Univ-Bibi. Giessen Beyträage zur Kenntniß engliſchen Landwirthſchaft 1h ihrer neueren practiſchen und theoretiſchen pra⸗ Fortſchritte in Ruͤckſicht auf Vervollkommnung deutſcher Landwirthſchaft duf fuͤr denkende Landwirthe und Cameraliſten. dit Erſte Abtheilung, als Fortſetz. der Einleit. zur Kenntn. der engl. Landwirthſchaft 1 von Albrecht Thaer d. A. D., des Koͤnigs v. Großbritt. Churfuͤrſtl. Leibarzte u. ſ. w. Neue Auflage. Mit Kupfern und Holzſchnitten. Hannover, 1801. Bey den Gebruͤdern Hahn. 8 de Einleitung zur Kenntniß ſt angliſchen Landwirthſchaft un d ihrer neueren practiſchen und theoretiſchen Fortſchritte in Ru˖ͤckſicht — Bervollfommnung deutſcher Landwirthſchaft fuͤr denkende Landwirthe und Cameraliſten. aft. Zweyten Bandes erſte Abtheilung, von Albrecht Thaer d. A. D., des Koͤnigs von Grobbritt. Churfuͤrſtlichem Leibarzte, u. ſ. w. Neue Auflage. Mit Kupfern und Holſſchnitten. Hannover, 1801. Bey den Gebruͤdern Hahn. — ſabe ch beſ Buches aueh dn Wanſh. nach Artda! „ Stande ko qusgeübte R dhakſochen a olchs vorrſt undo eſtrcge din T ſhuſeda. ſhattu d nich, dern dntſcloß, de len der R Vorrede. & In der Vorrede der Einleitung zur Kennt⸗ niß der Engliſchen Landwirthſchaft habe ich verſprochen, einen zweyten Band dieſes Buches auszuarbeiten. Zugleich deutete ich aber den Wunſch an, daß in Deutſchland ein Werk nach Art der Youngſchen Annalen des Ackerbaues zu Stande kommen moͤchte, worin nur wirklich ausgeuͤbte Methoden beſchrieben, und nur reine Thatſachen aufgenommen wuͤrden; wenn ſich ſolches vorerſt auch nur auf einen Kreis Deutſch⸗ lands erſtrecken ſollte. Dieſer Vorſchlag ward vom engern Aus⸗ ſchuſſe der K. Churfuͤrſtl. Landwirthſchaftsgeſell⸗ ſchaft zu Zelle ſo beyfaͤllig aufgenommen, daß ich mich, der Unterſtuͤtzung dieſer Societaͤt verſichert, entſchloß, dieſes Werk unter dem Titel: Anna⸗ len der Niederſaͤchſiſchen Landwirty⸗ z ſchaft, — VI— ſchaft, unter der Beyhuͤlfe des Herrn Ober⸗ appellations⸗Protonotarius Beneken— der, ohne ſelbſt Landwirth zu ſeyn, die Correſpondenz, die literariſchen Angelegenheiten und die Caſſe dieſer Societaͤt beſorgt— herauszugeben. Dieſes Geſchaͤft hat mir theils durch die Redaction und Ausarbeitung vieler eigenen Aufſaͤtze fuͤr dieſe Quartalsſchrift, theils durch die weitlaͤuftige Correſpondenz, worin ich mit Gelehrten und mit practiſchen Landwirthen ver⸗ wickelt wurde, einen großen Theil der Zeit weg⸗ genommen, welche ich dieſem Fache uͤberhaupt widmen darf. Dazu kam, daß durch den Abgang des edeln Baronet Sinclair vom Praͤſidentenſtuhle des Boardof Agriculture meine Correſpondenz mit England— wo man jetzt, wie es ſcheint, uͤberhaupt das Eiſen zu ſehr zu Waffen verſchmie⸗ den muß, um fuͤr Pflug und Senſe viel uͤbrig zu behalten— eine Zeitlang unterbrochen wurde. Beydes zuſammengenommen, ruͤckte mir die engliſche Landwirthſchaft dermaßen aus den Au⸗ gen, daß ich ein Jahr lang kaum an die Erfuͤllung jenes Verſprechens dachte. Allein die Guͤte und Nachſicht, womit das gebildete landwirthſchaft⸗ liche Publicum jenen Band aufgenommen hatte, und die vielen ſo dringenden als ſchmeichelhaften Erinnerungen, welche ich ſelbſt von den entfern⸗ te⸗ ſen Orun tſtenOr Jüücht, uſt kzang deſes Fhrhc Gtoßbrittan tat, wieder Boand uf ton wichtge anlaßt, daß unter dem T tlait's— genun und kummen ſid, bon ggtonom terbreitet wo Ar Mta os am Wil Gönner und; vurth und land trachtn awa wir. Konnte geſchäu mch nehr zulaen und fruüͤhen ds große zu Taterlandean ih diſm Et rrn Ober⸗ eſponden, die Caſſe en. durch die t eigenen eils durch n ich mit rthen ver⸗ Zeit weg⸗ uberhaupt des edeln ſtuhle des eſpondenz s ſcheint, eerſchmie⸗ uͤbrig zu vurde. te mir die den Au⸗ Erfuͤllung Guͤte und irthſchaft⸗ men hatte, ſchelhaften mentfern⸗ tt⸗ teſten Orten her erhielt, uͤberzeugten mich, daß es Pflicht ſey, jenes Verſprechen zu erfuͤllen. Indeſſen haben ſich die Materialien zur Fort⸗ ſetzung dieſes Werks erſtaunlich angehaͤuft. Die landwirthſchaftlichen Ueberſichten aller Diſtricte Großbrittanniens ſind nun, berichtigt und erwei⸗ tert, wieder aufgelegt. Und auſſer dieſen hat der Board of Agriculture noch eine ſo große Menge von wichtigen Schriften herausgegeben und ver⸗ anlaßt, daß dadurch in ſehr kurzer Zeit— noch unter dem Vorſitze und durch den Betrieh Sin⸗ clair's— ſo viele wichtige Erfindungen, ſo genaue und berichtigte Erfahrungen ans Licht ge⸗ kommen ſind, und uͤberhaupt eine ſo große Maſſe von agronomiſchen Kenntniſſen, wie noch nie, verbreitet worden iſt. 1 An Materiglien fehlt es mir daher ſo wenig, als am Willen. Allein meine auswaͤrtigen Goͤnner und Freunde, die mich nur als Land⸗ wirth und landwirthſchaftlichen Schriftſteller be⸗ trachten, erwarten, wie es ſcheint, zu viel von mir. Koͤnnte ich dieſes Fach zu meinem Haupt⸗ geſchaͤfte machen, ſo waͤre ich freylich im Stande, mehr zu leiſten. Dies aber verbietet mir hoͤhere und fruͤhere Verpflichtung, Dankbarkeit und das große Zutrauen, welches man in meinem Vaterlande auf mich, als Arzt, ſetzt. Daher kann ich dieſem Studium nicht mehr, als die Neben⸗ ſtun⸗ — VIII— ſtunden, die ich dem Kartenſpiele und geſellſchaft⸗ lichen Vergnuͤgungen entziehe, widmen. Und von dieſen Nebenſtunden nehmen wieder die vor⸗ gedachten Annalen, die bis jetzt im Auslande minder bekannt zu ſeyn ſcheinen, den groͤßeſten Theil weg. Wcoollte ich nun alles, was in Bezug auf engliſche Ackerbaukunſt vor mir liegt, und in Deutſchland bekannter zu werden verdient, nach ſyſtematiſcher Ordnung zuſammenfuͤgen und aus⸗ arbeiten, ſo wuͤrde ſich die Fortſetzung dieſes Werks ſehr lange verzoͤgern. Ich habe mich daher entſchloſſen, diejenigen Materien, deren Bekanntmachung und Eroͤrte⸗ rung theils fuͤr Deutſchland am nuͤtzlichſten ſcheint, theils jetzt am vollſtaͤndigſten geſchehen kann— denn die Vollendung vieler angefange⸗ nen wichtigen Unterſuchungen duͤrfen wir nun⸗ mehr aus England wol erſt in friedlichen Zeiten erwarten—, zuerſt auszuarbeiten, und dieſe Ab⸗ handlungen unter dem Titel: Beytraͤge zur Kenntniß der Engliſchen Landwirth⸗ ſchaft, nach und nach, ſo wie Zeit und Um⸗ ſtaͤnde es erlauben, herauszugeben. Da dieſe Beytraͤge, als eine Fortſetzung jenes Bandes, nur in einer minder ſyſtematiſchen Ordnung anzuſehen Titel fuͤr diejenigen beylegen, die es in ihrer Buͤcher⸗ ſind, ſo wollen meine Herren Verleger auch einen 4 Bücherſemn Zoch Ei Sraͤrke Ns Di nele unmehod wictlſtm dr ich weine in woͤglchſt dutlichn Wenigſtens Matetie ſo gegeben habe Ir der Grundſätze de Einrichtung ih iinen ſabordin dugt, daß an bedanken wer mnomwen zu Der ditte terſchldmen in Jahte rh⸗ Wnerkunmn in Vommen Jril und d Noiſkedt wand geſellchoft⸗ nen. Und der die vor⸗ Auslande groͤßeſten Bezug auf ; und in ient, nach rund aus⸗ ung dieſes diejenigen d Eroͤrte⸗ uͤtzlichſten geſchehen ngefange⸗ wir nun⸗ zhen Zeiten dieſe Ab⸗ aͤge zur dwirth⸗ und Um⸗ Da deſe andes, nur anzuſehen auch einen Hin ihrer Buͤcher⸗ Buͤcherſammlung als ſolche aufſtellen wollen. Zwey Stuͤcke werden einen Band von der Staͤrke des erſten ausmachen. Die neuerlichſt ſo vervollkommnete Abwaͤſſe⸗ rungsmethode der Englaͤnder ſchien mir einer der wichtigſten und nuͤtzlichſten Gegenſtaͤnde zu ſeyn, den ich meinen Leſern vortragen konnte. Ich hoffe, in moͤglichſter Kuͤrze einen vollſtaͤndigen und deutlichen Begriff davon gegeben zu haben. Wenigſtens weiß ich, daß ich mir bey keiner Materie ſo viel Muͤhe, ſie deutlich vorzutragen, gegeben habe, wie bey dieſer. An der zweyten Abhandlung, uͤber die Grundſaͤtze der Englaͤnder bey Bebauung und Einrichtung ihrer Wirthſchaftshoͤfe, habe ich nur einen ſubordinirten Antheil. Allein ich bin uͤber⸗ zeugt, daß auch meine guͤnſtigſten Leſer es mir verdanken werden, nicht mehr, als dieſen, daran genommen zu haben. Der dritte Aufſatz enthaͤlt das Tagebuch und verſchiedene in England 170; niedergeſchriebene, im Jahre 1794 nach der Ruͤckkehr ausgearbeitete Bemerkungen eines practiſchen Landwirths, der in Pommern im Bauernſtande geboren, durch Zufall und Talente bey groͤßern Wirthſchaften angeſtellt wurde, und als Begleiter Churmaͤrkſcher Guts⸗ Gutsbeſitzer nach England ging, ohne mehr aͤls die gewoͤhnliche dreyfeldrige Wirthſchaft der Mark und die zehnſchlaͤgige der Mecklenburger zu kennen, und wenig mehr als nichts uͤber Land⸗ wirthſchaft geleſen zu haben.— Wenn ich mich gleich bemuͤhete, die engliſche Landwirthſchaft in dem Geſichtspunkte darzuſtellen, worin ſie deut⸗ ſchen Landwirthen am meiſten einleuchtend werden kann: ſo hatte ich ſelbſt ſie doch nur durch die Augen engliſcher Schriftſteller geſehen. In die⸗ ſen Aufſaͤtzen findet man aber, wie ei deutſches unbefangenes, zwar klares, aber unbewaffnetes Auge ſie betrachtet hat. Ohnerachtet ich ſo viele engliſche Schriftſteller uͤber Ackerbau geleſen hatte, ſo war mir dieſer Aufſatz doch in manchem Be⸗ trachte ſehr lehrreich. Denn das Tagebuch ins⸗ beſondere giebt eine ſo anſchauliche Vorſtellung vom Gange einer engliſchen Ackerwirthſchaft, auf Mittelboden ſowohl als auf Klayboden, wie man ſie kaum aus Marſhalls vortrefflichen und detaillirten Beſchreibungen erhaͤlt. Durch die Guͤte vorerwaͤhnter Gutsbeſitzer in der Mark Brandenburg, die im Jahre 1793 blos in landwirthſchaftlicher Hinſicht in England reiſeten, werde ich meinen Leſern dem⸗ naͤchſt mehrere Aufſaͤtze uͤber einzelne Zweige der engliſchen Landwirthſchaft mittheilen konnen, die an Ort und Stelle in den letzten Monaten vor Errichtung des Board of Agriculture nie⸗ dergeſchrieben ſind. Es iſt mir leider nicht er⸗ alubt, ü un ihnmn i ih aberde Fß unahit läraih abi un dn W gerdn de Prichid England gen kandwirthſch geſagt, den bollkomnen, kenne ſe bo habe alſo mh ſch von eier hätten, als den ſe ſch jit wir Andae het in bande din Kifuhr Statt Mamlentſehe V Zii, i Ehla Man a üiſen wir u dn der Ackan in; nicht g e wehr äls ſchaft der nburget u ber Land⸗ Wenn ich virthſchaft in ſie deut⸗ nd werden durch die In die⸗ deutſches ewaffnetes ich ſo viele eſen hatte, chem Be⸗ buch ins⸗ orſtellung haft, auf wie man chen und beſitzer in 93 blos ſicht in ſern dem⸗ Sweige der onnen, die onaten vor ture nie⸗ der nicht el⸗ — XI— erlaubt, ihre Namen zu nennen, noch mehreres von ihnen zu ſagen. Zur Unterſcheidung werde ich aber die von ihnen herruͤhrenden Auffaͤtze mit JF. unterzeichnen. Meinen Leſern werden ſie ſo lehrreich als intereſſant ſeyn; mich werden ſie ge⸗ gen den Vorwurf, als ſey ich ein uͤbertriebener Lobredner der engliſchen Wirthſchaft, retten. „Verſchiedene Deutſche, die eine Reiſe nach England gemacht, und auch einen Blick auf die Landwirthſchaft geworfen hatten, haben naͤmlich geſagt, die engliſche Landwirthſchaft ſey nicht ſo vollkommen, wie ich ſie beſchrieben habe. Ich kenne ſie blos aus engliſchen Schriftſtellern, und habe alſo mehr ein Ideal aufgeſtellet, was dieſe ſich von einer vollkommnen Wirthſchaft gemacht haͤtten, als den wahren Zuſtand beſchrieben, worin ſie ſich jetzt wirklich befinde. Andere haben geſagt, in einem ſo gut cultivir⸗ ten Lande koͤnne nicht eine ſo große Getreide⸗ einfuhr Statt finden, und dennoch ſo haͤufiger Mangel entſtehen, wie dies, beſonders ſeit einiger Zeit, in England der Fall geweſen ſey. Man hat gewiſſermaßen Recht!— Nur muͤſſen wir uns verſtehen. Ich redete bisher nicht von der Ackercultur und Production im Allgemei⸗ nen; nicht als Staatswirth, der das Gean . uͤber⸗ — XII— uͤberſieht; ſondern als Landwirth, der ſich auf einzelne Wirthſchaften einſchraͤnkt. Sonſt weiß ich nur zu gut, daß der Grund und Boden in England im Allgemeinen ſehr ſchlecht benutzt wird; auch habe ich dies im erſten Bande mehrmals an⸗ gedeutet. Sinclair giebt in ſeiner Rede, zur Empfehlung des Board of Agriculture, den Flaͤchen⸗Inhalt von Großbrittannien auf 67 Millionen Acres an. 7 Millionen rechnet er fuͤr Hausplaͤtze, Wege, Seen, Fluͤſſe und ſonſt als unbenutzbar ab. Von den uͤbrig bleibenden 60 Millionen ſind 25 zur Weide beſtimmt, und nur 5Millionen tragen Getreide. 30 Millionen aber liegen entweder in einem vollig wuͤſten Zuſtande, oder werden doch auf eine ſo ſchlechte Weiſe be⸗ nutzt, daß ihr Ertrag nicht auf den ſoſten Theil deſten, was er ſeyn koͤnnte, anzuſchlagen iſt. Von den 5 Millionen, die Getreide tragen, iſt bey weitem nicht alles auf die in England bekannte vollkommenſte Art beſtellt. In vielen Diſtrikten herrſcht noch die Dreyfelder⸗Wirthſchaft mit ge⸗ meinſchaftlicher Behuͤtung der Braache und der Stoppel. Nur in den oͤſtlichen Grafſchaften Englands, in einigen Diſtrikten der mittellaͤndi⸗ ſchen, und in den ſuͤdlichen von Schottland, findet man denjenigen energievollen Ackerbau, den man im Sinne hat, wenn von engliſchem Ackerbaue die Rede iſt. Dieſe Grafſchaften verſorgen Eng⸗ land, und beſonders die weſtlichen Provinzen und ihre großen Manufakturſtaͤdte mit Getreide. Wenn Wennn nhalt dein nuf d M ac Nj ünn nun 1r 6 aiß lieferte, baim d Buſheh idern de Producki ion nſſe Es ij dle zumnrüchen zinr Jabten enüuhr ſch d wz bis nz Duatter meht, Wunn wan die Nus ſinarech o79 164 bauer, odu n oemals. Der⸗ wlih oimken, hakg dr zane lmten aüober legt wahtüchri +* ſch ſeiddm ff abreötet. ds rachen. De Keaiben werde dan Jöhandea der ſich auf Sonſt weiß )Bodenin nutzt wird. hrmals an⸗ Rede, zur ſture, den n auf 67 hnet er fuͤr dſonſt als benden 60 t, und nur lionen aber Zuſtande, Weiſe be⸗ ſten Theil gagen iſt. ragen, iſt dbekannte Diſtrikten aft mit ge⸗ he und der raſſchaften nittellaͤndi⸗ and, findet den man Ackerbaue orgen Eng⸗ vinzen und treide. Wen — XIII— Wenn man erwaͤgt, daß dieſer kleine Flaͤchen⸗ Inhalt die zahlreiche Nation auf dem Lande und auf den Meeren nicht nur erhalten hat, ſondern auch in einem Durchſchnitt von 70 Jahren, naͤmlich von 1710 bis 1760, einen ſolchen Ueber⸗ ſchuß lieferte, daß jaͤhrlich die Ausfuhr fuͤr das Ausland die Einfuhr um 644,459 Ouarter(8 Buſhelh uͤberwog, ſo erhellet von ſelbſt, wie hoch die Production in dieſen Grafſchaften getrieben ſeyn muͤſſe. Es iſt allerdings ein ſehr wichtiges Problem, zu unterſuchen, wie es zugehe, daß ſeit den ſieben⸗ ziger Jahren das Verhaͤltniß der Ausfuhr zur Einfuhr ſich dermaßen veraͤndert habe, daß von 1773 bis 1793 im Durchſchnitt jaͤhrlich 430,157 Quarter mehr eingefuͤhrt als ausgefuͤhrt worden. Wenn man dieſes Defieit zu dem vormaligen Plus hinzurechnet, ſo ergiebt ſich ein Unterſchied von 1,074,5 16 Quarter, die jetzt entweder weniger gebauet, oder mehr verzehrt werden muͤſſen, als vormals. Der Ackerbau iſt daher entweder wirk⸗ lich geſunken, oder hat ſich doch nicht im Ver⸗ haͤltniß der zunehmenden Bevoͤlkerung und Con⸗ ſumtion gehoben. Daß er letzteres nicht habe, liegt wahrlich nicht an der Kunſt; denn dieſe hat ſich ſeitdem offenbar mehr vervollkommnet und verbreitet. Es hat aber andere unverkennbare Urſachen. Die Entwickelung und Unterſuchung derſelben werde ich zum Gegenſtande einer beſon⸗ dern Abhandlung machen, die, wenn ſie geich mehr — Xv— mehr in das Fach der Staatswirthſchaft und Politik einzuſchlagen ſcheint, doch das Intereſſe des Landwirths auf manchfaltige Weiſe erregen wird. Da meine Unterſuchung ganz auf Erfah⸗ rung, auf ausgemachte Thatſachen und Berech⸗ nungen ſich ſtuͤtzen wird, ſo darf ich hoffen, daß ſie uͤber denjenigen Zweig der Polizey, welcher den Ackerbau und Kornhandel betrifft, mehr Licht verbreiten werde, als bisher durch theoretiſche Raiſonnements geſchehen iſt. Wenn man von der gegenwaͤrtigen ſtarken Getreide⸗Einfuhr in England hoͤrt, ſo muß man nur nicht glauben, daß England hierdurch ohne eigenen Ackerbau zur Noth verſorgt werden koͤnne. Nach dem Berichte der Parlaments⸗Committee zur Abhelfung des Kornmangels im Jahre 1795 erhellet, daß die hoͤchſte Einfuhr, die ſich England mit dem groͤßten Koſtenaufwande und ſeiner maͤch⸗ tigen Schifffahrt verſchaffen kann, nur zureiche, um die Nation auf 3 ½ Wochen mit Weitzen zu verſorgen, ſelbſt wenn ganz Europa, Afrika und Amerika ihm die Haͤfen oͤffnet. Ein Beweis, wie nothwendig es fuͤr jeden Staat ſey, den Acker⸗ bau mit der Zunahme der Bevoͤlkerung und des Gewerbes gleichen Schritt halten zu laſſen. Noch muͤßte ich jenen Reiſenden, die aus ihrer Poſtchaiſe den bluͤhenden Zuſtand nicht bemerkt, oder etwa auf einem Farm, in der Nachbarſchaft von zön Londhn bas ich i! ſeon 3f landwitzſ toy ergland in ſahe 2 piie diſt drußtehe ud in Gr de brave J 3 1 Brkachtunge Ahodn, ſir Dauſſhe ih= warb inde gerſch lefer,. Jh! Annalen d virthſchaft ſcheen, anzub hierauf varwei Dadöwe rtefflcha! Jeſonen, ne dirzſchafl ſt fir wich Jh die daß dhſchaſt und das Intuſſe Geiſe erngn Hauf Erfah⸗ und Verech⸗ hoffen, daß welcher den mehr Licht theoretiſche igen ſtarken o muß man rdurch ohne rden koͤnne. Committee Jahre 179 ch England einer maͤch⸗ ur zureiche, Weißen zu Afrika und n Beweis, den Acken⸗ ng und des laſſen. diaus ihrer he bemerkt, chbarſchaft von — XV— von London, das alles nicht angetroffen haben, was ich in meinem Buche beſchrieb, Ein Wort ſagen. Ich verſpare dies aber, bis ich eine kurze landwirthſchaftliche Geo⸗ und Topographie von England, mit einer Charte begleitet, entwor⸗ fen habe. Wenn ſie ſich bey einer anderweitigen Reiſe dieſe wollen zum Wegweiſer dienen laſſen, ſo verſpreche ich ihnen, daß ſie alles in Natura und im Großen ſehen ſollen, was ich und der brave Pommeraner beſchrieben haben. Ich habe noch die Fortſetzung der beſondern Betrachtungen uͤber die Anwendbarkeit engliſcher Methoden, Einrichtungen, Werkzeuge u. ſ. f. fuͤr Deutſche verſprochen. Dieſe aber werde ich— zwar behylaͤufig bey jeder Materi?— aber in der Fortſetzung dieſes Werks nicht ausfuͤhrlich liefern. Ich habe beſſere Gelegenheit, ſie in den Annalen der niederſaͤchſiſchen Land⸗ wirthſchaft, ſo wie ſie mir am zweckmaͤßiaſten ſcheinen, anzubringen, und muß daher meine Leſer hierauf verweiſen. Die Gewogenheit und Freundſchaft ſo vieler vorkrefflichen, verehrungswuͤrdigen und erhabenen Perſonen, welche ich mir durch meine land⸗ wirthſchaftlichen Bemuͤhungen erworben habe, iſt für mich die hoͤchſte Belohnung geweſen. Ich bitte daher inſtaͤndigſt, ſie mir zu thalden eu — XvI— Nur muß man es mir verzeihen, wenn ſich die Beantwortung vieler Briefe ſehr verſpaͤtet. Es giebt Zeiten, wo ich als Arzt ſo ſehr be⸗ ſchaͤftigt bin, daß ich fuͤr das Fach der Land⸗ wirthſchaft nur hoͤchſtens ſo viel Zeit uͤbrig behalte, als zur Vollendung der dringendſten Geſchaͤfte noͤthig iſt. Der Verfaſſer. Inhalt. U Abr Justrockn te durch I Geſchichte dieſe prſochen eirr z Eiſte Uriache: der Dberſächt ¹) Tan de derden dh dh breit, doer ſchma furchen: (irins h des d Vie hriu theil a 1) Venn u duchdrin Uvolltom Hochau Jache, venn ſih di e verſpätet. ſo ſehr be der Land⸗ Zeit uͤbrig ungendſen Verfaſſer. In h al t. — Ueber Abwaͤſſerung der Aecker und Austrocknung der Suͤmpfe und Moo⸗ re durch Abfangung der Quellen 1 Geſchichte dieſer Kunſt in England.. 4 VArſachen einer zu großen Naͤſſe des Bodens 12 Erſte Urfache: Aufenthalt des Nelsnwaſfers auf der Oberflaͤche.. a) Wenn die obere Ackerkrume ſelbſt aus bin⸗ dendem Thon beſteht:... 13 Ob breite, hochaufgepfluͤgte,. 15 oder ſchmale, flache Ackerbeete mit Waſſer⸗ furchen in dieſem Falle nuͤtzlicher ſind. 17 Einziges Huͤlfsmittel: Tiefere Aufidekerung des Bodens. 18 Wie hochaufgepfluͤgte Ackerbeete en ag⸗ theil geebnet werden. 23 b) Wenn unter der Ackerkrume ſich eine un⸗ durchdringliche Thonlage befindet.. 29 halt Anuyvollkommene Huͤlfsmittel in dieſem Falle:— In hall Hochaufgepfluͤgte Beete..„— Flache, ſchmale Beete mit Querfurchen 30 zas⸗ Voll — XVIII— Vollkommenes Huͤlfsmittel: Verdeckte Abzuͤge Richtung dieſer Zuͤge..„. Auf ebenen Feldern.... Auf huͤgeligten Feldern... Bequemſte Jahrszeit, ſie anzulegen. Ihre Anlegung vermittelſt des Pfluges und des Spatens....* Ausfuͤllung der Zuͤge.... 1) mit Bruch⸗ und Feldſteinen.. 2) mit Holzreiſern. 84.. 3) mit Stroh und Strohſeilen.. 4) mit Heidekaut, Brahm u. dgl.. 5) mit eigens dazu gebrannten Ziegeln. Unausgefuͤllte Zuͤge im Thonboden.. Koſten dieſer Anlage.... 4 Dauerhaftigkeit ſolcher Zuͤge... Zweyte Urſache der Naͤſſe:... Quellen....*. Theorie ihrer Entſtehung.. Waſſerdurchlaſſende u. anhaltende Erdſchichten ſind die Urſache der Waſſeranſammlungen im Innern des Erdbodens.. Die Kenntniß ihrer Lage iſt das Weſentlichſte bey der Kunſt, die Quellen abzuleiten. Wie man ſich dieſe Kenntniß verſchafft 8 Verſchiedene Erſcheinungen, wenn das Quell⸗ waſſer an die Oberflaͤche kommt.. Erlaͤuterung des Verfahrens in vierzehn ver⸗ ſchiedenen Hauprquellen. Kautelen, welche bey Ableitung der Quellen ail⸗ gemein zu beobachten ſind... 122 4 Effal 1t fähtt we Andere rſ den Gege hebet die art der! Warum der⸗ Herrn Dber tber üe! Aun den Vohn Im den Tihſ fi iit Pfende fir Honrti fir Echaf fir Schweine fär gederiic Pon den Gehiud der Prodarte du Kornſien der hrufeme dr Fonäuſ des Onzes anderer Aat Von den Giu (inrichtung de des Viehhof Anmerkung handlung leher tinige n füͤllln. Erfolg, wenn die Operation richtig ansge. fuͤhrt worden— Andere Urſachen der Naͤſſe gebötem nicht 19 den Gegenſtaͤnden dieſer Abhandlung Ueber die Tandwirrpſchaſtliche Ba⸗ art der Englaͤnder. Warum der Herausgeber dieſe Abhandlung des Herrn Ober⸗Commiſſaͤr Weſtfeld ſeiner eigenen uͤber dieſe Materie vorgezogen hat?.. Von den Wohnungen der Landwirthe.. Von den Viehſtaͤllen.... fuͤr Pferde.„.... fuͤr Hornvieh..... fuͤr Schafe.* 8 8 4 fuͤr Schweine. 4 2*. fuͤr Federvieh. Von den Gehaͤuden zur Aufbewahrang der Gerathe der Prodyete..... der Kornſiemen... der Heuſiemen..... der Kornhaͤuſer.*„ 2* des Strohes..... anderer Beduͤrfniſſe. Von den Gebaͤuden zur Wirthſchafts faͤhrung. Einrichtung des Hofes.... . des Viehhofes.A 4.4 4 2 Anmerkungen zu vorſtehender Ab⸗ handlung vom Herausgeber.. Ueber einige neuere Einrichtungen in den Pferde⸗ ſtaͤllen.*...„ *ℳ 23 Seite 179 186 Ueber &— Ueber die Aufbewahrung des Getreides in Fiemen (Schobern) 8.* 4. Bewegliche Scheure zum Abdreſchen der Fiemen. Genauere Beſchreibung, wie die Englaͤnder Ge⸗ treldefiemen anlegen.-„. Ueber die Stellung der Gebaͤude auf dem Wirth⸗ ſchaftshofe, und uͤber landwirthſchaftliche Bau⸗ kunſt£ 2„„ 2 9₰ Bemerkungen uͤber engliſchen Akker⸗ bau, von einem deutſchen Land⸗ wirthe in England im Jahre 1793 niedergeſchrieben... Beſchreibung eines Farms in Nottingham⸗ ſhire...... Tagebuch dieſes Landwirths auf dieſem Farm, ge⸗ fuͤhrt vom zten April bis 26ſten September 1793...... Ueber eine ſechsſeldrige Wirthſchaft im Mittelbo⸗ den, nach engliſchen Grundſaͤtzen.. Ueber eine fuͤnffeldrige Wirthſchaft im Klayboden Ueber eine veraͤnderte dreyfeldrige Wirthſchaft in ganz leichtem Boden.... (Dieſe in England niedergeſchriebenen Abhandlun⸗ gen enthalten beynahe das Ganze des engliſchen Ackerbaues in gedraͤngter Kuͤrze.) Seite 193 198 215 219 Abw Auetrmcnun 1 Faii ſt gung, wenn V debermaaß ita ee, bionders lich, ab ihr Wachszzon zu und Verneſrg t de ht ſweiſert enctigkeit g iiht den Zufa unglihſen Gre adh ſeb Säte Fiemen . 193 nen. 198 3 Ge⸗ . 215 dirth⸗ Bau⸗ . 219 ker⸗ ind⸗ 793 . 229 am⸗ ge⸗ nber . 234 lbo⸗ . 272 dden 289 t in . 296 lun⸗ ſchen Ueber Abwaͤſſerung der Aekker und Austrocknung der Suͤmpfe und Moore durch Abfangung der Quellen. Feuchtigkeit iſt die erſte und weſentlichſte Bedin⸗ gung, wenn Vegetation vor ſich gehen ſoll; ihr Uebermaaß iſt aber dem groͤßten Theile der Pflan⸗ zen, beſonders der angebaueten, eben ſo verderb⸗ lich, als ihr Mangel, indem ſolches, ſtatt Wachsthum zu befoͤrdern, nur Gaͤhrung, Tod und Verweſung verurſacht. Ein Ackerbau, der ſich der Herrſchaft uͤber das Waſſer dergeſtalt bemeiſtert hat, daß er dem Boden nach Willkuͤhr Feuchtigkeit geben und nehmen kann, und ſolches nicht dem Zufalle zu uͤberlaſſen braucht, hat den moͤglichſten Grad der Vollkommenheit erreicht. an Bds. 1ſte Abtheil. A Bey⸗ Beiſpiele dieſer Vollkommenheit haben wir allerdings; ſie ſind noch in verſchiedenen Gegen⸗ den Italiens vorhanden. Jene große Nation, die Roͤmer, bei der die Landwirthſchaft in der hoͤchſten Wuͤrde ſtand, indem die erſte Sorge der Staatsverwaltung die war, der uͤberhaͤuften Menſchenmaſſe Nahrungsmittel zu verſchaffen, war im Stande, Anlagen dieſer Art zu voll⸗ fuͤhren. Nach einem großen Plane wurden, vermuthlich auf Koſten des Staats, Schleuſen in den Fluͤſſen angelegt; aus dieſen Waſſerleitun⸗ gen, die ſich immer in mehrere, gleichfalls mit Schleuſen verſehene Arme vertheilten, nach jeder Flur und faſt nach jedem Acker hingefuͤhrt. Der Ackerbauer fordert Waſſer, ſobald der Frucht die ihr angemeſſene Feuchtigkeit zu mangeln an⸗ faͤngt; er vertheilet ſolche in den Furchen, wo⸗ mit er ſeinen Acker zu dem Ende reichlich durch⸗ zogen hat, und laͤßt das Waſſer wieder eben ſo ſchnell abziehen, wenn der Boden zureichend da⸗ von durchdrungen iſt. Dieſe hoͤchſt vollkomme⸗ enen Bewaͤſſerungsanſtalten haben ſich beſonders in der Lombardey durch die Fuͤrſorge der reichen Geiſtlichkeit, in deren Haͤnde der Beſitz der Laͤn⸗ dereyen uͤberging, am beſten erhalten. Man kauft da eine beſtimmte Quantitaͤt Waſſer auf beſtimmte Tage und Stunden, und findet ſich in den Stand geſetzt, eine enorm hohe Landpacht, durch zurh den zo beialle Warme in der anlle daulite: zunt, ſagr viſ nohlth diöe aleod bnnen nur ieinem ſ Staate her Tr r Vewaſſer. Iber beyde Verbindung, ritder abge Punkt, wo der ereichi düt men h numär fle tenxxtaten oder main dem man Vetges die Noraſt auf viſerungen nenheit hahen it ſchiedenen gen⸗ te große Naton, irthſchaft in der die erſe Sorge der uͤberhaͤuften lzu verſchaffen, ſer Art zu vol⸗ Plane warden, ats, Schleuſen en Waſſetleitun⸗ gleichfalls nit lten, nach jeder ker hingeführt. bald der Frucht u wangeln an⸗ Furchen, wo⸗ reichlich durch⸗ wieder eben ſo zureichend da⸗ chſt vollkomme⸗ ſich beſonders porge det richen r Beſi re erhabt rii au, Ki „und iidet ſ nirhetana ht, durch 5 durch den Ertrag zweyer Erndten i in einem Jahre, zu bezahlen. Man genießt das Wohlthaͤtige der Wäͤrnne in dieſem Clima, ohne den Nachtheil der anhaltenden Duͤrre zu empfinden. lJam claudite rivos, pueri, sat prata bibe- runt, ſagt der Landwirth ruhig, wenn ohne dieſe wohlthaͤtige Waͤſſerung bey der brennenden Hitze alles verderben muͤßte. Anlagen dieſer Art koͤnnen nur Jahrhunderte der hoͤchſten I Induſtrie, in einem ſehr bevoͤlkerten, Ackerbau treibenden Staate hervorbringen. Wir reden hier zwar eigentlich nicht von Bewaͤſſerung, ſondern von Abwaͤſſerung. Aber beyde ſtehen oft mit einander in genauer Verbindung. Das Waſſer muß bey jener ſchnell wieder abgefuͤhrt werden koͤnnen, ſobald der Punkt, wo es die verlangte Wirkung gethan hat, erreicht iſt. Und bey der Abwaͤſſerung er⸗ haͤlt man haͤufig eine concentrirte Maſſe von nunmehr fließendem Waſſer, welches man zur temporairen Bewaͤſſerung des ausgetrockneten, oder angraͤnzenden Diſtrikts benutzen kann. In⸗ dem man auf dieſer(trocknen) Seite eines Berges die Quelle abfaͤngt, trocknet man den Moraſt auf jener Seite aus, und legt hier Be⸗ waͤſſerungen an.— A 2 Z2 Zu den Gegenſtaͤnden dieſer Abhandlung ge⸗ hoͤret vornaͤmlich: die Befreyung des Ackerlan⸗ des, der Wieſen und Weiden von uͤberfluͤſſiger Naͤſſe, oder die Verbeſſerung des ſogenannten kaltgruͤndigen und hungerquelligen Bodens; dann die Trockenlegung der Suͤmpfe und der Moore, die Ableitung des ſtehenden Waſſers und kleiner Seen. Beylaͤufig wird etwas uͤber die Befrey⸗ ung der Bergwerks⸗ und Steinbruchs⸗Gruben und Schachte geſagt werden. In England, wo der Boden im Ganzen mehr an Naͤſſe als Trockenheit leidet, hat man zwar ſchon laͤngſt auf die Abhelfung dieſes Ue⸗ bels große Sorgfalt verwandt, und die beſten Mittel dagegen anzuwenden geſucht. Indeſſen hat das letzte Jahrzehend dieſe Kunſt zu einer vor⸗ her unerreichten Vollkommenheit gebracht, indem der Board of Agriculture durch ſeine Nachforſchungen und Aufmunterung eine Samm⸗ lung der mancherley Faͤlle von gluͤcklichen Ab⸗ waͤſſerungen bewirkte, und uͤberdas einen der Kunſt ſehr erſprießlichen Streit zwiſchen El⸗ kington und J. Anderſon uͤber die Ehre der Erfindung gewiſſer Methoden veranlaßte. Elkington, ein Farmer in Warwikſhire, ward durch einen Zufall veranlaßt, ſich beſonders dieſer zeſer Kam gröftenthi ſampfigtn faul draf naij fines Adns A iitdie ge tiefer lage dn konnten , ſeh iiſerne En pſählengen tier guß te — iiellich forſhen, wa jeht ſe wied pundelt mit kuſt ſeinem vehrere och ſch dazu ei wachen, und in kurxr Jet nuſen uit dieſer bwſhaf. glichem Uel Vuſer zu b fandlung ge⸗ s Ackerlan⸗ berfluͤſiger ogenannten dens; dann der Moore, und kleiner ie Befrey⸗ hs⸗Gruben n Ganzen hat man dieſes Ue⸗ die beſten Indeſſen einer vor⸗ ht, indem urch ſeine ie Samm⸗ ichen Ab⸗ einen der iſchen El⸗ r die Ehre anlaßte. arwikſhire, beſonders dieſer — 5— dieſer Kunſt zu widmen. Da ſeine Laͤnderey groͤßtentheils an Naͤſſe litt und zum Theil voͤllig⸗ ſumpfigt war, ſo daß ſich beſonders die Schaafe faul darauf fraßen, ſo gab er ſich, ſobald er nach ſeines Vaters Tode in deren Beſitz kam, an das Abgraben. Allein ſeine Graͤben thaten nicht die gewuͤnſchte Wirkung, weil die Quellen tiefer lagen, als daß ſie dadurch erreicht wer⸗ den konnten. Ueberlegend, was nun anzufangen ſey, ſteht er in einem Graben, laͤßt ſich eine eiſerne Stange, womit die Loͤcher zu Huͤrden⸗ pfaͤhlen gemacht werden, reichen; treibt ſolche vier Fuß tief in den Boden des Grabens hinein⸗ — oielleicht aus Mißmuth, vielleicht um auszu⸗ forſchen, was fuͤr Erde darunter liege,— er zieht ſie wieder heraus, und ſiehe! das Waſſer ſprudelt mit Macht aus dem Loche hervor und laͤuft ſeinem Graben entlang. Er macht nun mehrere Loͤcher oberwaͤrts in dem Graben, laͤßt ſich dazu einen Erdbohrer mit breitem Oöͤffel machen, und hat nun die Freude, ſein Ackerland in kurzer Zeit trocken, und ſeinen Moraſt ent⸗ waͤſſert zu ſehen. Dieſer Vorfall machte Aufſehen in der Nach⸗ barſchaft. Seine Nachbaren, deren Boden an gleichem Uebel litt, erſuchten ihn, auch ſie vom Waſſer zu befreyn. Er that es mit dem gluͤck⸗ lich⸗ — 6— lichſten Erfolge. Nun verbreitete ſich ſein Ruf immer mehr und allmaͤlich durch das ganze Reich, ſo daß er bey weitem nicht alle ihm angetrage⸗ ne Commiſſionen dieſer Art uͤbernehmen konnte. Bey der Mannigfaltigkeit von Faͤllen, die ihm vorkamen, vermehrten und berichtigten ſich ſeine Kenntniſſe uͤber den Gang der Quellen und die Lage der Erdſchichten von Tage zu Tagen, und er erhielt eine bewundernswuͤrdige Geſchicklichkeit in der Beurtheilung der Faͤlle. Seine Vorrich⸗ tungen wurden daher immer ſichrer, ſeine Anla⸗ gen zweckmaͤßiger, einfacher und minder koſtſpie⸗ lig. Seine Kunſt ward nicht blos zum Behuf der Landwirthſchaft, ſondern auch des Bergbaues angewandt, indem er Steinbruͤche, Kohlen⸗ und Erzwerke oft auf eine ſehr leichre Art vom Waſſer befreyete. Es ſey nun, daß Elkington abſichtlich aus ſeiner Kunſt ein Geheimniß zu machen ſuchte, oder, was wahrſcheinlicher iſt, daß er ſelbſt nur nach dunkeln Vorſtellungen, die er nicht zu ent⸗ wickeln verſtand, verfuhr; genug, er ließ ſich nicht darauf ein, warum er in jedem gegebenen Falle ſo oder anders verfuͤhre, ob er gleich den Erfolg, faſt immer zutreffend, vorher beſtimmte. Dies verbreitete einen myſteridſen Schleier uͤber ſeine Kunſt, und es fehlte nicht an Leuten, die ihm lm ane b Jind, d beymaßel. Wiſſen do Faum w 9 Etande mjati kefragt 6, b nnt zu m nan ihn zu Sir John iim iir Gr lu defür n urzpjeng Sinele ſenzneu! ſen beruhen derſon, ein Sthrifſaler, ſerre di Eht dung der rn ſche Metho 4 ſchon im den dreymal erxkuung 1 ihe beſtimn ſein Ruf inze Rich, engetrage⸗ en konnte. die ihm ſich ſeine und die gen, und ſicklichkeit Vorrich⸗ ine Anla⸗ koſtſpie⸗ n Vehuf rgbaues Kohlen⸗ Art vom lich aus ſuchte, elbſt nur t zu ent⸗ ließ ſich egebenen leich den ſtimmte. ier uͤber ten, die ihm ihm eine beſondre angeborne Gabe, oder magiſche Mittel, das Waſſer im Erdboden zu wittern, beymaßen. Direkte Veranlaſſung gab er, meines Wiſſens, doch nie zu dieſer Meynung. Kaum war der Boardof Agriculture zu Stande gekommen, als ſolcher ſeine Auf⸗ merkſamkeit auf Elkington wandte, und ihn befragte, ob er geneigt ſey, ſeine Kunſt be⸗ kannt zu machen und Andern zu lehren. Wie man ihn zu letzterm ſehr bereitwillig fand, ſchlug Sir John Sinclair im Parlamente vor, ihm eine Gratification von 1000 Pfund Ster⸗ ling dafuͤr zu bewilligen, welcher Antrag ſogleich durchgieng. Sinclair hatte Elkingtons Methode als ganz neu und auf vorher unbekannten Grund⸗ ſaͤtzen beruhend angegeben. Dr. James An⸗ derſon, ein vorzuglicher landwirthſchaftlicher Schriftſteller, reclamirte in einem Briefe an er⸗ ſteren die Ehre der Erfindung und die Darſtel⸗ lung der Grundſaͤtze, worauf die Elkington⸗ ſche Methode beruhe, fuͤr ſich, indem er in ei⸗ ner ſchon im Jahre 1755 publicirten und ſeit⸗ dem dreymal aufgelegten Abhandlung uͤber die Austrocknung der Moraͤſte und quelligten Gruͤnde⸗ ſolche beſtimmter, wie es von Elkington ge⸗ 48 ſchehen ſchehen koͤnne und werde, auseinander geſetzt habe. Sinclair und der Boardof Agriculture nahmen hierauf aber wenig Ruͤckſicht, ſondern gaben eine vorlaͤufige Ueberſicht der Grundſaͤtze⸗ worauf Elkingtons Methode beruhe, heraus, worin ſie dieſe als eine ganz neue, eigenthuͤmliche Erfindung beſchrieben, Anderſon's aber gar nicht erwaͤhnten. Dieſer gab nun die vierte Auflage ſeiner Essays relating to agricul- ture and rural affairs 1797 in drey Baͤn⸗ den heraus. In der Vorrede und den Zuſaͤtzen ſtellt er ſeinen Zwiſt, den er mit dem Board of Agriculture und namentlich mit Sir John Sinclai r dieſer und einiger andern An⸗ gelegenheiten wegen habe, ausfuͤhrlicher dar. Er macht Elkington die Ehre der eigenen Erfin⸗ dung ſo wenig, als den verdienten Preis ſtreitig; haͤlt es ſelbſt nicht fuͤr wahrſcheinlich, daß dieſer ſein Werk geleſen habe. Er haͤtte es aber le⸗ ſen und das, was ihn der Zufall gelehret, ſchon daraus lernen koͤnnen. Auch geſtehet er zu, daß Elkington ſich viele Routine und einen prakti⸗ ſchen Blick erworben habe, wodurch er zur Lei⸗ tung ſolcher Arbeiten vorzuͤglich geſchickt ſey. Es ſey allerdings hoͤchſt nuͤtzlich, Lehrlinge bey ihm anzuſtellen, denen er in der Natur nur ſinnlich zeigen koͤnne, wie in jedem Falle verfahren wer⸗ den muͤſſe. Er ſey aber der Mann nicht, der eine ine deult dr Grund fern känn. blinelih tho in uiih inſ mund be Namnes iy velch den haben, eingemiſct Iefamnend In dif lber die Abr igen Ziſhe Face in ei andere chri fllriui ſnii ſouſt de der Wo darc de ga ziglichien! das vorzügü aproved! ing to d los. Elkin hwährteſten eſeßthabe. iculture „ ſondern e, heraus, thuͤmliche aber gar die vierte agricul- rey Vaͤn⸗ Zuſaͤtzen Board nit Sir dern An⸗ dar. Er Erfin⸗ ſtreitig; aß dieſer aber le⸗ ſchon zu, daß prakti⸗ zur lei⸗ ſich ſeh. nge bey ſinnlich ken wer⸗ ht, der eine eine deutliche und zuſammenhaͤngende Erklaͤrung der Grundſaͤtze, worauf die Kunſt beruhet, lie⸗ fern koͤnne. Daͤher ſey die vom Board pu⸗ blicirte Ueberſicht der Elkingtonſchen Me⸗ thode ein hoͤchſt verworrenes Ding, dem man es deutlich anſehe, daß es aus einzelnen, unbeſtimm⸗ ten und obenein mißverſtandenen Angaben die⸗ ſes Mannes von ſolchen Leuten zuſammengeſetzt ſey, welche die Kunſt nie ausgeuͤbt und verſtan⸗ den haben, und die ihre eigenen unrichtigen Ideen eingemiſcht, um dem Ganzen einen Schein von Zuſammenhang zu geben. In dieſer neuen Auflage iſt der Verſuch üͤber die Abwaͤſſerung mit betraͤchtlichen und wich⸗ tigen Zuſaͤtzen vermehrt, und er ſcheint mir die Sache in einem hellern Lichte, wie irgend eine andere Schrift, darzuſtellen, welche der Board of Agriculture daruͤber publicirt hat. Unter die⸗ ſen iſt ſonſt as Werk John Johnſtones— den der Board mit Elkington eine Reiſe durch das ganze Land hatte machen und die vor⸗ zuͤglichſten Anlagen deſſelben zeigen laſſen— das vorzuͤglichſte: Account of the most aproved mode of draining land, accord- ing to the system practised by Mr. Ios. Elkington 1797(Nachricht von der bewaͤhrteſten Methode, Laͤndereyen abzuwaͤſſern, nach nach dem von Hrn. Joſ. Elkington befolgten Syſteme*). Es iſt nicht wohl zu verkennen, daß *) Von dieſem Buche hat uns der Hr. Graf v. Podewills mit einer vortrefflichen Ueberſez⸗ zung beſchenkt, welche zu Oſtern 1799 unter dem Titel: John Johnſtone's Abhand⸗ lung uͤber das Ausrroecknen der Suͤm⸗ pfe und Entwaͤſſerung laltgruͤndiger Aekker, nach der neueſten, von dem Herrn Elkington entdeckten, Verfah⸗ rungsart— herausgekommen iſt. Ich er⸗ fuhr die Exiſtenz dieſer Ueberſetzung erſt von dieſem meinem verehrungswuͤrdigen Goͤnner ſelbſt, wie er mich im Sommer 1799 mit ſeinem Beſuche hier in Zelle beehrte, und ich dieſe Ab⸗ handlung ſchon vollendet hatte. Haͤtte ich ſie fruͤher gekannt, ſo haͤtte ich dieſe Materie ver⸗ muthlich nicht bearbeitet, oder nur den John⸗ ſtone commentirt. Auch war ich nun eine Zeit⸗ lang zweifelhaft, ob ich dieſe Abhandlung her⸗ ausgeben ſolle, da der Teutſche, den dieſe Sache intereſſirt, das Wichtigſte ſchon aus je⸗ nem Werke lernen kann. Nach reiflicher Ueber⸗ legung ſcheint es mir aber doch, daß manches meinen Leſern in dieſer hoͤchſt wichtigen Sache deutlicher werden wird, da ich in meinem Vor⸗ trage alles, was von Anderſon ſowohl, als Johnſtone, und in den ſaͤmmtlichen, unter der dcßJohne habe„Wb gbeic ſ derſontei eraühnt be nact har bob er i poardof llt Arbei geht uns n Geſchichte wie weit ſ — der Auto gtkomme zu corerr tutſche vit einer dere Ueb fſ, d he uich der yy druckt i hegreifle ſer ein Gäterbe ſtellerey, als wiee befelgten erkennen, daß — Braf v. leberſez⸗ 9 unter bhand⸗ Suͤm⸗ ndiger n dem erfah⸗ Ich er⸗ rſt von ſelbſt, ſeinem eſe Ab⸗ ich ſie rie ver⸗ John⸗ ee Zeit⸗ ng her⸗ n dieſe aus je⸗ leber⸗ manches Sache n Vor⸗ hl, als , unter det daß Johnſtone ſelbſt aus An derſon geſchoͤpft habe, wo es auf die Theorie ankommt, ob er gleich ſolches zu verbergen ſucht. Auch iſt An⸗ derſon keinesweges blos Theoretiker, ſondern er erwaͤhnt betraͤchtlicher Anlagen, die er ſelbſt ge⸗ macht hat. Daher ſcheint es mir allerdings, als ob er in den meiſten Stuͤcken gegen den Boardof Agriculture, der ihm Anfangs ſelbſt Arbeiten auftrug, Recht habe. Doch dies geht uns nichts an; ich wollte nur kurz die Geſchichte dieſer Kunſt in England— denn wie weit ſie an einigen Orten in Teutſchland ge⸗ der Autoritaͤt des Board of Agriculture heraus⸗ gekommenen Schriften daruͤber geſagt worden, zu concentriren und auf die faßlichſte Art fuͤr teutſche Leſer zu ordnen, geſucht habe. Jene, mit einer ſeltenen Klarheit und Reinigkeit geſchrie⸗ bene Ueberſetzung, wird dadurch nicht uͤber⸗ fluͤſſig, da ſie manches vollſtaͤndiger und deutli⸗ cher macht, was ich nur kurz beruͤhre. Bey der typographiſchen Schoͤnheit, womit ſie ge⸗ druckt iſt, wird ihr geringer Preis nur dann begreiflich, wenn man erwaͤgt, daß der Verfaſ⸗ ſer ein ſehr vermoͤgender Mann und großer Guͤterbeſitzer iſt, der Ackerbau ſowohl als Schrift⸗ ſtellerey, mehr wie die Sache der Menſchheit, als wie eigene Angelegenheit betreibt. gediehen ſey, verdient eine andere Unterſuchung — erzaͤhlen, und die Quellen angeben, wor⸗ aus ich geſchoͤpft habe. Eigentlich beſchaͤftigt ſich die Elkingtonſche Kunſt nur mit Abfangung der Quellen, und mit der Entwaͤſſerung ſolcher Laͤndereyen, deren Naͤſſe von dieſer Urſache herruͤhrt. Die ganze Lehre von der Abwaͤſſerung ſteht aber damit in genaueſter Verbindung, und man kann theils die Faͤlle nicht mit Sicherheit unterſcheiden, theils die Ab⸗ leitungsmethode der Quellen nicht genug verſte⸗ hen, wenn man die engliſche Abwaͤſſerungsme⸗ thode, beſonders vermittelſt der verdeckten Abzuͤge, nicht vollſtaͤndig inne hat. Das, was ich im neunten Kapitel meiner Einleitung zur Kenntniß der engliſchen Landwirth⸗ ſchaft uͤber dieſe Un derdrains geſagt habe, reicht nicht zu; doch ſetze ich voraus, daß ſolches meinen leſern bekannt ſey. Die rſachen einer zu großen Naͤſſe des Bodens ſind: 1) Aufenthalt des Regenwaſſers und jeder aus der Atmoſphaͤre nieder⸗ geſchlagenen Feuchtigkeit auf der Oberflaͤche des Bodens. 1 ſphiriſc drüle ton fanzit iſ, eirziehen kar giedene i )) die aus einer Erdart, 0 Jall ufgelo weil ſi ſanſ Sobald au Regen gen Zuſtand derſeßft. hiſtimmte Eil Ke nteriichung ben, nor⸗ kingtonſch und mit eren Naͤſſe lehre von genaueſter die Fälle die Ab⸗ —ug verſte⸗ rungsme⸗ deckten das, was ung zur dwirt ⸗ gt habe, ß ſolches däſſe des vaſſers nieder⸗ f der 2) 13— 2) Quellen, die aus dem Innern des Erdbodens hervorkommen. 3) Ueberſchwemmungen und Zu⸗ rüͤckſtauung der Fluͤſſe, oder das bey einem gleich hohen Waſſerſpiegel durch lockern Boden durchſeyhende Waſſer. 1) Naͤſſe des Bodens von atmo⸗ ſphaͤriſcher Feuchtigkeit entſteht, wenn derſelbe von einer ſo undurchdringlichen Beſchaf⸗ fenheit iſt, daß das uͤberfluͤſſige Waſſer nicht einziehen kann. Hier giebt es wieder drey ver⸗ ſchiedene Faͤlle. a) Die oberſte Flaͤche ſelbſtbeſteht aus einer feſt gebundenen thonigten Erdart, oder iſt vielmehr nur bis auf wenige Zoll aufgelockert und mit Ackererde vermiſcht, weil ſie ſonſt gar nicht beſtellt werden koͤnnte. Sobald auf einen ſolchen Boden ein etwas ſtar⸗ ker Regen faͤllt, iſt er gleich in einen halbfluͤſſi⸗ gen Zuſtand, ſo weit er aufgelockert worden, verſetzt. Jede Erdart kann naͤmlich nur eine beſtimmte Quantitaͤt Waſſer in ſich aufnehmen (Einl. z. Kenntn. d. Engl, Landwirthſch. S. 113 der der erſten, S. 100 der zweyten Auflage). Was daruͤber iſt, laͤßt ſie tropfenweiſe fallen. Dieſes wird nun aber durch den feſtgebundenen Thon, der kein Waſſer einlaͤßt, zuruͤckgehalten, und die flache Ackerkrume befinder ſich in einem Zuſtande, als ob ſie in einem Becken mit Waſſer laͤge. Der Zuſammenhang ihrer Partikeln iſt getrennt, und ſie macht einen fluͤſſigen Brey aus. Bis das Waſ⸗ ſer verdunſtet, oder etwa auf der Oberflaͤche abge⸗ laufen iſt, kann ein ſolcher Boden nicht beſtellt wer⸗ den, und iſt unzugaͤnglich fuͤr Menſchen und Vieh. Hat man gluͤcklicher Weiſe einen guͤnſtigen Zeitpunkt zu ſeiner Beſtellung getroffen, und es faͤllt nach⸗ her anhaltendes Regenwetter ein, ſo hoͤrt die Ve⸗ getation ſolcher Pflanzen, die ihrer Natur nach nicht in Suͤmpfen wachſen, auf; die Wurzeln faulen, ſtatt einzuſaugen; die Pflanze wird krank und ſtirbt ab, wenn dieſer Zuſtand lange dauert. Erfolgt trockenes Wetter, wobey das Waſſer ver⸗ dunſtet, ſo zieht ſich der bindende Boden zuſam⸗ men, bekommt Riſſe, bildet ſich in lauter Schol⸗ len, und wird bey anhaltender Trockniß ſtein⸗ hart; in welchem Zuſtande er zur Beſtellung und fuͤr die Vegetation eben ſo untauglich iſt, wie in ſeinem erſteren. Ein ſolcher Boden muͤßte eine ungemein gluͤckliche und hoͤchſt ſeltene Abwechſe⸗ lung von ſchwachem aber oͤfterm Regen und trok⸗ kener Witterung haben, um Pflug und Egge zu⸗ . zu⸗ glaſſe 1 man ihn zu konme formſi Do d id die h naht, diß fennt, eine koanen. mene und Nathhüſſ, linbende W frume bed Nachſte zweher hoch Die L Iodens au ſn Ktume age) Was len. diſes enen Thon, n, und die Zuſtande, laͤge. Der rennt, und das Waſ⸗ iche abge⸗ eſtelltwer⸗ und Vieh. geitpunkt faͤllt nach⸗ rt die Ve⸗ tur nach Wurzeln ird krank Ze dauert. gaſſer ver⸗ en zuſam⸗ er Schol⸗ niß ſtein⸗ ellung und iſt, vie in nüßte eine Abwechſe⸗ undtrok⸗ Egge zu zü⸗ — 15— zulaſſen und eine gute Erndte zu liefern, wenn man ihm nicht auf verſchiedene Weiſe zu Hülfe zu kommen und den Abzug des Waſſers zu be⸗ foͤrdern ſuchte. 