pſe1. d1,e und a Prateſas in Betih. Ein e ren er Sheut der lalgemeiten Enehtlopädie der zeſeminten Kaud⸗ und Panswithſchaft t der Deutſchen. 3 de Prdafforſbe 4 ſie in Verb am vort Kdnigt N ben in mit chan 1 4 auch eine e ſolche Ein integrirenda T Land: —Q—· Die Forſtwirthſchaft nach rein praktiſcher Anſicht ſo wie ſie der Privatforſtbeſitzer oder Verwalter fuͤhren muß, um ſie in Verbindung mit der Landwirthſchaft am vortheilhafteſten einzurichten, dargeſtellt von Dr. W. Pfeil, khnigl. preuß. Oberforſtrath und Profeſſor in Berlim⸗ —-—— 7 Mit einer Kupfertafel. Ein integrirender Theil der allgemeinen Encyklopädie der geſammten Land⸗ und Hauswirthſchaft der Deutſchen. Leipzig, in Baumgaͤrtners Buchhandlung. 1 8 3 1. Inhol Ponbewerkung 1 Serntriß der Foſſt II Paldbau. 9) Ton Rn dei 2) Pälches At 9 Pon den Vu mungsſch *) Pon der Behe 5) Von der Erzie Ulmen un 6) Von der Erzie gen. 7) Pon Fichten; zmn. d) Por der Ver ſchlgen Wundw 9) Von der E 10) Von den ul) Von den henden Inhaltsverzeichniß. Vorbemerkung„.„„..... I. Kenntniß der Forſtgewächhe..... II. Waldbau. 1) Von den verſchiedenen Betriebsarten... 2) Welches Alter man das Holz erreichen laſſen muß 3) Von den Vortheilen und Nachtheilen der Beſa⸗ mungsſchläge....... 4) Von der Behandlung des Buchenſamenwaldes. 5) Von der Erziehung der Eichen, Hainbuchen, Eſchen, Ulmen und Birken in Beſamungsſchlägen. 6) Von der Erziehung der Kiefer in Beſamungsſchlä⸗ gen........ 7) Von Fichten⸗ und Weißtannen⸗Beſamungsſchlä⸗ gen........ 8) Von der Beurtheilung des Bodens in Beſamungs⸗ ſchlägen, hinſichts ſeiner Empfänglichkeit und Wundmachung...... 9) Von der Schonungszeit der Samenpflanzen. 10) Von den Durchforſtungen..... 11) Von den aus verſchiedenen Holzgattungen beſte⸗ henden Hochwäldern..„... Seite III. IV. VI. Inhaltsverzeichniß. 12) Von der Herſtellung einer regelmäßigen Wald⸗ wirthſchaft in unregelmäßig behandelten Wäl⸗ dern....... Von der Behandlung der Wälder. 1) Behandlung des Niederwaldes...„ 2) Behandlung des Mittelwaldes.. 2. 3) Von der Hackwaldwirthſchaft.... 4) Von der Kopfholzwirthſchaft.... 5) Von der Plenterwirthſchaft..... 6) Vom Baumfelde....... 7) Von der Umänderung einer Betriebsart in die an⸗ dere........ Vom Anbau des Hotzes aus der Hand. 1) Vom Anbau des Holzes durch die Saat.. 2) Vom Anbau des Holzes durch Pflanzung.. 3) Von der Befriedigung der Schonungen.. V. Vom Forſtſchutz. 1) Verhütung des Schadens durch Sturmwinde. 2) Verhütung des Schadens durch Feuer... 3) Verhütung des Schadens durch Waſſer.. 4) Verhütung des Schadens durch Froſt und Dürre 5) Verhütung des Schadens durch Duft, Schnee, Roh⸗ reif......—. 6) Verhütung des Schadens durch Flugſand.. 7) Verhütung des Schadens durch Inſecten.. 8) Verhütung des Schadens durch Mäuſe. 9) Verhütung des Schadens durch Wildpret.. Forſtpolizeylehre. 1) Beſchützung und Erhaltung der Grenzen.. 2) Sicherung des Waldes gegen Holzentwendungen. 3) Beſchädigungen der Forſte durch Weidevieh.. 4) Von verſchiedenen Beſchädigungen des Holzes 5) Von dem Sammeln der Waldſtreu... 6) Von den Waldſervituten und ihrer Aufhebung und Abfindung... Seite 80 83 88 90 91 93 94 9⁵ 99 101 119 130 134 135⁵ 139 141 142 142 147 15⁵ 155 1⁵58 1⁵9 161 165 167 170 1I keritenutung. ) In wel ſchem? haltige E ) Von der Gen Verwende ) Pon der For ducte ) Lon dem( Waſſet: 5) Etab⸗ und 6) Wazrer⸗ Ut 7 bis 1) Spa Holz zu 13 Rindennutz 1) Gewinnung 15) Benutung 16) Benutung VIII. Vom Tuns⸗ . Die Totſwir X. Die Forſttaro XI Die Valdwe⸗ XII. Grundſätze; waltun Pald: und Forſtg Pald: und Forſtg Vadd⸗ und Forſtg Wahd⸗ und Forſt Pald⸗ und Forſt Vald: und Fuſt Vald⸗ und Fur Vald: und Fuf Pald⸗ und For Pald⸗ und For Vald⸗ und For Mah: und For Seite VII. Forſtbenutzung. Inhaltsverzeichniß. 1) In welchem Zuſtande ein Wald das höchſte nach⸗ haltige Einkommen gewährt. 4 2. 80 2) Von der Gewinnung der Waldproducte und ihrer Verwendung....... 83 3) Von der Formung und Verſilberung der Waldpro⸗ 88 ducte....... 90 4) Von dem Einſchlage und Verkaufe des Land⸗, 91 Waſſer⸗ und Schiffbauholzes... 93 5) Stab⸗ und Böttcherholz⸗Verkauf... 94 6) Wagner⸗ und Stellmacherholz.... 7) bis 12) Spalthölzer, Weinpfähle, Ruder, Mulden, 95 Holz zu Flechtwerk..... 99 13) Rindennutzung....... 101 14) Gewinnung der Holzſäfte..... 119 15) Benutzung der Baumfrüchte.... 130 16) Benutzung des Laubes.... VIII. Vom Transport des Holzes..... . 134 IX. Die Torfwirthſchaft....... . 155 X. Die Forſttaxation...... 139 XI. Die Waldwerthberechnung...... 141 XII. Grundſätze zur Anordnung und Controlle der Ver⸗ 4 waltung........ . 142 Wald⸗ und Forſtgeſchäfte im Januar... . 1 2 Wald⸗ und Forſtgeſchäfte im Februar.... 197 Wald⸗ und Forſtgeſchäfte im März..... 1⁵5 Wald⸗ und Forſtgeſchäfte im April..... 3 15 b Wald⸗ und Forſtgeſchäfte im May... . Wald⸗ und Forſtgeſchäfte im Juny.... Wald⸗ und Forſtgeſchäfte im July.... . fiz Wald⸗ und Forſtgeſchäfte im Auguſt... 1. 159 Wald⸗ und Forſtgeſchäfte im September.. . 1646 Wald⸗ und Forſtgeſchäfte im October.... 165 Wald⸗ und Forſtgeſchäfte im November. 167 Wald⸗ und Forſtgeſchaͤfte im December. 11I I 2 2 12 13 19 22 23 24 26 31 86 Verbeſſerungen. (Zur Forſtwirthſchaft.) Seite 1 Zeile 4 und 5 von unten ſtreiche beſtimmt iſt ein⸗ mal weg. — 9 von oben ſtatt Roſeneiche lies Raſeneiche. — 13 und 14 von unten ſtreiche mit Vortheil ein⸗ mal weg. 21 von unten ſtatt verdünnt lies verdämmt. 1 und 2 von oben ſtreiche nur einmal weg. — 17 von unten ſtatt Beläſtigungsmittel lies Befeſtigungsmittel. — 5 von unten ſtatt Stücke lies Stöcke. — 14 von unten ſtatt asia lies aria. 14 von oben ſtatt aucupacia lies aucuparia. 10 von unten ſtatt Nadelholzgründen lies Nadelbolzforſten. 3 — 24 von oben ſtatt Plantarwalde lies Plen⸗ terwalde... — 24 von oben ſtatt 70jährigen l. 40 jährigen. Forſwi Vorb der Holz erzeugen, e eteatümüichkeiten, das wrwaſiedenen Hölzer ſelt Reihn deran oft hindern, eiigen Gewachſe, welch ſoicht ugend eines wirth ir Lhre don ihrer Erzieh! nedie vorbegende Enecile iz irgend Entbehtliche unhe, Unentbehrliche Re aten wir die Beſchrei Re der Leſer entweder ſche wefenden Schriften ſche ſian, als dadurch die Un ſlnder Holzgattungen geg ſche fndet man in einer kann her Bezieh dder Verwa EAA dirthſchaft a des fir mwiſſenſch den, as mehr Kenntniß ſeden, als vieie Vände d die Enchllopidie n teimmt iſt, welche d des aktiſchen Nutene ben e mehr, die Reſu tenaben können, witg maden Unfange. t iſt ein⸗ ſeneiche. theil ein⸗ rdämmt. weg. ttel lies e. ouparia. nden lies jes Plen⸗ ährigen. Forſtwirthſchaft. Vorbemerkung. Wer Holz erzeugen, erhalten oder benutzen will, muß die Eigenthümlichkeiten, das Verhalten und den Werth nicht bloß der verſchiedenen Hölzer ſelbſt, ſondern auch derjenigen Gewächſe, die ihn daran oft hindern, kennen. Darum muß die Darſtellung derjenigen Gewächſe, welche dem Forſtbeſitzer oder Forſtwirth in Hinſicht irgend eines wirthſchaftlichen Zwecks bemerkbar werden, der Lehre von ihrer Erziehung vorausgehen. Bey einem Buche, wie die vorliegende Encyklopädie, kommt es vorzüglich darauf an, alles irgend Entbehrliche auszuſcheiden, um für das Wiſſens⸗ werthe, Unentbehrliche Raum zu gewinnen. Als entbehrlich be⸗ trachten wir die Beſchreibung der äußern Form der Gewächſe, die der Leſer entweder ſchon kennen wird, oder in andern nach⸗ zuweiſenden Schriften ſchon vorfindet, und berühren ſie nur in ſofern, als dadurch die Unterſcheidungszeichen leicht zu verwech⸗ ſelnder Holzgattungen gegeben werden. Das Allgemein⸗Bota⸗ niſche findet man in einer andern Abtheilung des Buches; die nothwendige Kenntniß des Bodens hat Herr Profeſſor Schübler abgehandelt: beides kann daher hier übergangen werden. Deß⸗ halb erfolgt die Beſchreibung der Forſtgewächſe auch nur allein in wirthſchaftlicher Beziehung, ſo wie die ganze Forſtwirthſchaft auch hier bloß nach rein praktiſcher Anſicht, ſo wie ſie der Pri⸗ vatforſtbeſitzer oder Verwalter führen muß, um ſie in Verbindung mit der Landwirthſchaft am Vortheilhafteſten einzurichten, darge⸗ ſtellt iſt. Denjenigen, welche dieſe Behandlung des Gegenſtan⸗ des für unwiſſenſchaftlich halten, muß bemerkbar gemacht wer⸗ den, daß mehr Kenntniß dazu gehört, alles Entbehrliche auszu⸗ ſcheiden, als viele Bände mit gelehrten Abhandlungen zu füllen; daß die Encyklopädie nicht für Gelehrte, ſondern für Männer beſtimmt iſt, welche dieß nicht ſind, ſondern ein Buch um ſei⸗ nes praktiſchen Nutzens willen kaufen, beſtimmt iſt. Dieſe lie⸗ ben es mehr, die Reſultate der Wiſſenſchaft, ſo daß ſie dieſelben benutzen können, mitgetheilt zu ſehen, als dieſe ſelbſt in ihrem ganzen Umfange. . Forſtwirthſchaft. (414) Erſter Abſchnitt. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. 1. Die Eiche, OQuercus. a) Trauben⸗, Stein⸗ oder Wintereiche, Quercus robur; b) Stiel⸗, Sommer⸗, Heideeiche, Quer- ens foemina.. Beide Arten haben in Hinſicht ihrer Erziehung, Behand⸗ lung und Benutzung ſo wenig weſentliche Verſchiedenheiten, daß ſie füglich zuſammen abgehandelt werden können. Noch weni⸗ ger macht die Roſeneiche, oder irgend eine andere Art, eine be⸗ ſondere Aufführung nöthig. Die Eiche kommt auf ſehr verſchiedenartigem Boden vor, ihr Ertrag, ihr Werth als zu empfehlendes und zu erziehendes Holz hängt aber auch nur davon ab, daß ſie einen paſſenden Stand⸗ ort hat. Als Baumholz zeigt ſie den ſtärkſten Zuwachs im tief⸗ gründigen Flußboden, wo die fruchtbaren Niederſchläge einen ſehr kraͤftigen Boden erzeugten und erhalten, wie z. B. im Oder⸗, Elb⸗, Donauthale. Im Meeresboden, auf ſandigem Lehmbo⸗ den oder lehmigten Sandboden, welcher nicht zu arm an Hu⸗ mus iſt, auf Sandſteingebirgen, wo der Boden tiefgründig ge⸗ nug iſt, ſo daß die Wurzeln 4— 5 Fuß oder tiefer ſtreichen kön⸗ nen, iſt ihr Wuchs nicht mehr ſo ſtark, aber immer noch aus⸗ gezeichnet. Im Urgebirge, Kalk⸗ und Baſaltbergen bleibt ſie ſchon auffallend zurück, immer mehr, je flachgründiger der Bo⸗ den iſt, bis ſie auf ganz flachgründigem, an dürren Sommer⸗ hängen nur noch als Niederwald im kurzen Umtriebe gezogen werden kann. In ganz armem dürren Sandboden vegetirt ſie eine Zeit lang, gedeiht aber gar nicht. In humoſem Sumpfbo⸗ den, welcher Saͤuren oder Eiſenſtein enthält, iſt ſie gar nicht zu ziehen. In Rückſicht auf das Clima erträgt ſie keine rauhen Seewinde, mit der Buche, dem Ahorn und äahnlichen Holzgat⸗ tungen ziemlich gleiche Höhe in den Bergen. Reine Eichenwälder in größerer Ausdehnung findet man ſel⸗ ten; gewöhnlich ſind es nur künſtliche Anlagen oder Beſtände, wo die untergemiſchten Hölzer herausgehauen ſind. Sie anzu⸗ bauen iſt ſelbſt da ſelten anzurathen, wo man der Eiche einen paſſenden Standort geben könnte; niemals, wo dieß nicht der Fall iſt. Da, wo dieſe Holzgattung mit Vortheil im geſchloſſe⸗ nen Stande als Baumholz mit Vortheil gezogen werden kann, iſt auch beynah immer gutes Ackerland zu machen; dieß bringt aber mehr ein, als der ſchönſte Eichenhochwald. Im gemiſchten Stande, unter andern Holzgattungen wächſt die Eiche ſchneller und ſchöner herauf, als in reinen Beſtänden. Als Brennholz, welches man in dieſen immer in Menge mit erhält, iſt ſie un⸗ vortheilhaft; nur wenn man ſie zu Nutzholz verwenden kann, iſt ſie belohnend. Als Schlagholz iſt ſie vorzüglich an trocknen Berghängen empfehlenswerth; doch bedingt dieß daſelbſt einen nicht zu langen— höchſtens 20jährigen Umtrieb. Wo man Nutzholz aus ihr erhalten will, welches lange, aſtreine, ſpaltige Schäfte bedingt, muß ſie im Schluſſe herauf⸗ wachſen. Freyſtehend reinigt ſie ſich nicht von Aeſten, dieſe 1. Äbſ dachſen, ſch wei Shaft verliert ſie um ſie zwar lau dann aber knickig kiit miſ und erden kann. 1 In der Juhen . di ſie auch zun vij daſe tief ein ſe dieſe oft, be ſweichenden Seit rung. Werden Stamm wipfeldü Sie erträgt Iaht alt iſt; fru len lichtgenuſſe h ſt für andere Ho heilig, als der d und durchbrochene Iöre Ausſchl det, da ſie kein Puchs verſchiede Alter. Je langſa In dünen Verg wit Sicherhet, bis à0 Jahren. Knoſpen und W können deßbalb me des ganzen ſehr lange wied chen Ertnng gies Und nur die Sei hun man jede wn; biele, vorzi lagen nicht zu di det Etamm in d viid, eignet ſie ſ da Ernng d der von iht zu it, auf wachen ſe ſchon nit l lichen Bauhlzer auch ein Alter ſarke Hölzer,) richt dortheilhe in einzelnen übe anem mittelman den wohl eine aſe jihrdch heſtand boll iſt — S 4; Stets iſtin di Re Nadr die ſchloſſe⸗ kang, bringt niſchten dhneller nnholz, ſie un⸗ kann, rocknen einen lange, zerauf⸗ dieſe 1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. (415) wachſen, ſich weit ausreckend, fort bis in das hohe Alter, und der Schaft verliert ſich in der Veräſtung. Durch Schneidelung kann man ſie zwar langſchäftig in die Höhe ziehen, der Stamm wird dann aber knickig, knotig und wimmerig, ſo daß er alle Spaltig⸗ keit verliert, und höchſtens zu Bauholz mit der Säge verſchnitten werden kann. In der Jugend hat ſie ſtets eine ſtarke Pfahlwurzel, und be⸗ darf ſie auch zum Gedeihen, welches davon abzuhängen ſcheint, daß dieſe tief eindringen kann. Mit dem 60— 80. Jahre verliert ſie dieſe oft, bey höherem Alter beynah immer, und die flacher ſtreichenden Seitenwurzeln übernehmen dann allein ihre Ernäh⸗ rung. Werden dieſe durch Streurechen entblößt, ſo wird der Stamm wipfeldürr, und ſtirbt auch oft ganz ab. Sie erträgt keine Beſchattung mehr, wenn ſie drey bis vier Jahr alt iſt; früher auch nur eine ſehr geringe, und muß im vol⸗ len Lichtgenuſſe heraufwachſen. Der Schatten, welchen ſie macht, iſt für andere Hölzer, wie für die Graserzeugung, nicht ſo nach⸗ theilig, als der der Buche oder Linde, da ihr Blattſchirm lichter und durchbrochener iſt, weil die Zweige ſich weniger veräſteln. Ihre Ausſchlagsfähigteit, die bloß am Stamme Statt fin⸗ det, da ſie keine Wurzelbrut treibt, erhält ſich nach Boden und Wuchs verſchieden, bald bis in ein höheres, bald niedrigeres Alter. Je langſamer der Wuchs iſt, deſto länger ſchlägt ſie aus. An dürren Berghängen oft bis zu hundert Jahren und darüber mit Sicherheit, im Fluß⸗ und Meeresboden oft nur bis zu 40 bis 50 Jahren. Diejenigen Stämme, welche an der Erde noch Knoſpen und Waſſerloden haben, ſchlagen auch noch aus, und können deßhalb noch auf die Wurzel geſetzt werden. Am Stam⸗ me des ganzen Baumes ſchlägt die Eiche ebenfalls gut und oft ſehr lange wieder aus, ſo daß ſie als Schneidelholz einen rei⸗ chen Ertrag giebt, wenn man ihr einige Zweige im Wipfel läßt und nur die Seitenäſte wegnimmt. Bis in das ſechzigſte Jahr kann man jede Eiche noch zur Schneidelholzwirthſchaft einrich⸗ ten; viele, vorzüglich wenn die abgeſtorbenen äußern Rinden⸗ lagen nicht zu dick ſind, bis zu 120 Jahren. Zu Kopfholze, wo der Stamm in der Höhe von 5 bis 7 Fuß ganz weggehauen wird, eignet ſie ſich nicht. Der Ertrag der Eiche iſt außerordentlich verſchieden hinſichts der von ihr zu erwartenden Holzmaſſe, jenachdem der Boden iſt, auf welchem ſie ſteht. Unter günſtigen Verhältniſſen kann ſie ſchon mit 100 Jahren Stämme geben, welche alle gewöhn⸗ lichen Bauhölzer und inländiſchen Spalthölzer geben; oft iſt auch ein Alter von 120 bis 160 Jahren dazu nöthig. Ganz ſtarke Hölzer, wie Mühlwellen, Schiffbauholz u. dergl., werden nicht vortheilhaft in ganzen Beſtänden gezogen, ſondern beſſer in einzelnen übergehaltenen, dazu geeigneten Stämmen.— Bey einem mittelmäßigen Wuchſe laßt ſich für den preußiſchen Mor⸗ gen wohl eine halbe Klafter*), oder 40 Cubikfuß reine Holz⸗ maſſe jährlich an Durchſchnittszuwachs erwarten, wenn der Beſtand voll iſt. An Schlagholz in 15⸗ bis 30jährigem Um⸗ 2) Stoksdiſt in dieſem Theile der Eneyklopädie nur von preußiſchem Maaße Forſtwirthſchaft. (416) triebe 15 bis 25 Cubikfuß. Für den Mittelwald*) eignet ſich die Eiche als Oberbaum ſehr gut, ſobald man ſie kein zu hohes Alter erreichen läßt, da ſie dann durch ihren Schatten weni Schaden thut, bald ein brauchbares Nutzholz giebt und reichlich Früchte trägt, wozu der freye Stand derſelben viel beyträgt. Als Unterholz gedeiht ſie nur bey wenigem und nicht ſehr be⸗ ſchattendem Oberholze. Auch zur Bepflanzung der Triften und Anger in nicht zu engem Stande iſt ſie ſehr geſchickt, da ſie reichliche Maſtnutzung gewährt, und der Graserzeugung nicht ſehr nachtheilig iſt, ſobald man nur die niedrigen Aeſte weg⸗ nimmt. Von ausgezeichnetem Nutzen für den Landwirth iſt ſie als Schneidelholz an den Feld⸗ und Wieſenrändern; ſie giebt da⸗ ſelbſt einen reichlichen Brennholz⸗Ertrag, ein vortreffliches Schaf⸗ und Ziegenfutter durch ihr Laub, im Stamme noch Nutzholz, welches vielfach zu Bohlen, Bauholz, ſelbſt Wagnerholz zu be⸗ nutzen iſt, ohne dem Felde nachtheilig zu werden.— Von ih⸗ rer Behandlung bey jeder Art der Benutzung und des Betriebes wird weiter unten die Rede ſeyn. Ihr Holz hat eine große Gebrauchsfähigkeit. Sie iſt ein ſehr dauerhaftes Land⸗ und Waſſerbauholz, welches jedoch nicht gut zu Balken, Sparren, oder einem Gebrauche, wo es hohl liegt und viel zu tragen hat, verwendet werden kann, da es ſich dann leicht krumm zieht. Das jüngere Eichenholz und die Kernſtücke geben ein feſtes und zähes Schirr⸗ und Wagnerholz, die ältern Stämme viele verſchiedene Spalthölzer. Von der Be⸗ nutzung deſſelben wird beſonders gehandelt werden. Die Dauer des Eichenholzes wird noch ſehr vermehrt, wenn man den Stamm im May, ohne ihn zu fällen, bis in den Wipfel herauf ſchält, und ſo erſt abwelken und dann austrocknen läßt. Auch das Einweichen in Holzſaure, welche bey den Theeröfen in großer Menge gewon⸗ nen und in der Regel gar nicht benutzt wird, ſchützt das Ei⸗ chenholz eben ſo wie jedes andere ſehr gegen Wurm und Fäul⸗ niß. er Splint muß bey jedem Gebrauche, wo Dauer und Feſtigkeit verlangt wird, ſtets rein hinweggenommen werden, da er dieſe Eigenſchaften nicht hat, und vorzüglich ſehr leicht im Trocknen vom Wurme angegriffen wird. Er iſt ſehr leicht an ſeiner weißen Farbe zu erkennen, und oft haben die äußern Splintlagen die Dicke eines halben Zolls. Wo eine beſtimmte Stärke vom innern Baume verlangt wird, wie z. B. bey Mühl⸗ wellen, muß man ſich von der Dicke des Splintes unterrichten, und den Baum einkerben, da dieſe in Abrechnung gebracht wer⸗ den muß. Alte anbrüchige Stämme haben auch in den geſun⸗ den Theilen nicht die Dauer des mittelwuͤchſigen Holzes, auch eine geringere Brenngüte. Nach Wernecks Verſuchen*) verhält ſich dieſe zu der der Buchen dergeſtalt, daß, wenn die Klafter Buchen 2 Thaler werth iſt, die Klafter Eichen etwa einen Werth von 1 Thlr. 20 Sgr.(18 Thlr.) hat. Die Kohlen ſind zwar nach demſelben Schriftſteller verhältnißmäßig etwas beſſer, wer⸗ *) Da in der Folge alle techniſchen Ausdrücke deutlich gemacht werden, wird hier ihre ErLärung übergangen. **) Phyſikaliſch⸗chemiſche Abhandlung über die ſpecifiſchen Gewichte und ver⸗ ſchiedene Brennkraft der vorzüglichſten deutſchen Hölzer, von v. Werneck. Gießen bey Heyer, 1808. Töſchr. 4 Reöebern hat man n ¹ Aas Jremntolz, in d 5 dorbon; 08 9 ttr zu bedderten; las t bewahren. eh Jahe auſbenet e an uf Kitm ſri Aedunz mideſ Käͤren aan.„ Eähr vichtig iſt die Fünde, elche borzue Der Shlagholzde gahren der dnne behunt uer dem ninnunz und vorzeihaft Reie ſehn.. 4 di huücte ſind ein und andere Hausthiere, refer Vidgattungen. di werden. Je nachden dem ader undaſſendem Et ni, fuüher dder ſpäter Di Matter geben, im? Erafeln, oder Abhauen ge gewonnen, dann zut und giegen. Das abgefo Dinzungsmateral. Das Gewicht des C vünlicher Trockenheit ſeäftſch ſchwerer als d Wt, iſt, und auch ha indurch Aufſaugen der munder Form oder dich in dur etwa in breiten „da jungen Eiche ſ ſirgeittich, und ſel ei han diß nicht erna 4 nüree Jahre hindu dn Sänze gegen dieſe Auch de huäime liel Fadbich velches noch ſe zu heitſſen, weßha tang geſhütt ſeyn muſß de Alſtſen der Eitel doben an einem ander ¹ die Naſt⸗od die wid herrſhe 3 ihr eingenom dardergen der deutſche anen Lehmboden.. h un Neere üͤber en don gutem Wuch ₰‿ ſage a olſtin, N 5 — 2 El d) eignet ſich ekein zu hohes Schatten wenig ͤt und reichlich viel beyträgt. hnicht ſehr be⸗ er Triften und eſchickt, da ſie geugung nicht gen Aeſte weg⸗ ndwirth iſt ſie ſie giebt da⸗ effliches Schaf⸗ noch Nutzholz, nerholz zu be⸗ — Von ih⸗ des Betriebes Sie iſt ein z jedoch nicht wo es hohl kann, da es nholz und die Vagnerholz, Von der Be⸗ .Die Dauer in den Stamm auf ſchält, und as Einweichen Nenge gewon⸗ chützt das Ei⸗ em und Fäul⸗ o Dauer und mmen werden, lich ſehr leicht iſt ſehr leicht een die äußern eine beſtimmte 3. bey Mühl⸗ Hunterrichten, gebracht wer⸗ in den geſun⸗ Holzes, auch en**) verhält un die Klafter da einen Werth hlen ſind zwar as beſſer, wer⸗ gemacht werden, Gewichte und ver⸗ , von v. Werneck. 1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. den jedoch nur ſehr ungern auf den Hütten und von den Feuer⸗ arbeitern verbraucht. Nur gegen die Kohlen von Stangen⸗ oder Reidelhölzern hat man weniger Widerwillen. Das Brennholz, in Klaftern ſtehend, hält ſich mehrere Jahre, ohne zu verderben; das Reisholz kann man im Freyen höchſtens wey Jahre aufbewahren.— Wichtig iſt die Stockholznutzung, a man auf 5 Klaftern Stock⸗ und Zackenholz bey guter voll⸗ ſtändiger Rodung mindeſtens 1 Klafter Stock⸗ und Wurzelholz rechnen kann. Sehr wichtig iſt die Eiche in vielen Gegenden durch ihre Rinde, welche vorzugsweiſe zum Gerben des Leders benutzt wird. Der Schlagholzbetrieb giebt bey einem Umtriebe von 18 bis 30 Jahren verhältnißmäßig die mehreſte und am beſten bezahlte Rinde, bekannt unter dem Namen Spiegelrinde. Von ihrer Ge⸗ einnnng und vortheilhafteſten Benutzung wird in der Folge die Rede ſeyn. Die Früchte ſind ein bekanntes Futter für Schweine, Schaſe und andere Hausthiere, ſo wie eine Lieblingsnahrung der meh⸗ reſten Wildgattungen. Auch von ihrer Benutzung wird gehan⸗ delt werden. Je nachdem ſie frey oder geſchloſſen, auf paſſen⸗ dem oder unpaſſendem Standorte ſteht, trägt ſie mehr oder we⸗ niger, früher oder ſpäter, wovon in der Folge das Nähere. Die Blaͤtter geben, im Auguſt und September entweder durch Streifeln, oder Abhauen und Ausſchneideln der ſchwachen Zwei⸗ ge gewonnen, dann gut getrocknet, ein gutes Futter für Schafe und Ziegen. Das abgefallene Laub giebt ein ſehr mittelmäͤßiges Düngungsmaterial. Das Gewicht des Eichenholzes iſt grün 70 Pfund, bey ge⸗ wöhnlicher Trockenheit 60 Pfund. Da es auf dieſe Art grün ſpecifiſch ſchwerer als das Waſſer, wovon der Cubikfuß 62 Pf. wiegt, iſt, und auch halb getrocknet und in das Waſſer gewor⸗ fen durch Aufſaugen der Feuchtigkeit ſchwerer wird, ſo kann es in runder Form oder dicken Stücken nicht geflößet werden, ſon⸗ dern nur etwa in breiten dünnen Scheiten. Der ſunde Eiche ſind Roth⸗, Damm⸗ und Rehwildpret ſehr gefährlich, und ſelbſt die Haſen verbeißen ſie im Winter. Sie kann dieß nicht ertragen, und geht in der Regel ein, wenn es mehrere Jahre hindurch geſchieht, ſo daß man nur bey vol⸗ lem Schutze gegen dieſe Wildgattungen Eichen erziehen kann. Auch die Hausthiere lieben das grüne Laub ſehr, vorzüglich das Rindviehe welches noch ſtarke junge Stämme niederreitet, um ſie zu befreſſen, weßhalb die Schonungen ſorgfältig gegen Hu⸗ tung geſchützt ſeyn müſſen. Die Saaten müſſen ebenfalls gegen das Aufleſen der Eicheln durch mancherley Thiere geſichert ſeyn, wovon an einem andern Orte näher wird gehandelt werden. 2. Die Maſt⸗oder Rothbuche, Fagus sylvatica. Sie wird herrſchend gefunden, indem man beträchtliche Stre⸗ cken von ihr eingenommen findet. Vorzüglich gedeiht ſie in den Vorbergen der deutſchen Gebirge, auf Kalk⸗, Baſalt⸗ und frucht⸗ barem Lehmboden. Doch findet man ſie auch noch in den frü⸗ her vom Meere überſchwemmt geweſenen Ebenen auf Lehmbo⸗ den von gutem Wuchſe, wie die ziemlich ausgedehnten Buchen⸗ korſte in Holſtein, Mecklenburg und Pommern zeigen. Auf ei⸗ 2 Forſtwirthſchaft⸗ (418) nem ſandigen Boden iſt ſie nur dann mit Vortheil zu ziehen, wenn er ſehr kräftig und friſch iſt. Auf Sumpfboden wird ſie ſelten und dann nur auf den ſandigen Erhöhungen in ihm ge⸗ fkunden, welche frey von Säuren ſind, da ſie dieſe gar nicht ver⸗ trägt. Eben ſo trifft man ſie ſelten im Flußboden. Naͤſſe iſt ihr eben ſo zuwider, als zu große Trockenheit. Sie verlangt mehr, daß der Boden kräftig iſt, als Tiefgründigkeit, da ſie nur eine ſtarke Herzwurzel hat, welche ſchon mit der Tiefe von zwey Fuß zufrieden iſt. Sie erträgt gern einen geſchloſſenen Stand, erhält darin einen aſtreinen, regelmäßigen, vollholzigen, oder in ziemlich gleicher Dicke aushaltenden, walzenförmigen Stamm, mit einer ſich beträchtlich ausbreitenden regelmäßigen Krone, die ſich gewölbt und ſchirmförmig darſtellt. Im freyen einzelnen Stande zeigt die Buche eine große Neigung zur Aſt⸗ verbreitung, indem die Aeſte nicht bloß tief angeſetzt bleiben, und bis in das höhere Alter fortwachſen, ſondern ſich auch ſehr lang ausrecken. Die Belaubung iſt dabey dicht, ſowohl atmo⸗ ſphäriſche Niederſchläge, als das Licht vom Boden abhaltend, und deßhalb ſehr verdämmend. Im Walde wird dadurch der Baum der Graserzeugung ſehr nachtheilig, und ein vollbeſtande⸗ ner Buchenhochwald ſchließt deßhalb auch beynahe alle Weide⸗ nutzung aus. Zur Anpflanzung an Triften, Feldern, Wieſen eignet ſich deßhalb dieſe Holzgattung auch nicht. Als Oberbaum im Mittelwalde iſt ſie nur da zu empfehlen, wo das Unterholz auch aus Buchen oder Weißbuchen beſteht, was ihren Schatten erträgt; denn ſie hat die Eigenſchaft, in dieſem nicht nur ver⸗ haͤltnißmäͤßig wenig zu leiden, ſondern auch ſogar in der erſten Jugend ihn zu bedürfen, um gegen Froſt und Hitze geſchützt zu ſeyn. Als Niederwald verlangt ſie einen nicht zu kurzen Um⸗ rieb von 20 bis 35 Jahren, da ſie in der Jugend langſamer wächſt, als bey ſpäterem Alter, und daher der bloße Buſchholz⸗ betrieb wenig Ertrag gewährt. Ihr Stockausſchlag iſt dann aber in der Regel nicht vorzüglich, und wenn ſie nicht Wurzelbrut treibt, was ſie oft, aber nicht immer thut, oder man nicht Ge⸗ legenheit hat, den Beſtand fortwährend durch Samenpflanzen oder Senker, wozu ſie ſich gut eignet, zu verdichten, ſo erhält man ſehr leicht einen lückigten Beſtand. Als Schneidelholz iſt ſie nicht mit Vortheil zu ziehen, da am Stamme nur wenig Ausſchläge erſcheinen. Von Jugend auf als Kopfholz behan⸗ delt, läßt ſie ſich zwar als ſolches benutzen; doch iſt ihr Ertrag nicht reich, und ſie ſteht andern Hölzern darin nach. Als Baum⸗ holz wird ſie gewöhnlich im 80⸗ bis 120jährigen Alter, ſowohl im Hoch⸗, als Mittelwalde benutzt, obwohl ſie ein viel höheres erreichen kann. Im Hochwaldbetriebe kann man auf für ſie paſ⸗ ſendem Standorte von einem vollbeſtandenen preußiſchen Mor⸗ gen 40, und bey gut geführten Durchforſtungen ſelbſt wohl bis 60 Cubikfuß jährlichen Durchſchnittszuwachs rechnen. Was eine gut geführte Mittelwaldwirthſchaft geben kann, iſt wohl kaum mit Sicherheit anzugeben; die gegenwärtige Art des Betriebes het wohl ſelten mehr als 30 bis 35 Cubikfuß jährlichen Durch⸗ ſchnittszuwachs gegeben, der Niederwald gewöhnlich 20 bis 25. Dieſer Erltas vermindert ſich ſehr mit Abnahme der Kräftigkeit des Bodens. J. Abſc durh vatürliche fürzern Untrieb Etammen tritt d da ſie in der Ju darf, ſo iſt ſe ut färtzubtinge hiu känne ch ſind. Die Saat derer Baume, u werden.. Ihr Holz i von den herrſche tungen als das Maßſtabe der I feiner Feſtigkeit! dolz vielfach ber mancherley Spal pon dieſem bede wendet man es Vurmfraße im derſteht. Der C Dockenheit, wi Die Frucht benuht, Ken Speiſebl. Da ſchlechtes Sch Buche gar nich ſchicht ſchikkt, Tod des Baum bey der Verjüne Näuſe, Wi der Buche ange ſchälen, ſelbſt at etholen ſich di ſe Schuß und! zäglic den jun den jedoch die gen Emblßen werden, thals den mit eiger 3. Der A doplat kleine campe Dieſe Ho Jeſtänden her dur unter an anen geſchloſ den einzelnen dhorn ſind 9 behan⸗ r Ertrag 3 Vaum⸗ „ ſowohl l höheres ir ſie paſ⸗ hen Mor⸗ wohl bis Was eine ohl kaum Pitriebes en Durch⸗ bis B5. traftigkeit 1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. 19) Die aus Samen erwachſenen Stämme fangen in der Re⸗ gel erſt im geſchloſſenen Beſtande mit etwa 80 Jahren an, Sa⸗ men zu tragen; weßhalb der Hochwald, welcher nothwendig durch natürliche Beſamung erzeugt werden muß, auch keinen kürzern Umtrieb erhalten kann, Bey Stockloden und einzelnen Stämmen tritt die Periode früher, oft ſchon mit 50 Jahren ein. Da ſie in der Jugend Schatten und Schutz vom alten Holze be⸗ darf, ſo iſt ſie weder durch Saat, noch Pflanzung im Freyen gut fortzubringen; durch letztere wenigſtens nur, wenn die flanzſtämme ſchon hinreichend an einen freyen Stand gewöhnt ſind. Die Saat müßte immer in ziemlich dichtem Schatten an⸗ derer Bäume, um dieſe als Schutzbäume zu benutzen, gemacht werden. Ihr Holz iſt ein vortreffliches Brennholz, welches, da es von den herrſchenden, in großer Menge vorkommenden Holzgat⸗ tungen als das beſte angeſehen werden kann, gewöhnlich zum Maßſtabe der Brenngüte der übrigen angewendet wird. Wegen ſeiner Feſtigkeit wird es zu Schirr⸗, Wagner⸗ und Maſchinen⸗ holz vielfach benutzt, und giebt, da es ſehr ſpaltig iſt, auch mancherley Spaltwaaren. Nur im Waſſer, und wenn es ſtets von dieſem bedeckt iſt, hat es große Dauer; als Landbauholz wendet man es in der Regel nicht an, weil es weder dem Wurmfraße im Trocknen, noch der abwechſelnden Witterung wi⸗ derſteht. Der Cubikfuß grün wiegt 65 Pfund, bey gewöhnlicher Trockenheit, wie ſie das Holz im Walde erlangt, 50 Pfund. Die Früchte werden zur Maſt für Schwarzvieh und Schafe benutzt, geben bey guter Behandlung aber auch ein vortreffliches Speiſeöl. Das Laub getrocknet iſt bey ſeiner Härte nur ein ſchlechtes Schaf⸗ und Ziegenfutter. Streurechen erträgt die Buche gar nicht, da ſie viele Saugwurzeln in die obere Boden⸗ ſchicht ſchickt, die dann abſterben, und das Kümmern ſelbſt den Tod des Baumes herbeyführt, der eine ſtarke Humusſchicht auch bey der Verjüngung des Waldes nicht entbehren kann. Mäuſe, Wildpret und Hutung können als die größten Feinde der Buche angeſehen werden, da ſie die erſten am Stamme be⸗ ſchälen, ſelbſt abfreſſen, das Wild und Vieh ſie verbeißen. Doch erholen ſich die verbiſſenen Pflanzen gewöhnlich wieder, wenn ſie Schutz und Ruhe erhalten. Froſt, Dürre und Hite ſind vor⸗ züglich den jungen Pflanzen oft verderblich. Am meyhrſten lei⸗ den jedoch die Buchenwälder gewöhnlich unter dem unvorſichti⸗ gen Entblößen des Bodens, theils indem lichte Stellen gehauen werden, theils indem man nicht aufmerkſam genug iſt, den Bo⸗ den mit einer hinreichenden Humusſchicht bedeckt zu erhalten. 3. Der Ahorn, Acer. a) Der gemeine Ahorn, Acer pseu- doplatanus; b) der Spitzahorn, Acer platanoides; c) der kleine deutſche Spitzahorn(Maßholder, Maſſeller), Acer campestre. Dieſe Holzgattung findet ſich nicht in reinen geſchloſſenen Beſtanden herrſchend in irgend einer Ausdehnung vor, ſondern nur unter andere Laubhölzer untergeſprengt. Sie ſcheint auch einen geſchloſſenen Stand unter ſich nicht zu ertragen, ſondern den einzelnen zu verlangen. Der gemeine deutſche und Spitz⸗ ahorn ſind gewöhnlich in Buchenwäͤlder eingeſprengt, und lie⸗ 27* ———— Forſtwirthſchaft. (420) ben denſelben Boden und Standort, vermeiden eben ſowohl zu dürren, als ſumpfigen, vorzüglich, wenn er Säuren enthält, als zu bindenden. In einem friſchen humoſen Sandboden trifft man den Spitzahorn zuweilen. Der Maßholder wird am häufigſten in kraftigem Flußboden und tiefgründigen Vorbergen an den Rändern des Waldes, am Felde und an den Wieſen gefunden, wovon er auch Feldahorn heißt. Da vorzüglich die beiden erſten Arten, der gemeine und Spitzahorn ein Gegenſtand des forſtlichen Anbaues ſind, auch in vieler Hinſicht zuſammen abgehandelt werden können, ſo iſt von ihnen auch zuerſt die Rede. An Höhe erreichen ſie gewöhnlich dieſelbe Größe wie dieje⸗ nige Holzgattung, unter welche ſie eingeſprengt ſind; in Hin⸗ ſicht der Dicke bleiben ſie aber wenigſtens ſehr hinter der Eiche und Buche zurück, da ſchon ein unterer Durchmeſſer von 30 bis 36 Zoll ſelten iſt. Im geſchloſſenen Stande erreichen ſie einen ziemlich aſtreinen Schaft, der jedoch weniger vollholzig iſt, als der der Buche. Die Krone wird ſchirmförmig von ziemlich ſtar⸗ ken Aeſten, die ſich nur in den äußern Spitzen in kleine Zweige theilen, gebildet; der Ahorn gewährt deßhalb auch keine ſo dichte verdämmende Beſchattung, als die Buche. Im freyen Stande bleiben die Aeſte bey 20 bis 30 Fuß Höhe, ziemlich vereinzelt, fortwachſend. Zwar hat er nur eine kurze Pfahlwurzel, doch ziemlich tiefſtreichende Seitenwurzeln, die von einer fruchtbaren Bodenſchicht bedeckt ſeyn müſſen, wenn der Baum gedeihen ſoll. Streurechen iſt ihm deßhalb auch verderblich. In der Jugend iſt der Wuchs auffallend ſtark, läßt jedoch nach 40 Jahren ſehr nach, ſo daß ihn nach 100 Jahren die Buche oft ſchon wieder überholt hat. Da man keine ſehr ſtarken Hölzer von ihm ver⸗ langt, ſo dürfte er mit 80 bis 90 Jahren am vortheilhafteſten benutzt werden, obwohl man ihn gewöhnlich das Alter der do⸗ minirenden Buchen erreichen läßt. Ganz vorzüglich iſt er als Schlagholz, weil er ſehr lange eine ausgezeichnet ſtarke Aus⸗ ſchlagsfähigkeit erhält, und die Stockloden ſehr ſchnell wachſen. Ein 30 bis 35jähriges Alter iſt für ihn im Niederwalde in der Regel am vortheilhafteſten. Wurzelbrut iſt nicht von ihm zu erwarten, und er muß deßhalb ſo hoch gehauen werden, daß er am Stocke wieder ausſchlagen kann. Durch Senker iſt er we⸗ gen ſeiner ſtarken geraden Schöſſe, die ſich bald von allen Sei⸗ tenzweigen reinigen, nicht gut fortzupflanzen. Er erträgt in der Jugend weniger dichte und auch nicht ſo lange dauernde Beſchat⸗ tung, als die Buche, und daß man ihn gewöhnlich in den ſehr dunkeln Beſamungsſchlägen dieſer Holzgattung erziehen will, dürfte die Urſache ſeyn, warum von dem häufig erſcheinenden Anfluge ſo wenig herauf gebracht wird. Sonnenſeiten, zumal wenn ſie trocken ſind, ſagen ihm weniger zu, als friſche Mitter⸗ nachtſeiten; er leidet an den erſteren auch weit mehr durch die ſpäten Frühjahrsfröſte, weil die Vegetation an ihnen früher be⸗ ginnt. Als Kopf⸗ und Schneidelholz giebt er weniger Ertrag, die Stämme halten auch die Behandlung nicht lange aus; doch iſt die als Schneidelholz ihnen noch am erſten zuſagend. Das Volumen, welches er als Baumholz giebt, iſt nur im kurzen Umtriebe beträchtlicher, als das der Buche; im mittlern von 80 bis 100 wird es ihr ziemlich gleich, im höhern nachſtehen. Als 1, Aüſch gicderwabd giebt nehr geben, wenn au ſtlen. Sein holz gie ttzerdes Brennze Drechler, Lfelſ perden. Als Ba don Ahornholz ſo geten Vlätte ge froſt, Dürre, Wi ſchütt, in enem ſine Anzucht bel dätten, vnd pfe Puchen oder Eich Der Maßh beiden vorigen A indem er ſperrig langſamern Vuch bung und den ni n Shhlagholz en tigſtens nicht hin Holz iſt gleich g geſpaltene, ausg ohne Nachtheil Reisholz deddir vertauft deiden. 4, die Al rüſter, tiya. Dieſe Holz den von Europa ſchendes Holz, ſehr kleinen Beſ geprengt vorkon dem Standorte falt rein und ge die nuhe Ulme humusteichen, bare ſandiger 2 thalern ſagt iͤr Vordergen, vor randern, wod gehende Pfahl maßig, doch ſtehend, hate förmige Kron ſart werden, it nicht ſehr terdämmenden theil auch in den Mittelwa dberholz ang Uater Gihen, ohl zu t, als tinan fgſten den inden, und auch ſo iſt dieje⸗ Hin⸗ Eiche 30 bis einen , als ſtar⸗ weige dichte tande nzelt, doch baren ſoll. ugend a ſehr wieder in ver⸗ nfteſten der do⸗ er als Aus⸗ achſen. in der hhm zu daß er er we⸗ en Sei⸗ tin der Beſchat⸗ den ſehr en will, einenden „ zumal Mitter⸗ durch die üher be⸗ 1. Abſchn. Kenntniß der Jorſtgewaͤchſe. (421) Niederwald giebt er vielleicht 5 bis F mehr, und würde noch mehr geben, wenn er nicht die Eigenſchaft haͤtte, ſich ſehr licht zu ſtellen. Sein Holz giebt ein vortreffliches, den Buchen nicht nach⸗ ſtehendes Brennholz; in geringer Menge kann es an Tiſchler, Drechsler, Löffelſchnitzer, Wagner und Maſchinenbauer abgeſetzt werden. Als Bauholz hat es nicht Dauer genug. Mehllaſten von Ahornholz ſollen gegen Mehlwürmer ſichern. Die getrock⸗ neten Blätter geben ein gutes Viehfutter. Er leidet ſehr durch Froſt, Dürre, Wild und Vieh, und nur wo man ihn dagegen ge⸗ ſchützt, in einem hinreichend kräftigen Boden anbauen kann, iſt ſeine Anzucht belohnend. Gewöhnlich erzieht man ihn in Pflanz⸗ gärten, und pflanzt ihn dann in 4—5 Fuß hohen Stämmen in Buchen oder Eichenarten unter. Der Maßholder erreicht nicht die Höhe und Größe der beiden vorigen Arten, hat eine unregelmäaßigere Stammbildung, indem er ſperrig wächſt, giebt weniger Holzmaſſe, wegen ſeines langſamern Wuchſes, verdämmt mehr wegen der dichtern Belau⸗ bung und den niedrigern Aeſten, und iſt deßhalb nur allenfalls zu Schlagholz empfehlenswerth, indem der Stockausſchlag we⸗ nigſtens nicht hinter Buchen und Hainbuchen zurückbleibt. Sein Holz iſt gleich gut und feſt, wie das der vorigen.— Das gut geſpaltene, ausgetrocknete und luftig ſtehende Klafterholz kann ohne Nachtheil einige Jahre ſtehen bleiben; Fnüppelholz und Reisholz verdirbt bald, und muß, wo möglich im erſten Jahre, verkauft werden. 4. Die Ulme, Ulmus. a) Die glatte Ulme, Feldulme, Feld⸗ rüſter, U. campestris; b) die rauhe Ulme, Rüſter, U. sa- tiva. Dieſe Holzgattung gehört mehr dem Süden, wie dem Nor⸗ den von Europa an. In Italien findet man ſie wohl als herr⸗ ſchendes Holz, wenigſtens im nördlichen Deutſchlande nur in ſehr kleinen Beſtänden, ſo daß ſte in der Regel nur als unter⸗ geſprengt vorkommend angenommen werden kann. Auf paſſen⸗ dem Standorte dürfte ſie jedoch auch wohl mit gehöriger Sorg⸗ falt rein und geſchloſſen zu erziehen ſeyn, wozu dann vorzüglich die rauhe Ulme zu empfehlen iſt. Sie verlangt einen kräftigen, humdreichen, abry lockern und doch friſchen Boden. Frucht⸗ arer ſandiger Lehmboden, eher feucht, als trocken, in den Fluß⸗ thälern ſagt ihr am erſten zu. Doch findet man ſie auch in den Vorbergen, vorzüglich in den Thälern, an Feld⸗ und Wieſen⸗ rändern, wo der Boden tiefgründig genug für ihre ziemlich tief gehende Pfahlwurzel iſt. Ihre Stammbildung iſt ziemlich regel⸗ maͤßig, doch erhält ſie einen aſtreinen Schaft nur im Schluͤſſe ſtehend, hat eine von ziemlich ſtarken Aeſten herrührende ſchirm⸗ förmige Krone, wähnend die Seitenäſte am Stamme weder ſehr ſtark werden, noch ſich ſehr weit ausrecken. Ihre Belaubung iſt nicht ſehr dicht, und ſie gehört daher nicht unter die ſehr verdämmenden Holzgattungen, weßhalb ſie ohne großen Nach⸗ theil auch in den Feldhecken gezogen werden kann. Auch für den Mittelwald iſt ſie eine ſehr paſſende Holzgattung, um als Oberholz angezogen zu werden. Im Hochwalde miſcht man ſie unter Eichen, wo ſie aber, eine frühere Benutzung erfordernd, 10 Forſtwirthſchaft. (422) gewöhnlich in der Durchforſtung herausgehauen wird, eben ſo wächſt ſie mit Buchen, Hainbuchen, Eſchen und Ahorn herauf. Die Behandlung als Niederwald erträgt ſie ſehr gut, da ſie theils eine lang dauernde Ausſchlagsfähigkeit am Stamme hat, theils ſich ſehr durch Wurzelbrut verdichtet. In der allererſten Jugend iſt ihr Wuchs nicht vorzüglich raſch, und zumal da ſie oft durch Froſt leidet, häufig eher langſam zu nennen; mit 12 bis 15 Jahren fängt er jedoch an zuzunehmen, und ſchon mit 70— 80 Jahren hat man einen Baum, welcher der Eiche und Buche von dieſem Alter wenigſtens gleich kommt, wo nicht ſie übertrifft. Für den Niederwald iſt ein 30— 40 jähriger Umtrieb wohl der vortheilhafteſte Umtrieb, denn als Buſchholz liefert ſie verhältnißmäaßig nur geringen Ertrag. Im Hochwalde hängt das Alter, welches man ſie am zweckmäßigſten erreichen läßt, theils von den Holzgattungen ab, unter welche ſie untergemiſcht iſt, theils von der Stärke, welche die Nutzholzgattungen erfor⸗ dern, zu denen man ſie am beſten abſetzen kann. Bauholz und Schirrholz für Wagner erfordern gewöhnlich 70— 90 Jahr, Boh⸗ len zu Kanonenlavetten, wozu ſie ſehr geſucht und hoch bezahlt wird, Schiffbauholz 120— 130 Jahr. Sie läßt ſich ſehr gut als Schneidelholz— nicht ſo gut als Kopfholz— behandeln, und iſt eins der empfehlenswertheſten Hölzer für den Landwirth dazu, weil ſie als ſolches nicht bloß ein ſehr reichliches Laubfutter, ſondern auch ziemlich viel Reis⸗ holz, und aus dem Stamme ſelbſt noch Bauholz, Bohlen u. dergl. giebt, ſobald dieſe nur nicht aſtrein ſeyn müſſen. 5. Die Eſche, Fraxinus excelsior. „Dieſer ſchöne Waldbaum verlangt, um ſeine Vollkommen⸗ heit zu erhalten einen kräftigen, jedoch nicht zu bindenden, mehr feuchten, als trocknen Boden. Da er nicht große Tiefgründig⸗ keit bedingt, ſo findet man ihn in den Bergen, auf flach be⸗ deckten Felſen und in deren Spalten wurzelnd, wie im humus⸗ reichen Sandboden. Selten kommen reine Eſchenbeſtände in gro⸗ ber Ausdehnung vor, und die kleinern gewöhnlich in feuchten fruchtbaren Niederungen. Sowohl in den Erlenbrüchern findet man ihn auf den etwas höhern Stellen, als mit Ulmen, Bu⸗ chen und Eichen gemiſcht, da er dieſelbe Höhe, wie dieſe Holz⸗ gattungen, erreicht, und eine Stärke von 3 Fuß und darüber erhalten kann. Er wächſt in der Jugend raſcher, als im höhern Alter, und da keine ſehr ſtarken Bäume verlangt werden, ſo läßt man ihn am vortheilhafteſten ein Alter von 80— 90 Jahren als Baumholz erreichen; als Schlagholz giebt er mit 30— 35 Jahren ſchon ſtarkes Knüppel⸗ und ſelbſt etwas Scheitholz, ſchlägt auch dann noch ſtark und kräftig wieder aus. Auf Wur⸗ zelbrut iſt nicht zu rechnen, und der Hieb muß ſo hoch geführt werden, wenn Wiederausſchlag verlangt wird, daß er am Stam⸗ me erfolgen kann. Sie reinigt ſich auch freyſtehend ziemlich von Aeſten, und erſt in einer Höhe von 30 und mehr Fuß theilt ſich der Stamm gewöhnlich in viele ſtarke Zweige, welche dann eine größere regelmäßige Krone bilden, deren Belaubung jedoch nicht ſehr dicht iſt, weßhalb die Eſche auch nicht als ſehr ver⸗ dämmend angeſehen werden kann. Sie kann dem Winde dabey ſehr gut widerſtehen, ſo daß dieſe Eigenſchaften, verbunden mit 1. Abſchn dären ſehr ſchnen bamn geeignet n unn. Al Lonfte ſe tich aüsdauen 1 nagen Ertrag, 9 1 m geſchloſene twwas licht, das hülzern verniſct ten ziemlich gleich ere Dauer, Und, ibbert werden. T Holzgattungen, d Abtn Wurz Holz wird von ni ſchöne Tertur hat ſer und Rudernach don I his 30 Fn ahſt, da ſie di Man vürde dieſe dr vicht ſo ſehr d ſelbſt von Mäuſen den die jungen) Fahr über liegt, zen und gegen d erzeht man ſein niſcht untet ande 6. Die Lin b) die W In Hinſicht find beide Arre heide zugleich bor, gedeihet am zumusreichen Se nur nicht zu ſtre⸗ Ind trocknem Sa ſchrim Wochſe; lichen Deutſchlan dann in der Reg Areoßen, Polen, dehnung dor. 2 den zu hriehle ſchlage ſchwi nicht in greze im höhern Ae ihrem raſchen ihre Ausſchlag diel zu Baun genfals ſo di dolz abſeten! ren erreicht ſt Drechslerholz ſen, würde un ſchen Vachsth häͤngt läßt, niſcht erfor⸗ und Boh⸗ zahlt t als zeſten bloß Reis⸗ len u. eitholz, f Wur⸗ gefühtt Stam⸗ ich bon theilt e dann jedoch hr ver⸗ dabey en mit 1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. einem ſehr ſchönen Anſehen, ſie zu einem vortrefflichen Alleen⸗ baum geeignet machen, wo man ihr paſſenden Boden geben kann. Als Kopfholz läßt ſie ſich jedoch nicht gut behandeln, da ſie nicht ausdauert, und ſelbſt als Schneidelholz giebt ſie nur ge⸗ ringen Ertrag, obwohl ihr Laub als Futter gut zu benutzen iſt. Im geſchloſſenen Walde ſtellt ſie ſich in reinen Beſtänden etwas licht, was man weniger bemerkt, wo ſie unter anderen Hölzern vermiſcht ſteht. Ihr Holz iſt als Brennholz dem Bu⸗ chen ziemlich gleich, hat geſpalten und gut ausgetrocknet län⸗ gere Dauer, und nur Reisholz und Knüppelholz muß bald ver⸗ ſilbert werden. Der Stockholzertrag iſt geringer, als bey andern Holzgattungen, z. B. der Eiche, da ihre fein geäſtelten, weit verbreiteten Wurzeln ſelten rein gerodet werden können. Das Holz wird von vielen Gewerben geſucht, da es feſt iſt und eine ſchöne Tertur hat; vorzüglich verarbeiten es aber Wagner, Tiſch⸗ ler und Rudermacher. Von letztern werden glatte, ſpaltige Klötze von 27 his 30 Fuß Länge, 18 bis 27 Zoll Starke, ſehr hoch be⸗ zahlt, da ſie die ſchoͤnſten und feſteſten Stromruder geben. Man würde dieſen ſchönen Baum gewiß häufiger finden, wenn er nicht ſo ſehr der Beſchädigung durch Wild und Vieh, und ſelbſt von Maͤuſen ausgeſetzt wäre. Auch vom Graswuchſe lei⸗ den die jungen Pflänzchen ſehr, da der Same gewöhnlich ein Jahr über liegt, eben ſo wie ſie keinen dichten Schatten ertra⸗ gen und gegen die Spätfröſte empfindlich ſind. Am ſicherſten erzieht man ſie in Pflanzkämpen, und pflanzt ſie dann unterge⸗ miſcht unter andere Hölzer aus. 6. Die Linde, ilia. a) die Sommerlinde, T. europaea: b) die Winterlinde, T. cordata. In Hinſicht des Standortes, der Erziehung und Benutzung ſind beide Arten ſo wenig verſchieden, daß das Folgende für beide zugleich gelten kann.— Sie zieht Ebenen den Bergen vor, gedeihet am beſten im friſchen, eher feuchten als trocknen humusreichen Sandboden, jedoch auch in Lehmboden, wenn er nur nicht zu ſtreng und bindend iſt; ſelbſt auf ziemlich armem und trocknem Sandboden iſt ſie noch zu ziehen, obwohl ſie dann ſehr im Wuchſe zur ückbleibt. Nur ſelten findet man ſie im ſüd⸗ lichen Deutſchlande in geſchloſſenen reinen Waldbeſtänden, und dann in der Regel als Schlagholz, in nördlichen Gegenden, nach Preußen, Polen, Rußland hin, koömmt ſie in weit größerer Aus⸗ dehnung vor. Die Linde würde nicht zu reinen Hochwaldbeſtän⸗ den zu empfehlen ſeyn, da ihre Verjüngung durch Beſamungs⸗ ſchlage ſchwierig, ihr Holz als Brennholz ſchlecht, als Nutzholz nicht in großer Menge abzufetzen iſt, ſelbſt ein lichter Stand im höhern Alter nicht das Volumen giebt, welches man nach ihrem raſchen Wuchſe erwarten zu können ſcheint. Sie erhält ihre Ausſchlagsfähigkeit ſehr lange am Stamme und treibt auch viel zu Baumholz taugliche Wurzelbrut, woraus man nöͤthi⸗ genfalls ſo viel ſtärkere Stämme ziehen kann, als ſich zu Nuß⸗ holz abſetzen laſſen. Schon mit einem Alter von 60 bis 80 Jah⸗ ren erreicht ſie die Stärke, daß ſie zu Tiſchler⸗, Schnitz⸗ und Drechslerholz verarbeitet werden kann; ſie länger ſtehen zu laſ⸗ ſen, würde unvortheilhaft ſeyn, weil ſie nicht bloß dann im ra⸗ ſchen Wachsthume ſehr nachläßt, ſondern auch ihr Holz an Weiße 12 Forſtwirthſchaft. (424) verliert und dadurch für die genannten Arbeiter weniger brauch⸗ bar wird. Als Schlagholz dürfte ſie am vortheilhafteſten im 25— 30jährigen Umtriebe zu benutzen ſeyn, und kann an Maſſe wenigſtens die Hälfte mehr, bis das Doppelte, als der Eichen⸗ Niederwald geben. Als Brennholz hat es jedoch auch nur den halben Werth, wie das Buchen. Als Bauholz kann es nur ganz im Trocknen als Stückholz, oder zu Balken und Sparren im Nothfall, benutzt werden. Dagegen wird es ſehr geſchätzt zu Mulden, Löffeln und ahnlichen Schnitzarbeiten; die Tiſchler ziehen es jedem anderen zu den innern Käſten und Wänden gu⸗ ter Schränke vor, wozu es gut bezahlt wird, wenn es die ge⸗ hörige Staͤrke, Aſtreinheit und Weiße hat. Am beſten wird das Holz dazu gleich nach dem Fällen geſchnitten und die Bret⸗ ter müſſen, geſchützt gegen Regen, gut getrocknet werden. Eine ſehr beträchtliche Nutzung gewährt der Baſt, am vortheilhafte⸗ ſten von 20 bis 30jährigen Stangenhölzern gewonnen. Er wird in der Saftzeit geſchält, dann im Waſſer geröſtet und auf einer ähnlichen Maſchine, wie die zum Flachsbrechen beſtimmte, von den groben poröſen Rindentheilen geſäubert, wo er dann bey uns bloß zu Dohnen, Baſtſtricken an Fiſchernetze u. dgl. benutzt wird, wogegen man in Rußland vorzüglich Baſtmatten zum Verpacken der Kaufmannsgüter daraus fertigt. Es iſt dieß ein ſehr ge⸗ ſuchter und gut bezahlter Artikel, wofür Rußland jährlich mehr als Eine Million Thaler einnimmt; und es wäre zu wünſchen, daß da, wo Lindenſchlaghölzer ſind, dieß Fabricat auch in Deutſch⸗ land bereitet werden möchte. Als Kopfholz läßt ſich die Linde ſehr gut behandeln, und giebt nicht bloß einen reichen Holzer⸗ trag, ſondern auch durch das getrocknete Laub ein gutes Schaf⸗ und Ziegenfutter. Sie läßt ſich ſehr gut noch ziemlich ſtark ver⸗ pflanzen, da ſie viel Zaſerwurzeln dicht um den Stamm herum hat, und wird ſehr als Alleebaum geſucht. Da ſie jedoch eine weite Aſtverbreitung und dichte Belaubung hat, ſo beſchattet ſie, dicht gepflanzt, nicht bloß die Wege ſehr und verhindert das Austrocknen derſelben ſehr, ſondern verdünnt auch das Getreide auf den Feldern.— Die ſchönſten ſtarken Pflanzlinden werden in Holland gezogen, von wo man ſie bis nach Deutſchland kom⸗ men läßt. Bey der ſtarken Nachfrage nach guten Pflanzſtämmen, wäre es auch gewiß da, wo paſſender Boden iſt, eine gute Spe⸗ culation, in Pflanzkämpen dergleichen aus den Samen hochſtäm⸗ mig und mit guter Krone zu erziehen. Dazu ſammelt man im Spätherbſt den reifen Samen und ſäet ihn in gut zubereiteten, ſo viel als möglich vor ſchneller Verweſung geſicherten, lockern Boden in Reihen, indem man ihn etwa Zoll hoch mit Erde bedeckt, wo er dann zuweilen im nächſten, zuweilen erſt im zweyten Frühlinge aufgehet. Wenn die Pflänzchen dann 3 Jahre alt ſind, ſetzt man ſie in die Baumſchule in Reihen, wo ſie nochmals verpflanzt werden müſſen, wenn man die Abſicht hat, große Pflan ſtame für Alleen zu ziehen. demn orſte önnen übrigens dazu in Pflanzkämpen heraufgezogen werden.— 7. Die Pappel, Populus. a) die Schwarzpappel, P. nigra; b) die Aspe oder Espe, P. tremula; o) die Silberpap⸗ pel, P. alba. Wir haben zwar in Deutſchland noch mehrere Pappelarten, Auch Wildlinge aus 1. Wſchn. relhe in Gärten und de Jee iſt wohl eig bun, don allen, a fnden ſich ſedoch ſch tzäler in nordlichen verzzer unbeachte zemein raſchen Vuc Derjenize Voden,9 deihet, iſt Sand; ſeucht, als nocken ſe echalten ſoll. Sehr vigten ſcheuet ſie, Mettesboden und gen. Große diefg lichen Gedeihens, papbel ertragt ſog Die Aspe wird no ton vorzüglichen? 9) Die Schwe atten auf paſſenden zeine it ſo geeigne dieſem ſo ſchnell kommt, die ſich ü lich von der Schwe Aald witd keine„ derſelben durch dagegen der Aabe ſccher, raſch, d Wurzelausſchläge ſten eignet ſie der Sandbäͤnte i ſelbſt auf flüchtig ſie noch, wenn! überall iſt ſie als ihres raſchen Wur Feldern theils we theils wegen der dernden Wurzeln erhalten, zieht m auf feuchtem ſan Schlagholzorte gezogen. Lon d die Rede ſehn. ganz halb ſo g Jrenngüte kein ſtellten Unterſue abweichende M Nenge, welche dypelt und dr Niederwalde,v ſenem Buchen henen Brennſto l Juolz g n ſteher Witter rauich⸗ en im Maſſe ichen⸗ r den 3 nur darren ſchäßt iſcchler n gu⸗ ie ge⸗ 85 Bret: Eine lhafte⸗ wird einer ,von ey uns wird, packen hr ge⸗ mehr ſchen, eutſch⸗ Linde Hokzer⸗ Schof⸗ tart ver⸗ mherum och eine ttet ſie, ert das hetreide werden d kom⸗ ämmen, te Spe⸗ chſtän⸗ wan im rreiteten, ,(ockern mit Erde nerſt im n 3 Jahte a, wo ſſe bſicht hat dnge aus aufgezogen P. nigra; Silberpay⸗ appelarten, 1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. welche in Gärten und an den Wegen angepflanzt ſind, doch nur die Aspe iſt wohl eigentlich nur als urſprünglich deutſcher Wald⸗ baum, von allen, anzuſehen. Die Schwarz⸗ und Silberpappel finden ſich jedoch ſchon ſo häufig in vielen Wäldern der Fluß⸗ thäler im nördlichen Deutſchlande untermiſcht, daß man ſie um ſo weniger unbeachtet laſſen kann, als ſie auch durch ihren un⸗ gemein raſchen Wuchs mit vielem Vortheil zu ziehen ſind.— Derjenige Boden, auf welchem dieſe Holzgattung am beſten ge⸗ deihet, iſt Sand; jedoch muß derſelbe friſch, humusreich, eher feucht, als trocken ſeyn, wenn ſie einen ganz vollkommnen Wuchs erhalten ſoll. Sehr bindenden ſtrengen Boden, Felſen und ſtei⸗ nigten ſcheuet ſie, und uͤberhaupt trifft man ſie mehr in dem Meeresboden und Ebenen, in den Flußthälern, als in den Ber⸗ gen. Große Tiefgründigkeit iſt nicht Bedingung ihres vorzüg⸗ lichen Gedeihens, da die Wurzeln flach laufen; die Schwarz⸗ pappel erträgt ſogar eine ziemliche Beymiſchung von Säuren. Die Aspe wird noch am häufigſten, jedoch in der Regel nicht von vorzüglichem Wuchſe, in den Bergen getroffen. a) Die Schwarzpappel hat unter allen deutſchen Holz⸗ arten auf paſſendem Boden vielleicht den raſcheſten Wuchs, und keine iſt ſo geeignet, da, wo ſchon Holzmangel eingetreten iſt, dieſem ſo ſchnell abzuhelfen, worin ihr die Aspe nicht gleich kommt, die ſich überhaupt in ihren Eigenthümlichkeiten weſent⸗ lich von der Schwarzpappel unterſcheidet. Als eigentlicher Hoch⸗ wald wird keine Pappelart behandelt, indem die Fortpflanzung derſelben durch Samen ſehr viel Schwierigkeiten unterworfen, dagegen der Anbau durch Stecklinge bey der Schwarzpappel ſehr ſicher, raſch, die Erhaltung der vorhandenen Beſtaͤnde durch Wurzelausſchläge ſehr leicht Statt finden kann. Am vorzüglich⸗ ſten eignet ſie ſich zum Anbau ſandiger feuchter Niederungen, der Sandbänke in Flüſſen, alter Teiche von ſandigem Grunde; ſelbſt auf flüchtigen Sandſchollen und hohen Sandbergen wachſt ſie noch, wenn nur ihr Grund nicht zu trocken iſt. Beynahe überall iſt ſie als Alleebaum fortzubringen, und wird, wegen ihres raſchen Wuchſes, auch häufig dazu benutzt; doch iſt ſie an Feldern theils wegen ihrer ſtarken verdämmenden Beſchattung, theils wegen der ſehr weit auslaufenden, die Beackerung hin⸗ dernden Wurzeln, unangenehm. Um ſtarkere Pflanzſtämme zu erhalten, zieht man dieſe gewöhnlich in Pflanzkämpen, welche auf feuchtem ſandigen Boden angelegt werden. Buſch⸗ und Schlagholzorte werden aus ziemlich dicht gelegten Stecklingen gezogen. Von dem Verfahren dabey wird in der Folge näher die Rede ſeyn. Das Holz iſt als Brennholz vielleicht noch nicht ganz halb ſo gut als das Buchen; denn genau läßt ſich die Brenngüte keiner Holzgattung angeben, da die deßhalb ange⸗ ſtellten Unterſuchungen ſehr verſchiedene Reſultate und deßhalb abweichende Meinungen der Schriftſteller ergeben haben. Die Menge, welche gewonnen wird, erſetzt, dieß jedoch, da man ein doppelt und dreyfaches Volumen an Holz aus einem Pappel⸗ Niederwalde, von 20 bis 25jährigem Umtriebe, erhält, als aus einem Buchen und ſelbſt Eichen, ſo daß die Maſſe des erzp⸗ enen Brennſtoffs im Pappelwalde doch zuletzt die größte iſt. Als Bauholz iſt ſie nur ganz im Trocknen zu benutzen, da ſie in freyer Witterung nur ſehr geringe Dauer hat. Starke Pap⸗ Forſtwirthſchaft. (226) peln geben Bretter für Tiſchler, wenn ſie viel Maſern haben, Klötze für Muldenhauer, Löffelſchnitzer und ähnlichen Gebrauch. Wenn man ſie auf dem Stamme ſtehend ſchält, ſo vertrocknen läßt und dann erſt fällt, vermehrt man ihre Härte und Dauer als Bauholz ſehr, indem das Holz dann beſſer zuſammentrocknet und nicht ſo porös bleibt. Durch Wild und Vieh wird ſie ſehr beſchädigt, indem beides die markigen Triebe abfrißt, und man muß ſie dagegen ſichern. Vorzüglich in den Pflanzſchulen iſt der Pappelbohrer, Phalaena Bombyx Yerebras, ein ſehr ſchäd⸗ liches Inſect, welches im Juny und July die Rinde des Stam⸗ mes mit ſeinem Legeſtachel anbohrt, ein Ey in die gemachte Ver⸗ tiefung legt, woraus eine Made hervorkriecht, welche ſich von der Baſthaut des Stammes nährt, und dadurch einen krebsar⸗ tigen Schaden an demſelben erzeugt, welcher zuweilen über⸗ wäͤchſt, jedoch bemerkbar bleibt und das Umbrechen und Einge⸗ hen des Stammes zur Folge hat. Solche beſchädigte Stämme muß man nie verpflanzen, ſondern ſie lieber unter der krank⸗ haften Stelle im geſunden Holze abſchneiden, damit ſie neue Ausſchlaͤge entwickeln. Man ſchützt die jungen Stämme dage⸗ gen, wenn man kurz vor dem Ausbruche des Laubes Lehm zu einem dünnen Brey einrührt und ſie durch die damit gefüllte Hand zieht, ſo daß ſie einen ganz dünnen Lehmüberzug erhal⸗ ten. Es iſt dieß nur zwey bis drey Fuß über der Erde nöthig, da das Inſect ſich in der Regel in dieſer Höhe anſetzt, und nur bis die Pflanzen die Stärke von einem Zolle im Durchmeſſer erhalten haben, da ſie dann dieſer Beſchädigung nicht mehr uͤn⸗ terworfen ſind.. b) Die Aspe iſt in Hinſicht der Güte und Brauchbarkeit des Holzes nicht weſentlich von der Schwarzpappel verſchieden. Dagegen iſt die Holzmenge, welche ſie giebt, nicht ſo groß. Da dieſe Holzart beynahe auf jedem Boden fortzubringen iſt, ſo höngt der Holzertrag ſehr von dem Standorte ab, wo ſie ſich efindet. Unter ganz günſtigen Verhältniſſen auf feuchtem hu⸗ musreichen Sandboden kann ſie in ſechzigjaͤhrigem ümtriebe, als dem längſten, welchen man ihr mit Vortheil geben kann, das Doppelte eines Buchenwaldes an Maſſe geben, im 20 bis 30⸗ jährigen Schlagholze vielleicht das Doppelte des Eichennieder⸗ waldes. Sie iſt nicht ſo gut durch Stecklinge fortzupflanzen, als die Schwarzpappel, am häufigſten geſchieht es durch die in großer Menge hervorkommende Wurzelbrut, welche ſelbſt alte Wurzeln von ſchon längſt ausgefaulten Stöcken noch trei⸗ ben. Will man gute Pflanzſtämme zum Bepflanzen der Wege, Raine u. dgl., wozu die Aspe vorzüglich in ſchlechtem ſandigen Boden verwendet wird, erziehen, ſo muß dieß entweder durch Anſaat auf ſehr gut zubereiteten und ganz vom Graſe gereinig⸗ ten Boden in Pflanzkämpen geſchehen, wo nachher die jungen Pflanzen verſetzt werden; oder man hebt im Walde Samenpflan⸗ zen, in Ermangelung dieſer guten Wurzelbrut, von ganz ſchwa⸗ chen, tiefliegenden Wurzeln aus, um ſie unter gehöriger Pflege zu erziehen. Diejenige Wurzelbrut, welche von ſehr flach⸗ liegenden, ſtarken, einen faulen Kern habenden Wurzeln her⸗ rührt, iſt weder zu Pflanzſtämmen, noch ſelbſt zur Fortzucht im Walde, zu guten Schlagholzbeſtänden tauglich. Die dar⸗ aus hervorkommenden Ausſchläge können, da ſie zu hoch in, „ in, ſch mit dichter; lauen werden, die ent dac nie einen zusdaue bn kann. Man muße tinten und einen fan hauen laſſen, vnd de geſunden, ſcw des Waldes benute ſteis ſleißig durchhan gende abſterbende K zu wachen, borzug rühten. Die Aspe lig, ihte Vurzeln, aber auch ſehr weit, nagern Boden ſich Pünche zu ihrer En ſe ſich nicht, erzeug m den Aeſten, Zur valde taugt keine Puchſe die lanzſa und dann gowöhne der vortheilhafteſ Beſtandes eingene Oberbaum im M da dort ihre Veſe Trocknen, wo es 4 net ſich die Aspe ßere Dauer hat; n mangeln, oft ausſch bnucht. Eben ſo Nulden und ähnl abeitet, und ſelbf cſe dadurch ſehr tetbäumen und H. net weniger gut z gegen nitd ds abe Winter, ſeht dor jungen Aopen do hherheit erziehen. 0 die Sil in Allgemeinen nilderes Clima: eniger gedeihet 8. Die N „Gewöhnlich itrigens botaniſ noffen, da ſie g en Veſtänden a ach wohl in der aben, auch. cknen Dauer dcknet ſehr man en iſt ſchäd⸗ Stam⸗ Ver⸗ d don eebsar⸗ ehr uͤn⸗ hbarkeit ſchieden. 5. Da lanzen, ich die ſelbſt h trei⸗ 3 Wegk, ſandigen eer durch gereinig⸗ e jungen renpflan⸗ ſchwa⸗ gehbriger ſ flach⸗ in her⸗ Fortzu Die dar hoch in, 1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. 427) oder gar über der Erde hervorkommen, keine neuen Wurzeln aus der Rinde entwickeln, die alte Mutterwurzel fault aus und theilt ihr Verderben dem Ausſchlage mit; woher es denn kommt, daß Schläge, wo viel alte Aspen ſtehen, oder früher geſtanden ha⸗ ben, ſich mit dichter Wurzelbrut überziehen, wenn ſie blank ge⸗ hauen werden, die entweder ſchon nach wenig Jahren abſtirbt, oder doch nie einen ausdauernden, viel Holz gebenden guten Beſtand ge⸗ ben kann. Man muß auch deßhalb lieber die alten, flach liegenden, ſtarken und einen faulen Kern habenden Wurzeln gleich heraus⸗ hauen laſſen, und nur die geſunden Spitzee derſelben, ſo wie die geſunden, ſchwachern und tiefer liegenden zur Verjüngung des Waldes benutzen.— Alle Pappelarten müſſen übrigens ſtets fleißig durchhauen werden, um das in ihnen ſich häufig zei⸗ gende abſterbende Holz, welches nur kurze Zeit dauert, zu gute zu machen, vorzüglich wenn die Beſtände von Wurzelbrut her⸗ rühren. Die Aspe wirkt durch ihre Beſchattung nicht nachthei⸗ lig, ihre Wurzeln erſtrecken ſich, vorzüglich in lockerm Boden, aber auch ſehr weit, was die Urſache iſt, daß ſie ſelbſt in einem magern Boden ſich noch erhält, da ſie dadurch eine ſehr große ſeiche zu ihrer Ernährung benutzen kann. Zu Kopfholz eignet ie ſich nicht, erzeugt ihr Holz überhaupt mehr am Stamme, als an den Aeſten, Zur Vermiſchung mit andern Hölzern im Hoch⸗ walde taugt keine der Pappelarten, weil ſie bey ihrem raſchen Wuchſe die langſam wachſenden verdämmen oder unterdrücken, und dann gewöhnlich auch früher benutzt werden müſſen, bevor der vortheilhafteſte Zeitpunct für die Benutzung des übrigen Beſtandes eingetreten iſt. Doch kann man ſie mit Vortheil als Oberbaum im Mittelwalde da ziehen, wo Haſeln Unterholz iſt⸗ da dort ihre Beſchattung wenig nachtheilig iſt. Zu Bauholz im Trocknen, wo es durchaus gegen Feuchtigkeit geſchützt iſt, eig⸗ net ſich die Aspe noch beſſer, als die Schwarzpappel, da ſie grö⸗ ßere Dauer hat; wie man ſie dann auch da, wo die Nadelhölzer mangeln, oft ausſchließlich zu Sparren, Balken, Stockholz u. dgl. braucht. Eben ſo giebt ie ein vorzügliches Schnitznutzholz zu Mulden und ähnlichen Gegenſtänden, wird von Drechslern ver⸗ arbeitet, und ſelbſt die in der Saftzeit geſchälten Stangen, wel⸗ che dadurch ſehr feſt werden, ſind gut zu Wagendeichſeln, Lei⸗ terbäumen und Hopfenſtangen. Das Laub derſelben iſt getrock⸗ net weniger gut zu Viehfutter, als das der Schwarzpappel; da⸗ gegen wird es aber friſch eben ſo, wie die markigen Triebe im Winter, ſehr vom Viehe und Wilde geſucht, und nur, wo die jungen Aspen dagegen geſchützt werden, kann man ſie mit Si⸗ cherheit erziehen. c) Die Silberpappel gleicht hinſichts ihrer Eigenſchaften im Allgemeinen der Schwarzpappel, und verlangt nur ein etwas milderes Clima und einen fruchtharern Boden, da ſie auf magerm weniger gedeihet. 8. Die Weißbuche, Carpinus betulus. Gewöhnlich wird dieſer Baum mit der Buche, mit welcher er übrigens botaniſch genommen gar nicht verwandt iſt, zuſammenge⸗ troffen, da ſie gleichen Standort liebt, ſelten in größern geſchloſſe⸗ nen Beſtänden als herrſchende Holzhätkung. Doch findet man ſie auch wohl in den Flußthalern, welche ſtrengeren thonigen Boden 16 Forſtwirthſchaft. (428) haben, in den Eichen⸗ und Ulmenwäldern, wo die Buche ſelten iſt. Als Baumholz iſt ſie keine empfehlenswerthe Holzgattung, da ſie als ſolches einen langſamen Wuchs und geringen Zu⸗ wachs vorzüglich im höhern Alter zeigt, ſo daß ſie wohl ½ bis 3 weniger Holzmaſſe geben kann, als die Buche und ſelbſt die Ei⸗ che. Selten dürfte es vortheilhaft ſeyn, das Hainbuchen⸗Baum⸗ holz älter als 80 Jahr alt werden zu laſſen, wozu um ſo weni⸗ ger Veranlaſſung iſt, als man keine ſtarken Stämme zu Nutz⸗ holze braucht. Vortheilhafter iſt ſie als Niederwald, wo ſie, tief gehauen, einen reichlichen, ziemlich raſch wachſenden Stockaus⸗ ſchlag gewährt, welchen man 20— 30 Jahre alt werden laſſen kann; wo er dann bey paſſendem Standorte wenig im Ertrage gegen den Eichen⸗Niederwald zurückbleiben wird. Als Kopf⸗ holz läßt ſie ſich ſehr gut behandeln, und häufig werden die Triften und Aenger damit bepflanzt, da ſie reichlich ſelbſt, noch im höhern Alter, ausſchlägt. Wenn die Kopfholzſtämme 10— 12 Fuß im Verbande ſtehen und alle zehn Jahre geköpft werden, ſo geben ſie beynahe ſo viel Ertrag, als ein Niederwald von gleichem Umtriebe, und dennoch wird noch eine reichliche, wenn auch nicht ſo nahrhafte Graserzeugung, als auf freyer Ebene, darunter erfolgen. Sonſt eignet ſich die Hainbuche wegen ihrer ſtarken Aſtverbreitung und dichten Belaubung nicht zur Anpflan⸗ zung auf Hütungen oder an Gärten, Felder und Wieſen, indem ihr Schatten, wenn ſie nicht behauen wird, zu verdämmend auf alle Gewächſe wirkt. Sie entwickelt viel kleine Wurzeln nahe um den Stamm herum, welche auch nicht zu weit ausſtreichen, und läßt ſich deßhalb, ohne weitere Vorbereitung, ſelbſt noch in einem Alter mit Sicherheit verpflanzen, wo es andere Hölzer nicht mehr ertragen. Man kann die Pflanzſtämme haufig auf freygewordenen Stellen, wo viel Samen aufgegangen iſt, weg⸗ nehmen, ohne erſt nöthig zu haben, ſie im Pflanzgärtchen zu erziehen. Das Holz iſt ein noch beſſeres Brennholz, als das Buchen, nur dauert es, wie dieß, nicht lange, ſtockt und verdirbt leicht, vorzüglich wenn es nicht recht trocken ſo eingeſetzt worden iſt, daß ihm der freye Luftzug mangelt. Das Reisholz dauert kaum ein Jahr aus. Als Nutzholz wird es beynahe ausſchließ⸗ lich nur zu Wagnerholz, Schirrholz in die Mühlen, Maſchinen⸗ holz, von den Drechslern, und zu ſolchem Gebrauche verwandt, wozu feſtes Holz erfordert wird, welches gegen Feuchtigkeit ge⸗ ſichert werden kann. Es iſt aber auch dem Wurmfraße ſehr un⸗ terworfen, dem man jedoch durch Einweichen in Holzſaure be⸗ gegnen kann. Die jungen Hainbuchen⸗Pflanzen bedürfen und ertragen Schatten in der erſten Jugend, da ſie eben ſo, wie die Buchenpflanzen, leicht erfrieren und von der Sonne leiden; je⸗ doch dürfen ſie nicht ganz ſo lange und dicht beſchattet erhalten werden, als dieſe. Wild und Vieh verbeißt ſie leicht, Mauſe beſchälen ſie. Das Verbeißen erträgt ſie jedoch, ſo daß ſelbſt der verbiſſene Stamm noch wieder guten Wuchs erhält, wenn er nur Schonung und Ruhe genießt, was bey andern Hölzern, wie z. B. bey der Eiche, nicht der Fall iſt. Zu lebendigen Hecken läßt ſie ſich dicht erziehen, und wird darum häufig dazu be⸗ nutzt. Ihr Laub iſt, im Auguſt geſammelt und getrocknet, ein gutes Futter für Schafe und Ziegen. die Birk te erccheint in nen ft hen rufgeſchwemm ſeſch als bemchen ziden don Deutſch rngen Thonboder ndiſt der gevöhnl ſuneneſui lreitet, licht aufg Loden nict zud vad Wih wenigen tungen. Da ſie eien raſchen Wu und ein zu manch glautte man lange nt anſehen und holzmangel anbau E jaͤoch nicht dasjer wehtere unvorthe iren Anbau nu machen. Ir M nit 30 und 40 3 bern, wie z. V. ſteht, wit d0 Wean dieß aue ſehr der Fall Forſtorte, inde ſondern ſehr e Holzmaſſe gies der Buche und zern gleich, über tett dieſes Holz andere Hölzer in weil ſie bey ihre zenug gegen die Humus ſchnell ſah gebenden B den, danſelben Gründe, warum wo ſie einen a keicht don ſel iele Koſten a vo ſie als J zut bezahlt i aneuete Pflan usſchlag erfon Anbau in rein ſa giebt daſer in wud herve micſt vortheilt bis 50 Jal ſchen zu na ſelten ttung, 1 Zu⸗ bis ⸗ je Ei⸗ daum⸗ weni⸗ Nut⸗ e, tief kaus⸗ laſſen ertage Koyf⸗ den die t, noch 10— 12 werden, ld von „wenn Ebene, en ihrer Unpflan⸗ ,indem nend auf eln nahe ſtreichen, lbſt noch e Hölzer ufig auf ſt, weg⸗ chen zu as das erdirbt worden dauert ſchließ⸗ hinen⸗ wandt, keit ge⸗ eht un⸗ zure be⸗ fen und wie die den; je⸗ erhalten „Näͤuſe 5 felbſt t, wenn hölzern, gendigen dazu be⸗ zet, ein 1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. (429) 9. Die Birke, Betnla alba. 1 Sie erſcheint in größter Vollkommenheit mehr im Norden von Deutſchland und Preußen, als im Süden, und dieß nur, wenn ſie auf einem friſchen lehmigten Kiesboden, den man gewöhnlich auf gerin⸗ gen aufgeſchwemmten Höhen findet, ſteht. Nur im Norden findet ſte ſich als herrſchende Holzgattung in großen reinen Beſtänden, im Süden von Deutſchland nur als untergeſprengte. Außer auf ganz ſtrengem Thonboden, findet ſie ſich ſonſt beynahe auf jedem Boden und iſt der gewöhnliche Lückenbüßer für ſchlecht behandelte und licht hehauene Forſten. Dieß liegt darin, daß ihr Same ſich weit ver⸗ reitet, leicht aufgeht, wenn er nur Licht und Luft hat und der Boden nicht zu dürr iſt, die jungen Pflanzen auch durch Vieh und Wild weniger leiden, als die mehrſten andern Laubholzgat⸗ tungen. Da ſie ſo leicht fortzubringen iſt und in der Jugend einen raſchen Wuchs hat, ihr Holz auch ein gutes Brennholz, und ein zu mancherley Gebrauche taugliches Nutzholz giebt, ſo glaubte man lange Zeit, ſie als eine ſehr empfehlenswerthe Holz⸗ art anſehen und ſie als Schutzmittel gegen den gefürchteten Holzmangel anbauen zu müſſen. Sie leiſtet in forſtlicher Hinſicht jedoch nicht dasjenige, was man ſich von ihr verſprach, und hat mehrere unvortheilhafte und nachtheilige Eigenſchaften, welche ihren Anbau nur unter gewiſſen Umſtänden empfehlenswerth machen. Ihr Wuchs iſt nur in der erſten Jugend raſch, ſchon mit 30 und 40 Jahren läßt ſie darin nach, wird von andern hö⸗ hern, wie z. B. der Buche, wenn dieſe auf paſſendem Standorte ſteht, mit 50 und 60 Jahren eingeholt und ſpäter übertroffen. Wenn dieß auch bey dem einzelnen Stamme noch nicht einmal ſehr der Fall wäre, ſo iſt es dieß deſto mehr bey einem ganzen Forſtorte, indem die Birke darin ſich nicht geſchloſſen erhäͤlt, ſondern ſehr einzeln ſtellt, ſo daß er bey dem Abtriebe wenig Holzmaſſe giebt. Sie bleibt wohl um als Hochwald hinter der Buche und Eiche zurück, kommt als Niederwald dieſen Höl⸗ zern gleich, übertrifft ſie etwas als Buſchholz. Dabey verſchlech⸗ tert dieſes Holz aber eher den Boden, als daß es ihn, wie andere Hölzer im geſchloſſenen Beſtande thun, verbeſſern ſollte, weil ſie bey ihrer lockern Belaubung und einzelnen Stande nicht genug gegen die Sonne und den Luftzug ſchützt, wodurch der Humus ſchnell zerſetzt wird, bey ihren wenigen, nicht viel Er⸗ ſatz gebenden Blaͤttern, die leicht durch die Luft weggeführt wer⸗ den, denſelben auch nicht zu erſetzen vermag. Dieß ſind die Gründe, warum man den Anbau der Birke nur empfehlen kann, wo ſie einen ausgezeichnet raſchen guten Wuchs zeigt, und ſich leicht von ſelbſt anſiedelt, wo man nicht leicht und nicht ohne viele Koſten andere beſſere Hölzer heraufzubringen vermag, oder wo ſie als Nutzholz ſehr Bedürfniß iſt, und darum beſonders gut bezahlt wird. Auf dürrem Sande, wo ſie nur durch ſtete erneuete Pflanzung erhalten werden kann, indem weder Stock⸗ ausſchlag erfolgt oder ausdauert, noch Samen aufgeht, iſt ihr Anbau in reinen Birkenbeſtänden gar nicht anzurathen; die Kie⸗ fer giebt daſelbſt immer mehr Ertrag. Schon aus dem Geſag⸗ ten wird hervorgehen, daß ein langer Umtrieb für Birkenforſte nicht vortheilhaft iſt. Baumholz wird man am beſten mit 40 bis 50 Jahren hauen, zumal da es ſchon früher anfängt, Samen zu tragen. Niederwälder werden im 15 bis 20jährigen 18 Forſtwirthſchaft. (430) Umtriebe benutzt, da der Stock der Birke nicht viel länger mit Sicherheit ausſchlägt, und wenigſtens ſpäter keinen reichlichen Ausſchlag gewährt. Mit Vortheil wird ſie in Kiefern, auch wohl Eichen und Buchen untergemiſcht, um etwanige Lücken in den Beſtänden, welche ſich künftig bey höherem Alter des Holzes ſchließen werden, vorläufig auszufüllen und in der Durchforſtung mit 20 bis 40 Jahren herausgehauen zu werden. Sie giebt dann ein ſehr gutes Brennholz, oft ſogar ſchon Nutzholz an Leiter⸗ bäumen, Wagendeichſeln u. dergl., verdämmt auch, zu rechter Zeit herausgehauen, diejenige Holzgattung, welche ſtehen bleiben und künftig den reinen Beſtand dilden ſoll, nicht. Als Kopfholz läßt ſie ſich nicht behandeln, würde auch, da ſie nur wenig Aeſte hat, ſchlechten Ertrag geben. Dagegen kann ſie ohne Nachtheil für die Feldfrüchte u. ſ. w. in einzelnen Stämmen an Fel⸗ dern, Gärten und Wieſen gezogen werden, da ſie nicht verdämmend iſt. Der Weide verurſacht ſie aus eben dieſem Grunde beynahe unter allen Hölzern den wenigſten Nachtheil. Auch im Buſch⸗ holze können auf dem Morgen 6 bis 8 Stämme ſehr gut zu Baumholz gezogen werden, wozu man aber Samenpflanzen wählen muß, da daſſelbe nicht darunter leidet, wogegen ſie aber nicht zu Unter⸗ oder Schlagholze da taugt, wo andere Bäu⸗ me dieß beſchatten, indem ſie durchaus freyen Stand verlangt. Das Holz hat etwas über ³ der Brenngüte des Buchen. Zu Bauholz wird es wegen ſeiner geringen Dauer nur im Nothfalle benutzt; die jungen Stangen dienen zu Reifen, die ſtärkeren zu verſchiedenem Wagenholze; die ſtärkern geſunden und mit Ma⸗ ſern verſehenen Stämme werden als Tiſchlerholz ſehr geſucht. Die äußere weiße Ninde wird zur Gewinnung des Birkentheers, welcher bey der Bereitung des Juften unentbehrlich iſt und ihm ſeine eigenthümliche Geſchmeidigkeit und Dauer giebt, auch zum Anzündungs⸗Material benutzt; doch darf ſie nur von gefällten Bäumen genommen werden, da die ſtehenbleibenden unter dem Schälen leiden. Der Saft giebt ein wohlſchmeckendes geſundes Getränk, wenn man ihn abgähren läßt und mit Zucker verſetzt, die deſtillirten Blumenkaͤtzchen einen wohlriechenden Balſam. An⸗ gebrannte Späne, in Bier gethan, verwandeln dieß in ſcharfen Eſſig. Der Ruß von der verbrannten Rinde giebt gute Buch⸗ druckerſchwärze.— Die Blätter geben nur ein ſchlechtes, von dem Viehe nicht geliebtes Futter, welches bloß für Schafe und Ziegen benutzt werden kann. 10. Die Erle, Betula alnus. In Deutſchland findet man beynahe ausſchließlich nur die ge⸗ meine ſchwarze Erle(Alnus glutinosa, Wildenow), als Wald⸗ baum, in den nördlichen Gegenden, als Oſtpreußen, Lievland u. ſ. w., wird auch oft die nordiſche Weißerle, B. Alnus incana, getroffen. Beide Erlenarten ſind hinſichts ihrer Eigenthümlichkeiten weſent⸗ lich von einander verſchieden, ſo daß von jeder beſonders die Rede ſeyn muß. Die gemeine ſchwarze Erle wird nur in feuchtem Boden, an Flußufern, in Sümpfen, Brüchern oder in ſehr friſchen und humusreichen Gründen getroffen. Auf trocknem Boden giebt ſie wenigſtens keinen beachtungswerthen Ertrag, obwohl ſie bey abgetrockneten Brüchern, wo die Wurzeln der alten Mutterſtöcke tief gehen, zuweilen in ſolchen gefunden wird. Neu angebauet kann ſie jedoch daſelbſt nicht werden. Sie hat viele, nicht weit „ 7 Abf „ber dft dre einen ſeht thonige lockern Untergrunt nad in grober A unch Samenabfal önswuchs,velche fadet und das A Auftieren dieſen, dende Vedeckung zät, wo det En wohnlich ſehr und ſund aus den Stockausſchlag n ſartes Holz giet ten als Niederwe Etock noch ſichen zugend raſcher, ten kecht geſchloſ ein 35: bis 40 wohl webrſcheinti hihriger Hoch fandes ühne Cul ein Erlenbeſtand bennchtlich, und wohl eine Klaft V ſün Aleni — — tanden der Fal ort weriger pe iſt. Inmer b naſſen Orten, Naſeneiſenſtein Anbau für den man ſich ſehr he deil dadurch die wird, Gewohnli dder derkohlten gtben kunn, der wmmt, nur ale Kuß daan den hher Wüchen wit Zu Koyfdalz i Schnedehuz ſchlecht wieder das Laub eines tung iſt gering geſchloſſen ſteh 1 un nur hon ſelbſt. Irenngüte 8 de. Es wird d Vauholz un dergl. In in Trockten z ger mit chlichen , auch keen in Holzes rſtung t dann Leiter⸗ rechter bleiben opfbolz enig ſe ohne an Fel⸗ immend heynahe Buſch⸗ geſucht. entheers, und ihm uch zum gefällten ter dem eſundes berſetzt, n. An⸗ ſcharfen Buch⸗ 3, von afe und r die ge⸗ 3 Wald⸗ du. ſ.w., getroffen. wweſent⸗ die Rede Boden, hen und giebt ſie ſie bey tterſtöcke ngebauet icht weit r. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. .