O=0OO=OOO⸗O=O=O=O=O=O0O=O⸗0= B. F. TscHARNER, 4 vorn EHangiken. 0 600 0 0 1 1 0⸗0⸗0⸗0⸗O⸗O⸗0⸗O⸗O⸗0⸗O⸗0⸗0⸗O0⸗O⸗O⸗ [Urie Sidi. Siessen — — 3 dan gtelle angwirth haft Von A. Thaer. Erſter Band. Begruͤndung der Lehre und des Gewerbes. Oekonomie oder die Lehre von den landwirthſchaftlichen Verhaͤltniſſen. 5* Zweite wohlfeile Original⸗ Ausgabe. Berlin, 1811. In der Realſchulbuchhandlung. ö“ Wien, bei Beck, Schaumburg u. Comp., Kupfer, Kaulfuß und Gerold. Prag, bei Calve und Widtmann. 4 1 Peſth, bei Kilian. Klagenfurt, bei Sigmund. Graͤtz, bei Ferſtl. 8 3 82 8— ₰7 —— 3 . 1 A „ 8 74 . 4 8 1 — 7. — ͤ“ D nach ifoden u a undda be alli feichd tt u he eitan, aa abſt habe ich meiner? vellig w var, hal Erörter deſem2 dargeſte dieſes n Styls Vorrede. Der naͤchſte Zweck dieſes Werks in der Geſtalt, worin es jetzt erſcheint, iſt, einen Leitfaden und eine Baſis zu haben, um meinen muͤndlichen Vortrag darnach zu ord⸗— nen und darauf zu begruͤnden. Es iſt deshalb allerdings gedraͤngter geſchrieben, als 2 es bei alleiniger Ruͤckſicht auf mein leſendes Publikum haͤtte geſchehen ſollen. Indeſſen hoffe ich durch Beſtimmtheit, Vollſtaͤndigkeit und Ordnung des Vortrages dies ſo er⸗ ſetzt zu haben, daß demjenigen Leſer, welcher mit Aufmerkſamkeit und Ordnung— nicht zerſtreut, fragmentariſch und fluͤchtig— lieſet, alles klar genug ſeyn werde Bei eini⸗ gen abſtrakten Materien, z. B. in dieſem Bande bei der Begruͤndung der Wiſſenſchaft,. habe ich mich vielleicht zu kurz gefaßt; aber ich haͤtte, um dieſe Materie einem Theile meiner Leſer vollſtaͤndig zu entwickeln, durch Weitlaͤuftigkeit einem andern Theile lang⸗ weilig werden muͤſſen. Wo es zur Aufklaͤrung einer wichtigen Materie nothwendig war, habe ich ſo ausfuͤhrlich geredet, daß es ſelbſt fuͤr meine Zuhoͤrer kaum einer weitern Eroͤrterung bedarf. Es verſteht ſich uͤbrigens, daß manche Gegenſtaͤnde, welche in dieſem Bande in der Lehre von der Oekonomie, nur des allgemeinen Ueberblicks wegen, dargeſtellt werden mußten, an ihrem Orte werden genauer behandelt werden. Wegen dieſes mehr oder minder gedraͤngten Vortrages wird man die Verſchiedenheit des Styls verzeihen. 1— Auch in der Ordnung des Vortrages habe ich mich gewiſſermaßen nach der Ab⸗ theilung des Mögelinſchen Unterrichtskurſes fuͤr das Winter⸗ und Sommerſemeſter und nach dem Gange der Porleſungen der damit verbundenen Wiſſenſchaften gerichtet. Der erſte und ein Theil des zweiten Bandes enthalten das, was in der Lehre von der Landwirthſchaftskunde mehr abſtrakt und xeiner wiſſenſchaftlich iſt, weniger einer ſinn⸗ lichen Darſtellung bedarf, und mehr Nachdenken als Beobachtung erfordert; zu deſſen 3 4 ˙2 IV Vorrede. Vortrage und Studium alſo die Winterzeit mehr geeignet iſt. Der Inhalt des erſten Bandes liegt vor Augen. Der zweite enthaͤlt 1) die Agronomie, oder die Lehre von der Kenntniß und Wuͤrdigung des Bodens nach ſeinen chemiſchen und phyſiſchen Eigenſchaften, ruͤckſichtlich auf deſſen zweckmaͤßigſte Benutzung und Werthſchaͤtzung. 2) die Agrikultur, oder die Lehre von der Verbeſſerung und Vorbereitung des Bo⸗ dens, welches Hauptſtuͤck ſich wieder in zwei Abſchnitte theilt: a) die Lehre von der chemiſchen Verbeſſerung und Befruchtung des Bodens durch Auffuͤhrung und Ver⸗ mengung relativ verbeſſernder und abſolut duͤngender Subſtanzen; b) die Lehre von der mechaniſchen Verbeſſerung und Vorbereitung des Bodens, welche ſowohl die Operationen der eigentlichen Beackerung als die der Urbarmachung, der Abwaͤſſerung, der Bewaͤſſerung u. ſ. w. in ſich begreift. Der Vortrag der Agronomie und des chemi⸗ ſchen Theils der Agrikultur faͤllt in den Zeitraum, wo ich bei meinen Zuhoͤrern ſchon die noͤthigen chemiſch⸗phyſiſchen Kenntniſſe vorausſetzen kann; der der mechaniſchen Agri⸗ kultur eroͤffnet die Sommervorleſungen zu einer Zeit, wo dieſe Operationen am beſten ſinnlich dargeſtellt werden koͤnnen. Der dritte Band enthaͤlt die Lehre von den vegetabiliſchen Produktionen in ihrem ganzen Umfange, und fußt nun auf die ſchon vorgetragene allgemeine und ſpe⸗ zielle Pflanzenlehre, die hier in beſonderer Ruͤckſicht auf den Pflanzenbau in naͤheren Betracht und Anwendung kommt. Der vierte Band wird die Lehre von den thieriſchen Produktionen ent⸗ halten, die eine Einleitung uͤber dieſen thieriſchen Organismus im geſunden Zuſtande, und uͤber die krankhaften Abweichungen deſſelben um ſo mehr erfordert, da das Eigen⸗ thuͤmliche der letztereni in ihren haͤufigſten Formen bei jeder Thierart beſonders angegeben wird; damit der rationelle Landwirth ſich wenigſtens von den gewoͤhnlichen Kurſchmie⸗ den, Hirten und Quackſalbern unabhaͤngig erhalten, den wahren Arzt aber wuͤrdigen koͤnne. Die Lehre von der mit der Landwirthſchaft— in Hinſicht der Benutzung der Pro⸗ dukte ſowohl als der Viehzucht— in naͤherer und zweckmaͤßiger Verbindung ſtehenden techniſchen Gewerbe, wird das Werk in einem beſondern Supplementbande ſchließen. Ohne jene Hinſicht auf den Kurſus des Moͤgelinſchen Unterrichts haͤtte ich viel⸗ leicht eine andere Ordnung gewaͤhlt, und die abſtraktere Lehre von der Oekonomie zu⸗ letzt behandelt. Ich zweifle indeſſen, ob dies dem Beduͤrfniſſe derer, welche nach dieſem Werke die Landwirthſchaft rationell ſtudieren wollen, angemeſſener geweſen waͤre; viel⸗ mehr hat mich nunmehr die Erfahrung bei dem groͤßten Theile meiner Zuhoͤrer gelehrt, — —=— —— 1 — N hieter Gine lh gühe unbe dilen Na Walk au noch lin 3h getn oder ſhaſt und Landwirte Betriebes Aber der felen die fehlten, Andere ſe noch and kehrten iſts vich bahnen, die MNitt keichen, nir nach di allerdinge zeener I ſt ein G zaf ſeden I ſale— terbrecht lähmten tatiſches ſoderte unter die Vorrede. v daß in jener Ordnung die klarſte und deutlichſte Anſicht entſtehe. So lange man das Ganze nicht uͤberſieht, ſind einſeitige und ſchwer wieder zu verloͤſchende Eindruͤcke bei⸗ nahe unvermeidlich, und dieſe haben der Theorie und der Praxis der Landwirthſchaft vielen Nachtheil gebracht. Haͤtte ich eine andere Ordnung gewaͤhlt, ſo wuͤrde ich das Werk auf einmal herausgegeben haben, welches ſich unter den jetzigen Zeitumſtaͤnden noch lange haͤtte verzoͤgern muͤſſen. Ich fuͤhlte aber eine Verpflichtung, dieſes Werk entweder in dieſer konzentrirten Form oder in einer ausfuͤhrlichen bald herauszugeben. Meine engliſche Landwirth⸗ ſchaft und einige andere Schriften hatten einen bis dahin beiſpielloſen Eifer fuͤr die Landwirthſchaft, das Gefuͤhl und die Ueberzeugung von der Moͤglichkeit eines hoͤheren Betriebes und die Sehnſucht nach der moͤglichſten Vollkommenheit allgemein erregt. Aber der einſeitigen Anſicht wegen, die manche nach jenem Werke gefaßt hatten, ver⸗ fielen die, welche am raſcheſten zum Ziele hinſtrebten, auf Abwege, wodurch ſie es ver⸗ fehlten, oder doch ſpaͤter und mit groͤßerem Aufwande, als noͤthig war, erreichten. Andere ſchwankten von einem Wege zum andern hinuͤber, und kamen wenig vorwaͤrts, noch andere blieben ſtehen, zweifelnd, welchen Wen ſie einſchlagen ſollten. Manche kehrten ſchnell zuruͤck, wenn ihnen ein Verirrter in den Weg ſprang und zurief:„Hier iſtss nicht Recht, experto crede ruperto!“ Manche wollten ſich einen neuen Weg bahnen, den ihre Kraͤfte nicht zu erklimmen vermochten. Andere, die es verſtanden, die Mittel zu berechnen, die erforderlich waren, um den Zweck fruͤher oder ſpaͤter zu er⸗ reichen, ſtehen jedoch auf der Hoͤhe und rufen andern zu!„Hier bin ich, kommt mir nach!“ Dies Werk, hoffe ich, ſoll dergleichen Verirrungen, wozu ich durch jenes Werk allerdings einige Veranlaſſung mag gegeben haben, verhuͤten. Allein es iſt kein hoͤl⸗ zerner Wegweiſer, den man nur anſprechen kann, wenn man ihn eben braucht. Es iſt ein Grundriß, den man ſtudieren und ganz vor Augen haben muß, wenn man ſich auf jedem Punkte dieſes Gebiets orientiren und nirgends verirren will. Ich fuͤhle lebhaft, daß dieſes Werk nicht frei von Maͤngeln ſey. Die Drang⸗ ſale— wenn gleich nicht die Zerſtoͤrungen— des Krieges, denen ich mit wenigen Un⸗ terbrechungen ſeit ſieben Jahren ausgeſetzt war, manche Sorgen und haͤusliche Leiden laͤhmten die freie Thaͤtigkeit des Geiſtes, die ein ſolches ſyſtematiſches, nicht fragmen⸗ tariſches Werk in einem Fache, welches noch nicht wiſſenſchaftlich behandelt war, er⸗ forderte. Man erwarte alſo nichts Vollkommenes, ſondern nur das Beſte, was ich unter dieſen Umſtaͤnden zu geben vermag. vVI Vorrede. Ich wuͤnſche Kritik dieſes Werks im Ganzen und im Einzelnen. Ueber diejenige, welche gegruͤndet ſcheint, werde ich mich in meinen Annalen beſcheiden erklaͤren, und wenn man will, ſie gern darin aufnehmen. Wenn ich aber bemerke, daß nur jemand an mir zum Ritter werden wollte, ſo wuͤrde ich ihm eben ſo wenig, wie einen Ruͤckert gewiſſer nicht unerheblicher Faͤlle und Umſtaͤnde geruͤgt, und ſolche Ruͤgen wuͤrde ich mit Dank zur Verbeſſerung nutzen, weil dadurch die Wiſſenſchaft gefoͤrdert wird. oder Leupert antworten. Insbeſondere wuͤnſche ich Unvollſtaͤndigkeit und Ueberſehung Einige haben, wie ich vernehme, gewuͤnſcht und erwartet, hier eine beſonders vollſtaͤndige Litteratur und Anfuͤhrung der Schriften, welche uͤber jede Materie geſchrie⸗ ben ſind, zu finden. Ich habe aber zu dieſer Erwartung niemand berechtigt, indem ich die Handarbeit, Buͤchertitel abzuſchreiben, nicht liebe. Hätte ich mich aber auf die Kritik der Schriſten einlaſſen wollen, ſo wuͤrden dazu allein 12 Baͤnde nicht gereicht haben. Wir haben auch uͤber die landwirthſchaftliche Litteratur ein ſyſtematiſches, nach Materien geordnetes ſehr vollſtaͤndiges„verdienſtvolles Werk:„F. B. Webers „Handbuch der dkonomiſchen Litteratur oder ſyſtematiſche Anleitung zur Kenntniß der „deutſchen oͤkonomiſchen Schriften, die ſowohl die geſammte Land⸗ und Hauswirth⸗ „ſchaft, als die mit denſelben verbundenen Huͤlfs⸗ und Nebenwiſſenſchaften angehen, „mit Angabe ihres Ladenpreiſes und Bemerkung ihres Werths(?) in 2 Bänden, „Berlin 1803*. Ferner eine ſehr genaue und trefflich geordnete ſyſtematiſche Darſtel⸗ lung alles deſſen, was ſich uͤber landwirthſchaftliche Gegenſtaͤnde in den Verhandlun⸗ gen der gelehrten und landwirthſchaftlichen Geſellſchaften aller Nationen findet an: „Reuls repertorium commentationum a societatibus litterariis editarum, P. VI. Oeconomia, Göttingae 18069.(Es waͤre zu wuͤnſchen, daß jemand eine auf gleiche Weiſe geordnete Nachweiſung der in andern von Einzelnen herausgegebenen Samm⸗ lungen enthaltenen Schriften ausarbeitete. Denn in der That findet man in einer bisher nur fragmentariſch behandelten Wiſſenſchaft das beſte und originellſte in frag⸗ mentariſchen Schriften.) Uebrigens findet man auch die Litteratur in Beckmann's Lehrbuche, in Weber's Handbuche der Felderwirthſchaft, Frankfurt 1807; in Naus Anleitung zur Landwirthſchaft, Frankfurt am Mayn 1804, und mehreren an⸗ deren Lehrbuͤchern, vollſtaͤndig genug angefuͤhrt. Die Meinungen verſchiedener aus⸗ gezeichneter aͤlterer Schriftſteller uͤber gewiſſe Gegenſtaͤnde von Wichtigkeit findet man auch in Germershauſens Hausvater und Hausmutter mehr oder minder richtig und treffend dargeſtellt. Dei⸗ ſcbe, nen 1 † = d vid man den, wie Näülkare de⸗ handlunger Ich wurde dher bon li ſclagen ſe und Freun doypelte wahrhafte gennen zu deejenigen chen n ihre Con ſandlang auf den z So ih, wir R Vorrede. vn Die idealiſche Muͤnze, welche ich in der Lehre von der Oekonomie angenommen habe, nemlich 1 †˙= dem Werthe eines von einer oſrreichiſchen Metze Rocken, oder = dem Preiſe einer gewoͤhnlichen unangeſtrengten Tagesarbeit wird manchem anfangs anſtoͤßig ſeyn. Bei genauerer Erwaͤgung wird man aber fin⸗ den, wie ſehr dieſe idealiſche Muͤnze die Ausmittelung allgemeiner Verhaͤltniſſe und Reſultate und demnaͤchſt ihre Anwendung auf ſpezielle Faͤlle erleichtere. Die Zeitumſtaͤnde und die daher ruͤhrende Verlegenheit der angeſehenſten Buch⸗ handlungen machen es nothwendig, daß dies Werk auf Praͤnumeration herauskomme. Ich wuͤrde ohnedies dieſen— urſpruͤnglich nur fuͤr genialiſches Fuhrwerk beſtimmten, aber von litterariſchen Lohnkaͤrnern urſurpirten und verdorbenen— Weg nicht einge⸗ ſchlagen ſeyn. Ich verdanke es dem Vorſpann meiner verehrungswuͤrdigen Goͤnner und Freunde, daß ich ſelbſt zu dieſer Zeit ſo gut darauf gefahren bin. Dies macht mir doppelte Freude. Denn ich konnte keine beſſere Gelegenheit haben, mich von ihrem wahrhaften Wohlwollen zu uͤberzeugen. Ich! bin ſtolz darauf, ihre Namen oͤffentlich nennen zu duͤrfen. Es geſchieht ohne irgend eine andere Ordnung, als daß die Namen derjenigen, welche die Annahme der Praͤnumeration zu beſorgen die Guͤte hatten, vor⸗ ſtehen, und die durch ſie eingegangene jedesmal folgen. An erſtere dieſer Herren oder ihre Commiſſionaire werden die Exemplare durch Buchhaͤndlerfracht von der Verlags⸗ handlung geſandt, und dieſelben werden die Gewogenheit haben, die Prännmeration auf den zweiten Band anzunehmen, und mir zu uͤberſenden. Sollte bei der Verſendung Kegende eine Unrichtigkeit vorgegangen ſeyn, ſo 8e ich, mir ſolches anzuzeigen. Moͤgelin, den zten Junius 1809. Der Verfaſſer. Nachricht. e Ausgabe des nachfolgenden Werks fuͤr die Oeſtrei⸗ zur Bequemlichkeit der dortigen Leſer die Zahlen des Gemaͤße reduciren laſſen. Man hat dabei (den Magdeburger Morgen alſo zu 0,4434 Jochart oder rund zu ³ Jochart;)— 1 Oſtreichiſche Metze zu 3100 Pariſer Kubikzoll;(1 Berliner Scheffel alſo zu 0,89 Oeſt⸗ reichiſche Metze;) 1 Oeſtreichiſches Maͤßel zu* Oeſtreichiſche Metze; 100 Oeſtreichiſche Pfund(oder 1 Centner) zu 109 Berliner Pfund; 20 Fl.(oder 60 Pr.) zu 13 Rthl. Conventionsgeld; Es hat die Verlagshandlung die wohlfeiler chiſchen Staaten beſonders abzudrucken, und Werks auf das, in jenen Gegenden gebraͤuchliche, 1 Jochart zu 54571 Pariſer— Fuß; angenommen. Uebrigens iſt das, vom Hrn. Verf. in der Vorrede erwaͤhnte, Praͤnumerantenverzeichniß, als hierher nicht gehoͤrig, weggelaſſen worden. Da endlich der groͤßere Theil der Berechnungen des Werks nur als Schema dienen ſoll, ſo wird man Rechnungsfehler, wenn dergleichen aller angewendeten Sorgfalt ungeachtet mit unter⸗ gelaufen ſeyn ſollten, wohl verzeihen koͤnnen. —— Inhalts⸗ Begriff t Ihr zvak. E Die Lehre der! kunſtmaͤßige Begtuͤnd Auf Erfahrung. Was Erfährune Verſuche. 1. Zeotachtungm. Beihalfe der R. d d der der Segr Eigenſchaften de Lemperament un Erwerbung der krziehung zur! Hulfswiſſenſchaft Rheſtuhle der ka Keiſen. 13. zeſondere Jnſtitu dos Geundtapital di ſehende r da Jetriebskapite Vaneen dieſer Kapi üätmiße derſelbe Rhen Gewerhi verde. 19. dos kandgut Araileines Land nn u lunztte *△ Oeſtrei⸗ hlen des i 4 Jochart ,89 Oeſt⸗ hniß, als en ſoll, ſo mit unter⸗ Inhalté .47 Inhaltsverzeichniß des erſten Bandes. 8 Hauptſt E r ſt e s Begruͤndung. 2 Begriff der rationellen Landwirth⸗] Werthſchaͤtzung eines Landguts. ſchaft. Ihr Zweck. Seite 3. Die Lehre der Landwirthſchaft: kunſtmaͤßige und die wiſſenſchaftliche. 4. Begtäͤndang der wifſenſchaftlichen Lehre. Auf Erfahrung.. Was Erfahrung ſey. 5. Verſuche 7. Beobachtungen. 8. Beihälfe der Naturwiſſenſchaft. 8. der Pflanzenkunde. 9. der Thierkunde. 9. der Mathematik. 9. Begruͤndung des Gewerbes. Das Subjekt. 10. Eigenſchaften deſſelben. 10. Temperament und Neigungen. 10. Erwerbung der Kenntniſſe. l. Erziehung zur Landwirthſchaft. 11. Hulfswiſſenſchaften. 11. Lehrſtuͤhle der Landwirthſchaft auf unſberſitäten. 12. Reiſen. 13. Beſondere Inſtitute zum Laneeae n. unttericht 13. Das Kapital: Das Grundkapital. 16. Das ſtehende Kapital. 16. Das Betriebskapitat. 16. Renten dieſer Kapitale. 17. Berhaͤltniſſe derſelben gegen einander. Wie dem Gewerbe das Petriebsrapirat am beſten erhalten werde. 19. Das Landgut und deſſen Beſi bnans 19. Auswahl eines Landguts. 20. 1 Preis der Landguͤter. 21,. die handwerksmaͤßige, die — 18,. Flaͤcheninhalt. 22. 1 Maaß nach der Ausſaat. 22. Beurtheilung der Guͤte des Bodens. 23. Gewoͤhnliche Klaſſiftkation des Bodens. 25. Die ſchlechte Saldnar des Bodens wird ſchwer durc die Quan⸗ titaͤt erſetzt. — Schäͤtzung der Weler. 27. der Weiden. 23. des Holzes. 39. In wiefern auf eingezogene Ereundigungena zu auen. 38. Guteranſchlaͤge. 31. Beſtimmung der Ausſaat. 32. der Koͤrnervermehrung. 32. Abzug des Konſumtionskorns. 33. des Korns zur Deckung der Wirthſchaftskoſten. 34. 7 Arendekorn. 34. Hauskoppeln. 36. Gaͤrten. 37. Veranſchlagung der Viehnutzung. 37. der Nebengewerbe. 38. der Gefaͤlle. 38. des Zehntens. 38. der Frohnden. 39. Uebrige Ruͤckſichten. 490. Lage der Grundſtüͤcke. 41. des Hofes. 42. 4 Beſchaffenheit und Richtung der Felhwege.. Einrichtung und Zuſtand der Gebaͤude. Waſſer. 43.* Gleichheit oder Verſchiedenheit des Ackers. 43. Merkantiliſche Verhaͤltniſſe. 43. 8 Reichthum des Staats und der Probinz. 44. Staatsverfaſſung und Marimen der Regierung. 44. Militatriſche Verfaſuung, 483. Bevoͤlkerung. 46. Groͤßere oder geringere Sicherheit gegen rRrlegsgeahren. 46. Rechraterhältniſfe. 48. „ö Zahalt Beſondere Gerechtſame. 48. Wie der Werth dieſer Umſtaͤnde! und Verhaͤltniſſe im Alge⸗ meinen zu beſtimmen. 44. Die Pachtung. 49. Verſchiedene Gewerbsgrundſaͤtze des Sigentbümere und Pach⸗ ters. 49. Schwierigkeit der Pachtkontrakte. 50. Guͤldenes Pächter ABC. 51. Ausnahmen von der Regel. 52. Zweites Die Erbpacht. 54. Erbſtandsgeld. 54. Fehlerhaftes Verfahren machte die Sache verhaßt. 55. Beſtimmung des Canon nach dem Durchſchnittspreiſe des Ge⸗ treides. 55. 4 Vortheile der Erbpacht. 56. Oob große oder kleine Erbpachtungen zu errichten? 56. Vortheile der Privatgrundbeſitzer. 57. Vortheile bei den Domainen. 5s. Haupt ſt u ck. Oekonomie, oder die Lehre von den Verhaͤltniſſen, von der Ein⸗ richtung und Direktion der Wirthſchaft. 59. Bedeutung des Worts Oekonomie. 61. Die Arbeit im Allgemeinen. 62. Arbeit, die Quelle aler Gaͤter. 62. In wiefern jedoch der Grund und Boden Antheil daran ha⸗ be. 62. Erſt durch die Arbeit erhaͤlt der Boden einen Werth. 62. Verhaͤltniß zwiſchen dem Preiſe der Arbeit, des Bodens und der Produkte. 63. Hierauf gruͤndet ſich der Vorzug des erenſben und intenſtben Betriebes. 63. Naͤhere Beſtimmungen der Verhaͤltniſſe, wo der eine oder der andere zu waͤhlen iſt. 63. 3 Ob der Arbeitstohn geſtiegen ſey. 64. Wohdurch der Arveitslohn ſteige und falle. 64. Erſte Urſach: Veranderung des Geldwerths. 64. Annahme einer idealiſchen Muͤnze oder eines andern Maaß⸗ ſtabes des Werths der Dinge. 65. Zweite Urſach: Vermehrung oder Verminderung der Gewer⸗ be. 66. Dritte Urſach: Durch Kaßomitzten entſtandener Mangel an Arbeitern. 66. Preis des Lohns und Preis der Arbeit ſind zu unterſcheiden. 67. Erſparung der Arbeit durch richtige Anwendung derſelben. 67. Dieſe iſt in der Landwirthſchaft ſchwierioer, als bei andern Gewerben. 67. Regeln bei Theilung der Arbeit im Augemeinen. 67. In wiefern Theilung der Arbeit auch in des Landwirthſchaft vortheithaft anzuwenden. 69. Landwirthſchaftskalender. 70. Arwbeitsooromſchlas. 70. Arbeit des Geſpanns. 70. Pferde und Ochſen. 1 Streit äͤber den Vorzug der Pferde und der Ochſen, 70. Vortheile der Pferde. 71. der Ochſen. 71. 8— Wodurch der Vorzug der einen vor den andern in verſchiede⸗ nen Wirthſchaften bedingt werde. 71. Wechſelochſengeſpann. 72. Winterarbeit der Ochſen. 73. Auswahl und Anſchaffung der Pferde. 73. Eigenſchaften eines guten Ackerpferdes. 73. Vorzug der ſelbſt aufgezogenen Pferde. 74. Ruͤckſicht bei der Aufzucht far den Landwirth, 74. Ankauf von Füllen. 75. Eigenſchaften eines guten zugochſen. 75. Aufzucht der Ochſen. 75. Koſten der Pferde. 76. der Ochſen. 77. der Werkzeuge zur Geſpannarbeit. 79. Werden auf die Kopfzahl des Viehes vertheilt. 79. Menſchen, die mit dem Geſpanne arbeiten: Knechte. 80. Wie ſtark ein Geſpann einzurichten. 80. Vergleich der Koſten zwiſchen Ochſen. und Pferden. Bh Geſpannarbeiten. 82. Pfluͤgen. 82. Eggen. 83. Walzen. 84. Arobeiten des verfeinerten Feldbaues. 34. Duͤngerausfuhr. 84. Erntefuhren. 8s. Verfahren der Produkte. 85. Brennmatexrialfuhren. 88. Baufuhren. 85. 3 Nebenfuhren. 8s. Nebenbetriebsfuhren. 86. Meliorationgarbeiten. 86. Berechnung des notvigen Geſpanns. 86. Nach den Jahreszeiten. 86. Allgemeiner Ueberſchlag. 87. Die Handarbeiter. 88. Geſinde und Loͤhner. 88. 4 Weiche ſind vortheilhafter. 88. Yerſble he Ertiuung a gpeiſing d guſen deſe Nagk: 2 Anſetzung, zandarbei Frohnden. Arötitsber. Dite Dw Witthſe Beſchänkte! Eigenſchften Golarirung Uesrige Wi Torwerts:: Ahrlinge: unterauffeh Die Wirthſ Perbältniſt Algemeine Hauspolizei Charſamtt Gorge fuͤr Pertauf d Preiſe: 1 Märtt. Wayl he Zuſamm be. Handelsſg kandw Vihtigke Stehende Karten. Regiſter. Werthſc Inhalt de Grundkay dhronit d Aährlüche Nannigfe Du und Beſtehte Von der u welcher dabelariſch Ausſaatstat Erntetabele däugertahen . 30. 814 „ Duͤngertabele. Perſonal des Geſindes. 89.. Speiſung auf dem Hofe oder Deputat. 89. Speiſung des Geſindes. 90. Koſten deſſelben. 90. Tage:, Stuͤck⸗ oder Quotenlohn anderer Arbeiten. 90. Anſetzung arbeitender Familien, 91. Handarbeiter. 92. Frohnden. 94. Arbeitsberechnungen. 95. Direktion der Wirthſchaft. Der Wirthſchaftsdirektor ſey unbeſchränkt. 123. Beſchraͤnkte Lage deſſelben iſt fehlerhaft. 124. Eigenſchaften eines Wirthſchaftsdirektors. 125. Salarirung deſſelben. 125.. Uebrige Wirthſchaftsbeamte. 126. Vorwerks⸗ und Unterverwalter. 127. Lehrlinge: Bildung derſelben. 128. unteraufſeher. 129. Die Wirthſchafterinn. 130. Verhaͤltniſſe des Perſonals in einer groͤßern Wirthſchaft. 130. Aulgemeine Aufſicht des Direetors. 130. Hauspolizei. 131. Sparſamkeit. 131. 1— Sorge fuͤr den noͤthigen Bedark. Berkauf der Produkte. 132. Preiſe: Wahrſcheinlichkeit ihres Steigens und Hauens. 133. Maͤrkte. 134. Wahl zwiſchen mehreren Maͤrkten. 138. Zuſammenkuͤnfte der Landwirthe in Ruͤckſicht auf das Gewer⸗ be. 136. Handelsſpekulationen. 136. Landwirthſchaftliche Bychhaltung. 136. Wichtigkeit der Buchhaltung. 136. Stehende Buchhaltung oder Grundbuch. 137. Karten. eemtungs Hanſtitunszs uzunaasaste. 4 Regiſter. 138. 1— Werthſchaͤtzung: der einzelnen Theile eines Landguts, Inhalt des Grundvuchs. 139. Grundkapitalsrechnung. 139. Chronik des Gutes. 141. Jaͤhrliche oder Wirthſchafts⸗ Betrievsrechnung Mannigfaltige Formen. 141. Die gewoͤhnlichſte oder die ſogenannte Regiſterſorm. 123. 132. 137. 138. 14,r. 142. Beſteht aus 1) der Geldrechnung. 142. 2) der Naturalienrechnung. 3) der Viehrechnung. Von der Arbeitsberechnung. 147. Zu welcher Jahreszeit die Rechnung abzuſchließen ſey. Tabellariſche Form. 147. Ausſaatstabelle. 148. Erntetabelle. 148. 148, 144. 147. — 145.— Inchalt. 4 Arbeitstabelle. 149. Doppelte Buchhaltungsform. 150. Anfängliche Schwierigkeit bei dieſer Buchhaltungsform. 183. Verhaͤltniß der Duͤngung, der Futte⸗ rung und des Viehſtandes. 134. In wiefern ſich Arbeit und Duͤngung einander erſetzen. 154. Die Nahrung der Pflanzen im Boden. 185. Sie wird durch das Wachsthum der Pflanzen erſchoͤpft. 155. In welchem Verhältniſſe dieſe Erſchoͤpfung geſchehe. 156. Erſchöpfende Kraft der eigentlichen Getreidearten. 185. anderer Fruüchte. 157. Wodurch der Boden Erſatz fuͤr die Erſchoͤpfung erhalte. 158. Natuͤrliche Kraft des Bodens. 188. Verhaͤltniſſe, worin Ertrag und Erſchoͤpfung ſte hen. Bei der reinen Dreifelderwirthſchaft. 159. Bei Erbſen⸗ und Kartoffelbau in der Brache. Bei einer ſiebenſchlaͤgigen Koppelwirthſchaft. 161. Bei einer neunſchläͤgigen Koppelwirthſchaft. 161. Bei einer eilfſchlaͤgigen Koppelwirthſchaft. 162. Bei einer Fruchtwechſelwirthſchaft. 162. Vergleichung der Zu⸗ und Abnahme in der Kraft des Bodens bei verſchiedenen Wirthſchaften. 163.— Erzeugung des Duͤngers und Werth deſſelben. 154. Maaß und Gewicht des Miſtes. 168. Verhaͤltniß des Duͤnger erzeugenden Viehes gegen den Acker⸗ bau. 166. Verſchiedene Angaben daruͤber. 166. Das Verhaͤltnis läßt ſich nicht nach der Kopfzahl des Viehes berechnen. 169. Verhaͤltniß des Miſtes gegen die Futterung. 159. Verſuch dieſes Verhaͤltniß zu beſtimmen. 170. Beſtimmung dieſes Verhältniſſes beim Heu und Stroh. 171. Beſtimmung dieſes Verhaͤltniſſes bei anderen Gewaͤchſen in Ruͤckſicht auf ihre Nahrhaftigkeit. 171. Ertrag der Futtergewaͤchſe und Nahrhaftigkeit derſelben. 123. Verhaͤltniß, worin die Nahrhaftigkeit und die Miſterzeugung ſtehen. 174. Ertrag des Strohes. 175. Wie viel nach dem Korne an Stroh und wie viel aus dieſem an Miſt zu erwarten ſey. 177. Der Weizemiſt. 179. In wiefern die Art des Viehes vei VBere pung des Miſtge⸗ winnes in Betracht zu ziehen ſey? 179. Vergleichung mit andern Annahmen. 188. Vertheilung des Futters auf das Vieh. 181. 159. 160. Berſchiedenheit der Angaben d des Futterdedarfs auf ein Stuͤck Vieh. 182 Verhäͤltnis der Weide, 184. Duͤnger aus dem Abfalle der Brandtweinbrennerei. 185. Vortheilhafteſte Erzeugung des Duͤngers durch richtige Ver⸗ bindung der thieriſchen u. vegetabiliſchen Produktion. 186. Wie dieſe hewirkt werde. 186. 2 XEH Die Ackerbauſyſteme. 187. Worauf ſich die Ackerbauſyſteme gruͤnden. 187. Augemeine Eintheilung derſelben in Felder⸗ wirthſchaft. 187. Das Felderſyſtem. 188. Verſchiedene Laͤnge des Umlaufs. 188. Das Dreifelderſyſtem: 188. Daͤngerbedarf deſſelben. 189. — und in Wechſel⸗ Verſchiedene Schlagabtheitungen. 20253 Routirung der Schlaͤge. 208. Vervindung der Koppeln nach ihrer Nummer. 208, Gleichheit der Loppeln. 209. JLage der Koppeln. 210. Figur der Koppeln. 210. G Gleichmäͤßige Entfernung vom Hofe. 218. Nothwendige Abweichungen von der Regel. 211. Graͤben und Wege. 211.— Schwierigkeiten, welche das Bauerfeld oft macht. 241. Weidebedarf. 189⸗ Die Brache. 190. Beſommevte Brache⸗ 191. Der Klee an der Steule der Brache. 192. Streit uͤber die Entbehrüchkeit der reinen Brache. 193. Was unter Brache zu verſtehen ſey? 193. Fruchtkolge bei derſelben. 215. Erfoig dieſer Wirthſchaftsart. 213⸗ Nutzen der Brachbearbeitung. 193. Wie Brache nur entbehrlich werden k Zuſammengeſetztes Dreifelderſyſtem. 195. Vertheidigung des Dreifelderſyſtems. 196. Widerlegung der zur Vertheidigung gefuͤhrten Gruͤnde: 1. Alterthum und ſeine Aulemeinheit ſelbſt. 197. Uevergewicht ſeines Kornbaues. 198. Mindere Arbeit. 199. Einfachheit ſeiner Handgriffe. 199. Eingefuͤhrte und geſetzliche Einrichtungen. 199. Zerſtuͤckelung des Landeigenthums. 199. Huͤlfsmittel dabei, 290. Die vierfeldrige Wirthſchaft. 201..— Die fͤnffeldrige Wirthſchaft. 202. Das Wechſelſyſtem. 202. Die Schlag⸗, Koppel⸗, Hollſtein iſche und MNecklenburgiſche Wirthſchaft⸗ Geſchichte der Koppelwirthſchaft. 203⸗ Unterſchied zwiſchen der ſchen. 2085. Die Houſteiniſche. 206. nne. 195. — — ſeiner Augemeinheit an⸗ Die Zahl der Schlaͤge. 212. Apbtheilungen der Schlaͤge. 212. Nebenkoppeln⸗ 212. Hauptſchlaͤge. 212. Mecklenburgiſche Schlageintheilung. 214. Vorzuͤge derſelben⸗ 216. Mangel derſelben. 218. 4— 3 Der Fruchtwechſel. 219. 3 Alte Erfahrungen fär den Fruchtwechſel. 219- Theoretiſche Gruͤnde fuͤr und gegen den Fruchtwechſel. 219. Gruͤnde aus der Erfahrung 220. Warum dieſer Fruchtwechſel das engliſche Syſtem genannt worden. 226. G Jharakteriſtiſche Eigenſchaften dieſes Syſtems. 228⸗ Bedingungen bei der Einfuͤhrung dieſes Syſtemes. 236. — Wechſel⸗Weidewirthſchaft oder Wechſelwirth⸗ ſchaft nach der Regel der Fruchtfolge. 231. Stallfutterungswirthſchaft. 238. Staufutterungsſyſtem⸗ 35. Vortheile der Stalffutterung. 235. 31. Houſteiniſchen und Mecklenburgi⸗ Bedenklichkeiten bei der Staufutterung. 237. Wahre Hinderniſſe derſelben. 2414.. Bervindung der Staufutterung mit verſchiedenen Feldſyſte⸗ Die Mecklenburgiſche. 207. (Da dieſer Band ſchon veträchtlich uͤber die wuͤnſchte, nicht ganz darin beſchloſſen werden. Die naͤhere rechnungen u. ſ. w. alſo im naͤchſten Bande.) men. 242. beſtimmte Bogenzahl hinausgehet: ſo konnte dieſes Hauptſtuͤck, wie ieh Vergleichung der Syſteme gegen einander in tabelariſchen Be⸗ 219, enant 30. virth⸗ 231. Feldſyſte⸗ 8 wie ich ſchen Be⸗ ⅛⅓ “ 8 1 4 3 * 3 Erſter Theil. Er ſtes H a u ptſt i ck 4 4 8 — 1.3 — 2. 1 8 1 4 „ 1 — 1 * 1 3 2 8 1 6 8 2 8 4 1 7 8 1 — 2— 4 4 — 4 * 4 4 8 1 2 *„* 3— „ 4 8 5 Inhalr. — 8 Begruͤndung der Lehre. Begruͤndung des Gewerbes. Das Subjekt. b Das Kayital. Das Landgut und deſſen Beſitznehmung. ———— Begriff der rationellen Landwirthſchaft. De at fe aeratben konmenn Narch Ve — d Gerninn d gllehrt ſenſche duade blhe ten, n ſando⸗ K Nee ode eſeht die Re ☛ Besgriff der rationellen Landwirthſchaft. De Landwirthſchaft iſt ein Gewerbe, welches zum Zweck hat, durch Production(zuweilen auch durch fernere Bearbeitung) vegetabiliſcher und thieriſcher Subſtanzen Gewinn zu erzeugen oder Geld zu erwerben. 3= ie ee 5—§. 2.— Je hoͤher dieſer Gewinn nachhaltig iſt, deſto vollſtaͤndiger wird dieſer Zweck erfuͤllt. Die voll⸗ kommenſte Landwirthſchaft iſt alſo die, welche den möglich hoͤchſten, nachhaltigen Gewinn, nach Verhaͤltniß des Vermoͤgens, der Kraͤfte und der Umſtaͤnde, aus ihrem Betriebe zieht. Nicht die moͤglich hoͤchſte Produetion, ſondern der hoͤchſte reine Gewinn, nach Abzug der Koſten— welches beides in entgegengeſetzten Verhaͤltniſſen ſtehen kann— iſt Zweck des Landwirths, und muß es ſeyn, ſelbſt in Hinſicht auf das allgemeine Beſte; den einzigen Fall ausgenommen, wo man der Wiſſenſchaft wegen die Moͤglichkeit hoher Produetion, obwohl unter den beſtehenden Verhaͤltniſſen mit geringerem Vortheil⸗ zeigen wollte. —§. 3. 8 Die rationelle Lehre von der Landwirthſchaft muß alſo zeigen, wie der moͤglich hoͤchſte reine Gewinn unter allen Verhaͤltniſſen aus dieſem Betriebe gezogen werden koͤnne. 1 Die Lehre des Ackerbaues kann dreierlei Art ſeyn, d. h. das Gewerbe kann auf dreierlei Weiſe gelehrt und erlernt werden: erſtlich handwerksmaͤßig, zweitens kunſtmäßig, drittens wiſ⸗ ſenſchaftlich. Die handwerksmaͤßige oder mechaniſche Erlernung beſteht in der nachahmenden Ue⸗ bung der Handgriffe, des Augenmaaßes, und des Taktes oder der Zeitwahrnehmung. Sie iſt eine bloße Abrichtung, und der handwerksmaͤßige Landwirth kann bloß nachahmen, und bei ſeinen gewohn⸗ ten, nach Raum und Zeit mehr oder minder modiſicirten Handgriffen bleiben, wovon er keinen Ver⸗ ſtandsbegriff hat oder zu haben braucht. 1 Kunſt iſt Darſtellung der Idee in der Wirklichkeit. Der bloß kunſtmaͤßige Landwirth nimmt die Idee oder die Regel ſeines Verfahrens von anderen auf Glauben an. Die kunſtmaͤßige Erlernung beſteht alſo in dem Auffaſſen fremder Ideen, oder in der Erlernung von Regeln, und in der Uebung, dieſe Regeln in Ausfuͤhrung zu bringnean. A 2 ee J——— “ —— Begriff der rrelsnogen Landuithichaſt. §. Die wiſſenſ chaf tliche Lehre ſetzt keine poſitive Regeln feſ, ſondern ſie entwickelt die Gruͤn⸗ de, nach welchen man fuͤr jeden vorkommenden ſpeciellen Fall— den ſie ſcharf unterſcheiden lehrt— das moͤglich beſte Verfahren ſelbſt erfindet. Die Kunſt fuͤhrt ein gegebenes und angenomnenes Geſetz aus, 3 die Wi ſſenſchaft giebt ſelbſt das Geſetz.. §. 8. Nur die wiſenſchaftliche Lehre allein kann allgemein gültig und allumfaſſend ſeyn, und zur Er⸗ reichung des Hoͤchſten unter allen und jeden Verhaͤltniſſen fuͤhren. Alle poſitive Regeln und Erlernun⸗ gen ſind nur auf beſtimmte Lagen anwendbar, und jede bedarf beſonderer, die nur die Wiſſenſchaft ſo geben kann, daß das möglich Beſte in jedem Fall erreicht werde. Der hoͤhere Ackerbau kann alſo allein rationeller Ackerbau genannt werden, und beides iſt eins. Wie der Schiffer, der mit Compaß und Charte das Weltmeer umſegelt— mit deren Huͤlfe jeden 3 Wind und Stroͤmung benutzt, um ſich ſeinem Ziele, wenn gleich oft durch manche Umwege und langſamen (Schhritts zu naͤhern, Klippen und Hinderniſſe ſicher umgeht, in jeder Lage die vortheilhafteſte Richtung waͤhlt, und immer gluͤcklich in moͤglich kuͤrzeſter Zeit den Hafen erreicht— ſich zu dem Kuͤſtenfahrer verhaͤlt, der das Ufer nicht aus dem Auge verlieren darf, wenn er ſich nicht dem blinden Schiceſale uͤberlaſſen win; ſo der rationelle Landwirth gegen den angelernten. §. 9. Die handwerks⸗ und kunſtmaͤßige Erlernung iſt jedoch dem Landwirthe, der ſich bis zur Wiſſen⸗ 5 ſcaft und zum Ideale erheben will, nicht unnuͤtz. Es iſt gut, wenn er die Handgriffe kennen und die erforderliche Kraft gleichſam fuͤhlen gelernt hat, um die mechaniſche Ausfuͤhrung beurtheilen zu koͤnnen. Auch gehoͤrt Uebung des Augenmaaßes und Ausdauer dazu, um den vom m Verſtande gebildeten Begriff in der Wirf ichkeit ausfuͤhren zu koͤnnen⸗ — §. 10. Aber der bloß gelernte Landwirth darf ſich nie ohne beſtimmte Anweiſung von ſeinem keiſten ent⸗ fernen, obwohl dieſer nur fuͤr eine beſondere Lage paſſend ſeyn kann. Er darf nur ſeiner einmal angenommenen Regel oder der beſtimmten Vorſchrift des Einſichtsvollern . folgen, und wird, wenn er ſelbſt denken und frei handeln will, dem Soldaten gleich ſeyn, der voll perſoͤn⸗ lichen Muthes aus Reihe und Glied hervortretend Feuer giebt, und ſtatt die gute Sache zu foͤrdern nur Alles in Verwirrung bringt. Deshalb iſt es oft ſehr richtig, wenn man ſagt, daß Wirthſchaftsverwalter, die in anderen Gegenden und unter anderen Verhaͤltniſſen der Sache gluͤcklich vorgeſtanden haͤtten, nun, anders wohin verſetzt, durchaus bei jedem Schritte ſtrauchelten und das Ganze in Verwirrung brachten. Ihre auf Glauben angenommene Regel paßte nicht bei verſchiedenem Boden, verſchiedenem Maabe der Kraͤfte und verſchiedenen Verhaͤltniſ⸗ ſen. Und ſo erklaͤrte man dieſe auf ihrem Flecke kunſtgerechte Oeconomen fuͤr unwiſſende. Der wahre ratio⸗ nelle Landwirth dagegen wird ſich in den verichiebenartigſten Lagen orientiren, wenn er ſich die Zeit nimmt, dieſe richtig kennen zu lernen. §. 1I1. 1 Wenigen Gebrau ich kann deshalb der nicht wiſſenſchaftlich gebildete Landwirth vom eſen ſelbſt der beſten Buͤcher machen. Er weiß die neuen Ideen nicht zu ordnen und in das Ganze zu verweben. Sie richten daher nur Verwirrung in und durch ihn an. Hoͤchſtens darf er nur ſolche Buͤcher leſen, welche auf die beſonderen Verhältniſſe, worin er ſich beſindet, nahen Bezug h haben. §. 12.— Die wiſenſchftüche Lehre der Landwirthſchaft muß, hne ſpecielle Regeln zu geben, die Reſul⸗ tate der bisher gemachten Erfahrungen und des Nachdenkens kennen und wuͤrdigen lehren, ſie bis auf 1 8 hran ind ag alſih n. e on d drſ, ewiont mungen Piwii nl 4 m ander 3 rntant 5 Bf eund ww enpſiſh, und alum tate heter d rungs⸗A durch ſi dee Entw Ab denäher Wam Wahnn Gruͤn⸗ ehrt— 8 Geſetz zur Er⸗ rlernun⸗ ſchaft ſo ann alſo alfe jeden angſamen ing waͤhlt, rhaͤlt, der ill; ſo der r Wiſſen⸗ n und die u koͤnnen. Begriff eiſten ent⸗ ſchtsvollern voll perſon⸗ n nur Alles genden und , durchaus genommene Verhaͤltniſ⸗ ahre ratio⸗ eit nimmt, eſen ſelbſt verweben. her leſen, je Reſul⸗ e bis auf Begriff der rationellen Landwirthſchaft. 5 ihren erforſchbaren tiefſten Grund erklaͤren, Licht uͤber alle Operationen verbreiten, den Grund und Un⸗ grund angenommener Meinungen aufdecken, und in jedem individuellen Falle zur Selbſterfindung der Regel fuͤhren, die wir zu befolgen haben, und jeden Erfolg derſelben vorauszuſehen und zu berechnen lehren. Da der wiſſenſchaftliche Landwirth dieſe ſelbſt erfundene Regel immer richtiger verſteht, wie die von einem andern mitgetheilte, und ſie ſich im Momente der Anwendung ſeinem Verſtande klarer darſtellt, ſo wird er ſie vollkommener ausfuͤhren, und jede waͤhrend der Ausfuͤhrung noͤthige Modifi⸗ cation treffen. Nur dieſe wiſſenſchaftliche Lehre kann die Widerſpruͤche der von einzelnen Wahrneh⸗ mungen abgezogenen Regeln vereinigen, und die Erfahrungen ſichten und laͤutern. Sie erweckt das Talent uͤber alle bei der Ausfuͤhrung des Gewerbes vorkommenden Faͤlle, ſelbſt zu urtheilen und auf eigenes Urtheil einen Entſchluß zu gruͤnden. Auch ſetzt ſie uns allein in den Stand, uͤber das Verfah⸗ ren anderer richtig zu urtheilen, und lehrt uns, voreiligen Tadel zuruͤckzuhalten, zu welchem der bloß kunſtgerechte Landwirth ſo geneigt iſt.. Viſſenſchaftlich iſt die Landwirthſchaft nur in einzelnen Theilen, nicht im ganzen Zuſammenhan⸗ ge und von allgemein guͤltigen Gruͤnden ausgehend, gelehrt worden. Die Lehre war entweder bloß empiriſch, auf beſondere Lokalitäten und individuelle Anſichten gegruͤndet, oder, wenn ſie ſyſtematiſch 2 und allumfaſſend ſeyn ſollte, eine Compilation von Fragmenten, ein Gemenge widerſprechender Reſul⸗ tate heterogener Erfahrungen. Alle Wiſſenſchaften dieſer Art haben nur Fortſchritte durch ſolche Koͤpfe gemacht, welche Theorie und eigene Praxis— Wiſſenſchaft und Ausfuͤhrung— vereinigten. Die Theorie des Ackerbaues hat bisher faſt nur ſolche Koͤpfe beſchäftigt, die wenig Praxis und Gelegeuheit zu Beobachtungen und Pruͤfungen hatten. Dagegen hatten die Praktiker nur ihre Wirthſchaftsart vor Augen, und zu wenig Bekanntſchaft mit den Er⸗ fahrungen anderer und den Entdeckungen der Naturforſcher. Und da es ihnen uͤberdem an mathematiſchen, logiſchen und Sprachbegriffen fehlte, ſo verirrten ſie ſich, ſobald ſie aus ihrer engern oder weitern Sphaͤre heraustraten. Begrundung der Lehre. §F. 14. Die Wiſſenſchaft des Ackerbaues beruht auf Erfahrung, und es koͤnnen nur die an eine Erfah⸗ rungs⸗Wiſſenſchaft zu machenden Forderungen an ſie ergehen. Ihr Grundſtoff iſt empiriſch, d. h. durch ſinnliche Wahrnehmung gegeben. Waͤre die Erfahrung aber auch ganz empiriſch, ſo iſt doch die Entwickelung der Reſultate und die Conſtruction der Wiſſenſchaft das Werk des Verſtandes. 1§. 13. 4 Aber ſchon Erfahrung an ſich iſt nicht bloß ſinnliche Wahrnehmung, ſondern begreift Refle⸗ rion uͤber das Wahrgenommene in ſich. Der Begriff der Kauſalitaͤt, oder daß eine Erſcheinung die Wiekung einer andern ſey, liegt jeder Erfahrung zum Grunde, und folglich iſt jede aus ſinnlicher Wahrnehmung und aus Thaͤtigkeit des Verſtandes zuſammengeſetzt.. Es iſt auch dem roheſten Menſchen eigen, bei jeder beachteten Erſcheinung nach der Urſache zu fragen, und Etwas ohne Urſach kann ſich keiner denken. Die Urſache einer Erſcheinung muß die Wirkung einer andern ſeyn, und dieſe muß wiederum eine andere Urſache haben. So denkt ſich jeder Menſch eine Kette von Urſachen ſo lang, als es moͤglich iſt, nimmt oft die Phantaſie zu Huͤlfe, um ſie zu verlaͤngern,— laͤßt die Welt auf einen Rieſen, den Rieſen auf einen Elephanten, und den Elephanten auf einer Schildkroͤte ruhen— muß aber endlich auf einen Punkt kommen, wo er keine Urſach der Urſachen mehr finden kann. Die letzte Urſach nennen wir dann Kraft, wel⸗ Auf Erfah⸗ rung. Was Erfah⸗ rung ſey⸗ Begruͤndung der Lehre. che wir wie von der Natur, von der Gottheit ausgehend, betrachten. Kraft iſt aber immer nur das letzte, wohin unſer Verſtand dringen kann, und Manches, was man fuͤr eine nicht weiter zu tergruͤndende K Kraft an⸗ 3 ſah, iſt nachmals als Wirkung kiafin liegender Urſachen anerkannt worden. 4 aimu 4 kan Zu dem Schluſſe, daß eine Erſcheinung die Wiekung einer anderen ſey, fuͤhrt uns das oͤftere Beieinanderſeyn oder Aufeinanderfolgen dieſer Erſcheinungen. Hierin liegt aber der Grund der meiſten Trugſchluͤſſe, indem wir zu leicht geneigt ſind, das Folgende immer als die Wirkung des Vorhergehen⸗ den anzuſehen.(Post hoc, ergo propter hoc.) Auch fehlt es leider! an einem beſtimmten allge⸗ ter, meinen Merkmale, eine bloße Folge in der Zeit von einer Folge aus der Kraft zu unterſcheiden.— Imlitu 1 ai 17, e der Das haͤufi ig e und wied erholte Beieinanderſeyn berechtigt uns erſt, die Verbindung zweier uft Erſcheinungen, als Urſach und Wirkung, nur zu vermuthen. Je oͤfterer es ſich wiederholt, deſto mehr ſteigt die Wahrſcheinlichkeit dieſer Verbindung, und wird endlich zur moraliſchen Gewißheit fuͤr uns, welche jedoch aufhoͤrt es zu ſeyn, wenn nur ein einziges Mal das eine ohne das andere erſcheint. daen u. duͤrfen wir wenigſtens das eine denicht kürd die alleinige Urſach oder Wirkung des anderen halten. Ni Neuu iſt de de ain Prem nen. ſ umi Die meiſten Erſcheinungen aber, ſo wie wir ſie in ihrem ganzen Templekus wahrnehmen, ſind nicht die Wirkung einer, ſondern oft mannigfaltig zuſammengeſetzter und ſich vereinigender Urſachen. Wenn deren neun beiſammen ſind, und die zehnte fehlt, ſo erfolgt auch die Wirkung nicht, oft die g ganz entgegengeſetzte. M mm Um eine vollſtaͤndige Kornaͤhre hervorzubringen, wird erfordert: 1 A lardinas 1) ein geſundes Samenkorn mit unbeſchaͤdigtem Keime; 3 ett ang 2) Erde, die gelockert und wohl vorbereitet iſt;—— 3) Feuchtigkeit im gehoͤrigen Maaße, weder zu viel noch zu henig; 3 4) Waͤrme im gehoͤrigen Grade. A . Diies wußte jeder, aber nun weiß man, daß auch erfordert werde: 1 anmen, 5) Luft, denn im luftleeren Raume entwickelt ſich kein Keim;— 5 nſhafte — 6) Sauerſtoff in gehoͤrigen Verhaͤltniſſen, denn in einer Luft, wo dieſer fehlt, entwickelt ſich ebetſt benfalls der Keim nicht; 1 feien di *) Kohlenſtoff, denn ohne dieſen kommt die Pflanze nur zur Bluͤthe, nicht zur Samenbildung; ſöwenigg 8) Licht, denn ohne ſolches erkrankt die Pflanze, und ſtirbt ab vor der Reife. alt ſtehe Es iſt alſo das Hinzutreten aller dieſer Stoffe und Potenzen, und vielleicht vieler anderen noͤthig, um je⸗ angeſtelte ne Wirkung oder Aehre, und ihr gerechtes Verhaͤltniß, um eine vollkommne herorzubriggen. Ihr Miſ⸗ ber moͤgl rathen kann an dem Mangel des einen oder des anderen liegen. dete Unf 5. 19. eſen Erfahrungen machen wir, entweder durch bloße fasm Beobachtung, indem wir die von ſelbſt zuſammentreffenden Koͤrper und Potenzen und de⸗ ciden ren Einwirkung auf einander gehoͤrig beachten, und das Reſultat bemerken; oder durch Verſuche, indem wir wohlbekannte Dinge in genau beſtimmten Verhaͤltniſſen zuſammen⸗ N bringen, ihre Wechſelwirkung beachten, und dabei moͤglichſt verhuͤten, daß nichts Fremdes oder Un⸗ nd ſͤer bekanntes, was Einfluß auf den Erfolg haben kann, ſich einmiſche. u— . 7 Ein Verſuch iſt eine der Natur vorgelegte Frage, worauf ſie, wenn er gehoͤrig eingerichtet iſt/ durch⸗ s bei V aus eine Antwort⸗— ſey es auch nur durch Ja.oder Nein— geben muß. m, / 7 2—*. 1. A. —————————————. Begruͤndung der Lehre.„ g letzte, G 6. 20 raft au⸗. Die Kunſt, Verſuche anzuſtellen, hat man faſt zuerſt im vorigen Jahrhunderte richtig kennen Zerſuche. gelernt und ausgebildet. Auf dieſelbe gruͤndet ſich jedoch vorzuͤglich die Gewalt des Menſchen uͤber die materielle Welt, und er kann dieſe um ſo weiter ausdehnen, je mehr er jene Kunſt vervollkomm⸗ oftere net und in Ausuͤbung bringt. neiſten gehen⸗§. 21..— allge⸗ Es verdient aber keinesweges den Namen eines Verſuchs, wenn man mehrere Stoffe und Po⸗ tenzen, unbeſtimmt und ungemeſſen, und ohne den Einfluß fremder abzuſchneiden, auf einander wir⸗ ken laͤßt und den Erfolg bemerkt. Solcher ſogenannten Proben haben wir freilich viele, und es iſt auch allerdings manches Wichtige und Ruͤtzliche dadurch zufaͤllig entdeckt worden, in den fruͤheren Pe⸗ zweier rioden der Naturforſchung. Aber nie erfuhr man dadurch das, was man gerade wiſſen wollte, und mehr worauf es ankam, und Millionen wurden fruchtlos angeſtellt, bevor man eine Entdeckung machte. uns,—— Dann... en. Ganz vollkommen und reine Verſuche ſind faſt nur in einem iſolirten Raume, unter der Klocke des Naturforſchers und im Laboratorium des Chemikers moͤglich. Sie liegen außer dem Wirkungs⸗ . kreiſe des eigentlichen Landwirths, ihre Erforſchung, Kenntniß und genauere Anſtellung, iſt jedoch, , ſind wie wir ſehen werden, von hoͤchſter Wichtigkeit fuͤr die Lehre vom Ackerbau. rſachn. 4 8 oft die Verſuche indeſſen, wo Zahl, Maaß und Gewicht möglichſt genau angewandt, und Alles, was wir dieſen nicht unterwerfen koͤnnen, doch mit moͤglichſter Genauigkeit beachtet worden, koͤnnen wir allerdings auch vom Landwirthe erwarten, und ſie bleiben, ungeachtet ſie nicht in vollkommenſter Rein⸗ heit angeſtellt werden konnten, dennoch von Wichtigkeit. §. 24.— Beſonders aber giebt es eine Art von Verſuchen, welche den voͤllig reinen Verſuchen faſt gleich „ kommen, und in der Landwirthſchaft wenigſtens eben ſo genau, wie in vielen andern Erfahrungswiſ⸗ enſchaften angeſtellet werden koͤnnen. Dies ſind die komparativen Verſuche. Da nemlich unter ſch aeſh freiem Himmel die einwirkenden Dinge ſelten nach unſerer Willkuͤhr herbeigeſchafft und entfernt, eben ſo wenig gemeſſen und gewogen werden koͤnnen, ſo muͤſſen wir, um die Wirkung eines in unſerer Ge⸗ walt ſtehenden Dinges zu erforſchen, nur dieſes einzige in verſchiedenen zugleich und neben einander 3, um je angeſtellten Verſuchen zuſetzen und weglaſſen, quantitativiſch und qualitiviſch veraͤndern, alles uͤbrige Ihr Wij⸗ aber moͤglichſt gleich erhalten. Der Erfolg wird uns dann uͤber den Antheil, den der einzige veran⸗ derte Umſtand darauf hatte, belehren und uns anzeigen, ob und in wiefern dieſer zur Erreichung eines gewiſſen Zweckes nuͤtzlich oder unnuͤtz ſey. Dieſe Verſuche muͤſſen jedoch, um vollſtaͤndig zu ſeyn, un⸗ ter mannigfaltigen, nicht in unſerer Gewalt ſtehenden Umſtaͤnden, in verſchiedenen Klimaten, bei ver⸗ ſchiedenem Witterungslaufe, auf verſchiedenen Bodenarten, wiederholt werden. ung; und de⸗ 3§. 25. aammen⸗ Verſuche dieſer Art ſind freilich nicht leicht, aber dennoch jedem denkenden Landwirthe moͤglich. oder Un⸗ und jeder der einen ſolchen, aber vollſtaͤndig, ausfuͤhrt, ſey es auch nur unter beſonderen Umſtaͤn⸗ den, und treu erzaͤhlt, macht ſich um die Wiſſenſchaft des Gewerbes, und folglich auch um die Pra⸗ it, durch⸗ ris bei Welt und Nachwelt verdient. Sie in Menge anzuſtellen, uͤberſteigt die Kraͤfte und die Forde⸗ rungen, die man an den Einzelnen machen kann, und es waͤre nur Sache des Staats, dieſem Geſchaͤf⸗ 8 3 8 Begruͤndung der Lehre. te gewachſene Maͤnner in die Lage zu ſetzen, wo ſie ihre Zeit und Talente ganz der Erforſchung der Na⸗ tur zum Beſten der Landwirthſchaft und des allgemeinen Wohlſtandes widmen koͤnnten. Oekonomiſche Soeietaͤten, welche zur Befoͤrderung der Wiſſenſchaft geſtiftet worden, ſollten ſich die Anſtellung ſolcher Verſuche und die Vertheilung derſelben unter ihre Mitglieder vor allem angelegen ſeyn laſſen; ſo wie es die Mecklenburgiſche Societaͤt thun wollte. . 8§. 26. 2. 13 Beobachtun⸗ Da aber bis jetzt die Zahl ſolcher genauen Verſuche noch zu geringe iſt, ſo muͤſſen wir die, viel⸗ Hen⸗ leicht ſchon zu große, Sammlung von bloßen Beobachtungen und von Nachrichten, uͤber mancherlei angeſtellte Proben, bei aller ihrer Unvollkommenheit zu Huͤlfe nehmen, und ſie zur Begruͤndung unſe⸗ rer Wiſſenſchaft benutzen.. Haben ſich doch Wiſſenſchaften ausgebildet, die außer der Beobachtung der Wirkung unbekannter Po⸗ tenzen und einzelner ſehr unvollkommener Proben noch weniger von reinen Erfahrungsſaͤtzen zum Grunde le⸗ gen konnten, z. B. die Mediein. §. 27. 4 Es gehoͤrt aber viele Vorſicht und Scharfſinn dazu, um in dieſes verworrene Chaos Licht und Ordnung zu bringen. Es muͤſſen jene aufbehaltenen Beobachtungen nicht bloß geſammelt und geord⸗ net, ſondern auch von allen Seiten betrachtet, mit einander verglichen, zuſammengepaßt, nach be⸗ kannten Thatſachen und den vorhandenen genauern Verſuchen gepruͤft werden. So laſſen ſich aus ihnen wichtige Reſultate herausziehen, die zwar mehr oder minder evident ſind, denen man aber ver⸗ nuͤnftiger Weiſe ſeinen Beifall nicht verſagen kann, und die zu einer genauern Unterſuchung leiten, woraus dann endlich ihre Beſtaͤtigung oder Widerlegung unwiderſprechlich hervorgehen muß. Es muß nur dasjenige wohl unterſchieden werden, was mit mehrerer oder minderer Zuverſicht, und was nur auf eine zweifelhafte Art, nach der bis jetzt mangelhaften Erfahrung, angenommen werden darf. Viel weiter wuͤrden wir auch hierdurch ſchon gekommen ſeyn, wenn nicht die laͤcherliche Schaam, wo⸗ mit die meiſten Landwirthe fehlgeſchlagene Verſuche verheimlichen, und die Uebertreibung, womit ſie gluͤckliche erzaͤhlen, die Fortſchritte aufgehalten haͤtte, 2§. 28. 1 Beihuͤlfe der Eine große Beihuͤlfe zur Begruͤndung unſerer Wiſſenſchaft, und insveſondere einen Faden, um manſeß uns aus dem Labyrinthe der gehaͤuften, mehrentheils einſeitigen Erfahrungen herauszuwickeln, einen Pruͤfſtein, um ihren Gehalt und ihre Aechtheit zu erforſchen, giebt uns die in den letzteren Zeiten ſo hoch vervollkommnete Naturwiſſenſchaft. Die Natur wirkt allenthalben nach gleichen und ewigen Ge-⸗ ſetzen, und nur durch Benutzung der Naturkraft wirkt der dandwirth. Deshalb laſſen ſich aus phyſi⸗— kaliſch⸗chemiſchen Kenntniſſen fuͤr den Ackerbau theils direkte Regeln ableiten, theils die Richtung be⸗ ſtimmen, die wir bei unſeren Unterſuchungen zu nehmen haben. Wenn nur durch jene die Gleichheit und die Ungleichheit des Bodens und ſeine Beſtandtheile beſtimmt ausgemittelt worden, ſo iſt dies ge⸗ nug, um uͤber die haͤufige Ungleichheit des Erfolgs bei angeſtellten Operationen Licht zu bekommen. Seit jeher hatten jene Wiſſenſchaften Einfluß auf die Lehre vom Ackerbau gehabt, und aus ihrem un⸗ vollkommenen Zuſtande waren manche Vorurtheile und falſche Begriffe mit heruͤber gebracht, die wir nicht anders, als durch die Benutzung der nun berichtigten Naturkenntniſſe entfernen koͤnnen. In den neueſten Zeiten iſt vorzuͤglich die Chemie zur Bereicherung der Ackerkunde angewandt, und groß iſt der Gewinn, den ſelbſt die Praxis ſchon davon gehabt hat. Wir koͤnnen jetzt manche Wahrheiten, die wir nach unſeren Beobachtungen auf dem freien Felde und Wirthſchaftshofe nur ahneten, evident er⸗ weiſen, und manche angenommene Vorurtheile widerlegen. Des⸗ 1 . poſtt 1 ud ſche Ind un ſ ſceinunge n Aat lurſäc (Afanew nd küͤnſt kchrüch Und Geſchäften der thierich Ohn witthſchaft ausgedehe der genar der Mech Jur merkantilſ Und höhen, un giſche Ken in den Fal tone, z die ihrigen e ſee ſelbo Zum H ein dan Aiſer d. Begruͤndung der Lehre. 9 der Ra Deeshalb muß ſich der wiſſenſchaftliche Vortrag der Ackerbaulehre unerlaͤßlich auf richtige phyſi⸗ kaliſche und chemiſche Begriffe gruͤnden, und wir muͤſſen durch ſie ſo tief wie moͤglich auf den Grund 6 ſch die der Erſcheinungen zu kommen ſuchen, weil wir nur dann mit Gluͤck in unſeren Unterſuchungen arbeiten, dgen ſon und um ſo zahlreichere und richtigere Folgen ziehen koͤnnen, je tiefer wir zu den Gruͤnden der Naturer⸗ ſcheinungen eindringen. Nur duͤrfen wir keine Stufe uͤberſpringen, ſonſt dringen wir nicht ein; wir ſtuͤrzen in den Abgrund der ie, iſt Muthmaßungen und dunklen Begriffe, welche zwar die Phantaſie beſchaͤftigen koͤnnen, den Verſtand aber ancherle verwirren. o 8 . 29. 8 ng unſe⸗ Da der Landwirth ſich mit der Erzeugung, dem Wachsthum und der Vollendung der Pflanzen Pflanzenkunde. hauptſaͤchlich beſchaͤftigt, ſo iſt die Kenntniß von der Organiſation und Natur der Pflanzen ſowohl mnit le.(Pflanzenphyſiologie), als die von ihren charakteriſtiſchen Unterſcheidungszeichen, ihren natuͤrlichen und kuͤnſtlichen Ordnungen und ihren Benennungen(Botanik), der Landwirthſchaftslehre unent⸗ behrlich. §. 30. 1 lich und Und da der Landwirth ferner die Produktion der Thiere und der thieriſchen Subſtanzen zu ſeinem rhiertunze. d gedtd⸗ Geſchaͤfte macht, ſo iſt, um das richtige Verfahren hierbei auszumitteln, nicht minder die Kenntniß 68 ur dderr thieriſchen Natur und ihrer Abweichung vom geſunden Zuſtande, der Lehre hoͤchſt wichtig. aber ver⸗§. 31. ng leiten, Ohne die Grundſaͤtze der reinen Mathematik kann keine Wiſſenſchaft ſich ausbilden. Die Land⸗ Mathematik. Es muß wirthſchaft bedarf aber mehrerer Theile der angewandten Mathematik, vorzuͤglich der Rechenkunſt im was nur ausgedehnteren Sinne des Worts, des Kalkuls zur mannigfaltigen Berechnung der Verhaͤltniſſe, und den darf. der genauen Buchhaltung, um ſichere Data zu bekommen; ferner der Flaͤchen⸗- und Hoͤhen⸗Meßkunſt, aam, wo⸗ der Mechanik, der Hydraulik und Hydroſtatik, und der Baukunſt. womit ſie. 3§. 32. Zur Entwickelung der Lehre ſind endlich politiſche, ſtaatswirthſchaftliche, rechtskundige und merkantiliſche Kenntniſſe und richtige Begriffe aus allen dieſen Faͤchern nicht zu entbehren. aden, um 3§. 33. eln, änen Und da mancherlei Bereitungen ſelbſt gewonnener Produkte den daraus zu ziehenden Nutzen er⸗ 1 Zeiten b hoͤhen, und ſolche vortheilhaft auf das Ganze der Wirthſchaft zuruͤckwirken, ſo ſind manche technolo⸗ ewigen Ge⸗ giſche Kenntniſſe erforderlich. Sie ſind ſelbſt in Hinſicht ſolcher Producte nuͤtzlich, die der Landwirth aus phyſ- an den Fabrikanten verkauft, um den Werth derſelben fuͤr dieſen, und wie der Werth erhoͤhet werden ichtung be⸗ koͤnne, zu erkennen.. Glechheit Die Landwirthſchaftslehre muß alſo aus allen dieſen Wiſſenſchaften Saͤtze zur Begruͤndung der it dies ge⸗ ihrigen entlehnen, und folglich dieſe Wiſſenſchaften in ihrem ganzen Umfange zur Hand haben, obwohl beromme ſie ſelbige nicht ſelbſt vortraͤgt.— 3 ihrem un⸗ 8 4 wir 8 z. In den Begruͤndung des Gewerbes. groß iſt der. 3 heten, de..§. 34. eoĩdent e⸗ Zum Betriebe des Gewerbes wird vor allen erfordert: 1) ein faͤhiges Subjekt; 2) Kapital; 3) ein Landgut. des⸗ Erſter Theil. B — rG⅛⅜⅛ Begruͤndung des Gewerbes. Das Subjekt. §. 35. Eigenſchaften Jeder, welcher die Landwirthſchaft mit hochſtmoͤglichem Erfolg— denn von etwas anderem un eich, kann hier nicht die Rede ſeyn— ausuͤben will, muß Energie und Thaͤtigkeit, mit Ueerlegung, Aus⸗ dauer und mit allen erforderlichen Kenntniſſen verknuͤpfen. Zwar hat man es lange als Beruf zur Landwirthſchaft angeſehen, wenn ein junger Menſch zu ande⸗ 4 ren Gewerben zu wenig Faͤhigkeit beſaß; und es giebt auch Beiſpiele, daß einige dieſes Schlages, ungeach⸗ tet ſie auf einer ſehr niedern Stufe ſtehen blieben, dennoch bei der Landwirthſchaft ihr Gluͤck gemacht haben. Dies war aber bloß ein gluͤckliches Zuſammentreffen aͤußerer zufaͤlliger Umſtaͤnde, welches in einem gewiſſen Zeitraume nicht ſelten war, jetzt aber kaum mehr eintreten kann. Der Betrieb der Landwirthſchaft iſt aus ſo mannigfaltigen einzelnen Berrichtungen zuſammengeſetzt, deren jede an ſich ſehr leicht ſcheint, die aber ſchwer im gerechten Verhaͤltniſſe zu erhalten ſind, indem ſie ſich oft widerſtreben. Dieſe der Zeit und den Kraͤften nach ſo zu ordnen, daß keine verſaͤumt, ſondern jede gehoͤrig und in dem Maaße vollfuͤhrt werde, daß andere gleichnoͤthige nicht darunter leiden, erfordert große Aufmerkſamkeit und Thaͤtigkeit ohne Unruhe, ſchnellen Entſchluß ohne Uebereilung, augemeinen Ueberblick des Ganzen, mit ſcharfer Aufmerkſamkeit auf jeden Punkt, richtige Wuͤrdiguns des mehr oder minder Noͤ⸗ thigen und Nuͤtzlichen in jedem Momente, Ausdauer bei der Vollendung des Angefangenen, ohne uͤber die⸗ ſes das Dringendere zu verſaͤumen, richtige Berechnung der irate und der Zeit, zur moͤglich vortheilhafte⸗ ſten nachhaltigen Benutzung derſelben. §. 35. Da vielleicht kein Gewerbe ſo vielen Zufaͤuigkeiten und Ungluͤcksfaͤllen ausgeſetzt iſt, t wie die Land⸗ wirthſchaft, ſo iſt, um ein gluͤckliches Leben dabei zu fuͤhren, bei der erforderlichen Thaͤtigkeit doch ei⸗ ne gewiſſe Ruhe des Gemuͤths eine nothwendige Bedingung. Der Landwirth muß jedes unverſchuldete Unglück oder jede verfehlte Erwartung, ſobald er deren Fol⸗ gen durch gehoͤrige Vorkehrungen moͤglichſt gemindert hat, verſchmerzen und vergeſſen koͤnnen, entweder ver⸗ moͤge eines gewiſſen natuͤrlichen Phlegma, oder indem er ſich hoͤhere Troſtgruͤnde, die Philoſophie oder Re⸗ ligion ihm geben, vorſtellt. Nur gegen das, was durch ihn oder durch andere verſchuldet iſt, darf er nicht leichtſinnig ſeyn, und eine natuͤrliche lebhafte Empfindlichkeit, durch Vernunft gezuͤgelt, beugt ſolchen Feh⸗ lern in der S vor. 5. 37. Das Landleben hat bei allen Annehml ichkeiten ſo viel Einfoͤrmiges, und bei aller Geſchaͤftigkeit doch ſolche Stunden der Langeweile, daß dem lebhaften Kopfe ſolches kaum genuͤgen kann, wenn er ſich nicht mit einem andern Studium beſchaͤftigt. Unter allen aber iſt keins angemeſſener fuͤr ihn, wie das der Natur. Er kann der gluͤcklichen Neigung, in der Naturwelt zu leben und ihre erhabenen Ge⸗ ſetze zu erforſchen, ſich mehr wie jeder andere hingeben; indem er ſie, ohne ſeinen Geſchaͤften Abbruch zu thun, immer befriedigen und faſt in jedem Augenblicke damit vereinigen kann. Wenn uns die moraliſche Welt und die geſellſchaftlichen Verhaͤltniſſe faſt nur den widrigen Anblick des Widerſtrebens gegen die ewig beſeeligenden Geſetze der Vernunft darbieten, wodurch ſich Schmerz und Elend uͤber die Erde verbreitet, ſo zeigt uns die Natur nur um ſo mehr Ordnung und Einheit, je tiefer wir eindringen. Das Beſeeligende dieſes Anblicks genuͤgt nicht nur dem Gemuͤthe, ſondern erweckt auch den Slauben, die ewige Weisheit, welche ihr Werk in der materiellen Welt unſerem Auge offen darlegt, und die Materie in immer neuen Gebilden erſcheinen laͤßt, werde auch in der geiſtigen Welt Alles nach einem Pla⸗ ne, zu einem harmoniſchen Ganzen geordnet haben, deſſen Vollendung der Ewigkeit vorbehalten iſt. Dies Gefuͤhl wird, wenn gleich nur dunkel, beim Landmanne lebhafter wie beim Staͤdter erregt, wes⸗ halb man auch beobachtet hat, daß bei ackerbauenden Nationen und Staͤnden immer mehrere und reinere Re⸗ ligioſitaͤt herrſchte, wie bei denen, die Krieg und Handel zu ihren Geſchaͤften machten. Ohne Liebe und Kenntuiß der Natur wird das landwirthſchaftliche Leben dem, der es bloß zur Errei⸗ chung des Hauptzweckes erwaͤhlt, leicht verleitet werden, und es gehoͤrt dann ſehr große Reſignation dazu⸗ in 3 Je diſ a Man hanſcher licen Unte vitſchoft entſchiedene Landwüthe gewonnen! teihre Aug fühle hegnn d. Bej Vorzug ha Caziehung; in einer ſeh keigraͤften Er ſoll hier ten, das zuffaſſen, einen Maa dePehand dawec zu ſäcnr merkſant Laſchenb der hier e ſch bei Ka kampfen denachmal des angefü anderem ng, Aus⸗ d zu ande⸗ , ungeach⸗ acht haben. m gewiſſen mmengeſetzt, indem ſie ondern jede ordert große n Ueberblick minder Na⸗ ne uͤber die ortheilhafte je die band⸗ keit doch ei⸗ er deren Fel⸗ entweder ver⸗ phie oder Ne⸗ darf er nicht ſolchen Feh⸗ eſchaͤftigkei , wenn er ͤr ihn, wie abenen Ge⸗ ten Abbruch rigen Anblick Schmerz und je tiefer wit eckt auch den darſegt, und heinen pla⸗ iſf erregt/ wes⸗ reinere Re⸗ oß zur Ertei nation daz⸗ Faͤhigkeiten des Subjekts. 11 ſich bloß ſeiner Pflicht zu widmen, und eine groͤßere vielleicht, je gebildeter man iſt. Manche, die des ſtaͤd⸗ tiſchen Lebens und ſeiner Mannigfaltigkeiten gewohnt waren, haben dieſe aus Ueberdruß oder anderen Urſa⸗ chen verlaſſen und ſich der Landwirthſchaft widmen wollen; aber ſie fanden die Pflichten und Entbehrungen bald zu ſchwer fuͤr ſich, und gaben ihr Unternehmen ganz oder theilweiſe auf, nicht ohne ſchmerzlichen Ver⸗ luſt. Unter denen, die in Staͤdten hoͤher ausgebildet waren, habe ich nur ſolche ihrem Vorſatze getreu und in der Ausfuͤhrung gluͤcklich befunden, die ſich der Neigung, in der Natur zu leben, was bei dem Gebildeten ohne gruͤndliche Keuntniß derſelben nicht geſchehen kann, ganz hingaben. Der Mann, der jene Talente, mit dieſer Neigung verbunden, in ſich wahrnimmt, der Juͤng⸗ ling, der die Anlage dazu außert, wird ſich mit großem Erfolge der Landwirthſchaft widmen, und das hoͤhere Ziel darin erreichen, wenn er ſich eine vollſtaͤndige Kenntniß davon erwirbt. Es fraͤgt ſich alſo, wie dieſe am ſicherſten erworben werde. §. 39. Man erwirbt ſie ohne Zweifel am leichteſten und natuͤrlichſten, wenn ein bloß ſinnlicher und me⸗ chaniſcher Unterricht und Uebung oder eigentliche Erziehung zur Landwirthſchaft dem wiſſenſchaft⸗ lichen Unterricht vorhergeht. Dennoch haben wir der Beiſpiele ſehr viele, daß, bei einer der land⸗ wirthſchaftlichen ganz entgegengeſetzten Erziehung und vormaligen Beſchaͤftigung, ſich Maͤnner von entſchiedenem Talent und Reigung, vermoͤge eines ganz wiſſenſchaftlichen Unterrichts, zu großen Landwirthen gebildet, und ſogar vor altern einſichtsvollen Landwirthen in kurzer Zeit den Vorſprung gewonnen haben. Die Wiſſeenſchaft eroͤffnete ihnen Anſichten, welche die Rutine uͤberſah, und ſchaͤrf⸗ te ihre Augen, dasjenige klar und beſtimmt zu erkennen, wobei ſich lange Uebung mit dunklerm Ge⸗ fuͤhle begnuͤgt hatte. 3 Mehrentheils haben ſie zwar bei einzelnen Theilen anfangs Fehler begangen und Lehrgeld zahlen muͤſ⸗ ſen, woran aber das Mangelhafte des bisherig wiſſenſchaftlichen Unterrichts nur Schuld war. .§. 40. Bei gleichen Talenten und gleichem wiſſenſchaftlichen Unterricht muß jedoch derjenige immer den Vorzug haben, welcher ohne Vernachlaͤßigung der uͤbrigen Ausbildung in der erſten Jugend ſchon die Erziehung zum Landwirth genoſſen hat. Dieſe Erziehung erhalte der Juͤngling von funfzehn Jahren in einer ſehr betriebſamen, aus mannigfaltigen Zweigen zuſammengeſetzten, mit vielen und mancher⸗ lei Kraͤften wirkenden Wirthſchaft, wenn ſie gleich von hoͤherer Zweckmaͤßigkeit noch weit entfernt waͤre. Er ſoll hier nur die ſinnlichen Eindruͤcke von allen Gegenſtaͤnden und Geſchaͤften des Ackerbaues erhal⸗ ten, das Detail und die einzelnen Momente der Handgriffe durch eignen Verſuch und Uebung genau auffaſſen, ſich in der Schaͤtzung des Raums, der Zeit und der Kraft uͤben, und ſich in ſeinem Kopfe einen Maaßſtab davon bilden. Er lerne hier ferner den Umgang mit den arbeitenden Menſchen und die Behandlungsweiſe kennen und uͤben, durch welche man bei ihnen am ſicherſten und nachhaltigſten den Zweck erreicht. Er uͤbe ſich ferner in der Thaͤtigkeit, Geduld, Ausdauer und Moderation, jedes zu ſeiner Zeit, und gewoͤhne ſich phyſiſch und moraliſch an das landwirthſchaftliche Leben. Seine Auf⸗ merkſamkeit erwecke er, und komme ſeinem Gedaͤchtniß zu Huͤlfe durch unmittelbare Anzeichnungen im Taſchenbuche und durch die Fuͤhrung eines Journals. Dann lerne er die Directions⸗Geſchaͤfte nach der hier eingefuhrten Weiſe kennen, ſo viel er Gelegenheit dazu hat, und vernachlaͤſſige beſonders nicht, ſich bei Kauf⸗ und Verkaufsgeſchaͤften einen gewiſſen Takt zu erwerben, um Liſt mit Gegenliſt zu be⸗ kaͤmpfen. Je mechaniſcher und poſitiver er hier Alles erlernt, deſto beſſer iſt es vielleicht, wenn er nachmals eine hoͤhere Ausbildung erhalten ſoll. Schwankende und falſche Gruͤnde, die fuͤr Man⸗ ches angefuͤhrt zu werden pflegen, und die der junge Mann, bevor er ſie pruͤfen kann, auf Glauben B 2 * Erwerbung der Kenntniſſe. Erziehung zur Landwirthſchft. 12 Faͤhigkeiten des Subjekts. annimmt, wurzeln nur als Vorurtheile ein, die mit Muͤhe ausgerottet werden muͤſſen. So vorberei⸗ tet wird er zum wiſſenſchaftlichen Unterricht, mit der Erwartung, das Hohe und Große zu erreichen, uͤbergehen koͤnnen. 5. 41. Halkswiſene Man hat den Nutzen der Huͤlfswiſſenſchaften fuͤr die hoͤhere Landwirthſchaft ſchon lange nicht ſchaften. ganz verkannt, und dann angenommen, daß ihre Erlernung vorhergehen muͤſſe. Deshalb haben ſich junge, der Landwirthſchaft beſtimmte Maͤnner einige Jahre auf Univerſitaͤten aufgehalten, um hier das ſogenannte Kameralfach zu ſtudieren. Allei in dieſe Nebenwiſſenſchaften erfordern, in Bezug auf die Landwirthſchaft, eine ganz be ondere Behandlung. Das Allgemeine derſelben muß in ſofern vollſtaͤndig und gruͤndlich gelehrt werden, als noͤthig iſt, um jedes Spezielle davon abzuleiten. In Anſehung des Speziellen aber ſcheint mir nur dasjenige zweckmaͤßig, was auf das Gewerbe oder die Lehre von dieſem Gewerbe nahen Bezug hat. Durch eine zu weite Ausdehnung dieſer Lehren wird das Gemuͤth zu ſehr zerſtreut und von dem Hauptziele abgelenkt, und die uͤberwiegende Neigung, welche fuͤr ein oder an⸗ deres Studium in dieſen empfaͤnglichen Jahren entſteht, kann dem thaͤtigen Leben Abbruch thun; oder aber, es entſteht eine gewiſſe Obeeflaͤchlichkeit, ein ſogenanntes encyklopaͤdiſches Wiſſen. Wird dage⸗ gen Alles mit Hinſicht auf den einen bezweckten Gegenſtand vorgetragen, ſo konzentrirt ſich auf ihm al⸗ les Licht, und er erſcheint dem Juͤnglinge in deſto reizenderer Geſtalt. Deshalb hat der verbundene und in einander greifende Vortrag der Haupt⸗ und Huͤlfswiſſenſchaften ſo große Vorzuͤge, und man⸗ cher, der die Huͤlfswiſſenſchaften auf Univerſitaͤten gehoͤrt hatte, fing bei ſelbigen erſt an, den Bezug zu erkennen, den ſie auf ſein Studium haben koͤnnten. §. 44. Lehrſtuͤhle der Daß man ſhon ſeit hundert Jahren die Moͤglichkeit und Nuͤtzlichkeit eines wiſſenſchaftlichen Un⸗ Landateihſan terrichts in der Landwirthſchaft ahnete, beweiſen die Lehrſtuͤhle, welche ſeitdem faſt auf allen Univer⸗ zen. ſitaͤten dafuͤr errichtet wurden. In ſofern ſolche dem kuͤnftigen Staatsbeamten, dem Rechtsgelehr⸗ ten, ſelbſt dem Theologen und Arzte, eine klare Anſicht des landwirthſchaftlichen Gewerbes geben ſol⸗ len, erkenne ich ihren Nutzen an, und wuͤnſchte nur, daß der Vortrag von demſelben, dieſem einzig von ihnen erreichbaren Zwecke, angemeſſen waͤre. Fuͤr den Unterricht ſuchenden Landwirth ſcheinen ſie mir durchaus nicht paſſend, indem die Univerſitaͤtsverhaͤltniſſe, die akademiſche Lebensweiſe und die ganze Anſicht der Dinge daſelbſt, etwas zu heterogenes in ſeine Bildung bringt, welches ihm in An⸗ ſehung ſeiner kuͤnftigen Thaͤtigkeit und Lebensweiſe leicht nachtheilig werden moͤchte; man auch kaum erwarten kann, daß ein praktiſch⸗wiſſenſchaftlicher Landwirth eine Lehrſtelle auf Univerſitaͤten anneh⸗ men werde, und ein anderer zu dieſem Vortrage durchaus nicht faͤhig iſt. §. 43. Koͤpfe, in denen die Wiſſenſchaft der Landwirthſchaft mehr oder minder entwickelt bisher exiſtir⸗ te, haben ſich ſolche durch eigenes Nachdenken erſchaffen muͤſſen, und konnten die ungeheure in dieſem Fache geſchriebene Maſſe von Buͤchern nur gebrauchen, um die darin zerſtreuten guten Materialien her⸗ auszuheben. Mehrentheils waren dies aber nur ſolche, die zu eigenem Gebrauch und fuͤr ihre beſon⸗ deren Verhaͤltniſſe ſich ihre Syſteme bildeten, oder auch Kameraliſten und Statiſtiker, die wiederum einen vom landwirthſchaftlichen verſchiedenen Geſichtspunkt hatten, und Alles in die hergebrachten For⸗ men zwaͤngen mußten, die haͤufig nicht von der Natur, ſondern von der Willkuͤhr gegeben waren. Wir haben wol deshalb noch keine der Landwirthſchaft angemeſſene Legislatur, weil wir keine Wiſſen⸗ ſchaft derſelben hatten. Denn wie konnte der Geſetzgeber ein ſo verwickeltes Gewerbe richtig ins Auge faſ⸗ ſen, von dem er nur einſeitige Begriffe bekam?— Doch iſt es neuerlich den ſtaatswirthſchaftlichen Schrift⸗ ſtellern Krug und Kraus gelungen. fi u ſiigde rchfl, 0 gonze h ſdes Ge hen, w wii fthegi Irlund mi ſbeuted dein Verſe n vahte! theie nur niſenſind Hundwerke, ſebiges. Neiſen Ladt ſlagen, Theil zu zeigt und: Das, was von keinem walter, fa ſangere Auf In ei Esm direkten Be den Haupt Hier daet beſt abbm Alg borgene R der hoͤchſ daß die S in ſolces des un o vorberei⸗ erreichen, lange nicht haben ſich n, um hier ezug auf de volſtaͤndig nſehung des von dieſem nuͤth zu ſehr ein oder an⸗ thun; oder Wird dage⸗ auf ihm al⸗ verbundene „und man⸗ den Bezug ftlichen Un⸗ llen Univer⸗ echtsgelehr⸗ s geben ſol⸗ eſem einzig ſcheinen ſie ſe und die hm in An⸗ auch kaum ten anneh⸗ sher exiſtir⸗ e in dieſem rialien her⸗ ihre beſön⸗ e wiederun rachten For⸗ waren. eine Wiſſen⸗ us Auge fuſe chen Schrift⸗ Faͤhigkeiten des Subjekttz. 13 §. 44. Bisher konnte nichts ſo ſehr zur Ausbildung eines rationellen Landwirths beitragen, als Rei⸗ Reiſen. ſen durch die in landwirthſchaftlicher Hinſicht ausgezeichneten Laͤnder. Die Beobachtung der mannig⸗ faltig verſchiedenen Methoden und Einrichtungen verſchiedener Voͤlker zerſtoͤren das eingeſogene Vor⸗ urtheil, als koͤnne es nicht anders und beſſer als bei uns ſeyn, und die Einſeitigkeit. Die Gebraͤuche ganzer Provinzen und Nationen, in den allgemeinen Wirthſchaftsformen ſowohl, als in dem Betriebe jedes Geſchaͤfts und der Behandlung jedes Produkts, ſind fuͤr den denkenden Mann Verſuche im Gro⸗ ßen, wenn er ſie, mittelſt vielſeitiger Vergleichung der Reſultate, gehoͤrig neben einander zu ſtellen weiß. Es gehoͤrt aber eine große Ausdauer und Ueberwindung mancher Schwierigkeiten dazu, um ſolche Reiſen nutzbar zu machen, und mit ſeiner Beobachtung völlig auf den Grund zu dringen. Wer ein Land mit Extrapoſt durchgereiſt und nur in Wirthshaͤuſern eingekehrt iſt, wird unbedeutend wenig Ausbeute dieſer Art daher zuruͤckbringen. Ferner erfordert es einen durch viele Vorkenntniſſe ausgebil⸗ deten Verſtand und Scharfſinn und eine vorurtheilsfreie Unpartheilichkeit, um aus ſolchen Bemerkun⸗ gen wahre und beſtimmte Reſultate zu ziehen. Sonſt bringt man ſtatt abgelegter Kleider und Vorur⸗ theile nur neue in das Land, die unſerm Klima und unſerer geſellſchaftlichen Konvenienz weniger ange⸗ meſſen ſind, wie die alten. Haͤtte jedoch das Handwerk des Ackerbaues ſchon, wie die zuͤnftigen Handwerke, ſeinen Geſellen das Reiſen zur Pflicht gemacht, ſo ſtaͤnde es ohne Zweifel beſſer um ſelbiges.. In der Folge Etwas uͤber die Regel des Reiſens in landwirthſchaftlicher Hinſicht, die zweckmaͤßigſten Reiſerouten, und uͤber die landwirthſchaftliche Geographie. 5, 45. Endlich ſind eigene landwirthſchaftliche Unterrichts⸗Inſtitute in den neuern Zeiten haͤufig vorge⸗ ſchlagen, projektirt und verſucht, aber noch nicht nachhaltend ausgefuͤhrt worden. Man hat zum Theil zu vieles von ihnen verlangt. Das Mechaniſche muß in ſolchen zwar klar und von Grund aus ge⸗ zeigt und gelehrt werden; die Uebung darin laͤßt ſich aber ſchwerlich genugſam damit verbinden. Das, was wir Erziehung zur Landwirthſchaft genannt haben, kann in niederen Schulen, ddie jedoch von keinem großen Umfange zu ſeyn brauchten, und denen jeder brave und fleißige Wirthſchaftsver⸗ walter, faſt ohne alle wiſſenſchaftliche Bildung, vorſtehen koͤnnte, beſſer erlangt werden, indem der laͤngere Aufenthalt in dieſen auch minder koſtſpielig iſt. An eine wiſſenſchaftliche Unterrichtsanſtalt ſind aber folgende Forderungen zu machen. Es muß daſelbſt alles Wiſſenſchaftliche, was auf das landwirthſchaftliche Leben direkten und in⸗ direkten Bezug hat, mit einander vereinigt und eingreifend, und mit klar anzugebender Hinſicht auf den Hauptzweck gelehrt werden. Hierzu iſt erforderlich, daß jeder Lehrer nicht nur ſeine Wiſſenſchaft in voller Klarheit und Gruͤnd⸗ lichkeit beſitze, indem es immer weit ſchwerer iſt, eine Wiſſenſchaft in beſondern Bezug auf eine andere, als im Allgemeinen vorzutragen, ſondern er muß auch von dem Hauptzwecke ſelbſt, um deſſenwillen ſie vorgetragen wird, vollſtaͤndige Kenntniß, und einen hohen Begriff von deſſen Wichtigkeit haben. Reben der Erkenntniß muß Liebe und Enthuſiasmus fuͤr die Sache erregt werden. Das Ideal der hoͤchſt moͤglichen Vollkommenheit muß ſo hoch, ſo einleuchtend und ſo reizend aufgeſtellt werden, daß die Sehnſucht ſolches um ſein Selbſtwillen zu erreichen im Gemuͤthe tief wurzele. Daß die auf ein ſolches Inſtitut Kommenden deſſen faͤhig ſind, laͤßt ſich ſchon aus ihrem Kommen annehmen. Ein Ideal iſt kein Hirngeſpinnſt, obwohl es unerreichbar ſeyn kann. Es iſt ein Produet des Verſtan⸗ des und der Vernunſt, in welchem gar nichts willkuͤrlich ſeyn darf; naͤmlich die Vorſtellung der hoͤchſten Voll⸗ kommenheit, die in irgend einer Sache denkbar iſt, ohne alle Ruͤckſicht auf die Einſchraͤnkungen, weiche Beſondere In⸗ ſtitute z. land⸗ wirthſchaftli⸗ chen Unterricht. Faͤhigkeiten des Subjekts. Nothwendigkeit und Zufall der Ausfuͤhrung in den Weg legen. Man muß ſolches nothwendig vor Augen ha⸗ ben, wenn man das moͤglich Hoͤchſte unter allen Umſtaͤnden erreichen will, um ſich demſelben in jeder Lage, waͤre es auch nur durch einen kleinen Schritt und durch große Umwege zu naͤhern. Unter Ideal der Landwirth⸗ ſchaft iſt keine einzelne Einrichtung, ſondern diejenige Orduung, wodurch unter allen gegebenen Umſtaͤnden der Zweck des Gewerbes nach 9. 1. und 2. am vollkommenſten erreicht wird, zu verſtehen. Es iſt durchaus noͤthig, daß eine ſinnliche Darſtellung aller Gegenſtaͤnde und ihrer Behandlung in jedem Detail und in jedem Momente mit der Lehre verbunden ſey, damit ein tiefer, klarer und bleibender Eindruck bewirkt werde, auch von jedem wichtigern Satze ein Erfahrungsbeweis oder erlaͤu⸗ terndes Experiment gegeben werden koͤnne. Deshalb iſt eine hinlaͤnglich ausgedehnte und komplizirte Wirthſchaft dabei noͤthig, die zu allen wichtigen Operationen die Vorkehrungen enthaͤlt und Veranlaſ⸗ ſung giebt. Da jedoch nicht Alles in einer Wirthſchaft vereinigt ſeyn kann, ohne ſie gar zu komplizirt zu machen,— wodurch ſie wiederum aufhoͤren wuͤrde, eine Muſterwirthſchaft zu ſeyn, wie ſie doch ſeyn ſoll,— ſo muß fuͤr das Inſtitut eine ſolche Gegend ausgewaͤhlt werden, wo mannigfaltige Ein⸗ richtungen und Verſchiedenheiten in der Naͤhe zu beobachten, und Vergleichungen anzuſtellen ſind. Ddie mit dem Inſtitute verbundene Wirthſchaft muß zwar eine Muſterwirthſchaft, braucht aber nicht eine vollendete zu ſeyn. Vielmehr iſt es beſſer, wenn ſie nur nach Vollendung hinſtrebt, um die Schwierigkeiten, die dieſer entgegenſtehen, und ihre Umgehung zu zeigen. Auch muß ſie ſich in den gewoͤhnlichen Verhaͤltniſſen befinden, und keine außerordentliche Huͤlfsquellen, womit ſie ſich ſchneller emporbeingen kann, als ſonſt moͤglich iſt, haben oder benutzen. Desgleichen darf ſie ſich keiner Huͤlfs⸗ mittel, vermoͤge eines unverhaͤltnißmaͤßig großen Betriebs⸗Kapitals bedienen, die im Großen durch⸗ aus nicht anwendbar waͤren. 8 Sie muß weder Duͤnger aus Staͤdten kaufen, noch durch tiefes Rajolen mit dem Spaten und durch Unterpfluͤgen mehrjaͤhriger Ernten u. dgl. zu koſtſpielige Mittel ihren Acker verbeſſern; ſondern muß durchaus oͤkonomiſch richtig verfahren. Um zu zeigen, was durch ſolche Operationen bewirkt werden köoͤnne, reichen einzelne Quadratruthen zu. 7 MNiicht minder muß ein vollſtaͤndiger Apparat und zweckmaͤßige Einrichtungen fuͤr die hier gelehr⸗ ten Huͤlfswiſſenſchaften vorhanden ſeyn. Die ganze Lebensweiſe und Unterhaltung muß auf den einzi⸗ gen Hauptzweck hinausgehen, und die ganze Thaͤtigkeit auf denſelben gerichtet werden, nicht durch Zwang oder poſitive Anordnungen, ſondern vermoͤge der Liebe und des Intereſſes, welches fuͤr die Sa⸗ che erregt wird. Durch offene und freie Unterhaltung wird am beſten ein Austauſch der Ideen und Meinungen, ein tieferes Nachdenken uͤber ſelbige, und ein Abreiben aller mitgebrachten Schlacken des Vorurtheils bewirkt. Sie muß daher auf alle Weiſe befoͤrdert, herbeigefuͤhrt und geleitet werden, indem nichts ſo ſehr eine gruͤndliche Pruͤfung befoͤrdert als Widerſpruch, der nicht durch Anſehn der Perſon, ſondern durch Vernunft gehoben und zur klaren Entſcheidung gebracht werden muß. Da wiſſenſchaftliche Ausbildung an ſich keinen aͤußern Zwang leidet, ſondern nur Wirkung des freien Geiſtes ſeyn kann, und da ſich ferner im Allgemeinen annehmen laͤßt, daß diejenigen, welche ſich auf einer ſolchen Anſtalt einſinden, aus freier Wahl und alſo mit dem feſten Willen, ſich die moͤg⸗ lichſte Vollkommenbeit in dieſem Fach zu erwerben, hinkommen, ſo waͤre Zwang ſchaͤdlich und unnuͤtz. Dagegen waͤren aber die, welche aus irgend einer andern Abſicht kaͤmen oder hergeſchickt waͤren, ſo⸗ gleich zu entfernen, ſobald es ſich nehmlich zeigte, daß ſie von jenem gemeinſamen Geiſte nicht ergrif⸗ fen wuͤrden, und nur durch Zwang abgehalten werden koͤnnten, ihn nicht zu ſtoͤren. Jedoch muß al⸗ lerdings eine gewiſſe Ordnung, in ſofern ſie um des gemeinen Beſtens willen, und um jeden ſeine Frei⸗ heit und Bequemlichkeit zu ſichern, noͤthig iſt, feſtgeſetzt und ſtrenge beobachtet werden. So ſehr die geſellige Mittheilung unter jenen Vorausſetzungen den Zweck befoͤrdert, ſo darf ſie dennoch den einſamen Fleiß nicht ſtoͤren, weshalb jeder einzeln ein eignes Zimmer bewohnen und ſol⸗ ches ungeſtoͤrt fuͤr ſich beſitzen muß. ſentichſte Re fem verttbener unt, d ia Wrthſ mer, um 4 faligen m algemeine ſoanmerhn derrdR dälſt ſe nd NMei gigeſbeger nithelt und Kenvetbind ſuct. En Itein auch Meiſte mn ſch zu hal em Glauben rihnen hier Parer ſhaft auf di weNichtung richungen, und Vohle vüthſchaft. duch kehre! Nacſ dedenden in higtetder e Unvolltonn Wir tauche Ver den Eigenth wageöracht 4 Lüter. Augen ha⸗ jeder Lage, Landwirth⸗ Umſtaͤnden handlung larer und der erläͤu⸗ komplizirte Veranlaſ⸗ komplizirt e ſie doch ltige Ein⸗ ſind. ucht aber t, um die ſch in den h ſchneller ner Huͤlfs⸗ ßen durch⸗ u und durch nuß durchaus une, reichen hier gelehr⸗ f den einzi⸗ nicht durch uͤr die Sa⸗ Ideen und hlacken des tet werden, Anſehn der girkung des en, welche h die moͤg⸗ und unnüͤtz. waͤren, ſe⸗ nicht ergrif⸗ och muß al⸗ ſeine Frei⸗ ſo darf ſie en und ſol⸗ Faͤhigkeiten des Subjekts. 15 Je mehr ſich eine ſolche Anſtalt einen weit verbreiteten Ruf verſchaft, um aus entfernten und verſchiedenartigen Provinzen Lehrbegierige herbeizuziehn,— nicht lauter unerfahrne, ſondern ſolche Maͤnner, die ſchon durch laͤngere Uebung und Scharfſinn ſich eine genauere Kenntniß ihrer landuͤbli⸗ chen Wirthſchaft erworben haben,— um ſo vollkommner wi ird ſie werden. Denn nichts iſt wirkſa⸗ mer, um alle Einſeitigkeit der Lehrenden und Lernenden zu verhuͤten, als wenn jene auf die mannig⸗ faltigen mitgebrachten Begriffe Ruͤckſicht nehmen muͤſſen, damit dieſe erkennen, wie die gegebenen allgemeinen Begriffe alles Verſchiedengeſtaltete in ſich faſſen, und gluͤcklich vereinigen. Durch die Zu⸗ ſammenkunft und das beſtaͤndige Beieinanderſeyn von Maͤnnern aus den verſchiedenſten Klimaten, Laͤn⸗ dern und Nationen, wo die abweichendſten Gebraͤuche, Einrichtungen und Meinungen herrſchen, ver⸗ einigt ſich hier eine lebendige Maſſe von Kenntniſſen und Erfahrungen, zuweilen auch von Vorurthei⸗ len und Meinungen, die anfangs eine ungemeine Gaͤhrung in allen Koͤpfen erregt, aus welcher aber bei gehoͤriger Leitung derſelben bald ein klarer, reiner und allgemeiner Geiſt hervorgeht, der ſich allen mittheilt und allen daſſelbe Ideal der moͤglichſten Vollkommenheit darſtelt, nur daß jeder durch eigne Ideenverbindung ſolches nach ſeiner Individualitaͤt und Lokalitaͤt anders modiſizirt und zu erreichen ſtrebt. Ein ſolches Zuſammentreten uͤbertrifft bei weitem den Nutzen des Reiſens ſelbſt. Iſt eine Anſtalt zu dieſem Rufe gelangt, ſo wird ſie nicht bloß Lehrlinge herbeiziehn, ſondern auch Meiſter, denen ſie Unterhaltung und Vortheil genug gewaͤhren muß, um ſie auf laͤngere Zeit an ſich zu halten. Dies thut vorzuͤglich große Wirkung auf die noch minder feſten, befeſtigt ſie in ih⸗ rem Glauben, verſtaͤrkt ihr Beſtreben, und wirft ein reizenderes Licht auf das Ideal, welches die Leh⸗ re ihnen hier aufgeſtellt hat. Waͤren Anſtalten dieſer Art einmal dahin gelangt, ſo wuͤrde ſich, von ihnen aus, die Wiſſen⸗ ſchaft auf die ſicherſte Weiſe uͤber die civiliſirte Welt verbreiten; die Praxis durch ſolche bald eine beſſe⸗ re Richtung und mehrere Sicherheit bekommen; veraltete, den Ackerbau durchaus niederdruͤckende Ein⸗ richtungen, durch beſſere Einſicht der Regierenden aufgehoben, und ſo Reichthum uͤber die Fluren und Wohlſtand uͤber die Voͤlker ergoſſen werden. Hier gebildete und von Liebe fuͤr vollkommnere Land⸗ wirthſchaft begeiſterte Maͤnner wuͤrden als Apoſtel derſelben in die Welt aussehen, und den Glauben durch Lehre und Thaten, durch Weiſſagung und Wunder verbreiten. Ueber die Lehre und das Studium der Landwirthſchaft vergl. Annalen des Ackerbaues, I. Bd. 227 S. Das Kapital. § 46. Naͤchſt der Faͤhigkeit des die Landwirthſchaft betreibenden Subjekts iſt das Kapital die we⸗ ſentlichſte Bedingung des Betriebes; denn der Vortheil und Erfolg ſteht bei gleichen Talenten des Be⸗ treibenden immer in Verhaͤltniß mit dem dazu angelegten Kapitale. Deshalb iſt auch naͤchſt der Unfaͤ⸗ higkeit der Subjekte der Mangel des in die Landwirthſchaft belegten Kapitals der Hauptgrund ihrer Unvollkommenheit geweſen. §. 47. Wir verſtehen unter Kapital im Allgemeinen das, was man nach dem gewoͤhnlichen Sprachge⸗ brauche Vermoͤgen nennt; ein jedes Gut, welches durch eignen Gebrauch oder Verleihung an andere, dem Eigenthuͤmer ein Einkommen oder Rente giebt, und ſehen nicht darauf, wie es urſpruͤnglich her⸗ vorgebracht worden; ob durch Natur oder durch Arbeit. Die meiſten pflegen zwar nur den durch Arbeit hervorgebrachten und geſammelten Vorrath nutzbarer Guͤter— deren Werth durch das Seld repraͤſentirt und ausgedruͤckt wird— Kapital zu nennen. Aber ,—“ 16 beitung dieſes Kapitels geleſen haͤtte. Es wird aber jedem Leſer leicht fallen, dieſes zu thun. der Reſultate kommen wir auf eins hinaus. Das Kapital. 7 theils iſt der Antheil oft nicht auszumitteln, den die Natur oder Arbeit an einem Gute gehabt hat, z. B. bei einem Bergwerke, Steinbruche, oder urbar gemachtem, der Natur durch Kunſt abgewonnenem Boden; theils iſt es dem jetzigen Zuſtande der buͤrgerlichen Geſellſchaft, wo man den Boden, von der Natur darge⸗ boten, nicht in Beſitz nehmen, ſondern ihn allein gegen ein anderes eigentliches Kapital eintauſchen kann, angemeſſener, auch den Grund und Boden zum Kapital zu rechnen. Ueberdem wird es uns ſo eine klarere Anſicht des landwirthſchaftlichen Gewerbsbetriebes geben. Deer verewigte Kraus hat in ſeiner durch den Kammer⸗Praͤſidenten von Auerswaldt herausge⸗ gebenen Staats⸗Wirth ſchaft meines Erachtens am beſten unterſchieden, indem er den Werth der Land⸗ guͤter zum Vermoͤgen der Nation rechnet, aber nicht zum Verlag. Nirgends ſind die gegenſeitigen Ver⸗ hältniſſe der Landwirthſchaft, des Staats und des National⸗Vermoͤgens klarer und praktiſcher behandelt, wie hier; und ich wuͤrde meine Begriffe ganz in die ſeinigen gefuͤgt haben, wenn ich dieſes Werk vor Ausar⸗ In Anſehung §. 48.— Das im Ackerbau angelegte Kapital iſt nach dieſer Beſtimmung dreierlei Art: 1) das Grund⸗ kapital, 2) das ſtehende Kapital, 3) das umlaufende oder Betriebskapital. Grundkapital. — 8 §. 49. Das Grundka pital iſt demnach dasjenige, wodurch ſich der Landwirth in Beſitz eines Land⸗ guts geſetzt hat oder ſetzen kann. Es iſt der Werth des im Beſitz genommenen oder zu nehmenden Geundes und Bodens. Der allgemeinen Obſervanz nach und mit zureichendem Grunde werden auch die Wirthſchaftsgebaͤude und Alles auf dem Boden feſtſtehende hierher gerechnet. Außerdem aber auch alle dem Gute anklebenden Gerechtſame, ſie moͤgen unmittelbaren Bezug auf die Landwirthſchaft ha⸗ ben, oder nicht. 3 Stehendes Ka⸗ pital. Betriebskapital rung des Guts verwandt werden. Dieſes Grundkapital oder der Werth des Landguts iſt nicht gleichbleibend, ſondern veraͤnderlich, theils durch aͤußere Umſtaͤnde in Hinſicht ſeines Verhaͤltniſſes gegen den Werth anderer Dinge oder des Geldes; theils aber und hauptſaͤchlich in und durch ſich ſelbſt. Die Werthsveraͤnderungen letzterer Art nennt man Melio⸗ rationen oder Deteriorationen. Durch Meliorationen wird das in ein Gut belegte Kapital eben ſo⸗ wohl, als durch den Ankauf eines neuen Grundes und Bodens vermehrt.— 50. Das ſtehende Kapital beſteht in dem Werthe der zum Betriebe der Landwirthſchaft noͤthi⸗ gen Dinge, und iſt zu deren Ankauf verwandt., Es wird gewoͤhnlich das Inventarium genaant, und dazu wird hauptſaͤchlich das Zug⸗ und be⸗ 2 Kaͤndige Nutzvieh, das Ackergeraͤth und Geſchirr gerechnet. Nach dem Gebrauche einiger Laͤnder werden dazu auch die Einſaat, die nach der Jahrszeit ſchon vollfuͤhrte Beſtelung des Feldes, und die von einer Ernte bis gehoͤrte letzteres aber zu der folgenden Art des Kapitals. Das umlaufende oder Betriebskapital, womit das Geſinde, die Arbeiter, die anzu⸗ zur andern zum Wirthſchaftsbetrieb erforderlichen ſelbſt gewonnenen Konſumtibilien gerechnet. Eigentlich kaufenden Beduͤrfniſſe, das wechſelnde Maſtvieh u. ſ. w. bezahlt werden, beſteht in dem Geldvorra⸗ the, welcher dazu in der Kaſſe bereit liegen muß, hat, um dieſes Geld daraus loͤſen zu koͤnnen. oder in den Natural⸗Vorraͤthen, die man liegen „ Von dieſem Kapitale muß aber auch die Erhaltung des vorhergehenden oder des Inventariums, welches ſeiner Ratur nach ſich immer verſchlechtert, beſtritten werden. Und endlich werden in der Re⸗ gel daraus auch die Koſten genommen, welche zur Vermehrung des Grundkapitals oder zur Verbeſſe⸗ 85 Dieſes 8 Mieſt! A ntii glüc⸗ Ume Kayktale w da Innſen bele en, beid berlangen. Das tiebskapi zung auch ud Bade P erber ten die g zent berec Das Bedingung Kenntaiſe. deiens u herbe herr et der nes väͤrte heite and Netbd AA wel und Allog tale. Dure duls auf de ſach dem erſer The „3. B. bei n Boden; ur darge⸗ hen kann, ne klarere herausge⸗ h der Land⸗ ztigen Ver⸗ behandelt, por Ausar⸗ Auſehung Grund⸗ eines Land⸗ nehmenden erden auch aber auch jſchaft ha⸗ etlich, theils eldes; theils dan Meli d⸗ ital eben ſo⸗ haft noͤthi⸗ zug⸗ und be⸗ werden dazu ner Ernte bis . Eigeutlich die anzu⸗ Geldvorra⸗ man liegen ventariums, in der Re⸗ ur Verbeſſe⸗ Dieſes Das Kapital. 17 Dieſes Betriebskapital iſt die bewegende Kraft der ganzen Wirthſchaft; von demſelben wird die Arbeit bedingt, und dieſe iſt es, welche eigentlich den Ertrag des landwirthſchaftlichen Gewerbes hervorbringt. Daher ſteht dieſer naͤchſt den Talenten und dem Fleiße des Betreibers— beſondere Gluͤcks⸗ und Ungluͤcksfaͤlle abgerechnet— immer im Verhaͤltniß mit jenem Kapital. Die Schwierigkeit und die Koſtbarkeit, dieſes Kapital zu erhalten, die Hoͤhe der Zinſen, welche da⸗ fuͤr gezahlt werden muͤſſen, oder die Gelegenheit, mit ſeinem Kapitale in andern Gewerben einen hoͤhern Ge⸗ winn machen zu koͤnnen, ſind das, was die Landwirthſchaft, und folglich die Produktion des Grundes und Bodens am meiſten zuruͤckhalt. Dagegen wird jede Erleichterung in der Erlangung dieſes Kapitals, und je⸗ der Aureiz, ſeine Kapitale in dieſes Gewerbe zu belegen, den Zuſtand der Landwirthſchaft am ſicherſten he⸗ ben. Und da hierdurch nothwendig eine hoͤhere Produktion bewirkt wird, ſo muß durch die Wohlhabenheit des Landmanns und durch den Gewinn, den ihm ſein Gewerbe giebt,— indem er nehmlich dadurch nur bewogen werden kann, ſein erworbenes Vermögen in ſeinem Gewerbe ſtehen zu laſſen— Ueberfluß und Wohlfeilheit der Produkte gegen die Meinung der meiſten Kurzſichtigen bewirkt werden. §. 52. Um einen klaren Begriff vom landwirthſchaftlichen Gewerbe zu bekommen, iſt es noͤthig, dieſe Renten dieſer Kapitale und die Renten, welche ſie geben, wohl abzuſondern. Das Grundkapital oder der Werth des Guts kann nur als ein, mit hoͤchſter Sicherheit auf Zinſen belegtes Kapital angeſehen werden, und muß diejenigen Zinſen geben, die man von einem ſol⸗ chen, bei der moͤglich hoͤchſten Sicherheit, erhalten kann. Ein mehreres kann man von ſelbigem nicht verlangen. Das ſtehende Kapital oder das Inventarium— obwohl wir annehmen, daß es vom Be⸗ triebskapitale in immer gleichem Zuſtande erhalten werden muͤſſe, weshalb man es unter dieſer Bedin⸗ gung auch eiſern nennt— iſt doch immer mehreren Gefahren als das vorhergehende, oder der Grund und Boden, ausgeſetzt; indem es Ungluͤcksfaͤllen unterworfen iſt, bei denen der Eigenthuͤmer deſſelben zu verlieren Gefahr laͤuft, weshalb man auch haͤufig durch Aſſekurationen ſolches zu ſichern pflegt. Waͤ⸗ ren die Zinſen des Grundkapitals zu 4 Prozent anzunehmen, ſo muͤßten ſie fuͤr dieſes ſchon zu 6 Pro⸗ zent berechnet werden. Das umlaufende oder Betriebskapital iſt den groͤßten Gefahren unterworfen, iſt die Bedingung des ganzen Gewerbes, und erfordert zu ſeiner Verwaltung große Aufmerkſamkeit und Kenntniſſe. Deshalb muß es, wie das Betriebskapital jedes Gewerbes, hohe Zinſen tragen und min⸗ deſtens zu 12 Prozent angeſetzt werden. Denn hierin beſteht der Vortheil, der eigentlich aus dem Ge⸗ werbe hervorgeht. Wenn demuach ein Eigenthuͤmer ſein Gut ſelbſt bewirthſchaftet, ſo muß er wohl unterſcheiden, wie er den Ertrag ſeines Gutes als Rente dieſer verſchiedenen Kapitale zu berechnen hadbe. Den Grundwerth ſei⸗ nes Guts mwuͤrde er auch verzinſ't erhalten, wenn er es verpachtete oder verkaufte, und das Kapital ander⸗ waͤrts ſicher belegte. Daſſelbe waͤre der Fall mit dem Iuventarium, wenn er es etwa unter gleicher Unſicher⸗ heit einem andern uͤberließe. Die Ziuſen beider müſſen alſo vom Ertrage der Wirthſchaft abgezogen werden, und was dann bleibt, iſt der reine Erwerb der Wirthſchaftsfuͤhrung, der aus dem angelegten Betriebskapital hervorgeht, und der mit dieſem in Verhaͤltniſſen ſteht, wenn man gleiche Keuntniſſe und Fleiß vorausſetzt. Woltte man noch genauer unterſcheiden, ſo koͤnnte man noch ein beſonderes Kapital geſammelter Kenntniſſe,— Kapitale. welches allerdings nur durch Anſtrengung und Aufwand gleich andern Kapitalen erworben wird— annehmen, und wenm z. B. ein geſchickter Wirthſchaftsverwalter, einen uͤber Verhaͤltniß jener ſaͤmmtlichen Kapitale hiu⸗ ausgehenden Ertrag durch ſeine Geſchicklichkeit hervorbraͤchte, ſo waͤre der Ueberſchuß ſeinem Kenntnißkapi⸗ tale zuzuſchreiben.. §. 53. Durch dieſe genaue Unterſcheidung wird der hoͤchſt fehlerhafte Schluß vom Ertrage eines Land⸗ guts auf deſſen Werth vermieden, und wiederum das Schwankende der Erwartungen, die man ſich nach dem Grundwerthe des Guts oder vom Ertrage der Wirthſchaft macht, feſter beſtimmt. Erſer Theil. C *. Verhaͤltniſſe d. Kapitale gegen einander. 18 Das Kapital. 1§. 54. In welchem Verhaͤltniſſe dieſe Kapitale gegen einander ſtehen muͤſſen, laͤßt ſich nicht im Allge⸗ meinen beſtimmen, ſondern nur in jedem einzelnen Falle nach genauer Erwaͤgung der Lokalitaͤten. Nur dieſes: wer ein beſchraͤnktes Kapital beſitzt, wird als Landwirth um ſo beſſer fahren, jemehr er davon als Betriebskapital zuruͤckhaͤlt, und deshalb die Anlage des Grund⸗, und ſelbſt des ſtehenden Kapi⸗ tals nicht zu hoch macht. Denn der reine Ertrag des Gewerbes richtet ſich weniger nach dem Umfan⸗ ge der Wirthſchaft, als nach der Summe der auf ihren Betrieb verwandten Koſten. Es verſteht ſich jedoch von ſelbſt, daß dieſe Anlage ihre Grenzen habe, die aber viel weiter hinauslie⸗ gen, als man waͤhnt. Ich ſage als Landwirth, denn der Guͤterhaͤndler hat ganz andere Regeln in ſeinem Gewerbe zu befolgen, welches zu gewiſſen Zeiten und unter gewiſſen Konjunkturen allerdings noch vortheilhafter, als der Betrieb der Landwirthſchaft war.. In England, wo merkantiliſcher Kalkul und Scharfſinn ſich am meiſten uͤber alle Gewerbe verbreitet hat, nimmt man an, daß das Betriebskapital, worunter man aber daſelbſt das ſtehende Kapital immer mit begreift, ſieben bis neunmal ſo ſtark ſeyn muͤſſe, als die Zinſen des Grundkapitals oder die Landrente. Wer ein Gut von jaͤhrlich 1000 Fl. dachtet, muß 7 bis 9000 Fl. disponibles Vermögen haben. Man berechnet dann den Gewinn ſeines Gewerbes nicht nach der Pacht, ſondern nach dieſem Betriebskapitale, und nimmt an, daß man 12 Prozent davon haben muͤſſe, von 9000 Fl. alſo 1080 Fl. uͤber die Pacht. Iſt er Eigenthuͤ⸗ mer, ſo zieht er vom reinen Ertrage erſt jene Pacht oder Landrente ab, die er, ohne Wirthſchaft zu betrei⸗ ben, auch haben koͤnnte, und das Uebrige rechnet er als Gewinn des Gewerbes. Er wird aber nie ſo fehler⸗ haft ſchließen: Weil mir die Wirthſchaft auf dieſem Gute 2080 Fl. einträͤgt, ſo iſt der Kapitalwerth des Guts gleich der Summe, die ich durch Multiplikation mit 25 aus jenem Wirthſchaftsertrage erhalte. Und hieraus erhellt, wie fehlerhaft es ſey, aus dem Ertrage eines Guts direkte auf deſſen Werth zu ſchließen, wie dennoch bei den gewoͤhnlichen Anſchlaͤgen geſchieht. Man ſucht den Fehler zwar durch einen andern Feh⸗ ler wieder auszugleichen, indem man den Ertrag weit geringer aunimmt, als er bei einer gehoͤrigen Bewirth⸗ ſchaftung ſeyn koͤnnte. Nichts deſtoweniger aber bleibt dieſe Veranſchlagung unbeſtimmt, verleitend und von den nachtheiligſten Folgen fuͤr das Gewerbe. Selbſt das ſtehende Kapital— obwohl deſſen verſtaͤrkte Anlage zum Ertrage der Wirthſchaft vieles beitraͤgt— kann doch bei beſchraͤnktem Vermoͤgen zu groß gemacht werden, wenn dadurch das umlaufende Kapital zu ſehr geſchwaͤcht wird. Durch eine zu große Verwendung auf den Ankauf des Viehes hat ſich man⸗ cher außer Stand geſetzt, gehdriges Futter fuͤr ſelbiges bauen zu koͤnnen. .§. 55. Das Betriebskapital giebt oft einen Ertrag, den man haͤufig uͤberſieht, indem ſolcher nicht baar in die Kaſſe zuruͤckkommt, ſondern unmittelbar zum Grundkapitale geſchlagen, oder zur Verbeſſerung des Gutswerths angelegt wird. Wird Geld oder Arbeit direkte auf Meliorationen verwandt, ſo faͤllt es zwar bei genauerer Rechnungsfuͤhrung wohl in die Augen; weniger aber, wenn man durch Aufopfe⸗ rung eines Theils des Ertrages die Kraft des Bodens vermehrt, indem man ſtatt einer verkaͤuflichen Frucht, die den Boden erſchoͤpft, eine andere baut, die ſeine Kraft nicht nur erhaͤlt, ſondern auch durch Umwandlung in Duͤnger betraͤchtlich vermehrt. Weil aber hierdurch das Betriebskapital zum Vorthei⸗ le des Grundkapitals vorerſt vermindert wird, ſo muß jenes um ſo hoͤher ſeyn oder beſtaͤndigen Zufluß erhalten. Hierin liegt eigentlich der Grund, warum man ſagt, daß bei dem Uebergange zu einem beſſern Acker⸗ ſyſtem, insbeſondere auf erſchoͤpftem Boden, immer Verluſt ſey. Es iſt aber kein Verluſt, ſondern eine An⸗ lage in das Grundkapital, die, mit gehoͤriger Ueberlegung gemacht, allemal einen großen Gewinn giebt. Jedoch kann ſie das Betriebskapital, wenn es zu ſchwach angelegt iſt, und keine Zuſchuͤſſe erhaͤlt, leicht er⸗ ſchoͤpfen. Solche Verbeſſerungen vermehren in der Regel den Kredit nicht gleich, und deshalb iſt mancher dadurch banquerott geworden, deſſen Kredit ſchon vorher zu ſehr geſpannt war, wenn er im Uebrigen gleich richtig Herhide Der Fehler lag nur darin, daß er etwas Groͤßeres unternahm, als wozu ſein Betriebskapi⸗ tal reichte, 4 üeplalde fh, di I anber. dur geßt Geundeigen wäl cber ſch fürs 6 ſhtlöſen. Fhaäigkeit! was finde, deſe uder 8 lcch Gen Lufe, un guch fen k fuͤr ſ arm müge kayitg ander werde tet, i tisher dea tale zun E An Veſize eine andere im Allge⸗ aͤten. Nur ͤr er davon nden Kapi⸗ em Umfan⸗ er hinauslie⸗ Gewerbe z9 fter, als der be verbreitet al immer mit drente. Wer tan berechnet und nimmt er Eigenthüͤ⸗ faft zu betrei⸗ nie ſo fehler⸗ talwerth des rhalte. Und zu ſchließen, andern Feh⸗ en Bewirth⸗ tend und don hſchaft vieles s umlaufende hat ſich waw⸗ er nicht bagr Berbeſſerung ndt, ſo faͤllt rch Aufopfe⸗ verkaͤuflichen auch durch im Vorthei⸗ igen Zufluß beſſern Ader⸗ dern eine At⸗ Zewinn giebt. it, leicht er⸗ Hiſt mancher brigen gleich Betriebolayi⸗ Das Kapital. 19 So werden aus Mangel dieſes Kapitals faſt alle große Verbeſſerungen gehindert, um ſo mehr, je groͤ⸗ ßer die Guͤter ſind. Die unvermoͤgendern koͤnnen es nicht ſinden, weil der Kapitaliſt in der Verwendung auf Verbeſſerungen keine Sicherheit findet. Die reichern Gutsbeſitzer glauben es nicht zu koͤnnen, weil ſie ſich zu einem Aufwander gewiſſermaßen verpflichtet halten, der ihre Rente mindeſtens konſumirt. Sie denken nur auf den jaͤhrlichen baaren Geld⸗Ertrag, und wollen dieſen in keinem Jahre geſchmaͤlert haben, gleich als gebten ſie von Leibrenten, und ginge ſie das Kapital nichts an. Noch andre wollen es nicht, weil ſie vom Ein⸗ kommen und Kavpitale einen einſeitigen Begriff haben, und ſich darunter nur baares Geld, was zinsbar be⸗ legt werden kann, denken. Daher geldgeizige Wirthe in der Regel immer ſchlechte Wirthe ſind, und es am deutlichſten beweiſen, daß Geiz die Wurzel alles Uebels ſey. §. 55. 1 Wenn in einem Staate, der an ſich arm iſt, oder in welchem doch nur ein im Ganzen geringes Kapital der Landwirthſchaft gewidmet iſt, dieſe ſich heben ſoll, ſo muß man ſolche Einrichtungen tref⸗ fen, daß dieſes geringe Betriebskapital moͤglichſt in Thaͤtigkeit komme, und ſich nicht noch mehr ver⸗ mindere. Letzteres geſchieht aber, wenn es zum Ankauf von Guͤtern verwandt wird, und gerade da⸗ durch geht es fuͤr das Gewerbe verloren. Deshalb iſt es wohl beſſer, wenn der Grundeigenthuͤmer, Grundeigenthuͤmer bleibt und nur ſeine Rente zieht, der Wirthſchaftsbetreibende aber nur Paͤchter iſt. Weil aber jede Zeitpachtung ſo mißlich fuͤr beide Theile und durch die nothwendige Ausſaugung ſo ſchaͤd⸗ lich fuͤrs Ganze iſt, ſo kann nichts ſo gut wie Bererbpachtungen jenes Problem der Staatswirth⸗ ſchaft loͤſen. Und damit jede Portion jenes Kapitals, wie ſie ſich in einzelnen Haͤnden befindet, zur Thaͤtigkeit komme, muß die Groͤße der Erbpachtungen mannigfaltig verſchieden ſeyn, ſo daß jeder Et⸗ was finde, was ſeinen Kroͤften angemeſſen iſt, und keiner verleitet werde, Etwas zu uͤbernehmen, was dieſe uͤberſteigt. . 574 Es erhellt hieraus von ſelbſt, daß ſich ohne Kapital oder nachhaltigen Kredit das landwirthſchaft⸗ liche Gewerbe nicht gluͤcklich betreiben laſſe, und daß jeder Verſuch, dieſes zu thun, jaͤmmerlich ab⸗ laufe, und das Gewerbe auf der niedrigſten Stufe erhalte.. Dem ſelbſt Arbeitenden iſt ſein Arbeitsvermoͤgen gewiſſermaßen ſein Betriebskapital. Indeſſen muß auch er ſo viel Kapital haben, als er braucht, um ſich zu erhalten, bis er das Produkt ſeiner Arbeit verkau⸗ fen kann. Er darf aber, ohne ſich ein anderes Kapital geſammelt zu haben, nicht weiter gehen, als jenes fuͤr ſich reicht. Deshalb finden wir, daß ganz kleine Bauern ſich forthelfen, groͤßere aber, wenn ſie voͤllig arm ſind, nie auffkommen. Wahr bleibt es indeſſen, daß ohne allen geſammelten Vorrath. das Arbeitsver⸗ moͤgen im Ganzen geringer benutzt wird.. Derjenige, welcher kein Geldkapital oder nur ein unbedeutendes neben einem betraͤchtlichen Kenntniß⸗ kapitale beſitzt, wird aus dieſem vorerſt den groͤßten und ſicherſten Vortheil ziehen, wenn er das Gewerbe fuͤr andere betreibt. Dies hat allerdings groͤßere Schwierigkeiten, als fuͤr ſich ſelbſt zu wirthſchaften. Dieſe werden ſich aber immer mehr vermindern, ſo wie ſich die auf feſte Gruͤnde geſtuͤtzte Wiſſenſchaft mehr verbrei⸗ tet, indem dadurch eine richtigere Schätzung der wahren Talente bewirkt, und durch feſtere Beſtimmung der bisherigen ſchwankenden Meinungen den Mitverſaͤndniſſen vorgebeugt wird, die ſich jetzt ſo haͤufig zwiſchen dem Eigenthuͤmer und dem Vorſteher der Wirthſchaft ereignen⸗ Das Landguth und deſſen Beſitznehmung. §. 58. Wer mit den erforderlichen Neigungen, Talenten und Kenntniſſen und mit dem noͤthigen Kapi⸗ tale zum Betriebe des landwirthſchaftlichen Gewerbes ausgeſtattet iſt, der muß ſich nun drittens in den Beſitz eines Landguts ſetzen durch Kauf, Pacht oder Erbpacht, wenn er nicht etwa auf irgend eine andere Weiſe bereits Eigenthuͤmer eines ſolchen iſt. C 2 Wie dem Ge⸗ werbe das Be⸗ triebskapital am veſten er⸗ halten werde? Auswahl eines Landguts. 20 Auswahl eines Landguts. Wir ſehen keinesweges, wie manche andere, den Beſitz eines Landguts als das erſte und nothwendſg⸗ ſte Erforderniß zur Er greifung des landwirthſchaftlichen Gewerbes an; indem man, vermoͤge der beiden er⸗ ſtern Bediugungen, immer im Stande ſeyn wird, ein Landgut zu erwerben, und zwar in den meiſten Faͤllen eein zweckmaͤßigeres und den Fähigkeiten des Subjekts ſowohl und deſſen Vermogen angemeßneres, als ei in ſchon beſeſſenes zu ſeyn pflegt. Auch halten wir keinesweges, mit andern, den Beſttz eines ererbten Land⸗ uts fuͤr einen vollguͤltigen Beruf oder Motiv, ſich der Landwirthſchaft zu widmen, oder moͤchten es den Er⸗ den eines Landguts zur Pflicht machen, dieſes zu thun. Wir glauben vielmehr, daß derjenige, welcher kei⸗ nen innern Beruf zur Landwirthſchaft fuͤhlt, fuͤr ſich ſelbſt und fuͤr das allgemeine Beſte raͤthlicher handele, wenn er ſich aus ſeinem Landgute auf irgend eine Weiſe eine gehoͤrige Rente zu ſichern ſucht, folches aber ei⸗ nem andern zu bewirthſchaften uͤberlaͤßt. Jene Meinung uͤber die Pflicht des Gutsbeſitzers, ſein Gut ſelbſt zu bewirthſchaften, konnte ſich nur auf einen gewiſſen ſtrengern Begriff vom Lehnſyſteme gruͤnden, der ge⸗ genwaͤrtig faſt in keinem Staate Ehrobas mehr Statt findet, und vom merkautiliſchen Geiſte der Zeit v vey⸗ draͤngt iſt. Pereinigt Jemand mit den üibrigen Qualitäten den Beſitz eines ererbten Landguts, und iſt dieſes ſei⸗ nen Verhaͤltniſſen angemeſſen und nicht zu heterogen mit der Idee, die er ſich vom Betriebe der Landwirth⸗ ſchaft gemacht hat; ſo kann dieſes allerdings ein ſtarkes mitwirkendes Motiv ſeyn, die Sache fehr erleich⸗ ern, und ihr durch die Liebe zum vaͤterlichen Grund und Boden und durch manche Nebenumſtaͤnde hoͤheren NReiz geben. Da wir aber hier den Landwirth rein in ſeinem Gewerbe und frei von allen Ne bendegriffen be⸗ trachten, ſo kännen wir auf dieſe Zufaͤlligkeit nicht Ruͤckſicht nehmen. §. 509. Wer ein pendgur ſucht, muß, um es auf das vortheilhafteſte zu erhalten, weit umherſchanen, und ſich nicht auf einen Diſtrikt, Provinz oder Staat beſchraͤnken, weil er um deſto beſ eer waͤhl en kann, je mannigfaltiger die Gegenſtaͤnde ſeiner Wahl ſich ihm darſtellen. Wer Vaterlandsliebe beſitzt, die ſich auf Anerkennung wahrer Vorzuͤge der Verfaſſung gruͤndet, wird hierin mit Recht eine Beſtimmung finden, ſich fuͤr ein Landgut in dieſem Staate eher zu entſcheiden. Aber leeiine bloße Vorliebe des Mutterlandes kann nicht in Betracht kommen, wenn von der Au gube die Rede iß, die der Aundnieih als jolcher; zu loͤſen hat. G 8 3§. 60 Dasjenige Landgut wied immer zu waͤhlen ſeyn, welches, nach gehoͤriger Erwaͤgung aller Um⸗ ände, den moͤglich hoͤchſten reinen Ertrag verſpricht, verſteht ſich nach Verhaͤltniß der Kraͤfte des Be⸗ ſitznehmers. Ein ganz vollkommnes, fehlerfreies, und in allen Stuͤcken den Wuͤnſchen entſprechendes Landgut wird man ſelten oder nie finden, und es koͤmmt nur darauf an, in wieſern die Summe ſeiner guten Eigenſchaften die ſeiner ſchlechten uͤberſteigt, folglich auf eine genaue Wuͤrdigung un d Gegenein⸗ anderſtellung beider. §. 6. Um dieſe Gegeneinanderſelung klar und deutlich zu machen, ſcheint mir folgende Met hode 8 zweckmaͤßig:: Wenn man ſich im Allgemeinen fuͤr ein Gut beſtimmt hat, oder wenigſtens mit der Wahl dar⸗ auf beruht, ſo nehme man ſeinen zuvor nach allgemeinen Grundſaͤtzen ausgemittelten Werth zu 100 oder zu 1000 an, fange dann an, alle Nebenumſtaͤnde zu unterſuchen und zu wuͤrdigen, taxire die Vor⸗ zuͤge, die man außer dem eigentlichen Grund und Boden daran bemerkt, jeden zu gewiſſen Prozenten, nach moͤglichſt richtiger Schaͤtzung; man ſetze dieſe unter einander, und ſummire alsdann, um wie viel dieſes Gut uͤber ſeinen eigentlichen Grundwerth hoͤher zu ſchaͤtzen ſey. Dagegen bemerke man aber auf der andern Seite alle Nachtheile, die es hat, und alle Schwierigkeiten, die dem Betriebe hoͤherer Wirthſchaften entgegen ſtehen, taxire dieſe ebenfalls nach Prozenten, und ſummire ſie, ſo wird ſich durch Abziehung der einen Summe von der andern ergeben, um wieviel der nach ſeinem Fl aͤcheninhalt nnen aftene des Bodens angenommene Werth durch ſolche Mibenunnſtande erhöhet oder ver⸗ min ert werde. 1 * 2 vyn sit landguts⸗ ung u Peſonder tet Inm Gerrit, Wnägae de ge bche ncr muj e teir drſtl iitee zuvorge ſüwett, beſ t, un en Para velches man aufpreis an ſozu organit haebrrgehe. hen ein Anſo ais das de⸗ inmer geſte p daß er mu ſt enes The ich geſtegen Thelts died ütice E rülätem den Eung büdeteren) Juſ di hahe ge Rbeides de äteruf nan inmer, Kt auyeg d nothwendig, e beiden er⸗ heiſten Fallen res, als ein terbten Land⸗ ames den Er⸗ welcher kei⸗ cher handele, lches aber eis Gut ſelbſt zeu, der ge⸗ er Zeit ver⸗ dieſes ſes Landwirte⸗ fehr erleich⸗ ide hoͤheren begriffen he⸗ herſchauen, ihlen kann, uͤndet, wird iden. Aber die Rede iß, aler Um⸗ fte des Be⸗ ſprechendes imme ſeiner Gegenein⸗ ſe Methode Wahl dar⸗ erth zu 100 ire die Vor⸗ Peozenten, um wie biel nan aher auf jee heherer wud ſich acheninhalt t oder ver⸗ Auswahl eines Landguts. 21 Daß dies nicht mechaniſch, ſondern mit großer Ueberlegung und vorauszuſetzenden Kenntniſſen des ganzen Gewerbes geſchehen muͤſſe, verſteht ſich von ſelbſt. §. 62. Es iſt dem angehenden Landwirthe alkerdings nicht zu verdenken, wenn er beim Ankauf eines gung zu einer beſondern Wirthſchaftsart und ſeiner Vorſtellung eines beſondern Ideals entſprechen. Beſondere perſoͤnliche individuelle Verhoͤltniſſe koͤnnen es ihm hoͤchſt wichtig machen, ein Gut beſtimm⸗ Landguts auf ſolche Eigenſchaften Ruͤckſicht nimmt, die ſeinen perſoͤnlichen Verhaͤltniſſen, ſeiner Nei⸗ ter Art und in einer beſtimmten Lage anzukaufen. Wer aber einzig und allein auf ſein zu betreibendes Gewerbe, wie wir hier vorausſetzen muͤſſen, Ruͤckſicht nehmen will, muß ſich kein Ideal von einem Landgute und von einer beſondern darauf zu betreibenden Wirthſchaftsart machen, und nur bloß dar⸗ nach trachten, ein Material aufzufinden, durch welches er ſeine Vorſtellung realiſiren koͤnne. Viel⸗ mehr muß er, erſt nachdem er das Gut aus andern Gruͤnden gewaͤhlet hat, die Wirthſchaftsart, wel⸗ che er darſtellen will, beſtimmen. Zufaͤllig kann ſich's freilich treffen, daß man ein Gut findet, was einer zuvorgefaßten Idee beſonders angemeſſen iſt, allein in der Regel wird die Wahl dadurch er⸗ ſchwert, beſchraͤnkt, und man wird von den Ruͤckſichten abgeleitet, die man beim Kaufe zu nehmen hat, um einen moͤglichſt vortheilhaften zu machen. §. 63. Vor allem aber hat man dahin zu ſehen, daß das anzunehmende Landgut mit dem Vermoͤgen, welches man beſitzt, in gerechtem Verhaͤltniſſe ſtehe. Es koͤmmt aber hierbei nicht allein auf den Kaufpreis an, ſondern auch auf den Ueberſchlag der Koſten, die erforderlich ſind, um die Wirthſchaft ſo zu organiſiren und ſo fortzufuͤhren, daß daraus nach beſtimmter Zeit der moͤglich hoͤchſte Gewinn hervorgehe.. Wenn wir hier uͤberhaupt vom Gutsankaufe reden, ſo geſchieht dies blos in Ruͤckſicht auf den eigentli⸗ chen Landwirth, der das zu erkaufende Landaut als ein zu bearbeitendes Material anſteht, aus welchem er ein Produkt darſtellen will, nicht aber als Handel zum Wiederverkauf, bei welchem man bloß durch den AMmſatz Gewinn zu machen trachtet. Denn dieſe Handelsſpekulation hat ganz andre Grundſaͤtze und Regeln, als das landwirthſchaftliche Gewerbe.— 64646. Der Preis der Landguͤter iſt ſehr veraͤnderlich. Seit einer langen Periode iſt er bis zu dieſer Zeit immer geſtiegen, und von zwanzig zu zwanzig, oft von zehn zu zehn Jahren verdoppelt worden, Preis d. Land⸗ goͤter. ſo daß er nun zu einer Hoͤhe kam, die vor funfzig Jahren jedem unglaublich geſchienen haͤtte. Dieſes iſt eines Theils durch den vermehrten Geldumlauf, dem geſunkenen Werthe deſſelben, und dem folg⸗ lich geſtiegenen Preiſe aller Produkte beizumeſſen. Es iſt aber auch nicht zu verkennnen, daß andern Theils die vermehrte und ſich weiter verbreitende Kenntniß des landwirthſchaftlichen Gewerbes, der gluͤckliche Erfolg mancher Verbeſſerungen, der hoͤhere Ertrag verbeſſerter Wirthſchaftsſyſteme, und vielleicht nur die Ahnung einer noch hoͤhern Vollkommenheit, und eines den jetzigen weit uͤberſteigen⸗ den Ertrages; dann aber auch die groͤßere Neigung und Applikation zum Landleben, die unter der ge⸗ bildeteren und wohlhabenden Klaſſe entſtanden iſt, eben ſo viel dazu beigetragen haben. 3 In ſofern erſtere Urſach, vermehrter Geldumtayf und geſicherter Kredit den Preis der Guͤter in die Hoͤhe getrieben hat, iſt es wahrſcheinlich, daß er in der naͤchſten Periode betraͤchtlich fallen werde, da beides durch ungluͤckliche politiſche Konjuncturen ſehr geſchwaͤcht worden. Insbeſondere wenn viele 8 uͤter auf einmal zum Verkauf gebracht werden muͤßten, koͤnnte ihr Peeis ſehr fallen. Indeſſen darf man immer erwarten, daß die zweite Ueſach— die verbreitete Kenntniß der Landwirthſchaft— ſo ſtark entgegenwirken werde, daß dieſes Sinken hoͤchſtens nur momentan ſey. Und dies um ſe mehr, 8 * 22 Auswahl eines Landguts. da betraͤchtliche Kapitale, die vorher in andern Gewerben angelegt waren, derſelben Konzuncturen we⸗ gen dem Grundbeſitze und dem Ackerbau zufließen muͤſſen. Auf jedem Falle wird nach einer Reihe von Jahren die zweite Urſach ſo maͤchrig wirken, daß der Werth der Grundbeſitzungen noch ſteigen wird, wenn Ruhe, Zutrauen und freyer Handel hergeſtellet ſind. Ein uͤbermaͤßiges Sinken der Produkte iſt von einer ſtaͤrkeren Produktion keinesweges zu beſorgen, weil mit derſelb lben auch die Konſumtion zu⸗ nimmt. H. 683s. Bei dem ſchwankenden Werthe des Geldes bleibt dieſes aber immer ein unſicherer Maaßſtab zur Beſtimmung des poſitiven Werths des Grund und Bodens. Einen weit ſichrern und gleichbleibendern, allenthalben anwendbarern finden wir in einem ſolchen Produkte, welches ſich ſeiner Unentbehrlichkeit wegen in gleicherem Verhaͤltniſſe mit dem Werthe aller uͤbrigen Dinge auf die Dauer erhaͤlt. Dies iſt das Getreide,— bei uns vorzuͤglich der Rocken,— und um eine feſte Werthsbeſtimmung eines Land⸗ guts zu ſetzen, iſt es weit ſicherer, zu ſagen, es ſey ſo viele Metzen Rocken, als ſo viele Gul⸗ den werth. Wo man dann dieſen ſo beſtimmten Werth auf den nach den Zeitumſtaͤnden veraͤnderli⸗ chen Geldwerths reduziren will, da muß man das Durchſchnittsverhaͤltniß des Getreides zum Gelde in gewoͤhnlichen Jahren erforſchen, und kann dann leicht augmnitkeln, wie viel das Gut nach dem jebt be⸗ ſtehenden Geldwerthe gelten muͤſſe 5. 66. Werthſchaͤtzung Der Werth eines Landguts ergiebt ſich: 1) aus der Groͤße des ganzen Arreals und der einzelnen eines Landauts. Theile; 2) aus der Guͤte des Bodens, die aus ſeinen Beſtandtheilen und ſeinen phyſiſchen Eigenſchaf⸗ ten eigentlich nur genau ausgemittelt, jedoch vorlaͤufig aus verſchiedenen, gleich in die Augen fallen⸗ den Anzeichen im Ganzen beurtheilt werden kann; 3) aus der Lage und den Verhaͤltniſſen der verſchie⸗ denen Pertinenzien gegen einander; 4) aus den aͤußeren Verhaͤltniſſen, Vorzuͤgen und Gerechtſamen oder Belaſtungen und Dienſtbarkeiten des Guts, oder aus deſſen unkoͤrperlichen, relativen Qualitaͤten. §. 67. Der Flaͤchenin⸗ Der Flaͤcheninhalt eines Guts und ſeiner einzelnen Theile kann nur durch eine geometriſche Ver⸗ halt. meſſung genau beſtimmt und aus der Charte und dem Vermeſſungsregiſter erſehen werden. Es macht bei huͤgligem and bergigem Lande oft einen merklichen Unterſchied, ob dieſe Vermeſ⸗ ſung, nach der Wellenlinie der Oberflaͤche, oder horizontal und nach der Baſis, geſchehen iſt. Man muß ſich in einem Lande, deſſen Feldmaaß man nicht genau kennt, ſorgfaͤltig nach demſel⸗ ben erkundigen. Es ſind leider! noch ſehr wenige Maaße vollkommen genau beſtimmt. Denn wenn man auch weiß, wie viel Quadratruthen ein Ackermaaß halte, und aus wie viel Fußen eine Quadrat⸗ ruthe beſtehe, ſo iſt dennoch die Laͤnge des Fußes unglaublich verſchieden, und eine ſunbedeutend ſchei⸗ nende Verſchiedenheit deſſelben macht eine große Abaͤnderung im Maaße einer ganzen Ackerflaͤche. §. 68. Maaß nach der Haͤufig aber ſind Landguͤter noch nicht vermeſſen, und dieſe Wermeſung bei einer Kaufangele⸗ AMusſnat. genheit zu bewerkſtelligen, iſt unmoͤglich. Hier wird der Flaͤcheninhalt nach gewiſſen Ackermaaßen an⸗ gegeben, die an ſich ſelbſt hoͤchſt unbeſtimmt ſind, z. B. die Jochart; oder man kann doch keine Ge⸗ waͤhrleiſtung fordern, daß das Gut oder deſſen Pertinenzien das angegebene Maaß wirklich halte. Man nimmt deshalb in Anſehung des Ackerlandes zum Einſaatsmaaß die Zuflucht, welches aber eine micht minder unſichere Angabe iſt. Hier muß man vor allem erforſchen, wie viel auf einer wohlbekann⸗ ten Flaͤche an dieſem Orte ausgeſaͤet werde, und welche Grundſaͤtze man, in Anſehung der dichtern oder duͤnnern Ausſaat, nach Verſchiedenheit der Guͤte des Bodens und ſeiner Beſtellung befolge. 1 1 wäten, u daher den bunj ahn nepanden fimmt Pm 1' ſb ein zu nämüch den Irthatniß ſzet werden daher, vom Ja man hat hen Mexen deſſen Crte in deAoge und das K niyer allge wiethe und. ſaeten Sta unſchern Ar im angemeſ Jerif vom keine beſtimr dit Getredde Wenn man entwed deNe Pia De een und ſein üihre, die w dit nur bon dr- zu be behefen. tturen we⸗ Reihe von ggen wied, Produkte umtion zu⸗ faßſtab zur eibendern, ehrlichkeit Dies iſt nes Land⸗ ele Gui⸗ veraͤnderli⸗ n Gelde in im jetzt be⸗ er einzelnen Eigenſchaf⸗ gen fallen⸗ er verſchie⸗ erechtſamen Qualitdten. triſche Ver⸗ eſe Vermeß iſt. nach demſel⸗ Denn wenn ne Quadrat⸗ eutend ſchei⸗ xflaͤche. Kaufangele⸗ maaßen al⸗ c keine Ge⸗ rklich halte. es aber eine vohlbekann⸗ der dichtern efolge. Werthſchaͤtzung eines Landguts. 43 Daß man von der Richtigkeit der Ausſaats⸗Angabe uͤberzeugt ſeyn, und daß man, wo dies nicht der Fall iſt, mit der aͤußerſten Vorſicht verfahren muͤſſe, verſteht ſich von felbſt. Die Wieſen pflegen in ſolchen Faͤllen nach Fudern Heu angegeben zu werden, und jedermann ſieht ein, wie wenig dieſes ſagt. In ſolchen Faͤllen muß man ſich haͤufig nur auf ſein Augenmaaß, auf das Abſchreiten und Ab⸗ reiten, und auf einen ſcharfen Ortsſinn und Ueberblick verlaſſen. Die Ausbildung dieſes Talents iſt daher dem Landwirthe hoͤchſt wichtig, und kann, bei einer guten phyſiſchen Organiſation, durch Ue⸗ bung erlangt und unglaublich verſtaͤrkt werden. In Ermangelung deſſelben iſt es oft nothwendig, ei⸗ nen andern geuͤbtern, aber auch zuverlaͤßigen Mann dabei zu Huͤlfe zu nehmen. Mit dieſem Talent kauft man oft um ſo vortheilhafter, da der Werth unvermeſſener Guͤter ſehr unbe⸗ ſtimmt zu ſeyn pflegt, und ihr Ertrag gewoͤhnlich nicht hoch getrieben worden iſt. 3 4§. 69. 4 In manchen Gegenden wird der Flaͤcheninhalt zugleich mit der angeblichen Guͤte des Bodens— alſo ein zuſammengeſetzter Begriff— durch das Einſaatsmaaß beſtimmt. Man hat hier naͤmlich den— obwohl im Allgemeinen falſchen— Grundſatz angenommen, daß der Acker nach Verhaltniß ſeiner Guͤte und ſeines Reichthums ſtaͤrker, der ſchlechtere und magere aber ſchwaͤcher be⸗ ſaet werden muͤſſe, weil jener viel, dieſer wenig tragen koͤnne. Auf eine Metze Einſaat rechnet man daher, vom beſten Boden vielleicht 50, vom ſchlechteſten Boden 230 und mehrere Quadratruthen. Ja man hat außer dem Ackerlande auch andere Pertinenzien, Waſſer, Moraſt und Moor, nach ſol⸗ chen Metzen gewuͤrdiget, und aus der Summe dieſer Metzen die Groͤße eines Guts, zugleich mit deſſen Ertrag und Werth, beſtimmen wollen. Wie unzuverlaͤßig eine ſolche Angabe ſey, mußte bald in die Augen fallen und ſie hat gerade in den Laͤndern, wo dieſe Wuͤrdigungsart geſetzmaͤßig eingefuͤhrt, und das Kataſter darauf begruͤndet war, allen Glauben verloren. Wo hingegen dieſer Begriff weni⸗ niger allgemein eingefuͤhrt iſt, und ſeine Unbeſtimmtheit weniger auffaͤllt, da haͤngen kurzſichtige Land⸗ wirthe und Kameraliſten noch wohl daran, ſo daß man ſogar in den neueſten Zeiten, in einem aufge⸗ klaͤrten Staate, ſehr druͤckende Abgaben, nach dem Maaße der Einſaat— und obendrein nach ſehr unſichern Angaben eines Jahrs— beſtimmt hat, indem man ſolche dem Werthe der Guͤter dadurch am angemeſſenſten zu machen glaubte. Zuweilen hat man gar von der Ausſaat ruͤckwaͤrts ſich einen Begriff vom Flaͤchenmaaß gebildet, und verſteht unter einem Jochart, einem Joch, einem Tagewerk, keine beſtimmte geometriſche Flaͤche, ſondern ein ſolches Stuͤck Landes, wo man eine gewiſſe Quanti⸗ taͤt Getreide nach hergebrachter Gewohnheit einzuſaͤen pflegt. Wenn die Groͤße des geſammten Ackers durch das Ausſaatsmaaß angegeben wird, ſo verſteht man entweder die ſaͤmmtliche Ausſaat darunter, oder aber, was an einigen Orten haͤufiger geſchieht, nur die Winterungsausſaat, folglich bei der Dreifelderwirthſchaft, nur den dritten Theil des Ackers. . 5. 70. 4 Die Guͤte des Bodens nach ſeinen chemiſchen und phyſiſchen Eigenſchaften gruͤndlich zu beurthei⸗ len und ſeinen Werth und Ertrag zu beſtimmen, iſt eine der wichtigſten Aufgaben der Landwirthſchafts⸗ lehre, die wir in dem Hauptſtuͤcke von der Agronomie zu loͤſen verſuchen werden. Hier, wo wir nur von dem reden, was beim Ankaufen des Guts— wo keine ſo genaue Unterſuchung Statt fin⸗ det— zu beobachten iſt, muͤſſen wir uns mit oberflaͤchlichen, aber in die Augen ſpringenden Zeichen behelfen. Beurtheilung der Guͤte Bodens. des „„ 4 Wartſhatuns eins dandgtts 5. 