4 Das erſte Mittel, worauf man gefallen iſt, ſind die hochaufgepfluͤgten Ackerbeete. Es iſt wahr, daß ſie da, wo man kein beſſeres Mittel kennt, einen ſolchen Boden allein ackerbar machen koͤnnen. Sie ſind aber eine hoͤchſt unvollkom⸗ mene und manche Nachtheile mit ſich fuͤhrende Nothhuͤlfe, beſonders in dieſem Falle, wo der bindende Thon mit wenigen Zollen gelockerter Krume bedeckt iſt. Nachſtehende Figur ſtelle den Durchſchnitt zweyer hochaufgepfluͤgter Ackerbeete vor. Fig. 1. Die Linie AA macht die Oberflaͤche des Bodens aus, die aus einer etwa vier Zoll tie⸗ fen Krume(Verhaͤltniſſe muß man weder in dieſer — 16— dieſer, noch in den folgenden Figuren ſuchen; ſie haͤtten ſonſt viel groͤßer ſeyn muſſen. Die Ackerbeete muß man ſich hier etwa Z0 bis 40 Fuß breit denken,] beſteht, und auf einer feſten Thonlage B B ruhet. Wenn die Ackerbeete ſo hoch aufgepfluͤgt ſind, wie bey F F, ſo muͤſſen die Furchen G tief in die Thonlage hineingehen. Die Krume iſt ganz in die Mitte des Ackerbee⸗ tes hineingepfluͤgt; die Seiten C. C. C. C. be⸗ ſtehen alſo aus dem heraufgebrachten Thon, zwi⸗ ſchen welchen die lockere Krume ganz eingeſchla⸗ gen iſt. Durch das Treten der Pferde und be⸗ ſonders durch Schlagregen, der nicht einzieht, ſondern auf der Schraͤge abfließt, erhaͤlt dieſer heraufgepfluͤgte Thon bald ſeine natuͤrliche Dich⸗ tigkeit wieder, und laͤßt kein Waſſer durch. Das Regenwaſſer alſo, welches auf den Mittel⸗ ruͤcken dieſer Beete niederfaͤllt und perpendiculair herunter ziehet, hat nun gar keinen Ausweg, und kann weder tiefer in den Boden als bis B dringen, noch von den Seiten in den Furchen abziehen. Alſo ſtocket und gaͤhret es in der Mitte der Beete. Daher ſieht man auf ſol⸗ chem Boden bey naſſen Jahren die Fruͤchte, ſelbſt nahe am Mittelruͤcken, mißrathen, wenn dieſe gleich viel hoͤher, als das Waſſer in den Furchen, ſtehen. Wenn Wern! bbenen Abf fongen hi den Tyrſin gelrdyſten li Vuſett nißn ſirne 1 yer deſe, ften Abzn⸗ Die Me Ackerbeen de nir einen ent t ahen aken. Eind deeenmith lr die Arbe llichen Abhen geneſſenen Fm ebei exfrden nndiſtſezr ma 1 3 6 ungünſäge ſe Dann die der dech die Waf m uſe Wi Aune ein Se mnricht abgel V iſei bearbe aWe. 1ie] den ſechen; ſen. die 30 bis 40 einer feſten kerbeete ſ ſo muͤſſen neingehen. Ackerbee⸗ C. C. be⸗ Thon, zwi⸗ eingeſchla⸗ e und be⸗ einzieht, aͤlt dieſer iche Dich⸗ er durch. n Mittel⸗ endiculair Ausweg, ls bis B Furchen es in der auf ſol⸗ e Fruüchte⸗ en, wenn ſer in den Wenn Wenn ein Feld dieſer Art nicht einen ſehr ebenen Abfall, ſondern Erhoͤhungen und Vertie⸗ fungen hat, ſo iſt die Lage gar uͤbel, indem die in den Thon hineingearbeiteten Furchen, bey erman⸗ gelndem freyen Abzuge, beſtaͤndige, undurchdring⸗ liche Waſſerbehaͤlter ausmachen. Die Furchen muͤſſen hier nothwendig ausgegraben werden, bis zu der Tiefe, daß das Waſſer allenthalben einen freyen Abzug hat. Die Methode der ganz ſchmalen aber flachen Ackerbeete, von vier bis ſechs Fuß Breite, ſcheint mir einen entſchiedenen Vorzug vor den breiten, hoch aufgepfluͤgten Beeten in dieſem Falle zu haben. Sind die Ackerfurchen gut ausgepfluͤgt, die Beete mit hinreichenden Querfurchen verſehen, kurz, die Arbeit gut gemacht, und hat das Feld gleichen Abhang, ſo wird der Wachsthum der an⸗ gemeſſenen Fruͤchte recht gut erfolgen. Allein die Arbeit erfordert nicht nur geſchickte Pflugleute, und iſt ſehr muͤhſam, ſondern ſie wird auch durch unguͤnſtige naſſe Witterung ſo leicht erſchweret. Wenn die Beete auseinander gepfluͤgt, und da⸗ durch die Waſſerfurchen verſtopft worden, und nun naſſe Witterung eintritt, ſo wird aus der Krume ein Schlamm, und kann bey der Naͤſſe gar nicht abgetrocknet, nur mit großer Schwie⸗ rigkeit bearbeitet werden. Die Aecker und an Bds. rſte Abtheil. B Quer⸗ — 18— Querfurchen nach jeder Pflugfahre ſorgfaͤltig zu oͤffnen, iſt eine weitlaͤuftige und dennoch unum⸗ gaͤnglich noͤthige Arbeit. Die bedeckten Abzuͤge, wovon nachher ausfuͤhrlicher wird geredet werden, thun bey ſol⸗ chem ganz flachen Boden die erwuͤnſchte Wir⸗ kung nicht. Wenigſtens muͤſſen ſie ſehr dicht neben einander liegen, wenn ſie den Acker eini⸗ germaßen trocken halten ſollen. Sie kommen in den Thon ſelbſt zu liegen, der undurchdringlich iſt, und koͤnnen folglich von der Seite zu kein Waſſer aufnehmen. Daher leiten ſie blos das Waſſer ab⸗ was von obenzu in ſie hineinfaͤllt, und wirken nur auf ihren naͤchſten Umkreis. Selbſt dies koͤnnen ſie nur thun, wenn ſie mit aͤuſſerſter Vorſicht angelegt worden, der ausgegrabene Thon von ihnen entfernt, und ſie blos mit lockerer Erde bedeckt worden ſind. Denn wenn zwiſchen Kru⸗ me und ihrem Kanal ſich eine Thonborke bildet, ſo thun ſie gar nichts, und das Waſſer dieht uͤber ſie weg, ſtatt hineinzuſinken. Die groͤßte Wohlthat, welche man einem ſol⸗ chen Boden erzeigen kann, und die allen uͤbrigen Verbeſſerungen, beſonders den verdeckten Abzuͤgen vorhergehen muß, beſteht darin, daß man ihm eine tie⸗ iieferes it, deſto! ertragen. chen Vhn jole ind, 5 1 di ſeglichtan ben fen Stelle, ußzunehme fauttſichdu herunr, 9 hat. Duhen 1 glerſtan, herauf, wenr Daraus folgt tom Vaſſer dinglichen T ds Waſer ſ den aufneh fäͤche herauf man ton de! d dasRag in Stund , falls der neinem Tag nd ſtauetal neig einen ſorgfülig a nnoch unun⸗ von nachhen hun bey ſol⸗ nſchte Wir⸗ e ſehr dicht Acer eini⸗ kommen in dringlichiſt kein Waſſer Waſſer ab⸗ wirken nur ies koͤnnen er Vorſicht VWon von kerer Erde iſchen Kru⸗ orke bildet, Laſſer ziht neinem ſol⸗ dlenubrigen jen bzügen manihmeine ie⸗ — 29— tiefere Krume verſchaffe. Je tiefer die Krume iſt, deſto mehr Feuchtigkeit kann der Thonboden ertragen. Kuͤchen⸗ und Baumgaͤrten, die auf ſol⸗ chen Boden angelegt und vorher ohne Zweifel re⸗ jolet ſind, leiden nicht leicht dermaßen von der Naͤſſe, daß ihre Oberflaͤche ſchlammig wird, wenn ſie gleich keine Waſſerfurchen haben. Es bedarf bey ihnen hoͤchſtens eines Grabens an der niedrig⸗ ſten Stelle, um das zuſammengelaufene Waſſer aufzunehmen. Dies geht ſo zu: das Regenwaſſer ſenkt ſich durch die gelockerte Krume perpendiculair herunter, bis es den feſten Untergrund erreicht hat. Daher haͤuft es ſich unmittelbar auf die⸗ ſen zuerſt an, und ſlauet nur bis zur Oberflaͤche herauf, wenn es hier keinen Raum mehr findet. Daraus folgt, daß die Oberflaͤche um deſto mehr vom Waſſer leidet, je naͤher ſie der undurch⸗ dringlichen Thonlage lieget. Je tiefer hingegen das Waſſer ſich ſenken, und je mehr der Boden davon aufnehmen kann, ehe es bis zur Ober⸗ flaͤche herauf ſtauet, deſto weniger Nachtheil hat man von der Naͤſſe zu beſorgen. Angenommen, daß das Regenwaſſer ſich in einem ſolchen Boden in 24 Stunden vier Zoll tief herab ſenket, ſo hat es, falls der Boden nur vier Zoll tief iſt, ſchon in einem Tage die undurchdringliche Lage erreicht, und ſtauet alſo herauf, verſetzt folglich die unterſte Erde in einen ſchlammigen Zuſtand. Dauert der B 2 Regen 20 Regen nun fort, ſo geht dies immer hoͤher, bis ſich in wenigen Tagen die Oberfläͤche ſelbſt in dieſem Zuſtande beſindet. Waͤre der Boden aber bis zu einer Tiefe von zwoͤlf Zoll aufgelok⸗ kert, ſo ſaͤnke das Waſſer am erſten Tage bis zu vier Zoll, am zweyten bis zu acht Zoll nieder, und erreichte erſt am dritien Tage den anhalten⸗ den Grund; machte daher dem nachfolgenden Waſſer Platz. Da auch mehr Erde vorhanden iſt, die das Waſſer in ſich aufnehmen kann, ohne es in Tropfen fallen zu laſſen und ohne davon in einen halbflüſſigen Zaſtand verſetzt zu werden, ſo ertraͤgt ein ſolches tiefer aufgelockertes Land die Naͤſſe deſto länger, wird zwar feucht, aber nicht zu Schlamm. Erfolgt nun trockene Witterung, ſo zieht es ſich oben nicht in Schollen zuſammen, verhäͤrtet ſich nicht und haͤlt die Duͤrre lange aus; weil ſich in der Tiefe ein Magazin von Feuchtigkeit befin⸗ det, die von der obern trocknern Erde und den Pflanzenwurzeln allmaͤlig in die Hoͤhe gezogen wird. Der Duͤnger bleibt mehr in ſolchem tie⸗ fern Boden und zieht ſich herunter, da er auf flachem Boden ſeitwaͤrts mit dem Waſſer ſchnell abfließt, weswegen ein ſolcher Boden auch meh⸗ rentheils ein hungriger Boden iſt. Alſo — Alſo iiefeindri — Nar wallgen Und inner aifen, 8 ch den! trreste. ds heift: fiſſe h gihen, w len ſo ein ner können Feb matt nur auf Kof de; wonas unn haͤuf Mleinma drund zu be de obe zu dirſe Rezed ſe, ſcad doch erſt w dem beſten ſdieht bern reſgehenden de Shite rhöher, bie che ſelbt in der Voden aufgelui Tage bis z voll nieder, anhalten⸗ hhſolgenden vorhanden kann, ohne ne davon in werden, ſ land die aber nicht ſo zieht es verhaͤrtet ; weil ſich keit beſin⸗ e und den ze gezogen olchem tie⸗ da er auf— ſſer ſchnell auch meß⸗ Ylſo Alſo waͤre eine Rejolarbeit mit Spaten oder tiefeindringenden Doppelpfluͤgen vorzunehmen? — Nur auf kleinen Strecken oder bey einem ge⸗ waltigen Ueberfluß von Duͤnger iſt das moͤglich. Und immer wuͤrden mehrere Jahre darauf hin⸗ gehen, ehe man, ſtatt der vergrabenen Acker⸗ erde, den wilden Thon in einen tragbaren Stand verſetzte. In einer geſchloſſenen Wirthſchaft, das heißt: einer ſolchen, die keine aͤuſſere Zu⸗ fluͤſſe hat, iſt es einem Landwirthe kaum zu ver⸗ zeihen, wenn er einem Lieblingsflecke zu Gefal⸗ len ſo etwas unternimmt. Nur Marſchbewoh⸗ ner koͤnnen ihre Aecker rejolen; jedes andere Feld macht immer einen Banquerott, und kann nur auf Koſten anderer wieder aufgeholfen wer⸗ den; wonach es denn freilich, wie bey Banque⸗ rotten haͤufig der Fall iſt, reich! werden kann. Allein man hat es in ſeiner Gewalt, den Unter⸗ grund zu lockern, ohne ihn heraufzubringen und die obere gute Erde zu vergraben. So einfach dieſe Methode iſt, und ſo augenſcheinlich nuͤtzlich ſie, ſchon der Theorie nach, ſeyn muß, ſo iſt ſie doch erſt neuerlich in England verſucht, und mit dem beſten Erfolge angewandt worden. Dies ge⸗ ſchieht vermittelſt eines Pfluges, der ein ſtarkes, tiefgehendes Schaar A, aber kein Streichbrett hat. Die Spitze des ſtarken, laͤngern Schaars wird durch durch das darauf eingefugte Voreiſen B, welches vom Pflugbaume ab, ſchraͤg vorwaͤrts darauf zugeht, mehr befeſtigt. Wenn auch die Grieß⸗ ſaͤule C, ſo wie die Sohle oder das Heft D von maſſivem Eiſen, und erſtere dreieckig, beſonders nach der vordern Seite unten ſcharf zulaufend iſt, ſo iſt es zur Ueberwindung des Widerſtandes deſto beſſer. Vorn ruhet der Baum auf einem gewoͤhnlichen Pfluggeſtelle. Dieſes Inſtrument, welches von den Englaͤn⸗ dern the miner, der Minirer, genannt wird, folgt dem gewoͤhnlichen Pfluge in der Furche nach, dringt zwoͤlf oder mehrere Zoll tiefer, als der Pflug gieng, ein, und lockert ſo den Untergrund auf. Es ruhet auf einem Vordergeſtelle eines gewoͤhnlichen Pfluges, und kann von vier Pfer⸗ den fuͤglich gezogen werden. Doch verſteht es ſich, daß der Untergrund kein Felſen ſey, auch keine zine grofe zus feſtem Wum locknvord ſüüh leſer de Taſerf jiben,h ion hiffta deitwiede Untergrun Pflarzenna wieder zu Mun hat di lud äleng ſuc te, u und nns ſeßrun man auf de ſnt, koͤnnen t,, undt Pir ſ ten breiten Methoden ernte, wün ged wieder jeefen F. B, wches erts darauf die Gritß⸗ deft D von beſonders zulaufend derſtandes auf einem Englaͤn⸗ unt wird, rcche nach, e·, als der ntergrund kelle eines vier Pfer⸗ erſteht es ſeh, auch keine — 23— keine große Steine in ſich enthalte, ſondern blos aus feſtem Thon beſtehe. Wenn der Untergrund auf dieſe Weiſe aufge⸗ lockert worden, ſo kann das Waſſer von der Ober⸗ flaͤche tiefer herabſinken, und dann ſeitwaͤrts durch die Waſſerfurchen, falls ſie tief genug ſind, ab⸗ ziehen, ohne wieder heraufzuſtauen. Die Opera⸗ tion hilft auf einige Jahre, und muß von Zeit zu Zeit wiederholt werden. Allmaͤlig aber wird der Untergrund durch eindringende Duͤngertheile und Pflanzenwurzeln ſo aufgelockert, daß er ſich nicht wieder zu einer feſten Diele verbinden kann. Man hat die Nuͤtzlichkeit dieſer Methode in Eng⸗ land allenthalben anerkannt, wo man ſie ver⸗ ſuchte, und die Koſten in Verhaͤltniß des Nuz⸗ zens ſehr unbetraͤchtlich gefunden. Erſt nachdem man auf dieſe Weiſe eine tiefere Krume erhalten hat, koͤnnen die verdeckten Abzuͤge ihre Wirkung thun, und nuͤtzlich werden. Wir ſprachen vorher von den aufgepfluͤg⸗ ten breiten Ackerbeeten. So wie man andere Methoden gegen die üuͤberfluͤſſige Naͤſſe kennen lernte, wuͤnſchten denkende Wirthe in England, ihr Feld wieder ebnen und die hohen Mittelrücken in die tiefen Furchen bringen zu koͤnnen. Allein dies iſt — 24— iſt nicht ohne betraͤchtliche Schwierigkeit, beſon⸗ ders fuͤr einen Paͤchter. Die Erfahrung lehrt naͤmlich, daß ſelbſt die beſte Erdkrume, wenn ſie eine Zeitlang vergraben und des Einfluſſes der Atmoſphaͤre beraubt worden, ihre Lebens⸗ kraft, ſo zu ſagen, verliere und zur Ernaͤhrung der Pflanzen untuͤchtig werde. Wenn man nun durch oft wiederholtes Auseinanderpfluͤgen und Quereggen die hohen Ruͤcken in die tiefen Furchen bringt, ſo kommt in der Mitte der alten Ackerbeete eine ſolche todte Erde zu Tage, die gute Erde hinge⸗ gen wird in die tiefen Furchen gebracht. Dort wird die Fruchtbarkeit weggepfluͤgt, hier uͤberhaͤuft. Es gehen daher mehrere Jahre darauf hin, ehe die Mitte der alten Beete recht artbar gemacht und die Fruchtbarkeit wieder gleichmaͤßig uͤber das Feld vertheilt werden kann; ſelbſt wenn man alle Auf⸗ mexkſamkeit anwendet, den Duͤnger nur auf die Stelle der vormaligen hohen Ruͤcken zu bringen. Denn ohne dies zu beobachten, wuͤrde man an die⸗ ſen Stellen lauter verkuͤmmertes, und in den al⸗ ten Furchen Lagerkorn erhalten. Wenn man daher die hohen Ackerbeete ebnen will, ohne jene uͤbelen Folgen mehrere Jahre zu verſpuͤren, ſo ſind folgende von An derſon ange⸗ gebene Methoden, meines Wiſſens, die einzigen zweckmaͤßigen. Erſt En anander⸗ Feldes an. He breirgah han Sii mmunter dem alte plug dor fongtdieſ gerichtet welch di bekomnen facenund heitt ſo ů Ickerbertes Erde nur komm im ferig, ſt hanges, un der pfag weiten Var dann beni der Pflu ſeyn wird, jielinie n rict fertig Magauft keit, beſon⸗ ahrung lehr te, wenn ſe ufluſſes der te lebens⸗ Ernaͤhrung n man nun fuuͤgen und ſen Furchen Ackerbeete Erde hinge⸗ Dortwird rhaͤuft. Et n, ehe die ht und die das Feld alle Auf⸗ ur auf die u bringen. an an die⸗ n den al⸗ beete ebnet e Jahre zu ſon ange⸗ t einzigen Erſt Erſt pfluͤge man die Beete einmal flach von einander. Dann ſtelle man eine der Groͤße des Feldes angemeſſene Anzahl Arbeiter mit Spaten an. Hierauf ziehe man mit einem Pfluge eine breite Fahre quer durch die ſaͤmmtlichen hochruͤk⸗ kigen Stuͤcke herdurch. Dieſe Linie vertheile man nun unter ſo viele Arbeiter, als man hat;— auf jedem alten Ackerbeete erwa zwey. Sobald der Pflug vor jedem Arbeiter vorbeygekommen iſt, faͤngt dieſer, mit dem Geſichte gegen die alte Furche gerichtet, ungefaͤhr an der Stelle des Beetes⸗ welche die mittlere Hoͤhe, die das Ganze nachher bekommen wird, ausmacht, an, die Erde auszu⸗ ſtechen und in die alte Furche zu werfen, und ar⸗ beitet ſo vüͤckwaͤrts fort, bis er auf die Koͤhe des Ackerbeetes kommt. An den Seiten ſticht er die Erde nur flach aus; ſo wie er auf die Mitte kommt, immer tiefer. Iſt er mit der einen Seite fertig, ſo geht er auf die andre Seite des Ab⸗ hanges, und macht es da eben ſo. Indeſſen geht der Pflug auf der andern Seite in einer möglichſt weiten Wendung wieder herunter, und da ſind dann eben ſo viele Graͤber angeſtellt. Nun kommt der Pflug zum zweytenmale, wo es wohl noͤthig ſeyn wird, ihn oft etwas halten zu laſſen, wenn die Linie nicht ſehr lang iſt, und die Arbeiter noch nicht fertig ſind. Auch iſt es rathſamer, daß der Pflug auf die Arbeiter, als dieſe auf jenen warten⸗ Um Um durch dieſe Arbeit ſo wenig Unebenheit, wie moͤglich, zu veranlaſſen, iſt es rathſam, wech⸗ ſelsweiſe eine Strecke auseinander und eine andere zuſammen zu pfluͤgen. Und um allen Aufenthalt zu vermeiden, thut man wohl, ſchon vorher die Fahren, welche der Pflug nehmen ſoll, abzuſtechen, oder die erſte auszupfluͤgen; vielleicht auch da, wo der Pflug gleich in der Naͤhe zuruͤckkehrt, vor⸗ laͤufig eine Fahre ausgraben zu laſſen, weil ſonſt die beyden Reihen der Arbeiter ſich einan⸗ der im Wege ſtehen wuͤrden. Die Koſten dieſer Arbeit moͤchten, wie ſelbſt Anderſon beſorgt, manchen abſchrecken. Er verſichert aber nach Erfahrung, daß ſie ſich minder hoch beliefen, als wenn man denſelben Zweck durch fuͤnf⸗ bis ſechsmaliges Auseinanderpfluͤgen, wel⸗ ches auf ſolchem Boden nicht anders, als mit vier Pferden und zwey Menſchen moͤglich ſey, erreichen wolle. Er giebt hieruͤber eine Berechnung, nach welcher noch eine betraͤchtliche Erſparung dabey ſey. Da ich ſolche aber ſelbſtnicht recht zu ver⸗ ſtehen bekenne, und ich von dieſer Arbeit keine Erfahrung habe, ſo laſſe ich ſie weg. Dem Einwurfe, daß ein fuͤnf⸗ bis ſechsmaliges Pfluͤgen nicht blos der Ebnung des Feldes zur Laſt falle, fale/ ord nüſſe, be⸗ de Erd deſer It ſlamn⸗ nr eſh ſtet abe käne olo heangeſe⸗ And gen Mit locemn, w fflu geſ vlin nach dr übrige löſett Vod die Epnrer liſen vuͤrd Loen in die a in Stand nüthigen⸗ iine anden ds Beet bäinder. nebenheit ſam, weh⸗ eine andere Aufenthal oorher die zuſtechen, h da, wo rt, vor⸗ en, weil ch einan⸗ vie ſelbſt n. Er minder eck durch en, wel⸗ mit vier rreichen g, nach 3 dabey zu ver⸗ eit keine maliges zur laſt falle, falle, ſondern als eine Braache angeſehen werden muͤſſe, begegnet er ſehr richtig. Eine Braache ſoll die Erdkrume verbeſſern. Bei einem Pfluͤgen dieſer Art wird aber uͤber die gute Erde jedesmal ſchlechtere heruͤber geworfen, die Oberflaͤche alſo nur verſchlimmert. Die Arbeit mit dem Grab⸗ ſcheit aber verbeſſere den Boden wirklich, und koͤnne alſo mit mehrerem Rechte wie eine Braa⸗ che angeſehen werden. Anderſon raͤth nun noch an, die ehemali⸗ gen Mittelruͤcken dieſes Feldes in der Tiefe zu lockern, welches mit dem vorgedachten Minir⸗ pfluge geſchieht. Auch muͤſſe man, wo moͤglich, dahin trachten, daß die alten Furchen hoͤher wie der uͤbrige Theil aufgefuͤllet wuͤrden, weil dieſer loſere Boden ſonſt niederſinken, und dann doch die Spuren der vormaligen tiefen Furche hinter⸗ laſſen wuͤrde. Wo entweder die Lage des Feldes ein Pfluͤgen in die Quer gar nicht erlaubt, oder wo man nicht im Stande iſt, die Anzahl der zu jener Operation noͤthigen Arbeiter herbeyzuſchaffen, da muß man eine andere Art waͤhlen. Man pfluͤge nämlich das Beet erſt auseinander, laſſe aber an jeder Seite der Furche etwa drey Fuß unberuͤhrt ſtehen. Dann Dann ſtelle man Graͤber auf dem Mittelruͤcken des Beets an, laſſe die Erde aus der mittelſten Fahre herausſtechen und ſi olche in die alte Furche bringen. Wenn dies geſchehen iſt, ſo wende man die beyden mittelſten auseinander gepfluͤgten Balken mit dem Pfluge wieder herum, und werfe ſie in die ausge⸗ grabene Hoͤhlung. Nun gehen die Graͤber wieder zu dieſer zweyten Fahre, und machen es damit eben ſo. Dann kommt der Pflug wieder, und wirft den naͤchſten Balken wieder in dieſe ausge⸗ grabene Furche, und die Graͤber ſtechen nun dieſe dritte Furche aus. So geht es fort, bis das Feld die bezweckte Ebenung erhalten hat, alle tiefe Furchen ausgefuͤllt, und die hohen Ruͤcken herunter gebracht ſind. Letztere Methode giebt indeſſen mehr Aufenthalt, geht langſamer, und iſt koſtſpieliger, wie die erſte. In beyden Faͤllen muß nun das Feld wie eine Braache behandelt, d. h. mehreremale in die Laͤnge und in die Quer gepfluͤgt und fleißig geegget werden. Dann lege man es in moͤglichſt ſchmale, hoͤchſtens zehn Fuß breite Beete, mit gut aus⸗ gepfluͤgten Furchen, wenn man nicht verdeckte Abzuͤge ſofort machen kann. b) 6) W ibermaßi beit über krumelt undorch an di Att aller die Furche bendied zudringen diantzuch ſeht Unbel huuyſſ jchli falten werd henes Gefe nelte Vaſſ zung, det dogeldei athaltend zenrictſe telrucen de alen Nat heſtellt da Drten gar in in gen inmer kle Aräden des elſten dihre hebringen. die beyden en mit dem die ausge⸗ her wieder es damit der, und iſe ausge⸗ nun dieſe „bis das hat, ale Ruͤcken de giebt ter, und wie eine ie Laͤnge geegget ſchmale, gut aus⸗ verdeckte b) Wir gehen nun zum zweyten Grunde einer uͤbermaͤßigen Naͤſſe von atmoſphaͤriſcher Feuchtig⸗ keit uͤber, wenn naͤmlich unter der Akker⸗ krumein verſchiedener Tiefe ſich eine undurchdringliche Thonlage befindet. In dieſem Falle koͤnnen maͤßig aufgepfluͤgte Beete allerdiugs von Nutzen ſeyn, wenn naͤmlich die Furchen nur ſo tief gemacht werden, daß ſie eben die Thonlage beruͤhren, ohne in ſelbige hinein⸗ zudringen und den Thon an die Seiten der Beete hinanzuſchlagen. Die Huͤlfe iſt indeſſen immer ſehr unvollſtändig, und es kommt dabey doch hauptſachlich darauf an, ob die Furchen offen er⸗ halten werden, und ein zureichendes, ununterbro⸗ chenes Gefaͤlle haben, um das in ihnen angeſam⸗ melte Waſſer abzufuͤhren. Unter dieſer Bedin⸗ gung, die aber ſo leicht fehlt, koͤnnen ſie, wenn das Feld einmal beſtellt iſt, und die Naͤſſe nicht zu anhaltend wird, viel helfen. Wenn die Fur⸗ chen nicht ſelbſt waſſerfrey ſind, ſo wird dem Mit⸗ telruͤcken der Beete nur geholfen; die Seiten ſind allen Nachtheilen der Naͤſſe unterworfen. Man beſtellt daher die Seiten der Beete an manchen Orten gar nicht, ſondern benuht ſie als Grasland; ein in gewiſſen Lagen vielleicht rathſamer, aber immer kleinlicher und beſchwerlicher Behelf⸗ Flache Flache Beete, welche durch tiefere Ausſtechung der Furchen mittelſt des Grabſcheits etwas erhoͤher ſind, geben einen gleichmaͤßigen Ertrag; voraus⸗ geſetzt, daß dieſe ſogenannten Braachgraben hin⸗ reichendes Gefaͤlle haben, und rein erhalten wer⸗ den. Allein diejenigen Furchen und Graben, wel⸗ che nach dem Abhange der Felder, in der Richtung der Beete gezogen ſind, leiſten doch die verlangte Wirkung nur unvollkommen. Das Waſſer zieht ſich naͤmlich, wenn es einen waſſerdichten Unter⸗ grund erreicht hat, nicht nach der Seite zu, ſon⸗ dern nach dem Abhange herunter. Solche Furchen fuͤhren daher nicht mehr Regenwaſſer ab, als ge⸗ rade auf ihre Flaͤche, oder den zunaͤchſt liegenden Theil des Ackerbeetes faͤllt. Alles uͤbrige muß ſich den ganzen Abhang des Feldes herabziehen, bis es einen Querabzug erreicht hat, oder, wie haͤu⸗ fig der Fall iſt, in einer Sinke ſtauet. Daher ſind Quergraben, die das herabziehende Waſſer auffangen koͤnnen, nothwendig. Dieſe duͤrfen aber nicht flach ſeyn, ſondern muͤſſen bis auf den feſten Untergrund, und, wo moͤglich, noch etwas in denſelben hineingehen, ſonſt zieht ſich ein großer Theil des Waſſer unter ihnen weg. Sind alle dieſe Bedingungen erfuͤllt, ſo kann ein ſolches Feld durch offene Furchen und Graben aller⸗ dlerdinge der oberft dieſe Grn derE”” zerurſu für vid unden abe gdubt gen bennman kter Beſt Alein hie was mane ehrderaf hey jderd ſelen zut venn er eit daher zerdeckte 3g. Den man ide arbeiwng men Eini ſatchen ſa⸗ gtaben, geldes die fuſſ der? id man i Ausſtchung was erhäher ig; voraus⸗ graben hin⸗ alten wer⸗ bben, wel⸗ Richtung verlangte gſſer zieht ten Unter⸗ e zu, ſon⸗ ee Furchen , als ge⸗ liegenden muß ſich hen, bis wie haͤ⸗ ziehende Deſe täiſſen bis lich, noch zieht ſich en weg. ſo kann Graben aleer⸗ allerdings trocken erhalten und allem Nachtheile der uͤberfluͤſſigen Naͤſſe abgeholfen werden. Allein dieſe Graben hemmen den Gang des Pfluges und der Egge, oder werden doch bey jedesmaligem Pfluͤ⸗ gen verſtopft, und muͤſſen daher nach jeder Pflug⸗ fahre wieder ausgeworfen werden. Dieſe Arbeit wenden aber wohl nur wenige daran, und man glaubt gemeiniglich alles moͤgliche gethan zu haben, wenn man dieſe Furchen und Graben nach vollen⸗ deter Beſtellung des Ackers in Ordnung bringt. Allein hiedurch iſt bey weitem nicht alles erreicht, was man erreichen kann. Denn es kommt eben ſo ſehr darauf an, dem Acker zu jeder Jahrszeit und bey jeder Witterung die erforderliche Bearbeitung geben zu koͤnnen, als ihn trocken zu halten, wenn er einmal beſtellt iſt. Daher hat ohne allen Zweifel die Methode der verdeckten Abzuͤge einen entſchiedenen Vor⸗ zug. Wenn dieſe einmal angelegt ſind, ſo hat man zu jeder Jahrszeit einen trockenen, der Be⸗ arbeitung faͤhigen Boden, und alle jene muͤhſa⸗ men Einrichtungen der Ackerbeete und Waſſer⸗ furchen fallen weg. Nur der Hauptableitungs⸗ graben, der mehrentheils zur Einhaͤgung des Feldes dient, braucht offen gehalten, die Aus⸗ fluͤſſe der Waſſerleitungen nachgeſehen zu werden, und man iſt ſicher, daß keine Naͤſſe die Bear⸗ beitung beitung aufhalten, oder den Wachsthum der Fruͤchte ſtoͤren werde. Pflug und Egge koͤnnen nun kreuz und quer gehen; der Duͤnger⸗ und Erndte⸗ wagen bey jeder Witterung uͤber das ganze Feld fahren. Unter die Vortheile, welche dieſe Art von Abwaͤſſerung gewaͤhrt, gehoͤrt auch die Ver⸗ tilgung verſchiedener Unkrautsarten, welche ihre Wurzel tief, und wohl ſelbſt in den feſten Unter⸗ grund hineinſchlagen, und ſonſt ganz unvertilgbar ſcheinen. Das allenthalben ſo uͤberhandnehmende, den Kuͤhen ſo nachtheilige Kannenkraut(equise- tum arvense) verliert ſich, der Verſicherung vieler Englaͤnder nach, unmittelbar darauf. In keinem Stuͤcke ſind die Englaͤnder ſo ein⸗ ſtimmig, wie uͤber den großen und allgemeinen Nutzen der verdeckten Abzuͤge. Nur uͤber die beſte Art, ſie anzulegen, ſind die Meinungen verſchie⸗ den, und muͤſſen es ſeyn, indem dieſe nach Orts⸗ verhaͤltniſſen verſchieden iſt. Ihre Anlage und Wirkung war vor zwanzig bis dreyßig Jahren nur erſt in wenigen Provinzen bekannt. Jetzt hat ſich die Kenntniß und Anwendung derſelben durch das ganze Reich verbreitet. Unter allen den Berichten uͤber die landwirthſchaftlichen Einrichtungen jeder Grafſchaft iſt kaum ein einziger, worin der Vor⸗ theil dieſer Methode nicht anerkannt, und nicht Beyſpiele von betraͤchtlichen Verbeſſerungen, die da⸗ dndurch bet mütig ſit Geld in d legt wen wid, und don ſo un land abe ſ weneie tenchepitl der engl ih mr ein ſacſte, hic der Feldes, tine binde Einziehen ſa Fällen terdeckten deſen ver Mt. rhtgun de ſe konnentun und Ende⸗ ganze Feh he dieſe An h die Ver⸗ welche ihre ſſen Unter⸗ nherügbar drehwende, t(equise- erſicherung arauf. er ſo ein⸗ geweinen die beſte verſchie⸗ ach Okts⸗ lage und ihren nur t hat ſic durch das Verichen nyenjeder der Vor⸗ und richt ngen, die da⸗ dadurch bewirkt worden, angefuͤhrt wurden. Ein⸗ muͤthig ſtimmen alle dahin uͤberein, daß kein Geld in der Landwirthſchaft vortheilhafter ange⸗ legt werden koͤnne, als was hierauf verwandt wird, und daß es im ganzen Syſteme der Ackerbaukunſt keine minder koſtſpielige, keine ſchneller zu bewirkende und keine dauerhaftere Verbeſſerung gebe, wie dieſe. Da die Anlegung der verdeckten Abzuͤge nun von ſo unbezweifelt großem Nutzen, in Deutſch⸗ land aber nur wenigen Landwirihen! bekannt iſt, ſo werde ich ſie ausfuͤhrlicher, wie im neun⸗ ten Kapitel der Einleitung zur Kenntniß der engliſchen Landwirthſchaft, wo ich nur eine allgemeine Idee davon zu erwecken ſuchte, hier beſchreiben. Wir reden jetzt von der Trockenlegung eines Feldes, welches unter ſeiner ackerbaren Krume eine bindende Thon⸗ oder Lehmlage hat, die das Einziehen des Regenwaſſers verhindert. In die⸗ ſen Faͤllen iſt es eigentlich, wo die Methode der verdeckten Abzuͤge ihre Anwendung findet. In⸗ deſſen werden auch, wie wir nachher hoͤren wer⸗ 2u Bds. 1ſte Abtheil. C den, — 34— den, abgefangene Quellen durch ſolche verdeckte Abzuͤge abgeleitet, in welchem Falle aber meh⸗ rentheils ein einziger ſorgfaͤltig ausgeſetzter Gra⸗ ben hinreichend iſt, da in jenem vie le erfordert werden. Weil aber die Arbeit im Weſentlichen dieſelbe iſt, ſo werden wir bey der Ableitung des aufgefangenen Quellwaſſers uns kuͤrzer faſſen boͤnnen, wenn man alles, was die Anlegung der verdeckten Abzuͤge betrifft, wohl verſtanden hat. Eine allgemeine Kenntniß der Trockenlegung eines Feldes durch verdeckte Abzuͤge darf ich bey meinen Leſern aus dem neunten Kapitel mei⸗ ner Einleitung vorausſetzen. Daher wende ich mich gleich zu dem Beſondern, welches dort nur oberflaͤchlich angezeigt worden. Bey der Anlage kommt die Richtung, welche man den Zuͤgen geben will, zuerſt in Betracht. Vormals beging man haͤufig den Fehler, ſie bey einem abhaͤngigen Felde nach der Richtung des Abhanges zu ziehen. So thun ſie aber beyweiten die bezweckte Wirkung nicht. Denn das Waſſer, welches ſich allemal, auf dem feſten Untergrunde, dem Abhange nach herunterzieht, geht nun zwiſchen zwey Zuͤgen weg, ohne einen zu beruͤhren, und davon aufgefangen zu werden. Der der nit deren al Daher Rägeled Fahe du ſtrig, mmzalegen dn Abha bot man herſtoyfe aufbla ſartkeng zu ihna Gffäll, jihen k Auft genden Fe ſenung v vanald n Feld gend Graben man die; zum ande Liien ißr nan aber Puſer in lche bedect le aber ne eſeßter Gu le erforden Leſentlichen Alleitung rzerfaſſen Anlegung derſtanden cenlegung rf ich bey pitel mei⸗ vende ich dort nur g, welche Betracht. hler, ſie Richtung ſie aber t. Denn em feſten nrezieht, ie einen werden. der Der mitilere Raum, zwiſchen zwey Zuͤgen, wenn deren auch noch ſo viele ſind, bleibt alſo naß. Daher iſt es jetzt eine allgemein angenommene Regel, die Waſſerzuͤge auf einem abhaͤngigen Felde quer durch den Abhang und nur etwas ſchraͤg, ſo daß ſie einen geringen Fall haben, anzulegen. Nun fangen ſie alles Waſſer, was den Abhang herunterzieht, auf. Ueberdas aber hat man gefunden, daß ſich die Zuͤge leichter verſtopfen und, wie die Englaͤnder es nennen, aufblaͤhen(blow up), wenn ſie einen zu ſtarken Fall haben, und der Waſſerlauf in ihnen zu ſchnell iſt. Man gebe ihnen alſo nicht mehr Gefäͤlle, als daß das Waſſer langſam ab⸗ ziehen koͤnne. Auf völlig oder doch beynahe wagerecht lie⸗ genden Feldern legt man die Zuͤge in einer Ent⸗ fernung von 34 bis 40 rheinlaͤndiſchen Fuͤßen parallel neben einander an. Da ein ſolches Feld gewoͤhnlich auf beyden Seiten mit einem Graben Aingeſchloſſen zu ſeyn pflegt, ſo laͤßt man die Zuͤge queer durch, von einem Graben zum andern, ziehen, damit ſie ſich von beiden Seiten ihres Waſſers entledigen koͤnnen. Wenn man aber findet, daß ſich auf einer Seite kein Waſſer in ſie hineinzieht, ſo hoͤrt man auf, C 2 und — 36— und ſetzt ſie, nach dieſer Seite hin, nicht weiter fort. Bi Wenn das Feld uneben iſt, und der Ab⸗ hang deſſelben bald hier bald dort hin geht, ſo richtet man es ſo ein, daß queer an jedem Ab⸗ hange ein Zug hergehe, der das Waſſer dann nach der bequemſten Seite abfuͤhre. Nach⸗ ſtehende Figur, worauf A die Befriedigungs⸗ graben, B die Anhoͤhen, C die Zuͤge vorſtel⸗ len, wird dies deutlich genug machen. Fig. 3. Pot Einleit Hauptz aberſc aueſit ben zug d, bo ſe iſe beh, we ſch ver än gro leiden i der Hau aufähm drr gehtt klanne. die Zuſa nihſam. man ſie; wehkent⸗ ind die Fn man die gen geth den Smn nicht weter d der A⸗ ngeht, edem Ah⸗ ſſer dann Nach⸗ ſedigungs⸗ ge vorſtel⸗ Vormals ließ man, wie ich dies in meiner Einleitung angegeben hatte, viele Zuͤge in einen Hauptzug ſich vereinigen. Man hat es jetzt aber ſicherer und zweckmaͤßiger gefunden, jedem Zuge ſeine eigene Muͤndung in den offenen Gra⸗ ben zu geben, oder doch nur wenige, und nur da, wo es zur Erſparung der Arbeit rathſam iſt, zuſammenzufuͤhren. Sicherer geht man da⸗ bey, weil es doch moͤglich iſt, daß der Hauptzug ſich verſtopfe oder einſinke, in welchem Falle ein großer Theil des Feldes durch die Naͤſſe leiden wuͤrde; und zweckmaͤßiger iſt es, weil der Hauptzug, der ſo viele Seitenzweige in ſich aufnaͤhme, weiter und tiefer ſeyn muͤßte, und in der gehoͤrigen Proportion leicht gefehlt werden koͤnnte. Bey ſehr unebenen Feldern iſt dennoch die Zuſammenziehung mehrerer Abzuͤge oft rathſam. Nur bey ebenen Feldern vermeidet man ſie; zumal da man den einfachen Zuͤgen mehrentheils einen doppelten Ausfluß geben kann, und daher deſto weniger noͤthig hat. In Anſehung der Jahrszeit, worin man dieſe Arbeit unternimmt, ſind die Meynun⸗ gen getheilt. Einige tiehen d den Winter, andere den Sommer vor. 8 Wenn — 38— Wenn man eine ſehr weitlaͤuftige Arbeit dieſer Art vorzunehmen hat, ſo verſteht es ſich von ſelbſt, daß man jede Jahrszeit, wo es nicht zu ſcharf friert, benutzen muͤſſe. Auf Stoppelfel⸗ dern arbeitet man dann im Winter, auf Brach⸗ feldern im Sommer. Manche behaupten, man muͤſſe dieſe wich⸗ tige Arbeit nicht anders, als im Sommer vor⸗ nehmen. Sie wuͤrde dann reinlicher vollfuͤhrt, die Zuͤge ſauberer ausgeſtochen, die Seitenwaͤnde nicht zuſammengeknetet, und mithin die Poren, durch welche das Waſſer ſich hineinzieht, nicht verſtopft. Im Winter werde der Boden durch das Auftreten pappig; im Sommer bleibe er lockerer, und trockne daher ſchneller aus. End⸗ lich ſey das Befahren des Bodens mit den Wagen, welche die Materialien herbey ſchaffen muͤſſen, im Winter oft unmoͤglich, immer nach⸗ theilig. Ein Mann dagegen, welcher in der Graf⸗ ſchaft Suffolk viele Laͤndereyen abgewaͤſſert, und ſich große Erfahrung in dieſem Geſchaͤfte erworben hat, Herr Noung zu Clare, iſt ent⸗ gegengeſetzter Meynung.„Ich,“ ſagt er,„mache dieſe Arbeit nie im Sommer, zweyer Urſachen wegen: 1) die Arbeit iſt in einem thonigten 3 Bo⸗ ſicher ar nugſeyn. ltbeitw man dar wird der 3h fenmal drin hab Jättezeit und ſaube inmal ig benußen. Nal zu Gras vor, und chen. zueſhhr hen, und diſe ab, bnnen, nfüige Abei ht es ſchomn es nict g Stopyelſ auf Br ache dieſe wich⸗ umer vor⸗ volffhrt, itenwande ie Poren, ht, nicht een durch blibeer . End⸗ mit den ſchaffen ner nach⸗ der Graf⸗ gewäͤſſer, Geſchäfte , iſ ent⸗ mache Urſachen honigten Vo⸗ Boden viel ſchwerer, wenn er trocken und hart iſt, und 2) kann man die Arbeiter hierzu weit beſſer im Winter haben, und ſie anderswo ent⸗ behren.“ Was den zweyten Grund anbetrifft, ſo wird ſolcher an den meiſten Orten wol vollguͤltig ge⸗ nug ſeyn. Der erſtere ſcheint es nicht. Die erſte Arbeit wird mit dem Pfluge gemacht; und folgt man dann mit dem Grabſcheit bald nach, ſo wird der Boden muͤrbe genug bleiben. Ich wuͤrde dem, der dieſe Arbeit zum er⸗ ſtenmale mit Leuten, die noch keine Uebung darin haben, unternimmt, rathen, eine gute Jahrszeit zu waͤhlen, weil ſie dann rechtlicher und ſauberer gemacht wird. Sind die Leute einmal im Griff, ſo kann man den Winter dazu benutzen. Viele ziehen das Land, was viele Jahre zu Gras gelegen(Dreeſch), mit gutem Grunde vor, und unternehmen die Arbeit nur auf ſol⸗ chem. Die erſte Furche laͤßt ſich auf die gleich zu beſchreibende Art beſſer mit dem Pfluge zie⸗ hen, und reiner herumlegen. Auch wird man dieſe abgeſchaͤlte Grasnarbe ſehr gut benutzen koͤnnen, um ſie uͤber den Zug herzulegen. — Hat Hat man aber die Abſicht, das Feld zugleich zu ebnen, ſo wird eine Sommerbrache die beſte Gelegenheit hierzu geben. Der Anfang der Arbeit wird jetzt meh⸗ rentheils mit dem Pfluge gemacht, weil hierbey eine große Erſparung iſt. Gedachter Joung— nicht der beruͤhmte Arthur YVoung— be⸗ ſchreibt die Methode, welche er nach ſeiner großen Erfahrung fuͤr die beſte haͤlt, folgendermaßen: „Wenn ich die Richtung der Züge abgeſtochen habe, ſo ziehe ich mit einem gewoͤhnlichen Pfluge zwey Furchen parallel gegen einander, laſſe aber dazwiſchen einen Balken von etwa 15 Zoll Breite ſtehen. Dann nehme ich einen ſtarken Pflug mit doppeltem Streichbrette, der beſonders dazu gemacht iſt, und ſpalte damit dieſen Bal⸗ ken auf 15 Zoll tief. Wenn die Tiefe des Bodens es verlangt— denn ich ſuche bis auf die Thonlage zu kommen—, ſo ziehe ich zum zweytenmal darin herunter, und komme nun 18 bis 20 Zoll tief hinein. So iſt die Furche fuͤr den ſchmalen Spaten fertig, womit ich den Zug 15 Zoll tiof, ſo enge als moͤllich, aus⸗ ſteche.“ Diejenigen, welche einen ſolchen ſtarken, niefgehenden Pflug nicht haben, welcher ſechs bis ii aht de naͤm doypelte fene Wif ſ n eindringen ſo zwen Die werden⸗ Tiſſ des aber auch vill, und dines diſ Den Leefe hat def anzul ſige du Oeerfäch der Ehe kin Wa nuß ma rinarbeit uskana nicht un Feld ugeih che die bee djeßt men⸗ eil hierbey doung— g— be⸗ ner großen dernaßen: abgeſtochen hen Pfluge laſſe aber 15 Zoll n ſtarken beſonders eſen Bal⸗ Tiefe des e bis auf ich zum enun 18 ie Furche iit ich den ichh, aur⸗ ſitken, her ſechs bis bis acht Pferde erfordert, verfahren zwar auf die naͤmliche Weiſe. Denn einen Pflug mit doppeltem Streichbrette hat jeder ſchon, um of⸗ fene Waſſerfurchen zu ziehen. Da ſie aber nicht ſo tief, ſondern etwa nur acht bis neun Zoll eindringen koͤnnen, ſo muͤſſen ſie den breiteren Spaten vor dem ſchmalen, nach der unton fol⸗ genden Beſchreibung, vorhergehen laſſen, und alſo zwey Striche herausſchaffen. Die Tiefe, in welcher dieſe Zuͤge gelegt werden, iſt verſchieden nach dem Verhaͤltniß der Tiefe des Bodens, und der Lage des Feldes; aber auch nach den Koſten, die man anwenden will, und nach der eingefuͤhrten Gewohnheit eines Diſtricts. Wenn der lockere Boden eine betraͤchtliche Tiefe hat, ſo iſt es rathſam, die Zuͤge eben ſo tief anzulegen. Sie koͤnnen dann alle uͤberfluͤſ⸗ ſige Feuchtigkeit wegnehmen, und erhalten die Oberflaͤche vollkommen trocken. Sobald aber der Spaten die feſte Unterlage, durch welche kein Waſſer herdurchdringen kann, erreicht, ſo muß man in ſelbige nur noch etwas wenig hin⸗ einarbeiten, um dem Waſſer einen feſten Ab⸗ zugskanal zu verſchaffen. Ein Mehreres wuͤrde nicht nur unnütz, ſondern wirklich nachtheilig ſeyn, ſeyn, weil ſich in den Waſſerlauf das Waſſer nur von oben, nicht von den Seiten hinein⸗ ziehen koͤnnte. Wo die Lage des Feldes es erfordert, daß mehrere Zuͤge in einen Hauptzug zuſammengeleitet und durch ſelbigen zu einem gemeinſchaftlichen Ausfluß geleitet werden, da iſt es noͤthig, dieſen riefer, erforderlichen Falls ſelbſt in die Thonlage, hineinzuſenken, indem er ſo viel mehr Waſſer aufnehmen und fortfuͤhren muß. Im Allgemeinen hat man ſie vormals in Egngland wenigſtens drey engliſche Fuß tief ange⸗ legt; ſeit den letzten zwanzig Jahren aber ſelten uͤber dreyßig Zoll. Neuerlichſt werden die mei⸗ ſten gar nur 24 bis 26 Zoll tief gemacht. Letzteres ſcheint indeſſen in lockerem Boden zu we⸗ nig zu ſeyn. Man bedenke, daß der Tritt der Pferde in den Pflugfurchen ſchon um vier, fuͤnf und mehrere Zolle tiefer, wie die Oberflaͤche des Bodens, geht. Wenn nun die Ausfuͤllung etwa zehn Zoll betraͤgt, ſo bleiben nur neun bis zehn Zoll Erde, um das Pflugpferd zu tragen. Iſt dieſe Erde nun nicht etwa bindender Thon, der uͤber dem Kanal gleichſam einen feſten Bo⸗ gen ebide han ien kann das Pferd leicht durch⸗ Ma⸗ 3 V ——— Aweericl zeht man tef in! kommt/ ſolte ma Äofülan 3a A liy aler de Zge theils me rial erſye ſicerer da Koch mu iien Unte nach dem will. Ju de Grab bnuchen I zn dieſer man ſie det beyl znechmäß das Laſer iten zinin rdert, daſ mengeleite ſchaftlichen ig, dieſen Toonlage, ior Waſſer rmals in tief ange⸗ ber ſelten de mei⸗ gemacht. en zu we⸗ Tritt der jer, füͤnf berflaͤche usfüͤllung neun bih u tragen der Thon, iſeen Bo⸗ it durch⸗ brauchten Ma⸗ — 43— Materialien in Unordnung bringen. Sicherer geht man gewiß, ſie da, wo man noch nicht zu tief in den undurchdringlichen Boden hinein⸗ kommt, 30 Zoll tief anzulegen, und wenigſtens ſollte man einen Fuß hohen Boden uͤber der Ausfuͤllung zu behalten ſuchen. In Anſehung der Weite hat man es ſich bey allen neueren Anlagen zur Regel gemacht⸗ die Zuͤge ſo ſchmal, wie moͤglich, zu machen; theils weil man dadurch viel Ausfuͤllungsmate⸗ rial erſpart, theils weil Wagen und Pferde ſicherer daruͤber weggehen, ohne ſie zu verletzen. Jedoch muß man, wie wir unten hoͤren werden, einen Unterſchied machen, nach der Art und nach dem Material, womit man ſie ausfuͤllen will. Zu ordentlich ausgeſetzten Zuͤgen muͤſſen die Graben weiter gemacht werden; doch brauchen ſie nie uͤber 16 Zoll zu ſeyn. Die Handwerkzeuge, deren man ſich zu dieſer Arbeit bedient, ſind einfach, und da man ſie in England ſeit langer Zeit unveraͤn⸗ dert beybehalten hat, ohne allen Zweifel ſehr vetmutig. Wie — 4 4— Wie man ſich noch des Pfluges zum An⸗ fange der Arbeit weniger bediente, brauchte man gewoͤhnlich drey Spaten, die in ihrer Breite immer abnahmen und auf einander folgten; ſo daß der Graben ſich regelmaͤßig nach dem Grunde verengerte. Nun aber bedient man ſich, nachdem der Pflug vorangegangen, haͤufig nur des letzten und ſchmalſten, oder, wenn eine groͤßere Tiefe erfordert wird, doch nur zweyer Spaten, die folgendermaßen geſtaltet find. Der erſte Spaten A iſt oben etwa 14 Zoll, unten 3 Zoll breit, und das Blatt 18 bis 20 Zoll lang. Der zweyte Spaten B iſt oben 8 Zoll breit, und laͤuft nach unten ganz, oder Stille de Puatz din benn Ein Tenn auj den nit ſolge d den; ud der Wal ell die england iin ger es zim An⸗ brauchn nmn ihrer Brii folgten; ſ nach den edient man gen, haͤufig der, wenn doch nur en geſtalte 1l — etwg 14 Blatt 18 aten B iſt nten ganz oder — 45— oder doch mehrentheils, ſpitz zu; in der Laͤnge iſt er dem erſten gleich. Die Stiele macht man etwa 2 Fuß 6 Zoll lang. An dem Stiele des zweyten Spatens iſt oberhalb des Blatts ein Zapfen befeſtigt, um mit dem Fuße beym Einſtechen zu Huͤlfe kommen zu koͤnnen. Wenn der Graben ausgeſtochen iſt, ſo wird er auf dem Grunde von der hineingefallenen Erde mit folgendem Inſtrumente gereinigt. Fig. 3. Die Groͤße und Laͤnge deſſelben iſt verſchie⸗ den; und die Breite des Loͤffels richtet ſich nach der Weite, die der Graben im Grunde haben ſoll.— Die Arbeit des Ausſtechens geſchieht in England faſt immer in Verding. Man accor⸗ dirt gewoͤhnlich zwanzig⸗Ruthen⸗weiſe (Per — 46— (per score-rods). Es kommt viel darauf an, ob die Arbeiter ſchon Uebung darin und ein ge⸗ wiſſes Augenmaaß haben. Danach wird die Ar⸗ beit nicht nur ſchneller oder langſamer, ſondern auch mehr oder weniger ſauber vollführt. Auf jeden Fall iſt eine ſehr genaue Aufſicht noͤthig, damit die Graben in der bedungenen Tiefe al⸗ lenthalben gleich ausgeſtochen und gehoͤrig gerei⸗ nigt werden. Auch muß die ausgeſtochene Erde ſo weit vom Graben abgeworfen werden, daß ſie bey der Ausfuͤllungsarbeit nicht wieder hin⸗ einfalle; und dies um ſo mehr, wenn bindiger Thon herausgebracht wird, welcher nicht nahe an die Zuͤge zuruͤckgeworfen werden darf, in⸗ dem er ſonſt das Einziehen des Waſſers in ſel⸗ bige verhindern wuͤrde, vielmehr uͤber das ganze Feld vertheilt werden muß. Man hat viel darauf geſonnen, Pfluͤge zu erfinden, womit die ganze Arbeit ohne Spaten vollfuͤhrt werden koͤnnte. Auch hat man ver⸗ ſchiedene zu Stande gebracht, die anfangs ge⸗ ruͤhmt, aber bald wieder an die Seite geſetzt worden. Neuerlichſt iſt wieder ein Inſtrument dieſer Art erfunden, womit die Londner So⸗ cietaͤt zur Aufmunterung der Kunſt und des Gewerbes Verſuche hat anſtellen laſe giſen K. liſen. 8 ſaltet: 4— ond wit elen A uin fu un heten Alaufen duch boné ainm bret bahnen Alen ung diele dem, we IUgemein (l datuf an, und en ge⸗ wird die lr⸗ et, ſondern ührt. Auf iht noͤthig T Tife al⸗ aͤrig gerei⸗ zchene Erde eden, daß wieder hin⸗ bindiget nicht nahe darf, in⸗ ts in ſel⸗ das ganze Pfläge zu e Spaten man ver⸗ fangs ge⸗ eite geſeht nſtrument ner Go⸗ rKunſt anſelen laſe laſſen. Es iſt ohngefaͤhr folgendermaßen ge⸗ ſtaltet: Fig. 6. 3 4=—— B und wirkt durch einen eiſernen, vorn zugeſpitzten Bolten A B. Der Pflugbaum ruht auf ei⸗ nem Pfluggeſtelle. Die Saͤule, woran der Bol⸗ ten hinten befeſtigt iſt, muß nach vorn ſcharf zulaufen, um die Erde zu durchſchneiden, und auch von Eiſen ſeyn. Das Voreiſen C mus einen breiten Ruͤcken haben, um den Weg zu bahnen. Allemal werden ſolche Inſtrumente einen großen Kraftaufwand, und daher die Anſpan⸗ nung vieler Pferde und ſtarkes Geſchirr erfor⸗ dern, weswegen ihre Anwendung nicht leicht allgemein werden kann: Die Vor⸗arbeit mit dem — 48— dem Pfluge gewaͤhrt aber ſchon eine betraͤchtliche Erſparung, wenn dann nur ein einzelner Stich mit dem ſpitzen Spaten zu thun uͤbrig bleibt, und hiermit wird man ſich wol begnuͤgen muͤſſen. Wiir kommen nun auf die Ausfuͤllung der Zuͤge. Die Materialien, deren man ſich nach Lage und Umſtaͤnden bedient, ſind haupt⸗ ſaͤchlich folgende. 1) Bruch⸗ und Feldſteine, 2) Waſen und Reisbündel, 3) Stroh, oder vielmehr lange Stoppel, die die Englaͤnder beym Abſchneiden des Korns ſtehen zu laſſen pflegen, 4) Heide und Brahm, 3) Ziegelſteine, welche beſonders hierzu gebrannt werden. 1) Gewoͤhnlich werden Bruch⸗ und Feld⸗ ſteine ohne Ordnung in die Zuͤge geworfen, große und kleine durch einander, jedoch mit der Vor⸗ ſicht, daß die Seiten der Graben nicht einfallen. Nach⸗ Nachſtehe d angeflt En ſo 15ℳ 636 fülten ig mitchol. iinander bon glera lleineEne ten dern zuführen dne 4 30 Srroh od Edde der niß ier ſch das ah. ebenihttt nzelner dich lbrig hleit 1 begnüga zfuͤllung en man ſich ſind haupt⸗ vtoppel, die neiden des en, ers hierzu juind Felh⸗ orfen, große itder Vor⸗ ſteinfallen Nach⸗ — 49— Nachſtehende Figur ſtelle den Durchſchnitt eines ſo angefuͤllten Zuges vor. Ein ſolcher Zug iſt unten etwa 10 Zoll, oben 2 Fuß 6 Zoll breit. Denn die mit Steinen ange⸗ füͤllten Zuͤge erfordern eine groͤßere Breite, wie die mit Holz. In den Raum O ſind die Steine durch⸗ einander hineingeworfen, nachdem ſie ſorgfaͤltig von aller anklebenden Erde gereinigt ſind. Ganz kleine Steine ſind nicht wohl anwendbar; es muͤß⸗ ten denn ganz kurze Zuͤge, die wenig Waſſer ab⸗ zufuͤhren haben, ſeyn. Ueber die Steine wird eine 4 Zoll dicke Lage von abgeſtochenen Raſen, Stroh oder Heide gelegt, und dann mit lockerer Erde der Raum A ausgefuͤllt. Der Graben muß hiermit etwas hoͤher aufgefuͤllt werden, weil ſich das Ganze ſackt, und dann eine Vertiefung an Bds. 1ſte Abtheil. d ent⸗ — 50—— entſtehen wuͤrde. Man tritt es dann feſt, oder wie folg uͤberzieht es mit einer ſchweren Walze. rrfen, Wenn man groͤßere Bruchſteine hat, und einen ſtarken Zug machen will, ſo ſetzt man, wie f folgender Durchſchnitt Fig. 8. Bee 1 4— 4 E— l iſer au . sgefi zeigt, unten bey E zwey Steine an die Seiten des wöni Grabens, und legt bey D einen Stein daruͤber, demt ſo daß ein offener Kanal von fuͤnf bis ſechs Zoll ſchmilt quadrat bleibt. Daruͤber wirft man denn in den ſechen Raum C andere Steine, legt bey B Raſen oder fllen w Stroh daruͤber, und fuͤllet den oberen Raum A ¹ ſterr mit lockerer Erde wieder voll. llicht Iimmlet Oder man ſetzt auch die Seitenſteine ſo, daß bab ue der oſſene Zug eine dreyeckige Form erhaͤlt; twitt wie — 5¹— annfe he fi ae wie folgende Figuren, die keiner Erklaͤrung be⸗ . duͤrfen, zeigen. ie hat, und t man, wi Fig. 9 und 10. 1 1 2 2) Die meiſten aber ziehen die mit Holz⸗ reiſern ausgefuͤllten Waſſerzuͤge den mit Steinen 1 ausgefuͤllten vor. Man legt jene faſt nur da an, Seien des wo Steine leicht, Holz aber ſchwer zu haben iſt. in daribt, Die mit Holz auszufuͤllenden Graben koͤnnen viel ſechs J ſchmaler ſeyn, und koſten daher weniger auszu⸗ denn in den ſtechen. Was aber vielleicht meinen Leſern auf⸗ Raſen oder fallen wird, iſt dies, daß man ſie fuͤr dauerhafter, en RumA— ſicherer und wirkſamer haͤlt. Lord Petre, der vielleicht die mehreſten Erfahrungen daruͤber ge⸗ ſammlet hat, ſagt:„die Waſſerzuͤge, welche mit nieſo daß Holz ausgefuͤllet, und mit Stroh oder Schilf, wie m ethäͤlt; gewoöhnlich, bedeckt ſind, haben große Vorzuͤge vor wie d 3 den - 52— den mit Steinen oder andern Materialien ausge⸗ ſetzten. Die Urſache iſt, daß die Zuͤge, wenn das Holz verrottet iſt, dennoch offen bleiben und das Waſſer frey durchlaſſen. An die Steine hin⸗ gegen ſetzt ſich mit der Länge der Zeit der Thon an, und verſtopft die Zwiſchenraͤume. Die Steine koͤnnen nicht vergehen, und ſo iſt der Zug verſchloſſen. Reisbuͤndel bilden eine Menge von Oeffnungen und Roͤhren. Der um ſie angeſetzte Thon behaͤlt alſo eine Menge von Adern und Roͤhren, wo ſich das Waſſer herdurch ziehen kann, wenn das Holz verweſet iſt. Man muß aber bemerken, daß Lord Petre, ſo wie die Englaͤnder uͤberhaupt, nur von ſolchem Boden redet, der eine thonige Unterlage hat, in welcher der Zug zu liegen kommt. In ſolchem finden die Waſſerzuͤge hauptſaͤchlich auch nur ihre Anwendung. Wenn man die Zuͤge durch lockeren, ſandigen Boden, um Quellen abzuleiten, hin⸗ durchfuͤhren will, ſo haben Steine doch wohl einen Vorzug; obgleich auch hier Faſchinen lange aushalten. G Man legt in den Graben gewoͤhnlich zu un⸗ terſt die dickſten Stuͤcke des Waſenholzes, und 4 das ss dunne ug beken Durchſch dise Naerli iie Jige Nachfalgen ialien aaze Züge, vem bleiben und Steine hin t der Thon ime. Die iſt der Zug Menge von ſe angeſetzte Adern und uurch ziehen rdoPetre, on ſolchem ge hat, in In ſolchem ch nur ihre ih lockeren, iten, hio⸗ doch wohl hinen lange lich zu un⸗ ites, und das das duͤnnere Reiswerk obenauf. Der Waſſer⸗ Durchſchnitte: zug bekommt dann etwa folgende Form im Neuerlichſt ward indeſſen eine andere Art, die Zuͤge mit Holz auszufuͤllen, empfohlen. Nachfolgende Figur mache ſolche deutlich. Fig. 12. Man Man ſchneidet die ſtaͤrkſten Stuͤcke des Waſen⸗ holzes, vorzuͤglich von Weiden, in einer Laͤnge von etwa 20 Zoll heraus, und ſetzt ſie kreuzweiſe in den Graben, ſo daß die eine Seite auf dem Boden ſteht, die andere ſich an die entgegengeſetzte Seite lehnt. Die Raͤume aa a bleiben hohl; der Raum b wird mit den feinern Reiſern ausgefuͤllt. Daruͤber wird denn, wie gewoͤhnlich, bey o Raſen oder Stroh gelegt. Dieſe Methode erſpart, wie von ſelbſt erhellet, viel Holz. In Berwik⸗ ſhire iſt dieſe Methode ſchon lange gebraͤuchlich geweſen, und die auf ſolche Weiſe angelegten Ent⸗ waͤſſerungen ſind ſchon ſeit dreyßig Jahren im beſten Zuge. Auch in dem landwirthſchaftlichen Berichte von der Grafſchaft Caermarthen in Wallis wird ſie als bewaͤhrt empfohlen. Dagegen hat ſie Sir W. Couningham, der ſie in Rich⸗ mond Park geſehen, und ſie zu Livingſton verſuchte, nicht gut befunden. Der Tritt des Viehes vor dem Pfluge drang durch, und brachte dieſes Stackwerk in Unordnung, worauf ſich die Zuͤge bald verſtopften. Allein es lag hier auch nur ſechs Zoll Erde uͤber den Reiſern, und die Zuͤge waren alſo zu flach angelegt. Eine hoͤhere Bedeckung, und folglich einen tiefern Graben, erfordert dieſe Methode natuͤrlich. Man ſende H w dieſen empfehle ſie fiſh werden. tien R duen Rin niten ſi fält man ſie ſih, lange h Platner jieht nn Shwarzde herr Ma⸗ beſſer, al zu haben. dord welch le Rützen Zum Uet peltroh aus einar füllungen 33 Thlr. e des laſen⸗ er laͤngeyyn teuzweiſe i dem Boden ſeßzte Sein pohl; der ausgefüͤllt. eyc Raſen iſpart, wie Berwik⸗ ebraͤuchlich legten Ent⸗ aahren im Haftlicen erthen in Dagegen in Rich⸗ ingſton Tritt des d brachte ij ſich die hier auch „und die ine hoͤhere Graben, Man - 55— Man haͤlt lockere, an feuchten Orten wach⸗ ſende Holzarten fuͤr die beſten und dauerhafteſten zu dieſem Zwecke. Ellern, Weiden, Pappeln empfehlen die meiſten vorzuͤglich. Doch muͤſſen ſie friſch gehauen und in vollem Safte eingelegt werden. Man hat Weiden geſehen, die in einem Moorgrunde dreyßig Jahre gelegen, und deren Rinde noch ſo friſch und ſaftig war, als waͤren ſie kuͤrzlich gehauen worden. Buͤchen hält man indeſſen auch fuͤr ſehr zweckmaͤßig, da ſie ſich, friſch ins Waſſer gelegt, bekanntlich ſehr lange halten. Herr Richard Preſton zu Blakmore, ein Correſpondent des Ackerbauamts, zieht nach zwanzigjaͤhriger Erfahrung den Schwarzdorn allen uͤbrigen Holzarten vor. Und Herr Majendie glaubt achtzehnjaͤhriges Holz beſſer, als zehn⸗ oder zwoͤlfjaͤhriges, befunden zu haben. Lord Petre ſagt, daß ein Fuder Waſenholz, welches 120 Buͤndel enthaͤlt, auf 350 engliſche Ruthen bey der gewoͤhnlichen Methode zureiche. Zum Ueberlegen wird ebenfalls ein Fuder Stop⸗ pelſtroh erfordert. Wenn die Zuͤge eine Ruthe aus einander liegen, ſo kommt ihm das Aus⸗ fuͤllungsmaterial fuͤr einen engl. Acre etwa auf 3 ¾ Thlr. zu ſtehen. 