(431) ab, aber oft drey bis vier Fuß tief gehende Wurzeln, welche keinen ſehr thonigen feſten Boden ertragen, ſondern vielmehr einen lockern Untergrund verlangen. Selten trifft man ſie als Hoch⸗ wald in großer Ausdehnung herrſchend, da ſich der Verjüngung durch Samenabfall viel Hinderniſſe entgegenſetzen. Der üppige Graswuchs, welcher gewöhnlich an Orten, wo die Erle wächſt, Statt findet und das Aufkommen der jungen Pflanzen verhindert, das Auffrieren dieſer, im feuchten naſſen Boden, die häufig Statt fin⸗ dende Bedeckung der Oberfläche des Bodens mit Waſſer zu der Zeit, wo der Same abfällt und aufgehen ſoll, machen es ge⸗ wöhnlich ſehr unſicher, wo nicht oft unmöglich, einen neuen Be⸗ ſtand aus dem Samen herzuſtellen. Deßhalb und weil der Stockausſchlag reichlich erfolgt, gut aufwächſt und hinreichend ſtarkes Holz giebt, behandelt man auch gewöhnlich die Erlenar⸗ ten als Niederwald im 20 bis 40jährigen Umtriebe, wobey der Stock noch ſicher wieder ausſchlägt. Die Erle wächſt in der Jugend raſcher, als im Alter, die Baumholzbeſtände bleiben ſel⸗ ten recht geſchloſſen, da gewöhnlich viel Stämme abſterben, und ein 35⸗ bis 40 jähriger Niederwaldbetrieb dürfte deßhalb auch wohl wahrſcheinlich eben ſo viel Holzertrag geben, als ein 70 bis 80jahriger Hochwald, dabey aber die ſichere Erhaltung des Be⸗ ſtandes ohne Culturkoſten voraus haben. Die Holzmaſſe, welche ein Exlenbeſtand auf gutem angemeſſenen Boden giebt, iſt ſehr beträchtlich, und man kann bey 40jährigem Umtriebe zuweilen wohl eine Klafter durchſchnittsmäßig jährlich für den Morgen holzen. Allerdings iſt dieß aber nur unter den günſtigſten Um⸗ anden der Fall, und der Ertrag nimmt ab, ſo wie der Stand⸗ ort weniger paſſend oder der Beſtand auch nicht ganz geſchloſſen iſt. Immer bleibt aber die Erle auf ſehr feuchten oder auch naſſen Orten, wenn der Boden nur keine Säuren und keinen Raſeneiſenſtein enthält, die vortheilhafteſte Holzgattung zum Anbau für den Forſtbeſitzer. Wo man Erlenbeſtände hat, muß man ſich ſehr hüten, ſie zu entwäſſern und trocken zu legen, weil dadurch dieſe, ſo wie jede andere Holzerzeugung oft vernichtet wird. Gewöhnlich enthalten die Erlenbrücher Moorerde— todten oder verkohlten Humus— welche den Pflanzen gar keine Nahrung geben kann, der Erle, die dieſelbe mehr aus dem Waſſer ent⸗ nimmt, nur als Beläſtigungsmittel dient. Jede Entwaſſerung muß dann den Holzbeſtand zerſtören, und der neue Anbau ſol⸗ cher Brücher mit andern Hölzern iſt gewöhnlich ganz unthunlich. Zu Kopfholz iſt dieſe Holzgattung nicht tauglich, Und auch als Schneidelholz giebt ſie ſehr wenig Ertrag, da ſie am Stamme ſchlecht wieder ausſchlägt und bald ſchadhaft wird. Auch iſt das Laub eines der ſchlechteſten zu Viehfutter. Ihre Aſtverbrei⸗ tung iſt gering, und darum ihre Beſchattung, wo ſie nicht ſehr geſchloſſen ſteht, nicht verdämmend. Dieſen vollen Schluß fin⸗ det man nur in den jüngern Beſtänden, die ältern lichten ſich von ſelbſt. Ihr Holz hat nur etwas mehr als die Hälfte der Brenngüte des Buchen, brennt aber raſch und mit heller Flam⸗ me. Es wird zu Tiſchlerholz und zu Schnitzholzwaaren benutzt, zu Bauholz unter dem Waſſer, zu Roſtpfählen, Brunnenkaſten u. dergl. In abwechſelnder Feuchtigkeit ſtockt es ſchnell, ganz im Trocknen zerſtört es der Wurm bald, und es kann deßbalb nicht gut zu gewöhnlichem Bauholze verwandt werden, wozu 20 Forſtwirthſchaft. (432) es ſich, ſeinem Wuchſe nach, recht gut eignen würde. Der An⸗ bau der Erle aus der Hand geſchieht gewöhnlich am vortheil⸗ hafteſten mit drey⸗ bis fünfjäahrigen Pflanzen. Dieſe dürfen nicht erſt in Pflanzgärtchen gezogen und zur Verpflanzung vor⸗ bereitet werden; denn die Erle entwickelt ſehr viel Wurzeln dicht um den Stamm herum, läßt ſich deßhalb jung ſehr leicht verpflanzen und an den frey liegenden Rändern der Brücher, wohin das Waſſer den Samen ſpült, gehen gewöhnlich eine Menge auf, wenn man ſie einſchont. Pflanzen aus alten Be⸗ ſtänden taugen nichts, da die Erle in der Beſchattung bald erkrankt. Vom Wilde leidet ſie beynahe gar nicht, vom Viehe verhältnißmäͤßig wenig; am erſten wird ſie im September und Anfang Octobers verbiſſen, wenn das Gras für das Vieh mangelt, oder zu alt iſt, und die Erlenorte ſehr ſtark betrieben werden. Wo dieß nicht der Fall iſt, kann man ohne Gefahr darin hüten laſſen, ſobald nur die Gipfel ſo hoch ſind, daß ſie das Vieh nicht mehr überreichen kann, was bey Stockausſchlage gewöhnlich ſchon in 3 bis 4 Jahren der Fall iſt. Die graue oder nordiſche Weißerle verlangt und er⸗ trägt weniger Feuchtigkeit, doch immer einen friſchen fruchtba⸗ ren und wo moglich tiefgründigen, auch nicht zu feſten Boden. Auf dürrem, trocknem gedeihet ſie nicht, wie man ſonſt wohl glaubte. Sie ſtreckt ihre Wurzeln weit aus, treibt Wurzelbrut, die vorzüglich in der Jugend ſtark wächſt, und iſt deßhalb ein ſehr vortheilhaftes Schlagholz, was man am ertragreichſten im 35— 40jährigen Umtriebe benutzt. Sie giebt unter den günſtig⸗ ſten Verhältniſſen noch mehr Ertrag, als die ſchwarze Erle, in⸗ dem ſie darin der Pappel gleich kommt; ihr Holz iſt ein beſſeres Brennholz, auch feſter und dauerhafter, und ihr Anbau iſt deß⸗ halb ſehr zu empfehlen, wo man ihr nur einen angemeſſenen Boden bieten kann. Er wird am zweckmäßigſten durch Aus⸗ pflanzung von Pflänzlingen, die in gut zubereiteten Samen⸗ und Pflanzſchulen gezogen ſind, und die in 6— 7 fältigen Ver⸗ band geſetzt werden können, Statt finden, da ſich der Verband, tief gehauen, ſpäter durch Wurzelbrut verdichtet. 11. Die Weide, Salix. Dieſe Holzgattung, welche eine große Anzahl verſchiedener Arten enthaͤlt, iſt zwar ſelten ein Gegenſtand des großen Forſt⸗ haushalts, darum aber nicht minder wichtig für den kleinern Grundbeſitzer, als die vorzüglichſten deutſchen Waldbäume, in⸗ dem ſie geeignet iſt, auf einer kleinen Bodenfläche, und beynahe unter allen Verhältniſſen, das Brennholzbedürfniß ſchüell zu be⸗ friedigen und auch außerdem einer Menge Vedürfniſſe zu genü⸗ gen. Es würde unzweckmäßig ſeyn, alle von den Botanikern als verſchieden aufgeführte Arten hier nachzuweiſen, da ſie ſehr ſchwer zu erkennen ſind, und dieß keinen praktiſchen Zweck hätte. Es wird genügen, diejenigen, deren Erkennung nicht ſo ſchwer iſt, und welche ſich hinſichts der Gebrauchsfähigkeit für den einen oder den andern Zweck beſtimmt unterſcheiden, hier anzugeben. Wir können ſie zu dieſem Ende unter zwey Abthei⸗ lungen bringen: 1) Baumweiden, welche am beſten geeignet ſind, zu Kopf⸗ bolz benutzt zu werden, oder das Bedürfniß an Brenn⸗ holz zu befriedigen. 4 1. Aüſch ) Sttaucht Wegebeſſerun bar ſind. h) die vorzlg jolz davon z gen 1y) die weiß nier allen Weiden koß die mehreſt Untriebe, kann i Ssalweide gleichte 1= d und met gahten, wächſt d Säunen ſich vorf hat, und darum in felſigten bermiſchter Sand gewährt darin den ict aber in gan⸗ wenn er nicht zz Schritnuzholz, Reiſſtaben benut halb ſo gut, als chen, an Dorfe Wedde zu Kopfhe in der Iugend geriſen it. D wit kaum merd nen, die in der beiden Seiten, zend, unten m ſtehen daſelhſte ten Etielen, w heen bekommen. derden vor dem b) die gell lockeren, feuchter lehmigten, ſchles Volunens etwas gen giht ſe beſe ruthen und Vin lenswerth, wie daraus zu ziche den Flußbetten Vinter orangen den etwas klei⸗ aur in der Ep 19*) Die K. de vorigen, h leibt aber auc rütt nur grobe und wo nicht; den vorigen in. Kſind braunro der An⸗ ortheile dürfen ng vor⸗ Lurzeln ir leicht Nrücher, ih eine ten Be⸗ ag bald n Viehe aber und mangelt, werden. in hüten ieh nicht wöhnlich und er⸗ fruchtha⸗ Boden. ouſt wohl urzelbrut, Shalb ein ichſten im n günſtig⸗ »Erle, in⸗ ein beſſeres hau iſt deß⸗ gemeſſenen drch Aus⸗ n Samen⸗ tigen Ver⸗ Verband, ſſchiedener gen Forſt⸗ a kleiner awe, in⸗ nd beynahe ddell zu be⸗ ſſe zu genl⸗ Botanitem iſen, da ſe tiſchen Zveck nung nicht ſo fihigtei für ſceden, hier weh Abthe⸗ ind, zu Kohf⸗ ih mn Wrand⸗ 1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. (433) 2) Strauchweiden, welche zu Reifſtäben, Korbruthen, Wegebeſſerung, Uferbefeſtigungen u. dgl. vorzüglich brauch⸗ bar ſind. 1) Die vorzüglichſten Baumweiden zu Kopfholz, um Brenn⸗ holz davon zu gewinnen, ſind: a) Die weiße Weide(Salix alba). Es iſt die größte unter allen Weiden, welche als Baumholz, Kopfholz und Schlag⸗ holz die mehreſte Holzmaſſe giebt. Im kurzen 10— 15jährigen Umtriebe, kann ihr auf angemeſſenem Boden darin nur etwa die Saalweide gleichkommen. Sie wird ein großer ſtarker Baum von 60— 80 und mehr Fuß Höhe, erreicht ein Alter von 60— 80 Jahren, wächſt beynahe in jedem Boden, denjenigen, worin viel Säuren ſich vorfinden, oder welcher ſehr viel bindende Theile hat, und darum ſehr ſtreng und feſt iſt, allein ausgenommen, ſo wie im felſigten ſehr ſchlecht. Feuchter, mit Humus reichlich vermiſchter Sand iſt ihr jedoch vor allem zutraͤglich, und ſie gewaͤhrt darin den größten Ertrag. Selbſt in trocknem Boden— nicht aber in ganz dürrem— kann man ſie mit Vortheil ziehen, wenn er nicht zu flachgründig und feſt iſt. Ihr Holz wird zu Schnitznutzholz, Brennholz, ſtarkem Zaunholze, Weiden⸗ und Reifſtäben benutzt. Man rechnet es in Hinſicht der Brenngüte halb ſo gut, als das Buchen. Auf feuchten Angern, an Bä⸗ chen, an Dorfwegen u. ſ. w. iſt ſie die empfehlungswertheſte Weide zu Kopfholz.— Man erkennt ſie daran, daß die Rinde in der Jugend grüngelb und glatt, im Alter aſchgrau fein auf⸗ geriſſen iſt. Die Blätter ſind 3— 4 Zoll lang, nur ¹ Zoll breit, mit kaum merklich eingeſchnittenen, röthlich drüſigen Sägezäh⸗ nen, die in der Mitte am deutlichſten ſind, beſetzt. Sie ſind auf beiden Seiten, vorzüglich aber auf der untern, ſeidenhagrig glän⸗ zend, unten meiſt ſchimmernd, oben gelbgrün und die Adern ſtehen daſelbſt etwas hervor, ſie ſitzen auf kurzen breit geringel⸗ ten Stielen, welche im Juny ſehr kleine dreyeckige Nebenblätt⸗ chen bekommen. Die Blaͤtter erſcheinen vor den Blüthen und werden vor dem Abfallen hellgelb und roſtfleckig. b) Die gelbe Weide(S. vitellina). Sie verlangt einen lockeren, feuchten Boden, wächſt noch gut auf einem friſchen lehmigten, ſchlecht auf dürrem. Ihr Ertrag iſt in Hinſicht des Volumens etwas geringer, als derjenige der weißen Weide, dage⸗ gen giebt ſie beſſere biegſamere Zaunruthen und vortreffliche Korb⸗ ruthen und Bindweiden. Sie iſt ſowohl als Kopfholz empfeh⸗ lenswerth, wie als Strauchholz, um Neifſtäbe und Korbruthen daraus zu ziehen, die Flußufer zu befeſtigen oder Sandbänke in den Flußbetten anzubauen. Man erkennt ſie bald an ihren im Winter orangegelben, im Sommer goldgelben, jungen Zweigen, den etwas kleinern Blättern, als die der weißen Weide, welche nur in der Spitze gezähnt ſind. 0) Die Knackweide(S. fragilis) liebt gleichen Boden, als die vorigen, hat etwas feſteres und beſſeres Brennholz, als ſie, bleibt aber auch im Ertrage verhältnißmäßig wieder zurück. Sie giebt nur grobe Zannruthen, die ſchwächeren Zweige ſind ſpröde, und wo nicht Brennholzerzeugung beabſichtigt wird, ſtehet ſie den vorigen in Hinſicht ihrer Nutzbarkeit nach. Die jungen Zwei⸗ ge ſind braunroth, die Blätter auf beiden Seiten gleich duͤnkel⸗ 28 21 609 1 Forſtwirthſchaft. (434) grün mit grünen erhabenen Adern, fallen gewöhnlich gruͤn, mit vielen Roſtflecken, nach dem erſten Froſte ab. In den Spitzen der Zweige ſitzen keine Nebenblätter, welche mit Entwickelung der Knoſpen wieder abfallen. Das Holz iſt ſpröde, und die klei⸗ nen Zweige brechen, wenn man einen größeren durch die Hand zieht, leicht in den Gelenken ab. Noch kann man als Koxfholz die Mandelw eide(8. amy- gdalina) und Korbweide(§. pentandra) ziehen; doch iſt ihr Wuchs und Ertrag geringer, als derjenige der vorerwähnten rten. Opbwohl als Baumweide nur von geringer Größe und un⸗ vortheilhaftem Ertrage, da der Wuchs im höhern Alter ſehr nach⸗ läßt, iſt doch zu Brennholz im Niederwalde die Saal⸗ oder Sohl⸗ weide, 8. caprea, eine der ausgezeichnetſten. Ihr Holz iſt als Brennholz das beſte unter allen Weiden, wird zu 2— 3 der Güte des Buchen angenommen, und iſt außerdem ſehr brauch⸗ bar zu Korbſpänen, um Kober, Körbe, Siebboden u. dgl. da⸗ aus zu fertigen. Ihr Wuchs als Schlagholz im kurzen, höch⸗ ſtens 15— 16jahrigen Umtriebe, iſt außerordentlich ſtark, und wenn man von demjenigen des einzelnen Stockes auf eine ganze damit beſtockte Fläche ſchließen dürfte, ſo würde man wohl auf 60— 80 Cubikfuß jährlichen Durchſchnittzuwachs auf den preußi⸗ ſchen Morgen in dieſem Umtriebe rechnen können. Man trifft jedoch ſelten geſchloſſene Beſtände, und ſie kommt mehr einzeln in Niederwaldungen vor; auch iſt die Fortpflanzung durch Steck⸗ linge nicht ſo leicht und ſicher, als bey andern Weiden. Immer iſt ſie aber eine Holzgattung, deren Erhaltung und Vermehrung im Niederwalde vom kurzen Umtriebe die größte Aufmerkſam⸗ keit verdient, da keine andere leicht mehr Ertrag geben wird. Dieß iſt jedoch nur auf friſchem Kalk⸗, Baſalt⸗ oder Lehmboden der Fall, denn auf ſumpfigem, dürrem Sand⸗ oder Moorboden wächſt ſie, auf erſterem ſchlecht, auf letzterem gar nicht. Sie iſt bekannt und leicht zu unterſcheiden. 2) Von den Strauchweiden, welche vorzugsweiſe an den Flüſſen und in den Weidenhegern oder Werdern gezogen werden, ſind wegen ihres dichten Standes und ſchnellen gera⸗ den nnchſes der langen biegſamen Schüſſe vorzüglich zu em⸗ pfehlen:— a) Die Bachweide(§. helix), kenntlich an den unten ſchwärzlichen, oben gelblichen Blüthen, den kleinen einſchuppigen Knospen, den lanzettförmig zugeſpitzten dünnen und zarten Blät⸗ tern, die in der Mitte am reiteſten ſind, oben eine hellgrüne, unten eine bläuliche Farbe haben, mit einer ſtarken gelben Mittel⸗ rippe, kurz geſtielt, am Rande der obern Hälfte fein geſägt, an dem der Untern glatt und ungeſägt ſind. Der Boden, worin ſie vorzüglich gedeihet, iſt feuchter Sand. Im Holzertrage als Brennholz bleibt ſie gegen die vorgenannten Weidenarten zurück, erträgt keinen langen Umtrieb, da ſie ſich dann zu licht ſtellt und manche Stücke abſterben. Zu Reifſtäben und Zaunruthen iſt ein 5— sjahriger, je nachdem der Wuchs raſcher oder langſa⸗ mer iſt, gewöhnlich der vortheilhafteſte; die Korbruthen werden alle Jahre geſchnitten. Jedoch iſt es zur Exhaltung des Beſtan⸗ des vortheilhafter, nicht mehr, als zwey Jahre hintereinander, 1. Alſch Latbuthen zu ſch atge zu ſtärtemn *y de Kort tene Art der Vehe ung der Wege un weide. Man erket grünlich graut, hag Summe grau und en ſizen an den zveigen. Dir B tern, indem ſie Breite von einen an beiden Enden? de zurickgeroll’, grün und glott, ſedenartigen Fize Es würde und außzuführen, unte u erzäthende und aufmerſaam zu m bon einander zu gflanzungen die T men oder Sträͤue welche füt den 3. als volltomwen! ſich in ihren Verwechſelung Unter der? ſchen Forſten w geführten, welch gen werden könn im Groſen waren we im Hochwald theil erhalten we⸗ lolz in Vaumen, kanat werden mu irrn Eigenthüm daden. 1. Die E a) da Re budarten, wid, allein der lag ſhes er giegt, Man findet ih uder Lehmbode und ſcheint ke it nur gering ſicht der Holz Dagegen iſt ſdine große Dau und Drechslen diſt, Als Br das Rud witd grün mi den Söihen entwickelung und die klei ih die Hand de§. amy- doch iſt ihr worerwähnten uße und un⸗ ter ſehr nach⸗ ⸗dder Eohl⸗ Holz iſt als u 1— 3 der ſehr brauch⸗ u. dgl. da⸗ rrzen, höch⸗ ſtark, und feine ganze in wohl auf den preußi⸗ Man trifft nehr einzeln durch Steck⸗ den. Immer Vermehrung Aufmerkſam⸗ geben wird. rLehmboden Moorboden ht. Sie iſt gsweiſe an in gezogen nellen gera⸗ ich zu em⸗ den unten anſchypyigen zarten Bät⸗ nge hellgrüne, gelben Mittll a geſägt, in Boden, worin zolzerttage als enarte zurick mzu liht ſlt d Zrumuthen er odet langa⸗ ruthen werden ng des Beſtn hintereinanden 1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. (435) Korbruthen zu ſchneiden, und dann wieder den Beſtand 5—8 Jahre zu ſtärkerm Holze alt werden zu laſſen. b) Die Korbweide(§. viminalis) iſt für die vorbeſchrie⸗ bene Art der Behandlung und Benutzung, ſo wie zur Befeſti⸗ gung der Wege und Ufer gleich empfehlenswerth, als die Bach⸗ weide. Man erkennt ſie daran, daß die jungen Zweige eine grünlich graue, haarige Rinde haben, die der ältern iſt gelb, am Stamme grau und unregelmäßig aufgeſprungen. Die Blattknos⸗ pen ſitzen an den Spitzen, die Bluͤthenknospen unten an den Zweigen. Die Blätter ſind die längſten unter allen Weidenblät⸗ tern, indem ſie oft ſechs Zoll lang werden und dabey nur die Breite von einem halben Zolle haben. Sie ſind lanzettförmig, an beiden Enden etwas zugeſpitzt, in der Jugend etwas am Ran⸗ de zurückgerollt, runzlich, auf der Oberfläche glänzend dunkel⸗ grün und glatt, auf der untern ſilberfarbig, mit einem weißen ſeidenartigen Filze überzogen. Es würde unpaſſend ſeyn, hier noch alle übrigen Weidenarten aufzuführen, unter denen allerdings noch mehrere mit Vortheil zu erziehende und zu benutzende ſind. Es wird genügen, darauf aufmerkſam zu machen, daß derjenige, welcher ſie nicht genau von einander zu unterſcheiden weiß, wenigſtens bey Weiden⸗ pflanzungen die Vorſicht beobachten muß, nur von ſolchen Stäm⸗ men oder Sträuchern Satzweiden oder Stecklinge zu nehmen, welche für den Zweck, zu welchem die Pflanzung angelegt wird, als vollkommen brauchbar aus der Erfahrung bekannt ſind, oder ſich in ihrem Wuchſe vorzüglich dazu paſſend zeigen, um jeder Verwechſelung vorzubeugen. Unter der Menge Laubholzarten, welche noch in den deut⸗ ſchen Forſten wachſen, haben wir keine weiter, als die oben an⸗ geführten, welche mit Vortheil als Baumhölzer geſchloſſen erzo⸗ en werden können, oder ein Gegenſtand des forſtlichen Anbaues im Großen waren. Dagegen kommen mehrere als einzelne Stäm⸗ me im Hochwalde, ſo wie im Niederwalde vor, welche mit Vor⸗ theil erhalten werden, wo ſie ſich vorfinden, und als gutes Nutz⸗ holz in Bäumen, ſowie als Schlagholz von jedem Forſtbeſitzer ge⸗ kannt werden müſſen. Die vorzüglichſten ſollen daher hier nach ihren Eigenthümlichkeiten und ihrer Nutzbarkeit kurz erwähnt werden. 12. Die Sorbus⸗Arten.. a) Der Mehlbeerbaum(Sorbus asia). Wie alle Sor⸗ busarten, wird auch dieſes Holz ein ziemlich beträchtlicher Baum; allein der langſame Wachsthum und das geringe Volumen, wel⸗ ches er giebt, machen ihn im Hochwalde nicht wünſchenswerth. Man findet ihn gewöhnlich in den Bergen auf fruchtbarem Kalk⸗ oder Lehmboden. Er bedarf einen freyen nicht beſchatteten Stand und ſcheint keinen dichten Schluß zu ertragen. Sein Ausſchlag iſt nur gering und wächſt auch nicht ſchnell, daher er in Hin⸗ ſicht der Holzmaſſe, welche er giebt, unvortheilhaft erſcheint. Dagegen iſt es eins der feſteſten Hölzer, was ſich nicht wirft, eine große Dauer hat, und deßhalb vortrefflich zu Schirr⸗, Nutz⸗ und Drechslerholz taugt, wenn man es in größern Stücken trifft. Als Brennholz kommt es dem Buchen an Güte gleich. Das Laub wird vom Wilde und Viehe geliebt. Auf die jungen 28* 24 Forſtwirthſchaft. (436) Stämme kann man Birnen pfropfen, welche jedoch einen etwas herben Geſchmack erhalten ſollen. b) Der Elzbeerbaum(Sorbus torminalis, Pyrus tor- minalis Willden. Linneè) bedarf einen friſchen fruchtbaren Bo⸗ den, da er in ſehr trocknem oder ſumpfigem nicht fortkommt. In Hinſicht ſeines Wachsthums gilt daſſelbe, was vom Mehl⸗ beerbaume geſagt iſt, nur daß der Stockausſchlag etwas ſtärker iſt, obwohl er auch ebenfalls nur langſam waͤchſt. Man trifft ihn häufig als Baum, da er eben ſowohl um ſeines ſchönen feſten Holzes willen, welches Tiſchler, Drechsler und Maſchini⸗ ſten ſehr ſuchen, geſchont wird, als wegen der eßbaren Beeren. Rur bey hohem Preiſe des Holzes kann aber ſeine Anzucht bey dem langſamen Wuchſe empfehlenswerth ſeyn. c) Die Ebereſche(8. aucupacia) kommt beynahe in jedem Boden fort, denn man findet ſie im trocknen Sande, wie im Bruche und auf nackten Klippen; vorzüglich wird ſie aber in frucht⸗ baren Vorbergen getroffen. Auch in den höchſten Bergen, in wel⸗ chen überhaupt noch Holz gezogen werden kann, wächſt ſie noch. Ihr Wuchs iſt zuerſt ziemlich raſch, ſo daß ſie als Baumholz in der Jugend die Buͤche übertrifft, als älterer Stamm wird ſie jedoch von dieſer wieder überholt. Als Schlagholz gewährt ſie in 20 bis 30jährigem Umtriebe reichlichen und gutwachſenden Stockaus⸗ ſchlag, weßhalb als ſolches dieſe Holzgattung wohl erhalten zu werden verdient. Dazu muß man den ſpäten Hieb im Frühjah⸗ re, wenn der Saft ſchon in voller Bewegung iſt, vermeiden, da der Stock ſonſt eingehet. Es iſt dieß auch zur Erhaltung des Holzes nöthig, welches dann leicht ſtockt, und nur Dauer erhält, wenn es im Winter gehauen wird. Dieß iſt ſehr brauch⸗ bar für Tiſchler, Drechsler, Maſchiniſten und ähnliche Arbeiter, da es feſt iſt und eine gute Politur annimmt. Als Brennholz hat es etwa 3ꝛ der Güte des Buchenholzes. d) Der Speyerlingbaum(S. domestioa) wird mehr im ſüdlichen, als nördlichen Deutſchlande getroffen und nur in friſchen fruchtbaren Bergen, vorzüglich in Kalk⸗ und Baſaltbo⸗ den. Er iſt in Hinſicht der Güte und Nutzbarkeit des Holzes der Ebereſche gleich, ſteht ihr aber in Hinſicht des raſchen Wuch⸗ ſes nach. 13. Die Prunus⸗Arten. 2) Vogelkirſche, P. avium; b) Traubenkirſche, P. padus. 2a) Der Vogelkirſchenbaum(Prunus avium) verlangt einen fruchtbaren, doch nicht zu fetten Lehm⸗, Kalk⸗ oder Baſalt⸗ boden, welcher nicht feucht iſt, und gedeihet am beſten in den Vorbergen. Als Stockausſchlag wächſt er raſch, und die Menge Ausſchläge geben einen beträchtlichen Holzertrag, ſo daß er als ein vortreffliches Schlagholz anzuſehen iſt. Als Baumholz läßt ſein Wuchs ſpäter nach, und er iſt dazu im Forſte deſto weni⸗ ger empfehlenswerth, als ſeine wohlſchmeckenden Früchte nicht leicht gegen Entwendungen zu ſichern ſind, und er gewöhnlich dabey ſehr beſchädigt wird. Dieß Holz kann keine Schneidelung und Beſchädigung der Rinde vertragen, indem es dann einen Gummifluß erhält und erkrankt. Das Holz iſt feſt, von ſchöner Tertur und Farbe, nimmt eine gute Politur an und wird deßhalb von Tiſchlern, Drechslern und ahnlichen Arbeitern ſehr geſucht. 1, Aüſch gs Vunnholz hat Kenaen, aus dem K jungen, Au 8 ſftevien mit füßer *) Ddie Trau fucten und ſebhſt! zabringzen, inden tet derplanzen laß he ſich auch dich de Fluſſe bepſanzt fſtigen. Als Sch deitaſt, da es ſc ſende Au Das Holz gehönt ſtarkern Stücen d 1,ſv. verarbeitet 11. der hoſ diſſe bekannte, den Voden vorind barem tiefgründiger dder einen Feldbe durcaus ftegen un aſten 15— 18 Jäh. fen Abhiebe zahlte den oft zu den vo Alter derwindet theils der Vacht der Beſchattung, holz ſteht, iſt ſß und iſt niemals iſt ſie da, won und die etwas ſta ſechter abſeten ka Kohlen gleichen ſind eine bekannt mberrachtliche Ar ſe ſehr durch da wie vom zahmen; nioen Schonung, 15. Der F Dieſer Strau cher humusräch ſie gernde nicht in gut bearbeite geſichert iſt, an men und der E Holz deſſelben au der Abhieb i nen. Ein 12— gab au holzarten, wie für außerordent anſete deutſchen en etwas Fruz tor- aten Bo⸗ rtkommt. in Mehl⸗ 85 ſärker Nan trifft s ſchönen Maſchini⸗ en Beeren. lazucht bey he in jedem de, wie in er in frucht⸗ en, in wel⸗ ſt ſie noch. aholz in der d ſie jedoch t ſie in 20 n Stockaus⸗ ethalten zu in Frühjah⸗ „dermeiden, t Erhaltung d nut Dauer ſehr brauch⸗ iche Arbeiter, s Breunholz wind mehr und nur in Vaſaltbo⸗ Holzes der hen Wuch⸗ P. avium; m) verlangt oder Vaſalt⸗ veſten in den d die Menge a daß er als aumhotz liſt t deſt wem⸗ un nicht er gewöbnlich Schnedelung dann einen vont ſchöner vird deßhalb ſehr geſucht. 1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. (437) Als Brennholz hat es beynahe 4 der Güte des Buchen. Die jungen, aus dem Kerne erwachſenen Stämme können durch das Pfropfen mit ſüßen Kirſchen veredelt werden. b) Die Traubenkirſche(b. padus) wächſt vorzüglich im feuchten und ſelbſt naſſen Sande. Sie iſt überhaupt leicht fort⸗ zubringen, indem ſie ſich beynahe in jeden Boden mit Sicher⸗ heit verpflanzen laͤßt, und deßhalb gut zu lebendigen Hecken, wel⸗ che ſich auch dicht ziehen laſſen, zu benuten. Auch die Ufer der Flüſſe bepflanzt man ſtatt der Weiden damit, um ſie zu be⸗ feſtigen. Als Schlagholz in 10— 15jährigem Umtriebe iſt es vor⸗ theilhaft, da es ſehr viele dicht hervorkommende und ſtark wach⸗ ſende Ausſchlaͤge macht; ſpäter läßt jedoch ſein Wuchs ſehr nach. Das Holz gehört unter die beſſer Brennhölzer, und wo es in ſtärkern Stücken vorkommt, wird es auch von den Drechslern u. ſ. w. verarbeitet. 14. Der Haſelſtrauch, Corylus avellana. Dieſe bekannte, ſich beynahe in ganz Deutſchland und auf je⸗ dem Boden vorfindende Holzgattung, gedeiht vorzüglich in frucht⸗ barem tiefgründigen Lehmboden, an den Wieſen und Feldrändern oder kleinen Feldbüſchen, bedarf zu einem guten Wuchſe jedoch durchaus freyen unbeſchatteten Stand. Ihr Wuchs iſt dann lin den erſten 15— 18 Jahren raſch, die Ausſchlage kommen bey einem tie⸗ fen Abhiebe zahlreich hervor, und ſie gehort unter dieſen Umſtän⸗ den oft zu den vortheilhaftern Buſchhölzern. Bey einem höhern Alter vermindert ſich ihr Ertrag gegen andere Hölzer ſehr, indem theils der Wuchs nachläßt, theils viel Ausſchläge abſterben. In der Beſchattung, z. B. im Mittelwalde, wo Baumholz im Schlag⸗ holz ſteht, iſt ſie ein ſehr unvortheilhaftes Holz, waͤchſt ſchlecht, und iſt niemals recht geſchloſſen zu erhalten. Am vortheilhafteſten iſt ſie da, wo man ihre ſchlanken geraden Triebe zu Reifſtöcken und die etwas ſtärkern Stammenden zu Korbſpänen für die Korb⸗ flechter abſetzen kann. Als Brennholz iſt die Haſel gut, und ihre Kohlen gleichen beynahe den Buchen an Güte. Ihre Früchte ſind eine bekannte Naſchwaare, und geben oft eine nicht ganz unbeträchtliche Nutzung. Vorzüglich in der erſten Jugend leidet ſie ſehr durch das Verbeißen vom Roth⸗ und Damwilde, ſo wie vom zahmen Vieh. Sie bedarf mindeſtens einer 10— 12jäh⸗ rigen Schonung, ſelbſt wenn ihr Wuchs gut iſt. 15. Der Faulbaum, Rhamnus frangula. Dieſer Strauch wächſt in feuchtem, ſelbſt naſſem Sande, wel⸗ cher humusreich iſt, am liebſten, erträgt Beſchattung, obwohl er ſie gerade nicht bedarf. Er kann leicht durch Saat des Samens in gut bearbeitetem Boden, welcher gegen zu üppigen Graswuchs geſichert iſt, angebauet werden, wenn dieſe im Herbſte vorgenom⸗ men und der Same leicht mit Erde bedeckt wird. Es wird das Holz deſſelben ſehr zur Kohle für die Pulverbereitung geſucht, da⸗ zu der Abhieb in der Saftzeit vorgenommen, um es ſchaͤlen zu kön⸗ nen. Ein 12— 18jähriger Umtrieb iſt dazu am vortheilhafteſten. Es gab auch eine Zeit, wo man mehrere nordamericaniſche Holzarten, wie die Akazien, Scharlacheichen und andere für außerordentlich vortheilhaft und für weit vorzüglicher, als unſere deutſchen Waldbäume hielt; allein die Erfahrung hat ge⸗ 26 Forſtwirthſchaft. (438) lehrt, daß man ſich darin täuſchte, weßbalb wir ihre Beſchreibung anz übergehen. An und für ſich konnten ſie in unſerm weit ärmeren und mehr erſchöpften Boden nicht den Zuwachs haben, den man an ihnen in den nordamericaniſchen Waͤldern wahr⸗ nahm, wo der Humus ſich ſeit Jahrhunderten aufgehäuft und fortwährend vermehrt hatte, weil ſie nie benutzt waren. Dann zeigte ſich aber auch, daß ſie bey einem ſo veränderten Standor⸗ te ſehr leicht durch Froſt und Witterung beſchädigt wurden und nur bey ſehr ſorgfältiger Pflege gediehen, vorzüglich aber auch, daß wilde und zahme Thiere ihr Aufkommen hinderten. Zuletzt iſt auch die Anſchaffung von tauglichen Samen wegen der wei⸗ ten Entfernung ſo unſicher und toſtbar, daß ſchon darum ihr Anbau im Großen nicht gut möglich waͤre, da unſere jetzige Forſt⸗ wirthſchaft einen ſo betrachtlichen Geldaufwand, als dieſer erfor dern würde, nicht geſtattet. So viele Mühe und Geld auch dar⸗ auf ſchon verwandt ſind, ſo haben ſich doch beynahe alle Spu⸗ ren davon wieder in unſern Forſten verloren, und man findet dieſe Hölzer nur noch allein in Gärtchen und Parks, wo ſie auch bloß hingehören. Gewiß am wichtigſten für uns ſind die deutſchen Nadel⸗ hölzer. Sie vereinigen mehrere Vorzüge und Vortheile in hn welche ſie ſelbſt oft vortheilhafter, als die beſten Laub⸗ ölzer machen. Einige nehmen zuerſt mit einem ärmern Boden vorlieb, als die beſſern Gattungen von dieſen, und geben noch einen großen Ertrag auf einem ſolchen, der für die Landwirth⸗ ſchaft oft gar nicht weiter zu benutzen iſt. Die Kiefer wächſt noch recht gut auf ſchlechtem Sande, die Fichte giebt noch große Holzmaſſen und koſthares Bauholz an felſigten, ſonſt unbenutz⸗ baren Berghängen. Dadurch, daß ſie ſich mit dem ſchlechteſten Boden begnügen, koſten ſie uns am wenigſten. Sie verbeſſern fer⸗ ner den Boden am meyhrſten und ſchnellſten. Sie leben weit mehr aus der Luft, als die Laubhölzer, verwandeln die aus ihr erhaltenen Stoffe in feſte Theile, welche ſie dem Boden als Na⸗ deln und kleine Holztheile, welche Humus erzeugen, geben, was um ſo eher geſchieht, als ſie im geſchloſſenen Stande den Boden ſehr dicht beſchirmen und beſchützen. Dabey geben ſie nicht bloß eine größere Maſſe von Holz, als unſere mehreſten Laubhölzer, ſondern auch eine weit größere Menge von Nutzholz, da die meh⸗ reſten unſerer Rutzholzbedürfniſſe und vorzüglich die, welche die größte Holzmenge bedürfen, aus den Nadelholzwaldungen befrie⸗ digt wird. Zuletzt ſind ſie auch gewöhnlich am ſicherſten und mit den wenigſten Koſten auf Blößen und in ruinirten Wäldern anzubauen. Allerdings zeigt ſich bey ihnen auch mehreres Unvor⸗ theilhafte; allein theils 6 dieß nur in den großen geſchloſſenen Nadelholzgründen ſehr bemerkbar, theils wird es, jemehr die Forſten regelmäßig und mit gehöriger Sorgfalt behandelt wer⸗ den, immer mehr verſchwinden. Dieſe Nachtheile beſtehen darin, daß die Nadelhölzer weit mehr der Gefahr der Beſchädigung durch Inſecten, Sturm, Feuer und Schneebruch ausgeſetzt ſind, als die Laubhölzer. Sie ſind auf keinen Fall ſo groß und die Gefahr der Beſchadigung iſt nicht ſo dringend, daß man ſich da⸗ durch vom Anbaue des Nadelholzes abhalten laſſen dürfte, wenn Boden und andere Verhältniſſe dazu auffordern. Wir berühren hier nur die für Deutſchland wichtigern. 841 1 1. Abſchn. 13. Die Kiefe Pid in Deutſe n gefunden. Sie Tütuur da, in cebet daher auf ſe daonſchichten und frſcher lehmigter 89 vichſt; doch kann ſ naden. Ihr Ettrag nehr, bis zu Gn ſir den preußiſchen⸗ bis unter eine Piel zuwachs län et zu hrau 53 um ſie a eals ſolche d Die Kiefer tagt,— n nicht zu geſchloſſe tul ni dem a0 bis bon demjenigen zu ſt außerordentlich Alter in der Güte weniger Brenngü da ſch dedes, vermehrt; je ra⸗ und dauerhaft i dem Alter die ſind, ſich bey der len, wodurch deſ ſamer gewachſenen iypigem Wuchſe. Keferholzes beſtin dolz zu ꝛ der B ſem woht ſogar; eft taum halb ſo Mrenatraft jedoch dem es wehr du Bey einen Gehre lebhaftes Flanm el⸗ und Kalkdee ſar vorzuziehen mehr auf die in Stubenofen ſenem ſehr nac Baumholze re ſehr harzige, giebt an Daue in Freyen oder iig, je jünger aimmt auch ſei reibung m weit haben, ; wahr⸗ auft und Dann Standor⸗ den und ber auch, . Zuleßt der wei⸗ datuw ihe dige Foiſt⸗ jeſet erfor⸗ dauch dar⸗ alle Spu⸗ fndet dieſe auch bloß Nadel⸗ ortheile in ſten Lauh⸗ ern Voden geben noch Landwirth⸗ lefer wachſt noch große ſt unbenuß⸗ ſchlechteſten rbeſſern fer⸗ leben weit diee aus ihr n als Na⸗ eben, was den Boden nicht bloß aubhölzer, die meh⸗ welche die gen beftie⸗ eerſten und i Wäldern eres Unvor⸗ eſchloſſenen jemehr die andelt wer⸗ tehen darin, ſſchädigung geſezt ſind, of und die an ſich da⸗ kfte, wenn r berühten 1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. 27 ( 439) 16. Die Kiefer, Pinus sylvestris. Wird in Deutſchland vorzugsweiſe in den ſandigen Ebe⸗ nen gefunden. Sie verlangt, da ſie eine ſtarke tief gehende Pfahlwurzel hat, einen Boden, in welchen dieſe eindringen kann, gedeihet daher auf ſolchem, wo die Wurzeln bald auf Felſen oder Thonſchichten und andere feſte Unterlagen ſtoßen, nicht. Ein. friſcher lehmigter Sandboden iſt derjenige, worin ſie am beſten wächſt; doch kann ſie auch in jedem andern Sandboden erzogen werden. Ihr Ertrag ſteigt, je nahrungsreicher dieſer iſt, deſto mehr, bis zu Einer Klafter jährlichen Durchſchnittszuwachs für den preußiſchen Morgen, fällt auf armern aber auch oft noch bis unter eine Viertel Klafter. Im beſſern Boden nimmt der Zuwachs länger zu, als im ſchlechten, und um die größte und brauchbarſte Holzmaſſe zu erhalten, laͤßt man in erſterem die Kiefernbeſtäande 70— 90 Jahr alt werden, auf letzterem nur 50— 60 Jahre, da doch wenig Nutzholtz in ganz ſchlechtem Bo⸗ den zu erwarten iſt. Das ſtarke Bauholz, wie Brettklötze oder auch wohl Mühlwellen, erzieht man am vortheilhafteſten, wenn man einzelne Stämme ſtehen läßt, welche ſich dazu eignen, um ſie als ſolche dann bey dem nächſten Umtriebe vorzufinden. Die Kiefer trägt, vorzüglich auf armem Boden, und wenn ſie nicht zu geſchloſſen ſteht, ſchon frühzeitig Samen,— in der Re⸗ gel mit dem 40 bis 6oſten Jahre ſchon hinreichend, um den Ort von demjenigen zu verjüngen, welcher darin abfällt. Ihr Holz iſt außerordentlich nutbar, obwohl nach dem Standorte und Alter in der Güte auch ſehr verſchieden. Je jünger es iſt, deſto weniger Brenngüte und Dauer, als Bau⸗ und Nutzholz, hat es, da ſich beides, ſo lange der Baum geſund bleibt, fortdauernd vermehrt; je raſcher das Holz gewachſen iſt, deſto weniger gut und dauerhaft iſt es. Dieß kommt daher, daß bey zunehmen⸗ dem Alter die innern Zwiſchenräume, welche in allem Holze ſind, ſich bey der Kiefer mehr mit Holzmaſſe oder Harz ausfül⸗ len, wodurch deſſen Güte und Dauer vermehrt wird, daß lang⸗ ſamer gewachſenes Holz dichtere Holzlagen hat, als das von üppigem Wuchſe. Es iſt dabey ſchwer die Gebrauchsgüte des Kieferholzes beſtimmt anzugeben. Das beſte wird als Brenn⸗ holz zu 3 der Brenngüte des Buchen angenommen, kann die⸗ ſem wohl ſogar gleich kommen, das junge und ſchlechtere wird oft kaum halb ſo gut ſeyn. Immer äußert das Kiefernholz ſeine Brennkraft jedoch auf eine andere Art, als das Buchenholz, in⸗ dem es mehr durch die Flamme wirkt, als durch die Kohlen. Bey einem Gebrauche, wobey es vorzüglich darauf ankommt, ein lebhaftes Flammenfeuer zu haben, z. B. bey dem Backen, Zie⸗ el⸗ und Kalkbrennen u. dergl., iſt es deßhalb dem Buchenholze ehr vorzuziehen, wenn es gut iſt; bey einem ſolchen, wo man mehr auf die durch die Kohlen entwickelte Hitze rechnet, was im Stubenofen und auf dem Herde der Fall iſt, ſtehet es ſtets jenem ſehr nach. Die Kohlen von nicht zu raſch gewachſenem Baumholze rechnet man zu 3 der Güte der Buchenkohlen. Das ſehr harzige alte und noch vollkommen geſunde Kiefernholz giebt an Dauer dem Eichenholze, wenn man es als Bauholz im Freyen oder im Waſſer gebraucht, nichts nach, je weniger har⸗ zig, je jünger und raſcher gewachſen das Holz iſt, deſto mehr 2 nimmt auch ſeine Dauer in freyer Luft und abwechſelnder Trock⸗ / Forſtwirthſchaft. 440) nſ und Näſſe ausgeſetzt ab, ſo daß z. B. eine kieferne Schwelle, welche raſch gewachſen nur 70— 80 Jahr alt und der Feuchtig⸗ keit ausgeſetzt iſt, oft kaum 10 Jahre dauert. Es iſt deßhalb ſehr unwirthſchaftlich, junges ſchlechtes Kiefernholz auf dieſe oder ähnliche Art zu verwenden, wenn man altes oder Eichen und Ulmen dazu haben kann. Das am wenigſten dauerhafte iſt das im naſſen oder feuchten Sande erwachſene. Dieſe Holzgat⸗ tung wird noch ſehr nützlich durch ihre harzigen Säfte, welche theils zu Theer und Pech bereitet werden, theils als Erleuch⸗ tungsmittel dienen, indem das damit angefüllte Holz eine leb⸗ hafte helle Flamme giebt, welches deßhalb im Kamine(als ſo⸗ genannter Kiehn) behufs der Erleuchtung von dem Landmanne verbrannt wird. Wenn das Harz, welches dieſe helle Flamme erzeugt, ſich von ſelbſt im Holze, vorzüglich den Wurzeln, ſo anhäufen ſoll, daß es dazu in hinreichender Menge gefunden wird, ſo muß die Kiefer ein gewiſſes Alter erreichen, nur dann füllen ſich die Zwiſchenräume im Holze genugſam damit an. Da nun die Wirthſchaftsverhältniſſe und eine vortheilhafte Be⸗ nutzung des Forſtes dem Landmanne und Privat⸗Forſtbeſitzer ſelten geſtatten, ſeinem Holze dieß hohe Alter erreichen zu laſſen, was dazu nöthig iſt, ſo fangt dieß vielen Gegenden ſo nöthige Erleuchtungsmaterial häufig an zu mangeln. Dieſem iſt jedoch auf eine ſehr einfache und weit weniger koſtbare Art, als die iſt, wenn man das Holz ſehr alt werden läßt, abzuhelfen, wenn man der in Schweden üblichen Gewohnheit des Schäalens der Kiefer auf dem Stamme folgt. Man darf nur denjenigen Stämmen, von welchen man recht fettes harziges Holz, entweder zur Erleuchtung oder auch zum Theerſchwelen verlangt, in der Saftzeit auf einer Seite einen Rindenſtreifen von 2 bis 3 Zoll Breite, ſo hoch man reichen kann, oder wenn man ſich die Mü⸗ 93 geben will, bis an die Aeſte wegnehmen, ſo wird der aum nicht eingehen, die abgeſchälte Stelle wird aber nach zwey Jahren ganz von Harz durchzogen und fetter als der beſte Kiehn ſeyn. Fährt man dann mit dem ſtreifenweiſen Schälen alle zwey Jahre fort, bis der Stamm zuletzt ganz von Rinde entblößt eingeht, ſo erhält man ſehr harzreiches Holz ſchon in einem Alter von 60— 80 Jahren, und kann ſich dieß in kurzer Zeit in größerer Menge verſchaffen, als man von einem 160 Jahre alten Walde erwarten dürfte. In der Nähe von Städten, wo das harzreiche Holz auch zum Feuer⸗Anzünden oft ſehr theuer verkauft wird, dürfte eine ſolche Behandlung kieferner Stangenorte von 50— 60 Jahren einen großen Ge⸗ winn verſprechen. Die abfallenden Nadeln der Kiefer ſind ein gutes Düngungsmittel, und vielleicht das beſte unter allen Blät⸗ tern, welche für viele arme Sandgegenden von großer Wichtig⸗ keit iſt. Unter gewiſſen Bedingungen und bey der nöthigen Vorſicht, wovon in der Folge wird gehandelt werden, können ſie auch vom Landmanne benutzt werden, ohne die Erhaltung des Waldes zu gefährden, wogegen ein rückſichtsloſes Streure⸗ chen oder Sammeln der Nadeln, vorzüglich auf armem Boden, dieſe Nutzung mit der Holznutzung jedoch auch zuſammen ver⸗ nichten kann. Die Kiefer leidet ſehr durch Beſchadigung von Vieh und Wild, vorzüglich in der früheſten Jugend, und muß dagegen geſichert werden, wenn man gute wüchſige Beſtände Wſtn. 4 il Meahrete! it,* 4 Kinn und tidtin ſe Aadn und in ſi ſard nur ann Thell de Aus Naͤge macher ſtarzürlich den junge um Raſet, Nobs d den an und brechen dicht ſtehende ſunge⸗ n Gegenden dezpgen riif ſehr haufig Etat faltigen Veſchädigun Forſtſchuhe die Red daumen, ſehr weitl dern und Vieſen, gelmäßig und zu ſG wirtt zwar nicht na⸗ ten, dem Auge un Nutholz untauglich in das aufgelockerte das Ackern. Der m dolz, Vrettem, Er hekannt. 7. De Fi nach Linne und Gegenden getroff tefgehend; deßßa flachgründigen Bo⸗ auch eine tiefan Kalk⸗ und Mergen ſolchem leicht roth gat nicht. Sie ble fe, und hat bis konmt dann ihr mäßig gleich gutem Holzmaſſe, als die ſener dat, und d iſt, de Summe men enthalten, d nach dem Wipfel Man hat ſicte Eine Klafter jüt bey einem mitti ten für dene Dieſe müͤſſen jes Alter, als bey d unn benußt dien nahren; diijenige 9 6 da ton dieſer Ho Mlchs macht, 1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. G 29 441 chwelle, erziehen will. Mehrere Raupengattungen nähren ſich von ihren euchtig⸗ Nadeln und tödten ſie, wenn ſie dieſelben ganz abfreſſen, da ſie deßhalb dann nicht von der Kiefer neu erzeugt werden können. Sobald eſe oder jedoch nur ein Theil der Nadeln abgefreſſen iſt, kann die Kiefer den und neue Ausſchläge machen und die verlornen erſetzen. Das Feuer zafte iſt iſt vorzüglich den jungen Beſtänden, worin viel abgeſtorbene tro⸗ Hotzgat⸗ ckene Reiſer, Moos und Flechten ſind, gefahrlich, der Sturm „welche wirft das ältere Holz auf ſehr lockerm und flachgründigem Bo⸗ Erleuch⸗ den um, vorzüglich dann, wenn es ſehr ſchlang heraufgeſchoſ⸗ eine leh⸗ ſen iſt. Der Schnee und Duft hängen ſich an die langen Na⸗ (ald ſo⸗ deln an und brechen die ſchlanken langen Stangen und ſehr udmande dicht ſtehende junge Dickigte nieder, weßhalb die Kiefer oft nicht Flowme in Gegenden gezogen werden kann, wo Duftanhang und Roh⸗ urzeln, ſo reif ſehr häufig Statt finden. Von den Mitteln, dieſen mannich⸗ egefunden faltigen Beſchädigungen der Kieferbeſtände vorzubeugen, wird im nur dann Forſtſchutze die Rede ſeyn.— Im freyen Stande, zu Allee⸗ damit an. bäumen, ſehr weitläuftigen Pflanzungen auf Angern, an Fel⸗ lhafte Be⸗ dern und Wieſen, eignet ſich die Kiefer nicht, da ſie dann unre⸗ orſtheſitzer gelmäßig und zu ſehr in die Aeſte wächſt. Ihre Beſchattung zu laſen, wirkt zwar nicht nachtheilig; allein ſie erhält dann einen ſchlech⸗ ſo nöthige ten, dem Auge ungefälligen Wuchs, wobey ſie zu Bau⸗ und iſt jedoch Nutzholz untauglich wird; auch laufen ihre Wurzeln ſehr weit als die iſt, in das aufgelockerte Feld aus, verhindern und erſchweren dann en, wenn das Ackern. Der mannichfaltige Gebrauch dieſes Holzes zu Bau⸗ ſalens der holz, Brettern, Spaltholz und Nutzhölzern verſchiedener Art iſt denjenigen bekannt..—.„. entweder 17. Die Fichte(Pinus picea nach du Roi, Pinus Abies gt, in der nach Linné und Wildenow) wird mehr in den gebirgigten 1 bis 3 goel Gegenden getroſſen. Ihre Wurzeln ſind mehr flachlaufend, als h die Mü tiefgehend; deßhalb eignet ſie ſich auch mehr für felſigten und vird der flachgründigen Boden, als die Kiefer, deren tiefgehende Wurzeln aber nach auch einen tiefgründigen Boden verlangen. Sehr fruchtbarer der beſte Kalk⸗ und Mergelboden iſt ihr nicht zuträglich, indem ſie auf Schalen ſolchem leicht rothfaul wird; auf magerm Sande gedeihet ſie on Rinde gar nicht. Sie bleibt in der Jugend länger klein, als die Kie⸗ ol; ſchon fer, und hat bis zum 30ſten Jahre einen ſchwächern Wuchs, ˖dieß in kommt dann ihr aber bald gleich und gewährt auf verhältniß⸗ oon einem mäßig gleich gutem Boden im 120. Jahre eine beträchtlich größere Rähe von Holzmaſſe, als dieſe. Dieß entſteht daher, daß ſie ſich geſchloſ⸗ Anzünden ſener hält, und die Stammzahl auf einer gleichen Fläche größer ehandlung iſt, die Stämme ſelbſt aber auch bey gleicher Dicke mehr Volu⸗ koßen Ge⸗ men enthalten, da die Fichte eine größere Länge erreicht und er ſind ein nach dem Wipfel zu auch weniger abfallend iſt, als die Kiefer. allen Ilit⸗ Man hat Fichtenwälder, wo der preußiſche Morgen mehr als Vichtij⸗ Eine Klafter jährlichen Durchſchnittszuwachs erzeugt: ſchon rnothigen bey einem mittelmäßigen Boden, kann man auf dreyviertel Klaf⸗ n, körnen tern für den Morgen von geſchloſſenen Beſtänden rechnen. Ethattung Dieſe müſſen jedoch, da der ſtärkſte Zuwachs erſt in ſpäterm FSnreune⸗ 4 Alter, als bey der Kiefer erfolgt, auch etwas älter werden, und Veden, man benutzt die Fichtenorte mit Vortheil nicht unter 90 bis 100 Jahren; diejenigen, wo man ſtarkes Holz zu Brettklötzern u. dgl. erziehen will, müſſen auch 120 bis 130 alt werden, indem uund muß von dieſer Holzgattung, wegen ihrer flachlaufenden Wurzeln, Beſtinde welches macht, daß ſie leicht vom Winde umgeworfen wird, nicht Forſtwirhſchaft. (442) ſo einzelne Stämme übergehalten werden können, wie bey der Kiefer. Auf ſehr fruchtbarem Boden, wo die Bäume nicht bloß früher die verlangte Größe erreichen, ſondern auch ſchneller ſchadhaft werden, muß man jedoch den Umtrieb auf 70 bis 80 Jahre ſetzen, wenn man nur Brennholz und gewöhnliches Bau⸗ holz erziehen will. Die Fichte verwachſt die Aeſte nicht ſo, wie die Kiefer, und wenn man aſtreines Holz erziehen will, müſſen die Beſtände in der Jugend ſehr geſchloſſen gehalten werden, damit die Seitenzweige beſchattet ſind und deßhalb abſterben. Das Holz derſelben iſt von geringerer Dauer und Brenngüte, als das harzigere der Kiefer, und hundertjahriges kommt darin nur den 60 bis 70 jährigen Kiefern gleich. Als Kohlholz kommt es jedoch dem Kiefern beynahe, obwohl nicht ganz gleich. We⸗ gen der Gefahr, durch den Windbruch umgeworfen zu werden, iſt ſie ſchwerer durch Beſamungsſchläge zu verjüngen, um ſo mehr, als der Same oft nur in 5 bis 6 Jahren einmal geräth, und die Schläge dann verraſen und zu wenig Samenbaͤume erhalten. Man treibt deßhalb da, wo das Stockholz, welches oft ½ der ganzen von der Fichte zu gewinnenden Holzmenge be⸗ trägt und das beſte Kohl⸗ und Brennholz giebt, benutzt wer⸗ den kann, lieber den Schlag ganz ab, und ſäet oder pflanzt ihn dann aus der Hand an. Die Pflanzung hat in der Regel dabey den Vorzug vor der Saat, indem die jungen Fichten ſehr vom Graſe leiden, was man wohl in Pflanzkaͤmpen, nicht aber auf großen Schonungen vertilgen kann, auch dem Aufziehen durch Froſt, welcher durch das Auffrieren des Bodens ſie emporhebt, ſo wie dem Vertrocknen, ſehr unterworfen ſind. Von dem Vie⸗ he leidet die junge Fichte weniger, als beynahe jede andere Holzgattung, weßhalb man die jungen Schlaͤge und Schonun⸗ gen, da, wo der Graswuchs vertilgt werden muß, auch ohne Ge⸗ fahr mit Rindvieh behüten kann, wenn man nur die Vorſicht braucht, nicht im May und Juny und nicht bey naſſem Wetter einzutreiben. Das Wild beſchadigt ſie weniger durch Verbeißen, obwohl ſie bey einem ſtarken Rehſtande auch dadurch leidet, als das Roth⸗ und Damwild durch das Beſchälen der 20 bis 50jäh⸗ rigen Stämme, welche dadurch ſchadhaft und verdorben wer⸗ den, indem dieſe Holzgattung das Eigenthümliche hat, die verlorene Baſthaut nicht wieder erſetzen zu können. Der harzi⸗ ge Saft wird zum Pechſieden benutzt; der Schaden, welcher durch das Harzſcharren verurſacht wird, vorzüglich wenn es nicht un⸗ ter den nöthigen Beſchränkungen Statt findet, iſt jedoch oft rößer, als der dadurch zu erhaltende Gewinn, indem das Holz pbr babey an Dauer und Brenngüte verliert, zuletzt rothfaul wird und geſcharrte Bäume auch keinen Samen tragen. Von den Inſecten iſt der Fichte vorzüglich der Borkenkäfer(Terme- stes typographus) gefährlich, den man jedoch leicht unſchädlich macht, wenn man ſeine Vermehrung dadurch hindert, daß man jeden davon angegriffenen und krankwerdenden Baum fällt, ab⸗ ſchält oder aus dem Forſte ſchafft und bald verkohlt oder ver⸗ brennt, wovon im Forſtſchutze ein Mehreres. Gewiß kann kein einträglicheres Holz an ſteinigten trockenen Berghängen gezogen und angebaut werden, als die Fichte, ſo wie dürre Sandhügel wieder durch nichts mehr Ertrag geben, als durch die Kiefer. m inſa, zutt lien frichen, ſü ige. Wo ſe ſch Am rathſan. 335 dr Jugend Schatten 6, vemn ſe gegen ie ir Wuchs, wie derſen ig, ſoitet ditd derſel 9/. 4. zuſi. ſe de Ficte in Huſe gleich kommt, Ll! dnt coloſalt Grihe, baume übertrift. Untrieb von 100 hs pölzer, welche gewoht holz kommt hinſict ſolz, kaum den ſicht nher und von ener varn Tiſchkerarbeiten, ſonanzoden, gebtaue beſtonde erfolgt am Beſamungsſchlägen, Plantarwalde. Der Mfanzung ſegen ſe zu beſtegen ſind. Sehneebroch, ſod fürchten vnd zu ſind ihr weit we nuzung der Terpe 19, Die Ler deſtolzgattung, d ſüdlichen Deutſchla deren Anbau aber ſeres Vatalandes, Keit empfohlen wer ſt, darf man dieſer wie jide Holzart g Ernag gieht, ſo iſt aoch dari vielleich keren Vuchs habe im Anfange langſa laſſen und zulett fr dieLerche age ſich hauptſachlich ſeyn, welcher ſi hat, indem die wird, und in i der Ebene gedei kehmboden, und ſe noch mit Von boden, trocknem dden wid ſie dazung nicht dey der t bloß hneller bis 80 Bau⸗ d, wie müſſen derden, ſterben. angüte, a darin kowut h. We⸗ waͤden, , v ſo a geräth, nenbaume welches menge be⸗ nugt wer⸗ pflanzt ihn egel dabey ſehr vom t aber auf ehen durch ewporhebt, dem Vie⸗ hede andere Schonun⸗ h ohne Ge⸗ e Vorſicht im Wetter erbeißen, idet, als is 50jäh⸗ ben wer⸗ hat, die er harzi⸗ her durch nicht un⸗ edoch oft das Holz trothfaal en. Von (Terme- enſchädlich „daß man falt, al oder ber⸗ ann kein n gezogen zandhügel Kiefer. 1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. (443) 18. Die Tanne(Pinus picea nach Linne, P. abies nach du Roi) wird mehr in den ſüddeutſchen und böhmiſchen Ber⸗ gen getroffen, als im nördlichen Deurſchlande. Sie verlangt einen friſchen, fruchtbaren und tiefgründigen Boden im Mittel⸗ gebirge. Wo ſie ſich nicht ſchon vorfindet, iſt wohl ſelten ihr Anbau rathſam. Sie kann nur erzogen werden, wenn ſie in der Jugend Schatten hat, welchen ſie lange bedarf, und erträgt es, wenn ſie gegen ſtarken Graswuchs geſchützt iſt. Zuerſt iſt ihr Wuchs, wie derjenige der Fichte, nur langſam, dabey ſper⸗ rig, ſpaͤter wird derſelbe auf paſſendem Standorte raſch, ſo daß ſte der Fichte in Hinſicht der von ihr zu erwartenden Holzmaſſe gleich kommt. Sie wird bis 250 Jahr alt, erreicht dabey oft eine coloſſale Größe, ſo daß ſie darin alle andern Nadelholz⸗ bäume übertrifft. Man giebt ihr jedoch gewöhnlich nur einen Umtrieb von 100 bis 120 Jahren, indem ſich dabey alle Nutz⸗ hölzer, welche gewöhnlich bedurft werden, erziehen laſſen. Das Holz kommt hinſichtlich ſeiner Brenngüte und Dauer, als Bau⸗ holz, kaum dem Fichtenholze gleich, iſt jedoch aſtreiner, weißer, zaͤher und von einer feinern Textur, weßhalb es lieber zu fei⸗ nern Tiſchlerarbeiten, Spaltwaaren, z. B. Schachteldeckeln, Re⸗ ſonanzboden, gebraucht wird. Die Verjüngung der Weißtannen⸗ beſtände erfolgt am zweckmäßigſten in lange dunkel gehaltenen Beſamungsſchlägen, oder auch wohl im regelmäßig behandelten Plantarwalde. Dem Anbaue aus der Hand durch Saat und Pflanzung ſetzen ſich viele Hinderniſſe entgegen, welche ſchwer zu beſiegen ſind. Beſchädigung durch Wild und Vieh, ſo wie Schneebruch, ſind dasjenige, was man für ſie am mehrſten zu fürchten und zu verhüten hat, denn Inſecten und Windbruch ſind ihr weit weniger gefährlich. Es wird von ihr als Neben⸗ nutzung der Terpentin gewonnen. 19. Die Lerche(Pinus larix) iſt eine ſommergrüne Na⸗ delholzgattung, die zwar nur in einigen Gebirgsgegenden des füdlichen Deutſchlandes von Natur einheimiſch getroffen wird, deren Anbau aber mit Recht auch in den übrigen Theilen un⸗ ſeres Vaterlandes, da wo der Boden für ſie paßt, in der neuern Zeit empfohlen worden iſt. Aber auch nur da, wo dieß der Fall iſt, darf man dieſer Empfehlung folgen und vertrauen; denn ſo wie jede Holzart auf unpaſſendem Standorte keinen belohnenden Ertrag giebt, ſo iſt dieß auch bey der Lerche der Fall. Sie kann auch darin vielleicht in der erſten Jugend immer noch einen ſtär⸗ keren Wuchs haben, als ein anderes Holz, welches von Natur im Anfange langſam wächſt; aber ſie wird dann bald darin nach⸗ laſſen und zuletzt nur ein unvortheilhaftes Reſultat geben. Der für die Lerche eigenthümlich und vorzüglich paſſende Boden ſcheint ſich hauptſächlich in den Urgebirgen zu befinden und ſolcher zu ſeyn, welcher ſich aus Granit, Gneiß oder Grauwacke gebildet hat, indem die Lerche urſprünglich in einem ſolchen gefunden wird, und in ihm auch die größte Vollkommenheit erreicht. In der Ebene gedeiht ſie in einem fruchtbaren und tiefgründigen Lehmboden, und ſelbſt in friſchem fruchtbaren Sandboden kann ſie noch mit Vortheil gezogen werden. In Sumpf⸗ und Bruch⸗ boden, trocknem oder gar dürrem Sande, ſehr ſtrengem Thon⸗ boden wird ſie dagegen den Erwartungen einer ſtarken Holzer⸗ zeugung nicht entſprechen. Die Lerche iſt vorzüglich deßhalb . Forſtwirthſchaft. (444) ſehr ſchätzbar, weil ſie in der Jugend ſehr raſch wächſt, und früher, als beynahe irgend ein anderes Polz, nicht bloß dem Bauholzmangel durch ein dauerhaftes Holz abhilft, ſondern auch eine große Maſſe von Brennholz gewährt. Man hat Beyſpiele, daß Stämme auf fruchtbarem Boden ſtehend, mit 20 Jahren ſchon vollkommen brauchbares gewöhnliches Bauholz gegeben ha⸗ ben, immer kann man dann aber in ſolchem in einem Alter von 50 bis 60 Jahren rechnen. Sie giebt in dieſer Zeit auch wohl ſchon z bis 1 Klafter jährlichen Durchſchnittszuwachs für den Morgen. Dabey iſt das Holz als Bauholz dauerhaft, und unſeren übrigen Nadelhölzern von gleichem, oder doch nicht ſehr hohem Alter vorzuziehen, eben ſowohl gut im Waſſer, als im Trocknen zu gebrauchen. Als Brennholz hat es ꝛ¹ der Güte des Buchen, doch entwickelt es die Hitze, welche es giebt, mehr durch Flamme, als lang anhaltende Kohlengluth. Das Wachs⸗ thum dieſes Holzes läßt im höheren Alter ſehr nach, und da es mit 60 bis 70 Jahren, zuweilen auch wohl noch früher, zu⸗ gleich die Starke erreicht hat, welche es zu dem gewöhnlichen Gebrauche bedarf, ſo giebt man ihm in der Regel keinen län⸗ geren Umtrieb. Kein Holz eignet ſich deßhalb auch beſſer auf paſſendem, fruchtbarem und tiefgründigem Boden, die Bedürfniſſe des Privat⸗Forſtbeſitzers, welcher nur wenig Holzgrund hat, ſchnell zu befriedigen, als die Lerche, und man kann dann ihren Anbau nicht genug empfehlen. Dieſer erfordert jedoch allerdings einige Vorſicht und Sorgfalt. Der Same, welchen man in der Regel von fremden Samenhändlern ankaufen muß, iſt oft un⸗ tauglich, und muß deßhalb vorher durch Säen in feucht und warm gehaltene Blumentöpfe probirt werden, ob er auch gewiß kommt. Dann muß er in gehörig geſchützten und gut zubereite⸗ ten Boden, in Gärten oder einen beſonders dazu bereiteten und eingezäunten Diſtriet geſäet werden, weil die Lerchenpflanzen in der Jugend nicht bloß durch ſtarken Graswuchs ſehr leiden, ſon⸗ dern auch leicht durch Vieh und Wildpret beſchädigt werden. Die drey⸗ bis fünfjährigen Pflanzen pflanzt man dann in das Freye aus, hat aber ebenfalls noch Sorge zu tragen, daß ſie ge⸗ gen wilde und zahme Thiere ganz geſchützt ſind. Gegen die Witterung iſt die Lerche nicht empfindlich, leidet auch nicht von Inſecten und iſt dem Windbruche nicht unterworfen. Was zu beachten iſt, wenn man eine oder die andere Holzgattung bey dem Anbaue vorziehen oder beſonders beguͤnſtigen will. Jede Holzgattung, der hier beſchriebenen, kann unter ge⸗ wiſſen Umſtanden, die vortheilhafteſte und zur Erziehung em⸗ pfehlenswertheſte ſeyn, indem diejenigen, welche es niemals, oder nur als ſeltene Ausnahme, ſeyn können, gar nicht aufge⸗ führt wurden, diejenige, welche hier ſehr empfohlen wurde, kann aber auch unvortheilhaft ſeyn. Dieß hängt von den örtlichen Verhältniſſen und mancherley Umſtanden ab, welche ſorgfältig geprüft werden müſſen, bevor man einer oder der andern den Vorzug einräumt, oder ſie zu verdrängen ſucht. 1 Ibſchn. ) Das Erſte und Aden zuf anpaßſenden m dem vollen Wach in Grttage zurückblelbe in errage zurlchleh ann, weil ſe wegen; dürniß it, ſer theuer aft vicht entbehtt 9 ie Palicteit des Et Po ſich eine Holzgatt ſoßem Auwande den ſe auch ſetten als he dem hat uns auch d Irden den veiſieder ceem ſee vorzüglich g fuhrt wurde. ) lnſere berſch nancherley berſchiede vir Nadelholz zum Land: und Vaſeba Wrkenholz füt den⸗ zu Aren und Felgen heln zu Malden u. reſten gehalten wer fan. Do aine ode Nachftage nach ihr ſeht werden könner dasſenige, was bezahlt wird, als bald der Boden! einer ſolchen Hol in dem Falle, wo als die vortheilha nar durch ihren J ceen, ſondern zuch zigenden vortheilh ſiehen, ſich beſtrebe auf ſeyn, welche. und als Nußholz; dar Folge fehlen,) ſeht gäch ſegn . Pann ein diel Koſten wacht nung zu bringen, er anzurathen. men, theure Cu Nler, welches anges Stehen vnmendes Hol; tußbar iſt. Di ſällſt Lerche wü he wür nd der nothwen 4 theuer werden Vieder theu I, und oß dem en auch ſpiele, Jahren ben ha⸗ Alter it auch chs für t, und ſcht ſehr als im züte des t, wehr Vachs⸗ und da ſer, zu⸗ hnlichen ten laͤn⸗ ſſer auf urfniſſe nd hat, in ihren lerdings n in der oft un⸗ ucht und uch gewiß zubereites eten und anzen in en, ſon⸗ werden. in das ſie ge⸗ gen die cht von andere eſonders unter ge⸗ hung em⸗ niemals⸗ t aufge⸗ rde, kann örtlichen ſorgfältig dern den I. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. — 445) 1) Das Erſte und Wichtigſte iſt, daß der Boden paſſend ſey, indem auf unpaſſendem Standorte, wo der Boden oder das Cli⸗ ma dem vollen Wachsthume hinderlich iſt, jede Holzgattung im Ertrage zurückbleiben muß, und nur dann vortheilhaft ſeyn kann, weil ſie wegen ihrer Seltenheit, und da ſie durchaus Be⸗ dürfniß iſt, ſehr theuer bezahlt wird, oder in der eigenen Wirth⸗ ſchaft nicht entbehrt werden kann. Die Natur ſelbſt giebt über die Paßlichkeit des Standortes in der Regel ſchon Fingerzeige. Wo ſich eine Holzgattung gar nicht vorfindet, wo ſie nur mit großem Aufwande von Mühe und Koſten anzubauen iſt, da wird ſie auch ſelten als paſſend angenommen werden können. Außer⸗ dem hat uns auch die Erfahrung hinlänglich gelehrt, welcher Boden den verſchiedenen Holzgattungen zuwider iſt, und in wel⸗ chem ſie vorzüglich gedeihen, was auch bey einer jeden ange⸗ führt wurde. 2) Unſere verſchiedenen Bedürfniſſe werden auch nur durch mancherley verſchiedene Holzgattungen befriedigt. So brauchen wir Nadelholz zum Bauen und zu Brettern, Eichenholz zum Land⸗ und Waſſerbaue, zu Spaltholz und mancherley Geräth, Birkenholz für den Wagner, Buchen zu Schirrholz, in Muͤhlen zu Aren und Felgen, Ahorn für den Tiſchler, Aspen und Pap⸗ peln zu Mulden u. ſ. w., da dieſe Holzgattungen am geeigne⸗ teſten gehalten werden, dieſe verſchiedenen Gegenſtände zu lie⸗ fern. Wo eine oder die andere mangelt, da wird deßhalb ſtarke Nachfrage nach ihr ſeyn; ſie wird nicht bloß zu Nutzholz abge⸗ ſetzt werden können, ondern auch einen guten Preis haben, da dasjenige, was wenig da iſt, immer mehr geſucht und beſſer bezahlt wird, als das, was im Ueberfluſſe vorhanden iſt. So⸗ bald der Boden und die Verhältniſſe nur überhaupt den Anbau einer ſolchen Holzgattung geſtatten, ſo wird man dann, ſelbſt in dem Falle, wo ſie in Beziehung auf dieſe wohl nicht gerade als die vortheilhafteſte Holzgattung erklärt werden kann, nicht nur durch ihren Anbau dem eignen Bedürfniſſe abzuhelfen ſu⸗ chen, ſondern auch mit Vortheil darauf rechnen können, die ſich zißenden vortheilhaften Preiſe zu benutzen und ſie darum zu er⸗ ziehen, ſich beſtreben. Deßhalb muß man ſtets aufmerkſam dar⸗ auf ſeyn, welche Holzgattungen vorzüglich gut bezahlt werden und als Nutzholz abzuſetzen ſind, oder welche wahrſcheinlich in der Folge fehlen, und da ſie Bedürfniß ſind, dann nothwendig ſehr geſucht ſeyn werden. 3) Wenn ein Holz bey ſeinem Anbau und ſeiner Erziehung viel Koſten macht, ſo ſind dieſe von ſeinem Ertrage in Abrech⸗ nung zu bringen, und nur dann, wenn dieſe gedeckt werden, iſt er anzurathen. Dieſe Koſten können beſtehen in koſtbaren Sa⸗ men, theure Culturarbeiten und Beſchützung, auch in hohem Alter, welches eine Holzgattung erreichen muß; da ſie durch langes Stehen viel Zinſen koſtet, und ein ſpater zur Nutzung kommendes Holz weniger werth iſt, als das, was früher be⸗ nutzbar iſt. Die Weihmutskiefer, Acazie, Scharlacheiche und ſelbſt Lerche würden ſchon allein wegen ihres theuren Samens, und der nothwendigen ſorgfaltigen Pflege in den Samenſchulen zu theuer werden; die Birke wird es auf Sande, wo man im⸗ mer wieder theure Pflanzungen machen muß; der Anbau der 34 Forſtwirthſchaft. (446) Eiche bezahlt ſich nicht, wenn ſie zu ſtarkem Nutzholze beſtimmt iſt, weil ſie zu lange ſtehen muß. Immer ſind die Zinſen des CEulturcapitals und die der frühern oder ſpätern Benutzung mit in Rechnung zu bringen. Schon darum bleibt man in den mei⸗ ſten Fällen am liebſten bey der Holzgattung, welche vorhanden iſt, wenn nicht überwiegende Gründe dafür ſtimmen, ſie zu ver⸗ ändern. Gewöhnlich hat aber auch die Natur diejenige, welche daſelbſt einheimiſch iſt, dahin verſetzt, wo ſie am paſſendſten iſt. 4) Nicht allemal iſt ein Holz, welches dem Boden gemäß wohl auf einer Stelle wachſen könnte, wegen ihr drohender Ge⸗ fahren, die ſich zuweilen erſt ſpät zeigen, zu erziehen, ſo wie auch der gute Wuchs einer jungen Pflanze nicht immer die Bürgſchaft giebt, daß er ausdauern wird. Wild und Vieh beſchädigen viele Hölzer, ohne daß man ſie dagegen zu ſchützen im Stande iſt, der Froſt tödtet, der Schnee, Duft und Rohreif bricht die Stämme um, die Forſtfrevler ſtellen einzelnen Hoiz⸗ gattungen ſo ſehr nach, weil ſie beſonders geſchickt ſind, ein Bedürfniß zu befriedigen, ſo daß ſie ſehr ſchwer zu erhalten ſind. Wenn eine Holzgattung gar noch nicht in der Gegend vorhanden iſt, ſo kaſſen ſich weder ihr künftiger Wuchs, noch die Gefahren, welche ihr drohen, mit Beſtimmtheit ſtets voraus⸗ ſehen; man muß dann doppelt vorſichtig ſeyn, ſie einzuführen, und immer erſt im Kleinen probiren, um nicht unzweckmäßig Koſten aufzuwenden und zuletzt Blößen ſtatt der erwarteten, ſehr lohnenden Beſtände zu erhalten. Wo man ſchon das ver⸗ langte Holz einzeln vorfindet, da wird man wohlthun, es in ſeinem ganzen Verhalten erſt genau zu beobachten und zu un⸗ terſuchen, auch den Standort, welchen es einnimmt, ſorgfältig mit dem ihm beſtimmten, ſowohl mit Rückſicht auf den Boden, als das Elima, zu vergleichen. Es wird hieraus genugſam hervorgehen, daß man keine Holzart unbedingt als die empfehlenswertheſte anerkennen kann, wie denn auch die Erfahrung genugſam gelehrt hat, daß gerade diejenigen, welche am mehrſten und unbedingt empfohlen wur⸗ den, am wenigſten geleiſtet haben. Im Allgemeinen kann man aber allerdings wohl eine Holzgattung als vortheilhafter, wie die andere, erkennen, ſo wie man von vielen, hier gar nicht aufgeführten, annehmen muß, daß ſie mit ſehr ſeltenen Aus⸗ nahmen, die ſogleich in das Auge ſpringen, unvortheilhaft zum Anbau ſind. So kann allerdings der Schlehdorn, wo Gradir⸗ werke ihn bedürfen, Faulbaum zu Pulverkohlen u. ſ. w. wohl vor⸗ theilhaft im Verkaufe ſeyn, aber darum wird dieſe Hölzer doch niemand im Allgemeinen als portheilhaft empfehlen. Um ein urtheil über den Vortheil, welche eine oder die an⸗ dere Holzgattung erwarten läßt, zu fällen, muß man Folgendes beachten und erwägen: 4 -1) Welche von ihnen das größte Volumen von Holz durch⸗ ſchnittsmäßig giebt, wenn man für jede den vortheilhafteſten Zeitpunct annimmt. 2) Welche den größten Gebrauchswerth für den Eigenthümer des Forſtes hat, im Fall ſie nur deſſen eigene Conſumtion be⸗ friedigen ſoll, oder den verhältnißmahig höchſten Preis hat, wenn ſie verkauft wird. 3 jeigen- . Alſch ) Pelche den dderwie viel deit Gewiß hingt und ſpäten in d t, den deſſen Ant wanſchaften allein 9 —, bn Eienſchaf gorolich einander verelichen. haiter ſeyn, dls m lintretende Benute Perthes, indem d derth iſt, als der Das Volumen warten laſſen, iſt ſie ſtehen; jedoch fahr verhaltuiß Elaſe vrn Bodens denſelben Voden, den für jedes eine Boden, w Tafel, welche den zattunzen angeben geſett. Der Gebrauch brauch, für wels dicſen ab. E vur angeben. 4s Vrennholz, ſeyn kann, da d leher den betrithe und hey ſtinnte Erfnhrun ennehmen, daß b haupt dafär eign angfähr zviſchen n inne ſtelt, un inter dem Nieden Ras da, wo ben den wid, naher, Ars Jettpune nommen, Worin wachs zn azate eſtimmt ſen des ug mit den mei⸗ rhanden zu ver⸗ welche ſten iſt. 1 gemaäß ader Ge⸗ hhen, ſo it immer und Vieh ſchützen Rohreif en Holz: ind, ein erhalten Gegend ss, noch voraus⸗ zuführen, veckmaͤßig Warteten, das der⸗ un, es in ind zu un⸗ ſorgfältig en Boden, tan keine ten kann, iß gerade len wur⸗ ann man ter, wie gar vicht nen Aus⸗ haft zum 0 Gradir⸗ wohl dor⸗ öͤlzer doch der die al⸗ Folgendes polz durch⸗ ſihhafteſten genhümer mtion be⸗ ten Preis 1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. 3) Welche den zu erwartenden Ertrag am früheſten giebt, oder wie viel Zeit jede bedarf, um ihn zu liefern. Gewiß hängt von der Menge, der Güte und der frühern und ſpätern Zeit der Benutzung jedes Holzes auch der Vortheil ab, den deſſen Anbau verſpricht. Es iſt jedoch nicht eine dieſer Eigenſchaften allein zu betrachten, ſondern alle vereint und mit einander verglichen. Weniger, aber beſſeres Holz kann vortheil⸗ hafter ſeyn, als mehr, jedoch ſchlechteres; eine erſt ſehr ſpät eintretende Benutzung verliert dadurch den größten Theil ihres Werthes, indem der in 20 Jahren eingehende Thaler jetzt mehr werth iſt, als der in 120. Das Volumen, welches die verſchiedenen Holzgattungen er⸗ warten laſſen, iſt ſehr verſchieden, nach dem Boden, worauf ſie ſtehen; jedoch läßt ſich wohl daſſelbe wenigſtens unge⸗ fähr verhäaltnißmaäßig beſtimmen, wenn man eine gleiche Claſſe von Bodengüte für jede annimmt, d. h. nicht ein und venſelben Boden, denn die Hölzer bedürfen verſchiedenen, ſon⸗ dern für jedes einen gleichen Grad der Ertragsfähigkeit in dem⸗ jenigen Boden, welcher ihm angemeſſen iſt. In der folgenden Tafel, welche den Ertrag der gewöhnlichſten einheimiſchen Holz⸗ gattungen angeben ſoll, iſt ein mittelmäßiger Boden voraus⸗ eſetzt. 3 Der Gebrauchswerth iſt ebenſo verſchieden, als der Ge⸗ brauch, für welchen man ein Holz beſtimmt, und hängt von dieſem ab. Er läßt ſich daher auch nur für einen beſtimmten weck angeben. In der folgenden Tafel iſt er nur in Bezug auf as Brennholz angegeben, worunter auch das Kohlholz begriffen ſeyn kann, da darin wenig Verſchiedenheit iſt. Ueber den Ertrag der verſchiedenen Hölzer im Mittelwald⸗ betriebe und bey der Kopfholzwirthſchaft fehlen bis jetzt noch be⸗ ſtimmte Erfahrungsſätze. Doch kann man im Allgemeinen wohl annehmen, daß bey denjenigen Holzgattungen, welche ſich über⸗ haupt dafür eignen, der Mittelwaldbetrieb mit ſeinem Ertrage ungefähr zwiſchen dem des Hochwaldes und Niederwaldes mit⸗ ten inne ſteht, und die Kopf⸗ und Schneidelholzwirthſchaft nicht hinter dem Niederwalde im Ertrage zurück bleibt. Es wird übri⸗ gens da, wo von dieſer Art der Waldwirthſchaft gehandelt wer⸗ den wird, näher davon die Rede ſeyn. Als Zeitpunct, wo der Ertrag eingeht, iſt derjenige ange⸗ nommen, worin man gewöhnlich den größten Durchſchnittszu⸗ wachs zu erhalten vermeint. (448) Tafel, woraus das verhältnißmäßige Volumen an Brennſtoff, ſo wie die Zeit, wo er eingeht, zu erſehen iſt, welches unſere beach⸗ tungswertheſten deutſchen Hölzer geben: Jährli⸗ Verhältniß heHolz⸗ der der aus⸗ Jahre des münſeren Volnn⸗ gegliche Holzgattung aeriehes fuß auf 3 Maſſe den un preuß. Brenn⸗ Morgen güte I. Hochwald. Eiche.. 140— 160 35 0,84 0,88 Buche.. 100 40 1 1 Ahorn.. 80 100 40 1 1 Ulme.. 80— 90 40 0,90 0,9 Eſche.. 80— 100 40 1 1 Linde.. 60— 80 50 0,68 0,85 Schwarzpappel 60— 70 30 0,50 1 Aspe.. 60— 70 50 0,61 0,762 Hainbuche. 80— 100 30 1 0,75 Birke.. 60— 70 30 0,85 0,662 Erle 2. 60— 70 50 0,52 0,650 Weiße Weide. 50— 60 80 0,50 1 Kiefer. 70— 80 50 0,75 0,944 Fichte.. 90— 110 70 9,73 1,33 Tanne.. 90— 110 70 0,69 0,88 cerche. 60— 80 70 0,76 1,2 II. Niederwald. Eiche.. 30 20 0,84 0,42 Buche.. 35— 40 18 1 0,45 Ahorn.. 30— 35 30 1 0,75 Ulme.. 35 20 0,90 0,425 Eſche.. 35 25 1 0,644 Linde.. 25— 30 35 0,68 0,595 Schwarzpappel 25— 30 60 0,50 0,75 spe.. 25— 30 35 0,61 0,534 Hainbuche. 30— 35 20 1 0,5 Birke.. 25— 30 15 0,85 0,319 Erle.. 25— 30 35 0,52 0,39 Weiße Weide. 20— 25 50 0,50 0,625 Saalweide. 20 50 0,69 0,862 Haſel.. 15— 181 15 l 0,85 1 0,316 Wenn das Holz nicht allein zu Brennholz, ſondern auch zu Nutzholz verwandt wird, ſo läßt ſich nicht im Allgemeinen be⸗ ſtimmen, welches zur Befrzedigung der verſchiedenen Bedürfniſſe am zweckmäßigſten gezogen wird. Dieſe ſind ſo mannichfaltig, als die Eigenſchaften der Hölzer verſchiedenartig, und ſelbſt die Meinungen der Menſchen darüber abweichend ſind. Was im Verkauf den höchſten Reinertrag in Gelde bringt, und bey der eignen Benutzung und Verwendung am vortheilhafteſten er⸗ ſcheint, das iſt auch am mehreſten zu empfehlen. 7 Alſchn. Vun der Waddeſe nat Januat vol )) Holzei dijenier Baume pngen hflanzen ſiedt femungsſchligen zefal man ſich vorſehen, b Lälte Reaumüt an) i in die Päanzen nicht Säfte in Holze ftie ſewohl durch das Fe fahren des Holzes g einen gut beſtandene bloßen Theoretikern ſe behaupten, eine anzuſehen, und getod daß de Säfte in Bidungsſaft nicht ft pflanze wirilich durd man das Holz mit Rindenfleiſch, word wird. So wie da hauet aus dn Bc den, vnd deſe w bleiben. Shalthö ſtrengem Frſtwett iſt thenſo wenig« den. Auch das? triehen werden, we Awsſchlagwald dit, weil die Stuͤ⸗ heſchadigt, auch be den, auch die Wie che, Nalche nur be dine Uaznahme, u zeit derſelden. Re ſachtet derden wüſ . Daer Stoch in Frühjahr vom nicht höher, als 2) Doch mu Untriebe erlebt h her jeßt abgehan ſchag ſich daran c) Die Nind Aeden, oder die ſets 8 horizor „Nispolz laßt dt Ere dann 3 off, ſo wie nſere beach⸗ —] erhältniß der aus⸗ n⸗geglich⸗ re nen ,84 0,42 0,45 0,75 90 0,425 0,644 68 0,ͤ595 50 0,75 61 0,534 05 885 0,349 ,52 0,39 ,50 0,625 ,69 0,362 9,35 0,316 ondern auch z Altgemeinen be⸗ nen Vedürfniſſe Hmannichfaltig, und ſelbſt die ind. Vas im t, und bey der eilhafteſten er⸗ 1. Abſchn. Waldgeſchaͤfte im Januar. (449) Von den Waldgeſchaͤften, welche gewoͤhnlich im Mo⸗ nat Januar vorfallen, und deren zweckmaͤßigen Beſorgung. 1) Holzeinſchlag. A. Im Hochwalde. Diejenigen Bäume, welche ſchon im Herbſte, wo man die jungen Pflanzen ſieht, ausgezeichnet ſind, können in den Be⸗ ſamungsſchlägen gefällt und ausgearbeitet werden. Doch muß man ſich vorſehen, bey hartem Froſtwetter(von 8 bis 10 Grad Kälte Reaumür an) in ſolchen Schlägen arbeiten zu laſſen, wor⸗ in die Pflanzen nicht ganz vom Schnee bedeckt ſind. Die rohen Säfte im Holze frieren dann, machen das Holz brüchig, und ſowohl durch das Fällen und Ausarbeiten, als durch das Ab⸗ fahren des Holzes geſchieht viel Schade, und man kann dann einen gut beſtandenen Beſamungsſchlag ganz vernichten. Von bloßen Theoretikern iſt dieß Frieren der Pflanzen geläugnet, weil ſie behaupten, eine gefrorene Pflanze wäre auch als erfrorene anzuſehen, und getödtet. Allein jeder praktiſche Forſtwirth weiß, daß die Säfte im Holze wirklich zu Eis werden, und nur der Bildungsſaft nicht friert; denn wenn dieß geſchieht, iſt die Holz⸗ pflanze wirklich durch den Froſt getödtet; woher es kommt, daß man das Holz mit Eiskryſtallen angefüllt findet, aber nicht das Rindenfleiſch, worin vorzugsweiſe der Bildungsſaft aufbewahrt wird. So wie daher heftiger Froſt eintritt, müſſen die Holz⸗ hauer aus den Licht⸗ und Abtriebsſchlägen weggenommen wer⸗ den, und dieſe müſſen bis zu weicher Witterung ganz rupig bleiben. Spalthölzer laſſen ſich aus eben derſelben Ürſache bey ſtrengem Froſtwetter, und bis das Holz ganz wieder aufgethauet iſt, ebenſo wenig arbeiten, als aus grünem Holze Bretter ſchnei⸗ den. Auch das Bauholzfällen muß mit gehöriger Vorſicht be⸗ trieben werden, weil das Holz ſich leicht zerſchlägt. B. Im Niederwalde. Ausſchlagwald fällt man nur nothgedrungen in dieſem Mo⸗ nat, weil die Stücke bey gefrorenem Holze leicht ſplittern und beſchädigt, auch bey tiefem Schnee leicht zu hoch gehauen wer⸗ den, auch die Wieden zum Aufbinden nicht halten. Erlenbrü⸗ che, welche nur bey Froſtwetter zugänglich ſind, machen jedoch eine Ausnahme, und der Januar iſt die gewöhnliche Fällungs⸗ zeit derſelben. Regeln, welche in ihnen bey der Fällung beob⸗ achtet werden müſſen, ſind: a) Der Stock darf nicht ſo niedrig gehauen werden, daß er im Frühjahr vom Waſſer ganz bedeckt werden könnte; aber auch nicht höher, als nöthig iſt, um ihn dagegen zu ſichern. b) Doch muß bey alten Erlenſtöcken, welche ſchon mehrere Umtriebe erlebt haben, ſoviel von dem letzten Ausſchlage, wel⸗ cher jetzt abgehauen wird, ſtehen bleiben, daß der neue Aus⸗ ſchlag ſich daran entwickeln kann.. c) Die Rinde am abgehauenen Stocke darf nicht beſchädigt werden, oder dieſer ab⸗ und einſplittern, weßhalb der erſte Hieb ſtets ganz horizontal oder von unten herauf zu führen iſt. Reishols läßt ſich bey ſtrengem Froſte nicht aufbinden, da die Erle dann zu brüchiges Holz hat, welches ſich bey ſtärkeren 29 38 den muß. Forſtwirthſchaft. Baͤumen ſchon bey dem Fällen ganz in kleine Stücken zerſchlägt; die Fällung wird deßhalb nur bey gelindem Wetter vorgenommen. (450 Das ausgearbeitete Holz muß, wenn es nicht ſogleich heraus⸗ geſchafft werden kann, was ſehr wünſchenswerth iſt, auf ſtarke Unterlagen gelegt werden, damit es nicht einſinkt, wenn plötz⸗ lich Thauwetter eintritt, und dann oft wieder einfriert. Ueber⸗ haupt iſt die größte Sorgfalt anzuwenden, das Holz ſo raſch, als möglich, herauszufahren. Kann das erlene Klafterholz nicht ſogleich verkauft werden, ſo ſind die Klaftern mit einem verhältnißmäßigen ſtarken Ueber⸗ maße aufzuſetzen; denn es trocknet außerordentlich zuſammen. Bey 6 Fuß Höhe muß es mindeſtens 6 Zoll betragen, wenn das Holz im September noch die volle Höhe haben ſoll. 2) Die Holzanfuhr iſt in dieſem Monat bey Schlitten⸗ bahn oder guter Winterbahn vorzüglich zu betreiben, theils weil dabey größere Laſten fortzuſchaffen ſind, theils weil das Zugvieh nicht in der Ackerarbeit beſchäftigt iſt. Vorzüglich die ſtarken Hölzer können auf Schnee leicht transportirt werden. 3) Aus demſelben Grunde pflegt der Verkauf der Bau⸗, Nutz- und Klotzhölzer in dieſem Monat am ſtärkſten zu ſeyn, zumal da das in ihm gefäallte Holz am dauerhafteſten iſt. Auch dasjenige, was in dieſem Monat noch nicht verkauft und abge⸗ fahren werden kann, wird doch in ihm ſchon im voraus gefallt, und kann ohne Nachtheil für ſeine Dauer bis gegen das Früh⸗ jahr liegen bleiben, wo es aber geſchält oder bewaldrechtet wer⸗ 1 Von der vortheilhafteſten Art des Verkaufs dieſer Hölzer wird in der Folge die Rede ſeyn.. 4y Das Sammeln des Samens von Kiefern und Fich⸗ ten kann in dieſem Monat an gelinden Tagen Statt finden. Wo man denſelben auf den Schlägen nicht bedarf, wird er am leichteſten auf dieſen von dem Abraume der gefällten Stämme gepflückt; wo aber noch Pflanzen in ihnen mangeln, iſt es gut, Sorge zu tragen, daß die Zweigſpitzen mit den Zapfen liegen bleiben, um auf dieſe Art noch eine natürliche Beſamung zu er⸗ halten. Wenn Kieferzapfen von ſtehendem Holze gepflückt wer⸗ den, iſt es gut, Zeddel dazu auszugeben, um ſich gegen Ent⸗ wendungen durch fremde Pflücker mehr zu ſichern. Auch muß das Abbrechen von Aeſten, Behufs der Gewinnung von Zapfen, ſtreng unterſagt werden, da dieß vorzüglich bey Froſtwetter ſehr leicht geſchehen und großer Schade dadurch angerichtet werden kann. Alte Zapfen, in denen kein Same mehr iſt, erhalten zwar, in Waſſer eingeweicht, ungefähr das Anſehen der friſchen, und werden von betrügeriſchen Sammlern untergemiſcht; doch kann nur ein unaufmerkſamer Käufer oder Abnehmer dadurch betrogen werden; denn die dunklere matte Farbe, die nie ſich vollkommen mehr ſchließenden Schuppen laſſen einen ſolchen alten Zapfen bey näherer Unterſuchung ſehr leicht erkennen. Auch untaugli⸗ che, wurmſtichige, mit Harz verlaufene, nicht ausgewachſene und keinen Samen enthaltende Zapfen laufen wohl mitunter; allein es iſt eben ſo ſchwer, dieſe herauszuleſen, als die Pflücker an⸗ zuhalten, ſolche nicht zu ſammeln. Die Aufbewahrung der Za⸗ pfen bis zum Ausſäen oder Ausklengen, findet in Scheunen, auf Böden, oder in andern luftigen und trocknen Räumen Statt. Bemerkbar iſt, daß die im Februar gepflückten Kieferzapfen leich⸗ 1 Pſchn. drdr Säunren öfne ni geſannelt. Mirz, und die bi ſict veden; bey! roflckt wer in; Hr unh das fllhere Enmn Venn ſchon diellie tit,io ſthninmt der d, wo das Waſſer ſen ſiben zuanmen. M gtber Leirvand zene erige Faichinen auf Same dagegen ſchwim zewonnene vitd am das Ein rieren nichts dder in einem Sate! rrocknet ſich theils leie Sollte noch Eſche tt ebenfalls nun geſar nen am leichteſten ſrument, in der For laßt; dieß an eine h büſchelweis hängend chen werden tann. aufbewahtt. Gewi ſchon abaeflogen, welt weden. 5) Zur Ve Monat, wo oft wendungen nüthie ders hegünſtigen, ſeher muͤſſen, wen und bey der Abfa wos hey Pribatbeſe Pittſſchoftsyerſonat R, wo Roth und dann Sicherung des indett wird. Selt ii deſet, uf igen zutommen zu laſſen, dolz deſnadigen kün nehmen zu miſen. lleinen nahrengale den Orſcheiten he nmittel nicht unwen In denjenigen kehegt wid, ſt venden, damit d nn Einzännungen mderung deſtlhe Eihaden, den er th eſcheuchen gar 8 Rauxnſhada dane nn der Bo iann, unau zerſchläͤgt; genommen. eich heraus⸗ „auf ſtarke wenn plöh⸗ ert. Ueber⸗ olz ſo naſch, zuft werden, arten Ueber⸗ ) zuſammen. en, wenn das bey Schlitten⸗ t, theils weil das Zugvieh h die ſtarken n. ff der Bau⸗, iſten zu ſeyn, ten iſt. Auch ift und abge⸗ craus gefällt, gen das Frih⸗ adrechtet wer⸗ dertaus dieſer jefern und Kich⸗ Statt finden. f, wird er am allten Stämme ln, iſt es gut, Zapfen liegen ſamung zu er⸗ epflückt wer⸗ ch gegen Ent⸗ „ Auch muß von Zayfen, roſtwettet ſehr richtet werden erhalten zwar, friſchen, und t; doch kann adurch betrogen ſich dolkommen en alten Zayfen Auch ntallzi zqewachſene un mituntet ale die Mfütt mm vabtung der Za⸗ Scheunen, auf Raumen Statt. tfezwfen leich⸗ den Ortſchaften herkommen, i 1. Abſchn. Waldgeſchaͤfte im Januar. (451) ter ihre Schuppen öffnen, als die früher im November oder De⸗ cember geſammelten. Sonſt können aber dieſe vom November bis März, und die Fichtenzapfen vom October bis eben dahin gepflückt werden; bey letztern, welche ſich leichter öffnen, hat auch das frühere Sammeln nicht dieſen Einfluß. Wenn ſchon vielleicht Ende Januar ſtarkes Thauwetter ein⸗ tritt, ſo ſchwimmt der abgefallene Erlenſame zn den Brüchern da, wo das Waſſer ſeinen Abfluß hat und an den Rändern der⸗ ſelben zuſammen. Man fiſcht ihn dann mit kleinen Hämen, aus grober Leinwand gemacht, auf, befeſtigt auch in den Ausflüſſen einige Faſchinen auf der Oberfläche des Waſſers, ſo daß der Same dagegen ſchwimmt und ſich ſammelt. Der auf dieſe Art gewonnene wird am beſten im Waſſer aufbewahrt, da ihm ſelbſt das Einfrieren nichts ſchadet, indem man ihn in ein Faß thut, oder in einem Sacke in daſſelbe wirft; da er an der Luft abge⸗ trocknet ſich theils leicht erhitzt und ſeine Keimkraft verliert. Sollte noch Eſchenſamen auf den Bäumen hängen, ſo muß er ebenfalls nun geſammelt werden, welches von ſtehenden Bäu⸗ men am leichteſten ſo geſchieht, daß man ſich ein eiſernes In⸗ ſtrument, in der Form einer gewöhnlichen Stimmgabel, machen läßt; dieß an eine hinreichend lange Stange befeſtigt, damit der büſchelweis hängende Samen mit den Zweigſpitzen herausgebro⸗ chen werden kann. Er wird bis zur Saat auf luftigen Böden aufbewahrt. Gewöhnlich iſt jedoch derſelbe in dieſem Monat ſchon abgeflogen, und muß im November und December geſam⸗ melt werden. 