Einli ſchaftt Fortſ telts ——ſgſgsmmmmmmmmummmmmmmmm Einlt ſchafft Fortſt teut ˙ Einleitung zur Kenntniß der engliſchen Landwirth⸗ ſchaft und ihrer neuern practiſchen und theoretiſchen Fortſchritte in Ruͤckſicht auf Vervollkommnung teutſcher Landwirthſchaft, fuͤr denkende Land⸗ 1 wirthe und Cameraliſten. Von Dr. Albr. Thaer. Zuſäatz e — zum er ſten Tyeile der erſten und zweyten Auflage, 4 Hannover, 1806. Bey den Gebruͤdern Hahn. Züſthe und b Die vmiſcen zweyte 1.( Mu vergl. Urtheil ubet! ſie bis dahin gemidert, th Claſſiftkationd 1 leber la theils zu eigen ſenſchaft ange Winke im erſt zweyten Band hiel zu unvoll ſeit kurzem me nungsweſen, hoͤrig geodnet Methode verfa der Wirthſchaft lich und weitle wickelung auf Grundſaͤtze ſparen, da ſie Zuſaͤtze und Verbeſſerungen zum erſten Theil der engliſchen Landwirthſchaft. [Die roͤmiſchen Zahlen I. und II. deuten auf die erſte und zweyte Ausgabe.] I. Seite 7, Zeile 23; II. ebendaſelbſt. Man vergl. hiermit B. 3, S. 815, wo ich mein Urtheil uͤber landwirthſchaftliche Schriftſteller, wie wir ſie bis dahin hatten, theils zuruͤckgenommen, theils gemildert, theils beſtaͤtiget, uͤberhaupt aber eine andre Claſſifikation derſelben gemacht habe. I. S. 9, 3. 21; II. ebendaſ. Ueber landwirthſchaftliche Berechnungen, wie ſie theils zu eigenem Behuf, theils zum Gewinn der Wiſ⸗ ſenſchaft angeſtellt werden ſollten, habe ich zwar einige Winke im erſten Aufſatze der zweyten Abtheilung des zweyten Bandes dieſes Werks gegeben; aber ſie ſind viel zu unvollſtaͤndig. Ich geſtehe auch, daß ſich erſt ſeit kurzem meine Ideen uͤber landwirthſchaftliches Rech⸗ nungsweſen, nach mehreren gemachten Verſuchen, ge⸗ hoͤrig geordnet haben, und daß ich erſt ſeitdem auf eine Methode verfallen bin, die eine befriedigende Ueberſicht der Wirthſchaftsverhaͤltniſſe gewaͤhrt, ohne ſehr beſchwer⸗ lich und weitlaͤuftig zu ſeyn. Ich muß aber ihre Ent⸗ wickelung auf mein kuͤnftiges groͤßeres Werk: die Grundſaͤtze des rationellen Ackerbaues, ver⸗ ſparen, da ſie erſt im Gefolge anderer Grundſaͤtze gege⸗ A — 2— ben werden kann. Wir haben ſeitdem ein wichtiges Werk in Hinſicht landwirthſchaftlicher Berechnungen an des Grafen von Podewils Wirthſchafts⸗ Erfahrungen erhalten, auf welches ich in dem Auf⸗ ſatze uͤber landwirthſchaftliche Berechnungen anſpielte. Ohnerachtet dieſe Berechnungen zu lokal und— ich moͤgte ſagen— zu egoiſtiſch in einem fuͤr das Publikum beſtimmten Werke ſind; ſo ſind ſie doch in Hinſicht auf viele wichtige darin enthaltene Data hoͤchſt ſchaͤtzbar, und die ſpaͤte Nachwelt wird meinem verſtorbenen edlen Freunde und Goͤnner noch lange dafuͤr danken. I. S. 9, letzte Z.; II. ebendaſ. Ich habe es ſeitdem mit Anmerkungen und Zu⸗ ſaͤtzen neu herausgegeben. I. S. 11, 3. 8; II. ebendaſ. Ich glaube, mir dieſes Verdienſt jetzt mit Recht beymeſſen zu koͤnnen, da nicht nur ſolche Maͤnner, wel⸗ che zu wiederholtenmalen Jahre lang in England gewe⸗ ſen waren und nicht blos die Gegend um London geſe⸗ hen, vielmehr das Land durchreiſet hatten, ſondern auch unterrichtete Englaͤnder mir dieſes bezeugen.„Sie „beurtheilen England,“ ſchrieb mir ein ſolcher,„als „ob Sie Jahre lang darin zugebracht haͤtten, und nie „hat jemand die Verhaͤltniſſe des Ackerbaues zum In⸗ nduſtrie⸗Zuſtande des Landes mit ſo viel Scharfſinn auf⸗ „gefaſſt und dargeſtellt.“ Indeſſen weiß ich, daß ich mich beſonders in dieſem erſten Theile in verſchiedenen Stuͤcken irrete. I. S. 13, l. Z. II. ebendaſ. Wir haben ein ſolches Werk nun erhalten an a complete system of modern husbandry, with the methot gock. welches auf geſt men w meine über 1 ſcheinen 4 Landwe herauit Gedar ermaͤh d ſchaftlit ſung iſ führlich Weg gl Landwe erſten ſ nen. a Verſuct wir 1 Englaf als in habe d. 2ter A. und m wichtiges ungen an ſchafts⸗ dem Auf⸗ anſpielte. nd— ich Publikum inſicht auf ſchätzbar, enen edlen a. n und Zu⸗ mit Recht mer, wel⸗ and gewe⸗ ndon geſe⸗ ndern auch „Si her, nals , und nie zum In⸗ rfſinn auf⸗ h, daß ich rſchiedenen alten an a with the method of planting and the maragement of live- stock. By R. W. Dickson M. D. 2 Vol. 4to 1804, welches in England, nachdem die Erwartung lange dar⸗ auf geſpannt war, mit allgemeinem Beyfall aufgenom⸗ men worden. Es iſt eine Ueberſetzung davon unter meine Direction in Arbeit, die aber, weil das Werk uͤber 100 Kupferplatten enthaͤlt, ſo bald noch nicht er⸗ ſcheinen kann. I. S. 18, 3. 10; II. ebendaſ. Z. 9. Da ich ſeitdem die Annalen der niederſaͤchſiſchen Landwirthſchaft und nachher die Annalen des Ackerbaues herausgab, ſo hatte ich eine andere Gelegenheit, meine Gedanken dem Publikum mitzutheilen, und die hier erwaͤhnten Zuſaͤtze ſind alſo unterblieben. I. S. 34, 3. 6; II. ebendaſ. Ich habe uͤber dieſe Verhaͤltniſſe der landwirth⸗ ſchaftlichen Staͤnde und der landwirthſchaftlichen Verfaſ⸗ ſung in des zweyten Bandes zweyter Abtheilung aus⸗ fuͤhrlicher und beſtimmter geredet, und mir dadurch den Weg gebahnet, uͤber das Charakteriſtiſche der engliſchen Landwirthſchaft im Verhaͤltniß gegen die teutſche im erſten Aufſatze des dritten Bandes etwas ſagen zu koͤn⸗ nen. Auch gehoͤrt hierher die Ueberſetzung von Bell's Verſuch uͤber den Ackerbau, welche mit Zuſaͤtzen von mir 1804 herausgegeben worden. I. S. 47, 3. 18; II. ebend. Z. 4. Ich bin von Englaͤndern und Reiſenden durch England faſt in keinem Stuͤcke widerſprochen worden, als in dem, was ich uͤber A. YVoung geſagt habe. Ich habe deshalb in der 7ten Abhandlung des 2ten Bandes 2ter Abtheilung meine Meynung uͤber ihn modiſicirt und mich beſtimmter erklaͤrt. Aber es giebt Viele, A 2 welche ſeinen eigenen Verſuchen und Beobachtungen den Werth abſprechen wollen, den ich ihnen beymaß, weil er als ein leidenſchaftlicher, voreingenommener Mann zu einer ruhigen Unterſuchung und Beobachtung nicht faͤhig ſey. Dieſes Leidenſchaftliche habe ich allerdings in ſeinen ſpaͤteren Schriften nicht verkennen koͤnnen, und ich muß alſo mein Urtheil dahin geſtellet ſeyn laſſen. I. S. 48, l. Z.; II. ebend. Z. 11. Es giebt jetzt kaum einen Diſtrikt in England, wo nicht eine ſolche, aber praktiſche und nicht ſchreibende landwirthſchaftliche Geſellſchaft zuſammengetreten waͤre. Ich habe uͤber dieſe Societaͤten, auch in Hinſicht ihrer Zweckmaͤßigkeit fuͤr uns, in der erſten Abhandlung des 3ten Bandes ausfuͤhrlicher geredet. I. S. 62, I. Z. II. S. 60, l. Z. In dem 8ten Auſſatze der 2ten Abtheilung des 2ten Bandes findet man: wie und warum der Board of Agriculture die großen Erwartungen nicht erfuͤllet hat, die man von ihm haben konnte. Gegenwaͤrtig iſt er effektiv nichts weiter, als eine gewoͤhnliche Land⸗ wirthſchafts⸗Geſellſchaft. In den gedruckten Schriften deſſelben— Communications to the Board— wovon 4 Baͤnde heraus ſind, werden neben einigen guten, ſo ſchlechte Aufſaͤtze und ſo triviale Bemerkungen aufge⸗ nommen, wie wir ſie kaum in einem teutſchen Wochen⸗ blatte finden. Jedoch iſt die Auswahl der Gegenſtaͤnde, worauf der Board Preiſe geſetzt hat, lobenswuͤrdig; vergl. Annalen des Ackerbaues, 1 B. S. 284. I. S. 67, Z3. 2; II. S. 64, l. Z. Vergl. 2ten Bandes 2te Abtheil. 9te Abhandl. S. 324. —— Jo rerſtnd allen W hohen A ſtehen, ſo theuen welchemt ren We futter ſ und zwe ſchräͤnken Wer me die Mein beymeſſe ſen Werf und ſpari nen Bob waͤchſen! tig werd M rechnen, grüͤndet. Inventat Bin Felde⸗ findlichenn tet ſie n wieder 3) Englaͤnde ungen den naß, weil ner Mann tung nicht allerdings öͤnnen, und laſſen. ggland, wo ſchreibende reten ware. inſicht ihrer ndlung des eilung des der Board ct erfuͤllet nwaͤrtig iſt liche Land⸗ n Schriften d— wovon guten, ſo en aufge⸗ een Wochen⸗ zegenſtände, enswurdig; 84. te Abhandl. I. S. 69, Z. 19; II. S. 67, Z. 10. Vergl. 3ten B. S. 89. I. S. 74, 3. 16; II. S. 71, I. Z. Ich begreife nicht, wie dieſer Satz das große Miß⸗ verſtaͤndniß hat erregen koͤnnen, als ob ich den Wieſen allen Werth abſpraͤche. Es iſt hier von dem relativen hohen Werthe, worin die Wieſen in manchen Gegenden ſtehen, die Rede, wo ein Morgen Wieſe oft zehnmal ſo theuer, wie ein Morgen Ackerland bezahlt wird, auf welchem man doch mit einigen Kulturkoſten, dem wah⸗ ren Werthe nach, eine weit groͤßere Maſſe von Vieh⸗ futter gewinnen kann, als auf einem Morgen Wieſe, und zwar als eine nuͤtzliche, den Getreidebau nicht be⸗ ſchraͤnkende, ſondern ihm zutraͤgliche Zwiſchen⸗Frucht. Wer meine Schriften uͤbrigens geleſen hat, wird mir die Meinung, daß ich Wieſen fuͤr unnuͤtz hielte, nicht beymeſſen, da ich vielmehr auf Wieſenkultur einen gro⸗ ßen Werth ſetze. Wer Wieſen hat, nutze ſie aufs hoͤchſte und ſpare nichts zu ihrer Verbeſſerung. Wer aber ei⸗ nen Boden hat, der dem Klee und andern Futterge⸗ waͤchſen zuſagt, kann allerdings auch ohne Wieſen fer⸗ tig werden. I. S. 78, 3. 11; II. S. 75, 3. 18. Man hat bey uns eine ganz verſchiedene Art zu rechnen, welche ſich auf unſere Pacht⸗ und Kauf⸗Art gruͤndet. Man ſiehet naͤmlich in der Regel das ganze Inventarium— Ackergeraͤth, Viehſtapel, Einſaat und die im Felde und Scheuren, oft auch auf den Boden be⸗ findlichen Fruͤchte als eiſern an, verkauft oder verpach⸗ tet ſie mit. Der Paͤchter ſoll es dann in dem Maaße wieder zuruͤckliefern, als er es empfangen hat. Der Englaͤnder verpachtet oder verkauft durchaus nichts als — 6— den Grund und Boden und die darauf ſtehenden Ge⸗ baͤude, woruͤber ich ausfuͤhrlicher im 2ten Bande 2ter Abtheilung S. 63 u. f. geredet habe. Die Landes⸗ ſitte laͤßt ſich hierin ſchwerlich aͤndern; wenn man gleich nicht verkennen kann, daß in der engliſchen Einrichtung der Keim von Melisrationen, in der unſrigen der Keim von Deteriorationen deutlich liege. Allemal iſt aber der Unterſchied in Hinſicht des zur Pachtung noͤthigen Capi⸗ tals ſehr groß; groͤßer wie man ihn ſich denkt. Und wenn unſere Art zu verpachten in die engliſche Art um⸗ gewandelt wuͤrde, ſo wuͤrden wir mit einem betraͤchtlich geringeren Pachtgelde zufrieden ſeyn koͤnnen, weil wir ein betraͤchtliches Capital vorher herausziehen konnten. I. S. 30, 3. 3 v. u. II. S. 78, 3. 5. Vergl. 3ten B. S. 152 u. f. Nur muß man bemerken, daß die Wirthſchaft, welche beſtaͤndig Koͤr⸗ ner, aber wechſelnd Halmfruͤchte und Duͤnkelphiſten bauet, nur durch das von der See ausgeworfene Kraut, welches einen ſehr kraͤftigen Duͤnger giebt, moͤglich werde. I. S. 81, Z. I1; II. S. 78, 3. 18. Ich haͤtte das doch nicht als landuͤblich angeben ſollen. Es gehoͤrt zu den Anſtrengungen einzelner, be⸗ ſonders thaͤtiger Wirthe. I. S. 92, Z. 4; II. S. 79, 3. 16. Sie haben in Kent groͤßtentheils auch keine Wieſen und ſehr weniges Vieh. Das See⸗Kraut ſchafft in einigen Diſtrikten allein den Duͤnger. J. S. 32, 3. 3 v. u. II. S. 90, 3. 9. Vergl. zten B. S. 148. Es wirthſ in Teuiſ im Men⸗ berſchied Wollen ſo laßt 8 im 3ten wirklich: auf deme men beſ dueirend wohlhal England Norfolk⸗ 4 len Acki Beurthe Agrong ſäte zu enden Ge⸗ Bande 2ter ie Landes⸗ man gleich kinrichtung der Keim ſt aber der igen Capi⸗ nkt. Und he Art um⸗ betraͤchtlich 1, weil wir rkonnten. 1 muß man undig Koͤr⸗ inkelphiſten ene Kraut, , maglich 3 ich angeben zelner, be⸗ . eine Wieſen t ſchfft in — I. S. 33, 3. 11; II. S. 30, 3. 23. Es erhellet hieraus, daß ich unter Wechſel⸗ wirthſchaft etwas anderes verſtand, als was man in Teutſchland neuerlich ſo genannt hat. Nichts hat im Menſchengeſchlecht ſo viel Streit veranlaßt, wie die verſchiedenen Begriffe, die man mit Woͤrtern verband. Wollen wir die Wiſſenſchaft der Landwirthſchaft foͤrdern, ſo laßt uns den Sinn der Woͤrter beſtimmen! I. S. 84, Z. 2; II. S. 31, Z. 10. Es verſteht ſich, daß es damit 4 bis 5 Jahre zur Weide liegen blieb. I. S. 86, Z. 14; II. S. 34, Z. 4. Ich habe mich uͤber dieſes Paradoxon ausfuͤhrlicher im 3ten B. S. 57 u. f. erklaͤrt. Es ſcheint demnach wirklich, daß hoher Fabriken⸗ und hoher Ackerbetrieb auf demſelben Fleck des Erdbodens nicht wohl beyſam⸗ men beſtehen koͤnnen. Aber freyer Tauſch einer pro⸗ ducirenden Provinz mit einer fabrizirenden kann beyde wohlhabend und gluͤcklich machen. Teutſchland und England ſind nicht weiter von einander entfernt, als Norfolk und Lancaſſhire. I. S. 90, Z. 3; II. S. 87, I. Z. Davon iſt bisher nichts geſchehen. I. S. 91, I. Z. II. S. 39, Z. 16. Im erſten Theile meiner Grundſaͤtze des rationel⸗ len Ackerbaues werde ich verſuchen, die Lehre von der Beurtheilung und Schaͤtzung des Bodens, oder die Agronomie, auf ſichere und allgemeinguͤltige Grund⸗ ſaͤtze zu bauen. — 8— I. S. 92, l. Z. II. S. 90, Z. 19. In dieſer Dammerde, Gewaͤchserde, vegetabiliſch⸗ animaliſchen Erde(Humus) iſt zwar der Kohlenſtoff der praͤdominirende Theil. Allein ſie iſt eine beſondere Subſtanz, in welcher ſich noch die beſondern Verhaͤlt⸗ niſſe der durch das thieriſche und vegetabiliſche Leben verbundenen einfachen Stoffe erhalten haben. Sie iſt das Produkt des aufgeloͤſeten Lebens und der Verwe⸗ ſung; hat ſelbſt kein Leben, enthaͤlt aber die Nahrung und die Materie des kuͤnftigen Lebens ſchon vorbereitet. I. S. 92, 3. 12; II. S. 95, Z. 5. Mehrere chemiſche Zerlegungen verſchiedener Bo⸗ denarten machen es wahrſcheinlich, daß es nicht allein auf die quantitative Vermengung dieſer einfachen Er⸗ den ankomme, ſondern auch auf die formelle Verbin⸗ dung, welche ſie mit einander eingegangen ſind; eine Verbindung, die nicht als eine mechaniſche Mengung, ſondern als eine wahre chemiſche Vereinigung zu be⸗ trachten iſt. Wahrſcheinlich hat auch das Eiſen nach ſeinem verſchiedenen Oxydationszuſtande einen weſentli⸗ chen Antheil an dieſer Vereinigung. I. S. 97, I. Z. II. S. 95, Z. 18. Die Phosphorſaͤure iſt wahrſcheinlich die haͤufigſte, welche wir im Boden antreffen. Nicht ſelten findet ſich aber auch Eſſigſaͤure darin, und zwar ſehr feſt mit Kohlen⸗ und Extraktioſtoff verbunden, welcher ſie zun⸗ aufloͤslich und folglich unfruchtbar zu machen ſcheint. I. S. 107, I. Z. II. S. 105, Z. 3. Dieſe Methode iſt von der einen Seite zu weit⸗ laͤuftig, von der anderen nicht genau genug. Es wuͤrde aber hier, da dieſe Materie eine durchaus neue Bear⸗ beitun, der Or erwieſe Erdei zu nel ſuchen thätig werde etde d und, ten d nen; wahr Verbi ſind, achtet heit d habe. gewiſ ander lich i der p ein a reine dung Bind Es f dens ſeiner hetabiliſch⸗ dohlenſtoff beſondere Verhaͤlt⸗ ſche Leben . Sie iſt er Verwe⸗ Nahrung orbereitet. edener Be⸗ nicht allein ffachen Er⸗ le Verbin⸗ ſind; eine Mengung, ng zu be⸗ Eiſen nach weſentli⸗ e haͤufigſte, findet ſich ir feſt mit her ſie zun⸗ ſcheint. te zu weit⸗ Es wuͤrde neue Bear⸗ beitung erfordert, die ich bald zu geben gedenke, nicht der Ort ſeyn, eine beſſere zu beſchreiben. I. S. 119, Z. 9; S. 116, Z. 7. Es iſt nun durch neuere Unterſuchungen evident erwieſen, daß die wenige in den Pflanzen enthaltene Erde ihren Urſprung nicht aus den Erden des Bodens zu nehmen brauche. Nach den Schraderſchen Ver⸗ ſuchen muß man annehmen, daß ſie durch die Lebens⸗ thaͤtigkeit der Pflanzen aus anderen Stoffen gebildet werde, wovon die Moͤglichkeit in Anſehung der Kalk⸗ erde durch die Vauque linſchen Verſuche mit dem Miſt und Eyern der Huͤner ebenfalls erwieſen iſt. Auch deu⸗ ten dahin viele Sauſſuͤreſche Beobachtungen bey ſei⸗ nen zahlreichen Einaͤſcherungen. Jedoch iſt es mir wahrſcheinlich, daß auch erdige Theile in der beſonderen Verbindung, worin ſie in der Dammerde enthalten ſind, in die Pflanzen mit uͤbergehen. Deſſenohner⸗ achtet iſt es nicht zu laͤugnen, daß die Grundbeſchaffen⸗ heit des Bodens Einfluß auf die Bildung der Pflanzen habe. Der eigenthuͤmliche Geſchmack des Weins von gewiſſen Weinbergen, welcher durch keine Kunſt ver⸗ aͤndert werden kann, beweiſt dieſes allein. Wahrſchein⸗ lich iſt dieſer Einfluß aber nur virtuel, nicht materiel. I. S. 125, 3. 