3) ͤͤͤͤͤͤͤöͤoͤoͤͤh— — 56— 3) Die Ausfuͤllung mit bloßem Stroh wird vorzuͤglich in ſehr bindendem Thonboden empfoh⸗ len. Die Zuͤge muͤſſen in ſolchem Boden nahe an einander, auf neun bis zwoͤlf Fuß, liegen, um ihn gehoͤrig trocken zu machen. Sie duͤrfen aber nicht tief ſeyn, weil man gleich in die harte Thon⸗ lage hineinkommt. Zwanzig Zoll oder etwa ſo tief, wie man kommt, wenn man erſt auf die oben beſchriebene Art mit dem Pfluge vorgearbei⸗ tet hat, und dann mit dem ſpitzen Spaten einen Stich herausnimmt— iſt genug; mehreres waͤre ſogar nachtheilig, weil das Waſſer von der Ober⸗ flaͤchhe durch den Thon nicht durchſeyhen koͤnnte. Man haͤlt es jetzt fuͤr voͤllig uͤberfluͤſſig, in einem Boden dieſer Art ein dauerhafteres Ausfuͤllungs⸗ material, wie Stroh, zu nehmen, da die Seiten der Zuͤge nicht einfallen koͤnnen, und die thonigte Erde uͤber denſelben eine ſo feſte, faſt gewoͤlbte Decke bildet, daß ſolche das Betreten und Befah⸗ ren vollkommen aushalten kann. Vancouver in ſeinem Berichte uͤber die Landwirthſchaft in Eſſex ſagt, man wuͤrde das Stroh in zwoͤlf, hoͤchſtens achtzehn Monathen voͤllig vergangen finden, aber dagegen eine reine Roͤhre in jedem Zuge. Zwanzig Ruthen ſolcher Zuͤge anzulegen, koſten, nach Vancouver, mit Einſchluß der Ausfüllung⸗ 2 ½ Schill. Einige —— —————— Eirig des Grabe neuerüichſ woͤhnich Snrjiit radegebu dau, bel drchtreter leſer dur jie Ausfü bſes Et Figur ze ausgeſoch Phſezu u Ehuſuid oden enf gſe⸗ den nahe m gen, um ign duͤrfen aber harte Thol⸗ der etwa ſo rſt auf die vorgearbei⸗ paten einen hreres waͤre der Ober⸗ en koͤnnte. in einem füͤllungs⸗ die Seiten ee thonigte gewoͤlbte ud Befah⸗ neouver hſchaft in in zwoͤ vergangen e in jedem anzulegen, ſchu der Einige Einige fuͤllen den ſpitzzulaufenden Ausſtich des Grabens mit loſem Stroh aus; andere ziehen neuerlichſt vor, es in Seile zu winden, deren ge⸗ woͤhnlich drey in einen Zug gelegt werden. Dieſe Strohſeile werden auf einem gewoͤhnlichen Seiler⸗ rade gewunden, und man nimmt am liebſten Stroh dazu, welches vom Viehe ſchon durchfreſſen und durchtreten iſt. Dieſe Seile ſollen das Waſſer beſſer durchlaſſen, von laͤngerer Dauer ſeyn, und die Ausfuͤllungsarbeit mehr verkuͤrzen, als wenn loſes Stroh genommen wird. Nachſtehende Figur zeigt den Durchſchnitt eines ſolchen ſpitz ausgeſtochenen und mit Srobſellen ausgelegten Waſſerzuges. 4) Wo man Heidekraut, Bram, Schilf und dergleichen haben kann, laͤßt ſich das Stroh dadurch erſparen, und die Koſten werden alſo noch verringert. 5) Beſonders zu Ausſetzung der Zuͤge ge⸗ brannte Ziegel hat man von mancherley Form. Die jetzt gebraͤuchlichſten ſind in folgenden Figuren abgebildet. 1 Fig. 14. Nr. 1. Nr. 2. ddddtGdddddnddrvnd — — Nr.) grißeren Boden w ſandigeme gevihalt zu tiind Jähas rich Vſſer m er mit mnwachſer gehemmer Eigen bey cker⸗ lier dieR Ibleitung in welche din ofehe werden le Jn dher auch laſen, un Denn die ſicht man enn, thi ch des d werden aſn r Züge g b rley Form. den Figuren 1 Nr. Nr. 1 werden zu kleinern, Nr. 2 und 3 zu groͤßeren Waſſerzuͤgen gebraucht. Auf thonigten Boden werden ſie ohne Unterlage geſetzt; auf ſandigem aber legt man auf jeder Seite noch einen gewoͤhnlichen Ziegelſtein unter, um das Einſinken zu verhindern. Jedoch ſetzt man die Sohle des Zuges nicht gern ganz aus, weil man beſorgt, das Waſſer moͤge daſelbſt einen Schlamm abſetzen, der mit der Zeit zu einer ſo ſtarken Borke anwachſen kann, daß der Waſſerlauf dadurch gehemmet wird. Eigentlich wird jedoch dieſe Ausſetzungsart bey Acker⸗Entwaͤſſerungen(landdrains), wovon hier die Rede iſt, nicht gebraucht, ſondern nur bey Ableitung der Quellen, oder zu Ableitungsgraben, in welche die andern Zuͤge ſich ergießen, wenn ein offener Graben nicht ſchicklich angebracht werden kann. In thonigtem Boden hat man nunmehr aber auch angefangen, die Zuͤge ganz hohl zu laſſen, und die Ausfuͤllung voͤllig zu erſparen. Wenn die Furche mit dem Pfluge geoͤffnet iſt, ſo ſticht man mit dem ſpitzen Spaten einen Stich in — 60— in der Mitte heraus, ſo daß der Zug die Form wie imn Fig. 15. erhaͤlt. Auf die ſtehenbleibenden, vorher abge⸗ ſchaufelten und geebneten Abſaͤtze wird ein feſter Raſen gelegt. Wenn dieſe Zuͤge nicht zu flach, ſondern mit genugſamer Erde bedeckt, in thonig⸗ tem Boden angelegt ſind, ſo ſollen ſie ſich eben ſo lange, wie die ausgefuͤllten, erhalten. Da das verweslichſte Ausfuͤllungsmaterial ſchon hin⸗ laͤnglich befunden worden, ſo ſcheint es allerdings auch ganz entbehrt werden zu koͤnnen. In Lancaſhire hat man wirklich verſchie⸗ dene Moore auf dieſe Weiſe enwaͤſſert, und dieſe Arbeit hat ſich bisher gut gehalten. Man legte auf auf die A SZoll di man ſie bine in ig har man jih räme terengernd llaten T huhy e Endeb⸗ hat. A ff.. u mitem enabene die lokere man ven Enicks d ddet zwer und ſcht Eine ſ Jahren Es herſ iidende llche R niht m 1.———— der I ie ther abge⸗ ein feſter t zu flach, th oni g⸗ e ſich eben ſten. Da ſchon hin⸗ allerdings h eerſchie⸗ und dieſe Nan legte auf auf die Abſaͤtze Stuͤcke Torf, die 16 Zoll lang, 8 Zoll dick und breit ausgeſtochen waren, nachdem man ſie vorher wohl ausgetrocknet hatte. Eine andere ſehr einfache Methode, Roͤhren in thonigtem Boden ohne Ausfuͤllung anzulegen, hat man mit dem beſten Erfolge verſucht. Man zieht naͤmlich einen oben breiten, nach unten ſich verengenden Graben. Dann nimmt man einen glatten Baum, oder ein walzenfoͤrmiges Stuͤck Holz, zehn bis zwoͤlf Fuß lang, welches an einem Ende 6 Zoll, am andern 5 Zoll im Durchmeſſer hat. Am dickſten Ende iſt ein ſtarker Ring be⸗ feſtigt. Dies legt man in den Graben, beſtreuet es mit etwas Sand; dann wirft man den heraus⸗ gegrabenen zaͤheſten Thon zuerſt daruͤber her, dann die lockere Erde, und tritt es nun feſt. Dann zieht man vermittelſt eines in dem Ringe befeſtigten Stricks den Baum heraus, bis etwa auf einen oder zwey Fuß am hintern und duͤnnern Ende, und ſetzt nun die Arbeit auf eben die Weiſe fort. Eine ſolche Thonroͤhre hat ſchon ſeit zwanzig Jahren einen immer freyen Waſſerlauf gewaͤhrt. Es verſteht ſich, daß dieſe Methode nur in ſehr bindendem Thone anwendbar ſey, und daß eine ſolche Roͤhre nur zur Ableitung des Waſſers, nicht zu deſſen Auffangung, dienen koͤnne. Wieſen — 62— Wieſen und Schafweiden hat man zuweilen auf folgende leichte Art entwaͤſſert. Man zieht mit einem gewoͤhnlichen Pfluge eine doppelte Furche durch diejenigen Theile des Feldes, wo das Waſſer ſtauet. Dann ſticht man die Furche mit dem Spaten aus, ohne die herumgepfluͤgte Grasnarbe zu beruͤhren. Wenn das geſchehen iſt, ſo wird die abgepfluͤgte Rarbe wieder herumgekehrt, die grüne Seite oberwaͤrts. So bleibt ein kleiner offener Kanal, der ziemlich viel Waſſer abfuͤhren, oder in lockerern Boden einziehen laſſen kann. Da dieſe Arbeit wenig Muͤhe erfordert, ſo kann ſie leicht ſo oft wiederholt werden, als ſich die Furchen verſtopfen. Auf Ackerlande und Rind⸗ viehweiden iſt dieſe Methode natuͤrlich nicht an⸗ wendbar, indem die Furchen bald wuͤrden ein⸗ getreten werden. Fuͤr Schafweiden, die durch ſtauendes Regenwaſſer leiden, und alſo ungeſund ſind, iſt ſie beſonders angemeſſen. Man hat aber neuerlichſt in Eſſer ein Inſtru⸗ ment erfunden, womit man Wieſen und Gras⸗ land, welches nicht gepfluͤget wird, mit noch ge⸗ ringerer Muͤhe entwaͤſſert. Dies iſt naͤmlich ein Rad von gegoſſenem Eiſen, vier Fuß im Durch⸗ meſſer, und etwa vier Centner ſchwer. Am aͤußern einſchneidenden Rande iſt es einen halben Zoll dick, ick, und ſod daß es Furche ſ dier Zol ſell e werde k dricen. Uineer d gertroch inander, gewunden Erde dar diſe Si9 Affraal näbig, d detholt we Einſchnite Sande dd Yeres in t komme äler Vor enes her man zubeien Manziihtni ppelte Funde odas Vaſer he mit den Grasnarb ſtt, ſo wird gekehrt, die tein kleiner er abführen, laſſen kann. rt, ſo kann als ſich die und Rind⸗ hnicht an⸗ uͤrden ein⸗ die durch d ungeſund ein Inſtru⸗ und Gras⸗ nit toch ge⸗ naͤmlich ein in Durch⸗ n äußern alben Zoll dick, — 63— dick, und wird gegen die Achſe zu immer dicker, ſo daß es, wenn es 15 Zoll tief einſchneidet, eine Furche ſpaltet, die unten einen halben Zoll, oben vier Zoll weit iſt. Dies Rad iſt in einem Ge⸗ ſtelle befeſtigt, welches noch mit Steinen beladen werden kann, um es tiefer in den Boden einzu⸗ druͤcken. Man macht dieſe Einſchnitte gern im Winter, oder bey naſſem Wetter. Bey der Som⸗ mertrockniß geben ſich die Spalten weiter von einander, und nun kann man ſie mit Reiſern oder gewundenen Strohſeilen ausfuͤllen, und lockere Erde daruͤber werfen. Auf Ackerlande wuͤrden dieſe Zuͤge nicht tief genug zu liegen kommen. Auf Graslande aber iſt dieſe Methode ſehr zweck⸗ maͤßig, da ſie ſo wenig koſtet, und ſo leicht wie⸗ derholt werden kann. Allenfalls kann man dieſe Einſchnitte auch offen laſſen, und ſie mit grobem Sande oder Kies ausfuͤllen. Man hat zwoͤlf Acres in einem Tage auf dieſe Weiſe bearbeitet. Alle gute Landwirthe in England haben es ſich zur Regel gemacht, das Ausſtechen zwar in Verding zu geben, aber nie das Ausfuͤllen. Denn es kommt ſo ſehr viel darauf an, daß dieſes mit aller Vorſicht und unter der beſtaͤndigen Aufſicht eines verſtaͤndigen und treuen Menſchen echeh. Mehr⸗ - 64— Mehrerwaͤhnter Voung von Clare druͤkt ſich hieruͤber folgendermaßen aus:„Ich geſtatte nie, daß der Arbeiter, welcher den Graben ausſticht, ihn auch fuͤlle und bedecke. Er muß offen bleiben, bis ich oder mein Verwalter ihn unterſucht haben. Dann wird er gleich ausgefuͤllt, und zwar, wo moͤglich, noch an demſelben Tage, damit er von Naͤſſe und Froſt nicht beſchaͤdigt werde. Die Muͤndung wird gleich mit etlichen eingeſchlagenen Pfaͤhlen verſehen, um ſie gegen aͤußere Beſchaͤ⸗ digungen zu ſichern.“ Die Koſten, welche eine Entwaͤſſerung durch verdeckte Abzuͤge macht, ſind nach Verhaͤltniß der Lage und der Umſtaͤnde, und nach der Art der Ausfuͤllung dieſer Zuͤge, ſehr verſchieden. Einige der zuverlaͤſſigſten Angaben der Englaͤnder ſind folgende. Der ofterwaͤhnte YVoung zu Clare beant⸗ wortet die vom Ackerbauamte ihm vorgelegte Fragen folgendermaßen:„Die Koſten, welche das Anfahren der Weizenſtoppeln(er fuͤllt naͤm⸗ lich ſeine Zuͤge blos hiermit aus) macht, laſſen ſich nicht wohl angeben, da es hierbey auf die Entfernung des Feldes ankommt. Auch laͤßt ſich die Arbeit, welche mit dem Pfluge geſchieht, nicht ſicht gen inem ào furchet i oder de ich c in Gichit Ghn, d zi giſh iil zu th ggt richte „D9 wit 1 Et iier Atbe au. Die nit Svoyy für de An des mußd Gnen Na het nem den u zwal 2c Nasznfül Neben⸗A are düt ich ch geſtni Pben auzüt ſoffen bleiben rſucht haben nd zwar, w damit er von berde. Die ngeſchlagenen ißere Beſcha⸗ erung durch whaͤltniß der der Art der en. Einige glaͤnder ſind lare bean⸗ vorgelegte ſten, welche fült nim⸗ nacht, laſſen hey auf die lach laßt gegeſcheht⸗ richt — 65— nicht genau berechnen. Es koͤnnten zwar in einem Tage viele Acres mit einem Pfluge ausge⸗ furchet werden; ich laſſe aber zur Zeit nur zwey oder drey Stunden damit arbeiten; daher muß ich es einem jeden uͤberlaſſen, dieſen Theil des Geſchaͤfts ſelbſt anzuſchlagen. Man bedenke aber, daß ſolches, bey mir wenigſtens, zu einer Zeit geſchieht, wo ſonſt fuͤr die Pferde nicht viel zu thun iſt, und daß ſie ohne dies vielleicht gar nichts verdienen wuͤrden.“ „Zwanzig Ruthen auszuſtechen, bezahle ich mit 1 Schill. 8 Pence. Ein geuͤbter und thaͤ⸗ tiger Arbeiter ſticht taͤglich 23 bis 24 Ruthen aus. Die Ausfuͤllungsarbeit von 20 Ruthen mit Stoppel koſtet 4 Pence. Die baare Ausgabe fuͤr die Anlegung dieſer Zuͤge auf einem Acre Lan⸗ des muß daher folgendermaßen ber echnet werden: Pfund Schill. Pence Einen Acre Weitzenſtoppel, wel⸗ cher hinreicht, die Zuͤge auf ei⸗ nem Acre anszufüllen, zu ſchnei⸗ den und zuſammenzubringen 0 8 mal 20 Ruthen auszuſtechen 5 Auszufuͤllen ⸗. 0 Neben⸗Arbeit: 1 Tagelohn 0 0 zn Bds. iſte Abthelt⸗ E — 66— (Dies wuͤrde auf einem Calenbergiſchen Morgen etwa 3 Thlr. 20 gGr. betragen.) Lord Petre berechnet die Koſten, die Gra⸗ ben zu machen und auszufuͤllen: Auf der Brache, wenn vorgepfluͤgt und nur ein Stich gegraben wird, zu 35 Schill. wenn zwey Spaten gebraucht werden, auf 43 Schill. 6 Pence. Auf Graslande, wenn vorgepfluͤgt und ein Stich gegraben wird, auf 35 Schill. wenn zwey Stiche gemacht werden, auf 47 Schill. Ein Fuder Reisbuͤndel koſtet ihm 14 Schill., und ein Fuder Stroh, welches er zur Enwaͤſſe⸗ rung eines Acres braucht, 18 Schill. Das uͤbrige iſt fuͤr die Arbeit. Nach Hrn. Majendie betragen die Koſten, zwanzig Klafter mit dem ſpitzen Spaten allein auszuſtechen, 20 bis 24 Pence. Mit zwey Stichen in den Hauptzuͤgen, 3 Schill. bis 3 Schill. 6 Pence. Die ſaͤmmtlichen Koſten mit der Ausfuͤllung und allem uͤbrigen ſchlaͤgt er auf us einan V unf einen V (ex Mo Die l lih ſeing Fäten l Vas Wäige ier af [ah aufd Sein hal Ariachen und de u ten Voden Nrveſung Win Ennde bergangen Dies hi V hat ſchot 1 Sroh ge Feehen. duage de duer fol feveſen, balebaiſten betragen) ten, die Gm ich gegraben en, auf 43 zaben wird, f4 Schil. 14 Schill, r Enwwaͤſſe⸗ hill. Das die Koſten, paten alein Mi zwey ſcil. bis 3 Koſten mit ſchlagt er auf — 67— auf einen Acre, wenn die Zuͤge eine Ruthe aus einander liegen, auf 40 bis 45 Schill. an. (Der Morgen 8 bis 9 Thlr.) Die unausgefüͤllten Zuͤge kommen betraͤcht⸗ lich geringer zu ſtehen. Die mit Steinen aus⸗ gelegten ließen ſich nur oͤrtlich berechnen. Was die Dauerhaftigkeit dieſer verdeckten Abzuͤge anbetrifft, ſo kommt es dabey weit we⸗ niger auf die Natur des Ausfuͤllungsmaterials, als auf die Beſchaffenheir des Bodens an. Steine halten ſich freylich ewig; aber zufaͤllige Urſachen koͤnnen ſie leicht in Unordnung bringen und die Zwiſchenraͤume verſtopfen. Im thonig⸗ ten Boden erhalten ſich Holz und andere der Verweſung ausgeſetzte Koͤrper viel laͤnger, wie im Sande. Aber wenn auch die Ausfuͤllung vergangen iſt, ſo bleibt dennoch der Zug. Dies hat vielfache Erfahrung gelehrt, und man hat ſchon ſeit vierzig Jahren ſolche mit bloßem Stroh gemachte Anlagen ununterbrochen wirken geſehen. Young von Clare beantwortet die Frage des Ackerbauamtes in Rüͤck ſicht der Aus⸗ dauer folgendermaßen:„Ich bin nie im Stande geweſen, genau zu unterſuchen, wie lange ſich E 2 die —- 63— die Stoppel eigentlich halte; auch habe ich nie Urſache gehabt, die Arbeit zum zweytenmale auf einem Felde vorzunehmen. Nur zuweilen, wenn ſich ein einzelner Zug, durch das Befahren bey naſſer Witterung, oder durch andere zufaͤllige Urſache, einmal verſtopfte, welches ſich durch eine naſſe Stelle gleich anzeigt: ſo ließ ich an dieſer Stelle einen oder zwey neue Zuͤge, in einer andern Richtung als die vorigen, ziehen. Wo dieſe die alten durchſchnitten, da fand ich zwar keine Spur von vegetabiliſcher Subſtanz darin, aber ſie zogen ganz frey, oder, wie meine Arbeiter ſich ausdruͤcken, ſie bluteten friſch. In der Mitte Aprils 1796 unterſuchte ich ein Feld bey ſehr naſſem Wetter, welches ich im Rovember 1773 abgewaͤſſert hatte, und fand alle Zuͤge, bis auf einen, im beſten Gange.“ ſad de Bodens⸗ 1 rith, n Grund u fr leger porizen? falbſt an Wenne und h ſiens nar ſehürigen fache We kornen. ſiz Felde drſehen bewirken tinzige Qulln gebracht nmachte. 39 don den gen zu habe ih ie eytenmale af weilen, wenn zefahren beß ere zufaͤlige z ſich durch ließ ich an eZäge, in gen, ziehen. da fand ich er Subſtanz oder, wie bluteten unterſuchte r, welches hatte, und im beſten — 69— Quellen ſind die zweyte Urſache der Feuchtigkeit des Bodens. Es kommt alles darauf an, daß der Land⸗ wirth, welcher ſich mit der Entwaͤſſerung ſeines Grund und Bodens beſchaͤftigen will, dieſe tie⸗ fer liegende Urſache der Feuchtigkeit von den im vorigen Abſchnitte behandelten, in der Oberflaͤche ſelbſt anzutreffenden Urſachen genau unterſcheide. Wenn er ſich darin irret, wird er viele Koſten und Arbeit verwenden, und den Zweck doch hoͤch⸗ ſtens nur unvollkommen erreichen, der, bey einer gehoͤrigen Kenntniß der Sache, auf eine ſehr ein⸗ fache Weiſe vollſtaͤndig haͤtte erlangt werden koͤnnen. So hatte man in England ſehr haͤu⸗ ſig Felder mit verdeckten und offenen Abzuͤgen verſehen, ohne ihre Entwaͤſſerung vollſtaͤndig bewirken zu koͤnnen, die nachmals durch eine einzige zweckmaͤßig angelegte Ableitung der Quellen mit ſehr geringen Koſten zu Stande gebracht wurde, und alle e ſens Abzüge uunäthig machte. Fch hoffe, meinenSeſeen die verwickelte Lehre von den Quellen beſtimmt und deutlich vortra⸗ gen zu koͤnnen, ohne in die Weitlaͤuftigkeit zu ver⸗ verfallen, welche die Manchfaltigkeit der vorkom⸗ menden Faͤlle ſonſt erfordern wuͤrde; wenn ich ſie mit einer allgemeinen richtigen Theorie der Quellen vorher bekannt mache. Hierin werden ſich alle ihnen vorkommende Faͤlle aufloͤſen, und durch ſelbige die Maaßregeln beſtimmen laſſen, welche in jedem einzelnen zu ergreifen ſind. Ich muß mir aber hier eine angeſtrengtere Auf⸗ merkſamkeit erbitten; indem ich ſonſt, bey Ver⸗ meidung der Wiederholungen, nicht verſtaͤndlich ſeyn wuͤrde, wenn ich, zum Praktiſchen uͤberge⸗ hend, die Hauptfaͤlle und die dabey zu treffenden Vorkehrungen angebe. Ohne uns hier auf die Unterſuchung einzu⸗ laſſen, ob grade alle, auch die in ſtarken Strö⸗ men hervorbrechenden Quellen von atmoſphaͤri⸗ ſchem Waſſer herruͤhren und unterhalten werden? iſt es keinem Zweifel unterworfen, daß ſaͤmmt⸗ liche kleinere Quellen, mit denen es der Land⸗ wirth zu thun hat, vom Regen⸗ und Schnee⸗ waſſer, welches ſich aber oft im Innern der Erde zu einer gewaltigen Maſſe angehaͤuft hat, entſtehen. Das Regenwaſſer ſenkt ſich naͤmlich durch die lockere Oberflaͤche, beſonders der An⸗ hoͤhen, Huͤgel und Berge ſenkrecht hindurch, bis es auf eine undurchdringliche Lage kommt. Hier hier ble ſchaffend lchen 1e bis und bo dinn We nnd hier teinem ſeineren gebahnte locketen dinen M bildet Zur dine Aowe wobon we dbtheilan anhalt de poroſen ten einze heſeehen fieyen S lqge fi der ootkom⸗ e; wenn ich Theorie der jerin werden floͤſen, und mmen laſſen, reifen ſind. ngtere Auf⸗ t, bey Ver⸗ verſtaͤndlich hen uͤberge⸗ treffenden ung einzu⸗ rken Stroͤ⸗ tmoſphaͤri⸗ en werden? aß ſaͤmmt⸗ der Land⸗ ad Schnee⸗ Innern der ehaͤuft hat ih naͤmlich s der An⸗ hindurch, ge kommt. Hier Hier bleibt es ſtehen, und haͤuft ſich nach Be⸗ ſchaffenheit und Richtung dieſer undurchdring⸗ lichen Lage in groͤßerer oder kleinerer Maſſe an, bis es ſich ſeitwaͤrts, da, wo es Gefaͤlle hat, und wo es den mindeſten Widerſtand findet, einen Weg bahnt, an die Oberflaͤche gelangt, und hier entweder als eine reine Waſſerquelle, in einem ſtaͤrkeren Strome, oder aus mehreren kleineren Adern hervorbricht, und in einem ſelbſt gebahnten Bette abfließt; oder aber ſich mit der lockeren Dammerde vermiſcht, und mit derſelben einen Moraſt, Moor oder waſſergalli igen Grund bildet. Zur Entſtehung von Quellen gehoͤret alſo eine Abwechſelung von verſchiedenen Bodenlagen; wovon wir nur, zu unſerm Zwecke, zwey Haupt⸗ abtheilungen, naͤmlich durchlaſſende und anhaltende, zu unterſcheiden haben. Die durchlaſſenden Lagen koͤnnen aus poroͤſen Steinarten, ſpaltigen Felſen, angehaͤuf⸗ ten einzelnen Steinen, oder Kies und Sande beſtehen, durch welche das Waſſer einen immer freyen Durchzug hat, bis es auf eine anhaltende Lage ſtoͤßt, welche verurſacht, daß es ſich, bey immer — 7²— iuumer mehr hinzukommendem Waſſer, in dieſen lakorner 5 3 durchlaſſe enden Lagen anhaͤuft und ſelbige zu ſeinen 1 dner Behaͤltern macht. beſtehen kann al Aa ſt Die anhalten 8 en Lagen beſtehe en entweder V Sannnn, aus dichtem Felſen, oder aus Thon und bin⸗ r ehe dendem Lehm. Letzteres iſt am haͤuſigſten der n aͤt Fall. Wenn gleich Thon und Lehm Waſſer in renn ma⸗ ſich aufnehmen und durchlaſſen, ſo thun ſie dies lis man doch nur, wenn ihre Partikeln von einander ge⸗ nicht trennt ſind, und ſie ſich in einem lockern Zu⸗ ſtande beſinden. Sobald ein, auch vielen Sand und Steine enthaltender, Lehm feſt zuſammen⸗ Re n gepreßt iſt, ſo daß ſeine Theilchen ſich genau hechöring beruͤhren, und keine Zwiſchenraͤume bleiben: ſo V eine herſc wird er vom Waſſer undurchdringlich, oder eräunut Haſſerdich ander hine nomene, dom inger Waͤre unſer Erdboden nicht aus ſolchen ab⸗ anſtaudet wechſelnden Lagen gebauet, ſo wuͤrde es keine Kräſte i Quellen und Brunnen geben. Entweder koͤnnte Flüſſe in das atmoſphaͤriſche Waſſer durch die anhaltenden 1 ſern Aag Erdlagen gar nicht einziehen, ſondern muͤßte auf ihes and der Oberflaͤche bleiben; oder es wuͤrde dusc die Aung herc durchlaſſenden, vermoͤge ſeiner Schwerkraft, im⸗ er den mer tiefer hinabſinken, und ſich nirgends anſamm⸗ nelle len 68 aſer, in deſn „. Albige zuſänn hen entweder en und hin⸗ zuſgſen der n Waſfer in thun ſie dies einander ge⸗ lockern Zu⸗ ielen Sand zuſammen⸗ ſich genau leiben: ſo glich, oder ſolchen ab⸗ ſe es keine ꝛder koͤnnte anhalenden miſte auf e durch die rkreft in⸗ zanſomm⸗ len 73 len koͤnnen. Daherh haben ſolche Gegenden, die bis zu einer unerreichbaren Tiefe aus lauter Sand beſtehen, keine Fluͤſſe und Quellen; ja man kann auch keine Brunnen in ihnen anlegen. nd es iſt eine bekannte Sache, daß man beym Brunnengraben, wenn man im Sande anfaͤngt, nicht eher Waſſer erhalte, als his man auf Thon oder Felſen komint; und hinwiederum, wenn man im Thone anfaͤngt, nicht eher, als bis man eine Sand⸗ oder loſe Steinlage er⸗ reicht. 1 Je nachdem dieſe durchdringlichen und un⸗ durchdringlichen Lagen verſchiedentlich abwechſeln, eine verſchiedene Form und Richtung haben, horizontal uͤber einander liegen, oder ſich in ein⸗ ander hinein verſenken, entſtehen mancherley Ph haͤ⸗ nomene, die derjenige, welcher keinen Begriff vom innern Baue unſeres Erdbodens hat, ſtumm anſtaunet, und, ſie fuͤr Wirkung gen uͤbernatuͤrlicher Kraͤfte zu halten, verleitet wird. Hier verſinken Fluͤſſe in Schluͤnden, und verſchwinden vor un⸗ ſern Augen: dort bricht vielleicht nahe am Ufer eines andern Fluſſes ein Strom aus einer Hoͤh⸗ lung hervor, deſſen Waſſer, der Richtung nach, unter dem andern Fluſſe weggefloſſen ſeyn muß. Zuweilen hoͤren wir, daß das Waſſer eines be⸗ „ — 74— 1 betraͤchtlichen Fluſſes ploͤtzlich verſunken und ſein Bette trocken geworden ſey; zuweilen, daß ein neuer Quell mit Gewalt hervorgebrochen ſey, und ſich mit verwuͤſtender Macht ein Bette gebahnt habe. Dieſe und viele andere Erſcheinungen der Art laſſen ſich aber leicht begreifen, wenn man jene einfache Einrichtung der Natur vor Augen hat, und ſich einen klaren Begriff von den mancherley Formen macht, welche durch die Abwechſelung der durchlafſenden und an⸗ haltenden Bodenarten im Innern unſeres Erdbodens entſtehen. Sie laſſen ſich nicht nur begreifen, ſondern geben auch einen Fingerzeig⸗ wie man ſich in manchen Faͤllen helfen koͤnne; z. B. wie man Seen, die auf der Oberflaͤche, wegen der ſie umgebenden Anhoͤhen, nicht abge⸗ leitet werden koͤnnen, noch zuweilen einen Abzug nach anten verſchaffen kann, indem man ihren anhaltenden Grund ſo weit durchſticht, bis man auf eine durchlaſſende Erdſchicht gelangt, in welche das Waſſer verſenkt werden kann. Dieſe durchlaſſenden und Anhölken. den Schichten liegen, wie am haͤufigſten der Fall iſt, horizontal uͤber einander; oder ſie ſen⸗ ken ſich, mit der Oberflaͤche der Berge und Anhoͤhen parallel, abhangend herunter; oder ſie gehen zehen un ten in „ ön ſah ich kern En i zwa ren, un dölig g hätte, letteres feinen d Etele, di ried nachh vor Viderſe aus, bis an einet dann, b jene d In hanges durchaf üögleite und hier nken und ſän ilen, daß in chen ſey, un ſette gebahn rſcheinungen ifen, wenn Natur vor Begriff von he darch die n und an⸗ rn unſeres hnicht nur Fingerzeig, fen koͤnne; Oberklaͤche, nicht abge⸗ nen Abzug man ihren „ bis man elangt, in nn. inhaltet⸗ ufgſin der oder ſe ſen⸗ Berge und t; oder ſie gehen gehen unordentlich und in manchfaltigen Geſtal⸗ ten in und durch einander. 1 Im erſten Falle, der horizontalen Lage, ſucht ſich das Waſſer, welches ſich in der lok⸗ kern Erdſchicht auf der waſſerdichten angehaͤuft hat, zwar von allen Seiten einen Weg zu bah⸗ nen, und wuͤrde, wenn es keinen, oder einen voͤllig gleichmaͤßigen Widerſtand zu uͤberwinden haͤtte, von allen Seiten abfließen. Da ſich letzteres aber nicht denken laͤßt, ſo bahnt es ſich ſeinen Weg da, wo es, an der niedrigſten Stelle, den geringſten Widerſtand findet. Die niedrigſte Stelle wuͤrde es ſeiner Natur nach vor allen waͤhlen; wenn hier aber der Widerſtand zu groß iſt, ſo bricht es auch hoͤher aus, bis der Widerſtand durch Zufall oder Kunſt an einer niedrigern Stelle gehoben wird; da es dann, wenn es hier hinreichenden Abfluß findet, jene Bahn verlaͤßt. In dem zweyten Falle, eines ſchraͤgen Ab⸗ hanges der Schichten, wird das Waſſer in dem durchlaſſenden Boden auf dem waſſerdichten hin⸗ abgleiten, bis es an den niedrigſten Punkt kommt, und hier hervorbrechen. Allein die meiſten Berge haben — 76— 4 4 haben an ihrem Fuße eine mehr thonartige Ober⸗ flaͤche, welche vermuthlich von dem herabge⸗ ſchlämmten Thone entſtanden iſt. Dieſe laͤßt das Woſſer, wenn ſie ſtark iſt, nicht leicht durch, und daher brechen die Quellen in die⸗ ſem und im vorhergehenden Falle ſelten an der niedrigſten Stelle, ſondern mehr oberwaͤrts, wo ſie weniger Widerſtand finden, hervor. Im dritten Falle, wo die Erdſchichten un⸗ ordentlich und in einander verſenkt liegen, ſo daß oft ein Strich durchlaſſender Erd⸗ oder Stein⸗ arten tief in einen waſſer, hten Boden hinein⸗ geht, bilden ſich die ſtaͤrkſten Waſſerbehaͤlter. Das von allen Seiten eingezwaͤngte Waſſer haͤuft ſich darin an, und ſtauet wieder bis oben hin⸗ auf. Wenn es an einer niedrigen Stelle Luft bekommt, ſo dringt es, durch den Druck von oben gepreßt, mit erſtaunlicher Gewalt hervor. Es kommt bey Abfangung der Quellen alles darauf an, daß man ſich von der Lage und dem Gange der abwechſelnden Erdſchichten einen richtigen Begriff mache. Man muß daher in jedem vorkommenden Falle ſich davon moͤglichſt zu — ' unter dundſ ſche im Edb ſen 3 Iß nut ku an nun ſeine d Waſſ Grund d Weile diel des ſeilet vo die E Pentes de Sreinbru bothande der hell rühmte der uml der Que ter, na värtigen dos ſich bohrer ſih dar onartigedber, dem hernbhe Dieſe ht nicht keiht len in die⸗ lten an der rwaͤrts, wo or. hhichten un⸗ egen, ſo daß der Stein⸗ den hinein⸗ erbehäͤlter. gaſſer haͤuft oben hin⸗ Stelle Luft Druck von lt hervor. uellet alle elage und icten einen j daher in nögüchſ zu zu unterrichten ſuchen. Erſt wenn man ausge⸗ kundſchaftet hat, wo und warum ſich das Waſſer im Erdboden anſammle, wird man im Stande ſeyn, die beſte Stelle und die ſicherſten Maaßre⸗ geln zu treffen, wo und durch welche man dem Waſſer Luft ſchaffen, und ſolches auf die bequemſte Weiſe ableiten kann. Sonſt verfehlt man ſeines Zwecks, leitet vielleicht einen Theil des Waſſers ab, entwaͤſſert aber den ſumpfigten Grund dadurch nur zu einem unbetraͤchtlichen Theile. Die Unterſuchung der umliegenden Gegend⸗ des ſteilern Abhanges der Berge, an Stellen, wo die Erde vielleicht herabgeſchoſſen iſt; des Bettes der Fluͤſſe; beſonders aber der Brunnen, Steinbruͤche und anderer Gruben, wenn welche vorhanden ſind, wird hieruͤber Aufklaͤrung geben. Der geuͤbte Entwaͤſſerer, wie z. B. der be⸗ ruͤhmte Elkington, wird nach Betrachtung der umliegenden Gegend, und des Verhaltens der Quellen bey regnigtem und trockenem Wet⸗ ter, nach Analogie anderer Faͤlle, den gegen⸗ waͤrtigen mehrentheils richtig beurtheilen. Allein das ſicherſte Mittel iſt der Gebrauch des Erd⸗ bohrers. Wer jene Uebung nicht hat, muß ſich durchaus deſſelben bedienen. Die Arbeit⸗ 4 welche welche der Gebrauch deſſelben veranlaßt, kommt durchaus in keine Vergleichung mit der Erſpa⸗ rung, wenn man die Abfangung und Ableitung gleich zweckmaͤßig einrichtet. Die Conſtruction und den Gebrauch des Erd⸗ bohrers zu beſchreiben, iſt hier nicht der Ort, da ich ſolche als bekannt annehmen darf, und ſelbige in vielen Werken, z. E. in Kruͤnihz Encyclopaͤdie, ausfuͤhrlich beſchrieben ſind. Ich muß hier nur bemerken, daß ein Bohrer von gewoͤhnlicher Breite zu dieſer Unterſuchung hinreichend iſt, welchen ich den Sondirungs⸗ bohrer nennen werde; da nachmals von einem andern, dem Abzapfungsbohrer, welcher breiter ſeyn muß, noch die Rede ſeyn wird. Ferner müͤſſen wir auf das Verhalten der Quellen bey regnigter und trockener Witterung merken. Zuweilen fließen ſie bey trockenem und feuchtem Wetter gleich ſtark; zuweilen nur bey regnigtem; oft verſiegen bey trockenem Wetter die oberen Ausbruͤche, die niedriger liegenden fahren aber fort zu fließen, weil in den inneren Waſſerbehaͤltern das Waſſer dann minder hoch ſteht. Der Der gend lf gehaͤufte naͤmlihe Schrreu hauiiet Wer Materien hergigte auch in licht ſo Mamicf gigte. Nach in Inner müſſen w erwäͤgen, es an die Wen nen Aust dgge wege des im laßt, kumt t der Erſa⸗ d Ableinng ch des Erd⸗ ſt der Ort, darf, und Krünitz rieben ſind. in Bohrer nerſuchung dirungs⸗ von einem e, welcher wird. halten der Witterung kenem und en nur bey gem Veteer liegenden den inneren inder hoch Der 79 Der Umfang der umliegenden höheren Ge⸗ gend laͤßt auf die Quantitaͤt des im Boden an⸗ gehaͤuften Waſſers ſchließen. Je weiter dieſe naͤmlich ausgedehnt iſt, deſto mehr Regen⸗ und Schneewaſſer zieht der Boden ein, und deſto haͤufiger und ſtaͤrker muͤſſen die Quellen ſeyn. Wer ſich durch eigene Erfahrung in dieſer Materie unterrichten will, muß ſich durchaus in bergigte Gegenden begeben. Man trifft zwar auch in flachen Gegenden Quellen an, aber nicht ſo haͤufig, und nicht unter einer ſo großen Mannichfaltigkeit von Umſtaͤnden, wie in ber⸗ gigten. Nachdem wir die Entſtehung der Quellen im Innern des Erdbodens betrachtet haben, muͤſſen wir die Erſcheinungen und Wirkungen erwaͤgen, welche das Waſſer hervorbringt, wenn es an die Oberflaͤche kommt. Wenn ſich das Waſſer einen freyen, offe⸗ nen Ausweg an einem Orte bahnt, wo es, der Lage wegen, freyen Abfluß hat, ſo nennen wir dies im engern Verſtande eine Quelle. Es bricht — 8⁰— bricht dann friſch hervor, und fließt in einem Bache davon, ohne die umliegende Gegend feucht zu machen. Alles, was der Landwirth dabey zu thun hat, beſteht darin, daß er dem Bache viel⸗ leicht eine zweckmaͤßigere Richtung gebe, um das Ueberſtroͤmen deſſelben zur Unzeit zu verhuͤten. Wenn aber das Waſſer nicht in einer oder mehreren ſtarken Quellen hervorbricht, ſondern aus vielen kleinen Poren und Adern auf einer mehr oder minder betraͤchtlichen Breite, am Fuße eines Berges oder Anhoͤhe her, langſam heraus⸗ ſchwitzt: ſo wird nicht nur die Breite, worin ſich dieſe kleinen Quellen befinden, feucht; ſon⸗ dern auch die ganze unterhalb liegende Gegend, wohin ſich das Waſſer hinabzieht, wird nun, nach Beſchaffenheit des Bodens und der Quanti⸗ taͤt des Waſſers, zu einem See, einem Moraſt, einem Moor, oder nur zu einem an Feuchtägkeit leidenden Acker oder Wieſe. Die Sberflaͤche des Bodens iſt an der Stelle, wo das Waſſer hervorkommt, mehr lokker und fandig, oder mehr thonartig. In letzte⸗ rem Falle wird ſich die Feuchtigkeit gleich da zei⸗ gen, wo das Waſſer an der Hoͤchſten Stelle Her⸗ fervorali und locke bleibt ſe gentüche wird aft namlch, broöhen 1 nlg hat, ſache des ſg, twh weil der Widerſtan kann. Penn Falliſt lo ſelt, oder hot, ſo g trockene 6 tine unnit feuchten tenn die ich waͤre faung! wetiſellg an W. 3t in äͤnem egend feuht th dabey u Bache vie⸗ de, um das verhuten. einer oder t, ſondern auf einer e, am Fuße ꝛm heraus⸗ te, worin cct; ſon⸗ eGegend, wird nun, er Quanti⸗ m Moraſt, Feuchäͤgkeit der Etelle⸗ okker und In leßte⸗ leich da zei⸗ ſien Seele her⸗ — 8¹— hervorquillet. Iſt aber die Oberflaͤche ſandig und locker, und zugleich merklich abhaͤngig, ſo bleibt ſie vielleicht da ganz trocken, wo der ei⸗ gentliche Quellgrund liegt, und die Feuchtigkeit wird erſt tiefer unterhalb ſichtbar. Das Waſſer naͤmlich, wenn es den feſteren Untergrund durch⸗ brochen hat, zieht ſich, ſo lange er Abhang ge⸗ nug hat, auf demſelben hinunter, laͤßt die Ober⸗ flaͤche des lockern Bodens, wenn er einige Tiefe hat, trocken, und kommt erſt da hervor, wo es, weil der Boden flach wird, oder weil es einen Widerſtand antrifft, nicht weiter hinabziehen kann. Wenn auf ſolchem Grunde, wie haͤufig der Fall iſt, lockere Oberflaͤche mit thonigter abwech⸗ ſelt, oder ſelbige Erhoͤhungen und Vertiefungen hat, ſo gibt es darauf abwechſelnd naſſe und trockene Stellen. Man ſieht leicht ein, daß es eine unnoͤthige Weitlaͤuftigkeit ſeyn wuͤrde, dieſe feuchten Stellen durch Abzuͤge zu entwaͤſſern⸗ wenn dieſes auch des Waſſerpaſſes wegen moͤn⸗ lich waͤre; da es ſo ſehr viel leichter durch Ab⸗ fangung der oberwaͤrts liegenden Quelle be⸗ werkſtelligt werden kann. an Bds. iſte Abthell. F Kommt —-— 32— Kommt das Waſſer in einer oder mehreren Quellen aus dem Innern des Erdbodens erſt da hervor, wo der Boden keinen Abhang mehr hat, in einem vielleicht mit Anhoͤhen rund umgebenen Thale, ſo bildet es gleich um die Quelle herum, nach Verhaͤltniß ihrer Staͤrke, einen See, Mo⸗ raſt oder Moor. Zuweilen hat man es auch hier in ſeiner Gewalt, die Quelle hoͤher an der Anhoͤhe abzufangen und abzuleiten; zuweilen kann es nur an der Stelle ihres Ausbruchs ſelbſt geſchehen. Doch ich werde nunmehr deutlicher werden, wenn ich zu einzelnen Faͤllen uͤbergehe, nachdem ich des Wichtigſten im Allgemeinen erwaͤhnt habe. Ich werde von jeder Hauptverſchiedenheit nur einen Fall angeben, da es unmoͤglich ſeyn wuͤrde, ſie ſaͤmmtlich zu beſchreiben. Die Sache wuͤrde bey weitem nicht erſchoͤpft werden, wenn ich auch alle die einzelnen Faͤlle anfuͤhrte, die ich bey den Englaͤndern beſchrieben finde. Bey jedem in der Natur vorkommenden Falle iſt vielleicht etwas Verſchiedenes, und daher wuͤrde die Zahl ins Unendliche gehen. Um Umd pparen, fen, die bodens meines 6 Gnndiiß omn drc ſtng de dnnoch; urch K Run abe eine ehh Duuchſchn ten vnnen berweiſen diſelben n wir angeft Die den folgen waſſerd und bind ch; die de weif ds Wa Kies und atten und ddiche 9 der megteren odens eri d ng mehr hu umgebenen uelle herum, See, Mo⸗ dan es auch öher an der zuweilen Ausbruchs der werden, 2, nachdem waͤhnthabe. denheit nur ſeyn wuͤrde zache wuͤrde enn ich auch die ich bey Bey jedem it biellicht nde die Zahl Um Um die Koſtbarkeit der Kupfertafeln zu er⸗ ſparen, werde ich mich nur mit Figuren behel⸗ fen, die einen ſenkrechten Durchſchnitt des Erd⸗ bodens vorſtellen. Sie erlaͤutern die Sache meines Erachtens deutlich genug, ohne einen Grundriß der Gegend hinzuzufuͤgen. Ehe des Hrn. Grafen von Podewils vortreffliche Ueber⸗ ſetzung des Johnſtone herauskam, war ich dennoch zweifelhaft, ob dieſe Abhandlung nicht durch Kupferſtiche vertheuert werden muͤſſe. Nun aber werde ich diejenigen Leſer, welche ſich eine lebhaftere Vorſtellung, als ſie aus dieſen Durchſchnitten und meinen Beſchreibungen erhal⸗ ten koͤnnen, machen wollen, auf jenes Werk verweiſen, und in Anmerkungen die Kupfertafeln deſſelben nahmhaft machen, welche zu den von mir angefuͤhrten Faͤllen paſſen. Die dunkeler gehaltenen Lagen in den folgenden Figuren deuten anhaltenden, waſſerdichten Boden, er beſtehe aus Thon und bindendem Lehm, oder aus dichtem Felſen, an; die geruͤpfelten, einen lockeren Boden; die weißgehaltenen, Behaͤlter, worin ſich das Waſſer angehaͤuft hat, ſie moͤgen aus Kies und Sand, oder aus poroͤſen Stein⸗ arten und geſpaltenen Felſen beſtehen, oder unter⸗ irdiſche Hoͤhlungen ausmachen. F 2 EKr⸗ 34— Erſter Fall. Die erſte Figur 77: 11131* 77114::: 1 111111141:111411⁄1⁄11 771 11 11:214141111114— 111411.1,1.144— e —— Aen - 2 ſtellt alſo den Durchſchnitt des Bodens am Ab⸗ hange eines Huͤgels vor. Das auf der Ober⸗ flaͤche B A gefallene Regenwaſſer zieht ſich durch die lockere Erdlage, bis auf die Thonſchicht E D herab, ſtauet in die Hoͤhe, und macht zwi⸗ ſchen A h und E. D einen Waſſerbehaͤlter. Wo dieſer zwiſchen E. A zu Tage kommt, da wer⸗ den, am ganzen Abhange des Kuͤgels herum, Quellen ausbrechen, bey trockenem Wetter viel⸗ leicht nur am Fuße des Huͤgels bey E, in regnigtem bis zur Hoͤhe von A hinauf. Die Gegend zwiſchen A bis K iſt alſo quelligt. Wenn Wenn ſch ein! würde di zen Icha Stiic d unn eror ho ga fähe, in t mch Etaich ſe ben bey die Tlon den Nuber lice Liff Demn fießt, ſnd daß mach Oberfläce 6A ſe felben ſi ns am Ao⸗ der Ober⸗ ht ſich durch honſchicht E macht zwvi⸗ haͤlter. Vo at, da wer⸗ gels herum, Wetter diel⸗ bep E, in inauf. Die gellgt. Weng Wenn ſich das Waſſer bey E anſammlet, fich ein kleines Bette bahnt und abfließt, ſo wuͤrde dieſer ſchmale, wenn gleich an dem gan⸗ zen Abhange des Huͤgels vielleicht herlaufende Strich doch die Koſten, welche eine Abwaͤſſe⸗ rung erforderte, nicht werth ſeyn. Denn ein bey E gezogener Graben wuͤrde das Uebel nicht heben, indem die Quellen bey naſſem Wetter bis nach A hinauf ausbrechen. Um dieſen Strich ſelbſt trocken zu legen, muͤßte ein Gra⸗ ben bey KA gezogen werden, der aber bis F in die Thonlage hineingehen muͤßte,— eine fuͤr den Nutzen, den er leiſten wuͤrde, zu betraͤcht⸗ liche Tiefe. Zweyter Fall*). Wenn aber das Waſſer bey E nicht ab⸗ fließt, ſondern die unterhalb liegende Flaͤche bis C naß macht, oder, was noch ſchlimmer iſt, die Oberflaͤche in der Richtung der getuͤpfelten Linie C ℳ heraufgeht, das Waſſer unterhalb der⸗ ſelben ſtauet, und dies ganze Feld waſſergalligt und *) Johnſtone Ueberſ. Tab. II. und V. ſind dieſem Falle analog; doch unterſcheidet ſich unſer Fall darin, daß wir die Oberflaͤche hier locker an⸗ nehmen. - 36— und kaltgruͤndig macht, ſo iſt die Entwaͤſſe⸗ rung von Wichtigkeit. Es wird aber hinrei⸗ chend ſeyn, wenn der Graben bey g gezogen wird, und bis zur Tiefe von E hinunter geht, woſelbſt er minder koſtſpielig, als bey K iſt, den unterhalb liegenden Grund ſicher, und den oberhalb liegenden auch wahrſcheinlich entwaͤſſert. Zu mehrerer Deutlichkeit will ich doch bey dieſem haͤufig vorkommenden Falle folgenden Entwurf eines Grundriſſes herſetzen. ſfſſſſff Fi n Amle, Die dorchſchr linien 4 len kleine unter, u Hirr miů d hühe örandesg gohehinan Vuten ſe ſoßende ticht dur äber ſebt Vaſer al lis in die Um dieſe väh wa grundes⸗ Ven Stelle A vberhalh len verſt und eine woran ne Quelle ub Scjabd ſ ie Erwviſſe aber hinti⸗ 9 g geygen nunter gaht bey AK iſ⸗ cher, und ſcheinlich ihh doch bey le folgenden en. Die Die Buchſtaben ſtimmen mit denen auf dem Durchſchnitte uͤberein. Zwiſchen den getuͤpfelten Linien A und E entſpringt das Waſſer in vie⸗ len kleinen Quellen, zieht ſich aber bis C hin⸗ unter, und macht dieſes Feld naß oder moorigt. Hier muß der Graben g g quer am Abhange des Huͤgels an der untern Stelle des quelligten Grundes gezogen werden. Graͤben, laͤngs der An⸗ hoͤhe hinauf gezogen, wuͤrden wenig oder gax keinen Nutzen ſchaffen, indem ſie nur das auf ſie zu⸗ ſtoßende Waſſer abfuͤhren, den Quellgrund aber nicht durchſchneiden wuͤrden. Der Quergraben aber hebt das Uebel gruͤndlich, und faͤngt alles Waſſer auf; vorausgeſetzt, daß er tief genug, bis in die Thonlage hinein, ausgeſtochen wird. Um dieſes leichter bewerkſtelligen zu koͤnnen, waͤhlt man die niedrigſte Stelle des Quell⸗ grundes. e ns Wenn das Waſſer hier an der niedrigſten Stelle Abzug genug hat, ſo werden auch die oberhalb liegenden Quellen in den meiſten Faͤl⸗ len verſiegen. Sollte dieſes aber nicht ſeyn, und eine oder die andere zu fließen fortfahren, woran nur ein zwiſchen dem Graben und dieſer Quelle uͤber der Thonlage befindlicher Widerſtand Schuld ſeyn kann: ſo wird es mehrentheils hin⸗ — 38— hinreichend ſeyn, von dieſen Quellen einen ſchma⸗ len, oberflaͤchlichen Graben nach dem Haupt⸗ graben binzuziehen, wie bey 4 4 4 angedeu⸗ tet iſt. Dieſer Hauptgraben, welchen wir in der Folge den Abfangegraben nennen wollen, erhaͤlt ſeine Ableitung da, wo ſolche am be⸗ auemſten angelegt werden kann; entweder, in⸗ dem man ihn ſchraͤg, etwa wie bey M, herunter fuͤhrt, oder, indem man einen Abzugsgraben, wie bey L. L, mit ihm verbindet. Der Ab⸗ fangegraben ſowohl, wie der Abzugsgra⸗ ben, muß zwar einigen Fall, und zwar erſterer auf letzteren zu, haben; es braucht aber dieſes Gefaͤlle nur ſehr ſchwach zu ſeyn, und ein ſtarkes muß ſogar vermieden werden, weil bey einem ſtarken Waſſerlaufe um ſo leichter eine Verſtopfung entſtehen kann. Der Ableitungsgraben kann, wenn er im Wege waͤre, oder nicht etwa als Befriedigung dienen koͤnnte, ein verdeckter ſeyn. Den Abfangegraben laͤßt man, in dieſem Falle, lieber offen. der vorbeſchriebene Fall iſt auf ſolchen Fel⸗ dern, die eine lok kere Oberflaͤche auf thonigtem Un⸗ — Uatergto am Abh an Riüſe ſo wird annrefen hhmn t Peh terhaltſ vie in dem Hauxt⸗ d angedeu⸗ vir in der een wollen, he am be⸗ weder, in⸗ t, herunter ugsgraben, Der Ab⸗ ugsgra⸗ er erſterer ber dieſes ein ſtarkes bey einem erſtopfung zgraben nicht etwa verdeikeer 1 man, in chen Fel⸗ thouigtem Un⸗ Untergrunde haben, einer der haͤufigſten! Wenn am Abhange einer lokkern Anhoͤhe das Feld an Naͤſſe leidet, ohne ſelbſt thon⸗artig zu ſeyn⸗ ſo wird man die Lage der Sachen gewoͤhnlich ſo antreffen, und das Uebel auf die angegebene Art heben koͤnnen. Oritter Fall*) Bey Liner thonigten Oberflaͤche des Bodens verhaͤlt ſich die Sache etwas anders; gewoͤhnlich wie in folgender Figur vorgeſtellt iſt. Fig. 3 *) Johnſtone, T. III. und IV. A B F iſt naͤmlich der Gipfel einer An⸗ höhe oder Berges, wie gewoͤhnlich, von durch⸗ laſſender Erdart. E F G iſt eine Lage von Sand oder poroͤſem Stein, worin ſich das Waſ⸗ ſer anſammlet; der untere Grund ſowohl, wie die Oberflaͤche, ſo weit ſie bis A hinaufgeht, iſt Thon oder bindender Lehm. Das in E F G angeſammlete Waſſer wird von oben herab gegen E gepreßt, und ſtauet von da ab wieder hinauf. Es wird ſich alſo, wo es eine ſchwaͤchere Stelle findet, einen Weg bahnen und mit Gewalt aus einer Quelle hervorſtuͤrzen, oder durch meh⸗ rere kleine Borſten langſamer hervordraͤngen. Von den Stellen Q Q an wird alſo der Grund quelligt ſeyn, und auch der unterhalb liegende immer naß erhalten werden, und daher einen Moraſt oder Moor ausmachen. Man verfäͤhrt hier eben ſo, wie im vorher⸗ gehenden Falle, und zieht an der niedrigſten Stelle des quelligten Grundes einen Quergraben, der aber den Thon ooͤllig durchdringen und den Waſſerbehaͤlter erreichen muß. Ohne vorher mit dem Erdbohrer ſondirt, oder andere ſichere Merk⸗ male, wie weit der Waſſerbehaͤlter reiche⸗ gefunden zu haben, geht man ſehr unſicher. Vielleicht kann ſich das Waſſer einen ſchraͤgen I Weg Weg ge vorkomn alſo ein ſelten, werden! un Fuß in oberen rict hin erbehal oberen; ticht al vollkom bervin der über di ticht al man wu gen ma verſchaf rung a Gläͤckli ſemn und richt er⸗ ſ tef; liveindri fel ener An⸗ von dui⸗ ne lage wm ch das Vaf wwohl, wi hinaufgeht, in EFG gerab gegen der hinauf. chere Stelle Gewalt aus urch meh⸗ ordraͤngen. der Grund b liegende aher einen im vother⸗ niedrigſter uergraben, en und den vother mit here Nerk⸗ tr reihe, r mnſicer. Iſtäge Teg — 9¹— Weg gebahnt haben, und noch unterhalb E her⸗ vorkommen, wo der Waſſerbehaͤlter aufhoͤrt, und alſo ein Graben fruchtlos ſeyn wuͤrde. Nicht ſelten, wie im folgenden vierten Falle gezeigt werden wird, verengert ſich der Waſſerbehaͤlter am Fuße der Anhoͤhe auch ſo ſehr, daß das im oberen Theile angeſammlete Waſſer ſich hier nicht hinlaͤnglich ausleeren kann; oder der Waſ⸗ ſerbehaͤlter iſt unterbrochen. Dann hoͤren die oberen Quellen, beſonders bey naſſem Wetter, nicht auf zu fließen, und die Kur iſt alſo un⸗ vollkommen. Hier iſt man dann gezwungen, oberwaͤrts noch einen Graben zu ziehen. Der Waſſerbehaͤlter liegt unter dem Thon aber oft ſo tief, daß die Koſten des Grabens nicht allein ſehr hoch kommen wuͤrden, ſondern man wuͤrde auch oft dieſem tiefen Graben, we⸗ gen mangelnden Waſſerpaſſes, keinen Abzug verſchaffen koͤnnen. Daher wuͤrde die Entwaͤſſe⸗ rung eines ſolchen Feldes unmoͤglich werden. Gluͤcklicher Weiſe hat man gelernt, daß in die⸗ ſem und aͤhnlichen Faͤllen ein tiefer Graben gar nicht erforderlich ſey, ſondern daß er nur eben ſo tief zu ſeyn brauche, als zur Abfuͤhrung des hineindringenden Waſſers noͤthig iſt. Man Man ſticht naͤmlich in der Sohle des Gra⸗ bens kleine Gruben hin und wieder bis zur Tiefe des Waſſerbehaͤlters aus; oder, was nach Elkingtons Erfahrung immer hinreichend iſt, man bohrt mit einem breiteren Erdbohrer ſo tief hinein, bis das Waſſer mit Gewalt aus dem Loche hervordringt und ſich in den Graben ergießt. Alle zwey oder drey Ruthen wird in der Sohle des Grabens ein ſolches Loch mit leichter Muͤhe eingebohrt, bis kein Waſſer wei⸗ ter hervordringt. Dieſe oͤcher verſtopfen ſich, wie die Erfahrung gelehrt hat, nicht, ſondern werden durch das hervordringende Quellwaſſer immer offen erhalten, geſetzt, daß auch von oben Unreinigkeiten hineinfallen ſollten. Elkington haͤlt ſich wegen des Verſtopfens ſo ſicher, daß er ſolche Graben ſelten offen laͤßt, ſondern ſie mit den oben beſchriebenen Ziegeln mehrentheils ausſetzt, und ſie dann zuwirft. Dies iſt die Methode, welche man in Eng⸗ land das Abzapfen(Tapping) nennt, und durch deren Erfindung, oder vielmehr geſchickte Anwendung, ſich Elkington einen ſo großen Ruf erworben hat. Vermittelſt dieſes Abzapfers kann man nun tief im Boden liegende Waſſer⸗ behaͤlter ohne große Muͤhe und Koſten ausleeren, und und das wo wan oder we wil; 0 Vaſtr de gebr Iinen 6 terden Vehrers werden Juf Graben Falbs es dda lichen wo mar tbgeſoch ſeheide der Ab unß in le des Gta⸗ der bis zur , was wach reichend iſ, dbohrer ſ hewalt aus en Graben en wird in Loch mit Daſſer wei⸗ kopfen ſich, t, ſondern Auellwaſſer hvon oben kington er, daß er ern ſie mit ehrentheils an in Eng⸗ zennt, und gr geſcickte oo großen Abzapfers de Waſfer⸗ ausleeren, und — 93— und das Waſſer an der Stelle hervorbringen, wo man ihm den beſten Abzug verſchaffen kann, oder wo man es zu andern Zwecken benutzen will; vorausgeſetzt, daß der Druck, welchen das Waſſer von oben erhaͤlt, ſtark genug iſt, es in den gebohrten Roͤhren zu heben, welches in ber⸗ gigten Gegenden mehrentheils der Fall iſt. Wir werden aber nachmals hoͤren, daß mittelſt des Bohrers auch Waſſer in den Boden verſenkt werden koͤnne. Auf der vorſtehenden Figur iſt bey H ein Graben mit einem ſolchen Bohrloche angedeutet. Falls es noͤthig waͤre, koͤnnte er ebenfalls bey Q Qiangelegt werden, indem der Druck von F her noch ſtark genug waͤre, das Waſſer ſo hoch zu heben⸗ Wenn ein ſolcher Grund da, wo man den Graben ziehen will, mit Torf zu einer betraͤcht⸗ lichen Hoͤhe bewachſen iſt, ſo muß ſolcher da, wo man den Graben ziehen will, breit genng abgeſtochen werden; auch muß man das daruͤber ſtehende Waſſer zuvor wegſchaffen. Denn ſowohl der Abfange⸗ als Ableitungsgraben muß in dem Thone ſelbſt liegen, weil der Moor⸗ Moorboden das Waſſer ſeitwaͤrts durchlaſſen wuͤrde, auch die Bohrloͤcher im Moore ſich nicht halten koͤnnten. Wenn die Graben dann mit Ziegeln oder Steinen ausgeſetzt ſind, ſo koͤnnen ſie wieder zugeworfen werden. Beym Einbohren kann man es mit einiger Uebung gleich unterſcheiden, ob man auf die Hauptquelle und den Waſſerbehaͤlter ſelbſt gelan⸗ get ſey. Das