5) Zur Beſchützung des Waldes wird in dieſem Monat, wo oft die Kälte die ärmern Anwohner zu Holzent⸗ wendungen nöthigt, lange Nachte und Schlittenbahn ſie beſon⸗ ders begünſtigen, die größte Aufmerkſamkeit nöthig. Die Auf⸗ ſeher müſſen, wenn zumal die Forſtbeamten auf den Schlägen und bey der Abfuhr ſehr beſchäftigt ſind, verdoppelt werden, was bey Privatbeſitzungen auch oft leicht thunlich iſt, da das Wirthſchaftsperſonal jetzt weniger Geſchäfte hat. Indeſſen iſt da, wo Noth und Armuth zu Holzentwendungen zwingt, nur dann Sicherung des Forſtes möglich, wenn dieſe Ürſache abge⸗ ändert wird. Selbſt Beſtrafung fruchtet dann nichts, und es iſt beſſer, auf irgend eine Art den Armen ſo viel Unterſtützung zukommen zu laſſen, daß ſie das dringendſte Bedürfniß an Feuer⸗ holz befriedigen können, ohne zu Entwendungen ihre Zuflucht nehmen zu müſſen. Wo dieſelben, wie z. B. in nahe gelegenen kleinen nahrungsloſen Städten, zu zahlreich ſind, oder von frem⸗ 6 freilich auch dieß Sicherungs⸗ mittel nicht anwendbar. 3 In denjenigen Forſten, wo Roth⸗, Dam⸗ und Rehwildpret gehegt wird, iſt große Aufmerkſamkeit auf die Schonungen zu wenden, damit das Wild nicht die jungen Pflanzen verbeißt. Nur Einzäunungen, wenn der Wildſtand ſtark iſt, oder Ver⸗ minderung deſſelben, ſchützt gegen den oft ſehr beträchtlichen Schaden, den er thut, Fütterung gewöhnlich nur unvollkommen, Verſcheuchen gar nicht. In Kieferwäldern, wo man fürchten muß, Naupenſchaden zu erleiden, iſt das Eintreiben der Schwei⸗ ne, ſobald der Boden nur ſo iſt, daß er von ihnen umgewühlt werden kann, unausgeſetzt vorzunehmen, da ſie vorzüglich die 29& Forſtwirthſchaft. (452) Puppen, die ſich den Winter über in der Erde bergen, aufſuchen. Der große Kieferſpinner(Phalaena Bombyx pini) wird nach neuern Erfahrungen jedoch von ihnen nicht verzehrt, dagegen ſehr gern die Puppe der Forleule(Ph. noctua pini perda). Sobald kein Schnee liegt und viel Froſt für die Schweine iſt, muß dafür geſorgt werden, daß ſie zu Waſſer können.— Das Streurechen in den mit Raupen befallnen Orten iſt in dieſem Monate eher nachtheilig, als vortheilhaft, indem ſie jetzt zu tief und geſchützt liegen, als daß ſie mit der Streu herausge⸗ bracht würden. Sicherer geſchiehet dieß Ende Februar und im März bey ſchönen warmen Tagen. Jagdgeſchaͤfte im Monat Januar. Die Klapperjagden auf Haſen und Füchſe werden fortgeſetzt, die Suche auf dem Felde, oder das Hetzen mit Windhunden iſt nur bey offnem Wetter und nicht gefrornem Boden anwendbar. Rebhühner können zwar bey Schnee geſchoſſen werden; jedoch iſt dem, welcher ſeine Jagd liebt, Vorſicht dabey anzurathen, da man dadurch leicht der Jagd Schaden thun kann. Am leichte⸗ ſten naht man ſich denſelben, wenn ſie nicht zu tief im Schnee auf den mit Winterung beſäeten Feldern liegen, entweder im Schlitten, oder ganz weiß gekleidet, am ſicherſten aber hinter einem mit weißer Leinwand überzogenen Schirme, welcher den Jäger ganz deckt. Man kann dann die Hähne herausſchießen, die ſich am rothen Kopfe leicht erkennen laſſen.— Auf offnen Gewäſſern zeigen ſich oft wilde Enten und auch wohl Gänſe, de⸗ nen jedoch ſchwer Abbruch zu thun iſt. Wenn man ſich in ei⸗ nem dicht mit Reiſern beſteckten Kahne unter Wind ruhig her⸗ anfahren läßt, gelingt es wohl einen guten Schuß anzubringen. Bey kleinern Gewäſſern läßt man am Nande Gruben eingraben, in welche man ſich im Dunkeln unter Wind anſchleicht, um dann entweder Mondſchein oder den Anbruch des Morgens zu be⸗ nutzen.— Rehböcke werden noch abgeſchoſſen, und ſind oft, wenn Maſt geweſen iſt, in dieſem Monat ſehr feiſt.— Auch auf Sauen dauert die Jagd fort, obwohl die alten Keuler durch die Brunft ſchon ſchlecht geworden, und die Bachen tragend, die Friſchlinge bey hartem Froſte häufig ſchon ſehr abgekommen ind. Vom Roth⸗ und Damwilde ſchießt man bey einem re⸗ gelmäßig behandelten Wildſtande nur noch an Schmalthieren und Spießern, was der nothwendige Bedarf verlangt. Wölfen, Füchſen Mardern ſucht man bey friſchem Schnee durch Ein⸗ reiſen Abbruch zu thun, wozu die nähere Anleitung erfolgen wird. Fiſchottern kann man bey hartem Froſte in mondhellen Nächten auf ihren Ausſteigeplätzen auf dem Anſtande erlegen. Fuchsbaue müſſen bey ſtürmiſcher, regnigter Witterung, oder bey Schneetreiben, mit dem Dachshunde revidirt werden. Auch die Fuchs⸗ oder Schießhütten ſind des Nachts bey Mondſchein fleißig zu beſuchen. Das Fangen in Eiſen findet nur noch bey Mardern, an Orten, wo das Eiſen trocken liegt, Statt. Für Wild⸗ fütterungen muß in einem ſtrengen Winter jetzt vorzüglich ge⸗ ſorgt werden, und wird davon beſonders am anderen Orte ge⸗ handelt werden. ———— 1 Ven Man erzieht! nennt gewöhnlich dieſes Iwecies: ¹) Samen Samen neu erzo wöhnlich gleichbe Samenwaldunge me oder ihre ne Vetriebsant gleich kührt. * Niederw Vehüngung des Einen Etock, zur Nutterſtotk, Weſnde nthige ſſt, ſucht man d gänzen. 3) Nittelt Hoch⸗ und Nie durch ſeine Jen welchem fortwat Abſtufungen des vorhanden iſt, 4) Hadwe ſche Betriebsart Abtriebe der B vrwundet wird Siockausſchlag, I kaf 4es Schlagholz Stanm, in de ſſuchen. d nach dagegen perda). ine iſt, Das dieſem jeßt zu rausge⸗ und im rtgeſetzt, nden iſt eenndbar. jedoch hen, da leichte⸗ Schnee der im er hinter ſcher den ſſchießen, of offden Hadſe, de⸗ ſich in ei⸗ ruhig her⸗ zubringen. eingraben, um dann s zu be⸗ ſind oft, — Auch er durch agend, die gekomwen einem re⸗ Wmalthieren t. Wölfen, durch Ein⸗ ang erfolgen mondhellen nde erlegen. enn, dder rden. Auch Mondſchein er noc bey fir Wild⸗ züglich ge⸗ en Orte ge⸗ ö —— Forſtwirthſchaft. Zweyter Abſchnitt. Waldbau. I. Von den verſchiedenen Betriebsarten. Man ziche das Holz auf ſehr verſchiedenartige Weiſe, und nennt gewöhnlich die Art der Behandlung des Waldes Behufs dieſes Zweckes: Betriebsart. Man hat: 1) Samenwaldungen, in welchen der Wald aus dem Samen neu erzogen wird. Baumwaldungen ſind ein ge⸗ wöhnlich gleichbedeutender Ausdruck, da man das Holz in den Samenwaldungen in der Regel die Größe ausgewachſener Bäu⸗ me oder ihre natürliche Höhe erreichen läßt, wovon der dieſe Beir ebdarf gleichfalls bezeichnende Ausdruck: Hochwald, her⸗ rührt. 2) Niederwald oder Schlagholzbetrieb, wobey die Verjüngung des Waldes durch Stockausſchlag bewirkt wird. Einen Stock, zum Wiederausſchlagen beſtimmt, nennt man Mutterſtock, und nur, in ſofern nicht die zu einem vollen Beſtande nöthige Zahl von geſunden Mutterſtoͤcken vorhanden iſt, ſucht man dieſe durch Stämme aus dem Samen zu er⸗ gänzen. 3) Mittelwald, Compoſitionsbetrieb, gemiſchter Hoch⸗ und Niederwald, giebt ſeine Bewirthſchaftung ſchon durch ſeine Benennung zu erkennen. Es iſt Niederwald, in welchem fortwährend auch zugleich Bäume von verſchiedenen Abſtufungen des Alters, ſo da vorhanden iſt, erzogen werden ſollen. 0 Hackwald iſt eine in Franken und Schwaben einheimi⸗ ſche Betriebsart, und zwar Niederwald, in welchem bey dem Abtriebe der Boden zwiſchen den Mutterſtöcken mit der Hacke verwundet wird, um ſo lange Getreide darin zu ziehen, bis der Stockausſchlag groß genug wird, dieß wieder zu verhindern. 5) Kopf⸗ und Schneidelholz könnte man hochſtämmi⸗ ges Schlagholz nennen. Bey dem Kopfholzbetriebe wird der Stamm, in der Regel in einer Höhe von 6 bis 8 Fuß, ganz überall hinreichender Nachwuchs 33 Forſtwirthſchaft. (392) abgehauen, um die oben am Abhiebe hervorkommenden Aus⸗ ſchläge von Zeit zu Zeit zu benutzen. Bey dem Schneidelholz⸗ betriebe läßt man den Wipfel des Baumes unverſehrt, und be⸗ nügt ſich, die immer wieder ausſchlagenden Seitenäſte abzu⸗ auen. 6) Der regelmäßige Plenterwald, im Gegenſatze von der Schlagwirthſchaft, wobey der Baumwald an den zum Hiebe kommenden Orten(Schlägen) rein abgetrieben wird, wogegen im Plenterwalde nach gewiſſen Regeln nur hin und wieder ein⸗ zelne ausgewachſene Bäume herausgehauen werden, um das überall verbreitete jüngere Holz heranzuziehen. Plenterwald im Schlagholze iſt gar keine Wirthſchaft. 3 7) Das in neuerer Zeit von dem Oberforſtrathe Cotta in Vorſchlag gebrachte Baumfeld. Man verſteht darunter den Anbau rein abgeholzter oder holzleerer Flächen mit ſo weit von einander entfernten Baumreihen, daß zwiſchen dieſen bis dahin, daß das Holz eine gewiſſe Größe erreicht hat, Feldfrüchte oder Gras gewonnen werden können... Keine dieſer Betriebsarten iſt unbedingt zu empfehlen oder zu verwerfen, wenn gleich die eine im Allgemeinen vielleicht mehr Vortheile gewähren kann, als die andere. Es hängt viel⸗ mehr von dem Boden, der Holzgattung, dem Bedürfniſſe, den örtlichen Verhältniſſen und mancherley andern Dingen ab, wel⸗ che zu wählen iſt.. Der Samenwald. Alle Nadelhölzer können bekanntlich nur aus dem Samen erzogen werden, da ihnen die Ausſchlags⸗ fähigkeit mangelt. Mit Ausſchluß der Weißtanne, welche, da ſie ſehr lange Beſchattung erträgt und bedarf, auch mit Vor⸗ theil im Plenterwalde erzogen werden kann, wählt man allge⸗ mein die Bewirthſchaftung in regelmäßigen Schlägen für ſie als die vortheilhafteſte. Von den Laubhölzern werden Eichen, Bu⸗ chen, Birken in reinen Hochwaldbeſtänden gezogen; ſeltner ſind die Hainbuchen⸗ und Erlenhochwaldungen; die übrigen Laubhöl⸗ zer, als Ahorn, Ulmen, Linden, Pappeln u. ſ. w., kommen ge⸗ wöhnlich nur in den Eichen⸗ und Buchenwäldern unterge⸗ lorengt vor.. Man erkennt im Allgemeinen den Hochwaldbetrieb als die⸗ jenige Wirthſchaftsart, wobey man das brauchbarſte und mehrſte Holz erhält. Daß ein Wald, worin Holz jedes Alters, von der einjährigen Pflanze bis zum vollkommen ausgewachſenen Baume vorhanden iſt, in welchem die Stämme den ſchönſten und raſcheſten Wuchs erhalten, am mehrſten geeignet ſeyn muß, die verſchiedenartigſten Bedürfniſſe zu genügen, bedarf keines Beweiſes. Eben ſo kann man auch annehmen, daß bey einer Wirthſchaft, wo, wenn ſie regelmäßig geführt wird, ſtets die ganze Fläche die volle Holzerzeugung gewährt, wobey die Bäu⸗ me die größte Vollkommendeit erhalten und in der Entwickelung ihres Wuchſes nicht geſtört werden, ſo lange bis dieſe Vollkom⸗ menheit erreicht worden iſt, die größte Holzmaſſe geben muß. Dieß leidet Ausnahmen: 1) auf ſchlechtem und flachgründigem Boden, wo das Holz nur in der Jugend und als Niederwald einen guten Wuchs hat, dann im höheren Alter nachläßt. 2) Wenn die herrſchende Holzgattung ſich, ſobald ſie älter wird, nicht mehr geſchloſſen erhält, ſondern der Beſtand durch das Plſch T erhen ſo viele bhute zu lich Heyveln, Buten, ſläge erfolgen, als die Samenlode und weißen Erle, d Als die nacht füt den Pridaffort laage eit auf die durch an Werth f durch eine zwecme die Rede ſeyn vird den Forſt zu benu und oft koſtbarere derwald iſt zwar; derſelben ungevöl ſch bewegen, die doch der ubholzh ausz ſeht kleine! Ettrag liefern ſol ſen wenigſtens in von den umherſtet man ſie den Rege In welchen wurde zun The tungen, wäͤche bau ſolcher, aus te, wit dielen einen vortheilhe ten Abſatz des ſo würde es ei Die Anleitung; Forſtbeſizer dar unten erfolgen. derwaldes nicht kann oder will, wandeln.— fi anzelt liegende Porcheil gezoge gung der Brenn fachte Nariebs kehrenden Aohi ter tollu ah häung mot geben könnte. Der Mi lenswerth fü und holzgatt Wirthſchaft ſchnellen Ben don ſtarken T weckmäßiger feffen, ſollte m Aus⸗ ellholz⸗ und be⸗ eabzu⸗ he von Hiebe vogegen der ein⸗ um das vald im Cotta in inter den weit von 3 dahin, hte oder len oder dielleicht nt viel⸗ iſſe, den ab„ wel⸗ kauntlich sſchlags⸗ velche, da wit Por⸗ nan allge⸗ für ſie als hen, Bu⸗ ttner ſind Laubhöl⸗ nmen ge⸗ unterge⸗ als die⸗ dwehtſte ers, von wachſenen ſchönſten ſeyn muß, darf keines ß bey einer ſus n die Bäͤu⸗ tviklung ſe Vollkom⸗ geben muß. hgründigem Nidderwald rrmachlißt. alter wird, durch da 2. Abſchn. Waldbau. Verſchiedene Betriebsarten. 43 (393) Abſterben ſo vieler Stämme, daß der Boden nicht mehr voll producirt, zu licht wird. Dieſe Eigenſchaft haben die Weiden, Pappeln, Birken, ſelbſt Erlen. 3) Wenn ſehr viel Stockaus⸗ ſchläge erfolgen, die einen beträchtlich ſtärkern Wuchs haben, als die Samenloden, wie dieß bey dem Ahorn, der gemeinen und weißen Erle, den Weiden und Pappeln der Fall iſt. „Als die nachtheiligſte Eigenſchaft der Laubholzhochwälder für den Privatforſtbeſitzer iſt wohl die anzuſehen, daß man zu lange Zeit auf die Erndte des Holzes warten muß, dieſe da⸗ durch an Werth für ihn ſehr verliert. Dieſe läßt ſich jedoch durch eine zweckmäßige Wirthſchaft ſehr beſeitigen, wovon dann die Rede ſeyn wird, wenn wir die vortheilhafteſte Art und Weiſe, den Forſt zu benutzen, betrachten werden.— Die ſchwierigere und oft koſtbarere Verjüngung der Hochwaldbeſtände gegen Nie⸗ derwald iſt zwar zu beachten; jedoch kann dieß nur da, wo ſich derſelben unngedoßhnliche Hinderniſſe entgegen ſetzen, allein für ſich bewegen, dieſe Betriebsart nicht zu wählen. Es ſetzt je⸗ doch der Laubholzhochwald ſchon größere geſchloſſene Flächen vor⸗ aus; ſehr kleine Waldorte und Forſte, welche einen jährlichen Ertrag liefern ſollen, eignen ſich nicht dazu. Die Schläge müſ⸗ ſen wenigſtens immer ſo groß ſeyn, daß die jungen Orte nicht von den umherſtehenden alten Holze verdämmt werden, und daß man ſie den Regeln der Holzzucht gemäß behandeln kann. In welchen Fällen der Niederwald zweckmäßiger iſt, wurde zum Theil ſchon oben angedeutet. Hat man Holzgat⸗ tungen, welche ſich nicht zu Hochwald eignen, würde der An⸗ bau ſolcher, aus welchen Hochwaldbeſtände erzogen werden könn⸗ te, mit vielen Koſten verknüpft oder unſicher ſeyn. Kann man einen vortheilhaftern Geldertrag aus dem Niederwalde durch gu⸗ ten Abſatz des Reisholzes oder mancherley Nutzhölzer erhalten, ſo würde es eine Thorheit ſeyn, dieſe Betriebsart aufzugeben. Die Anleitung zur Unterſuchung, was ſich vortheilhafter für den Forſtbeſitzer darſtellt, Hochwald oder Niederwald, wird weiter unten erfolgen. Wo man auf den jährlichen Ertrag des Nie⸗ derwaldes nicht eine Zeitlang, wenigſtens theilweis, verzichten kann oder will, da kann man ihn auch nicht in Hochwald um⸗ wandeln.— Für Forſtbeſitzer, welche nur ſehr kleine und ver⸗ einzelt liegende Forſtorte haben, wird da, wo Laubholz mit Vortheil gezogen werden kann, der Niederwald zur Befriedi⸗ gung der Brennholzbedürfniſſe immer die einträglichſte und ein⸗ fachſte Betriebsart bleiben. Da uberdem bey dem oft wieder⸗ kehrenden Abtriebe des Niederwaldes der Holzbeſtand weit leich⸗ ter voll zu erhalten iſt, als im Hochwalde, ſo giebt auch jener häufig mehr Holzertrag, als dieſer, wenn letzterer gleich mehr geben könnte. Der Mittelwald kann ſehr vortheilhaft und empfeh⸗ lenswerth für den Beſitzer kleiner Forſten ſeyn, ſobald Boden und Holzgattung für dieſe Betriebsart paſſend ſind, und die Wirthſchaft gut und mit gehöriger um ſicht eingerichtet iſt, wo⸗ von unten die Rede ſeyn wird. Er gewährt den Vortheil der ſchnellen Benutzung des Holzes, geſtattet dabey die Erziehung von ſtarken Bäumen, ſein Materialertrag wird bey vollkommen zweckmäßiger Behandlung denjenigen des Niederwaldes über⸗ treffen, ſollte er auch den des Hochwaldes nicht ganz erreichen. 44 Landmann, welcher dem Holze keine großen Forſtwirthſchaft. (394) Unzweckmäßig behandelt wird er dagegen häufig ſehr unvortheil⸗ haft, und hat wohl daher viel Vorurtheil der Forſtmänner ge⸗ gen ſich erregt.. Der Hackwaldbetrieb iſt vorzüglich den Gebirgsgegen⸗ den der preußiſchen Provinz Weſtphalen eigen, erſtreckt ſich je⸗ doch auch nach Heſſen und den Rheingegenden. Wo der Boden zu arm iſt, um mit Vortheil fortwährend zum Getreidebau be⸗ nutzt zu werden, und wo man deßhalb genöthigt iſt, immer⸗ während Neuländer aufzubrechen und auf die Ruhe zu ſäen, hat dieſe Abwechslung der Benutzung bald zur Getreide⸗, bald zur Holzerzeugung unläugbar ihre großen Vortheile für die Bewoh⸗ ner. In der Natur der Sache liegt es jedoch, daß dabey weder eine vollkommene Holzceultur, noch eine ſolche Ackercultur Statt finder kann, und deßhalb kann dieſe Wirthſchaft immer nur als nothwendiges Uebel, herbeygeführt durch Eigenthümlichkeiten des Bodens und Climas, betrachtet werden, deren Einführung da unvortheilhaft ſeyn würde, wo man den guten Boden für die Ackerwirthſchaft ausſondern und den ſchlechtern zur Holzerzeu⸗ gung ausſchließlich verwenden kann. Kopfhölzer zieht man vorzüglich auf ſolchen Gründen, wo keine Einhegung und Sicherung kleiner Holzpflanzen gegen Beſchädigung durch das Vieh Statt finden kann. An Wegen und Triften, auf Angern, in Feldhecken wird die Kopfholzwirth⸗ ſchaft ſehr einträglich. Man kann bey ihr auch den kleinſten Fleck benutzen, um Holz zu erbauen, und wenigſtens auf glei⸗ cher Fläche und bey dazu geeigneten Holzgattungen beynah glei⸗ chen Ertrag von ihr erwarten, als vom Niederwalde. Auch auf Rainen, an Feldern und Wieſen, wo große, ſtark belaubte und beäſtete Baͤume durch ihren Schatten zu viel Nachtheil verurſa⸗ chen würden, läßt ſich noch ſehr gut Kopfholz ziehen. Für den ß Flecke einräumen kann, iſt die Kopfholzwirthſchaft unläugbar die natürlichſte, ein⸗ fachſte und paſſendſte Art und Weiſe, ſich ſein Brennholz zu verſchaffen, indem er jeden Fleck dazu benutzen kann, wo nur tin Stan Raum hat, überdem die Weide auf demſelben nicht verliert. jedoch auch noch in einigen Gegenden Deutſchlands, wie im Saalkreiſe, Herzogthume Magdeburg, Weſtphalen, Hildesheim u. a., und es wäre ſehr zu wünſchen, daß ſie in holzarmen Ge⸗ genden mehr ausgedehnt würde. Die Plenter⸗, Schleich⸗, Fehmel⸗Wirthſchaft war in der frühern Zeit beynah die einzige in Deutſchland übli⸗ che Waldwirthſchaft. Man hieb hin und wieder einzelne Stäm⸗ me heraus, ſo wie man ſie bedurfte, und überließ es der Na⸗ tur, durch den vom umſtehenden Holze abfallenden Samen die entblößte Stelle wieder anzubauen. Die Nachtheile dieſer Wirth⸗ ſchaft leuchteten jedoch zu bald ein, als der Wald ſtärker be⸗ nutzt werden mußte, um dieſe Betriebsart nicht zu verwerfen. Da man überall holzte, mußte man auch überall einhegen, oder die auf jeder leeren Stelle ſich zeigenden Pflanzen durch das Vieh verbeißen laſſen. Das umherſtehende alte Holz unter⸗ drückte die darunter und in der Nähe ſtehenden jungen Pflan⸗ zen, ſo daß ſie einen ſehr ſchlechten Wuchs bekamen, das aus ihnen zu hauende Holz beſchädigte ſie bey dem Fällen und der Man findet ſie ſehr ausgedehnt in Italien, Flandern, V —— z Nichr Wel Thfuhre, die Holzun harſthen, und bey er zu conteliten. Stelle die regelmähe tn Fläche ſehte. A dr Jlenterwald no zuhen Vergen, wo ilten Mutterbaume Unge gegen die e vngen der Lawinen delche wenig unte Viehtrib im Wald geln unterworfen ſeyn wird.. deber die dw neuern geit viel g eutſchieden wäre, richt die Erfahrun endortheil fälln des darüber apfüht nen Luttur fähig man offenbar am deit auf Frucht⸗ oder vicht gegen würde beinen belt boden Rrliert d barteit, vnd de larnd widd diee längliche eigen eine geitlang; benußt werden dieſe Art des? wit Vortheil an II. VPelches: De Forſtbeſt lch änen Holzſ Kättaume die g den ſeldſt hervo gewühnlüchen de die Feſtſezung ſige Waddwitth welcher Fom um die Größe über auch, w hängt. Folgende tiebes Einf jiehung auf: zen dy „1) Daß m ſält. Zu Bre des und Reiſe ortheil⸗ ner ge⸗ zgegen⸗ ſich je⸗ Voden bau be⸗ immer⸗ en, hat ald zur Vewoh⸗ ) weder t Statt nur als lten des ung da für die zerzeu⸗ ünden, gegen Wegen wirth⸗ ſeinſten uf glei⸗ ah glei⸗ luch auf abte und verurſa⸗ Fi den räumen ſte, ein⸗ bolz zu vo nur mnicht andern, wie im esheim gen Ge⸗ ſchaft ind übli e Stäm⸗ der Na⸗ zamen die ſer Virtz⸗ ſarter be⸗ verwerfen. xgen, oder durch das olz unter⸗ gen Pflan⸗ das aus und der —— 2. Abſchn. Waldbau. Erforderliches Alter des Holzes. 45 (395 Abfuhre, die Holzung war ſchwer hinſichts der Naacßhaltiesaͤhn überſehen, und bey der Vereinzelung der Beſtände noch ſchwe⸗ rer zu controlliren. Dieß Alles war Urſache, daß man an ihre Stelle die regelmäßige Abholzung der zum Einſchlage beſtimm⸗ ten Fläche ſetzte. Nur da, wo dieſe Gefahr erzeugen würde, iſt der Plenterwald noch zu empfehlen. Dieß iſt der Fall auf ſehr rauhen Bergen, wo das junge Holz ſehr lange den Schutz der alten Mutterbäume bedarf, an Seeküſten, wo es gleichfalls lange gegen die Seewinde geſchützt werden muß, wo Verſan⸗ dungen oder Lavinen zu fürchten ſind, und bey Holzgattungen, welche wenig unter der Beſchattung leiden, und zugleich kein Viehtrieb im Walde iſt. Auch da muß ſie aber gewiſſen Re⸗ geln unterworfen werden, von denen in der Folge die Rede ſeyn wird.. Ueber die Zweckmäßigkeit des Baumfeldes iſt in der neuern Zeit viel geſtritten worden, ohne daß die Sache ganz entſchieden wäre, was auch nicht füglich geſchehen kann, bevor nicht die Erfahrung, welche uns bis jetzt noch mangelt, ein Endurtheil fällen läßt. Der Theorie gemaäß kann man Folgen⸗ des darüber anführen: Ackerboden, oder Wieſen, der vollkomme⸗ nen Cultur fähig, eignet ſich niemals zum Baumfelde, weil man offenbar am Ertrage verlieren würde, wenn man längere Zeit auf Frucht⸗ und Grasnutung verzichtete. Unfruchtbare oder nicht gegen Beſchädigung durch Wild geſicherter Grund würde keinen belohnenden Fruchtertrag erwarten laſſen. Sand⸗ boden verliert durch Auflockerung und Bloßliegen ſeine Frucht⸗ barkeit, und die geringe, vorübergehende Benutzung als Acker⸗ land wird dieſen Nachtheil nicht decken. Wo der Boden hin⸗ längliche eigenthümliche Fruchtbarkeit hat, um ohne Düngung eine Zeitlang zum Fruchtgewinn und dann zur Graserzeugung benutzt werden zu können, wo an Acker Mangel iſt, da dürfte dieſe Art des Wiederanbaues abgeholzter Forſtländereyen wohl mit Vortheil angewandt werden können. II. Welches Alter man das Holz erreichen laſſen muß. Der Forſtbeſitzer, welcher ſo viel Waldgrund hat, daß er jähr⸗ lich einen Holzſchlag nehmen kann, muß beſtimmen, in welchem Zeitraume die ganze Forſtfläche abgeholzt werden ſoll, worauß von ſelbſt hervor geht, wie alt das Holz wird, oder mit dem gewöhnlichen techniſchen Ausdrucke, es iſt für einen ſolchen Forſt die Feſtſetzung des Umtriebes nöthig. Dieß iſt für jede regelmä⸗ ßige Waldwirthſchaft unerläßlich, theils um zu überſehen, in welcher Form und Größe das Holz zum Einſchlage kommt, theils um die Größe der Schonungsflächen berechnen zu können, dann Pber fauch⸗ weil überhaupt der Ertrag des Waldes davon ab⸗ ängt. Folgende Rückſichten haben auf die Feſtſetzung des Um⸗ triebes Einfluß, welche man, jede nach ihrer Wichtigkeit in Be⸗ ziehung auf den in Rede ſtehenden Forſt, genau dabey würdi⸗ gen muß. 1) Daß man brauchbares Holz von hinreichender Stärke er⸗ hält. Zu Brennholz kann man zwar auch nöthigenfalls ſchwa⸗ ches und Reiſerholz benutzen, wenn man es ſelbſt verbraucht; doch 46 Forſtwlrthſchaft. 94* ) läßt ſich dieß haͤufig nicht verkaufen. Niemals iſt es zu laͤnge⸗ rer Aufbewahrung und weitem Transporte geeignet. Das Nutz⸗ holz bedingt immer eine beſtimmte Größe und Form, und das Alter, welches dazu verlangt wird, iſt zu ermitteln, um die Be⸗ ſtimmung des Umtriebes zu geben, ſobald ein ſolches in großer Menge bedurft oder mit Vortheil gezogen wird. Sehr ſtarke Hölzer, bey denen beides nicht der Fall iſt, werden jedoch nicht in geſchloſſenen Beſtänden, ſondern in einzelnen Stämmen, wel⸗ che man bey dem Abtriebe ganzer Orte ſtehen läßt(überhält), gezogen, wie z. B. die Mühlwellen, ſtarke Brückenhölzer u. dergl. 2) Daß man vom Waldgrunde den größten Holzertrag er⸗ hält. Auf einer Fläche, wo nur einjährige Pflanzen ſtehen, kann nicht ſo viel Holz erzeugt werden, als da, wo alles voll mit 40 und 60jährigem Holze beſtanden iſt, weil der einjährige Beſtand viel weniger Werkzeuge und Mittel hat, ſich die Stoffe, welche in Holz verwandelt werden, anzueignen und ſie dazu zu verarbeiten. So lange die Menge der Wurzeln und Blätter, welche als dieſe Werkzeuge zu betrachten ſind, und dieſe Mittel gewähren, ſich noch in einem Forſtorte vermehrt, muß auch die Holzerzeugung darin größer werden; ſie wird wieder kleiner, ſobald ſo viel Bäu⸗ me abſterben, daß nicht mehr der volle Beſtand vorhanden iſt, und ſich darum jene wieder vermindert. Dieſe Verminderung darf man nicht eintreten laſſen, und daher, um die größte Holzmenge zu erhalten, niemals einen längern Umtrieb wählen, als einen olchen, wobey ſich erfahrungsmäßig noch volle, geſchloſſene Be⸗ ſtände erwarten laſſen. Dieß iſt verſchieden nach Holzgattung und Boden. Je früher eine Holzart ihre natürliche Größe erreicht, je ungleicher ihre Lebensdauer iſt, je flachgründiger und ſchlech⸗ ter der Boden iſt und je häufiger deßhalb einzelne Bäume ab⸗ ſterben oder im Wuchſe zurück bleiben, deſto kürzer muß der Um⸗ trieb ſeyn.— Sobald der Hochwald anfängt, Samen zu tragen, findet keine Zunahme der Holzerzeugung mehr Statt, und man kann dieß wohl im Allgemeinen als den Zeitpunct anſehen, wo das Marimum deſſelben erreicht iſt. Im Niederwalde ſteigt er wohl nur noch bey der Buche nach dem 15ten bis 20ſten Jahre, bis zum 30ſten. Bey den weichen Hölzern nimmt er nach dem 15ten in der Regel ſchon wieder ab. Das Unterholz im Mittel⸗ walde gleicht dem Niederwalde; das Alter des Oberholzes macht man, hinſichts der in Rede ſtehenden Rückſicht, davon abhängig, daß es niemals ſehr verdämmend auf das Unterholz einwirken darf. Bey dem Kopf⸗ und Schneidelholze erträgt allein: die Hainbuche ohne Verluſt bey der zu gewinnenden Holzmaſſe eine 20 bis 30jährige Benutzung; die übrigen Kopfhölzer werden am vortheilhafteſten alle 5 bis 8 Jahre benutzt. 3) Vom Alter des Holzes hängt deſſen Verjüngung und deren Koſtbarkeit ab. Wo man den Hochwald früher abholzt, ehe er Samen genug trägt, um ihn durch Beſamungsſchläge ver⸗ jüngen zu können, muß man den Wiederanbau durch Saat und Pflanzung vornehmen. Dieß iſt bey manchen Hölzern, welche in der Jugend Schutz und Schatten bedürfen, im Großen gar nicht ausführbar und würde ſehr koſtbar ſeyn. Wenigſtens für dieſe iſt daher der kürzeſte Umtrieb ein ſolcher, wobey das Holz Sa⸗ men genug trägt, um in Beſamungsſchlägen verjüngt werden zu Aüſcn. Dal ficnen. Beg ander lder wohlfeile und prrigſtns die 1 thul des kurzen U wiͤde biddet die Au ds lngſten Umnne vilkübtuch.— N. b je fruher man dae Hochwalde kann Schonung ustot dicht genug; gar vohung ganz au zewacſenen Hült durch Streuſamn flache iſt, welch Unn man dem Fihten daif in auf Kiehn⸗ wnd das Holz wh gehenden Rud den, ehe man — fern kann. tigten— zu, Mi wirde ſi iim, vem cht um des der Forſibeſitzer ſchrankt iſt, wie 5 Eine der der ſpater zu! ſenes, geſunde zuhalten verſoe man gern long in denen deni weder ſchon, zeit fürchten vollen wüchſt her einen ner .50) Vo ſignen Gebra zum vortheil Allgemeinen den kur ſ n regelmzzi dol uun di Pahol; zu laͤnge⸗ as Nutz⸗ und das die Be⸗ großer or ſtarke och nicht en, wel⸗ berhält), kenhölzer erirag er⸗ den, kann l wit 40 Beſtand welche in arbeiten. als dieſe en, ſich zeugung jel Bäu⸗ iſt, und ung darf menge als einen ſene Be⸗ dgattung ze erreicht, ad ſchlech⸗ aume ab⸗ der Um⸗ u tragen, und man hen, wo ſteigt er n Jahre, nach dem Mittel⸗ ees macht abhangig⸗ einwirken allein die zmaſſe eine werden am ngung und eer abholzt⸗ ſſchläge del⸗ Sat und welche in n gur nicht as für dieſe is Holz Sa⸗ werden zu 2. Abſchn. Waldbau. Erforderliches Alter des Holzes. 397) können. Bey andern, welche ſich leicht im Freyen durch die Saat oder wohlfeile und ſichere Pflanzung erziehen laſſen, muß man wenigſtens die Koſten berechnen, um ſich nicht über den Vor⸗ theil des kurzen Umtriebes zu täuſchen.— Bey dem Nieder⸗ walde bildet die Ausſchlagsfahigkeit des Mutterſtocks die Grenze des längſten Umtriebes— hinſichts der Kürze deſſelben iſt er willkührlich.— Je ſchwieriger und koſtbarer der Erſatz eingehen⸗ der Mutterſtöcke iſt, z. B. an Klippen, in uncultivirbaren Brü⸗ chern, deſto ſorgfältiger muß man vermeiden durch, langen Um⸗ trieb den Ausſchlag zu ſchwächen, oder gar zu vernichten. Auch vom Kopfholze gilt, daß der Ausſchlag deſto ſchwächer und un⸗ ſicherer wird, je älter man es werden läßt. 4) Je kürzer der Umtrieb iſt, deſto mehr verliert man in der Regel an den Nebennutzungen. Der Weideertrag wird geringer, weil die Schonungsfläche verhältnißmäßig immer größer wird, je früher man das Holz abhaut und die Beſtände verjüngt. Im Hochwalde kann man oft mit bis der ganzen Fläche als Schonung aͤuskommen; im Niederwalde iſt die Hälfte häufig nicht genug; ganz kurzer Umtrieb deſſelben ſchließt die Weide⸗ nutzung ganz aus. Maſt kann man nur von vollkommen aus⸗ gewachſenen Hölzern erwarten. In juugen Beſtänden darf nicht durch Streuſammeln der Boden entblößt werden; je größer die Fläche iſt, welche mit jungem Holze beſtanden iſt, deſto weniger kann man dem Streurechen einräumen. Das Harzſcharren in Fichten darf in jungen Beſtänden ſo wenig Statt finden, als auf Kiehn⸗ und Theerſchwelchen in Kiefern zu rechnen iſt, wenn das Holz nicht hinreichend alt dazu wird. Alle dieſe verloren 2 gehenden Nutzungen müſſen nach ihrem Werthe gewürdigt wer⸗ den, ehe man ſie durch freywillig gewählten kurzen Umtrieb auf⸗ opfern kann.— Stehen ſie einem Fremden— Servitutberech⸗ tigten— zu, ſo darf deſſen Recht noch weniger verletzt werden. Man würde ſich nur koſtbare Entſchädigungsklagen und Proceſſe zusſehen wenn man verſuchen wollte, widerrechtlich das fremde Recht um des eignen Vortheils willen zu verletzen.— Wie weit der Forſtbeſitzer in dieſer Hinſicht durch die Waldſervituten be⸗ ſchrankt iſt, wird in der Folge nachgewieſen werden. 5) Eine der vorzüglichſten Rückſichten, um Beſtände früher oder ſpater zu benutzen, ergiebt der Zuſtand derſelben. Geſchloſ⸗ ſenes, geſundes, gut wüchſiges Holz, welches noch lange aus⸗ zuhalten verſpricht, welches einen arken Zuwachs hat, läßt man gern langer ſtehen, als licht und lückenhaft beſtandene Orte, in denen wenig Holz erzeugt wird, als dasjenige, welches ent⸗ weder ſchon Krankheiten und Fehler zeigt, oder ſie in kurzer eit fürchten läßt. Immer muß man ſuchen, den Boden durch vollen wüchſigen Holzbeſtand voll producirend zu erhalten, lie⸗ ber einen neuen beſſern Beſtand an die Stelle des ſchlechten ſetzen. 6) Wo Holz von einer beſtimmten Form und Stärke zum eignen Gebrauche, zur Befriedigung von Berechtigten, oder auch zum vortheilhaften Verkaufe verlangt wird, iſt nicht bloß im Allgemeinen ein ſolcher Umtrieb feſtzuſetzen, daß es erzogen wer⸗ den kann, ſondern man muß auch Sorge tragen, daß immer Holz in regelmäßiger Reihenfolge des Alters vorhanden iſt.— Brenn⸗ holz kann man beynah in jedem Alter ſchlagen und benutzen, das Nutzholz verlangt eine beſtimmte Form, die es nur in einem Forſtwirthſchaft. (398) gewiſſen Alter erhält. Iſt ein hewiſer Bedarf von 100 jährigem Bauholze vorhanden, und man hätte nur wenig 80jähriges Holz, dagegen eine große Menge 60jähriges, ſo wird man den nach⸗ haltigen Etat lieber aus einem Theile des 60jährigen Beſtandes erfüllen müſſen, als den 80jährigen zu Brennholz einſchlagen dürfen. Darum iſt nicht immer das älteſte Holz dasjenige, wel⸗ ches man am erſten hauen muß. 7) Wenn ſich für die Gegenwart ein Beſtand, welcher Nutz⸗ holz enthält, nicht mit Vortheil abſetzen läßt, dieß aber in der fukunft mit Wahrſcheinlichkeit erwartet werden kann, ſo ver⸗ ſchiebt man deſſen Benutzung bis dahin, und ſchlägt lieber an⸗ dere gegenwärtig beſſer zu benutzende Orte ein. Umgekehrt iſt es einer guten Waldwirthſchaft vollkommen angemeſſen, eine vor⸗ theilhafte Gelegenheit zum Abſatze, welche ſpäter mangeln würde, für den Verkauf benutzbarer Beſtände nicht ungenutztt vorüber⸗ gehen zu laſſen. Aus dieſen verſchiedenen Rückſichten wird ſich von ſelbſt er⸗ geben, daß es ganz unmöglich iſt zu ſagen, wie alt man jede Holz⸗ gattung und jeden Ort bey den verſchiedenen Betriebsarten wer⸗ den laſſen müſſe, daß dieß vielmehr vom Boden, Clima, dem Abſatze des Nutz⸗ und Brennholzes, dem eignen Bedarfe, den Servituten, dem Werthe der Nebennutzungen, dem Zuſtande der Holzbeſtände im eignen und in fremden Forſten, ſo wie von man⸗ chen andern Dingen abhängt, Was darüber jetzt geſagt werden wird, kann deßhalb nur zum allgemeinen Anhalte dienen, und ſoll durchaus nicht Abänderungen, begründet auf die verſchiedene Oertlichkeit, als unzuläſſig erklären. Im Allgemeinen iſt ein langer Umtrieb für den Privatbeſitzer nicht vortheilhaft. Weder ein ſtärkerer Zuwachs, noch in der Regel die Nebennutzungen, noch der Preis des ſtarken Holzes, entſchädigen ihn für die Aufopferung an Zinſen, welche dadurch entſteht, daß man entweder lange Zeit auf die Benutzung des Holzes warten muß, bis es das hohe Alter erreicht, oder ſchon benutzbare Beſtände nicht verſilbern kann. Dazu kommt, daß man bey kürzerm Umtriebe weit eher die Beſtände voll erhalten kann; daß ſich der Boden in geſchloſſenen jungen Beſtänden weit mehr verbeſſert, als in den lichtern alten, wo die Humuserzeugung viel geringer iſt; daß im Niederwalde der Ausſchlag kräftiger iſt und die Mutterſtöcke länger ausdauern. Wo daher Servituten, Ab⸗ ſatz u. ſ. w. es nicht hindern, wird man wohlthun, die Hoch⸗ waldbeſtände, welche Brennholz geben ſollen, nicht älter werden zu laſſen, als bis ſie anfangen, Samen zu tragen, zu Bau⸗ und Nutzholze nur ſo viel ſtehen zu laſſen, als man bedarf, oder mit Vortheil verkaufen kann; in dem Niederwalde aber kein höheres Alter anzunehmen, als daß man noch des reichlichen und kräfti⸗ gen Ausſchlags gewiß iſt. 4. Folgendes Alter wird in dieſer Hinſicht in den gewöhnlichen Fällen das paſſende ſeyn. 1 Eichenhochwald. A. In gutem Boden, in der Ebene. Durch Samenſchläge zu verjüngen bey. 80— 100 Jahren. Giebt gewöhnliches Landbauholz bey 80 120— Starke Hölzer, Schiffbauholz u. ſ. w. verlangen 160— 200— malüſch Valdbe 3— bud zanh Snwenſchläge; 3 zewöhnlücches da üt ſunte Hälzet . 7 In zuten⸗ V duuc Eawenſläce hit Achſen und ſ Sehr dnke Nutzhol 3. Im wittl duch Sonenſähläge Gictt Acſen ud Anmertung. Holzgattungen, ten daſeelbe Att forſung heraus den ſie nur get der Fall ſeyn Durch Eamen zu Marwum des A Durch Samenſc Mauum d 4. Auf Durch Samen, ches Vauhol Mittelbauholz; ſtirte gevahr Marimum des B. Auf Durch Sawenſch Gieht ſchwaches Mittelbauholz i⸗ Stattes Vauhon Mauinom des C. Af Durch Snwenſ Giebt ſchwache Marimum de Anmertu holz mel 60 Jahre A. In Durch Samer Giebt ſchwach Starkes Vaul Nariwum de 2. Abſchn. Waldbau. Erforderliches Alter des Holzes. 49 B. Mittler Boden und im Gebirge.(99) ojährigem D 5 3 5 riges a urch Samenſchläge zu verjüngen in. 80— 120 Jahren. ne dih Giebt gewöhnliches Landbauholz in.. 100— 140 15 Kninte Giebt ſtarke Hölzer in... 180— 200— 1Ieſundes einſchagen. Buchenhochwald. pri, wer A. Im guten Boden und milden Elima. Durch Samenſchläge zu verjüngen in. 80— 100— llchtrut⸗ Giebt Achſen und Felgen u. ſ. w. in. 80— 120— aber i der Sehr ſtarke Nutzholzſtücke im... 120 160— an, ſe der B. Im mittelmäßigen Boden und rauhen Clima. t lite an⸗ Durch Samenſchläge zu verjüngen in. 80— 100— nzekthtt it Giebt Achſen und Felgen u. ſ. w. in 100 120— n, ein der Anmerkung. Die in Buchen gewöhnlich eingeſprengten galn dinde Holzgattungen, als Ahorn, Ulmen, Eſchen u. ſ. w., erhal⸗ dr boribn ten daſſelbe Alter, wie die Buchen, oder werden in der Durch⸗ . forſtung herausgehauen. Die Feſtſetzung des Umtriebes wür⸗ tſabſt a⸗ den ſie nur geben, wenn ſie dominirend wären, was ein ſelt⸗ iäͤe holz ner Fall ſeyn wird. dü ee Birkenſamenwald. uma, dem Durch Samen zu verjüngen bey. 30— 40 Jahren. du, in Marximum des Alters.... 60— 80 3 h edon man⸗ Hainbuchenſamenwald. ſagt werden Durch Samenſchläge zu verjüngen bey. 50— 70— denen, und Maximum des Alters.... 100— 120— derſchiedene Erlenſamenwald 60— 80— . Kiefern. hrivatheſiher A. Auf gutem Boden. noch in de Durch Samenſchläge zu verjüngen und ſchwa⸗ ken Holzes, ches Bauholz gewährend in..— 80— ſche dadurch Mittelbauholz und Bretklötze von 14 Zoll Zopf⸗ nutung des ſtärke gewährend in„.ů.. 30— 100— dder ſchon Maximum des Alters.... 140— t, daß man B. Auf mittelmäßigem Boden. alten kann; Durch Samenſchläaͤge zu verjüngen in. 50— 70— wit mehr Giebt ſchwaches Bauholz itm. 70— 90— eugung viel Mittelbauholz in... 30 120— ger iſt und Starkes Bauholz inä.. 100 140— tuten, Ar⸗ Marimum des Umtriebee 140— die holh⸗ C. Auf ſchlechtem Boden. lter werden Durch Samenſchläge zu verjüngen in. 40— 60— Bau⸗ und Giebt ſchwaches Bauholz in. 80 100— f oder mit Maximum des Umtriebes.... 100— ein böheres Anmerkung. Auf ganz ſchlechtem Boden iſt gar kein Bau⸗ und kifti holz mehr zu erziehen, und man läßt die Kkefer höchſtens 60 Jahre daſelbſt alt werden. wihnlihen Fichte. 1 A. In gutem Boden, welcher nicht fetter Kalkboden iſt. Durch Samenſchläge zu verjüngen in. 60— 80 Jahren. Giebt ſchwaches und Mittelbauholz bey 60— 100— gahren. Starkes Bauholz in..... 120 140— — Maximum des Alters.. 4 140— (1oo) Forſtwirthſchaft. B. In rauhem Clima. Durch Samenſchläge zn verjüngen in. 80— 120 Jahren. Giebt ſchwaches und Mittelbauholz in 80— 120 Starkes Bauholz in. 4„ 120— 160— M Arimum des Alters in.. 160— Auf trocknen Hängen im milden Clima. Durch Camluf ta zu verjüngen in. 50— 70— Giebt ſchwaches Bauholz bey 80— 100— Marimum des Umtriebes.... 120— D. Im Bruchboden. Gar nicht durch regelmäßige Samenſchläge zu Perjüngen. Giebt ſchwaches und Mittelbauhols bey. Maximum des Umtriebes.. 109— E. In fettem Kalkboden. Durch Samenſchläge zu verjüngen in. 60— 80.— Giebt ſchwaches und Mittelbauholz bey. 60— 80— Maximum des Umtriebes.. 100— Anmerkung. Der Umtrieb in Weißtannen iſt dem in Fich⸗ ten gleich zu ſetzen. Der Lerche giebt man, da ſie ſehr raſch wächſt, einen Umtrieb von 60 bis 80 Jahren. — Niederwald. Eichen. u Buſchholze..„... 5— 8 Jahre. u Schälwaldungen.„... 8— 20 u Stangenhölzern..„ 20— 40— Buche und Hainbuche. u Buſchholze.... 8— 16— u Waas⸗ und Knüppelholze... 16— 35— Birke. Zu Buſchholze..„„ 5— 10— Zu Waas⸗ lünd Knüppelholze... 10— 24— r Erträgt einen Umtrieb von. 5— 40— und giebt bey gutem Wuchſe bey 25 Jahren ſchon ſtarkes Knüppelholz, bey 30 ‚Jahren bereits Klobenholz, bey 40 Jahren Klobenholz. Weide. Zu Brennholze...* 8— 16— zu Reifſtäben und Korbſtöcken... 6— 10— u Korbruthen...... 1— Ha ſel. u ſchwachen Reifſtöcken... 10— 14— 3 ſtarken Reif⸗ und Korbſtöcken.. 14— 20— Marimum des Umtriebes. 24— Gemiſchte Niederwälder, wo die weichen Hölzer, als Linden, Aspen, Pappeln, Weiden dominirend ſind, erhalten einen Umtrieb von 8 20 Jahren. Da, wo die harten dominiren, von.. 0— 35— Dornen zur Abgabe an Salihen u. ſ. w. werden benutzt alle... 6-8— Das Unterholz im Mittelwalde wird wie Niederwald behan⸗ delt; jedoch erträgt es einen langen Umtrieb noch weniger, da die Stöcke in der Beſchattung früher die Ausſchlagsfähigkeit ver⸗ hen(. Däs Ko. Wm ldes erhalt tit die Rede g. II Lon den Beſamu holz in eine d der- Hr rt gel nü gen 9 al üc di j Lunn 93t md lung der Bäum andern Nanen. Be ſtan den 1, welch hälhm in ein 4 die jungen Stälunz der Js a und Glan äbfällt un 1m M. diejenige ge dicht t ſhade d deßbalde dh A d de 34 — De rſt Licht ch m zum 8 Die A wäßt t 3l Jugend Shhuß Ho; h epahr fen 5 der Sonnen Vinde, erhalt g Flüchtigwerden dur Beſchir kräuter wi ird dur einem oder dem ode weniger üb man immer den kü nſtliche Ate c wohlfeil und z tannen ſind ſie erziehen. Ein wehte ſten 156 Sien ſind, de der gehen vürn de, . Nu ir bey ige Bef ſamun verden durch e wird daher miſ chten Hölze de ſenungsſl I. 9„Juhren — 90— 9 0— 0— hüngen. 50— 20- 80.— 80— 90— ſeht raſch § Jahre, A— 49— — 35— -10— -4— 40— 2 Jhten. 35 8— ald behan⸗ niger, da gkeit ver⸗ 2. Abſchn. Waldban Beſamungsſchlaͤge. (401) lieren. Das Kopfholz kann nur den kürzern Umtrieb des Nie⸗ derwaldes erhalten, mit Ausnahme der Hainbuche, wovon be⸗ reits die Rede geweſen iſt. III. Von den Vortheilen und Nachtheilen der Beſa⸗ mungsſchlaͤge. Beſamungsſchlag nennt man, wenn das ſamentragende Holz in eine ſolche Stellung gebracht worden dſt, aß nicht nur der Ort genügend mit Samen übe ſtrent werden Kaß. ſondern daß Anch die jungen Pflanzen genugſam Schatten und Schutz, wie Licht und Luft genießen, um gedeihlich heraufwachſen zu können. Je nachdem er zu dieſem Zwecke eine verſchledene Stel⸗ lung der Bäume erhaͤlt, bezeichnet man dieß auch mit einem andern Namen. Vor bereitu ugsſchlag ſagt man, wenn bey Beſtaͤnden, welche entweder nicht Samen genug tragen, oder wo der Boden in einem Zuſtande iſt, daß dieſer nicht aufgehen könnte, uder die jungen Pflanzen nicht gedeihen würden, eine ſolche Stell ung der Baͤume gewaͤhlt wird, wodurch man beiden abhilft. Er wird ſo lange mit dieſem Namen bezeichnet, bis der Same abfällt Uund Pſanzen darin wachſen, Dun nkelſchlag heißt diejenige dichte Ste lung, wele he entweder gewählt ldird. um voll⸗ ſtändige iederſtken nung mit Samen zu eerhalten, o der Schatten bedürfende Pflanzen zu überſchirmen. Er verliert dieſen Namen, ſobald das Bedürfniß der Pfla nzen mehr Licht verlangt, und man deßhalb einen Theil ber Samenbäume wegnimmt, und wird dann Lichtſchlag geuannt. Abrrie bsſchlag iſt, wenn die letzten zum Einſe didef be ſtimmten Bäume herausgehauen. werden. Die Verjün dun des Holzes durch Beſamungsſchläge ge⸗ währt zuerſt t den Vortheil, den jungen Pflanzen, welche in der Jugend Schutz und Schatten bedürfen, dieſen durch das alte Holz gewähren zu können. Dieß verhindert den zu ſtarken Ein⸗ faͤll der Sonnenſtrahle en, ſichert gegen Froftſchaden und rauhe Winde, erhält auch die Feuchtigkeit länger im Boden. Wo das Flüchtigwerden des Bodens zu fürchten wäre, wird auch dieſem durch die Beſchirmung vorgebeugt. Selbſt der Wuchs vieler Un⸗ kräuter wird durch die Beſchattung zurückgehal ten.— Wo aus einem oder dem andern Grunde der Schutz von oben, durch mehr oder weniger überſchirmende Bäume, Bedürfniß iſt, verjüngt man immer den Hochwald durch Beſainungeſcht lgez denn keine künſtliche Bedeckung erſetzt den dadure ch zu er haltender Schutz ſo wohlfeil und zweckmäßig. Vorzüglich bey Buchen aun Weiß⸗ tannen ſind ſie im Großen das einzige Mittel, neue Beſtände zu erziehen. Ein zweyter wichtiger Vortheil iſt, daß man dadurch die Ko⸗ ſten des Säens und Pflanzens erſpart, welche oft ſo beträchtlich ſind, daß der größte Theil des Ertrages des Waldes verloren gehen würde, wenn mian alles aus der Hand anbauen wollte. Nur bey herrſchenden Holzgattungen ſind übrigens regelmä⸗ ßige AMWeſamungsſchlage anwendbar. Die eingeſprengten Hölzer werden durch einzelne ſtehen bleibende Samenbaume fortgepflanzt; es wird daher auch nur von jenen die Rede ſeyn. Die unterge⸗ miſchten Hölzer werden nur Hinſichts ihrer Behandlung in den Beſamungsſchlägen jener berührt werden. Auf der andern Seite II. 26 Forſtwirthſchaft. (402 haben aber auch die Beſamungsſchläge wieder oft ſo viel Nach⸗ theile, daß die Anſaat des Holzes aus der Hand bey Holzgat⸗ tungen, welche in früher Jugend einen freyen Stand ertragen, viel vortheilhafter und ſelbſt wohlfeiler iſt. Da im Befamungsſchlage die jungen Pflanzen um den Stamm des noch ſtehenden Baumes herum aufgehen, ſo wird man da⸗ durch verhindert, einen großen Theil des Stockholzes zu roden, und kann bey hohen Holzpreiſen allein ſchon dadurch ſo viel ver⸗ lieren, als die Saat oder Pflanzung koſten würde. Gewöhnlich wird der Schlag nicht mit einmal durch die ſte⸗ hen gelaſſenen Samenbäume mit Samen überſtreut; die ältern ſchon vorhandenen Pflanzen leiden dann bey vielen Hölzern durch diejenigen Stämme, welche um der Blößen und Lücken willen Man erhält dadurch nicht bloß un⸗ gleiche, ſondern auch ſchlecht wüchſige Beſtände. Darum zeigen die in Beſamungsſchlägen gezogenen jungen Kiefern gewöhn⸗ lich einen ſchlechtern Wuchs, als die im Freyen gemachten An⸗ aaten. Das Ausrücken des Holzes macht oft ſo beträchtliche Koſten, als die Ueberſtreuung des Schlages mit Samen, und dennoch werden die Pflanzen ſehr beſchädigt. Wenn die Beſamung lange ausbleibt, kommt man in Verle⸗ genheit, wie man den jährlichen Etat erfüllen ſoll, ohne die Be⸗ ſtände zu licht zu hauen, und muß ſehr große Flächen in Dun⸗ kel⸗ und Vorbereirungsſchlag ſtellen, die dann wieder oft mit einmal beſamt werden. Dadurch tritt die unangenehme Noth⸗ wendigkeit ein, der Weide viel größere Flächen, als bey re⸗ gelmäßigem Anbau aus der Hand, zu entziehen. Auch muß man das alte Holz dann läͤnger in den Schlägen ſtehen laſſen, als es dem Gedeihen der Pflanzen zuträglich iſt. Muß man, im Fall die Beſamungsſchläge ganz mißlingen, was bey Kiefern und Fichten oft der Fall iſt, dennoch ſeine Zu⸗ flucht zum Anbaue nehmen, ſo wird dieſerwegen Verwilderung des Bodens, Verminderung der Dammerde bey ſehr licht geſtell— ten Schlägen, viel ſchwieriger und koſtbarer, als wenn man gleich dem Abtriebe mit dem Anbaue gefolgt wäre. Man iſt Hinſichts der Leitung des Hiebes, der Zeit des Ein⸗ ſchlages, der Zugutemachung der Nutzhölzer, weit mehr durch die Beſamungsſchläge gebunden, als durch den Anbau. Bey erſtern muß man ein beſtimmtes Alter, und das Gerathen des Samens, in dem abzuholzenden Orte abwarten, bevor man ihn einſchlagen kann, was bey der Saat und Pflanzung nicht der Fall iſt. Große Nutzbäume müſſen, ehe die Pflanzen heranwachſen, aus den Schlägen geſchafft werden; Nutzhölzer, wie Stabhölzer, Breter u. ſ. w., können gar nicht in ſchon beſtandenen gearbeitet noch ſtehen bleiben müſſen. werden, ohne Lücken zu verurſachen; nur eine kurze Zeit des Jahres ſind ſie zugänglich. Alles dieß ſind bey der Forſtwirth⸗ ſchaft oft ſehr unangenehme Hinderniſſe, von denen man bey dem regelmäßigen Anbaue aus der Hand nichts weiß.. Außer dieſen allgemeinen Rückſichten treten noch bey einigen Höolzgattungen auch beſondere ein.. Ueber der Zugutemachung des Eichenholzes im Hochwalde bringt man gewöhnlich längere Zeit zu, und häufig iſt dazu ſo⸗ gar noch eine Fortſetzung der frühern Plenterwirthſchaft nöthig. gif dr enen Se zamlich dicht geh eriagt iſt, die Ab zo Zit geſcheben vumt, daß das Shaden thut, da nvortheilhaft an d— wenigſtens die Verbindung d acht, ſondern ſe die fteyen Saaten ſamungsſchläge, uu prifen, oh zichten, und die Vielleicht no in fichten, obwal ſien Fallen die wirkt werden kand in bald langern, ſichte ſehr unter bruche leidet. d zum Eintritt de Eiats ſchwer, de langt, oft unthu ſcherer, als in Saat, oder der ner der Verluſt lich, wegen de koſten, ſeyn ka wegen der ſter mit der Holzun theichaft zu gut ſamungsſchlagen de jungen Pfla mäͤßig vertheilen Manzung. Alc der That nur a wählt, weil der fär ſih hat, der Im Creenho kbenfalls außer len diel Acht: Schlag einge iſt gleich der kommen kann. Jahr abzuwar und ſobald di zumal da das menbaumen b zewöhnlichem Die Veſan tem Boden, y Jeſchattung n dden, wo' o tiel Nach⸗ bey Holzgat⸗ cand ertragen, N den Stamm wind man da⸗ des zu woden, ih ſo viel ber⸗ dorc dieſte⸗ at, de ältern Hühzen durch Llchen wilen nicht boß ⸗ Darum zeigen ffern gewöhn⸗ gemachten An⸗ gtlihe Koſten, und dennoch nan in Verle ohne die Ve⸗ achen in Dun⸗ wieder oft wit genehwe Roth⸗ Yach woß mu then laſſen, als ganz miflingen, nnoch ſeine Zu⸗ Verwilderung hr lict geſtel ls wenn man . ezit des Ein⸗ eſt wehr durch Anbau. Bh Genthen des bevor wan ihn zong vicht da aheranwachſe, wie Subblln deen geerhätt ekurze dit ds ˖der rttrith⸗ denen nun be weif. noch bey dhiien im Hochwude fi itt vuil de thſchft nüthig. 2. Abſchn. Waldbau. Beſamungsſchlaͤge. (403) Auf der einen Seite müſſen die Samenſchläge bis zur Beſamung ziemlich dicht gehalten werden; auf der andern muß, wenn ſie erfolgt iſt, die Abräumung des Schlages in verhältnißmaßig kur⸗ zer Zeit geſchehen, was nicht allemal durchzuführen iſt. Dazu kommt, daß das Aufarbeiten ſtarker Eichen in den Schlägen viel Schaden thut, daß bey langem Umtriebe dieſe oft ſehr klein und unvortheilhaft angelegt werden müſſen. Beachtet man hierbey, daß— wenigſtens in den Ebenen— die Saat der Eiche, durch die Verbindung des Fruchtbaues damit, häufig gar keine Koſten macht, ſondern ſogar noch einen reinen Ueberſchuß gewährt, daß die freyen Saaten ſehr gut und oft beſſer gedeihen, als die Be⸗ ſamungsſchläge, ſo wird der Rath gerechtfertigt erſcheinen, wohl zu prüfen, ob nicht lieber auf die Samenſchläge ganz zu ver⸗ zichten, und die regelmäßige Wiederanſaat vorzuziehen iſt. Vielleicht noch weniger vortheilhaft ſind die Samenſchläge in Fichten, obwohl entſchieden iſt, daß bey weitem in den mehre⸗ ſten Fällen die Verjüngung des Waldes recht gut durch ſie be⸗ wirkt werden kann. Dieß liegt darin, daß die Samenjahre nur in bald längern, bald kürzern Zwiſchenräumen eintreten, die junge Fichte ſehr unter dem Graswuchſe, die alte ſehr unter dem Wind⸗ bruche leidet. Dieß macht eine dichte Stellung der Schläge bis zum Eintritt des Samenjahres nöthig, die Befriedigung des Etats ſchwer, den Nachhieb, ſo wie ihn das Lichtbedürfniß ver⸗ langt, oft unthunlich, das Gedeihen der jungen Pflanze viel un⸗ ſicherer, als im Boden, welcher vom Graſe gereinigt iſt, bey der Saat, oder der noch vortheilhaftern Pflanzung. Hiezu tritt fer⸗ ner der Verluſt an Stockholze, der bey der Fichte ſehr beträcht⸗ lich, wegen der Menge deſſelben und ſeiner geringen Rodungs⸗ koſten, ſeyn kann. Denn die große Unannehmlichkeit, daß man wegen der ſteten Windbrüche, auf den Beſamungsſchlägen nie mit der Holzung zu Ruhe kommt, vereinzelte ſchwer und unvor⸗ theilhaft zu gute zu machende Beſtände erhält. Zuletzt iſt in Be⸗ ſamungsſchlaͤgen hier, wie überall, noch der Nachtheil, daß man die jungen Pflanzen in ihnen nicht ſo vortheilhaft und zweck⸗ mäßig vertheilen kann, als bey der Saat und vorzüglich der Pflanzung. Alles dieß läßt die Beſamungsſchläge in Fichten in der That nur als nothwendiges Uebel erſcheinen, welches man wählt, weil der Wald die Koſten des Anbaues, ſo viel er auch für ſich hat, dennoch nicht zu tragen vermag. Im Erlenhochwalde iſt die Verjüngung durch Samenſchläge ebenfalls außerordentlich ſchwierig. Die jungen Pfianzen wol⸗ len viel Licht zu ihrem Gedeihen haben; ſtellt man aber den Schlag einigermaßen licht, bevor der Same abgeflogen iſt, ſo iſt gleich der Graswuchs ſo ſtark, daß kein Same mehr zur Erde kommen kann. Es bleibt daher gewöhnlich nichts übrig, als ein Jahr abzuwarten, wo der Same ſehr reichlich vorhanden iſt, und ſobald dieſer abgefallen, den Schlag gleich kahl zu hauen, zumal da das Herausſchaffen von ſpäter nachzuhauenden Sa⸗ menbäumen bey den ſehr brüchigen Erlenpflanzen mit ganz un⸗ gewöhnlichem Nachtheile verbunden iſt.. Die Beſamungsſchläge in Kiefern ſind vorzüglich auf ſchlech⸗ tem Boden, welcher wund iſt, und wo die jungen Pflanzen die Beſchattung weit eher ertragen, zu empfehlen. Auf ſolchem Boden, wo man die temporelle Ackercultur mit der Saat ver⸗ 26* 54 Forſtwirthſchaft. (404) binden kann, wo das Stockholz ein Einkommen giebt, und wo man den Arbeitslohn und den Samen wohlfeil hat, wird der kahle Abtrieb und die Anſaat aus der Hand in der Regel vor⸗ zuziehen ſeyn. Die Birke fliegt auf paſſendem, wunden und freygeſtellten Boden ſo außerordentlich leicht an, daß man gewöhnlich dieß in bereits vorhandenen Birkenwaldungen am vortheilhafteſten der Natur überläßt. Daraus wird ſich nun ergeben, daß die Verjüngung ſolcher Holzgattungen, welche ohne viele Koſten leicht im Freyen durch Anbau aus der Hand angezogen werden können, durchaus nicht unbedingt in Beſamungsſchlägen zu empfehlen iſt, ſondern daß man Vortheile und Nachtheile dabey wohl gegeneinander abwä⸗ gen muß. Noch weniger muß man hartnäckig darauf beharren, ſelbſt bey den größten Hinderniſſen und Nachtheilen allein durch Beſamungsſchlage die Nachzucht erzwingen zu wollen, wenn man ſeinen Zweck wohlfeiler, ſchneller und leichter auf andere Art erreichen kann. IV. Von der Behandlung des Buchenſamenwaldes. Um Buchen in Beſamungsſchlägen erziehen zu können, muß man entweder Bäume genug haben, welche die Fläche hinrei⸗ chend mit gutem Samen überſtreuen, oder muß da, wo derſelbe fehlt, dieß durch Saat aus der Hand ergänzen. Wenn Samen tragende Buchen mit den Zweigſpitzen nirgends weiter als 15 bis 20 Fuß von einander entfernt ſind, ſo wird die Beſamung vollſtändig erfolgen können, da der Wind die Bucheln zur Seite wirft, auch Mauſe und andere Thiere ſie im Schlage verbrei—⸗ ten, ſelbſt auch kleine Stellen von etwa einer Quadrat⸗Ruthe groß, noch keine beachtungswerthe Lücke verurſachen. Es muß ferner zur Bedeckung des Samens mit Laub, zur Beſchirmung und Beſchattung der jungen Pflanzen, hinreichendes Schutzholz vorhanden ſeyn. Am beſten ſind die alten Mutterbuchen dazu, welche hochangeſetzte Aeſte haben; doch kann auch ſehr gut alles hochgewachſene Laub⸗ und Nadelholz mit ſchattigen Wipfeln als Schutzbaum benutzt werden. Selbſt niedriges Geſtrauch, wenn es einzeln vorkommt, und nur den Boden nicht verdämmend überwuchert, kann ſehr gut zur Beſchützung der jungen Buchen⸗ pflanzen dienen; und es ſcheint ſogar der Schutz von der Seite oft noch wohlthätiger zu ſeyn, als der von oben. Stellung des Vorbereitungsſchlags. Man verſteht darunter eine Unterbrechung des Schluſſes ge⸗ ſchloſſener Beſtände:— a) Um durch freyere Stellung und ſtärkere Einwirkung des Lichts die Samenerzeugung zu begünſtigen, was jedoch erſt nach Verlauf einiger Jahre bemerkbar wird. Wo eine dicke, noch nicht in vollkommenen Humus ver⸗ wandelte Laubdecke den Boden für das Aufgehen und die Er⸗ haltung der Buchenpflanzen untauglich macht, ſoll dieſe durch Verminderung des Laubabfalles und die Einwirkung des Lichts bis ſo weit verringert werden, daß das Samenkorn in die wirk⸗ liche Dammerde zu liegen kommt. In der lockern, noch nicht „Abſch. W. anz veweſett b nuſen Wintern, d tochende, nict zanz vetfaulten L rung. Dieß ol Paume abſtelln. Penn man d jus einander trin Eine ſtärkete Aus dem höchſt nacht geben. N dus hat es nut klein rigen Beſtänden Stellung ſo zu! äberal berühten, fannt ſind. Sin leſte tief igen 29 bis à dorhandene Stta wit hinweggeno ßer der Buche, trachtet werden nur im böchſten du, welche du ſteung den S berpehen död wen, um die durch die We zum Abfall d werden muß. hen, wenn e grünt, ohne jiehen zu könn gach und nach zu liegen kom der wohlthatige jAneigentlie digſnige Ausl der Caatserfült man in Duyte Pflanzen noc des Gedeihen ſchon vorhan tung dazu n Dunkelſchlag ſchicht zu e dern, als/ Same ſchon geſetzt, daß ich it, di die beſte. deenigen I Schluſſe des G n t, und wo wud der Regel vor⸗ ygeſtellten Inlich dieß ilhafteſten ing ſolcher eyen durch haus nicht dern daß der abwaͤ⸗ beharren, llein durch en, wenn auf andere aldes. unen, muß che hinrei⸗ wo derſelbe enn Sawen ater als 15 e Veſamung in zur Seite lage verbrei adrat⸗Ruthe 7. Es muß Beſchirmung Schutzholz uchen dazu, r aut alles Wipfeln als zuch, wenn erdämmend en Buchen⸗ n der Seite Schluſes ge⸗ mwirkung des z jedoch er Humus ber⸗ und die 2u ldieſe durch J des lichts in die wirk⸗ „poch nicht 2. Abſchn. Waldbau. Behandl. d. Buchenſamenwaͤlder. 55 .(405) ganz verweſeten Laubſchicht vermodern die Bucheln in weichen naſſen Wintern, die Wurzeln können nur das lockere, leicht aus⸗ trocknende, nicht genug Nabrung gebende Faſergewebe des nicht ganz verfaulten Laubes faſſen, und vertrocknen bey dürrer Wit⸗ terung. Dieß ſoll der Vorbereitungsſchlag durch Auslichtung der Bäume abſtellen. Wenn man die äußern Zweige der Buchen 10 bis 15 Fuß aus einander bringt, ſo wird dieſer Zweck bald erreicht werden. Eine ſtärkere Auslichtung würde den Schlag der Verwilderung, dem höchſt nachtheiligen Ueberziehen mit Forſtunkrautern preis⸗ geben. Iſt das Holz ſehr ſchlank und hochſtammig gewachſen, hat es nuͤr kleine Kronen, was bey noch jungen 80 bis 100jäh⸗ rigen Beſtanden der Fall iſt, ſo wird es ſogar beſſer ſeyn, die Stellung ſo zu wählen, daß die Zweigſpitzen ſich, wo möglich, überall berühren, oder doch nur wenige Fuß von einander ent⸗ fernt ſind. Sind ſehr aſtreiche, alte Bäume vorhanden, deren Aeſte tief angeſetzt ſind, ſo müſſen dieſe auf eine Höhe von ei⸗ nigen 20 bis 30 Fuß weggenommen werden. Das einzelne vorhandene Strauchbolz wird beſſer ſtehen bleiben, als ſogleich mit hinweggenommen werden. Was von andern Hölzern, au⸗ ßer der Buche, als Schutzbaum angeſehen und als nöthig be⸗ trachtet werden muß, läßt man zwar ſtehen; doch wählt man nur im höchſten Nothfall Aspen, Weiden und ſolche Hölzer da⸗ zu, welche durch Wurzelbrut oder Samen ſpater bey der Licht⸗ ſtellung den Schlag mit weichen, nachtheiligen Holzgattungen überziehen könnten. Wo möglich werden dieſe zuerſt weggenom⸗ men, um die etwa erſcheinende Wurzelbrut oder Samenpflanzen durch die Weide zu vernichten, da der Vorbereitungsſchlag bis zum Abfall des Samens lieber behütet, als in Schonung gelegt werden muß.— Man erkennt die zweckmäßige Stellung deſſel⸗ ben, wenn er ſich durch einzeln bervorkommende Graſer be⸗ grünt, ohne ſich jedoch mit einer dichten Grasbedeckung über⸗ ziehen zu können, wenn die hohe Decke des trocknen Laubes ſich nach und nach ſo vermindert, daß die Buchel in die Dammerde zu liegen kommt; dabey aber doch auch im Herbſte überall mit er wohlthätigen Laubdecke bedeckt wird. Uneigentlich nennt man einen Vorbereitungsſchlag diejenige Auslichtung geſchloſſener Beſtände, welche man um der Etatserfüllung willen, weil Samenjahre ausbleiben, oder man in Dunkel⸗ und Lichtſchlägen nicht hauen kann, indem die Pflanzen noch zu klein ſind, vornimmt, wo alle Bedingungen des Gedeihens und Erſcheinens der Pflanzen im Dunkelſchlage ſchon vorhanden ſind, wo folglich auch weiter keine Vorberei⸗ tung dazu nöthig iſt. Dieß iſt nichts, als die Stellung eines Dunkelſchlags, die nur dichter erfolgt, um die Dammerden⸗ ſchicht zu erhalten und das Erſcheinen des Graſes zu verhin⸗ dern, als es nöthig ſeyn würde, wenn bey dem Anhiebe der Same ſchon abgefallen wäre. Die dichteſte Stellung, voraus⸗ geſetzt, daß der Boden für die Beſamung vollkommen empfäng⸗ lich iſt, die Bäume zum Samentragen geneigt ſind, iſt dann die beſte. Man muß in dieſem Falle wo möglich ſich begnügen, diejenigen Baume vorläufig wegzunehmen, welche nichts zum Schluſſe des Waldes beytragen, die nicht zu den dominirenden Forſtwirthſchaft. (406) Stämmen gehören, auf keinen Fall aber den Schlag lichter ſtel⸗ len, als einen Vorbereitungsſchlag. „Wenn der Same abgefallen iſt, muß der Schlag noch einige Zeit im Dunkelſchlage ſtehen. Die Grundſätze, welche hiebey efolgt werden müſſen, ſind nach Lage, Boden und Clima ab⸗ weichend, ſo wie auch der Wuchs des Holzes darauf Einfluß hat. An ſüdlichen und weſtlichen trocknen Hängen im rauhen Clima hält man nicht bloß die Samenbäume etwas dichter, ſon⸗ dern läßt ſie auch länger im beſamten Schlage ſtehen, als bey den entgegengeſetzten Verhältniſſen. Sehr hochſtämmig und ſchlank gewachſenes Holz, mit hoch angeſetzten Zweigen, kann in den obern Wipfeln weit mehr Schluß haben, als kurzes, aſt⸗ reiches und dicht belaubtes. Folgende Regeln werden als die gewöhnlich anzuwendenden gelten dürfen, wenn gleich verſchiedene Verhältniſſe allerdings Modificationen nothwendig machen können. 4 „Sobald der Same im Herbſte abgefallen iſt und das Laub ihn bedeckt hat, kann die Holzung in den noch zu dunkel ſtehen⸗ den Orten beginnen. Sie erſtreckt ſich zuerſt auf das Ausäſten der ſehr aſtreichen verdämmenden Bäume, indem die Zweige derſelben bis zur oben bemerkten Höhe weggenommen werden. Sollte ſich verdämmendes großes Strauchholz im Schlage vor⸗ finden, ſo wird dieß gleichfalls weggenommen— kleine, einzeln vorkommende Sträucher bleiben zum Schutze der jungen Bu⸗ chenpflanzen noch ſtehen. Stellen, wo nicht hinreichende Bu⸗ cheln hingefallen ſind, werden mit außerhalb des Schlages ge⸗ ſammelten beſäet, indem entweder eine Laubdecke darüber gezo⸗ gen wird, oder dieſe Saat 2 bis 3 Zoll hoch durch Einhacken oder Ueberkratzen mit lockerer Dammerde bedeckt wird. Man bringe nun, durch den im Winter geführten und bis zum Aus⸗ bruche des Laubes ganz beendigten Holzſchlag, die ſtehenbleiben⸗ den Bäume in eine ſolche Stellung, daß, wo viel Schatten ver⸗ langt werden muß, oder, wo man ſehr hochſtämmiges Holz hat, die äußern Zweigſpitzen überall 6 bis 10 Fuß von einander ent⸗ fernt ſind. Auf friſchem Boden, in geſchützter Lage, bey däm⸗ mendem Holze kann dieſe Entfernung bis auf einige zwanzig Fuß ſteigen. Der zu ſtarke Schatten wirkt eben ſo nachtheilig, als die zu lichte Stellung, die Pflanzen werden verzärtelt, er⸗ kranken, und ertragen die ſpäter doch nöthig werdende Lichtſtel⸗ lung dann gar nicht. Das eingeſchlagene Holz muß aus dem Schlage an die Ränder und Abfuhrwege gerückt werden. Wäre ein ſo reiches Samenjahr, daß offenbar die Bucheln nicht alle zur vollen Beſamung gebraucht werden, ſo kann man bey wei⸗ chem Wetter, des Mittags, ſchon ſatt gehütete Heerden Schwei⸗ ne in dem Schlage brechen oder wühlen laſſen, da die unterge⸗ wühlten Bucheln dauerhaftere Pflanzen geben, als die obenauf liegenden.. Der auf dieſe Art voll beſamte Schlag bleibt 3 bis 4 Jahre, ohne daß darin geholzt wird, ſtehen. Sollten ſich in dieſer Zeit viel wuchernde Unkräuter darin zeigen, oder Mäuſe Schaden thun, ſo wird es gut ſeyn, denſelben im Spätherbſte, wo das Laub ſchon anfangt abzuſterben, durch Rindvieh aushüten zu laſſen, was vorzüglich das Zuſammenziehen von Maͤuſen in ſol⸗ chen Schlägen ſehr verhindert. holz, üſchu We pach Verlauf ſowohl n raßgnunmen findet eme Plle dder man geht in weazunehmenden dan nan die ſ ſch ihr Deſtand noch ſtehen. Wo käte man den als da, wo ſen man Pfanzen, darch Veſchattun borher noch einm wodurch mit ein frey geſtelt verd ſtelung übe der immer dem Bedi überal daſſelbe diiten Theil de daß dabey eine den Baume bew Nach dieſer Rehrere Jahten 1 bis 1 Foß h de dang in g. das Holz bid Samendaumer man dann n⸗ lichtung, wo Schnee, aber gehauen, das aarreen und Te zen ſo wenig, Den Ahtrie mals einige J junge Beſtand zalne wüchſige haben, könden vorzlglic ſter ßen Aeſten mi den, damit d geſchieht. Es könne den Schlag, zen kann. U muß man ſo gen im Betri zen zu gefähr halb gewohn Jahre enthaͤlt zubringt, zu daß ſie als; ees Samen Forſtwirthſchaft. (408) 3 bis 4 Theile, und lichtet jedes Jahr einen davon aus, wobey aber Sorge getragen werden muß, daß durch Aeſtung den njeni⸗ en Theilen, welche zuletzt zur Aus! lichtung kommen, wenig⸗ 8 us ſoviel Licht gegeben wird, daß die Pflanzen ſich wenig⸗ ſtens„geſund darin erhalten können. In den Jahren, worin in den Dunkel⸗ und L ichtſchlägen nicht gehauen werden ka ann, er⸗ füllt man den Etat durch Aushauung der zu neuen Vorberei⸗ tungs⸗ und Dunkelſchlägen b beſtimmten Orte, welche man an die ſchon im Betn riebe befind! ichen Samenſchläge anreihet, ſo daß alſo eine verhältnißmäßige Flache neu zutritt, wenn eine andere als Abtrieb 23 chlag vom Betriebe gusſcheidet, Wo die Samenjahre haufig genug eintrete n, ſetzen ſich die⸗ ſer Art der Wirthſcha aftsführung keine Hinderniſſe entgegen. Wo jedoch, wie dieß wohl in rauhen Gebirgs enden oder auf fan⸗ digem Boden der Fall iſt, dieſe ſehr ſelte en zu erwayten ſind, 19 1„ weiß man oft nicht, wo man bis zum Ein eritt 1 beſtimmten A bgabeſat herne hmen ſoll, ohne die ſehr auszulicht en, und iſt die ganze ausgehauene Flache mit einmal bey einem. guten Samenjahre beſamt, ſo man wieder nicht mit dem F zen Licht genug ſchaffen. N lbe n den Alel iebe folg gen i, und den jungen Pff lan⸗ n darf ſichts des Aushiebes der Samendann ertragen viel Schatten, ehe e ſie ganz ve erdämmt werden; es laſ⸗ ſen ſich auch bey gehöriger Vorſicht noch wanzigjährige Dickun⸗ zwar nicht zu ängſtlich Hin⸗ ſeyn; denn die Buchen gen rein hauen, höch ſt ſtörend für die Wirthſchaft und die Er⸗ ziehung guter ge eſchloſſener jungen Orte ſind ſolche Verhaltn iſſe jedoch immer. Sie laſſen ſich aber mit w enig Aufopferung und ſehr leicht beſeitigen, wenn man in Orten, welche für die Sa⸗ mfnerzeugung günſtiger gelegen ſind, und von den einzelnen Stämmen außerhalb der Schläage, die ſich doch immer bäufig Samen nra gen vorfinden, dieſen ſammelt und in den Schlägen, wo man am liebſten hauen möchte, ausſtreuet. Durch dieſe einfache Un ü g der Natur kann die Wirthſchaft viel re⸗ gelmäßi hrt werden. Unzweckmäßig iſt es, wegen einzelner unbeſamt gebli iebener Stellen, während andere ſchon vielleicht mit ziemlich hohem jun⸗ gen Bucher nholze beſtanden find, immerfort noch Samenbäume überzuhalten. Nicht bloß, daß dadurch der Hieb ſehr ve reinzelt wird, die Beſtände ſehr ungleich werden die Schonungsfläche ſehr ver rgröße wird, es auch dann bey dem Heraus⸗ ſchaffen des Polads unvermeidlich viel Erandel Schon zeitig ſollte man da, wo man ſieht, daß die Beſat nung lückenhaft iſt, durch Ausſtreuung von Bucheln nachhelfen. Iſt dieß aber ein⸗ mal verabſäumt worden, ſo muß man Pükine Tücker lieber aus⸗ pflanzen, worüber in der Fo elge das Nähere angeführt werden wird. Wenn unter den Bus chenpflanz zen viel junge Eichen und Ahorn, oder andere nicht ſo viel Er chatten wie die Buche, ertragende Holzgattungen ſtehen, deren Herat afbringung man 3 n 8 wünſcht, ſo muß man ſolchen Ste Uen dhren Bedürfni ſſe gemaͤß auch mehr Licht geben. Sind es Hölzer, welche in der Jugend einen ſchneltern Wuchs haben, als die Buchen, ſo werden letz⸗ tere ohnehin ſchon von ihnen beſchützt. Um die Ründ * üimme dtwas 4 mmelt. n d brochen ==Z= die Liche vobon on 5 gen; die Be be früher gei lung des S nug ſeyn, um in ni verhüte —=— di 3 weigſg ſ 6z den, Hainbuchen de zu entfernen Süain d 1 unter d d Auch weihhe, ſ Haſeln u 1. a., d tig bert tilgt we wac aahſen, nacht man dieſelden Sommer, herg beißen laßt. noch vor der worfenen Pfur werden, deren thun würde. 8 Wo die e M⸗ und Nor uus, wobey g denjeni; u, weni ich we a „W drin in kann, er⸗ Vorberei⸗ ee man an reihet, ſo wenn eine den eſt die en einzelnen nmer haufig Sch lage el, Durch dit iſe ft viel re gebliebene em 8 menbaͤume vereinzelt nung 48 äͤche m Heraus⸗ ſchon zei ii enbaft ſt aber ein⸗ ährt werden 35 1 an kicen 2. Abſchn. Waldbau. Erziehung der Eichen u. ſ. w. (409) um die Ränder der Schläge hält man gewöhnlich die Sa⸗ menbäume etwas dichter, als in der Mitte, weil ſie theils leich⸗ ter und mit weniger Nachtheil aus dem jungen Holze zu ſchaf⸗ fen ſind, theils auch die Randbäume die Mitte doch mit ſchünen helfen. Wenn ein Schlag an Gewäſſer, Felder, große Anger grenzt, muß man vorzüglich darauf bedacht ſeyn, ihn gegen dieſe hin nicht zu licht zu ſtellen. Sollte ein Buchenwald durch Streurechen, welches dieſer Holzgattung außerordentlich nachtheilig iſt, zu ſehr von der ſchützenden Laubdecke entblößt ſeyn, ſo iſt es nothwe endig, 10 bis 15 Jahre, wenn es ſeyn kann, oder doch wenigſtens 4 bis 6 Jahre Streuf ſchonung in den Orten, welche angehauen werden follen, ehe dieß geſchieht, tinzulezen, damit ſich das zur Erzie⸗ hung der jungen Buchen unentbehrliche Laub wieder darin auf⸗ ſammelt. Die Hütung kann jedoch bis zum Abfall des Samens ununterbrochen dauern, und es iſt dieß eher vorthei hhaft, als nachtheilig. V. Von der Erziehung der Eichen, Hainbuchen, Eſchen, Ulmen und Birken in Beſamungsſchlaͤgen. Die Eiche be darf des Schattens weniger, als die Buche, wovon ſchon die vielen, ſehr gut wachſenden freyen Saaten zeu⸗ gen; die Beſamungsſchläge von dieſer Holzgattung werden da⸗ her früher gelichte und abgetrieben, als bey jener. Die Stel⸗ lung des Schlages bis zum Abfall des Samens muß dicht ge⸗ nug ſeyn, um das Ueberziehen deſſel lben mit Gras und Unkrau⸗ tern zu verhüten. Sehr vortheilhaft wird es ſeyn, wenn man ſchon den ganzen Sommer vorher, ſo lange bis die Eicheln, welche zur Beſamung erford derlich gehalten werden, abgefallen ſind, den Schlag mit Schweinen behüten läßt, damit dieſe ihn umbrech hen. Die Eich wächſt, wenn ſie in den aufgewüblten Boden fã Ult, beſſer, weil die Pfabl wurzel darin leichter und tie⸗ fer eindringen kann, als wenn ſie auf feſtem Boden liegt. Mit Samen überſtreut kann der Schlag noch hinlänglich werden, wenn die Zweigſpitzen auch bis 20 Fuß von einander entfernt ſind. Sorg⸗ fältig muß man Laraui achten, alles verdämmende Holz, als Bu⸗ chen, Hainbuchen,? Linden, mit dichter Belaubung aus dem Schla⸗ ge zu entfernen, we il die junge Eiche zwar wohl den lichten Schatten des eignen Mutterbaumes eine Zeit lang erträgt, aber unter dem dichtern der genannten Hö zer bald Schaden leidet. Auch weiche, ſchnell wachſende Hölz er, Erlen, Weiden, Pappeln, Haſeln u. a., müſſen ſch 4 vor dem Abfall des Samens ſorgfäl⸗ tig vertilgt werden, weil ſie den jungen Eichen, die ſie über⸗ wachſen, nachthei ilig werden. Man erreicht dieß am beſten, wenn man dieſelben einige Jahre vor der Einhegung, vielleicht im Sommer, heraushauen und ſie durch das eingetriebene Vieh ver⸗ beißen laͤßt. Man muß auch eben ſo darauf bedacht ſeyn, daß noch vor der Beſtockung mit den der Beſchädigung ſehr unter⸗ worfenen Pflanzen diejenigen Nutzhölzer am erſten herausgehauen werden, deren Aufarbeitung oder Transport ſehr viel Sch aden thun würde. Wo die erſcheinende Eichenpflanze ſich in einer gegen rauhe Oſt⸗ und Nordis binde geſchützten Lage beſindet, wo ſie gleich tief —y— 60 Forſtwirthſchaft. (410) mit ihren Wurzeln eindringen kann, da bedarf ſie eigentlich gar keines Schuhes vom Oberholze, wie wir an den vielen freyen Saaten genugſam ſehen. Jedoch erträgt ſie die nicht zu dichte Beſchattung, von hochſtämmigen Eichen herrührend, auch recht gut; es wirkt dieſelbe ſogar wohlthätig, wo die junge Pflanze flach ſteht, weil die Eichel nicht von der Erde bedeckt war. Der kahle Abtrieb des Schlages gleich nach der Beſamung iſt daher weder nöthig, noch auch gewöhnlich anzuwenden, da man das Holz nicht ſo raſch zu Gute machen und abſetzen kann. Wo die Mutterbäͤume in der angegebenen Entfernung ſtehen, ent⸗ weder hochſtämmig gewachſen, oder durch ſorgfaltiges Aeſten bis auf eine Höhe von 30 und mehr Fuß von allen verdämmenden Zweigen befreyet ſind, kann man den Schlag zwey Jahre ſtehen laſſen. Dann nimmt man etwa den dritten Theil der Samen⸗ bäume, mit Anwendung der bey den Buchen gegebenen Regeln, heraus, läßt den Schlag wieder einige Jahre ruhen, um dann abermals eine Auslichtung vorzunehmen, bey welcher man das zweyte Drittheil wegnimmt, und legt nach etwa 6 Jahren, wenn die jungen Eichen 1 bis 2 Fuß ſind, den Abtriebsſchlag ein.— Haben die jungen Pflanzen ſchon vom Anfange an licht geſtan⸗ den, ſo kann im milden Clima und fruchtbaren Boden auch die zweyte Auslichtung ganz wegfallen. Man nimmt dann, wenu ſie zwey Jahre alt ſind, die Hälfte des Holzes weg, und treibt den Schlag bey einem Alter derſelben von vier bis fünf Jahren ſo weit ab, daß man nur diejenigen ſchlanken gewüchſigen Stäm⸗ me ſtehen läßt, welche bleiben und verwachſen ſollen, um einſt vorzüglich ſtarke Nutzhölzer zu geben. Dieſe werden zwar nach der gänzlichen Freyſtellung, eben ſo wie die übergehaltenen Bu⸗ chen, anfangs dürre Wipfel erhalten, weil die Säfte nun mehr nach den frey geſtellten Seitenzweigen ſtrömen; man darf ſich jedoch dadurch nicht beirren laſſen. Sobald der Fuß des Bau⸗ mes durch das aufwachſende Dickigt wieder gedeckt wird, erhält derſelbe auch ſeinen vorigen Wuchs wieder, die trocknen Aeſte verſchwinden, und der Wipfel belaubt ſich von neuem durch friſch treibende Zweige. Die jungen Eichenpflanzen ſind vermöge ihres Wuchſes der Beſchädigung durch das Ausbringen des Holzes weit mehr un⸗ terworfen, als die Buchen; es iſt deßhalb auch doppelte Auf⸗ merkſamkeit nöthig, um zu verhüten, daß dadurch nicht der Beſtand lückenhaft wird.— Sollten ſich im Abtriebsſchlage noch unbeſtandene Stellen zeigen, ſo werden dieſe am beſten durch das Unterhacken von Eicheln in Beſtand gebracht. Die Hainbuchen können beynah ganz gleich mit den Bu⸗ chen bey der Verjüngung durch Beſamungsſchläge behandelt werden, da ſie ebenfalls viel Schatten bedürfen und ertragen, da ſie gleich empfindlich gegen Froſt ſind, wenn ihnen auch das volle Licht nicht ſo nachtheilig iſt. Es verbreitet ſich jedoch der Same in ihnen weiter, und eine etwas lichtere Stellung vor ſeinem Abfall iſt ſtatthaft. Verſchieden zeigt ſich dieſe Holzgat⸗ tung von der Buche darin, daß der Same ſehr oft ein Jahr überliegt. Man muß deßhalb vorſichtig mit der Lichtſtellung gleich nach dem Abfall des Samens ſeyn, um das Gras nicht überhand nehmen zu laſſen, ehe die Pflanzen aufgehen, da dieſe bey ſehr ſtarkem Graswuchſe leicht davon unterdrückt werden. Aüſcht. W. uh ſid die verbi zm Eriehung bon rißhab wan ſe d⸗ ſeoit ſeht küvpe nn. Das Eehnei dieſe polzgattun jende, weit verbret ſunzen geduhen! Un Eſcheni he odet Elle, d zihen zu körnen, ſtehen, dis ein. mn det Regel ein Graswuchs zurüt herbſte die Etelle wühlen zu laſſen, dieß dem Gedeihe den nicht ertragen ſtrlung berlangen Deulmer Same aufgehen wißheit wiſſen ta dahin abet gewi fann, daß et gar die eriordetüche vorher, che da che, welche be ſchaffenheit, e der Hacke vern ziehen des Sch ten verhüten, lich, ehe die E die jungen Pfia geſchnitten werd dem Abfall des treten laſeen. D des Aushiebs de ſe nachdem die F Hainduchen, Li den jangen Uim ſien Fäür ſant tete Kronen hat muß eine gänz ſtammige Kich daͤmmenden x 8 Jahren nach theil daraus; das Herausſch leberwachſen thenfalls ſehr de Virk ne aufgeht, b las, noch; Nenge, ſelhſt — gentlich gar elen freyen t zu dichte auch recht age Pfanze war. Der g iſ daher da man das kann. Wo ſeehen, ent⸗ s Aeſten bis adammenden Nahre ſehen l der Samen⸗ benen Regeln, een, um dann ſcher man das Jahren, wean zſchlag ein.