71. Beim alkgeminen eberblich giebt der Wuchs der Baͤume und Straucher, wenn i ſie auf der Feld⸗ mark ſtehen, ihre Art, ihre Staͤrke und Geſundheit, ihre Bezweigung⸗ die Reinheit ihrer Bor ke, ei⸗ ne der ſicherſten Anzeigen von der Guͤte des Bodens ab. Sodann laͤßt ſich von den wildwachſenden Pflanzen, ſelbſt einer ſchaͤdlichen Unkrautsart, auf die Fruchtbarkeit des Ackerlandes ſchließen, jedoch iſt es nicht genug, daß ſie einzeln und verkuͤmmert darauf ſtehe, ſondern ſie muß in Menge und uͤppig darauf hervorkommen. So zeigt die kleine Feld⸗ diſtel(Seratula arvensis) einen fruchtbaren kraͤftigen Lehm, der Huflattig(Tussilago petasites) einen tenigten, die Tussilago farfars und die wilde Brombeere einen mergligen Lehm an, der Huͤhnerdarm (Alsine media), die Gänſediſtel(Sonchus oleraceus), der glattſchotige Hederich(Sinapis arvensis) halten ſich auf lockern kraftvollen Boden auf; wogegen der knotige Hederich(Raphanus raphanistrum) auch auf ſchlechtem magerem Boden waͤchſt. Der kleine gelbe Hopfenklee(Medicago lupulina) giebt von der mergligen Beſchaffenheit des Bodens ein ſehr gutes Zeichen. Der Graswuchs im Allgemei⸗ nen, wonach ſich die ſogenannten Boniteurs am meiſten zu richten pflegen, iſt ein hoͤchſt mißliches Zei⸗ chen, da er von der Witrerung und kriſchem Duͤnger, ſel bſt vom ſchlechten Stande der Fruͤchte, haͤu⸗ ſig abhaͤngt. Das Anſehn der jungen Saat iſt ein ſehr träͤgliches Merkmal, indem ſie, fruh und dicht geſaͤet, auf ſchlechtem Boden im Herbſt und Fruͤhjahr oft die auf befferem Boden beim oberflaͤchlichen Anſehn übertrifft. Man hat, um Kaͤufer zu hintergehen, juweflen abermabis dicht geſaͤet. Sicherer kann man von dem in Aehren ſtehenden Getreide und von der Stoppel auf die Guͤte des Bodens ſchließen, jedoch mit der Vorſicht, daß man die ganze Feldmark uͤberſehe, und ſich nicht mit einem einzelnen Felde begnuͤge, wo durch vorzuͤgliche Duͤngung und Kultur auf Koſten der uͤbrigen Fel⸗ der zuweilen ein uͤppiges Getreide bewirkt iſt. Die ſchwarzbraͤunliche Farbe des Bodens, wenn er friſch gepfluͤgt iſt, iſt ein Hauptmerkmal ſei⸗ ner Fruchtbarkeit; es ſey denn, daß ſie von Haid und Moorboden herruͤhre. Auch die ſchwarzbraͤun⸗ liche Farbe des in den Jurchen deehenden Waſſe ers und des abgeſpuͤhlten Schlamms beweißt Reichthum des Ackers. Bei einiger Uebung erkennt man ſchon durch den Fu ßtritt und durch das Aufſtoßen mit dem Sto⸗ cke, ſelbſt durch das Gefuͤhl beim Ueberreiten, die verſchiedenen Grade der Gebundenheit des Bodens, und ob zaͤher Ton, milder Lehm oder loſer Sand darin praͤdominire; auch giebt dies die Beſchaffenheit der Erdkloͤße, nach friſcher Beackerung, und die leichte Trennbarkeit oder der Widerſtand aͤlterer Kloͤ⸗ ßFeg zu erkennen. Mittelſt des Zerreibens zwiſchen dem Daumen und dem Zeigefinger kann man aber das Verhaͤltniß des Thons zur grobkoͤrnigen Kieſelerde noch genauer ſchaͤtzen lernen. Die Tiefe der Ackerkrume erkennt man leicht durch das Einſtoßen mit einem Stocke und an Graͤ⸗ ben, wo die Erde eingeſchoſſen iſt, ſo wie man auch bei letztern die Art des Untergrundes erkennen kann, welche auch der Aufwurf des Maulwurfs angiebt. 3 Dieſe zuerſt in die Sinne fallenden Kennzeichen muͤſſen dann zu der genauern agronomiſchen Un⸗ terſuchung⸗ wenn man Adeds Zeit da hat, leiten. X §. 72.— Auch der wiſſenſchaftliche Landwirth, der beſtimmtere Begriffe von den Kl aſſen und der Guͤte des Bodens hat, und die mannigfaltigen Ruͤckſichten kennt, n welche man dabei zu nehmen hat, muß die gebraͤuchliche Klaſſifikation und die Ausdruͤcke kennen, worin Empiriker, im Allgemein en oder provin⸗ — ziell, 4 kach der d „ zel,) eb lum,ur hel Al rden. 2 dern D keitin id dald tinn. lezin dül Water tuewand it geingee fetanzange hrktenft wet vorzügen indie weite man dort bei dau ſch. Zuwei hen Sinne! und den Wi Juw dem landu und ſaqpote ſat, und denart gleich Es haͤngt ab — dn ab. dined füheten Acke Neinung na u nach N haͤt/ ſ dn 4)ſ dutkommt, 6) T dunten Bra ¹ 6 ndern nure Siet he uf der Fed⸗ Borke, ei⸗ tzart, auf verkuͤnmert kleine Feld⸗ ssites) einen uͤhnerdarm is arvensis) hanistrum) Uina) giebt m Algemei⸗ ißliches Zei⸗ üͤchte, haͤu⸗ dicht geſaet, ichen Anſehn die Guͤte des ſich nicht mit auͤbrigen Feb⸗ tmerkmal ſei⸗ hwarzbraͤun⸗ t Reichthum nit dem Sto⸗ des Bodens, Beſchaffenhel ͤlterer Kl⸗ un man aber und an Gra⸗ des erkennen nomiſchen Un⸗ der Guͤte des hat, muß de noder probin⸗ ziel, Werthſchaͤtzung eines Landguts. 425 ziell, die Bodenarten abtheilen und ſie bezeichnen, damit er ſie, beſonders bei ſolchen Kaufunterhand⸗ lungen, verſtehe.— §. 73. Allgemein und natuͤrlich iſt die Unterſcheidung zwiſchen gutem, mittlerm und ſchlechtem Boden. Allein ſie iſt bloß relativ, und was man hier Mittelboden nennt, heißt dort guter, und an an⸗ dern Orten ſchlechter Boden. Man nimmt dabei nur auf den verhaͤltnißmaͤßigen Grad der Fruchtbar⸗ keit in jeder Gegend Ruͤckſicht. Bald verſteht man unter ſchlechtem Boden einen duͤrren loſen Sand, bald einen naßkalten, zaͤhen Lehm. Auf die Moͤglichkeit, die mehrere oder mindere Schwierigkeit, letztern vielleicht durch Abwaͤſſerung zu verbeſſern, nimmt man wenig Ruͤckſicht, und oft hat der gute Boden vor dem ſchlechten keinen andern Vorzug, als daß bisher mehrere Kultur und Duͤngung auf ihn verwandt worden, was freilich einen Unterſchied in ſeinem jetzigen Werthe macht, aber doch oft mit geringern Koſten, als der Unterſchied im Anſchlage betraͤgt, erſetzt werden kann. Die durch Ob⸗ ſervanz angenommene Klaſſiſikation wird ſelbſt von empiriſchen aber kluͤgern Landwirthen in gewiſſen Diſtrikten fuͤr falſch anerkannt, indem ſie oft ſagen, daß ſie ihren Mittelboden ihrem guten Boden weit vorzoͤgen. Man hat haͤufig den zaͤhen Thon in die erſte Klaſſe, den muͤrbern oft kalkhaltigen Lehm Gewoͤhnliche Klaſſiſikationen des Bodens. in die zweite Klaſſe geſetzt; an andern Orten aber dieſen mit Recht uͤber jenen geſchaͤtzt, vielleicht weil man dort bei der Koppelwirthſchaft mehr auf wilde Begraſung, hier allein auf Beackerung und Frucht⸗ bau ſah. Zuweilen nimmt man die Ausdruͤcke, ſchwerer, mittlerer und leichter Boden, im glei⸗ chen Sinne mit jenem, zuweilen aber unterſcheidet man und bezeichnet mit dieſen nur die Buͤndigkeit und den Widerſtand, den der Acker dem Pfluge und der Egge entgegenſetzt. §. 74. Zuweilen wird der Boden im allgemeinen Durchſchnitt nach der Vermehrung der Einſaat bei dem landuͤblichen Feldſyſteme klaſſiſizirt, und man ſagt, es ſey Boden zum dritten, vierten, fuͤnften und ſechsten Korne. Man rechnet hier manchmal mit Einſchluß, manchmal mit Ausſchluß der Ein⸗ ſaat, und man muß die Staͤrke der Ausſaat, auch ob man ſie auf demſelben Flaͤchenraume jeder Bo⸗ denart gleich mache, kennen, um aus dieſen ohnehin zu ſchwankenden Angaben, etwas zu ſchließen. d 75. Eine der gebraͤuchlichſten Klaſſiſizirungsarten iſt die nach den Fruͤchten, welche er bei dem einge⸗ fuͤhrten Ackerſyſteme, gewoͤhnlich der Dreifelderwirthſchaft, getragen hat, und der angenommenen Meinung nach mit dem groͤßten Vortheil tragen kann. Hier pflegt man folgende Klaſſtſika⸗ tion zu machen:. 1) Weizenacker, welcher nach der Brache Weizen vortheilhafter, wie Rocken traͤgt, kann er nach der Dreifelderordnung in ſechs Jahren zweimal Weizen tragen, obwohl er nur eine Duͤngung er⸗ haͤlt, ſo nennt man ihn a) ſtarken Weizenboden, der in dieſem Sinne wohl nur in angeſchwemmten Stromniederungen vorkommt; b) Weizenacker ſchlechthin, wenn er nur nach der Duͤngung Weizen und nach der zweiten unge⸗ duͤngten Brache Rocken tragen kann. 2) Gerſtacker. Bei dieſer und der folgenden Klaſſe wird nicht auf die erſte oder Winterfrucht, ſondern nur auf die zweite oder Sommerfrucht Ruͤckſicht genoemmen. Man unterſcheidet auch hier Erſter Theil. D Es haͤngt aber der Ertrag uͤberhaupt mehr vom Duͤngerſtande als von der Grundbeſchaffenheit des Bo⸗ dens ab. K 26 Werthſchaͤtzung eines Landzutz. A naſb 2) ſtarken Gerſtboden, der bei ſechsjaͤhriger Duͤngung zweimal nach der Winterung Gerſte traͤgt. na Da manche annehmen, daß ein ſolcher Boden ſich in der erſten Saat auch zum Weizen qualifizire, o Föau ſt ſetzen ſie ihn mit dieſem in eine Klaſſe. Andere aber unterſcheiden ihn richtiger davon, indem mancher Frim Boden der Gerſte ungemein zutraͤglich, fuͤr den Weizen aber nicht ſo geeigner ſeyn kann, daß er ihn Scdens mit groͤßerem Vortheil wie Rocken truͤge. Dagegen kann der gebundene, dem Weizen mehr als d em gnit dt Rocken zuſagende Boden fuͤr die Gerſte minder geeignet ſeyn, und mit weit geoͤßerem Vortheil in jeder Baüiſ Saat Hafer tragen. e. N b) ſchwacher Gerſtboden, der nur in der zweiten Frucht nach dem D Duͤnger, Gerſte traͤgt, dem un zäd man in der vierten aber Hafer, obwohl mit geringem Erfolge tragen laͤßt furu Wo große und kleine Gerſte gebaut wird, nennt man jenen auch großen Gerſt⸗, dieſen kleinen“ Ing Gerſtboden. dlemt 3) Haferacker, welcher nach der Winterung Hafer traͤgt. Eigentlich gehoͤrt in dieſe Klaſe nuu güüm u der zaͤhe, ſogenannte kalkgruͤndige Boden; denn jeder andere, der mit Vortheil Hafer traͤgt, waͤre 3 4 ta g bei gehoͤriger Kultur auch im Stande, Gerſte zu tragen. Im Allgemeinen ſetzt man aber auch denje⸗ 3. 36 nigen Boden in dieſe Klaſſe, den man fuͤr Gerſte zu leicht oder zu loſe haͤlt. Man unterſcheidet 3 8 a) ſtarkes Haferland, welches bei neunjaͤhriger Düngung ledezmaß nach der Winterung, alſo Ean dreimal Hafer traͤgt. Geundi b) mittleres Haferland, welches man im achten Jahre nach der Duͤngung ruhen laßt.. c) ſchwaches Haferland, dem man nur einmal unter dieſen Umſtaͤnden Hafer abnimmt. jübadrduc 4) Nockenacker, welcher in der Dreifelderwirthſchaft nur alle drei Jahr Rocken traͤgt, nach dem⸗ ſelben aber keine Kraft zu einer andern Frucht mehr hat, ſondern zwei Jahre ruhen muß. Kchſt Sechsjaͤhriges, neunjaͤhriges und zwoͤlfjaͤhriges Rockenland nennt man ſolches, welches nur Manh alle ſechs, neun oder zwoͤlf Jahre mit Rocken beſtellt wird und außerdem ruht. Hierzu gehoͤrt das aiagung ünss entfernte Außenland, welches nie Duͤnger erhaͤlt, und deſſen ſchlechte Qualitaͤt dann mehrentheils Atareden, nicht von ſeiner Grundbeſchaffenheit, ſondern von dieſem Duͤngermangel herruͤhrt. Die Kraft, wel⸗ heit, diß che die Natur dieſem Lande durch die Grasnarbe, oder die ihm der verſtreute Weidemiſt der Schafe Nmuun ei Vuun giebt, wird durch die Rockenſaat ſogleich wieder ausgeſog gen, und ſo der Boden in dem unfruchtbaren acch Anbau Zuſtande erhalten. Weeen das So viel Schwankendes dieſe Klaſſifikation auch hat, ſo iſt ſie doch u unter den gewöhnlich ange⸗ güche geden nommenen noch die genaueſte, und zugleich die, welche den meiſten Anſchlaͤgen zum Grunde liegt. Tuhthater Deshalb muß ſie ein jeder Landwirth kennen, der ſeiner Beurtheilung des Bodens auch beſtimmtere duch der Der Begriffe unterzulegen weiß, ſich aber in jeder Gegend, wohin ihn das Schickſal fuͤhrt, genauer erkun: ngs, weege digen, welchen Boden man nach ſeinen phyſich⸗ chemiſchen Beſchaffenhel ten in jede dieſer Klaſen z 1u3 8 J ſetzen pflegt. imm 5. 24 8 aiſaui Die ſlechte Jeder verſtaͤndige Landwirth wird ſich bei der Auswahl eines Gutes mehr durch die Guͤte des’ ue Qualitat des Ackerbodens, als durch die Groͤße deſſelben beſtimmen laſſen. Die ſchlechtere Qualitaͤt kann ſehr ſel⸗ 5 Bedenurmin ten durch die groͤßere Oberfaͤche kompenſirt werden. Es giebt ſolchen Boden, der als Ackerland durch⸗ md Quantitaͤt er⸗ eaus gar nichts werth iſt, und genau gerechnet nie die Koſten ſeiner Bearbeitung uͤbertraͤgt, wo folglich vartha jett. 500 Jochart nicht* Jochart guten Bodens in Hinſicht auf Fruchtbau gleich zu ſchaͤtzen waͤre. Traͤgt ein Boden nach der Duͤngung nicht vier Saaten zu 73 Metze per Jochart ab, ſo kann man ihn in dar I der That gar keinen Werth als Ackerboden beilegen, es ſey denn, daß man unzweifelhaft wirkſane jeriber eſt Mittel zu ſeiner Verbeſſerung habe, z. B. angemeſſenen Mergel und Schlamm in der Naͤhe, wo man a evohali dann bei dem Ankauf ſo rechnen muß, als kaufe man nur den Raum, um ſich einen zutraͤglichen Acker⸗ eaber beiw Gerſie tägt kalifizire, ſo dem mancher „ daß er ihn nehr als dem utheil i eder te traͤgt, dem dieſen kleinen eſe Klaſſ nur traͤgt, waͤre er auch deghe⸗ ſcheidet interung, aſſ laͤßt. immt. gt, nach dem⸗ welches nur u gehort das mehrentheils Kraft, wel⸗ t der Schafe ufruchtbaren öhnlich ange⸗ Hrunde liegt. beſtimmtere nauer erkun⸗ er Klaſſen zu die Guͤte des ann ſehr ſel⸗ erland durch⸗ , wo folglich waͤre. Traͤgt man ihn in aft wirkſame he, wo man glichen Acke⸗ Werthſchaͤtzung eines Landguts. 27 boden zu ſchaffen. Wenn man gehoͤrig rechnet, wird man im Durchſchnitt guten Boden immer wohl⸗ feiler als ſchlechten kaufen, indem die meiſten Menſchen noch einen zu großen Werth auf weite Aus⸗ dehnung ſetzen. Je fruchtbarer im Ganzen eine Gegend iſt, um deſto geringer iſt daſelbſt der Werth des ſchlech⸗ ten Bodens, denn der reine Ertrag oder die Rente des natuͤrlich fruchtbarſten Grundſtuͤcks ſchraͤnkt die Rente des mit ihm Konkurrirenden ein. Wo die Produkte der fruchtbarern Grundſtuͤcke zureichen, die Beduͤrfniſſe zu befriedigen, werden die minder fruchtbaren kaum mit Vortheil bearbeitet werden koͤn⸗ nen. Reichen aber jene nicht zu, ſo wird ſich die Bearbeitung der letztern mehr belohnen, und man wird daher dieſelbe Bodenart in einer unfruchtbarern Gegend hoͤher, als in einer fruchtbaren bezahlen koͤnnen. Man hat die Nachbarſchaft fruchtbarer gras⸗ und ſtrohreicher Niederungen hoͤheren und duͤr⸗ rern Guͤtern vortheilhaft gehalten, indem ſie ihnen Gelegenheit giebt, Heu und Stroh anzukaufen. In ſofern durch ſolchen Ankauf der erſte Grund zur Verbeſſerung gelegt wird, und die Koſten deſſelben zu Kapital geſchlagen werden ſollen, kann dieſes allerdings vortheilhaft ſeyn, bei genauer Berechnung aber nie, als eine beſtaͤndig fortzuſetzende Bewirthſchaftung, rentiren. Und ſo kann dieſer Vortheil die Nachtheile nicht aufwiegen, welche eine ſolche Nachbarſchaft durch die Wohlfeilheit mancher Pro⸗ dukte und die gewoͤhnliche Vertheurung des Arbeitspreiſes verurſacht. Grundſtuͤcke, welche nachgeſuchte Beduͤrfniſſe in einer Gegend ausſchließlich liefern koͤnnen, er⸗ halten dadurch einen beſonders hohen Werth. 3 5. 77/. 6 Naͤchſt dem Ackerlande kommen vor allen die Wieſen in Betracht. Man hat bisher ein gehoͤriges Verhaͤltniß der Wieſen zum Ackerlande als eine nothwendige Be⸗ dingung eines guten Landguts angeſehn, und ohne zureichenden Wieſenwachs, auch bei dem beſten Ackerboden, ein Gut fuͤr fehlerhaft gehalten. Dieſe Meinung gruͤndet ſich auf eine anerkannte Wahr⸗ heit, daß ohne zureichende Viehfuͤtterung in der Regel kein Ackerbau beſtehen koͤnne; dann aber auch auf ein Vorurtheil, daß ohne Wieſen keine Fuͤtterung gewonnen werden koͤnne. Wenn man weiß, daß durch Anbau von Futtergewaͤchſen und durch abwechſelnde Niederlegung des Ackerlandes zu kuͤnſtlichen Wieſen das drei⸗ und vierfache an Futterung gewonnen werden koͤnne, was ewige Wieſen von gleicher Flaͤche geben, ſo wird man den Mangel an natuͤrlichen Wieſen bei Landguͤtern, die privatives und fruchtbares Ackerland beſitzen, fuͤr keinen unerſetzlichen Fehler halten. Es wird jedoch hier⸗ Schaͤtzung der Wieſen. durch der Werth guter Wieſen, in der Meinung des rationellen Landwirths, nur eingeſchraͤnkt, keines⸗. wegs, wie gewiſſe unverſtaͤndige Menſchen es verſtanden haben, voͤllig aufgehoben. Auch iſt die Entbehrlichkeit der Wieſen nur bei guten und privativen Aeckern anzunehmen. Sie wer⸗ den immer noͤthiger, je ſchlechter das Ackerland und je mißlicher der Anbau der ergiebigſten Futterkraͤuter auf ſelbigem iſt. Der trockene ſandige Boden kann ſich allerdings nur durch ein ſtarkes Verhaͤltniß guter Wie⸗ ſen in Kultur erhalten, und ſeinen Ertrag ſichern; und eben ſo unentbehrlich ſind ſie, wo die Zerſtuͤckelung ddeer Felder und die dabei beſtehende Brach⸗ und Stoppelbehuͤtung die freie Benutzung derſelben verhindert. Wenn der Wieſen zu viele bei einem Gute ſind, und uͤber z der Ackerflaͤche betragen, ſo verlieren ſie ihren Werth gegen das Ackerland, es ſey denn, daß ſie ſich zum Umbruch qualiſizirten, oder daß man Heu vortheilhaft verkaufen koͤante. §. 78. 1 Der Werth der Wieſen iſt beinahe ſchwerer zu ſchaͤtzen, wie der des Ackerlandes, und es koͤnnen hieruͤber erſt in der Lehre vom Wieſenbau richtige Grundſaͤtze angegeben werden. Man theilt ſie bei den gewoͤhnlichen Veranſchlagungen mehrentheils in drei Klaſſen, in gute, mittlere und ſchlechte ein, die aber bei weitem zu ihrer richtigen Wuͤrdigung nicht zureichen. Oder man richtet ſich, nach den D 2 28 Werihſchäͤtzung eines Landguts. üögeſchäbten oder erfahrungsmaͤ ßigen Heuertrage und der Guͤte und der in Werthe dieſes Heues, wel⸗ cher letztere in verſchiedenen Gegenden und Zeiten ſehr verſchieden iſt; und ſo nimmt man haͤufig fuͤnf Klaſſen an, wovon die erſte zu 60 Centner, die zweite zu 40 Centner, die dritte zu 28 Centner, die vierte zu 20 Centner, die fuͤnfte zu 12 Centner Heu per Jochart berechnet wird. Es iſt aber auch vor⸗ zuͤgliche Ruͤckſicht auf ihre Sicherheit und Unſicherheit zu nehmen, indem haͤufig die ſonſt vorzuͤglich⸗ ſten Flußwieſen der Ueberſchwemmung zur Unzeit ausgeſetzt ſind.— „Nach der gewoͤhnlichen Veranſchlagungsweiſe wird die Wieſe ſe nach ihrer Flaͤche oder nach dem geſchatzten Heuertrage zu unerhoͤrt geringem Preiſe angeſchlagen, welches aber deshalb geſchieht, weil die Viehnutzung noch beſonders und ebenfalls ſehr geringe, angeſchlagen wird. Man waͤhnt ſo, wie in manchen Fällen, einen Fehler durch den andern auszugleichen. Der Kaͤufer muß, nach der Kenntniß, die er von den Wieſe en und von ihrer ob⸗ gleich nicht ohne Koſten zu bewerkſtellenden Verbeſſerung hat, dieſe fuͤr ſich nach d em Rutzen, die ſie ihm in ſeiner Wirthſchaft bringen koͤnnen, und nach dem gewoͤhnlichen Heuß dreiſ ſe der Gegend, den er am beſten auf Getreide reduzirt, abſchaͤtzen. Daß er Ruͤckſicht nehme, ob die Wieſen privatio, oder dem Vor⸗ un d Nachhuͤten und andern Servituten unterworfen ſey, auch ob er mit dem durchfließenden Waſſ ſer frei 8 oder nücht frei ſhalten und walten koͤnne, verſteht ſich wohl von ſelbſt. 5. 79. Die Weiden hielt m man rfür eben ſo unentbehrlich wie die Wieſen, bis man entweder die Moͤglich⸗ keit einer Stallfutterung, oder aber der wechſelnden Niederlegung des Ackerlandes zur Weide kennen lernte. Sie werden ſeitdem allgemein geringer, wie vormals geſchaͤtzt, jedoch darum nicht werthlos. Schaͤtzung der A Weiden. Bei Kaufanſchlaͤgen werden ſie mehrentheils unter der Rubrik der Viehnutzung mit veranſchlagt. In⸗ “— deſe en verdienen ſie bei dem Laufe eines Gutes beſondere Ruͤckſicht. §. 80. 4 Die Weiden ainden Statt: — 1) auf raumen oder mit Baͤumen wenig beſetzten Weideangern. Sind ſie hier privativ und uneingeſchraͤnkt, ſo iſt der Grundwerth des Bodens zu u ſchätzen, da es naͤmlich dem Beſitzer frei ſteht, ihn auch auf andere Weiſe zu nutzen, in ſofern die phyſiſche Be⸗ ſchaffenheit dieſes erlaubt. Iſt letzteres nicht der Fall, indem z. B. haͤufige Ueberſchwemmungen eine andere Benutzung zu unſicher machen, ſo muß er ſie nach der Nahrung„ die ſie einer gewiſſen Kopfzahl von Vieh geben koͤnnen, beurtheilen. „ Haufiger aber ſindet es ſich, daß ſolche Weideanger Kommung uͤter find, und jedem Eigenthuͤ⸗ mer eine beſtimmte oder doch beſchraͤnkte Weideberechtigung darauf zuſteht. Hier muß der Werth die⸗ ſer Berechtigung ebenfalls nach der Kopfzahl des Viehes und dem effektiven Nutzen, den es davon hat, beurtheilt werden. Jedoch hat man nach den Ortsverhaͤltniſſen beſondere Ruͤckſicht darauf zu nehmen, ob eine baldige Theilung zu bewirken ſteht, da dann ſolche durch ihre Unkultur ſchlecht benutzte Grund⸗ ſuͤcke einen unglaublich hoͤheren Werth, es ſey als brivative kultivirte Weide oder zu anderer Benu⸗ tzung, erlangen koͤnne. 2) Auf der Brache und Stoppel des Ackerlandes. In ſofern dieſe Weide auf eignen Ackern ſie aber vermoͤge einer Berechtigung auf fremden Aeckern ausgefuͤhrt wird, ſo muß ſie beſonders in An⸗ ſchlag gebracht werden. Denn ſo nachtheilig ſolche im Ganzen iſt, und ſo wenig Vortheil der berech⸗ tigte im Verhaͤltniß des Schadens, den er den Triftleidenden dadurch thut, hiervon hat, ſo geht doch unter manchen Verhaͤltniſſen fuͤr jenen immer einige Benutzung daraus hervor, die er ohne Erſatz ausgeuͤbt wird, gird ſie in der Veranſchlagung als Acker oder der Viehnutzung mit berechnet. Wenn an u u. nus a inn Lac 1 muj 1 tzerzut däſervon ſeſa, Vathiſ de räſt niudn iſi uch Wh bad ii mihen hel vidr Vert tn, dö dis Gerechiakei z) Jui ten. Hier kar deſeben ric Jatthel der figtwid, thümer feſtt 9 3 dS, auf d au naſen E zern bon ſe dder auch n firer das nindern Na [Wede gee beingt, und ſt mehrenth nung zu nehe 9 A Meore, die da und mod dem Fah Wöler aäanglic i ner Geſund Beſt den Orteg nt der Vie keniſe tafutten deues, wet⸗ haͤufig fuͤf entner, die er auch vor⸗ vorzuͤglich⸗ er nach dem ſchieht, wel hnt ſo, wie nicht ohne zm in ſeiner mbeſten auf m Vor⸗ und Waſſer frei die Moͤglich⸗ Beide kennen ht werthlos. chlagt. In⸗ ſchaͤtzen, da phyſiſche Be⸗ nmungen eine iſſen Kopfzahl em Eigenthü⸗ er Werth die⸗ es davon hat, f zu nehmen, utzte Grund⸗ nderer Benu⸗ eignen Ackeen hnet. Wenn onders in Aa⸗ i der berech⸗ ſo geht doch r ohne Erſot erthſchaͤtzung eines Landguts. 29 aufzugeben nicht ſchuldig iſt. Die Hauptbenutzung derſelben iſt ohne Zweifel fuͤr die Schaͤferei, ſo daß manche, obwohl faͤlſchlich, geglaubt haben, daß Schaͤfereien ohne ſolche nicht beſtehen koͤnnten. Um ihren Werth auszumitteln, muß man beſtimmen, wieviel auf Boden dieſer Art und bei dieſer Duͤn⸗ gung auf einen Kopf Vieh erforderlich ſeyn wuͤrde, wenn der Acker den ganzen Sommer hindurch dreiſch oder zur Weide laͤge. Sodann muß man die Dauer der Weidezeit, deren Anfang und Ende nach der Obſervanz und Beſtellung verſchieden iſt, beruͤckſichtigen, und endlich die Vegetationsperiode, worin ſie faͤllt, indem naͤmlich dieſe in den fruͤhern Monaten immer ſtaͤrker, wie in den ſpaͤtern iſt. Die Brachbehuͤtung iſt in den neuern Zeiten faſt allenthalben durch die Berechtigung, einen Theil der Bra⸗ che zu beſtellen, eingeſchraͤnkt worden, in einigen Gegenden jedoch nicht, und es muß hier die Erlaub⸗ niß dazu von dem Triftberechtigten beſonders eingeholt, und mit einem Aequivalent bezahlt werden. So iſt auch der Termin, wo der zu brachende Acker zum erſtenmale umgebrochen wird, bald willkuͤhr⸗ lich, bald fruͤher oder ſpaͤter beſtimmt; und da dieſe Weide mit dem erſten Umbruche ihren Werth zum groͤßten Theile verliert, ſo iſt hierauf bei Wuͤrdigung derſelben beſonders Ruͤckſicht zu nehmen. So wie der Verſtand ſein Licht uͤber die Angelegenheiten des Ackerbaues mehr verbreitet, darf man erwar⸗ ten, daß dieſe alte, wohl mehrentheils erſchlichene Berechtigung wird aufgehoben werden, jedoch, der Gerechtigkei nach, nicht ohne billigen Erſatz fuͤr den wirklich daraus gezogenen Vortheil. 3) Auf Wieſen, im Fruͤhjahre und nach geſchehener Aberntung mit einem oder zwei Schnit⸗ ten. Hier kann ebenfalls nur von der Berechtigung auf fremden Wieſen die Rede ſeyn, und der Werth derſelben richtet ſich nach der Guͤte des Wieſengrundes, nach der Dauer und der Jahreszeit. Der Vortheil derſelben iſt ebenfalls ſehr geringe gegen den Nachtheil, der dem Wieſenbeſitzer dadurch zuge⸗ fuͤgt wird, es ſey denn, daß ſie durch eben die Bedingung beſchraͤnkt waͤre, die ſich der Wieſenegen⸗ thuͤmer feſtſetzen muͤßte, wenn er ſie mit eignem Vieh betriebe. 4) Im Holze oder Waldungen. Hierbei kommt es auf die Beſchaffenheit des Forſtgrun⸗ des, auf die Art des Holzes und auf den ſtaͤrkern oder ſchwaͤchern Beſtand deſſelben an. Die in nicht zu naſſen Elſenbruͤchen, dann in Birken⸗ und Eichenhoͤtzern iſt die beſſere, in Buchen⸗ und Nadelhoͤl⸗ zern von ſehr geringer Bedeutung. Dann macht es einen Unterſchied, ob der Boden nur mit hohem oder auch mit Unterholze beſetzt iſt, und in welcher Dichtheit und Staͤrke beide ſtehn. Je dichter und ſtaͤrker das Holz, um ſo ſchlechter iſt die Weide, nicht bloß in Hinſicht des Raumes, ſondern auch der mindern Nahrhaftigkeit des Graſes, welches im Schatten waͤchſt. Der geringe Nutzen, den auch die⸗ ſe Weide giebt, ſteht ebenfalls in keinen Verhaͤltniſſen mit dem Verderben, welches ſie der Forſtkultur bringt, und deshalb iſt Aufhebung derſelben eine unbedingte Forderung der geſunden Vernunft. Sie iſt mehrentheils durch die Berechtigung des Forſteigenthuͤmers, einen Theil in Zuſchlag oder Scho⸗ nung zu nehmen, beſchraͤnkt. 5) Auf Mooren und Bruͤchern. Hier kommt es darauf an, ob es Schwarz⸗ oder Hoch⸗ Moore, die nur Haide und andere ſchlechte Kraͤuter tragen, oder Gruͤnlandsmoore, die auf einer mil⸗ den und modrigen Oberflaͤche den Wuchs beſſerer Graͤſer beguͤnſtigen, ſind. Letztere pflegen aber an dem Fehler der Saͤure zu leiden. Ferner aber fragt ſich's, in wiefern ſie trocken und dem Viehe zu⸗ gaͤnglich ſind, und dann, ob durch Beſchlammung g des Graſes ſolches dem Viehe nicht widrig und ſei⸗ ner Geſundheit nachtheilig werde. Beſtimmter kann uͤber die Benutzung und den relativen Werth dieſer Weiden erſt an einem an⸗ dern Orte gehandelt werden. In den gewoͤhnlichen Anſchlaͤgen kommt ihre Benutzung unter der Ru⸗ brik der Viehnutzung zu ſtehen. Die Berechtigung, ſolche Weiden zu betreiben, t zuweilen unbeſchraͤnkt, mehrentheils aber auf eine gewiſſe Kopfzahl von jeder Viehart, oder nach Maßgabe deſſen, was der Hof durch ſelbſtgewonnenes Win⸗ terfutter durchwintern kann. Kommt es in letzterem Falle auf eine genauere Beſtimmung dieſer Berechti⸗ Schaͤtzung des Holzes. In wiefern auf eingezogene Er⸗ kundigungen zu bauen. 30 Werthſchätzung eines Landguts. gung, 3. B. bei Theilungsangelegenheiten an, ſo kann wohl nur der Futtergewinn bei der landuͤblichen rei⸗ nen Dreifelderwirthſchaft zum Grunde gelegt werden, indem bei einer anderen Wirthſchaftsart eine unuͤber⸗ ſehbare Menge von Winterfutteruns in manchen Faͤllen gebauet werden konnte. .§. 81. Die Schaͤtzung des Holzes iſt ſehr problematiſch. Wir erwaͤhnen derſelben nur, in ſofern ſie beim Ankaufe eines Guts oft von der groͤßten Wichtigkeit iſt, uͤberlaſſen ſie uͤbrigens der Forſtwiſſenſchaft. Die Schaͤtzung kann in mancher Ruͤckſicht geſchehen, und darnach ſehr verſchieden ausfallen. Entwe⸗ der nach dem Ertrage, den das Holz nach forſtwirthſchaftlichen Grundſaͤtzen, um beſtaͤndig im guten Zuſtande erhalten zu werden, geben kann; oder aber nach dem Werthe und dem moͤglichen Verkaufs⸗ preiſe des jetzt wirklich darauf vorhandenen Holzes, in ſofern ſelbiges ganz oder zum Theil abgetrieben werden darf, da alsdann noch der Werth des abgetriebenen Grund und Bodens in Hinſicht auf ande⸗ re Benutzung hinzukommt. Die Differenz beider Schaͤtzungsarten iſt enorm, zumal wenn jene nach dem erfahrungsmaͤßigen Ertrage oͤffentlicher Forſten angeſtellt wird. Es iſt bekannt, daß in neueren Zeiten manche Guͤter gekauft, und von dem Verkaufsgelde, welches aus einem Theile des abgeſchla⸗ genen Holzes geloͤſ't worden, voͤllig oder groͤßtentheils bezahlt ſind. Eine Spekulation, die manchen Guͤterhaͤndler ſchnell bereichert hat, die aber nun in kultivirtern und bevöͤlkerten Gegenden ſeltener zur Ausfuͤhrung wird gebracht werden koͤnnen. Jedoch giebt es noch Guͤter, deren Holzwerth den jetzigen Verkaufspreis des Ganzen bald uͤberſteigen moͤchte, wenn ſie bei dem zunehmenden Holzmangel Ab⸗ ſatz dafuͤr erhalten, und durch Ziehung von Kanaͤlen oder Aufräumung und Anſtauung natuͤrlicher Ge⸗ waͤſſer den Transport erleichtern. Nach manchen Taxations⸗Prinzipien waͤre der Grund und Boden mehr werth, wenn er gar kein Holz truͤge und zur Schafweide laͤge. Auf ſolche Taxationen von gewoͤhnlichen Forſtbedienten wird man daher beim Ankaufe von Guͤ⸗ tern wenig Ruͤckſicht zu nehmen haben, ſondern den Werth des ſtehenden Holzes nach den Lokalverhaͤlt⸗ niſſen fuͤr ſich anſchlagen, und dann auf den Werth des Grund und Bodens, der oft einen angehaͤuf⸗ ten Reichthum von Dammerde enthaͤlt, und beſonders bei einer ruinirten Holzung als Acker⸗ oder Wie⸗ ſenland ungleich hoͤher zu benutzen iſt, Ruͤckſicht nehmen; wogegen dann haͤufig anderer ausgeſogener Ackerboden, deſſen Fruchtbarkeit ſchwer herzuſtellen ſeyn wuͤrde, mit Holz zu beſaamen oder zu bepflan⸗ zen und in Schonung zu legen iſt. Immer iſt der Bedarf an Bau⸗Rutz⸗ und Brennholz etwas ſehr annehmliches bei einem Gute, und deshalb beim Ankaufe beſondere Nuͤckſicht darauf zu nehmen. §. 82. Manche, die ein Gut zu kaufen die Abſicht haben, legen ein großes Gewicht auf die von den Nach⸗ barn oder in der Gegend Bekannten, auch vom Geſinde, Viehhirten und Unterthanen eingezogene Er⸗ kundigungen. Sie koͤnnen allerdings Fingerzeige geben, doch muͤſſen die Ausſagen zuvor an Ort und Stelle gepruͤft ſeyn, bevor man darauf bauet. Wer ſich dadurch des Sehens mit eigenen Augen uͤber⸗ heben will, wird ſehr leicht hintergangen werden. Solche Ausſagen werden um ſo verdaͤchtiger, je⸗ mehr die Landguͤter in einer Gegend kurrente Handelswaare geworden, und in die Haͤnde der eigent⸗ lichen Guͤterhaͤndler, zumal derer, die das Geſchaͤft in Kompagnie betreiben, gekommen ſind. Die Kunſtgriffe, deren man ſich hier bedient hat, um Kaͤufer zu hintergehen, ſcheinen unglaublich, und uͤbertreffen beinahe die der Roßtaͤuſcher. In ſolchen Gegenden muß man jeden, den man befragt, fuͤr ein geſtimmtes Inſtrument der Verkaͤufer halten. In ſolchen Faͤllen darf man aber ſelbſt ſchriftlichen Dokumenten, Pachtkontrakten und Regiſtern nicht trauen, wenn nicht fuͤr das darin Enthaltene Evik⸗ tion geleiſtet wird. Bei dem allen laͤßt ſich jedoch zuweilen vortheilhaft von dieſen Haͤndlern kaufen, da ihen ſi kaluneg d Aode Ihenenhen füt, uw ſortgekomn koante, ſt wentt m t hen der Pödent K icher folgeg hehen te zrvetbe dhlen dd korten; eden! der und ben, da 5 und ni Hluden Baj macht und ge beontwor trürtert wer Ein ſol de Data ind die zu einem dber bis jezt hattigkeit ſh zung, Betri da kann, d ha nan die Derzederwi billigen V Des führt, und reſchaftlich ahegen höch ſil, un ſom Wemn daher t, ſ nuͤßte jblichen kel⸗ eine unuͤher⸗ ern ſie beim wiſſenſchaft. n. Entwe⸗ wàg im guten Verkaufs⸗ abgetrieben d auf ande⸗ m jene nach ß in neueren e abgeſchla⸗ die manchen ſeltener zur h den jetzigen tzmangel Ab⸗ tuͤrlicher Ge⸗ d und Boden ufe von Gu⸗ Lokalverhäͤlt⸗ en angehaͤuf⸗ er⸗oder Wie⸗ ausgeſogener er zu bepflan⸗ jeinem Gute, von den Nach⸗ ngejogene Er⸗ or an Ott und en Augen uͤber ddaͤchtiger, ſe nde der ellen⸗ nen ſud Die glaublch, und an beftagt, fur bſeſchefftlchen nthaltene Epi⸗ aadlern kaufen⸗ Werthſchaͤtzung eines Landguts. 31 da ihnen nicht nur am ſchnellen Umſatze gelegen iſt, ſondern ſie ihre Waare, die ſte vermoͤge ihrer Spe⸗ kulationen wohlfeil eingekauft haben, oft ſelbſt nicht kennen. Andre ſetzen ein großes Zutrauen auf die Geſchichte eines Guts, um darnach ſeinen Werth im Allgemeinen zu beurtheilen, und ſie erkundigen ſich, welche Beſitzer oder Paͤchter es nach einander ge⸗ habt, zu welchem Preiſe es vormals verkauft oder verpachtet worden, und wie dieſe oder jene darauf fortgekommen ſeyen. Wenn man dieſe Geſchichte vollſtaͤndig und in ihren kleinſten Details erfahren koͤnnte, ſo wuͤrde ſie allerdings viele Aufktaͤrung geben, aber ſo, wie man ſie gewoͤhnlich erfaͤhrt, ver⸗ leitet ſie haͤufig zu Fehlſchluͤſſen. Weil ſich die allgemeine Meinung von einem Gute haͤufig darauf begründet, ſo wird man ſolche Guͤ⸗ ter oft gerade am vortheilhafteſten erkaufen koͤnnen, auf welchen mehrere Beſitzer oder Inhaber zugeſetzt ha⸗ ben oder zu Grunde gegangen ſind. Zuweilen haben die letzten Inhaber viel hineingeſteckt und die Kraft des Bodens wirklich dadurch vermehrt, aber nicht Ausdauer und Nachſatz genug gehabt, um die Fruͤchte daraus zu ziehen, und es giebt der Beiſpiele viele, wo auf die Weiſe reelle Meliorationen nur zum Nutzen des Nach⸗ folgers gemacht worden ſind. Auf der andern Seite koͤnnen die letzten Inhaber es verſtanden haben, leinen hohen temporellen Geldertrag aber mit Erſchoͤpfung des Ackers herauszuziehen, und dadurch ihr Vermoͤgen zu verbeſſern, das Gut aber um ſo viel zu verſchlechtern. Hierdurch kaun ein Gut bei Kurzſichtigen in einen uͤblen oder guten Ruf kommen, wo ſich dann in letzterm Falle, wenn es zum Verkauf koͤmmt, eine große Kon⸗ kurrenz von Kaͤufern, im erſtern aber keine einfinden, und ſonach uͤber oder unter dem Werthe losgeſchlagen werden wird. Jedoch darf man dieſes auch nicht als allgemein annehmen, denn manchmal kann ein unwiſſen⸗ der und nachlaͤßiger Wirth ſehr geringen Ertrag aus einem Gute gehabt und es dennoch ſo verſchlechtert ha⸗ ben, daß ein betraͤchtliches Kapital zu deſſen Wiederherſtellung erforderlich iſt.— Oftmals haben Guͤter große Huͤlfsquellen, die von unwiſſenden undeunthaͤtigen Wirthen uͤberſehen und nicht gebraucht wurden, und dieſe kaſſen ſich immer eher auf einem Gute erwarten, was in ſchlechten Haͤnden, als in guten geweſen iſt. 8 §. 83. Bei jeder Kaufsverhandlung wird in der Regel vom Verkäufer uͤber das Gut ein Anſchlag ge⸗ macht und dem Kaͤufer vorgelegt, der ihn dann mit ſeinen Erinnerungen oder mit einem Gegenanſchla⸗ ge beantwortet, damit diejenigen Punkte, bei deren Schaͤtzung ſie von einander abweichen, genauer eroͤrtert werden koͤnnen. Ein ſolcher Anſchlag iſt entweder ein Grund⸗ oder ein Ertragsanſchlag⸗ Erſterer, wozu die Data in der Lehre von der Agronomie werden angegeben werden, wuͤrde weit ſicherer ſeyn, wenn die zu einem ſolchen beſtimmten Anſchlage erforderlichen Kenntniſſe mehr verbreitet waͤren. Da dieſes aber bis jetzt nicht der Fall iſt, ſo behilft man ſich mit Ertragsanſchlaͤgen, deren nothwendige Mangel⸗ haftigkeit ſchon daraus erhellet, daß der Ertrag, der aus Grund und Boden, Kenntniß und Ueberle⸗ gung, Betriebskapital und Arbeit hervorgeht, und bei dem obendrein das Riſiko nicht berechnet wer⸗ den kann, dem Grundwerthe allein beigemeſſen wird. Weil man dieſes, obwohl dunkel, fuͤhlte, ſo hat man die Ertragsſatze moͤglichſt geringe angenommen, beſonders aber, da ſie ſich in der Regel auf Dreifelderwirthſchaft gruͤnden, die Benutzung der Brache gar nicht gerechnet, ſondern ſolche als den billigen Vortheil des Wirthſchaftbetriebes angeſehen.“ Deshalb paßt dieſe Veranſchlagungsart, beſonders ſo wie ſie in den preußiſchen Staaten einge⸗ fuͤhrt, und mit verſchtedenen Modifikationen bei den Kammeranſchlaͤgen der Domainen und in den rit⸗ terſchaftlichen Taxprinzipien geſetzlich beſtimmt iſt, auch nur allein fuͤr die Dreifelderwirthſchaft; wird dagegen hoͤchſt ſchwankend und unſicher, wenn ſie auf andere Wirthſchaftsarten angewandt werden ſoll, um ſo mehr, da man bei dieſen noch keine hinlaͤnglich beſtaͤtigten Erfahrungsſaͤtze zu haben glaubt. Wenn daher dieſe Taxationsmethode bei einem anders bewirthſchafteten Gute angewandt werden ſoll⸗ te, ſo muͤßte deſſen Ertrag dennoch ſo berechnet werden, als laͤge es in drei Feldern, weil bei jeder an⸗ Guͤter⸗Anſchlä⸗ ge. 333 Werthſchaͤtzung eines Landguts. dern Berechnung nach dieſen Prinzipien, noch unrichtigere Reſultate ſich ergeben moͤchtem, denen da⸗ heer auch das oͤffentliche Zutrauen fehlt. Dieſe in den preußiſchen Staaten hauptſaͤchlich eingefuͤhrte Veranſchlagungsmethode iſt bei aller Mangelhaftigkeit unter den bekannten noch immer die vorzuͤglichſte, und deshalb auch von den einſichts⸗ vollern Oekonomen anderer Gegenden angenommen worden. Der wiſſenſchaftliche Agronom wird nun zwar den Grundwerth des Bodens, abgeſondert von dem Wirthſchaftsertrage, fuͤr ſich richtiger zu beſtim⸗ men wiſſen, muß jedoch dieſe Veranſchlagungsart, ſollte es auch nur um der Verhandlungen willen, die er mit andern zu betreiben hat, ſeyn, im Allgemeinen kennen. Fuͤr die beſondern Modifikationen, . die in einzelnen Diſtrikten uͤblich, und durch die Lokalverhaͤltniſſe herbeigefuͤhrt ſind, kann er ſich dann in jedem, wo er Geſchaͤfte hat, leicht unterrichten. 4 6 “ 6. 33x. Bei Veranſchlagung des Ackerlandes kommen folgende zwei Hauptpunkte in Betracht: 1) Wie viel wird, nach gegebener Beſchaffenheit des Bodens, auf eine gewiſſe Flaͤche eingeſaͤet? 2) Welche Vermehrung dieſer Ausſaat iſt auf demſelben anzunehmen? Beummung. Wo dieſe Veranſchlagungsart gebraͤuchlich iſt, hat man faſt allgemein die Meinung angenom⸗ Ausſaat. men, daß um ſo ſtaͤrker eingeſaͤet werden müſſe, a) je beſſer der Boden in ſeiner Grundbeſchaffenheit iſt; b„y) je ſtaͤrker und je friſcher er geduͤngt worden, und glaubt ſolche durch den Grundſatz, wer E ſtark iſt, kann ſtark tragen, erwieſen zu haben. Es koͤmmt alſo auf die Klaſſe an, worin man den Voden nach§. 75. ſetzt und ferner, die wie vielſte Frucht er nach der letzten Duͤngung trage. Jedoch iind neuerlich in der oſtpreußiſchen Taxations⸗Inſtruction richtigere Grundſaͤtze uͤber die Einſaat ange⸗ nommen.— 1 * wenn ſie alle neun Jahr geduͤngt wird, ſechs Tragten aus demſelben Duͤnger, und nach jeder Bra⸗ che eine Winterung und eine Sommerung. Weiter als auf eine neunjaͤhrige Duͤngung hat man ſich . nicht eingelaſſen, ſondern rechnet alsdann den Acker, der ſolche nicht erhaͤlt, zum dreijaͤhrigen Ro⸗ kkenlande.— 8 gen Erfahrung ausgemittelt, woruͤber in der Folge die Rede ſeyn wird. Beſtimmung d. Nach derſelben Klaſſifikation und Tragt beſtimmt man denn auch die Koͤrnervermehrung dieſer ruare⸗ Ber⸗ Ausſaaten, und der ganze Ertrag von einer Ackerflache(einem Jochart) geht hervor aus der Multipli⸗ kation der Einſaat mit der angenommenen Kornvermehrung. Das Einſaatsmaaß iſt ziemlich beſtimmt angenommen; in Anſehung der Vermehrung ſchwankt man, wie natuͤrlich, zwiſchen einem Korne mehr oder weniger, welches freilich bei der Berechnung des reinen Ertrages einen ſehr bedeutenden Unterſchied machen muß, aber der Natur der Sache nach nicht abzuaͤndern iſt. Hierauf hat man alſo bei der Pruͤfung der Anſchlaͤge beſonders ſein Augenmerk zu rich⸗ ten und keinen hoͤhern Anſatz paſſiren zu laſſen, wenn er nicht auf die beſondere Guͤte des Bodens oder aauf die ſtaͤrkere Duͤngung begruͤndet iſt. Die Moͤglichkeit der Duͤngung aber wird aus dem zu haltenden Viehſtapel oder nach der bisheri⸗ §. 88. Da allgemein das Dreifelderſyſtem zum Grunde liegt, ſo erfolgen, wenn die Brache alle drei Jahre geduͤngt wird, nur zwei Tragten; wenn ſie alle ſechs Jahr geduͤngt wird, vier Tragten, und Haferbod Nockenbe Venn d ſchrettet u Heerbei kan ſt, daß ma KNa heſonder des Korner Nien zu⸗ iche, ſo w⸗ laſtgket, ſanende Ge duch von eine eie The denen der e iſt bei alle den einſichts⸗ tom wird nun ger zu beſtim⸗ ingen willen, difikationen, der ſich dann ht: he eingeſaͤet! ung angenom⸗ rundſatz, we orin man den rage. Jedoch Einſaat ange⸗ ache alle drei rragten, und h jeder Bra⸗ hat man ſcch jaͤhrigen Ro⸗ ch der bisher⸗ lehrung dieſe der Multipli⸗ rung ſchwankt erechnung des iche nach nicht nmerk zu vich⸗ Bodens oder 9. 33 Werthſchaͤtzung eines Landguts. 33 §. 88. Man nimmt gewoͤhnlich die in folgender Tabelle angegebenen Saͤtze an: Art Klaſſ ean Enſant Dis wie⸗ Ganzer Ert afſe. c dem er„oielſte Er⸗ Ertrag des Bodens. Duͤnger. Jochart. tragskorn. per Jochart. Kornart. —. Metz. Mß. Metzen Mßl. od. Metz.] Mßl. eizen oden. rſte Ie 2 12 7 bis 8 19 4 22/— Weizen II= Eir::e e zec ——— Vierte 2 4 5— 6[11 4 13 8 Wegen —— Zweite Erſte 2 1 6— 6 ½ Vei 5 2 6 16 44 Zweite 2 e 54 9* 8 17 14 Weizen. ——— Duitee 2[18[5— 6 15 8 1 5 3 Rerſer ——— ierte— 6 8 Gerſtboden. Erſte Erſte 2 8 3— 63 13 4 13 56 Geeſte E. 2— Rocken. — Zweite 2 8 6— 7 15— 17 8 Gerſte. — Dritte 24 5 11 4. 2 Rocken — Vierte 2— 5 10— Gerſte 3 — Zweite Erſte 2 8 6 15— 8. Rocken ——— Zweite 2 8 6 15—.. Gerſte. Haferboden.— Erſte 24 44 2 4...Saſen 2 ferbooe 2 4 5 11 4.. Rocken. Aweite 2 4 5 11 4.. Hafer — 8 2— 3 ½—. 5 A. — Vierte 2— 3⁄ 3—.. Mocfen — Fuͤnfte 1 12 3 5 4 Horken Nockenboden Sochſte 5 dlo⸗ eniſch nicht beſteillt. Roch 4 ——.—*. ocken. e 1 1 8 2 3—..— §. 99. 3 chee na 33 der Aererfliche auf die Weiſe der Totalertrag in jeder Tragt ausgemittelt worden r Ausmittelung des reinen Ertrages, und zieht zuvoͤrderſt von je m di 3 2 2 3 1ge, jenem die Ausſaat ab. Hierbei kann an ſich kein Zweifel entſtehen, da die Ausſaat auf kraͤftigen Boden ſo ſtark ange iſt, daß man viel davon erſparen kann. genommen 3§. 0o. Wenn z5. beſonders duch nach Klsnemitteteim ganzen Ertrage die ſämmtlichen Koſten der Wirthſchaften Auuug es den Kornertrages, der nnn. dn jenem nheJegt werden, ſo pflegt man dennoch bei der Berechnung Rorumtionsr ges, kornart, das zur Wirthſchaftskonſumtion in Natura ele orns, Weizen zu Suppen, vom? ion in Natura(z. B. wie viel vom ,vom Rocken zu Brod, von der Gerſte zu Bi dt We liche, ſo wie die Dreſcherlohn⸗M 7 5 zu Bier u. ſ. w. gebraucht werde) Erforder⸗ 4 2 ⸗Metze ſogleich abzuziehen. Eine, wie mir da 6 Wei laͤuftigkeit, da man weit leichter bei 2 3 ,wie mir daͤucht, unndthige Weit⸗ 5 öter bei der Berechnung aller uͤbrigen Wirthſchaftsko ſumi thſchaftskoſten auch das;. ſumirende Getreide mit berechnen koͤnnte zurch ei de ihſa ſten auch das zu kon⸗ und dadurch eine vollſtaͤndigere Ueberſi 1 3 doch von einer oder der andern K 1 gere Ueberſicht erhielte. Omi muß orn„B. Teale veri rer Theil dart, 8 N. vom Hafer, noch zugetauft verden Aozug d. Korns zur Deckung d. Wirthſchaftsko⸗ ſten. Arrende⸗Korn⸗ 1 Werthſchͤzung eines Landguts. §. 91. Man hat aber, um ſich die in der That hoͤchſt ſchwierige Berechnung der Wirthſchaftskoſten zu er⸗ ſparen, haͤufig vom Koͤrnerertrage einen gewiſſen verhaͤltnißmaͤßigen Theil ausgeſetzt, um dadurch die ſe ammtlichen Koſten, nicht etwa bloß die Getreidekonſumtion zu decken. Dieſe Annahme iſt nun, wie von ſelbſt erhellet, ſehr ſchwankend, und muͤßte nach der Lokalitaͤt und nach den Zeiten ſehr ver⸗ ſchieden ſeyn. Insbeſondere macht es einen großen Unterſchied, ob die Wirthſchaft mit vielen Hofe⸗ dienſten, mit wenigen oder gar kemen betrieben wird; dann aber auch, wie der Arbeitspreis, das Ge⸗ gend ſtehe. ſindelohn, die Koſten ſeiner Bekoͤſtigungsart und der Preis anderer anzukaufenden Dinge in einer Ge⸗ 3 Wo man deshalb genauer hat gehen wollen, hat man neben der Ausſetzung eines ſoge⸗ nannten Wirthſchaftskorns noch einen beſondern Koſtenanſchlag zu machen, vorgeſchrieben, und eine Vergleichung angeſtellt, in wiefern jenes dafuͤr ausgeſetzte Korn dieſe decke. Hier findet es ſich dann ſelten, daß man mit dem nach der Regel anzuſetzenden Wirthſcha tskorne reichet. Man nimmt naͤmlich als Regel an, daß nach Abzug der Einſaat die Haͤlfte des übrigen fuͤr die ſaͤmmtlichen Wirthſchaftskoſten zu berechnen ſey; jedoch nur dann, wenn das Ertragskorn nicht uͤber das fuͤnfte angeſchlagen iſt. Man laͤßt alſo, ſtrenge angenommen , nie uͤber zwei Einſaatskoͤrner fuͤr die Wirthſchaft paſſiren; doch haben andere, die Unmoͤglichkeit damit auszureichen einſehend, nur von dem, was uͤber fuͤnf Koͤrner iſt, den vierten Theil als Wirthſchaftskorn ausgeworfen. Hiermit wird man auf gutem Boden mehrentheils ausreichen, auf ſchlechtem aber, wo nur drei Koͤrner Ertrag an⸗ genommen werden, wird unmoͤglich die Wirthſchaft davon gefuͤhrt werden koͤnnen. Es muͤßten min⸗ deſtens 1 ½ davon zu Wirthſchaftskoſten abgegeben werden, wenn man dieſe nicht anderswo her⸗ ausfaͤnde. „ Auf Weizen⸗ und Gerſtboden der erſten Art pflegt man auch auf die Veranſchlagung einiger Brach⸗ nutzung zu dringen. Billigerweiſe kann dieſes, jedoch nie weiter als bis zu einem Drittel des wirklich geduͤngten Landes dieſer Klaſſe, geſchehen. Dieſen nimmt man als mit Erbſen beſtellt an, zwei Metzen per Jochart und vier Koͤrner Ertrag. 4 92. Was nach Abzug der Einſaat und des Wirthſchaftskorns jeder Art uͤbrig bleibt, nennt man Ar⸗ rende⸗ oder Pachtkorn, und ſchlaͤgt es, als reinen Ertrag der Wirthſchaft, zu Gelde an Dieſer Geldpreis iſt nun eine ſehr ſchwierige Beſtimmung, indem er von Ort zu Ort und von Zeit Zeit oo ſehr verſchieden iſt. Bei den Domainen⸗Pachtveranſchlagungen und in d den itterſchaftlichen d. prinzipien iſt er nach Maßgabe aͤlterer Zeiten ſehr geringe angenommen, und nur ſeit kurzem bei erſtern etwas erhoͤhet worden. Im Durchſchnitt der letzten zwoͤlf Jahre iſt dieſer angenommene Preis um die Haͤlfte geringer als der wirkliche geweſen, woraus denn der Hauptgewinn der Paͤchter entſtanden iſt die ſonſt wegen des die Koſten nicht deckenden Wirthſchaftskorns beim Ackerbau nicht hätten beſtehen koͤnnen. Bei Privatverpachtungen und Kaufanſchlaͤgen hat man ihn ſeit einiger Zeit hoͤher, den Ro⸗ cken zu 2 Fl. 12 Kreuzer und das uͤbrige Getreide nach Verhaͤltniß angenommen. Ungeachtet der Durch⸗ ſchnittspreis der letzten zwoͤlf Jahre viel hoͤher iſt, ſo darf man doch wohl keinen hoͤhern, wie letzteren annehmen, indem die hohen Preiſe dieſer Zeit durch beſ ondere Umſtaͤnde veranlaßt wurden Es ließ ſich woyl nie weniger als in der jetzigen Zeit vorausſehen, wie der Preis des Getreides ſichtin der Fulde verhalten werde, indem der Werth des Geldes gegen den Werth anderer Dinge von der Wendun wel e die Finanz⸗, Kredit⸗ und Handels⸗Konjunkturen in dieſer Kriſe nehmen werden, abhaͤngt. 6 — Die Berechnung des Ertrages vom Ackerlande wird nun gewoͤhnlich ſo gemacht jeder Hufe, Feldbreite oder Koppel, die unter einen §. 93 · daß man von Namen begriffen wird, die Jechartzahl ſammt ugis rn hel ldel knnlac del de 68 dun Oder Khnttl larſſ. Inein tr tech atboden e untit. Na Eiſährung an Ir werde de Gribeden d Es blibe ſod ung auf 14 Es wü In 1ſter d ² Ar In Iſeer7 4 2 ter In Iſter d ; Aer ¹ zMr ⸗ Ker Kter ; der In Iſet: « eter : 3ter nd aberden dann vird f V ſi tkoſten iu m dadurn di ahme iſt un iden ſehr ve⸗ it vielen Hofe⸗ dreis, das Ge⸗ ge in einer Ge ung eines ſoge⸗ ben, und eme et es ſich dan abrigen für de korn nicht uͤber Koͤrner fuͤr di hend, nur bon Hiermit widd er Erttag an⸗ Smuͤßten min⸗ underswo her⸗ einiger Brach⸗ et des wirklich „zwei Metzen ant man Ar⸗ an. nd von Zeit zu aftlichen Tar⸗ em bei erſtern Preis um die entſtanden it⸗ atten beſtehen her, den Ro⸗ et der Durch⸗ wie lettelen vurden. Getreides ſich in der Wenduug haͤngt. daß man bon artzoh wlt dann wird folgende Tabelle die Ueberſicht des ganzen Ertrages darſtellen. Werthſchaͤtzung eines Landguts. 35 der Ausſaat und dem Ertrag nach der Bonitirung von Winterung und Sommerung jedes von dem drit⸗ ten Theil der Flaͤche angiebt, ſodann von dem Ertrage jeder Kornart die Ausſaat und das Wirthſchafts⸗ korn nach den§. 89. 90. angegebenen Prinzipien abzieht, den reinen Ertrag zu Gelde anſchlaͤgt und in die Geldrubrik ſetzt. J. 94. Oder aber man nimmt das unter eine Klaſſe im Vermeſſungs⸗ und Bonitirungs⸗Regiſter ver⸗ zeichnete Land zuſammen, vertheilt es in die drei Felder gleichmaͤßig, und macht den Anſchlag tabel⸗ lariſch.— Um ein Beiſpiel von ſolchen Tabellen zu geben, nehmen wir einmal an, daß ein Gut 528 Jo⸗ chart Ackerland habe. Davon ſind 132 Jochart Weizenboden zweiter Art, 132 Jochart als Gerſtboden erſter Art, 132 Jochart als Haferboden, und 132 Jochart als dreijaͤhriges Rockenland bonitirt. Nach Verhaͤltniß des Viehſtapels— deſſen Staͤrke vorher nach dem Futtergewinn und nach Erfahrung ausgemittelt werden ſoll— koͤnnen jaͤhrlich 88 Jochart ausgeduͤngt werden. Dieſer Duͤn⸗ ger werde oͤkonomiſch ſo vertheilt, daß 22 Jochart Weizenboden oder der ſechſte Theil, 44 Jochart Gerſtboden oder der dritte Theil, 14 ½ Jochart Haferboden oder der neunte Theil ausgeduͤngt wuͤrden. Es bliebe ſodann noch der Duͤnger fuͤr 7½ Jochart Rockenland uͤbrig, den man aber als halbe Duͤn⸗ gung auf 14 Jochart vertheilt, und ſo auf dem neunten Theil des Rockenlandes ausreichte. Es wuͤrden alſo beſaͤet: 1) Weizenboden zweiter Art. In 1ſter Tragt mit Weizen....„...... 22 Jochart. ater ⸗„⸗ Gerſte 22— Zter 2 4 N „Nocken......... 22— 4ter 3 2 Hafer... 5. 1.„ 4 2 22— 2) Gerſtboden.. In 1ſter Tragt mit Rocken... 1... 3... 44 Jochart. 2 2ter ⸗ ²⸗ Gerſte..—...... 44— 3) Haferb oden. N In jſter Tragt mit Rocken.......... 14 Jochart. 2ter 2 2 Hafer.... 2 4..... 14— N z zter ⸗ ⸗ Rocken... 3.... 145— 4ter ⸗ ⸗ Hafer........... 14— „ Ster ⸗ ⸗ Rocken........„ 145— ⸗ éter ⸗ 2 7 )% Rockenboden nach halber Duͤngung. 4 In Iſter Tragt mit Rocken.......... 14 Jochart. „ 2ter ⸗ ⸗ Rocken.......... 145— , Zter ⸗ ⸗ RNocken.......... 14— und uͤberdem in die geduͤngte Brache des Weizen⸗ oder Gerſtenlandes— Erbſen.... 22 Jochart Es ſind in derſelben bei 6 und 7 Ertragskoͤrner 2 als Wirthſchaftskorn angenommen. E 2 Werthſchaͤtzung eines Landguts. Hauskoppel. Wenn umzaͤunte Hauskoppeln, Woͤrthe oder Kaͤmpe vorhanden ſind, ſo pflegt man dieſe beſon⸗ ders und nicht nach Ausſaat und Ertrage, ſondern nach ihrem Fl aͤcheninhalte zu berechnen, und da⸗ durch den Jochart weit hoͤher, als beim offenen Feldlande anzuſchlagen. Man hat ihn ſogar bei offi⸗ 1ſ 6 8₰ 8 Ganger Ein⸗ Total⸗ Abzuziehendes Arrende⸗ ,E 32 fall. Ertrag. ¾ Wirthſchaftskorn Korn. Juchart. Weizen 8 8 im Ganzen — 53* 5———————— Aufe Vrages 5 Metze. Mäͤßet. Metze. Maͤßel. Düemdi Metze. Maͤßel. Metze. Maͤßel.] 22 11 44 6 60 8 363— 2 ½ 151 4 151 4 Rocken. 1 22 13 40 6 55—[330— 2 137 8 1327 8 4 ¼ 2 1 40 6 110— 660— 2½ 275— 275— 14 3 36 at 32 10 146 13 14 57 11 57 11 14 3 3 32 3 29— 87— 1 29— 29— 144 3 53 227 54 2 24 14 62a 3 418 10 ½ 18 10 ¾ 144 1 4 1 32 3 29 3 29 29— 144 4 2 27 2 ½ 24 14 624 31 43 18 10 ½ 18 10 ½ 142 4 3 24 2 21 12 O1a 73 153 Summa.. 327 2[1483 2— 1I1— 386 7½ 572 4 3 Gerſte.. 22 1 b 2 40 7 ss 3Ss 21 137 8 192 8 44 2 2 40 6[110— 660 /y— 2 ½4 229 3 320 19 66 Summa 1.... ſ165— ſioass—[— 366 11[313 3 Hafer. 1 1 22 1 4, 36 5 49 8 247 3 2 99 4 99 4 14 ½1 3 2 36 4 32 10 146 13 1½ 57 1½ 57 1½ 14114 32 1 29 I l 291— 29— 51 Summa...[111 2 481 5— 185 31 183 5 ⅔ — Erdfen 5— 22 1 1 3²2 5 44— 220— 2 39— 88— —— ö Tpꝑpyö—ö——⸗ W Reiner Ertrag. Weizen 1531. Metz. 4. Mßl. A Metz. 3 Fl. 13 kr.. 498 Fl. 38 kr. Rocken 572 ⸗ 51⸗ 4 11 ⸗. 1268 ⸗ 4 ⸗ Gerſte 513 ⸗ 35 ⸗ a4 ⸗ 1 2 39.. 854 ⸗ 43⸗ Hafer.. 185 ⸗ 5½ ⸗ 4 2— 2 57 ⸗.. 179 ⸗ 18 ½⸗ Erbſen.. 88 ⸗- ⸗ 4 27 2 ⸗11 ⸗.. 228 ⸗ 48 ⸗ Summa 1510 Metz. 4 Mßl....„... 3020 Fl. 29 kr. F. 95. eiellen Anſchlaͤgen zu 9 bis 18 Fl. gewuͤrdigt, ungeachtet man nicht annehmen kann, daß ſich der Boden in ſeiner bleibenden Grundbeſchaffenheit vor der uͤbrigen Feldmark beſonders auszeichne. Der hoͤhere Kultur⸗ und Duͤngungszuſtand, worin ſie zu ſtehen pflegen, und das ſogenannte Gartenrecht, d. h. dus bh Prnung pytſad n adder renn jedd am Füt goazen ſehl nniui an Keen der hähere untheitsbe Wein auf eige eig hhüͤnüchke aug ahgele Bein n Setrach enen dale ſi der N und Vod denn, do Qulität, ziglichen In! nnd berſch hal ſo hor ſchon beres did, bei Nan We niaͤts de juſchrebe zum Kap . 14 Fl. SOtromnien und der go auch an, dieſs oder — Arrende⸗ Korn. —— Netze. Maͤßel 1 1 1. 35 kr. dieſe beſon⸗ n, und da⸗ gar bei off⸗ hder Boden Der hohere recht, d.9. Werthſchaͤtzung eines Landguts. 37 Freiheit von fremder Aufhuͤtung, welches ſie haben, und dann die wieklich hoͤhere ſich ausweiſende Benutzung ſind der Grund dieſer beſondern und hoͤhern Veranſchlagung. Allein die Kultur und Duͤng⸗ „ e C. e. e* kraft ſind nicht bleibend, koͤnnen nur durch groͤßern Aufwand erhalten, durch denſelben aber dem uͤbri⸗ gen Felde eben ſowohl ertheilt werden. Das Gartenrecht muß allerdings ihren Werth ſehr vergroͤßern; wenn jedoch die Landesgeſetze den Gutsbeſitzer berechtigen, auf eine allgemeine Separation der gemei⸗ nen Feldbehuͤtung zu dringen, ſo faͤllt auch dieſer Vorzug der Woͤrthen weg, und die Benutzung der ganzen Feldmark, wenigſtens des beſſern Theils, kann der Benutzung von jenen gleich gemacht werden. Ihr anerkannter bisheriger Werth giebt den uͤberzeugendſten Beweis, zu welchem Werth. eine ganze Feldmarkt gebracht werden koͤnne, indem nicht die Natur, ſondern bloß menſchliche Einrichtungen den Un⸗ terſchied verurſacht. Bei hoͤherer Kultur wird die ganze Feldmark eine Woͤrthe werden, und man wird ſich dann wahrſcheinlich bewogen finden, ſie auch auf eben die Weiſe nach Flaͤcheninhalt zu taxiren. 848§. 96. Eben ſo werden auch die Kuͤchengaͤrten nach Flaͤcheninhalte und betraͤchtlich hoch angeſchlagen. Der hoͤhere Ertrag, den man von ihnen annimmt, iſt jedoch nur der auf ſie verwandten Induſtrie meh⸗ rentheils beizumeſſen. Ein Gleiches iſt der Fall mit den Hopfengaͤrten. Weingaͤrten werden nach dem Werthe ihres Produkts, welches man aus der Erfahrung kennt, auf eine eigne Weiſe, wofuͤr man kaum einen Maaßſtab hat, geſchaͤtzt, indem die beſondere Eigen⸗ thuͤmlichkeit des darauf wachſenden Weins aus Boden, Lagen und Klima noch nicht befriedigend ge⸗ nug abgeleitet werden kann. Bei den Obſtgaͤrten und Obſtanlagen koͤmmt das dem Obſtbau guͤnſtige Klima neben dem Boden in Betracht. Es giebt Gegenden, wo man alle zwei, andre Gegenden, wo man kaum alle neun Jahr einen vollen Ertrag rechnen kann. In jenen, wo es viele und groͤßere Obſtanlagen zu geben pflegt, iſt der Werth nach dem Durchſchnittsertrage ziemlich beſtimmt; in dieſen wuͤrde ich, außer den Grund und Boden, nur den Werth der Baͤume nach ihrer Groͤße, Geſundheit und Art anſchlagen, es ſey denn, daß ein warmer, gegen ſchaͤdliche Winde beſonders gedeckter Platz mit Obſthaͤumen von guter Qualitaͤt ſtark beſetzt ſey, in welchem Falle ein dem Obſtbau unguͤnſtiges Klima demſelben einen vor⸗ zuͤglichen Werth geben kann. Ueber die Wieſen und Weiden und ihre Veranſchlagungsart iſt oben in den 4½. 70— 80 geredet. §. 97. In Anſehung der Viehnutzung koͤnnen die Anſchlagsprincipien nicht anders als hoͤchſt ſchwankend und verſchieden ſeyn. Man ſetzt ſie deshalb in den gewoͤhnlichen Dreifelderſyſtems⸗Anſchlaͤgen kaum halb ſo hoch an, als ihre ſelbſt hier anerkannte Benutzung iſt. Da man indeſſen Wieſen und Weide ſchon berechnet hat, und der Werth des Duͤngers, um deſſen willen das Nutzvieh vorzuͤglich gehalten wird, beim Ertrage des Ackers ſchon in Anſchlag gekommen iſt, ſo iſt es auch in der That genug. Wenn Wieſen und Weiden gehörig angeſchlagen werden, ſo duͤrfte fuͤr die Viehnutzung weiter gar nichts berechnet werden, indem der hoͤhere Ertrag derſelben lediglich der Induſtrie des Landwirths zu⸗ zuſchreiben iſt. Es verſteht ſich, daß das wirklich zu uͤbergebende Vieh, nach gehoͤriger Taxation, zum Kapitalwerthe gerechnet werden muͤſſe. In den gewoͤhnlichen Anfchlaͤgen ſchwankt die Benutzungsannahme einer Kuh zwiſchen 5 und 14 Fl. Der letzte Satz findet jedoch bei der Dreifelderwirthſchaft nur ſelten auf den fruchtbarſten Stromniederungsweiden Statt. Ein Drittel der Kopfzahl wird als Jung⸗ oder Guͤſtvieh gerechnet, und der Kopf von dieſen zu einem Sechſtel des milchenden Viehes angeſchlagen. Jedoch nimmt man auch an, daß die Außenweiden das Jung⸗ und Guͤſtvieh erhalten, und berechnet alsdann entweder dieſes oder jenes gar nicht. Gaͤrten. Veranſchla⸗ gung der Vieh⸗ nutzung. 38. Werthſchaͤtzung eines Landguts. Hundert Schafe werden zwiſchen 28 ünd 42 Fl. und lihre Außenweide dann gar nicht gerechnet. Obwohl der Ertrag der Schaͤferei, ſelbſt ohne beſondere Induſtrie, anerkannt groͤßer iſt, ſo hat man doch wegen des bisherigen großen Riſiko des Schafſterbens dieſen Anſatz in den gewoͤhnlichen Anſchlaͤ⸗ gen noch nicht erhoͤhet; und allerdings muß bei dem wirk lichen Ertrage der Shüͤfeſei vieles auf In⸗ duſtrie gerechnet werden. Die Schweinezucht wird zuweilen nach den Käͤhen, zuweilen nach der 2 Ausſaat berechnet. Im erſten Falle nimmt man an, daß von jeder Kuh ein Schwein aufgezogen werden koͤnne, und ſetzt ſelbi⸗ ges zu 28 bis 30 kr. an. Bei der andern Art rechnet man auf 1 Metze Winterausſaat 4 kr. fuͤr die Stoppelbenutzung mit den Schweinen. Nach der Ausſaat des Sommergetreides ſchlaͤgt m man ndagegen die Jedervjehnutzung a⸗ an.1 Metz. zu 2 Kreußzer. Die wilde Fiſcherei und Jagdbenutzung kann nur nach der Erfahrung oder Verpachtung nach je⸗ der beſondern Lokalitaͤt angeſchlagen werden. Die Teichſiſcherei aber Erfordert eine genaue Kenntniß derſelben, die wir hier nicht vorausſetzen koͤnnen. Der Rebeng⸗ Auch die mit der Landwirthſchaft verbundenen Gewerbe der Bierbrauerei, Branntweinbrennerei, werhe. Ziegelei, Muͤhlenbetriebes, werden haͤufig nach ihrer Benutzung angeſchlagen, welche nur hiſtoriſch durch Regiſter und Zeugenausſagen auszumitteln iſt. Da hierbei aber auf die Induſtrie, womit das Gewerbe betrieben worden, und we lche nicht taxirt werden kann, ſodann auf die Zeitumſtaͤnde ſo vie⸗ les ankommt, ſo ſollte man das Gewerbe ſelbſt von der beſondern Berechtigung, ſelbiges uͤberhaupt und in einem gewiſſen Umfange ausſchließlich zu betreiben, wohl unterſcheiden, und nur letztere als ei⸗ ne beſondere, mit dem Gute verbundene Gerechtſame in Anſchlag beiͤgen. §. 99. Die beſtaͤndigen Geld⸗ und Naturalienfaͤle berechnen ſich von ſelbſt; die unbeſtaͤndigen koͤnnen nicht anders als nach einem Durchſchnitt von einer Reihe von Jahren, oft mit einiger Ruͤckſicht auf die Zeitumſtaͤnde, berechnet werden. Machen ſolche einen betraͤchtlichen Theil der Rente eines Land⸗ gutes aus, ſo ſind ſie mehr ein Gegenſtand fuͤr den Kapitaliſten, als fuͤr den Landwirth. Sie verzin⸗ 1 Der Gefaͤlle. ſen nur das Kapital, und laſſen ſich in der Regel nicht vermehren. Wer ein Landgut fuͤr 130,000 Fl. tauft, wovon 75,000 Fl. zinsbar durch ſolche Gefaͤlle gedeckt werden, der hat eigentlich nur ein Land⸗ gut von 75,000 Fl. gekauft. Haͤtte er das ganze Kapital dem landwirthſchaftlichen Gewerbe widmen wollen, ſo wuͤrde er dabei ſeinen Zweck verfehlt haben. §. 100. Zu den wichtigſten Naturalienfaͤllen gehoͤrt der Korn⸗ Zehnten, den einige Guͤter von andern Fel⸗ dern ziehen, einige aber auch geben muͤſſen. Er iſt eine Berechtigung von ſehr großer Wichtigkeit, die nicht nur auf den unmittelbaren Ertrag des Gutes, ſondern auch vermoͤge des Strohes auf das ganze Bewirthſchaftungsſyſtem einen ſehr wichtigen Einfluß hat. Deshalb verdient er eine beſonders genaue Erkundigung uͤber die Art und Weiſe, wie er gezogen wird, uͤber die beſtehenden Anordnungen und Pflichten des Zehntnehmers und Zehntgebers, beſonders ob er erſterem auf den Hof gefahren, oder von ihm abgeholt werde, und in Anſehung aller dabei vorkommenden Verrichtungen und Gebraͤuche. 1 Ueber die Nachtheiligkeit des Zehntens fuͤr das zehntpflichtige Gut, und die Unmoͤglichkeit, Meliora⸗ tionen und eine hoͤhere Kultur dabei einzufuͤhren, habe ich mich in meiner engliſchen Landwirthſchaft, Th. III. S. 89, ausfuͤhrlich erklaͤrt, und der Zehnten ſchließt alle Kultur um ſo mehr aus, je ſchlechter der Boden iſt; deun es giebt der Faͤlle viele, wo er den ganzen reinen Ertrag, und zuweilen mehr, vs ollig wegnimmt, weswegen wir denn auch manche Beiſpiele haben, daß der Zehnten per Jochart hoͤher, als das Land ſelbſt, Des Zehntens. —————————— ᷣ†ꝓ—d————— dher tu ſen helen! drchd Püter nnd der Endli Sieu ſochen Hef Hofen, d Bauern;: zwer oder doch werden ten und Vie ſen u.ſ.w. 2) 3 Geme tagen im Je Gitsherrn dabeij iſt ei den Falle ſi han, wen gehedene borkeit d allgeneine fehlerafte und ſo viel don ſeinem Ehe darn, Brodhertno nan allgem gerechne ſo hat man en Anſchla⸗ es auf Ju⸗ hnet. Im ſetzt ſelbi⸗ kr. fuͤr de / 1 Metz. gg nach je⸗ Kenntniß brennerei, r hiſtoriſch womit das nde ſo vie⸗ uͤberhaupt ztere als ei⸗ gen koͤnnen ickſicht auf nes Land⸗ zie verzin⸗ 50,000 Fl. ein Land⸗ be widmen undern Fel⸗ tigkeit, die das ganße ders genaue nungen und ihren, oder ſebraͤuche. ſt, Meliora⸗ haft, Th.l. er der Bodelt wegnitiunt, Land ſelbt Werthſchaͤtzung eines Landguts. 39 bezahlt wird. Hieraus erhellet von ſelbſt, daß ein zehntpflichtiges Gut zu kaufen— wenn anders nicht die ſicherſte Hoffnung, den Zehnten auf eine andere Weiſe zu kompenſiren, vorhanden iſt— durchaus keinem nachdenkenden Landwirthe einfallen koͤnne. Der Zehntberechtigte kann zwar vom Zehnten einen ungemein großen Nutzen, beſonders zur Aufhel⸗ fung eines ausgeſogenen Gutes, ziehen, indem er die Erhaltung eines ſtaͤrkern Viehſtandes, und folglich ei⸗ ne reichere Beduͤngung moͤglich macht. Indeſſen iſt es merkwuͤrdig, daß in Gegenden, wo faſt alle groͤßere Oekouomien Zehnten von pflichtigen Feldern ziehen, und wo man glaubt, daß ſolche ohne Zehnten gar nicht beſtehen koͤnnen, dieſe Wirthſchaften dennoch auf einem ſehr mittelmaͤßigen Grade ſtehen, und ihren Ertrag nicht in dem Verhaͤltniſſe, wie man von der oft ſehr großen Strohzufuhr erwarten koͤnnte, vermehrt haben. Die Einrichtung der auf Zehnten berechneten Wirthſchaften iſt oft ſo fehlerhaft, daß es Wohlthat ſeyn koͤnn⸗ te, durch Aufhebung des Zehntens eine andere zu erzwingen, wodurch mehrentheils der reine Ertrag ohne Naturalzehnten hoͤher, als mit dem Zehnten getrieben werden koͤnnte. Ein vernuͤnftiger Gutsbeſitzer, der die Moͤglichkeit, ohne fremd es Stroh ſeinen Acker in gerechter Duͤngung zu erhalten, einſieht, wird ſich daher gern die Aufhebung des Naturalzehntens gegen ein beſtimmtes Korngefaͤlle oder ſogenannten Sackzehn⸗ ten gefallen laſſen, entweder durch guͤltigen Privatvergleich, oder, wenn der Staat eine Einrichtung aufzu⸗ heben beſchließt, die dem einen Theile unendlich geringern Nutzen als dem andern Schaden bringt, und da⸗ durch die allgemeine Landeskultur auf einer niedern Stufe erhielt. Durch eine ſtrenge oder gar unbillige Ausuͤbung des Zehntrechts, die man beſonders von jährlichen Paͤchtern zu erwarten hat, vermindert ſich der Werth des Zehntens von Jahr zu Jahr, indem die Feldmar und der Wohlſtand der Pflichtigen dadurch erſchoͤpft wird. Klee⸗ und Futtergewaͤchsbau wird voͤllig ausge ſchloſſen, wenn Zehnten davon gegeben werden ſollen. 3 —§. IoI. Endlich kommen in Anſchlag die Frohnden(Hofedienſte, Herrndienſte, Robot, Scharwerk). Sie unterſcheiden ſich 1) in Geſpann⸗ und Handdienſte. Erſtere werden in der Regel nur von ſolchen Hoͤfen geleiſtet, die urſpruͤnglich groß genug ſind, Geſpann zu erhalten. Letztere von kleinen Hoͤfen, die nicht groß genug dazu ſind, oder es urſpruͤnslich nicht waren. Bauern; und man unterſcheidet ſie wieder in ganze, die mit vier Pferden, oder in halbe, die mit zwei oder einem Pferde dienen. Die mit der Hand dienenden werden Koſſaͤthen oder Kaͤthner genannt, doch werden Handdienſte auch von ſolchen geleiſtet, die gar kein Ackerland, ſondern nur Haus, Gar⸗ ten und Viehweide beſitzen, unter dem Namen von Buͤdnern, Haͤuslern, Gaͤrtnern, Einliegern, In⸗ ſten u. ſ. w. 4 2) In gemeſſene und ungemeſſene. Gemeſſene Dienſte ſind gewoͤhnlich nach Tagen beſtimmt ‚ſo daß eine gewiſſe Anzahl von Hofe⸗ tagen im Jahre abgeleiſtet werden muͤſſen. Die Wahl dieſer Tage durchs ganze Jahr haͤngt ſelten vom Gutsherrn ab, ſondern ſie ſind in jeder landwirthſchaftlichen Jahreszeit auf jede Woche feſtgeſetzt. Dabei iſt ein gewiſſes Quantum von jeder Art Arbeit auf den Tag vorgeſchrieben oder nicht. Im letz⸗ tern Falle ſind ſie fuͤr den Berechtigten gewoͤhnlich von ſehr geringem Werthe, und ſinken zu nichts herab, wenn er ſich auf der Stelle keiner koͤrperlichen Zwangsmittel bedienen kann, wie dies bei auf⸗ gehobener Leibeigenſchaft oder Unterthaͤnigkeit, und noch mehr bei aufgehobener Patrimonialgerichts⸗ barkeit der Fall ſeyn wird. Sie werden dann aber auch fuͤr den pflichtigen Bauern ſelbſt und fuͤr das allgemeine Beſte nachtheiliger, wie jede andere Dienſtart, weil ſie Traͤgheit, Indolenz, abſichtlich fehlerhaftes Verfahren und haͤmiſche Widerſpenſtigkeit erzeugen, wodurch die Moralitaͤt verdorben, und ſo viele Zeit und arbeitende Kraft voͤllig verſchwendet wird. Der Knecht oder Bauersſohn wird von ſeinem Brodherrn oder Vater angelernt, unfleißig, nachlaͤßig und tuͤckiſch zu ſeyn; er ſetzt eine Ehre darin, den Gutsherrn betrogen zu haben, gewoͤhnt ſich an Faulheit, betruͤgt denn auch ſeinen Brodherrn oder Vater und endlich ſich ſelbſt um die Arbeit, die er haͤtte thun koͤnnen. Daher findet man allgemein traͤgere Menſchen an Orten, wo beſonders ſolche Hofedienſte geleiſtet werden, und Erſtere heißen gewoͤhnlich Frohnden. 4 Werthſchaͤtzung eines Landguts. das ſämmtliche Geſinde ahmt die Faulheit und Tuͤcke der Dienſtthuenden nach. Deshalb ſind Dienſte, denen das Maaß der Arbeit an jedem Tage beſtimmt iſt, doch beſſer, und man thut wohl, in der An⸗ zahl der Dienſttage betraͤchtlich nachzulaſſen, wenn dieſe Beſtimmung erlangt werden kann. Zuweilen iſt aber auch den Hofedienſten ein gewiſſes Maaß von Arbeit beſtimmter Art ohne alle Ruͤckſicht auf Tage vorgeſchrieben. In dieſem Falle wird die Arbeit zwar mit Schnelligkeit, aber um deſto ſchlechter verrichtet. In Faͤllen, wo der ganze Gutsacker oder ein Theil deſſelben durch Hofedien⸗ ſte dieſer Art beſtellt wird, zeichnet ſich dieſer durch ſchlechte Fruͤchte ſogar gegen den Baueracker aus, und giebt haͤufig, ſelbſt bei dem Vortheile betraͤchtlicher Zehnten und weiter Abtriften, den jaͤmmerlich⸗ ſten Ertrag. Man kann in ſolchen Gegenden den durch Hofedienſte beſtellten Acker ſchon in weiter Ent⸗ fernung von dem durch eignes Geſpann beſtellten unterſcheiden, und der Unterſchied des Ertrages be⸗ traͤgt unlaͤughar mehr, als der Werth der durch die Dienſte verrichteten Arbeit. Wenn daher das Maaß der Arbeit entweder nach Tagen oder uͤberhaupt feſtgeſetzt werden ſoll, ſo iſt es am beſten, ſolche Arbeiten auszuwaͤhlen, wo die Ausfuͤhrung keinen betraͤchtlichen Unterſchied machen kann, alſo, wo moͤglich, zu Fuhren, deren Ladung ziemlich genau zu beſtimmen iſt. Ungemeſſene Dienſte ſcheinen nur mit dem Zuſtande des Bauern vereinbar zu ſeyn, wo deſſen Haus, Hof und Vieh dem Gutsherrn eigenthuͤmlich gehoͤrt, und dieſer auch das Recht hat, ihm ſol⸗ ches zu laſſen oder wegzunehmen. Hier iſt der Bauer voͤllig als Knecht zu betrachten, der ſtatt Lohns und Koſt den Genießbrauch dieſes Hofes hat. Der Herr darf ihn und ſein Vieh in der Arbeit nicht uͤbernehmen, wenn er ſein Eigenthum nicht ruiniren will. Dieſe Einrichtung laͤßt ſich auch ohne Un⸗ terthaͤnigkeit und Leibeigenſchaft denken, und ohne ſelbige vielleicht beſſer, als mit derſelben. Bede Theile koͤnnen ſich dann einander aufſagen, wenn ſie mit einander unzufrieden ſind. Jedoch beſteht dieſe Einrichtung noch an einigen Orten, wo der Bauer wirklicher Eigenthuͤmer ſeines Hofes iſt. Hier werden unbillige Forderungen durch den Grundſatz beſchraͤnkt, daß der Bauer ſo viel Zeit uͤbrig behal⸗ ten muͤſſe, als zur Beſtellung ſeines eigenen Ackers und zur Fuͤhrung ſeiner Wirthſchaft erforderlich iſt. Da die Entſcheidung hieruͤber aber ſo ungemein verwickelt iſt, ſo entſtehen daraus die ſogenannten Un⸗ moͤglichkeits⸗Prozeſſe und unendliche Mißhelligkeiten, welche des davon zu erwartenden Dienſtes kaum werth ſind. Die Handdienſte ſind zum Theil nach Tagen, zum Theil nach gewiſſen Arbeiten beſtimmt. Zu letztern gehoͤren beſonders Feldbeſtellungs⸗ und Erntedienſte, wo eine dazu taugliche Perſon eine gewiſ⸗ ſe Quantitaͤt von Arbeit dabei verrichten muß. Bei Tagesdienſten iſt es mehrentheils unbeſtimmt, ob eine maͤnnliche oder weibliche, eine ſtarke oder ſchwache Perſon dazu geſtellt werden ſoll. Da ſie von ſolchen Leuten verrichtet werden, welche mehrentheils ihren uͤbrigen Verdienſt vom Hofe haben, und folglich von demſelben abhaͤngiger ſind, auch wohl von Haͤuslern, die dadurch ihre Miethe bezahlen: ſo hat man nach Verhältniß mehr davon zu erwarten, als von Geſpanndienſten, und man kann ſie in der Regel einem weiblichen Tageloͤhner gleich ſchaͤtzen. Sie ſind auch den Leiſtenden minder nachtheilig. Hin und wieder findet man die Eineichtung, daß das Erntegeſchaͤft von dieſen Leuten ganz ver⸗ richtet witd, wofuͤr ſie dann einen beſtimmten Theil des aufgemandelten Getreides, und beim Abdre⸗ ſchen wiederum eine beſtimmte Dreſchermetze bekommen. So bequem dieſe Einrichtung man⸗ chem geſchienen hat, ſo iſt man doch in Niederſchleſien von ihrer Schaͤdlichkeit jetzt ſehr uͤberzeugt, nicht ſowohl der betraͤchtlichen Abgabe wegen, welche dieſe Leute zu fordern haben, als wegen der Unordnung und Unrechtlichkeit, womit die Ernte vollfuͤhrt wird. Dieſe erblichen ſogenannten Dreſchgaͤrtner werden daher jetzt allgemein als ein Onus des Guts angeſehen. Bei der Schaͤtzung der Dienſte, vorzuͤglich derer mit Geſpann, iſt vor allen auf den Zu⸗ ſtand der Bauern und ihres Zugoiehes Ruͤckſicht zu nehmen. Wo dieſe in gutem Stande ſind, 4 kann kann v 1 den Wee n Id mnüttti ſaen Bauen ſbende d tes gehhr ſcht it um üend kan, nuch mülrthl faun dr Nöctuctd käen ahele malseine: hen und beres hr verglec Nachd ſclagen die daglch zu b, immt im D beit dreier h tem Dienſ dier,funf turalien ett ſes von der ſen konnen; leeber Eine! einander. Inein za, oder de nag vor Ate Geachetde als ine h Ackerkundu, tjelen Schn vie auf gro denſacht n dale der ge felung des, R— die do der Raund eie Theil Dienſte, der An⸗ ohne alle aber um Hofedien⸗ cker aus, nmerlich⸗ eiter Ent⸗ rages be⸗ erden ſoll, interſchied wo deſen „ihm ſol⸗ gatt Lohns rbeit nicht ohne Un⸗ n. Bede och beſteht iſt. Hier brig behal⸗ ꝛderlich iſt. unten Un⸗ ſtes kaum nmt. Zu eine gewiſ⸗ timmt, ob Da ſie von ben, und bezahlen: kann ſie in achtheilig. ganz ver⸗ eim Abdre⸗ tung mali⸗ uͤberzeugt⸗ als wegen ſgenannten uf den Zu⸗ tande ſind, kann Werthſchaͤtzung eines Landguts. 41 kann man allerdings beſſere und mehrere Arbeit von ihnen erwarten und auf die gehorige Weiſe for⸗ dern. Wo aber der Bauer einmal in ſchlechten Umſtaͤnden iſt, da haben ſie beinahe allen Werth ver⸗ loren, und werden zuweilen eine wahre Laſt fuͤr das Gut, da in den meiſten Laͤndern der Gutsbeſitzer verpflichtet iſt, den Bauer zu erhalten, fuͤr ſeine Leiſtungen an den Staat einzuſtehn und einen verwuͤ⸗ ſteten Bauerhof herzuſtellen. Auch wird, wenn man die Entbehrlichkeit der Dienſte fuͤhlt, der wohl⸗ habende Bauer weit eher zu einem billigen Aequivalent an Gelde oder Getreide ſich verſtehen und ſol⸗ ches gehoͤrig entrichten, als der einmal in Duͤrftigkeit Verſunkene es thun will und kann. Dieſe Ruͤck⸗ ſicht iſt um ſo wichtiger, da wahrſcheinlich alle Regierungen die Aufhebung der Frohnden, gegen bil⸗ ligen Erſatz, wo nicht gebieten, doch auf alle Weiſe befoͤrdern werden, indem man allgemein aner⸗ kennt, welch eine große Maſſe von arbeitenden Kraͤften, die jetzt faſt ſchlafen, dadurch erweckt und zum Vortheil des Staats in Thaͤtigkeit geſetzt werden wuͤrde. Wenn auch, wie wir zugeben, die Auf⸗ hebung der Frohnden in einzelnen Faͤllen weder fuͤr den Berechtigten, noch fuͤr den Leiſtenden, in Betracht des zu erlegenden Aequivalents, vortheilhaft ſeyn ſollte, ſo wuͤrde doch allenthalben eine beiden Theilen reel zutraͤgliche Einrichtung daruͤber getroffen werden koͤnnen, wenn die Dienſtleiſtun⸗ gen als eine Abarbeitung eines beſtimmten Quantums von Pacht, Erbzins oder Meiergefaͤllen angeſe⸗ hen und berechnet wuͤrden, wo dann beide Theile nach ihrer Konvenienz ſich auf gewiſſe Termine dar⸗ uͤber vergleichen koͤnnten. Nach dem verſchiedenen Zuſtande der Bauern und ihres Geſpanns werden dann auch in den An⸗ ſchlaͤgen die Dienſte ſehr verſchieden berechnet. Man rechnet einen Geſpanndienſt mit zwei Pferden taͤglich zu 6, 9 bis 24 kr., in ſeltenen Faͤllen zu 36 kr., einen Handdienſt zu 3, 5 bis 9 kr., und nimmt im Durchſchnitt an, daß die Arbeit zweier Dienſtgeſpanne der eines Hofgeſpanns, und die Ar⸗ beit dreier Handdienſte der von zwei Tageloͤhnern gleicher Art gleich komme. Jenes kann nur bei gu⸗ tem Dienſtgeſpann angenommen werden, und die Erfahrung lehrt, daß ein Hofgeſpann oft mehr als vier, fuͤnf Dienſtgeſpanne leiſte. Auch iſt zu erwaͤgen, ob den Leuten beim Dienſte an Gelde oder Na⸗ turalien etwas verabreicht, oder dem Zugvieh Weide eingeraͤumt werden muͤſſe, in welchem Falle die⸗ ſes von der Taxation der Dienſte wieder abzuziehen iſt. Mancher ſpeziellen Einrichtungen mit den Dien⸗ ſten koͤnnen wir hier nicht erwaͤhnen, man hat ſich aber darnach an jedem Orte zu erkundigen. Ueber die Benutzung der Dienſte wird uͤbrigens im Kapitel von der Arbeit gehandelt werden. §. 102. Eine wichtige Ruͤckſicht bei der Schaͤtzungl eines Landguts iſt die Lage der Grundſtuͤcke gegen einander. 5 In einigen Gegenden iſt die Zerſtuͤckelung und Vermengung der zu verſchiedenen Guͤtern gehoͤri⸗ gen, oder der herrſchaftlichen mit den bauerlichen, faſt allgemein. Der Grund dieſer Zerſtuͤckelung mag vor Alters in der Unwiſſenheit gelegen haben, wie man bei Theilung einer Feldmark eine gewiſſe Gleichheit der Looſe ausmitteln ſollte, oder aber in andern Ruͤckſichten, welche zu jener Zeit wichtiger als eine gehoͤrige Beſtellung des Feldes ſchienen. Jetzt macht dieſe Einrichtung eine hohe Stufe der Ackerkultur, wo ſie nicht abgeaͤndert wird, durchaus unerreichbar. Die Bearbeitung des Feldes iſt vielen Schwierigkeiten und Zwange unterworfen, kann auf kleinen Breiten nie in der Bollkommenheit, wie auf großen geſchehen. Der Zeitverluſt, der durch das Umherziehen von einem Felde zum andern verurſacht wird, iſt betraͤchtlich, und es iſt weder eine zureichende Aufſicht auf die Arbeiter und Kon⸗ trolle der geſchehenen Arbeiten, noch ein zutreffender Voranſchlag der Zeit und Kraft, welche zur Be⸗ ſtellung des Feldes noͤthig ſeyn wird, moͤglich. Durch die Scheidungen der Ackerfelder, durch Rai⸗ ne— die doch noͤthig bleiben, wenn die Graͤnzen nicht verletzt werden ſollen— geht ein betraͤchtli⸗ cher Raum verloren. Die Vertilgung des eingeſaamten Unkrauts wird dem Einzelnen unmoͤglich. Die Erſter Theil. F Die Lage der Grundſtuͤcke. zuhelfen„und es iſt oft wicht —yj—y————————— oft ſo nuͤtzlichen Befriedigungen f Viehes, ſelbſt der Menſchen ‚nicht wehren kann. Auch die nothwe der ſchaͤdlichen Feuchtigkeit koͤnnen vo Gemeinde hoͤchſt ſelten zweckmaͤßig veranſtaltet und erhalten. Weide iſt nicht privativ, und kann nicht privativ benutzt werd 8 te, mehrentheils hochſt fehlerhafte und mit einer zweckmaͤßige gebunden, und alle weſentliche Verbeſſerungen werden unmoͤglich. Deshalb iſt der Werth ſolcher zerſtuͤckelten Grundſtuͤck Landwirthe, unter der Haͤlfte des Werths der zuſammen lie ſich daher fuͤr den Ankauf eines Guts dieſer Ar einen Ackerumſatz bewirken, und ſeine Grundſt iven und einzufriedigenden Koppeln vereinigen zu koͤnnen. les 2te Abtheilung, Seite 324. Wenn ein Landgut ſeine Grundſt Koppeln oder Marken hat, ſo kommt die Figur des Ganzen ſehr in Bet kel oder dem Quadrate kommt, um deſto beſſe bildet, hat manche Unbequemlichkeiten, und! zelne Gebaͤude neu erbaut wurden, dig auf den vorigen Platz ſetzte. Es iſt dem Uebel oft nur 42 Wwwerthſchaͤtzung eines Landguts. allen weg, ſo daß man der Zerſtoͤrung des zahmen und des wilden ndigen Begrabungen zur Ableitung und werden von der Aber, was der Hauptnachtheil iſt, die en. Deshalb iſt man an das eingefuͤhr⸗ n Benutzung unvereinbarliche Feldſyſtem gage d. Hofes. Dann iſt es von großer Wichtigkeit fuͤr den Wirthſchaftsbetrieb, wenn der er in gleicher Entfernung von allen Laͤndereien liegt. Wenn die erden kann, daß ſie alle auf den Wirthſchaftshof zuſtoßen, und cht betraͤchtlich weiter, wie die des andern find, ſo iſt die ſolche Einrichtung getroffen werden kann, bei welcher eine mit gleichen Kraͤften, durch alle Jahre Statt findet; wogegen man nes Schlages nur mit Beſorglichkeit an das Jahr gedenken zum Futterſchlage dienen ſoll. fes findet ſich nur zu haͤuſig, da man in in der Mitte der ganzen Feldmark, od Eintheilung der Schlaͤge ſo gemacht w auch die entfernteſten Graͤnzen des einen ni⸗ Lage am vollkommenſten, weil d gleiche Vertheilung der Arbeiten, 1 bei einer betraͤchtlich groͤßern Entfernung ei kann, wo er geduͤngt werden, vorzuͤgliche Arbeit erhalten, oder etwa Der Fehler einer unrichtigen Lage eines Wirthſchaftsho den Zeiten, wo die Ritterguter zuerſt bebauet wurden, ganz andere Ruͤckſichten zu nehmen hatte, als die Bequemlichkeit der Bewirthſchaftung, und nachher ſelten ganze Hoͤfe, 4 die man, um ſie in Verdindung mit dem alten zu erhalten, beſtaͤn⸗ ann eine n dem Einzelnen nicht bewerkſtelligt werden, t immer ſcheuen, uͤcke in voͤlligem Zuſammenhange, oder r iſt es, und ein Areal, der Ueberzeugung aller rationellen genden und privativen. Ein ſolcher wird wenn er nicht die ſichere Ausſicht hat, aͤcke, wo nicht ſaͤmmtlich, doch in betraͤchtlichen Priva⸗ Vergl. Engliſche Landwirthſ ſchaft, 2ten Thei⸗ doch in betraͤchtlichen racht. Je naͤher ſie dem Zir⸗ was eine lange ſchmale Figur aͤßt keine zweckmaͤßige Einrichtung der Schlaͤge zu. Wirthſchaftshof faſt ſondern mehrentheils nur ein⸗ durch die Erbauung eines neuen Wirthſchaftshofes oder Vorwerks ab⸗ ig genug, um ſich hierzu entſchließen zu muͤſſen; welches man dann aber bei der Schaͤtzung eines Guts fuͤr ſich in Abſch Beſchaßfenheit Die Feldwege zur Kommunikation mit 3 un A en einander verdienen eine beſondere Ruͤckſicht, weil Der Senese: ne und gekruͤmmte Wege betraͤchtlich verſplittert werden. darf man beim Kaufe eines Gutes nicht uͤberſehen. ginrichtung u. Eine zweckmaͤßige Einrichtung und ein r enand der Ge⸗ Vollkommenheit eines Gutes, und der Mangel daran wird durch eine uͤbermaͤßige Groͤße derſelben, dude. die nichts weniger als wuͤnſchenswerth fuͤr den Landwirth iſt, bei weitem nicht erſetzt. — lag zu bringen hat. dem Wirthſchaftsho ichtiges Verhaͤltniß der fe und mit den Grundſtuͤcken unter Zeit und Kraͤfte durch fehlerhafte, ſchlechte, unebe⸗ Ihre noͤthige Verlegung und Reparatur Wirthſ. chaftsgebaͤude gehoͤrt zur ——————— —ͤͤ L wehdihs f areui üynihoft Moſſ ſict wihe Gt änatti MDuui eſeut teni nan ine d rüſig fechte thung der⸗ bechſelung d Ehwſerigke ſehlerhaft dhels von e wderſpenſie Saͤn hut beiten laßt, ſcuftigen k nitt, um ſo tottſtenge kompenſitt ſottet es di Sclagen der ((en Schla ln muſen, Mreri darauſ den ſchen kag Dreffache nehtere od tachtlich. ſa u berech date inwer Kriſemaßen Rer erruͤn d des win zur Ableimn derden vone htheil it, i das eingefthe cee Feldſyſen ller rationele in ſoicher wi re Ausſicht ha, ctlichen Prior daft, Andhes n betraͤchllcher eer ſie den zr e ſchmale Finr ſclaͤge m thſchaftshef ii egt. Wenndi f zuſtoßen, und find, ſo ſd bei welcher ene t; wogegen na Jahe gedenken ge dieen el ung, danani hnen hutte, a3 renthells nu ei⸗ erhalten, beſir er Vorwerks d⸗ man dann äbe indſtuͤcken unte chlechte, unhe⸗ und Ryaratur zude gehdit zu große derſaben . Werthſchaͤtzung eines Landguts. 43 Die Wirthſchaftsgebaͤude werden in der Regel nicht in Anſchlag gebracht, ſondern als ein noth⸗ wendiges Erforderniß bei einem Gute angeſehen. Ihre fehlerhafte Einrichtung und ihre Baufaͤlligkeit oder die zu ihrer Herſtellung erforderlichen Koſten muß der Kaͤufer daher auf die Seite der nachtheiligen Eigenſchaften zu ſetzen nicht verſaͤumen. Maſſive dauerhafte Gebaͤude ſind immer ſchaͤtzbar, wo man ſie antrifft, obwohl derjenige ſich nicht zu ihrer Anlage entſchließen wird, der Zinſen und Zinſeszinſen des Anlagekapitals berechnet. §. 105. Gutes und reichliches Waſſer auf dem Wirthſchaftshofe, und allenthalben, wo man es braucht, iſt ein wichtiges Beduͤefniß⸗ deſſen Werth man gewoͤhnlich nur da erſt recht ſchaͤtzen lernt, wo es fehlt. Durchfließende Baͤche wird man gehoͤrig ſchaͤtzen, wenn man die Moͤglichkeit, ſie auf mannigfa⸗ che Weiſe zu benutzen, erkennt. Ein nahe am Wirthſchaftshofe vorbeifließender Bach kann zum Trie⸗ be eines mannigfach zu benutzenden Maſchinenwerks oft ſehr ſchaͤtzbar ſeyn. §. 107.- Eine voͤllige Gleichheit des Ackerlandes in ſeiner Grundbeſchaffenheit, wenn dieſe von muͤrber maͤßig feuchter Art iſt, ſo daß der Acker immer zugaͤnglich und bearbeitbar bleibt, erleichtert die Ein⸗ theilung der Schlaͤge und Felder, und ſo die ganze Bewirthſchaftung ſehr. Große und haͤufige Ab⸗ wechſelung des Bodens macht dagegen bei der Eintheilung und der Wahl der Rotationen manche Schwierigkeiten, welche gluͤcklich zu üͤberwinden großen Scharfſinn fordert. Iſt jedoch der Boden fehlerhaft, ſo iſt es immer erwuͤnſcht, wenn er es auf verſchiedene Weiſe iſt, und der Fehler eines Theils von entgegengeſetzter Art, wie der eines andern Theils iſt. Wo man einen Theil von zaͤhem, widerſpenſtigem, nur bei einem gewiſſen bald voruͤbergehenden Grade der Trockenheit bearbeitbarem Boden hat, da iſt ein verhaͤltnißmaͤßiger Theil leichten Landes, welches ſich bei jeder Witterung bear⸗ beiten laͤßt, erwuͤnſcht und mehr als ſonſt werth, weil man Geſpann und Menſchen auf letzteren be⸗ ſchaͤftigen kann, wenn jenes keine Arbeit zulaͤßt; in dem Zeitpunkte aber, wo guͤnſtige Witterung ein⸗ tritt, um ſo mehrere Kraͤfte auf das ſchwer bearbeitbare Land zu verwenden hat. Einige hundert Ju⸗ chart ſtrenger Thonboden werden ſchoͤtzbarer, wenn man eben ſo viel lehmigen Sand dabei hat. Auch kompenſirt bei Extremen der Witterung der hoͤhere Ertrag des einen den Miswachs des andern. Ver⸗ ſtattet es die Lage, ſo laͤßt ſich ſo verſchiedenartiger Boden zuweilen ziemlich gleichmaͤßig unter den Schlaͤgen vertheilen, in welchem Falle jedoch einige Abaͤnderung der Fruͤchte nach der Bodenart in dem⸗ ſelben Schlage zu machen iſt. Bei einer andern Lage wird man freilich mehrere Schlagrotationen waͤh⸗ zen muͤſſen, und die einer Art nicht leicht in voͤlligem Zuſammenhange bringen köoͤnnen. §. 108. Unter den relativen Qualitaͤten eines Landgutes kommen die merkantiliſchen Verhaͤltniſſe und alle darauf Bezug habende Umſtaͤnde in wichtigen Betracht. Dieſe hangen zum Theil von der geographi⸗ ſchen Lage ab. Die Nachbarſchaft großer Staͤdte kann den Werth des Bodens um das Doppelte und Dreifache fuͤr den ſpekulirenden Landwirth erhoͤhen, der ſie richtig zu benutzen weiß. Aber auch eine mehrere oder mindere Entfernung von großen Marktplaͤtzen und Seehaͤfen veraͤndert den Werth be⸗ traͤchtlich. Man pflegt aber in den Anſchlaͤgen den Preis des Getreides ſchon nach dieſen Verhaͤltniſ⸗ fen zu berechnen. Die Kommunikation mit dieſen durch ſchiffbare Fluͤſſe und Kanaͤle, oder doch durch gute immer fahrbare Heerſtraßen, die nicht durch zu hohe Zoͤlle beſchwert iſt, bringt das Gut ihnen gewiſſermaßen naͤher, indem ſie die Koſten des Verfahrens der Produkte vermindert, weswegen auch jeder vernuͤnftige Gutsbeſitzer mit Vergnuͤgen zu ihrer Anlegnng und Erhaltung beitragen wird. F 2 Des Waſfers. Gleichheit oder Verſchiedenheit des Ackers. Merkantiliſche Verhaͤltniſſe. Reichthum des Landes. 44 Werthſchaͤtzung eines Landgututs. Die Nachfrage nach Produkten mannigfaltiger Art iſt dem denkenden Landwirthe ungleich vor⸗ theilhafter, als wenn ſich dieſe nur auf einzelne wenige beſchraͤnkt. Er kann den Boden als dann nach ſeiner verſchiedenen Beſchaffenheit mit den zweckmaͤßigſten Produkten benutzen, und eine groͤßere und voortheilhafte Abwechſelung unter denſelben machen, wogegen er da, wo einzig und allein nach Getrei⸗ de gefragt wird, weit beſchraͤnkter iſt. Steht der Preis thieriſcher Produkte in einer Gegend hoch, ſo iſt dies dem Ackerbau mehrentheils vortheilhafter, als wenn das Getreide im Verhaͤltniß hoͤ⸗ her ſteht. Denn von ſeinen erzeugten thieriſchen Produkten kann er nach Verhaͤltniß mehr zum Ver⸗ kauf bringen, als von ſeinen vegetabiliſchen, weil letztere zum Theil in der Wirthſchaft wieder aufge⸗ hen, und der Arbeitspreis ſich mehr nach dem Preiſe des Getreides, als des Fleiſches, der Wolle u. ſ. w. richtet. Hauptſachlich aber kommt die wohlfeile Duͤngererzeugung und deren großer Einfluß auf die Produktion der Vegetabilien in Betracht. Auch auf den Preis und die Guͤte desjenigen, was der Landwirth kaufen muß, z. B. des Eiſens, Leders, Salzes u. ſ. w. iſt Ruͤckſicht zu mehmen. Es giebt Gegenden, wo die landwirthſchaftlichen Produkte niedrig, aber dieſe landwirthſchaftlichen Beduͤrfniſſe um deſto hoͤher ſtehen, und wo man ſie oft gar nicht in erforderlicher Guͤte erhalten kann. Theils iſt das Material ſchlecht, theils fehlt es an guten Arbeitern, und dies iſt faſt durchaus in armen Laͤndern der Fall, und in ſolchen, wo die Ein⸗ fuhr aus andern kaͤndern nach falſchen Staatsgrundſaͤtzen verboten iſt. / . 8§. 100o9. Der Reichthum eines Staats, ſowohl in Anſehung der oͤffentlichen Finanzen, als auch des Pri⸗ vatvermoͤgens, veraͤndert den Werth der Landguͤter ungemein. Ein ſchneller Geldumlauf, es ſey durch wirklich ausgepraͤgte Muͤnze oder durch den Kredit der Papiere, ein geringer Zinsfuß beguͤnſtigen alle Unternehmungen des Landwirths, wogegen Geldmangel, Stockung des Umlaufs und der theure Kredit, hohe Zinſen, Sinken des Kurſes mit dem Auslande die Energie des Landwirths laͤhmen muß. Ein guter Zuſtand und eine ſorgfaͤltige Adminiſtration der öffentlichen Finanzen ſichert den Gutsbeſitzer gegen neue und extraordinaire Auflagen. Eine ſtaͤrkere Beſteuerung des Grund und Bodens iſt dem Landwirthe minder nachtheilig, als mannigfaltige indirekte Auflagen, die ihn zwar nur mittelbar, aber dooch eben ſo gewiß treffen, den freien Handel und Wandel ſtoͤren, viele Koſten und ein Heer von un⸗ produktiven Acciſebedienten erfordern, auf der einen Seite zu Vexationen, auf der andern zu Unter⸗ ſchleife und Korruptibilitaͤt Veranlaſſung geben. Am uͤbelſten iſt aber ein wankendes und haͤufig abge⸗ aͤndertes, obwohl nicht von Grund aus verbeſſertes Syſtem bei der Erhebung der Staatsbeduͤrfniſſe. Wo die oͤffentlichen Finanzen in gutem Stande ſind, und einigen Ueberſchuß uͤber die nothwendi⸗ gen Ausgaben geben, da darf man von Seiten der Regierung eher Unternehmungen und Verbeſſerun⸗ gen erwarten, §. 110. die der Ackerkultur im Allgemeinen und folglich auch jedem Einzelnen vortheilhaft ſind. Staatsber⸗ faſſung u. Ma⸗ rimen der Re⸗ gierung. Auf den Werth eines Landguts haben aber auch uͤbrigens die Staatsverfaſſung und die Maxi⸗ men der Regierung einen ſehr großen Einfluß. Beſtimmte, unzweideutige, verſtaͤndliche Geſetze 8 ei⸗ ne moͤglichſt einfache und zur ſchnellen Entſcheidung fuͤhrende Prozeßordnung, eine auf keine moͤgliche Weiſe korruptible Juſtizverwaltung erhoͤhen den Werth des Eigenthums in den Augen eines jeden recht⸗ lichen Mannes. Eine gute, zweckmaͤßige Haus⸗, Land⸗ und Feldpolizey, die gegen den Ueberlauf von Vagabon⸗ den ſchuͤtzt, das Eigenthum gegen Diebesbanden und moͤglichſt gegen alle Gefahren ſichert, die Pflicht der Armen⸗Erhaltung erleichtert, den mangelnden Gemeingeiſt zwar durch Zwangsmitte! erſetzen muß, aber nicht in fiskaliſche Vexation ausartet, nicht auf laͤngſt widerlegte Vorurtheile fußt ‚nicht nach * 3 ——————————— 4 „ jperalttn ren tien ylac n iület: d dühl, N dnng der⸗ deduch dw ſirj idenm hutbi 6 n Bnndel tnenden vad andere wöbetrebſe Ene! kpen, und dner guten fir den Et ſellungen f riit jeden mdſinde dete Eai ſe Fomme der leitun ſcuſe ſcaftlicer ds von ihne ſrits beſe Dier fue den ka Klbſtſaͤnd es emmt Mütane d eenthog ben, wer VTohlſton Soldat in ſachläͤſge demägend ingleich de lodann nach groͤßere und nach Getre⸗ iner Gegend rhaͤltniß hi⸗ r zum Ver⸗ ieder aufge⸗ Volle u. ſ.w. luß auf die des Eiſens, hſchaftlichen wo man ſie fehlt es an vo die Ein⸗ ch des Pri⸗ auf, es ſey beguͤnſtigen der theure ahmen muß. Gutsbeſitzer dens iſt dem telbar, aber eer von un⸗ en zu Unter⸗ haͤufig abge⸗ eduͤrfniſe. nothwendi⸗ Verbeſſerun⸗ heilhaft ſind. d die Mari⸗ e Geſetze, dj eine moͤglich es jeden recht⸗ on Vagabol⸗ t, die Pfich erſetzen muß, t, nicht nach Werthſchaͤtzung eines Landguts. 45 veralteten Formen, ſondern nach vernuͤnftigen Gruͤnden verfaͤhrt, ihr Abſehen nicht auf Strafgebuͤh⸗ ren, ſondern auf den Zweck richtet, iſt von großem Werthe. Vor allem iſt eine zweckmaͤßige und ſtren⸗ ge beobachtete Geſinde⸗Ordnung wichtig. Eine Regierung, die den ewig wahren Satz anerkennt und ihre Maximen wirklich darnach ein⸗ richtet: daß die moͤglichſte Verbeſſerung und Kultur des Grund und Bodens vor allem andern das Wohl, die Staͤrke und den Reichthum des Staats begruͤnden, daß folglich der nachhaltigen Vermeh⸗ rung der Produktion jede andere Ruͤckſicht in der Staatswirthſchaft untergeordnet werden muͤſſe, wird dadurch ſchon den Werth des Grundeigenthumes ungemein erhoͤhen und auswaͤrtige Kaͤufer herbeiziehn. Denn hier darf man ſich verſprechen, daß dem freien Betriebe des landwirthſchaftlichen Gewerbes kei⸗ ne Hinderniſſe in den Weg gelegt werden, und daß der billig daraus zu ziehende Vortheil nicht durch fruchtloſe Getreide⸗ und Viehausfuhrſperren, noch durch andere Einſchraͤnkungen des freien Handels und Wandels geſtoͤrt werde. Man wird von ihr dagegen die Aufhebung mancher aus alten Zeiten her⸗ ſtammenden und durchaus nicht mehr paſſenden Einrichtungen,— freilich gegen billigen Erſatz deſſen, was andere durch dieſe Aufhebung verlieren— folglich die Aufhebung der weſentlichſten Hinderniſſ des betriebſamern Ackerbaues erwarten koͤnnen. Eine landſtaͤndiſche oder repraͤſentative Verfaſſung, obwohl ſie manche Mißbraͤuche nach ſich ge⸗ zogen, und haͤufig durch Spannungen mit der Regierung gute Plane verhindert hat, iſt dennoch bei einer guten Organiſation etwas ſehr Angenehmes fuͤr den Gutsbeſitzer, und kann wohlthaͤtig werden fuͤr den Staat. Sie bringt die Beduͤrfniſſe des Landes unter die Augen des Regenten, verſchafft Vor⸗ ſtellungen fuͤr das allgemeine Beſte Gehoͤr, ſichert gegen uͤbereilte willkuͤhrliche Maaßregeln, und ver⸗ tritt jeden Einzelnen gegen widerrechtliches Verfahren und gegen Mißbrauch der Gewalt. Da die Landſtaͤnde neuerlich in den meiſten Staaten aufgehoben worden, ſo iſt doch an deren Stelle eine an⸗ dere Einrichtung getroffen worden, und eine ſolche kann ſehr vortheilhaft ſeyn, wenn ſie nicht auf blo⸗ ße Formalitaͤten hinauslaͤuft, ſondern wenn wirklich dadurch die Vorſchlaͤge und Anzeigen der, unter der Leitung der einſichtsvollern, zuſammengetretenen Gutsbeſitzer zur Sprache gebracht werden. Einem Ausſchuſſe derſelben muͤßte ſodann die Leitung und Ausfuͤhrung gewiſſer poltzeilicher und ſtaatswirth⸗ ſchaftlicher Geſchaͤfte uͤbertragen, und gewiſſe Modiſikationen darin zu machen uͤberlaſſen werden; da es von ihnen zu erwarten ſteht, daß ſie die Beduͤrfniſſe und Verhaͤltniſſe des platten Landes ihres Di⸗ ſtrikts beſſer kennen, als es ſtaͤdtiſche Regierungskollegien thun. §. I11. Die militairiſche Verfaſſung eines Staats kann dem Ackerbau mehr oder minder nachtheilig und fuͤr den Landwirth druͤckend werden. Wo ſie indeſſen die Sicherheit des Staats und die ungekraͤnkte Selbſtſtandigkeit deſſelben bewirkt, da wird jeder Patriot ſich ihr mit Vergnuͤgen unterwerfen, und es kommt nur auf eine gute Organiſation dieſer Verfaſſung, auf ein gutes Verhaͤltniß der Civil⸗ und Militairbehoͤrden und auf eine ſolche Einrichtung an, daß moͤglichſt wenig arbeitende Kraͤfte dem Lan⸗ de entzogen werden. Reuere Einrichtungen, die wir in den meiſten Staaten hierin zu erwarten ha⸗ ben, werden hoffentlich das Problem loͤſen, die Vertheidigung des Vaterlandes zu ſichern, ohne den Wohlſtand deſſelben zu untergraben. Wenn jeder Staatsbuͤrger im Fall der Noth Soldat, und jeder Soldat in Friedenszeiten produzirender Buͤrger wuͤrde, ohne darum alle kriegeriſchen Uebungen zu ver⸗ nachlaͤſſigen, ſo muͤßte ein ſolcher Staat gegen feindliche Einfaͤlle eben ſo geſichert, als gluͤcklich und vermoͤgend in ſeinem Innern ſeyn. — Militairiſche Verfaſſung. Bevoͤlkerung. 46 Werthſchaͤtzung eines Landguts. §. 112. Je ſtaͤrker die Bevoͤlkerung eines Landes, um deſto vortheilhafter iſt der Ackerbau, und um de⸗ ſto groͤßer der Werth des Grund und Bodens. Es koͤmmt aber noch beſonders auf die Art der Bevoͤl⸗ kerung, auf die Staͤrke der verſchiedenen Klaſſen der Menſchen und deren Berhaͤltniß zu einander an. Eine große ſtaͤdtiſche Bevoͤlkerung iſt dem Ackerbau in merkantiliſcher Ruͤckſicht ſehr guͤnſtig, in⸗ dem ſie den Abſatz vieler und mannigfaltiger Produkte ſichert. Dagegen aber entziehen viele und gro⸗ ße Staͤdte dem Ackerbau auch die brauchbarſten und thaͤtigſten Menſchen, verderben durch ihre nahe Nachbarſchaft oft die Moralitaͤt des Landvolks, und erſchweren dadurch den Betrieb der Landwirth⸗ ſchaft. Auf die Naͤhe einer großen Stadt muß die ganze Wirthſchaftsart beſonders berechnet ſeyn, wenn man den moͤglichſten Vortheil daraus ziehen will, der dann freilich andere daraus erfolgende Be⸗ ſchwerden leicht uͤberwiegt. Fuͤr den, der eine ruhige, feſte Wirthſchaft liebt, nur produziren, nicht ſpekuliren mag, iſt die zu große Naͤhe einer Stadt gerade nicht ſehr wuͤnſchenswerth, und er wird ſich daſelbſt nicht ankaufen, weil der Preis der Grundſtuͤcke hier natuͤrlich um vieles hoͤher iſt.. Die laͤndliche Bevoͤlkerung kann groß ſeyn in Anſehung derer, die ſelbſt Wirthſchaft betreiben, oder in Anſehung der fuͤr andere arbeitenden und dienenden Klaſſe. Wo das Landeigenthum ſehr ver⸗ theilt iſt und die Beſitzungen klein ſind, da iſt in der Regel der Werth der Grundſtuͤcke am groͤßten und die Produktion am ſtaͤrkſten, beſonders wenn nicht fehlerhafte Einrichtungen und zu große Armuth, vielleicht eine gar zu uͤbertriebene Zerſtuͤckelung, die Betriebſamkeit der Landbauer laͤhmt. Eine groͤße⸗ re Landwirthſchaft wird hier aber ſelten mit Vortheil betrieben werden koͤnnen, indem der Grund und Boden nicht nur ſehr theuer iſt, und eine hohe Rente an und fuͤr ſich gewaͤhrt, ſondern auch die Arbeit gewoͤhnlich hoch bezahlt werden muß, und uͤberdem der Abſatz der Produkte ſchwierig zu ſeyn pflegt, indem jeder ſeinen Bedarf ſelbſt bauet, und in der Regel einen Ueberſchuß hat, den er zu Markte Großere od. ge⸗ vingere Sicher⸗ h. geg. Kriegs⸗ gefahren. bringt, und ſo die große Konkurrenz der Verkaͤufer den Marktpreis oft unter den Produktionspreis herabſetzt. Dagegen iſt eine große Volksmenge in der dienenden und arbeitenden Klaſſe ſehr erwuͤnſcht fuͤr den groͤßern Landwirth, erleichtert den Betrieb einer hoͤhern Wirthſchaft und Ackerkultur ungemein; wenn gleich der Arbeitspreis darum nicht ſehr geringe iſt. Kann man nur gegen gute Bezahlung— denn ohne ſolche laͤßt ſich eine dauernde Vermehrung dieſer Klaſſe gar nicht denken— eine Auswahl von Arbeitern zu allen Zeiten haben, ſo findet allerdings auch beim Ackerbau eine Theilung der Arbeit Statt, deren große Wirkung man in andern Gewerben anerkannt hat. Man kann auch hier jedem Arbeiter beſtimmte Verrichtungen anweiſen, in welchen er ſich dann groͤßere Fertigkeit verſchaft, ſo daß er mit geringerer Anſtrengung dabei mehr beſchicken, im Verduͤng ſich mehr verdienen, und doch die Arbeit wohlfeiler machen kann, als ein ungeuͤbter. Bei groͤßerem Verdienſt naͤhren ſich die Arbeiter beſſer, erhalten mehrere Kraͤfte, und gewoͤhnen auch die Kinder fruͤh zum Fleiß. Manche ſtehen zwar in dem Wahne, als ſey Armuth ein vorzuͤgliches Mittel, die Arbeitſamkeit zu befoͤrdern. Die Noth kann eine kurze Zeit dazu zwingen, laͤßt dann aber den Arbeiter in voͤlliger Ohnmacht verſinken. Luſt zur Arbeit kann ein ſolcher nie bekommen, ſondern nur der, der da ſieht, daß ſeine Arbeit ſeinen Ge⸗ nuß und ſeinen Wohlſtand vermehrt. Selbſt, wenn er mehrere Genuͤſſe kennen lernt, ſo giebt ihm dies neuen Antrieb zum Fleiße, weil er ſie, ohne fleißiger zu ſeyn, ſich nicht verſchaffen kann. Die Zahl der Arbeiter zu vermehren iſt hoͤchſt wohlthaͤtig, aber nicht die Zahl der Bettler. Wo jene groß iſt, da ſiedelt ſich der Landwirth gern an, aber er huͤtet ſich fuͤr dieſe. 4 H. 113. Waͤre in unſern Zeiten eine Gegend zu finden, wo man gegen feindliche Invaſionen und Kriegs⸗ auftritte ſicher waͤre, ſo wuͤrde man dieſe vor allen zu waͤhlen haben. Da aber unter den jetzigen Zeit⸗ unſünn rn ntin fnae kuin, d, wow und Hece dennd wi in Scie cnuifi luc keden be Pahenes Dankungte Obd in Ganzen kam. Jn haupt befb iigerRic Ennwohner der aus de werige Ir hen Goß ſte etwas milien ei auch eufd Geg richt wohl gen, wird Hausbater und man teänke, wi Nech vden be E pot Dienſagaſ trauen, Nann ve UÜnd ſein Betre ſich nur v den cuch i andwitthe ĩd um de⸗ der Bevyl⸗ inder an. inſtig, in— e und gro⸗ ihre nahe andwirth⸗ dnet ſeyn, gende Be⸗ ren, nicht wird ſich betreiben, n ſehr ver⸗ roͤßten und ze Armuth, Eine geoße⸗ Grund und die Arbeit ſeyn pfiegt, zu Markte ktonsprei wuͤnſcht fuͤr ungemenn, zahlung— ge Auswahl der Arbeit hier jedem zaft, ſo daß d doch die ie Arbeiter tehen zwar Die Noth ken. Luſt ſeinen Ge⸗ giebt ihm kann. Die o jene groß und Kriegs⸗ etzigen geit⸗ Werthſchaͤtzung eines Landguts. 47 umſtaͤnden dieſe Sicherheit nirgends Statt findet, und die Gegenden, welche man am ſicherſten hielt, am meiſten davon gelitten haben, ſo faͤllt dieſe Ruͤckſicht beinahe weg, bis ſich Alles wieder in voll⸗ kommnere Ruhe und Gleichgewicht geſetzt hat. Indeſſen iſt doch in einigen Gegenden die Lage an Haupt⸗ ſtraßen, zwiſchen Feſtungen und vorzuͤglichen militairiſchen Poſitionen gefaͤhrlicher, als im offenen Lan⸗ de, wo wenigſtens der Kriegesſchauplatz eher voruͤbergeht. Eine verkoppelte, mit ſehr vielen Graͤben und Hecken durchſchnittene Gegend ſtellt den Kriegesoperationen viele Hinderniſſe entgegen, und der Feind wird, wo moͤglich, einen Angriff darauf vermeiden, wenn er ſie anders beſetzt, und von einer im Schießen geuͤbten Landmiliz gut vertheidigt glaubt. Eine ſolche Provinz wuͤrde beſonders bei einer etwas haͤgeligen Lage vielleicht die ſtaͤrkſte aller Feſtungen ſeyn. §. 114. Auch die Sitten, die Lebensweiſe, die Moralitaͤt, der Charakter und die Gebraͤuche, welche un⸗ ter den verſchiedenen Klaſſen der Einwohner in einer Gegend die herrſchenden ſind, kommen bei der Wahl eines Landguts in Betracht. Es gieht hier individuelle Ruͤckſichten, die ein jeder nach ſeiner Denkungsart und nach ſeinen Umſtänden zu nehmen hat. Nur Einiges im Allgemeinen: Ob der Luxus vortheilhaft oder nachtheilig ſey, iſt eine ſo häufig aufgeworfene Frage, die aber im Ganzen noch nicht genugthuend beantwortet iſt, und es auch, ohne ſie zu zergliedern, nicht werden kann. In ſofern er den bei Einzelnen angehaͤuften Reichthum in Umlauf bringt, die Zirkulation uͤber⸗ haupt befdrdert, den Arbeitsfleiß erweckt, wirkt er gewiß wohlthaͤtig. Indeſſen iſt der Aufwand ei⸗ niger Reichen oder Verſchwender bei weiten nicht von der Wirkſamkeit, wie ein unter allen Klaſſen der Einwohner verbreitetes und ihnen angemeſſenes Wohlleben. Was jene ausgeben, kommt ſchnell wie⸗ der aus dem Umlaufe, geht zum großen Theile außer Landes, und es ſind mehrentheils nur einzelne wenige Zwiſchenhaͤndler, die dabei gewinnen, ohne daß es auf die eigentlichen Erwerbungen betraͤchtli⸗ chen Einfluß hat. Uebrigens aber hat eine ſparſamere Lebensart, wobei ein jeder von ſeinem Verdien⸗ fe eisas erlöriger, andn hr oder weniger zuruͤcklegt, nicht nur auf die innere Gluͤckſeligkeit der Fa⸗ milien einen beſſern Einfluß, auch anf das allgemeine Beſte, zumal in einem nicht ſehr reichen Lande. Gegenden, wo man ſich einem uͤbertriebenen Aufwande, ſeinem Stande und Verhaͤltniſſe nach, nicht wohl entziehen kann, ohne allen geſ ellſchaftlichen Verbindungungen und Vergnuͤgungen zu entſa⸗ gen, wird der auf das Wohl ſeiner Familie und den energievollen Betrieb ſeines Gewerbes bedachte Dansdater neber vermeiden, Weit entftrut, dn Lebensgenuß zu vermehren, truͤbt ihn dieſer nur, und man kann in Ungarn eben ſo vergnuͤgt leben, wenn man keinen Rhein⸗ und Bourdeaux⸗Wein taaͤnke, wie am Rheine, wenn man keinen Ungar⸗Wein haͤtte. Rechtlichkeit, Zuverlaͤſſigkeit und eine liberale Denkungsart ſind den Einwohnern einer Gegend und den verſchiedenen Klaſſen derſelben— freilich immer mit Ausnahmen— mehr oder minder eigen. Es giebt Gegenden, wo unter den Gutsbeſitzern und kultivirten Staͤnden gegenſeitige nachbarliche Dienſtgefliſſenheit, Achtung, Zutrauen und Redlichkeit herrſcht; andere, wo Schadenfreude, Miß⸗ trauen, Neid, kleinlicher Egoismus und Pfiffigkeit auffallend hervorſtechen. Der rechtliche liberale Mann vermeidet gern dieſe moraliſchen Diſteln und Dornen. 3 Und ſo verdient denn auch der ſittliche und haͤusliche Zuſtand der dienenden und arbeitenden Klaſ⸗ ſe in Betracht gezogen zu werden. Die koͤrperliche Kraft und Gewandheit der Eingebohrnen haͤngt nicht nur von ihren haͤuslichen Umſtaͤnden, von ihrem relativen Wohlſtande oder Armſeligkeit ab, ſon⸗ dern auch ihre Sittlichkeit und Treue wird dadurch beſtimmt, und treue moraliſche Menſchen ſind dem Landwirthe von ungemeinem Werthe. Selbſt die intellektuelle Bildung dieſer Klaſſe, wahre oder fal⸗ Sitten. ſondern indem dadurch das Betriebskapital der Gewerbe vermehrt wird, 48 Werthſchaͤtzung eines Landguts. ſche Religioſitaͤt, Toloranz oder Intoloranz gegen andere Religionsverwandte, iſt fuͤr den Landwirth zuweilen ſehr bedeutend. Deshalb ſind Schulanſtalten, welche dieſe wahrhaft zweckmaͤßig befoͤrdern, von großer Wichtigkeit. Der auch nur ſeinen Vortheil richtig berechnende Landwirth wird alſo gern ſeinen B tung und Einrichtung derſelben zahlen. Die Gewohnheiten und Gebraͤuche einer Gegend, die Obſervanzen, die zuweilen mehr Kraft ha⸗ ben und ſtrenger befolgt werden, als poſitive Geſetze, muß man erforſchen und in Erwaͤgung ziehn, indem ſie auf die Organiſation der Wirthſchaft großen Einfluß haben koͤnnen. §. 115. niſſe. dem Beſitze des Grund und Bodens verbunden ſind, wohl zu erforſchen und genau zu bemerken, um ſie bei der Werthſchaͤtzung eines Guts vor Augen zu haben. Sie koͤnnen hier nur oberflaͤchlich beruͤhrt werden, und erfordern ein beſonderes Studium in jedem Lande, wo man ſich niederlaſſen will. §. 116. Das Eigenthum iſt entweder unbeſchraͤnkt, erblich und verkaͤuflich, heißt dann Erbgut, Al⸗ lodium, oder es iſt beſchraͤnkt, wie das Lehngut, das Erbzins⸗oder Erbpachtgut, und das Bauergut auf mannigfaltige Weiſe zu ſeyn pflegt. Die Einſchraͤnkung des freien Eigenthums, welche aus den Beſitzungen letzterer Art hervorgehn, ſind in verſchiedenen daͤndern und Provinzen höchſt verſchieden, mehr oder minder laͤſtig, und man muß wegen der daruͤber vorhandenen Geſetze, Anord⸗ nnungen, und des oft ganz ſpeziellen Herkommens die genaueſte Erkundigung einziehn, ehe man ſich zu einem ſolchen Ankaufe entſchließt. Das Mehrere daruͤber findet man in verſchiedenen Schriften der Rechtsgelehrten, insbeſondere in Hagemann's Handbuch des Landwirthſ ſchaftsrechts, Hannover 1807, und Weber'’s oͤfonomiſch⸗ juriſtiſchem Handbuche der Landhaushaltundstunſt⸗ 1ſter Bd., Berlin 1800.. gen im Beſitz des Landeigenthums hervorgeht, anerkennen; ſo iſt man allenthalben darauf bedacht, zuwachſen wird. Deshalb wird man dann auch in Staaten, die dieſen Grundſatz konſequent befolgen, dergleichen Beſitzungen vortheilhaft ankaufen koͤnnen, ohne den mannigfaltigen Vexrationen, denen ſie bisher unterworfen waren, ausgeſetzt zu ſeyn. §. 117. rechtſame. alſo bei ſeiner Werthſchaͤtzung in Betracht kommen. Dahin gehoͤren folgende: Die Hotzungsgerechtigkeit oder die Berechtigung, aus eines andern Foeſt ſeine Beduͤrfniſſe an Bau⸗, Nutz⸗ und Brennholz zu nehmen. Sie iſt in Anſehung des eigenen Gebrauchs zuweilen ganz — unbeſchraͤnkt, ſonſt aber mehr oder weniger ausgedehnt. Im erſtern Falle geht ſie auf den Ruin der Forſten aus, und man kann haͤufig ſchon vorabſehen, wann ſie durch totale Zerſtoͤrung derſelben ihre Endſchaft erreichen werde. Die Maſtungsgerechtigkeit oder das Recht, ſeine Schweine in des andern Wald zu treiben. Auch dieſe iſt zuweilen unbeſchraͤnkt, gewoͤhnlich aber der Zahl nach beſtimmt. Sie iſt der Benutzung der Forſten mehrentheils hoͤchſt nachtheilig. Die Die Sittlichkeit haͤngt ohne Zweifel viel von der Erziehung und der Bildung g in der Jugend ab. Beitrag zur Erhal⸗ Rechtsderhaͤlt⸗ Endlich ſind die Rechtsverhaͤltniſſe oder diejenigen Berechtigungen und Servituten, welche mit Da aber gegenwaͤrtig die meiſten Negierungen den großen Nachtheil, der aus den Beſchraͤnkun⸗ die beſchraͤnkenden Einrichtungen aufzuheben, und jedes Ei genthum gegen beſtimmte davon zu erlegen⸗ de Abgaben voͤllig frei zu machen, wodurch dann manche bisher faſt werthloſe Grundſtuͤcke ihren na⸗ h tuͤrlichen Werth wieder erhalten werden, woraus der Nation eine große Vermehrung ihres Vermoͤgens Beſondere Ge⸗ Es giebt manche beſondere Gerechtſamen, die ein Gut auszuuͤben oder zu erleiden hat„ und die de der iut Di Arte tubelden luch, hüig we Auch Lultot ene r des enden Stuig an r Ir Ne m ufihren min lhterſ andder uict Voma tctſawen un Jacharn St Die Pf ünden habe, ba, heweiſt hotten. Es nuß, undw Seite 393. Ande hfejbeio tapsfahigkeit Nrennerei⸗, woßer Vicht Reverhsbeſch Aus de nende, poſtt dtchleßen 3 Dam, ohne noch daim fünd e, jade iigentliche de r ut derſei din Thil Landwith ugend ab. Werthſchaͤtzung eines Landguts.. 49 Die Wegegerechtigkeit, wornach man uͤber des andern Grundſtuͤck einen Weg verlangen kann, der einmal beſtimmt iſt, oder den der Eigenthuͤmer gewiſſermaßen nach ſeiner Willkuͤhr verlegen kann. Die Breite eines Feldweges muß 13 Klafter, wo er ſich kruͤmmt, 13 Klafter ſeyn, und die Durchfuhr eines beladenen Erntewagens frei bleiben. dichtigkeit...—, dur ha. Auch giebt es bloße Fußſteiggerechtigkeiten, die den Eigenthuͤmern zuweilen ſehr laͤſtig und nach⸗ theilig werden, und deren Entſtehung man alſo ſorgfaͤltig verhindern muß. zeKraft he Auch giebt es Uebertrift⸗ und Viehtraͤnkegerechtigkeiten auf fremden Boden, welche zuweilen die gung ziehn, nnah 1n der Natur der Sache nach nothwendig iſt. In Anſehung der Befugniß, abgeleitetes Waſſer den Nach⸗ dl c bes barn zufuͤhren zu duͤrfen, ſind die Provinzialkonſtitutionen ſehr verſchieden, und dies macht oft einen dli eeüͤhrt großen Unterſchied im Werthe betraͤchtlicher Grundſtuͤcke, indem ſie darnach abgewaͤſſert werden koͤn⸗ will. nen oder nicht. Wo man ein durchfließendes Waſſer hat, iſt es mehrentheils von großer Wichtigkeit, welche Ge⸗ rbgut, Ne rechtſamen und Beſchraͤnkungen in Anſehung deſſelben auf meinem Grund und Boden und dem meiner htgut, und Nachbarn Statt finden. Eigenthung, Die Pferch⸗oder Hirdenſchlagsgerechtigkeit. Welchen Begriff man mit dieſem Ausdrucke zu ver⸗ ovinzen höcht binden habe, daruͤber ſind die Rechtsgelehrten ſelbſt noch uneins, und was manche daruͤber geſagt ha⸗ eſetze, Naan— ben, beweiſ't, daß ſie von den landwirthſchaftlichen Verhaͤltniſſen auch nicht die geringſte Kenntniß he man ſicn hatten. Es wird ohne Zweifel die Gerechtigkeit, wornach eine Schaͤferei eines andern Acker duͤngen Schriften der muß, und welche in mehreren Gegenden uͤblich iſt, darunter verſtanden werden. Vergl. Hagemann, , Hannober t, Iſter Bd, Kultur einer betraͤchtlichen Breite verhindern. Die Waſſerleitungs⸗ oder Waſſernutzungsgerechtigkeit berechtigt den, der ſie erworben hat, auf des andern Grund und Boden Veranſtaltungen zu Waſſerleitungen zu machen, Rinnen, Graͤben, Schleuſen anzulegen, die jedoch dem Geundeigenthuͤmer keinen andern Schaden thun duͤrfen, als der Seite 593. §. 118. Andere Gerechtigkeiten und Privilegien, wie die Gerichtsbarkeit, die ſich in hohe, niedrige und Pfahlgerichte unterſcheidet, die Kanzlei⸗ oder Schriftſaͤſſigkeit, die Zoll⸗ und Aceiſefreiheit, die Land⸗ Beſchrinkun⸗ Digerlcht 3 arauf däuct, tagsfaͤhigkeit, muß ein jeder nach ſeinen und des Landes Verhaͤltniſſen anſchlagen. Die Brauerei⸗, von zuelcger Brennerei⸗, Muͤhlen⸗ und Krugprivilegien, oder der Zwang, ſich ſolchen zu unterwerfen, ſind oft von uͤcke ihren na⸗ es Vermoͤgens großer Wichtigkeit. Aber aufgeklaͤrte Regierungen ſuchen auch dieſe, dem Ganzen hoͤchſt nachtheilige Gewerbsbeſchraͤnkungen zu entfernen. §. 119. Aus der gehoͤrigen Erwägung aller dieſer Umſtaͤnde kann zwar keine nach Gelde genau zu beſtim⸗ Wie der Werth mende, poſitive Werthſchaͤtzung, wohl aber eine zureichende, um ſich zu dem Ankauf dieſes Guts zu dane r anae entſchließen, hervorgehen. Nachdem man zuvorderſt beſtimmt hat, was der eigentliche Grund und niſſe im Auge⸗ Boden, ohne alle Ruͤckſicht auf beſondere Nebenumſtaͤnde, werth ſeyn koͤnne, wird man am beſten ſummen. nach der im§. 61. vorgeſchlagenen Methode verfahren, und alle guͤnſtige und unguͤnſtige Nebenum⸗ ſtaͤnde, jeden auf ſeiner Seite, taxiren, und ſo die Bilanz ziehn, ob man mehr oder weniger, als der eigentliche Grundwerth betraͤgt, dafuͤr geben koͤnne. zuent befolgen, nen, denen ſi at, und die eeduͤrfniſſe an zuweilen ganz den Ruin der— derfeben ihre Die Pachtung. §. 120. Verſchiede⸗ Die Zweite Art, ſich in den Beſitz eines Landguts zu ſetzen, iſt die Pacht. Sie iſt ein Kauf des derndſhze d⸗ Guts oder ſeines Ertrages auf gewiſſe Jahre, und hat daher mit dem Kaufe manches gleich. Die Eigenthuͤmers Erſter Theil. G und Paͤchters treiben. Auch Benutzung der De X 50 Die Pachtung. Nachforſchung eines, dem Vermoͤgen und der Betriebſamkeit des Landwirths angemeſſenen Landguts, die Unterſuchung des vorlaͤufig gewaͤhlten und die Schaͤtzung deſſelben, muͤſſen auf gleiche Weiſe ge⸗ ſchehen. Allein bei der Pachtung ſind auch manche, weſentlich vetſchiedene und gerade entgegenge⸗ ſetzte Ruͤckſichten zu nehmen. Der Eigenthuͤmer treibt ſein Gewerbe oder muß es in der Abſicht trei⸗ ben, von ſeinem Gute einen ſich immer vermehrenden Ertrag zu erhalten, oder deſſen Kapitalwerth immer zu erhoͤhen. Der Paͤchter kann nur auf den moͤglich hoͤchſten Ertrag in ſeinen Pachtjahren ſe⸗ hen, unbekuͤmmert um den Werth, den das Gut nach Ablauf derſelben haben wird. Wenn der Eigenthuͤ⸗ mer deshalb in den erſtern Jahren gern mit einem geringern Ertrage zufrieden iſt, um mit Sicherheit auf einen deſto groͤßern und nachhaltigern in der Folge rechnen zu koͤnnen, ſo wird der Paͤchter den moͤglich hoͤchſten in den erſten Jahren zu gewinnen ſuchen, ſelbſt wenn der der letztern noch waͤhrend ſeiner Pachtzeit dadurch verringert wuͤrde. Denn der Eigenthuͤmer, der als vollkommener Landwirth handeln will, belegt ſein Kapital und ſein disponibles Einkommen in ſeinem Gute ſelbſt am liebſten und am vortheilhafteſten; der Paͤchter zieht dagegen heraus, was er kann, um es anderweitig anzulegen, S 3 und Zinſen davon zu erhalten. Die Verbeſſerung des Guts macht die Freude des Eigenthuͤmers, die Anfuͤllung des Geldkaſtens die des Paͤchters aus. Das Gut iſt die geliebte Gattin des Eigenthuͤmers, die Maitreſſe des Paͤchters, von der er ſich wieder ſcheiden will. 3 3 Je laͤnger indeſſen die Pachtzeit iſt, um ſo mehr naͤhert ſich der Paͤchter dem Eigenthuͤmer, je kuͤrzer, um deſtomehr muͤſſen die Maximen beider von einander abweichen. Bei einer Pachtung auf 24 Jahre wird ein Paͤchter ſchon in den erſten ³ ſeiner Pachtzeit verſtaͤndiger Weiſe als Eigenthuͤmer zu verfahren haben. Es kommt indeſſen immer die Zeit, wo er nach ganz entgegenſetzten Prinzipien handeln, und um ſo mehr herauszuziehen trachten wird, je mehr er anfangs hineingeſteckt oder aufbe⸗ wahret hatte.— Dazu kommt dann, daß ein Päͤchter, ſeinen Vermögensumſtaͤnden nach, in der Regel nicht ſo viel fuͤr das Gut thun koͤnnte, wie der Eigenthuͤmer, wenn er es auch wollte. Der Paͤchter muß jaͤhr⸗ lich die Pacht bezahlen; der Eigenthuͤmer, der ſein Gewerbe mit Eifer betreibt, wird von der reinen Rente etwas eruͤbrigen koͤnnen, um es in dem Gute anzulegen. Jener verhaͤlt ſich zu dieſem wie ein Kaufmann, der mit angeliehenem Kapital handelt, zu dem, der ſein Gewerbe mit eigenem Vermoͤgen betreibt. Jener muß vor allem darauf ſehen, daß er ſeine Zinſen bezahlen koͤnne, dieſer kann gleich auf die Erweiterung ſeines Gewerbes und auf neue Spekulationen denken. von ihm verlangt werden, daß er bei der Bewirthſchaftung eines Guts wie ein Eigenthuͤmer verfahre, und einer ſelbſt großen Verbeſſerung des Guts nur einen kleinen Theil ſeines Profits aufopfere. §. 121. „Sabszeindeit Man hat es deshalb fuͤr noͤthig erkannt, den Paͤchter durch beſondere Bedingungen in ſeiner 0 1 2 8.„.... ber Willkuͤhr einzuſchraͤnken, und ihm ein dem Gute vortheilhaftes Verfahren zur Pflicht zu machen. Allein folche Pachtkontrakte ſind aͤußerſt ſchwierig, und man hat vielleicht mit Recht geſagt, daß, wenn auch ein Kollegium der geſchickteſten Rechtsgelehrten und der beſten Oekonomen im Lande zuſammentraͤte, und ſich vier Wochen mit einem einzeln Pachtkontrakte beſchaͤftigte, es dennoch keinen zu Stande brin⸗ gen wuͤrde, der das Gut gegen Deteriorationen bei einem pfiffigen Paͤchter ſchuͤtzte, ohne durchaus fuͤr einen rechtlichen Paͤchter verwerflich zu ſeyn. Macht man gar zu beſchraͤnkende Bedingungen, ſo wird .. ein ehrlicher und zugleich kluger Mann ſolche verwerfen, und die Pacht einfaͤltigen oder hinterliſtigen . Menſchen uͤberlaſſen. Waͤre auch die Pachtſumme ſo, daß er unter den gemachten Bedingungen da⸗ dei beſtehen koͤnnte, ſo wird er dadurch doch in allen ſeinen Unternehmungen gelaͤhmt, und ſelbſt oft von dem, was dem Gute vortheilhaft ſeyn koͤnnte, abgehalten, und muß bei jeder Operation, die von Es iſt alſo von einem Paͤchter nicht zu erwarten, und kann nach den Gewerbsgrundſaͤtzen nicht. —— dem bißfe befärchm. ſin enn anhatet 9 utaufde h ingehe id ich w lar uh luu, we ſtzt hoben ) En itjſtaft, dinge ſeht. ulſotheuer ſchen. Dor nur nach der 2) Ba wel dieſes i Pogtzet ver 9 B den, Oea das dand d geben, ſch darfſt ihun 4 ner weniger vell auch die ſihre nichts duhaſt dann hen Felderd Raps und 7 de darnach! dernagete? ttwan deter feld, wald 92 ds Unkrau Aakloße ſo Rihalb dein ſeiigen Bec mngewelben etecht bret en Landau he Weiſe N. entgegeng⸗ Abſicht me⸗ Kapitalve achjahren e der genthe⸗ nit Sccheet r Pächter w noch waͤhren ner bandwit :m liebſten und tig anzolegen, thuͤmers, de Eigenthuͤmer genthuͤmer, Pachtung aui ZEigenthüme zgten Prinzipien kt oder aufße Regel nicht ſ öter muß jaͤßr on der reinen jeſem wie ei mn Vermoͤgen rkann gleich adſaͤtzen nicht ner verfahre, fere. gen in ſeiner nchen. Allein , wenn auch ſammenträͤte Stande brin⸗ durchaus fuͤr ngen, ſo witd hinterliſtigen ingungen da⸗ und ſelbſt oſt tion, die von Die Pachtung. 51 dem bisherigen Leiſten, ſey ſie auch noch ſo nuͤtzlich, im mindeſten abweicht, Vorwuͤrfe und Chikanen befuͤrchten. Dagegen wird ein Paͤchter, dem es nur darauf ankommt, daß er nach dem Buchſtaben ſeines Kontrakts nicht gerichtlich belangt, oder zu einem Schadenerſatz, der ſeinen Vortheil uͤberwiegt, angehalten werden koͤnne, mit juriſtiſchen Kautelen angefuͤllte Pachtkontrakte, beſonders wenn dabei nicht auf die beſondern oͤkonomiſchen Verhaͤltniſſe des Guts ſcharfe Ruͤckſicht genommen iſt, immer⸗ hin eingehen, und doch Mittel und Wege finden, alle ihm beſchwerlichen Bedingungen zu umgehn, oder ſich wegen derſelben anderweitig zum noch groͤßern Nachtheil des Guts zu entſchaͤdigen. . 122. Um die Maximen, die ſich ſchlaue Paͤchter zur Richtſchnur zu machen pflegen, klar ins kicht zu ſtellen, und zugleich jedem Verpaͤchter dafuͤr zu warnen, wollen wir hier folgendes guͤldene ABC fuͤr Paͤchter, welche ſich uͤber die Pflichten eines ehrlichen Mannes einmal wegge⸗ ſetzt haben, aufſtellen. 3 1) Suche vor allem ein Gut aufzufinden, welches bisher entweder durch eine gute verbeſſernde Wirthſchaft, oder aber durch geringe Benutzung und Schonung ſeiner Grundſtuͤcke in großer Kraft und Duͤnger ſteht. Du kannſt es ſeinem Flaͤcheninhalte und Bonitaͤt nach auf eine kurze Pachtzeit noch ein⸗ mal ſo theuer bezahlen, wie ein anderes, welches geizige Wirthe oder emſige Paͤchter ſchon ausgeſogen haben. Dort kannſt du mit dem hoͤchſten Raffinement alle Erſchoͤpfungskuͤnſte anwenden, hier aber nur nach der bekannten hergebrachten Weiſe verfahren. 8 2) Baue lauter verkaufliche Fruͤchte allenthalben, wo es moͤglich iſt; gar nichts fuͤr das Vieh, weil dieſes in der Regel die beſſere Futterung nicht unmittelbar wieder bezahlt, und du bei der kurzen Pachtzeit von dem Duͤnger den vollen Nutzen nicht mehr haben wuͤrdeſt. 3 Güldenes Paͤch⸗ ter A BC. 3) Baue unter den ſogenannten Brachfruͤchten diejenigen, welche den hoͤchſten Geldertrag ge⸗ ben, Oelſaat, Lein, Taback u. ſ. w., und wenn du die Arbeit nicht ſelbſt zwingen kannſt, ſo vermiethe das Land dazu an benachbarte kleine Leute fuͤr Geld oder einen Theil des Ertrages. Daß ſie kein Stroh geben, ſchadet nichts, denn der Verkauf deſſelben iſt dem Paͤchter mehrentheils unterſagt, und du darfſt ihn wenigſtens nicht zu weit und zu oͤffentlich treiben. A 4) Da dergleichen Fruͤchte viele Duͤngung fordern, ſo beſchraͤnke dieſe— zumal, da deren im⸗ mer weniger gemacht wird— auf die einmal im beſten Stande befindlichen und nahgelegenſten Felder, weil auch die Fuhre hier wenig Zeit wegnimmt. Sollten die uͤbrigen dann auch in deinem letzten Pacht⸗ jahre nichts mehr tragen wollen, ſo haſt du dieſen Ausfall auf eine andre Weiſe genugſam erſetzt, und du haſt dann Recht, uͤber Mißwachs zu klagen und Remiſſion zu fordern. Ueberdem werden die na⸗ hen Felder dem Gutsherrn und Fremden mehr in die Augen fallen, und wenn Jemand ſagte, daß Lein, Raps und Tabacksbau den Boden ausſauge, ſo kannſt du dich nur auf den ſchoͤnen Weizen berufen, der darnach waͤchſt. Bringe aber ja keinen Duͤnger auf das Feld, was ſeiner am meiſten bedarf, denn der magere Acker bezahlt den erſten Duͤnger nie;, allenfalls kannſt du ſie an den Raͤndern und Wegen etwas beſtreuen. Wo moͤglich, bringe deinen Duͤnger in deinem letzten Erntejahre aufs Sommerungs⸗ feld, weil du dieſes, nicht aber das zu beſtellende Winterfeld, noch abzuernten haſt. 5) In den erſten Jahren verarbeite das Land mit Pflug, Egge und Walze aufs fleißigſte, um das Unkraut zu zerſtoͤren, alle im Boden enthaltene Duͤngkraft zur Wirkſamkeit zu bringen, und alle Erdkloͤße ſo fein zu pulvern, daß die Pflanzenwurzeln Nahrung aus ihnen ziehen koͤnnen. Vermehre deshalb dein Geſpann; jetzt wird ſich's bezahlen! Aber gegen das Ende der Pachtzeit muß du mit dem fleißigen Bearbeiten nachlaſſen, um dein Geſpann vermindern zu koͤnnen, oder es zu eintraͤglichern Ne⸗ bengewerben zu benutzen ſuchen. Wo moͤglich beſtelle dann nur ein⸗ oder zweifaͤhrig, und laß die Pfluͤ⸗ ge recht breit machen, damit du zwoͤlfzollige Furchen nehmen kannſt. Auch brauchſt du dich bei dem 5 G 2 Die Pachtung. Beackern zu einer Saat, die du nicht mehr ernteſt, an eine gute paſſende Witterung nicht zu binden, ſondern kannſt ſolche vortheilhafter zu Nebenarbeiten benutzen. 