Waſſer ſtuͤrzt dann— falls man ihm nicht etwa ſchon anderwaͤrts Luft gemacht hat— mit Gewalt, oft wie ein Springbrunnen hervor, und faͤhrt in dieſer Maaße eine Zeitlang fort, bis ſich das eingezwaͤngte Waſſer vermindert hat. Hernach fließt es, wie eine gewoͤhnliche Quelle, fort. Bey einer kleinen Nebenquelle, die etwa in dem Thone ſelbſt durchgedrungen iſt, er⸗ folgt dies bey weitem ſchwaͤcher, und man wird ſich alſo dadurch nicht verleiten laſſen, zu glau⸗ ben, daß man den Waſſerbehaͤlter ſelbſt ſchon erreicht habe. 1 Wenn man die Quellen, welche an einem Huͤgel hinauf in verſchiedener Hoͤhe ausbrechen, bey trockener und naſſer Witterung beobachtet, ſo wird man ſchon hieraus zu beſtimmen im 16 Stande Etande man den Wettet! ſehrücfn aber de fot ü W die Coning ſid. I und Vot übleite, auf, he richt ſow niedrigſen Man hne jene tiedrigſt hielte, w tere Um bhen ſche aber nolt ind ihn durchlſn Moore ſc raben dann n. mit einiger n auf die elbſt gelan⸗ falls man ft gemacht ngbrunnen e Zeitlang bvermindert ewöhnliche auelle, die gen iſt er⸗ man wird „ zu glau⸗ dibſ ſter ean einem nusbrechen, beobachtet, inmen im Stande t ſind, ſo — 95— Stande ſeyn, wo die Hauptquelle liege, und wo man den Graben anlegen muͤſſe. Bey naſſem Wetter laufen die Quellen oft bis zu einer an⸗ ſehnlichen Hoͤhe hinauf; bey trockenem verſiegen aber die oberen, und nur die unteren fahren fort, Waſſer zu geben. Dies iſt ein Beweis, daß die oberen nur Ueberſtroͤmungen(over- flowings), die unteren aber die Hauptquellen ſind. Wenn man dieſen durch einen Graben und Bohrloͤcher hinlaͤnglich Luft gibt und ſie ableitet, ſo hoͤren die oberen von ſelbſt zu fließen auf, weil nun das Waſſer in dem Behaͤlter nicht ſo weit heraufſtauen kann, ſondern an der niedrigſten Stelle hinreichend abfließt. Man wuͤrde ſich aber irren, wenn man, ghne jene Beobachtung gemacht zu haben, die niedrigſte Quelle allemal fuͤr die Hauptquelle hielte, und hier den Abfangegraben ohne wei⸗ tere Unterſuchung anlegte. Dieſes Falles iſt oben ſchon Erwaͤhnung geſchehen; es ſcheint mir aber noͤthig, ihn genauer aus einander zu ſetzen, und ihn durch folgende Figur zu erklaͤren. Vier⸗ Vierter Fall. Sü. e e DöTDe c Der Waſſerbehaͤlter D F G hat ſich bey D unterhalb der Oberflaͤche bis C in der Thon⸗ lage allmaͤlig einen engen Weg gebahnt, wo das Waſſer, wenn es ſtark angehaͤuft iſt, hineindringt, und bey O 0 in kleinen Quellen ausbricht. Die Hauptquelle aber iſt bey A. Wollte man, durch die niedrigere Lage verleitet, bey 0 0 r0 die Abwaͤſſerung anlegen, ſo wuͤrde man ſeinen Zweck nicht erreichen, indem hierdurch der Waſ⸗ ſerbehaͤlter keine zureichende Ausleerung erhalten kann. Wird ſie hingegen auf der Anhoͤhe bey K angelegt, ſo wird der ſtarke Andrang nach C gehoben, und die niedrigen Quellen ver⸗ ſiegen: Inde Elking ſeltenet, allemal 1 wo ſih: zihe. eier V hhende N de Vaſe ſiche hin zus der aus ſolch auf, un ranigtet hat man fort, ſo n nan ſich Duellen ur hohre me ſiehen, a Sraigt d liher M inen Ab lichern; ¹ugrigter gehlche⸗ tt ſich ben der Thon⸗ t, wwo das neindringt, ausbricht. ollte man, *» 000, man ſeinen h der Waf ng erhalten Anhöhe bey drang nach zuelen ver⸗ — 92— Indeſſen ſind Faͤlle der letzten Art, die Elkington Leckagen(Leakages) nennt, ſeltener, und wenn man ungewiß iſt, ſo iſt es allemal am ſicherſten, an der niedrigſten Stelle⸗ wo ſich Quellen aͤuſſern, anzufangen. Man ziehe hier einen Graben, und mache eine hinrei⸗ chende Menge Zapfloͤcher, um allem zufließen⸗ den Waſſer freyen Ausweg zu verſchaffen. Ob ſolche hinreichend ſind, oder nicht, laͤßt ſich leicht aus der Gewalt erkennen, womit das Waſſer aus ſolchen hervorſprudelt. Hoͤrt ſolches bald auf, und kommt das Waſſer, ſelbſt bey regnigter Witterung, nur langſam heraus, ſo hat man genug; dauert aber das Sprudeln fort, ſo muß man mehrere machen. Vill man ſich gewiß uͤberzeugen, ob man die Quellen unten hinreichend abgefangen habe, ſo bohre man nur unterhalb, ohne Graben zu ziehen, an verſchiedenen Stellen Loͤcher ein. Steigt durch dieſe noch Waſſer in betraͤcht⸗ licher Menge herauf, ſo muß man hier noch einen Abfangegraben mit hinlaͤnglichen Zapf⸗ loͤchern ziehen. Zeigt ſich aber ſelbſt bey regnigter Witterung keins, ſo wuͤrde es ver⸗ gebliche Arbeit ſeyn. 2u Bdo. 1ſte Abtheil. „ 99— Fuͤnfter und ſechster Fall. Oftmals liegt der Quellgrund zwiſchen zwey Anhoͤhen; da denn das ganze Thal zu einem Sumpfe oder ſchweppigen Moore wird. Hier iſt es manchmal ſchwer zu erkennen, ob ſich der Fall ſo verhalte, wie folgende Figur Fig. 5. ,2 2 , 72 2 — uune mne ene ue 7 7n nneee 4 4 meee enmmn 277 mm 7 4— 2 zeigt*), wo naͤmlich der Waſſerbehaͤlter G E unter dem ganzen Grunde fortgeht; oder ob unter jeder Anhoͤhe ein Waſſerbehaͤlter liege, und die Quellen ſich von beyden Seiten in die nie⸗ *) Johnſtone, Tab. VII. tiedrige nachſtehe Im ſen ud die ied 99 Fall. niedrigſfe Gegend des T Thals herabziehen, wie in nachſtehender Figur angedeutet iſt. zwiſchen zyen al zu einem wird. Hiet. en, ob ſich Figur Fig. 6. Im erſteren Falle wuͤrde es am rathſam⸗ ſten und voͤllig zureichend ſeyn, wenn man durch die niedrigſte Stelle des Moores*) einen Gra⸗ G 2 ein ben 1 haͤlter 61*) Ich kann mich hier zwar nicht ausfuͤhrlich auf die t; oder d Theorie und Praxis der Mooreultur einlaſſen. Da haͤlter lege⸗ indeſſen in dieſer Abhandlung die Rede oft von Seiten in de— Mooren iſt, ſo muß ich ſolchen Leſern, die gar rie⸗ keinen Begriff davon haben, nur einen ober flaͤch⸗ . lichen Veg iſf davon geben. — Moore entſtehen, wenn ſich Waſſer auf einem nicht durchlaſſenden Grunde, wo es keinen zurei⸗ chen⸗ — 100— ben C, mit hinreichenden Zapfloͤchern verſeben, zoͤge. Hier wuͤrde man mit den geringſten Koſten chenden Abfluß hat, allmaͤhlig und in geringe⸗ rer Quantitaͤt anſammlet. In großer Maſſe wuͤrde es einen See ausmachen. Auf dieſem feuchten Grunde erzeugen ſich viele Arten von Sumpf⸗ oder Moorpflanzen, die, aus noch nicht ganz ausgemachter Urſach, nicht verweſen, ſon⸗ dern ſich halb verkohlen. Auf ihnen wachſen wie⸗ der andre, und ſo entſtehet allmaͤhlig eine mehr oder minder hohe Lage von Torf, oder ein dich⸗ tes Gewebe von abgeſtorbenen, aber nicht voͤllig verweſeten, feſt in einander gepreßten, oft mit Erdharz durchdrungenenpflanzen. Es giebt Gruͤn⸗ lands⸗Moore, auf denen Gras waͤchſt, und de⸗ ren Oberflaͤche mehr aus vegetabiliſchem Moder als aus Torf beſtehet; und Torf⸗Moore, welche nur mit Heide und Moorpflanzen bewachſen ſind. Das Vaſſer, welches die Entſtehung dieſer Moore verurſacht, fließt entweder zuweilen von der umlie⸗ genden hoͤheren Gegend hier zuſammen, oder quil⸗ let mehrentheils aus der Borke, welche den Grund des Moors ausmacht, hervor. Im erſteren Falle werden ſie Hochmoore, im zweiten Quell⸗ moore genannt. Mancher glaubt, wenn er ei⸗ nen Graben in ſeinem Moore ziehet, und nun auf einen feſten thonigen, oder ſteinigt⸗lehmigen Bo⸗ den Koſten leiten, ern detſien, en geringſin Koſten —. in geringe⸗ großer Maſſe Auf dieſem le Arten von nus noch nicht rweſen, ſon⸗ wachſen wie⸗ lig eine meht der ein dich⸗ nicht voͤllig n, oft mit giebt Grün⸗ ſt, und de⸗ chem Moder oore, welche wachſen ſind. dieſer Noore on der umlie⸗ en, oder qui⸗ he den Grund erſteren Jalle iten Quell⸗ wenn er ei⸗ und nun auf thmigen Zo⸗ den Koſten das angeſammlete Waſſer nicht nur ab⸗ leiten, ſondern auch die ſaͤmmtlichen, am Fuße der den kommt, aus deſſen Borſten Waſſer hervor⸗ quillet, er ſey auf die Quelle ſelbſt gekommen, und brauche nicht tiefer einzudringen. Hiermit iſt aber noch wenig zur Entwaͤſſerung des Moors ausgerichtet; denn unterhalb dieſes Grundes liegt erſt die eigentliche Quelle, das Grundwaſſer, oder der Behaͤlter, woraus das Waſſer hervorquillet. In dieſem Grunde wird erſt der Entwaͤſſerungs⸗ graben angelegt, der entweder ſelbſt bis auf die waſſerhaltende Lage hineingefuͤhrt werden, oder mit derſelben durch Gruben und Bohrloͤcher in Verbindung geſetzt werden muß. Sobald man bis dahin eingedrungen iſt, wird das Waſſer meh⸗ rentheils mit erſtaunlicher Gewalt hervorbrechen, unndes iſt daher ſicherer, den Ableitungsgraben ſchon vorher auszuſtechen. Die Maſſe und die Gewalt des unter einem Moore angehaͤuften Waſſers iſt zuwei⸗ ten ſo groß geweſen, daß ſolches, wenn es die Borke oder Thonlage, die es einzwaͤngte, ploͤtz⸗ lich durchbrochen hatte, das ganze Moor in die Hohe hob, in einem gewaltigen Strome fortfuͤhrte und meilenweite Strecken damit bedeckte. Sol⸗ cher Beyſpiele hat man in England und Schott⸗ land verſchiedene. Wenn — 102— der Anhoͤhen hervorkommenden Quellen austrock⸗ nen. Im zweyten Falle aber ſieht man leicht, daß dieſer bey C gezogene Graben nicht hinrei⸗ chend ſeyn wuͤrde, indem er die Quellen nicht' abfangen kann. Es müͤſſen daher bey 0 0 Graben mit Zapfloͤchern angelegt werden. Haͤtte man ſich geirret, und den Graben bey C ſchon gezogen, ſeine Unwirkſamkeit aber erſt nahh er erkannt, ſo wuͤrde er doch zum Abl eitungsgraben dienen koͤnnen. Wenn aber dem Waſſer unterhalb der feſten Borke, worauf das Moor ruhet, Luft gegeben worden, und es durch einen in dem Thone ſelbſt fortlaufenden Graben, der ein gehoͤriges Gefaͤlle hat, abgefuͤhrt wird, ſo wuͤrde das Moor bald wieder ſinken, und allmaͤlig feſter und dichter werden, ſo daß es nach etlichen Monaten ſchon Pferde und Wagen da tragen kann, woſonſt kaum ein Menſch gehen konnte. Nicht immer iſt indeſſen ein Abfangegraben hinreichend, weil die poroͤſe Lage, welche das Waſſer enthaͤlt, von einer undurchdringlichen un⸗ terbrochen ſeyn kann. Es wird denn aber wieder koſtſpielig ſeyn, nach den feuchtbleibenden Stel⸗ len Nebengraben hinzuziehen. — El Erſtaun welche Betges Fonge Rdurch gen Ba var, h ſcher, Kenner Fäle, fudij; 8 ter And Hägeln die wa in bend findet einen gen a mehren Stelle andern 44 24 Duellen M uc. bey 90 0 „ 1. 81 ü. 8 kon wo ſonſt kaun lbfangegleben „ welche Ns ringlichen un in abet w jeder benden Stel⸗ hat mehreremale das groͤßte Erſtaunen dadurch erregt, daß er die Quellen, welche den Grund an der einen Seite eines Berges oder Huͤgels naß machten, auf der ent⸗ geg engeſbben trockenen Seite abfing, jene Seite dadurch voͤllig entwaͤſſerte, und an dieſer ei⸗ gen Bach, der zu allerley Zwecken zu benutzen war, hervorbrachte. Es iſt aber nichts natuͤr⸗ licher, und es gehoͤrt nur einige Uebung und Kenntniß bergigter Gegenden dazu, um haͤufig Bail. wo ſich dieſes bewerkſtelligen ließe, aus⸗ ndig zu machen. Es gehen naͤmlich die Erdſchichten unter ei⸗ ner Anhoͤhe„oft unter einer ganzen Reihe von Huͤgeln, mehrentheils horizontal weg; ſo daß Ner waſſer⸗ anhaltenden und durchlaſſenden Lagen in beyden Seiten gleich hoch ſtehen. Haͤuſig nden man daher, daß die Naͤſſe ſich rund um einen Huͤgel herum in 21 eicher Hoͤhe zu zei⸗ gen anfange. Geſchieht dieſes nicht, ſo iſt mehrentheils die Ober ſaͤche, welche an einer Stelle das Waſſer leicht durchlaͤßt, an einer andern zurückhält, die Urſache. 5 Dieſe Dieſe Figur ſtelle alſo den Durchſchnitt eines Huͤgels vor*). Auf der Seite B C iſt die Oberflaͤche bey D quelligt, und der unterwaͤrts D liegende Grund leidet an Naͤſſe. Die Seite B A hingegen iſt trocken, weil ihre Oberflaͤche feſtere Conſiſtenz hat, und das Waſſer, welches ſich auf der un⸗ durchdringlichen Thonlage F G anſammlet, ſei⸗ nen Ausweg auf der andern Seite findet. Wenn man dieſe Lage der Sachen deutlich er⸗ kannt hat, und entweder auf der Seite B C meh⸗ *) Johnſtone, Tab. IX. Fig. 1 und 2. ———— mehrere eintrete Seite gung Wieſen hat ma walt, im in db der geſeßze getüpf de d oberha hoch in tun abe Graben dyrchor gelange Grabe der e Oo l wunde aber! in ſo Sondi⸗ müſſen gels vor). ache bey D ende Grund hingegen iſt e Conſiſtenz auf der un⸗ mmlet, ſii⸗ eite finde. deullich er⸗ Seite B 0 meh⸗ — „ mehrere Schwierigkeiten, das Waſſer abzuleiten, eintreten, oder eine Quelle auf der trockenen Seite A zum haͤuslichen Gebrauch, zur Anle⸗ gung einer Muͤhle, oder zur Bewaͤſſerung eines Wieſengrundes nuͤtzlich zu brauchen waͤre; ſo hat man es, wie klar erhellet, in ſeiner Ge⸗ walt, das Waſſer hierher zu ziehen, wenn man ihm in einem niedrigern Waſſerpaſſe(Niveau), als der iſt, wo die Quellen auf der entgegen⸗ geſetzten Seite ausbrechen, Luft ſchafft. Die getuͤpfelte Linie x y deutet den Waſſerpaß an. Die Quellen an der naſſen Seite zeigen ſich oberhalb deſſelben bey D, weil das Waſſer ſo hoch in ſeinem Behaͤlter heraufſtauet. Wenn nun aber unterhalb des Waſſerpaſſes bey E ein Graben gezogen, und die thonigte Oberflaͤche durchbohret wird, bis man zum Waſſerbehaͤlter gelanget, und das Waſſer ſich folglich in den Graben ergießt, ſo werden die Quellen auf der entgegengeſetzten Seite trocken werden. So loͤſet ſich dieſer Fall, der oft große Be⸗ wunderung erregt hat, ſehr deutlich auf. Wer aber nicht Elkingtons geuͤbtes Auge hat, wird in ſolchen Faͤllen Nivellir⸗Inſtrumente und Sondirungsbohrer fleißig zur Hand nehmen muͤſſen. Ach⸗ — — 106— Achter Fall. Haͤufig tritt der Fall ein, daß im Innern einer Anhoͤhe oder eines Berges horizontale Lagen von anhaltendem und durchlaſſendem Boden abwech⸗ ſeln; wie folgende Figur ohngefaͤhr andeutet*). Fig. 8. A PM☛-—‿ò/ ⁊œᷓœúü̊́ᷓ̊œð‿᷑ ͥOͥᷣᷓ B W ĩœâœâjjâ¼ ̊̊̊ᷓ ͥ‿ Die Oberflaͤche wird hier um die ganze Anhoͤhe herum von A bis B trocken, von B bis A aber naß ſeyn. Bey U brechen naͤmlich Quellen hervor, deren Waſſer ſich bis A auf der Oberflaͤche herabziehet, hier aber von der ſandigen Oberflaͤche wieder eingeſogen wird, und bey dem zweyten A wieder hervorqnillet. Man findet die Oberflaͤche gewoͤhnlich hoͤher hinauf mit Thon belegt, als die eigentliche Thonlage im *) Johnſtone, Tab. VIII. in Inger don dem herrührt der Mu⸗ Jad Aihöhe hchen. an der weil et riederge ſo daße die ander drcchaſer doch aach Malen mehrere: 555 81 ein, wa man na wäſſern andern man Ge Nuben;: und eine Innerneiner nle Lagen von den abwech⸗ andeutet*) — die ganze en, von B jen naͤmlich bis A auf der von der mwird, und llet. Mu öher hinauf he Tlonlage im — 107— im Innern ſich erſtreckt, welches vermuthlich von dem von oben herunter geſpuͤhlten Thone herruͤhrt. Wenigſtens findet man dies in der Natur faſt immer ſo. In dieſem Falle wird ein am Fuße der Anhoͤhe aelegter Entwaͤſſerungsgraben nichts helfen. Mehr wird er leiſten, wenn er oben an der erſten quelligten Stelle angelegt wird, weil er hier das auf den Gipfel der Anhoͤhe niedergef allene Re genwaſſer auffaͤngt und abfuͤhrt, ſo daß es ſich nicht von einer poroͤſen Lage in die andere hinabziehen kann. Allein die unteren durchlaſſenden Lagen nehmen durch ihre Oberflaͤche doch auch Regenwaſſer auf, deſſen ſie ſich durch Quellen entleeren muͤſſen. Es ſind hier alſo mehrere mit Zapfloͤchern verſehene Graben bey B B B noͤthig. In dieſem Falle tritt dann ſehr haͤufig das ein, was beym ſiebenten Falle erklärt iſt, daß man naͤmlich die eine Seite eines Berges ent⸗ waͤſſern kann, wenn man dem Waſſer an der andern Seite Luft macht. Mehrentheils wird man Gelegenheit finden, hier einen doppelten Nutzen zu erreichen, naͤmlich einen Waſſerauell und einen kleinen Bach an der Stelle zu er⸗ hal⸗ — 10383— halten, wo man Waſſer ſehr nützlich brauchen kann. Daß dies auf einer ſolchen Hoͤhe faſt immer der Fall ſey, hat wol keinen Zweifel, da man wegen des ſtarken Gefaͤlles auch mit wenigem Waſſer hier ſehr viel ausrichten kann Wenn man dieſes Waſſer auf der oberen Thonlage benutzen will, ſo iſt die Vorſicht noͤ⸗ thig, daß man mit dem Abzapfungsbohrer nicht tiefer, als noͤthig, eindringe, und die Thon⸗ lage nicht etwa ganz durchbohre; ſonſt kann ſich das Waſſer durch dieſe Bohrloͤcher, ganz aus der oberen poroͤſen Lage weg, in die zweyte hineinziehen. Manchmal kann man dies frey⸗ lich auch abſichtlich bewerkſtelligen, wenn man das Waſſer nicht oben, ſondern tiefer unten zur Treibung einer Muͤhle, oder zum haͤuslichen Gebrauch benutzen will, wie es Elkington wirklich gethan hat. 4 Neunter Fall. Wir haben bisher die Anſammlung des Waſſers in ſolchen Behaͤltern von durchlaſſender Beſchaffenheit, die zwiſchen undurchdringlichen Erd⸗ — Das Kieslage det ſeine zwiſchen Ausweg auf bis tzlih buuhe he Säe einen Zwſſl les auch mi el ausrichten f der oberen Vorſicht no⸗ igsbohrer nd die Thon⸗ ſonſt kann öcher, ganz die zwehte dies frey⸗ wenn man er unten zur haͤuslichen Elkington mmlung des urchlaſſender üeingichen Erd⸗ Erdlagen hoxizontal liegen, betrachtet. Es tritt aber auch der Fall ein, daß dieſe Erdlagen und Waſſerbehaͤlter mit der Oberflaͤche eines Berges faſt parallel laufend liegen; wie auf folgender Figur*⁴). Fig. 9. Das in dem Waſſerbehaͤlter oder in der Kieslage D E. C ſich anſammlende Waſſer ſin⸗ det ſeinen Ruhepunkt bey C. Weil es hier, zwiſchen zwei Thonlagen eingezwaͤngt, keinen Ausweg finden kann, ſo ſtauet es wieder hin⸗ auf bis nach D. Waͤre die obere Thonlage dick *) Johnſtone, Tab. IX. — 110— dick und ſtark genug, um allenthalben dem Drucke des Waſſers von oben herab zu wider⸗ ſtehen, ſo wuͤrde die Oberflaͤche A B gar nicht davon leiden, ſondern das Waſſer bis oben zum Gipfel des Berges wieder hinaufſtauen; wie denn wirklich Faͤlle dieſer Art exiſtiren. Da ſich in derſelben aber mehrentheils duͤnnere und lockrere Stellen finden, ſo wird das gepreßte Waſſer durch ſolche hervordringen, und vielleicht die ganze Oberflaͤche, die unter dem Waſſer⸗ ſtande D liegt, naß und quelligt machen. Bey trockenem Wetter werden die Quellen vermuth⸗ lich nar an einem niedrigern Orte, bey regnig⸗ tem hoͤher hinauf, ſich zeigen, je nachdem der Waſſerbehaͤlter mehr oder minder angefuͤllet iſt. Wenn ſich die Quellen oberwaͤrts bey O 0 am ſtaͤrkſten aͤuſſerten, ſo koͤnnte man ſich leicht verleiten laſſen, den Abfangegraben hier anzu⸗ legen. Dadurch wuͤrde man aber nur das Feld. was ſich oberhalb dieſes Waſſerſtandes befindet, befreyen; tiefer hinunter wuͤrde es dennoch naß und quelligt bleiben. Legt man aber den Gra⸗ ben mit ſeinen Bohrloͤchern bey G an, ſo fin⸗ det das Waſſer am niedrigſten Punkte ſeinen Ausweg, und die ganze Flaͤche muß trocken werden, wenn der Behaͤlter ſich hier ganz ent⸗ leeret. Geſetzt aber, man haͤtte den Abfange⸗ gra⸗ glaben n ſch Rer! auſſerten weil di dahin ef a tenn ma Ihhälter gir richt Sewalt: wunderb ſih dem, tur einige Paſerben dieſet An don Vran z Derl trächtlihe Endüch! wit ſolh den Br in ſtarke welcher iinen ma haben u ſeine Ein ſeider enthalbe dem ru zu wder B gar nich 4 oben zun ſtauen; wie ſtiren. Da duͤnnere und das gepreßte und diellicht dem Waſſer⸗ achen. BVey len vermut⸗ bey regnig⸗ nachdem der ngefüͤllet iſt ts bey 00 an ſich leicht n hier anzu⸗ ur das Fed, des befinder dennoch naß er den Gre⸗ an, ſo fin⸗ unkte ſeinen muf trocken er ganz ent⸗ en Abfange⸗ gra⸗ — 111— graben noch tiefer, gegen B zu, angelegt, weil ſich hier vielleicht einige durchgeſchlichene Quellen aͤuſſerten, ſo wuͤrde ſolches ganz unnuͤtz ſeyn, weil die waſſerdurchlaſſende ne ſich nichr bis dahin erſtreckt.— In Fäͤllen dieſer Art bricht das Waſſer, wenn man ihm an der niedrigſten Stelle ſeines Behaͤlters Luft ſchafft, die es vorher wenig oder gar nicht hatte, mit einer Erſtannen erregenden Gewalt in hohen Springbrunnen hervor. So wunderbar dieſes ſcheint, ſo natuͤrlich erklaͤrt es ſich dem, der von den Geſetzen der Hydroſtatik nur einige Kenntniß hat⸗ und von der Lage des Waſſerbehaͤlters ſich einen Begriff macht. Faͤlle dieſer Art haben ſich nicht ſelten bey Grabung von Brunnen eraͤugnet. So ließ Herr Darvin zu Derby einen Brunnen bis zu einer be⸗ traͤchtlichen Tiefe in thonigtem Boden graben. Endlich kam man auf Waſſer, und dieſes brach mit ſolcher Gewalt hervor, daß es nicht nur den Brunnen in kurzer Zeit anfuͤllete, ſondern in ſtarkem Strome uͤberfloß. Herr Darvin, welcher bald einſahe, daß der Waſſerbehaͤlter einen maͤchtigen Druck aus einer hoͤheren Gegend haben und ſehr reichhaltig ſeyn mufſe ließ eine Einfaſſung des Brunnens machen, die bis zu ſeinem oberen Stockwerke reichte, und hat ſich — 112— ſich dadurch die Annehmlichkeit, oben in ſeinem Hauſe friſches Quellwaſſer haben zu koͤnnen, verſchafft. Mittelſt der Zapfhahnen kann das Waſſer unten oder oben im Hauſe oder nach dem Hofe geleitet werden. Einen aͤhnlichen Fall hatte der Graf Spencer zu Wimbleton. Elkington iſt dieſer Fall oͤfters vorgekom⸗ men, und er hat ihn mehreremale ſehr ſinnreich benutzt. Er hat naͤmlich das Waſſer, welches er bey einer Entwaͤſſerung erhielt, bergan gefuͤhrt, und eine Muͤhle damit angelegt, die viel hoͤher als die Quelle liegt. So unglaublich dies man⸗ chem klingen mag, ſo gewiß iſt es, und jeder⸗ mann kann es bey Warwick ſehen. Doch wird nachſtehende Figur Fig. 10. H E—*— P⸗,— inen jede völlig der Verges hebt ſi Elkingken worals d ſtat eine alsgemane ganal nac fein derſt DHund wird leich bey M zu hhen mufte deſ Veriih ſondern leg utte dass a jener Ande IMm an, Sd. oben inſien den zu bonm, hnen kann de uſe oder mnh änlichen Fal mbleton. ers vorgekom⸗ ſehr ſinnreich aſſer, welches ergan geführt die viel hohe lich dies man⸗ 3, und jeder⸗ n. Doch wird einen jeden ſchon uͤberzeugen. voͤllig der vorſtehende Fall. Es iſt naͤmlich Am Abhange des Verges, wo der Quelle Luft geſchafft worden, hebt ſich wieder ein Huͤgel nach M hinauf. Elkington ließ die bey C gemachte Grube, woraus das Waſſer hervordrang, in der Ge⸗ ſtalt eines Schornſteins ausmauren, und einen ausgemauerten und mit Thon ſtark verwahrten Kanal nach G hinauffuͤhren, darauf den Schorn⸗ ſtein verſchließen. Wer den durch die Linien DH und E G angedeuteten Waſſerſtand erwaͤgt, wird leicht einſehen, daß die Kraft des Waſſers bey M zur Treibung der Muͤhle ooͤllig hinrei⸗ chen mußte. Elkington entwaͤſſerte alſo durch dieſe Verrichtung nicht nur den Grund bey B, ſondern legte eine Muͤhle bey M an, und be⸗ nutzte das Waſſer wieder zu einer Bewaͤſſerung auf jener Seite des Huͤgels. Zehnter Fall. Anderſon giebt einen andern Fall dieſer Art an, den folgende Figur zu Bdo. 1ſte Abtheil. H Fig. u — j—— 8 55 —— deutlich machen wird. Eine durchdringliche, mit Waſſer angefuͤllte Lage D E liegt auf vorſte⸗ hende Weiſe zwiſchen zwey Thonlagen B und C eingeſchloſſen. Nachdem man ſich durch den Erd⸗ bohrer von der Lage dieſes Waſſerbehaͤlters ver⸗ ſichert hatte, ſenkte man einen Schacht bey A, welcher gehoͤrig ausgeſetzt wurde, ein, bis man auf den Waſſerbehaͤlter kam. Sogleich ſtieg das Waſſer in dem Schacht, vermoͤge des von E herkommenden Drucks, herauf, und war wegen ſeines ſtarken Gefaͤlles wirkſam genug, eine Muͤhle am Abhange des Berges zu treiben. Es erhellet von ſelbſt, daß Grundwaͤſſer dieſer Art ſich oft meilenweit im Innern der Erde erſtrecken koͤnnen, und daſelbſt Kanaͤle bil⸗ 8 1 1 den, den, w Fanden einen ſe ihnen d ſalhſ, d und Bit lecht da in einet her, den heinen 3 len, wen lagen or andern maligen? Prvblem wiefern d R. Gründen es auch diſelbig dieſer F ſchwietig ten und nent Re en u dringliche, wi egt auf vorſte agen Bund durchden Erd⸗ rbehalters ber Schacht bey A, ein, bis mat gleich ſtieg ds ge des von I ind war vegen genug, iig ³ zu triitm z Gnnowiſer m J. Innern der f gmä bil⸗ den, — 115— den, wodurch ſie ſich zum Theil entleeren. Fanden dieſe Kanaͤle vorher ihren Ausweg an einem hoͤheren Waſſerpaſſe, als der iſt, den man ihnen durch die Kunſt giebt, ſo erhellet von ſelbſt, daß an jener Stelle Brunnen, Quellen und Baͤche verſiegen muͤſſen, und daß nun viel⸗ leicht das im Innern der Erde angehaͤufte Waſſer in einer ganz verſchiedenen Richtung, als vor⸗ her, dem Meere zugefuͤhrt werde. Es hat auch keinen Zweifel, daß nutzbare mineraliſche Quel⸗ len, wenn man die ganze Gegend und ihre Erd⸗ lagen ſorgfaͤltig ausſtudirte, abgefangen, in einem andern Territorium hervorgelockt, und ihrem? vör⸗ maligen Beſitzer entzogen werden koͤnnten. Ein Problem für die Lehrer des Naturrechts: in wiefern dieſes rechtmaͤßig ſey? Elfter Fatl. Man hat aber nicht nur das Waſſer e aus Gruͤnden uͤber Anhoͤhen hinuͤber geleitet, ſondern es auch in die Erde verſenket, wenn man ſich deſſelbigen nicht anders entledigen konnte. Und dieſer Fall iſt weder ſelten, noch die Ausfuͤhrung ſchwierig. Er tritt bey ſolchen Suͤmpfen, Mov⸗ ren und Seen ein, welche aus zuſammengelaufe⸗ nem Regenwaſſer entſtehen, das wegen einer tho⸗ H 2 nig⸗ —-— 416— nigten Unterlage nicht einziehen kann, und dem wegen der umgebenden hohen Gegend nicht wohl Abzug verſchafft werden kann. Unter der thonig⸗ ten, mehr oder minder dicken Oberflaͤche liegt haͤufig eine durchlaſſende dage von Geſtein, Sand oder Kies. Es kommt nur darauf an, dem Waſſer, in dieſe hinein, Abzug zu verſchaffen⸗ Dies geſchieht, indem man, wenn der zu entwaͤſſernde Grund ein Moor oder Moraſt iſt, an der uiedrigſten Stelle einen Graben zieht, ſolchen mit Steinen und Pfaͤhlen ausſetzt, und nun im Grunde durch die Thonlage hindurch, bis man auf eine durchlaſſende Erdart kommt, Schachte anlegt; oder, was in vielen Faͤllen ſchon genug geweſen iſt, nur eine hinreichende Menge von Bohrloͤchern macht. Dieſe Methode iſt eigentlich nicht nen, auch in Deutſchland an vielen Orten bekannt und gebraucht worden. Sie verdiente aber allerdings noch bekannter und haͤnſigeri in Anwendung gebracht zu werden, in⸗ dem in vielen Faͤllen dadurch ſehr großer Nutzen mit geringen Koſten erxeicht werden kann. Th o⸗ mas Nugent giebt in ſeinen Reiſen darch Deutſchland, welche 1281 uüberſetzt worden, im zweyten Theile, S. 75 der Ueberſetzung, eine ſehr gute Beſchreibung von dieſem Verfabren, wel⸗ helches e Feſchreib druck, d bchen vur geſe durch der ſon it Töhters lächer ſich Waſſers Ehe indeſen auch die ſende lage rict ieln welches d nur noch behde ge häufg d Die daß es darf*). kann, un den gend niht u lnter dert thonie berflaͤche lig Geſtein, 6 auf an, dem uverſchaffen, „wenn der zu der Moraſt iſ Graben zict ausſeßt, und lage hindurz. Erdart komm, vielen Fällen ne hinreichende Dieſe Metyode Deutſchland an aucht worden. bekannter und u werden, i⸗ großer Nahen n kant. TIhhe⸗ Leiſen durch Herfeft worden, berſetung, eine en berfabten, wel⸗ welches er in Deutſchland geſehen hatte. Dieſe Beſchreibung machte in England ſo viel Ein⸗ druck, daß manche dieſes Verfahren mit gluͤck⸗ lichem Erfolge nachahmten. Elkington hat nur gezeigt, daß Bohrloͤcher ſtatt der Schac hte durch den Thon hinreichend waͤren, und Ander⸗ ſon iſt uͤberzeugt, daß auch Seen mittelſt des Bohrers verſenkt werden koͤnnen, indem dieſe Locher ſich durch die Gewalt des niederſinkenden Waſſers immer mehr erweiterten. Ehe man zu dieſer Verrichtung ſchreitet, iſt indeſſen eine genaue Unterſuchung noͤthig, ob auch die unter dem Thone befindliche durchlaſ⸗ ſende Lage das Waſſer wirklich verſchlucke, oder nicht vielmehr ſchon uͤberfluͤſſiges Waſſer enthalte, welches durch die Bohrloͤcher und Schachte dann nur noch ſtaͤrker heraufkommen wuͤrde. Denn beyde Faͤlle ſind in der Natur vielleicht gleich haͤufig vorhanden. Die Sache ſcheint mir uͤbrigens ſo deutlich, daß es keiner Figur zu ihrer Erklaͤrung be⸗ darf*). El⸗ *⁴) Johnſtone, Tab. X- — 1186— dem Bergbau, beſonders den Steinkohlenwerken und Steinbruͤchen mehrere Dienſte geleiſtet. Wenn gleich der Bergbau auſſer unſerer Graͤnze liegt, ſo wollen wir doch einiger Faͤlle erwaͤh⸗ und Kohlenbruͤche von großem N ⸗ n iſe b groß utzen gewe b Zwoͤlfter Fall*). Fig. 12. *) Johnſtone, Tab. XIII. Elkington hat durch ſeine Kenntniß der Quellen, und der Kunſt, ſie abzufangen, auch nen, wo jene Lehre bey Bearbeitung der Stein⸗ —— Vorſ iines Be A doh äner bo hat oich nun che Negenwa in dieGr ſezang d licht an Etollen jiehet,” berſchaff und zuwe mͤglch; tider zu der dut lanaſi ſo, daß einen fe bon B auf die trocken „Kennviiß de zufangen, uih inkohlentzeden enſte geleiſe mnſerer Graͤngt Fäͤlle erwa⸗ ng der Stein⸗ Naen gewe⸗ Vorſtehende Figur ſtellet den Durchſchnitt eines Berges vor, in deſſen Mitte ein Felſen A von Kalk⸗ oder anderem Geſtein unter einer lockeren Oberflaͤche B C liegt. Man hat ſolchen bey D zu bearbeiten angefangen; nun aber ziehet ſich das auf B gefallene Regenwaſſer auf dem Geſteine von oben herab in die Grube hinein, und verhindert die Fort⸗ ſetzung der Arbeit. Man weiß ſich gewoͤhnlich nicht anders zu helfen, als daß man einen Stollen in der Richtung der getüͤpfelten Linie X ziehet, und dadurch dem Waſſer einen Ausweg verſchafft. Dies iſt mehrentheils ſehr ſchwierig, und zuweilen wegen des mangelnden Gefaͤlles un⸗ moͤglich; daher man, ſolche Bruͤche manchmal wieder zu verlaſſen, gezwungen wurde. Dies war der Fall bey einem Steinbruche bey Oemskirk in Lancaſhire. Elkington fand die Lage der Sache ſo, daß er durch einen bey E gezogenen, bis auf einen feſten Grund eindringenden Graben das von B herunterziehende Waſſer auffangen, und auf die Weiſe den Steinbruch bey D faſt trocken erhalten konnte. — 120— Dreyzehnter Fall 5). Fig. 13. Ein anderes Mahl ward eine bruchige, ſchie⸗ frigte zwiſchen Thonlagen B und C eingezwaͤngte Steinbank A bearbeitet. So wie man tiefer kam, ſammlete ſich das in den Spalten angehaͤufte Waſſer in der Grube D in großer Menge an. Man hatte die Grube verlaſſen muͤſſen. Da ſich aber am Fuße des Berges F, oder vielmehr da, wo die Steinbank zu Ende geht, Quellen aͤuſſer⸗ ten, die aber, weil ſie ſich in vielen Windungen durch das Thonlager durcharbeiten mußten, nur wenig Waſſer gaben, ſo zog man hier einen Graben, bohrte Loͤcher, die bis an den Fuß der Stein⸗ *) Johnſtone, Tab. XIV. Fig. 1 und 2. Sreinbar Quellen wie ſie das Va ward it da mau rung de berſenker gal dief d Her Kohlene Dampfn ſhoyſt ꝛm ſch zengen einboh und der richt m 19. ruchige, ſi⸗ eingezwaͤng⸗ je man tiefer enangehaͤufte r Menge an. ſſen. Da ſih wvielmehr da⸗ Wwellen ͤuſeet⸗ en Windungen mußten, nur an hier einen den Fuf der Etein⸗ — Steinbank reichten, hinein, und verſchaffte ſo den Quellen einen freyen und geraden Weg. So wie ſie ſtaͤrker zu fließen anfingen, verzog ſich das Waſſer in dem Steinbruche, und id alimäͤlig ward er voͤllig wocken. Vierzehnter Fall*). Endlich hat man auch ſolche Gruben auf die unter dem elften Falle beſchriebene Methode, da man naͤmlich das Waſſer mittelſt Durchboh⸗ rung der anhaltenden Lage in eine durchlaſſende verſenket, trocken gemacht. Ein merkwuͤrdiger Fall dieſer Art wird in Agricultural report of Hertfortfhire p. 67 erzaͤhlt:„In einem Kohlenwerke mußte das Waſſer mittelſt einer Dampfmaſchine auf dreyßig Klafter herausge⸗ ſchoͤpft werden. Der Eigenthuͤmer ließ einmal⸗ um ſich von der Staͤrke des Kohlenfloͤtzes zu uͤber⸗ zeugen, im Grunde deſſelben fuͤnf Klafter tief einbohren. Kaum hatte man dieſe Tiefe erreicht, und den Bohrer herausgezogen, ſo lief das Waſſer nicht mehr, wie bisher, nach der Maſchine zu, ſon⸗ — *) Johnſtone, Tab. XIV. Fig. 3. — 122— ſondern zog ſich dergeſtalt durch die gemachten Bohrloͤcher hinunter, daß die Maſchine anfangs nur unbetraͤchtlich Waſſer herauszubringen hatte, und am Ende ganz unnuͤtz wurde.“ Dieſer Zu⸗ fall beweiſet, daß man noch in einer betraͤchtlichen Tiefe durchdringliche Lagen finde, welche das Waſ⸗ ſer aus hoͤheren aufnehmen koͤnnen, wenn ſie in Verbindung gebracht werden, und daß ſich bey einer genauern Unterſuchung des Erdbodens noch Mittel und Wege finden laſſen, ſich des Waſſers auf eine leichte Weiſe zu entledigen, deſſen man ſonſt nicht anders, als durch koſtſpielige Maſchinen, maͤchtig werden konnte. Im erſten Theile dieſer Abhandlung iſt zwar die Anlegung der verdeckten Abzuͤge ausfuͤhrlich beſchrieben. Da ſie indeſſen, wenn ſie zur Ablei⸗ tung der Quellen gebraucht werden, eine ſorgfaͤl⸗ tigere Anlegung erfordern, und einige beſondere Vorſichtsregeln dabey zu bemerken ſind, ſo will ich dieſe hier noch vortragen. 1) Man kann naͤmlich den Abfangegraben ſowohl, wie den Ableitungsgraben, wenn ſie of⸗ fen im Wege ſeyn ſollten, und man ſie nicht zur 4 Be⸗ gewaͤſſern gebrauchen lier mitg Kanalsdd Die brabe Faß, un pder Sit unen im gjeleicht in der H ²) 2 den wan⸗ man nund gat, ſo ſi ad demẽ ien Kies. der den zroben, ſ und bohr ſelbſt hi Gruben feſteren obenein! Paſſerſa die genahten gſchine anſanz übringen hate, « Dieſer Ju betraͤchtlichen elche das Waf wenn ſie in daß ſich bey ndbodens noch hdes Waſſett digen, deſſen h koſtſpielige fe. lung iſ zwar eausfuͤhrlich ſie zur Ablei⸗ eine ſergfaͤ⸗ ige beſondere en ſind, ſ — * bfangegraben venn ſe of⸗ nſe nich zur Be⸗ Bewaͤſſerung eines ausgetrockneten Moores wieder gebrauchen will, bedeckt anlegen. Doch muͤſſen ſie hier mit Ziegeln oder Steinen in Form eines leeren Kanals oder einer Waſſerleitung ausgeſetzt werden. Die Graben muͤſſen nach ihrer Tiefe oben 3 bis 4 Fuß, unten 1 ⅞ bis 2 Fuß breit ſeyn. Wenn jeder Seitenſtein 6 bis 9 Zoll dick iſt, ſo bleiben unten im lichten 6 Zoll. Eben ſo viel, oder vielleicht o Zoll, kann man dem Zuge auch in der Hoͤhe heben. 2) Wenn der unterirdiſche Waſſerbehaͤlter, den man ausleeren will, ein Sandbette iſt, und man nun den daruͤber liegenden Thon durchſtochen hat, ſo findet ſich gewoͤhnlich zwiſchen dieſem und dem Sande eine Lage von Steinen oder gro⸗ den Kies. Hier legt man den Zug(das Siel) oder den eigentlichen Kanal beſſer auf dieſem groben, ſteinigten Kies, als im Sande ſelbſt an, und bohret von der Sohle ab in den Sand ſelbſt hinein, oder ſticht mit dem Spaten kleine Gruben aus; weil die Einfaſſungsſteine hier feſteren Grund haben. Man erſparet hierdurch obenein noch an Arbeit, und behaͤlt einen hoͤheren Waſſ erſtand zur Ableitung des Waſſers 3) 3) Wenn man in den Sand ſelbſt hin⸗ einkommt, ſo muß die Sohle mit feſtem Raſen ausgelegt werden, damit die Steine oder Ziegel nicht einſinken. Dicht mit Srteinen oder Ziegeln darf die Sohle aber nicht ausgeſetzt werden. 4) Im Sande ſind ſolche Kanaͤle am muͤh⸗ ſamſten zu zieben. Kier muͤſſen die Seiten waͤh⸗ rend der Arbeit mit Brettern ausgeſetzt werden, damit ſie nicht einſtuͤrzen, und der Sand zwiſchen die Steine falle. So wie man eine Stelle fertig hat, werden die Bretter weggezogen. 5) In ſolchen Faͤllen, wo Triebſand durch die Bohrloͤcher mit dem Waſſer herauftreibt, muß man den Kanal eine Weile offen laſſen, und ihn von dem Sande reinigen, bis ſich der Sand geſetzet hat, und nur reines Waſſer hervorkommt. 6) Wenn der Zug ſelbſt nicht in der Erde, ſondern in weichem, movrigem Boden angelegt werden muͤßte; ſo iſt es allemal rathſamer, den Graben offen zu laſſen. Wenigſtens darf er nicht mit Steinen ausgeſetzt werden, weil dieſe bald einſinfen wuͤrden. Kommt aber der Zug unterhalb des Moores in thonigtem Grunde zu liegen, ſo muß man den Graben durch die Moorlage hindurch mit Stei⸗ Stnen geſogenen feligr i beſeren tn, wie Kanal a0 ds Waſſ ben hine wegen de oſt rathſa de Eriin aub ebile nüthigen das Aoſch ³)9 ſehn, daß herbordre Steigen der Vohr kleine chen, und ſchlägt a örube, und jiehe Waſſerd nd ſelt bih t feſtem Rain ine oder ugl oder Ziegat twerden. aͤle am miß⸗ Seiten wih⸗ deſetzt werden, Sand zwiſchen te Stelle feti gen. ebſand durch herauftreibt ofeen laſſen, hen, bis ſic reines Waſſet in der Erde, den angeleg hſamer, den darf erniht el diſe bah zug merhalb ſliegen, pmuß b hindarch mit Stei⸗ Steinen ausfuͤllen, damit das Moor ſich des ein⸗ geſogenen Waſſers dadurch entledigen kounne. 888 7) Wenn der Waſſerbehäͤlter ſteinigt oder felſigt iſt, ſo muß man zwar in Ruͤckſicht des beſſeren Abzuges und Gefäͤlles oft eben ſo verfah⸗ ren, wie unter Nr. 2 angegeben worden; den Kanal naͤmlich ſo hoch als moͤglich legen, und das Waſſer nur durch Bohrloͤcher oder kleine Gru⸗ ben hineinziehen. Hat man aber nicht noͤrhig⸗ wegen des Abzuges bekuͤmmert zu ſeyn, ſo iſt es oft rathſamer, den Graben tief zu machen, und in die Steinbank ſelbſt hineinzuarbeiten, weil man aus ſelbiger gleich auf der Stelle die zum Ausſetzen noͤthigen Steine ausbrechen kann, und man alſo das Anfahren derſelben erſparet. 8) Sollte der Zufluß des Waſſers ſo nur ſeyn, daß es durch die Bohrloͤcher nicht genugſa hervordringen koͤnnte; oder ſollte eine Lage von Steinen oder feſtem Kies dazwiſchen liegen, welche der Bohrer nicht durchbrechen koͤnne: ſo muß man kleine Gruben in der Sohle des Grabens ausſte⸗ chen, und dieſe mit loſen Steinen ausfullen. Man ſchlaͤgt auch wol einen Pfahl in die Mitte der Grube, fuͤllet den Raum umher mit Steinen aus, und ziehet dann den Pfahl heraus, wodurch das Waſſer deſto freyere Oeffnung erhaͤlt. 9) — 126— 9) Es iſt nie rathſam, ſich eines alten Gra⸗ bens, den man etwa vorfindet, zu bedienen. Die⸗ ſer fuͤhrt gewoͤhnlich unreines Waſſer von der Ober⸗ flaͤhhe herbey, welches die Zapfloͤcher verſtopfen koͤnnte. Selbſt, wenn man mit dem neuen, zur Ableitung des Grundwaſſers beſtimmten Graben einen ſolchen alten Graben durchſchneiden muß, iſt es rathſam, dieſen entweder auszufuͤllen, oder ihn da, wo er ſich mit dem neuen vereinigt, mit Thon zu verwahren, damit kein Oberflaͤchen⸗ waſſer in den Kanal eindringen koͤnne. 1⁰) Wenn man den Abfange⸗ oder Ablei⸗ tungsgraben offen laſſen will, ſo legt man die her⸗ ausgegrabene Erde an die niedrigere oder abhaͤn⸗ gige Seite des Grabens, damit er, wenn er etwa ſehr voll wird, nicht uͤberfließe. Zum Beweiſe, daß die Operation richtig ange⸗ legt und vollfuͤhret worden ſey, muͤſſen nun nach und nach alle umliegenden Felder trocken werden, die Quellen verſiegen, und die vormaligen ober⸗ flaͤchlichen Abzugsgraben waſſerleer werden. Nur bey tiefen ſchwammigen Mooren bleiben dennoch Graben in der Oberflaͤche noͤthig, weil dieſer lockere Torf das Waſſer wie ein Schwamm einſaugt, und ohne Druck nicht wieder von ſich giebt. Die ei⸗ ägentüche begerſä djiſ wünſch. hunr dni Fſchrice Innzeege fadit hat 6 wit 3 nan ſch und diee leitn viſ d wihugſten deijenigen aufmertſer getagen; weige Re ſich na Es gehor dazu, jen den, und! Veobacht) ſch aber kann, wer di Anſtre nes alen on bedienen. T⸗ von der Ober. her verſtoyſa n neuen, zu niten Graben eiden muß, iſ nfüllen, oder ereinigt, mi Oberfaͤche koͤnne. oder Ablei⸗ nan die her⸗ oder abhaͤn⸗ enn er etwa richtig ange⸗ ſen nun nach cken werden, raliget obet⸗ verden. Nur eiben demmoch disſerlockere (nſeugt,und it, die i⸗ — 127— eigentliche Moorkultur gehoͤrt aber nicht zu den Gegenſtaͤnden dieſer Abhandlung.. Oft iſt die Wirkung ſtaͤrker geweſen, als man wuͤnſchte. Quellen, die man gern beybehalten haͤtte, verſiegten; Brunnen verloren ihr Waſſer; Fiſchteiche trockneten aus. Wenn man aber die ganze Gegend ausgekundſchaftet und die Erdlagen ſondirt hat, den Grund des Verfahrens kennt, und es mit Beurtheilung anzuwenden weiß, ſo wird man ſich auch in ſolchen Faͤllen leicht zu helfen und die erforderliche Menge Waſſers dobin 3s leiten wiſſen, wo man ſie braucht. Ich glaube, alles Weſentliche, ſammt den wichtigſten Kautelen, in moͤglichſter Kuͤrze und in derjenigen Ordnung, worin das Ganze dem aufmerkſamen Leſer deutlich werden kann, vor⸗ getragen zu haben. Es ſind aber nur allge⸗ meine Regeln; ſpecielle Vorſchriften laſſen ſich nur bey einem beſtimmten Locale geben. Es gehoͤrt immer eine reife Beurtheilungskraft dazu, jene allgemeinen Regeln richtig anzuwen⸗ den, und die verſchiedenen Faͤlle zu unterſcheiden. Beobachtung, Erfahrung und Uebung, die man ſich aber nur in bergigten Gegenden erwerben kann, werden ein gewiſſes Gefuͤhl geben, welches die Anſtrengung der Beurtheilungskraft erleich⸗ tert, — 1238— tert, und ſie faſt unmerklich macht. Kurz, es gehet hiermit, wie mit jeder Kunſt und Wiſſen⸗ ſchaft. Wer ſich durch Theorie und Uebung einen gewiſſen Sinn erworben hat, merkt kaum, daß er Theorie brauche und glaubt ſie vergeſſen zu haben. Wir haͤtten nun noch die dritte Urſache der Naͤſſe des Bodens zu betrachten; diejenige naͤm⸗ lich, welche von Ueberſtroͤmungen der Fluͤſſe und Durchſeihung des Waſſers bey einem mit dem Boden gleich hoch ſtehenden Waſſerſpiegel, welcher auch den Abfluß des Regenwaſſers nicht zulaͤßt, herruͤhret. Ich muͤßte mich aber hier in die ganze Lehre der Waſſer⸗ und Deichkunſt einlaſſen, welche von mir immer nur weit unvollkommener vorge⸗ tragen werden koͤnnte, als von Andern geſchehen iſt. Auch haben die Englaͤnder, meines Wiſſens, hierin keine vorzuͤgliche Methoden, die in den deutſchen Marſchgegenden unbekannt waͤren, und vielleicht keine Abwaͤſſerungen von der Wichtigkeit und Zweckmaͤßigkeit aufzuweiſen, wie die ſind, wodurch der große Koͤnig von Preußen mitten in ſeinen Staaten die wohlthaͤtigſten Eroberungen machte. Und daher uͤbergehe ich dieſe Materie ganz. Ueber 4 der Kennrrijd meiren left ſceftiche ſprohhn. de henn! dn uſſige richtungen berbachte lage rich „Stüͤcke in hill ihre richt emyf jlierten T Rnnoch gl Unter man terden kor M. ct. 4n 6 it und Aiſn⸗ und lltmg merkt kaun⸗ d ſe bergeſſe te Urſache der diejenige naͤn⸗ der Fluſſe und nem mit dem viegel, welcher nicht zulaͤgt rin die ganze laſſen, welche mener vorge⸗ geſchehen iſ⸗ ziſſens, hierin den deutſchen und viellich chtigkeit und ſind, wodurch ten in ſeinen mgen machte i ging Leber Ueber die landwirthſchaftliche Bauart der Englaͤnder. In der Vorrede zu meiner Einleitung zur Kenntniß der engliſchen Landwirthſchaft hatte ich meinen Leſern auch etwas uͤber die landwirth⸗ ſchaftliche Bauart der Englaͤnder zu ſagen ver⸗ ſprochen. Die Grundſaͤtze, welche die Englaͤn⸗ der hierin befolgen, unterſcheiden ſich ſehr von den unſrigen. Wenn ſie bey allen uͤbrigen Ein⸗ richtungen das Princip der Sparſamkeit nicht zu beobachten ſcheinen, oder vielmehr die erſte Aus⸗ lage nicht ſcheuen: ſo thun ſie es doch in dieſem „Stuͤcke im Allgemeinen mehr, als wir. Ich will ihre Grundſaͤtze im Ganzen und unbedingt nicht empfehlen. Fuͤr unſere großen und com⸗ plicirten Wirthſchaften paſſen ſie nicht. Aber dennoch glaube ich, daß die Kenntniß derſelben unter manchen Verhaͤltniſſen uns ſehr nuͤtzlich werden koͤnne. Da man immer mehr einſieht⸗ an Bds. rſte Abtheil. J daß daß Guͤter von großem Umfange ſich aus einem Punkte nicht aufs vortheilhafteſte bewirthſchaften laſſen, und man ſie daher unter mehrere Vor⸗ werke vertheilt; da man ferner große Guͤter häu⸗ ſig in Parceln zerlegt, ſolche auf Zeit⸗ oder Erbpacht ausgiebt, und ſich hierin gewiſſermaßen der engliſchen Einrichtung naͤhert: ſo fallen die Koſten unſerer Bauart oft zu ſchwer. Und mich duͤnkt, daß man in manchen Faͤllen dieſer Art von den betraͤchtlich erſparenden Einrichtun⸗ gen der Englaͤnder, wenigſtens in einem oder dem andern Stuͤcke, nuͤtzlichen Gebrauch machen koͤnnte. Ich hatte daher ſchon einen Entwurf zur Behandlung dieſer Materie gemacht, als mein verehrungswerther Freund, Herr Obercommiſſaͤr und Oberamtmann Weſtfeld, mir die nach⸗ folgende Abhandlung hieruͤber zuſchickte, und ſolche ganz meiner Dispoſition uͤberließ. Ich fand mich auſſer Stande, etwas uͤber dieſe Sache zu ſagen, was gruͤndlicher, deutlicher und treffender ſeyn koͤnnte. Daher entſchloß ich mich ſofort, der erhaltenen Erlaubniß gemaͤß, dieſe Arbeit, ſtatt der meinigen, meinen Leſern mitzutheilen,— ſelbſt wenn die Fortſetzung meiner Schriften uͤber engli⸗ ſche Landwirthſchaft dieſelbe Einrichtung, wie in jenem Buche, behalten haͤtte. Der Det de Beba hofe, ſ die er he reiſte,b aleerdinge naßmen, neleren W dürfniſſen Farwers tungen, Zweckmiß Niinlihke Es ſind m gffahtt wo ſowohhm als in d Valen m lich ſehn, werde da barſten handlung ſer vortr unterbree ſondern lung ſelb weiſang a nhe ſih azine ſte bewittſhein ter mehrere der große Güter zi auf Zeit⸗ o i gewiſſermaßt tt: ſo fallen d uſchwer. Um hen Fäͤllen diee aden Einrichtn⸗ in einem ohe hebrauch mache Entwurf zu cht, als mei Obercommiſte mir die nach zuſchickte, un erließ. Ich fid dieſe Gadhe er und teeſender ˖mich oſor der ieſe Aiheit ſint theibn— fehſ ritn ite aul ricung, win De Der verdienſtvolle Herr Verfaſſer beſchreibt die Bebauung und Einrichtung der Wirthſchafts⸗ hoͤfe, ſo wie er ſie in den Provinzen Englands, die er hauptſaͤchlich in oͤlonomiſcher Hinſicht be⸗ reiſete, beobachtet hatte. Dieſe Einrichtung iſt allerdings die nationale. Es giebt aber Aus⸗ nahmen, und beſonders hat man ſich bey den neueren Bauten mehr nach den geſtiegenen Be⸗ duͤrfniſſen und dem verfeinerten Geſchmacke vieler Farmers bequemt. Man hat manche Einrich⸗ tungen, nicht blos in Ruͤckſicht auf Ordnung und Zweckmaͤßigkeit, ſondern auch auf Gemaͤchlichkeit, Reinlichkeit und ſogar auf Eleganz, verbeſſert. Es ſind manche Ideen angegeben, manche aus⸗ gefuͤhrt worden, die der Board of Agriculture, ſowohl im erſten Bande der Communications als in den Surveys, bekannt gemacht hat. Vielen meiner deſer wird es angenehm und nuͤtz⸗ lich ſeyn, auch dieſe kennen zu lernen, und ich werde daher diejenigen, welche mir am brauch⸗ barſten ſcheinen, in Anmerkungen zu dieſer Ab⸗ handlung mittheilen. Um aber den Context die⸗ ſer vortrefflichen Abhandlung im Leſen nicht zu unterbrechen, werde ich ſie nicht darunter ſeten, ſondern hinten nachfolgen laſſen, und der Abhand⸗ lung ſelbſt nichts weiter hinzufuͤgen, als die Hin⸗ weiſung auf etliche Kupfer. J 2 Ueber — 132— 186 Ueber e e 1. eſt die Grundſaͤtze der Englaͤnder bey der V f Bebauung ihrer Landguͤter, mit Ruͤckſiht 6 auf die Anwendung derſelben im Fuͤrſten⸗ thume Kalenberg im Allgemeinen. ni gen le Vom V Herrn Obertommiſſaͤr C. F. G. Weſtfeld. Umt lher ale n den en Gul J...—. I zorte Dee Landguter werden in England ſo wenig, als me in einem andern großen Lande, alle nach einer⸗ 1 d ley Grundſaͤtzen bebauet; ſondern es machen nne Klima, Boden, Wirthſchaftsart, Herkommen und 4* tauſend andere Nebenumſtaͤnde dabey eine beynahe radig unuͤberſehbare Verſchiedenheit. Auf funfzig, ja wohl auf hundert engliſche Meilen um London her bauet man aber doch meiſtens uͤberein. Da nun dieſer Theil des Landes derjenige iſt, den man 4 9 insgemein im Sinne hat, wenn man von V ku) England ſpricht: ſo will ich mich hier auch u hauptſaͤchlich darauf einſchraͤnken. 5 ge Die der bey d mit Rüͤcſt im Fuͤrſten meinen. z. Peſtfeld. ſo wenig, al enach einer en es machen erkommen und ey eine beynahe luf funßig, jt um londonher rein. Da nun iſt, den man venn man von nich hier auch 1 Die — 133— Die Gebaͤude eines Landguts dienen entweder zum Aufenthalte fuͤr Menſchen und Vieh, oder zur Aufbewahrung der Geraͤthe, Produkte und Beduͤrfniſſe, oder zur Wirthſchaftsfuͤhrung;; und dabey müſſen die Hoͤfe mit in Betrachtung gezo⸗ gen werden, weil man ſie mit zu mancher⸗ ley aͤhnlichen Beſammuugen gebraucht. Um mich nnn deſto beſtimmter und deutlicher ber alles erklaͤren zu koͤnnen, will ich hier zuerſt von den Wohnungen der Landwirthe, darauf von den Stallungen, ſodann von den Aufbewah⸗ rungsoͤrtern der landwirthſchaftlichen Geraͤ he und Sachen, den Scheuren, den Kornhaͤufern und Vorrathskammern; hiernächſt von den Vor⸗ richtungen zu Fuͤhrung der irthſchaft, und endlich von den Hoͤfen handeln. I. A. Von den Wohnungen der Landwir the. 1) Es iſt in England ein beynahe allgemei⸗ ner Grundſatz, das Herrnhaus von dem Hauſe des eigentlichen Landwirths, der; Verwalter oder auch — 134— auch Paͤchter ſeyn kann,— den ich aber hier um der Kuͤrze willen immer Paͤchter nennen will,— gaͤnzlich zu trennen, und dieſes mit den uͤbrigen dazu gehoͤrigen Wirthſchaftsgebaͤuden fuͤr ſich allein aufzufuͤhren. Allem Anſcheine nach liegt die erſte Veranlaſſung dazu darin, daß die Her⸗ ren ihre Guͤter auch ſonſt ſchon nur ſelten ſelbſt bewirthſchaftet haben, ſondern daß ſie ſie durch beſondere Verwalter oder Paͤchter haben bewirth⸗ ſchaften laſſen. Dabey verſchaffte nun freylich die Trennung der beyderley Gebaͤude nicht allein große Vortheile, ſondern ſie war auch, zumal wenn die Guͤter verpachtet waren, oft unumgaͤng⸗ lich nothwendig. Das Haus des Paͤchters konnte nun viel kleiner und eingeſchraͤnkter eingerichtet werden, als wenn man fuͤr den Herrn ſelbſt die erforderlichen Gelegenheiten darin haͤtte mit an⸗ bringen muͤſſen; der Herr konnte dagegen aber ſeinem Hauſe ganz die Einrichtung geben, die die Lage ſeiner Umſtaͤnde erforderte. 