— nlicht geſtan⸗ ooden auch die tdann, wenn 3, und treibt fünf Jahren cügen Etäm⸗ len, um einſt den zwar nach thaltenen Bu⸗ ffte nun mehr zan darf ſich uß des Bau⸗ wird, erhält vanen Aeſte euem durch Luchſes der t mehr un⸗ pppelte Auf⸗ hj vicht der ſchlage noch beſten durch mit den Vu⸗ ge behandelt und ertragen, nen auch das ich jedoch der Stellung bor eſe Holat⸗ oft ein Jahr Lichtſtellung Gras nich, hen, da dieſe nickt werden. weßhal 2. Abſchn. Waldbau. Erziehung der Eichen u. ſ. w. (411) Auch ſind die verbiſſenen Hainbuchenpflanzen noch brauchbarer zur Erziehung von gutwüchſigem Baumholze, als die Buchen, 1 man ſie da, wo die Samenpflanzen mangeln, obgleich ſie oft ſehr krüppelhaft und untauglich ausſehen, überhalten kann. Das Schneideln der aſtreichen Mutterſtämme wird bey dieſer Holzgattung nöthiger, als bey jeder andern, da tief hän⸗ gende, weit verbreitete Aeſte durchaus keine darunter ſtehenden Pflanzen gedeihen laſſen. Um Eſchen im Beſamungsſchlage— gewöhnlich der Bu⸗ che oder Erle, da dieſe Holzgattung nicht rein vorkommt— er⸗ ziehen zu können, muß man die Stellen, wo die Samenbäume ſtehen, bis ein Jahr nach dem Abfalle des Samens, da dieſer in der Regel ein Jahr überliegt, ſehr dunkel halten, um den Graswuchs zurückzuhalten. Wäre es möglich, vorher im Spät⸗ herbſte die Stellen, wo er hinfallen wird, durch Schweine um⸗ wühlen zu laſſen, oder mit der Hacke aufzulockern; ſo würde dieß dem Gedeihen der jungen Pflanzen, die einen feſten Bo⸗ den nicht ertragen, ſehr zuträglich ſeyn. In Hinſicht der Licht⸗ ſtellung verlangen ſie gleiche Behandlung, wie die Eiche. Die Ulme verlangt einen ſehr wunden Boden, wenn der Same aufgehen ſoll. Da man erſt im April und May mit Ge⸗ wißheit wiſſen kann, ob genügender Same zu erwarten iſt, bis dahin aber gewöhnlich den Schlag nicht ſo geſchloſſen erhalten kann, daß er ganz wund bleibt, um ihm erſt in dieſen Monaten die erforderliche lichte Stellung zu geben; ſo iſt es beſſer, kurz vorher, ehe der Same abfliegt, d. h. im Monat May, die Flä⸗ che, welche beſamt werden ſoll, nach Verſchiedenheit ihrer Be⸗ ſchaffenheit, entweder mit eiſernen Rechen aufkratzen, oder mit der Hacke verwunden zu laſſen. Auch ſpäter muß man das Ueber⸗ ziehen des Schlages mit hohem Graſe oder wuchernden Unkräu⸗ tern verhüten, indem die Ulme darunter ſehr leidet. Wo mög⸗ lich, ehe die Samenbildung vollendet iſt, muß es ſo hoch, daß die jungen Pflanzen gegen alle Beſchädigung geſichert ſind, ab⸗ geſchnitten werden; oder man kann es auch im Spätherbſt, nach dem Abfall des Laubes, durch Rindvieh aushüten und nieder⸗ treten laſſen. Die Behandlung des beſamten Schlages, Hinſichts des Aushiebs des darauf ſtehenden, alten Holzes iſt verſchieden, je nachdem die Holzgattungen ſind, woraus es beſteht. Buchen, Hainbuchen, Linden und alle ſehr dämmenden Hölzer, werden den jungen Ulmenpflanzen bald nachtheilig, müſſen gleich im er⸗ ſten Jahre ſtark geaſtet werden, ſobald ſie ſtarke, weit verbrei⸗ tete Kronen haben, und ſchon im dritten, höchſtens vierten Jahre muß eine gänzliche Freyſtellung erfolgen. Die Ulme ſelbſt, hoch⸗ ſtämmige Eichen mit geringen Kronen und alle nicht mehr ver⸗ dämmenden Bäume können dagegen ohne Nachtheil in 6 bis 8 Jahren nach und nach herausgehauen werden, ohne daß Nach⸗ theil daraus zu befürchten wäre, da die jungen Pflanzen auch das Herausſchaffen des Holzes ſehr gut ertragen. Gegen das Ueberwachſen durch weiche, ſchnell wüchſigere Hölzer ſind ſie ebenfalls ſehr zu ſchützen.. Die Birke, wenn ſie auf einem Boden ſteht, wo der Sa⸗ me aufgeht, bedarf nur ſehr ſtarke Lichtſtellung und weder von Gras, noch Moos und Laub bedeckten Boden, um bald in Menge, ſelbſt von wenigen Samenbäumen anzufliegen. Auf 62 — Forſtwirthſchaft. (41²). ſehr dürrem Boden wird man jedoch umſonſt das Aufgehen des Samens erwarten; dieſer kann, wenn durchaus Birken daſelbſt gezogen werden ſollen, nur durch Pflanzung in Beſtand gebracht werden. Das kleine Samenkorn der Birke kann den hervor⸗ kommenden Keim nicht lange aus ſich ſelbſt ernähren, ſondern bedarf dazu genügende Feuchtigkeit, die junge Pflanze wurzelt vorzüglich anfangs nur ſehr flach und in der Oberfläche des Bo⸗ dens, weßhalb ihr die Dürre doppelt nachtheilig iſt. Der trockne, humusarme Sandboden iſt daher für ſie nicht keimfahig und durch Beſamungsſchläge auch nicht in Beſtand zu bringen. Der gewöhnlich reichlich vorhandene Same verbreitet ſich weit mit dem Winde, ſo daß kleine blankgehauene Orte von wenig Mor⸗ gen, ſchon mit Sicherheit von nahe ſtehendem Holze beſamt werden. Man läßt jedoch, vorzüglich bey größern Schlägen, lieber alle 20— 30 Schritt eine gute ſtarke Samenbirke ſtehen, welche man an der ſtarken Beäſtung und Belaubung leicht er⸗ kennen kann, und hauet dieſe nach einigen Jahren heraus. Von dieſen iſt in ſo lichter Stellung keine Verdammung zu fürchten; wogegen andere Hölzer, von dichterer Belaubung, durch ihren Schatten bald ſehr nachtheilig werden. VI. Von der Erziehung der Kiefer in Beſamungs⸗ ſchlaͤgen. Auf friſchem Boden bedarf man die Samenbäume zur Er⸗ iehung der Kiefer mehr zur Ausſtreuung von Samen, als zur Beſchuung der jungen Pflanzen. Der Beweis, daß dieſe die letztern nicht bedürfen, wird genugſam dadurch geführt, daß die ganz frey ſtehenden Saaten immer beſſer wachſen, als die be⸗ ſchatteten Pflanzen, auch unter der Dürre nicht mehr leiden, als dieſe. Eine dichte Beſchattung vernichtet die junge Kiefer ſchon in den erſten Jahren entweder ganz, oder hat doch auf ihr fer⸗ neres Wachsthum den allernachtheiligſten Einfluß. So viel es nur irgend möglich iſt, muß daher dieſe auch auf gutem und mittelmäßigem Boden, ſobald er mit Pflanzen beſetzt iſt, ver⸗ mieden werden. Niedriges buſchiges Strauch⸗ oder Unterholz, welches ſich häufig, von verdämmten Kiefern herrührend, auf den Schlägen vorfindet, aſtreiche Bäume, welche niedrig ſind, dürfen deßhalb auf ſolchen nicht geduldet, und müſſen entweder ganz weggehauen, oder doch ſtark geäſtet werden. Eben ſo ver⸗ derblich ſind ſchattige Laubholzbäume, und ſelbſt die an und für ſich nicht ſehr verdämmende Eiche wird doch für die Kiefer ſehr nachtheilig. Nur die Birke ſchadet ihr nichts. Es iſt ſehr ſchwer zu beſtimmen, wie viel Samenbäume man ſtehen laſſen muß, um den Schlag durch den, ſich ziemlich weit verbreitenden Samen ganz überſtreut zu erhalten. Alte, freyſtehende, ſehr beäſtete Stämme tragen weit mehr Zapfen, als jüngere, oder ſehr im Schluſſe ſtehende; auf trocknem Boden iſt die Samenerzeugung weit ſtärker, als auf feuchtem und ſelbſt wie auf friſchem. Man kann annehmen, daß wenigſtens 4 bis 6 Scheffel Zapfen auf dem Morgen vorhanden ſeyn müſſen, um ihn ganz vollſtändig überſtreut zu erhalten. Bey ſchmalen Schlä⸗ gen, wo das angrenzende hohe Holz ſeinen Samen auf die leere Fläche wirft, muß man dieß freilich mit in Betracht zie⸗ „Aſchy. S ſn, ohd kann darum nüen ſud, lihtet 1 dn maze geſcloſſene ränend dren dis de cern. Da, Wo igt, ſeelt man in unc dee Unrebrect dainſigen. E fule zu biliden, ſicht ünnal de d Iaen des Sühl Terwoddund, A Fabte, ihe die ie den; in diſe dei wit vucherndem kt er vollende wit! berlie — — — doh ttrachtlie d banze t Zeit ü hotz azeugen t Alur, da gewöh Schlagen hin u zen, deden Re wan ſeht gtoi tadn dahe d Vorderetunge wuß. Dagegen auch wenn n empfohlen w krauter, wie ren(Vaccinin Auigehen und gehen bey der der Vöden wi ffanglich, waf hen Fäͤllen m Den Anhi len wi, nin Kiefergyfen gefallten Va in dem Sth holz ſo lan pfen geöffne tann der S. duncte werd Schon nittelmaßig ¹ Schritt! drf, ſteher ſchreiten dür dſt die Pfla däbſt bey ſe iigehen des ten daſelbſt gebracht een hervor⸗ n, ſondern ze wurzelt he des Bo⸗ Der nockne, afahig und uged. 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Es iſt dieß ein Verfahren, welches nur in dem Falle zu billigen iſt, wenn man aus irgend einem Grunde auch nicht einmal die wenigen Koſten anwenden kann, welche das Beſäen des Schlages mit geſammelten Samen, ohne weitere Verwundung, anwenden kann. Es dauert gewöhnlich 8— 10 Jahre, ehe die licht geſtellten Samenbäume ſich als ſolche zei⸗ gen; in dieſer Zeit überzieht ſich der Boden, wenn er friſch iſt, mit wucherndem Graſe und Forſtunkräutern; iſt er ſchlecht, ſo verliert er vollends ſeinen Humusgehalt, ſo daß viel beträcht⸗ lichere Culturkoſten ſpäter dennoch eintreten, wenn man den Ort in Beſtand haben will. Außerdem verliert man aber auch noch ſo beträchtlich an Zuwachs, da die wenigen Samenbäume die ganze Zeit über, wo der Schlag ſo licht ſteht, nur wenig Holz erzeugen können; die Beſtände werden ſehr ungleich im Alter, da gewöhnlich auf ſolchen, lange in Schonung liegenden Schlägen hin und wieder jedes Jahr einige Pflanzen ſich zei⸗ gen, wegen welcher man die Weide nicht geſtatten darf, ſo daß man ſehr große ausgedehnte Schonungsflächen erhält. Man kann daher mit Recht die Regel aufſtellen, daß dieſe Art der Porbereitungsſthlage in Kiefern wo möglich vermieden werden mutßz. 3 Dagegen kann in dem Falle eine vorläufige Lichtſtellung, auch wenn noch nicht ſogleich eine Beſamung zu erwarten iſt, empfohlen werden; wenn im geſchloſſenen Holze viel Forſtun⸗ kräuter, wie z. B. gemeine Heide(Erica vulgaris), Heidelbee⸗ ren(Vaccinium myrtillus) u. dgl., ſich vorfinden, welche das Aufgehen und Gedeihen von Pflanzen verhindern. Dieſe ver⸗ gehen bey der Freyſtellung in der Regel in wenig Jahren, und der Boden wird von ſelbſt wund und für die Beſamung em⸗ pfänglich, wahrend ſeine Verwundung durch die Hacke in ſol⸗ chen Fällen mit nicht unbeträchtlichen Koſten verknüpft iſt. Den Anhieb eines Orts, den man in Beſamungsſchlag ſtel⸗ len will, nimmt man gewöhnlich im November vor, damit die Kieferzapfen erſt ihre Reife erlangen. Die an den Zweigen der gefällten Bäume ſitzenden Zapfen läßt man abpflücken und gleich in dem Schlage ausſtreuen, wenn man nicht etwa das Reis⸗ holz ſo lange in demfſelben liegen laſſen kann, bis ſich die Za⸗ pfen geöffnet haben und der Same ausgefallen iſt.— Behütet kann der Schlag mit Schafen und Rindvieh bis zu dem Zeit⸗ puncte werden, wo die jungen Pflanzen erſcheinen.. Schon wenn dieſe Ein Jahr alt ſind, wird auf gutem und mittelmäͤßigem Boden der Schlag ſo licht geſtellt, daß alle 20 bis 30 Schritt nur ein Baum, welcher keine niedrigen Aeſte haben darf, ſtehen bleibt. Man würde ſogar zum totalen Abtriebe ſchreiten dürfen, wenn nicht bey eintretenden trocknen Jahren oft die Pflanzen wieder eingingen, und es wünſchenswerth wäre, ſelbſt bey jetzt voller Beſamung, noch Reſervebäume zu behal⸗ 64 20 bis 30 jährigen Dickungen ſtehen, iſt es ſehr Unrecht, ſie, ſo Forſtwirthſchaft. (414) ten, welche nöthigenfalls noch einmal den Ort mit Samen überſtreuen können. Man wartet deßhalb mit dem Abtriebe, bis die Pflanzen drey, höchſtens vier Jahre alt ſind, wo man ihn unbedenklich vornehmen kann, und ſogar es muß, da ſonſt der Schatten der ſtehenden Bäume zuviel Schaden thun wird. Iſt der Schlag nur ſtellenweis beſamt, ſo läßt man diejenigen Flecke, wo die Pflanzen guten Wuchs zeigen, rein hauen und da noch Bäume ſtehen, wo ſie fehlen. Langer als 4, höchſtens 6 Jahre, darf man jedoch nicht auf dieſe natürliche Beſamung warten, ſondern muß die Lücken durch Anbau aus der Hand zu ergänzen ſuchen. Ungleiches Alter der jungen Kieferbeſtände iſt weit nachtheiliger, als in Buchen; auch thut das Fällen und Herausſchaffen der ſtehengebliebenen Bäume aus dem größern horſtweiſen Beſtande, ſehr viel Schaden. Bis zum 4ten und 6ten Jahre läßt ſich das eingeſchlagene Holz, wenn es nur nicht kälter, als 6—8 Grad iſt, ohne beſondern Nachtheil, mit Schlit⸗ ten⸗Wagen ausfahren, da ſelbſt das Rad über eine ſo junge Pflanze gehen kann, ohne ihr Schaden zuzufügen. Eine große Aufmerkſamkeit muß man darauf wenden, um zu verhüten, daß nicht kleine verdämmte und verkrüppelte Pflan⸗ zen im Schlage ſtehen bleiben. Man muß bey ihnen auf fol⸗ gende Kennzeichen achten, die den größern oder geringern Grad der Unterdrückung und Verkrüppelung, welche ſie erfahren ha⸗ ben, bezeichnen. Verhältnißmäßig kleine, wenig ausgebildete Spitzknospen, Mangel an Höhenwuchs und ein bemerkbares Wachſen in die Seitenzweige, eine Verkrüppelung des Wipfel⸗ triebes, ſehr dünne Triebe, nur an den äußern Spitzen mit kur⸗ zen Nadeln dünn beſetzt, weißliche, wohl gar mit Flechten be⸗ ſetzte Rinde, enge Holzlagen und Jahresringe, ohne bemerkbare Markröhre und ſtatt deren, einen braunen dichten Kern. Pflan⸗ zen, bey denen man dieſe Kennzeichen ſelbſt nur in geringerm Grade antrifft, erholen ſich ſelten wieder und werden immer unwüchſige Beſtände geben. Stellt man ſie plötzlich frey, ſo gehen ſie, wenn der Grad der Unterdrückung, welche ſie erfuh⸗ ren, ſehr groß war, ganz ein. Außerdem werden ſie buſchiges Strauchholz, welches nie einen guten Höhenwuchs erhält und erſt ſpät im Alter, wenn ſie noch wenig gelitten haben, die frü⸗ here Verdämmung überwinden kann. Wenn nur irgend auf neue geſunde Pflanzen zu rechnen iſt, iſt es immer Regel, die im Schlage in der Beſchattung erwachſenen, ſich vorfindenden, auf irgend eine Art zu vernichten, da ſie nur den neuen beſſern An⸗ flug hindern, heraufzukommen. Bloß auf ſehr dürrem Sandbo⸗ den, wo das Flüchtigwerden deſſelben zu fürchten iſt, benutzt man ſie ſo lange zur Deckung und Beſchützung, bis dieſe Ge⸗ fahr vorüber iſt.— Wenn man keinen zu langen Umtrieb in Kiefern gewählt hat— vielleicht von 70— 80 Jahren— ſo kann man ohne Nachtheil für die jungen Beſtände auf dem Morgen zwey, drey bis vier Stämme junges, langſchäftiges, gewüchſi⸗ ges und keine zu ſtarken Kronen habendes Holz, von der Stärke des gewöhnlichen Bauholzes, überhalten und verwachſen laſſen, um einſt den Bedarf an ſtarken Bretklötzen, Mühlwellen und andern ungewöhnlich ſtarken Nutzhölzern vorzufinden. Wo ſolche Stämme in geringer Zahl, noch geſund und wüchſig, in — ee Alſchn rit in Buchen, rngeicttt wit, nan vergrößert beraubt ſich auch ſch theuren, ſle Auf ſehr din diri, und di ter derſelben, ſe ummendes Hol⸗ den Aeſten, dür den, wenn dodu den muß. Sobe daß dieß nicht zuhauen, damit nen Stelle hern baume ſo, daß entfernt ſind, l rimmt dann ei verffoſenen zwer junge Holz ein den Voden doll gelegt. Gewöh! gleichmäͤßig wee wo die Pfanzer fteygeſtellt wer achten, daß d weßhald wan! me, deren Kr hinreichende) Soltten dieſe Hähen zu bey wenig auszun VII Vo Von den ſamungsſchlage Sie werden de den und daher die Samenjahr kann dann de holz wenig? Hand ganz Da einze ten ſo leicht zuerſt auf di d h. der Hit Stürme kon geſchieht, zu zen ſchmalen en Gamenn diej jedoch a dſen Amenjahren ttit Samen em Abtriebe, d, wo man uß, da ſonſt thun wird. aan diejenigen hauen und 4 höchſtens de Veiamung der Hand zu tiadeſäͤnde iſt ds Fälln und 8 dem gößer zum ten wid un es nur vict zeil, mit Schli⸗ Heine ſo junge n f wenden, un krüͤppelte Pflan⸗ ihnen auf fol⸗ geringern Giad eerfahren ha⸗ g ausgebildete n bemerkhares g des Wyffel⸗ diten mit kur⸗ it Flechten be⸗ ee bemerkbare ſern. Man⸗ in geringerm erden immer ich frey, ſo e ſie erfuh⸗ je buſchiges erhält und en, die frü⸗ d auf neue el, die im eenden, auf beſſern An⸗ em Sandbo⸗ iſt, benußt s dieſe Ge⸗ Umtrieb in 1— ſo kann dem Morgen s, gewüchſ⸗ nder Etirke ihſen laſſen, wellen und en.— Wo wüchſig, in eht, ſie, do 2. Abſchn. Waldbau. Erziehung der Fichten u. ſ. w. (415) wie in Buchen, noch auszuhauen. Der Schade, der dadurch angerichtet wird, iſt ſchon geſchehen und nicht mehr zu beheben, man vergrößert ihn nur noch durch das Fällen und die Abfuhr, beraubt ſich auch der in kurzer Zeit heranwachſenden, gewöhn⸗ lich theuren, ſtarken Nutzholzſtöcke. Auf ſehr dürrem Boden iſt Beſchattung deſſelben mehr Be⸗ dürfniß, und die jungen Pflanzen leiden auch weit weniger un⸗ ter derſelben, ſelbſt wenn ſie längere Zeit dauert. Sehr ver⸗ dämmendes Holz, niedrige Sträucher, Bäume mit tief hängen⸗ den Aeſten, dürfen jedoch auch nur dann darauf geduldet wer⸗ den, wenn dadurch das Flüchtigwerden deſſelben verhindert wer⸗ den muß. Sobald um ſie herum nur ſoviel Pflanzen ſtehen, daß dieß nicht mehr zu fürchten iſt, ſind ſie zu aͤſten und nach⸗ zuhauen, damit junge Pflanzen auf der von ihnen eingenomme⸗ nen Stelle heraufkommen können. Man ſtellt hier die Samen⸗ bäume ſo, daß die Zweigſpitzen nur wenige Fuß von einander entfernt ſind, läßt den beſamten Schlag zwey Jahre ſtehen und nimmt dann ein Drittheil des Holzes heraus; nach abermals verfloſſenen zwey Jahren das zweyte Drittheil, und wenn das junge Holz ein Alter von 6—8 Jahren erreicht hat, ſo, daß es den Boden vollkommen deckt, wird erſt der Abtriebsſchlag ein⸗ gelegt. Gewöhnlich kann man jedoch auch hier das Holz nicht gleichmäßig wegnehmen und vertheilen. Die friſchen Gründe, wo die Pflanzen einen lebhaftern Wuchs zeigen, müſſen früher freygeſtellt werden, als die Höhen. Vorzüglich iſt darauf zu achten, daß die Sandrücken oben hinreichend geſchützt bleiben, weßhalb man beſonders gegen Weſten und Südweſten die Bäu⸗ me, deren Kronen die Höhen decken, ſo lange ſtehen läßt, bis hinreichende Pflanzen zum Schutze des Bodens vorhanden ſind. Sollten dieſe zu lange ausbleiben, ſo iſt es am ſicherſten, dieſe Höhen zu bepflanzen, da mit der Saat in der Regel daſelbſt wenig auszurichten iſt. VII. Von Fichten⸗ und Weißtannen⸗Beſamungs⸗ ſchlaͤgen. Von den Schwierigkeiten, welche es hat, die Fichte in Be⸗ ſamungsſchlägen zu erziehen, iſt ſchon oben die Rede geweſen. Sie werden deſto größer, je lockerer und flachgründiger der Bo⸗ den und daher deſto mehr Windbruch zu fürchten iſt, je ſeltener die Samenjahre ſind und je üppiger der Graswuchs iſt. Man kann dann deßhalb auch nur da zu ihnen rathen, wo das Stock⸗ holz wenig Werth hat und die Mittel zum Anbaue aus der Hand ganz fehlen. Da einzeln ſtehende, früher im Schluſſe aufgewachſene Fich⸗ ten ſo leicht vom Winde umgeworfen werden; ſo kam man zuerſt auf die Idee, die haubaren Beſtände unter dem Winde, d. h. der Himmelsgegend entgegen, von woher gewöhnlich die Stürme kommen, was gewöhnlich aus Weſten und Südweſten geſchieht, zu hauen, die Schläge kahl abzutreiben und in lan⸗ gen ſchmalen Streifen zu führen, ſo daß ſie von der vorſtehen⸗ den Samenwand mit Samen überſtreut werden. Es hat ſich dieß jedoch als unvortheilhaft gezeigt, weil bey ausbleibenden Samenjahren entweder nicht fortgeholzt werden konnte, oder Forſtwirthſchaft. (416) dieſe Schläge zu breit wurden, um beſamt werden zu können; vorzüglich aber, weil dieſelben gleich zu ſehr mit Gras überzo⸗ gen wurden, und die Beſamung immer nur ſehr lückenhaft blieb. Um dieſem Uebelſtande zu begegnen, machte man Verſuche, den ſogenannten Couliſſenhieb einzuführen, d. h. einen Streifen kahl abzutreiben, dann einen ſolchen von geſchloſſenem hohen Holze ſtehen zu laſſen, und dahinter wieder einen kahl abgetriebenen Schlag zu legen, ſo daß alſo hohes Holz ſtreifenweis mit kahl abgetriebenen Schlägen wechſelt. Auch dieß zeigte ſich jedoch als unausführbar, weil dieſe ſtreifenweis ſtehengebliebenen Beſtände dem Windbruche nicht weniger unterworfen waren, als einzeln ſte⸗ hende Bäume, der Weidezug ſtets unterbrochen wurde, und man bey erfolgter Beſamung nicht im Stande war, das viele Holz auf dieſen Streifen zu rechter Zeit zu Gute zu machen, die Verra⸗ ſung nicht weniger nachtheilig wurde, und die beſamten Strei⸗ fen durch das Fällen, Aufarbeiten und Abfahren des Holzes außerordentlich litten. Man iſt daher in der neuern Zeit allge⸗ mein überzeugt worden, daß regelmäßige Beſamungsſchlaͤge durch übergehaltene Samenbäume, wie bey andern Holzgattun⸗ gen, das beſte Mittel ſind, die Fichtenwälder ohne Anbau aus der Hand zu verjüngen. Sehr weſentlich iſt es, dabey den Hieb ſo zu führen, daß die Schläge unter dem Winde liegen, oder daß man ſo hauet, daß das hohe geſchloſſene Holz immer nach der Himmels⸗ gegend zu liegt, aus welcher gewöhnlich heftige Stürme kommen. In der Regel geſchieht dieß aus Weſten, Südweſt oder Nord⸗ weſt; doch können bedeutende Bergzüge, welche den Wind auf⸗ halten, lange Thäler, die Nahe der See, die Sturmgegend. ſehr andern. Man erkennt ſie am ſicherſten, indem man an den Ueberreſten der Stöcke vom frühern Windbruche unterſucht, nach welcher Richtung hin die mehrſten Stamme geworfen ſind. Auch läßt ſich an der Neigung der Stämme, allerdings aber bey Kie⸗ fern mehr, als bey Fichten, oft bemerken, daß ſie durch die Gewalt des Windes etwas nach einer gewiſſen Himmelsgegend hin gebogen ſind. Dieſer, auf ſolche Weiſe ſich zu erkennen ge⸗ benden Sturmgegend muß man dann entgegen hauen.— Es iſt dieß zwar eine allgemeine Regel für die Füͤhrung des Hiebes, bey Holzgattungen, die dem Windbruche nicht ſehr unterworfen had jedoch wenig beachtenswerth, deſto wichtiger aber bey der Fichte.—. 4 3 Den Mantel des Waldes, worunter man die aͤm Rande eſchloſſener Beſtände ſtehenden aſtreichen, weniger langen und ey den ſteten Angriffen des Windes beſſer in der Wurzel be⸗ feſtigten Stamme verſteht, ſchont man ſo viel und ſo lange, als möglich, weil derſelbe der Gewalt der Stürme am meiſten Wi⸗ derſtand leiſten kann und ſie bricht. Man vermeidet, zu große Flächen mit einmal in An⸗ hieb zu nehmen, um ſo lange, als möglich, geſchloſſene Be⸗ ſtände den Schlägen vorliegend zu haben, und holzt lieber an mehrern Orten. 3 DSpo lange die Samenjahre ausbleiben, unterbricht man den Schluß der Bäume ſo wenig, als möglich, theils damit der Bo⸗ den weder verwildert, noch austrocknet; theils damit der Wind weniger Gewalt auf einzelne, freyſtehende Stämme ausüben Abſchr. tnn. Dir äls ren, ſo daß die jigich vahlt m nan Baume zun ausäſten, wenn Bleiben die in muß, bey raſch avfarbeite Manzen berlen 7 holzt man liebe taut ihn aus d holzbedanf, m Wenn ein nicht wund gen Pnnen, eine? Iſt die Beſamu durh Ausſtteun in neues Same Nach exflg ſo ſan, daß di nen, indem m dß die zweig die Samenſchle halten, ſo ker Eiat hetaushe Schläge, al am nöthigſte chen abgiebt, behalt Aus dieſe wie viel Schn ſchlägen in fi heit des Same das Pfund, u gaüßte Ausgat de Tufopferun ſch auj den die Saw cerwaldungs gehalten wer Auch leidet 12 Jahtt i Schade bey ſo daß noch ſen zu bert gen in die Wetter, am die Maute junge Weiß ler dieſer w zuch ihre L Il. zu können, Gras überzo⸗ ſeenhaft blieb. Verſuche, den Streifen kahl hohen Holze abgetribbenen it kahl iddoch als Sdiele Holz auf den, die Vera beſamten Strei. en des Holzes ii alht b ttun⸗ ne Anbau aus ſo zu führen, er daß man ſo der Himtels⸗ ürme kommen. oder Nord⸗ den Widd auf⸗ ie Sturmgegend dem man an de unterſucht, nach rfen ſind. Auch bel bey Kie⸗ eF durch die zimmelsgegend uetkennen ge⸗ haltn=—. nz des Hiebes, er unterworfen er aber bey der die an Nande ger langenn und der Wukzil be⸗ ad ſo länge, Ke am weiſten Me gi d holzt ict mat den rterbricht nu dr zdatnit der So⸗ a dawit der Pin damit Ee zaume luslben 6 2. Abſchn. Waldbau. Erziehung der Fichten u. ſ. w. (417) kann. Die äußern Seitenzweige müſſen ſich wenigſtens berüh⸗ ren, ſo daß die Bäume einander noch gegenſeitig ſchützen. Vor⸗ züglich wählt man die ſtämmigſten, mit vielen Aeſten verſehe⸗ nen Bäume zum Stehenbleiben, läßt ſie jedoch bis 20 Fuß hoch ausäſten, wenn ſie tiefer angeſetzte Aeſte haben. Bleiben die Samenjahre ſo lange aus, ſo daß man fürch⸗ ten muß, bey einem ſolchen dieſe Samenſchläge nicht mehr ſo raſch aufarbeiten zu können, als es die Erhaltung der jungen Pflanzen verlangt, weil ſie zu große Holzmaſſen enthalten, ſo holzt man lieber den älteſten angehauenen Schlag rein ab und baut ihn aus der Hand an. Nicht mehr, als der 6— gjährige Holzbedarf, muß in den Samenſchlägen vorhanden ſeyn. Wenn ein Samenjahr eintritt, muß, im Fall der Boden nicht wund genug iſt, um den Samen mit Erfolg aufnehmen zu können, eine Wundmachung deſſelben vorgenommen werden.— Iſt die Beſamung nur ſtellenweis erfolgt, ſo iſt es beſſer, ſie duͤrch Ausſtreuung von Samen aus der Hand zu ergänzen, als ein neues Samenjahr zu erwarten. Nach erfolgter Beſamung durchlichtet man den Dunkelſchlag ſo ſtark, daß die jungen Pflanzen ſich unverdämmt erhalten kön⸗ nen, indem man den Schluß der Bäume ſo weit unterbricht, daß die Zweigſpitzen bis 10 Fuß von einander kommen. Wenn die Samenſchläge einen 6— sjährigen Holzbedarf oder Etat ent⸗ halten, ſo kann man gleich nach der Beſamung den doppelten Etat heraushauen, um einen einjährigen Etat in Vorrath zu bekommen, und ſchlägt dann bis zum gänzlichen Abtriebe der Schläge, alljährlich den einjährigen Abgabeſatz, da wo es ſich am nöthigſten zeigt, ein, indem man den im Beſtande befindli⸗ lhen abgiebt⸗ und den neu eingeſchlagenen wieder im Beſtande ehält. Aus dieſem Verfahren wird ſich ſchon von ſelbſt ergeben, wie viel Schwierigkeiten und Nachtheile mit den Beſamungs⸗ ſchlägen in Fichten verbunden ſind, und daß bey der Wohlfeil⸗ heit des Samens, der ſelten theurer iſt, als 2 gute Groſchen das Pfund, und da die Wundmachung des Bodens, die die größte Ausgabe verurſacht, doch ſelten vermieden werden kann, die Aufopferung gar nicht ſo groß iſt, wenn man gleich anfangs ſich auf den Anbau aus der Hand beſchränkt. 4 Die Samenſchläge der Weißtanne werden wie die der Bu⸗ chenwaldungen behandelt; doch muß die Beſchattung ſo dunkel gehalten werden, als die dunkelſte Stellung in Buchen ergiebt. Auch leidet die junge Weißtanne nicht, wenn ſie ſelbſt 10 und 12 Jahre in ziemlich dunkelm Schatten ſteht; nur iſt dann mehr Schade bey dem Fällen und Ausbringen des Holzes zu fürchten, ſo daß noch größere Vorſicht angewandt werden muß, um die⸗ ſen zu verhüten. Am wenigſten nachtheilig werden die Hauun⸗ gen in dieſer Hinſicht bey tiefem Schnee und nicht zu kaltem Wetter, am nachtheiligſten und deßhalb nicht zu geſtatten, wenn die Maytriebe ſchon anfangen hervorzubrechen. Je länger die junge Weißtanne ſchon im Schatten geſtanden hat, und je dunk⸗ ler dieſer war, deſto vorſichtiger und allmähliger muß uͤbrigens auch ihre Lichtſtellung erfolgen. II. 27 68 Forſtwirthſchaft. (418) VIII. Von der Beurtheilung des Bodens in Beſamungs⸗ ſchlaͤgen Hinſichts ſeiner Empfaͤnglichkeit und Wund⸗ machung. Wenn man auf das Aufgehen des Samens rechnen will, muß der Boden ſo wund ſeyn, daß der Keim zur Erde kommen kann. Sollen die jungen Pflanzen fortwachſen können, müſſen ſie nicht von Gras und Unkrautern überzogen und verdämmt werden. Bey einigen Holzgattungen muß man auch verhindern, daß die Mäuſe ſich nicht im Uebermaaße in ſehr bewachſenen Schlägen anſiedeln. Es iſt die Beachtung des Bodens in dieſer Hinſicht nach der Holzgattung verſchieden, denn was der einen nachtheilig wird, iſt es vielleicht für die andere gar nicht. Wir müſſen deßhalb es auch um ſo mehr für jede beſonders betrach⸗ ten, als auch die nothwendige Art der Wundmachung für jede verſchieden iſt. 1 Der Eiche iſt eine Bedeckung des Bodens vom Laube, dün⸗ nem Mooſe, niedrigem, einzeln vorkommenden Geſträuche von Heidelbeeren und dergleichen Erdhölzern, von Diſteln oder an⸗ dern, ſich nicht ſitzartig über den Boden legenden Krautern, nicht nachtheilig. Der lange und ſtarke Wurzelkeim dringt durch jede lockere Bodenbedeckung hindurch, die Schwere der Eichel bewirkt auch ſchon von ſelbſt, daß ſie ſich den Winter hin⸗ durch an die Erde andrückt. Dicke und dichte Mooſe, welche ein dichtes Wurzelgeflecht bey langen Stängeln haben, müſſen dagegen weggeſchafft werden; Vogelwicken, ſehr dichte und lange Schmielen, welche ſich im Winter bey Schnee als dichte Decke über den Boden legen, ſind ebenfalls nicht zu dulden, da ſie das Aufgehen der Eichel verhindern, entweder weil der Keim nicht zur Erde kommt, oder weil die hervorkommende Pflanze nicht durchbrechen kann. Jede Bodenbedeckung, welche ſo hoch und ſo dicht iſt, daß ſie die junge Eiche ganz beſchattet, wirkt verdämmend und verderblich. Brombeeren, Himbeeren, Ginſter, Beſenpfriem und alle ähnlichen Stauden, Sträucher oder Kräu⸗ ter, welche in dieſer Art vorkommen, müſſen, am beſten durch Ausſchneiden vor der Samenbildung bey den Kräutern, mit der Hacke bey den Stauden und Erdhölzern, weggeſchafft werden. Das Ausſchneiden kann geſchehen, wenn die Eichen ſchon auf⸗ gegangen ſind; das Aushacken wird am zweckmäßigſten kurz vor oder nach dem Abfall des Samens vorgenommen. Wurzelbrut von Aspen wird bey dem Erſcheinen eben ſo wie Haſeln und andere Hölzer, deren Laub das Vieh frißt, durch die Hütung leicht vertilgt, wenn man dieſe vor Abfall des Samens ſtark ausüben läßt. Eine dünne Bedeckung des Bodens von Gewäch⸗ ſen, welche nicht viel höher ſind, als die Eiche, und dieſe nicht zu ſehr beſchatten, iſt ihrem Gedeihen eher zuträglich, als nach⸗ theilig; ſo wie auch die abfallende Eichel den am wenigſten wunden Boden bedarf und erträgt. Schon in einem geringeren Grade iſt dieß bey der Buche der Fall. Sobald von ihr das Samenkorn auf eine etwas hohe und dichte Erdbedeckung fällt, vermögen die entkeimenden Wur⸗ zeln dieſe nicht mehr zu durchdringen und in den Boden zu gelangen. In geſchloſſenen Buchenwäldern kann nur eine zu dicke Laubſchicht vorkommen, von deren Wegſchaffung vermittelſt Abſchr ds glititmn. d der Vind Gat, hder wo d der gewotfen w in, daß die izelne Grasb Buchen geſchütt rur iht Vihfel äuche und K. nen weden. krangern ante Schweie oder werden. Man es zugleich not wit Erde zu b Für das I der Voden une eine andere e gen, da der dey jeder loch derſelhen mit neln häͤuftg ob weiſe Aufeggen welche ſo daht men kaan, ſe dung dch geſehen wend noch daß, ne nommen iſt Mle Gewach herwachſen, der ihre Vun hen abſchneid nan den Schl herwildert, n Erlen virkenden Cul bus. Auf d Joden wender leicht durh die Durchſchl dem Auffrer lockerung de daher nur ſo Naume ſich Mehr einſtie ther wohlth dadurch gef am beſten n macht werde überwachſend derletzt werd den Joden, Tesinca fui 1 u deſenungs⸗ tund Wund⸗ dens dehhen wil, zut Ede fonmen en(ömnen, müſen den und dedinmt an auch dahiden, in ſeht bewnchenen es Vodens in deſer denn was dir aͤen ſere gar nicht. Mi e beſöndets betnh ndmachung für jade s vom Laube, din⸗ den Geſtraͤuche bon Diſteln oder an⸗ legenden Ktautern. zelkeim deingt durch Schwere der Eichel fden Winter hin⸗ jte Mooſe, welche eln haben, wüſſet ͤr dichte und lang⸗ he als dichte Dece zu dulden, da ſt der weil der Kein kommende Pflanze g, welche ſo hoch beſchattet, wirkt mheeren, Ginſter, ucher oder Kräu⸗ am beſten durch rautern, mit der ſchaft werden. eichen ſchon aufe zßigſten kurz dor en. Wurzelbrut wie Haſeln und arch die Hütung Samens ſte ens von Gebölt „und dieſe liſ zäglich, als nach⸗ 44 am weuigſten eine etwos hohe keimenden Vur⸗ ß bey der Lulh 1 1 n den Boden zu un nur eine zu ffung vermittel 2. Abſchn. Waldbau. Beurtheilung des Bodens. (419) des gelichteten Vorbereitungsſchlages ſchon die Rede geweſen iſt. Wo der Wind das Laub ſellenmeis u hoch zuſammengewehet hat, oder wo dieß vielleicht bey dem Samenſammeln übereinan⸗ der geworfen wurde, muß es ſo weit auseinander gebracht wer⸗ den, daß die Buchel auf friſchem Boden zu liegen kommt. Einzelne Grasbüſche und Gewächſe, zwiſchen denen die jungen Buchen geſchützt ſtehen, wirken ſehr wohlthätig auf ſie, ſobald nur ihr Wipfel von ihnen nicht überſchirmt wird. Solche Ge⸗ ſträuche und Kräuter, welche dieß thun, müſſen hinweggenom⸗ men werden. Wo in lichten Schlägen der Boden ſchon ganz zu verangern anfängt, ehe der Same abgefallen iſt, muß er durch Schweine oder die Hacke kurz vor dem Abfalle wund gemacht werden. Mangelt die hinreichende Beſchattung von oben, ſo iſt es zugleich nöthig, die Bucheln einzuhacken und einige Zoll hoch mit Erde zu bedecken. Für das Aufgehen des Birkenſamens iſt ein durchaus wun⸗ der Boden unerläßlich. Wo er auf Laub, Moos, Gras oder eine andere Bedeckung zu liegen kommt, kann dieß nicht erfol⸗ gen, da der ſchwache Keim dieß nicht zu durchdringen vermag. Bey jeder lockern Bedeckung genügt gewöhnlich das Abkratzen derſelben mit Harken oder Rechen, was durch das Streuſam⸗ neln häufig ohne Koſten bewirkt werden kann. Auch das kreuz⸗ weiſe Aufeggen iſt oft ſchon hinreichend. Bey feſter Grasnarbe, welche ſo dicht iſt, daß der Same nicht hindurch zur Erde kom⸗ men kann, ſondern obenauf liegen bleibt, wird die Verwun⸗ dung durch die Hacke nothwendig. Dabey muß jedoch darauf geſehen werden, daß weder der Boden zu ſehr aufgelockert wird, noch daß, nachdem die fruchtbare Dammerdenſchicht oben wegge⸗ nommen iſt, der Same in ſchlechten Boden zu liegen kommt. Alle Gewäachſe, welche über die junge Birke, ſie beſchattend, herwachſen, müſſen dadurch verhütet werden, daß man entwe⸗ der ihre Wurzeln herausſchafft, oder die in der Nähe befindli⸗ chen abſchneidet, bevor ſie Samen bringen; vor allem aber, daß man den Schlag mit jungen Pflanzen zu beſetzen ſucht, ehe er verwildert. In Erlenſamenſchlägen ſind zwey Feinde der dadurch zu be⸗ wirkenden Cultur vorzüglich zu bekämpfen, der Froſt und das Gras. Auf dem feuchten, gewöhnlich auch humoſen und lockern Boden werden die jungen, nur flach wurzelnden Pflanzen ſehr leicht durch das Auffrieren des Bodens herausgehoben. Nur die Durchſchlingung mit Wurzeln, welche eine Decke bilden, die dem Auffrieren nicht unterworfen iſt, verhindert dieß; die Auf⸗ lockerung des Bodens befördert dieß dagegen ungemein. Wenn daher nur ſolche Gräſer im Schlage, oder auf dem zu beſäenden Raume ſich vorfinden, welche keine filzartige Decke bilden, viel⸗ mehr einſtielig den Samen zur Erde kommen laſſen; ſo ſind ſie eher wohlthätig, als nachtheilig. Der Beweis wird genugſam dadurch geführt, daß die Erle auf ſumpfigen Wieſen im Graſe am beſten wächſt und gedeihet, ohne daß der Boden wund ge⸗ macht werden darf.— Hoöchſtens läßt man das die junge Erle überwachſende Gras ſo hoch wegſchneiden, daß dieſe dabey nicht verletzt werden kann. Legt dagegen daſſelbe ſich ſilzartig über den Boden, wie z. B. der Manna ⸗Schwingel, oder Schwaden (Festuca fluitans) thut; ſo kann weder der Same zur Erde kom⸗ 27* 70 Forſtwirthſchaft. (42⁰) men, noch die davon bedeckte Pflanze gedeihen. Man muß dann im Spätherbſte, bevor der Same ausfällt, mit ſcharfen Hacken die obere Grasnarbe ſtreifenweis ſo abſchälen laſſen, daß zwar für das erſte Jahr der üppige Graswuchs verhindert und der Boden blank gelegt wird, daß aber doch auch noch Wurzeln ge⸗ nug darin zurückbleiben, um ihn gegen das Auffrieren zu ſichern. Gegen Johanni und bevor der Same ausfällt, läßt man dann das hervorgekommene Gras im erſten Jahre vorſichtig und hoch genug, um gegen Schaden ſicher zu ſeyn, ausſchneiden. Das zweyte Jahr ſind die Pflanzen ſchon hinreichend lang und ſtark, um dieſen Schutz nicht mehr zu bedürfen, und ertragen das Aus⸗ ſchneiden des Graſes deßhalb auch nicht mehr. Dem Aufgehen des Kieferſamens werden Flechten nie nach⸗ theilig, ſie müſſen vielmehr, da ſie nur auf ganz armem Boden vorkommen, welcher durch die Entblößung zu ſehr dem Aus⸗ trocknen, oder gar dem Flüchtigwerden ausgeſetzt ſeyn würde, ſorgfältig erhalten werden. Von den Mooſen ſind vorzüglich, bey feuchter Lage, die Waſſermooſe durch die Hacke wegzuſchaffen. Diejenigen auf trocknem Boden verſchwinden in der Regel bey der Freyſtellung von ſelbſt, oder können leicht durch Ausrechen und Streuſammeln weggenommen werden. Das Heidekraut (Erica vulgaris) wird nur dann nachtheilig, wenn es entwe⸗ der, was bey ſtarker Schafhütung wohl der Fall iſt, da es, fortwährend verbiſſen, viel Seitenzweige treibt, den Boden ganz dicht bedeckt, oder ſo hoch und geſchloſſen ſteht, daß es die jun⸗ gen Pflanzen verdämmen würde. Es muß in dieſem Falle der Schlag mit der Hacke, und zwar ſo tief verwundet werden, daß das Samenkorn nicht in den Heidehumus, ſondern in friſchen Boden zu liegen kommt. Wo die Heide ſich nur niedrig und büſchelweis vorfindet, wächſt die Kiefer ſehr gern darin herauf. Heidelbeeren(Vaccinium myrtillus), Preußelbeeren(Vac. vitis idaea), Bärenbeeren(Arbutus uva ursi) finden ſich gewöhn⸗ lich nur in der Beſchattung vor und verſchwinden bey der Licht⸗ ſtellung von ſelbſt. Kann man dieß nicht abwarten, ſo müſſen ſie da, wo ſie in Menge vorkommen, mit der Hacke weggeſchafft werden, da theils wegen der dichten Bedeckung des Bodens, die ſie verurſachen, theils wegen des Schattens, weder der Sa⸗ me aufgehen, noch die hervorgekommene Pflanze gedeihen kann. Mehrere Riedgräſer und Schmielen überziehen oft die Schläge, ſo daß ſie alle Beſamung verhindern; auch das Farrenkraut be⸗ deckt ſie zuweilen ganz. Man kann allerdings im zeitigen Früh⸗ jahre und Winter, bey trocknem ſtillen Wetter, den Schlag aus⸗ brennen, ohne daß die Samenbäume dadurch verletzt würden, und der Boden wird dadurch hinreichend empfänglich für die Beſamung. Es iſt jedoch dieſe Maßregel im Allgemeinen nicht zu empfehlen. Um ſich zu ſichern, daß kein Schade geſchieht, und das Feuer ſich über den Schlag hinaus verbreitet, muß man dieſen mit Gräben umziehen, auch hinreichende Menſchen an⸗ ſtellen, die das Feuer leiten und bewachen, was nicht ohne Ko⸗ ſten geſchehen kann. Es läßt ſich aber das Ausbrennen theils oft nicht vor dem Abfliegen des Samens bewerkſtelligen, theils erreicht man dadurch immer den Zweck, welchen man beabſich⸗ tigt, nur unvollkommen. Der Boden wird zwar zur Aufnahme des Samens wund genug; dieſe Gewächſe kommen aber bald Alſcht 9 nur defr ſtirde rücen die Nian (abe hach, welche ah nulals wöglih R. ſem 3 agen ſich keine a h 1n unvollion relchen man häͤuf vorfen geweſenen wächſe i 4 tütung der Mar un ſäne ſchwa Austrocnen, die dund. Eine We⸗ wo man auf ftiſe nen ausdauenden heit kann alledin zor Beförderung ſaoch dieß Mitte dhne Nachtheil be genug zu erhalte akern wit den rielmehr gewöhn Regel muß wundung des T Beſtreuung wit Samenbäume: den, um mich lich viel unſich Keiner H dunch Kräuter mal darin, dan daher mit ihren hen kommt, wel darin, daß ſie vachſen und von ſundite zerſbr decung bilden, zewöhnlich nur derwundet widd werden. Die d weniger durch wachſen da 6 tiges Aushüte man nach von ſommer oder weit auseinan zenug hat, n X. Vo Venn die durch das Vie Paüweide ſta Mun muß dann ſcharfen Hacken iſen, daß zwar bindert und der ”h Vurzeln ge⸗ jenn zu ſichern. läßt man dann ſihtig und hoch ſchneiden. Das lang und ſtark, ragen das Aus⸗ echten nie nach⸗ Zarmem Boden ſehr dem Aus⸗ igt ſeyn würde, ſind vorzüglich, ewegzuſchaffen. der Regel bey durch Ausrechen Das Heidekraut denn es entwe⸗ Fall iſt, da es, den Voden ganz daß es die jun⸗ deſem Falle der indet werden, daß addern in friſchen nur niedrig und zem dorin herauf⸗ beeren(Tac. rilis en ſich gewöhn⸗ en bey der icht⸗ nen, ſo müſſen atee weggeſchafft ig des Bodens, weder der Sa⸗ gedeihen kann. oft die Schläge, Fartentraut be⸗ im zeitigen Frit⸗ den Schlag aus⸗ verlezt würden, pfänglich für di Allgemeinen nicht Schade geſcieht, reitet, wuß man de Menſchen an⸗ a viht ohne go⸗ dabrettnen feis kfſtellien, the 3 nman bes ſich⸗ ar zur Auinahme umen aber bald 2. Abſchn. Waldbau. Schonungszeit d. Samenpflanzen. (421) nur deſto ſtärker hervor, überziehen den Schlag von neuem und erſticken die Pflanzen. Beſſer iſt die Wundmachung mit der Hacke, welche aber ſo tief erfolgen muß, daß die Wurzeln ſo viel als möglich zerſtört werden. Oft ſcheint ein Schlag ganz wund zu ſeyn, und dennoch ſeigen ſich keine aufgehenden Kieferpflanzen. Dieß rührt gewöhn⸗ ich von unvollkommnem, orydirtem oder verkohltem Humus her, welchen man häufig in feuchten, oder früher der Näſſe unter⸗ worfen geweſenen Kieferwäldern findet. Sumpfmooſe und Torf⸗ ewächſe geben den erſten, der ſich leicht an der geringen Zer⸗ brung der Pflanzenfaſer erkennen läßt. Der zweyte giebt ſich durch ſeine ſchwarze und braune Farbe, das leichte und ſtarke Austrocknen, die fehlende Bedeckung von Gewächſen, genugſam kund. Eine Wegnahme dieſer unfruchtbaren Decke bis dahin, wo man auf friſchen Sand ſtößt, iſt ganz unerläßlich, um ei⸗ nen ausdauernden Anflug zu erhalten. Bey gehöriger Trocken⸗ heit kann allerdings der unvollkommne Humus durch Feuer ſehr zur Beförderung der Fruchtbarkeit zerſtört werden. Selten iſt jedoch dieß Mittel anwendbar, da es ſchwer hält, das Feuer, ohne Nachtheil befürchten zu müſſen, auf größeren Flächen lange genug zu erhalten, um ſie ganz auszubrennen. Das tiefe Auf⸗ ackern mit dem Pfluge, oder das reihenweiſe Aushacken, bleibt vielmehr gewöbnlich allein übrig. Regel muß es übrigens immer ſeyn, da, wo einmal die Ver⸗ wundung des Bodens nöthig wird, auch gleich auf vollſtändige Beſtreuung mit Samen zu halten, und wenn dieſe nicht durch die Samenbäume zu erwarten iſt, gleich die Saat damit zu verbin⸗ den, um nicht die Koſten der Wundmachung mit dem gewöhn⸗ lich viel unſicherern Erfolge noch einmal aufwenden zu müſſen. Keiner Holzgattung wird das Gras und ein Bodenüberzug durch Kräuter ſo verderblich, als der Fichte. Dieß liegt ein⸗ mal darin, daß die junge Fichte nur ſehr flach wurzelt, und daher mit ihren Wurzeln in den Wurzelfilz des Graſes zu ſte⸗ hen kommt, welcher ihr die Nahrung entziehet; theils auch wohl darin, daß ſie lange ſehr klein bleibt, und darum leicht über⸗ wachſen und vom Graſe bedeckt und verdämmt wird. Eine voll⸗ ſtändige Zerſtörung aller Gewächſe, welche eine dichte Bodenbe⸗ deckung bilden, iſt daher zu ihrem Gedeihen nöthig. Dieſe kann gewöhnlich nur mit der Hacke, womit der Boden tief genug verwundet wird, um auch die Wurzeln herauszubringen, bewirkt werden. Die drey⸗ bis vierjährigen Fichtenpflanzen leiden oft weniger durch den Wurzelfilz des Graſes, als durch das Ueber⸗ wachſen der Grasſtängel. Dieſe ſucht man dann durch vorſich⸗ tiges Aushüten der Schläge mit Rindvieh zu ſchützen, indem man nach vollſtändiger Verholzung des Maytriebes, im Spät⸗ ſommer oder Herbſte, bey trocknem Wetter, die Heerde ruhig und weit auseinandergehend, durchzieben läßt. So lange ſie Gras genug hat, wird ſie die jungen Fichtenpflanzen nicht angreifen. IX. Von der Schonungszeit der Samenpflanzen. Wenn die jungen Holzpflanzen nicht gegen das Abfreſſen durch das Vieh geſichert werden, ſo iſt wenigſtens da, wo die Waldweide ſtark benutzt wird, nicht zu erwarten, daß man ei⸗ Forſtwirthſchaft. (422 nen guten Holzbeſtand wird erziehen können. Wie lange aber junge Pflanzen mit der Behütung verſchont werden müſſen, läßt ſich nicht beſtimmt angeben. Es hingt dieß ab: 1) von der 2 Holgattung und ihrem Wuchſe; von dem Ueberfluſſe oder Mangel an Nahrung für das Vieh; 3) von der Viehgattung; 4) von der Art und Weiſe, wie die Weide überhaupt ausgeübt wird. Zu 1. Holzgattungen, welche am mehrſten unter der Be⸗ hütung leiden, ſind die Eiche, Ulme, der Ahorn, die Eſche, Hainbuche, Pappel, Haſel und Weißtanne. Weniger die Buche, Linde, Weide, Kiefer, obwohl auch dieſen Hölzern noch die Hü⸗ tung leicht ſehr verderblich werden kann. Die Birke, Erle und Kichte werden zwar am wenigſten vom Viehe angegriffen; ohne Schonung ſind jedoch auch ſie bey ſtarker Hütung nicht zu er⸗ ziehen. Daß eine raſch wachſende Schonung auf gutem Boden früher zur Behütung aufgegeben werden kann, als eine lang⸗ ſam wachſende auf ſchlechtem, bedarf keines weitern Beweiſes. Zu 2. Wo das Vieh wohlſchmeckende Gräſer und Kräuter in hinreichender Menge hat, greift es die mehreſten Holzgattun⸗ gen gar nicht an, und beſchäͤdigt ſie mehr zufällig, als abſicht⸗ lich. Einzelne Stücke würden dann ohne bemerkbaren Schaden — eben ſo gut, wie das Wild— in ſolchen Orten gehen kön⸗ nen, wo ihnen das Holz noch gar nicht entwachſen iſt. Gerade aber in denzenigen Schonungen, welche man zur Behütung auf⸗ giebt, fehlt oft Gras oder anderes nahrhaftes Futter ganz; das Vieh iſt alſo gezwungen, ſich vom Laube und den jungen Trie⸗ ben der Holzpflanzen zu ernähren. Wo dieſer Fall eintritt, kann man erſt dann einen jungen Ort als dem Viehe entwachſen an⸗ ſehen, wenn alle Holzpflanzen, die zur Herſtellung eines vollen Beſtandes brauchbar und erforderlich ſind, eine ſolche Höhe und Stärke erreicht haben, daß ſie weder vom Viehe an ihrem Wi⸗ pfel und obern Zweigen erreicht, noch auch von demſelben nie⸗ dergebogen werden können. Dabey iſt zu bemerken, daß das Schaf zwar nicht, wie das Rindvieh, Verſuche macht, das Holz umzubeugen und niederzureiten; dagegen aber, wie die Ziege, auf die Hinterfüße tritt, um das Laub zu erreichen. Zu 3. Unter allen Hausthieren, welche die Waldweide be⸗ nutzen, ſind die Ziegen die nachtheiligſten. Dieß iſt jedoch auch ſchon längſt ſo ſehr anerkannt, daß das Eintreiben dieſer Vieh⸗ gattungen in den Wald wohl in allen deutſchen Staaten geſetz⸗ ich unterſagt iſt. Es wird deßhalb nicht nöthig ſeyn, näher auszuführen, daß das Holz ganz erwachſen ſeyn muß, bevor man Ziegen eintreiben darf. Den Ziegen folgen die Pferde, welche mit ihren ſcharfen Zähnen die jungen Triebe abbeißen, ſelbſt auch noch einige Hölzer benagen und die Rinde abſchälen. Sie können ſehr hoch reichen, reiben ſich an den ſchwachen Stan⸗ gen und biegen ſie nieder, und nur erſt, wenn die obern Zwei⸗ e und der Wipfel nicht mehr erreicht werden können, dürfen ie eingetrieben werden. Das Rindvieh, vorzüglich dann, wenn es einmal an die Nahrung des Laubes gewöhnt iſt, ſteht dem Pferde hinſichts ſeiner Gefährlichkeit wenig nach. Die Zugoch⸗ ſen ſind die nachtheiligſten, dann folgen die Milchkühe, und am wenigſten ſchädlich ſind die Kälber und das junge Vieh. Den Schafen iſt nur darum eine Schonung früher einzugeben, als dem Rindviehe, weil ſie kein Holz niederreiten und umbiegen anner und wenig zähtt ſch dieſe zweihen und And in zanen das⸗ Nr Seſtand 4 tten ſo gut vone e unbedin anter die alten f⸗ ig it das San iis das ſchädüch richt von Laube tz durch ſenn W nan. Iey ſolch Herzwurzel habe tier Jabten nic June, Ficht, E ſe dagegen zu ſt zerſtetung der nng und Lerſo ſcadlichen Inſee in der golge no verden zuwellen lange Schaden und durch den 3u 4. N Palde gehen, gattungen alle Rindvieh ſolc ſogen ſſt, die zel abnagt, a hey mehr auf weich und jun nug verholzt ſ gens, wenn n ſeznigtem Wet eſchieht mehr ttecnem Wette tann, geht es enem Flecke d ſen, daß de d beſchädigt ſind Schade wehr ſaftlos iſt,1 gerade am er im Sommer. hege bleiben Aus all eine derſchiet keicht daraus für allemal Holz mit de leberſicht de begfolgende: dngen zu be denommen ie lange aber müſſen, laßt : 1) pon der befiuſe oder Liehgattung; gsgeüht wird. iner der Ve⸗ die Eſche, et die Buche, noch die Hü⸗ ke, Erle und difen; ohne 9 nicht zu er⸗ gutem Boden 1s eine lang⸗ mn Beweiſes. und Kraͤuter Holzgattun⸗ als abſicht⸗ een Schaden n gehen kön⸗ iſt. Gerade hhütung auf⸗ at ganz; das jungen Trie⸗ aintritt, kaan entwachſen an⸗ ig eines höllen diche Höhe und an ihrem Wi⸗ dem ſelben nit⸗ ken, daß das ht, das Holz ie die Ziege, zaldweide be⸗ t jedoch auch dieſer Vieh⸗ ttaaten geſeh⸗ z ſeyn, Raher muß, bebor die pfeide jebe abbeißen, inde abſchalen. wachen Stnn⸗ dobern Zyei⸗ önnen, dürfen 19 1 zugeben, als und uwbiegen 2. Abſchn. Waldbau. Schonungszeit d. Samenpflanzen. (423) können und weniger hoch zu reichen vermögen; denn außerdem nährt ſich dieſe Viehgattung eben ſo gern vom Laube, jungen Zweigen und Knospen, als jenes, kann auch mit ihren ſchar⸗ fen Zahnen das Holz noch weit eher abnagen. Wo übrigens der Beſtand den Schafen hinreichend entwachſen iſt, können ſie eben ſo gut ohne Nachtheil eingetrieben werden, als das Rind⸗ vieh; die unbedingte Schädlichkeit derſelben im Walde gehört unter die alten forſtlichen Fabeln.— Am wenigſten nachthei⸗ lig iſt das Schwarzvieh, wenn gleich es manche Schriftſteller als das ſchädlichſte Hausthier im Walde anſehen. Da es ſich nicht vom Laube nahrt, ſo wird es bloß dann nachtheilig, wenn es durch ſein Wühlen junge, flachſtehende Pflanzen ausbrechen kann. Bey ſolchen Holzgattungen, welche eine Pfahl⸗ oder ſtarke Herzwurzel haben, iſt dieß ſchon bey einem Alter von drey bis vier Jahren nicht mehr möglich, bey den flacher ſtehenden, wie Birke, Fichte, Erle u. a., ſind 6 bis 8 Jahre erforderlich, um ſie dagegen zu ſichern. Wie nützlich oft das Schwarzvieh durch Zerſtörung der Grasnarbe, Unterwühlen des Samens, Verzeh⸗ rung und Verjagung der Mäuſe, Aufſuchen der dem Walde ſchadlichen Inſecten wird, iſt ſchon berührt worden, und wird in der Folge noch näher nachgewieſen werden.— Auch die Gänſe werden zuweilen in dem Walde gehütet. Sie können nur ſo lange Schaden thun, als die jungen Pflanzen noch im Graſe ſtecken und durch den Koth dieſer Thiere verdorben werden können. Zu 4. Wenn Schafe und Rindvieh zuſammen in einem Walde gehen, iſt die Weide nachtheiliger, als wo beide Vieh⸗ gattungen allein, jede für ſich weidet. Dieß liegt darin, daß das Rindvieh ſolches Gras verſchmäht, worüber eine Schafheerde ge⸗ zogen iſt, dieſe die loſern Kraͤuter auch zu dicht über der Wur⸗ zel abnagt, als daß dem Rindviehe etwas übrig blieb, dieß da⸗ her mehr auf das Laub angewieſen wird. Wenn das Laub noch weich und jung iſt, die Maytriebe im Nadelholze noch nicht ge⸗ nug verholzt ſind, iſt die Weide am nachtheiligſten. Des Mor⸗ gens, wenn noch Thautropfen an den Blättern hängen, bey regnigtem Wetter, wo das Vieh ungern das naſſe Gras frißt, geſchieht mehr Schaden im Walde, als gegen Mittag und bey trocknem Wetter. Wo das Vieh unaufgehalten ruhig fortziehen kann, geht es weit weniger an das Holz, als wo es lange auf einem Flecke verharren muß. Dieß wird ſchon dadurch bewie⸗ ſen, daß die Orte, wo es Mittag lagert, immer am mehreſten beſchädigt ſind, weßhalb auch dieß da geſchehen muß, wo kein Schade mehr zu fürchten iſt. Im Spätherbſte, wo das Laub ſaftlos iſt, leidet, mit Ausnahme der einzigen Erle, die dann gerade am erſten beſchädigt wird, das Holz weit weniger, als im Sommer. Die taglichen Triftzüge müſſen weit länger in Hege bleiben, als die entferntern weniger benutzten Orte. Aus allen dieſen verſchiedenen Verhältniſſen ergiebt ſich auch eine verſchiedene Zeit als nothwendige Schonzeit; und es wird leicht daraus erſehen werden können, wie unthunlich es iſt, ein für allemal eine gewiſſe Zahl von Jahren anzugeben, welche das Holz mit der Weide verſchont werden muß. Um jedoch eine Ueberſicht der gewöhnlich erforderlichen Schonzeit zu geben, iſt beyfolgende Tabelle entworfen, worin zugleich, um Wiederho⸗ lungen zu vermeiden, die Schonzeit des Niederwaldes mit auf⸗ genommen wurde. 2 Forſtwirthſchaft. (424) 4 Boden und; Schon⸗ Holz⸗ Betrieb Verhält⸗ Piehgat⸗ zeit, Anmerkungen. g g niſſe 8 AJahre Eiche Hoch⸗ Boden Pferde und 9 wald Aut 3 Rindvieh 15 20 erhältn. Wuͤnftig Schafe 12—15 odenmi 25— vod ggig, Rindvieh ꝛc. 25— 30 Verhältn. weniger Schafe 15— 20 Ni Lünſtis.) Es iſt bey dem Ni 5 2.. el m Nie⸗ ieder⸗ Boden Rindvieh ꝛc. 10— 12 dermaſbenmeer vor⸗ wald gut, ausgeſetzt, daß bloß Verhältn. Scha 6— 8 Stockausſchlag vor⸗ günſtig. fe kommt, nicht auch doden“ rindviehe 12= 1c Fanen eſeeun ſchlechter, Rindvieh ꝛc. welchem Falle er die Verhaltn.(Schafe 8-— 10 aßgeh edet. uch. ungünſtig.. 2 Buche, Hoch⸗ Boden gut, Rindvieh dc. 15— 20 Der Mitteiweln be, Haiuf wald de w. Schafe 12— 15 zeit; wie der Nieder⸗ Uche oden we⸗). 20— 25 wald. und niger gut Vindbiehre 19 16 ulme u. ſ. w. Sehaſe Nieder⸗ Boden gut, Rindvieh ꝛc. 12— 16 wald 2u.i w.(Schafe 10— 12 Boden we⸗) Rindvieh ꝛc. 16— 20 6(Rindvieh ꝛc. nigen ut Schafe b.2— 16 Erle Hoch⸗ Boden zut⸗ Rindvieh ꝛc. 12— 15 wald u. ſ. w. Schafe 8— 10 Boden we⸗)— 3 Rindvieh ꝛc. 15— 18 n au Schafe b.10—12 Nieder⸗ Boden gut/ Rindvieh ꝛc. 3— 6 wald u. ſ. w.(Schafe 2— 4 Boden we⸗,,„ 5— Rindvieh ꝛc. 5— 8 niger gut, Schafe hꝛc 3— U. 1*2 2 Birke Hoch⸗ Boden gut⸗ Rindvieh ꝛc. 12— 15 wald Luſ w.(Schafe 3— 10 oden we⸗) Rindvieh ꝛc. 14— 16 er zi Eine ts l3 Nieder⸗ Voden gut/ Rindvieh ꝛc. 6— 10 wald u. ſ. w.(Schafe 5— 3 Boden we⸗) di indvieh ꝛc. 8— 12 diger ui Windei 9 6— 10 u. ſ. w. Weide Nieder⸗ Boden gut, Rindvieh ꝛc. 8— 10 wald 35 ſ. w. Schafe 6— 8 oden we⸗ b„e 10— 12 1 Rindvieh ꝛc. 10— 12 niger gut f 8— 10 u. ſ. w. Schafe ſichte Hoe wa Weiß⸗ Hoch tanne wald Lerche.— V Je größ nagig um weniger kön⸗ — erkungen. — tbey dem Kie⸗ alde immer vor⸗ iſett. daß bloß usſchlag vor⸗ t, nicht auch elbdeneniden n müſſen, in en Falle er die zeit des Hoch⸗ ed bedarf. Mittelwald be⸗ dieſelbe Schon⸗ wie der Nieder⸗ 2. Abſchn. Waldbau. Von den Durchforſtungen. (425) Boden und Sas Holz⸗ Betrieb Verhält⸗ Viehgat⸗ Anmerkungen. gattung niſſe tung Jahre Harte Nieder⸗ Boden gut, Rindvieh ꝛc. 12— 16 Hölzer wald Aus ſeude Schafe ge⸗ oden we⸗) Nindvieh ꝛc. 16— 18 miſcht niger gurſſ Schafe 10— 12 Weiche Nieder⸗ Boden„dvieh, dudt wald Vu l V Rindvieh ꝛc. chnell⸗ Verhältn. wac— Zünſtig Schafe ende oden we⸗ b,⸗ ge⸗ Verhältn. e. miſcht ungünſtig. Schafe Nadelhöl⸗ zer. Kiefer Hoch⸗ Boden gut, Rindvieh ꝛc. 16— 20 wald Lueſſ w.((Schafe 10— 15 od. mit⸗,; Rindvieh ꝛc. 2 teljnäßig Schafe 12— 16 Madlenht 2 Rindvieh ꝛc. 25— 30 u. ſ. w. Schafe 16— 20 ichte Hoch⸗ Boden gut, Rindvieh ꝛc. 16— 20 Kich wald u. ſ. w. Schafe 12— 16 Bod anii⸗ Rindvieh ꝛc. 20— 25 u. ſ. w.[Schafe 1418 Boden Rindvieh. 25— 30 u. ſ. w.[Schafe 16— 20 Weiß⸗ Hoch⸗ Boden gut, Rindvieh ꝛc. 20— 25 tanne wald Leſe w.e ſ Schafe 14— 18 Bod. oo:; MRindvieh ꝛc. 24— 30 eenig ſSchae0 is a Lerche.—— Boden gut, Rindvieh ꝛc. 12— 16 2u i w. t. Schafe 10— 12 od. mi.. 1 Nindvieh ꝛc. 16— 20 Boden hRindvieh c. 20— 25 . Rindvieh e. 20— 25 ehe ſEardeheſsa X. Von den Durchforſtungen⸗ Je größer die Pflanzen werden, nothig, um einen geſchloſſenen Beſtand zu weniger können auf g leicher Fläche ſtehen und wachſen. 75 eine deſto geringere Zahl iſt bilden, und deſte ie Forſtwirthſchaft. (426) von Zeit zu Zeit nöthig werdende Herausnahme dieſer über⸗ flüſſig werdenden oder ſoönſt abſterbenden Stämme nennt man Durchforſtung. Sie gewährt theils noch vor der Zeit der Haubarkeit des Beſtandes ſchon eine beträchtliche Nutzung; theils iſt ſie nöthig, um dem ſtehenbleibenden Holze den nöthigen Raum frühzeitig genug zu verſchaffen, da man ohne dieß an ſummari⸗ ſchem Zuwachſe verlieren würde. Eben ſo wie ein zu dick beſäe⸗ tes Feld weniger Ertrag giebt, als ein ſolches, wo das Getreide hinlaͤnglichen Raum hat, den Stock gut auszubilden, iſt dieß auch der Fall bey den Holzpflanzen. Wenn eine die andere im Wuchſe, wegen zu dichten Standes, beeintrachtigt, gedeiht keine recht. Wie früh oder wie ſtark man die Durchforſtung vornehmen muß, läßt ſich nicht in beſtimmten Zahlen ausdrücken. Viel⸗ fache Rückſichten wirken darauf ein, von denen wir die voͤrzüg⸗ lichſten hier darſtellen wollen. 1) Die Erhaltung der Fruchtbarkeit des Bo⸗ dens. Nur in geſchloſſenen Holzbeſtänden findet eine ſtarke Humuserzeugung Statt. In ſehr lockerm ſandigen Boden ver⸗ liert ſich ſogar der vorhandene Humus, ſobald er der Einwir⸗ kung der Sonne und Luft preisgegeben wird, Der ſtarke Blät⸗ terabfall, der Schutz gegen Sonne und austrocknenden Luftzug macht, daß gerade in den jungen Beſtänden die ſtärkſte Humus⸗ erzeugung Statt findet. Stellt man die Stämme ſo einzeln, daß die Sonne den Boden beſcheint, die Lufteirculation darin freyer wird, wobey man noch recht gut ſo viel ſtehen laſſen kann, als zur Herſtellung eines vollen Beſtandes in der Zukunft nö⸗ thig ſind, ſo wird offenbar die Fruchtbarkeit des Bodens gerin⸗ ger werden, als wenn man den Beſtand geſchloſſen hielt. Dar⸗ um kann man den allgemeinen Grundſatz aufſtellen: Niemals muß eine Durchforſtung ſo ſtark ſeyn, daß dadurch die Laubdecke weſentlich vermindert, oder gar ihre Verweſung geſtört würde. Dieß wird nicht geſchehen, ſo lange man den obern Schluß des Ortes nicht unterbricht. 2) Der Boden. Armer, trockner, flachgründiger Boden be⸗ darf die Erhaltung und Vermehrung des Humus weit mehr noch, als reicher, welcher viel eigenthümliche Fruchtbarkeit beſitzt. Hu⸗ moſer Flußboden, welcher den Humus lange an ſich haͤlt, wie ihn das Oder⸗ und Elb⸗Thal hat, wird unter der Freyſtellung weniger leiden, als trockner Sand. Letzterer muß daher weit ſorgfältiger geſchuͤtzt und gedeckt erhalten werden. Auf der an⸗ dern Seite iſt der Wuchs der Holzpflanzen im fruchtbaren Bo⸗ den viel raſcher, als im armen; dort iſt das Unterdrücken und Abſterben der überflüſſigen Stämme leichter und ſchneller ent⸗ ſchieden— die domi zinirenden machen ſich früher Luft, ehe ſie Schaden leiden, durch Beeinträchtigung von Seiten der zurück⸗ bleibenden. Hier gehen oft im langen Kampfe um den Vor⸗ ſprung beide zu Grunde, da ſie ſich erſchöpfen, und verkümmern, ehe er entſchieden iſt. Das Unterbleiben der Durchforſtung wird deßhalb im guten Boden weniger Verluſt am Zuwachſe verurſa⸗ chen, als im ſchlechten. Daraus ergiebt ſich die Regel, daß man zwar, je ſchlechter der Boden iſt, deſto ſorgfältiger ihn voll⸗ kommen geſchüht erhalten muß, daß aber auch alles dazu nicht nöthige, ſchon übergipfelte Holz früher und ſorgfältiger weg⸗ zunehmen iſt. : Pllch die holz! rüloſſen, wie ſa foſhlſ rücht ric falher lcht zatzämchtt m un. Manchele ſcüztſeyn der.M Kndete enpfinden Jite. Auch hie en, Kärtern dde 9 der zu Holz ſeeht, des Bachälzet, ſalt hhen Schluß, d ſondern dieſe d werden, det L. fndet, vohin i eziehen wil, 5) Die R bey einer lichte dey einem volle ) Gefal zufalle. I der Dieereher wad ihn gerd ſaame Leid len Deſtand y Lli Serwinde: dungen au dieſe Verh rif, wenn heſten eine die Planzen ſchießen. 3 zu dem Alte ſenden ſo Kein Stamt lange das h Vannen, Ke den zar N H di urſachen ſelbe vor zeln abg oder unte pelholz iſt man Durchfor man übr hafter un auf einm deſto ſt dieſer üͤber⸗ nennt man der geit der ung; theils bigen Raum n ſummari⸗ dick beſaͤe⸗ as Getreide iſt dieß auch ein Vüchſe, eine vecht. g vornehmen ücken. Vill⸗ die dorzüg⸗ des Bo⸗ eine ſtarte Voden der⸗ der Einwir⸗ ſtarte Bläͤt⸗ den Luftzug iſte Humus⸗ ſo einzeln, lation darin zlaſſen kann, : Jutanft nö⸗ Jodens gerin⸗ n hielt. Dar⸗ llen: Niemals die Laubdecke eſtört würde. rSchluß des rBoden be⸗ e6 Ro⸗ aren Bo⸗ ehe ſie der zurick⸗ im den Vor⸗ verkümman, ſtung witd achſe berurſ⸗ „Regel, daß iger ihn holl⸗ dazu nicht fältiger wig⸗ 2. Abſchn. Waldbau. Von den Durchforſtungen. 427 3) Die Holzgattung. Manche Hölzer halten ſich län⸗ ger geſchloſſen, wie die Eiche, Fichte, Buche u. a.; andere ſtel⸗ len ſich früher licht, wie die Birke, Erle, Pappeln. Dieſer Ei⸗ genthümlichkeit muß die Durchforſtung folgen und entgegenkom⸗ men. Manche leiden unter dem freyen Stande und dem Unbe⸗ ſchütztſeyn der Wurzel ſehr, wie namentlich Buche und Fichte; andere empfinden dieß weit weniger, wie Kiefer, Eiche, Erle und Birte, Auch hierauf muß man hinſichts der frühern oder ſpä⸗ tern, ſtärkern oder Durchforſtung achten. 4) Der Zweck der Holzerziehung. Je lichter das Holz ſteht, deſto weniger aſtrein und langſchaftig wird es. Bauhölzer, ſpaltige glatte Nutzholzſtämme erfordern einen ſol⸗ chen Schluß, daß das Licht nicht auf die Seitenäſte fallen kann, ſondern dieſe durch Beſchattung bald zum Abſterben gebracht werden, der Saftzufluß vorzüglich nach dem Wipfel zu Statt findet, wohin ihn der Lichtreiz leitet. Wo man bloß Brennholz erziehen will, iſt eine ſtärkere Freyſtellung oft vortheilhaft. 5) Die Nebennutzungen. Weide und Maſt gewähren bey einer lichten Stellung der Bäume einen höhern Ertrag, als bey einem vollen dichten Schluſſe. 6) Gefahr des Verluſtes vieler Stämme durch Zufälle. Wo man fürchten muß, wegen ſchwer zu verhüten⸗ der Diebereyen den Beſtand ohnehin durchlichtet zu ſehen, läßt man ihn gern etwas dichter ſtehen, damit hinreichende Reſerve⸗ ſtämme bleiben, und die Entwendung zuletzt nicht die zum vol⸗ len Beſtande ganz unentbehrlichen Stangen trifft. 7) Climatiſche Verhältniſſe. Rauhe Berghöhen, dem Seewinde ausgeſetzte Küſtengebölze, Waldſtriche, welche Verſan⸗ dungen aufhalten ſollen, müſſen geſchloſſener bleiben, als wo dieſe Verhältniſſe nicht Statt ſinden. Schnee, Duft und Nach⸗ reif, wenn ſie einer Gegend vorzüglich eigen ſind, bedingen am beſten eine ſolche Lichtſtellung von der früheſten Jugend an, daß die Pflanzen ſtufig erwachſen, und nicht zu ſchlank in die Höhe ſchießen. Iſt aber einmal dieß verabſäumt, und hat ein Ort bis u dem Alter, wo die Durchforſtung eintritt, ſehr geſchloſſen ge⸗ anden, ſo muß dieſe auch um deſto vorſichtiger geleitet werden. Kein Stamm, ſelbſt der bereits zurückbleibende nicht, darf, ſo lange das Holz noch ſchwach genug iſt, niedergebogen werden zu können, weggenommen werden, welcher den dominirenden Stan⸗ gen zur Anlehnung oder zur Stüte dient. 8) Die Möglichkeit der Benutzung und des Ab⸗ ſatzes. In Wäldern, wo der Abſatz des ſchwachen Holzes man⸗ gelt, wo die Durchhauung junger Orte deßhalb nur Koſten ver⸗ urſachen würde, ohne Ertrag zu geben, kann man nur ſpät die⸗ ſelbe vornehmen. Wo die herauszunehmenden Stangen ein⸗ zeln abgegeben werden können, ſo wie ſich ſolche zurückgehend, oder unterdrückt zeigen, durchforſtet man oft— wo das Knüp⸗ pelholz verkohlt, und in Klaftern zuſammengefahren werden muß, iſt man gezwungen, eine ſolche Zeit vergehen zu laſſen, daß viel Durchforſtungsholz zugleich gehauen werden kann.— Je öfter man übrigens die Durchforſtung vornehmen kann, deſto vortheil⸗ hafter und gefahrloſer iſt ſie, weil man dann immer nur wenig auf einmal wegzunehmen nöthig hat. Je ſeltner ſie möglich iſt, deſto ſtärker muß ſie Statt ſinden, indem ſie ſich dann auch auf (428) b Forſtwirthſchaft. dasjenige Holz erſtreckt, was in der nächſten Zeit als unter⸗ drückt vorkommen wird. 9) Eine Durchforſtung ganz beſonderer Art iſt es, wenn ſchnell wachſende Hölzer in langſam wachſende eingeſprengt ſind, und letztere gegen Verdämmung von erſtern geſchützt wer⸗ den müſſen. So bey jungen Eichen und Buchenorten, in denen Pappeln, Linden, Birken u. ſ. w. vorkommen. Selbſt wenn das weiche Holz keinen Werth hat, iſt daſſelbe dann herauszu⸗ hauen, ſobald es anfängt, dem Beſtande, welchen man geſchloſſen erziehen will, nachtheilig zu werden.— Wo Birken in Nadel⸗ hölzer eingeſprengt ſind, wird in der Regel der Zeitpunct ihrer Wegnahme von der vortheilhafteſten Benutzung abhängig gemacht. Verlangt man durchaus allgemeine Regeln für die Durchfor⸗ ſtung, ſo würden ſie ſich ungefähr folgendermaßen geben laſſen: Alles ſchon ganz unterdrückte, im Abſterben begriffene Holz, welches nichts zur Beſchirmung des Bodens beyträgt, kann zu jeder Zeit weggenommen werden. Es darf dieß eher noch auf gutem, als ſchlechtem Boden, wenn auf letzterem der Beſtand ſehr dicht iſt, unterbleiben. Die gewöhnliche Art der Durchforſtung iſt die, daß man alle Stämme heraus hauet, welche nichts zur Bildung des obern Schluſſes beytragen. Nur wo Schnee⸗ oder Duftbruch zu fürch⸗ ten iſt, läßt man auch diejenigen ſtehen, welche die dominirenden Stämme ſtützen und halten können. Man beginnt, in ſofern Servituten es nicht hindern, ſobald das Holz benutzbar iſt. XI. Von den aus verſchiedenen Holzgattungen beſtehen⸗ den Hochwaͤldern. Viele unſerer deutſchen Waldbäume, wenigſtens von den Laubhölzern, kommen gar nicht in reinen Beſtänden, ſondern immer nur in der Vermiſchung mit andern vor; alle kann man mit Vortheil vermiſcht unter einander— entweder in vorüber⸗ gehender oder bleibender Untereinandermiſchung, erziehen. Die Vortheile, welche man dadurch erreicht, ſind folgende: 1) Beſſerer Wuchs. So wie die Getreidearten offenbar ver⸗ ſchiedenartige Nahrungstheile aufnehmen und bedürfen, ſo ſcheint dieß auch der Fall mit den Holzpflanzen zu ſeyn. Wenigſtens bemerkt man deutlich, daß z. B. Birken, in andern Hölzern ſte⸗ hend, einen dichtern Beſtand ertragen, als wo ſie rein vorkom⸗ men, ſelbſt mehr Maſſe daſelbſt erzeugen, als im reinen Beſtan⸗ de.— Ueberdem hebt oft die eine Holzgattung die nachtheiligen Eigenſchaften der andern auf. So werden die der Birke unbe⸗ merkbar, wo ſie bloß eingeſprengt erſcheint. 2) Gemiſchte Beſtände geben mannigfaltiger Nutzbolz, und befriedigen mehr Bedürfniſſe, als reine. Dieß bedarf keiner Er⸗ läuterung, ſobald man beachtet, daß zur Befriedigung verſchie⸗ denartiger Bedürfniſſe auch verſchiedenartige Holzgattungen er⸗ foderlich ſind. 3) Gemiſchte Beſtände ſind weniger Gefahren unterworfen, als reine. Wo Nadelhölzer ſtark mit Laubholze vermiſcht ſind, iſt Feuer, Sturm, Schnee⸗ und Duftbruch weit weniger gefähr⸗ lich, weil der Zuſammenhang des Nadelholzes unterbrochen wird, öſchn. Bel 6 ſärwiger wa Veſtande r daan Froſt emyff⸗ andern hättern ge So vottheilhe heilt wird eine! ſem ſoll, gehütt, lungsweiſe. Wo aadete, witd leh erlen in Duchen und Eichen auf baut, dicht zuſe ſchnel die zwer welche wit 0. mit einet ander ſo Jahre alt bortheilhaft ſey Waehiebe der 2 dhel des Wald dos. Eine holz verlangt, wie andern zuſamt fotdett, wie d Wäit ohd deſe vt de Gewalt, die ſcch dachthe zur bl Ulwen, Eſch türlihſten Theilen mit Die Cic niger zur h tung ein glei Eren un und trockner Von den Waßttngen Leche, eingohtengt langen Unte Jar vo der 4 drchfe netſte. 6 in zu goß holz und daß durch die man n dere Holza langt. Di ſeln, berdi zu folgen, ſochen ſind 2. Abſchn. Waldbau. Hochwaͤlder verſch. Holzgattungen. 79 3(429) als unter⸗ dieß ſtämmiger wächſt, als rein. Selbſt Waldinſecten greifen die reinen Beſtände weit leichter an, als die gemiſchten. Zarte, 8, wenn gegen Froſt empfindliche Hölzer leiden weniger, wenn ſie von ageſprengt andern hartern geſchützt werden.—. hüßt wer⸗ So vortheilhaft aber eine paſſende Vermiſchung iſt, ſo nach⸗ in denen ttheilig wird eine unpaſſende. Zur bleibenden, wenn ſie paſſend löſt wenn ſeyn ſoll, gehört gleicher Wuchs, gleiches Alter, gleiche Behand⸗ herauszu⸗ lungsweiſe. Wo eine Holzgattung viel ſchneller wächſt, als die geſchloſeen andere, wird letztere genwöhalich verdämmt. Weiden, Pappeln, n Nadel⸗ Erlen in Buchen und Eichen unterdrücken dieſe bald. Kiefern uunct ihrer und Eichen auf ſandigem Boden können, zu gleicher Zeit ange⸗ g gemacht. baut, nicht zuſammen gedeihen, denn die erſtere überwächſt ſehr Durchfot⸗ ſchnell die zweyte, die dieß nicht ertragt. Eine Holzgattung, laſſen: welche mit 60 Jahren gehauen werden muß, wie Aspe und Birke, fene Holz, mit einer andern in Menge vermiſcht zu ziehen, welche 120 oder ann zu 160 Jahre alt werden ſoll, wie Buche und Eiche, kann nicht enoch auf vortheilhaft ſeyn. Man erhält dann mit 60 Jahren, bey dem ſtand ſehr Aushiebe der Aspen u. ſ. w., einen lückenhaften Beſtand, ein Theil des Waldes liegt als Blöße 60 bis 100 Jahre productions⸗ daß man los. Eine Holzgattung, welche ſchon ſehr früh ganz freyen Stand des obern verlangt, wie die Kiefer, iſt, wenigſtens ſehr ſchwer, mit einer zu fürch⸗ andern zuſammen zu erziehen, welche lange ſtarke Beſchattung ninirenden fordert, wie die Buche.. Weit unbeſchränkter iſt man hinſichts der Vermiſchung, wenn rn, ſobald dieſe nur vorübergehend ſeyn ſoll. Man hat dann es in der Gewalt, die eingemiſchte Holzgattung wegzunehmen, ſobald ſie ſich nachtheilig zeigt... beſtehen⸗ Zur bleibenden Vermiſchung eignen ſich Buchen mit Ahorn, Ulmen, Eſchen, Hainbuchen und Eichen, wobey die Buche am na⸗ türlichſten die dominirende Holzgattung bildet. Buchen, zu gleichen von den 1 Theilen mit Weißtannen und Fichten gemiſcht, gedeihen ſehr gut. , ſondern DieEe Eiche, wo ſie im langen Umtriebe ſteht, eignet ſich we⸗ kann man niger zur bleibenden Vermiſchung, weil keine andere Holzgat⸗ vorüber⸗ tung ein gleich hohes Alter mit Vortheil erreicht. 4 hen. Die Erlen und Birken paſſen da ſehr gut zuſammen, wo naſſer und trockner Boden untereinander liegt.. nhar ver⸗ Von den Nadelhölzern kommen am häufigſten Fichten und o ſcheint Weißtannen zuſammen vor, doch auch Kiefer und Fichte. Die enigſtens Lerche, wo es der Boden erlaubt, kann überall im Nadelholze ilzetn ſte⸗ eingeſprengt werden, bey dem Laubholze nur, wenn dieß nicht zu vorkom⸗ langen Umtrieb hat. 5. in Beſtan⸗ ur vorübergehenden Untermiſchung und Heraushauung in htheiligen der Durchforſtung, iſt unter allen Hölzern die Birke die geeig⸗ zirke unbe: netſte. Sie beſchützt, ohne zu verdaͤmmen, wenn ſie nur nicht 1 in zu großer Menge vorkommt, giebt frühzeitig ein gutes Brenn⸗ bolz, und holz und ſelbſt Nutzholz, nimmt auch dabey ſo wenig Raum ein, keiner Er⸗ daß durch ihr Heraushauen keine bemerkbaren Lücken entſtehen. n verſhie Dft zeigen Hölzer Neigung, ſich in Beſtände einzudrängen, kan en e die man rein erziehen möchte, man läuft ſogar Gefahr eine an⸗ tungen, dere Holzart zu bekommen, als die man gehabt bat, oder ver⸗ terworfen langt. Dieſe Neigung des Bodens, mit dem Beſtande zu wech⸗ nict ſind ſeln, verdient ſorgfältige Beachtung. Es kann rathſam ſeyn, ihr 1 efihr zu folgen, zweckmäßig, ihr zu widerſtehen, je nachdem die Ur⸗ hen wid, ſachen ſind, aus denen ſie entſpringt. (13o) Forſtwirthſchaft. Da man annehmen kann, daß jede Holzgattung ihre eigen⸗ thümliche Nahrung hat und bedarf, ſo kann die eindrängende mehr davon finden, als die bisher vorhanden geweſene, welche den Boden gewiſſermaßen erſchöpfte. So ſehen wir oft in Ge⸗ birgen die Fichte die Buche verdrängen, wie auch der Fall um⸗ gekehrt, wiewohl ſeltner eintritt. Wo kein Grund iſt, die ver⸗ drängte Holzgattung ſelbſt mit Aufopferung zu erziehen, mag man wohl dem Winke der Natur folgen. Oft hat ſich der Boden geändert. Durch Entwäſſerungen ſind naſſe Gegenden trocken gelegt, früher humusreiche Diſtricte ſind durch Entblößung von Holz arm geworden. Es würde Thorheit ſeyn, da, wo früher Erlen im feuchten Boden ſehr gut wuchſen, ſie auch noch im trocknen zu ziehen, wo Eichen im fruchtbaren Boden gedeihen, ſie im unfruchtbaren ferner erzwin⸗ gen zu wollen. Man kann der geänderten Eigenthümlichkeit des Bodens nicht widerſtreben, ſondern muß ihr nachgeben, in⸗ den man diejenige Holzgattung darin anbaut, welche am beſten wächſt. Häufig iſt es aber auch wohl nur die ſchlechte Wirthſchaft, welche dem Anbau der vortheilhaftern Holzgattung Hinderniſſe in den Weg legt, die ſchlechtere begünſtigt. Unvorſichtige Licht⸗ hauungen erſchweren die Anzucht der Buche, die Birke drängt ſich auf den Blößen wuchernd ein. Unrecht wäre es deßhalb⸗ dieſe als das vortheilhaftere Holz anzuerkennen. Sie iſt nur Folge der ſchlechtern Wirthſchaft, des ſchlechtern Bodens— man muß ihr möglichſt entgegenſtreben, um die beſſere Wirthſchaft, den beſſern Boden wieder herzuſtellen. Läßt man ihr Raum, ſo wird der Boden ſo, daß er, wenn er jetzt nur noch Birken brin⸗ gen zu wollen ſcheint, künftig gar nichts mehr trägt. Scheinbar iſt auch häufig nur das Eindrängen und Wuchern mancher Hölzer— ſie halten nicht aus, vergehen, wie ſie kom⸗ men. Einige Aspen überziehen große Flächen mit untauglicher Wurzelbrut, nach wenig Jahren verſchwindet dieſe von ſelbſt wieder. Selbſt die Birke wuchert oft nur in der Jugend, wird ſchlechtwüchſig im Alter. So gehört viel Umſicht dazu, ehe man da, wo ſich Hölzer ſtark in andere Beſtände eindrängen, einen Entſchluß faſſen kann, ſie ſo ſtark und ſ Holzgattung daraus entſtehen könnte. Von ſolchen, welche nur als Forſtunkräuter erſcheinen, wor⸗ unter ſoviel kleine und größere Sträucher gehören, kann hin⸗ ſichts ihrer Duldung nicht erſt die Rede ſeyn. XII. Von der Herſtellung einer regelmaͤßigen Waldwirth⸗ ſchaft, in unregelmaͤßig behandelten Waͤldern. Häufig iſt ein Wald bisher noch nicht in regelmäßigen Schlä⸗ gen bewirthſchaftet worden, ſondern es hat darin die Plenter⸗ wirthſchaft geherrſcht. Dadurch iſt ein Mangel an Beſtänden von gleichem Alter herbeygeführt, und Stämme und Pflanzen von jeder Größe ſtehen überall unter einander. Man muß zwar ſtreben, dieſen unvortheilhaften Zuſtand abzuſtellen, jedoch kann es nur nach und nach geſchehen. o lange zu dulden, daß eine Wechſelung der Alfch Man giübte jen die Verhalt ze duin heniſh d ſchrall als m ſcafen, Die früher ts mtveder die zazutemachung z, dder die Ge rerindenden N ſezigen Umtiet jungung beſtine mengefaßt, ei menen Umtriebe aus denjenigen; ſeeht, daß man Beſtände darau Holzgattunzen t welche leicht der hauung älteret, auwendbar.— viſemmaßen ner welche das mehr ſelt bier vege dückte zungere wüchſige ada benußbar iſt, Zeit des Umn Von den nat Februar ei 31 3 Mr W 1 hol; dai weden; Mlchen die zu man gevänte in den Erlent auf anhaltend ey Schlitten It der Scht wäldern mit tiefem Schne Und Nuthol und abgefahr im Forſte lie tlagen zu n on jetzt be gileene Nal ihre eigen⸗ drängende ſe, welche oft in Ge⸗ rFall um⸗ , die ver⸗ ehen, mag daäſſerungen de diſtriete Es würde en ſeht gut Eichen im ner erzwin⸗ llichkeit des geben, in⸗ am heſten Lirthſchaft, Hinderniſſe ſtige Licht⸗ irke dnh es deßhalb, ie iſt nur ens— man Witthſchaft, r Raum, ſ Birten brin⸗ b nd Wuchert ie ſie kom⸗ ktauglicher von ſelbſt nd, wird ch Hölzer ſen kann, elung det gen, wor⸗ kann hin⸗ Jaldwirth⸗ ern. igen Schli⸗ ie Plenter⸗ Beſtänden d Tllanzen muß zwar edoch kann 2. Abſchn. Waldbau. Waldgeſchaͤfte im Februar. (431) Man giebt einem ſolchen Walde den kürzeſten Umtrieb, wel⸗ chen die Verhaltniſſe geſtatten, um die Unregelmäßigkeiten, wel⸗ che darin herrſchen, in der kürzeſten Zeit abzuſtellen, und ihm ſn ſchnell als möglich mehr Zuwachs gebende Beſtände zu ver⸗ chaffen. Die früher Statt gefundene Plenterwirthſchaft muß, ſo weit es entweder die Erfüllung des ermittelten Abgabeſatzes, oder die Zugutemachung des abſterbenden und ſchlechter werdenden Hol⸗ zes, oder die Gewinnung beſtimmter, in den Schlägen ſich nicht vorfindenden Nutzhölzer verlangt, noch für die erſte Zeit des jetzigen Umtriebes fortgeſetzt werden. Zur regelmäßigen Ver⸗ jüngung beſtimmt man jährlich, oder für mehrere Jahre zuſam⸗ mengefaßt, eine Fläche, welche die Innehaltung des angenom⸗ menen Umtriebes geſtattet. Zuerſt nimmt man das alte Holz aus denjenigen Orten, wo ſo viel und ſo wüchſiges junges Holz ſteht, daß man darauf rechnen kann, noch brauchbare geſchloſſene Beſtände daraus zu erziehen. Dieß iſt jedoch nur bey ſolchen Holzgattungen thunlich, welche Schatten ertragen, bey andern, welche leicht verdämmt werden, wie z. B. Kiefern, iſt die Licht⸗ hauung älterer, unter hohem Holze ſtehender Pflanzen niemals anwendbar.— Wenn auf dieſe Art die jüngſte Altersclaſſe ge⸗ wiſſermaßen neu geſchaffen iſt, legt man den Hieb in die Orte, welche das mehrſte alte, am wenigſten ausdauernde Holz haben, ſtellt hier regelmäßige Samenſchläge, indem man das unter⸗ drückte jüngere Holz wegnimmt. Da, wo das mehrſte mittel⸗ wüchſige oder Stangenholz iſt, kommt man erſt hin, wenn es benutzbar iſt, und das freygehauene junge Holz deckt die letzte Zeit des Umtriebes. Von den Waldgeſchäf nat Februar vorfalle 3 1 * 2 1, und deren zweckmaͤßiger Be⸗ ſorgung. 1) Holzeinſchlag. Die Bauholzanweiſungen müſſen been⸗ digt werden; eben ſo ſind auch die Schläge zu räumen, aus welchen die Abfuhren des Holzes, um die jungen Pflanzen nicht zu beſchädigen, bey Schnee geſchehen muß. Mit Zugutemachung der Spalthölzer, welche bey Froſtwetter unthunlich iſt, kann man gewöhnlich Ende dieſes Monats beginnen. Der Einſchlag in den Erlenbrüchern muß beendigt ſeyn, da man nicht mehr auf anhaltenden Froſt rechnen kann. Auch die Abfuhr von Holze bey Schlittenbahn hört in dieſem Monate gewöhnlich auf. Iſt der Schnee geſchmolzen, kann man in denjenigen Nieder⸗ wäldern mit dem Hiebe zentanan. wo früher wegen Froſt und tiefem Schnee nicht gehauen werden konnte. Was von Bau⸗ und Nutzholze bis Ende des Monats noch nicht hat verkauft und abgefahren werden können, und wahrſcheinlich längere Zeit im Forſte liegen bleiben wird, iſt wo möglich aus den Samen⸗ ſchlagen zu rücken und auf Unterlagen zu legen. Wo die Schläge ſchon jetzt beendigt ſeyn ſollten, muß die Aufzaͤhlung des ein⸗ geſchlagenen Holzes erfolgen. ken, welche gewoͤhnlich im Mo⸗ 4 4 82 Fef uirchſchaft 2. Abſchn. Jagdgeſchaͤfte im Februar. (432 2) Cultur. Das Sammeln der Fichten⸗ und Kiefernzapfen wird fortgeſetzt, und wenn es ſeyn kann, beendigt, da bey war⸗ mem Wetter im März ſchon häufig Same ausfällt. Bey dem Schmelzen des Schnees und Aufthauen der Brücher, kann die Aufſammlung des im Waſſer ſchwimmenden Erlenſamens fer⸗ ner Statt finden. Die Zapfen der Lerche fängt man an zu pflü⸗ cken. Baum⸗ und Pflanzſchulen müſſen bey hohem Schnee nach⸗ geſehen werden, daß die Haſen nicht Schaden darin thun; bey Thauwetter iſt das ſich etwa darin ſammelnde Waſſer abzulaſſen. Sind die Zapfen der Erle mit Zweigen heſannmeit, ſo müſſen dieſe nun ſpateſtens auf den dadurch zu beſäenden Schonungen ausgeſteckt werden. Auch Birkenſamen kann man auf hinrei⸗ chend wunden Orten, nach dem Wegſchmelzen des Schnees, ausſäen. Die Arbeiten bey Bindung und Beſäung der Sand⸗ ſchellen müſſen beginnen, ſobald der Boden aufgethauet iſt. Mit Pflanzarbeiten zögert man noch, da die ſtörenden Fröſte noch zu fürchten ſind. 3) Forſtſchutz. An Strömen, wo Waſſersgefahr zu fürchten iſt, müſſen mit Anfang des Monats die nöthigen Faſchinen bereit liegen. Das Aufſuchen der Kieferraupen beginnt ernſtli⸗ cher, ſo wie die Witterung es erlaubt. An Bergen iſt auf die Erhaltung der Wege, bey dem Schmelzen des Schnees, und die Verhütung von Waſſerriſſen zu ſehen. Die Aufſicht auf Wald⸗ frevler muß deſto ſchärfer ſeyn, je dringender das Bedürfniß bey zrozer Külte iſt, und jemehr die Schlittenbahn Entwendungen egünſtigt. 4) Forſtbenutzung. Für Köhlereyen kann bereits Holz zu⸗ ſammengerückt werden. Reifſtockſchneider und ähnliche Nutzholz⸗ arbeiter ſuchen bey offenem Wetter ihren Bedarf aus und mel⸗ den ſich zum Empfange. Die Berechnung mit den Sägemüllern über die verabfolgten Klötze wird geſchloſſen. Die Anordnungen zur Flöſſerey und Verſchiffung des Holzes werden getroffen. Die Nachmaſt hört auf. Das Kiehnroden für die Theerſchweler beginnt, ſo wie der Froſt es erlaubt. Jagdgeſchaͤfte im Februar. Die Klapperjagden werden nur noch auf Füchſe fortgeſetzt, Haſen wo möglich bereits geſchont. Der Beſchuß vom Hoch⸗ wilde erſtreckt ſich nur noch auf Rehböcke und Spießer oder Schmalthiere von Damm- und Rothwild, wenn eine unausge⸗ ſetzte Lieferung davon erforderlich iſt. Die Fuchsbaue ſind flei⸗ ßig mit dem Dachshunde zu revidiren. Bey offenem Wetter fin⸗ den ſich die Enten auf freyen Gewäſſern ſtärker ein, wo man Erpel mit dem Schießpferde, oder in eingegrabenen Löchern, bey gutem Winde, erlegen kann. Die Wildfütterungen müſſen flei⸗ ßig abgewartet werden. Durch Fällen der Aspen und anderer Holzarten, deren Knospen das Wild liebt, ſucht man in Er— mangelung anderer Hülfsmittel der Noth deſſelben zu begegnen. For Pon 1 Ei widd ſ in Niederwadd tern Fälle ge drock: Vuich eine beſonder gen Umtriebe herrſchend iſt Ob man betriebe vorzie don der Holzg tuten ab. Eichen, Erlen und Vi⸗ doch gewährt ohne fotwah vollen Vär Weiden ſod ſchlag derJ keit und n Boden gew gere, inde Wuchs zei felſigten F lenbrücher dann die nen Mutt nufen kan d ſich vo indden un te in Februar d Kiefernzapfen t, da bey war⸗ äll. Bey dem her, kann die lenſamens fer⸗ an an zu pfll⸗ Shnee rin⸗ rin thun; bey ſer abzulaſſen. lt, ſo muͤſfn ea Schonungen an auf hinrei⸗ des Schnees, 4 vVorſwirthſcafe örenden Fröſte ꝛir zu läthe gen Faſchinen. 