83 6) Ein großer Vortheil iſt es, wenn dir altes Grasland oder Holzgrund aufzubrechen und zu ro⸗ den erlaubt wird, und du haſt darauf beim Aufſuchen der Pacht vor allem dein Auge zu richten. Stren⸗ ge dann gleich in den erſten Jahren alle Kraͤfte dazu an. Handelsgewaͤchſe gedeihen ſogleich vortrefflich darauf, und nach denſelben wird es mittelmaͤßiges Getreide bis zu Ende der Pachtzeit ohne Duͤnger tragen, dann freilich total erſchoͤpft ſeyn. 7) Um die Wieſen bekuͤmmere dich nicht viel, außer bei der Heuernte. Sie bezahlen eine Ver⸗ beſſerungsarbeit nicht ſo ſchnell. Sollten ſie auch in deinem letzten Pachtjahre wegen verſchlammter Graͤben und Stocken der Quellen moraſtig geworden, mit Ruſch und Buſch bewachſen, und mit Maul⸗ wurfshaufen beſetzt ſeyn, folglich nur noch weniges und ſchlechtes Heu geben, ſo koͤmmt es dir zu En⸗ de der Pacht wenig darauf an, wenn du anders kein Heu verkaufen kannſt. 8) Wenn das Inventarium nach der Taxe angenommen iſt, und auch ſo wieder abgegeben wer⸗ den ſoll, ſo ſchaffe vorher die beſten Pferde, Ochſen, Kuͤhe u. ſ. w. weg, und ſetze ſchlechte an deren Stelle, oder bezahle das Fehlende. Das Gute wird bei ſolchen Taxationen immer geringer wie das Schlechte taxirt, und die Schlechtheit faͤllt minder auf, wenn man das Gute nicht daneben ſtellt. Rathſam iſt es, die Kuͤhe zu Ende der Pachtzeit gar nicht oder ſo ſpaͤt begehen zu laſſen, daß ſie bei der Uebergabe noch nicht gekalbt haben; ſie ſehen dann viel beleibter aus, wenn ſie gleich ſchlechtes Futter bekommen haben. Das ſpaͤtere Hinmelken unbegangener Kuͤhe im Herbſte wird dir den Abgang der Fruͤhjahrsmilch vor der Uebergabe leicht erſetzen. Auch alles alte Geſchirr und Geraͤth bringe zur Taxation, verwahre zu dem Ende alles unbrauchbare, und flicke es vorher wieder zurecht. Das neu angefertigte ſchaffe aber bei Seite. Oft macht es einen vortheilhaften Eindruck auf die Taxatoren, wenn Alles recht jaͤmmerlich ausſieht, ſie bedauern dann den armen Paͤchter. 9) Daß du an die Erhaltung der Gaͤrten, Teiche und Gebaͤude nichts wendeſt, verſteht ſich von ſelbſt; denn mehrentheils traͤgt nach den Pachtkontrakten der Gutsherr die groͤßern Reparationen, du mußt alſo die kleinen Schaͤden groß werden laſſen. 10) Die dienenden Unterthanen greifſt du auf alle nach den Geſetzen und Obſervanzen nur irgend verſtattete Weiſe an; ob ſie zu Grunde gehen, kuͤmmert dich nicht. 11) Sollte der Verpaͤchter Deputat verlangen, und auf deine Produkte, weil ſie von ſeinem ei⸗ genen Gute ſind, einen großen Werth ſetzen, mithin im Pachtanſchlage dafuͤr betraͤchtlich ablaſſen, ſo nimm es immerhin an. Zwar wirſt du um deſto fruͤher mit ihm in Hader und Streit gerathen; aber das geſchieht doch auf jeden Fall, zumal wenn er auf dem Gute wohnt und wenn du durch deinen Kon⸗ trakt voͤllig geſichert biſt, ſo mußt du dir daraus nichts machen. Sollte es dir aber zumal im Anfan⸗ ge nachtheilig werden können, ſo mußt du nur die rechten Mittel und Wege einſchlagen, um die Do⸗ meſtiken, welche das Deputat annehmen, auf deine Seite zu ziehen. §. 123. Ausnahmen be Es giebt nun freilich Paͤchter, deren bekannter perſoͤnlicher Charakter den Gutsbeſitzer genugſam der Jegel. ſichern kann, daß ſie Maximen dieſer Art nie befolgen werden. Ja man trifft ſolche, die von der Idee der moͤglich vollkommenſten Wirthſchaft ſo lebendig ergriffen ſind, daß ſie derſelben ſogar ihren Gewinn aufopfern, wenn ſie nur mit Wahrſcheinlichkeit in der Ausfuͤhrung derſelben geſichert ſind. Indeſſen gehoͤrt letzteres unter die Ausnahmen, und man kann es ſelbſt von dem rechtlichen Manne als Paͤchter nicht erwarten, daß er an Verbeſſerungen eines Guts etwas wenden werde, was ſich ihm waͤhrend ſei⸗ ner Pachtzeit nicht mit hoͤchſter Sicherheit wieder bezahlt. Was ſich aber nicht verbeſſert, verſchlech⸗ rett ſch rin Ein nunte tn Geund ſch als ne e vnterw wird; jt den, un. runiitr in Uue ſher lufe un, thyel jnnden berpe ugeiht tawarf— Kiehenden Dain viniſtration daklichkeit Fachter, d Lndwieth in Grund der Gewe de die hoͤc ten, und d meiner engl de Pachter aus verlan aungsſumm Bevitthſche nich beſorg daer aber nac uthſar Die iigkeiten, an den ant uſt verkan daß hjer bo undeſe n Gegenden zu binden, und zu ro⸗ ten. Stren⸗ vortrefflich hne Duͤngen len eine Ver erſchlammte d mit Mal⸗ es dir zu En⸗ gegeben wer⸗ hte an deren nger wie das daneben ſtellt „ daß ſie bi ſeich ſchlechtes r den Abgang th bringe zu yt. Das neu ie Taxatoren, eſteht ſich von rrationen, da mnur irgend en ſeinem ei⸗ ablaſſen, ſo athen; aber deinen Kon⸗ im Anfan⸗ um die Do⸗ der genugſam von der Idee ihren Gewinn d. Indeſſen eals Pachter waͤhrend ſei⸗ t, verſchlech Die Pachtung. 83 tert ſich gewiß, und deshalb iſt es ein ſeltener Fall, wo ein Gut nicht in ſchlechterem Zuſtande von ei⸗ nem Paͤchter abgegeben wurde, als in welchem er es antrat. Ein ganz anderer Fall iſt es mit den Domainenpaͤchtern in einigen Staaten, die ihre Pachtun⸗ gen unter ſehr billigen Bedingungen, zwar auch nur auf kurze Termine, erhalten haben, aber nach den Grundſaͤtzen der Regierung geſichert ſind, jedesmal Verlaͤngerung derſelben zu erhalten, wenn ſie ſich als rechtliche Paͤchter betragen, und dem nach ſehr billigen Saͤtzen anzufertigenden neuen Anſchla⸗ ge unterwerfen, wobei dann uͤberher auf die von ihnen bewirkten Meliorationen Ruͤckſicht genommen wird; ja wo ſie bei einer vorzuͤglichen Adminiſtration ihrer Pachtung eine noch vortheilhaftere zu erhal⸗ ten, und dieſe dann auf ihre Familie gewiſſermaßen zu vererben hoffen koͤnnen. Ein Generaldomai⸗ nenpaͤchter dieſer Art konnte ſich oft als Eigenthuͤmer anſehen, und in allen Stuͤcken als ſolcher verfah⸗ ren. Unter dieſen Bedingungen iſt es moͤglich geweſen, daß die Staatsdomainen, obwohl mit betraͤcht⸗ licher Aufopferung der baaren Einnahme, ſich in gutem Stande erhielten. In Staaten dagegen, wo man, ohne legale Ruͤckſicht auf den perſoͤnlichen Charakter der Pachter, die Domainen den Meiſtbie⸗ tenden verpachtet, und ſomit freilich eine weit hoͤhere Rente daraus zog, haben alle im Pachtkontrakte aufgefuͤhrte Klauſen und angeordnete Kontrollen— denen ſich der rechtliche Mann um ſo weniger un⸗ terwarf— es nicht verhindern koͤnnen, daß ſie ſich betraͤchtlich verſchlechterten, und ſchon, bei noch beſtehenden hohen Kornpreiſen, in ihrer Rente, ſo wie in ihrer Produktion, merklich herabſanken. S. 124. Da indeſſen manche Gutsbeſitzer verhindert werden, ihre Guͤter ſelbſt zu verwalten, und die Ad⸗ miniſtration durch andere, ohne das unmittelbare Auge des Herrn, oft große Schwierigkeiten und Be⸗ denklichkeiten hat, ſo ſcheinen Verpachtungen nothwendig zu ſeyn, und eine Einrichtung, die den Ver⸗ paͤchter, den Paͤchter und das Gut ſelbſt moͤglichſt ſicherte, waͤre nicht nur fuͤr Gutsbeſitzer und fuͤr Landwirthſchaft Treibende, ſondern auch fuͤr das allgemeine Beſte, von groͤßter Wichtigkeit. Das in Grund und Boden ſteckende Vermöͤgen der Eigenthuͤmer gaͤbe ſeinen Ertrag durch die Rente, und der Gewerbe Treibende koͤnnte ſein Kapital ganz dem Betriebe widmen. Der Grund und Boden wuͤr⸗ de die hoͤchſte Produktion geben, und dabei ſeine Kraft und ſeinen Werth von Jahr zu Jahren vermeh⸗ ren, und dann wirklich Verpachtung nachhaltig. vortheilhafter, wie eigene Adminiſtration machen. In meiner engliſchen Landwirthſchaft, Bd. II. Abth. 2. S. 87. habe ich einen Vorſchlag gethan, wornach der Pächter nach Ablauf eines Termins eine Erneuerung deſſelben unter gewiſſen Bedingungen durch⸗ aus verlangen kann, wenn ihn der Eigenthuͤmer nicht durch eine angemeſſene betraͤchtliche Entſchaͤdi⸗ gungsſumme abfinden will, mittelſt welcher jener, fuͤr den aus ſeinen Verbeſſerungen durch laͤngere Bewirthſchaftung des Guts zu ziehenden Vortheil, hinlaͤnglich entſchaͤdigt wird, ſo daß er wenigſtens nicht beſorgen darf, der Eigenthuͤmer werde ihn, ohne die erheblichſten Gruͤnde, aufkuͤndigen, wobei dieſer aber doch die Gewalt behaͤlt, ſein Gut ſelbſt wieder anzutreten, wenn er es ſeinen Verhaͤltniſſen nach rathſam findet. Dieſer Vorſchlag ließe ſich noch auf verſchiedene Weiſe modifiziren. §. 125. Die Uebernehmung des Inventariums, als eiſern oder nach der Taxation, hat manche Schwie⸗ rigkeiten, und oft liegt darin ein großes Hinderniß der Verbeſſerungen. Ein reiner Verkauf deſſelben an den antretenden Pachter hat immer Vorzuͤge, wenn man mit ihm des Handels eins werden kann; ſonſt verkauft man es, wie man will, und der Paͤchter ſchafft ſich ein neues. Jedoch verſteht es ſich, daß hier von ganz kurzen Pachtungen die Rede gar nicht ſeyn koͤnne. Auch wird die erſte Einfuͤh⸗ rung dieſer ſonſt ſo natuͤrlichen Einrichtung, die alle Vorſtandsgelder und Kautionen unnoͤthig machte, in Gegenden, wo das Gegentheil gebraͤuchlich iſt, Schwierigkeit finden. 54. Die Pachtung S. 126. Erhebliche Meliorationen, die den Grundwerth des Landguts auf ewig verbeffern koͤnnen von dem Paͤchter auf keine Weiſe verlangt werden. Die Gelegenheit dazu iſt, dennoch ſo oft. vorhanden, und der Nutzen ſo anerkannt, daß beide Theile ſie zu befoͤrdern geneigt ſeyn muͤſſen. Hier waͤren die Die Ervpacht. Erbſtandsgeld. Bedingungen zu machen, daß der Eigenthumer das dazu erforderliche, Kapital, welches auf eine ge⸗ wiſſe Summe beſtimmt werden koͤnnte, hergaͤbe, wenn der Paͤchter ſolches waͤhrend ſeiner Pachtzeit mit 10 Prozent zu verzinſen ſich erbietet. Bei dieſer Verzinſung wird der Pächter keine Meliorationen vorſchlagen, von deren reellen Nutzen er nicht die vollkommenſte lebeczeugung hat⸗ und der Verpäͤch⸗ ter hat nur zu unterſuchen, ob eine ſolche Melioration auch ausdauernd ſey. Bei allen Reparationen, ſie moͤgen groß ſeyn oder klein, ſcheint es am mweckonzßigſtem daß der Eigenthuͤmer das Material, der Paͤchter aber die Arbeit bezahle. Kleine Reparationen auf des Paͤch⸗ ters, große auf des Verpaͤchters Koſten zu ſeben, Lehört zu den nachtheiüigien Vedingungene die man machen kann. Die Erbpacht. *§. 127.. 191 Die Erbpacht hat das Eigenthuͤmliche, daß ſie dem Inhaber eine eben ſo freie und ſichere Benutzung gewaͤhrt, wie vollkommnes Eigenthum, dem Grundherrn aber, unter gehoͤrigen Be⸗ dingungen, eine ſichere, keinem Riſiko unterworfene und nie zu ſchmaͤlernde Rente giebt. Sie iſt mehr oder minder beſchraͤnkend nach den daruͤber geſchloſſenen Kontrakten. Oft hat man allerlei Bedingungen hinzugefuͤgt, die ohne reellen und auf eine andere Weiſe nicht weit beſſer zu errei⸗ chenden Vortheil des Grundherrn, fuͤr den Erbpaͤchter aber hoͤchſt laͤſtig ſind und den Werth des Grund⸗ ſtuͤcks vermindern. Dahin gehoͤrt die Beſchraͤnkung im Verkauf und in der Vererbung, indenr jener nicht ohne Einwilligung des Grundherrn, dieſe nur in gewiſſer Ordnung geſchehen darf. Wenigſtens muß fuͤr dieſe Einwilligung in den meiſten Faͤllen ein beſtimmtes ſogenanntes Laudemium gezahlt, und der neue Beſitzer gewiſſermaaßen aufs neue damit beliehen werden. Dieſe aus dem Lehnsſyſteme her⸗ genommene Beſchraͤnkung iſt beiden Theilen und der Sache im Ganzen ſchaͤdlich, muß nothwendig den Werth des Grundſtuͤcks fuͤr den Eigenthuͤmer vermindern, den Kanon herabſetzen, folglich die moͤglichſt hoͤchſte Rente des Grundherrn ſchmaͤlern, und uͤberhaupt den ſo nuͤtzlichen freien Uebergang der Grund⸗ ſtuͤcke aus einer Hand in die andere erſchweren. Denn wenn der neue Inhaber neben dem Kaufgelde und den Anlagekoſten ſeiner Wirthſchaft noch das Laudemium bezahlen ſoll, ſo wird dies manche vom Kaufe abſchrecken. Statt dieſes ungewiſſen Einkommens wird ſich der Grundherr bei einem nach Ver⸗ haͤltniß eehdheten Kanon weit beſſer ſtehen. §. 128. In den meiſten Faͤllen wird bei Vererbpachtungen gleich eine gewiſſe Summe unter dem Namen von Erbſtandsgelde bezahlt. In ſofern dieſes den Grundherrn gegen die Deterioration des Guts und fuͤr das richtige Einkommen ſeiner Rente ſichert, iſt es nuͤtzlich; jedoch kann es wohl ſelten rathſam ſeyn, dieſes Erbſtandsgeld hoͤher, als dazu noͤthig iſt, anzuſetzen, weil die Rente, die man erhalten und geben kann, dadurch in einem groͤßern Verhaͤltniſſe vermindert werden wuͤrde, zumal zu einer Zeit und in einem Lande, wo Kapitale unter der Klaſſe der Ackerbauenden nicht haͤufig ſind. Die Zahl der Konkurrenten muß ſich dabei nothwendig vermindern, und jeder wird ſich dieſes Kapital zu hahern Zinſen anrechnen, als es der Grundherr benutzen kann. ————— Etel tihiit en at dd dubei— iiheungen, jefehlhe dlgemein! 6 man ſch Al ſhu 2- mm ͤtjit nlſn, Nmh äzung der unt den Err ſrher Benuß gißten Rach ſtloſen wane dhpachtunge zuj gekonm Indeſer tthubenen edpachteten dePeoduke wenn auch Vortheil de gebracht un Das döjenige, ig ſcäte, rn Getreden ſiher gleicg udiſtin kur ſden hält meinen doſi ſten Getted tum in eine Durchſchnit bei giehung Miwachs o trbem Mif ndemüicher l een Ducchſ nnen don orhanden, waͤren die f eine ge⸗ rPachtzeit liorationen „Verpaͤch⸗ daß der des Paͤch⸗ die man und ſichere k. dit hat man ſer zu errei⸗ des Grund⸗ inden jener Wenigſtens ezahlt, und ſſteme her⸗ wendig den ie moͤglichſt der Grund⸗ Kaufgelde nanche vom nach Ver⸗ dem Ramen 3 Guts und ten rathſam nan erhalten nal zu einer .Die Zahl ilzu hoͤhem eigen Be⸗ Die Erbpacht. 55 §. 129. Schon vor laͤngerer Zeit hatte man die Ruͤtzlichkeit der Vererbpachtungen eingeſehen, und Pri⸗ vatguͤter ſowohl, als Domainen, im Ganzen oder zerſtuͤckelt auf dieſe Weiſe ausgegeben. Weil man aber dabei ohne genugſame Ueberlegung verfuhr, und ſich folglich der Nachtheil der gemachten Ein⸗ richtungen, insbeſondere eine eminente Laͤſion des Grundherrn zeigte; ſo hat man ſie nachher, auf ſol⸗ che fehlerhafte, mißrathene Beiſpiele ſich ſtuͤtzend, hauptſaͤchlich aber allerlei Rebenruͤckſichten wegen allgemein verſchrien, und Gutsbeſitzer und Regierungen dagegen gewarnet. Es koͤmmt aber hier, wie bei allen Gegenſtaͤnden der Staatswirthſchaft, nur darauf an, daß man ſich auf einen hoͤheren Standpunkt erhebe und in klarem Lichte des Verſtandes das Ganze uͤber⸗ ſchaue. Dann wird man ſich durch einzelne Beiſpiele, die ihrer verfehlten Einrichtung wegen das Gu⸗ teiden kurzſichtigen Augen zweifelhaft machen, nicht blenden, wohl aber jene Beiſpiele zur Warnung dienen laſſen, um aͤhnliche Fehler bei einer an ſich trefflichen Sache zu vermeiden.. Man hat naͤmlich nicht nur den ſo unſichern und veraͤnderlichen Maaßſtab des Geldes zur Werth⸗ ſchaͤtzung der Guͤter allein gebraucht, ſondern auch nach der damals noch ſo niedrig ſtehenden Ackerbau⸗ kunſt den Ertragsanſchlag zu geringe gemacht, und manche Pertinenzen, die durch einige Kultur zu hoher Benutzung zu bringen waren, ganz uͤberſehen. Es zeigte ſich alſo bald, daß die Kontrakte zum groͤßten Rachtheile des Grundherrn und zu einem zu uͤberwiegenden Vortheil des Erbpaͤchters abge⸗ ſchloſſen waren, ſo daß man ſich deshalb auch in einem gewiſſen Staate berechtigt glaubte, dieſe Ver⸗ erbpachtungen durch ſouveraine Macht wieder aufzuheben. Hierdurch war die Sache noch in uͤblern Ruf gekommen, und hatte nun ſelbſt das Mißtrauen der Paͤchter gegen ſich. Indeſſen iſt die Sache in verſchiedenen Laͤndern wieder aufgenommen worden, und des dagegen erhobenen Geſchrei's ungeachtet gluͤcklich ausgefallen. Insbeſondere hat es ſich gezeigt, daß bei ver⸗ erbpachteten und zerſchlagenen Domainen nicht nur die oͤffentlichen Kaſſen, ſondern auch die allgemei⸗ ne Produktion, die Bevoͤlkerung und der Wohlſtand der Unterthanen betraͤchtlich gewonnen habe, und wenn auch die erſtern neuern Verſuche dieſer Art nicht ganz fehlerfrei und nicht zum moͤglich hoͤchſten Vortheil der oͤffentlichen Kaſſen eingerichtet ſeyn moͤgen; ſo haben ſie dennoch die Sache wieder in Gang gebracht und diejenige Ueberzeugung bewirkt, die nur der Erfolg geben kann. ede Ane e S 35. b Das Weſentlichſte bei dieſem Geſchaͤfte iſt, daß man den Werth des Grund und Bodens oder dasjenige, was er nach Abzug aller Koſten und des billigen Vortheils des Paͤchters tragen kann, rich⸗ tig ſchaͤtze, und zwar nicht nach dem veraͤnderlichen Werthe des Geldes, ſondern nach einem beſtimm⸗ ten Getreidemaaße, deſſen Werthverhaͤltniß gegen alle uͤbrige Dinge ſich im groͤßern Durchſchnitt ſeit jeher gleich geblieben iſt und gleich bleiben wird. Es veraͤndert ſich zwar von einem Jahre zum andern, ſondern haͤlt ſich, mit allen wahren Beduͤrfniſſen des Lebens, weil durch ihn der Arbeitspreis im Allge⸗ meinen beſtimmt wird, im Gleichgewichte. Daher muß die Erbpacht auf ein Maaß des gewoͤhnlich⸗ ſten Getreides beſtimmr, dieſes aber in der Regel nicht in natura— weil dabei das Erbpachtsquan⸗ tum in einem Jahre von hohem, im andern von geringem Werthe ſeyn wuͤrde— ſondern nach dem Durchſchnitt des Preiſes einer Reihe vorhergegangener Jahre in Gelde bezahlt werden. Jedoch ſind bei Ziehung dieſes Durchſchnittspreiſes diejenigen Jahre und Zeiten herauszulaſſen, wo der Preis durch Mißwachs oder durch andere außerordentliche Konjunkturen ſehr hoch geſtiegen war, weil der Erbpaͤch⸗ ter beim Mißwachſe, des hohen Preiſes ungeachtet, doch wohl Schaden gehabt, die Ruͤckkehr außer⸗ Fehlerhaftes Verfahren macht die Sache verhaßt. Beſtimmung des Kanon nach d. Durchſchnitts preiſe des Ge⸗ treides. und iſt in kurzer Zeit noch veraͤnderlicher wie der Werth des Geldes, aber nicht in laͤngern Perioden, ordentlicher Umſtaͤnde aber nicht zu erwarten und nicht zu hoffen iſt. So wuͤrde es hoͤchſt unbillig ſeyn, einen Durchſchnittspreis nach dieſem letzten erlebten Decennium— wo die ſaͤmmtlichen Ernten unter 56 Die Erbpacht. dem mittelmaͤßigen waren, und andere den Preis erhoͤhende Umſtaͤnde hinzukamen— zu beſtimmen, und es waͤre wahrſcheinlich, daß in dem naͤchſten ein jeder Erbpaͤchter dabei zu Grunde gehen muͤßte. Gegen dieſe Berechnung des Erbpachtgeldes nach dem Preiſe des Getreides hat man eingewandt, daß, da dieſer variiren und ſinken koͤnne, eine gewiſſe Rente wiederum nicht geſichert ſey. Allein der reale Werth derſelben bleibt hierbei immer gleich, und nur der nominale veraͤndert ſich. In Anſehung der Staatseinkuͤnfte, wo man dieſes am gefaͤhrlichſten gehalten hat, wuͤrde ſich ein großer Theil der Ausgaben, in Anſehung ihres nominalen Betrages, zum entſchiedenen Vortheil des Ganzen mit ver⸗ lenden Preiſen im Gelde vermehrt oder vermindert werden muͤßten, wodurch einem jeden ſein ange⸗ meſſenes Auskommen mehr wie jetzt geſichert waͤre. §. 131. 4 Bortötile der Die Vortheile der Vererbpachtung ſind ſo evident, daß es keinen Zweifel hat, ihre Einrichtung dacht⸗ werde in unſerm ſchaͤrfer rechnenden Zeitalter bald allgemein werden, wenigſtens da, wo die Grund⸗ beſitzungen noch von betraͤchtlicher Groͤße ſind. Auch werden andere Grundſtuͤcke, die bisher unter un⸗ ſichern und beiden Theilen aͤſtigern Bedingungen uͤberlaſſen worden, nun auf dieſe Erbpachtseinrich⸗ tung modifizirt werden. Dies iſt ohne Zweifel die ſicherſte Baſis, worauf der allgemeine Wohlſtand und der hoͤhere Betrieb des Ackerbaugewerbes gegruͤndet werden kann. Jeder Grundeigenthuͤmer, es ſey der Staat oder der Privatmann, wird aus ſeinem Grund und Boden eine ſichere und reel unver⸗ anderliche Rente ziehen koͤnnen; der Werth des Grund und Bodens wird dadurch auf eine feſte Weiſe be⸗ ſtimmt, und der Kredit darauf nach dieſem Werthe vollkommen geſichert ſeyn, indem die Rente ſelbſt verpfaͤndet und die Zinſen unmittelbar erhoben werden koͤnnen, ſo daß mit der Hypothek auch das Ei⸗ genthumsrecht gewiſſermaßen mit uͤbergeht und ohne alle erdenkliche Weitlaͤuftigkeit vollkommen geſi⸗ chert iſt. Hierdurch käͤme das groͤßte Kapital jeder Nation, was im Grund und Boden ſteckt, in Um⸗ lauf, und jedes andere Vermoͤgen erhielte zugleich die groͤßte Sicherheit. Der Gutsbeſitzer wuͤrde jetzt nicht wider ſeinen Willen und Neigung genoͤthiget, ſein Landgut ſelbſt zu kultiviren, ohne in Gefahr zu kommen, daß ſolches durch Zeitpaͤchter deteriorirt werde. Der unzaͤhlige Verdruß, den jede Verpachtung macht, die nothwendige Aufſicht und Kontrolle, die vielen Abzuͤge durch zufaͤllige Schaͤden ſielen weg. Aber, was noch weit mehr in Betracht zu kommen verdient, das Gewerbe des Ackerbaues wuͤr⸗ Gelegenheit faͤnde, ſolches mit einem weit geringern Kapitale und doch mit der Sicherheit, die nur das Eigenthum giebt, zu betreiben. Der Erbpaͤchter kann voͤllig als Eigenthuͤmer handeln, und Alles, was er in dem Gute fuͤr die Zukunft anlegt, iſt ſein, aber er braucht das Grundkapital nicht anzu⸗ ſchaffen, ſondern nur billig zu verzinſen, kann daher ſein ſaͤmmtliches Vermoͤgen als Betriebskapital benutzen.. —§. 132. Ob große oder Man hat nun die verwickelte Frage aufgeworfen: ob es in Hinſicht auf den Staat und das all⸗ klein Sennag, gemeine Beſte auch in Hinſicht auf den Betrieb der Wirthſchaft ſelbſt beſſer ſey, große oder kleine Erb⸗ ten? pachtsguͤter zu errichten? Dieſe Frage iſt ſehr verſchieden beantwortet worden, und mußte es nach 6 den verſchiedenen Anſichten, welche dieſen oder jenen ſeine Lokalitaͤt gab, nothwendig werden. Im . Allgemeinen kann man ſie, meines Erachtens, ſo beantworten: Man mache in jeder Provinz, in je⸗ dem Diſtrikte ſolche Erbpachtsguͤter, wie am meiſten verlangt und, was einerlei iſt, am theuerſten bezahlt werden. Wo vermoͤgendere und einſichtsvollere Landwirthe ſich zu groͤßern Erbpachtungen mel⸗ aͤndern laſſen, z. B. alle Beſoldungen, die nun von zehn zu zehn Jahren nach den ſteigenden oder fal⸗ 8 de dadurch bald einen hoͤhern Schwung bekommen, wenn jeder, der Neigung und Talent dazu hat, den, da gebe man ſie ihnen, wie ſie ſolche verlangen, vorausgeſetzt, daß ſie ſolche eben ſo theuer be⸗ gſer rl nitud u düie — aunn wele itdes Gr Der kalttot dur aglüte zacht be awin Er Vim ne nneineſch Indurc ke ateken, nc Pnehr liug anen Ales ur aus der? dnentſtande ihrer Aet wo hen Gegend ſagen,— wenn mand uwaſen a men. In haͤltniß we ſhaſt Stan de den Vetri allen kleiner hir datfm nehrt und a gen man ſch den en Gur Beid ncbpacht ihn devortt und wieder Di e Admini deees Erbp beinet. W noßimmer nihungen erier The beſtimmn, hen muͤßte. eingewande Allein da In Anſehung der Theil dr zen mit ver⸗ den oder fal⸗ en ſein ange⸗ re Einrichtng vo die Grund Sher unter m⸗ pachtseinrich⸗ ne Wohlſtand enthuͤmer, ei d reel unver⸗ feſte Weiſebe⸗ e Rente ſelbſt auch das Ei⸗ kommen geſ⸗ ſteckt, in Um⸗ ſein kandgut werde. Der e, die vielen lerbaues wuͤr⸗ ent dazu hat, t, die nur das in, und Ale, tal nicht anzu⸗ Petriebokapital t und das al⸗ der kleine Erb⸗ nußte es nach werden. Im drovinz, in je⸗ am theuerſten chtungen mel⸗ Iſo theyer be⸗ iah ne. Dieſe Nachfrage nach großen, mittlern und kleinen Erbpachtsbeſt und wieder vielleicht beſondere Ruͤckſichten zu nehmen. Die Erbpacht. 57 zahlen wollen, wie die Liebhaber kleinere. Wo aber eine groͤßere Konkurrenz von ſolchen iſt, welche nicht das Vermoͤgen und die Ueberſicht fuͤr groͤßere Wirthſchaften haben, da gebe man ihnen auch klei⸗ ſitzungen wird am ſicherſten an⸗ zeigen, welche Groͤße nach dem Kulturzuſtande des Volks und der ackerbautreibenden Klaſſe nach der Art des Grund und Bodens und nach der Lokalitaͤt die nutzbarſten ſind. Der Streit uͤber die Vorzuͤge der großen und der kleinen Wirthſchaften kann ohne beſtimmte Lo⸗ kalitat durchaus nicht entſchieden werden. Jede hat im Allgemeinen ihre eigene, die ich in meiner engliſchen Landwirthſchaft, B. II. Abth. 2. S. 91. und folgenden, kurz gegen einander zu ſtellen ver⸗ ſucht habe. Ich geſtehe aber nach meiner jetzigen Ueberzeugung, daß ich daſelbſt auf die Schaale der großen Wirthſchaften im Allgemeinen ein zu großes Uebergewicht gelegt habe. Wo unter den kleinern Beſitzern wahre Betriebſamkeit und verhaͤltnißmaͤßiges Vermoͤgen ſich findet, und ſie in ihrem Betrie⸗ be uneingeſchraͤnkt und anderweitig nicht zu ſehr belaſtet ſind, da wird ein fruchtbarer Grund und Bo⸗ den durch kleine Beſitzer, die ihn mit eigenen Haͤnden oder doch unter eigenen unverwandten Augen be⸗ arbeiten, nicht nur— wie vielleicht jeder zugiebt— mehr produziren, ſondern auch— was man um ſo mehr laͤugnet— groͤßern reinen Ertrag geben koͤnnen. Die Beſorgniß, daß hier von den Produ⸗ zenten Alles wieder konſumirt werde und folglich nichts zum Verkauf kaͤme, iſt voͤllig eitel, und kann nur aus der Anſicht der aus ganz andern Urſachen ſo jaͤmmerlichen Bauerwirthſchaften gewiſſer Gegen⸗ den entſtanden ſeyn. Wenn kleine Erbpaͤchter ihren Kanon bezahlen, ſo manche Dinge ankaufen, nach ihrer Art wohl leben und ſich dennoch etwas eruͤbrigen koͤnnen,— wie davon ſo viele Beiſpiele in man⸗ chen Gegenden, deren Boden keinesweges durch beſondere Fruchtbarkeit ausgezeichnet iſt, vor Augen liegen,— ſo muͤſſen ſie ja nothwendig Ueberſchuß zum Verkaufe haben, und dieſer Ueberſchuß wird, wenn man die Sache genau unterſucht, den uͤbertreffen, welchen große Guͤter von einem gleichen Areal aufweiſen koͤnnen.. Jedoch iſt dabei auf den Kulturzuſtand jeder Gegend und auf die Bevoͤlkerung Ruͤckſicht zu neh⸗ men. In unbevoͤlkerten und in der Kultur weiter zuruͤckſtehenden Diſtrikten, wo die Arbeit nach Ver⸗ haͤltniß weit theurer wie der Grund und Boden iſt, und daher mehr eine extenſive als intenſive Wirth⸗ ſchaft Statt findet, kann das Ganze durch kleine Wirthſchaften nicht kultivirt werden, und man wuͤr⸗ de den Betrieb der groͤßern verhindern, wenn man ihm die Arbeiter dadurch entzoͤge, daß man ihnen 9 5 allen kleinere Plaͤtze einraͤumte, wovon ſie ſich allenfalls mit einiger Nebenarbeit allein naͤhren koͤnnten. Hier darf man nur zur kleinern Parcellirung allmaͤhlig uͤbergehen, ſo wie ſich die Volksmenge ver⸗ mehrt und arbeitende Haͤnde ſich anbieten. Es iſt daher eine fehlerhafte Einrichtung, deren uͤble Fol⸗ gen man ſchwer gefuͤhlt hat, wenn man in einem gewiſſen Staate beſtimmte, daß jedem Einwohner, den ein Gutsbeſitzer anſetzte, auch ein Grundſtuͤck von etwa vier Jochart zugetheilt werden ſolle. Bei der Zerſchlagung der großen Privatlandguͤter in kleinere Theile, und Ausgebung derſelben in Erbpacht uͤberlaſſe man daher die Art der Eintheilung dem Eigenthuͤmer, weil diejenige, welche fuͤr ihn die vortheilhafteſte iſt, es auch fuͤr das allgemeine Beſte ſeyn wird. Bei den Domainen ſind hin §. 133. Die Beſitzer großer Landguͤter und Herrſchaften, welche dieſe und ihre ihnen ſonſt ziemlich aͤſti⸗ ge Adminiſtration als die Quelle ihres Einkommens anſahen und betreiben mußten, erhalten durch dieſes Erbpachtſoſtem ihre Rente vollkommen geſichert, werden aber von der Laſt und Sorge dadurch befreit. Wer bisher die Bewirthſchaftung derſelben aus Neigung und mit Vergnuͤgen betrieben hat, muß immer beſorgen, daß dieſe Neigung bei ſeinen Kindern nicht forterbe, mithin ſeine gemachten Ein⸗ richtungen mit ihm hinſterhen wuͤrden. Wenn er ſeinen Plan, mit Ruͤckſicht auf eine zweckmaͤßige Erſter Theil. H Vortheile fär Privatkgrundbe⸗ ſitzer. *. 58 4 Die Erbpacht. 8 Pareellirung und Vererbpachtung anlegt, die Eintheilung der Felder und den Bau der Hoͤfe vorlaͤufig anordnet, ſo wird dieſes ſeiner Thaͤtigkeit und ſeinen Einſichten Stoff genug darbieten. Eine ſolche Vorbereitung, die den kuͤnftigen Erbpaͤchtern die Sache ungemein erleichtert, und wodurch man ihnen den Abriß von dem, was ſie erhalten werden, in die Hand geben kann, wird ſolche in Menge herbei⸗ ziehn. Es bedarf nur eines Vorſchuſſes, vielleicht zur Bebauung der erſten Hoͤfe; aus dem Verkaufe oder Erbſtandsgelde dieſer erſten koͤnnen die andern eingerichtet werden und ſo fort. Der Gutsbeſitzer, der einiges disponible Kapital in Haͤnden hat, wird einen ſolchen Bau immer leichter und wohlfeiler vollfuͤhren, als der antretende Erbpaͤchter, weil er ihn laͤnger vorbereiten kann, und er mehrere Kennt⸗ niſſe davon beſitzt. Einen wohlgelegenen und ausgezeichneten groͤßeren Hof in der Nähe ſeines Schloſ⸗ ſes fuͤr ſich zu behalten, ihn mit Garten⸗ und Luſtanlagen in Verbindung zu ſetzen, und das land⸗ wirthſchaftliche Gewerbe darauf in ſeiner hoͤchſten Schoͤnheit, ſeinem eigenthuͤmlichen Reize und Eben⸗ maaße darzuſtellen, wird dabei immer moͤglich ſeyn. Und wenn er ſeinen Landſitz ſo mit freundlichen Wohnungen freier und thaͤtiger Menſchen umgeben hat, deren Felder ohne Zweifel bald in ungleich hoͤherer Kultur ſtehen, und die groͤßte Mannigfaltigkeit darbieten werden, ſo wird ihm dies einen weit edleren Anblick als die unabſehbare Flaͤche der vormaligen herrſchaftlichen und baͤuerlichen Feld⸗ mark geben. Naͤchſt der Muſterwirthſchaft ſeines zuruͤckbehaltenen Hofes wird ihm die Erhaltung, Eintheilung und Anlage der Forſten, der Teiche, der Torfmoore, der Kalk⸗ und Ziegelbrennereien, vielleicht anderer reſervirter Pertinenzien, vielleicht die Betreibung und Einrichtung techniſcher Gewer⸗ ke genugſam beſchaͤftigen koͤnnen, deren Adminiſtration jedoch nun auch andern leichter aufgetragen werden kann, als die vormalige große Ackerwirthſchaft des Gutes. Weit entfernt, daß die Beſorgniß, dieſes Erbpachtſyſtem werde den Ruin der adlichen Familien, insbeſondere der alten, bewirken, gegruͤndet ſeyn ſollte, bin ich vielmehr uͤberzeugt, daß es ihre Er⸗ haltung befoͤrdern werde, ja daß es ſolche in vielen Faͤllen allein noch moͤglich mache. Der beſtimmte Werth, die ſichere Rente, der zweifelloſe Kredit der Guͤter, der richtige Etat, den man uͤber Einnah⸗ me und Ausgabe machen kann, und der auf keiner Seite Ausfaͤlle beſorgen laͤßt, muͤſſen den Wohl⸗ ſtand vieler Familien ſicherer erhalten, und den geſunkenen anderer wieder erheben. Majorate koͤn⸗ nen ja, wenn man will dabei eben ſo ſicher beſtehen. 1. §. 134. Bortheite dei Der Vortheit, welcher ſich bei den Staatsdomainen bloß aus der Erſparung der Adminiſtrati 3 b rung iniſtrations⸗ den Domainen. koſten, der Bauten, der Schadenberechnungen und Remiſſionen ergeben wird, iſt ſchon einleuchtend. Die reine Rente muß ſich hierdurch, wenn auch der kuͤnftige Kanon die jetzige Zeitpacht nicht uͤberſtie⸗ ge, ſchon betraͤchtlich vermehren; weit mehr wird aber der Staat indirekte durch die hoͤhere Kultur, 8 Produktion und Bevoͤlkerung gewinnen. don . Eine 53 2 man ihnen Menge harbe⸗ 3 dem Verkaui er Gutsbeſtze, und wohlhelt mehrere Kenne e ſeines Schli und das land Reize und Eben⸗ nit freundlichtn bald in ungleich ihm dies einen aͤuerlichen zih⸗ die Erhaltung legelbrennereie, hniſcher Gewer ter aufgenagen lichen Familien, daß es ihre Er Der beſtinme in uͤber Einnaß⸗ iſſen den Wohl⸗ Majorate koͤn⸗ 1. dminiſtrations⸗ n einleuchtend. nicht uͤberſtie⸗ din ret 9 hohere Kultun. Zweites Hauptſtuck 1 n p m der die Lehre von den„ Brhälnifn von der Einrichtung und Dreeton der 4— Wirthſchaft 3 e ve& “““ .—]—]öͤbͤbſſ m 8 4 3 ee gſete, n . Ntderin bo “ aläuig 8 8 3 3 5 hen gbrauc eponit . he Seder . reech . 8 dake. 8 8. ö“ a Ratt ..— e. R nommen! am Gan inen Beg Ntur, de Fenannt we ſandwirthſc le, der 8 3 bnnichen “ 4 hauunttt. 3“ ae gieci 3 Kane, hat G 1 1— DRenom erauch: lt, nah tan ſolte. ier zu h * eber zu! iitt den n umich! dindeſten g 4 ———-——yj———— G————————ÿÿꝛxxy—O——— Da⸗ Wort Oekonomie iſt in ſehr mannigfaltigem und, zuletzt von den Deutſchen, in ſehr lne Madennung 8s richtigem Sinne gebraucht worden. Seiner Etymologie und urſpruͤnglichen Bedeutung nach verſtan⸗ dei. den die Griechen die Einrichtung und Leitung des Haus⸗ und Familienweſens darunter, alſo freilich daſſelbe, was wir Haushaltung nennen. Xenophon in ſeinem Buche uͤber die Oekonomie han⸗ delt darin von den haͤuslichen Verhaͤltniſſen, den Pflichten der Hausgenoſſen gegen einander, ſagt aber nur beilaͤufig etwas vom Feldbaue, in ſofern er auf den Hausſtand Bezug hat. Er und andere Grie⸗ chen gebrauchten dieſes Wort ſonſt nie vom Ackerbau, ſondern bedienten ſich der Woͤrter Georgia oder Geoponia von demſelben. Die Roͤmer nahmen jenes Wort in einer weitlaͤuftigern und ſehr verſchie⸗ denen Bedeutung. Sie verſtanden naͤmlich darunter die Wahrnehmung der richtigſten Verhaͤltniſſe zur Erreichung des Zwecks einer jeden Sache, die Dispoſition, den Plan, die Eintheilung eines jeden Werkes. Cicero ſagt: oeconomia causae, oeconomia orationis, und verſteht darunter die Leitung einer Rechtsſache, die Dispoſition einer Rede, in welchem Verſtande es denn auch wieder einige neue deutſche Schriftſteller genommen haben, die von der Oekonomie eines Schauſpiels, eines Gedichtes re⸗ den. In jenem Sinne der Roͤmer iſt das Wort auch von den Schriftſtellern aller andern Nationen ge⸗ nommen worden, und ſie verſtehen darunter bloß das Verhaͤltniß der einzelnen Theile unter ſich und zum Ganzen, daſſelbe, was wir auch Organiſation zu nennen pfltegen, und das Wort erhaͤlt nur durch ſeinen Bezug auf einen andern Gegenſtand einen realen Sinn. So ſpricht man von der Oekonomie der Natur, des thieriſchen Koͤrpers, des Staats, und allerdings auch eines Gewerbes; wo aber dieſes genannt werden muß, wenn es ſich nicht aus dem Zuſammenhange von ſelbſt verſteht. Wenn die landwirthſchaftliche Einrichtung darunter verſtanden werden ſoll, ſo ſagt der Franzoſe: 6conomie ru- rale, der Englaͤnder: rural economy, jedoch verſtehen dieſe nie die wirkliche Ausfuͤhrung, den ei⸗ gentlichen Akt des Ackerbaues, ſondern nur die Eintheilung und die Verhaͤltniſſe der Landwirthſchaft darunter. Nur in denen Zeiten, wo man in Deutſchland die Wuͤrde jeder Lehre durch ein lateiniſches oder griechiſches Wort zu heben glaubte, und ſich deren beſonders zu dem Ende auf Buͤchertiteln be⸗ diente, haben einige Schriftſteller nicht nur die Lehre vom Ackerbau, ſondern auch den Ackerbau ſelbſt Oekonomie zu nennen angefangen, und das Wort iſt von manchen ausſchließlich in dieſem Sinne gebraucht worden. So hat Benekendorf ſein weitſchweiſiges Werk, oeconomia forensis beti⸗ telt, nach welchem Titel man ein Werk uͤber die Einrichtung der Rechtspflege und Gerichtshoͤfe erwar⸗ ten ſollte. Darnach haben ſich dann auch die, welche den Ackerbau etwas ausgedehnter und kunſtmaͤ⸗ ßiger zu betreiben vermeinen, Oekonomen genannt, und endlich nennt ſich jeder, der die Pflug⸗ treiber zu treiben angeſtellt iſt, alſo, obwohl er von den richtigen Verhaͤltniſſen der Wirthſchaft auch nicht den mindeſten Begriff hat. 1 8 1 Allein das Wort iſt noch in einem andern, ihm eben ſo fremden Sinne genommen worden. Weil es naͤmlich das Weſentliche einer guten Oekonomie iſt, den Zweck einer jeden Sache mit dem moͤglichſt mindeſten Aufwande zu erreichen; ſo hat man die Sparſamkeit erſt im Allgemeinen, dann die mit Gel⸗ 62 Oekonomie. Bedeutung des Worts. de darunter verſtanden, und nennt ſogar wohl den Geiz, wenn er auch ſeines Zweckes ganz verfehlt, Oekonomie, und deshalb denjenigen zuweilen einen guten Oekonomen, der nichts an ſeine Wirthſchaft wendet, ſondern ſolche erſchoͤpft. Auch nannte man die Beſorgung der Einnahmen und Ausgaben Oekonomie, und dem, dem die⸗ ſes beſonders von geiſtlichen Korporationen aufgetragen war, den Oekonomen. Wir gehen zu der lateiniſchen Bedeutung des Worts zuruͤck, und verſtehen unter Oekonomie, in Bezug auf die Lehre von der Landwirthſchaft, die Lehre von den zweckmaͤßigſten Verhaͤltniſſen und und von der Leitung und Anwendung derer Kraͤfte, durch welche die Produktion hauptſaͤchlich hervor⸗ gebracht wird, und daher handelt dieſes Hauptſtuͤck von der Anſtellung, Erhaltung und Leitung der arbeitenden Kraͤfte; von den Verhaͤltniſſen des Viehſtandes, oder vielmehr der Futterung und der Duͤngung zum Ackerbau; von denen darauf gegruͤndeten Feldeintheilungen oder Wirthſchaftſyſtemen in Ruͤckſicht auf die nach jeder Lokalitaͤt moͤglich vollkommenſte Erreichung des Zwecks dieſes Gewer⸗ bes: des moͤglich hoͤchſten nachhaltigen reinen Ertrages aus dem Ganzen der Wirthſchaft. Endlich von der Direktion der Wirthſchaft und ihrer Darſe Jung in Buͤchern und Rechnungen. — die Arbeit im atlgemeinen. §. 135. Arbeit, die Die Arbeit iſt es, wodurch der Menſch Alles gewinnt oder gewonnen hat, was er genießt. Was Ruelsaler G⸗ Grund und Boden ohne Arbeit giebt, iſt aͤußerſt wenig, und kann nur bei dem Nomaden⸗Leben in Betracht kommen. Alle Lebensmittel, alle Genuͤſſe, allen Wohlſtand und Reichthum, ſelbſt das zur Bewirkung der Arbeit nothwendige Kapital verdanken wir ihr. Durch die Quantitaͤt und Qualitaͤt der auf eine Sache verwandten Arbeit wird ihr Werth oder ihr natuͤrlicher Preis beſtimmt. §. 136. In wiefern je⸗ Jedoch erfordert jede Arbeit ein Material, woran ſie ausgeuͤbt wird, dies Material giebt die doch der Grund Natur der Ackerarbeit im Grund und Boden, und aus dem durch die Arbeit aus dem Grund und Bo⸗ Boden An⸗ — daran habe den hervorgebrachten Produkte wird das Material fuͤr die Verwendung jeder andern Arbeit geliefert. 5. 137. moͤgen und Einkommen der Nation einzig und allein aus der Arbeit ableitet. Der Grund und Boden hat einen betraͤchtlichen Antheil daran. Auf der andern Seite gehen aber die zu weit, welche den Grund und Boden als die alleinige Quelle des Emkommens betrachten. Eine Nation, die einen ſehr fruchtbaren Grund und Boden bewohnt, wuͤrde ſich weit leichter zu ei⸗ nem hohen Wohlſtande emporheben können, wie eine andere. Aber oft iſt die Fruchtbarkeit des Bodens und des Klima wohl die Urſach geweſen, daß ſie es nicht wollte. S. 138. Ohne Arbeit traͤgt der Boden nichts, und durch die Arbeit erhaͤlt er erſt ſeinen Werth. In der Kindheit der Nationen nahm daher jeder ſeinen Boden, den er bearbeiten wollte, umſonſt, weil noch zu wenig arbeitende Kraͤfte vorhanden waren. Wie man den Werth erkannte, den er durch die Arbeit zu erhalten faͤhig war, eignete ſich der Gewalthabende denſelben zu, und ſetzte einen Preis darauf. 2Laeudch die Dieſer war ſehr geringe, ſo lange es an Arbeit und an der Kunſt, ſolche zweckmaͤßig zu verwenden, Zoden einen fehlte. So wie beides ſich vermehrte, ſtieg der Preis des Grund und Bodens, mit demſelben aber Werth. auch der Preis der Arbeit und folglich der Preis des aus beiden hervorgehenden Produkts. Es iſt aiſ wohl nicht ganz und undedings richtig, wenn man in deu neuern Metapolitik alles Ver⸗ oyhe hnjche ntianden, Id und Dal dau gerd e nſ eha W ang drr ber and die int Don Peodukten⸗ PWodagegen ſch dorbiete vohl immer diar get! Wer ſihrgeße hjelte. Er weiten Fal beil er ein J jenem d teichen, un Verſchuß i Fw um da a keichtwo er gleichd te, der ſ einen koͤunt 3 an ageringen berfehſt irthſchaft dem die⸗ onomie, niſſen und h hervor⸗ itung der rund der ftſyſtemen 8 Gewer⸗ nolich von eßt. Was Leben in ſt das zur ualitaͤt der giebt die und Bo⸗ geliefert. alles Ver⸗ und Boden velche den jchter zu ei⸗ des Bodens h. In der weil noch die Arbeit eis darauf. verwenden, ſelben aber Die Arbeit im Allgemeinen. 63 §. 139. Daher iſt in kultivirten und bevoͤlkerten Laͤndern ein im Durchſchnitt der Jahre feſtſtehendes Ver⸗ wern unigiw⸗ haͤltniß oder Gleichgewicht zwiſchen dem Preiſe des Grund und Bodens, der Arbeit und der Produkte ſe der Arbeit, entſtanden, welches, wenn es durch Zufaͤlligkeiten geſtoͤrt wird, ſich doch bald wieder herſtellt. des Podenenhe §. 140. Indeſſen iſt dieſes Verhaͤltniß nicht allenthalben gleich, ſondern richtet ſich nach der Quantitaͤt und Qualitaͤt des Bodens, gegen die der arbeitenden Kraͤfte, der Kunſtkenntniſſe und des dem Acker⸗ bau gewidmeten Betriebskapitals. Der Grund und Boden iſt wohlfeil, wo es an arbeitenden Kraͤf⸗ ten, an Kunſtkenntniſſen und Kapitale fehlt, und der Preis der letztern ſteht daſelbſt hoch gegen den des erſten. Wenn hingegen in einem bevoͤlkerten Staate ſich die arbeitenden Kraͤfte, die Kenntniſſe und das zu ihrer Herbeiſchaffung und Vorausbezahlung noͤthige Kapital vermehrt haben, ſo ſteigt der Werth des Grund und Bodens im Verhaͤltniß gegen jene. . 141. 2 Dies Verhaͤltniß des Arbeitspreiſes gegen den Preis des Grund und Bodens traͤgt zur Begruͤn⸗Zierauf gräͤn⸗ det der Vor⸗ dung der verſchiedenen Ackerſyſteme vieles bei. Man kann dieſe in ihren Erusmen die extenſiven deſiaededug⸗ und die intenſiven nennen. ven oder inten⸗ Wo naͤmlich der Boden wohlfeil, die Arbeit aber theuer iſt, da wird man eine gewiſſe Maſſe von dben Belr ebsf. Produkten auf einer großen Flaͤche, aber mit moͤglichſt geringer Arbeit hervorzubringen ſuchen muͤſſen. Wo dagegen der Preis des Bodens hoch iſt, Arbeit aber in genugſamer Menge und zu billigem Preiſe ſich darbietet, da wird man auf einer geringen Ackerflaͤche denſelben Werth an Produkten— wie dies wohl immer moͤglich iſt— durch verſtaͤrkte Anwendung der Arbeit zu erzielen ſuchen. Es giebt Gegenden in Amerika, wo man einen Acker guten Bodens mit dem Preiſe einer Tagesarbeit erkauft. In Belgien, in England und einigen Diſtrikten Italiens kann man dieſelbe Flaͤche kaum in jaͤhri 12 ger Pacht fuͤr den Preis von 80 Tagearbeiten erhalten. ſeihe Flach inh §. 142. Wer mit einem beſtimmte ten Kapitale den Ackerbau betreiben will, wird im erſten Falle eine Naͤtere Beſtim⸗ ſehr große Flaͤche Landes zu kaufen haben, wenn er auch nur wenig zum Betriebe der Arbeit uͤbrig be⸗ wnaderwe d hielte. Er muß extenſive Wirthſchaft mit moͤglich geringſter Arbeitverwendung betreiben. Im eine oder der zweiten Falle aber muß er eine kleine Flaͤche kaufen, nicht nur weil der Acker theurer iſt, ſondern auch amoift. wah. weil er ein groͤßeres Kapital zur Bezahlung der mehrern zu verwendenden Arbeit uͤbrig behalten muß. den e In jenem Falle werden oft Guͤter gekauft, wo allein die Frohnden zu den nothwendigſten Arbeiten zu⸗ reichen, und wo daher, wenn das Inventarium einmal vorhanden iſt, nur ein unbedeutender baarer Vorſchuß zum Wirthſchaftsbetriebe noͤthig iſt. Je wohlfeiler das Land iſt, um ſo weniger werden Verbeſſerungsarbeiten rathſam ſeyn. Wo man den Jochart Landes um 50 Fl. kaufen kann, und davon 3 Fl. reinen Ertrag hat, wuͤrde es viel⸗ leicht unvortheilhaft ſeyn, 50 Fl. Verbeſſerungskoſten, z. B. durch Mergeln, daran zu wenden, wenn er gleich darnach den doppelten Ertrag gaͤbe, weil man fuͤr dieſe Koſten noch einen Acker kaufen koͤnn⸗ te, der ſich eben ſo ſtark verzinſete, wie die auf jenen verwandten Verbeſſerungskoſten. Ich ſage vielleicht, denn es giebt dennoch viele Verhaͤltniſſe, wo es vortheilhafter ſeyn würde, ernen 9 Beſitz habenden Acker oder Gut mit denſelben Koſten zu verbeſſern, wofuͤr man ein anderes kaufen un §. 143. Wenn der Acker theuer iſt, werden auch die Produkte dadurch etwas vertheuert, jedoch oft nur in geringem Verhäͤltniſſe. Aber nicht immer iſt der Acker theuer wenn gleich die Produkte es ſind 564 Die Arbeit im Allgemeinen. weil man aus Mangel an Kraͤften oder an Kenntniſſen jenen nicht zu benutzen, und dieſe nicht hinrei⸗ chend hervorzubringen verſteht. In jenem Falle iſt die möglich groͤßte zu verwenden; in dieſem muß man wohl erwaͤgen, ob man ſein Kapital vortheilhafter auf Ankauf von mehrerem Boden, oder aber auf mehrere Bearbeitung verwende.““ “ H. 144u4u4.—2 Wenn gleich die Ertreme von ſehr wohlfeilem Acker und ſehr theurer Arbeit, und von ſehr theu⸗ rem Acker und wohlfeiler Arbeit in Deutſchland ſelten oder gar nicht vorkommen, ſo ſind doch mannig⸗ faltige Gradationen dieſes Verhaͤltniſſes in verſchiedenen Provinzen und Diſtrikten vorhanden, die man bei der Eineichtung der Wirthſchaft wohl zu erwaͤgen hat, um ſich darnach fuͤr ein mehr oder minder intenſives Wirthſchaftsſyſtem zu beſtimmen. Dort wird Koppelwirthſchaft mit langer Ruhe des Ackers und Weideduͤnger Arbeit erſparen; hier wird jähriger Fruchtwechſel mit Futterbau und Stallfutterung die Arbeit vortheilhafter vermehren, und der hoͤ⸗ heren Koſten ungeachtet den reinen Ertrag betraͤchtlich. vergroͤßern. . 11..ͦ.‚. Lo der Arbeitss Es iſt ſeit einiger Zeit unter den Landwirthen eine allgemeine Klage, daß der Lohn der Arbeiter eht zeſtiegen und des Geſindes uͤbermaͤßig geſtiegen ſey, und man haͤlt es fuͤr ein großes Uebel. Manche ſehen die⸗ ſeoss als einen Grund der geſtiegenen Kornpreiſe an. hoben ſind, ſucht man in dieſer Aufhebung wiederum den Grund des geſtiegenen Arbeitslohns. Es iſt aber vielmehr der geſtiegene Preis der Lebensmittel, zugleich mit dem dadurch bewirkten Anreiz zur hoͤ⸗ hern Produktion, welcher den Arbeitslohn nach dem Geldpreiſe hat erhoͤhen muͤſſen, und durch Auf⸗ hebung der Frohnden iſt vielmehr die Thaͤtigkeit der arbeitenden Menſchen vermehrt, und folglich die Summe der verrichteten Arbeit groͤßer geworden, weshalb ſolche eher zur Verminderung des Arbeits⸗ preiſes wirken muß. C“ — ö“§. 146. 1 Mehrentheils aber iſt jene Klage ganz ungegruͤndet, und die Vertheurung des Arbeitspreiſes iſt bloß nominal, keinesweges real, indem naͤmlich der Werth des Geldes gegen den Werth aller uͤbrigen Dinge ſich vermindert hatte, der Preis der uͤbrigen Dinge aber, beſonders des Getreides, gegen den Preis der Arbeit vortheilhafter ſteht, wie vormals. .„ Man muß die Urſachen, welche auf die Erhoͤhung und Erniedrigung des Arbeitslohns, nach Gelde berechnet, wirken, wohl unterſcheiden. Sie ſind folgende: 3““ V—— 8 Wodurch d Ar⸗ deitzlohn ſteige nen, daß er und wenigſtens noch eine Perſon oder zwei Kinder davon leben und zwar ſo leben koͤnnen, und falle? 3 3 3. 2. 4. 4. Es bleibt und daß ſie bei Kraͤften und geſund bleiben, auch ihre Kinder davon aufziehen. Haͤtten ſie vorher nichts muß in einem mehr als dieſes Nothduͤrftige gehabt, und ſtiegen nun die Lebensbeduͤrfniſſe, ohne daß der Arbeits⸗ entn— lohn erhoͤht wuͤrde, ſo wuͤrden ſie bald ſo verkuͤmmern und verarmen, daß ſie unbrauchbar wuͤrden, Preiſe der Le⸗ jhre Kinder nicht geſund aufziehen koͤnnten, und ſomit wuͤrde ſich ihre Zahl bald ſo vermindern, daß ben. ein gewiſſes Verhaͤltniß zwiſchen dem Preiſe der Lebensmittel und dem Preiſe der Arbeit bleiben, und dieſes Verhaͤltniß kann nur auf kurze Zeit und dann immer nachtheilig aufgehoben werden, ſetzt ſich aber bald von ſelbſt wieder ins Gleichgewicht. Steigt der Arbeitspreis aus einer der andern Urſachen in einer Gegend uͤber das Verhaͤltniß ge⸗ gen die Lebensmittel in die Hoͤhe, verdienen folglich die Arbeiter mehr, als ſie zur Nothdurft gebrau⸗ — chen, — 8 ——ÿ Anſtrengung auf die Produktion In Gegenden, wo die Frohnden zum Theil aufge⸗ 1) Die Preiſ e der Lebensbeduͤrfniſſe. Der Arbeiter muß nothwendig ſo viel verdie⸗ bensmittel blei⸗s.... 2 6—.— nun die wenigen uͤbrigbleibenden einen deſto hoͤhern Lohn fordern koͤnnten. Es muß alſo nothwendig e, ſ perd ſe Ala Ind d deſer prin ds durchcrüte ſcvitken, i ben, wnin Tage dtdt ger u acbeit rüt gt v,w ühe iintder Wu Nrvother we In Al In preſe de fgt alenthab övohl der N Un der pilven arde ſe, der ihnen dde aber den bermindert, Staat den? ſche weſf bensmittel Venn deingen ſol,, ken verdienen Vogelähner g geſiegen wat walche aber a 81 Netze R Nannes an. Fiten und a dedd alsder Zehne nungen a, Vmn Netz. R. Lrſ Theil nicht hine⸗ te Produktien if Agkauf von on ſeht theu⸗ doch mannig⸗ den, die man oder minder ren; hier witd und der haͤ⸗ der Arbeiter he ſehen die⸗ Theil aufge⸗ ohns. Es iſ lnreiz zur ho⸗ d durch Auf⸗ d folglich die des Aebeits⸗ eitspreiſes iſt Die Arbeit im Allgemeinen. 65 chen, ſo werden ſie fruͤher heirathen, mehrere Kinder erzeugen und aufziehen, und ſomit wird ſich die⸗ ſe Klaſſe und die Zahl der Arbeitſuchenden ſo vermehren, daß der Lohn wieder fallen muß. Indeſſen erfolgt dieſe Wirkung nicht ſchnell, und richtet ſich nicht nach den jaͤhrig wechſelnden Preiſen des Getreides, ſondern nur nach dem aus einer laͤngern Reihe von Jahren auszumittelnden Durchſchnitte. Vielmehr kann ein augenblickliches Sinken der Preiſe der Lebensmittel das Gegentheil bewirken, indem ſolche Arbeiter, welche nur die Nothdurft kennen und fuͤr Erſparung keinen Sinn ha⸗ ben, nun in drei Tagen ſo viel verdienen koͤnnen, als zu ihrer Nothdurft hinreicht, wozu vorher fuͤnf Tage Arbeit erforderlich war. Sie werden ſich nun leicht verleitet finden, zwei Tage die Woche weni⸗ ger zu arbeiten, wodurch ſich die Arbeit im Ganzen betraͤchtlich vermindert; derjenige alſo, welcher ſie noͤthig hat, ſolche um ſo theurer bezahlen muß. Allein voruͤbergehend iſt auch dieſes nur, weil doch da, wo hoͤherer Verdienſt iſt, ſich mehrere Menſchen erzeugen und hinziehen, und mit hoͤherem Ver⸗ dienſt der Wunſch, noch mehr zu verdienen und ſich etwas zu erſparen, bei den meiſten doch rege wird, der vorher wegen der Unmoͤglichkeit ihn zu befriedigen unterdruͤckt war. Im Allgemeinen alſo richtet ſich in allen nicht entvoͤlkerten Gegenden der Preis der Arbeit nach dem Preiſe der Lebensmittel, und man wird fuͤr 1 Metze Korn, beim gewoͤhnlichen Laufe der Dinge, faſt allenthalben und zu allen Zeiten dieſelbe Maſſe von natuͤrlicher(kunſtloſer) Arbeit haben koͤnnen, obwohl der Nominal⸗oder Geldpreis ſehr verſchieden iſt. Um den Zuſtand der Arbeiter alſo gleich zu erhalten, handelt der Landwirth, der die noͤthige An⸗ zahl von arbeitenden Familien auf ſeiner Beſitzung angeſetzt hat, ſowohl richtig fuͤr ſich, als billig fuͤr ſie, der ihnen ſtatt eines Theils des Geldlohns ihre Lebensbeduͤrfniſſe zu einem feſtſtehenden Preiſe giebt, oder aber den Geldlohn nach dem Berhaͤltniſſe, wozu er ihnen dieſe Beduͤrfniſſe verkauft, erhoͤhet oder vermindert, wenn er ſich anders der Arbeit dieſer Leute zu jeder Zeit verſichert hat. Wenn auch der Staat den Arbeits⸗ und Geſindelohn durch Polizeianordnungen beſtimmen will,— wovon der Nutzen ſehr zweifelhaft iſt— ſo muͤßte es nicht nach Gelde, ſondern nach dem Preiſe des gewoͤhnlichſten Le⸗ bensmittels, des Rockens, geſchehen. Wenn ein Arbeiter ſich ernaͤhren, bei zureichenden Kraͤften ſich erhalten und dabei zwei Kinder auf⸗ Annahme ei⸗ er igen.—..... 4 4 alle ii de bringen ſoll, ſo muß er in 10 Arbeitstagen mit unangeſtrengter kunſtloſer Arbeit eine Wiener Metze Ro⸗ ner ideniſchen 8...—. 8 3. 8 2. oder ei⸗ gege cken verdienen, wobei angenommen wird, daß ſein Weib ſich ihren Unterhalt ſelbſt erwerbe. Erhalten die M Ardeen 8 glohns, nach o viel berdie⸗ leben koͤnnen, vorher nicht der Arbeiti⸗ hbar würden mindern, daß ſo nuthwendig bleiben, und Tageloͤhner gleich hin und wieder weniger, insbeſondere ſeitdem die Preiſe des Getreides ſo betraͤchtlich Maaßſtabes des geſtiegen waren, ſo hat man ihnen andere Vortheile gewaͤhrt, die ihre Erhaltung möglich machten, welche aber allerdings mit in Anſchlag zu bringen ſind, wenn man von den Koſten der Arbeit redet. * Metze Rocken nehme ich daher als den geringſten Lohn fuͤr eine gewoͤhnliche Tagearbeit eines Mannes an. Und da der Preis der Arbeit und des Getreides ein weit beſtaͤndigeres, ſich zu allen Zeiten und an allen Orten mehr gleichbleibendes Verhaͤltniß bei den Berechnungen der Wirthſchaft ab⸗ giebt, als der wandelbare Werth des Geldes; ſo nehmen wir dieſen Preis einer Tagearbeit oder eines Zehntel von einer Wiener Metze Rocken als eine idealiſche Muͤnze bei unſern Wirthſchaftsberech⸗ nungen an, und bezeichnen ſie mit einem †. Wenn man dieſe idealiſche Muͤnze auf Geld reduziren will, ſo muß man den Durchſchnittspreis 1 Metz. Rockens etwa von zehn Jahren in ſeiner Provinz oder Diſtrikte ausmitteln, z. B. gilt 1 Metz. Rocken 1 Fl. 40 kr., ſo macht 1 † 10 kr. nt ſij 1 2⸗ 2 2 7 2 2 3 2 dn, ſeht ſh. 1 2 i 1 1 ⸗ 2 7 30 5 1 ꝛ1 15 ⸗ zehältui 2. rrr. 1 2 3 205 1 ℛ 20 ⸗ 4 durft gehra⸗ rſer Thetle B 3 chen, Werths der Dinge. 2 66 Die Arbeit im Allgemeinen. — Da der Arbeitslohn und die Konſumtion die wichtigſten Artikel in der Koſtenrubrik jeder Wirth⸗ 1 Abiin ſchaft ausmachen, ſo werden die Berechnungen, welche wir abſtrakt und hypothetiſch uͤber die Ver⸗ vi amü haͤltniſſe der Wirthſchaften zu machen haben, allgemein guͤltiger und zutreffender ſeyn, als wenn wirr ugt d uns des Geldes, welches immer nur den nominalen, nicht den realen Preis eines Dinges angiebt, da⸗ Srgerun bei bedienten. 4* nu. Sri 2te Urſach: 2) Vermehrung und Verminderung der Gewerbe. So wie ſich die Nachfrage Rernohradede, Hach Arbeitern vermehrt, ſuchen dieſe ihren Lohn natuͤrlich hoͤher zu treiben, und der Arbeitspreis vpung der Ge⸗ ſteigt in der ganzen Gegend. Der aus dieſer Urſache geſtiegene Arbeitslohn iſt fuͤr den Landwirth ohne NAM werher Schaden, vielmehr vortheilhaft. Er iſt eine Folge und zugleich eine Urſach des vermehrten Wohlſtan⸗ dnir tet des der Gegend, vielleicht mit hoͤherm Vorſchuß fuͤr den Landwirth verbunden, aber in der Regel mit at noch groͤßerm Vortheile. Denn der durch Induſtrie vermehrte Wohlſtand bewirkt ſicher eine ſtaͤrkere 1 ir erihd Nachfrage nach den Produkten und einen hoͤheren Preis derſelben.— e A ſtben Eine Ausnahme macht es jedoch, wenn die ſtarke Nachfrage nach Arbeitern nicht von einer, hihr c ſicher begruͤndeten Induſtrie und reellem Wohlſtande, ſondern von einer voruͤbergehenden Unterneh⸗ uüneund mung oder Arbeit, z. B. vom Bau einer betraͤchtlichen Chauſſee, Grabung eines Kanals u. ſ. w. her⸗, venn ruͤhrt. Hier kann eine ploͤtzliche Steigerung des Lohns nachtheilig wirken und den Landwirth in grofſe Verlegenheit ſetzen, weshalb zu dergleichen oͤffentlichen Arbeiten die Menſchen nie bloß aus der Nach⸗ düwi barſchaft, ſondern von mehrern entfernten Gegenden her zuſammengebracht werden muͤßten, wenn de pusgcbe die Regierung den Wirthſchaftsbetrieb einer Gegend nicht in Verwirrung bringen will. üht Benu Wenn dagegen der Gewerbsbetrieb in einem Lande herabſinkt und Arbeit weniger geſucht wird, u ſo bieten ſich mehrere Arbeiter an, als man gebrauchen kann, und man vermindert ihren Lohn. Der 3 zahihn ſinkende Arbeitspreis iſt hier aber die Anzeige der ſinkenden Induſtrie und der nahe Vorbote des Ver⸗ firuhngs b falls derſelben und der Verarmung; folglich fuͤr den Landwirth keinesweges vortheilhaft. tatt ſaa 3 Da ſich indeſſen die Zahl der Arbeit ſuchenden bald ins Gleichgewicht zu ſetzen pflegt mit der nmattag Nachfrage nach Arbeitern, indem ſich bei Vermehrung der letztern und erhoͤhetem Lohne bald mehrere einfinden, bei zu ſehr vermindertem Lohne aber die arbeitenden Menſchen ſich wegziehen oder ganz ver⸗ Dei kuͤmmern; ſo veraͤndert ſich der Arbeitslohn nur waͤhrend des Steigens und Fallens der Induſtrie. Dui tentheils nur Bleibt ſie auf ihrem Punkte ſtehen, ſo werden ſich gerade ſo viele Arbeiter eingefunden haben, als man gebraucht, und es iſt der Arbeitslohn— beſonders, wenn man nicht auf den nominalen, ſondern den ung des Per realen Preis, oder auf ſein Verhaͤltniß mit dem Werthe der Produkte ſieht— keinesweges in ſolchen rung deſelbe Gegenden immer hoͤher, wo große Induſtrie herrſcht, oder geringe, wo dieſe gaͤnzlich fehlt. Der iich viel dr Verdienſt hat in jeder Gegend arbeitende Menſchen genug erzeugt, wogegen der Mangel an Verdienſt Kttiſt. Dau in dieſer die Menſchen auswandern oder ausſterben ließ. In letzteren fehlt es dann oft an den noth⸗ manmigfaltge wendigſten Arbeitern in ſolchen Jahreszeiten, wo man deren viele ſucht, und weil ſie außer der Ernte⸗ Viunkt we zeit keinen Verdienſt finden, ſo laſſen ſie ſich um ſo theurer bezahlen, wenn ſie nun geſucht werden. ouzaäͤſe So iſt in England der landwirthſchaftliche Arbeitspreis, im Verhaͤltniß gegen den Preis anderer Din⸗ Keſſe dh ge, wirklich geringer wie bei uns, ja er iſt in einigen Gegenden ſo geringe, daß die arbeitenden Menſchen inen dage gar nicht wuͤrden beſtehen koͤnnen, wenn ſie nicht beſtaͤndig fortdauernde Arbeiten faͤnden, und wenn ſie nicht durch die daſelbſt vorhandenen, auf der andern Seite freilich hoͤchtt laͤtigen, Armen⸗Einrichtungen untere kuͤtzt wuͤrden. 3 1 5 9 Von, äͤtzen. .„ ₰„ 542. 149. 3—— u 6 zie Urfach: 3) Wirklicher, durch Calamitaͤten entſtandener Mangel an Arbeitern. Es ned ſi Hatce enate kann durch Seuchen, Hungersnoth und Krieg eine ſolche Entvoͤlkerung in einigen Gegenden entſtehen, vd aenRanganan daß auch ſelbſt bei dem damit verbundenen Herabſinken der Induſtrie es dennoch zu den nothwendig⸗ 8 8 . 9 ert Arbeitern. i ſeder Vin, 8 uber die Per „als wenn wi es angieht, da⸗ die Nachinge der Arbeitshrit Landwvutth ehme ehrten Wohlſen in der Regel mi cher eineſtakale richt von eine denden Unterne dals u. ſ. w. her ndwirth in groß z aus der dot⸗ muͤßten„ vena 1. zer geſucht wid hren Lohn. Dr zorbote des Ler fft. en pflegt mit de zne bald meßkete en oder ganz dei⸗ ns der Induſti. haben, als man ten, ſondern de weges in ſlche c fehlt. De gel an Verdint oft an den ruih ꝛufer der bni ucht werden. reis anderer di itenden Meuſchen d wemn fe nicht richtunen auter⸗ eitern. Es den entſtehen en nothwendi —— Die Arbeit im Allgemeinen. 67 ſten Arbeiten an Menſchen fehlt, wo dann die wenigen uͤbrig gebliebenen, ſehr hohen realen Arbeits⸗ lohn fordern koͤnnen. Dies iſt die traurigſte Urſach des geſtiegenen Arbeitslohns, weil mit dieſer Stei⸗ gerung der Werth der Produkte zugleich ſinkt. Dies iſt vielleicht der einzige Fall, wo der Landwirth die Steigerung des Lohns zu beklagen hat, und wo er ſich Erſparung der Arbeit zum Geſetz machen muß. Sonſt iſt Arbeit ſelten ſo theuer, daß ſie, gehoͤrig verwandt, ſich nicht reichlich bezahlt machte. Dieſe Materie iſt beſonders klar und uͤberzeugend dargeſtellt in Kraus Staatswirthſchaft, Bd. I. S. 197— 248. 1 3 1 1 un §. 150.— Bei der Berechnung und Beurtheilung des Arbeitspreiſes muß man den Preis des Lohns und Aes desrooſzne den der Arbeit ſelbſt wohl unterſcheiden. Jener kann in einer Gegend oft hoͤher und dieſer doch gerin⸗ Arbeit ſind zu ger ſeyn, wie in einer andern. Denn die Kraft, die Thaͤtigkeit und Geſchicklichkeit der Menſchen iſt unterſcheiden. ſehr verſchieden, und richtet ſich haͤufig nach der Nahrung und nach dem Wohlſtande, worin ſie in ihrer Art leben. Ein Arbeiter, den ich 40 kr. taͤglich gebe, kann mir oft, der Quantitaͤt und Guͤte nach, mehr als zweimal ſo viel Arbeit verrichten, als ein anderer, der 20 kr. erhaͤlt. fleißige und beſonders in gewiſſen Arbeiten geſchickte Menſchen giebt, iſt die Arbeit in der Regel wohl⸗ Wo es alſo feiler, wenn gleich der Lohn hoͤher ſteht. §. 151. Obwohl eine jede zweckmaͤßig verwandte Arbeit ſich immer reichlich bezahlt, und Erſparung in Erparung der der Ausgabe des Arbeitslohns mehrentheils eine ſchlechte Oekonomie anzeigt, ſo iſt jedoch die moͤglich eichtige Anwen⸗ hoͤchſte Benutzung der Arbeit und ihrer Zeit eines der wichtigſten Momente, worauf der wahre Oeko⸗ dung derſelben. nom zu ſehen hat. Manchem lehrt dies erſt eine lange Erfahrung, und es iſt wahr, daß dieſe eine ſehr richtige Ueberſicht und Takt darin geben kann. Allein durch die Beobachtung gewiſſer Grundſatze, welche ſchon die Theorie an die Hand giebt, wird man ſich dieſen Ueberblick weit ſchneller und richtiger erwerben, ohne ſo vieles Lehrgeld, wie die Erfahrung als einzige Meiſterinn fordert, zu geben. §. 152. Die richtige Verwendung der Arbeit iſt bei der Landwirthſchaft ungleich ſchwieriger, wie bei dem Dieſe iſt in der Manufakturen⸗ und Fabrikenbetriebe. Denn die auf ein Produkt zu verwendende Arbeit nimmt meh⸗ kanaeriethhatr rentheils nur einen kurzen Zeitraum ein. Sie ruhet dann einen weit laͤngern hindurch, wo die Vollen⸗ bei anderen Ge⸗ dung des Produkts groͤßtentheils allein den Naturkraͤften uͤberlaſſen wird, bis ſie zur letzten Gewin⸗ werben. nung deſſelben wieder eintreten muß. Nachdem jede Frucht beſtellt worden, iſt eine Zeitlang hindurch nicht viel daran zu thun, wogegen die Arbeit bei einem Fabrikate immer fortgeht, bis ſolches vollen⸗ det iſt. Damit nun der Landwirth ſeine arbeitenden Kraͤfte immerfort benutzen koͤnne, muß er theils mannigfaltige Produkte erzielen, theils den ganzen Gang der Wirthſchaft ſo einrichten, daß jeder Zeitpunkt wenigſtens mit einer vorbereitenden Beſchaͤftigung ausgefuͤllt werde. Die Produkte muß er ſo auswaͤhlen, daß die Arbeit, die ein jedes fordert, zu gehoͤriger Zeit in den Lauf der Geſchaͤfte ein⸗ greife, daß aber nie mehrere nothwendige Arbeiten zu gleicher Zeit zuſammentreffen, als er mit ſeinen disponiblen oder herbeizuſchaffenden Kraͤften beſtreiten kann. 3 H. 1353. Von großen Arbeiten ſind nie viele auf einmal vorzunehmen, am wenigſten auf ſehr entfernten Regein bei Ein⸗ Plaͤtzen. So viel moͤglich muß man eme nach der andern, und jede mit aller Kraft angreifen und zu richtung und vollenden ſuchen; theils der Aufſicht wegen, theils weil ein gewiſſer Wetteifer unter den Arbeitern er⸗ Mrni un An. weckt werden kann, wenn deren viele unter Aufſicht bei einander ſind; wogegen ſie bei einer großen gemeinen. Arbeit, wenn ihrer wenige dazu verwandt werden, uͤber die Weitlaͤuftigkeit faſt erſchrecken, bei dem geringen Fortſchritte, welchen ſie macht, ſelbſt muthlos werden, und auch wohl glauben, daß man J 2 4 68* des großen unfangs wegen doch nicht bemerken werde, ob ſie von der Stelle gekommen fepen. Bei ſolchen großen Arbeiten iſt immer ein Menſch oder ein Geſpann zu viel beſſer, als eins zu wenig. Bei kleinern Arbeiten muß man ſich dagegen huͤten, daß man nicht mehrere anſtelle, als dabei noͤthig ſind. leicht, daß man die Arbeit ſelbſt groͤßer anſchlage, als ſie wirklich iſt. Kraͤfte, die zu jeder Arbeit erforderlich ſind, iſt deshalb von großer Wichtigkeit. nen, indem man den Zeit⸗ und Kraftanfwand in Linzelnen Abrheilungen oder im Ganzen wohl beachtet. Die Arbeit i im Allgemeinen. Eine gehoͤrige Abmeſſung der F. 154. Vor allem ſind diejenigen groͤßern Arbeiten vorzunehmen und mit aller Kraft zu betreiben, deren guter Erfolg von angemeſſener Witterung abhaͤngt, ſobald dieſe Witterung da iſt. Hier muß man mit jeder Minute geizig ſeyn. Werden ſie durch eine veraͤnderte Witterung geſtoͤrt, ſo iſt es gegen die im vorigen§. angegebene Regel, zu einer andern großen Arbeit uͤberzugehen, wenn anders nicht beſondere Gruͤnde und vielleicht die wahrſcheinliche lange Dauer der zu jener Verrichtung unguͤnſtigen Witterung es rathſam machen. Beſſer iſt es, in ſolchen Zwiſchenzeiten kleine Arbeiten, die immer auch nothwen⸗ dig ſind, vorzunehmen, deren jede bald zu vollenden iſt; weil man ſich's zur Regel machen muß, nicht leicht eine angefangene Arbeit unvollendet zu laſſen, welches man bei groͤßeren Arbeiten wuͤrde thun muͤſſen, wenn fuͤr die xſte Ardeit die Witterung wieder guͤnſtig wuͤrde. §. 155. Die auf den abgelegendſten laͤchen noͤthigen Arbeiten muͤſſen beſonders mit allen Kraͤften zu⸗ gleich angegriffen werden, um ſie ſchnell zu vollfuͤhren, weil die Aufſicht dabei ſchwierig iſt, und bei den Wegen viele Zeit verloren geht. Insbeſondere iſt dies der Fall, wenn ein haͤufiger Wechſel der Werkzeuge und deren Inſtandſetzung dabey noͤthig iſt. Oeftere Abwechſelung der Werkzeuge iſt uͤber⸗ haupt moͤglichſt zu vermeiden, und die mit jedem auszufuͤhrende Arbeit nacheinander zu verrichten: auch um deswillen, weil Menſchen und Vieh damit immer geſchickter arbeiten, wenn ſie i in die Ge⸗ wobhideſ gekommen ſind. §. 156. Eine nothwendige ober einmal beſchloſſene Arbeit wird nie vortheilhaft aufgeſchoben, ſobald man die dazu noͤthigen Kraͤfte bei einander haben kann, wenn ſie gleich in dem gegenwaͤrtigen Zeitpunkte etwas theurer zu ſtehen kommen ſollte, als man ſie in einem andern zu beſtreiten hoffen duͤrfte. Man denkt oft, es werde ſich noch wohl Zeit finden, ſie mit wohlfeilerem Arbeitslohn auszufuͤhren. Allein eine Erſparung wiegt ſelten den Nachtheil eines Verſaufmſſes auf, und was geſchehen ſoll, wird im⸗ mer je fruͤher deſto beſſer ausgefuͤhrt. Es iſt deshalb immer gut, einen Ueberfluß von arbeitenden Kraͤften zu ſeiner Dispoſition zu haben, und wenn man dieſen Ueberfluß auch nicht immer mit ſo großem Vortheil wie die nothwendigſten ge⸗ brauchen koͤnnte: ſo wird es doch dem klugen Landwirthe nicht leicht an Gelegenheit fehlen, ſie zu jeder Zeit ſo zu gebrauchen, daß ſie ſich wenigſtens bezahlen. Daß dies jedoch ſeine Graͤnzen habe, und daß man ſich auch mit zu vielen Arbeitern und Arbeits dieh belaſten koͤnne, verſteht ſich von ſelbſt. Es giebt Produktionen, bei denen der Werth der Arbeit den Haupttheil ausmacht. Es giebt andere, wobei zwar auch Arbeit nothwendig iſt, bei welchen aber der Acker und die Duͤngung einen groͤßern Antheil haben, als jene. Auf letztere muß die Arbeit vor allem verwandt werden, weil Acker Der Ueberfluß der Arbeit kann als⸗ dann auf erſtere verwandt werden, wenn ſi auch nur einen geringen Ueberſchuß uͤber das, was ſie und Duͤnger ohne ſolche das ihrige auch nicht leiſten wuͤrden. koſten, gaͤben. . ———————————— Sie ſtehen ſich ſonſt leicht im Wege, verlaſſen ſich einer auf den andern, und glauben Man lernt ſie ken⸗- — Imn mutn arraufbe ümm And rauf derme dinkli wi ui tuk Nn 14— dle Wei heſes h u nand Dauutie Uebrige memmengen ener gewiſe und nuß ſo ud in jeder — Ntbete ag Dieer Zeit und d hbel der lon beiten beſon Werkzeugen eeſparte Uebe gen die Ver ainen erheble Güte„woxi denen Thele duthun hab Jaete gen ideSach durch eng die ſeinige vand, es Auch Nenſchen n unahua n ſeyen. Jai venig. ,, als dabe und glauben meſſung der lernt ſie ken⸗ anzen wohl iben, deren aß man mit gen die im t beſondere Witterung h nothwen⸗ muß, nicht vuͤrde thun kraͤften zu⸗ :, und bei Vechſel der ge iſt uͤber⸗ verrichten: in die Ge⸗ obald man Zeitpunkte fte. Man en. Allein , wird im⸗ nzu haben, digſten ge⸗ ten, ſie zu unzen hobe, von ſabſt Es giebt gung einen weil Acker it kann als⸗ 3, was ſi Die Arbeit im Allgemeinen. 69 Wenn man jedoch ſolche Produktionen unternimmt, deren Werth hauptſaͤchlich aus der darauf verwandten Arbeit hervorgeht, ſo muß man vorher wohl uͤberlegen, ob die Arbeit auch nachhaltig ge⸗ nug darauf verwandt werden koͤnne, ohne ſie andern Produktionen, an welchen die Kraft des Bodens groͤßern Antheil hat, zu entziehen. Denn wenn man jene nicht vollfuͤhren koͤnnte, ſo wuͤrde die erſte darauf verwandte Arbeit ganz verloren ſeyn. Deshalb hat der ſonſt ſo vortheilhafte Bau mancher Gewaͤchſe, die viele Arbeit erfordern, ſeine Be⸗ denklichkeiten, insbeſondere wenn dieſe Arbeit mit jenen wichtigern Arbeiten zuſammentreffen koͤnnte. Und da ſich dies bei dem Bau einer großen Mannigfaltigkeit von Gewaͤchſen nicht leicht berechnen laͤßt, ſo muß man ſolchen nicht unternehmen, wenn man nicht gewiß iſt, zu jeder Zeit eine voͤllig dazu hinreichende Menge von Arbeitern und genugſame Aufſicht zu haben. Aus dieſer Urſach iſt auch die von manchen angegebene Regel, daß ein Landwirth baare Ausgaben auf alle Weiſe vermeiden, und Alles zu eignem Bedarf ſelbſt erzielen ſoll, ſelten zu befolgen. Wozu auch noch dieſes kommr, daß man nicht berechnen kann, ob man den ungewiſſen Ertrag der Produktionen voͤllig benu⸗ tzen werde, der Verkauf derſelben auf dem platten Lande aber mehrentheils ſehr ungewiß iſt, und die kleine Quantitaͤt dennoch eine weitere Verſendung nicht verlohnt. . 157. Uebrigens iſt aber die Beachtung auch der kleinen Arbeiten von großer Wichtigkeit, weil ſonſt zuſammengenommen dabei viele Zeit verſchwendet wird. Muͤſſen ſie zu einer beſtimmten Zeit und bei einer gewiſſen Witterung vorgenommen werden, ſo darf man ſie nie aus dem Gedaͤchtniſſe verlieren, und muß ſorgen, in dieſem Zeitpunkte Arbeiter dafuͤr zur Hand zu haben. Sind ſie aber aufſchieblich und zu jeder Zeit und Witterung ausfuͤhrbar, ſo muß man die Zeit wohl wahrnehmen, wo man die Arbeiter zu groͤßern Geſchaͤften nicht benutzen kann. §. 158.. Diejenige vielfache Trennung oder Theilung der Arbeit, welche in den Fabriken zur Erſparung der Zeit und der Kraͤfte und zur Uebung der Arbeiter von ſo erſtaunlichem Nutzen iſt, kann in dem Grade bei der Landwirthſchaft nicht angewandt werden. Indeſſen laſſen ſich doch auch hier bei manchen Ar⸗ beiten beſondere Arbeiter zu einzelnen Theilen des Geſchaͤftes anſtellen, ſo daß ein jeder mit beſondern Werkzeugen und Handgriffen einen Theil der Arbeit, ein anderer den andern Theil verrichtet. Der erſparte Uebergang von einem Werkzeuge zum andern und die groͤßere Uebung in einem Handgriffe ge⸗ gen die Verwechſelung derſelben, welche beſonders bei ſteifen Leuten ſehr in Betracht koͤmmt, macht einen erheblichen Unterſchied nicht bloß in Anſehung des Zeitaufwandes, ſondern auch in Anſehung der Guͤte, worin jeder Theil der Arbeit gemacht wird. Allein es koͤmmt ſehr darauf an, daß die verſchie⸗ denen Theile der Arbeiten gehoͤrig in einander greifen, daß ein jeder Arbeiter genug und nicht zu viel zu thun habe, und einer nicht auf den andern zu warten brauche, weshalb man die Arbeit und die Arbeiter genau kennen, und Kraͤfte und Zeit gehoͤrig abzuwaͤgen wiſſen muß. Trifft alles gut zu, und iſt die Sache einmal in gehörigen Gang gebracht, ſo wird oft der Wetteifer unter den Arbeitern da⸗ durch erregt. Iſt dies aber nicht, ſo kann die Unthaͤtigkeit dadurch nur befoͤrdert werden, indem jeder die ſeinige darauf ſchiebt, daß er auf den andern habe warten muͤſſen. Auch haben die Arbeiter Vor⸗ wand, es einer auf den andern zu ſchieben, wenn die Arbeit ſchlecht gemacht worden.. Beiſpiele: Sammeln und Binden der Fruͤchte, das Pflanzen, Kartoffelausheben u. ſ. w. Auch findet bei groͤßeren Wirthſchaften Theilung der Arbeit in ſo fern Statt, daß ein Theil der Menſchen mit dem Geſpann, mit Ochſen oder mit Pferden, ein anderer mit der Hand, und zwar manchmal nur beſondere Arbeiten zu jeder Jahreszeit verrichtet. Nur kann wegen der Veraͤnderlich⸗ Jahresz In wiefern Theilung der Arbeit auch in der Landwirth⸗ ſchaft vortheil⸗ haft anzuwen⸗ den. keit der ürbeit ſelten einer das ganze Jahr hindurch bei derſelben Arbeit angeſtellt bleiben. Und hier⸗ 70 Die Arbeit im Allgemeinen. durch erhalten groͤßere Wirthſchaften allerdings einen Vorzug vor kleineren, und verlieren nur dadurch ennun wieder, daß jeder minder angeſtrengt arbeitet, als in manchen kleinen. Manche Arbeiten koͤnnen durch ſchwaͤchere Perſonen, Weiber und Kinder eben ſo qut vollfuͤhrt mn Nan werden, als durch ſtaͤrkere, und koſten durch erſtere ſo viel weniger. Es kommt alſo viel darauf anun,4, nrilen die durch ſtaͤrkere und ſchwaͤchere Perſonen zu verrichtenden Arbeiten ſo zu vertheilen, daß man jeden de durch das ganze Jahr mit Arbeiten beſchaͤftige, die fuͤr ihn geeignet ſind, und Maͤnner nicht zu Arbei⸗ 3eu ten, die auch Weiber veichten koͤnnen, zu brauchen genoͤthiget werde. uu dedt :19s. 159. 118 u Landwirth⸗ Man hat ſogenangte Landwirthſchafts⸗ Kalender, worin die Verrichtungen von Monat zu Monat den ſafts⸗Kalen- oder gar von Woche zu Woche nach ihrer angeblichen Folge verzeichnet ſind. Manche ſetzen darauf ,*,, er 3 twinden ſ einen großen Werth, und es werden deshalb noch immer neue verfertigt. Ich halte ſie fuͤr ganz un⸗ zaa 2 tauglich und verleitend fuͤr Anfaͤnger. Der guͤnſtige Zeitpunkt zur Verrichtung der Arbeiten differirt h in demſelben Klima, in verſchiedenen Jahren, oft um mehr als einen Monat. Die Verſpaͤtung oder Beſchleunigung einer Verrichtung verſpaͤtet oder beſchleunigt die vieler andern, oder auch umgekehrt, indem man das eine fruͤher thun muß, wenn man das andere erſt ſpaͤter thun kann. Auch hat eine ſe vert jede Wirthſchaft nach ihrer beſondern Einrichtung ihren eigenen Gang, welcher ſich nur in individuel⸗ nain len Faͤllen fuͤr eine jede beſonders berechnen laͤßt. Wer in einem ſolchen Kalender erſt nachſuchen muß, gaühi welde . was er zu thun habe, wird alles zur Unzeit thun. dſſe vie die Arbeits⸗Vor⸗ Dagegen iſt es hoͤchſt nuͤtzlich, daß ſich ein jeder Landwirth in jedem Jahre einen Voranſchlag Die Ko anſchlag. aller Verrichtungen, die in einem gewiſſen Zeitraume vorgenommen werden muͤſſen, mache, und dar⸗ im uich oh in die Arbeiten nach ihrer mehrern und mindern Wichtigkeit und mit den vorangegebenen Ruͤckſichten glech wenige verzeichne, und dabei nicht bloß auf die großen Arbeiten, deren er ſich von ſelbſt wohl erinnern wird, Rae das Lor ſondern beſonders auf die kleinern, die dem Gedaͤchtniſſe ſo leicht entfallen koͤnnen, Ruͤckſicht nehme, Nas es ſey nun, daß dieſe eine genaue Wahrnehmung der Zeit und Witterung erfordere, oder aber immer lange helbe⸗ einzuſchieben ſeyn, wenn jene Zeit und Kraͤfte uͤbrig laſeen. Darnach wird man dann voraus berech⸗ theib,” nen koͤnnen, ob vielleicht mehrere arbeitende Kraͤfte mit Vortheil herbeizuſchaffen ſind, oder ob man, durch nübe wenn dieſes nicht thänlich iſt, einige Pertichtungen und welche, unterlaſſen muͤſſe. 3 Want ganza 9 See Arbeit des Geſpanns. andere wech End Pferde und Ochſen. uun §. 160.. müſſen Da die Zaht und die Art der zu haltenden Leute ſich rbtentheil nach dem Geſpanne richten ederſe muß, ſo werden zuvoͤrderſt die Verhaͤltniſſe des letztern auszumitteln ſeyn. M Das Geſpann beſteht in der Regel aus Pferden und Ochſen. Der Gebrauch der Eſel und Maul⸗ 6 thiere koͤmmt zu ſelten vor, um deren hier zu erwaͤhnen. Die Anſpannung der Kuͤhe findet zwar in b 4 einigen Gegenden in kleinen Wirthſchaften Statt, wo ſie nicht unzweckmaͤßig zu ſeyn ſcheint, hat auch kii n wohl als Roth huͤlfe zuweilen angewandt werden muͤſſ ſen, iſt indeſſeni im Ganzen außer der Regel. vanen §. 161.— Sggen alkein Streit aͤberden Uaeber den Vorzug der Pferde oder Ochſen iſt oft lange Streit gefuͤhrt worden, aber mit zu ein⸗ ſen, Pfed Frhedodedes ſeitiger Anſicht von beiden Theilen und zuweilen mit zu großer Animoſitaͤt, weshalb er dann auch nicht DOſſa veni Ochſen. beigelegt und die Sache zu einem ſichern Neſultat gebracht werden kann. luden. D —————————————— nur dadurch ut volfühet darauf ah, man jeden bt u Aabe⸗ zu Monat zen darauf rganz un⸗ ten differirt otung oder umgekehrt, h hat eine individuel⸗ uchen muß, Zoranſchlag , und dar⸗ Ruͤckſichten mern wird, ſcht nehme, ber immer us berech⸗ rob man, ne richten und Maut⸗ det zwar in „hat auch egel. nit zu ein⸗ auch nicht Arbeit des Geſpanns. 271 .§. 162.— 4 Einen unverkennbaren Vorzug haben die Pferde in folgenden Stuͤcken: Vortheile der Sie paſſen ſich zu aller und jeder landwirthſchaftlichen Arbeit auf allen Wegen und bei jeder Wit⸗ Pierde. terung. Man hat daher, wo lauter Pferde gehalten werden, nicht noͤthig, die Arbeiten fuͤr ſie aus⸗ zuwaͤhlen, ſondern man braucht ſein ganzes Geſpann zu jedem vorfallenden Geſchaͤfte, und laͤßt keinen Theil deſſelben ſtillſtehn. Sie verrichten jede Arbeit ſchneller, und ſind zugleich dabei ausdauernd. Man kann daher nicht nur die Arbeiten in derſelben Zeit geſchwinder mit ihnen vollfuͤhren, ſondern auch laͤngere Tagesarbei⸗ ten von ihnen fordern. Es verrichten daher auch die Fuͤhrer mit einer gleichen Anzahl Pferde mehr als mit Ochſen. Wenn ſie gleich bei dem gewoͤhnlichen Zuge einer Laſt nicht mehrere Kraft wie Ochſen aͤußern, ſo aͤberwinden ſie doch, mittelſt der Schnelligkeit ihrer Bewegung und Energie, manchen kurzen Wider⸗ ſtand, wovor die Ochſen ſtehen bleiben. G §. 163. Faͤr die Ochſen ſpricht dagegen Folgendes: 4—— Vortheile der Sie verrichten den groͤßern Theil der landwirthſchaftlichen Arbeit, das Pfluͤgen und die nahen Ochſen. Fuhren eben ſo gut, wie die Pferde, und man kann in einer gewoͤhnlichen Tagesarbeit, wenn ſie gut genahrt werden, beinahe eben ſo viel von ihnen erwarten. Die Pflugarbeit machen ſie gewiſſermaßen beſſer wie die Pferde. 24 27 Die Koſten derſelben ſind betraͤchtlich geringer. Ihr Ankauf kommt im Durchſchnitt bei wei⸗ tem nicht ſo hoch: ihr Anſpannungsgeſchirr iſt weit wohlfeiler, und ihre Nahrungsmittel koſten un⸗ gleich weniger und beſtehen in ſolchen Dingen, die des Transports wegen nicht ſo leicht verkaͤuflich ſind, wie das Korn, welches die Pferde erhalten. 4 Was aber eine Hauptruͤckſicht iſt: ſie vermindern ſich, wenn ſie gut gepflegt und nicht gar zu lange beibehalten werden, in ihrem Werthe nicht gleich den Pferden, ſondern verbeſſern ſich mehren⸗ theils, ſo daß ſie oft theurer verkauft als eingekauft werden, und das in ihnen ſteckende Kapital da⸗ durch faſt verzinſen; wogegen der Werth des Pferdes endlich faſt zu Rull herabſinkt und das Kapital ſomit ganz aufgezehrt iſt. Auch ſind ſie in der Regel minderen Gefahren und Zufaͤllen ausgeſetzt. Sie erfordern weniger Wartung, indem ein Ochſenhirte 30 Stuͤck Ochſen beſorgen kann, wenn andere wechſelnd damit arbeiten. 1 Endlich geben ſie eine groͤßere Quantitaͤt Miſt, der im Allgemeinen einen zutraͤglichern Duͤnger, wie der der Pferde, abgiebt. Es verſteht ſich, daß bei dieſer Vergleichung ſolche Pferde und Ochſen gegen einander geſtellt werden müſſen, deren Verhaͤltniß in Anſehung ihrer Beſchaffenheit und ihrer Verpflegung nicht ungleich iſt, und die beiderſeits ſo deſchaffen ſind, wie ſie es nach den Regeln einer guten Wirthſchaft ſeyn muͤſſen. §. 164.. e Es hat demnach keinen Zweifel, und wird aus der Folge noch deutlicher erhellen, daß diejenige Wourch der Arbeit, welche mit Ochſen zweckmaͤßig verrichtet werden kann, durch ſelbige wohlfeiter beſchafft wird, Porznn Der ai⸗ als wenn ſie mit Pferden geſchaͤhe. Haͤtte alſo eine Wirthſchaft nur ſolche Arbeiten, die mit Ochſen dern in verſchis⸗ bequem und ohne Aufenthalt vereichtet werden koͤnnten, ſo wuͤrde ſie nur Ochſen halten duͤrfen. Das enenen Wiurhe Eggen allein, welches durch Pferde freilich beſſer geſchteht, wuͤrde meines Erachtens noch kein Grund werde. 5 ſeyn, Pferde zu halten. Allein es fallen in den meiſten Wirthſchaften Arbeiten vor, zu welchen die Ochſen weniger geſchickt ſind, und welche, mit ſelbigen verrichtet, wenigſtens viele Zeit wegnehmen wuͤrden. Deshalb wird man ſich bewogen finden, nach der Quantitaͤt dieſer Arbeiten mehrere oder 72 ALrrbeit des Geſpanns. wenigere Pferde zu halten, und darnach dann die Zahl der Ochſen zu beſchraͤnken. Den Pferdeſtand auf dieſe Arbeiten, die auch nicht immer vorgenommen werden koͤnnen, genau zu berechnen, wird ſel⸗ ten moͤglich ſeyn, weshalb ſie denn zuweilen auch zu ſolchen Arbeiten, die durch Ochſen wohlfeiler ge⸗ ſchehen koͤnnten, genommen werden muͤſſen. Indeſſen iſt es doch von großer Wichtigkeit, das gerech⸗ te Verhaͤltniß beider ſo genau als moͤglich auszumitteln, welches aber nur in jeder individuellen Wirth⸗ ſchaft geſchehen, und wozu hier nur die allgemeinen Gruͤnde angegeben werden koͤnnen. Ja es giebt allerdings Wirthſchaften, deren beſondere Verhäͤltniſſe, merkantiliſche und geographiſche Lage, es rathſam und vortheilhaft machen koͤnnen, lauter Pferde und gar keine Ochſen zu halten, weil der Ar⸗ beiten, die mit letzteren beſchafft werden koͤnnen, zu wenige ſind, um eine doppelte Vorſorge, die Hal⸗ tung eines Ochſenwaͤrters u. ſ. w. zu verlohnen. Man fuͤhrt in manchen Gegenden zwar die Schwierigkeit gegen die Ochſen an, daß es ſo ſchwer, ja faſt unmoͤglich ſey, Knechte, die mit Ochſen gut arbeiten, zu erhalten. Der Fall ſcheint mir aber nur da einzutreten, wo man auf die Anſetzung von Tageloͤhnern nicht Bedacht genommen hat; denn ſolche pflegen doch lieber mit Ochſen als mit der Hand zu arbeiten, wogegen unverheirathete, uͤbrigens gute Knechte an manchen Orten nur bei Pferden dienen wollen. Wenn jedoch nach neuern Verſuchen eine andere Futterung der Pferde, als mit Korn, und die dem Landwirthe in der Regel viel geringer zu ſtehen kommt, eingefuͤhrt werden kann, ſo wuͤrde die Sache zwiſchen Ochſen und Pferden vielleicht anders zu ſtehen kommen. Es verſteht ſich aber, daß die Pferde dabei in derſelben vollen Kraft wie beim Korne bleiben muͤſſen. Denn bei derjenigen ſchlech⸗ ten Haltung, welche man den Gras⸗ und Streupferden mehrentheils angedeihen laͤßt, ſtehen dieſe Pferde den Ochſen offenbar weit nach, und es iſt ein großer Verluſt fuͤr das allgemeine Beſte geweſen, daß der Bauer in manchen Gegenden gezwungen war, ſolche elende Pferde zu der Frohne, zum Vor⸗ ſpann und zu Kriegesfuhren zu halten. .§. 165. Wechſel⸗ Och⸗ Wenn man mit Ochſen dieſelbe Tagesarbeit, wie mit Pferden, ohne mehrere Menſchen verrich⸗ ſen⸗Geſpann. ten will, ſo muß man die bekannte Einrichtung mit Doppel⸗ oder Wechſelgeſpannen treffen. Sie be⸗ ſteht darin, daß jeder Ochſe nur eine Zeit des Tages arbeitet, dann aber von einem andern abgeloͤſt wird und ruht. Dieſe Wechſelung geſchieht zwei⸗ oder dreimal des Tages. Selten und nur bei elen⸗ ddeen Ochſen wird indeſſen ein dreifaches Geſpann gehalten, ſondern wenn dreimal gewechſelt wird, ſo kommt derſelbe Ochſe, welcher des Morgens fruͤh angeſpannt, dann aber abgeloͤſt war, in der letzten 1 Tagesperiode wieder daran; am folgenden Tage wird er⸗dagegen nur einmal angeſpannt. Ein ſolches Wechſelgeſpann von vier Ochſen kann bei ſolchen Arbeiten, die uͤberhaupt fuͤr Ochſen geeignet ſind, etwas mehr ausrichten, wie zwei Pferde, wenn anders der Treiber, der nicht gewech⸗ ſelt wird, ſondern den man die Ochſen in der Regel durch den Hirten oder einen Jungen zufuͤhren laͤßt, die gehoͤrige Ausdauer hat. Es iſt zwar gewiß, daß eine gleiche Anzahl Ochſen, die nicht wechſeln, ſondern nur des Mittags eine Pauſe machen, mehr ausrichten koͤnnen, als bei dieſer Wechſeleinrich⸗ tung geſchieht. Sie muͤſſen jedoch beſſer genaͤhret und gehalten werden, und werden dennoch auf die Dauer, wenn ihre Arbeit taͤglich fortgehen ſoll, zu ſtark angegriffen. So viele Arbeit thun zwei fort⸗ arbeitende Ochſen aber auf keinen Fall, wie vier wechſelnde Ochſen, und folglich thut auch ihr Treiber weniger. Man kann das Verhäͤltniß der Arbeit eines Wechſelochſens gegen die eines fortarbeitenden wie 3 zu 4 annehmen. Dieſes wird wenigſtens zum Theil durch die mehrere Arbeit des Wechſelochſen⸗ 1 treibers kompenſirt. Auch iſt anzunehmen, daß man auf ſechs fortarbeitende Ochſen einen uͤberzaͤhli⸗ gen halten muͤſſe. Deshalb findet man ſich da, wo man die Thaͤtigkeit der Wechſelgeſpanne kennt, be⸗ ——-— tenan it kugſ btn Sit gunte dich ſe G fale Arbeiten gen üiheraun) ter. Ghen Druui ir mmaenen I ndeſen feten knnen, lzumn podl nuß), ſokann Aus die nſedem gegen daden zu halt 3r Anſ pur auf Woh Nan verlier un ſo mehr man kaum Sie kaoufen ſund, den Pf dhiere bei lar preſſe, als ſ würde dieſes da fortgehen fallen von ent vauen dürft, d weshabb: man diee ube ſiht, wiiher Pferde, d nen, einen, in Gebrauc Nbengeſpa kauft werden die 9 der Vruſt! Aiter Theil. Pferdeken len, witd ſe⸗ vohlfeiler ge jdas gereg⸗ uellen Wieh⸗ Ia es giet ſche kage, 6 weil der A⸗ drge, die Hal es ſoſchwer ein mir aber en hat; deyn hete, üͤbrigens torn, und di ſo wuͤdde di ich aber, dß enigen ſhleh⸗ „ ſtehen dieſe Seſte geweſen de, zum Ve⸗ nſchen beriih ken. Se he⸗ dern abgelſt nur bei elen⸗ elt wird, ſ in der letzten t fuͤr Ochſen ſcht gewech⸗ fͤhren laͤßt, t wechſeln, cſeleinrich⸗ ooch auf die zwei fort⸗ ihr reiber arbeitenden chſelochſen⸗ uͤberzaͤhli⸗ inne kennt, be⸗ Arbeit des Geſpanns. 73 bewogen, nicht davon abzugehen. Wenn jedoch in den kurzen Wintertagen die Arbeitszeit uͤberhaupt kurz iſt, ſo kann man die Wechſelgeſpanne trennen und ſie ganz durcharbeiten laſſen. §. 166. Es iſt ein ſehr gewoͤhnliches aber gewiß ſehr unrichtiges Vorurtheil, daß man die Ochſen Wt Winter nicht gebrauchen, ſondern ſie ganz ruhen laſſen muͤſſe, dabei aber nur ſehr ſchlecht futtern duͤr⸗ fe. Es fallen in einer wohleingerichteten Wirthſchaft auch im Winter, wenn die Wege leidlich ſind, Arbeiten genug vor, die mit Ochſen gut verrichtet werden koͤnnen. Der Ochſe iſt keinesweges empfind⸗ licher gegen die Kaͤlte, wie das Pferd, vielmehr im Winter, wenn er gut gefuͤttert worden, ſehr mun⸗ ter. Gegen das Ausgleiten auf dem Froſte können ſie durch einen leichten Beſchlag geſchuͤtzt werden. Der maͤßig fortarbeitende Ochſe wird bei guter Futterung gelenkiger und thaͤtiger bleiben, als wenn er den ganzen Winter hindurch kein Bein geruͤhrt hat. Indeſſen fallen doch mehrere Tage, wo ſie wegen des Regens und der ſchlechten Wege nicht ar⸗ beiten koͤnnen, bei den Ochſen aus, als bei den Pferden, und wenn man bei großer Thaͤtigkeit fuͤr die letztern 300 Arbeitstage im Jahre annimmt(wobei man jedoch auf zwoͤlf Pferde ein uͤberzaͤhliges haben muß), ſo kann man auf die Ochſen im Wechſel nur 250 annehmen. Aus dieſen Datis und der nachfolgenden Berechnung der Koſten der Pferde und Ochſen wird man in jedem gegebenen Falle leicht ausmitteln koͤnnen, ob mehr Pferde oder Ochſen, oder nur eins von beiden zu halten rathſamer ſey. Winterarbeit m der Ochſen. §. 167. 1 In Anſehung der Ackerpferde haben manche Landwirthe den Grundſatz, beim Einkauf derſelben Auswahl un nur auf Wohlfeilheit zu ſehen, und ſich nicht darum zu kuͤmmern, wenn ſie bald unbrauchbar werden. Anſcaſung der Man verliere, ſagen ſie, durch die jaͤhrliche Abnutzung und das Altern der Pferde doch immer, und 4 um ſo mehr, je beſſer und theurer ſie ſeyn. Beim haͤufigen Kauf und Verkauf ſchlechter Pferde koͤnne man kaum ſo viel verlieren, man erſpare das groͤßere Kapital, und leide weniger bei Ungluͤcksfaͤllen. Sie kaufen daher gern Pferde, die abgetrieben und zu ihrem vorherigen Gebrauch nicht mehr tuͤchtig ſind, den Pflug und die Egge aber noch wohl ziehen koͤnnen, und berufen ſich auf Faͤlle, wo ſolche Thiere bei langſamerer Arbeit und gutem Futter ſich wieder erholt haben, und dann zu einem hoͤheren Preiſe, als ſie koſteten, verkauft wurden. Wenn man auf die Pferdehaltung allein zu ſehen haͤtte, ſo wuͤrde dieſes Verfahren unter manchen Verhaͤltniſſen nicht unrichtig ſeyn. Allein man kann ſich bei den fortgehenden landwirthſchaftlichen Arbeiten auf ſolche Pferde nie verlaſſen. Sie ſind haͤufigen Zu⸗ faͤllen von entſtandener Kraͤnklichkeit unterworfen; man iſt ungewiß, wie viele Arbeit man ihnen zu⸗ trauen duͤrfe, und ein ſolches zuſammengebrachtes Geſpann iſt nicht in gleichem Athem, Zuge und Tak⸗ te, weshalb denn eine regulaire und ſichere Wirthſchaft bei ſolchen Geſpannen— es ſey denn, daß man viele uͤberzaͤhlige halte— nicht beſtehen kann. Wenn man aber wegen der Kraͤfte, die man be⸗ ſitzt, unſicher iſt, ſo faͤllt alle Berechnung und Kontrolle der Arbeit weg, und oft bringen ein Paar Pferde, die zu einer geſchaͤftvollen Zeit unbrauchbar werden und nicht gleich wieder erſetzt werden koͤn⸗ nen, einen Schaden, der jenen Vortheil bei weitem uͤberwiegt. Die Unbrauchbarkeit des einen ſtoͤrt im Gebrauche mehrere andere. Deshalb koͤnnen meines Erachtens ſolche abgetriebene Pferde nur als Nebengeſpann, die auf eine Zeitlang zu Meliorationen oder Bauten beſtimmt ſind, vortheilhaft ange⸗ kauft werden. §. 168.. Die Hauptgeſpanne muͤſſen aus gleichartigen, gedrungenen, kurzgerippten oder kurzgepackten, iatiſchaften in der Bruſt und im Kreuze breiten, nicht dickknochigten, aber ſtarkſehnigten Pferden beſtehen, die Ackerpferdes. Erſter Theil. K — 4— Vorzuͤge der ſelbſt aufgez oge⸗ nen Pferde. Ruͤckſichten bei der Aufzucht fuͤr den Landwirth. 74 Arbeit des Geſpanns. nicht hitzig, aber munter und ausdauernd ſeyn muͤſſen, mit einem gut gefeſſelten, hartgehuften Fuße. Nur auf ſehr ſchwerem Boden bedarf es großer ſchwerer Pferde, die, wenn ſie in Kraft bleiben ſollen, mit beſonderer Sorgfalt gewartet und ſtark gefuttert werden muͤſſen. Zu Ackerpferden paßt ſich ein hartes Pferd mehr, was auch zu Zeiten bei ſchlechter Wartung und unordentlicher Futterung in Kraft bleibt. Ein ſolcher Schlag von Pferden, der vormals einigen deutſchen Provinzen eigen war, iſt ſelten mehr zu haben, indem er bei dem geringern Landmann durch Mangel an Sorgfalt und zu fruͤhem Ge⸗ brauch verkruͤppelt, auf den groͤßern Guͤtern aber durch manche in dieſer Hinſicht unzweckmaͤßigen Durch⸗ kreuzungen verhalbedelt, fuͤr den Ackerbau aber verſchlechtert iſt. Denn wer von groͤßern Landwirthen nicht veredelte Pferde zum theureren Verkauf aufziehen woll⸗ te, hat ſich der Pferdezucht, Behuf des Ackerbaues, faſt ganz entſchlagen, in der Ueberzeugung, daß man ſolche Pferde immer wohlfeiler kaufe, als ſelbſt aufziehen koͤnne. Wer indeſſen einen Schlag thaͤtiger, kraftvoller, gut proportionirter und harter Pferde kennt, wird den Vorzug, ſolche Pferde beim Ackerbau zu gebrauchen, weit uͤber das anſchlagen, was ſie et⸗ wa mehr, als zuſammengekaufte Pferde, koſten moͤchten. Ein ſelbſt aufgezogenes, in ſeiner Natur gleiches, nicht ſowohl in der Farbe, als in der Kraft und in den Verhaͤltniſſen des Koͤrpers uͤbereinſtim⸗ mendes Geſpann giebt eine Zuverlaͤſſigkeit im Gebrauche deſſelben, die man bei einem einzeln zuſam⸗ mengekauften, ungleichen Geſpann von verſchiedener Natur und Aufzucht durchaus nicht haben kann. Wohlfeilere Pferde, beſonders ſolche, die ſchon in den Haͤnden der Roßhaͤndler geweſen ſind, pflegen gewoͤhnlich in der Jugend ſchon uͤbertrieben und dann mit ſtarker Futterung aufgeholfen zu ſeyn, wo⸗ durch ſich eine Anlage zu Krankheiten in ihnen entſponnen hat. Die Pferde bekommen von dieſer in⸗ nern Schwaͤche haͤufige Zufaͤlle, und man weiß dann nicht, ob man es einer Vernaͤchlaͤſſigung in der Wartung oder der ſchwachen Konſtitution Schuld geben ſoll. Ungleichartige Pferde in einem Geſpann, deren Zuſammenbringung man beim Ankaufe ſelten wird vermeiden koͤnnen, reiben ſich eins das andere auf, das traͤge das hitzige, und dieſes jenes. In der That aber iſt, wie an einem andern Orte gezeigt werden wird, die Aufzucht der Pferde bei den meiſten Wirthſchaftsorganiſationen ſo ſchwierig und ſo koſtbar nicht, wie ſie einige berechnen. Wenn die Stuten zu rechter Zeit bedeckt werden, ſo wird ihr Gebrauch dadurch wenig verhindert, und die Zeit des Fuͤllens und des erſten Saͤugens faͤllt in eine Periode, wo man ihnen einige Ruhe goͤnnen kann, und weiter duͤrfen ſie nicht geſchont werden. Man ſuche dann aber vor allem einen recht zweck⸗ mäßigen Schlag zu bekommen, und verbeſſere denſelben dann nur in und durch ſich ſelbſt, ohne ſich zu heterogenen Durchkreuzungen verleiten zu laſſen. Wenige haben der Verſuchung widerſtanden, ihren voͤllig angemeſſenen Pferdeſchlag durch Zulaſſung ſchoͤner Hengſte verfeinern zu wollen. Es iſt aber ein hoͤchſt ſeltener Fall, daß aus ſolchen Durchkreuzungen in der erſten Generation etwas ausgezeich⸗ netes entſtanden, und noch ſeltener, daß man einen ſolchen entſtandenen Schlag feſtgehalten, und nicht durch das eine oder andere Extrem in gewiſſer Hinſicht wieder verdorben habe. Jedoch giebt es noch Ueberbleibſel einer, mit großer Ueberlegung und Kenntniſſen eingerichteten Pferdezucht, welche, bei guter Behandlung in der Jugend, Pferde liefert, die ſowohl zu ſchweren und ausdauernden Arbei⸗ ten, als zum ſchnellen Zuge und zum Gebrauch der Kavallerie gleich geſchickt und dauerhaft ſind, und dies iſt derjenige Schlag, der fuͤr den Landwirth paßt. Die eigentlich auf den Verkauf berechnete Pferdezuͤchterei oder die Anlegung von Stutereien kann dagegen nur unter beſondern Lokalitaͤten, bei vorzuͤglichen Kenntniſſen der Sache, bei richtiger Spekulation und Anlegung eines großen Kapitals vor⸗ theilhaft werden. Viele haben betraͤchtliche Aufopferungen dabei gemacht, ohne einen der Erwartung entſprechenden Erfolg. 8 lini 5, tizronnen tenman ei naden, hot ſan, wenn 1 attiger, fä dülen irt Ein triennge fuin urſe Pvithe, u Pi ener du tetuufen kom luch bei würem Gebr e peoportio land in beſond viedie Engla In auß ge, als ducch Gelippes vnd beeit ſeyn. ſich ſo wenie ſen leicht den nicht ſcheu un wiſer Zuggeſ wnde große Nuuſtzeigen! endere ſie für dar, wora In fͤr angeſengt haben deR ſüm Mͤſten Naſffahige den ich drei dit doch di dee bekomme in, wenn ſie Van gr den das Ge ſehuften Fuße. bleiben ſollen, baßt ſich en rung i Kraft var, iſt ſelten u fruͤhem Ge⸗ uͤßigen Durch⸗ fziehen wol⸗ eugung, daß öferde kennt, „was ſie et⸗ ſeiner Natur uͤbereinſtim⸗ azeln zuſam⸗ haben kann. nd, pflegen 1 ſeyn, wo⸗ eu dieſer i⸗ gung in der em Geſpann, 8 das andere der Pfelde berechnen. indert, und uhe goͤnnen recht zweck⸗ ohne ſich zu den, ihren Es iſt aber ausgezeich⸗ zalten, und och giebt es ctt, welche, onden Abei⸗ ft ſind, und f berechnete niitaͤten, bei apitals vor⸗ Erwartung 1 2 Arbeit des Geſpanns. §. 169. Einige, von den Mißlichkeiten des Pferdeankaufs uͤberzeugt, aber dennoch gegen eigene Zucht eingenommen, rathen, abgeſetzte Fuͤllen oder jaͤhrige zu kaufen und dieſe dann aufzuziehen. Aber Ankauf bon Fuͤuen. wenn man einmal einen guten Hengſt und ein gutes Geſpann von Zuchtſtuten, die von jenem bedeckt werden, hat, ſo koſten die Fuͤllen ſelbſt am wenigſten, und jenes Verfahren ſcheint mir nur dann rath⸗ ſam, wenn man Gelegenheit hat, die Fuͤllen aus einer Gegend unmittelbar zu bekommen, wo ein gleich⸗ artiger, feſter und guter Schlag exiſtirt, ohne ſich mit Roßtaͤuſchern abzugeben. Hier aber pflegen die Fuͤllen ſehr theuer zu ſeyn.. Ein haͤuſiger Umſatz mit jungen Pferden, wozu man die Fuͤllen aus einer die Pferdezucht ſtark treibenden Gegend in gleichhaarigen Geſpannen zuſammenkauft, ſie dann bei maͤßiger Arbeit bis zum fuͤnften oder ſechsten Jahre behaͤlt, und dann als Luxuspferde wieder verkauft, kann dem kleinern Landwirthe, unter gewiſſen Verhaͤltniſſen, vortheilhaft ſeyn, paßt aber nur ſelten fuͤr den großen. Bei eigener Aufzucht jedoch wird er oft ein ſchoͤnes Kutſchgeſpann davon eruͤbrigen und mit Vortheil verkaufen koͤnnen. §. 170.. Auch bei den Ochſen macht die Race, die Groͤße und der Bau derſelben einen großen Unterſchied zu ihrem Gebrauch. Man hat gewiſſe Racen, bei denen ſich Kraft und Munterkeit mit einer gehoͤri⸗ gen Proportion des Gerippes fortpflanzen, und Zugochſen aus gewiſſen Gegenden ſtehen auch in Deutſch⸗ land in beſonderem Rufe. Doch fehlt es uns noch an ſo genauen Vergleichungen und Bemerkungen, wie die Englaͤnder uͤber ihre Hauptracen gemacht haben. Im aͤußern Gebaͤude unterſcheidet ſich ein guter Zugochſe nicht ſowohl durch ſeine Hoͤhe und Laͤn⸗ ge, als durch einen breiten Bau, einen ſtarken Hals und Nacken, breite Bruſt, hohe Woͤlbung des Gerippes und vorzuͤglich betraͤchtliche Breite in den Hintertheilen. Der ganze Ruͤcken muß platt und breit ſeyn. Beine nnd Fuͤße muͤſſen geſund und gelenkig, nicht ſteif und ſchleppend ſeyn. Er darf ſich ſo wenig wie ein Pferd hinten mit den Heſpen ſtreifen, welches bei ſchmalen und hochbeinigen Och⸗ ſen leicht der Fall iſt. Er muß ein munteres Anſehen haben und mit dem Auge ruͤckwaͤrts blicken, aber nicht ſcheu und unbaͤndig ſeyn. Große und reine glatte Hoͤrner dienen nicht bloß zur Befeſtigung ge⸗ wiſſer Zuggeſchirre und der Leitſeile, ſondern ſind auch ein Merkmal von Geſundheit und Kraft. Haͤn⸗ gende große Ohren, ein beſonders großer Kopf und ein ungewoͤhnlich ſtarker Haͤngelappen vor der Bruſt zeigen nach den Bemerkungen der Englaͤnder oft eine Schwaͤche der uͤbrigen Theile an, obwohl andere ſie fuͤr ein gutes Zeichen halten. Das Hoͤhemaaß des Ochſen vom Vorderfuße bis zum Wie⸗ derriß, worauf viele allein achten, giebt eine ſehr unzuverlaͤſſige Schaͤtzung derſelben ab. §. 171. Im fuͤnften Jahre koͤnnen junge Stiere angeſpannt, muͤſſen aber vor dem ſiebenten Jahre nicht angeſtrengt werden, wenn ſie voͤllig zu Kraͤften kommen und ausdauernd werden ſollen. Die Meiſten haben die Meinung, daß man einen Ochſen nicht uͤber zehn Jahr alt werden laſſen muͤſſe, weil er ſonſt zum Maͤſten nicht tauglich und nicht verkaͤuflich ſeyn wuͤrde. Geſetzt, er verloͤre auch etwas an ſeiner Maſtfaͤhigkeit und Guͤte des Fleiſches— was denn doch gegen meine und Anderer Erfahrung iſt, in⸗ dem ich dreizehnjaͤhrige, aber wohl ausgemaͤſtete Ochſen von ungemein gutem Fleiſche gehabt habe— ſo iſt doch die Arbeit eines gut eingefahrnen und ſtarken Zugochſens es werth, ihn laͤnger beizubehalten. Sie bekommen erſt ihre volle Staͤrke und Ausdauer im neunten Jahre, und arbeiten bis zum ſechszehn⸗ ten, wenn ſie in der Jugend nicht zu fruͤh angegriffen worden, mit voller Kraft. 4 Von großer Erheblichkeit iſt eine gute, geduldige Abrichtung der Ochſen, indem man ſie allmaͤh⸗ lig an das Geſchirr und an den Zug gewoͤhnt, ihnen immer eine groͤßere Laſt zu ziehen giebt, und ih⸗ 3 K 2 Eigenſchaften eines guten Zugochſens. Aufzucht der Ochſen. Koſten der Pferde. 4 In Anſehung der nterhaltlngskoſcen der Pferde kommt Folgendes in Betracht. 6 Arbeit des Geſpanns. nen zugleich einen raſchen Schritt durch Wetteifer mit einem andern, ſchnell gehenden Ochſen ange⸗ woͤhnt. Es koͤmmt hierauf bei der Brauchbarkeit der Ochſen ſehr viel an. Deshalb iſt es wichtig, vernuͤnftige Menſchen bei den Ochſen zu haben, die ſie weder traͤge werden laſſen, noch uͤbertreiben und uͤberhitzen, und es liegt mehrentheils nur daran, wenn man mit den Ochſen wenig ausrichtet. Wuͤrde alle die Sorgfalt auf die Zucht, Wartung und Abrichtung der Ochſen verwandt, die man auf die Pferde verwendet, ſo wuͤrde man ihre Vollkommenheit ſehr hoch treiben koͤnnen. Aber das geſchieht, der Verachtung wegen, die man fuͤr ſie hat, nur an wenigen Orten, woruͤber der Dichter von Thuͤm⸗ mel, den ſie auf ſeiner Ruͤckreiſe von Carlsbad aushalfen, ſeine wackern Hoͤrnertraͤger mit dem Worte troͤſtet: -—— denn eure ſtolzen Freſſer„ Beſtimmen unter ſich den Rang nicht beſſer. 9 . 4 8 4 ₰ 2 §. 172. Das gewoͤhn⸗ lichſte Koͤrnerfutter derſelben iſt der Hafer, und manche halten ihnen dieſen ausſchließlich nur fuͤr zu⸗ traͤglich. Allein es iſt gewiß, daß ihnen jedes andere Getreide, im Verhaͤltniß ſeiner Nahrungsfaͤhig⸗ keit auf die gehoͤrige Weiſe gegeben, eben ſo nuͤtzlich und geſund ſey. Auch die Huͤlſenfruͤchte„Erb⸗ ſen, Bohnen und Wicken ſind der Natur der Pferde ungemein angemeſſen, und uͤbertreffen ihrer vor⸗ zuͤglichen Nahrungsfaͤhigkeit wegen wohl noch die Getreidearten. Das vortheilhafteſte Pferdefutter iſt alſo dasjenige, welches nach Verhaͤltniß ſeiner Nahrungskraft zu jeder Zeit das wohlfeilſte iſt. Sie ſtehen, wie an einem andern Orte ausfuͤhrlicher gezeigt wird, in folgenden Verhaͤltniſſen: Hafer— 5. — Gerſte= 7. 1 Rocken= 9. Weizen= 12. 3 Huͤlſenfruͤchte= 10 bis 11. Neben den Koͤrnern erhalten die Pferde in der Regel Heu, welches allerdings Raßrhaft gfei beſitzt, und geſchnittenes Stroh, welches nur zur Befoͤrderung des Kaͤuens und Ausfuͤllung des Magens, aber wenn es kraͤuterlos iſt, wohl wenig zur eigentlichen Nahrung dient. Je nachdem die Quantitaͤt des Heues vermehrt wird, kann die der Koͤrner vermindert werden, und umgekehrt. Bei ſchneller und ſtarker Arbeit iſt eine Vermehrung des Kornfutters gegen das Heu, bei langſamer, aber ausdauernder Arbeit Vermehrung des Heues, der Erfahrung nach, vortheilhaf⸗ ter. Im Ganzen macht Korn die Pferde keäft er, das Heu aber fleiſchiger. 5. 173. Ein mittelmaͤßiges, gehoͤrig arbeitendes Pferd bedarf im Durchſchnitt durchs ganze Jahr taͤg⸗ lich 9* Pfund oder 2 ½ Mßl. guten Hafers, und man muß dieſen jaͤhrlich, da zuweilen doch eine Ver⸗ mehrung des Futters vorfällt, auf 62 Metzen rechnen. Hierneben erfordert es taͤglich 9½ Pfund Heu, um in gehoͤriger Kraft bei ausdauernder Arbeit erhalten zu werden. Ferner wird ihm Strohhaͤckſel zwiſchen das Korn gegeben, welches man vermehrt oder vermindert, je nachdem man weniger oder mehr Heu giebt. Die jaͤhrliche Futterung eines Pferdes koſtet alſo: 62 Metzen Hafer à 55= 349 †t. 332 Centner Heu à 3 ⸗⸗= 100 ⸗ 7. 2* 449 t. * ———————— Das m Pfedthte ANx w Wm wmeinden krchgen, un fom auf diſ her koütät Alene iche Futteru ner mit grun ſahehaften? nch dem ſt kandwirthe des Verfahr ducch goße Ochſen und on ihrem Die F In den gewe vo es uberh Wintermona ſeht man ih nüſen ſie i der Kbener Reer Hattun chen Veſe rechnet wie Ven tiglich 20⸗ chnet wer ſe ausreich de Vinter In N arner, an Ochſen ange iſt es wichtig ch uͤbertrelben ausrichtet. dt, die man auf r das geſchiehe tvon Thuͤm⸗ mit dem Wortz Das gewoͤhn⸗ ich nur fuͤr ⸗ aahrungsfaͤhi⸗ fruͤchte, El. effen ihrer vor⸗ e Pferdefutter feilſte iſt. Sie : gkeit beſit, 2s Magens, dert werden, een das Heu, vortheilhaf⸗ ze Jahr täͤg⸗ cch eine Vet⸗ ernder Arbeit nan vermehrt Arbeit des Geſpanns. 27 à — Dazu kommen ferner zu berechnen: die Zinſen des Ankaufkapitals 24 P.. jaͤhrliche Abnutzung 48 ⸗ halber Hufbeſchlag.... 14 ⸗ .. 86 Kl. Ueberhaupt alſo..... 535 †. 2 Das Stroh wird gegen den Miſt gerechnet.. Nehmen wir den Werth einer Metze Rockens zu 2 ½ Fl. an, ſo iſt ein T† gleich 15 kr., und ein Pferd koſtete dann 133 Fl. 48 kr. jaͤhrlich. Die gewoͤhnliche wohlfeile Unterhaltung der Pferde, wo ſie im Sommer auf die Weide getrie⸗ ben, im Winter aber außer dem Heue nur mit Spreu oder Kaff und Ueberkehr erhalten werden, und dann in den ſtrengern Arbeitszeiten nur etwas Korn oder Garbenhaͤckſel erhalten, laͤßt ſich nicht wohl berechnen, und findet mit dem Hauptgeſpann in keiner energiſchen Wirthſchaft Statt. Ein Nebenge⸗ ſpann auf dieſe Weiſe zu erhalten, welches gewoͤhnlich nur leichtere Arbeiten thut, haben einige nach ihrer Lokalitaͤt vortheilhaft erachtet. Allein es hat nun keinen Zweifel mehr, daß auch Pferde in voller Kraft ohne alles Korn durch ſolche Futterungsmittel, die dem Landwirthe weit weniger koſten, erhalten werden koͤnnen: im Som⸗ mer mit gruͤnen Klee, Wicken u. dergl., im Winter mit Kartoffeln, Moͤhren und verſchiedenen andern nahrhaften Wurzelgewaͤchſen. Wenn gleich davon eine ſo große Quantitaͤt gegeben werden muß, daß nach dem ſtaͤdtiſchen Preiſe der letztern kein Vortheil dabei zu ſeyn ſcheint, ſo kommen ſie doch dem Landwirthe gegen das Getreide viel wohlfeiler zu ſtehen, und werden wegen der groͤßern Schwierigkeit des Verfahrens vortheilhafter auf dem Hofe konſumirt. Die Gedeihlichkeit dieſer Futterungsart iſt durch große Verſuche außer allem Zweifel geſetzt, und nach ihrer Einfuͤhrung wird die Sache zwiſchen Ochſen und Pferden vielleicht ein anderes Anſehen bekommen. an ihrem Orte auseinandergeſetzt werden. §. 174. Die Futterung der Ochſen wird in ihrer Quglitaͤt und Quantitaͤt ſehr verſchieden eingerichtet. In den gewoͤhnlichen Wirthſchaften, wo man die Ochſen nur einen Theil des Jahres gebraucht, und wo es uͤberhaupt an Winterfutterung fehlt, iſt dieſe außerſt kaͤrglich eingerichtet. Sie erhalten in den Wintermonaten faſt bloßes Stroh, und nur, wenn gegen das Fruͤhjahr die Arbeit angehen ſoll, ge⸗ ſteht man ihnen etwas Heu zu, welches auf 12, hoͤchſtens 16 Centner per Kopf berechnet wird. Oft muͤſſen ſie zwar, um ihnen gegen die Arbeitszeit auf die Beine zu helfen, darneben noch etwas Koͤrner oder Koͤrner enthaltenden Spreu haben, erholen ſich aber dennoch auf der Weide erſt wieder. Von dieſer Haltung der Ochſen kann bei einer guten Oekonomie nicht die Rede ſeyn, obwohl ſie in man⸗ chen Wirthſchaftsanſchlaͤgen auf dieſe Weiſe angegeben, ihre Arbeit dann aber auch ſehr geringe be⸗ rechnet wird.. Wenn Ochſen in gutem Stande erhalten werden ſollen, ſo muͤſſen ſie an trockener Futterung taͤglich 20 Pfund Heu im Durchſchnitt haben, und folglich auf den Ochſen ungefaͤhr 40 Centner be⸗ rechnet werden. Erhalten ſie viele Spreu und Ueberkehr, ſo kann man mit 30 Centner auf den Och⸗ ſen ausreichen. Hierbei aber bleiben ſie in voller Kraft, um die ihnen zukommenden Arbeiten auch den Winter hindurch zu verrichten. In Wirhſchaften, wo man ſo viel Heu auf die Ochſen nicht verwenden kann, wird ſolches durch Koͤrner, am beſten geſchrotene, erſetzt. Eine Metze Hafer kommt 13½ Centner guten Heues in der Die Methode dieſer Futterung wird Koſten der Ochſen. 78 Arbeit des Geſpanns. eana„oder 1 Pfund Hafer iſt gleich 2 Pfund Heu. Giebt man ihnen alſo 3 Pfund Hafer taͤglich, ſo koͤnnen ſie 5 Pfund Heu weniger erhalten, und dabei in gleicher, vielleicht groͤßerer Kraft leiben. Die vortheilhafteſte Futterung im Winter iſt aber ohne Zweifel die mit Kartoffeln oder anderm mujyhaften Wurzelwerke. Bekoͤmmt ein Ochſe taͤglich 2 Maͤßel Kartoffeln neben 11 Pfund Heu, ſo haͤlt er ſich dabei, vieler Erfahrung nach, bei vollen Kraͤften. 4 6. 175. Im Somnmer werden die Ochſen entweder auf der Weide gehalten, und man rechnet dann 1 ½ gewoͤhnliche Landkuhweiden auf einen Ochſen. Schlaͤgt man eine e Kuhweide zu 3 Metzen 9½ Mßl. Ro⸗ cken oder 36 † an, ſo koſtet eine Ochſenweide 54 ℳ. Oder man futtert die Ochſen auf dem Stalle mit gruͤnem Klee, Wicken oder anderm Futter⸗ kraute. then Klee, zu zwei Schnitten berechnet, folglich Jochart. Wenn man ein Jochart Klee zu 80 anſchlaͤgt, ſo wuͤrde dieſes jaͤhrlich auf 45 zu herechnen ſeyn. Was einige, auf einen vermuthlich fehlerhaften Verſuch ſich ſtuͤtzend, gegen die Sommerſtallfutterung der Ochſen mit gruͤnem Klee einge⸗ wandt haben, verdient keine Widerlegung, da unzaͤhlige Beiſpiele es erwieſen haben, daß die Ochſen dabei in vollkommener Kraft und zur Arbeit geſchickter bleiben, als beim Weidegang, wenn anders dieſe Futterung gehoͤrig eingerichtet iſt, §. 176. Es werden alſo die Koſten eines Oehſen nach der verſchiedenen utterungsart folgen dermaßen zu berechnen ſeyn:. a) 40 Centner Heu à 3 †..„= 120 †f Sommerweide..„.... 54 ⸗ macht 174. b) 200 Tage Heu à 15 Pfund= 30 Centner à 3 8= 90 N. —- ⸗à Hafer à 2 Piund= 7 Metzen..= 40 ⸗ 165 ⸗ Weide..... 8— 54 2 5 macht 184 †. c) Heu 18 Centner à 3..= 5z teäͤglich 2 Maͤßel Kartoffeln= 21 Metzen à 1+= 21 ⸗ Weide„* 4⁴***. 2*„* 4 0*— 54 2 macht 12 r. d) Stallfutterung ht 129 † Heu 18 Centner à 3+†Uü......— taͤglich 2 Maͤßel Kartoffeln= 21 Metzen 4 1= 2 Gruͤner Klee.....— macht 120. — 6§. 177. Bei dieſen Futterungsarten„man waͤhle welche man wolle, werden ſich die Ochſen in voller Ar⸗ beitskraft und Fleiſche dermaßen erhalten, daß ſie im Werthe nicht ab⸗ ſondern unehmen, und ſelbſt ————————————;:;—;-—————— Es erfordert ein ſtark arbeitender Ochſe dann taͤglich im Durchſchnitt§ ½ Quadratklafter ro⸗ de gyinde Rütbac i rnazun d iue Det nichet A daſen da! die dehfer wy tüm an nn wwilben Nſporung nanbeiden letdedurch u gahtet, wec 1 eelle naden muß. Dieſe j aufdie wohlfe De(khaltun Noten= 45 und wan pfi und de Pie verminderte ſicht auf die gen, die abt beauche gehä d zu Jeiten ſm ſeyn, a Es kann alſo de zinſen ein iſchafung! ſiheichen ver ſchrlacht b daeß Dt. M. wen Durchſe epfed deſche verſe Ardens und: 4 dbi danaucht we⸗ und Hafer erer Kraft r anderm Heu, ſo t dann 1 Mßl. Ro⸗ n Futter⸗ „lafter ro⸗ zu 8o † rmuthlich lee einge⸗ ie Ochſen in anders maßen zu voller Ar⸗ und ſelbſt Arbeit des Geſpanns. 79 die Zinſen des in ihnen ſteckenden Kapitals decken. Wenn wir indeſſen in Hinſicht der letztern und des Riſiko auch noch 12 jaͤhrlich dem Ochſen berechnen wollen, ſo wird ein Ochſe bei der richtigſten Fut⸗ terungsart doch ungefaͤhr den vierten Theil eines Pferdes koſten, und wenn man dann auch annimmt, daß vier Wechſelochſen nur mit zwei Pferden gleich arbeiten, ſo wird doch dieſelbe Arbeit, mit Ochſen verrichtet, um die Haͤlfte wohlfeiler, als mit Pferden ſeyn. Jedoch muß man bemerken, daß die Ochſen bei unguͤnſtiger Witterung auch im Wechſel nicht ſo viel Arbeitstage im Jahre thun koͤnnen, wie die Pferde, und ſich wie 2: 3 oder hoͤchſtens wie 5:6 gegen dieſe verhalten. §. 178. Bei der Geſpannarbeit kommen zugleich die Werkzeuge hier mit in Betracht, womit ſie verrich⸗ tet wird. Eine moͤglichſt vollkommene, dem Lokal, dem Boden und dem Zwecke angemeſſene Einrich⸗ tung derſelben iſt zwar vorzuͤglich in Hinſicht der beſſern Qualitaͤt der Arbeit, aber auch in Hinſicht der Erſparung des Kraftaufwandes von groͤßerer Wichtigkeit, als man gewoͤhnlich glaubt. So ſehr man bei den Fabriken auf die Verbeſſerung derſelben Nachdenken und Muͤhe verwandt, und die Ar⸗ beit dadurch unglaublich erſparet hat, ſo wenig hat man die Ackerwerkzeuge einer Verbeſſerung werth geachtet, welches leider der groͤßern Indolenz der Landwirthe und dem wenigen Sinne fuͤr mechaniſche Kunſt, vielleicht aber auch den Aeußerungen gewiſſer landwirthſchaftlicher Schriftſteller beigemeſſen werden muß.— Dieſe haben naͤmlich die moͤglichſte Sparſamkeit bei den Ackerwerkzeugen empfohlen, ſie nicht nur auf die wohlfeilſte Art zu verfertigen, ſondern auch moͤglichſt wenig zu vervielfaͤltigen, angerathen. Die Erhaltung eines Pflugs, ſagen ſie, von der wohlfeilſten Art, koſtet jaͤhrlich ungefaͤhr 42 Metze Rocken= 45. Wenn ich nun in einer Wirthſchaft mit zehn Pfluͤgen einerlei Art ausreichen konnte, und nun Pfluͤge von zwei⸗ und dreierlei Art anſchaffen ſoll, ſo muß ich deren wenigſtens zwanzig haben, und die Pfluͤge werden mir ſtatt 45 Metzen, 90 Metzen Rocken jaͤhrlich koſten, welches mir, durch verminderten Kraftaufwand meines Geſpanns, ſchwerlich erſetzt werden kann. Aber auch ohne Hin⸗ ſicht auf die beſſere Arbeit iſt dieſe Berechnung falſch. Denn es iſt weniger Abgang an den Werkzeu⸗ gen, die abwechſelnd, als an denen, die beſtaͤndig gebraucht werden. Und wenn ſie nur beim Nichtge⸗ brauche gehoͤrig aufbewahrt und trocken geſtellt werden, ſo wird ſich das Holzwerk beſſer erhalten, wenn es zu Zeiten abtrocknet, als wenn es immer im feuchten Erdboden geht, und es moͤchte vielleicht rath⸗ ſam ſeyn, auch von einerlei Arten von Pfluͤgen mehrere zu haben, und ſie abwechſelnd zu gebrauchen. Es kann alſo den vervielfaͤltigten Werkzeugen durchaus nichts weiter zur Laſt geſchrieben werden, als die Zinſen eines hoͤhern Anlagekapitals, und wenn nun eine Wirthſchaft, die zehn Pfluͤge haͤlt, zur Anſchaffung beſſerer und vervielfaͤltigter Werkzeuge 270 Metzen Rocken anlegt, ſo kann ſie ſich an jaͤhrlichen vermehrten Koſten nicht mehr als die Zinſen derſelben oder 13 ½ Metze berechnen, die ſie ſehr leicht bloß durch den verminderten Kraftaufwand erſpart. §. 179. Die ſpeziale Aufzaͤhlung, Berechnung und Beſchreibung der Werkzeuge gehoͤrt nicht an dieſen Ort. Wi bemerken hier nur, um die Koſten der Arbeiten voͤllig zu beſtimmen, daß nach allgemei⸗ nen Durchſchnitten die Koſten des ſaͤmmtlichen Geſchirrs, worin und womit es arbeitet, auf jedes Ackerpferd jaͤhrlich zu dem Werthe von 9 Metzen Rocken anzuſchlagen ſind. Daß die Lokalitaͤt und der ſehr verſchiedene Preis der Holz⸗, Schmiede⸗, Leder⸗ und Seilerarbeit, dann auch die Art des Bodens und der Wege einigen Unterſchied mache, verſteht ſich von ſelbſt. Bei den Ochſen hat man das Geſchirr, wenn ſie bloß pfluͤgen, nur um z ſo hoch angeſchlagen. Wenn ſie aber auch zu Fuhren gebraucht werden, die ſie jedoch nie ſo viel leiſten, als Pferde, bei welchen ſie auch minder zerreißen Koſten der Werkzeuge zur Geſpannarbeit. Werden auf die Kopfzahl des Zugviehes vertheilt. 8o Arbeit des Geſpanns. 3 wie fuͤr ein Pferd anzuſchlagen haben. Das Ledergeſchirr wird bei ihnen faſt ganz erſpart. §. 180. Menſchen, die uitrdam e⸗ wir hier gleich der Menſchen, die mit ihnen arbeiten. Knechte. Es koͤmmt hier darauf an, wie ſtark die Geſpanne ſind, auf die ein Menſch gerechnet den muß. fahrung vortheilhafter ſeyn, das Zugvieh moͤglichſt zu vereinzeln. Wahrheit, daß bei einer nach Verhaͤltniß leichtern Konſtruktion des Fuhrwerks die Thiere um ſo ziehen und um ſo laͤnger aushalten koͤnnen, je weniger zuſammengeſpannt werden. zwei Wagen geſpannt, ziehen betraͤchtlich mehr, als zuſammen vor einen geſpannt; am meiſten Pferden vor einem Laſtwagen gleich kamen. Zuge und der oft einander widerſtrebenden Aeußerung der Kraft erklaͤren. Das einzelne Pferd Nachbars, zu 4 erſchoͤpft ſich nicht durch gereizte Unruhe. mehrere Pferde in ihren Karren leiten und in Ordnung halten koͤnne. arbeiten. Auch gehoͤren dazu gute und ebene Wege.— §. 181. 8 Wie ſtark ein zurichten, 8 auch zwei Knechte bei einem Viergeſpann, da dann der juͤngſte Klein⸗ oder Jungknecht oder Enke nig gebraucht werden. Wo es ſeltener der Fall iſt, daß man das Viergeſpann trennt, da pflegt . re Geſpanne einen Enken.. Die in einigen Gegenden eingefuͤhrte Einrichtung der Dreigeſpanne, oder auf drei Pferde erleichternde Halten der halben Spur faͤllt dabei mehrentheils weg, weshalb dann auch die We und minder koſtbares Geſchirr erhalten, ſo wird man ſie faͤr zwei Wechſelochſen hoͤchſtens halb ſo hoch, um die Data zu einem allgemeinen Ueberſchlage der Geſpannarbeiten zu erhalten, erwaͤhnen wer⸗ Ohne Hinſicht auf dieſe wuͤrde es nach den Geſetzen der Mechanik und nach entſcheidender Er⸗ Denn es iſt eine ausgemachte mehr Vier Pferde vor aber ziehen ſie, wenn jedes einzeln vor einen zweiraͤdrigen Karren von gehoͤriger Konſtruktion geſpannt iſt. Nach den in England angeſtellten Verſuchen hat ſich ergeben, daß vier einzelne Pferde in Karren, acht Es laͤßt ſich dieſes aus der Abweichung der verſchiedenen Zuglinien, der ungleichen Kraftanſtrengung, dem nie genau zuſammentreffenden Takt im Schritt und kann die richtige Zuglinie haben, es erhaͤlt ſich in immer gleichen Zuge, ſtrengt ſich durch die Hitze ſeines um Wetteifer verleitet oder durch deſſen Unthaͤtigkeit gezwungen, nicht uͤbermaͤßig an, und 1 Hierzu aber gehoͤrt eine beſondere Einrichtung des Spann⸗ und Fuhrwerks und eine Abrichtung 8 der Pferde, ſo daß ſie ſich durch Worte und Zeichen leiten laſſen, damit ein Treiber drei, vier oder Und da nicht immer eine gew ſſe Anzahl von einſpaͤnnigen Fuhrwerken zugleich gebraucht werden, ſo haͤlt man auf die Pferde nur einen Futterknecht, der ſie im Stalle beſorgt, laͤßt aber im Tage⸗ oder Stuͤcklohn andere Menſchen damit 1 Wenn man nach unſerer gewoͤhnlichen Einrichtung die Knechte, welche ein Geſpann verpflegen, Geſpann ein⸗ auch damit arbeiten laßt, ſo wird gewoͤhnlich auf vier Pferde ein Knecht gehalten. Bei ſtrenger Ar⸗ beitszeit pflegt man ihm jedoch geſchnittenen Haͤckſel zu liefern. In einigen Wirthſchaften findet man heißt. Letzteres findet hauptſaͤchlich da Statt, wo die Pferde mehr zum Pfluͤgen und zweiſpaͤnnig als vierſpaͤn⸗ man, wo es geſchehen muß, zwei Pferde mit einem Tageloͤhner arbeiten zu laſſen, oder haͤlt auch auf mehre⸗ einen Knecht zu halten, ſcheint mir unvortheilhaft und in jeder Hinſicht verwerflich. Da die Pferde in eine Reihe geſpannt werden, ziehen ſie, ungeachtet die Waage darnach eingerichtet ſeyn ſoll, doch mehren⸗ theils ſchief. Sie draͤngen ſich untereinander, und das dritte Pferd, wozu gewoͤhnlich das juͤngſte, welches man am meiſten ſchonen will, genommen wird, laͤuft an Straͤucher und Baͤume, oder tritt in Graͤben, weshalb man findet, daß ſo eingefahrne Pferde ungemein ſcheu werden. Das die Pferde ſo ge da⸗ durch dut uſfte madhthe den, bärmaſl fin nitind ir ne as Gepend Wenn ſehe, vein den Prine danesſuc Kaan ne fatt, deri 1 dacen. Reiden etrang und dirdi bei de, vohinihn fnn aines ſ bück ſehr ga git hat. in denn Heeer nd ei Ve Nes De Futteru 1 önnſen des g. das ſemmtii der auf vier Aä z8 Nann tber daberruf d Dir gür das R zir das G de Foſten⸗ N gihrer la auf we die The Arbeit des Geſpanns. 81 lb ſo hoc, durch mehr verdorben werden; und ich ſinde, daß die Ladungen bei dieſem Fuhrwerke wenig ſaͤrker ge⸗ macht werden, als zwei Pferde derſelben Art ſie auch ziehen wuͤrden. Wenn mit zwei Pferden gear⸗ beit werden ſoll,— wogegen die Knechte dann mehrentheils Einreden haben— ſo koͤmmt das dritte Pferd mit einem aus einem andern Geſpanne zuſammen, mit welchem es nicht eingefahren iſt. erwaͤhnen Wir nehmen alſo an, daß auf vier Pferde ein Knecht gehalten werde, und daß man, wenn das Geſpann getheilt wird, einen Tageloͤhner mit zweien arbeiten laſſe. ꝛchnet wer⸗ Wenn man die ſaͤmmtlichen Koſten der eigentlichen Haushaltung— worunter ich alles das ver⸗ ſtehe, was unter der Aufſicht der Haushaͤlterin oder Schleusnerin zu ſeyn pflegt— auf die verſchiede⸗ dender Er⸗ nen Perſonen nach moͤglichſt richtigem Verhaͤltniſſe vertheilt, ſo werden die Koſten der Unterhaltung sgemachte eines Knechts nach meiner und anderer Erfahrung gleich 30 Metzen Rocken zu berechnen ſeyn. Den n ſo mehr Lohn und was der Knecht ſonſt noch erhaͤlt, ſchlage ich zu 14 Metzen Rocken an. Folglich koſtet ein Ppferde vor Knnuecht, der ein Viergeſpann zu fuͤhren und zu warten im Stande iſt, jaͤhrlich den Werth von 44 Me⸗ iſten aber tzen Rocken.. ſpannt iſt. Bei den Ochſen wird haufiger die Einrichtung getroffen, daß ein Menſch, ein Ochſenhirte, ihre arren, acht Futterung und Wartung beſorge, oder ſie im Sommer auf der Weide huͤte. Tageloͤhner verrichten rſchiedenen aber die Arbeit damit, und bleiben beim Wechſelgeſpann waͤhrend der Pflugarbeit immer auf dem Fel⸗ Schritt und de, wohin ihnen die Ochſen bei jedesmaliger Wechſelung von dem Hirten zugefuͤhret werden. Die Ko⸗ Pferd kann ſten eines ſolchen Ochſenhirten ſind auf 36 Metzen Rocken jaͤhrlich anzuſchlagen. Er kann dreißig Hitze ſeines Stuͤck ſehr gut verſorgen, indeſſen muß man einen ſolchen Menſchen halten, wenn man auch weni⸗ iig an, und ger hat. Ich weiß, daß man an manchen Orten die Erhaltung der Dienſtboten weit geringer berechnet; aber Abrichtung in den meiſten Faͤllen kommen ſie ſo hoch.. vier oder§. 182. eine gew ſe Hiernach laſſen ſich dann die Koſten der Pferde⸗ und Ochſenarbeit im Allgemeinen beſtimmen, Vergleich der enur einen und ein Vergleich zwiſchen beiden anſtellen. Aoſten hen chen damit Die Koſten eines Pferdes ſind folgende: den. Die Futterung... 