2) Die Landguͤter in England*), und beſon⸗ ders in dem Theile des Landes, worauf ich mich hier eingeſchraͤnkt habe, ſind in der Regel alle klein. lin. S Einſchbaſ gehde ſt Pachter! auch nict riſſe miß richet we Elrerit d. Da genſche litung Piriſch die ſih Beh dieſe Beiten wo tich kaunt wiſen, Rt ts hänes vwinthſcha gen konn vom Anſ ſißungen Hanshal pachten. ich aber der um nennen wl, mit den lbrie anden fit ſi heine nach len daß die Her nur ſelten ſelbe aß ſie ſie dur haben bewirt te nun frehlit zude nicht allen r auch, zuma oft unumgaͤng achters konn er eingerichte deerrn ſelbſt di haͤtte mit ar⸗ dagegen aber gg geben, de e. 8), und bepbr⸗ vorauf ich nic der Regel ale klein. — — 135— klein. Eins von Z0o engliſchen Aeckern, mit Einſchluſſe der Wieſen und privativen Viehweiden, gehoͤrt ſchon unter die groͤßern. Der Etat der Paͤchter von dergleichen kleinen Guͤtern kann nun auch nicht groß ſeyn; und nach dieſem Verhaͤlt⸗ niſſe muß natuͤrlicher Weiſe die Wohnung einge⸗ richtet werden. Die Urſache dieſer Kleinheit der Guͤter iſt tief in der engliſchen Verfaſſung gegruͤn⸗ det. Das in Deutſchland aus der vorigen Leib⸗ eigenſchaft herruͤhrende Syſtem der Naturaldienſt⸗ leiſtung fand in England nie Statt; ſondern die Wirthſchaft konnte nur mit Leuten und Geſpannen, die ſich der Herr ſelbſt hielt, gefuͤhrt werden. Bey dieſer Einrichtung waͤre es aber in aͤltern Zeiten, worin man viele unſerer jetzigen Vortheile nicht kannte, nicht nur ungemein beſchwerlich ge⸗ weſen, große Guͤter zu bewirthſchaften; ſondern es haͤtte auch wegen des Mangels an Handel mit wirthſchaftlichen Produkten keinen Vortheil brin⸗ gen koͤnnen. Die Herren ſahen ſich alſo gleich vom Anfange her genoͤthigt, ſo wie ſich ihre Be⸗ ſitungen vergroͤßerten, von dem Zuwachſe kleine Haushaltungen anzulegen, und dieſe zu ver⸗ pachten. 3) Die Paͤchter mach en in England eigentlich nur den Bauern⸗(Farmer⸗, Meyer⸗) Stand aus. Die — 136— Die meiſten haben keine groͤßere Guͤter unter ſich, als unſere Meyer; und auch die, welche groͤßere Guͤter haben⸗ rechnen ſich deswegen doch zu keiner hoͤheren Klaſſe, ſo wie es der Fall in unſerm fuͤr die taufendfaͤltige Unterſcheidung der Staͤnde ſo ſehr empfindlichen Deutſchlande iſt. Auch dieſe groͤßeren Paͤchter ſchraͤnken daher ihre Beduͤrfniſſe, in Abſicht auf die Wohnung, nach der allgemeinen Weiſe ihres Standes ein. Die Wohnungen der engliſchen Paͤchter ſind folglich nichts anders, als unſere Bauernhaͤuſer, und beduͤrfen alſo auch einer großeren, beſſeren und koſtbareren Ein⸗ richtung*). 4) In den Haͤuſern der engliſchen Paͤchter macht die Kuͤche(Kitchen) noch immer den ein⸗ zigen allgemeinen Verſammlungsort der ganzen Hausgenoſſenſchaft, naͤmlich des Wirths, ſeiner Frau, der Kinder und des Geſindes. In jedem Hauſe iſt dazu zwar noch ein beſonderes Zimmer mit einem Kamine(parlour); aber dieſes wird nie bewohnt, ſondern nur bey beſonderen Gele⸗ genheiten, als etwa fuͤr Fremde u. ſ. w. gebraucht. Hierin kommt nun zwar die Einrichtung der engli⸗ noliſce niederſ ſern ibe z eben ſi bet erhalte dewen, als Bau nen iſ Gäter mer ſh welche gißer en doch zuer lin unſerm fu der Staͤnde . Auch dieſ re Bedürfniſe der algemeinen Lohnungen der ͤtz anders, al rfen alſo auc ſbareren En⸗ iſchen Paͤchter nmer den ein⸗ rt der ganzen Dirths, ſeiner 1s. In jedem deres Zimner ger dieſes wid fonderen Hel⸗ „w. gebrauht inrichtung der engli — engliſchen laͤndlichen Haͤuſer mit der in unſern niederſaͤchſiſchen und weſtphaͤliſchen Bauernhaͤu⸗ ſern uͤberein, worin der Platz um den Feuerheerd zu eben dieſen Zwecken dient; in England hat ſie ſich aber bey dieſer ganzen Klaſſe von Einwohnern erhalten, anſtatt daß ſie in Deutſchland bey allen denen, die ſich aus irgend einem Grunde mehr als Bauern zu ſeyn dunten. gäͤntlich abgekome men iſt*). 12t „„. 2 1 1 4 1 8 , 14 ¹ 8⁹ 1 4* D Die Grände, wodurch ſi 5 dieſe der Natur der Sachen ſo gemaͤße Einrichtung in England erhalten hat, und vermuthlich noch lange erhalten wird, ſcheinen mir folgende zu ſeyn: a) weil die Laaleute⸗ wie gedacht, kein ſe artes Gefuͤhl des Unterſchieds der Staͤnde haben, daß der Hauswirth ſeinen Knecht nicht fuͤr ganz ſei⸗ nes Gleichen halten ſollte. Herrn Duketts Soͤhne waren bey meiner Anweſenheit in Eng⸗ land ſeine Knechte, und arbeiteten mit dem Kbrigen Geſinde ohne Unterſchied, obgleich Hr. Dukett eine Pachtung zu 500 Pf. Sterl., oder zu 3090 Thlr. nach hieſigem Gelde hat. —) — 238— b) weil auch unter den geringſten Menſchen mehr Reinlichkeit und Nettigleit im Anzuge herrſcht, und deswegen der Abſtand des einen von dem andern im Aeufſemn weuiger bemerklich iſt. c) weil die Art der Fenerung einen o freyen Ort, wie die Kuͤche iſt, zur Erwaͤrmung viel annehm⸗ licher macht, als die meiſtens engen und einge⸗ ſchloſſenen Stuben ſind. 23 d) weil es einmal Landesart iſt, die Kuͤchen ſehr vin reiolic und gat zu halten, und die Weiſe, wie die Speiſen zubereitet werden, die Verſamm⸗ lung um das Kochkamin ben nicht binderiz 3z und 9 weil die algemteine Vermnelungt in:der Küche die Geſellſchaftli ykeit befoͤrdert, und viel Unter⸗ kaltung Lerſchuſſ t.. 5 In den Häuſern der engliſchen Paͤchter iſt weniger Gelaß noͤthig, weil auf die Guͤter weniger Menſchen gehalten! werden, alsi in Danſſch⸗ land. Denn a) ſind dieſe Guͤter alle dn der Regel kleiner; b) die meiſten Arbeiten, worauf wir beſtaͤndig Ge⸗ ſinde halten, werden in England durch Tage⸗ loͤh⸗ 6). hat me Iodür en Menſei loͤhner beſtritten. So beſtreitet man zum Ynjag ben Beyſpiele ſelbſt einen großen Theil der Syann⸗ einen von m arbeit mit Tageloͤhnern, weil man die Pferde, emerklich iſ wwenn ſie nicht arbeiten, ihren Unterhalt ohne 1244:23 aalle beſondere Wartung auf der Weide⸗ und an en ſofrehen On dem Viehhofe ſuchen laßt. hslR34 ta. ag iel annehm⸗ ngen und einge⸗ 89 Zu vielen Behufen braucht man auc uberdies nach der engliſchen Wirthſchaftsart ſo viele Menſchen nicht, als nach der deuſchen als die Küͤchen ſijt zum Beyſpie e: die Weiß, ni Da nicht nur die Kmpe, ſondern auch äbe die Verſamm⸗ die meiſten Gemeinheiten, ſo befriedigt ſind, ht hindertz und daß das Vieh keinen Schaden thun kann: ſo laͤßt man dieſes meiſtens hute los geten; nginder Kitt und bedarf folglich nur weniger Hirten. und viel Unte Alle diejeuigen Leute, die mit den gewöͤhnlich⸗ ſten Bedurfniſſen, als Brodt, Flei ſch, Bier und dergleichen handeln, daea ſolche ihren lichen hlitn ¼ gewiſſen Kunden taͤglich zu beſthnwareneiten auf die bitr zuzuſchicken; es ſind folglich zur Einholung als in deuſt 3 dieſer Bedürfmiſſe in der Regel keine Boten erf rderlic. gel kleiet; 6) In den landlichen Wohnha uf ern in En gland Bhile⸗ hat man weniger Gelaß zu den Produkten und rbefäindig e⸗ Rodſrf enethi„la ir zug— Beduͤrfniſſen noͤthig, als in unſeren. d durh Tage⸗ 2““ Korn⸗ loj⸗ — 140— Kornboͤden hat man theils gar nicht, theils hat man ſie nicht in den Wohnhaͤuſern. Gar nicht braucht man ſie, weil man faſt uͤberall ge⸗ wohnt iſt, das Korn in kleinen Fiemen ſo lange uun Stroh liegen zu laſſen, bis man es verkaufen oder verbrauchen will, und es dann dreſchen muß. In den Wohnhaͤuſern hat man ſie aber nie, weil rnan das Korn lieber in eigenen kleinen luftigen hoͤlzernen Vorrathshaͤuſern(granaries) aufbe⸗ wahrt. Viele andere Produkte, deren Aufbewah⸗ rung noͤthig waͤre, werden bey einem Landgute nie gewonnen. Denn es iſt in England allgemei⸗ ner Grundſatz, eine jede Wirthſchaft ſo ſehr, als möglich, zu vereinfachen. Ein deutſcher Landwirth will alles ſelbſt gewinnen, und gewinnt daher faſt alles ſchlecht. Der engliſche Landwirth giebt ſich nur mit wenigem ab, ſtrebt dabey aber nach einer deſto groͤßeren Vollkommenheit. Eben ſo verfolgt man auch in Abſicht auf die haͤuslichen Beduͤrfniſſe ganz andere Grundſaͤtz, als wir. Wir ſuchen dieſe Beduͤrfniſſe alle ſelber zu bereiten, oder doch in großen Vorraͤthen zu haben. Die Englaͤnder kaufen ſie aber lieber ſo, wie ſie ſie fur den gegenwaͤrtigen Augenblick brau⸗ chen. Auſſer dem großen gemeinnuͤtzigen Zwecke, den Handel und den Umlauf des Geldes dadurch W zu u beforde thel, de wir in un etſpern! auch iich vir haben genſami tichen 1 ). läßt ſch de Voht gunß auſ unßer ni anders. Weer darübet mehrerer Landbau die Wert vor mir designs Londo. Pains) gar nich gil nhäͤuſem. Er faßt uͤberil Hiemen ſo lan in es verkaufen dreſchen muß. aber nie, weil kleinen luſtigen aaries) aufbe⸗ eren Aufbewa⸗ inem landgut gland allgemei⸗ ft ſo ſehr, als her landwirth nnt daher faſt wirth giebt ſich ey aber nach eit, Abſicht auf di le Grundſite niſſe alle ſeber Porrithen zu aber lilher ſo ugenllikbrau⸗ ntivenweck⸗ Sehds dedurc u — 141— zu befoͤrdern, haben ſie davon nun auch den Vor⸗ theil, daß ſie alle die vielen Gelegenheiten, die wir in unſeren Haͤuſern dazu anbringen muͤſſen, erſparen koͤnnen. Ueberdies verdirbt ihnen nun auch nichts; ſie koͤnnen der vielen Geräthe, die wir haben muͤſſen, entbehren, und ſich mit ihrer Konſumtion ſicherer nach ihren Umſtaͤnden richten*). 2) Aus dem, was ich bisher geſagt habe, laͤßt ſich nun ſchon zum voraus begreifen, daß die Wohnhaͤuſer der engliſchen Landwirthe nicht groß zu ſeyn brauchen. Und wenn man im Lande umher reiſet, findet man ſie auch wirklich nicht anders. Aber anſtatt meine eigenen Beobachtungen daruͤber anzufuͤhren, will ich mich desfalls zu deſto mehrerer Verſicherung auf Plane der engliſchen Landbaumeiſter berufen. Ich habe gegenwaͤrtig die Werke von zweyen, die ſehr geſchaͤtzt werden⸗ vor mir liegen. Das erſte iſt Dan. Garret's designs and estimates of farmhouses, London, 1759;3 und das zweyte iſt Will. Pain's practical builder, London, 1789- In 2— *) a. — 142— In jenem iſt das groͤßte Paͤchterhaus zu 48 Fuß Laͤnge und 31 Fuß Tiefe angegeben, und darin unten auf weiter nichts, als auf eine Kuͤche, ein Zimmer(parlour), eine Milchkammer⸗ eine Hinterkuͤche, und oben auf einige niedrige Kam⸗ mern gerechnet. In dieſem, naͤmlich dem Painſchen Werke, geht der Plan zum kleinſten Hauſe auf 38 Fuß Laͤnge, 28 Fuß Tiefe; und darin ſind an Gelegenheiten beſtimmt: unten eine Kuͤche, ein Zimmer, eine Milchkammer, eine Speiſe⸗ kammer, ein Brau⸗ und Waſchhaus; oben einige niedrige Kammern. In dem Plane zum groͤßten Paͤchterhauſe ſind 43 Fuß zur Laͤnge, 36 Fuß zur Tiefe angenommen; und unten iſt darin ge⸗ rechnet auf eine Kuͤche und dren Gelegenheiten mit Kaminen, oben aber nur auf Kammern; in zwey Angebaͤuden, jedes von 31 Fuß Laͤnge und 15 Fuß Tiefe, ſind aber angebracht: eine Milchkam⸗ mer, eine Kammer zum Scheuren und Reinigen der Gefaͤße, ein Brauhaus und ein Waſchhaus. 8) Dieſe, mit dem Bedarf uͤbereinſtimmende Kleinheit der laͤndlichen Wohnhaͤuſer in England wird nun uͤberdies noch durch die Art, wie man die die Baue beſdrden Erſi Geſömae man ſch an die m dr inüe Kagſtich graßerm ſid dbe des Naul zwiſcend berrgt; daagt, I Saarke keit. U keichten zu laſſe darfe od man alſ Näct tehm n anxxgebe r n gauf eine Kühe lchkammer, in en iedrige Kam⸗ i Painſchen inſten Hauſe auf und darin ſid ten eine Küche „eine Speiſe s; oben einige ne zum großten unge, 36 Fuß en iſt darin ge⸗ elegenheiten mit mern; in zve daͤnge und 15 eine Milchkam⸗ n und Reirigen in Waſchhaus vereigfinmende ſer i Euxland e At wie mat die die Baue in Abſicht auf das Techniſche ausfuͤhrt, befoͤrdert und u geniein beguͤnſtigt. Erſtlich naͤmlich ſcheint man dem gothiſchen Geſchmacke in ſo fern noch immer zu folgen, daß man ſich an eine ſolche Groͤße und Regnlaritaͤt, an die man ſich in Deusſchland ſeit der Einfuͤhrung der italieniſchen Bankunſt gewoͤhnt hat, faſt nie aͤngſtlich bindet, ſondern die Gelegenheiten nicht groͤßer macht, als es der Zweck, wozu ſie beſtimmt ſind, eben erfordert; daß man ſich zur Erſparling des Raums mit Windeltreppen behilft; daß man zwiſchendurch auch dunkele und enge Vorplaͤtze vertraͤgt; und kurz, daß man kleiner und enger bauet, als in Deurſchland. Zweytens ſieht man auch nicht ſo ſehr auf Staͤrke und Jahrhunderten trotzende Dauerhaftig⸗ keit. Um ſich den gegenwaͤrtigen Aufwand zu er⸗ leichtern, und den Nachkommen auch die Freude zu laſſen, ihre Gebaͤude nach ihrem eigenen Be⸗ darfe oder nach ihrer Phantaſie einzurichten, bauet man alſo in den Gruͤnden und im Holze ſchwach*). Und und man kann das auch deſto ſicherer thun, da man die Daͤcher, wegen der groͤßeren Milde des Klima's und der vorzuͦglicheren Guͤte der Ma⸗ terialien, ungemein flach, und folglich leicht machen darf⸗ 8. Von den Viehſtaͤlten, und zwar AAà. von den Ställen fuͤrs vierfuͤßige Vieh. Unter dem vierfuͤßigen Vieh verſtehe ich hier zur Pferde, Hornvieh, Schafe und Schweine. a) Von den Staͤllen fuͤr Pferde. Die Pferde, die zum Ackerbau gebraucht wer⸗ den, laͤßt man in Englaͤnd in der Regel den ganzen Sommer hindurch ſich allein von der Weide naͤhren; im Winter laͤßt man ſie zwar auch frey herumgehen, und ſich ſowohl auf als auſſer dem Viehhofe ihren Bedarf zuſammen⸗ ſuchen; wenn ſie aber auf dieſe Weiſe nicht genug finden: ſo fuͤttert man ihnen doch das Noͤthige zu. Die Zufuͤtterung beſteht in der Regel aber mehr in Heu, als reinem Hafer; wiſchendurch wird jedoch auch Hafer mit Haͤckerling oder mit Kaff gegeben. Die yͤ— die y dn weiſ Stall; au richtung de Scheuerin entis der plche fürd urdrric lber für ges beſi bende. E gemein dur venn ſi au durchdas zu hofe aasgeſ möge. H in der M rer bede (cribbd), gelegt wit fach Bel Viehhöfe gehen, un Wege und Coll es n verden, ſo au Td. ſcherer hn, d heren Midede Gire der Ne folglich lich n, und zwar füige Vieh. erſtehe ich hie nd Schweite. ferde. gebrauchtwer⸗ er Regel den llein von der man ſie zwar wohl auf al rf zuſammeu⸗ Weiſe nich nen doch das zeſteht in de eeinen Hfer; ) Hhſn mi en. de Die Pferde kommen daher im Sommer bey den meiſten Haushaltungen gar nicht in den Stall; auf den Winter iſt aber folgende Ein⸗ richtung fuͤr ſie gewoͤhnlich: Die Wirthſchaftshoͤe werden durch die Scheuer in zwey Theile getheilt, wovon der eine jenſeits der Scheuer einzig und allein zum Stand⸗ platze fuͤr die Korn⸗ und Heuſiemen dient(Stake- yard, rickyard); der zweyte dieſſeits der Scheuer aber fuͤr das Vieh und zu Sammlung des Duͤn⸗ gers beſtimmt iſt. Die Scheuer oͤffnet ſich in beyde. Beym Dreſchen werden die Fruͤchte ins⸗ gemein durch das eine Thor hineingebracht; und wenn ſie ausgedroſchen ſind, ſo wird das Stroh durch das zweyte insgemein gleich auf dem Vieh⸗ hofe ausgeſtreuet, damit es das Vieh ausfreſſen moͤge. Hiernaͤchſt findet ſich auf jedem Hofe in der Mitte oder an den Seiten eine oder meh⸗ rere bedeckte oder auch unbedeckte ſtarke Hilten (cribbs), worein Heu und dergleichen Futter gelegt wird. An dieſe Hilten geht das Vieh nach Belieben, um davon zu freſſen. Die Viehhoͤfe bleiben offen, damit es auch hinaus⸗ gehen, und die offen gelaſſenen Kaͤmpe, die Wege und die Gemeinheiten abſuchen kann. Soll es nun noch mit kurzem Futter zugefuͤttert werden, ſo bringt man dazu Krippen(mangers), au Bds. 1ſte Ahtheil. K ent⸗ — 146— entweder in Staͤllen, welche insgemein mit in das Scheurengebaͤude gelegt werden, oder auch nur in bedeckten, irgendwo an die Befriedigung des Hofs gelegten Schauren, an. Selbſt die Staͤlle(byres or stables) werden aber nicht mit Abſcheerungen oder Pferdeſtaͤnden verſehen, ſondern es kommt nur eine Krippe und allen⸗ falls eine Hilte hinein, damit die Pferde los darin herumgehen, und nach Belieben freſſen koͤnnen. Auch werden die Waͤnde nie feſt zuge⸗ macht, ſondern nur mit Dielen leicht verſchla⸗ gen; und die Thuͤren bleiben insgemein beſtaͤn⸗ dig offen*). Bey dieſer Einrichtung liegen zwei Grund⸗ ſaͤtze unter; erſtlich naͤmlich der: daß das Vieh beſtändig den Genuß der ſreyen Luft behalte; und zweytens der: daß es immer frey muͤſſe herumgehen koͤnnen. Fuͤr dieſe beyden Grund⸗ ſaͤtze ſind die engliſchen Landwirthe ſo ſehr ein⸗ genommen, daß ſie glauben, ein Pferd koͤnne auch bey dem beſten Futter nicht geſund und wohlbehalten bleiben, wenn man ſie vernachlaͤſ⸗ ſige; und umgekehrt ſey dabey auch ſchon das ſchlech⸗ ſhlechre zatem die alle gu vitklih betden dcß ihner großere dabey; rechnen, ſteht, d Seeluftin anhalte, wänder ve In & land ein ſeyn, d und frey det man ſondersi ration w geng, t nen iſt m de Wäld insgemen niin verden, ode dch die Befriedig an. Selbſt d erden aber nit ſͤnden verſehen rippe und alle tdie Pferde d Velieben freſt inde nie feſt zur n leicht verſhle sgemein beſt⸗ en zwei Grun daß das We in Luft behalt amer frey miſ behen n rthe ſo ſehr il ein Pſerd im icht geſend Rd an ſie vemaih y auch ſhon d ſte — — 247— ſchlechteſte Futter hinlaͤnglich, es geſund u undi in gutem Stande zu Eralten. Die engliſchan ergferde ſ ſind in der Renel alle groß, ſtark, und, ungeachtet ſie im Winter wirklich ſchlechter als in Deutſchland gehalten werden, doch wohlgenaͤhrt; der Erfolg zeigt alſo, daß ihnen dieſe Einrichtung zutraͤglich iſt. Die groͤßere Milde des Klima's thut freylich etwas dabey; aber alles kann man doch darauf nicht rechnen, indem ſie hauptſaͤchlich nur darin be⸗ ſteht, daß Froſt und Schnee, von der waͤrmeren Seeluft immer bald wieder erweicht, nie lange anhalten, die Witterung aber uͤbrigens nicht minder rauh iſt, als bey uns. In aͤltern Zeiten ſcheint es auch in Deutſch⸗ land eine herrſchende Gewohnheit geweſen zu ſeyn, die Pferde im Winter gleichfalls weiden und frey herumgehen zu laſſen; wenigſtens fin⸗ det man in Niederſachſen und Weſtphalen, be⸗ ſonders in bruchigten Gegenden, worin die Vege⸗ tation weniger unterbrochen wird, noch Oerter genug, wo es wirklich geſchieht. Im Allgemei⸗ nen iſt man jedoch davon abgegangen, nachdem die Waͤlder eingeſchraͤnkt und groͤßtentheils urbar K 2 ge⸗ gemacht, die Felder aber unbefriedigt gelaſſen worden’ſind; vielleicht auch, um bey der Stall⸗ fütterung ſelbſt den Winter hindurch mehr Ar⸗ beit mit den Pferden beſtreiten, und einen groͤße⸗ ren Vorrath von Duͤnger ſammeln zu koͤnnen. 3 b) Von den Staͤllen fuͤrs Hornsieh. 4 1 „Das Hornvieh bleibt in England den gan⸗ zen Sommer hindurch Tag und Nacht auf der Weide, und kommt folglich gar nicht in den Stall. Im Winter laͤßt man das milchende und junge Vieh, ſo wie die Pferde, auf dem Viehhofe und in den offen gelaſſenen Weiden umhergehen und ſich naͤhren. Auf dem Vieh⸗ hofe wird ihm das ausgedroſchene Stroh vorge⸗ ſtreuet, und Heu und dergleichen langes Futter auf den Hilten vorgegeben. Um ihm bey der rauhen Witterung im Winter Zufluchtsoͤrter zu verſchaffen, legt man auf den Hoͤfen offene Schauer(Sheds) an, damit es erforderlichen Falls hineintreten kann; verſieht dieſe aber nicht einmal mit Hilten. 1 Das Maſtvieh wird groͤßtentheils den gan⸗ zen Winter uͤber entweder auf den befriedigten Ruͤbe⸗ 1 Kübefelde Kämpen! fottert) 22 ſe aufd man beſor —) Va de neiſen E haben, u Wagpof ge Funer ge zvecimäßi Räihen, don Hiltet die auf d einander dagelt ſir — befriedin ſ hüſ in bey der oil⸗ ndurch mehr le und einen griß in zu können, Korndieh. ngland den ga⸗ Nacht auf der r nicht in du das milchende erde, auf den ſenen Weiden uf dem Viey⸗ Stroh vorge⸗ langes Futte ihm bey de ffluchtsotter Hoöͤfen offne erforderlchen dieſe aber rict kheil den gin en be fridig en Rüͤbe⸗ Ruͤbefeldern ſelbſt, Vber in anderen befriedigten Kaͤmpen gehalten, und darin mit Ruͤben ge⸗ fůttert 4). Die Kaͤlber laͤßt man jedoch ſo lange, bis ſie auf die Weide kommen, in Staͤllen, die man beſonders fuͤr ſie erbauet(Calfpen’ s). -) Von den Staͤllen fuͤr das Schafvieh. Die Schafe werden in England am aller⸗ meiſten Sommers und Winters im Freyen ge⸗ halten, und im Winter nicht einmal auf den Viehhof gelaſſen. Erfordert es die Noth, ihnen Futter zu geben: ſo legt man daſſelbe auf einem zweckmaͤßigen freyen Platze auf die Erde in lange Reihen, und deckt daruͤber eine beſondere Art von Hilten, die aus geſpaltenen Ruthen beſtehen, die auf drey in verhaͤltnipmaͤßiger Entfernung von einander angebrachte ſchwache Krammlhörzes ge⸗ nagelt ſund. 1. Einige *) g. — 150— Einige wenige Landwirthe halten zwar offene kowen, Schauer fuͤr die Schafe im Winter; im Allge⸗ Dieſe Ko meinen iſt dies aber ſo wenig gebraͤuchlich, daß uns gew ich in keinem Buche von der Landbaukunſt eins Funtern angegeben gefunden habe*). davor an V Schwein 4 W„Ma 3 a5ſhehn 3 ehe Wenn man Laͤmmer maͤſtet, ſo behaͤlt man hnf ſie wohl in Staͤllen, und bringt die milchenden 4 40. Schafe taͤglich fünfmal zu ihnen, um ſie zu bhun ſaͤugen. deſmn dieſe ſch d) Von den Staͤllen fuͤr die Schweine. zuiet el, ſannd Man häͤlt in England gemeiniglich zweyerley n Rauii Schweine; naͤmlich ſogenannte chineſiſche(chine. ſwines), und einlaͤndiſche. Die chineſiſchen V laufen, mit Joͤchen behaͤngt, oder auch an ein⸗ 31 ander gekoppelt, beſtaͤndig frey auf den Hoͤfen geſen, herum, und verkriechen ſich nur des Nachts, erinnere und wenn ſie ferken, irgendwo unter Schauer, gryße E wo ſie eine ſchickliche Stelle finden, ohne daß ſceiniich . jedoch ein eigenes Schauer fuͤr ſie gehalten wird. weiſten b Fuͤr die einlaͤndiſchen hat man aber allenthalben uit wie kleine niedrige, aber luftige trockene Schweine⸗ dennoch koven, zucht mit leinen( num Ver halten zum fne nter; im Ahe braͤuchlich, W ndbaukunſt äin ſo behaͤlt ma t die milchendan en, um ſie z e Schweine. ſiglich zweyeilt neſiſche(chim⸗ Die chineſiſche der auch an eir auf den Höfn ur des Nacht, unter Schaler den, ohae N gehabten vin, ber alenthalbe ckene Schweine koben — koven, mit eigenen kleinen befriedigten Hoͤfen. Dieſe Koven unterſcheiden ſich von den auch bey uns gewoͤhnlichen nur dadurch, daß darin der Futtertrog nicht mit angebracht, ſondern in den davor angelegten Hof geſetzt wird. Wenn das Schwein freſſen will, muß es nun in dieſen Hof gehen; und da es beym Freſſen insgemein auch miſtet, ſo bleibt der Koven nun rein und trocken. Bey der hitzigen Natur des Schweine⸗ viehes muß dieſe Einrichtung nothwendig geſun⸗ der ſeyn, als unſere Schweinehaͤuſer ſind; aber dieſe ſcheinen dagegen bey uns, wo insgemein ſtarke Schweinezuchten gehalten werden, wohlfei⸗ ler, ſind vielleicht auch fuͤr uns wegen der groͤße⸗ ren Rauhigkeit des Klima's zutraͤglicher. In England wird viel Schweinefleiſch ge⸗ geſſen, und es wird gern gegeſſen; gleichwohl erinnere ich mich aber doch nicht, irgendwo eine große Schweinezucht geſehen zu haben. Wahr⸗ ſcheinlich ruͤhrt dies indeſſen dason her, daß die meiſten Landgüter nur klein ſind, ſolglich darauf nicht viele Schweine gehalten werden koͤnnen; dennoch aber, da alle Landguͤter eine Schweine⸗ zucht mit zum Verkaufe haben, auch von dieſen kleinen Schweinezuchten ſchon ſo viel Schweine zum Verkaufe eruͤbrigt werden, daß es nicht vor⸗. 152— vortheilhaft ſeyn moͤchte, irgendwo eine große Schweinezucht zu halten. Und vielleicht iſt dies fieht. BB. Von den Staͤllen füͤrs Federei In Abſicht auf die Staͤlle fürs Federvieh haßs ich nicht wahrgenommen, daß die Einrich⸗ tung in England von der unſrigen weſentlich rſchieden waͤre. Fuͤr die Tauben hat man be⸗ ſondere Taubenpfeiler; fuͤndie uͤbrigen Federvieh⸗ arten legt man aber nicht leicht eigene Gebaͤude an, ſondern man verſchafft ihnen in andern Ge⸗ baͤuden, ſo gut als es ſich thun laſſen will, ihr Unterkommen. Federviehhoͤfe macht man jedoch gern, und bringt darin allerley Geſtraͤuche an, um Schnecken und Inſekten fuͤr die Enten her⸗ bey zu ziehen; man laͤßt Grasplaͤtze fuͤr die Gaͤnſe; man macht Grandwege fuͤr die Huͤhner, und ebene Stellen fuͤr die Huͤhnerkörbe. die Urſache, warum man keine Schweinehiuſer dcutſch und fär! Häfen au di glich beym ſchaaerlin eine Eie tenn die⸗ geſahrt iſ einen fa Boden ſe Das fur Auft di hfüg tithe blei ſid aber ndwo eine niie vieleicht ide Schweinehiuſ Frdervieh. fürs Federii daß die Einrich igen weſentlih en hat man be⸗ gen Federvie⸗ gene Gebaͤude in andern Ge⸗ iſen will, ihr icht man jedoch Heſtraͤuche an die Enten her plaͤße füͤr di ir die Hühner orbe. II. Von den Gebaͤuden zur Aufbewahrung der Geraͤthe, Produkte und Beduͤrfniſſe. A. Von den Gebäͤnden zur Aufbewahrung der Geraͤthe. Die Geraͤthe bey den Landguͤtern beſtehen hauptſaͤchlich nur in Ackergeraͤthen und Geſchirre; und fuͤr beyde findet man in England auf den Hoͤfen auch uberall die noͤthigen Gelegenheiten. Die Geſchirrkammer(harneſs room) wird gleich beym Pferdeſtalle angebracht; das Wagen⸗ ſchauer hingegen(carthouſe) wird in irgend eine Ecke des Hofes gelegt. Dieſes iſt.— wenn die Kornkammer nicht etwa daruͤber auf⸗ gefuͤhrt iſt— ein ganz einfaches Schauer mit einem flachen Dache, worunter nicht einmal ein Boden ſeyn kann. Das Wagenſchauer dient vorzuͤglich nur zur Aufbewahrung der Wagen und Karren. Die Pfluͤge, Eggen und dergleichen kleinere Ge⸗ raͤthe bleiben insgemein frey auf dem Hofe ſtehen; ſind aber auch dem Verderben des Holzwerks nicht — 154— nicht ſo ſehr ausgeſetzt, als bey uns, indem ſie alle augemaht ſind. B. Von den Gebäͤuden zur: Auftewahe rung der Produfter Die Produkte, dorauf es hier ankommt, ſind hauptſaͤchlich a) Korn im Stroh, und Heu; 5) reines Korn;; und c) Stroh. a) Von den 7 Vorrichtungen zu Aufbewahrung des Korns im Stroh und des Heues. aa) Von den Vorrichtungen zu Aufbewah⸗ rung des Korns im Stroh. Die engliſchen Landwirthe ſind, ſo viel ich weiß, ohne alle Ausnahme der Meinung, daß ſich das Korn im Stroh im Freyen beſſer halte, als in Gebaͤuden; und wuͤrden daher, wenn es auch gar nicht auf Erſparung der Baukoſten aakaͤme, die Aufbewahrung deſſelben im Freyen doch vorziehen. Nach meiner geringen Erfah⸗ rung kann ich nun zwar nicht ſagen, daß es in unſeren Scheurengebaͤuden ſchlechter werde, wenn es nur trocken genug eingebracht iſt, und wenn nur die Gebaͤude zweckmaͤßig eingerichtet ſind, —,— ſind, und da es do bracht w victet ſi Dacher i ger ering tgſen ſt Rnkt tmit ſihe laͤnden. Unſ daß dadu Koſten g Schelren. geradezn Va ſo knm behaupt das Et und zwe der von⸗ Korns ſehr ma Enche; Folgend hey uns, ade r Aufbewa kte. Ghier ankomm, Stroh, und han, 4 Aufbewahrung es Heues. zu Aufbewah⸗ troh. nd, ſo vil i Meinung, daß en beſſer hal⸗ aher, venn der Vaukeſte lben im Freſe ſeringen Erfit ſagen, daß t hlechter wet bract it, und sig eingerictet ſind, — 155— ſind, und ſich in gutem Stande befinden. Aber da es doch oft wirklich nicht ganz trocken einge⸗ bracht wird; da die Gebaͤnde ſelten ſo einge⸗ richtet ſind, wie ſie es ſeyn ſollten; und da die Daͤcher insgemein ſchadhaft ſind, und bey dem geringſten Winde Regen und Schnee einlaſſen: ſo duͤnkt auch mich die Aufbewahrung im Freyen weit ſicherer und beſſer, als die in den Ge⸗ baͤuden. Unſere Landwirthe wenden zwar dagegen ein, daß dadurch vieles Stroh verloren gehe, und die Koſten groͤßer ſeyn, als beym Gebrauche der Scheuren. Dieſer Einwendung muß ich aber geradezu widerſprechen. Was erſlich den V derluſ an Stooh betrifft⸗ ſo koͤnnte man ſolche nur in zweyerley Betrachte behanpten wollen; naͤmlich erſtlich, wenn man das Stroh, das zum Decken gebraucht wird, und zweytens, wenn man den geringen Theil, der von den nach auſſen gekehrten Stuͤrz⸗Enden des Korns verwittern mag, dafuͤr anrechnete. Wie ſehr man aber in dieſem Falle der Natur der Sache zu nahe thun wuͤrde, wird ſich aus dem Folgenden leicht ergeben. Um mich jedoch daruͤber deſto — 156— deſto deutlicher und beſtimmter erklaͤren zu koͤnnen, muß ich erſt ein paar⸗ Worte von der Einrichtung der Komſſemsn! in England ſelbſt ſagen. 1) Man bewahrt alle Arten von Halmfruͤch⸗ ten in Fiemen auf. Viele legen auch das Ran⸗ kenkorn, als Erbſen, Wicken ꝛc. hinein; allgemein gewoͤhnlich iſt es doch aber nicht, ob es ſich gleich eben ſo gut, als mit dem Klee, thun laͤßt. 2) Die Fiemen macht man nicht ſehr groß. 150 bis 200 Stiege unſeres Bandes ſind das Aeuſſerſte, was man hineinbringt. Die Gruͤnde zu dieſem Verfahren ſind folgende. Erſtlich kann man auf dieſe Weiſe eine Fieme in der Ernte ge⸗ ſchwinder vollenden, und wird folglich durch die zu⸗ weilen eintretende ſchlechte Witterung nicht in Ver⸗ legenheit geſet t. Dieſer Umſtand giebt den Fiemen einen großen Vorzug vor unſern Scheuren; indem mehrere Wagen zugleich abgeladen werden koͤnnen, die Fruͤchte auch nie ſo ſehr in die Hoͤhe kommen, daß zum Abladen und Banſen viele Menſchen noͤthig waͤren. Zweytens, wenn die Fieme aus⸗ gedroſchen werden ſoll, und die Witterung nicht ganz ſicher iſt, ſo bringt man ſie erſt in den Banſenraum der Scheure. Damit man dieſe nun aun richt die Fiem England ſondem! Korthilſ ſcüten m kann: ſot ab man Un nund Fiemen n ihre Am geich mi diele land Jahte un henienz ge 9) bemerkt der einen yard), befriedi Hoſs üb digkeit es in D man ſie ihnen bi Mle— erklaͤren zatenn, n der Einnitm it ſagen. von Halmfrüͤch⸗ rauch das Ra⸗ inein; allgemein wob es ſih glei thun laͤßt. nicht ſehr groß. ndes ſind das Die Gruͤnde Erſtlich kann der Ernte ge⸗ ich durch die zu⸗ ag nicht in Ver⸗ ebt den Fiemn heuren; indem verden könten, Hohe kommen viele Menſchen die Fieme aus⸗ Ditterung riht ie ert in den nit man diſe nun — 157— nun nicht groß zu machen brauche, ſo darf auch die Fieme nicht groß ſeyn. Drittens, da man in England auf dem Lande gar keine Dachkornboͤden, ſondern hoͤchſtens nur beſondere kleine hoͤlzerne Kornhaͤuſer hat, worin man das Korn hoch auf⸗ ſchuͤtten muß, und folglich nicht lange liegen laſſen kann: ſo driſcht man auf einmahl nicht gern mehr⸗ als man eben verbrauchen oder verkaufen will. Um nun dieſen Zweck zu erreichen, macht man die Fiemen nur klein; vermehrt aber dagegen lieber ihre Anzahl. Die Fiemen dienen alſo auch zu⸗ gleich mit als Kornvorraths⸗Gelegenheiten; und viele Landwirthe laſſen ſie daher oft zwey, ja drey Jahre unangeruͤhrt ſtehen, wenn ſie es ihrer Kon⸗ venienz gemaͤß finden, ihr Korn zu behalten. 3) Die Fiemen werden, wie ich ſchon oben bemerkt habe, alle in einen beſondern Hof auf der einen Seite der Scheuer(rickyard, ſtack- yard) geſetzt, welcher gegen das Vieh hinlaͤnglich befriedigt iſt. Dieſe allgemeine Befriedigung des Hofs uͤberhebt den Hauswirth alſo der Nothwen⸗ digkeit, jene Fieme beſonders zu befriedigen, wie es in Deutſchland geſchieht. Uebrigens bringt man ſie ſo nahe bey der Scheure an, daß von ihnen bis an das Scheurenthor oder an eine Luke— allenfalls uͤber einen darunter geſtellten Wa⸗ Wagen— Bretter gelegt, und die Fruͤchte leicht in die Scheure getragen werden koͤnnen. 4) In den Fiemen duͤrfen die Fruͤchte aus zwey Urſachen nie unmittelbar auf die Erde zu liegen kommen; erſtlich, damit ſie vie darunter durchſtreichende Luft trocken erhalte; und zweytens, damit kein Ungeziefer daran kommen koͤnne. Dies bewirkt man nan ſehr leicht, wenn man einen hoͤl⸗ zernen Roſtodazu machen laͤßt, und ſolchen auf Sokeln von glatt behauenen Steinen ſetzt. Dieſe Sokeln bekommen insgemein eine Zuckerhutsform, und eine Hoͤhe von drittehalb Fuß uͤber der Erde; ihre abgeſtumpften Spitzen werden mit Kugel⸗ ſchnitten, deren platte Seite nach unten gokehrt) iſt, bedeckt; und auf die runde Seite wird denn endlich der hoͤlzerne Roſt gelegt. In den mittel⸗ laͤndiſchen Grafſchaften macht man auch wohl fuͤr mehr Fiemen zugleich einen gemeinſchaftlichen Grund, unter dem Namen von Stackguard. So ein Grund iſt ein ganz einfaches Werk, und beſteht nur aus einem kreisfoͤrmigen, von gebrann⸗ ten Mauerſteinen zwey bis drey Fuß hoch aufge⸗ fuͤhr⸗ *) Taf. 2. Fig. 3. führten henden an hinan Sücken: Kötper i wohlam ufgefit macht, derſtatten der Kin pers iſl umher e dbhält;: di pn gen und ditens daß die Mineh pel⸗En zu lieg dazu r und die pißt verden köma die Früchte n z—uf die Erde ſie die darune ezund zweytenz den konne. Die n man einen il und ſol ſicn 3 nen ſetzt. Diſ zuckerhutsform iber der Erde, en mit Kugel inten gekehrt“) heite wird dem In den mittl⸗ aauch wohl fi neinſchaftliche Stackguart s Werk, und a, vongebrann. zuß hoch auhe fihr⸗ fuͤhrten Parapet mit einer nach auſſen hervorſte⸗ henden Hervorragung, damit kein Ungeziefer dar⸗ an hinauf laufen kann.(Taf. 2. Fig. 1 und 2.) 5) Die Fiemen ſelbſt beſtehen denn aus zwey Stücken: ihrem Koͤrper und dem Dache. Der Koͤrper wird kubiſch, oder cylindriſch, oder, wie es wohl am zweekmaͤßigſten und ſchoͤnſten/ keſſelartig⸗) aufgeführt; das Dach daruͤber aber ſo flach ge⸗ macht, als es das Klima und die Umſtaͤnde nur verſtatten wollen. Nur das Dach wird bedeckt. der Koͤrper aber nicht. Die Bedeckung des Koͤr⸗ pers iſt unnoͤthig: erſtlich, weil das Dach rund umher etwas hervorragt, und dadurch den Regen abhaͤlt; zweytens, weil der Koͤrper vom Dache bis zum Roſte immer etwas eingezogen wird, Re⸗ gen und Schnee alſo von ſelbſt leicht herabfallen; 3 drittens, weil das Banſen der Frucht ſo geſchieht, daß die Bunde mit den Aehren⸗Enden nach dem Mittelpunkte der Fieme zu aufwaͤrts, mit den Stop⸗ pel⸗Enden aber nach der Auſſenſeite zu abwaͤrts zu liegen kommen, und die ganze Fieme denn noch dazu rund umher geſchoren wird, folglich keine Feuch⸗ *) Taf. 2. Fig, 1. Feuchtigkeit ſich hinein ziehen kann; viertens, weil nur die Stoppelenden der Witterung, und folglich dem allenfalſigen Verderben ausgeſetzt ſind, dieſe aber an ſich ſchon nicht zu einem gedeihlichen Fut⸗ ter, ſondern allein zu Miſte dienen. Die Be⸗ deckung des Dachs muß freylich nothwendig ge⸗ ſchehen; aber da das Dach ſo klein als moͤglich gemacht wird, ſo ſind auch nicht viel Materia⸗ lien dazu erforderlich. Die Materialien ſind entweder Stroh, Rohr oder Schilf, oder auch allenfalls Bretter. Nimmt man Stroh, ſo iſt es ſehr rathſam, die Aehrenenden abzuſchneiden, theils um ſie zu Viehfutter noch zu nutzen, theils auch, um den Voͤgeln die Veranlaſſung zu be⸗ nehmen, zur Aushackung der in den Aehrenen⸗ den gebliebenen Koͤrner herbeyzufliegen, und ſich einzuniſten. Will man das Dach von Brettern machen, ſo kann man es mehrere Jahre nutzen, und dadurch vielleicht den Aufwand auf die Be⸗ dachung vermindern. Da das Korn in einer Fieme ſich nicht in eine ſolche Spitze banſen laͤßt, daß man das Dach gerade darauf legen koͤnnte: ſo macht man die Spitze von Farrenkraut, Bohnenſtengeln, oder andern dergleichen Materialien ohne Werth. 6) 6)! Verferti ter zu lei Ertweder emas 6. Hand hat geluch de nan zwer tortäkhig Fäßgeſte andern! auf zwen Fieme, ſpannt es gebrachte ſa diſe Vej ſich tun zum da aͤuſſeſ Ganz b Schilf aiͤchtlic Sm Weizenf nicht ge an A in; dieregnel ung, und fügi geſeht ind, di ſedeihlichen g⸗ nen. Die Be nothwendig go lein als muͤlih tviel Materi⸗ Naterialien ſid hilf, oder aut Stroh, ſo iß abzuſchneiden nuten, theil aſſung zu be⸗ een Aehrenen⸗ egen, und ſich von Bretterg Jahre nußen a auf die Be⸗ e ſich nichtin man das dac nacht man di ſtengeln, oder ne Tert. 5) 6) Um nicht etwa von einem waͤhrend der Verfertigung der Fiemen einfallenden Regenwet⸗ ter zu leiden, hilft man ſich auf zweyerley Weiſe. Entweder man bewirft die Fieme geſchwind mit etwas Stroh, das man zu dem Ende bey der Hand hat; oder man ſpannt ein getheertes Se⸗ geltuch daruͤber aus. In dem letzten Falle hat man zwey tannene Baͤume von gehoͤriger Hoͤhe vorraͤthig, wovon jeder auf einem beſondern Fußgeſtelle ſteht, das man von einem Orte zum andern bringen kann. Dieſe Baͤume ſchiebt man auf zwey einander entgegengeſetzte Seiten der Fieme, zieht das Segeltuch dazwiſchen auf, ſpannt es alsdann, vermittelſt an den Enden an⸗ gebrachter Stricke, nach Belieben aus, und pfloͤk⸗ ket dieſe auf der Erde an. 84 Vey dieſer Einrichtung der Fiemen ergiebt ſich nun von ſelbſt, daß der Aufwand an Stroh zum Dache entweder ganz vermieden, oder doch aͤuſſerſt unbetraͤchtlich gemacht werden kann. Ganz vermieden werden kann er, wo man Rohr, Schilf oder Dielen dazu nehmen will. Unbe⸗ traͤchtlich werden muß er, wenn man mit dem Stroh zweckmaͤßig zu Werke geht; alſo entweder Weitzenſtroh nimmt, das man doch zur Fuͤtterung nicht gern braucht; oder das Roggenſtroh aus⸗ 2u Bds. iſte Abthell. 4 ſchiert, — 162— ſchiert, und die Aehrenenden davon abſchneidet; folglich davon alles, was zu Futter dient, ſpart, und das verdeckt, was zu nichts Beſſerem als zu Miſte taugt, wozu es auf dem Dache noch eben ſo gut bleibt. fRs 11= 28 Daß die Stuͤrz⸗Enden, welche die Oberflaͤche des Koͤrpers der Fieme ausmachen, vom Wetter ſehr leiden, hat zwar vielen Anſchein, iſt aber in der Erfahrung ſelbſt deſſen ungeachtet faſt ganz un⸗ gegruͤndet. Ich habe in England und Holland viele Fiemen geſehen, die ſchon zwey Jahre geſtan⸗ den hatten, ohne daß man an den Stuͤrz⸗Enden einige Verwitterung merken konnte. In England und Holland iſt aber Regen und Sonnenſchein viel abwechſelnder, als hier; die Gefahr vor der Ver⸗ witterung alſo auch bey weitem groͤßer. Wenn man an unſern Strohdaͤchern die freyſtehenden Stuͤrz⸗Enden unterſucht, ſo ſindet man auch ſehr bald, daß ſie ſich mehrere Jahre recht gut halten. Geſetzt aber auch, daß ſie 1, 2, ja 3 Zolle tief in einem Jahre verwitterten, ſo kann ich dieſen Erfolg doch nicht fuͤr ſehr nachtheilig halten, in⸗ dem dieſe Enden von dem Viehe nur alsdann, wann ſie zu Haͤckerling geſchnitten ſind, aus Noth gefreſſen werden, ſonſt aber in den Miſt kommen. Daß daß! xrr Frucht Scheuren, richt ein zunalih ſtandiche Erfagung Inder in Stroh Fiemenge die man a al zm A Früchtecus venden ſl ſichen ſie⸗ ſenraume. died breit, zo and wird, abon alſzeide ttter dienn, ſon, 3Veſſerem a Dache nochihe he die Oberflih den, dom Wenn chein, iſ aberi htet faſt ganzm⸗ nd und Hollen eh Jahre geſim n Stürz⸗Ende e. In Englan vonnenſchein di⸗ faht vor der Ve großer. Wen ie freyſtehende et man auhſa recht gut haltn „ja; Zole ii kann ich diſn eilig hall, i he nur alsdam. tten ſind, ai aber in d d werden ſollen, einzunehmen. — 163— Daß hiernaͤchſt zweytens die Aufbewahrung der Fruͤchte in Fiemen koſtbarer ſey, als in den Scheuren, iſt ſo auffallend unrichtig, daß es hier nicht einmal einer weitern Ausfuͤhrung bedarf: zumal ich bey einer andern Gelegenheit eine um⸗ ſtaͤndliche Berechnung nach desfalls gemachten Erfahrungen vorlegen werde*). Indem nun alſo die Aufbewahrung des Korns im Stroh in England im Freyen vermittelſt der Fiemen geſchieht: ſo dienen die Scheuren(barns), die man auf den Hoͤfen findet, zu weiter nichts, als zum Dreſchen und Reinemachen, und um die Fruͤchte aus den Fiemen, wenn ſie gleich gedroſchen Zu dem Ende be⸗ ſtehen ſie aus einer Dreſchdiele und einem Bant ſenraume. 1 Die Dreſchdiele iſt insgemein 1 2 bis 14 Fuß breit, 30 Fuß lang, und etwa 14 Fuß hoch, und wird groͤßtentheils ausgebohlt. Der Banſen⸗ 2 2 raum 4* — 164— raum hat mit der Dreſchdiele einerley Laͤnge und Hoͤhe, aber eine groͤßere, willkuͤrliche Breite; der Boden iſt von geſchlagener Erde. Das ganze Gebaͤude wird uͤberall von Zimmerholz ſehr leicht und luftig gemacht, und die Waͤnde werden mit Dielen ausgeſchlagen. Obgleich in England nicht leicht mehr als ein oder hoͤchſtens zwey Dreſcher angeſtellt werden, ſo laͤßt ſich auf einer ſolchen Dreſchdiele doch nur eine Art Frucht auf einmal ausdreſchen. Um nun mehrerley Korn zugleich dreſchen, und auch die Fiemen alle bequem in die Banſen ausladen laſſen zu koͤnnen, hat man auf den meiſten Hoͤ⸗ fen mehrere Scheuren. J. Adams ſchlaͤgt deren in ſeinen practical eſſays on agriculture, Vol. II. p. 533 drey vor: eine fuͤr Weitzen, die andere fuͤr Schotenkorn, und die dritte fuͤr Futterkraͤuter. bb) Von der Aufbewahrung des Heues. Aus eben dem Grunde, aus welchem man das Korn in Fiemen aufbewahrt, naͤmlich um es beſſer zu erhalten, als es in Scheuren geſchehen koͤnnte, bewahrt man auch das Heu und den trockenen Klee darin zgein of. nan jedo Erſtlich d ſondern indem ma darurter nit pche ton den g me lachen, werden, g beym Ge ſondernſc dabon bra laybuile (rules) eiwe roude ligte Fig als es da lägt es je deckt es! bedeckt Die der Heu fitzuſan darum, einelle h 2 kürlice Prirze erde. Das 3 wmerho ſehrlat gande werden eicht mehr alat geſtelltwerden,/ ſchdiele doch w iodreſchen. h eſchen, und aul Banſen auslade den meiſten G ims ſchlaͤgt der agricultun, ine für Wilßen nd die drite ſ ng des Hn we lommn nand müchunes lſt nge ſhehen könne⸗ den rckenengſ dern (trufſes) aus. darin auf. Dieſe Heu⸗ und Kleefiemen macht man jedoch etwas anders, als die Kornfiemen. Erſtlich legt man ſie auf keinen ſolchen Grund, ſondern nur uͤber etwas Waſenholz und Stroh, indem man nicht fuͤr noͤthig haͤlt, daß die Luft darunter durchſtreiche, oder auch das Ungeziefer mit ſolcher Vorſicht davon abgehalten werde, als von den Kornfiemen. Zweytens macht man ſie viel groͤßer als die Kornfiemen, indem dabey die Urſachen, warum die Kornfiemen klein gemacht werden, gaͤnzlich wegfallen; denn man bringt ſie beym Gebrauche nie erſt in ein anderes Gebaͤude, ſondern ſchneidet das, was man von Zeit zu Zeit davon braucht, mit einem Heumeſſer(haycutter, hayknife) ſenkrecht nieder in kubiſchen Stuͤcken Drittens giebt man ihnen nie eine runde, ſondern allezeit eine laͤnglicht⸗vierek⸗ kigte Figur. Das Dach macht man ſo flach, als es das Klima und die Umſtaͤnde verſtatten, laͤßt es jedoch uͤber den Koͤrper hervorgehen, und deckt es mit Stroh; der Koͤrper wird aber nicht bedeckt, die einzige Vorſicht, die man bey Anlegung der Heufiemen braucht, iſt: daß man ſie recht feſt zuſammentritt. Dies thut man vermuthlich darum, daß ſich gleich anfangs die Hitze darin ver⸗ —-— 166— vermehre, und die uͤberfluͤſſigen Feuchtigkeiten vollends austreibe. Schornſteine werden in den Heufiemen gar nicht angebracht; man unterſucht aber doch bis⸗ weilen, wie ſie ſich in ihrem Innern halten, und bedient ſich dazu eines an einer Stange befeſtig⸗ ten Kraͤtzers, der einem Flintenkraͤtzer voͤllig aͤhnlich iſt. Es leidet gar keinen Zweifel, daß ſich das Heu in dergleichen Fiemen in England recht ſehr gut hält; und es ſind auch ſchon Erfahrungen vorhanden, daß man dieſen guten Erfolg in Deutſchland gleichfalls erwarten kann. Sollte auch die unbedeckte Oberflaͤche des Koͤrpers der Fieme auf einen oder zwey Zoll tief verwittern, welches ich aber nie wahrgenommen habe: ſo wuͤrde doch dieſer Verluſt gar nicht in Betracht kommen koͤnnen, indem man auf den Heuboͤden an den Stellen, wo das Heu an den Mauern oder unterm Dache liegt, insgemein mehr ver⸗ liert.— ) Von Sow Gelegenhe habe bene Gndgliter lebahtt, ſten Kor ſonderen der allein ſhhauemn diſe ber näht ſondermm vinthſcha Kantoffel Um durchſtrei manſieal fiemen an ſiit ganz mit Diele igen Feuhazen en Heufiemen e it aber doch h nnern halten, ud er Seange befeſ lintenkraͤzer dh el, daß ſich de ngland recht ſe hon Erfahrunge guten Erfolg i n kann. Coli des Korpenz de tief verniten, ommen habe: nicht in Btec z—uf den hubän an den Muum gemein maüt in — 167— b) Von den Vorrichtungen zu Aufbewahrung des reinen Korns. So wie ich in dem Obigen bey vorkommenden Gelegenheiten ſchon verſchiedene Male im voraus habe bemerken muͤſſen, ſo hat man auf dergleichen Landguͤtern die Aufbewahrung des reinen Korns ſo noͤthig nicht; und wenn man auch Korn auf⸗ bewahrt, ſo bedient man ſich dazu doch der deut⸗ ſchen Kornboden nicht, ſondern einer Art von be⸗ ſonderen Kornhaͤuſern(granaries), die entwe⸗ der allein aufgefuͤhrt, oder uͤber den Wagen⸗ ſchauern angelegt werden. Dieſe Gebaͤude heißen Kornhaͤuſer, werden aber nicht zur Aufbewahrung des Korns allein, ſondern mit zur Aufbewahrung aller uͤbrigen land⸗ wirthſchaftlichen Produkte, als der Wolle⸗ der Rarroſhel ꝛc. gebraucht. Um ſie vor dem Ungeziefer zu ſichern, und durchſtreichende Luft darunter zu erhalten, legt man ſie auf Sokeln, ſo wie es oben bey den Korn⸗ fiemen angefuͤhrt worden iſt. Man bauet ſie alle⸗ zeit ganz von Holz, ſchlaͤgt das Zimmerwerk nur mit Dielen aus, macht ſie nie ſehr groß und hoch⸗ und — 168— und giebt ihnen ein flaches Dach; von auſſen ſe⸗ hen ſie einem großen, mit einem Dache verſehe⸗ nen Kaſten aͤhnlich. Von der Thuͤr ab, worein man uͤber eine Treppe kommt, die ſich wegneh⸗ men laͤßt, geht ein ſchmaler Gang gerade durch; auf beyden Seiten des Ganges ſind Abſcheerun⸗ gen von Dielen, und dieſe werden oft noch ein⸗ oder mehrmals zwiſchendurch geſcheert. In die dadurch entſtehenden Abtheilungen bringt man das Korn und die uͤbrigen Produkte. Gegen die Nachahmung dieſer Einrichtung in Deutſchland walten meines Erachtens zwo Hauptſchwierigkeiten ob; erſtlich naͤmlich, daß wir nach der Ratur unſeres Kornhandels unſere Fruͤchte nie ſo hoch aufſchuͤtten duͤrfen, weil wir ihres ſchnellen Verkaufs nicht ſo ſicher ſind; und zweytens, daß wir vor Entwendungen ſo ſicher nicht ſind, als die Englaͤnder, und deswegen Gebaͤude haben muͤſſen, die uns mehr ſichern. Die in England eingefuͤhrte, ſo ſehr harte Be⸗ ſtrafung des Diebſtahls giebt dem Eigenthume daſelbſt eine viel groͤßere Sicherheit, als wir von unſern— unſern Umſtaͤnden angemeſſenen Geſetzen erwarten duͤrfen. 2) Pen Dat füts di land, ind der Weid dade He vird das ſondern Wehhof gefreſen möge. ts daßer raumen d pfen bef dn aͤger Adams Vol.I- 6. Vo ̈‿ Es gadleu ihrer B Danti — iz tun aſn⸗⸗ 4 Dache di Thür üb, woren die ſic wegne g gerade dur ſind Abſcheenn den oft noch in ſcheert. In di gen bringt mn ukte. eſer Einrichtnn Erachtens zu hnaͤmlich, di handels unſer rfen, weil wi icher ſind; und⸗ dungen ſo ſihe und deswegen 8 wehr ſihen. ſehr har B em Eigentzone rheit, als wi en anzeneſenen — 169— c) Von den Vorrichtungen zu Aufbewahrung des Strohes. Da man in England des Strohes zum Futter fuͤrs Vieh weit weniger bedarf, als in Deutſch⸗ land, indem ſich das Vieh im Winter mehr von der Weide naͤhrt, und alsdann das gewonnen wer⸗ dende Heu zur Zufuͤtterung ſchon hinreicht: ſo wird das Stroh in der Regel nicht aufbewahrt, ſondern nach dem Ausdreſchen gleich auf dem Viehhofe verſtreuet, damit es von dem Viehe aus⸗ gefreſſen werden, und dann zur Streue dienen moͤge. Nur einige wenige Haushaͤlter bewahren es daher auf, und zwar entweder in den Banſen⸗ raͤumen der Scheuren, oder unter den auf den Hoͤfen befindlichen Schauern. Ich habe nirgends ein eigenes Strohhaus geſehen, wie es von J. Adams in den erwaͤhnten practical eſſays, Vol. II. p. 22. vorgeſchlagen wird. C. Von den Vorrichtungen zu Aufbewahrung der Beduͤrfniſſe. Es iſt oben ſchon vorgekommen, daß die Landleute in England nicht gewohnt ſind, viele ihrer Bedurfniſſe ſelbſt zuzubereiten, und in großen Quantitaͤten vorraͤthig zu haben. Man trifſt da⸗ daher in der Regel auch nirgends eigene Gebaͤude dazu an; jedoch werden allenfalls wol in dem Kornhauſe, ſo wie in dem Wohnhauſe, einige be⸗ queme Gelegenheiten dazu vorgerichtet. So fin⸗ det man in den meiſten Wohnhaͤuſern eine Spei⸗ ſekammer(pantry)— die aber groͤßtentheils nur aus einem ganz kleinen, mitten im Wohn⸗ hauſe mit Dielen abgeſcheerten Raume beſteht,— und einen kleinen Keller. Bey uns ſind in dieſem Stuͤcke die Umſtaͤnde, wenigſtens auf den Pachthoͤfen, ganz anders; unſere Gebaͤude koͤnnen daher hierin auch nicht ſo eingerichtet werden, wie in England. III. Von den Gebaͤuden zur Wirthſchaftsfuͤhrung. Die Wirthſchaft auf dem Lande hat gemeinig⸗ lich nur den Ackerbau, die Viehwirthſchaft, und die Bereitung der Beduͤrfniſſe zur eigenen Kon⸗ ſumtion, zum Gegenſtande. Auſſerdem koͤnnen frehlich noch unzaͤhlbare andere, als zum Bey⸗ ſpiele die Bereitung der Weine und Eſſige von Obſte ꝛc., Statt finden; da dieſe aber doch nicht unter —',— uiter de mich hier fals R ¹)¹ bänden, jihts ale beräͤthe ſens aus ic inde lich gefin vohin m legt ſied iines jider ſe vah her waͤßeten eine Ka Scheur rung ge alſo auf der ſich eigeneGüin dls wol in dn hauſe, einigede ichet. Sofn⸗ ſern eine Spi⸗ e groͤftentheil ten im Wohn⸗ ume beſeeht— edie Umſtinde ganz anders; ein auch nich ngland. aftsfuhrung hat gemeini⸗ rthſchaßt und eigenen ſol⸗ ſerden fönnen als zun Vey⸗ nd Cſihr von aber deh ticht unter — 171— unter die gewoͤhnlichen gehoͤren, ſo wuͤrde es mich hier zu weit fuͤhren, wenn ich darauf gleich⸗ falls Räekſcht nehmen wollte. a) Der Ackerbau erfordert auſſer den Ge⸗ baͤuden, wovon bisher gehandelt iſt, faſt weiter nichts als eine Werkſtaͤtte(workl hop), das Geraͤthe und Geſchirr zu machen, oder wenig⸗ ſtens auszubeſſern. Eine ſolche Werkſtaͤtte habe ich indeſſen doch nur auf wenigen Hoͤfen wirk⸗ lich gefunden; man hat auch keinen gewiſſen Platz, wohin man ſie in der Regel legt; ſondern man legt ſie dahin, wo es ſich nach der Lokalitaͤt eines jeden Hofes am beſten ſchickt, und richtet ſie nach der Konvenienz ein. Herr Adams fordert S. 224 ſeines er⸗ waͤhnten Werks, daß auf jedem Hofe auch noch eine Kammer zum Trocknen des Korns an der Scheure angebracht werden ſolle. Dieſe Forde⸗ rung geht aber auf eine Verbeſſerung, und liegt alſo auſſer meinem gegenwaͤrtigen Geſichtskreiſe, G f der ſich nur auf das Gewoͤhnliche einſchraͤnkt. b) — 172— b) Die Viehwirthſchaft beſteht entweder in Aufziehung jungen Viehes, oder in Viehmaͤ⸗ ſtung, oder in Molkenwirthſchaft. Die Aufziehung jungen Viehes erfordert nur diejenigen Staͤlle, wovon oben Nachricht gegeben iſt. Die Viehmaͤſtung von Hornvieh und Scha⸗ fen wird in der Regel im Freyen beſtritten. Hie und da geſchieht ſie freylich auch in Staͤl⸗ len, und vermittelſt mancher ſinnreicher Vorrich⸗ tungen in den Gebaͤuden; hier kann aber darauf keine Ruͤckſicht genommen werden, weil es da⸗ mit zu ſehr ins Beſondere geht. Nur das eine muß ich erwaͤhnen, daß man auf den meiſten Hoͤfen eine Gelegenheit findet, in welcher Kohl, Ruͤben, Moͤhren geſtoßen, oder Kartoffeln ge⸗ quetſcht werden(a root-houſe); indem ſo eine Gelegenheit zur Verbeſſerung des Win⸗ terfutters fuͤr das Vieh ungemein dienſam iſt. Die Maͤſtung der Schweine im Kleinen ge⸗ ſchieht in den oben beſchriebenen Schweine⸗ koven. —.