3 zinsf aie Dritter Abſchnitt. gen iſt auf die meesn u de Von der Behandlung der Waͤlder. ht auf Vald⸗ Baͤüt bey I. Behandlung des Niederwaldes. „„ iwandungen Es wird ſowohl ſtärkeres Knüppelholz und ſelbſt Scheitholz erüts hil zu im Niederwalde erzogen, als auch bloßes Reiſerholz. Im letz⸗ nlche Nußha tern Falle gebraucht man für den Niederwald auch den Aus⸗ faus und mi⸗ druck: Buſchholz⸗Betrieb. Die Eichen⸗Schälwaldungen ſind en Sägemäͤlen eine beſondere Art von Eichen⸗Niederwalde im 18⸗ bis 30 jähri⸗ eArurdrunger hen Umntriche, wobey der Zweck, Gerberrinde zu gewinnen, vor⸗ herrſchend iſt. ſer gerußer Ob man die Erziehung vom Knüppelholze dem Buſchholz⸗ heunſc betriebe vorziehen, oder umgekehrt letztern wählen ſoll, haͤngt von der Holzgattung, dem Boden, dem Abſatze und den Servi⸗ tuten ab. Eichen, Buchen, Hainbuchen, Ahorn, Ulmen, Pappeln, Erlen und Birken eignen ſich zur Erziehung von ſtärkerm Holze; doch gewährt die Birke dabey zu ſchlechten Wiederausſchlag, um wnsen. ohne fortwährende Nachhülfe durch Saat oder Pflanzung einen 5 eße zu vollen Beſtand und reichlichen Ertrag zu gewähren. Haſeln und ven nausgt. Weiden ſind im Buſchholzbetriebe vortheilhafter. Auch der Aus⸗ muue d t b ſchlag der Buche verliert im längern Umtriebe ſehr an Kräftig⸗ bune uh ſe keit und reichlichen Trieben. In ſehr armem, flachgründigem nem We 1 Boden gewährt der kurze Umtrieb reichern Ertrag, als der län⸗ rein, wo gere, indem in demſelben das Holz nur kurze Zeit kräftigen ien Löchen, bey gen müſen fl⸗ en und anderer Wuchs zeigt. Je ſchwieriger die Ergänzung der Mutterſtöcke an felſigten Hängen oder in der Ueberſchwemmung ausgeſetzten Er⸗ lenbrüchern iſt, deſto kürzer wählt man den Umtrieb, weil nur ct man 8 dann die Erhaltung des vollen Beſtandes und aller vorhande⸗ en zu biegne. nen Mutterſtöcke möglich iſt. Wo man nur ſtärker Solz ver⸗ kaufen kann, iſt der Buſchholzbetrieb unanwendbar, eben ſo wie er ſich vortheilhaft zeigt, wo Reifſtöcke und Korbruthen Abſatz finden und das Reisholz gut bezahlt und benutzt werden kann. 84 das gehauene Holz verſchneiet, ehe Forſtwirthſchaft. (424) — Buſchholz ſchließt die Behutung ganz aus und gewährt bey⸗ nahe gar kein Raff⸗ und Leſeholz, wo daher dieſe Servitu⸗ ten auf dem Forſte laſten, kann man ihn nicht wählen.— Ei⸗ chen⸗Schälwaldungen ſind außerordentlich einträglich, wo die junge Eichenrinde von den Gerbern gut bezahlt wird, aber auch nur dann. 1) Allgemeine Regeln bey Behandlung des Nie⸗ derwaldes. Die Zeit der Fällung iſt die zwiſchen dem Abfalle der Blät⸗ ter und dem Ausbruche des Laubes. Weiden zu Waſſerbauten und ſelbſt auch Erlen können ohne bemerkbaren Nachtheil für den Wiederausſchlag ſogar im Laube gehauen werden. Ebereſche und Birke werden vortheilhafter gehauen, ehe die Knospen an⸗ ſchwellen; die übrigen Holzgattungen am liebſten kurz vor dem Aufbruche der Knospen.„Es entſcheiden jedoch in der Regel fol⸗ gende Rückſichten über die Zeit des Abtriebes. 1) Zugänglichkeit der Schläge. In Erlbrüchern kann man nur im Winter bey Froſt und Schnee hauen; im Gebirge, wo ſehr hoher Schnee fällt, iſt die Winterhauung beynahe unthun⸗ lich, da theils die Stöcke zu hoch gehauen werden müßten, theils es aufgebunden werden kann, theils das Gebirge oft ganz unzugänglich wird. Um nicht im Hiebe unterbrochen zu werden, beginnt man mit dem Aufgange des Winters. 2) Die Zeit der Abfuhre. Wo das Holz ſchon im Februar und März zur Abfuhre verlangt wird, muß man früher hauen, als da, wo es bis zum Herbſt und Winter ſteht; wo es ein Jahr lang aufbewahrt werden muß, haut man wo möglich, um der größern Dauer willen, im Winter, vor Eintritt der Saft⸗ zeit. 3) Der Verkauf von zu ſchälenden Nutzhölzern oder zu ge⸗ winnender Rinde. Wo viel zu ſchälende Reifſtöcke vorhanden ſind, Eichen⸗ oder Lindenrinde gewonnen werden ſoll, muß man die Saftzeit erwarten. 4) Hinreichende Arbeiter, um in kurzer Zeit den Schlag beendigen zu können. Mangel an denſelben, wodurch man ge⸗ zwungen wird, längere Zeit mit der Aufarbeitung deſſelben zu⸗ ubringen, entſcheiden ebenfalls über den frühern oder ſyätern egin des Anhiebes. Wo keine dieſer Rückſichten eintritt, iſt die Zeit von Mitte Februar bis Mitte April gewöhnlich die vor⸗ theilbafteſte zum Abtriebe des Niederwaldes; diejenige, wo ſtar⸗ ker Froſt und tiefer Schnee zu fürchten iſt, die unbequemſte, in⸗ dem außer den ſchon angeführten Nachtheilen und Unbequemlich⸗ keiten, die Stöcke bey Froſt mehr beſchädigt werden, die Wei⸗ den zum Binden des Reisholzes ſchlecht halten, das am Boden liegende ſchwache Holz nicht abgehauen⸗und aufgearbeitet wird, die Arbeiter nur wenig verrichten können. Bloß nur bey Froſt zugängliche Brücher machen dabey ſtets eine Ausnahme. Von der Art des Abhiebes hängt größtentheils der gute Wuchs des Holzes und die Erhaltung des vollen Beſtandes an Mutterſtöcken ab, und er verdient daher die größte Aufmerkſam⸗ z Alſchn. kei. Verzünli ttzubuen, wer bälniſe entaub Ähden entwede Zoden bedeckt ſen, Und gewi Rn. Hiervon dnn der Aus ende beſeſtigt, ſoc entbehren Puchs des A. ſch Vurzeln Eine Au nur die Süm ein hoher R hoch hauen ſer bedect wi ußerdem keolgen: 1) Ve gen und Re ionnen, hn hingen, dar der Ede ſue 2) DA den, haut cher Höhe alten Mut ſcheinliche aus der al z) Ven Alter weder zelbrut treit ſinen Zoll! entwickeln k „Nah de dicht einſy. den hert Holz dai deſſelben berdorgete meiden. ſen den. Hauen 0 verurſacht zum Abt Virkenäſt Soba Pflugſtan vor dem hauen. d gewwaͤbrt hey⸗ dleſe Seritu⸗ ahlen.— Ci⸗ glic, wo die ad, aber auch alle der Bläͤt⸗ Waſeerbauten Nachtheil für en. Ehereſche Knospen an⸗ kurz vor dem der Negel fol⸗ n kann man Gebirge, wo nahe unthun⸗ lüßten, theils werden kann, Um nicht im dem Aufgange dn in Fehrar ftüher hauen, ht; wo es ein omöglich, um rit der Saſt⸗ oder zu ge⸗ ke vorhanden ll, muß man den Schlag urch man ge⸗ deſſelben zu⸗ oder ſhätern neintritt, iſt nlich die bot⸗ nige, wo ſtar⸗ bequemſte, in⸗ Unbequemlich⸗ den, die Wei⸗ aas am Boden earbeitet wird, nur bey gioſt nahtne. eils der gute Beſtandes an Aufmertſam⸗ 3. Abſchn. Behandlung der Waͤlder. Niederwald. (425) keit. Vorzüglich wichtig iſt es, das Holz ſo dicht an der Erde abzuhauen, wenn es der Zuſtand der Mutterſtöcke und die Ver⸗ hältniſſe erlauben, daß die hervorkommenden Ausſchläge oder Lohden entweder dicht an der Erde, oder auch noch etwas vom Boden bedeckt hervorbrechen, damit ſie ſich ſelbſt bewurzeln kön⸗ nen, und gewiſſermaßen einen neuen ſelbſtſtandigen Stamm bil⸗ den. Hiervon hängt die Unvergänglichkeit des Niederwaldes ab, denn der Ausſchlag, welcher ſich mit eignen Wurzeln in der Erde befeſtigt, kann den nach und nach ausfaulenden Mutter⸗ ſtock entbehren; es bewirkt dieß aber auch zugleich den beſſern Wuchs des Ausſchlags, welcher deſto vorzüglicher wird, jemehr ſich Wurzeln bilden, die dem Ausſchlage Nahrung zuführen. Eine Ausnahme von dieſer Regel des tiefen Hiebes machen nur die Sümpfe und Brücher, in denen oft bis zu Ende Mays ein hoher Waſſerſtand iſt. In dieſen muß man nothgedrungen ſo hoch hauen, daß der abgehauene Stock nicht ganz vom Waſ⸗ ſer bedeckt wird, da ſonſt der Ausſchlag ausbleiben würde. Außerdem kann man in dieſer Hinſicht folgende Grundſätze befolgen: 1) Bey allen Samenpflanzen oder einzeln ſtehenden Stan⸗ gen und Reiſern, welche unmittelbar aus der Erde herzor⸗ kommen, ohne ſichtbar mit dem alten Mutterſtocke zuſammenzu⸗ hängen darf nicht mehr, als etwa die Höhe eines Zolles über er Erde ſtehen bleiben. 2) Bey allen Hölzern, welche ſich durch Wurzelbrut verjün⸗ gen, haut man rückſichtslos auch die alten Mutterſtöcke in glei⸗ cher Höhe über der Erde ab. Daſſelbe geſchieht mit denjenigen alten Mutterſtöcken, von denen mit Sicherheit oder großer Wahr⸗ ſcheinlichkeit, wie z. B. bey Linden, zu vermuthen iſt, daß ſie aus der alten Rinde wieder ausſchlagen werden. 3) Bey Mutterſtöcken von Holzgattungen, welche im höhern Alter weder aus der Rinde ausſchlagen, noch überhaupt Wur⸗ zelbrut treiben, läßt man von den zuletzt erfolgten Ausſchlägen einen Zoll lang ſtehen, damit die Knospen ſich am jungen Holze entwickeln können. Bey dem Abhiebe muß dahin geſehen werden, daß der Stock nicht einſplittert, die äußere Rinde, durch welche die Knos⸗ pen hervorbrechen ſollen, nicht verletzt wird. Das abgehauene Holz darf nicht auf die Stöcke gelegt werden, wenn die Abfuhre deſſelben erſt zu der Zeit erfolgt, wo die jungen Triebe ſchon bervorgekommen ſind, müſſen die aufgebundenen Wellen an die Wege gebracht werden, um die Beſchädigung der Lohden zu ver⸗ meiden. Die zum Aufbinden der Wellen nothigen Weiden müſ⸗ ſen den Holzhauern angewieſen werden, damit ſie durch das Hauen oder Schneiden derſelben ſo wenig Nachtheil als möglich verurſachen. Am vortheilhafteſten werden ſie aus alten, bald zum Abtriebe kommenden Haſel⸗ und Weidenarten, oder von Birkenäſten entnommen. Sobald Nutzhölzer, als Reifſtöcke, Leiterbäume, Weinpfähle, Pflugſtangen u. ſ. w. genommen werden können, ſo werden dieſe bir dem Abtriebe des Brennholzes durch Sachkundige ausge⸗ auen. Forſtwirthſchaft. (426) 2) Beſondere Regeln für die verſchiedenen Holz⸗ gattungen. Eichenniederwald. An Holzmaſſe gewinnt man bey dieſer Holzgattung durch längern Umtrieb nicht, man verliert deſto mehr dadurch, je ärmer der Boden iſt. Nur in den erſten Jahren iſt in ſehr flachgründigem und armem Boden der Wuchs der Ausſchläge ſtark, die Zahl derſelben vermindert ſich, je äl⸗ ter das Holz wird. Auf Sandboden iſt der Ausſchlag ſchlecht und der Niederwald von dieſer Holzgattung unpaſſend. Auf ſteinigem, flachgründigen Lehmboden kann man mit ziemlicher Sicherheit noch 60— 80 Jahr alte Mutterſtöcke tief nachhauen. Schälwaldungen, von welchen die Rinde zum Gerben verwandt werden ſoll, kommen zum Hiebe, wenn die Knospen anfangen aufzubrechen. Man ſchält die Rinde auf doppelte Art. Entwe⸗ der wird die ſtehende Stange ausgeäſtet, die Rinde da, wo der Abhieb erfolgt, eingekerbt und dann ſtreifenweis längs dem Stamme abgeriſſen, von welchem ſie dann vollends, nachdem er gefällt iſt, geſchält wird, oder es werden die Stangen vor⸗ her gehauen, und dann mit einem hölzernen Lohſchlitzer abge⸗ borkt.— Von der Behandlung der Gerberrinde wird weiter un⸗ ten die Rede ſeyn. Bey den Buchen⸗Niederwaldungen zeigt ſich der ſtär⸗ kere Zuwachs erſt im ſpätern Alter, und ſie werden häufig bey einem 30— 70jährigen Umtriebe zu Knüppelholz benutzt. Der Ausſchlag verliert jedoch nach 30 Jahren ſehr an Menge und Wuchs, und da die Ergänzung eingehender Mutterſtöcke ſchwierig iſt, ſo dürfte zu einer nachhaltigen Nutzung ein höheres Alter nicht vortheilhaft ſeyn. Man muß bey dieſer Holzgattung im jungen Holze hauen, da der Ausſchlag am alten Stocke nicht er— folgt und die Verjüngung durch Wurzelbrut zu unſicher iſt. Die natürlichen Senker, welche ſich aus an der Erde liegenden Zwei⸗ gen, vorzüglich bey kurzem Umtriebe, bilden, müſſen geſchont wer⸗ den und unbehauen bleiben, indem ſich daraus neue Mutterſtöcke herſtellen und der Beſtand ſehr verdichtet. Vom Wilde und Viehe verbiſſene, zurückgebliebene und ſelbſt verdämmte Sträucher, er⸗ holen ſich oft noch zu recht gutem Wuchſe, wenn ſie unabgehauen ſirhen bleiben, und werden deßhalb bey der Einſchonung über⸗ gehalten. Von der Hainbuche gilt daſſelbe, was von der Buche geſagt iſt, nur daß ſie, indem ſie ſich durch Wurzelbrut ver⸗ jüngt, immer den tiefen Hieb erträgt, und daher ein früher hoch gehauener Ort ſtets nachgehauen werden kann. Die Birke ſchlägt am häufigſten an den über der Erde lie⸗ genden Wurzeln, oder dicht an der Erde, da, wo die dicke Rin⸗ de des Stammes dünner wird, aus. Sie bedingt deßhalb zwar tiefen Hieb, jedoch muß noch ſo viel vom Stocke über der Erde ſtehen bleiben, daß die Theile deſſelben, wo man den Ausſchlag erwartet, nicht abſterben. Man will die Bemerkung gemacht haben, daß gepflanzte Birken ſchlechter wieder ausſchlagen, als geſäete, was ſich jedoch wohl nicht in allen Fällen verbürgen läßt. Mit Ende Februar hat man gern die Birkenſchläge been⸗ digt, und hält einen ſpätern Hieb dem Ausſchlage nicht günſtig. Wo man ſich bloß auf die alten Mutterſtöcke beſchränken muß, V — „ Abſchr d dieſe nicht bng nicht vo it verden zu! riin gewöhnlih he Nutterſtöch tieht werden, Fiederwälder d de erbalten wer Samen tragend ſtlag zuanme Ddie Lilt umpfige Otte ſeßr Ausdeh gen ſie bey 4, zen ſich auch den häufg cbi von ſelbſt ſeh Samenbaumen züht ſich ben wit eigem dich aufgehzen kant Nezel weder, dr großen 6 üüne großen Man verlier durch Amfiug de Ergänzw hinreichende pfänglichen Pfanzung, raichender und ausfah wit dem An den Schlag richt mehr: hnn, damit hfe berſinkt dren der Im ſuatten den ſol, d genſtanden lenholz de Einbinden Die an Flußu mit dem denheit d ſe erreich geſchnitte ünen da hafteſten zeſtalt m ſemal K Forſtwirthſchaft. (428) mit dem Hiebe wartet, weil das fortwährende Schneiden ein⸗ jähriger Triebe zuletzt den Ausſchlag zu ſehr ſchwächt.— Der tiefe Hieb iſt bey Weiden vorzüglich wichtig, da nur bey tiefen Ausſchlägen und Wurzeltrieben der Beſtand ſich hinlänglich ver⸗ dichtet und guren Wuchs erhäölt. Man muß deßhalb auch ſtets hinlänglich niedrigen Waſſerſtand abwarten. Die Weiden ertragen übrigens die Holzung beynahe in jeder Jahreszeit gleich gut. Die vortheilhafteſte für den Weidenaus⸗ ſchlag dürfte diejenige ſeyn, wo die Knospen anfangen aufzu⸗ rechen. Bey der Haſel iſt der tiofe Hieb ebenfalls ſehr zu beachten und ſelbſt bey alten Stöcken noch zu empfehlen, da ihre Aus⸗ ſchläge in der Regel in der Erde hervorkommen. Bey gutem Wuchſe bedarf man ein Alter von 12— 14 Jahren zu ſchwa⸗ chen Reifſtäben, von 16— 18 zu ſtärkern und Korbſtöcken. Be⸗ achtung verdient das Weidenſchneiden, wodurch viel Reifſtäbe verdorben werden, und welches man deßhalb nur in den alte⸗ ſten Orten geſtatten darf, wo die ſchwachen Ruthen nicht mehr die zu Reifen nöthige Stärke erhalten würden. Der Abtrieb geſchieht vom November bis März.. „Bey den vermiſchten Niederwäldern giebt, außer den mit⸗ wirkenden äußern Rückſichten, die herrſchende Holzgattung die Regeln zur Behandlung an. II. Behandlung des Mittelwaldes. Da im Mittelwalde einzelne Bäume im Schlagholze ſtehend erzogen werden, ſo muß die weſentlichſte Beachtung bey ſeiner Bewirthſchaftung ſeyn, darauf zu ſehen, daß der Oberbaum(das Baumholz) paſſend für das Unterholz(das darunter wachſende Schlagholz) iſt. Unpaſſend zuſammen würden ſolche Hölzer ſeyn, wo das Oberholz dichten, verdämmenden Schatten verurſacht und das Unterholz keine Beſchattung ertrüge. So können nicht Buchen, Hainbuchen und Linden als Oberbolz, und Birken und Haſeln als Unterholz zuſammen erzogen werden, ſondern es kann bey dieſem Oberholze auch nur Unterholz von denſelben Holzgattun⸗ gen gedeihen. In Haſeln⸗ und Birkenunterholze können nur Birken, Aspen, ſtark geſchneidelte Eichen, Eſchen, Ulmen un andere nur wenig beſchattende Bäume erzogen werden. Auch die Lerche würde ſich auf paſſendem Boden gut als Baumholz im Buſchholze erziehen laſſen.— Als Unterholz wird, voraus⸗ eſetzt, daß der Boden paſſend iſt, bey einer irgend ſtarken Be⸗ ſchattung die Buche und Hainbuche ſtets am mehrſten zu em⸗ pfehlen ſeyn. Wo die Beſchattung nur gering iſt, kann man jedes zu Niederwald paſſende Holz dazu erziehen.. Wenn der Mittelwald nicht unvortheilhaft werden ſoll, dür⸗ fen nicht mehr Bäume in ihm ſtehen, als daß das Unterholz noch ohne merklichen Nachtheil darin wachſen kann. Wird dieß durch zu ſtarke Beſchattung unterdrückt, ſo erhält man nur ei⸗ nen raum⸗ und lückenbaft beſtandenen Hochwald, und verfehlt dann den Zweck der Mittelwaldwirthſchaft, Schlag⸗ und Baumholz zugleich zu erziehen. Es iſt dann beſſer, die reine Baumholz⸗ wirthſchaft zu wahlen. Rgehenen 5 dald, oder wil ſorgfaltig, wr ben werden wi zehen, oder man das erſter nutang des Ua au Väumen tau ſed, un in de gaigt ſich der haft, doß deſ de Veſchattun wenn ſich dar Dberholz dure den douhelt — Rer iſ als darauf den iſt, w dem Wirth nach dem C Vorſchriften langt, finde ſchaft, hier Wenn de geben kann, dulden, als Viume veruu ſchattung, d Vnuntendtoch holen an: Stammen reiſern, un erreichen l mittelwüch und wenig nicht mehr ſtarkem N. Auch Je äͤlter d Oberbaum, unvollkom, d Sizeiden ei⸗ chwick.— Der R nur beß tifen jhirlänzlic ver⸗ deßhalb auch ſtets beßnaßein jeder den Wiidenaus⸗ danfaagen aufzu⸗ z ſehr zu beachten ln, da igte Aus⸗ nen. Dey putem Phren zu ſhwn⸗ Fortſtücken. Re⸗ rch biel Rifſtbe nur in den alte⸗ then nicht mehr . Der Abtrieh außer den mit⸗ Holzzattung die des. Glagholze ſtchend achtung de ſiner er Obethaum(das arunter wachſende r ſeyn, wo dos urſacht und das en nicht Juchen, zrten und Haſeln dern es kann bey iben Holzgaitun⸗ kongen nur hen, Ulwen nad werden. Aech t als Baumdoſ iz wird, volaus⸗ rgend ſürrden Be mehrſten zu en⸗ g iſt, Kann min d unhol vnd Vaun 15 Mittelwald. (429) Es läßt ſich ſchwer eine beſtimmte Zahl von Bäumen ange⸗ ben, welche man bey einer gewiſſen Größe überhalten darf, ohne die Unterdrückung des Unterholzes fürchten zu müſſen. Holz⸗ gattung, Alter und Wuchs des Oberholzes, Boden und der f 3. Ab ſchn. Behandlung der Waͤlder. 89 größere oder geringere Ertrag des Baum⸗ oder Unterholzes er⸗ zeugen dabey viel Verſchiedenheiten. Es ſcheint aber auch über⸗ flüſſig, das paſſende Verhältniß des Ober⸗ und Unterholzes in Zahlen auszudrücken, vielmehr wird es zweckmäßiger ſeyn, zur Beobachtung der Wirkung der Beſchattung aufzufordern, um dar⸗ aus die Grundſätze hinſichts der paſſenden Oberholzmenge für jeden gegebenen Fall zu entwickeln. Entweder man hat ſchon Mittel⸗ wald, oder will ihn erſt erziehen. In beiden Fällen prüfe man ſorgfaltig, wozu in der Forſtbenutzung nahere Anleitung gege⸗ ben werden wird, ob es vortheilhafter iſt, viel Baumholz zu er⸗ ziehen, oder das Unterholz vorzüglich zu begünſtigen. Findet man das erſtere wünſchenswerth, ſo thut man gern auf die Be⸗ nutzung des Unterholzes Verzicht und läßt ſo viel Laßreiſer(junge, zu Bäumen taugliche und beſtimmte Stämme) ſtehen, als nöthig ſind, um in der Zukunft bloß Baumholz(Hochwald) zu erhalten. Zeigt ſich der Ertrag des Wellen⸗ oder Waasholzes ſo vortheil⸗ haft, daß deſſen Erhaltung zweckmäßig iſt, ſo vermindere man die Beſchattung durch Aushieb und Ausäſten der alten Bäume, wenn ſich das Unterholz unterdrückt zeigt; man vermehre das Oberholz durch mehr Laßreiſer, wenn ſich ergiebt, daß es, um den vortheilhafteſten Ertrag des Waldes zu beziehen, mangelt. — Hier iſt einer der Fälle, wo ein Lehrbuch nichts thun kann, als darauf aufmerkſam zu machen, daß ein Gegenſtand vorhan⸗ den iſt, welcher geprüft und feſtgeſtellt werden muß, wo aber dem Wirthſchafter überlaſſen bleiben muß, die Feſtſtellung ſelbſt nach dem Ergebniß der Prüfung vorzunehmen. Wer beſtimmte Vorſchriften zur mechaniſchen Wirthſchaftsführung durchaus ver⸗ langt, ſindet ſie in den mehrſten Lehrbüchern der Forſtwiſſen⸗ ſchaft, hier wagte man aber keine zu geben. Wenn der Mittelwald den Ertrag gewähren ſoll, welchen er geben kann, ſo darf man eben ſo wenig viel altes Oberholz dulden, als das Unterholz ſehr alt werden laſſen. Die alten Bäume verurſachen eine zu dichte und nachtheilig wirkende Be⸗ ſchattung, das in derſelben befindliche Unterholz leidet zu lange ununterbrochen und geht zuletzt ein, da es ſich nicht mehr er⸗ holen kann; man erhält deßhalb bey dieſen alten aſtreichen Stämmen einen lückenhaften Unterholzbeſtand, Mangel an Laß⸗ reiſern, und ſelbſt geringern Zuwachs im Oberholze, als ſich erreichen läßt, wenn man eine größere Zahl ſchwacher und mittelwüchſiger Stämme überhält, deren Beſchattung leichter und weniger nachtheilig wirkend iſt. Regel muß es daher ſeyn, nicht mehr altes Holz zu behalten und zu erziehen, als man an ſtarkem Nutzholze bedarf. Auch der lange Umtrieb im Unterholze iſt unvortheilhaft. Je älter dieß wird, deſto mehr leidet es unter dem Schatten des Oberbaumes; je ſeltner der Hieb an einen Ort kommt, deſto unvollkommner kann man dieſen vertheilen und denjenigen Stel⸗ len Licht geben, welche es anfangen zu bedürfen. Starkes Knüp⸗ pelholz im Unterholze des Mittelwaldes zu erziehen, wird deß⸗ halb ſelten rathſam ſeyn, vielmehr wird man ſich in der Regel 90 Forſtwirthſchaft. (430) vortheilhafter auf die Erziehung von Buſchholz in demſelben be⸗ ſchränken. Für die Erziehung des Oberbaumes laſſen ſich fol⸗ gende Regeln geben: 1) Man wähle dazu, von der verlangten Holzgattung, wo möglich aus Samen erwachſene, vollkommen geſunde, ſtufige oder ſtämmige Pflanzen aus. Wo Samenlohden fehlen, können guch in der Erde bewurzelte geſunde Stockausſchläge ſtehen eiben. 2) Sehr ſchlank aufgeſchoſſene Stangen erſcheinen zwar zur Erziehung von langſchäftigem, aſtreinen Holze ſehr einladend, erhalten ſich jedoch, frey geſtellt, ſelten gegen den Schnee und Duftbruch, und ſelbſt der ſich an die Blätter hängende Regen beugt ſie zuweilen ſchon um. Man muß ſie deßhalb entweder eini⸗ ge Jahre in etwas gelichteten Horſten ſtehen laſſen, bis ſie hin⸗ länglich erſtarkt ſind, um ganz frey geſtellt zu werden, oder ent⸗ weder gleich im Anfange, oder ſo bald ſie ſich beugen, die Wipfel heraushauen. Dieſe erſetzen ſich in der Folge wieder, ohne daß der Wuchs des Holzes dadurch ſo geſtört würde, daß der Zweck der Nutzholzerzeugung dabey verloren ginge. 3) Man ſuche die zu große Aſtverbreitung der ſchon vor⸗ handenen ältern Stämme durch Schneideln zu verhindern; gehe abey jedoch von dem Grundſatze aus, daß der Baum immer ſo viel Zweige und Blätter behalten muß, als er haben würde, wenn er im vollen Schluſſe erwachſen wäre. 4) Man ſuche eine möglichſt gleiche Vertheilung des Ober⸗ holzes zu bewirken, ſo daß an keiner Stelle eine zu nachtheilige Beſchattung entſteht; aber auch an keiner, wo der Boden mit Vortheil Baumholz erziehen läßt, dieß mangelt. Das unterholz ergänzt ſich im Mittelwalde durch den von den vorhandenen Bäumen abfallenden Samen leichter, als im Niederwalde. Zeigt ſich eine Ergänzung deſſelben nöthig und wünſchenswerth, ſo muß man jedoch auch darauf bedacht ſeyn, bey eintretenden Samenjahren ſolche Orte, bey denen dieß der Fall iſt, vorzugsweiſe in Betrieb zu nehmen, um den aufge⸗ henden Pflanzen die nöthige Schonung und das erforderliche Licht zu verſchaffen.. Von der Eintheilung und Hiebsleitung im Mittelwalde wird weiter unten die Rede ſeyn ⁹). III. Von der Hackwaldwirthſchaft. Der Hackwald, oder die Hauberge, iſt Niederwald, in wel⸗ chem nach der Abholzung zwiſchen den Mutterſtöcken, nach⸗ dem der Boden mit dem Haken oder der Hacke hinreichend ver⸗ wundet worden iſt, ein oder einige Jahre hindurch Getreide ge⸗ baut wird, bis die heraufwachſenden Ausſchläge dieß wieder unthunlich macht... Der Niederwald wird dazu in regelmäßige Jahresſchläge getheilt, welche groß genug ſeyn müſſen, um gehörig geſchont *) Mehr über die Mittelwaldwirthſchaft in: Cotta Waldbau, Dresden bey Arnold. Pfeil, Behandlung des Mittelwaldes, Züllichau bey Darnmann 1824. 4 3 glſcr. perden zu kön Pachſen zu ge ſe berinzelten wie dieß gewt zverſt die zuſc ſtaitsganzes d auberge nenn ich gehürende einen beſtimme ſdoch niht, fimmt werden Podens und genrtenen G Die Wit Fölzbeſtund ben und her gſanzen unar dens gegen vnbenußbare zebracht und zu minigen Poden ſehr bewachſen, vnd wit d über den der liht! Hainbater des Aceer Korn, B Getreides die junge wird, in ſaat mit d abgeerndtet bis das Ve inmer nur ne gute N Untri. de auch was ſind die dazu ger anzubaue wachſend dadurch Bedürfn Senſen⸗ Forſtmar dem Lan⸗ Der in die( dendes d demſelben be⸗ laſſen ſich fol⸗ lzgattung, wo eunde, ſtufige fehlen, können sſchlage ſtehen einen zwar zur ſeht einladend, en Sähnee und angende Regen bentweder eiri en, bis ſie hin⸗ eden, oder ent⸗ h beugen, die Folge wieder, 8t würde, daß inge. der ſchon vor⸗ thindern; gehe Baum immer thaben würde, zlung des Dber⸗ e zu nachthelige der Boden wit 3 edurch den bon leichter, als in hen nöthig und f bedacht ſeyn, denen dieß der um den aufge⸗ as erforderliche n Mittelwalde ift. erwald, in bel⸗ erſtöcken, naäch: hinreichend ber jech Getredde ge⸗ läge dieß dvieder à Gtretli gehn beſhont Sbau, Dresden bey hn Darawanc 3. Abſchn. Behandlung d. Waͤlder. Kopfholzwirthſchaft. 91 43¹) werden zu können und um dem Getreide die nöthige Luft zum Wachſen zu geben. Wo daher die Hackwaldwirthſchaft auf vie⸗ len vereinzelten kleinen Privatgrundſtücken betrieben werden ſoll, wie dieß gewöhnlich der Fall da, wo man ſie findet, iſt, gehört Iderf die Zuſammenlegung der einzelnen Theile in ein Wirth⸗ chaftsganzes dazu, welches man gewöhnlich Conſolidation der auberge nennt. In Verhältniß der Größe ſeines ihm urſprüng⸗ lich gehörenden Grundſtücks erhält dann jeder Miteigenthümer einen beſtimmten Antheil an der Nutzung. Dieſer Antheil kann jedoch nicht allein nach der Größe der eingeworfenen Fläche be⸗ ſtimmt werden, ſondern er hängt zugleich von der Bonitat des Bodens und dem Holzbeſtande des von jedem Eigenthümer ab⸗ getretenen Grundſtücks ab... Die Wirthſchaft in dieſen Haubergen iſt ſehr einfach. Der Holzbeſtand wird, wie bey allem übrigen Niederwalde abgetrie⸗ ben und herausgeſchafft; nur läßt man gern junge Samen⸗ pflanzen unabgehauen ſtehen, um ſie bey dem Umhacken des Bo⸗ dens gegen Beſchädigung zu ſichern. Was von Spänen und unbenutzbarem Reisholze darin zurückbleibt, wird auf Haufen gebracht und verbrannt, theils um den Boden zur Bearbeitung zu reinigen, theils ihn durch die Aſche zu düngen. Iſt der Boden ſehr verraſet, oder mit Ginſter und ähnlichen Unkräutern bewachſen, ſo wird dieſe Bodenbedeckung abgeſchält, getrocknet, und mit dieſem Reisholze zugleich verbrannt; die Aſche aber über den Schlag ausgeſtreut. Je nachdem der Holzboden dicht oder licht beſtanden iſt, wird dann der Boden entweder mit dem Hainhaken, ähnlich dem gewöhnlichen Haken zur Umarbeitung des Ackers, aufgeriſſen, oder mit der Hainhacke umgehackt, mit Korn, Buchweizen oder Hafer beſät. Bey dem Erndten des Getreides iſt die nöthige Vorſicht nicht außer Acht zu laſſen, um die jungen Pflanzen und Ausſchläge nicht zu beſchadigen; auch wird, im Fall der Holzbeſtand zu lückenhaft iſt, wohl die Holz⸗ ſaat mit der Getreideſaat gleich verbunden. Wenn die Frucht abgeerndtet iſt, wird das aufſchlagende Holz ſo lange geſchont, bis das Vieh ohne Nachtheil eingetrieben werden kann, und der immer nur ſehr lückenhaft bleibende Holzbeſtand giebt dann ei⸗ 5 Aute Weide. Gewöhnlich wählt man einen 15— 20jährigen mtrieb. IV. Von der Kopfholzwirthſchaft. Die gewöhnlichſte zu Kopfholz verwandte Holzgattung, und auch wohl die empfehlenswertheſte, wo der Boden ihr zuſagt, ſind die Weiden, von denen aber nur die größern Baumweiden dazu genommen werden müſſem Sie ſind mit leichter Mühe anzubauen, gewähren eine ſo große Maſſe Holz durch ihre ſchnell wachſenden Ausſchläge, daß die geringe Brenngüte hinreichend dadurch übertragen wird, und dabey kann daſſelbe noch manche Bedürfniſſe an Zaunholz, Reifſtäben, Bind⸗ und Flechtruthen, Senſen⸗ und Rechenſtielen u. ſ. w. befriedigen. Dieſe von dem Forſtmann bisher ſo wenig geachtete Holzgattung kann deßhalb dem Landwirthe zum Anbau nicht genug empfohlen werden. Der Anbau der Kopfholzweiden geſchieht bekanntlich durch in die Erde gegrabene, wurzelloſe Stangen(Setzlinge). Fol⸗ gendes dürfte in dieſer Hinſicht beachtungswerth ſeyn. Forftwirthſchaft. 432 Die Erkennung der verſchiedenen Weidengattungen iſt ziem⸗ lich ſchwer, und man achte deßhalb darauf, baß die Setzſtangen nur von ſolchen Stämmen genommen werden, welche hinſichts ihres Holzes und Wuchſes, dem Zwecke ganz entſprechen, für welchen man den Anbau des Kopfholzes vornimmt. Auf fri⸗ ſchem und feuchtem, nicht zu feſtem Boden kann man des An⸗ gehens dieſer Setzſtangen ziemlich gewiß ſeyn, und es würde da⸗ her überflüſſig ſeyn, ſie erſt, zur Auspflanzung in das Freie, in Baumſchulen vorzubereiten. Man haut ſie am beſten mit ein⸗ tretender Frühlingswitterung und gewöhnlich Ende Februar oder Anfang März, aus etwa 2¾ bis 3 Zoll dicken, 8— 9 Fuß lan⸗ gen geraden Stangen, indem man den Wipfel bis auf dieſe Länge wegnimmt. Der Abhieb an beiden Enden geſchieht ſchräg, mit einem ſcharfen Inſtrumente, ſo daß die Stange nicht ein⸗ ſplittert, was durchaus vermieden werden muß. Alle Aeſte wer⸗ den ſcharf am Leibe weggenommen, jedoch ſo, daß die Rinde der Stange durchaus nicht beſchädigt wird. Ungern ſetzt man die friſch abgehauene Stange gleich, ſondern weicht ſie erſt 14 Tage ein, indem man ſie entweder ganz in das Waſſer wirft, oder mit den Stammenden bloß einſetzt; denn die Erfahrung lehrt, daß die ſo behandelten Setzlinge beſſer angehen, als die friſch eingegrabenen. Unterdeſſen läßt man die Pflanzlöcher, etwa zwey Fuß in das Gevierte, bis in eine Tiefe aufgraben, bis in welche der Boden nicht leicht austrocknet: gewöhnlich zwey bis zwey und einen halben Fuß tief. In dieſe Pflanzlöcher werden ſodann die Setzſtangen dergeſtalt eingeſetzt, nicht eingeſtoßen, da⸗ mit ſich die Rinde nicht vom Stamme trennt, daß man ſie dicht mit feſtgedrückter Erde umgiebt, ſo daß die beſſere, fruchtbarere um den Stamm zu liegen kommt. Die Spitze wird mit Lehm oder einem Stücke Raſen bedeckt, um das zu ſtarke Austrock⸗ nen zu verhindern, und wo Beſchädigung durch das Vieh zu fürchten iſt, der Stamm mit Dornen umwunden. Ende May oder Anfang Juny muß die Pflanzung nachgeſehen und von den untern Stammſproſſen gereinigt werden, damit bloß die obern Ausſchläge bleiben, welche den künftigen Kopf bilden ollen. Auf ſehr trocknem Sandboden oder an Wegen, wo ein ra⸗ ſcher Wachsthum der Stämme wünſchenswerth iſt, thut man beſſer, die Stangen ein bis zwey Zoll dick zu nehmen und ſie erſt in Pflanzkämpen, unter gehöriger Pflege, zu ordentlichen Pflanzſtämmen mit Wurzeln zu erziehen. Die geringe Mühe und wenigen Koſten, welche dieß verurſacht, werden reichlich durch die größere Sicherheit des Gedeihens erſetzt, und man würde nicht ſo viel mißglückte Pflanzungen an den Landſtraßen finden, wenn man dieſe einfache Vorſicht genugſam beachtete. In der Regel benutzt man das Kopfholz bey einem Alter von 5—6 Jahren; doch hängt dieß ſehr von der Verwendung des Holzes ab. Unter den übrigen Laubhölzern wird, auf friſchem Lehm⸗ boden, Kalkſtein⸗, Thonſchiefer⸗ und ähnlichem Gebirgsboden, vorzüglich die Hainbuche zur Gewinnung von Brennholz be⸗ nutzt. Sie läßt ſich ohne weitere Vorbereitung mit großer Si⸗ cherheit noch in der Stärke von 2—2 ½ Zoll, aus dem natür⸗ lichen Anfluge verpflanzen, und wird als Kopfholz ſehr alt. Aüſr. De raüden die We ſonzt man dit 9-A Fuß bon 4-4 Jahte, da kung richt dont inden, Aborn Un ühnliches Kopfhe⸗ hainbuchen in Er Dazegen eign Schwarzyaypein ſ in Schleſten ſehr bey der Wihfeld Sätenäſte, bis Es wird dabey als der Gewinn gen, ſelbſt auch zewinnen, haut! de genannt, all Ende Auguſt, bi fungt in Nahrhe Getunde von 8⸗ zuizeſtellt, daß ber in Schuphe Wister den Sch alles Laub abge Der auf dieſe beträchklich, ſe ſehr geſunde, Heu volltomme Und auf jeden den Stimme man kann jedo⸗ wirthſchaft bort hauenen Stämm zung des Frucht in gewonnen d ond den Ertrag als Schneidelhol icen, Anden Laubhölger ſind . Soyohl be immer in jun Stumpfen von den leßten Aus hervorkommen, „Es iſt ſch di Plenterwit glößliche Entb. ducht von jun, Die Art d Alzabehaltend III. tungen iſt zim⸗ die Sezſtangen welche hinſichts entſprechen, für immt. Auf fri⸗ in man des An⸗ d es würde da⸗ in das Freie, in mbeſten mit an⸗ ude Februar oder „8—9 Fuß lan⸗ fel bis auf dieſe n geſchieht ſchräg, Stange nicht ein . Ale deſte wer⸗ b, daß die Nind Ungern ſezt man weicht ſie eſt 14 das Paſer wirſt, enn die Eihrung angehen, als die Pflanzlöchr, etwa aufgrabet, bis in rwöhnlih wey bis Plonzbcn werden t eingeſoßen, da⸗ „daß uu ſie dicht beſſer, fuchtbarere ite wud nit Lehm zu ſitke Austrock⸗ unh) da Vieh zu nden. Ende May geſehen und von damit bloß die igen Koyf bieden egen, wo ein ra⸗ th iſt, thut man zu nehmen und ſi⸗ 2, aM ordentlichet Die geringe Nihe t, werden reichlih erſetzt, und nan an den Landſtiazen genugſam berhſee ey einem Alter bon der Verwendung des 1 2 auf fitden dan⸗ ichem Gebirgsbo 83 von Brennholz 1 mit gußet Eir dem natür⸗ 3. Abſchn. Behandlung d. Waͤlder. Plenterwirthſchaft. 93 433 Je nachdem die Weide⸗ oder Holznutzung vorherrſchend ſeyn ſoll, bepflanzt man die Triften und Anger ſo, daß die Kopfholzſtämme 10— 25 Fuß von einander entfernt ſtehen, und benutt ſie alle 12— 25 Jahre, da ein zu geringes Alter des Holzes für den Ertrag nicht vortheilhaft iſt. Auch Buchen, Ulmen, Pappeln, Linden, Ahorn und andere Laubhölzer laſſen ſich zwar als ge⸗ wöhnliches Kopfbolz benutzen, ſie ſtehen jedoch den Weiden und Hainbuchen im Ertrage ſehr nach. Dagegen eignen ſich vorzüglich Eichen, Ulmen, Linden und Schwarzpappeln ſehr zur Schneidelholzwirthſchaft. Dieß iſt eine in Schleſien ſehr gewöhnliche Art von Kopfholzwirthſchaft, wo⸗ bey der Wipfel des Baumes ſtets unverletzt bleibt und nur alle Seitenäſte, bis auf die allerletzte Spitze, weggehauen werden. Es wird dabey in der Regel weniger der Holzertrag beachtet, als der Gewinn an Blättern zur Fütterung der Schafe und Zie⸗ gen, ſelbſt auch zuweilen des Rindviehes. Um viel Laub zu gewinnen, haut man das Schneidelholz, in Schleſien Laubbäu⸗ me genannt, alle 3—5 Jabhre. Die Zeit der Schneidelung iſt Ende Auguſt, bis erſte Hälfte Septembers, wo das Laub an⸗ fängt an Nahrhaftigkeit zu verlieren. Die Zweige werden in Gebunde von 8— 12 Zoll Durchmeſſer gebunden und dieſe ſo aufgeſtellt, daß das Laub vollkommen abtrocknen kann, dann aber in Schuppen und auf den Böden aufbewahrt, um ſie im Winter den Schafen und Ziegen vorwerfen zu können. Wenn alles Laub abgefreſſen iſt, wird das Holz zur Feuerung benutzt. Der auf dieſe Art bezogene Futtergewinn iſt nicht nur oft ſehr beträchtlich, ſondern man erhält auch für die Mutterſchafe eine ſehr geſunde, viel Milch gebende Nahrung, welche das beſte Heu vollkommen erſetzt.— Die an Wegen, Feldern, in Hecken und auf jedem Platze, wo nur ein Baum Raum hat, ſtehen⸗ den Stämme bieten zwar dem Auge kein ſchönes Bild dar, man kann jedoch dieſe Stellen gewiß auf keine Art für die Land⸗ wirthſchaft vortheilhafter benutzen, da der Schatten ſolcher be⸗ hauenen Stämme nicht nachtheilig wird, und, ohne Beeinträchti⸗ gung des Frucht⸗ und Grasertrags, eine Menge Holz und Fut⸗ ter gewonnen werden kann. Nach der Güte des Futterlaubes und dem Ertrage, dürften die verſchiedenen Hölzer im Range, als Schneidelholz, folgendermaßen auf einander folgen: Ulmen, Eichen, Linden, Schwarzpappeln, Hainbuchen. Die übrigen Laubhölzer ſind für dieſen Zweck nicht empfehlenswerth. Sowohl bey der Kopf⸗, als Schneidelholzwirthſchaft, muß immer im jungen Holze gehauen werden, das heißt, es müſſen Stumpfen von etwa einem halben bis ganzen Zoll Länge, von den letzten Ausſchlägen ſtehen bleiben, an denen die neuen Triebe hervorkommen. V. Von der Plenterwirthſchaft. Es iſt ſchon angeführt worden, daß man in der neuern Zeit die Plenterwirthſchaft nur noch da beybehalten hat, wo eine plötzliche Entblößung des Bodens Gefahr bringen und die Nach⸗ zucht von jungem Holze zweifelhaft machen könnte. Die Art der Behandlung eines, unter dieſen Verhältniſſen beyzubehaltenden Plenterwaldes muß verſchieden ſeyn, je nach⸗ III.. 28 Forſtwirthſchaft. (434) dem die Holzgattung eine andere, und die Gefahr, welcher man vorbeugen will, verſchieden iſt. Auf Boden, wo Verſandungen zu fürchten ſind, findet man gewöhnlich die Kiefer, eine Holzgattung, welche viel Licht be⸗ darf, um zu gedeihen und welcher daher die Plenterwirthſchaft am allerwenigſten zuſagt. Es kann entweder der Fall ſeyn, daß man bereits einen durchplenterten Wald, in welchem Pflanzen von verſchiedenem Alter und verſchiedener Größe ſind, vorfindet, oder daß man die Plenterwirthſchaft in einem geſchloſſen er⸗ wachſenen Orte einführen will. Im erſten Falle muß man ſein Augenmerk vorzüglich darauf richten, jungen, auf leeren Stellen ſich zeigenden Pflanzen we⸗ nigſtens ſo viel Licht zu verſchaffen, daß ſie nicht eingehen oder ganz verkrüppeln. Dieß geſchieht durch das Aeſten der alten aſt⸗ reichen und verdämmenden Bäume, die Wegnahme ganz ver⸗ krüppelter unwüchſiger Sträucher, und zuletzt, wenn das junge Holz ſchon vier bis fünf Fuß hoch iſt, den Aushieb des alten Holzes. Man behandelt dann die Kiefer ungefähr ſo, wie die Buche, unter ſehr günſtigen Umſtänden, wobey man ſicher iſt, ſie noch zu erhalten, wenn gleich ſie dabey im Wuchſe ſehr zurück⸗ geſetzt wird. Da man jedoch gar nicht die Abſicht hat, einen Beſtand von gleichem Alter zu erziehen, ſo erſtreckt ſich dieſe Ausplenterung immer nur auf einzelne Stellen, und die jüngern Horſte bleiben ſo lange unberührt und fortwachſend, bis das auf andern lichtern Stellen zu erziehende Holz den Boden wie⸗ der hinreichend deckt. Bey einem erſt einzurichtenden Kiefern⸗Plenterwalde, wer⸗ den einige Stellen bin und wieder horſtweis ſo ausgelichtet, daß der abfallende Same aufgehen, die Pflanzen wachſen kön⸗ nen; und erſt, wenn die auf dieſe Art entſtehenden jungen Horſte groß genug ſind, um den Boden zu ſchirmen, werden wieder an andern Orten ähnliche Lichtungen vorgenommen, bis zuletzt der ganze Ort auf dieſe Art verjüngt wird. Die Plenterwirthſchaft an ſteilen, felſigten, uncultivirbaren Felſenhängen, führt man nothgedrungen, weil man theils ge⸗ wöbnlich keinen Beſtand von gleichem Alter und gleich nutzbar vorfindet, theils die fortwährende Ueberſtreuung mit Samen wünſchenswerth iſt, damit der Zufall Samenkörner auf keimfä⸗ higen Boden, in Felſenſpalten u. dergl. führe, die dort bey günſtigen Jahren aufwachſen können. Man ſetzt dazu beſtimmte Zeiträume, z. B. von 10 oder 20 Jahren feſt, in welchen man den Ort dergeſtalt durchhauet, daß man das abſterbende und ſeine volle Nutzbarkeit erreicht habende Holz wegnimmt, das wüchſige und noch brauchbarere aber ſtehen läßt. Wie man das im Plenterwalde nachhaltig wegzunehmende Holzquantum berechnet, wird in der Taxation gezeigt werden. VI. Vom Baumfelde. Noch iſt das Baumfeld mehr in der Idee, als in der Wirk⸗ lichkeit vorhanden; da jedoch in der neuern Zeit ſo vielfach die ede davon geweſen iſt, ſo kann es hier nicht ganz übergangen werden. älſchn. 2 Ez ſezt eine T nut. Zu dieſem un holze ſo kein mnden kann. Noch an ind, un den It widder mibende in die Pfanzen zie ucn 10 0 Fuß b zeneide zwiſchen! weide und Warz zweige und Wulz zung, etwedet 5 dtt, bis der zwiſe Nur wo Nan vom Wilde zu für dung von den r rueführbar ſeyn. ſt zuſemmen verei Konnte 5). mnn. ſll Ton der Aunaͤnderu Ale voch zum W abgetreden wande holßt, als da N dem alteſten Hol beſtimmt. Das Samenſchläge g ſtände zu erziehe an ſoviel Johr des Niederwalde zw alte, zur San den, bis es hinre perden zu können Vey der un telwald fndet, im zungen Holze und dey der Perjr ſchläge, werden a me uͤdergehalten alte Holz vorzuß Die Unn⸗ wald kann auf ſtand von der; ſen kann, läßt des Hochwaldes ſen, und begni men bringt, d man das zu T dch hiebey d S 8 Hiche Verbind feldwirthſchaft welcher man d, findet man diel Licht be⸗ aeerwirthſchaft Fall ſeyn, daß chem Pflanzen ind, vorfindet, geſchloſſen er⸗ tzüglich darauf n Pflanzen we⸗ t eingehen oder en der alten aſt⸗ ahme ganz ber⸗ wenn das junge ushieb des alten ähr ſo, wie die nan ſicher iſt, ſie icſe ſeht zurück⸗ ſſcht hat, einen ertreckt ſich dieſe und die jüngern ahſend, dis das den Boden wie⸗ enterwalde, wer⸗ ſo ausgelichtet, zen wachſen kn⸗ en jungen Horſte „ werden wieder nen, dis zulett untultidirbaren man theils ge⸗ d gleich nuhbar ag mit Samen rner auf keimfäͤ⸗ ,, die dott bey t dazu beſtimmte in welchen man abſterbende und wegnimmt, da t. wegzunehwfende in gezeigt werden. als in der Wit⸗ zei i vuſun de Tunz iherzangen 3. Abſchn. Behandlung d. Waͤlder. Umaͤnderung. 3(435) Es ſetzt eine Verbindung der Frucht⸗ und Holzerzeugung voraus. Zu dieſem Zwecke wird ein mit Holz beſtandener Ort vom Holze ſo rein gerodet, daß er mit dem Pfluge bearbeitet werden kann. Nachdem vielleicht einige Erndten davon genom⸗ men ſind, um den Boden hinreichend aufzulockern, wird der Ort wieder reihenweis mit Holz bepflanzt. Die Reihen, in de⸗ nen die Pflanzen ziemlich dicht nebeneinander geſetzt werden, kom⸗ men 10—20 Fuß von einander entfernt, ſo daß im Anfange noch Getreide zwiſchen ihnen gewonnen werden kann; wenn aber die Zweige und Wurzeln anfangen ſich auszubreiten, die Grasnu⸗ tung, entweder als Wieſe oder als Weide ſo lange Statt fin⸗ det, bis der Zwiſchenraum in den Reihen ganz überwächſt. Nur wo Mangel an Feld, der Boden kraftvoll genug, nichts vom Wilde zu fürchten, Ueberfluß an Dünger und die Entfer⸗ nung von den Ortſchaften nicht zu groß iſt, dürfte dieſe Idee ausführbar ſeyn. Selten werden ſich aber alle dieſe Umſtaͤnde 4 zuſammen vereint finden, daß man das Baumfeld empfehlen önnte*). VII. Von der Umaͤnderung einer Betriebsart in die andere. Umänderung des Hochwaldes in Niederwald. Alle noch zum Wiederausſchlag geſchickten Orte können gleich ſo abgetrieben werden, daß man ſie in ſo viel Jahresſchlaͤgen ab⸗ holzt, als der Niederwald künftig erhalten ſoll, indem man mit dem älteſten Holze beginnt und das jüngſte für die letzten Schläge beſtimmt. Das ſamentragende alte Holz wird in regelmäßige Samenſchläge geſtellt, um erſt zu Niederwald taugliche Be⸗ ſtände zu erziehen, die Eintheilung aber dabey ſo getroffen, daß man ſoviel Jahre darin wirthſchaftet, als der künftige Umtrieb des Niederwaldes enthalten ſoll. Das zum Wiederausſchlage zu alte, zur Samenſtellung zu junge Holz, bleibt ſo lange ſte⸗ hen, bis es hinreichenden Samen bringt, um dadurch verjüngt werden zu können, wo ſodann dieß gleichfalls geſchieht. Bey der Umwandlung des Hochwaldes in Mit⸗ telwald findet ein gleiches Verfahren Statt; jedoch läßt man im jungen Holze gleich die erforderliche Anzahl Laßreiſer ſtehen, und bey der Verjüngung der alten Beſtände durch Beſamungs⸗ ſchläge, werden gleich die nöthige Anzahl mittelwüchſiger Stäm⸗ me übergehalten, um bey den nächſten Hieben das bedürftige alte Holz vorzufinden. Die Umwandlung des Niederwaldes in Hoch⸗ wald kann auf verſchiedene Art Statt finden. Wenn der Be⸗ ſtand von der Beſchaffenheit iſt, daß er zu Baumholz erwach⸗ ſen kann, läßt man ihn— indem man die erſte Umtriebszeit des Hochwaldes ſo kurz als möglich anſetzt— gleich fortwach⸗ ſen, und begnügt ſich, bis der älteſte Schlag genügenden Sa⸗ men bringt, bloß mit einer ſtarken Durchforſtung, in welcher man das zu Baumholz untaugliche wegnimmt. Man muß je⸗ doch hierbey längere Zeit auf den größten Theil der Nutzung *) Siehe Verbindung des Feldbaues mit dem Waldbaue, oder die Baum⸗ feldwirthſchaft von H. Cotta, Dresden bey Arnold. 3 28* Forſtwirthſchaft. ( ganz Verzicht thun, und wählt daher lieber die andere Art, 436) indem man nur ſo viel Laßreiſer ſtehen läßt, daß der Ort zur Beit der Haubarkeit in Schluß kommt. Bis dieß der Fall iſt ährt man, wie bisher bey dem Niederwaldbetriebe, mit den Durchhauungen fort, indem man den Wiederausſchlag des ab⸗ gehauenen Holzes ſo lange regelmäßig benutzt, bis er von dem ihn überwachſenden Holze verdämmt wird. Die Umwandlung des Niederwaldes in Mittelwald geſchieht ganz auf die zuletzt angegebene Art; nur daß nicht mehr Laßreiſer ſtehen bleiben dürfen, als die Erhaltung des Aus⸗ ſchlags geſtattet, und daß bey der nächſten Durchhauung ein großer Theil der früher ſtehen gebliebenen Laßreiſer weggenom⸗ men wird, und dafür wieder andere übergehalten werden. Die Umwandlung des Mittelwaldes in Nieder⸗ wald beſteht eigentlich nur in Heraushauung der Bäume. Dagegen iſt die von Mittelwald in Hoch wald ſchwieriger, und muß oft auf ganz verſchiedene Art bewirkt werden. Wo der Hauptbeſtand des Oberholzes aus alten Bäumen beſteht, die Laßreiſer und Oberſtänder fehlen, auch das Unterholz nicht zur Erziehung von Bäumen tauglich gefunden wird, kann man nur durch eine Behandlung gleich der eines Samenwaldes, d. h. durch Beſamungsſchläge, ſeinen Zweck erreichen. Da jedoch ſel⸗ ten der Aedateand eſchloſſen genug iſt, um eine regelmäßige Samenſtellung bewirken zu können, ſo muß eine Unterſtützung durch Ausſtreuen von Samen, Auspflanzung lückenhafter Stel⸗ len, Ueberhalten einzelner Laßreiſer aus dem Unterholze, die Ergänzung des jungen Beſtandes zu bewerkſtelligen ſuchen. In einem ſolchen Falle giebt man dem Mittelwalde gleich den kür⸗ zeſten Umtrieb des künftigen Hochwaldes, wenigſtens in Bezug auf den wegzunehmenden Oberbaum, und begnügt ſich, in den in der erſten Zeit noch nicht zur Verjüngung kommenden Arten das für den Hochwald untaugliche Unterholz und die abſterben⸗ den Bäume wegzunehmen. Ein anderer Fall, wo ſehr viele Laßreiſer und zur Erzie⸗ hung von Baumholz taugliches Unterholz vorhanden ſind, ſetzt auch eine andere Behandlungsart voraus. Man behält dann, im Fall die Umtriebszeit des Mittelwaldes lang— 30 bis 35 Jahr— war, dieſe noch bey, oder verlängert ſie bis dahin, im Fall ſie bisher kürzer war. Die Durchhauung trifft nun alles ſtarke verdämmende Holz, wogegen man ſoviel Laßreiſer und ſchwache Oberſtänder ſtehen läßt, daß daraus ein Baumholz⸗ beſtand erzogen werden kann. Von den Waldgeſchaͤften, welche gewoͤhnlich im Mo⸗ nat Maͤrz vorfallen. 1. Holzeinſchlag. Brenn⸗ und Spalthölzer können noch in dieſem Monate gehauen werden; jedoch ſucht man im Hoch⸗ walde die Schläge zu beendigen, wenn es nicht früher hat ge⸗ ſchehen können. zugänglichem Boden, dauert fort. Der Betrieb der Köhlerey be⸗ Der Abtrieb der Kopf⸗ und Schlaghölzer, auf z Aüſch. aundes naden ain, umit da ditund benutt 2 ti das Stücholzr tietauet iſ, und uan kurnen dumit ztindelmacher, Li ftbet, Falgenhau! m Froſte ite An Tatigteit, Solte ttheit Statt finden ſagen und Wege l NCultu. dut in den erſten wenn man überzeu Di Cultmrarbeiten, in, Vewabrung v., werden mit druag es erlautt. De Eamendarren zewonnenen Same ausſzen zu könn Sagten des Lere Eſchen⸗Samen. uod Bacheln ſue die Witteung aus Pflanzme noch zu ſehen. Forſtſch pen⸗Aufſuchen Ninde der Bäu terlager berlaſſe ling der Forleul heobachtet werden tenpinner fängt ſch der große Ki ſchkeunig die Ran darwen Tagen den, ind die an Pmntämm zu erung ſehr gei ärin ſ 1 6 Wald ſtoßen, pflugen beiin Korſtber die Valdbäche Das Lagten nieben. Die Entrichtung d luuf der Ru ſ(inzuleiten. indet der Der andere Art, der Ort zur gder Fall iſt be, mit den chlag des ab⸗ Ser von dem tittelwald sur daß nicht ung des Aus⸗ chhauung ein er weggenom⸗ werden. in Nieder⸗ der Väume. ſchwieriger, werden. Wo en beſteht, die holz nicht zur ann man nur valdes, d. h. da jedoch ſel⸗ de regelmäßige Vnterſtützung kenhafter Stel⸗ jnterholze, die gen(uchen. In egleich den kür⸗ ſſtens in Vezug igt ſich, in den nmenden Arten die abſterben⸗ und zur Erzie⸗ den ſind, ſetzt n behält dann, — 30 bis 35 bis dahin, im trift nun alles [Laßreiſet und ein Baumholr⸗ hnlich in Mo⸗ hölzer bnnen voch igt man in Por⸗ iit fuher hut de Schlaghälzet, au der Johlert be⸗ 3. Abſchn. Waldgeſchaͤfte im Maͤrz. (437) ginnt, und es werden die Kohlſtellen, Decke und Schirmholz an⸗ gewieſen, damit der Köhler dieß nicht auf eine nachtheilige Art wählt und benutzt. Das Kiehnroden für die Theerſchwelereyen, ſo wie das Stückholzroden überhaupt, beginnt, ſobald die Erde aufgethauet iſt, und die aus den Schlägen abgehenden Holz⸗ hauer können damit beſchäftigt werden. Die Bretſchnitter, Schindelmacher, Stabholzſchläager, Reifenſchneider, Mulden⸗ hauer, Felgenhauer und alle andern Arbeiter, welche bey ſtren⸗ gem Froſte ihre Arbeit nicht verrichten konnten, ſind in voller Thätigkeit. Sollte im Anfange des Monats noch keine Acker⸗ arbeit Statt finden können, ſo iſt die Holzanfuhre an die Ab⸗ lagen und Wege lebhaft zu betreiben. 2) Cultur. Kiefernzapfen werden nur im Nothfalle, und nur in den erſten Tagen des Monats dann noch angenommen, wenn man überzeugt iſt, daß ſie noch nicht aufgeſprungen ſind. Die Culturarbeiten, Verwundung des Bodens zur Saat, Pflan⸗ zen, Bewahrung der Schonungen durch Gräben und Zäune u. f. w., werden mit voller Thätigkeit betrieben, ſo wie die Wit⸗ terung es erlaubt. Der Sandſchollenbau muß beendigt werden. Die Samendarren ſind in voller Arbeit, um wo möglich den gewonnenen Samen noch in dieſem und dem künftigen Monate ausſäen zu können. Gegen Ende des Monats beginnen die Saaten des Lerchen⸗, Kiefern⸗, Fichten⸗, Hainbuchen⸗ und Eſchen⸗Samens. Den Winter hindurch aufbewahrte Eicheln und Bucheln ſucht man ſo früh in die Erde zu bringen, als die Witterung es erlaubt. Auf Ablaſſung des Schneewaſſers aus Pflanzkämpen und Schonungen, iſt auch in dieſem Monate noch zu ſehen. Forſtſchutz. Wie im Februar. Das Raupen⸗ und Pup⸗ pen⸗Aufſuchen iſt fortzuſetzen; vorzüglich ſind die Ritzen in der Rinde der Bäume nachzuſehen, da die Raupen ſchon ihr Win⸗ terlager verlaſſen und ſich in dieſen aufhalten. Der Schmetter⸗ ling der Forleule, Ph. Noctua Piniperda, zeigt ſich und muß beobachtet werden; die Nonne liegt noch im Geſpinnſte; der Fich⸗ tenſpinner fängt an, von den Baͤumen herunterzukommen. Wo ſich der große Kiefernſpinner, Ph. Bombyx pini, zeigt, müſſen ſchleunig die Raupengräben gezogen werden. Wenn bey ſchönen warmen Tagen Borkenkäfer in Fichtenwaldungen bemerkt wer⸗ den, ſind die angefallnen Bäume aufzuſuchen und nöthigenfalls Fangbäume zu fällen.— Waldfeuer werden bey trockner Wit⸗ terung ſehr gefährlich, und die Aufſicht auf Waldarbeiter und Schäfer iſt in dieſer Hinſicht zu verdoppeln. Wo Aecker an den Wald ſtoßen, iſt nachzuſehen, daß die Grenze nicht durch Ab⸗ pflügen beeinträchtigt wird. Forſtbenutzung. Nach Schmelzung des Schnees ſind die Waldbäche und Canäle zur Flößerey am beſten zu benutzen. Das Lagten(Anreißen) der Fichten zum Harzſammeln wird be⸗ trieben. Die Theerſchwelereyen ſind im Gange, und es muß auf Entrichtung des Zinſes geſehen werden. Man ſucht den Ver⸗ kauf der Nutzbölzer zu beendigen, denjenigen der Eichenrinde einzuleiten. Wo Holzſämereyen und Pflanzen verkauft werden, findet der Verkauf am beſten in dieſem Monat Statt. Forſtwirthſchaft. 3. Abſchn. Jagdgeſchaͤfte im Maͤrz. (38) Jagdgeſchaͤfte im Maͤrz. Die kleine Jagd iſt geſchloſſen, und das hin und wieder Statt findende Schießen von Paarhühnern, wenn es auch nur die Hähne trifft, ihr nicht vertheilhaft. Dagegen beginnt der Balz des Auer⸗ und Birkwildes, ſo wie die Waldſchnepfe bey uns eintrifft und ſowohl auf dem Striche, als in der Suche erlegt wird. In ſumpfigen Gegenden iſt die Jagd auf Beccaſſinen jetzt oft ergiebig. Die Zugenten bedecken See und große Teiche, wo man ſie mittelſt des Schießpferdes, aus am Ufer erbauten Schießhütten, oder aus mit Geſträuch verdeckten Kähnen zu er⸗ For legen ſucht. Das Schießen der Erpel derjenigen Enten, welche 4 auf dem Jagdreviere brüten, iſt für die Jagd ſehr nachtheilig, indem man häufig die ganze Brut dadurch verliert. Nur Reh⸗ böcke, Schmalthiere und Spießer werden noch auf Befehl oder dringendes Verlangen geſchoſſen. Treibjagden auf Fuͤchſe können noch fortgeſetzt werden, auch ſind die Fuchsbaue fleißig mit Dachshunden zu durchſuchen. Der Balg alles Raubzeugs iſt zu Anfang des Monats noch Vem 1 gut, wird aber gegen Mitte und Ende deſſelben ſchlecht. Die Wildfutterungen ſind nur noch in außerordentlichen da Ardm Fällen nöthig. 1) dcch 2) dutc Keine die oder zu verwe oder auch Ne ind, unter de Zuerſt ent Abſenker ſind deit. Gewöhne — man irtt jedoch indem man ihn die Verwundun dem dielleicht d vo de Saat ſ berechne dieß B. d Tfund ung und Beſe den, da toſte wenn en zner ihn in fünffü 6 Pf. Pflanz 1 Thlr. 20 6 die Pfanzun wird nur dar alte Pflanzſt .„* weiden muß. .. lleber di 4 ferner der B dagegen auch ein Nirz wieder Statt auch nur die innt der Balz npfe bey uns Suche erlegt eceafſinen jett große Teiche, Ufer erbauten Kahnen zu er⸗ Enten, welche r nachtheilig, t. Nur Reh⸗ fBefehl oder werden, auch durchſuchen. Monats noch hlecht. ſerordentlichen Forſtwirthſchaft. Vierter Abſchnitt. Vom Anbaue des Holzes aus der Hand. Der Anbau des Holzes aus der Hand findet Statt: 1) durch Saat;. 3 durh Pflanzung, g9 mit Wurzeln, b) ohne Wurzeln Stecklinge und Abſenker). Keine Keſes verfchiedenen Arten iſt unbedingt zu empfehlen oder zu verwerfen; denn jede hat ihre eigenthümlichen Vorzäge, oder auch Nachtheile, ſe nachdem die Werhültuiſt verſchie unter denen man ſie anzuwenden hat. im Zuerſt entſcheidet zwiſchen Saat und Pflanzung wohdenn Abſenker ſind nur im Niederwalde anwendbar— dit ⸗ ülfet heit. Gewöhnlich hält man die Pflanzung ſtets für ko 5 5 man irrt jedoch darin nur zu oft. Wo der Same wenig 3 kt indem man ihn ſelbſt ſammelt, oder um geringen Preis er auft, die Verwundung des Bodens keinen Aufwand verurſa jt ii dem vielleicht die Ackercultur mit der Holzſagt verhun en wird. wo die Saat ſicher gelingt, da iſt ſie gewiß woblfeiler. Nn berechne dieß aber genau, ehe man darüber ntſcheidet. W . B. 6 Pfund Kieferſamen à 15 Sgr. verwandt, für Ve dnt Lung und Beſäung eines Morgens 2 Thlr. 15 Sgr. gezn it ver. den, da koſtet ein ſolcher 5 Thlr. 15 Sgr. Cultur Wien, nnd wenn er zweymal beſäet werden muß, 11 Thaler. We Man ihn in fünffüßiger Entfernung, das Schock Pflanzen 3u 2. agr. 6 Pf. Pflanzkoſten gerechnet, bepflanzt, ſo ſieirahhen dieſe hur 1 Thlr. 20 Sgr. pro Morgen, und bey gehöriger, Vor 3 dird die Pflanzung weit ſicherer ſeyn, als die Saat. Die Pflanzug wird nur dann koſtbar, wenn man zu dicht Pflanz„ lichſt lehr alte Pflanzſtämme ſetzt, was man deßhalb beides mögli meidang uße Wahl der Pftatzung oder der Saat chtſcheldet ferner der Boden. Oft geſtattet dieſer nur die erſte, zuweilen dagegen auch nur die letztere. In Erlenbrüchern, welche 1 3 Forſtwirthſchaft. Ueberſchwemmung ausgeſetzt ſind, kann man nur pflanzen; ebenſo wird dieß da rathſam, wo oypydirter oder verkohlter Hu⸗ mus die Oberfläche des Bodens bedeckt, in welchem die jungen, von der Sagt herrührenden Pflanzen nicht wachſen würden. Ein ſehr ſteinigter Boden, in welchem die Anfertigung von Pflanzlöchern zu ſchwierig oder gar unthunlich ſeyn würde, kann dagegen die Saat vorziehen laſſen. Die Holzgattung beſtimmt ebenfalls darüber. Die Anſaat der Buche auf großen, frey gelegenen Flächen wird ſelten auszu⸗ führen ſeyn, man wählt lieber die Pflanzung; ebenſo iſt die Saat der Eiche, vorzüglich wo man ſie unterpflügen kann, die⸗ ſer vorzuziehen. Der Schutz, welchen man der Cultur gewähren kann, oder der ihr mangelt, iſt eine der wichtigſten Rückſichten, und ge⸗ wöhnlich entſcheidend über den Vorzug, welchen man der einen oder andern Art des Anbaues einräumt. Wo es nöthig oder wünſchenswerth iſt, die Pflanzen bald dem Viehe oder Wilde entwachſen zu ſehen, wo Verdämmung derſelben zu befürchten iſt, wie z. B. bey Ergänzung der Mutterſtöcke im Niederwalde, wo Gras, Froſt und Dürre den Pflanzen, Wild, Mäuſe, Vö⸗ gel dem ausgeſtreueten Samen nachtheilig werden, da iſt die Pflanzung vorzuziehen. Daſſelbe gilt, wo genliſchte Holzgat⸗ tungen zuſammen erzogen werden ſollen, von denen die eine raſcher, die andere langſamer wächſt, indem man dann dieſem Uebelſtande dadurch abzuhelfen ſucht, daß man die langſamer wachſende größer pflanzt. Ob der Boden bald vollkommen gedeckt werden muß, oder ob man um der Grasnutzung willen einen lichtern Beſtand wünſcht, iſt ebenfalls zu beachten. Sehr dichte Pflanzung wird immer zu koſtbar, und im Fall man einen ſehr geſchloſſenen Beſtand ſchon früh verlangt, ſey es, weil man den Boden ge⸗ ſchützt zu ſehen wünſcht, weil man eine Wildremiſe anzulegen beabſichtigt, oder aus irgend einer andern Ürſache; ſo iſt die Saat dazu ſtets vortheilhafter. Die Pflanzung gewährt dage⸗ gen den Vortheil, nicht bloß das Gras lange benutzen, ſondern ſelbſt Kartoffeln u. ſ. w. zwiſchen derſelben bauen zu können, wenn ſie reihenweis gemacht wird. Wo man wenig Samen hat, iſt die Erziehung von Pflan⸗ zen in Pflanzkämpen, die Bepflanzung der Blößen, rathſam; wo man wenig Arbeiter verwenden kann, wird die Saat un⸗ vermeidlich. 3 Zu Ausbeſſerung von ältern lückenhaften Schonungen iſt immer die Pflanzung paſſender, nicht bloß damit man die zu große Ungleichheit des Beſtandes vermeidet, ſondern auch, weil dieſelbe ſicherer gedeihet, als die Saat.. „Wenn bhiernach weder Saat, noch Pflanzung unbedingt über⸗ all vorzuziehen iſt, ſo muß doch der letztern im Allgemeinen gewiß der Vorzug eingeräumt werden. Sie gewährt immer fol⸗ gende Vortheile, welche der Saat mangeln:. 1) Gleichmäaͤßigere und zweckmäßigere Vertheilung der Pflan⸗ zen. Bey der Saat, wo das Erwachſen jedes ausgeſtreueten Samenkorns zu einem Baume viel unſicherer iſt, als bey der Pflanzung, muß man immer mehr Samen ausſtreuen, als ei⸗ gentlich nöthig wäre, wenn die Saat vollkommen gelingt. Dieß „ Pſch. 3 nitt ertweder zu ch an eirzelnen gucs derſeben! refanzte Beſtin d iie Endentſch ſeherigen Pflanz zömliche Pfahlw ins ſch als nae aauten, als die dhellung der Sta 2) Die Me Erfahrung: daß fortkommt, zut Es läßt ſich die arte, aus dem itt allen nachthen die erſtartte. 6 zen, die in der Pich, Mäuſe, Tanzung entwe Grade nachtheilig bey obwaltenden als dieß bey der kann, als das Nur in Saat⸗ ſchüßen. z) Vey de ab, und die Pfanzung kann ) Die ge ſtämmiger ena geſichert werden. I Von 1) Von S Nur wenn t ten, vict zu⸗ man des Aufhe auf die graßte? nach den verſch ſen Waldwinth „ Samml Jeit. Gewe meiden muß, darunter vie mit Schweine mit den beſſe die Eicheln en diſt es rath⸗ ſen, um ſich den Baume! ſes am beſter W. ur pflanzen; ertohlter 644 die jungen, ſen würden. etigung von ſehn würde, Die Anſaat ſelten auszu⸗ benſo iſt die en kann, die⸗ n kann, oder ten, und ge⸗ nan der einen nöthig oder e oder Wilde zu befürchten Niederwalde, Mäͤuſe, Vö⸗ , da iſt die hte Holzgat⸗ nen die eine dann dieſem die langſamer n muß, oder htern Veſtand ſlanzung wird geſchloſſenen en Boden ge⸗ iſe anzulegen e; ſo iſt die ewährt dage⸗ gen, ſondern zu können, bon Pflan⸗ 7, rathſam; zie Saat un⸗ honungen iſ t man die zu mn auch, wel bedingt über⸗ a Allgemeinen rt immet fol⸗ ung der Tfan⸗ ausgeſtreueten als bey der reuen, als ei⸗ gelingt Dieß 4. Abſchn. Vom Anbau des Holzes durch die Saat. (449 giebt entweder zu dichte, oder dieß nur ſtellenweis, und 595 noch an einzelnen Orten lückenhafte Beſtände, worunter der Wuchs derſelben leidet. Lange iſt der Streit: ob geſaete oder gepflanzte Beſtände beſſeren Wuchs hätten? geführt worden, und die Endentſcheidung dahin ausgefallen, daß mit Ausnahme derjenigen Pflanzungen, wobey den Hölzern die ihnen eigen⸗ thümliche Pfahlwurzel genommen werden mußte, was aller⸗ dings ſich als nachtheilig zeigt, die Pflanzungen mehr Zuwachs zeigten, als die Saaten. Dieß kann nur von der beſſern Ver⸗ theilung der Stämme herrühren.. 2) Die Pflanzung iſt ſicherer, als die Saat. Schon die Erfahrung: daß man da, wo man mit der letztern nicht mehr fortkommt, zur erſten ſeine Zuflucht nimmt, beſtätiget dieß. Es läßt ſich die Urſache davon aber auch leicht erklären. Die zarte, aus dem Samenkorne erwachſene, flachſtehende Pſtanze iſt allen nachtheiligen Naturereigniſſen mehr unterworfen, als die erſtarkte. Gras, Froſt, Dürre, zu ſtarkes Licht bey Höl⸗ zern, die in der Jugend Schatten verlangen, Vögel, Wild, Pieh, Mäuſe, alles dieß beſchädigt oft die Saat, was der Pflanzung entweder gar nicht, ader doch nur in geringerem Grade nachtheilig werden kann. Auch bleiben uns mehr Mittel, bey obwaltenden Hinderniſſen ſie bey der Pflanzung zu beſiegen, als dieß bey der Saat thunlich iſt, wo gar nichts geſchehen kann, als das Samenkorn vertrauend der Erde zu übergeben. Mur in Saat⸗ und Pflanzkämpen kann man auch die Saat hützen. 3) Bey der Saat hängt man ſehr von den Samenjahren ab, und die Culturen leiden oft große Unterbrechungen; die Pflanzung kann unausgeſetzt ausgeführt werden. 4) Die gepflanzten Beſtände können, da ſie in der Jugend ſtämmiger erwachſen, mehr gegen Duft, Schnee und Windbruch geſichert werden. I. Vom Anbau des Holzes durch die Saat. 1) Von Sammlung und Aufbewahrung des Holzſamens. Nur wenn man guten, vollkommen reifen, gut aufbewahr⸗ ten, nicht zu alten und darum keimfähigen Samen hat, kann man des Aufgehens deſſelben gewiß ſeyn, und deßhalb iſt dar⸗ auf die größte Aufmerkſamkeit zu wenden.— Wir werden dieß nach den verſchiedenen Holzgattungen, deren Anbau in der gro⸗ ßen Waldwirthſchaft Statt findet, betrachten. Sammlung und Aufbewahrung der Eicheln. Zeit. Gewöhnlich Anfang bis Ende Octobers, da man ver⸗ meiden muß, die zuerſt fallenden Früchte zu ſammeln, indem darunter viel untaugliche ſind. Gut iſt es, dieſe letztern erſt mit Schweinen und Schafen zu benutzen, um die Vermiſchung mit den beſſern zu verhindern. Läuft man nicht Gefahr, daß die Eicheln entwandt, durch Wild oder Vieh aufgeleſen werden, ſo iſt es rathſam, ſie erſt kurz vor der Herbſtſaat leſen zu laſ⸗ ſen, um ſich die Mühe des Aufbewahrens zu erſparen. Unter dem Baume liegend erhalten ſie ſich bis zum Eintritt des Fro⸗ ſtes am beſten. Selbſt zur Frühjahrsſaat kann man ſie da, wo IV. 29 10² Forſtwirthſchaft. 450 8 Sh ten Laube liegen, im Walde laſſen, wo es kein Wild giebt. Art der Sammlung. Das hin und wieder übliche Schlagen und Schütteln iſt unvortheilhaft, da die ſo gewonne⸗ nen Eicheln leichter verderben, als die, welche eine Zeit lang unter dem Baume liegend, ſchon abgetrocknet ſind. Beſſer iſt das Aufleſen derſelben an trocknen Tagen, und wo möglich, un ſie ſchon 8—14 Tage unter dem Baume getrocknet haben. Der Blen chedohn iſt verſchieden, je nachdem ſie reichlich oder ſparſam ſind, von 4 bis 12 Sgr. für den Berliner Scheffel. Wo man Urſache hat, nur eine der beiden Eichengattungen zu ziehen, muß dieß gleich bey der Sammlung des Samens be⸗ rückſichtigt werden. Aufbewahrung. Zur Herbſtſaat auf trocknen Böden, Scheuntennen, in Ställen, mit der Vorſicht, daß die Eicheln erſt vollkommen abgetrocknet werden, ehe man ſie auf den Haufen bringt, und daß man ſie auch dann noch einen Tag um den andern umſtechen läßt, damit ſie ſich nicht erhitzen. Für den Winter kann man ſie daſelbſt mit Laub be⸗ decken und vermiſchen, oder im Freyen mit Laub und Stroh eingedeckt, gleich den Kartoffeln, welche im Felde aufbewahrt werden, in größeren Haufen gut erhalten. Nur muß man ſich ann gegen Mäuſe ſichern, indem man die Haufen mit ſenk⸗ zan ftochenen Gräben umgiebt. Die Aufbewahrung in Gru⸗ ben iſt unrathſam, indem die Eicheln bey gelinden Wintern darin verſchimmeln oder zu ſehr keimen, auch die Mäuſe ſich hierein ziehen; diejenige durch Verſenkung im Waſſer unaus⸗ führbar im Großen, da die Fäſſer und Säcke, worin dieß ge⸗ ſchehen ſoll, zu koſtbar ſind. Wo man einen tiefen, nicht aus⸗ frierenden, abzulaſſenden Hälter mit feſtem reinen Boden dazu benutzen könnte, würde dieſe Aufbewahrungsart eher anzuwen⸗ ben Brcheln. Die Zeit der Sammlung tritt, wenn gleich die⸗ ſelben bey geringerer Schwere oft einige Tage ſpäter fallen, wie bey den Eicheln, mit dieſen zuſammen ein. Art der Samm⸗ lung. Das Leſen iſt, da die Buchel kleiner, als die Eichel iſt, ſchwieriger und koſtbarer. Will man es, ſo thut man wohl, unter denjenigen Buchen, welche den mehreſten Samen haben, nach Abfall der tauben Früchte, den Boden rein zu kehren, und die Sammlung vor gänzlichem Abfall des Laubes vorzunehmen. Schon weniger zeitraubend iſt das Zuſammenkehren der Bu⸗ cheln mit ſtumpfen Beſen und das Ausſieben, wozu Siebe ver⸗ wandt werden, deren Oeffnung gerade groß genug iſt, um die Bucheln durchfallen zu laſſen, und das Laub, Reisholz, Kap⸗ feln zurück zu halten. Das woblfeilſte iſt das Schütteln der Aeſte über untergehaltene große Leinwandtücher an windſtillen Tagen, wozu man aber den Zeitpunct, wo die Kapſeln ſich genug geöffnet haben, und doch der Same noch nicht gefallen iſt, ſehr ſorgfältig wählen muß.— Die geſammelten Bucheln wer⸗ den, wie Getreide, auf einer Scheuntenne gewurft, um nicht bloß alle Unreinigkeiten, ſondern auch die tauben Bucheln da⸗ von auszuſcheiden. Aufbewahrung. Mit Laub vermiſcht und bedeckt, wie die Eicheln, ſowohl auf Boͤden und in Stäl⸗ len, als im Freyen. In Gruben eher, wie die Eichel, da ſie nicht ſo leicht, als dieſe, keimen; doch muß man gegen Mäuſe geſichert ſeyn. Im Waſſer verderben ſie. „ Ahſchn Vuheh 1 jähr ausgeſäet! 3 Hainbuch Rbember; Ar den Baumen zu händen abgerie zuch gedroſchen zen Voden, in hey der Eſche, Ahorn. meinen und k fang November teln bey windſt ihn aufleſen! Aufbewahr er in Saͤcke gey vermiſcht in K wahtt. Wo m Eſche. 3 Saunlunz. weis ſizt, wer hippe oder ein man auch geni len des Baun der Hied ihn ge ſchon im weis zuſamt den Samen Säcken, ode Yeeite, 1 geſchüttet un ſo daß der G üffet man de Keimen geneig ihn noch bis z lis zum Aufg indem der Sar Nüſtern. beſten K d, nahe imme den zuleht ni Zweigſpizen den Baum in untergehe und don n. Am heſten ſtopften Säch berdirbt. S den, ſö wind in Sacken od einde. her und dee lung. Ton es kein Wild wieder übliche ſo gewonne⸗ (ine Zeit lang 4 zeſe iſt d wögli nocknet ha reichlich vder lner Scheffel. dattungen zu Samens be⸗ Herbſtſaat auf der Vorſicht, den, ehe man uch dann noch t ſie ſich nicht mit Laub he⸗ b und Stroh e aufbewahrt nuß man ſich fen mit ſenk⸗ rung in Gru⸗ den Wintern ie Mäuſe ſich Daſſet unaus⸗ vorin dieß ge⸗ en, nicht aus⸗ n Boden dazu eher anzuwen⸗ enn gleich die⸗ ter fallen, wie der Samm⸗ die Eichel iſt t man wohl, damen haben, kehren, und orzunehmen. ren der Bu⸗ u Siebe der⸗ iſt, un die eisholz, Kiyp⸗ Schütteln der an windſtillen e Kahſeln ſih t gefallt iſ Bucheln wer⸗ ift, un nicht en Vucheln da⸗ krub berniſct und in Etuſ⸗ (ichel, da ſi gegen Mäuſe —— 4. Abſchn. Vom Anbau des Holzes durch die Saat. (451) Bucheln und Eicheln müſſen ſpäteſtens das nächſte Früh⸗ jahr ausgeſäet werden. Hainbuche. Zeit der Sammlung, October und November; Art: in Tücher geſchüttelt, gepflückt, oder unter den Bäumen zuſammengekehrt. Die Flügel werden zwiſchen den Händen abgerjeben, der Same wird durch Siebe gereinigt, oder auch gedroſchen und gewurft. Aufbewahrung. Auf trock⸗ nen Böden, in Gruben oder in Gräbchen mit Erde bedeckt, wie bey der Eſche. Ahorn. Zeit. Spitzahorn im September, bey dem ge⸗ meinen und kleinen deutſchen Spitzahorn im October oder An⸗ fang November, Art der Sammlung. Er läßt ſich abſchüt⸗ teln bey windſtillem Wetter in untergehaltene Tücher; man kann ihn aufleſen und bey niedrigen Zweigen auch wohl pflücken. Aufbewahrung. Wenn der Same ganz trocken iſt, wird er in Säcke gepackt auf trocknen Böden, oder mit trocknem Sande vermiſcht in Kellern, jedoch nicht länger als Ein Jahr, aufbe⸗ wahrt. Wo möglich ſäet man ihn im nächſten Frühjahre aus. Eſche. Zeit. Vom October bis December. Art der Sammlung. Die äußern Zweigſpitzen, in denen er büſchel⸗ weis ſitzt, werden mit einer an einem langen Stiele befeſiigten Hippe oder einer gewöhnlichen Raupenſchere, ausgeſpitzt. Oft iſt man auch genöthigt, die ſtarkern Zweige auszuhauen. Das Fäl⸗ len des Baumes kann nur auf den Schlägen Statt finden, wo der Hieb ihn ohnedieß getroffen haben würde. Wenn die Zwei⸗ ge ſchon im October geſchneidelt ſind, hängt man ſie, büſchel⸗ weis zuſammengebunden, auf Böden und klopft im November den Samen ab. Auf bewahrung. In ziemlich feſtgeſtopften Säcken, oder in rein ausgeſtochnen Gräben von 1 bis 2 Fuß Breite, 1 Fuß Tiefe, in welche der Same 3 bis 5 Zoll hoch geſchüttet und erſt mit Laub und dann mit Erde bedeckt wird, ſo daß der Graben wieder ganz angefüllt iſt. Im Frühjahre öffnet man denz Graben, und zeigt ſich das Saͤmenkorn zum Keimen geneigt, ſo wird der Same ausgeſäet. Sonſt läßt man ihn noch bis zum naͤchſten Herbſte liegen, damit die Saatplätze bis zum Aufgehen der jungen Pflanzen nicht zu ſehr verraſen, indem der Same gewöhnlich ein Jahr über liegt. Rüſtern. Zeit. Ende May, bis Mitte Juny. Am beſten iſt es, man wartet, bis der taube Same, der ſich bey⸗ nahe immer in Menge zeigt, abgeflogen iſt, und ſammelt nur den zuletzt reifenden. Art der Sammlung. Abſtreifeln der Zweigſpitzen, welche mit dem Haken von demjenigen, welcher den Baum beſteigt, herangezogen werden. Das Abſchütteln in untergehaltene Tücher kann nur bey ſehr ſtillem Wetter und von niedrigen Zweigen geſchehen. Aufbewahrung⸗ Am beſten wird der Same ſogleich ausgeſäet, da er in feſtge⸗ ſtopften Säcken oder über einander liegend, ſchon in 48 Stunden verdirbt. Soll er bis zum nächſten Frühjahre aufbewahrt wer⸗ den, ſo wird er auf luftigen Böden gut abgetrocknet und dann in Säcken oder durchlöcherten Käſten aufbewahrt. Linde. Zeit. October von der Sommerlinde; Novem⸗ ber und December von der Winterlinde. Art der Samm⸗ lung. Von niedrigen Zweigen kann er gepflückt, die höhern, 29* 4 Forſtwirthſchaft. (452) nicht zu erreichenden müſſen auf die angegebene Art ausgehauen oder ausgeſpitzt werden. Aufbewahrung. In Säͤcken oder durchlöcherten Käſten bis zum nächſten Frühjahr. Birke. Die Zeit zur Sammlung iſt verſchieden. In der Ebene auf Sandboden, in Jahren, wo alles früh reift, kann ſie ſchon Ende Auguſt Statt finden, da ſonſt der Same abfliegt; doch iſt hier Mitte September die gewohnliche Zeit. Im Ge⸗ birge tritt die volle Reife oft erſt Anfang October ein. Man darf ſich durch den viel früher, und oft in Menge abfliegenden tauben Samen nicht taͤuſchen laſſen. So lange noch grüne Zäpfchen auf dem Baume ſind, iſt die rechte Reife noch nicht eingetreten. Man erkennt dieſe an der bräunlichen Farbe der Zaͤpfchen, und wenn ſich dieſe, indem man ſie zwiſchen zwey Fingern ſo krümmt, daß ſie brechen müſſen, in lauter einzelne Schuppen und Samenkörner zertheilen. Art der Samm⸗ lung. Nur bey niedrigen Zweigen iſt das Streifeln anwend⸗ bar, und in der Regel liefert djeß nicht den beſten Samen. Das Ausſpitzen und Ausſchneideln der Zweige, an denen die Zäpfchen ſitzen, erleichtert die Sammlung ſehr und iſt die zweck⸗ maßigſte Methode. Die ſchwachen Zweigſpitzen werden dann in 6— s Zoll Durchmeſſer habende Büſchel gebunden, und dieſe ſo auf luftigen Boͤden aufgehangen, daß ſie abtrocknen können, und der Same noch nöthigenfalls nachreift. Auf⸗ bewahrung. Bey dem Streifeln iſt dahin zu ſehen, daß der Same auch nicht einmal eine kurze Zeit feſt in Säcken zuſam⸗ mengepreßt iſt, oder dick übereinander liegt. Er muß auf lufti⸗ gen Böden, ſehr dünn liegend, oft mit der Harke gewen⸗ det, vollkommen abgetrocknet werden, wo man ihn dann in Sacken, jedoch nicht länger als ein Jahr, aufbewahren kann. An den Zweigen hängend wird er, im Fall er noch denſelben Herbſt geſäet werden ſoll, kurz vor der Ausſaat ausgeklopft und durch Siebe von Blättern gereinigt, jedoch mit den Schuppen aus⸗ geſäet. Hat man Raum genug für die aufgehängten Büſchel, und einen feſten reinen Boden, ſo läßt man zur längern Auf⸗ bewahrung den Samen von ſelbſt abfallen, oder klopft ihn im Frühjahre ab, wozu eine leiſe Berührung der Büſchel hinreicht, um ihn dann in Säcke zu thun, damit er nicht zu ſehr aus⸗ Erle. Die Zeit der Sammlung iſt verſchieden, je nach⸗ dem man den Erlenſamen mit den Zapfen oder durch Auffi⸗ ſchen vom Waſſer gewinnen will. Im erſten Falle findet die Sammlung im November bis Anfang December Statt; im zwey⸗ ten erſt nach dem Aufthauen der Brücher, gewöhnlich Februar oder Mtz. Art der Sammlung. Die Zapfen gewinnt man am beſten von aſtreichen, an den Rändern ſtehenden Er⸗ len. Die Zweige, welche außerordentlich ſpröde und brüchig ſind, können entweder mit ſcharfen eiſernen Haken, von der Form eines gekrümmten Gartenmeſſers, heruntergeriſſen werden, oder im Fall man die Bäume nicht ſo ſehr beſchadigen will, befeſtigt man eine eiſerne Gabel, ganz in Form einer Stimm⸗ gabel und nur etwas kürzer und ein kleinwenig weiter, an eine Stange, womit man ſehr leicht die äußerſten Zweigſpitzen, an denen die Zapfen ſitzen, ausknicken kann. Die Zweige werden, wie oben bey der Birke bemerkt iſt, auf luſtigen Bö⸗ 4. Alſch. m in Lüſchel uf der Scheune ſiten den Same ſe Zweige auf ſahſt ausftiegen terſchiedenartig gtenzenden Wieſ ir ſchwinwend zettieben, No e werden konn, bedarf. Gewoht! zangen und Abf man quer über darf, vor welch gewonnen werde Erlenſamen muf nicht nur ſehr le pertiert auch bal den Luftzuge zu beſten ii, die ſo erfolgt die⸗ Waſſr, wo er diel an der So von einander t kann wohl är auf dem Wuß werden. Die Sammlung u iſt deßhalb au Veiden gen zwar in fortgepſlanzt, der Aspe der aus Samen er, ſelben nicht gan rach Verſchieder Samenfäzchen! len, abgeſteife geſchüzten Otte und die(ocken then ſo lange nen und auf ends reinigt. aufbewahrt w Kiefer. des Nadethol auch bon die 18 Monate jahr ſchon la nchnen. Ze Same ſeine d ſehben kann den ſoll, un ben glaubt, tausgehauen Sacken oder chieden. In ih reift, kann ame abfliegt; eit. Im Ge⸗ er ein. Man adfliegenden e noch gruͤne afe noch nicht hen Farbe der zwiſchen zwey lauter einzelne der Samm⸗ efeln anwend⸗ ſſten Samen. an denen die iſt die zweck⸗ werden dann bunden, und ſie abtrocknen hreift. Auf⸗ ſehen, daß der Säͤcken zuſam⸗ muß ayf lufti⸗ Harke gewen⸗ n ihn dann in hren kann. An enſelben hetbſt lopft und durch Schuppen aus⸗ ngten Büſchel⸗ langern Auf⸗ klopft ihn im ſhel hinreicht, tzu ſehr aus⸗ dden, je nach⸗ t durch Auff⸗ zalle findet die tatt; im zweh⸗ öhnlich Fluuu apfen gewt 3 ſezenden Er⸗ de und brüchi Haken, von der rgeriſen werden, beſchädigen will im einer Stimmm⸗ rig weſe, an ſen weig bibell⸗ 3 de rei 4 uf uſtuen Be⸗ 4. Abſchn. Vom Anbau des Holzes durch die Saat. (453) den in Büſchel aufgehängt. Gegen das Frühjahr können ſie auf der Scheune gedroſchen werden, da das Klopfen allein ſelten den Samen rein herausbringt. Oft ſteckt man auch die Zweige auf den Schanungen aus, um den Samen von ſelbſt ausfliegen zu laſſen. Das Sammeln vom Waſſer kann verſchiedenartig erfolgen. Häufig werden die an Erlenbrücher grenzenden Wieſen überſchwemmt, und der auf dem Waſ⸗ ſer ſchwimmende Same wird durch den Wind an das Ufer getrieben, wo er in großer Menge mit Leichtigkeit geſammelt werden kann, und bloß einer Reinigung durch paſſende Siebe bedarf. Gewöhnlich ſchwimmt er jedoch auf den Canälen, Aus⸗ gängen und Abflüſſen, zuſammen, und es iſt bloß nöthig, daß man quer über dieſelben einige Zweige oder Faſchinen befeſtigen darf, vor welchen er ſich dann ſammelt und mit leichter Mühe gewonnen werden kann. Mit dieſem im Waſſer geſammelten Erlenſamen muß man jedoch ſehr vorſichtig ſeyn. Er verdirbt nicht nur ſehr leicht, wenn er feucht über einander liegt, ſondern verliert auch bald ſeine Keimkraft, wenn er einem ſehr trocknen⸗ den Luftzuge zu lange ausgeſetzt wird. Wenn, wie es am beſten iſt, die Ausſaat bald nach dem Sammeln erfolgen ſoll, ſo erfolgt die Aufbewahrung deſſelben am zweckmäßigſten im Waſſer, wo er dann, ſobald man ihn ausſäen will, nur ſo viel an der Sonne getrocknet wird, daß die Körner ſich leicht von einander trennen.— Der aus Zapfen gewonnene Same kann wohl ein Jahr gut und keimfähig erhalten werden; der auf dem Waſſer geſammelte muß durchaus ſogleich ausgeſäet werden. Die Samenhändler führen nur dieſen letztern, da die Sammlung und Ausklengung der Zapfen zu koſtbar iſt, und es iſt deßhalb auch nicht rathſam, Erlenſamen bey ihnen zu kaufen. Weiden und Pappeln. Es werden dieſe Holzgattun⸗ gen zwar in der Regel beſſer durch Stecklinge und Wurzelbrut fortgepflanzt, als durch Anſaaten; doch kann wenigſtens bey der Aspe der Fall eintreten, daß man ſich gute Pflanzſtämme aus Samen erziehen will. Deßhalb kann die Sammlung deſ⸗ ſelben nicht ganz übergangen werden. Zeit. May und Juny, nach Verſchiedenheit der Arten. Art des Sammelns. Die Samenkätzchen werden zu der Zeit, wo ſie ſich eben öffnen wol⸗ len, abgeſtreifelt, und in der Sonne an einem vor Wind ganz geſchützten Orte ſo geſonnt und erwärmt, daß ſie ganz platzen und die lockere Wolle aufſchwillt. Dieſe wird dann mit Ru⸗ then ſo lange gepeitſcht, bis ſich die Samenkörner davon tren⸗ nen und auf den Boden fallen, wo man ſie mit Sieben voll⸗ ends reinigt. Der Same kann dann ein Jahr lang in Säcken aufbewahrt werden. 3 Kiefer. Die ausgedehnteſten Holzſaaten ſind immer die des Nadelholzes, und die Gewinnung des Samens iſt deßhalb auch von dieſem am wichtigſten.