13; II. S. 122, Z. 15. Wir haben ſehr bindenden Thonboden unterſucht, der nicht uͤber 15 p. C. reine Thonerde enthielt, und ein anderesmal in hinlaͤnglich lockerem Boden mehrere reine Thonerde gefunden. Die Innigkeit der Verbin⸗ dung zwiſchen Thon⸗ und Kieſelerde ſcheint auf ſeine Bindigkeit und waſſerhaltende Kraft ſehr zu wirken. Es folgt hieraus, daß ſich die Eigenſchaften des Bo⸗ dens nicht allein aus dem quantitativen Verhaͤltniſſe ſeiner Beſtandtheile beſtimmen laſſen. I. S. 132, 3. 15; II. S. 129, Z. 30. Der feuchtere Boden iſt zwar in der Regel der kaͤltere, weil ihm bey Verdunſtung der Feuchtigkeit immer Waͤrmeſtoff entzogen wird. Sodann hat die Lage und der Abhang nach einem oder dem anderen Himmelsſtriche einen Einfluß auf die Temperatur des Bodens. Auſſerdem aber ſcheint die Grundmiſchung einen noch nicht genug unterſuchten Einfluß auf dieſe Temperatur zu haben, theils indem er die Waͤrme mehr laͤutert oder mehr anhaͤlt, theils indem durch die darin vorrgehenden Zerſetzungen mehr Waͤrmeſtoff frey gemacht oder gebunden wird. I. S. 144, 3. 2; II. S. 138, 3. 6. Ich werde dem theoretiſchen Theile dieſes Capitels keine Anmerkungen hinzufuͤgen und keine Veraͤnderun⸗ gen darin machen. Es haben ſich meine Anſichten nach Maaßgabe neuerer von uns und von Andern gemachten Beobachtungen in manchen Stuͤcken ſeitdem veraͤndert, und eine ausfuͤhrliche Entwickelung derſelben wuͤrde eine ganz neue und lange Bearbeitung dieſer Materie er⸗ fordern, die hier am unrechten Orte ſtehen wuͤrde. Die Reſultate bleiben indeſſen in Hinſicht auf die Praxis dieſelben. I. S. 163, 3. 3; II. S. 157, I. 3. Vergl. hiermit 2ten B. 2te Abtheil. S. 17 u. f., 3ten Band S. 311 und 460, und Annalen des Acker⸗ baues 2ten B. S. 32 u. f. I. S. 165, 3. z v. u. II. S. 160, Z. 11 v. o. Hier iſt der Werth dieſer fluͤſſigen Duͤngung von mir zu ſehr herabgewuͤrdiget worden. Auch iſt dieſe Duͤngungsmethode, wenn einmal die erforderlichen Ein⸗ 6 —, tichtun tiger miſtes. wahr chemi ziehun Er er bevor ſo aͤu zu me un ſe mein ſchla weſel Verr ſtens Regel der uchtigkeit mhat die anderen atur des miſchung auf dieſe mme mehr die darin hgemacht Capitels anderun⸗ dten nach emachten eraͤndert, ürde eine aeerie er⸗ de. Die e Praris 17 U. f, es Acket⸗ .b. gung von jif dieſe chen Ein⸗ richtungen dazu gemacht worden, auf keine Weiſe ſchwie⸗ riger und koſtſpieliger, als die Ausfuhr des Stroh⸗ miſtes. I. S. 171, Z. 3 v. u. II. S. 165, I. Z. Es iſt neuerlich Vieles fuͤr die Anwendung des ganz friſchen Miſtes, ſo wie er aus dem Stalle kommt, auf den Acker gefahren und untergepfluͤgt, geſagt wor⸗ den. Man beruft ſich auf entſcheidende Erfahrungen; aber es iſt gewiß, daß andere Erfahrungen dagegen ſind. Dadurch, daß man ſagt: der friſche Miſt ſey dem gebundenen, der verweſete dem lockeren Boden zu⸗ traͤglicher, ſind die Widerſpruͤche noch nicht aufgeloͤſet, und die Sache erfordert eine genauere Unterſuchung, die aber nicht ſo leicht iſt, wie ſie manchem ſcheinen moͤgte. I. S. 177, 3. 11; II. S. 171, 3. 11. Die Verbindung des Duͤngers mit dem Thon iſt wahrſcheinlich nicht blos mechaniſch, ſondern wirklich chemiſch. Der Thon ſcheint eine wahre chemiſche An⸗ ziehung fuͤr den hydrogeniſirten Kohlenſtoff zu haben. Er erfordert vermuthlich einen Grad von Saͤttigung, bevor er ihn wieder abgiebt. Rohe Thonerde iſt daher ſo aͤuſſerſt ſchwer mit Duͤnger zu ſaͤttigen und fruchtbar zu machen, behaͤlt dann aber auch die Duͤnger⸗Materie um ſo laͤnger an ſich. I. S. 178, Z. 6 v. u. II. S. 172, Z. 18. Ich habe nachher die Pruͤfung dieſer Meinung in meinen Annalen mehrmals empfohlen, Verſuche vorge⸗ ſchlagen und Verſuche angeſtellt. Das Reſultat iſt ge⸗ weſen: daß ſolcher Miſt, welcher den erſten Grad der Verweſung uͤberſtanden, fuͤr die naͤchſte Frucht wenig⸗ ſtens, mehr Wirkſamkeit geaͤuſſert, wenn er 3 bis 4 Wochen in der ſtaͤrkſten Sonnenhitze obenauf gelegen und voͤllig ausgetrocknet worden, als wenn er gleich untergepfluͤgt war. Verſuche unter der Glasklocke ha⸗ ben uns gezeigt, daß der Miſt gewaltig Sauerſtoff an⸗ ziehe, beyweitem mehr, als er an Kohlenſaͤure abgiebt. Vergl. Hermbſtaͤdts Archio fuͤr die Agricul⸗ tur⸗Chemie, 1. B. 2tes Heft. I. S. 186, Z. 2; II. S. 180, Z. 2. Vor allem ſchickt ſich zu einer duͤngenden Ausſaat der Spergel, wegen der Wohlfeilheit ſeines Saamens, und ſeines der thieriſchen Natur analogen Weſens; vergl. Zten B. S. 513. Ueber die Duͤngung mit gruͤ⸗ nen Saaten vergl. Hermbſtaͤdts Lehre der Agricultur⸗ Chemie, 1. B. S. 713 und Annalen der Niederſaͤchſ. Landwirthſchaft 5ten Jahrg. Ztes St. S. 151. I. S. 189, Z. 2; II. S. 183, Z. 3. Die ſtark duͤngende, und die Vegetation maͤchtig befoͤrdernde Wirkung der Aſche laͤßt ſich nicht aus den einzelnen darin enthaltenen und blos gemengten Erden erklaͤren. Eben ſo wenig aus dem darin enthaltenen Kali und wenigem Neutral Salze; weil auch die voͤllig ausgelaugte, beſonders die Seifenſieder-⸗Aſche, der un⸗ ausgelaugten wenig in ihrer Wirkſamkeit nachſtehet. Wir muͤſſen annehmen, daß eine beſondere formelle, aus dem Leben der Pflanzenkoͤrper noch herſtammende und durch die Verbrennung nicht voͤllig geſtoͤrte, dem neuen Pflanzenleben aber beſonders zutraͤgliche Vereini⸗ gung der erſten Beſtandtheile oder Urſtoffe in der Aſche vorhanden ſey; wenn ſich nicht Mitchels(Profeſſors in Neuyork) in einem Briefe an Pearſon geaͤuſſerte Be⸗ hauptung, daß in der Aſche eine beſondere Subſtanz, von jeder anderen Erdart weſentlich verſchieden, und und k führli Lande uber. Landn der T haft ſ und p nach! reine ten 2 und aber ſaure gelegen —gleich icke ha⸗ toff an⸗ bgiebt. eicul⸗ lusſaat amens, deſens; it gruͤ⸗ cultur⸗ erſäͤch. dchtig s den Erden ltenen voͤllig er un⸗ ſtehet. melle, mende , dem ereini⸗ Aſche feſſors te Be⸗ bſtanz⸗ , und — 13— das Mittel zwiſchen Kali und Kalk haltend, enthalten ſey, beſtaͤtigen ſollte: in Tillochs philosophical ma- gazine, Vol. VII. p. 273. I. S. 190, l. Z. II. S. 184, I. Z. Ueber Modder und Deichſchleim findet man die Reſultate meiner neueren Beobachtungen angegeben in den Annalen des Ackerbaues, 1. B. S. 674. I. S. 191, Z. 3; II. S. 195, Z. 3. Ich habe die Lehre von der Duͤngung mit Kalk und kalkhaltigen Subſtanzen, Mergel und Gyps, aus⸗ fuͤhrlicher vorgetragen in den Annalen der niederſaͤchſ. Landwirthſchaft 4ten Jahrg. 4tes St. S. 255. I. S. 206, 3. 2; II. S. 200, 3. 2. Daß ich mich hierin irrete, zeigt die Abhandlung uͤber Kalkduͤngung in den Annalen der niederſaͤchſiſchen Landwirthſchaft. I. S. 206, 3. 7; II. S. 200, 3. 7. Man weiß jetzt allerdings, daß die Schwefelſaͤure der Vegetation unter gewiſſen Bedingungen vortheil⸗ haft ſey, und einige haben ſie fuͤr eins der kraͤftigſten und praktiſch anwendbaren Duͤngungsmittel erklaͤrt. I. S. 214, 3. 5; II. S. 208, Z. 4. Die ſtarke Anziehung des Sauerſtoffs, wo nicht nach des großen v. Humbolds Behauptung durch die reine Thonerde(denn dies wird nach mehreren angeſtell⸗ ten Verſuchen zweifelhaft), doch durch die Dammerde und das faſt in jeder Erde enthaltene Eiſen, kommt aber vielleicht noch mehr als die Anziehung der Kohlen⸗ ſaͤure in Betracht, um die anerkannt große Wirkung nun die Erde auf die linke Seite werfen, wenn ſie der Luftausſetzung auf Vermehrung der Fruchtbarkeit des Erdbodens zu erklaͤren. I. S. 215, 3. 3; II. S. 209, Z. 2. Ich habe dieſe in England und in einigen Theilen Frankreichs ſo beruͤhmte Operation im 3ten B. S. 597 ausfuͤhrlicher, jedoch mit Bezug auf dieſes Capitel ab⸗ gehandelt, weswegen beydes mit einander verglichen werden muß. I. S. 217, Z. 2; II. S. 211, Z. 3. Ein beſonders dazu eingerichteter Pflug iſt unter dem Namen des Schaͤhl⸗Pfluges im Zten Heft meiner Abbildungen von Ackerwerkzeugen beſchrieben und ab⸗ gebildet. I. S. 228, Z. 17; II. S. 222, 3. 17. Ich habe mich nun uͤber die Theorie des Pfluges ausfuͤhrlicher in dem erſten Hefte der Abbildungen von Ackerwerkzeugen erklaͤrt, und mancherley Arten von engliſchen Pfluͤgen daſelbſt abbilden laſſen; denjenigen aber, den ich zum gewoͤhnlichen Gebrauch fuͤr den beſten halte, und deſſen ich mich jetzt vorzuͤglich bediene, habe ich nicht beſchrieben, weil eine engliſche Abhand⸗ lung daruͤber mit einer Abbildung ins Teutſche uͤberſetzt worden iſt, unter dem Titel: der beſtmoͤgliche Pflug, auf Erfahrung und mathematiſche Grundſaͤtze geſtuͤtzt, von Bailey. Vergl. An⸗ nalen des Ackerbaues 2. B. S. 351. I. S. 230, 3. 1; II. S. 224. Z. I. In Anſehung der ſogenannten Wende⸗Pfluͤge, an welchen man das Streichbrett herumſetzt, ſo daß ſie ſolche welche. der hi hinter liſchen Werkg Pferd Rhein recht Aber gehen Ark Nlach kann bald an ge i9 5 einen laſſen leicht könnt des erkeit vilen 597 ab⸗ ichen inter Riner ab⸗ ages dvon nvon agen den ene, Land⸗ Jſetzt liche gſche An⸗ 3, an ſie 7 ſie ſolche vorher auf die rechte Seite geworfen hatten, mit welchen man folglich dicht an der gezogenen Furche wie⸗ der hinabpfluͤget, und alſo gar keine Furche im Acker hinterlaͤßt, muß ich das zuruͤcknehmen. Auch die eng⸗ liſchen Pfluͤge dieſer Art ſind ungehobelte, ſchwere Werkzeuge, z. B. der Keniiſche, welcher vier ſtarke Pferde erfordert. In Teutſchland hat man ſie in den Rheingegenden, und ſo, daß ſie auf leichtem Boden recht gut von zwey Pferden gezogen werden koͤnnen. Aber auf feſtem oder gebundenem Boden wuͤrde es nicht gehen. Auch läͤßt ſich ein vollkommner Pflug dieſer Art kaum denken, indem der Landſeite die voͤllige ebene Flaͤche und die gehoͤrige Richtung nicht gegeben werden kann, wenn man das Streichbrett bald auf der einen, bald auf der andern Seite haben will. Wenn mir dar⸗ an gelegen waͤre, auf dieſe Weiſe zu pfluͤgen, ſo wuͤrde ich zwey Pfluͤge fuͤr jedes Pfluggeſpann nehmen, den einen auf der anderen Seite des Ackergewendes ſtehen laſſen, und es ſo einrichten, daß der Schwengel ſehr leicht von einem Pfluge an den andern gehangen werden koͤnnte; welches wol nicht mehr Zeit, als die Umſetzung des Streichbrettes, erfordern wuͤrde. I. S. 230, 3. 15; II. S. 224, 3. 15. Mit einiger Geduld, und der Gabe, Menſchen zu behandeln, geht es doch. Wenn die Leute nur erſt die Vorzuͤge des beſſeren Inſtruments zu fuͤhlen anfan⸗ gen, ſo gewoͤhnen ſie ſich gern daran. I. S. 232, Z. 2 v. u. II. S. 226 ebendaſ. Dies iſt wol der einzige haltbare Grund gegen das Herbſtſtoppeln, es ſey denn an bergigten Feldern, wo das Waſſer die Erde herabſpuͤhlen kann. — 16— I. S. 233, 3. 17; II. S. 227, Z. 17. Auch eine Dreeſch Brache, und jeder Raſen muß vor Winter umgebrochen werden. I. S. 235, Z. 14; II. S. 229, 3. 14. Ich muß dieſes doch zuruͤcknehmen; denn ich habe nachmals gefunden, daß ich meinen ſandigen Boden durch zu vieles Pfluͤgen zu loſe gemacht hatte, und die Walze konnte dieſes nicht erſetzen. Ich bin jetzt uͤber⸗ zeugt, daß man ſelbſt einen lehmigen Boden zu muͤrbe und zu poroͤs machen kann, da ich gefunden habe, daß das Getreide auf einem Theile des Feldes, dem ich eine Pflugfurche weniger gegeben, ſtatt derſelben aber mit dem Exſlirpator uͤberzogen hatte, beſſer gerieth. IJ. S. 243, 3. 7; II. S. 237, 3. 7. Es hat ſich auch durch die Erfahrungen der Eng⸗ laͤnder, beſonders des beruͤhmten Duckets(vergl. Zten Band S. 178), beſtaͤtiget, daß in der Ackertheorie des verdienſtvollen Probſt Luͤders in Schleswig viel Rich⸗ tiges war. Er empfahl, nach einer Reihe von Jahren etwas tiefer zu pfluͤgen, wie zum letztenmale geſchehen war, dann aber die heraufgebrachte friſche Erde deſto ſtaͤrker zu durchduͤngen und nun eine Reihe von Jahren hindurch wieder ganz flach zu pfluͤgen. Nach 5 bis 6 Jahren ſolle man dann wieder um etwas tiefer, wie das vorigemal, gehen. Thoͤrigt war hingegen Kretſch⸗ mars Ackerſyſtem, der alle Jahre ſo tief pfluͤgen woll⸗ te, daß eine andere Lage von Erde herauf, die obere aber hinunter gebracht wuͤrde, um ſich auszuruhen. I. S. 246, Z. 6; II. S. 240, Z. 6. Eine ſehr gute Beſchreibung der Methode, die hohen Ackerruͤcken allmaͤhlig zu ebnen, findet man von — Henn L eundwitt Ber freylich et auch fehle Fruͤchte h echalten! Die nit dunne Walzen ſe dann nur der vielm fannung de I S.; Ich mein verbr bekannte! handlung Koͤnnten; dies; ſo Landwitth⸗ heytragen. ſen muß ich habe Boden und die zt uͤber⸗ muͤrbe be, daß ich eine aber mit h. er Eng⸗ gl 3ten orie des el Rich⸗ Jahren heſchehen nde deſto Jahren 5 bis 6 wie das eretſch⸗ gen woll⸗ die obere euhen. hode, die man von — 17— Herrn Deichmann in den Annalen der niederſaͤchſ. Landwirthſchaft Zten Jahrg. 2ten St. S. 352. I. S. 253, Z3. 