— Die in der Butter! das eine kenhaud tite a iiynes tihtung ſis, ſie freichend ſer dati fen zu 23 genen Ke über der iigene ten a. dürfriſſ — eit uma der in Vins haſt. Liehes erfaden oöben Nahhi wieh und Ech⸗ eyen beſtrite. auch in Stil eicher Vorric mm aber darauſ , weil es da⸗ Nar das ein uf den meiſen welcher go Kartoffeln ge⸗ ); inden ſ ung des Wi⸗ in dienſen iſ n Klinen ge⸗ nen Shhyeine⸗ Die Molkenwirthſchaft, die ſich in England in der Regel nicht auf die Gewinnung von Butter und Kaͤſe zugleich erſtreckt, ſondern nur das eine oder andere befaßt, erfordert ein Mol⸗ kenhaus(dairy), welches jedoch insgemein nur eine Kammer im Wohnhauſe, und ſelten ein eigenes Gebaͤude iſt. In Abſicht auf die Ein⸗ richtung dieſer Kammern iſt die allgemeine Pra⸗ xis, ſie recht luftig zu bauen, und ihnen durch⸗ ſtreichende Luft zu geben, oder auch wohl Waſ⸗ ſer darin niederfallen, und dann wieder ablau⸗ fen zu laſſen. c) Zur Bereitung der Beduͤrfniſſe zur ei⸗ genen Konſumtion findet man zwar hier und da, aber bey weitem nicht auf allen Hoͤfen, eine eigene Gelegenheit zum Brauen, Backen, Schlach⸗ ten ꝛc. Mehr Landleute ſcheinen dieſe Be⸗ duͤrfniſſe zu kaufen, als ſelbſt zu bereiten. IV. Von den Hoͤfen. Von der Einrichtung der Hoͤfe auf den engliſchen Landguͤtern iſt zwar das Weſentliche ſchon ſchon oben bey Gelegenheit mit vorgekommen. Damit es aber doch im Ganzen deſto beſſer uͤberſehen werden koͤnne, ſcheint mirs noͤthig, ſie hier nochmals unter einem Geſichtspunkte vorzuſtellen. Jeder Hof beſteht aus zwey Theilen⸗ dem Korn⸗ und Heuhofe(ſtacke-yard, rickyard), und dem Viehhofe(foldyard). Die Scheu⸗ ren machen in der Regel die Abſcheerung des einen Theils von dem andern. Der hinterſte oder vom Wohnhauſe entfernteſte Theil wird zum Korn⸗ und Heuhofe beſtimmt; erſtlich, weil derſelbe bey der großen Sicherheit, der das Ei⸗ genthum in England genießt, weniger Aufſicht bedarf; und zweytens, weil man vom Wohn⸗ hauſe ab in dieſem Hofe nur wenig zu thun hat. Bey der Wahl der Lage dieſes Hofes kommt es uͤbrigens nur darauf an, daß man von dem Ackerlande und den Wieſen ab bequem dahin und wieder davon kommen, und daß ſowohl das vierfuͤßige als das Federvieh leicht davon abge⸗ halten werden kann. Die — —.,.,—ʒ—— die der Fiem nach der den wit Auf Prriicht dn Fiem der fürj zuplei( weytens den übrig de des Wahe wein von Alfarbe Auf grißtent nit ſeine den, daß nu aleen nit vorgeienne. azen deſt bſ int mirs uüti n Geſihtspna w Theilen, da ad, rickyan) ). Die Sceu Abſcheerung de Der hinten ſte Theil wid ; erſtlich, wel , der das Ei eniger Aufſicht n vom Wohn⸗ penig zu thun zHoſes konm man von deß beguen din daß ſivoh das it dyun ihge⸗ Die Die Groͤße beſtimmt ſich nach der Menge der Fiemen, die man darauf zu ſetzen hat, und nach der Erforderniß an Raume zum Umwen⸗ den mit dem Fuhrwerke. Auf dieſem Hofe ſelbſt werden keine andere Vorrichtungen angebracht, als erſtlich, die zu den Fiemen(ſtands for ricks), welche entwe⸗ der für jede Fieme beſonders, oder fuͤr mehrere zugleich(ſtackguard) eingerichtet werden; und zweytens das Wagenſchauer(carthouſe) nebſt den uͤbrigen Schauern zu Ackergeraͤthen([heds). Die Befriedigung, welche zu Abhaltung des Viehes hinreichend ſeyn muß, wird insge⸗ mein von einem Plankenwerke gemacht, und mit Oelfarbe angemalt. Der Viehhof. Auf dem Viehhofe wird die Wirthſchaft groͤßtentheils gefuͤhrt; das Wohnhaus muß alſo mit ſeiner hintern Seite ſo daran gelegt wer⸗ den, daß man ihn leicht uͤberſehen kann, und zu allen darauf befindlichen Vorrichtungen den kuͤrze⸗ — 176— kuͤrzeſten Weg hat; und alle uͤbrige Gebaͤude muͤſſen ſich darauf oͤffnen. Da die Scheuren in England in der Regel keine Durchfahrten enthalten, ſo muß aus dem Korn⸗ und Heuhofe noch eine beſondere Fahrt nach dem Viehhofe gehen. Die Scheure muß auf der Seite, womit der Kornhof an den Viehhof ſtoͤßt, ſo viel moͤg⸗ lich in der Mitte liegen, damit das Stroh und Futter daraus deſto leichter auf den Viehhof ver⸗ ſtreuet werden kann. Alle uͤbrige Gebaͤude und Schauer legt man gern ſo an, daß ſie den Hof mit befriedigen, indem ſie bey dieſer Lage nicht nur am wenigſten im Wege ſind, ſondern auch mit zur Erſparung der Befriedigung dienen. Nur das Kornhaus granary) kommt frey zu ſtehen, wird jedoch oft auch mit auf dem Kornhofe angebracht. Auf jedem Viehhofe hat man nicht allein einen Brunnen, ſondern auch eine Waſſerpumpe fuͤr das Vieh ſehr gern. In Iad freyſtehen chung an de, ſo ve viel, dl der ſon, dan herum zu auszufreſ Dat Nüſten ha gehend des und zur) ken ſehn, daß er ſießen k e ibrige ääne land in der R ſo muß aus da beſondere gi er Seite, unni ßt, ſo viel wiy das Stroh u den Viehhof de ſchauer legt ma mit befriediy, ir am werizſte t zur Erſarmg das Kornhaus zen, wird joo ungebracht⸗ man ticht aleit ne Vaſeryunye In der Mitte wird allezeit eine ſehr ſtarke freyſtehende Futterhilte mit oder ohne Beda⸗ chung angebracht; und erfordern es die Umſtaͤn⸗ de, ſo werden deren anch au den Seiten noch ſo viel, als noͤthig ſind, vorgerichtet. Der Viehhof muß allezeit ſehr geraͤumig ſeyn, damit das Vieh Platz genug habe, darauf herum zu gehen, und das verſtreuete Futter auszufreſſen. Da man auf den Hoͤfen keine beſondere Miſten hat, ſondern wegen des freyen Herum⸗ gehens des Viehes der ganze Hof beſtreuet wird, und zur Miſte dient: ſo muß er nicht nur trok⸗ ken ſeyn, ſondern auch eine ſolche Lage haben, daß er weder uͤberſchwemmt werden, noch ab⸗ fließen kann. Da das Vieh aus dem Hofe, wenigſtens im Winter, nach allen offen gelaſſenen Wei⸗ deplaͤtzen frey muß aus⸗ und eingehen koͤnnen: ſo muß die Lage dieſes Hofes dazu zens⸗ ßig ſeyn. an Bds. 1ſte Abtheil. M Und — 176— Und eben ſo muß es ſich auch in Abſicht auf die Abfahrt des Miſtes verhalten. Dieſe Einrichtung der engliſchen Höfe kann dem Anſcheine nach in vielen Stuͤcken auch bey uns mit vielem Vortheile nachgeahmt werden*).* *) k. An⸗ zu Walich ſeehender ſhen W muſterh ſind ſchaſten ig.— örade r Hausha ſcer A fag ſih viſen der Eng — h l ich i in Viht berhalten. iſchen Höfe km en Stücken auc heile nachgeaym Anmerkungen zu vorſtehender Abhandlung. Vielleicht wird mancher nach Durchleſung vor⸗ ſtehender Abhandlung die Einrichtung der engli⸗ ſchen Wirthſchaftsgebaͤude und Hoͤfe wenig muſterhaft und nachahmungswerth finden. Sie ſind, ſagt man vielleicht, fuͤr große Wirth⸗ ſchaften zu kleinlich, fuͤr kleine zu weitlaͤuf⸗ tig.— Der muͤßte wahrlich an einem hohen Grade von Anglomanie laboriren, wer ſeine Haushaltsgebaͤude abreiſſen, und ſie nach engli⸗ ſcher Art wieder auffuͤhren wollte! Indeſſen fragt ſich's, ob bey neuen Bauten unter ge⸗ wiſſen Verhaͤltniſſen nicht manche Einrichtungen der Englaͤnder mit Ueberlegung und gehoͤriger Ar⸗ M 2 Mo⸗ — 180— Modification Nachahmung verdienten. Jetzt, wo man, uͤberzeugt, daß eine ſehr große Wirth⸗ ſchaft aus einem Mittelpunkte nicht aufs vor⸗ theilhafteſte betrieben werden koͤnne, haͤufig neue Vorwerke errichtet, oder große Guͤter in Parce⸗ len legt; wo man, bey der immer mehr in Gang kommenden Gemeinheitstheilung, die Wirth⸗ ſchaftsgebaͤude vergroͤßern muß, laͤßt ſich, mei⸗ nes Erachtens, manches von der erſparenden Bauart der Englaͤnder lernen. Ich werde in folgenden Anmerkungen hieruͤber einige Winke geben, rathe indeſſen Keinem, die Englaͤnder ſclaviſch und ohne richtige Beurtheil ing der Lo⸗ calverhaͤltniſſe, weder in dieſem, noch in irgend einem andern Stuͤcke nachzuahmen. a) Der Herr Verfaſſer verſteht hier unter Landguͤter einzelne Pachtſtellen, welche bey uns Vorwerke, Meyereyen, in Holſtein und Mecklenburg Parcelen, Hufen genannt wer⸗ den. In ſolche ſind naͤmlich die großen Be⸗ ſitzungen(Eltates) der vornehmſten Landeigen⸗ thuͤmer getheilt. In neuern Zeiten hat man haͤufig mehrere kleine Pachtſtellen wieder vereinigt, 1 oder 2 et doch Dies it den, als weil hie b); lebenewe mers, de hunder tug er, ſoll, ein gebranch Lulſeini bey dieſe Bedütfn Gererat gang zu zuemlich kutz dae linderm mnedrück ſöher. thümeri ſer Neigt derdienten. dht te ſehr große Ur kte nicht an uſs p koͤnn ge, haͤufig m m he Güter in Pan mer mehrin ön un die Wir „läßt ſic, mi 4 der erſparende en. Ich werden über einige Vun n, die Englande eurtheil ing der n, noch in irgen hmen. verſteht hiet unt len, welche beyun⸗ „in Holſein ud afen genannt ter h die gußen r ihmſten landeigen⸗ Zeiren hat man en viddervereinig dder — 181— oder doch mehrere einem Paͤchter uͤberlaſſen. Dies iſt indeß mehr in den entlegenen Gegen⸗ den, als in dem Umkreiſe von London, der Fall weil hier die Concurrenz zu groß iſt. b) Man kann die Denkungsart und die Lebensweiſe eines gewoͤhnlichen engliſchen Far⸗ mers, der etwa eine Pachtung von drey⸗ bis fuͤnf⸗ hundert Pfund jaͤhrlich hat, zu deren Bewirthſchaf⸗ ung er, wenn ſie mit Energie getrieben werden ſoll, eine Anlage von 2400 bis 4000 Pfund gebraucht, fuͤglich mit der eines Bremiſchen oder Holſteiniſchen Marſchbauern vergleichen. So wie bey dieſem, vermehren ſich auch bey jenem die Beduͤrfniſſe von Zeit zu Zeit, beſonders von einer Generation zur andern, immer mehr. Die Nei⸗ gung zu einem gewiſſen Wohlleben und zur Be⸗ quemlichkeit, ſelbſt der Geſchmack fuͤr Eleganz, kurz das Verlangen nach dem, was der Eng⸗ laͤnder mit dem dielſagenden Worte comfortable ausdruͤckt, ſteigt auch in dieſer Klaſſe immer hoͤher. Daher bequemen ſich die Laͤnderey⸗Eigen⸗ thuͤmer immer mehr, die Paͤchterwohnungen die⸗ ſer Neigung ang gemeſſener einzurichten, weil das dar⸗ darauf verwandte Kapital durch die erhoͤhete Pacht, welche ſie von einem gut bebaueten Hofe erhalten koͤnnen, reichlich verzinſet wird. In den meiſten neu erbaueten Paͤchterhaͤuſern befin⸗ den ſich zwey beſondere Zimmer, eins fuͤr den gewoͤhnlichen Aufenthalt des Paͤchters und ſeiner Familie, und ein groͤßeres fuͤr Fremde und Be⸗ ſuche. Ein Beweis, daß ſich der Paͤchter ſchon mehr von ſeinen Leuten, die ſich in der Kuͤche aufhalten, trennet. 1 c) Nur muß man ſich eine engliſche Kuͤche in einem Farmerhauſe nicht ſo ſchmutzig und raͤucherig, wie die eines gewoͤhnlichen niederſaͤch⸗ ſiſchen oder weſtphaͤliſchen Bauern denken. Auch iſt ſie dichter geſchloſſen, und der Kamin ſo eingerichtet, daß er durch das ganze Zimmer Waͤrme verbreitet. Unſer Bauer hat dagegen eine beſondere Stube, die im Winter durch einen Ofen geheitzt wird. hi Engländ lerne gjeich ſi gebruach Küma u gtijiſe un Fol Arze jet tie Ver bracht ſi gtheißet inem Ro in eiten and nachd Vaſer b geht de⸗ ſein. a Feler⸗E ſchon ar groß ſe doch an⸗ den get Nauchfa wieder h wit dem di ſied und ſo k ich die eiäht bebaueten d nſet wird.„ erhäuſem 65 eins fuͤr d hters und ſein reindde und F⸗ er Pächter ſhe i in der Ki engliſche Küch ſchmutzig und ſichen niederüͤt⸗ mdenken. Auch der Kamit ſt ganze Jinme er hat dwehen Vud duch — 183— Hier, duͤnkt mich, koͤnnten wir von den Englaͤndern eine beträͤchtliche F Feuerungserſparung lernen, wenn wir, wie ſie, das Kochfeuer zu⸗ gleich zur Erwermüng d des gemeinen Zimmers gebrauchten. Kamine paſſen ſich zwar fuͤr unſer Klima und unſere Hewohuheiten nicht. Der groͤßeſte Theil meiner Leſer wird aber die eiſer⸗ nen Kochoͤfen kennen, welche man auf dem Harz e jetzt gießet, worin zwey, drey oder meh⸗ rere Vertiefungen zum Einſetzen der Toͤpfe ange⸗ bracht ſind. Sie werden wie ein Windofen geheißet, und das Holz oder der Torf liegt auf einem Roſte. Der Ofenkaſten endigt ſich hinten in einen aufgemauerten Behaͤlter eines Keſſels; und nachdem die Hitze auch das darin beſt indliche Waſſer beynahe bis züm Sieden gebrac 133 hat, geht der Rauch durch eine Roͤhre in den S Schorn⸗ ſtein. Ich laſſe es dahin geſtellt ſeyn, ob die Feuer⸗Erſparung beym Kochen auf dieſem Ofen ſchon an ſich gegen das offene Kuͤchenfeuer ſo groß ſey, wie ſie verſchiedene Beſitzer dieſer Oefen doch angeben. Wenn aber dieſe Oefen nicht in den gewoͤhnlichen Kuͤchen unter dem großen Rauchfange ſtaͤnden, welcher die Waͤrme ſogleich wieder wegnimmt, ſondern nur durch eine Roͤhre mit dem Schornſteine verbunden waͤren, ſo wuͤr⸗ den ſie das ganze Zimmer zureichend erwaͤrmen; und ſo koͤnnten unſere Kuͤchen, wie in England, zu⸗ — 184— zugleich das Wohnzimmer der Familie oder der Domeſtiken au zmachen. Der Zug des Ofens wuͤrde die Luft von Dünſeen zugleich immer rein erhalten. d) Dies betrifft jedoch nur den weiteren, ſtark bevoͤlkerten Umkreis von London. In an⸗ dern Diſtrikten muͤſſen ſich die Landwirthe viel⸗ leicht mehr, wie in manchen Gegenden Deutſch⸗ lands, auf einen Vorrath von Beduͤrfniſſen ſchicken, da ſie nicht in Doͤrfern beyſammen, ſondern einzeln in der Mitte ihrer Laͤndereyen wohnen. So brauet z. B. faſt jeder große Farmer ſein Bier, und auf den meiſten Grund⸗ riſſen engliſcher Hoͤfe iſt ein Brauhaus und ein Bierkeller aufgefuͤhrt, indem die Tageloͤhner, falls ſie auch ſonſt nicht bekoͤſtigt werden, doch Bier erhalten, ohne welches kein Englaͤnder glaubt arbeiten zu koͤnnen. Das Malz macht man aber nicht felbſt. ſondern kauft es von den M a1 1 ters. — e) ſhſ von Vre daß die baueten Jirſen von Sü iine B Einkünf fut Re der Fan Anſchli Vrandn lih ſgi nen, und battet In abe wigſten genou Hefeg Anhar vermn zu Sa der bo⸗ man Einen machen Weil famile de der Zug des des zugleih ime den weiteren, udon, Inar⸗ andvirthe hi⸗ genden Deuſſ⸗ Bedürfniſe n beyſamma⸗ er laͤndereyn t jeder groß neiſten Grune thaus und ei te Tagelühner, werden, doh ein Engländer as Mahz mact uft es bon den — e) Von dieſer Maxime weicht man jedoch jetzt ſehr ab, und bauet mehrentheils maſſiv oder von Brandmauer. Man hat naͤmlich gefunden, daß die beſtaͤndigen Reparationen der leicht ge⸗ baueten Haͤuſer ungleich mehr betragen, wie die Zinſen des erſparten Kapitals. In dem Report von Suffolk wird unter andern angefuͤhrt, daß eine Beſitzung von 15,000 Pfund jaͤhrlicher Einkuͤnfte innerhalb elf Jahren 40,000 Pfund fuͤr Reparationen, wegen der leichten Bauart der Farmerhaͤuſer, gekoſtet habe. Die neueren Anſchlaͤge finde ich daher faſt ſaͤmmtlich auf Brandmauern gerichtet. Auch deckt man neuer⸗ lich faſt allgemein mit Schiefer⸗ oder Ziegelſtei⸗ nen, und ſchafft die Strohdaͤcher, wegen Koſt⸗ barkeit des Strohes und der Feuersgefahr, ab⸗ In allen neueren Aufriſſen ſinde ich auch, we⸗ nigſtens an der Vorderſeite, die Symmetrie ſehr genau beobachtet; an der hinteren, nach dem Hofe gerichteten Seite finde ich aber gewoͤhnlich Anhaͤngſel, die nicht aufg⸗ſeßzt ſind, angebracht; vermuthlich weil man die oberen Zimmer blos zu Schlafkammern braucht, und deren ſchon an der vorderen Seite genug hat. Dieſerwegen legt man auch nur ſehr enge Windeltreppen an. Einen Verſtoß gegen die Regeln der Baukunſt machen faſt allgemein die breiten Fenſter. Weil man aber die Zahl derſelben der Fenſter⸗ taxe — 486— taxe wegen einſchraͤnkt, ſo muß die Breite den Abgang der mehreren erſeben. 5 3 3) 4 41 11 f) Im Allgemeinen iſt freylich die Methode. die Ackerpferde zu behandeln, in England ſo, wie der Hr. Verfaſſer ſie beſchreibt. Indeſſen giebt es auch viele Ausnahmen, und der groͤßere Theil der aufgeklärteren Landwirthe iſt der Mey⸗ nung, daß die Futterung der Pferde in dem Stalle mit angebauetem Futter nicht nur weit weniger Grund und Boden wegnehme und, ge⸗ nau berechnet, minder koſtbar ſey, als wenn man die Pferde auf den Weiden herumlaufen laͤßt; ſondern, was vorzuͤglich in Betracht kommt, daß man auch von Stallpferden ungleich mehrere Dienſte als von Weidepferden haben koͤnne. Demohngeachtet gehen aber dieſe auch ſparſamer mit den Koͤrnern bey Pferden um, und geben ihnen im Sommer nur Klee, Lucerne, Espar⸗ cette, und vornehmlich Wicken, die noch gruͤn ſind, aber doch ſchon Schoten angeſetzt haben; im Winter aber haͤufig Moͤhren, und ſeit kur⸗ zem ſehr viel im Dampf gekochte Kartoffeln. Doch hievon an einem andern Dne. Wer — —y——— We(be ond b 8 1 ſie ai auße fiale b radſten jj ſt Fen ir ſa fünd miſ No mis igenn Ern nüiger Jatar de hhin die Drin den die Mechode zEngland ſ bt. Indeſin nd der goͤßer eiſt der Mer⸗ ferde in den icht nur wei mne und, ge als wenn herumlaufen racht kommt, leich mehrere aben käune ch ſpatſamer und gehen rne, Espat⸗ ie noch grin eſeßt hahen; und ſitkur⸗ Fanfeln. 12 Wet Wer aber in England ſeine Pferde auf dem Stalle haͤlt, ſorgt fuͤr einen reinlichen, hohen und luftigen Stall. Dieſen haͤlt man, wenn ſie aufgeſtallet ſeyn wicke fuͤr unumgaͤnglich nothwendig fuͤr die Geſundheit der Pferde. Kein Thier, ſagt der Englaͤnder, liebt Reinlich⸗ keit und verabſcheut Geſtank ſo ſehr, wie das Pferd. Ein jedes Pferd wird ſich beym Ein⸗ tritt in einen dumpfigen Stall gleich ſtraͤuben, und ſich darin ganz anders, wie in einem lufti⸗ gen benehmen. Je mehr ein Pferd arbeitet, deſto noͤthiger iſt es, fuͤr ſeine Geſundheit und Behaglichkeit zu ſorgen; ſonſt wird es bald kraut und ihwach werden. 1 3 Man gieht daher den Pferdeſtaͤllen in der Hoͤhe gehoͤrige Durchzuͤge, ohne daß jedoch der Zug den Koͤrper des Pferdes ſelbſt treffe. Wo moͤglich, muß ein jedes Pferd ſeinen eigenen Stand haben, damit es von ſeinem un⸗ ruhigen Nachbar nicht geſtoͤrt werde. Die abhaͤngig gepflaſterten Staͤnde verwirft man, als ſehr nachtheilig fuͤr den Fuß des Pfer⸗ — 588— Pferdes, der dadurch ſammt den Sehnen in be⸗ ſtaͤndiger Spannung erhalten werde. Man ver⸗ langt ſie durchaus voͤllig waagerecht. Hiier tritt aber die Schwierigkeit ein, den Urin abzuleiten und den Stand voͤllig trocken zu erhalten. Dies hat man auf folgende Art be⸗ werkſtelligt: das Pflaſter des Pferdeſtandes (Taf. 1. Fig. 1.) iſt voͤllig wangerecht. A B iſt die Seite, wohin das Pferd mit dem Kopfe ſteht. In der Mitte des Standes iſt ein Ab⸗ zug E FGH angelegt, der bis auf drey Fuß von der innern Seite hineingeht. Dieſer Abzug iſt oben 7 bis 8 Zoll weit, und geht unten in einen Winkel zu, wie Fig. 2 bey GH zeigt. Nach innen bey EF iſt er nur 3 Zoll tief, erhaͤlt dann aber nach der Auſſenſeite des Standes einen Fall, der ſtark genug iſt, die Feuchtigkeit in den Haupt⸗Abzug D(welchen die dritte Figur im Durchſchnitt, ſammt dem Falle des Abzuges von G bis K, zeigt, und welcher vor den ſämmtlichen Staͤnden hergeht, zu fuͤhren. Dieſer Abzug wird mit einer zweyzolligen Bohle bedeckt, worein ſo viele Loͤcher, wie moͤglich, ge⸗ bohret ſind. An dieſer Bohle iſt oben ein eiſer⸗ ner Ring befeſtigt, um ſie aufzuheben und den Abzug zu reinigen. — Der ———,— — ,— TRAMdannwrnerrnuwnonr i 3 11 Kilbl 29 4 f 2 C 2 77 vin, jeſer ſe 8 eſtandes Seit des Sſ die K Chen d 1ei Fall a welcer ff drey 8 ocken u Artt be⸗ u d geht 1 y GH in, den 1 33 Zoll — — —— . 5 Standis dn lr * — dunr iine 8 genom n Form 38 die Kaa dnn reinigernn den aus 8 ſließt, einen wig — 189— Der Haupt⸗Abzug, welcher, der Laͤnge des Stalles nach, vor den Staͤnden oder in der Mitte des Stalles hergeht, braucht oben auch nur 7 bis 8 Zoll weit zu ſeyn, und wird ebenfalls mit einer Bohle bedeckt. Er muß doch wenigſtens 2 Fuß von dem Stande abſtehen, damit der Harn der Stuten nicht daruͤber weggehe. Da die Pferde immer in der Mitte des Standes zu ſtallen pflegen, ſo wird dieſer Abzug den Urin auffangen und ſchnell abfuͤhren. Man haͤlt es fuͤr beſſer, daß nicht nur jedes Pferd ſeine eigene Krippe habe, um ihm ſein Futter genau zumeſſen zu koͤnnen; ſondern daß dieſe Krippe, welche nur zwey Fuß lang und einen Fuß breit zu ſeyn braucht, auch heraus⸗ genommen werden koͤnne. Sie kann entweder die Form eines Troges oder einer Schieblade haben. Die Krippen, welche nicht herausgenommen wer⸗ den koͤnnen, ſagt man, laſſen ſich nicht gehoͤrig reinigen und nicht ausſcheuren. Was den Pfer⸗ den aus dem Maule und den Naſenloͤchern aus⸗ fließt, ſetzt ſich an das Holz, faulet und erhaͤlt einen widrigen Geruch, der lange in den Krippen bleibt. Auch ohne eigentliche Anſteckung des Rotzes Rotzes und der boͤsartigen Druſe muß dies der Geſundheit der Pferde nachtheilig werden. Krip⸗ pen, die man herausnehmen kann, laſſen ſich dagegen vollkommen rein halten, und das Futter wird den Pferden beſſer daraus ſchmecken. Auch haͤlt man die ſchraͤg ſtehenden Hilten oder Rauffen fuͤr unzweckmaͤßig, und will ſtatt derſelben perpendiculaͤr ſtehende haben. Man zieht letztere vor: 1) weil ſie einen geringeren Raum in ſich faſſen, die Knechte alſo den Pfer⸗ den das Heu nur in kleinen Portionen auf ein⸗ mal aufſtecken koͤnnen, 2) weil die Pferde aus den ſchraͤg ſtehenden Rauffen das Heu mit Unge⸗ ſtum herausreiſſen koͤnnen, wobey vieles vor die Fuͤße faͤllt und vertreten wird, 3) weil bey den gewoͤhnlichen Rauffen der Saamen und die Grannen der Graͤſer den Pferden leicht in die Augen fallen und ſolche entzuͤnden koͤnnen; end⸗ lich 4) weil der Grasſaamen dabey verloren geht, den man in England zum Ausſaͤen ſehr ſchaͤtzt. Die Rauffen ſollen alſo perpendiculaͤr ſtehen, und zwar wie die 4te Figur auf der erſten Tafel im Durchſchnitt zeigt. Die Rauffe ſteht etwa 14 14 Jo die von diejeniſ krüͤml its Figur, Eialls t genonm. Rat das Pf In St Ruhe und daher dar ätpa eih) 36 lediglich beſonde Vartun 8 ngeren xfer⸗ unf ein⸗ tge aus Kannge⸗ Sor die mil bey idd die in die 8 end⸗ bren 3 en ſehr * kehen, 5 Tafel etwa 14 14 Zoll von der Wand E F ab. AB ſtellt die vorderen Sproſſen der Rauffe, AC aber diejenige vor, worauf das Heu ruhet. Der aus⸗ kruͤmelnde Saamen faͤllt nach D herunter, und wird durch die Klappe, welche man in der zten Figur, die eine Anſicht eines ſo eingerichteten Stalles von vorn zu giebt, bey E ſieht, heraus⸗ genommen. 4 Noch andere ſagen, es ſey unnatuͤrlich, daß das Pferd das Heu von oben herab holen muͤſſe. Im Stalle ſolle man dem Pferde alle moͤgliche Ruhe und Bequemlichkeit verſchaffen, und ihm daher das Heu auf einen bretternen Verſchlag. etwa einen Fuß hoch von der Erde, legen. 36 muß dieſe einrichtungen und Vorſchlaͤge lediglich der Pruͤfung ſolcher Leſer, welche eine beſondere Aufmerkſamkeit auf Pferde und ihre Wartung gewandt haben, uͤberlaſſen. 8) = 192— 9) Dies iſt allerdings die gemeine Art, das Milch⸗ und Maſtvieh zu behandeln. Aber alle nachdenkende und aufgeklarte Landwirthe in Eng⸗ land erkennen das Fehlerhafte dieſer Behandlung; und wenn ein ſolcher es einigermaßen zwingen kann, ſo haͤlt er ſein Vieh im Winter auf dem Stalle, oder wenigſtens unter offenen Schauern; nicht der Geſundheit des Viehes, ſondern der Futter⸗Erſparung wegen, indem bey jener Art erſtaunlich viel Futter vergeudet und weniger Miſt gemacht wird. Es ſcheint mir uͤbrigens nicht, als ob wir in Anſehung der Einrichtung der Viehſtaͤlle von den Englaͤndern viel lernen koͤnnten. Einige be⸗ ſondere Einrichtungen habe ich in der Einleizung zur Kenntniß der engliſchen Landwirthſchaft ange⸗ geben. Seitdem habe ich nichts gefunden, was mir beſonders gefallen haͤtte, und was nicht in Deutſchland ſchon beſſer ausgefuͤhrt waͤre. 13 Nur dies muß ich anfuͤhren, daß der Eng⸗— laͤnder, wenn er ſein Vieh im Stalle hat, eben ſo aͤngſtlich dafur beſorgt iſt, daß es immer friſche und reine Luft habe, wie wir es ſind, daß es recht warm ſtehe. Der Englaͤnder behauptet, daß das — Vieh, dieh, W ethalten als ſtant 4) t Shonlan die Ryt welche in )) aus der⸗ dder Fier ſten Un Sached nicht. Kornſch een Anle verke, hevahra Nachthei Parricte N rt, ber 4 Sin 1 Sdͤl an wi ingen muf den auen eren de k rer In Swexige Aob wir Ffelle von Dge be⸗ P lutung tange⸗ 1 nn, was m richt i S. r Eng⸗. 8, eban ae friſche eesrch yaß d das 4 Vieh/ 195— Vieh, wenn es beſtaͤndig in ſtarker Ausduͤnſtung erhalten werde, eben ſo wenig viel Fett auſſegen. als ſtark Milch geben koͤnne. h) Man hat in England, und ſelbſt in Schottland, nur eine Art von Schafen, naͤmlich die Ryeland⸗Art in Herefordſhire, welche im Winter im Stalle gehalten wird. i) Der Vortheil und Nachtheil, welcher aus der Aufbewahrung des Getreides in Scheuren oder Fiemen(Schobern) erfolgt, iſt der genaue⸗ ſten Unterſuchung werth. Jeder, der in der Sache Richter ſeyn kann, verſchweige ſein Urtheil nicht. Wenn, auſſer der Erſparung der großen Kornſcheuren, und der dadurch ſo ſehr erleichter⸗ ten Anlegung neuer Wirthſchaftshoͤfe und Vor⸗ werke, noch anderweitige Vorzuͤge bey der Auf⸗ bewahrung des Getreides in Fiemen, und keine Nachtheile ſind, ſo iſt es die Pflicht eines jeden Patrioten, der dazu beytragen kann, die Einfuͤh⸗ an Bds, Iſte Abtheil. N rung — 1 94— rung derſelben in ſeinem Vaterlande zu befoͤrdern. So gruͤndlich unſer Herr Verfaſſer dieſe Materie aus einander geſetzt, und die Haupt⸗Einwuͤrfe gegen die Fiemen, nach engliſcher Art angelegt, gehoben hat, und ſo wichtig ſeine Stimme in dieſer Sache iſt, da niemand, der ihn kennt, ihm Neuerungs⸗ ſucht vorwerfen wird: ſo ſind doch die Vorur⸗ theile gegen die Kornfiemen in Deutſchland ſo groß, daß es mir nuͤtzlich ſcheint, das, was der Koͤnigl. Baumeiſter Robert Beatſon den Vertheidigern der Aufbewahrung des Korns in Scheuren antwortet, hier im Auszuge ungefaͤhr mitzutheilen. Man ſagt, es ſey ſicherer, das Korn im Hauſe aufzubewahren, 1) weil es mit wenigern Koſten in der Scheure eingebanſet werden kann, als auf dem Fiemenhofe; 2) weil es dort beſſer geſichert iſt; 3) weil man es naͤher bey der Hand hat, wenn es gedroſchen werden ſoll. Was den erſten Grund anbetrifft, ſo ſcheint er blos auf Einbildung zu beruhen; denn die Sorgfalt und Arbeit, welche das Banſen in der Scheure erfordert, wenn es anders ſo geſchehen ſoll, daß man das Ungeziefer abhalten, und die moͤg⸗ — nögli 1 then ſit als w ſeht. ⁸ dagn, t und Ii ſemis Gwiß t hers ert. feylch gewach der On brauchtin ſeehen. E iſt keinegs⸗ freuungs Mitt b Dei der Vo⸗ Vir ha gegen d kann ſich ger einn feſt ange ſo gewit tſaͤem. — NMuie erfeun — gehehe Ier Sat Lerung 8 Vorn Ar land ſ Swas de ron den Srds in Bangeſäh orn im a evigern en eann, c beſſet ar bey der d ſol. ſchein enn die, ere in der ſſchehen und die moͤg⸗ 5 — 195— moͤglichgroͤßte Menge darin laſſen will, erfordert eben ſo viel, wo nicht mehr, Muͤhe und Koſten, als wenn man das Getreide auf dem Hofe auf⸗ ſetzt. Wie viel Zeit und wie viel Haͤnde gehoͤren dazu, um in großen Scheuren durch Zuwerfen und Zureichen der Garben von Hand in Hand ſie an den Ort ihrer Beſtimmung zu bringen!— Gewiß weit mehr, als zur Aufſetzung eines Scho⸗ bers erfordert wird. Die Bedachung kommt freylich bey dieſem hinzu; aber wenn ſie ſo leicht gemacht wird, wie ſie, um den Regen, ſo lange der Schober ſteht, abzuhalten, nur zu ſeyn braucht, ſo kommt die Arbeit ſehr geringe zu ſtehen. Das Stroh, was dazu verwandt wird, iſt keinesweges verloren, ſondern bleibt zur Ein⸗ ſtreuung voͤllig gut, ſchickt ſich vielleicht in den Miſt beſſer, wie friſches Stroh. Der zweyte Grund iſt voͤllig kraftlos, und der Vorzug offenbar auf Seiten der Schober. Wir haben das Getreide gegen Ungeziefer und gegen das Mulſtrigwerden zu ſichern. Erſteres kann ſich in gut angelegten Schobern weit weni⸗ ger einniſteln, als in Scheuren. Wenn auch eine feſt angelegte Banſe es anfangs in dieſen abhaͤlt, ſo gewinnt es doch Raum, ſobald die Banſe N 2 an⸗ — 196— angebrochen worden. Einen Weg in die Scheure weiß es ſich immer zu bahnen. Mulſtrig aber wird, nach allgemeiner Erfahrung, das Getreide in Schobern weit ſeltener, als in Banſen. Man kann es daher immer etliche Tage fruͤher in einen Schober, als in eine große Scheure bringen, worauf bey einem mißlichen Erndtewetter ſo ſehr viel ankoͤmmt. Wenn das Getreide auch noch ſo trocken eingebracht worden, ſo faͤngt es doch nach einiger Zeit wieder an, naß zu werden und zu ſchwitzen. Man denkt daher bey Anlegung der Scheuren auf alle Weiſe darauf, ihnen einen Luftzug zu verſchaffen, um dieſe Feuchtigkeit aus⸗ zutrocknen, und der Mulſtrigkeit zuvorzukommen. In den Schobern, die immer der freyen Luft aus⸗ geſetzt ſind, hat dies keine Gefahr. Hat man Urſache, wegen des Stehlens beſorgt zu ſeyn, ſo hat dies bey dem Schober hoͤchſtens nur in der kurzen Zeit des Abbringens Gefahr, wo man ihn leicht bewachen kann; aus den Scheuren kann auf mancherley Art etwas entwendet werden. Was den dritten Grund anbetrifft, ſo beant⸗ wortet ihn der Englaͤnder nur dadurch, daß die Vorzüge, welche ſich aus allem uͤbrigen ergaͤben, dieſe Unbequemlichkeit bey den Schobern weit uͤber⸗ berwog bedurfe. wichtig! das Ein wenn ſie ſach, ſe ſcütet, Pitiſche rithlcſt geit, wo ter vicht Regen, Einbring doch mit herbunder dieſe Art Eirwurf die gen M gefüͤhlt in Wir Pehfall eichten danach wid, Chare rig kr *(Gen n. M. „Sin eine zsbringan tor ſo ſih acch no r es dh E den und Slulegung [zen aͤder i feeit aus⸗ ugommen. rtuft aus⸗ at man us ſeyn, ſo u in der rennan ihn Den kang rden. beant A daß die reergaͤben, oen weit über⸗ — 297— uͤberwoͤgen, und daß er daher keiner Beantwortung beduͤrfe. Mich duͤnkt aber, er ſey ſo ganz un⸗ wichtig nicht; denn die Arbeit ungerechnet, welche das Einbringen der Schober in die Dreſchſcheure, wenn ſie derſelben auch ganz nahe ſtehen, verur⸗ ſacht, ſo wird dabey doch wohl viel Korn ver⸗ ſchuͤttet, welches zwar nicht gaͤnzlich fuͤr die Wirthſchaft verloren iſt, aber doch nicht aufs raͤthlichſte verwendet wird. Wenn nun zu der Zeit, wo man gern dreſchen will, und die Arbei⸗ ter nicht wohl anders beſchaͤftigen kann, eben Regen, Schnee oder Sturm einfaͤllt, ſo iſt das Einbringen eines Schobers oft unmoͤglich, oder doch mit vielem Verluſte und Unbequemlichkeit verbunden; und man ſieht ſich vielleicht genoͤthigt, dieſe Arbeit ganz aufzuſchieben. Kurz, dieſer Einwurf ſcheint mir derjenige zu ſeyn, welcher die genaueſte Erwaͤgung verdient. Man ſcheint auch in England ſeine Staͤrke gefuͤhlt zu haben, da die in einem Koͤnigl. Farm im Windſorpark aufgeſtellte Erfindung ſo großen Beyfall erhalten hat. Dieſe Erfindung einer leichten beweglichen Dreſchſcheure, welche an den danach geformten Getreideſchober angeſchoben wird, ſcheint auch mir alles zu leiſten, was man ver⸗ — 193— verlangen kann, und den letzten Einwurf vollig zu heben. Dieſe Scheure iſt zuerſt in Pearce'’s View of the agriculture of Berklfhire beſchrieben und abgebildet. Sie erregte die Aufmerkſamkeit der in der Vorrede erwaͤhnten Reiſenden aus der Kurmark Brandenburg ganz vorzuͤglich, und von ihnen raͤhrt nachfolgende Beſchreibung und die dazu gehoͤrige Zeichnung der Scheure her. Dieſe Zeichnung, Taf. 3, giebt eine deutliche Darſtellung, ſowohl der Scheure ſelbſt, als auch eines laͤnglicht⸗viereckigten Getreideſchobers. Der abgebildete iſt nicht auf einer Unterlage, wie ſonſt gewoͤhnlich, ſondern platt auf der Erde auf Reiſern errichtet; iſt mit einem Walm abge⸗ dacht, und unten an ſeiner breiten und an ſeiner Giebelſeite eingezogen. Die Scheure ſelbſt ruhet auf einer ſchmalen Schwelle, iſt von Brettern, die uͤber einander faſſen, leicht zuſammenge⸗ ſchlagen, und mit einem Dache von Schilf bedeckt. Sie iſt 18 Fuß rheinlaͤndiſch lang, 17 Fuß breit und 16 Fuß 8 Zoll hoch, bis unter das Dach. Unter den Schwellen ſind die klei⸗ nen — 2 — . Seeeee me eae Sae in WDenne 8 Vig 2rted(wit ee S, Qanue W She. Lre e Keu, e k aekea, be ee ine S Viem orieben er aamkei Ftns der 1d ton 1dddie 8. N 8) dd ttliche 8 tio auch 19. Der 9 † wie 16 Erde Nrabge⸗ es ſeinet 12 ruhen d 3 nem E ar ne EEEE taienge⸗. 1 rrSchiſf ueol, 17 4 i unter 4 klei⸗ mnen 25 — Wiitee Teue r 3 dhzol Sicer 8„ —— a2 edene Saa Müete 3— 4 e Va. Bc, R, Snn ag] Lauf iar fR aaanwaradadddl T n all le, Dhakebe, e 5 2c aenneenn e, 3 Woe Sechee, e lo 2eeee, h —— 8 4 6 11 e ie 2a, u, en Achſend dder Seiteg die laͤngs t werden,(8 in Englan Stücke Bae in deren Ie. die geride wozu ſolchſs ohne anzi aͤnne; ol Buhlen zit bey größet von gegoſſet 3 dDde h 12 Fuß 7 Fuß wi bequemert Ende deſſt einer leichl MNite ſic „ Gerreides i Jbufen dien daß 3 Zol aleichtern d nen Achſen befeſtigt, worauf drey Raͤder auf jeder Seite gehen, welche auf hoͤlzernen Geleiſen, die laͤngs dem Schober gelegt ſind, fortgezogen werden.(Dieſe hoͤlzernen Geleiſe werden haͤufig in England angewandt. Es ſind entweder Stuͤcke Bauholz von 10 und 12 Zoll quadrat, in deren Mitte man eine Rinne ausgehoͤhlt hat, die gerade ſo breit und tief iſt, daß das Rad, wozu ſolche beſtimmt und eingerichtet ſind, darin, ohne anzuſtoßen oder auszuweichen, fortlaufen koͤnne; oder man ſetzt ſolche aus gehoͤrig ſtarken Bohlen zuſammen. In den Bergwerken, oder bey groͤßerem Maſchinenweſen, hat man ſolche von gegoſſenem Eiſen.) 6 Die bewegliche Scheure beſteht aus einer 12 Fuß 9 Zoll breiten Dreſchflur, und einem 2 Fuß breiten Beyſchlag oder Abtheilung zum bequemeren Herunterbringen des Getreides. Am Ende deſſelben iſt die Scheure wiederum mit einer leichten Wand zuſammengebunden, in deren Mitte ſich eine Oeffnung zum Herausbringen des Getreides befindet. Von dieſer Querwand an laufen die Seitenwaͤnde und das Dach noch 8 Fuß 3 Zoll weiter auf den Schober fort, und erleichtern das Anreiſſen und Herabbringen deſſel⸗ ben, — 200— ben, indem ſolches unter Dach und Fach, alſo auch beym Regenwetter im Trockenen, geſchehen kann. Die Bedachung des Schobers darf nie eher und nicht weiter abgenommen werden, als ſolcher unter dem Dache der Scheure ſteht. Natuͤrlich muß die Hoͤhe, Breite und Form des Schobers mit der Scheure uͤbereinſtimmend, und in allen Dimenſionen etwas kleiner ſeyn; wes⸗ wegen es rathſam iſt, eine Schablone bey Er⸗ richtung deſſelben zu gebrauchen. Auch iſt es ſehr zweckmaͤßig, ein Fundament von 1 Fuß hoch und einen Stein ſtark aufmauern zu laſſen, ſo lang als die Schober ſeyn ſollen, um darauf die Geleiſe, in welchen die Räder der Scheure gehen, zu legen. Die Geleiſe muͤſſen ein be⸗ traͤchtliches laͤnger als die Scheure ſeyn. Hier ſind erſtere 44, und letztere 28 Fuß abgebildet und 64 Fuß veranſchlagt. Sie muͤſſen aus mehreren Stuͤcken beſtehen, damit beym Zuruͤck⸗ ſchieben das vorn leer gewordene Stuͤck hinten wieder angelegt werden kann. Ein Thorweg iſt nicht noͤthig, ſondern nur Thuͤren und Laden. Werden mehrere laͤngliche Schober dicht neben einander angelegt, damit die Scheure von einem zum andern gebracht werden koͤnne, ſo iſt auch —,— —.,—— —nn, a ra ſteht. V 1Tn des lard, und —c wes⸗ Se Er⸗ n itt es In Fuß z laſſe dedarauf. d acheure ttiin be⸗ Mm 7 an Hier Fpebildet ſann aus ns zurück⸗ 2 hinten Dwagſt den. wee 3 A i I NN 3 dich— dre von* ſo iſ auch 6 R nnchen. womit 35 heils 9s. Sal worden ar. zarückgec, gefahted Mühe ng. ſtructioift ſelben. R Erglarta 350 T burg üich ſien und — 201— auch eine Thuͤr auf der Giebelſeite hinreichend, und die hier auf den breiten Seiten bezeichneten koͤnnen wegfallen. Alles uͤbrige wird die Zeichnung deutlich machen. Die Scheuerflur iſt von Bohlen, womit die Dreſchtennen in England mehren⸗ theils ausgelegt ſind, dicht verbunden. Sobald ein Stuͤck des Schobers abgedroſchen worden, wird die Scheure weiter auf denſelben zuruͤckgeſchoben, und ſo nach und nach damit fort⸗ gefahren, bis der ganze Schober ohne Verluſt und Muͤhe abgedroſchen worden. Eine leichte Con⸗ ſtruction iſt alſo eine weſentliche Eigenſchaft der⸗ ſelben. Dennoch belaufen ſich die Koſten in England auf zo bis 60 Guineen, oder Zoo bis 350 Thlr. Nach denen in der Mark Branden⸗ burg uͤblichen Preiſen verhalten ſich die Materia⸗ lien und Koſten folgendergeſtalt. — 202— Anſchlag von den Koſten zu einer beweglichen Scheune, 28 Fuß lang, 12 Fuß tief, 16 Fuß 8 Zoll hoch, von 6 Gel ind mit Windſtreben, einem ganz leichten, 6 Zoll ſtarken Schilfdache, und mit Brettern bekleidet. Dazu wird erfordert: Ich 1) An Arbeitslohn: 2 aOb Dem Zimmermann. Zwey Gleiſe von 4 Zoll ſtarken Boh⸗ len, 6 4 Fuß lang, zu machen, und dieſelben auf jeder Seite mit 2 Zoll breiten und dicken Leiſten zu bele⸗ gen, und dieſelben mit tuͤchtigen eiſernen Naͤgeln zu befeſtigen und auf der ganzen Laͤnge mit 3 bis 4 Zoll Gefaͤlle zu legen, à 1g Gr. 5 8— Die Scheune nach obiger Beſchrei⸗ bung und beyliegender Zeichnung zu verbinden und zu richten, ſind Gebind, à 1 Thlr. 16 gGr. 3Pf. 1011/ 6 Seite 15 96 ——— —— lag Kreglihen Shm. ief, 16 Saß, Vindfreben, einn Schiſſdachr, un rdert: 3 f! hrei⸗ V b nung ſindſ 11 f te 115 9 Uebertrag Die ganze Scheune auswendig mit ſchwachen, rauhen, geſaͤumten und geſchmiegten Tiſchlerbrettern zu bekleiden, desgleichen den einen Giebel und die Tennewand, ſind 1324 Qu. Fuß, à 1½ Pf. ⸗ Die Scheunflur zum Dreſchen, 19 Fuß lang, 16 Fuß breit, mit 1 4 Zoll ſtarken geſpundeten Brettern zu dielen, ſind 304 Fuß, à„Pf. Drey Unterlagen zu fertigen und die Scheunflur zu legen, ſind 60 Fuß, 43 Pf. Drey Axen, jede 19 Fuß lang, zu machen, unterzubringen und die Schwellen darauf zu befeſtigen, ſind 57 Fuß, à 6 Pf. ⸗ Zwey Thuͤren, 6 Fuß breit, 3 Fuß hoch, zu machen und einzupaſſen, à 12 gGgr. 2 Sechs Rollen, 1 Fuß 3 Zoll hoch, 4 Zoll ſtark, von feſtem eichenem Lbge zu ſchneiden, zu lochen und auf die Axen zupaſſen, à 8Gr. An zufaͤlligen Ausgaben u. Botenlohn 235 1 15 9 6˙/121 21 2 — 15 14 1— 2— 1— ch 6 1 Dem Zimmermann in Summe V 3⁰ 5 2 20¾ Dem Schmied: Zwey Thuͤren mit ſtarken Baͤndern, Stuͤtzhaken und Ueberwurf mit Stichkrammen zu beſchlagen, à 1 Thlr. 18 g Gr. ⸗ ¹ SechsRRollen mit Reifen und Buͤchſen zu beſchlagen, desgleichen die Axen mit Blechen und Tragebaͤndern, àA 3 Thlr. 2 2 Dem Schmied in Summe Dem Decker: Das Dach 15 Zoll weit zu latten, Bandſtoͤcke zu machen, Bandwei⸗ den zu ſuchen, und daſſelbe mit Schilf oder Stroh 6 Zoll ſtark recht tuͤchtig zu decken, und die Firſte mit Strohpuppen zu befeſti⸗ gen, ſind 43 Qu. R., à 12Gr. Dem Maurer: Unter die beyden Gleiſe, jedes 6 4 Fuß lang, 1 Fuß hoch und 1Stein ſtark, von Mauerſteinen in Kalk unter⸗ zumauern, 2 s 2[8˙ α½ 3˙12— 18—— 21112— 21 9— Summa per se ſind 128 Cubikfuß 1188 incluſ. Graben, à 4 Pf. ⸗ Summa per se ————— — 205 2 Wiederholung der Ausgaben 5 8 an Arbeitslohn: Dem Zimmermann„. 30 5 2 Dem Schmied 2 2 21/12— Dem Decker„ ⸗ 219— Dem Maurer ⸗„⸗ 1[18 8 Arbeitslohn in Summa 55/2010 2) An Materialien. Zehn Stuͤck Mittel⸗Kienen⸗Bauholz, à 2 Thlr. 12 gGr.. 25,—,— Davon 8 Stuͤck zu Halbholz zu ſchneiden, à 8 g Gr. ⸗ 216— Davon 2 Stuͤck zu wenue à 16 gGr. 2 1 8— Elf Stuͤck 20fuͤßige Saͤgeblöͤcke zu kaufen, à 2½ Thlr. ⸗ 27 12,— Davon 8 Stuck auf der Hand zu Tiſchlerbrettern zu ſchneiden, à 1 Thlr. 6 gGr.. 10— ,— Davon 3 Stuͤck zu ſtarken Spund⸗ brettern; zu ſchneiden,: à 1 Thlr. 3—— Zwoͤlf Stuͤck Lattſtaͤmme/ à 12 g Gr. 6—— dieſe zu ſpalten, à 2 gGr.—— 1250 Stuͤck Mauerſteine, à Thlr. 12/12— Seite 89—— Uebertrag Eine Tonne Kalk ⸗ ⸗ Vier Schock Stroh, à 2 Thlr. Ein Stuͤck rindſchaͤliges Holz ⸗ Funfzehn Schock Lattnaͤgel, à 5 9Gr. 216 T An Materialien in Summa An Arbeitslohn in Summa — Q OOͤd 00— .55 15 20 10 Summa Summarum 159 11110 Ua den jei zu beſt Werlſ ton eit 11 8 Gehe dichs dunt 35 20 10 —Uͦ ſ159 1lſi —- 207— Um auch die Koſten in Niederſachſen nach den jetzigen hohen Material⸗ und Arbeitspreiſen zu beſtimmen, iſt folgender Anſchlag von einem Werksverſtaͤndigen gemacht worden. Ko ſten ⸗ Anſchlag von einer beweglichen Scheure, 28 Fuß lang, 17 Fuß breit, 16 Fuß 8 Zoll hoch, von 6 Gebinden mit Sturmruthen, einem 6 Zoll dicken Schilfdache, und leichter Bretterbeklei⸗ dung an den Waͤnden. 1) Eichen⸗ und Tannenholz V im Ankaufe. 2198 6 84 Fuß zu eichenen Gleisbohlen von 14 Fuß, 4 Zoll dick, 14 Zoll 3 breit, à F. 5 Gr.. 1124— 168 Fuß zu 12 dergl. Leiſten von 14 Fuß, 2 Zoll Qu., à F. 1 Gr. 4/24.— 63 Fuß zu 3 dergl. Achſenhoͤlzer, eine· ſtaͤmmig von 21 Fuß, 9 Zoll Qu. à F. 3 Gr. 1- 14—,— 56 Fuß zu 2 tannenen Seiten⸗ ſchwellen von 18 Fuß, 7 Zoll Qu., 1 à 3 Gr. ⸗ ⸗ 2. 4˙[24,— Seite 355—— Uebertrag 35 Fuß zu 2 Querſchwellen von 17½ Fuß, 7 Zoll Qu., à 3 Gr. 105 Fuß zu 6 Mittellagen von 17 Fuß, 6 Zoll Qu., a F. 2 Gr. 165 Fuß zu 10 Staͤndern von 16 Fuß Halbhoͤlzer, 5 Zoll Qu. A F. 2 Gr. 2 34 Fuß zu 2 dergl. von 17 Fuß, gleicher Staͤrke, à F. 2 Gr. 76 Fuß zu 4 Baͤnder von 19 Fuß, 4 Zoll Qu., à F. 1 Gr. 6 Pf. 36 Fuß zu 2 Baͤnder von 18 Fuß gleicher Staͤrke, à F. 1 Gr. 6 Pf. 34 Fuß zu 2 Baͤnder von 17 Fuß gleicher Staͤrke, à F. 1 Gr. 6 Pf. 56 Fuß zu 2 Platen von 28 Fuß * Zoll Qu., à F. 1 Gr. 4 Pf. 108 Fuß zu b Balken von 18 Fuß 6 Zoll Qu., à F. 2 Gr. ⸗ 150 Fuß zu 10 Sparren von 15 Fuß am Gipfel ½ Zoll Qu., à 1Gr. 32 Fuß zu 2 dergl. von 16 Fuß gl. St., à F. 1 Gr.„ 64 Fuß zu 4 Sturmruthen von 16 Fuß 4 Zoll Qu., à F. 1 Gr. 6 Pf. 3 4— Seite 78114] 4 84 St ausz 2 Zal beleg geln nitz Na laͤ 53 Fnß i ten u Rolle 2u Bd. — 2 2 — 1 Paar Schwapen von 26 Fuß, am Lfe 3 Zoll geritzt, ⸗ 3 Stuͤck Latten von 17 Fuß, à St. 27 Gr. 2 2 2 30 Stuͤck Latten von 12 Fuß, à 2 Gr. 19 Stuͤck Bohlen von 19 Fuß 13 Zoll ſtark, à St. 24 Gr. 12 14½ Schock Bekleidungsbretter von 17 Fuß vS zöllig, a St. 9 Gr. 2 Schock dergl. 1 2 fuͤßige, à S oct 9 Thlr. 2 2 2) Zimmerlohn. 84 Fuß eichene Bohlen zum Gleiſe auszuarbeiten, an jeder Seite mit 2 Zoll dicken und breiten Leiſten zu belegen, letztere mit eiſernen Naͤ⸗ geln zu befeſtigen, und die Gleiſe mit 3 biß 4 Zoll Fall auf der gan⸗ zen Laͤnge zu belegen, à Fuß 2 Gr. 63 Fuß eichene Achſenhoͤlzer zu berei⸗ ten und auf beyden Enden fuͤr die Rollen abzurunden, à Fuß 1 Gr. Uebertrag — 21— 2 33— 1/247— 12[24/— 20—— 6—— — 22 8 2 4 341 1127— Seite 615— 2u Bds. 1ſte Abtheil. O 951 F u Tannenholz auszuarbeiten und nach obiger Beſchreibung und beyliegender Zeichnung zu verbin⸗ 19 den und zu richten, à Fuß 6 Pf. Die ganze Scheune auswendig mit rauhen, geſaͤumten und abge⸗ ſchmiegten Brettern zu bekleiden, desgleichen den einen Giebel und die Tennenwand, ſind 1324 OF. à 2 Pf. 2 2 2 „ Die Scheunflur zum Dreſchen, 19 Fuß lang, 16 Fuß breit, mit 13 Zoll ſtarken Bohten gefedert;, zu belegen, ſind 304 QFuß, à 3 Pf. 2 Thuͤren, 6 Fuß breit und 8 Fuß hoch, mit tannenen Leiſten zu machen und einzupaſſen, fuͤr 96 OFuß Arbeitslohn, à QFuß 6Pf. 6 Rollen, 15 Zoll hoch, 4 Zoll ſtark, von feſtem eichenem Holze zu ſchneiden, zu lochen und auf die Axen zu paſſen, Holz und Arbeitslohn, à 18 Gr. ⸗ 2 Schwapen in ſchraͤger Richtung unter die Sparren her zu nageln, Uebertrag— à 3 Gr. 2 5 2 „ d —2 6— Seite 43/527 2 11* zuuna „ Prodh 4f 9 9 11500 mit 1T 6 Mm 2 Fude 6 Himt V Unter Fuß nen zu inel 4 Sch 14 Sc 12 Sd — Uebertrag 172 Schock Latten 15 Zoll weit auf⸗ zunageln, à 18 GräG. ⸗ 2 Brodbretter anzubringen, à 4 Gr. 4 Pf. ⸗⸗. 1 Summe 3) Mauer⸗ und Dachmaterialien, auch Arbeitslohn. 1150 Stuͤck Mauerſteine, koſten mit der Anfuhr, à Hundert 1 Thlr. 17 Gr... 6 Himten Kalk, à 12 Gr. 7 Pf. 2 Fuder Mauerſand, à 6 Gr. 6 Himten Kalk zu loͤſchen, à 4 Pf. Unter die beyden Gleiſe 84 laufende Fuß Fundament von Mauerſtei⸗ nen 1 Fuß hoch und breit in Kalk zu mauren, ſind 84 CEubikfuß incluſ. Aufgraben,: à 6 Pf. 4 Schock Stroh, à Thlr. 24 Gr. 1½ Schock Schaͤchte, à 30 Gr. 12 Schock Weiden, à 1 Gr. 4 Pf. 8 0 O G 1 — O* N Seite 33723 O 2 Uebertrag 945 OFuß Swohdach, 6 Zoll dick, recht tuͤchtig zu machen, à OFuß 1 Pf.„ 2 2 2 23 laufende Fuß Firſten mit Stroh⸗ vuppen zu i heſeſtigen, a 4 Pf. Summe 4) Schmiedearbeit und Naͤgel. 2 Thuͤren mit ſtarken Federheſpen⸗ Stutzhaken, Ueberwurf und Kram⸗ 83 pe zu beſchlagen, à 1 Thlr. 6 Gr. 6 Rollen mit Reifen und Buͤchſen zu beſchlagen, desgleichen die Axen mit Blechen und Lragehäaͤudetn, à 3 Thlr. 2 2 34 Naͤgel in die zeiſte der Gleiſe, à 2 2 Pf. 2 2 12 dergl. in die Mittellager,⸗ 4 6 Pf. 20 dergl. in die Schwapen, à 4 Pf. 12 Naͤgel in die Sturmruthen, à 1 Gr. ⸗—. 3 Schock große Bodennaͤgel zu den Flurbohlen, à 15 Gr. ⸗ 12 Seite 1) LEihe 0) Züm ) Nau haauch Ankau 9) Schm Aebertrag 23 10 Schock Brettnaͤgel. à Gr. 2 8,— 5 5 Schock Lattnaͤgel, à 19 Gr. ⸗ 19,— Samme 26 18— Wiederholung. 1) Eichen⸗ und Tannenholz im 95 Ankaufe ⸗. ⸗ 122 9 4 2) Zimmerlohn 5 4 44˙19 6 3) Mauer⸗ und Dachmaterialien, auch Lohn 5 2 2 37 9 3 4) Schmiedearbeit und Naͤgel 26,˙18— Summe ſ23eſr9ſ 5 — 214— Nachdem eine ſolche bewegliche Scheure auf einem Landgute in der Mark Brandenburg, wo⸗ ſelbſt jede als zweckmaͤßig anerkannte Erfindung ſo gern ausgefuͤhrt wird, errichtet worden, hat man bey ihrer Anwendung folgenden Mangel gefunden. Da das Stroh hier betraͤchtlich laͤn⸗ ger iſt, wie in England, wo man alles Winter⸗ getreide mit der Sichel in der Mitte des Halms abſchneidet, ſo iſt die Dreſchtenne viel zu klein, obgleich ſie 14 Fuß breit und 10 Fuß lang erbauet worden. Zwey darin angeſtellte Dreſcher ſind genoͤthigt, alle zwey Tage das Korn rein zu machen, was viel wirthſchaftliche Unbequem⸗ lichkeit hat. Dann iſt das Gebaͤude mit der angegebenen Hoͤhe von 16 ½ Fuß auſſer Ver⸗ haͤltniß hoch geworden, erfordert daher, daß das Holz aus Halbholz, 6 Zoll ſtark, errichtet werde, wodurch das Ganze offenbar zu ſtark und zu ſchwer wird. Allen dieſen Maͤngeln koͤnnte aber abgeholfen werden, wenn man das Gebaͤude 20 bis 22 Fuß breit, aber nur in der gewoͤhnli⸗ chen Scheuerhoͤhe von 12 ½ Fuß erbauete, und dazu vierzoͤlliges Kreuzholz anwendete. Eine da⸗ bey angebrachte Verbeſſerung iſt, daß man die Achſen unter den Schwellen ganz weggelaſſen hat, und ſtatt der Raͤder Kugeln gebraucht, die mit dem Gleiſe fortgeruͤckt werden. Auch iſt ſtatt eines Sparrndaches, ein Boh⸗ endach an⸗ ge⸗ an auf ten, i kang b Kchlia 8 binter⸗ 2 chalns— llein,„ 1. ln) A dreſter 3 Din ni 4 1 equen Ait der Fu Ver: aß das— 8 r0 werde, rund zu. Site abꝛ: 1 äude 20 whnl⸗ e, und eine A an di. ergelaſgn. brauch Aäh S dac an⸗ 4 Whchelh int, n gebracht w 8 runde Forn mel. Ect, 2 Dratitte, ne ·, Pem beveglichen noc anzubr beindlche ſem Fortri tr gerückt Sache gan hat der ber bewegliche bracht. der cher Gerre SHerrn V aten Taf keſſelförn auema auf chan net.. 4. ecli, be —/ ch„. r hn 2. tltuals Suh. X8X des, 1 W. Sang ͤaus Sl 2öcchon, Dilalen . Üt— miamenes 3 42* 5 3 Porte der 143 Dhevwne Sotble D, dle 4 8—„ 2 2 5. 