3...... 449. Zinſen des Kapitals, Abnutzung, Hufbeſchlag...... 86 ⸗ Das ſammtliche Geſchirr und Werkzeuge, womit es arbeitet.... 90* ee Der auf vier Pferde gehaltene Knecht koſtet 450, folglich auf ein Stuͤck.„ 112,5 ⸗ fndee Bei 300 Arbeitstagen kaͤme alſo der Arbeitstag jedes Pferdes; 737,5 1 defdaſt⸗ 2,45 k. . vieryin Wenn aber in der Haͤlfte dieſer Arbeitstage die Pferde getrennt arbeiten, ſo daß 450 Tage noch ein Ar⸗ pflegt man beiter auf das ganze Geſpann gehalten werden muß, ſo kommen dafuͤr noch auf jedes Pferd 37,5 f auf mehie⸗ jaͤhrlich zu berechnen, und ein Arbeitstag koſtet: fferde eiten„. 2,58. Kerbe en Die Futterung eines Ochſen koſteſt im Durchſchnitt.. 150 f. erde in eine Fuͤr das Riſiko nehmen wir an........ 12 2 vc mehren⸗ Zuͤr das Geſchikr.......... 22,5 ⸗ das jüngſte Die Koſten des Ochſenhirten betragen bei 30 Koͤpfen auf das Stuͤk... 15 ⸗ ote Der Fuͤhrer bei 250 Arbeitstagen das Stuk...... 62* le eWege de⸗ Alſo auf zwei Ochſen im Wechſel 523. 25S durh Erſter Theil. 4 L Geſpann⸗Ar⸗ beiten. Pfläͤgen. 82 ALrbeit des Geſpanns. Es beträͤgt alſo bei 250 Arbeitstagen die taͤgliche Arbeit zweier Ochſen im Wechſel: 2,09. 85— 9 Daher auf zwei Wechſelochſen weniger als auf ein Pferd: 88 -* 0,49 k.. Bei allen Arbeiten aber, zu denen Ochſen eben ſo geſchickt wie Pferde ſind, wird man mit zwei Wechſelochſen mehr als mit einem Pferde ausrichten. Indeſſen giebt es mancherlei Wirthſchaftsver⸗ haͤltniſſe, wo der Vortheil bei den Ochſen groͤßer oder geringer iſt, und manchmal ſich ſo vermindert, daß er die beſchwerlichere Vorſorge fuͤr zweierlei Vieh und den Aufenthalt, den zweierlei Geſpann in der Wirthſchaft macht, dadurch nicht erſetzt bekommt. Wenn z. B. eine Wirthſchaft, welche durch⸗ aus zwoͤlf Pferde halten muß, nun noch acht Ochſen benutzen koͤnnte, ſo wuͤrde ſie oft eben ſo rathſam ſtatt derſelben noch vier Pferde mehr halten; es ſey denn, daß ſie die Weide und die Wartung der Ochſen nur ſehr geringe anſchlagen duͤrfte. 8 1 3.§. 183. Ddie Arbeiten, welche mit dem Geſpann verrichtet werden, ſind hauptſaͤchlich folgende: 4) Das Pfluͤgen. Die Angaben ſind ſehr verſchieden, wie viel ein Pflug taͤglich leiſten koͤn⸗ ne. Einige nehmen nur 3 Jochart, andere 1 und ſogar 1 3 Jochart nach ihrer Erfahrung an. Je⸗ des iſt auf Erfahrung begruͤndet, aber man muß die Umſtaͤnde erwaͤgen, worauf es dabei ankommt. Einen Hauptunterſchied macht die Breite der Streifen. Wenn ich auf einem Gewende von 60 Klaf⸗ ter breit, ſechszoͤllige Furchen abſchneide, ſo habe ich 720 Furchen zu machen; halte ich aber zehn⸗ zoͤlige, nur 432 Furchen. Nehme ich ein ſolches Gewende auch zu 60 Klafter lang an, ſo hat das Geſpann beim Pfluͤgen deſſelben im erſtern Falle 10½ geographiſche Meilen, im zweiten Falle aber nur 6 ¾ Meilen ohne die Umwendungen gemacht. Die Arbeit, welche ein Pflug in einem Tage leiſten kann, ſteht alſo im umgekehrten Verhaͤltniſſe mit der Breite der Furchen, welches man ſehr genau beruͤckſich⸗ tigen muß. Bei der gewoͤhnlichen Pflugart auf Mittelboden nimmt man neunzoͤllige Furchen. In dieſem Falle hat der Pflug auf 2 ½ Jochart einen Weg von 28800 Klafter oder 7 ½ geographiſchen Meilen zu machen. Nach Verhaͤltniß der Breite des Stuͤcks gegen die Lange kommen die Umwendungen haͤufi⸗ ger und ſtaͤrker, oder ſeltener und ſchwaͤcher; doch werden ſie mehrentheils ſo angeſchlagen werden koͤn⸗ nen, daß man 7 ½ Meilen annehmen muß. Wenn daher ein Pflug bei dieſer Breite der Furchen taͤg⸗ lich 1 ½ Jochart pfluͤgt, ſo geht das Zugvieh und der Menſch 33 Meilen, und mehr kann man bei ei⸗ ner taͤglich fortdauernden Arbeit nicht verlangen. So wie man aber ſchmalere Furchen zu machen ſich bewogen findet, muß man weniger erwarten, und kann dagegen mehr fordern, wo breitere Streifen genommen werden. 8 . Dann kommt die Beſchaffenheit des Bodens in Betracht, ob ſelbiger loſer oder gebundener Art ſey. Auf dieſen hat das Zugvieh eine weit groͤßere Anſtrengung auszuuͤben, welches man zuweilen durch die Staͤrke der Thiere, ihre reichlichere Futterung oder die Anſpannung mehrerer zu uͤberwinden * pflegt. Da jedoch in einzelnen Wirthſchaften die Beſchaffenheit des Bodens verſchieden iſt, ſo kann mit der Beſpannung darauf nicht immer Ruͤckſicht genommen werden, und man muß ſich dann auf ſchwerem Boden mit einer kleinern Arbeitsquantitaͤt begnuͤgen. Sodann iſt der Einfluß der Witterung, beſonders auf dem gebundenen Boden, auf dieſe Arbeit ſehr groß. Mancher Boden läßt ſich bei guͤn⸗ ſtiger Witterung ſehr leicht bearbeiten, macht aber große Schwierigkeit, wenn er entweder zu feucht iſt— in welchem Falle man ihn doch nie bearbeiten ſollte— oder ſtark austrocknet. was ihre“ Lh reri/ ni „be wele eine be lient, Fane nahl aut Giſ uryen ben iihyaé⸗ rihfänd Führ urden eich vn Wdderſten = pit abubt und k um mit einer Auf de hheits wegen gajeht. Aledi der Pflug⸗n de zu hatter Nan den, was! beſonderer? geſchieht. Genat gen ſelbſt un Gand beſteh ten Pfägen Jochatt, Johefurche h giaſiger Ind haut) neh 2)* unlich dar wid. Das Nargeſpann nu man ab uf das zert Arbeit des Geſpanns. 83 Auch der Zuſtaͤnd eines jeden Bodens, worin er eben ſich befindet, macht einen erheblichen Un⸗ terſchied, weshalb beim erſten Umbruch, zumal wenn er mitten im Sommer bei der Trockniß geſchie⸗ het, bei weitem weniger ausgerichtet werden kann, als bei den folgenden Fahren. Eine bergige Lage der Felder erſchwert und verlaͤngert die Pflugarbeit betraͤchtlich gegen eine n mit zwei Ebene... 1 11f... e., ir ee ed, 1, ſchaftover⸗ Ferner kommt die Tiefe der Furchen in Betracht, indem jeder halbe Zoll groͤßerer Tiefe, zu⸗ eermindert, mahl auf bindendem Bodem, in der Anſtrengung der Zugthiere einen großen Unterſchied macht. Geſpann in Es iſt ſchon bemerkt worden, daß die Wendungen Zeit wegnehmen, und daß dieſe auf einem lche durc⸗ kuͤrzern Gewende haͤufiger, wie auf einem langen vorfallen. Aber auch die Form der Stuͤcke, ob naͤm⸗ ſo rathſan lich deſſen Seiten parallel laufen, oder ſeine Geſtalt keilfoͤrmig iſt, macht einen Unterſchied, indem der zuruͤckbleibende kurze Keil ſehr haͤufige Umwendungen fordert und Aufenthalt giebt, wenn er gut abge⸗ pfluͤgt werden ſoll. Endlich hat die Konſtruktion des Pfluges einen betraͤchtlichen Einfluß, indem der vollkommnere den Widerſtand des Bodens— wie beſonders auf ſchwerem Boden und bei tiefer Furche bemerklicher wird— weit leichter uͤberwindet, das Zugvieh daher minder anſtrengt, ihm einen ſchnellern Schritt artung der 1 erlaubt und keinen Aufenthalt giebt. Auf leichtem Boden, wo die Friktion nicht ſtark iſt, beſchickt eiſten koͤn⸗ man mit einem Hacken am meiſten, womit man denn breite Streifen greifen kann. an. Je⸗ Auf die Jahreszeiten muß man ebenfalls Ruͤckſicht nehmen, theils wegen der Kuͤrze der Tage, ulunne theils wegen der ſchlechtern Witterung, die bei ſtarker Anſtrengung dem Viehe leicht Krankheiten 0 Klaf⸗ zuzieht. ber zehn⸗ Alle dieſe einwirkenden Umſtaͤnde muß man wohl in Erwaͤgung ziehen, wenn man die Quantitaͤt hat das der Pflug⸗ und auch der andern Geſpann⸗ Arbeiten in einem gegebenen Lokale berechnen, und darnach aber nur die zu haltende Zahl des Zugviehes beſtimmen will. 2 iſten kann, Man wird ſich alſo nicht wundern, wenn man in den Angaben praktiſcher Landwirthe von dem, beruͤckſich⸗ was ihre Pfluͤge ausrichten, eine große Verſchiedenheit findet. Ueberhaupt aber iſt wohl zu unterſchei⸗ den, was die Pfluͤge etwa machen, wenn man bei einer eiligen Arbeit und guͤnſtiger Witterung ſie mit In dieſem beſonderer Aufmerkſamkeit beachtet, und das, was von ihnen im Durchſchnitt des ganzen Jahres Meilen zu geſchieht. gen haͤuf⸗ Genauer werden dieſe Arbeiten und der Kraftaufwand, den ſie erfordern, in der Lehre vom Pfluͤ⸗ erden kon⸗ gen ſelbſt unterſchieden werden. Hier nehmen wir an, daß auf gutem aus gleichen Theilen Lehm und rrchen taͤg⸗ Sand beſtehenden ſogenannten Gerſtboden gut gepfluͤgt werden: im Spaͤtherbſt 3 Jochart(bei vertief⸗ an bei er⸗ tem Pfluͤgen zu Wurzelgewaͤchſen 3 Jochart), im Fruͤhjahr zu Erbſen, Hafer und erſten Gerſtfurche 3 Jochart, zur zweiten 1 3 Jochart; beim Aufbrechen der Brache g Jochart, bei der Wende⸗ und ktenſi Ruhefurche 1 ⅜ Jochart, und zur Saatfurche 1 Jochart. Dies ſind naͤmlich die Mittelſaͤtze, welche bei guͤnſtiger Witterung etwas vermehrt, bei unguͤnſtiger vermindert werden muͤſſen. Im Durchſchnitt wird man von einem mit guten Wechſelochſen beſpannten Pfluge etwas(½ Jo⸗ ndener At chart) mehr, wie von einem Pferdepfluge erwarten koͤnnen. in zuweilen uͤberwinden§. 184. t, ſo kann 2) Das Eggen. Hierbei iſt die Verſchiedenheit noch groͤßer, als beim Pfluͤgen. Es kommt Das Eggen. dann auf naͤmlich darauf an, mit welcher Sorgfalt und mit welchen Werkzeugen dieſe wichtige Arbeit gemacht Witterung, wird. Das Rundeggen iſt die wirkſamſte, aber auch die ſchwerſte Art, und man nimmt an, daß ein c bei guͤn⸗ Viergeſpann aufs hoͤchſte 7 Jochart damit beſchaffen koͤnne. Auf bindendem und graſigem Boden rin feucht muß man aber ſchon mit 6 Jochart zufrieden ſeyn. Koͤmmt es jedoch nur auf das Ebeneggen, nicht auf das Zertruͤmmern der Kloͤße an, ſo koͤnnen 9 Jochart damit beſchafft werden. Wenn man bei L. 2 33838 Arbeit des Geſpanns. dem Eggen nur lang zieht, und zwar einmal herauf, einmal herunter, ſo kann man 11 bis 123 Jochart taͤglich mit vier Pferden beſtreiten. Nicht allenthalben wird jede Pflugfahre geegget, ſondern zuweilen nur die Saatfahre, welches aber auf jedem Boden fehlerhaft, bei einigermaßen bindendem und in Kloͤße ſich zuſammen ballenden unverzeihlich iſt. Das Eggen wird in der Regel mit Pferden, der ſchnelleren Bewegung halber, verrichtet. Doch kann es allerdings auch mit Ochſen geſchehen. 8 3) Das Walzen. Dieſes iſt eine, mehrentheils bei der Arbeitsberechnung uͤberſehene, aber dennoch auf loſem ſowohl als zaͤhem Boden ſehr nuͤtzliche Arbeit. Je nachdem die Walze breit und duͤn⸗ ne, oder kurz und dicke iſt, kann damit mehr oder weniger beſchickt werden; bei einer Breite von g8 Fuß koͤnnen 8 Jochart mit zwei Pferden fuͤglich gewalzt werden. Stachel⸗ und eckige Walzen er⸗ fordern groͤßere Anſtrengung. 0) Die Arbeiten des verfeinerten Feldbaues. Sie unterſcheiden ſich in ſolche, die zur Vorbereitung vor der Saat oder Pflanzung dienen, und in ſolche, die waͤhrend der Vegetations⸗ periode vorgenommen werden. Zu den erſtern gehoͤrt die Arbeit mit dem doppelten großen eilfſchaa⸗ rigen Exrſtirpator, mit welchem vier Pferde und zwei Menſchen taͤglich 8 Jochart bearbeiten; und mit dem kleinen Erſtirpator oder Saatpflug, der mit zwei Pferden und einem Menſchen taͤglich 42 Jochart bearbeitet. Auch gehoͤrt hieher der Schnittpflug, welcher vermittelſt des am Voreiſen oder Kolter ange⸗ brachten Streichbretts den Pflugſtreifen horizontal in zwei Theile theilt, und den oberen zu unterſt in die Furche legt. Er erfordert, um gleichviel Arbeit wie mit einem andern Pfluge zu verrichten, ein Pferd oder Ochſen mehr. Doch koͤnnen ihn auch zwei Ochſen oder Pferde ziehn, wenn man 3 weniger Das Walzen. Arbeiten des verfeinerten Feldbaues, Arbeit von ihnen fordert, und letzteres geht der Gewohnheit der Thiere wegen beſſer. Sein Gebrauch findet hauptſaͤchlich beim Raſen⸗ und Kleeumbruch Statt.. Von den Arbeiten der zweiten Art kommt hier die Pferdehacke(ihres haͤufigſten Gebrauches wegen unter dem Namen Kartoffelhacke bekannt) und verſchiedene Schaufelpfluͤge oder K ultiva⸗ tors in Erwaͤhnung, welche Inſtrumente bei zweifuͤßigen Diſtanzen der Pflanzenreihen mit einem Pferde, und nach den Umſtaͤnden mit einem oder zwei Menſchen, 2½ Jochart machen. Der groͤßere, tief eindringende, Bearbeitungs⸗ und Waſſerfurchenpflug mit zwei weit und enge zu ſpan⸗ nenden Streichbrettern erfordert zwei Pferde, und macht damit dieſelbe Arbeit. Die Drillmaſchine zum Getreideſaͤen, in Reihen von 8 bis 9 Zoll Diſtanz, kann taͤglich mit einem Pferde und zwei Menſchen 5 ½ Jochart machen. Wir nehmen jedoch des zuweilen vorfallenden Aufenthalts wegen nur 42 Jochart an. Die ſechsſchaarige, mit der vorigen in Verbindung ſte⸗ hende Hackmaſchine macht mit ihren verſchiedenen Aufkratzungs⸗, Schaufel⸗ und Anhaͤufeeiſen mit einem Pferde und zwei Menſchen 53 bis 6 ½ Jochart, je nachdem das Land eben und rein, und der Arbeiter geuͤbt iſt. §. IarI. 8 5) Die Ausfuhr des Duͤngers. Dieſe in jeder guten Wirthſchaft ſehr betraͤchttiche Ar⸗ beit laͤßt ſich nur nach gegebenem Lokale genau berechnen, weil dabei ſehr viel auf die Entfernung des Feldes, die Beſchaffenheit der Wege und die Jahreszeit mit derſelben auf die Witterung ankommt. Wir nehmen im Durchſchnitt vierſpaͤnnige Fuder Miſt an, wie ſie die Pferde bei leidlichen Wegen, 5 ohne ſich ſtark anzuſtrengen, ziehen koͤnnen, mindeſtens zu 1800 Pfund. Man pflegt anzunehmen, Duͤnger⸗ Aus⸗ fuhr. daß 12 ſolcher Fuder taͤglich im Durchſchnitt, in den laͤngſten Tagen 15 Fuder, in den kuͤrzeſten aber 10 Fuder, mit wechſelnden Wagen ausgefahren werden koͤnnen. Weil aber obige Umſtände, beſon⸗ * ———————;ʒÿÿ————— i nthjdue res de bitfe ſan dunden ün nfernun 6) d dn1,d, erd nid heraſti ſih heru jihn irnu nmans) . ant 5 vidd deider iini gader Insau pit Ween vemüc Dee ber ſder Zeit vor 7) da vihnlich an, Hafer gelade don zue de 3, Tage, macht alſo ſchied, und endeter plor aͤchſe, der niſen anſchla goßen Wag d d. der Entfernu dr Entfernu⸗ m zeſchehen jedoch eih dem Hof⸗ die biel, d den auf me 10) S zur Abhol dern Jehr Lanndſaß an Arbeit des Geſpanns. 83 1 ◻ 4 13z Jattn ders die Entfernung des Feldes vom Hofe, einen ſo großen Unterſchied machen, ſo muß man ſich's in te, nalte jedem beſondern Falle berechnen, ob mehr oder weniger geſchehen koͤnne. Bei der oft ſo ſehr unglei— 1 unene chen Entfernung der Schlaͤge kann es in einem Jahre, wo ein ſehr entfernter großer Schlag zu duͤngen 8 iſt, noͤthig werden, ein Geſpann bloß dieſerwegen mehr wie in einem andern Jahre zu halten. chtet. d 6) Die Erntefuhren. Auch dieſe Arbeit iſt nach der Entfernung ſehr verſchieden. Es wer⸗ Erntefuhren. chlet. Taf den 7, 8, 10, 12, ja 16 Fuder mit Wechſelwagen taͤglich eingefahren. Die Ladung eines Getreide⸗ fuders wird gewoͤhnlich nach Mandeln, Schocken oder Stiegen beſtimmt. Da aber das Band ſo au⸗ hene, c ßerſt verſchieden iſt, und eine Garbe an einigen Orten 8 Pfund, an andern 50 Pfund wiegt, ſo laͤßt din di ſich hiernach im Allgemeinen gar nichts beſtimmen. In der Ernte, wo alle Arbeit angeſtrengt wird, jDreile bo ziehen vier gute Pferde 3200 Pfund, auch, wenn der Weg nicht weit und gut iſt, 3700 Pfund, wenn Wahzen er man anders hinlaͤnglich große Wagen hat. Wenn man alſo die Schwere ſeiner Mandeln ungefaͤhr kennt, ſo wird ſich leicht beſtimmen laſſen, was bei gehoͤriger Groͤße der Wagen geladen werden koͤnne. nſolche, de Bei der Heuernte kann man wegen des groͤßern Volums nur 22 bis 24 Centner auf ein vierſpaͤn⸗ Vegetzrons⸗ niges Fuder annehmen, und da Laden und Abladen mehr Zeit wegnimmt, mit der Arbeit des Mor⸗ en ellſchan⸗ gens auch ſpaͤter angefangen wird, ſo kann man nur ö6 bis 8 Fuder taͤglich rechnen, wenn auch die beiten; und Wieſen ziemlich nahe liegen. nſchen taͤgic Die vorigen Arbeiten ſind auf beſtimmte Jahreszeiten beſchraͤnkt; es folgen nun die, welche zu r jeder Zeit vorfallen und abgethan werden koͤnnen. Kolter ange⸗ hu unxaki 7) Das Verfahren des Getretdes 8 anderer Produkte. Man nimmt ge⸗— rrichten, an„.,., 41 Urte⸗ 2 Berſahren der an zwengr woͤhnlich an, daß 21 Metzen Wintergetreide und Erbſen, 28 Metzen Gerſte und 32 bis 36 Metzen Produkte. ein Gebru Hafer geladen werden koͤnnen. Auf vier bis fuͤnf Meilen rechnet man einen Tag zur Hin⸗ und einen 44 Tag zur Herreiſe, und dann einen Tag zum Laden und Verkauf; auf ſieben bis acht Meilen werden Gehruutes 3 Tage, auf drei Meilen 2 Tage, auf zwei Meilen 1 Tag gerechnet. Die Entfernung des Marktes s macht alſo bei dieſer, dem Geſpann gewoͤhnlich hoͤchſt nachtheiligen Arbeit einen betraͤchtlichen Unter⸗ ultibe⸗ ſchied, und der Gewinn iſt ſehr groß, wenn man ſich ſolche moͤglichſt erſparen kann. Das Verfahren Ln düü anderer Produkte und vielleicht landwirthſchaftlicher Fabrikate: des Tabaks und anderer Handelsge⸗ Der Rüßen, waͤchſe, der Butter, des Branntweins u. ſ. w., muß man nach dem Lokal und Wirthſchaftsverhaͤlt⸗ ge zu ſpan⸗ niſſen anſchlagen. Bei den Wollfuhren kann man wohl nur 40 Stein aufladen, wo dann aber, des großen Wagens ungeachtet, zwei Pferde zureichen. 1 rtäglich mi 8) Das Anfahren des Holzes oder andern Feuermaterials. Man rechnet bei Brennmate⸗ vorfallde der Entfernung von einer bis anderthalb Meilen 1 Klafter Holz auf eine vierſpaͤnnige Fuhre, bei groͤße⸗ rial⸗Fuhren. bindung ſte rer Entfernung nur 3 Klafter. Bei einer Entfernung von einer halben Meile koͤnnen taͤglich zwei Fuh⸗ inhaͤufeeſſen ren geſchehen. 1500 Soden Torf werden einer Klafter Holz gleich geſchaͤtzt. in, und der Das Klafter zu 6 Fuß Hoͤhe und Breite und 3 Fuß lang. 9) Auf Bau⸗ und Reparationsfuhren muß jaͤhrlich etwas gerechnet werden. Wenn Baufuhren. jedoch erhebliche Bauten vorfallen, muß man einen zureichenden Ueberſchlag machen, ob ſie auch mit chtiche R⸗ dem Hof⸗ oder etwa Frohngeſpann beſtritten werden koͤnnen, oder ob man beſondere Baupferde, und enung des wie viel, dazu anſchaffen muͤſſe. Sonſt kann ein Bau die ganze Wirthſchaft nicht bloß auf ein, ſon⸗ ankommt. dern auf mehrere Jahre zuruͤckſetzen. en Wegen, 10) Nebenfuhren zur Einholung von allerlei Beduͤrfniſſen aus der Stadt, Revenfuhren. zunehmen, zur Abholung des Geſindes und der Tageloͤhner⸗Familien und zu manchem an⸗ dern Behuf, nehmen unter manchen Verhaͤltniſſen viele Arbeit weg, ſo daß man es ſogar als eſten aber de, beſor Grundſatz angenommen hat, bei 300 Arbeitstagen nur 260 auf beſtimmte Wirthſchaftsgeſchaͤfte, 40 de, Meicn⸗ 86 ALrbeit des Geſpanns. aber auf unzuberechnende Nebenfuhren anzunehmen. Es kommt abet viel darauf an, ob maͤn ſie ſparſam einrichtet, und ſo, daß dieſe Beduͤrfniſſe auf dem Ruͤckwege mitgebracht werden, wenn man Produkte nach der Stadt verfaͤhrt, geſetzt auch, daß die Geſpanne einige Umwege machen muͤßten. Sonſt kann unter verſehiedenen Verhaͤltniſſen ſehr viele Zeit damit verſplittert werden. R 2 b Nebenbettiebss 11) Rebenbetriebsfuhren. Es kann zuweilen in der Hinſicht ſchon vortheilhaft ſeyn, fuhren. Nebenbetriebe, die viele Fuhren erfordern, anzulegen, um deſto mehr Pferde nutzbar erhalten zu koͤnnen. In der zum Ackerbau guͤnſtigſten Zeit werden ſie dann alle auf den Acker gebraucht, und jene Fuhren ſo lange eingeſtellt. Dagegen werden zu einer andern Zeit, wo auf dem Acker nichts zusthun iſt, die Ackergeſpanne wiederum Behufs jener Nebenbetriebe, z. B. der Ziegel⸗ und Kalkbrennerei, beſchaͤftigt. Ja es kann ſelbſt Faͤlle geben, wo das Poſt⸗ und Frachtfahren dem Landwirthe vortheil⸗ haft iſt; doch ſind dieſe Falle ſelten, und es wird haͤufiger ſchaͤdlich, wenn man die Sache wohl erwaͤgt. 6 3 z 4 4. 8 4 4 8 2„ Meliorations⸗ 12) Meliorationsarbeiten, z. B. Planirungs⸗, Erd⸗, Soden⸗, Mergel⸗, Kalk⸗, Mo⸗ arbeiten. derfuhren. Wenn man Arbeiten dieſer Art von betraͤchtlichem Umfange vornehmen will, ſo erfordert es Ueberlegung, ob dazu eigene Geſpanne anzuſchaffen ſeyen, oder ob ſie mit den Ackerpferden in der — ſonſt geſchaͤftloſen Zeit verrichtet werden koͤnnen. Da fuͤr die ordinairen Geſpanne zu gewiſſen Zeiten immer Muße uͤbrig bleibt, wenn man zu andern Beſchaͤftigungen genug fuͤr ſie hat, ſo wird ein guter Oekonom um ſo mehr immer einige Meliorationsarbeiten im Gange haben, wobei er ſie alsdann be⸗ nutzen kann. ... 187. Berechnungdes Nach dieſen Saͤtzen, die aber in jedem gegebenen Falle nach der Lokalitaͤt modifizirt werden 88 niehigen Ge, muͤſſen, laͤßt ſich nun das fuͤr die Wirthſchaft erforderliche Geſpann berechnen. Es kann dieſes zuerſt im Allgemeinen geſchehen, und die Summe der Arbeitstage in einem ganzen Jahre zuſammengezogen werden, in welchem Falle man dann aber zum Rebenbetriebe und zu Meliorationsarbeiten wenigſtens ein Viertheil anſetzen muß, um in den dringendern Arbeitsperioden gewiß auszureichen. Genauer aber verfaͤhrt man, wenn man die Arbeiten ſo berechnet, wie ſie in jeder verſchiedenen Jahreszeit vorfallen, und dann die Zahl der Geſpanne ſo beſtimmt, daß man in jeder Periode gut da⸗ mit ausreiche. Man muß in jeder Periode aber etwas, ungefaͤhr 7s, uͤbrig haben, weil die Arbei⸗ ten in einem Theile derſelben durch unguͤnſtige Witterung aufgehalten werden koͤnnen, in welchem Falle aber freilich einzuſchaltende Nebenarbeiten verrichtet werden.— Rach den Jah⸗ Wir theilen dieſe Perioden nach den gewoͤhnlichen vier Jahreszeiten, jedoch ohne gerade die reszeiten. Kalendertermine zu beobachten, ein.. 5 Deer Winter haͤlt 80 Arbeitstage, in welchen das Miſtausfahren zu den Brachgewaͤchſen und Huͤlſenfruͤchten geſchehen, auch vielleicht noch einiges Stoppelſtuͤrzen nachgeholt werden kann. Außer⸗ dem muß das Geſpann mit andern Fuhren beſchaͤftigt werden. 88 Das Fruͤhjahr haͤlt 64 Arbeitstage, und in demſelben fallen, am meiſten gedraͤngt, folgen⸗ de Geſpannarbeiten vor: Zu den Brachgewaͤchſen, zum zweiten⸗, dritten⸗, vielleicht auch viertenmal zu pfluͤgen und zu eggen; zu den Huͤlſenfruͤchten einmal; zu der Gerſte zweimal; 6 zum Hafer ein⸗ oder zweimal, welche letztere Arbeiten durch den Gebrauch des Erſtirpators größ⸗ tentheils erſpart oder ſehr erleichtert werden koͤnnenz; wüühe attoton da 8¹ das M oben afehr angeie de Gen Ni Su de5, NeSaut N Grum eErnte der Unbt doen! d ſelglich 4 zen und des Fruh Thoubod ainen ſo ſt ane ind gh Vans; Mann untet ausgef noch/ iusg Deshall von ſo! eintrete ine benen ſ dern kau detrjehe Na Geſpann dr iel man in „Wocheno Venn hut eggen, n ſie aber n dder der mind a u Man ſi eneman muͤßten. ift ſeyn, Halken zu und jene s zusthun Lennerei vdetheil⸗ ſche wohl K⸗, Mo⸗ erfordert een in der en Zeiten ein guter dann be⸗ t werden ſes zuerſt engezogen eenigſtens hiedenen gut da⸗ je Arbei⸗ welchem erade die hſen und Außer⸗ folgen⸗ gen und zu. ors gröſ⸗ Arbeit des Geſpanns. 87 Ausfuhr des ferner gemachten Duͤngers zu den ſpaͤtern Brachgewaͤchſen; Vegetation befoͤrdernde Arbeiten mit Pferdehacken, auch Uebereggen der Winterungsſaat. Der Sommer, ungefaͤhr mit dem Anfange des Junius, haͤlt 80 Arbeitstage. Das Pfluͤgen der Brache zur Winterung oder auch des Klee⸗ und Huͤlſenfruchtfeldes zu der⸗ ſelben; Ausfahren des fuͤr die Winterung beſtimmten Duͤngers; fortgeſetztes Pferdehacken verſchiedener Fruͤchte; ddie Getreideernte; die Heuernte.. Der Herbſt, ungefaͤhr vom Anfange Septembers an zu rechnen, hat 76 Arbeitstage. Die Saatfurche zur Winterung zu pfluͤgen, zu eggen u. ſ. w.; die Grummet⸗ oder Nachheuernte; die Ernte der Kartoffeln und anderer Wurzel⸗ und Kohlgewaͤchſe; der Umbruch der Stoppel oder des Dreeſches zur kuͤnftigen Sommerung ſowohl, als zur vollſtaͤn⸗ digen Brachbearbeitung im folgenden Sommer. F Der Anfang und das Ende dieſer Perioden iſt nach den verſchiedenen Klimaten verſchieden, worauf folglich ein Jeder Ruͤckſicht zu nehmen hat. Auch koͤnnen ungewoͤhnliche Jahre eine oder die andere verkuͤr⸗ zen, und man muß dann ſeine Maaßregeln zur Betreibung der Arbeit weiſe zu waͤhlen wiſſen. Den Anfang des Fruhjahres kann man im Durchſchnitt in der Mitte des Maͤrzes annehmen, auf kaltgruͤndigem, zaͤhem Thouboden und bei einer noͤrdlich abhangenden Lage der Felder erſt zwei oder drei Wochen ſpaͤter, welches einen ſo betraͤchtlichen Unterſchied macht, daß ſchon in dieſer Hinſicht, wenn der Boden allgemein dieſer Art iſt, eine andere Wirthſchaftseinrichtung, als auf waͤrmerem Boden erforderlich wird. Wo man nur Hafer und große Gerſte ſaͤet, ſchließt der Urbanustag oder der 25ſte Mai dieſe Periode nach der gewoͤhnlichen Mei⸗ nung; wird aber auch kleine Gerſte und Buchweizen gebauet, ſo dehnt ſie ſich bis zum 15ten Junius aus. Man muß wohl bemerken, daß in dieſer Periode viele Feiertage zu fallen pflegen. Sie iſt die ſchwierigſte unter allen, und man kann ſicher annehmen, daß, wenn in dieſer Periode alles gehoͤrig mit dem Geſpann ausgefuͤhrt wird, was geſchehen ſoll, man zu andern Zeiten vollkommen ausreichen werde. Dazu kommt noch, daß man vom Geſpanne in dieſer Zeit keine ſehr ſtarke Anſtrengung fordern kann, weil die Pferde jetzt haͤufig zu drufen pflegen, und die Ochſen in vielen Wirthſchaften nicht kraftvoll aus dem Winter kommen. Deshalb iſt die Erleichterung und Abkuͤrzung der Arbeiten durch die erwaͤhnten Werkzeuge in dieſer Periode von ſo vorzuͤglicher Wichtigkeit. In der Herbſtperiode wird der vorſichtige Landwirth alle Arbeiten, die der eintretende Froſt beendet, moͤglichſt zu beeilen ſuchen. Die Winterperiode kann laͤnger oder kuͤrzer ſeyn, und oft kann man in derſelben im Herbſte nicht voll⸗ fuͤhrte Arbeiten nachholen oder dem Fruͤhjahre vorarbeiten. Die Duͤngerausfuhr, wozu dieſe Periode bei ebenen Feldern vorzuͤglich geeignet iſt, findet jedoch nicht bei allen Wirthſchaftseinrichtungen Statt, ſon⸗ dern kann bei den meiſten exiſtirenden nur mitten im Sommer, zum großen Nachtheil anderer Arbeiten, betrieben werden. r§. 188. Man pflegt wohl einen ungefaͤhren und mehrentheils zutreffenden Ueberſchlag, wie viel man Augemeiner Geſpann brauche, zu machen, wenn man berechnet, oder es auch aus der Erfahrung abnimmt, wie Ueberſchiag. viel man in der eigentlichen Fruͤhjahrs⸗ oder Herbſtbeſtellungszeit gebrauche, um dieſe Beſtellung in 4 Wochen oder 24 Arbeitstagen ganz und gehoͤrig zu vollenden.. Wenn ein zweiſpaͤnniger Pflug taͤglich 1 Jochart zur Saat pfluͤgt, und vier Pferde taͤglich 7 Jo⸗ chart eggen, ſo koͤnnen etwa 40 Jochart mit einem Viergeſpann in 4 Wochen beſtellt werden. Pfluͤ⸗ gen ſie aber wegen des ſchwereren Bodens oder der tieferen und ſchmalern Furchen, die man geben will, oder der minderen Kraͤfte und Unthaͤtigkeit wegen nur 4 Jochart, ſo werden nur 35 Jochart damit be⸗ ſtellt. Auf jede 40 oder 51 Jochart Winterung⸗oder Soͤmmerungsausſaat(nach der gewoͤhnlichſten Geſinde und Loͤhner. Welche ſind 38. Arbeit des Geſpanns. Rechnung auf 100 und 87½ Metze Ausſaat) muͤſſen alſo vier Pferde gehalten werden, und ſo pflegt man in manchen Gegenden auf einen Winſpel Winterung ein Pferd anzunehmen. Wenn aber an Ger⸗ ſte und Hafer ſo viel, als an Weizen und Rocken ausgeſaͤet, und obendrein noch viele Huͤlſenfruͤchte und Brachgewaͤchſe gebauet werden, ſo reicht man nach der gewoͤhnlichen Beſtellungsart im Fruͤhjahr nicht mit dem aus, was man in der Herbſtzeit gebraucht. §. 189.. Es iſt immer am ſicherſten, ſich ein Schema aͤber die Arbeiten, die man in jedem gegebenen Falle nach der beſtimmten Wirthſchaftseinrichtung und der Lokalitaͤt gebraucht, mit Ruͤckſicht auf jene Perioden zu machen. Man unterſcheide zugleich in zwei verſchiedenen Kolumnen diejenigen Arbeiten, welche am fuͤglichſten mit Ochſen, und die, welche mit Pferden gemacht werden muͤſſen, und zeichne denn in jeder Kolumne neben jeder Arbeit die Zahl der Arbeitstage nach der Stuͤckzahl des Viehes an. So wird ſich auch das richtigſte Verhaͤltniß zwiſchen den zu haltenden Ochſen und Pferden ergeben. Vergl. die z. 200. angehängten Schemata. 5— Die Handarbeiter. —§. 190.— Dieſe unterſcheiden ſich zuvoͤrderſt:. 2 a) in das Geſinde, welches ſeine Kraͤfte ausſchließlich unſerer Wirthſchaft vermiethet hat, und welches wir dafuͤr ernaͤhren und im Ganzen bezahlen; b) in ſolche, welche ihre Arbeit nur Tage⸗ oder Stuͤckweiſe bezahlt erhalten. Von den Froͤhnern, die mit Geſpann und Hand fuͤr uns arbeiten, wird beſonders die Re⸗ de ſeyn. §. 191. Ob man mehrere Arbeiter der erſten oder der zweiten Klaſſe halten ſolle, entſcheiden die Orts⸗ vortheithafter; verhaͤltniſſe, welche manchmal gar keine Auswahl, manchmal eine beſchraͤnkte, ſelten eine ganz freie dabei zulaſſen.. Fuͤr das Geſinde ſpricht die groͤßere Anhaͤnglichkeit, Theilnahme und Treue, welche man von ihnen als Mitgliedern der Familie allenthalben erwarten ſollte(aber freilich nicht immer antrifft), die Sicherheit, mit welcher man bei unaufſchieblichen und taͤglich fortlaufenden Arbeiten auf ſie rechnen kann, die naͤhere Aufſicht, unter welcher ſie ſtehen, die Abhaͤngigkeit und der Gehorſam, welchen man von ihnen zu fordern berechtigt iſt, ihre Verantwortlichkeit fuͤr die ihnen beſonders anvertrauten Geſchaͤfte.. 3 Tage⸗ und Stuͤckarbeiter erfordern dagegen weniger Vorſorge, koͤnnen angenommen und ſogleich wieder verabſchiedet werden, wenn man will, und wie es die Arbeit und ihr Fleiß mit ſich bringt. Ihre Betriebſamkeit iſt groͤßer, da ſie fuͤr ſich ſelbſt und ihre Familie zu ſorgen haben, und bei ſchlech⸗ ter Arbeit ſogleich außer allem Verdienſt geſetzt zu werden beſorgen muͤſſen. Dazu kommt, daß bei den meiſten Ortsverhaͤltniſſen die Koſten des Geſindes oder ſeiner Arbeit bei weitem hoͤher zu ſtehen kommen, wie die eines Tageloͤhners. Mann kann ſie im Durchſchnitt um die Haͤlfte hoͤher annehmen, wenn man auch wirklich auf die verrichtete Arbeit, nicht auf die ver⸗ . e„.. 8..„..... wandte Zeit Ruͤckſicht nimmt. Vom Zwangsgeſinde kann hier nicht die Rede ſeyn, indem dieſes oder ſeine Familie einen Theil ſeines Lohns ſchon in dem eingegebenen Baueracker erhaͤlt. ———-——— eſde nndeie beland in ſ.. get d doſenabd mnen hitt En g mi Hüfeein er dadn hi undagigen Ait l Hiinigde vyn hauſen wdesgachſe Ntu guten S furdder Reye nr olf 108 tes beddes in goſen Hollin Withſchaften Ei Sc und dieſer Jw Ueber der Schafer tet it. Bei bohn oder d Dann ten, der insb den Atbeiten ſtire in Ete tt noch ein leic die Hoſ Ein od welen geha 8 ds unterhabta, viſes Depu Neie Unter, ſcht, unter degoſten je egefung bei nid, da koͤn Halt m zebekonmen erier Theil Handarbeiten. 89 d opſen§. 192. dr anhr Geſinde wird deshalb gewoͤhnlich nur zu denen Arbeiten gehalten, die ununterbrochen fortgehen Perſonal des ſenridn und eine beſtaͤndige Anfmerkſamkeit erfordern. Von denen bei den Pferden zu haltenden Knechten iſt Geſindes. Feüͤhjah im§. 181. geredet, und die Anzahl und Einrichtung der Geſpanne beſtimmt die Anzahl derſelben. Zu den Ochſenarbeiten werden nur in einigen Wirhſchaften Knechte gehalten, ſonſt nur auf 24 bis 30 Och⸗ ſen ein Hirte, und wenn mehrere ſind, ein Junge daneben. gegebene Ein Kuhhirte reicht auf 50 bis 60 Stuͤck Kuͤhe nicht nur auf der Weide— wo er allenfalls tt auf jen mmit Huͤlfe eines guten Hundes 200 Stuͤck in Ordnung halten kann— ſondern auch im Stalle zu, wenn Arbeiten er bei dem Haͤckſelſchneiden im Winter einige Huͤlfe hat, im Sommer aber das gruͤne Futter gemaͤht ind zeiche und zugefahren wird.. 1 Viehes 88 Nicht bloß von der Zahl, ſondern auch von der Milchergiebigkeit der Kuͤhe haͤngt die Zahl der geben. Hofmaͤgde ab, welche außer dem Melken die ſammtlichen Arbeiten in der Molkerei und uͤberdem die im Hauſe und im Garten beſchaffen, und ſo viel moͤglich, auch beim Bau gewiſſer Fruͤchte, beſon⸗ ders des Flachſes und Hanfes, und in der Ernte gebraucht werden, im Winter aber ſpinnen. Man rech⸗ net in guten Stallfuͤtterungswirthſchaften auf 50 große Kuͤhe drei Maͤgde, wovon eine als Molken⸗ frau oder Meyerſche die Aufſicht uͤber die andern fuͤhrt. In einigen Gegenden haͤlt man ungleich meh⸗ rere; auf 10 Kuͤhe eine Magd, die ihnen dann aber das Futter zutragen und ausmiſten ſollen, wel⸗ ches beides in Wirthſchaften von mittlerer Groͤße vortheilhafter auf andere Weiſe geſchieht. In den großen Hollaͤndereien der Koppelwirthſchaft wird nur auf 25 Kuͤhe eine Magd gehalten. In großen Wirthſchaften wird noch eine beſondere Magd zu den Hausarbeiten erfordert. Ein Schweinehirte oder Schweinemeiſter iſt bei einer erheblichen Schweinezucht noͤthig, und dieſer Zweig iſt nicht ſo unbedeutend, daß man ihn einem alten Weibe oder Jungen uͤberlaſſen duͤrfte. Ueber die Haltung des Schaͤfers und der Schaͤferknechte kann erſt im Abſchnitte von der Schaͤferei geſprochen werden, indem ſeine Haltungs⸗ und Loͤhnungsart ſehr verſchieden eingerich⸗ tet iſt. Bei der allgemeinen ökonomiſchen Berechnung koͤmmt er nur in Betracht, in ſofern er Geld⸗ die Orts⸗ lohn oder Deputat erhaͤlt. hat, und es die Re⸗ ganz freie Dann wird mehrentheils ein Ackervoigt, Meier, Oberknecht, Vorpfluͤger gehal⸗ ten, der insbeſondere bei den Ochſenpfluͤgen mit Tageloͤhnern vorarbeitet, auch bei der Ernte und an⸗ man von dern Arbeiten mitarbeitend das Ganze in Ordnung haͤlt. Er ſoll zugleich die ſaͤmmtlichen Ackerge⸗ rifft), die ſchirre im Stande erhalten, und neue verfertigen. In großen Wirthſchaften wird aber außer jenem ſie rechnen oft noch ein beſonderer Baumeier gehalten, der hauptſaͤchlich die Geſtellarbeiten macht, und zu⸗ n, welchen gleich die Hofarbeiten, Reparaturen und kleinen Bauten beſorgt. vertrauten Ein oder mehrere Hofknechte, die bei allen vorfallenden Arbeiten zu Huͤlfe kommen, werden noch zuweilen gehalten; haͤufiger aber doch durch ſichere Tageloͤhner, wenn man dieſe anders haben kann, erſetzt. ind ſogleich§. 193. ſicch bringt Dieſes Geſinde wohnt entweder auf dem Hofe, wird daſelbſt bekoͤſtigt und in allen Beduͤrfniſſen Speiſung auf bei ſchlech⸗ unterhalten, und iſt dann in der Regel unverheirathet. Oder es wird ihm zu ſeiner Nahrung ein ge⸗ den u50f dder wiſſes Deputat verabreicht, und wohnt dann mehrentheils in beſondern Gebaͤuden und iſt verheirathet. einer Arbeit Jene Unterhaltungsart iſt ohne Zweifel vortheilhafter in Anſehung der Koſten und der genaueren Auf⸗ dſchnitt um ſicht, unter welcher dieſe Menſchen ſtehen. Je groͤßer dieſe Anzahl iſt, um deſto mehr vermindern ſich auf die ver⸗ die Koſten jedes einzelnen, indem in Anſehung der Wohnung, der Feuerung, des Lichts und ſelbſt der dieſes oder Speiſung bei einer groͤßern Anzahl mehr erſpart werden kann. Wo ſehr weniges Hofgeſinde gehalten wird, da koͤnnte es vielleicht rathſamer werden, allen ein Deputat zu geben. Haͤlt man aber einmal ſolches Hofgeſinde, ſo iſt es gewiß rathſam, die Zahl derer, die Depu⸗ §. 192 tat bekommen, ſo viel moͤglich einzuſchraͤnken, und unverheirathete Leute zu halten. Indem jene ihre Erſter Theil. M Speifuͤng des Geſindes, 90 gSandarbeiten. ganze Familie aus der Wirthſchaft zu ernaͤhren ſuchen, ſind ſie ſelten mit dem fuͤr ihre Perſon reichlich genug zugemeſſenen Deputate zufrieden, ſondern ſuchen noch, was moͤglich iſt, nach ihrem Hauſe zu ſchaffen, wozu man ihnen ſelten die Gelegenheit abſchneiden kann. Da man indeſſen zu einigen Stel⸗ len, zum Meier, Kuh⸗ und Ochſenhirten, aͤltere und geſetzte Leute haben muß, ſo trifft man dieſe ſelten unverheirathet an, und muß ſich daher die Deputateinrichtung bei ihnen gefallen laſſen. ..— 3—§. 194. 3— In Anſehung der Haltung und Speiſung des Geſindes muß man auf die Obſervanz der ganzen Gegend Ruͤckſicht nehmen, und insbeſondere beim Antritt einer Wirthſchaft die genaueſte Erkundi⸗ gung einziehn. Abaͤnderungen darin zu machen, iſt ſelten oder nie rathſam, und wenn man ſelbſt eine Verbeſſerung machen wollte, wuͤrde man doch leicht die Unzufriedenheit dieſer ganz an die Ge⸗ Koöſten derſel⸗ ven. wohnheit klebenden Menſchen erregen. Es hat in den meiſten Gegenden jeder Wochentag, jede Jah⸗ reszeit, mancher Feſttag ſeine eigene Speiſung, und die Leute wuͤrden unzufrieden werden, wenn ſie an einem ſolchen Tage das nicht erhielten, was ſie vielleicht an einem andern nicht eſſen moͤgen. In der Erntezeit tritt wohl allenthalben eine reichliche und beſſere Speiſung ein, welcher man durchaus nichts abziehn oder darin abaͤndern darf, wenn man die hier ſo wichtige Thaͤtigkeit und den Frohſinn der Leute nicht herabſtimmen will. Wenn man das, was uͤblich iſt, bewilligt, und ſich uͤberzeugt, daß die Leu⸗ te es wirklich erhalten, ſo darf man auch der dennoch geaͤußerten Unzufriedenheit durchaus nicht nachge⸗ ben, weil bei einer ſolchen Nachgiebigkeit die Forderungen dieſer Leute keine Graͤnzen zu haben pflegen. §. 195. Es laͤßt ſich der mannigfaltigen Verſchiedenheit wegen im Allgemeinen nichts uͤber die Unterhal⸗ tungskoſten eines Knechts oder einer Magd beſtimmen. Der Unterſchied iſt von einer Gegend zur an⸗ dern ſo groß, daß er uͤber das Doppelte betraͤgt. Jedoch findet man im Ganzen, daß das Geſinde da, wo es beſſer bekoͤſtigt wird, und beſonders mehrere Fleiſchſpeiſen erhaͤlt, ſtaͤrker arbeitet und ſich zu allerlei Arbeiten mehr gebrauchen laͤßt, ſo daß die Koſten der von ihnen verrichteten Arbeit nicht ſo verſchieden ſind, als die Koſten, die auf jede Perſon fallen. Man findet in verſchiedenen landwirth⸗ ſchaftlichen und kameraliſtiſchen Handbuͤchern die Obſervanzen beſonderer Gegenden angegeben, und jedes einzeln ſpeziftzirt. Lohn anderer Arbeiten. zu ſeyn. Tage⸗, Stuͤck⸗ oder Quoten⸗ Am genaueſten berechnet iſt es von dem Grafen von Podewills in ſeinen Wirthſchafts⸗Erfahrun⸗ gen zu Guſo. 8 Nach einem allgemeinen, auf ſolche Angaben gezogenen Durchſchnitte, muͤſſen in den mir ge⸗ nauer bekannten Gegenden die Speiſungs⸗ und ſaͤmmtliche Unterhaltungskoſten eines Knechts, Meiers, Hirtens, gleich dem Werthe von 31 Metzen Rocken oder 310; die einer Magd und eines Jungens zu 25 Metzen gleich 250 † angeſchlagen werden, worunter aber alles, was zu deren Haltung nöthig, auch Feuer, Licht, Betten u. ſ. w. mit begriffen iſt. Zu Gelde gerechnet iſt die Differenz wegen des verſchiedenen Preiſes der Viktualien groͤßer.. Auch der Lohn iſt ſehr verſchieden; indeſſen pflegt er doch auch in gleicherem Verhaͤltniſſe mit dem Preiſe des Getreides, als mit dem Nominalwerthe nach Gelde zu ſtehen, und man kann ſolchen fuͤr einen Knecht auf 15 Metzen Rocken oder 96 O+ℳ, und fuͤr eine Magd mit dem Leinen und was ſie ſonſt erhaͤlt, auf 10 ⅞ Metze oder 72 anſchlagen. Der Lohn des Hofmeiers pflegt etwas hoͤher, der der Hirten etwas geringer als der Knechtslohn §. 196. jeder Arbeit oder Quoten von dem Ertrage einer gewiſſen Arbeit. 8 ä daj de g Andere Arbeiter erhalten entweder Tagelohn oder verdungenes Stuͤcklohn fuͤr ein gewiſſes Maaß Ae llhe Aützitun kmmt i de R Kadint on de feoten, ſ 4 aagen 1 Rc SEut⸗ dot ſebſ ge doite nibin K, ſn Nin Ermi dabe ſüuduſtm vrktet febſ Aatzeen, Ackviſen Jah men, und! ümnt. We Kndwirthe au⸗ di ihnen doc ſceuen, dieſe fahrung be der Ou deelöte, uen ſelbſt bei der Izte Garbe f ders bei dem ſo wee bei an Wenn Un ſich ngen ür ſ Remiethen, dan abbeite KdenAtbeite aber auth i man muß d tiglich etwa ien fehlen, und. Ein üen landes dn dauptthe daches wani ſekeinet Ver tm leſer erſon reichic em Hauſe u einigen Stet ſo trifft man len laſſen. nz der ganzen teſte Erkunde nn man ſelh inz an die Ge⸗ 8g, jede Jah⸗ den, wenn ſe moͤgen. I) man durchaus n Frohſinn der Zt, daß die kei⸗ is nicht nachge⸗ haben pflegen. rdie Untethe⸗ Hegend zur an⸗ ß das Geſinde rbeitet und ſic Arbeit nicht ſo nen landwirth⸗ gegeben, und afts⸗Erfahrun⸗ n den mir ge⸗ ꝛchts, Meiers, ines Jungens ltung nothig, zwegen des rhaͤltniſe mit kann ſolchen und was ſie Knechtslohn ewiſſes Maaß tze Rocken, iſt alſo taͤglich auf 1 †† anzuſchlagen. Handarbeiten. 91 Die Arbeit im Tagelohn erfordert die genaueſte Aufſicht, um die Menſchen bei einer gewiſſen Thaͤtigkeit zu erhalten. Bei dieſer Tageloͤhnung verdienen die Menſchen am wenigſten, und dennoch kommt in der Regel die Arbeit ſelbſt am hoͤchſten dadurch zu ſtehen. Im allgemeinen Durchſchnitte verdient ein Tageloͤhner, der bloß kunſtloſe und unangeſtrengte Arbeit verrichtet, in neun Tagen 1 Me⸗ Weiber und ſchwaͤchere Leute verdienen in dreyzehn Tagen 1 Metze gleich 4. Jedoch findet hierin Verſchiedenheit Statt. Stuͤck⸗oder Akkord⸗Arbeiter erfordern weniger Aufſicht, und es braucht nur die gemachte Ar⸗ beit ſelbſt gepruͤft zu werden. Dieſe Bezahlungsart iſt unleugbar fuͤr den Wirth ſowohl als fuͤr den Ar⸗ beiter entſchieden und vortheilhaft. Denn es iſt ein großer Unterſchied, ob ein Arbeiter darauf bedacht iſt, ſeine Arbeit zu foͤrdern, oder nur ſeine Zeit mit moͤglichſter Schonung ſeiner Kraͤfte hinzubringen. Er muß dabei natuͤrlich mehr verdienen, als im Tagelohn, und kann ſich daher auch beſſer naͤhren, ſich zu Hauſe mehrere Bequemlichkeit verſchaffen, geſund und bei Kraͤften erhalten. Hierdurch wird ihm die Arbeit ſelbſt lieber, er ſinnet darauf, wie er ſich ſolche erleichtern kann, ſchafft ſich zweckmaͤßigere Werkzeuge an, und gewoͤhnt ſich an erleichternde Handgriffe, beſonders wenn er eine Art von Arbeit zu gewiſſen Jahreszeiten haufig macht. Er kann bei manchen Arbeiten Frau und Kinder zu Huͤlfe nehmen, und letztere dadurch fruͤh zur Arbeitſamkeit gewoͤhnen, wodurch er um ſo mehr in Wohlſtand kömmt. Weit entfernt alſo, dieſe Einrichtung zu verwerfen,— wie in der That manche thoͤrichte Landwirthe aus dem Grunde thun, weil ihre Arbeiter dabei zu viel verdienen, obwohl ſie klar einſehen, daß ihnen doch die verrichtete Arbeit weniger koſtet— wird der kluge Wirth keine Schwierigkeit ſcheuen, dieſe Einrichtung bei jeder Arbeit, deren Betrag ſich einigermaßen berechnen laͤßt, oder aus Erfahrung bekannt iſt, in Gang zu bringen. Der Quotenlohn findet am haͤufigſten beim Abdreſchen des Getreides Statt, wobei die Arbeiter die 16te, 18te oder 2oſte Metze als ſogenannte Dreſcherhebe bekommen. Doch trifft man ihn auch ſelbſt bei der Ernte, und zumal bei den Sichelſchnittern eingefuͤhrt an, welche die 11te, 12te oder 13te Garbe fuͤr das ganze Erntegeſchaͤft erhalten. Auch laͤßt er ſich bei einigen andern Arbeiten, beſon⸗ ders bei dem Kartoffelausnehmen, mit Nutzen einfuͤhren, und man hat nur darauf zu ſehen, daß hier, ſo wie bei andern Akkordarbeiten, die Sache gehoͤrig und ohne verluſtbringende Uebereilung geſchehe. Wenn auch durch ſolche verdungene Arbeiten fuͤr den Landwirth nichts weiter gewonnen wird, als daß die Arbeit ſchneller vollfuͤhrt werde, ſo iſt dieſer Gewinn in den meiſten Faͤllen ſchon ſehr groß. §. 197. Um ſich Tage⸗ oder Stuͤckarbeiter zu ſichern, iſt es in den meiſten Gegenden nothwendig, Woh⸗ nungen fuͤr ſolche arbeitende Familien zu haben, und ſie ihnen fuͤr Geld oder gewiſſe Tagearbeiten zu vermiethen, mit der Bedingungung, daß ſie ausſchließlich, gegen einen beſtimmten Lohn, fuͤr den Herrn arbeiten muͤſſen. Die Zahl dieſer Familien muß nach Berhaͤltniß der in der Wirthſchaft vorfal⸗ lenden Arbeiten berechnet und angeſetzt werden. Sie muͤſſen zu den nothwendigſten Arbeiten zureichen, aber auch nicht uͤberfluͤſſig ſeyn, weil ſie allerdings in manchen Stuͤcken zur Laſt fallen koͤnnen. Denn man muß dafuͤr ſorgen, daß ſie wenigſtens ihre Rothdurft haben, und das ganze Jahr hindurch ſich taͤglich etwas verdienen koͤnnen. Wo dieſes geſchieht, wird es nicht leicht an ſolchen arbeitenden Fami⸗ lien fehlen, zumal wenn ihnen außer der Wohnung auch noch die nothwendigſte Feuerung gegeben wird. Ein kleiner Garten zum Anbau des nothwendigſten Gemuͤſes oder die Anweiſung eines Stuͤck⸗ chen Landes iſt ihnen noͤthig, aber durchaus nicht ſo viel, daß es ihnen vortheilhafter werden kann, den Haupttheil ihrer Arbeit fuͤr ſich ſelbſt und nicht fuͤr die Herrſchaft zu verwenden: ein Verſehen, welches man in manchen Laͤndern gemacht hat. In Gegenden, wo man auswaͤrts wohnende und un⸗ ter keiner Verpflichtung ſtehende Arbeiter mit Sicherheit haben kann, wird man ſich freilich bei ſolchen beſſer ſtehen, wenn man ſie gleich etwas theurer bezahlt. Kann man fremde Arbeiter nur zu M 2 Anſetzung ar⸗ beitender Fami⸗ lien. Han darbeiter. 7 ——-—— 7 — 9² Handarbeiten. gewiſſen Zeiten haben, ſo muß man ſolche Arbeiten, die an keine beſtimmte Zeit gebunden ſind, wo⸗ hin manche Meliorationsarbeiten gehoͤren, alsdann vornehmen, wenn ſich Leute am meiſten anbieten und folglich am wohlfeilſten ſind. 4 §. 198. Um die in einer Wirthſchaft erforderlichen Tageloͤhner oder Stuͤckarbeiter zu berechnen, kommen unter den gewoͤhnlichen Arbeiten folgende in Anſchlag.. 1) Das Pfluͤgen mit den Ochſen und mit zwei Pferden, wenn auf ein Viergeſpann nur ein Knecht gehalten wird.. 2) Das Eggen mit Ochſen, wenn dieſes bei einer geringern Pferdehaltung zuweilen geſchieht, und auch die Fuhren mit Ochſen, wenn man darauf kein Geſinde haͤlt. 3) Die Arbeiten beim Miſte, das Ausbringen aus den Staͤllen, und das zuweilen ſehr nuͤtzliche Umſtechen„Begießen und Abwaͤſſern deſſelben; dann das Aufladen des Duͤngers, wo man auf jedes Geſpann 1 ½ bis 2 Menſchen rechnet, je nachdem mit Wechſelwagen oͤfter abgefahren wird und der Miſt feſter liegt. Das Abſtoßen des Miſtes auf dem Felde verrichtet gewoͤhnlich der Knecht; doch iſt, wenn mehrere Wagen fahren, ein Menſch zur Huͤlfe oft nuͤtzlich, der zugleich die richtige Vertheilung der „Haufen beachtet. 4 Das Miſtausbreiten auf dem Acker, wobei man annimmt, daß eine weibliche Perſon taͤglich 25 bis †„ Jochart, eine maͤnnliche 5 bis 3 Jochart beſtreue. Es kommt dabei auf die Staͤrke der Dangung, auf den Zuſtand des Miſtes und die voͤllige Brechung und gleichmaͤßige Vertheilung an, welches letztere ſo wichtig iſt, daß man keinen Tagelohn dabei ſparen ſollte. Zuweilen wird das Ein⸗ harken oder Einforken des langen Miſtes in die Pflugfurche noͤthig, wozu auf zwei Pfluͤgen manchmal auf jeden Pflug eine Perſon erforderlich iſt. 5) Das Getreideſaͤen verrichtet in der Regel der Hofmeier. Man rechnet, daß ein Mann 16 Metzen Winterung und 21 Metzen Soͤmmerung taͤglich ausſaͤet. Geuͤbte Saͤer koͤnnen zwar weit mehr ausſaen, allein wenn man nach dem Getreidemaaße rechnet, kommt es ſehr darauf an, wie ſtark aus⸗ geworfen werde, und es wird vielleicht, bloß um viel in einem Tage ausgeſaͤet zu haben, mancher Scheffel Getreide unnuͤtz weggeworfen. Man muß daher auf die Flaͤche mehr als auf das Ausſaats⸗ maaß Nuͤckſicht nehmen, und wenn einer taͤglich 6 bis 7 Jochart gut ſaͤet, zufrieden ſeyn. 6) Bei der Ernte rechnet man, wenn mit einer Geſtellſenſe in Schwaden gelegt wird, 15 Jo⸗ chart auf einen Maͤher, und beim Harken, Binden und Zuſammenſetzen d Jochart auf eine Weibsper⸗ ſon. Indeſſen koͤnnen kraͤftige Leute, die mit Luſt arbeiten, um z mehr verrichten. Jener Satz kann immer etwas hoͤher angenommen werden, wenn das Getreide mit der einfachen Senſe angelegt und abgerafft wird. Beim Schneiden mit der Sichel macht eine Perſon im Durchſchnitt z 3 Jochart fertig. Wenn beim Einfahren die Entfernung des Ackers vom Hofe nicht groß iſt, und die Arbeit mit Wechſelwagen raſch geht, ſo beſchaftigt ein Geſpann zwai maͤnnliche Lader und eine Nachharkerin, ſonſt aber nur einen Mann. Zum Abladen in der Scheune werden bei jener raſchen Arbeit zwei maͤnnliche Ablader und zwei maͤnnliche Taſſer, und auf jede 10 Fuß der Tiefe des Taſſes drei weibliche Perſonen erfordert. Bei laͤngern Zwiſchenzeiten ſind zwei maͤnnliche Perſonen uͤberhaupt genug. Wenn man mit den Pferderechen die Stoppel nachrecht, ſo macht ein Pferd und ein Mann taͤg⸗ lich 48 Jochart. 4 7) Beim Heumaͤhen rechnet man 3 Jochart auf den Maͤher, und eben ſo viel beim Heuwerben auf eine weibl liche Perſon. Bei der vft g grogen Entfernung der Wieſen muß weniger angenommen wer⸗ den, und beim Heuwerben macht die Witterung einen betraͤchtlichen Unterſchied, ſo daß man bei g gu⸗ ter Büterun g mit wenigern Perſonen auskommt. Bei dem Maͤhen des Klees koͤnnen, weil der Bo⸗ m therc t, Jechet ui Zeim A binte de he 9 d togen Imi Handabeit des nach bo weä ninic in im DNe gein d ek, gere Das Ve ſir Rahhenwe thahſt werden Bein A daich ſeyn. )' Wr nibeſonderer dil ſch ad Beim: Aach dbergüſſiges genommen 10) 4 wobei die M 11) 3 beſerungen er Unſtänden! dangen, We 12) N Manchen da⸗ 33) D ſtehtde ge n bei der ven heitsſäße ſ ten kann, ſen wird ma nin Kaftlof So wi derBeſtelun mtezeit zur diderun bei den ſind, w neiſten anbit echnen, konna in nur ein gue weilen geſgitß len ſehr nützih Hman auf jede ird und derMi t; doch iſt vemn Verthellung der he Perſon glih if die Stärke de Vertheilung i, en wird das Ei⸗ fuͤgen manchwu daß ein Nann l zwar wet mehr n, wie ſeerk ui⸗ haben, manche f das Aiſaats⸗ n ſeyn. t wird, Ke feine Weibeber Jener Sät kamn nee angelegt und Jochatt felti⸗ d die Abbeit mi chharkeuin,onſ 5 lblader und zwe rfordert Bii ein Mann aͤg⸗ ein Heuwelben henommen wer⸗ ß man bei g⸗ ,weil der Va⸗ Handarbeiten. 93 den ebener iſt, 13 Jochart auf die Senſe, und da ſeine Behandlung beim Heumachen ſehr einfach iſt, 13 Jochart auf die Perſon angenommen werden. Beim Auf⸗ und Abladen des Heues werden auf der Wieſe dieſelben, auf dem Heuboden die Haͤlfte der Perſonen wie beim Getreideeinfahren angenommen. 8) Beim Bau der behackten Brachfruͤchte ſind die Methoden verſchieden. Wenn er mit den ge⸗ hoͤrigen Inſtrumenten auf die zweckmaͤßigſte und erſparendſte Weiſe betrieben wird, ſo werden folgende Handarbeiter per Jochart erfordert: Zum Einlegen der Kartoffeln 4 bis 5 Perſonen; zum Ausziehen des nach vollendetem Pferdehacken noch aufgeſchlagenen Unkrauts zwei Perſonen; zum Aufnehmen zwei maͤnnliche und zwoͤlf weibliche Perſonen.— Beim Ruͤben⸗ und andern feinen Saatdrillen beſaͤet ein Mann mit der Maſchine taͤglich 2½ Jo⸗ chart. Die Rillen kann ein Pferd mit zwei Mann taͤglich auf 33 Jochart Morgen ziehen. Beim Bohnendrillen werden zur Vermeidung des Aufenthalts zwei Perſonen, ein Mann und ein Junge, genommen, und beſchicken 23 bis 23 Jochart. Das Verhacken und Vereinzeln gedrillter Ruͤben muß in Akkord gegeben werden. Man bezahlt hier Reihenweiſe, und zwar ſo, daß 3 Jochart, oder die Tagesarbeit einer Perſon mit 18 bis 22 kr. bezahlt werden. Beim Aufnehmen und Abſchneiden des Krauts werden neun bis eilf Weiber per Jochart erfor⸗ derlich ſeyn.. 9) Wenn bei der Futterung und Wartung des ſaͤmmtlichen Viehes das Geſinde nicht zureicht, insbeſondere wenn viel Haͤckſel gefuͤttert wird, ſo muͤſſen dazu Tageloͤhner angeſtellt werden, deren Zahl ſich aber bei den mannigfaltigen Verhaͤltniſſen nicht berechnen laͤßt. Beim Waſchen und Scheeren der Schaafe rechnet man auf 1000 Stuͤck 60 bis 70 Arbeitstage. Auch werden zu mancherlei Hof⸗ und Hausarbeiten Tageloͤhner noͤthig ſeyn, wenn man nicht uͤberfluͤſſiges Geſinde unterhaͤlt. Auch an die Stelle des kranken Geſindes muͤſſen zuweilen welche an⸗ genommen werden. 10) Bei der Gartenbeſtellung, die indeſſen nur ſehr roh hier angenommen werden kann, und wobei die Maͤgde helfen, rechnet man per Jochart jaͤhrlich 11 Arbeitstage. 11) Zur Aufraͤumung der Graͤben und Waſſerfurchen, zur Herſtellung der Befriedigungen, Aus⸗ beſſerungen entſtandener Schaͤden und der Wege muß man per Jochart der ganzen Feldmark nach den Umſtaͤnden 1 oder 2 Perſonen rechnen. Es koͤmmt dabei beſonders auf mehrere oder wenige Befriedi⸗ gungen, Wege und Graͤben an. 12) Meliorationsarbeiten koͤnnen nicht berechnet werden. Man benutzt aber die arbeitenden Menſchen dazu in den freieren Zeiten. 13) Das Abdreſchen des Getreides, welches in den meiſten Faͤllen gegen eine beſtimmte Dre⸗ ſcherhebe geſchiehet, gewoͤhnlich gegen die 16te Metze. · Es verſteht ſich, daß dieſe Saͤtze nicht ganz allgemein angenommen werden koͤnnen, und daß ſie bei der verſchiedenen Manipulation, Geſchicklichkeit und Arbeitſamkeit der Menſchen variiren. Die Ar⸗ beitsſaͤtze ſind ſo angenommen, wie man ſie von der unangeſtrengten Arbeit eines Tageloͤhners erwar⸗ ten kann, nicht ſo wie ſie ein ruͤſtiger, thaͤtiger Arbeiter, der in Verding arbeitet, verrichtet. Indeſ⸗ ſen wird man ſie in Wirthſchaften, die nicht an beſondern Lokaluͤbeln laboriren, oder in einer allgemei⸗ nen Kraftloſigkeit verſunken ſind, auch bei gewoͤhnlichen Tageloͤhnern zureichend finden. So wie man bei den Pferdearbeiten annehmen kann, daß das Geſpann zureiche, wenn man bei der Beſtellung damit auskommt, ſo wird man mit den Handarbeitern ausreichen, wenn man in der Erntezeit zur gehoͤrigen Vollfuͤhrung derſelben Menſchen genug hat. Und dieſe Menſchen wird man wiederum bei einer gut eingerichteten Wirthſchaft das ganze Jahr hindurch nuͤtzlich beſchaͤftigen koͤnnen. Frohnden⸗ 94. Handarbeiten. §. 199. Ein groͤßerer oder kleinerer Theil der Arbeit geſchieht zuweilen durch Frohnden, ſowohl mit dem Geſpann als mit der Hand. So vortheilhaft und dringend die Aufhebung der Dienſte gegen einen bil⸗ lig auszumittelnden Erſatz fuͤr den Berechtigten ſowohl als fuͤr den Leiſtenden, und insbeſondere fuͤr die allgemeine Wohlfahrt in den bei weitem haͤufigſten Verhaͤltniſſen waͤre, ſo darf der Landwirth ih⸗ ren Gebrauch bis dahin doch nicht vernachlaͤßigen, ſondern muß den moͤglichſten Nutzen daraus zu zie⸗ hen ſuchen. Es kommt dabei auf eine kluge Behandlung der dienſtthuenden Leute vieles an, die nach dem National⸗, zuweilen nach dem Dorf⸗Charakter der Menſchen verſchieden ſeyn muß. Wer es verſteht, die Strenge nur, wo ſie noͤthig iſt, zu gebrauchen, dieſe Leute aber durch Guͤte und kleine Wohlthaten zu einem ihnen ſelbſt vortheilhaften Fleiße zu ermuntern, die Arbeitszeit bei mehrerem Fleiße abzukuͤrzen, ja unter gewiſſen Bedingungen Tage zu erlaſſen, beſonders mit Ruͤckſicht auf ihre eigenen dringenden Geſchaͤfte, der wird in vielen Faͤllen ungleich mehr bewirken, als mit der aͤußerſten Strenge moͤglich iſt. Wie viele Arbeit die Dienſte eigentlich thun, laͤßt ſich weder nach den Dienſttagen, noch nach der ihnen durch beſondere Uebereinkunft oder Obſervanz zugemeſſenen Arbeit im Allgemeinen beſtim⸗ men. Man muß dabei in jedem Fall auf die Lokalitaͤt und die bisherige Erfahrung, wenn ſich die Umſtaͤnde der Bauern nicht veraͤndert haben, Ruͤckſicht nehmen, aber immer von den muthmaßlich zu erwartenden noch betraͤchtlich abziehen, wenn man ſicher ausreichen will. Da außer einigen Diſtrikten Deutſchlands doch immer nur der kleinere Theil der Arbeit durch Frohnden beſtritten werden kann, ſo muß man ihnen nur diejenigen Arbeiten zutheilen, wobei es auf die Qualitaͤt derſelben nicht ſo ſehr ankommt. Beim Pfluͤgen und Eggen, es ſey denn auf loſem Sandboden, iſt es von zu großer Wichtigkeit, wie es geſchieht, indem der ſehlechte Ertrag ſchlecht gepfluͤgter Felder einen weit groͤßern Verluſt ergiebt, als man dabei durch die Erſparung des eigenen Geſpanns gewann. Dies iſt noch mehr der Fall, wo ihnen ein beſtimmtes Tagewerk dabei vorge⸗ ſchrieben t. Wo man das Feld durch Hofedienſte bearbeiten laſſen muß, da findet hoͤchſt ſelten ein verbeſſerter Ackerbau und Wirthſchaftseinrichtung Statt. Wo moͤglich alſo muß man die Geſpann⸗ dienſte mit Duͤnger⸗, Getreide⸗ und andern Fuhren ihre Verpflichtung abarbeiten laſeen. Mehren⸗ theils rechnet man zwei Dienſtgeſpanne einem Hofgeſpann gleich. Es iſt aber, wenn letztere nicht ſelbſt ſehr ſchlecht ſind, wohl aͤußerſt ſelten, daß jene dieſen gleich kommen. Auf Handdienſte kann man im Allgemeinen mehr rechnen, wenn die Menſchen einigermaßen bei gutem Willen erhalten ſind. Man hat deshalb auch angenommen, daß drei dienſtthuende Perſo⸗ nen zwei Tageloͤhnern gleich kommen. Indeſſen tritt auch hierbei eine große Verſchiedenheit ein, ud es giebt auch Faͤlle, wo man faſt gar nicht auf ſie rechnen kann. Unter andern Umſtaͤnden ſind ſie we⸗ nigſtens bei der Ernte ſehr nuͤtzlich und bei gewiſſen Aufmunterungen ſehr thaͤtig. Wenn man ſich nun nach den beſtehenden Verhaͤltniſſen berechnet hat, was man uͤberhaupt oder an jeder Arbeit von den Frohnden erwarten darf, ſo wird dieſes von den durch eigenes Geſpann, Ge⸗ ſinde oder Tageloͤhner zu verrichtenden Arbeiten abgezogen. §. 200. Als Beiſpiele einer Arbeitsberechnung des Geſpannes ſowohl als der Menſchen, theile ich hier vier ausgefuͤllte Schemata von verſchiedener Form mit, welche ſich auf die in der Folge vorkommen⸗ den Wirthſchaftsberechnungen beziehen, ſo wie ſie in einer hypothetiſchen zum Beiſpiel gewaͤhlten Wirhſchaft von meinen Zuhoͤrern berechnet ſind. — In wohl mi in gegen einen hi⸗ nsbeſondete ſi Landwitth daraus z ean, diemt muß. Darc Guͤte und klau“ it bei mehran 1. b ückſiht afihe 3 8 4 nit der iußerten A r b( 1 t 5 b( 14( ch n uU n g 1 agen, nachnach b b emeinen beſti g, wenn ſich de muthmaßlich Dr e f e l d e r w i r 1 h ch a f t einer der Abet durh an n, webei es al— 1 denn auf bven eEeteggſhlect 30⁸ Jochart Ackerland. rung des eigenen. 25 75— Wieſen. 3 erk dabei vorge⸗ hoͤchſt ſeken in an die Geſpann⸗ ſen. Mehren⸗ In der Brache werden 25 Jochart mit Klee und 25 Jochart mit Erbſen beſtellt. enn leztere nicht 150— Wieide. en einigermaßen b ſthuende Perſ⸗ 4 3 enheit ein, und. 8 den ſind ſe we⸗ uͤberhaupt der 5— Geſpang, Ge⸗ theile ich hie ge vorkommen⸗ iel gewaͤhlten Arbeitsberechnung. 2 cmqo Arbeitstage. c⸗ ch rt— 3—— Jo d 7 8 2. 67 zahl. Ar b i ten. Einzelne Zwei 3 Pferde Wechſel⸗ Maͤnnl. Weibl. Ochſen . 8 3 Fruͤhjahrsarbeiten. 25 Brache zu Erbſen zu pfluͤgen à 3 Jochart.— 56½ 28 ⅔— zu eggen 475„.. 184—— 83½ Zum zweitenmal zur Gerſte zu pfluͤgen à 1 Jochart 166 83½— 1 zu eggen à 6 ⸗ 556——— 166½ Zum zweitenmal zu Hafer, zum drittenmal z Gerſte zu pfluͤgen à 15 2 Jochart.— 300 150— 3 zu eggen 477„. 95¾——— G Summa 169½ 5221 261 ½— Dieſe Arbeit muß in 60 Tagen vollfuͤhrt ſeyn; die Wirth⸗ ſchaft bedarf dazu alſo ungefaͤhr 3 Pferde und 9 Wechſel⸗ vchſen oder 12 Pferde. Sommerarbeiten. 1 Pflugarbeiten. 116½ Brache zum erſtenmal zu pfluͤgen à ₰ Jochart.— 262½⅔ 131 ½— zu eggen 4à 6 ⸗. 775—— 1163 Zum zweitenmal zu pfluͤgen à 1½ Jochart..— 210 105— zu eggen à 8... 5S8——— 116 ¾ Zum drittenmal zu pfluͤgen à 1½ Jochart. 5— 210 105— zu eggen s8„.. 58 ½——— 25 Eröſenſtopper zu ſtuͤrzen à ½ Jochart.— 75 37 ⅔— zu eggen à 8 3. 125——— Summa 20645 757 3784— Miſtarbeiten. 1 58 ½ Mit Miſt zu befohten 153 Fuder per Jochart, 5 Jochart taͤglich(14 Fuder).. 262 ½——— Drei ⸗Seſpann fahren 21 Tage...—— 65 65 ½ Zum Streuen 1 Weit per ½ Jochart 1 — — ——— 83 75 2) Arbeitsberechnung. N . 1 97 4 Arbeitstage. Jochart⸗—y e— 3 Arbeiten. zahl. ſeinzelne Zwei Pferde. Wechſel⸗ Maͤnnl. Weibl. Ochſen. 35 Erntearbeiten. Getreideernte. 3 166 Winterung zu maͤhen à 213 Jochart per Senſe.—— 150— Harken und Binden à 8 Jochart p. Perſon.—— d 187 ½ Das Getreide von 44 Jochart züaüch p. Geſpann einzufahren.... 148——— P. 3 Geſpaun taͤglich 4 Menſchen zun Aafladen und Nachharken......—— 24 ½ 24 um Taſſen taͤglich ⸗ Maͤnner und: Weiber.—— 243 983 25 Erbſen zu maͤhen à 3 Jochart—. 1—— 37— p. Geſpann taͤglich 35 Jochart abzufahren.. 28——— Zum Laden à 6 Menſchen p. 3 Geſpann taͤglich.— 7— — Taſſen à g Weiber und 2 Maͤnner.—— 4³ 18 83 Gerſte zu mähen à 1 ½ Jochart....—— 62 ½ Zum Harken und Binden 1½ Jochart p. Weib.——— 62 ½ 8 63 Jochart p. Geſpann abzufahren. 50——— 4 Zum Laden à 4 Perſonen..—— 3 8 ½3. Taſſen à 2 Maͤnner und 8 Weiber 3.—— 8 ½ 33. 833½ Hafer zu maͤhen à 1½ Jochart p. Senſe..—— 62 ½— Zum Harken und Binden 1 ½ Jochart p. Weib.—— 62 ½ 6 ¾ Jochart p. Geſpann abzufahren... 5⁰0——— Zum Laden à 4 Perſonen....—— 8 ½ 8 ½ — Taſſen 2 Maͤnner und 8 Weiber.—— 8 ½ 33 8 „ Summa 276— 406 5 5445 Heuernte. 3 75 Wieſen zum erſten Mahl zu maͤhen und zu werben—— 115 115, 56 Fuder einzufahren taͤglich à7 Fuder.. 32—-—— Zum Laden à 6 Menſchen p. 3 Geſpann taͤglich.— 3 8 S LCaſſen 1 Mann und z Weiber...—— 2 ½ 13 25 lee zweimal zu mäͤhen à 15 Jochart p. Senſe.—— 45— Zu werben 1 ¾ Jochart p. Weib...——— 283G Einzufahren à 7 Fuder taͤglich... 32——— Alufzuladen à 6 Menſchen. 3..— 8 5 Auf dem Boden 1 Mann und 5 Weiber..—— 2 133½ 3 Summa 64— 181½ 186½* Summa aller Sommerarbeiten 8093 V 7571[103213 913 3 Erſter Theil. Arbeitsberechnung. Arbeitstage. & 2 4 A Sechar Arbeiten. zahl. Einzelne Zwei Pferde Wechſel⸗ Maͤnnl. Weibl. (˖(Ochſen Herbſtarbeiten. Pflugarbeiten. 25 Aleeſtoppel einfaͤhrig à 4 Jochart zu pfluͤgen. 37 18½— zu eggen à 6„.. 164—— 25 EErbſen z. zweitenmal z. Wint. z. pfluͤgen à 1 Joch. 50 25— —— z. eggen à 6 ⸗ 16 ½——— 116 ⅜ Brache zur Saat zu pfluͤgen à 1 Jochart. 3— 233 ½ 116 ½— zu eggen à 8„ 58 ½——— 166 ¾ Rockenſtoppel zu ſtuͤrzen à ½ Jochart...— 375 187¾— Summa 91 3 695 8 34743— 4 Grummeternte. 25 Wieſen zu maͤhen und zu werben..—— 115 115 ⸗s Fuder einzufahren à 6 Fuder... 18——— 3 Zum Laden à 6 Menſchen....—— 4 43 2— Taſſen 1 Mann und 5 Weiber...—— 1 ⁵½ 73 3 Summa 18— 1215 1273 Summa aller Herbſtarbeiten 1103 695 469 1278 Winterarbeiten. Miſtarbeiten. 25 Fuͤr die Erbſen mit Miſt zu befahren 153 Fuder— P. Jochart taͤglichh Fuder.. 175——— Zum Laden 1 Mann und 1 Weib p. Geſpann.—— 4³⁴ 43 Zum Streuen 1 Mann auf Jochart. 3—— 50— p(Soumma 175— 9343 43 Verfahren des Getreides. 150. Metze Erbſen, 661„ Gerſte, 1141„ Rocken,— auf 3 Tage zu verfahren. Winterung 768 Soͤmmerung[282 Summa 105 ———————-—-ᷣ-— da Kſtr h wo Eink. S 1 1ooo Schac Puſerfurce zruͤhjaht Sommer herbſtat Pintere Ki Arbeitsberechnung. 99 Arbeitstage. 5—— 8 Arbeiten. Einzelne Zwei Pferde. Wechſel⸗ Maͤnnl. Weibl. Ochſen. Verſchiedene Fuhren und Arbeiten. 5 60 Klafter Holz eine Meile weit zu holen... 240——— 100 Ctnr. Wolle zu verfahren, 2 Fuhren à 4 Pferden und 1 Fuhre à 2 Pferden..... 30——— 1000 Schaafe zu ſcheeren.....——— 55 Waſſerfurchen 560. Hofarbeit 280. Garten 30..—— 870— Summa 270— 870 55 3 Recapitulation. Fruͤhjahrsarbeiten: Pflugarbeiten.. r69 5 5221 5 261 ½14— Sommerarbeiten: a) Pflugarbeiten. 206¼ ½ 7571 3784— b) Miſtarbeiten... 262 ½— 65 5 18227 c) Getreideernte.. 276— 4⁰0⁶ ⁴ 544³ d) Heuernte... 64— 181 186 2 Summa der Sommerarbeit 80909 757 ½ 103244 9138 Herbſtarbeiten: ²) Pflugarbeiten 91½ 6955 34711— b) Grummeternte.. 18— 1215 127³ Summa der Herbſtarbeiten 110 ½ 695 4569 1273 Winterarbeiten: a) Miſtarbeiten... 175— 933 43½ b) Verfahren des Getreides[1050——— Summa der Winterarveiten 1225— 934 434 Verſchiedene Fuhren und Arbeiten: 3 Holz... 2... 240——— Wolle. 4.... 30——— Schaafe ſcheeren.....——— 55 Waſſerfurchen.. 5*..—— 560— Hofarbeiten......—— 280— Garten....——— 30— Summa270— 870 55 Totalſumma aller Arbeiten 2586 1976 27264 1140 —— 100 arbeitsberechnung. Wenn 10 Pferde gehatten werden deren jedes 300 Arbeitstage thut, welches 3000 Arbeitstage macht, und 16 einzelne Ochſen im tWechſe zu 240 Arbeitstagen 1920 2 4920 Arbeitstage ſo bleiben 358 Arbeitstage über, welche nicht zur Deckung der Rebenfuhren und Zufaͤlligkei⸗ ten hinreichen; beſonders wuͤrden im Sommer die Pferde bei der Ernte nicht reichen. Werden 17 Pferde, alſo 7 mehr, gehalten, ſo werden ſie alle Arbeit decken. Auf 16 Ochſen verlohnt ſich's kaum einen Ochſenhirten zu halten, und ihnen die Weide Linzugben, welche hier ohnehin nicht reichlich und fuͤr das Nutzvieh noͤthig iſt. Koſtet die Unterhaltung eines Pferdes 535 ꝓ—†, und die eines Ochſen 162 k, ſo werden 7 Pfer⸗ de mehr als 16 Ochſen mit dem Ochſenbieten(à 22 ⅞ p. Kopf) koſten, 893 oder 89,3 Metzen Rocken. Wenn 1 Mann 220 Arbeitstage auſſer dem Abdreſchen thut, ſo erfordert die le Wirthſchaft unge⸗ faͤhr 12 Familien, falls man keine auswaͤrtigen Arbeiter haben kann. Dieſe werden dann auch mit einiger Huͤlfe des Hofgeſindes zur Voljführung der Ernte in 5 Wochen hinreichen. Auf 93 Jochart Winterung kommt ein Pferd. Arbeitstagt — lrbeitstage Zufaͤlligkei⸗ † hen. 16 Ochſen ben, welce Arbeitsberechnung Khn n 1. einer 1t iſtai ur achtſchlaͤgigen Koppelwir thſcha 4 werden dann“ n hinreichen. von 600 Jochart Ackerland. 75— Wieſen. 30— Außenweide. Schlaͤge: 1) Brache. 7*.. 2) Nokten. 3) Gerſte. 4) Hafer. 5) Maͤheklee. 6., 7, 8) Weide. ₰ Arbeitstage. & 3 Sah, Arbeiten. 4.— 422, Einzelne. Pferde. Maͤnnl. Weibl. Im Frübjabre 75 Zum Hafer einmal zu pfluͤgen mit 2 Pferden à 1 Jochart. 150 37 ½— zu eggen à 7 Jochart mit 4 Pferden. 4²⁵—— 75 BZur Gerſte zweimal zu pfluͤgen à 1 Jochart.. 300 75— zu eggen à7—...—— 37 ⅔ ufbruch des Dreeſches à 3 5 Jochart.. 8 9⁶ 24— zu eggen à7„. 21—— Mit den uͤbrigbleibenden 100 Fudern Daͤnger kann der Gar⸗ ten, und mit dem dann noch uͤberfluͤſſigen der ſchlechtere Theil der Wieſen uͤberduͤngt werden. Die groͤßere Ent⸗ fernung der Wieſen hebt die mindere des Gartens auf, und ich rechne hier wie ſpaͤter bei der gewoͤhnlichen Miſt⸗ ausfuhr 12 Fuder taͤglich per Geſpann... 3371—— 4(Gartenbeſtellung p. Jochart 11 ½ Arbeitstag— hier werden nurꝰ/⸗ angenommen die 4 uͤbrigen kommen im Somma— 8 20 600 u Ziehung der Waſſerfurchen, Aufraͤumung der Graͤben, In⸗ ſtandhaltung der Befriedigungen, Verbeſſerung der We⸗ ge, per Jochart 1 Mann; jedoch wird hier nur ½, im 2 Herbſte die andere* berechnet. 6— 300— 1 Tageloͤhner taͤglich zum Haͤckerling ſchneiden; von dieſen wird in jeder Periode † veranſchlagt...— 70— Summa[72915 3144 20 Da dieſe Arbeit in 60 Tagen zu vollfuͤhren iſ ſo ſind taͤg⸗ lich erforderlich: Pferde. Maͤnnl. Arbeiter. Weibl. Arbeiter. —,——,— 4—-— 12⁸ 8 ½ 3 Im S ommer.— 75 Zur Winerans zweimal zu pfluͤgen à 1 Jochart.. 2970 67½— zweimal zu eggen à1Ö§½fl.... 85½—— 75 Mit Miſt zu befahren p. Jochart 157 Juder, daͤglich 12 Fuder 39472—— Latus 5 8 75 20 20 Arbeitsberechnung. 103 Jochart⸗ zahl. Arbeiten. Arbeitstage. — 1 Einzelne Pferde. Maͤnnl. Weibl. 725 75 Zum Breiten und Brechen p. Jochart 1 Mann und 1 Weib Tr. ansport Zum Laden, per Geſpann 1 Weib, 3 Mann.. Einfahren des Wintergetreides.. 75 Jochart Winterung à 18 Metzen Ertrag p.„Jochart — 1350 Metzen wie 40: 100, u. folglich der Strohertrag— 299250 ⸗ Summa des Ganzen= 418950 Pfd. Ganzen. Hiervon täͤglich einzufahren 15 Fuder p. Geſpann. Wenn alſo hiernach 36 Pferde oder 9 Geſpann das Einfahren in einem Tage beendeten, ſo werden 3 zu haltende Geſpan⸗ ne daſſelbe in 3 Tagen beenden. Lader und ein Nachharker auf jedes Geſpann.. Einfahren dauert 3..*. 2.⁴ 8 2 zu ſammeln und zu binden à ½ J ochart. Gerſtenernter Die Metze à 70,1 Pfd.— 94635 Pfd. Koͤrner Stroh nach dem Verhaͤltniß zum Korne wie 100:60—= 157225 Pfd⸗ Stroh Summa des Ganzen= 252360 Pfd. Das Fuder zu 3200 Pfd. gerechnet macht 79 Fuder taͤglich à 15 FJuder...... Das Einfahren wird mit sGeſpannen alſo in 13 Tag been⸗ 1 Lader, 1 Nachharker p. Geſpann.„-e In der Scheuer tͤglich 2 Maͤnner, 8 Weiber... Die Gerſte zu maͤhen à 13 Jochart.„.. Sammeln und Binden à ½ Jochart„ die Metze à 883 Pfund= 119700 Pfd. Das Verhaͤltniß des Korns zum Stroh iſt Das zuder zu 3200 Pfd. gerechnet, macht 131 Fuder im In der Scheuer taͤglich 2 Maͤnner und 8 Weiber, ſo lange das Die Winterung zu maͤhen à 1 ½ Jochart... 75 Jochart Gerſte à 18 Metzen p. Sochaht e— 1350 Metz. det werden. 750 — — 21 6 ſsor 339 15 394½ Arbeitsberechnung. Arbeitstage. c.——— glchatt .achut Arheiten. a. 3 5 9 1 Einzelne. Pferde. Maͤnnl. Weibl. — 3 4— 1 Transporr 807 33975 3945 ⸗7S Haferernte. 3—„0 16 Metzen Ertrag p. Jochart—— 1200 Metzen zu . à 53 ¾ Pfund— 64320 Pfd. Korn Bei 3 Verhaͤltniß des Korns zum (DStroh wie 60: 100= 107200 ⸗ Stroh 45 .—. Das Ganze folglich=— 171520 Pfd. 3 b 3. 3 200 Pfd. p. Fuder— 53¾ Fuder. 4 Einzufahren taͤglich à 15 Fuder.— 14 3—*3- Mit 3 Geſpannen wird das zEinfahren alſo in 1 ⅔ 2 Tag voll— bracht werden koͤnnen. 1 Lader, 1 Nachharker p. Geſpann....— 3 34 8 In der Scheuer toͤglich 2 Maͤnner, 8 Weiber...— 2 ½ 9. 45 Zu maͤhen taͤglich à 1½ Jochart„. 3.— 56 ½-I Sammeln und Binden à Jochart...—— 3843 75 Kleehenernre, erſter Schnitt. Zu maͤhen à ³ 3 Jochart......— 848—. Zu werben à 1 ½ Jochart.—— 56½ (Heugewinnſt 2000 Pfd. p. Jochart; auf 75 Jochart alſo=— 150000 Pfd. 75 dder 75 Fuder à 2000 Pfd. Einzufahren 3 Fuder p. Geſpann... 271—— 771 Zum Laden 1 Mann und 1 Weib p. Geſpann.— 9 ⅜ 9½ Beim Aufbringen taͤglich · Mann und 4 Weiber, ſo lange— das Einfahren dauert(3 ½ Tag)....— 3 v 12 ½ 75 Wieſenheuernte, erſter Schnitt..— Zu maͤhen a 3 Jochart..... 3.— 112½— Zu werben à 3 Jochart.-——[122 ½ Heugewinſt p. Jochart 1650 Pfd. folglich 123750 Pfd. macht 3 1je 83 ſddas Fuder a 2000 Pfd. 61 ⅝ Fuder. 4 Dieſe einzufahren à 6 Fuder taͤglich.. 4¹½—— 2 . 24 Zum Laden 1 Mann und 1 Weib.— 105 1075 Beim Aufbringen 1 Mann, 4 Weiber taͤglich, 6 lange das b . Einfahren dauert(32s Tag).... ·— 31½ 134 — 75 Kleeheuernte, zweiter Schnitt. Zu maͤhen taͤglich 3 Jochart.....— 84½— Zu werben à 1 ½ Jochart.—— 56 ⅔ ¹ . Kleeheugewinnſt 5 Jochart 1240 Pfd. macht auf 75 Jochart. 1 93000 Pfd. Heu, 2 18. das Fuder à 2000 Pfd.= 46 ⅞ Fuder „ Latus 004 095 631 . 9007 70976 7638 5— dier Thell ———————— Arbeitsberechnung. 105 age. lfArbeitstage. —. 7 1 b 4 4 3 A 2 Jochart 6 1 Waibl zahl.. 2 f b et en. Einzelne — S 3— 8. 3 )4 Transport 900 709 763 ⅞ Dieſe einzufahren und zwar taͤglich 8( Fuder.„. 231—— Zum Laden 1 Mann, 1 Weib p. Geſpann..— 6 6 Beim Aufbringen ſo lange die Ernte dauert, taͤglich · Mann und 4 Weiber(2 Tage)......— 2 8 4 Gartenbeſtellung. Die vom Fruͤhjahr uͤbrigen 4 Ar⸗ beitstag werden hier berechnet.....— 6 12² -— z des Tageloͤhners zum Haͤkkerlingſchneiden..— 20 Summa 923153 79375 789 3 3* Da dieſe Arbeit in g0 Tagen zu vollenden iſt, ſo wird erfor⸗ 9 3 dert an: 4 S „, Pferden Maͤnnl. Arbeitern. Weibl. Arbeitern. 848—,—=———,— 11⁸.10 10 663 Sm Herhſe 75 Zur Saat zu pfluͤgen à 1 ½ Jochart... 1 3— zu eggen à 7..... 4²*⁹—— — 75 Nachheu zu maͤhen à 3 Jochart....— 11²⅔— 93. zu werben do.....—— 112 ½ 1 ECrtrag p. Jochart 825 Pfd. auf 75 Jochart alſo 61875 12 Pfd. Heu. 3 . das Fuder à 2000 Pfd. macht 30 oder 31 Fuder. Dieſe einzufahren und zwar à 6 Fuder taͤglich... 20 3—— — Zum Laden p. Geſpann 1 Mann und 1 Weib...— 5 ⅔ 5 ½ 112 Zum Aufbringen 1 Mann und 4 Weiber(auf 2 Tage).— 2 8 150 zu Gerſte und Hafer zu ſtoppeln à ½ Jochart... 337 84 ⅜— 37 ¾ Aufbruch des Dreſches à ½ Jochart....„ 963 24— — zu eggen à 7.... 213—— 1075 des Tageioͤhners zur Ziehung der Waſſerfurchen, Raͤumung der Graͤben ꝛc..... 8— 300— 13 3 des Tageloͤhners zum Haͤkkerlingſchneiden.— 70— 3 Summa 654 63² 1253½ — 3 Da dieſe Arbeit in 70 Arbeitstagen vollendet werden muß, 56 ½. G 4 ſo wird erfordert an: 3 4 Pferden. Maͤnnl. Arbeitern. Weibl. Arbeitern. —,—— 2—— 9 9 1 ½ Exſier Theil.. S —————— 106 Arbeitsberechnung. 1 Im Winter. 2 Ver fahren des Getreides auf drei Meilen. Der reine Ertrag nach Abzug der Einſaat betrug an: Rocken 1186 Metzen.— Hiervon geht ab: a) Das Dreſcherlohn zur 16ten Metze 6 1350 Metzen— 84 ⅜ Metzen b) Conſumtion fuͤr9 maͤnnl. à 10½ Met an— 10 weibl. à„ 4 Dienſtboten— 18565„ 270 Metzen. Es bleiben alſo zum Verfahren 915 Metzen=— 45 uhren à 20 Metzen... 360 Gerſte 1186 Metz.— Hier von geht ab: a) Das Dreſcherlohn zur 16ten Metze von 1350 Metzen= 343 Metzen b) Zu Mehl, Graupen, Gruͤtze ꝛc..... 20 25— 3 1 104 ⅜ Metzen Es bleiben zum Verfahren 1081 Metzen— 37 Fuhren: à 29 Metzen—— 296 Hafer 995 Metz.— Hiervon ab: a) Dreſcherlohn um die 16te Metze von 1200 Metzen= 75 Metzen b) Conſamtion fuͤr 13 Pferde a à 62 Metzen jaͤhrlich—= 806 881 Metzen Es bleiben alſo zum Werfahren 114 Metzen oder 3 Fuhren a à 35 Metzen. 24 Ferner: Die Anfuhr von 4⁰ Klaftern Holz 1 Meile her P. Geſpann eͤglich 1 Klafter.. 160 Mebenfuhren zu Dedurfuüſſen aus der Stadt..... 5353 7 3 7 Summa 898 4 Tageloͤhner zum Haͤtkerlingſchneiden=— 70 Arbeiter. Die Winterarbeit muß in 72 Tagen vollendet ſeyn, ſolglich wird fuͤr dieſe Periode er⸗ fordert: 12 ½ Pferd und 1 maͤnnlicher Arbeiter. Riecapitnlatſon. Total⸗ Summe der maͤnnlichen Arbeitstage 2010. 7 der weiblichen„. 935. Da man annimmt, daß wenn man im Fuͤhjahre mit dem Geſpann und im Sommer mit den Arbeits leuten zureicht, dann auch mit demſelben Viehe und denſelben Arbeitern die Wirehſchaft in allen Perioden auskomme, ſo nehme ich in meiner Berechnung 13 Pferde und 10 anzuſetzende Tage⸗ loͤhnerfamilien an.— Wollte man dieſe Wirthſchaft au Ochſen berechnen, ſo duͤrfen doch der vielen Heu⸗ und Erntefuhren wegen nicht unter 8 Pferden Heholten werden, wogegen die uͤbrigen 5 durch 10 Ochſen erſe tzet werden muͤßten. 2 600 360 en Aebeite iſt in allen de Tage: doch der euͤbrigen — HI. ArbeitsbErechnuns einer ſtebenföläsigen gruchtwechſelwirtbſchaft mit Stallfutterung bon 600 Jochart Ackerland und 75 Jochart wieſ auf ſandigem, Lehm⸗ der Gerſtenboden. Mit der Rotation on 1) Hackfruͤchten(Kartoffeln, Bohnen). 1) Gerſte nach Kartoffeln. 3) Klee. 4) Klee. 5) Winterung. 6) Erbſen und Wicken. 7) Winterung. 4 7 Arbeitstage Jochart⸗ E— 1) 5 upl. Arbeiten. eines eines Weibl. .— Pferdes. Wechſel⸗ Maͤnnl. und Ochſen Jungen. Fruͤhjahrsperiode von 64 Tagen. 45 Zu Kartoffeln zum zweitenmal zu pfluͤgen àr Joch.— 90 45— zu eggen à7 ⸗ 25——— 45 Zur Kartoffeln⸗Einlage zu pfluͤgen à 1 Jochart.— 90 45— — zu eggen à7„. 25 ½——— 4⁰⁴ Pferdebohnen zur Saat zu pfluͤgen à 3 Jochart.— 92² 46— zu drillen.—.—— 20 20¾ 85 Zu Erbſen und Wikken zu pfluͤgen àr Jochart. 1711— 853— zu eggen a 5. 48⁸—— 45 Kartoffeln vor dem Laufen mit dem großen Exſtirpa⸗ tor zu uͤberziehen à g Jochart.. 224— 5— Lang zu eggen à 10 ⸗ 2.. 18——— 4⁰¾ Weizen im Fruͤhjahr zur Kleeeinſaat zu uͤbereggen à 9 Jochart... 4—. 19——— 404 Gedrillte Bohnen zum erſtenmal zu bearbeiten à 23 Jochart...... 15 ½— 13 ½ 13 45 u Gerſte mit dem großen Exſtirpator zu iberziehen à 8 Jochart.....„* 22 ¼¾— 5 ½— zu eggen à 10 Jochart... 18——— Die Gerſte mit dem kleinen Exſtirpator unterzubrin 5 gen à 43 Jochart..„... 20½——— zu eggen ⸗..—... 18——— zu walzen....... 20 ⅓——— 45 Kartoffeln einzulegen....——— 254 854 Erbſen p. Jochart mit 9 Fuder Miſt zu befahren 254——— Den Miſt mit Sorgfalt zu breiten und zu laden.—— 224 68 An kleinern Arbeiten....—— 224 11²2 An Nebenfuhren in dieſer Periode. 8. 81——— Summa der Fruͤhjahrsperiode ———— 123 4 — Welll, und Junzgen. — G Arbeitsberechnung. 109 Arbeitstage. Jochatt 8 6— Jochart⸗ A„.„ zahl. Arbeiten. eines eines Weibl. Pferdes. Wechſel⸗ Maͤnnl. und ochſen. Jungen. 4 Sommerperiode von 80 Tagen. 85¾ Erbsſtoppel zu pfluͤgen à 15 Jochart...— 154 72— zu eggen 8„... 4²——— 45 Kartoffeln dreimal zu behacken.... 50— 50 ⅜ 5⁰½ 40 ¾ Bohnen anzuhaͤufen.. 16— 16 16 853¾ Klee mit dem Schnittofiuge unterzupftugen taglic . 2 Jochodt..... 257⁄ 1238— zu eggen à 2„... 49——— Erntearbeiten. 212 ¾ Winterung zu maͤhen p. Senſe 13 Jochart.—— 181— Sammeln und Binden p. Perſon 3 Jochart.——— 226 ½ Einzufahren p. Geſpann taͤglich das Getreide von 5 ½ Jochart.. 2. 2 2 159——— An Ladern und Nachharkern....—— 36 36 In der Scheuer zum Taſſen....—— 27 102 85¾ Erbſen und Wikken zu maͤhen p. Senſe 4 3 ochan—— 12 85— Einzufahren ⸗* 2 5 0 0„ 85*——— An Ladern und Nachharken„ 1=—— 27 27 Zum Taſſen.. 3.—— 27 68 45 Gerſte zu maͤhen p. Senſe 1 ½...——— 332— uu ſammeln und zu binden....——— 50 Einzufahren...„... 27——— 3 Lader und Nachharker 3„ 2.*——— 7 In der Scheuer zum Taſſen....—— 3 6 ½ 58½(Kleeheu zu maͤhen p. Senſe 3 Jochart.—— 53— Einzufahren.....— 44—— Zum Laden und Nachharten....—— 11½ 11¾ Aufzubringen....„—— 11½ 45 Latus 472¾ 411*2 841¾ 696 üͤͤͤͤ11- ““ 8“* G ———— Arbeitstage. Jochart⸗ 4—— zahl. Arbeiten. 4 eines Werbl. . nes 2 Pferdes Wechſel⸗ Männl. und ochſen. Jungen. 1 1 Transport 472 8 4112 841½ 696 75 Wieſen zu maͤhen p. Senſe Jochart,—— 11²v⁷— Zu werben......———— 1¹2 ½ Einzufahren....„. 564——— Zum Laden und Nachharken....—— 13 ⅓ 13½ Zum Aufbringen...—— 13½ 56 ⅓ An Nebenarbeiten ſind in dieſer Periode zu rechnen 180— 382 135 wobei aber der gruͤne Klee noch mit einem Paar beſonders gehaltener Ochſen anzufahren ſeyn wird. Summa der Sommerperiode 709 ½ 41172 1363[1013 ¾ Herbſtperiode von 76 Tagen. 45 KKartoffelland zu Gerſte zu pfluͤgenä.. 116 58— — zu kggen... 20 ½——— 45 zu Kartoffeln tief zu pfluͤgen a 3 Jochart.. 135 67⅔— lang zu eggen... 25⁵——— 40¾ Bohnenland zu Weizen zu pflügen à 1 Jochart 3 81 40½⅔— 40¾3 Zu Bohnen tief zu pfluͤgen à 3 Jochart..— 12²2½ 61— zu eggen à7"⸗ 233——— 212 Winterung mit dem kleinen Exſtirpator unterzu⸗ beingen....... 96——— Zu eggen.... 4 83——— 58½ Kleeheu zum zweitenmal zu mäͤhen...—— 653— Su werben......——— 334 JEinzufahren....... 22 3——— Laden und Nachharke.....— 11½ 11½ Aufzubringen..... 1—— 5½ 25 — ochant gchl. 111 tage. Wanl. uul. and G Jungen 11 ½ 6096 2½— — 11² 13 131 33 56 32² 13 —— 53 1013 ⁄ 58— 7 1 31— 1 — 337 11 5 25 4 — 70 Arbeitsberechnung. Arbeitstage Jochart⸗. 8 ₰ zahl. 2. r beiten. einez eines Weibl. Pferdes Wechſel⸗ Maͤnnl. und ochſen. Jungen. Transport 2715 3 4544 309 5 70 „z(Grummet zu mähen.....(—- 1121— Zu werben.......— 1us— 1¹² Einzufahren....... 44——— Zu laden 2 2 2 2 3 4 2 4—— 9 9 Aufzubringen.—— 9 34 45 Kartoffelland mit Miſt zu befahren 18 zuder p. Jo⸗ chart. /*. 3 2** 8.* 270——— K Zu laden 2 2. 8 2 8ℳ—— 34 67 ½ 4⁰ ¾ Zu Bohnen mit Miſt zu defahren 22 Buͤder p. Jo⸗ 1 chart....... 367——— Zu laden und zu breiten....—— 124 124 45 Kartoffeln aufzunehmen P. Jochart 2 Mann und 18 Weiber....—— 90 810 Kartoffeln einzufahren p. Geſpann 14½ Jochart und 4 1 Arbeiter dabei...... 135— 33— An Handarbelten in dieſer Periode...—— 338 90 Summa der Heuhſtperlode 11315 4544[1060½ 1317 Winterperiode, In dieſe Periode fallen hauptſaͤchlich die Getreide⸗ fuhren zum Verkauf. Wenn man annimmt, daß auf eine Fuhre 2 Tage erfordert werden, ſo wer⸗ den nach einem ungefaͤhren Ueverſchlage des Koͤr. nerertrages, nach Abzug der Einſaat und der S Conſumtion, dazu erfordert. 1580——— Jedoch iſt hier, ſo wie bei jeder der andern P⸗ rioden, anzunehmen, daß ein Theil dieſer Arbeit in einer andern Periode zu Helegener 5 Zeit geſchehen koͤnne. 3 Latus. 1580——— Arbeitsberechnung. Jochart⸗ zahl. Arbeitstage ———— Ar b e 1 ten. eines eines Weibl. Pferdes Wechſel⸗ Maͤnnl. und ſochſen. Jungen. Transport[580——— Die Holz. und Nebenfuhren werden in dieſer Perio⸗ de von den gut genaͤhrten und eingefahrnen Och⸗ 4 ſen verrichtet, und es koͤnnen darauf berechnet fruchtw werden 0 2.. 8ℳ ℳ*.— 450—— An Tageloͤhnern werden, da das Dreſchen in dieſer Jahrszeit um die 16te Metze geſchieht, noch er⸗ forderlich ſeyn 0 0 8.„ 2. ⸗—— 160.— Summa der Winterperiode[1580 450 160— Recapitulation. De i Fruͤhjahrsarbeiten.... 779 192 272 7144 467 Sommerarbeiten.. 709 ½ 411r 1363 1013 ¾ Herbſtarbeiten... I13135 4544[1060½ 1317 Winterarbeiten....[1580 450 160— Summa 4200[588 3298 2798 Es iſt angenommen, daß dabei folgendes Ge⸗ ſinde gehalten werde: 1 Meier, der das Saͤen verrichtet. 5 Pferdeknechte.. 1 Nebenknecht. 1 Kuhwaͤrter. 1 Ochſenwaͤrter. 1 Schweinewaͤrter. 7 Viehmaͤgde. 1 Hausmagd. tage —— Weil. unnl. und Jungen. —— 0— 9— 1 4674 1013 1317 —=. b IV. b Arbeits b erechnung Fruchtwechſelwirthſchaft in eilf Solägen 600 Zochart Ackerland. 75— Wieſe, a Jochart zu 31 Etnr. Heu. 50— Außenweide. Die eilf Schläg⸗„ deren jeder 54E Jochart Ackerland acbt, liegen in folgender Rotation: 1) Brachfruͤchte mit 22 ½ Fuder Duͤngung.. 2) Gerſte. 3) Klee. 4) Klee im Winter mit Jauche uͤberfahren. 5 Raps mit 133 Fuder geduͤngt. 6) Weizen. 7) Erbſen mit 11 ¾ zuder uͤberduͤngt. 8) Rocken. 9) Wicken mit 9 Fudern uͤberduͤngt. 10) Rocken. 11) Hafer. Erſter Theil.— 3— 82 5 Fruͤhjahrsperiode lvon 64 Arbeitstagen. 3 2 Arbeiten. 4 ein — 5 Ein W hſel⸗ Maͤnul. Weibl. 8 6 2 4 Pferd. zente Hand tage Han nnue J. 54** Brachſchlag im vorhergehenden Heröſt tief zu pſlbom 4 à 3 Jochart..... 8———— 3n eggen à 7 Jochart...———— 4à 22 ½ Fuder Duͤnger p. Jochart 12277 Fuder Duͤnger 3 aufzufahren taͤglich 8 Fuder....———— Zum Laden p. Geſpann Mann, 1 Weib..———— Zum Binden p. Jochart 2 Mann.—— 1091— Zum zweitenmal den Brachſchlag um zupfluͤgen 1 Jochart — p. Tag, und zu eggen à 7 Jochart. 31½3 1097 541— 2471 Zum drittenmal zum Einlegen der Kartoffeln zu pfluͤgen— à 1 ¾ Jochart..— 447· 27 Die Kartoffeln einzulegen p. Jochar t 6 Weiber.——— 1 4775 Zu eggen à§ Jochart, das Viergeſpann. 12711——— Mit dem exſirator zu uͤberziehn à 8⸗ Jochart auf 4 Pferde...... 3———— Lang zu eggen à 10½ Jochart..———— Dreimal die Kartoffein mit Pferdeſchaufel und Hacke zu bearbeiten 1 Pferd und 1½ Mann taͤglich 23 Jochart———— Die Kartoffeln aufzunehmen p. Jochart 2 ¾ Mann 18 Weiber.———— . Dieſe abzufahren auf 13 3 Jochart 1 Geſpann und 1 das/ löhner..———— 30 Zu Rotabaga zum drittenmal zu vfugen à 1 ½ Jochart..— 54 27— Zu eggen à 8⸗Jochart. 2 15——— Mit dem Marqueuri Zu uͤberziehen; 2 Mann und 1 Pferd beſtreiten Jochart. 3 ½— 6— Rotabaga⸗ Saamen mit d. Ruͤbendriller z dricen 1 Mann 2½ Jochart——— 11 ½— Die zu dicht ſtehenden Pfianzen mit den Haken der zrohe Drillmaſchine zu lichten, 1 Pferd 1 ½ Mann 4 5 ½ 4 ain———— 30 Rotabaga zweimal mit der Pferde ſchaufel zu beſchaufelr 1 Pferd und 1½ Mann à 23½ Jochart...——— S Aufzunehmen p. 5 Jochart ½ Mann und 4 Weiber.———— Acozufahren p. 3 Jochort 1 Geſpann, 15 Mann auf Joch.———— II. 54 1 Den Brachſchlag zur Gerſte zu pfluͤgen à 3 Jochart. 2——— Lang zu eggen à 9 Jochart..———— Die Saat mit dem kleinen Exſtirpator unterzubringen 21 Pferde 43 Jochart..... 241— r— ſeang zu eggen à 10 ¾ Jochart.. 1. 205——— Im Fruͤhjahr mit dem Exſtirpator zu uͤberziehen à 8 Jo chart 4 Pferde....... 27r— 6 r— 3 Latus ν operiode eitstagen. —— Näaul. Nal Handtage Hant 02 13911— 1.4 41T— 1 221— — —— —— 27— —— 63— 3 1 114 —— —— —— —— —— —— 9 1877 —— Arbeitsberechnung. 1 Sommerperiode Herbſtperiode Winterperiode von 30 Arbeitstagen. von 76, Arbeitstagen. von 80 Arbeitstagen. — d— 7—*— 1— 5 . Ein; Ein; Ei Ein Maͤnnl. Weibl Ein Wechſel Maͤnnl. Weibl. Ein Wechſel Maͤnnl. Weibl. Ein Wechſel⸗ unl. eibl. Wechſel⸗ ferd. Bechſel⸗ Hand Pferd. Handtage Handtage . andtage Handtage Pferd. Handtage Handtage g g 1 8 ———— 31——————— ——————— 6137—— Se ———————— 76 ¾⁷½ 1532 —— ·—————————— 4 1255— 39 43——————— 9———— 22733— 4½33————————— ————— 2— 5525 44121——— v. ⁸— 8³⁴—* .——————— 5— 875— 3 2 2 ½⅔— 16 ⅔———————— ———— 38 ¾ 270——— ——— 135 384.,——— 5 . 8————— ——— 14077] 7077 — 13 4⁰9 5 V ——= — Schläͤge. Jochartzahl. - Arbeiren. Fruͤhjahrsperiode III. VI. VII. VIII. Zu eggen à 7 Jochart. Transp ort Lang zu eggen à 10½ Jochart..... Den Kleeſamen unterzuwalzen à 8 Jochart.,. Im Fruͤhjahre den Klee uͤberzueggen à 7 Jochart. Im Winter mit Jauche zu befahren, 2 Pierde u. 1 Mann Jochart.. Na9 dem erſten Schnitt die Kleeſtoppel mit dem Schnitt, pfluge umzuhrechen à 3 Jochart.... a Jochart 13 Fuder Duͤnger aufiuſahren 736 R 8” der à 10 Fuder raͤglich.. Zu laden p. Geſpann Mann, 1 Weib 3.. Zum Breiten p. Jochart 24 Mann.—.. Den Duͤnger flach unterzupfluͤgen à 12 Jochart.. Einzueggen à 8 Jochart... Mit dem Narguütur zu uͤberziehen à 9 Jochart.. Den Raps mit dem kleinen Ruͤbendriller zu drillen ⸗ꝛ Mann 23 Jochart.. 3..... Einzumalzen à 8 Jochart..—.. Nach dem Auflaufen uͤbergeeggt à 8 Jochart.. Im Herbſt mit der Pferdehacke angehaͤufelt, 1 Pferd 1 ½ Mann 23 Jochart.. Im Fruͤhjahr und Anfangs Sommers zweimal behaͤufeit Das Rapsfeld zum Weizen umgebrochen 4 1 Jochart. Zu eggen à 7 Jochart. 2 Pferde 43 Jochart...... Zu eggen à 7 Jochott..... Im Fruͤhjahr uͤberzueggen à 7 Jochart.. Zu Erbſen gepfluͤgt a 1 Jochart.... Zu Rocken die keAachärt e zu pfluͤgen à 1½ Jochart. Zu eggen à 8 Jochart. Die Saat mit dem kleinen Erſtirpator unterzubringen a à 43 Jochart........ Einzueggen à 8 Jochart..... Im Fruͤhjahr uͤberzueggen a 7 Jochart Mit dem kleinen Exſtirpator die Saat unterzubringen, Zu eggen à 5 ½ Jochart.. b. Jochart 11¾ Juder Duͤnger, alſo G1 3 4 Fuder aufzu⸗ fahren à 12 Juder.... Zu laden p. Geſpann 2 Mann 1 Weib 8—.. Zu breiten p. Jochart Mann.. von 64 Arbe itstagen 3 . N Ein Weinel, Mäank. Weibl Pferd. el⸗ Handtage Handtage . ochſe. 134 20711 2563x 14775 z0rr——— 6 1374— 322— 1 3 3 1277 ———— ———— 2051 ¹— 301— 31——— —* 6 25 109 17 547— 40³½——— — 2534 515 —— 1 22 1— —— — 1 „» Arbeitsberechnung. 1 117 veriode 3 Sommerperiode Herbſtperiode. Winterperiode tstagen von g80 Arbeitstagen. von 76 Arbeitstagen. von 80 Arbeitstagen. —yjy—— 5 A 5* Ei— 8 . 3 Ein„* in* V 8 3. Weibl. ännl. Weſih Ein Weinen Maͤnnl. Weibl. Ein Zechſel⸗ Maͤnnl. Weid Pein Wechſel⸗ manng. meibes, untrzeſgndn Pferd. ochſe. Handtage Handtage! Pferd. ochſe. Handtage Handtage ſochſe. Sandtag ———— 1 3 3„ 2 29— 1 14029 7I111 61317— 631 15322 3 156318 1 27 ½3— 693 4095 14077 2162r 71 11 37* 5 4* .==== 1 ———————— 457r 2007r 1112— ——— 16371 8127————— 88— amu — 29471 7371———————— —f.——— 36 r 321— 8—— 8— 5 ———— 122 r——————— - e e SZIA 4 2 27— 12———————— —— 6 Q½— 235———— 1 ———— 20*———————— —— 137r— 2—————— —————— 271———— ————— 20— 30————— 5— 1 3————————— 1— 207 30⁰½½ 4037—————— 109„ 54———— 1 -⸗—-=——= a-— 1. 3— Cſſb 541——————————— 2 23 1———————— ³———————— Tan————— 9871 4971*———— 8 ———— 2711—————— G —- Jas Iur —— be 8 —„ 31½ 2, 13. 1933 195 52514 49 5e⸗⸗ 732r 6225 3473 3871½ 71172 65 8 20077 188 3½¾ 15322 49322 19³⁷. V — Arbeitsberechnung. Fruͤhjahrsperiode Zu ſammeln und zu binden à 8 Jochart 1 Weib. . S von 64 Arbeitstagen. . 8 2 Arbheiten. 2——— —— 1 Ein S 4 Ein Wechſel⸗ Maͤnnl. Weibl. 8 g Pferd. ochſe. Handtage Handtage . 1 1 3 3 TPransport 527 2 31025 49322 1982 N 54:† Rockenſtoppel zu Wicken zu pfluͤgen à 1 Iochane.. 5 1092½ 5421— Zu eggen à 5 ½ Jochart.. 401*——— Mit 9 Fudern zu uͤberduͤngen 4902 Fuder, 12 Jade taͤg⸗ lich aufzufahren.. 1. 1632——— Aufzuladen pro Geſpann 2 Mann und 1 Weib..—— 20Q 40 ½⁸ Zu breiten p. Jochart 24 Mann..—— 1222— NX. 541 Zur Winterung zu pfluͤgen à 15½ Jochart...———— u eggen à 8 Jochart.———— — Die Saat mit dem kleinen Erſtirpator unterzubringen à 43 8 Jochart 8.. 2„....———— Zu eggen à 8 Jochart...——— Im Fruͤhjahr die junge Saat zu eggen A 7 ohre. 3¹——— XI. 54¶ Im Herbſt zum Hafer umzubrechen à 3 Jochart..———— Zu eggen à 5½ Jochart..———— Im Früͤhjadr. die Saat mit dem kleinen Erſtirpator unter⸗ 1 zubringen à 43 Jochart....— 242— 182— Einzueggen à 8 Jschart 4 22—— Waſſerfurchen und Abzugsgraben aufzuraͤumen, auf 1 Jo⸗ chart 1 Mann.—— 150— 170 Fuder Duͤnger im Winter auf die Wisſe gefahren, 8 Fu⸗ 1 der taͤglich....———— Zu laden, auf das Geſpann; 4 Mann, 1 Weib 3. 5——— Zu breiten à Jochart ½ Mann....———— 75 Wieſe zu maͤhen 4 ½ 3 Jochart. 4..———— Heu zu werben à 3 ² Jochart 1 Weib.....———— — 7 Fuder Heu einzufahren, taͤglich 7 Fuder. 2———— Zu laden p. Geſpann taͤglich · Mann und 1 Weib.———— —— Zu taſſen und einzulegen taͤglich Mann 4 Weiber.———— 1 10924 Klee zu maͤhen à Jochart....———— Zu werben à 15½ Jochart 1 Weib....————-— 164 Fuder einzufahren, taͤglich 8 Fuder..———— Zu laden p. Geſpann 1 Mann und 1 Weib..———— Zu taſſen, täglich: Mann 4 Weiber..———— 45 Gruͤne Wicken zu maͤhen à* Jochart..!.———— 5.. Zu werben à 5 Jochart, 1 Weib. 2..———— 84 ⅞ Fuder einzufahren à 9 Fuder taͤglich..———— Zum Laden p. Geſpann 1 Mann, 1 Weib...———— Zu taſſen taͤglich Mann, 4 Weiber—.———— 163½ Winterung zu maͤhen p. Senſe 1½ Jochart...———— Latus E vamerpet! azo Arbeit 3 En M. 1 Khſ M R. aiſt u hundt 119 Arbeitsberechnung. . —— ide Sommerperiode tagen. von 80 Arbeitstagen. —— 4 Herbſtperiode Winterperiode von 76 Arbeitstagen. von 80 Arbeitstagen. — Ein Ein X Weibl. ianl. Weill dtage Handth Maͤnnl. Handtage Weibl. Handtage Ein Wechſel⸗ Maͤnnl. Weibl. Ein Pferd. Wechſel⸗ Maͤnnl. Handtage ochſe. Handtage Pferd. Handtage Handtage — 19. 525⁄ 49596 — 7112 658 ⁄3 200 18834 15325 ——— Arbeitsberechnung. Fruͤhjahrsperiode 8. von 64 Arbeitstagen. 83 8 3 3 3 4 8 2 5 Arbeiten. 7 9 S. in M S 2 Wechſel⸗ Mäil, Meibt H ochſe. Handtage Han age Transport 4255 85927 23972 Einzufahren p. Geſpann das Geuseide von 43 Jochartt, 1 Lader, 1 Nachharker.... Zu taſſen 2 Mann, 3 Weiber rägtic.. Soͤmmerung zu maͤhen p. Senſe 1½ Jochart, 14 Jochart 1 Weib. Einzufahren à 9 Jochart, harker..... Zu taſſen 2 Mann, 5 Weiber täglich.. Erbſen und Wicken zu maͤhen p. Senſe 3 Jochart. Einzufahren taͤglich 4 Jochart, p. Geſpann 1 Lader, 1 Nachharker.... Zu taſſen 2 Mann, 8 Weiber täͤglich.. Rosken andumäͤhen und A4zureſſen à 5 3 Jochan 1 Mann, Weib Auf dem Felde sbzudreſchen P. 2 Jochart. Dreſcher und 9 Zutraͤger.. Einafche p. Geſpann 4 Jochart, 1 Luder, 1 Nach⸗ arker... Zu taſſen taͤglich 1 Mann, 4 Weiber.. Grummet zu maͤhen und zu werben 3 Jochart 1 Mann, 1 Weib 35 Fuder einzufahren à 7 Fuder dasuc p. Geſpann 1 2a der, 1 Nachharker.—. Zu taſſen taͤglich Mann, 4 Weiber. Klee⸗Nachmath zu mäͤhen und zu werben p. Senſe ³ 3 Jo zu binden chart, 3 Weib. 41 Fuder einzufahren, 7 Fuder täͤglich p. Geſpann 1 La⸗ der, 1 Nachharker. 4.. Zu taſſen taͤglich Mann, 4 Weiber. 3 Das Verfahren des Getreides auf 3 Meilen, 2 Tagerei⸗ ſen 1686 Pferd. Holzfuhren, Meliorations⸗, Stadt⸗ und andere uhren, und zäguc noch 1 Tageloͤhner ertra... 1 p. Geſpann 1 Lader, 1 Nach⸗ u thſe Summa ——— — ehn tu 80 lrbeit —— 4 Ann Si Haudt e32 1 ni .„) an Arbeitsberechnung. ade Sommerperiode Herbſtperiode Winterperiode von 80 Arbeitstagen. von 76 Arbeitstagen. von 80 Arbeitstagen. tstagen. 1 3 A — 1 65 8 4 5 Ei— Ei X Ein Lin— in Ein Maͤnnl.„Maͤnnl. Weibl. Wechſel⸗ Maͤnnl. Weibl. annl. Wan u Wechſel⸗ Wechſel⸗ echſel⸗ annt. 1 erd.. Haudtage Handtage Handtage e Handtage Handtage adtage Hand 3 ochſe. Daudtag ochſe. ochſe. diage Dandiage 8 „[ 35131 32511 995 5 500- 748 3 ½ 7112 200 426 5 17434 Hrr)— 1472— 36—————— ———— 18½½———— 8——, — 8125—————— —— 4335 127.—————— .-—— 63————— 8-—— 962½—————— Gaer.— 16☛————— ——— 61— 5————— 1 3 - 245⸗———— 3 547·— 13½———— 3 213 n——— 5—— ——— 344—— 9 4———— 112 ⅔ 112 ⁷—— -— 3 5 8———— 1¾ 5——— ———— 61 30 8——— =— 55 2 2 4———— 1⅔ 5——— 1513— 80— 756—— 80— 54 5 1437 525 1674 500 1012 876 ½ 200G 506 ½ 174 232 237 1 Erſter Theil. 122 Arbeitsberechnung. Berechnung des zu verfahrenden Getreides. e— 3——— 4 Raps. Weizen. Rocken. Erbſen. Wicken. Gerſte. Hafer. Metz. Mäß.etz. Mäßl. Metz.[MAsl. Metze. Mäkl. MetzeMäsl. Metze Mäsl Metz. Mä Der Totalertrag nach der Ta⸗ 1 4 belle iſt...„[1098 4 1098 4 2075 5 ½ 655 ₰114 12 ½8 1310 10 1 983 13 Hiervon iſt abzuziehen; Die Einſaat... 5 15 122 134 243 124 121] 13 ½ 109 4 122 13 150 Dreſcherlohn...—— 68 10½ 129 11 33 40, 1575 7 23 81 148] 61 7 19 Perſonen à 10½ Metzen Ro⸗ cken, 3 Metz. Weizen, 3 Metz. Erbſen und Gerſte.— 3 7 204 4 12 10 3—— 12 103—— 19 Pferde à 23½ Maͤßel Hafer taͤglich.———— 213 844——————[2771 7 6 15 199 15 791 474 1760 741 116 7⁴⁄ 2177 6 ¾½ 9830 17 G miuus Bleibt zu verfahren[9° 5898 51284 1478 134 1 111093 377—— 1091 Metzen Raps, das 898— Weizen:. 6 ⸗ — 1284 ³ Rocken ⸗ 3 ⸗ 479 ⸗ Erbſen ⸗.. 109z„ Gerſte ⸗. 4 ⸗ vierſpaͤnnige Fuder ladet 22 Metzen— Dieß erfordert an Pferden auf eine Reiſe von 2 Tagen: 396 Pferdetage. 22 ⸗. 3 267. 22 5. 46612 ⸗ 22*. 18411 3 289 4. 312 223 2„ 1686½ Pferdetage. de dirkt ut deſ diunie tud nähate Koeheben duriſteit dng de Srhens abe änng nnh Maimen, Deerſte wemwortliht editſchef meonmt, gan fabſ ſobetrac Im lezte ſibſtund ſeine ner oder dem, nah dem mit haa ſchetss, ih al g Mer dielmer Weit ſoll, Dire. geſbrochen Wild nachſehn, o ſüchten ert aüindern; IIuehülſe ſchaſt Lan! Im mnd nen von h werden. onzentrire Verwirrun Alen vol hedde ſich d iiye Abaͤnde andten Un denoch inr —., iſte. Haſt NN n b erdetage 2 1 9 2 — detage. Direktion der Wirthſchaft. §. 201. Die Direktion der Wirthſchaft ſteht in ſo naher Verbindung mit der Arbeit, daß wir ſie unmit⸗ telbar nach derſelben erwaͤgen. 1— Dirigiren heißt, jedes Maaß und jede Art von Kraͤften in die ihnen moͤglichſte, zweckmaͤßig⸗ ſte und nachhaltigſte Thaͤtigkeit bringen.. Wir haben hieruͤber bereits in den§§. 151. bis 139. im Allgemeinen, bei der Berechnung der landwirthſchaftlichen Arbeiten, geredet, und werden das Speziellere bei der Lehre von der Bearbei⸗ tung des Bodens betrachten. Es bleibt alſo hier nur uͤbrig, von denjenigen Perſonen zu reden, wel⸗ chen die Leitung der Arbeiten in verſchiedenen Abſtufungen uͤbertragen wird, und von den Ruͤckſichten und Maximen, welche dabei zu beobachten ſind. §. 202. Die erſte Perſon, von der alles abhaͤngig iſt oder ſeyn ſoll, auf welche dann aber auch die ganze Der Wirth⸗ Verantwortlichkeit fallt, nennen wir den Wirthſchaftsdirektor. Er kann ſelbſt Eigenthuͤmer ſchaftsdirektor ey unve⸗ der Wirthſchaft oder ein anderer ſeyn, der dann aber, in ſofern es auf die Direktion der Wirthſchaft ſchraͤnkt. ankommt, ganz in deſſen Stelle treten, von allen ihm Untergebenen ſo betrachtet werden, und ſich ſelbſt ſo betrachten muß. Im letztern Falle iſt ſein Geſchaͤft immer weit ſchwieriger, als im erſtern. Dort iſt er nur ſich ſelbſt und ſeinem Verſtande fuͤr ſeine Unternehmungen verantwortlich; hier aber auch dem Eigenthuͤ⸗ mer oder dem, der ihn an ſeine Stelle geſetzt hat. Im zweiten Falle iſt er verpflichtet, nicht nur nach dem mit dem Eigenthuͤmer verabredeten Plane zu verfahren, ſondern dieſem auch mehrentheils ein ſicheres, beſtimmtes, disponibles Einkommen aus dem Gute jaͤhrlich zu bewirken; wogegen es ihm als Eigenthuͤmer frei ſtehet dieſes auf ein Jahr oder laͤnger ganz oder zum Theil aufzuopfern oder vielmehr im Gute zu belegen. Weiter aber darf die Beſchraͤnkung ſeiner freien Thaͤtigkeit nicht gehen, wenn er nicht aufhoͤren ſoll, Direktor der Wirthſchaft zu ſeyn, und mithin von der Verantwortlichkeit fuͤr den Erfolg frei⸗ geſprochen zu werden. Will der Eigenthaͤmer, der die ganze Direktion einem andern uͤbertragen hat, mehr thun als nachſehn, ob der verabredete Plan ausgefuͤhrt werde, und ob der Direktor im Allgemeinen ſeine Pflichten erfuͤlle; will er ſich in die Ausfuͤhrung ſelbſt miſchen, und in derſelben auch nur das Mindeſte abaͤndern; ſo hoͤrt der Direktor auf, dieſes ſelbſtſtaͤndig zu ſeyn, und bleibt dann bloß untergeordne⸗ ter Gehuͤlfe des Eigenthuͤmers. 3 Dieſen nenne ich Aufſeher oder Inſpektor; jenem freihandelnden Dirigenten der Wirth⸗ ſchaft gebuͤhrt eher der Name Verwalter oder Adminiſtrator, ob man gleich mit jenem Titel einen hoͤheren Rang wie mit dieſem verbunden glaubt. Ihm kann dann aber auch nichts weiter, als die gelungene oder mißlungene Ausfuͤhrung jedes einzel⸗ nen vom Prinzipal ihm uberlaſſenen Geſchaͤftes, durchaus nicht der Erfolg im Ganzen beigemeſſen werden. Zwei Direktoren duͤrfen in einem von einem Punkte ausgehenden und in einem Punkte ſich konzentrirenden Geſchaͤfte nicht ſeyn, oder es entſteht unvermeidlich die nachtheiligſte Unordnung und Verwirrung daraus; es ſey denn, daß ſie in jedem ſpeziellen Akte der Direktion ihr Urtheil und ihren Willen vollkommen vereinigten, das Wort des einen den Sinn des andern vollſtaͤndig ausſpraͤche, oder beide ſich deſſelben Worts bedienten. Dieſes aber iſt bei den mannigfaltigen Zufaͤlligkeiten, die ſchleu⸗ nige Abaͤnderungen erfordern, wohl unmoͤglich, und die Erfahrung lehrt, daß, wenn unter ſo be⸗ wandten Umſtaͤnden Wirthſchaften bei einer faſt ſtuͤndlichen neuen Vereinigung der Direktoren beſtehen, dennoch immer Fehler vorgehen, die unter einem andern Berhaͤltniſſe haͤtten vermieden werden koͤnnen. O 2 d Beſchraͤnkte La⸗ ge deſſelben iſt fehlerhaft. Direktion der Wirthſchaft. §. 203. Wenn ein beſtaͤndig, oder von Zeit zu Zeit abweſender Eigenthuͤmer, der die Sache verſteht oder zu verſtehen glaubt, die Ausfuͤhrung der Geſchaͤfte nach ſeiner,Vorſchrift einem andern uͤbertraͤgt, ſo kann dieſer keinesweges als Direktor der Wirthſchaft angeſehen, noch der Erfolg im Allgemeinen ihm beigemeſſen werden. Es iſt in einem ſolchen Falle fuͤr beide Theile ſehr wichtig, daß ſie das Verhaͤlt⸗ niß, worin ſie zu einander und zu der Wirthſchaft ſtehen, genau und individuell fuͤr dieſen Fall beſtimmen. Vom Aufſeher oder Inſpektor kann alsdann nur die moͤglichſt beſte Ausfuͤhrung einer von einem andern gemachten Anordnung verlangt werden, keinesweges kann er aber fuͤr den Erfolg einſte⸗ hen, weil die Anordnung ſelbſt fehlerhaft geweſen ſeyn, und den Grund des ſchlechten Erfolges in ſich gehabt haben kann. Dieſe Lage hat ungemein große Schwierigkeiten fuͤr beide Theile, und wenn da⸗ bei nicht inniges perſoͤnliches Wohlwollen und liberale Nachſicht eintritt, ſo kann ein ſolches Verhaͤltniß ſchwerlich beſtehen. Zufaͤlligkeiten machen oft die Ausfuͤhrung auf die vorgeſchriebene oder verabredete 124 Weiſe unmoͤglich. Soll nun der Stellvertreter eine Abaͤnderung, die von der Vorſchrift mehr oder minder abweicht,— aber je mehr ſie abweicht, den Zweck um ſo ſicherer zu erreichen ſcheint— ma⸗ chen oder nicht? Dieſe Frage kann allein nach dem Grade des Zutrauens, welches der eigentliche Wirthſchaftsdirektor auf ihn ſetzt, entſchieden werden. Macht jener nur die mindeſt moͤgliche, durch die Umſtaͤnde nothwendig erforderte Abaͤnderung, ſo thut er, was man nach ſtrengem Rechte von ihm fordern kann. Er thut aber zum Vortheile des Ganzen vielleicht ſehr wenig, und, vielleicht nach ſei⸗ ner eigenen Ueberzeugung, etwas wirklich Schaͤdliches und Unrechtes, und muͤßte als ſelbſtſtaͤndiger Mann ganz anders verfahren. Thaͤte er dieſes aber, und der Zufall beguͤnſtigte dann ſeine getroffene, mehr als nothwendige Abaͤnderung nicht, oder bemaͤchtigte ſich eine eigenſinnige Laune ſeines Prinzi⸗ pals, ſo ſetzte er ſich allerdings Vorwuͤrfen aus, die er bei der mindeſt moͤglichen Abweichung haͤtte vermeiden koͤnnen. Ein ſolches Verhaͤltniß iſt in der That ſo ſehr delikat, daß man es hoͤchſt ſelten lange beſtehend findet, ohne daß Uneinigkeit und Unzufriedenheit es haͤufig truͤbt, wo es dann nur durch gegenſeitiges Beduͤrfniß noch fortdauernd erhalten wird, wobei aber in der Wirthſchaft alles ſchleppt und wackelt. §. 204. Noch ſchwieriger und verwickelter iſt der Fall, wo ein Eigenthuͤmer aus ſelbſtgefuͤhltem Mangel an Kenntniſſen und Faͤhigkeit die Direktion der Wirthſchaft einem andern uͤbertraͤgt, zu deſſen Kennt⸗ niſſen und Talenten er wenigſtens im Zeitpunkte der Uebertragung das vollkommenſte Zutrauen haben mußte. Er kann zwar im Allgemeinen die Ueberzeugung beibehalten, daß ſein Wirthſchaftsdirektor die Sache weit beſſer, wie er, verſtehe; aber dennoch wird ihm die Vorſtellung leicht kommen, oder vielleicht von andern zugebracht werden, daß dieſes oder jenes verbeſſert werden und dann einen groͤßern Erfolg haben koͤnne. Hier iſt eine große Feſtigkeit des Charakters von beiden Seiten, zugleich mit einer ſehr humanen Nachſicht noͤthig, wenn die Sache beſtehen, in Ordnung bleiben, und nicht in lauter Stuͤckwerk zerfallen ſoll. Der Wirthſchaftseigenthuͤmer muß ſich verſtaͤndiger Weiſe ſagen, daß ſein Wirthſchaftsdirektor die Sache nicht allein beſſer verſtehe, ſondern auch nach ſeinem beſten Wiſſen ausfuͤhren wolle; weil es ſonſt thoͤricht von ihm geweſen waͤre, ihn gewaͤhlt zu haben, oder, wenn er ſich damals geirrt haͤtte, ihn beizubehalten. Aber er wird es doch oft nicht laſſen koͤnnen, ſeine Vorſtellungen, daß dieſes oder jenes beſſer gemacht werden koͤnne, laut werden zu laſſen. Dies iſt eine Inkonſequenz, die man der menſchlichen Schwaͤche verzeihen muß. Man findet ſie allenthal⸗ ben, z. B. bei dem Verhaͤltniſſe des Patienten zum Arzte. Jeder Patient weiß, daß ſein Arzt ſeine Krankheit und die Behandlung derſelben beſſer verſtehen muͤſſe, wie er ſelbſt, weil er ſonſt der aͤrgſte Thor waͤre, ihn zum Arzt zu waͤhlen und zu behalten; aber dennoch koͤnnen es die Menſchen ſelten Vin, bei iher nin beſern Erf untit isß tan anuhire w N nan 1 tm dernſtg d vm wiſ eacerit bſ intsbhrnfün nttie, ſner in it vege mütmnderhit nobach, ſon Kidiem Veth nmradteter de ulnterberwalt iin ſenen di gahn, dasr die Eig deich von ſe fenheR wd kommen me Art ſind ſelt wirthſchaftl fonders durg einer Stufe dungskreiſes ſehwmen.( hüͤmliche W kungskreis b daß I Aaemlchkeit Kändern ene Salarrng ihm ſchaffn Die? gchalten, e Vrthſchft iittung hat, md rechtlche tgi Infeh eht oder ägt, ſo nen ihm Verhaͤlt⸗ n Fall einer von g einſte⸗ hes in ſich wenn da⸗ erhaͤltniß rabredete nehr oder t— ma⸗ igentliche e, durch von ihm nach ſei⸗ gaͤndiger troffene, Prinzi⸗ ng haͤtte deſtehend enſeitiges wackelt. 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Hat man es nun aber mit Menſchen zu thun, die von ſo groͤßerm Eigenduͤnkel beſeſſen ſind, als ſie weniger Kenntniſſe und Ueberlegung haben, ſo wird man auf jeden Fall nur Undank einernten, und ſie werden ſich und andern immer ſagen, daß die Sache weit beſſer gegangen waͤre, wenn man ihre Vorſchlaͤge oder— wie ſie es in dem Verhaͤltniſſe eines Eigenthuͤmers zum Wirthſchaftsdirektor denn wohl nennen— ihre Befehle befolgt haͤtte. Ein rechtlicher, ſeiner Sache gewiſſer und auf ſich ſelbſt bauender Mann wird ſolche Aeußerungen, wenn ſie ihm ſelbſt vorgetragen werden, kaltbluͤtig und beſcheiden, jedoch mit Wuͤrde beantworten, und darum nicht minder thaͤtig und konſequent in ſeinem Geſchaͤfte ſeyn. Werden ſie ihm aber durch einen dritten zugebracht, ſo wird er Gerede Gerede ſeyn laſſen, und ſich nicht darum bekuͤmmern. Geht es aber bei dieſem Verhaͤltniſſe ſo weit, daß der Eigenthuͤmer in die Fuͤhrung der Geſchaͤfte wirklich eingreift, ungeachtet er dem Adminiſtrator das Ganze uͤbertragen hat, Anordnungen macht und Befehle giebt an Unterverwalter oder Ackervoigte, ſo wird ſich kein rechtlicher Mann dieſes gefallen laſſen, ſondern ſofort ſeinen Dienſt niederlegen, wozu er dann, wenn er ſich anders in dem Kontrakte gehoͤrig vorgeſe⸗ hen hat, das voͤllige Recht beſitzt. §. 205. Die Eigenſchaften, welche der Direktor einer großen Wirthſchaft beſitzen muß, ſind dieſelben, die ich von jedem rationellen Landwirthe gefordert habe. Daß dazu noch eine vorzuͤgliche Rechtſchaf⸗ fenheit und ein entſchiedenes Uebergewicht des Pflichtgefuͤhls uͤber alle Regungen des Egoismus hinzu⸗ kommen muͤſſe, wenn die Wirthſchaft nicht ſein Eigenthum iſt, verſteht ſich von ſelbſt. Maͤnner dieſer Art ſind ſelten, und konnten unter den bisherigen Verhaͤltniſſen und der Rohheit, worin ſich das land⸗ wirthſchaftliche Gewerbe befand, nicht haͤufig gebildet werden. Indeſſen giebt es ſolche, die ſich, be⸗ Eigenſchaften eines Wirth⸗ ſchaftsdirek⸗ tors. ſonders durch Enthuſiasmus fuͤr die Sache, dem ſie lange jede perſoͤnliche Ruͤckſicht aufopferten, zu einer Stufe ſeltener Vollkommenheit emporgeſchwungen haben, und dennoch wegen des groͤßern Wir⸗ kungskreiſes lieber die Adminiſtration großer Landguͤter fuͤhren, als ſelbſt eine kleinere Pachtung an⸗ nehmen. Es iſt zu bedauern, daß dagegen andere vorzuͤgliche Subjekte, aus Neigung, eine eigen⸗ thuͤmliche Wirthſchaft zu beſitzen, ihre Thaͤtigkeit und Talente mehrentheils auf einen zu kleinen Wir⸗ kungskreis beſchraͤnkten, obwohl man ihnen dies keinesweges verdenken kann. Daß Maͤnner dieſer Art ſo ſalarirt ſeyn wollen und muͤſſen, daß ſie nicht nur mit derjenigen Be⸗ quemlichkeit leben koͤnnen, welche Anſtrengung des Geiſtes durchaus erfordert, ſondern auch ihren Kindern eine gebildete Erziehung geben koͤnnen, iſt eine ſehr gerechte Forderung, und wer mit ihrer Salarirung geizt, weil er nicht bedenkt, wie groß die Vortheile ſind, die ein einſichtsvoller Mann ihm ſchaffen kann, der wird nie einen ſolchen erhalten. §. 206. Die Art der Salarirung wird verſchieden beſtimmt. Man hat es mehrentheils fuͤr vortheilhaft gehalten, eine beſtinmte Quote von dem reinen Ertrage im Ganzen, oder aber von dem, was eine Wirthſchaft uͤber eine gewiſſe Anſchlagsſumme giebt, als Hauptſalarium zu beſtimmen. Dieſe Ein⸗ richtung hat, von einer Seite betrachtet, ſehr vieles fuͤr ſich, und faͤllt bei einem wirklich geſchickten und rechtlichen Admin ſtrator mehrentheils zur Zufriedenheit beider Theile aus. Aber ſie wird ſchwie⸗ rig in Anſehung der Meliorationen. Dieſe vermindern immer den Kaſſenuͤberſchuß, und wenn nach Salariruͤng deſſelben. Direktion der Wirthſchaft. ſolchem nur die Ouote beſtimmt werden ſoll: ſo gereichen ſie zum Nachtheile des Adminiſtrators, und er muß ein edeldenkender Mann ſeyn, wenn er in der Hinſicht nicht manche unterlaͤßt. Deshalb wird nun freilich uͤber Meliorationen oft etwas beſonderes beſtimmt, und die aus der Wirhſchaftskaſſe darauf verwandten Koſten werden zum reinen Ertrage gezaͤhlt. Aber damit iſt bei weitem noch nicht genug geſchehen; denn die wichtigſten Meliorationen werden durch eine Aufopferung des Ertrages in den erſten Jahren und groͤßere Anſtrengung der Wirthſchaftskraͤfte bewirkt, und dieſes laͤßt ſich ſehr ſchwer evident nachweiſen. Dieſe Schwierigkeit kann nur durch einen langen, vielleicht lebenslaͤngli⸗ 126 chen Kontrakt gehoben werden, wo der Adminiſtrator den auch auf ihn fallenden Theil des durch Auf⸗ opferungen in den erſten Jahren um ſo ſtaͤrker fuͤr die Folge erhoͤheten Ertrages ſich und der Wirth⸗ Uebrige Wirth⸗ ſchaftsbeamte⸗ ſchaft aufſpart. Einen ſolchen Kontrakt geht aber niemand gern ein. Ich geſtehe deshalb, daß ich beſtimmte Salarien vorziehe, wobei aber die Ausſicht auf Gratifi⸗ kationen gegeben werden kann, wenn ſich der Ertrag nach einer Reihe von Jahren nachhaltig ver⸗ groͤßert. 4 Fuͤr eine ſehr unangemeſſene Einrichtung halte ich es, den obern Wirthſchaftsbeamten Deputate von Viktualien zu ihrer Konſumtion zu geben, mit dem Rechte, das Uebrige zu verkaufen. Es kann dielleicht nichts mehr wie dieſes einen noch ſchwankenden oder ſchwachen Mann zur Unrechtlichkeit ver⸗ leiten. Nur der erſte Schritt koſtet, und zu dieſem findet ſich eben hierdurch ſo leicht Gelegenheit, die zuerſt vielleicht nicht den Mann ſelbſt, aber die Frau oder Hausgenoſſen reizet, ſich einen unerlaubten Vortheil zu machen. Man gebe daher den obern Beamten durchaus Alles, was ſie von den Erzeug⸗ niſſen der eignen Wirthſchaft gebrauchen; geſtehe ihnen aber auch nicht den geringſten Handel fuͤr eige⸗ ne Rechnung zu. §. 207. Auf großen Guͤtern iſt gewoͤhnlich dem erſten Wirthſchaf nungsfuͤhrer oder Rentmeiſter, und ein Korn⸗ und Viktualienſchreiber, oder wie er an einigen Orten heißt, Kaſtner, Kaſtenbeamter zugeſellt. Sie ſind in ſofern dem oberſten Be⸗ amten untergeordnet, daß erſterer nur auf Anweiſung deſſelben Ausgaben macht, und ihm Einnah⸗ men taͤglich anzeiigen muß. Dagegen hat der Oberbeamte mit der Einnahme und Ausgabe des Gel⸗ des durchaus nichts zu thun, als daß er die Kaſſe nachſieht, und wenn ſich das Geld darin angehaͤuft hat, es in großen Summen gegen Quittung herausnimmt. Auf gleiche Weiſe verhaͤlt ſich's mit dem uͤber die Vorraͤthe geſetzten Beamten, der alle Erzeug⸗ niſſe der Wirthſchaft einnimmt und ausgiebt, und auch fuͤr die Anſchaffung des Fehlenden ſorgt. Er muß aber darin die Anweiſung des Oberbeamten genau befolgen, dieſe Anweiſungen, wie an man⸗ chen Orten gebraͤuchlich iſt, ſchriftlich von ihm in Empfang nehmen, und ſolche Zettel als Belege ſei⸗ ner Rechnung aufbewahren.. Man hat ſich dadurch gegen Unrechtlichkeiten und Betruͤgereien noch mehr zu ſichern geglaubt, daß man dieſes Perſonal noch mit einem oder mehreren Kontrolleurs und Gegenſchreibern vergroͤßerte. Nach verſchiedenen Einrichtungen dieſer Art, die mir bekannt ſind, muͤſſen dadurch alle Geſchaͤfte auf eine hoͤchſt nachtheilige Weiſe vervielfacht und aufgehalten werden, ſo daß uͤber die Form das Weſen der Wirthſchaft nothwendig leiden muß, und daß ſich kaum eine ſo betraͤchtliche Veruntreuung denken kaͤßt, die den reellen Nachtheil, welcher hieraus entſteht, uͤberwoͤge. Die Ausgabe einer Metze Getreide muß von vier bis fuͤnf Haͤnden atteſtirt werden, und drei Perſonen muͤſſen erſt mit ihren Schluͤſſeln ſich verſammeln, um zu einem Vorrathe gelangen zu koͤnnen. Ueberdem aber glaube ich, daß eine ſolche Einrichtung bei allen ihren Formalitaͤten zu Veruntreuungen eher anreize, als davon zuruͤckhalte. Perſonen, die uͤber Veruntreuungen immer wachen ſollen, oder denen ſie immer zuge⸗ trauet werden, werden mit dem Begriff davon ſo vertraut, daß ſie den Abſcheu, welchen jeder ehr⸗ tsbeamten ein Kaſſen⸗ und Rech⸗ — tbe Nann do hn gekanmen, fim nuſen,u SSilſce, well ſe ne ihre angit dedorbener I zächen, vo⸗ m? anden duſehe nitk ſud, und Puucdem di eſbeigen Men agllegen ſid, ſhuun hier al Lerwalt dtthaben, p ſgen mſſen, fihlund Auc eandliche üren kagh beſten aus d Jugend Bu ſucht ſe ſih pannten Aa Geſchäfte fu da ſie bei m fellen. 6 nun die Fuͤh eogen hat, ben, wid enäthig un Deſe leute wäden; m ter⸗r E Thorhenu nen ſelbt deren ſiei ſndern m Gan beſte dr aner N ate näſſe nan ſch e rages in ſich ſehr nolangli⸗ arch Auf⸗ r Wirth⸗ Gratiſi⸗ ltig ver⸗ Deputate Es kann keit ver⸗ heit, die rlaubten Erzeug⸗ fuͤr eige⸗ dRech⸗ der wie er erſten Ve⸗ mEinnah⸗ des Gel⸗ ngehaͤuft Erzeug⸗ drgt. 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Es giebt aber Zeichen, woran man Menſchen dieſer Art ſehr bald erkennt. 3§. 208. 1 Wenn Beſitzungen aus mehrern Guͤtern oder Borwerken beſtehen, ſo pflegt ein jedes ſeinen be⸗ ſondern Aufſeher oder Verwalter zu haben, die dann dem allgemeinen Wirthſchaftsdirektor ſubordi⸗ nirt ſind, und von dieſem, ſo oft es noͤthig iſt, ſpezielle Vorſchriften zu ihrem Verfahren erhalten. Je nachdem dieſe Vorwerke ihren eigenen Haushalt, Beſtand von Zug⸗ und Nutzvieh und die dazu gehoͤrigen Menſchen haben, oder in Hinſicht alles deſſen mit dem Haupthofe in genauer Verbindung ſtehen, von daher ihren Bedarf erhalten, und dahin ihren Ertrag abliefern, auch weiter oder naͤher abgelegen ſind, wohnt ein ſolcher Verwalter auf dem Vorwerke oder auf dem Haupthofe, und begiebt ſich von hier ab taͤglich dahin. Verwalter dieſer Klaſſe koͤnnen bloß mechaniſch unterrichtete Leute ſeyn, welche nur die Gewand⸗ heit haben, poſitive Vorſchriften, die ihnen unter allen Umſtaͤnden gegeben werden, und die ſie ein⸗ holen muͤſſen, auszufuͤhren. Thaͤtigkeit, Aufmerkſamkeit, Redlichkeit, ein gewiſſes praktiſches Ge⸗ fuͤhl und Augenmaaß und puͤnktliche Folgſamkeit ſind die noͤthigen Eigenſchaften dieſer Leute; auf gruͤndliche Kenntniſſe kommt es bei ihnen nicht an, und ein bischen fragmentariſches Wiſſen, was uͤber ihren taͤglichen Wirkungskreis hinausgeht, wird vielmehr leicht nachtheilig. Leute dieſer Art werden am beſten aus dem gewoͤhnlichen Bauerſtande genommen, und man waͤhlt dazu am beſten ſchon fruͤh in der Jugend Burſchen aus, die ſich durch Aktivitaͤt, Ehrliebe und Rechtlichkeit vor andern auszeichnen, ſucht ſie ſich anhaͤnglich zu machen, und giebt ihnen allmaͤhlich einen Vorzug, macht ſie dann zu ſoge⸗ nannten Ackervoigten oder Meiſterknechten, welche die Aufſicht uͤber anderes Geſinde und beſondere Geſchaͤfte fuͤhren, laͤßt ſie im Schreiben und Rechnen mehr unterrichten, und bringt ſie ſomit dahin, daß ſie bei mehr geſetzten Jahren die Ueberſicht der Geſchaͤfte einer ſpezialen Wirthſchaft erlangen, und nun die Fuͤhrung derſelben uͤbernehmen koͤnnen. Bei Menſchen, welche man ſich auf dieſe Weiſe an⸗ gezogen hat, und die im Geſindesſtande die Probe ausgehalten und ſich fortdauernd gut betragen ha⸗ ben, wird man diejenige Treue und Anhaͤnglichkeit an die Herrſchaft, die bei ſolchen Verwalterſtellen ſo noͤthig und unter dem gewoͤhnlichen Schlage dieſer Menſchen ſo ſelten iſt, am ſicherſten antreffen. Dieſe Leute muͤſſen ſoviel als moͤglich in ihren baͤuerlichen Sitten, Lebensart und Kleidung erhalten werden; und man muß ihnen daher die Gelegenheit, mit andern aus der gewoͤhnlichen Unterverwal⸗ ter⸗ oder Schreiber⸗Klaſſe umzugehen, abſchneiden, und ſie durch leicht begreifliche Gruͤnde vor der Thorheit und Laͤcherlichkeit, den hoͤhern und gebildetern Staͤnden nachaͤffen zu wollen, verwahren, ih⸗ nen ſelbſt einen gewiſſen Stolz auf ihren Stand als Landmann einfloͤßen, und die mehrere Achtung, deren ſie im Bauernrocke genießen, und die ſie durch modiſche Kleidung nur verringern wuͤrden, vor⸗ ſtellen. Sie muͤſſen nicht auf den Gedanken verfallen, ſich mit den hoͤheren Staͤnden zu vergleichen, ſonderm nur mit Perſonen ihres Standes. Sobald ſie Aufſeher abgeſonderter Wirthſchaften ſind, iſt es am beſten, daß ſie heirathen, und daß man ſie dabei zu einer vernuͤnftigen Wahl vermoͤge, aber vor einer Verbindung mit einer Kammerzungfer oder einer geputzten Stadtmamſell warne. Solche Leute muͤſſen dann ſo geſetzt werden, daß ſie mi Behaglichkeit leben, und ihre Kinder, deren Erziehung man ſich ſelbſt annehmnen muß, gut aufbringen koͤnnen. Vorwerks⸗ und Unterverwalter Direktion der Wirthſchaft. Dieſe Weiſe, ſich treue und in ihrem Wirkungskreiſe hinlaͤnglich geſchickte Leute zu verſchaffen, iſt in der That ſo ſchwierig nicht, wie man glaubt. Wo das Geſinde nicht, wie in einigen Gegenden, durchaus verdorben iſt(wozu meiner Bemerkung nach faſt allgemein der Zwangdienſt die Hauptver⸗ anlaſſung giebt), wird man haͤufig ſolche Knechte antreffen, die ſich in einem Jahre, faſt in den Ne⸗ benſtunden, zu Spezialverwaltern bilden laſſen. Aber auch Leute aus dem Bauerſtande, die als Soldaten gedienet haben und zum Unterofficier gelanget dann verabſchiedet ſind, paſſen ſich oft vorzuͤglich zu Verwaltern dieſer Art. Lehrlinge. Bil⸗ Man darf aber nie zugeben, daß Leute dieſer Art uͤber die ihnen bezeichneten Grenzen mit ihrer Will⸗ kuͤhr hinausgehn, weil ſie doch ſelten faͤhig ſind, den ganzen Zuſammenhang und insbeſondere den Einfluß auf die entferntere Zukunft zu aͤberſehen und zu berechnen. Sie find ſelten im Stande, in die Ferne vor⸗ aus zu ſehen, denken immer nur auf den Gewinn oder die Erſparung im laufenden Wirthſchaftsjahre, und halten ſich oft aus Anhaͤnglichkeit fuͤr die Herrſchaft verpflichtet, dieſen durch Vernachlaͤßigung entfernterer Ruͤckſichten zu vergroͤßern. Sie muͤſſen deshalb pünktlich die ihnen gegebenen Vorſchriften zu befolgen an⸗ gehalten werden, und es iſt gut, ſie daran zu gewoͤhnen, daß ſie auf militaͤriſche Weiſe die erhaltene Ordre auf der Stelle in ihr Taſchenbuch eintragen, und auch aus dem Taſchenbuche, worin ſie alle Vorfaͤlle an⸗ zeichnen muͤſſen, ihren Rapport dem Wirthſchaftsdirektor machen, damit die Entſchuldigung der Vergeſſen⸗ heit oder des unrichtigen Verſtehens wegfalle. Nach ihrer zunehmenden Faͤhigkeit und Ueberſicht des Gan⸗ zen kann man ihnen dann die Grenzen ihrer Willkuͤhr immer etwas weiter ſtecken. Nur muß man es durchaus nie gut heißen, wenn ſie ſelbige uͤberſchritten oder in irgend einem Stuͤcke anders verfahren haben, als es ihnen vorgeſchrieben war, geſetzt auch, daß ſie dadurch wirklich Nutzen geſchafft und der Erfolg die Richtigkeit ihrer Maaßregel heſtaͤtigt haͤtte. Denn der Vortheil, der zufaͤllig einmal dadurch geſtiftet worden, wuͤrde wahrſcheinlich durch hoͤhern Nachtheil uͤberwogen werden, wenn ſie ſich nun zu viel anmaaßten, und an den Vorſchriften, die ſie erhalten, abaͤnderten, wozu ſie ein einmal eingeaͤrntetes Lob ſehr leicht anreizen kann. Das Leſen landwirthſchaftlicher Schriften, welches manche zur Aufklaͤrung der gewoͤhnlichen Wirth⸗ ſchafter und ſelbſt des Landvolks ſo allgemein empfehlen, muß man bei allen, die keine wiſſenſchaftliche Bil⸗ dung genoſſen haben, entweder gaͤnzlich verhuͤten, oder es mit großer Vorſicht leiten, und ihnen nur ſolche Buͤcher oder vielmehr Stellen aus Buͤchern zu leſen geben, die ihnen in ihrer Lage keine unrichtige oder halbwahre und ſchiefe Vorſtellungen geben. Insbeſondere taugen ſolche Schriften nicht, welche Gutes und Schlechtes, Wahres und Falſches un⸗ tereinandergemengt in Bruchſtuͤcken enthalten, obwohl man ſie haͤufig in der Form von Kalendern, Wochen⸗ ſchriften und Zeitungen unter den unaufgeklaͤrten Landleuten zu verbreiten ſucht, und etwas fuͤr dieſe Men⸗ ſchen Nuͤtzliches dadurch zu ſtiften vermeint. Keine Gattung von Schriften erfordert eine groͤßere Auswahl und Vorſicht, und freilich auch mehreren Fleiß und Kunſt, wie ſolche, die man populaͤr nennt. Ein jeder Beobachter wird ſich der Faͤlle erinnern, wo unausgewaͤhltes Leſen Vorwitz und Abderwitz bei ſonſt vernuͤnfti⸗ gen Menſchen aus dieſer Klaſſe erzeugt hat. 3§. 209. Man hat gewoͤhnlich die Meinung, daß die Bildung zum tuͤchtigen Wirthſchafter vermittelſt ei⸗ dung derſelven. nes Durchganges durch die verſchiedenen Klaſſen eines ſogenannten Zoͤglings, Schreibers, Unterver⸗ walters, Verwalters, Inſpektors, oder was man ihnen ſonſt fuͤr Titel giebt, geſchehen muͤſſe. Man wird daher oft gebeten, einen jungen Menſchen von hoͤherer Erziehung in die Wirthſchaft aufzuneh⸗ men, und manche glauben ihn nuͤtzlich gebrauchen zu koͤnnen. Ein ſolcher junger Menſch wird dann erſt als Lehrling einem Schreiber beigeſellet, und von dieſem zur Aufſicht uͤber eine Zahl von Arbeitern bei irgend einem Geſchaͤfte, von dem er den Grund nicht einſieht, hingeſtellt, um zuzukucken, wes⸗ halb ihn dann die Schreiber mit dem Titel eines Kuckucks zu beehren pflegen. Er vertritt da ho3ͤch⸗ ſtens die Stelle einer Vogelſcheuge, wodurch natuͤrlicherweiſe nur Langeweile und Unluſt bei ihm erregt werden kann. Nachdem er eine Zeitlang ſo geſtanden hat, und er mit der Lokalitaͤt etwas bekannt geworden iſt, uͤbertraͤgt man ihm dieſe und jene Ausfuͤhrung, die er bisher zwar angeſehn, aber aus Unbekanntſchaft mit den Gruͤnden dennoch kaum beobachtet hat. Nachdem er einige Lehrjahre hin⸗ durch uö hitji vitten und 8 muſchieſe ghantenweſt 1 tütt ern ange dahet der dn Ahic ng. LEr noh Jtzey ſin, wecr twar aitt Neden ganzen hont, und d ndjemeheſe ort, dah Jakel völig duf de nch der Att. didetwerden gut, wenne dien auf d Jaßerdem a lede nor wi heuigen Si als Abſchr er naͤmlich ſolchen jun deſſen etwa dözunehmen Menſchen g ener gerade Dags Aaützauff keit. 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Man aufzuneh⸗ wird dann Arbeitern ken, wes⸗ da hoͤch⸗ hm erregt s bekannt aber aus jahre hin⸗ durch Direktion der Wirthſchaft. 