11; II. S. 247, Z. Ir. Bey guͤnſtiger trockener Witterung iſt mir dies freylich etlichemale gelungen, aber bey naſſer nachher auch fehlgeſchlagen. Nur mit Huͤlfe gepferdehackter Fruͤchte habe ich meinen Boden von Quecken rein genug erhalten koͤnnen, ohne Brache. I. S. 257, I. Z. II. S. 251, ebend. Dieſe Stachelwalze muß aber nicht wie ein Igel mit duͤnnen Stacheln dicht beſetzt ſeyn. Denn in ſolche Walzen ſetzt ſich die Erde gleich feſt, und man rollet dann nur einen Klumpen Erde herum. Die Stacheln oder vielmehr keilfoͤrmige Eiſen muͤſſen in groͤßerer Ent⸗ fernung darauf vertheilet ſeyn.. I. S. 258 Z. 4 der Ueberſchrift; II. S. 252, ebend. Ich habe dieſe hoͤchſt wichtige, in England allge⸗ mein verbreitete, in Teutſchland nur ſehr unvollkommen bekannte und ausgefuͤhrte Operation in der erſten Ab⸗ handlung des zweyten Bandes ausfuͤhrlicher beſchrieben. Koͤnnten wir von den Englaͤndern nichts lernen, wie dies; ſo wuͤrde dennoch die Kenntniß der engliſchen Landwirthſchaft zur Vervollkommung der teutſchen viel beytragen. B 1. S. 267 unter die Ueberſchrift; II. S. 261, ebend. Einen Nachtrag zur Erlaͤuterung dieſes wichtigen Capitels habe ich im 3ten Bande dieſes Werkes S 830 gegeben, welchen ich, zur Verhuͤtung von Mißverſtaͤnd⸗ niſſen, beſonders in Anſehung der Brache, damit zu verbinden bitte. Die Annalen der niederſaͤchſiſ. Land⸗ wirthſchaft(von deren drey erſten Jahrgaͤngen eine in mancher Hinſicht verbeſſerte Auflage, unter dem Titel: vermiſchte landwirthſchaftliche Schriften aus dieſen Annalen, herausgekommen, von den drey letzteren Jahrgaͤngen aber noch Vorrath iſt) ent⸗ halten mehrere hierauf bezughabende Abhandlungen. I. S. 291, Z. 20; II. S. 285, ebend. Man hat mich hier mißverſtanden, oder abſichtlich mißverſtehen wollen, und hat geſagt, daß eine jede Frucht, die vom Acker genommen wuͤrde, erſchoͤpfend ſey. An ſich gebe ich das zu. Aber der Englaͤnder entfuͤhrt manche Frucht dem Acker nicht, ſondern laͤßt ſie vom Viehe darauf verzehren, und pfluͤgt ihre Ueber⸗ bleibſel mit dem Miſte wieder unter. Wir thun das in der Regel nicht, ſondern verfuttern dieſe Fruͤchte auf dem Hofe, und der aus dieſen Fruͤchten gewonnene Miſt kommt nicht gerade wieder auf den Fleck, wo jene gewachſen waren. Wenn wir aber auf das Ganze der Wirthſchaft ſehen, ſo iſt das einerley, und wir koͤnnen auch bey unſerer Methode alle die Fruͤchte verbeſſernd, bereichernd in Hinſicht auf unſre ganze Ackerflur nen⸗ nen, die wir lediglich zur Verfutterung bauen. Auſ⸗ ſerdem aber verbeſſert eine Frucht den Acker relativ fuͤr — eine an Kach d Getreid der K Mähre gut, Gerſte. auf W. dünget alte E PWeize Wirth wils merkt! der ger der au ſoll. I, ebend. es wichtigen rkes S 830 Mißverſtänd⸗ e, damit zu ſaͤchſiſ. Land⸗ ngen eine in rdem Titel: Schriften ten, von den tath iſt) ent⸗ nndlungen. nd. er abſicht ich a eine jede erſchöpfend t Engläͤnder ſondern laͤßt t ihre Ueder⸗ Wir thun das ſe Fruͤchte auf in gewonnene heck, wo jin as Ganze der nd wit koͤnnen te verbeſmd, Ackerflur nen⸗ bauen. Auſ⸗ ceer ralati fu eine andere, wenn ſie ihn gleich poſitiv erſchoͤpfen mag. Nach dem Klee waͤchſt das Getreide beſſer, als in der Getreideſtoppel, geraͤth um ſo vorzuͤglicher, je ſtaͤrker der Kleeſchnitt war, den man davon gefuͤhrt hatte. Nach Moͤhren geraͤth die Gerſte ſchlecht, die Erbſe aber ſehr gut, und in dieſer Erbsſtoppel bauet man wieder gute Gerſte.(An. des Ackerbaues 1. B. S. 205.) Weitzen auf Weitzen geraͤth ſchlecht, wenn man gleich friſch dazu duͤnget; kommen Bohnen dazwiſchen, ſo kann, wie die alte Erfahrung in Kent lehrt, ein Jahr ums andere Weitzen immerfort gebauet werden. I. S. 297 zu der Ueberſchrift; II. S. 291, ebend. Marſhalls ausfuͤhrliche Beſchreibung dieſer Wirthſchaft haben wir nun durch den Grafen v. Pode⸗ wils uͤberſetzt erhalten; aber, wie ich mehrmals be⸗ merkt habe, nur in Anſehung der landuͤblichen Methode der gemeinen Farmers, die ſich nun nach dem Beyſpiele der aufgeklaͤrteren ſeitdem auch ſehr verbeſſert haben ſoll. I. S. 319 lI. Z. II. S. 313, ebend. Die ſchwediſche Ruͤbe, Rota- baga genannt, faͤngt nun an, dieſe waͤſſerigen Ruͤben in England ſehr zu verdraͤngen. Vergl. 3ten B. S. 434. I. S. 327, Z. 2; II. S. 321, ebend. Dieſe muͤhſame Handbehackung wird nun durch die Drillmethode und Pferdehacke ziemlich verdraͤngt, da 2 man die Vorzuͤge der letzteren, nach den neueſten engli⸗ ſchen Nachrichten, immer mehr anerkennt. Vergl. 3ten B. S. 428 u. 301. Die Maſchine zum Ruͤbendrillen ſ. Abbild. der Ackerwerkzeuge 2tes Heft, Taf. 8. I. S. 342, 3. 21; II. S. 336, ebend. Dies muß ich widerrufen. Man hat das mehr⸗ malige Pfluͤgen den Moͤhren nachtheilig befunden, und nach einmaligem Pfluͤgen zu voller Tiefe im Herbſt oder im Fruͤhjahr ſind ſie am beſten gerathen. I. S. 364, Z. 6; II. S. 358, ebend. Der Moͤhrenbau giebt in der That ein ſehr großes Produkt und bezahlt dadurch ſeine Koſten reichlich auf lockerem gut durchduͤngtem Boden. Aber wegen der vielen Handarbeit, die er erfordert, wird er doch nicht leicht allgemein und im Großen betrieben werden koͤn⸗ nen; es ſey denn, daß man die Drillmethode, nach der im 3ten Bande S. 304 beſchriebenen Art, anwende. Den Saamen auf eine andere Weiſe in Reihen zu ſaͤen, geht nicht gut, weil er ſich zu ſtark aneinander haͤngt. I. S. 365 unt. d. Ueberſchrift; II. S. 359, ebend. Ich habe uͤber den Kohlbau Mehreres im deitten Bande S. 416 geſagt. Es giebt Gegenden in Teutſch⸗ land, wo der Kohlbau zur Viehfutterung auch haͤufig betrieben und ſehr vortheilhaft befunden wird. An den * ſeyn. und ſe werden 1.( 1794, verbrei gend, kaum i ſowol Churm⸗ der We es gie Wiſpel V Ochſen folgend tigen 6 ſten engli⸗ ergl. zten bendrillen 8. d. das mehr⸗ den, und Herbſt oder — * ehr großes ichlich auf wegen der doch nicht erden kon⸗ e, nach der anwende. en zu ſäen, der häͤngt. „bbend. 3 im d itten in Teutſc⸗ auch häͤuffg d. In den meiſten Orten bauet man ihn aber nur zum Verkauf, und glaubt, daß er zur Futterung nicht vortheilhaft ſey. Allerdings wird man ihn zur Futterung nicht halb ſo hoch benutzen, als wenn man ihn ohne zu weite Fuh⸗ ren verkaufen kann. Aber dennoch wird die Futterung des Kohls ſehr vortheilhaft ſeyn, wenn man ihn nur nach den Koſten, die er macht, anſchlaͤgt, vorausge⸗ ſetzt, daß man einen ihm angemeſſenen Boden habe. I. S. 365 unt. d. Ueberſchrift; II. S. 359 ebend. Das muß jedoch die große fruͤhe Windſor⸗Bohne ſeyn. Unſere gewoͤhnliche Feldbohne reift zu ſpaͤt. Und ſelbſt jene muß vor ihrer voͤlligen Reife geſchnitten werden. I. S. 376 unt. d. Ueberſchrift; II. S. 370, ebend. Seitdem ich dieſes Capitel ſchrieb, naͤmlich ſeit 1794, hat ſich der Kartoffelbau im Großen ungemein verbreitet. Ich wohne insbeſondere jetzt in einer Ge⸗ gend, wo er in einer Ausdehnung getrieben wird, die kaum ihres Gleichen finden moͤgte. Im Oderbruche ſowol als auf der Hoͤhe des Oberbarnimſchen Kreiſes der Churmark macht der Kartoffelbau einen Hauptpfeiler der Wirthſchaft auf manchen großen Guͤtern aus, und es giebt viele, auf denen in der Regel 5 bis 600 Wiſpel gebauet werden, groͤßtentbeils zum Behuf der Ochſen⸗Maſtung. Durch die Menge des hieraus er⸗ folgenden Duͤngers hat die Wirthſchaft hier einen maͤch⸗ tigen Schwung bekommen, und der auf der Hoͤhe vor⸗ — 22— hin ſehr erſchoͤpfte Boden faͤngt an, neue Kraft zu zei⸗ gen. Die großen Schwierigkeiten, welche man in an⸗ deren Gegenden bey groͤßerer Ausdehnung dieſes Baues zu finden glaubt, ſchrecken hier nicht mehr ab. Und wenn gleich in dieſem Jahre(1805) die allerunguͤnſtigſte Witterung die Korn⸗ und Nachheu⸗Erndte, und mit derſelben die Winterbeſtellung verſpaͤtete, und ein faſt unerhoͤrt fruͤher anhaltender Froſt im October eintrat, wozu noch ein durch die Mobilmachung der Armee ver⸗ mehrter Menſchenmangel kam, ſo daß wirklich ein Theil der Kartoffeln in der Erde bleiben mußte, und wenige ganz unbeſchaͤdigt herauskamen: ſo ſiehet dies jeder⸗ mann doch wie ein ungewoͤhnliches Ereigniß an, und wird ſich dadurch vom Kartoffelnbau ſo wenig, wie vom Kornbau, abſchrecken laſſen. I. S. 332, 3. 9; II. S. 376, ebend. Ich hatte in der erſten Ausgabe die gebraͤuchlich⸗ ſten engliſchen Kartoffelarten angegeben, und ſie mit den in Niederſachſen gebaueten verglichen. Allein ich habe ſchon im dritten Theile dieſes Werkes, S. 327, angezeigt, daß ich mich darin geirret habe, und laſſe deshalb dasjenige, was ich uͤber einige beſondere Arten ſagte, weg; indem ich mich nicht im Stande fuͤhle, daruͤber etwas Zuverlaͤſſiges beyzubringen, bevor ein dieſen Unterſuchungen gewachſener Liebhaber den im dritten Bande S. 325 geſchehenen Vorſchlag realiſirt. Was ich indeſſen daſelbſt S. 328 und hier uͤber das Verhaͤltniß der Kartoffelnarten gegen einander geſagt habe, finde ich durch die Erfahrung immer mehr beſtaͤ⸗ tiget, indem es ſich in meiner jetzigen Gegend, wo ich „. gan⸗ and ſeunffi hauete l hungen, betraͤctli finden ſe gend. gem Er umhin, tuͤge, att blo nßt; und di den w 3 die auf pffelnt dahin. beſonde mich b Schluf zumal auf ei werdel Duͤng mit d bretts von 9 wie 9 ſſt zu zei⸗ tan in an⸗ es Baues ab. Und günſtigſte und mit ein faſt eintrat, tmee ver⸗ ein Theil d wenige dies jedet⸗ zan, und „wie vom räͤuchlich⸗ ad ſie mit Alein ich S. 327, „und laſſe dere Arten unee fühle, bevot ein eer den in g realiſtt. r uͤbet das nder geſagt meht beſi⸗ nd, wo ich ganz andere Kartoffelnarten, wie in Niederſachſen, an⸗ getroffen habe, eben ſo damit verhaͤlt. Eine hier ge⸗ bauete laͤngliche rothe Art iſt, nach Einhofs Unterſu⸗ chungen, ungemein mehlreich und beſitzt zugleich einen betraͤchtlichen Antheil von glutinoͤſem Eyweißſtoff. Auch finden ſie die Menſchen vorzuͤglich nahrhaft oder ſaͤtti⸗ gend. Allein ſie giebt, der Maſſe nach, einen gerin⸗ gern Ertrag, wie andere Arten. Ich kann daher nicht umhin, nochmals zu wiederholen, daß man ſich ſehr truͤge, wenn man ſich bey der Auswahl der Kartoffeln⸗ art blos durch ihre groͤßere Eintraͤglichkeit beſtimmen laͤßt; es ſey denn, daß man ſie zum Verkauf baue, und die Kaͤufer eben ſo wenig ihre Guͤte zu unterſchei⸗ den wiſſen. I. S. 396, Z. 13; II. S. 386 ebend. Ich habe mich im zten Bande S. 332 u. f. uͤber die auf jeder Bodenart zu waͤhlende Methode des Kar⸗ toffelnbaues ausfuͤhrlicher erklaͤrt und verweiſe deshalb dahin. Indeſſen giebt es noch eine Methode, deren beſonders reicher, mir ſeitdem bekannt gewordener Ertrag mich bewegt, ſie hier zu beſchreiben, und mit der am Schluſſe dieſer Zuſaͤtze beige uͤgten Figur zu erlaͤutern; zumal weil dadurch ein bindender und unreiner Acker auf eine vorzuͤgliche Weiſe gelockert und gereiniget werden kann. Nachdem der Acker vorbereitet und der Duͤnger in kleinen Haͤufchen abgeſtoßen worden, wird mit der Kartoffelnhacke, oder dem doppelten Streich⸗ bretts⸗Pfluge, eine Furche gezogen, welche die Geſtalt von No. 1 hat. In ſelbige wird der Miſt eingelegt, wie No. 2 zeigt; darauf die Kartoffeln geſetzt, wie in No. 3. Nun wird mit einem kleinen leichten Pfluge, wie der, welcher im erſten Hefte meiner Ackergeraͤthe abgebildet iſt, erſt von der einen Seite, wie in N. 4, dann von der andern Seite, wie in N. 5, ein Streifen Erde daruͤber geworfen. So wie das Kartoffelnkraut hervorkommt, wird dann ganz dicht an der Reihe, wie N. 6 zeigt, ein Streifen Erde von beyden Seiten abgepfluͤgt. Nachdem dieſe acht Tage gelegen hat, das Unkraut abgeſtorben und die Erde geluͤftet iſt, wird ſie mit demſelben oder dem doppelten Streichbretts⸗Pfluge wieder angeworfen, und dann die fernere Anhaͤufung mit demſelben nach gehoͤriger Zwi⸗ ſchenzeit verrichtet.— I. S. 399, 3. 1; II. S. 389 ebend. Er iſt nachmals in Bergens Anleitung zur Vieh⸗ zucht, auf eine verbeſſerte Weiſe aber im 3ten Hefte meiner Ackergeraͤthe, abgebildet worden. I. S. 400, 3. 4; II. S. 390 ebend. Dies hat doch bey gut gebaueten Pferdehacken, wie mich Erfahrung gelehret, nichts zu bedeuten, weil ſie unten nur eine ſehr ſpitze Furche machen. J. S. 402, Z. 3 v. u. II. S. 392 ebend. Die Frage uͤber den Vorzug der ganzen oder zer⸗ theilten Kartoffeln iſt doch noch nicht entſchieden. Auſ⸗ ſe der ſagt he Landwi dahin achtung gen ſich Kartoff ter wi tere L gewiß zu gro Bemer leicht z werden hung! bbacht. alle E unricht Beobas gemein en leichten fte meiner nen Seite, ein N. 5, owie das S dicht an Erde von acht Tage die Erde doppelten d dann die riget Zwi⸗ zur Vieh⸗ ztten Hefte ferdehacken, euten, weil end. en oder zer⸗ ieden. Auß ſer dem, was ich im 3ten Bande S. 352 daruͤber ge⸗ ſagt habe, enthalten die Annalen der niederſaͤchſiſchen Landwirthſchaft und die Annalen des Ackerbaues manche dahin gehoͤrige, zum Theil ſich widerſprechende Beob⸗ achtungen. I. S. 404, Z. 3 v. u. II. S. 398 ebend. Die Arbeit beym Kartoffelbau ſowol, als den davon zu erwartenden Ertrag, ſamt deſſen relativem Werthe, habe ich im dritten Bande genauer zu beſtim⸗ men verſucht. I. S. 407, Z. 14; II. S. 401 ebend. Eine unzaͤhlige Menge von Erfahrungen vereini⸗ gen ſich nun dahin, daß uͤberhaupt Wintergetreide nach Kartoffeln ſchlecht gerathe; Weitzen freilich noch ſchlech⸗ ter wie Rocken. Einige ſchieben dies blos auf die ſpaͤ⸗ tere Beſtellung. Dies kann etwas beitragen, iſt aber gewiß die alleinige Urſache nicht. Auch iſt es wol nicht die zu große Lockerheit des Bodens; denn man machte die Bemerkung auf lehmigem Boden, der fuͤr Rocken nicht leicht zu locker wird, haͤufiger wie auf Sandboden. Wir werden vorerſt ſicherer gehen, wenn wir uns in Anſe⸗ hung der Wirkungen der Fruchtfolge lediglich auf Be⸗ obachtungen einſchraͤnken und vorerſt alle Theorie und alle Erklaͤrungen weglaſſen, weil uns dieſe leicht zu unrichtigen Schluͤſſen verleiten, und der unbefangenen Beobachtung Eintrag thun koͤnnten. Gegen die all⸗ gemeine Erfahrung, daß nach Kartoffeln ſchlechte Win⸗ — 26— terung gebauet werde, habe ich nur Widerſpruͤche auf ſandigen, aber ſtark und alle zwey Jahre geduͤngten, Stadtfeldern gehoͤrt. Es waren aber Felder, auf de⸗ nen nicht wohl etwas anderes als Rocken gebauet wer⸗ den konnte, und wo man mit einem ſehr maͤßigen Korn⸗ ertrag ſchon zufrieden war, wenn man nur Stroh er⸗ hielt. Nur im umgebrochenen alten Dreeſch habe ich nach Kartoffeln guten Rocken geſehen, der jedoch auch nicht ſo viel im Korne gab, als er nach der Staͤrke des Strohes verſprach. Ich ſahe vor etlichen Jahren einen zum Kuͤchengarten benutzten Platz, der ganz mit Rok⸗ ken beſtellet war, zur Zeit der Reife an, und fand auf einer Stelle die Aehren faſt ſaͤmmtlich aufrecht ſte⸗ hend, da ſich die uͤbrigen ſtark neigten. Auf meine Frage, was daſelbſt im vorigen Jahre gewachſen waͤre, ſagte man: Kartoffeln.— Deshalb paſſen Kartof⸗ feln durchaus nicht in die Brache beim Dreyfelder Sy⸗ ſtem. Man muß ſie da in das Winterfeld nehmen und wird dieſes ohne nachhaltigen Verluſt thun, wenn man einen Fleck auswaͤhlt, wo ſich nach ſchlecht gerathenem Klee oder Erbſen Quecken im Lande erzeugt haben. Andere nehmen ſie ins Sommerfeld und laſſen dann Erbſen darauf folgen, was auch nicht unrichtig iſt, wenn zu jenen geduͤnget wird; denn Erbſen werden nach Kartoffeln ſehr gut. I. S. 417, 3. 6; II. S. 411, ebend. Mehrere Beweiſe fuͤr die Nahrhaftigkeit der Kar⸗ toffeln findet man im 3ten B. S. 374 u. f. I. S. 417, 3. 