*— — * 8 e —— yyõ— „ — (Univ-Bibi. Oiessen enn —yö —— — —-—õñ—— ——SB—ꝛ—— UBER WIRTHSCHAFTS- EINRICHTUNGEN NACH DEN GRUNDSATZEN SCHOTTISCHEN ACRERBAUES . ur BERUCKSICHITIGUNG DER LAaNDWHRITHSCHAEFTLICHEN VERHALINISSE IN ENGLAND UBERVERSCHONERUNG LANDLICHER BESITZUNGEN. MIT VIERZIGC KUPFERTAFEI.N UNLXNGST AUSGEFUHRTE WIRTHSCHAFTS- GEBAUDE UND LANDILICHE VERBESSERUNGEN DARSTELLEND. VO N 6 J. I.*r. A UD O N. — AUS DEM ENGLIS CHEN UBERSETZT VON THATIGENI MITGLIEDE DES KAISERL. KöNIGL. ACKERBAU-VEREINS ZU WARSCHAU UND EHREN.MITGLIED ALOYS PROSPER BIERNACkI, 4 DER KÖNIGL. 6KONOMISCHEN S0CIETAT ZzU LEIPZIG; 1 UND MIT ERLAUTERUNGEN, ANMERKUNGEN UND EINER VORREDE VERSEHEN VvON 1 A. T HAER. 8 ———— BERLIN, 1619. 4 GEDR UCKT I] ND VERLEGT BEI G. REIMER. SEINER KAISERLICHEN KONIGLICIHEN MAJESTAT A L. E. X A. N D FE R D E M F R S T E N SELBSTBEHERRSCHEBR ALLER REUSSEN KGNIGE VON POHLEN SEINEM ALLERGNADIGSTEN HERRN WIDM E T DIE UBERSETZUNG DIESES WERKES (MIT ALILERRöcCHSTRR GENEHMIGUVNG) EHRERBIETIGST UND ALLERUNTERTHRNTGST DER UBERSETZER. Allerdurchlauchtigster Groſsmächtigster Kaiser und König! Allergnädigster Kaiser, König und Herr! Wenn auch viele tugendhafte Begenten, den mächtigen Einfluſs des Ackerbaues auf das Glück des Volkes und die Vermehrung der Staats- kräfte einsehend, seine Entwickelung ihres wirksamen Schutzes wür- digten, so waren ihre diesfälligen Bestrebungen weder so tief begründet, noch so umfassend, als die Mittel sind, die Euer Kaiserliche Königliche Majestät zu diesem hohen Zwecke in Ihrem groſsen Reiche anzuwenden, in Ihrer Weisheit beschlossen haben. Nicht den Bau der nur unter einem gesegnetern Himmel gedeihenden Gewächse, nicht die, unter denen von unseren abweichenden ackerbau- lichen, merkantilischen und politischen Verhältnissen sehr einträglichen Kultur-Arten wollen Ew. K. K. Majestät bei uns einheimisch machen; Sie muthen nicht dem Land-Eigenthümer Aufopferung seiner wohl- erworbenen Rechte an, um so, auf dem kürzesten Wege, eine, den Idealen der Staatskünstler, deren Einseitigkeit gewöhnlich das nächste Decenium aufdeckt, entsprechende Ordnung der Dinge einzuführen. Dagegen haben Sie Sire, den Grundsatz thatsächlich ausgesprochen: „daſs sich der National-Ackerbau nur alsdann heben kann, wenn die Masse der Landbebauer sittlich und religiös erzogen wird, politisch frei ist, der gröſsten Sicherheit der Person und des Eigenthums genieſst, und zu den Staatslasten möglichst schonend, und nach dem gerechtesten Verhältniſs seiner Kräfte angezogen wird; wenn er zur höchsten Berufs- Ausbildung Gelegenheit im eignen Lande findet; in der Verfügung über sein Eigeuthum nicht nur durch keine Satzungen eingeschränkt wird, sondern auch, zur möxglichsten Erleichterung des vortheilhaften Absatzes der Erzeugnisse Anstalten getroffen sind.“ Ja! die Erfüllung aller dieser Bedingungen ist kein frommer Wunsch mehr bei den Unterthanen Ew. K. K. M.; wir erfreuen uns, aller diesen Forderungen entsprechenden Institutionen. Auch dem kurzsichtigsten Landbesitzer leuchtet es ein: daſs mit der seegensreichen Regierung Ew. K. K. M. ein neuer, die herrlichsten Aussichten gewährender Abschnitt für den vaterländischen Ackerbau anhebt. Das Gefühl der innigsten Dankbarkeit för diese dem Landbau an- gediehene väterliche Obhut, welches das Herz eines jeden Unterthanen Ew. K. K. M. durchdringt, muſs noch lebendiger bei einem Manne seyn, der seit siebenzehn Jahren der Vervollkommnung des vaterländischen Ackerbaues lebt, und den Betrachtungen über die Mittel, die der Lan- des-Regierung, dieses erste der Gewerbe zu heben, zu Gebote stehen, gerne nachhängt; und dieses giebt mir den Muth: die Uebersetzung eines Werkes zu den Füſsen des Thrones Ew. K. K. M. ehrerbietigst zu legen, welches mir geeignet zu seyn scheint, den Sinn für den rationellen und ästhetischen Betrieb des Ackerbaues zu wecken, und so zu den groſs- herzigen, das Glück der entfernten Generationen begründenden Zwecken Ew. K. K. M., wenn auch nur in einem geringen Antheil mitzuwirken. In tiefster Ehrfurcht ersterbe ich Sulislavice, den 15 n September 1813. Ew. Kaiserl. Königl. Majestät allerunterthänigster Alois Prosper v. Biernacki. VoOrTrrede. Da die Bekanntschaft mit der neueren vervollkommneten Brittischen Landwirth- schaft unserer deutschen groſse Vortheile gewährt hat und ferner gewähren wird, ist 1 jetzt— trotz den aus Unwissenheit und Trägheit hervorgehenden, sich hinter deutschem Nationalstolz lächerlich versteckenden Anfeindungen— von allen wahrhakft praktischen und denkenden Landwirthen anerkannt. Deshalb habe ich von all en Seiten und Gegenden her dringende Aufforderungen erhalten, die Fortschritte jener Landwirthschaft seit der thörigten Absperrung dieser Insel vom Continent, dem Publikum mitzutheilen, auch Ue- bersetzungen und Auszüge aus den neuesten, seitdem herausgekommenen Schriften zu veranlassen. Aber wenn eine Kunst erst einen hohen Grad von Vollkommenheit erlangt hat, so sind ihre Fortschritte gewöhnlich so schwach, daſs man, besonders aus der Ferne angesehen, einen völligen Stillstand wahrzunehmen glaubt. Ich habe wenig oder gar keine merkwürdige, sich bewährende und für uns anwendbare V erbesserungen in der Kunst der Landwirthschaft gefunden, die ich nicht in der Anleitung zur Kenntniſs der Englischen Landwirthschaft oder nachmals in meinen Annalen beschrieben oder angedeutet hätte. Von dem gegenwärtigen Zustande der Landwirthschaft daselbst findet man die treuste und lebendigste Schilderung in den Briefen eines Reisenden, die in den Möglinschen Annalen stehen und fortgesetzt werden. Der Streit über die Vortheile oder Nachtheile der Einfüh- rung der Merinos oder ihrer Kreuzung mit verschiedenen inländischen Racen— die jetzt gegen selbige entschieden zu seyn scheint— über das Liegenlassen des Ackers zu Klee und Gräsern auf ein, zwei oder mehrere Jahre,— über den Vorzug der breitwürfig oder in Reihen gesäeten Rüben, hat den gröſsten Theil der Brittischen landwirthschaftlichen Zeit- schriften angefüllt, und diese Fragen waren bei uns beantwortet, ohne einmal aufgewor- fen zu seyn. Mannigfaltige, neue, oder neu seyn sollende, mehr oder minder compli- cirte Ackerwerkzeuge und landwirthschaftliche Maschinen waren erfunden, patentirt und als bewundert von vielen ökonomischen Gesellschaften, in allen Tagesblättern angepriesen. Hierüber bin ich von denen, welche diese Blätter lesen, am meisten befragt worden, weil sie ihnen, die Superiorität der Engländer in der Technik anerkennend, viel zutrauten. Auſser der Heuwalze aber, die in feuchten Gegenden, wo das Heu viel bearbeitet werden muſs, Empfehlung verdient, scheint mir keins der neueren Landbauwerkzeuge der Ein- führung werth. Mit der, selbst in England belächelten, von unsern Zeitungsschreibern hoch bewunderten Mähemaschine, bewirkt man mit zwei Arbeitern und mit Zugabe eines Pferdes, so viel, wie jene verrichten, wenn man ihnen eine Sense in die Hand giebt; auch ist sie nur bei recht steif und gerade stehendem Weitzen, besonders gedrilltem, an- wendbar. Jene Ankündigungen und Beifallsbezeigungen über neuerfundene technische — vIII— Kunstwerke gelten in England nicht mehr, als bei uns die Recensionen der Schriftsteller und die Danksagungsschreiben an Charlatans, welche gegen die Gebühr in unsere Zeitungen eingerückt werden. Jedoch ist es in England eine edle Maxime der Reichen und Vor- nehmen, ein solches Kunstwerk, was in ihr Fach schlägt, zu kaufen, falls die Erfindung nur genialisch oder gefällig ist; wenn sie gleich wissen, daſs sie solches nicht brauchen können. Bücher, die nur prachtvoll gedruckt und mit vielen Kupfern versehen, deshalo recht theuer sind, finden starken Absatz; denn viele kaufen sie, nicht um sie zu benutzen, sondern in ihrer Bibliothek aufzustellen: es ist fashionable sie zu besitzen.— Voraus- gesetzt, daſs sie original-englisch sind, denn auswärtige Werke von vollendeter Schön- heit, wie die Humboldschen und Hofmanseggschen finden dort wenig Absatz.— Etwas mehr von diesem Sinn wäre uns wohl zu wünschen, denn bald wird man nur für die Toilette erfinden und für die Lesezirkel schreiben missen. Zu den Werken, welche in Britannien vielen Beifall und Absatz gefunden haben, ge- hört das vorliegende; obgleich dem Verfasser Schottischer Eigendünkel und Prahlerei von den Engländern vorgeworfen wird. Neue Erfindungen und Methoden sind nicht darin, aber viele Ideen, die bei der An- und Auslegung von Landgütern auf zweckmälſsige, fruchtbare und schöne Einrichtungen führen können. Deshalb kann ich es allen Gutsherren nicht bloſs zum einmahligen Durchlesen, sondern zur häufigen Ansicht der Kupfertafeln empfehlen, weil ich glaube, daſs diese manche Idee bei ihnen erwecken, und früher gefaſste ausbilden werden, die nach ihrer Oertlichkeit vortheilhaft und erfreulich auszuführen sind. Auch wird man darin eine annehmliche Bestätigung mancher schon bekannter Erfahrungen finden. Ich habe deshalb auf Verlangen des Verlegers nur einige kurze erläuternde Anmerkungen hinzugefügt, gröſstentheils um Miſsverständnissen, die aus Unkenntniſs Brittischer Ver- hältnisse entstehen könnten, vorzubeugen. Die Berechnungen und die Reductionen des Geldes und Maalses auf Preuſsisches, habe ich nicht nachgesehen. Der, im Verhältniſs der Kupfertafeln, mäſsige Preis, den der Verleger durch einen glücklichen Ankauf der Originalplatten anzusetzen im Stande war, wird dieses Werk von selbst empfehlen. Möglin, den 299n September 1813. A. Thaer. — Inhaltsanzeige. Hauprtstück JI. Eine innerhalb des Landes belegene, nach den Grundsätzen des Fruchtwechsels eingerichtete Wirthschaft, erläutert durch die Beschreibung der in Tew-Lodge-Farm aufgeführten Gebäude und ausgeführten Verbesserungen, mit Bezugnahme auf nachstehende Tafeln: Tafel I. Enthaltend zwei Ansichten des Pachtgutes und einen Aufriſs der Gebäude folgenderweise betitelt: Fig. I. Panoramische Ansicht des Pachtgutes und der Wirthschaftsgebäude von der, mit bedecktem Säulengange umgebenen Ecke des Hauses aufgenommen. Fig. 2. Panoramische Ansicht des Pachtgutes, des Wirthschaftshofes und Hauses, von dem dem Hause gegenüber liegenden Felde aufgenommen. Diese zwei Ansichten gewähren den Ueberblick von dem, sowohl auf des Verfassers Rechnung bewirthschafteten Theil von T ew-Lodge-Farm, wie auch auf die meisten der verafterpachteten Ländereien. Fig. 3. Aufrifs der Hauptfronte der Wirthschaftsgebäude. Tafel II. Karte von Tew-Lodge-Farm und den verafterpachteten Besitzungen, nach dem Zustand, in welchem sie sich vor den angefangenen Verbesserungen im August 1808. befanden zur... S. 4. Tafel III. Karte von Tew-Lodge-Farm und den dazu gehörigen verafterpachtelen Besitzungen aufgenommen nach denen im September 1810. beendigten Verbesserungen, in Folge der zweiten Tafel... S§. II. Tafel IV. Grundrifs der Wirihschaftsgebäude und des Wirthschaftshofes zur.... S. 10. Tafel V. Die, die Anlage der Pachtwege, Graben, Hecken, Gebäude, Pflanzungen von Dornhecken, und mit «0 3.* 3 S. 7⸗ ℳ* ·** S. 14. S. 25, Rasen bedeckten Wasserabzüge, erläuternden Figuren, mit Bezug auf Tafel VI. Profilzeichnungen der Scheune und Dreschmaschine, in Bezug auf. Tafeln VII. und VIII. vereinigt. Grundrisse und Profilzeichnungen des Wohnhauses, in Bezug auf Tafel IX. Arbeitsplan der Lustgärten, die abwechselnde Neigung der Oberfläche des Bodens, die Gänge, die Art die Bäume und Sträucher zu pflanzen(erstere sind durch Punkte, letztere durch Kreuze bezeichnet), die Anordnung des botanischen Gartens u. dgl. genau darstellend..„. 4..„ S. 26. Tafel X. Eingangsseite des Hauses zu Tew-Lodge. Tafel XI. Ansicht der Gartenseite des Hauses. Tafel XII. Ansicht der Ostseite des Hauses in Verfolg der Taf. XI. Hauptstück II. Eine nach den Grundsätzen des Fruchtwechsels eingerichtete Wirthschaft in der Nähe von London, versinnlicht durch die Beschreibung von Woodhall in Middlesex belegen, mit Bezugnahme auf folgende Tafeln: Tafel XVI. Karte von der Besitzung(in der Art wie sie von den Landhaukundigen angefertigt,) in dem, den Verbesserungen vorhergehenden Zustand, im August 1807. aufgenommen, zur.... S. 55. Karte derselben Besitzung, aufgenommen nach den ausgeführten Verbesserungen im September Tafel XVII. 1810., zur.....—..—.....—.. S. 56. Tafel XVIII. Grundriſs der Wirthschaftsgchaude, zur.......... S. 36. Tafel XIX. Aufrifs dieser Gebäude, zur..........„.. S. 57. 57. Tafel XX. Ansichten von Woodhall, aufgenommen in den Jahren 1807. und 1810., zum zweiten Hauptst. S. Hauptstück III. Einrichtung einer nahe bei London belegenen, gröſstentheils aus Wiesen bestehenden Pachtbesitzung, dargestellt in der Beschreibung von Kenton-Farm in Middlesex belegen. Mit Bezug auf folgende Tafeln: Tafel XXI. Karte von dieser Besitzung, aufgenommen im August 1808., bevor mit den beabsichtigten Ver- S. 42. besserungen der Anfang gemacht wurde.(Vergleiche mit der Tafel XXII.).... Tafel XXII. Karte dieser Besitzung in ihrem jeizigen Zustande, aufgenommen im Mai 1811. Vergl. Taf. XXI. S. 42. „.. S. 42. Tafel XXIII. Grundrifs der Wirthschaftsgebäude dieses Pachtgutes, zur. Tafel XXIV. Grundrifs eines für ähnliche Besitzungen eben so passenden, und mit geringerem Kostenaufwand aufzubauenden Wohnhauses und der Wirthschaftsgebäude, zur Seite 48.(wo fälschlich Taf. XIV. statt XXIV. S. 37. . S. 43. 1 ·**. 2 citirt steht). Den Aufriſs dieser Gebäude enthält Tafel XIX., gehörig zu. Tafel XXV. Die Ansicht von Kenton-Farm, von der nordwestlichen Seite, zu 6 1 0* C Hauptstück. Ueber die Einrichtung eines aus der Gemeinschaft gezogenen und aus verkoppelten Ländereien bestehenden Pacht- gutes; mit Bezug auf folgende Tafeln: Talel XXVI. Ideal-Karte einer Besitzung, in der Voraussetzung entworfen, dafs diese aus neuerdings verkop- pelten Gemeindehutungen oder Feldern gebildet worden, zur..„..... S. 49. Taccl XXVII. Karte von einer durch Vereinigung alt verkoppelter mit unverkoppelten Ländereien Hntstandenen Besitzung, wie dieses in Wrethham in Norfolk der Fall ist, zur......„ S. 5 r. Tafel XXVIII. Grundrifs eines für diese Besitzung passenden Wohnhauses und der Wirthschaftsgebäude, zu S. 5a. den Aufrifs enthält Taf. XXXV., zur Seite 45 gehörig. Hauptstück VI. Ueber die Einrichtung von Pachtgütern auf eingedcichten am Seeufer belegenen Ländercien; mit Bezug auf Taf. XXIX. zine aus dem Gedächtniſs angefertigte Karte der zu Tré-Madoc gehörigen eingedeichten Grundstücke, mit 8 8 8 Angabe der Art wie die Anlage ausgefüährt worden; zur. 4 1. 4. S. 52. Hauptstück VI. Beispiele gemischter Art. Mit Bezug auf folgende Tafeln: Talel XXX. Karte von Mimbury-Fort-Farm in der, Behufs anzubringender ländlicher Verschönerungen, üblichen Art gezeichnet, zur............ 3. S. 55. Tafel XXXI. Karte, die bei Mimbury-Fort-Farm auszuführenden Aenderungen und Verbesserungen enthaltend, zu Seite 55. Tafel XxXXII. Grund- und Aufriſs der bei dem Wohnhause anzubringenden Anbaue und Aenderungen, zu S. 56. Tefel XXXIV. Grundrifs des Wohn- und Wirihschaftsgebäudes für eine Wirthschaft angepafst, in welcher Rindviehzuzucht und Milchproduktion vorzüglich beabsichtigt werden, zur..... S. 57. Tafel XXXV. Ansicht und Aufrifs der in voriger Platte im Grundriſs gezeichneten Gebäude u. s. w. S. 57. Hauptstück VII. Ceber die in Parkbezirken einzurichtenden Wirihschaftsanlagen(park farms), oder über die Einrichtung der durch den Guisbesitzer zu bewirthschaftenden Ländereien; mit Bezug auf folgende Tafeln: Tafel XXXVI. Plan des Parks zu Scone in der Grafschaft Perth. Aus dem Gedächtnifs entworfen, zu S. 59. Tafel XXXVII. Grundrifs eines für ein Parkvorwerk oder für die Besitzung eines rationellen, die Landwirth- schaft im Grofsen treibenden Agronoms, passenden Wirthschaftshofes und Gebäudes, zur. S. 60. Tafel XXXVIII. Aufriſs und Ansicht der anf Tafel XXXVII. im Grundriſs gezeichneten Gebäude... 60. Tafel XXXIX. Grundriſs des herrschaftlichen Wohnhauses, des Wirthschaftshofes und der Luxuspferdestal- lungen zu Garth in der Grafschaft Montgomery, zur..„..... S§. 61. Tafel XXXIX. Aufrifs des Hauses und der Stallungen zu Garth und des Wohnhauses zu Tew-Lodge. Tafel XL. Ansicht des alten Schlosses zu Seone, mit den vorgeschlagenen Anbauen im Kathedralstyl und mit Beräcksichtigung der jetzigen Bedürfnisse einer vornehmen Familie; zur.....„ S. 60. Tafel XLII. und XLIII. Skizzen von Kleweland- Pferden; zur......... S. 3o0. (In Hinsicht der Tafeln ist zu bemerken, daſs die Tafeln XIII., XIV., XV., so wie Taf. XXXIII. und XLI. gar nicht vorhanden sind, indem der Kupferstecher die Folge nicht genau bemerkt hat, dagegen findet sich ein völlig unbezeichnetes Blatt, eine Ansicht der Häuser von Tew-Lodge und Garth darstellend.) ——— öööõö³ —— x —. — d — — 5 8 W. verstehe ich, wird man wahrscheinlich fragen, unter dem Schottischen den Englischen Verhältnissen angepaſsten System Pachtungen einzurichten? Ich antworte: die Landwirthschaft wird in Schottland nach wissenschaftlicheren Grundsätzen als in England ausgeübt; sie hat einen höheren Grad der Vollkommenheit erreicht, und in Folge deren sind die Bauten, und andere zur Wirksamkeit wesentlichen Erfordernisse besser auf die Erreichung des vorgesetzten Ziels berechnet ¹). Bei der Wahl der Schilderungen der ausgeführten Anlagen, welche ich hiemit der Beurtheilung des Publikums übergebe, habe ich denen in Tew Lodge getroffenen Einrich- tungen die erste Stelle eingeräumt, weil dort das Nützliche mit dem Angenehmen sehr im Groſsen verbunden anzutreffen ist, diese Wirthschaft mannichfaltige Verhältnisse umfaſst, und nach eigenem Entwurf von mir eingerichtet worden. Ich bin in das Einzelne des Ent- wurfes und der Ausführung gegangen, und habe einen Umriſs sowohl der eingeführten *) Die National-Eifersucht, die zwischen den Engländern und Schottländern in politischer Hinsicht obwaltet, verbreitet sich sogar über ihre Ackerbauangelegenheiten sehr lebhaft, und jeder will die Ehre des Besseren, wenigstens seiner Erfindung und ersten Einführung sich beimessen und dem Andern absprechen. Die brittischen, besonders schottischen landwirthschaftlichen Journale, sind voll von Schriften und Gegenschriften, die nur in dieser Beziehung Interesse haben können. Bei den Schotten leuchtet Nationaleitelkeit und Ruhmsucht dabei her- vor; bei den Engländern mehr Stolz und Verachtung. Ohne Zweifel haben die Schotten früher eine wohlgeord- nete Wechselwirthschaft gehabt wie die Engländer, ohngefähr nach Art der holsteinschen, aber mit einer verstän- digeren Fruchtfolge. Vor dem Regierungsantritt Georgs des dritten und vor der Epoche die A. Young durch seine Sehriften machte, gab es in England(Norfolk ausgenommen) fast nur reine Graswirthschaften und reine Kornwirthsehaften. Viel zum Ackerbau sehr taugliches Land lag in jenem unaufgebrochen zu Grase, weil die feuchte Atmosphäre den Graswuchs begünstigte und die starke Fleischcosumtion ihn einträglich machte. Die Ackerwirth- schaften wurden nach dem allgemeinen Dreifelder-System betrieben; auf Braache und Stoppel war Gemein- weide, denn das Grundeigenthum lag hier zerstückelt und gemengt im offenen Felde durcheinander. Von jener Zeit an verbreitete sich das Norfolker sogenannte Turnip- oder Hackfrucht-System immer mehr, die Gemein- heitstheilung mit Ackerumsatz machte, der Kostspieligkeit, jedesmal eine besondere Parlamentsacte zu extrahiren, ohnerachtet, schnelle Fortschritte. Auch die Graswirthschaften brachen mehr Land um, und erkannten, daſs sie einen vortheilhaften Ackerbau wechselsweise betreiben konnten„ohne ihren Viehstand bei künstlichem Futter- bau zu vermindern. Mehrere wichen darin von dem Norfolker System ab, dafs sie mehrere Jahre nach ein- ander den zweckmäfsig besaamten Acker zur Weide liegen lielsen, und nun sagten die Schotten: sehet, das ist unsere längst betriebene Wirthschaft! Aber auch die Erfindung der Regel des Fruchtwechsels, zwei Jahr auf einander folgende Cerealien zu vermeiden, und die Hälfte des Ackers auf die Vichzucht zu verwenden, eignen sie sich mit unserm Verfasser an; zugleich die reguläre Eintheilung in Schläge und die Zusammenziehung des Ackers in gröfsere Breiten und Koppeln. Auch die räderlosen Smallschen und Baileyschen Pflüge, der Reihen- bau der Rüben, und ihre Bearbeitung mit Pferdehacken, stammen von ihnen her. Wenn ger Verfasser von dem gegenwärtigen allgemeinen besseren Betriebe des Landbaues in Schottland, gegen den in England spricht; so kommt es wohl darauf an, welche Grafschaften er im Auge hat. Der südwestliche Theil von England steht, sei- nes herrlichen Klima und Bodens ohnerachtet, gegen den südlichen Theil von Schottland sehr zurück; in den nordöstlichen gleicht es sich aber wenigstens aus. So wie in frúüheren Zeiten ein bedeutender Unterschicd zwi- schen den Holsteinschen und Mecklenburgschen Wirihschaften war, sie sich aber bei dem mehr rationellen Be- triebe fast amalgamirt haben, so ist es jetzt auch mit der Nord- und Süd-Brittischen Wirthschaft. Th. I ν ——;;—᷑—᷑———————— ——— — — 2— Kulturarten als des Betriebes der Wirthschaft gegeben. Deshalb nimmt dieser Bericht das erste und gröſste Hauptstück meines Werkes ein. Wirthschaften können entweder nach ihrer natürlichen Beschaffenheit: als Boden, Oberfläche, Lage u. s. w., oder nach ihren zufälligen Eigenschaften: als dem Zweck oder einer besonders beabsichtigten Kulturart, und deren Ausdehnung betrachtet werden. Ich habe deshalb in den nachfolgenden Hauptstücken von jedem Charakter eines wirth- schaftlichen Ganzen ein Beispiel aufgestellt, und jedem so viel Erläuterung beigefügt, als nöthig war, die Einrichtungsgrundsätze einleuchtend zu machen. Dabei habe ich mich jedoch kurz zu fassen gesucht, in der Ueberzeugung, daſs ein anschauliches Abbild dem zu erklärenden Gegenstande mehr Bestimmtheit giebt, als die weitschichtigsten Er- klärungen wortreicher Beschreibungen. Wenn dem Ackerbau in den nördlichen Bezirken der Vorrang vor dem in den südlichen eingeräumt ist(und wer, der je einen Vergleich zwischen Boden, Klima und. Ertrag beider Gegenden anstellte, kann das Thatsächliche bezweifeln?) so kann der Vortheil einer jeden Maaſsregel, die seine Einführung beférdert, bei dem Publikum nicht in Frage stehen. Ob diese Einführung durch einheimische dazu gebildete Pächter, oder durch An- stellen Schottischer Pächter als Musterwirthschafter, oder ob, wie es vorzüglicher zu seyn scheint, durch Verein beider Maſsregeln bewirkt wird, will ich der Verschie- denheit der Meinung anheim gestellt lassen. Ohne mich über das Verdienstliche dieser Aufgabe oder über die Zweckmäſsigkeit des Werkes zu verbreiten, genügt es mir: der Erste zu seyn, der die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Verschiedenheit des Ertrags in Schottland und England richtete*). Eben so finde ich darin Beruhigung, daſs, als der Streit über den in Rede ste- henden Gegenstand entgegengesetzte Meinungen zu Tage förderte, und zufälliger Irr- thum bitterem Tadel sich aussetzte, bloſs das Beispiel der aus den nördlichen Bezirken in verschiedenen Theilen Englands sich ansetzenden Pächter Wetteifer anfachte. Wenig Jahre werden über das Wesentliche des Erfolgs entscheiden, und so wird sich das prophetische Wort des ersten Naturphilosophen der Zeit bewähren:„daſs die schottische Erfindungskraft und Gewerbkenntniſs auf den Ackerbau wohlthätiger einge- wirkt, einwirkt und einwirken wird, als dieses anf allen andern Wegen zusammenge- nommen geschah, seit der Zeit dafs Adam zum erstenmal den Spaten führte**).“ *) Siehe: Winke über den Ertrag von Grundeigenthum, u. s. w.; herausgegeben 1808. Vrf. **) Siehe den Brief von Sir Joseph Banks an Sir John Sinklair, worin er ihn ersucht, ein Werk über den Schot- tischen Ackerbau auszuarbeiten, der zuerst zur öffentlichen Kenntniſs durch die Schoittischen Zeitungen gekommen ist, ein Jahr später, nachdem ich über denselben Gegenstand geschrieben hatte. Die Erwartung dieses Werkes hielt mich ab, weitläuftiger in den Ackerbau der nördlichen Bezirke einzugehen. Siehe Edinburg Ewening Cou- rant; Novemberstück 1809., und Farmers Magazine für das Frühlingsquartal. 1810.+). Vrf. †) Dieses Werk ist erschienen. Ein zweckmäſsiger Auszug, keine Uebersetzung, würde im Deutschen will- kommen seyn. Th. —— 8— ——— 2—— 1 ———————— ſf——— 4 V— .““ 1———. AA— 1 A. CZoudon rr? Pel. 9 Su eleenee,nt— 5 4 —. g 24 20 0 50 700 750 200 300 f0 730 1 1 1 4 2.————.—————— 1————————-— S———yy————————————,——————————————— 8 4 3 7 3 2 5 — C Zoudone Bel. 2 b S , en Wer⸗ 88— e,,, l,,, 2 me, e, ,,ee, ,ine, Wefe, lbee, F. Loudon Delt 4 8 Mh Saute de eem. h Ie enn, el Sceilieh’ L, Hauprstück J. Beschreibung der in Tew-Lodge-Farm, in der Grafschaft Oxford belegen, in den Jahren 1808., 1809., 1810. ausgeführten Gebäude und Verbesserungen; mit Bezug auf die Kupfertafeln 1. bis 15. 1 [Lage] D. Gut Tew liegt ungefähr achtzehen Meilen nordwestlich von der Stadt Oxford, am Saume der hügligten Gegend, von A. Young in seiner Beschreibung der Grafschaft Oxford„Bruchstein Bezirk“ benannt. Eine Hälfte davon liegt auch wirklich im Umfange dieses Bezirks, die andere aber in dem der rothen Erde, oder, in der fruchtbareren Abtheilung dieser Gegend. Die erste zeichnet sich aus durch unregel- mälsige Oberfläche, dürftige Vegetation, und durch gute Wege; indem der andern sanf- tere Abdachung, üppigere Vegetation, besser bestandene Holzungen, und schlimme, von leicht auflöslichem rothen Stein geschüttete Wege, eigen sind. [Zustand des Gutes im Allgemeinen.] Der Zustand dieses Gutes vor meiner im Jahre 1808. vorgenommenen Besichtigung desselben, war in wirthschaftlicher Hinsicht keinesweges unter dem der benachbarten. Es war gröſstentheils durch Verpachtungen benutzt, deren Aufhebung von des Verpächters Willkühr abhing; einige Vorwerke aber standen in zwölfjähriger Verpachtung, die jetzt eben abgelaufen waren. Das urbare Land,(wozu die Abtheilung des Bruchstein-Landes, und ungefähr ein Viertheil der Abtheilung der rothen Erde oder der üppigen Grasländereien gerechnet werden) wurde sehr passend nach nachstehender Fruchtfolge benutzt: 1. Rüben, 2. Gerste, 3. und 4. künstliche Gräser, 5. W9eitzen, und 6. Hafer; indem kein zweckmäſsigerer Turnus, den Hafer nach dem Weitzen abgerechnet*), für ähnlichen Boden und Lage gewählt werden kann. Der übrige Theil des Gutes bestehend im Park 160. Acres(252 Magd. Morgen) groſs, und die in Rede stehenden Vorwerke, waren als natürliche Wiesen und Weiden benutzt. *) Bei. den Britten sowohl wie bei uns sind die Meinungen darüber getheilt, ob man am Schlusse der Rotation zwei Halmfrüchte, zuletzt gewöhnlich Hafer, ungestraft nehmen dürfe, oder nicht. Abgesechen davon, dafs ein gröfseres oder geringeres Wiesenverhältnifs in einzelnen Fällen nur darüber entscheiden müsse, kommt es in England auf die Dauer der Rotation dabei an. Das vierfeldrige Fruchtwechselsystem wird nachhaltig besser loh- nen, als das fünffeldrige mit Hafer; geht aber die Zahl der Schläge über sieben, so kann ohne Bedenken ein Mahl Hafer nach Winterung genommen werden. Auch in dem Falle ist es keinesweges tadelhaft mit zwei Ce- realien die Rotation zu schliefsen, wenn man sich veranlafst sieht, vorher zwei Früchte anderer und minder er- schöpfendecr Natur nach einander zu nehmen, oder gar Weideschläge länger liegen zu lassen. Th. Zustandes des Gutes, als auch der Beschaffenheit und der Vortheile der nunmehro ein- geführten Bewirthschaftungsart zu erlangen wünschen, werden auf einen Aufsatz ver- wiesen, von Sir John Sinklair verfaſst, die statistische Uebersicht des Ganzen enthal- tend, wozu ihm die nöthigen Data, der Eigenthümer des Gutes G. F. Stratton Esq. Ee—— Diejenigen Leser die eine ausführlichere Uebersicht, sowohl des vorhergehenden geliefert*). hier ein Keim zu hohem Ertrage, und Veranlassung zu vielseitigen Verbesserungen lag; und ich beschloſs, mit Bewilligung und Beistand meines Verpächters, dessen Eifer und Liberalität hinsichtlich aller Ackerbauverbesserungen, ich nicht genug rühmen kann, ihn zur Reife zu entwickeln, nicht nur unsern gegenseitigen Vortheil, sondern auch Abscnhnirt I. AIllgemeiner Plan zur Verbesserung. In dem Theil der Güter wovon ich Besitz nahm, wurde ich bald gewahr, daſs das allgemeine Beste bezweckend. Die Verbesserungen zerfallen in folgende Abtheilungen: I. Die Ackerbau-Verbesserungen, das heiſst solche, die nöthig sind, um die Wirth- II. III. schaftsarbeiten zu vereinfachen, deren Wirksamkeit zu vermehren, und den Boden auf das nachhaltigste zu verbessern. Garten-Verbesserungen, oder solche Anwendung dieser Kunst, die dazu bei- trägt, den Aufenthalt der auf dem Lande wohnenden Familie behaglicher und vergnüglicher zu machen. Die, die Verschönerung der Besitzung bezweckenden Verbesserungen, oder solchie, die bei der Anlage die Absicht haben, dem Ganzen das Gepräge der Ordnung, des Zierlichen, und sogar der mahlerischen Wirkung, aufzudrücken. Ackerbau-Werbesserungen, siehe Tafel II.] I. Ackerbau-Verbesserungen.