3 32 ll. Abherle!, 22, edde l,* Moer Shochn a,iel mei Raeeohlna, 2 z . 3— 5 3 beig 2e 4 aeduches, 83 A 2, nacteken, ———————————— 4———— rr un 2. EAe deen gebracht worden, wodurch das ganze Dach eine runde Form erhalten hat. Wenn es möͤglich waͤre, in einem ſolchen beweglichen Schoppen eine gute Dreſchmaſchine noch anzubringen,— das auſſerhalb deſſelben befindliche Getriebe muͤßte freylich bey jedesmali⸗ gem Fortruͤcken abgenommen, und fuͤr ſich wei⸗ ter geruͤckt werden koͤnnen— ſo wuͤrde die Sache ganz vollkommen ſeyn. Wie ich hoͤre, hat der verdienſtvolle Hr. Prediger Peßler eine bewegliche Dreſchmaſchine ſchon zu Stande ge⸗ bracht. Die runde oder laͤnglicht⸗viereckige Form ſol⸗ cher Getreideſchober oder Fiemen iſt von dem Herrn Verfaſſer beſtimmt angegeben. Auf der 2ten Tafel findet man eine runde, oder vielmehr keſſelfoͤrmige abgebildet, die entweder auf einem aufgemauerten Grunde, wie Fig. 1 zeiget, oder auf champignons⸗aͤhnlichen Fuͤßen(Fig. 3) ruhet. Man macht auch den Grund wohl acht⸗ eckig, bedeckt ihn entweder ganz mit Bohlen, oder — 216— oder legt nur von einander entfernte Balken daruͤber, und quer uͤber ſelbige Stieffeln und Reiswerk. Eine laͤnglicht⸗viereckige mit einem Walm, oder eingezogener Giebelſeite, findet man auf der dritten Tafel neben der beweglichen Scheure abgebildet. Man kann ſelbige ſo lang machen, wie man will. Unten pflegt man die Schober einzuziehen, nach der Mitte zu ſich aus⸗ dehnen, und dann wieder ſpitz zulaufen zu laſ⸗ ſen, wodurch der Regen am beſten abgehalten wird. Ich fuͤge nur noch aus der Beſchreibung, die mehrerwaͤhnte Reiſende von der Errichtung der Schober an Ort und Stelle aufgezeichnet haben, folgendes hinzu: Die mit der Sichel in der Mitte des Halms abgeſchnittenen Weitzengarben werden dicht an einander feſtgepackt, und zwar die Aehren am aͤuſſern Rande inwendig, die uͤbrigen aber ſo gelegt und ſchichtweiſe uͤber einander gepackt, wie der Grundriß auf Tafel 4⸗ Fig. a und c, zeigt. Von auſſen kommen alle Aehren nach innen zu, ſo daß bloß die Stamm⸗Enden heraus ſtehen. Von innen 2u 5 zu wer Mitte, Um de den wi auf To zu lig 3 hatkt! heraus geeichh gleich bis bie I Däütſch ſeht h Sorgſe den d und? fider 6 V Man ren! muß Sor⸗ Eng e Pälben ffln ud Prit in Indet ma weglichn Ilhe ſo lang 3 man die 3 ſich aus⸗ Ifen zu laß abgehalten Schreibug Errichtn fgezeichn Mitte de gen werde 1) zwat d edie übrire ör einant Tafel! un komme 5 bloß Von ims 1 zu werden aber die Stamm⸗Enden nach der Mitte, und die Aehren nach auſſen zu gekehrt. Um dem Ganzen aber Feſtigkeit zu geben, wer⸗ den mitunter auch Schichten eingepackt, wo, wie auf Taf. 4 Fig. b, alle Aehren nach inwendig zu liegen. Dieſe Haufen werden dann ſehr nett abge⸗ harkt und abgezupft, ſo daß nicht eine Aehre herausſtehe, und kein Loch oder irgend eine Un⸗ gleichheit zu ſehen ſey. Dies geſchieht ſowohl gleich bey Einrichtung der Schober, als acht bis vierzehn Tage nachher, wenn, wie man im Deutſchen zu ſagen pflegt, das Gerreide ſich ge⸗ ſetzt hat, und zwar mit aͤuſſerſtem Fleiße und Sorgfalt. Um den Grund herum ſucht man den Boden ſehr rein zu erhalten, damit Ratten und Maͤuſe keinen Weg in den Schober hinein finden moͤgen. Die Groͤße der Schober iſt ſehr verſchieden. Man macht ſie von zehn bis funſzig und mehre⸗ ren Ladungen. Bey Gerſten⸗, Hafer⸗ und Bohnenſchobern muß das Packen und Feſttreten mit doppelter Sorgfalt geſchehen, da dieſe Getreidearten in England ſo, wie das Heu, behandelt, und nicht in in Garben gebunden werden. Bey dem nach⸗ maligen Zurechtziehen der Schober werden ſolche, wenn es erforderlich iſt, mit dem Heumeſſer beſchnitten, ſo daß ſie die gehoͤrige Form er⸗ halten. 1 183 4 Zur Bedachung nimmt man die von den Sicheln ſehr hoch ſtehen bleibenden und nachher abgemaͤheten Weitzenſtoppeln, welche man in England uͤberhaupt zur Deckung leichter Gebaͤude gebraucht. Dieſe werden angefeuchtet, gerade gezogen, getrocknet, und damit vermittelſt Heu⸗ ſtricke ein ordentliches Dach auf den obern und zugeſpitzten Theil des Schobers gemacht. Das Stroh ſchließt feſt an, und werden die Heuſtricke vermittelſt eines Hakens recht feſt gewunden. Die Sorgfalt, womit man dieſe Schober anlegt, und die Gewandtheit und Uebung, womit man ihnen die regelmaͤßige Form und gleichmaͤßige Dichtigkeit giebt, und ſie alſo vor dem Eindrin⸗ gen des Regenwaſſers ſchuͤtzt, unterſcheidet dieſe engliſchen Schober ſehr von denen, die man in Deutſchland errichtet..— maßen haus gemach 5o bie dergen Netig wo m die G durch Tafel zieht ein Vieh gruͤn fän V em wi⸗ den ſolhe zeumeſt =form a evon den 8 nachher 3 man in 2 Gebaͤude di, gerade Keelſt Heu⸗ ern und r. Das euſtricke wunden. Zer anlegt, — mit wan richmaͤßige Eindrin⸗ jeidet dief eman in 4 k) Um die in England jetzt fuͤr muſter⸗ haft gehaltene Einrichtung der Pachthoͤfe deutlich darzuſtellen, habe ich die 4te und zte Tafel, die aus den Communications to the Board of Agriculture genommen worden⸗ hier beygefuͤgt. Man haͤlt es, wenn der Platz es einiger⸗ maßen erlaubt, fuͤr ſehr zweckmaͤßig, das Wohn⸗ haus ſammt den Nebenzimmern, worin Feuer gemacht wird, von den Wirthſchaftsgebaͤuden 50 bis 60 Schritte zu entfernen, theils um der Feuersgefahr, theils um der Reinlichkeit und Nettigkeit willen. Dem Wohnhauſe giebt man, wo moͤglich, die Lage nach Suͤden, und deckt die Giebelſeiten nach Oſten und Weſten gern durch Baͤume und Gebuͤſch, wie auf der 5ten Tafel angezeigt worden. Nach der Hofſeite zieht der auf Reinlichkeit haltende Farmer gern ein Stacket vor dem Hauſe hin, theils um das Vieh vom Hauſe abzuhalten, theils um einen gruͤnen oder mit Blumen beſetzten Platz vor ſeinen Fenſtern und Thuͤren zu haben. Man ſieht auf dieſen Abbildungen die Schornſteine am aͤuſſerſten Ende der Giebelſeite herausgefuͤhrt. Dies iſt in England die herr⸗ ſchende Methode. Bauverſtaͤndige billigen ſie aber nicht, weil ſie das Gewicht an den aͤuſſern Waͤnden vermehren, leichter rauchen, und, mehr nach innen angelegt, etwas zur Waͤrme des Hau⸗ ſes beytragen. Die neueren landwirthſchaftlichen Baumeiſter in England nehmen bey Legung der Wirthſchafts⸗ gebaͤude hauptſaͤchlich darauf Ruͤckſicht, daß der Wirth oder vielmehr die Wirthinn, wenn ſie in ihrem gewoͤhnlichen Zimmer ſich aufhaͤlt, den ganzen Hof und den Eingang zu allen Gebaͤu⸗ den uͤberſehen koͤnne. Daher ſind die Gebaͤude ſo gelegt, daß die aus dem Fenſter des gewoͤhn⸗ lichen Zimmers gezogenen Linien in rechten, oder dieſem moͤglichſt nahe kommenden Winkeln auf dieſe Gebaͤnde zuſtoßen. Wenn der Mann oder die Frau ſich hier aufhaͤlt, ſo kann ihnen nicht leicht etwas entgehen, was auf dem Hofe oder in dieſen Gebaͤuden geſchieht. Sie koͤnnen we⸗ nigſtens jeden aus⸗ und eingehen ſehen, alle vor⸗ fallende Unordnungen bemerken, und ſolchen zu⸗ vorkommen, ehe ſie zu weit einreiſſen. Die auf der zten Platte zunaͤchſt am Hauſe befindlichen Ge⸗ — sie die ebelſar ie herr Digen ſe Gaͤuſſen t d meyt Des Haue 8 — weiſter ſchafti⸗ adaß der oun ſe in g⸗ den o Hebäue hebände gewohn⸗ Sen, oder eln auf andlichen ic 70 0 70 260 30 65 30„„ 9 26 36 ℳ 8 670 67 2 — 4 2 24 ve r f u 84 Gebaudelte nnter dere rung di 2 genug ma daß wen Frieti 1h) eine is 93—ſͤ — ᷣ == —— ——— Gebaͤude ſind ſolche, welche die Wirthinn ſelbſt unter dem Schluͤſſel haͤlt. Nachſtehende Erklaͤ⸗ rung dieſer Tafeln wird dies alles Heznch genug machen.— Fuͤnfte Tafel. Das Wohnhaus A enthaͤlt a) eine groͤßere Kuͤche, die fuͤr den Sommer beſtimmt zu ſeyn ſcheint. So habe ich es wenigſtens in den aͤhnlichen Haͤuſern der Frieslaͤnder angetroſſen. b) eine kleinere Kuͤche, fuͤr den Winter; c) das gewoͤhnliche Zimmer fuͤr den Hausvater und die Hausmutter; d) das Beſuchzimmer, e) die Speiſekammer⸗ f) den Keller, g) die Vorrathskammer. Die Nebengebaͤude beſtehen in B u. C zwey Scheuren, wovon auch die eine ein Viehſtall ſeyn kann; D u. E zwey Staͤllen, F einem Heuſchoppen, — 222— G einem Strohſchoppen, H u. I zwey Wagenſchauern, K einem Kornhauſe, L Schweinekoven. In der Mitte des Hofes Riegt ein kleiner Teich oder Viehtraͤnke. Sechste Tafel. Auf dieſer enthaͤlt das Wobnhaus A fol⸗ gende Zimmer: a) die Kuͤche, b) das gewoͤhnliche Zimmer, c) das Beſuchzimmer, d) ein Cabinet oder Comtoir, e) das Brauhaus. Die Anhaͤngſel oder Fluͤgel: f) die Speiſekammer, g) den Keller, 5) den Cyderkeller, 1) den Bierkeller, k) die Molkenkammer⸗. 1) die Vorrathskammer. —— 8 1 ber, u fézernnwie —.l 7 — Keriſale 5 U TI TEEE) 7 ‿ 5 99— 20 —— 70 0 7 6 I— 70 5A ⸗ 5. Die X einem B einem G einer einer. E u. F;S GuH Iu. K I einem M einen N einem 0 Schw Gervo V hem de Shela ſolche E * 4 5 4 Pohha Von hauſes iſ nar Schl — 223— Die Nebengebaͤude beſtehen in A einem kleinen Stalle, B einem großen Stalle, C einer Geſchirrkammer, D einer Heukammer, E u. F zwey Wagenſchauern, G u. H zwey Scheuren, Tu. K zwey Strohſchoppen, L. einem Kuhſtalle, M einem Ochſenſtalle, N einem Kornhauſe, O Schweinekoven. Sewößnlich iſt der befrie edigte Hof auf wel⸗ chem die Korn ſchober errichtet ſind, hinter den Scheuren auswaͤrts. Auf der 4ten Tafel ſind ſolche Schober jedoch auf der linken Seite des Wohnhauſes abgebildet. 4. Von den oberen Stockwerken des Wohn⸗ hauſes iſt kein Grundriß beygefuͤgt, weil ſolche nur Schlafkammern zu enthalten pflegen. Wenn Wenn ich, wie ſchon oben geſagt iſt, weit entfernt bin, die engliſche Einrichtung der Ge⸗ baͤude und Hofe allgemein und unbedingt zu empfehlen: ſo glaube ich dennoch, daß von dem Einzelnen in dieſer Einrichtung nach Ortsver⸗ haͤltniſſen ein nuͤtzlicher Gebrauch gemacht wer⸗ den koͤnne. Wenigſtens kann die Kennmiß der⸗ ſelben auf manche neue und fruchtbare Ideen leiten, um unſere laͤndliche Bauart zweckmaͤßi⸗ ger und ſparſamer einzurichten, ohne gerade den Englaͤndern blindlings nachzuahmen. Der Platz, welchen der Englaͤnder dem Wohnhauſe, ſelbſt auf kleineren Pachthoͤfen, an⸗ weiſet, iſt gewiß beſſer gewaͤhlt, als auf den meiſten neu bebaueten Guͤtern in Deutſchland. Hier muß man faſt immer uͤber den Wirth⸗ ſchafts⸗ und Miſthof fahren, um zum Wohn⸗ hauſe zu gelangen. Die oft pruͤchtige Fagade neuerer Landhaͤuſer macht mehrentheils einen ſon⸗ derbaren Contraſt mit dem doch nie voͤllig rein zu erhaltenden Miſthofe;— einen Contraſt, der auch auf den eifrigſten Landwirth keinen angeneh⸗ men Eindruck machen kann. Ein Miſthaufen kann nie ein erwuͤnſchter Standpunkt ſeyn, um ein ſchoͤnes Gebaͤude zu betrachten, und immer werfen die Saͤulen eines ſtolzen Gebaͤudes einen herab⸗ wuͤrdigenden Schatten auf niedrige Viehſtaͤlle. Man Nan hat cus durdt und decor virdaber hausmüde ſeht hat,bi fann denne ſchaſtzhof! Under dert haus wit chtet; e ſlbige ſe groundh)i dem Hauft dggen aben gußern od ſhloſſeet Pelen de nit eigen iſre Wohr In dieſe zeerungen ſcafisgeb ſithen. eiſe Vien aägeſchlag äſſen Ei aüſgeſti 27 Wh. tin ein i Errihung d dund möedinn, dach, daß bon e ung nach Ortzer ruch gemacht wer die ſemnni der d frucitere Jden daunr zwetmi⸗ en ohne gerdde den amna. Erlander den n lacthäſen, n t, ab auf de i Dauſſcland. lber den Wirt⸗ um zun Wahu⸗ prächige Faond enheils enenſor c wie dölig ni inen Contraßz de hkeinen angen⸗ Niſtbaufer em t ſen, um tn undinmerverfn des äien hel edrige dähſtül. Yu — 225— Man hat daher haͤufig das herrſchaftliche Wohn⸗ haus durch hervortretende Pavillons, Balluſtraden und decorirte Einfahrten abgeſondert. Hierdurch wird aber nur der Zweck, warum man das Wohn⸗ haus mit dem Wirthſchaftshofe in Verbindung ge⸗ ſetzt hat, vereitelt; der Uebelſtand bleibt, und man kann dennoch mebrentheils nur uͤber den Wirth⸗ ſchaftshof zum Wohnhauſe gelangen. Der Eng⸗ laͤnder vermeidet dies alles, indem er das Wohn⸗ haus mit ſeiner Hauptfagade nach der Straße zu richtet; es ſey nun, daß er es unmittelbar an ſelbige ſetze, oder einen Luſtplatz(Pleaſure- ground), einen Vorhof(court yard), vor dem Hauſe anlege. Hinter dem Wohnhauſe liegen aber die Wirthſchaftsgebaͤude, in einer groͤßern oder weitern Entfernung, in einem ge⸗ ſchloſſenen runden oder viersghigen Hofe herum. Wollen die Bewohner des Hauſes die Wirthſchaft mit eigenen Augen uͤberſehen, ſo nehmen ſie ihre Wohnzimmer nach der hintern Seite heraus. An dieſer hintern Auſſenſeite wuͤrde ich alle Ver⸗ zierungen vermeiden, und ſie mit den Wirth⸗ ſchaftsgebaͤuden in Uebereinſtimmung zu ſetzen ſuchen. Es iſt nicht gut, daß ein Knecht oder eine Viehmagd die von ihnen vielleicht zu hoch angeſchlagene Pracht eines Gebaͤudes anſtaune, einen Schwarm von Livreebedienten und ſchoͤn aufgeſchirrten Pferden oft vor Augen habe, und an Bdö. 1ſte Abtheil. P ddie die in praͤchtigen Equipagen verachtungsvoll vor ihnen vorbey, dem Wohnhauſe zueilenden Beſuche ſehe. Prunk und Wirthſchaftlichkeit muͤſſen, — andere Gruͤnde zu verſchweigen— wenig⸗ ſtens dem Anſcheine nach, getrennt ſeyn. Durch jene Einrichtung wird dies erreicht. Wir ſind ſeit einiger Zeit mit einer ſolchen Menge von Ideen und Vorſchlaͤgen zu Gartenge⸗ baͤuden und Gartenanlagen uͤberſchwemmt wor⸗ den, daß man glauben muß, die Abſicht ſey, ganz Deutſchland in einen Luſtgarten zu verwandeln. Wenn es mit dem Bauen und Anpflanzen ſo leicht gienge, wie mit dem Erfinden und Kupferſtechen, o waͤre das nicht unmoͤglich. Nun aber wird es wohl bey dem guten Willen der Gartenſcenen⸗ Kaler und ihrer Verleger bleiben, und wir werden— zumal unter den gegenwaͤrtigen Con⸗ juncturen— die meiſten romantiſchen Garten⸗ gebaͤude wohl nicht anders, als auf dem Papiere, oder, mit einer guten Einbildungskraft, im Monde ſehen. Mehr Gluͤck koͤnnten ſich gute Ideen zu laͤndlichen Wohnhaͤuſern, in Verbin⸗ dung mit Wirthſchaftsgebaͤuden, verſprechen, wenn Zweckmaͤßigkeit mit Geſchmack, Bequem⸗ lichkeit mit Erſparung, Manchfaltigkeit in Anſe⸗ hung der Beſtimmung mit Harmonie im Anblick, vereinigt waͤre. Das Problem, das Schoͤne mit dem dem Nätht villen del beßeſih Nur muß heitbegn aller T zen- ſt daß de N men ſoll Schonheit Landwirtt koͤnnen ne oder docht Zweck hat auffallend wit das d gefunden ſchen, di gene Mer angelegte wohnung gen an; iiner auf ſie ſie zun und geru über. D der Tem Nahms, N trabunan e uſezneie enden Viie ihilitet jneien— 3 krennt tſeyn. reict. di vieir ſolhe len uhmenn⸗ überichbennt vor de Uhſict ſy, e den zu berwatdeln Auſtanzenſolliht und ſaugferſecher, Nun aber witd es der Gettenſenet⸗ llaiben, und wit ſegenwärtigenée⸗ nantiſchen Garer auf den Paxir ſüldungekraſt, in⸗ kkoomren ſih gu igern, in Vebi⸗ aden, erfttha ſhmak, Benuen tſalikäi ttin i⸗ rmetein, huüti- len, das L dne ni dh Zweck hat. dem Nuͤtzlichen zu vereinigen, ohne um des erſtern willen den Koſtenaufwand zu ſehr zu vermehren, ließe ſich, ſo ſcheint es mir, auch hier wohl aufloͤſen. Nur muß ich geſtehen, daß mir der alte Schoͤn⸗ heitsbegrif— die Uebereinſtimmung aller Theile zum Zwecke des Gan⸗ zen— noch feſt im Kopfe ſitzt. Ich weiß wohl, daß die Nutzbarkeit gar nicht in Anſchlag kom⸗ men ſoll, wenn man einen reinen Begriff von Schoͤnheit aufſtellen will. Aber wir andern Landwirthe ſind einmal ſchlechte Aeſthetiker, und koͤnnen nichts ſchoͤn finden, was ganz zwecklos iſt, oder doch nur einen kleinlichen augenblicklichen Artig, niedlich, poſſirlich, oder auch auffallend, praͤchtig, bewundernswerth, nennen wir das wohl, aber nicht ſchoͤn. Auch habe ich gefunden, daß es den meiſten natuͤrlichen Men⸗ ſchen, die keine Landwirthe, aber ſonſt wohlerzo⸗ gene Menſchen ſind, eben ſo gehe. Einen gut angelegten Wirthſchaftshof, eine nette Kathen⸗ wohnung ſahen ſie jedesmal mit neuem Vergnuͤ⸗ gen an; vor einem prachtvollen Gartentempel, einer auffallenden Grotte, giengen ſie, nachdem ſie ſie zum erſtenmale aus allen Kraͤften bewundert und geruͤhmt hatten, zum zweytenmale kalt vor⸗ uͤber. Da ſteht, ſagen ſich die Luſtwandelnden, der Tempel der Freundſchaft, der Liebe, des Ruhms, des Vaterlandes, des Sieges, der P 2 Sonne! — 228— Sonne!—„Was macht er da?“ ſchwebt gewiß manchem auf den Lippen. Staͤnde ein wohleingerichtetes Haͤuschen fuͤr eine fleißige, zu⸗ friedne Familie an der Stelle— wahrlich, die Freundſchaft, die Liebe, der Ruhm, das Vater⸗ land, der Sieg, und wohl gar die Sonne, ge⸗ woͤnnen mehr dabey! Kurz, wer die Sache ver⸗ ſteht, gebe uns Landwirthen Ideen zu Wirth⸗ ſchaftsgebaͤuden, die ſchoͤn ſind nach unſerm altmodiſchen Schoͤnheitsbegriffe! Wer Zeichnungen und Aufriſſe von einfachen und geſchmackvollen Wirthſchaftsgebaͤuden und Landhaͤuſern, nach engliſcher Art, zu ſehen wuͤnſcht, dem empfehle ich: The country gentle- man's architect, London 1791, welches Buch 32 Kupfertafeln enthaͤlt, und in Taylors architectoniſchen Buchhandlung fuͤr 10 Schill. 6 Pence, ungefaͤhr 3 Thlr. 4 gGr. zu haben iſt. lber eſt eines den bis zum Fari Dan das lleit Kegwo ſtreckte ſe bis geger di Wieſe lagen. Beſizets bauet, i fache, t da!” deir iyyen Siim ii irfeiig 1- mrrüt, duhm, dus Vr ardie Conne, g derdie ache ur Der z Vi fe fiſeon einfahe ſtögebaͤnden und auſehen wunſc mntey gentle⸗ Vgl vllches und in Vybr fün 1o Cöil. r. zu hähe ind unt mftn Bemerkungen uͤber engliſchen Ackerbau, und Tagebuch eines deutſchen Landwirths, vom zten April bis zum 26ſten September 1793, auf einem Farm in Nottinghamſßire gefuͤhrt. Dieſer Farm machte, nebſt noch einem andern, das kleine Dorf Kingſton aus, nahe bey Kegworth in Nottinghamſhire, und er⸗ ſtreckte ſeine Laͤndereyen laͤngs dem Bache Bruck bis gegen Sutton und Eaſt⸗Leack, indeſſen die Wieſen derſelben nach dem Fluſſe Soar zu lagen. Die Wohnung des Herrn Stockes, Beſitzers dieſes Farms, iſt an dieſen Wieſen ge⸗ bauet, indeſſen die ganze Feldmark eine hohe, flache, kaum durch wellenfoͤrmige Erhoͤhungen unter⸗ mit ſchlechtem Flug⸗ und grobem Mauerſande ge⸗ miſcht; Kalkerde iſt nirgends vorhanden, und ſelbſt unter der guten Oberflaͤche ſteht auch aller⸗ waͤrts Mauerſand(Gravel). Die leichte Damm⸗ erde iſt durchgehends gelblich von Farbe, und nur an einer kleinen Stelle in den Wieſen ſchwaͤrzlich. Dieſe waren, nach der Soar zu, ſtrenger Thon, und auf der andern Seite leichter Sandboden, den blos niedrige Lage und kuͤnſtliche Bewaͤſſerung zu mittelmaͤßigen Wieſen machten. Die Feld⸗ mark betrug etwas uber 400 Acre Land, wovon ungefaͤhr 48 bis 50 Acre einſchuͤrige Wieſen, die bis den 1 5ten April behuͤtet wurden, und 20 Acre beſtaͤndige Huͤtung in ſauern und halb unfruchtbaren Bruͤchen waren. Die uͤbrigen 330 bis 350 Acre ſind durch wilde buſchigte Hecken in 12 Felder(Cloſes) getheilt, deren Groͤße verſchieden iſt. Im Ganzen lag bey Be⸗ wirthſchaftung dieſer 12 Felder eine ſechsfeldrige Wirthſchaft, oder vielmehr ein nach 6 Jahren ſich wieder erneuernder Umlauf der Wirthſchaft (Courſe of husbandry) zum Grunde. Da aber der engliſche Farmer ſich nie an eine feſtgeſetzte Re⸗ Kegel dur fenheit der bald anden laͤßt ſic Koppelvirn die R m Iſten imn zten S mahe wit welch ur ſmn apen ſete in zten öter dur gegnenton andern einmn mehen if. d mahhet, nur arig, und iſe mMaue'ſande uthanden, und e ſeeßt auch aler ij ie Dann⸗ ſif inüerit h ſtrenherèhm, der Sabede ce Bemäſerang n. De geh⸗ nd, wovon chünge Weeſen t warden, und auern undi dhi ige wi rfar 4 im Gunde. A enisffi N — 231— Regel durchaus bindet, ſondern nach Beſchaf⸗ fenheit des Bodens und der Umſtaͤnde bald ſo, bald anders, ſeine kleinen Felder bearbeitet, ſo laͤßt ſich keine genaue Tabelle nach Art der Koppelwirthſchaften angeben. Die Regel war, daß man auf jedem Felde im 1ſten Jahre Weihzen, im aten Jahre Hafer und Erbſen erndtete, und unmittelbar in deren Stoppel Rapſaamen oder Winterwicken ſaͤete; im 3ten Jahre dieſe gruͤn zum Viehfutter ab⸗ maͤhete oder abhuͤtete, dann aber dieſes Feld mit Erdtoffeln, Turnips oder Kohl beſtellte, welche im Winter als Viehfutter benutzt wurden; im 4ten Jahre Gerſte mit Klee und Raygras ſaͤete, und dieſe im 5ten und öten Jahre nur abhuͤtete, da man den Boden zum Maͤhen des Klees nicht fett genug hielt. In In dieſe Kleeſtoppel ward nun wieder Weitzen geſaͤet, und damit der Uunlauf von vorn angee⸗ ſe fangen. 3o wil 10 Fe 30 En Nach Beſchaffenheit des Miſtvorraths wurde 700 E . entweder im z3ten Jahre zu Erdtoffeln und Kohl, ⸗ oder im 4ten auf der Gerſtenſtoppel der junge Klee gemiſtet. Von dieſer Regel wurde im 3 Be Jahre 1793 nur in einigen, im Verfolge des Journals angemerkten, Kleinigkeiten und darin 2M. abgewichen, daß man auf eine Stelle noch Gerſte 3 0) ſaͤete, wo eigentlich Hafer ſtehen ſollte. Von den 6Ta 12 Feldern trugen: 1 Nrh 3 Weitzen, aandern 2 Gerſte, 1 brauch 1 Hafer und Erbſen, und, 2 Feldfruͤchte, und dienſ L— 4 waren Weide. des? 15— ander als; 1 Veſt Eine Verſchiedenheit in der Zahl der Felder, diea die dadurch entſtand, daß ſolche unter einander Abe alle von verſchiedener Groͤße waren, und ein— 1 ſehen jedes weder genau z, noch ½ der Feldmark in ſich faßte. b An nun nidedien fen vund dorraths wnh vfeln und Kahl wypel de jung ſegel vude in in Verfoge d keiten und darn tell noch Gert alle. Don den il der Fhhe unter einander aren, und in er Fadmarki An Viehſtand befand ſich auf dem Farm 8 Pferde, 30 milchende Kuͤhe, 10 Fettkuͤhe, 30 Stuͤck junges Vieh, 300 Schafe und Laͤmmer, Etwas Schweine⸗ und Federviehzucht. Zum Betrieb der Haus⸗ und Landwirthſchaft 2 Maͤgde, 3 Ochſenjungen, 1 Tageloͤhner, und 3 bis 6 Weiber, die bey den Pferden Knechtsdienſte verrichteten, und zu aller andern Arbeit, bald alle, bald zum Theil ge⸗ braucht wurden, da keine eigentliche Knechte und, wie uͤberhaupt in England, keine Hof⸗ dienſte vorhanden waren. Nur das Sicheln des Wintergetreides in der Erndte geſchah durch andere Arbeiter, und der Farmer ſelbſt, ſowohl als zwey bey ihm lebende, der Landwirthſchaft Befliſſene, verrichteten nebſt der Aufſicht uͤber die andern Arbeiter, auch eigenhaͤndig mehrere Arbeiten, als z. B. Pfluͤgen, Saͤen, Schober⸗ ſetzen, u. ſ. w. — 234— Den zten April 1793. Der Schnee war auf dem warmen Boden geſchmolzen; doch konnte nicht gepfluͤgt werden, weil das Erdreich zu naß war. Es wurden daher die bisher auf dem Turnips geſtandenen Schafhorden nach dem mit Rapſaamen a) be⸗ ſaͤeten Felde gefahren, und ein Haferſchober nach der Scheune zum Dreſchen gebracht, weil man fuͤr die Pferde Hafergarben zum Schneiden brauchte. Den 4ten April. Das Land, wo bisher die Turnips durch das Schaf⸗ und Rindvieh ausgehuͤtet worden, wurde zur einfaͤhrigen Gerſtenſaat gepfluͤget; die von dem Viehe nicht aufgefreſſenen großen Stuͤcke und alle Turnips, die noch den gruͤnen Keim hatten, und wieder ausſchlagen konnten⸗ zu⸗ — a) Rapſaamen wird naͤmlich haͤufig in die Stoppel gleich nach abgeerndtetem Getreide geſaͤet, und im Fruͤhjahre abgehuͤtet, worauf dann Turnips, Kohl oder Kartoffeln in dieſes Feld kommen. Vergl. folgenden Aufſatz uͤber eine ſechsfeldrige Wirthſchaft. V yſamme des güſte trreuet. hüteten J aen dalde ſe huger Daz heſͤet, Plläͤgen in der Zvey Eg ſettet, u mander deſyana duf ein geſchehe ſollten, harkt u 1793 n varwen ai Tgepjlgt vehe n. Es wud is geſanden aſaamen a) bL. hiieſtaber nah vrc wel ſan zum Saedde 3 Arniys anch fääte worden, ſan geyflet feſſaen groſe noch den grine hlagen bonnRn z 1. — . Sioh ſig in deEtthe rride nit, n 1 duf dun vuni ſs bem r un ſtfüdin — 255— zuſammen getragen, auf Wagen nach der Weide des guͤſten Viehes gebracht, und daſelbſt ausge⸗ ſtreuet. Die bisher auf einer naſſen Wieſe ge⸗ huͤteten Mutterſchaafe wurden nach einem trocke⸗ nen Felde gebracht, und dort auch Tünips fuͤr ſie hingeworfen. Den zten April. Das geſtern gepfluͤgte Land ward mit Gerſte beſaͤet, dieſe eingeegget, und indeſſen mit dem Pfluͤgen fortgefahren.— Das Eggen geſchieht in der Art, die wir langziehen nennen. Zwey Eggen ſind neben einander zuſammen ge⸗ kettet, und zwey Pferde, die gleichfalls neben einander gehen, an der Ecke der einen Egge an⸗ geſ pannt. Den ôéten April habe ich eigenhaͤndig Gerſte geſaͤet, die gleich eingeegget ward, und Gerſtenland ge⸗ pſbüget.—— Der Hafer war ſchon groͤßtentheils zugeſaͤet, auf einigen thonigten Stellen aber war dies nicht geſchehen, und da ſolche fein gereinigt werden ſollten, wurden Quecken darauf zuſammenge⸗ harkt und ſogleich verbrannt. Den Den Sten April. Die in den vorigen Tagen auf einen, aus grobem Sande beſtehenden Berg(gravel) ge⸗ ſaͤete Gerſte ward gewalzet. Den 9ten April. Noch Turnipsland zur Gerſteſaat gepfluͤger⸗ eigenhaͤndig Gerſte geſaͤet, die ſogleich eingeegget wurde. 28 Das Waſſer aus der Bruck auf eine Wieſe gelaſſen. 1. Ein Stuͤck Acker, wo man einige Buſhel Weitzen mit der Drillmaſchine zur Probe geſaͤet hatte, wurde mit dem Scarificator b) ge⸗ reiniget. Den b) So nennt man naͤmlich die Pferdehacke, wenn ſolche Eiſen eingeſchoben werden, die die Erde zwiſchen den Kornreihen nur aufkratzen, nicht anwerfen. b Das geeggetd brannt. Das rurde zur Eigen geeich un gfahren — dl. d auf einen, t Grareh; l. ſteſagt eyſühe. gleic angeege auf eine Wif drige Vuſhel r pobe geſze cator b) ge ferdehett benn en, dede en nuftrazn ni Den 10ten April. Das uͤbriggelaſſene Haferland(ſ. d. 6ten) geegget, die Quecken abgeharkt und ſogleich ver⸗ brannt. Den I Iten April. Das eigentlich zu Hafer beſtimmte Feld wurde zum drittenmal zu Gerſte gepfluͤget. Den 12ten April. Eigenhaͤndig auf drey Fahren Gerſte geſaͤet, gleich untergeegget, und mit dem Pfluͤgen fort⸗ gefahren. Den 13ten April. Daſſelbe gethan, und die Quecken von der Saat geegget. Den 15ten April. Ganz daſſelbe gethan. Den 16ten April. Nichts angemerkt. — 238— Den 1 7ten April. Gerſtland gepfluͤgt, beſaͤet und geegget. Turnips ausgehackt fuͤr die auf dem Stalle ſtehenden Fettkuͤhe. Vierzig Stuͤck Lämmer gehammelt. Der zu den Schaͤfergeſchaͤften gebrauchte Tageloͤhner verrichtet die Operation mit den Zaͤhnen. Die⸗ ſer Menſch verrichtet jede andere Arbeit, und ſieht nur, wann es die Zeit erlaubt, zweymal des Tages nach den allein auf der Weide herum⸗ gehenden Schafen. Den 18ten April. Nichts angemerkt. Den 10ten April. Gleichfalls. Den zoſten April wurden die Fetthammel gewaſchen. Ich be⸗ ſuchte einen großen Getreidemarkt zu Notting⸗ ham, wo ich aber gar keine beladene Wagen fand; die Kaͤufer und Verkaͤufer verſammeln ſich auf einem dazu beſtimmten Platze; letztere bringen Proben mit, nach denen der Handel geſchloſſen, und ——— und der! abgeliefer Bey ſchone hen ſtellt werd ſich ausſi ſchicen, o Den and Que Der en; die ſie Küͤhe heſſer zar Au gleichen ho ſolch gehütet näß, Päher ii. und geeggen auf dem Eu ummel. da dr Tagelöhne Zäſnen. Di⸗ d Atbei, und aubt, zdeymal Wedde ſerm⸗ V ſchen. 3c he z9 Nottinge eladene Wuye „9 berſenmeln ſh lzerrbingn nde gicläſe end — 239— und der Tag feſtgeſetzt wird, wo das Getreide abgeliefert werden ſoll. Bey dieſer Gelegenheit ſohe ich zugleich ſchone Hengſte, welche auf dem Markte ausge⸗ ſtellt werden, damit die Landleute denjenigen ſich ausſuchen koͤnnen, zu dem ſie ihre Stuten ſchicken, oder den ſie zu ſich wollen kommen laſſen. Den 22ſten April. Den Hafer dreyfaͤhrig geſaͤet(ſ. den 6ten), und Quecken ausgeharkt. Der Bulle wurde zu den Fettkuͤhen gelaſ⸗ ſen; dies geſchieht zwey bis drey Monate, ehe die Kuͤhe geſchlachtet werden, weil ſie alsdann beſſer zunehmen ſollen. 1 Den 23ſten April. Zu Gerſte gepfluͤget.— Alle Gerſte wird obenauf geſaͤet und ſo⸗ gleich untergeegget. Auch wurden Turnips ausgehackt, und der⸗ gleichen aus einem Fleck Weitzenſaat ausgeriſſen, wo ſolche im vorigen Herbſt ſo fruͤh waren aus⸗ gehuͤtet worden, daß man, ſtatt, der Regel ge⸗ maͤß, im Fruͤhjahre Gerſte darauf zu ſaͤen, Weitzen geſaͤet hatte. Auf — 240— Auf der Weide ward der vom Vieh ver⸗ lorene Miſt aus einander geworfen. Den 24ſten April. Gerſte auf dreymal gepfluͤgtes Land geſaͤet, und dergleichen Land gepfluͤgt. Den 2 zſten April. Ein Stüͤck Land, was im vorigen Jahre Kohl getragen hatte, zum zweytenmal zu Gerſte gepfluͤget. Der Bulle wurde unter die Kuͤhe gelaſſen. Den 26ſten April. Turnipsland zur Gerſte einmal gepfluͤgt. Den aſten April. Nichts angemerkt⸗ Den zoſten April. Eigenhaͤndig Gerſte geſaͤet, auf Kohlland zweyfaͤhrig, auf Turnipsland einfaͤhrig. Auf einer naſſen Stelle von der Regel abgewichen, und mit der Gerſte ſogleich den Klee⸗ und Gras⸗ Grasſan m Egge wuͤrden der gekon Turri Ein gchütet! plüget. 97Erd ſchniten 27 B bom d zer⸗ rfen. . d * dö land geſit 1 vorigen zyhrr nmal zu Gerſe ühe gelaſſen. al gyflügr Grasſaamen geſaͤet, weil die Pferde heyu zwey⸗ ten Eggen den feuchten Boden ſo in den Grund wuͤrden getreten haben, daß die Gerſte nicht u wie⸗ der gekommen waͤre. Den Zoſten April. Turnipsland zu à Gerſte gepflüger Den Iſten May. Daſſelbe gethan. Die Fetthammel durch eigene Kexte geſchoren, und 30 Stuͤck zu 44 Schillinge verkauft. Den 2ten May. Ezen inbig Gerſte geſaͤet. 4 Den 3ten 1 Map. Ein Stuͤck Land, wo bisher Rapſaamen ab⸗ gehuͤtet worden, zum enſtenmal zu Erdtoffeln ge⸗ pfluͤget. Erdtoffeln zum Pflanzen in Stadke ge⸗ ſchninen. an Bds. Iſte Abtheil. —-— 242— Den 4ten May. ie Gerſte gewalzet, und auf die am aten geſaͤete Gerſte Klee⸗ und Grasſaamen geſaͤet, weil der Boden naß war. Den ö6ten May. Das Erdtoffelnland geegget, zum zweytenmal gepfluͤgt und gleich wieder geegget. Die vor vier Wochen geſaͤete Gerſte gewalzt. Sie war voͤllig 2 ½ Zoll lang. Den 7ten May. Rapsland zum erſtenmal zur Turnipsſaat gepfluͤget. Den gten May. Auf die vor vier bis fuͤnf Wochen geſaͤete Gerſte eigenhaͤndig Klee⸗ und Grasſaamen geſaͤet. „Auf den Weitzen(ſ. d. 23ſten April) Klee ohne Grasſaamen geſaͤet, weil dieſes Land im fol⸗ genden Jahre Klee⸗Heu liefern, und dann mit Rapſaamen oder Winterwicken zum Abhuͤten be⸗ ſaͤet werden ſollte; worauf im zweyten Jahre Feldfruͤchte, und im dritten Gerſte gebauet werden wird, Nich Na Kle geegget; gelung 199, 96 dornen de melt un A diſteln de 39 in vori im Wir es aben — Am. uim atngh Jeſitt, weil ah. de zum wexjenme igget. der Gerje enat . dt Turniysſen ö. Wochen geſit wsſaanengeüt jen Auri) K eſes land dinfb 1, und uan ti 1 egten 6. der jegebant vene ri — 243— wird, und man alſo mit dieſem Stuͤcke von der oben angegebenen Regel gleichfalls abwich. Den 9ten May. Nichts angemerkt. Den 10ten May. Rapsland gepfluͤget. Klee⸗ und Grasſaamen auf der Gerſte unter⸗ geegget; die noch etwas junge Gerſte, in Erman⸗ gelung von hoͤlzernen Eggen, mit der Buſch⸗ egge geegget. Dies iſt eine Horde, die mit Dornen beflochten wird. Die Kohlſtruͤnke von der Gerſte geſam⸗ melt und in den Miſt abgefahren. Auf den Weidewieſen und im Weitzen Diſteln geſtochen. Den I11ten May. Den Kleeſaamen auf dem Weitzen eingeegget. Zu Turnips ein Stuͤck Land gepfluͤget, was im vorigen Jahre Hafer getragen hatte, und wo im Winter hatte Rapſaamen ſtehen ſollen. Da es aber ſehr voller Quecken geweſen, ſo hatte 92 man man es im Herbſt nur geſtuͤrzt, und wollte es nun drey⸗ bis viermal pfluͤgen(braachen), damit alle Quecken herauskommen ſollten. Das Erdtoffelnland gewalzt, die Eggen hin⸗ ten an die Walze gebunden, und drey Pferde vor⸗ geſpannt. Die Quecken vom Erdtoffelnlande geharkt⸗ Den r3ten May. Das geſtern erwaͤhnte Land zu Türnips ge⸗ pfluget. 6 Suecken vom“ Srdoſelnand geharkt. Den ratep May wurde Gerſte gewalzet. 8 Ata ia ꝛIch ſahe auf der andern Farm, welche Hr. Stockes zu Woodhouſe in Leiceſterſhire beſitzt, und ſein aͤlteſter Sohn bewirthſchaftet, einen verborgenen Graben(Naßgallen, A ckerfontanelle, Drain) aulegen. Die Tiefe deſſelben wird nach dem Rävellem ent beſtimmtz die Breite iſt oben und unten ungefaͤhr zwey Fuß. Die Sei⸗ ten werden mit Dornen ansgeſetzt, die man auf den Enden aufs und erwas ſchief ſtellt, oben aber sſo weit fehlen laͤßt. daß man ſie mit dem Pfluge 1,s nicht ſiht bern und en, gllegt; hiezu Er richt ind Auch da Gt En Erdt ſczon he gfegget. orßt, und w Grauzen) di ſolhen. it denga drey Pferdem tlonde geharn h. zu Turnys ne gehartt rn, welche ſr eiceßetſſit tthſchefte einn Ackerſogtanale ſelben vinduch z de Wiri. Fuß. de ce⸗ tt, di man anſ felt tben bher enitdem Pfla tict — 245— nicht beruͤhrt. Iſt eine feſte und zaͤhe Gruſe vor⸗ handen, ſo wird der erſte Stich uͤber den Graben gelegt; in Ermangelung derſelben nimmt man hiezu Stroh, damit die daruͤber geworfene Erde nicht in die Dornen falle. Auch ſahe ich eine Feldziegeley, wo auf bei⸗ den Seiten gefeuert wurde. Den 15ten May. Erdtoffelnland zum drittenmal gepfluͤget. Den réten May. Erdtoffelnland geegget. Aus Weitzen, der ſchon uͤber einen Fuß lang war, Unkraut hergus⸗ geegget. Den 17ten May. Zu Turnips gepfluͤget; Gerſte gewalzet, die beynahe zwey Zoll lang war. Man walzet jeder⸗ zeit queeruͤber. Den 18ten May. Erdtoffeln geſetzt, wie ſie in Deutſchland ge⸗ ſetzt werden: eine Fahre um die andere; der Miſt — 246— Miſt wird unten in die Fahre gelegt; die Erd⸗ toffeln darauf. Die Erdtoffeln ſind ſo geſchnitten, daß ſie ein Auge haben, und werden immer 6 bis g Zoll aus einander gelegt; die Pferde gehen in der Fahre, wo noch nichts geſetzt iſt, nicht da, wo der Miſt und die Erdtoffeln liegen. Den 2oſten May. Rapsland auf den niedrigſten Stellen, und zwar zu Kohl, gepfluͤget. Erdtoffelnland vor dem Pflanzen gewalzet und geegget. Den 2ſten May. Erdtoffeln geſetzt nach folgender Methode: man pflaͤget eine Fahre hinunter, und dieſelbe wieder herauf, damit ſie tief genug wird; dann wird Miſt in die Fahre gelegt, und nun pfluͤget man eine andere Fahre drey Fuß von dieſer ab, und kommt in derſelben wieder zuruͤck, und ſo immer weiter. Auf den Miſt werden die ge⸗ ſchnittenen Erdtoffeln einzeln und ſechs Zoll aus einander gelegt; alsdann pfluͤgt man zwiſchen den belegten Fahren wieder hinauf und herunter, und wirft dadurch die Erde ſo auf beiden Seiten in die Fahre, wo der Miſt und die Erbtoſſeln liegen, als man mn ge Ricken Na maß ier wirde, Mtüb legen. ſchondo der Fag fordert einlegen V 8 Wiihen A gelegr, Rii⸗ in ſo geihrn rden iwmer oin Neede gehen 1 it, richt d leegen. h. Sellen und elaland vordem eer Methode: :, und diſebe ug vird; damn nd nun pflüge bon diſtr zurück, udſ werden de ſe ſechs Jul as. nnzvichenden dheruner, m en Stten indi rſewlähen db nnj — 247— man gewoͤhrlich thut, wenn man einen hohen Ruͤcken zuſammenpfluͤget. Den 22ſten May. Nach dieſer Methode Erdtofſeln geſetzt. Ich muß hierbey bemerken, daß ich es fuͤr beſſer halten wuͤrde, die Fahren zuerſt aufzupfluͤgen, dann den Miſt uͤberzufahren und ſogleich in die Fahren zu legen. Denn wenn, wie hier geſchieht, der Miſt ſchon vorher aufgefahren iſt, und auf einer Seite der Fahre liegt, ſo macht es mehr Arbeit, und er⸗ fordert ein Pflug vier engliſche Arbeiter zum Miſt⸗ einlegen, und vier andere zum Erdtoffelnſetzen. Den 23ſten May. Diſteln im Weitzen ausgeſtochen. Einen Weitzenſchober in die Scheure gefahren. Den 24ſten May. Das Land zu Turnips geegget. Den 25ſten May. Zu Kohl das Land gewalzer und geegget. Rapsland zum zweytenmale zu Turnips gepfluͤ⸗ get. Diſteln geſtochen im Weitzen. Den Den 22 ſten May. Das den 1 1ten erwaͤhnte Land zum zwey⸗ tenmal zu Turnips gepfluͤget. Den asſten und z9ſten May. Nichts angemerkt. Den Zoſten May. Zu Woodhouſe eine Chauſſee auf fol⸗ gende Art machen ſehen: auf den Seiten lau⸗ fen halbe Graben, aus denen die Erde ſo auf den Weg geworfen wird, daß in der Mitte deſ ſelben eine Vertiefung entſteht; in dieſer werden Dornen oder hartes Strauchholz mit kleinen Pfaͤhlen feſtgemacht, darauf Stroh gelegt, und auf dieſes der Moͤrtel oder Steine, die zerſchla⸗ gen werden(uber alles, was den engliſchen Chauſſeebau betrifft, ſiehe Marfhall of the Midland-Counties im erſten Theile). Den 31ſten May. Das als Braache behandelte Land(ſ. den I 1ten) gewalzet. Den 2 1 virdi ſcß es nan darine hen n pird, 1 die — Neh. e lan) zun e⸗ en May. ch. jauſſee auf el den Seiten lau⸗ die Erde ſo aui der Mit deſ dieſer werden oh wir kleina rroh gelegt, und ne, die zerſhle⸗ den englichen Marſhall d erſeen Thel Den Iſten Juny. Weitzen von Diſteln gereiniget. Als ein Mittel wider den Brand des Weitzens wird in dieſer Gegend ein Salzwaſſer, ſo ſtark, daß es ein Ey traͤgt, gemacht, der Weitzen, den man am andern Tage ſaͤen will, die Nacht uͤber darin eingeweicht, am Morgen beym Herausneh⸗ men mit ſo viel Kalk vermiſcht, daß er trocken wird, und gleich geſaͤet werden kann. Den 3ten Juny. Das zu Kohl beſtimmte Land zum dritten⸗ mal gepfluget. 1 Den 4ten Juny. Kohlland zum drittenmal gepfluͤget, und ge⸗ egget. Weitzen gejaͤtet. Den 3ten Juny. Kohlland gewalzet und die Eggen hinten an die Walze gebunden. Den éten Juny. Das als Brache behandelte Land zu Turnips zum drittenmale gepfluͤget. Wenn die Sonne und recht trockenes Wetter die Quecken ausgedoͤrret haben, ſo, meynen einige hieſige Wirthe, brauche man ſolche nicht abzuharken, ſondern koͤnne ſie unterpfluͤgen; als verfault duͤngten ſie den Acker, und wenn ſie vollkommen durchgetrocknet waͤren, ſchluͤgen ſie nicht wieder aus. Die Schafe bey Froſtwetter auf die Saat zu jagen, halten hieſi⸗ ge Wirthe aus dem Grunde fuͤr ſchaͤdlich, weil die Spitzen der Stengel und Blaͤtter, die ſie ab⸗ beiſſen, ſo zu ſagen, bluteten, und alſo der wie⸗ der darauf kommende Froſt deſto eher eindrin⸗ gen und die Pflanze toͤdten koͤnnte. Den Iten Juny. Nichts angemerkt. Den 8ten Juny. Das Brachland(ſ. d. I1ten May) gewal⸗ zet und geegget. Den roten, 1 rten und 12ten Juny. Nichts angemerkt. Nitg ſpreite und Duh die in Aug ſoppel war n ei rchnet me Das Mift gefa Koyly die S Kohl ene Schnu enen zwen d, in wel a ſellen Lüce, u Nanenre n. elind zu Tan n die Sonnen kin auzgedinn Litthe, brauce andern könne ſe en ſie den Acker errocket viren, de Schaſe bey n, halen jiſ ſhäͤdlich, wel her, die ſieab⸗ dalſo der wie⸗ dher eindrin⸗ Mau) gta en Jun der — 251— Den 13ten Juny. Miſt gefahren zum Kohl, vom Wagen ge⸗ ſpreitet und ſogleich untergepfluͤget. Drey Frauen zogen 6200 Kohlpflanzen auf, die im Auguſt des vorigen Jahres in die Hafer⸗ ſtoppel waren geſaͤet worden. Um einen Acre Land mit Kohl zu bepflanzen, rechnet man 5000 Stuͤck Pflanzen. Den 14ten Juny. Das geſtern gepfluͤgte Kohlland gewalzt, Miſt gefah en und gleich untergepfluͤgt. Kohlpflanzen aufgezogen. Die Schafe gewaſchen. Den 15ten Juny. Kohl gepflanzt. Zu der erſten Reihe wird eine Schnur gezogen. Der vorderſte Setzer hat einen zwey Fuß langen Stock, und mißt die Laͤn⸗ ge, in welcher die Pflanzen hinter einander ſte⸗ hen ſollen; die andern haben drey Fuß lange Stoͤcke, und meſſen die Breite, in welcher die Pflanzenreihen von einander ab kommen. — 252— Den 17ten Juny. Kohl gepflanzt. Rapsland geſchaufelt mit dem Schaufelpflu⸗ ge(Skim-plough) zu Turnips, was zweymal vorher gepfluͤget war. Den 18ten Juny. Das Braachland geſchaufelt, was derymat vorher gepfluͤget worden. Den roten Juny. Die Schafe geſchoren. Miſt gefahren auf den Klee, der im Herbſte nicht hatte koͤnnen geduͤngt werden. Den z0ſten Juny. Miſt vom Hofe gefahren aufs Feld in einen Haufen. Den 2ſten und 22ſten Juny. Miſt in den Haufen gefahren. Mit Ochſen geſchaufelt. Quecken auf dem gebraachten Lande ver⸗ brannt. Den Mi Del dem Mug pfläge. Kohl gleich na austrockn Nichte Erdi⸗ dr Pflug gezoget daſſel died benähet nuy 83 en Ehaufat 5, was zweyn 9. bas dreymal et in Herbſte 9. Fel in eien Jan. Miſa b en laude ber⸗ DM N Den 2 4ſten Juny. Miſt gefahren zu Turnips. Die Erdtoffeln zum erſtenmal gereinigt mit dem Pfluge, und die Fahre a an die Erdtoffeln ge⸗ üger. Den 2 ſten Juny. 8 Kohl gepflanzt, zu Turnips gepfluͤget, und gleich nachher gewalz, damt das Land nicht austrockne. 42 n? 345la— ... Den 26ſten Juny. 3 Nichts angemerkt. Den 27 ſten Juny. Erdtoffeln mit dem Pfluge gereiniget; was der Pflug nicht faſſen kann, wird mit der Hand ausgezogen. Den 2 a8ſten Jumy. Daſſelbe geſchehen. Die Diſteln und Weſſan auf der Viehweide gemaͤhet. Den — 8234— Den z9ſten Juny. Nichts angemerkt. Den rſten July. Miſt gefahren zu Turnips, gleich unterge⸗ pfluͤget und darauf gewalzet. 14 Den aten July. dian Auf das gewalzte Land Turnips geſaͤet, und mit der Buſchegge eingeegget, da jede andere Egge den Miſt obenauf bringen wuͤrde. Den 3ten July. Nichts angemerkt. Den 4ten July. Turnips geſaͤet. Den Sten July. Nichts angemerkt; nach Derby gereiſet. Den Gras die Turii Gtas Nach D weſen. Heu Die Unter duß lang. iin. Wer nit der G Gehen dd bis? Kohl gheue. Ann. riys geſtet, und do jede ander vürde. 3 derby geriſ der — 255— Den ôten July. Gras gemaͤhet; die Schafe ſtatt Eggen auf die Turnips getrieben. Den 8ten July. 8 Gras gewendet mit einer eiſernen Heugabel. Nach Diſhley und Lougborough ge⸗ weſen. 1 Den 9ten Juh). Heu in einen Schober(Steek) gefahren. Die Unterlage davon war 12 Fuß breit und 21 Fuß lang. Sechszehn Fuder Heu kamen hin⸗ ein. Wenn das Heu trocken wird, legt man es mit der Gabel in ganz kleine Haufen. Den roten July. Geheuet. Heu in einen Schober gefahren, und bis Mittag Gras gemaͤhet. Den 1 1ten July. Kohl mit dem Pfluge rein gemacht, und geheuet. 148 Den — 256— Den 12ten July. Keu in einen Schober gefahren. Den 13ten Jaly. Heu gemacht; Gras gemaͤhet. Kohl mit dem Pfluge gereiniget. 34 Den 15ten July. Heu in den Schober geſahren. Turnips⸗ ſaamen geſchnittene⸗ .5 24 Den 16ten July. Den Turnipsſaamen in die Scheune gefah⸗ ren. Kohl gehackt. Gras gemaͤhet und geheuet. Den I 7ten July. Geheuet und Gras gemaͤhet. Zum lognemnal zu Turntpe gepflüget. Den 18ten July. Heu in einen Schober gefahren, die Erd⸗ toffeln zum zweytenmal gepfluͤget, und die Erde von den Stauden abgepfluͤget. . Den Ente maͤhet 1 Heu t kepfüge, und die dum Dizu (iressed) grichet, rahgeſty Turni heu i h. e. Kohl m ah. ſagren. Turis 4 Sheme gfſ⸗ nihet md gheue fahren die ei et und die ed Da Den 19ten July Erdtoffeln gejaͤtet. Geheuet und Gras ge⸗ maͤhet. Turnips geſaͤet. Den 2oſten July. Heu in einen Schober gefahren, zu Turnips gepfluͤget, die Erdtoffeln zum drittenmal gepfluͤget, und die Erde nach den Stauden zu geworfen. Den 2aſten July⸗ Turnips geſaͤet und eingeegget. Die zuerſt geſetzten Schober zurechte gemacht (dressed), auf allen Seiten bepfluͤckt, gerade gerichtet, dem Dache die gehoͤrige Form gegeben, nachgeſtopft, wo es nothwendig iſt. Den 2 3ſten July. Turnips geſaͤet, Rapſaamen geſchnitten. Den 24ſten July. Keu in einen Schober gefahren. Den a zſten July⸗ Nichts angemerkt.. au Bds. iſte Abth⸗ R Den — 258— Den 26ſten July. Turnips geſaͤet; den Kohl da, wo der Pflug die Erde nicht wegnehmen koͤnnen, gehackt. Die Turnips gehackt, damit die zu dick ſtehenden Pflanzen herauskommen. Den 2 7ſten July. Kohl mit dem Pfluge gereiniget. Einen Schober zurechte gemacht. Kohl gejaͤtet. Die Laͤmmer abgeſetzt, und auf die abge⸗ heueten Wieſen getrieben. Den 29ſten July. Den Rapſaamen zum Dreſchen in die Scheune gefahren. Den auf dem Platze, wo die Schober hin⸗ geſetzt worden, zuſammen gemachten Miſt auf die Wieſen gefahren. Turnips ausgehackt, Kohl gejaͤtet. Die Kaͤſe gereiniget. Den Zoſten July. Wo die Turnips nicht aufgegangen, und von den Erdfloͤhen groͤßtentheils abgefreſſen wor⸗ worden, untergevo Niht Turn Hafer ger Vin Kufenge Turni gewendet. Hafer rn. Der ti das f glladen, a ſande nach Vagnn be * Jih, Ad wo der e nen, gehackt. à zu dic ſiehene w. ſniget macht. nd auf die ahg⸗ * eide Schem die Scheber hi hten Nitaufü gejätet. v 8 fgegangen, m eils abgefreſ twor worden, umgepfluͤget, von neuem beſaͤet und untergewalzt. „. Den 3 iſten July. Nichts angemerkt. Den Iſten Auguſt. Turnips in das gebraachte Feld geſaͤet. Hafer gemaͤhet mit der Grasſenſe. Den 2ten Auguſt. Winterwicken gemaͤhet und gleich in kleine Haufen gelegt. Den 3ten Auguſt. Turnips geſaͤet; in gebraachtem Lande Hafer gewendet. Den zten Auguſt. Hafer gewendet und in einen Schober gefah⸗ ren. Der Hafer wird nicht gebunden, ſondern, wie das Heu, in kleine Haufen geſetzt, gleich geladen, aufgeſetzt, und mit der großen Hunger⸗ harke nachgezogen. Zwey Geſpann mit drey Wagen beſchaͤftigten zwey Lader; zwey, die zu⸗ R 2 ſam⸗ — 260— ſammenlegten; zwey, welche die Hungerharke zo⸗ gen; drey Banſer und einen Ablader. Ddie Winterwicken gewendet. Weitzen mit der Sichel geſchnitten und gleich zuſammenge⸗ bunden. Es werden immer 10 Garben zuſam⸗ mengeſetzt, 4 Paar hinter einander, und 2 Gar⸗ ben obenauf. Dies Schneiden und Zuſammenbringen des Winterkorns thun eigne Leute, die, um dies Geſchaͤft zu verrichten, von einem Orte zum an⸗ dern gehen, und hieher aus D erby, kamen. Sie erhalten, je nachdem das Getreide ſteht, 8 bis 10 ½ Schilling fuͤr den Acre. Ein guter Arbeiter, der auf gerades Korn trifft, kann einen halben Acre ſchneiden. Den öten Auguſt. Weitzen geſchnitten. Gerſte mit der Grasſfenſe gemaͤhet. Hafer gewendet. Winterwicken gewendet. Turnips nachgeſaͤet. Haferſtoppeln gepfluͤget, um Kohlſaamen zum Auspflanzen im kuͤnftigen Jahre zu ſaͤen, und zu Turnips, die zum Abhuͤten ſtatt Rapſaamen geſaͤet wurden, da die andern, bey der großen von on Anfe voͤhrende Hafen die gefahten. Gerſ Ko . ihrij g Vic den und glatt 6b— 7 ſdeie gmne enen Täther rreniie Tiiat n) glic zuſemmm ne1o Gnden ain rinnde ud Gr duinnabrur de lne, de, m de an iien Dree im o auz Derby kan do bereid ſiêt Ar, Ein guer m rift un eine leunt nt Keßlnenzm hrey iet, m n ſin eyſeaman dern hhdr gvoh — 261— von Anfang bis Ende des Monats July fort⸗ waͤhrenden Duͤrre, ſparſam aufgegangen waren. Den 7ten Auguſt. Hafer in einen Schober gefahren. Die am 2ten gemaͤheten Winterwicken ein⸗ gefahren. Gerſte gemaͤhet, Weitzen geſchnitten. Den 8ten Auguſt. Kohlſaamen in die geſtuͤrzte Haferſtoppel ein⸗ faͤhrig geſaͤet, und gleich eingeegget. Wicken gedroſchen. Den erſten Haferſchober mit Stroh gedeckt und glatt geſchnitten. Den gten Auguſt. Die Turnips in die Laferſtoppel geſeet(ſ. den éten). Haferland gepfluͤgt zu Turnips. Gerſte gewendet. Weitzen geſchnitten. Den — 262— Den 10ten Auguſt. Den Kohl zum zweytenmale mit dem Pfluge gereiniget, und die Erde an die Pflanzen ge⸗ worfen. Turnivs geſaͤet in die Haferſtoppel; Gerſte in kleine Haufen gelegt; Weitzen geſchnitten. Den 12ten Auguſt. Turnips geſaͤet in die Haferſtoppel; Weitzen geſchnitten, und Gerſte gemaͤhet. Den 13ten Auguſt. Gerſte in einen Haufen gefahren. Es wurde nur große Gerſte gebauet, und dieſe wie der Kafer eingeerndtet. Den 1 4ten Auguſt. Gerſte in einen Haufen gefahren: Nach⸗ mittags Weitzen in die Scheune gefahren. Gerſte gewendet. Den 18ten Auguſt. Erbſen gemaͤhet, und gleich in kleine Hau⸗ fen gelegt. Das Dach zu dem Gerſtenſchober zurecht gemacht. Den Das Wirtervi da es zu zppitw auf dis Nael gen Ger uguß. ie mit den ne die Manzn rſoppel; Gan deſchniteen. uſt ſoppel; Weizn d. ſt mn. Eöturhe dieſe wie der ſ ffahren: Nai⸗ e gefahrer. ſ. hin llite A n Gerſenſe üher Dar — 263— Den 1ten Auguſt. Das Winterwickenland gepfluͤget. Die Winterwicken hatte man reif werden laſſen, und da es zu Turnips und andern Gartenfruͤchten zu ſpaͤt war, ſo ſaͤete man Raps zum Abweiden auf dies Stuͤck Land, bis im Fruͤhjahre, der Regel gemaͤß, Gerſte darauf kam. Gerſte gewendet. Den 17ten Auguſt. Den Rapſaamen auf das Winterwickenland geſaͤet, einfaͤhrig, und gleich eingeegget. Winterwicken gedroſchen. Den xoten Auguſt. Erbſen gewendet. Gerſte gemaͤhet und gewendet. Den Nachmittag Gerſte in einen Haufenge ge⸗ fahren. Den 20ſten Auguſt. Gerſte und Hafer gemaͤhet. Nachmittags Gerſte in einen Haufen ge⸗ fahren. Den Den 2rſten Aug. Siebenzehn Fuder Weitzen in einen Kaufen gefahren. Auf ſteinerne Fuͤße werden, unge⸗ faͤhr 3 Fuß von der Erde, Bohlen gelegt, die zur Unterlage dieſes Weitzenſchobers(Sticks) dienen. Den 22ſten Aug. Weitzen in einen zweyten Schober gefahren; Gerſte gewendet. Den 23ſten Aug. Den erſten Weitzenſchober mit Stroh und Stoppeln gedeckt. Gerſte in kleine Haufen gebracht, und Nach⸗ mittags in einen Haufen gefahren. Den 2 4ſten Aug. Gerſte gemaͤhet, die Erbſen gewendet, den Kohl mit dem Pfluge gereiniget⸗ Den 26ſten Aug. Gerſte in einen Haufen gefahren, Erbſen in einen Haufen gefahren, und dieſen ſogleich auf allen Seiten glatt geſchnitten. Den Ge Raxin well er⸗ Gerſtet das La glaubte Ha mittage bunden die hie ſchenm „ 8 ſc lande und ein 8 Geren und ein G Li nena he i ma. e aihdas(Sih. 12 an eßeherit. 