10; II. S. 411 ebend. Nach voͤlliger Austrocknung enthaͤlt die Kartof⸗ fel, dem Gewichte nach, mehr Staͤrkemehl, als ſelbſt S ih jett wird, Oſſem Von d Stele b worden V V b V V A Kattoffe geredet. V V V V I mittel in E. don Wei rüche auf ſedüngten, , auf de⸗ auet wer⸗ zen Korn⸗ Stroh er⸗ habe ich doch auch ;taͤrke des ten einen wit Rok⸗ und fard ufrecht ſte⸗ Auf meine hſen waͤre, n Kartof⸗ lder Sy⸗ hmen und penn man erathenem gt haben. aſſen dann nichtig iſt ſen werden eit der Kar⸗ d. die Katbf⸗ , abs ſelt der Weitzen, und zwar nicht gerade denſelben Klober, den der Weitzen enthaͤlt, aber viel von dem ſehr homo⸗ genen Eyweißſtoff. I. S. 418, I. Z. II. S. 412 ebend. Ohnerachtet auch in dem Theile der Mark, wo ich jetzt wohne, Brannteweinbrennerey ſtark betrieben wird, ſo hat ſich doch der Kartoffelnbau zum Behuf der Ochſenmaſtung ſo ſehr vermehrt, daß auf vielen Guͤtern 7— 800 Wiſpel blos zu dieſem Zwecke erbauet werden. Von der ſchlechten Viehkartoffel iſt der Wiſpel auf der Stelle zu 5 bis 6 Rthlr. zu dieſem Zwecke verkauft worden. I. S. 422, l. Z. II. S. 416 ebend. Ausfuͤhrlicher habe ich von der Benutzung der Kartoffeln fuͤr alle Hausthiere im 3ten Bande S. 389 geredet. I. S. 429, I. Z. II. S. 423 ebend. Mehreres uͤber das Verhaͤltniß dieſer Futterungs⸗ mittel im 3ten B. S. 442 u. f. I. S. 438, Z. 14; II. S. 432 ebend. Es kommen in England faſt jaͤhrlich neue Namen von Weitzenarten zum Vorſchein, ohne daß deutlich an⸗ gegeben wird, wodurch ſie ſich auszeichnen. Der hier empfohlne weiße Weitzen, der ſich durch eine ſammt⸗ artige Spelze auszeichnet, hat ſich nun in Teutſchland ſehr verbreitet, und ſoll im Deſſauiſchen vorzuͤglich ge⸗ bauet werden. Ob dieſer weiße Weitzen im Winter 18⁰½, wo der polniſche weiße Weitzen mehrentheils erfror, auch erfroren ſey, habe ich nicht beſtimmt er⸗ fahren koͤnnen, weil letzterer von Vielen auch faͤlſchlich engliſcher Weitzen genannt wird. In England erin⸗ nert man gegen ihn, daß die rauhe Spelze die Feuch⸗ tigkeit zu ſtark anziehe, daß er bey naſſer Erndte ſchwer trockne und nicht leicht aus dem Stroh gehe; weshalb er nur auf Hoͤhen, nicht in feuchten Niederungen, zu empfehlen ſey. I. S. 441, I. Z. II. S. 435 ebend. Viele Rieß Papier faſſen das nicht, was uͤber den Brand im Weitzen geſchrieben worden, ohne daß etwas daruͤber ausgemacht iſt. Jeder hat nur auf ſeine ei⸗ genen Erfahrungen geſehen, und nicht darauf geachtet, daß die eben ſo guͤltigen Erfahrungen Anderer ihm wi⸗ derſpraͤchen, ſobald er darauf allgemeine Saͤtze uͤber die Entſtehung und Verhuͤtung des Brandes gruͤndete. Der Brand entſtehet ohne Zweifel von einer gewiſſen Kraͤnklichkeit der Pflanze, von einer Schwaͤche mit Vollſaͤftigkeit verbunden. Um dieſe Krankheit zu er⸗ zeugen, muß Mehreres zuſammenkommen: Unvollkom⸗ menheit des Saamens, Boden und Witterung. Iſt der Saamen vollkommen, ſo entſteht kein Brand; aber es giebt auch Boden, der ſo geſund iſt, daß ſich kein Brand aus hoͤchſt unvollkommenem brandigen Saamen etzeugt als der Endlich en derſ Jahre, hellet, habe. ken, ur trocken feln ſch hat ohr ſo auch vom T und di het da durch durch? bloße7 viel zu Denn i Brande den ſo Aber ſ ſeyn m Die eit richts, Kuchen alle di auf jer 3 Herrn lung Ackerb deſe 7 Der hier ine ſammt⸗ Teutſchland niglich ge⸗ im Winter nehrentheils eſtimmt er⸗ t fälſchlich gland erin⸗ die Feuch⸗ endte ſchwer e; weshalb rungen, zu s üͤber den daß etwas if ſeine ei⸗ uf geachtet, erer ihm wi⸗ e uͤber die z grundete. ner gewiſſen hwaͤche mit kheit zu tt⸗ Unvollkom⸗ erung. R Zrand; äber daß ſich kein gen Szamen erzeugt, wie unter andern zu Guſow ſowol der aͤltere als der juͤngere Graf v. Podewils bemerkt haben. Endlich giebt es Jahre, wo auf demſelben Boden und bey derſelben Vorſicht mit dem Saamen viel—, andere Jahre, wo faſt gar kein Brand entſteht; woraus er⸗ hellet, daß auch die Witterung ihren Antheil daran habe. Auf den Saamen koͤnnen wir bisher allein wir⸗ ken, und es iſt mit Erfolg geſchehen. Ein voͤllig reifer, trocken eingeſcheuerter, bald abgedroſchener, beym Wur⸗ feln ſcharf abgeſonderter, luftig aufbewahrter Saamen hat ohne weitere Vorbereitung ſelten Brand gegeben; ſo auch guter uͤberjaͤhriger Saamen. Unvollkommener, vom Brande inſicirter Saamen kann durch Schwemmen und durch Beitzen verbeſſert werden, und zwar geſchie⸗ het das, meiner bisherigen Ueberzeugung nach, indem durch jenes die ſchwachen, leichten Koͤrner abgeſondert, durch dieſe getoͤdtet werden. Ich gebe dies aber fuͤr bloße Meinung aus, die ich denen, welche mit Brande viel zu ſchaffen haben, zu genauerer Pruͤfung vorlege. Denn ich ſelbſt bin ſo gluͤklich, keine Verſuche mit dem Brande anſtellen zu muͤſſen, da auch mein hieſiger Bo⸗ den ſo geſund ſeyn ſoll, daß ſich keiner darauf erzeugt. Aber ſo viel iſt gewiß, daß Einbeitzungen ſehr kraͤftig ſeyn muͤſſen, wenn ſie auf gewiſſem Boden helfen ſollen. Die einfache Kalkbeitze hat an manchen Orten durchaus nichts geholfen. Allein die Miſchung von Kalk, Aſche, Kuͤchenſalz und Miſtjauche gehoͤrig angewandt, ſo daß alle dieſe Subſtanzen in ihrer Verbindung mit einander auf jedes Korn wirken koͤnnen, hat nicht nur beym Herrn Conſiſtorial Aſſeſſor Leop old(deſſen Abhand⸗ lung uͤber den Brand im 2ten Bande der Annalen des Ackerbaues S. 562 wol eine der vorzuͤglichſten uͤber dieſe Materie iſt), ſondern auch bey den Englaͤndern — 30— — die ſo ſehr vom Brande leiden und ſo große Auf⸗ merkſamkeit darauf wenden— nach neueren Erfahrun⸗ gen allemal ſicher und vollkommen geholfen. Aus die⸗ ſer Miſchung entſteht aber eine ſehr ſtarke Beitze, wel⸗ che, wenn man zu weit damit gehet und die Miſchung feucht erhaͤlt, leicht alle Koͤrner toͤdten kann. So habe ich meine Meinung uͤber den Brand, die ich vor zehn Jahren niederſchrieb, hierdurch berichtigen wollen. Auch iſt die nachgeſprochene Sage, daß ge⸗ drilleter Weitzen dem Brande mehr ausgeſetzt ſeyn ſoll, voͤllig unrichtig. I. S. 447, Z. 8; II. S. 441 ebend. Dies betraͤgt gerade 1 Berliner Scheffel auf einen Magdeburger Morgen. I. S. 449, Z. 7; II. S. 443 ebend. Dies betraͤgt o,8 14 Berl. Scheffel auf 1 Magde⸗ burger Morgen. I. S, 450, Z. 5; II. S. 444 ebend. Ich weiß ſelbſt nicht recht, wie mir dieſer Aus⸗ druck entfahren iſt; denn ich bin weit entfernt, Ruͤben in Rockenſtoppel durchaus fuͤr ſchlechte Wirthſchaft zu erklaͤren. Ich hatte vormals haͤufig Stoppelruͤben ge⸗ ſaͤet, bauete nun aber blos Braachruͤben nach engliſcher find! Ausſe hertſ Nor witk ben! Vert näthi ſetze oße Ahf⸗ rfahrun⸗ .Aus die⸗ e, wel⸗ 2 and, die erichtigen 90 daß ge⸗ *eyn ſoll, Sfuf einen -ℳ — Mande⸗ 6 ſer Aus⸗ —, Rüben a ſſchaft zu euͤben ge⸗ wengliſcher Art. Der hohe Ertrag, den dieſe gegen jene gaben, ließ mich veraͤchtlich auf jene hinſehen. Unter gewiſſen Verhaͤltniſſen thue ich den Stoppelruͤben eine Ehren⸗ Erklärung. I. S. 451, 3. 12; II. S. 445 ebend. Dies iſt doch nicht ſo allgemein der Fall. Es ſind nur feuchte, warme Gegenden, wo man eine ſpaͤte Ausſaat vorzieht, und nicht die, wo der beſte Ackerbau herrſcht. I. S. 455, Z. 6; II. S. 449 ebend. 1,2 20 und 2,033 Berl. Scheffel auf 1 Magdeb. Morgen. I. S. 456, Z. 17; II. S. 450 ebend. Einige haben dies ſo mißverſtanden, als wolle ich wirklich nur Eine Pflanze auf einen Quadratfuß ha⸗ ben!!— Ich habe uͤbrigens meine Meinung uͤber Verhaͤltniß der Ausſaat ſo oft erklaͤrt, daß es mir un⸗ noͤthig ſcheint, ſie hier noch einmal aus einander zu ſetzen. I. S. 459, Z. 3; II. S. 453 ebend. Wenn gleich dieſe Methode zur Befoͤrderung des ſchnelleren Auflaufens einigemale gegluͤckt iſt, und gu⸗ ten Erfolg gehabt hat, wenn zu rechter Zeit Regen ein⸗ fiel: ſo iſt ſie doch ſehr mißlich, und hat zu anderer Zeit der fruͤher keimenden, aber nun im trockenen Boden ſchmachtenden Saat den voͤlligen Untergang ge⸗ bracht, weswegen ich ſehr dagegen warne. I. S. 459, Z. 21; II. S. 453 ebend. Alle neueren Erfahrungen ſind fuͤr die moͤglichſt fruͤhe Ausſaat der großen Gerſte, weshalb man ſehr gern den Acker zur Gerſtenſaat im Herbſte voͤllig vorbe⸗ reitet, und ihn im Maͤrz oder Anfangs Aprils mit dem Exſtirpator, einem anderen Schaufelpfluge, oder der Drillmaſchine ohne weiteres Pfluͤgen unterbringt, wie auch ich mit dem gluͤcklichſten Erfolge nach Kartoffeln verſucht habe. I. S. 460, Z. 11; II. S. 454, 3. II. Der von den Englaͤndern Polniſcher genannte Hafer iſt ohne Zweifel derjenige, den wir engliſchen Hafer nennen. Er hat große gelbe Koͤrner, die, wenn er auf trockenem, ſtarken und warmen Boden gebauet wird, ſchwer und mehlreich, auf naſſem Boden aber leicht und dickhuͤlſigt werden. I. S. 460, Z. 11; II. S. 454, 3. 19. Wahrſcheinlich iſt dies die avena orientalis, Fah⸗ nen⸗ oder Kammhafer, deſſen Hauptvorzug darin be⸗ dieſer ſto jäoch R anders al meiſte H Land lau nig daßl eine M tief oder jetzt die wo man D welches ind mit gen ein⸗ anderer rrockenen ang ge⸗ d inaglichſt dan ſehr 3) vorbe⸗ d mit dem der der egt, wie artoffeln 1 enannte agliſchen „, wenn „gebauet en aber ₰ , Fah⸗ rin be⸗ ſteht, daß er nicht leicht ausfaͤllt, dagegen aber auch ſchwerer abzudreſchen iſt. I. S. 462, Z. 4; II. S. 456, 3. 4. = 2,4 40 Berliner Scheffel auf 1 Morgen. Bey dieſer ſtarken Haferausſaat der Englaͤnder muß man jedoch Ruͤckſicht darauf nehmen, daß ſie Hafer ſelten anders als in umgebrochenes altes Grasland ſaͤen. Der meiſte Hafer wird in ihren Marſchgegenden, wo das Land lange zur Weide liegt, gewonnen; es wird we⸗ nig dazu gepfluͤgt; der Boden bleibt rauh, und es gehen eine Menge Saamenkoͤrner verloren, die entweder zu tief oder nur obenauf zu liegen kommen. Ich habe jetzt dieſelbe Beſtellungsart im Oderbruch vor Augen, wo man bis 3 Berl. Scheffel auf den Morgen ſaͤet. I. S. 463, Z. 14; II. S. 457, Z. 14. Die meiſten, welche dieſe Methode auf Land, welches mit Hederich angefuͤllet war, verſucht haben, ſind mit dem Erfolge ſehr zufrieden. I. S. 464, Z. 10; II. S. 458, Z. 10. Sein Hauptvorzug iſt eigentlich der: daß er von allen Getreidearten am wenigſten voͤllig mißraͤth; dann, daß er den Acker weniger, wie der Weitzen, erſchoͤpft. C I. S. 466, Z. 11; II. S. 460, 3. 11. Dies habe ich auch durch eigene Erfahrung beſtaͤ⸗ tiget gefunden. Der Klee kommt ungleich dichter dar⸗ unter auf, wie unter Gerſte und Hafer. I. S. 467, Z. 16; II. S. 461, 3. 16. Die Erfahrung hat mich aber nachher belehret, daß dies nicht lange gehe, weil das Land zu locker wird und nichts mehr tragen will, als Quecken. Sandboden muß durchaus ruhen, um ſich von dieſem Feinde zu befreyen, und durch Benarbung Feſtigkeit zu erhalten. Auf umgebrochenem Dreeſch geraͤth dann der Buch⸗ weitzen vortrefflich. I. S. 476, l. Z.; II. S. 470, J. 3. Der Drillbau der Bohnen kann auf eine weit einfachere und minder koſtſpielige Weiſe betrieben wer⸗ den. Man ſaͤet ſie mit dem im 2ten Hefte der Be⸗ ſchreibung der Ackerwerkzeuge abgebildeten Bohnen⸗ Driller, indem man dieſen hinter dem zweyten oder dritten Pfluge herſchieben laͤßt, und bearbeitet ſie nach⸗ her mit dem leichten Pfluge oder der einfachen Pferde⸗ hacke. Es bedarf dann keiner Handarbeit dabey, wenn man den leichten Pflug nur gehoͤrig und dreiſt gebraucht. Wo man ſich bey der Fruchtfolge ohne Braache mit ei⸗ nem ſtarken Kartoffeln- oder Wurzelnbau nicht befaſſen will, da koͤnnen die Bohnen, wenn der Boden anders nicht gar zu loſe und trocken iſt, an die Stelle derſel⸗ ben treten, die Braache vollkommen erſetzen und einen weit Etoppe triffen Wettren futtert. befallen Perthe Winter tervit G. 52 M I. rung beſta⸗ — dichter dar⸗ 4 11 6. zer belehret, dlocker wird Sandboden d Feinde zu n zu erhalten. 2 der Buch⸗ 1 o eine weit J ieben wer⸗ ſte der Be⸗ an Bohnen⸗ veyten oder Jet ſie nach⸗ ryen Pferde⸗ zbey, wenn 3 gebraucht. Eache mit ei⸗ acht befaſſen den anders telle derſel⸗ 3 und einen weit hoͤheren Ertrag an Viehfutter geben, als man vom Stoppelhafer je erwarten darf. Als Pferdefutter uͤber⸗ treffen ſie ohne Zweifel jedes andere Korn, und die Wettrenner werden in England vorzugsweiſe damit ge⸗ futtert. Das Stroh, wenn es nicht mit Mehlthau befallen und trocken eingeerndtet iſt, wird dem Heu im Werthe gleich geſchaͤtzet. Unter allen Vorfruͤchten fuͤr die Winterung haͤlt man die Bohnen fuͤr die zutraͤglichſte. I. S. 478, Z. 17; II. S. 472, Z. 17. Wenn man mit dem Drillen erſt etwas in Uebung iſt, ſo geht es auch mit den Erbſen ſehr gut. Ich habe ſie mit meiner Maſchine auch auf 9 Zoll gedrillet, und mit der gewoͤhnlichen öſchaarigen Kornpferdehacke behackt. Wenn auch etliche Erbſen verletzet werden, ſo hat das nichts zu bedeuten. I. S. 482, I. Z. II. S. 476, I. Z. Ich habe mich uͤber die Unzuverlaͤſſigkeit der Win⸗ terwicke in unſerm Clima ſehr oft, und zuletzt im 3. B. S. 520 erklaͤrt. I. S. 483 unter der Ueberſchrift; II. S. 160 ebend. Da ich dieſe Materie ganz neu im 3ten Bande S. 219 bearbeitet habe, ſo enthalte ich mich aller Zu⸗ ſaͤtze und Berichtigungen, laſſe dieſes Capitel aber doch ſtehen, weil es in Verbindung mit vorgenanntem Auf⸗ 6 2. ſatze, der um zehn Jahre ſpaͤter geſchrieben iſt, die Sache beſſer erlaͤutern wird. I. S. 545, Z. 13; II. S. 539, 3. 13. Wenn dieſes Buch zum Vortheil der teutſchen Landwirthſchaft nichts weiter bemerkt haͤtte, als daß es auf den Unterſchied des reinlichen und unreinlichen Kleebaues aufmerkſam machte; ſo wuͤrde es doch, glaube ic, nicht unter die unnuͤtzen zu zaͤhlen ſeyn. Es war in manchen Gegenden in der That mit dem einjaͤhrigen Kleebau vorbey, weil wegen Verunreinigung des Lan⸗ des die Saaten mißriethen und der Klee nicht weiter fort wollte. Viele der geſcheuteſten Landwirthe fingen an, ihn aus ihrer Rotation zu verbannen, und ſtatt deſſelben wieder reine Braache zu halten. Jetzt hat die Sache eine andere Anſicht gewonnen; man bauet wie⸗ der Klee, aber nicht an der Stelle der Braache, ſon⸗ dern in der erſten Fracht nach derſelben. Wenn es gleich nicht moͤglich iſt, allenthalben zu denjenigen Um⸗ lauf uͤberzugehen, den man Fruchtwechſelwirthſchaft genannt hat, ſo hilft man ſich in jedem Syſteme doch ſo gut man kann, um Klee in reines und kraftvolles Land zu bringen, und dieſes in demſelben Zuſtande von ihm wieder zu erhalten; es ſey denn, daß man in der Koppelwir hſchaft den Acker mit Klee niederlegen wolle. Daß es einige ſo gluͤckliche Flecke Erdbodens giebt, wo der Klee gedeihet, man mache es mit ihm wie man wolle, weiß ich zwar ſehr gut— aber wie kann man jeder ſeltenen Ausnahme erwaͤhnen, wenn man in Hinſicht auf das Gewoͤhnliche ſpricht? E niſ, ſ nf geſ ghort. iſt ohn ſo cher fir die ſie dem daß de ten Ea len ver gt, hend, naßnn ſchlecht † a ffe kommt nur ſch bey ti angem Beoba biele d theilte in iſt, die 4. teutſchen 8, als daß Inreinlichen Soch, glaube — Es war rinaͤhrigen Ig des Lan⸗ Dicht weiter cethe fingen t) und ſtaſt tzt hat die trauet wie⸗ elche, ſon⸗ . Wenn es rnigen Um⸗ cwirthſchaft ſteme doch kraftvolles 3 Zuſtande 3ß man in „iederlegen IErdbodens 36 mit ihm aber wie ien, wenn 3 — 32— I. S. 547, Z. 15; II. S. 541, Z. 15. Es iſt hier nicht von der Beduͤngung mit Stall⸗ miſt, ſondern mit andern Duͤngungsmitteln, die oben⸗ auf geſtreuet werden, die Rede, wohin auch der Gyps gehoͤrt. Eins der beſten Duͤngunasmittel fuͤr den Klee iſt ohne Zweifel die Seifenſiederaſche. Die Wirkung ſoſcher auf den Klee geſtreneten Duͤngungsmittel wird för die folgenden Fruͤchte durch den ſtarken Trieb, den ſie dem Klee geben, noch vermehrt. I. S. 555, Z. 4; IHI. S. 549, Z. 4. Es kommt bey der Kleeausſaat, vorausgeſetzt, daß der Acker gut und rein iſt, ſehr viel auf einen gu⸗ ten Saͤemann an, der den Saamen gehoͤrig zu verthei⸗ len verſteht. Hat man dieſen und iſt der Saamen gut, ſo ſind 6 Pfund auf den Morgen voͤllig hinrei⸗ chend. I. S. 557, 3. 