— . Der Schauplatz meiner Unternehmungen eignete sich eben sowohl seines Zusammen- hanges wegen, als ein Vorwerk bewirthschaftet zu werden, als auch im Betracht des- sen, dals er bereits in zwölf kleine Pachtungen getheilt war, gröſstentheils an Unter- *) Aus diesem Bericht geht es hervor: dafs mich Hr. Stratton im Frühjahr des Jahres 1808. zu Rathe gezogen, dafs, einem Schottischen Pächter 1500 Acres(2366 Magd. Morgen) des urbaren Landes überlassen worden, ich aber 1800 Acres(2840 Magd. Morgen) von der Grasländerei-Abtheilung, auf die Dauer von zwei und zwanzig Jahren in Pacht genommen habe. Zu Michaelis 1808. bin ich in Besitz des gepachteten Grundstücks gekommen, das ich Tew-Lodge-Farm senannt habe, und machte mit den zu beschreibenden Verbesserungen den Anfang. Nachdem die Einrichtungen beendigt waren, beschlofs ich das Ganze durch Verafterpachtungen zu nutzen„ und nachdem ich drei kleine Pach- tungen mit sehr ansehnlichen Erhöhungen Unterpächtern überlassen hatte, trat mein Verpächter, wegen Abstand von der Pacht, mit Ueberlassung des Vichstandes und sämmtlicher Bestände, mit mir in Unterhandlung; der diesfällige Vertrag kam auch im Februar 1811. zu beiderseitiger Zufriedenheit und Vortheil zum Abschlufs. Vrf. Jecdale ot Cains. 3 1 chhotro Di‿Sdtchtlst 1000. Janaktore w“ ww, FA⸗c. 2 2 4 * 501. ,e e .— 01/ 3 Veu Fiertr Rontod boy M. 832 I2 D 5 ₰ S 8 D S 8 S 88 ₰ ₰η D / . 1 Deeeeeeeeneninn. * 5 6 “ H ARAAAAAwn 2. rane Vup Ic Norlor 5 ,, . 2 m 2 Ineornna. 2 2 From Chappinc Worton — 5— pächter überlassen zu werden. Nach reillicher Ueberlegung beschloſs ich 1000 Acres auf eigne Rechnung zu bewirthschaften(denn dieses Land war jetzt pachtlos und in der Mitte der von mir gepachteten Besitzung belegen) ein vollständiges Vorwerk daraus zu machen, und die übrigen Pachtungen, je nachdem ich im Verfolg der Zeit zu ihrem Besitz gelangen würde, anderweitig zu verpachten. Da der Lehmmergel in Menge auf diesem Gute zu finden war, so wurde es mir klar, daſs es unter diesen Umständen einen unmittelbaren groſsen Vortheil bringen würde, einen ansehnlichen Theil der Wiesen und Hutungen aufzubrechen; indem ein angemes- sener Theil hiervon in wenig Jahren in besserem Zustande als der ursprüngliche, zur Grasung niedergelegt werden könnte; während der andere Theil, trocknerer Höhe-Bo- den, mehr Nutzen verspricht, wenn er mit Cerealien und Futterkräutern abwechselnd bebaut, als wenn er dem Graswuchs fortwährend eingeräumt wird. Das Ackerland war also einer beinah unglaublichen Verbesserung fähig, durch das Mergeln, durch das Ver- meiden zweier auf einander folgenden oben getadelten Getreideernten, und durch Ein- führung des Rübenbaues nach der Northumberländer Methode*). Alle Theile der Besitzung bedurften sehr der Abwässerung, und dies ist die sicherste, in die Augen fallendste und untrüglichste Verbesserung, die man auf Boden jeder Art anwenden kann. Die Wege waren gleichfalls gänzlich mangelhaft; die Gestalt der Felder, der Lage der Oberfläche schlecht angepaſst; ihr Boden so wie ihre Hecken höckericht, und letztere zwecklos eingetheilt, in Rücksicht auf die Oberfläche, auf die Wasserleitungen, auf freien Luftzug und auf mahlerische Wirkung. Zwei Bäche durchschneiden die Besitzung; ich sah voraus, daſs nahe an 400 Acres sich bewässern lieſsen, wodurch die Düngermittel auf den sämmtlichen 1000 Acres um ein Drittheil vermehrt würden. Durch dasselbe Mittel konnte eine Dreschmaschine in Bewegung gesetzt werden, und ihr Gebrauch erhöht, wie allgemein zugestanden wird, den jährlichen Ertrag vom Ackerlande wenigstens um 7 Schilling(2 Rtl. 3 Gr.) per Acre. Die Oertlichkeit liels auch noch andere Verbesserungen zu, wovon mehrere für die ganze Grafschaft Oxford anwendbar wären; als: der Gebrauch des zweispännigen Pfluges, den einspännigen Karren, und anderer verbesserten und vereinfachten Acker- werkzeuge, die ich nicht ausführlich aufzählen will. II. Garten-Anordnungen.— Jedes Landhaus muſs nothwendig mehr oder we- niger, mit PHaanzungen und andern Garten-Verschönerungen umgeben seyn. Die Idee, eine vollständige Sammlung von nützlichen, schönen und auch seltnen Pflan- zen, auf einem Raum anzulegen, und selbigen in schattirten Gruppen, nach dem Natursystem des Jussieu, oder Linnée aufzustellen, hatte ich seit vielen Jahren lieb- gewonnen; sie wirklich auszuführen, schien mir hier eine schickliche Gelegenheit zu seyn. Ueberdem veranlaſste mich manche örtliche Erleichterung zu diesem Unter- *) Diese ist nämlich das in Reihen Säen der Rüben und Bearbeiten mit Pferdehacken. Th. 2 ——— —— —n 3 — — 6— nehmen: so versprach die Beschaffenheit des Bodens den Bäumen und Pflanzen gutes Ge- deihen, die Oberfläche der Erdfläche, welche den für das Wohnhaus ausgesuchten Fleck, umgab, hatte ansehnlichen und mannichfaltig wechselnden Abhang, welches alles ge- eignet war der Ausführung meiner Ideen eine gute Wirkung zu sichern. [Baumschule.] Eine Baumschule, um darin Forstbäume und Dornsträuche zu ziehen, war ein dringendes Bedürfniſs dieser Gegend, und die leichte Ausführbarkeit dieser Anlage leuchtete mir bald ein. Ich sah auch ein, daſs derjenige, der den Garten und die Baumschule bewartete, ebenfalls über das Planieren die Aufsicht führen könnte; und bald sah ich mich im Stande meine diesfälligen Kenntnisse in Ausübung zu bringen. III. Mahlerische Wirkung.— Die erhöhte Lage des Hauses, der emporsteigende Hintergrund, der, in sanften Bogen sich hinziehende See, von jeder Seite mit Thälern umgeben, die gegenüber liegenden Hügel, das anmuthige wellenförmige Anschwellen des Bodens nach allen Richtungen hin, entfernte Aussichten, eine Menge schön gewach- sener alter Bäume, und ein groſser Ueberfluſs an Wasser, in Verbindung mit dem Um- stand: daſs Wege, Einzäunungen, Wirthschaftsgebäude, Pflanzungen u. s. W., nach mei- nem Entwurf ausgeführt werden sollten, berechtigten mich zu der Hoffnung, hier das Nützliche mit dem Reizenden verbinden zu können. Alle, die den Ort gesehen haben, gestehen, daſs es schwer sey, sich ein Landgut zu denken, wo beides auf eine gelungenere Art verbunden, anzutreffen sey. Hinsicht- lich der in den Parks angelegten Farms, wird es nur der zum Wachsthum der Bäume und Hecken erforderlichen Zeit bedürfen, um aus Tew Lodge die prachtvollste Ferme ornée in England zu machen. Abschnit r II. Beschreibung der auf dem Boden gemachten NYerbesserungen, als: Wege, Hecken, Wasserleitungen u. s. w. Da in den meisten Fällen ein Blick auf eine, mit Erklärungen überschriebene Zeichnung unterrichtender ist, als das Lesen der ausführlichsten auf die Zeichnung sich bezichenden Beschreibungen, so habe ich in diesem Werke die Zeichnungen auf solche Weise dargestellt, daſs eine Erläuterung, worin nach einer alphabetischen oder Zahlen- ordnung im Text auf die Platte Bezug genommen, unnöthig wird. Das Erörtern wird demnach mehr als das Erklären, der Inhalt dieser Abschnitte seyn. Die Wege. [Die Richtung.] Bei der Bestimmung der Richtung der Feldwege, muls man die Verbindung zwischen dem Wirthschaftshofe und jeder IInterabhtheilung des Feldes, oder 2 3 4— 1 1 A 4 Br. r ſ * 1 31 . Eig. 2 Sn 2. Fuar S eeRrs ISee 4 3 3 3 6 4 8 3 5 8 3 I 8 8 4 6 8 8 8 8 8 82 5 8 8 9 8 8 22 8 — 3 8 §— 8 Aℳ 3 3 8 3 3* 3 S 3 X 2 6 brrer e urrereee 1“ SdeNe Sar a Oc SerGae axαοληάά̈νκησνρνόαρναηννσ Hναη mA᷑eχeu⁹ 8 8 8 92 de. 8 5/ 8 — 5 3 85½ 8 z56 8 1 c 6 9 3 3 8 5. 8 4 8 8 5 3 8⁴ 8 3 8 ½ 5 3 8 8 8 o 8 5 8 6 4 8 5 7 4 8 6 8 8 1 3 5 has. 8 85 8 1 8. ees 2 2 e eeaereuEne K e — 3“ 6 Ress e ee 5 Sasrdede eran⸗Aa F 1 Se 6 ‿ Ka 1 sSsuee Nee, 2 1 a 88 d — E A Sg. 3 I. 1— — 3 3 4 1 A;E 1 2 ⸗ ccde MMiseeecce 3 S — 5 S — 4 3 See 1—— 3—= 1—— ee 8== 5 1— K— A G———— 8. S—— 4 3— 5— 1 1———. 2 Ideal Jlccleton or die Jartace ot Teu Lodge Farm, made in order wo Sheu tho Tärectzon ot Tae oad. 6 Jeunenen L n 1 Engo o. 1 3— Had 1 V 1 —— 2 . Zerel aad A Bill Sede Kaad 3 u —. 4 .. 3 —.*„ 3 —.— — 8 — N . N8 . X 2. Eig. J. 2 XN Da. 6.. 7. S 6 ———-———— 1— N 7A——. f,. 7 4 Edg. 6..„ - 1„ 2 . — 1—— lcc 87 * Sub 2ron We roprieren, Meo 1a. m 8 1 —— 4— mindestens jedem Schlage berücksichtigen. In schwerem Boden müssen sie jede Unter- abtheilung des Feldes berühren, wogegen in groſsen Pachtbesitzungen, die leichten Bo- den haben, wo mehrere zusammenhängende Feldabtheilungen mit derselben Fruchtart bestellt werden, es hinreichend ist, wenn der Weg auf eine, dem Wirthschaftshofe zu- nächst belegene trifft. Ist die Besitzung nicht hüglicht, so erreicht man diesen Zweck am leichtesten, wenn man die Wege durch die Mitte der Ländereien führt; denn eine Feldmark, die die Gestalt eines Cirkels oder eines gleichseitigen Vierecks hat, in dem die Winkel aller Schläge im Centro zusammentreffen(wie dieses in Figur 1. und 2. Kupfert. V. dargestellt worden) bedarf keiner Feldwege aulser dem Raine, der von der Landstraſse zum Wirthschaftshofe führt. Die zu dieser Besitzung gehörenden Ländereien bestehen aus zwei gegenüber lie- genden steilen Anhöhen, und einem Hügel an dem einen Ende, der bis in die Mitte der Besitzung vorspringt, und so drei Thäler mit hüglichter Begränzung bildet. Es wäre gleich zweckwidrig gewesen, die Wege entweder durch die Mitte der Thäler, oder über die Gipfel der Hügel zu führen, obgleich dieses unbezweifelt die kürzeste Weise zu seyn schien, die Verbindung zwischen allen Theilen der Besitzung zu bewerk- stelligen. Jedoch, das Herunterfahren von den Anhöhen in die Thäler, und das Her- auffahren von diesen auf jene, mit Dünger oder Bodenerzeugnissen, würde an die Unmöglichkeit gränzen, und auf jeden Fall nutzlos seyn. Diese Rücksicht machte es nothwendig, die Wege längs den Hügeln zu führen, sich möglichst wenig von den wa- gerechten Linie zu entfernen, und das nur um solche mit der Lage der Landstraſse und des Wirthschaftshofes in Berührung zu bringen. Bei dieser Einrichtung ist der Zutritt von allen Feldern in jeder Richtung leicht; und obgleich die Gespanne einen harten Stand haben, ehe sie die Höhe des Feldes er- reichen, so ziehen sie, sind sie einmal auf dem Feldwege angelangt, in jedem Fall die Last mit verhältniſsmäſsig geringerer Anstrengung fort. Obgleich diese Hügel sehr steil eind(nach denen in Figur 3. Kpfrt. V. dargestellten Verhältnissen), war es nicht schwer den Dünger auf das Feld, und das Getraide von dem Felde mit einspännigen Karren zu schaffen, und nur beim Eintritt in einen neuen Feldschlag legte ein Knabe ein zweites Pferd vor. Delſshalb erspart in ähnlichen Fällen, eine, zur Wegeeinrichtung verwendete auſserordentliche Ausgabe, die Hälfte der zum Fortschaffen nöthigen Zugkrafte. Indem man die Feldwege wagerecht führt, oder ein sanfter Abhang einen Um- weg veranlaſst, woraus nothwendig eine weitere Entfernung hervorgeht, so entspringt daraus solche Mannichfaltigkeit und Schönheit der Ansichten, die für diesen unvermeid- lichen Nachtheil reichlich entschädigen. [Gestalt.] Für Feldwege genügen 22 Fuſs Breite von einem Rande des Grabens zum andern gerechnet, und es ist genug, wenn eine Seite des Weges 9 Fuſs breit mit hartem Material belegt ist. Dieses Material muſs, nach dem Anrathen des Hrn. Marshall, so —— . ——————— — ———— — 8 tief versenkt werden, daſs es nicht über das Niveau der Oberfläche hervorragt, wie dieses aus Fig. 4. Kpfrt. V. zu ersehen ist. So eingerichtete Wege bieten gleiche Be- quemlichkeiten dem beladenen und unbeladenen Fuhrwerk; das erstere bedient sich des harten oder Winter-, das letztere des Sommer- oder Grasweges. [Graben.] In manchen Fällen sind keine Graben an Wegen nöthig; in andern genügt ein guter Graben von einer, und ein ganz schmaler von der andern Seite. An breiten Graben müssen lebendige Hecken von der Seite des Weges angebracht werden um Unglücksfälle zu verhüten, wie in der betreffenden Profilzeichnung angegeben ist. [Wege am Abhange der Hügel.] Wege am Abhange der Hügel geführt, weichen in ihrer Einrichtung von denen der Ebnen ab, und erstere sind in der Regel besser als die letzteren; s. Fig. 4. Kpfrt. V. [Torfahrten.] Die Vorfahrtswege in den Parks, die mit keinen Hecken umfaſst sind, trocknen unterirdische oder offene Abzugsgräben, von jeder Seite in gewisser Ent- fernung angebracht, vollkommen ab; stellenweise können sie auch über den Boden er- höhet werden, wie dieses bei der uneingezäunten Vorfahrt in der Nähe des Hauses in Tew Lodge, der Fall ist. [Materialien.!] Jede Oertlichkeit hat ihre eigenthümlichen Materialien. So hatten wir hier zum Beispiel den rothen weichen Stein zur Stelle, den harten weiſsen Stein in einiger Entfernung. Die befahrensten Wege füllten wir sieben Zoll dick mit ersterem aus, in Stücken geschlagen von zwei bis vier Zoll im Durchmesser, und bedeckten die- sen Beleg sechs Zoll dick mit dem letzteren, in Stücken von der Gröſse einer Orange. Die Zwischenräume wurden mit Kies und Steinsplittern, oder Abgang der grölſseren Bruchsteine ausgefüllt. Zu den weniger zu befahrenden Wegen wurde weiſser Stein in kleinere Stücken geschlagen, gebraucht; und auf mehr als die Hälfte der Wege wurden bloſs die Wagengeleise mit diesem harten, aber etwas kostbaren Stoff ausgefüllt. Zwei- oder dreimalige Wiederhohlung dieses Verfahrens macht Wege solcher Art, denen mit eisernen Spuren gleich: die Wagengeleise der Sommerwege füllten wir mit rothen Stei- nen aus. Meistentheils sind die Sommer- und Winterwege mit Gräsern besäet; wodurch sie, in den Jahreszeiten wo sie weniger benutzt werden, gute Weide abgeben,— und nach meiner Rotation werden die meisten Feldwege in zwei Jahren bei Verlauf von fünfen, wenig befahren.— Das Abweiden der Wege hat den doppelten Vortheil: die darauf wachsenden Unkräuter nicht in Saamen schieſsen zu lassen, und ihre Ansicht dem Auge angenehmer zu machen. [ Wege-Befriedigung.] Lebendige Hecken sind die allgemein übliche Befriedi- gung der Wege, in denen, wenn der Weg in der Ebene geht, nach der einen Seite, und zwar der am meisten dem Norden zugewandten, hochstämmige Bäume gepflanzt sind; auf Anhöhen aber werden Bäume von beiden Seiten gepflanzt. “ — 9— [Hochstämmige Bäume in den Hecken.] Die Eiche und die Englische Ulme sind 4 die nützlichsten hochstämmigen Bäume in den Hecken, für den Verpächter sovrohl als den Pächter. Die Ulme ist der vortheilhafteste, ihres schnellen und üppigen Nach- wuchses halber. Ausbesserung.] Bei der Ausbesserung solcher Wege sind besonders drei Grundsätze zu beachten: 1. damit durchaus nicht zu säumen; 2. nicht zu gestatten, daſs das Was- ser auf irgend einem Punkt des Weges sich sammelt; und 3. die entstandenen Löcher nicht höher als bis zum Niveau des Weges auszufüllen. Die Befolgung dieser Grund- sätze durch ein Jahr, setzt jeden Weg in einen so vollkommnen Zustand, daſs eine un- bedeutende jährliche Ausgabe zur nachhaltigen Instanderhaltung hinreicht. Lebendige Hecken. [Anlage der Hechen.] In den meisten, nach alter Weise eingehegten Besitzungen, sind Heckenanlegungen nothwendig, um die Felder der neueren Wirthschaftsart anzu- passen. Bei dem Ausroden der alten Hecken und der Anlage der neuen, ist bei diesem Landgut hauptsächlich darauf gesehen worden, den eingehegten Feldabtheilungen die Gröſse von funfzehn bis fünf und zwanzig Acres zu geben; selbige mit dem F eldwege in Berührung zu setzen, die offenen Graben so zu führen, daſs sie das Wasser ableiten, 1 und die Hecken in solch einer Richtung zu ziehen, daſs sie die Felder gegen kalte Winde b schützen, ohne die Aussicht vom Hause aus dahin zu verdecken. Auf der Höhe sind die Felder in Abtheilungen von 15 bis 20 Acres(23 ¾ bis 31§ 1 4 Magdb. Morgen) gebracht; auf beschützten Abhängen und In Vertiefungen sind sie 20 1 bis 25 Acres groſs. Die Hecken laufen meistentheils von Norden nach Süden, um die 8 4 1 1 Felder gegen Ost- und Westwinde zu schützen. Eine längs der Nordseite des Guts sich 1 1 8 hinziehende Pflanzung hält die von dieser Seite kommenden Winde auf; die Südwinde —— —— sind selten oder niemals schädlich. [Die Gestalt der Felder. Die längsten Seiten der F eldabtheilungen müssen gleich- 2 laufend seyn, um kurze Beete zu vermeiden, und die Hecken müssen der Richtung des Abhanges möglichst lange folgen, um dem in den Furchen flieſsenden Wasser Vorfluth zu verschaffen. Ist der Abhang zu steil, dann müssen die Beete den Abhang schräge —————— k durchschneiden, und eben so die Hecken; zuweilen jedoch, wenn z. B. der Boden ’ strenge ist, und das Wasser nicht durchläſst, müssen sowohl die Beete als die Hecken, den Abhang unter dem rechten Winkel durchschneiden, damit Quellen durch die Gra- ben aufgefangen werden, und das in den Furchen Hlieſsende Wasser verhindert wird, zu reiſsend zu flieſsen, und dadurch die schätzbarsten Theile des Bodens fortzuschwemmen. Bei der Anlegung der Hecken ist auch auf die Absonderung der Theile des Feldes nach 8 ihren besonderen Eigenschaften zu sehen; nicht minder darauf, daſs jede Abtheilung mit 1 Wasser versehen wird u. s. w. Aus der Ansicht der zweiten und dritten Kupfertafel kann man sich überzeugen, daſs durch die ausgeführte Anlegung der Hecken nicht nur den vorstehenden Anforderungen genügt, sondern auch die nutzbaren Grundstücke um. mehr als 40 Acres vermehrt worden, die vordem mit Gebüschen, Schwarzdorn-Hecken und Gestrüppe bedeckt waren, und eine Herberge für Unkräuter, Insekten und Vögel bildeten. Dornhecken sind in einem Boden, wie der von Tew Lodge, unbezweifelt die zweckmäſsigsten. Die Art sie zu pflanzen ist etwas von der landüblichen verschieden, hat aber den Vorzug, dals sie fast alle Reinigung erspart. Sie ist bei der in Needwood- Forest neuerdings im Groſsen angewandt worden, ünd besteht lediglich darin, daſs die Dornpflanzen unter die Rasendecke gesteckt werden, wie dieses aus der Profilzeichnung 6 und 7, Kpfrt. V., deutlich zu entnehmen ist. Die zum Schutz der lebendigen Hecken nöthigen Befriedigungen müssen in Stan- genzäunen bestehen, und sind nur durch zwei Jahre in fünfen nothwendig; nämlich wenn die Felder mit Klee bestanden sind. Die mit Büben bestellten Felder bedürfen keines Stangenzaunes, da nach der besten Methode dieselben mit den Schafen in Horden verfüttert werden*). Bäume und Pflanzungen. Gekappte Bäume werden, im Vergleich mit unverstümmelten, als ein das Auge beleidigender Gegenstand angesehen; auch beherbergen sie das Ungeziefer, und beschä- digen die Hecken durch ihre dichten und näher am Boden, als bei andern Bäumen, an- gehenden Kronen. Ihre Wurzeln sind ebenfalls schädlicher, indem das häufige Kappen das Ausschlagen aus der Wurzel befördert. Kappbäume sind demnach nur als Brennholz brauchbar. Ich habe sie deſshalb auf der ganzen Besitzung ausgerottet, mit Ausnahme der- jenigen, die sich leicht hochstämmig ziehen lieſsen. Dagegen bewahrte ich sorgfältig hochstämmige Bäume jeder Art, wo ich sie auch fand; man kann auf jedem Felde der Besitzung viele derselben sehen, die auf der Stelle der geordneten Hecken stehen blie- ben, welche jetzt, bald in interessanten Gruppen bald in geraden Reihen, oder auch einzeln stehend, und hin und wieder durch einen Dorn- oder Stechpalmenstrauch ver- bunden sind*). *) Das Abhorden der, mit so viel Sorgfalt erbaueten, Rüben mit Schafen, bleibt bei den Britten immer die allge- meinste und beliebteste Methode. Daſs sich der Acker sehr gut dabei stehe, hat wohl keinen Zweifel. Allein, ein sehr grofser Theil der groſsen Rüben mufs doch vom Pferch verunreinigt und nur am Kopfe angebissen, für das Vieh verloren gehen; und wenn man so viele Arbeit auf den Bau derselben verwandt hat, so scheint es mir doch unökonomisch, die letzte des Aufnehmens zu sparen. Hat wohl jemand in Deutschland den Versuch ge- macht?— Ich kann mich nicht dazu entschlieſsen. Th. **) Ieh gestehe ein, dafs ich eine solche Durchspickung der Felder mit Bäumen und Sträuchern nicht zweckmäſsig, mithin nicht schön finden kann; es sey denn, daſs man viele Weideschläge habe, wo sie dem Vieh Schatten geben können. Den Früchten thun sie immer bedeutenden Schaden. Th. —-— Fard Ricar Rick. S X —— — Nursah ror dreeding Morge Macaner eudt, Fiiall. Ganay orer— Kaalitisaal- — Mensr Lodge Jare Koom oven CGunting Houuse ared— Fno UND LLAN FARM BUILDINGS Aaäcchen 1 9 1 Eauel, For Keuardl& Mense Hourer Drinriee — N N 3 S d —— . For Frepared Turdbe Galeugy Clock 4 Regulating Felt 4 V 3 re V)) V— 1 Qperdens Sore odese Jtore 2 ——— Gpenxers— Ereediuzg ig Jrore Eig ZLean Jwcrk Tao‿sſ* V ſ— L — — Eo ꝓeτρνl O Jrble, Slaweud duee —“ Snnuog — 3 18 Daclas Goese Sen-r re—— v Eptarses 8 Wauuteren — — V . 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Malks LZowes Gartlen Grouurul Closes vo bo ZLeot to Tillagere Tpwer, ommanding e uhole Farm Winter Garden, conté Framing dec. Vield lo bo given 2 o Werryprieen i ragiurd. NMursery — Sailittes Garclan Gardeners Garden dMurseny Jcate or Chairzr. 20 2 1— 1 To Traccy and utoler Male —————— . 3 1 2 4 4 . 5 4½ 4 6 4 „ . 3 4 4 9„ 1 8 3 3 2 1 3 So bildet sich eine, das Auge ansprechende und gefällige ländliche Verschönerung; und wenn auch jeder, der eine Hecke ausrodet oder zwei Koppeln in eine vereinigt, das nämliche absichtslos erreicht, so bleibt sie nichts desto weniger erfreulich für den Anordner und den zufälligen Beschauer. Ein majestätisch hoher Baum stellt sich dem Gemüthe stets als ein äufseres Zeichen der Macht und Dauer dar, und dieser Idee ist wohl der Antheil, den der Mensch am Leben der Bäume nimmt, beizumessen. [Pflanzungen.] Auch hat die Abwechselung und Schönheit des Laubes im Ein- zelnen so wie in Massen, eine ganz eigenthümliche Wirkung. Hecken auf Anhöhen, spitze Winkel, durch schräg laufende Hecken gebildet, steile Abhänge, dem Pfluge unzugänglich, Höhlungen, dem Wilde willkommen, Stachelginst-Hügel, wo sich Füchse gern aufhalten, habe ich entweder im Zustande der Wildniſs gelassen oder auch be- pflanzt, theils in Dickichten, Gruppen, theils in Reihen, Streifenloder in Massen. Um neue Pflanzungen von den alten zu unterscheiden, sind erstere auf der Charte gelblich- grau gezeichnet; die gewählten Baumarten wechseln mit der Lage ab. Auf felsigem Boden sind als hochstämmige Bäume die Tanne, die Buche und die Gebirgseiche vor- herrschend; in der Niederung die Eiche und Kastanie, und an feuchten Stellen die Birke, die Eller, die Pappel und Weide. Unterholz ist überall angebracht, und dazu besonders die Eiche und Esche genommen; letztere in besonderer Hinsicht auf die Tö- pferwaaren-Fabriken in Staffordshire. Viele zehen- bis funfzehnjährige Bäume und Dorn- sträucher, auch Pappeln und Weidenstangen, sechs bis acht Fuſs lang, sind in Gruppen in der Nähe des Hauses, des Wirthschaftshofes, und am Wasser so wie auf denen in Park verwandelten 50 Acres, gepflanzt. Und diese, besonders wenn sie von dem üppi- gen Wuchs der Stangen unterstützt werden, sind von schneller Wirkung. Die Bäume sind ein Jahr früher zum Verpflanzen vorbereitet und sorgfältig gepflegt worden. Abzugs-Graben. Stehendes Wasser auf der Oberfläche kam auf dieser Besitzung nicht vor; dagegen hatten die meisten Felder einzelne Quellen, ohne gemeinschaftlichen Ursprung, welche folglich die Abzapfung auf einem Fleck oder die Anwendung eines andern, von Elkington angegebenen Verfahrens selten zulieſsen. An einigen Stellen indessen, wo die ganze Fläche qurch das, aus dem Fuſse des anliegenden Hügels empordringende Wasser stets feucht blieb, hat ein, um den Fuſs desselben geführter Abzug die ganze Ebene ausgetrocknet. zZu diesem Behuf wurden die Gräben, in der Bichtung der rothen Linie a— b— Kupfer- tafel III., und auf dem Farm Grove-Ash-Hause, durch den in der Richtung der rothen Linie cy— d— Kpfrt. III. angegeben, geführt. Ersterer trocknete 28, letzterer 13 Acres ab. Diese beiden Flecke wurden von den vorhergehenden Pächtern, durch unzählige, in entgegengesetzter Richtung gezogene Graben, jedoch ohne Erfolg, durchschnitten. 1 [7 † 4 1 12 4 . —— ———— — An dem steilen Abhange der Hügel wurden die Quellen abgeleitet, durch sanft- leitende, queer durch den Abhang geführte Abzüge, um den schnellen Lauf des Was- sers, und das Fortreiſsen des Bodens zu verhüten; indem ein zu starkes Gefälle, so wie gar keines, der Dauer einer Wasserleitung gleich nachtheilig ist. [Materialien.] Nach den verschiedenen örtlichen Umständen und Zwecken der Anlage, verdient eines oder das andere Ausfüllungsmaterial den Vorzug. Holz, Rasen und Stroh, sind in Grasländereien eben so brauchbar als Steine, und in mancher Hin- sicht verdienen sie den Vorzug, indem ihre Ausbesserung mit wenigern Umständen ver- knüpft ist. In trocknen Ländereien, wo die Quellen aufgefangen und unter dem Acker- lande fortgeleitet werden sollten, bediente ich mich des weichen Feldsteines; auf denen zu Wiesen und Weiden bestimmten Ländereien, wo es mir nur um die F ortschaffung des Wassers zu thun war, der mit Rasen bedeckten Unterabzüge, wovon der Durchschnitt Fig. 8. Kpfrt. V. abgebildet ist. An Stellen, wo es. darauf ankam, dem Durchsiekern bei thonigem oder lehmigen Boden abzuhelfen, wurde Holz, Dorn oder Weide ge- nommen. Ich habe unterirdische, mit Weiden ausgefüllte Abzüge gekannt, die sich bereits seit dreiſsig bis vierzig Jahre erhielten. In lehmigem Boden sind die mit Rasen bedeckten unterirdischen Abzüge die wohl- feilsten und dauerhaftesten, wenn sie in diesem Boden auſser dem Bereich der Maul- würfe bedeckt werden, läſst sich ihrer Dauer kein Ziel setzen; jedoch in dieser Lage sind sie nur geeignet das Wasser abzuleiten, keinesweges aber es aufzufangen, und diese Unterscheidunglist nicht aus den Augen zu verlieren, gedenkt man hiervon Gebrauch zu machen*). Im lehmigen Boden, ist es Ackerland, sind sie nur als Ableiter zu ge- brauchen, unter Wiesen und Weiden hingegen, können sie zu beiderlei Zwecken dienen. Das Ebnen. Diese Arbeit kömmt öfters vor, bei der Anlegung der Feldraine und beim Auf- brechen der Grasländereien, die früher niemals unter dem Pfluge gestanden. Auf ab- hängigen Ackerfeldern häuft sich die von der Höhe herabgleitende Erde an den unte- ren Stellen an; und wo zwei auf demselben Abhange eingehegte Koppeln, und zwar eine über der andern, sich befinden, da muſs, wenn die beiden Koppeln vereinigt wer- den, die am unteren Theil der oberen Koppel aufgehäufte Erde, auf den entblöſsten Gipfel der unteren aufgefahren werden. Diese Verfahrungsart auf abhängigem Boden ist besonders auf allen in Gemeinheit liegenden Feldern, oder unverkoppelten hüg- lichten Gegenden anwendbar, wo keine Hecken diese Erscheinung dem Anblick ver- bergen. Auſser dieser Art der Ebnung habe ich viele, durch die, zur Winterszeit, von den Anhöhen herunterströmenden Gewässer, ausgerissene Gräben, Schluchten aus- *) Wenn die verdeckten Abzüge nämlich so tief liegen, dafs sie auch oben mit einer undurchlassenden Lehmlage bedeckt sind, so kann sich das Wasser aus der Ackerkrume nicht hineinziehen. Th. A füllen müssen, um sie dem Pfluge zugänglich zu machen. Hierbei war nichts weiter zu beobachten, als die tragbare Erde auf die Oberfläche, das heiſst, in den Bereich des Pflanzenreichs zu bringen. Ahbhschnitt III. Der Wirthschaftshof, die Gebäude u. s. W. 1-* Die Vortheile, die aus dem Anlegen des Wirthschaftshofes in der Mitte der Be- sitzung entspringen, sind so einleuchtend, daſs man nichts weiter darüber zu sagen 1 nöthig hat. Der Hof muſs entweder auf der Ebene liegen, oder auch, wie es hier der Fall ist, auf einer sanft geneigten Fläche. Die Pächterwohnung*) kann an einem Abhange, und so nahe am Wirthschaftshofe angebracht seyn, daſs man die volle Aussicht darauf hat; jedoch auch in solcher Entfernung, und so mannichfaltige Aussichten beherrschend, daſs der Pächter auf seine Wirthschaft, nicht aus Zwang, sondern aus freier Wahl, blik- V ken kann, und daſs er nicht fortwährend den Einwirkungen der groben wirthschaft- lichen Vorrichtungen auf seine Gesichts- und Geruchsorgane ausgesetzt ist. Kann dieſs Haus so angelegt werden, daſs auſser der Aussicht nach dem Wirthschaftshofe, aus des- V ten Fenstern, dem Garten oder einem nah am Hause belegenen Fleck, die ganze Be- V sitzung, oder wenigstens der gröſste Theil derselben mit einem Blick übersehen werden kann, und ist dabei die Wohnung bequem gelegen, so genügt es allen Anforderungen. Die Ansichten, auf der Kpftr. I. befindlich, zeigen wie vollständig dieses Ideal in Tew V Lodge erreicht worden ist; in der That giebt es wenig gleich günstige Lagen und viel- V leicht keine die vorzüglicher genannt zu werden verdient. [Einrichtung.] Bei der allgemeinen Einrichtung des Wirthschaftshofes kommt es V hauptsãchlich darauf an: ob man über das flieſsende Wasser unbeschränkt verfügen darf; und in diesem Fall ist die Scheune mit der Dreschmaschine so anzulegen, daſs diese vom Wasser getrieben werden kann. Demnächst muſs die Möglichkeit berücksichtigt werden, den Feimenhof in der Nähe der Scheune anzubringen*), jedoch so, daſs er die Wirthschafts- gebäude nicht berührt. Dem zunächst sind sämmtliche Viehställe an einander, und der Scheune so nahe als möglich zu bringen, um die Versorgung mit Stroh, Spreu und Ge- *) Man wird aus dem Folgenden ersehen, daſs man sich unter Pachterwohnung hier nicht das denken müsse, was man gréſstentheils in Deutschland so nennt. Es ist vielmehr das herrschaftliche Haus auf unsern Gütern, das sogenannte Schlofs. Die Verwalterwohnung ist für sich. Es erregt bei manchem deutschen Leser Miſsverständ- niſs und Befremdung, wenn man Farmer und Farm durch Pachter und Pachtung übersetzt. Jeder Gutsbesitzer, V. 3 der auf seinem Gute wohnt, und wenigstens einen Theil davon auf eigne Rechnung bewirthschaftei, heiſst Farmer, Th. **⁴) Man erinnere sich, daſs die Engländer in der Regel zur Aufbewahrung des Getreides gar keine Scheunen haben, sondern blofs zum Abdreschen. Th. 4 —““ treideabgängen zu erleichtern. Nächstdem muſs bei der Anordnung berücksichtigt werden, daſs die Wagenschuppen nahe bei den Stallungen liegen, jedoch so, daſs sie einen Ausgang auf den Viehhof haben, wo das Vieh los umhergeht. Dann müssen auch ⸗· 4«*.. 