129 durch hierbei immer mehr abgeſtumpft, und der Sache recht muͤde geworden, von den uͤbrigen Ver⸗ waltern und Schreibern, je nachdem er mehr oder minder zuzuſetzen hat, tuͤchtig gehudelt oder in dem burſchikoſen Ton— der bei dieſen Menſchen ein Mittelding zwiſchen Handwerksgeſellen⸗ und Studentenweiſe iſt— initiirt worden, auch ein gutes deutſches Solo oder L Hombre ſpielen gelernt hat, tritt er nun ſelbſt als Verwalter in Kondition, und nennt ſich einen Oekonomen. Er ſchafft ſich einige Buͤcher an, die ihm der Zufall aus der Verlaſſenſchaft eines Kollegen, oder ein Buchhaͤndler, oder ein Antiquar in der Stadt aufheftet, und haͤlt dabei in Kompagnie die landwirthſchaftliche Zei⸗ tung. Er merkt doch nun, daß es gut ſey, etwas zu wiſſen, und es entſteht ein gewaltiger Durſt nach Rezepten bei ihm. Das Ganze, meint er, koͤnne nun einmal nicht beſſer in der Wirthſchaft ſeyn, wie er es gelernt hat, aber ſo in einzelnen Stuͤcken koͤnnten die Gelehrten mit ihren Arcanis wohl etwas ausrichten. Auf die Weiſe wird der gewoͤhnliche Schlag von ſogenannten Oekonomen gebildet, die dem ganzen Stande die Veraͤchtlichkeit und das Mißtrauen zugezogen haben, welche man fuͤr ſie heget, und die nur immer groͤßer wird, je mehrere Praͤtenſionen ungebildete Leute dieſer Art machen, und je mehr ſie ſich in gewiſſen aͤußern Formen den wohlerzogenen Staͤnden naͤhern wollen. Es haͤlt ſchwer, daß diejenigen, welche ſich durch eigene Energie daraus emporgehoben haben, ſich von der Makel voͤllig befreien. Auf dieſe Weiſe, welche noch aus den Zeiten herſtammt, wo man keine andere Bildung als nach der Art der Handwerkszuͤnfte in jedem Gewerbe kannte, wird nur ſelten ein guter Landwirth ge⸗ bildet werden. Will man einen jungen Menſchen zur Landwirthſchaft erziehen, ſo iſt es allerdings gut, wenn er jede einzelne Handgriffe kennen und uͤben lernt. Man laſſe ihn daher durchaus alle Ar⸗ beiten auf dem Hofe und Felde ſelbſt uͤben, und von einem geſchickten Knechte darin unterweiſen. Außerdem aber ſtehe er unter der unmittelbaren Aufſicht des gebildeten Wirthſchaftsdirektors, ſey und lebe nur mit ihm, und komme nicht in die Schreiberſtuben, ſo lange naͤmlich dieſe Leute noch ihre bis⸗ herigen Sitten beibehalten. Er werde dann zugleich in allen Direktionsgeſchaͤften, ſey es auch nur als Abſchreiber, gebraucht, und allmaͤhlig zur Reviſion gewiſſer Arbeiten und Ausfuͤhrungen, wenn er naͤmlich erſt beſtimmt weiß, worauf es dabei ankomme. Hiernach kann es oft nuͤtzlich ſeyn, einen ſolchen jungen Menſchen neben einem geſetzten, ſchon bejahrten Vorwerksverwalter anzuſtellen, um dieſen etwa in der Journal⸗ und Regiſterfuͤhrung zu erleichtern und die Ueberbringung der Rapports abzunehmen. Ein junger genialiſcher Menſch wird oft mit großem Nutzen bei einem ſteifen routinirten Menſchen geſtellt, wie man einem ſchlank aufſchießenden Baume einen ſteifen Pfahl giebt, um ihn in einer geraden Richtung zu erhalten. §. 210. Dagegen ſind in allen groͤßeren und ſelbſt mittleren, mit Energie gefuͤhrten Wirthſchaften die Arbeitsaufſeher, welche man Meier, Ackervoigte oder Meiſterknechte nennt, von Wichtig⸗ keit. Sie werden, wie ich oben von den Unterverwaltern geſagt habe, erzogen, und nachher als ſol⸗ che angeſtellt. Sie muͤſſen ſich nicht beſinnen, wo es noͤthig iſt, ſelbſt mit Hand anzulegen und vor⸗ zuarbeiten; aber eigene Anſtrengung darf doch nicht das ſeyn, was man vorzuͤglich von ihnen fordert, ſondern richtige Ausfuͤhrung der Arbeit mit moͤglichſter Erſparung der Kraͤfte und der Zeit, und Er⸗ haltung der Ordnung unter den Arbeitern. Man findet der Bedienten dieſer Art gewoͤhnlich zu we⸗ nige in den Wirthſchaften groͤßeren Umfanges, theils wohl, weil man den Nutzen, den ſie ſtiften, nicht genugſam wuͤrdiget, theils weil Menſchen, die ſich dazu qualiſiziren, in manchen Gegenden unter der dienenden und arbeitenden Klaſſe ſelten zu finden ſind. Die eigene Erziehung derſelben ſcheint freilich langweilig, aber ſie verlohnt ſich der Muͤhe. Sind mehrere vorhanden, ſo muͤſſen die Geſchaͤfte be⸗ ſtimmt unter ſie vertheilt werden, und man ſetzt den einen als Ackervogt, den andern als Hofvogt, Erſter Theil— R Unteraufſeher. 130 Ddiekktion der Wirthſchaft. und vielleicht einen n dritten als Viehvogt an, wenn der Umfang der eGeſchzte es erfordert, jedoch ſo, daß ſie im Nerhfal- einer des andern Stelle vertreten. 3. 211. ott früß⸗ Eine weibliche Aufſeherin iſt bei einem Theile der Hofgeſchaͤfte, bei der Meierei und dem innern n. Haushalte, uͤberhaupt aber bei allen Arbeiten, die ausſchließlich von Weibsperſonen verrichtet zu wer⸗ den pflegen, von großer Wichtigkeit. Trifft man eine Perſon, welche ſich dazu voͤllig qualifizirt, Kennt⸗ niſſe, Thaͤtigkeit, Ordnungsliebe und Haͤuslichkeit verbindet, ſo iſt ſie unſchaͤtzbar. Selten iſt der Fall, wo ſich nicht ein gewiſſer Eigenſinn und Vorurtheile mit jenen vorzuͤglichen Qualitaͤten verbinden. Diẽ⸗ ſen muß man, wenn ſie aus keiner uͤbeln Quelle herruͤhren, nachgeben, die Perſon in ihrer Willkuͤhr Geſinde freie Dispoſition laſſen. Viele Geſchaͤfte werden von weiblichen Perſonen ungemein viel beſ⸗ ſer, als von maͤnnlichen ausgefuͤhrt, indem letztere dabei zu leicht in ein Extrem verfallen, entweder doch dicht auszuführen vermag. — 2§. 212. — Verhaͤltniſſe des nar waein ei zung der Geſchaͤfte eines Jeden Statt finden, worin nur auf ausdruͤckliche Vorſchrift des Wirthſchafts⸗ Wirthſchaft. direktors eine Abaͤnderung oder Eingriff gemacht werden darf. Es muß nicht zugegeben werden, daß “ einer fuͤr den andern irgend ein Geſchaͤft ohne ſpezielle Einwilligung des Direktors uͤbernehme, weil 2 digt. Bei denen aber, die in einem Fache angeſtellt ſind, muß vollkommene militairiſche Subordina⸗ tion erhalten werden, und es muß bei Ertheilung der Befehle ſowohl, als bei Anfragen und etwani⸗ gen Beſchwerden nie ein Grad uͤberſprungen werden. Die Befehle werden nur durch den unmittelbar Vorgeſetzten einem Jeden ertheilt; und wenn ſelbſt der Wirthſchaftsdirektor etwas Fehlerhaftes von Einem machen ſieht, und es mit der Verbeſſerung nicht hoͤchſt eilig iſt, ſo muß er es nicht ihm, ſon⸗ dern ſeinem V Borgeſetzten verweiſen, weil ſonſt gar zu leicht widerſprechende Befehle entſtehen, wodurch die Leute verwirrt gemacht werden, oder woraus ſie doch ſo leicht Vorwand hernehmen, Unordnungen zu begehen, und die Anweiſungen ihrer unmittelbar Vorgeſetzten nicht zu befolgen. Wenn vom Wirthſchaftsdirektor etwas angeordnet wird, was außer dem Gewoͤhnlichen iſt, was — aandere gemachte Einrichtungen aufhebt, oder ihnen widerſpricht, ſo muß es beſtimmt und klar, am * beſten ſchriftlich geſchehen, und er muß ſich, indem er ſich ſeine gegebene Leſaeſ von dem, der ſie kerhalten, wiederholen und erklaͤren laͤßt, uͤberzeugen, daß dieſer ſie richtig verſtanden habe. 1* 8 —— 1§. 213. Aufſicht des Di⸗ dedprd. ſchaft zu ſeinem Lieblingsgegenſtand machen und darauf ſeine ſpezielle Aufmerkſamkeit richten. Er wird ſonſt nie Alles und Jedes gehoͤrig beachten, in ſeinem Zuſammenhange zu uͤberſehen und zu erhalten wiſſen. Jedoch iſt es rathſam, wechſelsweiſe einen Gegenſtand nach dem andern, wo moͤglich unver⸗ merkt, ſeiner genauern Beobachtung zu unterwerfen, um die dabei noͤthigen Verbeſſerungen richtig an⸗ A anlaſſung wahrnehmen, um bis ins kleinſte Detail mit ſeiner Unterſuchung einzudringen. Jeder weiß, wann er hier oder dort hinkommen werde. Es muß keiner an keinem Orte eine Viertel⸗ u nicht zu ſehr beſchraͤnken, ſie in Reſpekt zu erhalten ſuchen, und ihr insbeſondere uͤber das weibliche u wenig Aufmerkſamkeit darauf verwenden, oder in eine e Kleinliche Pedanterie, die ihre Maaßregeln 1 Unter dem ganzen perſonale einer großen Wirthſchaft muß durchaus eine beſtimmte Begraͤn⸗ ſonſt die Verantwortlichkeit wegfaͤllt, und bei gemachten Fehlern ſich einer durch den andern entſchul⸗ Augemeine Der Wirthſchaftsdirektor darf durchaus keinen einzelnen Zweig dder einzelnen Theil der Wirth⸗ zubringen und entſtandenen Fehlern und Unordnungen abzuhelfen. Er muß irgend eine zufaͤllige Ver⸗ Es iſt fehlerhaft, wenn er bei ſeinen Reviſionen gewiſſe Stunden und Oednung haͤlt, ſo daß ein f fieihn zen ni ſh d fndet, fin Jütee en eine no Ee wu ndetet ger Remuthen, durch Aunh Arm leber d nweſing weihe n der de ſtfreu wäſt vorge falgemein fer Motive, hoſen Nenſ der anderen R Duantii Sorgfalt; durch Erſo Die lagt im Keechwen den und A Jede ſoatet wi ndſe daher ſe oder eine ein weit lberleg hhe lun ungi Re Wicht dite. jedoch i, em innern tet zu wer⸗ tt, Kennt⸗ t der Fal, den. Die⸗ Willküͤhe weibliche viel beſ⸗ entweder aaßregeln e Begraͤn⸗ ethſchafts⸗ rden, daß ine, weil nentſchul⸗ ubordina⸗ d etwani⸗ nmittelbar aftes von hm, ſon⸗ wodurch rdnungen iſt, was lar, am , der ſie der Wirth⸗ . Er wird u erholten ſich unver⸗ eichtig an⸗ lige Ver⸗- o daß ein ee Viertel⸗ Direktion der Wirthſchaft. 131 ſtunde fuͤr ihn ſicher ſeyn. Um alle Vorgeſetzte gegen ihre Untergebenen in Achtung zu erhalten, muß er jenen nie ſcharfe Verweiſe in Gegenwart dieſer geben, ſondern entweder allein, oder, wenn er es noͤthig findet, in Gegenwart derer, die nicht unter ihm ſtehen. Niemals muß er jedoch einen hinter ſeinen Ruͤcken gegen andere tadeln, ohne es ihm ſelbſt zu ſagen. Vorgeſetzte, die dieſes thun, verra⸗ then eine unverzeihliche Schwaͤche. Er muß durchaus verlangen, daß ſeine Fragen in jedem Falle, und wenn es auch zum Nachtheil anderer gereichte, mit ſtrenger Wahrheit beantwortet werden. Geſchieht das nicht, ſo muß er ſchon vermuthen, daß ein Komplott gegen ihn gemacht werde, und dieſes muß er auf der Stelle, wo noͤthig durch Verſetzungen und Verabſchiedungen, zu zerſtoͤren wiſſen. Er muß ſich huͤten, in die falſche Ehrſucht, gewiſſe Geſchaͤfte fruͤh vollfuͤhrt zu haben, zu ver⸗ fallen. Dies iſt nur dann zu loben, wenn es gehoͤrig geſchehen iſt. 4§. 214. 8 Aeber die Einrichtung der Hauspolizei und die Behandlung des Geſindes haben wir eine ſehr gu⸗ Hauspolizei. te Anweiſung in Gerikens Anleitung zur Fuͤhrung der Wirthſchaftsgeſchaͤfte, l. Bd., welche in der neuen Auflage noch weiter ausgefuͤhrt iſt, und worauf ich deshalb verweiſe. Das Ge⸗ ſinde iſt freilich an den meiſten Orten von dem Schlage, und erfordert diejenige Behandlung, welche daſelbſt vorgeſchrieben wird. Indeſſen glaube ich doch, daß man das, was daſelbſt geſagt wird, nicht ſo allgemein machen duͤrfe, und daß es doch auch Menſchen dieſer Art gebe, auf welche man durch ed⸗ lere Motive, durch Ehrliebe und Moral wirken koͤnne. Ehrgefuͤhl liegt doch in jedem, auch dem ro⸗ heſten Menſchen. Nur wenn es auf der einen loͤblichen Seite ganz unterdruͤckt iſt, wendet es ſich nach der anderen tadelhaften. Man kann es oft wieder ordnen. §. 215. Nachſt dem Betriebe der Geſchaͤfte, wodurch mit dem mindeſt moͤglichen Aufwandte die groͤßte Quantitaͤt von nutzbaren Produkten erzeugt wird, muß der Direktor der Wirthſchaft die vornehmſte Sorgfalt darauf richten, daß der moͤglichſthoͤchſte Geldertrag daraus geloͤſet werde. Dies geſchieht durch Erſparung und durch den vortheilhafteſten Verkauf. §. 216. Die Summe aller Erſparungen, die bei Kleinigkeiten in einer Wirthſchaft anzubringen ſind, be⸗ tragt im Ganzen etwas ſehr anſehnliches. Daher muß es ſich der Wirth zum Grundſatz machen, jede * Sparſamkeit. Verſchwendung, d. h. jede Ausgabe, die nicht zum reellen Nutzen gereicht, mit Sorgfalt zu vermei⸗ den und Alles mit dem moͤglich geringſten Aufwande zu erreichen ſuchen. Jedoch iſt hierbei die Grenzlinie zwiſchen Sparſamkeit und Geiz gehoͤrig zu ziehen. Die Spar⸗ ſamkeit wird Geiz, ſobald dadurch der Zweck, der hoͤchſte nachhaltige Ertrag, verfehlt wird, und jede Erſparung, wodurch ſich dieſer in der Folge vermindert, iſt dahin zu rechnen. Man muß daher ſehr wohl erwaͤgen, ob durch eine augenblickliche Erſparung dem Betriebe der ganzen Wirthſchaft oder eines Theils derſelben, der gewoͤhnlich wieder Ruͤckwirkung auf das Ganze zu haben pflegt, nicht ein weit geoͤßerer Nachtheil in der Folge zugefuͤgt werde. Faͤlle, die in dieſer Hinſicht die genaueſte Ueberlegung verdienen, kommen in jeder komplizirten Wirthſchaft taglich vor, und ihre richtige Beur⸗ theilung iſt das, wodurch ſich die Klugheit und Uebertegung des Wirths vornemlich offenbaret. Eine der Wichtigſten Erſparungen macht man durch die Auswahl der zur eigenen Konſumtion noͤthigen Pro⸗ dukte. Man ſindet haͤufig, daß wegen beſonderer Konjunkturen der Preis mancher Produkte auf dem 1 Markte nicht in gerechtem Verhaͤltniſſe zu ihrem innern Werthe ſteht, und beſonders eine Kornart in R 2 X Direktion der Wirthſchaft. Ruͤckſicht auf dieſes Verhaͤltniß betraͤchtlich theurer oder wohlfeiler wie die andere iſt. In dem Falle muß man diejenige, welche ihrem wahren Werthe nach zu geringe ſteht, auf alle Weiſe zur eigenen Konſumtion mit Erſparung derienigen, die einen hoͤheren Marktpreis hat, verwenden. Wenn die Me⸗ tze Weizen faſt in demſelben oderzunbetraͤchtlich hoͤheren Preiſe mit dem Rocken ſteht, ſo muß der un⸗ gleich nahrhaftere und edlere Weizen zu jedem moͤglichen Verbrauch vor dem Rocken angewandt wer⸗ den. Denn man kann annehmen, daß bei gleicher Guͤte drei Metzen Weizen vier Metzen Rocken in ihrer naͤhrenden Kraft beinahe gleich ſind. Wenn Hafer ſich uͤber ſein natuͤrliches Verhaͤltniß zum Ro⸗ cken(wie 5 zu 9) auf dem Markte erhebt, ſo wird ein geſcheuter Landwirth keinen Hafer verfuttern, ſondern ſtatt deſſelben Rocken, oder wenn es noch vortheilhafter waͤre, Weizen oder Gerſte nehmen. Wir fuͤhren dies hier nur als Beiſpiel an, und werden an andern Orten uͤber die Zweckmaͤßigkeit ſol⸗ cher Subſtitutionen und die dabei zu beobachtenden Regeln ausfuͤhrlicher reden. Noch wichtiger iſt dieſe Auswahl der Getreidearten bei der Benutzung derſelben in der Brauerei und Branntweinbrenne⸗ rei. Hier iſt die Erſparung, welche man durch eine richtige Auswahl bewirkt, ſo auffallend und von ſo großem Belange, daß es kaum glaublich ſcheint, wie ſie von manchen Wirthen uͤberſehen werden koͤnne, wenn nicht taͤgliche Erfahrung dennoch zeigte, daß es geſchehe. Das verſchiedene Verhaͤltniß, worin die Eßwaaren, Getreide und andere nahrhafte Fruͤchte, Fleiſch verſchiedener Art, Fett, Butter, Kaͤſe, Milch, Eyer, Hering, ihrem Preiſe und ihrer Nah⸗ rungsfaͤhigkeit nach gegen einander ſtehen, kann oft eine Veraͤnderung in der Konſumtion derſelben vor⸗ theilhaft machen, wenn nicht das Geſinde zu ſehr an eine beſtimmte Speiſungsart gewöhnt iſt, und ſich aus Eigenſinn ſelbſt gegen eine Verbeſſerung derſelben ſtraͤubt. Ueberhaupt muß man das Geſetz der Sparſamkeit beſtaͤndig vor Augen haben. Die ſpe⸗ zielle Anwendung werden wir bei Gelegenheit mancher Gegenſtaͤnde zeigen⸗ zu rechter Zeit ein genauer Ueberſchlag vom Bedarf der noͤthigen Be⸗ Wirthſchaft in allen und jeden Stuͤcken gemacht und mit dem Beſtande verglichen werde, damit man dieſen vorraͤthig erhalte und ſich auf keine Weiſe verleiten laſſe, waͤre es auch durch die vortheilhafte⸗ ſten Preiſe, einen Eingriff darin zu machen. In der Regel muß man von jedem Produkte einen Vor⸗ rath zu erhalten trachten, der zwei Monate uͤber die Zeit, wo es wieder gewonnen werden kann, hin⸗ ausreicht. Bei ungewoͤhnlich hohen Preiſen, die bei der Ausſicht auf eine vorzuͤgliche Ernte nach der⸗ ſelben mit groͤßter Wahrſcheinlichkeit ſehr fallen werden, kann man dieſen Termin wohl um etwas ver⸗ kuͤrzen; aber der Vortheil muß doch ſehr auffallend ſeyn, wenn man ſich dazu entſchließt, weil die Her⸗ beiſchaffung oder die zu fruͤhere Gutmachung der neuen Frucht in dieſem Zeitpunkte leicht nachtheilige Stoͤrungen in den Wirthſchaftsgeſchaͤften veranlaßt. Auf keinen Fall und um keinen Preis darf man zu kurz rechnen, und ſich etwa auf eine fruͤhere Ernte verlaſſen, weil dieſe bei dem beſten Anſcheine ſich dennoch verzoͤgern, und in große Verlegenheit ſetzen kann. Es iſt deshalb ſo weſentlich, von den Be⸗ ſtaͤnden jederzeit eine klare Ueberſicht zu haben. Sorge fuͤr den Von ſehr großer Wichtigkeit iſt es, daß Der Verkauf der Produkte erfordert eine ſehr große Vorſicht und Ueberlegung, mit Ruͤckſicht auf alle Lokalverhaͤltniſſe der Gegend, auf die Marktplaͤtze und die Handelsverhaͤltniſſe, deren Kenntniß ſich daher ein jeder Wirth zu erwerben und feſt im Auge zu behalten hat. Der moͤglich theuerſte Verkauf und die Benutzung der hoͤchſten Preiſe iſt,— was auch einige einſeitige Moraliſten dagegen ſagen,— Pllicht des landwirthſchaftlichen Gewerbsmannes. len Unfaͤlle und das Riſiko, denen die Landwirthſchaft unterworfen iſt, koͤnnen nicht anders als durch⸗ die Benutzung gluͤcklicher Konjunkturen wieder aufgewogen werden. Und wenn dieſe ſich nicht von Zeit —————————⏑——.—— git riine mnuutul Indeſen rhrchenlch mndälen ge iinn Kreͤit fen ud det dingt, we jehen, uni manliffikge ſihjiͤe lic ſn. Wemn plhater ſih ſt indet, w erner Paum, und! Vorzig ulß, oder w mn ſehen die dam, wenn len und vern titt dann d de aufgehe rers komm bleiben: d nigſten dar Aler den das Ei iſt entſteht dier ter beſon ſaket etwe das Srig nende Ju d ſene dure und der; nur einige Fewenigen hres, ſol dach hera N Wiwerde em Fale reigenen die Me⸗ der un⸗ nt wer⸗ Kocken in zum Ro⸗ erfuttern, gehmen. gkeit ſol⸗ tiger iſt nbrenne⸗ und von werden Fruͤchte, 4* Nah⸗ den vor⸗ ſt, und Die ſpe⸗ edarf der mit man eeilhafte⸗ en Vor⸗ i, hin⸗ aach der⸗ vas ver⸗ die Her⸗ btheilige arf man eeine ſich den Be⸗ kſicht auf Kenntniß ch einige Die vie⸗ als durch⸗ von Zeit Direktion der Wirthſchaft. 155 zu Zeit ereigneten, ſo wuͤrde man mit den Anſchlaͤgen in Ruͤckſicht der unzuberechnenden Unfaͤlle faſt immer zu kurz ſchießen. Indeſſen iſt es mehrentheils nicht thunlich, daß der Landwirth mit ſeinem Verkaufe bis auf den wahrſcheinlich hoͤchſten Preis gaͤnzlich zuruͤckhalte und unter demſelben nichts losſchlage. In den mei⸗ ſten Faͤllen gebraucht er fruͤher Geld, bevor dieſer hoͤchſte Preis eintritt, und wenn er dieſes gleich auf ſeinen Kredit anderweitig erhalten koͤnnte, ſo wuͤrde ſich doch bei einer genauen Berechnung der Unko⸗ ſten und der Zinſen haͤufig ergeben, daß kein wahrer Vortheil dabei ſey, zumal wenn er in Anſchlaͤg bringt, wie ſehr ihn die unangenehmen Geſchaͤfte des Geldnegozes von der Beachtung der uͤbrigen ab⸗ ziehen, und in welche Verlegenheit zuweilen die Wiederbezahlungstermine ſetzen koͤnnen. Ohne die mannigfaltigen Faͤlle, wo ſolche Spekulationen nachtheilig ausſchlagen koͤnnen, hier anzufuͤhren, wird ſich jeder leicht an Beiſpiele erinnern, wo uͤbrigens ſehr gute Wirthe gerade hiedurch zuruͤckgekommen ſind. Wenn es aber auch der Landwirth mit ſeinem Betriebskapital oder Kaſſenvorrath zwingen kann, ſo laͤhmt er ſich doch oft dadurch zu andern vortheilhaften Unternehmungen, wozu ſich haͤufig Gelegen⸗ heit findet, wenn groͤßerer Vorrath in der Kaſſe iſt. Ferner fehlt es, um betraͤchtliche Aufſchuͤttungen zu machen, in den meiſten Wirthſchaften an Raum, und beſonders an ſolchem, wo das Getreide gegen alles Verderben und Unfaͤlle geſichert iſt. Vorzuͤglich aber iſt auf die Bequemlichkeit des Verfahrens, da wo dieſes auf der Achſe geſchehen muß, oder wo es dem Landwirthe nicht vom Hofe abgeholt wird, große Ruͤckſicht zu nehmen. Sel⸗ ten ſtehen die Getreidepreiſe dann am hoͤchſten, wenn hierzu die bequemſte Zeit vorhanden; wogegen dann, wenn die Preiſe auf den hoͤchſten Punkt kommen, die wichtigſten Arbeiten auf den Acker vorfal⸗ len und vernachlaͤßigt werden muͤßten, wenn Getreidefuhren nicht gegen Lohn geſchehen koͤnnten. Oft tritt dann der Fall ein, daß man gern verkaufte, aber kein Geſpann zum Verfahren uͤbrig hat, ſo daß die aufgehaͤuften Vorraͤthe ſodann ſehr laͤſtig werden, und man uͤberdem in den Ruf eines Kornwuche⸗ rers kommt. Deshalb wird mit wenigen Ausnahmen und Bedingungen die allgemeine Regel wohl die bleiben: daß die beſte Zeit zum Verfahren der Produkte diejenige ſey, wo die andern Geſchaͤfte am we⸗ nigſten darunter leiden. Allerdings kommt auch bei dem laͤngern Aufbewahren des Getreides der Verluſt in Betracht, den das Eintrocknen mit ſich bringt, und derjenige, welcher unvermeidlich von Maͤuſen und Inſekten oft entſteht; nicht weniger das Riſiko, welchem lange aufbewahrtes Getreide immer ausgeſetzt iſt. §. 219. Die muthmaßliche Vorausberechnung der Preiſe iſt allemal truͤglich; und wenn ſich gleich un⸗ ter beſondern Lokalitaͤten im Allgemeinen und im großen Durchſchnitte daruͤber mit Zuverlaͤſ⸗ ſigkeit etwas annehmen laͤßt, ſo treten doch ſehr haͤufig Anomalien ein, weil die Konjunkturen, die auf das Steigen und Fallen der Marktpreiſe Einfluß haben, zu mannigfaltig ſind, und durch unzuberech⸗ nende Zufaͤlligkeiten herbeigefuͤhrt werden. Der Marktpreis haͤngt bekanntlich von dem Verhaͤltniſſe der Nachfrage zum Anbieten ab. Kann jene durch das zum Verkauf angebotene Produkt nicht befriedigt werden, ſo uͤberbieten ſich die Kaͤufer, und der Preis ſteigt, und zwar oft uͤber alles Verhaͤltniß des Bedarfs zum Vorrath. Es brauchen nur einige Markttage etliche Metzen Getreide weniger da zu ſeyn, als verlangt werden, ſo koͤnnen die⸗ ſe wenigen fehlenden Metzen die Preiſe betraͤchtlich in die Hoͤhe bringen. Umgekehrt aber faͤllt der Preis, ſobald mehr Waare vorhanden iſt, als geſucht wird, indem nun die Verkaͤufer gezwungen ſind, durch herabgeſetzten Preis Kaͤufer zum Kaufe zu vermoͤgen, die ſonſt nicht gekauft haben wuͤrden. Wenn man das Beduͤrfniß der Maͤrkte und das Quantum der Produkte, wodurch jenes befrie⸗ digt werder kann, wiſſen koͤnnte, ſo wuͤrde es ſich vielleicht auf das ganze Jahr berechnen laſſen wie Preiſe. Wahr⸗ ſcheinlichkeit ih⸗ res Steigens oder Fahens. Maͤrkte. ſen ſich nicht uͤberſehen und berechnen. 134 Direktion der Wirthſchaft. hoch der Preis im Durchſchnit zu ſtehen kommen wuͤrde. Ueberwiegt letzteres das erſte nicht betraͤcht⸗ lich, ſo kann man gewiß annehmen, daß hohe Preiſe, eintreten werden, und zwar oft um ſo hoͤhere in der Folge, je geringer ſie anfangs waren. In einzelnen Perioden iſt es aber haͤufig nicht ſowohl der größere dder geringere Gerreide⸗ vorrath, als die Meinung, welche ſich daruͤber im Publikum verbreitet hat, was das temporaͤre Stei⸗ gen und Fallen der Preiſe bewirkt. Iſt die Beſorgniß fuͤr Mangel entſtanden und ein Allarm daruͤber verbreitet, ſo ſucht ein jeder Konſument ſeinen Bedarf bis zur kuͤnftigen Ernte ſich ſo ſchnell als moͤg⸗ lich zu verſchaffen; der Produzent dagegen, der ſich genug geſichert haͤlt, daß er ſeinen Vorrath noch immer werde verkaufen koͤnnen, uͤbereilt ſich nicht damit. befriedigt werden kann, treibt alſo die Preiſe in die Hoͤhe. Daher ruͤhrt es wohl hauptſaͤchlich, daß alle Polizeimaßregeln, wodurch man ſich momentan den Bedarf zu ſichern ſucht, unmittelbar ein Stei⸗ gen der Preiſe zur Folge haben, weil Jedermann glaubt, die Regierung muͤſſe begruͤndete Sorge fuͤr die Subſiſtenz der Einwohner haben. Wenn auf der andern Seite ſich die Meinung von ſehr ergiebiger Ernte oder von vorhandenen großen Vorraͤthen verbreitet, ſo kauft ein Jeder nur ſeinen taͤglichen Be⸗ darf, und die Landwirthe werden dagegen beſorgt, daß ſie ihre Erzeugniſſe nicht werden abſetzen koͤn⸗ nen, und bieten ſie deshalb zu immer wohlfeilern Preiſen aus. Sehr haͤuſig findet es ſich dann, daß ſich beide Theile betrogen, und daß nun am Ende des Erntejahres die Preiſe um ſo hoͤher werden, je niedriger ſie im Anfange ſtanden, weil die Konſumenten nun gar keine Vorraͤthe gemacht hatten. Wo⸗ gegen ſie dann oft fallen, wenn ein Jeder aus Beſorglichkeit ſich ſeinen Vorrath fruͤher angekauft hat⸗ te, und die zuruͤckhaltenden Produzenten nun auf einmal beſorgſ werden„wie ſie ihren Vorrath verſil⸗ bern ſollen. — 8 3§. 220. 1 3 8 Der Maͤrkt fuͤr die Produkte, insbeſondere fuͤr das Getreide, iſt zweierlei Art: a) Er iſt bloß auf die Konſumtion der Gegend und deren Einwohner beſchraͤnkt. Hier wird der Preis hauptſaͤchlich durch den Ernteausfall derer Gegenden beſtimmt, woher dieſer Markt Zufuhr hat; und wenn man jenen kennt, ſo kann man mit ziemlicher Sicherheit wiſſen, ob hohe oder niedere Preiſe ein⸗ treten werden. Erfordert indeſſen dieſer Markt entfernte Zufuhr auch aus dem Auslande, und haben dieſe entferntern Gegenden auch Exportationen anderswohin, ſo koͤnnen die Beduͤrfniſſe ſehr weit ent⸗ fernter Laͤnder und allerlei andere Konjunkturen eine maͤchtige Einwirkung darauf haben. Insbeſon⸗ dere koͤnnen dann Ausfuhrverbote im Auslande, ein ausgebrochener oder drohender Krieg und deshalb veranſtaltete Anfuͤllung der Magazine eine Einwirkung aͤußern. die man nicht vorausſehen konnte. b) Der Markt hat eine Konkurrenz von fremden Kaͤufern, wie dies hauptſaͤchlich der Fall an ſchiffbaren Stroͤmen und noch mehr in der Naͤhe des Meeres iſt. Hier ſcheitert man oft mit den wahr⸗ ſcheinlichſten Vorausſagungen. Denn die maͤnnigfaltig gen Umſtaͤnde, welche hier eintreten koͤnnen, laſ⸗ vorgehen, je nachdem naͤmlich fremde Kaͤufer ſich nach dieſem Markte hinzuwenden bewogen oder ge⸗ noͤthigt werden, oder aber es vortheilhafter finden, ihre Einkaͤufe in einer andern Gegend zu machen. Außer dem wirklichen Bedarf der auswaͤrtigen Kaͤufer koͤnnen manche andere Handelsſpekulationen ſie veranlaſſen, ſich bald hier-, bald dorthin zu wenden. Sie koͤnnen ſich bewogen finden, einen etwas theurern Markt einem wohlfeilern vorzuziehen, wenn ſie dorthin Waaren zu fuͤhren haben, und die Lan— desprodukte nur als Ruͤckfracht mitnehmen. Auch wird ſie in dem Falle die erleichterte Zahlung und der vortheilhaftere Kurs dazu vermoͤgen. Dann koͤnnen auch dieſe Kaͤufer durch Krieg und Sperrung der Haͤfen abgeſchnitten werden, wie gegenwaͤrtig der Fall iſt, aber uns gleichguͤltig ſeyn kann, indem ——————— Das Uebergewicht der Nachfrage, die nicht Es koͤnnen hier ſehr ſchnelle und unerwartete Veraͤnderungen iictig. nn teehade Rde de ennänd Auj al⸗ do der Lond neben wetd Neczahr, 9 frende Kauf lante in Au führn vulen nijſiiſten i ſeiſeht. S färkn der Fdatf aus; twer, wenn nindert. M Fohten gema dee Jeit am dasdreſchen duwch verant her, wenn dann wohl nher der Ver zelgen Flech überſche hen, als ſ und wieder Handeldſpe de fünfmal Gewelbe ſ Khai ſen auf da theil ſet We nm entfen meinen deit kum duch entſe ſ betraͤcht⸗ hoͤhere in Getreide⸗ are Stei⸗ daruͤder als moͤg⸗ rath noch die nicht gliich, daß ein Stei⸗ Sorge fuͤr ergiebiger ichen Be⸗ ttzen koͤn⸗ inn, daß erden, je then. Wo⸗ kauft hat⸗ ath verſil⸗ dder Preis hat; und Preiſe ein⸗ ind haben weit ent⸗ Insbeſon⸗ d deshalb unte. er Fall an den wahr⸗ unen, laſ⸗ underungen en oder ge⸗ zu machen. jatjonen ſie nen etwas id die Lan⸗ hlung und Sperrung unn, indem Direktion der Wirthſchaft. 135 jene Gegenden ſeit mehrern Jahren ohnehin keinen Ueberfluß an Getreide zum Verkauf gehabt haben, und die einlaͤndiſchen Preiſe zu hoch fuͤr auswaͤrtige Kaͤufer ſtehen. §. 221. Auf allen Maͤrkten pflegen die Preiſe in der Regel in den Zeitpunkten am niedrigſten zu ſtehen, wo der Landwirth des Geldes am meiſten bedarf und uͤberhaupt die Geldumſchlaͤge am ſtaͤrkſten be⸗ trieben werden. Alſo zu den Zins⸗ und Zahlungsterminen vor den Quartalen, vornaͤmlich gegen Neujahr, wo alle minder Vermoͤgende verkaufen muͤſſen. Dazu kommt, daß auf Maͤrkten, wo fremde Kaͤufer konkurriren, um die Zeit ſelten ſchon Kommiſſionen gegeben worden, weil die Speku⸗ lanten im Auslande noch nicht wiſſen, wie groß der Bedarf derer Gegenden, wohin ſie das Korn ver⸗ fuͤhren wollen, ſey, auch ihre Erkundigungen noch nicht eingezogen haben, wo ſie jenen Bedarf am wohlfeilſten zu erhalten hoffen koͤnnen, wenn ihnen anders die Wahl zwiſchen mehrern Handelsplaͤtzen frei ſteht. Im Fruͤhjahre pflegen die Preiſe wegen der mindern Konkurrenz der Verkaͤufer und der ſtarkern der Kaͤufer gewoͤhnlich zu ſteigen. Vor allem iſt dies der Fall an ſolchen Orten, die ihren Bedarf aus ziemlich weiter Entfernung ziehen muͤſſen, in der letzten Haͤlfte des Januars und im Fe⸗ bruar, wenn ſich der ſchlechten Wege und vielleicht der gehemmten Schifffahrt wegen die Zufuhr ver⸗ mindert. Man findet deshalb in den Sammlungen, die man von den Preiſen langer Reihen von Jahren gemacht hat, daß in gewoͤhnlichen Jahren, die ungefaͤhr den Bedarf lieferten, die Preiſe um dieſe Zeit am hoͤchſten ſtanden. Indeſſen giebt es Ausnahmen, wenn naͤmlich in dieſer Zeit, wo das Ausdreſchen hauptſaͤchlich vor ſich geht, der Ausfall die Erwartung uͤberſteigt und die Landwirthe da⸗ durch veranlaßt werden, der Beſchwerlichkeit der Wege ungeachtet viel zu verfahren. Man ſagt da⸗ her, wenn das Getreide unter den Flegel faͤllt, ſo wird es ſehr wohlfeil werden. Da ereignet es ſich dann wohl, daß das Getreide im Fruͤhjahre geringer ſteht wie im Herbſte, und immer mehr faͤllt, je naͤher die neue Ernte kommt, zumal wenn dieſe einen guten Anſchein giebt. §. 222. Wer aufmerkſam alle dieſe Verhaͤltniſſe erwaͤgt, und insbeſondere den Ernteertrag nicht von ein⸗ zelnen Flecken, ſondern aus der ganzen Gegend, woher ein Markt verſorgt wird, wahrzunehmen und zu uͤberſchlagen verſteht, wird freilich weit haͤufiger den kuͤnftigen Stand der Preiſe richtig vorherſe⸗ hen, als ſich darin truͤgen. Indeſſen iſt wohl niemand ſo ſcharffichtig, daß nicht auch letzteres hin und wieder der Fall ſeyn ſollte; und es iſt dem Landwirthe daher nie zu rathen, daß er mit ſeiner Handelsſpekulation zu weit gehe, und ſeinen ganzen Verkauf darnach einrichte. Wenn er es auch un⸗ ter fuͤnfmalen viermal richtig traͤfe, ſich aber nur einmal troͤge, ſo koͤnnte ihn dies in ſeinem ganzen Gewerbe ſo zuruͤckſetzen, daß der gemachte Vortheil dadurch weit uͤberwogen wuͤrde. Bei einem Theile ſeines Verkaufs indeſſen wird ein jeder, der ſich eine richtige Umſicht zutrauen darf— denn auf das Gerede anderer darf man ſich in dieſem Punkte weniger wie irgendwo verlaſſen— mit Vor⸗ theil ſpekuliren, weil ihn ein etwaniger Irrthum dabei nicht zu Grunde richten kann. § 223. Wenn der Produzent mehrere Maͤrkte hat, ſo iſt eine kluge und wohlberechnete Auswahl ſehr wichtig. Oft kann es vortheilhaft ſeyn, auf einem naͤhern Markte betraͤchtlich wohlfeiler, als auf ei⸗ nem entfernteren zu verkaufen, wenn man auch bei dieſem das gewoͤhnliche Fuhrlohn nach einem all⸗ gemeinen Durchſchnitte in richtige Anrechnung braͤchte. Es giebt naͤmlich Zeiten, wo die Geſpannar⸗ beit kaum bezahlbar iſt, und wo der hoͤchſte Fruchtpreis die Verſaͤumniß nicht erſetzen kann, die da⸗ durch entſteht. Wahl zwi⸗ ſchen mehreren Maͤrkten. 136 Direktion der Wirthſchaft. Uebrigens aber muß man bei dieſen verſchiedenen Maͤrkten haͤufige Erkundigungen uͤber die Preiſe und die Staͤrke der Nachfrage einzuziehen nicht verſäͤumen. Zuweilen ſteht der Preis einer oder der andern Kornart auf einem Markte in Verhaͤltniß gegen andere Kornarten ungewoͤhnlich hoch und hoͤher wie auf andern Maͤrkten, obwohl er ſonſt gerade auf dieſem Markte niedriger zu ſtehen pflegte. Dies pflegt ſich aber ſchnell zu aͤndern. Die Staͤrke der Nachfrage iſt immer ein Vorbote eines ſteigenden Preiſes, und auf die Fortdauer eines ſchon wirklich hoch ſtehenden Preiſes kann man minder ſicher rechnen, als wenn bei einem noch niedrigern Preiſe eine Getreideart haͤufig geſucht und . emſig verlangt wird.—.. Solche Orte, wo man vielen Marktſchikanen ausgeſetzt iſt, und wo falſche Polizeimaaßregeln den freien Handel erſchweren, muß man moͤglichſt vermeiden. Dies thun auch in der That alle kluge Landwirthe, und ein ſolcher Ort wird deshalb durch Mangel an Zufuhr in ſolchen Jahren, wo kein Ueberfluß iſt, mehrentheils ſehr ſtrenge beſtraft.— dieſen vor andern zu waͤhlen. Deshalb findet man, daß Staͤdte, welche gute Waaren fuͤr den Land⸗ wirth und zu billigen Preiſen feil haben, auch wohlfeilere Zufuhr erhalten. §. 224. Aüameneanf Zur Wahrnehmung der merkantiliſchen Konjunkturen iſt ein oͤfteres Beſuchen der vornehmſten te der Land⸗ 1 wirthe in. Ruͤck⸗ ſicht auf das ner Gegend ſehr n glich, und kann auch manche andere Vortheile gewaͤhren, wenn nur ſolche Zuſam⸗ Geſchaͤften zu ſehr ab, und wenn auch der Vortheil, den er durch jene macht, den Verluſt, den er an — mit in der Folge, beſonders durch die nun leicht entſtehende Geringſchaͤtzung der landwirthſchaftlichen Geſchaͤfte der Verluſt deſto groͤßer ſeyn. Dieſer Erfolg iſt zwar nicht unbedingt nothwendig; aber die geht damit wie mit der Spielſucht, die jedes andere Beſtreben zum Erwerbe unterdruͤckt. Ueberdem gluͤcklich, ſondern auf die Dauer ſicher betreiben will. Auch muß man uͤbriges Kapital dazu haben, und ſich nicht verleiten laſſen, das noͤthige dem landwirthſchaftlichen Betriebe zu entziehen. Ueber die Verbindung der beſonders dazu geeigneten techniſchen Gewerbe mit der Landwirth⸗ ſchaft werde ich im letzten Theile dieſes Werks ausfuͤhrlich reden. Landwirthſchaftliche Buchhaltung. §. 225. 1 Wichtigkeit der Eine vollſtaͤndige, genaue und alle Verhaͤltniſſe darſtellende Buchhaltung iſt zu einer vollkomme⸗ Buchzaltung. nen und zweckmaͤßigen Verwaltung der Wirthſchaft unumgaͤnglich nothwendig. Auch die laͤngſte Routine und die groͤßte mechaniſche Uebung, die man ſich, ſelbſt auf einem ſpeziellen Gute, erworben haben koͤnnte, iſt hoͤchſt ſelten zureichend, um alle Verhaͤltniſſe ſo zu uͤberſehen und ſo zu benutzen, Oft koͤnnen Ruͤckfuhren, die man von einem Orte zu machen hat, den Landwirth veranlaſſen, Marktplaͤtze, Zuſammenkommen und geſellſchaftliche Berbindung der einſichtsvolleren Landwirthe ei⸗ Gewerbe. menkuͤnfte nicht zu leicht in Trink⸗ und Spielgelage ausarteten. Geregelte, praktiſche Landwirth⸗ ſchafts⸗Geſellſchaften in einzelnen Diſtrikten unter dem Vorſitze eines achtungswuͤrdigen Mannes — oͤnnten viel zur Aufnahme des landwirthſchaftlichen Gewerbes beitragen. enndeleſpeeu⸗ Kandelsſpekulationen ſind zuweilen ſehr vortheilhaft mit dem Ackerbau verbunden worden, je⸗ doch mehr von kleinen als groͤßeren Landwirthen. Sie ziehen einen groͤßeren Landwirth von ſeinen dieſen durch Verſaͤumniß erleidet, einmal weit uͤberwoͤge, ſo wird dies nicht immer der Fall, und ſo⸗ Erfahrung lehrt, daß er haͤufig ſey, und er iſt dem menſchlichen Gemuͤthe nur zu angemeſſen. Es gehoͤrt eine genaue Kenntniß des unternommenem Geſchaͤfts dazu, wenn man es nicht blos einmal daß d mon das rur enem n twos be pia tie tüſen Zwe maͤiüdt we Peu und ir de ar eſ kg. Die folen, und ttr Augen le⸗ Es geh rieidet de hatte; 3) Siett doch werden lhe Nutzen 1) 8 natürche: walche ma alſo Gran 2) am heſten ſalben ſinn groß iſt un mzufertgge dee eldftu Maaßregen auf den Fe dine Veiſe don dode J der Fed Hauptal der Beſte doder? du koͤnnen ſte Zah ſaben be heündere ganz erien 8 en uͤber die Preis einer ohnlich hoch er zu ſtehen ein Vorbote 3 kann man geſucht und imaaßregen zt alle klug 1, wo ken veranlaſſen, r den Land⸗ ornehmſten dwirthe ei⸗ che Zuſam⸗ Landwirth⸗ en Mannes worden, je⸗ h von ſeinen ſt, den er an all, und ſo⸗ hſchaftlichen 3; aber die neſſen. Es Ueberdem blos einmal dazu haben, — Landwirth⸗ evollkomme⸗ H die lͤngſe te, erwolben o zu benutzen, da ſelben ſinnlich angedeutet ſind. Landwirthſchaftliche Buchhaltung. 137 daß man das moͤglich Vollkommenſte erreicht zu haben oder zu erreichen ſicher ſey, wenn man jene nicht in einem ſolchen Tableau, wie eine gute Buchfuͤhrung geben muß, vor Augen liegen hat. Bei einer etwas komplizirten Wirthſchaft wird es ſich durch ſinnliche Eindruͤcke und durch die Erinnerung derſelben nie ſo klar ergeben und ſo ſicher beſtimmen laſſen, welche Einrichtungen der Erreichung des hoͤchſten Zwecks genau entſprechen, und deshalb beibehalten oder aber verbeſſert und verſchieden modifizirt werden muͤſſen.. Wir unterſcheiden dieſe Buchhaltung in zwei Hauptabtheilungen, naͤmlich: in die ſtehende und in die jaͤhrliche. 6 1 Zu erſterer gehoͤrt das, was man ſonſt das Lager⸗, Erd⸗ oder Grundbuch zu nennen pflegt. Dieſes muß einen Abriß des Guts im Ganzen und in allen einzelnen nutzbaren Theilen ent⸗ halten, und eine vollſtaͤndige Ueberſicht aller Verhaͤltniſſe auf moͤglichſt klare und beſtimmte Weiſe vor Augen legen.— ESs gehoͤren dazu vor Allem die Charten nebſt den ſie erlaͤuternden Regiſtern. Man un⸗ terſcheidet dreierlei Arten von Charten, 1) die Vermeſſungscharte; 2) die Bonitirungs⸗ charte; 3) die Nutzungscharte. 3 Sie koͤnnen in der Folge vereint mit einander oder zuſammengetragen dargeſtellt werden. Je⸗ doch werden ſie einzeln und in Bezug auf einander angefertigt. Und es iſt in mancher Hinſicht nicht ohne Nutzen, jede Art abgeſondert und rein beizubehalten. 1) Bei der Vermeſſungscharte wird nur Ruͤckſicht auf die Flaͤche und deren bleibende nakuͤrliche Abtheilungen und Graͤnzzeichen genommen. Jedoch koͤnnen auch wohl ſolche Gegenſtaͤnde, welche man wegzuſchaffen ſich nicht leicht bewogen finden wird, als Merkzeichen angedeutet ſeyn, wozu alſo Graͤnzſteine, Graͤnzhuͤgel, auch wohl einzelne große Baͤume gehoͤren. 2) Die Bonitirungscharte, auf welcher die Bodenarten nach ihrer verſchiedenen Guͤte, am beſten durch Farben und Nuͤanzirungen derſelben bezeichnet, und die Graͤnzen und Uebergaͤnge der⸗ Wo die Verſchiedenheit des Bodens und die Abwechſelung deſſelben groß iſt und haͤufig vorkommt, iſt es rathſam, dieſe Charten nach einem ungleich groͤßern Maaßſtabe anzufertigen, wie bei der Vermeſſungs⸗ und Nutzungscharte noͤthig iſt, und deshalb jeder Abtheilung der Feldflur ein beſonderes Blatt zu widmen. Es kann dies an die bei der Beſtellung zu nehmenden Maaßregeln beſſer erinnern. Es muß bei dieſer Bonitirungs⸗ oder Bodenartscharte insbeſondere auch auf den Feuchtigkeitsgrad geachtet, und dieſer bei beſonders trockenen und feuchten Stellen auf irgend eine Weiſe bezeichnet ſeyn. Sie muß uns ein lebhaftes, aber zugleich mathematiſch richtiges Gemaͤlde vom Boden und deſſen ſämmtlichen phyſiſchen Eigenſchaften darſtellen. 3) Die Nutzungscharte. Sie enthaͤlt diejenigen kuͤnſtlichen Abtheilungen, welche man in der Feldmark gemacht oder zu machen beſchloſſen hat. Es iſt aber rathſam, ſich nicht bloß auf die Stehende Buchhaltung oder Grund⸗ buch. Charten. Vermeſſungs⸗ Bonitirungs⸗ Nutzungs⸗ Charte. Hauptabtheilungen oder Schlaͤge zu beſchraͤnken, ſondern auch die Unterabtheilungen, inſofern ſie bei der Beſtellung irgend in Betracht kommen koͤnnen, darauf zu bemerken, vielleicht ſogar einzelne Gewen⸗ de oder Ackerbeete, um die darauf zu verwendende Arbeit, Daͤngung und Einſaat gleich uͤberſchlagen zu koͤnnen. Die Nummern der Hauptabtheilungen oder Schlaͤge werden mit groͤßern, etwa roͤmi⸗ ſchen Zahlen, die Unterabtheilungen oder einzelnen Stuͤcke mit kleineren deutſchen Zahlen oder Buch⸗ ſtaben bezeichnet. Man kann nach belieben den Nummern der Unterabtheilungen jedes Schlages eine beſondere Ordnung und Folge geben, oder dieſe Nummern der kleinern Stuͤcke, welches ich vorziehe, die ganze Feldmark hindurchlaufen laſſen. Erſter Theil. S — Regiſter. Werthſchaͤtzung der einzelnen Theile eines Landguts. Bodens waͤren. 13II anndwiitthſchaftliche Buchhaltung. Wenn man dieſe drei Arten und Zwecke der Charten mit einander vereinig gen und ſie auf einer Tafel darſtellen will, ſo muß der Maaßſtab nur nicht zu klein genommen werden, damit jede Art von Begraͤnzung deutlich in die Augen falle. 5 In manchen Faͤllen, beſonders bei einer ſehr unebenen Lage und wo man mit dem Waſſer zu kaͤmpfen hat, iſt eine Nivellirung der Feldmark nach allen Hauptrichtungen und eine Darſtellung derſelben in einem Nivellementstableau ſehr nuͤtzlich. ſchaffenheit des Untergrundes und ſelbſt der merkwuͤrdigern, tiefern Erdſchichten, ſo weit man ſelche dudch einen in Erdbohrer unterſucht hat, angedeutet werden. Auf derſelben kann zweckmaͤßig die Be⸗ Zu dieſen Eharten gehoͤren nun die Regiſter, welche die Vermeſſung, die Bonitirung beſtimm⸗ ter Groͤßen und den Benutzungplan verzeichnet enthalten. ſammengetragen ſeyn und ſo eine deutliche Ueberſicht geben. bleibende Schlaͤge abgetheilt iſt, ſo hat jeder Schlag ſeine Tabelle. Dieſe koͤnnen in einer Tabelle fuͤglich zu⸗ Wenn die Feldmark in beſtimmte und In der erſten Vertikalkolumne kommen dann die Unterabtheilungen des Schlages mit ihren Nummern und Benennungen zu ſtehen. So viele Klaſſen der Bonitaͤt des Ackers man angenommen hat— deren Begruͤndung dann in einer beſondern Nachweiſung beſtimmt angedeutet ſeyn muß— ſo viele Vertikalkolumnen werden gemacht, und das Maaß darin angegeben, welche das Stuͤck von jeder Bodenart enthaͤlt. Wenn in den Schlaͤ⸗ gen oder Abtheilungen niedrige Stellen, die nicht beſaͤet werden koͤnnen, oder ſogenannte Meeſch⸗ wieſen, Waſſerpfuͤhle, Graben, Wege und andere unbrauchbare Stellen vorkommen, ſo muß auch deren Flaͤcheninhalt angezeigt werden. Die Summe wird dann in den Vertkal⸗ und Horizontal⸗ kolumnen addirt. Außer dieſer Tabelle iſt es aber naͤzlich, noch eine beſondere Beſchreibung von der Beſchaffen⸗ ſelben zu bemerken. §. Es giebt eine ungemein nuͤtzliche Ueberſicht, und traͤgt vieles zur richtigen Berechnung der heit, wenigſtens jedes ausgezeichneten Feldes zu haben, und die etwanigen Eigenthuͤmlichkeiten deſ⸗ Verhaͤltniſſe bei, wenn man jede Bodenart und nach derſelben jedes Feld oder jede Abtheilung taxiret. Man vertheilet naͤmlich den angenommenen Grundwerth des ganzen Gutes, nachdem man den gebuͤh⸗ renden Theil fuͤr jede andere Benutzung, Gerechtſame und Gefaͤlle abgezogen hat, auf die Laͤndereien. Nach der Bonitaͤt des Bodens macht man nach den Regeln, die in der Lehre von der Agronomie angegeben werden, einen Ueberſchlag, was der Morgen jeder Ackerklaſſe werth ſey, am beſten nach proportionalen Zahlen. Man ſetzt z. B. Boden der erſten Klaſſe zu 10, der zweiten zu 8, der dritten zu 6, der vierten zu 4, der fuͤnften zu 2, und der ſechsten zu 1 an, wenn eine ſolche Differenz nach jenen Regeln begruͤndet iſt. Nach dem Antheile, den jeder Schlag oder jedes Feld nun von jeder Bodenart hat, beſtimmt man deſſen Werth, und man kann ſich nach der Weiſe der Englaͤnder, dieſer Beſtimmung nachher bedienen, um eine vollſtaͤndige Produktionsrechnung von jeder Abtheilung zu machen. Denn eine Produktion kann dadurch um ſo vortheilhafter ſeyn, daß ſie auf einem Boden von geringerem Werthe bewirkt wird. Wenn man will, kann man jedoch bei dieſer Taxation der Laͤndereien auch auf andere Umſtaͤnde als die Beſchaffenheit des Bodens Ruͤckſicht nehmen, und muß dann z. B. ein vom Hofe entferntes Feld geringer anſchlagen, als ein rnahe gelegenes, wenn bede auch von gleicher Veſchaffenheit des je auf einer ede Att dan n Waßer zu Darſtelung— ſig de e— man ſolche .— g beſtimn⸗ 2 fuͤglich zu⸗ 1 timmte und fkalkolumne zu ſtehen. nn in einer n gemacht, den Schlaͤ⸗ ate Meeſch⸗ ſo muß auch Horizontal⸗— rBeſchaffen⸗ licheiten deß echnung der ung taxiret. den gebuͤh⸗ Landereien. gronomie beſten nach der dritten 3 iferenz nach—— un von jedde ander, dieſe 1 Abtheilung z einem Boden eee Umſtaͤnde fe entferntes afeenheit des Erſter Band. Seite 130 gegenuͤber. Schlag I. Boden Boden Boden Boden Boden Wege⸗„ Num mer lIſter 2ter 3ter ater 5ter Wieſen Gra⸗ Pfuͤhle 5 Durchſchnitts⸗ und Klaſſe Klaſſe Klaſfe Klaſſe Klaſſe zu 3. ten He zu o. E werth. zu 10. zu 8. zu 6. zu 4. zu 1. cken z.0 N am en de r F elde ⁰. Jochart Jochart Jochart Jochart Jochart Jochart Jochart Jochart 2 p. Jochartli. Ganzen 1 Das Raſenfeld.— 124.12————— 3— 23 4 812½2 2021 2) Der hohe Block.= I4 IbeSee— 324 632 2287 3) Der Keil... 15½—————— 1 ½ 16 ¾ 9¼ 157 4) Das Obergewende.— 31—— 1 ½³6——[32178 74 250 ½ 5) Das Untergewende. 154 143—————— 30 913 273 . 4— 11352 1100 ———————ꝛ— JochartJochart Fochart Jochart Jochart Jochart Jochart Jachart Jochart P. Jochartſi. Ganzen 1) Das Steineland. 88 3 432 3) Die langen Stuͤcke.—— 40————4— 403 6 243 3) Am alten Teiche..——— 42———— 423 4 171 .* 133³ 815 Der Schlag l. iſt hier zwar beinahe von gleicher Groͤße, aber von ungleich geringerem Werthe, wie Schlag J. Den Produktionen auf Schlag II. kann um ſo viel weniger als Landrente zur Laſt geſchrieben wer⸗ den. Die Ungleichheit iſt uͤbrigens nur des Beiſpiels wegen greller angenommen ,als ſie bei einer guten Feldeintheilung ſeyn duͤrfte. —, 5 Perths al ADY vr Vlleii hter Atrunda an An e Guts u uhnuu vllen votß ſcratund Aud dahh dGots, de u Krugpäch m und viele ndudſchi hheioſung zonnwüdden hemerei, d wmals Ger jihriche Re dana dur zo Der hat, ſo w Wert jedes iſiameen nac da bagechu Kif ülegen, od dieten Jah Rien derd Aütefts⸗ Fantariund. keedit de lefert hat talverth de innt t auszur in Vetth de . Nijſc niſchaft be ſotl verge nn ſwur lt Landwirthſchaftliche Buchhaltung. 139 Dieſen ausgemittelten Werth eines jeden Stuͤcks und des ganzen Schlages kann man dann der Tabelle in einer beſondern Kolumne hinzufuͤgen. Es verſteht ſich, daß, ſo wie die Ackerlaͤndereien, auch Wieſen, Weiden, Holzungen, Torfmoore und andere nutzbare Grundſtuͤcke taxirt werden, und von dem Werthe des Ganzen ihren Theil uͤbernehmen. In Anſehung der wirthſchaftlichen Gebaͤude aber, deren Werth man zum Grundkapitale D gegenaͤber des Guts zu rechnen pflegt, halte ich es fuͤr zweckmaͤßiger— wenn man ihren Werth auch beſonders — aufgenommen haͤtte— ſolche mit auf die nutzbaren Laͤndereien zu vertheilen, indem ſie nur um dieſer willen vorhanden ſind und den Ertrag derſelben bedingen. Daß das Lagerbuch eine vollſtaͤndige Be⸗ ſchreibung dieſer Gebaͤude und ihre Werthſchaͤtzung enthalte, verſteht ſich. Zur Erlaͤuterung diene nebenſtehendes Schema. — djſchnits.§. 229.. ei Das Lagerbuch enthaͤlt ferner eine genaue Rachweiſung aller nutzbaren Gerechtigkeiten Inhalt des eelt.Ganan des Guts, der beſtimmten und unbeſtimmten Gefaͤlle, der Frohnden, der Zehnten, der Muͤhlen⸗ Grundouche. 2 203 und Krugpaͤchte, des Bier⸗ und Branntweinbrennereiurbarium, d. h. des Rechts, dieſe zu verferti⸗ 81 2251 gen und vielleicht in einem gewiſſen Zwangsdiſtrikte ausſchließlich zu verkaufen. Die Gefaͤlle werden 4 57 im Durchſchnitt geſchaͤtzt, die Gerechtigkeiten aber nur als ſolche und nach der Rente, die ſie durch 1250 Ueberlaſſung an andere, ohne ſie ſelbſt zu betreiben, mit vollkommener Sicherheit und ohne Riſiko 151 273 geben wuͤrden. Denn der Vortheil, der aus dem eigenen Betriebe einer Brauerei oder Branntwein⸗ 110) brennerei, des Muͤhlengewerbes u. ſ. w. hervorgeht, kann nicht als Rente vom Grundwerthe, ſon⸗ dern als Gewerbsprofit betrachtet werden. Wird ein ſolches Gewerbe betrieben, ſo hat es ſeine eigene jaͤhrliche Rechnung oder Rubrik im Hauptbuche, und es muß dem Grundkapitale diejenige Rente dann nur zu gut gerechnet werden, die es ohne eigenen Betrieb davon haͤtte ziehen koͤnnen. Der Werth des ganzen Guts oder die Groͤße des Grundkapitals geht dann aus der Summe des Sariſ. Gannen Werths aller dieſer nutzbaren Stuͤcke hervor. Oder aber, wenn man jenen als bekannt angenommen — hat, ſo wird er auf dieſe einzelnen Pertinenzien nach gebuͤhrendem Verhaͤltniſſe repartirt, und der , 3 Werth jedes einzelnen ſomit beſtimmt. Es verſteht ſich aber, daß die ſammtlichen Laſten,— die be⸗ — nl ſtimmten nach ihrer wahren Groͤße, die unbeſtimmten nach einer Fraktion— vorher abgezogen werden. 815 Das Lagerbuch muß auch uͤber dieſe die genaueſte Nachweiſung enthalten. — 4 §. 230. Schlag. Es iſt ſehr nuͤtzlich, in dieſer ſtehenden Buchhaltung oder dem Lagerbuche eine Kapitalrechnung Grundkapitals⸗ ben bwer⸗ anzulegen, oder eine Abrechnung mit dem jaͤhrlichen Wirthſchaftsbetriebe, um zu uͤberſehen, was Rechnung. beieiner dieſer von Jahr zu Jahr eingebracht habe, und um wieviel das Vermoͤgen dadurch vermehrt ſey. In der Form der doppelten Buchhaltung kommen in dieſem Lagerbuche auf das Debet der jaͤhrlichen — Wirthſchafts⸗Verwaltung zu ſtehen die jaͤhrlichen Zinſen von dem Kapitalwerthe des Guts und des Inventariums, ſo wie das, was derſelben an baarem Gelde etwa vorgeſchoſſen worden. Auf das Credit derſelben kommt aber zu ſtehen, was ſie an Gelde und an Raturalien dem Eigenthuͤmer ab⸗ geliefert hat; ferner auch was an daurende Meliorationen verwandt worden, oder um wieviel der Ka⸗ pitalwerth des Guts dadurch vermehrt ſey. detzteres moͤchte in manchen Faͤllen wohl nicht ſogleich be⸗ ſtimmt auszumitteln ſeyn, und deshalb begnuͤgt man ſich, nur die Koſten dieſer Meliorationen oder den Werth der darauf verwandten Arbeiten, wenn dieſe auch allein durch die gewoͤhnlichen Kraͤfte der Wirthſchaft bewirkt werden, zu berechnen. Da aber durch dieſe Meliorationen das im Gute ſteckende Kapital vergroͤßert worden, ſo werden im folgenden Jahre die Zinſen dafuͤr der Bewirthſchaftung, und zwar billigerweiſe hoͤher(wenn das Grundkapital zu 4 Prozent angeſetzt iſt, dieſe zu 6 Prozent) S 2 1146o6 Lendmieth haftiche Buchhaltung. 7 berechnet. Mit dieſem Conto im Lagerbuche harmoniren dann die Kapital⸗Contos der jaͤhrlichen Hauptbuͤcher des Wirthſchaftsbetriebes, oder jenes wird nach dieſem formiret. Dieſes Conto ſteht z. B. folgendermaßen: Die Adminiſtration des Guts. Debet 5 Creclit Flor. Xr. Flor. Tr. 1803— 4. 1803— 4. 1 Zinſen von 100,000 Flor. An-⸗ hAögeliefert an den Eigenthuͤmer 1 200— — kaufskapital à 4 Prozent 4000— n nachgewieſenen Meliorationen 3800— G. 1804— 1804— 5. Zinſen vom Ankaufskapital à 4 Pro⸗ AAbgeliefert an den Eigenthuͤmer 3500— zent... 4000— An nachgewieſenen Meliorationen 2000— Zinſen von angelegten Melioratio⸗ 3 4 nen à 6 Prozent. 228— 1 1805— 6.— S 1805— 5. 7 Zinſen vom Antaufstapital d 4 Pro- Abgeliefert an den Eigenthuͤmer 4200— zent... 4000— An nachgewieſenen Meliorationen 1600— Zinſen von angelegten Melioratio⸗ 12 nen, 5800 Flor. à 6 Prozent 348— 4 1806— 7. 1 1806 7. Zinſen vom Ankaufskapital à 4 Pro⸗ Abgeliefert an den Eigenthuͤmer 6550 zent... 4000—(An nachgewieſenen Meliorationen 800 Zinſen von angelegten Melioratio⸗ nen, 7400 Flor. à 6 Prozent 444— 1807— 8. 4 1807— 8.. Zinſen vom Ankaufskapital 44 Pio⸗. Abgeliefert an den Eigenthuͤmer 8500 zent... 4000— An nachgewieſenen Meliorationen 500 Zinſen von angelegten Melioratio⸗ nen, 8200 Flor. à 6 Prozent 502— 1 8 — 21522— 32650 Saldo der Adminiſtration 11128— 32650— „ mnh 1 rauc de naut de Fautkdat ännte⸗u Ale Gecbͤudn, nnxnuh luc faeradf fbtes; Bu Duuch der t the den jj ſaler d ma ſeſch uder dherſeht, gehungen, d Aosg des and Volſſtͤnd der Wirt Beweis un er vollkom. die dntſchieden ſtzen. Es wan kann aden n ſeit änge neben ve ſtimmth ſinn dore beingen, nithſcha kel ſich b ſit. Uer de und z Aenheit no der jaͤhllichen 8 Conto ſeet 50 /— 00— Landwirthſchaftliche Buchhaltung. är §. 231. Ferner enthaͤlt das Lagerbuch eine Geſchichte oder Chronik des Guts, worin alles, was auf ſei⸗ nen Werth und ſeine Gerechtſamen Bezug haben kann, jaͤhrlich eingetragen wird. Insbeſondere wer⸗ den auch die gemachten und dem Kapitalwerth, nach vorſtehendem§., berechneten Meliorationen hier genauer beſchrieben. Auch Nachrichten von den Preiſen der Produkte, von der Witterung und der Fruchtbarkeit der Jahre, von der vormaligen Benutzung des Guts, Auszuͤge aus aͤltern Ausſaats⸗, Ernte⸗ und Ertrags⸗Regiſtern finden hier Platz. Alle erheblichen Veraͤnderungen, die ſowohl mit der Eintheilung der Laͤndereien und mit den Gebaͤuden, als auch mit den Gerechtſamen des Gutes vorgenommen worden, werden jaͤhrlich einge⸗ tragen und in Anſehung der letzteren auf die daruͤber ausgefertigten Dokumente verwieſen. Auch koͤnnen in dem Lagerbuche merkwuͤrdige Notizen und Erfahrungen, die auf die Bewirth⸗ ſchaftung deſſelben ſpeziellen Bezug haben, aufbehalten werden, wenn man dafuͤr nicht etwa ein be⸗ ſonderes Buch haͤlt. 8 Durch ein ſolches Lagerbuch hinterlaͤßt man der Nachkommenſchaft einen wichtigen Schatz. §. 232. Der zweite Theil der Buchhaltung beſteht in der jaͤhrlich abzuſchließenden Rechnungsfuͤhrung uͤber den jaͤhrlichen Betrieb des landwirthſchaftlichen Gewerbes mit Anzeichnung aller darauf Bezug habenden Notizen. Dieſe Rechnungsfuͤhrung iſt um ſo vollkommener, je mehr ſie ſich uͤber Alles ausdehnt, je weniger ſie von dem, was auf den Erfolg des Gewerbes Bezug hat, Chronik des Gutés 4 Jaͤhrliche oder Wirthſchafts⸗ Betriebsrech⸗ nung. uͤberſieht, und je klarer und beſtimmter ſie jedes einzeln, aber im Zuſammenhange und in ſeinen Be⸗ ziehungen auf das Ganze angiebt. Sie muß deshalb eine Nachweiſung nicht nur von der Einnahme und Ausgabe des Geldes und der Naturalien, ſondern auch von der Verwendung der Arbeit und jedes andern auf den Erfolg Einfluß habenden Dinges, z. B. des Miſtes, enthalten. Die moͤglichſte Vollſtaͤndigkeit dieſer Rechnung iſt eine weſentliche Bedingung fuͤr den moͤglich vollkommenſten Betrieb der Wirthſchaft, und dieſer kann ohne jene unmoͤglich erreicht werden, oder es giebt wenigſtens keinen Beweis und keine Sicherheit, daß er erreicht worden ſey, und folglich auch keine Nachweiſung, wie er vollkommener eingerichtet werden koͤnne. .§. 233. Die Formen dieſer Buchfuͤhrung koͤnnen mannigfaltig ſeyn. Bis jetzt iſt es wohl noch nicht entſchieden, welche die zweckmaͤßigſte und vollkommenſte ſey, vermuthlich, weil wir dieſe noch nicht be⸗ ſitzen. Es laͤßt ſich daher bis jetzt noch keine ganz allgemein und unbedingt anempfehlen, ſondern man kann zureichende Gruͤnde haben, nach den Verhaͤltniſſen der Wirthſchaft und des Wirthes eine andere zu waͤhlen, als man fuͤr die beſſere erkennt. Wir haben der Vorſchlaͤge und Formeln dazu ſeit einiger Zeit viele erhalten, deren Kritik uns hier zu weit abfuͤhren wuͤrde, in welchen ich aber neben vielem Zweckmaͤßigen und Scharfſinnigen doch immer noch Luͤcken, Schwierigkeiten und Unbe⸗ ſtimmtheiten antreffe. Dies muß uns nicht wundern, wenn wir bedenken, wie viel Fleiß und Scharf⸗ ſinn darauf verwandt worden, die kaufmaͤnniſche Buchfuͤhrung zu ihrer jetzigen Vollkommenheit zu bringen, und daß dennoch auch daruͤber die Meinungen noch getheilt ſind. Die vollſtaͤndige land⸗ wirthſchaftliche Buchfuͤhrung hat aber Schwierigkeiten, die ſich bei der kaufmaͤnniſchen nicht finden, weil ſich bei dieſer alles leichter auf einen gemeinſchaftlichen Maaßſtab, naͤmlich das Geld, reduziren laͤßt. Uebrigens iſt es nicht zu verlangen, daß ein mit der Landwirthſchaft ſich praktiſch beſchaͤftigen⸗ der und zugleich wiſſenſchaftlicher Mann das Studium hierauf verwenden ſolle, welches dieſe Angele⸗ genheit nothwendig erfordern wuͤrde, wenn man zur Erfindung des moͤglich zweckmaͤßigſten und voll⸗ Mannigfaltige Formen. 1422 andwirthſchaftliche Buchhaltunn. kommenſten darin gelangen wollte. Andere aber, die ihre Zeit und Kraͤfte insbeſondere dem Rech⸗ nungsweſen gewidmet haben, beſitzen— wenigſtens iſt mir bis jetzt noch kein Fall bekannt— nicht die allgemein umfaſſende Kenntniß und klare Anſicht von dem hoͤhern und rationellen Betriebe der Landwirthſchaft, oder uͤben ſie doch nicht praktiſch aus. Das letztere aber ſcheint mir noͤthig zu ſeyn, um die Methode wirklich an verſchiedenen komplizirten Wirthſchaften verſuchen zu koͤnnen, weil ſic de bei der Ausfuͤhrung oft Schwierigkeiten ergeben, die man ſich bei der Theorie nicht denkt. Da es uns alſo an einer vollkommenen Methode noch fehlt, ſo werde ich hier eine Ueberſicht von mehreren und von den verſchiedenen Theilen, woraus ſie zuſammengeſetzt ſind, geben; woraus ſich nun ein jeder diejenige, welche ſeinen individuellen Verhaͤttniſſen und Zwecken am angemeſſenſten ſcheint, auswaͤhlen und zuſammenſetzen kann. In der Praxis kann in manchen Faͤllen eine minder vollkommene vorzuziehen ſeyn, weil ſie den beſondern Zweck, den man hat, hinlaͤnglich erreicht, dabei aauch leichter faͤlt, und uͤberhaupt etwas Unvollkommneres gut und vollſtaͤndig ausgefuͤhrt beſſer iſt als ein hoͤheres Ideal, welches man aber nicht erreicht. ¹ F. 234. Die gewoͤhnlich⸗ Die gewoͤhnlichſte und unter dem Namen der landwirthſchaftlichen Regiſterfuͤhrung be⸗ ſte oder die ſo⸗ genannte Regi⸗ kannteſte Art iſt folgende: ger⸗ Norm. Außer dem Journale und Manuale hat man drei Hauptbüͤcher No. 1. fuͤr die Geldrechnung. aAnnat No. 2. fuͤr die Getreide⸗ und andere Naturalienberechnung.. No. 3. fuͤr die Viehberechnung. §. 235. Beſeh aus: Der erſte Theil der Geldrechnung enthaͤlt gemeiniglich die Einnahme, der Wweite die Ausgabe. rechnung. Zu beiden pflegen die Seiten ſo liniirt zu ſeyn, daß in der erſten Kolumne zur linken Hand Monat und Tag, in der zweiten die Nummern der Belege, wo ſolche Statt finden, ſtehn. In der(-= 1 Mitte dann die Poſten, und rechts eine doppelte Geldkolumne von Flor. und Kreuzern. In der erſten dieſer Geldkolumnen kommt der Betrag der einzelnen Poſten, in der zweiten aber der Betrag der Einnahme oder Ausgabe monatlich addirt. Um die Sache ganz deurlich zu machen, ſiehe hier die 8 monatliche Kinohme an baaren Gefaͤllen und fuͤr Rocken:— 4 die N man dechind 3 Aanen pien 4— 4 1) Ad 8 2) Für . Lin) 2 5ir b 3 3 9* Fir ) Für be des n ) Für be ¹) bon ——— ——— dem Rec⸗ kt— nicht etriebe der hig zu ſeyn, weil ſih hei berſicht bon woraus ſch gemeſſenſten ine mindet icht, dabei t beſſer iſt rung be⸗ die Ausgabe. linken Hand dn. In der n. In der der Betrag ehe hier die Landwirthſchaftliche Buchhaltung. Einnahme Monat. Belege. an baaren G efaͤllen. Flor.] xr. Flor. Kr. Julius 1. Kaſſenvorrath beim Aesbns der vorigen Rech⸗ nung. 210 16 Fuͤr bertauſtes Wieſehen an den Schutzen 3 zu N.*. 64 13 Fuͤr Grundzins von dem Muͤller N.. 4 18 Grundzins vom Schmidt 3— Fuͤr vermiethetes Kertoffelland abſchlaͤglich laut des beſonders daruͤber gefuͤhrten Buchs 12 12 Ruͤckzahlung der Feuerkaſſengelder vom Schmidd und Muͤller.... 6 18 — p. Julius 302 5 Monat. Fuͤr Rocken. Mtz.[Maͤß Flor.] xr. Flor.] Xr. Januar 1. 72— An den Muͤller N. zu N. 4 3 Flor. 216— — 16— An den Amtmann N. zu N. à 3 Flor. 1 16 Rr...... 52² 16 — 15.] 192— ſan den Kornhaͤndler N. zu N. 32 —— 4 Flor..** 768 — 2 3. 1—(An den Tageloͤhner N. à 2 Flor. 2— P. Januar 1038 16 Die. Artikel der Geld⸗ Linnahme ſind nun r nach der Art der Wirthſchaft verſchieden, und man verbindet oder trennt ſelbige, je nachdem man ſie mehr vereinigt oder mehr abgeſondert vor Augen haben will. Eine jede hat aber ihre eigene Rubrik oder Titel. 1) An baaren Gefaͤllen. 2) Fuͤr Getreide, und dann jede Art beſonders, als Weizen, Rocken, Gerſe⸗ Baier⸗ Erbſen, Linſen, Hirſe, Buchweizen u. ſ. w. 3) Fuͤr Klee⸗, Lein⸗ und andere Saamen, und fuͤr Handelsgewaͤchſe. 4) Fuͤr Obſt und Gartengewaͤchſe. 5) Fuͤr verkauftes Vieh, Pferde, Ochſen, Käͤhe, Schweine, Kaͤlber, Federvieh, Schafe, je⸗ des mehrentheils auf einem beſondern Folium. 6) Fuͤr verkaufte thieriſche Produkte: 2a) von der Molkerei, Butter, Kaͤſe, Milch; Gewoͤhnlich ſind ſie folgende: 2) Der Natu⸗ ralien Rech⸗ nung. 144 Vundwirhihaftice Bucha tung. b) von der Schaͤferei, Wolle, Felle; 4 c) von der Bienenzucht. 7) Fuͤr Iſt eine kleine Brauerei und Branntwe kauft wird, oder irgend ein anderes Gewerbe, Iſt aber der Betrieb eines ſolchen Gewerbes betväͤchtlich ‚„ ſo pflegt man i haltung und Kaſſe zu geben. Insgemein, worunter zufaͤllige Einnahmen, die unter einer andern Rubrik keinen Platz haben, z. B. Schadenserſtattungen u. dgl. zu ſtehen kommen.— inbrennerei mit der Wirthſchaft verbunden, woraus ver⸗ woraus man Geld loͤſ't, ſo erhaͤlt es hier ſeine Rubrik. ihm wohl ſeine eigne Buch⸗ Der zweite Theil der Geldrechnung oder die A us gabe hat gewoͤhnlich folgende Rudrifens 1) An den Eigenthuͤmer abgeliefert und fuͤr denſelben ausgelegt. 2) Fuͤr Baumaterialien.— 3) ⸗ ◻ — v — NN N N N - ‿ .S, V⸗ X N R — ₰ — N N A N L8S XXXXX Abreitslohn beim Bau. Arbeitslohn fuͤr den Garten. Arbeitslohn in der Wirthſchaft. Arbeitslohn bei Meliorationen. Geſindelohn und Salarium. Eiſen und Naͤgel. Nutzholz. Brennholz und Torf. Deputatholz. Pferde. Rindvieh. Schweine. die Schaͤferei. Schmidtarbeiten.—. Stellmacherarbeiten. Schloͤſſerarbeiten. Sattlerarbeiten. Boͤttcherarbeiten. Zimmermannsarbeiten. Schreibmaterialien und Porto. Diaͤten und Reiſekoſten. Zoll und Acciſe. Abgaben und Gefaͤlle, Armengeld. Feuerkaſſengeld. Konſumtibilien und die Hauswirthſchaft. Insgemein, wie die Ueberſchrift gewoͤhnlich zu lauten pflegt fuͤr Ausgaben, die unter keine der uͤbrigen Rubriken zu ſtellen ſind. Die Rekapitulation der Einnahmen und Ausgaben fuͤr alle Artikel in jedem Monate aufs ganze 4 Jahr ſtellt man am beſten tabelarſſch dar, wie nebenſtehendes Schema zeigen wird. No. 2. Das Getreide⸗ und Naturalien⸗ Rechnungsbuch hat zuvorderſt Rubriken für jede Art von Getreide, in welchen man zweckmaͤ aͤßig die Einnahme und Ausgabe in jedem Monate geden §. 236. keinen Pag woraus der. ſeine Rubr ne eigne Auh e Rubriken: en, die unter keine V Monate ufs ganze d. nidert Rutkn in jede 4m gegen Erſter Band. Seite 144 gegenuͤber. Ausgabe Julius. Auguſt. September. Oktober. November. December. Januar. Februar. Maͤrz. April. Mai. Junius. Summa. Flor.] Xr. Flor.] Er. Fler.] Er. Fler. xr. Flor. Er. Flor.] r. Flor.!*r. Flor.] Er. Flor. Er. Flor. r. Flor. xr. Flor.] r. Fler.] r. AÄn den Eigenthuͤmer.——— 8————————— 000— 00 Arbeitslohn in der Wirthſchaftt 112 16 214 8 96 12 142— 356 12 36 18 32 12 40 I8 52 6 490 12] 62 16 354 6 947 16 Arbeitslohn bei Meliorationen———— 64 8 30] 6 3o 8—=— 45 20 10 33 4 4 2—— 292 50 Geſindelohn und Salarium———— 12 8———— 130 12———[125==——= 130— 510 20 Juͤr Eiſen..... ä[4 4Z2-922 6——————— 126 10 Fuͤr die Schäͤferei. 8 12—— 2 18—— 4 6———· 8 12—— 3 4 22 10 353 2 Schmiedearbeit 10 8 6 4 2 6—— 15 8 4 10—— 12 6 14 9 5 6 18 2 4 9ſ106 8 Stellmacherarbeit... 18 4——— 20 6 9 11— 15 6—— 4 4—— 28 2 94 32 Tonſntibiien....—— 32 6 9 1o 10 12 4 6— 33 83—— 16 12—— 28 10—— 133 4 u. 4 w.* 4 S—. Summal 148 40 252 18 385. 48 209 42 1.114 44 174 46 l. 55.20 164 48 265 40 1 9I 26 IISI I.34 7238.,27 19263 1 22 Einnahme. Julius. Auguſt. September. Oktober. November. December. Januar. Februar. Maͤrz. April. Mai. Junius.[Summa. 8 Flor.] Er. Flor. xr. Flor.] Xr. Flor. Er. Flor. xr. Flor.] r. Flor.] Er. Flor.] Er. Flor.1 Er. Flor.] Fr Flor. Er. Flor.! Er. Flor.] Nr. Baar...... 302 5 200— 300%—— ſ=———— 76 8———————— 878] 13 Fuͤr Weizen....-——— 56 S8S——j=-= 12 4— 3—— 66 16———— 624 28 Fuͤr Rocken....-——-———————[1036 16—— 540— 730 12 440 18—— 2746 46 Fuͤr Gerſte.....—————— 280 12 120 8 210 4—————— 260 12 3510 16 220—[1600 32 Fuͤr Erbſen..... 20————ß—— 320 16 176 4————[312 1 16——————— 164 8 92 44 Fuͤr Maſtochſen...————-—-—————— 890——— 750———[320— 1960— . Fuͤr Hammel....—————————————————— 630 12———— 630 12 Fuͤr Wolle.....-————-—-——-—--————=—— 1320— 1320— Fuͤr Butter. 18 4 15 12 20 3 25 16 28 14 30 6 24 4 27 6 43 8 40 4 45 6 60 8 376 36 Fuͤr Kaͤlber.....-—= 3zo—— 20 4—— 0„ 3—-—---——- 90 24 u. ſ. w. 1— 4 Summa 340 9 215 12 376 16 655 56 324 26 232 18 2026 28 709 30 1333 8[1726 56 1315 40 1764 16[11220 15 Ausgabe..... 1 1481 40 252 18 385 48 1 209 1 42 1 1141 441 174 46 65 20 164 48 1 2651 491 91 26 151 34 7238 27 9263 22 Bleibt Beſtand l 19561 53 Erſter Band. Seite 145 gegenuͤber. A. Nonae Einnadme 4 Einnahme an Rocken. und Ausgabe an Rocken. Beſtand. Auf⸗ Dreſcher⸗ Auf— Monat. Abdruſch. Mandeln. gemeſſen. lohn. ſdem Boden. Einnahme. Monat. Ausgabe. Metz. Maͤßl. Metz. Maͤßl. Metz. Maͤßl. M tz. Maͤßl. Metz. Maͤßl. September 6. Hans und Curth. 17 18[— 1 2 16 14 BZeſtand vom Monat Aug. 160 4 Septbr. 5Zum Brodtkorn 24— ⸗ 10. Schulze und Bruͤning. 19 22— 1 6 19 10[innahme. 70 7- 14 Deputat dem Meier. 3— 2 15. Durch Hofedienſte. 16 18—18 2.— Ausgeſaͤt 140— 4 20. Hans und Curth.. 14 17— 1 1 15. 15— 1 . 66 75— 39 70 7 Summa 230 11 Summa 167— 4 4 4 4 3 7 167— 4 Bleibt Beſtand’ 63 11 . B. 3 . Getreide⸗ Ausgabe fuͤr M Hauswirthſchaft. 3 Gerſe gaf . u Gruͤtze u. afer Monat. Weizen. Rocken. Gerſte. ue rien zu Gruͤtze. Erbſen. Hirſe. Buchweizen. Linſen. 3 1 Metz.] Maͤßl. Metz.] Maͤßl. Metz.] Maͤßl. Metz.] Maͤßl. Metz.! Maͤßl. Metz.] Mäßl. Metz.! Maͤßl. Metz. Maͤßl. Metz.] Maͤßl. 8 Ptuguſt. 3— 20—7222=l2=5== September 2 4 1[ 5 6 2 5 2 2 r=— 3— 4— 1 Oktober.. 2— 18— 4— 2— 2— 11—— 3———-— November.. 2 2 18— 4 2 1 8 2— 1 2— 4— 2— 3 December.. 1 14 18— 4 61 1 114 2— 14— 5— 4—— uU. ſ. w. 4 8 1 1 Summa]13 4 1 111— 31— 13 5 12 5 6 12 1 11 11 9— 5 C. Trrfanfte. Getreideim Hahre 1809 bis 10. Datum. An wen und wohin. Weizen. Rocken. Gerſte. Hafer„ Erbfen. Linſen. Buchweizen. Hirſe.— Metz. Maͤs Metz.] Maͤß. Metz. Mͤß. Metz. Maͤk. Metz. Mäß. Metz. Maͤhß. Metzz]Maͤß. Metz. Maͤß. Flor.! Kr. December 14 An den Muͤller N. zu N.. 127— 255————————————— bezahlt 1430— . ⸗ 24 Auf dem Markte zu N....—————— 160——— 20————— bezahlt 353— Januar 18 An den Amtmann N. zu N..———— 50o—-————-— 30——— auf Rechnung—— Februar 5 An den Kornhaͤndler N...—— 180————— 64——————— desgleichen—— 17 Auf dem Markte zu N[130——— 2———--—-—— 122— bezahlt 800— ⸗ 263An den Baͤckermeiſter N. zu N.—— 1001————————————— bezahlt 320]/— 4 28 An den Brauer N. zu N...———— 77—————————— auf Rechnung—— u. ſ. w. Summa 257 1— 1 33531— 162— 1060-— 1 64— 20— 1 30— 12— „ Sucr enauer be jander iber ſel — 4 fdee Weſe, gfdiee Peſſer nten Suttet mm, inſhern liche dun olgai andein Sehrute Shema d getii da un lrta eingetame Dw Ged it hie faben ſdemn Knn der deeem an d nuus, Thirarzt, S aup an den Schmidt, das Getredde f Widd eine herr ſturich hre beſondert teide unter de beſon Eine beſonder daarten, mit Bemer ſan hat auch hjer i Ein Anhang Bemerkung der E Nach dem G Min⸗und fleehe vas weiter in der W 5 Fa. z. Die! lWTreicniß der eie der Itt oder Race, liahres, B. von de wne Nan 1 La . eiſ —, 4 4 gegenäͤberſtehen in Bemert ungenb dungen be gſi Thei. Landwirthſchaftliche Buchhaltung. 145 gegen einander uͤber ſtellt, und immer einen monatlichen Abſchluß uͤber beides und uͤber den Beſtand macht, auf die Weiſe, wie nebenſtehendes Schema A zeigt. Auf dieſe Weiſe vertritt es zugleich die Stelle eines Scheunenregiſters. Die Einnahmerubrik auf der rechten Seite enthaͤlt auch die eingenommenen Getreidepoſten, welche nicht aus den Scheunen kom⸗ men, in ſofern ſolche vorfallen, z. B. Zinskorn oder angekauftes. Dann folgen in beſondern Rubriken die Ausgaben von ſaͤmmtlichen Getreidearten zu jedem be⸗ 3 ſondern Gebrauche. Sie koͤnnen ſehr zweckmaͤßig tabellariſch gemacht werden, wie nebenſtehendes Schema B. der Getreideausgabe fuͤr die Hauswirthſchaft oder Konſumtion zeigt. Das zum Verkauf ausgemeſſene Getreide wird ebenfalls tabellariſch nach beiliegendem Schema C. eingetragen. Das Geld iſt hier nur der Notiz und Ueberſicht wegen angezeichnet, befindet ſich aber in dem Geldbuche genauer berechnet. Es folgen ſodann die uͤbrigen Getreideausgaben nach ihren verſchiedenen Rubriken, z. B. Meß⸗ korn oder Decem an den Prediger und Schulhalter; beſtimmte Korngehalte z. B. an den Arzt und Chi⸗ rurgus, Thierarzt, Schornſteinfeger; ferner an die Deputatiſten, die Hofmeier, Hirten, Schaͤfer, auch an den Schmidt, wenn die Erhaltung der Pfluͤge und Eggen mit ihm verdungen iſt. Das Getreide fuͤr die Ackerpferde kann ebenfalls tabellariſch eingetragen werden. Wird eine herrſchaftliche Wirthſchaft gefuͤhrt, ſo haben die Kutſch⸗, Luxus⸗ und Gaſtpferde na⸗ tuͤrlich ihre beſondere Rubrik. Auf gleiche Weiſe wird nun auch das dem uͤbrigen Viehe gegebene Ge⸗ treide unter die beſondern Rubriken des Schweine⸗Maſt⸗ und Federviehes verzeichnet. Eine beſondere Rubrik enthaͤlt dann das wichtige Objekt der Ausſaat der verſchiedenen Getrei⸗ dearten, mit Bemerkung des Tages und der Stuͤcke, wann und wo ſie geſchehen iſt. Jede Getreide⸗ art hat auch hier ihr beſonderes Folium. Ein Anhang, welcher das Verzeichniß des eingeernteten Getreides nach Mandeln angiebt, mit Bemerkung der Scheunen und Taſſe, wo es eingefahren iſt, pflegt die Getreiderechnung zu beſchließen. Nach dem Getreide folgt die Einnahme und Ausgabe anderer vegetabiliſchen Produkte, z. B. des Wieſen- und Kleeheues, der Kartoffeln, Ruͤben, Moͤhren, Kohls, Banfes, Flachſes, Mohns, und was weiter in der Wirthſchaft gewonnen wird. §. 237. wo. 3. Die Viehberech nung in einem beſondern Buche enthaͤlt zuvoͤrderſt ein genauekes: 3) Verzeichniß der einzelnen Stuͤcke jeder Viehart nach ihren Nummern und Namen, mit Bemerkung ih⸗ rer Art oder Race, Alters, Tugenden oder Fehlern, und ihres Werthes beim Antange des Rechnungs⸗ jahres, z. B. von den Kuͤhen auf folgende Weiſe: Art Tugenden Nummer. Namen. oder Alter. oder Eruhida g dheben Race.. Fehler. 2 1. Wachtel. Landrace. 7 Jahr. Milcht gut, 60 Fl. Den 28 De⸗ aber kurz. cember. 2. Zeiſig. Hollaͤndiſcher 8 Jahr. Ausgezeichnet 100 Fl. Den 6 Fe⸗ Race. gut. bruar. Die gegenüberſtehende Seite bleibt offen, um noch bei jedem Stuͤcke die im danfe des Jahres gemach⸗ ten Bemerkungen beizuſchreiben. Erſter Theil. T f Der Vieh⸗ rechnung. 3 1 4 Landwirthſchaftliche Buchhaltung. 2 8 Auf eine aͤhnliche Weiſe wird von einer jeden andern Viehart ein Verzeichniß angefertigt. Dann folgen die monatlich en Viehrechnungen in Ruͤckſicht des folgendem Schema, in welchem die Rummern Bezug haben auf jenes Inventarium: Zuwachſes und Abganges nach Viehrechnung vom Monat Julius 1808. 14—— Beſtand A 1 3— born Zuwachs. Abgang. Beſtand. WMonat Junius. 1 No Stuͤck. Stuͤck— Stuͤck. Stuͤck. 1 Pferde 16 16— 2 Fäͤllen von 1806 2—. 4 3 Fällen von 1807 3 3— 3 4 Ochſen.. 29 verkauft No. 3 u. 5 2 27 5z Kuͤhe. 40 geſtorben No. 40 1 39 6 Bullen.. 2 2 7 Ferſen von 1806 5 3 8 Ferſen von 1807 6 3 6 9 Große Schweine 22 24 10 Mitttlere dito 16 geſchlachtet.. 1 15 11 Ferkel.. 30 30 12 Gänſe.. zo 50 13 Enten.. 3z0 30 14 Huͤner. 60 60 Die Schaͤferei pflegt ihre beſondere Rechnung zu haben, damit man den Abgang jeder Art ge⸗ nauer angeben koͤnne. Dies iſt insbeſondere noͤthig, wenn die Schaͤferei aus verſchiedenen Racen be⸗ ſteht, oder Schafe von verſchiedenen Graden der Veredlung enthaͤlt. Dann folgt die Einnahme und Ausgabe der ſaͤmmtlichen thieriſchen Produkte, was z. B. an But⸗ ter, Kaͤſe, Milch, ferner an Wolle, Eiern, Honig und Wachs u. ſ. w. gewonnen, verbraucht und verkauft iſt. Auch die Haͤute, welche vom eingenommen ſind, haben hier ihre Rubrik. Schlachtvieh, und die Sterbefelle, welche von Schafen Die uͤber das Molkenwerk wird am beſten tabellariſch dargeſtellt wee folget: Verkaufte Verbrauchte 8 Verbrauchte Verkaufte M Milch Milch Milch Butter Kaͤſe Monat. ferhalten abge e, abge, gemacht. gemacht.⸗—— ſſfette. raänte fette. wahmnte hi8 Butter Kaͤſe. Butter Kaͤſe. Maaß. Maaß. Maaß. Maaß. Maaß. Pfund. Mandel. Pfund Mandel pfund. Mandel 3— 9. 980 60 80 110 80 3 8 7 29 7 18— 10— 16. 1010 54 84 86 90 44 3 18 6 25 1 ⅔ 17— 23. 1004 62 90 76 10 8 38 8 22 34 17 2 ⅔ 24— 30. 1008 50 80 94 116 40 9 16 6 23 3 . 4002[226 3 34. 3,600 l. 304t.. 160½ 32 276 2 A nustuin? ful ſdden Eli hekrihe zor nuts. I konat ſe, dug, dn mehtumg ſenzens ſoymm eſt be fehe wrichtigſe Buche atheit In de berden, we⸗ Atbet und; der modiſ Ber welchem; berſchieden Nuhxſand hekannt und ducchaus ni gen angeme dinſcht zw dhällezerſc ge für mein Aafmerkſan vuns w. hoden, ſe naͤhlen, Jzulius z die degedrän Töbleau de denuigke ſa, ahnen 8 tt. gges nach Stas. 16 30 60 — er Art ge⸗ Racen be⸗ 3. an But⸗ aucht und n Schafen abellariſch —— Zerkaufte —x— utter, Käͤſe. fund. Mandel lun.— Landwirthſchaftliche Buchhaltung. 147 §. 238. Dieſe Art von Buchfuͤhrung iſt mannigfaltiger Modiſikationen faͤhig, die ein jeder ſo, wie er ſie nach ſeinen Anſichten und Zwecken zu haben wuͤnſcht, einrichten kann. Selbige auszumitteln muß einem jeden uͤberlaſſen werden. 8 Sie iſt unter allen die gebraͤuchlichſte und bekannteſte, und bei dem gewoͤhnlichen Wirthſchafts⸗ betriebe zureichend. Sie giebt eine deutliche Ueberſicht des Ganzen beim Abſchluſſe eines jeden Mo⸗ nats. Weil man vorausſetzen darf, daß ſie einem jeden, der etwa die Buͤcher zu revidiren hat, be⸗ kannt ſey, ſo kann ſich ein Wirthſchaftsadminiſtrator dadurch am beſten legitimiren. Allein der Vor⸗ zug, den ihr manche aus dem Grunde geben, daß ſie einfacher und leichter ſey, beruhet bloß auf der mehreren Rutine, die man darin hat. Sonſt zeichnet ſie ſich keinesweges durch Einfachheit aus, indem ſie mehrere Buͤcher erfordert, die meiſten Artikel mehrmals eingetragen werden muͤſſen, und das Nach⸗ ſchlagen beſchwerlich iſt. Bei allem dem giebt ſie doch keine klare Anſicht der Wirthſchaftsverhaͤltniſſe. §. 239. Es fehlt ihr insbeſondere noch eine Nachweiſung der bezahlten und verwandten Arbeit, eines Von der Ar⸗ der wichtigſten Momente in der ganzen Wirthſchaft. Man kann ihr dieſe jedoch in einem beſondern bange Berech⸗ Buche ertheilen. Ueber die Art und Weiſe, die Arbeitsberechnung zu machen, werden wir bald reden. In dieſem Buche oder im Viehregiſter koͤnnte dann auch eine Berechnung des Duͤngers angelegt werden, welche man in den meiſten Buchfuͤhrungen dieſer Art ebenfalls zu uͤberſehen pflegt, obwohl Arbeit und Duͤnger dasjenige iſt, woraus der Ertrag einer jeden Wirthſchaft hauptſaͤchlich hervorgeht oder modifizirt wird. §. 240.. Bevor wir auf andere Buchfuührungsmethoden kommen, muß erſt die Frage eroͤrtert werden, in Zu wacher Jah⸗ welchem Zeitpunkte jaͤhrlich abgeſchloſſen und wieder angefangen werden koͤnne. Man hat dazu ſehr Turzeit ir Res verſchiedene Termine gewaͤhlt. Der beſte iſt ohne Zweifel derjenige, wo ein gewiſſer Abſchnitt und ſchließen ſey? Ruheſtand der Geſchaͤfte erfolgt, und wo der groͤßere Theil der Produktionen ſchon verwendet, folglich bekannt und ein kleinerer Theil nur noch uͤbrig iſt. Der Anfang des buͤrgerlichen Jahres paßt ſich alſo durchaus nicht dazu. Eben ſo wenig ſcheint mir der Herbſt⸗ oder Fruͤhjahrstermin jenen Forderun⸗ gen angemeſſen. In hieſigen Gegenden iſt der erſte Julius gebraͤuchlich, und allerdings in mancher Hinſicht zweckmaͤßig. Doch gefaͤllt es mir nicht, daß die Heuernte dadurch mehrentheils in zwei Thelle zerſchnitten wird, und ich ziehe daher den Anfang des Junius vor, und waͤhle dieſen in der Fol⸗ ge fuͤr meine eigene Wirthſchaft, zumahl da in dieſem Monate diejenigen Geſchaͤfte, welche beſondere Aufmerkſamkeit erfordern, ziemlich ruhen, und alſo zur Unterſuchung der Vorraͤthe, des Inventa⸗ riums und des Zuſtandes der ganzen Wirthſchaft die meiſte Muße iſt. Indeſſen kann man Gruͤnde haben, ſich darin nach der Obſervanz ſeiner Gegend zu richten, und beſonders denjenigen Termin zu waͤhlen, der zur An⸗ und Abtretung der Wirthſchaften der gewoͤhnlichſte iſt. Auch iſt der Anfang des Julius zweckmaͤßiger in ſolchen Wirthſchaften, die im Junius noch kleine Gerſte ſaͤen. §. 241. Die zweite Hauptart der Buchfuͤhrung iſt die in tabellariſcher Form. Sie kann unter allen Tabelariſche die gedraͤngteſte Ueberſicht geben, und auf wenigen Blaͤttern ein vollſtaͤndiges und dennoch detaillirtes Form. Tableau der ganzen Wetthſchaft und aller Verhaͤltniſſe darſtellen. Sie erfordert aber eine ſehr große Genauigkeit und Uebung. Ohnedies koͤnnen leicht Irrungen entſtehen, die nicht wohl zu verbeſſern ſind, ohne die Tabellen ganz umzuarbeiten. Beſonders aber ſcheinen mir die Nachweiſungen uͤber die , 2 2. 745. Landwirthſchaftliche Buchhaltung. 4 Data, welche in dieſen Tabellen angefuͤhrt ſind, ſehr ſchwierig; oder es werden die Tabellen, wenn der Bezug der einen auf die andere klar genug nachgewieſen werden ſoll, ſehr komplizirt. Ich geſtehe, daß ich mir noch keinen deutlichen Begriff von dem Ganzen einer ſolchen tabellariſchen Darſtellung des Wirthſchaftsbetriebes machen kann, welches alle Forderungen erfuͤllte. Wir haben daruͤber viel⸗ leicht noch das Gy llenbourgſche Werk zu erwarten, wovon ich im vierten Bande der Annalen des Ackerbaues, Seite 123, eine vorlaͤufige Nachricht gegeben habe. Es wuͤrde ſolches ohne Zweifel das vollendeſte ſeyn, was wir in dieſer Art haͤtten. Indeſſen geſtehe ich, daß mir nach den Proben einiger daſelbſt abgedruckter Tabellen dieſe Art der Buchfuͤhrung ungemein ſchwierig ſcheint, beſonders weil der Verfaſſer alles und jedes ſogleich auf Geld reduziren will, und dieſe Schaͤtzung nach Gelde un⸗ moͤglich ganz zutreffend gemacht werden kann, bevor man die Verhaͤltniſſe des Wirthſchaftsjahrs zu G uͤberſehen im Stande iſt, welches erſt beim Abſchluſſe der jaͤhrlichen Rechnung moͤglich wird. .— In den Manualen aber iſt die Tabellenform ſehr zweckmaͤßig, wenn ſie bei einzelnen Zweigen und einzelnen Geſchaͤften angewandt wird. Ich werde hier als Beiſpiele einige Tabellenformeln uͤber einzelne Zweige der Wirthſchaft mittheilen, wobei ich es aber einen jeden uͤberlaſſen muß, Abaͤnderun⸗ gen nach dem beſondern Zwecke, den er bei der Darſtellung ſeiner Wirthſchaftsverhaͤltniſſe hat, zu machen. Dieſe Tabellen bleiben auch ſehr zweckmaͤßig, wenn man das Hauptbuch nach der Form der doppelten Buchhaltung fuͤhren will, und erſetzen die Stelle der Journale. §. 242.. 3 Ausſaats⸗Tas Nach nebenſtehendem Schema A., welches einen Theil der Rockenausſaat enthaͤlt, werden nun jbell. ebenfalls die von jeder anderen Getreideart angefertigt, und das Ganze, welches mehrentheils wohl auf einen Bogen oder doppeltes Folium gebracht werden kann, ergiebt nun eine allgemeine Ueberſicht der ganzen Ausſaat nach dem Flaͤcheninhalte, der Tracht, worin jedes Getreide nach der letzten Duͤn⸗ gung ſteht, oder der Duͤngung, die es friſch erhalten hat. Ferner der Pflugfurchen, die jedes Feld 4 bekam, den Tag der Einſaat und den Einfall an Saatkorn nebſt dem, was ſonſt dabei merkwuͤr⸗ * dig ſeyn kann. 3 §. 243. Ernte⸗Tabele. Die nebenſtehende Ernte⸗Tabelle B. enthaͤlt nun den Namen oder die Nummer jedes Stuͤcks, den Flaͤcheninhalt deſſelben, oder wenn dieſer nicht genau bekannt iſt, den Einfall nach Metzen und — Maͤßel. Ferner den Tag des Maͤhens und den Tag des Einfahrens, die Tagearbeiten der Maͤher, Sammler und Scheunenarbeiter, die Zahl der eingefahrnen Mandeln und Garben, auch des ſoge⸗ nannten Treidels oder Nachharkels, ungefaͤhr zu Mandein angeſchlagen, endlich die NRummer der Scheune und die Ziffer des Taſſes, wohin es gebracht worden. Zuletzt Bemerkungen uͤber die unge⸗ faͤhre Groͤße und Staͤrke der Garben, die manchmal in derſelben Wirthſchaft, beſonders wo man nicht einerlei Erntemethode beobachtet, ſondern ſie nach den Umſtaͤnden modiſizirt, verſchieden ſind, . und uͤberhaupt die Beſchaffenheit, Vollkoͤrnigkeit und Guͤtendes Getreides. Sie wird, wie ſie hier vom Rocken angefangen iſt, fortgeſetzt, und auf eben die Weiſe von andern Getreidearten angefertigt. Wenn man auf einer Tabelle eine Ueberſicht des ganzen Getreidebaues haben will, ſo koͤnnen beide Tabellen weckmaͤßig zuſammengezogen werden, und hinter der Einfallskolumne der Ausſgaats⸗ tabelle kommt ſodann die Kolumne der Ernte⸗Tabelle, die den Tag des Maͤhens angiebt, zu ſtehen. §. 244. Duͤnger⸗Ta⸗ Nebenſtehende Duͤngerausfuhr⸗Tabelle C. enthaͤlt zuerſt die Tage, wo die Ausfuhr geſchehen belle.. iſt. Dann die verſchiedenen Miſtarten, wobei hier angenommen worden, daß der ſaͤmmtliche Rind⸗ viehmiſt zuſammenliege, der Pferde⸗ und Schweinemiſt aber zweckmaͤßig gemengt an einer anderen n, wenn hgeſtehe, rrſtellung über viel⸗ nalen des deiſel das den einie nders wel Gelde un tsjahrs g rZweigen meln uͤber baͤnderun⸗ ehat, zu Form der erden nun heils wohl Ueberſicht etzten Duͤn⸗ jedes Feld merkwur es Stuͤcks, Metzen und der Maͤher, des ſoge⸗ ummer der die unge⸗ s wo man ieden ſind, wie ſie hir angefertigt ſo koͤmmen r Ausſaats⸗ zu ſtehen. Jgeſchehen liche Rind⸗ ner anderen Erſter Band. Seite 148 gegenuͤber. A. IfaS. Tabelle uf 13809. 1 Rocken. Rummer Tracht Fuder ⸗ V o der Gröoͤße. aach dem Jnger. Zurchen. Tag der Einſaat. Einfall. Bemerkungen. Name des Stuͤcks. Jochart. ünger. dree, Magel. Schlag 5. Muͤhlenfeldd... 22 ¾ 3— 3 Serienber 138. 24— Schlag 5 Obergewende.. 35 3— 21t. 19. 38 10 Die Saat ward mit dem kleinen Exrſtirpator untergebracht gleich 2 Furche. Schlag 5. Untergewende.. 38 3— 3 ⸗ 27. 42 12 Schlag 2.* Leichgewende... 425 1 260 Iz ⸗ 28. 44 10 Der Duͤnger war uͤber die Erbſen gefahren. Die Saat mit dem Erſtipator unterge⸗ u. ſ. w. 1374 ½ 8 6 152— bracht. B. . Ernte⸗ zbelle. 18 09. Vom Rocken. — An n Bäade Tage Tagearbeiten Betrag b Rummer b — 7 oder Sochart. d. Scheu⸗ Treidels Bemerkungen. des Einfah⸗ der der a⸗Ar⸗ der der der des R ummer des Stü cks 6. Aerer. der Mihens. rens. h Mlber Sammler nen⸗ar Mandeln. Garbe ungefähr Scheune. Taſſes. Schlag 5. nhienkend— ☛.. 30. 31. Auguſt 5. 7 ⅔ 8 5. 129 10 I ſb und Die Garbe wiegt 28 Pfd. vollkoͤrnig. Schlas 5. Duergewande. 35. 2 der 31. u. Aug. I. ⸗ 5. 10 11 9— 278— 1 3 und n 242 4 volkhrnigeen Schlag 3. ntergewende.. 3 ⸗ ug. 2. u. 3. 2. 0 12— 2 23 ⸗ 2 en. 1 nnd 3 3 2 5 4 3 2 nicht ſehr koͤrnig. 4 C. 3.— . Duͤngerausſuhr⸗Tahbelle. 8 3 Gemiſchter Pferde und 1 8. a g. 5 weine: Schafmiſt. hippmiſt. oder. Mergel. alk.... T a g und hſn Behne Schafmiſt. Schippmiſt M o d Mergel Kalk Gips Ort, wohin und won . Fuder Fuder. Fuder. Fuder. Woher. Fuder Fuder Tonnen. Centner. Auguſt 3— 12... 260———————— SSlag 2 Muelgewende. G November 8— 20..— 200— 50————— Schlag 3 zu Brachfruͤchten. Februar 24... 210———————— Schlag 3 zu Brachfruͤchten. Maͤrz 4— 12...— 120——————— Schlag 3 zu Brachfruͤchten. April 5— 20...—— 260—————— Sahlas 3 zu Brachfruͤchten. April 1— 12...—————— 330—— ußenſchlag 8 zu Buchweizen. April 13— 28.z...———— Aus dem abgelaſſenen Teich 420——— 4 Auzenſchlag 8. Mai— 5..———————— 210 Schlag 6 auf Klee. Dieſe Tabellen ſind lediglich als ausgefuͤllte Schemata zu betrachten, die Ausfuͤllungen nur willkuͤrlich eingetragen. 1 Erſter Band. Seite 149 gegenuͤber. Woͤchent liches⸗Arbeits⸗ Journal. Hand⸗Arbeiten. MNontag. 22 kr. 18 kr. 14 kr. 10 kr. Dienſtag. 22 kr. 18 kr. 14 kr. 10 kr. 22 kr. 18 kr. Mittwoch. 14 kr. 10 kr. 22 kr. 18 kr. Donnerſtag. 14 tr. 10 kr. Freitag. 22 kr. 13 kr. 14 kr. 10 kr. Sonnabend. 22 tr. 8 kr. 14 kr. 110 kr. . 18 kr. 14 kr. Geldbetrag. Gulden. Kreuz. Summa. 10 kr. Sill DrSt lurétypnit jeun vertanden, uh bri derzette s arimelſſcer it, Oups, I doch gewährüth hm ſie gefohen Dänger, nelhe dg guact ned Ungeachtet doch genaue Ann de Abeit, die! worden, in Alg und der konſumi ai man doch ſe Ked insbeſonder daraus erſt zube in der Wirthſch Küſte auf das Es gedt nnd die uns zu Nugen unauff Sierzu mit namentlich Einrichtung dier uum eine klarere ſo leichter in Su Jh habe verſch nͤßigſten in net Abeiter, die 2 ſcottnach der; der Aadeit zu ſte gleich wige Ra den ſoll. de ſondert auſge grifen werden langlich untern zuſammen begr der oche vor⸗ iheigen, die er e ſch den Uebe kaucht er nur t G Landwirthſchaftliche Buchhaltung. 149 Stelle. Der Schafmiſt wird, wie gewoͤhnlich, unmittelbar aus dem Schafſtalle aufs Feld gefahren. Unter Schippmiſt— ich kenne keinen andern Ausdruck, wie dieſen provinzialen, dafuͤr— wird der⸗ jenige verſtanden, der außer der Miſtſtelle auf dem Hofe herum, vor den Scheunen, in der Auffahrt und ſonſt verzettelt herumliegt, groͤßtentheils aus vermodertem Stroh beſteht, jedoch immer mit et⸗ was animaliſchem Miſte vermengt iſt. Ferner iſt in dieſer Tabelle die Auffuhr von Moder, Mergel, Kalk, Gyps, vielleicht auch Aſche und anderen Duͤngungsmitteln mit aufgenommen, weil man ſie doch gewoͤhnlich zum Duͤnger zu rechnen pflegt. In der letzten Kolumne iſt der Ort bezeichnet, wo⸗ hin ſie gefahren worden. Aus dieſer Duͤngertabelle kann dann in der Feldbeſtellungstabelle der Daͤnger, welchen jedes Feld erhalten hat, wenn man will, eingetragen, und dieſe dadurch vollſtaͤn⸗ dig gemacht werden. 8§. 248. Ungeachtet die Arbeit bei der Wirthſchaftsfuͤhrung eins der wichtigſten Objekte iſt, ſo hat man doch genaue Annotationen und Berechnung derſelben zu ſehr vernachlaͤßigt. Sind auch die Koſten der Arbeit, die mit eigenem Geſinde und Geſpanne oder durch Tagelohn und Stuͤckarbeit vollfuͤhrt worden, im Allgemeinen berechnet, oder gehen ſolche aus dem Lohn und der Speiſung des Geſindes und der konſumirten Futterung des Zugviehes, ferner aus der Geldrechnung von ſelbſt hervor; ſo weiß man doch ſelten, wie hoch ſie ſich fuͤr jedes einzelne Geſchaͤft, fuͤr jede Produktion oder fuͤr jedes Feld insbeſondere belaufen. Und dennoch iſt dieſes zu wiſſen von der aͤußerſten Wichtigkeit, indem daraus erſt zuverlaͤßige Reſultate in Anſehung des Gewinnes und Verluſtes, den jeder einzelne Zweig in der Wirthſchaft traͤgt, ſich ergeben koͤnnen. Auch zeigt es ſich hierdurch erſt, ob die arbeitenden Kraͤfte auf das Zweckmaͤßigſte verwandt worden oder beſſer verwendet werden koͤnnten. Es giebt eine Kontrolle der Arbeit ab, die man ſich auf keine andere Weiſe verſchaffen kann, und die uns zu ſicherern Maaßregeln leitet, als wenn wir die Ausfuͤhrung der Arbeit ſelbſt mit den Augen unaufhoͤrlich verfolgten. 4 Arbeits⸗ Tabelle. Hierzu wird vor allen eine taͤgliche Anzeichnung der geſchehenen Hand⸗ und Geſpannarbeiten, mit namentlicher Auffuͤhrung des Gegenſtandes, fuͤr welchen ſie verrichtet worden, erfordert. Die Einrichtung dieſer Anzeichnung iſt nicht gleichguͤltig, theils um ſie den Aufſeher zu erleichtern, theils um eine klarere Ueberſicht der auf jeden Gegenſtand verwandten Arbeit zu erhalten, und ſie dann um ſo leichter in Summa an ihrem Orte eintragen zu koͤnnen, ohne einer Irrung dabei ausgeſetzt zu ſeyn. Ich habe verſchiedene Formen eines ſolchen Arbeitsjournals verſucht, finde aber, daß es am zweck⸗ maͤßigſten in nebenſtehender woͤchentlichen Tabelle geſchieht. Es ſind hier nemlich vielerlei Arten von Arbeiter, die 22, 18, 14 und 10 X. taͤglichen Lohn erhalten, welcher ſich ſelbſt in derſelben Wirth⸗ ſchaft nach der Jahreszeit zu veraͤndern pflegt. In der erſten Kolumne kommt die Art und der Ort der Arbeit zu ſtehn, die in dieſer Woche verrichtet worden. Bei der Rubrizirung dieſer Arbeit muß gleich einige Ruͤckſicht darauf genommen werden, wie ſie nachher in das Hauptbuch eingetragen wer⸗ den ſoll. Diejenige Arbeit nemlich, welche man abgeſondert einzeichnen will, muß hier auch abge⸗ ſondert aufgefuͤhrt werden; wogegen Arbeiten, die unter einer Rubrik kommen ſollen, zuſammen be⸗ griffen werden koͤnnen. Dies erfordert erſt einige Inſtruktion des Aufſehers. Und ehe er davon hin⸗ laͤnglich unterrichtet iſt, iſt es beſſer, wenn er die Arbeiten zu viel ſeparirt, als zu ſehr unter einer Rubrik zuſammen begreift. Die Anzeichnung der Arbeiten, von denen er gewiß vorausſehen kann, daß ſie in der Woche vorfallen werden, macht er am Sonntage gleich in dieſer Kolumne, und traͤgt dann die uͤbrigen, die er nicht vorausſah, ſo wie ſie vorfallen, nach. Es hat allerdings ſeinen Nutzen, wenn er ſich den Ueberſchlag der Hauptarbeiten, die vorfallen werden, ſchon im voraus macht. Dann braucht er nur taͤglich die Zahl der Arbeiter jeder Art, die mit einer Arbeit beſchaͤftigt geweſen, allen⸗ — 550 bandwirthſchaft liche Buchhal tung. falls mit der Bleifeder in die Kolumne einzutragen. Es iſt am beſten, für dieſes Journal ein eignes Buch zu haben mit z2 Blaͤttern, die etwa von Vierteljahr zu Vierteljahr ſo eingerichtet ſeyn koͤnnen, daß der Kopf oder die Ueberſchrift nur einmal geſchrieben zu werden brauche, und die uͤbrigen kuͤrzern Blaͤtter, die nur liniirt ſind, dazu paſſen. Andere werden es vielleicht vorziehen, eine ſchwarze Tafel, die mit rothen unausloͤſchlichen Strichen vertikal und horizontal liniirt iſt, an der Wand haͤngen zu haben, und mit Kreide die Arbeiten und die Zahl der Arbeiter einzutragen. In die Summa⸗Ko⸗ lumne wird dann die Zahl der Arbeiter jeder Art, die mit einer Arbeit die Woche hindurch beſchaͤftigt geweſen, zuſammengezaͤhlt eingetragen, und in die Geldkolumne kommt dann zu ſtehn, wie viel jede Arbeit gekoſtet hat. Die Summa der Tageloͤhner jeder Art, und die Summe des Geldbetrages muß dann mit der Zahl der gehabten und bezahlten Tageloͤhner ſtimmen. Wenn Handdienſte oder ſogenannte Huͤlfstage unentgeldlich geleiſtet werden, dieſe Leute aber mit den Tageloͤhnern einer gewiſſen Klaſſe gleich zu ſetzen ſind, 10) werden ſie als ſolche mit berechnet, am Schluſſe der Woche aber bemerkt, wie viel derſelben da geweſen ſind, und was folglich an Tage⸗ lohn wirklich weniger ausgezahlt worden. Dieſen Dienſtleuten wird dann dieſes zu gut geſchrieben, und von ihrer Verpflichtung in Abrechnung gebracht. Auf gleiche Weiſe wird das Arbeits⸗Journal uͤber die Geſpannarbeiten gefuͤhrt. Statt der Ko⸗ lumnen des Tagelohnpreiſes erhalten nun Pferde, Ochſen, und die damit arbeitenden Knechte ihre Kolumne. Ob man es noͤthig finde, die Pferde⸗ und Ochſenknechte zu unterſcheiden, bleibt einem jedem uͤberlaſen. Wenn Tageloͤhner mit Pferden oder Ochſen arbeiten, ſo werden ſie unter den Handarbeitern mit aufgefuͤhrt, und werden dann hier nicht angeſetzt. Die Thiere werden am beſten nach der Kopfzahl angezeichnet, nicht nach Geſpannen. Die Summe derſelben, die taͤglich bei jeder Arbeit und in der Woche uͤberhaupt gebraucht worden, wird dann ebenfalls gezogen. Die Geldko⸗ lumne aber kann hier, wie mir ſcheint, wegfallen. Dieſe woͤchentlichen Anzeichnungen werden dann in eine e monatliche Ueberſicht gebracht, welche Arbeit ſehr leicht von Statten geht. Ein Schema hierzu, welches die Sache von ſelbſt klar genug dar⸗ ſtellen wird, theile ich hier mit. Man braucht ſich gerade nicht an eine gewiſſe Wochenzahl zu binden, wenn man ſich die Muͤhe geben will, es von jeder Periode beſonders zu liniiren. Auf einem großen Bogen hat man allenfalls Raum fuͤr acht Wochen. In dem nebenſtehenden Schema A. iſt die Ernte⸗ periode, die in fuͤnf Wochen groͤßtentheils vollendet war, zuſammengenommen. Um die Sache noch deutlicher zu machen, und die Arbeiten anderer Art in einer andern Periode zu zeigen, auch um die Vorſtellung, die man ſich von großer Schwierigkeit macht, zu entfernen, fuͤge ich noch eine aͤndere Tabelle B. bei, welche die Winterperiode vom Anfange Novembers bis zur Mitte Februars enthaͤlt. Einer weitern Erklaͤrung ſcheint es mir nicht zu beduͤrfen. Wie leicht dann aus einer ſolchen tabellariſchen Ueberſicht die Uebertragung in das Hanptbuch auf das Conto jedes Artikels bei der doppelten Buchhaltung ſey, erhellet von ſelbſt. Ueber die Berechnung des wirthſchaftlichen Tagelohns findet ſich ein trefflicher Aufſatz in den Annalen der niederſaͤchſiſchen Landwirthſchaft, ar Jahrg. as Stuͤck. Es hat keinen Zweifel, daß man faſt alle Artikel der Wirthſchaft, jede einzelne Produktion und die jedes einzelnen Feldes tabellariſch ſehr gut darſtellen koͤnne. Einige Formeln dazu aus dem Gylllenbourg⸗ ſchen Werke kann man nachſehen in den Annalen des Ackerbaues, aten Bande, Seite 164, wo unter andern auch eine ſehr vollſtaͤndige Tabelle fuͤr die Meierei vorkommt. §. 246. Mir ſcheint indeſſen die doppelte Buchhaltungsmethode einen ſo entſchiedenen Vorzug vor der ta⸗ haltungs⸗Form hellariſchen zu haben, daß ich die weitere Ausarbeitung der letztern wenigſtens andern uͤberlaſſen muß. Ich habe uͤber dieſe Methode ausfuͤhrlich im aten Bande der Annalen des Ackerbaues, Seite 467 u. f. —— alein eignes ſeyn koͤnnen igen kuͤrzern warze Tafel, d hangen zu Summa⸗e, deüßt wie dielſe betrages nu eſe deute abe mit berechnet, glich an Tage⸗ ut geſchrieben, Statt der Ke⸗ Knechte ihre bleibt einem ſie unter den den am beſten glich bei jeder Die Geldko⸗ racht, welche lar genug dar⸗ ahl zu binden, einem großen iſt die Ernte⸗ ndern Periode ntfernen, fuͤge bis zur Mitte leicht dann aus jedes Artike tz in den Annalet roduktion unit dem Gyllenbouit⸗ wo unter anden tzug vor der te üͤberlaſſen mut⸗ Seite 467 1. A. Erſter Band. Seite 150 gegenuͤber. Tagelohns⸗Berechnung von den fuͤnf Erntewochen vom 26. Julius bis 27. Auguſt. b 25.— 30. Julius. 1.—4 Auguſt. 8.— 13. Auguſt. 15.— 20. Auguſt. 22.— 27. Auguſt. Ort und Gegenſtand. Art der Arbeit. DTage Tage Tage Tage Kr 1 g Tage à Kreuzer. à Kreuzer à Kreuzer Kreuzer à Kreuzer Geldbetrag. — 3 22. 18. 14. 10. 22. 118. 14. 10. 22. 18. 14. 10. 22 18. 14., 10 22.— 18. 14. 10 Flor x Schlag 2. Weizen. Maͤhen 8———— . DSammeln, Vinden, Laden——“———— 81 10 4 4 34—————————————— 3— Schlag 5. Rocken. Maͤhen.——————————— chlag s 3 Sammeln, Binden, Laden—— 228 5IͤͤEſſſ⁰— 1 23 en——ℳV———DTPT Schlag 7. Rocken. Maͤhen———————jjjꝑ—, Aag 2. Sammeſn, Vinden, dade————=———— 2.———— 3. 12 —. a————————— 7 18 Außenſchlag 8. Rocken.— Maͤhen—a——————,— uſed ag— Sammeln, Binden, Laden—————— 10—————— 4 In den Scheuern. Taſſen— 2 5——— 5 5—————— 5——-——— 2 20 .*—————— 15 112 Schag 2. Gerſte.— Maͤhen—————— 2——————————— 8 48 Sammein, Binden, Laden————————— 2 25 5651——— 48 — el—.———— 7 26 Schla 6. Erb en.— Maͤhen———————— 32——————————.——— g ſ Sammeln, Binden, Lade———— 7——— 11 44 Scheuern. Taſſen, Baͤndemachen u. ſ. w.— 4] 12——4——— 44— Meierei. Futter machen— 3————————————— 21 50 Allgemeine Wirthſchaft. Haus⸗ und Hofarbeiten—————— 5 5*— 2—————— 4 30 Schlag 3. Ruͤben hacken——— 2 4 6—— 4 5 58 Auf dem Felde. Hunger harken— I——n——— 3——— 5 36 22—— 35 18[23 14 lee zu Heu gemaͤhet———————————— 3— Schlag 4. K———————— 0—— . 3 4 Kleeheu gewandt—————————··— 12—— 6—— 31 u. ſ. w. u. ſ. w.— 15-— 2— 8 10 — Summa 44 14 460 165 4s 17 52 11 5 62——, 5.. 02 18 2 4 — 9 84— 4—· 9— 8, 30. 30 74 32 19 59 23 200 24 33 Slor. 44 Xr. 39 Flor.— Xr. 0 Flor. 42 Xr. 41 Flor. 56 Xr. 35 Flor. 2 Xr. 200 24 4 — b Tagel rhns⸗Ver echnung im Winterquartale vom 31. Seroder 1809 dis 18. Februar 1810. 3 ——õ 2. 31. Oet.— 12. Nod. I4. Nov. 26. Nov.28. Nov.— 10. Dec. 12. Dec.— 24. Dec. 26. Dec.= 7. Jan. 9. Jan.— 21. Jan.2 3. Jan.— 4. Febr. 6. Jebr.— 18. Febr. Geld⸗ — age Tage Tage Tage Tage Tage Tage. 4* 4 de 4 eit. 1 Da 9 e 8 1 8 8 3 5 4. 41 ₰ 4 3 1 4 betr 4 Ort und Gegenſtand Airt der 1us à Kreuzer 2 Kreuzer à Kreuzer a Kreuzer à Kreuzer à Kreuzer à Kreuzer a Kreuzer rag ſs.] 14.] 10.] 6. 18.] 14.]10.] 6. 18. 1 14. 10. 6. 18. 14.1 10. 1.6. 18. 114.1 10.] 6. 18.] 14.]10.1 6. 18.1 14. 1¹0. 16. 18.] 14.1 10.1 6. Slor. Er. Allgemeine Wirthſchaft. Allerlei— 2 33 12— 4 14 8= 3 18 10 1— s 6 s= ſ2 3 651-—- 4 4»1SI10ſ.-3 3 12 30 16 . 3—————————————————————————— Kornboden. Umſtechen- 2--= 2- 2 2 3j2II 1—-— 3 30 ——————————————————————————————— Miſtſtelle. Ausbringen und Umſtechen-— 11 2—— 3—= 23[2[2I 2—-—- 2---2 3 S6 Kloak⸗Miſt aufbringen—— 1lII 11==I 1 82 2—————————————————————————————— Feuerung. Holz hauen-I2- I122 2 2 2 3[—— 3 3—- 3 2— 2 1= 2-— 6 20 Fäcſei und Kartoſſ., 1. 4 2 . ſel un rtoſfeln 3 2—— 11.— S— 2 Kuhſtall ſchneiden 6 1 6 2 6 3 6 3-6 2 3 6[3 6[1 14 2 Mais, Vorrath. Abdreſchen S E==AA—-E=Hhs-[[3 16 Kartoffeln⸗Vorrath. Ausſuchen und Umſtechen—- 56S— 4 6——--—=8S—=—-- 6 8----- 4 40 aſſer— 7—————————OO— Wa ſerruͤhen Ausziehen und reinigen— 16 18—— 17 IrsS= 8[48 Garten. Graben und andere Arbeiten— s SsS=3 12—I--=-==B==S 18 10—[12 14 Heuboden. Binden und Abwegen 2 2 2l2 212—- 2--=2- 3 44 Flachsbau.’ Braken und Schwingen——„ 121--3 14=8SI 5 26 Bau⸗Reperatur. Lehm graben und karren 6——-------—-—==-r 24 Meliorationen. Moderauswerfeen——— ia==---=-===-A=4 12 Schlag 3. Pfluͤgen mit Ochſen— 1 6 126—-——-—--= A18 6 ⸗ 12 48 ; Pfluͤgen mit Ochſen— 4——n— Schlag 5. Mijſtladen und Streuen 18 4 22 4.—. IAI18 16 s[aAo Schlag 7. Waſſerfurchen aufmachen)d)”ſſſſb“ 2 52 Summa 36 83 48]1- 7671 43 18 28 10— 5 14 8S— 17 r 622 16— 5 a 18— 273 15 12 146 4 8———,. N——— ,/—,„. N VW 8— V.—— . 32 Flor. 32 Pr. I 33 Flor. 52 Rr. I. 2 Flor. 22. r. 1 er. 1.. I. 3 Flor gr 1 22 Flor 3. 4 33— 92 lo Pr 7 Flor. 3a Fr 6 Flor. 24 BPr. 8 Jlor. 12 Pr. 22 Flor. 14 Fr. 25 Flor. 54. Pr. 1461 4 gerde It Ein feter In Bezu Es ſter ndes loßt ſ er Gewerds wäffeheft, anſchlagen e Aenderung me auf d Ered bejeinzelnen ſtatteonümirt heiden einzelnen in anderer Dim des Geſindes un icer Erwaͤgun itein im Ste en dem Zuge as mir der2 dden Artikel, en Orte erdr ſeſen Peinzip 8 Narktyr Verfahrens Verwidderun macht) dovon teis— d. h e— maklic duttonzpreis⸗ ußen hätte zi ſehiutterung deis(der aus ſomiren, und darten Dten; dieſes d.ſe dos nicht in erth des M in der 8 in Anſe nſehung d Faunehmen, der Ausgabe ict u Gut⸗ ingeteagen. Landwirthſchaftliche Buchhaltung. 151 geredet. Ich habe nachmals gefunden, daß ſich die Sache noch weit mehr ſimplifiziren, und einige Schwierigkeiten, die man auf keine Weiſe uͤberwinden kann, ſehr gut umgehen laſſen. In Bezug auf jene Abhandlung will ich hier nur Einiges anfuͤhren. Es iſt freilich durchaus noͤthig, daß Alles auf einen gemeinſchaftlichen Maaßſtab reduzirt werde, und es laͤßt ſich hier nicht wohl ein andrer annehmen, als das Geld, weil darauf doch am Ende in je⸗ der Gewerbsrechnung Alles hinauslaͤuft. Nun aber iſt man waͤhrend der Fuͤhrung der Rechnung oft zweifelhaft, wie man den Geldpreis derer Artikel, die nicht unmittelbar zu Gelde gemacht werden, anſchlagen ſoll. Zwar wuͤrde ein unrichtiger Anſchlag in dem Reſultate der ganzen Rechnung keine Aenderung machen wegen des doppelten Anſchreibens, einmal auf das Debet, und das andere Mal auf das Credit. Jedoch wuͤrde eine unverhaͤltnißmaͤßige Annahme des Preiſes unrichtige Reſultate bei einzelnen Artikeln geben. Der Durchſchnittspreis der meiſten Artikel, z. B. des in der Wirth⸗ ſchaft conſumirten Getreides und Viehfutterung, laͤßt ſich waͤhrend des Laufs des Jahrs, und folglich bei den einzelnen Eintragungen nicht beſtimmen. Und von dieſem Preiſe haͤngen ferner die Schaͤtzun⸗ gen anderer Dinge, die nicht unmittelbar mit Gelde bezahlt werden, wieder ab, z. B. die Arbeiten des Geſindes und des Zugviehes fuͤr jeden Artikel. Am Schluſſe des Jahrs aber wird man bei reif⸗ licher Erwaͤgung aller Umſtaͤnde und Verhaͤltniſſe den Geldwerth jedes Artikels beſtimmt genug auszu⸗ mitteln im Stande ſeyn. Wenn ich nun z. B. weiß, wie hoch ich den verfutterten Hafer und das Heu dem Zugviehe anſchlagen ſoll, und auch alle Rebenkoſten berechnet ſind, ſo ergiebt ſich wieder, was mir der Arbeitstag eines Pferdes oder Ochſen koſte, und ich kann ſie dann in dem Maaße einem jeden Artikel, worauf ſie verwandt worden, anſchlagen, wenn ich ihre Zahl nur weiß und am gehoͤri⸗ gen Orte eroͤrtert habe. Man muß bei der Werthſchaͤtzung nur gewiſſe Prinzipien annehmen, und bei dieſen Prinzipien immer bleiben. Wenn man z. B. bei der Schaͤtzung des Getreides den Durchſchnitt des Marktpreiſes annehmen will, ſo habe ich nichts dagegen, vorausgeſetzt, daß man alle Koſten des Verfahrens nach ihrem wirklichen Betrage(wobei Abnutzung des Geſchirres und der Pferde ſelbſt, Verwilderung der Knechte und manche zufaͤllige Ausgaben, welche nur die Erfahrung dabei bemerklich macht) davon abzieht. Wenn ſich indeſſen der Marktpreis durch Zufaͤlligkeiten uͤber den natuͤrlichen Preis— d. h. denjenigen, den das Getreide nach der diesjaͤhrigen Ernte ſonſt gegolten haben wuͤr⸗ de— merklich erhebt, ſo ſetze ich den Konſumtionspreis mit Ruͤckſicht auf den natuͤrlichen oder Pro⸗ duktionspreis an, weil ich von jenem hoͤheren Preiſe fuͤr das ſelbſt zu konſumirende Getreide doch keinen Nutzen haͤtte ziehen koͤnnen. Auf gleiche Weiſe verfahre ich mit dem Heu. In Anſehung der bloß zur Viehfutterung gebaͤueten Gewaͤchſe, hauptſaͤchlich der Kartoffeln und Nuͤben, nehme ich den Koſten⸗ preis(der aus der Rente des Grund und Bodens, aus dem Werthe des Duͤngers, welchen ſie kon⸗ ſumiren, und aus der Arbeit zuſammengeſetzt iſt) anderthalb Mal dafuͤr an. Stiege auch in benach⸗ barten Orten und in einer Periode des Jahrs der Preis derſelben auf das fuͤnf⸗ und ſechsfache, wie dieſes z. B. ſeit einigen Jahren im Fruͤhjahre mit den Kartoffeln hier der Fall geweſen iſt, ſo kommt das nicht in Betracht, weil ich von dieſem Preiſe doch nur wenig Gebrauch machen kann. Den Geld⸗ werth des Miſtes beſtimme ich mit Ruͤckſicht auf das Stroh und auf das Vieh, zwiſchen welchen bei⸗ den der Totalwerth des ausgefahrnen Miſtes ſo getheilt wird, daß jenem 3, dieſem ³ zu gut kommt, bisher, das Fuder à 1800 Pfund, zu 2 Flor. Dies ſind als Beiſpiele die Grundſaͤtze, die ich mir in Anſehung der Preisbeſtimmung zur Norm gemacht habe. Es bleibt jedoch jedem uͤberlaffen, andere anzunehmen, und andere Verhaͤltniſſe erfordern wirklich andere. Wo nicht baare Geld⸗Einnahme oder Ausgabe eintritt, werden die Naturalien den Artikeln alſo vorerſt nur nach Maaß oder Ge⸗ wicht zu Gut oder zur Laſt geſchrieben, und beim Abſchluſſe auf Geld reduzirt in die Geldkolumue eingetragen. 3 ———————ö—— ———yy— 15² 8 Landwirthſchaftliche Buchhaltung. Die meiſten, welche Berechnungen uͤber einzelne Produktionen halten, nehmen ſolche von meh⸗ reren Feldern zuſammen. Dies iſt mir aber nicht genug, ſondern ich will wiſſen, was ein jedes Feld gekoſtet und ertragen habe. Alſo werden die Conto's nach den Feldern beſtimmt, und wenn ein Feld mehrere Produktionen hat, jeder Theil wieder abgeſondert. Bei einer guten Fuͤhrung des Arbeits⸗ journals hat dieſes keine Schwierigkeit. Nun aber fallen die Koſten einer jeden Produktion groͤßten⸗ theils in das vorige Jahr, indem ſich das neue mit dem erſten Junius oder Julius anfaͤngt. Da aber die Koſten und der Ertrag gegeneinander ſtehen muͤſſen, ſo werden die erſtern aus der vorjaͤhrigen Rechnung entweder bloß in Summa, oder doch nur nach ihren Hauptfaktoren auf das Conto des kuͤnftigen Jahres als Debet uͤbertragen, und nun in der neuen Rechnung auf das Debet des Feldes oder der Produktion und auf das Credit des vorigen Jahres geſetzt. Der Ertrag der Getreidefelder wird vorerſt auf das Debet der Scheunen nach Mandelzahl ge⸗ bracht. Ich taxire aber dieſe Mandeln erſt nach vollendetem Ausdruſch, wo ich wiſſen kann, was ſie an Koͤrnern gegeben haben, und wo der Preis der letztern beſtimmt iſt. Dieſes Scheunen⸗Conto muß deshalb ſeyn, damit es die Stelle des Scheunenregiſters vertrete. Dann wuͤßte ich aber auch kein an⸗ deres Mittel, die Produktionen jedes Feldes abzuſondern, wenn mir anders daran gelegen iſt, ſolche beſtimmt zu wiſſen. Fuͤr den, der bloß die Produktionen im Allgemeinen wiſſen will, kann es uͤber⸗ fluͤßig ſeyn. Auf das Credit der Scheunen kommt dann der Abdruſch, der auf das Debet jeder Korn⸗ art uͤbertragen wird. Auch dies geſchieht am beſten vorerſt nur nach der Metzenzahl, bis der Werth beſtimmt worden, und bei dieſer Uebertragung wird der allgemeine Wirthſchaftspreis beibehalten. Bei dem Verkauf hingegen wird der wirklich erhaltene Preis angeſetzt, und das Saldo der Getreide⸗Conto's ergiebt dann, wie viel durch Handels⸗Konjunkuren gewonnen oder verloren ſey. Die Koſten, welche das Getreide von ſeiner Aufbringung auf den Boden an bis zum Verkauf verurſacht, koͤnnen nicht wohl einzeln auf das Conto jeder Getreideart eingetragen werden. Deshalb iſt ein allgemeines Kornboden⸗Conto vorhanden, in welchem z. B. die Koſten des Umſchippens, wie⸗ derholten Reinigens, und beſonders des Verfuͤhrens eingetragen werden. Wenn man will, kann man ſie dann, nach Verhaͤltniß der Quantitaͤt oder des Geldwerths, auf jede einzelne Getreideart wieder repartiren. d Auch andere Produktionen haben ihre beſondere Erzeugungs⸗ und Vorraths⸗Conto's. Erſteres hat auf der Debetſeite die ſammtlichen Baukoſten, und auf der Creditſeite den Ertrag, ſo wie er vom Felde abgefuͤhrt worden. Dieſer kommt dann wieder auf das Debet des Vorraths⸗Contos’s zu ſtehen, und deſſen Credit enthaͤlt dann die Verwendung fuͤr die verſchiedenen Artikel. Wenn jedoch einige Er⸗ zeugniſſe gleich vom Felde ab konſumirt werden, z. B. der gruͤne Klee, gruͤne Wicken, auch ein Theil der Waſſerruͤben, ſo wird dies unmittelbar demjenigen Vieh⸗Conto, welches ſie erhalten hat, zur Laſt, und der Produktion zu gut geſchrieben. Hier iſt die Ausmittelung des Werths nach Gelde allerdings ſchwankend. Ich beſtimme ihn nach ungefaͤhrem Ueberſchlage der Produktionskoſten; andere werden ihn vielleicht richtiger nach der Nutzung zu beſtimmen glauben. Ich glaube jedoch, daß die Gruͤnde fuͤr erſteres bei den gewoͤhnlichen landwirthſchaftlichen Verhaͤltniſſen uͤberwiegen. Das Vieh⸗ und Geſchirr⸗Inventarium wird jetzt mit dem Ablaufe eines jeden Rechnungsjah⸗ res taxirt, ein neues Verzeichniß davon angefertigt, oder bei minder erheblicher Veraͤnderung das vorige ſupplirt. Der Werth des Inventariums wird dann unter Hauptrubriken dem kuͤnftigen Jahre zur Laſt geſchrieben. Es kommt ſonach eine jede Verbeſſerung des Inventariums jedem Jahre zu gut, und jede Verſchlechterung ihm zur Laſt. Angekauftes Vieh kommt auf das Debet des Vieh⸗Inven⸗ tariums, verkauftes auf deſſen Credit. Wenn ein Stuͤck Vieh verungluͤckt, ſo wird dieſes auch auf das Credit des Inventariums geſetzt, und auf das Debet desjenigen Vieh⸗Conto's uͤbertragen, wozu es gehoͤrt. Verungluͤckt z. B. eine Kuh, ſo muß der Schaden von der Meierei oder Kuhnutzung ge⸗ tragen ooooöoöoöoöoͤoöoͤoͤodoͤöͤöoͤö uugenret dnerved falndit⸗ ſadngs i Fkmmt buchhalt wickeln, enpfal verbinde R Aber ded gax kin Summe, de Sald ſimmtüche ker derer E wieder g umitteln, weche zum Withſcha zuſchleßen toralien des kuͤnf werdoder dern das legt ſeyn Fuͦ des Acker meinen 3 werden di mals gan genag dar Idoch! greift. berbinde einem holten, dung mit ben hinei Anfange: nur, ſond ſe uͤber Jmmer u Sſer 8 ſche von meh⸗ in jedes Fedd venn ein Feld des Arbeits⸗ ktion groͤßten agt. Da aber er vorjaͤhrigen das Conto des bet des Feldes Nandelzahl ge⸗ kann, was ſe r⸗Conto muß auch kein an⸗ gzen iſt, ſolche kann es uͤber⸗ et jeder Korn⸗ is der Werth ehalten. Vei reide⸗Contors zum Verkauf en. Deshalb hippens, wie⸗ an will, kam ne Getreideart „'s. Erſteres ſo wie er vom to's zu ſtehen, och einige Er⸗ auch ein Theil hat, zur kaſt elde allerding andere werden aß die Grunde Rechnungsjah⸗ eraͤnderung das unftigen Jahre Jahre zu gut, Vieh⸗Inden⸗ Jauch auf das agen, wozues uhnutzung ge⸗ trogen Landwirthſchaftliche Buchhaltung. 153 tragen werden; verungluͤckt ein Pferd, ſo faͤllt der Verluſt dem Geſpann⸗Conto zur Laſt. Dies iſt einer von den Punkten, woran die meiſten im Anfange Anſtoß genommen haben, weil es ihnen auf⸗ fallend iſt, daß ein Verluſt dem Vieh⸗Inventarium zu gut geſchrieben werden ſoll. Er faͤllt ihm al⸗ lerdings in ſofern wieder zur Laſt, als ſich dadurch der Werth deſſelben beim Jahresſchluß vermindert. Es koͤmmt hier, wie in allen Stuͤcken, nur auf eine klare Vorſtellung der ganzen Einrichtung dieſer Buchhaltung an, und man wird ſich aus dieſer und einigen andern Schwierigkeiten leicht heraus⸗ wickeln, wenn man nur mit Debet und Credit den richtigen Sinn, fuͤr erſteres nemlich„hat empfangen«, fuͤr ihn„iſt verwendete, fuͤr letzteres„hat geliefert, hat geleiſtet“, verbindet. Aber das Debet und Credit der meiſten Conto's werden verſchieden ſeyn, und einige haben vielleicht gar kein Debet oder kein Credit. Dasjenige, was ein Conto an dem einen weniger hat, oder die Summe, welche zur Ausgleichung auf der einen Seite fehlt, heißt nach der kaufmaͤnniſchen Sprache das Saldo. Man kann es auch Verluſt oder Gewinn, Minus oder Plus nennen. Werden nun die ſammtlichen Gewinne aller Conto's, die Gewinn gegeben haben, auf die eine Seite, die Verluſte al⸗ ler derer Conto's, welche dieſen haben, auf die andere Seite geſchrieben, ſo muß die Summe beider wieder gleich ſeyn. Um nun aber den Ertrag des Gewerbsbetriebes von dem beſchloſſenen Jahre aus⸗ zumitteln, kommt auf das allgemeine Debet deſſelben zu ſtehen: 1) der Verluſt aller derer Conto's, welche zum Betriebe der Wirthſchaft noͤthig waren, oder, was einerlei iſt, der Koſtenaufwand fuͤr die Wirthſchaft; 2) das Credit des vorigen Jahres. Dagegen kommt auf das allgemeine Credit der ab⸗ zuſchließenden Rechnung zu ſtehen: 1) das Debet des Eigenthuͤmers, oder was er baar und in Na⸗ turalien aus der Wirthſchaft erhalten hat; 2) das Debet des Meliorationsaufwandes; 3) das Debet des kuͤnftigen Jahres; und endlich 4) das Debet von ſolchen Zufaͤlligkeiten, welche nicht der Ge⸗ werbsbetrieb, oder was einerlei iſt, der Paͤchter,— im Falle, daß das Gut verpachtet waͤre— ſon⸗ Beim Abſchluſſe der Rechnung muß die Summe aller Debets und aller Credits gleich ſeyn. dern das Grundeigenthum oder der Verpaͤchter zu tragen haͤtte, als wofuͤr ein beſonderes Conto ange⸗ legt ſeyn muß. Nach Abzug des erſtern von letztern ergiebt ſich dann der reine Wirthſchaftsertrag. §. 247. Fuͤr diejenigen, welche meine Abhandlung uͤber dieſe Buchfuͤhrung im 4ten Bande der Annalen des Ackerbaues, und die darauf Bezug habenden verſchiedenen Aufſaͤtze in denſelben Annalen ſammt meinen Zuſatzen geleſen haben, z. B. Bd. V. S. 553, 609; Bd. VI. S. 387, 413; Bd. VII. S. 121; werden dieſe wenigen Bemerkungen zureichen, und es wuͤrde alſo uͤberfluͤſſig ſeyn, dieſe Materie noch⸗ mals ganz zu behandeln, obwohl ich mir bewußt bin, daß ich in jener erſten Schrift nicht alles deutlich genug dargeſtellt hatte. Ich glaube aber, es kann mit der moͤglichſt groͤßten Deutlichkeit des Vortra⸗ ges doch nicht vermieden werden, daß ſich nicht einiger Anſtoß ſinde, wenn man das Geſchaͤft zuerſt an⸗ greift. Man wird hieruͤber aber ſehr leicht wegkommen, wenn man einige Uebung mit Nachdenken verbindet. Ich rathe deshalb jeden, der dieſe Buchhaltung einfuͤhren will, den Verſuch damit in einem Jahre zu machen, aber ſeine vorherige Buchfuͤhrung in dieſem erſten Jahre dennoch beizube⸗ halten, damit er bei einigen Irrthuͤmern, die er vielleicht erſt in der Folge entdeckte, nicht in Unord⸗ nung mit ſeinem Rechnungsweſen komme. Wer ſie einmal verſucht und ſich ganz in den Geiſt deſſel⸗ ben hineingeſetzt hat, wird ſie ſicher nie wieder aufgeben, noch die Beſchwerde bereuen, die ſie ihm zu Anfange machte. Die klare Ueberſicht, welche ſie uͤber jeden einzelnen Theil der Wirthſchaft nicht nur, ſondern insbeſondere uͤber das Eingreifen des einen in den andern giebt, und die Ideen, welche ſie uͤber die Berichtigung der Verhaͤltniſſe erwecket, die genaue Kontrolle, welche man aus ſeinem Zimmer und ſelbſt abweſend aͤber die wirthſchaftlichen Arbeiten und Verwendungen fuͤhren kann, die Erſter Theil U Anfaͤngliche Schwierigkeit bei dieſer Buch⸗ haltungsform. In wiefern ſich Duͤngung ein⸗ 154 Verhaͤltniß der Duͤngung, Fingerzeige zur Richtung der Aufmerkſamkeit auf dieſen oder jenen Punkt, werden die Muͤhſamkeit, welche ſie nur im erſten Jahre verurſacht, uͤberſchwenglich belohnen. Das Schwierigſte dabei und doch das unbedingt Nothwendige iſt die richtige Fuͤhrung und gute Einrichtung der Journale; gar nicht an ſich ſelbſt, ſondern auch nur in Anſehung der erſten Begriffe, die man denen, welche ſie zu fuͤhren haben, beibeingen muß. §. 248. 2 Berhaͤltniß der Duͤngung, der Futterung und Viehſtandes. Der Dinger und der nach ſeiner Zerſetzung zuruͤckbleibende Moder iſt der Hauptbeſtandtheil der Nahrung aller von uns kultivirter Pflanzen, wodurch ſie leben, wachſen, und zu ihrer Vollendung Durch die Maſſe und Kraft des Duͤngers wird alſo die Quan⸗ mittelſt des Saamentragens kommen. titaͤt und die Qualitaͤt der zu erzeugenden Produkte bedingt. Deshalb kommt nach der Arbeit und ih⸗ rer Leitung das erforderliche Verhältniß und die Mittel zu deſſen Erzeugung zunaͤchſt in Betracht. durch vermehrte Duͤngung erſetzen wollen. lich geweſen. §. 249. Man hat den Mangel an Duͤngung durch vermehrte Arbeit, und wiederum erſparte Arbeit Dies iſt aber nur anſcheinend und auf kurze Zeit moͤg⸗ Tull glaubte bei ſeiner haͤufigen, den Boden in die feinſten Partikeln zermalmenden Beackerung, die er mit ſeiner Drillkultur verband, aller Duͤngung uͤberhoben ſeyn zu koͤnnen, und ihm ſowohl wie ſeinen Nachfolgern gluͤckte dies zu Anfange auf fruchtbarem und im reichen Duͤngerſtande von aͤlterer Zeit her befindlichen Boden. Denn durch die haͤufige Bearbeitung und Luftausſetzung wurden alle darin befindlichen Nahrungstheile aufgeſchloſſen, zu nahrhaften Ex⸗ traktivſtoff bereitet, und den Wurzeln der Pflanzen zugefuͤhrt. Allein es dauerte da, wo man wirk⸗ lich auf die voͤllige Entbehrung des Duͤngers beſtand, nur wenige Jahre, und die Fruchtbarkeit des Bodens war ſo erſchoͤpft, daß ihn nun wiederholte Duͤngungen kaum zu einer maͤßigen Fruchtbarkeit wieder emporbringen konnten. Andere wollten durch das Rajolen oder Umwenden des Bodens daſſelbe bewirken, indem ſie waͤhnten, die heruntergebrachte obere Lage der Erdkrume werde durch Ruhe ihre Kraft wieder erhalten, dann wieder heraufgebracht, neue Fruchtbarkeit zeigen, und ſo der Acker durch alljaͤhriges Wechſeln ſeiner tragenden Erdſchicht zu immer gleicher Produktion, ohne ihm nahrhafte Stoffe zuzufuͤhren, genoͤthiget werden koͤnnen. Auch dieſe Methode ſchien auf einigen Boden⸗ arten, wo der heraufgebrachte Untergrund aus einer gluͤcklichen Erdmiſchung beſtand, und zerſetzbare Verbindungen von Kohlen⸗ und Waſeeſtoff enthielt, der Erwartung zu entſprechen; vereitelte ſie aber bald, indem beſonders dieſer Untergrund den Pflanzen nach einigen Eruten ohne Duͤngung alle Nahrung verſagte. Wenn nur wenige in dieſe Extreme verfallen ſind, ſo findet man dagegen deſto haufiger, daß ſich die Ackerbauer entweder auf die eine oder die andere jener beiden Kraͤfte verlaſſen, je nachdem ſie die eine oder die andere mehr in ihrer Gewalt haben und anwenden koͤnnen. In der Naͤhe von Staͤd⸗ ten, wo Duͤnger wohlfeil zu erhalten iſt, oder in Gegenden, wo viele Weideauen und Wieſengruͤnde eine ſtarke Viehhaltung beguͤnſtigen, wird der Acker wenig bearbeitet, weder Brache gehalten noch Gewaͤchſe gebauet, die ihre Stelle erſetzen; ſondern alljaͤhrig Getreide, oft derſelben Art, eingeſaͤet. Wo man hingegen wegen des Mangels der Futterung wenig Duͤnger macht, wird der Acker durch fleißige Bearbeitung, beſonders der Brache, und auch durch die hinzukommende Ruhe oder natuͤrli⸗ ten öuin nets mdd dh 1 hr zueou ün Dung anbeitun ii ſo kal veden i lic beſte Dx nig eit htt u de gewmmen! diee Unerſc nech ſtarke Oow entweder m kung auf d etabiliſch welcher de weſentt gasfdrmi rung erh der Obe hervorge ließe, wi Pälder b Daß Vegetatio zur Aufben lichſt die dö und deg mindert jihhn, e tet und Na des Node ſt, hinfe Niſe je Nüͤhſamtet, e dabei und urnale; gar welche ſien des tbeſtandthel Vollendung ſo die Duon⸗ kbeit udd i⸗ tracht. parte Arbeit ge Zeit moͤg⸗ n Partikeln erhoben ſeyn rem und im Bearbeitung hrhaften Er⸗ vo man wirk⸗ btbarkeit des ruchtbarkeit des Bodens verde durch und ſo der „ohne ihm gen Boden⸗ d zerſetzbare vereitelte ſie dungung ale aufiger, doß e nachdem ſie he von Staͤd⸗ Wieſengrͤnde gehalten noch t, eingeſtet Acker durch oder naturl⸗ der Futterung und des Viehſtandes. 183 chen Graswuchs tragbar gemacht. Selbſt die nahe verwandten Wirthſchaftsſyſteme des Hollſtei⸗ ners und des Mecklenburgers unterſchieden ſich dadurch, daß jener ſtark duͤngte, um dieſes thun zu koͤnnen, einen groͤßern Theil ſeines Ackers zur Rahrung des Viehes gebrauchte, ihn zum Fruchtbau aber wenig bearbeitete; wogegen der Mecklenburger, dem ſein Feldſyſtem nur eine ſchwaͤ⸗ chere Duͤngung erlaubte, dieſes durch die oͤftere und ſorgfoͤltige, das ganze Jahr hindurch fortgeſetzte Bearbeitung ſeiner Brache erſetzte. Ungeachtet ein ſolcher Erſatz bis auf einen gewiſſen Punkt moͤglich iſt; ſo kann er doch nie vollſtaͤndig ſeyn, und es hat keinen Zweifel, daß das Hochſte nur da erreicht werden koͤnne, wo Boden, Arbeit, Duͤngung und die ausgewaͤhlte Frucht im gerechten und im moͤg⸗ lich beſten Verhaͤltniſſe gegen einander ſtehen. Daß es Bodenarten gebe, die von Natur ſo reich, und ſeitdem ſie in Kultur genommen, ſo we⸗ nig erſchopft ſind, daß ſie lange keiner Duͤngerauffuͤhrung beduͤrfen, iſt zwar richtig; allein dies ge⸗ hoͤrt zu den ſeltenen Ausnahmen, auf welche nicht im Allgemeinen, ſondern nur beſonders Ruͤckſicht genommen werden kann, wie an ſeinem Orte geſchehen wird. Oftmals wird aber auch ſolchen Aeckern dieſe Unerſchoͤpflichkeit zugeſchrieben, welche ihre Kraft durch das laͤngere Niederlegen zum Graſe und durch ſtarken Beſatz mit Vieh wieder erhalten. 3 §. 25o. Obwohl uns die Natur verſchiedene anorganiſche Materien darbietet, wodurch die Vegetation entweder mittelſt eines Reizes, den ſie der Lebensthaͤtigkeit geben, oder mittelſt ihrer zerſetzenden Wir⸗ kung auf dem Moder belebt und verſtaͤrkt werden kann; ſo iſt es doch eigentlich nur der thieriſch⸗ ve⸗ getabiliſche Duͤnger oder jener im gerechten Zuſtande der Zerſetzbarkeit befindliche Moder(Humus), welcher den Pflanzen den weſentlichſten und nothwendigen Theil ihrer Nahrung giebt. Ich ſage den weſentlichſten; denn es iſt unbezweifelt, daß ſie auch durch die Zerſetzung des Waſſers und der gasfoͤrmig in der Atmoſphaͤre enthaltenen Stoffe und deren Verbindung einen andern Theil ihrer Nah⸗ rung erhalten, und daß durch das Hinzutreten dieſer Stoffe die Maſſe der vegetabiliſchen Materie auf der Oberflaͤche des Erdbodens und auf jeder Ackerflaͤche ſich vermehren wuͤrde, wenn man die darauf hervorgewachſenen Pflanzen nicht entfernte, ſondern wieder auf ihrem Platze in Moder uͤbergehen ließe, wie die oft unerſchöpflich ſcheinende Fruchtbarkeit des unkultivirten Bodens oder der alten Waͤlder bezeugt. 5 Daß aber aus der eigentlichen unzerſetzbaren und feuerbeſtaͤndigen Erde nichts bedeutendes in die Vegetation uͤbergehe, dieſe alſo nur inſtrumentell zur Schuͤtzung und Haltung der Pflanzenwurzeln und zur Aufbewahrung der Nahrungsſtoffe, nicht materiell als Nahrungsſtoff ſelbſt, wirke, haben neuer⸗ lichſt de Sauſſureſchen und Schraderſchen Analyſen noch mehr beſtaͤtiget. §. 