14; II. S. 551, Z. 14. Mit dieſem Wurme iſt es wol nur bloße Muth⸗ maßung. Aber die Bemerkung, daß der Klee immer ſchlechter werde und endlich gar nicht fort wolle, wenn er oͤf er, als etwa alle neun Jahre, auf den Acker kommt, iſt faſt allgemein, und gewiß richtig, wenn nur ſchwach geduͤnget und flach gepfluͤget wird. Allein bey tieferem Pfluͤgen und einer dieſer tieferen Krume angemeſſenen Duͤngung hat es nach meiner vieljaͤhrigen Beobachtung nichts damit zu bedeuten, wovon ich durch viele von meinen Goͤnnern und Freunden mir mitge⸗ theilte Bemerkungen jetzt ſehr feſt uͤberzeugt bin. 1 S. 561, Z. 10; II. S. 555, Z. 10. Ddies iſt zu viel geſagt; es ſind noch Viele fuͤr die breitwuͤrfige Ausſaat der Lucerne. Da uͤbrigens der Anbau derſelben im Zten Bande S. 491 nochmals abgehandelt, und manches hier Geſagte berichtiget wor⸗ den, ſo enthalte ich mich weiterer Anmerkungen. I. S. 577, 3. 3; II. S. 570, 3. 15. Auf Acker, welcher zur Schafweide niedergelegt wird, iſt dieſes Poterium sanguisorba, vermiſcht mit weißem Klee, Schafſchwingel und anderen Weidegraͤſern ausgeſaͤet, ein vortreffliches Kraut, beſonders in Hin⸗ ſicht der Winterweide, die ſeine immer gruͤne Blaͤtter geben. Der Saamen iſt leicht zu erziehen. I. S. 578, 3. 11; II. S. 571, Z. 23. Dies iſt doch fruͤher eingetreten, wie ich glaubte. Aber noch iſt mir kein mit der Cichorie gemachter Ver⸗ ſuch bekannt. I. S. 579„ 3Z. 4 v. u. II. S. 573 7 3. 6. 7 Bekanntlich hat ſich meine Achtung des Spergels nachher ſehr vermehrt; vergl. 3. B. S. 509. I. S. 584, 3. 12; II. S. 577, 3. 20. Obgleich das engliſche Raygras von Manchen als Maͤhegras ſehr herabgeſetzt worden, ſo ſind doch Andere auf lemi fucen ſeh und Nach Beden die * In vcke ſenders, läßt. R erlangt gar zu entſchi richt au nift, ſi Stengel die Blat nehm. ſonſt bei andere? D kommer der Ker wo ich gras ha wenföͤr furchte 6 . * Viele füͤr übrigenz d nochmals 1 tiget wor: gen. ¹ iedergelegt miſcht mit eidegrͤſern az in Hin⸗ Pie Blaͤttet 41— 9) glaubte. ochter Ver⸗ 85 — 3 Spergels —. — anchen als och Andere auf lehmigem, warmen Hoͤhe Boden nach großen Ver⸗ ſuchen ſehr davon eingenommen, da es, auſſer der Vor⸗ und Nachweide, einen ſehr reichen Einſchnitt giebt, den Boden dicht uͤberziehet und rein erhaͤlt, vom Vieh aller Art trocken und gruͤn ſehr gern gefreſſen wird, und be⸗ ſonders, weil der Saamen ſich ſehr leicht aufnehmen laͤt. I. S. 585, 3. 2; IH. S. 578, 3. 9. Nachdem ich von dieſem Graſe mehrere Erfahrung erlangt habe, ziehe ich es auf einem reichen, nur nicht gar zu trockenem, Wieſenboden allen anderen Graͤſern entſchieden vor. Es hoͤrt vom Fruͤhjahr bis zum Herbſt nicht auf zu wachſen, und ſogar, wenn ſein Saamen reift, faͤhrt es fort, junge Blaͤtter zu treiben. Die Stengel werden zwar hart, wenn ſie uͤberſtehen, aber die Blaͤtter bleiben immer zart und dem Viehe ange⸗ nehm. Nur viele Dammerde im Boden verlangt es, ſonſt bedarf es vieler Feuchtigkeit eben nicht mehr als andere Wieſengraͤſer. I. S. 587, Z. 12;3 II. S. 581, 3. 6. Daß ich dieſes Gras nicht kannte und nur unvoll⸗ kommene Beſchreibungen davon geleſen hatte, wird je⸗ der Kenner deſſelben bemerken. Ich weiß ſelbſt nicht, wo ich die Ideen, daß es breitere Blaͤtter wie das Ray⸗ gras habe, hernahm. Es hat vielmehr ſchmale, pfrie⸗ menfoͤrmige, borſtenartige, auf der innern Seite ge⸗ furchte Blaͤtter. Auch der Halm iſt ſteif, hart und — 40— wird hoͤchſtens einen Fuß hoch; deſſenohnerachtet iſt es ein vortreffliches Weidegras. Schafe ziehen es allen uͤbrigen vor, und wenn man Acker zur Schafweide nie⸗ derlegt, ſo verdient es vorzuͤglich unter die Saamen⸗ miſchung aufgenommen zu werden, zumal da der Saa⸗ men leicht zu gewinnen iſt. Jedoch ſucht es auch das Rindvieh und die Pferde ſehr nach. Die Blaͤtter wach⸗ ſen geſchwind wieder, wenn ſie kurz gehalten werden, und ſo wenig es daher auf einmal zu geben ſcheint, ſo nachhaltig iſt es auf der Weide. Mit der Festuca elatior, einem hohen, ſtarken Wieſengraſe, kann es durchaus nicht verwechſelt werden, um ſo leichter aber mit einigen anderen kleinen Schwingelarten: der ro⸗ then, der haͤrtlichen, der ſpitzaͤhrigen. Dies geſchiehet haͤufig, und ohnerachtet der Schafſchwingel allenthalben waͤchſt, ſo findet man ihn doch auf Aengern, die ſtark mit Schafen betrieben werden, ſelten, weil dieſe ihn ganz ausfreſſen und wenigſtens nicht zum Saamen kommen laſſen. I. S. 591, Z. 2 v. u. II. S. 584, Z. 12. Vergl. 3. B. S. 569 u. f. I. S. 593 unter der Ueberſchrift; II. S. 585 ebendaſ. Da ich dieſe Materie im Zten Bande ausfuͤhrlicher und genauer behandelt habe, ſo verweiſe ich dahin und werde hier nur einige Berichtigungen angeben. I. S. 599, Z. 2; II. S. 591, 3. 2. Wenn es keine veraltete Huͤgel ſind, bedarf es gar keines ſchweren Wieſenhobels, ſondern nur des leich⸗ chtet iſte un es alen weide nie⸗ Saamen⸗ Sa der Saa⸗ 1es auch das däͤtter wach⸗ Ren werden, ſcheint, ſo Zer Festuca dt, kann es d eichter aber mn: der ro⸗ = geſchiehet Zullenthalben 2t, die ſtatk un dieſe ihn 8½ Saamen ebendaſ. = sfuͤhrlicher dahin und an. * bedarf es des leich⸗ 5 A ten, den ich in der Beſchreibung meiner Ackerwerkzeuge habe abbilden laſſen, und den allenfalls ein Pferd zie⸗ hen kann. I. S. 599, 3. 4; II. S. 591 ebendaſ. Eigentlich die Weiden, oder zur Abweidung be⸗ nutzte Wieſen. Hier iſt das Abmaͤhen der Felddiſteln und der Docken, die das Vieh ſtehen laͤßt, wenn ſie in Bluͤthe treten, eine Sache von Wichtigkeit, indem nicht nur die fernere Beſaamung dadurch gehindert wird, ſondern auch die alte Pflanze ausgehet, indem ſie an⸗ faulet, wenn das Waſſer in den hohlen Stengel dringt. Man muß aber gerade den Zeitpunkt der Bluͤthe wahr⸗ nehmen; denn wenn es fruͤher geſchiehet, ſo treibt die Staude um ſo ſtaͤrker aus. Die abgemaͤheten und welk gewordenen Felddiſteln frißt das Vieh gern. Hirten ſollten zu dem Zwecke um dieſe Zeit ſich immer mit ei⸗ ner kleinen Senſe, Sichel oder Spaten beſchaͤftigen. Ich glaube ſelbſt, daß der Huflattig dadurch vertilgt werden wuͤrde. I. S. 603, Z. 11; II. S. 595, Z. 11. So wie dieſe ganze Materie im 3ten Bande uͤber⸗ haupt beſtimmter abgehandelt iſt, ſo habe ich auch da⸗ ſelbſt richtiger und verſtaͤndlicher zwiſchen Ueberrieſe⸗ lungs⸗ und Ueberſtauungswieſen unterſchieden. I. S. 614, Z. 22; II. S. 606 ebendaſ. Ohne Zweifel hat die Waͤrme des Quellwaſſers im Fruͤhjahre eine große Wirkung auf die Ueberrieſe⸗ lungswieſen. Dann fuͤhret aber das meiſte Quellwaſſer Kalk, in einem Uebermaaß von Kohlenjaͤure aufgelöoͤſt, bey ſich. I. S. 616 unter der Ueberſchrift; II. S. 608 ebend. Dieſe Materie iſt ebenfalls im 3ten Bande ſo ſehr berichtiget, daß ich bitte, dieſes und das folgende Ca⸗ pitel nie ohne Verbindung mit dem I1ten des 3ten B. zu leſen. I. S. 636, 3. 13; II. S. 628, 3. 13. Die Einrichtung iſt indeſſen nur fuͤr Kuͤhe, welche den Urin hinter ſich laſſen, nicht fuͤr Ochſen anwend⸗ bar. I. S. 637, Z. 6; II. S. 629, Z. 6. Dies glaubte ich damals; ſeitdem ich aber in einer Gegend wohne, wo die Maſtung mit großer Energie und mit ſo betraͤchtlichem Vortheil betrieben wird, daß in manchen Wirthſchaften die Kuͤhe und Molkerey faſt abgeſchafft werden, und alles gewonnene Futter nur mit Maſtochſen zu Nutzen und zu Duͤnger gemacht wird, ſind mir die Erfahrungen und Bemerkungen der Englaͤn⸗ der hieruͤber um ſo wichtiger geworden:„Die Fleiſch⸗ Conſumtion nimmt in Teutſchland betraͤchtlich zu.“ I. S. 645, l. Z. II. S. 637 ebend. Dieſes Buch iſt 1804 recht gut ins Teutſche uͤber⸗ ſetzt worden. —. 6 fange auf ſe ich, autg fañt ſes kom Gan Stu wen. Zlwaſſer Hufgeloͤſt Soend. ae ſo ſehr ande Ca⸗ szten B. A, welche rrinwend⸗ Zen einer =nergie md, daß ceey faſt Ver nur tt witd, Singlaͤn⸗ Ileiſch⸗ .“ Ae uͤber⸗ — 43— I. S. 702, Z. 19; II. S. 680 ebend. Ohne allen Zweifel wird die Vertheilung der Do⸗ mainen ſowol als der groͤßeren Ritterguͤter in Erbpacht⸗ ſtellen von maͤßiger Groͤße in Teutſchland immer mehr Beyfall finden, da der gluͤckliche Erfolg augenfaͤllig iſt, und alle dagegen angefuͤhrte Scheingruͤnde widerlegt hat. Dann wird unſere Verfaſſung in Hinſicht des landwirthſchaftlichen Standes das Gute des engliſchen Farmerſyſtems ohne deſſen Nachtheile heben, und der teutſche Ackerbau ſich aus dieſem und mehreren Gruͤnden uͤber den jeder Nation erheben. I. S. 703, I. Z. II. S. 681 ebend. Eine Anſtalt dieſer Art, von betraͤchtlichem Um⸗ fange, hat der verehrungswuͤrdige Graf v. Feſtetitz auf ſeiner Herrſchaft in Ungarn angelegt. Nur geſtehe ich, daß mir die Einrichtung, nach den daruͤber her⸗ ausgekommenen Programmen, zu wenig praktiſch und faſt zu gelehrt ſcheine. I. S. 704, Z. 15; II. S. 632 ebend. Manche haben gegen das Detail dieſes Plans die⸗ ſes oder jenes einzuwenden gefunden. Aber darauf kommt es gar nicht an; ſondern nur auf die Idee im Ganzen und auf die Tendenz. In jeder anderen Stunde haͤtte ich ein anderes Ideal aufgeſtellet. Erſt wenn das Lokal und die Mittel zur Ausfuͤhrung gegeben waͤren, koͤnnte ein beſtimmter Plan vorgeſchlagen, und uͤber deſſen mannigfaltige Modifikation debattirt wer⸗ den. Wie ich dies ſchrieb, war meine Imagination von engliſchen Verhaͤltniſſen vielleicht zu ſehr angefuͤllt. Wenn ich in der Realitaͤt auf teutſchen Boden verſetzt waͤre, ſo wuͤrde ich andere Vorſchlaͤge gethan haben. Fuͤr das noͤrdliche Teutſchland wuͤrde ohne Zweifel ein comparativer Verſuch zwiſchen Dreyfelder⸗Wirthſchaft, Fruchtwechſelwir hſchaft mit Sallfutterung, Holſtein⸗ ſcher Koppelwirthſchaft, Mecklenburgſcher Schlagwirth⸗ ſchaft und einer Weidewechſelwirthſchaft nach den Grund⸗ ſaͤtzen der Fruchtfolge am nuͤtzlichſten und am meiſten belehrend ſeyn; in welche Wirthſchaftsarten ſich denn mannigfaltige Nebenverſuche einſchalten ließen. I. S. 704, Z. 17; II. S. 682 ebend. Waren es auch nur 2000 Morgen, ſo lieſſe ſich ſchon viel bewirken. Ja, ich habe ſchon einen beſtimm⸗ teren Plan fuͤr 500 Morgen gemacht. I. S. 718, lI. Z.; II. S. 696 ebend. Ich weiß, daß dieſe Rapſodie Eindruck gemacht hat, und hoffe, daß ſie ſolchen noch einmal auf dem rechten Flecke machen werde. Wenn die Idee noch nicht ausgefuͤhrt iſt, ſo zweifele ich doch nicht, daß ſie einmal und auf eine weit vollkommnere Weiſe wird ausgefuͤhrt werden. Jedes Ding, jeder Vorſchlag, je⸗ der Gedanke kommt nur allmaͤhlig zur Reife, und aus dem, was zu ſchnell zur That reift, wird ſelten etwas gutes und haltbares. Vieles iſt, ſeitdem ich dieſes Buch und w. in H. von d ſcaſt hafer rimm genn Holſ 2ten dieſe liche der Zahl minde vortre gend cher zugl Leh nen, ſatze tion Gät ſie 179 wirt wer⸗ erination gefuͤllt. Keerſetzt d. haben. ffel ein thſcaft, S'olſtein⸗ 8 gvirth⸗ 1 Grund⸗ enneiſten ach denn iſe ſich I aſtimm⸗ Seemacht Juf dem ee noch 1π daß ſie ce wird Nag, je⸗ nnd aus etwas dieſes Buch ſchrieb, geſchehen, was ich kaum zu ahnen wagte, und wozu dieſes Buch mitgewirkt hat. I. S. 740, Z. 25; IHI. S. 718 ebend. Man thut dies gegenwaͤrtig auf lehmigem Boden in Holſtein wol allgemein, und ich ſprach damals nur von der alten, j tzt faſt allgemein abgeſchafften Bewirth⸗ ſchaftungsart. Wenn man jtzt noch, ſehr richtig, Dreeſch⸗ hafer bauet, ſo haͤlt man Braache nach demſelben, oder nimmt die Braache erſetzende Fruͤchte. Wir haben ge⸗ genwaͤrtig eine vortreffliche Abhandlung uͤber die neuere Holſteinſche Wirthſchaft in den Annalen des Ackerbaues 2tem B. von Herr Lang erhalten, die alle Zuſaͤtze zu dieſer Beſchreibung uͤberfluͤſſig macht. Manche vorzuͤg⸗ liche Wirthe bringen die Grundſaͤtze der Fruchtfolge bey der Schlagwechſelwirthſchaft in Anwendung, und die Zahl der Weideſchlaͤge hat ſich im allgemeinen ſehr ver⸗ mindert. Man findet in Holſtein jetzt eine hohe und vortreffliche Ackerkultur wol ſo allgemein, wie in ir⸗ gend einer ganzen Provinz Teutſchlands verbreitet, wel⸗ cher das Auffahren des mergeligten Lehms einen vor⸗ zuͤglichen Schwung gegeben hat. Dieſes Holſteinſche Lehmen kann beſonders zur Erlaͤuterung deſſen die⸗ nen, was ich oben in der Einleitung zu dieſem Auf⸗ ſatze ſagte. Die allgemeine Verbreitung dieſer Opera⸗ tion giebt einen um ſo viel ſtaͤrkeren Beweis von der Guͤte und Zutraͤglichkeit derſelben, je mehr Aufwand ſie erfordert. I. S. 758, Z. 10; II S. 736 ebend. Dies war von den fruchtbaren Jahren 1794, 1795 und 1796 hergenommen. Doch habe ich ſeit⸗ dem immer 10 bis 13 Berl. Scheffel von meinen beſ⸗ ſern Feldern geerndtet. I. S. 761, 3. 4; II. S. 739 ebend. Ich habe mich nachher richtiger und beſtimmter uͤber Mecklenburgſche Wirthſchaft— in meinen Reiſe⸗ Bemerkungen uͤber Holſtein und Mecklenburg in den erſten Jahrgaͤngen meiner Annalen der niederſaͤchſiſchen Landwirthſchaft, die nachher verbeſſert in meinen ver⸗ miſchten Schriften 1. B. abgedruckt worden— erklaͤret. Ich laſſe das Geſagte ſtehen, damit man ſehe, wie ich meine Anſicht berichtiget habe. I. S. 761, Z. 27; II. S. 739 ebend. Ich habe es nachmals doch im Winter 180 ½ ge⸗ ſehen. Aber da erfror auch Weitzen, und Keiner hat ſich darum vom Weitzenbau abſchrecken laſſen. Und ſelbſt iſt mir und Anderen, die recht dichten Klee nach meinen Grundſaͤtzen baueten und ihn im erſten Herbſte ſchonten, ſo daß er ſich ſelbſt zur Decke gereichte, der⸗ ſelbe nicht erfroren, ob es gleich anfangs ſo anließ. I. S. 761, l. Z. II. S. 739 ebend. Mit dem Menſchenmangel hat es in guten Wirth⸗ ſchaften daſelbſt gar nichts mehr zu bedeuten. efiimmtet =n Keiſe⸗ 1 in den Jachſiſchen mnnen ver⸗ — exkläͤret. ee wie ich 1803¾ ge⸗ ner hat 18 Und alte nach 8 Herbſte Ite, der⸗ ließ. Wirth⸗ I. Anſtatt deſſen, was von S. 762 bis 775 ſtehet. II.