— Da der Zapfen der Kiefer 18 Monate lang wächſt und reift, ſo kann man ein Samen⸗ jahr ſchon lange voraus wiſſen und die Culturen danach be⸗ rechnen. Zeit des Sammelns. Ende October hat der Same ſeine vollkommne Reife erreicht, und das Sammeln deſ⸗ ſelben kann beginnen. Wo jedoch der Same ausgeklopft wer⸗ den ſoll, und im Fall man Zeit genug zur Sammlung zu ha⸗ ben glaubt, wartet man beſſer bis Mitte December, weil die ddn) Forſtwirthſchaft. ſpäter geſammelten Zapfen ſich viel leichter öffnen und dadurch die Muhe des Ausklengens ſehr erleichtert wird. Die Samm⸗ lung hört dann auf— gewöhnlich Anfang März— wenn an warmen Südſeiten die Zapfen anfangen die Schuppen etwas zu öffnen. Art der Sammlung. Die leichteſte und bequem⸗ ſte findet auf den Schlägen von den Zweigen der gehauenen Stämme Statt. Auch die frey ſtehenden verkrüppelten Kiefern mit vielen niedrigen Aeſten geben viele und gute Zapfen, welche leicht gewonnen werden können. Es iſt nur dabey darauf zu ſehen, daß die Sammler nicht aus Beguemlichkeit die Aefte mait Haken abbrechen, indem dadurch nicht bloß die künfti⸗ ge Erndte verringert, ſondern auch der Baum ſehr beſchädigt wird. Bey der Abnahme iſt zu beachten, daß nicht alte Za⸗ pfen, in denen kein Same mehr iſt, untergemiſcht werden. war ſchließen ſich die Schuppen bey dem Einquellen derſelben wieder; doch ſind ſie immer noch ſehr leicht von den Samen haltenden Zapfen zu unterſcheiden, da ihnen der Glanz der letztern mangelt, ſich auch niemals der vollkommene Schluß der Schuppen, die bey guten Zapfen wie verkittet ſind, wieder berſtellen läßt. Das Sammlerlohn iſt nach der Menge der Zapfen und der Leichtigkeit, ſie zu gewinnen, verſchieden, von 4 Sgr. bis 10 Sgr. für den Berl. Scheffel, wobey die Trans⸗ porrkoſten bis auf den Ablieferungsplatz, wenn dieſer nicht über 1 Meile entfernt iſt, inbegriffen ſind. Vom Ausklengen des Kieferſamens. Man macht Kiefernſaaten ſowohl durch Ausſtreuung von Zapfen, als mit reinen Samen. Die Zapfen⸗ ſaat hat, wo man ſicher iſt, immer hinreichende Zapfen an Ort und Stelle zu gewinnen, den Vorzug der größern Wohl⸗ feilheit, indem man die Ausklengekoſten, welche 1 Sgr. bis 1 ½ Sgr. für den Scheffel betragen können, erſpart, und ge⸗ währt zugleich die Sicherheit, immer guten, unverdorbenen Sa⸗ men zu haben. Der durch den Zapfen beabſichtigte Schutz ge⸗ gen die Sonne für die aufgehenden Pflanzen iſt dagegen von geringer Bedeutung.— Die Saat des reinen Samens hat dagegen auch wieder folgende Vorzüge: 1) Die Möglichkeit einer gleichmäßigern Vertheilung des Samens, indem die Samenkör⸗ ner aus einem Zapfen gewöhnlich auf eine Stelle fallen, und die daraus entſpringende Erſparung an Samen. 2) Den wohl⸗ feilern Transport, wo der Same aus einer größern Entfer⸗ nung herbeygeſchafft werden muß. 3) Die leichtere Aufbewah⸗ rung, da Zapfen nur höchſtens ein Jahr, an einem ſchattigen, nicht zu luftigen, jedoch vollkommen trocknen Orte, ſich auf⸗ hewahren laſſen, ausgeklengter Same aber 2 bis 3 Jahr dauert, wenn er unter gleichen Verhältniſſen aufbewahrt wird. Dieß macht, daß man mit reinen Samen gleichmäßiger in der Cul⸗ tur fortfahren kann, und nicht ſo ſehr von den Samenjahren abhängig iſt, als wenn man ſich bloß auf die Zapfenſaat be⸗ ſchränkt. 4) Dieſe letztere iſt nicht auf jeden Boden gleich an⸗ wendbar. Auf flüchtigen Sandſchollen werden die Zapfen leicht verweht; auf Boden mit Moos, Gras, Heidekraut bedeckt, platzen ſie ſchwer; ſo wie überhaupt auch Feuchtigkeit dieß ſehr erſchwert. Unter dieſen Verhältniſſen iſt deßhalb reiner Same vorzuziehen. 5) Die Zapfenſaat iſt mehr von der Wit⸗ terung abhängig, indem der Same, wenn Regenwetter einfällt, „ Pſcht zachden ſich di in zwien verdit die Redeckung m am Algemeinen Sane ohne g n, die Sagt in Das Auslle igends dazu e hehzten Gemäͤch und bezahlen mengewinnung jahten mehrere ihre Einrichtun werden kann, Siſtem und G 2) Die Auskle Hürden, ganz d nar ſo weitläuf ſchen den Ruth an der Stuben Unter der Hürd gefallne Same gen ſind, an Stuben der B pfen in der W ſehr deguemen Att ſind die ſten oder Bu Die einfachſt die beſte iſt weit, daß ken Sonne auffte Wetterdache be chen der Same und gekehrt we ausnehmen ein ſciieben zu kör ſter und Holzh beſchäftigen, Auf den gehan gen 1 fund Abflügeln des Handen. Fichte. vember, wo Wie bey der ſeyn, da de fun oder 3 zu junge keit des 5n Nur ausgekl wie derjenige fel Zapfen g ſut 1 bis 1 und dadurch Die Samm⸗ 4= wenn an pen etwwas zu e und bequem⸗ dar gehauenen pyelten Kiefern dapfen welche daben darauf zu ihieit die Neſte dloß die künfti⸗ ſeht beſchdigt aß vicht alte za⸗ gemiſcht werden. uellen derſelben von den Samen der Glanz der ommene Schluß tet ſind, wieder der Menge der erſchieden, von ohey die Trans⸗ dieſer nicht über Ausklengen en ſowohl durch n. Die zapfen⸗ ende Zapfen an rgrößern Wohl⸗ ſche 1 Sgr. bis rſpart, und ge⸗ verdorhenen Sa⸗ tigte Schuß ge⸗ t dagegen bon —Samens hat öglichkeit einer die Samenkör⸗ le fallen, und ) Den wohl⸗ rößern Entfer⸗ tere Aufbewah⸗ nem ſchattigen, Otte, ſich auf: 3 Jahr dauert art wird. De iger in der Cll⸗ en Samerjahren ie Zepfenſagt be⸗ Adde gltjan die zuyfen lit lbekraut hedekt Fauchigkeit die eßbalb reinet t deßha 3 eir von der Wit⸗ 1 W enwette einfällt, 4. Abſchn. Vom Anbau des Holzes durch die Saat. (455 nachdem ſich die Schuppen ſchon etwas geöffnet haben, z5h im Zapfen verdirbt. 6) Bey der Saat des reinen Samens wird die Bedeckung mit Erde leichter, und kann paſſender erfolgen.— Im Allgemeinen kann man daher annehmen, daß da, wo der Same ohne großen Koſtenaufwand gut ausgeklengt werden kann, die Saat deſſelben Vorzüge vor der Zapfenſaat hat.. Das Ausklengen geſchieht auf verſchiedene Art. 1) Auf eigends dazu erbaueten Samendarren, wo der Same in ge⸗ heizten Gemächern ausgeklengt wird. Dieſe ſind nur paſſend und bezahlen die nicht unbedeutenden Koſten, wo die Sa⸗ mengewinnung im Großen betrieben wird und bey Samen⸗ jahren mehrere hundert Wispel ausgeklengt werden ſollen. Da ihre Einrichtung überdem nur durch Zeichnungen verdeutlicht werden kann, ſo wird Hinſichts ihrer Erbauung auf Kropf's Syſtem und Grundſätze, Berlin 1807(bey Reimer) verwieſen. 2), Die Ausklengung in Stuben iſt ſehr einfach. Es werden Hürden, ganz denen gleich, auf welchen Obſt gebacken wird, und nur ſo weitläufig geflochten wird, daß der Same bequem zwi⸗ ſchen den Ruthen oder Spänen durchfallen kann, an Stricken an der Stubendecke aufgehängt und mit Kieferzapfen bedeckt. Unter der Hürde iſt ein Sacktuch befeſtigt, in welches der aus⸗ gefallne Same fällt, indem man, nachdem die Zapfen geſprun⸗ gen ſind, an der Hürde rüttelt. Nur die oft ſehr niedrigen Stuben der Bauerhäuſer und der Kiengeruch, welchen die Za⸗ pfen in der Wärme verbreiten, verhindern die Einführung dieſer ſehr bequemen Anſtalt. 3) Die gewöhnlichſte und zweckmäßigſte Art ſind die Samendarren, auch unter dem Namen„Sprangka⸗ ſten oder Bubberte“ bekannt, auf verſchiedene Weiſe eingerichtet. Die einfachſte und wohlfeilſte, und darum auch in der Regel die beſte iſt die, daß man ein Gitter aus bölzernen Stäben, ſo weit, daß kein Zapfen mehr durchfallen kann, ſchräg gegen die Sonne aufſtellt, dieß mit einem nach Mitternacht abfallenden Wetterdache bedeckt und darunter einen Kaſten befeſtigt, in wel⸗ chen der Same fällt, wenn die aufgeſprungenen Zapfen gerüttelt und gekehrt werden. Die untere Leiſte des Gitters iſt zum Her⸗ ausnehmen eingerichtet, um die leeren Zapfen leicht herunter⸗ ſchieben zu können.— Wenn ſich Weiber und Kinder der För⸗ ſter und Holzhauer den Sommer hindurch mit dem Ausklengen beſchäftigen, ſo kann auf dieſe Art viel Same gewonnen werden. Auf den gehäuften Berliner Scheffel guter Zapfen kann man ge⸗ gen 1 Pfund Samen rechnen; das Wenigſte iſt 4 Pfd.— Das Auſtügenn des Samens geſchieht durch Abreiben zwiſchen den änden. Fichte. Die Reifzeit iſt Ende October und Anfang No⸗ vember, wo die Sammlung beginnen kann. Sammlung. Wie bey der Kiefer; nur müſſen die Sammler geübte Kletterer ſeyn, da der Same immer in der Spitze des Baumes bängt. Kranke oder geharzte Bäume geben eben ſo wenig guten Samen, als zu junge. Nach der Menge der Zapfen und der Schwierig⸗ keit des Sammelns, koſtet der Berliner Scheffel 1 ⅞ bis 4 Sgr. Nur ausgeklengter Same wird geſäet, welcher auf gleiche⸗Art, wie derjenige der Kiefer, gewonnen wird. Der Berliner Schef⸗ fel Zapfen giebt 1 ½ bis 2 ½ Pfd. Samen mit Flügeln, und ko⸗ ſtet 1 bis 1½ Sgl. auszuklengen, ſo daß man das Pfd. Sa⸗ 108 Forſtwirthſchaft. 456) 904 oft noch unter 2 Sgl. kauft, zuweilen aber auch mit 5 Sgl. bezahlen muß, wenn die Samenjahre lange ausbleiben. Aufbewahrung. Der Fichtenſame hält ſich 4 bis 5 Jahre, wenn er auf einem trocknen Boden, geſichert gegen zu ſtarken Luftzug, aufbewahrt, und von Zeit zu Zeit umgewendet wird. Es ver⸗ lieren jedoch jedes Jahr eine Menge Körner die Keimkraft, und je weniger man nöthig hat, alten Samen zu ſäen, deſto beſſer iſt es, und deſto geringere Samenmenge kann man nehmen. Alten Samen zu kaufen, wenn Samenjahre ausbleiben, vermeidet man noch mehr, da dann der ſchlechtere theurer iſt, als der friſche ute. 4 Edeltanne oder Weißtanne. Zeit. Ende September und Anfang October. Sammlung. Durch Fällen der Bäu⸗ me, oder Abbrechen der Zapfen. Zum Ausklengen reicht es hin, die Zapfen auf einem luftigen Boden dünn auszubreiten, und wenn ſie geſprungen ſind, ſie mit einer Harke umzukehren und ſie dann durch ein Sieb zu reinigen. Der Same muß das näch⸗ ſte Frühjahr ausgeſäet werden. Lerche. Zeit. Der Same wird zwar im October und November reif; man bricht jedoch die ohnehin ſchwer platzenden Zapfen, zur Erleichterung des Ausklengens, erſt im Februar bis Anfang März ab. Die Sammlung iſt bey der Menge der apfen und den kurzen Zweigen der Lerche nicht ſchwierig. Das Ausklengen geſchieht am beſten auf Sonnendarren oder Bubber⸗ ten, und man befördert das Platzen der Zapfen durch Beſpren⸗ gen mit Waſſer, was jedoch nur bey ſtarker Sonnenwärme, und wenn die Schuppen noch ganz geſchloſſen ſind, geſchehen darf. In Stuben⸗ und Feuerdarren ertragen die Erchenzapfen nur bis 15 Grad Reaumur Wärme, da ſie ſonſt verharzen. Der Lerchen⸗ ſame hält ſich 3— 4 Jahre. Hinſichts der Anſaat aller hier nicht aufgeführten Holzgat⸗ tungen wird auf Deutſchlands Baumzucht von Borchmeyer, Münſter 1823, verwieſen, da der Raum deren Aufführung hier nicht geſtattet. Prüfung des Samens. Es giebt nur ein Mittel, ſich hinſichts der Güte des Samens ſicher zu ſtellen. Dieß iſt, ihn in einem feucht gehaltenen, in einer warmen Stube aufbewahr⸗ ken wollenen Lappen, oder in Blumentöpfen, zur Keimung zu ringen. G 2) Von der Ausſaat des Holzſamens. . Allgemeine Regeln. a) Verwundung des Bodens. Wo der Boden als empfänglich für den abfallenden Samen angeſehen werden kann (ſ. Monat Februar S. 68. 418.), da kann man auch nöthigenfalls ohne Verwundung deſſelben ſäen, ſobald der Same keine Bede⸗ ckung verlangt. Es bleibt jedoch immer wünſchenswerth, den im Freyen oft ſehr ſtarken Graswuchs zu zerſtören, die Decke, welche in den Samenſchlägen das abfallende Laub, den Schutz, welchen das Oberholz gewährt, durch Erdbedeckung zu erſetzen, und ſchon deßhalb eine Wundmachung des Bodens vorzunehmen. Ueberdem iſt es aber auch die Fruchtbarkeit deſſelben ſehr beför⸗ dernd, wenn man ihn auſlockert, die Pflanzen gedeihen deſto beſ⸗ „ Alſchr a je iſ i wemn man einmal ſc dabey auch, ſ u ſchern. 3 Vervurd eden:— 1 1) daß der ) die yiſſen z) dß der gen Pfia 4) N bey dönnen. Dieß macht Behandlung de wollen. Zuert über vorausgehe Für Samen fern, Fichten, von Laub oder genügt häͤufig Auf⸗ und Ei man auch die heenden geben . Wo die den eine oder das Umpflu⸗ Same, wel werden; an In der Neg Getreide zus ſich nicht la Halme und Holzpflanzen Im Fall ohne namhaft ſchloſſen gewe⸗ de außerorden dadurc gewiſ Wo der Gewächſen b etwa undoll aufliegt, mu hinreicht dd daß das Ke Graswuchs nicht mehr dens wird angewendet dung finder Entfernung den und die die dicht n wird darin auch mit 5 auoͤbleihen. Jahre, wenn rien kuftzug, id. Es ver⸗ inkeaft, und eſt beſer iſt hmen. Alten ermeidet man als der fiiſche de Seytember Uen der Väu⸗ reicht es hin, breiten, und zukehren und nuß das näch⸗ Octtober und ver platzenden Februar bis er Menge der zwierig. Das oder Vubber⸗ durch Veſpren⸗ Renwärme, und geſchehen darf. zapfen nur bis . Der Lerchen⸗ rten Holzgat⸗ Borchmeyer, lffuͤhrung hier Mittel, ſich Dieß iſt, ihn be aufbewahr⸗ „Keimung zu nens. der Boden als en werden nn ih nöthigenfals amre keine Jede⸗ ub, den Shl, kung zu erſezen, rs vorzunehmen. Alben ſeht beför⸗ deihen deſto beſ 4. Abſchn. Vom Anbau des Holzes durch die Saat. 109 (457) ſer, je tiefer ihre Wurzeln in die Erde dringen können; und wenn man einmal die Koſten der Saat aufwendet, ſo ſucht man ſich daben auch, ſo viel als möglich iſt, des Gelingens derſelben u ſichern. 3 1 mie Verwundung des Bodens muß dazu ſo vorgenommen werden: 1) daß der Same in keimfähige Erde zu liegen kommt; 2) die paſſende Erdbedeckung erhält; 3) daß der Graswuchs ſo weit zerſtört wird, um den jun⸗ gen Pflanzen nicht nachtheilig zu werden; 4) daß bey feſtem Boden die Wurzeln hinreichend eindringen können. Dieß macht eine nach Boden und Holzgattung abweichende Behandlung des Bodens nöthig, die wir unten näher erörtern wollen. Zuerſt mögen aber einige allgemeine Betrachtungen dar⸗ über vorausgehen. Für Samen, welche wenig Erdbedeckung bedürfen, als Kie⸗ fern, Fichten, Birken, Rüſtern, auf Boden, wo nur eine Decke von Laub oder Moos das zur Erdekommen deſſelben hindert, genügt häufig eine Abräumung dieſer Decke mit Harken, ein Auf⸗ und Eineggen. Auf lockerm, ganz wundem Boden kann man auch die nöthige Bedeckung durch Uebertreiben mit Schaf⸗ heerden geben. Wo die Verhältniſſe geſtatten, dem zu beſäenden Waldbo⸗ den eine oder einige Getreideerndten vorher abzugewinnen, bleibt das Umpflügen die empfehlenswertheſte Art der Verwundung. Same, welcher viel Erdbedeckung verlangt, kann untergepflügt werden; anderer, welcher weniger erträgt, wird oben aufgeſaet. In der Regel zeigt es ſich wohlthätig, den Holzſamen mit dem Getreide zugleich— jedoch dieß letztere nicht zu dieck, damit es ſich nicht lagert und zu ſehr beſchattet— zu ſäen, indem die Halme und ſelbſt noch die hoch ſtehen bleibenden Stoppeln die Holzpflanzen wohltbätig beſchirmen und beſchützen.. Im Fall das Stockholz, wenn auch nicht mit Gewinn, doch ohne namhaften Verluſt, gerodet werden kann, ſo wird bey ge⸗ ſchloſſen geweſenen jüngern Beſtänden oft ſchon dadurch allein ei⸗ ne außerordentlich vortheilhafte Verwundung des Bodens, der dadurch gewiſſermaßen rajolt wird, herbeygeführt. Wo der Boden von einem dichten Grasfilze oder andern Gewächſen bedeckt iſt, oder wo nicht keimfaͤhiger Boden, als etwa unvollkommner, vyydirter oder verkohlter Humus, oben aufliegt, muß dieſe Bedeckung mit der Hacke, wo der Pflug nicht hinreicht oder unanwendbar iſt, ſo tief weggenommen werden, daß das Korn in fruchtbare Erde zu liegen kommt, oder der Graswuchs auf ſo lange geſtört wird, bis die junge Pflanze nicht mehr darunter leidet. Eine gänzliche Umhackung des Bo⸗ dens wird in dieſem Falle, wegen zu großer Koſtbarkeit, ſelten angewendet und würde auch unzweckmäßig ſeyn. Die Verwun⸗ dung findet entweder ſtreifenweis oder platzweis Statt. Die Entfernung, in welcher die Streifen von einander gezogen wer⸗ den und die Breite, welche ihnen gegeben wird, hängt davon ab: wie dicht man den jungen Beſtand verlangt. Nur zu häufig wird darin gefehlt, daß die Streifen zu dicht neben einander ge⸗ V„Pfchr. 110 Forſtwirthſchaft. (458) zn Beſtnd dicht zogen und zu breit gemacht werden, wodurch die Cultur unnö⸗ min ſiten le thig koſtbar wird. Es kann nur die Breite von mehr als 12 bis a Auspflanzun 18 Zoll, durch ſehr grasreichen Boden und die Nothwendigkeit, tictigtet einer die jungen Pflanzen auf von Graſe freyen Plätzen zu haben, tt welche man entſchuldigt werden. In Fällen, wo es ſehr wünſchenswerth ur wenden dan erſcheint, den Boden bald zu decken, wo man alle Durchforſtun⸗ dera dan gen nutzen kann, iſt es ſchon als dicht anzuſehen, wenn zwi⸗ P llene Same ſchen den wund gemachten Streifen ein Zwiſchenraum von 4 ben, Adalte Fuß unverwundet bleibt. Auf friſchem Boden ſind 6 Fuß Ent⸗ 1 k il erhike fernung zu empfeblen, und 7—8 Fuß geben ſelbſt noch Beſtän⸗ Rit Unre de, welche ſchon früher, als das Holz Werth erhält, in vollen von der At Schluß kommen. Ganz vorzüglich iſt dieß da zu beachten, wo indem wan t große Flächen anzubauen und die Culturmittel nur beſchränkt Vollſaat(we ſind.— Zu bemerken iſt noch, daß an Berghängen die Streifen und wieder! immer horizontal am Berge entlang gezogen werden, um nicht Darin iſt we bey Regengüſſen dem herabſtrömenden Waſſer Rinnen darzubie⸗ ferſamen hinn ten, in denen die Pflanzen ausgewaſchen werden. Auf dürren thöricht, me Ebenen zieht man ſie von Abend nach Morgen, und häuft die des Vodens abgeſchälte Erde gegen Mittag zu einem hohen Kamme an, um die volliomm dem an dieſem Kamme geſtreueten Samen etwas Schutz gegen iiz machen die Sonne zu verſchaffen. gleichere Ver Das bier Geſagte läßt ſich auch auf die Größe und Entfer⸗ deten Flächt nung der Platten oder Plätze anwenden. Die Größe kann 6 Zoll der man de im Quadrat, ohne gerade auf eine ſehr regelmäßige Form zu vur plaz⸗ feben, ſeyn, und ſteigt oft bis zu 4 und 6 Quadratfuß. Dieſe Beſtonde letztere läßt ſich nur entſchuldigen, wenn man entweder die Saat Von zugleich als Pflanzkamm benutzen und viel Pflanzen zur Ver⸗ wird, vm pflanzung ausheben will, oder wenn Gras und Forſtunkräuter Rede ſeyn durchaus um die Pflanzen herum vernichtet werden müſſen. Au⸗ und Reife ßerdem iſt es hinreichend, die verwundete Fläche einen Qua⸗ tem Sam dratfuß groß zu machen. Eine Entfernung der Plätze von 4 Fuß werden ko kann als ſehr dicht angeſehen werden, 5 Fuß iſt die gewöhnli⸗ tiel zu die che, und 6 Fuß in den mehrſten Fällen vollkommen hinreichend. tzige Weif Die Verwundung in Plätzen iſt im Allgemeinen, obwohl ſie rungen her in vielen Gegenden ſeltner iſt, als die in Reifen, dieſer aus Porurtheil folgenden Gründen vorzuziehen. Saaten ſch 1) Die Verwundung iſt wohlfeiler, weil ſie eine weit klei⸗ brnen. nere Flache betrifft. 991 2) Man kann hier eher den Untergrund auflockern, dem Sa⸗ am 4 men ein beſſeres Keimbett bereiten, indem man die beſſere Erde 88) ne dahin bringt, wo der Same zu liegen kommt, und zugleich zwat auch kann derſelbe in dem Platze auch mit mehr Sorgfalt bedeckt Kiein, 7 werden.. Erdbed, 3) Der Same liegt in dem etwas vertieften Loche geſchützter. Kaßze 4) Es findet eine gleichmäßigere Vertheilung der kleinen Korn lie Pflanzenborſte Statt.. die Wur⸗ Die von allen Forſtſchriftſtellern angenommene Erſparung ter, ſer von Samen unterlaſſen wir, aus unten zu entwickelnden Grün⸗ ſto eher den, als einen Vorzug anzuführen. ben: M b) Von der Samenmenge. Eine feſte Vorſchrift für irgend e die von jeder Holzgattung des Samens läßt ſich nicht geben. Korn hir Sie hängt ab: 1) Von der Güte des Samens; 2) der Gefahr bervorbre des Aufleſens deſſelben durch Thiere; 3) der Nothwendigkeit, ſchen W Cultur unnö⸗ eht als 12 bis othwendigkeit, en zu haben, ünſchenewerth Durchforſtun⸗ en, wenn zwi⸗ earaum von 4 ind d Fuß Ent⸗ ſtnoch eſtin⸗ thalt, in vohen u beachten, do nur beſcrit gen die Streiien erden, um nicht innen datzubie t. Auf dürren und häuft die mme an, um Schuh gegen e und Entfer⸗ je kann ö Zoll gige Form zu ratfuß. Dieſe deder die Saat nzen zur Ver⸗ Forſtunkräuter rmüſſen. Au⸗ ze einen Qua⸗ ge von 4 Fuß vie gewöhnli⸗ Hinreichend. „obwobl ſie „dieſer aus ze weit klei⸗ en, dem Sa⸗ beſſere Erde und zugleich ggalt bedect he geſchüßtet. J der kleinen ene Etſparung felnden Grün⸗ Vrſhrit für Hricht geben. ) der Gefahr kothwendigkeit 4. Abſchn. Vom Anbau des Holzes durch die Saat. 111 (459) den Beſtand dicht zu erziehen, oder in der Jugend die Pflanzen einzeln ſtehen laſſen zu können; 4) von der Abſicht, die Saat zur Auspflanzung zu brauchen; 5) von der Schwierigkeit oder eichtigkeit einer ſpätern Nachbeſſerung, und 6) von der Sorg⸗ falt, welche man auf das Gedeihen und die Erhaltung der Cul⸗ tur wenden kann, da die Samenmenge deſto geringer ſeyn darf, je ſicherer man iſt, jedes Korn in eine keimfähige Lage zu brin⸗ gen, den Samen gut zu vertheilen, und jede aufgegangene Pflan⸗ ze zu erhalten. Mit unrecht hat man bisher die Samenmenge vorzüglich von der Art der Verwundung des Bodens abhängig gemacht, indem man ein Drittheil mehr gegen die Streifenſaat bey der Vollſaat(wo die ganze Fläche mit Samen überſtreut wurde), und wieder mehr zur Streifenſaat gegen die in Plätzen anſetzte. Darin iſt wenig Sinn. Wenn einmal drey bis vier Pfund Kie⸗ ferſamen hinreichen, einen vollen Beſtand zu erziehen, ſo iſt es thöricht, mehr als dieß auszuſäen. Die Art der Verwundung des Bodens kann darauf keinen Einfluß haben, am wenigſten die vollkommnere, wie z. B. das Umpflügen, mehr Samen nö⸗ thig machen, als die unvollkommnere, das Plätzehacken. Die gleichere Vertheilung des Samens, die auf einer ganz verwun⸗ deten Fläche möglich iſt, muß eher eine Erſparung herbeyführen, oder man darf ja im ſchlimmſten Falle auf derſelben ebenfalls nur platz⸗ oder ſtreifenweis ſäen, wenn dieß zu einem vollen Beſtande genügt. Von der zur Vollſaat erforderlich gehaltenen Samenmenge wird, um einen Anhalt zu geben, bey jeder Holzgattung die Rede ſeyn; aber auch dieſe wird noch, nicht bloß bey der Plätze⸗ und Reifenſaat, ſondern auch bey der Vollſaat ſelbſt, bey gu⸗ tem Samen und günſtigen Verhältniſſen um bis ꝛ ermäßigt werden können. Warnen muß man gegen die im Allgemeinen viel zu dichten Saaten, wodurch nicht bloß die Culturen unnö⸗ thiger Weiſe viel zu koſtbar, ſondern auch nur unwüchſige Scho⸗ nungen hergeſtellt werden.— Es iſt ein böchſt verderbliches Vorurtheil für die Forſteultur, daß immer nur ſehr dicht ſtehende Santen ſchön ſeyen, die doch eben deßhalb oft nicht wachſen önnen. c) Von der Bedeckung des Samens. Je größer das Samenkorn iſt, deſto mehr Erdbedeckung erträgt und verlangt es; je kleiner, deſto weniger. Viele unſerer Sämereyen gehen zwar auch ohne alle Bedeckung auf, wie z. B. die Birke, Ulme, Kiefer, Fichte u. ſ. w.; allein eine angemeſſene, nicht zu ſtarke Erdbedeckung iſt allen vortheilhaft. Der Same wird dadurch ge⸗ gen das Aufleſen durch Vögel, Wild und Mäuſe geſchützt, das Korn liegt in deſto friſcherm Boden, je mehr Erde es bedeckt, die Wurzeln der jungen Pflanze ſtehen deſto tiefer und geſchütz⸗ ter, je mehr das der Fall iſt, und können Dürre und Froſt de⸗ ſto eher ertragen. Man kann daber mit Recht die Regel ſo ge⸗ ben: Man bedecke den Samen mit ſo viel Erde, als dieſer es irgend erträgt. Dieß hat jedoch ſeine Grenze, da theils das Korn hinreichend Licht und Luft zum Keimen bedarf, theils die bervorbrechenden Samenlappen und Blätter nicht mehr mechani⸗ ſchen Widerſtand finden dürfen, als ſie überwinden können. 5 uſt. 112 Forſtwirthſchaft. (460)) Von der Wenn man in den Lehrbüchern die Höhe der Erdbedeckung für jede Samengattung in jedem Boden gleich hoch beſtimmt findet, ſo Voyd iſt dieß nicht zu billigen. So wie das ausgeſäete Getreide, je aten, den zu nachdem der Boden locker oder feſt iſt, auf⸗ oder untergeſäet werden kann, und eine verſchiedene Erdbedeckung verlangt, ſo iſt dieß auch bey dem Holzſamen. Der lockere Boden, welcher der Luft den Zutritt mehr geſtattet, der hervorkommenden Pflan⸗ ze weniger Hinderniſſe entgegenſetzt, als der feſte Thonboden, geſtattet böhere Bedeckung, als dieſer letztere. Man prüfe, wie ½ hoch die Erdbedeckung ſeyn darf, und gebe ſie dann ſo hoch als torübergehenden Perfahren das gerodet und acert werden gaſſenden F dochſtens 5 L 37; ichmäßig Rao 1 e d) Von den Koſten der Saat. Ueber die Höhe der⸗ 64 it, etw ſelben läßt ſich wohl nichts Feſtes beſtimmen. Sie hängen ab: a eama 1) von dem Samenpreiſe oder den Sammlungskoſten deſſelben; noch eumg 2) von der Höhe des Arbeitslohns; 3) den Schwierigkeiten, en* welche die Bearbeitung des Bodens entgegenſetzt; 4) von der der eenhen Entfernung des Culturplatzes von der Wohnung der Arbeiter; ditß hoch n der arbbern dder gerinnern Torfiabos, Nrhoz an die Wege 5) von der größern oder geringern Fertigkeit, welche die Arbei⸗ den de ter bey Verrichtung der Culturarbeiten ſich erworben haben; hi nach 6) von der Möglichkeit) eine Frucht⸗ oder Grasnutzung mit der ſuiͤtſe auf Holzeultur zu verbinden. Statt unhaltbare Culturkoſtenſätze zu. refämmig! geben, welche nie überall paſſend ſeyn können, ſoll hier lieber ſe dee jung angeführt werden, auf welche Art man die Culturen am wohl⸗ Wo d feilſten herſtellt, wobey jedoch das, was bereits über Erſparung ſgat wicht an Samen und hinſichts der Art der Verwundung des Bodens daftegten. geſagt iſt, übergangen wird. des, welh Alle Arbeiten, von denen man, nachdem ſie verrichtet wor⸗ theilhaft den ſind, noch genau beurtheilen kann, ob es tadellos ge⸗ demich ſchah, laſſe man in Verdung oder Accord machen. Dahin ge⸗ Lulturte bört die Verwundung des Bodens, das Samenſammeln, die 4 durh I Anfertigung von Gräben und Bewährungen. Um die Lohnſätze o die E zu beſtimmen, läßt man einige tüchtige Arbeiter unter genauer und dieſe Aufſicht eine beſtimmte Anzahl Stunden das Geſchäft verrich⸗ pſehlen.— ten, woraus ſich dieſelben leicht ergeben. dern Holg Zu jeder Arbeit wähle man die Arbeiter im Verhältniß der Fuitunmn Kräfte, welche ſie erfordert. Was Kinder oder Weiber eben ſo ungen zur gut verrichten können, dazu verwende man nicht den koſtbaren Azauan w ſtarken Tagelöhner, ſondern dieſe, wodurch man gleich vortheil⸗ tngt 1 haft für ſich und die armen Tagelöhner⸗Familien ſorgt. di Petn Man trage Sorge, daß den Arbeitern die vortheilhafteſten, utzuen die Arbeit am mehrſten fördernden Inſtrumente gereicht werden. unit buche und Dieſe Leute ſind zu arm, um ſich ſolche zu beſchaffen, zu un⸗ Ulme abe wiſſend und zu ſehr für das Alte eingenommen, um ſich die man die Arbeit durch beſſere Hülfsmittel zu erleichtern; und da ſie einen auf dot beſtimmten Lohn verdienen müſſen, um ihr Leben zu friſten, ſo wzent muß man die wenige Arbeit, welche mit ſchlechten Inſtrumen⸗ zwiſten ten verrichtet wird, theuer bezahlen. Die Anſchaffung zweck⸗ Br mäßiger Hacken, eiſerner Harken, ſtarker Waldpflüge, von Pflanz⸗ 15 zod bohrern, belohnt ſich deßhalb ſehr gut. 34 Die auf Tafel I. befindlichen Abbildungen zeigen die nö⸗ 1 Nad thigſten und zweckmäßigen Inſtrumente, und zwar Pig. 1. eine Veſa 1 Waldhacke, Fig. 2. eine Waldharke, Fig. 3. einen Pflanz⸗ SLLmun ſpaten, von welchem weiter unten die Rede ſeyn wird. tellen deckung für it findet, ſo hetreide, je untergeſäͤet erlangt, ſo en, welcher enden Pflan⸗ Donboden, prüfe, wie ſo hoch als ie Höhe der⸗ hängen ab: en deſſelben; wierigkeiten, 9) bon der er Arbeiter; jdie Arbei⸗ ben haben; dg mit der ſtenſätze zu hier lieber mam wohl⸗ tErſparung des Bodens rrichtet wor⸗ tadellos ge⸗ Dahin ge⸗ mmeln, die ie Lohnſäge ter genauer ift verrich⸗ haltniß der zer eben ſo koſtbaren h vortheil⸗ t. thafteſten, werden. fen, zu un⸗ um ſich die da ſie einen u friſten, ſ Inſtrumen⸗ ffung zweck⸗ „von Vflin⸗ iten Pflans⸗ itd. 5 (461¹) 3) Von der Saat der verſchiedenen Holzgat⸗ tungen. 2a) Von der Eichelſaat. Wo die Verhältniſſe es ge⸗ ſtatten, den zur Beſäung mit Eicheln beſtimmten Boden zur vorübergehenden Getreidenutzung zu verwenden, iſt folgendes Verfahren das einfachſte und wohlfeilſte. Der Culturplatz wird gerodet und ſo weit gereinigt, daß er mit dem Pfluge umge⸗ ackert werden kann. Sodann wird er zwey Jahre mit einer paſſenden Frucht bebauet; im dritten Jahre werden etwa 4, höchſtens 5 Scheffel Eicheln auf den Morgen(preuß. Maaß) gleichmaßig ausgeſtreuet, und ſo untergepflügt, daß ſie 5 bis 6 Zoll unter der Erde zu liegen kommen, wenn der Boden lo⸗ cker iſt, etwa 4 Zoll bey ſehr ſtrengem Boden. Oben auf kann noch einmal Winterroggen, mit 6, höchſtens 8 Metzen pr. Mor⸗ gen geſäet und eingeeggt werden, welcher die aufgehenden Pflan⸗ zen vortheilbaft beſchirmt. Bey der Reife des Getreides wird dieß hoch mit der Sichel geſchnitten, und die Garben werden an die Wege getragen.— Gewöhnlich zeigen ſich auf ſtarkem Boden nach einigen Jahren viel Saudiſteln und andere Ge⸗ wächſe auf dieſen Saaten. Nur wo ſich disſelben im Winter pelzförmig niederlegen, können ſie nachtheilig werden; ſonſt ſind ſie die jungen Pflanzen wohlthaͤtig beſchirmend. Wo die Verbindung der Fruchtgewinnung mit der Eichel⸗ ſaat nicht anwendbar iſt, wird die platzweiſe Saat am vortheil⸗ hafteſten. Es geſtattet dieſelbe das Aufgraben des Untergrun⸗ des, welches für das tiefe Eindringen der Pfahlwurzel ſehr vor⸗ theilhaft iſt und das Gedeihen der jungen Pflanzen außeror⸗ dentlich befördert, und iſt die wohlfeilſte wegen Erſparung an Culturkoſten und Samen, ſichert auch das Aufleſen der Eicheln durch Wild am mehrſten.— Das bloße Einhacken derſelben, wo die Eichel in den mit der Hacke aufgehobenen Boden gelegt und dieſer dann wieder angetreten wird, iſt weniger zu em⸗ pfehlen.— Im Allgemeinen ſcheint die Eiche beſſer mit an⸗ dern Holzgattungen vermiſcht zu gedeihen, als in reiner Saat. Hainbuchen, Ulmen und Eſchen ſind die paſſendſten Holzgat⸗ tungen zur Untermiſchung, die ſpäter als Durchforſtung heraus⸗ gehauen werden können, wenn man einen reinen Eichenbeſtand verlangt. Bey der Vollſaat auf gepflügtem Boden kann man dieſe Vermiſchung ſo vornehmen, daß man die, ſtarke Erdbede⸗ ckung verlangende Eichel mit ein Viertheil bis der Hälfte der gewöhnlichen Samenmenge unterpflügt, den Samen der Hain⸗ buche und Eſche bloß über das Kreuz eineggt, denjenigen der Ulme aber nur leicht übereggt. Bey der platzweiſen Saat macht man die für die Eicheln beſtimmten etwas größern und tiefer aufgelockerten Plätze, in welche 12— 16 Eicheln in jeden gelegt werden, in einer Entfernung von 7 bis 9 Fuß, und ſuaet da⸗ zwiſchen auf kleinere und flachere die anderen Holzſamen. Iſt der Boden nicht zu ſehr verraſet, ſo genügt es auch, ſie bloß mit einer eiſernen Harke dazwiſchen einzukratzen. b) Die Buchelſaat wird ſelten angewandt, um große Waldbloößen in Beſtand zu bringen, ſondern mehr, lückenhafte Beſamungen auszubeſſern und auf einzelne, geſchützte blanke Stellen. Die platzweiſe Saat iſt dazu die anwendbarſte. Die 4. Abſchn. Vom Anbau des Holzes durch die Saat. 113 114 Forſtwirthſchaft. (462) Plätze von der Größe eines Quadratfußes werden, nachdem bey verraſetem Boden der Raſen abgeſchält iſt, aufgehackt, 16 bis 20 Bucheln in jeden geſtreuet und 2 ½ bis 3 Zoll hoch mit Erde, die Plätze dann aber noch leicht mit Laub bedeckt.— Bey der Ausſaat der Bucheln in freyen, jedoch geſchützt gelegenen Pflanz⸗ kämpen verfährt man folgendermaßen: Der Saatkamp wird in 4— 5 Fuß breite Beete abgetheilt; auf dieſe werden die Bu⸗ cheln, die Reihen einen Fuß aus einander, in Reifen geſäet und drey Zoll hoch mit Erde bedeckt. Bey dem Aufgehen wer⸗ den die jungen Pflanzen ſo angehäufelt, daß die Samenlappen auf der lockeren Erde dicht aufliegen. Wenn dabey die Beete gleich nach der Ausſaat gut mit Laub bedeckt worden ſind, was immer unerläßlich bleibt, ſo ſind die Pflanzen in der Regel gegen die nachtheiligen Einwirkungen des Froſtes geſichert.— Wo es die Verbältniſſe durchaus wünſchenswerth machen, große, frey gelegene Blößen mit Bucheln anzuſäen, bleibt nichts übrig, als vorher das nothige Schutzholz anzubauen. Dieß geſchieht am beſten durch reihenweiſe Anſaat oder Anpflanzung von Fich⸗ ten oder Kiefern, zwiſchen denen dann die Ausſaat der Bucheln erfolgt, ſobald dieſelben hinreichenden Schutz gewähren, und welche erſt geſchneidelt und gelichtet und ſpäter ſo weit weg⸗ genommen werden müſſen, daß ſie die heranwachſenden Buchen⸗ pflanzen nicht unterdrücken können. Zur Vollſaat werden 150 Pfund Bucheln gerechnet. ) Hainbuchen ſame kann in gepflügtem Boden mit der Egge eine Erdbedeckung von Zoll in feſtem, z bis 3 Zoll hoch in lockerem Boden erhalten, wobey man 118 Pfund abgeflügel⸗ ten Samen auf den Morgen rechnet. Bey einem mit Laub, Moos oder ähnlicher nicht feſter Erdbedeckung reicht das kreuz⸗ weiſe Eineggen des abgeflügelten Samens hin. Die Plätzeſaat bat nichts Beſonderes. Beachtungswerth iſt, daß die jungen Hainbuchen in ungeſchützter Lage ebenfalls leicht erfrieren. d) Die Ahornſaat wird ganz der Hainbuchenſaat gleich behandelt, nur gewöhnlich im Frühjahre vorgenommen, damit die jungen Pflanzen nicht zu zeitig erſcheinen, und dann durch die ſpäten Nachtfröſte beſchädigt werden, da dieſe das größte Hinderniß ihrer Erziehung ſind. Gewöhnlich wird der Ahorn nur einzeln untergeſprengt gezogen, wozu die Plätzeſaat am ehreſten zu empfehlen iſt, wo dann dieſelbe auch noch im Früplabre mit Laub gedeckt wird.— Man rechnet 60 Pfund zur Vollſaat, bey dem Unterſprengen zwiſchen andere Hölzer richtet ſich dieß danach, in welcher Menge man den Ahorn zu erziehen wünſcht. Wo viel Roth⸗, Damm⸗ oder Rehwild ſteht, wird man dieſe Holzgattung ſelten anders, als durch Auspflan⸗ zung großer Stämme heraufbringen, da ſie das Verbeißen nicht erträgt. e) Die Ulmenſaat bedingt vor allem einen ſehr wun⸗ den Boden. Dieſe Holzgattung gedeiht in der Regel nur auf einem, ſehr zum Graswuchſe geneigten, und leidet doch auch ſehr unter der Ueberziehung mit Graſe. Wo man dieß nicht durch Ackerung zerſtören kann, iſt es am beſten, im Frühjahre, ſebald man ſieht, daß hinreichender Same gewonnen werden kann, nicht zu kleine Plätze ſo zu verwunden, daß mit dem Grasſilze die Wurzeln rein herausgenommen werden. Bey feuch⸗ „ Alſch tn Voden die jungen der Same bernengt, d unterworfen ſtilem Wette gewöhnlich; ſcheint in als in reine 0) die die Uime, Same, ftiſ das Gras die Eſche a dem Aufgeh Das heſte nicht zu kle gen kommt. nöthigenfall zu können, Auähflanzun reinen Veſte Man rechne Geſagte laß 9 di ſen zu käm welches die bedeckt, we den Froſt die Erle g wenn es f Nur ſolche das Waſer das Aufgehe hm nur zw wen kann, i Auftokerung es, das Gra dann auf de nälid, zu zufennde hwimmt,; Sollte das drohen, ſo den können beſſer noch ſat 18 Pf h) di das leichte liher leicht dicte Gras ne ausgeſtt ſiſemmen Han 4. Abſchn. Vom Anbau des Holzes durch die Saat. 115 463 tachdem bey tem Boden darf keine Auflockerung des Platzes erfolgen, 5 S)ſ ackt, 16 bis die jungen Pflanzen leicht durch den Froſt aufgezogen werden. c mit Erde, Der Same wird nur, am beſten mit den Händen, ſo mit Erde — Bey der vermengt, daß er gegen das Aufleſen durch Vögel, dem er ſehr enen pflanz⸗ unterworfen iſt, geſichert wird. Die Saat kann nur bey wind⸗ ꝛmmp wird in ſtillem Wetter vorgenommen werden. Zur Vollſaat rechnet man den die Bu⸗ gewöhnlich 25 Pfund für den Morgen. Auch dieſe Holzgattung teiſen geſaet ſcheint in Vermiſchung mit andern Hölzern beſſer zu gedeihen, ufgehen wer⸗ als in reinen Beſtänden.. Samenlappen 1) Die Eſchenſaat leidet eben ſo ſehr’/ vom Graſe, als deh die Jeete die Ulme, und iſt um ſo ſchwerer dagegen zu ſchützen, als der worden ſad, Same, friſch ausgeſäet, gewöhnlich ein Jahr über liegt, und in der Rägel⸗ das Gras auf dem friſchen und feuchten Boden, auf welchem geſichet.— die Eſche allein mit Erfolg gezogen werden kann, oft ſchon vor achen, große dem Aufgehen der Pflanzen wieder die Ueberhand gewonnen hat. nichtz übrig Das beſte Mittel dagegen iſt das Ausſtechen und Umgraben eß geſchiet nicht zu kleiner Plätze, ſo daß die untere Erde obenauf zu lie⸗ g von ſich⸗ gen kommt. In dieſe wird der Same reifenweis geſäet, um der Bucheln nöthigenfalls die ſich zeigenden Gräſer und Unkräuter ausjäten ahren, und zu können, wobey man ihm Zoll Erdbedeckung giebt. Die weit weg Auspflanzung iſt, da dieſe Holzgattung doch ſelten in großen en Buchen⸗ reinen Beſtänden gezogen wird, in der Regel vorzuziehen. werden 150 Man rechnet 50 Pfund auf den Morgen zur Vollſaat.— Das Geſagte läßt ſich auf die Saat der Linde anwenden.. den wit det 8) Die Erlenſaat hat vorzüglich mit zwey Hinderniſ⸗ z Zoll hoch ſen zu kämpfen: das im Frühjahre zu lange ſtehende Waſſer, daägedeh welches die im vorigen Sommer aufgegangenen Pflanzen noch n mit Laub bedeckt, wenn ſie ausſchlagen ſollen, und das Aufziehen durch ht das breli den Froſt in dem humoſen feuchten Boden, wo in der Regel di Jlaeſia die Erle gezogen wird. Gras wird ihr nur dann nachtheilig, 4 An et wenn es ſich filzartig über die jungen Pflanzen hinweglegr. Tar!u Nur ſolche Stellen können beſäet werden, auf welchen im May dera lch das Waſſer genugſam abgefallen iſt, um den jungen Pflanzen nſaa Ha das Aufgehen und Wachſen zu geſtatten. Sobald das Samen⸗ din durch korn nur zwiſchen den Grasſtücken und Wurzeln zur Erde kom⸗ g arößte men kann, iſt eine Wundmachung, noch viel weniger aber eine dat dhvrn Auflockerung des Bodens durchaus nicht anzurathen. Beſſer iſt der am es, das Gras im Herbſte dicht an der Erde abzumähen, und äßeſaat a dann auf den benarbten Boden ſo zeitig im Frühjahre, als h voch 8 möglich, zu ſäen, da dieß das einzige Mittel iſt, das Auffrie⸗ t 60 v reen der Pflanzen zu verhüten. Die vielen tauſend oft jäbrlich dere Hae aufgehenden Pflanzen auf naſſen Wieſen, wo Erlenſame an⸗ en Ahorn 3 ſchwimmt, zeigen genugſam das Richtige dieſer Verfahrungsart. thwidd ſteht Sollte das Gras ſpäter ſich filzartig über die Pflanzen zu legen ch Luspan drohen, ſo laſſe man es ſo hoch, daß ſie nicht beſchädigt wer⸗ ebeißen nich den können, mit der Sichel abſchneiden, wenn ſich die Leute, beſſer noch, nicht zum Rupfen entſchließen wollen. Zur Voll⸗ en ſeht 49 ſaat 18 Pfund. tegel zun u n) Die Birkenſaat bedingt ſehr wunden Boden, da det doch an das leichte Samenkorn ſelbſt auf dem Laube, Mooſe und ähn⸗ mn iß rich licher leichter Erdbedeckung liegen bleibt. Wo ſich keine feſte, in Frübiabre, dichte Grasbedeckung vorfindet, genügt jedoch, nachdem der Sa⸗ aanen werden me ausgeſtreuet iſt, das kreuzweiſe Eineggen oder Einharken mit daß mit dem eiſernen Harken. Geackertes Land darf nicht nochmals zur Saat Bei ſeuch⸗ Forſtwirthſchaft. (464) aufgepflügt werden, ſondern man beſäet es gleich nach der Erndte, und eggt den Samen ebenfalls ein. Wo der Boden dicht mit Graſe oder Kräutern bedeckt iſt, wird eine Wundmachung, je⸗ doch nicht Auflockerung, in Streifen oder Plätzen nöthig. Aus⸗ geſäet muß der Same im Herbſte oder Frühjahre bey windſtil⸗ lem Wetter werden, und erträgt eine Erdbedeckung von bis † Zoll in lockerem Boden, welche man ihm mit der Hand oder der Harke zu geben ſucht. Doch gedeiht die Saat auch ohne Bedeckung, da der Same bey ſeiner Kleinheit ſelten durch Thiere aufgeleſen oder beſchädigt wird. Wenn die Birke einmal auf⸗ gegangen iſt, wird ihr nur ein ſehr üppiger Graswuchs nach⸗ theilig. 36 Pfund reichen zur dichten Vollſaat hin. i) Kieferſaat. Bey der Ausdehnung, welche der Anbau der Kiefer durch die Saat hat, verdient dieſe eine beſondere Auf⸗ merkſamkeit.— Ueberall, wo der Boden kraftvoll genug iſt, um einige Getreideerndten zu bringen, das Flüchtigwerden deſſelben nicht zu fürchten iſt, das Wild und die Lage des Saarplatzes geſtattet, Getreide auf demſelben zu erbauen, iſt die der Kiefer⸗ ſagt vorausgehende Ackercultur das Empfehlenswertheſte. Man kann ſowohl Zapfen, als reinen Samen im Frühjahre nach der letzten Erndte ohne weitere Vorbereitung ausſäen, und dann den reinen oder ausgefallenen Samen eineggen laſſen. Den rei⸗ nen Samen kann man ſelbſt im Monat März und April ohne weiteres unter den, im vergangenen Herbſt dünn ausgeſäeten Winterroggen ſäen, wo ihn das wachſende Getreide wohlthätig beſchützen wird. 4—6 Pfund Samen oder eben ſo viel Schef⸗ fel Zapfen ſind, die vollkommene Güte des Samens vorausge⸗ ſetzt, zu einem ſo dichten Beſtande hinreichend, wie man ihn nur wünſchen kann und geſtatten darf. Mit 3 Pfund und eben ſo viel Scheffeln kann man ſogar ſehr gut auskommen.— Wo zwar der Getreidehau unanwendbar, jedoch der Pflug zu gebrau⸗ chen iſt, können bey verraſetem Boden Furchen 4 Fuß von ein⸗ ander entfernt gezogen werden.— Ein bloß mit Flechten und lockeren Mooſen bedeckter Boden wird hinreichend durch das kreuzweiſe Uebereggen verwundet, kann jedoch dann nur mit reinen Samen beſaͤet werden. Wo der Boden nicht mit dem Pfluge oder der Egge zu verwunden iſt, wird er mit der Hacke platz⸗oder ſtreifenweis entblößt. Ueberall ſind folgende Regeln beachtungswerth: Der Same erträgt überall in lockerem Boden eine Bedeckung von ꝛz¶ bis ⁵ Zoll Erde, auf Flugſand noch mehr, und je ſorgſaltiger die Unterbringung deſſelben iſt, deſto beſſer gelingt die Saat. Die Ausſaat des reinen Samens kann von Mitte März bis Mitte May geſchehen; die Zapfenſaat nimmt man gern erſt dann vor, wenn man ein raſches Sprin⸗ en der Zapfen vermuthen kann, damit dieſelben nicht lange halb geöffnet im Feuchten liegen bleiben. Den reinen Samen ſäet man bey windſtillem Wetter, um eine gleiche Vertheilung bewirken zu können.— Damit derjenige, welcher die Ausſaat vornimmt, dieſe nicht bloß erlangt, ſondern auch mit der be⸗ ſtimmten Quantität Samen auskommt, iſt es gut, ſo lange einzelne Morgen abzuſtecken und für dieſe die feſtgeſetzte Sa⸗ menmenge abzutheilen, bis der Säemann ſchon durch den me⸗ chaniſchen Griff eben ſo gut im Stande iſt, damit regelmäßig auszukommen, als man dieß von einem geübten Säemann bey „ Ilſch ir Ausſäct d forſter dieſe ſüſlen Leute laſen. Sh 1 üffnen, do der Wenden iinfallendem virkt dieß d zapfen wegse de Harke, b dene ſpenrige Bedeckung d Später, wo der übrige S holt.— Da der Same al der Gaat, ind dern auch der Auf ſehr der Sonne pr ſehr haäufig, n den, ſo ſicher deihen. Folge ſcht empfohle 4 bid 5 Fuß etwa fAZoll dann wieder daß der oh tief unausge die beſſere E 2 Jöll tiefes hoch ausffilt ſehlen. Hier und einen ſta⸗ ſt angedrick vs gärner di zn liegen ko ſcüßt ſad. I Auf ſäc Dindimg der Ausrechen ſeyn wid. heitig als n ter zwiche ungepflügt dieß ſehr d beſäet, ohr doch bald Same ohn, wilde Tau te den Sa bis die Pf anen Iwei dgſam ſch W. c der Erndte, den dicht mit nachung, je⸗ üthig. Aus⸗ be) windſtil⸗ ng von bis d Hand oder at auch ohne durd Thiere t einmal auf⸗ awochs nach⸗ n. ſche det Andan beſondere Aof⸗ genug iſt, um erden deſſelben 2s Saatplatzes die der Kiefer⸗ rtheſte. Man jahre nach der a, und dann en. Den rei⸗ nd Aoril ohne n ausgeſäeten de woͤlthätig ſo viel Schef⸗ dens dorausge⸗ „wie man ihn jfund und eben mmen.— Wo lug zu gebrau⸗ Fuß von ein⸗ Flechten und nd durch das ann nur mit icht mit dem wit der Hacke lgende Regeln cerem Bodet Flugſand noch eoen iſt, de 4. Abſchn. Vom Anbau des Holzes durch die Saat. 117 (465) der Ausſaat des Getreides verlangt. Eigentlich ſollte ſich d Förſter dieſe Fertigkeit ſelbſt erwerben; ſonſt iſt es gut, ſtets dieſelben Leute dazu zu verwenden, um ſie dieſelbe erhalten zu laſſen.— Sobald die Zapfen anfangen, ihre Schuppen ſo weit zu öffnen, daß der Same herausfallen kann, iſt das Kehren oder Wenden derſelben ſogleich vorzunehmen, damit nicht bey einfallendem Regenwetter derſelbe im Zapfen verdirbt. Man be⸗ wirkt dieß durch zuſammengebundene Zweige, welche über die Zapfen weggeſchleift werden(einen Schleppbuſch), oder durch ei⸗ ne Harke, oft auch nur durch beſenförmig zuſammengebun⸗ dene ſperrige Zweige, indem mit dieſem Kehren zugleich die Bedeckung des Samens mit Erde verbunden werden muß. Später, wo auch die untern Schuppen der Zapfen ſpringen und der übrige Same ausfällt, wird daſſelbe noch einmal wieder⸗ holt.— Das Uebertreiben des Saatplatzes mit Vieh, nachdem der Same ausgefallen iſt, wirkt vortheilhaft auf das Gedeihen der Saat, indem nicht bloß der lockere Boden feſtgetreten, ſon⸗ dern auch der Same mit Erde bedeckt wird. Auf ſehr dürrem Sandboden, welcher lange unbeſchützt und der Sonne preisgegeben gelegen hat, mißlingen die Kieferſaaten ſehr häufig, wenn ſie auf die hier angegebene Art gemacht wer⸗ den, ſo ſicher ſie dabey auch unter günſtigen Verhältniſſen ge⸗ deihen. Folgendes Verfahren kann in dieſem Falle mit Zuver⸗ ſicht empfohlen werden. Es werden in einer Entfernung von 4 bis 5 Fuß Löcher von der Breite eines gewöhnlichen Spatens etwa 12 Zoll tief, wie gewöhnliche Pflanzenlöcher aufgegraben und dann wieder mit dem herausgenommenen Sande ſo angefüllt, daß der obere untenhin kommt, dieſelben jedoch etwa 4 Zoll tief unausgefüllt bleiben. Sodann kratzt man um das Loch herum die beſſere Erde zuſammen und bereitet dem Samen ein etwa 2 Zoll tiefes Keimbett davon, indem man das Loch damit ſo hoch ausfüllt, daß nur noch 2 Zoll zur gänzlichen Ausfüllung fehlen. Hierauf werden 20 bis 30 Körner in dieß Loch gelegt und einen ſtarken Viertelzoll hoch mit Erde bedeckt, dieſe auch feſt angedrückt oder getreten. Vorzüglich hat man darauf Acht, daß Körner dicht an die gegen Mittag gerichtete Seite des Lochs zu liegen kommen, da ſie hier mehr gegen die Sonne ge⸗ ſchützt ſind.— Auf fluͤchtigen Sandſchollen muß vor allen Dingen durch Bindung derſelben die Saat gegen Ueberſchütten mit Sande oder Ausrechen geſchützt werden, wovon im Forſtſchutze die Rede ſeyn wird. Die Sandſcholle ſelbſt wird dann im Frühjahre, ſo zeitig als möglich, Fahre um Fahre, d. h. ſo, daß ein ungepflüg⸗ ter Zwiſchenraum von der Breite der Furchen ſtets ſtehen bleibt, umgepflügt, damit die Oberfläche derſelben uneben wird, da dieß ſehr dazu dient, ſie ſtehend zu machen. Sie wird dann bloß beſäet, ohne eingeeggt oder überrecht zu werden, da die Furchen doch bald wieder zulaufen und ſich ausgleichen, wodurch der Same ohnehin ſchon eine ziemlich hohe Bedeckung erhält.— Wo wilde Tauben, Finken und andere Vögel zu fürchten ſind, wel⸗ che den Samen ſehr aufleſen, muß der Saatplatz bewacht werden, bis die Pflanzen aufgehen. Bey der Plätzeſaat kann man jedoch einen Zweig über das Loch oder die Platte legen, welches ge⸗ nugſam ſchützt. 1 IV. 39 2 Forſtwirthſchaft. 4 Ähſ 118 doh 66 66) chtenſaat. Da die Fichte ſich mehr im Gebirge d umn nnn oder auf feuchtem Boden vorfindet, ſo iſt die Verbindung ihrer a fanz Anſaat mit der Ackercultur ſeltner anwendbar, als bey der Kiefer. wme n Sie wird vielmehr in der Regel mehr reifen⸗ oder platzweis ge⸗ team macht, indem bloß der Raſen rein abgeſchäalt und der Same Latede 3 dann auf dem feſten Boden untergekratzt wird. Die Dürre, der b ſutzligei Froſt durch Aufziehen der Pflanzen, und das Gras, ſind die ſime⸗ 1 d gewöhnlichen Hinderniſſe des Gelingens der Fichtenſaaten. Um Katüugat das Vertrocknen derſelben bey eintretender Dürre zu verhüten, V klappt man den abgeſchälten Raſenſilz gegen Mittag zu zuruck, NMManzen ma und ſäet den Samen ſo, daß er dadurch etwas Schatten erhält. aattung in p Auch benutzt man alle alten Baumſtämme, oder Stöcke und eeezt ſt, a Steine, um nnter ihrem Schutze an der Mitternachtſeite zu ſäen. ihren Höhen Noch wirkſamer dürfte es indeſſen ſeyn, die Fichte eben ſo in vertiefte Plätze zu ſäen, wie bey der Kiefer auf ſehr dürren Bo⸗ II T den angerathen wurde. Um das Aufziehen der jungen Pflanzen 1 durch Froſt zu verhüten, vermeidet man das Auflockern des Bo⸗ 9 dens. Das Gras wird der Fichte, wegen der ſehr flach laufen⸗ 4. A den Wurzeln derſelben, und weil ſie ſehr lange klein bleibt und dDi erſt deßhalb leicht ganz überzogen wird, ſehr nachtheilig. Man läßt das man uu. es deßhalb auf den jungen Fichtenſaaten aushüten, da, das inden jeder Rindvieh wenigſtens, den kleinen Pflanzen wenig nachtheilig Mua m wird, oder ausjäten und ausrupfen. Am Harze ſucht man die⸗ c ſen drey Uebeln, und, wie die Erfahrung zeigt, mit Erfolg, auf zel an Wlätt folgende Weiſe zu begegnen. Man ſchält auf einem Platze von undenuhdar 1 bis 2 Quadratfuß Größe den Raſen, in beſchriebener Art rein keine ſolchen ab, und ſtreut nun den Samen am mittäglichen Rande ſo dicht ſolche, wele in einem ſchmalen Streifen aus, daß die jungen Pflanzen ganz dazu wihlt, dicht und geſchloſſen, wie Kreſſe, aufgehn. Durch dieſen dichten vot allen Stand verhindern ſie das Eindringen des Graſes, und ſchützen Menge der ſich ſelbſt gegen Dürre und Froſt. Man bedarf dazu allerdings beſſein Bod mehr Samen, eiwa 12 bis 16 Pfund im milden, 16 bis 20 Pfund heachten, je im rauhen Clima, da man in der Ebene recht gut mit 10 bis 12 Pfd. ganz ſchlecht auskommt; allein die Erfahrung lehrt dort, daß einzeln ſtehende weil auf ein Pflanzen ſelten gedeihen.— Der Schutz der Fichtenſaaten ge⸗ ſchecht iſt, gen ſamenaufleſende Vögel iſt ebenfalls nöthig, da der Fichten⸗ wöhnlich fehl ſame nur 1 Zoll Erdbedeckung erträgt. bald man die 1) Weißtannenſaat. Die jungen Pflanzen ſind ſehr ſondern Pfa empfindlich gegen Froſt, und gedeihen in der Regel nur in ſehr derſelen ver geſchützter Lage, unter altem Holze oder zwiſchen horſtweis ſte⸗ der Erziehun hendem Geſträuch und jungem Nadelholze. Hier wird der Same man dadure Zoll hoch mit Erde bedeckt, und mit Laub oder Moos dünn Pflanzen be uͤberworfen, nachdem man den Boden platz⸗ oder ſtreifenweis daß man ſ verwundet hat. Auf größern Blößen, wo man den Pflug ge⸗ muß. Ma brauchen kann, wird der Same im Frübjahre auf das friſch ge⸗ Koſtenerſe pflügte Land zugleich mit Hafer ausgeſäet, damit ihn dieſer dern es ge — ſchützt, und die Oberfläche nach der Ausſaat feſt gewalzt. Man im Verhäl rechnet 40 Pfund zur Vollſaat auf den Morgen.. um dieſe u m) Die Lerchenſaat. Dieſe Holzgattung wird ſelten im jedoch die Großen auf freyen Plätzen gemacht, weil dazu der Same zu chwemmu theuer iſt, die jungen Pflanzen auch durch Gras und Wild ſehr durch Wil leicht verloren gehn; man erzieht die Lerche vielmehr gewöhnlich in den me in Pflanzkämpen und ſetzt ſie dann in das Freye. Hat man da⸗ bey Ausbe zu keine Gelegenheit, und wünſcht dennoch, dieſelbe anzubauen,“ maug ſi ſehr in Gebirge Labindung ihrer t bey der Kiefer. der plaßweis ge⸗ und der Same Die Düne, der Gras, ſind die hſtenſaaten. Um ete zu verhüten, Nittag zu zurukk, Schatten erhalt. oder Stöch und nachtſeite zu ſzen. Fichte eben ſo in ſehr dümen Vo⸗ jungen Pflanzen flockern des Vo⸗ ehr flach laufen⸗ klein bleibt und ilig. Man laͤßt lüten, da, das enig nachtheilig e ſucht man die⸗ wit Erfolg, auf ͤnem Plate von riebener Att rein n Nande ſo dicht en Pflanzen ganz rch dieſen dichten es, und ſchützen fdazu allerdings 16 bis 20 Pfünd nit 10 bis 12 fd. einzeln ſtehende ichtenſaaten ge⸗ da der Fichten⸗ anzen ſind ſehr agel nur in ſeht en horſtweis ſte⸗ wird der Same der Moos dünn oder ſtreifenwes in den Pflug ge⸗ auf das friſch ge⸗ damit ihn diser ſt gewalzt. Man dn. ng wird ſelten im 1 hat man da⸗ he.. jeſelbe anzubauen, 4. Abſchn. Anbau des Holzes durch Pflanzung. 119 467 ſo kann man ein bis zwey Pfund unter Fichten⸗ und 4 16h. men gleichmäßig vertheilen. Iſt der Same gut, ſo werden davon ſo viel Pflanzen aufgehn, daß man ſchon mit 40 bis 60 Jahren die letztern in der Durchforſtung aushauen, und einen reinen Lerchenbeſtand herſtellen kann. Da der Lerchenſame bey der Aus⸗ ſaat gleiche Behandlung erträgt, wie der Fichten⸗ und Kiefern⸗ ſame, ſo iſt dieß ſehr leicht ausführbar. In Pflanzgärten iſt vorzüglich darauf zu ſehn, daß die Samenbeete von Unkraut rein gehalten werden. Bey dem raſchen Wachsthume der jungen Pflanzen müſſen ſie ſchon zeitig verſetzt werden.— Dieſe Holz⸗ gattung in Freylagen, wo ſie dem Angriff der Winde ſehr aus⸗ geſetzt iſt, anzubauen, muß man widerrathen, indem ſie dabey ihren Höhenwachsthum ſehr verliert. II. Vom Anbau des Holzes durch Pflanzung. 1) Die Pflanzung mit Wurzeln. A. Allgemeine Regeln. Die erſte Bedingung des Gelingens der Holzpflanzung iſt: daß man vollkommen geſunde, dazu taugliche Pflanzen wählt, indem jeder krankhafte Zuſtand dabey immer mehr zunimmt. Pflanzen an denen ſich dürre Zweige, brandige oder krebsartige Stellen an der Rinde, ein unterdruückter Höhenwuchs oder Man⸗ gel an Blättern wahrnehmen laſſen, ſind als zur Verpflanzung unbenutzbar zu erklären. Außerdem iſt darauf zu ſehn, daß man keine ſolchen, welche in der Beſchattung geſtanden haben, nicht ſolche, welche in zu dichtem Schluſſe ſtehend aufgewachſen ſind, dazu wählt, vielmehr auf einen kräftigen ſtämmigen Wuchs, und vor allen auf eine vollkommne Ausbildung und hinreichende Menge der Wurzeln ſieht.— Die bekannte Regel: nicht vom beſſern Boden in ſchlechtern Boden zu verpflanzen, iſt zwar zu beachten, jedoch auch nicht ſo weit auszudehnen, daß man auf ganz ſchlechten Pflanzen erziehen will, oder von ihm wegnimmt, weil auf einem ſolchen die Wurzel⸗ und Stammbildung zu ſchlecht iſt, indem die nahen Saugwurzeln um den Stamm ge⸗ wöhnlich fehlen. In der Regel wird man am beſten thun, ſo⸗ bald man viel Pflanzen unausgeſetzt bedarf, dieſe lieber in be⸗ ſondern Pflanzkämpen zu erziehen. Die anſcheinende Koſtbarkeit derſelben verſchwindet gewöhnlich, ſobald man die Sicherheit der Erziehung guter Pflanzen und des Anbaues überhaupt, welche man dadurch erhält, in Rechnung bringt. Was die Größe der Pflanzen betrifft, ſo kann man die allgemeine Regel aufſtellen, daß man ſie ſo klein, als es ſich irgend zuläſſig zeigt, wählen muß. Man erreicht dadurch nicht bloß eine ſehr beträchtliche Koſtenerſparung gegen die Auspflanzung großer Stämme, ſon⸗ dern es gehen dieſe kleinern auch weit ſicherer an, da man ihnen im Verhältniß mehr Wurzeln laſſen, und ſie eher mit der Erde um dieſe und zwiſchen ihnen einſetzen kann. Nicht immer geſtatten jedoch die Verhältniſſe die Anwendung dieſer Regel. Ueber⸗ ſchwemmungen, üppiger Graswuchs, zu fürchtende Beſchädigung durch Wild oder Mäuſe, Mangel an ausreichender Schonzeit in den mit der Weide belaſteten Forſten, die Nothwendigkeit, bey Ausbeſſerung von Schonungen Pflanzen zu wählen, die groß genug ſind, um nicht mehr unterdrückt zu werden, dieſe und 30* 12⁰ Forſtwirthſchaft. (468) manche andere Rückſicht können dazu nöthigen, größere Stämme zu wählen. Die größten werden zur Bepflanzung ſolcher Wei⸗ dediſtrikte genommen, welche gar nicht eingeſchont werden kön⸗ nen. Es iſt die Größe übrigens auch nach den Holzgattungen verſchieden. Solche, welche ſchon früh mit der Pfahlwurzel tief in die Erde gehen, pflanzt man, wie z. B. Kiefer und Eiche, gern jung; andere, wie Hainbuche, Buche, Erle und Linde, welche viel Wurzeln noch im höhern Alter nahe am Stamme haben, laſſen ſich auch in dieſem noch mit Sicherheit verpflanzen. Bey der Verpflanzung ſelbſt kommen folgende Gegenſtände zur Beachtung. a) Das Ausheben. Es muß ſo geſchehen, daß die klei⸗ nen Saugwurzeln ſo viel als möglich erhalten werden. Bey dem Ausziehen oder Ausraufen kann dieß niemals Statt fin⸗ den; deßhalb ſind die Pflanzen ſtets mit dem Spaten ſo zu un⸗ terſtechen und empor zu heben, daß ſie, ohne Verletzung der kleinen Wurzeln am Stamme, herausgeſchüttelt werden können. Dabey iſt der Spaten in einer ſolchen Entfernung vom Stamme einzuſetzen, daß die Wurzeln noch hinreichende Länge behalten. Wo mit der Pfahlwurzel verpflanzt werden ſoll, wird zum Aus⸗ heben am zweckmäßigſten der Hohlſpaten oder Pflanzbohrer an⸗ gewandt, mit welchem die Pflanze ſo herausgebohrt werden kann, daß alle Erde um die Wurzeln befeſtigt bleibt. „b) Das Beſchneiden. Von den Wurzeln wird nur was für das Pflanzloch zu lang, und was beſchädigt iſt, mit einem ſcharfen Meſſer ſchraäg abgeſchnitten. Durch das Wegnehmen ei⸗ nes Theils der Wurzeln wird verurſacht, daß den Blaͤttern nicht mehr ſo viel rohe Stoffe zur Verarbeitung zugeführt werden, als ſie bedürfen, was auf ihr Leben und ihre Ausbildung nachtheilig wirken würde, und oft das Eingehen der Pflanze verurſachen kann. Deßhalb ſchneidet man von den untern Aeſten ſo viel Zweige weg, als nöthig iſt, um ein richtiges Verhältniß herzu⸗ ellen. Bey wenig Wurzeln läßt man bloß den Gipfel ſtehen, bey mehr auch noch drey bis vier Seitenäſte. Sehr lange, ſchlank aufgeſchoſſene Stämme ſtutzt man auch, durch Wegnahme des Wipfels, auf die Höhe von 3 bis 5 Fuß ganz ein, damit ſie ſich nicht umbiegen, oder durch den Wind losgerüttelt und im Anwachſen verhindert werden. Sobald die Pflanzung in Schluß kommt, ſtellt ſich der Wipfel doch wieder her, und es erwach⸗ ſen die ſchlankſten, längſten und aſtreichſten Stämme aus dieſen eingeſtutzten Bäumen. Alles das Geſagte iſt jedoch nur auf das Laubholz anwendbar, indem man das Nadelholz, vorzüg⸗ lich wenn man es jung verpflanzt, an den Zweigen gar nicht beſchneidet, da die Nadeln viel mehr Nahrungstheile aus der Luft aufnehmen, als die Blätter. c) Das Transportiren und Aufbewahren. Die größte Sorgfalt iſt darauf zu verwenden, daß die Wurzeln der ausgehobenen Pflanzen nicht an der Luft vertrocknen. Sie ſind daher bey der Aufbewahrung in feuchte Erde zu legen, ſo daß nirgends ein leerer Raum iſt, bey dem Transport mit feuchtem Moos, Laub oder Stroh zu bedecken. d) Die Entfernung der Pflanzen von einander. Hierüber entſcheiden a) die Größe der Pflanzen, b) die Betriebs⸗ art, 0) das Verlangen, den Schluß des Waldes früher oder 4 Aſ züüt hergeſte heſto weniger güſten nicht den nicht zu weht der Veſe dicteſte Pflan läßt, kann w drey Fuß anſe die gewohnlie ung, d. b. fabi 14 Fu Zu b. Nede dichter, je it Holzgattung fernung der! ten u. ſ. w., 15 Fuß von? Bloßliegen ſel um ihn zu ſch eine Kuddecke wenn ſie klein wenigſtens ſch vertreitung h. ebenfalls nich man die zw. kann, iſt die nicht der Fal zuſeten, glei mehren, wer denn man h einander entf auf den prer zu pflanzen! einer? und man ka zen, und m e) Von einzuſetze bey welcher der ſehen, rüßere Stüntte nz ſolcher Wei⸗ t werden kön⸗ Holzgattungen hfahlwurzel tief ſefer und Eiche, a Linde, welche Stamme haben, pflanzen. de Gegenſtände n, daß die klei⸗ werden. Vey nals Statt fin⸗ paten ſo zu un⸗ Verletzung der werden können, vom Stamme Länge behalten. wird zum Aus⸗ flanzbohrer an⸗ t werden kann, a wird nur was iſt, wit einem Waznehmen ei⸗ en Blattern nicht ührt werden, als ldung nachtheilig kanze verurſachen r Jeſten ſo viel zerhaltniß herzu⸗ n Gipfel ſteben, . Sehr lange, urch Wegnahme ein, damit ſie erüttelt und im zung in Schluß und es erwach⸗ imme aus dieſen och nut auf dad holz dotzl⸗ weigen gar nüht aostheile ohe der nande p) die Bettitbs⸗ 8— addes ftä 4. Abſchn. Anbau des Holzes durch Pflanzung. 121 469 ſpäter hergeſtellt zu ſehen. Zu a. Je kleiner die Pflanzen ſind, deſto weniger nimmt man Anſtand, dicht zu pflanzen, weil die Koſten nicht ſo beträchtlich ſind, als bey großen, damit der Bo⸗ den nicht zu lange ungedeckt bleibt, weil die kleinen Pflanzen mehr der Beſchädigung ausgeſetzt ſind, als die großen. Als die dichteſte Pflanzung, die ſich indeſſen ſelten ſo dicht rechtfertigen läßt, kann man bey ganz kleinen Pflanzen eine Entfernung von drey Fuß anſehn; bey 2 bis 3 Fuß hohen iſt die von 4 bis 5 Fuß die gewöhnliche; bey ſtärkern 6 Fuß, und bey der Heiſterpflan⸗ jung⸗ d. b. bey Stämmen von 1 ½⅞ bis 2 Zoll Stärke, 6 bis 8, elbſt 12 Fuß, um geſchloſſene Hochwaldbeſtände zu erziehen. Zu b. Niederwald wird am dichteſten gepflanzt, und zwar deſto dichter, je kürzer ſein Umtrieb iſt, und je geſchloſſener ſich die Holzgattung halt, ſo daß z. B. Weidenheger in zweyfüßiger Ent⸗ fernung der Pflanzlöcher angebaut werden. Kopfholz auf Trif⸗ ten u. ſ. w., wo die Weide erhalten werden ſoll, kommt 12 bis 25 Fuß von einander entfernt. Zu c. Sandſchollen, unter dem Bloßliegen ſehr leidender Boden, müſſen dicht bepflanzt werden, um ihn zu ſchüten.— Holzgattungen, die wie die Buche bald eine Laubdecke und Schutz von oben verlangen, pflanzt man, wenn ſie klein ſind, ſo, daß ſie ſich mit dem 15. bis 20. Jahre wenigſtens ſchließen; Eichen, welche ſo große Neigung zur Aſt⸗ verbreitung haben, und die einſt Nutzholz geben ſollen, dürfen ebenfalls nicht zu weit von einander entfernt werden.— Wo man die Zwiſchennutzungen an ſchwachem Holze hoch verſilbern kann, iſt die dichte Pflanzung eber zu rechtfertigen, als wo dieß nicht der Fall iſt. Man muß nie vergeſſen, daß jede Pflanze ein⸗ zuſetzen, gleich viel koſtet, und daß die Koſten ſich ungeheuer ver⸗ mehren, wenn man dichter pflanzt, als es durchaus nöthig iſt; denn man bedarf, wenn dee Pflanzen überall gleich weit von einander entfernt ſtehen, bey einer Entfernung von 3 Fuß 3327 Stück 4— 1871— 5— 1197— 6— 831— 7— 610— 8— 467— 9— 369— 10— 299— 12— 207— 14— 152— 16— 116— auf den preuß. Morgen, und wenn ein Schock 2 Sgr. 6 Pf, zu pflanzen koſtet, ſo beträgt der Aufwand etwa von einer afüßigen Pflanzung 4 Thlr. 15 Sgr. 6 Pf. 2—— 2——— 5—— 1— 20—— 6——— 5—— und man kann daher vier Morgen in 6füßiger Entfernung pflan⸗ zen, und nur erſt für daſſelbe Geld Einen bey dreyfüßiger. e) Von der Ordnung, in welcher die Pflanzen einzuſetzen ſind. Man hat diejenige für die beſte gehalten, bey welcher die Pflanzen überall gleich weit entfernt von einan⸗ der ſtehen, und deßhalb iſt die Pflanzung im Dreyeck die ge⸗ Forſtwirthſchaft. (470) wöhnliche. Der Vortheil davon beruht mehr auf der Einbil⸗ dung, als er in der Wirklichkeit begründet iſt, da der Stamm ſich ſo wenig mit ſeinen Aeſten, als Wurzeln ſtets kreisförmig aus⸗ breitet, was dieſe Pflanzung vorausſetzt, ſondern ſich beliebig nach den Seiten hin ausdehnen kann, wo er Raum, Luft und Licht hat. Die Erfahrung hat auch gelehrt, daß die in Reihen ſtehenden Stämme, z. B. in Alleen, durchaus nicht gegen die im Dreyeck oder Fünfeck eingeſetzten im Wuchſe zurück bleiben. Da nun die Reihenpflanzung den Vortheil der bequemern Ab⸗ ſteckung, der leichtern und richtigern Benutzung der Durchfor⸗ ſtung und des Graſes darbietet, ſo iſt ſie auch wohl allen übri⸗ gen vorzuziehen, wo nicht etwa an Wegen eine ganz beſon⸗ dere Regelmäßigkeit verlangt wird. Man ſpannt dazu eine lange Pflanzleine aus, ſo daß die Reihen die verlangte Entfernung von einander erhalten, und bezeichnet die Stelle, wo eine Pflanze eingeſetzt werden ſoll, durch ein Pfählchen oder einen Hacken⸗ ſchlag, indem man mit einem Stocke von der Länge der be⸗ ſtimmten Entfernung an der Leine herunter mißt. Eine ſolche Bezeichnung der Pflanzlöcher iſt weniger noch um der Regelmä⸗ ßigkeit willen wünſchenswerth, als zur Erſparung der Koſten, da die Arbeit viel raſcher von Statten geht, wenn die Arbeiter gleich fmmer die Stelle wiſſen, wohin eine Pflanze geſetzt wer⸗ en ſoll. f) Das Einſetzen der Pflanzen. Hierbey iſt vorzüg⸗ lich zu beachten: a) daß alle Wurzeln in ihre natürliche Lage, die ſie früher hatten, kommen; b) daß ſie überall dicht mit fri⸗ ſcher Erde umgeben werden; c) daß es die beſte fruchtbarſte Erde iſt, welche ſie umgiebt; d) daß die Wußzeln ſich etwas ausdehnen können, wenn ſie anfangen zu wachſen, und weder unten, noch an den Seiten gleich auf zu feſten Boden ſtoßen; e) daß ſie einige Zoll tiefer eingeſetzt werden, als ſie früher ſtan⸗ den; f) daß ſehr ſtarke Stämme mit jeder Seite wieder gegen dieſelbe Himmelsgegend gerichtet werden, als früher. Um dieſe Bedingungen zu erfüllen, muß das Pflanzloch in hinreichender Tiefe und Weite ausgeſtochen werden, ſo daß nicht bloß die Wurzeln, welche man dem Stamme läßt, darin Raum haben, ſondern ſich auch genugſam ausdehnen können. Es hängt dieß von der Größe der Pflanzen ab; denn für zweyjährige iſt oft ein Pflanzloch von 6 Zoll Quadrat 8 Zoll tief groß genug; für ſtarke Stämme muß wohl ein Keſſel von zwey Fuß Weite und eben ſo tief ausgegraben werden. Den Untergrund im Pflanzlo⸗ che lockert man immer etwas mit dem Spaten auf. Schon bey dem Aufgraben der Löcher ſondert man die Erde, ſo wie man ſie bey dem Pflanzen verwenden will, in drey Theile, indem man dichten Raſenfilz, die obere beſſere Dammerde und die untere ſchlechte beſonders legt. Wo kein dichter Raſen iſt, werden nur letztere beiden geſondert. Der Raſen kommt entweder unten in kleine Theile zerſtochen als Düngung in den Grund, oder wird in der Mitte durchgeſtochen obenauf um die Pflanze gelegt, wo man zu fürchten hat, daß dieſelbe durch den Froſt aufgezogen, oder durch das Waſſer umgeſchwemmt, oder auch durch den Wind zu ſehr losgerüttelt werden könnte. Die Dammerde kommt zunächſt um die Wurzeln, die untere ſchlechtere dient zur obern Ausfül⸗ lung des Pflanzloches.— Bey dem Einſetzen wird zuerſt alle * 4 Abſch Ade ſo ſehr 1 te Klümpe ode raume verurſac ſchen ſchweben das Loch geh im beſten wit welcher die h ſchenräume a Pflanzloch ge feſtgetteten d vortrefflicher Paſſer, ind kommt, ſor um die Wu ben bewirker Pflanzungen lich, zu ke wieder: 4 loſeſte, bey leider tritt d falt dabey ſt wohlfeilſte) den ewigen de Sotgfalt fonge leher unnüh. Unter tig die be ſcch befind Planzen. welche die weit weni die Ballen nicht, und har. Imme bobrer, ſehr Ende an den 8) Von holz inmn m des wfanze Das üönae Mitte Mal gewöhnlich man für Erfabrung Boden, ben kann Spatherbe ſchadigun, pflanzung zung nich zegen kan 4. Abſchn. Anbau des Holzes durch Pflanzung. 123 —(471) 3 der Einbit⸗ Erde ſo ſehr als möglich klar geſtochen oder gerieben, damit kei⸗ en Stamm ſich ne Klümpe oder Klöße bleiben, welche nur machtheilige Zwiſchen⸗ reisförnig aus⸗ räume verurſachen. Sodann wird die Pflanze von einem Men⸗ m ſich beliebig ſchen ſchwebend, etwas tiefer, als ſie zu ſtehen kommen ſoll, in aum, Luft und das Loch gehalten, waͤhrend der andere ſorgfältig die Wurzeln, die in Reihen am beſten mit den Händen, mit Erde einfüttert, wobey derjenige, nicht gegen die welcher die Pflanze hält, ſie hin und wieder rüttelt, um die Zwi⸗ zurück bleiben, ſchenräume an den Wuͤrzeln bemerklich zu machen. Wenn das beguemern Ab⸗ Pflanzloch ganz mit Erde angefüllt iſt, wird die Pflanze mäßig der Durchfor⸗ feſtgetreten und gerade gerichtet, im Fall ſie ſchief ſtände. Von wohl allen übti⸗ vortrefflicher Wirkung iſt das Anſchlämmen oder Angießen mit ine ganz beſon: Waſſer, indem dadurch nicht bloß die Pflanze feucht zu ſtehen dazu eine lange kommt, ſondern auch ſich der breiartige Schlamm viel dichter ngte Entfernung um die Wurzeln legt, als die ſorgfältigſte Einfütterung derſel⸗ wo eine pflanze ben bewirken kann. Nur iſt dieß ſelten anwendbar bey großen r einen Hacken⸗ Pflanzungen.— Wem dieſe Art der Einpflanzung zu umſtänd⸗ Lange der be⸗ lich, zu kleinlich oder pedantiſch erſcheint, dem kann man er⸗ t. Eine ſolche wiedern: Jede Art derſelben iſt gut und genügend, auch die ſorg⸗ der Regelmä⸗ loſeſte, bey der die Pflanzung gedeihet; iſt dieß aber nicht, und ung der Koſten, leider tritt dieſer Fall nur zu häufig ein, ſo muß man die Sorg⸗ onn die Arbeiter falt dabey ſteigern, bis die Pflanzen angehen und wachſen. Die anze geſezt wer⸗ wohlfeilſte Pflanzung iſt oft die ſchlechteſte und am Ende bey den ewigen Nachbeſſerungen die theuerſte. Wer nicht die nöthi⸗ ge Sorgfalt anwenden will, um die Pflanzen fortzubringen, der eöbey iſt vorzüg⸗ mbruch. fange lieber nicht erſt damit an und verſchleudere das Geld nicht all dicht wit fi:⸗: unnütz..— beſte fruchtbarte Unter allen Pflanzmethoden iſt die Ballenpflanzung unſtrei⸗ rzeln ſich etwas tig die beſte. Man verſteht darunter, daß die um die Wurzeln gſen, und weder ſich befindende Erde zugleich mit ausgeſtochen wird und die n Boden ſtoßen; Pflanzen mit derſelben eingeſetzt werden. Die großen Vortheile, g ſie frͤher ſtan⸗ welche dieß gewahrt, indem dabey die Pflanze in ihrem Leben te wieder genn weit weniger geſtört wird, bedürfen keines Nachweiſes. Nur iſt üher, Un dieſe die Ballenpflanzung ſbey weitem Transport der Pflanzen gar in hinreichender nicht, und ſelbſt bey nahem nur mit kleinen Pflanzen ausführ⸗ nicht bloß die bar. Immer bleibt ſie aber, und deßhalb vorzüglich der Pflanz⸗ Naum haben, bohrer) ſehr empfehlenswerth, ſelbſt auch, wenn man nur etwas Es häͤngt dieß Erde an den Wurzeln laſſen kann. gſährige iſt oft„ Von der Jahreszeit zum Pflanzen. Das Laub⸗ roß genug; für holz kann man vom Abfallen bis zum Wiederausbruche des Lau⸗ zu⸗ Weite und bes pflanzen, und auch die Lerche pflanzt man in dieſer Zeit. nd in Yanzle⸗ Das übrige Nadelholz pflanzt man nur nicht in der Zeit von auf Schon ben Mitte May bis Mitte Auguſt, vorzüglich wegen der dann ſr wie man ſe gewöhnlichen Dürre, wenigſtens ungern, da es ſich ſonſt zu zul undem um jeder Jahreszeit verpflanzen laßt.— Auf trocknem Boden hat lt die untere man für das Laubholz die Herbſtpflanzung empfohlen, weil un den kür 5 ſich die Feuchtigkeit beſſer in den Pflanzloöchern halten ſoll. Die iſt we mln Erfahrung lebrt aber, daß die Frühjahrspflanzung— in trocknen atweder un 5 Boden, die ſehr frühe— vorzuziehen iſt. Als Vorzüge derſel⸗ Frund, es ne ben kann man anführen: a) daß die Tage länger ſind, als im Runz gelen Spätherbſt, und mehr verrichtet werden kann; b) nicht die Be⸗ Froſt auſhed ſchädigung durch Froſt zu fürchten iſt, welche bey der Herbſt⸗ durchden pflanzung häufig eintritt; e) Haſen und anderes Wild die Pflan⸗ de kommt usſäl zung nicht gleich nach dem Einſetzen ſo ſehr beſchädigen. Da⸗ zut oöbern gegen kann in Brüchern und an ſehr naſſen Orten nur im Herb⸗ dn wid zuerſt all 124 — Forſtwirthſchaft. (472) ſte gepflanzt werden, weil dieſe im Frühjahre gewöhnlich unzu⸗ gänglich ſind. ) Von Befeſtigung der Stämme. Das Anbinden an Pfähle iſt in der großen Forſtwirthſchaft zu koſtbar, und nur etwa bey Alleebäumen und Anpflanzungen auf Triften und Angern zu empfehlen. Selbſt größere Stämme, welche auf die oben empfohlne Art eingeſtutzt ſind, bedürfen auch keine beſon⸗ dere Stütze. Will man jedoch ihnen dieſelbe geben und die Pflanzen nicht einſtutzen, ſo reicht da, wo nicht ein Umbiegen derſelben durch Rindvieh zu fürchten iſt, das Bezügeln hin, in⸗ dem man einen Raſen⸗ oder Erdhügel von 2 bis 3 Fuß Durch⸗ meſſer und eben ſo viel Höhe um den Stamm anhaufelt, wo⸗ durch das Losbiegen deſſelben in der Erde verhindert wird. B. Von den Pflanzkämpen. Wo man nicht ſehr gute Pflanzen aus freyem Anfluge, oder Ausſchlage, oder Saaten nehmen kann, iſt es rathſam dieſe in beſondern Pflanzkämpen zu erziehen. Man kann dort mit we⸗ nig Samen viel gute Pflanzen erhalten, da man im Stande iſt, ſte daſelbſt vollkommen zu ſchützen, zu pflegen und viel Hülfs⸗ mittel anzuwenden, um ihr Gedeihen zu ſichern, die im Freyen unanwendbar ſind, auch durch mehrmaliges Verſetzen Skämme von beträchtlicher Größe erziehen, welche ſich noch mit Sicher⸗ heit verſetzen laſſen, weil ſie viel kleine Wurzeln nahe um den Stamm herum haben. a) Bey der Auswahl eines paſſenden Platzes zu einem Pflanzkampe müſſen folgende Rückſichten beachtet werden. 1) Der Soden. Er muß wo möglich bequem zu bearbeiten ſeyn, um nicht zu viel Koſten zu verurſachen. Der zur Ausſäung des Samens beſtimmte Platz(Saatplatz) muß bhinreichend friſch und fruchtbar ſeyn, um das Aufgehen des Samens, guten Wuchs der jungen Pflanzen zu verſprechen. Der eigentliche Pflanzkamp, wohin die Pflanzen von den Saatbeeten verſetzt werden, ſoll wo möglich dieſelbe Bodenbeſchaffenheit haben, als die daraus zu bepflanzenden Orte. Ungern waͤhlt man Stellen, wo man ſchwer zu vertilgende wuchernde Gräſer und Unkräuter zu fürchten hat. 2) Die Lage muß ſo ſeyn, daß Beſchädigungen durch Froſt, Robreif, Wild, zahme Thiere oder Entwendungen nicht zu fürch⸗ ten ſind. Die Nähe an der Wohnung deſſen, welcher zu ſeiner Aufſicht und Pflege beſtimmt iſt, iſt ſehr wünſchenswerth, ſo wie dann auch ein weiter Transport nach den Orten, welche dar⸗ aus bepflanzt werden ſollen, möglichſt vermieden werden muß. Waſſer, zum Angießen der Pflanzen bey eintretender Dürre und dem Verpflanzen, muß im Kampe ſelbſt oder deſſen Nähe zu finden ſeyn. b) Von der Befriedigung. Sie hängt von der Ge⸗ fahr der Beſchädigung und der Dauer, welche man davon ver⸗ langt, ab. Oft genügt eine lebendige Hecke von Dornen oder Hainbuchen, auf den Auswurf eines um den Pflanzkamp gezoge⸗ nen Grabens gepflanzt; oft muß ein dichter Ruthen⸗ oder Planken⸗ zaun denſelben gegen Beſchädigung durch Wild und Vieh ſichern, je nachdem das Material zum einen oder andern leichter und wohlfeiler zu haben iſt. „äüſth. Ands Dearbtitung , aui ene Deſe 5 palt und Gras n kc, den dden 3 din vorausgehende miichten, ht d Wen durch de du dorch den Rn dn varder ſhen, d Einthei Saattary und R han ode Rena, niß dei Große b damal derſett n dhig machen, zan ſchule gern inr. heete beauem de Pihrnzbetten gle der Same witd dait ausgeſcätt, Paen: und U Plonzen wend 6) Veit de Wfanzen werden, ſo m Pfanzen, w müſſen ſorgi Same des G dem die au berſezt man ſten oder zu Auspflanzen ander eingeſe geit ſtehen ſ Tſlanzſtamme eziehen, ſo ausſtreichenden wurzel ab, oh nach dieſer O ter vom Froſt thunlich iſ, eingeſezten S weiden laßt, nächſten dure Geſchieht es unterſten W gehenden a doch muß m zen zu erzie zen, welche gel gar nich frehe verpff undem man Wachſen dis ewühnlich unzt⸗ Das Anbinden toſtbar, und uf Tiiften und welche auf die ich keine beſon⸗ zeben und die ein Unbiegen zägeln hin, in⸗ 3 Fuß Durch⸗ anhaͤufelt, wo⸗ dert wind. Anfluge, oder thſam dieſe in dort mit we⸗ in Stande iſt, ad viel Hülfs⸗ die im Freyen etzen Stäͤmme h wit Sicher⸗ nahe um den tzes zu eigem erden. 1) Der iten ſeyn, um Ausſäung des hend friſch und guten Wuchs thhe Pflanzkamp, verden, ſoll wo die daraus zu wo man ſchwer u fürchten hat. en durch Froſt, nicht zu fürch⸗ elcher zu ſeiner ſchenswerth, ſo ten, welche dar⸗ en werden muß⸗ ender Dürre und deſſen Nähe zu nngt von der Ge⸗ man davon ber⸗ von Dornen hder Fanzkamy gezohe⸗ ſanzn Pnfen. hen⸗oder Mlante und Vieh ſichen, dem leichte und 4. Abſchn. Anbau des Holzes durch Pflanzung. 125 (473 —) Bearbeitung des Bodens. Das Umgraben wn. ben, auf eine Tiefe von 12— 18 Zoll, iſt nöthig, um das Un⸗ kraut und Gras zu vertilgen, die gute Erde an die Wurzeln zu bringen, den Boden geyugſam aufzulockern. Die ein oder zwey Jahre vorausgehende Benutzung deſſelben zu Kartofſeln, oder Gar⸗ tenfrüchten, laßt dieß am beſten ohne Koſten erreichen. Wo der Boden durch dieſe Bearbeitung zu locker werden, austrocknen oder durch den Froſt aufgezogen würde, läßt man ihn ſich wie⸗ der vorher ſetzen, ehe man ihn beſäet.. d) Eintheilung. Die Baumſchule wird eingetheilt in Saatkamp und Pflanzkamp. Je nachdem man die Pflanzen grö⸗ ßer oder kleiner, nur ein⸗ oder zweymal verſetzt, iſt das Verhält⸗ niß der Größe beider verſchieden. Kleine Pflanzen, welche nur einmal verſetzt werden, können X der Fläche zum Saatplatze nö⸗ thig machen, zärtere nur ¾ bis ½.. Man theilt die ganze Baum⸗ ſchule gern in regelmäßige, nicht zu breite Beete, um die Saat⸗ beete bequem von Unkraut überſehen zu können, um auf den Pflanzbeeten gleich die Zahl der vorhandenen Stämme zu wiſſen. Der Same wird auch um der beſſern Reinigung willen gern reihen⸗ weis ausgeſäet, und nur die ganz kleinen Saͤmereyen, wie z. B. Birken⸗ und Ulmenſamen, machen davon eine Ausnahme. Die Pflanzen werden jedesmal reihenweis geſetzt. e) Weitere Behandlung der Baumſchule. Da die Pflanzen beſtimmt ſind, bey zunehmender Größe verſetzt zu werden, ſo macht man die Ausſaat etwas ſtärker, als im Freyen. Pflanzen, welche unter dem Unkraute und Graswuchſe leiden, müſſen ſorgfältig rein gehalten und noch vor Johanni, ehe der Same des Graſes reift, durchhackt oder gejätet werden. Je nach⸗ dem die aufgegangenen Pflanzen dicht oder weitläuftig ſtehen, verſetzt man ſie früber oder ſpäter. Es kann dieß ſchon im er⸗ ſten oder zweyten Jahre ihres Alters geſchehen. Auch bey dem Auspflanzen in Reihen werden ſie näher oder entfernter von ein⸗ ander eingeſetzt, je nachdem ſie in denſelben längere oder kürzere Zeit ſtehen ſollen. Will man ſich das mehrmalige Verſetzen der Pflanzſtämme erſparen, und dennoch ſolche mit guten Wurzeln erziehen, ſo ſticht man mit einem ſcharfen Spaten die zu weit ausſtreichenden Seitenwurzeln und ſelbſt die zu tief gehende Pfahl⸗ wurzel ab, ohne die Pflanze ſelbſt auszuheben, und tritt ſie nur nach dieſer Operation wieder an. Wo kleine Pflanzen im Win⸗ ter vom Froſte aufgezogen werden, muß man ſie, ſo zeitig es thunlich iſt, wieder antreten. Das Gießen der Saatbeete und eingeſetzten Stämme muß vermieden werden, ſo lange es ſich ver⸗ meiden läßt, da man, wenn einmal damit begonnen iſt, bis zum nächſten durchdringenden Regen nicht wieder damit aufhören darf. Geſchieht es einmal, ſo muß man durchgießen, ſo daß auch die unterſten Wurzeln befeuchtet werden. Die zu ſehr in die Aeſte gehenden Laubholzpflanzen werden zwar etwas ausgeſchnitten; doch muß man immer dahin ſehen, ſtämmig gewachſene Pflan⸗ zen zu erziehen, da dieſe am beſten gedeihen.— Nadelholzpflan⸗ zen, welche man gewöhnlich klein verpflanzt, werden in der Re⸗ gel gar nicht verſetzt, ſondern gleich von den Saatbeeten in das Freye verpflanzt, was man bey der Ausſaat zu beachten hat, indem man nicht dicker ſäen darf, als ſo, daß ſie Raum zum Wachſen bis zur Vevpflanzung haben. 6 74 Forſtwirthſchaft. Ungern benutzt man einen Pflanzkamp zu lange als ſolchen, indem Boden, welcher nicht ſehr fruchtbar iſt, zu ſehr dadurch erſchöpft wird. Man läßt vielmehr nach 10— 20 Jahren ſo viel Stämme darin ſtehen, als nöthig ſind, um ihn mit Holz in Be⸗ ſtand zu bringen, und waͤhlt wieder eine andere Stelle zu einem neuen aus. C. Von der Pflanzung der verſchiedenen Holzgattungen. 