251. Da alſo die Pflanzen die naͤhrende Materie aus dem Humus oder dem Ruͤckſtande der thieriſchen und vegetabiliſchen Verweſung ziehen, ſo muß dieſe durch den Wachsthum der Pflanzen im Boden ver⸗ mindert und endlich erſchoͤpft werden, und zwar in dem Verhaͤltniſſe, worin dieſe Pflanzen ſolche aus⸗ ziehn, oder was einerlei iſt, in ſich enthalten; vorausgeſetzt naͤmlich, daß ſie von dem Acker abgeern⸗ tet und weggefuͤhrt werden. §. 2852.. Nach dem Verhaͤltniſſe, worin ſich die nahrungsfaͤhige Materie(worunter wir denjenigen Theil des Moders, der ſich in einem Zuſtande befindet, worin er zu einem Uebergange in die Pflanzen geſchickt iſt, hinfort verſtehen werden) im Boden befindet, richtet ſich die Staͤrke der Vegetation und die Maſſe jedes einzelnen Produkts, jedoch beſchraͤnkt durch den Raum. Wir nennen dieſes die Frucht⸗ U 2. Die Nahrung der Pflanzen. Sie wird durch den Wachsthum der Pflanzen erſchoͤpft. 156 PBerhaͤltniß der Duͤngung. barkeit, den Reichthum oder die Kraft des Bodens, die ſich veraͤndert, und mit jedem von ihr gezogenen Produkte, wenn ſie keinen Erſatz erhaͤlt, ſich vermindert. 4 5. 253. 94 lelchan Nicht bloß nach der Maſfe, ſondern auch nach der Art des Produkts iſt dieſe Erſchoͤpfung der erhaͤltniſſe pfung geſchehe. uͤber angeſtellten Verſuchen ſteht dieſe Erſchoͤpfung bei dem haͤufigſten Produkte, den verſchiedenen Getreidearten, im Verhaͤltniſſe mit der nahrungsfaͤhigen Materie, welche dieſe Fruͤchte vornaͤmlich in ihren Koͤrnern enthalten. Man weiß, daß der Weizen mehr als Rocken, dieſer mehr als Gerſte, die Gerſte mehr als Hafer den Acker erſchoͤpfe, und die von me hreren jetzt angeſtellten Verſuche ſind zwar 8 noch nicht vollendet, beſtaͤtigen jenes Verhaͤltniß aber auf eine mehr als erwartete Weiſe. naͤmlich Kleber, Staͤrkemehl und ſuͤßlich ſchleimiger Materie, dem Gewichte nach, S im Weizen 78 Prozent; im Rocken ⸗ in Gerſte 65 bis 70 Prozent, nach Verſchiedenheit ihrer Vollkommenheit; im Hafer 58 Prozent, deſſen unterſuchung er noch nicht ganz vollendet hatte. In andern Fruͤchten: den Linſen.......... 74 Prozent: den Erbſen........... 7563 den Schminkbohnen oder Phaſeolen... 33 2 * den Saubohnen........ 68 ½ 2 den Perdebohnen......... 73 2 Eine Metze Weizen à 86 Pfund enthaͤlt alſo 67 nahrungsfaͤhige Materie; 5 ⸗ Rocken à 80 ¾ ⸗ 2 56 25.— . ⸗ Gerſte à 67 ¾ ⸗. 2 434. 7 .. Hafer à 48 ¾ ⸗ ⸗ 21 28r. 2 4 2 7 Erbſen à 93 ½ ⸗ 2 70 2„Pferdebohnen à 96 ¾ ⸗. 70%⸗ 2. Das Gemicht der Metze iſt nach ſehr vollſtaͤndigen und reinen Koͤrnern angegeben. 8§. 254. Erſchoͤpfende Nach dieſer Ausmittelung und mit einiger Rebenruͤckſicht auf die Verſchiedenheit des naͤhrenden gentlichen Ge⸗ treidearten.(wovon erſt in der Lehre von der vegetabiliſchen Produktion die Rede ſeyn kann) nehmen wir an, daß 3 die Ernten des eigentlichen Getreides in Anſehung ihrer naͤhrenden Theile ſowohl, als in Anſehung ihrer boden⸗ erſchoͤpfenden Kraft in folgendem Verhaͤltniſſe, dem Volumnen der Koͤrner nach, gegen einander ſtehen: der Rocken= 10; der Weizen= 13; — die Gerſte— 7; 3 — der Hafer— 85. 4 Es kommen ſich hiernach gleich: 1 dieſe Erſchö⸗ nahrungsfaͤhigen Materie verſchieden. Und nach den allgemeinen Erfahrungen und beſonders dar⸗ Nach Einhof⸗ s genauer Analyſe der Getreidearten fand ſich an nahrungsfaͤhigen Stoffen, Kraft der ei⸗Stoffes und auf das Stroh, und zugleich nach der Summe der Erfahrungen und angeſtellter Verſuche 3 öggenich der dar danen Pitten in dwi der lſ dj reidearte Sache ne wen oder dusfuͤhrl ſenfruͤcht ſchaft au ben, au daher d ſelben? ken iſt der na nach zu dergebe wikklich gentliche nach ein 3 11 tiſchyf welche diheria in eide merun kaum das W dere W dung aͤ Heſte 1. enden reinen T jedem den ſchoͤpfony der Lſonders dar⸗ verſchedenen vornanich m s Gerſte, di che ſind zwa 7 gen Stoffen, es naͤhrenden lter Verſuche wir an, daß in Anſehung jnach, gegen der Futterung und des Viehſtandes. 157 6 Metzen Rocken; 4,6 ⸗ Weizen; 8, 5⁸ Gerſte; 12 Hafer. Wir wuͤrden auch auf einem Boden, der nach ſeiner Grundmiſchung und nach ſeinen phyſiſchen Eigenſchaften dieſen ſaͤmmtlichen Getreidearten gleich angemeſſen waͤre, von einer gleichen Quantitaͤt der darin enthaltenen naͤhrenden Materie eine Koͤrner⸗Produktion nach dieſem Verhaͤltniſſe erwarten koͤnnen, wenn wir dieſe Gleichheit, und dann fuͤr jede Frucht die angemeſſenſte Beſtellung und eine AN N Witterung, die jeder gleich guͤnſtig iſt, annehmen duͤrfen. Im Allgemeinen tritt dieſes Verhaͤltniß in Anſehung des Ertrags ein, und wenn wir Weizen aͤber dies Verhaͤltniß gegen Rüen bauen, ſo wird der Abſchlag in den folgenden Fruͤchten ſich danach richten. §. 255. 5 82 Dieſes Ertrags⸗ und Erſchoͤpfungsverhaͤltniß laͤßt ſich bis jetzt nur bei jenen gebraͤuchlichern Ge⸗ treidearten mit ziemlicher Beſtimmtheit feſtſetten. In Anſehung der aͤbrigen Feldfruͤchte bleibt die Sache noch ungewiſſer, und es macht ohne Zweifel einen großen Unterſchied, ob ſie oͤfter wiederkom⸗ men oder nur ſelten als Zwiſchenfruͤchte zwiſchen dem Getreide gebauet werden. Hieruͤber kann erſt ausfuͤhrlicher bei der Lehre vom Fruchtwechſel geredet werden. Hier nur ſo viel, man hat die Huͤl⸗ ſenfruͤchte, Erbſen, Bohnen, Wicken, von jeher als verbeſſernde Fruͤchte angeſehen, und dieſe Eigen⸗ ſchaft aus dem bebruͤtenden Schatten, aus der Lockerung und Lufteinziehung des Bodens unter denſel⸗ Erſchopfende Kraft anderer Fruͤchte. ben, auch aus der dem Acker hinterlaſſenen ſtarken Stoppel und Wurzel erklaͤrt. Manche haben ſie daher der reinen Brache gleich geſetzt, unter der Bedingung jedoch, daß ſie nicht zu haͤufig auf dem⸗ ſelben Platze wiederkaͤmen, und daß ſie— was nur auf einen noch in Kraft ſtehenden Acker zu bewir⸗ ken iſt— gut und gedrungen ſtaͤnden. Sie der reinen Brache,— der eine wirkliche Vermehrung der naͤhrenden Kraft des Bodens beizumeſſen iſt,— gleich zu ſetzen, iſt der Theorie und Erfahrung nach zu viel. Jedoch kann man annehmen, daß ſie als Zwiſchenfruͤchte dem Boden eben ſo viel wie⸗ dergeben, als ſiel hn in Hinſicht der fuͤr die Getreidefruͤchte noͤthigen Nahrung entziehen, indem ſie wirklich ein ganz verſchiedenes quantitatives Verhaͤltniß der naͤhrenden Stoffe gebrauchen, als die ei⸗ gentlichen Getreidearten. Jedoch wuͤrden ſie den Boden ohne Zweifel mehr erſchoͤpfen, wenn man ſie nach einander darauf bauen wollte. S Ueber andere Fruͤchte ſind die Meinungen nach oberflaͤchlichen Beobachtungen in Anſehung jener erſchoͤpfenden Kraft noch mehr getheilt. Den Kartoffeln meſſen einige eine ſtarke Ausſaugung bei, welche ſich durch das Mißrathen des Wintergetreides nach denſelben aͤußere. Jedoch thun dies nur diejenigen, die unmittelbar nach denſelben Wintergetreide ſaͤen, fuͤr welches ſie den Acker allerdings in einem unguͤnſtigen Zuſtande zuruͤcklaſſen. Dagegen bemerken wir andern, die nach derſelben Soͤm⸗ merung bauen, weder in dieſer, noch in denen unſerer Rotation gemaͤß folgenden Fruͤchten, ſelbſt kaum im Wintergetreide, welches im vierten Jahre nach den Kartoffeln kommt, einen Abſchlag gegen das Wintergetreide in der reinen Brache. Nach verſchiedenen neuern Erfahrungen haben ſie und an⸗ dere Wurzelgewaͤchſe wiederholt gebaut, einen einmal in Kraft geſetzten Acker ohne wiederholte Duͤn⸗ gung außerſt wenig entkraͤftet(verglichen die Staudingerſchen Beobachtungen im oͤkonomiſchen Hefte 1808). Jedoch ſcheint mir dies zu weit getrieben, und ich ſetze ſie, in Anſehung ihrer ausſau⸗ genden Kraft, einer Rockenernte gleich, ſchreibe ihnen daneben aber einen gleichen Vortheil, wie einer reinen Brache, weil ſie dieſe bei gehoͤriger Behandlung v ollkommen erſetzen, zu. Wodurch der Boden Erſatz fuͤr die Erſchoͤ⸗ pfung erhalte. . Natuͤrliche Kraft des Bodens. 153 Berhaͤltniß der Duͤngung, F. 256. Die durch die Aberntung der Fruͤchte entſtandene Erſchoͤpfung wird in der Negel auf dreierlei Weiſe erſetzt: 1) Durch die Auffuͤhrung und gehörige Einverleibung des eigentlichen Duͤngers. Nach Verhaͤltniß der Quantitaͤt dieſes Duͤngers wird die naͤhrende Kraft des Bodens mehr oder minder ver⸗ ſtaͤrkt, und nach dem Verhaͤltniſſe dieſer Kraft richten ſich die Ernten; jedoch nur bis auf einen gewiſ⸗ ſen ihnen angemeſſenen Grad, uͤber welchen hinaus der Duͤnger ſchaͤdlich werden kann, indem er La⸗ gergetreide oder dergleichen Uebel verurſacht. Wir ſetzen in der Berechnung der zu⸗ und abnehmen⸗ den Kraft des Ackers 2 ½ Fuder Stallmiſt, im gerechten Zeitpunkte der Vermoderung das Fuder 1850 7 1a) Pfund wiegend, u f einen Jochart Landes; eine Duͤngung von 11 ſolchen Fudern alſo gleich 30. . Es iſt indeſſen auf die Verſchiedenheit des Miſtes Ruͤckſicht zu nehmen, und wir ſetzen hier den ge⸗ woͤhulichen aus den Exeremenden des Rindviehes, der Pferde und Schweine mit Stroh gemengten Stallmiſt voraus. Mit dem Schafmiſt, und beſonders mit dem Huͤrdenſchlage, der ſchneller in die Gewaͤchſe eingeht, aber auch ausgeſogen wird, verhaͤlt ſich's anders. 2) Durch die ſogenannte Ruhe oder vielmehr das Eingraſen des Ackers und Benutzung deſſelben zur Weide. Durch die Faͤulniß des von der Natur hier erzeugten Raſens, der ſich darin anſiedelnden Wuͤrmer und Inſekten und des darauf gefallenen Weideduͤngers, wird dem Acker eine Kraft mitgetheilt, die man fuͤr jedes Jahr einer ſolchen Ruhe derjenigen gleich ſetzen kann, welche 2 ⅞ Fuder Duͤnger per Jochart giebt. Wir nehmen alſo jedes Jahr des zu Graſeliegens ebenfalls zu 10, eine dreijaͤhrige Ruhe zu 30 an. Es wird hierbei allerdings einen Unterſchied machen, ob der Acker in groͤßerer oder geringerer Kraft niedergelegt worden, indem im erſtern Falle ein ſtaͤrkerer Gras⸗ wuchs oder eine ſtaͤrkere Erzeugung naͤhrender Materie darauf vorgeht. Es wuͤrde uns aber eine Be⸗ rechnung dieſer Art im Allgemeinen hier zu weit abfuͤhren, und ich bemerke deshalb nur, daß ich von einer Ackerkraft rede, die der in den gewoͤhnlichen Koppelwirthſchaften gleich iſſ. Einem ſolchen Ruhe⸗ oder Weidejahre iſt ein Kleejahr gleich zu ſetzen, wenn gleich dieſer Klee gemaͤhet und abgefahren wird. Die allgemeine Erfahrung bewaͤhrt dieſes. Die Erklaͤrun g an ei⸗ nem andern Orte. 3) Durch eine gehoͤrig bearbeitete reine Sommerbrache, die nicht bloß den Acker reinigt, ſondern ihm auch, vermoͤge der dadurch vermehrten Einſaugung atmoſphaͤriſcher Gaſe und Vermoderung der untergepfluͤgten Graͤſer und Wurzeln wirkliche naͤhrende Kraft mittheilt. Wir ſetzen deshalb ein ſolches Brachjahr einer Duͤngung von 2 ½ Fuder per Jochart gleich, oder nehmen es eben⸗ falls zu 10 an, 3§. 257. Ein Ackerboden iſt durch die Rotation von Ernten ſelten oder nie ſo ganz erſchoͤpft, daß er nicht noch einige naͤhrende Kraft in ſich hielte oder etwas hervorbringen koͤnnte; obwohl es haͤufig bis zu dem Grade kommt, daß er nicht mehr mit Vortheil beſtellt werden oder einen reinen Ertrag uͤber die Beſtellungskoſten geben kann. Dieſe zuruͤckbleibende Kraft nennen wir die natuͤrliche Kraft des Bodens. Sie kann dem Grade nach verſchieden ſeyn, und wenn ſie ſo iſt, daß der Jochart etwa noch 1 ½ bis 2 Metzen Rocken uͤber die Einſaat tragen koͤnnte, aber doch ohne zu große Erſchoͤpfung, unge⸗ — düngt, ungeruht und ungebracht nicht mehr tragen darf, ſetzen wir dieſe natuͤrliche Kraft zu 40. Erhaͤlt ein ſolcher Boden 11 ½ Fuder Duͤnger... 8.= 50 eine reine Brache.........— 10 und hat an natuͤrlicher Kraft......= 40 100 ſo wird ſeine Kraft... N tta KMe vol Stroh Naaß welche Veſpi und er und w ohne w I der Futterung und des Viehſtandes. 159 §. 258. Nach der Summe der Erfahrungen koͤnnen wir annehmen, daß eine gehoͤrig beſtellte Getreide⸗ Verhaltniſſ⸗ ...... 3; orin Ertra Rach frucht auf ſogenannten guten warmen Boden(auf kaltgruͤndigem weniger) 30 Prozent von der im dnd Erſchd⸗ u9 Acker vorhandenen Kraft an ſich ziehe, und einen verhaͤltnißmaͤßigen Ertrag an Koͤrnern und auch an pfung ſtehen. dreierlei der ver⸗... en gewiſ Stroh gebe. Das oben angegebene Verhaͤltniß der Getreidearten gegen einander wird dann das m a da Maaß ergeben, welches man an Koͤrnern davon erwarten kann, zugleich aber auch die Erſchoͤpfung, nehna⸗ welche der Acker dadurch erleidet, und den Ruͤckſtand von Kraft, die im Acker zuruͤckbleibt. Folgende der 189 Beiſpiele werden dieſes erlaͤutern. eich 3 Dieſe Angaben gruͤnden ſich indeſſen nicht allein auf die Theorie von der nahrungsfaͤhigen Materie, 4 ſondern ſie ſind aus der Summe der Reſultate, welche die Erfahrung! im Großen giebt, abgeleitet, und er den ge⸗ ſtimmen mit denen uͤberein, welche in guten Wirthſchaften in mittleren Jahren auf Mittelboden angenom⸗ Stallmif men werden. Die Theorie dient hier nur zur Begruͤndung einer Formel, wonach der Ertrag in Ruͤckſicht Leingeht,. auf die verſchiedenen ihn beſtimmenden Umſtaͤnde im Durchſchnitt der Jahre berechnet werden kann, und das Zutreffende der Formel beweiſet ruͤckwaͤrts die Richtigkeit der Theorie. enutzung Eine mehr ausſaugende Frucht wird zwar bei guͤnſtiger Witterung einen hoͤheren Ertrag geben koͤnnen, ch darin als ihr hier nach ihren Verhaͤltniſſe zugeſchrieben wird. Allein ſie wird auch ſo viel mehr ausziehen, und die Ve enne folgenden Fruͤchte werden um ſo viel weniger geben. Es iſt uns hier nur um die Ausmittelung des Total⸗ Ertrags und der Kraft, in welcher ſich der Boden erhaͤlt, zu thun. welche In dieſer hypothetiſchen Berechnung ſind uͤbrigens die Zahlen ſo viel moͤglich rund angenommen, und benfalls die kleinen Bruͤche weggeworfen, weil dieſe nur die Ueberſicht erſchweren wuͤrden, ohne das Reſultat merklich oh der zu aͤndern. r Gras⸗ ine Be⸗ 1.§. 250.. ich von Ein Boden habe, wie oben, natuͤrliche Kraft.....= 40, Bei der reinen und erhalte 11 ½ Fuder Duͤnger.........—= 5, Dreifelder⸗ . 3 3 wirthſchaft. eſer Klee 0 4 90; ig an ei⸗ und werde dann nach dem Syſteme der reinen Dreifelderwirthſchaft neun Jahre hindurch ohne wiederholte Duͤngung beſtellt, ſo wird ſich folgendes Reſultat ergeben. 3 en Acker Der Ertrag wird abſichtlich uͤber die Ausſaat, oder nach Abzug derſelben angenommen, ſo daß man, aſe und um den ganzen Ertrag zu finden, dieſe hinzufuͤgen muͤßte. Denn es iſt wahrſcheinlich, daß in der Ausſaat ir ſetzen— ſelbſt ſo viel naͤhrende Kraft ſtecke, um ſich ſelbſt einmal zu reproduziren, und daß alſo eine ſtaͤrkere Ausſaat s eben⸗ bis auf einen gewiſſen Punkt immer einen hoͤheren rohen Ertrag, obwohl keinen hoͤhern reinen Ertrag, gebe. Ernteertrag.] Ausgezogene Fr 6 ch t e. p. Jochart. Kraft nach Ver⸗Hinzugekomme⸗ Zuruͤckbleibende— .(rund angenom⸗ hältniß des ne Kraft. Kraft. er nicht men.) Ertrages. 5 1 1. Brache..........—— 10 100 aft 3 2. Rocken*** 3 4*.*** 12 Metzen 3 30—— 70 a. 9 3. Gerſte**** 2** 3* 2* 12 3 21— 49 twa 9 4. Brache******** 1*— 3— 10 59 g, unge⸗ 5. Rocken.......... 7, s 17,— 41. 0. 6. Hafer.......... 9,22 ⸗ 12,— 28,91 7. Brache*. 3*... 2** 4—— 3 10 38, 9* 8. Rocken.*.....„„ 2 4, 66 2 II, 67— 27, 23 9. Hafer 8......* 4 6, 44 2 8, 7— 19, Bei Erbſen⸗ und Kartoffel⸗ bau in der Brache. 1 1 160 Die nazuͤrliche Kraft des Bodens, die beim A verloren 20,93. 8 Verhaͤlniß der Duͤngung, 19,0 herabgeſetzt, und hat folglich nach einer Duͤngung von 11 ½ „Rotation herabſetzen wird. Sie kann ſich jedoch mit Huͤlfe des Hordenſchlages a und dann ſolchen giebt. Wenn eine ſolche Wir zu duͤngen, und, w nicht die Wirkung der Brache erſetzen, ſo wir Fuder — nfange dieſer Rotation 40 war, iſt alſo bis zu Ein Erfolg, den eine ſolche Wirthſchaft, die 6 Getreidefruͤchte nimmt, immer haben und ſich folglich mit jeder haͤtte ſchon bei No. 5 ſtehen bleiben muͤſſen, um nicht tiefer zu ſinken; §. 260. ie oben geſagt worden, die Erbſen das etwa wieder thſchaft in ihrer geduͤngten Brache noch Erbſen uch noch erhalten, wenn ſie bei No. 6. ſtehen bleibt, bauen will, ohne ſtaͤrker geben, was ſie ausziehen, aber d der Erfolg folgendermaßen zu ſtehen kommen: Ausgezogene Früuͤchte. Ernteertrag. Kraft neeee Hinzugekomme Zurhekäleibend⸗ Fruͤchte und des ne Kraft. Froft. Maaßes.. r1. Erbſen... 10 Metzen—— 90 2. Rocken.... 10,— 27— 63 3. Gerſte..... 10, 2 18,5— 44, 4. Brache.....—— 10 54, 5. Rocken.. 6, 5 16, 23— 37, 32 6. Hafer.... 9,583„* 11, 36— 26, 5¹ 7. Brache.....—— 10 36, 8. Rocken. 4,18 2 10,°5— 25, 55 9. Hafer... 6,12 ⸗ 7,36— 17,90 Hier hat alſo der Boden von ſeiner vorhin angenommenen Kraft 2a, 1 verloren. Wollte eine ſolche Dreifelderwirthſchaft, ohne ſtaͤrker zu duͤngen, Kartoffeln ſtatt der erſten Brache bauen, und dieſe zoͤgen gleich einer Rockenernte aus, gewaͤhren uͤbrigens aber durch ihre Bearbeitung den Vortheil einer Brache, ſo wuͤrde der Erfolg folgender ſeyn: 3 Ausgezogene chte Kraft nach Ver⸗ Hinzugekomme⸗ Zuruͤckbleibe 5 1 ijch ke Ernteerkzag. afnach des 3 8. Kraft. 3 Kraft. 8 Ertrages. 1. Kartoffeln..... 120 Metzen 30 10 20 2. Gerſte..... 12 2 21— 49 3. Hafer... 11,75 7 14,— 34, 4. Brache...—— 10 44, ⁸ 5. Rocken... 4, 27 13, ¹*— 31, 2* 6. Hafer.... 27, 5 2 9, 36— 21,71 7. Brache...—— 10 31,7 8. Rocken... 3, 9, 51— 22, 20 9. Hafer 5,33 6,5⁵— 15, 4 mij g di ausgeſte da i * tfel d ſhaltun Kattoff zurüc Kartef 9 Ai erjalte d und liege ſo iſt der f der Futterung und des Viehſtandes. 161. ſo bis i Bei dieſer Rotation wuͤrde der Boden an ſeiner natuͤrlichen Kraft 24, 4˙ verlieren, und ſehr aft, de ausgeſogen zuruͤckbleiben. Daß hier nach den Kartoffeln Gerſte, und nicht Rocken angenommen wor⸗ ni jeder ddeen, iſt freilich gegen die Regel der Dreifelderwirthſchaft, dagegen aber den Geſetzen der Natur 3 zu ſaken; geemaͤß geſchehen. 1 5 een bſeibt— Es erhellt hieraus, wie gegruͤndet der Vorwurf einer nachtheiligen Erſchoͤpfung gegen die Kar⸗. toffeln bei dieſem Feldſyſteme ſey, indem nicht nur alle folgende Getreideernten ſich durch ihre Ein⸗ 3 ſchaltung vermindern, ſondern auch eine um ſo viel groͤßere Erſchoͤpfung erfolgt. Wuͤrden freilich dieſe 4 6 Kartoffeln durch das Vieh in Duͤnger verwandelt, und dieſer nun in der naͤchſten Brache dem Acker hne ſiuke zuruͤckgegeben, ſo kaͤme die Sache anders zu ſtehen. Allein in der Dreifelderwirthſchaft werden die 8 hen, ahe Kartoffeln mehrentheils zu anderem Behuf erbauet.— In einer ſiebenſchlaͤgigen Koppelwirthſchaft habe der Boden dieſelbe natuͤrliche Bei einer ſee⸗ 3 ckliibende Fraft...........— 40, ven oteaiden. Kuaft. erhalte denſelben Dänger........ 50o, ſchaft. 8 und liege 3 Jahr zu Graſe zo0o.. 90 120,— 66 ſo iſt der Erfolrll: 8. 4„ 8 8—„ 1 Jurehedh der Hinzugekomme⸗ Zuruͤckbleibende 54, Fruͤchte. Ernteertrag. häͤltniß des ne Kraft. Kraft. 37,³ 3. Ertrages.— 26,3——— 6, au 1. Brache.....— 10 130 36, 2. Rocken..... 18, Metzen. 39— gr 255 3. Gerſte..„. 15,2 ⸗ 27,— 63, 17, 4. Hafer.... I5, 8 ⸗ 19,*— 44,5 Hier hat der Boden an natuͤrlicher Kraft 4,ö gewonnen, und tritt alſo in die folgende Rotation tatt der um ſo viel verſtaͤrkt ein. aber durch 3 —§. 262.* — Eine Koppelwirthſchaft in neun Schlaͤgen:.„ Bei einer neun⸗ jckbleibende Natuͤrliche Kraft......= 40. ſchlaͤgigen, Kraft. 11 Fuder Dünger......= 5o. Vierjaͤhrige Dreeſchweide..— 40. 4 70 3 130. 49— Ausgezogene 4,3. Kraft nach Ver⸗Hinzugekomme⸗ Zuruͤckbleibende 3½, 3 Fruchte. Ernteertrag. haltniß des] ne Kraft Kraft. 1 Ertrages. .. 21,1¹ I. Brache.* 2*. 3— 3— 10 140 3 2, 2. Rocken..... 16, 8 Metzen. 42- 98 22,20 3. Gerſte...— 16,3. 29,“— 68,5 15, 54— 4. Rocken.. 4 2* 2 4 8, 22 2 20, 58 3— 48, 90 2 s. Hafer..... 1I, 2s. 14, 45— 33, B ergeer Theil. Bei einer eilf⸗ ſchlaͤgigen. Bei einer Fruchtwechſel⸗ wirthſchaft. —————— 16²2 Verhaͤltniß der Düngung, Hier hat ſich der Boden um 6, ²0 verſchlechtert, und nur einen anſcheinend höhern rt n gege⸗ — §. 263. ben, weshalb auch dieſe vormals ſoe beliebte Wirthſchaftsart jetzt faſt allgenhein verwor fen wird Die Koppelwirthſchaft in eilf Schlaͤgen duͤngt in der Regel ihre Dreeſchbrache nicht; ſie tritt alſo, bei gleicher natuͤrlichen Kraft und vierjaͤhriger Dreeſchweide, mit einer Kraft= 80 in ihre Rotation ein, und es ergiebt ſich folgendes: Ausgezogene 1 kechen 4 Kraft nach Ver⸗Hinzugekomme⸗Zuruͤckbleibende r u uch t 6. Ernteertrag. haͤltniß des ne Kraft. Kraft. Ertrages. 8 1. Dreeſchbrache 3...—— 10 90 8 2. Rbeken... 0,8 Metzen. 27— 63 3. Hafer. 15 2 18,5— 44, 4. Muͤrbe Brache mit 6 Fudern Duͤnger—— 60 104,* 5. Rocken..... 12, 8 ⸗ 31, 23— 72, ² 6. Gerſte*.** 4 12, 43⁸ 2 21, 35— 51, 1 7. Hafer. 2- 4. 4. 12, 24 2 15,**— 35⸗ Der Boden verliert hier 4,02. §. 264. Um auch Beiſpiele von Wechſelwirthſchaften nach der Regel der Fruchtfolge mit Stallfuͤtterung zu geben, muͤſſen wir nothwendig, bei angenommener Gleichheit der natuͤr⸗ lichen Kraft, eine ſtaͤrkere Duͤngung vorausſetzen. des Ueberganges verſchafft zu haben, waͤre es eine Thorheit, ſolche einfuͤhren zu wollen, weil ſie ſich gleich durch ihren Brachfruchtſchlag erſchoͤpfen wuͤrde. Wir nehmen alſo bei einer vierſchlaͤgigen Wirthſchaft dieſer Art an, daß ſie zu Anfange der er⸗ ſten Rotation wenigſtens mit 18 Fudern per Jochart duͤngen koͤnne, ſo daß ſie mit Einſchluß der na⸗ tuͤrlichen Kraft== 120 antrete. Denn ohne ſich dieſe auf andere Weiſe waͤhrend Ausgezogene . Kraft nach Ver⸗Hinzugekomme⸗Zuruͤckbleibende Fruͤchte. Ernteertrag. haͤltniß des 5 1 Kraft. 3 Kraft. de — 8 Ertrages. T. Kartoffeln.. 160 Metzen. 34 10 96 2. Gerſie.. 16,46„ 28,— 67,² 3. Klee.....——— 77, ² 4 Rocken... 9,25 ⸗ 23, ³— 54, 4 3 Die zweite Rotation kann an Dünger r geben 22 ⅞ Fuder= 100 154,* T. Kartoffen... 200 86, 2 10 107, 33 2. Gerſte.... 18,3⸗ 32, 35* 25, 3. Klee..——— 85, ⁴9 4. Rocken.. B10,65. 26,5*— 88, 3 Der Boden gewinnt alſo in zwei Rotationen innerhalb 8 Jahren 18,43 N an natuͤrlicher Kraft. hatnat — 1. 80 2. 00 3 4 4 N 5 M 6 NMt „ Wint d Ur iherſehe Die re Diee m Die m Die ſ Die Die ei Dee vie De ſieb winnend etwa nu wietſche Keaft, ſeldeen großer zu nel ſchaft e, ih he — rag Rge⸗ id. ache ſicht; t= Loin uͤckbleiben Kraft. rcht folge der natuͤr⸗ ſe waͤhrend weil ſie ſich noe der er⸗ uß der na⸗ ickbleibende Kraft. der Futterung und des Viehſtandes. 153 Eine ſolche Welchſelwirthſchaft in ſieben Schlaͤgen hat natuͤrliche Kraft= 40, bekommt 18 Fuder Duͤnger.....— do, 120. ]1 Ausgezogene . Kraft nach Ver⸗Hinzugekomme⸗ Zuruͤckbleibende Fruͤchte. Ernteertrag. haͤltniß des ne Kraft. Kraft. Ertrages. 1. Kartoffen..... 160 Metzen. 34 10 96 2. Gerſte.... 3 16,45 ⸗ 28,5— 67,2 3. Klee.....—— 10 27, 4. KAlee.....—— 10 87, 5. Winterung.. 4— 10,45 26, 15— 61.*4 6. Mit 9 Fudern Duͤnger Erbſen.—- 40 101, 4 7. Winterung.. 3.. 12, 12 ⸗ 3z0,)— 70,7 Der Boden hat alſo an Kraft gewonnen 30,3. §. 265.. Um die Zu⸗ und Abnahme der Kraft in dieſen Wirthſchaften in ihrem Verhaͤltniß um ſo beſſer uͤberſehen zu koͤnnen, reduziren wir ihre Rotationsjahre auf 10, und ſo ergiebt ſich folgendes: ] Gewinnt an Verliert an Kraft. 1 Kraft. Die reine Dreifelderwirthſchaft......— 22, ²° Die mit Erbſen.........— 24,45 Die mit Kartoffeln.........- N26, Die ſiebenſchlaͤgige Koppelwirthſchaft..... 5,13— Die neunſchlaͤgige Koppelwirthſchaft....— 6,77 Die eilfſchlaͤgige Koppelwirthſchaft......— 3,72 Die vierſchlaͤgige Fruchtwechſelwirthſchaft.... 22,³¹1— Die ſiebenſchlaͤgige Fruchtwechſelwirthſchaft.... 42,95— Hierzu kommt nun der mit jeder Rotation ſich vermehrende Duͤngerſtand bei den an Kraft ge⸗ winnenden, und die Verminderung deſſelben in den an Kraft verlierenden Wirthſchaften, ſo daß ſich etwa nur die mehr gleichbleibenden Koppelwirthſchaften erhalten, die Dreifelder⸗ und Fruchtwechſel⸗ wirtſchaften aber in ihrer Art und ohne andere Aushuͤlfe— jene wegen Mangel an Duͤnger und Kraft, dieſe wegen Ueberfluß und Ueverfuͤllung— auf die Dauer nicht beſtehen koͤnnen. Die Drei⸗ felderwirthſchaft wird durchaus genoͤthiget werden, ſich andere Huͤlfsquellen zu ſchaffen, oder aber den groͤßern Theil ihres Ackers in dreijaͤhriges Land zu verwandeln, d. h. alle drei Jahre nur eine Ernte zu nehmen, und dem Lande ein Jahr Nuhe und ein Jahr Brache zu geben. Die Fruchtwechſelwirth⸗ ſchaft aber wird ſich durch den Anbau von Handelsgewaͤchſen, ſtatt eines Theils der Futtergewaͤch⸗ ſe, ihres Duͤngeruͤberfluſſes entledigen muͤſſen, und dadurch freilich ihren Ertrag zur moͤglichſten Hoͤhe treiben. 3 Die Duͤngung ſcheint hier freilich nur hypothetiſch angenommen. Es wird ſich aber in der Folge zei⸗ gen, wie ſtark jede Wirthſchaft in ihrem zweiten Umlaufe duͤngen koͤnne. Die Dreifelderwirthſchaft kann es ohne mehrere Wieſen oder andere Duͤngerquellen nicht ſtaͤrker, es ſey denn durch Kleebau und Stallfut⸗ terung. Die Koppelwirthſchaft duͤugt untet manchen Verhaͤltniſſen ſtaͤrker. Die Wechſelwirthſchaft nach der Regel der Fruchtfolge mit Weide oder mit Stallfutterung duͤngt ebenfalls noch ſtaͤrker, als hier ange⸗ nommen iſt·. Vergleichung der Zu⸗ und Ab⸗ nahme in der Kraft des Bo⸗ dens bei ver⸗ ſchiedenen Wirthſchaften. 154— Beyalni der Dinaun, . 3 5. 266. Im Durchſchnitt koͤnnen wir annehmen, um den rermuthlichen Ertrag zu beſtimmen. daß 10 Grad Kraft in Boden per Jochart geben 1 3 2 Metzen Rocken, 1, ,6s— Gerſte, 2, ⸗ Hafer, und o,“? ⸗ Weizen. — S edoch iſt bei letzterem die ausſaugende Kraft groͤßer als bei den uͤbrigen, und er wird auf angemeſfe⸗ nem Boden und guͤnſtiger Witterung faſt eben ſo viel Metzen wie der Rocken geben, wenn er genug⸗ ſame Nahrung antrifft; erſchoͤpft den Boden dann aber auch um ſo viel ſtaͤrker. Weshalb durch for⸗ cirten Weizenbau ſich manche Wirthſchaften ſehr zuruͤckgeſetzt haben. Zwei Metzen Weizen uͤber die Einſaat per Jochart zieht aus 6, 2. ⸗ Nocken⸗⸗ 3 ⸗ 7 5.,— 2 Gerſte ⸗ ⸗. 2. ⸗ 3, 2 ⸗ Hafer⸗ ⸗ 2 2, 3 ren Ertrag, als ſie nach dem Verhaͤltniſſe der im Boden befindlichen Kraft geben ſollte. Inſofern dieſe zu⸗ fallig ſind, kann im Allgemeinen keine Ruͤckſicht darauf genommen werden. Wo ſie aber bei einem Acker⸗ — ſnyſteme in der Regel ſind, muß es geſchehen. So zieht z. B. der Dreeſchhafer, zumal der einjaͤhrige, nicht S ſo viel aus der noch unzergangenen Narbe, als er thun wuͤrde, wenn er alle Nahrungstheile, die darin .. ſtecken, nach ſeiner Kraft anziehen koͤnnte. Um ſo viel weniger aber eine Frucht anzieht, um ſo viel er⸗ “ ſſchoͤpft ſie auch minder. §. 267. Erzeugung des Die Faͤlle, wo der Landwirth den eigentlichen naͤhrenden Duͤnger auf andere Weiſe als durch Duͤngers und eigene Hervorbringung mittelſt des Viehes erhalten kann, ſind ſo ſelten, daß ſie bei dieſer Berechnung Werth deſſetden der Oekonomie im Allgemeinen kaum in Betracht kommen koͤnnen. Weil indeſſen von dieſen Faͤllen, die nur in der Nachbarſchaft der Staͤdte eintreten koͤnnen, ſo haͤufig die Rede iſt, und der Werth des Duͤngers ſo oft nach dem Preiſe, wozu man ihn hier bezahlt, geſchaͤtzt wird, ſo verweilen wir hier etwas dabei. Der Preis des Duͤngers in den Staͤdten richtet ſich nach dem Verhaͤltniß, worin die Bevoͤlke⸗ rung, der Viehſtand und die Duͤnger erzeugenden Gewerbe gegen die Garten⸗ und Feldkultur, die auch viele Handelsgewaͤchſe, beſonders die Cichorien, gebauet werden, wird ſchon ein vierſpaͤnniges Fuder mit drei und mehreren Flor. auf der Stelle bezahlt, und dennoch ſteht das um die Stadt lie⸗ gende Land in ſo hohem Pachtpreiſe, daß die Anbauer nicht wuͤrden beſtehen koͤnnen, wenn dieſer MNiiſt, im Verhaͤltniß ſeines wirklichen Werths, nicht immer noch wohlfeil waͤre. An andern Orten, Verluſtes hoͤher zu ſtehen, als man bei dem erſten Anblicke glaubt. Bei der moͤglichſt beſten Organi⸗ ſation einer großen Duͤngerausfuhr aus einer großen Stadt nach einer vom Thore ½ Meile entfernten Wirthſchaft koſtet das vierſpaͤnnige Fuder im Durchſchnitt nahe an 3 Flor., ungeachter der groͤßere Theil dieſes Miſtes von der Art iſt, die der Staͤdter gern bald los zu werden ſucht, und er folglich auf Betracht des wahren Duͤngerwerths immer ſehr geringe. Dieſer wahre Werth laͤßt ſich nur dadurch um die Stadt betrieben wird, ſtehen. An manchen Orten, wo letztere ſtark getrieben wird, und wo Guͤnſtiger oder unguͤnſtiger Umſtaͤnde wegen giebt freilich oft eine Frucht einen groͤßeren oder geringe⸗ — wo die Acker⸗ und Gartenkultur bisher noch zuruͤckſtand, kauft man ihn wohlfeiler. Indeſſen kommt er bei genauer Berechnung der Fuhrkoſten und des bei allen ſtaͤdtiſchen Fuhren faſt unvermeidlichen der Stelle nach gemachten Kontrakten aͤußerſt geringe bezahlt wird. Aber auch dieſe Preiſe ſind in — ruzwitt un ſtin die zce thiche Aij das den Erte Pirthſe — vm und bere progreſſ Nateri lichkeit Progre durch z wenigen koſlſpiell ſch doch u an, bei! daſche Vermo den ſpe ein thein ürroͤpfe men run⸗ da man vohl am näßig zu den mit 5 gen, daß angemeſt⸗ der genug durch for⸗ eer geringe⸗ n dieſe zu⸗ tem Acker⸗ ige, nicht die darin ſo viel er⸗ als durch zerechnung nnen, ſo⸗ rbezahlt, Bevoolke⸗ ltur, die „ und wo ſpaͤnniges Stadt lie⸗ eenn dieſer ern Orten, ſen konmt meidlichen „Organi⸗ eontfernten e groͤßere lglich auf ſe ſind in er dadurch der Futterung und des Viehſtandes. 165 was ein Jochart Landes, der vorher nur eine nothduͤrftige und ſeltene Duͤngung erhielt, bei einer reichlichen und wiederholten an reinem Ertrage mehr gebe oder geben koͤnne. Im dritten Bande meiner engliſchen Landwirthſchaft, Seite 461 u. f. habe ich eine ſolche Berechnung nach den mir von Bauern angegebenen Datis gemacht, und das Reſultat war, daß das Fuder Duͤnger9 Flor. 6 Pr. werth ſey. Um die Sache genauer auszumitteln, berechne man den Ertrag der im§. 212. angegebenen einfachen Dreifelderwirthſchaft, und ſetze dagegen, daß dieſe Wirthſchaft ſich Miſt genug verſchaffen koͤnne, um alle drei Jahre mit 13 Fuder zu duͤngen, und nun — um von der Dreifelderwirthſchaft wenig abzuweichen— folgendes baue: 1) Brache geduͤngt; 3 2) Raps oder Ruͤbſaat; 3) Weizen; 4) Erbſen geduͤngt; 5) Rocken; 6) Gerſte; 7) Kartroffeln geduͤngt; 8) Gerſte;. 9) Rocken; ausmitteln, daß man einen Vergleich zieht, und berechne nun nach dem Verhaͤltniß der im Acker befindlichen Kraft den Ertrag dieſer Gewaͤchſe, nach Abzug der hoͤhern Koſten ihres Anbaues, und es wird ſich der Werth dieſes Duͤngers auf eine auffallende Art ergeben.— 1 — Der wahre Werth des Duͤngers wird aber um ſo groͤßer, wenn man erwaͤgt, wie er ſich progreſſiv durch ſich ſelbſt vermehrt, indem mehrerer Duͤnger, richtig angewandt, immer mehreres Material zu neuem Duͤnger neben den eigentlichen Fruͤchten erzeugt, und daß man dann zu der Moͤg⸗ lichkeit, ſolche Fruͤchte zu bauen, die den hoͤchſten Geldertrag geben, nachhaltig gelange. In gleicher Progreſſion ſinkt der Duͤngerſtand, wenn einmal Mangel an Duͤnger eingetreten iſt, und dieſer nicht durch zweckmaͤßige Vorkehrungen gehoben wird. Mangel an Duͤnger hat weniger Stroh zur Folge, wenigeres Stroh giebt wenigern Duͤnger, und ſo ſinkend fort bis zur gaͤnzlichen Erſchoͤpfung. So koſtſpielig daher die erſte Vermehrung des Duͤngers auf einem ausgezehrten Boden ſeyn mag, ſo laͤßt ſich doch vielleicht kein Kapital vortheilhafter benutzen, als was hierzu verwandt wird. §. 268. Um uns uͤber das Maaß der Duͤngung vorlaͤufig zu verſtaͤndigen, nehmen wir folgende Saͤtze an, bei denen keine mathematiſche Genauigkeit und keine allgemeine Gleichheit erwartet werden kann, die ſich aber aus großen Durchſchnitten ergeben⸗ 3 Ein vierſpaͤnniger Wagen ladet 36 rheinlaͤndl. Kubikfuß Stallmiſt in dem Zuſtande der halben Vermoderung, worin er mehrentheils ausgefahren zu werden pflegt. In dieſem Zuſtande(den man den ſpeckigen nennt, wo das Stroh noch nicht verweſ t, aber muͤrbe und in Faſern zerfallen iſt) wiegt ein rheinlaͤndl. Kubikfuß im Zuſtande ſeiner gewoͤhnlichen Feuchtigkeit, d. h. wenn er kein Waſſer mehr abtroͤpfeln laͤßt, aber auch nicht duͤrre iſt, 51, Pfund, alſo ein ſolches Fuder 1847 Pfund. Wir neh⸗ men rund 1850 an. Auf guten Wegen und bei guter Witterung kann freilich mehr geladen werden; da man aber zur Miſtausfuhr ſelten die beſte Witterung waͤhlt, ſo wird dieſe Angabe der Wahrheit Maaß und Gewicht des Miſtes. wohl am naͤchſten kommen. Iſt das Stroh noch in ſeiner roͤhrigen Geſtalt im Miſte, ſo wiegt ein maͤßig zuſammengedruͤckter Kubikfuß hoͤchſtens nur 44 Pfund, und das Fuder wird dann hoͤher gela⸗ den mit aufgezogenen Leitern, ſo daß es 5 bis 46 Kubilfuß enthaͤlt. 166— MWMerhaͤl tniß der Duͤngung, Wenn 18 ſolche Fuder auf ein Jochart gefahren werden, ſo nennt man dies eine gute oder voll⸗ 1 den kommene Duͤngung. Es kommen ſodann auf die Quadratruthe 82,⸗ Pfund, und etwa o,s: auf ei: git nen Quadratfuß. Werden 112 ſolcher Fuder auf den Jochart gefahren, ſo nennt man dies eie pyunber S ſchwache Duͤngung, die aber die gewoͤhnlichſte iſt, wo dann 52,“ Pfund auf die O Quadratruthe kom⸗ Ba men. Eine ſtarke Duͤngung nennt man es, wenn 27 ſolcher Fuder aufgefahren werden, die aber zum Uageal Getreide auf unerſchoͤpftem Boden nicht verwandt werden darf. 5 Guter nicht mehr ſtrohiger Schafmiſt wird in der Regel dem Gewichte nach um ſchwaͤcher auf⸗ 2 gefahren, weil ſeine ganze Wirkung ſtaͤrker und ſchneller erfolgt, aber minder nachhaltend iſt. 2 Dieſe Duͤngung wird nun alle drei, vier, ſechs bis neun Jahre wiederholt, und pflegt bei oͤfterer in en Wiederkehr ſchwaͤcher, bei ſeltnerer ſtaͤrker zu ſeyn, wenn anders nicht der Mangel derſelben auch im— letztern Falle ſchwach zu duͤngen noͤthigt. Es muß daher bei Berechnung des Duͤngerſtandes nicht .„los auf die jedesmal aufzufahrende Quantitaͤt, ſondern auch auf die Wiederholung geſehen und be⸗ b 3 rechnet werden, wie viel in einer gewiſſen Zahl von Jahren aufgefahren wird oder aufgefahren 3 werden muß.. §. 269. 4 BVerhaͤltniß des Da es: unter die ſeltenen Faͤlle gehoͤrt, daß man ſich den Miſt auf andere Weiſe vortheilhafter,— Dunnn Vliede als durch eigenes Vieh verſchaffen kann, ſo hat man ſchon lange das Verhaͤltniß des Viehſtandes zum segen den Ackerbau zu berechnen und ſo zu beſtimmen geſucht, daß der moͤglich hoͤchſte Vortheil, aus beiden—11 Ackerbau. vereint, hervorgehe. Der ſtaͤrkere Viehſtand hebt durch ſtaͤrkere Duͤngergewinnung den Ertrag des 1 Ackerbaues, und der Ackerbau durch ſtaͤrkere Produktion des Viehbedarfs die Viehnutzung. Dieſe 6. Wechſelwirkung giebt das große Schwungrad in jeder regulaͤren Wirthſchaft ab, und die Beſchleuni⸗ 0 gung ſeines Umlaufs, ſie geſchehe zuerſt in welchem Punkte ſie wolle, theilt ſich dem Ganzen mit, d. und erhöhe die Kraft der Maſchine und ihren Effekt. 142 §. 270.— Verſchiedene Um das richtigſte Verhaͤltniß zwiſchen beiden nach jeder Lokalitaͤt zu beſtimmen, iſt man natuͤr⸗ uaben dar⸗ lich zuerſt auf die Kopfzahl des Viehes gefallen, und hat feſtzuſetzen geſucht, wie viel Stuͤck Vieh dieſer oder jener Art auf eine gewiſſe Ackerflaͤche zu rechnen ſey. Man hat gewoͤhnlich ein Stuͤck Rind⸗ vieh, ein Pferd, zehn Schafe und ſechs Schweine einander gleich gerechnet. Aber man hat auch bald eingeſehen, daß die Verſchiedenheit unter derſelben Thierart nach ihrer Groͤße und nach ihren Futter⸗ portionen ſehr verſchieden ſeyn muͤſſe, und deshalb hierauf freilich Ruͤckſicht genommen. Eine der vollſtaͤndigſten Berechnungen, die aus dem Durchſchnitte vieler Angaben gezogen worden, findet ſich in v. Borgſtede's Grundſaͤtzen uͤber die Generalverpachtungen der Domainen in — =S; Se ee e den preußiſchen Staaten, Berlin 1785. Es iſt darin zuerſt Ruͤckſicht genommen auf das Stroh und anderes Streumaterial, in nachſtehender, aus jenem Werke ausgehobener Tabelle bedeutet A. Gegenden, wo Stroh im Ueberfluß gewonnen wird, dergeſtalt, daß im Ganzen von jedem Winſpel(a1 ꝓ Metzen) Ausſaat 100 bis 120 Mandeln und druͤber gerechnet werden koͤnne(ein 2] Winſpel Ausſaat iſt circa zu 9 Jochart anzunehmen, alſo 11 bis 13 Mandeln pro Jochart, 14 und das Gewicht einer Mandel Winter⸗ und Sommergetreide im Durchſch nitt an Stroh 3. zu 146 Pfund) alſo 734 bis 860 Pfund. 0. B. Gegenden, wo 90 bis 100 Mandeln pro Winſpel Ausſaat gete hnet werden(10 bis 11 Mandeln 3 pro Jochart, alſo 660 bis 734 Pfund).— C. Gegenden, wo weniger als 90 Mandeln gewonnen werden, und es alſo an Stroh zum Ein⸗ fi ugs ſtreuen fehlt. er her ——4—yõ——— e oder doſl 7,51 auf ei n dies eine truthe kon⸗ die aber zum waͤce d⸗ d iſ. It bei dftern ben auch in tandes nicht hen und be⸗ aufgefahren rtheilhafter, ſtandes zum us beiden Ertrag des ng. Dieſe Beſchleuni⸗ Ganzen mit, man natuͤu Stuͤck Vieh Stuͤck Rid⸗ at auch bald bren Futter⸗ Eine der indet ſich in ainen in das Stroh veutet von jedem en konne(ein pro Jochart, tt an Stroh 311 Mandeln oh zum Ein⸗ der Futterung und des Viehſtandes. 167 D. Gegenden, wo dieſer Strohmangel durch Einſtreuung anderer Surrogate erſetzt werden kann. E. Gegenden, wo dies durch wohlfeilen Strohankauf geſchehen kann. Bei No. 1. iſt angenommen, daß das Vieh gewoͤhnlich nur Mitte Mai zu Felde gehe, und Mitte Novembers eingeſtallt werde. Bei No. 2., daß das Vieh gewoͤhnlich zu Ende Maͤrz zu Felde gehe, und Mitte Decembers eingeſtallt werde.. 1 Bei No. 3. vollkommene Stallfutterung. Bei No. 4. die Duͤngung, die von 100 Schafen erfolgt, wenn gar nicht gehordet wird. Bei No 5., wenn mit der Schaͤferei fuͤnf Monat gehordet wird, ſieben Monat aber Nachts im Stalle Duͤnger gemacht wird. 7 Bei zureichendem Heugewinnſt, Bei Ueberfluß Bei Mangel dergeſtalt, daß jede Kuh von an wenigſtens 73 bis 73 Cent⸗ Heugewinnſt. Heugewinn ſt. ner Heu bekommt —— 1 ₰— ₰—. in kalt⸗ in in kalt⸗ in in kalt⸗ in gruͤndigem warmem grundigem warmem gruͤndigem, warmem Boden. Boden. Boden. Boden. Boden. Boden. Metz.] Maͤßt Metz.] Mäͤßl[Metz.]Maͤßl. IMetz.[Maͤßt.] Metz l. Maͤßl.Metz. 1 Maͤßl. „[=ir ſ11 3411 5— 12— 145 No. 1. B. 12½— 14 5 1 8 1 1¾— 1275— 13 ½ = Hi— 02= 1a2m 9 33 D.— 1031— 1I1 ½— 13—-— 1425— 1015— 1225 E.— 12¾— 1415 1— 1 14— 1141—— A.—- 124—- 145— 1475 1-— 1278—=— 13 2 No. 2. Bü.— 3—-— 1075— 10706— 1275—*— 92 SC= m,„ A, D.— 103— I113— 12 ½— 14 6— 107— 1275 E— I124— 145..—.. 1½— 11½ 1I.— 13 A. 1 1 51 53 1 825 1 14 1 3 ½1 o. 3. B† F I 21 I 14½ 1 3 ½ 1— 1 1 c. ſallt wgag.—— D.— 124¾—-— 1475 1— 1— 1— 1016— 1215 E. 1—1 1 ¾ 1 1 ½ 1 3 ⅔ 1— 1 1 I A. 3 44 6 10½ 6 6 27 12 4 34 5 9 No. 4. B. 4 3 5 538 5 45 157 3 15 3 4 7 C 3 215 4 3 10 5 4 104 2 1415 3 5 ½ D. 3 7. 4 5 4 345 1 31 1 3 9 E.4. 5 arn l4. A. 3 1. 3 14*5 3 1115— 1315 2 3 375 No. 5. B. 3 7 3 14 3 175 3 105 2 15—2 8 ½ 3. 1 13 1 2 54 2 215 2. 113 1 11 1 15 ½ D. 2 2 84 2 7 2 15 ½ 1 13 2 1754 E. 2 l 731 3 14 1 2 1221.3 10. 2 1. 41 ur 100 Stuͤck Schafe in Horden wird die Duͤngung auf 4 Metzen /Maͤßl. berechnet, und bei ſechsjaͤhriger Duͤngung der Hordenſchlag zu ½, bei neunjaͤhriger zu*, bei zwoͤlfaͤhrl. zu ³, und nur bei dreijaͤhrl. zu voll angenommen.] 7 168 8 Verhaͤltniß der Duͤngung, Nikolai in den Grundſaͤtzen zur Verwaltung des Domainenweſens nimmt vermuthlich nach Benekendorf an, daß von einem Stuͤcke Rindvieh 10 zweiſpaͤnnige deffuder 8 einem Stuͤcke Jungvieh. ⸗ einem Stallpferde. 15 2. einem Graspferde 7 ⸗. 100 Stuͤck Schafen. 100 erhalten werden. Er nimmt dann ferner an, daß von Schweinen. edervieh, und d durch fleißiges Einſtreuen auf dem Hofe noch halb ſo viel als an Rindviehmiſt erhalten werde. aui den Dochalt rechnet er:. vom Rindviehmiſt 45 ſolcher Fuder; vom Pferdemiſt 40 ¾ ⸗. 4 vom Hofmiſt. 56 14 ⸗ vom Schafmiſt 334 ⸗ An Dienſtfudern rechnet er um die Haͤlfte mehr⸗ auch wohl noch einmal ſo viel. Demnagh beduͤngte ein Stuͤck Rinddih. Jochart; ein Stuͤck Jungvieh. 3 ⸗⸗ ein Pferd auf dem Stalle 4 100 Schafe. 3. Dieſe zweiſpaͤnnigen Fuder koͤnnen nicht einmal zu 925 Pfund angenommen werden. Denn eine Duͤn⸗ gung von 61600 Pfund per Jochart gehoͤrte zu den Seltenheiten. Der durch fleißiges Einſtreuen auf dem Hofe erhaltene Miſt zeugt uͤbrigens von einer ſchlechten Wirthſchaft, und durch ſolchen Miſt wird der Acker betrogen. Fredersdorf in ſeine Veranſchlagung der Domainen rechnet auf eine Kuh bei gu⸗ ter Futterung, wenn ihr zur Streu 2 ½ Schock gegeben werden, 6 vierſpaͤnnige Fuder* 23 Centner, bei der Stallfutterung 10 vierſpaͤnnige Fuder; von einem Pferde, wenn es taͤglich 1½ Bund Stroh erhaͤlt, 7½ Fuder; 15 Schafe gleich einer Kuh; 4 bis 5 ausgewachſene Schweine glei eich einer Kuh. Nach Karbe beduͤngen 65 Kuͤhe im Sommer auf der Weide, aber des Nachts auf dem S Stalle 44 Jochart; Pferde und kleine Kuͤhe verhalten ſich zu jenen wie 2 zu 3; Ochſen auf dem Stalle ge⸗ üttert wie 3 zu 2; Maſthammel, die Winter und Sommer vorhanden ſind 3 beduͤngen 100 Stůck 4 ½ Jochart. Nach von Pfeifer giebt eine auf dem Stalle gefuͤtterte Kuh 184 centner; ein Maſtochſe, waͤhrend ſeiner Maſtzeit 73 Centner. Nach Leopold gaben 4 auf dem Stalle gefutterte Kuͤhe 50 Fuder Dunger, deren 6 auf den Acker zureichten. In einer von einem ſehr erfahrnen und aufgeklaͤrten Landwirthe herruͤhrenden Abhandlung(An⸗ nalen der niederſaͤchſiſchen Landwirthſchaft, Jahrg. 3., Stuͤck 1., Seite 129.) wird nach angefuͤhrten Gruͤnden das Verhaͤltniß des Miſtes der verſchiedenen Thiere folgendermaßen angenommen: Wenn der Miſt eines Stuͤck Rindviehs 18o betraͤgt, ſo betraͤgt der Miſt eines Pferdes 170; der Miſt eines Schafes,. 10; der Miſt eines Schweines. 18. Nach dieſem Verhaͤltniſſe ward der in drei Jahren vom Hofe abgefahrne Duͤnger vertheilt, und es kamen — auf ————————--— Venach d de allgemer mnücht ter itd ba⸗ 3 Fuhne teiie muge ⁴ dr hoch Ns Mite Futterun ſchaittsbe Creremer Vihes; kann, nicht ge eckbrin ringt! paͤſtig hier zwar futtert w der Nah⸗ . declchen von den wenn hauptſä meigen ur die ſclagene deſe I „ Aingen A h ne Eier der Futterung und des Viehſtandes. 169 is ninnt auf ein Stuͤck Hornvieh 7, s' vierſpaͤnnige Fuder; auf ein Pferd.. 7,.. auf ein Schaff.. 0, 32 auf ein Schwein. 0, 118. die nach der dortigen Ladungsart wahrſcheinlich 20 bis 22 hundert Pfund gewogen haben. Der Graf Podewils nimmt in ſeinen Wirthſchaftserfahrungen, 3ten Bande, nach „ allgemeinen Durchſchnitten per Jochart 18 Fuder, das vierſpaͤnnige Fuder aber nach einer gewiß rc ſeſgs unrichtigen Schaͤtzung nur zu 9 ½ Centner an, wornach alſo 165 Centner per Jochart kaͤmen. Beſtimm⸗ den Jochau ter iſt die Berechnung S. 13, wo auf jedes geduͤngte Jochart 46 Centner Rauhfutter treffen, wovon ½ Heu, 3 Getreideabgaͤnge ſind. Bei gutem Boden hat man angenommen, daß auf 48 Jochart außer dem Arbeitsvieh 1 Stuͤck Rindvieh, und zugleich auf jeden 3 Jochart 1 Schaf gehalten werden konne, und zur Duͤngung zu⸗ reiche. Es wird aber Wieſenwachs im Verhaͤltniß von 1:5 und zureichende Außenweide dabei 23 XNV vorausgeſetzt. chheduͤngte 8 §. 271.. Es faͤllt von ſelbſt in die Augen, wie unbeſtimmt und wie widerſprechend dieſe Angaben ſind. Das Verhaͤlt⸗/ Der hoͤchſt verſchiedenen Ladung des Fuders Miſt nicht zu gedenken, kann durchaus keine Berechnung hüh, däht 9 des Miſtes nach der Kopfzahl des Viehes Statt finden und der Wahrheit entſprechen, wenn nicht die Kopfzahl des hh gheir Futterung, Einſtreuung und Haltung des Viehes genau beſtimmt wird. Es läͤßt ſich gar kein Durch⸗ Birhes berech⸗ auf den Hoñ ſchnittsverhaͤltniß von dem Miſte, den die Thiere machen, angeben 3 weil die Quantitäͤt die aus den tkerbetrozen Excrementen und dem zur Auffangung derſelben noͤthigen Stroh, bei einer zur voͤlligen Saͤttigung des. Viehes zureichenden Futterung mit ſaftigen Gewaͤchſen, diejenige ſieben⸗ und achtfach uͤbertreffen duh bei ga kann, die daſſelbe Vieh giebt, wenn es bei duͤrrem Strohfutter eben beſteht. Wenn man erſtern 23 Lentner nicht genug einſtreuen kann, um ihnen ein reines Lager zu geben, den Miſt taͤglich heraus⸗ oder zu⸗ h 13 Bund ruͤckbringen muß; weil ſonſt, alles Streuens ungeachtet, das Vieh im Moraſte ſtehen wuͤrde, ſo eine gech ringt man bei letzterer das vier Wochen lang unter dem Viehe gelegene Stroh nur wenig und faſt waͤſſrig angefeuchtet wieder heraus. Die verſchiedene Groͤße und Dickleibigkeit der Thiere kommt em Stalle hier zwar in Betracht, aber nur wenn das groͤßere im Verhaͤltniß ſo viel ſtaͤrker als das kleinere ge⸗ Stalle ge⸗ futtert wird. 13 100 Stuͤck 1 4 §. 272. Maſtochſe, Dagegen hat es keinen Zweifel, das die OQuantitaͤt des Duͤngers immer mit der Quantitaͤt und Perhaͤltniß des der Nahrhaftigkeit des Futters, verbunden mit der Quantitaͤt des zur Auffangung der Abgaͤnge erfor⸗Miſtes gegen 16 auf den derlichen Strohes in Verhaͤltniß ſtehe. Auf andere Einſtreuungen koͤnnen wir uns hier, wo wir nur dis Fütterung. von den allgemeinen Wirthſchaftsverhaͤltniſſen ſprechen, nicht verbreiten. Wir bekuͤmmern uns alſo, dlung(Ae⸗ wenn von Duͤngergewinn im Allgemeinen die Rede iſt, weder um die Zahl noch um die Art der Thiere. angefuͤhrten. Die Thiere ſind bloß wie Maſchinen anzuſehen, welche zwar auch nach Verhaͤltniß ihrer Groͤße, . Wenn 1 hauptſaͤchlich aber nach dem Verhaͤltniſſe, wie ſie geſpeiſet werden, die Futterung zum kleinern Theil . in eigentliche thieriſche Subſtanz, den bei weitem groͤßern Theil aber in Miſt— worunter wir nicht nur die Abgaͤnge durch den After, ſondern auch die durch den Harn und vielleicht auch den niederge⸗ ſchlagenen und von der Streu wieder aufgenommenen Theil der Ausduͤnſtung verſtehn— verwandeln. Dieſer Miſt beſteht nicht allein aus den Trebern der Futterung, ſondern auch aus den wirklichen Ab⸗ heilt, und gaͤngen des thieriſchen Koͤrpers, die immerfort, wenn ſie verbraucht ſind, abgeſtoßen und ausgefuͤhrt, *durch neue aber erſetzt werden. Dieſer Miſt hat alſo ſeine vegetabiliſche Natur groͤßtentheils verloren auf Erſter Theil. * 170 VBerhaͤltniß der Duͤngung, und eine animaliſche angenommen, welches wir hier nur erwaͤhnen, in der ehre vom Duͤnger und von der thieriſchen Produktion aber genauer auseinanderſetzen werden. Ob ſich die ſolide Maſſe der gereichten und verdauten Futterung in den Exerementen, ſelbſti im trockenen Zuſtande, vermehre oder vermindere, kann nach den bisherigen Verſuchen noch nicht beſtimmt Verſuch, dieſes Verhaͤltniß zu beſtimmen. entſchieden werden. Letzteres ſcheint wahrſcheinlich, indem die Zunahme des Koͤrpers, der Wolle, der Abſatz der Milch einen Theil davon erfordern. Indeſſen iſt dieſer Theil nur geringe, und es iſt nicht entſchieden, ob nicht das Waſſer, welches das Thier im Getraͤnke zu ſich nimmt, und die eingeſogenen gaſigen Stoffe zum Theil durch den thieriſchen Koͤrper ſo zerſetzt werden, daß ſie feſte Materie bilden. Gewiß aber iſt es, daß das Gewicht der trockenen Futterung vermoͤge der hinzuge⸗ kommenen Feuchtigkeit durch die Excremente weit und uͤber die Haͤlfte uͤberwogen werde, wenn wir dieſe in dem jenigen Zuſtande der Feuchtigkeit, worin wir ſie als Miſt betrachten und brau⸗ chen, waͤgen. Die uͤberfluͤſſige Feuchtigkeit, beſonders des Urins(den wir uns aber nicht als bloßes Waſſer vorſtellen muͤſſen, ſondern der viele ſolide und ſehr kraͤftige animaliſirte Theile in ſich enthaͤlt), wird durch die Einſtreuung aufgefangen, und vermehrt die Maſſe derſelben. 6. 273. Das Verhaͤltniß des Miſtes gegen die gereichte Futterung und Einſtreuung zu beſtmmen, hat des⸗ halb große Schwierigkeit, weil ſich der Feuchtigkeitsgrad, der im Gewichte einen ſo großen Unterſchied macht, nicht wohl beſtimmen laͤßt. Es werden deshalb immer die Reſultate der gemachten Verſuche etwas variiren; und den Miſt nach dem Volumen gegen das Volumen der Futterung zu beſtimmen, iſt noch unſicherer, weil es hier außer der Feuchtigkeit noch auf die Zuſammenpreſſung und die Zerſetzung des Strohes und anderer faſerigen Theile ankommt, bei deren Fortgange jenes Bolumen fic weit mehr als das Gewicht veraͤndert. Indeſſen ſind die bisher gemachten Verſuche ſowohl im Kleinen— da man die Excremente des Afters zuweilen allein, zuweilen mit dem vom Strohe aufgefangenen Urin zugleich in dem verſchiedenen Zuſtande der Zerſetzung und in dem Feuchtigkeitsgrade, daß der Miſt ohne gewaltſame Zuſammenpreſſung keine Tropfen fallen ließ, abwog— als auch im Großen, wo man die ganze Quantitaͤt des ausgefahrnen Miſtes, ſo genau als es ſich im Großen thun ließ, dem Gewichte nach beſtimmt und mit der ſoliden Futterung und Einſtreuung— das Waſſer ungerechnet— verglichen hat, darin ziemlich uͤbereinſtimmend: daß ſich die Maſſe der trockenen Futterung und Einſtreuung zuſammengenommen im Miſte um 2, 3 vermehre.. Hierbei muß aber eine gehoͤrige Behandlung des Miſtes und eine Einſtreuung gerade in dem Verhaͤltniſſe, wie ſie zur Auffangung der fluͤſſigen Materie noͤthig iſt, beobachtet werden, weil bei zu ſtarker Einſtreuung dieſe nicht gehoͤrig von der Feuchtigkeit durchdrungen werden, und folglich die Ge⸗ wichtsvermehrung nicht erhalten koͤnnte, oder aber bei zu weniger Einſtreuung die Feuchtigkeit abflie⸗ ßen wuͤrde. Das gerechte Maaß dieſer Einſtreuung laͤßt ſich aber wiederum nicht nach der Kopfzahl der Thiere beſtimmen, ſondern ſie haͤngt von der Quantitaͤt und Qualitaͤt der Futterung und der dar⸗ aus eworgehenden Excremente ab. Die trockenen ſowohl als die ſaftigen Futterungsmittel ſind in ihrer naͤhrenden Kraft ſelbſt bei gleichem Gewichte, verſchieden(verglichen§. 206.) Mit einem geringern Gewichte der nahrhaftern koͤnnen alſo mehrere Thiere im gleichen Stande wie mit einem groͤßern Gewicht der minder nahrhaften erhalten werden. Wenn nun gleich der Abgang durch den After bei gleich ſtark genaͤhrten Thieren minder groß zu ſeyn ſcheint, wenn ſie nahr hafteres Futter in geringerer Quantitaͤt bekommen, als wenn man ihnen minder nahrhaftes, aber in verhaͤltnißmaͤßig groͤßerer Menge giebt— weil jenes we⸗ niger Trebern hinterlaͤßt— 8 ſind doch die eigentlichen Abgaͤnge des thieriſchen Korpers und des Urins 4 ———— q der Wachsthum gcint thalönt llejnm he dötter al, und ſtät, dur 1 der Er aus den di ſac diibe i Finate S Rin der kei,, nur heu gleic machte er ſch ufd 355 3, d Kerſchriet Strohes trockene liere, theil an deſſen 6 dere Auf R. benn mo änne maͤ Uon auf ſchdien terter einer Lleinen felhaft ic berei wehrere darfin! Naſoch dus net er und von n, ſelbſt in dt beſtinmt Wadhthun nur geinge, mumt, und daß ſe feſe der hiazuge erde, wem und brau⸗ des Waſſer, zalt), widd en, hat dess Unterſched en Verſuche immen, it Zerſegung weit mehr nen— da genen Urin ß der Niſt „wo man Gewichte eerglichen ſtreuung in dem veil bei zu hdie Ge⸗ eit abflie⸗ Kopfzahl d der dar⸗ ſelbſt bei grhaftern hrhaften Thieren nen, als enes we⸗ des Urins der Futterung und des Viehſtandes. 171 nicht im geraden Verhaͤltniſſe mit der geringeren Quantitaͤt geringer. Es wird von einem groͤßten⸗ theus mit Koͤrnern genaͤhrten Pferde nicht voͤllig, aber beinahe ſo viel Miſt gemacht, als wenn es mit bloßem Heu gefuttert wird und dem Gewichte nach das Doppelte erhaͤlt. Deshalb iſt nicht allein auf das trockene Gewicht der Futterungen, ſondern auch mit auf ihre naͤhrenden Theile Ruͤckſicht zu neh⸗ men, und was etwa bei nahrhaftem Futter weniger erfolgte, wird ohne Zweifel durch die beſſere Qua⸗ litaͤt, durch das mehr Animaliſche des Miſtes, der von ſolchen Thieren faͤllt, erſetzt. §. 274.— 8 Der verdienſtvolle Hannoͤverſche Ober⸗Landes⸗Oekonomie⸗Kommiſſarius J. F. Meier war Beſtimmung der Erſte, der eine auf gemachte Erfahrungen und Verſuche gegruͤndete Formel zur Berechnung des dieſes Verhaͤlt⸗ 8. K. niſſes beim Heu aus dem Futter und der Einſtreuung hervorgehenden Miſtes angab. Die Gewichtsvermehrung durch und Stroy. die Feuchtigkeit des Urins rechnete er dem Strohe zu, und nahm deshalb, durch Verſuche geleitet, dieſelbe zu 2,“ an, wenn naͤmlich nur zur Nothdurft eingeſtreuet wuͤrde, wozu er dann auch das ver⸗ futterte Stroh, weil von demſelben wenig oder nichts zur Nahrung des Koͤrpers abgeſetzt wuͤrde, zaͤhlte. Beim verfutterten Heu nahm er aber die Gewichtsvermehrung, vermoͤge der hinzugetretenen Feuchtig⸗ keit, nur zu 1,s an, weil von dem Heu mehr zur Ernaͤhrung des Koͤrpers verwandt wuͤrde. Dem Heu gleich ſetzte er das Gewicht ſaftiger Futterungsmittel, nachdem ſie ausgetrocknet waren, jedoch machte er eine Ausnahme bei der Futterung der Koͤrner, denen er eine ſtaͤrkere Miſtvermehrung, als ſich auf dieſe Weiſe aus ihrer Verfutterung berechnen ließe, zuſchrieb, und ihr Gewicht deshalb mit 3 bis 3, zu multipliziren vorſchlug. Hiergegen hat ein ſcharfſinniger Verfaſſer in der landwirthſchaftlichen Zeitung, Rechſif un⸗ terſchrieben, gegruͤndete Einwendungen gemacht, indem er ſagt, es ſey die Gewichtsvermehrung des Strohes nur der Futterung zuzuſchreiben, und richte ſich nach dieſer, indem das Stroh ohne ſolche trockenes Stroh bleiben wuͤrde. Er nimmt vielmehr an, daß das Stroh durch die Vermoderung ver⸗ liere, ſcheint aber hierin wieder zu weit zu gehen: denn das Stroh wuͤrde einen zu unbedeutenden An⸗ theil an der Vermehrung des Miſtes gegen die Erfahrung haben; obwohl es an ſich richtig iſt, daß deſſen Gewichtsvermehrung aus der Futterung erfolgt, und der Miſt auch ohne alles Stroh durch an⸗ dere Auffangungs Materialien, allenfalls nur durch Erde aufgenommen werden koͤnnte. Nach den Reſultaten großer und vielfaͤltiger Verſuche bleibt man der Wirklichkeit ſehr nahe, wenn man annimmt, daß ſich das Gewicht des verfutterten Heues und Strohes, und das Gewicht einer maͤßigen, die Nothdurft nicht uͤberſteigenden Einſtreuung— welche jedoch den ſaͤmmtlichen Urin aufnimmt— im Miſte durch den Zutritt der Feuchtigkeit um 2,3 vermehre. Und hierauf laͤßt ſich die Berechnung der Duͤnger⸗ Erzeugung weit ſicherer, als auf der Kopfzahl des Viehes gruͤnden. §. 275. Ungewiſſer ſind wir uͤber die Maſſe des Duͤngers, welche aus einer gewiſſen Quantitaͤt verfut⸗Bei anderen terter ſaftiger Gewaͤchſe erfolgt, weil es uns hieruͤber noch an zureichenden Verſuchen im Großen, mit Beos bicht einer hinlaͤnglichen Zahl von Vieh angeſtellt und lange genug fortgeſetzt, fehlt. Bei mehreren im auf ihre Nahr⸗ Kleinen angeſtellten Verſuchen ſchemen ſich Irrungen eingeſchlichen zu haben, die das Reſultat zwei⸗ taftigkeit. felhaft machen, wie das hier ſo außerſt leicht geſchehen kann. Nur in Anſehung der Kartoffeln habe ich bereits einige betraͤchtliche Verſuche vor mir liegen, die mit einer groͤßern Stuͤckzahl gemacht, und mehrere Monate lang fortgeſetzt ſind. Da aber die Reſultate doch etwas ſchwanken, und ich hoffen darf in kurzem mehrere mitgetheilt zu erhatten, die im jetzigen Winter bei Stapeln von 10, 12 bis 20 Maſtochſen angeſtellt werden; ſo will ich jener Reſultate hier noch nicht erwaͤhnen, um in der Folge aus mehreren einen ſicheren Durchſchnitt ziehen zu koͤnnen. Y 2 Vexrhaͤlniß der Duͤngung, A priori koͤnnen wir ſchon aus der Nahrhaftigkeit dieſer Gewaͤchſe einen Schluß auf ihre Duͤn⸗ gerproduktion ziehen. Dieſe iſt nun durch die Erfahrungen bei der Maſtung ſowohl als durch die che⸗ miſchen Analyſen um ſo zuverlaͤſſiger beſtimmt, da die Reſultate beider genau genug uͤbereinſtimmen. Ich will daher hier gleich von dieſer Nahrhaftigkeit der gebraͤuchlichſten Gewaͤchſe das weſentlichſte an⸗ fuͤhren, weil uns dieſes zu den fernern Berechnungen der Wirthſchaftsverhaͤltniſſe noͤthig iſt; obwohl ich mich erſt ausfuͤhrlicher daruͤber erklaͤren kann, wenn ich von dem Anbau und der Benutzung dieſer Ge⸗ waͤchſe beſonders reden werde. Da das Heu als thieriſches Nahrungsmittel vor allen andern bekannt iſt und gebraucht wird, ſo werden ſich die uͤbrigen Futterungsmittel damit am beſten vergleichen laſſen. Nach den Einhofſchen Unterſuchungen, die er jedoch noch nicht genugſam vollendet hielt, um ſie dem Publikum mitzutheilen, haben 100 Theile gutes Heu ungefaͤhr 50 Theile von ſolchen Materien ge⸗ geben, die man als nahrungsfaͤhig annehmen kann. Von 100 Theilen guten, nicht waͤſſrigen oder nicht ſchwammigen Kartoffeln blieben, nachdem ſie bis zu dem Grade der Trockenheit, worin ſich das Heu befindet, ausgetrocknet waren 30 Theile; und ſie enthielten an ſolchen Stoffen, die man als ſehr nahrhaft annehmen kann, 25 Theile. Demnach waͤrven 94 Pfund oder 1 Metze Kartoffeln in der Nahrhaftigkeit 47 Pfund Heu gleich zuſetzen. Hier⸗ mit ſtimmen auch faſt alle mit der Kartoffelmaſt im Großen gemachten Bemerkungen uͤberein. Denn wenn ein Maſtochſe taͤglich 55 Pfund einer nicht gar zu waͤſſrigen Kartoffelart erhaͤlt, ſo gedeiht er dabei eben ſo gut, wie bei 27 ½ Pfund Heu. Die Runkelruͤben hatten nur 8 Prozent ſolcher Stoffe, die man mit Sicherheit als nahrhaft an⸗ nehmen kann, und 4 Prozent ſchwer zerſetzbare Faſer. Da es in Anſehung der letztern noch unent⸗ ſchieden iſt, in wiefern ſie zur Nahrung beitragen künne, ſo nehmen wir ihre naͤhrende Kraft zu 10 Prozent an. Die Rotabaga enthielt 12 Prozent beſtimmt nahrhafter Theile und noch 3 Prozent ſchwer zerſetz⸗ bare Faſer. Mit ihr koͤmmt wahrſcheinlich die Steck⸗ oder Kohlruͤbe uͤberein. Demnach glichen ſich alſo in der Nahrhaftigkeit 100 Pfund Heu, 200 Pfund Kartofen, 500 Pfund Runkeln und 370 Pfund Rotabaga. Die beiden letztern liefern aber betraͤchtlich vieles Kraut, was mit verfuttert wird; die Runkeln am meiſten, aber es iſt ſehr waͤſſerig und faſerig. Die Rotabaga wenigeres, aber vielen Eiweißſtoff enthaltendes und deshalb nahrhafteres. Wenn wir bei der Berechnung dieſer Wurzeln das Kraut un⸗ gewogen zugeben, ſo koͤnnen wir ohne Bedenken annehmen, daß 460 Pfund Runkeln und 350 Pfund Rotabaga, 100 Pfund Heu und 200 Pfund Kartoffeln gleich kommen. Die genaue Unterſuchung der Waſſerruͤben hatte Einhof nicht vollendet. 17² Er fand jedoch 1 nach oberflaͤchlicher Unterſuchung und einer beſonders mit der Rotabaga angeſtellten Vergleichung, daß ſie ſich wie 2 zu 3 in Anfehung der naͤhrenden Stoffe zu einander ver hielten. Demnach waͤren 525 Pfund gleich 100 Pfund Heu. Auch in Anſehung der Moͤhren oder Karotten, die zwar viele waͤſfrige Theile, aber auch ſehr vie⸗ len nahrhaften Eiweiß⸗ und Zuckerſtoff enthalten, koͤnnen wir nach Einhofs vorlaͤuſigen Unterf ſuchungen und nach den bei der Maſtung gemachten Beobachtungen annehmen, daß ſie zu den Kartoffeln in dem Verhaͤltniſſe wie 3 zu 4 ſtehen. Es waͤren alſo 266 ½ Pfund gleich 100 Pfund Heu. Der Weißkohl oder das Kraut iſt noch nicht unterſucht, wird aber nach den Erfahrungen bei der Maſtung gegen die Kartoffeln wie 1 zu 3 angenommen. 100 Pfund Heu. Der Klee, wenn er in ſeinem jungen Zuſtande, bei eben aufbrechender Bluͤthe gemaͤhet wird, trocknet von 100 auf 20 ein. Es hat dann aber ein ſolches Kleehen, der Erfahrung und unſerer che⸗ 600 Pfund Weißkohl ſind alſo gleich 4 3 datter dem g ausge- kannd 6 ſeu. 100, Jöhre 266 Ur den Miſ ſchnite, dutterg nauere auch a⸗ den zu Eine gu nehmen . ſee dure den erfo und in re mäßiger dder für deree im noͤl 8 Denn K dens un Gewäch algeme hie Din⸗ hdie che⸗ nſtimmen. lichſe an⸗ obwoßl ich dieſe Ge⸗ twid, ſ ſt, um ſi terien ge⸗ achdem ſie heile; und Demnach 7. Hier⸗ . Denn edeiht er haft an⸗ h unent⸗ ft zu 10 er zerſetz⸗ eln, 500 Runkeln weißſtoff raut un⸗ o Pfund d jedoch leichung, h waͤren ſehr bie⸗ uchungen nin dem gen bei o gleich et wird, erer che⸗ der Futterung und des Viehſtandes 173 miſchen Unterſuchung nach, betraͤchtlich mehr Nahrungsſtoff, wie das Heu der Graͤſer in ſich, und insbeſondere, wie das Kraut aller Diadelphiſten, vielen Eiweiß⸗ und Zuckerſtoff. Es ſind alſo von jungem Klee 90 Pfund 100 Pfund gewoͤhnlichem Wieſenheu gleich zu ſchaͤtzen. In demſelben Verhaͤltniſſe ſtehen jung gemaͤhete Wicken. Werden ſie aͤlter, ſo erſetzen ſie den mindern, in Blaͤttern und Stengeln enthaltenen Nahrungsſtoff durch die groͤßere Menge und durch die ſchon gebildeten Schoten nnd Koͤrner. Auch das Luzerne⸗ und Eſparcette⸗Heu anders zu ſchaͤtzen, haben wir keine Urſach. Ob dieſe Futtergewaͤchſe bei der Austrocknung gar nichts verlieren, und ob dieſelbe Maſſe von Nahrungsſtoff in dem getrockneten Heu zuruͤckbleibe, die ſie in dem gruͤnen Zuſtande enthalten, ſcheint mir noch nicht ausgemacht. Die Verdunſtung anderer als woͤſſriger Theile iſt zwar nicht wahrſcheinlich; indeſſen kann die vorhin leicht aufloͤsbare Faſer nach der Austrocknung unaufloͤslicher werden.. Es ſind alſo in der Futterung als gleich anzunehmen: Heu. Kartoffeln. Runkeln mit Kraut. Rotabaga mit Kraut. Waſſeerruͤben. 100. 200. 460. 350. 525. Moͤhren. Weißkohl. Junges Kleeheu. Wickenheu. Luzerne⸗ und Eſparcetteheu. 266. 600. 90. 90. 9o. §. 27656. Um nun unſerm Zweck, das Verhaͤltniß des zu gewinnenden Futters und des daraus erfolgen⸗ rfegs dar a tergew e und Nahrhaftigkeit den Miſtes auszumitteln, naͤher zu kommen, muͤſſen wir die Quantitaͤt, die im allgemeinen Durch⸗ ſchnitte, unter Vorausſetzung eines angemeſſenen Bodens und einer vollkommneren Kultur, von dieſen derſelben. Futtergewaͤchſen auf einen Jochart gewonnen werden kann, hier vorlaͤufig beſtimmen, obwohl das Ge⸗ nauere hieruͤber erſt in der Lehre von dieſen Gewaͤchſen ſelbſt angegeben werden kann, wo wir uns dann auch ausfuͤhrlicher uͤber die Gruͤnde der im vorigen§. angegebenen Nahrungsfaͤhigkeit erklaͤren werden. Im 78ſten§. ſind fuͤnf Klaſſen von Wieſen nach ihrem Ertrage angenommen worden, und wer⸗ den zu ſeiner Zeit beſtimmter unterſchieden werden. Die Wieſen der erſten Klaſſen kommen ſelten vor. Eine gute Wieſe iſt es ſchon, die per Jochart 3300 Pfund Heu in zwei Schnitten giebt, und dieſen nehmen wir hier als den mittlern Wieſenertrag an. Vom Klee hat man per Jochart haͤufig 61 bis 82 Centner angenommen. Indeſſen wird zu die⸗ ſer Durchſchnittsannahme ein vorzuͤglicher, mit Humus reich durchdrungener, tiefer, warmer Klaibo⸗ den erfordert. Auf gewoͤhnlichen, lehmig ſandigen Boden, der aber in guter und tiefer Kultur ſteht, und in richtiger Fruchtfolge beſtellet wird, kann man im Durchſchnitt der Jahre, bei guter und regel⸗ maͤßiger Kleekultur, in zwei Schuren 5000 Pfund, bei einer Schur aber 3300 Pfund Heu rechnen, oder fuͤnffach das gruͤne Gewicht. In fruchtbar⸗feuchten Jahren, wo beide Ernten gut gerathen, uͤberſteigt er dieſen Ertrag, faͤllt aber in trockneren Jahren, wo leicht ein Schnitt mißraͤth, zuruͤck. Ein gutes dichtes Luzernefeld muß 8200 Pfund an Heu geben, wenn ihr Boden und Klima, was im noͤrdlichen Deutſchlande nicht haͤufig der Fall iſt, guͤnſtig ſind. Die Eſparcette giebt auf ihr geeignetem Boden 4100 Pfund Heu per Jochart. Wicken oder Wickengemenge giebt, wenn dazu friſch geduͤngt worden, reichlich 4100 Pfund Heu. Wenn aber nicht geduͤngt worden, der Boden jedoch noch in guter Kraft iſt, 2500 Pfund. Kartoffeln geben, unter Vorausſetzung eines warmen, tief bearbeiteten und gut geduͤngten Bo⸗ dens und einer gebuͤhrenden vollſtaͤndigen Kultur(welche Vorausſetzung wir auch bei allen folgenden Gewaͤchſen machen), per Jochart 160 Metzen oder 16500 Pfund uͤber die Einlage. Dies iſt im allgemeinen Durchſchnitte auf Boden von durchgefuͤhrter Kultur faſt zu geringe angenommen, indem Verhaͤltniß, worin d Nahr⸗ haftigkeit u. die Miſterzeugung ſtehen. 174 Verhaͤltniß der Duͤngung. 24700 Pfund, meiner Erfahrung nach, in gewoͤhnlichen Jahren nichts ſeltenes ſind. Wir ſetzen aber dieſe und die uͤbrigen Wurzeigewaͤchſe lieber geringer als hoͤher an, um nicht in den Verdacht einer Por⸗ liebe fuͤr ſelbige zu gerathen, deren ich von Einigen beſchuldigt bin. Runkeln geben per Jochart 41300 Pfund an Wurzeln. Rotabaga, Kohl⸗ und Steckrüben 41300 Pfund. Waſſerruͤben. 41300 ⸗ Moͤhren... 32100 ⸗ Kohl auf Boden, der fuͤr ihn paßt, 74200 ⸗ Es iſt alſo im Ertrage in Ruͤckſicht auf Nahrungsfaͤhigkeit gleich zu ſchaͤtzen: Ein Jochart Kartoffeln mit... 8300 Pfund Wieſenheu. . ⸗ Runkeln 8958 oder rund 9000. ⸗ 3 . ⸗ Rotabaga.... I1800. ⸗„ Waſſerruͤben... 7900. ⸗ 2⸗ Möhren... 13800 ⸗ ⸗ 2 Kohl.....12400 ⸗ ⸗ . ⸗ Klee in zwei Schnitten.. 3360 ⸗ . ⸗ Luzerne... 9100o ⸗ 2 AK N Eſparcette.. 4. 4500 2 Wicken.... 4500 ungeduͤngt.. 2680 Dies Alles jedoch, ich wiederhole es, unter den Vorausſetzungen eines dieſen Gewaͤchſen angemeſſenen, durch laͤngere gute Kultur ſchon verbeſſerten und nach Gebuͤhr geduͤngten Bodens. Auch muͤſſen dieſe Ertrags⸗ ſäͤtze, wie ſich verſteht, im Durchſchnitt der Jahre angenommen werden, indem es immer einzelne Jahre ge⸗ ben wird, wo dieſes oder jenes Gewaͤchs nicht zu ſeiner voͤlligen Ausbildung gelangt, andere dagegen, wo es den gewoͤhnlichen Ertrag bei weitem uͤbertrifft, weswegen es immer auch aus dieſem Grunde rathſam iſt, meh⸗ rere Arten dieſer Bewächſe zugleich zu bauen, damit das Minus des einen durch das Plus des andern gedeckt werde. LU N X N 2 N 8. 277. Wenn man den Miſt und Urin der mit ſaftigen Futtergewaͤchſen genaͤhrten Thiere fuͤr ſich auffin⸗ ge: ſo wuͤrde er ohne Zweifel nicht mit der Maſſe, ſondern mit der Nahrungsfaͤhigkeit dieſer Gewaͤch⸗ ſe im Verhaͤltniſſe ſtehen. Das mindere Gewicht der ſolidern wuͤrde durch das mehrere Waſſer, wel⸗ ches die Thiere dabei geſoffen, erſetzt werden. 200 Pfund Kartoffeln oder 350 Pfund Rotabaga, oder 600 Pfund Weißkohl, oder 50 Pfund Hafer wuͤrden demnach ſo viel Miſt geben, als 100 Pfund Heu, indem auch durch die nahrhaftern ſo viel mehr Thiere erhalten werden koͤnnen. Wenn aber dieſe Ex⸗ kremente vom Stroh aufgenommen, und die Gewichtsvermehrung, welche dieſes durch die fluͤſſigen Theile erhaͤlt, ſchon fuͤr daſſelbe berechnet wird, ſo moͤchte ſich das Verhaͤltniß des uͤbrigbl eibenden wohl etwas veraͤndern, und dasjenige Nahr rungsmittel weniger Exkremente aus dem Darmkanal ge⸗ ben, was weniger unaufloͤslichen Faſerſtoff hat. Deshalb ſind wohl die ſaftigen Futtergewaͤchſe, nach Verhaͤltniß ihrer Nahrungsfaͤhigkeit zum Heu, dieſem bei der Miſterzeugung nicht voͤllig gleich zu ſetzen. Es fehlt uns hier, wie geſagt, mit den meiſten dieſer Gewaͤchſe noch an genugſamen genauen Verſuchen, und wir haben nur einige mit den Kartoffeln. Nach dem Durchſchnitte der Reſultate die⸗ ſer vor mir liegenden Verſuche kann ich annehmen, daß die Quantitaͤt des Miſtes, die von ihnen zu er⸗ warten iſt, ſich ergebe, wenn man ihre auf Heu reduzirte Maſſe oder die Haͤlfte ihres Gewichts mit 1, s multiplizirt. 100 Pfund oder 1 Metze Kartoffeln geben alſo§2 Pfund Miſt und 1 Jochart Kar⸗ toffen, der 160 Metzen oder etwas uͤber 16000 Pfund traͤgt, und 8300 Pfund Heu gleich zu ſchaͤtzen d gddeg⸗ gunnz rguuce ian Rit Anutt we Do werden! den Kar zu derg zem noc meinen? Stjegen worden on Duchſchn men iſt, u Pfun doch glauk unbeſtimn de die Eriai nauern wurde. ſens zuer de ſite, hat an, wiet feln oder⸗ da gehan hen aber ner Vor⸗ jeſſenen, Ertrags⸗ zahre ge⸗ u, wo es it meh⸗ ern gedeckt hauffin⸗ Gewaͤch⸗ ſer, wel⸗ ga, oder und Heu, dieſe Er⸗ fluͤſigen leibenden kanal ge⸗ hſe, nac zu ſezen. genauen kate die⸗ en zu ek⸗ chts mit hart Kat⸗ ſchaͤzen 7 der Futterung und des Viehſtandes. 175 iſt, gede 9300 Pfund. Da aber das Kartoffelkraut der Miſterzeugung zu Huͤlfe kommt, es werde im gruͤnen Zuſtande zum Theil verfuttert, oder in den Miſthaufen gebracht, wo es durch die Einſaugung der Jauche dieſelbe Gewichtsvermehrung wie anderes Stroh erhaͤlt, ſo koͤnnen wir auf die Kartoffeln einen Miſtgewinn, der ihrem Gewichte gleich iſt, unter der Vorausſetzung, daß das Stroh gehoͤrig benutzt werde, beſtimmt annehmen. 4 Da ſich uͤber die andern Futtergewaͤchſe aus Erfahrung noch nichts beſtimmtes angeben laͤßt, ſo werden wir ſie im allgemeinen Durchſchnitt, ihrem Ertrage per Jochart nach, bei der Miſterzeugung den Kartoffeln gleich ſetzen, ohne jedoch der in ihrem groͤßern Ertrage ſteckenden Nahrungskraft etwas zu vergeben. Auch wollen wir vom Klee⸗ und Luzerne⸗Heu, ſeiner groͤßeren Rahrhaftigkeit gegen das Wie⸗ ſenheu ungeachtet, keine groͤßere Miſterzeugung annehmen. Wir berechnen alſo: 1 Jochart Kartoffeln und jeder andern Frucht dieſer Art zu 16500 Pfund Miſt; 1 ⸗ Klee in zwei Schnitten zu... 3 11380 1 Klee in einem Schnitte zu... 4. 6350 1 1 N — 2 2 3 N N N 5 ⸗ Luzerne zu.... 18970 ² geduͤngter Wicken zu.... 9490 1 ⸗ ungeduͤngter Wicken zu.... 3690 Wohl zu merken ausſchließlich der Gewichtsvermehrung, die ſie im Streuſtroh hervorbringen. Im Jahre 1808 erhielt ich durch Verfutterung von 10 Jochart gruͤner Wicken mit der Einſtreuung von etwa 25 Schock Stroh und etwas Kiehnen⸗Nadeln zureichenden Duͤnger, um noch 13 Jochart damit zur Winterung gut ausduͤngen zu koͤnnen. 1 4 2 2 N §. 278. In Anſehung des Strohes, welches den andern Theil des Miſtes hergiebt, hatten wir vor kur⸗ zem noch wenige genaue Data uͤber deſſen Ertrag. Zwar fehlte es uns nicht an Angaben und an allge⸗ meinen Durchſchnitten, wie viel eine Flaͤche Landes von gewiſſer Bodenart an Schocken, Mandeln, Stiegen oder Haufen gebe; auch wie viel Schocke Stroh jeder Kornart in einer Wirthſchaft geerntet worden oder in der Regel erwartet werden koͤnnen. Aber es fehlte an einer beſtimmten Angabe des Durchſchnittgewichts der Garben und Bunde. Jeder Landwirth, der jemals uͤber ſeine Graͤnze gekom⸗ men iſt, weiß zwar, daß hierin eine erſtaunliche Verſchiedenheit herrſche, und daß man hier Garben zu 8 Pfund, dort zu 50 Pfund binde, auch daß die Strohbunde von 10 zu 40 Pfund abweichen. Den⸗ noch glaubte bisher ein Jeder genug geſagt zu haben, wenn er den Einſchnitt ſeiner Ernte nach ſolchen unbeſtimmten Groͤßen angaͤbe. 1— Der Koͤrnerertrag, den man auf gewiſſen Boden und bei gewiſſer Kultur erwarten kann, iſt durch die Erfahrung, nach allgemeiner Ueberzeugung, ziemlich beſtimmt feſtgeſetzt, indem er nach einem ge⸗ nauern Maaß angegeben werden konnte und uͤberhaupt mehrere Aufmerkſamkeit darauf verwandt wurde. Deshalb iſt der verdienſtvolle Ober⸗Landes⸗Oekonomie⸗Kommiſſarius Meier meines Wiſ⸗ ſens zuerſt darauf verfallen, den Strohertrag nach den Koͤrnern auszumitteln. Daß im Allgemeinen ein Verhaͤltniß zwiſchen Stroh und Koͤrnern des eigentlichen Getreides exi⸗ ſtire, hat keinen Zweifel und iſt allgemein angenommen. Jeder erfahrne Wirth nimmt einen Satz an, wie viel ein Schock oder eine Stiege(20 Bunde) von der hergebrachten Groͤße ſeiner Bunde ſchef⸗ feln oder ſchuͤtten muͤſſe, und ſagt bei ſeinem Probedruſche, daß das Getreide in dieſem Jahre entwe⸗ der gehoͤrig, oder ſtark, oder ſchwach ſcheffele.. Ertrag d. Strs⸗ hes. 2 “ ———————— 176 3 Verhaͤltniß der Duͤngung, Die freilich haͤufig vorkommenden Verſchiedenhe ten bei gleicher Kultur und auf gleichem Boden ſind alſo Ausnahmen von der Regel. Wenn das Getreide durch fruchtbare Witterung in der erſten Periode ſeiner Vegetation ſich ſtark beſtaudet, dann mit vielen Halmen in die Hoͤhe ſchießt, nun aber zur Bluͤthezeit entweder gerade ſeiner Geilheit wegen ſich lagert, oder aber in der Periode ſeines Koͤr⸗ neranſatzes durch unguͤnſtige Witterung und daraus entſtehende Krankheiten mancher Art an der Vol⸗ lendung derſelben verhindert wird, oder auch bei der Ernte einen großen Ausfall erleidet, ſo wird das Verhaͤltniß des Korns gegen das Stroh betraͤchtlich geringer, als gewoͤhnlich werden. Wenn dagegen unguͤnſtige Witterung die jungen Pflanzen im Beſtauden hindert, oder einen großen Theil toͤdtet, Maͤu⸗ ſe und Inſekten die Pflanzen zu ſehr verduͤnnen, dann aber eine guͤnſtigere Witterung bei der Bildung der Aehren eintritt, die Bluͤthe, den Koͤrneranſatz und Reifung befoͤrdert; ſo iſt das Verhaͤltniß des Strohes zum Korne betraͤchtlich geringer, und man ſagt: ich habe ſchlecht eingeſchnitten, dreſche aber vortrefflich. Es verſteht ſich nun, daß auf dieſe Ausnahme bei allgemeiner Berechnung der Wirthſchaftsver⸗ heaͤltniſſe keine Ruͤckſicht genommen werden koͤnne.. 1 7 H. 279. Dann aber kommt die Art des Bodens und der Beſtellung in Betracht. Es giebt naͤmlich ſol⸗ chen Boden, wo im Allgemeinen der Wuchs des Graſes gerade ſeiner Ueppigkeit wegen dem Anſatze ddeer Koͤrner unguͤnſtig iſt, wo alles Getreide ſich in der Regel lagert und nicht zur Vollkommenheit kommt, oder mit andern Gräͤſern und Unkrautern ſo durchwachſen wird, daß die Aehren dadurch ver⸗ duͤnnt werden, und den Koͤrnern die Nahrung entzogen wird. Hier iſt das Verhaͤltniß des Strohes zum Korne in der Regel bei weitem groͤßer, wie in andern Gegenden, wo das Getreide minder uͤppig emporſchießt, aber vollſtaͤndigere Aehren bildet und rein von Unkraut iſt. Das letztere wird durch die Kultur ſehr modifizirt, und man findet da, wo entweder gehoͤrige Brachbearbeitung um's dritte Jahr dem Acker gegeben wird, oder wo man andere Sorgfalt auf deſſen Reinigung verwendet, bei wenige⸗ rem Stroh einen hoͤhern Koͤrnerertrag, als an Orten, wo man die gehoͤrige Bearbeitung und Frucht⸗ folge vernachlaͤſſigt, aber auf beſonders ſtarke Duͤngung bauet. Dieſe Verſchiedenheit in Anſehung des Bodens und der Kultur muß man alſo wohl vor Augen haben, wenn man nach der Meierſchen Methode aus dem bekannten Koͤrnerertrage den noch un⸗ bekannten Strohertrag ausmitteln will. In einzelnen Wirthſchaften iſt es am ſicherſten, das Gewicht der gewoͤhnlichen Bunde, deren Zahl doch ein jeder Landwirth weiß, durch Abwaͤgung einiger Schocke auszumitteln, und dadurch das Gewicht des eingeſchnittenen Getreides zu beſtimmen. Wenn nun nach verſchiedenen Probe⸗ oder vollendeten Ausdruͤſchen die Quantitaͤt der Koͤrner beſtimmt iſt, ſo wird de⸗ ren Gewicht, nach dem Gewichte einer Metze berechnet und abgezogen vom Gewichte des Ernte⸗Ein⸗ ſchnitts, die Maſſe des Strohes und der Abfaͤlle ergeben, und nun, ſelbſt ohne Wiederholung dieſer Prozedur in gewoͤhnlichen Jahren, der Strohertrag genauer als gewoͤhnlich ausgemittelt werden koͤnnen §. 280.— Die Meierſchen Angaben des Verhaͤltniſſes zwiſchen Stroh und Korn, die er auf wiederholte Verſuche gruͤndete, und im dritten Bande ſeines Werks uber die Gemeinheitstheilungen angegeben hat, zuerſt aber in den Annalen der niederſaͤchſiſchen Landwirthſchaft bekannt machte, haben die Aufmerk⸗ ſamkeit vieler Landwirthe erregt, und einige haben ihre Beobachtungen daruͤber in Schriften dekannt gemacht. Zu dieſen gehoͤret bisher zwar nur noch der ſcharfſinnige Amtsrath Karbe in ſeiner Ein⸗ ſändiger, Fuͤhrung, Keſerun aad, hüche nn Nand ud ichd ler hier 9 gewohy ungleche Jahle jun Ein nuhn Naichede het der A und langhe de Verſch Dunde. ler. Bin wird man mehtere 4 4 Bei denen Ver hjenbei in; nan ein W Poig ange hor Ebſe Au Rocken wiegt, Jocken: bei —/&„ n Boden er erſten nun aber nnes Koͤr⸗ der Vol⸗ wird das dagegen tet, Maa⸗ r Didung Altniß des eſche abe haftsver⸗ mlich ſol⸗ m Anſatze mmenheit urch ver⸗ Strohes deer uͤppig durch die eitte Jahr ei wengge⸗ d Frucht⸗ er Augen noch un⸗ Gewicht Schocke aun nach wird de⸗ nte⸗Ein⸗ ung dieſer t werden ſederholte eben hat, Aufmerk⸗ dekannt ner Ein⸗ 11 der Futterung und des Viehſtandes. 177 -. 4 fuͤhrung, der Wechſelwirthſchaft der Graf von Podewils in ſeinen Wirthſchafts⸗ erfahrungen, von Blankenſee in ſeinem praktiſchen Handbuche, der Konſiſtcorialaſſeſſor Leopold, und einige andere Verfaſſer in den Annalen des Ackerbaues; und ihre ſaͤmmtlichen Verſuche ſind bei einer Sache, die ſo großen Verſchiedenheiten unterworfen iſt, zu klein, mit zu weni⸗ gen Mandeln angeſtellet. Mehrere haben mir aber daruͤber ihre Bemerkungen priwatim kommunizirt, und ich behalte mir vor, ſie im Vergieich gegen einander und mit denen, die ich ſelbſt und meine Schuͤ⸗ ler hier in mehrern Jahren gemacht haben, an einem andern Orte vorzulegen.— Hier ſey es genug, zu ſagen, daß die Uebereinſtimmung auf den meiſten Bodenarten— den un⸗ gewoͤhnlichen z. B. hier den Oder⸗Bruchboden ausgenommen— bei reinlicher Kultur, obwohl ſehr ungleichem Ertrage, in Anſehung dieſes Verhaͤltniſſes in jedem einzelnen Jahre ſehr groß iſt. Die Jahre 1805 und 1806 zeichneten ſich, erſteres durch ein ungewohnlich kleines Verhaͤltniß des Korns zum Stroh, das letztere durch ein ſehr großes aus; aber der Boden vom lehmigen Sande ab bis zum wahren Klai, machte darin geringen Unterſchied. Dies ſcheint vielleicht auffallend wegen der großen Verſchiedenheit in der Laͤnge und Staͤrke des Strohs⸗ allein es ſtimmt mit dieſem die Laͤnge und Voll⸗ heit der Aehren bewundernswuͤrdig uͤberein. Wenn Bunde von gleicher Schwere bei kurzhalmigem und langhalmigem Getreide gebunden werden, ſo wuͤrde auch der Ausdruſch ſich ſehr gleich ſeyn, und die Verſchiedenheit deſſelben nach der Mandetzahl liegt bloß in der Verſchiedenheit der Schwere der Bunde. Iſt das Stroh dunner, ſo ſind auch deP kweiner, pudzenthalten ſo viel weniger Koͤr⸗ ner. Bindet man durch zuſammengeknuͤpfte Baͤn und Burch Knebein Bunde von gleicher Dicke, ſo wird man von den duͤnnern Halmen der Zahl nach ungleich mehrere faſſen, aber an denſelben nicht mehrere Koͤrner, als von den wenigern Halmen des dickſtrohigen Getreides haben. §. 281. Zufolge aller groͤßeren Beobachtungen ſchwankt das Verhaͤltniß des Korns zum Stroh: Beim Rocken zwiſchen.. 38 und 42 zu 100. Beim Weizen zwiſchen. 48 5 52 ⸗ 100. Bei der Gerſte zwiſchen 62 ⸗ 64 ⸗ 100. Beim Hafer zwiſchen.. 60 ⸗5 62 ⸗ 100. Bei den Erbſen iſt es unbeſtimmter, und der Anſatz der Schoten ſteht bekanntlich in ſehr verſchie⸗ denen Verhaͤltniſſe gegen das Kraut. Auch koͤmmt der Ausfall, den ſie ſo leicht bei der Ernte erleiden, hierbei in Betracht. Graf Podewils fand das Verhaͤltniß bei ihnen wie 5 zu 21. Ich glaube, wenn man ein Verhaͤltniß haben will, es im Ganzen wie 35 zu 100 annehmen zu muͤſſen, wenn die Erbſen ge⸗ hoͤrig angeſetzt haben. Sicherer wird man aber hierbei gehen, wenn man das Stroh von einem Jo⸗ chart Erbſen im Dung zu 4130 Pfund annimmt, indem der Strohertrag bei dieſer Frucht weit be⸗ ſtaͤndiger als der Koͤrnerertrag zu ſeyn pflegt. Auf gleiche Weiſe wird es ſich auch wohl bei den Wicken verhalten. Wenn daher 1 Metze guter Rocken etwas gehaͤuft, ſo wie er in der Haushaltung und beim Verkauf gemeſſen wird, 88 ¾ Pfd. wiegt, und das Korn zum Stroh ſich im Mittelſatze wie 40 zu 100 verhaͤlt, ſo giebt ein Jochart Rocken: bei 3 Metzen Ertrag 665 Pfund Stroh, und daraus erfolgen 1529 Pfund Miſt. 2 4 2 2 887 ⸗ 2 2 2 2 2039 ⸗ 2 2 5 ⸗ ⸗ I103 ⸗ 4 ⸗ 2549 ⸗. „ 6 2 2⸗ 1330 ⸗„„⸗ 2 305z9 ⸗. 2 7 2 1552.. 2 2 2 3569 ⸗ 2 ⸗ 8 2 1773 5 2 2 2 2 4078 2 Erſter Theil 3 Wie biel nach dem Korne an Stroh u. wie⸗ viel aus dieſem an Miſt zu er⸗ warten ſey. .2 N bei 2 7 2 ₰ 8 N 4 2 2 3 2 6 2 ,. 8 2 3 I10 ⸗ II 2 12 2 A bei — ₰ A N 10 11 2 12 23 Wenn 1 Metze Weizen 94 Pfund wiegt, und das Korn ſich zum Stroh verhaͤlt ſo giebt ein Jochart: 3 Metzen Lrttas an Seoh 569 piund, und darons erfolgen 13⁰9 Pfund Miſt. Wenn eine Metze Gerſte 70 Pfund wiegt, und dis Korn ſich zum Stroh verhaͤlt wie 60 zu 100, Ata! F2 146. Wenn 1 Metze Hafer 53 Pfund wiegt, und das Korn ſo giebt ein Jochart Hafer: 3 Neten Erteng 266 Pfund Srroh, und daraus erfolgen 611 pfand M ef. 4. 5 2 6 2 7 8 3 8 2 9 2 10 ⸗ I1 2 12 2 5 2 N N 2 5 2 2 —— — N N 2217 2660 NX 1 A 355 443 53² 621 798 887 975 1064 N N 2 2 2 2 — & 2 719 5 2 2 2 759 948 1138 1328 1517 1707 1897 2086 2276 giebt ein Jochart Gerſte ba. ᷑☛ bei 2 4 7 ⸗ 42²5 2 5. 7 2 532 2 6 2 7 2 638 8 7 2 ⸗ 2. 744 8 8 2 7 2 2 851 9 ⸗ ⸗,„ 957 10 2 2 2 2 1063 11 2⸗ ⸗ 2 1170 ⸗ 12. ⸗ ⸗ ⸗ 1276 2 N 2 2 N N 2 N 2 ₰ N N N N N N N X 2 —„ 2 2 2 2 2 2 2 5 . . . 2 N A N N §. 2 2 2 2 2 2 2 2 2 — ℳ 282. N K N N N — 2 —2 2 N N N N N⁸ 2 ₰ — N NNANX△AR N N 2 2 5 7 2 2 2 2 2 2 4 v A 2 — 2 — — AN N BVerhaltniß der Däͤngung, 9 Rexen Ertrag 1995 Pkund Sreoh⸗ und dürcuſs effolgen 4588 Pfund mn. 5098 2 — — 2 — 2 & 2 2 A N N ANAN XN N 2‿ 56⁰08 6117 N 5 1745 2181 2617 3054 3490 3926 436² 4799 5236 978 1223 1467 1712 1957 2201 2446 2690 2935 816 1020 1223 1427 1631 1835 2039 2242 2447 NNXNXKXNKR X A N N N N — 2 — wie 50 zu 100, 21 5 V N N 3 Metzen Ertrag an S Loſ 319 Pfund, und daraus falgen 734 Piund Miſt. 23 2 N N 2 zum Stroh ſich verhaͤlt wie 60 zu 100, KNNNX N XNARN N Es iſt bei dieſen Saͤtzen der Miſtgewinnung aber immer anzunehmen, daß das Verhaͤltniß des Streuſtrohes, oder wo dies nicht zureicht, eines andern Streuzurrogats zu den eigentlichen Nahrungs⸗ vüttn dengel, 4 p puliß b panmaſ 5 aetadli ung eden aden? ad Loc das St treffn ln In den e A Stund och hat! dieſen 137 Dee Außenwei nnd Fruch und gehd duchh In die hohe wie Ma in der⸗ Nuheb 2 lche von für eine dekühe ge ſcc berſte N der allge ten wird gen, ſ 0 D nit dem Vozug thut grdſ ſch mehr Dedde de der mehr u 100, 0zu 100, zu 100, ltniß des daheungs⸗ der Futterung und des Viehſtandes. 179 mitteln ſo ſey, daß es die ſammtlichen Excremente gehoͤrig auffaſſe, aber auch genugſam davon durch⸗ deungen, getraͤnkt und in den Stand geſetzt werde, daß es ohne außere Feuchtigkeit in die beabſichtig⸗ te Faͤulniß uͤbergehen koͤnne; auch daß aller Abgang durch Abfluß der Jauche und Ausſpielung durch Regenwaſſer verhuͤtet, und der Miſt moͤglichſt zuſammengehalten werde. Dieſer gemengte animaliſch⸗ vegetabiliſche Miſt wird dann in dem Zuſtande angenommen, wo er den Zeitpunkt ſeiner hitzigen Gaͤh⸗ rung eben uͤberſtanden hat, das Stroh zwar muͤrbe geworden, aber doch noch nicht zerfallen iſt: kurz in dem Zuſtande, worin man ihn nach der Erfahrung aller praktiſchen Ackerbauer am vortheilhafteſten auf lockern Acker faͤhrt. Wollte man ihn ganz friſch, oder nachdem er ſchon völlig zeegangen und das Strohige faſt ſaͤmmtlich aufgeloͤſ't waͤre, wiegen, ſo wuͤrde dieſes Gewichtsverhaͤltniß nicht zu⸗ treffen. Die Beſtimmung ſeines Feuchtigkeitszuſtandes iſt ſchon oben§. 221. gegeben. §. 283. Um den Miſt auszumitteln, den die Nahrung auf der Weide giebt, hat man denjenigen gewo⸗ gen, den eine gut genuͤhrte Weidekuh auf einer reichlichen Weide auswarf, und gefunden, daß er in 24 Stunden 34 Pfund im Durchſchnitt, oder in 5 Monaten oder 153 Weidetagen 5200 Pfund betrug. Der Weidemiſt. Auch hat man den Miſt des Tages und der Nacht abgeſondert gewogen, und jenen 19 bis 21 Pfund, dieſen 13 ½ bis 14 Pfund ſchwer gefunden.— Dieſer Weidemiſt geht fuͤr die Wirthſchaft voͤllig verloren, die ihr Vieh Tag und Nacht auf Außenweiden laſſen, kommt dagegen denen einigermaßen zu Nutzen, welche mit ihrem Acker zur Weide und Fruchtbau wechſeln, jedoch nie in dem Maaße, als wenn er im Stalle mit Stroh aufgefangen und gehoͤrig zuſammengehalten waͤre. Ein betraͤchtlicher Theil verwittert davon, verſtaͤubt und wird durch Inſekten zerſtoͤrt, jedoch— wie die auf ſolchen Stellen entſtehenden Geilhoͤrſte beweiſen, und die hoͤhere Fruchtbarkeit der Ruhe⸗ und Milchſtellen des Viehes auf Weidekoppeln— nicht ſo ganz, wie Manche behauptet haben. Dieſer Duͤnger bei der Schlagweidewirthſchaft, wo man das Vieh in der Regel Tag und Nacht draußen zu laſſen pflegt, iſt ſchon mit unter der Dungkraft, die wir der Ruhe beimeſſen, begriffen.. Wenn aber das Vieh des Nachts in den Stall oder auf den Miſthof kommt, ſo muß der naͤcht⸗ liche von der Weide hergeholte Duͤnger dem Miſthaufen allerdings zu gute kommen, und wir werden fuͤr eine reichlich genaͤhrte Kuh dafur 2200 Pfund, bei einer ſchwach genaͤhrten— wie es ſolche Wei⸗ dekuͤhe gewoͤhnlich zu ſeyn pflegen— 1380 Pfund annehmen koͤnnen; das eingeſtreuete Stroh, wie ſich verſteht, beſonders gerechnet. §. 284.. Wir machen in Hinſicht des Duͤngers, der aus dem konſumirten Futter und Streu erfolgt, bei der allgemeinen Berechnung zwar keinen Unterſchied unter der Art des Viehes, welches darauf gehal⸗ ten wird. Indeſſen muß doch Folgendes daruͤber bemerkt werden. Abgemagertes und entkraͤftetes Vieh giebt von derſelben Futterung nicht ſo vielen und ſo kraͤfti⸗ gen, ſo ſtark animaliſirten Duͤnger, als wohl genaͤhrtes und ſtarkes Vieh. Die Schafe geben einen Duͤnger von derſelben Futterquantitaͤt, womit man weiter reicht, als mit dem Rindviehduͤnger, der dagegen aber auch ſo viel minder nachhaltend iſt. Einen entſchiedenen Vorzug ſcheinen ſie aber bei dem Weideduͤnger zu haben. Ihr auf die Weide ſelbſt fallender Duͤnger thut groͤßere Wirkung, vertheilt ſich nicht nur gleichmaͤßiger, ſondern ſcheint auch minder zu verſtieben, ſich mehr mit dem Boden zu verbinden und ſchneller auf die Vegetation zu wirken. Werden ſie von der Weide des Nachts in Horden gelegt, oder auch in den Stall gebracht, ſo betraͤgt dieſer naͤchtliche Duͤn⸗ ger mehr als der vom Rindvieh, wenn man naͤmlich beiden einen gleichen Weideraum zumißt. Da⸗ 3 2 In wiefern die Art des Viehes bei Berechnung des Miſtgewin⸗ nes in Betracht zu ziehen ſey? mit andern Annahmen. Vergleichung 180 4 Verhäl tniß der Dingung, her hat man in England auffallend bemerkt, daß Schafweiden, worauf man das Vieh, nach doreſger Gewohnheit, auch des Nachts laͤßt, ſich von Jahr zu Jahr verbeſſert haben, jaͤhrlich mehrere Schafe ernaͤhren koͤnnen, und dann umgebrochen an Kraft weit mehr als Kuhweiden gewonnen hatten, wo⸗ gegen letztere, auf waͤrmerem und trocknerem Boden, nach dem dritten oder vierten Jahre im Gras⸗ wuchſe mehr ab⸗ als zunehmen. Beim Horden oder Pferchen der Schafe nimmt man an,„daß 2700 Schafe in einer Nacht eine ſchwache Duͤngung, die einer ſchwachen halben Stallmiſtduͤngung gleich kommt, 4050 Schafe eine maͤ⸗ ßige Duͤngung, 5400 Schafe eine ſtarke, nur bei beſonderen Fruͤchten anwendbare per Jochart geben. Wenn 10 Schafe auf der Weide einer Kuh gleich geachtet werden, und eine Kuh in einer Racht 15 Pfund Duͤnger giebt, ſo werden 405 Kuͤhe nur 6075 Pfund, 540 Kuͤhe 8100 Pfund Miſt geben, wo⸗ durch kein Jochart beduͤngt werden konnte. Dagegen bleibt aber die Dünatraft laͤnger im Acker. 5 2§. 285. um den Verſuch zu machen, wie e dieſe Berechnung des Miſtes, unmittelbar auf die Futter⸗ und Strohkonſumtion gegruͤndet, mit denen Berechnungen zuſammenſtimme, die nach der Kopfzahl des Viehes gemacht worden, wollen wir einige der letztern, die auf große Erfahrungsdurchſchnitte, aber freilich zu wenig beſtimmt, gegruͤndet ſind, damit vergleichen. Die dem§. 223. beigefuͤgte Duͤngungstabelle bezieht ſich zunaͤchſt auf die in der Kur⸗ ⸗ und Neu⸗ mark bei Veranſchlagungen angenommenen Futterungsprinzipien. Nach dieſen wird folgendes auf die verſchiedenen Vieharten gerechnet.(Eine Mandel Winterung zu 184 Pfund, und eine Mandel Soͤm⸗ merung zu 128 Pfund, bei dem hier uͤblichen ſtarken Bande⸗ angenommen.) Winterſtroh. Sommerſtroh. Heu. gfund Pfund l Pfund. Auf einen großen Ochſen... 3530 1646 1617 Auf einen Mitteloch ſen.— 5 29 4o0 1370 1348 Auf einen kleinen Ochſen. 72330 1100 1078 Auf eine große Kuh... 1760 1235 1293 Auf eine Mittelkuhz.... Ih1470 1030 1078 Auf eine kleine Kuh.. 1176 823 862 Auf ein Pferd, das beſtaͤndig auf dem Stalle gefuttert wird 42700— 1 2582 Nach unſern Prinzipien wird alſo an Miſt geben: Vom Futter Beduͤngt 3 und Niſt. 4 Stroh. 22000 Pfund. Pfund. pfund. 3 Jochart Ein großer Ochſe... N56793 1562 4 O,2 Ein Mittelochſe.... 5658 13013 O0,* Ein kleiner Ochſe...— JN452983 10400 9, Eine große Kuh..... 4288 9862 0, 43 Eine Mittelkuh„„...* 3618 8091 0, 18 Eine kleine Kuh.... 2861 6580 0, 32 Ein Stallpferd.... 2287 11222 C,r Das harte Futter rechnen wir bei letzterem fuͤr die zeit, wo es außer dem Stalle iſt. ————ÿ——— Dem n. rer Ghanden keins Vet zin z d aidieſen ei Etücke und Durczſchii i, ſo bed Nat Preuſſen uf 12 hS in für ei keine Gra Sömmerung. amehmen, ſ on z Jochat dau an He 3 hierus erf Wemn don 3 Joch und 3 Joe dazu Heu Hieraus er Nun fältniß der et werden a licen neunj Je me großen D. ſimmung u Surehzewin gen wer ſe Es Koyfzahl, Daſe man auf gehalten kann erſt be bej der Unte ann deeſes F dortiger e Scaafe ten„ wo⸗ in Gias⸗ nacht eine ene ma⸗ att Kden. Racht 15 ben, we⸗ lcker. ter⸗ und zahl des e, aber nd Neu⸗ auf die el Som⸗ Heu. Pfund. 1617 1348 x079 293 078 862 2587 eduͤngt à 9 Pfund. Sochart — I 0,1 der Futterung und des Viehſtandes. 181 Wenn man nun nach den verſchiedenen ſtrohreichen und ſtroharmen, in jener Tabelle angenomme⸗ nen Gegenden und zureichenden uͤberfluͤßigen und mangelnden Heugewinn, gro ßes, mittleres und kleines Vieh ſupponiren muß, auf kaltem Boden 40 bis 44 Maͤßl. Einfall p. Jochart, auf warmem Boden 36 bis 38 Maͤßl. annimmt, auf jenem eine etwas ſtaͤrkere Duͤngung, etwa von 26 400 Pfund, auf dieſen eine ſchwaͤchere von 19800 Pfund ſich denkt, ſo wird man die Vergleichung auf einzelne Stuͤcke und das ihnen beſtimmte Futter leicht machen koͤnnen. Wollen wir aber den allgemeinen Durchſchnitt des vorgenannten Viehes und ſeiner Futterung annehmen, wie in jener Tabelle geſchehen iſt, ſo beduͤngt ein Stuͤck o,“s Jochart. Nach der Inſtruktion, wie bei der Veranſchlagung der Arenden bei den Domainenaͤmtern in Preuſſen zu verfahren iſt, hat man folgende Saͤtze als der Erfahrung im Großen gemaͤß angenommen. Auf 1 bis 1 ½ Jochart jaͤhrlich zu beſaͤenden Landes der erſten und zweiten Klaſſe des Ackers; auf 15 bis 18 Jochart der dritten Klaſſe und auf 15½ bis 25½ Jochart der vierten Klaſſe rechnet man Strohge⸗ winn fuͤr ein Stuͤck ſogenanntes Großvieh(worunter man ſich, wie aus allen uͤbrigen Angaben erhellt, kleine Graspferde, kleine Ochſen und Kuͤhe denken muß). Dies iſt alſo halb Winterung, halb Soͤmmerung. Wenn wir in der erſten und zweiten Ackerklaſſe den Ertrag zu 18 Metzen per Jochart annehmen, ſo erfolgt von§ Jochart Rocken à 3990 Pfund.. 2216 Pfund Stroh. von 5Jochart Gerſte à 1914 Pfund....... 1063 ⸗ dazu an Heu 11 Centner........ 1290— 4569 Pfund. Hieraus erfolgen an Miſt 10500 Pfund. Wenn man aber 1 Jochart a 14 Metzen Ertrag aus der dritten Klaſſe annimmt, ſo erfolgen von 3 Jochart Winterung........ 2069 Pfund, und 3 Jochart Sommerung....... 992 ⸗ dazu Heu 11 Centner„..„.„ 1290 4351 Pfund. Hieraus erfolgen 10000 Pfund Miſt. Run werden auf ein Stuͤck Vieh 10 vierſpaͤnnige Fuder Miſt daſelbſt berechnet, die nach Ver⸗ haͤltniß der uͤbrigen Arbeit dortiger Pferde zu 920 Pfund hoͤchſtens angenommen werden koͤnnen, und es werden auf ein Jochart 333 ſolcher Fuder berechnet, welche auch bei der, wie es ſcheint, dort uͤb⸗ lichen neunjaͤhrigen Duͤngung erforderlich ſind. Folglich beduͤngen 3 ½ Stuͤck r Jochart. Je mehrere Angaben von Duͤngergewinn nach der Kopfzahl des Viehes, die aus zuverlaͤſſigen großen Durchſchnitten genommen ſind, man mit unſern Saͤtzen vergleicht; um ſo mehr Ueberein⸗ ſtimmung wird man finden, aber auch gewahr werden, daß dieſe Berechnung aus dem Futter⸗ und Strohgewinn weit beſtimmter und auf die unendlich mannigfaltigen Verhaͤltniſſe paſſender ſey; weswe⸗ gen wir ſie in der Folge zum Grunde aller unſerer Wirthſchaftsberechnungen legen werden. F. 286. Es koͤmmt bei dieſer Berechnung des Duͤngergewinnes aus dem Viehfutter zwar weder die Kopfzahl, noch die Gattung des Viehes, die darauf gehalten werden kann, in Betracht. Auf welche Weiſe man die gewonnene Futterung am vortheilhafteſten konſumire, und durch die Nutzung des dar⸗ auf gehaltenen Viehes unter allen gegebenen Umſtaͤnden den Duͤnger am wohlfeilſten ſich verſchaffe, kann erſt bei der Lehre von der thieriſchen Produktion auseinandergeſetzt werden. Indeſſen iſt es doch bei der Unterſuchung der oͤkonomiſchen Verhaͤltniſſe zu wiſſen noͤthig, wie vieles Vieh man bedarf, um dieſes Futter wirklich zu konſumiren, oder wie viele ſolcher lebenden Maſchinen nothig ſind, um es Vertheilung des Futters auf das Vieh. * 8 182 Verhaͤltniß der Duͤngung, an tein . An gehdrig zu verarbeiten. Dieſe Frage, die ſonſt voranzugehen pflegt, folgt bei uns erſt nach, und ſelbſt ht, m d in der Praxis waͤre es gut, wenn man ſich zuerſt um den Futtergewinn bekuͤmmerte, und dann erſt auf dunneh das zu haltende Wioh daͤchte, welches ſich immer weit leichter als deſſen Futterung indet. §. 287.. 4 Verſchiedenheit Die Angaben iber den Futterbedarf ſind ſo mannifaltig, als auffallend verſchieden. Man der Angaben glaubt kaum, daß von derſelben Thierart die Rede ſey Aber welch ein Unterſchied iſt es auch zwiſchen 4 darfs Nunruen einem kleinen abgemagerten, auf der duͤrren Brachweide oder in der Waldung ſich herumſchleppenden Staͤck Bieh. Stuͤcke Rindvieh, und einem auf dem Stalle reichlich gefutterten oder in der Riederung weidenden. „ Man hat Ochſen, die im Schlaͤchtergewicht 200, und andere, die 2000 Pfund wiegen. Es waͤre ab⸗ 1 ſurd, beiden eine gleiche oder doch wenig verſchiedene Futterquantitaͤt beimeſſen, und eine gleiche Daͤn⸗ 4 germaſſe von ihnen erwarten zu wollen. Wir haben geſehen, was man an Winterfutter nach den gewoͤhnlichen Anſchlagsprinzipien ieaus dann auf das Vieh verſchiedener Art und Groͤße ausſetzt, und betrachten deshalb nur noch die Angaben cingen maß einiger andern. 8 n helich Von Benekendorf rechnet auf einen Zugochſen taͤglich 14 Maͤßl. Haͤckſel von Sommerſtroh, faxel per S — die er zu 7½ Pfund annimmt, auf eine Kuh 10½ Mäaßl.— 3 Metzen Gerſte⸗ und Haferausſaat gebe 3 Dart) täͤgl 319 Metzen Haͤckſel, und da die Winterfutterung 165 Tage dare⸗ koͤnnen auf 3 Metzen Sommeraus⸗ dieſe ſaat reichlich 2 Stuͤck Rindvieh gehalten werden. Das Rocken⸗ und Erbſenſtroh ſey fuͤr die Schafe. Venigen z Auf Stroh, ſagt er, komme es lediglich bei Beſtimmung der Viehhaltung an; denn die Sommer⸗ 1¹ Naung un weide werde durch Stallfutterung mit Klee erſetzt, und Heu ſey beim Anbau der Wurzelgewaͤchſe ent⸗ ideſen mt behrlich.(Aber wie viel Klee und Wurzelgewaͤchſe erbauet werden ſollen, iſt eben die große Frage.) hicſten d 3 Sonſt rechnet er an Heu auf einen Zugochſen 5 Monate, vom Iſten Januar bis 1ſten Junius, taͤglich io mohan 11 Pfund, auf eine Milchkuh, neben Bruͤhfutter und Anmengſel, jaͤhrlich 12 Centner, ohne Anmeng⸗ unf pfe oe ſel 16 ½ Centner, auf Jung⸗ und Guͤſtvieh neben Anmengſel 6 ½ Centner, ohne ſolches 10Centner. thelhoftefe Nach Karbe erhult ein Zugochſe in 240 Wintertagen taͤglich 3 8 i mmtlichen 16 pfund Häckſel an Stroh 4440 Pfund. S AJ!degange 2 ⸗ Streu 8 . nduzrer Fu 3³ Maͤßl. behackte Fruͤchte= 53 Metzen jaͤhrlich. 8 des ider 11 Wenn die behackten Fruͤchte zu Ende gehen, taͤglich 28 Pfund an Kaff, Heu, Haͤckſel und Streu. Alſo En d vermuthlich einen Zuſatz von 9 Pfund Heu ſtatt der Wurzelgewaͤchſe, welches alſo, wenn dieſe ganz Wama S wegfielen, 2160 Pfund jaͤhrlich betragen wuͤrde. ded Eine Milchkuh in 190 Wintertagen bekommt Heu und Stroh zum Futter 16 5 Pfund, zur Streu angefühne 3 Pfund= 3500 Pfund jaͤhrlich; daneben taͤglich 35 Maͤßl. Wurzelgewaͤchſe, jaͤhrlich 43 Metzen. pfund: 1 3 Im Sommer 13 Jochart Klee⸗ und Grasweide auf 175 Tage., und die Nacht an Streu 2 Pfund Ene —¹= 350 Pfund jaͤhrlich. 3 Ein Maſtochſe bekommt in 112 Tagen, wo die Maſtung im Durchſchnitt vollendet iſt: 2 Pfand Pr 9= 1230 Pfund Suoh⸗ 1 7 ½ ⸗ Heu= 220 Pfund. 8 7 bis 8 Maͤßl. Purzeigebuchſe e— 55 Mezen. —y ͦ——y deer Futterung und des Viehſtandes.. 183 c, und ſ In meiner Ausgabe von Bergens Anleitung zur Viehzucht habe ich eine Tabelle mitge⸗ dann erſtauf theilt, von der Futterung, welche meine Kuͤhe— zu der Zeit, wie ich das moͤglich ſchwerſte Nie⸗ . derungsvieh auf dem Stalle hatte— ein Jahr hindurch erhielten. Es kam auf das Stuͤck Meduzirt auf Heu. 1 V Weißkohl. 4790 Pfund 8 798 Pfund. ſeden. Nan Saafenn... s3e- 3.. 1910. auch zwitden uͤben.... 179. 335 mſchlede. Moͤhren. 1210 483* dvende Gruͤner Klee 13800 ⸗. 3006 ⸗ ung weidenden— Heu... 1630. 8s wigei. Furterſtropy... 2266 ⸗ 4 egleihe dir⸗ 4 Streuſtroh..... 3577 ⸗ Nagrigen 1 14035 Pfund, Lurne wooraus dann 32280 Pfund Miſt oder etwas uͤber 17 Fuder à 1800 Pfund nach unſerer Berechnung lapn erfolgen mußten und wirklich erfolgten. Hierbei hatte nun das Vieh zu ſeiner voͤlligen Saͤtti⸗ gung freilich genug, litt aber keinesweges an Unverdaulichkeit. Zum Beweiſe deſſen gab dieſer Vieh⸗ Sommerſto, ſtapel per Stuͤck das ganze Jahr im Durchſchnitt 10 Hanndverſche Quart Milch(gleich 8 Berliner elausſoat gebe Daart) taͤglich, oder jede Kuh durch's Jahr 3650 Hanndverſche oder 2920 Berliner Quart. Enn netgux Dieſe ungleichen Futterungsſaͤtze moͤgen zureichen, um zu beweiſen, daß das Rindvieh von ſehr gdieSchft. Wenigem zur Noth leben, aber auch ſehr Vieles verzehren koͤnne. Es wird aber letzteres durch die Sommer⸗ Nutzung und durch Miſt bis auf einen gewiſſen Punkt reichlicher bezahlen, wie erſteres. Ich habe ggevächſ en⸗ indeſſen nachmals eine ſo ſehr ſtarke Futterung, die das große Niederungsvieh, wenn es den moͤglich große daage) NX doͤchſten Ertrag geben ſoll, erfordert, und folglich dieſes Vieh nicht vortheilhaft gefunden, woruͤber 5 nius, tagich ich mich an einem andern Orte erklaͤren werde. Um einen allgemeinen Durchſchnittsſatz anzunehmen, ne Anmeng⸗ auf wie viel Futter und Stroh ein Stuͤck Rindvieh mittlerer Art oder von großer Hoͤherace am vor⸗ nmel. theihhafteſten gehalten werden koͤnne, nehme ich an, daß eine gute Milchkuh und ein Zugochſe jaͤhrlich an Stroh, zum Freſſen und zur Einſtreuung, bei der Stallfutterung 4400 Pfund und an Heu,— die ſämmtlichen gruͤnen Futtergewaͤchſe auf ſelbiges reduzirt,— ebenfalls 4400 Pfund erfordere; beim Weidegange aber, jedoch naͤchtlicher Einſtallung, an 3920 Pfund Stroh und 2740 Pfund auf Heu reduzirter Futtergewaͤchſe genug habe. Hieraus wuͤrden im erſten Falle 20240 Pfund Miſt, oder et⸗ was uͤber 11 Fuder, im zweiten Falle 15320 Pfund oder 8¾ Fuder Miſt erfolgen.— Streu. Alſo Ein Acke pferd au dem Stalle erfordert bei zureichendem Koͤrnerfutter 7350 Pfund Rauhfutter, n dieſe ganz wovon 4 a's Heu, 3 als Stroh anzunehmen. 3 Noch abweichender von einander finden wir die Winterfutterung der Schafe angegeben. In den , zur Stren angefuͤhrten Tar⸗Panzipien finden wir auf 100 Schafe, wenn ſie im Winter wenig ausgehen, 4850 33 Mezen. Pfund; und wenn ſie ausgehen, 3770 Pfund Heu beſtimmt. reu 2 Tfund Eine veredelte Schaͤferei erhielt dagegen— auf 100 Stüͤck Mutterſchafe 16270 Pfund Kleeheu, 5390 Pfund Erbsſtroh; Jaͤhrligge 21560 2 Zeitſchafe 5390 Hammel 5 N N N N 1. 16270 21560 N N &8 N N N N N X N N N NX N NXN 43220 Pfund Kleeheu, 43220 Pfund Erbsſtroh; Alſo im Durchſchnitt auf 100 Stuͤck 10805 ⸗. 10805 ⸗ 2 A ohne das üͤbrige Stroh. Die Funersdoefſche Schfere erhielt auf 466 Stuͤck im Jahre 1804: Berhaͤltnis der Weide. Verhaͤltniß der Duͤngung, 1176 Zentner; 3 Metzen;. Heu... Pferdebohnen. 96 Erbſen 41 Metzen; Hafer.. Metzen 10 M;ßl.; Oelkuchen 330 Stuͤck. Welch ein enormer Unterſchied! † △ Annal. d. A. III. 75. §. 288. um die Weide zu beſtimmen, welche eine Kuh erfordert, lege ich nebenſtehende vom Ober⸗Lan⸗ des⸗Oeconomie⸗ Commiſſ arius Meier entlehnre Tabelle zum Grunde, in welcher die aweſentlichſtei Umſeaͤnde, worauf es dabei ankommt. unterſchieden ſind. 8 Zuvoͤrderſt muß ich bemerken, daß hier von der ſogenannten Dreeſchweide oder ruhendem Acker die Rede iſt, und daß Kuͤye kleiner Art, wie ſie in den Merklenburgiſchen Hollaͤndereien gewoͤhnlich ſind, verſtanden werden. Der Acker iſt erſtlich unterſchieden nach ſeiner natuͤrlichen Kraft, und dieſer durch das Ertrags⸗ korn beſtimmt, von 6faͤltigen an bis 2 5faͤltigen herab. Dieſer Ertrag iſt nach der in Mecklenburg uͤb⸗ lichen ſtarken Einſaat angegeben, und der Boden, der hiernach zu 44faͤltigem Ertrag geſchaͤtzt wird, ge⸗ hoͤrt daher ſchon zu dem guten gewoͤhnlichen Boden; ein öfaͤltig zu ſchaͤtzender zu den vorzuͤglichſten und ſeltenen. Weil ſich aber der Graswuchs nicht ganz nach dem Kornertrage richtet, ſondern auf feuchterm Boden von gleicher Kraft lebhafter hervorkommt, ſo iſt jede Klaſſe wieder in Hinſicht auf dieſen Gras⸗ wuchs in gut, mittel und ſchlecht unterſchieden. Ferner haͤngt die Ergiebigkeit der Weide von der Zahl der Fruͤchte ab, die der Acker nach der Duͤngung getragen, und endlich kommt es auf das Jahr an, in welchem der Acker zur Weide liegt. Die Weide iſt nemlich im erſten Jahre der Ruhe minder ergiebig, obwohl nach Verhaͤltniß des Gras⸗ wmuchſes kraͤftig, verbeſſert ſich im zweiten Jahre, erhaͤlt ſich im dritten, nimmt aber im vierten und noch mehr im fuͤnften wieder ab. Wir werden uns bei den Wirthſchaftsberechnungen haußtſhis der Mittelſätze in den mittlern Kolumnen bedienen.(Siehe die Tabelle.) 5. 289.. 3— Nach dieſer Tabelle werden ſich dann auch andere als Dreeſchweiden in Räckſict ihres Bedarfs fuͤr das Vieh ausmitteln laſſen. Wenn die Brache nicht umgebrochen bis zur Mitte des Julius zur Viehweide liegen bleibt, ſo kann ſolche nach der Bodenart und der Tracht nach der Danguns zu ꝛ des erſten Dreeſchweidejahrs angenommen werden. Sie wird in der Regel durch Schafe benutzt, und man berechnet zuweilen 18 umgebrochen liegen bleibt. uͤber die Gememheitstheilung S. 33. auch eine Tabelle nach dem verſchiedenen Zeitraume, worin ſie benutzt werden kann. Das gewoͤhnliche iſt wohl von der Mitte Auguſts und durch den September und Oktober. Hier wird angenommen, daß, wenn 1 ½ Jochart des Bodens dreeſchliegend auf eine Kuhweide gehe, 16 Jochart Stoppel auf einen Kopf zu rechnen ſey, jedoch unter der Vorausſetzung, daß der ganze Auguſt dieſe Weide ſchon verſtatte. Es wird immer einen großen Unterſchied machen, ob das Land ſeiner Natur nach graswuͤchſig, und ob der Acker rein oder unrein gehalten wird. Manch⸗ mal ſind viele Koͤrner ausgefallen und aufgelaufen, deren junges Gras die Weide nahrhaft macht. Die T Schafe auf 4 Jochart des Brachfeldes, wenn es bis ſpaͤt im Sommer un⸗ Ueber die Stoppelweide findet ſich im dritten Bande des Meierſchen Werks — u——“ [Nachdem gedüngt wor⸗ 1e A o le le O Ob &KA&A&&&AA& A&& ᷣ́ ͤA G O AN I O ſeoA ſe leo A ſe Ale TCe Mb & G&&A&A cd& AANl R c 2 faͤltig A rrſe Oſe Lſen ciſn eiie⸗ A==& A&&& A RNARX& RNK 1 Seite 184 gegenuͤber. ae. g es ſes Aſen a ſe N UNN KNAGKdRGNAK A c AA& A cI ochart Jochart Jochart Jochart Jochart Jochart reeſe— AeN esſes exlen le ſe ſe Ae -==&& A A& mßᷣ mßα Erſter Band. zfaͤltig Oed eoſd rſ nje lR errraleo Trſeorirn -SB=S=S=SAAAͤAN R A N 2—— eed.. Al Olt G.. Oſr esſe el * cht gut. mitteliſhlecht gut. mittel. ſchlecht AA je lA enien ſerne -==R&ᷣ& A A& A&A&æte⁷·¼ mH 2 1 doeedednend n E. AEAAA Si&G&AIA AMA A A A le Tſes faͤltig 1 2 So xoſeoſvefeſft- e ſA&VUAUK E ſRAIX cWIe Aſe elex Nies lez 32 Sſd vVeeeſt AAAſd ſ EſAEAANNA KM Nl e 3e Tſes Tſe Nen 0 —===== AX&A& SAdIA A S OP. Op wt e oſt d. ſd. 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ReOvlEReC ſe leſen-ien eſen e Weideberechnungs — e AAed d ſAR See Aes lei e leAe AAHS —— Jochart Jochart Jochart Jochart Jochart Jochart Jochart Jochart ſchlecht gut. ſmittel. ſchlecht gut. mittel ſſchlecht ͤ ſ EEe ſt ſ. Hlr. Sn NWAEEVR ARARko AS SſA A. . l e d„Lr,... mittel Al. OOſv Na dA&ieX iſR AAAAe Aſe ſe 0 ſe AO ſes le Ales ell A 94 gut. öfaͤltig u. daruͤber Jochart Jochart — Weidejahre, wie ſie nach Ablauf der Saat⸗ jahre auf einander fol⸗ (Iſtes Weidejahr u vved 21PnaL 42 f 42 e aaa 1bundeb e 4 3——2—— e ͤ——2 — SB2= SS— 4——2=B—====== 3 —— 8——₰— S. 8S 3 Z 7—2= 4= S— 8=—. 8₰ 2 —— 8——2 2——— ah=== 4 6— 82 S F S===Z==— S= S 8 Z 8==SS — 8=—= ZSö2S2S 3 222 S ASSeeee ——j— 2———=2—. 3— ðx 3 8 ZS g S 8 3 S=, SSͤS=S2 *—— 2 8 5——— O—— 2ͤͤ=—P—— 2= F G 2 892=SS= SZ debe gemeien gat basis tin l llher gbelle, ne „Jochart aechnet, Vom Van Lam Lam Am J Iemn Von N Don debei der Ur rindet iſt im ſo nacht Na darauf Luch haa Pglichſter 88 Ouadratr Jochart i der wheinl llecher Fla Schafe geei delche wan eine geui on einer Deſer Un inſerer all den im Eine ſer Landwit hell als in Lrien dhe der Futterung und des Viehſtandes. 185 Die beſtaͤndigen Aenger und Aueweiden ſind von ſo verſchiedener Beſchaffenheit, daß ſich im All⸗ gemeinen gar nichts daruͤber ſagen laͤßt. Im fruchtbaren angeſchlammten Niederungen reichen Jochart fuͤr ein Stuͤck Rindvieh mittlerer Art; aber es ſind auch bis 48 Jochart oft noͤthig, um eins der ſchlech⸗ teſten Art zu ernoͤhren. Ueber die Vor⸗ und Nachweide auf den Wieſen ſinden wir in ebengenanntem Werke S. 28. eine Tabelle, nach den verſchiedenen Terminen der Vor⸗ und Nachweide berechnet. In dem Falle, wo 1½ Jochart auf einem Kopf reichten, wenn die Wieſe beſtaͤndig behuͤtet wuͤrde, wird eine Kuhweide berechnet, wenn die Wieſe behuͤtet wird: Vom Anfang Auguſts bis alten Maitag... 9 Morgen 40 QRuthen. Von Mitte. 2 ⸗.. 11 ⸗ 2a0. Vom Anfang ⸗ bis neuen Maitag... 10 ⸗ 60— Vom Anfang Septembers bis alten Maitag.. 14 ⸗— 7 Von Michaelis bis aten Maitag„.. 25 ⸗ 36 ⸗ Von— 2 neuen..... 36 24 ⸗ Von Martini bs neen Maitag.... 116 80 2 N Von z alten 2... 48 100 wobei der Unterſchied zwiſchen alten und neuen Maitag auffallend, aber in der Natur der Sache ge⸗ gruͤndet iſt, weil gerade in dieſen 11 Tagen die Vegetation ſo lebhaft iſt, die Weide aber den Wieſen um ſo nachtheiliger wird. Und noch groͤßer wird er, wenn die Weide bis zum 2aſten oder gar letzten Mai darauf fortdauert.—“ Auch in Anſehung der Holzweiden und ihrer Abſchaͤtzung verweiſe ich auf daſſelbe Werk, wo ihre Benutzung nach den verſchiedenen Holzarten und dem verſchiedenen Beſtande dieſes Holzes mit der moͤglichſten Genauigkeit ausgemittelt worden. Es ſind in dieſen Meierſchen Berechnungen Kalenbergſche Morgen angenommen, die um 33 Quadratruthen groͤßer ſind, als die Magdeburger Morgen, deren einer= 0,4434 Jochart oder= 3 Jochart iſt. Jene Morgen halten 120 ſechzehnfuͤßige Quadratruthen, der Fuß aber iſt kleiner als der rheinlaͤndiſche. . 290. Man nimmt es gewoͤhnlich als Grundſatz an, daß, wie bei der Winterfutterung ſo auch bei der Weide, 10 Schafe einer Kuh gleich zu rechnen ſeyen. Es iſt aber dabei Ruͤckſicht auf die Art der Weide zu nehmen. Denn es giebt Hoͤheweiden, die recht gut 10 Schafe, aber nicht eine Kuh auf gleicher Flaͤche wuͤrden ernaͤhren koͤnnen, und es giebt andere nur fuͤr Rindvieh, durchaus nicht fuͤr Schafe geeignete. Aber es kommt auch die Nace des Viehes ſehr in Betracht, und die Benutzung, welche man davon berechnet. Wo veredeltes Schafvieh einen ſtarken Wollertrag geben ſoll, da wird eine gewoͤhnliche Kuhweide kaum auf? Schafe zureichen, und auf der andern Seite wird man von einer ſchweren Kuh wenig Nutzen haben auf einer Weide, die fuͤr 15 Schafe allenfalls zureichte. Dieſer Unterſchied, der nur bei einem gegebenen Lokale beurtheilt werden kann, kommt deshalb bei unſerer allgemeinen Berechnung der Verhaͤltniſſe nicht in Betracht, und wir nehmen jenen erſten Satz als den im Durchſchnitt paſſendſten an. §. 291. Eine große Benutzung durch das Vieh und einen wohlfeilen Duͤnger geben die Abfaͤlle der mit zeuungen ans der Landwirthſchaft zu verbindenden techniſchen Gewerbe, die deshalb nirgends einen ſo großen Vor⸗ Branntwein⸗ theil als in dieſer Verbindung gewaͤhren koͤnnen. Dies wird noch mehr der Fall ſeyn, wenn wir nicht Lenwehet Erſter Theil. 3 A a —— —„ “—“-“ 186“ Bathil wiß der Dingung, E. das leichter verührbar⸗ Korn, ſondern die in ungeheurer Maſſe zu gewinnenden ſaftigen Gewaͤchſe 68 Ddazu waͤhlen, in welchen Faͤllen durchaus kein ſtaͤdtiſcher Betrieb wegen derzWohlfeilheit des Mate⸗ rials und der hoͤheren Benutzung des Abfalls gegen den laͤndlichen wird beſtehen koͤnnen. Der bei der Branntweinbrennerei aus Kartoffeln, Runkeln und Moͤhren erfolgende Abfall ſcheint nach Verhaͤlt⸗ niß der Nahrhaftigkeit des Materials noch groͤßer und kraͤftiger zu ſeyn, als bei der Brennerei zaus Getzede⸗ G . . 4 3* 4§. 292.. 3 2, 2 i dehn hunns Mof zte das Vieh allein um des Duͤngers willen gehalten werden, ſo wuͤrde dieſer und die dara uf des Duͤngers beruhende vegetabiliſche Produktion unerſchwinglich koſtbar werden. Sollte das Nutzvieh durch tl hie⸗ durch richtige riſche Produktion den Aufwand, welchen es erfordert, allein bezahlen, und nicht mittelſt ſeines Duͤ Verbindung—. 2.. der thieriſchen gers die Hervorbringung ſeiner Nahrung zugleich mit der anderer Produkte bewirken; ſo wuͤrde jedes und vegetabili⸗ thieriſche Produkt in kultivirten Gegenden ſo hoch zu ſtehen kommen, daß man Viehzucht den unkul⸗ ſchen Produk⸗ 4. 3 3 3 tion. 4 tivirten lediglich uͤberlaſſen muͤßte. Durch dieſe Wechſelwirkung aber zwiſchen animaliſcher und vege⸗ tabiliſcher Produktion werden beide ſo erleichtert, und ſo vortheilhaft, daß wir auch bei erſterer mit der wilden Beweidung Preis halten und den Duͤnger wohlfeil gewinnen koͤnnen. Je kraftvoller und je ſchneller dieſer Umſatz betrieben wird, um deſto vortheilhafter wird er, und um deſto ſtaͤrker ver⸗ mehrt ſich dieſe umgewaͤlzte Nahrungsmaſſe des vegetabiliſchen und thieriſchen Lebens. Es iſt alſo die Hauptaufgabe fuͤr den Landwirth, ſich den thieriſchen Duͤnger in der zur hoͤchſten Pproduktion vegetabiliſcher Subſtanzen zureichenden O Quantitaͤt auf die moͤglich wohlfeilſte Art und mit der moglic geringſten Aufopferung in der Erzeugung direkt verkaͤufliche Produkte, zu verſchaffen. 1— 8.§. 293. Wie letzterebe- Dies erreicht er: wirkt werrr. 1) Wenn er die moͤglich großte Quantitat von nahrhafter Futterung auf dem moͤglich kleinſten Theile ſeines Landes erzeugt. 3 2) Wenn er dieſes mit dem moͤglich geringſten Arbeits⸗ und Koſtenaufwande thut.— 3) Wenn er die Futterung auf demjenigen Theile ſeines Landes erzielt, wo dem B Bau anderer Fruͤchte dadurch der mindeſte Abbruch geſchieht. 4+) Wenn er den Anbau und die Auswahl der Futterungsmittel ſo einrichtet, daß durch dieſen 84 Anbau ſelbſt der Acker zur Produktion anderer Fruͤchte vorbereitet und in Stand geſetzt werde: dergeſtalt, daß die darauf verwandte Asbeit auch an den folgenden Fruͤchten zum Vor⸗ theil gereicht. 5.) Wenn er durch die Verfutterung derſelben die groͤßte Quantität oder den groͤßten Werth an tthieriſchen Produkten erzeugt. 5 Wenn er das Vieh ſo haͤlt, daß der ſaͤmmtliche von ihm fallende Miſt zum angemeſſenſten Duͤnger fuͤr ſeinen Acker und ſeine Fruͤchte werde, und zu dem Ende in der beſten Mengung, S A Lage und Gaͤhrung erhalten wird. 7) Wenn er den gewonnenen Duͤnger ſo ſchnell wie moͤglich zur Hervor rbringung von verkaͤufli⸗ chen oder wiederum Duͤnger erzeugenden Produkten benutzt, und den Umlauf aus der Erde in 2 ddie Gewaͤchſe, aus den Gewaͤchſen in die Koͤrper der Thiere, und aus dieſen wieder zuruͤck in ddie Erde, in ſeiner? Wirthſchaft moͤglichſt beſchleunigt. Dieſe Aufgaben koͤnnen auf die vollkommenſte Weiſe nur durch ein auf die okalitaͤt genau be⸗ Aechnetes u und moͤglichſt paſſendes Fel dioſtem erreicht werden. d —————- d w Arbe lat und Sacf de R iſ, a zu fir kann. der b kann ſel nrer d Gexende 1 ſcen d zuct ne hah fer Ne einen abwer Ertr ädoch! de vort natüel wer me nmeine Steit A verde die 5 lich be ſen ein d ho Gewaͤchſe des Mate⸗ Der bei der ch Verhilr⸗ Brennaei die darauf durch thie⸗ eines Duͤm zuͤrde jedes den unkul⸗ und vege⸗ erſterer mnt tvoller und ſtaͤrker ber⸗ zur hoͤchſen Art undmi haffen. ſich kleinſem gau anderer durch dieſen ſetzt werde: zum Vor⸗ n Werth an gemeſfnſten n Mengung, in berkaͤufli⸗ der Erde in er zuruͤck in genau be⸗ beit und Duͤnger zu jeder Zeit, ſo viel man gebraucht, von auswaͤrts her vortheilhaft haben kann, da zu fuͤrchten, weil man jener durch ſtaͤrkere Duͤngung, dioeſer durch angeſtrengtere Arbeit zuvorkommen 8 ſche en Duͤngung fuͤr den Gewaͤchsbau allen Zeiten und allen Nationen gelehrt, daß Ackerbau und Vieh⸗ abweichend uͤber die Einrichtungen, die man zur Erreichung ſeines Zweckes, des moͤglich hd cſten mer machen konnte— ſondern man hat ſich uͤber den Vorzug des einen vor dem andern im Allge⸗ Die Ackerbauſyſteme. b b Die Ackerbauſyſteme.“ §. 294. Die Ackerbau⸗ oder Feldſyſteme werden hauptſaͤchlich bedingt durch das gerechte Verhäͤltni a Worauf ſich die der Arbeit und der Duͤngung zur Quantitat und Qualität des Grundes und Bodens. Wo man Ar⸗ e wunune ““ bedarf es gar keines beſtimmten Ackerſyſtems, und die ganze Kunſt des Ackerbaues beſchraͤnkt ſich auf die Mampulation und auf die Auswahl der Fruͤchte, welche der Acker in dem Zuſtande, worin er eben iſt, am vortheilhafteſten tragen kann. Man braucht ſeine Erſchoͤpfung und ſeine Verwilderung wenig kann. In Witthſchaften, welche dieſe Vortheile haben, iſt die Verbindung der beiden Hauptzweige der Landwirthſchaft, des Ackerbaues und der Viehhaltung, nicht nothwendig, ſondern es kann jede fuͤr ſich, und zuweilen ſelbſt vortheilhafter getrennt betrieben werden. Dies gehoͤrt aber unter die ſeltenen Faͤlle, und finder nur in der N achdarſchaft großer Staͤdte oder in hoͤchſt bevoͤlkerten Gegenden Statt..— 656... 298. Unter den gewoͤhnlichen laͤndlichen Verhaͤltniſſen hat die anerkannte No veßwendigkeit der thieri⸗ zucht nothwendig in der genaueſten Verbindung ſtehen muͤſſen, wenn aus beiden der moͤglichſte Vor⸗ theil herauskommen ſoll. Hieruͤber herrſcht nur eine Stimme und Meinung. Aber uͤber die Art die⸗ ſer Verb. ndung, uͤber das Verhaͤltniß beider gegen einander, und uͤber die Beſtimmung des dem einen oder dem anderen zu widmenden Grundes und Bodens, ſind die Meinungen getheilt, und ſehr Ertrages a us beiden zuſammengenommen, zu waͤhlen habe. §. 296. 3— 3 G— 4 So wie man die dehre von der Landwirthſchaft mehr wi ifenſchaftlich zu behandeln anfing, es jedoch noch an einen richtigen Ueberblick aller Verhaͤltniſſe fehlte, ſind daher auch die Meinungen uͤber die vortheilhafteſte Art des Feldſyſtemes nicht bloß immer mehr getheilt worden,— denn dies war natuͤrlich, da die Verſchiedenheit der Lage fuͤr jeden ein anderes Ackerſyſtem vortheilhafter und rathſa⸗ meinen mit einem Eifer geſtritten, der manchmal dem religioſen Sekteneifer gleich kam. Dieſer ö Streit ward um ſo verwickelter, da die Meiſten die Verſchiedenheit der Lage und Verhaͤltniſſe nicht be⸗ achteten, und die Gruͤnde verkannten, worauf ein jedes Wi rt hſchattoſoſtem— ſoll es dieſen Namen verdienen— eigentlich beruht.. Die bisher angegebenen Data, Verhaͤltniſſe und Berechnungen werden uns in den Stand ſetzen, die Hauptarten dieſer Ackerſyſteme nicht nur, ſondern auch ihre mannigfaltigen Modiſikationen gruͤnd⸗ lich beurtheilen und auch beſtimmen zu koͤnnen, auf welchem Areal und unter welchem Ortsverhaͤltniſ⸗ ſen ein jedes von ihnen unter jeder Modifikation das angemeſenſte ſey, und den jadesmalicen Zweck des hoͤchſten reinen Ertrages erreichen muͤſſe. 5 1 4§. 297... Allgemeine Ein⸗ Dieſe Acerhfſteme theilen ſich in zwei Hauptklaſſen. Die Eine hat den erſten Theil ihres Lan⸗ theitung derſet⸗ in Felder⸗ des ausſchließlich zum 8 Sruchrban oder zu ſolchen vegetabiliſchen Produktionen, die unmittelbar ſur und 1 Wechſel⸗ Aa 2 wirthſchafft. 1888 Das Felderſyſtem. Nahrung und andern Bedürfniſſen der Menſchen verwandt werden, beſtimmt; einen zweiten Theil aber der Erhaltung des Viehes gewidmet. Sie hat beſonderes Ackerland und beſonderes Grasland zu Wieſen und Weiden. Die andere Hauptklaſſe wechſelt mit demſelben Grund und Boden zwiſchen beiden Beſtimmungen und mannigfaltig verſchiedenen Verhaͤltniſſen, der Quantitaͤt und der Zeit nach, worin das Feld der einen oder der andern gewidmet iſt. Jene begreifen wir unter dem allgemeinen Namen der Felderwirthſchaft, dieſe unter dem der Wechſelwirthſchaft. Ihre mannigfaltigen Unterabtheilungen und Aoweichungen von ihrem original en Zuſtande werden wir in der Folge angeben. Jedoch finden auch unter dieſen Syſtemen Verſchmelzungen ſtatt, indem das Felderſyſtem neuerlich angefangen hat, einen Theil ſeines Ackers dem Futterbau zu widmen. Das Felderſyſtem. —. 298. . Dieſes Syſtem hat alſo ſeinen Acker ausſchließlich dem Fruchtbau— worunter wir in der Folge immer den Anbau der den menſchlichen Beduͤrfniſſen hauptſaͤchlich beſtimmten, folglich verkaͤuflichen Fruͤchte verſtehen— gewidmet. Es muß deshalb zur Ernaͤhrung ſeines Viehes andere Laͤndereien, Weiden, Wieſen oder kuͤnſtlichen Futterbau auf beſonders dazu beſtimmtem Lande haben. Wenn es dieſe genugſam beſitzt, ſo viel naͤmlich zur vortheilhafteſten Haltung desjenigen Viehes, welches den Acker gehoͤrig ausduͤngen kann, erforderlich ſind, und ſelbige auf andere Weiſe nicht vortheilhafter in — MNuͤckſicht auf das Ganze benutzen kann, ſo erfuͤllt dieſes Syſtem allerdings ſeinen Zweck: den moͤg⸗ 3 lich hoͤchſten reinen Ertrag zu gewaͤhren, und iſt folglich untadelhaft. Es giebt ſolche Faͤlle; aber ſie ſind ſeltener, und bei weitem minder allgemein, als dieſes Syſtem ſelbſt es iſt, und als es manchen Bertheidigern dellelben ſcheint. — §. 299. Berſchiedene Nach den Faßren des Umlaufs oder nach dem Jahre, wo die Brache und zwar der Regel nach dände des um⸗ mit Duͤngung wieder eintritt, erhaͤlt ſolches den Namen des Dreifelder⸗, Vierfelder⸗, Fuͤnf⸗ Aule. felderſyſtems. Es giebt auch ſechs⸗ und neunfeldrige Syſteme dieſer Art, die man aber, wie wir nachher ſehen werden, als zuſammengeſetzte Dreifelderſyſteme betrachtet. Das bei weitem haͤufigſte und allgemeinſte iſt as Dreifelderſyſtem. Wir werden daher dieſes zuvörderſt in ſeiner urſpruͤnglichen Reinheit, und dann in den mancherlei Zuſaͤtzen und Ausbeſſerungen, die 2 man ihm gegeben hat, betrachten, und zuletzt von den uͤbrigen reden. §. 