—————— 740— 753— Was ich auf S. 762 bis 775 der erſten— und S. 740 bis 753 der zweyten Auflage dieſes Werks uͤber die Einrichtung einer zehnſchlaͤgigen Wirth⸗ ſchaft und uͤber Verbeſſerung der Mecklenburgſchen Schlagwirthſchaft durch Anwendung des Geſetzes der Fruchtfolge geſagt hatte, habe ich ſchon mehreremale und ſelbſt gleich bey der Herausgabe, fuͤr uͤbereilt er⸗ klaͤrt. Ich hatte damals zu wenige Begriffe und Er⸗ fahrung uͤber Koppelwirthſchaft. Deshalb habe ich in der Zten Auflage des iſten Bds. die ganze Stele geſtri⸗ chen, und will dieſe Luͤcke benutzen, um den Verſuch zu machen, die Mißverſtaͤndniſſe, die uͤber Wirthſchafts⸗ Syſteme entſtanden ſind, und die meine Schriften mit veranlaßt haben, zum Theil zu heben. Man hat uns Teutſchen Syſtemſucht vorgeworfen. Wahr iſts, wir moͤgen gern alles in Klaſſen, Ordnun⸗ gen und Geſchlechter abtheilen, nicht blos die beſtimm⸗ teren Gebilde der Natur, ſondern auch die unſeres Ver⸗ ſtandes. Es hat ſein Gutes und ſein Uebeles; es be⸗ ſtimmt die Begriffe und verwirret ſie. Man macht ei⸗ nen Gedanken zu einem Naturweſen, beſchraͤnkt ihn durch eine Definition, und wundert ſich, wenn er uͤber dieſe Graͤnzen hinausgehet. Was ich uͤber die Gruͤnde und Regeln der Fruchtfolge geſagt habe, iſt zu einem beſonderen Dinge, zu einem neuen Wirthſchafts⸗ Syſteme geworden, was der Eine ſo, der Andere an⸗ ders definirt, obgleich, meiner Ueberzeugung nach, das in der Natur begruͤndete Geſetz der Fruchtfolge auf jedes der beſtehenden, eingefuͤhrten Wirihſchaftsſyſteme mehr oder minder anwendbar iſt, und hoͤchſtens Unterabthei⸗ lungen derſelben begruͤnden kann. Wollen wir ſyſtematiſch eintheilen, ſo koͤnnen wir nur zwey Hauptabtheilungen der Wirthſchaftsarten ma⸗ chen, in ſo fern ſich dieſe naͤmlich auf die nothwendige Verbindung des Fruchtbaues mit Viehzucht oder viel⸗ mehr mit Futter- und Duͤnger⸗Erzeugung begruͤnden. Sonſt konnten wir noch diejenigen Wirthſchaften hinzu⸗ fuͤgen, die keiner Futtererzeugung beduͤrfen, weil ſie ihren Duͤnger auswaͤrts her erhalten, oder ihr Vieh mit den Abfaͤllen irgend einer Fabrikation ernaͤhren. Jene, welche man eigentlich nur als Landwirthſchaften zu betrachten pflegt, erzeugen naͤmlich a) entweder ihr Futter auf beſonderen Wieſen und Weidegruͤnden, und widmen ihre Aecker ausſchließ⸗ lich dem Fruchtbau, d. h. dem Anbau verkaͤuflicher Ge⸗ waͤchſe; b) oder ſie wechſeln auf allen, zu beydem einiger⸗ maßen paſſenden oder dazu in Stand zu ſetzenden Gruͤn⸗ den in verſchiedener Proportion damit ab. Erſſtere koͤnnte man, dem alten Sprachgebrauche nach, Felderwirthſchaften, letztere Wechſelwirthſchaften im allgemeinen nennen; obwol man letzterem Worte neuerlich einen engeren Begriff untergelegt hat. Daß letztere ihren Grund und Boden ungleich hoͤher benutzen, nicht nur eine ſtaͤrkere Produktion, ſon⸗ dern auch, der vermehrten Arbeit ohnerachtet, einen hoͤheren reinen Ertrag daraus hervorbringen, wird nie⸗ mand lug huu einige keine ande daß der ei wechſelnde zrſiſche niſſe wege ſhuldigun fir die Co Nur mit einen nicht; be einen The gewaͤchſen muß man minatio. Die tungen. faſt, den hierher zu Graſe ode Jahre lie ſchaft, le Die alle drey Sie bezw te, wodu moͤglichſte ſo daß da ſomit der Boden na lraöthei⸗ nen wir Iten ma⸗ nwendige der viel⸗ gründen an hinzu⸗ nweil ſie tr Vieh ernaͤhren. gſſchaften 2 Wieſen ſſchließ⸗ wyer Ge⸗ reiniger⸗ an Grun⸗ ebrauche oſchaften „ Worte — ungleich gon, ſon⸗ c, einen vitd nie⸗ mand laͤugnen, welcher die Natur in Hinſicht auf Acker⸗ bau einigermaßen beobachtet hat. Es findet ſich alſo keine andere Entſchuldigung, jene beyzubehalten, als daß der eine oder der andere Theil des Bodens einer wechſelnden Benutzung nicht faͤhig iſt; es ſey ſeiner phyſiſchen Beſchaffenheit oder ſeiner rechtlichen Verhaͤlt⸗ niſſe wegen. Erſtere ſind eine allgemeinguͤltige Ent⸗ ſchuldigung; letztere nur fuͤr das Individuum, nicht fuͤr die Commune oder den Staat. Nun giebt es aber allerdings Wirthſchaften, die mit einem Theile ihrer Felder wechſeln, mit anderen nicht; beſtaͤndige Wieſen und Weiden haben, aber auch einen Theil ihrer Felder mit Klee und anderen Futter⸗ gewaͤchſen beſtellen. Will man dieſe claſſificiren, ſo muß man die Regel beobachten: a potiori ſit deno- minatio. Die Wechſelwirthſchaften theilen ſich in zwey Gat⸗ tungen. Die eine beſtellet faſt jaͤhrlich— ich ſage faſt, denn ein zweyjaͤhriger Kleebau wuͤrde doch auch hierher zu rechnen ſeyn—, die andere laͤßt das zu Graſe oder Futterkraͤutern niedergelegte Land mehrere Jahre liegen. Erſtere wuͤrde ich die Jahrwechſelwirth⸗ ſchaft, letztere die Schlagwechſelwirthſchaft nennen. Die Regeln der Fruchtfolge nun laſſen ſich auf alle drey ſehr verſchiedene Wirthſchaftsarten anwenden. Sie bezwecken eine ſolche Folge der Saaten oder Fruͤch⸗ te, wodurch der Acker von der vorhergehenden im beſt⸗ moͤglichſten Stande fuͤr die nachfolgende erhalten wird, ſo daß dabey die Braache in der Regel vermieden, und ſomit der moͤglich hoͤchſte Ertrag aus dem Grund und Boden nachhaltend gezogen werden kann. D — 50— Dieſe auf Erfahrung und Theorie, auf Verſuche und allgemeine Naturgeſetze gegruͤndete, nur nach Ver⸗ ſchiedenheit des Bodens und der Wirthſchaftsverhaͤltniſſe mannigfaltig zu modificirenden und einzelnen Faͤllen an⸗ zupaſſenden Regeln finden bey der Jahrwechſel⸗ und Schlagwechſelwirthſchaft ohne Zweifel leichtere Anwen⸗ dung, als bey der Felderwirthſchaft. Wenn dieſe in⸗ deſſen den Duͤnger von anderen Grundſtuͤcken herbey⸗ ſchaffen kann, ſo hat es damit keine Schwierigkeit. Die mannigfaltigen Arten von Hülſenfruͤchten: Boh⸗ nen, Erbſen, Linſen, Wicken, Buchweitzen und Mays, die wichtigen zur menſchlichen Nahrung faſt unentbehr⸗ lich gewordenen Kartoffeln und andere Wurzel⸗ auch Krautgewaͤchſe; die Handelsgewaͤchſe: Lein, Hanf, Ta⸗ back, Kuͤmmel, Oelſorten aller Art, Krap und andere Farbekraͤuter— verſtatten ohne allen Futterbau eine ſolche Auswahl von Zwiſchenfruͤchten, wodurch die Folge der nahe verwandten halmtragenden, den Boden ver⸗ ſchließenden und das Unkraut beguͤnſtigenden Saaten unterbrochen, und der Acker ein Jahr ums andere fuͤr letztere wieder vorbereitet werden kann, wenn man mit ihrem Anbau richtig verfaͤhrt, und genugſamen Duͤn⸗ ger, anders als durch Wechſelwirthſchaft, herbeyzu⸗ ſchaffen weiß. Unter letzterer Bedingung wuͤrde die Befolgung der Regeln des Fruchtwechſels keinesweges, wie manche angegeben haben, die Produktion menſchlicher Nahrungs⸗ mittel vermindern, vielmehr ſie betraͤchtlich vermehren. Und obendrein wuͤrde eine Menge anderer verkaͤuflicher und jetzt unentbehrlicher Produkte erzeuget werden. Die Ausſaat des Getreides verminderte ſich zwar gegen die Dreyfelderwirthſchaft mit einer Braache von 4† auf ½, ——— ———— aber de s nac ſem be gemeſſe den, u und E kann: reinen Durch Korne komm toffen rung mehre forden das L heit l ter di nem gedur geger ſicher Auſe barſte gehen mit Land nothr lichen af Verſucht nach Ver⸗ verhäͤltniſſe Faͤllen an⸗ echſel⸗ und ine Anwen⸗ gun dieſe in⸗ hen herbey⸗ wierigkeit. teen: Boh⸗ dand Mays, Funentbehr⸗ Arrzel⸗ auch 4 Hanf, Ta⸗ dund andere rbau eine a die Folge woden ver⸗ un Saaten aundere für an man mit umen Din⸗ àr herbeyju⸗ cBefolgung zwie manche Mahrungi⸗ zvermehren. verkaͤuflicer zerden. Die e gegen de 1 3af! — 51— aber der reine Ertrag wuͤrde ſich— ich bin es feſt, bin es nach langer Erfahrung uͤberzeugt— auch von die⸗ ſem vermehren, wenn es jedesmal nur nach einer an⸗ gemeſſenen Vorfrucht gebauet wuͤrde. Auf einem Bo⸗ den, wo wir jetzt, nach Abzug der Einſaat, im Winter⸗ und Sommerfelde im Durchſchnitt 6 Koͤrner erndten, kann man ſicher bey jenem Fruchtwechſel auf 9 Koͤrner reinen Ertrag rechnen, und dies betraͤgt folglich im Durchſchnitt auf drey Feldern bey jener Wirthſchaft 4 Koͤrner, in dieſer 4½ Korn im Ganzen. Dazu aber kommt die große Menge von Huͤlſenfruͤchten und Kar⸗ toffeln, die wahrlich nicht minder zur menſchlichen Nah⸗ rung beytragen, als das eigentliche Getreide. Die oft mehrere Arbeit, als der Bau der Zwiſchenfruͤchte, er⸗ fordernde Braache aber wuͤrde durchaus wegfallen, und das Land dennoch in vollkommener Muͤrbe und Rein⸗ heit bleiben. Allein die Erfuͤllung jener Bedingung gehoͤrt un⸗ ter die hoͤchſt ſeltenen Faͤlle, und laͤßt ſich nur bey ei⸗ nem großen Ueberfluß von Wieſen, die, durch Waſſer geduͤngt, ſelbſt keinen Miſt wieder fordern und zugleich gegen unzeitige Ueberſchwemmungen geſichert, alljaͤhrig ſicher ſind, oder in der Naͤhe großer Staͤdte gedenken. Auſſerdem wuͤrde dieſe Wirthſchaft auch auf dem frucht⸗ barſten Boden ſich ſchnell ausbauen und zu Grunde gehen, und zwar die ohne Braache ſchneller, als die mit Braache.— Daher wird Wechſelwirthſchaft oder Theilung des Landes zwiſchen Frucht⸗ und Futterbau in der Regel nothwendig. Das Verhaͤltniß beyder auf den eigent⸗ lichen Acker wird theils durch die Quantitaͤt und Qua⸗ D 2 — 52— litat der Wieſen oder etwa der beſtaͤndigen Futterfelder, H theils durch die natuͤrliche Kraft des Bodens, dann uu lſe aber auch durch die Art der Fruchtfolge— mit oder iu 4 ohne Braache— beſtimmt. auſan . 1 lmithe Die Wechſelwirthſchaft hat nun einen Jahrwechſel ſts Ur oder einen Schlagwechſel. Jener, nach den Regeln Lage der Fruchtfolge geordnet, iſt, wie oben geſagt, das, anzune was man neuerlich vorzugsweiſe Wechſelwirthſchaft ſchafte genannt hat; dieſes, was man Koppelwirthſchaft ſean ſch nennet. und m triebe Alle, welche ſich gegen jene erklaͤrt haben, wer⸗ Arbei fen ihr vor, daß ſie zu viel Land dem Futterbau, und derwi zu wenig dem Bau verkaͤuflicher Fruͤchte widme. Al⸗ aua lein ſie gebraucht zu jenem, auf gleichem Boden und ſere fe unter gleichen Verhaͤltniſſen, weit weniger, wie die ddenen Schlagwirthſchaft, die in der Regel die Haͤlfte dazu tionen nimmt, und obendrein noch Braache hat; denn ſie er⸗ Sie we zeugt auf gleicher Flaͤche weit mehr Futter, als letztere, bey ri und bauet einen Theil deſſelben ſtatt der Braache. Nur Abſat intenſiv, nicht extenſiv, muß ſie mehr Futter bauen, unter weil ſie ſtaͤrker duͤngt. ingen Was auch fuͤr Geſchrey aus Vorurtheil, Mißver⸗ ae ſtand und Widerſpruchsgeiſt gegen ſie noch erhoben wird, ſie ſo hat doch die Vernunft bey allen nachdenkenden und* ausft unbefangenen Oekonomen laͤngſt fuͤr ſie im Allgemeinen entſchieden. Allein wenn man ſagt, daß ſie nicht al⸗ un lenthalben anwendbar oder vortheilhaft ſey, ſo hat man vollkommen Recht! Es giebt phyſiſche, es giebt relative Eigenſchaften Geſet des Bodens oder der Guͤter, es giebt Verhaͤltniſſe der ſt, d tterfelder, 5„ dann mit oder dahrwechſel n Regeln agt, das, virthſchaft pirthſchaft en, wer⸗ Ibau, und une. Ab⸗ dden und n wie die efte dazu in ſie er⸗ letztere, ſche. Nur Ir bauen, Mißber⸗ zben witd, anden und gemeinen nicht al⸗ hat man Enſchaften niſſe der Adminiſtration, wofuͤr ſie durchaus nicht paßt. Der zu loſe und der zu bindende, feuchte, unartbare, der zu ſehr erſchoͤpfte Boden laͤßt ſie, ſo lange er in dem Zuſtande iſt, nicht zu, oder macht ſie wenigſtens hoͤchſt unſicher bey unguͤnſtigen Jahren. Ein zu ausgedehn⸗ tes Areal eines Wirthſchaftshofes oder eine unguüͤnſtige Lage der Felder, ſind vollguͤltige Gruͤnde, ſie nicht anzunehmen. Vielleicht beſchraͤnkt ſie ſich auf Wirth⸗ ſchaften von hoͤchſtens 1500 Morgen, und dieſe muͤſ⸗ ſen ſchon in einer guten Verbindung unter einander und mit dem Hofe liegen. Sie kann nicht gehoͤrig be⸗ trieben werden, wo Menſchenmangel iſt, und wo die Arbeiter kaum zureichen, eine Schlag⸗ oder Dreyfel⸗ derwirthſchaft auszufuͤhren, oder wo es dieſen durch⸗ aus an Willen, Geſchmeidigkeit und Sinn fuͤr das Beſ⸗ ſere fehlt. Sie iſt nicht rathſam, ſo lange die vorhan⸗ denen arbeitenden Kraͤfte noch mit wichtigen Meliora⸗ tionen und Urbarmachungen uͤberfluͤſſig beſchaͤftiget ſind. Sie waͤre uͤbel angebracht, wo(ein jedoch ſeltener Fall bey richtiger oͤkonomiſch⸗ merkantiliſcher Spekulation) Abſatz der Produkte mangelt. Endlich darf ſie Keiner unternehmen, der nicht ein dem Areal ſeines Guts angemeſſenes Betriebs⸗ Capital anlegen kann, ſo wenig wie der, dem es an Kenntniſſen, Erfahrung und Energie dafuͤr fehlt. Daß ſie der Einzelne beym ent⸗ ſchiedenen Widerſpruche rechtlicher Verhaͤltniſſe nicht ausfuͤhren koͤnne, ſollte ſich wol von ſelbſt verſtehen, wenn nicht Manche hieraus ihre allgemeine Unanwend⸗ barkeit haͤtten demonſtriren wollen. Aber wo ein regelmaͤßiger Jahrwechſel nach dem Geſetze der Fruchtfolge nicht anwendbbr, nicht rathſam iſt, da kann jedoch dieſes Geſetz an ſich mehr oder min⸗ der befolgt werden. Es iſt in den Annalen der nieder⸗ ſaͤchſiſchen Landwirthſchaft mehreremale, beſonders von Herrn Volborth, gezeigt, wie man, ſelbſt bey wi⸗ derſtrebenden rechtlichen Verhaͤltniſſen, ſolches der Dreyfelderwirthſchaft aneignen koͤnne. Man kann es auch in der Schlag⸗ oder Koppelwirthſchaft anwenden, und dadurch einem haͤufigen Fehler derſelben, dem Mangel an Futterung und folglich an Duͤngung, abhel⸗ fen. Ich habe in dieſem Bande, S. 83 der erſten Auflage(S. 82 ꝛc. der 2ten Auflage), gezeigt, wie dies in England geſchiehet, und wollte in dieſem Nach⸗ trage angeben, wie es in Mecklenburg geſchehen koͤnne. Ich habe mich daruͤber ferner in meinen Reiſebemerkun⸗ gen durch Mecklenburg[Annal. der niederſaͤchſ Landw. Jahrg. 3. St. 1. S. 160, oder vermiſchte Schriften B. 1. S. 748]erklaͤrt*). In den Reiſebemerkungen habe ich den Aufbruch des Graslandes mit Dreeſchhafer— nach Beſchaffenheit der Umſtaͤnde einfaͤhrig oder zweyfaͤhrig— angerathen, wie es ſeit alten Zeiten in Holſtein uͤblich war, und ich bin uͤberzeugt, daß dieſer Hafer nicht nur einen weit groͤßern Ertrag, wie der in dritter Art gebe— was wol nicht leicht jemand bezweifeln wird—, ſondern daß es auch auf den meiſten Bodenarten fuͤr das Ganze weit zutraͤglicher ſey, weil die Getreide Saaten nun mehr unterbrochen werden und das Land in groͤßerer Duͤngkraft niedergelegt wird. Aber auf dieſen Dreeſch⸗ *) und nehme jetzt dieſe Gelegenheit wahr, meine ehemalige Meinung zu berichtigen, und meine jetzige anzugeben. hafer in käme die es bey e ſehen w ungedun zum A hafer 2 Ausfall konnen wendbe 1 4 Freun⸗ den A oder 3 ſchwac hat den nachge⸗ dieſes Gütern um? taillir wuͤrde ſelbſt ander nieder⸗ vers von bey wi⸗ ſes der kkann es wenden, an, dem i, abhel⸗ er erſten gt, wie im Nach⸗ en konne. Imerkun⸗ Landw. chriften rufbruch affenheit atathen, it, und nen weit 1— was ſondern 3 Ganze Sen nun agroͤßeret Dretſch⸗ ebemalige djeben. hafer muß dann eine reine Braache folgen. Sonſt kaͤme die alte Holſteinſche Wirthſchaft heraus, womit es bey erſchoͤpfterem Boden noch ungleich ſchlechter aus⸗ ſehen wuͤrde, wie dort. Auch koͤnnte Winterung nur ungeduͤngt danach genommen werden, weil es an Zeit zum Auffahren fehlt. Allein folgt nach dem Dreeſch⸗ hafer Braache, ſo werden wenige Wirthſchaften den Ausfall der Winterung an Koͤrnern und Stroh ertragen koͤnnen, und jener Vorſchlag duͤrfte deßhalb ſelten an⸗ wendbar ſeyn. Deßhalb habe ich ſchon vor laͤngerer Zeit einem Freunde gerathen, Erbſen und andere Huͤlſenfruͤchte in den Aufbruch, nach Beſchaffenheit des Landes, ein⸗ oder zweyfaͤhrig zu bauen, nachdem er im Winter nur ſchwach mit ſtrohigem Duͤnger befahren war. Dies hat den gluͤcklichſten Erfolg gehabt, und iſt von Vielen nachgeahmt worden. Ich habe nachmals erfahren, daß dieſes ſchon vor langer Zeit auf vielen Mecklenburgſchen Guͤtern uͤblich geweſen, aber— ich weiß nicht war⸗ um?