1) Eichen. Nur junge, 2 bis sjährige Pflanzen kann man ſo pflanzen, daß ſie ſo viel von der Pfahlwurzel behalten, daß ſich dieſe vollkommen wieder erſetzt. Dieß ſcheint aber zum voll⸗ kommnen Wuchſe der Eiche Bedingung. Auch vermehren ſich die Koſten der Pflanzung unverhältnißmäßig, je älter man die Pflanzen nimmt. Die Pflanzung ſolcher jungen Eichen mit dem Hohlſpaten iſt die zweckmäßigſte; ſobald man nicht zu fürchten hat, daß die Eiche von andern ſie überwachſenden Hölzern ver⸗ dämmt wird. Die Auflockerung des Untergrundes iſt bey dieſer Holzgattung, die von Natur tief ſtreichende Wurzeln hat, vor⸗ züglich wichtig. Im Allgemeinen dürfte, bey großen reinen Ei⸗ chenanlagen, die Saat der Pflanzung vorzuziehen ſeyn, da ſie weniger Koſten macht, und beynahe immer ſicher gedeihet. ) Buchen. Soll dieſe Holzgattung jung verpflanzt wer⸗ den, muß ſie ſehr früh frey geſtanden haben; aus der Beſchat⸗ tung kann ſie nie mit Erfolg in das Freye verpflanzt werden. Wo daher die Pflanzkämpe fehlen und aus natürlichem Aufſchla⸗ e gepflanzt werden ſoll, gerathen in der Regel die Pflanzungen Karker Stämme— bis zur Stärke eines Büchſenlaufes— am beſten, da dieſe ſchon an freyen Stand gewöhnt ſind, und doch auch noch gute Wurzeln um den Stamm haben. Nur domini⸗ rende, nicht zu ſehr im Schluſſe ſtehende Stämme ſind dazu zu wählen, und dieſen iſt möglichſt viel Erde zwiſchen den Wur⸗ zeln zu laſſen. Auf Blößen ſetzt man dieſe dann wohl 10 bis 15 Fuß aus einander. Dieß gilt auch von den im Schluß und Schatten erwachſenen Hainbuchen.— 3) Der gemeine und Spitzahorn, die man in der Regel allein pflanzt, haben in der Jugend einen ſehr raſchen Wuchs, und oft erlangen ſchon 3— 5jäͤhrige Stämme eine Höhe, daß man den Gipfel als dem Viehe und Wilde entwachſen an⸗ ſehen kann. Sobald dieß iſt, pflanzt man ſie gewöhnlich aus den Pflanzkämpen in das Freye.— Da ſie dann noch eine geringe Blattkrone haben, und deßbalb dem Winde wenig aus⸗ geſetzt ſind, bedürfen ſie keine Befeſtigung, wohl aber da, wo viel Hirſche und Rehböcke ſind, eine Beſchützung von Dornen, um zu verhüten, daß dieſelben ſie nicht durch das Abreiben der am Gehörne im Frühjahre befindlichen rauhen Haut beſchädigen. Hinſichts der Ulmen⸗ und Eſchenpflanzung iſt nichts beſon⸗ ders zu bemerken. 4) Die Birke läßt ſich, da ſie bald weit ausſtreichende Wurzeln bildet und wenig Saugwurzeln am Stamme behält, beſſer jung, als im höhern Alter verpflanzen. Das vortheilhaf⸗ teſte Alter iſt 3— 5 Jahre; ſobald ſich die weiße Rinde am Stamme zu zeigen anfängt, wird die Verpflanzung ſchwierig. ſchn. 2 e töcflanzung 1 uſch dich wewyfehlen. 1 Jdie Erle intern Stämme, uerden gewöhne 1 feuchten Bed tochen werden, deß de doreice tbaettochne diſ anze gegen lh du Wiſ 6s not irgend dem Ballen ber ſehr zweckmäßie cher machen zu auf den ttwas einem Erdhüg don derjerigen 9 die men glaudte, ſ ügnet. d deben; den zung im M. vocomwen von drey ſten und z mit ſo lat hohle gf gewöbnlich culturen h durch nicht Einpfanzen elne Tiefe zustrocknet vierfüßiger baut werden ) die mehr Siche ner die h als deß d rigen Ale ſie an ſ einzeln zweige, ben ſie, büſchelw verſeten berſchlun auch die Bey ein Kenug in dig, u — kals ſolchen, ſehr dadurch ſahren ſo viel Holz in Be⸗ elle zu einem ſchiedenen en kann man ehalten, daß der zum vol⸗ ermehren ſich älter man die ſchen mit dem t zu fürchten Hölzern def⸗ iſt bey dieſer ln hat, vor⸗ en reinen Ei⸗ ſeyn, da ſie gedeihet. erpflanzt wer⸗ der Beſchat⸗ ganzt werden. tem Aufſchla⸗ ie Pfanzungen enlaufes— am ſind, und doch Nur domin⸗ e ſind dazu zu hen den Vur⸗ wobl 10 bis Schluß und eman in der ſeh raſchen ge eine Höhe, atwachſen an⸗ ewöhnlich aus inn noch eine de wenig aus⸗ laber da, wo g von Dornen, as Abreiben der aut beſchädigen. ſt nichs beſ⸗ t ausſtreichende Stamme behäl, Das bortheilhaf: weiße Rinde am zung ſchwieris. 4. Abſchn. Anbau des Holzes durch Pflanzung. 127 (475) Die Herbſtpflanzung ſcheint ihr durchaus nicht zuzuſagen; eben ſo iſt das Einſetzen dicht am Boden weggeſchnittener Stämme nicht zu empfehlen. 5) Die Erle pflanzt man 3— 6jährig, und gedeihen die ſtärkern Stämme, bis zu einem Zoll Durchmeſſer, in bruchigen Gegenden gewöhnlich am beſten. Die Pflanzlöcher dürfen in ſehr feuchtem Boden erſt, wenn man den Stamm einſetzen will, geſtochen werden, damit ſie ſich nicht voll Waſſer ziehen, da dieß die hinreichende Befeſtigung deſſelben hindern würde. Der abgeſtochne Raſen wird oben auf das Pflanzloch gelegt, um die Pflanze gegen das Aufheben durch den Froſt, das Aufſchwem⸗ men durch Waſſer zu verhindern, die Pflanze ſelbſt aber, ſo viel es nur irgend thunlich iſt, ſchon aus demſelben Grunde mit dem Ballen verpflanzt. Das Einſtutzen iſt für größere Stämme ſehr zweckmäßig.— Wo der Boden zu feucht iſt, um Pflanzlö⸗ cher machen zu können, ſetzt man die Erle ohne weiteres oben auf den etwas rund gemachten Boden, und umhäufelt ſie mit einem Erdhügel, wie ſchon oben gelehrt wurde, deſſen Größe von derjenigen der Pflanzen abhängt. 6) Die Kiefer wird noch viel zu wenig verpflanzt, weil man glaubte, daß ſie ſich vermöge ihrer Pfahlwurzel nicht gut da⸗ zn eignet. Es kann dieß jedoch mit der größten Sicherheit ge⸗ chehen; denn wenn ſie gleich einige Jahre nach der Verpflan⸗ zung im Wuchſe zu ſtocken ſcheint, ſo holt ſie dieß doch ſpäter vollkommen wieder ein. Das beſte Alter zur Verpflanzung iſt von drey Jahren bis zu ſechs, oder dann, wenn ſie den er⸗ ſten und zweyten Quirl zu machen anfängt. Man muß ſie jedoch mit ſo langer Pfahlwurzel als möglich einſetzen, wozu ſich der hohle Pflanzſpaten vorzüglich eignet. Wenn man beachtet, daß gewöbnlich die Dürre es iſt, welche das Gelingen der Kiefern⸗ culturen hindert, ſo wird man auch leicht finden, daß dieſem durch nichts beſſer begegnet werden kann, als durch dieß tiefe Einpflanzen junger Kiefern, welche mit ihren Wurzeln bis in eine Tiefe kommen, bis wobin der Boden erſt ſpät und ſelten austrocknet. Die beſte Art der Kiefernpflanzung iſt in Reihen in vierfüßiger Entfernung, und nur, wo flüchtige Sandſchollen ange⸗ baut werden, und die Pflanzen zugleich dazu dienen ſollen, den Sand zu befeſtigen, iſt die zweyfüßige vorzuziehen.. 7) Die Fichte wird anerkannt durch die Pflanzung mit mehr Sicherheit angebaut, als durch die Saat, da ſich bey je⸗ ner die Hinderniſſe des Gelingens der Cultur nicht ſo zeigen, als bey dieſer. Gewöhnlich nimmt man ſie in einem 5— gjäh⸗ rigen Alter der Fichte vor. Dieſe Holzgattung verlangt, daß ſie am Fuße beſchirmt und beſchattet iſt. Sind die Pflanzen einzeln erzogen, ſo geſchieht dieß durch die untern Seiten⸗ zweige, und ſie laſſen ſich dann auch einzeln verpflanzen. Ha⸗ en ſie aber ſehr gedrängt geſtanden, ſo iſt man genöthigt, ſie büſchelweis, 5— 8 Pflanzen zuſammen, in ein Pflanzloch zu verſetzen, indem bey dem Auseinanderreißen die in einander verſchlungenen Wurzeln ſonſt zu ſehr beſchädigt werden würden, auch die Beſchirmung des Stammes nicht zu erlangen wäre. Bey einer Entfernung von 5 Fuß kommen die Fichten frühzeitig genug in Schluß, und erwachſen doch auch hinreichend ſtäm⸗ mig, um dem Schnee und Duftanhange widerſtehen zu können. 128 Forſtwirthſchaft. (476) 8) Bey der Tanne iſt wie bey der Buche vorzüglich dar⸗ auf zu ſehen, daß man Pflanzen, welche ſchon binreichend an einen freyen Stand gewöhnt ſind, auswählt. Sie wird deß⸗ halb auch gewöhnlich alter verpflanzt, als die Kiefer und Fichte. 9) Die Lerche läßt ſich leicht und ſicher, gewöhnlich in ei⸗ nem Alter von 3—6 Jahren verpflanzen, wenn man nur nicht in zu dichtem Schluſſe geſtandene Stämme dazu nimmt, da dieſe oft ſo lange und ſchlanke Wipfeltriebe haben, daß ſie ſich nicht gerade halten können. 2) Von der Pflanzung durch Stecklinge und Ableger. 1 Der Anbau durch Stecklinge kommt bey der großen Waldwirthſchaft vorzüglich bey der Anlegung der Weidenheger an Flüſſen, und bey der Bindung der Sandſchollen durch Pappeln vor. Die Weidenheger haben gewöhnlich den doppelten Zweck, die Ufer zu ſichern und den Waſſerlauf zu regeln, zugleich aber auch Reifſtöcke, Korbruthen oder Faſchinen zu geben, wodurch ſie oft efräglicher, als jedes andere Holz werden.— Wegen ihres Eifffluſſes auf den Waſſerlauf dürfen ſie jedoch auch nur mit Vorwiſſen und Genehmigung der Waſſerbau⸗Polizeybehörde, wo eine ſolche beſteht, angelegt werden, wo der Fluß ſie be⸗ rührt. Eine paſſende Auswahl der dazu zu verwendenden Weiden iſt ſehr weſentlich*). Die Setsreiſer oder Setzlinge werden von ein, zwey oder höchſtens dreyjährigen Trieben genommen, da ſtarke Stangen ſchon darum unpaſſend ſind, weil ſie leicht durch den Eisgang herausgebrochen werden. Zur Pflanzung werden Löcher von ein bis zwey Quadratfuß Groͤße, rund oder viereckig, was gleich iſt, geſtochen, welche nach untenzu et⸗ was enger ſind, und folglich etwas ſchräg abfallende Seiten⸗ wände haben. Die Tiefe derſelben, von ein bis zwey Fuß, rich⸗ tet ſich danach, ob der Boden trockner oder friſcher iſt, da man ſie gern ſo tief macht, daß wenigſtens die untern Spitzen der Setzlinge ſtets in friſchen Boden zu ſtehen kommen. Die Ent⸗ fernung iſt bey dieſer Art der Pflanzung die kleinſte, ungern üher zwey Fuß, weil man theils gleich anfangs einen ſehr ge⸗ ſchloſſenen Beſtand, den die Weide bey kurzem Umtriebe ver⸗ langt und erträgt, bezweckt, theils auch ſehr oft ſchon das Beſeſtigen des Treibſandes im Fluſſe dadurch erreicht werden ſoll. Nach der Tiefe der Pflanzlöcher wird die Länge der Setzlinge bemeſſen, da dieſe auf dem Boden feſt aufliegen und drey bis vier Zoll über dem ganz ausgefüllten Pflanz⸗ loche hervorragen müſſen. Die Pflanzung ſelbſt geſchieht dergeſtalt, daß 15— 20 Setzlinge an allen Seiten des Pflanz⸗ kochs eingeſteckt, und dann ſo mit Erde bedeckt werden, daß ſie überall feſt davon umgeben ſind. Die Pflanzzeit dauert von dem Zeitpuncte im Frühjahre an, wo die Erde ganz auf⸗ gethauet iſt, bis dahin, wo die Weide anfängt, ſich zu ſchälen, wo man aufhört, weil die Setsreiſer zu leicht durch Trennung der Rinde verletzt werden. Im September tritt dagegen eine, *) Siehe Monat Januar, S. 22, 434. 4 Ilſ un des ni 3 Itt bon. fater Steckin Die Schw dung von Se den Zweck de nge bey rie hen; allein de Ertag iſt w dehl die Pa trachten, und der beſchriebe Reihen aber die beſte Hol ſie dieſe nich verbeſſern, ſo Abſenk holz⸗Beſtänd Perfahren dat dieſe Method Awsfüllung v alle Holzer, ſ Erde bedeckt mehrern Holz nit gut en nicht gut zu fahrt man a bleiben nach niedrige Se bis in die E dann macht und legt in nur die ſtehe vorſteben, be 33 nde, ul ſenſücken un tert man dal ſehen. Es dict an Et dann ihn ſeg um ſih nau ſehen, auf alte W ſeinem Gede abgeſtntt; dazu gran des Sente wundern, lem Effolg wenig in tzüglich dar⸗ nreichend an ſe wird deß⸗ und Fichte. halih in ei⸗ an nar nicht dimmt, da da ſie ſich nge und der großen Weidenheger pollen durch elten Zweck, ugleich aber n, wodurch — Wegen ch auch nur izeybehörde, Fluß ſie be⸗ nden Weiden inge werden genommen, well ſie leicht ir Pflanzung e, rund oder untenzu et⸗ nde Seiten⸗ Fuß, rich⸗ ſt, da man Spitzen der Die Ent⸗ te, ungern n ſehr ge⸗ ntriebe ver⸗ ſchon das icht werden Länge der eſt aufiegen llten Pflanz⸗ bſt geſchieht des Pflanz⸗ werden, daß azzeit dauert nde ganz all⸗ uch Trennung dägezen eine 4. Abſchn. Anbau des Holzes durch Pflanzung. 129 477) wegen des niedrigen Waſſerſtandes ſehr günſtige Zeit zu die⸗ ſer Art von Pflanzung ein, und die in dieſem Monat einge⸗ ſetzten Stecklinge gedeihen in der Regel vortrefflich. Die Schwarzpappel benutzt man in ahnlicher Art zur Bin⸗ dung von Sandſchollen. Man erreicht zwar dadurch ſehr bald den Zweck den Sand befeſtigt zu ſehen, indem die Steck⸗ linge bey richtiger Behandlung in der Regel darauf ange⸗ hen; allein der Wuchs derſelben bleibt immer ſchlecht, und auf Ertrag iſt wenig dabey zu rechnen. Deßhalb thut man auch wohl, die Pappeln nur als einſtweiliges Deckungsmittel zu be⸗ trachten, und ſie in nicht zu engen Reihen, jedoch immer in der beſchriebenen, neſterweiſen Art zu pflanzen, zwiſchen dieſe Reihen aber Kiefern zu ſäen oder zu pflanzen, welche immer die beſte Holzgattung zum Anbau einer Sandſcholle bleiben, da ſie dieſe nicht bloß dauernd binden und den Boden am mehrſten verbeſſern, ſondern auch den mehreſten Ertrag geben. Abſenker werden vorzüglich zur Verdichtung der Schlag⸗ holz⸗Beſtände im Mittel⸗ oder Niederwalde angewandt. as Verfahren dabey iſt eben ſo einfach, als das Gelingen ſicher, und dieſe Methode zur Erneuerung eingehender Mutterſtöcke oder Ausfüllung von Lücken empfehlenswerth. Es ſchlagen zwar alle Holzer, ſelbſt die Nadelhölzer, wenn Zweige von ihnen mit Erde bedeckt werden, Wurzeln; jedoch iſt das Abſenken bey mehrern Holzgattungen, wie z. B. bey den Erlen, deßhalb nicht gut anwendbar, weil das Holz zu bruchig iſt und ſich nicht gut zur Erde biegen läßt. Bey dem Senken ſelbſt ver⸗ fährt man auf folgende Art: Wenn der Kieferwald gebauen wird, bleiben nach derjenigen Seite hin, wo man die Senker verlangt, niedrige Seitenzweige ſtehen. Man befreyet dieſe von Aeſten bis in die Spitze, wo drey bis vier Zweige ſtehen bleiben. So⸗ dann macht man mit der Hacke eine Vertiefung in die Erde, und legt in dieſe den niedergebogenen Zweig dergeſtalt, daß nur die ſtehen gebliebenen Zweigſpitzen 8— 12 Zoll lang her⸗ vorſteben, befeſtigt den Zweig mit einem Haken oder Heftel in der Erde, und bedeckt ihn gut mit den weggenommenen Ra⸗ ſenſtücken und darüber gelegten Boden. Die Zweigſpitzen füt⸗ tert man dabey ſo mit Erde ein, daß ſie ſenkrecht in die Höhe ſtehen. Es iſt dabey gar kein Nachtheil, wenn der Zweig dicht am Stamme herausſteht und unbedeckt bleibt; man kann ihn ſogar zur Hälfte einſchneiden, wenn er zu ſtark wäre, um ſich gut niederbiegen zu laſſen. Nur darauf muß man ge⸗ nau ſehen, daß der in die Erde gelegte Theil deſſelben nicht auf alte Wurzeln dom Mutterſtocke zu liegen kommt, da dieß ſeinem Gedeihen ſehr hinderlich ſeyn würde. Rothbuchen, Hain⸗ buchen werden, wegen ihrer vielen niedrigen Zweige, vorzüglich abgeſenkt; doch ſind auch Haſeln, Weiden, Ulmen ſehr gut dazu geeignet, wie überhaupt jede Holzgattung, wo ſich nur Zweige gut in die Erde biegen und befeſtigen laſſen. Solche Senker wachſen eben ſo gut, als Samenpflanzen; das Geſchäft des Senkens verurſacht ſehr wenig Koſten, und es iſt zu be⸗ wundern, daß dieſe in Weſtphalen und am Rhein mit ſo vie⸗ lem Erfolge und ſo häufig angewandte Culturmethode noch ſo wenig in den Niederwäldern Norddeutſchlands getroffen wird. ——— 130 Forſtwirthſchaft. (478) Von der Befriedigung der Schonungen. In Forſten, welche mit Hütung belaſtet ſind, müſſen, ſelbſt nach der geſetzlichen Vorſchrift, die Grenzen der Schonungen ſo kenntlich bezeichnet ſeyn, daß ſie der Hirt nicht unwiſſentlich überſchreiten kann. Man hat dazu Wiſche, Schonungstafeln oder andere Kennzeichen, die ſo befeſtigt ſeyn müſſen, daß man überall von einem zum andern ſieht. Beſſer iſt noch ein ſoge⸗ nanntes Hegebeet, welches man macht, indem man die Erde zwiſchen zwey parallel um die Schonung laufenden, 3 Fuß von einander entfernten, kleinen Gräbchen, von etwa 8 Zoll Breite und Tiefe, zuſammenwirft. In lockern Boden kann ein Mann davon täglich 15— 20 Ruthen machen. An Triften, und wo die Gefahr des Einlaufes vom Viehe groß iſt, ſichert man die Schonungen durch Gräben, welche aber mindeſtens oben eine Breite von drey Fuß haben müſſen, und eine eben ſo große Tiefe, wenn ſie Schutz gewähren ſollen, oder auch durch Zaune und Verſchläge von Holz. Ein drey Fuß tiefer Graben behält bey einer obern eben ſo großen Breite auf der Soole nur eine ſolche von einem Fuß, damit die Wande deſſelben nicht einfal⸗ len. In ſehr lockerm Boden kann Ein Mann in 10 Stunden wohl 3— 4 Ruthen davon machen; in ſehr feſten, ſteinigten oder wurzelreichen auch wohl nur 1 ½ Ruthe. Was man für Zäune oder Vermachungen wählen muß, hängt von der größern oder geringern Gefahr des Einlaufes ab, ſo wie von der Art des vorhandenen Holzes. Bey aufmerkſa⸗ men Hirten und guter Juſtizpflege genügt überall für Rindvieh eine auf Pfähle geſchlagene, etwa 3 Fuß über die Erde erhabene Stange, die um ſo eher leicht aus den Durchforſtungen entnom⸗ men werden kann, als ſie wieder zu Feuerhoiz zu benutzen iſt. Gegen Pferde muß ſie etwas höher ſeyn, und gegen Schafe und Schweine muß etwa 1 ½ Fuß von der Erde eine zweyte Stange befeſtigt werden, um das Durchkriechen derſelben zu verhüten. In Forſten, wo ein ſehr ſtarker Wildſtand iſt, müſſen die Schonungen auch gegen Beſchadigung durch dieſen geſichert ſeyn, da ohnedieß wenig Rechnung auf Erziehung gurer Be⸗ ſtande gemacht werden kann. Dazu gehört ein 7— 8 Fuß ho⸗ her Lattenzaun, wozu wenigſtens 6 Latten übereinander ver⸗ wandt werden müſſen. Daß ein ſolcher bey irgend beträchtli⸗ chen Flächen durch Holz, Fuhr⸗ und Arbeitslohn ſehr koſtbar wird, bedarf wohl keines weitern Beweiſes. Wohlfeiler— je⸗ doch auch weniger dauerhaft, iſt folgender Wildzaun. Es wer⸗ den 5 bis 6 Fuß hohe, 6 Zoll Quadrat ſtarke Säulen von 10 zu 10 oder 12 zu 12 Fuß Entfernung eingegraben, ſo daß ſie 4 ⅞ bis 5 Fuß über der Erde ſtehen. An dieſe werden drey ge⸗ wöhnliche Lattſtangen, in gleichen Zwiſchenräumen, mittelſt eines Einſchnittes und hölzerner Nägel, an der äußern Seite befeſtigt, ſo daß ſie einen Zaun bilden. Zwiſchen dieſe Stan⸗ gen wird ſchwaches Durchforſtungsholz, am beſten Bohnen⸗ ſtangen aus Nadelholz, ſo eingeflochten, daß es aufrechtſte⸗ hend die ganzen belaubten Wipfel behält, und auf dieſe Art eine Verzäunung von oft mehr als 10 Fuß Höhe bildet.— Wo Wege durch die Schonung laufen, kommen in gleicher 4. t gefertigte: ziy den Zumat den, Ein ſolch zeheſſert wird, Pih wenigſten Po das Mate Sgt. Arbeitslo der wohlfeliſte, ſicherer und vo ſhadlichleit zu AI holzein das zum Rinde läßt ſich die R tommen gut ſch Schindelarbeiten ſchneider, welch Wedenheger u. oft gefallt; jed de Kinde ſich mann die Deſ gaſſen will. Cultur. gern in dieſ ſollen, und e werden indeß macht. Das Gamendarren Vaſſer anfängt aufgezogenen) Kerichtet werden forſtſchu bey dezinnende iſt berets zu Ulmen, dinden W an deJe dieſe zuzeban Waldwege ſe iſt daraus at beſemm. Ve ſind, müͤſſen g von Hol zu Verſumpft ſichts der Fo her jett auf henndfallender kiechen volle Mit dem Au ſnnd, iann f gen. nüſſen, ſelbſt chonungen ſo unwiſentlich honungstafeln ſen, daß man noch ein ſoge⸗ man die Erde , 3 Fuß von 15 Joll Dreite ann äin Mann iſten, und wo ſchert man de eſtens oben eben ſo große durch Zaune Hraben behalt oole nur eine nicht einfal 10 Stunden n, ſteinigten wählen muß, Einlaufes ab, dey aufmeriſa⸗ für Rindvieh Erde erhabene ngen entnom⸗ u benußen iſt. n Schafe und veyte Stange zu verhüten. „müſen die ſen geſichert uter Be⸗ — Fuß ho⸗ inander ver⸗ d betrachtli⸗ ſehr koſtbat blfeiler— ji⸗ un. Es wer⸗ zaulen von 10 en, ſo daß ſie öhe bildet.— 3 in gleiche 4. Abſchn. Waldgeſchaͤfte im April. 131 (479) Art gefertigte Thore hin, welche in bloßen Weiden laufen und bey dem Zumachen mit einem hölzernen Haken angehängt wer⸗ den. Ein ſolcher Zaun ſchützt, wenn er von Zeit zu Zeit aus⸗ gebeſſert wird, wohl 10— 12 Jahre, wo die Schonung dem Wild wenigſtens zum größten Theil entwachſen zu ſeyn pflegt. Wo das Material in der Naͤhe iſt, kommt die Ruthe 5 bis 6 Sgr. Arbeitslohn zu ſtehen, und es iſt deßhalb in der Regel der wohlfeilſte, welchen man machen kann. Noch wohlfeiler, ſicherer und vortheilhafter iſt es freilich, das Wild bis zur Un⸗ ſchäblichkeit zu vermindern. Waldgeſchaͤfte im Monat April. Holzeinſchlag. Der Brennholzeinſchlag wird, bis auf das zum Nindeſchälen beſtimmte Eichenholz, beendigt. Selten laßt ſich die Rinde deſſelben ſchon Ende dieſes Monats voll⸗ kommen gut ſchälen. Spaltarbeiten im Großen, Stabholz und Schindelarbeiten dauern fort. Die Reifen⸗ und Korbruthen⸗ ſchneider, welche geſchalte Waare verlangen, werden in die Weidenheger u. ſ. w. gewieſen. Auch Schiffbauholz wird noch oft gefallt; jedoch nehmen es einige Nationen ungern, ſobald die Rinde ſich zu ſchalen anfängt; weßhalb man dem Kauf⸗ mann die Beſtimmung überlaſſen muß, ob er noch arbeiten laſſen will. Cultur. Den Holzanbau aus der Hand beendigt man gern in dieſem Monat. Wo Ulmenſaaten gemacht werden ſollen, und es läßt ſich das Gerathen des Samens erwarten, werden indeß erſt Ende des Monats die Saatplätze wund ge⸗ macht. Das Ausklengen der Zapfen des Nadelholzes auf den Samendarren wird ſtark betrieben. Wenn in den Brüchern das Waſſer anfängt zu fallen, iſt nachzuſehen, daß die durch Froſt aufgezogenen Pflanzen angetreten, die umgefallnen wieder auf⸗ gerichtet werden. Forſtſchutz. Die Bewährungen um die Schonungen ſind bey beginnender Hütung herzuſtellen; auf Grasentwendungen iſt bereits zu achten. Eben ſo wird das Rindenſchälen von Ulmen, Linden u. ſ. w. Ende dieſes Monats oft ſehr nachtheilig. Wo an den Bergen im Winter Waſſerriſſe entſtanden ſind, müſſen dieſe zugebaut werden, ehe ſtarke Gewitterregen eintreten. Die Waldwege ſind ſo viel als möglich herzuſtellen, das Waſſer iſt daraus abzulaſſen, zu tiefe Löcher ſind mit Faſchinen zu beſſern. Wo an Flüſſen und Bächen die Ufer unterwaſchen ſind, müſſen dieſelben abgeſtochen, oder nöthigenfalls vorläu⸗ fig von Holz abgeräumt werden. Stehendes Waſſer, was zu Verſumpfungen Anlaß geben könnte, iſt abzulaſſen.— Hin⸗ ſichts der Forſtinſecten iſt auf den Kieferſpinner zu achten, wel⸗ cher jetzt auf den Bäumen iſt, und ſich daſelbſt durch den herabfallenden Koth bemerkbar macht Die Raupen der Nonnen kriechen vollends aus, und ihre Geſpinnſte ſind aufzuſuchen. Mit dem Aufſuchen der Raupen, welche noch im Puppenſtande ſind, kann fortgefahren werden. Ende des Monats fängt der 132 Forſtwirthſchaft. 4. Abſchn. Jagdgeſchaͤfte im April. (480) Borkenkäfer an zu ſchwärmen, und es ſind dann die Fang⸗ bäume zu fällen, wovon im Forſtſchutze näher gehandelt wer⸗ den wird.— In Pflanzungen thun oft einzelne Rebböcke durch das Fegen— welches zuweilen im März ſchon vorfällt— vielen Schaden, und dann kann nur durch Abſchießen derſelben ab⸗ geholfen werden. Forſtbenutzung. Wo Graszettel ausgeßeben werden, oder die Grasnutzung verpachtet wird, geſchieht dieß jetzt. Auch der Saft der Birke zu Birkenwaſſer wird in dieſem Mo⸗ nat geſammelt. Die Sägemüblen ſind jetzt vorzüglich beſchäf⸗ tigt, und bedürfen ſtrenger Aufſicht und öfterer Reviſion, wo ſie auf Rechnung verwaltet werden. Jagdgeſchaͤfte im Monat April. Die Salzlecken werden zu Anfang des Monats geſchlagen. Strenge Aufſicht iſt nöthig, daß das Wild in der Brut und Setzzeit nicht beunruhigt wird, oder Eyer entwandt werden. Das Rothwild zieht ſehr in das Feld, und es iſt dieß zu ſchützen. Der Beſchuß erſtreckt ſich nur auf Schmalthiere und Spießer von Roth⸗ und Dammwild, wenn ſolches ausdrücklich verlangt wird; doch iſt es beſſer, den Wildbedarf durch Reh⸗ böcke zu befriedigen. Die Jagd auf Auerhähne, Birkhähne, Schnepfen und Erpel dauert fort, auch iſt die auf Becaſſinen zu betreiben.— Junge Füchſe werden gegraben und die Baue deßhalb fleißig. nachgeſeben. Die alten Raubvögel können auf den Horſten(Neſtern) todt geſchoſſen und die jungen ausge⸗ nommen werden. Wilde Tauben ſind auf den Ruf und bey Salzlecken zu ſchießen. Schweißhunde, welche im Herbſt gear⸗ beitet werden ſollen, ſind jetzt führig zu machen. Die For⸗ 1. d II. d Jis N. Ue 2* zu berhüten ſchaft. mögüch it, lehte zu ach wir dieſen? Forſten zeg Polizeylehr darſtellen. welche al auch nöthi deutſche E AUnter niſſe rechn 1) )) 9) 9) ) te in April. ann die Fang⸗ ſehandelt wer⸗ Rehböcke durch drfällt— vielen en derſelben ab⸗ zezeden werden, ſieht dieß jezt. Hin dieſen Mo⸗ orzüglich beſchäf⸗ er Rediſton, wo ril rats geſchlagen. der Brut und wandt werden. es iſt dieß zu chmalthiere und hes ausdrücklich darf durch Reh⸗ ane, Virthäͤhne, e auf Becaſſinen en und die Vaue vögel können auf te jungen ausge⸗ een Ruf und bey in Herbſt gear⸗ 1. Forſtwirthſchaft. Fuͤnfter Abſchnitt. Forſtſchutz. Die Forſten laufen Gefahr, beſchädigt zu werden: I. durch zufaͤllige Ereigniſſe;. II. durch menſchliche Handlungen. Die Nachtheile, welche auf die erſte Art entſtehen können, z9 deißliten, iſt noch Gegenſtand der eigentlichen Forſtwiſſen⸗ chaft.— Die Beſchädigungen zu vermeiden, welche durch Menſchen herbeygeführt werden, kann nur durch Aufrufung der Geſetze er⸗ reicht werden. Dazu iſt eine genane Kenntniß derſelben nöthig, welche die Forſt⸗Polizeylehre geben muß, die ſchon mehr unter die Hülfswiſſenſchaften zu rechnen iſt, indem ſie nur mit Hinzuziehung der Rechts⸗ und Polizeywiſſenſchaft vollſtändig dargeſtellt werden kann. Da auch noch überdem jeder Staat ſeine eigne Forſtpolizey⸗Geſetzgebung hat, und deßhalb es un⸗ möglich iſt, eine allgemeine, uͤberall anwendbare Forſt⸗Polizey⸗ lehre zu geben: ſo wird es in doppelter Art gerechtfertigt, wenn wir dieſen Abſchnitt nur in Beziehung auf die Beſchützung der Forſten gegen zufallige Ereigniſſe ſpeciell behandeln, und die Forſt⸗ Polizeylehre dagegen nur in ihren allgemeingültigen Grundlagen darſtellen. Es liegt dieß ſchon in der Tendenz dieſer Darſtellung, welche alle Hülfs⸗ und Nebenfächer ausſchließt, und zugleich Hauch nöthig macht, alles zu vermeiden, was ſich nur auf einzelne deutſche Staaten beſchränkt. unter die Beſchädigung der Forſten durch zufällige Ereig⸗ niſſe rechnen wir den Schaden, welcher entſteht: 1) durch Sturm; 2) durch Feuer; 3) durch Waſſer; 4) durch Froſt und Dürre;. 5) durch Duft, Schnee, Rohreif; 134 Forſtwirthſchaft. (346) 6) durch Flugſand; 7) durch Inſecten; 8) durch Mauſe; 9) durch Wildpret. 1) Verhütung des Schadens durch Sturmwinde. Er wird herbeygeführt durch: a⸗ Bodenbeſchaffenheit; b) For⸗ mation der Erdoberfläche; c) Holzgattung und Wuchs des Hol⸗ zes; d) Unterbrechung des Schluſſes der Beſtände. Flachgrün⸗ diger und dabey lockerer Boden, in welchen das Holz mit den Wurzeln weder tief eindringen, noch ſich darin ſehr befeſtigen kann, erzeugt den mehreſten Windbruch,— ſo hbumoſer Sand⸗ boden in feuchten Niederungen,— und erfordert die größte Auf⸗ merkſamkeit, ihn zu verhüten. An Seeküſten, in langen, tief eingeſchnittenen Thalzügen, ſind die Stürme heftiger, als in der Ebene des Binnenlandes. Flachwurzelnde Hölzer, wie die Fichte, ſind dem Windbruche mehr unterworfen, als tiefwur⸗ zelnde, wie die Kiefer, in einem deſto hohern Grade, wenn ſie auch im Winter, wo die heftigſten Stürme ſind, die den Wind faſſenden Nadeln behalten. Schlanke, lang heraufgeſchoſſene Baͤume, auf deren Krone der Sturm mit der Kraft des Hebels wirkt, laufen mehr Gefahr, als niedere, ſtämmig gewachſene. Dieſe wird noch geſteigert, wenn ſie früher geſchützt in geſchloſ⸗ ſenem Beſtande aufgewachſen ſind, und erſt ſpater den Angrif⸗ fen der Sturmwinde ausgeſetzt werden. Wo die Gefahr des Windbruchs ſehr groß iſt, muß ſchon bey der Erziehung des Holzes darauf geachtet werden, ſie zu vermeiden. Wo ſie nur gering erſcheint, genügt es bey der Be⸗ wirthſchaftung der ältern Beſtände, Sorge zu tragen, daß man ſie nicht der Gefahr, durch Windbruch beſchädigt zu werden, ausſetzt. Maßregeln, um ſchon bey der Erziehung der Beſtände Si⸗ cherheit gegen Windbruch vorzubereiten, ſind: a) Erziehung des Holzes in nicht zu dichten Pflanzungen, um einen zu ſchlanken Wuchs deſſ tben zu vermeiden, einen ſtämmigen zu erzeugen, eine ſtärkere Befeſtigung des Holzes im Boden herbeyzuführen. b) Trennung und Zertheilung großer Waldflächen in ein⸗ zelne Abtheilungen und Figuren von der Größe der anzuhauen⸗ den Schlage durch mehrere Ruthen breite Geſtelle, um für je⸗ den einzelnen Schlag die nöthigen Randbäume und einen Man⸗ tel zu erhalten,— d. h. den Schutz, welchen ſtämmig gewach⸗ ſene, an die Angriffe der Stürme gewöhnte Bäume gewähren. c) Vermiſchung von Laub⸗ und Nadelholz, von Holzgat⸗ tungen, wovon wenigſtens die eine der Gefahr des Windbruchs nicht ausgeſetzt iſt und die Gewalt des Sturms beicht. In ge⸗ miſchten Laub⸗ und Nadelholzbeſtänden iſt, ſo lange das Laub⸗ holz ohne Blätter iſt, das Nadelholz beynah als freyſtehend zu betrachten, und befeſtigt ſich dadurch mehr in die Wuürzeln, er⸗ hält auch dadurch die untern Aeſte mehr, als in reinen, ganz geſchloſſenen Nadelbolz⸗Beſtänden. Im Sommer bricht wieder das feſt ſtehende Laubholz die Gewalt der Stürme. Noch kann man gewiſſermaßen hierzu rechnen: —— ¹) Die der Rege ichs ausge miſſe, wu Bey der polgende Rec a) Nich gefühtt wer hauene hohe gegend, d. men, iſt V gegenden, n in der Nah den Höhenz Richtung de noch an al gend heſtim telte hauen, gegen ſie m ſſt, wenn de gen die ange b) Aus Vindbruchs. chen in gei Geſtalle vnd ¹) Di Hohz iſ, Orte zue Nänder de d) F geſundes, deßhalb lei zum Hiehe in hnl häl G 6) Ota ufgehobene den jungen Ww betrachten: B. ſie zu gen wevid A T d b 0 Jlof Forſtman Nach entſtehen Palde al deßbalb denſtände urnwinde. fenheit; b) For⸗ Puchs des Hol⸗ Faachgrün⸗ as Holz mit den i ſehr befeſtigen humoſer Sand⸗ die großte Auf⸗ in langen, vef heftiger, als in Holzer, wie die n, als tiefwur⸗ Hrode, wenn ſie „die den Wind heraufgeſchoſſene rraft des Hebels mig gewachſene. hütt in geſchloſ⸗ ater den Angrif⸗ — Hiſt, wuß ſchon werden, ſie zu t es bey der F⸗ tragen, daß man adigt zu werden, der Beſtände Si⸗ en Pflanzungen, rmeiden, einen des Holzes im dlächen in ein⸗ der anzuhaven⸗ lle, um für ſe⸗ und einen Man⸗ ſtammig gewach⸗ ume gewählen. 6, don Holzgat⸗ des Windbruchs s beicht. In ge⸗ lange das Lanb⸗ als feyſtehend zu die Wurzeln, ei⸗ zin reinen, ganz uner bricht wieder rme. nen: 5. Abſchn. Forſtſchutz. (347 d) Die Beſtimmung eines nicht zu langen Umtriebes. 8 in der Regel nur die ältern Beſtände der Gefahr des Wind⸗ bruchs ausgeſetzt ſind, ſo vermindert ſich dieſe in demſelben Ver⸗ hältniſſe, wie die Maſſe des alten Holzes kleiner wird. Bey der Behandlung alter, ſchon erzogener Beſtaäͤnde ſind folgende Regeln zu beachten: a) Nichtung des Hiebes. Er muß dem Sturme entgegen geführt werden, um das Anprallen deſſelben gegen die ange⸗ hauene hohe Holzwand zu vermeiden. Die gewöhnliche Sturm⸗ gegend, d. b. die Himmelsgegend, aus welcher die Stürme kom⸗ men, iſt Weſten, Südweſten. Doch ändert dieß ſich in Küſten⸗ gegenden, wo die Stürme von der Seeſeite her am ſtärkſten ſind, in der Nähe beträchtlicher Gebirgszüge, wo die weit ſtreichen⸗ den Höhenzüge oft die Richtung ändern. Deßhalb muß aus der Richtung des Falls der früher geworfenen Baume, die ſich auch noch an alten Stöcken erkennen läßt, ſtets erſt die Sturmge⸗ gend beſtimmt werden. Kann man nicht ganz gegen die ermit⸗ telte hauen, ſo iſt es beſſer, daß der angehauene Ort gerade Front gegen ſie macht, als die ſchräge zu wahlen. Das Schlimmſte iſt, wenn der Wind in einem Winkel von 30 bis 60 Graden ge⸗ gen die angehauene Holzwand prallt. b) Austichten geſchloſſen ſtehender Orte iſt die Mutter des Windbruchs. Am nachtheiligſten wirkt der Kahlhieb kleiner Flä⸗ chen in geſchloſſenen Beſtänden. Selbſt das Aufhauen breiter Geſtelle und Wege iſt hierher zu rechnen.— c) Die Randbäume, das niedrig und ſtämmig gewachſene Holz iſt, als Sturmbrecher, bis zur gänzlichen Abräumung der Orte zu erhalten; ſo wie überhaupt in Beſamungsſchlägen die Ränder deßhalb geſchloſſener gehalten werden, als die Mitte. d) Faules Holz iſt dem Windbruche mehr unterworfen, als geſundes;— wo die Beſtände ſehr anbrüchig ſind, werden ſie deßhalb leicht lückig, und man muß ſie ſchon deßhalb am erſten zum Hiebe bringen. e) Stämme auf Beſamungsſchlägen umgeworfen, ſind ſo bald, als möglich, abzuſchneiden, damit die durch die Wurzeln aufgehobene Erddecke wieder zurückklappt, und die darauf ſtehen⸗ den jungen Pflanzen nicht verloren gehen. 2) Schaden durch Feuer. Wir müſſen die Waldfeuer nach drey verſchiedenen Anſichten betrachten: A. ihre Entſtehung und Verbreitung zu verhüten; B. ſie zu löſchen; C. den entſtandenen Schaden in ſeinen Fol⸗ gen weniger nachtheilig zu machen. A. Waldfeuer entſtehen durch: a) Zufälle; b) Nachläſſigkeiten und Unvorſichtigkeiten; c) abſichtliche Anlegung. Bloße Zufälligkeiten zu verhüten, liegt außer der Macht des Forſtmannes.. Nachläſſigkeiten und Unvorſichtigkeiten, durch welche Feuer entſtehen kann, zu begegnen, kann eine ſorgſame Aufſicht im Walde allein möglich machen; Beſtrafungen, welche das Geſetz deßhalb verfügt, bleiben ohnedieß wirkungslos. Folgende Ge⸗ genſtände verdienen in dieſer Hinſicht vorzügliche Beachtung. Forſtwirthſchaft. (348) Beaufſichtigung der Waldarbeiter. Bey trockner Witterung und an Stellen, wo Gefahr vorhanden iſt, darf ent⸗ weder gar kein Feuer angemacht werden, oder nur in Gruben, in welchen es von einem Erdwalle umgeben brennt. Sobald die Arbeiter ſich entfernen, muß das Feuer ausgelöſcht und die Feuer⸗ ſtelle mit Erde bedeckt werden. Bey der Köhlerey, wodurch ſo oft Feuer entſteht, ſind fol⸗ gende Regeln zu beachten. Die Meilerſtelle darf nicht auf Torf⸗ grund ſtehen; es dürfen in ihr keine Wurzeln und Stöcke blei⸗ den; in einer Entfernung von 20 Schritten darf kein Gegenſtand geduldet werden, welcher leicht Feuer fangen und dieß dann ver⸗ breiten könnte. Die Köhler dürfen nicht bloß die Köhlerey nie⸗ mals verlaſſen, ſondern alle Meiler müſſen auch ſo gelegen ſeyn, daß ſie dieſelben ſtets vollkommen beaufſichtigen können. Bey dem Meiler muß binreichender Vorrath von Erde und ſogenann⸗ ter Stubbe ſeyn, um ein ausbrechendes Feuer leicht erſticken zu koͤnnen. Kohlen dürfen nur des Morgens ausgezogen werden, und müſſen vor der Abfuhr 24 Stunden auf der Stelle liegen. Es ſoll nicht bloß bey dem Auszieben derſelben hinreichender Waſſervorrath vorhanden ſeyn, ſondern die Kohlenfuhrleute ſol⸗ len auch ein Faß Waſſer an dem Wagen hängen haben, um, wenn Feuer entſteht, es ſogleich auf dem Wagen löſchen zu können. Andere Vorſichtigkeitsmaßregeln ſind: Reiſende, Hirten und Beeren⸗ oder Schwämmeſucher dürfen niemals Feuer im Walde machen. Bey der Jagd dürfen die Gewehre weder mit Werg⸗ pfropfen, noch mit Talgpflaſtern von Leinwand und Barchend geladen werden, wo viel Gefahr vorhanden iſt; es müſſen viel⸗ mehr Filz, Haare und ganz ſeine Lederpflaſter dazu verwandt werden. Wenigſtens muß der Barchend zu Pflaſtern vorher län⸗ gere Zeit in ſtark mit einer Auflöſung von Alaun geſattigtem Waſſer gelegen haben. Das Nachtkrebſen und Fiſchen mit bren⸗ nendem Kiene darf in Nadelholzwäldern eben ſo wenig gedul⸗ det werden, als der Gebrauch der Fackeln. Bey dem Aushren⸗ nen der Felder und Schläge müſſen win ſtille Tage gewaͤhlt wer⸗ den, und der auszubrennende Ort muß durch Graben eingeſchloſ⸗ ſen, und kein Feuer fangendes Material in deſſen Nähe ſeyn. Wo Bienen im Walde ſind, dürfen dieſe nur an naſſen Tagen geräuchert und beſchnitten werden. Das Tabakrauchen iſt in Orten, wo Gefahr vorhanden iſt, ganz zu unterſagen. Die ohne⸗ hin ziemlich nutzloſen Leuchtfeuer bey Inſectenſchaden ſind immer außerhalb der Dickungen auf freyen Stellen zu machen. Abſichtlichem Feueranlegen wird am beſten vorgebeugt, daß man verhindert, daß jemand einen Vortheil davon haben könne. Dahin gehört: daß alle durch Feuer beſchädigte Orte ſogleich in Schonung gelegt werden, daß die Holzberechtigten kein durch Feuer beſchädigtes Holz an ſich nehmen dürfen. Es iſt aber auch ſchon der Fall geweſen, daß Feuer durch pflichtvergeſſene Forſtbeamte angelegt wurde, um Defecte zu verbergen. Dieß wird durch eine genaue Kenntniß der zu jeder Zeit vorhandenen Holzvorräthe verhütet. 3. Die Verbreitung entſtandener Waldfeuer zu verhüten, iſt nächſt dem raſchen Löſchen nur Ein Mittel: den Zuſammenhang der Beſtände durch hinreichend breite, von Feuer fangenden Ma⸗ tnillen nin geſtelee ſo zu ſihe Schrante ſabben erleichte lolzrſten th in lautet einze jfen erhaltene B. Entſte nung gettoffe entdeckt wind ſenden Inſtr ſter, als 8 öfter Waldfe haben, unter Hierher geh Valdfeluer be den, augenbe dort widd die geben. Jedes ſtalen. Holz gen, Spaten ken, um den ſtt, mit Sche Dorfvorgeſeht ſulle uberner 5 Arbeit ie Fehlende hindem, da forſter, ſot ſchen in A ſee mi der jedem die fü bend, doßem den. Ainder wit helaubten Lde otlaf Aäungen u igt waden. Negelr den, ſ nach feuet im Te in der oher und Kraune ds Hulzes ba⸗ entſte jel im F Mittel 1 ken der fer fens ſtatt viel geit und nicht nir Pegne nunnt, w Vey trockner niſt, darf ent⸗ tur in Gruben, t. Sobald die und die Feuer⸗ ſit ſind fol⸗ nicht auf Torf⸗ and Stöcke blei⸗ dein Gegenſtand dieß dann ver⸗ de Aohlerey wie⸗ ſo gelegen ſeyn, en können. Vey e und ſogenann⸗ eicht erſticken zu gezogen werden, er Stelle liegen. en hinreichender lenfuhrleute ſol⸗ hen haben, um, agen löſchen zu de, Hirten und Feuer in Walde veder mit Werg⸗ d und Varchend z es müſen diel⸗ —r dazu verwandt iſtern vorher laͤn⸗ Ulaun geſättigtem fiſchen mit bren⸗ ſo wenig gedul⸗ ih dem Aushren⸗ gee gewahlt wer⸗ aben eingeſchloſ⸗ ſeen Nähe ſeyn. an naſſen Tagen gkrauchen iſt in ggen. Die ohne⸗ zdaden ſind immer machen. vorgebeugt, diß won haben könne. te Orte ſogleicn tigten kein duech fen. Es iſt ahe cih pflichtvergeſſene verbergen. Duß Zeit vorhandenen zu berhüten, iſt en zuſammenhang er fangenden Ma⸗ 5. Abſchn. Forſtſchutz. (349) terialien rein gehaltene, am beſten aufgepflügte Schneißen oder Geſtelle ſo zu unterbrechen, daß das Feuer an ihnen eine natür⸗ liche Schranke findet; auch die Arbeiten zum Loſchen durch die⸗ ſelben erleichtert werden.— In den großen preußiſchen Nadel⸗ holzforſten theilt man ſchon deßhalb die ausgedehnten Flächen in lauter einzelne Figuren von etwa 200 Morgen, welche durch offen erhaltene Geſtelle begrenzt werden(Jagen⸗Eintheilung). B. Entſtandene Feuer zu löſchen, muß vor allen die Anord⸗ nung getroffen werden, daß ein ſolches, ehe es überhand nimmt, entdeckt wird, und die löſchende Mannſchaft ſich bald mit paſ⸗ ſenden Inſtrumenten verſammelt. Auch müſſen ſowohl die För⸗ ſter, als Schulzen und ſelbſt die Arbeiter, vorzüglich da, wo öfter Waldfeuer ausbrechen, gehörig über das, was ſie zu thun haben, unterrichtet ſeyn, damit die nöthige Ordnung Statt findet. Hierher gehören folgende Beſtimmungen: Jeder, welcher ein Waldfeuer bemerkt, ohne es ſelbſt löſchen zu können, iſt verbun⸗ den, augenblicklich im nächſten Orte Anzeige zu machen. Von dort wird die weitere Benachrichtigung den nächſten Orten ge⸗ geben. Jedes Haus iſt verbunden, Mannſchaft zum Löſchen zu ſtellen. Holzhauer und Männer verſehen ſich mit Aexten, Sä⸗ en, Spaten und Hacken; Weiber und ſtarke Kinder mit Har⸗ ken, um den Boden abzurechen, oder mit Eimern, wo Waſſer iſt, mit Schwingen, um Erde zu tragen, wo dieſes fehlt. Ein Dorfvorgeſetzter muß die Aufſicht der Mannſchaft auf der Feuer⸗ ſtelle übernehmen, um ſie nach Anweiſung der Forſtbedienten ur Arbeit anzulegen; er hat die Anweſenden zu notiren, um ie Fehlenden zur Verantwortung zu ziehen, und muß ſie ver⸗ hindern, das Feuer nicht ohne Erlaubniß zu verlaſſen. Der Ober⸗ förſter, ſobald er anweſend iſt, ordnet die Maßregeln zum Lö⸗ ſchen im Allgemeinen an; die Unterförſter und Schulzen führen ſie mit der ihnen zugewieſenen Mannſchaft im Einzelnen aus, jedem die für ihn paſſende Arbeit zutheilend, und Achtung ge⸗ bend, daß nicht Menſchen durch fallende Bäume beſchädigt wer⸗ den. Kinder und Weiber werden dabey vorzüglich in der Ferne mit belaubten Zweigen angeſtellt, um Flugfeuer und auf der Erde fortlaufendes auszuſchlagen. Vorzüglich müſſen dabey die Dickungen und Schläge, wo viel dürres Holz liegt, beaufſich⸗ tigt werden. Regeln zur Löſchung des Feuers. Sie iſt verſchie⸗ den, je nachdem das Feuer a) Lauffeuer, b) Gipfelfeuer, c) Erd⸗ feuer im Torfboden iſt. Lauffeuer, bey welchem die Flamme in der obern Erdbedeckung von dürrem Laube, Mooſe, Graſe und Kräutern u. dergl. fortläuft, dabey nur die untere Rinde des Holzes ergreift, ohne bis in den Gipfel der Baͤume zu drin⸗ gen, entſteht häufig in altem haubaren Holze, Laubhölzern, wo viel im Frühjahr und Winter trocknes Gras ſteht. Die beſten Mittel zum Löſchen ſind: die Ziehung von Gräben, das Abhar⸗ ken der feuerfangenden Erdbedeckung, das Ausſchlagen des Lauf⸗ feuers mit naſſen Zweigen, das Aufhacken eines ſchmalen Strei⸗ fens ſtatt des Grabenziehens, indem dieß letztere gewöhnlich zu viel Zeit raubt. Bey einer großen Ausdehnung des Lauffeuers und nicht hinreichender Mannſchaft, um die Maßregeln zu ſei⸗ ner Begrenzung beendigen zu können, bevor es an die Stelle kommt, wo gearbeitet wird, bleibt nichts übrig, als durch Ge⸗ 138 Forſtwirthſchaft. (350) genfeuer einen Raum von feuerfangendem Material zu reinigen, und dadurch dem größern Brande Schranken zu ſetzen. Man geht zu dem Ende ſo weit von der Brandſtelle ab, als es Hitze und Rauch nöthig machen, und umgiebt dieſelbe, vorzüglich gegen die Richtung hin, wohin ſich das Feuer zieht, mit vielen kleinen Feuern, welche ſich bald mit dem großen zuſammenzie⸗ hen und dieſem durch einen ausgebrannten Streifen Schranken ſetzen, während es leicht möglich wird, dieſe kleinern Feuer ſo zu leiten und in Schranken zu halten, daß ſie in der verlangten Richtung fortbrennen müſſen, und ſich nicht zugleich auch rück⸗ wärts verbreiten.— Hauptregel bleibt es bey jeder Art von Waldfeuer, mit den Arbeitern ein wenig näher an daſſelbe her⸗ anzugehen, als daß man die Wahrſcheinlichkeit für ſich hat, daß die Arbeiten zur Begrenzung deſſelben beendigt ſeyn werden, be⸗ vor Rauch und Hitze die Arbeiter davon vertreibt.— Hat das eigentliche Lauffeuer aufgehoört, ſo müſſen brennende Stoͤcke mit Erde beworfen, brennende Bäume aber umgehauen werden, um ſie zu löſchen. Löſchung des Gipfelfeuers. Sobald das Feuer die 1 Aeſte und Gipfel der Nadelholzbäume ergriffen hat und ſich in ihnen weiter verbreitet, giebt es nur Ein Mittel, ihm Schranken zu ſetzen; dieſes iſt: den Zuſammenhang der Holz⸗ beſtände ſo weit zu unterbrechen, daß ein brennender Stamm den benachbarten nicht mehr anzünden kann. Man wählt dazu ¼ alte Wege und Schneißen,— denn einen binreichend breiten Streifen in geſchloſſenen Beſtänden abzuräumen, hat man nie⸗ mals Zeit genug,— um theils Raum zum Fällen und Weg⸗ ſchaffen des Holzes zu haben, wenn dieß noch ſchwach iſt, theils auch nur den ſchon vorhandenen leeren Raum vergrößern zu dürfen. Stets wird dabey das Holz nach dem Feuer zu gefällt, um den Rücken frey zu haben. Sind nicht Menſchen genug, um auf allen Seiten arbeiten zu können, ſo muß man ſich auf die Stellen beſchränken, wo die Gefahr am größten iſt und ſich das Feuer am leichteſten hinziehen könnte, z. B. müſſen Dickun⸗ gen und Stangenörter am ſorgfältigſten geſchützt werden, wäh⸗ rend man es nach Feldern, Wieſen, Bloößen und Räumen zu brennen läßt. Das Flugfeuer iſt bey dem Gipfelfeuer außer⸗ ordentlich gefährlich, und verbreitet ſich ſehr weit, weßhalb an allen Stellen, wo es zünden konnte, Wachen mit grünen Zwei⸗ gen ausgeſtellt ſeyn müſſen, um es ſogleich ausſchlagen zu kön⸗ nen. Bey ſehr ausgedehnten Bränden und wenig Menſchen bleibt auch hier nichts übrig, als das Gegenfeuer, um noch größeren Schaden zu verhindern. Man zündet dieß an Wegen und Geſtellen an, um auf jeden Fall zu verhüten, daß es ſich nicht rückwärts verbreiten kann.— Die Brandſtelle muß jedes⸗ mal ſo lange bewacht werden, bis auch die letzte Spur von Feuer verſchwunden iſt. Ein Erdbrand kann nur durch Inundation, wenn dieſe mög⸗ lich wäre, oder Gräben begrenzt werden, die ſo tief geſtochen werden müſſen, daß man entweder auf den Waſſerſpiegel, oder auf wirklichen Erdgrund, Sand u. ſ. w. kommt. C. Bey einem Lauffeuer wird nicht bloß die obere Erdbede⸗ ckung, ſondern auch ſelbſt die obere Humusſchicht verbrannt; ur Toden vit deens ſeht ſe⸗ Aiche für die daher der Anb eſchwert, nach unſicherer wird brannten Stel gut iſt, det tefer, wie ge berbrennt— Stangenholz dern nur die bleibend, der wird deßhalb Wir knn fendes Vaſſe fen mit Gruß. chen Verumyi 4. Schade Ausſpülen Flüͤſſe und baren Flüſſen ſonden der Kenntniſſe de mann ader machtig etw ſchiffbaren Einfluß auf Nähere darl Staats und nen muß, we berührt, Um batgewäſſer zu Ueberſchüttune zu dehüten, mung unterw. herunterbricht brüchiger Ue geſtellt wird treibenden 6 größerer Kr Waſſers zu auf zu ſehe dadurch der wird. Wee bänke u. d verhüten. b) Se 3 Eri ald im Fr bar wird, in einer Ri zu reinigen, ſeken. Man als es Hitze e, vorzüglich ht, mit dielen zuſammenzie⸗ fen Schranken inern Feuer ſo der verlangten leich auch rück⸗ jeder Art von an daſſelbe her⸗ r ſich hat, daß yn werden, be⸗ †.— Hat das nde Stoͤcke mit n werden, um das Feuer die hat und ſich Mittel, ihm dang der Holz⸗ nender Stamm tan wählt dazu cichend breiten „hat man nie⸗ allen und Weg⸗ hwach iſt, theils vergrößern zu Feuer zu 9 fenſchen genug, F man ſich auf en iſt und ſich nüſſen Dickun⸗ werden, wäh⸗ * Naumen zu elfeuer außer⸗ 5 weßhalb an grünen Zwei⸗ hlagen zu kön⸗ enig Menſchen ver, um noch dieß an Wegen en, daß es ſic telle muß jedes⸗ ette Spur von venn dieſe mih⸗ ſo tief gxſochen aſeerpiegel oder — d de⸗ e obere Endbe icht verbrannt; 5. Abſchn. Forſtſchutz. 139 (351) der Boden wird deßhalb ſchon nach einer kurzen Zeit des Bloß⸗ liegens ſehr ſeiner Fruchtbarkeit beraubt. Dazu kommt, daß die Aſche für die erſten Jahre den Graswuchs ſehr befördert, und daher der Anbau nach Verlauf von zwey bis drey Jahren ſehr erſchwert, nach noch längerer Zeit das Gelingen deſſelben immer unſicherer wird. Deßhalb muß der Wiederanbau einer ausge⸗ brannten Stelle ſo ſchleunig, als möglich, erfolgen, wobey es gut iſt, den Boden umzupflügen, oder doch die Saatſtreifen tiefer, wie gewöhnlich, aufzuhacken.— Bey dem Gipfelfeuer verbrennt— bey Holz, was ſchon auch nur die Stärke von Stangenholz erreicht hat— niemals der ganze Stamm, ſon⸗ dern nur die Nadeln und die dünnen Zweige. Das Holz, ſtehen bleibend, verdirbt jedoch ſehr ſchnell, und ein raſcher Einſchlag wird deßhalb dringend nöthig.. 3) Schaden durch Waſſer. Wir können ihn abtheilen: A. in ſolchen, welcher durch flie⸗ ßendes Waſſer, durch Hinwegſpülung von Erde oder Ueberwer⸗ fen mit Gruß, Schutt und Sand entſteht; B. in ſolchen, wel⸗ chen Verſumpfungen herbeyfübren. A. Schaden durch fließendes Waſſer findet Statt: a) durch Ausſpülen und Unterwaſchen der Ufer der Ströme, Flüſſe und Bache. Denſelben an größern, vorzüglich ſchiff⸗ baren Flüſſen zu verhüten, iſt nicht Sache des Forſtmanns, ſondern der Waſſerbaumeiſter, indem dazu häufig ausgedehnte Kenntniſſe der Waſſerbaukunſt gehören. Es iſt ſogar dem Forſt⸗ mann oder Grundbeſitzer in der Regel ſtreng unterſagt, eigen⸗ mächtig etwas zur Sicherung oder Wiederherſtellung der Ufer an ſchiffbaren Flüſſen zu thun, da dieß leicht einen nachtheiligen Einfluß auf die Regulirung des Strombettes haben könnte. Das Nähere darüber beſtimmen die Deich⸗ und Uferordnungen jedes Staats und jedes beträchtlichen Stroms, welche der genau ken⸗ nen muß, welcher mit ſeinen Grundſtücken die Ufer eines ſolchen berührt. Um bey kleinern Flüſſen und Bächen, welche als Pri⸗ vatgewaſſer zu betrachten ſind, Abreißen der Ufer, oder auch Ueberſchüttungen fruchtbarer Grundſtücke mit Schutt und Sand zu verhüten, ſind folgende Maßregeln zu empfehlen: Abräu⸗ mung unterwaſchener Ufer, damit das darauf ſtehende Holz nicht herunterbricht und den Lauf des Waſſers hemmt. Abſtechen ab⸗ brüchiger Ufer, ſo daß eine regelmäßige Doſſirung derſelben her⸗ geſtellt wird, die dann mit Weiden oder andern viel Wurzeln treibenden Strauchhölzern bepflanzt werden muß. Durchſtechen größerer Krümmen, um den gleichmäßigen raſchen Abfall des Waſſers zu befördern, wobey jedoch auch wieder ſorgfältig dar⸗ auf zu ſehen iſt, daß nicht ein zu ſtarkes Gefälle hergeſtellt und dadurch der Fluß reißend, und ſein Bett zu ſehr auswaſchend, wird. Wegraͤumung aller Steine, Stöcke, Baumſtämme, Sand⸗ Länee u. dergl., um eine zu große Aufſtauung des Waſſers zu verhüten.— b) Schaden durch Erd⸗ und Waſſerriſſe an Ber⸗ gen Er iſt im Anfange leicht zu verhüten, wenn ſogleich, ſo⸗ ald im Frühjahre oder bey heftigem Gewitterregen es bemerk⸗ bar wird, daß ſich das an den Bergen herabſtroͤmende Waſſer in einer Rinne zuſammenzieht und dieſe auswäſcht, dieſelbe da, —— 140 Forſtwirthſchaft. (352) wo ſie beginnt, ausgefüllt, bepflanzt und mit einem ſchützenden Damme, der das zuſtrömende Waſſer abweiſt, umgeben wird. Iſt der Erdriß ſchon beträchtlicher, ſo müſſen auch dieſe Arbei⸗ ten eine größere Ausdehnung erhalten, und es muß ein Ab⸗ ſtechen der abbrüchigen Stellen und eine Auspflanzung mit Strauchhölzern damit verbunden werden.— Um die in Bergen ſo ſehr gefaͤhrlichen Erdriſſe zu verhüten, muß an Hängen von beträchtlichem Neigungswinkel eine Abräumung von Holz, eine Auflockerung des Bodens, vor allem aber eine Umwandlung von feſt benarbten Raſenflächen in Ackerland vermieden werden. Bey Culturen, wo Streifenſaat erfolgt, müſſen die Streifen hori⸗ zontal am Berge hingezogen werden, ſo daß das Waſſer darin nicht fortſtromen kann. 6) Auswaſchen der Wege. In Gebirgen iſt dieſer Schade oft ſehr beträchtlich. Er iſt bloß zu verhüten durch un⸗ unterbrochene Aufmerkſamkeit, ſo daß ſogleich eine Beſſerung erfolgt, ſobald er bemerkbar wird. Durch Ziehung eines mit dem Wege parallel laufenden Grabens, in welchem das in den Fahrgleiſen zuſammenlaufende Waſſer durch Querbalken abge⸗ wieſen wird, die in einen ſtumpfen Winkel quer über den Weg ſo eingegraben werden, daß ſie zwar einen zum Abweiſen des Waſſers genügenden Damm bilden, aber doch auch der Fahrbar⸗ keit des Wegs nicht nachtheilig werden. d) Abſpülen der Dammerdenſchicht an den Bergen, durch das Regen⸗ und Schneewaſſer. An den Berghäͤngen hinlaufende Triften, wodurch die Erde fortwährend losgetreten wird, machen dieſe Hänge zuletzt ganz unfruchtbar, indem die losgetretene Erde weggewaſchen wird. Mangel an hinreichender Beſtockung, und daher Mangel an Schutz gegen den herabſtrömenden Regen, iſt ebenfalls Urſache des Abſpülens der fruchtbaren Erdſchicht. Das beſte Mittel, ſie zu erhalten, iſt dichte Bedeckung ſteiler Hange mit Niederwald von kurzem Umtriebe. Eine große Menge Regen verdunſtet dann nicht bloß auf dem dichten Laubdache, ſondern das abgefallene Laub, welches viel Feuchtigkeit verſchluckt, und die vielen dicht ſtehenden Mutterſtöcke verhindern auch, daß das Waſſer nicht an dem Berge herabſtrömen, und Humus und Erd⸗ boden mit ſich fortnehmen kann. B. Verhütung des Schadens durch Verſumpfungen. So un⸗ entbehrlich für das Wachsthum der Pflanzen ein paſſender Feuch⸗ tigkeitsgrad iſt, ſo nachtheilig wird ein zu großer. Sobald als Waſ⸗ ſer den Boden bedeckt und den Zutritt der Luft ausſchließt, ent⸗ wickeln ſich Säuren, die Vegetabilien können wegen mangelnder Fäulniß nicht in vollkommnen Humus übergehen, ſo wie auch der vorhandene ausgelaugt und unfruchtbar gemacht wird. Deßhalb ſind die Verſumpfungen für den Forſtwirth eben ſo verderblich, als für den Landwirth. Sie entſtehen entweder durch Mangel an Abfluß des ſich ſammelnden Waſſers bey undurchlaſſendem Untergrunde, oder durch Sumpfmooſe, welche die Feuchtigkeit aus der Luft aufſaugen, und ihre Verdunſtung verhindern. Man kann oft ſchon der Verſumpfung durch die Erhaltung der vor⸗ handenen Entwäſſerungsanſtalten zuvorkommen, worauf bey nie⸗ drig gelegenen Gegenden die ſorgfältigſte Aufmerkſamkeit gerichtet ſeyn muß. Dazu ſind folgende Gegenſtände zu beachten. Be⸗ aufſichtigung der Müller, Fiſcher, Flößereyberechtigten, damit ziſ licht wide indern. Unter 6 Abzugscand ſe imwer off hatſſt, vorzg zewächſe im I vethindern. d engen, wit dürfen nicht her Entfernu fallen kann. legenden Gie Porfluihgeſet beſiter, welc Den Entwa ein Nibelleme zu ziehenden nach einem zu das Nähere at ſemuflaugende fang derſelben *) Schad 4. Dere der junger keit und eine durch die be deſſelben mi den Wurzel aus der Erde Numen: das iſt und viel Erhaltung der der Auflockern tigkeit wegzuſe tiger anderer wenden, um welche ſeht an der jungen. v) Lrft Führung des 54 de) chirmender Stöcke, um zäͤttlichen ſehr unterw geſehen wer B. Auch dur ſolche 9 und der Ho heſchüzender N. einem ſchütenden „umgeben wird. auch dieſe Arbei⸗ es muß ein Ar⸗ ltäspflanzung wit m die in Vergen s an Häͤngen von g von Holz, eine Umwandlung don den werden. Ao die Streifen her⸗ das Waſſer din zebirgen iſt diee ſerhüten durch me h eine Beſferung iehung eines mit lchem das in den Querbalken abge⸗ her über den Weg um Abweiſen des auch der Fahrbar⸗ n Bergen, durch angen hinlaufende eten wird, wachen n die losgetretene chender Beſtockung, bſtrömenden Regen. htharen Erdſchicht eckung fteiler Hange roße Menge Regen rubdache, ſondern verſchluckt, und in auch, daß das Humus ünd Erd⸗ pfungen. So un⸗ n paſſender Feuch⸗ Sobald als Waß ausſchließt, ent⸗ wegen mangellde ſo wie auch de 1 ui Deßbalh ven ſo verderblih der durch Nangel undurchläſſendem ſe die Feuchtigtit verbindern. Nan Erhaltung der bol⸗ 7, vernif el ni⸗ erkſamteit getictet u beachten. Det etigten, damit erechtgten, 5. Abſchn. Forſtſchutz. (353) dieſe nicht widerrechtlich das Waſſer aufſtauen und ſeinen Abfluß bindern. Unterſagung des Durchtreibens und Durchfahrens durch ie Abzugscanäle und Erbauung von Brücken über dieſelben, um ſie immer offen zu erhalten. Grabenräumung im Sommer und Herbſt, vorzüglich bey trocknen Jahren, Ausziehung der Waſſer⸗ gewächſe im Juny, da dieſe ſelbſt bey offnen Gräben den Abfluß verhindern. Bäume, welche mit ihren Wurzeln die Gräben ver⸗ engen, mit den faulenden hineinfallenden Blättern ſie füllen, dürfen nicht geduldet werden, der Grabenauswurf muß in ſol⸗ cher Entfernung vom Rande liegen, daß er nicht wieder hinein⸗ fallen kann.— Ueber die Erhaltung der auf fremdem Grunde liegenden Gräben, ſo wie über die Ziehung neuer, ſprechen die Vorfluthgeſetze jedes Landes, deren Kenntniß für jeden Grund⸗ beſitzer, welcher Verſumpfungen zu fürchten hat, ſehr wichtig iſt.— Den Entwäſſerungsanſtalten von größerm Umfange muß ſtets ein Nivellement vorausgehen, und es muß eine Projectirung der zu ziehenden Canäle damit verbunden ſeyn, um die Arbeiten nach einem zweckmäßigen Plane richtig leiten zu können, worüber das Nähere am andern Orte.— Die Verſumpfungen durch waſ⸗ ſeraufſaugende Mooſe werden durch Ausſtechung und Wegſchaf⸗ fung derſelben verhindert. 4) Schaden, A. durch Froſt, B. durch Hitze und Dürre. A. Der Schaden durch Froſt entſteht: a) durch Aufziehen der jungen Pflanzen. Bey Boden, welcher viel Feuchtig⸗ keit und eine unbenarbte Oberfläche hat, werden die Bodentheile durch die bey dem Gefrieren des Waſſers erfolgende Ausdehnung deſſelben mit emporgehoben, und auf dieſe Art nicht bloß von den Wurzeln der Pflanze getrennt, ſondern dieſe wird auch ſelbſt aus der Erde herausgedrängt, eine Erſcheinung, die unter dem Namen: das Aufziehen der Pflanzen durch Froſt, bekannt genug iſt, und viel Schaden verurſacht. Mittel, ſie zu verhüten, ſind: Erhaltung der benarbten Oberfläche des Bodens, Vermeidung der Auflockerung derſelben, Entwäſſerung, um die zu viele Feuch⸗ tigkeit wegzuſchaffen. Es ſind dieſelben jedoch ſelten, mannigfal⸗ tiger anderer Rückſichten und Hinderniſſe wegen, genugſam anzu⸗ wenden, um dieſen Schaden zu verhüten. Bey der Fichtenſaat, welche ſehr auf dieſe Art leidet, ſucht man deßhalb das Aufgehen der jungen Pflanzen in ſehr dichten Büſcheln zu bewirken. b) Erfrieren der jungen Pflanzen und Aus⸗ ſchläge. Die Schutzmaßregeln dagegen lehrt der Waldbau. Führung des Hiebes, ſo daß die vorſtehende Holzwand Schutz gegen die Nord⸗ und Oſtwinde gewahrt, das Ueberhalten über⸗ Ahrmender Bäume, das Benutzen ſchützender Steine und alter Stoͤcke, um hinter ihnen zu ſäen, Vermeidung des Anbaues von zärtlichen Holzgattangen in Gegenden, welche dem Froſtſchaden ſehr unterworfen ſind, können als die empfehlenswertheſten an⸗ geſehen werden.. B. Auch gegen die Dürre und Hite ſtehen dem Forſtmann nur ſolche Mittel zu Gebote, die aus der Lehre vom Holzanbau und der Holzzucht entnommen werden müſſen. Das Ueberhalten beſchützender Schirmbäume, das Tiefſäen des Holzſamens, das tiefe V. 23 ͤͤſſöö 142 Forſtwirthſchaft. (654) Aufgraben der Pflanzlöcher, das Bedecken der Saaten mit ſchü⸗ zendem Deckreißig, gehört hierher. 5) Duft, Schnee und Rohreif thut oft ſebr viel Schaden, indem er ſich an die Zweige und Wipfel der Holzpflan⸗ en anlegt, und dieſe entweder niederbiegt oder die Zweige u. ſ. w. urch das daran hängende Gewicht abbrechen. Es iſt dieß in Gebir⸗ gen häufiger der Fall, als in der Ebene, weßhalb man daſelbſt die Anzucht ſolcher Hölzer, welche ſehr darunter leiden, d. h. dieje⸗ nigen mit langer Benadlung und brüchigem Holze, wie z. B. Kiefer und Weihmuthskiefer, vermeiden muß. Außerdem ſichert gegen dieſen Schaden: die Erziebung ſtämmiger Pflanzen durch nicht zu engen Stand, das Untermiſchen von Laubhölzern unter das Nadelholz. Von der Erhaltung der Laßreiſer im Mittel⸗ walde, welche ſehr unter dem Duftbruche leiden, iſt bereits die Rede geweſen.. 6) Der Flugſand iſt in den ſandigen Ebenen des nörd⸗ lichen Deutſchlands oft ſo gefährlich, daß die Verhütung des dadurch entſtehenden Schadens für den Forſt⸗ und Landwirth gleich wichtig iſt. Nicht bloß weil ein flüchtig werdender Sand die eigne Tragbarkeit größtentheils verliert, er überſchüttet auch oft große Strecken fruchtbaren Landes, und raubt ihnen ihre ganze Fruchtbarkeit. Wir beſchränken uns hier, von dem Flug⸗ ſande im Binnenlande zu handeln, da der Bau der Dünen an den Seeküſten die Kräfte des Privaten überſteigt, und daber außer dem Kreiſe dieſer Schrift liegt. Es iſt beſſer, die Entſte⸗ hung einer Flugſandſcholle zu verhindern, als die entſtandene mit großen Koſten wieder zu binden, oder ſtehend zu machen; daher erſt hiervon. 4 Die Urſachen, welche die Entſtehung von Flugſand im Binnen⸗ lande herbeyführen, ſind: a) unvorſichtige Abholzung ſehr armer Sandrücken; b) das Streurechen auf Boden, welcher Neigung zum Flüchtigwerden zeigt;—) das Wüſteliegen ſehr ſandiger Fel⸗ der; d) Viehtreiben, welche über ſandige Hügel ziehen, und wor⸗ in der dem Anprallen des Windes ausgeſetzte Sand immer los⸗ getreten und aufgewühlt wird; e) Unglüͤcksfälle, wie Brand und Inſectenſchaden, wodurch große ſandige Strecken der ſchützenden Holzbedeckung auf längere Zeit beraubt werden. Zu a. Alle unbenarbte Sandhügel in dem Winde freyge⸗ ſtellter Lage dürfen nur durch ziemlich dunkel gehaltene Beſa⸗ mungsſchlaͤge verjüngt werden, und das alte Holz iſt, ſelbſt wenn man dadurch Verluſt an Zuwachs hat, nicht eher auszu⸗ hauen, bis der junge Anflug den Boden genugſam deckt. Die Schläge ſind nicht zu groß unter dieſen Verhältniſſen zu füh⸗ ren, ſo daß die Hügel, wo die Gefahr groß iſt, ſo viel als möglich ſo lange geſchützt durch eine vorliegende Holzwand blei⸗ ben, bis ſie wieder mit jungem Holze bedeckt ſind. Das Auf⸗ lockern des Sandes iſt hier möglichſt zu vermeiden. u b. Wo wegen ſehr ſchlechten Bodens keine weitere Bo⸗ dendecke bemerkbar iſt, als Flechten und Nadeln, kann das Streu⸗ rechen, wegen der Gefahr des Flüchtigwerdens des Sandes, nicht geſtattet werden. Selbſt das Beweiden ſolcher Orte ſollte unter⸗ ſagt ſeyn, um ihnen eine ſchützende Benarbung zu verſchaffen, vie Kobl ln reni Nahtune 30-. W a ürfen in venigſtens 11 tden. 6 ud. U pälche täglich dine Fahtweg den kann, ſir ter denen ein das Wewede Zu e. d ihrem Holzbe ſchnell genug gefährlichſten nig ſchüzen, gen Regel„di nicht ſpaͤter ei ren Sandbau hinſichts allgemeine Re maßigſten wit nem Vntergr haut, del die Sandſche beſſern, die Alle empfoh wie ſie wol anbauen dar ühergehen d Quecken, Sa Die Nege nals den her inmer nur d llegt, zu berhi daß wan vie ſondern viem er wegzeweht Lide d Male in Aa des Sandes Die wi Betreiben, den Sand Im Ei Sandſcholle Es kon ne oder die noch durch hat dieß zu 3) das Saaten mit ſchͤ⸗ uut oft ſehr viel ee der Holzpflan⸗ die Zweige u.. w. iſt dieß in Gebir⸗ man daſelbſt die ſden, d. h. dieje⸗ dolze, wie z. B. Außerdem ſichert Pflanzen durch Laubholzern vnter reiſer in Mittel⸗ in, iſt bereits die Ebenen des nörd⸗ Verhütung des : und Landwirth werdender Sand überſchüttet auch raubt ihnen ihre ,von dem Flug⸗ au der Dünen an teigt, und daber beſſer, die Entſte⸗ 5 die entſtandene tehend zu machen; gſand im Binnen⸗ olzung ſehr armer welcher Neigung ehr ſandiger Fel⸗ iehen, und wor⸗ zand immer los⸗ wie Brand und der ſchützenden a Winde freyge⸗ gehaltene Beſc⸗ Holz iſt, ſehſt nicht eher auszl⸗ aſam deckt. Ne bältniſſen zu füb⸗ iſt, ſo diel als de Holzwand ble⸗ t ſind. Das Wif⸗ eiden. beine weitere Vo⸗ n, kann das Strel⸗ des Sandes, richt Orte ſollte unne⸗ ing zu herſchaffen, 5. Abſchn. Forſtſchutz. (355⁵) was wobl um ſo eher geſchehen kann, als das Vieh darauf doch wenig Nahrung findet. Zu c. Wüſte Felder, welche wegen ihrer ſchlechten ſandi⸗ gen Beſchaffenheit die Beackerungskoſten nicht mehr tragen, müſ⸗ ſen wenigſtens an den ſchlechteſten Stellen mit Holz angebaut werden. Zu d. Ueber ſandige Hügel ſollten gar keine Viehtreiben, welche täglich oder doch ſehr häufig benutzt werden, ſo wie ſelbſt keine Fahrwege geduldet werden. Wo dieß nicht vermieden wer⸗ den kann, ſind ſie menigſtens zwiſchen Zaͤunen zu halten, hin⸗ ter denen ein ſchützender Holzbeſtand erzogen werden kann, um das Wegwehen des aufgewühlten Sandes zu verhindern. Zu e. Wenn große ſandige Striche durch Unglücksfälle von ihrem Holzbeſtande entblößt werden, und es unthunlich iſt, ſie ſchnell genug wieder ganz anzubauen, muß man wenigſtens die gefährlichſten Stellen durch einzelne Kämpe und Anlagen ſchleu⸗ nig ſchützen, und in dieſem Falle lieber von der ſonſt ſo wichti⸗ gen Regel, die Schonungen aneinander zu reihen, abgehen, um nicht ſpäter einen ganz untragbar gewordenen Boden und koſtba⸗ ren Sandbau zu erhalten. 2 Hinſichts, der Bindung des Flugſandes ſind zuerſt folgende allgemeine Regeln anzuführen. Jede Sandſcholle wird am zweck⸗ mäßigſten mit Holz, und in der Regel mit der Kiefer bey trock⸗ nem Untergrunde, mit der Weide und Pappel bey naſſem, ange⸗ baut, weil dieſe Hölzer ſich am leichteſten darauf ziehen laſſen, die Sandſcholle am dauerhafteſten binden, und am mehrſten ver⸗ beſſern, die Koſten des Anbaues noch am erſten wieder erſetzen. Alle empfohlene andere Sandgewächſe, ſie mögen Namen haben, wie ſie wollen, ſind nur da anzuwenden, wo man kein Holz anbauen darf, wie z. B. in der Nähe von Windmühlen. Wir übergehen daher den Anbau der Sandgewächſe, wie Sandhafer, Quecken, Sanddorn u. ſ. w. ganz mit Stillſchweigen. Die Regel bey jedem Sandbaue im Binnenlande iſt: nie⸗ mals den herangeweheten Sand aufhalten zu wollen, ſondern immer nur das Wegwehen des Sandes von der Stelle, wo er liegt, zu verhindern. Daraus entwickelt ſich von ſelbſt die Lehre: daß man niemals dem treibenden Sande entgegen bauen darf, ſondern vielmehr die Stellen zu befeſtigen ſuchen muß, von wo er weggeweht wird. Eine dritte Regel iſt: niemals größere Stellen mit einem Male in Anbau zu nehmen, als man ganz gegen das Wegtreiben des Sandes ſchützen kann.. Die vierte Regel iſt: daß alle Sandſchollen ſorgfältig gegen Betreiben, Durchfahren und Reiten geſchützt ſeyn müſſen, um den Sand nicht aufzurühren.. Im Einzelnen wird ſich das Verfahren bey dem Anbaue der Sandſchollen folgendermaßen kurz darſtellen laſſen. Es kommt vor allem darauf an, zu verhindern, daß der Sa⸗ me oder die eingeſetzten Pflanzen weder vom Sande überſchüttet, noch durch das Wegwehen deſſelben bloßgelegt werden. Man hat dieß zu verhindern folgende Mittel: a) das Aufpflügen des Sandes; 23* ——— ſſ Forſtwirthſchaft. (356) b) das Bedecken mit Reisholze, Schilfbuͤndeln, Lehm, Schutt, Kurj oder andern dem Winde Widerſtand leiſtenden Gegen⸗ änden; 31 c) das Umgeben und Durchſchneiden der Sandſcholle mit äunen; d) das Bepflanzen mit in Reihen ziemlich dicht geſetzten Pfüenzen und Stecklingen, welche groß genug ſind, um ſich ſelbſt zu ſchützen.. Zu a. Das Aufpflügen des Sandes genügt, vorzüglich wenn von der Windſeite her noch ein ſchützender Zaun vorgezo⸗ gen wird, auf Ebenen, bey geringer Ausdehnung der Sand⸗ ſcholle, und ſo lange auf derſelben noch keine muldenförmig aus⸗ geweheten Vertiefungen(Sandkehlen) bemerkbar ſind.— Der Zweck dabey iſt, der Sandſcholle eine ungleiche Oberfläche zu ge⸗ en, und dadurch das Forttreiben des Sandes zu verhindern. Deßhalb läßt man auch jedesmal zwiſchen zwey Furchen die Breite einer Furche ungepflügt ſtehen, was man Fahre um Fahre pflügen nennt, da dadurch die Kämme der Furchen ſchärfer her⸗ vortreten. Die Richtung derſelben iſt ſo, daß ſie Front gegen den Windſtrich machen, mit welchem der Sand gewohnlich fort⸗ treibt, alſo in der Regel werden ſie von Norden nach Süden zu laufend gezogen. Nur bey feuchtem Sande erhalten ſich die Fur⸗ chen, bevor ſie durch den Wind ausgeglichen werden, lange genug, um den Samen vorher aufgehen zu laſſen. Man waͤhlt deßhalb das zeitige Frühjahr, um das Aufpflügen vorzunehmen, mit dem, wie ſich wohl von ſelbſt verſteht, das Ausſäen des Kieferſamens ſogleich verbunden werden muß. Dieſer wird ſtärker, als es bey Kieferſaaten ſonſt nöthig iſt, da man 12 bis 14 Pfund pro Morgen nehmen kann, in die Furche geſtreut. Seine Bedeckung geſchieht, indem man ihn mit zuſammengebundenen Zweigen nur leicht überkehrt; denn die ſtarkere Bedeckung mit Sande geſchieht oft nur zu bald und hoch genug durch den Wind. Zu b. Größere Sandſchollen, vorzüglich die Kämme und Gipfel der Sandhügel und die Sandkehlen, bedeckt man entweder ganz, ſtreifen; und ſtellenweis mit Gegenſtänden, welche das Weg⸗ wehen des Sandes hindern und die dahinter oder darunter auf⸗ Pachſenden Pflanzen beſchützen. Das gewöhnliche Material zur Deckung beſtehet aus Nadelholzzweigen, theils, weil dieß in der Regel das wohlfeilſte iſt, indem nach einigen Jahren ſelbſt das Holz noch zu Feuermaterial benutzt werden kann, und in der größten Menge zu haben iſt, theils weil darunter die jungen Pflanzen am beſten geſchützt ſtehen und wachſen können. Doch iſt jede andere Decke, welche nur das Fortwehen des Sandes verhindert, ebenfalls brauchbar, wenn auch kein Same unter ihr aufgehen kann. Man breitet ſie dann ſtreifenweis über den Sand und ſäet zwiſchen dieſen Streifen den Samen aus.— Selbſt mit Reisholz deckt man nur an den allergefährlichſten Stellen die ganze Oberfläche, z. B. in den Sandkehlen. Außer dieſen und den Gipfeln der Sandhügel, genügt es ſchon ſtreifenweis mit ausgelegtem Reisholze, welches ſtets ſo gelegt wird, daß das ab⸗ gebrochne Ende gegen den Wind zu liegt, zu durchſchneiden. Die Streifen macht man 3 bis 5 Fuß breit; über die Entfernung, in welcher ſie aus einander ſeyn dürfen, läßt ſich nichts Beſtimmtes fagen, indem dieß von dem Grade der Flüchtigkeit der Sandſcholle 1 V dännt.Alh nauchen; ofti deß er Front lunge das Oe dinn ausgeleg unmöglich iſt, Detkreißig anz äder bis auf taentlichen S Endſchollen, werden ſoller zellengten Ki einen halben ſchadet nichts rechen deſelh iſt. Dieſe ſta zen einen ti ein feuchtes rict gefahrlc rißmäßig betr ſaaten ſind fü indem der za Schuypen nic Samens wit thunlich i. Zu. d und Aufregu wo möglich zaunt auch Treiben ein, Zugleich hab liegenden Ea ſte denn auch bon Zaunruthe Gegenden die mende Holzga ſchwache Dure — Dohyenſta zu habende. nutztt werden. durch die zäu ſelben, ſonder zum Schuhe darauf, die hoch einzuze hen des Sa beſonders; gen den Wit Vindſtrich ne und dieſe weder in Hu delache, i tenſchut zu zend vorhan 7, Lehm, S eiſtenden dhut, Sandſcholle mit ch dicht geſetzen n, un ſich ſelbſt dügt, vorzüglich der Zaun uigis dnung der Sand⸗ ruldenförmig aus⸗ ar ſind.— Der Oberfläche zu ge⸗ es zu verhindern. wey Furchen die Fahre um Fahre chen ſchärfer her⸗ ſie Front gegen gewohnlich fort⸗ mnach Süden zu lten ſich die Fur⸗ den, lange genug, an waͤhlt deßhalb gehmen, mit dem, des Kieferſamens ſtärker, als es bey Pfund pro Morgen edeckung geſchieht, weigen nur leicht unde geſchieht oft die Kämme und kt man entweder welche das Weg⸗ der darunter auf⸗ che Material zur weil dieß in der Jahren ſelbſt das ann, und in der runter die jungen ſen können. Doch behen des Sandes in Same untet iht deis über den Eind aus.— Sellſt nit lichſten Stelln die Außer dieen und on ſtreifenweis mit twind, daß das ah⸗ durchſchneiden. Die die Entfemung, in nichts Beſtimmte feit der Sandſchole 5. Abſchn. Forſtſchutz. (357) abhäͤngt. Dichter als fünf Fuß auseinander werden ſie ſe brauchen; oft iſt es hinreichend, wenn alle 25— 30 Wiettewanrſeen ſo daß er Front gegen den Windſtrich macht, ausgelegt wird. So Lunge as Deckreißig nicht eingewehet wird, iſt es auch nicht zu ünn ausgelegt. Hieraus wird ſich auch von ſelbſt ergeben, daß es unnöglich iſt, etwas Beſtimmtes über die erforderliche Menge an 4 reißig anzugeben. Sie kann von 4— 5 zweyſpännige Bauer⸗ fuder lbſs auf 40 ſteigen. Letztere Zahl iſt jedoch nur für die Barn ichen Sandkehlen nöthig. Vortheilhaft iſt es auch, ſolche 3 ſchollen, welche gedeckt und dadurch zum Stehen gebracht ver en ſollen, vorher aufpflügen zu laſſen und mit gutem aus⸗ ge engten Kieferſamen zu beſäen, welcher denn aber wenigſtens kinen halben Zoll hoch, ſelbſt Ein bis Ein und ein balber Zoll chadet nichts, mit Sande bedeckt werden muß, da auf das Ein⸗ kechen deſſelben bey gedachten Sandſchollen weniger zu rechnen iſt. Dieſe ſtarke Bedeckung des Samens iſt nöthig, um den Pflan⸗ zen einen tiefen Stand zu verſchaffen und den Samenkorne ein feuchtes Keimbett zu ſichern; ſie iſt auf dem lockern Sande nicht gefährlich, da der Zutritt der Luft, ſelbſt noch in verhält⸗ nißmaßig beträchtlicher Tiefe, hinreichend Statt findet. Zapfen⸗ ſanten ſind für den Anbau der Sandſchollen nicht zu empfehlen, 5n em der Zapfen leicht vom Sande bedeckt wird, und dann die Schuppen hicht bfſnet ,auch das Kehren und Ueberdecken des danc e oden, vorzüglich bey gedeckten Flächen, nicht gut Zu c. Schon um die Sandſcholle gegen jede Beunruhigun und Aufrrqunig des Sandes zu ſchützen, umgiebt man ſie nicht bro vo möglich mit einem 4—5 Fuß hohen Flechtzaune, ſondern eunt auch die unentbehrlichen durchführenden Fahrwege und reiben ein, um ſie auf einen beſtimmten Raum zu beſchränken. Augleich haben aber auch dieſe Zäune den Zweck, den dahinter iegenden Sand gegen das Wegwehen zu ſchützen, weßhalb man ſie denn auch von Flechtreißig macht. Man kann dazu jede Art Ben Zaunruthen gebrauchen, da jedoch in der Regel in ſandigen egenden die Kiefer beynahe immer die am häufigſten vorkom⸗ mende Holzgattung iſt, ſo verwendet man dazu gewöhnlich das lchwache Durchforſtungsholz aus 20 bis 30jahrigen Dickungen — Ahnenſtangen— als das wohlfeilſte und in größter Menge zu ha ende. Zu Pfählen kann das ſtärkere Durchforſtungsholz be⸗ nubt werden Von dem Zwecke, welchen man durch die Ziehung 3 hdie Zäune erreichen will, hängt nicht bloß die Richtung der⸗ ſe ne ſonder auch ihre Menge oder Größe ab. Sollen ſie bloß zum uße gegen Beunruhigung dienen, ſo beſchränkt man ſich 1 auf, ie Rander, Wege und Triften etwa 3 bis 3½ Fuß hachdenauzlmnen, In ſofern dadurch aber zugleich das Fortwe⸗ hen es Sandes verhindert werden ſoll, ſind noch einige Regeln e unders zu beachten. Zwar müſſen dann die Zäune Front ge⸗ gen den Wind machen, welcher den Sand forttreibt; allein da der indſtrich ſich ſelten feſt beſtimmen laͤßt und nicht immer genau ei⸗ ne und dieſelbe Richtung beybehält, ſo macht man die Zäune ent⸗ 35 f. in Hufeiſenform, oder bricht ſie, nach Maßgabe der Geſtalt ber F äche, in einem ſtumpfen Winkel, um ſich den nöthigen Sei⸗ enſchutz zu verſchaffen und einem aus abweichender Himmelsge⸗ gend vorhandnen Winde zu begegnen. Die Höhe der zu dieſem Forſtwirthſchaft. (358) Zwecke gezogenen Zäune iſt gewöhnlich 4—5 Fuß; eine größere würde unpaſſend ſeyn, da man dabey nicht im Stande wäre, dem Zaune die nöthige Feſtigkeit zu geben. Wie weit ein ſolcher Zaun as Wegwehen des Sandes verhindert?— dieß hängt von der Form der Oberfläche der Sandſcholle und der Beweglichkeit des Sandes ab. Auf Ebenen und nicht ſehr beweglichem Sande kann der dadurch erlangte Schutz ſich bis auf 50 und mehrere Ruthen weit erſtrecken, an Bergen und bey Sandkehlen oft kaum bis auf 8 und 10 Ruthen. Den Sand, wo er ſehr beweglich iſt, bloß durch dieſe ſogenannten Coupirzäune befeſtigen zu wollen, iſt alle⸗ mal zu koſtbar, und man verbindet vortheilhafter das Ausbreiten von Deckreißig damit. Deßhalb begnügt man ſich in der Regel, die Zäune rund um die Sandſcholle zu ziehen, und dieſe dann noch, wenn ſie groß iſt, ein oder weymal mit ihnen zu durch⸗ ſchneiden, die übrige Deckung aber durch Deckreißig zu bewirken. Zu g. Seit man durch die Erfahrung belehrt iſt, daß die ungen Kiefern ſich mit ſo großer Sicherheit verpflanzen laſſen, dat man haͤufig mit Erfolg angefangen, die Bindung nicht zu ge⸗ fährlicher Sandſchollen durch Bepflanzung mit ſolchen Pflänzlin⸗ ten zu verſuchen, welche ſchon im Stande ſind, ſich ſelbſt zu ſchützen. Das Verfahren dabey iſt folgendes. Die Pflanzzeit iſt im Frühjahre, wo der Sand noch feucht iſt, bis zum völligen Aufbruche der Knospen, oder im ſpäten Herbſte. Man hebt 4 bis 6jährige, im freyen Stande erzogene, vollkommen geſunde Pflanzen ſo tief aus, daß die Pfahlwurzel ganz herausgenommen wird. Je länger dieſe iſt, deſto ſicherer iſt das Gedeihen der Pflanzung, weßhalb man auch nur Pflanzen von lockerm tief⸗ gründigen Boden wählt. Die Pflanzlöcher werden erſt in dem Au⸗ enblicke geſtochen, wo die Pflanze eingeſetzt werden ſoll, da ſonſt die Waͤnde derſelben trocken werden und einfallen würden. Man gebraucht hierzu am beſten den Pflanz⸗ oder Hohlſpaten, da ſie ſo tief ſeyn müſſen, als die Pfahlwurzel lang iſt. Das Einſetzen der Pflanzen geſchieht ganz, wie oben gelehrt wurde, nur iſt hierbey noch zu bemerken, daß die Pflanzung ſtets rei⸗ henweis, die Reihen nur zwey bis drey Fuß von einander ent⸗ fernt, die Pflanzen aber in ihnen nur ein bis zwey Fuß ausein⸗ ander eingeſetzt werden. Bey Sandkehlen und an ſehr gefähr⸗ lichen Stellen, legt man zu mehrerem Schutze zwiſchen ihnen Reisholz aus.. Im Fall eine Sandſcholle mit Pappeln⸗ oder Weidenſtecklin⸗ gen bepflanzt werden ſoll, zu deren Gedeihen jedoch durchaus ein feuchter Untergrund vorausgeſetzt werden muß, ſo wird die ge⸗ wöhnliche beſchriebene Neſterpflanzung dazu angewandt, die in dem Maße dichter gemacht wird, je flüchtiger der Sand iſt. Jede größere Sandſcholle, welche nur erſt in mehreren Jahren gngebaut werden kann, muß vermeſſen werden, theils um im Stande zu ſeyn, auf dem aufgenommenen Plane den regelmäßig fortſchreitenden Bau, die Ziehung der Zäune u. ſ. w. projectiren u können, theils weil man ohnedieß nicht würde im Stande ſeyn, en Koſtenaufwand und Bedarf an Materialien zu überſehen. Daß bey dieſer Vermeſſung der Windſtrich, die vorhandenen Sandkehlen, die genaue Elevation der Berge und alle andern bey dem Sandbau beachtungswerthen Dinge berückſichtigt und aif die Karte zafäheung. ) Inſe dtter etſtet n bier umſt dehhötzer, un dun die erſte durch den B ſeben auch ve gerſtören au das grühe; was leicht nicht ſo der cher dadure wädd, iſt the hein Mittel Inſecten, we zanz unbeach ſam Nade deln. Kiine I forwwährend achtet, ſo l kanen Scha⸗ daß ihre Er ihre Verme daß ſie fü ſind vorzu⸗ rung; 0) nähren. Die N zur geit ihn Inſecten, d. gatten, oder det eigentlich terung überi mie und K Hinſicht etwe it wocne, Forſtinſecten chen dieſt; der Inſetten Fur de in dieſen iſ ſtets hinre jedoch nur wenig kran Vermehrun viel Holz Reignet iſt, — *) Eine da die. Gott uß; eite grißere tande wäͤrt, dem ein ſolcher Zaun bängt von der Veveglichkeit des ſchem Sande kann wehrere Ruthen oft kaum bis auf weglich iſt, bloß. wollen, iſt alle: er das Ausbreiten ſich in der egel „ und dieſe dann tihnen zu durch⸗ isig zu bewirken. ehrt iſt, daß die erpflanzen laſſen, ung nicht zu ge⸗ olchen pflänzlin⸗ d, ſich ſelbſt zu Die Manzzeit iſt bis zum dölligen te. Man hebt 4 kommen geſunde herausgenommen das Gedeihen der von lockern titf en erſt in dem Au⸗ werden ſoll, da einfallen würden. Oder Hohlſpaten, el lang iſt Das gelehrt wurde, anzung ſtets rei⸗ on einander ent⸗ pey Fuß ausein⸗ an ſeht gefähr⸗ wiſchen ihnen er Weidenſtecklin⸗ doch durchaus ein „ſo wird die ge⸗ ngewandt, die ſ der Sand iſt nwehreren Ihren en, theils um i ne den regelmäßig 1. ſ. w. vrjettien de im Stunde ſeyn⸗ lien zu überſehen. „die borhandenen und alle andern berütkſichtigt und 5. Abſchn. Forſtſchutz. 