2.. die Stallungen so wenig Verbindung als möglich mit dem Strohhof haben, weil bei dem beständigen Durchgang die Thore offen gelassen werden. Federvieh-Ställe, Kammern . zur Aufhebung der Zuggeschirre, Ackerwerkzeuge, Zimmerholz u. s. w., müssen beson- ders und in der Nähe der Wohnung des Verwalters sich befinden. Um Feuersgefahr zu — verhüten, muſs das Stroh, und aus andern einleuchtenden Gründen, das los umherge- hende Vieh von diesen Gebäuden fern g 4 8 t gehalten werden. Die Scheune und die Getreide- böden abgerechnet, dürfen die meisten Wirthschaftsgebäude nur einen Stock hoch seyn. [Einzelne Anordnungen.] Nachdem ich die verschiedenen, zum Wirthschaftshof gehörigen Gebäude bezeichnet habe, komme ich nun auf ihre zweckmäſsige Einrichtung und Beschaffenheit. [Die Soheune. Die Scheune hat zwei Flure, wie solches die Fig. 1. Kpfrt. VI. befindliche Längen-Profilzeichnung ergiebt. Die Karren bringen das ungedroschene Getreide auf dem sanft ansteigenden Wege V vom Feimenhof auf die Tenne, die breit genug ist um das Umdrehen der Karren vor ——;——— dem Abladen zu gestatten, wodurch das gebundene Getreide vor dem Brette Littera a — (Fig. 2. Kpfrt. VI.), auf welchem man es der Maschine vorlegt, abgeladen werden kann. Die Tenne, worauf die ausgedroschenen Körner fallen, liegt theils unter der, wo das ungedroschene Getreide abgeladen wird, theils unter dem Kornboden, wie dieses aus der Vergleichung der Fig. I., 2. und 3. Kpfrt. VI. zu ersehen ist. —,—— [Die Maschine.!] Die Maschine ist nach Meikle's Grundsätzen erbaut, und von denen bis jetzt bekannten bei weitem die beste, und von der vielseitigsten Brauchbar- keit in der Wirthschaft. Sie knickt zwar das Stroh ein wenig, drischt aber sehr rein aus und geräth nicht leicht in Unordnung. Es giebt andere Maschinen zum Dreschen des ungebundenen Getreides, die zweckmäſsig für Gegenden sind, wo der Hafer und die Gerste meistentheils gehauen werden, und Lister's Maschine ist, so weit ich sie kenne, unter Umständen, wo es von besonderem Nutzen ist, das Streustroh ungebrochen ———— zu erhalten, die beste*). Die letzt gedachten Maschinen dreschen jedoch das Korn nicht viel wohlfeiler, b ene — als geschähe es mit der Hand, was auch von den meisten andern gilt, die Meikleschen 1 8 men. au genom 6 ſoiler Die Zusammensetzung der in Tew Lodge aufgestellten Maschine ist aus Fig. 4.— und 5. Kpfrt. VI. zu entnehmen. Es kam darauf an, die Anlage dem sehr kleinen Was- sergefälle anzupassen, und den Wirthschaftshof immitten der Besitzung in ebner Lage anzubringen. Der Plan ward durch einen recht geschickten Mühlenbauer aus Edingburgh *) Die beste dieser Art ist von der Erfindung des Forrest aus Shiffnal. Vrf. ——õõ—jy———— E—— Fl.3 Eag 2. LZongiladinm Jeckon ot io Ban at LZeu Lodge. Fſ e atet E M Nl— Dnwerashed doen V 2 EAE——— 1 5 e,; 3 = ſ Twan Zauee ut,,, Vanaal Jaotace GA. Ah, O fäe= Waauuen— 8 4 S S S Y L Drair Et vor Uie O mauer Wneel h, 7 3 N P h,; A nm, Cenaadit dom Bo Wazer Weel WeeEeeeeeeeenen —————— 2* 2* 5.—— 1—— 2 Fig. J. EFatwsverge Soction ot ko Barn,eud Mackiinery t Tau Lodge. 8* 3. 135. —4— E A Door 1 Grare VS2. 5 npa lerær or Te Jlad 5 1—— 11 4 3 . 6— 4 2 2— Jaau 7 3— 7 pparazzer 1. d& 7— LIII 1 1 4= 9. XA) L — Sie 4 NA —— v Grae" 5—„ Matl ond Lake — 1 i 15.————— 1 1 — Ball ok e d , Soiler 2 2 Iaraun]/’/=—— ñ— c RSace 2ſh- admit a Dog ſ⸗ catch Rals d.. 4 7/ APudadle / ſ or Qay 43 2 219 7 20 76 2G 35. 54 64 I; Feec. —— ¹—— 1 1 1 1— Paaor Re oprieton, M, 20. 2422. — ferr Meenne————— ausgeführt*). Die Maschine wird durch ein oberschlächtiges Rad a bewegt, eine ste- hende Welle 5 leitet die Kraft auf den Wirkungspunkt. Sie wird durch eine Vorlage verstärkt, die in den, am Cylinder oder der Trommel befindlicheu Drilling eingreift, und zwar durch die vermittelnden Räder und Getriebe c, d, e, 5 g, h, i. Sie hat zwei Strohrechen k und I, eine unter m mit diesen verbundene Windfege n. Das in o her- unterfallende Getreide geht durch Siebe nach p, und von dort wird es auf die zweite Windfege gebracht; nachdem es durch diese gegangen und in— angelangt ist, wird es gemessen, eingesackt, nach 7 gebracht und von dort auf den Markt gesandt, oder auch zur Aufbewahrung auf den darüber befindlichen Kornboden geschafft. Eine Schrot-Bohnen-Mühle und eine Hexelschneide stehen damit in Verbindung, und werden durch Gurte bewegt, die über andere Wellen gehen, wie die Zeichnung es angiebt. Diese Maschine kommt auſser den Aufstellungskosten(fixtures) auf 750 Pf. Sterl. (5000 Rtlr.). Beim Gebrauch werden sieben bis acht Menschen*⁴) erfordert, und auſser- dem zum Zuführen des Getreides vom Feimenhof, eine einspännige Karre und zwei Knaben. Sind die Arbeiter einmal eingeübt, dann kommen die Dresch- und Aufmes- sungskosten bis zum Verkauf, nach Lage der Umstände folgendergestalt zu stehen: Hafer von 3½6d. zu'5 d. per Winchester Quarter von 5 ¾— 7 ½ Pf. prſs. Cour. per B. Sch. Weitzen— 7—— 11—— detto— 1o— Igr. 4pf.———— Gerste— 4½—— 6—— detto— 63— 9————— Bohnen— 7—— 11—— detto— 10— 1gr. 4————— Die Maschine drischt in der Regel von 3 bis 10 Quarter Hafer(41 ¾ bis 52 Berl. Scheffel) in einer Stunde, auch selbst wenn das Stroh sehr lang ist; und von andern Ge- treidearten verhältniſsmäſsig. Die dabei angestellten Arbeiter, nach den vorbemerkten Preisen abgelohnt, verdienen im Durchschnitt täglich, wenn sie sieben bis acht Stunden in den Wintertagen arbeiten 2 Sch. 9 D. bis 3 Sch. 6 D.(22 gr. bis 1 Rtl. 4 gr.). Im November 1809., wie die Maschine beendigt und ihre Wirkung geprüft ward, sind in einer Stunde a2 Winchester Quarter(114. Berl. Scheffel) Hafer ausgedroschen worden. [Der Kornboden.] In dem über der Tenne angebrachten Kornboden in Taf. VI. mit Fig. 3. bezeichnet, wird das zu verkaufende Getreide einstweilen, so wie das gerin- gere zum Verbrauch bestimmte, aufgeschüttet***). Der zweite und dritte haben die gewöhnliche Bestimmung. Die Fenster und die im Innern angebrachten Thüren sind *) Mr. Heinrich Billey jetzt in Grangemouth wohnhaft. Vrf. **α) Wenn die Maschine so viel drischt, wie unten angegeben worden, so begreife ich nicht, wie man mit so wenig Menschen blofs zum Anlegen und Wegräumen des Strohes fertig werden kann; eben so wenig, wie ein einspän- niger Karrn und zwei Knaben das Getreide in solcher Menge herbeischaffen können, wenn es gleich Schnitter- garben sind? Th. *.*X*xρ) In England wird das bessere Getreide zu einem, im Verhältniſs seines inneren Werihes, höherem Preise ver- kauft, als das schlechtere. Auf den meisten deutschen Märkten ist dies nicht der Fall, besonders wenn kein Ueberflufs ist. Th. 8 1— —— —-——,·:.„4˙.ͤ— — —— —— ——————;QCQ—:ęO.⸗QC—xʒ—ſ 16 von Lattenwerk auf gewöhnliche Art gemacht, um den Luftzug aufs möglichste zu be- fördern. Die zwei ersten Kornböden haben bretterne Fuſsböden, der dritte kann mit durchlöcherten Ziegeln, wie in Holkham, gepflastert werden, unter welchen Dampfröh- ren angebracht sind, von einem Dampfapparat erhitzt, um das spät eingeärntete feuchte Getreide trocknen zu können. Sie sind mit Flechtwerk und Mörtel nach der in Norfolk üblichen Art gedeckt. Es sind auſserdem für kleinkörnige Sämereien, noch drei andere Kornböden in den Wirthschaftsgebäuden angebracht, und zwar über der Gesindestube, über dem Kom- tor und über den Wagenschuppen; und zur Aufbewahrung der Wolle und der Grassä- mereien ist der Dachboden der chemaligen Pächter- und jetzigen Gärtner- und Zimmer- mannswohnung bestimmt. Siehe Taf. III. [Wurzehwerk.] Unter dem zweiten Kornboden befindet sich ein Keller oder Ge- V wölbe, zur einstweiligen Aufbewahrung der Kartoffeln, Mohrrüben oder Turnips, die vom Felde oder aus den mit Erde bedeckten Haufen eingebracht werden, bis sie zum Futter für Pferde oder Schweine, vermittelst des Dampfapparats gekocht werden. Die- ses Gewölbe steht mit der Spreukammer in Verbindung, kann auch zur Aufnahme der Spreu dienen, und zwar zu dem angegebenen Zwecke, oder auch um sie für die Kühe mit heiſsem Wasser zu brühen. [Dampf-Apparat.] Der Apparat besteht in einem fünf Fuſs im Durchmesser hal- tenden Kessel, in dessen Deckel sieben Röhren zur Fortleitung der Dämpfe befindlich, V und eben so vielen, mittelst eines Krahns(nach Curvens Vorschlag) aufzusetzender und abzunehmender kleiner Tönnchen. Es wäre vielleicht einfacher und ökonomischer sich eines viereckigen Kastens zu bedienen, groſs genug um vier bis fünfhundert Pfund. Gemüse aufzunehmen. Das Wurzelwerk kann auf der Stelle in einer Waschmaschine gewaschen, und aus dieser in den Kasten gethan werden. Ist der Kasten gefüllt, so V muſs er mit einem Deckel bedeckt werden, der sechs Zoll tiefer als der Rand einzulas- sen ist, damit er in den Ecken mit Lehm verklebt werden kann. Ist das Wurzelwerk im Kasten ganz durchkocht und abgekühlt, so kann es aus der Seite des Kastens durch eine dort angebrachte Thüre herausgenommen werden. Das in dem Kessel verdampfte Wasser kann entweder durch Einsprützungen, nach Sir George Mackenzie's Angabe, oder auch auf die bekannte Art, aus einem durch eine schwimmende Kugel zu sperrenden Ventil, angebrachten Wasserbehlältniſs ersetzt werden. Am Boden des Kessels ist eine Röhre angebracht, durch welche man das zum Brühen der Spreu nöthige heiſse Wasser herauslassen kann. Eine von der Ecke des Dampfapparats unter der Spreukammer nach dem Mühlgraben geführte Rinne leitet das unreine Wasser ab. [Stallungen.] Die Stallungen haben keine Böden, weil es vortheilhafter ist, das —— — Stroh so wie es von der Maschine kommt zu gebrauchen, und das Heu unmittelbar aus 1 8— 17— denen vor den Scheunen aufgestellten Schobern zu füttern*). Statt Futterkasten in den Ställen anzubringen, habe ieh es vortheilhafter gefunden, die Futterportion eines jeden Pferdes in der Scheune aufzumessen und sie jedem besonders in der Futterstunde zutragen zu lassen; nur auf diese Weise kann man sich ohne Verschwendung einer richtigen Zu- theilung versichern. Die Raufen sind, wie bei den Kuhställen, auf dem Fuſsboden angebracht; jedoch haben sie mehr Tiefe, so daſs sie groſsen durchbrochenen Trögen ähnlich sehen. Auf diese Art können die Pferde liegend bequemer daraus fressen, als wie aus der gewöhn- lichen Raufe in jeder Lage. Ein Trog, zwei Fuſs ins Gevierte und einen tief, ist in der Ecke eines jeden Standes, in gleicher Linie mit der Raufe, und zwar so, daſs der un- tere Theil desselben mit dem oberen Rande der Raufe wagerecht steht, welches drei und einen halben Fuſs vom Boden austrägt. Am Ende eines jeden Stalles ist ein kleiner Raum zur Aufbewahrung des Strohes, der Spreu, der Geschirre und der Stallgeräthe. [Kuhstall.] Der Schuppen für die Kühe und Kälber bedarf keiner Erklärung; bei sehr kaltem Wetter können die Kühe angebunden werden, und es ist alsdann von ihrem Mist längs der offenen Seite des Schuppens eine Schutzwand anzubringen. Im Allgemeinen aber ist das freie Herumgehen auf dem Viehhof vorzuziehen, und zwar an Orten, wo Butter- und Jungvieh- mehr, als Milch- und Kälber-Verkauf beabsich- tigt wird. Wo Milchverkauf**) und Kälbermästung wünschenswerth sind, müssen dagegen die Kuh- und Kälberställe so finster und warm als möglich seyn. [Schipeineställe.] Der Ausgang für die Schweine ist unter einem Vordach nach dem innern Hofe; bei dieser Einrichtung verhütet man, dalſs die Mastschweine, wenn sie, während gestreut wird, herausgelassen werden, sich nicht verlaufen und Schaden anrichten, was oft der Fall ist, wenn verschiedene Gattungen von Vieh in dem Wirth- schaftshof herumgehen. Das Futter wird ihnen in Trögen gereicht, welche in der hin- teren Wand angebracht sind, vermittelst länglicher, durch Fallthüren geschützter Oeffnungen. [Kaninchen, Gänse u. s. 1.] Diese Schweineställe können auch allenfalls zur Ka- ninchenzucht gebraucht werden; und wenn man die Ausgänge mit Hürden verschlieſst, ist es ein vortrefflicher Platz zum Mästen der gröſseren Federvieh-Arten. [Federvieh.!] Der Federvieh-Stall, hat einen Ober- und Unterstock; in dem un- teren, der Schmiede zunächst gelegenern, befinden sich Sitzstangen und Stiegen fär Truthühner; in der zweiten Abtheilung sind Stiegen für Gänse und Enten angebracht. *) Das Heu wird, wie sich versteht, blofs in Schobern aufbewahrt; es auf den Boden zu bringen, hält man durch- aus für verderblich. Th. **) Dafs eine in dieser Hinsicht verschiedene Haltung des Rindviehs rathsam sey, wenn man Butter machen, oder wenn man Milch verkaufen will, ist mir neu. Ich vermuthe eine Irrung: dafs es dem Mastvieh zuträglicher sey es warm und dunkel, dem Milchvieh es luftig und hell zu halten, ist eine bekannte Erfahrung. Th. 5 — 18— ureee —— Ueber beiden ist ein Boden mit Stangen und Stiegen für das gemeine Flügelwerk. Er 1 hat freien Luftzug nach allen Richtungen, welches zu der Gesundheit des Federviehes besonders nothwendig ist. An der Südseite des westlichen Flügels der Wirthschaftsge- bäude sind vollständige Brutkammern zur Zucht aller Federvieharten eingerichtet, Siehe ——.— Tafel IV. 8[Die Tauben.] Zwei über das Dach des Wagenschuppens und des Pferdestalles, der Symmetrie wegen, vorragende falsche Schornsteine sind zu Taubenschlägen ein- gerichtet. [Leute-Stube.] Da bei einer ausgedehnten Wirthschaft eine Menge unverheira- theter Männer fortwährend beschäftigt werden, so ist auf eine Wohnstube für sie Be- Jacht zu nehmen. Sie schlafen zu zweien in jedem Stall über den Pferdeställen. Der Herr trägt zur Erleichterung und Bequemlichkeit dieser Menschen viel bei, wenn er ihnen Milch, grobes Gemüse, als Kartoffeln, Rüben, und wenn sie es wollen, Hafer- mehl bewilligt. Das Beispiel einiger in dieser Stube wohnenden Schottischen Acker- knechte*) hat mehrere junge Britten vom Besuchen der Schenke, und den damit ver- bundenen Ausschweifungen entwöhnt, ihnen auch daneben den Geschmack am Genuſs — der Milch, des Gemüses und Hafermehls, nach schottischer Sitte eingeflöſst; so wie den Sinn für anständigere Kleidung, und zu einer vernünftigeren Unterhaltung durch Lesen, geweckt; endlich auch die Mittel an die Hand gegeben, diese Bedürfnisse zu befriedigen. 4 1. 4 A*.* [Comtoir.] Im Comtoir und dem darüber befindlichen Raume werden die über- kompleten Zuggeschirre, Säcke, Stricke, Wirthschaftsvorräthe, in der Erntezeit das Bier, kleine Sämereien in Säcken u. s. W. aufgehoben. Hier werden auch die Arbeiter alle vierzehn Tage, in meiner Gegenwart wenn ich einheimisch bin, abgelohnt. [Der Kessel und das Brauhaus.] Hinter dem Comtoir ist ein Kessel eingemauert, dessen der Verwalter sich zur Wäsche bedient, so wie auch zum Brauen des Piers zum wirthschaftlichen Bedarf, und gelegentlich des warmen Tranks für krankes Vieh u. s. w. Ein anderer Kessel ist dem Zimmermannsschuppen gegenüber, und zu dessen Benutzung angebracht. Hier wurde die zum Decken der Dächer bestimmte Masse gekocht und zubereitet. Alle vierzehn Tage wurde ein Schaaf von denen bei der Wirthschaft angestellten Arbeitern verzehrt. Sowohl ich als sie, gewannen dabei, wenn ich ihnen das Pfund Fleisch einen halben Pfennig(5½ prſs. Pf.) wohlfeiler überlieſs. [Zimmermanns-Schuppen.] Die Verfertigung der Ackerwerkzeuge geschah bisher im Zimmermanns-Schuppen und Hofe, nachdem mir jedoch ein nah am Dorf belegner *) Daſs der gemeine Schotte ordentlicher und gesitteter sey, als der Engländer, ist allgemein anerkannt. Ob aber in solchen Verhälinissen der Gesittete nicht leichter verdorben, als der Ungesittete— besonders wenn es Landes- art ist— verbessert werden wird? Th. Pachthof anheim ſiel, bestimmte ich die dort befindliche Pächterwohnung zur Geschirr- fabrik, wogegen die dazu gehörigen Ländereien einer andern kleinen daran stoſsenden Pachtbesitzung anheim fielen. [Der Maststall.!] Der Grundriſs und die Ansicht dieses Gebäudes ist in den Zeich- nungen enthalten, um ein vollständigeres Ganze zu geben; jedoch sollte dieser Bau erst im Frühjahr unternommen werden, oder vielleicht ganz unterbleiben, indem der Kuh- stall des alten Wirthschaftshofes, wenn einige unbedeutende Veränderungen damit vor- genommen werden, dessen Stelle füglich vertreten kann. [Raum zur Aufbewahrung der Riben.] Der Raum, in welchem die Rüben auf- bewahrt werden, und die Oeffnung zu deren Fortschaffung für das Vich, sind aus dem Grundrisse zu entnehmen. Es ist ökonomisch an dem Maststall, statt einer Wand von der Hofseite, den Dünger, zum Schutz gegen die Kälte, ganz hoch aufzuschichten. An Schuppen, die um den Vielihof gehen, und nicht zum Obdach für das Mastvieh be- stimmt werden, sind Säulen zweckmäſsiger; sie gewähren ein besseres Ansehn, sobald der Dünger weggefahren ist. Die Pferdeschwemme, in welche die von der Arbeit kommenden Pferde geführt werden, ist mit Feldsteinen auszupflastern, und diese sowohl als der Tränktrog und das Verwalterhaus, werden aus der am Hause entspringenden Quelle versorgt. Tauche-Leitung.] Ich war Willens einen Jauche-Kanal durch die Mitte der drei Viehhöfe nach einer in der Pflanzung g, nahe an der Pferdeschwemme befindlichen Grube (Taf. III.„Pit“ überschrieben) zu ziehen. Hier sollten zwei Theile Wasser aus dem Sschwemmteich zu einem Theil Jauche hineingelassen werden, und aus diesem Behälter sollten Rinnen abgeleitet werden, um mit dem flüssigen Dünger zwanzig daran grän- zende Acres Land zu überrieseln. [Feimenhof.] Der Feimenhof, zwei Acres grols, ist von zwei Seiten durch leichte Stangenzäune, und von zwei andern durch lebendige Hecken befriedigt. Auf diese Weise werden, so wie die äuſseren Feimenreihen weggeführt sind, die Stangenzäune näher gerückt und der Platz zur Grasung eingeräumt. Ein Fahrweg umgiebt den Fei- menhof, ein anderer durchschneidet ihn, und auſserdem gehn Fahrwege zwischen jede zwei Reihen Schober, um das Fortschaffen des Getreides aus einem jeden Schober zu erleichtern. Der Raum, wo die Schober aufgestellt werden, ist um zehn Zoll erhöht worden, und darauf sind mehrere Unterlagen auf die gewöhnliche Art eingerichtet. Ich hatte die Verpflichtung übernommen die Schober-Unterlagen den abziehenden Pächtern abzukaufen, sonst würde ich den gemauerten Fundamenten mit starkem Vor- sprung nach oben zu, wie solche in Holkham in Gebrauch sind, den Vorzug gegeben haben. Diejenigen Reihen, welche zunächst den Scheunen aufgestellt sind, werden zu- erst ausgedroschen, und haben deſshalb keine Unterlagen. Auf dem Feimen- sowohl als auf dem Wirthschaftshofe, fand ich mehrere schöne alte Bäume vor, ich lieſs sie . sorgfältig stehnen um den Hof aus dem Farmhause sowohl, als auch aus jedem Stand- punkte angesehen, angenehmer in die Augen fallend zu machen. Siehe Taf. I. und XV. [Verwalter-Wohnung.] Des Verwalters Wohnung ist so belegen, dals man von ihr aus den ganzen Wirthschaftshof übersieht, insbesondere aber die Stallungen wie auch die Thurmuhr. Der hier wohnende Verwalter hat die Gesindestube in seiner Nähe, dagegen seine Frau die Federvieh-Ställe. [Vorsichtsmaſsregeln gegen Feuersgefahr.] Es traf sich, daſs die niedrigere Hälfte des mittlern Wirthschaftshofes und die ganzen beiden Seitenhöfe vier Fuſs unter dem gewöhnlichen Wasserstande des Mühlenteichs lagen.— Sonach kann durch das Versetzen des im Abstich des Teichs befindlichen Wehrs mit einigen Schutzbrettern und mit etwas Erde, das Ganze bei Feuersgefahr in einigen Sekunden unter Wasser gesetzt werden. [Das Mauerwerk.] Der zur Stelle vorgefundene weiche Bruchstein ist auschlieſs- lich gebraucht worden; und da die Gebäude gröſstentheils nur einen Stock hoch sind, und Dächer von der leichtesten Bauart haben, so können die Wände so dünn seyn, wie es ein so rohes Material zuläſst. [Die Fuſsböden.] In den Ställen werden die Fuſsböden nach Art der Kunstwege mit Steinen gepflastert; die Scheuntennen werden, mit zwei Zoll dicken Eichenbohlen, 80 hoch über der Erde belegt, daſs unter der Höhlung ein Hund Ratten fangen kann*). Alle andere Fuſsböden, und so auch der Hof, sind mit weiſsen harten Steinen gepfla- stert und die Zwischenräume mit Steinsplittern und Kies ausgefüllt. [Thore und Fenster.] Thore und Fenster haben nichts Eigenthümliches, mit Ausnahme der Fenster in der Verwalterswohnung, Gesindestube, Scheune u. s. w., welche gröſstentheils nach der Art der Malzboden- und Getreideboden-Fenster einge- richtet sind. Sie sind mit einer Mischung aus Theer, Ocker und Harz angestrichen, um sie dauerhafter zu machen. g und den Ma- [Dãächer.] Das einzige Bemerkenswerthe bei der Zusammensefzuung terialien dieser Gebäude sind die Dächer. [Bauart der Dächer.] Sie sind sehr flach, und statt der Steine, des Strohes oder des Schiefers, ist zur Bedachung Papier gebraucht, welches zuvor wiederholt mit einer aus Theer und Harz bestehenden Mischung getränkt worden. Die Zusammensetzung dieser Art Dächer ist folgende: Die Gestalt der Dächer ist aus der auf Tafel VI. befindlichen Profilzeichnung zu entnehmen. Man giebt ihnen einen Zoll Höhe für jeden Fuſs Tiefe des Gebäudes; die Dicke des zu nehmenden Holzes richtet sich ebenfalls nach der Tiefe des Gebäudes und nach der gewählten Holzart. *) In England hält man kleine, früh dazu gewöhnte Hunde zum Ratten- und Mäuse-Fangen, weit mehr als Katzen. Die Pintscher und kleinen Teckel erlangen eine groſse Gewandtheit darin. Ich glaube, daſs es Nach- ahmung verdiene, sich von den lästigen Katzen los zu machen und mehrere in mancher andern Hinsicht nütz- liche kleine Hunde zu halten. Th. In diesen Gebäuden, wo die Basis der Sparren des Daches 22 Fuſs beträgt, be- dienten wir uns zu den Sparren des Ulmenholzes, sechs Zoll ins Gevierte*). Diese Sparren stellten wir von gechs zu zehn Fuſs aus einander, nach Maſsgabe der Länge und Stärke der Latten. [Von den Latten.] Zu den Latten wurden gewöhnlich junge Lerchenbäume, zwei bis drei Zoll stark genommen, und einmal durchgesägt, um eine glatte Seite zu haben. Sie wurden, je nachdem sie stärker oder schwächer waren, in der Weite von zwölf zu achtzehn Zoll aus einander angebracht. Darauf wurden in der Richtung von der Forst nach der Traufe ein Viertelzoll dicke Bretter angenagelt(was von der bei den Schiefer- dächern üblichen Methode abweicht), und das in der Rücksicht, damit das Werfen des dünnen Stoffes keine Höhlungen bildet in denen sich das Wasser ansammelt. Auf diese wird das Papier, in der Regel zwei Lagen dick(obgleich ein einfacher Beleg hinläng- lich ist) angenagelt, so daſs die Fugen der untersten durch das Papier der obersten Lage, gleich wie bei der Schieferbedeckung, überdeckt werden. In manchen Fällen haben wir uns der dicht geflochtnen Horden statt der Bretter bedient, die mit Mörtel überzogen wurden, che das Papier darauf kam, und dann wurde das Papier mit hölzernen Nieten, zwei Zoll aus einander, befestigt. Die Horden sind sechs Fuſs breit, und werden in der Richtung wie die Bretter befestigt. Diese Art Bedachung ist an sich sehr zweckmälsig, bedarf aber ein Viertel stärkerer Sparren und Latten. Auch nahmen wir mitunter statt der Bretter und Horden gewöhnliche Leisten (plaisterer's laths), sie wurden in derselben Richtung, wie die Bretter und Horden, in angemessener Entfernung von einander angenagelt. Dächer der letzteren Art bewähren sich überall gut wo nicht darauf gegangen wird, und sie nicht dem Durchlöchern mit Gabeln oder andern spitzigen Werkzeugen ausgesetzt sind. In diesen Fällen fand nur ein einfacher Papierbeleg statt. Die Getreideböden Nr. 2. und 3. Taf. VI., die den Viehhof umgebenden Schuppen, und ein Theil des höheren oder Haupt-Hauses, sind auf diese Weise gedeckt und nicht minder wasserdicht, dauerhaft und zierlich, als die mit dünnem Bretter-⸗ oder Horden- Beleg. [Papier.] 2. Die nächst zu. berücksichtigenden Umstände sind: die Art und Zu- bereitung des Papiers. Jedes grobe Papier ist hierzu brauchbar, jedoch scheint die Gat- tung dessen sich die Knopfmacher bedienen, das brauchbarste zu seyn. Zu meinem Ge- brauch bestellte ich eine wohlfeilere Art, bei G. H. Swann und Co. Ensham zu. Oxford. Es liegt in Bogen zwei Fuſs lang, zwanzig Zoll breit. [Zubereitung.] Behufs der Zubereitung des Papiers ist ein drei Fufs im Durch- messer breiter und zwei Fuſs tiefer Kessel über einer Feuerung in der freien Luft ein- *) Die Quadratform ist gewählt worden, um dem Werfen des Holzes vorzubeugen; es ist sonst allgemein bekannt, dafs bei Eichen- und Kiefernholz die Tragbarkeit nur durch die Höhe vermehrt wird. Vrf. 6 eee ——— —— ——,-—. — zumauern. Hierin wird entweder Steinkohlen- oder Pflanzen-Theer zu Harz gethan, in dem Verhältniſs von drei Viertel Theer(tar) und einem Theil Harz(pitch). So wie die Mischung zu kochen anfängt, wird das Papier, Bogen bei Bogen eingetaucht und auf ein Brett zum Abtrocknen gelegt. Zwischen jeden Bogen kommen Unterlagen um das Zusammenkleben zu verhindern. Nach ein bis zwei Tagen wird das Eintauchen des Papiers in dieselbe Mischung wiederholt. Wenn es so weit getrocknet ist, daſs man es handhaben kann, kann es ge- braucht werden. Mit dem Decken wird von unten angefangen und nach der Forst fortgefahren. Die unterste Papierbogenreihe wird um das Traufbrett geschlagen und von unten ange- nagelt. Das übrige Verfahren ist ganz dasselbe wie bei den Schieferdächern(siehe die Profilzeichnung, wo die Dicke des Papiers in natürlicher Stärke, der besseren Anschau- lichkeit wegen, dargestellt worden). Man braucht ungefähr vier Nägel zu jedem Bogen; sie sind zu diesem Behufe mit groſsen Köpfen besonders gemacht, einen Zoll lang und ganz denen ähnlich die man Brettnägel nennt. Manche Dächer habe ich ohne Hülfe der Nägel gedeckt, ausgenommen von der Forst und von der Traufe, und sie entspra- chen ganz meiner Erwartung; denn der Theer klebt so fest an dem Holze, und ein ge- theerter Bogen an dem andern, daſs die Befestigung durch Nägel fast überflüssig wird. Das Ueberziehen mit dem Harz, in der anzugebenden Art, bildet die Bedachung zu einem zusammenhängenden Ganzen. 