300. Das Dreife: Das Dreifelderſ ſtem, ſo wie es wahrſcheinlich ſeit der Roͤmer Zeiten, faſt durch ganz derſyſtem. Europa— JItalien gerade ausgenommen, wo es erſt ſeit dem 14ten Jahrhundert von den Barbe⸗ rinis eingefuͤhrt zu ſeyn ſcheint, und deshalb den Namen des Barberiniſchen erhielt— ſich verbreitet hat, haͤlt 1) reine den Sommer hindurch gepfluͤgte Brache; 2) bauet es Wintergetreide; 33) Sommergetreide. Die Brache ſoll jedesmal geduͤngt werden, und dies iſt in vormaligen Zeiten, wie das Verhaͤltniß des Weide⸗ und Wieſenlandes zum Ackerlande ungleich groͤßer war, wie es ge⸗ genwaͤrtig iſt, wirklich geſchehen. Jetzt aber iſt dies nur in wenigen fruchtbaren oder wieſenreichen G Gegenden der Fall, und vielleicht da, wo man es durch kuͤnſtlichen Futterbau und Stall⸗ ums andere Mal, der Acker alſo alle 6 Jahre geduͤngt; haͤufig aber geſchiehet es auch nur um s 9te ———————,—— futterung mit dieſem Syſteme verwebt erzwingen kann. Gewoͤhnlich wird jetzt die Brache nur ein 3. dind bcene gai Anget! dngt, den d dhal⸗ ges] bekan ſich be oder e „ dtag, ſfeus alf ein der b. aahed Kraſt langli ſcaft hes, zune Stat aufge bauen Seſten Mitel men w merun Pfund melde ſich 4 c durch Eiſch kannt eiten Thel on deres örund und Quantitat unter dem don ihrem em neuerli der Folge kkaͤuflichen Laͤndereien, Wenn es belches den eilhafter in den moͤg⸗ ; aber ſie es manchen Regel nach *⸗, Fuͤnf⸗ eman aber, Das bei es zuvörderſ erungen, di t durch gan den Barbe⸗ hielt— ſich ntergetreide; ligen Zeiten, wie es ge⸗ veſenreichen nd Stall⸗ ache nur ein ur ums ote Das Felderſyſtem. 189 Jahr. Das erſte nennen wir dir reiche, das zweite die vermoͤgende, das dritte die arme Dreifelderwirthſchaft. Nicht ſelten iſt es aber durch Vermehrung des Ackerlandes mit dem umge⸗ brochenen Graslande durch immer ſchwaͤchere Duͤngung, die aus der verminderten Strohernte und geſchmaͤlerter Weide entſtand, dahin gekommen, daß auch nicht dieſer neunte Theil gehoͤrig ausge⸗ duͤnget werden kann, und man hat ſich deshalb genoͤthigt geſehen, einen Theil des Ackers ganz unge⸗ duͤngt, oder doch nur ſchwach mit Horden belegt zu laſſen, um dem uͤbrigen von Natur beſſeren, oder dem Hofe naͤher gelegenen Theile, den nothwendigen Duͤnger geben zu koͤnnen. Dieſer vernachlaͤßigte Theil iſt unter dem Namen der Außenfelder, oder weil man ihn nur alle 3, 6 oder 9 Jahre ein einzi⸗ ges Mal mit Rocken beſtellen kann, des drei⸗, ſechs⸗ oder neunjaͤhrigen Rockenlandes bekannt. Wo der Boden ſeiner natuͤrlichen Beſchaffenheit nach aus fruchtbarem Lehm beſteht, der ſich bei gehoͤriger Kultur als Weizenacker qualifiziren wuͤrde, bauet man auf dieſem Lande auch Dinkel oder Einkorn, und es wird daſelbſt Dinkelland genannt. §. 3o01. Wenn der reiche Dreifelder⸗Acker in der Winterung und Sommerung per Jochart 20 Metzen Ertrag, und an Stroh von erſtere circa 4400 Pfund, von letztere 2200 Pfund geben kann, ſo erfolgen hieraus, nach dem§. 275. angegebenen Grundſaͤtzen 15180 Pfund Duͤnger, oder 8 Fuder, deren 11½ auf einen Jochart bei dreijaͤhriger Duͤngung mindeſtens noͤthig ſind. Es fehlen alſo noch 32 Fuder oder 6300 Pfund. Dieſe muͤſſen aus dem Heu erfolgen. Es ſind alſo noch 2735 Pfund Heu oder nahe der Ertrag von einem Jochart mittlerer Wieſen noͤthig. Eine jede Wirthſchaft, welche in dieſer Kraft einmal ſteht, und auf 3 Jochart Ackerland einen Jochart Wieſe hat, dabei dann aber auch hin⸗ Duͤngerbedarf deſſelben. laͤngliche Weide, um ihr Vieh im Sommer nutzbar erhalten zu koͤnnen, kann alſo bei dieſer Wirth⸗ „ ſchaft im beſten Stande bleiben, und da zu jenem Duͤnger noch der naͤchtliche Duͤnger des Weidevie⸗ hes, beſonders der Schafe, kommt, wozu das Weideland das Material giebt, ihren Acker immer in zunehmender Kraft erhalten, und die beſten Fruͤchte bei guter Beſtellung bauen. Auch findet daſſelbe Statt bei ſolchen Wirthſchaften, die auswaͤrtige Zufluͤſſe haben, Zehntſtroh konſumiren, und es durch aufgeſtalltes Maſtvieh bei den Trebern des Bieres und Branntweines in Duͤnger verwandeln. Sie bauen oft ausgezeichnete Fruͤchte, die dann von manchen als Beweis von der Vorzuͤglichkeit dieſes Syſtemes im Allgemeinen angenommen werden. Bei der ſechsjaͤhrigen Duͤngung, wo der Ertrag der Winterung und Sommerung auf gutem Mittelboden nach der geduͤngten Brache zu 14 Metzen, nach der ungeduͤngten zu 9 Metzen angenom⸗ men werden kann, wo folglich in ſechs Jahren aus 23 Metzen Winterungs⸗ und eben ſo viel Som⸗ merungs⸗Gewinn, circa 5090 Pfund Winterſtroh und 2440 Pfund Sommerſtroh, uͤberhaupt 7530 Pfund und hieraus 17319 Pfund Miſt oder 9½ Fuder erfolgen, und wenigſtens 112 Fuder aufgefuͤhrt werden muͤſſen, fehlen noch 3060 Pfund, die 1330 Pfund Heu erfordern. Dieſe Wirthſchaft kann ſich alſo im Stande erhalten und ihren maͤßigen Ertrag geben, wenn ſie auf 6 Jochart Ackerland 2 Jochart Wieſen und dabei zureichende Weide hat, und ſich, falls ſie jene Nebenhuͤlfen beſitzt, auch durch den Weideduͤnger, beſonders der Schafe, ziemlich in ihrer natuͤrlichen Kraft erhalten, und die Erſchoͤpfung abwenden, der ſie ſonſt(vergl.§§. 211— 218.) unterliegt. Die Duͤrftigkeit derjenigen Wirthſchaften, die in neunjaͤhrigem Duͤnger ſtehen, iſt allgemein be⸗ kannt und erhellet aus den Reſultaten die der§. 261. giebt. §. 302. 3 Die gemachte Vorausſetzung, daß es dieſen Wirthſchaften nicht an hinlaͤnglicher Weide fehle, trifft man aber nur ſelten in der Wirklichkeit an. Soll eine Dreifelderwirthſchaft das zur Umwand⸗ Weidebedarf. 10o9 Das Felderſyſtem. lung des Strohes und Heues in Miſt erforderliche Vieh halten, ſo iſt auf jedem zu beduͤngenden halben Jochart ein Stuͤck Großvieh noͤthig. Das auf dem Stalle in der Regel gefutterte Zugvieh geht davon ab, fuͤr das uͤbrige aber muͤſſen auf den Kopf, nach Beſchaffenheit des Grundes, 1 ⅞ bis 2 Jochart raumer Weide, in Holzungen aber, je nachdem ſie bewachſen ſind, 4 bis 6 Jochart gerechnet werden, wenn anders dieſes Vieh ſeine Nutzung nicht groͤßtentheils verſagen ſoll. Und da dieſes nur ein hoͤchſt ſeltener Fall iſt, ſo ſindet man faſt allgemein, daß das Rindvieh hoͤchſt geringen Ertrag in dieſen Wirthſchaften gewaͤhrt, und mehrentheils kaum den Bedarf der eigentlichen Wuthſchaft giebt, wenn es gleich ſorgfaͤltig behandelt wird, und im Winter genugſame Futterung hat. Die Viehnutzung beſchraͤnkt ſich daher faſt nur auf die Schafe, denen aber auch dieſe Wirthſchaften ſelten eine ſo zurei⸗ chende und geſunde Weide gewaͤhren koͤnnen, daß ſie den moͤglichſt vollkommnen Ertrag geben. Meh⸗ rentheils muß um ihretwillen das Brachfeld bis nach der Mitte des Sommers unumgebrochen liegen — bleiben, was gegen die eigentlichen Bedingungen dieſes Syſtemes ſtreitet, und auf gutem lehmigen Boden den ſonſt zu erwartenden Koͤrner⸗ und Strohertrag betraͤchtlich herabſetzt. — S. 303. Um die Zweckmaͤßigkeit einer Dreifelderwirthſchaft, die ſich in Kraft erhalten kann,— denn ohne das faͤllt ihre Unzweckmaͤßigkeit in die Augen— in einem gegebenen Falle zu beurtheilen, muß man daher zuvoͤrderſt unterſuchen ob jene erforderlichen Verhaͤltniſſe zwiſchen Acker⸗ und Gras⸗ land vorhanden ſind, dann aber auch, ob letzteres durch wechſelnden Aufbruch nicht weit hoͤ⸗ her zu benutzen, um dadurch alle Verhaͤltniſſe noch mehr zu berichtigen; das Ganze aber, wo nicht durch hoͤheren Fruchtbau, doch, ohne dieſen im Ertrage zu ſchmaͤlern, durch ſtaͤrkere Vieh⸗ nutzung zu einem noch hoͤhern Ertrage zu beingen ſey. In Laͤndern, wo ein Ueberfluß von wilden aber reichem Weidelande und dabei zureichen⸗ der Acker, um dem Volke ſeinen Bedarf an Getreide zu geben, vorhanden, Ausfuhr aber ſchwierig und unbelohnend iſt, wie z. B. in den meiſten Gegenden von Ungarn, iſt vielleicht kein Wirthſchaftsſyſtem im Allgemeinen angemeſſener, wie dieſes. Je hoͤher aber die Boden⸗ kultur ſteigt, und je mehreres Land der wilden Natur entriſſen und dem Pfluge unterworfen wird je hoͤher Bevoͤlkerung, Bedarf und Abſatz ſteigt, um deſto weniger bleibt es, einzelne Lo⸗ kalitaͤten ausgenommen, paſſend; weil es ihm entweder an dem noͤthigen Weidekande ſchon mangelt, oder dieſes doch vortheilhafter benutzt, und das Bieh beſſer und wohlfeiler ernährt werden kann. 8 — H. 304.. Dieſes Ackerſyſtem hat das Uebele vor andern, daß es einmal im Sinken immer tiefer in ſeinen Verhaͤltniſſen herabſinkt, und das Gleichgewicht ſich nicht durch Zulegen in die leichte Schaale, ſondern nur durch Erleichtern der ſchweren Schaale herſtellen laͤßt. Es hat in ſich ſelbſt fkeine Huͤlfsmittel. Da es ſeinen Duͤnaer groͤßtentheils aus dem Strohe zieht, die Gewinnung deſſelben unmittelbar mit verminderter Duͤngung ſich verringert, und weniger gewonnenes Stroh wieder wenigen Duͤnger giebt, ſo faͤllt es immer tiefer, wenn es einmal im Fallen iſt. Es iſt daher mit dieſem Syſteme in manchen und gerade in denjenigen Gegenden, wo man den Getreidebau mit außerſter Anſtrengung betrleb, der Acker ſo tief heruntergekommen, daß es in Jahren, wo die Ernte unter den mittelmaͤßigen ausfiel, ſogleich an Getreide fehlte und aus⸗ waͤrtige Zufuhr noͤthig ward. §. 305. Man hat es bey dieſem Syſteme laͤnaſt als einen großen Fehler anerkannt, daß ein ſo großer, wie der dritte Theil des Ackers, faſt gaͤnzlich unbenutzt bleiben ſolle, und doch ſo vie⸗ üärxxeln hald in widdert zu ſchen zun Get landwirtt An Irache; dack und lccen R hetraͤchtt ſorgfälti Auch fe nun ei vothwe Bohne Brach chen 6 Brach 8 treideor ſchoſen ds Vod Theil u au ferde ſclag daß ſ ſclage 1 A eing deobſchl der Eia legen. eklätt der Tor den halben gehi davon 2 Jochart gerechnet dieſes nur Ertrag in haft gebt Jiehnuhang ie ſo zurei⸗ en. Meh⸗ chen liegen lehmigen — denn ilen, muß nd Gras⸗ weit hoͤ⸗ aber, wo kere Vieh⸗ zureichen⸗ fuhr aber t vielleicht die Boden⸗ tterworfen gzelne lo⸗ ne ſchon ernährt mer tiefer die leichte ſich ſelbſt Hewinnung enes Stroh i iſt. E „ man den daß es in e und aus⸗ daß ein ſo poch ſo vie⸗ Das Felderſyſtem. 197 len Aufwand von Arbeit erfordere, vorzuͤglich da, wo er ſeiner Ratur nach am fruchtbarſten iſt. Man hat daher ſchon lange gefragt, ob die Brache ſo ganz unentbehrlich ſey, und ob 2 man dieſe, wenn gleich mit einigem Abſchlag in den andern Feldern, nicht dennoch vortheil⸗ hafter beſtellen koͤnne. Man berief ſich auf den Gardenboden, der jaͤhrlich traͤgt, und auch auf die Wirthſchaft emſiger ackerbauender Stadtbuͤrger, die ihr Feld jaͤhrlich benutzten, und es dennoch im guten Kulturzuſtande erhielten. Auch wußte man daſſelbe von der Wirth⸗ ſchaft der Brabander und der in der Pfalz und andern Gegenden ſich verbreitenden Mennoni⸗ ten. Allen andere zeigten dagegen, daß ein beſtaͤndiger Getreidebau dennoch nicht gehe, und daß dieſes Getreide, wenn auch nicht an Stroh, doch an Koͤrnern dabei ſo zuruͤckſchlage, daß bald in drei Jahren nicht mehr als in zweien erbauet, in der Folge aber der Acker ganz ver⸗ wildert und unfruchtbar werde, ſo daß man dergleichen Stadtacker, um ihn wieder in Stand zu ſetzen, eine Reihe von Jahren ruhen laſſen, und dann durch ſorgfaͤltige Brachbearbeitung zum Getreidebau wieder vorbereiten muͤſſe. Eine Bemerkung, die wir ſchon in den aͤlteſten landwirthſchaftlichen Schriftſtellern und in verſchiedenen Stadt⸗Chroniken aufbewahrt finden. Andere Arten von Fruͤchte fing man indeſſen an, mit beſſerem Erfolg in einem Theile der Brache zu bauen. Raps und Ruͤbſen, Leindotter, Mohn, Waid und Wau, Hanf, Lein, Ta⸗ back und manche andere Handels⸗ und Gewuͤrzpflanzen, auch verſchiedene Gartengemuͤſe zur menſch⸗ lichen Nahrung, kamen allmaͤhlich in das Brachfeld. Allein man bemerkte auch hiernach einen betraͤchtlichen Abſchlag in der Winterung, wenn man nicht durch ſtaͤrkere Duͤngung und eine ſorgfaͤltige Behandlung dieſer Gewaͤchſe woͤhrend ihrer Vegetation das Uebel wieder verbeſſerte. Auch fehlte die Zeit zur Vorbereitung und fruͤhern Beſtellung des Wintergetreides, was doch nun einmal nach der Brache folgen mußte; weswegen gute Wirthe dieſen Anbau auf den nothwendigen Bedarf beſchraͤnken. Am beſten befand man ſich bei den Huͤlſenfruͤchten, Erbſen, Bohnen, Linſen und Wicken, wenn man ſie, ſtatt wie vormals im Sommerfelde, nun im Brachfelde anſaͤete. Deshalb verbreitete ſich diefe Methode immer mehr, und ward in man⸗ chen Gegenden zur Regel, ſo daß man daſelbſt dieſe Fruͤchte ausſchließlich mit dem Namen der Brachfeuͤchte belegt. Dieſe Huͤlſenfruͤchte haben allerdings die Eigenſchaft, dem nachtheiligen Einfluſſe der Ge⸗ treidearten auf dem Boden gewiſſermaßen entgegen zu wirken indem ſie die Bindung und Ver⸗ ſchloſſenheit, die dieſe ihm zuziehen, durch das tiefere Eindringen ihrer ſtaͤrkern rohrigten Wurzeln verbeſſern, durch ihren bebruͤtenden Schatten eine Gaͤhrung, oder eine Wechſelwirkung des Bodens mit der unter ihnen gleichſam ruhenden Luftſchicht bewirken, das Unkraut zum Theil unterdruͤcken, und zu ihrer Nahrung eine andere quantitative Verbindung der Urſtoffe zu fordern ſcheinen. Indeſſen erſetzen ſie die Wirkung der Brache nie voͤllig, und einiger Ab⸗ ſchlag des Getreides iſt unter uͤbrigens gleichen Umſtaͤnden immer bemerklich. Auch weiß man, daß ſie bei gewoͤhnlicher Kultur ſelbſt nicht gerathen, wenn ſie zu oft auf denſelben Platz kom⸗ men, ihr Mißrathen aber ziehet immer eine betraͤchtliche Verſchlechterung des Ackers und Zuruͤck⸗ ſchlagen der folgenden Getreideernten nach ſich, bis eine neue Brache das Uebel wieder hebt. Um das Gerathen derſelben zu ſichern, hat man zu ihrem nur auf einen Theil der Bra⸗ che eingeſchraͤnkten Anbau gewoͤhnlich das beſte Land gewaͤhlt, und pflegt dieſes, um den Getrei⸗ deabſchlag darnach zu verhuͤten, ſtaͤrker zu duͤngen, einen Theil des Duͤngers vielleicht vor ih⸗ rer Einſaat, einen andern Theil nach ihrer Aberntung aufzufahren oder die Horden darauf zu legen. Hierbei kommt dann aber ein anderer Thefl des Feldes im Duͤnger zu kurz, und es erklaͤrt ſich, was man in vielen Wirthſchaftsarch ven ſehr auffallend dokumentirt findet, daß der Totalertrag des Getreides ſeit Einfuͤhrung des Erbſenbaues in der Brache abgenommen, Beſommerte Brache. 1 19u9 Das Felderſyſtem. und immer in dem Verhaͤltniſſe ſtärker abgenommen habe, als man den Bau der Erbſen in der Brache vermehrte. Daher giebt es noch immer viele erfahrne Dreifelderwirthe, welche dieſe und aͤhnliche Fruͤchte durchaus nicht in der Brache ſaͤen, ſondern ſie, ſo viel es ihnen rathſam ſcheint, in das Sommerfeld bringen, und ſelbſt ihre Nachbaren, die in Anſehung der vortheilhaftern Benutzung anderer Meinung ſind, muͤſſen eingeſtehen, daß die Getreideernten jener reinen Dreifelderwirthe die ihrigen betraͤchtlich uͤberwiegen. Sonſt hat der Huͤlſenfruchtbau in der Brache offenbar den Vortheil, daß durch das nahrhaftere Stroh derſelben nicht nur das Vieh, beſonders die Schafe, beſſer Enähet, ſon⸗ dern auch eine groͤßere Dungrauanteh gewonnen wird. Der Klee an der Stelle d. Brache —————— §. 305. Allein es ſchien eine große Revolution im Gebiete der Landwirthſchaft vorzugehen, oh⸗ ne die alte Form des Dreifelderſyſtemes zu verletzen, wie man den vorher faſt nur in beſonderen Koppeln gebauten Klee, unter die Soͤmmerung zu ſaͤen, und im Brachjah⸗ re zu benutzen lehrte. Dieſer Klee, zeigte man, erſchoͤpfe den Acker keinesweges, bereichere ihn vielmehr durch ſeine Wurzeln und ſeine zum drittenmale austreibenden ſaftreichen Blaͤtter, und befoͤrdere uͤberdem eine beſondere Anziehung der nahrhaften Theile aus der Atmoſphaͤre. Er erhalte den Boden ſo locker und ſo rein, daß ein einfurchiger Umbruch ſeiner Stoppel eine der Brache gleiche, oder ſie noch aͤbertreffende Aufnahme dem Wintergetreide gewaͤhre. Das reichliche und nahrhafte, nun von der Brache zu gewinnende Futter, werde durch die Som⸗ merſtallfutterung und Ueberfluß von Heu eine um vieles erhoͤhte Viehnutzung und wahren Ueberfluß von Duͤngung gewaͤhren. Wieſen und Weiden wuͤrden entbehrlich ſeyn, und jedes andere bis dahin geruͤhmte Futterungsmittel. Der Klee ſey Eins und Alles, und auf ihn und die Abſchaffung der Trift und Brache beruhe das Glͤck der Welt. Man verſprach wirklich nicht zu viel, wenn es möͤglich geweſen waͤre, den Klee in diefer Rotation nach zwei Getreideernten um's dritte Jahr immer zu bauen, und einen guten dichten Kſeewuchs zu erhalten. Allein es zeigte ſich bald, daß dieſes nicht anging, daß der Klee ſelbſt auf dem ihm zurraͤglichſten Acker bei einer ſo haͤufigen Wiederkunft, und ohne de ß der Boden ſorgfaͤltiger und tiefer brarbeitet wuͤrde, bald gaͤnzlich misrathe, ſodann allen Un⸗ kraͤutern Platz mache, den Boden nachtheilig binde und einen großen Mißwachs im Getreide zur Folge habe. Selbſt der eifrige Apoſtel dieſer Lehre, der hoͤchſt verdienſtvolle Schubar t, deshalb mit dem Namen eines Edlen von Kleefeld belegt, zog ſich in ſeiner Meinung und Lehre bald zuruͤck, beſchraͤnkte dieſen Kleebau erſt auf den ſechſten, dann auf den neunten Theil des Feldes, und empfahl zuletzt auch Runkeln, Kohlruͤben und Kartoffeln zur Viehfut⸗ terung in einem Theile der Brache zu bauen, in einem andern Theile aber Erbſen zu ſaͤen. Sein Nahme wird in der deutſchen Geſchichte des vorigen Jahrhunderts unausloͤſchlich unter der Zahl der Wohlthaͤter der⸗ Menſchheit kohn, wenn er ſich gleich, wie jeder Sterbliche, vom Irrthume nicht frei erhielt. Er drang mit regem Eifer auf die Abſchaffung der Brache und der Hut⸗ und Triftae⸗ rechtigkeit auf dem Acher, und ſeine Wuͤnſche ſind erſt jetzt, nach langen Schwanken der Re⸗ gierungen, durch den Koͤnig Marximilian Joſeph von Baiern und einigen andern deutſchen Fuͤrſten, die als erleuchtete Vaͤter ihres Volks das Wohl deſſelben uͤber das Anſehen her⸗ koͤmmlicher erſchlichener Rechte ſchaͤtzen, ausgeführt worden. ſ. 307. luxch githwend i Frage e dallen— Fhnma w Da zenheit, 1 ei mit dm W hits derjenig ein ganzes J uu den känft den roͤmiſch gmn als nor dern Ausdr revertero wir ſolche einem gan die Beſtim nius, wel ungerüͤhr falſchen durch dar . har. Es: Sinne gen ahzunehme vom Umbre er ruhende dreeſch(i andern, w da und lehn Du und geraͤͦ falen in wenn ſie dd fiſe hallen und ſiht wied diiar d Erbſen in he, welche les ihnen ſehung der reideernten dutch das ehen, oh⸗ orher faſ Brachjah⸗ eichere ihn atter, und haͤre. Er oppel eine hre. Das die Sem⸗ ud wahren und jedes und auf ihe lee in dieſet inen guten ing, daß der nd ohne di n allen Uw im Getreide Schubart hemmung und den neunt zur Viehfuk ſen zu ſaͤen. ſchlich unter tbliche, bom nd Triftae⸗ n der Re⸗ deutſchen ſehen heu⸗ K. 205 Das Felderſyſtem. 193 §. 307. Durch jenes Schubartſche Syſtem ward nun der laͤngſt gefuͤhrte Streit uͤber die Streit uͤber die Nothwendigkeit und Entbehrlichkeit der Brache aufs lebhafteſte erneuert, und Tnthe hrrchs i dieſe Frage ſchien einen langen Zeitraum hindurch die wichtigſte unter allen, ſo daß unzaͤhli⸗ che. ge Ballen Papier verſchwendet worden, ohne daß jedoch die Sache zu irgend einem Reſultate gekommen waͤre. 3 Da dieſe Frage ſich hauptſaͤchlich auf dieſes Syſtem bezieht, ſo waͤhlen wir dieſe Gele⸗ genheit, um ſie auseinander zu ſetzen.. * 4 §. 308. Sie iſt hauptſaͤchlich dadurch verdunkelt worden, daß man keinen beſtimmten Begriff Bearedhe mit dem Worte verband. Das Wort kommt ohne Zweifel von brechen her, und Brache ſeehen ſey? hieß derjenige Zuſtand des Landes, worin das Land einen ganzen Sommer, oder noch beſſer ein ganzes Jahr hindurch, durch haͤufiges Umackern gebrochen und zertruͤmmert wurde, um es zu den kuͤnftigen Saaten auf das vollkommenſte vorzubereiten: eine Operation, die ſchon von den roͤmiſchen Schriftſtellern uͤber den Ackerbau ausfuͤhrlich gelehrt, unter gewiſſen Bedingun⸗ gen als nothwendig empfohlen wurde, ſo daß ſie auch fuͤr jede beſondere Furche einen beſon⸗ dern Ausdruck hatten; die erſte fringero, die zweite vertere, die dritte infringere, die vierte revertero, die fuͤnfte refringere, und die ſechſte oder Saatfurche lirare nannten, eben ſo wie wir ſolche auch mit verſchiedenen Ausdruͤcken bezeichnen. Man hat das Wort aber auch in einem ganz anderen Sinne genommen. Weil man naͤmlich den Acker fehlerhaft und gegen die Beſtimmung des Brachjahres aus Nachlaͤſſigkeit oder wegen Mangel an Weide bis in den Ju⸗ nius, welcher daher Brachmonat heißt, oft aber noch fehlerhafter bis in den Auguſt hinein ungeruͤhrt liegen ließ, und ihn dennoch Brachacker nannte, ſo hat man allmaͤhlig auch einen falſchen Sinn untergeſchoben, und ruhendes zur Weide liegendes Land Brache genannt; wo⸗ durch dann bei dieſem Streite uͤber die Brache widerſinniges Mißverſtaͤndniß ſich eingeſchlichen hat.— Es muß das Wort alſo nothwendig in ſeinem wahren eigenthuͤmlichen und urſpruͤnglichen Sinne genommen werden, und Brachen heißt, den Acker ohne ihn im Brachjahre eine Ernte abzunehmen, durch wiederholtes Pfluͤgen im Sommer zur kuͤnftigen Saat vorbereiten, und nur vom Umpruch der erſten Furche an kann ein Acker Brache genannt werden. Bis dahin heißt er ruhender Acker, und wenn er zur Benutzung des Graswuchſes ſo liegt,— dreiſch oder dreeſch(ein urſpruͤnglich Meklenburgiſcher, aber paſſender Ausdruck, den wir ſtatt mehrerer andern, welche man dafuͤr hat, beibehalten). 4 ..§. 309. Der Nutzen dieſer Brachbearbeitung iſt unverkennbar, und um ſo groͤßer, je bindender nrennee und lehmiger der Boden iſt. tung. Durch das einfache Pfluͤgen im Fruͤhjahre oder Herbſte wird der Acker zwar umgewandt und geruͤhrt, aber nicht ſo gepulvert, daß die ſaͤmmtlichen zuſammengeballten Erdkloͤße zum Zer⸗ fallen in lockere Erde gebracht wuͤrden. Die zuſammengeballte Erde verhaͤrtet ſich vielmehe, wenn ſie unzertruͤmmert wieder untergebracht wird, zu harten Klumpen, und es traͤgt ſelbſt das feſte Anſtreichen des Pfluges, beſonders bei naſſer Witterung, dazu bei, die Erde zu ver⸗ ballen und hauptſaͤchlich wenn die feucht gepfluͤgte Furche einer ſtaͤrkeren Sommerhitze ausge⸗ ſetzt wird, die ihr dann eine ziegelartige Beſchaffenheit giebt. Dieſe verballte Erde iſt un⸗ Erſter Theil. 3 B b 3 4. 194 Das Felderſyſtem. ruchtbar, indem die meiſten feinzaſerigen Pflanzen mit ihren Wurzeln nicht hineindringen koͤnnen, ſon⸗ dern ſie umgehen muͤſſen, und es bleibt alſo die darin enthaltene Fruchtbarkeit verſchloſſen. Es iſt gleich, ob geballte Erde oder Steine den Haupttheil des Bodens ausmachen. Um die Zertruͤmmerung dieſer Erdkloͤße zu bewirken, gab es kein anderes Mittel, als eine gehoͤrige Brachbearbeitung, ein gan⸗ zes Jahr hindurch fortgeſetzt, wodurch ſie ſammtlich an die Oberflaͤche gebracht und der atmoſphaͤri⸗ ſchen Feuchtigkeit ausgeſetzt, im Zuſtande ihrer Muͤrbheit durch die Egge und andere Inſtrumeute zer⸗ truͤmmert wurden. Wenn dies vom Herbſte an bis zur kuͤnftigen Winterungsſaat mit Auswahl des gerechten Feuchtigkeitszuſtandes geſchieht, ſo wird die Ackererde in ein gleichmaͤßiges, lockeres Pulver — verwandelt, und alle darin vorhandenen fruchtbaren Theile werden zur Wirkung gebracht, weswegen ſchon allein ein erſchoͤpft ſcheinender Acker durch eine gehoͤrige Brache ohne neue Duͤngung zuweilen zu 8 einer unerwarteten neuen Fruchtbarkeit gebracht werden kann. Die zweite Wohlthat der Brache fuͤr den Acker beſteht in der Zerſtoͤrung des Wurzel⸗ und Sa⸗ mmenunkrauts. Durch die haͤufige Losreißung und Herumwaͤlzung der Wurzeln, ihre Luftausſetzung, zumal bei heißem Sonnenſcheine, werden ſie endlich getoͤdtet, und gehen in eine fruchtbare Faͤulniß — uͤber. Die Saamen kommen an die Oberflaͤche, werden aus den Erdkloͤßen, worin ſie oft in unglaub⸗ licher Menge vorhanden ſind, entvunden, in eine zum Keimen guͤnſtige Lage gebracht, und dann in ihrem jungen Zuſtande durch Pflug und Egge zerſtoͤrt, da dann auch dieſe jungen Kraͤuter zur Ver⸗ mehrung der Fruchtbarkeit durch ihre BVerweſung beitragen. Der Brachacker wird alſo von dem unter dem Getreide ſich ſo unglaublich vermehrenden Unkraute befreit; unter der Bedingung, daß die Bra⸗ che fruͤh und fleißig genug bearbeitet ſey, und die Rheinheit des Ackers haͤngt von der mehreren oder mindern Vollkommenheit dieſer Operationen ab. Es iſt drittens durch die allgemeine empiriſche Erfahrung laͤngſt bekannt, durch die neuere Na⸗ 4 turlehre aber in ein helles Licht geſtellt worden, daß auch die reichſte Ackererde der Einwirkung der At⸗ moſphaͤre ausgeſetzt werden muͤſſe, wenn ſie fruchtbar werden und bleiben ſoll, und daß ſie daraus Stoffe aufnehme, welche erſt durch ihre Verbindung mit derſelben zutraͤgliche Pflanzennahrung erzeu⸗ gen. Die devundene Borke der Oberflaͤche ſo wenig, als die geballten Erdtloͤße ſind faͤhig, dieſe Stof⸗ fe aufzunehmen. Die atmoſphaͤriſche Luft kann nur in die lockere Erde eindringen, und ſich mit jedem 8 jJartikel derſelben in Beruͤhrung und Wechſelwirkung ſetzen. Dieſe Einſaugung der luftfoͤrmigen Suof⸗ fe geſchiehet nur bei hoͤherer Temperatur, und ſcheint bei der erſten Waͤrme des Fruͤhjahrs am ſtark⸗ ſten zu ſeyn. Nur ein Boden, der in gelockerter und oft veraͤnderter Oberflaͤche der Atmoſphaͤre und dem Lichte ausgeſetzt iſt, genießt dieſer Wohlthat, und die B Brache macht ihn dazu am meiſten faͤhig. Endlich wird durch die Brache die vollkommenſte und innigſte Mengung der Beſtandtheile des Bodens und des hineingebrachten Duͤngers bewirkt. Soll letzterer ſeine vollkommene Wirkſamkeit aͤu⸗ ßern, ſo muß er jedes Erdpartikelchen beruͤhren und beſchwaͤngern, wie es denn auch jedem Ackerbauer bekannt iſt, daß klumpig im Acker liegender Miſt von weniger Wirkſamkeit ſey. Dieſe Mengung aber kann nicht vollſtaͤndiger als durch eine Brache befoͤrdert werden, die nach Aufbringung des Miſtes noch mehrere Umwendungen und Ruͤhrungen erhaͤlt. Dazu kommt noch, daß eine Brache die Ausfuͤhrbarkeit der noͤthigen Ackergeſchͤfte mit moͤglich . mindeſten Kraͤften verſtattet, indem die Vorbereitung des Landes und die Ausfuhr des Duͤngers nun u einer Zeit geſchehen kann, wo ein Stillſtand der uͤbrigen Ackergeſchaͤfte eintritt; weshalb man in großen Wirthſchaften ohne uͤberfluͤßiges Geſpann das Winterfeld nur dann zur Saat fruͤh genug im Stande haben zu koͤnnen glaubt, wenn es durch die Brache vorbereitet worden, ſonſt aber immer die ſo nachtheilige Verſpaͤtung derſelben beſorgt. „ * 8 ———— lnheach mäscens, ethſch len nur Dungunge gemem den dcch an K eine ſokuc aber auh d hat nun ſh mugfeg h nuzen; wora geegt wid. geen, inden dan auch mi ln Beeten i der atmoſph druchtwechf agleich mit hehren. Ind mals and⸗ verſchiede beſſern S tung. E und eine g naäͤglichſt z die allenfal benen erſten ke Waache, deeſe ppate tes unſichen dolkommel bei warme koͤnnen in te Brache Dal wͤlffeldr ſeme habe 4 Das Felderſyſtem. 195 men, ſom⸗ z. 310. aui Ungeachtet die Brache alſo durch die Aufopferung einer jaͤhrigen Benutzung eines großen Theils Wie Brache n g des Bodens, zumal des guten, und durch die viele Bearbeitung ſehr koſtſpielig wird, ſo kann dennoch wer Kntezortich „ ein gan⸗ ine Wirthſchaft, die haͤuf Getreide baut, bei der gewoͤhnlichen und in d ſſtenn un moßyir⸗ eine Wuthſchaft die haͤufig nach einander Ge uut, be) a und in en meiſten maue tr Fäͤllen nur moglichen Kultur, jener Vortheile wegen, ihrer nicht entbehren. Selbſt bei der ſtarken swäſ 5 Duͤngung, welche die Felder in ſtaͤdtiſchen Fluren zuweilen erhalten, hat die Unterlaſſung derſelben all⸗ des pude gemein den Erfolg gezeigt, daß das Getreide, des uͤppigen Anſcheins im Fruͤhjahre ungeachtet, den⸗ wegen noch an Koͤrnern hoͤchſt geringe lohnte, auch endlich das Unkraut ſo uͤberhand nahm, und der Boden eswegen eine ſo nachtheilige Beſchaffenheit bekam, daß man zur Haltung der Brache genoͤthigt wurde. Da rzelte Unart des Ackers nicht zu heben vermoͤgend iſt, ſo Reihe von Jahren dem wilden Gras⸗ glich war, zum Heuſchlage zu be⸗ weilen z aber auch dieſe in einem Jahre eine eingewu hat man ſich mehrentheils genothigt geſehen, ſolches Land eine wuchſe zu uͤberlaſſen, und es, was wegen der großen Dungkraft moͤ und Sa⸗ gepung nutzen; worauf es dann erſt nach ſorgfaͤltiger Bearbeitung zum lohnenden Koͤrnerbau wieder in Stand ⸗Faulniß geſetzt wird. Nur bei einer ungleich ſorgfaͤltigern Bearbeitung, wie ſie z. B. die Belgen ihrem Acker unglaub⸗ geben, indem ſie die Erdkrume, nachdem ſie wohl durchgearbeitet, nicht bloß mit dem Pfluge, ſon⸗ dann in dern auch mit der Egge, Walze und andern Werkzeugen aufs ſorgfaͤltigſte gepulvert iſt, in hohen ſchma⸗ len Beeten zuſammenhaͤufen, die Mitte derſelben nur beſaͤen, die Kanten aber ſorgfaͤltig aufgelockert r nicht nach den ſtrengſten Regeln des Gewaͤchsarten bauen, und dann Brache ohne Verwilderung ent⸗ zur Ver⸗ 24. 2 2 em unter der atmoſphaͤriſchen Einwirkung ausſetzen, dann aber auch, zwa die Bra⸗ Fruchtwechſeis, aber doch haͤufig und ſo oft ſie es nuͤtzlich ſinden andere ren oder zugleich mit der Hand jede Frucht behacken und jaͤten,— laͤßt ſich die behren. Indeſſen iſt auch eine dreijaͤhrige Wiederholung der Brache nicht ſo nothwendig, wie man vor⸗ uere Na⸗ g der At⸗ mals annahm, und der Acker kann, unter gewiſſen Bedingungen, durch die Benutzung derſelben mit je daraus verſchiedenen Gewaͤchſen, welche Futterung und dadurch demſelben mehreren Duͤnger geben, oft im beſſern Stande erhalten werden, als durch die immer umss dritte Jahr wiederkehrende Brachbearbei⸗ 3 Ch tung. Es gehoͤrt dann aber ein vorzuͤglicher Fleiß und Aufmerkſamkeit. mehrere arbeitende Kraͤfte it jedem und eine guͤnſtige Witterung dazu, um den Boden, in den Zwiſchenzeiten zwiſchen Ernte und Saat, en Stof⸗ msglichſt zu bearbeiten. Dieſe Gelegenheit giebt beſonders die ſpaͤte Ausſaat der vierzeiligen Gerſte, um ſtark⸗ die allenfalls eine dreimalige Beackerung im Fruͤhjahre verſtattet, außer der bereits im Herbſte gege⸗ haͤre und benen erſten Fahre. In der That iſt dieſe halbe Brache in mehreren Gegenden, wo man die regulai⸗ re Brache erſt nach der Mitte des Sommers zu bearbeiten anfaͤngt, wirkſamer wie dieſe. Deshalb iſt al. e„.. e.. nlahn ddieſe ſpaͤte Gerſte, welche haͤufig in der Mitte des Junius erſt geſaͤet wird, ſolchen Wirthſchaften, ih⸗ theile des res unſichern Gedeihens ungeachtet, dennoch ſehr zu empfehlen. Wenn hierzu nun in dem Jahre, wo halten wird, eine recht ſorgfaͤltige, mindeſtens viermalige Beackerung mkeit aͤu⸗ vollkommene Brache wirklich ge bei warmer trockener Witterung kommt, ſo kann der Boden in Kraft und Rheinheit bleiben, und es Ackerbauer gung aber koͤnnen in einem, zuweilen auch zwei folgenden Brachjahren Haͤlſenfruͤchte, Klee und andere ſogenann⸗ Riſtes noch te Brachgewaͤchſe ohne Bedenken gebauet werden. §. 311. nit naglch Daraus iſt dann das zuſammengeſetztere Dreifelderſyſtem, oder richtiger das ſechs⸗, neun⸗ und Zuſammenge⸗ ngers nun zwoͤlffeldrige, welches in manchen Wirthſchaften ziemlich regulaͤr befolgt wird, entſtanden. Dieſe Sy⸗ wonenee b man 1 ſteme haben folgende Rotationen: enug i— de die 1) Brache. 2) Winterung. 3) Sommerung. 4) Erbſen und Klee. 5) Winterung. 6) Sommerung. B b 2 Das Felderſyſtem. 6 Oder: 1) Brache. 2) Winterung. rung. 7) Erbſen. 3) Sommerung. 4) Klee. 5) Winterung. 8) Winterung. 9) Sommerung. Oder: 1) Brache. 2) Winterung. 3) Sommerung. 4) Klee. rung. 7) Brache. 8) Winterung. 9) Sommerung. 12) Sommerung. 6) Somme⸗ 5) Winterung. 6) Somme⸗ 10) Erbſem 11) Winterung. Indeſſen findet man ſelten, daß aufmerkſame und uͤberlegende Wirthe ſich genau an dieſe Rota⸗ tionen binden. Sie richten ſich vielmehr in Anſehung der Haltung oder Nichthaltung der Brache nach dem Zuſtande, worin ſie ihren Acker in jedem Jahre antreffen, ſaͤen nur Klee, wenn ſich der Boden bei der Gerſteneinſaat muͤrbe zerfallend und rei von Unkraut findet, und Huͤlſenfruͤchte unter derſel⸗ ben Bedingung; waͤhlen zu beiden den reinſten Theil des Feldes aus, und binden ſich nicht an eine ſtrenge Folge; nur machen ſie es ſich zum Geſetz, den Kiee nicht fruͤher als im neunten Jahre auf Vertheidigung des Dreifelder ſyſtems. ———————— es nicht den bar ſey, daß ein fehlerhaftes S denſelben Fleck zu bringen, weil die Erfahrung das Mißrathen deſſelben bei oͤfterer Wiederkehr ſie ge⸗ lehrt hat. porkommen, und mit dichtem Laube das Feld bedecken, benutzen ſie ſolche im gruͤnen Zuſtande zum Fut⸗ ter, oder pfluͤgen ſie unter, und geben dem Acker ſodann eine vollſtaͤnd ge Brachbearbeitung. Unter dieſen Bedingungen koͤnnen ſolche Wirthſchaften ihren Acker in gutem Stand erhalten, und ſich eintraͤglicher Fruchternten ruͤhmen. Dagegen iſt ein Miswachs bei denen, die mit zu großer Sparſamkeit dieſe Wirthſchaft betreiben wollen, haͤufiger, als man es oͤffentlich erfaͤhrt, oder wird doch auf andere Urſachen geſchoben, und deshalb findet man ſo viele erfahrne Dreifelderwirthe, die zu dem reinen orthodoxen Syſteme wieder zuruͤckkehren, oder, gewarnt durch das Beiſpiel ihrer Nach⸗ barn, ſolches nie verlaſſen haben, ja ſogar ihre Erbſen und ihren noͤthigen Klee im Sommerfelde bauen, und darnach reine Brache halten. Den Paͤchtern machen es vorſichtige Gutsbeſitzer, fahrnen Landwirthen belehrt, haͤufig zur Bedingung, die Brache gar nicht, oder nur einen beſtimm⸗ ten Theil derſelben zu beſoͤmmern, und deshalb wird auch die Brachbenutzung in den Pachtanſchlaͤgen in der Regel nicht aufgenommen. Viele vorſichtige Wirthe ſehen alſo noch immer die Brache als die Baſis eies ſichern und nachhaltig eintraͤglichen Feldbaues an. Einige gluͤckliche Flecke des Erdbodens, wo dieſer dem Getreide, Klee und den Huͤlſenfruͤch⸗ ten, vermoͤge ſeiner aus Thon, Kalk und vegetabilich⸗animaliſcher Erde beſtehenden Mif ſchung, ſo angeeignet iſt, daß dieſe Fruͤchte alles Unkraut uͤberwinden, und die etwanigen aufkom menden Pflan⸗ zen deſſelben leicht ausgezogen werden koͤnnen; wo dieſer Boden durch ſeine innere, vermittelſt der Miſtduͤngung leicht zu erneuernde Gaͤhrung von ſelbſt in ein feines Pulver zerfaͤllt, und die deshalb eine alljaͤhrige Beſtellung ertragen— koͤnnen hier ihrer Seltenheit wegen nicht in Betracht kommen. Auf ſie ha der Fluch nicht gewirkt, der bei Adam's und Eva's Austritt aus dem Paradieſe auf den Boden gelegt ward. §. 312. Ungeachtet das reine te Dreifelderſyſtem den dritten Theil ſeines Ackers oder doch den groͤßten Theil deſſelben unbenutzt laſſen muß, ſo hat man es dennoch als das vorzuͤglichſte unter allen, ſogar als das einzig moͤgliche gute Feldſyſtem haͤufig vertheidigt, und zwar aus folgenden Gruͤnden: 1) Das Aiterthum und die Allgemeinheit dieſes Syſtems beweiſe deſſen Vorzug lichkeit, indem Syſtem den Baufan aller Nauonen und Zeiten erhalten, ſich ſo allgemein verbreiten und fortdauern roͤnne. Und wenn nach geſchehener Ausſaat der Huͤlſenfruͤchte dieſe, es ſey wegen unguͤnſtiger Witterung oder weit ſie ſich dennoch in der Beſchaffenheit des Ackers betrogen haben, nicht uͤppig em⸗ von er⸗ 1) fein geri bber! ud meiſt gutt her ui degtet durc the de drzeide „ d aus aat ſc Ncker köme naͤglchſen, 9 Ale 3 Uneſc 5) E Hn betr tute ſtehen thhe deeſe ſ dies A4 Es ſtamme woher ſie der großen mit zweckm neben ander als das zwee der vormalt heerden nich In K fedder ſeinen galt, und d die Grich wohl alsd Zeiten, v unter der iſt natuͤrl ſenſchaften berrachtet. ket deſes den Redert dauss ſich Shlems du 6) Somme⸗ 6) Emne⸗ Wureung dieſe Rana⸗ Brache nach der Boden unter derſeb⸗ cht an eine Jahre auf kehr ſie ge⸗ inguͤnſtiger uͤppig em⸗ de zum Fut⸗ 3. d erhalten, ſt zu großer oder wird rthe, die zu ihrer Nach⸗ ommerfelde r, von er⸗ beſtimm⸗ onſchlaͤgen he als die alſenfruͤch⸗ chung, ſo den Pfan⸗ uttelſt der e deshalb tkommen. eſe auf den ſten Theil tals das , indem ten, ſich Das Felderſyſtem. 197 2) Kein andres bekanntes und bisher erdachtes Syſtem baue mehr Getreide, wie dieſes. Das Getreide aber mache die Hauptnahrung und das Hauptbeduͤrfniß der Menſchen aus, werde deshalb auch am meiſten geſucht und am theuerſten und gleichmaͤßigſten bezahlt. Wenn es minder thieriſche Produkte hervorbringe, ſo ſey dies gerade ein Beweis ſeiner vorzuͤglichen Nutzbarkeit, indem ein Acker durch vegetabiliſche Produktion wenigſtens dreimal ſo viel Rahrung fuͤr die Menſchen hervorbringe, als durch thieriſche Produktion. Es ſey alſo gleich wohlthaͤtig fuͤr die Menſchheit, den Staat und den einzelnen Landwirth. 3) Dieſes Syſtem vertheile ſeine Arbeiten am beſten. Zwiſchen der Sommer⸗ und Winter⸗ ausſaat ſey hintaͤngliche Muße, die Brache zu bearbeiten und die Duͤngerausfuhr zu beſchaffen. Der Acker koͤnne folglich fruͤh genug zur Aufnahme der Winterungsſaat, als der vorzuͤglichſten und ein⸗ traͤglichſten, in Ordnung ſeyn. Deshalb erfordere es das wenigſte Geſpann. 4) Alle Arbeiten ſeyen dabei einfach und kunſtlos, koͤnnen daher mit den gewoͤhnlichen Arbeitern ohne Unterſchied vollfuͤhret werden. Auch beduͤrfe es nur der einfachſten und bekannteſten Werkzeuge. 5) Es beruhe auf der einmal beſtehenden Eintheilung und den Beſitzſtand der Felder. Alle den Ackerbau betreffende Geſetze, Anordnungen und Obſervanzen, wohlhergebrachte Gerechtſame und Ser⸗ vitute ſtehen damit in innigſter Verbindung, und das Syſtem ſelbſt koͤnne nicht abgeändert werden, ohne dieſe ſaͤmmtlich zu vernichten. §. 313. Dieſe Gruͤnde verlieren aber ihren Anſchein bei naͤherer Erwaͤgung. Ad 1. Das Alterthum und die allgemeine Verbreitung dieſes Syſtems hat keinen Zweifel. Es ſtammt von den Roͤmern her, und dieſe hatten es in ihren entlegenern Provinzen, beſonders denen, woher ſie den Getreidebedarf hauptſachlich nahmen, eingefuhrt, ungeachtet in dem naͤhern Umkreiſe der großen Stadt und dem ganzen ſtark bevoͤlkerten Theile Italiens nur ein gartenahnlicher Feldbau mit zweckmaͤßiger Wechſelung der Fruͤchte herrſchte. Die roͤmiſche Geiſtlichkeit, welche hauptſaͤchlich neben andern Kunſten auch die des Ackerbaues unter den rohen Voͤlkern verbreitete, lehrte ſie ſolches als das zweckmaͤßigſte Syſtem kennen. Bei ihnen war noch Ueberfluß des Ackers vorhanden, obwohl der vormalige beliebige Ausbruch des ungetheilten wuͤſten Landes und das Umherziehen mit den Vieh⸗ heerden nicht mehr ſtatthaft war. In Karl des Großen Capitulare de villis et curtis imperatoris wird die Beobachtung der Drei⸗ felder ſeinen Beamten beſtimmt vorgeſchrieben. Kein Wunder alſo, daß in Zeiten, wo Autorttaͤt alles galt, und der Verſtand ſich jeder poſitiven Vorſchrift blinduungs unterwarf, dieſes Syſtem ſich durch die chriſtliche Welt ſo allgemein verbreitete, und das die geſetzlichen Einrichtungen des Eigenthums ſo⸗ wohl als der Feldpolizey ſich ganz auf ſolches bezogen. Daß in nachmaligen finſtern und unruhigen Zeiten, wo der Ackerbau allein in den Haͤnden des in Stupidität und Sclaverei verſunkenen Bauers, unter der Aufſicht der niedern Klaſſen der Freigelaſſenen ſich befand, nichts darin abgeändert wurde, iſt natuͤrlich. Das Herkommen heerſchte lange mit unwiderſtehlicher Gewalt uͤber Kuͤnſte und Wiſ⸗ ſenſchaften, und der leiſeſte Zweifel gegen ſeine Vernunftmaͤßigkeit ward als Ketzerei in jedem Fache betrachtet. Daher iſt auch erſt in den neueſten Zeiten die Frage uber die allgemeine Vernunftmaͤßig⸗ keit dieſes Syſtems in Anregung gebracht worden, und es waren nur einige Flecke des E dbodens in den Niederlanden, in Hollſtein und einigen Grafſchaften Englands, wo ein anderes Syſtem des Feld⸗ baues ſich auf andere Weiſe fruͤher ausgebildet hatte. Genug um den Beweis fuͤr die Guͤte des Synems durch ſein Alterthum und ſeine allgemeine Verbreitung unhaltbar zu machen. Widerlegung der zur Ver⸗ theidigung deſ⸗ ſelben augefuͤhr⸗ ten Gruͤnde: Alterthum und Allgemeinheit deſſelben. Uerergewicht ſeines Korn⸗ baues. Das Felderſyſtem. 8 6. 314. Ad 2. Mit der ſtaͤrkern Einſaat, welche dieſes Syſtem, in Anſehung des eigentlichen Getrei⸗ des, auf gleicher Flaͤche des pflugbaren Ackers erlaubt, hat es ſeine Richtigkeit, und das Dreifelder⸗ ſyſtem ſteht darin nur dem vier und fuͤnffeldrigen nach. Wenn man aber die Flaͤche des Graslandes an Wieſen und Weiden, deren es zur Erhaltung ſeines in Hinſicht des Duͤngers unentbehrlichen Viehes bedarf, hinzunimmt, und alſo ſein ganzes Areal berechnet, ſich dieſes, ſey es auch nur in Anſehung der Weiden, pflugbar denkt, ſo kommt es ſchon mit der moͤglichen Einſaat anders zu ſtehen. Nur unter der Vorausſetzung, daß dieſes Grasland zureichend und nicht zur abwechſelnden Kultur brauch⸗ bar iſt, kann alſo jene Behauptung zugegeben werden, und unter dieſer Bedingung giebt es allerdings Faͤlle, wo man fuͤr die beſondere Lokalitat dem Syſteme den Vorzug einraͤumen muß. Allein Ausſaat und Ertrag iſt etwas ſehr verſchiedenes, und nur aus dem letzteren geht, nach Abzug der Einſaat und der ſaͤmmtlichen Koſten, der reine Gewinn fuͤr den Landwirth und die Na⸗ tion hervor. Und hierin werden in den bei weitem meiſten Faͤllen andere Syſteme ihren Vorzug be⸗ weiſen. Nehmen wir aber gar auch andere zur Nahrung und zu den Beduͤrfniſſen der Menſchen nutz⸗ bare vegetabiliſche Produkte hinzu, die andere Syſteme ohne Nachtheil des Getreidebaues weit mehr hervorbringen koͤnnen, ſo zeigt ſich ihr Vorzug noch auffallender. 1 Die hoͤhere Viehnutzung anderer Wirthſchaftsarten geſteht man zu, legt aber auf ſolche einen geringen Werth, und haͤlt ſie weder fuͤr den Landwirth, noch fuͤr die Ration von großer Wichtigkeit. So lange in unkultivirten Gegenden ein großer Ueberfluß des wilden Weidelandes vorhanden und der Biehzucht ausſchließlich gewidmet war, ſtand der Viehpreis in niedrigem Verhaͤltniſſe gegen den des Getreides. Der Preis des Viehes ſteigt, ſo wie die Kultur zunimmt und man das Land vortheilhafter durch den Pflug benutzen lernt, theils weil weniger zur Weide liegen bleibt, theils weil groͤßere Wohl⸗ habenheit ſich durch alle Klaſſen verbreitet, und jede in den Stand kommt, die kraftvollere obgleich theurere Nahrung zu bezahlen. Dann wird die Nachfrage nach thieriſchen Produkten ſo groß, daß man kultivirtes Land und kuͤnſtlich erzogene Produkte fuͤr das Vieh beſtimmen kann, und den Acker durch ſelbiges eben ſo hoch, als durch Getreidebau benutzt, indem man es jetzt von einer weit gerin⸗ gern Flaͤche zu ernaͤhren weiß. Der Landwirth berechnet, wie viel ihm, außer dem baaren Ertrage ſeiner Viehfutterung, der Duͤnger, vermittelſt des dadurch vermehrten Getreideertrages, werth ſey, und findet ſich bewogen, die thieriſche Produktion noch immer zu vermehren, bis nun durch die ver⸗ mehrte Erzeugung die Nachfrage ſo reichlich befriedigt werden kann, daß der Preis der thieriſchen Pro⸗ dukte wieder fäͤllt, wo dann wiederum mehr auf die Erzeugung des Getreides und anderer verkäufli⸗ chen Gewäͤchſe verwandt wird, welches nun mit um ſo groͤßerm Erfolge wird geſchehen koͤnnen, da der Acker durch die vermehrte Viehzucht in groͤßere Kraft geſetzt worden. Dies iſt der Gang, den das Schwanken des Verhaͤltniſſes zwiſchen Viehzucht und Ackerbau allgemein genommen hat, und noth⸗ wendig nehmen muß, wo nicht gewaltſame Eingriffe den Gang der Natur ſtoͤren, und er iſt gleich nuͤtz⸗ lich fuͤr die Nation in jedem Zuſtande ihres Reichthums, und fuͤr den produzirenden Landwirth. Nur in England ſchien eine Zeitlang das richtige Verhaͤltniß zwiſchen Getreidebau und Viehzucht erreicht zu ſeyn, indem der Preis der thieriſchen Lebensmittel in einem faſt zu niedrigen Verhaͤltniſſe gegen den des Getreides zu ſtehen kam. Bei uns iſt es nech bei weitem nicht dahin gediehen, und wir koͤnnen noch die thieriſche Produktion um ſehr vieles erhoͤhen, mit derſelben aber zugleich den Ertrag unſerer Getreideſaaten, eher wir einen Ueberfluß von jenem erhalten, und von andern Laͤndern darin unab⸗ haͤngig werden. Ein Syſtem, welches dieſes thut, ohne erweislich die Produktion anderer Fruͤchte zu vermindern, und den Acker in einen hoͤheren Stand der Fruchtbarkeit verſetzt, hat daher unbe⸗ zweifelte Vorzuͤge.“ 433 6 m, Im 58 rfi die d tiiggenu d niſen, wen Benutzung d den, dder; mannigfalt des Zupreß durch ſhes 144 4 janſelben zum⸗ ſelungzatt e wenn man nu terſſe, welch ter ſchent, an onem and nicht algem zuwderſete 4 deres in de iſt deshahh unendlchen, umernehmen dieſen Syſten Dinge zu eine Rede iſt, ſo vernunftmaͤß widd geſcheh⸗ Geſesgedone tung iſt en iſt, ſo verl Geſchaͤftsn Die O nen dſt unm auf diees S richt nur in ſegen, ſond lichen Getre as Deeffelder 88 Grazlondes richen giehes rin Anſehung ſahen. Nar Kultur Roac es allerdi ſeetzteren gett und die Na⸗ —n Vorzug he Nenſchen 1 ges weit mehr f ſolche eine r Wichtigkeit nden und der gegen den des vortheilhafter aoͤßere Wohl⸗ Uere obgleich groß, daß no den Acker weit gerin⸗ en Ertrage werth ſey, rch die ver⸗ iſſchen Pro⸗ r verkaͤufli⸗ oͤnnen, da -g, den das „und noth⸗ gleich nuß⸗ virth. Nur t erreicht zu gegen den wir koͤnnen ag unſerer arin unah⸗ ter Fruͤchte aher unbe⸗ unendlichen, oft damit verbundenen Das Felderſyſtem. 199 §. 315. A4 3. In ſeinem einfachen reinen Zuſtande kann dieſes Syſtem ſeine Arbeiten bequem vollfuͤh⸗Mindere Ar⸗ ren, wenn es Kraͤfte genug fuͤr die Saatbeſtellung und die Ernte hat. Außer dieſen Zeiten hat es aber fuͤr die zu zenen erforderlichen Kraͤften zu wenig zu thun, und kann ſie in der Wirthſchaft nicht thaͤtig genug beſchaͤftigen, weshalb auch groͤßere und kleinere Wirthſchaften auf Nebengeſchaͤfte denken muͤſſen, wenn ihr Geſpann ſeine zureichende Ernaͤhrung bezahlen ſoll. Wird es aber durch ſtaͤrkere Benutzung der Brache verwickelter gemacht, ſo muͤſſen ſeine arbeitenden Kraͤfte ſogleich vermehrt wer⸗ den, oder es kommt in den geſchaͤftvollen Zeiten mit der Arbeit im Ruͤckſtand, und erleidet davon mannigfaltigen Schaden. Der Vorzug, den andere Syſteme durch eine gleichmaͤßigere Beſchaͤftigung des Zugviehs und der Menſchen haben, wird jedem einleuchten, der die Vertheilung der Arbeiten durch jede Jahreszeit bei ſelvigem ins Auge faßt. §. 316. Aàd 4. Daß Traͤgheit und Indolenz durch ein Syſtem befoͤrdert werde, kann wohl unmoͤglich demſelben zum Ruhme gereichen. So viele Kunſtfertigkeit, wie zur Vollfuͤhrung jeder andern Be⸗ ſtellungsart erforderlich iſt, kann auch dem einfaͤltigſten und ſteifſten Menſchen beigebracht werden, wenn man nur ſelbſt den Willen und die Thaͤtigkeit dazu hat. Der Erfolg wird zeigen, daß das In⸗ tereſſe, welches jeder Menſch an den Fruͤchten ſeiner Arbeit nimmt, beſonders wenn ſie ihm kuͤnſtli⸗ cher ſcheint, die Thaͤtigkeit und Aufmerkſamkeit vermehren. Ueber die Werkzeuge haben wir uns ſchon an einem andern Orte erklaͤrt. Freilich iſt dieſe Kunſtfertigkeit und dieſe Kenntniß der Werkzeuge noch nicht allgemein verbreitet; aber iſt es ein Grund, ſich der Verbreitung einer anerkannt guten Sache zu widerſetzen, weil ſie noch nicht verbreitet iſt? 5 §. 317. Ad z5. Jene Einrichtungen erſchweren freilich die Vertauſchung dieſes Syſtems gegen ein an⸗ deres in den meiſten Laͤndern jedem einzelnen Landwirthe ſehr, und machen ſie ihm oft unmoͤglich. Es iſt deshalb auch dem einſichtsvollſten und thaͤtigſten Landwirthe nicht zu verdenken, wenn er ſich den Schwierigkeiten nicht ausſetzen oder gar das Unmoͤgliche nicht um ernehmen will, und ich habe oft erklaͤrt, daß man ein vortrefflicher Landwirth ſeyn und dennoch bei dieſen Syſtemen bieiben koͤnne, vielleicht gar Unverſtand verriethe, wenn man bei der jetzigen Lage der Dinge zu einem andern uͤbergehen wollte. Wenn aber von allgemeiner Nutzbarkeit und Vorzuge die Rede iſt, ſo kommen nur die Geſetze der Natur, nicht die der Menſchen in Betracht, indem ſich dieſe vernunftmaͤßig jenen unterwerfen, und in Uebereinſtimmung damit ſetzen muͤſſen. Dies kann und wied geſchehen allenthalben, wo klare Begriffe uͤber Staats⸗ und Landwirthſchaft in die Kabinette der Geſetzgebung eindringen. Es iſt ein toͤdtender Zirkelſchluß, wenn man ſagt: bei der jetzigen Einrich⸗ tung iſt ein verbeſſertes Wirthſchaftsſyſtem nicht vortheilhaft, und weil das Syſtem nicht vortheilhaft iſt, ſo verlohnt ſichs nicht der Muͤhe, jene Einrichtung abzuaͤndern!— Dennoch hoͤrt man taͤglich Geſchaͤftsmaͤnner nach dieſer Schlußform raiſonniren. §. 318. Die Einrichtungen, welche die Veraͤnderungen dieſes Syſtemes erſchweren und ſie dem Einzel⸗ nen oft unmoͤglich machen, beſtehen hauptſaͤchlich in der Zerſtuͤckelung jedes Landeigenthums, die ſich auf die es Syſtem gruͤndet, und das Syſtem ſo lange unabanderlich erhalten hat. Ein jedes Gut hat nicht nur eine mehrentheils gleiche Ackerflaͤche in jedem Drittheile, worin die ganze Flur eingetheilt iſt, liegen, ſondern es ſind auch die zu jedem Gute gehoͤrigen Aecker noch in demſelben Theile der Feldflur, 4 beit. Einfachheit ſei⸗ ger Handgriffe. Eingefuͤhrte und geſetzliche Einrichtungen. Zerſtuͤckelung des Landeigen⸗ thums. 3 Huͤlfsmittel dabei. 200 Das Felderſyſtem. in groͤßern oder kleinern Stuͤcken, wunderbar getrennt und vermengt. Hieraus folgt die Nothwendig⸗ keit fuͤr jeden, die einmal feſtgeſetzte Ordnung in der Beſtellung dieſer Felder zu befolgen; theils weil nach jedem einzelnen Stuͤcke keine Wege hingehn, und ſie ſo auf⸗ und durcheinder ſtoßen, daß durch die Pflugwendungen des andern Saat leiden wuͤrde, wenn jeder nach Gefallen ſein Stuͤck beſtellen wollte; hauptſaͤchlich aber, weil bis zur allgemeinen Beſtellungszeit und unmittelbar nach vollbrachter Ernte, oft ſchon, wenn die Hocken noch auf dem Felde ſtehen, eine gemeinſchaftliche Behuͤtung des ganzen Theils der Feidflur durch allerlei Vieh der ſaͤmmtlichen Intereſſenten,(wozu haͤufig auch die einer benachbarten Gemeinde und andere, die gar kein Ackerland haben, gehoren,) eintritt; das Brachfeld aber derſelben das ganze Jahr hindurch unterworfen bleibt. Dieſe Einrichtung iſt gleich alt mit dem Syſteme ſelbſt, und gruͤndete ſich darauf, daß ieder einzelne Eigenthuͤmer die Weide ſeines Ackers einzeln nicht benutzen konnte, ohne dem andern Schaden zu thun. Dieſe Stoppel⸗ und Brach⸗ weide iſt bei der Vermehrung des Ackerlandes und Verminderung der uͤbrigen Weide ein immer groͤ⸗ ßeres Beduͤrfniß geworden, weil ohne ſelbige das Vieh den Sommer hindurch gar nicht erhalten wer⸗ den kann. Deshalb wird uͤber jede Verminderung oder Beeintraͤchtigung derſelben von jedem In⸗ tereſſenten und den Vorſtehern der Gemeinheiten eiferſuͤchtig gewacht. Alſo konnte dieſe, aus der niedrigen Stufe der Kultur ſich herſtammende und faſt allgemein ver⸗ breitete Einrichtung, auch bei der entſtandenen Erkenntniß einer beſſern Wirthſchaft da ſchwer gehoben werden, wo jeder kleine Beſitzer ſchon fruͤher zum freien und erblichen Eigenthuͤmer gemacht wurde. Nur in ſolchen Laͤndern, wo der Gutsherr ſich ſeine Rechte uͤber die Bauern und die ihm zugetheilten Felder vorbehielt, und ihm nur den Anbau derſelben unter gewiſſen Bedingungen uͤberließ, hatte er die Macht, das Hoffeld herauszunehmen, und den Bauern das ihrige anzuweiſen, wo es ihm paßlich ſchien; weswegen nur einzelne deutſche Provinzen an dieſer Feldzerſtuͤckelung nicht leiden, und deshalb dann auch fruͤher zu einem zweckmaͤßigern Ackerſyſteme gekommen ſind. §. 319. Ein Palliatiomittel gegen jenes Uebel hat man dadurch angewandt, daß man einen Theil des Brachfeldes, mehrentheils den zunaͤchſt am Dorfe liegenden, der Hut und Weide entzog, und den Bau der Futterkraͤuter oder anderer Fruͤchte dadurch beguͤnſtigte; welches nur durch einen gerechten Machtſpruch der Regierungen oder der geſetzgebenden Macht, die durch Schubarts durchdringende Stimme dazu aufgefordert waren, nicht ohne heftige Reklamationen der Weide⸗Intereſſenten be⸗ wirkt werden konnte. Hierdurch iſt etwas, aber nicht genug geholfen. In einigen Staaten hat neuerlich die aufgeklaͤrte ſouveraine Macht mit hoͤchſter Energie durch⸗ gegriffen, und alle Hut und Weide auf des andern Acker, ſobald er ihn beſtellte, unbedingt unter⸗ ſagt, und ſomit jeden vorher nur beſchränkten Grundeigenthümer zum vollkommenen gemacht. Wenn daſelbſt angenommen werden kann, daß kein anderer als der Grundeigenthuͤmer Weiderecht beſaß, ſo kompenſirt es ſich gegen einander; die Rechte keines ſind gefaͤhrdet, ſondern es iſt nur ihr Mißbrauch zum Nachtheil anderer und des allgemeinen Beſtens aufgehoben. Es wird aber hierdurch die Stall⸗ futterung des Viehes wohl groͤßtentheils zur unbedingten Nothwendigkeit, indem kein Eigenthuͤmer ſeinen beſtellten Acker zu befriedigen verpflichtet iſt, ſondern ein jeder, der ſein Vieh noch austreiben will, fuͤr allen Schaden einſtehen muß; ja ſogar der einzelne oder die Gemeinde, die ihr Vieh aus⸗ treibt, den Schaden zu erſetzen gehalten iſt, der in ihrer Nachbarſchaft durchs Vieh an einer Frucht geſchieht; wenn gleich nicht erwieſen werden kann, daß das ihrige ihn veranlaßt habe. Ob nun dieſe allgemeine Einfuͤhrung der Stallfutterung in jenen Staaten ſo ſchnell moͤglich ſey, und der Viehſtand bei der ſtrengen Beobachtung dieſer Vorſchriften nicht zum Nachtheile des Acker⸗ baues zu ſehr vermindert werden muͤſſe, iſt eine Frage, die man n ohne genaue Kenntniß der Lokalitaͤt nicht * nit umnen e vebxſet Näh ſam lit dr e Autat du unn beitiedd oton und Bathſchef de deſem als in maul jederuſet Guan nac n let laue hell Augedehater nutung ſeiner immer von ge pruct in fü den übrigen ihre Dualt Kegten We konzentrirte Acerbauer Wihſchaf eingefüͤht mit lleberl len Stuͤcke Es ſi der Behüͤtu der Intereſſ 1) Nrache, ſat, oder m 8 DNeim, Ns ſzet deshe der Vi del dem? Die fluren einge taaung oder lezte tes iſt Sia di Nothwendi⸗ 3; theils well en, daß durch uͤck heſelle ſch volhracher Behinng des dug auchdi einte t, d g iſt gleih t Weide ſein zund Bratz immer gu⸗ rhalten wer⸗ jedem In lgemein ver⸗ wer gehoben acht wurde. zugetheilten eß, hatte er Sihm paßlc und deshabh nen Theil des g, und den en gerechten ſchdringende reſſenten be⸗ nergie durch⸗ dingt unter⸗ ſcht. Wemn ht beſaß, ſ Mißbrauch ch die Stal⸗ Elgenthuͤmer ch austrelben r Vieh aus⸗ einer Frucht noͤlich ſey, des Acker⸗ der kokalttt nicht Das Fel derſyſtem. 201 wicht beantworten kann. Auch ſind dadurch noch nicht alle Schwierigkeiten gegen d die Einfuͤhrung ei⸗ es verbeſſerten Ackerſyſtems gehohen. Muͤhſamer, aber auch von groͤßerer Wirkung und keinesweges unmoͤglich iſt der allgemeine u nſatz der Aecker, wodurch einem jeden das Seinige an Grund und Boden, nach gerechtem Erſatz der Quantitaͤt durch Qualitaͤt, in einer oder in einigen zuſammenhaͤngenden Flaͤchen zugetheilt wird, die er dan befriedigen nd nach ſeiner Willkuͤhr benutzen kann. Hierdurch allein kann ſich der Ackerbau der Nation und jedes Einzelnen zur hoͤchſten Vollkommenheit erheben, und dasjenige Syſtem in jeder Wurthſchaft Annsfüͤhr werden, was dieſe Vollkommenheit bewirkt. Aber freilich ſind die Hinderniſſe, die dieſem allgememen Ackerumſatze entgegen ſtehen,— vielleicht nicht ſo ſehr in phyſiſcher Hinſicht, als in moraliſcher und politiſcher— ſchwer zu uͤberwinden, wo einmal vollkommene Eigenthumsrechte jeder Klaſſe der Grundinhaber zugeſichert ſind. Ein anderes freilich auch nur palliatives Huͤlfsmittel denke ich mir in folgender Einrichtung, die nach dem Lokale verſchiedene Modifikationen leiden kann. Es werde eine dreifeldrige Feldflur in neun gleiche Theile getheilt, und ſechs oder ſieben Jahre hindurch— je nachdem die Weideberechtigung ausgedehnter oder beſchraͤnkter war— jedem Eigenthuͤmer in jedem Schlage die willkuͤhrliche Be⸗ nutzung ſeiner Ackerſtuͤcke uͤberlaſſen, ohne daß er darin durch irgend eine Vor⸗ oder Nachhute, die immer von geringem Belange iſt, geſtoͤrt werde. Nur verpflichte man ihn, daß er zu der vorletzten Frucht im fuͤnften oder ſechsten Jahre duͤnge, mit der letzten Frucht aber weißen Klee einſaͤe. In den üörlgen zwei oder drei Jahren kommt dann das Land zur gemeinſchaftlichen Weide, welche durch ihre Qualitaͤt alle vorherige Brach⸗ und Stoppelweide bei weitem uͤbertreffen muß, und nach zuruͤck⸗ gelegten Weidejahren den Acker zu einem weit beſſern Fruchtbau durch die Raſenfaͤulniß und den mehr konzentrirten Weideduͤnger geſchickt gemacht hat. Durch die mannigfaltigen freien Verſuche der Ackerbauer wird ſich bald die Rotation ergeben, welche nach der Beſchaffenheit des Bodens und den Wirthſchaftsverhaͤltniſſen die vortheilhafteſte ſey, und dieſe wird von den meiſten ohne allen Zweifel eingefuͤhrt werden. Welche Schwierigkeiten dieſe Einrichtung haben koͤnne— wenn ſie ernſtlich und mit Ueberlegung bei der Abtheilung der S len Stuͤcken fuͤhren muͤſſen, betrieben wuͤrde— ſehe ich nicht ein. §. 320. Es ſind indeſſen in der Fruchtfolge der Dreifelderwirthſchaft felbſt auf Fluren, die in Anſehung dir Behuͤtung gemeinſchaftlich waren, ſchon oft Veraͤnderungen mit allgemeiner Uebereinſtimmung der Intereſſenten vorgenommen worden. So ſind mir verſchiedene Dorffelder bekannt, wo man 19 Brache, 2) Gerſte, 3) Erbſen, 4) Rocken, 5) Hafer, 6) Rocken und darnach wieder Brache hat, oder man duͤngt 1) zu Gerſte, nimmt 2) Rocken, 3) Peache, 4) Rocken⸗ 5) Erbſen, 6) Gerſte, 7) Rocken, 8) Hafer, 9) Brache. In ſehr ſtarkem Boden beſorgt man nach gedüngter Brache von der Winterung Lagerkorn, und ſaet deshalb zuerſt lieber Gerſte, der Weizen lagere. bei dem Allen nicht. 1 Von der Dreifelderwirthſchaft aber im Ganzen abzugehn entſchließt man ſich §. 321. Die vierfeldrige Wirthſchaft iſt an einigen Orten ſchon ſeit undenklichen Zeiten auf Gemeinde⸗ fluren eingefuͤhrt. Man baut daſelbſt nach der Brache 1) Winterung, 2) Sommerung, 3) Win⸗ terung oder Sommerung, auch wohl gar in dieſem Felde Erbſen, und haͤlt darnach wieder Brache. Schlaͤge, beſonders in Hinſicht der Wege, ,die moͤglichſt zu al⸗ von der man hier verſichert, daß ſie ſich minder nachtheilig wie Die vierfeldri⸗ ge Letzteres iſt ein ſo unwirthſchaftliches Verſahrem, wie es ſich nur denken laͤßt, indem die Erbſen ge⸗ Erſter Theil(CLec X Wirthſchaft. —— Die fuͤnffeldri⸗ ge Wirthſchaft. verdient dieſen Namen vorzuͤglich. ſtuͤtzungen anderer unternehmender Gutsbeſitzer allgemein in ſeinen Staaten einfuͤhren wollte. war anfangs dabei auf ein Kleefeld angeſehen, außer der Brache, von deren Benutzung zugleich ge⸗ ſprochen wurde. Nachmals aber wollte man die Getreidefruͤchte nacheinander nehmen, und nun im vierten Felde Klee haben, welcher 1 1 Das Fedderſyſtem 202 hoͤrig beſt rellt eine vortreffliche Vorfrucht zum Getreide abgeben, und der Acker keinesweges einer dar⸗ auf folgenden Brache bedarf. Es iſt ein vierfeldriges Syſtem aber auch von manchen privativen Gutsbeſitzern fuͤr ſich ſowohl, als fuͤr ihre Bauern eingefuͤhrt worden, wovon ſich manche ungemein große Wi irkung verſprachen. Die land geſchickte Wirthſchaftsverſtaͤndige zuers auf ſeinen Domainen, dann durch betraͤchtliche Unter⸗ natuͤrlich noch ſchlechter, wie in der Dreifelderwirthſchaft eriet. Nun werden mehrentheils drei Getreidefruͤchte in ſo eingetheilten Feldern gebaut, und dann Brach gehalten, und mir iſt nur ein einziges Beiſpiel eines Gutes bekannt, welches wirklich auf einem Thei 3 ſeiner Felder ſchon ſeit 25 Jahren den Fruchtwechſel von 1) behanten Fruͤchten, 2) Gerſte, 3) Klee, 4 Winterung betreibt. §. 322.. Auch fuͤnf Felder findet man an einigen Orten bei Dorfgemeinden mit mannigfaltiger Verſchie⸗ denheit in der Folge der Fruͤchte. Wo nach der Brache 1) Winterung, 2) Erbſen, 3) Winterung, 4) Sommerung gebauet wird, da gehoͤrt es nicht zu den uͤbelſten, falls die Brache dann vollſtaͤndig bearbeitet wird. Mit kleinen Linderunden koͤnnten dieſe vier⸗ einem richtigen Fruchtwechſel, und fuͤnffeldrigen Syſteme leichter zu s das dreifeldrige gehracht werden, indem der Futterbau einen an⸗ gemeſſenen Platz darin findet. Ueber die Verhaͤltniſſe worin die Dreifel derwirthſchaft in Anſehung der Arbeit, des Duͤnger⸗ ſtandes und des Extrages in ſich ſelbſt und mit andern Wirthſchaftsſyſtemen ſtehe, wird die allgemeine tabellariſche Ueberſicht aller Wieihſchaftsarten am Schluſſe dieſes Kapitels mehreres Licht verbreiten. Das Wechſelſyſtem. Die Schlag⸗, Koppel⸗, Hollſteiniſche und Mecklenburgiſche Wirthſchaft. §. 323. Diejenige Wirthſchaftsart, wo der Acker eine Reihe von Jahren nacheinander zum Fruchthan und dann wiederum eine Reihe von Jahren zur Viehweide, zuweilen auch zum Heuſchlage, diente, iſt Idee ſcheint mir auf einem Mißverſtaͤndniſſe uͤber das vierfeldrige Syſtem der Englaͤnder zu be⸗ uthene Denn es kam beſonders ſeit der Zeit in Anregung, wie Friedrich der Große den Vorzug der engliſchen Landwirthſchaft anerkennend, dieſe durch den Englaͤnder Brown und einige nach Eng⸗ Es X ſeit jeher von Deut ſchen, Englaͤndern und Italiaͤnern Wechſelwirtl thſchaft genannt worden, und Auch ich habe mich des Worts im erſten Bande meiner engliſchen Landwirthſchaft in dem Sinne bedient, und es iſt nicht meine Schuld, wenn man mit dieſem Aus⸗ drucke nachher ein anderes Fruchtfolgeſyſtem ausſchließlich hat bezeichnen wollen und ſchlechthin dafuͤr angenommen hat. Man druͤckt ſich jetzt freilich gegen die meiſten verſtaͤndlicher aus, wenn man die obigen Namen ſtatt Wechſel lwirthſchaft gebraucht. Aber dieſe ſind wieder zweideutig, und bezeichnen bei Andern nur eine beſondere Gattung jenes Syſtems. Unter Schlaͤgen verſtehen manche nicht ein zuſammenhaͤngendes Feld, ſondern zuweilen getrennte Feldſtuͤcke, die aber in jedem Jahre auf gleiche Weiſe beſtellt werden, oder die Ordnung, in welcher dieſe Feldſtuͤcke verthejlt ſind. Koppel hingegen heißt bei ihnen ein zuſammenhaͤngendes Stuͤck, wenn ———-—————— 8 6 aiii venim lißi uhä hnt b ilnt, ni,d ſa gach dne jder Schah nitt uboͤ Enlfutn ſcht dee fwnajrg ntöen W, Wr, in Al zuteihede un ffühet w lugiche, we Es iſ ſarebt, wo dezader, ale Dadnur war, und Wade ged zen erhielt Kuhe und Nen wieder indem man t ſich dieſes ver daſelbſt Prvinzen z lpiange des Gauf ſeinen dadunc hen Srragkei und dee ſa Deshab ſitationen Auf einne ſhaft ind ugche enem ungl dthiett es bung undye den, welche J einer dar⸗ ſich ſovoß verſprachen. ander zu be⸗ den Jerzug le nach Eng⸗ kliche ate⸗ vollte. zugleich ge ind nun in ift gerieth. nn Brache dem Theile 3) Klee, Verſchie⸗ Vinterung, vollſtaͤndig leichter zu u einen an⸗ es Daͤnge⸗ allgemeine breiten. chaft. Fruchtbau diente, iſ den, und engliſchen jeſem Aus⸗ thin dafuͤr n man die bezeichnen getrennte in welcher ick, wenn Das Wechſelſyſten. 203 gleich auf dieſem Stuͤcke in einem Jahre verſchiedene Fruͤchte gebauet werden. Viele geben dieſen Na⸗ men nur einem umzaͤunten Stuͤcke Landes. Andere wollen die Hollſteiniſche Wirthſchaft deshalb aus⸗ ſchließlich Koppelwirthſchaft, die Mecklenburgiſche aber Schlagwirthſchaft nennen, weil dort Unzaͤu⸗ nungen, hier keine gebraͤuchlich ſind. Die meiſten nehmen in den Gegenden, wo dieſe Wirthſchaft ein⸗ gefuͤhrt iſt, die Ausdruͤcke gleichbedeutend. Ich denke mir unter Schlaͤgen die Vertheilung einer Feld⸗ flur nach einer gewiſſen Fruchtfolge, ſo daß nach Ablauf der mit den Schlaͤgen gleichen Jahreszahl ein jeder Schlag ſich wieder in dem Zuſtande befinde, worin er zu Anfange des Umlaufs war, fordere aber nicht undedingt den oͤrtlichen Zuſammenhang der Felder jedes Schlages, welcher insbeſondere bei der Stallfutterung keinesweges noͤthig iſt; wo vielmehr unter gewiſſen Verhaͤltniſſen, Trennungen in Hin⸗ ſicht des Orts nuͤtzlich ſeyn koͤnnen. Koppel aber neune ich einen Schlag, der auch im oͤrtlichen Zu⸗ ſammenhange ſteht. Um alle Mißverſtaͤndniſſe zu vermeiden, und nicht bloß einigen einzelnen Provin⸗ zen, ſondern allen Deutſchen verſtaͤndlich zu werden, nenne ich die Wirthſchaftsart, von der wir jetzt reden, im Allgemeinen die Wechſelwirthſchaft mit Weide. Und um ihre beſondern Abarten zu unterſcheiden, nenne ich ſie Koppelwirthſchaft, wenn ſie nach der bisher gewoͤhnlichen landuͤblichen Art gefuͤhrt wird; und zwar Hollſteiniſche, wenn ſie mit uͤberwiegenden Weidejahren, und Mecklen⸗ burgiſche, wenn ſie mit uͤberwiegenden Frucht⸗ und Brachſchlaͤgen eingerichtet iſt. §. 324. Es iſt wahrſcheinlich, daß ſich dieſe Wirthſchaftsart im Norden noch aus denen Zeiten her⸗ ſchreibt, wovon Tacitus ſagt, arva per annos mutant et superest ager(Sie veraͤndern jaͤhrlich die Felder, und der Boden iſt aͤberfluͤſſig vorhanden). Freilich ging man in jenen Zeiten wohl ohne alle Ordnung von einem Flecke des Bodens zum andern aͤber, ſo wie der bisher angebaute erſchoͤpft war, und mit reichlichen Fruͤchten nicht mehr lohnte. Denn es war aufzubrechender Boden, der zur Weide gedient hatte, genug vorhanden. Wie aber bei vermehrter Bevoͤlkerung das Eigenthum Graͤn⸗ zen erhielt, ſah man ſich genoͤthigt, zu dem verlaſſenen Acker zuruͤckzukehren, fand, daß er durch die Ruhe und dem Weideduͤnger ſeine Kraft wieder erhalten hatte, und ließ nun den ſpaͤter aufgebroche⸗ nen wieder zur Weide liegen. Von dieſer Wechſelung finden wir noch in manchen Gegenden Spuren, indem man die aufgepfluͤgten Ackerbeete unter alten Eichen noch deutlich erkennt. Wahrſcheinlich hat⸗ te ſich dieſes Verfahren in dem noͤrdlichſten Theile von Deutſchland, der daͤniſchen Halbinſel erhalten, war daſelbſt zu einem regulaͤren Syſteme geworden, um ſich von hieraus nun wieder auf benachbarte Provinzen zu verbreiten. Der Landdroſt von der Luͤhe lernte die Vorzuͤge dieſes Syſtems zu Anfange des vorigen Jahrhunderts daſelbſt kennen, und ſing in den Dreißiger⸗Jahren deſſelben an, es auf ſeinen Guͤtern in Mecklenburg, jedoch mit gewiſſen Modiſikationen, einzufuͤhren. Er zog ſich dadurch heftigen Widerſpruch, Streit, Spott und Feindſchaft zu, die nachher bei Gelegenheit der Streitigkeiten mit dem Herzoge, wahrſcheinlich theils die Verfolgungen veranlaßte, denen er unterlag, und die ſeine neue Wirthſchaft in Unordnung brachten, und ſeine Vermoͤgensumſtaͤnde zerruͤtteten. Deshalb fand er lange Zeit nur verſteckte Nachahmer, die das Syſtem mit verſchiedenen neuen Modi⸗ ſikationen ganz in der Stille auf ihren Guͤtern einfuͤhrten, oͤffentlich aber wohl gar dagegen ſprachen. Auf einmal kam es an den Tag, daß dieſes Syſtem auf vielen Guͤtern, die bei der Dreifelderwirth⸗ ſchaft in die hoͤchſte Erſchoͤpfung verfallen waren, und deshalb ihr Duͤngerland auf eine immer kleine⸗ re Flaͤche hatten beſchraͤnken muͤſſen, durch dieſes Syſtem gehoben, aufs neue in Kraft geſetzt und zu einem ungleich hoͤhern Ertrag gebracht worden war. Waͤhrend und nach dem ſiebenjaͤhrigen Kriege erhielt es aber erſt den algemeinen Beifall, und verbreitete ſich uͤber den groͤßten Theil von Mecklen⸗ burg und von da aus einzeln in benachbarte Provinzen. Aus dieſen Zeiten ſind auch die erſten Schrif⸗ ten, welche wir daruͤber haben; z. B.„Roſenows Verſuche einer Abhandlung vom Ackerbau in der C e 2 Geſchichte der Koppelwirth⸗ ſchaft. 8 204 Diie Koppelwirthſchaft. 8. Koppelwirthſchaft, Leipzig 1759.“„Schumachers gerechtes Verhaͤltniß der Viehzucht zum Acker⸗ bau aus der Mecklenburgſchen Wirthſchaftsverfaſſung.„Gedanken von der Mecklenburgiſchen Wirth⸗ ſchaft und Ausfuͤhrungskunde von Denſow.„Von Fegeſack zur Aufnahme der Landwirthſchaft, Berlin 1766.“ Die Vortheile, welche aus dieſer Wirthſchaftsart hervorgingen, insbeſondere auf ſolchen Guͤtern, die einmal in einen Abfall ihres Duͤngerſtandes gekommen waren, leuchteten nun einem jeden ſo ein, daß man dieſes Syſtem als das vollkommenſte unter allen moͤglichen anſah, und ſich in dortigen Ge⸗ genden gluͤcklich pries, bei der gaͤnzlichen Abhaͤngigkeit der Bauern ſeine Aecker ohne Weitlaͤuftigkeit zuſammenziehen und in Schlaͤge legen zu koͤnnen. Jetzt fing man erſt den Werth des Grundes und Bodens zu ſchaͤtzen an, wobei dann freilich mancher Bauer den ſeinigen ganz oder zum Theil verlor. 2* 7 “§. 325. So wie hier der Zufall dieſes Syſtem kennen lehrte, und ſeine Verbreitung beguͤnſtigte, verfie⸗ len doch auch in andern Gegenden denkende Koͤpfe auf daſſelbe. Die vorzuͤgliche Kraft des geruheten Bodens, die Sicherheit und Groͤße der Ernten, welche er giebt, und wiederum das reichliche Weide⸗ gras, was auf hohen Weiden, die unerſchoͤpft einige Jahre lang vom Pfluge ruhen, gegen andere, die unaufgebrochen lange Jahre gelegen haben, hervorkommt, mußte aufmerkſame Beobachter auf die Vortheile dieſes Wechſels leiten. Camillo Tarello in ſeinem Ricordo d'agriculture lehrte die⸗ ſes Syſtem, und zwar in ſeiner groͤßern Vollkommenheit, auf rationelle Gruͤnde geſtuͤtzt. Nach ihm ſollte das Grasland mittelſt eines achtmaligen Pfluͤgens aufgebrochen und zum Fruchtbau benutzt wer⸗ den, ohne Duͤnger, es ſey denn etwa Kalk, fruͤher darauf zu bringen, als mit der letzten Saat, un⸗ ter welcher Klee und zweckmaͤßige Graͤſer zu ſaͤen waͤren, und womit dann das Land eine Reihe von Jahren zur Weide oder zur Futterung des Viehes liegen bleiben ſolle. Auch Bertrand zu Orbe in der Schweiz lehrte in ſeinem élements d'agriculture dieſes Syſtem, und bewies die Vorzuͤge des auf dem Acker entſtandenen Raſens vor aͤltern Weiden, und wiederum die Fruchtbarkeit, welche die Raſenfaͤulniß den nachher gebauten Fruͤchten gebe. Auch findet man es in der Schweiz und in einigen ſuͤdlichen Gegenden Deutſchlands, ich weiß nicht feit wann, eingefuͤhrt. §. 326. Bei dem allen hat dieſes Syſtem viele Widerſpruͤche von andern erlitten denen es aber mehren⸗ theils an einem vollſtaͤndigen Begriffe davon fehlte. Man glaubte, der Kornbau wuͤrde dadurch zu ſehr beſchraͤnkt, und hielt es fuͤr eine Schande der Kultur, ſo vieles Land unbeſtellt liegen zu laſſen. Man glaubte, die Verminderung der Arbeit ſei der einzige Grund des Beifalls, den es hin und wie⸗ der erhalten habe, man berief ſich auf die Einziehung der Bauerhoͤfe in Mecklenburg, und verſicherte ſomit, daß es durch verminderte Nahrung und verminderten Verdienſt der Menſchen geradezu zur hoͤch⸗ ſten Entvoͤlkerung des Staates fuͤhre.. Die Koͤnigliche Akademie der Wiſſenſchaften zu Berlin machte daher die Frage uͤber die An⸗ wendbarkeit der Koppelwirthſchaft, vorzuͤglich in der Mark Brandenburg, im Jahre 1791 zur Preisaufgabe, zu deren Beantwortung ſehr viele Schriften einliefen; noch mehrere aber durch die uͤber ſelbige entſtandene Streitigkeiten, beſonders durch die von dem Staatsminiſter Grafen von Herzberg uͤber dieſen Gegenſtand gehaltene Vorleſung, worin er ſich gegen die Kop⸗ pelwirthſchaft erklaͤrte, herauskamen. Dieſe Schriften ſind von verſchiedenem Gehalte, und haben vielleicht ſaͤmmtlich in einzelner Hinſicht Verdienſt. Allein ſie ſtellen weder die Verhaͤltniſſe der Wirth⸗ ſchaften klar genug gegen einander, noch geben die meiſten von ihnen eine hinlanglich deutliche Anſicht von der Koppelwirthſchaft dem, der ſie gar nicht kennt. 1 28 N üinſen wo a deſchaf e hat kein fachte, une adwet; do ent deſ heabſte dl mnterdrict aber getetet komnt aun, zun Fachtta hüarrgelegt, ger elange (iſti ſoeſt ihre Ei ſoft dermel land, insbeſ den Ackerſch Durch ten, und ei gewinnet ſi der bei der Koͤrner ſo traͤchtlich o vergroͤßert Wechſel lieg Kle, welche .Dazu da ganzen ſen Falle haten kann. trag ſich auch darxachte we Das dieſen Wirt benielgen g. Zuvoͤt te lniſchen 4 Bei er Rägern Ante n weniger 1 Die Koppelwirthſchaft. 205 zum Acer⸗§. 327— 4 cen Witz⸗ 4 der Koppel e et For 3 3 ſſten withſch. Das Weſentlichſte der Koppe wirthſchaft, welches aber von den Gegnern derſelben am meiſten 8 uͤberſehen worden, iſt, daß ſie ihren ſammtlichen Grund und Boden, der dem Pfluge ſeiner phyſi⸗ :en Giten ſchen Beſchaffenheit nach einigermaßen unterworfen werden kann, in ihrem Wechſel mit aufnimmt. eden ſ er Sie hat kein Fleckchen Landes, welches ſie nicht kultivirt, wenn es der Kultur faͤhig iſt. Nur der zu drigen Gr⸗ feuchte, unabwaͤſſerliche Boden iſt zu Wieſen; der zu ſteile und vielleicht zu abgelegene dem Holze ge⸗ ettauſgte widmet; dann aber auch dieſer Benutzung ausſchließlich. Sie bedarf keiner Weide auf Wieſen, oder rundes un benutzt dieſe wenigſtens nicht anders dazu, als in dem Falle, daß es ihnen im Fruͤhjahre und Spaͤt⸗ verior herbſte voͤllig unſchaͤdlich waͤre. Ihre Holzung aber iſt vollkommen geſchloſſen, und kein Stuͤck Vieh 3 unterdruͤckt den jungen Ausſchlag oder benagt die aufgewachſenen Baͤume. Beſondere Weidereviere aber geſtattet ſie durchaus nicht, ſondern Alles, was eine Reihe von Jahren zur Viehweide diente, S 1 kommt nun, durch Weideduͤnger und Raſenfaͤulniß in Kraft geſetzt, eine andere Reihe von Jahren e, berfi⸗ zum Fruchtragen. Dagegen wird nun der abgetragene jedoch von rechtswegen nicht erſchoͤpfte Acker geruheten niedergelegt, um dem Viehe Nahrung zu geben, und neue Kraͤfte durch Graswuchs und Weideduͤn⸗ he Wedde⸗ ger zu erlangen. en andere, Es iſt in vielen Faͤllen an ſich ſchon unrichtig, daß dieſe Wirthſchaft gegen die Dreifelderwirth⸗ achter auf ſchaft ihre Einſaat beſchraͤnke. Es giebt der Faͤlle viele, wo dieſe beim Uebertritt in die Koppelwirth⸗ lehrte die⸗ ſchaft vermehrt worden iſt, indem das vormalige, zur Erhaltung des Viehes unentbehrliche Weide⸗ Nach ihm land, insbeſondere der veroͤdete und nur noch mit einzelnen ſtruppigen Baͤumen beſetzte Forſtgrund zu nugt wer⸗ den Ackerſchlaͤgen genommen ward, oft mit großem Gewinn fuͤr die Holzkultur ſelbſt. Saal, un⸗ Durch die reichere und kultivirte Weide aber iſt ſie nun im Stande, ſo viel mehreres Vieh zu hal⸗ 4 Reihe von teen, und es beſſer und mit groͤßerer Sicherheit zu ernaͤhren. Neben der hoͤhern Benutzung deſſelben zu Orbe gewinnet ſie nun den zureichenden Duͤnger, und der Acker erhaͤlt ſelbſt den auf der Weide fallenden, orzuͤge des der bei der Felderwirthſchaft ſo gut wie ganz verloren iſt, fuͤr den Fruchtbau. Da nun der Ertrag der welche die Koͤrner ſo ganz von der im Acker befindlichen Kraft abhaͤngt, ſo wird dieſer von derſelben Einſaat ſo be⸗ in einigen traͤchtlich vermehrt, daß in den meiſten Faͤllen, auch bei wirklich verminderter Einſaat, ſolcher eher vergroͤßert als herabgeſetzt wird. Man hat es deshalb faſt allgemein zugeben muͤſſen, daß ein im Wechſel liegender Acker, bei gleicher Duͤngung und Fruchtfolge, nach der Ruhe ein Korn mehr Ertrag gebe, welches als reiner Gewinn von großer Bedeutung iſt. rmehren⸗ Dazu kommt nun aber die hoͤhere Benutzung, welche ſie aus dem Viehe zieht, indem ſie dieſem adurch zu den ganzen Sommer hindurch eine zureichende und ſich mehr gleichbleibende Weide geben, und faſt in zu laſſen. jedem Falle wegen des groͤßern Umfanges oder wegen der groͤßern Kraft derſelben weit mehreres Vieh und wie⸗ halten kann. Die allgemein zugeſtandene hoͤhere Nutzung des Viehes kann alſo, wenn der Koͤrnerer⸗ 2 verſicherte trag ſich auch nur gleich bliebe, immer als Vortheil dieſer Wirthſchaftsart gegen die Felderwirthſchaft rzur hoͤch⸗ betrachtet werden.. die An⸗§. 328. 8 urg, in Das Verhoͤktniß, nach welchem der Acker zwiſchen Fruchtbau und Weide wechſelt, iſt nun bei dieſen Wirthſchaften ſehr verſchieden, und aus dieſem verſchiedenen Verhaͤltniſſe mit allen ſeinen Ne⸗ benfolgen geht der mannigfaltige Unterſchied dieſer Wirthſchaftsart hervor. 8 Zuvoͤrderſt der Unterſchied zwiſchen den, der groͤßern Landuͤblichkeit wegen ſogenannten Holl⸗ unterſchied zwi⸗ 8 ſchen der Holl⸗ h mehrere teminiſter die Kop⸗ ben ſteiniſchen und Mecklenburgiſchen Wirthſchaften. enn d haben 1 2*. ſteiniſchen und rWirth⸗ Bei erſterer uͤberwiegt die Weide und Biehhaltung den Ackerbau, oder hat doch einen merklich Mecklenvurgi⸗ eAnſcht groͤßern Antheil am Ertrage des Ganzen, wie bei der Mecklenburgiſchen; der Hollſteiner beackert nicht ſchen. 1 nur weniger Land, ſondern wendet auch weniger Arbeit daran. Nach der urſpruͤnglichen, zwar nicht 2096 8 Die Koppelwirthſchaft. mehr al allgemeinen, aber doch noch haͤufigen Nationalwirthſchaft, wird keine vollſtaͤndige Brache ge⸗ halten, und findet kein Sommerpfluͤgen ſtatt. Man hat ſich wenigſtens lange geſcheut, durch zu ſtar⸗ kes Pfluͤgen die Grasnarbe und die Keime der Graͤſer zu zerſtoͤren, und den wilden Graswuchs fuͤr's kuͤnftige zu ſchwaͤchen. Das Weideland wird daher nicht mittelſt einer Brache umgebrochen, ſondern haͤufig gleich auf die erſte Furche Hafer geſaͤet, oder bei mehr ſandiger Beſchaffenheit Buchweizen. Dieſen ſogenannten Dreeſchhafer haben auch diejenigen— und wie ich glaube mit Grunde— beſbe⸗ halten, welche von der Ruͤtzlichkeit einer vollkommneren Bearbeitung uͤberzeugt, Brache nach demſel⸗ ben halten. Auch bei dem Riederlegen des Landes zur Weide vermeidet man gewoͤhnlich die zu ſtarke Auflockerung und Krautzerſtoͤrung, pfluͤgt daher zu der letzten Frucht— gewoͤhnlich Hafer— abſcn lich nur einmal, und nennt dieſen Hafer deöhalb Hartlandshafer, weil das Land hart dabei blei ben ſoll. 8§. 329. Die Lolſteini Der Hollſteiner— es verſteht ſich, daß hier immer von der Mehrheit die Rede iſt, indem man iche.— in Ruͤckſicht auf Einzelne in Hollſtein Wirthſchaften antrifft, die voͤllig nach Mecklenburgiſcher Art ge⸗ ſtaltet ſind— hat mehrere Schlaͤge und einen laͤngern Umlauf(Roulirung, Turnus, Rotation). Er bauet gewoͤhnlich mehrere Getreideſaaten nacheinander, laͤßt dann aber den Acker um ſo laͤnger wieder zur Weide liegen. Das gewoͤhnlichſte Verhaͤltniß iſt in Hollſtein, daß ein Fünftel Winterung, ein Fuͤnftel Som, merung und drei Fuͤnftel Weide ſind. Wird Brache gehalten, welches jetzt um ſo haͤuſiger wegen des allgemein eingefuhrten Mergelns g eichiehr, ſo betraͤgt ſie doch nur ein Zehntel. Man nimmt dann Hevihiche —1) Dreeſchhafer; 2) Brache;. 3) Winterung; Sommerung; 53) Winterung oder Sommerung, und dann fuͤnf Jahre Weide. unter 10 Schlaͤgen hat man ſelten oder nie. Man findet aber auch Abtheilungen von 12, 13 und 14 Schlaͤgen, welche ihre Piu⸗ und ihre Weidejahre in einer Folge nacheinander haben, und dann mit einem noch groͤßern Verhaͤltniſſe des Weidelandes zum Pfluglande. Denn mehr als fuͤnf Fruͤchte bauet man wohl nie hintereinander. Zur Umlegung der Schlaͤge entſchließt man ſich in Hollſtein deshalb weniger wie in Mecklenburg, weil jeder Schlag mit einer Befriedigung eingefaßt iſt, die aus Graben und Wall beſteht, mit einer darauf gepflanzten Hecke beſe ſetzt, die man Knick zu nennen pflegt, und die man bei einer Wirthſchaft, die ſo vorzuͤglich auf Weide berechnet iſt, fuͤr etwas ſo weſentliches haͤlt, daß manche den ganzen Un⸗ terſchied zwiſchen Mecklenburgiſcher und Hollſteiniſcher Wirthſchaft in dieſen Knicken ſetzen. Weshalb denn auch der Streit uͤber den Nutzen und Schaden dieſer Kn icke ſo lebhaft gefuͤhrt iſt. Sie werden jedesmal abgehauen, wenn die Koppel aufgebrochen wird, wachſen dann waͤhrend des Getreidetragens langſam heran, und gewaͤhren waͤhrend der Weidezeit unleugbar vielen Nutzen. Um dieſer Knicke willen, deren erſte Anlage muͤhſam und koſtſpielig iſt, entſchließt man ſich alſo zu einer Abaͤnderung der Koppeln nicht leicht, und auf Guͤtern, wo die Zahl derſelben zu groß ſchien, . tet; ungefaͤhr ſo, wie die Mecklenburger ihre Nebenkoppel zu benutzen pflegen. Da der Hollſteiner ungleich mehr Vieh haͤlt, wie der Mecklenburger, auch ſolches im Sommer 1 ſowohl als im Winter beſſer naͤhrt, ſo gewinnt er im Allgemeinen weit mehrern Duͤnger und erhaͤlt ſein hat man lieber eine oder die andere herausgenommen, und ſie auf jeine beſondere Weiſe bewirthſchaf⸗ Knd hehub Bachäungu Tdiet nübm ec ul ie G uns der d Raſchen e⸗ haujg auf Unruchtbnt merglihten ſchen Wihſt Magſtlicte Afdie: niy rt die ar die Halfte hermskomme. Ueber di reſchedenen; der M mdde Veas ger bei hm. im Herbſe Er hat des ter ſchlechte Hollſteiniſche t Desha ter Weackeru ſinerer Dun indeſen durch dorzäglich des uvelen durch nit vielem g dech den. chen in Kra kraftreichern Wem ſ ufft man umtercheidet ) die der Dreifelde ſen, und ſa d Brache ge⸗ durch zu ſar⸗ Swuchs für chen, ſondern Duchweßen nde— belbe⸗ nach demial⸗ die z ſaart 1— adſite t dabei h indem man cher Art ge⸗ ation). Er nger wieder anftel Som⸗ ewegen des nimmt dam on 12, 13 haben, und hr als füͤnf Recklenburg, :, mit einer Wirthſcheft ganzen lee Weshal unn waͤhrend en Nutzen. non ſich alſo groß ſchien, ewirthſchaf⸗ m Sommer derhaͤlt ſein ger die Haͤlfte des reinen Ertrages der Wirthſchaft, Die Koppelwirthſchaft. 207 Land hierdurch neben der laͤngern Ruhe in weit groͤßerer Kraft. Hierdurch gewinnt er der minderen Bearbeitung ungeachtet haͤufig groͤßere, aber im Allgemeinen vielleicht minder ſichere Ernten. Da dieſe Wirthſchaftsart in Hollſtein ſeit uralten Zeiten beſtand, und der Boden dabei von Jahr zu Jahr an Kraft zunehmen mußte, ſo ſcheint ſeine Grundbeſchaffenheit urſpruͤnglich ſehr gut zu ſeyn, obwohl ſie(es verſteht ſich, daß wir hier nicht von den Riederungen oder Marſchen reden) in An⸗ ſehung der eigentlichen Erdmiſchung keine Vorzuͤge weder vor Mecklenburg noch vor vielen andern nord⸗ deutſchen Provinzen hat. Aber Reichthum von Humus und Ueppigkeit der Vegetation findet man haͤufig auf Boden, wo der Sand ſo praͤdominirt, daß er bei einer andern Kultur nur das Bild der Unfruchtbarkeit darſtellen wuͤrde. Hieraus erklaͤrt ſich die wunderbare Wirkung des aufgefahrenen merglichten Lehms,(eine Operation, welche man jetzt unter die Eigenthuͤmlichkeiten der Hollſteini⸗ ſchen Wirthſchaft zuͤhlen kann) die man in andern Gegenden vor verſtaͤrkter Miſtduͤngung in dem Maaße nicht erwarten kann. Auf die Molkerei, welche man in Hollſtein und Mecklenburg Hollaͤnderei zu nennen pflegt, wird dort die groͤßte Aufmerkſamkeit verwandt, weil man im Durchſchnitte rechnet, daß aus ſelbi⸗ herauskomme.. Ueber die Benutzung der Schlaͤge werden wir bei der allgemeinen Ueberſicht der Verhaͤltniſſe der verſchiedenen Wirthſchaftsarten gegeneinander das Weſentliche angeben. —§. 330. Der Mecklenburger verwendet dagegen eine ungleich groͤßere Aufmerkſamkeit auf den Koͤrnerbau und die Beackerung des Bodens, und die Wirthſchaftsart iſt uͤberhaupt verwickelter und mannigfalti⸗ ger bei ihm. Er haͤlt in jedem Umlaufe ein⸗ oder gar zweimal voͤllig reine Brache, die in der Regel im Herbſte ſchon umgebrochen und einen ganzen Sommer hindurch mit großem Fleiße bearbeitet wird. zuweilen ſelbſt mehr als aus dem Fruchtbau Die Mecklen⸗ durgiſche. Er hat deshalb natuͤrlich weniger Weide und weniger Vieh, und dieſes wird im Sommer und Win⸗ ter ſchlechter genaͤhrt, weshalb der Biehertrag bei dieſer Wirthſchaft ungleich geringer, als bei der Hollſteiniſchen iſt. Deshalb aber duͤngt er auch ſchwaͤcher, und ſucht den mangelnden Duͤnger zum Theil durch ſtaͤr⸗ kere Beackerung zu erſetzen, nach welcher er freilich oft beſſere Kornernten, als der Hollſteiner nach ſtaͤrkerer Duͤngung bewirkt, aber auch den Boden mehr erſchoͤpft. Dieſen Duͤngermangel hat man indeſſen durch die ſorgfaͤltigſte Benutzung des von der Natur erzeugten und aufbewahrten Duͤngers, vorzuͤglich des Moders, der ſich in Niederungen und Sinken ſeit Jahrtauſenden angehaͤuft hatte, und zuweilen durch den Gebrauch der Waſſerkraͤuter, beſonders des dort ſogenannten Tangs oder Porſts, mit vielem Fleiße zu erſetzen geſucht, und dadurch auf manchen Guͤtern die Erſchoͤpfung des Bodens verhendert. Der Gebrauch des merglichten Lehms verbreitet ſich in Mecklenburg zwar auch auf man⸗ chen in Kraft erhaltenen Guͤtern ſehr nuͤtzlich, wird aber daſelbſt das Gluͤck nicht machen, wie auf dem kraftreichern Hollſteiniſchen Boden. Wenn der Hollſteiner ſeine ſaͤmmtlichen Schlaͤge mehrentheils in einer Rotation bewirthſchaftet, ſo trifft man auf den Mecktenburgiſchen Guͤtern gewoͤhnlich mehrere Schlagordnungen an, und man unterſcheidet folgende drei Arten. G. 1 .§. 331. 1) Die Binnen⸗ oder Hauptſchlaͤge. Zu dieſen iſt der beſſere ſeit jeher, auch ſchon bei der Dreifelderwirthſchaft, mehr in Duͤnger gehaltene Acker gewaͤhlt. Sie liegen dem Hofe am naͤch⸗ ſten, und ſtoßen entweder auf ſelbigen zu, oder ſind doch durch kuͤrzere Wege damit verbunden. Sie Verſchiedene Schlag⸗ Ab⸗ theilungen. Roulirung der 1 3— Schlaͤge. der Stells und in dem Zuſtand finden, worin er zu Anſange deſſelben war. Daraus folgt dann auch, Die Koppelwirthſchaft. machen den Hauptbeſtandtheil des Gutes aus, und ihre Weſde iſt nehrentheits dem nußbaren Rind⸗ viehe beſtimttt. 4 2) Die Außenſch laͤg e. Sie enthalten das ſchlechtere oder mehr vernachlaßigte und aßgelegene Land, welches man b bei der Felderwirthſchaft ſechs⸗ und neunjaͤhriges Rockenland zu nennen pflegt, und ſie ſind entweder aus dieſen oder aus vormals gemachten und erſchoͤpften Aufbruch entſtanden. Die Weide auf ſelbigem iſt fuͤr das Rindvieh zu kaͤrglich, auch wohl zu entfernt, und deshalb fuͤr die Schaͤferei beſtimmt, die der Hollſteiner in der Regel gar nicht hat, der Mecklenburger aus der Dreifel⸗ derwirthſchaft beibehielt, ſie aber bis auf die neueſte Zeit ſehr vernachlaͤßigte, und wohl hoͤchſt geringen reinen Ertrag davon hatte. Von rechtswegen ſollten dieſe Außenſchlaͤge wenigſtens den Pferch der Schafe erhalten. Weil man deſſen aber fuͤr die Binnenſchlaͤge mehrentheils zu beduͤrftig iſt, ſo wird er ihnen haͤufig auch entzogen, und ſie erhalten gar keinen Daͤnger, ſondern muͤſſen aus der ſogenannten Ruhe einige Sagten abtragen. Aber dieſe Ruhe hilft wenig, weil ſich kem Naſen darauf erzeugt und alſo auch wenig Weideduͤnger darauf faͤllt. 3) Die Nebenkoöppeln. Sie enthalten mehrentheils vorz rügliches und nah am Hofe belege⸗ nes Land, ſind mehrentheils eingezaͤumt, und den Woͤrthen oder Wurthen der Felderwirthſchaft gleich zu ſchaͤtzen. Ihr Zweck iſt hauptſaͤchlich, dem Zug⸗ und Haushaltsvieh Weide zu geben, welches letztere man von dem Hellaͤndereivieh, welches mehrentheils verpachtet iſt, unterſcheidet. Dann die⸗ nen ſie aber auch zum Futterbau und Heugewinnung, und werden auch deshalb wohl Kleekoppeln ge⸗ nannt. Jedoch werden ſie auch wechſelsweiſe zum Getreidebau benutzt. Manche haben ſie neuerlich nach der Regel der Fruchtfolge zu bewirthſchaften angefangen, und insbeſondere die vierſchlaͤgige Ro⸗ tation von 1) behackten Fruͤchten, 2) Gerſte, 3) Klee, 4) Winterung dafuͤr gewaͤhlt. Ueberhaupt findet aber keine allgemeine und regulaͤre Bewirthſchaftung derſelben ſtatt, ſondern man behandelt ſie willkuͤhrlich nach dem Bedarf eines jeden Jahres und zur Bethuͤlfe der Hauptſchlaͤge. Ihre Groͤße iſt mehrentheils nach dem Verhaͤltniſſe des erforderlichen Zug⸗ und Haushaltsviehes eingerichtet,— weil ſie urſpruͤnglich nur zu deſſen Weide beſt ſtimmt waren. Man konnte da naͤmlich die Zugochſen beſſer verpflegen und naͤher zur Hand haben, wenn man ſie brauchte. Gewoͤhnlich trifft man drei ſolcher Koppeln, wovon nach der urf pruͤnglichen Einrichtung eine mit Getreide beſtellt, eine andere zu Heu gemaͤhet, eine dritte zur Weide gebraucht und ſo alle zwei oder drei Jahre damit gewechſelt werden lte §. 332. Nach dem Zuſtande, worin ſich die Schlaͤge befinden, heißen ſie 1) Weid 7, 2) Saat⸗, 3) Brachſchlaͤge. Wo in dem Umlaufe zwei Brachen, eine unmittelbar nach dem Aufbruch der Wei⸗ de, eine andere e zwiſchen den Saaten gehalten wird, da heißt erſtere Raubrache, gruͤne Bra⸗ che, Dreeſchbrache, Ruhebrache, Altbrache, und man ſagt dann, der Acker trage, weil er in der Regel hier keinen Miſt erhaͤlt, aus der Ruhe, richtiger vermoͤge der Raſenfaͤulniß. Die an⸗ dere heißt Muͤrbebrache, Schwarzbrache, neue Brache, und weil ie geduͤngt wird, Miſt⸗ oder fette Brache. 1§. 333. Di ieſe Schlaͤge machen bei der Hollſteiniſchen ſowohl als M eckl lenburgiſchen Wirthſchaft einen Zirkel oder Umlauf, ſo daß alle Jahre einer in die Stelle des andern tritt. Dieſer Umlauf dauert ſo viele Jahre als Schlaͤge ſind, und im Jahre, nach vollendetem Umlaufe, muß jeder Schlag ſich an daß di jaͤ 5 Glächitund tlitit, ſe zam ſe nund beſti fauch de d gahher eine Ddnung 9 Wes auc inh DAuud are tnegen, o tine und deſe ſegt, un ner veil dieſe Ko ſey denn, d das Zuſamm mi einer füͤ ſind, ſo erf Ind chem Vod und gleich leichter zu der Gute de von aͤltern deſer ſchwͤ Deden deſſe. nals gendth langer zu G als Supplen in den Jahj duͤngt, un We iätet man dens erhalte ben, wie m man der Oe zung, oder Erſer dhe Die Koppelwirthſchaft. 209 daß jedes Jahr gleich viele Schlaͤge jeder Art vorhanden ſind. Dies bewirkt dann die ſo nuͤtzliche Gleichheit und Regularitaͤt der Wirthſchaft durch alle Jahre, welche die Ueberſicht nicht nur ſo ſehr daren Rind⸗ dabgakgen erleichtert, ſondern auch einen gleichmaͤßigen Ertrag aus den verſchiedenen Zweigen der Wirthſchaft Anen pfteg, ſichert; ſo daß ſich die Ordnung und der Etat bei keiner Wirthſchaftsart mit geringerer Muͤhe beach⸗ enrſinden ten und beſtimmen laͤßt, als bei dieſer, wenn ſie einmal gehoͤrig eingerichtet worden. Dagegen aber hah ir de iſt auch die Einrichtung bei keiner Wirthſchaftsart ſchwieriger und erfordert groͤßere Ueberlegung, weil der Dhüſet⸗ nachher eine jede Abaͤnderung, ohne totale Abaͤnderung des Ganzen, kaum moͤglich iſt, und die vorige cht genden Ordnung gaͤnzlich zerſtoͤrt. h der Schai ird er ihen§. 334. nnten Ru Wo es iegend moͤglich iſt, legt man die Schlaͤge nach ihren Nummern und nach ihrer Folge Verbinduns gt und alſ auch oͤrtlich in einem Kreiſe, ſo daß z. B. bei 11 Schlaͤgen No. 11. wiederum mit No. I. graͤnze. dh uneln Dadurch erreicht man, daß die Weideſchlaͤge nebeneinander liegen, das Vieh ſie entweder ſaͤmmtlich Nummer. uͤbergehen, oder doch, ohne Wege zu betreten, von einer zur andern kommen koͤnne. Auch laͤßt man h eine und dieſelbe befriedigte Koppel, in welcher das Vieh die Nacht zubringt, ſo lange ſie zu Graſe de wwelhtt liegt, um neue Befriedigungen zu erſparen, zur Nachtkoppel dienen; welches aber andere verwerfen, 4 weil dieſe Koppel dadurch in Anſehung des Weideduͤngers auf Koſten der uͤbrigen beguͤnſtigt wird; es Dann die ſey denn, daß man eine ſolche Koppel vor andern zu verbeſſern beſondere Urſach habe. Ueberdies iſt oppeln ge⸗ das Zuſammenhaͤngen der Weidekoppeln wegen der Viehtraͤnken von Wichtigkeit, indem man dann neüelich mit einer fuͤr 2 oder 3 Koppeln ausreichen kann. Da dieſe Viehtränken nicht immer leicht einzurichten dä ſind, ſo erfordern ſie bei der oͤrtlichen Einrichtung der Schlaͤge viele Ruͤckſicht. he behandelt H. 335. Jhre Grißt In der Regel ſoll der Flaͤcheninhalt der Schlaͤge gleich ſeyn. Man hat aber haͤufig bei unglei⸗ Gleichheit der eingerichtet chem Boden die ſchlechtern nach Verhaͤltniß groͤßer gemacht, um wo moͤglich gleichen Koͤrnerertrag Koppeln. und gleiche Weide in jedem Jahre zu haben. Weil der ſchlechtere, mehrentheils ſandigere Boden wenn man leichter zu bearbeiten iſt, ſo wird auch der Unterſchied der Arbeit nicht merklich. Und weil man auch inrichtung der Guͤte des Bodens nach die Einſaat zu vermehren und zu vermindern pflegte, ſo war auch darin die nd ſo all von aͤltern Oekonomen ſo hoch geſchaͤtzte Gleichheit. Allein an Duͤnger fehlte es nun um ſo mehr, da dieſer ſchwaͤcher auf den Acker einer groͤßeren Koppel geſtreut werden kann, ungeachtet der ſchlechtere Boden deſſelben um ſo ſtaͤrker bedarf, wenn er gleichmaͤßig tragen ſoll. Man hat ſich daher mehr⸗ mals genoͤthigt geſehen, von dieſen groͤßern Schlaͤgen den ſchlechtern Theil anders zu behandeln, ihn 2) Saat⸗, laͤnger zu Graſe liegen zu laſſen, weniger Fruͤchte davon zu nehmen, und ihn nur bei einigen Saaten der Wa⸗ als Supplement zu gebrauchen. Oder aber man hat ſich vermittelſt der Nebenkoppeln geholfen, und ine Bra⸗ in dem Jahre, wo dieſer groͤßere und ſchlechtere Schlag zur Duͤngung kam, keme Nebenkoppel ge⸗ rage, wil duͤngt, um deſto mehr auf jenen verwenden zu koͤnnen. 3. Die an⸗. 1—. 4 ungt wird,§. 3356. Wenn ſonſt der Boden verſchieden iſt, und man ihn dennoch in eine Rotation nehmen will, ſo richtet man es ſo viel moͤglich ſo ein, daß jeder Schlag einen faſt gleichen Theil von jeder Art des Bo⸗ dens erhalte. Dies macht oft viele Schwierigkeit, und noͤthigt, den Koppeln andere Formen zu ge⸗ haft einen ben, wie man es in geometriſcher Ruͤckſicht thun wuͤrde. Einen kleinern Fleck ſchlechten Bodens, den j dauert ſo man der Oertlichkeit wegen mit in einen Hauptſchlag nehmen muß, ſucht man durch ſtaͤrkere Duͤn⸗ plag ſich an gung, oder beſſer durch Befahren mit einer fruchtbaren Erdart, zu verbeſſern.— dann auch, Erſter Theil. D d daß 210 Die Koppelwirthſchaft. 4 Zuweilen hat man es noͤthig gefunden, einen Schlag von durchaus ſchlechterer Beſchaffenheit doch mit in die Rotation zu nehmen, ihn aber zu ſchonen, und wie man es nennt derouliren zu laſſen. Man laͤßt ihn naͤmlich ein Jahr laͤnger zur Weide liegen, und greift dagegen einen andern, der es er⸗ tragen kann, vor. Erſterer traͤgt dann in der Rotation eine Ernte weniger; letzterer aber hat eine kuͤrzere Ruhe und traͤgt eine Ernte mehr, wodurch denn natuͤrlich jenem aufgeholfen, dieſer aber ge⸗ ſchwaͤcht wird. Es iſt ein Nothbehelf, der nur mit großer Vorausſicht angewandt werden darf, gemiß⸗ braucht aber, die ganze Wirthſchaft auf mehrere Rotationen in Unordnung bringen kann. Man hat beſonders darauf zu achten, daß Paͤchter, denen dieſer Kunſtgriff ungemein vortheilhaft ſeyn kann, ſich ſolchen nicht erlauben, wenn nicht die ganze Einrichtung ſchon bei der Anlage hierauf berechnet war. Man ſagt, daß auch viele habſuͤchtige Eigenthuͤmer ſelbigen in den gluͤcklichen Ausfuhrjahren des Ge⸗ treides in Mecklenburg gebraucht haͤtten. §. 337. Lage der Kop⸗ Die Lage der Koppeln hängt alſo oft von der Oertlichkeit, von der Figur des ganzen Areals und peln. von der Lage des Wirthſchaftshofes ab. Aber es duͤrfen auch andere Hinſichten nicht vergeſſen wer⸗ den, die oft eine viel buntere Eintheilung begruͤnden, als der Figur nach noͤthig ſcheint. Die voll⸗ kommenſte Lage der Koppeln iſt ohne Zweifel die, wenn ſie in einem ganzen oder halben Zirkel um den Hof herum liegen, ſich zunaͤchſt an denſelben, keilfoͤrmig zulaufend, faſt vereinigen, und dann immer weiter ausbreiten. Man pflegt dies eine faͤcherfoͤrmige Lage oder en eventail zn nennen. Hierzu iſt aber eine guͤnſtige Lage des Hofes faſt nothwendig, und eine ziemliche Gleichheit nebſt ununterbroche⸗ nem Zuſammenhange des Ackerlandes.. 3 4 1 8§. 33 8. 3 Sigur der Ko⸗⸗ Am beſten iſt es, wenn jede Koppel nur mit vier Seiten begrenzt iſt, und keine Winkel hat, die Fein. immer die Beackerung erſchweren. Ein regulaͤres Quadrat oder Oblongum waͤre allerdings vorzu⸗ ziehn, kann aber bei jener Lage nicht ſtatt finden, und die Form eines abgeſtumpften Triangels hat auch wenige Nachtheile.. 4 Gar zu ſchmal duͤrfen ſie nicht ſeyn und auch nach dem Hofe zu nicht werden, weil dies das Querpfluͤgen erſchwert, einen Uebertritt auf den angraͤnzenden Schlag oder eine Anwende, die man gern vermeidet, nothwendig macht. Auch wird bei einer ſehr langen und ſchmalen Geſtalt die Graͤnze mit dem nebenliegenden verlaͤngert, und es iſt folglich eine groͤßere Befriedigung noͤthig, oder das Zuruͤckhalten des Weideviehes wird ſchwerer. §. 339.— 4 Eine voͤllig tadelloſe Anlage iſt nur ſelten wegen der einmal vorhandenen Hoflage und wegen der ſtoßen laſſen. Nur muß man es moͤglichſt vermeiden, daß nicht eine Koppel hinter der andern liege, und zu jener nicht anders zu gelangen ſey, als uͤber dieſe. Auch muß man auf dem moͤglich gerade⸗ ſten Wege und nicht durch weite Umſchweife auf eine jede kommen koͤnnen. 3 §. 340. Gleichmaͤßige Daß die Entfernung der einen gegen die der andern nicht zu groß ſey, und daraus eine große Un⸗ E f 8 221,ℳ 4„.„△. 2. e... Lu lae gleichhein in den Arbeiten jedes Jahres entſtehe, iſt moͤglichſt zut verhuͤten, aber nicht immer iſt die ———— Figur des Ganzen möglich. Man muß haͤufig die Kommunikation der Koppeln mit dem Hofe durch einen oder mehrere gemeinſchaftliche Wege bewirken, und die Koppeln nur auf einen ſolchen Weg zu⸗ ae 14 8 andre weit hun ge glünnen dn piti dülwie es i Natur als au KRuütkſichten! Stellen nicht ſuch die Ve Waſer oder Wo Peln. Ein gerader L dern zuh andere Ke Diel meiſten Sch wan die D hoffeldes n ehne daß ei Rerehen ver benutzen! geeichheit de Boden ſchoſt ſon man muße dener Rota KNͤ die weckn enheit doch a zu laſſen. der es er⸗ er hat eine eſer aber ge⸗ darf ge miß⸗ Man hat n kan, ſch echnet wan ren des e Areals und rgeſſen wer⸗ Die vols kel um den ann immer Hierzu iſt aterbroche⸗ kel hat, die dings vorzu⸗ jangels hat U dies das , die man die Granze , oder das d wegen der Hofe durch hen Weg zu⸗ ndern liege, ich gerade⸗ e große im⸗ Die Koppelwirthſchaft. 211 Möglichkeit vorhanden. Wenn die Feldmark eine lange ſchmale Figur bildet, und der Hof obendrein an einer ſchmalen Seite liegt, ſo iſt das Uebel unabaͤnderlich. Es iſt ſonſt die Regel, einen Schlag nicht zu theilen und aus mehreren Koppeln beſtehen zu laſ⸗ ſen. Wenigſtens iſt dies bei der Weidewirthſchaft ſehr wichtig, obwohl gleichguͤltiger und oft rath⸗ ſamer bei der Stallfuͤtterung.. Bei obiger Lage indeſſen koͤnnte man ſich vielleicht dadurch helfen, daß man z. B. bei 7 Schlaͤ⸗ gen 14 Koppeln machte, und ein jeder Schlag ſeine erſte Koppel ſo viel naͤher liegen haͤtte, als die andre weiter zuruͤckliegt. Es verſteht ſich, daß die Schlaͤge nicht zu klein ſeyn duͤrften. §. 341. Haͤufig iſt es aber auch wegen der phyſiſchen Beſchaffenheit des Areals nicht moͤglich, die Schlaͤ⸗ ge zuſammenhaͤngend zu machen, weil ſie durch Baͤche, Bruͤche, Moore und Seen unterbrochen wer⸗ den. Hier iſt die Verſchiedenheit unendlich, und man muß die allgemeinen Regeln beobachten, ſo viel wie es moͤglich iſt. Bei langer Ueberlegung und haͤufiger Betrachtung der Flaͤche ſowohl in der Natur als auf der Charte verfaͤllt man auf mancherlei Ideen, worunter man dann die in den meiſten Ruͤckſichten moͤglichſt beſte waͤhlen muß, ohne abſolute Vollkommenheit zu verlangen. Wenn ſolche Stellen nicht breit find, ſo geht man mit den Graͤnzen der Schlaͤge gewoͤhnlich gerade hindurch, und ſucht die Verbindung durch Bruͤcken oder Daͤmme zu erhalten. Wo dies aber nicht angeht, muß man Waſſer oder ſumpfige Niederungen zu Graͤnzen der Schlaͤge annehmen. §. 342. Wo es irgend möglich iſt, macht man die noͤthigen Abzugsgraͤben auch zu Graͤnzgraͤben der Kop⸗ peln. Ein gleiches iſt mit den Wegen der Fall, die man gern mit Graͤben einfaßt und in moͤglichſt gerader Linie legt, um weniger Land zu verlieren, und den kuͤrzeſten Weg von einem Punkte zum an⸗ dern zu haben. Da indeſſen zu jeder Koppel ein Weg fuͤhren muß, und man ihn ungern durch eine andere Koppel hindurch legt, ſo werden zuweilen Umwege nothwendig. §. 343. Die Lage des Bauerfeldes macht, wo der Wirthſchaftshof mit dem Dorfe zuſammenhaͤngt, am meiſten Schwierigkeit., In Meklenburg, wo man noch unbeſchraͤnkter Herr der Feldmark war, hat man die Doͤrfer haͤufig ausgebauet, und ihnen ihre Felder da angewieſen, wo ſie der Einrichtung des Hoffeldes nicht entgegen waren. Wo der Gutsherr das Eigenthum der Bauerlaͤnderey verloren hat, ohne daß eine den Ackerbau beguͤnſtigende Geſetzgebung das Zuſammenlegen und Austauſchen der Laͤn⸗ dereyen verſtattet, muß man ſich durch manche Schwierigkeiten hindurchwinden. §. 344. Iſt der Boden ſo abwechſelnd verſchieden, daß man ihn in einer Rotation nicht zweckmaͤßig benutzen kann, ſo muß man mehrere Rotationen machen, und in dem Falle iſt doch mehr auf die Gleichheit des Bodens, als auf die Oertlichkeit der Schlaͤge zu ſehn. Da kommen dann, ſo wie ſich der Boden aͤndert, die Koppeln verſchiedener Rotationen untereinander zu liegen, und durchkreuzen ſich oft ſonderbar. Eine gute Einrichtung hier zu machen, erfordert am meiſten Ueberlegung, und man muß es bei der Weidewirthſchaft wo moͤglich ſo einrichten, daß die graͤnzenden Koppeln verſchie⸗ dener Rotationen in denſelben Jahren zur Weide zu liegen kommen. Iſt der Boden eines Gutes haͤuſig abwechſelnd, und dabei von ſolcher Guͤte und Kraft, daß er eine zweckmaͤßige, obgleich ſehr complizirte Bewirthſchaftung reichlich lohnen wuͤrde, ſo muͤſſen ſeine Dd 2 Nothwendige Abweichungen von der Regel. Gräaben und Wege. Schwierigkei⸗ ten, welche das Bauerfeld oft macht. —— 2u2 Die Koppelwirthſchaft. Rotationen ſo vervielfaͤtigt werden, daß n man die Wirthſchaft kaum mehr in dieſe Kategorie brin⸗ s. 3 gen kann. Vünn. unteri §. 345. a einer Die Z2t der Zuvoͤrderſt alſo entſteht die Frage, in wie viele Rotationen, und dann, in wie viel Schlaͤge ſnthonicte Schlagt. jeder Art ein Gut zu legen ſey. Man hat dieſe Zahl der Schlaͤge in Meklenburg fuͤr das Hauptpro⸗ helhaftet biem der Landwirthſchaft gehalten, und ſehr lebhaft daruͤber geſtritten, welche Zahl die vortheilhaf⸗ uu durth teſte ſey. Natuͤrlich hat man ſich nicht daruͤber verglichen, und wird ſich nie daruͤber vergleichen koͤn⸗ A wiſh nen, weil die Verhaͤltniſſe, wovon dieſe Zahl abhaͤngt, allenthalben verſchieden ſind. In jedem ge⸗ ſondenn gebenen Falle aber die zweckmaͤßigſte Zahl zu treffen, iſt freilich von großer Wichtigkeit. u 1* 2 1 §. 346. Miteaun Abtheilungen. Die Groͤße der Feldmark, ihre Form, ihre Lage gegen den Hof, ihre Unterbrechungen und die virhen, un der Schiage Verſchiedenheit des Bodens entſcheiden zuvoͤrderſt, ob alles in eine Rotation gebracht werden koͤnne, nmm, wes oder ob es in mehrere, mn Binnen⸗ und in Außenſchlaͤge gelegt werden muͤſſe. Die Anlegung i eber aue — von Vorwerken oder beſondern Wirthſchaftshoͤfen fuͤr abgelegene Theile eines großen Gutes hat in angenonme Mecklenburg zu wenig Beifall gefunden, und die Feldfluren ſind fuͤr einen Hof faſt zu groß. Des⸗ ie Stuͦck I halb hat man haͤufig ſolches Land zu Außenſchlaͤgen, d. h. zu vernachlaͤßigten Acker machen muͤſſen,“ wodadro was ſeiner natuͤrlichen Guͤte nach dies Schickſal nicht verdiente, und wo es faſt allein auf die Er⸗ ͤ ſeyn.5 richtung eines Wirthſchaftshofes ankaͤme, um es nach einiger Zeit mit den Binnenſchlaͤgen in gleichen an Weide, Ertrag zu ſetzen. 8. und glaubt Dieſe Außenſchlaͤge werden ihrer Entfernung wegen ſehr vernachlaͤßigt, wenig oder vielmehr gar Purtermie nicht geduͤngt, und ſind hauptſaͤchlich zur Schafweide beſtimmt. Dazu paſſen ſie auch freilich in ih AKahes, rem jetzigen Zuſtande noch am beſten, indem die Schafe nicht nur bei hinlaͤnglichem Raume mit ſchlechah kömmnt a ter Weide vorlieb nehmen, ſondern auch abgetragenes Land durch ihren Weideduͤnger mehr wie us ge ded Rindvieh verbeſſern, wenn es lange dreeſch liegt. Wenn dieſe Schlaͤge den ihnen zukommenden Huͤ⸗ AFetracht denſchlag erhalten, ſo iſt dieſer am angemeſſenſten fuͤr ſie, weil an eine Miſtauffuhr, des weiten We⸗ Weide hei ges halber, kaum zu denken iſt. manche an ket des Ac “ 9. 347 nm Futter Rebenkoppein. die Nebenko ppeln ſind oft zur Aufhelfung einer Witthſchaft und um Gleichgewicht darimn an der 5 zu erhalten unentbehrlich. Sie muͤſſen den Viehſtand aufhelfen und durch ihre groͤßere Futterproduk⸗ an aber tion den ſaͤmmtlichen uͤbrigen Acker in Kraft erhalten. Wo ſie fehlten, hat man zuweilen einen Haupt⸗ Aͤu bewerd ſchlag aus der Rotation genommen, und ihmi in. ſolche Rebenkoppeln zertheilt. nehreten! 5. 348.. 5 Hauptſchlaͤge. Bei der Ausmittelung der Schlagzahl in der Hauptrotation muß Ruͤckſicht genommen cen, n werden: ANAbeitsb 1) Auf die Art des Bodens. Der ſandigerer Bodem verbeſſert ſich durch laͤngere Ruhe 4) mmehr, als durch haͤufiges Pfluͤgen, und eine oͤftere und ſtarke Brachbearbeitung nutzt ihm wenig, dinn u kann ihm vielmehr ſchaͤdlich werden. Er braucht aus dem Deeſche nicht vor Winter umgebrochen zu mrertrag werden, ſondern es iſt mehrentheils fruͤh genug, wenn dieſes in der Mitte des Sommers geſchieht. Won. u Er kann aber auch ohne Sommerpfluͤgen im Jahre des Umbruchs nach Hollſteiniſcher Art beſtellt werden, iher Ve am vortheilhafteſten mit Buchweizen, welcher ihn faſt beſſer zur Winterung vorbereitet, wie die Brache. 9 Der ſtarklehmige Boden hingegen wird nur durch haͤufiges Sommerpfluͤgen zu großer Fruchtbarkeit ade, da —— gorie bein⸗ iel Schage à Henxrxre⸗ vonhelhaf⸗ gleichn ddu⸗ n jedem ge⸗ en und die den koͤnne, Anlegung tes hat in ß. Des⸗ en muͤſſen, auf die Er⸗ in gleichen jelmehr gat reilich in ih⸗ mit ſchlech⸗ ehr wie das enden Hur⸗ eiten We⸗ vicht darin tterproduk⸗ nen Haupt⸗ genommer ngere Ruhe ihm wenig⸗ ebrochen zu geſchieht. ellt werden, die Brache. ruchtbarket 4 Die Koppelwirthſchaft. 213 gebracht. Deshalb muͤſſen die Brachen vermehrt werden, ſo wie der thonige Beſtandtheil des Ackers zunimmt. Die Weide aber kann auf eine kleinere Flaͤche eingeſchraͤnkt werden, weil dieſer Boden grasreicher iſt. Wenn man viele Getreideſaaten nacheinander naͤhme, wuͤrde er zu ſehr verwildern, und bei einer langen Weide ſich zu ſehr binden. Iſt der Boden kaltgruͤndig, mit einer undurchlaſſen⸗ den thonigten Unterlage der Feuchtigkeit ausgeſetzt, ſo kann es der Fall ſeyn, daß man ihn wirklich vor⸗ theilhafter laͤnger zur Weide oder zur Heugewinnung als zum Getreidebau benutzt, beſonders wenn er gut durchduͤngt iſt, und einen Stamm von guten Graͤſern in ſich hat. Wenn einzelne Strecken dieſer Art zwiſchen den Koppeln liegen, ſo werden ſie zuweilen mit den uͤbrigen nicht zugleich umgebrochen, ſondern dienen zu Wieſen, wenn die Koppeln ſchon Korn tragen, und man nimmt ihnen dann eine oder zwei Fruͤchte weniger, zuweilen nur Hafer ab. 2) Auf die Quantitaͤt des zur Ausduͤngung einer Brache erforderlichen Miſtes und die moͤgliche⸗ Gewinnung deſſelben. Die Miſtbrache ſoll naͤmlich ausgeduͤngt werden, und ihre Groͤße muß ſich alſo nach dem Duͤngergewinn der Wirthſchaft richten. Dieſen hat man, wie allenthalben, auch in Mecklenburg mehrentheils nach der Kopfzahl des Viehes berechnet, ſich aber auch eben ſo oft, wie anderwaͤrts, betrogen. Man hat in Mecklenburg ziemlich allgemein angenommen, daß ein Stuͤck Vieh den Duͤnger zu 100 ſechzehnfuͤßigen Quadratruthen gebe. So viel Stuͤck Vieh alſo, ſo viel 100 Quadratruthen Brache. Wenn nun ein Stuͤck Vieh die Weide auf 300 Quadratruthen verlangte, ſo mußten, um einen Morgen zu beduͤngen, 300 Quadratruthen Weide da ſeyn. Verlangte es nach der Beſchaffenheit des Bodens oder nach der Erſchoͤpfung deſſelben mehr an Weide, ſo mußte auch die Zahl der Weidekoppeln vermehrt werden. So haben viele gerechnet, und glaubten recht gruͤndlich gerechnet zu haben. Allein die Quantitaͤt des Miſtes— denn nur der Wintermiſt koͤmmt hier in Betracht— ergiebt ſich weder aus der Weide, noch aus der Kopfzahl des Viehes, ſondern allein aus der Quantitaͤt des gewonnenen und oͤkonomiſch verwandten Futters. Es koͤmmt alſo auf den Stroh⸗ und Heugewinn vorzuͤglich an, bei welcher Zahl und Rotation der Schlaͤ⸗ ge die Brache genugſam ausgeduͤngt werden koͤnne, und dann kommt erſt die Zahl des Viehes in Betracht, welche dieſes am vortheilhafteſten verzehrt, und nun muß berechnet werden, wie viel es an Weide beduͤrfe, um neben dem Duͤnger den moͤglich großten Nutzen zu geben. Alſo nicht bloß, wie manche angegeben haben, iſt hier auf die Beſchaffenheit und die mehrere oder mindere Graswuͤchſig⸗ keit des Ackers ſelbſt, ſondern weit mehr auf die Quantitaͤt und Qualitaͤt der Wieſen und der etwa zum Futtergewaͤchsbau genutzten Nebenkoppeln zu ſehen. Oder aber es muß auch Winterfutter in ei⸗ nem der Hauptſchläge gebaut und ſomit die Zahl der Schlaͤge um eine vermehrt werden. Dies ſindet man aber bei den gewoͤhnlichen Koppelwirthſchaften ſelten, und kann auf gewoͤhnlichem Boden faſt nur bewerkſtelliget werden, wenn man die Regel des Fruchtwechſels befolgt, indem nach drei und mehreren Kornernten der Acker in keinem dem Klee guͤnſtigen Zuſtande zu ſeyn pflegt. 3) Auf die Arbeit. Dieſe vermehrt ſich mit der Staͤrke der einfachen oder doppelten Bra⸗ chen, und vermindert ſich bei dem laͤngern Dreeſchliegen. Es kommt alſo in Betracht, ob vermehrtes Arbeitsvieh nutzbar zu halten oder eine Beſchraͤnkung deſſelben vortheilhafter ſey. 4) Auf die Berechnung und Vergleichung des Ertrages aus dem Koörnerge⸗ winn und der Viehnutzung. Wenn die Ausſaat vermindert wird, ſo verringert ſich der Koͤr⸗ nerertrag nicht in gleichem Verhaͤltniſſe, indem er nach einer laͤngern Ruhe, insbeſondere auf loſerm Boden, um ſo ſtaͤrker zu ſeyn pflegt, oder wenigſtens nicht in dem Maaße, daß er nicht zuweilen durch hoͤhere Viehnutzung und erſparte Arbeitskoſten genugſam wieder erſetzt wuͤrde. 5) Auf das Verhaͤltniß der Wieſen, ob näͤmlich von ſelbigen ſo viel Heu gewonnen werde, daß nach Abzug deſſen, was das Arbeitsvieh bedarf, fuͤr das auf die Weide zu haltende Nutz⸗ Mecklenburgi⸗ ſche Schlagein⸗ theilung. 214 1 Die Koppelwirthſchaft. vieh genug zur Winterfutterung übrig bleibe, und auch der erforderliche dinger daraus erzeugt werden koͤnne. Endlich 6) wie oben geſagt, auf die Groͤße des Guts, die Lage des Feldes und die Verſchie⸗ denheit des Bodens. Die vortheilhafte Lage des Hofes gegen die Feldmark kann zuweilen einen Grund abgeben, die Zahl der Schlaͤge mehr einzuſchraͤnken, weil ſie ſonſt da, wo ſie ſich dem Hofe naͤhern, zu ſchmal werden wuͤrden. 4 5. 349. Die gewoͤhnlichſten Einrichtungen der Schlagordnung ſind folgende: Die Sechsſ chlaͤgige. Sie hat eine große Brache, bauet drei Fruͤchte nach einander, und hat zwei Weideſchlaͤge. Sie iſt beliebt auf denen Guͤtern, welche reichliche Wieſen und fruchtbaren Weidegrund beſitzen. Sie bedarf des Duͤngers viel, theils wegen der Groͤße der Brache, theils weil eine zweijaͤhrige Ruhe die Kraft des Bodens minder wirkſam, wie eine laͤngere herſtellt. Wo man ſie auf ſchwaͤchern Guͤtern des ſtaͤrkern Kornbaues wegen einfuͤhrte, iſt der Erfolg ſchlecht geweſen. Die Siebenſchlaͤgige hat eine Brache, drei Getreide⸗ und drei Weideſchlaͤge. Sie iſt jetzt eine der beliebteſten, indem ſich das Land, wie man zu ſagen pflegt, in drei Jahren genugſam ausliegt, mit dem dritten Jahre im ſtaͤrkſten Graswuchſe ſteht, die Brache leichter wie in der vorigen ausgeduͤngt werden kann, und zur Abtragung von drei Ernten gerade die noͤthige Kraft erhaͤlt. Sie kann zwar mit mindern Wieſen wie die vorige ausreichen, jedoch nicht ohne einen betraͤchtlichen Heu⸗ gewinn. Es haben ſie neuerlich einige mit pier Kornſchlaͤgen zu benutzen angefangen, welches aber ohne hoͤchſt fruchtbare Weide oder Futterbau in Nebenkoppeln Erſchoͤpfung herbeifuͤhren muß, es ſey denn, daß man eine verbeſſerte Fruchtfolge waͤhle. Von dieſer koͤnnen wir erſt in der Folge reden, und haben hier nur die gewoͤhnliche bei Aufzaͤhlung der Schlagordnungen im Sinne. Die Achtſchlaͤgige hat gewoͤhnlich eine Brache, vier Getreide⸗ und drei Weideſchlaͤge. Sie erfordert zu ihren vier Saaten eine ſtaͤrkere Duͤngung, welche nur aus einem betraͤchtlichen Heugewinn hervorgehen kann, indem das Stroh der dritten und vierten Saat ſehr abnimmt. Man trifft ſie auch mit vier Weide⸗ und drei Getreideſchlaͤgen auf Guͤtern an, die ſich von ihrer Erſchoͤpfung erholen muͤſſen, oder auch bei den Rotationen beſſexer Außenſchlaͤge. Die Neunſchlaͤgige. Gewoͤhnlicherweiſe hat ſie eine Brache, vier Getreide⸗ und vier Wei⸗ deſchlaͤge. Unter den Schlagordnungen mit einfacher Brache hat ſie dieſe am kleinſten, und da das Land in der erwaͤhnten Ordnung vier Jahre gelegen, ſo bedarf ſie des Duͤngers am wenigſten. Sie kann ſich alſo mit einem geringern Wieſenverhaͤltniſſe behelfen, wird dann aber freilich das auf dem petraͤchtlichen Weideraum zu haltende Vieh nur ſchwach durchfuttern koͤnnen. Man hat aber auch fuͤnfmal nacheinander Getreide genommen, und nur drei Weideſchlaͤge gehabt: eine Einrichtung, die nur der vorzuͤglichſte Boden ertragen kann, der aber doch immer mehr Geiz, als wahre Dekonomie zum Grunde zu liegen ſcheint. Die Neunſchlaͤgige mit zwei Brachen trifft man jetzt woh kaum mehr an, ob ſie gleich vor⸗ mals nicht ſelten war, und auf bindendem Boden, dem eine ſtarke Bearbeitung guͤnſtig war, 3 vorzͤg⸗ liche Kornernten gewaͤhrte. Fuͤnf Weideſchlaͤge, drei Kornſchlaͤge und eine Brache findet! man nur auf Außenſchlägen. Die Zehnſchlaͤgige mit zwei Brachen, vier durch die Muͤrbebrache getrennten Getreide⸗ ſchlaͤgen, und vier Weideſchlaͤgen, gehoͤrt unter die ſeltenen. Sie kann ſich jedoch bei dem gering⸗ ſten Wieſenverhaͤltniſſe ziemlich in Kraft erhalten, und die zehnſchlaͤgige Eintheilung ſcheint mir vor⸗ zuͤglich zu einer verbeſſerten Fruchtfolge geeignet. Wenn ſie ſonſt, wie man wohl verſucht hat, fuͤnf⸗ mal Getreide nach einer Brache nimmt, ſo arbeitet ſie auf ihrem Ruin entgegen. deli md di Saat Fedlckenbur m lhnigen nmit werd afuttern. De hältſſend Brache ti einen Duh nothig i, Aterenmr. teri Vuſ Die F ung, dann Gerſte, dar Erbſen, we wenig dazu denſeben d den Selten koͤnnen, Dar ſam gefu ſelben der weniger o mehleren Prinzip, d ſteuen, w gleichſſam a ente nach huuch zu ge Die wenn dehr an die alte geſtehen! ſt, ſind pachtgele ſcied, n t der? hien zu Dur eduh d Die Koppelwirthſchaft. 213 zus erzeug Die Eilfſchlaͤgige. Sie nimmt zwei Saaten nach der gewohnlich ungeduͤngten Rauhbrache, je Verfiß und drei Saaten nach der Miſtbrache, hat folglich vier Weideſchlaͤge. Sie war vormals die beliebteſte Neſcie in Mecklenburg, und es giebt auch noch viele, die nicht bereuen dabei geblieben zu ſeyn. Auf gu⸗ veilen einen tem lehmigen Boden, dem die Ruhe und die Brachbearbeitung die ſeltene Duͤngung erſetzt, kann hda hefe ſie mit wenigem Duͤnger und alſo auch mit geringem Wieſenwachſe ausreichen, und ihr Vieh maͤßig ausfuttern. Die Zwoͤlfſchlaͤgige, welche nach jeder Brache drei Ernten nimmt, koͤmmt in ihren Ver⸗ haͤltniſſen der ſechsſchlaͤgigen gleich. Wenn ſie mit ihr gleichen Duͤnger gewinnt, ſo kann ſie der erſten Brache einigen Duͤnger geben, die zweite Brache aber um deſto ſtaͤrker duͤngen, und ſcheint mir dann ander, un einen Vorzug vor der ſechsſchlaͤgigen zu haben, weil der Duͤnger hier vermindert wird, wo er weniger fruchtbare noͤthig iſt, und vielleicht gar Lagergetreide geben koͤnnte: aber um ſo ſtaͤrker dahin kommt, wo der theils wei Acker ſeiner bedarf. Kann ſie nur eine Brache oder alle zwoͤlf Jahr nur einmal duͤngen, ſo wird ihre Wo man ſi ſtarke Ausſaat einen nach Verhaͤltniß geringen Ertrag geben, und dennoch Erſchoͤpfung zuruͤcklaſſen. ſen. . Eeſ„„.. genugſan Die Folge der Fruchte iſt mit wenigen Ausnahmen die, daß man nur nach der Brache Winte⸗ Fecheidcge bei der vorigen rung, dann aber zwei⸗, drei⸗ und in einigen Faͤllen gar viermal Soͤmmerung, zuerſt gewoͤhnlich. gält. Sie Gerſte, dann Hafer nimmt. Huͤlſenfruͤchte werden im Ganzen wenig gebaut, und man nahm die chen Heu⸗ Erbſen, wenn man ſie bauete, haͤufig in Abtragſchlag. Der Ertrag derſelben an dieſer Stelle konnte liches aber wenig dazu aufmuntern. Jetzt werden ſie mehrentheils im dritten Fruchtſchlage geſaͤet, und dann nach denſelben der Acker mit Winterung zu Graſe niedergelegt. Der Bau anderer Fruͤchte gehoͤrt noch zu wins den Seltenheiten, die von neuerern Verbeſſerern eingefuͤhrt ſind, und die nicht in Betracht kommen koͤnnen, wenn von der landuͤblichen Mecklenburgiſchen Wirthſchaft die Rede iſt. äͤge. Ste Den Acker laͤnger als vier Jahre zur Weide liegen zu laſſen, hat man in Mecklenburg nie rath⸗ Heugewim ſam gefunden, weil ſchon mit dem vierten Jahre die Ergiebigkeit derſelben ſehr abnimmt, nach dem⸗ . ſelben der Boden ſich aber gar vermooſet, und das Vieh nur kuͤmmerlich ernährt. Dies ruͤhrt wohl ift ſi aud weniger von dem Unterſchiede des Klima's und Bodens in Mecklenburg und Hollſtein, als von der ig erholen mehreren Erſchoͤpfung her, worin das Land zu Graſe niedergelegt wird. Von Camillo Tarellos Prinzip, den Duͤnger erſt mit der letzten Saat unterzubringen, oder gar auf den jungen Raſen zu dier Wej ſtreuen, will man daſelbſt nichts wiſſen, und der Uebergang zu dieſer Methode, wo man den Duͤnger und da das gleichſam als ein Kapital erſt in den Boden belegt, wuͤrde freilich einen zu großen Verluſt in der Korn⸗ ten. Ee ernte nach ſich ziehn, obwohl dieſer durch die reichere Weide und dann durch die aus dem neuen Aus⸗ as auf dem bruch zu gewinnenden Fruͤchte in der Folge genugſam erſetzt werden koͤnnte. aber auch Die Einſaͤung des weißen Klees mit der letzten Frucht hat ſich in den neueſten Zeiten faſt allge⸗ htung, de mein verbreitet, und es giebt nur noch wenige, die ſolches aus Nachlaſſigkeit oder aus Anhaͤnglichkeit Oekonomt an die alte Form unterlaſſen, und ihm wenigern Rutzen fuͤr das Weidevieh als dem wilden Graſe zu⸗ geſtehen wollen. Die Hollaͤnder oder Molkereipaͤchter, deren Stimme doch hierin wohl entſcheidend gleich bor⸗ iſt, ſind aber ſo beſtimmt dafuͤr, daß ſie dieſe Einſaat zur Bedingung machen, wenn ſie ein hoͤheres a;, volzg⸗ Pachtgeld fuͤr die Kuh geben ſollen. Beſonders macht es im erſten Weidejahre einen großen Unter⸗ ſchied, wenn dieſer auch im zweiten und dritten nicht ſo merklich iſt. Wie man den Ertrag der Weide gen. nach der Art und Graswuͤchſigkeit des Bodens nach den abgenommenen Fruͤchten und nach den Weide⸗ Getreide⸗ jahren zu ſchaͤtzen habe, zeigt die dem§. 285. angehaͤngte Tabelle⸗ em gering⸗§. 38r. t mir ou⸗ Durch dieſe Wirthſchaftsart iſt ein benael nach der allgemeinen Ausſage aller aͤltern Leu⸗ Erfolg dieſer gat, funf⸗ uro) diete Wurrhſcheſer de. kallg ge aller altern Leu⸗ a3iothſchafts⸗ hal⸗ te durch die Dreifelderwirthſchaft erſchoͤpftes Land, waͤhrend eines Menſchenalters zu einer ungleich art. Vorzuͤge der⸗ ſelben. 218 b Die Koppelwirthſchaft. hoͤhern Fruchtbarkeit, ſtarken Kornausfuhr, ums dreifache vermehrten Viehſtande und großer Wohlhabenheit gediehen. Dies iſt ein ſo auffallender Beweis fuͤr die Vorzuͤge dieſes Syſtems gegen ein anderes, daß es die Aufmerkſamkeit aller norddeutſchen Provinzen auf ſich gezogen, und ſehr viele Nachahmer gefunden hat, allenthalben wo die der freien Benutzung des Grundeigenthums durch alte Einrichtungen angelegten Feſſeln ſie verſtatteten, und die Groͤße der Guͤter eine ſolche Abaͤnderung ver⸗ lohnte, die nie ohne Weitlaͤuftigkeit und ohne Aufopferung vom baaren Ertrage in den erſten Jahren geſchehen kann. §. 