11 ir vi Erh md. pot w dahe fä. 1 aſin geedt iin. G 4 eiüin T üßſat ädihe ſiij 1 M Den 2 ſten Aug. Gerſteſtoppelland gepfluͤgt, und ſogleich mit Rapſaamen beſaͤet: drey Pfund auf einen Acre, weil er zum Abhuͤten ſo dick geſaͤet wird. Dieſe Gerſte war in eigentliches Haferfeld geſaͤet, weil das Land ſehr roh und wild war, und man glaubte, der Hafer wuͤrde es noch wilder machen. Hafer, der auf einer naſſen Stelle im Gerſten⸗ ſelde mit Klee war geſaͤet worden, wurde des Morgens zuſammengeharkt, aber erſt des Nach⸗ mittages, wo er trocken geworden, zuſammenge⸗ bunden und eingefahren. Ueberhaupt geſtehen die hieſigen Wirthe ein, daß ſie nur wegen Men⸗ ſchenmangel das Sommer getreide nicht binden. Turnips gehackt. Den agſten Aug. Noch von dem geſtern erwaͤhnten Gerſten⸗ lande gepfluͤgt, ſogleich mit Rapſaamen beſaͤet und eingeegget. Gerſte in die Scheune gefahren. Den 29ſten Aug. Turnips gehackt, Weitzenſtoppel gemaͤhet, Gerſtenſtoppel umgepfluͤgt, mit Rapſamen beſaͤet und eingeegget. Einen Weitzenſchober gedeckt. Einen — 266— Einen Gerſtenſchober beſchnitten. Gerſte in einen Haufen gefahren. Den Abend allen Leuten, die in der Erndte geholfen, eine Mahlzeit und Getraͤnke, nach Be⸗ lieben, gegeben(Harvest Supper). Den zZoſten Aug. Gerſtenſtoppel gepfluͤgt, mit Raps beſiet und eingeegget. Den Erbſenſchober gedeckt. Den 31ſten Aug. Wieder die Gerſtenſtoppel beſtellt. Weitzenſtoppel gemaͤhet. Den 2ten und 3ten September iſt nichts angemerkt. Den 4ten Sept. Weitzenſtoppel zum Decken der Schober ge⸗ maͤhet und eingefahren. Einen Gerſtſchober gedeckt. Weitzen gedroſchen zur Saat. Gepfl gen, undd Erhſer leich Zwan Gegen der die Zucht kauft.. ten Farn dͤaſellſt im Glich Einen Mit mm dem ju bben uͤber ordenlliche Tagen Ge fen. ren. in der End nd, nach e ¹) ps beſtetud Schober ge Den Den 5ten September. Gepfluͤgt, wo die Turnips nicht aufgegan⸗ gen, und die Floͤhe ſolche abgefreſſen hatten. Erbſen gedroſchen zur Maͤſtung der Schweine. Den öten Sept. Gleichfalls gepfluͤgt. Zwanzig Schweine aufgelegt zum Fettmachen. Gegen den Winter wird die Schweinezucht bis au⸗ die Zuchtthiere eingeſchraͤnkt, und alle uͤbrigen verf kauft. Ich drilite Winterwicken in der benachbar⸗ ten Farm des Hrn. Hopkins, und ſchaufelte daſelbſt im Braachfelde. Den 7ten Sept. Gleichfalls gepflaͤgt. Einen Gerſtſchober gedeckt. Von gten bis 14ten Sept. Mit Geſpann nach Woodhous geweſen, um dem jungen Hrn. Stockes zu helfen, deſſen eben uͤbernommene Wirthſchaft noch in keinem ordentlichen Umlaufe war. Es wurde in dieſen Tagen Gerſte gemaͤher.. Die Die Schafe auf den Raps getrieben, um den ausgewachſenen Hafer herauszufreſſen. Gerſteſtoppelland gepfluͤgt zu Weitzen, um nur erſt in Ordnung zu kommen. Miſt untergepfluͤgt, und ſo den Winter uͤber liegen laſſen, in einem Felde, wo der Boden fuͤr Turnips zu ſtrenge war, und gebraachet werden mußte, bis man im naͤch⸗ ſten Fruͤhjahre Gerſte darauf ſaͤen konnte. Weitzen⸗ ſtoppel umgepfluͤgt, und, um in Ordnung zu kom⸗ men, mit Winterwicken beſaͤet. Den 16ten Sept⸗ Nichts angemerkt. Den 17ten Seyt. Zu Kingſton Winterwicken in das Feld, wo Weitzen ſtatt Gerſte war geſaͤet worden, auf Weitzenſtoppel ge⸗ ſaͤet, und auch da, wo der Saamen vom Raps und Turnips, und die Kohlpftanzen gezogen worden.— Den 18ten Sept⸗ Steine vom Acker gefahren. I Sn T Gerſteeint ſhen Vei 4 In K Mit auf jährigen Nach geweſen. Aber and bis; nach Lot nbur⸗ — 269— rieben ma. tm Vom Lgten bis 24ſten Sept. iſen Dißen, umm In Woodhouſe untergepfü Gerſte eingefahren, und auf dem ſtrengen Acker en, in einen ſchon Weitzen in aufgebrochenen Kleeacker geſaͤet⸗ ſtrenge war⸗ u innih Den 2 5ſten und 26ſten Sept. nute. Veißen⸗ duungmkom In Kingſton Miiſt auf den jungen Klee gefahren, und die dies⸗ jaͤhrigen Kaͤlber darauf gelaſſen. Den 2 2ſten Sept. Nach Lougborough auf dem t Pobamne geweſen. Den 28ſten Sept. Wäten ſut Abſchied genommen. enſvypel e duin Ja b Den 2aſten Sept. nzen gejogen Abgereiſet aus dieſer Gegend, und den Zoſten Sept. Abends zu Kew in Surry angekommen, und bis zum öten Nov. daſelbſt geblieben, wo ich nach London, und den I1ten zu Schiffe nach d Hamburg abging. Waͤhrend meines Aufenthalts zu — 270— zu Kew hatte ich taͤglich Gelegenheit, die koͤnigl. Farm und Triſten zu ſehen, habe aber daruͤber nichts angemerkt. Den 21ſten October beſahe ich die Trimmerſche Ziegeley zu Brentford. Den abſten Oct. war ich auf dem Landgute von Sir Joſeph Bancks zu Springrove oder Small⸗ burrygreen. Die dabey liegenden Laͤndereyen werden nur beackert, weil man ſolche von neuem zu gutem Wieſen⸗Ertrage zubereiten will. Dies geſchieht auf folgende Art: Der Wieſengrund, der vielleicht 15 bis 20 Jahre gelegen hat, wird aufgebrochen, einfaͤhrig mit Hafer beſaͤet; nach geſchehener Erndte deſſelben wird die Stoppel geſtürzt, und ſo bleibt das Lande den Winter uͤber liegen. Im Fruͤhjahre wird es zwey⸗ bis dreymal gepflaͤgt und mit Gerſte beſaͤet. Nach der Gerſtenerndte wird es noch, ſo oft wie es noͤthig iſt, gepfluͤgt, deniſ et und der Miſt unter⸗ gepfluͤgt. Im dri en Fruͤhjahre pfluͤgt man es noch einmal, ſaͤet werſt Klee und rechten guten Grasſaamen darauf, und laͤßt es zur Wieſe werden, die iie wan dl behuͤtet hener Hen prifdem züſligge und der J gebauft. Habe Dreſchma, rieben wit ſind, zo⸗ Berliner nheit diehe ſl. ie aber nin e Jeeyeley a Sir Joſep er Small⸗ nlaͤndereyen e von neuem vill. Dies t 15 bis 20 en, einfahrig 6 edeſſlben ibt daslande jahre vird h Gerſie beſtet. „ſo öſtw wiees Mit unter⸗ ffligt man es rechten auten Weſe verde die die man alljaͤhrlich einmal maͤhet, bis Lichtmeſſen behuͤtet, und alle 4 bis 6 Jahre gleich nach geſche⸗ hener Heuerndte uͤberduͤngt. Da der Baronet Praͤſident keine Landwirthſchaft hat, ſo wird dies zufaͤllig gebauete Getreide auf dem Halme verkauft, und der Miſt in dem benachbarten H oun nslon gekauft. Den 29ſten Oct. Habe ich bey Wimbleton Park eine Dreſchmaſchiene geſehen, die von vier Pferden ge⸗ trieben wird, und wenn fuͤnf Leute dabeh angeſtellt ſind, 30 Quarter(ungefaͤhr 6 Wiſp. 21 Scheffel Berliner Maaß) taͤglich driſcht und rein macht. Ueber Ueber eine ſechsfeldrige Wirthſchaft Nittelboden. — In dem Eingange zu dem Tagebuche meines Auf⸗ enthalts auf der Farm des Hrn. J. Stockes zu Kingſton bey Kegworth, an den Graͤnzen von Nottingham und Leiceſterſhire, iſt bereits bemerkt worden, daß, ſo viel es die engliſche Willlkuhr zulaͤßt, dort im Ganzen nach einer ſechs⸗ feldrigen Eintheilung gewirthſchaftet wird. Ich hatte nicht allein die beſte Gelegenheit, den Plan und die Ausfuͤhrung dieſer Wirthſchaft kennen zu lernen, ſondern ich mußte, bey taͤglicher Arbeit in derſe elben, und Bekanntſchaft mit der großen Menge anderer Wirthſchaften, die bald dieſen, bald jenen Theil die⸗ ſes Plans befolgten, eine Nenge Bemerkungen und Erfahrungen machen, die damit in Verbindung ſtanden. Alles dieſes, und uͤberhaupt alles, was dort eigentlich für Mittelboden zutraͤglich und moͤg⸗ lich gehalten wird, habe ich in nachfolgendem Auf⸗ ſatze zuſammen zu ſtellen geſucht. ines Tuf Dockes zu 9 Gräͤnzen ire, iſ eraglſhe Gerſechs⸗ 3 Planud „ zu leren derſelben Be anden Theläo Sungen un-”d arbindug gälles, was — und moͤh⸗ Udem Aif * Zu Seite 273 Jahr iſtes Feld ates Feld 1 3tes Feld ates Feld Stes Feld tes Feld ſSafer oder Rapſaamen od. geef“ Roggen oder Erbſen Winterwicken, Gerſte und g rſtes Weitzen— AKLurnips, Kohl, Kleeſaamen Weide Weide Mapſaamen od. und Erdroffeln Hafer oder Winterwicken. 8 Erbſen— Gerſte und Ie; oggen oder 2tes— AKurnips, Kohl, Kleeſaamen Weide Weide Weitzen NRapſaamen od. und Erdtoffeln Winterwicken. 8 5 Hafer oder — Gerſte und Wei Roggen oder Erbſen tes Turnips, Kohl, Kleeſaamen Weid⸗ Eide Weitzen— und Erdtoff»8ilnmn— Rapſaamen od. — Hafer oder Winterwicken. Gerſte und 4 n, Roggen oder Erbſen—— Ates Kleeſaamen Weide Weide Weitzen— Turnips, Kohl, Rapſaamen od. und Erdtofſeln S Hafer oder Winterwicken. Roggen oder Erbſen—- Gerſte und 5tes Weide Weide Weitzen— Turnips, Kohl, Kleeſaamen Rapſaamen od. und Erdtoffeln — Kafer oder Winterwicken. . Roggen oder Erbſen,— Gerſte und tes Weide Weitzen Raps oder Turnips, Kohl, Kleeſaamen Weibe Winterwicken und Erdtoffeln 2 “ 4 8 ——ÿyüͤ—— vͤͤ—““ 3— Ddie treide im Her Grasſte gelegen Bey di geſehen, flach ge andere mit der Krume Frühja Söhafe geit„ 1 die Um lange d nach zu nicht v druͤckt; diel Un derſelbe Haadha worgen! wo viel gebraus dem R und Re A — 273— Die erſte Frucht oder das Winterge⸗ treide, es ſey Roggen oder Weitzen, wird im Herbſt einfaͤhrig in die geſtuͤrzte Klee⸗ und Grasſtoppel geſaͤet, die zwey Jahr zur Weide gelegen hat, und im erſten Jahre eingeerndtet. Bey dieſer Beſtellung wird vorzuͤglich darauf geſehen, daß ſo gut wie moͤglich, und nicht zu flach gepfluͤgt wird, ſo daß jede Fahre auf die andere ungefaͤhr 1 bis 1 ½ Zoll uͤberſchlaͤgt, da⸗ mit der Saame beym Eineggen die gehoͤrige Krume bekommt. Wenn der Weitzen gegen das Fruͤhjahr ſehr zu wachſen anfaͤngt, ſo werden die Schafe darauf gelaſſen, aber nur auf eine kurze Zeit, ungefaͤhr bis Anfangs April, je nachdem die Umſtaͤnde ſind; denn wenn die Schafe zu lange darauf gehen, ſo waͤchſt der Weitzen her⸗ nach zu ſchnell; der Halm wird zu weich, um nicht von ſtarkem Gewitterregen ganz niederge⸗ druͤckt zu werden. Wenn ſich nach dieſer Zeit viel Unkraut in dem Weitzen findet, ſo wird derſelbe in vielen Provinzen Englands mit der Handhacke gereinigt, und dieſe koſtbare Arbeit morgenweiſe verdungen; in andern Provinzen, wo viel Getreide mit Drillmaſchinen geſaͤet wird, gebraucht man hiezu eigene Maſchinen, die unter dem Namen von Pferdehacken(Horsehoes) und Reinigern(Scarificators) bekannt ſind. an Bds. 1ſte Abtheill. S In 274 In denjenigen aber, wo ich gedient habe, be⸗ diente man ſich dazu des bey uns in Deutſch⸗ land viel leichtern Eggens, was man ſelbſt dann anwendet, wann der Boden zwar rein, aber hart iſt. Es geſchieht einzinkig und lang gezogen, wenn der Weitzen auch bereits einen Fuß hoch iſt, und nimmt nicht allein das Unkraut heraus, ſondern giebt zugleich den Getreidepflanzen lockere Erde; daher man behauptet, daß der Weitzen nach dem Eggen ſchneller waͤchſt, als ohne ſol⸗ ches geſchehen wuͤrde. Finden ſich viele Diſteln im Wintergetreide, ſo werden ſolche ſehr fruͤh⸗ zeitig herausgeſtochen; gewoͤhnlich laͤßt man aber ein Land, wo dieſe ſich finden, uͤberliegen, und braachet es ordentlich, da kein Mittel ſicherer die Diſteln toͤdten ſoll, als gehdriges Pfluͤgen im Monat July und Auguſt. Im zweyten Jahre folgt nach dem Winter⸗ getreide Hafer. Man wird dies unrecht fin⸗ den; allein es wird behauptet, daß, nach der ganzen Anordnung dieſer Wirthſchaft, es zweck⸗ maͤßig ſey, und daß, wenn man bereits eine voͤllige Ueberſicht derſelben erhalten hat, man weniger geneigt ſeyn werde, dies Urtheil zu faͤl⸗ ſllen C. und Wineer ſobald man men kang/ mit Hafer beſtet. Za ſten und ſt man es als chen Voden ren gehalten teren davon ſtet. Sob mit einer tem Wetter dr Egge z denn man! ud loſer? fruchbar zu den richt ale ſen Anſeher hezwungener düllnehr un — 2) Es vir angenon ftüchte, gedint hahe he, unz in Dait wen ſelbſt d rrin, aber n lang gezogen, dinen Fuß hoch Ueraut heraus, deyflanzenlocken daß der Weizen „ als ohne ſol⸗ ſih viele Diſten ſoiche ſehr frü⸗ bßt man aber terliegen, und Mittel ſicherer drges Pflägen h dem Winte ies unrecht iir daß, nach de ſigf, A nan bereits ein alten bat, u dies Urtheil i fi⸗ — 275— faͤllen c). Die Weitzenſtoppel bleibt den Herbſt und Winter uͤber liegen, wird im Fruͤhjahre, ſobald man des Froſtes wegen in die Erde kom⸗ men kann, gepfluͤgt, und ſo fruͤh wie moͤglich mit Hafer, Erbſen und Wikken einfaͤhrig beſaͤet. Zu den Wicken nimmt man die zaͤhe⸗ ſten und ſtrengſten Stellen des Ackers, weil man es als eine alte Regel anſieht, daß derglei⸗ chen Boden, ſo viel wie moͤglich, im Schat⸗ ten gehalten werden muß, da man hingegen leich⸗ teren davon frey haͤlt, und daher mit Hafer be⸗ ſaͤet. Sobald dies geſchehen iſt, wird derſelbe mit einer hinreichend ſchweren Walze bey feuch⸗ tem Wetter gewalzt, damit die kleinen Fahren der Egge zu⸗, und die Erde feſtgedruͤckt werde. Denn man haͤlt es fuͤr entſchieden, daß leichter und loſer Boden dies durchaus beduͤrfe, um fruchtbar zu werden. Man ſieht dies Wal⸗ zen nicht als Nebenwerk an, um etwa zum beſ⸗ ſern Anſehen des Ackers die von der Egge nicht bezwungenen Stuͤcke zu brechen. Man haͤlt es vielmehr um deſto nothwendiger, je loſer und S 2 ſan⸗ c) Es wird naͤmlich ſonſt in England als Regel angenommen, daß zwey halmtragende Getreide⸗ fruͤchte nicht auf einander folgen duͤrfen. — 276— ſandiger der Boden iſt, damit der ſcharfe Wind die Erde von den Wurzeln nicht wegnehmen⸗ und die Sonnenhitze die Pflanzen nicht uͤber⸗ waͤltigen koͤnne. Wenn der Kafer gruͤn iſt, wird dies Walzen wiederholt, und geſchieht dann, auf etwas ſtaͤrkerem Boden, zum erſtenmal; bey den Erbſen aber mit vieler Sorgfalt. Wenn die Erbſen und Wicken beym Aufgehen Wuͤrmer und Erdfloͤhe bekommen, ſo walzt man des Nachts, weil die mehreſten Inſekten des Nachts nur freſſen, und dann durch das Wal⸗ zen zum Theil getoͤdtet werden. Wenn die Walze nicht die gehoͤrige Wirkung, thut, ſo bringt man die Schafe auf den Schlag, und zwar auf zweyerley Art: entweder man hordet ſie in warmen Fruͤhjahrsnaͤchten auf den Erbſen, oder bey kalter Witterung theilt man mit den Horden ſo viel Land ab, als man glaubt, daß die Schafe bey anhaltendem Hin⸗ und Hertrei⸗ ben, gleich einer Trift, feſttreten werden, und treibt ſie nur, nachdem ſie ſich ſatt gefreſſen, darauf, damit ſie nicht zu viel abbeiſſen, und vielen Duͤnger und Urin zuruͤcklaſſen, was als das beſte Mittel gegen die Inſekten angeſehen wird. Man ſollte glauben, daß dies Betreiben mit den Schafen die Erbſen toͤdten muͤßte; da aber eine Erbſe nicht ſo leicht zuruͤckbleiben ſoll, und zwey⸗ bis dreymal abgebiſſen werden kann, ſo behaupt ren einen halte. Venn finden, d ling die d nigen and Hitze noch egget dan des Acker hineer ein austrockne dieſer ſeche einet betne der Hafer get man d gleich einf wikken velche ma um noch legen, u zonzim? out, wie de Vinn gleih We huüche w der ſharfedid ich wegnelna tzen nicht ühe Hafer grun i dgeſchieht dam. am erſtenmal; iller Sorgfalt beym Auſgehen n ſo waht man ten Inſetten des durch das Var. n. Tenn die kung, thut, ſt Schlag, und er man horder ai den Erbſer, man wit den an glaubt, daß n und Hertrii⸗ werden, und ſatt gefeſen, abbeiſen, und nſen, m il kkeen angeſcfn dies Berreben den mifte; d rickbleben ſi n werden kann ſ ſo behauptet man, daß ſie nach dieſem Verfah⸗ ren einen ſtaͤrkern und kraftvollern Stamm er⸗ halte. 4 Wenn ſich in dieſem Haferſchlage Stellen finden, die voller Quecken ſind, ſo iſt der Fruͤh⸗ ling die Zeit, welche man am liebſten zum Rei⸗ nigen anwendet, weil in dieſer Jahrszeit die Hitze noch nicht ſo groß iſt. Man pfluͤgt und egget dann ſo oft, als es zum voͤlligen Reinigen des Ackers nothwendig iſt; aber jederzeit ſchnell hinter einander, damit der Acker nicht ſo ſehr austrocknet. Es iſt aber ſehr ſelten, daß bey dieſer ſechsfeldrigen Wirthſchaft Stellen von irgend einer betxaͤchtlichen Groͤße verquecken. Sobald der Hafer und die Erbſen eingeerndtet ſind, pfluͤ⸗ get man dieſen Schlag wieder auf, und ſaͤet ſo⸗ gleich einfaͤhrig Rapſaamen und Winter⸗ wikken darein. Wenn ſich Stellen finden, welche man fuͤr zu mager oder zu unrein haͤlt, um noch einmal zu tragen, ſo laͤßt man dieſe , liegen, und begnügt ſich, ſolche im Herbſt oder ganz im Anfange des Frühjahrs zu ſtuͤrzen. So gut, wie der Winterraps in Deutſchland, ertraͤgt die Winterwicke ſelbſt im noͤrdlichen England, gleich Weitzen und Roggen, den Winter. Beide Fruͤchte werden im Fruͤhjahre des — 278— des dritten Jahres abgehütet, oder die Wicken zu Heu gemacht, wodurch man im Gan⸗ zen die Menge des gemachten Futters vermehrt, und beſonders dem Futtermangel fuͤr die Schafe dann abhilft, wann im Fruͤhjahre das trockene Futter knapp wird, und kalte Naͤchte und trockene Winde das Wachſen des Graſes zuruͤck halten, indem der junge im Herbſt und erſten milden Tagen des Fruͤhlings gewachſene Raps ihnen ein reichliches, und beſonders in dieſer Jahrszeit, wo ſie ſchwaͤchlich ſind, ſehr geſundes Futter darbietet. Iſt daher der Raps nicht fuͤr die ganze Schaͤfe⸗ rey hinreichend, ſo jagt der Englaͤnder nur die ſchlechteſten und die Mutterſchafe darauf. Laͤßt es die Witterung zu, ſo werden die Schafe in dieſem Schlage gehordet; jederzeit aber gegen die Zeit, da er beynahe ausgefreſſen iſt, allein darauf gebracht, weil die Hauptabſicht des Englaͤnders bey dieſer ganzen Behandlung die iſt, den leichten Boden feſt zu machen, da eine feſte Krume oben, auf die Wind und Sonne nicht ſo leicht wirkt, und eine lockere Krume unten, worin ſich die Pflanzen ausbreiten koͤnnen; das iſt, was er er⸗ langen will. Die Winterwicken werden in die ſtrengſten Stellen geſaͤet; ſie wachſen im Fruͤh⸗ jahre ſehr ſchnell, werden entweder fuͤr Kuͤhe und Pferde gruͤn verfuttert, oder mit den Schafen abgehordet, kurz, jedem Viehe gegeben, dem Futter futter ſeh angeetndt lange auf werden w Stopyelg ſet, int ſeame nach fihrig Wi ſchon der Dieſe dieſer Sch toffeln,„ ſchieht, in die Queck reht zur zwarda, tet, mit d gemachten nit dem her gleich Ackers m ſenn; jei den Erdl kannt. gejite, dee ih nan in or⸗ utters berme Iſtr die Sch ire das trockne te und trockene rick haltn, eerſten milden Naps ihnen en Jahtszeit, wo futter darbieter ganze Schäfe⸗ laͤnder nur die darauf. läͤßt die Schaſe ih aber gegen die „allein darauf s Englanders ſt den leichten Krume oben leiht wirkt worin ſih die iſt, wasere⸗ werden in de ſen im Früh ffäͤr Käheumd den Schafen gegeben, den Futer — 279— Futter fehlt, oder zu Heu gemacht, dder reif eingeerndtet. In letzterem Falle liegen ſie ſehr lange auf dem Schwade, bevor ſie trocknen, werden wie andere Wicken verbraucht, ihre Stoppel geduͤngt, und entweder mit Roggen be⸗ ſaͤet, in welchen kuͤnftiges Fruͤhjahr der Klee⸗ ſaame nachgeſaͤet wird, oder man ſaet darauf ein⸗ faͤhrig Winter⸗Turnips, die vor dem Vrhjahre ſchon der Gerſe⸗ Vlaß machen. Dieſe kleine Ausnahme abgevechnet, wird dieſer Schlag, ſobald er ausgehuͤtet iſt, zu Erd⸗ toffeln, Kohl und Turnips bereitet. Dieſes ge⸗ ſchieht, indem man ihn ſo oft pfluͤgt, egget und die Quecken abharkt, als nothwendig iſt, ihn recht zu reinigen. Dann wird er geduͤngt, und zwar da, wo man am aufmerkſamſten wirthſchaf⸗ tet, mit dem von den Schafen den Winter uͤber gemachten Miſt, welchen man vorher im Stalle mit dem Heukneif ganz durchſchneidet, und nach⸗ her gleich unterpfluͤgt. Dieſe neue Beſtellung des Ackers muß allerſpaͤteſtens zu Ende Juny fertig ſeyn; je fruͤher, je beſſer, damit die Pflanzen ſchon den Erdboden beſchatten„ wenn die große Hitze kommt. Zu — 280— Zu Erdtoffeln wird der Miſt nicht unter⸗ 9 gepflugt, ſondern wenn das Land voͤllig zubereitet Miſt un iſt, zieht man mit dem Pfluge die Fahren, wo werden die Erdtoffeln ſtehen ſollen, drey Fuß aus einander, wotein i faͤhrt ſehr verrotteten Miſt, in dem ſich alſo kein Alaih yf Unkrautſaame mehr befindet, der aufgehen koͤnnte, Stllln darauf, ſpreitet dieſen dick vom Wagen in die duß bon Fahren, legt die in ganz kleine Stuͤcke zu drey Fuß weit bis vier Augen geſchnittenen Erdtoffeln einzeln, und Nihen ſechs Zoll aus einander, auf den Miſt, und pfluͤgt als es! von beiden Seiten die Fahren zu, damit die Erd⸗ en und toffeln gehoͤrig mit lockerer Erde bedeckt werden. So oft, wie es das dazwiſchen wachſende Unkraut nothwendig macht,(gewoͤhnlich dreymal) werden die die Erdtoffeln mit dem Pfluge gereinigt, indem Voden, man zwiſchen den Reihen hinauf pfluͤgt, wo man leßten Pf denn das erſtemal zu den Pflanzen, das zweyte⸗ der Vuſe mal vondenſelben, und das drittemal wieder zu zu viel? ihnen die Erde wirft. Im Herbſt ſchlaͤgt man wol nur das Kolter aus dem Pfluge, und pfluͤgt ſo mit betrieben. der bloßen Schaar die Erdtoffeln aus, die man Vintertur dann leicht kann aufleſen laſſen, indeſſen man bey des Jun der Erdtoffelkultur, die in einigen Provinzen von deiten ge England ſehr im Großen betrieben wird, durch ſon geſ dieſes Reinigen und Herausbringen, vermittelſt Naacht, eines Pfluges, ein anſehnliches Tagelohn er⸗ dic aufge ſpart. wetd de Vlätt Zu — Mi nich ner⸗ vülli zbant die Fahren, n ußaus einande im ſic alſo hin uſgehenkonnn Wagen in de Stücke zu dre feln einzeln und iſt, und pflügt dawit die Erd⸗ hedeckz werden. hſende Unkraut ermal) werden einigt, indem lagt, wo wan n, das zweyte⸗ emal wiederzu 'ſt chlägt man dpflägt ſo mit aus, die mag deſſen manbey Probinzenbot en wird, durh en, vernittet Lagelohn er⸗ Zu Kohl wird ebenfalls gut gedungt, der Miſt untergepfluͤgt, und in der alſo lockern Erde werden mit einem Stocke die Loͤcher gemacht, worein man die vor Winter geſaͤeten Pflanzen ſo⸗ gleich pflanzt. Man ſucht dazu die niedrigſten Stellen aus, bringt die Reihen der Pflanzen drey Fuß von einander ab, ſetzt die Pflanzen zwey Fuß weit aus einander, und zieht zwiſchen den Reihen ſo oft mit dem Pfluge ohne Raͤder hinauf, als es noͤthig iſt, um die Pflanzen zu reini⸗ gen und von Unkraut frey zu halten. Die Turnips werden auf voͤllig reinem Boden, der nur maͤßig geduͤngt, und nach dem letzten Pfluͤgen ſogleich gewalzt wird, geſaͤet, mit der Buſchegge eingeegget, weil jede andere Egge zu viel Miſt obenauf bringen wurde, oder auch wol nur blos uͤberwalzt, oder mit den Schafen betrieben. Man hat Sommer⸗, Herbſt⸗ und Winterturnips, welche daher auch vom Anfange des Juny bis Ende Auguſt's zu verſchiedenen Zeiten geſaͤet werden. Wo man, wie in King⸗ ſton geſchah, keinen Drill bey der Saat ge⸗ braucht, da werden diejenigen, welche natüͤrlich zu dick aufgehen, herausgehackt, damit die Pflanzen ſo weit von einander ab kommen, daß ſie nicht in die Blaͤtter, ſondern in die Wurzel treiben. Iſt der — 282— der Anfang des Sommers ſehr trocken, ſo ſind Erdfloͤhe, Schnecken und andere Inſekten wuͤthen⸗ de Feinde der Turmipsſaat, welche die Englaͤnder durch Ueberſtreuen derſelben mit Kalk und durch näͤchtliches Walzen zu toͤdten ſuchen, aber nicht allezeit gluͤcklich darin ſind. Vom Herbſt an bis zu Ende des Winters werden dieſe Wurzeln ge⸗ nutt, indem man ſolche entweder mit einer zwey⸗ zackigen Miſtgabel, die die Richtung einer Hacke hat, heraushackt, und fuͤr das Rindvieh, wenn es im Stalle ſteht, ſtampft, oder wenn es auf die Weide geht, auf ſolcher ausſtreuet, damit es nach Gefallen davon freſſen kann; oder man laͤßt die Turnips in der Erde, und weidet die Schafe darauf, wobey nichts weiter nothwendig iſt, als daß, wenn dieſe Thiere den Keim tief heraus⸗ gebiſſen haben, man mit einem ſcharfen Meſſer oder Schaufel die Turnips in der Mitte durch⸗ ſchneidet und umkehrt⸗ damit die Thiere zwey neue Seiten zu befreſſen haben. Daurch dieſe Wurzel⸗Gartengewaͤchſe hilft der Englaͤnder im Herbſt und Winter jedem druͤcken⸗ den Futtermangel ab, und erlangt in dieſer Gegend, wo ich gelebt habe, die vortreffliche Hammelzucht und Fetttrift, welche unter dem Namen von Lei⸗ ceſter in ganz England bekannt iſt.. Soll⸗ Sel weniger vortrefli ſerſtlch ſchwediſ andern! Septemt man das ſchneidet graben nips erf Statten Handar Ven hauet ha zu trage yflagt wo in dieſen naͤcſen hen in Herbſt Im dem Fro dinährig rwen, ſeſnd nſektn vüte he diEnglande Kak und durh cen,aber ich Herbſt an bis ſe Varzeln ge⸗ nit einerzwey⸗ ung einer hacke indvieh, wenn er wenn es auf euet, danit es oder man laßt det die Schafe endig iſ, als vef heraus⸗ harfen Reſer r Mite durch⸗ e Wiere zweh 1 wäche hiftde jdem drücen, ndieſeregend, ehemnalcn anen von le’ ſſt. 4 ſ. Gol⸗ Sollten dergleichen Mittel in Deutſchland weniger wirkſam ſeyn, da Erdtofſeln bey uns ſo vortrefflich gerathen, die Kultur des Kohls auß⸗ ſerſt leicht iſt, und einige Turnipsarten auch unter ſchwediſchem Schnee und Eiſe gur bleiben; die andern Arten aber, wenn man ſie fruͤh ſaͤet, im September auf erwaͤhnte Art aushackt, und wenr man das Kraut und die untere Wurzelſpitze ab⸗ ſchneidet, in Gruben, gleich den Erdtoffeln, ver⸗ graben werden koͤnnen? Dies Reinigen der T Tur⸗ nips erfordert zwar Arbeiter, geht aber ſchnell von Statten, und geſchieht in einer Jahrszeit, wo Kandarbeiten nicht haͤuſig ſind. Wenn der Boden, wo man Erdtofſeln ge⸗ haner hat, zu leicht zu ſeyn ſcheint, um Gerſte zu tragen, ſo ſaͤet man, nachdem ſolche ausge⸗ pfluͤgt worden, Roggen darein. Sonſt aber folgt in dieſem Schlage, nach den Feldfruͤchten, im naͤchſten Fruͤhjahre Gerſte, und ſtuͤrzt man ſol⸗ chen in ſo weit, wie ſelbiger bereits leer iſt, im Herbſt. Im vierten Jahre alſo, ſobald man vor dem Froſt ſicher zu ſeyn glaubt, wird die Gerſte einfaͤhrig beſtellt. Denn einige Englaͤnder halten es — 284— es für ſchlechte Kultur und Zeitverſchwendung, im Fruͤhjahre zu der Gerſte drey⸗ bis viermal zu pfluͤgen, und behaupten, daß die vorjaͤhrige Kul⸗ tur ihr Land genug gereinigt haͤtte, und daß, wenn die Winterfeuchtigkeit im Acker bliebe, und er nicht, wie beym oftmaligen Pfluͤgen geſchieht, zu ſehr austrocknete, viel mehr Fruchtbarkeit darin waͤre, und man ſicherer auf eine gute Gerſten⸗ erndte rechnen koͤnnte d). Wenn die Gerſte zwey bis drey Zoll lang iſt, oder wenn alles Un⸗ kraut aufgegangen iſt, walzt man ſolche, und ſaͤet Klee⸗ und Grasſaamen darein. Dieſer Saame faͤllt beym Saͤen ſehr gerade: nur muß man einen windſtillen Tag zum Saͤen waͤhlen, weil ſonſt der feine Saame auf Haufen faͤllt. Man rech⸗ net 10 Pfund Klee, 5 ¾ Metze Grasſaamen auf einen dortigen Acre, oder 7 ¾ Pfund und 8 Mtz. Berliner Maaß auf einen Magdeburger Morgen, wenn der Boden ſehr leicht iſt⸗ und behuͤtet wer⸗ “ den d) Allgemein iſt dies aber die Meinung der Eng⸗ laͤnder nicht. Vielmehr halten die Norfolker, als die anerkannten beſten Gerſtebauer in England, ein mehrmaliges Pfluͤgen zur Gerſte fuͤr unumgaͤnglich erforderlich. den ſoll⸗ Saͤen eit der, um auch lich ſo vind der Eng dem ſie g mit Ger bey uns Eggen v reich nie Jf deſen E und Gra wahht, n ner Ger ticht auf bey recht darum u riht unm vom Ab. ſtehe. 5 auf Wieſ Lampt das Land dern Fül eichvedeg, i rirnan rrährige gu und daß, wenn liebe, under geſchieht, zu barkeit datin gute Gerſten⸗ die Gerſte enn alles Un⸗ ſhe, und ſiet ſeſer Saame uß man einen „weil ſouſt Mun rech⸗ ſaanen auf und 8 N. ger Morgen hehitet be den nung der(it dierfole gerſebauer n en ſu Geſe —- 285— den ſoll. Der Kleeſaamen wird gleich nach dem Saͤen eingeegget. Dies Eggen thut der Englaͤn⸗ der, um das Unkraut zu vertilgen; denn wenn auch nicht alles damit herausgeriſſene vertrocknet, ſo wird es doch im Fortwachſen aufgehalten, und der Englaͤnder behauptet, daß die Gerſte, nach⸗ dem ſie geegget worden, viel ſchneller waͤchſt, und mit Gewißheit Herr des Unkrauts wird, was bey uns ſo oft unterbleibt. Gleich nach dem Eggen wird gewalzt, damit das aufgeritzte Erd⸗ reich nicht austrocknet.— Iſt im Herbſt Weitzen oder Roggen in dieſen Schlag geſaͤet, ſo wird nun der Klee⸗ und Grasſaamen nachgeſtreuet, geegget und ge⸗ walzt, wie bey der Gerſte. Nach geſchehe⸗ ner Gerſtenerndte kommen die Schafe gar nicht auf den friſchen Klee, und das Rindvieh nur bey recht trockener Witterung. Das Gras wird darum unter den Klee geſaͤet, damit die Kuͤhe nicht unmaͤßig davon freſſen, noch anderer Schaden vom Abhuͤten des rothen Klee's beym Viehe ent⸗ ſtehe. Weißer Klee wird naͤmlich in En gland nur auf Wieſen und da geſaͤet, wo man, wie z. B. in Hamptonſhire, auf drey, vier bis funf Jahre das Land will dreeſch liegen laſſen. In allen an⸗ dern Faͤllen, wo man nur ein oder zwey Jahr den Klee — 286— Klee behatet, oder ihn wohl gar maͤhen will, ſaͤet man blos rothen, weil dieſer in den erſten Jahren viel ſtaͤrker waͤchſt.— Im erſten Herbſt wird dieſer neue Klee mit ſehr verrottetem Miſt geduͤngt. Hierzu nimmt man den im vorigen Winter mit dem Rindvieh, Pferden und Schweinen gemachten Miſt. Dieſer wird durch einander, und an eini⸗ gen Orten, wo es moͤglich iſt, auch oft mit Erd⸗ flaken und Kalkſchichten vermiſcht, in laͤnglichten kubiſchen Haufen zuſammengebracht, und mit einer Decke von Lehm belegt, damit ihn die Sonne nicht ausbrennen koͤnne. Iſt das Fruͤhjahr nicht auſſer⸗ ordentlich kalt, ſo waͤchſt der Klee ſehr bald, und wird nun im fuͤnften und imſechsten Jahre zu Weide fuͤr allerley Vieh genutzt, und, wo der Boden fuͤr ſchwerer gehalten wird, als er auf Stocke's Farm in Kingſton war, im fuͤnften Jahre einmal gemaͤhet. Im Herbſt des ſechsten Jahres aber, wenn er noch einige Zoll lang iſt, geſtuͤrzt, und darin einfaͤhris die Weitzenſaat beſtellt.— Dieſe Methode, den Miſt zu be⸗ handeln, und den Acker zu duͤngen, wird jetzt in England fuͤr die zweckmaͤßigſte und beſte ge⸗ halten. Man verliert zwar bey erſterer an der Zahl zahl de rottetes zwey d diele I gen, un Gerſte behaupt behande Somme widerſt ſcockende jeger ger iſre R den ga ausgebr lche E den Ve Eiſen r größten in dieſ nur in der E und g ihen u ut afen Jahma Herbſt nin Niſ geding. Vinter nt gemachten und an eini⸗ öſt tmit Erd⸗ Klaͤnglihten undmiteiner Sonneticht nicht auſer⸗ ebald, und glerleydien tergehalten Kingſton In Herbſt heinigegoll Wiun Miſt zu he⸗ „ wird ird jeßt nd biſte ge⸗ deret an der 3 Zahl der Fuder; ein ſolches vermiſchtes und ver⸗ rottetes Fuder ſoll aber auch ſo gut ſeyn, als zwey Fuder Strohmiſt. Und letztere ſoll ſehr viele Vorzuͤge vor der gewoͤhnlichen Art zu duͤn⸗ gen, und ſowohl zu Wintergetreide, als zur Gerſte und Braachfruͤchten haben, weil man behauptet, daß dergleichen Miſt, auf dieſe Art behandelt, im Winter dem Froſte, und im Sommer dem ſchaͤdlichen Brennen der Sonne widerſtehe; man auch von dem Klee, deſſen junge Pflanze davon Nutzen zieht, viel mehr erhalte, und der Weitzen oben eine durch den Duͤnger locker gewordene Krume, und unten eine gleichfalls naͤhrende Kraft aus der ver⸗ ſtockenden Kleegruſe erhalte; da hingegen bey jener gewoͤhnlichen Methode die Wurzel deſſelben ihre Nahrung aus der Erde ziehen ſoll, die den ganzen Sommer uͤber von der Sonne ausgebrannt worden; die aͤuſſerſt beſchwer⸗ liche Beſtellung in den ſchwuͤlſten Monaten, den Verluſt an Zugvieh und die Ausgabe fuͤr Eiſen nicht einmal zu rechnen, welchem allem groͤßtentheils abgeholfen wird, wenn man, wie in dieſer ſechsfeldrigen Wirthſchaft geſchieht, nur in den kuͤhlern Fruͤhlingsmonaten, wo der Erdboden nicht ſo hart iſt, zu Hafer und Feldfruͤchten braachet, und den Acker ſtets —-— 288— ſtets in Wuͤrden und Kultur zu erhalten ſucht e). e) Es verſteht ſich jedoch, daß hier nur die Rede von loſem, ſandigem Mittelboden ſey. Auf bindendem thonigem Boden haͤlt man dagegen in England das unterbringen des ſtrohigern Miſtes und die Bearbeitung in heiſſen Som⸗ mermonaten zuzeiten fuͤr ſehr zutraͤglich. ein r zu nhen ——— ier nur die oden ſey. Aff ilt man dagezen des ſtohigern in heiſſen Som⸗ zuträͤglich. Ueber Aeber eine fu nffeldrige Wirthſch aft im Klayboden. Nachſtehende Tabelle und Entwurf einer fünf⸗ feldrigen Wirthſchaft in Klayboden iſt das Re⸗ ſultat, was ich aus den Grundſaͤtzen gezogen, die man an den Graͤnzen von Notting ham⸗, Leiceſter⸗ und Derbyſhire auf dergleichen Boden ausubte, die ich ſelbſt auf der zweyten und groͤßten in Kingſton belegenen Farm des Hrn. J. Hopkins 293 bevbachten konnte, und welche, nach der Meinung dieſes erfahrnen Wirths, auf dergleichen Boden nach engliſcher Wirthſchaftsart, und mit den dort gewoͤhnlichen Gewaͤchsarten, am zweckmaͤßigſten ſeyn ſollen. en Bds. ifte Astheit⸗— Jahr Iſtes Feld 2tes Feld ztes Feld Ates Feld Ftes Feld Weitzen Bohnen Winterwicken Winterwicken Braache Gerſte und Kleeſaamen Kleeheu Bohnen Winterwicken Braache Gerſte und Kleeſaamen 4 Kleehen Weitzen Braache Gerſte und Kleeſaamen Kleeheu Weißen Bohnen Win8terwicken Gerſte und Kleeſaamen Kleehen Weitzen Bohnen en Braache Winterwicken 2 Kleeheu Weitzen Bohnen Winterwicken Braache 1 Gerſte und Kleeſaamen «* & 834 T 9* ua ᷑☛☚Qẽ uPau uauga⸗ Q12 832= ↄpyvas uo ꝓlaaue — 12 8218 uauua* dun lasd Q12 S823 ⸗ nA 1 Q128 B32 8 G12 33271 Die erſte Frucht oder der Weitzen wird einfaͤhrig in die umgeſtuͤrzte Kleeſtoppel, welche den Sommer uͤber Heu geliefert, im Herbſt ſo fruͤh, als der Klay trocken iſt, geſaͤet, und im erſten Jahre geerndtet. Im zweyten Jahre ſaͤet man im Fruͤh⸗ jahre Bohnen. Gewoͤhnlich pfluͤgt man zwey⸗ mal dazu: einmal im Herbſte, und zum andern im Fruͤhjahre, wenn die Saat geſchehen ſoll. Aber nach einiger Wirthe Meinung und auch nach dem, was ich ſelbſt auf der Hopkinsſchen Farm beob⸗ achtete, wo man zur Probe die Haͤlfte der Bohnen zweyfaͤhrig, und die andere einfaͤhrig beſtellt hatte, iſt es beſſer, nur einmal im Herbſt zu pfluͤgen, und im Fruͤhjahre die Bohnen in die Fahre zu ſaͤen und einzueggen. Denn der Klay, der den Winter uͤber oben liegt, iſt vom Froſt muͤrbe ge⸗ worden, und wird beym zweyten Pfluͤgen im Fruͤh⸗ jahre wieder unten gebracht, indeſſen eine haͤrtere und rohere Erde oben koͤmmt, in der die Bohnen nicht gleich ſo gut fortkommen koͤnnen. Kommt nachher eine trockene Witterung, ſo faͤngt der zweymal gepfluͤgte Boden heftig an zu berſten, und die in den Ritzen ſtehenden Pflanzen muͤſſen ohne Barmherzigkeit ſterben, indeſſen das ein⸗ faͤhrige Land bey weitem nicht ſo geſchwind und 2 ſo 29 ſo ſtark aufreißt, weil es mehr Feuchtigkeit in ſich hat. Man haͤlt es fuͤr gewiß, daß aller im Herbſt aufgebrochener Acker ſchwerer, feuchter und fruchtbarer iſt, als der, den man im Fruͤh⸗ jahre aufbricht. Denn ſobald das Erdreich Waͤrme bekommt, ſo dringen Duͤnſte heraus; pfluͤgt man es nuͤn auf, ſo gehen die feuchten Theile zu geſchwind heraus; doch ungleich mehr ſoll dies noch h bey leichtem Boden geſchehen. Im dritten Jahre ſollte nach den Boh⸗ nen das Land blos Braache liegen); allein man f) Hier werden alſo die Bohnen nicht als Braach⸗ frucht betrachtet, ſondern die Braache folgt erſt nach felbigen. Es verbreitet ſich aber die in der Grafſchaft Kent ſchon urakte Methode, die Bohnen in Reihen drey Fuß aus einander zu ſaͤen, und ſie auf eben die Weiſe, wie die Kartoffeln, mit einem leichten Pfluge ohne Raͤder zu bear⸗ beiten, immer mehr; da die Bohnen denn voͤllig die Stelle der Braache vertreten, und ohne die Bearbeitung des Landes zu⸗ verhindern, dem Klay⸗ 8 acker doch den ſo wohlthaͤtig g⸗ ehaltenen S Schatten ggewaͤhren; uͤberdies aber auch in Koͤrnern einen weit groͤßern Ertrag, als die dicht⸗ und breit⸗ wuͤrfig geſaͤeten Bohnen geben. manh Jahre Winte Fruͤhj als f daß ſi halten wit G kann, der G finden zu tro ſtelle „. B. deſe! wicker vorz Grad Früh dene und, mehr werd man ſt der blieb Feuchtit in i, daß aler verer, feuchtet nan im Früſ⸗ dah Erdriih— auſte heraus; die feuchten ungleich meh geſchehen. aach den Voh⸗ en f); allein man— —— icht als Braach Kaache folgt 3 haber die ind Nethode, de 3 einander zuſein ie die Kartoffl eNaͤder zu beu⸗ hnen denn ulb. a, und ohne d dern, dem l⸗ zaltenen Schattn in Kötteen än ditt⸗ und hi 293— man haͤlt es fuͤr beſſer, im Herbſt des zweyten Jahres die Bohnenſtoppel zu ſtuͤrzen, und mit Winterwicken einfaͤhrig zu beſtellen, die man im Fruͤhjahre des dritten Jahres abnutzt. Denn als feſtſtehenden Grundſatz ſieht man es an, daß ſtrenger Boden jederzeit unter Schatten ge⸗ halten werden muß, derſelbe aber nicht wohl mit Gartenfruͤchten im Fruͤhjahre beſtellt werden kann, weil man ſo fruͤhzeitig bey Beſtellung der Gerſte⸗ und Bohnenſaat nicht Zeit dazu zu finden vermoͤgend iſt, und ſpaͤterhin der Boden zu trocken wird, als daß man ſolchen noch be⸗ ſtellen koͤnnte, auch verſchiedene Fruͤchte, als z. B. Erdtoffeln, nicht darin gedeihen. Alle dieſe Unbequemlichkeiten finden bey den Winter⸗ wicken nicht Statt, die in dergleichen Boden, vorzuͤglich bey einem in England nicht ſeltenem Grade von Frühlingswärme, gut gedeihen, im Fruͤhjahre gruͤn gefuttert, den Ochſen und Pfer⸗ den eine geſunde und angenehme N kahrung geben, und, zu Heu gemacht, das Winterfutter ver⸗ mehren; denn reif laͤßt man nur das wenige werden, was man zur Saat braucht, damit man noch Zeit habe, das Land vor der Erndie zu ſtuͤrzen. Nach derſelben wird es geduͤngt, der Miſt gleich gehoͤrig untergepfluͤgt, und ſo bliebe der Schlag bis zum Fruͤhjahre liegen, 4. weil — 294— weil, auf dieſe Weiſe behandelt, der Miſt den Klay aufloͤſen ſoll. Im vierten Jahre pfluͤgt man das Land ſo fruͤh wie moͤglich einmal, und ſaͤet große Gerſte darein. Sobald die Gerſte gruͤn iſt, wird Klee⸗ und Grasſaamen darein nachgeſaͤet. Man rechnet in England 12 Pfund Klee⸗ und 5 ⅞ Metze Grasſaamen auf einen dortigen Acre, oder ungefaͤhr o Pfund und 3 Metzen auf ei⸗ nen Magdeburgiſchen Morgen Klayboden, wenn man den Klee huͤten will; aber nur blos 12 Pfund Kleeſaamen, wenn er gemaͤhet wird. Iſt der Boden ſehr naß, ſo muß die Saat mit der der Gerſte zugleich geſchehen, was alljaͤhrlich nach Umſtaͤnden zu beurtheilen und abzuaͤndern iſt. Nach der Gerſten⸗Erndte wird der Klee in dieſem Boden nicht behuͤtet, weil dann ſich erſt der beſte oͤfters einfindet. Im fruͤhen Fruͤhjahre des fuͤnften Jahres aber wird er in England kurze Zeit mit dem Rindviehe behuͤtet. Dann laͤßt man ihn wachſen, maͤhet ihn ein⸗ aus⸗ mal zu Heu, und laͤßt ihn nur in ſo weit aushü wird, hält, gepflu worau der A der Muͤden an das land— ſaͤet große rſte gruͤn iſ nachgeſaet. d Klee⸗ und riigen Acke, ehßen auf ei— oden, wenn ur blos 12 twird. Iſt 2 Saat mit zalläͤhrüch abzuaͤndern der Klee in ann ſich erſ Friüljahre wird er in ehe behäͤtet. het ihn en in ſo weit qlb⸗ — 295— aushuͤten, daß er einige Zoll hoch untergepfluͤgt wird, weil man es fuͤr den Boden ſehr zutraͤglich haͤlt, wenn eine Menge von gruͤnem Klee unter⸗ gepfluͤgt werden kann; dies geſchieht einmal, worauf man Weitzen ſaͤet, und ſo den Umtauf der Wirthſchaft wieder beginnet. Ueber eine veraͤnderte dreyfeldrige Wirth⸗ ſchaft in ganz leichtem Boden. Nachdem ich ſechs Monate auf einer engli⸗ ſchen Farm in den mittlern Grafſchaften gelebt hatte, kam ich nach der Provinz Surry zuruͤck, und fand dort viel haͤufiger, als in Notting⸗ hamſhire, ſehr leichten Boden. Beym taͤg⸗ lichen Herumſtreichen in dieſer Gegend erinnerte ich mich alles desjenigen, was ich von zweckmaͤ⸗ siger Verfahrungsart auf dergleichen Boden ge⸗ hoͤrt und geſehen hatte, und nahe an dem Zeit⸗ punkte, wo ich nach meinem Vaterlande zuruͤck⸗ kehren ſollte, wo es auch ſo viel leichten Boden giebt, wandte ich jene Ideen auf die gewoͤhnliche Wirthſchaftsart an. So entſtand folgende Ta⸗ belle und Entwurf einer veraͤnderten dreyfeldri⸗ gen Wirthſchaft in leichtem Boden. Jahr 2 — SGvIS Qun — o pckhons ztes Feld Ates Feld— v'ſte s Fe 8 Roggen Gerſte mit Klee Wicken und Raps Hafer, Erbſen, Weide Erdkoffeln⸗ euner Kohl und Flachs Gerſte mit Klee Hafer, Erbſen, Wicken und Raps Weide Erdtoffeln, Turnips, Kohl und Flachs Weide Erdto ffeln„ Turnips, Kohl und Flachs Roggen W— Roggen 3 Hafer, Erbſen,ſ Wicken und Raps Gerſte mit Klee Roggen Hafer,. Erbſen, Wicken und Raps Gerſte mit. — Klee Erdtoffeln, Turnips, Kohl und Flachs — Weide Wicken und Raps Hafer, Erbſen, Gerſte mit Klee Erdtoffeln,— Turnips, Kohl Weide Roggen Erdtoffeln, und Flachs Turnips, Kalf Weide und Flachs 4 einer eng 7 rry zaräͤck, Rotting⸗ — 7 Roggen⸗ Beym tiͤg⸗ end erinnere on zweckmä⸗ n Boden ge⸗ an dem Zei⸗ Gerſte mit Klee Hafer, Erdfen⸗ Wicken und Raps— — 2²98— Der im erſten Jahre im erſten Fel⸗ Beſt de gebauete Roggen wird im Herbſt vorher, ſo wide fruͤh wie moͤglich, wenigſtens in der erſten Haͤlfte Herb des Septembers, geſaͤet, und zwar einfaͤhrig, ſo⸗ dad wohl in das Klee⸗, als in das Erdtoffeln⸗ und Ruͤ⸗ 4 dieſ benland. Wenn das Erdtoffelnland ſehr leicht iſt⸗ b gleic ſo wird der Roggen untergepfluͤgt, weil man be⸗ ſeie hauptet, daß dies in wirklich leichtem Boden ein Pfä großer Vortheil ſey, indem die Wurzeln alsdann ken tiefer in die Erde kommen und weniger Schaden leiden ſollen; jederzeit aber wird die Roggenſaat entweder gleich nach dem Eggen, oder doch bald Rog nach dem Aufgehen, gehoͤrig gewalzt. Bey der vel fruͤhen Saatzeit befuͤrchtet man mit Recht, daa In der ſchnell aufgehende Roggen zu faulen anfan⸗ Pr gen wuͤrde, wenn man ſich nicht davor ſicher ſtellte, ftrut indem man die Horden auf die Saat bringt. Die engliſchen Landwirthe geſtehen zwar ein, daß die 15 Schafe die Saat anfreſſen, und halten im Win⸗ ter alles Abhuͤten fuͤr hoͤchſt nachtheilig, weil der Froſt tief in die Wunde eindringt; aber man behauptet, daß das Horden im Herbſte gar nicht Fel nachtheilig ſey, da man dadurch auch noch et⸗ en was duͤngte, jeder Biß vor dem Winter wieder 4142 a ausheilen koͤnnte, und auf leichtem Boden die ſaa Saat nicht eingetreten wuͤrde, uͤberdies auch den geſ großen Vortheil hätte, das Land feſt zu machen, yfl was unc ee Meynant der beſte Zweck bey der rei Be⸗ erſten du⸗ ebſtvorher, rerſten Hälft einführig, ſ⸗ feln⸗ und R⸗ ſehr leicht iſ weil man be⸗ an Voden ein tzeln alsdann iger Schaden eRoggenſaat der doch bald . Vey der Recht, daß zulen anfan⸗ ſcherſtellt, bringt. Die ein, daß die ten in Win⸗ lig, weilder ; aber man bſte gar nich auch noch er zinter wiede n Boden die dies auch de t zu machen zveck beyder Be⸗ Beſtellung von leichtem Boden iſt. Als ganz widerſprechend ſehen ſie es daher an, bis ſpaͤt im Herbſt die Wendfahre zu horden und ſpaͤt zu ſaͤen, da dies auf den leichteſten Stellen erfodert wird, die ſie gern recht fruͤh beſaͤen. Haben ſie auf der⸗ gleichen Boden vor dem Saͤen gehuͤtet, ſo laſſen ſie jederzeit ganz flach pfluͤgen, weil bey tiefem Pfluͤgen dies Horden nur auf ſehr kurze Zeit wir⸗ ken ſoll. Sobald es im Fruͤhjahre angeht, wird der Roggen bey feuchter Witterung recht tuͤchtig ge⸗ walzt, damit der Wind nicht den Sand von der Wurzel wegnimmt. Ueberhaupt ſieht der engliſche Wirth die Walze als ein ganz nothwendiges In⸗ ſtrument auf leichtem Boden an, und behauptet, daß jeder daruͤber nachdenkende Wirth eben ſo urtheilen werde. Im zweyten Jahre theilt man dieſes Feld in zwey Schlaͤge, und beſaͤet denjeni⸗ gen, der vor zwey Jahren Erdtoffeln, Kohl und Turnips getragen hat, mit Gerſte und Klee⸗ ſaamen. Hierzu wird im Herbſt die Stoppel geſtuͤrzt, im Fruͤhjahre ein⸗ oder zweymal ge⸗ pfluͤgt, bis der Boden zu Gerſte genugſam ge⸗ reinigt und vorbereitet iſt; ſobald man vor dem Froſte — 300— N Froſte ſicher zu ſeyn glaubt, wird es beſaͤet, und wenn die Gerſte aufgegangen iſt, werden die leichteſten Stellen gehordet. Die Schafe freſſen zwar die Blaͤtter der Gerſte etwas abz man glaubt aber, daß dieß am Einſchnitte nichts ſcha⸗ dete, und es das leichteſte Mittel ſey, den Bo⸗ den feſt zu machen, indeſſen man ihm zugleich Düngungstheile mittheilte. Die Gerſte wird nicht gleich geegget, wenn ſie geſaͤet worden, ſondern nachdem ſie gehoͤrig aufgegangen iſt, wird ſie ge⸗ walzt, mit Klee beſaͤet, geegget, und nun raſch gehordet, oder recht gut gewalzt. Der andere Schlag, der vor zwey Jahren Weide geweſen, wird im Fruͤhjahre einmal ge⸗ pfluͤgt, und auf den zaͤheſten Stellen mit Erb⸗ ſen und Wikken⸗ und auf den leichteſten mit Kdfer beſaͤet. Bei fruchtbarer Witterung ver⸗ ſchiebt man das Walzen, bis der Hafer aufge⸗ gangen iſt; verrichtet es aber jederzeit bey feuch⸗ ter Luft. Gleich nach der Erndte pfluͤgt man dieſe Stoppeln um, und beſaͤet dieſen Schlag mit Rapſaamen. 1 Im dritten Jahre iſt der erſte und vor⸗ jährige Gerſtenſchlag Weide, und in dem zwey⸗ ten wird der Rapſaamen im fruͤhen Fruͤhlahre mit A den es beſtet, uh „ werden di Schafe ſteſſe ab; man tte nihts ſch⸗ y, den Wa⸗ ihm zuglei iſte wird nicht den, ſondern vird ſie ge⸗ nd nun nſch wey Jahren einmal ge⸗ nwit Erb⸗ ſicheſten mit itterung der⸗ Hafer aufge eit bey feuch⸗ rhig man nScj lag mit rſe und vor⸗ in dem zweh⸗ rühjahremit den den Schafen abgehuͤtet, und dann die feuchteſten Stellen mit Kohl, die darauf folgenden mit Flachs, die noch leichtern mit fruͤhen Erd⸗ toffeln, und die leichteſten mit Turnips be⸗ ſtellt. Zu dieſen Fruͤchten wird das Land ſo fein, wie nur irgend moͤglich, zubereitet, ſo oft, wie es dazu noͤthig iſt, gepfluͤgt, und vor der Saatfahre recht ordentlich gedungt. Dieſe Beſtellung be⸗ treibt man ſo fruͤh als moͤglich. Die Turnips wer⸗ den mit den Schafen abgehuͤtet, und ſolche darauf gehordet. Da der Flachs, wenn er fruͤh geſaͤet wird, und die Witterung nur einigermaßen guͤnſtig iſt, kurz vor oder in der Roggen⸗Erndte reif wird, ſo wuͤrde ein engliſcher Wirth, der die ihm eigen⸗ thuͤmlichen Grundſaͤtze in Deutſchland ausübte, dieſe Leinſtellen ſogleich umackern und mit Tur⸗ nips beſaͤen, die zwar keine dicke Wurzeln trei⸗ ben koͤnnten, aber doch, wenn ſie gleich, nach⸗ dem ſie ins Kraut gewachſen, von den Schafen abgehuͤtet und abgehordet wuͤrden, dem Boden eine zweckmaͤßige Duͤngung geben, welche eine beſſere Roggenerndte zu bewirken foͤhig waͤre, als wenn man den Roggen in die ausgetrocknete Leinſtoppel ſaͤete. Im vierten Jahre traͤgt das ganze Feld wieder Roggen. Im —-— 302— Im funften Jahre traͤgt der vorherige Hafer⸗ Erbſen⸗ und Roggenſchlag Gerſte, der vorherige Gerſtenſchlag aber jene Fruͤchte. Im ſechsten Jahre iſt der vorherige Turnips⸗ Erdtoffeln⸗ und Flachsſchlag Weide, worauf der vorige Umlauf wieder anfaͤngt. und der vorige Weideſchlag wird hiermit beſtellt, t der oorjery ag Gerſte, eene Früchte der borzetige hlag Weide, iermit beſtel, anfäͤngt. Buͤcher⸗Anzeige. Taxa der Apothekerwaaren fuͤr die Chur⸗Braun⸗ ſchweigiſchen Lande. 4. Hannover, in der Rit⸗ ſcherſchen Buchhandlung. 20 gGr. Der Herausgeber dieſer Taxe, Hr. Leibmedikus Len⸗ tin, giebt dadurch einen ſchaͤtzbaren Beitrag zur Materia medica. Auch auswaͤrtigen Pharmaceutikern wird es angenehm ſeyn, zu erfahren, wie die Medicinalpreiſe in einem ſo ausgebreiteten Territorio, als die Chur⸗Braun⸗ ſchweigiſchen Lande ſind, ſtehen. 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