3. Ist nun das Papier aufgelegt, so muſs es zunächst mit einer Mischung, unge- fähr aus zwei Theilen Theer und einem Theil Harz, mit einem Zusatz von gepulverten Holzkohlen und Kalkmörtel oder gebranntem Kalk(whiting or lime) überzogen werden. Einmaliges Ueberziehen ist hinreichend. Die Mischung wird, während sie im stärksten Sieden ist, vermittelst eines Wisches aufgetragen, und wenn sie trocken wird und er- härtet(was, des starken Zusatzes von Harz wegen, augenblicklich geschieht), findet man diesen Ueberzug einen Achtelzoll dick, ganz glatt, und die einander überdeckenden Papiere, so wie jeden möglichen Riſs vollkommen bedeckt. Wenn man dieses Dach, so lange es noch heiſs ist, mit Schmiede-Asche oder Schlacken, oder mit Kiessand be- streut, wird es nicht leicht durch Feuerfunken oder Flammen entzündet, und nicht von der Sonnenhitze schmelzen. Kostenersparnifs, Dauer und. Zierlichkeit, sind die Vorzüge dieser Dächer. [Kostenersparniſs.] An Kosten erspart man nicht nur dadurch, dals zu solchen Dächern schwächeres Holz genommen wird, sondern auch, weil verhältniſsmäſsig schwä- chere Wände, ein leichteres Dach tragen können. In Tew Lodge hat das Decken von vier zu zehn pence(zwei ggr. sechs pf. bis sechs ggr. drei pf. prſs. Cour.) per Quadrat fuſs in allem gekostet. Es ist erwiesen, daſs ein Quadratfuſs eines so flachen Daches eine eben so groſse wagerechte Fläche zudeckt, wie bei einem die gewöhnliche Höhe haben- den Dache, ein und ein zehntel Fuſs der Fläche; es kommt also nicht nur jeder Quadrat- fuſs wohlfeiler zu stehen wie bei dem gewöhnlichen Dach, sondern es wird auch an Dachfläche ein Zehntel erspart*). Was an den Wänden der Gebäude mit solchen Dä- chern erspart werden kann, hängt davon ab, ob sie von Steinen, Ziegeln, Fachwerk (studwork) oder mit Sturmbrettern erbaut worden(wheather boarding). Das Wenigste mithin erspart man an denen mit Feldsteinen aufgeführten Mauern, wenn das Gebäude nur einen Stock hoch ist, indem sie, wegen der Formlosigkeit des Materials, unver- meidlich dick seyn müssen. [Dauer.] Die Beschaffenheit der, der Einwirkung der Luft ausgesetzten Ober- fläche begründet die Dauer dieser Dächer. Auſser dem Blei übertrifft das Harz alle an- wendbaren Stoffe an Dauer und Festigkeit. Auch führen den Beweis hiervon mehrere seit vielen Jahren auf diese Weise gedeckte Gebäude, als die Kirche zu Dunfermline, wovon das, auf die vorgeschriebene Art, vor vierzig Jahren gedeckte Dach, gar keiner Ausbesserung bedurfte. Die Dächer vieler Waarenschuppen in Greenock, Deal, Dover, Canterbury u. s. w., welche seit zehn bis zwanzig Jahren bestehn. In Schottland sind viele Pächterwohnungen mit solchen Dächern versehen**). Mr. Harris aus Oxford, hat groſse Mühlen und Wirthschaftsgebäude zu Ensham mit ähnlichen Dächern aufführen lassen. Sein Urtheil in der Baukunst ist als unfehlbar anzusehen, und seine Verdienste im Baufach sind zu anerkannt, als daſs nicht sein Beispiel ein bis dahin ungewöhnliches Baumaterial in Ansehn bringen sollte. [Zierlichkeit.] Die verhältniſsmäſsig gröſsere Flachheit dieser Dächer gegen die mit Schiefer gedeckten, bei der Aehnlichkeit der Farbe mit letzteren und ihrem ansehn- lichen Vorsprung über die Wände, giebt ihnen mehr wie jedem andern Dach ein Ansehn von Leichtigkeit und Dorischer Einfachheit. Aus diesen und allen andern Rücksichten, bin ich so ganz von ihrer Vorzüglich- keit für Pächterwohnungen, Kirchen, Waarenmagazine und solche Gebäude, wo nicht fortwährend Feuer unterhalten wird, überzeugt, daſs ich ihnen den Vorzug geben würde, wenn ich auch viel wohlfeiler zu einem Ziegeldache kommen könute. Für be- wegliche Gebäude als Schafställe**), Feldscheunen und F eld-Viehschuppen ist kein pas- senderes Dach denkbar. Die einzigen mir bekannten Einwendungen gegen diese Dächer beruhen darauf, daſs sie vom Sturm weggerissen werden können und der Feuersgefahr zu sehr unter- *) Am Dachbodenraum verliert man bei flachen Dächern sehr viel, und sie werden defshalb schwerlich Nachahmer finden, bis man sich von dem Vorzug des Aufhebens des Strohes und des Heues in Schobern ‚statt in Gebäuden, überzeugen wird.. Die Ersparnifs an Dachfläche, gegen die in Nord-EKuropa üblichen Dächer, ist aber bedeutender als der Verfasser angiebt, indem hier die senkrechte Höhe des Daches mindestens der halben Breite des Gebäudes gleich gemacht wird; demzufolge decken 34 Quadratfuſs nur so viel wagerechte Fläche als 24 ⅞ Quadratfuſs der von Laudon angegebenen Papierdächer. Uebersetzer. **¼) Siehe: Farmers magazine for 1818. Vrf. ***) Eine mit Papier gedeckte Schäferei ist in meiner Behausung und im National-Institut in London zu sehen. Vt. 24— worfen sind. Den letzten Einwurf anlangend, so scheint es mir, daſs sie nicht so leicht wie Strohdächer Feuer fangen. Der Harz, wenn éer mit Sand und Schmiede-Asche ver- mengt ist, wird durch keinen Funken in Flamme gesetzt, selbst dann nicht, wenn eine schwache Flamme ihn berührt, die hinreichend wäre das Stroh auflodern zu machen. 3 Andererseits ist nicht zu läugnen, dals, einmal entzündet, es rascher und zerstörender brennt als irgend ein Strohdach*). Dem anderen Vorwurf kann leicht der Baumeister vorbeugen. Vor der völligen Beendigung der Dächer, und durch die Nachlässigkeit eines schlechten Menschen der einen Theil dieses Baues übernommen hatte, wurde bei mir einiger Schaden durch star- ken Sturm angerichtet; aber seitdem hat sich kein ähnlicher Unfall ereignet. In der Verwalterwohnung und in der Gesindestube wird stets Holz gebrannt, und. obgleich diese Feuerung mehr Funken sprüht als Steinkohlen, und deſshalb mit mehr Gefahr verknüpft ist, so hat sich bis jetzt weder ein Unglück ereignet, noch ist die Wahr- scheinlichkeit dazu vorhanden. Im Wohnhause, wo meistentheils Steinkohlen im Ge- brauch sind, ward der Ruſs in den Schornsteinen, der Reinigung wegen, wiederholent- lich absichtlich angezündet, ohne daſs daraus Schaden entstand. In der That hörte ich niemals, daſs Papierdächer Feuer gefangen hätten, sie sind in der Kathegorie nicht be- —⏑O⏑·— sonders feuergefährlich(simply hazardaus) assekurirt**). Ausbesserungen und Anbaue an den alten Wirthschaſtsgebäuden u. s. 10. Sie sind in dem ursprünglichen Styl der Gebäude ausgeführt worden, und solche die nicht herzustellen waren sind abgetragen, und die erhaltenen Baumaterialien, nach ihrer Brauchbarkeit, zur Instandsetzung der Wege, zu neuen Bauanlagen, oder als . 1 Dünger verbraucht worden. Abschn i Lt IV. Die Pächterwohnung, Gärten, Lustgärten(pleasure-Grouuds). 1 Die wünschenswertheste Lage eines Wohnhauses, ist nach Colummella's Bemer- 3.... kung, in der Nähe einer Quelle, an der südlichen Seite eines Hügels in angemessener Entfernung von seinem Fuſs, um die Aussicht zu beherrschen und Feuchtigkeit zu ver- meiden, jedoch so weit unterwärts des Gipfels, um Schutz gegen Nord- und Westwinde, *) In Dörfern wären diese Dächer also doch immer sehr gefährlich. Th. **ν) In der Ueberzeugung, daſs der Gebrauch der Papierdächer die Erbauungskosten bei ländlichen Bauten ver- mindert, und den Gebäuden ein mahlerisches Ansehn giebt, bin ich eifrig bemüht, diese Bauart möglichst allge- mein bekannt zu machen; deſfshalb habe ich einen ausführlichen Bericht zum Gebrauch der Landbaumeister ver- faſst und drucken lassen †). Vrf. †) Dieser Tractat verdiente eine Uebersetzung; denn in gewissen Fällen halte ich diese Dächer auf leichten, 2 ——— isolirt stehenden Gebäuden sehr anwendbar. Th. —— T.7. 4.. SAT eger or-unt orortdotst on o, pesro Ja 1 09 99Q 2 Se oc, ö uonn 05 9⁄ 0 ,— M 0 9 A 00 A‿‿ενν, A ie, geror A &AOILSAAS“ Wall, N E LI ubenen. Qv ern poakt Sd Steun Sideut do Tweeon aeuog Baceleee Wwarnar biuvee, lar — e(f1i N aokenen A/ 1 uuoon Bleeuern ¹ uusonr uuu nomxuealsoch fö-lonn losenu“ fſſffffff 1' Srρ☛☚ᷣfẽr—, ——rr—·ß-o—- ——n ———. ———4 j— 1„ 4 2—.——— 8 —— und den nöthigen Raum zum Einfassen des Hauses in Baumpflanzungen zu gewähren. In Beziehung auf eine Brittische Pächterwohnung ist noch hinzuzufügen, daſs sie die Aussicht auf die Pachtländereien sowohl, als auf den Wirthschaftshof beherrschen muſs. Die Lage kann für das Auge noch anziehender werden, wenn die Gegend auch auſser- halb den Grenzen der Farm sich abwechselnd und mahlerisch darstellt. Die Grundrisse und Profilzeichnungen des Hauses sind auf Tafel VII. und VIII. angegeben und bedürfen keiner Erklärung. Die an die Bibliothek angränzende durch Flügelthüren verbundene Schlafstube, kann für solche, die weniger kränklich sind als ich, zum Studier-, Besuch- oder Geschäftszimmer dienen. Das Vordach, mit welchem es sich in der Ecke des Hau- ses verbindet, erleichtert das augenblickliche Zusammenkommen mit meinem Verwalter, indem er vermittelst der unter dem Vordach befindlichen Thüre, unmittelbar zu mir kommen kann. Aus der Schlafstube und beinah aus jedem Standpunkt in der Biblio- thek, sind die ganzen Wirthschaftsgebäude und fast die Hälfte der Besitzung bequem zu übersehen. Auf diese Art kann der Pächter, wenn er etwas Zweckwidriges bemerkt, ohne dem Wetter Preis gegeben zu seyn, unter das Vordach treten, mit einem Signal- horn die Leute aufmerksam machen und dann die Befehle durch ein Sprachrohr ertheilen. Diese Instrumente hatte ich fortwährend unter dem Vordache stehen. Mittelst ihrer war ich mit jeder Person in der Wirthschaft in Berührung und konnte die Arbeiter in der Entfernung von einer halben Meile(Englisch) anweisen. Es verdient bemerkt zu werden, daſs die Schaffnerinn, während sie ruhig an ihrem Platz in der Küche zur Seite des Feuers sitzt, durch die Fenster und Ausgänge übersicht, was in der Hinterküche, Milchkammer, Gesindestube, offenem Hofe, Holz- und Kohlenschuppen, Scheuerplatz und Hinterthür; so wie die Frau vom Hause, wäh- rend sie entweder in dem Eſszimmer oder Vorgemach ist, durch die Glasthüre des Blu- menhauses(conservatory) gewahr wird, was in der Pflanzschule und in dem Gewächs- hause vorgeht. Alle Feueressen, ausgenommen die der Hinterküche, des Gewächshauses, und der Pflanzschule(nursery), trägt die Mittelwand. Sie erhalten, da sie fortwäh- rend erwärmt sind, das ganze Haus warm, und ersetzen in den Schlafstuben die Stelle des Feuers*). Verschiedner anderer, theils im Voraus berechneter, theils aus der Lage entsprin- gender Vortheile, will ich nicht erst erwähnen. Die das Ganze umgebende, vorsprin- gende, auf Säulen ruhende, sanft abschüssige Bedachung, verschönert den untern Stock, und trägt viel zur Bequemlichkeit bei. Das beinah gänzlich flache Dach dieses Vor- 5 *) Sollte diese Einrichtung in Gegenden wo das Kaminfeuer nicht genug erwärmt, beim Gebrauch der Windöfen, und wenn man für den Schornsteinfeger den Eingang in die Feueresse im Keller anbrächte, nicht nachah- mungswerth seyn? Die Wärme die eine Wand abgiebt, in der Feueressen angebracht sind, ist bedeutender als man glaubt. Auch würde bei dieser Einrichtung ein Korridor, in Fällen, wo dessen Anlage bloſs wegen des Zu- gangs zu den Vorgelegen nöthig ist, und mithin, an der sonst erforderlichen Tiefe des Gebäudes erspart werden können: ein zu erwägender Umstand bei dem immer zunehmenden Mangel an Bauholz. Uebers. 1 1 4 4 — 26— sprungs, bildet einen das Haus umgebenden Gang und dient zu einem allgemeinen Bal- kon der mit den Schlafstuben zusammenhängt. Im Gewächshause befand sich eine vollständige Sammlung der verschiedensten Weintraubenarten. Die Zeit erlaubte nicht es mit Glas einzudecken. Das Blumenhaus(Conservatory) war beendigt, und im ersten Jahr üppig mit rankenden Pflanzen bedeckt. Das Gewächshaus kann leichtlich zu einer Kinderstube, einem Billardzimmer, oder zu Schlafstuben eingerichtet werden. Die Mistbeete und Treibhäuser waren bloſs theilweise beendigt. Sie stoſsen an die Wirthschaftsgebäude wegen der Nähe des Düngers, durch welchen sie alle erwärmt werden. Gärten und Lustgärten(pleasure-grounds). — [Botanischer Gemüusgarten.] Der Haupt-Küchengarten ist von der Nord-, Osrt- .4 und Westseite mit getheerten Pfählen eingehegt, und an der südlichen be findet sich ein niedriges Spalier um der Sonne Zugang zu den Bäumen und Untergewächsen zu lassen. Hopfen, den in der Folge Wein ersetzen soll, bildet Lauben an jedem Ende des Gartens. Dieser Garten enthielt als ich ihn verlieſs, eine Auswahl aller Arten von Obstbäumen, Sträuchen und Küchengewächsen, welche in England bekannt waren, mit geringen Aus- nahmen. Blumen und Pflanzen, die bloſs zur Zierde dienen, waren nicht vorhanden. [Gewöhnlicher Küchengarten.] Ein anderer Garten für gewöhnliche Küchenbedürf- nisse und wo es weniger auf Ordnung und Nettigkeit ankommt, ist so angelegt, dals er bei Spaziergängen nicht in die Augen fällt. In dem Obstgarten sind die Fruchtbäume und Fruchtsträucher, als: Johannisbee- ren, Stachelbeeren, Lambertsniisse u. s. w. in Gruppen zusammengestellt, und der Rasen esteht aus Kamillen, Erdbeeren, Thimian, Primeln, Veilchen und anderen Fruchtpflan- zen, Gräsern und nitzlichen Blumen. [Botanischer Garten.] Der botanische Garten ist bestimmt die seltenen Sorten von Pflanzen aufzunehmen, welche zu zart sind um in dem Lustgarten oder in dem Sy- stema zu stehen. Er enthielt eine Sammlung von Brittischen Gräsern, Zwiebelgewäch- sen und viel seltne Sorten von fast allen Pflanzenklassen. Die Blumen- und Amerikanischen Gärten(american grounds), Gärten von immer 1- grünen Gewächsen, künstliche Felsen(rock work), ein Teich für Wasserpflanzen, be- dürfen keiner Beschreibung. [Lustgärten, Taf. IX.] Zu dem Lustgarten gehört die ganze angepflanzte Um- gebung(scenery) des Hauses, und mithin sind darin alle vorbezeichneten Theile des Gartens begriffen. Der Hauptbestandtheil hiervon ist das Systema, welches gemäls dem durch Dr. Darwin zu Lachfield ausgeführten Plan angelegt worden. Die verhältniſsmä- ſsige Anzahl der ausdauernden, in England angezogenen Bäume und Pflanzen, nach ihren besonderen Klassen und Ordnungen, ist aus dem Umfange des Standes, welcher einer jeden 4 — — — — WORKING PLAN 2f WMe ARDEVS A P EASURE GnoUNDS, at TEW LODGE. Koragrences. a Hozare 5 Saskans or Elowers Lanace Wae 2 Gol ATha Pirn AEoaue 2 Jrꝛps do Grueore Qawnpe Daee Dods, Sieziones Tc. „ Canps on Feæn Berrier n wenue or Frait Saer 2 Jeavs 4 Suerd Feaze dr Vnesr per 7I Srerd Floua Garden Jaar m Gardonere TLls Spacesr Tor aeise SHace way d Gerden p Agarrkeen, o Ceceon ot Agualios 7 Jreus Tor Praservug, Dn Veodieg Saule X Aœprereer Soes. .Ndd.r. C2 Qarey or orr oraras Seee Srzena Wacae. 22 Srr 2.& orden Fecond veake Syrtena Waroe. r Zar horironel ail Pabaee Badrible Suaee 3. 5 8 8 3 ader. g Sae f Sure ons d. (SFarhewr or Fbwerr o CGld Waa.e. Ba ter Ra Prverzeton M 10. 2622. ar & eingeräumt worden zu entnehmen. Bei der Bestimmung der Gestalt und des Standes der Gruppen, habe ich mehrere Rücksichten genommen. So wollte ich den mittleren Theil der Landschaft mit Bäumen reichlich besetzen, den Effekt für die Ferne, den Schutz für das Haus, Schatten für Spaziergänge und einen bestimmten Charakter des Ganzen bezweckend. Dies Systema habe ich mit Hülfe meines botanischen Freundes, im Groſsen und zu meiner völligen Zufriedenheit ausgeführt. Bei Privatsammlungen verdient diese Art botanischer Anordnungen, abgesehen von ihren sonstigen Schönheiten und Vortheilen, schon deſshalb vor jeder andern den Vorzug, weil jede neu hinzukommende Pflanze den schicklichen Platz finden kann, ohne die bestehende Ordnung zu stören. Ist der Anfang, wie es bei mir der F all war, mit geringer Mannichfaltigkeit ge- macht, so werden gemeinere Sorten, wegen der unmittelbaren Wirkung dazwischen gepflanzt, um nach Umständen besseren Arten Platz zu machen. Die zwischen den Gruppen und Massen ausgesparten Räume bestehen in Rasenflecken, untermischt mit Kräutern und Rankenpflanzen u. s. w. zu der nächstfolgenden Klasse und Ordnung gehörig. Die nicht auf eine der vorbezeichneten Arten bepflanzten Stellen, bilden Grasplätze welche mit Gruppen und Dickichten, bestehend aus Forst- und Obstbäumen, Gebüschen, Dorngesträuchen u. s. w., verziert sind. Wenig Spaziergänge möchten dem Landwirth wie dem Botaniker und dem mit Sinn für die Naturschönheiten begabten Zuschauer gröſsern Genuſs gewähren, als die vom Hause rechts und links führende Terrasse*). Auf eivem steilen Rasenhügel erheben sich von einer Seite diese, in botanischer Ordnung gepflanzten Gebüsche; bei jedem Schritt ergeben sich neue Zusammenstellungen von Gruppen, neue Gestaltungen von lichten Plätzen, und für das sinnige Auge immer neue Ansichten unendlich mannigfaltiger Naturerscheinungen. Auf der andern Seite dehnt sich ein jäher Abhang hin bis zu dem Ufer des Sees, abwechselnd mit Bäumen und Gruppen bedeckt. In der Mitte gewahrt man den See, die Gebäude, die Wege, die mit Vieh- und Schaafherden bedeckten Weiden, und Ackerfelder worauf zwanzig Gespanne Arbeit finden. In weiterer Ferne erblickt man üppige Weiden, mit Wald bedeckte Hügel, Pächterwohnungen, Kirchen und Dörfer, von Wäldern und Hecken begrenzt, die sich dem Auge entziehen, so wie sie an Farbenschmelz immer mehr ab- nehmen, bis sie der Nebel des sich verschlieſsenden Gesichtskreises verhüllt. Samenschule und Baumschule. [Baumschule.] Die in der Nähe des Teiches befindliche, in länglich-runder Form angelegte Baumschule, ist ausschlieſslich der Vermehrung der Obstbaumzucht gewidmet, *) Ich weiſs nicht, ob viele Gartenliebhaber hieran Geschmack finden werden. Der Botaniker wird die Bäume und Sträucher ohnehin auffinden, wenn sie auch nicht nach dem System geordnet stehen; andere Zwecke der Lustgartenkunst können unmöglich dabei erreicht werden. Th. —————— 3 1 „ — T- NETReMeeSe -— 28— wogegen in der bei dem Wohnhaus, in der Nähe des Dorfs belegenen, alle Arten von Bäumen erzogen werden sollten. Dreiſsigtausend Johannisbeerstecklinge wurden im Jahr 181c. gepflanzt, um im Herbst 1811. an den Ort ihrer Bestimmung versetzt zu werden. Diese Art Pflanzungen zum Bedarf der Brittischen Weinfabriken angelegt, haben in Worcestershire sehr zu- Senommen. Abschnit t V. Allgemeiner Ausführungsplan der Verbesserungen. Nachdem ich im Geist reiflich den Plan über die vorstehenden Verbesserungen erwogen hatte, war die nächste Sorge die Art der Ausführung zu entwerfen. Eine zu diesem Behuf wohl bedachte Einrichtung, ist in jedem Fall vorzüglich nothwendig, ins- besondere aber, wenn der Herr öfters, wie es mein Fall ist, abwesend seyn muſs. Die Verbesserungen zerfielen der Natur der Sache nach, in vier Klassen: 1. die Wirthschaftsanordnungen, 2. die Anlegung von Wegen, Wasserabzügen u. dgl, 3. Er- richtung von Gebäuden, Maschinen u. s. w., und 4. Garten- und Teichanlagen und Pflan- zungen. Deſshalb habe ich über jede dieser Abtheilungen einen Aufseher gesetzt und ihm zur Pflicht gemacht, den erhaltnen Plan und schriftliche Anweisung genau zu be- folgen; diese Verfahrungsart gewöhnt nicht allein die Beauftragten zur genausten Pünkt- lichkeit in ihren Werken, sondern erzeugt auch die Möglichkeit, in Fällen einer dau- ernden Abwesenheit einen schriftlichen beständigen Geschäftsverkehr zu unterhalten. Als die Verbesserungsarbeiten ihrer Vollendung nahe waren, entlieſs ich die über die Bauten, Wege und Wasserleitungsanlagen angestellten Aufseher, und behielt nur den Wirthschaftsverwalter, welcher noch fortwährend für die Ausführung gleicher Anlagen in meinen Diensten verbleibt. Eine genaue Aufzählung aller bei diesen Verbesserungen vorgefallenen Ausgaben, würde von geringem Nutzen seyn, und um so weniger möglich, weil man nur die Preise der gegen Tagelohn verrichteten Arbeiten angeben könnte, welches schon oben in den Rechnungsnachweisungen geschehen ist. lch habe deſshalb den Gesammtbetrag der Aus- gaben unter die Haupttitel der ausgeführten Verbesserungen zusammengetragen, als: Gebäude—— 5— 3-- Pf 8t. 6212 Sh. 3 p. 9 Wege-..— 226 ⁄— 12— 22 ntwässerungen- 3 5---— 1465— 3— 3 ¾ Bewegliche Befriedigungen-——-— 331— 15— 2 ½ Das Roden und Ebnen des Bodens—-— 366— 19— 7¾ Latus- Pl. St. 10637 Sh. 19 p. 2 ——ſ —— ——y—— 1 *. —————jj⁴¼———— — eEö———-e—— — 29— Transport- Plf. St. 10637 Sh. 19 p. 2 Neu angelegte lebendige Hecken-— 324— 14—— Ausbesserungen—-— 5—-— 59— 8— 10 Der Teich und der Wasserableitungsgraben, für die Dreschmaschine——— 2— 565— 18— 54¾ ———ͤͤ Das Wohnhaus-——— 8-— 1050— 18— 4 4 Die Gärten— ⸗ ⸗=——— 695— 12— Pf. St. 13554 Sh. 11 p. 3 (Das Pf. St. zu 6 Reichsthaler. 16 Groschen gerechnet, 88896 Rtlr. 16 ggr.) Alle diese Ausgaben mit Ausnahme der Hausbau- und Gartenanlage-Kosten hat V Herr Stratton, dessen Liberalität ich in dieser Hinsicht nicht genug rühmen kann, ge- tragen; er hat mich vom Anfang bis zum Ende aufgemuntert und mir thätig beige- standen. Ich bin stolz auf das Bekenntniſs, ihm innig verpflichtet zu seyn. Abschnmnit t VI. AIllgemeiner Plan zu Wirthschaftseinrichtungen. Der Boden dieser Pachtbesitzung kann füglich in drei Klassen getheilt werden. 1. Feuchte milde Niederungen, am besten zu immerwährenden Viehweiden geeignet. 2. Sanfte Abhänge und Ebnen, so belegen, daſs sie künstliche Bewässerung zulassen. 3. Trockner Höhe-Boden, mehr geeignet abwechselnd als Ackerland und Vieh- weide benutzt zu werden, als ausschlieſslich für eine der beiden Benutzungsarten. Der Hauptzweck der beabsichtigten Wirthschaftseinrichtungen war, das Ganze nach diesen Klassen zu ordnen, und jede ihrer angemessensten Bestimmung fähig zu machen. Diesen Zweck vor Augen habend, muſste ich Anfangs so verfahren, daſs meine Handlungsweise scheinbar entgegengesetzte Absichten andeutete; denn obgleich der gröſste Theil der zu immerwährender Huthung und Bewässerungswiesen bestimmten Ländereien, bereits mit altem Rasen bedeckt war, so hatte doch vernachlässigte Entwässerung und andere nach- theilige Umstände, dieses Land in so schlechten Zustand gebracht, daſs es besonders mit Riedgras und andern groben Gräsern, mit Binsen, Heidekraut, Brombeergesträuch, Gin- ster, Moos und Ameisenhaufen bedeckt war. Siehe Taf. II. Solche Stellen brach ich auf, und nachdem ich eine oder zwei Getreideernten davon genommen, folgte darauf bestellte Brache, Mergelung und Düngung, worauf dann das Land, mit angemessenen Gräsern besäet, wieder niedergelegt wurde. Sobald das Land hinlänglich abgetrocknet war, um nach den Grundsätzen der Fruchtfolge benutzt zu werden, beschloſs ich, es, mit Ausnahme der rund um das Haus 8 — 30 belegenen Grundstücke auf diese Weise zu bestellen, indem es bei mir als Regel gilt, daſs jeder trockne und artbare Boden, bei keinem andern Wirthschaftssystem so viel Ertrag abwerfen kann. Landüblich wird der alte Rasen mit dem Pfluge aufgerissen und im ersten Jahre Tlafer, darauf gesäet. Dennoch habe ich auf drei Feldern das Rasenbrennen auf verschie- dene Weise versucht, und der Erfolg hat mich völlig überzeugt, daſs dieses Verfahren auf Boden, der über fünf oder sechs Jahr zu Gras lag, den Vorzug verdiente. Der groſse Uebelstand den das Aufbrechen des Rasens mit dem Pfluge erzeugt, ist: daſs man im ersten Jahr nur Sommergetreide oder Futtergemenge mit gutem Erfolg darauf bauen kann, indem eine Menge unverwester Pflanzen in der Winterjahrszeit die Weitzen- und Kleepflanzen verdrängen. Selbst das Brachen und Mergeln vermag nicht die Grasstöcke zu zerstören, wie ich es bei der Bewirthschaftung von W oodhall und Kenton erfahren pabo. Dagegen kann man beim Rasenbrennen erforderlichen Falls schon im ersten Jahr Weitzen und Gräser säen; und Pflanzenasche, so wie gebrannte Erde, als Kalk und Dünger wirkend, lassen das kräftigste und sicherste Wachsthum erwarten. Folgende Fruchtfolge wählte ich für das Ackerland. 1. Rüben und anderes in Reihen gebautes Grünzeug(greencrops). Im ersten Jahre wo das Land noch voll Unkrautsaamen und schlecht entwässert war, habe ich viele Stellen als reine Brache behandelt, die nach der angenommenen Rotation zum Gemüse- bau bestimmt waren. 2. Gerste, Sommerweitzen oder Hafer. z. Abweiden des Klees, mit Ausschluſs des zur Stallfütterung der Pferde erfor- derlichen Theils. 4. Klee, durchgehends zum Abweiden. 5. Weitzen. (Siehe Taf. III. Den Zustand dieser Besitzung im Herbst 1810. darstellend.) Von den Rüben habe ich jede dritte Reihe zur Stallfütterung*) ausziehn lassen, die übrigen habe ich auf der Stelle mit Schafen verfüttert. Den Klee lieſs ich abweiden, besonders mit Schottischen Ochsen, welche früher auf dem Hofe mit Rüben halb fett gemacht, und hier võllig gemästet wurden, um zeitig im August zu Markt gebracht werden zu können. Ich habe nicht versucht Ochsen als Zugvieh zu gebrauchen, würde es aber gewiſs gethan haben, wenn meine Pacht ein oder zwei Jahr länger gedauert hätte. Zu Zugpferden bediente ich mich der Clevelander Race, siehe Taf. XLII. und XLIII., aus dem nördlichen Bezirk von Yorkshire herstammend, und fand dalſs diese Pferde für einen billigen Einkaufspreis, bei geringerer Fütterung und weniger sorgsamer Verpflegung ein Drittheil mehr Arbeit als die Landpferde leisteten, und daſs sie seltner den Anstrengungen oder zufälligen Krankheiten unterlagen. Später versuchte ich ein *) Warum nicht lieber die gröfsten RüÄben aus allen Reihen? Th. izu oruteht oteeetat t t Sufasfd ,—“ 5 ͤ— 8 83 1 * 8 8 3— 8 8 8 2 4 4 1 ι 8 ☛ 4 . 8 8. ⁸ 4 3 4 3 8 3 2 5 5 R 2 8 * . NM 3 3 2 5 . 7 8— 3 2 3 2 ½. 3 5— 3 4— 1—— 3 2 3 8 6.„— —— — 2. — 9 8 — 8 5 S 86 1 24. 3 —— 8 5* ¹ . 1 Wchr Loudon dd. 8. 3 . 7 4 A 3 85 4 C menn, e, e. * 8 3 lubthzehed üin der wnter ar u du. 4 ——————————— *⁴————————=— 8——*————————— ‿———— . —— 5 —— 4 5 —— —— ———— 8 8 1————* Bue...———y 31 Paar dieser Pferde auf dem schweren Thonboden von Kenton und fand diese Race hier eben so angemessen, jedoch vorausgesetzt, dafs in diesem Fall viel stärkere Individuen gewãhlt werden, als zur Bearbeitung des leichteren Bodens von Tew-Lodge nöthig sind. ich beschlieſse diesen Bericht mit der Bemerkung, daſs, indem ich mich der Schottischen Ackerwerkzeuge bediente und der Berwikshirer Wirthschaftsart*) folgte, zch nicht unterlieſs rücksichtlich beider mich den landüblichen Weisen so weit zu nähern, als Erfahrung und Beobachtung es anriethen. Daſs die Schottische oder die Frucht- wechsel-Wirthschaft auf ackerbaren Ländereien jeder andern vorzuziehen ist, wird von keinem wissenschaftlich gebildeten und durch Erfahrung gereiften Landwirth in Zweifel gezogen. Die Anwendung hiervon auf alle Grasländereien erfordert jedoch, wenn diese in strengem Thonboden, durch Anschwemmung entstandner Niederung oder Marschlän- dereien bestehen, die gröſste Vorsicht; denn obgleich alle Grasländereien(die abgerech- hinlänglich abge- net, welehe nach ihrer Lage bewässert werden können) sobald sie trocknet sind, um die Beackerung zuzulassen, bei deren Benutzung nach den Regeln des Fruchtwechsels, gröſseren Ertrag bringen, so erfordert doch diese Wirthschaftsart im Allgemeinen ein grölſseres Kapital, mehr Kunst und Aufmerksamkeit und ist mit mehr Gefahren verknüpft, als meine Ländereien, die ausschlieſslich dem Graswuchs oder dem Getreidebau gewidmet werden. So geben auch zwanzig- oder mehrjährige Lände- reien in dem ersten Jahr des Aufbruchs oft eine karge Ernte in Hinsicht auf die Menge des Produkts, und fast immer von schlechter Beschaffenheit, welche Erscheinung sich wohl daher erklärt, daſs die Beackerung die schlummernden Kräfte weckend, zugleich mit den Getreidekörnern die Insekten und den Unkrautsaamen belebt und somit eine aufreibende Wechselwirkung erzeugt- Doch diese Ueberfülle von Kräften tritt bald in zhre Schranken und dann hat man so gute und sichere Ernte zu erwarten als vom besten Ackerlande, weil während dieses Ueberganges jeder dieser Aecker eine solche Masse von Dünger abgiebt, als ein zweimal so groſser Flächenraum vom alten Ackerlande erfordert. Wenn seit lange unter dem Pfluge gestandenes oder neuaufgebrochenes Land, nachdem es zwei oder drei Jahr Getreide getragen, zu Gras niedergelegt oder mit Klee zu ein- oder zweijähriger Nutzung besäet wird, erntet man verhältniſsmäſsig mehr Heu, oder kann gröſseren Viehstand erhalten, als bei den ergiebigsten natürlichen Wiesen.— Ver- mindert sich der Graswuchs, so baue man Getreide, verringert sich die Getreideernte, so lege man das Land zu Gras nieder.