352.. Zu den Vorzuͤgen dieſer Koppelwirthſchaft gehoͤrt beſonders folgendes. Sie erſpart viele Arbeit, und die verwandte Arbeit verlohnt ſich auf jedem Flecke weit mehr, als bei dem Dreifelderſyſtem, wo ſie das ungeduͤngte Land nur zu oft vergeblich beackert, indem ſie wenig uͤber die Ausſaat davon ge⸗ winnt. Die Arbeit geht in einer ſehr regulaͤren Ordnung, iſt nicht durch alle Jahre gleich, ſondern vertheilt ſich auch gut unter den Jahreszeiten. Jede Art von Arbeit kann in dem Zeitpunkte geſche⸗ hen, der fuͤr dieſelbe am zweckmaͤßigſten iſt, und bei der Beackerung der ſchon im Herbſte umgebro⸗ chenen Brache findet die Auswahl der guͤnſtigſten Witterung zum Pfluͤgen und Eggen ſtatt; weshalb dann auch jeder anerkennt, daß man, um vorzuͤgliche Brachen zu ſehen, Mecklenburg bereiſen muͤſſe. Der Duͤnger wird dem Acker zur rechten Zeit mitgetheilt, und aufs genaueſte mit der Erdkrume ge⸗ miſcht, ſo daß er ſeine volle Wirkſamkeit auf die Fruͤchte aͤußert. Der Koppelwirth iſt mit der ganzen Vorbereitung ſeines Ackers zur Winterungsſaat in der Regel zu rechter Zeit fertig, und kann, worauf ſo vieles ankommt, das fruͤheſte guͤnſtige Saatwetter waͤhlen, was man bei andern Wirthſchaften minder in ſeiner Gewalt hat. Man hat ihr vorgeworfen, daß ſie die Arbeit des Feldbaues zu ſehr vermindere, dadurch die Thaͤtigkeit der Nation laͤhme, und der Bevoͤlkerung ſchade. Aber dieſer Vorwurf kann nur von denen gemacht werden, die da nicht bedenken, daß ſie keine wuͤſtliegende Strecken dulde, ſondern alles in Kultur nehme, jedes zu dem, wozu es die Natur geſchaffen hat. Wenn die Bevoͤlkerung ſich ſeit ih⸗ rer Einfuͤhrung in Mecklenburg vermindert haͤtte, was doch erweislich nicht der Fall iſt, ſo waͤre es nur dem zu großen Umfange der Guͤter und dem Mangel an kleinen Nahrungen beizumeſſen. Wie die Arbeit, iſt ſich auch die Ernte— ungewoͤhnliche Jahre abgerechnet— immer gleich, und zwar nicht bloß in Anſehung der abzuerntenden Flaͤche, ſondern auch des wirklichen Ertrages. Die Verſchiedenheit in der Fruchtbarkeit der Jahre iſt dabei wenigſtens nicht ſo groß, als in andern Wirthſchaften. Die Winterung mißraͤth, ihrer zweckmaͤßigen und fruͤhen Beſtellung wegen, ſehr ſelten. Man kann faſt mit Sicherheit auf etwas gewiſſes rechnen, wenn keine beſondern Ungluͤcks⸗ faͤlle eintreten. Eben deshalb hoͤrt man aber auch weniger von einem ungewoͤhnlich hohen Ertrage, den man einmal von einem Theile des Feldes in einem Jahre gehabt habe, und den man ſich ſelbſt kaum zu erklaͤren weiß. Deshalb rechnet man dabei mit mehrerer Zuverlaͤßigkeit auf einen beſtimm⸗ ten reinen Ertrag, den ein Gut Jahr aus Jahr ein geben wird. So viele Kenntniſſe und Ueberlegung die Anlegung der Schlaͤge und die erſte Einrichtung dieſer Wirthſchaft erfordert, wenn ſie anders zweckmaͤßig und beſtaͤndig ſeyn ſoll, ſo leicht iſt ſie zu betrei⸗ ben, wenn ſie einmal gut eingerichtet worden. Sehr große Wirthſchaften dieſer Art koͤnnen mit ſehr weniger Aufmerkſamkeit in ihrem Gange und Stande erhalten werden. Es hat alles ſeine gewieſenen Wege und ſeine immer gleiche Folge nach Ort und Zeit. Es iſt wenig anders dabei zu beachten, als der eingefuͤhrte Mechanismus des Pfluͤgens, Eggens, Saͤens, Maͤhens, Sammelns, Einfahrens u. ſ. w., und dieſer iſt in den Gegenden, wo man dieſe Wirthſchaft landuͤblich findet, ſo bekannt und in ſeiner Art wirklich ſo gut, daß ein jeder Bauer als Ackervoigt, oder jeder ſogenannte Schreiber— der de wihewit in dendh. MNi wſaer Vlihed kommer,! Naß es ſch dswothdr kander hat Du der Ragdde te, undiſe futtcrtoll ſih ſcher, a edabon ha hihe treibe Ic ſe fnde, durch als der eige dieles deſer wanches al Die Iſt ſie de und Sorg iſt ſehr n Acheit hat Kräften zu darnach ein ſeiger Ord des Einen, eeirecken n nung zu br w de deſte Aod Jochalt! Gang ih ninder v Be die Weij ben. Es fals etwa Nan hat Dithſcha erſer und großer gens gege d ſehe viel durch alt derung ber⸗ ſien Jahren viele Ardet eſyſtem, w at davon ge⸗ ich, ſonden ikte geſche⸗ te umgebre⸗ e; weshalh eiſen muͤſe. dkrume ge⸗ der ganzen n, worauf rthſchaften dadurch die r von denen ern alles i ſich ſeit ih⸗ ſo waͤre e mer gleich, Ertrages. 3 in andern egen, ſehr n Ungluͤck⸗ en Ertrage, n ſich ſebt en beſtimn⸗ htung dieſer ſi zu hetrei⸗ en mit ſehr gewieſenen chten, als Einfahrens ekannt und chreiber— der Die Koppelwirthſchaft. 217 der insgemein weder ſchreiben noch rechnen kann— dieſes zu dirigiren und in Ordnung zu hal⸗ ten vermag. Der Viehſtand iſt in der Regel verpachtet, und fuͤr ihn ſorgt der Hollaͤnder, der dann auch auf die Wieſen⸗ und Heuwerbung ſehr aufmerkſam iſt, und dem Adminiſtrator der Wirthſchaft ſehr gern die Muͤhe dabei abnimmt, wenn er ihn nur machen laͤßt. Das Vieh hat ſeine zugemeſſene Weide im Sommer, und bekommt das gewonnene Heu und Stroh im Winter, was das Zugvieh uͤbrig laͤßt. Muß es ſich in minder fruchtbaren Jahren gleich kuͤmmerlich damit behelfen, ſo weiß man doch, daß es nothduͤrftig durchkommt, und weiter kuͤmmert ſich der Herr der Wirthſchaft um nichts. Der Hol⸗ laͤnder hat ſeinen Kontrakt ſchon ſo gemacht, daß er zur Noth auch dabei beſtehen kann. Durch dieſen feſten Gang der Wirthſchaft und bei der Gleichmaͤßigkeit des Ertrages iſt aber in der Regel der eigentliche Profit des Gewerbsbetriebes geringer. Ein Gut giebt ſeine beſtimmte Ren⸗ te, und dieſe iſt mit dem reinen Ertrage der Wirthſchaft im Durchſchnitte der Jahre faſt gleich. Man kauft ein voͤllig eingerichtetes Gut, was nicht noch beſondere bisher unentdeckte Quellen hat, ziem⸗ lich ſicher, aber kann auch, ſo lange man in dieſer Wirthſchaft bleibt, nicht viel mehr als die Ren⸗ te davon haben; es ſey denn durch außerordentliche Konjunkturen, die den Kornpreis ſehr in die Hoͤhe treiben. Ich ſage darumtnicht, daß ein ſpekulirender Kopf nicht auf vielen einzelnen Guͤtern Gelegenheit finde, durch Meliorationen ſich betraͤchtliche Vortheile zu verſchaffen. Aber dies iſt etwas anderes, als der eigentliche Wirthſchaftsbetrieb, und findet nur unter beſonderen Lokalitaͤten ſtatt. Ungeachtet vieles dieſer Art aufgeſucht und jetzt ſo leicht nicht mehr zu finden iſt, ſo iſt doch allerdings noch wohl manches auf Guͤtern, die in Koppelwirthſchaft liegen, verborgen. §. 353. Die bequeme Regelmaͤßigkeit dieſer Wirthſchaft empfiehlt ſie beſonders auf ſehr großen Guͤtern. Iſt ſie daſelbſt einmal eingerichtet, ſo kͤnnen 4000 Jochart oft mit weit geringerer Aufmerkſamkeit und Sorge bewirthſchaftet werden, als auf eine andere Weiſe 400 Jochart. Die allgemeine Aufſicht iſt ſehr leicht zu fuͤhren, ſobald man ſich nur eine Ueberſicht des Ganzen einmal erworben hat. Jede Arbeit hat ihr beſtimmtes Maaß und ihre beſtimmte Zeit. Das ſie mit den einmal angemeſſenen Kraͤften zu rechter Zeit vollendet ſeyn muͤſſe, weiß der Ackervoigt oder Vorpfluͤger, und er richtet ſich darnach ein. Nur darf man den Gang der Geſchaͤfte nicht im mindeſten ſtoͤren, weil ſonſt alles aus ſeiner Ordnung kommt, und nicht mehr eingreift. Es iſt eine Maſchine, in welcher die Verruͤckung des Einen alles verruͤcket, und bei welcher es ſchwer iſt, eine Veranderung, die ſich uͤber alle Theile erſtrecken muß, zu machen, ohne alles auf einen Augenblick in Stillſtand und in eine ganz neue Ord⸗ nung zu bringen. Aendert oder ſtoͤrt man aber nichts, ſo geht es regelmaͤßig ſeinen Gang fort, und leiſtet die erwartete Wirkung. Deshalb fuͤrchten ſich dann auch nicht ohne Grund viele, nur die min⸗ deſte Abaͤnderung, die ſie ſonſt wohl fuͤr vortheilhaft erkennen, zu veranſtalten. Der Bau von 5 Jochart Klee oder Kartoffeln auf einer Brachkoppel von einigen 100 Jochart kann ſchon den regulaͤren Gang ihrer Bearbeitung ſtoͤren, und ſie wird daruͤber zu ſpaͤt fuͤr die Winterungsſaat fertig, oder iſt minder vollkommen dazu vorbereitet. 5 Bei ihrem feſten Gange iſt es ſogar nicht ſchwierig, in der Entfernung viele große Guͤter auf dieſe Weiſe ſelbſt zu adminiſtriren, ohne einmal einen geſchickten Aufſeher auf jedem derſelben zu ha⸗ ben. Es iſt genug, von Zeit zu Zeit einmal nachzuſehen, ob die Maſchine nicht ſtocke, und ihr allen⸗ falls etwas Oel zu geben. Die Rechnungsfuͤhrung kann hoͤchſt einfach und dennoch genau genug ſeyn. Man hat in Mecklenburg Eigenthuͤmer und Paͤchter mehrerer großen Guͤter gekannt, die ihre ganze Wirthſchaftsrechnung mit Kreide an der Thuͤr fuͤhrten. Erſter Theil. Ee Mangel der⸗ ſelben. 218 Die Koppelwirthſchaft. Ferner iſt die Arbeit nicht nur mehr geordnet und gleichmaͤßiger, ſondern auch allerdings gerin⸗ ger, wie bei jeder anderen Wirthſchaftsart. Deshalb paßt ſie ſich vor allen andern in den Gegenden, wo der Arbeiter weniger, beſonders aber keine außerordentliche und hinzuzunehmende zu haben ſind. Man gebraucht ein Jahr wie das andere dieſelbe Zahl von Zugvieh und von Menſchen, und die Ar⸗ beit derſelben iſt durch alle Jahreszeiten ſo gut wie moͤglich vertheilt. welche man in einer Periode gebraucht, in der andern nicht beſchaͤftigt werden koͤnnen, ſo ſind ſie ein⸗ Wenn gleich die Menſchen, mal daran gewoͤhnt, alsdann keinen Verdienſt in der Wirthſchaft zu haben, und ſuchen ſich einen Nebenerwerb, oder ſchlafen. In minder kultivirten und bevoͤlkerten Laͤndern, wobei den großen noch wenig benutzten Land⸗ flachen eine extenſive Wirthſchaft unſtreitig rathſamer, wie eine intenſive iſt, findet ſie vor allen andern die nuͤtzlichſte Anwendung, und ich wuͤrde in dem Falle vorerſt an der hergebrachten Form kaum etwas aͤndern. Sie hat den großen Vorzug, daß ſie nachher ſo leicht eine totale Abaͤnderung verſtattet, den Uebergang zu jeder andern Wirthſchaftsart erleichtert, und gewiſſermaßen vorbereitet; ja ſogar eine zweckmaͤßige Parzelirung großer Guͤter am beſten einleiten kann, indem die Einrichtung einer beſond Wirthſchaft auf jeder geruhten Koppel ſo leicht auszufuͤhren iſt §. 354. Aber von der moͤglichſten Vollkommenheit im Allgemeinen und ohne Ruͤckſicht auf beſondere Lo⸗ kalitaͤten, die der hoͤheren Vervollkommnung uͤberhaupt im Wege ſtehen können— iſt ſie noch weit entfernt. Nach der Hollſteiniſchen Methode iſt der Ertrag des Fruchtbaues nach dem Verhaͤltniſſe der im Acker beſindlichen Kraft, wie man auch allgemein anerkennt, zu geringe. Bei der Mecklenburgi⸗ ſchen dagegen liegt der Mangel am Viehſtande keinesweges in zu geringer Kopfzahl;— denn dieſe hat man oft nur zu ſtark gemacht— aber an zureichender Nahrung fuͤr daſſelbe, im Sommer ſowohl als im Winter. Hieraus erfolgt nicht nur eine zu ſchwache Benutzung deſſelben, ſondern was vielleicht wich⸗ tiger iſt, Mangel an Duͤnger, durch deſſen Abhelfung bei der ſehr guten Beackerung ein ungleich hoͤhe⸗ rer Kornerertrag zugleich mit einer mehreren Zunahme der Kraft im Acker bewirkt werden koͤnnte. Der Korn⸗ und Strohgewinn wird ferner aber in beiden Wirthſchaftsarten durch die ununter⸗ brochene Folge von drei, vier und mehrern Getreideſaaten ungemein vermindert, und wenn gleich der Mecklenburger nach ſeiner trefflich bearbeiteten Brache in der Winterung das gewinnt, was der Acker nach ſeiner Kraft zu geben vermag, ſo ſchlagen doch die uͤbrigen Fruͤchte, insbeſondere die dritte und vierte ſo ſehr zuruͤck, daß im Ganzen der Koͤrnergewinn nur auf 4 bis 4½ Korn in Mecklenburg an⸗ genommen wird.— 4 Durch mehreren Futtergewinn und eine andere Folge der Fruͤchte wuͤrde ſich ohne Zweifel der Er⸗ trag des Ackers im Koͤrnerbau ſowohl als in der Viehnutzung betraͤchtlich vermehren laſſen, wenn, wie viele auch bereits angefangen haben, eine andere Beſtellung der unter dem Pfluge ſtehenden Schlaͤge eingefuͤhrt wird, ohne daß man darum noͤthig habe, die einmal beſtehenden Schlageinthei⸗ lungen betraͤchtlich abzuaͤndern, oder Stallfutterung, bei der ſich manche ſo große Schwierigkeiten denken, einzufuͤhren. Um die Zweckmaͤßigkeit dieſer Abaͤnderungen und die Art und Weiſe derſelben klar darzuſtellen, muͤſſen wir an dieſem Orte eine der wichtigſten Lehren, naͤmlich die vom Fruchtwechſel, vorlaͤufig in ein helleres Licht zu ſtellen ſuchen; obwohl ſie eigentlich erſt bei der allgemeinen Lehre von der vege⸗ tabiliſchen Produktion vorgetragen werden ſollte. wein Schen ibr Lud tmechſle, endern h⸗ ſo ſcnd mau ungsktf und ſchnale ſaf drb dufteäüir ſihtieüt bus er W tidenheit n dunlegen! unpmit den Erſzgrung ei ki einen wie nuͤzlich Gerſte und. 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Wollte man den Anbau nur auf einzelne Gewaͤchſe oder Gewaͤchsarten beſchraͤnken, ſo fand man ſeit jeher noͤthig, ſtoff durch die Natur bereit durfte dieſer Ruhe nicht; allein der Ackerbauer, der nur Koͤrner gewiſſer Art erzielen wollte, mußte ſelbſt bei ſtaͤrkerer Duͤngung ſeinem Acker jene Ruhezeit geben. Wo mit hoͤherem Betriebe des Acker⸗ ſchiedenheit nicht in der Verſchiedenheit der Naturgeſetze beim Acker⸗ und Gartenboden, ſondern nur darin liegen koͤnne, daß der Gaͤrtner neben der ſorgfaͤltigern Bearbeitung ſeines Bodens eine Abwechſe⸗ lung mit den Fruͤchten vernehme. Alte Nationen haben ſchon ihren Ackerbau nach dieſer auffallenden Erfahrung eingerichtet, ihn dadurch zu großer Vollkommenheit getrieben, und ſogar haͤufig zwei Fruͤch⸗ te in einem Jahre mit glucklichem Erfolge auf demſelben Boden gebauet. Die Roͤmer wußten zwar, wie nuͤtzlich eine fleißige Brachbearbeitung, Luftung und Sonnung dem Acker ſey, wenn er nur Weizen, Gerſte und Hafer oder aͤhnlichen Samen tragen ſollte; aber ſie wuͤßten, daß Mutanis quoque requiescunt fructibus arva, Nec nulla interea est inaratae gratia terrae. ſo ruhen Dir auch bei veränderter Frucht die Geſild' aus, hne daß Du den Zins der muͤßigen Brache verlierſt.“ wie bei der Verſchieden ſuchte alſo ſchon in der fruͤheſten Zeit der aufkeimenden Naturwiſſenſchaft dieſe Frage theoretiſch und auf dem Wege der Analogie und Induktion aufzuloͤſen, und warf alſo die fernere Frage auf: ob die verſchiedenen Pfanzenarten jede eines beſondern Nahrungsſtoffes beduͤrften, um ihre eigenthuͤmlichen Saͤfte daraus zu bilden, und ob deshalb ein Boden dieſe beſondern Nahrungs⸗ ſtoffe enthalten muͤſſe, wenn eine Pflanze gewiſſer Art darin fortkommen ſolle? So wie die Frage hier n ſcheiden war um ſo ſchwieriger, da die Erfahrung keine ganz uͤbereinſtimmende Antwort darauf gab, mheit geſtellt war, mußte ſie bei laͤngern Beobachtungen und Verſuchen nothwendig dahin entſchieden wer⸗ den: daß jede Pflanze nicht eines eigenthuͤmlichen Nahrungsſtoffes beduͤrfe, ſondeyn ihr eigener Or⸗ ganismus aus jeder Pflanzennahrung ihre beſondern Saͤfte bereite. Pflanzen von den verſchiedenſten Eigenſchaften, die ſchaͤrfſten und giftigſten wachſen mit den mildeſten und zutraͤglichſten in demſelben Ballen Erde. Pflanzen der verſchiedenſten Art entziehen ſich neben einanderſtehend die Nahrung, wel⸗ ches ſie nicht thun wuͤrden, wenn ſie von ganz verſchiedenen Nahrungsſtoffen lebten. Auch beſtehen alle Pflanzen und alle verſchiedenen Theile und Saͤfte derſelben, wie man freilich erſt ſpaͤterhin entdeck⸗ te, aus denſelben Urſteffen. Die Hauptbeſtandtheile aller ſind Kohlenſtoff, Sauerſtoff und Waſſerſtoff, denen ſich mehrentheils etwas Azot, jedoch nur bei wenigen in betraͤchtlicher Menge beimiſcht, wozu noch wenige Erde und emiges Kali, bei einzelnen auch Phosphor und Schwefel ſich hinzugeſellt. Die⸗ ſe Beſtandtheile finden ſie in jedem fruchtbaren Boden ſaͤmmtlich, in ſofern ſie ſolche nicht aus der At⸗ Alte Erfahrun⸗ gen für den Fruchtwechſel. Theoretiſche Gründe für und gegen den Fruchtwechſel. “ Der Fruchtwechſel. moſphaͤre erhalten. Die mannigfaltige quantitative Verbindung dieſer Stoffe, woraus die unendliche Verſchiedenheit der vegetabiliſchen Materien hervorgeht, bewirken die Pflanzen durch ihren eigenthuͤm⸗ lichen Organismus. Und hieraus ſchloſſen die meiſten, daß ein Boden, der Fruchtbarkeit genug fuͤr des Bodens ihn der einen guͤnſtiger als der andern mache. 3§. 356. Allein wenn es auf Theorie und aprioriſches Raiſonnement hier ankommt, ſo iſt es ſchon genug fuͤr die entgegengeſetzte Meinung, daß die Pflanzen dieſe Urſtoffe in verſchiedenem Verhaͤltniſſe haben und zuſammenſetzen muͤſſen. Hoͤchſt wahrſcheinlich haben ihre Wurzeln eine elektive Kraft und Sinn, wodurch ſie ſich die Urſtoffe gerade in dem Verhaͤltniſſe anziehen und auswaͤhlen, wie ſie ſolche ihrer kungskreiſe dieſe Stoffe in einem angemeſſenen Verhaͤltniſee ſchon antreffen, und vielleicht in ſolchen Verbindungen, die jenem ſchon analog ſind. Iſt dieſes Verhaͤltniß nicht vorhanden, ſind einige jener Urſtoffe zwar da, aber in geringerer Menge und in ſolchen Verbindungen, welche die Thaͤtigkeit des Pflanzenlebens erſt aufloͤſen muß, um ſich den Theil von jedem, deſſen die Pflanze bedarf, anzueig⸗ — nen, ſo wird es ihr ſchwerer gemacht; ſie wird minder ſchnell fortkommen und gedeihen. Wenn kei⸗ iſt, ſo muß ſie ihn mit ihren Wurzeln gleichſam laͤnger und weiter zuſammenſuchen, damit ſie ihn in je⸗ dem Momente, wo ſie deſſen bedarf, anziehen koͤnne. Ja es laͤßt ſich nicht ohne Wahrſcheinlichkeit annehmen, daß ein der Pflanze an ſich noͤthiger Stoff auch in zu großem Verhaͤltniſſe im Boden ſeyn, und daß die Pflanze ſich ſchon durch die Abſtoßung des ſich zu ſtark darbietenden Stoffes oder durch ſei⸗ ne Abtrennung von dem uͤbrigen ſchwaͤchen koͤnne. Und ſo laͤßt es ſich allerdings erklaͤren, warum Pflanzenarten, oft nacheinander gebaut, in einem Boden zu minderer Vollkommenheit kommen, wenn gleich dieſer Boden noch alle die Nahrungsſtoffe in ſich enthaͤlt, deren ſie beduͤrfen, und ſie dieſe Voll⸗ kommenheit wieder voͤllig erreichen, nachdem der Boden geruhet hat, oder eine andere Frucht darauf gebauet iſt. Es laͤßt ſich ſogar denken, daß eine andere Pflanze, die ein entgegengeſetztes Berhaͤltniß 1 der Urſtoffe zu ihrer Nahrung gebraucht, gerade durch Ausziehung deſſelben das angemeſſene Verhaͤlt⸗ niß fuͤr eine andere wieder herſtellen koͤnne, ſo daß jene nun beſſer darauf fortkommt, als wenn dieſe nicht darauf gewachſen waͤre und dem Boden nichts entzogen haͤtte. Nahrungsſtoff hat die dazwiſchen gekommene Pflanze allerdings auch weggenommen, aber in einem andern Verhaͤltniſſe. Durch ſol⸗ chen Wechſel kann folglich der Boden endlich ganz erſchoͤpft werden, und ſo, daß er nun gar keine Pftan⸗ ſtaͤndig darauf erbauet waͤre. Vergl. Einhof in Annalen des Ackerbaues. 8 Bd. S. 321 u. f. §. 257. Graͤnde aus der Wachſen mehrere Pflanzenarten zugleich auf demſelben Boden, ſo giebt freilich jede nicht einen Erfahrung. ſo hohen Ertrag, als wenn ſie den Boden allein eingenommen haͤtte. Denn auch ohne Hinſicht auf den Raum, den eine der andern uͤber und unter der Erde wegnimmt, gebraucht jede von jedem Stoffe eetwas, und entzieht es alſo der andern. Allein wir wollen auf die Erfahrung zuruͤckkommen. Hier finden wir alle aufmerkſamen Gaͤrtner und viele Ackerbauer darin uͤbereinſtimmend, daß es vortheil⸗ haft ſey, gewiſſe Pflanzen untereinander zu bauen, und daß man einen ſtaͤrkeren Ertrag von jeder er⸗ halte, als wenn man auf demſelben Stuͤcke Landes jede beſonders auf einem eigenen Theile baue. Wo ein ſehr induſtriöſer Gaͤrtnereibetrieb herrſcht, da findet man zuweilen fuͤnf bis ſechs verſchiedene Fruͤch⸗ ——— eine Pflanze beſitze, ſie auch fuͤr die andere haben muͤſſe, und daß etwa nur die phyſiſche Eigenſchaft Natur nach gebrauchen. Zu ihrem vorzuͤglichen Gedeihen iſt es aber noͤthig, daß ſie in ihrem Wir⸗ ner der Stoffe, deren ſie bedarf, im Boden gaͤnzlich fehlt, aber nicht in hinlaͤnglichem Verhaͤltniſſe da ze mehr ernaͤhrt; aber fuͤr jede einzelne Pflanze wird er langſamer erſchoͤpft, als wenn nur dieſe be⸗ zemon ane gen Getke als ens t tude uff ohne dm ta gätt aleuu ie lithauh, ageug nac So be Ardos geſ Tihen in? ſedenn un nath Rocken aber zwiſch Kle, und Fruchte g treide oft fallen jed enthalte, Die ſey, ander brauche fü teder Atm Schwinkoe erfordern ſeyn ſen ge Doſtd ſtanden unendlche igenthüͤm⸗ genug füͤr Eigenſchft en gerug niſſ haben und Sin, ſolche iher ihrem Vi⸗ in ſolchen einige ſeger atigkeit des f, anzueig⸗ Wenn kei⸗ haͤltniſſe da e ihn in je⸗ heinlichkeit ooden ſeyn, e durch ſei⸗ n, warum men, wenn dieſe Vol⸗ icht darauf Verhaͤltniß Verhaͤlt⸗ denn dieſe dazwiſchen Durch ſol⸗ eine Pflan⸗ e dieſe be⸗ nicht einen zinſict auf dem Stoffe ien. Hier z vortheil⸗ jeder er⸗ baue. Wh dene Fruch⸗ Der Fruchtwechſel. 221 te zugleich auf demſelben Beete untereinander wachſend, und nach der einſtimmigen auf lange Erfah⸗ rung beruhenden Verſicherung dieſer Gaͤrtner wuͤrden ſie ihr Land, ihren Duͤnger und ihre Arbeit bei weitem nicht ſo hoch benutzen, wenn ſie jedesmal nur eine Pflanze abgeſondert baueten. In der rich⸗ tigen Auswahl dieſer Fruͤchte beſtehe, ſagen ſie, ihre groͤßte Kunſt, woraus ſie ein Geheimniß machen, und in welcher es einer dem andern zuvorzuthun ſucht. Aber auch beim Feldbau iſt der Vortheil verſchiedener Gemengearten in manchen Gegenden all⸗ gemein anerkannt und entſchieden. Eine Huͤlſenfrucht— Bohnen, Erbſen und Wicken— mit ei⸗ nem Getreide— Sommerrocken, Hafer oder Gerſte— ausgeſaͤet, giebt einen reichlichern Ertrag als eins von beiden allein gebauet. Ja, man hat laͤngſt bemerkt, daß Huͤlſenfruͤchte unter dem Ge⸗ treide auf ſo duͤrrem Boden, wo ſie allein gar nicht fortkommen wuͤrden, einen guten Ertrag geben, ohne dem Getreide merklich zu ſchaden. So geraͤth nach allgemeiner Erfahrung der Weizen unter Ro⸗ cken geſaͤet auf Aeckern, wo der Weizen allein nicht fortkommt; man hat ſogar den Ertrag des Weizens allein in dieſer Mengung ſtaͤrker gefunden, als wenn bloßer Weizen geſaͤet war. Dieſes Gemenge ge⸗ raͤth auch, wenn es in die We zenſtoppel geſaͤet wird, in welcher Weizen allein, der allgemeinen Er⸗ fahrung nach, auch auf dem ihm zutraͤglichſten Boden, durchaus nicht gedeihet. So beſtaͤtigt die Erfahrung allerdings jene Hypotheſe: daß durch eine Zwiſchenfrucht anderer Art das geſtoͤrte gerechte Verhaͤltniß der Urſtoffe fuͤr eine Getreideart wieder hergeſtellt werden koͤnne. Weizen in Weizenſt ppel geraͤth, wie eben geſagt, durchaus nicht. Auch Weizen nach Gerſte— es ſey denn ungemein ſtarker Boden, den man nur zu entkraͤften ſuchen muß— wird ſchwach. Rocken nach Rocken geht noch am beſten. Aber der Koͤrnerertrag ſinkt doch tief herunter. Bringt man nun aber zwiſchen dieſe Fruͤchte ein Gewaͤchs aus der Diadelphiſtenklaſſe, Erbſen, Wicken, Bohnen oder Klee, und darnach dann jene zweite Frucht wieder, ſo gedeiht ſie vollkommen. Ja, wenn man jene Fruͤchte gruͤn gemaͤht hat, oder der zweite Wuchs des Klees untergepfluͤgt iſt, ſo wird das zweite Ge⸗ treide oft beſſer als das erſte. Dieſe und andere Erfahrungen der Art ſind ſo allgemein anerkannt, und fallen jedem Beobachter ſo auf, daß ich mehrere anzufuͤhren und weitlaͤuftiger daruͤber zu reden mich enthalte, da ich bei der Lehre vom Bau einzelner Gewaͤchſe darauf zuruͤckkommen muß. 1§. 358. Die Gaͤrtnerei liefert unzaͤhlige Beweiſe, daß Erde fuͤr ein Gewaͤchs vorerſt untauglich geworden ſey, andere Gewaͤchſe aber noch ſehr gut abtragen konne. Die Miſtbeeterde iſt nach einmaligem Ge⸗ brauche fuͤr daſſelbe Gewaͤchs, z. B. die Melonen, durchaus nicht mehr tauglich, bis ſie mehrere Jah⸗ re der Atmoſphaͤre ausgeſetzt gelegen und mit friſchem Miſte wieder durchgearbeitet worden. Aber Schminkbohnen, Lactuken und andere Kraͤuter traͤgt ſie noch. Luxuriirende Blumen, wie die Relken, erfordern eine haͤufige Erneuerung der Erde in den Scherben, wenn ſie gleich noch uͤberfluͤßig fett zu ſeyn ſcheint, und der Blumenliebhaber nimmt nie dieſelbe Erde wieder zu derſelben Blumenart. Jun⸗ ge Obſtbaͤume duͤrfen nicht auf dieſelbe Stelle gepflanzt werden, wo ein alter Baum gleicher Art ge⸗ ſtanden hatte. Bei den Baumſchulen iſt es allgemeine Regel, mit den Revieren zu wechſeln. Ich und mein ſeeliger Freund Einhof hatten mehrere Male Anſtalten gemacht, Verſuche anzuſtel⸗ len uͤber die Veraͤnderung, welche der Humus im Boden erleidet, wenn ein Gewaͤchs gewiſſer Art bis zur Erſchoͤpfung darauf gebauet wuͤrde. Aber wir ſind darin geſtoͤrt worden, und ſolche Verſuche haben große Schwierigkeiten und Hinderniſſe, die man, ohne beſtaͤndig darauf zu achten, nicht leicht uͤberwindet, da ſie unter freiem Himmel angeſtellt werden muͤſſen.*— Es kann ſo mancher Zufall nicht abgewehrt werden, der in einem Augenblicke die Arbeit vieler Jahre zerſtoͤrt, und kein ſicheres Reſultat gewinnen läßt. Es aehoͤrt ein beſonderer gut umzaͤunter, den Verſuchen einzig gewidmeter Garten dazu, aus welchen man auch Voͤgel und Inſeeten verbannen koͤnnte.. Der Fruchtwechſel. §. 359. Es iſt eine allgemeine Beobachtung, daß wenn eine Saat nicht wegen Schwaͤche und Fehler des Bodens, ſondern durch zufaͤllige andere Urſachen mißraͤth, oder ſehr geringen Ertrag giebt, dieſelbe Frucht im folgenden Jahre wenigſtens beſſer darauf fortkomme, wie ſie ſonſt in ihrer eigenen Stoppel thun wuͤrde. Umgekehrt aber geraͤth eine Frucht in der Stoppel einer ihr angemeſſ enen Vorfrucht (z. B. der Weizen nach Klee oder Bohnen) um ſo beſſe ſer, je uͤppiger dieſe ſtand. Daſſelbe Gewaͤchs iſt alſo fuͤr ſich ſelbſt durch ſtaͤrkern Ertrag erſchopfend;; fur ein anderes iſt es nicht alſo, ſondern eher be⸗ reichernd. 5 6. 360. 6 1 Der Koͤrneranſatz, die Bildung der mehlichten Saamen und Subſtanzen iſt das, was den Erdbo⸗ den am meiſten zu erſchoͤpfen ſcheint. Werden die Pflanzen gruͤn abgeſchnitten, zur Zeit der Bluͤthe im Zuſtande ihres uͤppigſten Wachsthums gemaͤhet und abgefahren, ſo nehmen ſie wenig oder gar kei⸗ ne Kraft aus dem Boden, ſcheinen ſolche vielmehr unter gewiſſen Bedingungen zu verſtaͤrken,— eine Wahrheit, wovon mich ſo wie jeden genauen Beobachter jaͤhrlich neue Bemerkungen immer feſter uͤber⸗ zeugen. Entſchieden iſt es noch nicht, ob waͤhre end der Reifung des Saamens eine ſtaͤrkere Anziehung, beſonders des Kohlenſtoffs, aus dem Boden geſchehe. Aber gewiß iſt es, daß bei der Bildung und Reifung des Samens der Schleim der ganzen Pflanze konſumiret und dieſe in ein faſeriges Stroh ver⸗ wandelt werde. Es iſt alſo ein großer Unterſchied, ob die ſaftige Stoppel und Wurzel oder die duͤrre dem Acker zuruͤckbleibt, und ob dieſe Wurzel bei voller Lebensthaͤtigkeit noch kohlenſaures Gas in der Erde abſcheidet. Wie viel dieſe zuruͤbleibenden Wurzeln bewirken, hat man beim Spergelbau unter andern bemerkt. Wird er gruͤn gemaͤhet, ſo verbeſſert er den Boden merklich, wird er aber, wie zu⸗ weilen geſchieht, geraufet, ſo ſoll er ſtark ausſaugen. Daher vielleicht auch das beſondere Erſchoͤpfende des Leins. Dieſe Thatſachen ſind ſo allgemein bekannt, daß die neuerlich von einigen, wie es ſcheint aus Widerſpruchsgeiſt erregten Zweifel gar keinen Eindruck machen koͤnnen, und deshalh keiner Wi⸗ derlegung beduͤrfen. 1§. 361. Indeſſen gehe ich nicht ſo weit wie Einige, zu behaupten, daß alle nicht zum Saamenerſatz ge⸗ kommene Fruͤchte dem Boden gar nichts entzoͤgen, wenn ſie abgeerntet werden. Alle Knollen und Ruͤbenfruͤchte ſammeln in ihrer Stammwurzel gleichſam einen Vorrath nahrhafter Stoffe zur Ernaͤh⸗ rung ihres Triebes im folgenden Jahre. Dieſe Wurzel iſt gewiſſermaßen ein Magazin fuͤr dieſe, ihrer Natur nach zweijaͤhrigen Pflanzen, woraus ſie im kuͤnftigen Fruͤhjahre ihren Bluͤtetrieb ernaͤhren ſol⸗ len. Blieben dieſe Wurzeln im Boden, ſo wuͤrden ſie allerdings, wie die Erfahrung und ſelbſt prak⸗ tiſche Verſuche im Großen gelehrt haben, ſehr kraͤftig duͤngen. Herausgenommen entziehen ſie dem Boden allerdings Nahrungsſtoff, ungeachtet ſie ihn in anderer Hinſicht durch die zu ihren Anbau noͤ⸗ thige Bearbeitung mechaniſch verbeſſern, und als Vorbereitung zu andern Fruͤchten von großem Nu⸗ en ſind. Wenn Gewaͤchſe dieſer Art, zu welcher auch verſchiedene Handelspflanzen zu rechnen, ihre Wurzeln, Stengel, Struͤnke und einen Theil ihres Laubes dem Boden hinterlaſſen, ſo geben ſie ihm einen Theil des Rahrungsſtoffes zuruͤck. 8 §. 362. Diejenigen Saaten, welche mit ihrem lockern aber dichtem Geſieder den Boden bedecken, brin⸗ gen auch auf der Oberflaͤche deſſelben eine chemiſche Veraͤnderung oder Wechſelwirkung mit den at⸗ r — — nägboiten heder ger g ſuon und Fin d ſin mrwehiit n. der ei er hüt ſ ener ſolche nete Gähn und muſt begrine, daieümn neiph s fizeirden futt Sei nit Uokkaut ein andern Aberd hemiſchen, aber noch ni und der atn Auockerns Dieſ Boden na⸗ dergeden, brauchen. fie den V vermoͤgend ſonſt alle d nachen. T andern Bod dahhen denn ſe guͤn ab Ka falls vnter ſeiner nah gung erfe d vertret daauem ge Nbeitsau ſein eſt Untergrun wie duch duc de Fehler des t, dieſelbe en Stoppel Trrfucht evächs ſ Meher R. den Erdbr⸗ der Bläthe der gar ki⸗ 1,— eine feſter uber Anziehung, ildung und Stroh ver⸗ die duͤrre has in der lbau unter r, wie zu⸗ rſchoͤpfende ees ſcheint keiner W⸗ herſatz ge⸗ ollen und ur Ernaͤh⸗ dieſe, ihrer aͤhren ſol⸗ ſelbſt praf⸗ hen ſie den Anbau ni⸗ roßem Nu⸗ hnen, ihte en ſie ihm en, brin⸗ ſit den au⸗ Der Fruchtwechſel. 223 moſphaͤriſchen Stoffen hervor. Unter der dunklen Beſchattung, die Erbſen und Wicken und gut ſte⸗ hender Klee geben, ereignen ſich zwiſchen den Gasarten, welche die Pflanzen aushauchen und ein⸗ ſaugen, und den Partikeln des Bodens. mannigfaltige Verbindungen, denen wir zwar auf die Spur gekommen ſind, jedoch noch nicht beſtimmt genug kennen gelernt haben. Vom Vorhandenſeyn emer mephitiſchen Luft unter der Decke dieſer Gewaͤchſe kann man ſich ſchon durch den Geruch uͤberzeu⸗ gen. Der Wind entfuͤhrt dieſe Gaſe und Ausduͤnſtungen nicht leicht, das Licht zerſetzt ſie nicht, und es erhaͤlt ſich eine gleichere Temperatur darunter. Daher findet man unmittelbar nach dem Abmaͤhen einer ſolchen dichten, blattreichen Saat auch den bindigſten Erdboden locker, poroͤs und durch die in⸗ nere Gaͤhrung aufgetrieben. Seine Oberflaͤche hat eine ſchwaͤrzere Farbe. Er iſt frei von Unkraut und man ſieht in den erſten Tagen nichts darauf, wie Stoppel und Erde. Aber in ſehr kurzer Zeit begruͤnt er, und die aͤußerſt lebhafte Vegetation der wilden Kraͤuter, welche darauf vorgeht, beweiſ't daß er einen Reichthum nahrhafter und ſchnell in die Pflanzen uͤbergehender Stoffe angeſogen habe; weshalb es ſo wichtig iſt, ihn durch ſchnelles Umpfluͤgen rein zu erhalten, und die Lockerheit der Ober⸗ flaͤche zu benutzen. Ganz anders verhaͤlt ſich der Boden nach dem Abmaͤhen einer halmigen Getreide⸗ frucht. Seine Oberflaͤche iſt feſt geſchloſſen, mit einer Borke uͤberzogen und duͤrre, und obendrein mit Unkraut aller Art bedeckt, ſo daß er ein mehrmaliges Pfluͤgen erfordert, bevor er zur Aufnahme einer andern Saat geſchickt wird. Aber die ſtarken tiefer eindringenden Wurzeln dieſer Gewaͤchſe aͤußern auch, abgeſehen von der chemiſchen, eine hoͤchſt vortheilhafte mechaniſche Wirkung auf den bindigen Boden. Abgeſtorben, aber noch nicht verweſet, bilden ſie lauter hohle Roͤhren, welche den Boden trennen, locker erhalten und der atmoſphaͤriſchen Luft Zutritt verſchaffen. Sie verſetzen dadurch die Stelle eines mehrmaligen Auflockerns durch den Pflug, und machen eme einfaͤhrige Beſtellung zureichend. Dieſe Huͤlſenfruͤchte ſcheinen alſo, ſelbſt wenn ſie reifen und nahrhaften Saamen tragen, den Boden nach allgemeiner Erfahrung, wenig zu entziehen, was ſie ihm nicht auf eine andere Art wie⸗ dergeben, wenn man auch nicht annehmen will, daß ſie ein verſchiedenes Verhaͤltniß von Urſtoffen ge⸗ brauchen. Werden ſie aber gruͤn vor der Bildung des Saamens gemaͤht, ſo iſt es unverkennbar, daß ſie den Boden wirklich bereichern und in den Stand ſetzen, eine Frucht zu tragen, wozu er vorher un⸗ vermoͤgend war. Eine unerlaͤßliche Bedingung iſt es aber, daß ſie dicht und uͤppig ſtehen, indem ſie ſonſt alle dieſe Vortheile nicht gewaͤhren, vielmehr das Gegentheil thun, den Boden dicht und hart machen. Deshalb iſt es nothwendig, ſie in der vollen Kraft des Ackers zu ſaen, wenigſtens auf keinem andern Boden, als der ihnen beſonders zuſagt, wie der kalkhaltige Lehm es thut. Und da ihr Ge⸗ deihen dennoch manchen Zufaͤlligkeiten unterworfen iſt, ſo wird der weiter hinausdenkende Landwirth ſie gruͤn abmaͤhen oder unterpfluͤgen, ſobald ihr Mißrathen entſchieden iſt. 3 §. 363. Wenn diejenigen Gewaͤchſe, welche wir unter dem Namen der Hackfruͤchte begreifen, und eben⸗ falls unter die verbeſſernden Zwiſchenfruͤchte zaͤhlen, zwar, wie oben geſagt, dem Boden einen Theil ſeiner naͤhrenden Stoffe entziehen, und alſo, wenn dies nicht merklich werden ſoll, eine ſtaͤrkere Duͤn⸗ gung erfordern, wie noͤthig geweſen waͤre, wenn man ſtatt derſelben eine reine Brache gehalten haͤtte, ſo vertreten ſie doch durch ihre Bearbeitung, die man ihnen vermittelſt zweckmaͤßiger Inſtrumente ſo bequem geben kann, die Stelle der Brachbearbeitung. Sie thun dies ſogar mit betraͤchtlich minderem Arbeitsaufwande und die Lockerung und Pulverung des Bodens, die Luftausſetzung, die Mengung ſeiner Beſtandtheile, wenn man will, die Vertiefung deſſelben durch Heraufholung eines Theiles des Untergrundes, die Vertilgung des Unkrauts, wird unter gehoͤriger Behandlung dadurch eben ſo gut, wie durch die Brache erreicht. Die große Menge von thieriſcher Nahrung aber, welche ſie geben, erſetzt durch den Miſt die Kraft, die ſie ausziehen, faſt zwiefach. nd laͤßt man ſie— wie freilich nicht 242 Del euchtvech bkonomiſch, aber mit großer Erſ ſparung haͤuſig in England geſchieht— vom gehordeten oder getͤder⸗ ten Maſtvieh auf dem Acker ſelbſt verzehren, ſo iſt ihr Anbau einer neuen ſtarken Duͤngung gleich zu achten.(Wenn die Englaͤnder von langen Fruchtfolgen ohne alle Miſtauffuhr reden, ſo kom⸗ men immer ſolche Gewaͤchſe dazwiſchen.) Dieſe Methode hat doch immer den Vortheil, daß das Maſtvieh wenigſtens die Pacht des Landes ſammt der Arbeit bezahlt; wogegen die Brache faſt gar kei⸗ nen Ertrag giebt, aber betraͤchtliche Koſten verurſacht. Die Wurzelgewaͤchſe, welche beſonders in dieſe oͤkonomiſche Pflanzenklaſſe gehoͤren, haben das Eigenthuͤmliche, daß ſie eine ſehr gute Vorfrucht fuͤr die Gerſte ausmachen, und darin nach vielen Beobachtungen ſogar eine reine Brache uͤbertreffen; dagegen aber fuͤr das Wintergetreide nicht als unmittelbare Vorfrucht paſſen, welches zum Theil, aber doch wohl nicht allein, von der verſpaͤteten Einſaat des letzteren abzuhaͤngen ſcheint. Dennoch geraͤth das Wintergetreide ohne neue Duͤngung in demfelben Umlaufe wieder vortrefflich, nachdem ein Schotengewaͤchs dazwiſchen gekommen war. Bauet man aber ſtatt dieſer Wurzelgewaͤchſe mit derſelben Manipulation des Pferdehackens ein Schotengewaͤchs, wozu ſich auf lehmigem Boden die Pferdebohnen vorzuͤglich eignen, ſo wird die Winterung ſo gut wie nach der Brache, oder wie einige behaupten noch beſſer. Deshalb ſind in der Grafſchaft Kent, wo ſo vorzuͤglich viel Weizen gebauet wird, die gedrillten Bohen als die vorzuͦ lichſte Vorfrucht fuͤr denſelben anerkannt. Mehrere Handelsgewaͤchſe, beſonders der gepflanzte oder gedrillete Raps, koͤnnen in dieſe Stelle eintreten, wenn man erſt einen genugſamen Duͤngerſchatz fuͤr ſie geſammelt und des Viehfutters 5 viel hat.— §. 364. Sehr wichtig iſt ferner die Wechſelung der Fruchtarten in Hinſicht auf die Unterdruͤckung des Unkrauts, indem gewiſſe Saaten ſich mit gewiſſen Unkrautsarten am leichteſten vermiſchen, ſolche auf⸗ und zur Reife kommen laſſen und ihre Vermehrung beguͤnſtigen; wogegen andere dieſe Unkrautsart gar nicht dulden. Dieſe Ruͤckſicht iſt bei der Wahl des Fruchtwechſels auf einem mit beſondern Un⸗ krautsarten angefuͤllten Boden von großer Wichtigkeit, und es kann dadurch, wenn ſie gehoͤrig getrof⸗ fen worden, der Acker voͤllig davon gereinigt werden. §. 365. Dieſe Erfahrungen und Gruͤnde beſtimmen die Regeln, welche man bei dem Fruchtwechſel zu — befolgen hat. Zugleich aber tritt die Ruͤckſicht auf Viehfutterung ein, die wieder doppelt iſt. Naͤm⸗ lich 1) in Anſehung des daraus unmittelbar zu ziehenden Gewinnſtes, und 2) des dadurch zu erhal⸗ tenden Duͤngers. Das Geſetz des Fruchtwechſels verlangt zwar keinesweges, wie manche ſich eingebildet haben, daß die Haͤlfte des Ackers zum Futterbau verwandt werde. Selbſt in England giebt es ganze Gegen⸗ den, die die Regel des Fruchtwechſels ſeit undenklichen Zeiten beobachtet haben, aber nicht einen Halm zur Viehfutterung bauen, ſogar ihr Stroh nach der Stadt verkaufen, und uͤberall kein Vieh halten, weil ſie Duͤnger genug und uͤberfluͤßig an dem ſchlammigen mit Muſcheln bedeckten Seekraute haben, welches die Fluth an ihre Ufer fuͤhrt, und welches ſie mit großer Sorgfalt bergen. Sie bauen hauptſaͤchlich, wechſelnd mit dem Getreide, gedrillte Schotenfruͤchte, die ſie zum Theil gruͤn nach Lon⸗ don verkaufen. Aber es erfordert das Geſetz einer richtigen Oekonomie mehrentheils, daß ein großer Theil des Ackers zum Futterbau verwandt werde, um dadurch den Duͤnger zu einem deſto eintraͤgli⸗ chern Getreidebau herbeizuſchaffen. Ob mehr oder weniger, das beſtimmen die uͤbrigen Verhaͤltniſſe der Oekonomie, beſonders die Menge des nur zum Graswuchs geeigneten Bodens und etwa das Vor⸗ han den⸗ 8 nuin u win hhel kümm rtultze i v deshel eriöcht. tinen min der dum ten ui gein,vii tn lhach tanrflch, lein uteweffete ſiben ſad ſ aeten ſelhſt, nthe; auch ahifalle. doch nach Gerſte wir denz aber laͤndern i Weizeno nem aus genommen ge, wenn, en Jahre lhelhafter Aut vielen lebe menheit un had Nan dere dad ur fage zu ſa; nun aber, die Stroh. Eckart: Eer e getuͤder⸗ g gleich u ſo kom⸗ daß das aſt gerkei⸗ haben das nach dielen e nicht oß derſpaͤtete uͤngungi var. dackens en o wird de ſind in der ‚zuͤglichſe eſe Stel futters zu ückung des ſolche auf⸗ inkrautsart ondern Un⸗ rig getrof twechſel zu ſt. Näm⸗ zu erhel⸗ Aldet haben anze Gegen⸗ nicht einen lkein Vieſ Seelraute Sie bauen nach Lon⸗ ein großet eintragl⸗ gerhaͤltnſſe a das Vor⸗ han den⸗ Der Fruchtwechſel. 225 handenſeyn anderer Duͤngerquellen. Und ſo iſt es dann allerdings haͤufig der Fall, daß ein Frucht⸗ wechſel gewaͤhlt werden muß, wo 1, 2, 3, des ganzen zum Futterbau mit dem nachhaltigſten Vor⸗ theile beſtimmt werde; wogegen in andern Fälleu 4, ¼, 3 ſchon genug ſind, und alles Uebrige mit verkaͤuflichen Produkten, aber dennoch nach den Regeln des Fruchtwechſels beſtellt werden kann. §. 366.— Es iſt noch zu kurze Zeit, daß dieſe Regel der Fruchtfolge uͤberhaupt ins Licht geſtellt worden, und deshalb ſind die beſondern Geſetze und Modiſikationen derſelben noch bei weitem nicht genugſam erforſcht. Es hat keinen Zweifel, daß wir uͤber die vortheilhafteſte Folge der mannigfaltigen Produk⸗ tionen mit der Zeit immer mehrere Aufſchluͤſſe erhalten werden. Die Verſchiedenheit des Erdbodens, der Duͤngung und der Beackerung macht aber einen großen Unterſchied, welchen man im Auge behal⸗ ten muß, wenn man Verſuche daruͤber anſtellt. Auch koͤnnen einzelne Jahre kein ſicheres Reſultat geben, da die beſondere Witterung Einfluß darauf haben kann. So hat man z. B. im Magdeburgi⸗ ſchen beobachtet, daß Gerſte nach Moͤhren ſchlechter, wie nach andern Wurzeln geriethe, Erbſen aber vortrefflich, und daß nach dieſen dann ohne neue Duͤngung Gerſte wieder gut einſchlage. Allein in Anſehung der wichtigſten und gebraͤuchlichſten Fruͤchte und Saaten haben wir ſchon ſo unbezweifelte Erfahrungen, daß wir leitende Grundſaͤtze daraus abziehen koͤnnen. Verſchiedene der⸗ ſelben ſind ſchon ſeit alten Zeiten anerkannt, nur nicht genugſam beachtet worden. Daß die Getreide⸗ arten ſelbſt gewechſelt werden muͤſſen, weiß Jedermann. Man weiß, daß Weizen nach Weizen nie ge⸗ rathe; auch daß Weizen nach Gerſte— der Boden ſei denn etwa zu geil— hoͤchſtens mittelmaͤßig ausfalle. Hieran iſt nicht allein der Mangel genugſamer Bearbeitung des Bodens Schuld, indem er doch nach Erbſen gut und nach Hafer, der den Boden ſonſt noch ſtaͤrker bindet, immer beſſer, wie nach Gerſte wird. Die Wintergerſte laͤßt wegen ihrer fruͤhen Aberntung Zeit genug zum dreimaligen Pfluͤ⸗ gen; aber man weiß, daß immer ſchlechter Weizen darauf folgt. Weswegen man in fetten Marſch⸗ laͤndern in ihre Stoppel immer erſt eine andere Frucht, Rapſaat oder Bohnen nimmt, und dann erſt Weizen oder wieder Gerſte baut. Hafer ertraͤgt eine mehrjaͤhrige Folge dagegen beſſer, zumal auf ei⸗ nem aus dem Graſe gebrochenen Boden, wo er manchmal bis zur dritten Ernte im Ertrage immer zu⸗ genommen hat. Rocken nach Rocken wird zwar haͤufig geſaͤet, aber doch mit ſchlechtem Koͤrnerertra⸗ ge, wenn er gleich in einem Boden, der vom vorigen Jahre noch unzerſetzten Duͤnger enthaͤlt, im zwei⸗ ten Jahre uͤppiger wie im erſten ins Kraut ſchießt. Gerſte nach Wintergetreide iſt in der Regel vor⸗ theilhafter, wie umgekehrt. Wenn aber eine Zwiſchenfrucht zwiſchen beide kommt, ſo ſcheint ſich's nach vieten Verſuchen umgekehrt zu verhalten. Ueberhaupt kommen Halmfruͤchte, die ununterbrochen auf einander folgen, nie zu der Vollkom⸗ menheit und dem Koͤrneranſatze, als wenn ſie mit Fruͤchten aus einer andern Klaſſe abwechſeln; wes⸗ halb man laͤngſt, wo man in der Felderwirthſchaft die Brache zu beſtellen anfing, in ſelbige doch an⸗ dere Fruͤchte zu nehmen ſich bewogen fand. §. 367. Ungeachtet dies ſo ſehr vor Augen lag, ſo ſielen doch nur wenige auf den Gedanken, die Frucht⸗ folge zu aͤndern, und z. B. bei der Vierfelderwirthſchaft ſtatt 1) Winterung; 2) Soͤmmerung; 3) Erb⸗ ſen; nun 1) Winterung; 2) Erbſen; 3) Soͤmmerung zu ſaͤen, und dann Brache zu halten. Einige aber, die es thaten, ſtanden ſich ungleich beſſer dabei. Sie gewannen mehrere Koͤrner und mehreres Stroh. Manche deutſche Landwirthe waren der Sache ſehr nahe, zu denen auch der praktiſche von Eckart in ſeiner ſogenannten Experimental⸗Oekonomie gehoͤrte. Aber noch war in dieſen Zeiten die Erſter Theil. SFf 226 Blendung des Vorurtheils ſo groß, Der Fruchtwechſel. nicht trauete, wenn das Geſehene der auf Autoritaͤt begruͤndeten Meinung widerſprach. Fruchtfolge an. Auch Woͤllner und ſelbſt Germershauſ en fuͤhrten ſchon Gruͤnde fuͤr jene Einrichtung der Aber obwohl viele lehrten, daß die aufeinander folgenden Fruͤchte um ſo beſſer ge⸗ riethen, je ungleichartiger ſie waͤren, und niemand dieſer Lehre in der Theorie ſeinen Beifall verſagte, ſo gab doch keiner die Fruchtfolge des Dreifelderſyſtems auf. ſetz gewordene Obſervanz des eingefuͤhrten Syſtems daran verhindert;; aber es gab doch viele Gutsbe⸗ ſitzer groͤßerer und kleinerer Art in Deutſchland, die mit ihren Feldern machen konnten, was ſie wollten. — Warum dieſer Fruchtwechſe! das engliſche Syſtem ge⸗ Mich ſelbſt hat weder das Nachdenken noch die Leſung der engliſchen Schriften zuerſt auf dieſe Folge der Fruͤchte geführt, ſondern nur Zufall und Noth, und da man mich mit dem Namen eines Vaters dieſes ſogenannten Syſtems in Deutſchland beehrt hat, ſo darf ich hier die kleinen Umſtaͤnde erzaͤhlen, die mich darauf fuͤhrten. ſchen Syſteme, und wollte jenen im dritten oder Brachjahre durchſetzen. Ich war ein lebhafter Anhaͤnger des Kleebaues und der Stallfutterung nach dem Schubart⸗ Allein er mißrieth und der Acker verqueckte, die einfaͤhrig darin beſtellte Winterung verſagte voͤllig, ungeachtet die Kleeſtoppel noch einmal dazu geduͤngt wurde, oder der Klee im Winter eine Duͤngung erhielt. Ich gewann mit Huͤlfe eines mittel⸗ maͤßigen Luzerne⸗ und Hafergrasfeldes die gruͤne Futterung zureichend fuͤr den Sommer, aber kein Heu fuͤr den Winter, welches ich mir doch von meinem Kleefelde berechnet hatte. Nur die in einem zerſtoͤrten Lu⸗ zernefelde gebauten Kartoffeln und Ruͤben hatten mich bei einem geringen Wieſenheugewinnſte einen Winter gluͤcklich durchgeholfen. Voll Dankbarkeit fuͤr ſelbige brach ich einen Theil meines mit Klee beſaamten, aber ſchlecht beſtandenen Ackers zu Kartoffeln um. Die reichliche Ernte derſelben verſpaͤtete ſich, und ich konnte bei ohnehin naſſer Witterung keinen Rocken hineinſaͤen, wie ich ſonſt wuͤrde gethan haben; nahm! deshalb Gerſte. Weil ich indeſſen durchaus Kleevorrath haben wollte, ſo ſaͤete ich ihn wieder ſehr dick unter dieſe Gerſte. Die Gerſte gerieth außerordentlich, und erregte Bewunderung auf einem Felde, welches nur ſelten mittelmaͤßige Gerſte trug. Im folgenden Jahre hatte ich hier zum erſtenmale guten Klee, wogegen ein an⸗ deres Feld, worauf der Klee in die zweite Getreidetracht geſaͤet, ungeachtet es im Winter uͤberduͤngt war, nur Sauerampfer brachte. Letzteres ward nach einem traurigen Schnitte dreimal zu Rocken gepfluͤgt; er⸗ ſteres nach zwei Schnitten nur einmal, und der Rocken auf dieſen ward entſchieden beſſer als auf jenem. Dieſe Erfahrung beſtimmte meine kuͤnftige Fruchtfolge. Ich war indeſſen weit entfernt, irgend einen hoͤhern Werth, als den der beſondern Nuͤtzlichkeit fuͤr meine Verhaͤltniſſe darauf zu ſetzen. Ich ſchaͤmte mich viel⸗ mehr, von einem Befolger der Pfeiferſchen, Mayerſchen, Gugemuſiſchen und Schubartſchen Lehren, ein Kartoffelbauer und ein Nachahmer der kleinen Gaͤrtner geworden zu ſeyn, die in meiner Nachbarſchaft ihren Morgen Landes ungefaͤhr auf dieſelbe Weiſe benutzten. Ich befrug ſie indeſſen uͤber ihre Erfahrungen, und fand, daß ſie mit den meinigen ſiimmten. Nur verſiel ich darauf, mich bei meinem groͤßern Kartoffelbau eines Mecklenburgiſchen Hakens zum Anhaͤufen zu bedienen, aus welchem ich nachher dasjenige Inſtrument ormie, deſſen man ſich letzt in Deutdchlund am haͤufigſten zum Kartoffelbau bedient. §. 368. Erft päter fielen mir neue engliſche Schriftſteller in die Hand, welche gerade dieſe oder eine ahnliche Fruchtfolge als die Baſis jeder hoͤhern Ackerkultur betrachteten, die Brache nur durch die ſorgſame Bearbeitung der in entfernten Reihen ſtehenden ſtaudigern Fruͤchte erſetzen lehrten, den Klee⸗ nannt worden, hau nur dann fuͤr ſicher und durch dichte Beſchattung des Bodens fuͤr verbeſſernd hielten, wenn er mit der erſten Saat in einem Acker geſaͤet wuͤrde, der durch den Bau jener Fruͤchte voͤllig gelockert und ge⸗ reinigt waͤre, und die nur den Klee in dieſem Zuſtande eine wohlthaͤtige Vorfrucht vor Weizen nannten, aber in ein ſchlechtes Kleefeld Weizen zu ſaͤen— wenn es ſich nicht voͤllig ausgelegen habe oder zuvor nicht Ackerbaues erklaͤrten. laͤnder, die mit den meinigen ſo ſehr ſtimmten, bewogen mich, ſolche dem deutſchen Publikum zuerſt durch Sommerpfluͤgen gereiniget ſey— fuͤr ein Verbrechen gegen alle Grundſäͤtze eines guten Dieſe Lehren und viele merkwuͤrdige bisher uͤberſehene Erfahrungen der Eng⸗ in dem Hannoͤverſchen Magazin, dann in meiner Anleitung zur Kenntniß der engliſchen kandwitth⸗ ſchaft vorzul Pn. 7 4 daß man nicht ſah was dicht vor Augen lag, oder ſeinen Augen Zwar waren die meiſten durch die zum Ge⸗ Angh sn Srlad vwatſ wmn ſtelt Der gh le Gegner tet hernah den Engien ſce Sthit der wt i in andenG fer. N dads uot Gi heuſet ſidr, ja ge nnde verſer Penn wiedie Engl göſtentheits Aters zur) nindeſtens? kere Ausſaa derdumen. ſelhſ voni ſen ihr Zu gegen kann werden, d den Wechſe behackten T ir Vegetat Genede, ſe ſtiyfung i Iwa liſchen Hollſtei Stallfu iit, den genwäͤrtig ſelſt bis n allgemein! und ungea lend zeigen nen Augen ſchtung der beſer ge⸗ erſagte, ſ e zum Ge⸗ le Gutsbe⸗ ſie wollten dieſe Fol⸗ gaters dieſe 7, die mich Schuban dd der Ackn och einmal ines mittel⸗ ein Heu fit eſtͤrten Lu⸗ en Winter nten, aber ich konnte in deshalb unter dieſe 3 nur ſelten ꝛgen ein an⸗ duͤngt war, pfluͤgt; er⸗ auf jenem. inen hoͤhern mich viel⸗ hren, ein haft ihren gen, und ertoffelbau Sugrument oder tie durch de den Kier⸗ enn er mit ert und ge⸗ nannten, der zuvor hes guten der Eng⸗ im zuerſt ndwitth⸗ Der Fruchtwechſel. 227 Man hat dieſe Fruchtfolge daher das engliſche Syſtem nicht ganz ohne Grund genannt, obwohl es in England keinesweges allgemein, ſondern nur in einigen Grafſchaften landuͤblich war, aber jetzt in den Wirthſchaften aller aufgeklaͤrteren und verbeſſernden Landwirthe gefunden wird, und ſich von da aus nun freilich immer mehr verbreitet. Der große Beifall, den dieſe Lehre in jenem Werke vorgetragen erhielt, erwerkte demſelben auch viele Gegner, die gerade daher, daß es aus England herſtamme, einen Grund zu ſeiner Verwerflich⸗ keit hernahmen. Bei der Unkenntniß aller engliſchen Verhaͤltniſſe ſchrieben ſie den Getreidemangel, den England gerade damals in einigen Jahren erlitten hatte, dieſem Syſteme zu, obgleich alle engli⸗ ſche Schriftſteller einſtimmig behaupteten, daß dieſer bei der zunehmenden Bevoͤlkerung nur eine Folge der noch uͤberwiegenden Dreifelderwirthſchaft, der großen oͤden Weidereviere, die ſie erfordert, und in andern Gegenden des zu vielen gar nicht aufgebrochenen oder doch zu lange ruhenden Graslandes ſey. Dieſe Schriftſteller zeigen einſtimmig, daß jenem Mangel nur durch die mehrere Einfuͤhrung dieſes Fruchtfolgeſyſtems abgeholfen werden konne, indem die wenigen und kleinen Grafſchaften, wo es zu Hauſe iſt, hauptſoͤchlich die ungeheure Hauptſtadt und die vielen andern Handels⸗ und Fabrik⸗ ſtaͤdte, ja ganze Fabrik⸗Grafſchaften— z. B. Norfolk, das weit groͤßere Lankaſter— mit Ge⸗ treide verſorgten. Wenn dieſes Syſtem, ſagten ferner die Gegner, fuͤr eine ſo vieles Fleiſch konſumirende Nation, wie die Englaͤnder, paſſend ſey, ſo ſey es doch fuͤr uns nicht alſo, weil die Mehrheit der Deutſchen groͤßtentheils von vegetabiliſchen Nahrungsmitteln lebe. Denn dieſes Syſtem verlange die Haͤlfte des Ackers zur Viehfutterung. Koppelwirthe konnten dieſe Einwendung nicht machen, weil auch dieſe mindeſtens die Haͤlfte der Viehnahrung widmen. Aber die Dreifelderwirthe beriefen ſich auf ihre ſtaͤr⸗ kere Ausſaat. Es laͤßt ſich ihnen aber leicht erweiſen, daß ſie, ſelbſt abgeſehen von den großen Wei⸗ deraͤumen und Wieſen, die ſie gebrauchen, wenn ihre Wirthſchaft in einiger Kraft bleiben ſoll, doch ſelbſt von ihrem pflugbaren Acker nicht die Haͤlfte zur Nahrung der Menſchen verwenden, denn ſie muͤſ⸗ ſen ihr Zugvieh faſt allein mit Körnern ernaͤhren, und ihrem Nutzviehe damit haͤufig aufhelfen. Da⸗ gegen kann bei dieſem Wirthſchaftsſyſteme alles erbaute Getreide zur menſchlichen Nahrung verwandt werden, da die Futterernte zur Ernaͤh ung des ſtaͤrkſten Viehſtapels zureicht. Es gehoͤren ferner zu den Wechſelfruͤchten, welche die Haͤlfte des Ackers einnehmen, auch alle Huͤlſenfruͤchte, beſonders die behackten Bohnen, Wicken und Erbſen. Endlich vertreten ſo viele Handelsgewaͤchſe, die waͤhrend ih⸗ rer Vegetation Bearbeitung leiden, wie ſchon oͤfter geſagt worden, die Stelle der Vorfruͤchte fuͤr das Getreide, ſobald ſich naͤmlich eine Wirthſchaft in den Duͤngerſtand geſetzt hat, daß ſie dieſe ohne Er⸗ ſchoͤpfung ihres Ackers bauen, und ſich mit geringer Futtererzeugung beheifen kann. §. 359. Zwei vortreffliche Schriftſteller, der Amtsrath Karbe in ſeiner Einfuͤhrung der eng⸗ liſchen Wechſelwirthſchaft und der durchlauchtige Herzog Friedrich zu Schleswig Hollſtein Beck uͤber die Wechſelwirthſchaft und deren Verbindung mit der Stallfutterung, haben dies Syſtem gruͤndlich vorgetragen, und auf unſere Verhaͤltniſſe modifi⸗ zirt, den großen Nutzen, welche deſſen allgemeine Einfuͤhrung haben wuͤrde, gezeigt. Es ſind ge⸗ genwaͤrtig in Daͤnnemark, Schleſien, der Mark Brandenburg, Sachſen, Franken, Weſtphalen, ja ſelbſt bis nach Kur⸗ und Eſtland hinauf unzaͤhlige Beiſpiele davon aufgeſtellt. Der Erfolg beſtaͤtiget allgemein den Werth des Syſtemes, ungeachtet man bei dem Uebergange nicht ſelten uͤbereilt verfuhr, und ungeachtet nur wenige ſchon in die zweite Rotation getreten ſind, wo es ſeine Wirkung erſt auffal⸗ lend zeigen kann. 4 Ff 2 228 Der geudtwegſal. Dennoch macht man ſch haͤufig noch zu einſeitige Vorſtellungen, und glaubt, daß eine be⸗ ſondere Zahl der Schlaͤge und beſtimmte Ordnung der Fruͤchte darunter zu verſtehen ſey. Der eine denkt es ſich nur mit der Stallfutterung, der andere mit der Weide vereinbarlich. Aber es kann mit beiden ſehr zweckmaͤßig verbunden werden: der Stallfutterung im Großen wohl nur allein einen ſichern Grund unterlegen; der Weidewirthſchaft eine vollkommnere Winterfutterung und hoͤhere Benutzung des Viehes gewaͤhren. — Die Zahl der Schlaͤge aber, oder die Laͤnge der Rotation, das Verhaͤltniß des zum Fruchtbau und des zur Viehfutterung gewidmeten Landes, geſtatten eine groͤßere Mannigfal⸗ tigkeit wie die Koppelwirthſchaft, und werden nur durch die oͤrtlichen Verhaͤltniſſe und die Aweue, die man n hat, bedingt. Charakteriſti⸗ ten dieſes Sy⸗ §. 370. Die weſentlichen Eigenſchaften dieſes Syſtems ſind blgende:: 1) Eine unbenutzte Brache fallt dabei in der Regel weg. Statt derſelben aber werden nach ci. ſche Eigenſchaf, nem gewiſſen Umlaufe von Jahren ſolche Fruͤchte theils zur Futterung, theils zum Verkauf gebauet, ſtems. welche waͤhrend ihres Wachsthums und zur Befoͤrderung deſſelben den Durchgang der leichten Pfluͤge oder der Pferdehacken und Pferdeſchaufeln entweder nur in einer oder in zwei ſich durchkreuzenden Rei⸗ hen verſtatten, wodurch der Boden alle die Vortheile, welche die Brache gewaͤhren kann, erhaͤlt. Mir iſt wenigſtens noch kein ſo bindender oder ſo verwilderter Boden vorgekommen, daß er nicht durch die gehoͤrige Bearbeitung dieſer Fruͤchte mit fuͤr ihn zweckmaͤßigen Werkzeugen eben ſo muͤrbe und zerfallend, als durch die Brache geworden ſeyn ſollte. Indeſſen will ich doch zugeben, daß Boden exiſtiren koͤnne, der zu Anfange dieſer Fruchtfolge einer Brache bedarf, noͤthig wird. die dann aber, vollendet gegeben, nie wieder Dieſer Schlag erhaͤlt die Hauptduͤngung, welche in dem ſtarken Maaße, wie ſie dieſe Wirthſchaft geben kann, fuͤr jede andere Frucht zu ſtark ſeyn wuͤrde, fuͤr Fruͤchte dieſer Art es aber nie ſeyn kann. Dieſe wirkt dann mit der Bearbeitung zugleich, den Boden zum Zerfallen zu bringen, und die darin befindlichen Unkrautskeime zu zerſtoͤren. 2) Nach dieſen Hackfruͤchten folgt in der Regel Sommerung, theils weil ihre ſpaͤte Aberntung eine fruͤhe Einſaat der Winterung nicht verſtattet, theils weil die Erfahrung gelehrt hat, daß die Sommerung auf dem gewoͤhnlichſten Lehmboden ihr einen hoͤheren Ertrag, wie die Winterung gebe; dennoch aber dem Boden genugſame Kraft, in der Folge Winterung abzutragen, hinterlaſſe. Dieſe Sommerung kann Sommerweizen, Hafer oder Gerſte ſeyn. Die letzte iſt indeſſen das gewoͤhnlichſte, und zwar die große zweizeilige, oder aber die nackte und Himmelsgerſte, deren Gedeihen hier ſo groß als ſicher iſt. Sollte der Boden jedoch wegen Verſaͤumniß des genugſamen Behackens oder wegen ei⸗ ner hoͤchſt unguͤnſtigen naſſen Witterung eines Sommers nicht vollkommen muͤrbe und rein geworden ſeyn, ſo verdiente in dieſem ungewoͤhnlichen Falle die kleine vierzellige Gerſte den Vorzug, weil vor ih⸗ rer Einſaat im Fruͤhjahre noch einige Mal gepfluͤgt werden koͤnnte. gen ſo wenig noͤthig, daß die Fruͤhjahrsbeſtellung vollkommen ohne daſſelbe, bloß durch den ein⸗ oder In der Regel aber iſt dieſes Pfluͤ zweimaligen Gebrauch der Exſtirpators und der Eggen, gemacht werden kann, wodurch man in dieſer mit dringenden Geſchaͤften beſetzten Jahreszeit ungemein erleichtert wird. Manche haben die Beſorglichkeit, daß die in ſo kraͤftigem Lande geſaͤete Sommerung ſich lagern werde, welche aber die Erfahrung genugſam widerlegt, wenn anders nicht zu dichte— was hier nicht nur uͤberfluͤßig, ſondern ſchaͤdlich waͤre— geſaͤet wird. Die tiefe Beackerung des Bodens ſichert gegen Lagerkorn. Und wenn der Boden vertieft werden ſoll, ſo geſchieht es bei der Vorbereitung zu den Hackfruͤchten, denen das tiefe Pfluͤgen nie ſchaͤdlich wird, und unter welchen der heraufgebrachte Boden ſeine Rohheit verliert. 3) Nun wird die Hauptregel beobachtet, —— daß nie zwei i halmnttagends Fruͤchte nacheinander kom⸗ men, ſondern jedesmal eine andere Zwiſchenfrucht. Es ſey denn am Schluſſe der Rotation, wenn 3 9 cäit nnde grſtiſtd m) dienar! 9) Em Ind gainc zacfröc Rärathen nod tei den kon Klateyng wruhr in aͤeben r Waxelein mmäglihſte , beſonde Me benut geignet, d nittelſt des deſtelt werd hen, in we mehrmals 3 5) winnen u zwiſchen Zuſtande laͤßt nun finden auc 6)4 ſſeme au und in gre nein anwe geräth zwe aaal do terung h ſonſt die noch oh⸗ Bohnen Ruͤben, nin abz de frh Wcken z 9 weiner daß eine he⸗ Der eine es kann mit einen ſchern e Benuzung Verhͤltniß Nannigfas Zwecke, Re den nach uf gebauet hten Pfän zenden Rii⸗ haͤlt. M öt durch die zerfallend, iren koͤnne, nie wieder wie ſie dieſ es aber nie ringen, und e Aberntung at, daß die erung gebe iſſe. Dieſe vohnlichſte, hier ſo gto er wegen ei⸗ in geworden weil vor jj⸗ dieſes lii⸗ en ein⸗der nan in diſe g ſich lagern — was hie odens ſichert hereitung zu ufgebrachte ander kom⸗ tion, wem Der Fruchtwechſel. 229 die Hackfruͤchte wieder darauf folgen, wo die Verwilderung und die Verballung des Bodens alſo nicht ſchaͤdlich werden kann. Die Auswahl dieſer Zwiſchenfrucht haͤngt von der Zahl der Schlaͤge und den Wirthſchaftsverhaͤltniſſen ab. Es kann Klee; es koͤnnen Huͤlſenfruͤchte, Oelſaaten oder jede andere ſeyn, die nur nicht in das Geſchlecht der grasartigen Pflanzen gehoͤren. Da es indeſſen 4) Eine unumgaͤngliche Forderung iſt, daß der Klee in ein voͤllig reines ſtark durchgearbeitetes und geduͤngtes Land komme, ſo wird derſelbe mehrentheils unter die Frucht geſaͤet, welche auf die Hackfruͤchte folgt, und ſindet alſo im dritten Jahre nach jener ſeinen Platz. Hier iſt hoͤchſt ſelten ein Mißrathen deſſelben zu beſorgen, wenn man mit deſſen Einſaat gehoͤrig verfaͤhrt. Er dringt in dem noch tief gelockerten Boden mit ſeinen Wurzeln ſo ein, daß ihm keine Winterwitterung nachtheilig wer⸗ den kann. Und was man ſonſt, allerdings nach der Erfahrung, von dem Muͤdewerden des Acker zum Kleetragen geſagt hat, findet hier durchaus nicht ſtatt, indem zwanzigjaͤhrige Verſuche gelehrt haben, daß er nach vierjaͤhriger Wiederholung immer beſſer geworden ſey. Dieſer Klee kann nun entweder ein Jahr benutzt werden, oder er kann zwei Jahr zum Maͤhen dienen. Im erſtern Falle wird er in der Regel einfurchig mit Winterung beſtellt, welches durch den Gebrauch des Schnittpfluges auf die vorzuͤglichſte Weiſe geſchieht. Im zweiten Falle kann man zuweilen der Sommerung den Vorzug ge⸗ ben, beſonders wenn man noch einen dritten Schnitt von Klee nehmen, oder ihn im Nachſommer zur Weide benutzen wollte. Indeſſen iſt doch auch dieſe zweijaͤhrige Kleeſtoppel ſo ſehr fuͤr die Winterung geeignet, daß man in den meiſten Faͤllen ſolche vorzieht. Und ſie kann auch nach zwei Kleeſchnitten mittelſt des Schnittpfluges und nachmaligen Gebrauch des kleinen Exſtirpators auf das vollkommenſte beſtellt werden. In einigen Faͤllen kann dieſer Klee nun auch im dritten Jahre zur Weide liegen blei⸗ ben, in welchem Falle aber entweder Hafer auf demſelben folgen, oder aber der Acker zur Winterung mehrmals gepfluͤgt werden muͤßte. 5) Es hat bei laͤngern Rotationen oder wo man Futterung und Duͤnger in groͤßter Menge ge⸗ winnen und den Acker in die hoͤchſte Kraft ſetzen will, große Vortheile, wenn noch eine ſolche Saat da⸗ zwiſchen kommt, die nicht zur Reife oder zum Anſatz des Saamens gelangt, ſondern in ihrem gruͤnen Zuſtande abgemaͤhet wird, wozu ſich vor allen Wicken und Buchweizen paſſen. Ihre Stoppel hinter⸗ laͤßt nun einen zur reichſten Winterungsſaat vollkommen vorbereiteten Boden. Bei dieſen Fruͤchten finden auch vorzuͤglich: 6) Doppelte Ernten in einem Jahre ſtatt. Mann kann ſie freilich bei dieſem Wirthſchafts⸗ ſyſteme auch in mehreren Schlaͤgen anbringen; indeſſen ſind dieſe doppelten Ernten in unſerem Klima und in groͤßern mit keinen uͤberfluͤßigen arbeitenden Kraͤften verſorgten Wirthſchaften nicht ſo allge⸗ mein anwendbar, als manche behauptet haben. Der Bau der Ruͤben in die Stoppel der Winterung geraͤth zwar auch bei uns zuweilen ſehr gut, aber ihre Einſaat muß in der geſchaͤftvollen Erntezeit ſchnell vollfuͤhrt werden. Die neuerlichſt geruͤhmte Methode, Moͤhren im Fruͤhjahre unter die Win⸗ terung zu ſaͤhen, kenne ich nicht aus der Erfahrung, und finde ihrer auch bei den Englaͤndern, welche ſonſt dieſe doppelten Ernten haͤufig zu gewinnen ſuchen, nicht erwaͤhnt. Wo nach meiner Erfahrung noch ohne Beſchwerde eine doppelte Ernte ſtatt findet, iſt auf einem gedrillten und gepferdehackten Bohnen⸗oder Mais⸗Felde, wo zwiſchen den Reihen nach vollendeter Bearbeitung ſehr vortheilhaft Ruͤben geſaͤet werden koͤnnen. Das Wickenfeld traͤgt erſt gruͤne Wicken, und nach denſelben ebenfalls gruͤn abzumaͤhenden Buchweizen, der mehrentheils ganz vortrefflich geraͤth, oder aber Waſſerruͤben, die fruͤh genug geſaͤet werden koͤnnen, und die Bearbeitung reichlich bezahlen. Auch hat man zweimal Wicken zum gruͤnen Abmaͤhen eingeſaͤet. 7) Wenn in laͤngern Rotationen zweimal geduͤngt werden ſoll, ſo kommt der zweite Duͤnger nie zu einer Getreidefrucht, ſondern unter eine andere, am beſten unter die gruͤn abzumaͤhenden, weil Der Feuchtwechſel. deren Wuchs nie zu ůppig werden kann, theils auch weil er hier das Unkraut auf eine unſchaͤdliche Weiſe hervortreibt, ſolches aber nicht zur Reife kommt. Er wird hier durch ſchnellen Umbruch der gruͤnen Stoppel mit dem Boden gemengt und innig vereinigt, und verliert doch ſeine erſte Geilheit, welche die junge Getreidepflanze zu ſtark treibt. und vor allem Lagerkorn erzeugt. 8) Es iſt keine weſentliche Bedingung, daß die Haͤlfte des Ackers zur Viehfutterung beſtimmt werde, wohl aber, wie aus dem Geſagten erhellet, daß nur die Haͤlfte eigentliches Getreide trage. Von verkaͤuflichen Fruͤchten uͤberhaupt kann, wenn man will, weit mehreres, und zwar, ſobald ein hinlaͤnglicher Duͤngervorrath geſammelt iſt, das eintraͤglichſte unter allen gebauet werden. Nur iſt es, um zu dieſem Ueberfluß von Duͤnger zu gelangen, der hier mit der vollkommenen Bearbeitung verbun⸗ den ſo erſtaunliche Wirkung thut, mehrentheils noͤthig in der erſten Rotation ſich mit der Paͤtfte der verkaͤuflichen Fruͤchte zu begnuͤgen, um des Futters vollkommen genug zu bauen. N⁸△ 5. 37. Bedingungen Die nothiwendigen Erfordernif e einer auf dieſe Regel der Fruchtfolge gegruͤndeten Wirthſchaft, detedneh⸗ bei deren Mangel die Einfuͤhrung unmöglich iſt, oder doch nur unvollkommenes Stuͤckwerk bleibt, ſtems. ſind folgende: 1) Vollkommenes Eigenthum und freie Benutzung des Feldes, eine Abweſenheit aller Servitute und Rechte, die ein anderer darauf hat, oder doch eine zweckmaͤßige Beſchraͤnkung derſelben. 2) Eine gute und nicht zu ſehr getrennte oder zu weit entfernte Lage der Felder. Das Gegen⸗ theil macht wenigſtens ungemeine Schoierigeaten bei dieſer eine ununterbrochene Aufmerkſamkeit for⸗. dernden Kultur. 4 3. Bei ihrer Einfuͤhrung; ein nicht zu ſehr ausgemagertes Land oder beſondere Häͤlfsquellen, um ſich den erſten kraftvollen Duͤnger zu verſchaffen. Sie ohne ſolche auf einem durch die Felderwirth⸗ 3 ſchaft erſchoͤpften Boden einfuͤhren zu wollen, erfordert wenigſtens große Aufopferungen oder die An⸗ lage eines betraͤchtlichen Kapitals, indem der Bau verkaͤuflicher Fruͤchte vorerſt ſehr eingeſchraͤnkt wer⸗ den muß, um genugſame Futterung, d. h. Duͤngermaterial zu gewinnen. Ihre Einfuͤhrung iſt des⸗ halb nach der gewoͤhnlichen Koppelwirthſchaft, die ihren Acker in mehrere Kraft erhalten hat, in der Regel weit leichter als nach der mehrentheils erſchoͤpfenden Dreifelderwirthſchaft, und in manchen Faͤllen iſt es rathſam, durch jene hindurch zu der hoͤhern Wirthſchaft uͤberzugehen. Von den zweck⸗ maͤßigſten Huͤlfsmitteln bei dem Uebergange werden wir weiter reden. 4) Mehrere Arbeit. Es wird zwar mehrentheils diejenige Menſchenzahl, welche in der Felder⸗ wirthſchaft zu einer ſchnellen und gehoͤrigen Ausfuͤhrung der Ernte noͤthig war, zureichen, alle Arbeiten dieſer Wirthſchaft zu vollfuͤhren; ſie muͤſſen aber in eine groͤßere und anhaltende Thaͤtigkeit dabei ge⸗ ſetzt werden. Die Vertheilung der Arbeiten durch das ganze Jahr kann ſo eingerichtet werden, daß ſich eine ununkerbrochene Reihe von Beſchaͤftigungen und beſtaͤndiger Verdienſt fuͤr die Menſchen, ſelbſt fuͤr die ſchwachen Alten und Kinder dabei ſinde. Dieſe Arbeiten erfordern zwar keinesweges eine ſchwer zu erlangende Kunſtfertigkeit; indeſſen findet doch eine mehrere Theilung der Arbeit und eine daraus erfolgende groͤßere Uebung in denſelben und in der Handhabung gewiſſer Werkzeuge dabei ſtatt, wodurch die Arbeit leichter und wohlfeiler wird. Daß ſich bei dieſer Wirthſchaft gewoͤhnlich der An⸗ reiz zu mehreren Meliorationen vorzuͤglich findet, und dazu wiederum mehrere Arbeiter erfordert wer⸗ den, haͤngt nicht unmittelbar mit derſelben zuſammen. Eine vermehrte Anſpannung kann nur wegen der ſtaͤrkern Duͤngerausf uhr, der groͤßeren Ernten und der mehr zu verfahrenden Produkte noͤthig werden. Die Beackerung und Beſtellung ſelbſt wird eher dadurch erleichtert. Denn wenn gleich ei⸗ nige Operationen bei der Feldbeſtellung hinzukommen, die bei andern Wirthſchaften nicht gewoͤhnlich — ,bode dus Fälhe 9 nen dbedngung elbwächung dernte, M tm Lodag h zgeemiſſ ) bi Grund uh dn aufernih, nrijäie Turnäung. endii fi, dobei n Dieſe R Akers, a Koyvewwirthſe welche die S Grund und? Niht allgem Web Wec Bei di vem man w Ar angemeſe tet und reich Aazerdem ab um dnenh naͤhxen; a üͤbertrieben Lufe Wen der( kerbau gehm ten ausgeno Vede iſt, ſtägge n ſchädlie abruch de eGellheit glbeſtinnt dde tage ſodand en Nuſa, ng verdun⸗ Haͤlfte de irthſchaft erk bleibt, Servitute s Gegen⸗ nkeit for⸗ illen, um derwirth⸗ er die An⸗ unkt wer⸗ g iſt des⸗ „in der nanchen nzweck⸗ Felder⸗ Arbeiten dabei ge⸗ den, daß Renſchen, eges eine und eine bei ſtott/ der An⸗ ert wer⸗ rwegen noͤthig leich ei⸗ voͤhnlich Der Fruchtwechſel. 231 find, ſo werden dadurch nur weit ſchwerere erſpart. Auch ſind dieſe Geſpannarbeiten ſehr gleichmaͤßig durch alle Jahreszeiten vertheilt. 5) Einen ſehr aufmerkſamen, thaͤtigen, uͤberlegenden und entſchloſſenen Wirthſchaftsaufſeher. Dieſe Bedingung iſt unumgaͤnglich, da eine genaue Wahrnehmung der Zeit zu jedem Geſchaͤfte meh⸗ rere Abweichungen von dem gewohnten Leiſten, und mannigfaltige Abwechſelungen in der Beſtellung und Ernte, und in Beſorgung des Viehſtapels hier angewandt werden koͤnnen, um den moͤglich hoͤch⸗ ſten Ertrag hervorzubringen. Insbeſondere iſt der Unterſchied zwiſchen einer einmal eingerichteten Koppelwirthſchaft und der unſrigen darin ſehr groß. 6) Paßt ſie nur da, wo ein hinlaͤnglicher Abſatz aller Produkte ſtatt findet, und deshalb der Grund und Boden im gerechten Werthe gegen die Arbeit ſteht. Wo dieſe ſehr theuer im Verhaͤltniß zu jenem iſt, oder wo man nur Gelegenheit hat, alle Arbeit durch Frohnden, die zu andern als den gewoͤhnlichen Arbeiten nicht angewieſen ſind, vortheilhaft bewirken zu laſſen, da findet ſie noch keine Anwendung. 7) Endlich iſt ein groͤßeres Betriebskapital und ein ſtaͤrkeres Inventarium, wie von ſelbſt er⸗ hellet, dabei noͤthig. §. 372. Dieſe Regel des Fruchtwechſels findet nun ſowohl bei der Weide des Viehes auf einigen Theilen des Ackers, als bei der Stallfutterung deſſelben ihre Anwendung. In jenem Falle wird durch ſie die Koppelwirthſchaft zu ihrer hoͤchſten Vollkommenheit gebracht, und dieſes hat unter Verhaͤltniſſen, welche die Stallfutterung erſchweren, unbezweifelte Vorzuͤge. Der hoͤchſt moͤgliche Ertrag vom Grund und Boden kann aber durch die Verbindung mit der Stallfutterung hervorgebracht werden. Nicht allgemein verhaͤlt es ſich vielleicht ſo mit dem hoͤchſten Profit vom angelegten Kapital und Arbeit. Wir betrachten alſo zuerſt die Wechſel⸗Weidewirthſchaft oder Wechſelwirthſchaft nach der Regel der Fruchtfolge. §. 373. Bei dieſer Wirthſchaftsart bleibt alſo ein Theil des Landes zur Weide fuͤr das Rindvieh, oder wenm man will nur fuͤr die Schafe liegen. Allein das Land wird in voller ſtarker⸗ Dungkraft und mit der angemeſſenſten Beſamung von Weidekraͤutern niedergelegt. Es giebt alſo eine ungleich nahrhaf⸗ tere und reichere Weide, die mehr Vieh oder daſſelbe Vieh auf einer ungleich kleinern Flaͤche ernaͤhrt. Außerdem aber bauet ſie in der Regel anderes Futter, entweder bloß zum Winterbedarf, oder auch um einen Theil des Viehes im Sommer auf dem Stalle entweder ganz oder neben der Weide zu er⸗ naͤhren; auf jeden Fall ſo hinreichend, daß die Weide nie zu fruͤh im Fruͤhjahre angegriffen oder uͤbertrieben zu werden braucht. §. 374. Auf einer geringern Anzahl von Schlaͤgen, wie acht, paßt ſich dieſes Syſtem eigentlich nicht⸗ Wenn der Getreidebau nicht zu ſehr eingeſchraͤnkt werden ſoll, und man noch einen Schlag zum Fut⸗ terbau nehmen wollte, ſo wuͤrde die Weide nicht lange genug liegen koͤnnen. Ganz kleine Wirthſchaf⸗ ten ausgenommen,— denen aber uͤberhaupt die Stallfutterung immer weit angemeſſener wie die Weide iſt,— wuͤrde ich die ſechs⸗ und ſiebenſchlaͤgige Wirthſchaft immer in eine zwoͤlf⸗ und vierzehn⸗ ſchlaͤgige in gewiſſer Hinſicht umwandeln, wodurch auch der Uebergang um ſo mehr erleichtert wird. Behſewirhſäaft nach der Regel der gruchtfolg Acht Schlaͤge iſt alſo das geringſe⸗, was wir annehmen, und hier wuͤrde ich folgende Frucht⸗ folgen vorſchlagen: Das Zeichen““ bedeutet hier und in der Falge garke Duͤngung ſchwache Duͤngung. 1)* a. Gedrillte Bohnen. 2) a. Winterung. 3) a. Maͤheklee. 4) a. Sommerung. 5)* a. Erbſen. 6) a. Winterung. 8)] Graͤſern. 1 1) Dreeſchhafer. 2) a.** Gedrillte Bohnen. 3) a. Winterung. 4) a.* Wicken. 5) a. Sommerung. 6) a. Maͤheklee. 2) Weide. 4) Dreeſchhafer. 2)** Gedrillte und behackte Fruͤchte. 3) Gerſte. 4) Klee. 5) Winterung. 1) Dreeſchhafer. 2)** Behackte Fruͤchte. 3) Gerſte. 4)* Erbſen und Wicken. 5) Winterung. 1) Dreeſchhafer. 2)** Behackte Fruͤchte. 3) Gerſte. 4) Maͤheklee. 5) Winterung. 7) Weide mit weißem Klee und p.** Kartoffeln. b. Sommerung. b. Maͤheklee. b. Winterung. — b.* Wicken. b. Winterung. b.** Kartoffeln. b. Sommerung. b.* Erbſen. b. Winterung. In neun Schlaͤgen: 6)* Erbſen und Wicken. 7) Winterung. Oder: 6) Maͤheklee. 7) 8) 4 Weide. 9)] In zeh Sciägen:: 6)* Erbſen und Wicken. 7) Winterung. 8) /9 9) P Beſaamte Weide. 10)]J 8)+%. 9)) Beſaamte Weide. Wo man mehr Klee zum Maͤhen huben wollte und weniger Weide, wuͤrde man jenen zwei Jahr nu⸗ tzen, und dagegen einen Weideſchlag weniger nehmen. Oder: ) Rap Vatert Jed 1 Gerſe 5) K 1) Luch ) 3 ) u 6) Geu Eserſteht Dngerſtand ſchäͤge, we wi. 1* 2) N * ) Ge z) Kle 6) Wi ) 2) W. JN 9 5 5* 6)( Hier kann ſaat komn 1) 2 12 1) Lrſer . Wehfüwitzcen nach⸗ der Regel der gruchtſals 8 257 ende Fruce Odels 7)** Rapsſaat und Erbſen. 2 6) Winterung. nt. 8 2) Winterung. 2) Sommerung. 3) Behackte Fruͤchte. 8) 4) Gerſte. 9) Weide. 5) Kler. 10) J Oder auf ſandigem Boden: 1) Buchweizen.—.6) Rocken. 2) Rocken. 7) 3)**Behackte Fruͤchte. 3), 4) Hafer. 9) Weide. 5) Spoͤrgel.— 10). In eilf Schlaͤgen: 1) Hafer.. 7)**Rapsſaat. 2)** Behackte Frühte. 1 8) Winterung. 3) Gerſte. 9) 4) Klee. 3 10)„ Weide. 5) Winterung. 11)] 6) Gruͤne Wicken. 5 Es verſteht ſich, daß der Rapsſaatbau ncht eher eintreten duͤrfe, als bis die irthſchaft in reichem Duͤngerſtande iſt. Sonſt folgt hier auf die Wicken nochmals Winterung, und man behaͤlt vier Weide⸗ ſchläͤge, wenn man nicht etwa lieber den Klee aus dem vierten Jahre im fuͤnften Jahre ſtehen laſſen will. 3 Oder: 1)**Rapsſaat. 8 2) Erbſen und Wicken. 2) Winterung. 8) Winterung und Sommerung. 3)* Behackte Fruͤchte. 9) 4) Gerſte. 4 10)— Weide. 5) Klee. 3 17) Weide bis zur Mitte des Sommers 1 6) Winterung. 1 In zwoͤlf Schlaͤgen:. 1) Wicken. 2)* Erbſen. 2) Winterung. 8) Winterung. 3) Maͤheklee. 9) .— 4) Hafer. 10) 5)**Behackte Fruͤchte. 11) Veſaamte Wedde 2 6) Gerſte. 12)— Hier kann nun ebenfalls No. 12. in der Mitte des Sommers umgebrochen werden, und in No. 1. Raps⸗ Hat Kuindn falls der Duͤngerſtand es erlaubt.. Oder: hei Jahr u 1) Wicken. 3 2)*Gedrillte Bohnen. 2) Winterung. 8) Hafer. 3)**Behackte Fruͤchte. 9) Maͤheklee. Dier Erſter Theil. G g 234 Wehfaurhe nach der Regel der Fruchtfolge. zwanzigſchlaͤgigen bei, welche auf einem Gute, deſſen drei Vorwerke mit ihrer Feldflur an einander 6 ddrei Hoͤfen auf einer Feldmark von 1200 Jochart betrieben wird. Sie iſt folgende: 1)**Raps. 14)** Gedrillte Bohnen. 2) Winterung. 15) Winterung. 3)*Kartoffeln. 16) Maͤheklee. 4) Gerſte. 12) Winterung. 5) Maͤhekle. 18)*Gruͤne Wicken, beenach Ruͤben. 1 56) Mäͤheklee. 19) Sommerung. 7 Winterung 2o) Erbſen. 88)»Erbſen und Wicken. 8 21) Winterung. 9) Winterung. 2) Kleeweide. 10)). 23) Weide. 11) 9 Weide. 24) Vorweide, dann zu Raps umngebrochen. 12) 513) Dreeſchhafer. . fuͤhrung von Mergel oder Kalk zu halten, ſo kann es in einem der minder unentbehrlichen Schlaͤgei im⸗ cken oder Ruͤben davon genommen werden. Die letzt erwaͤhnte Wirthſchaft iſt auf eine ſehr ſtarke, edle Schaferei hauptſaͤchlich berechnet, und dieſer iſt die ganze Weide beſtimmt, wogegen das Mindpieh wahrſcheinlich auf dem Stalle wird gehalten werden. 7 gigen betrachten, die mannigfaltig in einander greifen. Ich fuͤge hier nur noch die von einer vierund grenzen, gegenwaͤrtig eingerichtet wird, ſo daß Alles zwar ein Ganzes ausmacht, aber doch von dieſen Wenn es in dieſen Rotationen noͤthig ſeyn ſollte, eine völlig reine Brache, vielleicht zur Auf⸗ mer geſchehen, und dennoch vielleicht noch einige Nutzungi im Vor⸗ oder Nachſommer durch gruͤne Wi⸗ 4 ben in duſh 4) Gerſte. I0)) 3 5) Erbſen. 11 Weide. 6) Winterung. 12) 4 5 4 In vierzehn Schlaͤgen: 1)**Raps. 8) Klee. 2) Winterug. 4 9) Winterung. 3) Erbſen. 14170) Hafer. 4) Winterung. 3 5)**Hackfruͤchhe.. 12). 6) Gerſte. 13) 7% Weide. 7) Klee. 3 14)— 8 Oder: 1) Hafer. 8) Gerſte. 2)** Hackfruͤchte. 9)**Behackte Bohnen. 3) Gerſte. 10) Weizen. 4) Klee.— 10) 1 5) Klee.. 6) Winterung.. 15) 2 1 Weide. 59) Erbſen. 14)) ⸗. Die mehrſchlaͤgigen Rokationen k kann man als Verdoppelungen oder Vervielfachungen der minderſchläa⸗ A Weſe gühi tenes und zrr ich 1 abr anf d’ enem in uim⸗ ſſemahent nen. lehea dieſe Fattenn läe ſn de iber ) Siel 3) 3 uunuich der mnt, welhe Aeſimmt, vor dee mͤglichh 8— üche kande d) ſen Grad ih ſten Eurag auf einen g dieſem hoͤch deit, wud« pankt, wie! en. Sobal bä der Bild mnit kann f nact es alst men ͤßt. 9. dder i ihee geſchiehl. Hier ſoderlichen ſereichich igſens die 2) d deſer W Stallfutterungsſyſtem. 235 Stallfutterungswirthſchaft. .§. 375. Das Weſentliche derſelben beſteht darin, daß das Vieh im ganzen Jahre hauptſaͤchlich durch ab⸗ Staufutte⸗ geſchnittenes und ihm zugefuͤhrtes Futter ernaͤhrt wird, und wenig, etwa nur zu Ende des Sommers, rungsſyſtem. oder gar nicht weidet. Es wird wirklich nach dem eigentlichen Sinne des Worts im Stalle gehalten, oder auf einem dazu eingerichteten Hofe gefuttert, oder aber in beſonderen beweglichen ſtarken und ho⸗ hen Horden, deren Platz alljaͤhrig veraͤndert und nach der Hauptfutterkoppel hin verlegt wird. Ge⸗ wiſſermaßen kann man hierher auch das in einigen Gegenden gebraͤuchliche Tuͤdern des Viehes rech⸗ nen. Ueber die Vortheile der einen oder der andern Methode zu reden iſt hier der Ort nicht, wo wir dieſe Futterungsart bloß in Hinſicht auf die allgemeinen Wirthſchaftsverhaͤltniſſe betrachten. Wir ha⸗ ben im Deutſchen ſonſt kein Wort, dieſe Futterung durch Zufuͤhrung der Nahrung auszudruͤcken. Die Englaͤnder nennen es Soiling, ohne Ruͤckſicht auf den Ort und die Methode, wo und wie es geſchieht. . 376. Die uͤberwiegenden Vortheile dieſer Wirthſchaftsart beſtehen in folgendem: Vortheile der 1) Sie bedarf eines weit geringern Flaͤchenraums zur Ernaͤhrung ihres Viehes. Staufutterung a) Indem ſie ihren zum Futtertragen beſtimmten Acker gehoͤrig vorbereitet, und ſeine Begra⸗ ſung nicht der Natur uͤberlaͤßt, ſondern durch Beſaamung und Bepflanzung ſolche Gewaͤchſe darauf er⸗ zeugt, welche ſowohl ſeiner beſondern Beſchaffenheit, als der Natur desjenigen Viehes, dem man ſie beſtimmt, vollkommen angemeſſen ſind. Hierdurch macht ſie ſich die Produktionskraft der Natur auf 8 inderſchla⸗ die moͤglich hoͤchſte Weiſe zu Rutzen, und zieht eine vielfach ſtaͤrkere Quantitaͤt von Nahrung von einer er vier und Flaͤche Landes, als dieſe ſonſt hervorbringen wuͤrde. in einander b) Indem ſie dieſe Futtergewaͤchſe ihren volligen Wachsthum und den angemeſſenſten hoͤch⸗ von dieſen ſten Grad ihrer Entwickelung erreichen laͤßt, in welchem ſie der Quantitaͤt und Qualitaͤt nach den hoͤch⸗ ſten Ertrag geben. Die Entwickelung und Ausdehnung der meiſten Futterkraͤuter nimmt naͤmlich bis auf einen gewiſſen Punkt progreſſiv zu, und geht am ſchnellſten und ſtaͤrkſten vor ſich, je mehr ſie ſich dieſem hoͤchſten Punkte naͤhert. In ihrer erſten Jugend iſt dieſer Zuwachs geringe in einer beſtimmten Zeit, wird aber dann am ſtaͤrkſten, wenn die Bluͤthe ſich zu entwickeln anfaͤngt. Wird dieſer Zeit⸗ punkt, wie bei der Weide geſchiehet, nicht abgewartet, ſo kann der hoͤchſte Ertrag nicht davon erfol⸗ gen. Sobald das Aufbluͤhen aber geſchehen iſt, ſteht der Wachsthum des Krautes wieder ſtill, und bei der Bildung des Saamens vermindert ſich die Nahrhaftigkeit des Krautes. Dieſer gluͤckliche Zeit⸗ punkt kann folglich nur beim Abmaͤhen gehoͤrig beobachtet werden. Durch Saamenanſatz ungeſchwaͤcht, macht es alsdann oft vermehrte Schluͤſſe, die man wieder bis zu demſelben Grade der Vollendung kom⸗ men laͤßt. c) Indem dadurch verhuͤtet wird, daß durch das Auftreten des Viehes keine Pflanze zerſtoͤrt ochen. oder in ihrem Emporkommen gehindert werde, welches auf der Weide mit betraͤchtlichem Nachtheile. geſchieht. 1 Hierdurch erreicht man der Erfahrung gemaͤß, daß mit hoͤchſtens der Haͤlfte des zur Weide er⸗ wuß forderlichen Landes— den Acker von derſelben Guͤte und derſelben Kraft angenommen— das Vieh t b ſo reichlich und ſo vollkommen ernaͤhret werden kann, wie mit dem Ganzen, und daß man folglich we⸗. zuhn a nigſtens die Haͤlfte des Landes zu andern Zwecken oder zur Ernaͤhrung mehreren Viehes erſpart. 9 2 4 3* §. 377. berechne⸗) Der Miſt, um deſſenwillen das Vieh beim Ackerbau groͤßtentheils gehalten wird, kann nur talle wird bei dieſer Wirthſchaft auf das vollkommenſte benutzt werden. Gg 2 2 35 Stallfutterungsſyſtem. Bei jeder Weidewirthſchaft geht immer der groͤßere Theil des beſſern Sommermiſtes verloren. Auf den beſtaͤndigen Huͤtungsplaͤtzen der Felderwirthſchaft verliert ihn der Ackerbau voͤllig, ohne daß fes 4 er ſelbſt die Weide betraͤchtlich aufhuͤlfe, indem wir nicht bemerken, daß alter unaufgebrochener An-. ühar ger, wo beſtaͤndig Rindvieh weidet, in dem Verhaͤltniſſe des darauf gefallenen Miſtes an Kraft zunehh Pbemn me. Der Miſt thut vielmehr oft keine andere Wirkung, als daß er dem Viehe die Stellen, worauf mugy er fiel, auf mehrere Jahre verleidet; weshalb man haͤufig die Rindviehhirten dazu ermuntert, dieſen udus Wed Miſt aufzuſammeln und zu ihrem Vortheile zu benutzen. Nicht ſo ganz geht er auf der Dreeſchweide nnewoffa der Koppelwirthſchaft verloren. Indeſſen wird doch der bei weitem groͤßte Theil davon verſchwendet, jonengd und der AOcker erhaͤlt von ſelbigem nicht diejenige Kraft, die er erhalten wuͤrde, wenn ihm derſelbe Miſt nigſend hit gehoͤrig vorbereitet beigemiſcht waͤre. Da er einzeln zerſtreut nicht in eine ſolche Gaͤhrung gehen kann, vittſhen woraus eine konſiſtente Maſſe erfolgt; ſo verfluͤchtigt ſich der groͤßte Theil gasfoͤrmig, der Reſt zerſtaͤu⸗ bet, und wird von Inſekten verzehrt. Der Verluſt wird um ſo groͤßer, je laͤnger der Acker zur Weide 1 liegt; wogegen derjenige beſſer benutzt wird, welcher bald zum Unterpfluͤgen kommt. Auf keinen Fal idie aber kommt der Miſt ſo zu Rutzen, als wenn er mit der Streu genau vermiſcht, verbunden und diſe unwe ſelbſt dadurch zu einem wirkſamen Duͤnger gemacht wird. Nur durch die Stallfutterung faͤngt man auoiherzi die ſaͤmmtlichen Auswuͤrfe des Viehes auf, laͤßt dieſe mit der Streu verbunden den gerechten Zeitpuntt a pring ihrer Gaͤhrung erreichen, verhuͤtet das zu fruͤhe Aufloͤſen und das zu ſtarke Verdunſten. Man hat es ſimjſßenen. endlich in ſeiner Gewalt, dieſen Miſt in dem gerechten Zeitpunkte ſeiner Gaͤhrung in denjenigen Acker) de aunndd au degjenigen Fleck zu bringen, wo er den groͤßten Nutzen ſtiftet, und wo man ihn zum Vortheil thi, als na des ganzen Wirthſchaftsbetriebes am noͤthigſten gebraucht. Antn Aͤedeutend §. 37 nung; und 3) Die Stallfutterungswirthſchaft kann mit den Lande, was ſie zur Viehfutterung und zum dass unded Fruchtbau gebraucht, ſchneller wechſeln, und folglich alle Vortheile der Wechſelung um ſo mehr errei⸗ ſen ausſae chen. Sie kann die Futterungsmittel in der Ordnung und Folge bauen, daß dem Anbau verkaͤuflicher de Fruͤchte, beſonders des Getreides, der moͤglich mindeſte Abbruch auch in dieſer Hinſicht geſchiehet, iin Auache mi dem ſie die Futterernten nur als Vorbereitung zum Getreide nimmt, und den Acker dadurch in voͤlliger hee mane . Reinheit, Lockerheit und Kraft erhaͤlt; mithin die Brache um ſo unnoͤthiger macht, und ihre Wirkun⸗ Minarfut ggen reichlich erſetzt. §. 379. 7 4) Sie kann dem Viehe alle Jahreszeiten hindurch eine gleich ſtarke, kraͤftige und vwohſſcmee ar ckende Nahrung geben,— wenn ſie naͤmlich das Verhaͤltniß und die Folge ihrer angebauten Futter⸗ mie gewaͤchſe gehoͤrig einrichtet— es folglich immer bei gleichen Kraͤften, Geſundheit, mithin höherer iiun Nutzung erhalten. Die Weidewirthſchaft kann dieſes, ohne ein großes Uebermaaß von Weide zu h be 1t ben, wegen der Ungleichheit der Jahresfkuchtbarkeit nicht. 4 wui Die Stallfutterung iſt naͤmlich im Stande, ſich einen Theil des Sommerfutters von einem Jah⸗ 8o Stuͤch re zum andern aus dem reicheren fuͤr das aͤrmere uͤberzuſparen, indem es dem Viehe ungemein zutraͤg⸗ ein Mant lich und angenehm iſt, wenn ihm auch im Sommer neben dem gruͤnen trockenes Futter gereicht wird. zung die Dadurch kann ſie alſo jene immer gleiche Nahrung nicht nur bewirken, ſondern auch alle andere Wirtha dn eigent ſchaftsverhaͤltniſſe im vollkommenſten Gleichgewichte erhalten, indem ſie auf eine gleichmaͤßige Maſſe ung noth des Duͤngers in jedem Jahre rechnen darf, bei aufgeſpartem Futter es aber auch in ihrer Gewalt hat, und giſtes einen groͤßeren Viehſtapel zu halten, wenn ihr ches der Nutzung oder des Duͤngers wegen vortheil⸗ ſe aber a haft ſchiene.. ſaan tei tes dellore g, ohne daß prochener ae Kraft zuneh⸗ len, worauf intett, dieſen Dreeſcweide deiſchwendu, derſelbe Mi g gehen kar Reſt zeria ter zur Wei uf keinen gul den und dei i faͤngt ma hten Zeitpunt Man hates jenigen Acke zum Vorthel ung und zum omehr errer⸗ verkaͤuflicher eſchiehet, in Hin voͤlliger re Wukun⸗ wohlſchme⸗ uten Futter⸗ hhin hoͤhere Leide zu h⸗ einem Jah⸗ nein zutrag⸗ reicht wird. dere Wirth⸗ zige Maſe ewalt hat, vortheit Stallfutterungsſyſtem. 237 §. 380. 3 5) Endlich iſt es nicht nur gewiß und durch unzaͤhlige Erfahrungen ausgemacht, daß das Vieh bei gehoͤriger Behandlung auf dem Stalle vollkommen und eben ſo lange geſund bleiben koͤnne; insbe⸗ ſondere wenn man ihm zuweilen auf einem freien Raume, bei Gelegenheit des Traͤnkens und Badens, Bewegung verſtattet, ſondern es wird dadurch auch gegen manche der gefaͤhrlichſten Krankheiten, de⸗ nen das Weidevieh ausgeſetzt iſt, geſchuͤtzt. So iſt es unter andern dem gefaͤhrlichen Milzbrande nicht unterworfen, und gegen anſteckende Krankheiten weit mehr geſichert, ſo daß in Gegenden, wo Stall⸗ futterung uͤberall eingefuͤhrt iſt, eine allgemeine Verbreitung derſelben nicht zu beſorgen ſteht. We⸗ nigſtens hat die Stallfutterung in dieſem Punkte entſchiedene Vorzuͤge vor der Weide bei der Felder⸗ wirthſchaft, wenn auch manche bei einer geſunden Koppelweide das Vieh eben ſo geſichert halten. §. 381. 1 Bei dieſen unverkennbaren Vortheilen der Stallfutterung hat man dennoch viele Bedenklichkei⸗ Bedenklichkei⸗ ten bei d. Statz⸗ ten und Einwendungen dagegen gemacht, die wichtig genug ſcheinen, um ihre allgemeinere Einfuͤh⸗ tuiterung. rung bisher zu hindern. Mit Uebergehung derer, deren Unwichtigkeit und Ungrund von ſelbſt in die Augen ſpringt, wollen wir hier nur diejenigen unterſuchen, die von groͤßerer Wichtigkeit allerdings zu ſeyn ſcheinen. Sie ſind folgende:.. 3 1) Der Anbau der Futtergewaͤchſe macht mehrere Menſchenhaͤnde und ſtaͤrkere Anſpannung no⸗ thig, als nach manchen Ortsverhaͤltniſſen darauf zu verwenden oͤkonomiſch rathſam ſeyn koͤnnte. Antwort: Der Anbau der zur Sommerſtallfutterung gebraͤuchlichen Gewaͤchſe macht eine ganz unbedeutend vermehrte Arbeit. Beim Klee koͤmmt nichts weiter, als das Ausſaen ſelbſt in Berech⸗ nung; und wenn man den Saamen ſelbſt gewinnt, das Ausdreſchen deſſelben, welches dann beſon⸗ ders unbedeutend iſt, wenn man zum eignen Gebrauche nur die Koͤpfe abdriſcht, und ihn mit den Huͤl⸗ Fſaͤet.. ke azher Anbau der Futterwicken iſt nicht erheblicher, indem die dazu gegebene Pflugfurche in der Brache nicht minder noͤthig geweſen waͤre. Die Arbeit beim Anbau anderer Futtergewaͤchſe, auf wel⸗ che man ein zu großes Gewicht legt, kommt nicht auf die Koſten der Sommerfutterung, ſondern der Winterfutterung, wovon hier eigentlich nicht die Rede iſt. §. 382. 2) Das Geſchaͤft der Futterung auf dem Stalle oder Viehhofe erfordert wegen des Maͤhens, Zufuͤhrens vom Felde, und des Vorlegens der Futterung ſelbſt, dann des Einſtreuens und Ausbrin⸗ gens des Miſtes, betraͤchtlich mehrere Menſchen und mehreres Geſpann, als die Verpflegung des ideviehes. Meih⸗ui wort: Dieſer Gegengrund iſt wohl unter allen der erheblichſte, indem mehrere Arbeit da⸗ bei auf keine Weiſe abzulaͤugnen iſt. Indeſſen iſt der Unterſchied ſo groß nicht, wie er denen erſcheint, die mit einer guten Einrichtung und Manipulation nicht bekannt ſind. Das Maͤhen des Futters fuͤr 80 Stuͤck Vieh,— wenn anders der Klee gut ſtehet— das Aufladen und Anfahren deſſelben kann ein Mann und ein Weib oder Junge vollkommen verrichten, und dabei dem Biehwaͤrter in der Vorle⸗ gung dieſes Futters noch genugſam zu Huͤlfe kommen. Wir nehmen alſo an, daß drei Perſonen außer den eigentlichen Viehmaͤgden auf 80 Stuͤck Vieh(und zu 100 reichten ſie auch hin) bei der Stallfutte⸗ rung noͤthig ſind. Wenn nur eine Art von Vieh auf der Weide gehalten wuͤrde, ſo daß milchendes und guͤſtes, junges und altes nicht getrennt waͤre, ſo wuͤrde freilich ein Hirte zureichen. Sobald wir ſie aber auf mehrere Heerden uns vertheilt denken, wird der Unterſchied geringer werden. Dieſe Per⸗ ſonen reichen auch zu, die Einſtreuung und Ausmiſtung zu beſorgen, wenn dieſe auf die beſte Weiſe X 388— S Stallfutterungsſyſtem. vermittelſt einer Schleife geſchieht. Dagegen iſt aber die Arbeit der Maͤgde, gleich reichliche Milch angenommen, bei der Ställfutterung geringer, weil die weiten Wege und die Zeitverſchwendungen, welche bei der Weide vorkommen, hier wegfallen; nicht zu gedenken, daß bei dem Melken ſelbſt eine weit genauere Aufſicht wie auf der Weide moͤglich iſt, und von der Milch weniger verſchuͤttet und ab⸗ handen kommen kann. Das Einfahren der gruͤnen Futterung geſchieht am beſten, entweder durch die ſich dazu paſſenden Kuͤhe ſelbſt, oder durch einige beſondere Och ſen die dabei voͤllig fett werden; indem ſie auf dem Stalle und auf dem Felde freſſen, und ihnen dieſe maͤßige Arbeit nur zur Verdauung dient, folglich ſie ihr Futter am Ende des Sommers recht gut bezahlen. Die ſtaͤrkere Miſtausfuhr wird man wohl nicht leicht als eine Laſt, die allerdings die Stallfutterung betraͤchtlich vermehrt, anſehen wollen. Indeſſen gebe ich zu, daß ſolche Verhaͤltniſſe eintreten koͤnnen, wo die Verwendung von 2 Men⸗ ſchen mehr auf 80 Kuͤhe in der Sommerzeit Schwierigkeit machen koͤnne; nur koͤnnen ſolche Faͤlle nicht haͤufig ſeyn, wo es an der Möͤglichkeit dieſe 2 Menſchen mehr herbeizuſchaffen fehlte. Wo man Men⸗ ſchen auf alle Weiſe erſparen mußte, hat man die Einrichtung getroffen, die Stallfutterung nur bis zur Erntezeit fortzuſetzen, dann aber, auch um die Stoppaltdeide des Klees zu bennzen und den Nach⸗ wuchs, das Vieh auszutreiben. §. 383. 63 4„ Die Stalſfuterung erfordert eine kuͤnſtlichere und zuſammengeſetztere Einrichtung des Stal⸗ 1 les, großen Raum, um das Futter aufzubewahren, und mannigfaltige Geraͤthe; folglich ein weit ggroͤßeres ſtehendes Kapltal. Antwort: Bei dieſem Einwurfe hat man ſich die Schwierigkeiten ohne Zweifel groͤßer vorge⸗ ſtellt, als ſie wirklich ſind. Es erleichtert allerdings ein zweckmaͤßig eingerichteter Stall die Sache ſehr. Das Futter kann darin laͤngere Zeit unverdorben aufbehalten, und weit leichter unter dem Vie⸗ he vertheilt werden. Aber in jedem Stalle wird man einen Ort zu dieſer Aufbewahrung ausfindig machen, wenn man nur die Zahl des Viehes um einige Stuͤcke vermindern will. Der Wagen oder der Karren, die Forke, Harke und Senſe, welche hierzu mehr noͤthig ſind, koͤnnen wohl kaum in Be⸗ rechnung gebracht werden. Diejenigen, welche dieſen Einwurf machen, ſprechen auch von großen Kellerraͤumen und Futterſchneidemaſchinen, die aber eigentlich nicht der Sommerſtallfutterung, von welcher hier nur die Rede iſt, angerechnet werden koͤnnen. — 8. 384. 9. 4) Bei einem kleinen Viehſtapel koͤnnen die Mehrkoſten gegen die Weide ganz unbedeukend ſeyn. Aber der groͤßere Arbeitsaufwand ſteigt mit der Kopfzahl des Viehes in groͤßerem Verhaͤltniſſe gegen den bei der Weide. Es iſt zumahl bei der Koppelwirthſchaft faſt gleich, ob ein Hirte 20 oder 200 Stuͤck zu huͤten habe. Bei der Stallfutterung hingegen nimmt die Zahl der anzuſtellenden Menſchen mit der Zahl des Viehes in gleichem Verhaͤltniſſe zu, und auf jede 50 Stuͤck wird ein Mann mehr erfordert. Wenn alſo bei der Stallfutterung in kleinen Wirthſchaften Vortheil iſt, ſo vermindert ſich derſelbe im⸗ mer mehr, je groͤßer ſie werden. Antwort: Dieſer Einwurf ſagt eigentlich nichts weiter, als daß die Stallfutterung bei maͤßi⸗ gen Wirthſchaften und Vorwerken noch vortheilhafter als bei großen ſey, ohne doch den Vortheil uͤber⸗ haupt abſprechen zu koͤnnen. Er iſt uͤbrigens bei dem erſten und zweiten Einwurff beantwortet. —§. 385. 5) Auch wird bei großen Feldfluren der Aufwand des Futteranfahrens immer groͤßer, weil die Entfernung des Futterfeldes weiter iſt. Dieſe weitere Entfernung iſt hingegen bei der Weide von ge⸗ ringer Bedeutung. 5— Auror tnähich fin uh ma vwäühe di prris uü 6 N einem ollen konnen hſt btſi ll teiun n9 nf iedinter Antwo Füitt bi dyns äite gro iin beſonderes aung des Fut Ene weckma wietſſchaft le mern nicht ſo tergewaͤchſen 1) 2 nicht ſo, d te, ſo waͤr Ant ſo waͤre esd tathen deſel ſenes Futter genüch nicht tenritt eine dn Auchf dan. d Hand häde Weiſe ben gehoͤren; èparcette hen Falle don deren ien. 9'* df dem 8 iche Mich dendungen ſelbſt eige et und ah⸗ e durch die den, indem dung dient r wed Nan hen wolen. von 2 Men Faͤlle niht man Ma⸗ ig nur bi den Nach⸗ des Stau⸗ ch ein wei ßer vorge⸗ die Sache rddem Vie⸗ ausfindig zagen oder um in Be⸗ on großen ung, von tend ſeyn. iſſe gegen 200 Stuͤck en mit de erforden erſelbe in⸗ bei maͤßt⸗ theilͤbeu⸗ tet. weil die von ge⸗ Stallfutterungsſyſtem. 239 Antwort: Sehr entfernte Futterkoppeln wuͤrden allerdings die Sache ſchwieriger machen. Al⸗ lein es laͤßt ſich bei einer auf Stallfutterung angelegten Feldeintheilung wohl immer die Einrichtung treffen, daß man einen Theil des Klee⸗ oder Wickenſchlages, der zur gruͤnen Futterung beſtimmt iſt, in der Naͤhe des Hofes habe. Sonſt hat man dieſer Beſchwerde auch durch die Anlegung eines Huͤr⸗ denhofes auf einer entfernten Futterkoppel wohl abgeholfen. §. 386.— 6) Auf großen Guͤtern iſt der Boden mehrentheils von verſchiedener Beſchaffenheit, und wenn bei einem allgemeinen Umlaufe der Klee und andere Futtergewaͤchſe auf einem ihnen nicht angemeſſenen Platz kommen, ſo ſind ſie dem Mißrathen unterworfen, oder geben doch nicht gleich ſtarken Ertrag. Es laͤßt ſich folglich keine regulaͤre Schlagordnung dabei befolgen; oder man darf auf hinreichende Ausfut⸗ tebung eines gleich ſtarken Viehſtapels nicht Rechnung machen, und wird in gewiſſen Jahren, wo man auf eine duͤrrere Koppel mit dem Klee kommt, weniger Vieh halten koͤnnen. Antwort: Wenn auf die Verſchiedenheit des Bodens, wie zuweilen in der Koppelwirthſchaft geſchieht, bei der Eintheilung der Feldmark keine Ruͤckſicht genommen worden, ſo macht dies aller⸗ dings eine große Schwierigkeit. Dann tritt aber auch bei der Weide derſelbe Fall ein, und es muͤßte ein beſonderes guͤnſtiges Schickſal ſeyn, wenn das Weidevieh nicht darunter litte, dem durch Ueberſpa⸗ rung des Futters Richt ſo wie bei einer wohleingerichteten Stallfutterung abgeholfen werden kann. Eine zweckmaͤßige Eintheilung der Feldmark nach der Guͤte des Bodens iſt aber bei der Stallfutterungs⸗ wirthſchaft leichter moͤglich, weil hier der Zuſammenhang jedes Schlages und der Schlaͤge nach Num⸗ mern nicht ſo noͤthig iſt, und man es darum ſehr wohl ſo einrichten kann, daß alle Jahre ein den Fut⸗ tergewaͤchſen zuſagendes Feld und zwar nahe genug beim Hofe damit beſtellt werde. §. 387. 7) Das Gedeihen des Klees kann zwar durch eine gute Kultur ziemlich geſichert werden, jedo nicht ſo, daß die Moͤglichkeit ſeines Mißrathens uns ganz außer Sorge ſetze. Und wenn dieſes eintraͤ⸗ te, ſo waͤre die ganze Wirthſchaft dadurch zerſtoͤrt. Antwort: Ungeachtet der Klee wohl das Hauptfutterungsmittel fuͤr den Sommer bleiben wird, ſo waͤre es doch ſehr fehlerhaft, ſich auf ſelbigen allein zu verlaſſen, da auch ohne ein gaͤnzliches Miß⸗ rathen deſſelben bei guter Beſtellung zu beſorgen, immer Zeiten eintreten koͤnnen, wo er nicht genug⸗ ſames Futter darreicht, oder wo es ihn dazu zu verwenden nicht rathſam waͤre. Der Klee kommt ei⸗ gentlich nicht fruͤh genug, um die gruͤne Futterung damit anzufangen, und zwiſchen ſeinen beiden Schnit⸗ ten tritt eine Periode ein, wo er zu alt wird oder noch zu jung iſt, um vortheilhaft gebraucht zu wer⸗ den. Auch fehlt es nach dem zweiten Schnitte, wenn man anders Winterung in die Stoppel ſaͤen will, daran. Eine wohleingerichtete Stallfutterungswirthſchaft muß alſo durchaus mehrere Gewaͤchſe zur Hand haben, welche die Stelle des gruͤnen Klees vertreten, wenn es noͤthig iſt, ſonſt aber auf andere Weiſe benutzt werden, wozu hauptſaͤchlich Wicken und auf trockenem Boden Spoͤrgel und Buchweizen gehoͤren; wenn man nicht etwa beſondere Futterkoppeln zum langjaͤhrigen Gebrauche mit Luzerne oder Eſparcette angeſaͤet hat, oder kuͤnſtliche Wieſen mit Graͤſern. In dem bei guter Kultur kaum moͤgli⸗ chen Falle des Auswinterns des Klees koͤnnen ſogleich theilweiſe Wicken in dieſes Feld eingeſaͤet werden, von deren Saat um ſo leichter ein Vorrath zu halten iſt, da ſie ſich zehn und mehrere Jahre konſer⸗ viren.. 8) Nach den Erfahrungen, die man beſonders in Hollſtein gemacht hat, iſt die Butter von dem auf dem Stalle gefutterten Viehe nicht von der Guͤte und Dauerhaftigkeit, wie die vom weidenden. 240(Stallſutterungsſyſtem. uUnd da es dem Landwirthe bei einer ſtarken Viehhaltung ſo wichtig iſt, ſeine Butter in gutem Rufe zu erhalten, und uͤber deren Abſatz nicht verlegen zu bn⸗ ſo iſt dies ſchon ein zureichender Grund ge⸗ gen die Stallfutterung. Antwort: Bei den wenigen Verſuchen, die man in Hollſtein mit der Stallfutterung im Gro⸗ ßen gemacht hat, iſt dies wirklich der Fall geweſen. Allein bei einer der bekannteſten iſt es notoriſch, daß man bei der Molkerei nicht dieeigrd Reinlichkeit beobachtete, wodurch ſich ſonſt die hollſteiniſchen Molkereien auszeichnen. Auch war die Futterung, welche das Vieh erhielt, ſchlecht, und beſtand, der uͤbel gewaͤhlten Fruchtfolge wegen, mehr aus Hederich und andern Unkraͤutern, als aus Klee. Run iſt es richtig, daß die Reinhaltung des Euters der Kuͤhe bei der Stallfutterung ſchwieriger, wie bei der Weide ſey, und daß deshalb um ſo mehrere Vorkehrungen gegen die Verunreinigung der Milch getroffen werden muͤſſen, welches man freilich von Leuten, die der Sache abgeneigt ſind, oh⸗ ne die ſtrengſte Aufſicht nicht erwarten kann. Geſchiehet dies aber, ſo hat Milch und Butter bei der Sommerſtallfutterung einen voͤllig ſo aromatiſchen Geſchmack, wie bei der Weide, dieſelbe Fettigkeit und alle andere Qualitaͤten, ſo daß es gewiß zu erwarten ſteht, es werde ſich eine ſolche Butter, mit Hollſteiniſcher Sorgfalt bereitet, eben ſo gut wie die dortige Weidebutter erhalten, obwohl mir davon noch kein beſtimmtes Beiſpiel vorgekommen iſt; weil da, wo groͤßere Stallfutterungen betrieben wer⸗ den, die Butter vortheilhafter im Sommer gleich verkauft wird. §. 389. *) Endlich hat man m geſagt, es werde bei allgemeiner Einfuͤhrung der Stallfutterungi in einem Lande der Markt mit Fleiſch und Fettwaaren uͤberfuͤllt werden, und folglich der Preis derſelben um ſo mehr herabſinken, da dieſer Markt nie ſo ausgedehnt als der fuͤr das Getreide ſey. Das zum Behuf der Stallfutterung in die Landwirthſchaft verwandte hoͤhere Kapital werde folglich geringere oder gar keine Zinſen tragen, mithin fuͤr den Privat⸗ und Nationalreichthum verloren, und der Landwirth⸗ ſchaft im Uebrigen oder andern Gewerben entzogen ſeyn. Selbſt der Kapitalwerth des Grundes und Bodens werde dabei eher verlieren als gewinnen. Antwort: Ohne mich auf die falſche ſtaatswirthſchaftliche Anſicht, aus welcher dieſer Einwurf nur hervorgegangen ſeyn kann, einzulaſſen, will ich ihn bloß in privatwirthſchaftlicher Hinſicht beant⸗ worten. Der Markt fuͤr Fleiſch und Butter iſt in den meiſten Laͤndern ausgedehnter, wie der fuͤr das Getreide, weil die Verfuͤhrung dieſer Waaren in gleichem Werthe minder koſtbar iſt. Man hat es deshalb in manchen Gegenden oft vortheilhaft gefunden, das Getreide in Zucht⸗ und Maſtvieh zu ver⸗ futtern, weil es ſich mit dieſem Produkte ſelbſt forttrug. Zwar iſt dieſes ſeit einer Reihe von Jahren der politiſchen Konjunkturen und der den Bedarf nirgends uͤberſteigenden Getreideproduktion wegen nicht der Fall geweſen. Aber vormals geſchah es im ſuͤdlichen Deutſchlande und in einigen Provin⸗ zen Frankreichs. Der leichten transportablen Butter kann es nirgends an Abſatz fehlen, wo ſie von der gehoͤrigen Guͤte gemacht wird. In Hollſtein, wo ſeit 15 bis 20 Jahren die Butterproduktion be⸗ traͤchtlich, wie einige behaupten uͤber 3 zugenommen hat, iſt dennoch ihr Preis beſtaͤndig geſtiegen, un⸗ geachtet ſie zugleich die Ausfuhr derſelben aus Meklenburg betraͤchtlich vermehrte. Vor 8 Jahren hatte ſich in jenem Lande ein neuer und ſehr vortheilhafter Markt fuͤr die Butter in Oſtindien eroͤffnet, wohin ſie in kleinen in Thon eingeſchlagenen Gefaͤßen verſandt wurde. Allgemein haben die Preiſe des Fleiſches und der Fettwaren, ſelbſt im Verhaͤltniſſe gegen das Getreide, zugenommen, welches daher zu ruͤhren ſcheint, daß wilde Gegenden, die bisher einzig und allein durch Viehzucht benutzt wurden, bei vermehrter Bevoͤlkerung mehr urbar gemacht und zum Getreidebau verwandt werden. Auch koͤmmt der geſtiegene Preis der Wolle hier in Betracht, deren ſtaͤrkere Erzeugung zwar durch die Stallfutte⸗ rung des Rindviehes nicht unmittelbar aber doch mittelbar durch die Eruͤbrigung groͤßerer Weideraͤu⸗ ¹ me ewet n 5 mi ünt der aunethſch m ihten d i Proft de dud deßwch fen, ſondern des dau i * Ei ſch fiher Ikat deſen koͤnnen ſch machen, den, wo die Kaoſſ ſowohe derwillen dae fewe dieſem Nan muß genden kom Rich it, erford wenddar beſitzt, u ſchaffen n angemeſſen Stalffutter Dodens ſte⸗ Am zet lehm: de Wedeg Knich ve Aach noch nct fuͤr dens lic, ſo Ma vos ſonſt weddet, ſ Suale etl dee einträ Cſet d gutem Rufe Geund ge ang in Gro⸗ dö noturſſc, olſteinſchen und degand, ls aus K ieriger, ne g der Mit ſind, o tter bei de de Fettigket zutter, mi mir davon rieben wer⸗ ng in einen erſelben um 3 zum Behuf re oder gar Landwirth⸗ rundes und er Einwul icht beant⸗ er fuͤr das dan hat es dieh zu ver⸗ von Jahren tion wegen gen Puvi⸗ „wo ſſieben oduktion le⸗ eſtiegen, W⸗ or g Jahren dien eroffnet, Preiſe des iches daher utzt wurden, Auch kommt Stallfutte⸗ Weiderdu⸗ nt Stallfutterungsſyſtem. 24 1 me fuͤr die Schafe bewirkt werden wird. Ob uͤbrigens bei hoͤherer Kultur die thieriſchen Produkte in ihrem Preiſe gegen den Preis anderer Dinge fallen werden, iſt noch problematiſch, indem zu⸗ gleich mit deren ſtaͤrkern Erzeugung auch die Konſumtion zunimmt; weil zugleich damit die Na⸗ tionalwirthſchaft und Reichthum ſammt der Bevoͤlkerung ſteigt. Auf keinem Fall aber koͤnnen ſie unter ihren natuͤrlichen Preis fallen, d. h. denjenigen, der ihre Hervorbringungskoſten und den gerech⸗ ten Profit bezahlt, weil, wenn dies geſchaͤhe, die angeſtrengtere Produktion ſogleich nachlaſſen wuͤrde. Auch bezweckt die Stallfutterungswirthſchaft nicht allein eine groͤßere Produktion thieriſcher Subſtan⸗ zen, ſondern eben ſo ſehr eine Erſparung des Bodens fuͤr vegetabiliſche Praduktionen und Vermehrung des dazu erforderlichen Duͤngers. §. 390. Es ſcheinen alſo die Gruͤnde gegen die Stallfutterung und die damit nothwendig verbundene hoͤhere Ackerkultur— ſoll jene anders von Beſtande ſeyn— einzeln betrachtet, unerheblich. In⸗ deſſen koͤnnen ſie doch zuſammengenommen in einzelnen Faͤllen die Einfuͤhrung derſelben vorerſt unraͤth⸗ lich machen, und der Weidewirthſchaft bei einer guten Feldemtheilung das Wort reden. In Gegen⸗ den, wo die Manipulation der Stallfutterung noch ganz unbekannt iſt, wo man bei der dienenden Klaſſe ſowohl als bei denen, welchen man die ſpezielle Aufſicht uͤbertragen muß, Vorurtheile und Wi⸗ derwillen dagegen antrifft, gehoͤrt wenigſtens eine ſehr genaue Aufſicht dazu, die vielleicht jeder Ein⸗ zelne dieſem Zweige der Wirthſchaft, bei vielen andern neuen Einrichtungen, nicht widmen kann. Man muß ſich daſelbſt die Menſchen dafuͤr erſt zuziehen, oder die Hauptviehwaͤrter aus andern Ge⸗ genden kommen laſſen. Nicht an ſich, ſondern in Hinſicht des hoͤhern Wirthſchaftsbetriebes, welcher damit verbunden iſt, erfordert ſie ein berraͤchtlich groͤßeres Betriebskapital. Beſonders aber wird ſie da minder an⸗ wendbar ſeyn, wo man Grund und Boden gar nicht zu ſparen hat, ſondern deſſen faſt einen Ueberfluß beſitzt, weil man Arbeit und Koſten dafuͤr auch bei einer minder intenſiven Bewirthſchaftung herbeizu⸗ ſchaffen nicht vermoͤgend iſt. In ſolchen Faͤllen wird Wechſelwirthſchaft mit Weide wenigſtens vorerſt angemeſſener ſeyn, und dann um ſo leichter zur Stallfutterung uͤbergehen koͤnnen. Dagegen wird die Stallfutterung immer in dem Verhaͤltniſſe vortheilhafter, in welchem der Werth des Grundes und Bodens ſteigt, und in welchem groͤßerer Verlag auf die Landwirthſchaft verwandt wird. Am wenigſten paßt ſich die Stallfutterung auf ſehr ſandigem Boden, der weniger als 25 Pro⸗ zent Lehm und Humus enthaͤlt. Dieſem Boden iſt die ſogenannte Ruͤhe oder das Eindreeſchen und der We degang beſonders nuͤtzlich, um ihm die Bindung zu geben, die er bei zu haͤufiger Beackerung gaͤnzlich verliert.. Auch iſt er fuͤr die Schafe mehr wie fuͤr Rindvieh geeignet, deren Stallfutterung vorerſt ſich noch nicht verbreiten wird, und wenigſtens auf ſolchem Boden nicht paßt. Der Futtergewaͤchsbau fuͤr den Sommer iſt hier der duͤrren Zeiten wegen auch bei zureichender Duͤngung noch immer ſehr miß⸗ lich, ſo ſicher auch der Bau der Futterwurzeln fuͤr den Winter darauf betrieben werden kann. §. 391. Man unterſcheidet unter ganzer und halber Stallfutterung. Unter letzterer verſteht man nicht,— was ſonſt auch ſtatt findet— daß ein Theil des Viehſtapels auf dem Stalle bleibt, und der andere weidet, ſondern daß das Vieh ſeine Nahrung taͤglich zum Theil von der Weide holt, zum Theil im Stalle erhalt. Dieſe halbe Stallfutterung haben manche in Anſehung der Benutzung des Viehes fuͤr die eintraͤglichſte Art gehalten, und dabei den groͤßten Molkenertrag gehabt. Es iſt auch natuͤrlich, Erſter Theil. H h Wahre Hinder⸗ niſſe derſelben. 242 1 Stallfutterungsſyſtem. daß die Freßluſt des Viehes durch dieſe Veraͤnderung gereizt, und ſeine Verdauungskraͤfte geſtaͤrkt werden. Vorzuͤglich wird ſie da rathſam, wo man einen nicht zu weit entfernten Weideanger der Ge⸗ fahr der Ueberſchwemmung oder anderer Urſachen wegen nicht vortheilhafter benutzen kann, ſolcher aber doch zur voͤlligen Ernaͤhrung des noͤthigen Rindviehes im Sommer nicht zureicht. Verbindung der Stalfutte rung mit ver. dieſer Hinſicht haben wir einen dreifachen Unterſchied zu bemerken. ſchiedenen Feld⸗ ſyſtemen. §. 392. Die Etallfutterung l laͤßt ſich bei verſchiedenen Ackerſyſtemen betreiben und damit verbinden. In Die erſte und aͤlteſte Methode des Futtergewinnes iſt die in beſondern Futterkoppeln oder Kleegaͤrten. Man hat dazu gewoͤhnlich nahe am Hofe belegene Koppeln ausgewaͤhlt, und baue darin dreijaͤhrig, und mehrentheils ſchon im erſten Jahre der Ausſaat zugleich mit dem untergeſaͤeten Getreide, gruͤn zu benutzenden Klee, oder, wo der Boden ihr zutraͤglich, Luzerne. Wenn dieſe Fut⸗ terkraͤuter ausgehen, werden ein oder zwei Jahre Wurzel⸗ oder Kohlgewaͤchſe darin gebauet, vielleicht auch eine Getreide⸗ oder Huͤlſenfrucht, und ſie dann wieder zu Futterkraͤutern niedergelegt. Dieſe Futterkoppeln konſumiren aber einen großen Theil des Duͤngers, indem der Klee ohne ſtarke Duͤngung ſo oft wiederholt nicht darin fortkommt. Der Hauptzweck des Futterbaues und der Stallfutterung: der ganzen Feldflur eine ſo viel reichlichere Duͤngung zu verſchaffen,— faͤllt alſo dabei weg, uud der ſonſt abſurde Einwurf gegen den Futterbau, daß er zu vielen Duͤnger wegnehme, iſt in dieſem Falle gewiſſermaßen gegruͤndet. Ferner faͤllt aber auch der andere Hauptvortheil: der Wechſel zwiſchen gruͤnen und koͤrnertragenden Ernten— dabei weg. Die Brache muß ungenutzt dabei liegen blei⸗ ben, oder der Acker verwildert. Nur in das weite Feld und in den allgemeinen Umlauf gebracht, koͤnnen gruͤne Ernten neben der chemiſchen Verbeſſerung des Bodens durch den Duͤnger auch die me⸗ chaniſche durch die Lockerung bewirken und die Reinheit deſſelben erhalten. Daher kann der Futterbau in beſondern Koppeln nur als ein ſehr mangelhaftes Huͤlfsmittel an⸗ geſehen werden, wodurch man in der Felder⸗ und Koppelwirthſchaft ſich einige Beihuͤlfe zur Viehfut⸗ terung verſchafft, welches aber bei der allgemeinen Stallfutterung im Großen durchaus zweckwidrig iſt. Eine verhaͤltnißmaͤßig kleine Koppel mit ausdauernden Futterkraͤutern, Luzerne und Maͤhegraͤſern beſaͤet, kann nahe beim Hofe auch der kompletten Stallfutterung zuweiten ganz bequem ſeyn, um als Zwiſchenfutterung zu dienen. §. 393. Das zweite Syſtem des Futterbaues iſt das bei der Dreifelderwirthſchaft: ihn in und ſtatt der Brache zu nehmen. Wir haben bereits oben von dieſem, durch Schubart haupt⸗ ſaͤchlich verbreiteten Syſteme, deſſen Moͤglichkeiten und deſſen Schwierigkeiten geſprochen. Es wird hierdurch den Ackerbau kein Duͤnger entzogen, und der Klee giebt dem Acker vielmehr neue Kraͤfte, wenn er gut, dicht und rein ſteht. Allein dieſes kann man nur auf beſonders fruchtbarem und fuͤr ihn geeignetem Boden bei dieſer Rotation erwarten, und dann doch nur unter der Bedingung, daß er nur im neunten Jahre wieder auf dieſelbe Stelle komme. Die große Mißlichkeit ſeines Gerathens und die Unzulänglichkeit ſeiner Ernten in Wirthſchaften, denen es an Wieſen fehlt, um das Vieh Winter und Sommer hindurch in gleichmaͤßiger Futterung zu erhalten, hat ſich hier ſo haͤufig gezeigt, daß dieſes Syſtem außer einigen gluͤcklichen Diſtrikten keinen Fortgang gewinnen konnte, vielmehr wieder aufge⸗ geben werden mußte, und mit demſelben dann zugleich die Stallfutterung ſelbſt. Bei einem zufaͤlligen einjaͤhrigen Mißrathen halfen ſich induſtruoͤſe Wirthe durch die Ausſaat von Wicken oder anderem Fut⸗ tergemenge, durch Abfutterung der Erbſen wohl durch. Wenn dieſes aber oͤfterer kam, und nicht vom Zufalle abzuhaͤngen, ſondern klar genug in der Sache ſelbſt zu liegen ſchien, ſo ſah man ſich ge⸗ dobon 19 de dos d ſe Stalffotee aſatt undt wo mehkerth und wieder nit einerrch ſem tmſt, iinehun ben ni hir nihts Deshal zahl der Sch de höchſten aus, der mit enthalt, und Klaſe, oder Prgzent abſe meiſten Jat wenr die g dieſer Art! bei der Au dyongehalt znſehen, un te angegeben 1)** diel 2 Ger Dem ma ſchaſt da fuͤr die ei Wirthſcha vid nach zacht ohn Daljiltni ſich abet er benutt wer din geſin nger der Ge⸗ ann, ſolcer andn.. terkoppen t, und duun untergeſtete enn dieſe zu üet, viellech legt. Die arke Duͤngun tallfutterung. weg, und der dieſem Fale jchſel zwiſchen ei liegen blei⸗ auf gebracht, auch die me⸗ uͤlfsmittel an⸗ zur Viehfur⸗ zweckwidii Mäͤyhegraͤſern yn, um als hn in und Hart haupt⸗ . Esuoh neue Kifte und für i , daß er nu thens und di Winter und , daß dieſes ieder aufge⸗ mzufaͤlligen nerem Fut⸗ , und nicht man ſich ge⸗ Stallfutterungsſyſtem. 243 noͤthigt, davon abzuſtehen, wenn gleich manche, die es durchzuſetzen ſich zu lange beſtrebten, bis zur gaͤnzlichen Verwilderung ihrer Felder dabei verharrten. §. 394. Das dritte unter den bisher verſuchten, einzig gluͤckliche Syſtem, worauf bei der Einfuͤhrung der Stallfutterung mit Sicherheit zu rechnen, iſt das des Fruchtwechſels, wo der Klee jedesmal in ſtark und tief bearbeitetes Land, welches noch die volle Kraft des Duͤngers hat, gebaut wird, und wo mehrentheils zu demſelben Behuf auch andere Futtergewaͤchſe ihm im Sommer zu Huͤlfe kommen, und wieder andere im Herbſte und Winter folgen; ſo daß das Vieh durch alle Perioden des Jahres mit einer reichlichen und ſaftigen Futterung verſorgt iſt. Wir haben die Gruͤnde, worauf dieſes Sy⸗ ſtem beruht, oben ausfuͤhrlich auseinandergeſetzt, und werden das Uebrige, wo von dem Bau dieſer einzelnen Gewaͤchſe und von der Futterung des Viehes ſelbſt die Rede ſeyn wird, anfuͤhren; ſo daß wir hier nichts weiter daruͤber zu ſagen brauchen. §. 398. Deshalb wollen wir hier nur diejenigen Rotationen angeben, welche nach der verſchiedenen Zahl der Schlaͤge zu waͤhlen ſind, um mit mindeſt moͤglicher Aufopferung der verkaͤuflichen Fruͤchte den hoͤchſten Futter-⸗ und Duͤngergewinn zu verſchaffen. Wir ſetzen dabei einen lehmigen Boden vor⸗ aus, der mindeſtens 30 Prozent abſchwemmbaren Thon und Humus, und hoͤchſtens 70 Prozent Sand enthaͤlt, und der gewoͤhnlich entweder Weizenboden zweiter Klaſſe, oder Gerſtboden erſter und zweiter Klaſſe, oder guter und Mittelboden genannt wird. Auf ſandigerem Boden, der zwiſchen 25 bis 30 Prozent abſchwemmbaren Thon enthaͤlt, geraͤth zwar der Klee bei zureichender Duͤngung auch in den meiſten Jahren, iſt aber in trockenen doch ſo unſicher, daß man nicht darauf wuͤrde rechnen koͤnnen, wenn die ganze Feldmark oder einzelne Schlaͤge aus ſo loſen Boden beſtaͤnden; weshalb auf Guͤtern dieſer Art die Weidewirthſchaft, wie ſchon geſagt, immer ſicherer bleiben wird. Uebrigens wird man bei der Auswahl der in dieſen Rotationen vorkommenden Fruͤchte, auf den mehreren oder minderen Thongehalt, ſo wie auch auf den beigemiſchten Kalk und den bereits erlangten Reichthum an Humus zu ſehen, und darnach dieſe verſchiedentlich zu beſtimmen haben, woruͤber erſt in der Folge das Naͤhe⸗ re angegeben werden kann. In vier Schlaͤgen. 1)** Behackte Fruͤchte zur Futterung und 3) Klee. vielleicht gedrillte Bohnen. 4) Rocken oder Weizen. 2) Gerſte. Dieſe in manchen engliſchen Wirthſchaften ſehr gebraͤuchliche, und vormals in einer kleineren Wirth⸗ ſchaft von mir eingefuͤhrte Fruchtfolge haben manche durch ein unbegreifliches Mißverſtaͤndniß fuͤr die einzige Form einer Fruchtwechſelwirthſchaft gehalten. Sie paßt ſich eigentlich nur fuͤr kleinere Wirthſchaften, und jede große wird ihre Schlaͤge zweckmaͤßiger mehr theilen. In fuͤnf Schlaͤgen wird nach der Winterung noch Hafer genommen, welches wegen der darauf folgenden reinigenden Frucht ohne Bedenken geſchehen kann. Ich fand bei einem damit gemachten Verſuch den Hafer im Verhaͤltniß der uͤbrigen Fruͤchte indeſſen zu wenig eintraͤglich, um dabei zu bleiben. Wo man ſich aber erſt in einen ſtarken Futtervorrath ſetzen wollte, da koͤnnte auch das Kleefeld zwei Jahre benutzt werden. 8 h 2 244 1 Stalffutterungsſyſtem⸗ In ſechs Schlagen. 1 bis 4) Wie oben. 5)* Erbſen und nach Bedarf gruͤn zu maͤhende Wicken. 6) Rocken. Ich gebe in den meiſten Faͤllen der ſichern eintraͤchtlichern und beſonders mehr Stroh liefernden Win⸗ terung gern ein Uebergewicht gegen die Soͤmmerung in dieſen Rotationen, um ſo mehr, da ihre Be⸗ ſtellung nach den Vorfruͤchten bei Anwendung gehoͤriger Inſtrumente zur gerechten Jahreszeit ſo leicht bewerkſtelliget werden kann. Traͤfe es indeſſen, daß man mit der Winterungsbeſtellung nicht fertig werden koͤnnte, ſo bleibt immer noch die Soͤmmerung auf einem Theile eines Schlages zu waͤhlen. 8 In ſieben Schlaͤgen. Hier kann nach dem Rocken noch Hafer genommen werden. In den meiſten Faͤllen wird aber eine Wirthſchaft, die ſich in volle Kraft ſetzen und ihre Viehfutterung aufs vollkommenſte ſichern will, das Kleefeld lieber zwei Jahre liegen laſſen, und ſich mit zwei Winterungs⸗, einem Sommer⸗, und halben oder ³ Erbsſchlag begnuͤgen. Hier und uͤberall, wo im erſten Schlage der behackten Fruͤchte zu viel zu ſeyn ſcheinen, koͤnnen in einem Theile deſſeiben gedrillte und behackte Bohnen genommen werden, unter welchen man nach vollendetem Behacken noch ſehr zweckmaͤßig Ruͤben ſaͤen kann, die uͤbrigens auch nach den gruͤn abgemaͤheten Wicken einen ſehr guten Platz finden, hier jedoch der Win⸗ terung wegen fruͤh aufgenommen werden muͤſſen. In acht Schlaͤgen. 1)** Behackte Fruͤchte. 5)* Erbſen. 2) Gerſte. 6) Rocken. 3) Klee. 2) Wicken. Hafer 1 8) Rocken. O der: 1)** Behackte Fruͤchte. 5) Rocken. 2) Gerſte. 1 4 6)* Erbſen und Wicken.— 3) Kler. 7) Rocken. 4) Klee. 1 8) Hafer. . In neun Schlaͤgen. 1)** Behackte Fruͤchhe. 5)* Erbſen. 2) Gerſte. 7) Gerſte. 3) Klee. 8) Wicken. 4) Klee. 9) Rocken. 5) Rocken. In zehn Schlaͤgen. 1)** Behackte rüͤchte. 5) Weizen. 2 Gerſte. 6 2) Erbſen.. 3)] Klee, nach dem erſten Schnitte 8) Rocken. 4) 4 umgebrochen.. 9)* Wicken, gruͤͤn.. 5)* Rapsſaat. 10⁰) Rocken. Es verſteht ſich, daß man, um den Bau der Rapsſaat, welche in dieſen Fruchtwechſeln vorzuͤglich vortheilhaft iſt, zu betreiben, erſt in dem gehoͤrigen Duͤngerzuſtande ſeyn muͤſſe, wohn man aber 5 einem Futterbau, wie dieſer iſt, in kurzer Zeit gelanget. In eilf Schlaͤgen. wauͤrde nur nach dem Rocken noch Hafer genommen. 1 )¹ B ) gerſte Sle. ) Klk. 5) Klee⸗ en um einen wh dorige Vett Schnüir, Un enden Win⸗ da ihte e⸗ Net ſa lacht 3 na erdg waͤhlen. n wird albe ſichern v amer⸗, und ten Fruͤcht genomme kann, di c der Win⸗ vorzüglic an aber be 2 3 Stallfutterungsſyſtem. 24s In zwoͤlf Schlaͤgen. 1)** Behackte Fruͤchte. 7) Meizen. 2) Gerſte. 8) Erbſen und Wicken. 3) Klee. 9) Rocken. 3 +) Klee. 10)* Gedrillte Bohnen, darnach Ruͤben. 5) Klee, nach dem erſten Schnitte 11) Gerſte. umgebrochen. 12) Rocken⸗ 6)* Raps. 4 1 Oder, um einen noch ſtaͤrkern Handelsgewaͤchsbau zu betreiben, wenn der Ueberfluß von Duͤnger, den die vorige Rotation giebt, es erlaubt: das Kleefeld im vierten Schlage umgebrochen nach dem erſten Schnitte, und 5)* Raps. 6) Weizen. 7) Wicken. 8) Rocken. 3 9)** Taback. 10) Weizen. 11) Bohnen, dann Ruͤben. 12) Gerſſte. Die Fortſetzung dieſer Materie im folgenden Baunde. . 146. Druckfehler und Verbeſſerungen, vor dem Durchleſen zu berichtigen. In der Seite 36 gegebenen Tabelle ſteht in derjenigen Kolumne, welche Einſaat p. Jochart nach Maͤßel uͤberſchrieben iſt, durch ein Verſehen des Rechners zweimal 27 ſtatt 28. Die Folgen dieſes Verſehens erſtrecken ſich zwar auf alle, von den angefuͤhrten Zahlen abhaͤngigen, Angaben, ſind aber, da an jenem Orte nur die Rede von einem Schema iſt, nicht ſo bedeutend, daß es noͤthig waͤre, ſie hier noch beſonders anzuzeigen. Von S. 157 an kommen mehrere Zahlen vor, in welchen auf eine oder mehrere großgedruckte Ziffern, kleinergedruckte und von jenen durch ein Komma getrennte, folgen. Dieſe kleinergedruckten Zif⸗ fern ſind Nenner von Decimalbruͤchen, und ſtehen nur durch ein Verſehen hoͤher, als die ihnen vorangehenden großgedruckten, da ſie doch mit den letzteren auf gleicher Linie ſich Hefinden ſollten. S. 158 Z. 10 von oben leſe man:= 10 auf; ſtatt:= auf. S. 178, von Zeile 19 von oben an bis Zeile 28 ſetze man ſtatt der dort befindlichen Angaben folgende: bei 3 Metzen Ertrag an Stroh 350 Pfund und daraus erfolgen 805 Pfund Miſt. ⸗ 4 ⸗ 2⸗ 2 ⸗ 466 ⸗ ⸗ 2 ⸗ 1072 ⸗ 2 2 3 2 2 2 2 583 ⸗ 2 2 ⸗ 1340 7 2 „ 6 ⸗ 7 2⸗ 699.. 2 1607 5. 2 7:;⸗ ⸗ ⸗ 8s⸗ ⸗ 5⸗ 1875 ⸗ 2 8 ⸗. ⸗ 2 932 ⸗ ⸗ 2 7 2143. ⸗ 56 9 2. 1049 ⸗„ 2 2 2412 2⸗ 2 2 Io ⸗ ⸗ 2 16z ⸗ ⸗ ⸗ 2 2679„ 7 1I1— 2 2 1281 ⸗ 2⸗ 2 2 2946 ⸗ 2 N N N N 1398 ⸗ 2 2 3214 .N ti Agronomi