— abgeſchafft und faſt vergeſſen ſey. Eine de⸗ taillirtere Geſchichte der Mecklenburgſchen Wirthſchaft wuͤrde beweiſen, daß Mode und Nachahmungsſucht da⸗ ſelbſt einen groͤßeren Einfluß auf den Ackerbau, wie in anderen Laͤndern, gehabt hat, und daß man zwar viele gute Umaͤnderungen, oft aber auch ſolche gemacht habe, die keinen anderen haltbaren Grund, als die Mode, fuͤr ſich hatten. Hoͤchſt ſelten werden Huͤlſenfruͤchte im ausgele⸗ genen Dreeſch misrathen, und dann den Boden bey⸗ nahe eben ſo gut, in einigen Faͤllen noch beſſer, zur Winterung vorbereiten, wie reine Braache. In dem — 56— moͤglichen— aber ſeltenen— Falle, daß ſie misrathen, ſo darf man freylich mit dem Unterpfluͤgen nicht ſaͤumen, nachdem man ſie vielleicht vom Vieh hat abfreſſen laſ⸗ ſen, und ſo wird der Duͤnger, den ſie geben, mit der verlornen Saat immer wohlfeil erkauft ſeyn. Deshalb wuͤrde ich Erbſen, Wicken, Pferdebohnen, nach Be⸗ ſchaffenheit des Landes, auf ganz loſem Boden Buch⸗ weitzen, dem Dreeſchhafer, nach meiner jetzigen Ueber⸗ zeugung, immer vorziehen. Nach demſelben muß 2) Winterung ohne Zweifel folgen. Will man nun ferner dem Geſetze der Fruchtfolge nachgehen, ſo kommt 3) entweder Klee oder ein an⸗ deres Futterkraut, oder es folgen behackte Braachfruͤch⸗ te, je nachdem die Zahl der Schlaͤge iſt. Klee duͤrfte nur in dem Falle unter die Winterung geſaͤet werden, daß die Erbſenſtoppel ſehr queckenrein war, und daß das Land bey flacher Pflugart ſich daran nicht ausge⸗ tragen hat. Sonſt muß man zum Theil gruͤn zu maͤhende Wicken oder Spoͤrgel nehmen, wobey das Land wenigſtens drey Fahren erhaͤlt, und gereinigt wird. Werden Braachfruͤchte genommen, ſo duͤrfen ſie nicht von einer Art ſeyn, wegen der Beſchwerlichkeit der Erndte. Und es muß dazu geduͤngt werden. Des⸗ halb wird der Duͤnger den Erbſen nur ſehr ſparlich gegeben, und ſo lange es dennoch an voͤlliger Ausduͤn⸗ gung dieſes Schlages fehlte, darf er nicht ganz damit beſtellet werden, ſondern man darf nur Wicken zum Abweiden ſaͤen, oder muß den ungeduͤngten Theil braachpfluͤgen. Kart bey! Erfa gend ſehen in 2 auf hack gem Ihr ter the for der gur rung muf Zal jetz ſcha verr hall Bel ſchl zur jede geb Sisrathen, in ſaͤumen, Liſſen laſ⸗ 2e mit der A Deshalh nach Be⸗ Den Buch⸗ An leber⸗ De zweifel ruchtfolge d. ein an⸗ Duachfruͤch⸗ e duͤrfte werden, zund daß n ausge⸗ ragrun zu öbey das n gereinigt durfen ſie herlichkeit 21. Des⸗ n ſparlich 1 Ausdin⸗ nz damit Acken zum un Theil Die Einwendungen gegen den ausgedehnteren Kartoffeln⸗ und Wurzelgewaͤchsbau ſind groͤßtentheils bey dem Gebrauche zweckmaͤßiger Inſtrumente durch die Erfahrung gehoben, und man darf nur die hieſige Ge⸗ gend beſuchen, um große Schlaͤge damit beſtellt zu ſehen. Eben ſo wenig iſt man wegen ihrer Benutzung in Verlegenheit. Allein es iſt nicht noͤthig, ſich dar⸗ auf zu beſchraͤnken. In Reihen geſaͤete und gepferde⸗ hackte Bohnen und Mays, wenn man keine Handels⸗ gewaͤchſe bauen will und darf, treten an ihre Stelle. Ihre Kultur iſt nicht ſchwieriger, ihre Erndte iſt leich⸗ ter und ihre Benutzung zur Viehfutterung gleich vor⸗ theilhaft. Der Bau jeder gepferdehackten Frucht er⸗ fordert weniger Arbeit als eine gehoͤrige Bearbeitung der reinen Braache. Nur verlangen ſie ſtaͤrkere Duͤn⸗ gung. Nach Klee, Wicken und Bohnen kann 4) Winte⸗ rung wieder genommen werden; nach Wurzelgewaͤchſen muß aber Soͤmmerung folgen. MNun kommt es bey der Schlagwirthſchaft auf die Zahl der Schlaͤge an. Bey der ſiebenſchlaͤgigen, der jetzt gewoͤhnlichen, aber vielleicht unſchicklichſten Wirth⸗ ſchaft, ſind drey Weideſchlaͤge nothwendig, wenn nicht, vermoͤge des Klee⸗ oder Wickenbaues, in Nro. 3 eine halbe oder theilweiſe Stallfutterung betrieben wird. Bey der ſechsſchlaͤgigen Wirthſchaft ſind zwey Weide⸗ ſchlaͤge noͤthig. In beyden Faͤllen wird alſo das Land zur Weide niedergelegt. Wenn dies mit Saamen, wie jeder betriebſame Wirth es thun wird, geſchiehet; ſo gebe ich als Weidegraͤſern dem engliſchen Raygraſe(lo- lium perenne) und dem Schafſchwingel(festuca ovina) entſchieden den Vorzug. Sie werden, wie der Klee, unter das letzte Getreide geſaͤet. Man miſcht ihnen etwas weiſſen Klee bey; aber den rothen laͤßt man wenigſtens in dem Falle, daß er in Nro. 3 gebauet worden, weg. Jene Graͤſer ſind nicht nur ihrer Aus⸗ dauer und ihres beſtaͤndigen Austriebes, ſondern auch der Saamenergiebigkeit wegen, zu Weidegraͤſern im Großen vor allen zu empfehlen. Der Schafſchwingel iſt zwar das Lieblingsgras der Schafe, wird aber vom Rindvieh eben ſo gern gefreſſen; und ſo unanſehnlich er iſt, ſo viel betraͤgt ſein beſtaͤndiger Nachwuchs, wenn er immer kurz gehalten wird und nicht in Halme ſchießt. Bey den mehrſchlaͤgigen Wirthſchaften wird man nach Beſchaffenheit des Bodens unter einer groͤßern Mannigfaltigkeit von Zwiſchenfruͤchten auswaͤhlen koͤn⸗ nen. Wenn erſt Duͤnger genug vorhanden iſt, ſo kann bey eilf und zwoͤlf Schlaͤgen einer mit Handelsgewaͤch⸗ ſen, beſonders mit Ruͤbſen oder Rappſaat, genommen werden. Dieſe geraͤth nach vielfaͤltiger Erfahrung nicht beſſer, als in zweyjaͤhriger Kleeſtoppel, wenn ſolche im zweyten Jahre nach der erſten Aberndtung oder Abwei⸗ dung um Johannis umgebrochen, und gegen Ende Auguſts damit beſaͤet wird. Das Geſetz der Fruchtfolge beſchraͤnkt ſich alſo nicht auf ein Syſtem, ſondern findet allenthalben, bey der Felder⸗, der Jahrwechſel⸗ und der Schlagwechſel⸗ wirihſchaft ſeine Anwendung. Wenn es auch in einer Reihe von 6 oder 9 Jahren einmal eine Ausnahme erleiden muß, ſo wird ſeine Befolgung im uͤbrigen den⸗ noch nicht ganz unbelohnt bleiben. Bey der Jahrwech⸗ elvirt halb iſ eintraͤg wirthſe nvie der Il niſcht Aan laͤßt ebauet Aus⸗ un auch een im 8 hwingel Ver vom ſehnlich Shwuchs, 2 Halme d man 1 roͤßern den köͤn⸗ Ho kann agewaͤch⸗ 2 ommen du nicht wolche in 3 Abwei⸗ ann Ende Jich alſo den, bey wechſel⸗ nin einer tsnahme Ien den⸗ ahrwech⸗ V ſelwirthſchaft herrſcht es am auffallendſten, und des⸗ halb iſt dieſe, wenn die Verhaͤltniſſe es erlauben, die eintraͤglichſte, und iſt daher vorzugsweiſe Fruchtwechſel⸗ wirthſchaft genannt worden. Eben ſo wenig iſt Stallfutterung oder Weide mit einem Ackerſyſteme unbedingt verbunden. Man hat bey der reinen Felderwirthſchaft, wo nur verkaͤufliche Fruͤchte auf dem Acker gebauet werden, das Vieh von natuͤrlichen oder kuͤnſtlichen Wieſen auf dem Stalle ge⸗ futtert. Man hat bey der Schlagwirthſchaft die Gras⸗ koppeln mit hohen Maͤhegraͤſern, mit Luͤzerne und mit Esparſette niedergelegt und ſolche zur Stallfutterung gebraucht. Dagegen hat man auch bey der Jahrwech⸗ ſelwirthſchaft die Klee-⸗, Wicken⸗ und Ruͤbenſchlaͤge vom Vieh abfreſſen laſſen, und in England ſelbſt ge⸗ ſchiehet dies am haͤufigſten. Man treibt die Schweine ſogar in dieſe Felder. Aber beſſer paßt ohne Zweifel Stallfutterung zur Jahrwechſel⸗, Weide zur Schlag⸗ wechſelwirthſchaft. Noch ungegruͤndeter iſt es, wenn Einige, die al⸗ les, was zum engliſchen Ackerbau gehoͤrt, mit einan⸗ der verwechſeln, geglaubt haben, das Drillſaͤen gehoͤre zu jener Fruchtfolge. Vielmehr haben einige Englaͤn⸗ der Schwierigkeit gefunden, es damit zu verbinden, und haben es deshalb verworfen. Groͤßer iſt in der That ſein Nutzen bey der reinen Dreyfelderwirthſchaft, die nur Getreide bauet, weil es die Stoppel reiner, und den Boden gelockerter hinterlaͤßt. Aber eine beſondere Ackermethode hat ſich nach Duckets Beiſpiele ſeit kurzem in England verbreitet und — 60— allgemeinen Beyfall erworben. Nach Wurzelgewaͤchſen und anderen mit der Pferdehacke tief bearbeiteten Ge⸗ waͤchſen pfluͤgt man nicht mehr im Fruͤhjahr zur Gerſte, ſondern lockert nur die Oberflaͤche mit einem Exſtirpator, Scarrifikator oder Schaufelpflug, und bringt damit breitwuͤrfig geſaͤete Gerſte unter oder drillet ſie ein. Hierbey findet man nicht blos eine ſehr große Arbei. 3⸗ Erſparung, ſondern erhaͤlt auch vorzuͤgliche Gerſte da⸗ nach, weil der Acker unten vom vorigen Sommer noch genugſam gelockert und mit Winterfeuchtigkeit angefuͤl⸗ let, die Oberflaͤche aber vom Saamenunkraut rein iſt, und gerade nur ſo tief geruͤhret und gepulvert wird, daß das Saamenkorn ſeinen erſten Keim in muͤrbe Erde ſchlagen kann. Ich habe ſchon mehreremale erzaͤhlt, daß ich daſſelbe bey Gerſte und Hafer mit ausgezeich⸗ netem Erfolge that. Dies iſt eine Operation, die nur nach dem Bau behackter Fruͤchte ſtattfindet, aber von ſehr großer Wichtigkeit iſt. Noch muß ich bey dieſer Gelegenheit gewiſſer Proben erwaͤhnen, die man an mehreren Orten mit der vierfeldrigen Jahrwechſelwirthſchaft nach den Regeln der Fruchtfolge gemacht hat. Man hat eine kleine Flaͤche von 60 bis 100 Morgen auf großen Guͤtern dazu ausgeſetzet. Haͤtte man dieſe Wirthſchaft voͤllig getrennet, ſo waͤre der Verſuch immer groß genug. Aber dies iſt nicht geſchehen, ſondern man hat zum Theil abſichtlich dieſe kleine Wirthſchaft angelegt, um die große Wirthſchaft mit Futter und Duͤnger zu un⸗ terſtutzen. Nimmt man dieſer kleinen Wirthſchaft nach Verhaͤltniß mehr als man ihr giebt— wie das wol mehrentheils der Fall ſeyn wird, wenn der Duͤnger auf demſelben Hofe liegt—, oder giebt man ihr auch mehr, ſo iſ oder fl kere D nach n einen! wie i etwaͤchſen dten Ge⸗ Gerſte, ixpator, at damit g ſie ein. LArbei. 3⸗ erſte da⸗ cier noch wangefll⸗ rrein iſ, dird, daß sihe Erde w erzählt, gezeich⸗ rudie nur zer von Fiewiſſer a mit der * Regeln ne kleine Gütern 8t voͤllig a genug. wat zum ggt, um d zu un⸗ caft nach „yas wol Iger auf 5h meht, — 61— ſo iſt das kein reiner Verſuch und kann nichts gegen oder fuͤr ſie entſcheiden. Sie verlangt immer eine ſtaͤr⸗ kere Duͤngung, iſt aber ſelbſt die Quelle derſelben, und nach mehreren Rotationen wird ſie auf gutem Boden einen Ueberfluß geben. I. S. 785, Z. 24; II. S. 763 ebend. Er iſt mir auch in der Folge nie fehlgeſchlagen, wie ich an andern Orten geſagt habe. Aber ich pfluͤgte zu den Braachfruͤchten zuletzt 8 Zoll tief, und glaube, daß es ohne das nicht gegangen waͤre. I. S. 786, Z. 18; II. S. 764 ebend. Auch nicht im Jahre 180 ½. Denn ob es gleich ſo ſchien, und ich den groͤßeren Theil zu Erbſen um⸗ pfluͤgte, ſo kam der Klee doch auf dem uͤbrigen wieder hervor, und gab beym zweyten Schnitt eine ſtarke Erndte. I. S. 788, Z. 2; II. S. 766 ebend. Dies muß ich feierlich widerrufen. Es zeigte ſich gleich nachher, daß dieſes Land nichts mehr tragen wollte, und der daran gewandte Duͤnger war wegge⸗ worfen. Ich bin uͤberzeugt, daß ſolches Land nur durch Niederlegen zu Graſe, und zwar in guter Duͤng⸗ kraft, und dann durch Schafweide, in Wuͤrden erhalten werden kann. Es thut mir leid, daß ich, zu voreilig, — 62— hier eine Unwahrheit geſagt habe, die Manchen ver⸗ fuͤhrt haben koͤnnte. Ich habe ſie aber, ſobald ich eines anderen uͤberfuͤhrt war, widerrufen. I. S. 791, 3. 26; II. S. 760 ebend. Die Sache iſt im Schleswigſchen verſucht worden, aber es wollte nicht damit gehen, weil das an den freien Weidegang ſchon gewoͤhnte Vieh zu unruhig war. Man muß gleich im Fruͤhjahre damit anfangen, wenn das Vieh zuerſt aus dem Stall kommt, und ſolches in einem Verſchlage futtern. Noch beſſer iſt es, wenn man eine Wand oder dichten Zaun vorziehet, damit das Vieh den Weidegang nicht vor Augen habe, wenn es in dem Verſchlage freſſen ſoll. Daß bey halber Stallfutterung das von der Weide kommende Vieh auf dem Hofe ſehr ruhig und ordentlich frißt, ſiehet man oft. Die Brabantſche oder Niederlaͤndiſche Wirthſchaft. I. Statt deſſen, was Seite 793 bis zu Ende ſtehet. II.————— 771———— Was ich in den erſten Auflagen dieſes Werks uͤber brabantſche und niederlaͤndiſche Wirthſchaft geſagt hatte, war etwas ſehr Unvollſtaͤndiges, nur aus fluͤchtigen Reiſebemerkungen Hergenommenes. Ich habe ſeitdem in den Annalen der niederſaͤchſiſchen Landwirthſchaft (Jahrg. 6. St. 3) die ausfuͤhrlichere Beſchreibung des Abbe Mann mitggetheilt, und in der landwirthſchaft⸗ lichen Zeitung vom Jahr 1805 findet ſich eine vortreff⸗ liche! digen Jenes ſen S der d mann gewi ſtelle ſlexio klein Mon ſern wie gege 9, nicht lich dem antt wel ten traͤ Fra Wit 2te auf wit zwe Gr ſind Ache n ber⸗ bald ich 4 a worden, an den uhig war. an, wenn ſolches in 1 s, wenn =i, damit de, wenn iy halber S Wieh auf zhet man diſhe tehet. arks uͤber gt hatte, S lüchtigen ce ſeitdem irthſchaft woung des Stthſchaft⸗ botteff liche Beſchreibung dieſer Wirthſchaft im noͤrdlichen ſan⸗ digen Theile dieſes Landes, von Herrn Schwarz. Jenes iſt alſo voͤllig uͤberfluͤſſig, und ich werde an deſ⸗ ſen Stelle hier nur einige vorzuͤglich auffallende Zuͤge der dortigen, zwar nach Verſchiedenheit des Bodens mannigfaltig verſchiedenen, aber doch im Ganzen eine gewiſſe Nationalaͤhnlichkeit habenden Wirthſchaft dar⸗ ſtellen, aus welchen ſich einige fuͤr uns anwendbare Re⸗ flexionen ergeben koͤnnen. Alles Land iſt, mit wenigen Ausnahmen, unter kleine Hoͤfe vertheilt, ſo daß ein Hof von etwa 100 Morgen ſchon zu den großen, wenigſtens auf dem beſ⸗ ſern Boden, gehoͤrt; die meiſten haben hier nicht mehr wie 30 bis 40 Morgen. Die Hofe ſind theils erblich gegen gewiſſe Gefaͤlle, haͤufiger aber Pachtungen auf 9, 12 bis 18 Jahre, welche jedoch den Inhabern nicht leicht gekuͤndiget werden. Dies Land ſcheint folg⸗ lich ein Beweis fuͤr kleine Wirthſchaften zu ſeyn, in⸗ dem man vielleicht nirgends eine ſtaͤrkere Produktion antrifft, die zum Unterhalte der vielen großen Staͤdte, welche vormals eine erſtaunliche Menſchenzahl enthiel⸗ ten, nicht nur voͤllig zureicht, ſondern eine ſehr be⸗ traͤchtliche Ausfuhr erlaubt. Mir ſcheint es bey der Frage uͤber die Vorzuͤge der groͤßeren und kleineren Wirthſchaften— woruͤber ich mich in dem 2ten Bde 2ter Abth. dieſes Werks S. 93 u. f. geaͤuſſert habe— auf die vorlaͤufige Frage anzukommen: bey welchen wird nach den jedesmaligen Ortsverhaͤltniſſen der meiſte zweckmaͤßige Fleiß und Capital auf den Acker verwandt? Groͤßere oder kleinere, wo dieſes am meiſten geſchiehet, ſind fuͤr die allgemeine Wohlfahrt die beſten. Denn es hat im Ganzen wol gar keinen Zweifel, daß der Acker da, wo am meiſten auf ihn verwandt wird, nicht blos die hoͤchſte Produktion, ſondern auch den hoͤchſten reinen Ertrag gebe. Niemand wird mir hoffentlich einzelne Faͤlle entgegenſetzen, wo viele Arbeit und Geld an dem Acker verſchwendet worden.