— Dieser abwechselnde Getreidebau und die Niederlegung sind die Mittel schlummernde Kräfte zu wecken und erschöpfte zu ersetzen. zu Gras, Grasländereien stelle ich ihrer Er- Nachstehende Winke für Eigenthümer alter wägung anheim. Es ist räthlich: 1. Den leichten, dem Pfluge, gut zugänglichen, ben so jeden Mittel Höhe-Gras-Boden unter allen Umständen zum Rüben- und Kartoffelbau geeigneten Boden, und e *) Die Engländer nennen es Norfolker Wirthschaft mit Northumberländischem Rübenbau. Th. ———----—— —— — aufzubrechen. Er bringt, nach den Grundsätzen des Fruchtwechsels bewirthschaftet, dreimal höheren Ertrag wie zuvor. 2. Bevor man sich von dem Erfolg des Aufbrechens der Grasländereien auf die vorgeschriebene Art überzeugt und die Erzeugniſspreise, besonders die des künstlichen Heues, im Voraus berechnen kann, thut man wohl, die best bestandnen Wiesen unbe- rührt zu lassen, vorzüglich wenn sie strengen Thonboden haben und in der Nähe einer groſsen Stadt liegen. Diese Vorsicht wird nothwendig in dem Betracht, daſs das künst- liche Heu im Preise fällt und das natürliche steigt, je kunstgerechter der Ackerbau be- trieben wird, und so, wenn das Aufbrechen der Anger plötzlich in einer Gegend allge- mein würde, die Märkte mit diesem Erzeugnisse überfüllt seyn möchten. Das Verwan- deln der Gras- in Wechsel-Wirthschaften würde, abgesehen von niedrigen Marktpreisen, den Werth des Bodens erniedrigen, weil sie den Bedarf der Kapitalien vermehren und mithin die Nachfrage darnach. Unbezweifelt führen diese Uebel die Heilmittel mit sich; aber es ist wünschenswerth sie so viel als möglich zu vermeiden*). 3. Es ist am vortheilhaftesten alle Ländereien die über zehn Jahre unter Gras gelegen haben, durch Rasen-Schälen und Brennen aufzubrechen, indem es das sicherste ittel ist, Unkrautsaamen und Insektenpuppen zu zerstören. Mein verstorbener Vater brach die Wiesen in Kenton um sie zu verbessern, mit dem Pfluge auf, und bestellte sie dann mit Hafer; durch Erfahrung belehrt, wählte ich den Aufbruch mittelst des Rasenbrennens und säete im ersten Jahr Weitzen. Die Fruchtfolge meines Vaters sollte seyn: 1. Hafer, 2. reine Brache, 3. Weitzen, 4. bis 9. Gräser, 10. Hafer, 11. reine Brache, 12. Weitzen, 13. bis 18. Gräser. Die meinige: 1. nach der ersten Heumath, Rasenschälen und Brennen, zu Weit- zen, 2. Weitzen, 3. Brache, 4. Weitzen, 5. bis 10. Gräser, 11. Hafer oder Weitzen, 12. Brache, 13. Weitzen, 14. bis 19. Gräser u. s. w.; in beiden Fällen wurde jedoch ein ansehnlicher Theil von gut bestandenen Wiesen unberührt gelassen, um zur Heuwer- bung und zur Weide zu dienen.— Drei Gründe lassen sich angeben, warum dem Schot- tischen Pächter das Rasenbrennen nicht als die vorzüglichste Art vorkommt, alle Gras- länder aufzubrechen. Erstens, giebt es wenig oder gar keine alten Aenger daselbst; zweitens, sind im dasigen Klima die Insekten weder so häufig noch so schädlich; und drittens geräth in dieser kalten und feuchten Atmosphäre der Hafer besser und steht höher im Preise. *) Was der Verfasser hiermit sagen will, ist mir nicht klar. Alle zur Noth zum Ackerbau taugliche Graslände- reien aufzubrechen, mögte, zumahl in dem Theil von England, der eine sehr feuchte Atmosphäre und schweren Boden hat, bei dem starken Fleischbedarf, auf keinen Fall rathsam seyn, und man erkennt es jetzt, daſs man in den Zeiten, wo das Continent gesperrt und der Getreidepreis schon hoch war, zu weit damit gegangen sey. In solchen reichen VVeidegegenden kann der Futterbau den alten Rasen nicht ersetzen, der, einmahl durch Beacke- rung zerstört, sich in dieser Stärke erst spät wieder erzeugt. Der südwestliehe Theil der Insel hat gröſstentheils solchen Boden, defshalb wird ihre ungeheuere Bevölkerung in Ansehung des Getreidebedarfs auf die Dauer von anderen Ländern immer abhängig bleiben, wenn anch die Wechselwirthschaft sich allgemein, wo sie anwendbar ist, verbreitet. Th. 2* ——„ 1——————— ———— 2————— ————— pr orAn redtde,e. o,r f 9 AD 7/ M-o,„ℳ NAu—,—,——,——,—. A0 Er or 6 6 3 ½ 2 1 S8 8 — — 8. 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[Lage.] D Pachtung liegt in dem erhöheten lehmigen Bezirk von Middlesex, an Herefordshire angrenzend; sie gehört zu dem Kirchspiel Harrow-auf-dem-Hügel, und liegt imnerhalb vierzehn Meilen(Englisch) von der Hauptstadt des Reichs. Der Boden ist fetter Thon(loamy clay). Alle Felder haben einen so vortheilhaften Abhang, daſs das Oberflächenwasser ihnen nicht schadet. Die Bewirthschaftung des Ganzen, nach dem Fruchtfolgesystem, wird um so mehr erleichtert, als die Oertlichkeit es gestattet die neuen Einrichtungen mit fremdem Dünger zu unterstützen. TTrüherer Zustand] Die Pachtung enthielt 350 Acres(553 Mgdb. Morgen) und hiervon waren im Jahr 1804., bevor mein verstorbner Vater die Pacht antrat, 150 Acres unter dem Pfluge, 150 Wiesen und Weiden, und 50 Gebüsch, Randhutungen und ver- wilderte Hecken. Diese wüsten Ländereien zeigt Tafel XVI. Das Ackerland war, nach den Pachtbedingungen und Landessitte dreifelderig bestellt, wo auf reine Brache Weit- zen und darauf Bohnen folgten. Die Hutungen waren unter aller Beschreibung schlecht und wurden mit Schaafen und Milchkühen beweidet. Die Schaafe wurden der Wolle und Lämmer wegen, die Kühe aber besonders zur Nachzucht gehalten. Die Wiesen gegen hundert Acres groſs, wurden einmahl gemäht und das Heu nach London zu Markte geschickt; nachher wur- den sie mit Schaafen oder anderm Vieh abgehütet. Obgleich das Fehlerhafte dieser Verfahrungsart, besonders hinsichtlich der Acker- felder, durch die entgegengesetzte empfohlene Wirthschaftsart herausgehoben wird, so will ich hier nicht unbemerkt lassen, daſs die reine Brache, bei dieser Art Boden, so 9 — 3 4— wie in den meisten Fällen, überflüssig ist. Das alljährliche Brachen eines Drittheils der Ackerfläche, erlaubt dem Pächter höchstens drei Viertel des reinen Ertrages als Pacht- rente zu zahlen. In Betreff der Benutzung des Gutes zur Lämmerzucht ist zu bemerken, daſs die Lämmer in sechsmal so groſser Entfernung von London, wo das Land viel wohl- feiler ist, eben so vollkommen gezogen werden können; mithin werden die Grasländer nicht vortheilhaft benutzt, wenn man sie zu einem Zweck verwendet, wo es so viel Mitbewerbung giebt. Grasland innerhalb 20 Meilen um London, welches nicht mähbar, ist entweder sehr zweckwidrig behandelt, oder zum Graswuchs nicht geeignet, weshalb es denn in Ackerland zu verwandeln ist. Hingegen bei natürlicher Neigung zum Gras- wuchs, bezahlt nichts die darauf gewandten Entwässerungs- und Düngungskosten reich- licher. Woodhall stand in ajähriger Pacht, wovon 14 Jahre zu Michael 1807. abge- laufen, der Pachtzins beträgt 13 Sh. per Acre, die Armensteuer 2 Sh. 9 P., und der Zehnte 77 Pf. St. fürs Jahr, welche letztere Abgabe alle 15 Jahre, im Verhältniſs des steigenden Marktpreises des Weitzens, erhöht wird. Der Pächter war nicht zur Unter- haltung der Gebäude u. s. w. verpflichtet, eben so wenig zu einer vorgeschriebenen Be- handlungsart des Graslandes, dagegen übernahm er die Verbindlichkeit, das Ackerland nach der vorbezeichneten Dreifelder-Wirthschaft zu bestellen, und weder Weiden noch Wiesen bei schwerer Strafe aufzubrechen. Die übrigen Pachtbedingungen waren landüblich. Der vorige Pächter trat die 7 noch nicht abgelaufenen Pachtjahre für einen Ah- stand von 1500 Pf. St. dem Eigenthümer ab, und sie ward von Michael 18⁰7. auf 19 Jahre meinem Vater für den Pachtzins von 2 Pf. St. per Acre und die Tragung aller Ab- gaben und Kirchsprengelskosten überlassen*o. Häuser, Thore, Hecken und Wasserlei- tungen wurden, wo es nöthig war, auf Kosten des Eigenthümers wiederhergestellt oder erneuert; sie in Stand zu erhalten übernahm der Pächter. Die Befugniſs, Wiesen und Weiden nach Gutdünken aufzubrechen, ward dem Pächter zugesichert, und wegen der Fruchtfolge ward festgesetzt, daſs nie über die Hälfte des Ackerlandes mit Getreide be- stellt würde. Es muſste dem Verpächter nachgewiesen werden, daſs von auſsen so viel Dünger eingebracht, als Stroh oder Heu verkauft würde; und für die letzten 4 Pacht- jahre verpflichtete sich der Pächter entweder Schotengewächse zu drillen, Gemise oder künstliche Gräser zu bauen, oder reine Brache zu halten; so wie es in dem letzten Pacht- jahre dem Eigenthümer oder dem nachfolgenden Pächter unbenommen seyn sollte, Klee oder Grassaamen unter das Getreide zu säen u. s. w. Die übrigen Bedingungen waren sewöhnlich. *⁴) Nur wenige Monathe nach Abschlufs dieser Pacht genofs mein Vater einer guten Gesundheit. Im ersten Viertel- jahr vollendete er die Veränderungen der Hecken, VWege, Scheunen u. s. w.; im zweiten aber war er anfähig fort- zufahren, und durch die Nachlässigkeit und Schlechtigkeit des Gesindes wurden selbst die gewöhnlichsten Wirth- schaftsarbeiten verspätet oder gänzlich versäumt. Jedoch zeigten die angefangenen Verbesserungen so augenfällig was geschehen konnte, dafſs ich nach meines Vaters Tode im Dezember 1809. unsere Pacht für den noch übrigen Zeitraum, anderweitig für die Summe von 1000 Pf. jährlich verpachtete; der Afterpächter übernahm aufserdem den Zehnten und alle Beiträge und Abgaben. Vrf. —y— ——— — LE. erbesserungen.] Die von uns angefangenen und von dem Nachfolger ohne we- sentliche Abweichungen ausgeführte Verbesserungen sind nachstehende: Ich muſs hier vorausbemerken, daſs so sehr auch die Englischen Oekonomiekom- missarien im allgemeinen gegen das Aufbrechen des Graslandes sind, es ein Grundsatz der geachtetsten Landwirthe ist, daſs es vortheilhafter sey hochbelegene Grasländer von losem Boden aufzubrechen, und nach den Regeln des Fruchtwechsels zu bestellen. Die- ser in allen Lagen richtige Satz ist besonders anwendbar in der Nähe groſser Städte, wo fortwährend starke Nachfrage nach Gemüse, grüner Fütterung(green crops) und Klee- Heu ist. [Lebendig ge Hecken.] Die vorgenommene Veränderung der Hecken, Wege und Gebäude in dieser Pachtbesitzung ging hauptsächlich dahin, sie der Wechselwirthschaft anzupassen; deſshalb muſste vor allen Dingen Umfang, Gestalt und Verbindung der Fel- der durch Ausroden der hinderlichen Heckenreihen und verwilderten Hecken geordnet werden; und so viel neue Reihen einfacher Hecken und offener Gräben angelegt werden, als nöthig war. Tafel XVI. zeigt die Lage der Hecken und die Richtung der Beete, ehe sie ver- ändert war, so wie die verwachsenen Stellen nach Umfang und Lage. Schläge 13, 19 und 21 waren als reine Brache behandelt. Schläge 23, 24, 25 und 2 waren mit Weitzen bestellt. Schläge 3, 4 und zum Theil auch 9, mit Bohnen. 5, 6, 7 u. s. W. sind die Wiesen; 16, 18 und zo die Hutungen. Die zerstreute und unregelmälsige Lage der IHofgebäude und die Unzweckmäſsig- keit der Gestalt und Gröſse der Koppeln für die Beackerung und Verbindung mit den Wegen, zeigt die Ansicht der Tafel XVI. Auch war die Richtung dieser Hecken so schlecht für den Abzug des Oberflächenwassers berechnet, daſs auf der Hälfte der Felder sich offene Kanäle befanden. Zum Beispiel lag in der Mitte des Feldes 256, durch das Wasser des Feldes 19, 2o und 21 über ein Acre wüst. Hätte man aber das Wasser nach den Grundsätzen der Bewässerungskunst über das gedachte Feld geleitet, so würde man den jährlichen Ertrag mindestens um 2 ½ Last(1 Last 4368 Pfund) guten Heues erhöht haben. Das Wasser von 16, 13 und zum Theil von 19, floſs in schräger Richtung durch 15, während 2 Acres davon vortheilhaft bewässert werden konnten. Die Koppel 9 wurde durch das von der nördlichen Gränzhecke kommende Wasser auf eine noch nachtheiligere Art durch- schnitten. Das Gesagte zeigt wie nothwendig es sey die Lage und die Richtung der Hecken sowohl der Neigung der Oberfläche als auch der Gröſse und der Gestalt der Koppeln anzupassen. Ein aufmerksamer Landwirth wird aus dem Angeführten erkennen, wie vortheilhaft oder verderblich das Wasser zu wirken im Stande ist. Wie bekannt dies auch ist, so wird es doch wenig beachtet, und ich behaupte, dals nur ein Zehntel solcher Ländereien bewässert wird, welche ihre Lage dazu eignet. In den meisten Fällen, wo drei oder vier Koppeln zusammenhängend liegen, kön- nen die zu unterst belegenen, wenn es Grasländereien sind, durch Zuleitung des von oben kommenden Regenwassers verbessert werden*). Tafel XVII. stellt die ganze Besitzung, nach Ausführung aller Anordnungen dar. Die Koppeln sind sich nun gleich, sowohl an Gröſse als Gestalt; ihre Seiten sind gleich- laufend und lassen das Pflügen des Ackers in gleiche Beete zu. Alles Oberflächenwasser wird in den offenen Heckengraben fortgeleitet. Man kann sich jedem Schlage auf dem möglichst kürzesten Wege, von dem Wirthschaftshofe aus, nähern. Nur zwei Drittheile der ehemaligen Thorwege sind jetzt erforderlich. 50 Acres sind tragbar gemacht, die sonst nutzlos waren, indem sie mit Strauchwerk verwachsen waren und schädliche In- sekten und Unkrautsaamen beherbergten. Die Dämme der ausgerodeten alten Hecken liefern so viel fruchtbare Pflanzenerde, die in allen Richtungen gebreitet, wenigstens 10 Acres in Kraft setzt. Das ganze ist offener und erzeugt eine gesunde Vegetation; die Menge einzelner in den Feldern zerstreuten Bäume giebt ihnen ein zierlicheres, park- ähnlicheres Ansehn. In dieser Charte, Taf. XVII., habe ich ebenfalls angedeutet wie das von den höher belegenen Koppeln 15, 16 und einen Theil von 17, so wie auch von 7, 3, 9, 10, 11, 12, 13 und 14, Hlieſsende Wasser, zur Bewässerung der niedriger liegenden Koppel 1 gebraucht werden kann, und daſs die kleine Wiesenkoppel 3 sehr vortheilhaft gelegen ist, um mit dem von den Schlägen 2, 4 und 5, flieſsenden Wasser welches sonst unbenutzt verlief, überrieselt zu werden. Auf diese Weise wird jeder Tropfen Wasser benutzt, ein wichtiger Umstand in Lagen, wo das Wasser sich vom Ackerboden herunter zieht und daher mit vielem Dünger und Modertheilchen geschwängert ist, welche den Boden verbessern*). Bemerken muſs ich, daſs die in den Koppeln 1, 2, 3 angegebenen Linien die Hauptbewässerungsgraben anzeigen, eingerichtet nach den Grundsätzen der Ueber- rieselungsanlagen. [Gebäude.] Die Wirthschaftsgebäude sind gröſstentheils von Holz; sie sind so geändert, umgestellt und vergröſsert worden, daſs sie jetzt den auf Taf. XVIII. gezeich- neten Wirthschaftshof, mit geringen Abweichungen, bilden. Das alte, unbequeme Wohnhaus ist in eine reinliche und anständige Wohnung umgeschaffen worden. Es ent- hält 2 gute Wohnstuben 1 und 2, ein Blumenhaus 3, auch zum Studier und Geschäfts- zimmer brauchbar. Eben daselbst ist eine Vorrathsstube für den Haushalter 4, eine Milchkammer 3, eine Küche 6, eine Hinterküche, welche zum Brau- und Waschhaus dient 7, eine Kohlenkammer 3, ein kleiner Stall 9, und ein Wagenschuppen 10, Betten *) In Kenton Farm habe ich dies mit Erfolg ausgeführt. Siehe Abschnitt III. Vrf. **½) Unbewuſst ist es mir übrigens ob unser Nachfolger in der Pacht diesen Theil des Plans ausgeführt hat. VFf. sAe — ‿☛ ☛ᷣ e.— ——— 5——————— 3— 4———————— 4— 2— 8 4 8 — . 1 3 . ———;;’;B—— —— MMrner V S 27 (◻* S 4☛☚242 rrrtt. = —₰ — — 3 —— N8= 8 — S Fig. 1. Fig. 4. 2 t Eloralion Sf The Farmery d. 1 M 4 74 · l 1ans Zleralion gf che Houfe we l. 25. 1 Eubluched, or herpriaon Mgizadn. Bleralwon f he Earmeny Il. 25. 8 S S 8 6 S S .S S S E S S „ rar A 1 ttttttt H —=— .— eeeeeee e ““ ☛————— 8—————————ꝛ———.—————— 2 4 1 4 2 ——— —————᷑——QOęOQ———— 4 8 4.„ 2————— 8— ☛ 22 A 4 1 ——————.—————————.———y „ — 37— für männliche Dienerschaft befinden sich über dem Stall und im Keller unter den zwei Wohnstuben. Der Küchengarten ist von der südwestlichen Seite offen, nach der Wiese zu belegen, von der Nord- und Ostseite aber mit einer festen Wand umgeben. Der Hühnerhof, wenn man dessen nicht bedarf, kann auch als Trockenplatz oder als Beigarten benutzt werden. Den Wirthschaftshof, so wie den gröſsten Theil der Gebäude, zeigt die Charte so deutlich, daſs es keiner Erklärung bedarf. Doch muſs ich erwähnen, daſs die zum Pferdefutter bestimmte Scheune auch das geknickte Weitzenstroh aufzunehmen dient, welches nicht verkäuflich ist; ferner das Bohnen- oder Erbsen-Stroh, das schlechte Heu und überhaupt alles was die Häckselschneider zum Pferdefutter brauchen. Im Winter kann dieses Futter mit schlechten Kartoffeln oder Rüben, und im Sommer mit Klee oder anderm grünen Futter gemengt werden. Da das Häckselschneiden in der Regel nach einem bestimmten Maaſse bezahlt wird, so muſs, um den Häckelschneider zu ver- hindern, das bereits bezahlte unter das neu geschnittene zu mischen, eine Häckselkam- mer dabei seyn, worin täglich alles Geschnittene, nachdem es dem Verwalter vorge- messen worden, aufbewahrt wird. Die Dreschmaschine in Woodhall ist eine Meiklesche; die hier in der Weitzen- scheune befindliche ist eine Leistersche, die zweckmälsiger in der Nähe von London zu gebrauchen ist, um das Weitzenstroh für den Verkauf unverwirrt zu erhalten. Die Winterschuppen(für Pferde oder Hornvieh) sind mit Krippen versehen, welche geradezu aus der Scheune durch die Seitenwände gefüllt werden, um das Ver- streuen des Strohes, wenn es über den Hof getragen wird, zu verhüten. In Höfen und Ställen wird möglichst wenig gestreut, aufser wenn das Stroh zu niedrig im Preise steht. Der Schweinestall ist so angelegt, dals das im Hause zubereitete Futter, oder der Abgang sofort hineingeschafft werden kann. Das Licht ist gänzlich ausgeschlossen, wo- durch mehr, wie man glaubt, der Schlaf der Schweine und das Fettansetzen befördert wird. Den Aufriſs dieser Wirthschaftsgebäude, welche mit Flachwerk gedeckt sind, um sie in Uebereinstimmung mit dem alten beibehaltenen Theil zu bringen, sieht man auf Tafel XIX. Fig. 3. Fig. 4. ist der Aufriſs von dem Hause. Die zwei Ansichten auf Tafel XX. zeigen die Gebäude nebst ihren Umgebungen von 1807. und 1811. [Fruchtfolge.] Hinsichtlich der Bewirthschaftung dieser Pachtbesitzung ist in Vor- schlag gebracht worden, die Koppeln 1 und 2 zu immerwährenden Wiesen niederzulegen; Koppel 17 mit Luzerne, und 16 mit Esparsett zu bestellen. Die übrigen Felder sollen nach folgender Rotation bebaut werden: 1. Kartoffeln, Rüben oder anderes in Reihen gebautes Gemüse, oder gedrillte Bohnen in Dünger. 2. Weitzen, etwas weniges Hafer für den Wirthschaftsbedarf. 3. Klee, zweimal gemäht; nach der Ernte mit Kompost überdüngt. 4. Desgleichen. 10 —— Wo diese Rotation zu befolgen ist*), da wird man finden, dals sie in der Nähe von London vortheilhafter, wie jede andere ist; da in vier Jahren die Ländereien nur einmal gepflügt und besäet werden dürfen, so kann die Anzahl der Pferde beträchtlich vermindert werden. Zu der Vorbereitung dieser, so wie zu jeder andern Rotation, wäre es besonders nothwendig, mehrere Stellen als Brache zu behandeln, einige alte Heckenreihen und andere Unebenheiten auszugleichen und den krummen Beeten eine gerade Richtung zu geben. Das bewegliche und todte Kapital einer solchen Wirthschaft besteht in folgendem: [Auslagen des Pächters.] 8 Arbeitspferde-—— Pf. St. 480 1 Reitpferd, 3 Milchkühe für den 6 Schottische Pflüge auf 2 Pferde— 30 Wirthschaftsbedarf, Schweine 6 dito Karren mit Leitern vorn u. dito, Hühneru. anderes FederviehPf. St. 150 hinten in der zu Middlesex üb- Dreschmaschine, nach Leister's Er- lichen Art für 1 oder 2 Pferde— 150 findung 1———— 150 6 Paar Kummet— 3—— 30 Geschirre, Spaten, Schaufeln, Gabeln, viereckiger Wagen auf 3 Pferde— 30 Hausensen, Leitern, Schubkarren, a Bohnendriller-Pflüge-—— 10 Säcke und Feimen-Unterlagen— 150 2 Walzen 3 3 3—— 20 Pf. St. 1200 Das bis zum Ablauf der Pacht erforderliche unbewegliche Kapital, um die Wirth- schaft im Ganzen zu erhalten; namentlich für Arbeitskosten, Dünger, Weitzen und Kleesaat, beläuft sich ohngefähr auf Pf. St. 1200. Die jährlichen Wirthschaftsausgaben mit Ausschluſs des Pachtzins, der Taxen und häuslichen Auslagen können sich belaufen auf-—— Pf St. 1500 Hierzu kommen 2o p. Ct. für die Abnutzungen des lebendigen u. todten Inventarii— 240 Zinsen 5 p. Ct. von dem zur Verbesserung des Bodens angewandten Kapital— 60 Der vom Afterpächter übernommene Pachtzins und Ausgaben——— I200 Gesammtbetrag jährlicher Ausgaben- Pf. St. 3000 Der Durchschnittswerth der verkaufbaren Erzeugnisse dieser auf vorbeschriebene Art bewirthschafteten Farm ist nach billiger Schätzung anzunehmen mit Pf. St. 4000. Daraus ergiebt sich ein Ueberschufs der jährlichen Einnahme gegen die Ausgabe von 10003 Pf., wovon der Pächter die Haus- und persönlichen Ausgaben, so wie die Un- terhaltung des Hausgeräthes zu bestreiten hat; ferner die oft weit mehr betragenden Zuschüsse in den ersten 3 oder 4 Jahren, bei miſslungenen Erfolgen im Wirthschafts- betrieb, bei Einführung neuer Einrichtungen, und endlich in unvorhergesehenen Rück- fällen um laufende Ausgaben und Veränderungen zu decken, die unvermeidlich für einen neuen Pächter sind. Dieser Verlust wird sicherlich, genau gerechnet, bei jeder *) Wenn der Boden den vielen Klee fortdauernd trägt? Th. ,————— ,————— 5— 539— Verwaltungsart für Unterhaltung der häuslichen Bedürfnisse, Abnutzungskosten u. s. w., sich auf eine Summe von 500 bis 600 Pf. belaufen*). Ausgaben für den Eigenthümer.] Die Auslagen für Bauten und Veränderung der Gräben wurden zwischen Eigenthümer und Pächter auf Folgendes verglichen. 1. Der Pächter übernahm die Pacht unter der Bedingung, daſs der Verpächter die Instandsetzung der Gebäude und der Gräben übernähme, so wie die Kosten um die Wirthschaft in Kultur zu bringen, vorausgesetzt, daſs diese eine bestimmte Summe nicht überstiegen; dals jedoch jede erforderliche Summe auch über den festgesetzten Betrag von dem Verpächter vorgeschossen werden muſs, wogegen der Pächter sie mit 6 pro Cent verzinset. 2. Beim Antritt der Pacht überschlug der Pächter gemeinschaftlich mit einem Oekonomieverständigen die Kosten der nöthigen Ausbesserungen und Aenderungen. Der ausgemittelte Betrag wurde, unter Aufsicht des Sachverständigen, der Bestimmung ge- mäſs verwandt, und jede nicht vorhergesehene, vom Pächter zur Verbesserung verlangte nöthige, im Voranschlag nicht ausgeworfene Summe, vorausgesetzt, daſs sie den Betrag von 500 Pf. nicht überstieg, wird von dem Eigenthümer gegen 6 pro Cent Zinsen, dem Pachtkontrakte gemäſs, vorgeschossen. Der zu Ausbesserungen bewilligte Betrag bestand in Folgendem: Für die Pächterwohnung und Wirthschaftsgebäude—— 8*- Pl. St. 18 ⁰ Für lebendige Hecken, Thorwege u. s. W.- ⸗— ⸗— 3-— 20o. Die vom Pächter gegen 6 p. Ct. Zinsen verlangten Vorschüsse, Behufs Erbauung einer Scheune, Tagelöhner-Wohnungen und Hecken-Anlagen—-— 300 Pf. St. 2300 Diese Art zu verfahren ist darauf berechnet: daſs der Pächter nicht Gefahr läuft die angefangenen Verbesserungen nicht nach Wunsch beendigen zu können, und den Ei- genthümer des Nachtheils zu überheben, einen Zuwachs der Einnahme um einen zu hohen Preis zu erkaufen. Bei der Annahme vorbenannten Betrages, der durch den Eigenthü- mer ein für allemal geleisteten Vorschüsse, kommt die Rechnung des Eigenthümers von Woodhall-Farm in folgender Art zu stehen: Deb. Woodhall einem Schott. Pächter überlassen. Contra Cred. Zäansen von Pf. 2 00 8- Pf, St. I00 Durch Pachtzins-—- Pl. St. 700 Dito von Pf. Zoo——— 15 Durch 6 p. Ct. für Pf. 3Zo o— 138 Dito von dem abgehenden Pächter für die nicht abgelassenen Pacht- jahre im Betrage von Pf. 1500—— 75 Reine jährliche Landrente-— 528 Pf. St. 718 Pf. St. 718 *) So hoch sich auch die Wirthschaftskosten in England belaufen, so scheint mir doch diese in Pausch und Bogen angelegte Berechnung übertrieben. Th. 1 1 1 G 1 — — — ““ A. —— ————— * — 1 14 — ———ÿ— — 4⁰— Eine andere Art die Rechnung zu stellen, ist folgende: Deb. Woodhall einem Schottischen Pächter überlassen. Contra Cred. Neunzehnjährige Annuität von Pl. Durch Pachtzins-.- Plf. St. 700 1500, beträgt jährlich. Pf. St. 124 Durch Zinsen von Pf. Zoo zu 6 p. Zinsen von dem Betrag der ein für Ct. Zinsen-——-— 18 allemal gegebenen Einrichtungs- kosten von Pf. 2300—-— 115 Jährliche reine Landrente-— 479 Pf. St. 718 Pf. St. 31 Die letzte Berechnungsart scheint die richtigste zu seyn, indem von den an den abtretenden Pächter gezahlten 1500 Pf., streng genommen nicht gesagt werden kann, daſs sie zur Verbesserung des Bodens verwendet wurden, obgleich sie allerdings in diese Kathegorie gehören, da um diesen Preis die Möglichkeit erlangt worden, die Verbesse- rungen 7 Jahre früher auszuführen. Im Jahre 1807. hätte Woodhall einem Englischen Pächter auf 19 Jahr überlassen, an jährlichen Pachtzins 500 Pf. eingebracht, wovon der Betrag von 1500 Pf. in Abzug zu bringen, ferner 500 Pf. für neue Bedachung des Hauses und des alten Wagenschuppens, und eine jährlich zu bestreitende Ausgabe von 20 bis 30 Pf., um die übrigen Gebäude in gutem Baustande zu erhalten; in diesem Falle würde die Rechnung so zu stehen kommen: Deb. Woodhall einem Englischen Pächter überlassen. Contra Cred. Neunzehnjährige Annuität von Pachtzins———- Pl. St. 500 1500 Pf., wirft jährlich ab Pf. St. 124 Zinsen vom Betrage für nöthige Ausbesserungen von Pf. 5— 25 Jährl. Ausbesserungen wie oben— 25 Reine Landrente-—-— 326 Pf. St. 500 Pf. St. 500 Der Ueberschuſs auf Seiten eines Schottischen Landwirthes beträgt 153 Pf. jährlich. Bemerken muſs ich indessen, daſs ein Englischer Pächter sich zu einem gleich hohen Pachtzins versteht, der Pachtkontrakt mag auf 14, 15 oder 19 Jahr geschlossen werden; dieser Umstand vermindert merklich den oben berechneten aus der Verpachtung an einen Schotten entspringenden Vortheil. Zur Zeit(1811) erreichen die Pachtgebote der Engländer fast die Rente zu der sich die Schotten verstehen können, so daſs jetzt letztere nur die bessere Bewirthschaf- tungsart im voraus haben. Dies rührt wohl von dem steigenden Preise der Ländereien her, so wie von den häufigen Verpachtungen an Schottische Pächter, veränderten An- sichten, und dem allgemeinen Bestreben den Ertrag jeder Art zu erhöhen. Man darf wohl erwarten, daſs auch dieser für die Verpachtung an Schotten sprechende Umstand bald verschwinden wird, indem die in Nord-England und Schottland üblichen einfa- cheren Ackerwerkzeuge, die zweckmäſsiger eingerichteten und zusammengestellten Ge- bäude und die minder kostbare Ackerbestellungsart, eine groſse Aufnahme in den süd- lichen Bezirken von England finden. Die Vorurtheile des Landvolkes gegen die Nord- Britten sind nach meiner Ueberzeugung so fest eingewurzelt, daſs wenn Güterverbesse- rungen durch Pächter beabsichtigt werden, ich es rathsam finde„ Eingebornen oder Be- nachbarten, wenn es nur aufgeklärte Männer sind, den Vorzug zu geben. Man wird auf diesem Wege gewils das Ziel erreichen, und sollten auch die Fortschritte minder rasch seyn, so erspart diese Rücksicht beiden Theilen manches Unangenehme*). Hauptstück III. Einrichtung einer nahe bei London belegenen, gröſstentheils in Wiesen bestehenden Pachtbesitzung, oder Beschreibung von Kenton-Farm in Middlessex. S. Taf. 21 bis 25. [Lage.] Da⸗ 30° Acres groſse Pacht liegt(9 Meilen von London) in dem Kirchspren- gel Harrow und Stanmore. Der Boden neigt sich sanft von Norden nach Süden und be- steht in magerem, bäündigen, gelben Thon. Die Ländereien waren gröſstentheils seit lange eingehegt; 230 Acres davon wurden als Wiesen benutzt, 4o standen unter dem Pfluge und 40 lagen in mehreren Parcellen zerstreut auf der unverkoppelten Gemeinde- Feldmark. [Forhergehender Zustand.] Kenton war verpachtet gegen alljährliche gegenseitige freie Aufkündigung(at will) zu 13 Schilling per Acre, wobei der Pächter alle öffentli- chen Abgaben und den Zehnten zu tragen hatte. Mein verstorbener Vater pachtete diese Besitzung auf 17 Jahre(im Jahr 18⁰3.) für die jährliche Rente von 750 Pf. St., ohne Leistung des Zehnten. Im übrigen waren die Pachtbedingungen wie bei Woodhall. Die anderweitigen Lasten dieses Pachtguts möchten 250 Pf. St. des Jahres, nach einem billigen Durchschnitt, betragen. *) Ich erinnere hier an das, was ich in der ersten Anmerkung über die Nationaleifersucht der Schotten gegen die Engländer gesagt habe. Der Verfasser scheint doch zu fühlen, dafs der Vortheil, den er vorher beim Schotti- schen Pächter in Anschlag brachte, ins Lächerliche falle. Th. 11 „ — 2— — — Ueber die vom vorigen Pächter befolgte Behandlungsart der Wiesen sowohl als der in Gemeinschaft belegenen Felder läſst sich nur bemerken, daſs dieser von den bei kurzen Pachtfristen unvermeidlichen Mängeln nicht frei war. Seit beinahe 20 Jahren bekamen diese Ländereien wenig oder keinen Dünger, sie waren deſshalb so erschöpft und mit Unkrautsaamen angefüllt, daſs sie fast keine verkäuflichen Erzeugnisse hervor- zubringen im Stande waren. Hätte man sie in der letzten Hälfte der Pachtperiode gedüngt, so gewannen wir beim Antritt unserer Pacht den Ertrag zwiefach, d. h. im Durchschnitt eine halbe Last (2184 Pfund) Heu per Acre mehr. Die eingehegten Felder wurden etwas besser als die Wiesen und unverkoppelte Felder behandelt; doch wurden sie gleichfalls nach der hier üblichen Dreifelder-Wirth- schaft nach reiner Brache mit Weitzen und dann mit Bohnen bestellt. Gegen 15 Acres waren mit überflüssigen Hecken bedeckt, welche stellenweise die Breite von 4o bis 5o Fuſs hatten, und hauptsächlich aus Schwarzdorn-, Haselnuſs-, Kor- nelkirschen-, Hagebutten-, Spitz-Ahorn-, Brombeersträuchern und Weiden, aus Ampfer- kraut, Disteln u. dgl, bestanden. Der Zweck der vorzunehmenden Verbesserungen ging dahin, den Ertrag des gröſs- ten Theiles der Wiesen aufs Höchste zu bringen, einen Theil zu Schwemmwiesen ein- zurichten, das verkoppelte Ackerland aber bei der früheren Bestimmung zu lassen, und mit Getreide und Futterkräutern abwechselnd zu bebauen, die in Gemeinheit liegenden Felder aber derselben zu entziehen und zu verkoppeln. Daneben lag es in dem Plane des Eigenthümers diese Besitzung zu verschönern. Die alten Gebäude eigneten sich aber wenig zu diesem Zweck, weshalb ein neuer Wirth- schaftshof angelegt, und hierzu eine schickliche Stelle in der Mitte der Besitzung und entfernter von Stanhope-Park, erwählt wurde. Um die Besitzung mehr abzuschlieſsen, wurden mehrere um den alten Pachthof belegene Landparzellen gegen andere in der Nähe des neuen Wirthschaftshofes befindliche Ländereien vertauscht. Siehe Taf. XXI. und XXII. Auf beiden Seiten der Landstraſse liegen die Ländereien so bequem, daſs wenn die in Gemeinschaft befindlichen Ackerstücke daraus gezogen, eingehegt, und zu Gras niedergelegt werden, die Länge der Feldwege nicht ⁊ einer Englischen Meile betragen wird. [Verbesserungen.] Das nächste Geschäft war eine passende Lage für den Wirth- schaftshof auszusuchen, die Gebäude zu entwerfen und auszuführen. Die Oertlichkeit bot die gelegenste Baustelle und erleichterte die Wahl. Den Bauplan entwarf mein Vater unter Zuzichung eines geschickten Mannes(Hr. P. Abraham). [Gebäude.] Taf. XXIII. zeigt vollständig und deutlich die Einrichtung der Ge- bäude und ihre verschiedene Bestimmung. Der Feimenhof ist klein, weil bei Pachtbe- — ——— B Kd M aer We Io9. with tche fences AEL VTON ——— —————“ S——*—— 3 2— 4.