat 3 Centn. 16 ½2 St. — 396 Pfund. 1 Centner hat 108 Pfund. 10114 Caſſel 1 1 1 6 4 93, 33 1 Cleuder Wolle 21 Pfund. 10388 Copenhagen 1 2 ¹— 2 11 90, 86 1 Schiff⸗Pfund hat 3 5 Centner, 20 Lies⸗Pfund, 320 Pfund. 9062 Danzig—-— 29 3— 14 104, 16 1 Sohiff⸗Pfund hat 2* Centner, 20 V Lies⸗Pfund, 320 Pkund Unterabtheilung Ein Pfund 100 1 Pfund Vergleichung haͤlt Avoir haͤlt an Hol⸗ des nach coͤlniſchem du pois des laͤndiſchen Gewichts an folgenden Gewicht gleichen Aſſen Orten Gewichts 6Hh.. O. 8 Gr.& l 9716 Dresden— 31 3 3 6 97, 15 11 Centner Kramer⸗Gewicht haͤlt 5 Stein, 110 Pfund. 1 Centner Fleiſcher⸗Gewicht hat 3 3 Stein, 100 Pfund. 9822 Erfurt 1 1—— 14 96, 1 Frankfurt 1 Centner hat 100 Pfund, 1 Stein 10595 am Mayn 1 2 1 9 89, 09 22 Pfund. 970⁰7 Gotha— 31 3 2 14[92, 24 11 Quintal hat 100 Pfund. 10080 Hamburg 1 1— 2 14 93, 54 1 Schiff⸗Pfund hat 2 ½ Centn., 14 Stein, 20 Lies⸗Pfund, 280 Pfund. In Wolle und Federn 1 Stein 110 Pfund. 1 Hannover 11 Schiff⸗Pfund hat 280 Pfund, 1 10184 Handels⸗Gewicht 1 1 2— 6 92, 68[Centner 112 Pfund, 1 Pfund 32 Loth, 128 Quentin, 512 Oertchen. 9716 Hildesheim— 31 3 3 6 97, 15 ½11 Schiff⸗Pfund hat 280 Pfund. 1 [Stein 10 Pfund. 1 Centner 110 Pf. 10059 Holſtein 1 1— 1 6 93, 84;:1 Schiff⸗Pfund hat 20 Lies⸗Pfund, 280 Pfund. 1 Centner 8 Lies⸗Pfund, 112 Pfund. Koͤnigsberg 11 Schiff⸗Pfund hat 3 Centner, 20 9247 altes 1—— 1— 95, 84 Lies⸗Pfund, 330 Pfund. 9750 neues wie Berlin 1—— 1 2 96, 81 Leipzig 10478 Fleiſcher⸗Gewicht 1 2 1 3 9 90, 08 11 Centner hat 5 Stein, 110 Pfund. 9716 Handels⸗Gewicht— 31 3 3 6] 92, 15 Berg⸗Gewicht— 3 6 —— ——— 4 — 8 1, 4 epüund 1 10 4 Ein Pfund oder — 100 fs Unterabtheilung 1 Pfund Vergleichung halt Avoir hält an Hol⸗ des nach coͤlniſchem du pois des laͤndiſchen Gewichts an folgenden Gewicht gleichen Aſſen Orten. Gewichts I Q. a Gr.&6. London 1 Tun hat 20 Hundreds, 8o0 Quar- 9439 Avoir du pois-— 3— 12 100 ſters, 2240 Pfund, 35840 Ounces. 4* 1 Laſt Wolle 12 Sack, 24 Weyes, 7766 TrOis⸗ Gewicht—- 285 2— 11[121, 54 312 Stones, 4368 Pfund. 1 1 Pfund Trois-Gewicht hat 12 Unzen, 240 Pennyweights, 5760 Grains, 115200 Mites. 10059 Luͤbeck 1 11— 1 6 98, 8411 Schiff⸗ Pfund hat 2 ½ Centner, 280 Pfund. 10299 Manheim 1 3 1 3 10 gr, 65 1 Centner hat 100 Pfund. 11656 Muͤnchen 1 6 1 1 80, 98]‧/1 Centner hat 5 Stein, 100 Pfund. 10608 Nuͤrnberg 1 2 3 2 88, 98 1 Schiff⸗Pfund hat 3 Centner, 300 4 Pfund. 10280 Oldenburg 1 1 31 7 9r1, 82 1 Pfund ſchwar bedeutet 1 22 Schiff⸗ Pfund, 3 Centner. Im Flachs 15, in Federn 30 Stein a 10 Pfund. 10280 Osnabruͤck 1 1 3 1 7 91, 82 1 Pfund ſchwar 2 ½ Wogeiſen, 2 ½ Cent⸗ — 1 ner, 30 Stein, z00 Pfund. Paris r Myriagramme hat roKkilogramme, 10188 altes Gewicht 1 1 2— 9 92, 64 100 Hectogramme, 100 Decagram- neues— me, 10000 Decigramme, 100000 20816 1 Kilogramme 2 4 2— 2 45, 34 Centigramme. — 8512 Petersburg— 28——— 110, 89 1 Berkowe etz hat 10 Pud, 400 Pf. Pfund hat 32 Loth, 96 Solotnik. 9257 Stuttgard 1— 1 7 96, 74 Ein Pfund 100 te Unterabtheilung 1 Pfund Vergleichung haͤlt Avoir haͤlt an Hol⸗ des b an eoͤlniſchem du pois des laͤndiſchen Gewichts an folgenden Gewicht gleichen Aſſen Orten. Gewichts cG ſt. Q. ½à Gr. ch G. Schweden 8848 Vietual Gewicht— 29—— 10 106, 68/1 Centner hat 120 Pfund. 7078 Eiſen—— 23 1— 8 133, 36 /11 Stein Wolle 32 Pfund. 9754 Ulm 1—— 1 96, 77 /1 Centner hat 100 Pfund. 1 Pfund 2 Mark, 32 Loth a 4 Quentin a 4 Pfennige. 11656 Wien 1 6 11 7 80, 98 1 Saum hat 275 Pfund. Zuͤrch Pfund großes Gewicht hat 18 Unzen, 10972 großes Gewicht 1 4— 1 7 86, 03 35 Loth. 1 Pfund leichtes Gewicht 9253 kleines— 1—— 1 4 96, 78 hat 2 Mark, 16 Unzen, 32 Loth. 3 Pfund. Pfund. —— Dfund, 1 Pfind 4 4 Auentin a4 — ffund. ——— wicht hat 18 Unzen, leichtes Gewich azen, z2(oth. —— 6 8 2 9- Juhltaiftdilefstehrledenrhgfelelelelseheehalolsuehel, Ianrrtnttacrdaigrrainrrgmrgngmanmanaqmqmwqwqanqaäan Oem 1 2 3 4 5 6 71 8 9 10 11 adu ſn 12 13 — Green——ea Red Magenta