— Dies kann nie allge⸗ mein werden, ſchreckt vielmehr ab. Wo man aber in einer ganzen Gegend ſiehet, daß viel auf den Acker verwandt werde, da kann man mit Sicherheit ſchließen, daß es zweckmaͤßig geſchehe und er ſtark rentire, um ſo mehr, wenn ſich dabey eine verhaͤltnißmaͤßige Wohlha⸗ benheit bey den Ackerbauern zeigt. Hier, wo ich woh⸗ ne, habe ich beyde Faͤlle vor Augen. Sehe ich nach der Hoͤhe hinauf, ſo finde ich, daß der Bauer und Koſſaͤt hoͤchſt wenig auf ſeinen Acker wendet und nach ſeinen jetzigen Verhaͤltniſſen wenden kann. Sein Acker giebt nicht mehreren reinen Ertrag, als daß die Laſten, die darauf ruhen, hoͤchſtens getragen werden koͤnnen. Dieſe zuſammengenommen, machen aber eine ſehr ge⸗ ringe Rente aus, ſo daß jeder Gutsherr den Acker ſei⸗ ner Bauern gegen die Praͤſtanda, welche ihm und dem Staate davon geleiſtet werden muͤſſen, gern einziehen wuͤrde. Der Bauer kann jedoch nicht dabey beſtehen, bekommt die Arbeit, welche er auf ſeinen Acker ver⸗ wendet, mehrentheils ſchlechter bezahlt, als der Tage⸗ loͤhner, und muß in jedem ſchlechteren Jahre vom Gutsherrn unterſtuͤtzt werden, wenn er nicht ganz zu Grunde gehen ſoll. Der Acker des Gutsherrn rentirt im Durchſchnitt ungleich beſſer, ſobald er naͤmlich ei⸗ nige Aufmerkſamkeit darauf verwendet. Sehe ich da⸗ gegen in den Oderbruch hinunter, ſo finde ich gerade das Gegentheil: je kleiner die Wirthſchaften, deſto hoͤher rentirt offenbar der Acker. Die großen Domainen und Guͤter koͤnnen ihre Aecker nicht ſo hoch benutzen, wie 3 ttt blos kreinen drzelne In dem 4 algge⸗ her in 8 Alker ließen, aum ſo Johlha⸗ ah woh⸗ 8h nach eer und dd nach = Acker ckaſten, wonnen. ohr ge⸗ Per ſei⸗ ad dem nzeehen eſtehen, Ter ver⸗ 8 Tage⸗ de vom danz zu g rentirt lich ei⸗ ich da⸗ gerade o hoͤher en und un, wie die Erbpaͤchter und groͤßeren Coloniſten; dieſe nicht ſo hoch wie die kleinen, die etwa 10 Morgen haben; ohn⸗ erachtet jene manche Vorzuͤge beſitzen. Warum?— Sie koͤnnen nach Verhaͤltniß ihrer Ackerflaͤche nicht ſo viel darauf verwenden, koͤnnen nicht jaͤten, behacken, graben, abwaͤſſern, wie dieſe. Giebt es hier eine Ausnahme, ſo beſtaͤtiget ſie die Regel: wenn ein Guts⸗ beſitzer einen auſſerordentlichen Ertrag von ſeinem Bruchlande hat, ſo ruͤhrt es daher, weil auſſeror⸗ dentlich viel darauf verwandt wurde. Daß die kleinen Leute mehr produciren, als ſie ſelbſt conſumiren, be⸗ weiſt, ſtatt aller anderen Berechnungen, der Luxus, den ſie nach ihren Verhaͤltniſſen bey manchen Gelegen⸗ heiten treiben, der ſie zwar zum Theil verhindert, nach ihrer Art reich zu werden, den ſie aber nicht ausfuͤhren koͤnnten, wenn ſie ſich nicht jaͤhrlich ein disponibeles Capital erwuͤrben. Auch beweiſt es der enorme Kauf⸗ und Pachtpreis, der fuͤr dieſes Land bezahlt wird, wenn es in kleinen Parzelen zu haben iſt. Allerdings ruͤhrt der Unterſchied unmittelbar vom Boden her; aber er faͤllt doch auf die Cultur zuruͤck. Der Oderbruͤcher kann an ſeinen Boden viel wenden, weil er einmal in Kraft iſt, und das darauf Verwandte in demſelben Jahre wiedergiebt. Der Bauer auf der Hoͤhe kann das nicht, weil ſein Boden erſchoͤpft iſt und es einen Vorſchuß auf eine Reihe von Jahren erforderte, den mancher Gutsbeſitzer, aber kein Bauer, thun kann. Aber man gebe mir hier einen Bauerhof mit 150 Mor⸗ gen von dem guten, ſandigen und mergeligten Lehm⸗ boden, der hier gewoͤhnlich iſt, aber privativ und neben einander— einen Hof, worauf jetzt kein Bauer fertig E —-— 66— werden kann, und das noͤthige Capital. In 6 bis 7 Jahren hoffe ich einen Wirth dafuͤr zu finden, der das darauf verwandte Capital mit 6 p. C. verzinſet, die gewoͤhnlichen Laſten traͤgt, den Hofedienſt aber bezahlt und jaͤhrlich etliche hundert Reichsthaler davon eruͤbri⸗ get. Denn nun wird der Acker in der Kraft und Ord⸗ nung ſeyn, daß er alles, was ferner darauf verwandt wird, in demſelben Jahre wieder bezahlet. Er ſoll in ſeiner ferneren Cultur dem beſten Gutsacker nichts nachgeben.— Die dem Ganzen vortheilhafteſte Groͤße der Wirthſchaften wuͤrde ſich von ſelbſt finden, wenn man jedem die Freiheit ließe, zu theilen und zuſammen⸗ zuziehen, wie es ihm am vortheilhafteſten ſcheint. Der Boden in Brabant iſt ſeiner Grundbeſchaf⸗ fenheit nach zum Theil ſchlecht. Nur die reichen Kloͤ⸗ ſter ſetzten ihn nach und nach mit großem Aufwande in Cultur, und uͤbergaben ihn dann fleiſſigen Wirthen, die ihn nun darin erhielten. Die Baſis der hohen Cultur daſelbſt iſt die ſtarke Duͤngung. Dieſe erfolgt nur in wenigen Diſtrikten von den Wieſen oder Weiden, ſondern in den ſandigern Ge⸗ genden vom Spergel⸗ und in den lehmigern vom Klee⸗ bau; in beyden vom ſtarken Ruͤben⸗, Moͤhren⸗, Kohl⸗ und Kartoffelbau; und dann durch die Emſigkeit, wo⸗ mit dieſe Leute den Abtrittsduͤnger, die Aſche und an⸗ dere Abfaͤlle aus den niederlaͤndiſchen und hollaͤndiſchen Staͤdten, ſogar aus Calais, in Karren und zu Schiffe holen. Der Spergel wird mehrentheils nur in die Stop⸗ pel der Winterung geſaͤet und im Herbſte abgeweidet, wesha tet mo getudd der in Der wird ben Das Kleil gelſto Rock derhe mehr daß trifft, Feld, reitet Vorf haup häͤuft wor ten, ter ne ſehr aber mehr gen⸗ Deſſe b bis d der das aſeet, die * bezahlt n eruͤbri⸗ Aund Ord⸗ dherwandt à Er ſoll eer nichts je Große 3, wenn ammen⸗ Au. dbeſchaf⸗ Aeen Kloͤ⸗ nande in Birthen, Nee ſtarke kſten von Rern Ge⸗ n Klee⸗ 8. Kohl⸗ Pt, wo⸗ and an⸗ Ladiſchen Schiffe Stoy⸗ Jweidet, weshalb man in dieſer Jahreszeit die vorzuͤglichſte But⸗ ter macht. Mehrentheils geſchiehet das Abweiden mit getuͤddertem, oder mittelſt eines Seils an einen Pflock, der in die Erde geſchlagen worden, befeſtigtem Viehe. Der Saamen, den der Spergel in großer Menge giebt, wird mit heiſſem Waſſer angebruͤhet, uͤber Haͤckſel gege⸗ ben und fuͤr eine der kraͤftigſten Fuͤtterungen gehalten. Das abgedroſchene Stroh des Spergels ſchaͤtzt man dem Kleeheu wenigſtens gleich. In die feſtgetretene Sper⸗ gelſtoppel wird in dem Sandlande mehrentheils wieder Rocken geſaͤet, und daſſelbe auch zum drittenmale wie⸗ derholet. Auf dem lehmigen Boden iſt ihre Fruchtfolge mehrentheils nach der Regel des Wechſels, und ſo, daß ſie der Braache, die man bey ihnen gar nicht an⸗ trifft, entbehren koͤnnen. Der Klee kommt in das Feld, welches durch die vorhergehende Frucht vorbe⸗ reitet war, ſo wie er ſelbſt dem Weitzen wieder zur Vorfrucht dienet. Ihre uͤbrigen Zwiſchenfruͤchte ſind hauptſaͤchlich Bohnen und Rapſaat, welche letztere haͤufig gepflanzt wird. Duͤnger gewinnen ſie dadurch, daß ſie das Vieh, wo nicht ganz, doch 9 bis 10 Monate im Stalle hal⸗ ten, es ſehr reichlich, im Winter mit gebruͤhetem Fut⸗ ter naͤhren, und den Miſt auf verſchiedene Weiſe, aber ſehr ſorgfaͤltig, aufbewahren und zuſammenhalten, dann aber alles ſammeln und herbeyfahren, was ihn ver⸗ mehren kann. In den Heidegegenden iſt auch das Plag⸗ gen⸗ oder Poltenhauen und Einſtreuen gebraͤuchlich. Deſſenohnerachtet ſparen ſie keine Muͤhe und Koſten, — 68— jeden Duͤngerſtoff aus weiter Entfernung anzukaufen und herzufahren, und der Werth des Duͤngers wird vielleicht nirgends ſo hoch, wie von ihnen, geſchaͤtzt. Sie pfluͤgen in ſchmalen Beeten oder Gewenden, mehrentheils von acht Furchen, die aber wenig gewoͤlbt, ſondern faſt ganz flach und in der Mitte ohne Kamm oder ſogenannten Eſelsruͤcken gehalten werden. Die Furche wird ausgeſchaufelt und die Erde mit einem Wurf uͤber das Beet vertheilet. So gut dieſe Methode auf naſſem, waſſeranhaltendem Boden iſt, wenn ſich die Furchen mit gehoͤrigem Gefaͤlle in Graͤben ausleeren koͤnnen, ſo wenig kann ich ſie auf trockenem durchlaſ⸗ ſendem Boden billigen, und die dafuͤr angefuͤhrten Gruͤnde ſind ſo unbefriedigend, daß man ihre Beybe⸗ haltung auf dieſem Boden wol nur allein der Macht der Gewohnheit beymeſſen kann. Auch hat die Erfah⸗ rung in Franken, Schleſien, Suͤd⸗ und Weſtpreußen, wo ſie ehemals allgemein waren, gezeigt, daß man bey ihrer Weglaſſung gewinne. Jedoch gebe ich ihnen in jedem Falle den Vorzug vor den breiten, in der Mitte hochaufgepfluͤgten Beeten.— Die Niederlaͤnder ackern uͤbrigens mit beſonderer Vorſicht und Geſchick⸗ lichkit. Ihr Pflug hat keine Raͤder, aber mehrentheils eine Stelze oder Fuß, worauf der Baum vorn ruhet. Er hat betraͤchtliche Vorzuͤge vor vielen anderen Pfluͤ⸗ gen, und ich bemerkte ſolche am deutlichſten im Dith⸗ marſchen, wo ihn die Frieslaͤnder, die den neu einge⸗ deichten Kronprinzenkrug anbaueten, eingefuͤhrt hatten. Wenn vier Pferde den klotzigen Pflug der dortigen Elb⸗ 5 —,— matſc Pferd daror 180. und zukaufen Pers wird ſeſchätzt. Sewenden, gewülbt, ne Kamm den. Die Snit einem 8 Methede wenn ſich causleeren n durchlaſ⸗ gefüͤhrten e Beybe⸗ wer Macht nrie Erfah⸗ Ipreußen, daß man n ich ihnen 1, in der 2 derlaͤnder 2 Geſchik⸗ hrentheils ern ruhet. weren Mfi⸗ im Dit⸗ weu einge⸗ ayrt hatten. wiigen El⸗ —-— 69— marſchen kaum zwingen konnten, ſo arbeiteten zwey Pferde mit dieſem. Herr Schwarz hat eine Abbildung daron in N. 18 der landwirthſchaftlichen Zeitung von 1805 geliefert. Er kommt indeſſen den Smallſchen und Bailey'ſchen Pfluͤgen in keiner Hinſicht gleich. Alle Fruͤchte werden bey ihnen gejaͤtet und zum Theil mit der Hand behacket. Bohnen und gepflanzte Rapſaat in Reihen werden zuweilen auch mit dem Pfluge bearbeitet. Es kann dieſem ganzen Volke in der That ein entſchiedener Vorzug in der Praxis des Ackerbaues vor allen uͤbrigen Nationen nicht abgeſprochen werden. Und dieſer gute ausgezeichnete Ackerbau iſt uralt; naͤchſt Italien zuerſt in Europa bey ihnen eingefuͤhrt. Auf dieſen Ackerbau und die dadurch erzeugte Volksmenge gründeten ſich die Manufacturen und Fabriken, welche im 15ten und 16ten Jahrhunderte in dieſem Lande ausſchließlich bluͤheten und damals eben ſo, wie jetzt in England, den Reichthum Europa's an ſich zogen. Dieſe, ſamt dem Handel, ſind mehrentheils verſchwunden; jener iſt geblieben, iſt bey den fuͤrchterlichen Kriegen, welche auf dieſem Boden gefuͤhrt worden, iſt bey den vielen politiſchen Umwaͤlzungen, welche das Land er⸗ litten, nicht geſunken, und das Volk hat ſich durch dieſe nie verſiegende Quelle ſchnell erholet. Allein dieſes emſige Volk ließ ſich durch den Krieg auch ſo wenig in ſeinem Ackerbau ſtoͤhren, daß, wie mir von Augenzeugen erzaͤhlet iſt, im Jahre 1795 ein Theil einer Feldmark beym Vorruͤcken und Zuruͤckziehen zweyer feindlichen Corps viermal in einem Sommer niedergetreten und ſogleich wieder gegraben und beſtellet wurde, ſo daß dieſer Fleck die Aufmerkſamkeit aller Soldaten erregte. Vom dieſem Striche Landes ſcheint aller betrieb⸗ ſamere Ackerbau uͤberdem ausgegangen und ſich von daher durch das noͤrdlichere Europa verbreitet zu haben. Hier erhielt der Ackerbauer zuerſt und allein Freiheit und buͤrgerliche Rechte, wie er noch durch das ganze uͤbrige Europa in ſklaviſchem Unmuth und Traͤgheit, ohne Eigenthum, den Acker nothduͤrftig beſtellte, und der Ritter auf ſeiner Burg, zufrieden, wenn ihm ſein Bedarf geliefert wurde, ſich um die Fruchtbarkeit ſeiner Felder nicht bekuͤmmerte. Wie aber der Tauſchwerth der Produkte ſtieg, und die Herren des Landes bemerk⸗ ten, daß der Acker bey beſſerer Cultur ein baares Ein⸗ kommen gaͤbe, ſuchten ſie ſolche zu befoͤrdern, und da dies durch die abgeſtumpften Bauern nicht geſchehen konnte, ſo zogen ſie aus dem bevoͤlkerten und induſtrie⸗ vollen Flandern Colonen herbey, die einen Strich Landes gegen einen beſtimmten Zins annahmen, ſich aber perſoͤnliche Freiheit, Eigenthum und beſondere Rechte vorbehielten, die deshalb unter dem Namen der Flamiſchen bekannt ſind. Der gemeinſchaftliche Urſprung dieſer Colonen, welche man faſt in allen Laͤndern des noͤrdlichen Europa's antrifft, iſt unver⸗ kennbar; da ſie ihre beſonderen Rechte, Gebraͤuche, Sitten, einzelne Ausdruͤcke und Kleidung, zuweilen eigenthuͤmliche Beſtellungsart, Werkzeuge, Viehracen beybehalten haben. Vorzuͤglich ſiedelten ſie ſich an den Ufern der Fluͤſſe, den Niederungen oder Marſchen an, deren hohe Fruchtbarkeit ſie kannten, die aber kein * * — Ander chen! ſer R. begraͤ in H die C Kuͤſte lich d da ſi chen der l Burg Wuͤr bekan und jeden als 2 der P kam. bau einze ſchaft trieb aus und; wuͤrd lehrt lange fahre wach rheſtellet eit aller etrieb⸗ cch don haben. sreiheit 8 ganze 4 ſagheit , und im ſein 8 ſeiner swerth Semerk⸗ n Ein⸗ nd da G hehen a uſtrie⸗ 8 Strich , ſic Andere dnn der ftliche allen inver⸗ Jaͤuche, 5 veilen Dracen An den In an, kein — 71— Anderer dem Waſſer abzugewinnen und urbar zu ma⸗ chen verſtand. Doch trifft man die Abkoͤmmlinge die⸗ ſer Nation auch auf der Hoͤhe, zuweilen in einem eng⸗ begraͤnzten Diſtrikte, an; z. B. in der Preetzer Probſtey in Holſtein. Noch neuerlich uͤbernahmen Frieslaͤnder die Cultur der neuen Eindeichungen auf der weſtlichen Kuͤſte von Holſtein. Von ihnen ſtammt wol hauptſaͤch⸗ lich der Mittelſtand der ackerbautreibenden Claſſe her, da ſie, der Sache kundig und im Beſitz des erforderli⸗ chen Vermoͤgens, große Pachtungen uͤbernahmen, die der leibeigene Bauer nicht anzutreten vermogte„ der Buͤrger nicht verſtand, der Edelmann unter ſeiner Wuͤrde hielt. Wenigſtens ſind mir mehrere Familien bekannt, die ihre Ahnen als reiche Paͤchter weit hinauf und auf dieſen Urſprung zuruͤckfuͤhren koͤnnen. Auf jeden Fall mußte der beſſere Ackerbau dieſer Colonen als Beyſpiel wirken, wie der Werth des Landes und der Produkte ſtieg, und ſomit der Ackerbau in Anſehen kam. Lange dauert es indeſſen, ehe ſich beſſerer Acker⸗ bau blos durch Nachahmung verbreitet. Wir ſinden einzelne Diſtrikte, wo dieſer oder jener Zweig der Wirth⸗ ſchaft ausgezeichnet gut betrieben wird; aber dieſer Be⸗ trieb iſt geographiſch⸗ſcharf begraͤnzt, und daruͤber hin⸗ aus findet ſich keine Spur davon, ohnerachtet Boden und Verhaͤltniſſe ihm nicht minder guͤnſtig waͤren. Man wuͤrde dies a priori kaum glauben, aber die Erfahrung lehrt es. Die Preetzer Probſteyer in Holſtein hatten lange mit dem auffallendſten Erfolge Mergellehm ge⸗ fahren, und Keiner that es nach. Auf einmal er⸗ wachte vor wenigen Jahren die Aufmerkſamkeit, und u nun treibt es Jeder in Holſtein und Schleswig, vom groͤßten bis zum kleinſten Eigenthuͤmer. Es iſt noͤthig, daß die Aufmerkſamkeit erregt, die Erfahrungen bekannt gemacht, das Verfahren genauer beobachtet und be⸗ ſchrieben, der Erfolg oͤffentlich bezeuget werde; es iſt noͤthig, das Studium des Ackerbaues ſo zu behandeln, daß er die Aufmerkſamkeit denkender und thaͤtiger Maͤn⸗ ner aus allen Claſſen der buͤrgerlichen Geſellſchaft an ſich ziehe. Wenn ich dies durch dieſes Werk einigermaßen gethan habe, ſo gehoͤrt es, der Maͤngel ohnerachtet, die ich ſchon jetzt daran erkenne, zu den verdienſtlichern unſers Zeitalters. trig, vom iſt nothig, un bekannt 4 und be⸗ de; es iſt xhandeln, diger Min⸗ lſchft an igermaßen nerachtet, venſtlichern (Hinter Seite 72.) 3 4 M T 8, Kaſtuttn. M — — ͦ— 6 8 L 9 8 JutEiaalrtrLheletelelllgleleeseladen hrleeL- TtceardntnnchrraqanarnaqwawnqmrnEmmmmpana Oem 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 LAAudadaul Wnnn 12 13