— 4— —— 5———. 1 1 ————— — 3—— A———.— ——————————— —— 1— ——— 45 —————y—yÿyy y y—ͤͤ —ü————— —ͦ—ᷣ——————— X ☛ N — 3 — 8 8 — 4 8 1 — — 2* 3 4 — — 1 — N 8 S 3— ——. 1 N— 8 & S — — — △— 1 — 6 D 8 S B „* — 4 —„ e 3 4—————y——.——— 2 —— 4 3—————————— 8*— 4*——————. v 2———— *——— 8——* A 4———————————— eH eA e = +P ν Q rr Leerüen 8 Nelottt⸗ Ja 4☛ꝙ f 2 6 H 2 35 — L — P VSv eeele 2., onpon eudlto,dus 8 2 35 21-40) .42 —— Lod, Auuneeu 8 5 L HE L121 S Xeinig SSSmRnwewe ——— E vat 4 7 J tnt XdsaAdd=M 34OLIIHIIS G dSIVX NSdV I e o Nr. —— ——— — 43 sitzungen, die meist aus Wiesen bestehen, die Feuersgefahr vermindert und Erntefuhren erspart werden, wenn man bewegliche oder unbewegliche Feldscheunen und daneben die meisten Heuschober anlegt.. Die Tafel XXV. zeigt die Pächterwohnung und Wirthschaftsgebäude. Hierauf folgte die Veränderung der Koppeln an Umfang und Gestalt. Zu diesem Behuf wurden überflüssige Hecken und verstrauchte Flecke ausgerodet. Wenn diese Arbeit gleich bei Wiesengütern minder wichtig ist als bei Ackergütern, so belohnt sie dennoch den Pächter, indem er einige Acres damit gewinnt die früher keinen Nutzen brachten. Der Vermehrung der Insekten und Unkräuter wurde gewehrt, und ein groſser Vorrath fruchtbarer, aus verweseter Spreu, Laub, Unkräutern u. s. w. entstandne Damm- Erde gewonnen, welche auf dem Graslande zerstreut fast eben so vortheilhaft als ver- rotteter animalischer Dünger wirkt. Ein ansehnlicher Bestand solcher Pflanzenerde ist in Kenton-Farm vorgefunden worden, und ward entweder umgestochen und auf Wiesen zerstreut, oder in Haufen geschüttet, mit Kalk oder animalischem Dünger gemengt, um sie zum beliebigen Gebrauch in Bereitschaft zu halten. Dornsträuche wurden umge- hauen, mit Erde vermengt, zuweilen aber wurde das ausgerodete Strauchholz mit Erde bedeckt und verkohlt, welches ein vortreffliches Dungmittel abgab, bestehend aus kal- cinirter Pottasche(calcined olayi alkali) und der Kohle. Die neue Einrichtung der Hecken, Graben u. dgl. wurde auf Kosten des Pächters ausgeführt. Die Kostenrechnung ist folgende: Deb. Kenton-Farm. Pf. St. Sh. Contra Cred. Pf. St. Sh. Die Rodungskosten der überflüssi- Der Betrag des Pachtzinses und der gen Hecken u. dgl.-—- 414 13 Abgabe für 15 durch Rodung Die ausgerodeten Hecken hatten an nutzbar gemachten Acres zu 50 Frennholz allſihlich geliefert Pf. fährlich, macht in 14 Jahren 494 13 für 10 Sh. per Acre im Gesammt- Der Werth des ausgerodeten Brenn- betrage 7 Pf. 10Sh., mithin wäre holzes und der daraus sich erge- der Gesammtertrag in 14 Jahren 74 35 benden Düngmittel so wie der Unfchlbarer, aus dieser Verbesse- durch die verminderte Zahl der rung entspringender Vortheil 155 15 Thorwege hervorgehenden Er- sparniſs der Unterhaltungskosten 160 18 644 13 644 18 Bei dieser Berechnung ist der zu erwartende Ueberschuſs über den Pachtzins nicht in Anschlag gebracht worden; nehmen wir nun diesen zu 20 Pf. per Acre an, welches bei einem Pachtgut der beschriebenen Art das Durchschnitt-Ergebniſs seyn möchte, so wird der jetzige Betrag 15 Pf. seyn, mithin in 14 Jahren 143 Pf. 8 Sh.*), und summirt *) In obiger Berechnung haben sich mehrere Fehler eingeschlichen, die zu unrichtigen Folgerungen verleitet haben, sie sind dahin zu berichtigen: —— ——ÿ— ————-—— 4† —õÿy———— ——yÿ——————————— man diesen Betrag mit dem oben angegebenen von 155 Pf. 15 Sh., so ergiebt sich aus dem Ausroden der Hecken der Totalgewinn von 304 Pf. 3 Sh. oder gegen„ p. Ct. von dem ausgelegten Kapital. Diese Zinsen sird zu wenig lohnend für den Pächter, und ich glaube unwiderleglich dargethan zu haben, daſs die zu erwartenden Vortheile nachhal- tig sind, und demnach diese Verbesserungen auf Kosten des Eigenthümers ausgeführt werden müſsten. Noch ist zu bemerken, dals wenn der Pächter nicht 484 Pf. für die sehr mälſsige Verzinsung von 7 p. Ct. auslegte, derselbe während seiner Pachtperiode 420 Pf., d. h. den alljährlichen 50 Pf. betragenden Pachtzins für die, keinen Ertrag ge- währenden, 15 Acres eingebüſst hätte. [Wiesen.] Die verwilderten Wiesen sind aufgebrochen worden, weil dies das beste Verbesserungsmittel der Wiesen im Allgemeinen ist, und sie auf diese Art mit den geringsten Unkosten zur Bewässerung vorbereitet werden. Wir haben hier reine Brache gehalten, Kalk und animalischen Dünger aufgefahren, der Oberfläche die Gestalt von Beeten mit Furchen auf dem Rücken und an beiden Seiten gegeben, wie solche dem Zweck der Entwässerung entsprechen und darauf die Flecke nach vorhergehender Bestel- lung mit passendem Grassaamengemenge niedergelegt. Vier Felder, 50 Acres enthaltend, wurden im Jahr 1808. aufgerissen und mit Hafer bestellt, sie sind nun(3 Jahr darauf) nach Kartoffeln und nach Brachbestellung mit Weitzen besäet. In dem, auf diese Ernte folgenden Monath März wurden hier nachstehende Grä- ser in folgender Quantität auf jedem Acre ausgesäet: Pf. St.⸗ Sh. I P.— 1 Pfund rothen Klee———. 1— kriechender Klee— 1— 6 6— wilden Wiesenklee--— 8—-—— 2— weiſsen Klee—..—.—— 2—. 4— Pimpinelle——— 8-—-—— 5—. Latus* Pf. St. Sh, 13 P. 6. Deb Xenton-Farm. Pf. St. Sh. Contra Cred. Pf. St. Die Rodungskosten u. dgl. betrag3en-- 414 18 Der Betrag des Pachtzinses und der Abgaben für Die ausgerodeten Hecken hätten Brennmate- 15 durch Rodung nutzbar gemachte Acres rial jährlich geliefert für 7 Pf. 10Sh., mit- 50 Pf. jährlich, machen in 14 Jahren 700 hin in 14 Jahren für———- 105 3 Der Werth des ausgerodeten Holzes u. s. w. be- Der unfehlbare Vortheil aus der Rodung trägt nach des Verfassers Angabe- 1 50 während der Dauer der Pacht--- 330 2 85— 50— 85⁰ Wird nun zu obigem Vortheil der 330 Pf. St. 2 Sh. der zu erwartende Pachtgewinn mit 15 Pf. jährlich, mithin in 15 Jahren mit 210 Pf.(und nicht 148 Pf. 8 Sh.) gerechnet, so ergiebt sich ein totaler Gewinn von die- ser Verbesserung von 540 Pf.(und nicht von 304) und demnach uüber 9 p. Ct.(und nicht 7 p. Ct.) von dem wirklich ausgelegten Kapital. Hätte sich der Pächter nicht zu dieser Verbesserungsausgabe von 414 Pf. 18 Sh.(und nicht 484 Pf. 8 Sh.) weil die nachhaltige Nutzung der Hecken durch Abholzung, die nach der Rodung aufhört, nicht als Vorschuſs betrachtet werden kann(da im Gegentheil, das in Heckenholz steckende Kapital durch die Rodung realisirt wird) entschlossen, dann hätte er jährlich, nach Abzug des Werthes der nachhaltigen Heckenabholzung zu erwarten- den Brennmaterials, zu 7 Pf, Io Sh. jährlich, 42 Pf. 10 Sh. jährlich, mithin in 14 Jahren 595 Pf. St. eingebüſfst. Uebepsetzer. * Transport- P St. Sh. 1 P. 1 1 8 ·q— 1 1 Pfund spitzigen Wegerich(ribgrass) 1— Lischgras-— 3— 3 5—-— 2— 1— Wiesen-Schwingel(fescue) — Wiesen-Fuchsschwanz 3— 3—-— 4— ¼— Kammgras——— ⸗ 3——-— 3— 2 Paks(1 Buschel ist gleich 4 Paks) engl. Reygras—--— 3—- 2 dito Rispengras- 3—— 5—— 1— 4 in allem 1½ Buschel Grassaamen Pf. St. 2 Sh.. P. Bei ergiebigerm Boden wäre von folgender Grassaamen-Mischung besserer Heu- ST trag zu erwarten. 6 Pfund wilden Wiesenklee-.-* Pf. St.- Sh. 9 P. 1— wEeiſsen Klee—.—.——— 1— 1 2— englische Pimpinelle- 3. 8—-—— 1— 3 2— Wiesen-Schwingelgras ⸗— 3—— 10—— 2 Paks Wiesenfuchsschwanz-— 3——-— 17—— 1— ausdauerndes englisches Raygras zur unmit- telbaren Benutzung—————-— 1— 3 Pf. St. 2 Sh.- P.. Bei beständiger Bewässerung würden 2 Buschel Wiesen-Fuchsschwanz(4o0 Sh. kostend) ohne Zusatz von Klee oder Pimpinellsaamen, vorzüglicher seyn. Die blauen Linien auf Tafel XXII. zeigen die, auf dem Fleck von 8 Acres bereits ausgeführten Zuleitungs- und Entwässerungsgraben an; andere 2oo Acres werden eben so eingerichtet, sobald mehrere Felder zu Gras niedergelegt worden. Die Bewässerung bewirkt hauptsächlich ein Strom welcher durch den Teich bei der alten Pächterwohnung flieſst. Unser Recht, das Wasser aus demselben abzuleiten, wird jetzt bestritten; in der Regenzeit benutzen wir jedoch das Wasser, welches von der Land- straſse, den Grenzhecken und den nördlich und östlich belegenen Höhefeldern herabflielſst. Die Graben sind im vorigen Februar beendigt worden, und haben den Heuertrag sicht- bar vermehrt. Sollte die Gemeinheitstheilung zu Stande kommen, und die auf Taf. XXII. mit punktirten Linien bezeichneten 40 Acres für dies Pachtgut gewonnen werden, so könnten alsdann sämmtliche Ländereien, mit Ausschluſs des Ackerlandes, und gegen 30 Acres Wiesen, welche höher als der höchste Standpunkt des Wassers liegen, bewässert werden. V Eine durch Fangwasser(catch worle) bewerkstelligte Bewässerung, erzeugt weder so viel Kosten noch Vortheil als die periodisch-regelmäſsige, freilich groſsen und nach- haltigen Wasserzufluſs erfordernde Ueberrieselung, durch Kunst geebneter Schwemm- 4 12 — — 4 6— wiesen(water meadow). Jedoch ist bei den jetzigen Verhältnissen keine höhere Nuz- zungsart solcher Wiesen möglich. An der beobachteten Verfahrungsart ist nur auszusetzen, daſs die Wiesen statt des Abschälens und Brennens des Rasens mit dem Pfluge aufgebrochen worden. Bei je- nem Verfahren ist auf reichliche Getreide- und Futterkräuter-Ernten zuverlässiger zu rechnen, auch kann das Land dann früher mit Grassämereien bestellt werden. Bei dem andern, besonders wenn der Boden strenge ist, sind die nächsten 2 oder 3 Ernten höchst unsicher, und man kann nur auf Bohnen und Hafer Rechnung machen, indem der Boden zu wenig vorbereitet ist um Kartoffeln zu tragen; auch leben die unverweset gebliebe- nen Pflanzen im Winter wieder auf und verdrängen die Weitzen- oder Klee-Pflanzen. Leichter Boden, wie der von Woodhall und dem daran stoſsenden Gut Herrn Drumonds, kann jedoch vortheilhaft mit dem Pfluge aufgebrochen und nach zweima- liger Bestellung mit Kartoffeln, darauf aber nach Umständen, mit Weitzen besäet werden. Daſs wir den Aufbruch mit dem Plfluge statt des Rasenbrennens wählten, hat uns einen Verlust von etwa 3000 Pf. verursacht. Es giebt Fälle, wo nach dem Rasenbrennen die Wiesen im nämlichen Jahre wieder mit Gras besäet wurden; ich behaupte jedoch, und die allgemeine Erfahrung bestätigt es, daſs es in der Regel vortheilhafter ist, die Wiesen erst im vierten Jahre, nachdem sie 3 Jahre unterm Pflug gestanden, wieder zu Gras nie- derzulegen, damit der Boden den vollen, dem Kulturwechsel entspringenden Vortheil genieſse, bevor er zu seiner ursprünglichen Bestimmung zurückkehrt*). Die Kosten der nachhaltigen Verbesserung dieses Pachtguts sind folgende: Deb. Kenton-Farm. Contra Cred. Zinsen von dem zum Bau des Pachtrente beträgt—- Pf. St. 750 Wohnhauses und den übrigen Die Zinsen von 200 Pf. zu 6 p. Ct. Wirthschaftsgebäuden ausge- berechnet-——— 12 legten und zur Instandsetzung der Brücken und Thorwege ver- willigten Kapital von 2500 Pf. Pf, St. 125 Zinsen von dem zum Dreschma- schinenbau bewilligten Zuschuſs von 200 Pf.—.— 15 Der Werth des durch den Eigenthü- mer übernommenen Zehntens— 50 Der Betrag der reinen Landrente— 377 Pf. St. 762 Pf. St. 762 Der Werth des erforderlichen lebenden und todten Inventarii, des Pächters Aus- gaben und die zu erwartenden Einnahmen mochten folgende seyn: *) Dann muſs der Boden aber auch Dünger erhalten; sonst wird er sehr langsam sich wieder berasen. Th. — — —— —— 6 Pferde 5—- Pf. St. 3oo0 3 Walzen———- Pl. St. 30 4 Pflige— 5 3 3—- 20 RKeitpferde, Kühe, Schweine, F eder- 4 Karren mit Ernteleitern nach vieh u. s. w.— 5—— 150 Middlesexer Art zum Heuver- Pferdegeschirre, Spaten, Schaufeln, fahren————— 100 Heugabeln, Rechen, Siebe, Säcke, vierrädriger Wagen für ein Drei- Schubkarren, Schoberunterlagen gespann== ⸗—— 3⁰ und dgl.——— 2— 14 4 Paar Eggen.-—— 2o Gesammtwerth des lebenden und 1 Bohnen-Saatmaschine-—— 3 todten Inventarii-- Pl. St. goo Auſser den Instandsetzungskosten wird ein Verlagskapital erfordert, das auf Arbeit, Dünger, Weitzen, Kleesaamen u. s. W. verwandt, sich beinahe auf 800 Pf. belaufen möchte. Die jährlichen Wirthschaftsausgaben ohne den Pachtzins, die Abgaben und die Haushaltsausgaben mögen betragen———— ⸗- Pl. St. 1000 160 20 p. Ct. Zinsen vom Kapitalwerth des lebenden und todten Inventarii Hierzu kommen 5 p. Ct. des auf den Boden verwandten Kapitals- 5— 40 — 1012 Ferner der Betrag der Pachtrente 762 Pf., Abgaben 250 Pf., in allem Totalbetrag der jährlichen Ausgaben- Pf. St. 2212*). Der Durchschnittswerth der jährlich auſser dem Wirthschaftsbedarf ver- kauften Erzeugnisse, vorausgesetzt daſs Ioo Acres bewässert werden(catch work irrigation) kann betragen--—— 8 3 3- Pl. St. 3000 Demnach gewährt die Einnahme einen Ueberschuſs von F. St. 798, aus welchem der Pächter seine Haushalts- und persönlichen Ausgaben bestreiten, die Abnutzung der häuslichen Geräthe decken und davon leben muſs. Auſserdem muſs er auch noch aus diesem Ueberschuſs das, in den 3 oder 4 ersten Pachtjahren zur Verschöne- rung, und zu nachhaltigen Verbesserungen angelegte Kapital tilgen; ferner die erlittenen Unfälle, Versuchskosten und die zur Erreichung des höheren Ertrags verwandten Aus- lagen damit decken. Der Schaden, den mein Vater bei der Pacht von Kenton, durch seine Krankheit und durch die fehlerhafte Art die Wiesen aufzubrechen, erlitten hat, übersteigt sicher- lich die Summe von 4000 Pf. St. Dieses Kapital in eine vierzehnjährige Rente(annuity) angelegt, hätte jährlich 400 Pf. St. gebracht; diesen abgezogen von z88— 80 verbleiben nur 388 Pf. St. zur Deckung der häuslichen und Wirthschafts-In- ventarii-Ersatz-Kosten. Aehnliche Berechnungen über Einnahme und Ausgabe in Woodhall, sind nach Gut- dünken angelegt; die gegenwärtigen gründen sich aber hauptsächlich auf die Wirthschafts- register. *) Unbegreiflich bei diesem kleinen Wiesen-Gute. Th,. —-— 48— Da Pachtbesitzungen solcher Art um London sehr zahlreich sind, die in Kenton von Ziegeln erbauten, mit Flachwerk gedeckten Gebäude jedoch mehr kosten, als man- cher zu verwenden hat, so habe ich auf Tafel XIV. eine Wirthschaftshof-Anlage für eine Besitzung von 500 Acres entworfen, deren Ausführung nur 750 Pf. erfordert. Die Gewinnung von Wiesenheu wird als Hauptgegenstand der Bewirthschaftung angenommen, so daſs man nur 20 bis 30 Acres unter dem Pfluge hält, um den zum ei- genen Verbrauch nöthigen Klee, Stroh, Kartoffeln u. s. W. zu erbauen. Das Ackerland wurde, wie in Kenton, in 4 Schläge gelegt und folgender Fruchtwechsel eingeführt. 1. Kartoffeln, Bohnen u. dgl. in Dünger. 2. Weitzen und Hafer, mit im Früh- jahr untergesäeten Kleesämereien. 3. Klee, besonders der ausdauernde kriechende, der 2 oft 3 bis 4 Jahr aushält, zweimal gemäht und darauf mit Kompost gedüngt. 4. Klee, zweimal gemäht, und im Herbst zu Kartoffeln gepflügt. Hafer und Bohnen werden nur so viel gesäet als der Viehstand in den Winter- und Frühjahrs-Monaten, ehe frischer Klee vorhanden, erfordert. Ist eine solche Pachtung einmal eingerichtet, dann reichen 3 Ackerknechte, 6 Pferde und 1 Tagelöhner hin, um die täglichen einzelnen Arbeiten zu bestreiten. Bei der Heu- und Getreide-Arbeit kann man Tagelöhner annehmen. Die eigenthümliche Gestalt der Gebäude erspart Wände und Dächer und gestattet dem Pächter aus seinem Zimmer die Aussicht auf jeden Ausgang der Wirthschaftsgebäude so wie auf alle Arbeiten im Hofe. Von dem Mittelgang aus kann er alle Vorräthe, Pferde, die Scheune und Häckselkammer leicht übersehen, weil alle Scheidewände nur 4 ꝝ½ Fuſs hoch sind. Der Fuſsboden des Wohnzimmers ist 3 Fuſs höher als in den Stal- lungen; und so kann der Pächter am Tische durch den offenen Wagenschuppen und die entferntern offenen Scheunthore alles übersehen. Die Gebäude sind von Holz, mit Theer und Oker überzogen und mit Papierdächern versehen. Die Pferdetränken haben geschlän- gelte Gestalt und sind zur Verschönerung umpflanzt. Fig. 1. und 2. auf Tafel XIX. ent- halten die Aufrisse der Wirthschaftsgebäude und der Pächterwohnung. Hl au D t S t u c k. IV. Einrichtung eines Pachtguts welches aus Gemeinheits- und aus verkop- pelten Ländereien besteht. S. Taf. XXVI, bis XXIX. —-——— L7 VM enn ein Grundstück welches aus der aufgehobenen Gemeinheit erworben worden, mit einer bestehenden Wirthschaft sich nicht zweckmäſsig vereinigen läſst, so muſs es zu einem neuen Pachtgut eingerichtet werden. Der Umfang wie die Einrichtung, welche —— — AeAAAAmAmAEE kosod Lommon. 7 720710 mol Vrvin, e 0 „ 70 Inuble to be 5 0 3 , / So Mara 9. containing: AM 4 I Vor 44 — Zadaock — 22 3 ——— 2 — 8 3 228 GA Dk. ————— ——B————õ — n AAAAAAnAAAATAAAmAEAEmAEm —— — ooo 2 —— ———n ——— —ꝛ emmn erAen man solchen Pachtgütern geben muſs, wird durch Boden, Lage, Oertlichkeit etc. be- dingt*). Nach Aufstellung der allgemein gültigen Grundsätze für solche Fälle, folgt die Beschreibung zweier auf Oertlichkeit berechneten Anlagen. 1, Der Vortheil, welchen die Naturbegünstigungen gewähren, muſs andern hö- hern Rücksichten weichen. So mag es z. B. zweckmäſsig werden, einen Fleck zum Weitzenbau oder für Schwemmwiesen geeignet, mit Forstbäumen zu bepflanzen, zur Run- dung des Forstrevieres, und hierin das Einzelne dem Ganzen unterzuordnen. 2. Die Lage, wie z. B. die Nähe oder Entfernung einer groſsen Stadt. Ein beschränkter oder reichlicher Absatz mancher Erzeugnisse kann eine beson- . dere Bewirthschaftungsart erfordern. 3. Olt muſs das Wirthschaftssystem lediglich der Beschaffenheit des Bodens an- gepaſst werden; dürrer Sand oder Kies, kalkige Unterlage, undurchlassender Thon, sumpfiger oder Moorboden, Marschboden u. s. W., erfordern eigenthümliche Bestellungs- art, und Gebäude von besonderer Lage und Beschaffenheit; eigne Fahrwege, Hecken, Ge- stalt der Koppeln u. s. W. Es würde jedoch zu weitläuftig werden, Beispiele von jeder Art hier aufzustellen. 4. Auch die Oberfläche, jenachdem sie eben, hüglicht, bergigt, steil, abschüs- sig, oder unregelmäſsig ist; verdient fast eben so viel Rücksicht als die verschiedene Beschaffenheit des Bodens. Tafel XXVI. zeigt eine Wege- und Heckenanlage, für ein Pachtgut aus Gemein- heits- und urbaren Ländereien entstanden, dessen Bestandtheile unter drei verschiedene Kathegorien gehören. Zu der ersten Kathegorie gehört ebene Oberflächo, strenger, undurchlassender Thonboden, feuchtes Klima, entfernte Lage vom Absatzort, wobei man beabsichtigt, dem Boden den gröſstmöglichsten Ertrag abzugewinnen. Die angemessene Gröſse dieses Pacht- guts ist 350 Acres. Die heste Anwendung hiervon ist 180 Acres als Ackerland und das übrige als Viehweide zu nutzen. Das Ackerland würde folgender Fruchtfolge unterliegen. 1. Gedrillte Bohnen, oder reine Brache im Dünger. 2. Weitzen. 3. Klee und Raygras zum Abweiden oder zur Fütterung für das Mastvieh. A Weirzen oder Hafer gedüngt, nachdem der Klee gemäht worden. Es sollen alle Grasländereien hauptsächlich mit Mastvieh abgeweidet werden; doch erhalten zehn Kühe für den Milchbedarf und die Nachzucht„so wie einige Schaafe ihre Nahrung daher. *) Man wird nicht leicht zwei Oertlichkeiten von gröfserer Ausdehnung so übereinstimmend ünden, daſs das, was der einen angemessen ist, auch für die andere passe. Dennoch geben gehäufte Beispiele Ideen, die zweckmäſsig angebracht werden können. Sie sind daher nicht unnütz, und es wäre zu wünschen, dafs wir auch in Deutsch- land neben der Wirthschaftsbeschreibung auch häufiger leichte Umrisse, wie das Areal jedes Guts in Koppeln aus- gelegt und mit dem Hofe verbunden ist, erhielten, wenn sie auch nicht mathematisch genau wären. Th. 13 — .——————=— 3————. —.——— —————— —— —— . — ———— —,——— —————— Die Gebäude und Feldwege liegen in der Mitte der Besitzung, nach den Grund- sätzen welche das erste Hauptstück aufstellt. Der Wirthschaftshof enthält Stallungen für 4 Arbeitspferde, und einen offenen Schuppen für 30 Mastochsen; eine Scheune mit einer vom Wind getriebenen Dresch- maschine*), einen Kuhstall für 10 Kühe, nebst andern wirthschaftlichen Räumen. Der mittlere Theil dient als Ackerland um dadurch Fuhren zu ersparen, die Ackerschläge sind viermal so groſs als die Graskoppeln, und zwar so, daſs jedes Feld vermittelst offener, zur Ableitung des Oberflächenwassers kreuzweis gezogener Graben, eine viertheilige Koppel bildet. Die 2 kleinen mittleren Ackerfelder tragen Gemüse, Wasserrüben, Kartoffeln, Kohl, Kuh- und anderes Viehfutter abwechselnd mit Weitzen. Die eingezäunten kleinen Grasgärten(paddoks, and eloses) am Wirthschaftshofe sollen den Kälbern und Füllen zur Weide dienen. Jeder Grasflecken enthält nur 10 Acres, da die Erfahrung häufigen Wechsel der Weide lehrt. Sie liegen am entferntesten vom Wirthschaftshofe, weil sie keine Fuhren erfordern und mehrere, im niedrigsten Theile der Besitzung liegend, bewässert werden können. Die Hecken sollen keine hochstämmigen Bäume enthalten, weil diese bei fla- cher Lage und bündigem Boden schädlich wirken. Weitzenbau und Mastvieh werden fast ausschlieſslich berücksichtigt; jener, weil er die weite Versendung am besten lohnt; dieses, weil es wegen der leichteren Verschik- kung nach allen Orten hin stete Nachfrage hat. Die zweite Kathegorie enthält leichten mürben Boden, fast ebne Oberfläche, ein fruchtbares Klima und freie Lage in der Nähe eines Seehafens*). Kartoffeln und Fut- terkräuter vertraten hier die Stelle der Bohnen im vorigen. Erstere zur Versendung nach London zur See, letztere zum Winterfutter für das Zuchtvieh. Auf zu mürbem Boden oder nach zu spät eingeernteten Gemüs- und Futterkräu- tern, kommt statt des Winterweitzens, Gerste oder Hafer. Die niedrigen Graslände- reien sind möglichst zu bewässern. Die dritte Kathegorie hat eine hüglichte Oberfläche, deren höchster Rücken die Mitte der Besitzung ausmacht, einen mürben lehmigen Boden mit undurchlassender Un- terlage, entfernt von Marktplätzen. Die Ackerländer gestatten dieselbe Fruchtfolge wie die erste Kathegorie; über den Grasfleck am Rande der Besitzung wird man zweckmälsig das vom Höheboden her- abflieſsende Wasser leiten. Hochstämmige Bäume sind zweckmäſsig für die Hecken der Graskoppeln. *) Die Kraft des Windes hat man bei Dreschmaschinen, der ungleichen Geschwindigkeit wegen, sehr unzweck- mäfsig befunden. Th. **) Einen Theil der zu den Gütern Suraton bei Whidby gehörigen Gemeinheitsländereien habe ich hier im Sinn. Vrf. 2 , 88 Ua Flohrn Vor a Farm at — UWralfacin Worntollt. SSe 8 6e eh 62 Cotdaundu oa- Wes — 5 Water D72 al0. 200 Acres ☛ — . A — * — 2 4 —, A 8 — ◻☛ A e S— ee cau gendu, Ke e hcchns 5G ) 2 29 2 Siun, 2 ₰ A 290 arar 200 Acres 3 G &. 8 4 &S 8‿ 8—5 K 5 — 8 WS emAARAmAAAAnAAæAGòO&G 7³ 7— 39 5 —₰ 4 . S, S Agisee S1„ M H S. 80 S ——— 2— ———————— ———— ——— 3 2 4 4 * 8* B 1 8 1— 98—— 1 A Taf. XXVII. stellt die Verbindung eines Theiles des kürzlich verkoppelten Ge- meinfeldes mit einem kleinen längst verkoppelten meist aus Grasland bestehenden Pacht- gute vor. Ein Theil der Herrschaft Wrightham in Norfolk, W. Colhoun gchörig, schwebt mir hierbei vor. Die ursprünglich verkoppelten Felder und der Wirthschaftshof waren auf einer eite durch eine Landstraſse von der Gemeinheit geschieden, von der andern aber durch einen See verbunden, wie der Plan zeigt. Der Boden ist schwarze mürbe Erde mit kiesiger Unterlage; die Oberfläche hat sanften Ahhang nach dem See zu. Die alte Päch- terwohnung soll beibehalten werden, und nächstdem ein groſser Theil der einzuhegen- den Gemeinäcker mit der angränzenden Pachtung vereinigt werden, um dadurch mit den geringsten Auslagen den reichsten Ertrag zu gewinnen. Der Boden dieser Gemeinäcker ist reiner Sand(poor light sand) mit fast ebner Oberfläche. Die örtlichen Verhältnisse lassen Pachtungen von der gröſsten Ausdehnung zu; das Klima ist trocken, die Lage fordert Schutz. Der einzuhegende und mit den Pachtungen zu verbindende Fleck enthält 1200 Acres. Eine Sechsfelder-Wirthschaft mit nachstehender Fruchtfolge würde vortheilhaft seyn: 1. Rüben, 2. Gerste, 3. künstliche Gräser, 4. und 5. dito, 6. Weitzen oder Hafer. Zwischen jedem Schlage sind Pflanzungs- streifen vorgeschlagen, zum Schutz wider Kälte und Winde; ÜUnterabtheilungen finden nicht statt. In 2 Pflanzungen liegen Feldscheunen zur Aufnahme des auf der Hälfte der Feldmark erbaueten Getreides; dort wird es von einer beweglichen Dreschmaschine aus- gedroschen, und das Stroh dem hier aufgestallten Vieh verfuttert. In der Nähe der Scheune sind auch Wohnungen für Taglöhner und Viehwärter angegeben. Die Beete haben die Länge der Schläge, um das zeitverderbende Umkehren beim Pflügen zu ver- meiden. Devonshirsche oder Herefordshirsche Ochsen möchten die schicklichsten zur Bearbeitung dieses Bodens seyn. Statt obiger Fruchtfolge könnte auch Weitzen nach zjähriger Benutzung der künst- lichen Gräser folgen, und, ein ganzer Schlag dem Esparsettbau*) zu 6- bis 7jähriger Nutzung eingeräumt werden, sodann mülste er wieder in die Fruchtfolge gezogen und dagegen ein anderer mit diesem Futterkraut bestellt werden. Eine zweckmäſsige Mischung der künstlichen Gräser, als rother, weiſser und gel- ber Klee, Pimpinelle, Esparsette, Lischgras, Blutfennig, Englisch Raygras und Honig- gras wird meiner Meinung nach, mehr Ertrag geben als Esparsette oder Luzerne allein gesäet, auf Boden wie der erwähnte, ja vielleicht auf jedem andern*). Jeder aufmerk- same Landwirth wird wahrgenommen haben: daſs die Triebkraft der 1 und ajährigen Pflanzen in den ersten Jahren sehr mächtig ist, so wie sie sich in der Regel stärker *) Unter dem Norfolker Sande liegt, obwohl tief, Kalkmergel. Th. **X) Auf dem in Rede stehenden Sandbeden gewiſs am wenigsten. Th. 14 1 ———— 1 befinden als die ausdauernden, welche nur durch nachhaltigen Ertrag das ersetzen, was erstere vorübergehend voraus haben. Die zeitherigen in der Nähe des Wohnhauses befindlichen Weideländereien könn- ten durch Zuleitung des Wassers aus dem obern Theil des Teiches, durch den am Hause vorbeigehenden Kanal bewässert werden. Den jährigen Lämmern und Milchkühen sind diese Weiden immer gedeihlich, in Zeiten der Dürre aber allem Vieh. Die passenden Gebäude enthält Taf. XXVIII. Die Feimen könnten auf Gestellen mit kleinen Rädern von gegossenem Eisen stehen, und auf eisernen Geleisen, mittelst einer an der Dreschmaschine befestigten Winde, leicht in die Scheune gezogen werden. Auf einem, hinter dem Strohrechen ausgespannten Seegeltuche, mit Walzen die sich umdrehen versehen, wird das ausgedroschene Stroh an das andere Ende, zum Viehhof gebracht*). Die Maschine kann vom Wasser oder Winde, oder auch von beiden zu- gleich getrieben werden. Der Wasserbehälter für die Maschine begränzt den Feimenhof, welcher das für einen kleinen Familienhaushalt bequem eingerichtete Wohnhaus umgiebt. Es sind darin a2 Räume, a und b, zur Wartung der Pflanzen angebracht, welche durch das Küchen- und Wohnstuben-Feuer mit erwärmt werden. a dient zugleich als Eingangshalle. Die auf dem Gipfel des Hauses befindliche Wetterfahne könnte mit dieser Stube in Verbin- dung gesetzt werden und durch Hülfe einer senkrecht angebrachten Stange einen Wind- zeiger abgeben. Den Aufriſs dieser Wirthschaftsgebäude und des Hauses enthält die Tafel XXXV. Fig. 1. und 2. Hauptstück. V. Die Einrichtung von Pachtgütern auf eingedeichten am See-Ufer belegenen Ländereien. S. Taf. XXIX. I der Regel sind die, dem Ocean oder einem groſsen Flusse abgewonnenen Ländereien von so beschränktem Umfange, daſs es nöthig ist sie mit anstoſsenden Pachtgütern zu vereinigen. In den ausgedehnten Brüchen an der Themse, Humber und an der Küste der Grafschaft Lincoln, sind jedoch so groſse Strecken eingedeicht worden, um mit Nutzen Pachtgüter darauf anzulegen. Ich will die Hauptgrundsätze aufstellen, die ein Landbaukundiger unter solchen Umständen bei Anlage von Hecken, Wegen und Wasser- *) Eine ähnliehe Vorrichtung ist bei allen Häckselmaschinen, Behufs des Vorschiebens des Strohes im Gebrauch. Vf. 8₰⸗ 8 — HDesigned tor a Parm in Wortolke ot oo deres. 9 AA ₰☛ 8 3 963 8 ₰ A — 1— EE 8 ꝑ 57 AAR 4 „ — A W 4 1 G⅓ -.— 3“ 3 S —— — * N 5 2 S S 8.. — S.A 4 6 r af a, e C u — 8 A* . SD, aon z ece raefter f Turt f tbe 2 ☛, Eer c 32 ERE MADOC 2 88— &☛ Srate 5 8 1 Eylat v 21 v Lr QAERNARVOWSAMIRN. 3 (Slladcar A —.; A. Pf a 2 I. 8 F— 4 4 8ſ h,„ 2 h 3— u Kccastonal 2 X8. 83 1* eidh Zanmms ———=—. 1 N oclonging 1 Sjdne VWeo Wadoe Brtate / - e, o o, b a, a, 14. M o a I, o, a e, auer Sa, ens . A / 4 1 K // ˖¶—— 1 S 4 I—— 2— j X 2 ¹ S . = 3 3 4 b K8 1 X X J/ ) 6 A— N— 6— 8X 4— 6 . 8 — 24 —— . 8——— X MWourlaine treanesr 8 5 W A. A. MAD O CAS. Esg. M. P. , e, Viur Plate o, wote. Shhch e 2neelco, 5 7 h/ 9. 7. 9 5 4 5. 22 Üch, het mluct, oblige. 4 mafl, MWaaleene orvane f 2 5 U 5— 5 Í 3. d G, Viirate — Font Abervlgtslen * Eublahed Tir e Froprtelor Man 1o. 232 —————————— 2— 1 7—— erer 9———..————— ——— 5———————„.—————— 3.———.* 5 4 2 ‧‧—— 8 ———— — ————⏑OQ⏑————V—:—B:———:ç, leitungen zu befolgen hat, indem ich mich auf ein Beispiel beziehe, wo eine sehr be- deutende Landstrecke eingedeicht und auf eine streng rationelle Art angebaut worden, welches Allen, die umfassende Verbesserungen bezwecken, interessant seyn wird. Dies sind nämlich die Güter Tré-Madoc in Caarnarvonshire, wo die Eindeichung von mehr als 4000 Acres fast beendigt ist*). 1. Bei dem Eindeichen der Seeküsten-Ländereien müssen vor allem die sich hier ergieſsenden Binnenströme aufgefangen und abgeleitet werden, so daſs die eingedeichten Niederungen keinem andern Wasser zugänglich sind, als dem aus der Atmosphäre, oder den etwa dort befindlichen Quellen. Breite Flüsse mit starkem Gefälle, lassen sich nicht leicht auffangen, und müssen daher durch das eingedeichte Land geführt werden; klei- nere Bäche aber und Oberflächenwasser können leicht durch einen längs dem oberen Ufer der Niederung geführten Kanal in die See geleitet werden. Eine solche Wasser- leitung bezeichnet Tafel XXIX. 2. Demnächst ist zu beachten, wie das eingedeichte Land von dem fallenden Regen oder Quellwasser zu befreien, und wie dem etwa hier gehenden Strome Ausfluſs zu ver- schaffen sey. Eine Schleuse an der niedrigsten Stelle des eingedeichten Bruches ange- legt, bewirkt dies hier. Das Thor derselben schlieſst sich beim Eintritt der Flut und verhindert den Einfluſs des Seewassers; beim Eintritt der Ebbe aber ölfnet es sich um dem innern Wasser Abfluſs zu gestatten. Die Beschreibung solcher Schleusen, mit dieser Art von Thoren versehen, gehört nicht hierher. Die zu Tré-Madoo, Boston und Lym sind die vollkommensten ihrer Art. 3. Die einträglichste Wirthschaftsart für die eingedeichten Ländereien dürfte folgende seyn. Welche Benutzungsart man auch anfänglich wählen mag, so wird man finden, daſs im Allgemeinen nachhaltig am zweckmäſsigsten sey, dieses Land dem Gras- bau einzuräumen; besonders weil solche Oertlichkeit gemeiniglich Ueberrieselung oder Ueberchwemmung, und sogar die Bildung von Salz-Wiesen(Salt Marshes) durch perio- dischen Einlaſs des Seewassers möglich macht. Wege, Gebäude und Hecken müssen dem angenommenen Wirthschaftssystem angepaſst werden. 4. Soll die Niederung zur Viehweide dienen, so bedarf es fast keiner anderen Wege, als eines Zugangs von jedem Pachthof nach dem Hauptverbindungswege. Dieser muſs auf dem der Ueberschwemmung ursprünglich nicht ausgesetzten Lande geführt seyn, und beide Seiten der Bucht oder eingedeichten Mündung umgränzen. Findet sich eine öõffentliche Landstraſse in geringer Entfernung, so wird er überflüssig. Die Ver- bindungswege der Pachthöfe unter sich, innerhalb der Bucht, können Graswege seyn, falls sie über Weideland führen, und müssen in ihrer Richtung nach allen Punkten des *) Diese ausgedehnte Strecke gehört dem W. A, Madocks, dessen Talente und rasche Thätigkeit binnen 10 Jahren ausgedehntere und vielseitigere Verbesserungen bewirkt haben, als auf den meisten Gütern in einem Jahrhundert geschieht. Ich bin stolz darauf, hinzufügen zu können, daſs ich auch einigen Antheil an den Ideen habe, nach denen diese herrlichen Anlagen ausgeführt werden, Verf, 14 —— — ———— — 9— 1— —— .——— — eingedeichten Landes führen. In Tré-Madoc bildet die Landstraſse am Höhe-Rande des Bruches den Verbindungsfahrweg; der Fuhrweg des Dammes verbindet die Pachtgüter unter sich, auſserdem durchschneidet jedes Pachtgut noch ein Weg für Viehtrift und Feldwege, wie der Plan zeigt. 5. Die Bauart für eingedeichte Länder ist die gewöhnliche. 6. Die Hecken.— Da das eingedeichte Land völlig eben ist, den unbedeutenden Abhang nach der See, dem Fluſsbett oder nach der Mitte der Mündung abgerechnet, so kann man die Schläge lediglich den wirthschaftlichen Verhältnissen gemäls einrichten, Kleine Schläge sind vorzüglicher, weil die Heckengraben das Oberflächenwasser aufnehmen. Bei länglicher Gestalt in der Richtung von Norden nach Süden sind sie der Sonne mehr ausgesetzt, auch gegen Ost- und Westwinde am besten durch die Hecken geschützt. Die Haupt-Abzugsgraben, um das Wasser den niedrigsten Stellen, und mit- telst der Schleusen dem Meere zuzuführen, können zugleich zur Befriedigung der Kop- peln dienen. ge- Bei Ackerfeldern, so wie überhaupt bei flachem Thonboden und ebner Lage, g währen offene Gräben hinreichende Befriedigung. Die mit ausgedehnten Buchten zusammenhängenden Ländereien sind meist in ge- theiltem Besitz, was oft die Eindeichungen verhindert, und selbst bei der Ausführung wird kunstgerechte Verkoppelung und rationelle Verbesserung erschwert. In Tré-Madoc war der gröſste Theil der alten Mündung Eigenthum des Herrn Madocks. Davon hat er vor einigen Jahren 1800 Acres mit einem Damm(der auf der Karte mit inner embank- ment bezeichnet ist) eingedeicht. Die verwalteten Länder sind verhältniſsmäſsig trocken erhöht und zur Beackerung geeignet. Zwischen dem Damm und dem Fluſsbette haben die Grundstücke zum Theil gröſseren Abhang und sind der Ueberschwemmung ausge- setzt, diese sollen daher bei den Pachtgütern innerhalb der Verwallung eingekoppelt, und als Weide genutzt werden. Jedes dieser Pachtgüter begreift einen Theil der Höhe-Grasländereien, welche Verbindung der 3 Bodenarten den Werth derselben erhöht, Die kleinen Koppeln in der Nähe der Stadt sind an Bürger zu 3 bis 4 Pf. St., so wie die eingedeichten 1300 Acres anderweitig, im Durchschnitt fast zu 2 Guineen per Acre verpachtet, indem die Fruchtbarkeit dieses Landes wohlthätig auf die Höhe-Güter wirkt und die Anlage von Fabriken und Errichtung von Märkten in der angränzenden Stadt, einen vermehrten Ab- satz der Ackerfrüchte zur Folge hat. — ⁰— Parish of Ramsburx WIILTS. 74 Eibaror en Piid, Werru, z2uun. 10 Thedncient tor W S S T ‿ S S 8 — FORT v Zr do be llered AIMBUMR omMarriage Rll A Aa ,. 3 - 7 4 * 8— 2— 24— —ré——————————„————— 4————————————— ———————— —— 2——————— 6—„— 2— —õõ——————*—.————y———————.—.— 4— — — Hauptstück VVI. Beispiele gemischter Art. S. Taf. XXX. bis XXXVI. De vorhergehenden Beispiele zeigen die bei der Einrichtung von Pachtgütern und Wirthschaftsgebäuden zu beachtenden Grundsätze; ich lasse nun einige Bemerkungen über Wirthschaften von unbestimmtem Charakter folgen. 1. Hüglichte Pachtgüter.— Ich verstehe darunter solche, deren Felder so steil abschüssig sind, dals sie die Beackerung verhindern, oder dabei wenigstens gewisse Vor- richtungen voraussetzen. Im letzten Fall müssen bei Anlage der Koppeln alle Erleich- terungsmittel der Bestellung vorzügliche Rücksicht finden; man muſs deshalb jeder Kop- pel entweder möglichst ebene Oberfläche, oder sonst doch jeder einen Abhang von ver- schiedener Neigung geben. Dies ist in der Regel ausführbar, weil die meisten hüglichen Felder durch Thäler unterbrochen sind, oder Abdachungen mit wechselndem Abhang haben. Die Lage der Feldwege und der Gebäude ist von Wichtigkeit, sie müssen, wie die Beschreibung von Tew-Lodge zeigt, am Abhange angelegt werden. Hüglichte Lagen sind besonders lebendigen Hecken günstig; hier finden schmale pflanzungen ihren Ort. Mimburyfort(s. Taf. XXX.) ist ein, hauptsächlich aus Acker- lande(was ich jedoch für unwirthschaftlich halte) bestehendes hüglichtes Pachtgut. Es ist nahe an 390 Acres groſs, und in der mahlerisch-schönen Höhegegend von Wildshire. Der Boden enthält theils Lehm mit Kieselsteinen oder Kalk, theils strengen weichen Bo- den mit Zusatz von Thon*). Die vorgefundenen Streifen von Strauchholz und von hoch- stämmigen Pflanzungen bezeichnet die Charte. Ich kaufte dieses Gut im Jahr 18⁰9., um es zu verbessern; die beabsichtigten Aenderungen und Anlagen enthält Taf. XXXI. Die höchsten und fernsten Flecke bleiben Weideplätze, die Ecken und steilen Abhänge der- selben sind bepflanzt, und die Eiche zu Schlagholz, die Rothbuche dagegen zu hoch- stämmigem Wuchs bestimmt worden. Hierdurch erhält das Ackerland Schutz, und diese Stellen erreichen den höchstmöglichen Ertrag. Der Getreidebau ist auf dem trag- barsten Boden, bei der ebensten Oberfläche eingeschränkt. Der Wirthschaftshof soll in die Nähe der Ackerfelder kommen, und der jetzige, an das Herrenhaus gränzende, ab- gebrochen werden. Die Ackerfelder liegen in 8 Schlägen, und sollen folgender Frucht- folge unterliegen: 1. grüne Gewächse im Dung; 2. Gerste oder Sommerweitzen; 3, 4, 5. künst- liche Gräser; 6. Hafer; 7. Erbsen gedüngt; 8. Weitzen. *) Ob die Britten auch Boden, der keinen Zusatz von Thon hat, Weitzenboden nennen, weiſs ich nicht. Th. —ↄ ₰ — ñ%— —— ——— — — — — 56— Mehrere an die Ackerfelder anstoſsende Koppeln, mit Kalkboden, sollen zu sechs- bis siebenjähriger Benutzung mit Esparsette besäet, und dann einige Zeit als Weide und Ackerland abwechselnd gebraucht werden. Die Grasländer für eine Merinosheerde bestimmt, sind in 10 Koppeln eingetheilt. Es verbinden sich hier Baummassen aus vorgeschobenen Hecken mit dem umgebenden Gehölze, so künstlich zu einem Ganzen, welches dadurch das Ansehn eines sehr ausge- dehnten Parks gewinnt. Das Haus nebst einer neuen Vorfahrt und die sämmtlichen Gärten, zeigt der Plan; so wie dem Wohnhaus gegenüber, die beabsichtigte Anlage mehrerer Tagelöhner- wohnungen, einer Lankasterschen Schule und einer Kapelle. Tafel XXXII. enthält den Plan der Veränderungen und Anbaue des Hauses. Flur und Blumenhaus sollen durch Dämpfe des Küchenfeuers geheitzt werden. Dadurch wird Brennmaterial erspart und eine Wärme verbreitet, ohne den unangenehmen Dampf und Ruſsstaub des Kaminfeuers. * Des bessern Ansehens wegen und zur Ableitung des Dunstes, Staubes, ferner zur Luft- reinigung, sind Kamine in der Stube angebracht. Die äuſseren Verzierungen des Hauses gleichen denen der alten Burgschlösser, was dem Karakter der Gegend, der Lage und dem Namen entspricht. 2. Wirthschaftsgebäude in Gebirgs-Pachtgütern müssen in geschützten Schluchten stehen, und selten sind hier Hecken oder Feldwege erforderlich. Da sie fast ganz zur Weide bestimmt sind, so ist besonders zu berücksichtigen, daſs auf den unfruchtbarsten Feldern ausgedehnte Pflanzungen angelegt werden, um die kalten Winde abzuhalten und eine mahlerisch-schöne Ansicht zu bewirken,„verbindend,“ in der Sprache des Dich- ters Mason,„Hügel mit Hügel, durch reichen Schatten verbreitende, sich weit dahin dehnende Laubgewölbe.“ Southwick, der Sitz des General Dunlop, in der Grafschaft Dumfries, welches ich, 1804. bis 5., einrichtete, kann bei seiner von Natur romantisch- schönen Lage, als Vorbild eines Gebirgslandsitzes-Parks und einer Gebirgswirthschaft dienen. 3. Die Hauptverbesserungen der Marsch-, Bruch- und Heidebesitzungen, sind durch die Natur des Bodens bedingt, und erfordern nach Umständen Trockenlegung, Ebnung, Rasenbrennen u. dgl. Bei Anlegung der Wege, Hecken und Gebäude sind die Grundsätze, welche für ähnliche Oberfläche anderer Wirthschaften passen, hier anwendbar, 4. Hopfen- und Cyder-Wirthschaften erfordern manche eigenthümliche Einrich- tung in den Gebäuden: als Darren(kilns), Böden, Quetschmühlen u. dgl. Eine Cyder- Farm gewährt einen eigenthümlichen überraschend. angenehmen Eindruck, wie jeder Reisende in den Grafschaften Hereford und Kent empfindet, dennoch kann man eine solche mahlerisch noch sehr verschönern. Hopton Court, 18⁰5. von mir eingerichtet, dem J. Butfield in Herefordshire, gehörig, ist eine gelungene Anlage dieser Art. Die Obst- bäume sind hier in regelmäſsige Quincunze gepflanzt worden. In der romantischen Be- — Morning Foom Drauving Koom Rall 85 Entnuce Front ot twnosign tin MWimlbnay Fort. Dining Room Fand Fadlors E Soots BSonkler able Krchen Erinccpdt Ulaon ot Wao esine r Wanlnwy Kurt. — MO.7 (oach 049. n ᷣ = ₰ — — — — D 5 5— 72 SSo 8 5= 6———;— — Z IWashiung Macine Ean 2 2024 3e EZay Kick 1 MWore SSe ⸗ —õüõ— 8 2e ie‿ gn. Sn Eub ar — 5)— sitzung des M. Barett, zwischen den Malwerner Hügeln bei Letbury, wurden beträcht- liche Verschönerungen in Haus und Umgebung nach meiner Angabe ausgeführt. Hier sind Obstbäume und Hopfen abwechselnd bald in regelmäſsigen Reihen in Verband, bald in ungezwungener Zusammenstellung als Gruppen und Dickigte, im Park zerstreut an- gepflanzt. 3. Kuhwirthschaften erfordern einen gewissen Umfang an Weiden und Wiesen; sonst aber haben sie wenig Eigenthümliches, auſser in Hinsicht des Molkenhauses und Kuhstalls. Taf, XXXIV. zeigt eine Anlage die in einer sehr reizenden Gegend, in der Nähe von Tunbridge-Wells, auf den Gütern Birchden und Hamsel ausgeführt werden 30ll. Diese Farm ist für eine ausgedehnte Ackerwirthschaft, mit vielen Milch- und Zuchtkühen bestimmt. Die Baustelle ist flach und nach dem Wasser zu sanft abhängig. Ueber dem Schuppen zur Maststallung und zum Winteraufenthalt für anderes Vieh be- stimmt(das Mästen des Viehes in Schuppen wird immer allgemeiner, so wie die Nor- folker Art Rüben zu bestellen, überhand gewinnt), sind bedeckte Getreide-Feimen an- gebracht, deshalb hier kein besonderer Feimenhof angegeben ist. Die Umgebungen des Hauses sind etwas erhöht und gegen das Gebäude sanft ab- hängig um das Abladen des Getreides zu erleichtern. Der Stall und das Kuhhaus sind mit gröſstmöglichster Raumersparniſs angelegt und um die Futterung des Viehes von einem Punkt aus zu bewerkstelligen. Unter den Trégen, welche der Dreschmaschine das Wasser zuführen, ist ein Dampfapparat, Rüben-Waschmaschinen und eine Stachelginst-Quetschmühle angebracht; b die beiden letzteren setzt die Welle mittelst Kurbeln in Bewegung; ersterer empfängt das Wasser aus dem Troge, und die Spreu und das Hintergetreide aus der Spreukammer etc. Das Molkenhaus ist nicht abgebildet. Es steht auf einer Erdzunge des nahe bei dem Wirthschaftshof belegenen Theils vom Teichufer, auf der linken Seite des Wohn- hauses neben einem Wasserfall, der eine Buttermaschine in Bewegung setzt, und bei warmen Wetter die Wohnzimmer mittelst Ventilatoren abkühlt. Im übrigen ist es nach den allgemeinen Grundsätzen eingerichtet. Fig. 1. und 2. Taf. XXXVII. gewähren einen anschaulichen Begriff davon. Das Wohnhaus ist auf dem felsigten schroffen Ufer des Teiches erbauet. Die perspektivische Ansicht der Wirthschaftsgebäude von oben herab stellt Fig. 2. auf Tafel XXXV. dar. 15 ——ÿ—ÿ—ꝛ—x—x—x—ꝛ—ꝛ:B—EO——— 4.:ͤ— Hauptstüick VII. Ueber die in Parkbezirken einzurichtenden Wirthschaftsanlagen(Park farms, fermes ornées) bei Ländereien die der Gutsbesitzer selbst bewirthschaftet. Lin vom Eigenthümer selbst bewirthschaftetes Gut, muſs sich durch vollkommen mu- sterhafte Verwaltung auszeichnen; und nicht nur durch zweckmäſsige Anlagen der Wege, Hecken und Gebäude, sondern auch in der Bestellung und Benutzung. Ordnung und Re- gelmäſsigkeit müssen hier vorherrschend seyn, um durch musterhafte Bewirthschaftung dem wichtigsten der Gewerbe in der menschlichen Gesellschaft Achtung zu verschaffen. 1. Geist und Reichthum verschaffen wesentlich Würde und Ansehn. Wir unterscheiden und karakterisiren vielleicht, durch ein dunkles Gefühl geleitet, nicht nur unsere Nebenmenschen sondern auch unbelebte Gegenstände nach ihren unter- schiedenen Eigenschaften. Worauf gründet sich der verschiedenartige Eindruck den der Steinblock im Bruche oder der zur architektonischen Säule geformte auf uns macht, an- ders, als auf dem Gepräge des menschlichen Geistes, welche diese trägt? Was begründet sonst den Unterschied des Eindrucks zwischen einer Lehmhütte und einem steinernen Gebäude, als die gröſsere Wohlhabenheit, welche dauerhaftere Gebäude verkündigen. Hiernach ergiebt sich, daſs das Vorwerk, welches ein Eigenthümer auf eigene Rechnung bewirthschaftet, eine seinem Rang und Würde angemessene Abweichung von der Ein- richtung eines Pachtguts gewähren muſs. 2. Geist oder Würde sind ausgesprochen in Gebäuden, Hecken und Feldwegen, durch tiefer aufgefaſste Absichtlichkeit, durch Ausführung eines weit umfassenden Planes, worin alle Vorrichtungen durch Kunstmittel ungewöhnlich erleichtert werden; und wenn das Ganze in allen Theilen so vervollkommt ist, daſs es nicht nur alles Nothwendige und Brauchbare, sondern auch alles Bequeme und Angenehme umfaſst. 3. Reichthum oder höheres Streben werden besonders angedeutet durch ausge- 2 zeichnet gute Ausführung, durch Anwendung dauerhafterer Materialien, wobei mehr Geschmack als Wirthlichkeit die Wahl leitet; endlich auch reichliche Verwendung statt ängstlicher oder zu karger Berechnung derselben. Dies findet auch auf Kultur und Ver- waltungsart Anwendung*). *) Es ist nicht sowohl der Glanz des Reichthums, als die wohlthätige zweckmäſsige und geistvolle Verwendung desselben, was den erfreulichen Eindruck auf das Gemüth macht. Deshalb muſs eine kostbare Bebauung der Landgüter allen Verhältnissen und Zwecken angemessen seyn, wenn sie nachhaltiges Wohlgefallen und nicht blofſs augenblickliches Anstaunen erregen soll. Landwirthschaftliche Gebäude— von Schlössern ist hier nicht die Rede— müssen den Charakter der Wirthschaftlichkeit aussprechen, nicht des Luxus, der hier leicht anstöſsig und wegen des verfehl- 3 1 1.36. Sodeen ue u Ate e Woas douon podsatr ter er oee, enm I vVodode o ued Ao 2d r Vm 6 no Surpoe, u Klene ern aun, oen eurup 9 enroen n? Farer 9 So„ Fueonee Vosodla 85 Sourul o e 5 L,&2 Tt,I At021 2☛☚ e At 2AAAA 924 22 2 Be‿de dios Suoid 2 FADNAaI AIA/ — XN Gatento.luf 5 A .—— 5 —— — X vaeeteote aloue ſ 4 NS oorr 6 8 Meew TWHN avsupg lo 2eisg —— Seup ꝙ uᷣde] u eee 9 Enasvrn h urr 3i uO NN. Zu aog V=g grun pvu dubese —„ 85— nmfo e Kae, G —— ——— —————— —-— 59— Holkham, Will. Coke in Norfolk, und Woburn, dem Herzog von Bedford in Bedfordshire gehörig, sind Vorbilder von Parkfarms, wo diese Ideen im groſsen Styl verwirklicht worden. Wegen der ausgedehnten hierzu gehörigen Ländereien, der Vor- trefflichkeit der Gebäude— besonders in Holkham— wegen des Geistes in welchem jede Einzelnheit ausgeführt wurde, neben der wahrhaft patriotischen Tendenz im Betriebe des Baues und der Wahl der Ackerfrüchte, sind dieses groſsartige Musterwirthschaften. Holkham ist im wahren Sinn des Wortes ein verschönertes Landgut(ferme ornée) nach einem kleineren Maaſsstab, wo Zierlichkeit statt Pracht, und Schönheit statt der Ausdehnung zu sehen ist. Nach Erwähnung dieser Vorbilder gestatte ich mir die Idee zur Anlage eines Parks zu Scone und mehrerer darin einzurichtender Pachtgüter, welche ich dem Eigenthümer Grafen von Mansfield vorgeschlagen, ausführlich mitzutheilen. Der einzurichtende Flächenraum beträgt über 5000 Acres*). Diese Besitzung ist entstanden durch verschiedene Ankäufe des Eigenthümers und sei- ner Vorfahren. Im Jahre 1804. gehörte nicht nur das alte Schloſs, der Park und mehrere Gärten dazu, sondern auch die alte Stadt Scone, und in den entfernten Theilen dieser Güter mehrere alte Schlösser, Herrenwohnungen und Dörfer. Auſfserdem gehören zu diesen Gütern ausgedehnte Tannenwälder, Brüche, Haiden, Gemeinhutungen, neben groſsen tragbaren Ackerflächen. Nachdem bestimmt war, welche Ländereien nicht ver- pachtet werden, und welche Lage das Schloſs erhalten sollte, schritt man zur Einrich- tung der einzelnen Theile des Ganzen. 1. Die alte Stadt Scone(Taf. XXXVI.) in der Nähe des alten Schlosses, wurde nach einem entfernten Theil der Güter auf dem nach Parth führenden Weg verlegt; die ten Zwecks lächerlich wird. Eine Anlage die alle Bedürfnisse der dem Landgute angemessenen Wirthschaft befrie- digt, wird um so gefälliger seyn, je mehr sie die ökonomische Aufgabe: mit den möglich mindesten Kosten das Meiste zu bewirken, zu erfüllen scheint. Selbst der Eindruck von Jahrhunderten trotzender Dauerhaftigkeit, den der Baukünstler sonst zu erregen sucht, ist hier am unrechten Orte, da man weiſs, dafs eine Wirthschaftsein- richtung immer veränderlich ist, und, soll sie das Höchste erreichen, veränderlich seyn mufs; die Einrichtung der Gebäude also auch nach einiger Zeit Abänderungen erferdert. Und da wir immer das Musierhafte dankbar schätzen, so wird hier, wo Landwirthen ein Muster aufaustellen ist, eine Bauart, welche andere nachahmen kön- nen, vor allen den meisten Beifall erhalten. Einen widrigen Eindruck macht wirklich ein luxuriöser Bau auf einem Landgute, wenn man sicht, daſs das Kapital den wesentlichen Verbesserungen desselben entzogen ist. Was übrigens die vom Verfasser dargestellte Idee einer ferme ornée, die von den Engländern häufig, von andern Nationen noch sehr wenig im Groſsen ausgeführt ist, betrifft; so wünsche ich, daſs viele wohlhabende Leser dieses Werkes davon ergriffen werden mögen. Sie kann häufig, besonders in hügeligten Gegenden, ohne bedeutende Aufopferung des Ertrages, manchmal sogar mit Vermehrung desselben, ausgeführt werden, und wird auf die Dauer immer eine gröſsere Befriedigung, als die Anlage sehr begränzter Lustgärten, gewähren, In man- chen Gegenden ist sie freilich nicht eher ausführbar, als bis die Zerstörungswuth gegen Baumpflanzungen ge- bändigt ist, und den Baumschänder die ihm angedrohete Strafe wirklich trifft. Th, *) In der Note benachrichtiget der Verfasser, dafs das in Rede stehende Scone der Sitz der alten Könige von Schottland war, dafs die auf Taf. XXXVII. und XL. befindlichen Zeichnungen aus dem Gedächtniſs entworfen, dafs die von ihm vorgeschlagenen Pflanzungen, Wege, Hecken, Wasserleitungen, der Abbau der Stadt Scone und deren Wiederaufbau auf einer andern Stelle nach seiner Idee ausgeführt ward, dafs aber dagegen der Ban des auf der Tafel XL. entworfenen Ergänzung des alten Schlosses gar nicht in Vorschlag gebracht worden, und nur deshalb aufgenommen, um von der altschottischen Bauart eine Vorstellung zu geben, und um darzuthun, daſs es räthlicher sey, alte Gebäude durch Anbau bewohnbar zu machen, als solche durch ganz neue zu er- setzen. Uebers. 8 Unternehmung war schwierig, kostbar, und ist in manchem Betracht bis jetzt noch un- vollendet. Es sind nämlich die Kirchen, Kirchhöfe und mehrere Bauerhöfe, deren Ei- genthümer zum Verkauf nicht zu bewegen waren, an ihrer Stelle geblieben, diese müſste man mit Pflanzungen umgeben, und dann durch neuangelegte Wege mit Neu- Scone verbinden. Die aus der obigen Lage der Bauerwohnungen entspringende Unbequemlichkeit, ist mehr eingebildet als wirklich, und Kirchen und Kirchhöfe sind lehrreiche Zierden eines Parks. 2. Die Oberlläche dieses Theils der Gegend ist romantisch und reich an mahleri- schen Schönheiten; und der urbare Boden ist eben sowohl zum Getreide- als zum Gras- bau geeignet, wogegen der felsigte Grund die Heiden und ehemaligen Gemeintriften dem Hochwalde besonderes Gedeihen versprechen, erwünschte Veranlassungen genug um aus dem Ganzen einen Park zu bilden, und zwar in der Art, daſs 2- bis 3000 Acres auf des Eigenthümers Rechnung bewirthschaftet, das übrige Land aber als Weide in Gestalt eines Parks auf eine unbestimmte oder kurze Zeit verpachtet werden könnte. Die ab- wechselnde Gestalt der Oberfläche erweckte diese Idee; in verschiedenen Entfernungen vom Schlosse erstrecken sich 5 unregelmälsig gestaltete Reihen von Hügeln und Thä- lern, von einem Strome durchschnitten, welche die Grenzen des eigentlichen Parks zu bilden geeignet waren. Die Wirthschaftsgebäude lagen bereits vortheilhaft, sowohl zur Verpachtung, als auch um daraus Tagelöhnerwohnungen, Feldschennen oder Schuppen zum eigenen Ge- brauch zu machen. Das alte Kastell Ardgillan, die mahlerische Wirkung der Buine er- höhend, ist zu einem Wirthschaftshof eingerichtet worden, dessen Ansicht der Hin- tergrund auf Taf. XL. darstellt. 3. Ein groſser Theil des Parks soll wirthschaftlich angebaut werden. jedoch in keine Koppeln eingetheilt(ausgenommen in der Nähe des Wirthschaftshofes), und es sollen hier keine andere Einhegungen statt finden, als Stangenzäune, natürliche Bäche oder Pflanzungen. 4. Den Küchengarten, die Vorfahrten u. dgl. giebt die Zeichnung an. 5. Tafel XXXVII. enthält einen Plan zu passenden Gebäuden. Einfache Bauart, gründliche Ausführung und bequemer Gelaſs für eine aus 100 Acres bestehende Wech- selwirthschaft wurden aber berücksichtigt. Des Verwalters Wohnung und andere liegen so, daſs durch die offenen Schuppen die Haupttheile der Wirthschaftshöfe übersehen werden können, imgleichen das innere der Scheune, wenn beide Thorwege geõffnet sind. Ueber den Schuppen und den Maststall hinweg, kann er das Aufrichten oder Decken der Feimen, imgleichen das Auf- und Abladen der Wagen, wenn diese in die Scheune aus- und einfahren, sehen. Taf. XXXVII. enthält die Ansicht des Wirthschafts- und Feimenhofes von oben aufgenommen. Taf. XXXVIII. den Grundriſs zu einem Wirth- a —— Iprvrai⁄h otoiidod oan 424 Podtsdl r—.,— 15 5e bia wae ut Vabrot Ro en: 2 C dit,taeobbec 5 Peeh, zo Si⸗e äl 2d, 3 4 2 E, t 09 2 r, nor Ol- 9 6 2 6 7& 0 7 ,- S ee, ee,,, eeonh, mea w o, 1, S M S 4 vch 3 — — ————————— ——³,—— ——— ——— 2 DAIRY Eotablistnnant f, 20 Cus. 2729 5 Jcalau Room Caurndee 4 Koon 290 1 5 29 4 Haam O50 Turm 3 Jlicer 1——— w— 1— w or 6 Washer orrern 4 4 Food Braisen Le. 74 4 9e 4 1 1 4* Birds eye Weu ot Te Dosigh, Tor NOAEEAMAN GnICLTIST. n 3 — —ix—-—.—— ——— ————— —————— —. E — 1—— 4 1 4—*—————————— ————.————ö 8 eeee dis 8 rr Dasqoere tor Uae Vann ot a Wobleman dqgricaltcriet. For Jtackdu 1 Aℳ For Jrac ☛☚ᷣ —— Viarns F Zonps 7— nrhraheo 8 D X△ X 1 2 ⁸ Corn A /—— ——„ 2 — 1 — CRar —— 2 5 122 1 24—— 2— Gar Lodge 5 6. Cat Saghe raru CAcrle S6 e erer —.—— Flboor.—— r 1 2—— 2 8 3 5 5 — 72 8 2. —— Deauhn as Eu I 8 Sr. Uh N K- S 8 Val Duuu 8 orube Tardl 4 Colts zewarde Hotlre 3 1 άάď 1 1 A 6 Clock Aarche, b 0☛☚Q H l — ☚ —‧ Jcale oF 30 290 15R0 4— 3 3 — —— ———— ☛ᷣ A 5 e e n, 3 42 FPor dhe Popriers, Ma ——ÿ 8— ————C—F——— —— „ Al, 7 5 2* ——— — —— — —— —, et n Cache Eorsas 1 En Duee ſ Terrace Wäalle Design för d MavroV, EArune A. ABLE, Catlculaled dtorin One Pile of Architecture&c. Adoxtal οα Particulen räaalion, Vx. SGARTYH. The Seat of B. Myuon Esqy MoONTGOMEMNSHIRE. To nnom thus Plale 2* most Rapecltidl Ircrtbed Uy us most Obedient Jervankt, I. C. Lotldlon. „ Fp, Hpe aeen, e Bagare do Oe Auue Au D272. Warεοο. bo feet. — 2 6 Eworize N Sldio,] —ñ — A A — igs Kabbitsde. b Ehle Carts r—— ner 2 1 P næ 83 & M. aogone ———ÿ— Idrlens Mane— — d G LSEood 1 — Dln — U 1 Farm L V ————xãx— 9 TZard Corn Ploor 1 Itrau For Seeres V End G Wuterers ☛☚ 2 ,— ☛ — 5 A Farn ——— Whe aslal. — n — h Fhed 7 Grapor h 5 V] 3 h f Einæs Drying Pard h 4⸗ k Grapar h Faneng Bating Room —— Je ae odare Kacper.„F Room Fndd ror zhe Proprieror, Maꝓνο. 262. 7 2 2 Dꝛnueg . Roorn 4 e Drardu Roon —— —-——————— — ——— 2 schaftshof, wenn dieser einen ergänzenden Theil des Herrnhauses bilden soll, und Taf. XXXIX. den Aufriſs derselben Anlage, die jetzt in Montgommeryshire ausgeführt wird. Der runde Pferdestall möchte, den in Brighton ausgenommen, der vollkommenste im Königreich werden. Der mit einem Vordach beschützte Raum, zum Herumführen der Pferde, kann auch zum Herumfahren gebraucht werden. Der Wirthschaftshof ist von so beschränktem Umfang, daſs er durchaus keine Un- bequemlichkeit verursachen kann. Das oberschlächtige Wasserrad, wovon drei Viertel des Durchmessers über die Oberfläche des Hofes hervorragen, muſs durch die Eingangs- halle angesehen, eine eigenthümliche Wirkung machen. Während das Werk nicht im Gange ist, erhält das Wasser eine andere, dem Hause zugewandte Richtung, und fällt, einen überraschenden Wasserfall bildend, von der äu- ſsersten Höhe des Rades herab. Dieses, so wie der ganze Karakter der romantischen Umgebung, werden auf eine erfreuliche Art das Gemüth des eintretenden Fremden er- greifen. 16 Plate I. Fig. 1. Panorasnic view of the farm, farm buildings and farm-house at Tew-Lodge taken from a field opposite to the house. Fig. 2. Panoramic view of the farm and farm-buil- dings at Tew-Lodge taken from the entrance-front of the farm house. Fig. 3. General elevation of the farm-buildings at Tew-Lodge. Pl. II. Tew-Lodge-Farm as it appeared in Augustr1808. Part of the estate rented by Mr. St. Wood. Scale of chains. Pl. III, Tew-Lodge-Farm and Subfarms with the im- provements as completed Mich 1810. Plantations since 1808. Hedges dito. Single trees and groups dito Iouse. Farm-offices. Culinary botanic garden. Orchard. Walks. Tower commanding ihe whole farm. Winter-garden containing Framing etc. Nursery. Bailiffs garden. Gardeners garden and nur- sery. Turnips. Barley spring Wheat or ats. Clover. Do. second year. Vheat or oats. Oats and perpeiual pas- ture. Sub-farms. Eastre Grove ash-farm. Wester Grove ash farm. Cockbills farm. John Busbys farm. Mr. Barlows farm, Nevilés farm. Carnocks farm. Buttersfield. Adams Mill and Land. Lowe's Garden Ground. Closes to be let to villa- gers. Field to begiven up to the proprietor if required. Scale of chains. Pl. IV. Ground plan of the farm-buildings at Tew- Lodge. Ricks. Granary. Potatoes for Horses et Granary over. Steam Apparatus. Cart Lodge. Barn. kupfererklärung. 1. Tafel I. Fig. I. Panorami- sche Ansicht des Pacht- guts, der Pachtgebäude u. der Pächterwohnung in Tew-Lodge, von dem Felde aus, welches dem Hause gegenüber liegt. Fig. 2. Panoramische An- sicht des Pachtgutes und des Pachthofes in Tey- Lodge, von der Eingangs- seite der Pächterwohnung aus. Fig. 3. Ansicht der Wirth- schaftsgebäude in Tew- Lodge. Taf. II. Tew-Lodge Farm im August 1808. Der an Hrn. Wood ver- pachtete Theil des Guts. Maaſssiab. Taf. III. Tew-Lodge Farm u. After- Pachtungen, mit Rücksicht auf die zu Mich. 1810. vollendeten Anord- nungen. Pflanzungen seit 1808. Hecken. Einzelne Bäumeu. Gruppen ſaus. Wirthschaftsgebäude. Botanischer Küchengarten. Baumgarten. Spaziergänge. Ein die ganze Besitzung be- herrschender Thurm. Wintergarten. Baumschule. Verwalters Garten. Gärtners Garten u. Baum- schule. Wasserrüben. Gerste, Sommerweizen od. Hafer. Klee. Das zweite Jahr dito. Weitzen oder Hafer. Hafer und immerwährende Hutung. Afterpachtungen. Das Pachtgut Easter Grove Asch. Das Pachtgut Wester Gro- ve Asch. Das Pachtgut Kockbills. —— John Busbys. —— Mr. Barlow's. —— Nevile's. —— Curnocks. Butters-Feld. Adam's Mühle und Lände- reien. Lowe's Garten. Die an die Dorfbewohner zu verpachtenden Koppeln Das dem Verpächter vor- behaltene Feld. Taf. IV. Grundriſs d. Wirth- schaftsgebäude in Tew- Lodge. Feimen. Speicher. Vorrathskammer zu Kar- toffeln für Pferde und Kornboden darüber. Dampfkoch-Apparat. Wagenschuppen, Scheune. Chaff unthrassed Corn o- ver. I. Fanners. 2. Fanners. Corn floar Granary over. Mill lead and watering place. Straw House. Winterers. Hay Rick. Work Horses. Milk Cows. Stoves to be heatfed by Dung from the gard. Riding Horses. Mould pots eic. Harness Room Coach Hou- se etc. Tools Seeds over. Breeding pigs. Store pigs. Lean stok. Pigs. Winterers. Gateway clock and regula- ting Bell over. Hay rick and clover in Summer. Fuel for Steward et Mens Houses. Drinking Throughs. For prepared Timber. Carpenters store House. Saw Pit. Carpenters shop. Hospital, Stable and shoe- ing House. Carpenters Gard. Winterers. Straw Rick. Fatting Cattle, Smithy. Coals. Turkeys Guinea fowls et Hens over. Duks, Geese et Hens over. Potatoes. Handtools. Killing House. Horse Machines et small Granary over. Nursery for breedeng pouttny. Mens lodge. Dairy. Counting House et store Room over. Pantry. Kiichen. Bed Closet. Parlour. For washing the Horses legs. Spring. Road from the house, Scale of 500 feet. the surface of Tew-Lodge farm made in order io Spreukammer u. Kornflur für ungedroschenes Ge- treide, drüber I. Windfeie. 2. Windfeie. Kornflur unten, Speicher darüber. Mühlgranen u, Schwemme. Strohschuppen. Viehhof. Heuschober. Arbeitspferde-Stall, Milchkühe-Schuppen. Treibhaus, wozu der Dün- ger aus dem Viehhof ge- schafft wird. Reitpferde-Stall. Schuppen, worin Mislbeet- Erde präparirt Blumen- töpfe u. dgl. Pferdegeschirr- Kammer, Kutschenremisen u. dgl. Ackergeschirr- Schuppen unten, Sämereiboden dru- ber. Zuchisau-Stall. Schweinestall, Stall fur magere Schweine, Schweinestall. Viehhöfe. Thorweg, Uhr und eine Glocke drüber. Heu- und Kleeschober fr den Sommerverbrauch. Brennmaterial- Schuppen für den Verwalter und Ta- gelöhner. Tröge zum Viehtränken. Schuppen zur Bearbeitung des Schirrholzes. Zimmermanns-Vorraths- Schuppen. Graben zum Holzschneiden Zimmermannsschuppen. Krankenviehstall, Raum zum Beschlagen der Pferde Bauholzhof. Viehhof. Strohschober. Maststall. Schmiede. Kohlenschuppen. Truthühner, türkische En- ten, Gänsestall unten, Hühnerstall oben. Kartoffelkammer. Handwerkszeugkammer. Schlachthaus. Pferdemaschinenkammer, kleiner Sämereiboden drä- ber. Federvieh-Brutkammer. Wohnstube f. Tagelöhner. Milchkammer. Auszahlungsstube, Vor- rathskammer drüber, Speisekammer. Küche. Schlafkammer. Wohnstube. Pferdeschwemme, Quellwasser. Der WegvomWohnhause. Maafsstab von 500 Fuſs. Pl. V. Fig. 3. Ideal Skeleton of Taf. V. Fig. 3. Idealische Skiz- ze der Oberfläche v. Tew- Lodge Farm, die Rich- ſſ 5 3 5 3 shew the direction of the roads. Fig. 4. Level road. Summer or empiy cart road. Winter or loaded cart road. Fig. 5. Hill side road. Section of the barn at Tew-Lodge. Fig. 2. Machinery at Tew- Lodge. Granary partition, Straw House. Machinery. Unthrashed corn. Winnower. Chaff chamber. Supports to floor. Natural Surface. Drain. Pit for the water wheel. Conduit from the water wheel. Straw Cuiter. Bruiser and breaker. Chaff chamber. Fig. 5. Transvers Section of the Barn. Machinery at Tew-Lodge. Door to granary Nro. 2. Compt lever for the Sluice. Straw apparatus. Boiler. Ball Cock. Trap door to granary. Drain. Upright Sbaft. Space 10 admit a Dog to catch rats etc. Uprighi Shaft. Pit wheel. Masonry. Walk. Mill pond lake. Puddle of clay, Pl. VII. Plans and Sections of Tew-Lodge. Section of the Greenhouse. Greenhouse. Conserratory. Varanda. Dining Room. Library. Hall. Kilchen. Pantry. Well for feeding poutry et rabbits. 3 Cleaning knives. Bottle rack. Brokerage. Dairy. Bak Kitchen. Coals. Wood. Ashes etc. Cellar Floor. Chamber Floor, Section of the offices. Gardens eic. — 6 lung der Feldwege dar- stellend. Fig. 4. Gestalt des Weges auf der Ebne. Sommer-Kunstweg auf wel- chem mit leeren Wagen gefahren wird. Winter-Kunstweg zum Ge- brauch beladener Wagen. Fig. 5. Ein am Abhange eines Hügels getführter Kunstweg. Pl. VI. Fig. 1. Longitudinal Taf. VI. Fig. 1. Längenprofl der Scheune zu Tew-Lodge Fig. 2. Dreschmaschine zu Tew-Lodge. Schutliboden Strohschuppen, Die Maschine. Raum für ungedroschenes Getreide. Putzmühle. Spreukamtuer. Die den Kornflur tragen- den Ptfeiler. Natürliche Oberfläche. Wasserleitung. Raum für das Wasserrad. Der zur Ableitung des uber dem Rade fallenden Was- sers bestimmte Graben. Hackselschneidemaschine. Quetsch- u. Schrootmühle. Spreukam uer. Fig. 3. Qucerprofil dersel- ben Scheune. Dreschmaschine u. dgl. zu Tew-Codge. Thúre zum Schüttboden Nro. 2. Schutzbretthebel. Vorrichtung zum Brühen u Sieden durch Dampfe. Wasserkessel. Fullapparat. Fallthur im Schüttboden. Wasserrinnen. Stehende Welle. Rauun für einen zum Fangen der Ratten einzusperren- den Hund. Stehende Welle. Vertiefung fär das unterste Kamurad. Mauerwerk. Spazierweg. Mahlenteich. Gestampfte Lehmwand. Taf. VII Grund- u. Aufrisse, auch Profilzeichnungen der Pächterwohnung zu Tew-Lodge. Profilzeichnung des Ge- waächshauses. Blumenhaus. Bedeckter Säulengang. Efszimmer. Bibliothek. Halle. Küche. Speisekammer. Höhlungen zum Mästen des Federviehes und der Ka- ninchen Raum zum Messerputzen. Flaschentrockenbank. Kehrigtraum. Milchkammer. Aufwaschküche. Kohlenschuppen. Holzschuppen. Asche etc. Grundrifs des Kellers. Grundrifs des obern Ge- schosses, Schlafzimmer enthaltend. Profilzeichnung d. Offizinen Pl. IX. Working Plan of the Taf. IX. Gartenplan, wonach die Anlage in Tew-Lodge ausgeführt worden. Pleasure Grounds at Tew- Lodge. Botanic Garden. Alpines. Evergreens. Flower Garden. Kitchen Garden. For Kitchen Crops. Aquatics. Systema Naturae. Drooping Plants. Frailing Plants. Terrace Walk. References. House. Baskets of Flowers. Terrace Walk. Gold and silver fishes et Fountain. Steps to greenhouse. Clumps of Dutch Roots Carnations etc. Clumps of Straw Berries. Avenue of Fruit Trees. Seats. Covered Seats for Vines of Hops. Covered Flower Garden Seats. Gardeners Tools. Spaces for Rubbish. Bakway to Garden. Collection for Aquatics. Stews for preserving and feeding fish. Light horizontal rail pain- ted invisible green. Back of Furze Thorns etc. Represents trees. Shrubs. A Class or order of plants in the Systema. Class and order second in the Systema. Hedges. Baskets of Flowers. Old Trees. Pl. X. Entrance front of Tew- Lodge. Pl. XI. Garden front of Tew- Lodge. Pl. XII. East front of Tew- Lodge. pl. XVI. Woodhall farm. Pl. XVII. Woodhball farm as altered in 1809. Pl. XVIII. Design for a farm near London chiefly ara- ple. Rick Yard. Horse food. Cutting Room. Horse Food or Straw etc. For Loaded Carriages. Straw end. Wheat Barn. Corn floor. Unthrashed Corn. Litter. Sheds for Cattle. Gin wheel. Poultry Yard. 12 Horses. Chaff Room. Drainings of the Yard. Cows Bailifs Garden. Cow food. Calves. Wood House. ———— Lustgärten in Tew-Lodge Botanischer Garten. Alpenpflanzen. Immergrüne Pflanzen. Blumengarten. Küchengarten. Abtheilung fär Küchenge- wächse. Wasserpflanzen. Systematisch geordneter Botanischer Garten. Zarte Gewächse. Rankende Pflanzen. Weg auf einer Terrasse. Erklärung der Zeichen. Haus. Blumenkörbe. Terrassengang. Fontaine und Gold- und Silberfische. Stufen zum Gewächshause führend. Klumps von Gartennelken ete. Klumps von Erdbeerbäu- men. Allee von Fruchtbäumen. Sitze. Bedeckte Sitze von Wein oder Hopfen. Bedeckte Sitze im Blumen- garten. Gartenwerkzeug-Schuppen. Raum für den Schutt. Rückweg zum Garten. Eine Sammlung von Was- serpflanzen. Fischbehälter. Eine Horizontallinie blaſs- grün gemahlt. Schutzwand von Stachel- ginst, Dornsträuche u. dgl. Stellt Bäume vor. Sträucher. Eine Klasse oder Pflanzen- ordnung. Zweite Ordnung in d Syst. Nat. 5 Enn Hecken. Blumenkörbe. Alte Bäume. Taf. X. Eingangsseite v Tew-Lodge. 6 Von Taf. XI. Gartenseite von Tew- Lodge Taf. XII. Ostseite von Tew- Lodge. Taf. XVI Woodhall Farm. Taf XVII. Woodhall Farm, neu eingerichtet 1809. Taf. XVIII. Entwurf zu einem nahe bei London belege- nen, gröfſstentheils acker- baren Pachigute. Feimenhof. Pferdefutterkammer. Häckselschneidekammer. Stroh- und Pferdefutter- kammer. Schuppen zur Aufnahme beladener Wagen. Theil der Scheune für das ausgedroschene Stroh. Weitzenscheune. Kornboden. Zum Abladen des ungedro- schenen Korns. Streustrohkammer. Viehschuppen. Göpelwerk. Federviehhof. Stallung für 12 Pferde. Spreukammer. Abzugsgräben des Wirth- schaftshofes. Verwaltersgarten. Kühfutterkammer, Kälberstall. Holzschuppen. —— —jj Wall. Bailiffs. Implements. Poultry. Rabbits. Carts etc, Pigs. Granary. Kitchen Garden. Lawn. Pl. XIX. Fig. 1. Elevation of the Ifouse in Pl. 25. Fig. 2. Elevation of the far- mery Pl. 25. Fig. 3. Elevation of the far- mery Pl. 18. Fig. 4. Elevation of ihe House. Pl. XxX. Woodhall farm as it appeared in 1807. Woodhall as in 1810. Pl. XXI. Kenton farm whit the fences as in 1809. Scale of chains. Ppl. XXII. Kenton farm as now altered Pl. XXIII. Plan of the farm YNard of Kenton farm. Row of Hay or Corn Ricks. For Cutting Chaff etc. Gra- nary Over. Straw Machinery Chaff. Corn floor. Unthrashed Corn. Cows. Bailiffs. House. Implemenis. Harness. Saddle Horses- Poultry. Tools. Chaise. Pigs. 6 Horses. Straw ete, Implements. Caris. Watering through. For Riks. Nard. Woaod house. Lumber Room. Bed Room or Study. Parlour. Pantry. Business Reom. Kitchen. Back Kitchen. Coal Cellar et Maids Room over. Farm et Rick YNard Drain. Bailiffs Garden, Garden. Pl. XXIV. Hay Rick with mo- veable Roof to protect the Hay while binding for loa- ded Hay caris. Unthrashed Corn. Room for cutting chaff. Floor for hand thrashing Machine. Work Horses. Pump. Room for Cattle et Cows. Carts. Rabbits. Poultry Granary over. Straw. Saddle Horses. Cows. Calves. Pigs. Open Shed. Schutzwand. Beamtenwohnung. Geräthekammer. Federviehstall. Kaninchenstall. Wagenschuppen. Schweinestall. Schüttboden Küchengarten. VWiese. Taf. XIX. Fig. 1. Aufrifs des Wohnhauses von Taf. 25. Fig. 2. Ansicht der Wirth- schaftsgebäude v. Taf. 25. Fig. 3. Ansicht des Wirth- schaftshofes von Tak. 18. Fig. 4. Ansicht des Hauses. Taf, XX. Woodhall Farm, i. J. 1807. aufgenommen. Woodhall, i. J. 1810. Taf. XXI. Kentonfarm, 1809, mit Angabe der Hecken aufgenommen. Mäaafsstab. Taf. XXII. Kenton Farm jetzt verändert. Taf. XXIII. Grundriſs des Wirthschaftshofes von Kenton Farm. Reihen von Heu- od. Korn- schobern. Häckselschneidekammer, Schüttboden drüber. Strohablage, Dreschma- schine, Spreukammer. Kornboden, Raum zur Aufnahme des ungedroschenen Korns. Kuhstall. Verwalterwohnung. Wohnhaus, Ackergeräthschuppen. Pferdegeschirrkammer. Reitpferdestall. Federviehstall. Handwerkzeugskammer. Wagepremise. Schweineställe. Stall für 6 Pferde. Raum für Streustroh eic. Ackergeräthschuppen. Karrnschuppen. Viehtränketrog. Raum für Feimen. Hof. Holzschuppen. Speisckammer. Schlaf- od. Studierzimmer. Gesellschaftszimmer. Speisekammer. Arbeitsstube, Küche. Spülküche. Kohlenkeller, Mädchenstu- be darüber. Feimenhof-Abzugsgräben, Verwaltersgarten. Garten. Taf. XXIV. Heufeimen mit beweglichem Dach, um das Heubinden bei jeder Witterung zu beschützen. Raum für ungedroschenes Getreide. Häckselschneidekammer. Raum zur Handdreschma- schine. Arbeitspferdestall. Wasserpumpe. Vichstall. Karrenschuppen. Kaninchenstall. Hühnerstall, Kornboden darũber. Futterkammer. Reitpferdestall. Kuhstall. Kälberstall. Schweinestall. Offener Schuppen. Tools. Chaise Granary over. Living Room. Kitchen. Pantry. Closet. Drawing Room. Business. Wood. Yard. Pl. XXV. Kenton farm. Pl. XXVI. Design for a Farm containing 350 Acres(180 Arable) to be formed from an unclosed Common. Paddok. Close. Pl, XXVII. Design fer a Farm at Whretham coniaining 1500 Acres, Turnips. Barley. Clover. Wheat et Oats. Saintfoin. Water meadow in all 200 Acres. Pasture. WVhrethham lake. Field Barn et Cottage. Pl. XXVIII. Design for a farm in Norfolk. Ridge of Manure for shel- tering the fatting Cattle. Cattle. For staking Turnips eic. Colts. Working Oxen. Kitchen Garden, Implemenis. Horses. Garts et Granary over. Tools. Winterers, Straw end. Pigs. Chaff. Corn floor. Unthrashed Corn. Milch Cows. Calves. Poultry. Boiling House, Wood. Bailif. Bailiffs Garden. Carts Wool loft over, Pl. XXIX. Ideal plan of part of Tré-Madoc. Hilly Grounds. Former Courseof the River Present Course. Marine Hotel. Morva Lodge. Outer Embankment. Town of Tré-Madoc. The Fort. Land occasionally over flown. Perpetual Meadow. Inner Embankment. Open Drains. Hill farms belonging to Tré-Madoc. Mountain Streams. Copper Mill. Line of the original Shore. Ackerwerkzeugkammer. Kutschenremise, Kornbo- den darüber. Wohnzimmer. Küche. Speisekammer. Kammer. Gesellschaftszimmer. Arbeitszimmer. Holzschuppen. Hof. Taf. XXV. Kenton Farm. Taf. XXVI. Charte einer 300 Acres groſsen(wovon 180 unter dem Pfluge stehen) auf unverkoppelten Ge- meinländereien anzulegen- den Pacht. Wildgarten. Graskoppel. Taf. XXVII. Charte einer zu dem Gute Whrethham ge- hörenden Pacht, 1500 Acres grofſs. Wasserrüben. Gerste. Klee. Weitzen oder Hafer. Esparsette. Bewässerungswiese 200 Acres enthaltend. Weide. Whrethhamer See. Feldscheune und Tagelöh- nerwohnung. Taf. XXVIII. Grundriſs für einen Wirthschaftshof in Norfolk. Düngerschutzwandvor dem Mastviehschuppen. Viehschuppen. Raum zum Anhäufen der Wasserrüben. Füllenstall. Arbeitsochsenstall. Küchengarten. Ackergeschirrkammer. Pferdestall. Karrnschuppen, Kornbo- den drüber. Handgeräthkammer. Viehhof. Scheunenraum für Stroh. Schweinestall. Spreukammer. Raum für ungedroschenes Korn. Kuhstall. Jungviehhof. Federviehstall. Brauhaus. Holzstall. Verwalterswohnung. Verwaltersgarten. Karrnschuppen, Boden für Wolle darüber. Taf. XXIX. Idealcharte eines Theils der Güter Trε- Madoc. Höheländereien. Ehemaliges Flufsbett, Jetziges Flufsbett. Marine Hotel. Morwa Lodge. Aeuſsere Verwallung. Die Stadt Tré-Madoc. Das Schloſs. Die der Ueberschwemmung ausgesetzten Ländereien. Natürliche Wiesen, Innere Verwallung. Offene Graben. Höhegüter zu Tré-Madoc gehörig. Bergströme. Coppermühle. Richtung des ursprüngli- chen Höherandes. —— Pl. XXX. Plan of the estate of Mimbury fort in the Parish Ramsbury. The ancient Fort. Taf XXX. Plan des Guts Mimbury in der Parochie Ramsbury belegen. Das alte Schlofs. Pl. XXXI. Mimbury fort as Taf. XXXI. Plan der Verände- to be altered. Pl. XXXII. Entrance front of the Design for Mimbury fort. Terrace. Drawing Room. Dining Room. Conservatory. Morning Room. Hall. Vestibule. Kitchen. Butlers Pantry. Stores eic. Dairy Wood. Coal. Drying Room. Wash Houtse. Boots. Botiles. Stable. Coach House. Pl. XXXIV. Ashes etc. Fuel. Nursery. Housekeeper. Offices. Dairy. Back Kitchen. Pantry. Business Room. Parterre. Coach House, Mens Room over. Pigs. Colts or Oxen Hay over. Calfs or Oxen. Saddle Horses. Waggons. Forses. Carts. Killing House. Rabbits. Poultry. Tool House, Granary over. Colts, Calves or Oxen. 8 Horses or Oxen loose or VNinterers. Pigs et Hay over. IIay Ricks et Cabbages Clo- ver for Horses Cows et working Oxen. Cows. Straw Granary over. Corn Riks. Fatting Cattle, Corn Riks Over. Chaff Chambers et Whin bruiser. Steam Apparatns. Corn floor. For Staking Roots. For Staking Turnips. Water for Machine. Pl. XXXVI. Ideal Sketch of a Design made in 1803. for forming a Park on the Earl of Mansfeelds Estate at Scone to contain 5000 Acres. References. 1. Apreach from Perth. rungen in Mimbury Fort. Taf. XXXII. Entwurf einer Eingangsseite für Mimbu- ry Fort. Terrasse. Vorzimmer. Efszimmer. Blumenhaus. Frühstückszimmer. Saal. Hausllur. Küche. Des Kellners Speisekammer Vorrathskammer. Milchkammer. Holzkammer. Kohlenkammer. Trockenraum. Waschhaus. Verschlagzumstiefelputzen Flaschenkammer. Stall. Kutschenremise. Taf. XXXIV. Asche eic. Raum für Brennmaterial. Blumenhaus. Wohnung fär den Haus- halter. Nebengebäude. Milchkammer. Spälkuche. Speisekammer. Arbeitszimmer. Parterre. Kutschenremise, Bedien- tenwohnung darüber. Schweinestall. Füllen- oder Ochsenstall, Heuboden darüber. Kälber- oder Ochsenstall. Reitpferdesiall. Wagenschuppen. Pferdestall. Karrnschuppen. Schlachthaus. Kaninchenstall. Federviehstall. Handgeräthkammer, Korn- boden darriber. Füllen-, Kälber- od. Och- senhof. 3 Pferde- oder Ochsenstall. Schweinestall, Heuboden darüber. Heuschober und verschlos- sener Raum für Klee für Pferde, Kühe, oder Ar- beitsochsen. Kuhstall. Strohraum, Kornboden darüber. Kornfeimen. Mastviehstall, Kornfeimen darüber. Häckselkammer, Stachel- ginst-Quetschmühle dar- über. Dampfkoch-Apparat. Raum für gedroschenes Korn. Zum Auf häufen des Wur- zelwerks. Zum Aufhäufen der Was- serrüben. Das die Maschine treibende Wasser. Taf. XXXVI. Idealskizze eines 1803. gemachten Plans zu dem auf den Gütern des Gr. v. Mansfield zu Scone einzurichtenden Parks, 5000 Acres groſs. Erklärung. 1. Strafse von Perth. 2. Point from whence the view is taken. 3. Old Palace. 4. Proposed additions. 5. Servants offices. 6. Stables. 7. Mute Hill et Mausoleum. 8. Ancient church Yard with covered way leading to it. 9. Church. 10. Site of Village to be re- moved. 11. Kitchen Garden. 12. First prospect Tower seen in ihe View. 13. New Scone Entrance. Intervening Property. New Scone. Farmery. Site of the old village of Scone. Parsonage. Village of Stranrawer. Estate of Balnagowan Ge- nera! Grahams. Pl. XXXVII. Design for the farm of a Nobleman agri- culturist. For staking turnips. Unthrashed corn et chaff below. Corn floor. Straw end. Water pipe and Whin bruiser. Carts, Granary over. Cart Lodge. 36 Cattle. Implements granary over. Winterers. Drainings of the yard. 10 Horses. Pigs. Shads for Winterers. Drainings of the yard. Colts. Food. 8 Cows. Winterers. Calves. Carpenters shop. Smithy. Shoeing house. Smiths house. Wood house. Tools. Office. Stewards house. Parlour. Clok over. Kitchen. Dairy. Poultry. loft, Sheep etc. un- er. Grass seeds, Sheep etc. un- der. For sorting sheep. Carpenters vard. Poultry yard. Pl. XXXVIII. Birds eye view of the Design for a No- blemann agriculturist. Dairy establishment for 20 Cows. Dairy. 17 2. Standpunkt von dem die Ansicht aufgenommen ist. 3. Das alte Schloſs. 4. Vorgeschlagener Anbau. 5. Wobhnung für die Die- nerschaft. 6 Ställe. 7. Stiller Hügel und Mau- soleum. 8. Alter Kirchhof mit dem daau führenden bedeckten Gange. 9. Kirche. 10. Lage des zu verlegenden Dorfes. 11. Küchengarten. 12. Prospektthurm der in der Zeichnung sichthar ist. 15. Eingang zu Neu-Scone. Hereinspringendes frem- des Eigenthum. Neu Scone. Wirthschaftshof. Lage des alten Dorfes Sco- Ne. Pfarr-Acker. Das Dorf Stranrawer. Güter des General Graham Balnagowan genannt. Taf. xXXVII. Plan zu einem für einen liberal denken- den Landwirth passenden Wirthschaftshof. Raum zum Aufhäufen der Wasserrüben. Raum für ungedroschenes Korn. Kornflur. Raum fär ausgedroschenes Stroh. Wasserkanal und Stachel. ginstquetsche. Karrnschuppen, Kornbo- den darůber. Schuppen. Stall für 56 Stück Vieh. Ackergeräthkammer, Korn- boden darüber. Viehhof. Hof-Abzugsgraben und Wassersammler. Stallung für 10 Pferde. Schweinestall. Schuppen. Hof-Abzugsgraben. Füllenstall. Futterkammer. Stallung für 8 Kühe. Viehschuppen. Wälberstall. Zimmermannsschuppen. Schmiede. Raum zum Beschlagen der Pferde. Wohnung fär den Schmid. Holzstall. Handgeräthekammer. Nebengebäude. Verwalterswohnung. Wohnstube. Eine Glocke darüber. Küche. Milchkammer. Federviehstall. Boden zu d. Wolle, Schaf- stall darunter. Grassämereiboden, Schaf- stall darunter. Abtheilung zum Sortiren der Schafe. Zimmermannshof. Federviebhof. Taf. XXXVIII. Ansicht des für einen liberal denken- den Landwirth eingerich- teten Wirthschaftshofes, aus der Vogelperspektive. Ein für 20 Kühe eingerich- teter Kuhstall mit Zube- hör. Milchkammer. ————:xO-A— ————— — — ——,—— — ö ee Scalding room. Churning room. Cheese press room. Horse mill]. Turnips Slicer, washer et bruiser etc. Steam. 20 Cows. Hay roots, or other foot. Steam. Pl. XXXIX. Design for a Mansion farmery et Sia- bles calculated to Form one pile of architecture etc. A- dapted to a particular si- tuation for Kr. Garth. Covered way which admits of driving a carriage or airing horses. Gate way. Cemmon saddle or work horses. Carriage. Harness. Stair to billiardroom over, Favourite hunter. Hay. Saddle horses, Entrance. Hunters. Hay. Horses. Coach. Dutch Hay barn. Cover'd way. Litter for Hunters. Work Horses. Harness. Caris of waggons. Implements. Favorite Stallion. — 66 Schlachtzimmer. Stube worin gebuttert wird. Käseprefskammer. Rofsmühle. Raum zum Schneiden, Wa- schen u. Brüähen der Was- serrüben. Dampfkochapparat. Stall für 20 Kuhe. Kammer für Heu oder an- deres Futter. Dampfapparat. Taf. XXXIX. Plan zu einem VWirthschaftshof u. Stal- lungen für das Haupt- od. Schlofsvorwerk und auf den Fall berechnet, dals es mit dem Herrnhause ein architectonisches Ganzes bilden soll, für die Lage von Garth geeignet. Bedeckter Gang zum Her- umführen der ferde wor- in ein Wagen herumfah- ren kann. Thorweg. Gewöhnlicher Reit- oder Arbeitspferdestall. Wagenschuppen. Geschirrkammer. Treppe zu einem Billard- zimmer darüber. Stall für das Lieblingsjagd- pferd. Heukammer. Reitpferdestall. Eingang. Jagdpferdestall. Heuboden. Pferdestall. Kutschenremise. Holländische Heuscheune. Bedeckter Weg. Streukammer für Jagd- pferde. Arbeitspferdestall. Geschirrkammer. Karren- u. Wagenschup- pen. Ackergeräthekammer. Stall für einen Hengst. Food. Rabbits etc, Farm Yard. Poultry. Corn floor. Barn unthrashed Corn. Machinery. Cascade over the wheel. Straw end. Shed for winterers. Pines and grapes. Exotics and grapes. Shed. Drying yard. Farmers eating room. Coal. Dairy. Press Room, Brew house. Conservatory. Flue. Parterre. Laundry. Business room. Mangle. Butlers Bed. Closet. Butlers Pantry. Library. Hall. Drawing room. Dining room. House keepers room. Kitchen. Scullery. Larder etc. of Tew-Lodge from the North East. Entrance front of a House now building at Garth Montgomeryshire. Futterkammer. Kuhstall. Schweinestall. Kaninchenstall ete. Wirthschakftshof. Federviehhof. Kornflur. Scheune für ungedrosche- nes Korn. Dreschmaschine. Wasserfall über dem Rade. Strohraum. Viehschuppen. Gewächshaus für Kiefern und Weintrauben. Ausländische Pflanzen und Weintrauben. Schuppen. Trockenplatz. Efszimmer für den Pächter. Kohlenkammer. Milchkammer. Käseprefszimmer. Brauhaus. Gewächshaus. Feuerkanal. Parterre. Waschhaus. Arbeitszimmer. Rollkammer. Des Kellners Schlafkam- mer. Kammer. Kellners Speisekammer. Bibliothek. Hausflur. Vorzimmer. Efszimmer. Haushaltersstuhe. Kriche. Scheuerplatz. Speisekammer- Pl. XXXX. Diagonal elevation Taf. XXXX. Diagonal Aufriſs des Wohnhauses in Tew- Lodge in der nordöstli- chen Richtung dargestellt. Eingangsseite des jetzt im Bau begriffenen Wohn- hauses zu Garth Montgo- meryshire. S. 9. Z. 13., lies: Heckenumlegungen statt: Heckenanlegungen. Druckfehler. S. 11. Z, 15,, lies: Gebirgs-Esche statt: Gebirgs-Eiche. — —— —————õ—— —— Dar 1 — Faclc Kitchen ———— — 182 Jaclclle II / ſ/ Hach 4 llouese lcus Eoun, 01 Waggonis 2 Ps ls Calts 9 Oxan 5 Acon WMurtoronr Corn Ferichar Oer & Morses ar Qren-loose 0 manterens iar Auts Cabbᷣo‿gqes Coret 2 — 1 eine 8 — Ilolise= rau“ 0 —— 8 4 Ic. E Hotses Cous 8 / 4 20 Cmnr 4 / 6 Workisuf en — — — — T rau ☛‿ 5 ℳ Materens S Granan, re 4 —y—— 8 X ——— V 8 .———— 23 Zalkiec Cacltle Corn ficks per K — —“ 15 Lattau Calre Gonn, Kices orer *. ₰ FPig.⸗ ¹ 2 5 fa 8 8 Leo V 9 4 1 . 0 8 0 1 3 „ V 1 / 8 6 8 —— 3 — — ——. e. 5 For Jaadking Lions— 3 2 A h— A — —— ———ü———————————— ————. Fatbd ra Welne Dtdelon Maꝝν1 1. —————½—ꝛ:ᷓõyrͤ——— ——OQ— 4 — —— l 1 ——. 2 2— 27— ** 4 4 —— 8— —— * 1 4—= 5 8.— 3 3 =—*— — 1 — — — — — ————— —„ 4 * 5 1 8 4„ 7. * d „— 1— 8 8 4 8 2 2 4 8 3 1 4 24 „ 3 4 3 4 4 8 — 4 4 3 8. 3 8 3 .— 2 5 5 8 3 4 1 7 3 3 g 8 4 7 3 —* * 7 3 3 8 9 4 5 S 92 8 2 K 2 . 7. §§ 8½ . 8 4 8 8 4 ½ 4 5 1 3 5 3. 5 —