147 (359) auf die Karte getragen werden müſſen, bedarf wohl kaum einer Anführung.. 7) Inſectenſchaden. Der Schade, welcher durch In⸗ ſeeten entſteht, iſt zu bekannt, als daß es nöthig ſeyn dürfte, ihn hier umſtändlich darzuthun. Er betrifft vorzüglich die Na⸗ delhölzer, und unter dieſen vor allen die Kiefer und Fichte, wo⸗ von die erſtere ſehr unter dem Raupenfraße leidet, die andere durch den Borkenkäfer angegriffen und beſchädigt wird. Zwar leben auch viele Inſeeten von den Blättern des Laubholzes, oder zerſtören auch deſſen abſterbendes Holz, ſelbſt auch theilweis das grüne; allein der Verluſt der Blätter wird dem Laubholze, was leicht wieder neue entwickelt und nicht dadurch erkrankt, nicht ſo verderblich, als dem Nadelholze, und der Schade, wel⸗ cher dadurch entſteht, daß das Holz im Stamme beſchädigt wird, iſt theils nicht ſo ſehr beträchtlich, theils kennen wir noch kein Mittel, ihn zu verhüten. Wir laſſen daher auch hier die Inſecten, welche vom Laubholze leben und es angreifen, auch Lanz unheachtet, und beſchranten uns darauf, vom Inſectenſcha⸗ den im Nadelholze und den Mitteln, ihn zu verhüten, zu han⸗ eln. Keine Art von Inſecten verſchwindet ganz, ſie ſind alle fortwährend vorhanden, werden jedoch nicht bemerkbar und be⸗ achtet, ſo lange ſie nur bey ſo geringer Menge da ſind, daß ſie keinen Schaden thun. Treten jedoch ſo günſtige Umſtände ein, daß ihre Entwickelung beſonders begünſtigt wird, ſo erfolgt auch ihre Vermehrung ſchnell, bis zu einer ſo ungeheuren Ausdehnung⸗ daß ſie fürchterliche Verheerungen anrichten. Dieſe Umſtände ſind vorzüglich: a) günſtige Witterung; b) Ueberfluß an Nah⸗ rung;) Sicherheit gegen andere Thiere, die ſich von ihnen nähren. Die Witterung hat auf die mehrſten Inſecten nur Einfluß zur Zeit ihrer Verwandlung, wenn ſie ſich als vollkommene Inſeeten, d. h. als Schmetterlinge, Käfer, Fliegen u. ſ. w. be⸗ gatten, oder zur Zeit der Häutung der Raupen. Daher entſchei⸗ det eigentlich auch nur die zu dieſen Zeitpuncten eintretende Wit⸗ terung über ihre Vermehrung. Man muß deßhalb die Oekono⸗ mie und Lebensart der Inſecten genau kennen, um in dieſer Hinſicht etwas vorausbeſtimmen zu wollen*). Im Allgemeinen iſt trockne, warme, windſtille Witterung der Vermehrung der Forſtinſecten zuträglich, weßhalb vorzüglich nach Sommern, wel⸗ chen dieſe Witterung eigen geweſen iſt, auf die Vermehrung der Inſecten zu achten iſt. Für die Raupen iſt, wo ausgedehnte Wälder ſind, und nur in dieſen iſt überhaupt in der Regel Inſectenſchaden zu fürchten, ſtets hinreichende Nahrung vorhanden. Der Borkenkäfer kann jedoch nur in kranken Stämmen ſich entwickeln. So lange daher wenig krankes Holz in den Waldern vorhanden iſt, iſt auch ſeine Vermehrung beſchränkt. Wenn aber z. B. durch Windbruch ſehr viel Holz in den Zuſtand, worin es für ſeine Entwickelung geeignet iſt, verſetzt wird, ſo nimmt ſeine Vermehrung bald über⸗ ¹) Eine dazu ſehr empfehlenswerthe Schrift iſt: Bechſteins Forſtinſectolo⸗ gie. Gotha 1818, bey Hennings. 148 3 Forſtwirthſchaft. (360) hand. Er ſtürzt dann ſchaarenweis auf die geſunden Bäume, bohrt dieſe an und durchnagt die Baſthaut, wodurch dieſelben wenigſtens für die nachfolgenden Schaaren benutzbar, d. h. in einen krankhaften Zuſtand verſetzt werden, wenn auch die erſten den Zweck nicht vollkommen erreichen und ihre Eyer darin ab⸗ legen können, was jedoch auch noch als unentſchieden anzuſehen iſt, ſobald der Baum durch die große Zahl dieſer Inſecten zu⸗ gleich an allen Orten angebohrt und dadurch ſehr ſchnell krank⸗ haft wird. So iſt die ungewöhnliche Vermehrung dieſer, ausge⸗ dehnte Waldſtrecken verheerenden Fichtenzerſtörer eben ſowohl anfangs Folge des krankhaften Zuſtandes der Bäume, als ſpäter Urſache des Abſterbens derſelben. Bey dem gewöhnlichen Laufe der Dinge verhindern ſchon die Thiere, welche ſich von den Inſecten nähren, eine zu ſtarke Vermehrung derſelben. Wenn dieſe aber von dem Menſchen vertilgt werden, ſo wird dadurch die Inſectenvermehrung unge⸗ mein begünſtigt. Mit einem Pärchen, welches heute verzehrt wird, werden alle die Millionen getödtet, welche nach Verlauf von wenig Jahren ſie als ihre Stammältern betrachten können. Deßhalb ſind auch, ſo weit dieß von dem Menſchen ab⸗ hängt, alle Thiere zu ſchonen, und ihre Vermehrung iſt möglichſt zu begünſtigen, welche zur Verminderung der ſchädlichen Wald⸗ inſeeten beytragen. Eine Menge Raubkafer, Raubfliegen, Schlupf⸗, Zehr⸗ und Mordwespen ſind vorzüglich beſchäftigt, alle Raupen aufzuſuchen und zu vertilgen;— leider iſt uns kein Mittel be⸗ kannt ihre Vermehrung zu befördern. Dagegen wiſſen wir von den mehreſten kleinern Vögeln und den Ameiſen, daß ſie zur Ver⸗ minderung der Inſecten eifrig mitwirken und dieſe können wir ſchonen und ſchützen; ſollten es auch mehr thun, als es geſchieht, da der Nutzen, den ihre Tödtung gewährt, ſo gering iſt. Andere Thiere, als wilde Schweine, Füchſe, Marder, Iltis nähren ſich zwar auch theilweiſe von Inſecten; allein der Schade, den ſie auf andere Art thun, iſt überwiegend gegen den von ihnen in dieſer Hinſicht zu erwartenden Gewinn, und ſie können deßhalb auf keine Schonung Anſpruch machen. Nur unter zwey Bedingungen kann der Menſch hoffen, der ſo verderblichen, immer mehr uͤberhand nehmenden Vermehrung der Waldinſecten Schranken zu ſetzen: 1) daß die Mittel allgemein, mit vereinten Kräften, ange⸗ wmandt werden;. 2) daß ihre Anwendung vorzüglich gleich im Anfange erfolgt, wo deine ungewöhnliche Vermehrung der Inſecten bemerkbar wird. Einen einzelnen Wald kann man nicht ſchützen, ſobald in allen andern ihn umgebenden Wäldern, die ſich ſchnell und weit verbreitenden Inſecten ſich ungehindert vermehren können. Um nur 10,000 Morgen rein abſuchen und von Raupen rei⸗ nigen zu können, dazu gehören mehr Kräfte, als wenigſtens der einzelne Forſtbeſitzer in der Regel aufzuwenden vermag. Die Menſchen müſſen ſich bey dem Kampfe gegen Naturübel von dieſer Ausdehnung gegenſeitig unterſtützen, wo die Kräfte des Einzelnen nicht ausreichen, das iſt der erſte Zweck des geſell⸗ ſchafrlichen und bürgerlichen Verbandes. gur in Ar Nr Inſecten zu ſe bis zur Un diben die une waurch licht trricht hat, d hende Verme Vermehrung 1953 Billione nuß das une ſchadliche J es noch wer ſie ſich ung Kennze in einer M muß, ſind: 1) Bey welche 2) Bey d ¹) das auf lichten die des K Kuchtfeuet habeylocke b) D erſten am den Koth wenn ſie ſind. D Frühjahr ¹) E ein krant weitem ein d) Da den Käfer Man Raupen d Verichwen nuhloſen eigene de derſelben den beſo dige Vei tenswert tigſte in Verfolg Forſtinſe Oek mestes: tenwaͤlde —= *) Das lig ben ſunden Piume, durch dieſelben obar, d. h. in auch die erſten Eher darin ab⸗ ſeden anzuſehen er Inſetten zu⸗ ſchnell krank⸗ dieſet, ausge⸗ teben ſowohl ume, als ſpͤter 4 eerhindern ſchon —, eine zu ſtarke dem Menſchen mehrung unge⸗ heute verzehrt ee nach Verlauf rachten können. Menſchen ab⸗ ng iſt möglichſt ädlichen Wald⸗ iegen, Schlupf⸗, gt, alle Raupen kein Mittel be⸗ wiſſen wir von daß ſie zur Ver⸗ dieſe können wir als es geſchieht, ring iſt. Andere ltis nahren ſich Schade, den ſie en bon ihnen in können deßhalb ſch hoffen, der en Vermehtung Ktäften, ange⸗ Anfange erfolzt, gecten bewerkbar hüben, ſobald in ſchnell und wel mmehren können, von Naupen kei⸗ , alb wenigſtens uwenden vermag. gen Neturübel bon vo die Kräfte 5 eZwetk des geſell⸗ 5. Abſchn. Forſtſchutz. 149 361 Nur im Anfange, wo weder die Verbreitung, noch 21, der Inſecten zu groß iſt, reichen die Kräfte, der Geſellſchaft hin, ſie bis zur Unſchädlichkeit zu vertilgen. Mehrere Schriftſteller haben die ungeheure Vermehrung berechnet, welche möglich iſt, wodurch leicht zu erweiſen iſt, daß, wenn dieſe den höchſten Grad erreicht hat, der Menſch zu ſchwach iſt, eine irgend Erfolg verſpre⸗ chende Verminderung vorzunehmen. Müller hat die mögliche Vermehrung der Afterraupe von einem Pärchen in 10 Jahren zu 1953 Billionen, eine kaum denkbare Zahl, nachgewieſen. Deßhalb muß das unabläßliche Bemühen darauf gerichtet ſeyn, ſo wie ſich ſchädliche Inſecten im Walde zeigen, ſie zu vernichten, ſo lange es noch wenige ſind, weil man es nicht mehr vermag, ſobald ſie ſich ungehindert haben vermehren können. Kennzeichen des Vorhandenſeyns der ſchädlichſten Inſecten in oner Menge, daß man auf ihre Vertilgung Bedacht nehmen muß, ſind: 1) Bey dem Borkenkäfer einzelne trocken werdende Bäume, welche von demſelben angebohrt ſind. 2) Bey den Raupen. a) das Schwärmen der Nachtfalter bey ruhigen Abenden auf lichten geſchützten Stellen, wozu man in der Schwärmzeit, die des Kieferſpinners und der Nonne iſt Juny und July, Fenehifenen anzünden laſſen kann, welche ſie durch ihren Schein erbeylocken. 3 b) Das Daſeyn der Raupen und Puppen, wovon ſich die erſten am leichteſten durch ihren unter den Bäumen liegen⸗ den Koth entdecken laſſen, die zweyten nur bemerkbar werden, wenn ſie in einem in die Augen fallenden Geſpinnſte befeſtigt ſind. Den rauhen Kieferſpinner ſucht man auch im Winter und Frühjahre in ſeinem Winterlager auf. c) Ein bemerkbarer Mangel an Nadeln, wodurch die Bäume ein krankhaftes, durchſichtiges Anſehen erhalten, der Wald von weitem eine in das Graue ſpielende mattgrüne Farbe erhält. d) Das Zuſammenziehen vieler von den Raupen ſich nähren⸗ den Käfer und Vögel in einem Forſte*). Man hat verſucht, allgemeine Mittel zur Vertilgung der Raupen vorzuſchlagen; dieß kann aber nur zu einer zweckloſen Verſchwendung von Kräften führen, und muß häufig zu ganz nutzloſen Maaßregeln veranlaſſen, denn jedes Inſect hat ſeine eigene Oekonomie, ſeine eigenen Feinde, und aus der Kenntniß derſelben allein laſſen ſich die Mittel zur Vertilgung eines je⸗ den beſonders entwickeln. Es fehlt hier an Raum, eine vollſtän⸗ dige Beſchreibung aller dem Forſtwirthe und Forſtbeſitzer beach⸗ tenswerthen Inſecten zu geben; weßhalb wir uns auf das wich⸗ tigſte in dieſer Hinſicht beſchränken müſſen, und zur weitern Verfolgung dieſes Gegenſtandes die ſchon erwähnte: Bechſteins Forſtinſectologie, empfehlen. Oekonomie und Vertilgungsmittel des Borkenkäfers, Der- mestes typosraphus(Linn.). Es iſt dieß Inſect nur in Fich⸗ tenwäldern(Rothtanne, Pinus picea, du Roi) zu fürchten. Es *) Das Nähere darüber in Pfeil über Inſeetenſchaden in den Wäͤldern. Ber⸗ lin bey Bock, 1827. 4 eſtwirt t. (g62) Forſtwirthſchaf iſt ein behaartes, walzenförmiges Käferchen, 2 bis 2 ½ Linie lang, hat längliche ſchwarzbraune Augen, kleine, am Ende keulenför⸗ mige Fühlhörner, Kopf und das erhabene Bruſtſchild ſind bey⸗ nahe ſo lang, als der ganze übrige Leib, die hohlpunctirten Flü⸗ geldecken werden nach hinten zu breiter, die ſechs Füße ſind dick, dornig, die Farbe iſt anfangs roſtgelb, ſpäter ſchwarzbraun. Die 3 Linien lange Larve hat 6 Füße, iſt anfangs weiß, bekommt bald einen gelblichen Kopf und röthlichen Rückenſtreifen. Der Kafer erſcheint nicht zu einer beſtimmten Zeit, jedoch am häufigſten im May und Juny. Er bohrt ſich, am liebſten in der Mitte der nicht zu alten Bäume ein, indem er ein Loch von der Stärke einer maͤßigen Stricknadel durchfrißt, wobey ihn das herabfallende Rindenmehl leicht verräth, legt ſeine Eyer in der Baſthaut ab, welche die daraus hervorkommenden Larven ganz zernagen und dadurch den Baum tödten. Vertilgungsmit⸗ tel ſind: Sorgfaltiger Einſchlag alles abſterbenden Holzes, vor⸗ züglich der Windbruͤche, das Schälen des im Walde liegen blei⸗ benden, im Winter gefällten Stammholzes, z. B. Bauholz, Bretklötze, ehe der Käfer ſich darin vermehren kann. Tödtung der in den angeſteckten Bäumen befindlichen Larven durch Ab⸗ ſchälen der Rinde. Das Fällen von einzelnen grünen Bäumen im May, Juny, July, die man ſo lange in der Rinde liegen läßt, bis die im Walde befindlichen Borkenkäfer ſich auf ihnen eſammelt und ſich in ſie eingebohrt haben, wo man ſie dann fhaͤlt, um die in ihnen ausgekommenen Larven zu tödten. Oekonomie u. ſ. w. des großen rauhen Kiefernſpinners, Pha- laena Bombyx pini, Der Schmetterling erſcheint Ende Juny, July, bis Anfang Auguſt. Er iſt 1 bis 1 ⅞ Zoll lang, 2 ½ bis 3 Zoll breit, der Hinterleib eyrund, die heruntergeklappten Flügel liegen überein⸗ ander geſchoben auf, wenn er ſitzt, die Vorderflügel haben in der Mitte einen weißen dreyeckigen Fleck; während die Farbe al⸗ ler vier ſtumpfgezähnten Flügel bald aſchgrau, bald roſtbraun, bald in 4 Felder getheilt, bald einfarbig iſt. Der Hinterleib iſt grau oder gelb, die Fühlhörner des Männchens kammförmig, die des Weibchens borſtenartig, roſtfarben. Der Kopf iſt wie das Bruſtſtück aſchgrau in das Röthliche fallend, die Beine ſind gelblichbraun. Auch die Farbe der Raupe iſt verſchieden, gewöhnlich grau⸗ braun marmorirt; doch iſt ſie leicht kenntlich an dem braunen⸗ Kopfe, den zwey blauen Einſchnitten hinter dem dritten und vierten Ringe vom Kopfe ab, unter welchen ſie rothe Puncte, ſo wie über dem vorletzten Ringe einen Warzenbüſchel hat. Sie hat 16 Füße, erreicht eine Länge von 4 Zoll und betraàchtliche Dicke. Der 14— 1;3 Zoll lange Kokon hat ein dichtes Geſpinnſt, iſt gewöhnlich in die Ritzen der Rinde geklebt und die darin be⸗ findliche Puppe 1 bis 1½ Zoll lang, iſt ſchwarzbraun, am Hin⸗ terleibe mit röthlichen Einfaſſungen.. Die Raupe hält ſich am liebſten auf Kiefern von mittlerm und höherm Alter, auf trocknem Boden, von nicht zu üppigem Wuchſe auf. Sie kriecht im Auguſt und September aus, frißt, bis die erſten Nachtfröſte eintreten, ſucht dann ihr Winterlager am Fußze des Baumes, auf welchem ſie lebte, indem ſie ſich un⸗ ter dem Mooſe, dem Laube oder der Dammerde, auch in Er⸗ ungelung el 3 Ende der 9 welcher ſ gen der abg ſtzt am To ſchwärmt ab legenden fi Verti Winterlage Raupe, no⸗ da ſie leic ſchwollne ſie von de Aufſuchen der Schme heauem zu gefunden entnadeln chen, muß güäben um mal als Naupenare wit ſentee Porſorge hadenden Maupen! nur hey dann naß muß, wo des Etam dringen ſe Die nur 6 bie erſcheinti und ſit geſchütt findücher Vertilgu bräunde mit zw gerände! chen E. ſind br kanzt, mit eine Fühlhon der Bru die Bei t Linie lang, de keulenför⸗ d ſind bey⸗ netiten Flü⸗ ³ Füße ſind hwarzöraun. iih, betommt effen. Zäit, jedoch „am liebſten neer ein Loch t, wobey ihn ſeine Eyer in enden Larven ttilgungsmit⸗ Holzes, bor⸗ eliegen blei⸗ 3. Vauholz, n. Tödtung n durch Ab⸗ en Bäumen Rinde liegen h auf ihnen aan ſie dann tödten. innets, Pha- ·, bis Anfang Zoll breit, de iegen überein⸗ igel haben in die Farbe al⸗ id wſtbraun, er Hinterleib kammfürmig, Kopf iſt wie je Beine ſind oöhnlich grau⸗ dem braunen⸗ n dritten und rothe Punch, ſchel hat. Se nd bettachtüche ichtes Geſpiünſt nd die daiin be⸗ otaun, am Hin⸗ enn von wittem nicht zu ürpigem 1„ frißt, embet aus, ſit 1 idr Wiaterlaze inden ſeeſih ⸗ netde, A 6 in Er⸗ 5. Abſchn. Forſtſchutz. (363) mangelung einer andern Bodendecke unter den Wurzeln und in der Erde verbirgt. Ende März, bey eintretenden warmen Ta⸗ gen, verläßt ſie daſſelbe, um bis zu ihrer Verpuppung zu freſſen, zu welcher ſie ſich an der Rinde, im Unterholze, an den Zwei⸗ gen der abgefreſſenen Bäume, einſpinnt. Der Schmetterling ſitzt am Tage in den Rindenritzen, oder auch an den Zweigen, ſchwärmt aber des Abends und Morgens vorzüglich auf geſchützt liegenden freyen Plätzen im hohen Holze. Vertilgungsmittel. Aufſuchen der Raupen in ihrem Winterlager; wobey aber bemerkt werden muß, daß weder die Raupe, noch der Kokon gern mit bloßen Händen angefaßt werden, da ſie leicht durch das Eindringen der Haare in die Poren ge⸗ ſchwollne Hände verurſachen. Tödtung der Raupen zur Zeit, wo ſie von den Bäumen herunterkommen, oder dieſe wieder beſteigen. Aufſuchen und Verbrennen der leicht bemerkbaren Puppen, wie der Schmetterlinge, welche letztere vorzüglich an naßkalten Tagen bequem zu tödten ſind. Wo die Raupe ſchon in ſo großer Menge gefunden wird, daß zu fürchten iſt, ſie werde den ganzen Beſtand entnadeln und dann weiter kriechen, um andern Fraß aufzuſu⸗ chen, muß der von ihr befallene Ort: nicht bloß mit Raupen⸗ gräben umzogen, ſondern auch nach allen Richtungen, ſo viel⸗ mal als es ſich nur thun läßt, durchſchnitten werden. Dieſe Raupengräben werden etwa 18 Zoll tief, 10— 12 Zoll breit, mit ſenkrecht und glatt abgeſtochenen Wänden gemacht, und zur Vorſorge noch alle Ruthen mit einem die Breite des Grabens habenden Fangloche, welches gleichfalls ſenkrechte Wände haben muß, verſehen. Das Eintreiben von Schweinen, Streurechen, ſo wie die Leuchtfeuer, tragen nichts zur Vertilgung dieſes ge⸗ fährlichen Inſects bey; das Abkratzen und Zerquetſchen der Eyer iſt zu mühſam, um es in größern Forſten vornehmen zu können.— Das Ableſen und Abſchütteln der auf den Bäumen befindlichen Raupen kann, erſteres nur bey ganz jungem Holze, das andere nur bey ſchwachem Stangenholze angewandt werden, wo man dann naßkalte Tage, oder die frühen Morgenſtunden wählen muß, wo die Raupe noch am leichteſten durch das Erſchüttern des Stammes mittelſt des Anſchlagens mit der Axt herunter zu bringen ſeyn wird.. Die Forleule, Phalaena Noctua piniperda. Der kleine, nur 6 bis 7 Linien lange, 1 bis 1 ½ Zoll breite Schmetterling erſcheint im zeitigen Frühjahre, ſchwarmt Abends und Morgens, und ſitzt am Tage, vorzüglich an feuchten kalten Tagen, gern geſchützt in Klaftern, der Rinde ſtarker Bäume, im Walde be⸗ findlichen Schuppen u. dgl. Es iſt deßhalb wenig zu ſeiner Vertilgung zu thun. Die Flügel ſind dachförmig, die vordern bräunlichroth, nach der Wurzel zu gelblich, ſchön marmorirt, mit zwey gelblichen geſchlängelten Querſtreifen, die dunkelroth gerändert ſind, verſehen. Dazwiſchen ſind die beiden gewöhnli⸗ chen Eulennarben, beide von weißer Farbe. Die Hinterflügel ſind braunroth oder ſchwarzbraun, am Hinterrande weiß ge⸗ franzt, unten ockergelb, braunröthlich ſchattirt, in der Mitte mit einem ſchwarzen Puncte. Der Kopf iſt klein, braun, die Fühlhörner borſtenförmig, an der Spitze ſchwarz, unten weiß, der Bruſtrücken braunroth, gegen den Kopf hin weiß eingefaßt, die Beine von gleicher Farbe gelb gefleckt.— Die Raupe iſt 151 irthſchaft. 364) Forſtwirthſchaf nackt, 1 ⅞ Zoll bis 1 Zoll lang, walzenförmig, doch vorn und binten etwas dünner, zuerſt gelblich und weißlich grün, ſpäter grasgrün mit weißem Längenſtreifen auf dem Rücken, zwey gelblichen Seitenſtreifen und zwey orangegelben über den Füßen. Der Kopf braun, Bauch grün, Füße gelblich.— Die Puppe iſt von einem glatten, feſten, ſchwarzbraunen Geſpinnſte eingeſchloſ⸗ ſen. Sie hat 10 Ringe und zwey Schwanzſpitzen, iſt lebhaft und bewegt ſich, wenn man ſie vorn anfaßt. Vertilgungsmittel. Eintreiben von Schweinen vom Auguſt, bis der Schmetterling ausfliegt, da ſie die Puppe gern auswühlen und verzehren. Aufſuchen der Raupe im Juny und July, wo ſie vom Baume herabkommt, um ſich am Fuße deſſel⸗ ben zu verpuppen. Ziehung von Raupengräben. Abſchütteln läßt ſich dieſe Raupe leichter, als der Spinner; auch kann ſie ohne Gefahr mit bloßen Handen angefaßt werden. Schweine, Gänſe, Enten, welſche Hühner verzehren ſie gern und ohne Nachtheil. Alle übrigen in Vorſchlag gebrachten Vertilgungs⸗ mittel ſind theils nicht anwendbar, theils von wenig Erfolg. Die Nonne, Phalaena Monacha. Der Schmetterling leicht erkennbar an den weißen, ſchwarz gefleckten Flügeln und dem roſen⸗ rothen Hinterleibe, welcher ſchwarze und graue Einſchnitte hat. Die Raupe hat nach den verſchiedenen Häutungen auch verſchie⸗ dene Farben. Nach der erſten haben ſie einen gelblichen oder weißlichen Rückenſtreifen. Nach der zweyten hat der Rücken weiße Puncte und Flecken, einige rothe und gelbe Warzen und lange ſchwarzgraue Haare. Nach der dritten haben ſie einen glänzend ſchwarzen Kopf und ein graubuntes Anſehen, welches nach der vierten in eine ſchwärzlich braune, weißgrau marmorirte Farbe übergeht. Der Kopf groß, rund, braun, mit einem dunklern Striche vorn herab, mit kurzen Haaren beſetzt. Von den 12 Ringen hat jeder 6 dunkelblaue Warzen, mit ſchwarzen oder grauen Haarbüſcheln, welche hinter dem Kopfe ſich vorwärts ſtraubend am längſten ſind. Die Bruſtfüße ſind rothgrau, die Bauchfüße grau und unverhältnißmäßig breit. Die Puppe iſt anfangs grün, ſpäter goldglänzend,— Zoll lang, mit wenig Fäden an den Reiſern oder in den Ritzen der Rinde befeſtigt. Gewöhnlich kommt dieſe Raupe mit dem Kieferſpinner zu⸗ ſammen vermiſcht vor, ſo daß gleiche Vertilgungsmittel für beide angewandt werden können. Doch ſitt ſie in der erſten Zeit ihres Lebens klumpenweis in Geſpinnſten, da wo die ſcheiben⸗ förmig zuſammengeklebten Eyer abgelegt wurden, ſo daß ſie zu dieſer Zeit leichter bemerkt und getödtet werden kann. Die Blattwespe, Kiefern⸗Afterraupe, Tenthredo pini. Das vollkommne Inſect ähnelt einer großen Bremſe. Es iſt mit Einſchluß der Fühlhörner 4 bis 6 Linien lang, mit ausge⸗ ſpannten Flügeln 7 bis 9 Linien breit. Der Kopf oval, platt⸗ gedrückt, bey dem Weibchen größer und auf der obern Seite mehr gewölbt. Die Kiefern zweygezähnt, unter ihnen vier gelb⸗ liche gegliederte Fühlſpitzen, wovon das äußere Paar länger iſt, als das innere. Die Augen groß, erhaben, ſchwarzbraun. Die Fühlhörner bey dem Männchen kammförmig, bey dem Weibchen aus 19 in einander geſchobenen Stücken beſtehend, mit weißlichen Haaren beſetzt. Der Bruſtrücken in 4 Felder getheilt, bey dem 1 nd Fruchrütte Täbchen wehr unhe traungelt jer in der Si je Schenkel ſ faten in das fähe, indem rit zwey ſol lang, der L d. Die dar abet in ſwat die Rauge ſen durh an jeder Etriche, di in der Erd Geſtalt ein nien lang. das bey Tage legt ſeide dwäge, Neoddeis Mitteltip es dann wenn de ſect zut Stangen Raupeng chen iſt. nehmen. tief in d Eher wür die oft ka menliegen. Noch die giefen falter,( waͤldem Ph. Bon ſtanden, dieſer 6 die ſche nur die gel ein V ſchaäͤdi kenkäfer erholen eingeſchl dder zu ihegehe Finnchen matt doch vorn und grün, ſpäter Nüͤcken, zwey et den Füßen. Die dupe iſt ſie eingeſchloſe n, iſt lebhaft hweinen vom ie Puppe gem im Iuny und m Fuße deſſel⸗ Abſchütteln auch kann ſie 7. Schweine, in und ohne Vertilgungs⸗ ig Erfolg. teeriing leicht nd dem roſen⸗ nſchnitte hat. auch detſchie⸗ elblichen oder der Ruͤcken Warzen und (anen glänzend ſches nach der morirte Farbe nem dunklern Von den 12 wwarzen oder ſch vorwarts tharau, die : Juxpe iſt mit wenig befeſtigt. nwinner zu⸗ zmittel füͤr der erſten die ſcheiben⸗ ſo daß ſie zu n.. thredo pini. imſe. Es iſ „mit ausge⸗ oval, platt⸗ obern Seite nen vier gelb⸗ aat länger iſt rzoraun. Ne dem Weibchen nit weißüchen ſeilt, beß dem 5. Abſchn. Forſtſchutz. 15 (385) Männchen mattſchwarz, bey dem Weibchen gelblichgran. Bauch und Bauchrücken bey dem Männchen glänzend ſchwarz, bey dem Weibchen mehr gelbgrau. Das Männchen hat am After zwey kurze braungelbe Häkchen, das Weibchen einen Legeſtachel, wel⸗ cher in der Scheide verborgen liegt. Die Füße ſind fünfgliedrig, die Schenkel ſchwarz, die Flügel durchſichtig, glänzend, purpur⸗ farben in das Grüne ſpielend.— Die Afterraupe hat 11 Paar Füße, indem jeder der 12 Ringe, mit Ausnahme des vierten, mit zwey ſolchen verſehen iſt. Sie iſt erwachſen 1 bis 1 ½ Zoll lang, der Kopf braun mit ſchwarzen Augen und ſchwarzem Mun⸗ de. Die Farbe des Rückens iſt in der erſten Jugend grün, wird aber im ſpateren Alter gelblichweiß und blaßgrün. Mitten durch die Raupe ſchimmert die große Pulsader, als ein röthlicher Strei⸗ fen durch die Haut. Zu ihrer Erkennung dient beſtimmt eine, an jeder Seite ſich befindende Reihe ſchwarzer Puncte oder Striche, die über den Füßen in gerader Linie fortläuft.— Die in der Erde am Fuße des Stammes befindliche Puppe hat die Geſtalt eines kleinen braunen Tönnchens und iſt 3 bis 6 Li⸗ nien lang. Das vollkommne Inſect erſcheint vom April bis July, nur bey Tage ſchwärmend und wie die Schmeißfliegen ſumſend. Es legt ſeine Eyer an die Nadeln, gewöhnlich an die Spitzen der Zweige, wo die jungen Raupen dann auch im Anfange klum⸗ penweis zuſammenſitzen und zuerſt nur die Nadeln bis auf die Mittelrippe abnagen. Da man ſie dabey leicht bemerkt, ſo iſt es dann Zeit, die Zweige abzuhauen, an denen ſie ſitzen, oder wenn der Baum ſehr ſtark befallen iſt, ihn zu fällen und das In⸗ ſect zu tödten. Wenn ſie grötzer werden, ſind ſie von ſchwachen Stangenhölzern in den frühen Morgenſtunden leicht abzuſchütteln. Raupengräben halten ſie leicht auf, da ſie unbehülflich im Krie⸗ chen iſt. Schweine ſollen weder die Afterraupe, noch Puppe an⸗ nehmen. Streurechen hilft nichts, da die Puppe gewöhnlich zu tief in der Erde liegt, um dadurch weggenommen zu werden. Eher würde noch das Sammeln der Puppen anwendbar ſeyn, die oft klumpenweis am Fuße der abgefreſſenen Stämme zuſam⸗ menliegen. Noch andere Inſecten, wie z. B. Ph. Geometra piniaria, die Kiefernſpannraupe, Sphinx pinastri, der Kieferndämmerungs⸗ falter, Curculio pini, der Kiefernrüſſelkäfer, haben in Kiefern⸗ wäldern oft beträchtlichen Schaden gethan; der Fichtenſpinner, Ph. Bombyr Pityocampa, hat große Strecken, mit Fichten be⸗ ſtanden, verheert u. ſ. w. Es liegt jedoch außer den Grenzen dieſer Schrift, umſtändlich von ihnen zu handeln, weßhalb auf die ſchon angeführten Schriften verwieſen werden muß, da hier nur diejenigen erwähnt werden konnten, von denen in der Re⸗ gel ein betrachtlicher Inſectenſchaden herrührt. Von der Behandlung des durch Inſecten be⸗ ſchädigten Nadelholzes. Fichten, welche durch den Bor⸗ kenkafer in einen erkennbaren krankhaften Zuſtand verſetzt ſind, erholen ſich niemals mehr. Sie müſſen ſo ſchleunig als möglich eingeſchlagen, geſchält und, wenn es ſich thun läßt, geſpalten oder zu Bretern aufgeſchlagen werden, ehe die Säfte in Faulniß übergehen, da ſonſt das Holz leicht verdirbt, indem die faulen⸗ 164 Forſtwirthſchaft. (366) den Säfte die Holzfaſer angreifen. Kohlholz i möglich zu verkohlen. 8 hlholz iſt ſo raſch als Die Kiefer erholt ſich durch Raupen abgefreſſen oft wieder wenn gleich ſie dadurch ſtets im Wuchſe ſehr fuſen, frh wird, ſo daß das haubare, vollkommen zu benutzende, ohne Störung der Nachhaltigkeit des Forſtes einzuſchlagende Holz immer am beſten ſo ſchleunig als möglich heruntergehauen wird, um das Verderben deſſelben zu verhüten. Es muß ſich dabey der Ein⸗ ſchlag zuerſt auf das Nutzholz erſtrecken, durch deſſen Verderben man den größten Nachtheil erleiden würde, ſpäter folgt erſt das Brennholz. Da das Holz durch die in Gährung und Faͤulniß übergehenden rohen Holzſäfte ſehr angegriffen und ſowohl ſeine Dauer als Brenngüte dadurch ſehr vermindert werden, ſo muß man bey allem eingeſchlagnen Holze darauf bedacht ſeyn, dieſe entweder durch Auslaugen, indem man das Stammholz in das Waſſer bringt, oder durch Austrocknen ſchnell wegzuſchaffen. Deßhalb muß alles Stammholz bey dem Fällen ſogleich geſchält, das Brennholz klein geſpalten und auf luftige, ſonnige, freye Orte räumlich aufgeſetzt werden. Die Spalthölzer und Breter ſind ſo raſch als möglich zu verarbeiten, und es iſt Sorge zu tragen, daß ſie vollſtändig austrocknen.— Das ſchwache Stan⸗ gen⸗ und Knüppelholz läßt ſich ungeſpalten nur durch Verkohlung erhalten, wenn es nicht im erſten Jahre verkauft werden kann. Die Beantwortung der Frage: Ob eine von Raupen abge⸗ freſſene Kiefer ſich wieder erholen wird?— hängt von ſo vielen verſchiedenen, zum Theil ſogar zufälligen Umſtänden ab, daß es ſehr ſchwer iſt, ſie ganz beſtimmt zu beantworten. 1) Von der Jahreszeit, in welcher der Raupenfraß erfolgt. Freſſen die Raupen die Nadeln ab, bevor ſich noch neue Spitzknospen voll⸗ ſtandig ausgebildet haben, z. B. im May, ſo iſt auf ſeine Er⸗ holung weit weniger zu rechnen, als wenn es im Herbſte ge⸗ ſchieht. 2) Das Alter des Holzes. Junges im kräftigen Wuchſe ſtehendes erholt ſich leichter wieder, als altes haubares Holz. 3) Der Boden. Je ſchlechter er iſt, deſto weniger iſt darauf zu rechnen, daß es wieder begrünt. 4) Vor allem, je nachdem die Raupen alle Nadeln ganz bis in die Wurzel herausfreſſen, oder die Stumpfen derſelben, wohl auch einzelne Nadeln ſtehen laſ⸗ ſen. Die Forleule iſt weniger gefräßig, als der Kiefernſpinner, und es bleiben bey der erſtern häufig noch Stumpfen der Nadeln über der Scheide ſtehen, in welcher dann eine neue Knospe her⸗ vorbricht, daher auch die von ihr befreſſenen Orte ſich weit leich⸗ ter und häufiger erholen, als die, welche der Kiefernſpinner be⸗ fallen hat. 5) Die Witterung. Eintretende Dürre läßt oft einen befreſſenen Beſtand ganz eingehen, der ſich bey fruchtbarem Wetter wieder erholt haben würde. Kennzeichen des als unrett⸗ bar zu betrachtenden und deßhalb ſo ſchleunig als möglich einzu⸗ ſchlagenden Baumes ſind: das Welkwerden der Spitzen an den untern Seitenzweigen, wenn die Baſthaut und das Rindenfleiſch braune und bläuliche Stockflecke zeigen, wenn der im Splinte angehäufte Saft einen ſäuerlichen Geruch und Geſchmack an⸗ nimmt. Der Wiederanbau ganz abgeſtorbener oder abgeholzter Orte muß ſo raſch als möglich betrieben werden, deſto raſcher, je ————ÿ—ÿ—ÿ——— 59 tälechter de ſächt als urch Bloß und das H. in mit 1 und dieſen borzunehme 9 die Ausheben das Abnas Vorzüglich Vuchen⸗! Hoch⸗ un tilgung in vorzüglich II. ſ. W. man ſie bo ge Schonu Maſe ſeh laſſen, wod kampen, we ben ſind, windern. und in den gefüllt, en macht, g zur Ünſch nungen Wildſtand läßt, bis den in Re nagen der werden. 2 fährlich, u dem, da Mheißen hann dhen V. 9* Monate den ſolle Monate hölzern vichſt, Stockholz valdſchla nhört hal tſo znſch als et oft wieder, lckgeſett wird, ohge Störung olz immer am wird, um das dabey der En⸗ ſen Venderben folgt erſt das g und Faulniß dd ſowohl ſeine erden, ſo wuß ict ſeyn, dieſe unholz in das wegzuſchaffen. geich geſchalt, onnige, freye und Vreter iſt Sorge zu wwache Stan⸗ hVerkoblung werden kann. Naupen abge⸗ von ſo vielen dden ab, daß rten. ¹) Von t. Freſſen die gknospen voll⸗ auf ſeine Er⸗ m Herbſte ge⸗ tigen Wuchſe ubares Holz. iſt darauf zu nachdem die freſſen, oder ſtehen laſ⸗ hefernſpinner, n der Nadeln Knospe her⸗ ch weit leich⸗ ernicinnet be⸗ läßt oft einen z fruchtbarem des als unrett⸗ möglich einzu⸗ Spiten an den s Nindenfeit Geſchmack an⸗ zgöholzter Drte 5 nnſchet, N — 5. Abſchn. Wald⸗ und Jagdgeſchaͤfte im May. (367) ſchlechter der Boden iſt. Er iſt im Anfange in der Regel ſo leicht als ſicher, er wird deſto ſchwieriger, jemehr der Boden durch Bloßliegen ſeinen Humusgehalt verliert, die Riedgräſer und das Heidekraut ihn uberziehen. Nöthigenfalls genügt ees, ihn mit 1 bis 2 Pfund Kieferſamen pr. Morgen zu überſtreuen und dieſen eineggen zu laſſen, ohne eine weitere Verwundung vorzunehmen. 8) Die Mäuſe thun durch Verzehren der Samen, das Ausheben der jungen Pflanzen über ihren Gängen, ſo wie durch das Abnagen der Wurzeln und Rinde ſehr vielen Schaden. Vorzüglich werden ſie verderblich in Pflanzkämpen, auf Eichen⸗, Buchen⸗ und Fichtenſaaten, ſo wie in Buchen und Hainbuchen, Hoch⸗ und Niederwäldern. Das einfachſte Mittel zu ihrer Ver⸗ tilgung iſt die Schonung der ſich von ihnen nahrenden Thiere, vorzüglich der überhaupt unſchadlichen, wie Eulen, Mäuſeaare u. ſ. w. Saatkampe und Saatplätze kann man ſchützen, wenn man ſie vor der Beſäung durch Schweine umwühlen läßt. Jun⸗ ge Schonungen läßt man im Herbſte aushüten, um das die Mäuſe ſehr beſchützende Gras niedertreten und wegfreſſen zu laſſen, wodurch ſie bemerkbar vertrieben werden. Nur in Saat⸗ kämpen, welche mit Gräben, die ſenkrechte Wände haben, umge⸗ ben ſind, kann man daran denken, ſie durch Wegfangen zu ver⸗ mindern. Dieß geſchieht am beſten, indem man auf den Beeten und in den Furchen ziemlich große Töpfe, halb mit Waſſer an⸗ gefüllt, eingräbt. 9) Gegen das Roth⸗, Damm⸗ und Rehwild, welches im Uebermaße gehegt die Erziehung von Holz ganz unmöglich macht, giebt es nur zwey Schutzmittel: daß es entweder bis zur Unſchädlichkeit abgeſchoſſen wird, oder daß man alle Scho⸗ nungen und in Fichten ſelbſt noch die Stangenorte, wenn der Wildſtand in Rothwild beſteht, ſo ltange mit Zäunen umgeben läßt, bis ſie nicht mehr beſchädigt werden können. Haſen wer⸗ den in Rothbuchen⸗Samenſchlägen ſehr ſchädlich durch das Ab⸗ nagen der jungen Pflanzen, und können daſelbſt nicht geduldet werden. Wilde Kaninchen ſind für Feld und Wald gleich ge⸗ fährlich, und man ſtrebt um ſo mehr, ſie möglichſt zu vermin⸗ dern, da ſie ſo wenig nutzbar ſind.— Auerwild wird durch Abbeißen der Knospen in Fichten und Buchen nachtheilig, und kann ebenfalls nicht in zu großer Menge geduldet werden. Wald⸗ und Jagdgeſchaͤfte im Monat May. 1) Holzeinſchlag. Die Eichengerberrinde wird in dieſem Monate geſchalt, Reifſtäbe und Korbruthen, welche geſchält wer⸗ den ſollen, werden geſchnitten. Das Holz ſpaltet in dieſem Monate vorzüglich gut, und da den ſchnell austrocknenden Spalt⸗ hölzern durch den Einſchlag in der Saftzeit kein Nachtheil er⸗ wächſt, ſo wird er gewöhnlich jetzt vorgenommen. Köhlerey, Stockholzroden dauern fort. Die Abfuhre aus den Nieder⸗ waldſchlagen und jungen Beſamungsſchlägen ſollte ganz auf⸗ gehört haben. 3 15⁵⁵ 156 Forſtwirthſch. 5. Abſchn. Wald⸗ u. Jagdgeſch. im May. 368.. Syrau r. Nadelholzpflanzungen können, in ſpäten Jahren, in Gebirgen, und überhaupt wenn der Maytrieb noch nicht ganz heraus iſt, noch in den erſten Tagen gemacht werden. Die Er⸗ lenpflanzungen in den Brüchern ſind nachzuſehen und anzutreten, ſobald das Waſſer abfällt. In frühen Jahren reift der Ulmen⸗ ſamen ſchon Ausgang des Monats an warmen Sommerhängen. Forſtſchutz. Die ſorgfältigſte Aufſicht auf Waldinſecten und zur Verhütung von Waldfeuern iſt nöthig. Das Weidevieh und die Sichelgräſerey, das Mayenſchneiden und das Baſtſchä⸗ len, nehmen die Aufmerkſamkeit des Forſtmannes in Anſpruch. Nach Beendigung des Pflanzens und Säens werden die Arbei⸗ ter zur Ziehung von Schonungsgräben und zur Wegebeſſerung derand, g ruht größtentheils, doch müſſen die Salzlecken erneuert und die Fuchsbaue nach jungen Füchſen fleißig revidirt werden. Einzelne Mauſeerpel werden geſchoſſen— Rehböcke und Schmalwild nur auf beſondern Befehl. 69 bedarf er ſchadigu⸗ wenn w Eo nen, w derjenig ſichern, die Forſt Um den len deut lage, aus bedürfen; Joüizehge Kenaß, t, in ſende de ubenall eſch, im Muh. i ſräten Jahren, Hnoch nicht ganz derden. Die Er⸗ dund anzutneten, reift der Ulmen⸗ Sommerhängen. zuf Waldinſecten Das Weidevieh d das Baſtſchäͤ⸗ nes in Anſpruch. erden die Arbei⸗ r Wegebeſſerung en die Salzletten en fleißig revidirt ſen— Rehböcke Forſtwirthſchaft. Sechster Abſchnitt. Forſtpolizeylehre. So ſehr der Wald auch oft durch Naturereigniſſe leidet, ſo bedarf er doch häufig noch weit mehr der Beſchützung gegen Be⸗ ſchädigung durch die Menſchen und Hausthiere, als gegen ſie, wenn man ſeiner Erhaltung gewiß ſeyn will.— So wie es überhaupt Zweck der Polizey iſt, das zu entfer⸗ nen, was das Wohlbefinden der Geſellſchaft ſtört, ſo iſt auch derjenige der Forſtpolizey, die Forſten gegen Beſchädigungen zu ſichern, welche ihre Erhaltung gefahrden könnten. Dieß bezweckt die Forſtpolizey⸗Geſetzgebung, deren Kenntniß deßhalb nöthig iſt, um den Wald ſchützen zu können. Es hat dieſelbe zwar in al⸗ len deutſchen Staaten eine ſich gleichbleibende allgemeine Grund⸗ lage, aus dem entnommen, was die Forſten zu ihrer Erhaltung bedürfen; im Einzelnen ſind jedoch die verſchiedenen deutſchen Polizeygeſetze abweichend. Der Beſtimmung dieſer Encyklopädie gemaͤt, welche für das geſammte deutſche Vaterland berechnet iſt, kann daher nicht das Einzelne, bloß Einen Staat Umfaſ⸗ ſende darin aufgenommen werden, ſondern bloß das Allgemeine, überall Gültige.. Die Forſtpolizey zerfällt in zwey Abtheilungen: 1) die Staatsforſtpollzey, und 2) die niedere Forſtpolizey. Die er⸗ ſtere umfaßt die Beſchränkungen, zu welchen der Staat den Forſteigenthümer verpflichtet, um der Erhaltung der Forſten für den Nationalbedarf gewiß zu ſeyn. Es exiſtiren darüber in Deutſchland gar keine allgemeinen, überall gleich gültigen Vor⸗ ſchriften, da in manchen Staaten, wie z. B. in Preußen, die Privatforſtbeſitzer beynahe gar keinen Beſchränkungen unterwor⸗ fen ſind; in andern dieſe dagegen bald mehr, bald weniger aus⸗ gedehnt Statt finden. Wir laſſen daher dieſe Abtheilung auch um ſo mehr ganz unbeachtet, als wohl mit Recht vorausgeſetzt werden kann, daß jedem Forſtbeſitzer die Geſetze ſeines Vater⸗ 158 Forſtwirthſchaft. 384) landes in dieſer Hinſicht bekannt ſind. Es geht uns hier nur die zweyte Abtheilung an, welche ſich mit der Beſchützung der Forſten gegen fremde Eingriffe beſchäftigt. 1) Beſchuͤtzung und Erhaltung der Grenzen. Es gehört dazu eine Bezeichnung der Grenzlinie mit be⸗ ſtimmt zu erkennenden, dauerhaften, nicht leicht zu verrücken⸗ den oder ſich von ſelbſt ändernden Zeichen. Bäche und Flüſſe, welche ihren Lauf häufig ändern, oder abbrüchige Ufer haben, eig⸗ nen ſich nicht gut zur Bezeichnung der Grenze, und wenigſtens muß eine ſolche geometriſche Aufnahme derſelben erfolgen, daß ihr Lauf, wenn eine Aenderung deſſelben erfolgen ſollte, mit Be⸗ ſtimmtheit wieder aufgefunden werden kann. Wege, welche ſich leicht verlegen laſſen, geben häufig Veranlaſſung zu Grenzirrun⸗ gen, wenn ſie nicht mit andern Zeichen verſehen ſind. Auch die früber allgemein üblichen Grenzbäume— mit einem eingehaue⸗ nen Kreuze bezeichnet— können leicht mit andern gleich bezeich⸗ neten verwechſelt werden, ſind koſtbar, da ſie unbenutzt verfau⸗ len müſſen, und deßhalb werden ſie beſſer durch andere Merk⸗ male erſetzt. Die beſten ſind unſtreitig behauene, mit Nummern und Buchſtaben verſehene Steine; wo dieſe aber mangeln, in fe⸗ ſtem Boden Grenzhügel oder Kubitzen, 4 bis 5 Fuß im Durch⸗ meſſer, 3 bis 4 Fuß hoch, abgewöͤlbt zuſammengeworfen und mit einem 12 Zoll tiefen und breiten Gräbchen umgeben. An Treiben und auf ſehr ſandigen Boden, wo die Grenzhügel ſich nicht mit Raſen bedecken, ſind dagegen Grenzpfähle vorzuziehen. Die Grenze an Acker⸗ und Wieſenſtücken wird am beſten durch Gräben gebildet, um das Abpflügen und Abgraſen zu verhin⸗ dern. Wo verſchiedene Grenzen zuſammenſtoßen, z. B. die äußern Gutsgrenzen, diejenigen der herrſchaftlichen Gruͤndſtücke mit de⸗ nen der Gutseinſaſſen, oder auch Servitutgrenzen, iſt es rath⸗ ſam, am Puncte des Zuſammenſtoßens verſchiedene Formen der Grenzzeichen zu wählen, um alle Irrungen und Verwechslun⸗ gen zu verhüten. Unter alle Grenzzeichen— mit Ausſchluß der bloßen Wege, Gräben, Bäume, Raine und Flüſſe,— werden Glas, Kohlen, Ziegelſtücke oder Töpferſcherben gelegt, um ſie als wirkliche Grenz⸗ merkmale zu bezeichnen. Jede Krümmung der Grenze muß mit einem Grenzmale ver⸗ ſehen werden; auch ſelbſt bey geraden Linien dürfen dieſelben nicht über 50 Ruthen auseinander ſeyn, ſondern müſſen mit Zwiſchenzeichen verſehen werden. Von jedem Grenzmale muß man das zunächſt liegende deut⸗ lich ſehen können, und es darf niemand die dazu noͤthige Auf⸗ räumung der Grenze, welche auf gemeinſchaftliche Koſten zu be⸗ wirken iſt, weigern. Die Grenzen ſtets offen zu erhalten, dient ſehr zur Vermeidung aller Irrungen. Das auf der Grenze ſte⸗ hende Holz, wie auch die eigentlichen Grenzbäume, werden in der Regel getbeilt. Was von Zweigen über die Grenze bängt, kann der Grenznachbar weghauen, ſo wie ihm auch die auf ſei⸗ nen Grund fallenden Früchte gehören. Gräben müſſen ſo gezo⸗ en werden, hubens geht An beſt ung eine C Uanehen ger azu der G. Frenzzeichen Nes angten damit der) des Grenzd Grenzwale de Wintel diums ma enthalten Von; geweinſchan lich werden ſelbſt berſte genommen Beh ve zung zur Grenzſtreite un dermeid ſehr koſtbe werth ſeyn linie zu den Parte hs Die I Valofrebel nehr, bald vnmen, n ſtehlers— ſje zu verhü abaräͤbt, a Die er iſt de Am des döthig denjenige, dung gezn Strafe au kung iſt, ganz aume venduna nothwendi Zuerſt iſt danz arme et ihnen werhalt zu tun ihier Uad Gatze VI. eht uns hier nur Beſchügung der jrenzen. enzlitie wit he⸗ iht zu verrücken⸗ ache und Flüſſe, Ufer haben, eig⸗ und wenigſtens en erfolgen, daß n ſollte, mit Ve⸗ gege, welche ſich g zu Grenzirrun⸗ ſind. Auch die einem eingehaue⸗ en gleich bezeich⸗ inbenutt berfau⸗ c andere Merk⸗ „mit Nummern mangeln, in fe⸗ Fuß im Durch⸗ nengeworfen und en umgeben. An e Grenzhugel ſich fähle vorzuziehen. dam beſten durch graſen zu verhin⸗ 3. B. die äͤußern rundſtücke mit de⸗ zen, iſt es nuth⸗ dene Formen der d Verwechslun⸗ er bloßen Wege, n Glat, Kohlen, witllcche Grenpe n Grenzwale hel dürfen dieſelben dern muͤſſen mit iſt legende dat dazu vöthige hu iche Koſten z he⸗ zu erhaltm, nn uj der Geeße ſe⸗ däune, verde i die Guni tug auch d alf ſer en müſſen ſo geöo⸗ 6. Abſchn. Forſtpolizeylehre. 159 (385) gen werden, daß die eigentliche Grenzlinie in der Mitte des Grabens geht. Am beſten wird die Erhaltung der Grenzen durch Anferti⸗ gung einer Grenzcharte, deren Richtigkeit von allen betheiligten Parteyen gerichtlich anerkannt werden muß, geſichert. Es muß dazu der Grenzzug genau aufgenommen werden, ſo daß jedes Grenzzeichen mit der lakfenden Nummer verſehen wird; auch jedes angrenzende Grundſtück auf der Grenzcharte verzeichnet wird, damit der Aufnahme gemaß ein mit der Charte übereinſtimmen⸗ des Grenzvermeſſungsregiſter angefertigt werden kann, worin die Grenzmale nach der laufenden Nummer, die Länge der Linie, der Winkel, den ſie nach Graden der Bouſſole und des Aſtrola⸗ biums macht, und eine Beſchreibung der Lage des Grenzpunctes enthalten iſt. 3 Von Zeit zu Zeit muß die Grenze durch alle Grenznachbarn gemeinſchaftlich revidirt und bezogen werden, um die unkennt⸗ lich werdenden Grenzmale zu erneuern, wobey, wie ſich von ſelbſt verſteht, nuͤr in Uebereinſtimmung aller Theile etwas vor⸗ genommen werden kann. Bey verdunkelten ſtreitigen Grenzen iſt eine gütliche Eini⸗ gung zur Herſtellung einer feſten Grenzlinie in der Regel jedem Grenzſtreite vorzuziehen, und deßhalb ein Rechtsſtreit möglichſt zu vermeiden. Dieſe werden wegen der Localcommiſſionen ſtets ehr koſtbar, und ſelten dürfte das ſtreitige Object der Koſten werth ſeyn;— auch wird, wo nicht Gewißheit über die Grenz⸗ linie zu erlangen iſt, der ſtreitige Grund doch zuletzt zwiſchen den Parteyen getheilt. 2) Sicherung des Waldes gegen Holzentwendungen. Die Vorſchriften über Beſtrafung der Holzentwendungen und Waldfrevel ſind in den deutſchen Staaten ſehr verſchieden, bald mehr, bald weniger ſtreng. Es kann bier weniger darauf an⸗ kommen, nachzuweiſen, auf welche Art man die Beſtrafung des Frevlers— als das Mittel, die Beſchädigung des Waldes durch ſie zu verhüten— bewirkt, als vielmehr, wie man die Quellen abgräbt, aus denen die Holzdiebereyen eigentlich entſpringen. Ddie erſte, häufigſte und am ſchwerſten abzuſtellende Urſache iſt die Armuth, das Bedürfniß, die Unmöglichkeit ſich in Beſitz des nöthigen Feuermaterials auf rechtliche Weiſe zu ſetzen. Da derjenige, welcher dieß nicht vermag, gleichſam zur Holzentwen⸗ dung gezwungen iſt, gewöhnlich auch bey ihm nicht einmal eine Strafe ausführbar, wenigſtens nicht von der erwarteten Wir⸗ kung iſt,— ſo erfordert es die Klugheit, wie Billigkeit, die ganz armen Anwobhner des Waldes dadurch von der Holzent⸗ wendung abzuhalten, daß man ibnen Gelegenbeit giebt, den nothwendigſten Bedarf ſich auf erlaubte Weiſe zu verſchaffen. Zuerſt iſt es Verpflichtung des Staates, Sorge zu tragen, daß ganz arme Mitglieder der Geſellſchaft ſo weit unterſtützt werden, oder ihnen Gelegenheit gegeben wird, ſich durch Arbeit ibren Un⸗ terhalt zu erwerben, daß ſie nicht gezwungen werden, das Eigen⸗ thum ihrer Mitbürger anzugreifen. Jedoch auch der einzelne Forſt⸗ und Gutsbeſitzer kann zuweilen dieſe Quelle der Holzdieberey da⸗ VI. 25 60 (386) 8 ——————— Forſtwirthſchaft. durch verſtopfen, daß er den Dürftigen entweder Arbeit giebt, oder ihnen geringes, wenig Werth babendes Holz anweiſt. Es iſt dieß häufig vortheilhafter, als ſich das beſſere entwenden zu laſſen Sorgfältige Aufſicht, ſo daß kein Frevler erwarten darf, un⸗ entdeckt zu bleiben, nicht zu ſtrenge, aber deßhalb ausführbare Strafen, welche dem Vergehen auf dein Fuße folgen, ſind fer⸗ ner ein Mittel, die Holzentwendungen zu verhüten. Oft iſt es nur nöthig, da, wo ſie zur Gewohnheit geworden ſind, die Leute eine Zeit lang davon zu entwöhnen, um ſie für immer abzuſtel⸗ len, ſo daß die verdoppelten und verdreyfachten Aufſichtskoſten nur für kurze Zeit aufgewendet werden dürfen. Nichts befördert aber die Holzdiebereyen mehr, als mangelhafte Aufſicht, ſey es, weil die Schutzbezirke der Forſtbeamten größer ſind, als ſie von dieſen überſehen werden können, oder weil dieſe alt, ſchwach, unfähig oder nachläſſig ſind. Die Holzentwendungen ſind ein Uebel, welches man durch⸗ aus nicht aufkommen laſſen muß, da es ſehr ſchwer iſt, es ab⸗ zuſtellen, wo ſie zur Gewohnheit wurden. Sie haben zuweilen auch ihren Grund in der Vermiſchung und Unbeſtimmtheit der Nutzungen der Servitutberechtigten und des Waldbeſitzers. Wo erſtere befugt ſind, trocknes Holz im Walde zu hauen, da geſchieht es nur zu leicht, daß ſie auch halb trocknes und ſolches, von dem ſie glauben, daß es ſpäter einmal trocken werden könnte, an ſich nehmen. Ueberhaupt ge⸗ ben die Holzungsgerechtſame nicht bloß Gelegenheit, die Ent⸗ wendungen unentdeckt und ungeſtraft zu begehen, ſondern ſchwä⸗ chen auch die ſtrengen Scheidungslinien zwiſchen fremdem und eignem Gute. Wenigſtens muß dabey feſt und deutlich beſtimmt ſeyn, was der Berechtigte zu fordern hat, und was dem Wald⸗ beſitzer gehört, wenn auch nicht immer aus andern Gründen die Holzungsgerechtſame ganz abgelöſet werden können. Eine Ausbildung des moraliſchen Gefühls, welche dem ge⸗ meinen Mann die Erkennung gäbe, daß die Entwendung von olz eben ſo ein Unrecht ſey, als diejenige einer andern Sa⸗ e— was nur zu bäaufig nicht anerkannt wird,— dürfte am aller wichtigſten hinſichts der Verminderung der häufigen Holz⸗ entwendungen ſeyn;— nur liegt es größtentheils außerhalb des Wirkungskreiſes des Forſtbeſitzers und Forſtverwalters, auf den wir uns hier beſchränken müſſen, ſie zu bewirken. Oft wird die Entwendung von Kleinigkeiten, als z. B. Be⸗ ſenreis, Peitſchenſtöcke, Baſt u. drgl., für einen Forſt ſehr ver⸗ derblich. Sie findet vielleicht weniger deßhalb Statt, weil die Leute, die ſich an den Gebrauch dieſer Dinge gewöhnt haben, ſie nicht bezahlen wollen, als weil ſie wegen der Geringfügig⸗ keit des Einkommens, das ſie gewähren, gar nicht verkauft wer⸗ den. Der Verkauf derſelben zu niedrigen Preiſen von den Schlä⸗ gen, wo ſie ohne Nachtheil für die Forſtwirtbſchaft gewonnen werden können, beſeitigt dieſe Entwendungen gewöhnlich, da es dann ſich nicht mehr der Mühe lohnt, ſich der Gefahr der Ent⸗ deckung und Beſtrafung auszuſetzen. Ueberhaupt gilt die Regel, Gras in den Schonungen, Wald⸗ beeren, Haſelnüſſe und alle andern Dinge, deren Entwendung un licht vann man N gerng auf der an Schaden t vender, Ordnu zen ebenfa len. Wo richt zu holz die einladet, wo ſeine ſchoft erle Unſene Schaden: dur fiſchen S welche ne cher ühe fahrlicher, Angeräum. das Holz das Umwät Samen ſche dens, durd heer Fnſen das das d ann, wir ſchdlich n 9 X das Vieh pflanzen; bemachti oft ſchon wohlſchme ſelten ang Gras und 3) Na zuſammen ung für do Schafe cit und tveder Mheit gieht Holz anweiſ. E3 M iſerr entwenden zu erwarten darf, un⸗ eßhalb ausführbare e folgen, ſind fer⸗ ſüten Ott iſt es den ſind, die Leute ir immer abzuſtel⸗ ten Aufſichtstoſten Nichts hefürdert e Aufſicht, ſch es, ſind, als ſie von dieſe alt, ſchwach, delches man durch⸗ ſchwer iſt, es ab⸗ der Vermiſchung tutberechtigten und trocknes Holz im ſeicht, daß ſie auch den, daß es ſpäter en. Ueberhauyt ge⸗ llegenheit, die Ent⸗ then, ſondenn ſchwi⸗ diſchen fremdem und und deutlich beſtimmt und was dem Val⸗ andern Gründen die können. s, welche dem ge⸗ e Entwendung von e einer andern Sa⸗ witd,— dürfte am der haufigen Holz theils außerhalb des derwalters, auf den dirken. diten, als. B. de⸗ einen Forſt ſehr ver⸗ halb Statt, weil die ge gewöhnt halen gen der Geringflhl⸗ tnicht veriulß ti⸗ un e, Pabd⸗ Sinnezwndung „ deren 6. Abſchn. (387) man nicht im Stande iſt, zu verhüten, lieber zu verkaufen; auch wenn man Gründe hat, es nicht zu thun. Es iſt weniger um des geringen Einkommens willen, was oft kaum den Verluſt auf der andern Seite deckt, als deßhalb, weil die Käufer weniger Sihaden thun und leichter zu beaufſichtigen ſind, als die Ent⸗ wender. Ordnung und Regelmäßigkeit in der Wirthſchaftsführung tra⸗ zen ebenfalls zur Vermeidung der Verluſte durch Entwendungen ey. Wo Holz überall in dem Forſte herumliegt und ſteht, das nicht zu rechter Zeit aufgearbeitete, umgebrochene oder trockne Holz die Bedürftigen oder zur Entwendung Geneigten gleichſam einladet, da iſt der Schutz des Waldes viel ſchwieriger, als da, wo ſeine Ueberſicht durch eine geordnete und regelmaßige Wirth⸗ ſchaft erleichtert wird. 3) Beſchaͤdigung der Forſte durch Weidevieh. Unſere Hausthiere, welche im Forſte geweidet werden, thun Schaden: 5 durch das Verbeißen der Holzpflanzen, das Zertreten derſelben und Abtreten der Erde an den Berghängen, ſo wie das Lagern im Forſte. Der Nachtheil, durch das Verbeißen der Holzpflanzen ent⸗ ſtehend, iſt verſchieden: 1) Nach der Viehgattung, welche im Forſte weidet. Ziegen ſind die nachtheiligſte, und dürfen deßhalb auch in der Regel nicht im Forſte geweidet werden, wie dieß denn z. B. im preu⸗ ßiſchen Staate ganz unterſagt iſt. Auf dieſe folgen die Pferde, welche mit ihren ſcharfen Zähnen noch Pflanzen von beträchtli⸗ cher Höhe verbeißen. Die Schafe ſind für niedriges Holz ge⸗ fährlicher, als Rindvieh; doch können ihnen Schonungen früher eingeräumt werden, weil ſie nicht ſo hoch reichen können, und das Holz ihnen raſcher entwächſt. Schweine werden bloß durch das Umwühlen der ganz jungen Pflanzen und das Verzehren der Samen ſchädlich, und ſind oft durch die Wundmachung des Bo⸗ dens, durch Vertreibung der Mäuſe und das Aufſuchen ſchädli⸗ cher Inſecten ſehr nützlich. In Holzbeſtänden, die ſo groß ſind, daß das Vieh die Blaͤtter nicht mehr erreichen oder ſie umbiegen kann, wird natürlich auch kein Vieh mehr durch das Verbeißen ſchädlich werden. 2) Nach dem Mangel oder Ueberfluſſe an Nahrung. Wo das Vieh kein Gras findet, iſt es gezwungen, von den Holz⸗ pflanzen zu leben, und ſucht ſich auf jede Art des Laubes zu bemächtigen; vorzüglich das Rindvieh bricht dann noch ſtarke, oft ſchon 20 Fuß lange Stangen um. Bey einem Ueberfluſſe wohlſchmeckender Gräſer und Kräuter werden die Holzpflanzen ſelten angegriffen, da bloß die Ziegen das Laub mehr lieben, als Gras und Kräuter. 3) Nach der Art der Ausübung. Wo Rindvieh und Schafe zuſammen hüten, leidet das Holz mehr, als wo jede Viehgat⸗ tung für ſich allein geht, weil das Rindvieh da ungern frißt, wo Schafe gegangen ſind. Wo die Heerden, wenig zahlreich, ruhig und einzeln durch den Wald ziehen, thun ſie weniger 25* Forſtpolizeylehre. 161 Forſtwirthſchaft. (388) Schaden, als wo ſie ſehr zahlreich lange auf einem Flecke ſich aufhalten müſſen.— 4) Nach der Jabreszeit und Witterung. Nadelholzpflanzen leiden vorzüglich, wenn der Maytrieb hervorbricht; ſo bald die⸗. ſer verholzt iſt, wird er ſelten mehr verbiſſen; nur die Schafe pflücken bey dem größten Hunger noch die Kiefernadeln ab. Das Laub der Laubhölzer wird im Spätherbſt, wenn es hart gewor⸗ den iſt, weniger angegriffen, als im Frühjahre und Sommer. Bey Regenwetter und wenn Thautropfen auf den Blättern hän⸗ gen, greift das Vieh dieſe eher an, als bey trockner Witterung. Kann man bewirken, daß das Vieh nur zu ſolchen Zeiten in junge Orte eintreiben darf, wo es erfahrungsmäßig den Holz⸗ pflanzen wenig nachtheilig wird, ſo können oft ſelbſt ſolche, wel⸗ che demſelben noch nicht ganz entwachſen ſind, kurze Zeit ohne allen Nachtheil eingegeben werden, was bey vorübergehendem Futtermangel oft ſehr wichtig iſt. 5) Nach der Holzgattung. Manche Hölzer, wie Erle, Birke und Fichte, greift das Vieh nur im höchſten Nothfalle an; andere, wie die Eiche, Aspe, Haſel, Ulme, liebt es ſehr. Stehen einzelne Holzpflanzen, die ihm eine angenehme Nah⸗ rung darbieten, unter ſolchen, die es verſchmäht, ſo ſind dieſe ſchider berauſzubingen⸗ wenn der Wald ſehr mit Hütung bela⸗ tet iſt. Schon daraus wird hervorgehen, wie verſchieden die Schon⸗ zeit iſt, welche der Wald bedarf, um junge Beſtände gegen das Weidevieh zu ſichern. Dieß iſt ferner noch verſchieden: 6) Nach dem Boden. Je beſſer der Boden iſt und je ra⸗ ſcher deßhalb das Holz eine ſolche Größe erreicht, daß es nicht mehr vom Viehe beſchädigt werden kann, deſto früher können die Schonungen aufgegeben werden. Umgekehrt deſto ſpäter, je langſamer das Holz wächſt. 7) Nach dem Wuchſe des Holzes, bedingt durch die Art ſeiner Erzeugung. Das aus Samen erwachſende Holz er⸗ reicht ſpäter diejenige Größe, wobey es keine Beſchädigung mehr zu fürchten hat, als der Stockausſchlag oder Wurzelbrut; be⸗ darf deßhalb auch ein höheres Alter, bevor es beweidet werden kann, als dieſe. Wenn deßhalb auch der Niederwald früher be⸗ hütet werden kann, als die Schonungen des Samenwaldes, ſo iſt dieß doch nur auf ſolche Niederwälder zu beziehen, welche bloß Stockausſchlag haben, keine Ergänzung der Mutterſtöcke durch Samenpflanzen bedürfen. Hieraus wird ſich von ſelbſt ergeben, daß es ſehr ſchwer, wo nicht unmöglich iſt, eine beſtimmte Schonzeit anzugeben, welche ein junger Holzbeſtand bedarf, um der Beſchädigung durch das Weidevieh zu entwachſen; da dieß ſo ſehr von den erſchiedenen Verhältniſſen abhängt. Nachſtehende Tafel wird jedoch die gewöhnlichen Durchſchnittsſätze, einen gleichmäßigen, zu gleicher Zeit erzeugten Beſtand vorausſetzend, nachweiſen: he⸗ gttung eihe He do Duche, ⁵ Hann⸗ ſe luche if einen Fleck⸗ ſich Nadelhohpflanzen richt, ſo bald die⸗ n; nur die Schafe fernadeln ab. Das enn es hart gewor⸗ hre und Sommer. den Blättern haͤn⸗ rockner I Witterung. ſolchen geiten in bnii den holz ſelbſt ſolche del , kurze Zeit ohne vorübergehenden ölzer, wie Erle, Höchſten Nutbi falle ne, liebt es fir. angenehme Nah⸗ äht, ſo ſind dieſe mit Hütung bela⸗ ſchieden die Schon⸗ Beſtande gegen das den iſt und je m⸗ nicht, das es nct deſs fu frühen können htt deſto ſta, ſe bedingt durch di wachſende Holz 3 eſch adigung wehr e Worzelbrut; be⸗ 3 deweidet werden jederwald ftüher de be⸗ 8 6 Sunennndes, u beziehen, welche ng der Mutterſ tui⸗ diß e ſcr tue chonzeit anzuge en Ahen Beſchäddzung ſebr dor dn dit vir 3 hee, 3 6. Abſchn. Forſtpolizeylehre. 163 389) Be⸗. Schon⸗ Holz⸗ s Boden und Viehgat⸗ gattung triebs⸗ Verhältniſſe tung ee. Anmerkungen Eiche Hoch⸗ Bod Pferde und 15— d. wald oden ort. Wndrich 20 Jer Meielwan be Verhältniſ ſe, 3 8 dahi Aleiehe Sehon⸗ günſtig. Schaſe 1215 Vaid mitrenn Seh⸗ Boden mittel⸗ Pferde und 25— 30 menpflanzen in ihm mäßig, Rindvieh 25 30 erſvaen werden ſoi⸗ Verhaltniſſe„ Eetederm d. der weniger gün⸗ Schafe 15— 20 ſtig. Nieder⸗ Boden gut Nindvieh c. 10— 12 wald u. ſ. w. KSchafe 6— 8 Boden ſchlecht; Rindvieh ꝛc. 12— 16 u. ſ. w. Schafe 8— 10 Buche⸗ Hoch⸗ Boden gut„(Rindvieh ꝛc. 15— 20 Hain⸗ wald u. ſ. w. Schafe 12— 15 luche Boden mittel 152 Nindvieh 1.. 20— 25 uime mäßig u. ſ. w. 8 chafe 119 43 Nieder⸗ Boden gut(Nindvieh ꝛc. 12— 16 wuld u. ſ. w. Schafe 10— 12 Boden mittel⸗ mäßig und Rindvieh ꝛc. 16— 20 ſchlecht Schafe 12— 16 u. ſ. w. Erle Hoch⸗ Boden gut Rindvieh ꝛc. 12— 15 Bey gemiſchten Hoͤl⸗ wald u. ſ. w. Schafe 8— 10 3 ern. Enrſcheidet die Bod en mittel⸗ Nindvieh 6. 15— 18 3 atsungene mäßig u. ſ. w. Schafe 10— 12 zeit bedarf. Nieder⸗Boden gut Rindvieh ꝛc. 3— 5 wald u. ſw. Schafe 2— 4 Boden mittel⸗ Rindvieh ꝛc. 5— 8 mäßig u. ſ. w.) Schafe 3— 5 Birke Hoch⸗ Boden gut Rindvieh ꝛc. 12— 15 wald u. ſ. w. Schafe 8— 10 Boden mittel⸗ Rindvieh ꝛc. 14— 16 1 mäßig u. ſ. w.) Schafe 10— 12 Nieder⸗Boden gut„Rindvieh ꝛc. 6— 10 wald u. ſ. w. Schafe 5— 8 Boden mittel⸗(Rindvieh ꝛc. 8— 12 mäßig u. ſ ſ. w. Schafe 6— 10 Weide Nieder⸗ Boden gut„Rindvieh ꝛc. 8— 10 Aspe, Pappel und wald U. ſ. w. 8 Schafe 6— 8 inde gad der Wei⸗ Boden mittel⸗ 1 Rindvieh 1c. 10— 12 nen. 4 mäßig u. ſ. w.) Schafe 8— 10 Haſeln Nieder⸗ Boden gut„Rindvieh zc. 12— 16 wald u⸗ ſ. w.(Schafe 8— 10 Boden mittel⸗(Rindvieh ꝛc. 14— 18 mäͤßig u. ſ. w.) Schafe ſio— 12 Forſtwirthſchaft. Be⸗— d; Schon⸗ Holz⸗ 1 b3. Boden und Viehgat⸗ gattung triehg⸗ Verhältniſſe tung Aüit, Anmerkungen Kiefer Hoch⸗ Boden gut, Pferden und 16— 20 Bewhättniſſe Schafe 10— 15 Boden mittel⸗ mäßig, Pferdviumnd 20— 25 Verbältniſſe 3 weniger gün⸗ Schafe 12— 16 tig. Boden ſchlecht, Rindvieh ꝛc. 24 30 u. ſ. w. Schafe 16— Fichte—— Boden gut Rindvieh ꝛc. 16— 20 Die Fichte kann ganz u. ſ. w. Schafe 12— 16 ung nit non dwenh Boden mittel⸗, Nindeieh ꝛc. 29— 23 den. 81 bs2 Fuß mäßig u. ſ. w. Schafe 14— 18 Boden ſchlecht Wendieh ꝛc. 23 35 u.* w. Scha e— Weiß⸗—— Boden gut Rindvieh ꝛc. 20— 25 tanne u. ſ. w. Schafe 14— 18 Boden mittel⸗(Rindvieh ꝛc. 24— 30 mäßig u. ſ. w. Schafe 18— 22 Lerche—— Roden gut Rindvigh ꝛc. 122 5 U.* w. Schafe— Boden mittel⸗ Rindvieh ꝛc. 16— 20 mäßig u. ſ. w. Schafe 14— 18 Um die Beſchädigungen der Schonungen durch das Weide⸗ vieh zu verhüten, ſind noch folgende Maßregeln zu em⸗ pfehlen: 1) Die Schonungen dürfen nicht zu ſehr vereinzelt, ſondern müſſen möglichſt zuſammengelegt werden, da dieß die Auf⸗ ſicht erleichtert und das Innere großer Schonungen mehr ge⸗ ſichert iſt, als der kleinern. 2) Die Schonungen müſſen überall deutlich bezeichnet ſeyn, längs den Treiben und Wegen mit Gräben oder Stangen⸗ zäunen gegen einen Ueberlauf geſichert werden. 3) Abſtreifendes Vieh, vorzüglich Hirtenkühe, müſſen mit Glo⸗ cken verſehen ſeyn. 4) Das Vieh darf nicht einzeln, ſondern nur heerdenweis un⸗ ter einem zuverläſſigen Hirten geweidet werden; es darf den Wald erſt nach Sonnenaufgang betreten, und muß ihn vor Sonnenuntergang verlaſſen. 5) Die Ruheplätze(Lager) für den Mittag dürfen nicht in der Näͤhe noch junger, leicht zu beſchädigender Beſtände gewählt werden. 6) Nachtweiden müſſen eingezäunt ſeyn. Auber stden d Purzeln,) tetn jun jnge Sch Euns aust pirde un ſicht in, Purzemn halb unge an Berge die Tiift Das theilig, aus Lang ger, in kronken l daß in d unter alte ſazu wo! 1 Durdh ſeebenden wit jawer wird. D fällt, es diebereye übrig, d Schonun, ſicht der chel ſchnei lieber ſehr lich zu übe größerm E Das und Sche ſtücke gen Gebrauch raubt, find, ſar berloren, Jahr ent lig, jeſh ſchon bee Knospen Septemp die Laubſ laſen ſie ſe dazu; ihne alles — Anmerkungen — a Fichte kann ganz jung mit Nindvleh kher kahäe wer⸗ en, als 1 bis? Fuß 33 Fuß b durch das Weide⸗ gregeln zu em⸗ reinzelt, ſondern da dieß die Auf⸗ mungen wehr R⸗ bezeichnet ſeyn, en oder Stangen⸗ den. müſſen mit Gl⸗ heerdenweis m⸗ nen; es datf dal und muß ihn bot ürfen nick in der Beſtände gewählt 6. Abſchn. Forſtpolizeylehre. (391) Außer dem Befreſſen der Holzpflanzen entſteht im Forſte noch Schaden durch das Zertreten junger Pflanzen, das Abtreten der Wurzeln, das Lostreten der Erde an den Bergrändern. Das Zer⸗ treten junger Pflanzen kann nur Statt finden, wenn noch ganz junge Schonungen, vorzüglich an Bergwänden, vielleicht um das Gras ausbüten zu laſſen, betrieben werden, und es dürfen dann Pferde und Ochſen nicht beſchlagen ſeyn, Schafe nur einzeln, nicht in gedrängter Heerde durchziehen. Das Beſchädigen der Wurzeln erfolgt an Lagerplätzen und auf Triften, die man deß⸗ halb ungern in dichte Holzbeſtände legt. Das Lostreten der Erde an Bergwänden von ſtarkem Neigungswinkel macht es rathſam, die Triften nicht an denſelben hinzulegen. Das Lagern des Viehes im Walde wird ſowohl deßhalb nach⸗ theilig, weil daſſelbe alles Holz in der Nähe des Lagers ſchon aus Langerweile befrißt, ſondern auch weil der animaliſche Dün⸗ ger, in zu großer Menge ſich anhäufend, die Waldbäume er⸗ kranken laßt und ſogar tödtet. Man geſtattet deßhalb auch nicht, daß in der Nähe noch zu beſchädigender junger Beſtände oder unter alten Bäumen das Lager gewählt werde, ſondern weiſt dazu wo möglich Waldblößen an. 4) Von verſchiedenen Beſchaͤdigungen des Holzes. Durch das Grasſchneiden werden häufig die jungen im Graſe ſtehenden Pflanzen vernichtet, es wird dieß deſto gefährlicher, mit jeweniger Vorſicht bey dem Gewinnen des Graſes verfahren wird. Da dieſe bey der Entwendung des Graſes ganz hinweg fällt, es aber häufig ſehr ſchwer, wo nicht unmöglich iſt, Gras⸗ diebereyen ganz zu verbüten, ſo bleibt beynahe nur ein Mittel übrig, dieſen Schaden zu verbüten. Dieß iſt, das Gras in den Schonungen, welche der Beſchädigung ausgeſetzt ſind, unter Auf⸗ ſicht der Forſtbedienten vorſichtig herausrupfen, oder mit der Si⸗ chel ſchneiden zu laſſen, und es zu dem Ende den Bedürftigen lieber ſehr wohlfeil zu verkaufen, oder auch wohl gar unentgelt⸗ lich zu überlaſſen, als ſich der Gefahr auszuſetzen, es mit viel größerm Schaden entwendet zu ſehen. Das Abſtreifen des Laubes iſt nur da, wo Niederwälder ſind und Schafe oder Ziegen von den Landbewohnern, die nicht Grund⸗ ſtücke genug haben, um ſie zu ernähren, gehalten werden, in Gebrauch. Das Holz wird dadurch nicht bloß ſolcher Theile be⸗ raubt, die zu ſeiner Ernährung und Erhaltung unentbehrlich ſind, ſondern es gehen auch dahey ſogar oft die Knospen mit verloren, woraus die Blaͤtter und Zweige für das folgende Jahr entwickelt werden ſollen. Es wird deſto weniger nachthei⸗ lig, je ſpäter im Jahre es erfolgt, wo das Wachsthum des Holzes ſchon beendet iſt, und je weniger die dann ſchon ausgebildeten Knospen dabey verletzt werden. Vor der Mitte des Monats September darf es unter keiner Bedingung geſtattet werden. Da die Laubſtreifler gewöhnlich aus der ärmſten Volksclaſſe ſind, ſo laſſen ſie ſich ſelten durch Strafen zügeln; überdem iſt es ſchwer, ſie dazu zu bringen, indem ſie im Dickigt verſteckt ihr Geſchäft ohne alles Geräuſch verrichten und ſich leicht verbergen. Es iſt 165 ———* Forſtwirthſchaft. (392) deßhalb der Politik und vielleicht der Billigkeit, welche die mögliche Unterſtützung der Armen fordert, gemäß, ihnen lieber diejenigen Niederwalddiſtricte, deren Abtrieb nahe bevorſteht, im Herbſte, bevor das Laub gelb wird, gegen eine geringe Zahlung oder nö⸗ thigenfalls auch unentgeltlich einzuräumen, damit ſie ihren Fut⸗ terbedarf daſelbſt ſammlen können. Das Harzſcharren in Fichtenwaldungen wird denſelben ſehr nachtheilig, ſobald es nicht unter den nöthigen Beſchrän⸗ kungen Statt findet; der Nutzen, den man durch die Pechbereitung hat, wird dann nicht den Verluſt am Holze übertragen. Durch die Entziehung des Saftes wird die Holz⸗ und Samenerzeu⸗ gung verhindert, das Holz wird ſchlechter, weil ihm das Harz entzogen wird, welches ſowohl ſeine Brenngüte, als Dauer be⸗ dingt; die Wunde, welche der Baum erhält, um das Harz aus⸗ fließen zu laſſen, erzeugt überdem faulige Stellen, welche die Brauchbarkeit des Holzes außerordentlich vermindern. Es mag daher der Beſitzer des Waldes die Harzuutzung ſelbſt beziehen, oder ſie mag Berechtigten, zukommen, ſo muß das Harzſcharren immer folgenden Beſchrankungen unterworfen werden: 1) Bäume, von denen man Samen gewinnen will, müſſen ver⸗ ſchont werden. 2) Nutzholz darf nur ſehr wenige Jahre vor dem Abtriebe ge⸗ harzt werden, bleibt aber beſſer ganz verſchont.— Brennholz erträgt höchſtens eine 20 Jahre vor der Abnutzung anfan⸗ gende Harznutzung. 3) Bey dem Abſchälen der Rindenſtreifen(Lagten), um das Harz zu gewinnen, darf der Splint nicht verletzt werden; es darf das Harzſcharren nur ein Jahr um das andere erfolgen; nirgends darf ein 90 bis 120 Jahr alter Stamm nach und nach mehr als 4 bis 5 abgeſchälte Streifen von 3 bis 4 Fuß Länge, 2 bis 3 Zoll Breite überhaupt erhalten. Der Beſchädigung des Forſtes, welche dadurch erfolgt, daß Fuhrleute aus den Wegen fahren und Nebenwege machen, vorzubeugen, giebt es nur ein genügendes Mittel: den eigentlichen Weg in gutem fahrbaren Stande zu halten, und dann alle Nebenwege durch vorgezogene tiefe Graͤben unbenutzbar zu machen. Folgende Gegenſtände verdienen hinſichts der We⸗ gebeſſerung und Erhaltung der Wege Beechtung. Im Lehmboden müſſen dieſelben ſo weit aufgehauen ſeyn, daß ſie durch den Luftzug und die Sonne ausgetrocknet werden. Auch wird daſelbſt eine ſolche Breite oft unerläßlich, daß die Fuhrleute nicht nöthig haben, immer einer und derſelben Gleiſe u folgen. Wo Vertiefungen ſind, in welchen ſich Waſſer zu⸗ ſumelnzeht. müſſen Abzugsgraben und kleine Brücken angelegt werden, einzelne entſtehende Löcher ſind ſchleunig, ſo wie ſie be⸗ merkbar werden, mit Faſchinen oder zerſchlagenen Steinen aus⸗ ufüllen, die jedoch hinreichend mit Sande oder Kies in den wiſchenräumen ausgefüllt und oben bedeckt werden müſſen, ſo daß ein feſter Damm dadurch entſteht.— Im Sande läßt ſich nichts thun, um den Weg feſter zu machen. Im Bruchboden, oder an bruchigen Stellen, iſt das Auslegen des Weges mit Fa⸗ — tren und J beſte Mit Lergen w lae hinreit riht tief au⸗ unde Waßſ brüben gele ſde auszen Steinen wi Durch gung zuge Kohlheelle de An⸗ benachban beſchadig deckt, ml er es oh Weide fü ſorgfältige den Schle Nacht im ſo erforde Arzünder erlauhte Dey fäßen at werden Zweiger man die liſſigen dere gett führen n wilde Ob ſondem meln der Das den, u ten Cac theil fü Regel n daraus ziehen, troffen De denn d nur aus tentheil der vor maß ein ie valch die nagli hnen lithe elehe vorſteht, im Herbſte 7 age Zahlung oder nö⸗ damit ſi ihren Fut⸗ ungen witz denſelben en nothizen Peſchan⸗ urch die Nechderitung e übernagen. Durch 3* und Samenerzel⸗ „wall ihn das harz mgüte, als Dauer be t, unh das Hatz aus⸗ Stellen, welche die rmindern. Es mag ung ſelbſt beziehen, t das Harzſcharren werden: in will, mäſen ver⸗ tdem Abtriebe ge⸗ hont.— Brennholz Aonuzung anfan⸗ Cagten), um das verleyt werden; es das andere erfolgen; er Stamm nach und en von 3 bis 4 Fuß halten. durch erfolt, daß nd Nebenwege endes Mittel: den zu halten, und taben unbenutzbar hinſichts der We⸗ g. aufgehauen ſeyn, getrocknet werden. erläßlich, daß die d derſelben Gleiſe en ſich Waſſet zl⸗ Brucken angelegt nig, ſo wie ſi e enen Steinen aus⸗ oder Kies in den verden müͤſen, ſo mn Sande laßt ſ an Bruchboden/ s Wages wit Fa⸗ 6. Abſchn. Forſtpolizeylehre. (393) ſchinen und Bedecken derſelben mit Kies und Sand unſtreitig das beſte Mittel, um die Fahrbarkeit des Weges zu ſichern.— An Bergen muß vorzüglich darauf geſehen werden, daß die Fuhr⸗ leute hinreithend breite Hemmſchuhe anwenden, um die Gleiſe nicht tief auszufahren, und daß das in den Wegen herabſtrö⸗ mende Waſſer durch Balken, im ſtumpfen Winkel eingelegt, in Gräben geleitet wird, die mit dem Wege parallel laufen, auch jede ausgewaſchene Stelle gleich im Anfange mit eingeſtampften Steinen wieder ausgefüllt wird. Durch die Köhlerey kann den Forſten vielfach Beſchädi⸗ gung zugefügt werden. Um ſie zu verhüten, iſt die Wahl der Kohlſtellen ſo anzuordnen, daß nicht Feuersgefahr entſteht, durch die An⸗ und Abfuhren des Holzes nicht Schaden geſchieht, die benachbarten Bäume und Dickungen nicht durch den Meilerrauch beſchadigt werden. Das Laub oder der Raſen, womit der Köhler deckt, muß demſelben an ſolchen Orten angewieſen werden, wo er es ohne Nachtheil für den Forſt wegnehmen kann; auch die Weide für die Köblerpferde, wenn er ſolche bedarf, verlangt ſorgfältige Beachtung, weil ſonſt dieſelben leicht Schaden auf den Schlägen und in den Schonungen thun. Da der Tag und Nacht im Holze ſich befindende Köhler ſchwer zu controlliren iſt, ſo erfordert er genaue Aufſicht, damit er nicht Material zum Anzünden, zu Fackeln, oder gar zu Holz zum Füllen, auf un⸗ erlaubte Art an ſich nimmt. Bey dem Aufſuchen der Waldbeeren wird oft Ninde zu Ge⸗ fäßen abgeſchält; um Haſelnüſſe oder Baumfrüchte zu gewinnen, werden haufig die Sträucher und Bäume durch Abbrechen von Zweigen beſchädigt, was nur dadurch verhütet werden kann, daß man die Sammlung dieſer Früchte allein bekannten und zuver⸗ läſſigen Leuten überläßt, denen dazu die Erlaubniß durch beſon⸗ dere Zettel ertheilt wird, die ſie zur Legitimation ſtets bey ſich führen müſſen.— In jungen Schonungen läßt man ungern wilde Obſtbaͤume ſteben, nicht bloß, weil ſie ſehr verdämmen, ſondern weil auch unter und um ſie herum alles bey dem Sam⸗ meln der Früchte zertreten wird. Das Wiedenſchneiden, Baſtſchäalen, Quirlſchnei⸗ den, und ähnliche hinſichtlich des Werthes der entwende⸗ ten Sache ſehr unbedeutende, aber durch ihren großen Nach⸗ theil für den Forſt oft ſehr empfindliche Frevel, können in der Regel nur dadurch verhindert werden, daß die vorgefundenen und daraus gefertigten Gegenſtände eine ſtrenge Beſtrafung nach ſich ziehen, da die Frevler bey der Begehung des Frepels ſelten be⸗ troffen werden können. 5) Von dem Sammeln der Waldſtreu. Der Wald bedarf der Düngung eben ſo gut, als der Acker, denn die Holzpflanzen können ſich, gleich den Getreidepflanzen, nur aus dem Humus ernahren. Da nun aber dieſer ſich größ⸗ tentheils allein aus verfaulenden Vegetabilien im Walde bildet, der vorhandene auch fortwährend zerſetzt und zerſtört wird, ſo muß eine Erſchöpfung der Bodenkraft erfolgen, wenn die ganze 168 8 Forſtwirthſchaft. (394) Bodenerzeugung weggenommen und dadurch ein Erſatz des con⸗ ſumirten Humus verhindert wird. Das erzeugte Holz müſſen und können wir ganz benutzen, da wir deßhalb den Wald an⸗ bauen und erhalten; das jährlich abfallende Laub, die Nadeln, ſind auch hinreichend, die Ertragsfähigkeit des Waldes nicht nur zu erhalten, ſondern ſogar noch in geſchloſſenen Beſtänden zu vermehren. Es giebt noch Fälle, wo auch von dieſem Laube noch ein Theil benutzt werden muß, weil ohne daſſelbe der Acker nicht in einem ſolchen Düngungszuſtande erhalten werden könnte, daß er die Bevölkerung ernähren kann. Dieſe treten gewöhnlich da ein, wo Nangel an Wieſen oder zum Futterbaue tauglicher Boden, der arme und unfruchtbare Grund ſo wenig Stroh giebt, was dann noch dazu zur Fütterung verwendet werden muß, daß er ſich nicht durch ſeine eigene Production fruchtbar erhalten kann, ſondern einen außergewöhnlichen Zuſchuß an Düngungsmitteln erhalten muß. Da unter ſolchen Verhältniſſen ſich gewöhnlich größere Wald⸗ flächen vorfinden, als bedurft werden, ſo iſt es nicht zu verwer⸗ fen, wenn dann der Ackerbau ſelbſt auf Koſten des Waldes be⸗ günſtigt wird; denn was könnte noch ſo viel Holz uns helfen, wenn uns die Producte des Ackerbaues fehlen, die uns ernäh⸗ ren müſſen. Dieſe Benutzung des Waldes muß aber immer ſo weit beſchränkt werden, daß ſich derſelbe dabey erhalten läßt; denn es ließe ſich wohl nichts thörichteres denken, als durch zu ſtarkes Streuſammeln die Extragsfähigkeit des Waldes, und da⸗ durch zugleich die Streunutzung ſelbſt zu, vernichten: das hieße den Baum abhauen, um die Früchte zu erhalten. Die nothwendigen Beſchränkungen, denen das Streurechen unterworfen werden muß, um dabey der Erhaltung des Waldes gewiß zu ſeyn, ſind verſchieden: 1) nach dem Boden⸗ und Feuchtigkeitsgrade, 2) der Holzgattung, 3) der im Walde Statt findenden Betriebsart. Zu 1. Zu einem belohnenden Holzwuchſe iſt immer ein ge⸗ wiſſer Vorrath von Humus erforderlich. Je ärmer daran der Boden iſt, deſto mehr muß man danach ſtreben, ihn durch ver⸗ faulendes Laub ſo weit zu verbeſſern, daß er tragbar und zur Er⸗ zeugung von Holz geſchickt wird. Sehr lockerer Sandboden hat wegen des ſtarken Luftzutritts eine ſtärkere Conſumtion des Hu⸗ mus, als lehm⸗ und thonhaltiger Boden, welcher denſelben beſ⸗ ſer an ſich hält, und da auch zugleich wegen größerer Trocken⸗ heit des hochliegenden lockern Bodens hier oft die nöthige Feuch⸗ tigkeit zur Herbeyführung des Fäulnißprozeſſes fehlt, ſo geht ſo⸗ gar in ihm oft viel Laub verloren, welches gar keinen Humus giebt, indem bey ſeiner Zerſtörung der Fäulnißprozeß überſprun⸗ gen wird. Dieſelbe Erſcheinung bemerken wir an Berghängen, welche bey einem ſtarken Neigungswinkel der Einwirkung der Sonne und Luft ſebhr ausgeſetzt ſind, und überdieß noch viel Humus durch das Abſpülen bey ſtarkem Regen und dem Schmel⸗ zen des Schnees verlieren. Dieß rechtfertigt die Beſchränkung wteeurecer hoden, iunal Fdeckung des 3 1 Aoe parden datf. nbert, deſte verden. Dac den, der ente torrath enthe glay: und: das Anſchwe Flußthaler, zurucklaſſen natürliche che, Eſche, werm Voden die Hölzer ei einem natürli den iſt, inder ſammelte, deſ werden, wen gen die Ciche votkommen, in demſelber theilig wend zer einigen che am em ter leidet. zer auf ar hedürfen, d dieſe erpalte dungen es a falls nur au Jihten geſtat dehrüich ſt au.. dee Hinwegne Veſtäͤnden, derblich. T heendigt iſ⸗ im Hochwwal ſen Zeimn Jahren äit und 50. ganz damt ſchranken, findet. Unſch hinwegnahn de die Veſc Erſatz des con⸗ e Holz müſſen den Pald an⸗ 5 die Nadeln, uldes nicht nur eſtinden zu auhe ſocz ein Acker nit in könnte, diß er öhnlich da ein, mglicher Voden, oh gieht, was muß, daß er erhalten kann, ngungsmitteln größere Wald⸗ ſcht zu verwer⸗ s Waldes be⸗ z unz helfen, die unz ernäͤh⸗ abet immer ſo erhalten läßt; „als durch zu aldes, und da⸗ ten: das hieße das Streurechen ng des Waldes mmer ein ge⸗ der daran der ihn durch ver⸗ ar und zur E⸗ Sandboden hat mtion des Hl⸗ denſſelben beſ⸗ 6. Abſchn. Forſtpolizeylehre. 169 (395 des Streurechens, daß es auf ganz armem und ſehr dürrem Sand⸗ boden, zumal wenn dieſer flüchtig zu werden droht, und ihm die Bedeckung deßhalb nicht geraubt werden darf, an ſteilen Mit⸗ tags⸗ und Abendhängen, wo möglich gar nicht Streu geſammelt werden darf. Je mehr ſich der Boden dieſer Eigenthümlichkeit nähert, deſto vorſichtiger darf das Streurechen nur ausgeübt werden. Dagegen wird es weniger nachtbeilig werden, auf Vo⸗ den, der entweder einen ſeit langer Zeit aufgeſammelten Humus⸗ vorrath enthält, und ihn zu bewahren vermag, wie der Marſch⸗, Klay⸗ und Bruchboden, oder einen ſteten Erſatz deſſelben durch das Anſchwemmen von Humus erhält, wie die Thalränder, die Flußthäler, in denen die austretenden Gewäſſer fruchtbare Theile zurücklaſſen, oder der Boden durch große Feuchtigkeit ſchon eine natürliche Fruchtbarkeit hat. Zu 2. Einige Holzgattungen gedeihen nur bey einem ver⸗ hältnißmaßig betraͤchtlichen Humusvorrathe, wie die Eiche, Bu⸗ che, Efche, Ulme, Ahorn, Weißtanne; andere nehmen mit är⸗ merm Boden vorlieb, wie die Klefer, Fichte und Birke. Je mehr die Hölzer einen kräfrigen Boden verlangen, und vielleicht auf einem natürlich armen ſtehen, der bloß zufällig fruchthar gewor⸗ den iſt, indem ſich im unbenutzten Walde viel Humus auf ihm ſammelte, deſto ſorgfältiger müſſen ſie mit Streurechen verſchont werden, wenn man ſie nicht ganz vernichten will. So ertra⸗ gen die Eiche und die mit ihr genannten Hölzer, wo ſie auf Sande vorkommen, das Streurechen durchaus nicht, ſelbſt wenn es in demſelben Maaße ausgeübt, der Kiefer noch wenig nach⸗ theilig werden würde. Auch hat wohl der Wurzelbau der Höl⸗ zer einigen Einfluß darauf, denn man bemerkt, daß die Bu⸗ che am empfindlichſten dagegen iſt, und am mehrſten darun⸗ ter leidet. Wir ziehen daraus die Schlußfolge, daß, wo Höl⸗ ber auf armem Boden vorkommen, die kräftigen Boden edürfen, das Streuſammeln ganz unterſagt ſeyn muß, wenn dieſe erhalten werden ſollen, daß aber immer in Buchenwal⸗ dungen es außerordentlich beſchraͤnkt werden muß, und allen⸗ falls nur auf 10 bis 20 Jahre, in Beſtänden von 80 bis 100 Jahren geſtattet werden kann, wo es für den Ackerbau unent⸗ behrlich iſt. Zu 3. Je flacher die Wurzeln liegen, deſto ſchädlicher wird die Hinwegnahme ihrer Laubbedeckung. Daher iſt in allen jungen Beſtänden, ſo wie im Niederwalde, das Streurechen höchſt ver⸗ derblich. Bevor der Höhenwuchs des Holzes nicht größtentheils beendigt iſt, und ſich der Wipfel nicht abzuwölben beginnt, darf im Hochwalde nicht Streu geſammelt werden— man kann die⸗ ſen Zeitpunct bey 100 bis 120jahrigem Umtriebe, als mit 60 Jahren eintretend, annehmen, hey 60 bis 80jährigem mit 40 und 50 Jahren. Nieder⸗ und Mittelwald würden am beſten ganz damit verſchont, und wenigſtens iſt es bis dahin zu be⸗ ſchraͤnken, daß es nur 4 bis 2 Jahre vor dem Abtriebe Statt findet. Unſchädlich wird das Streurechen allein, wo es auf die Hinwegnahme von Forſtunkräutern oder die Bodenbedeckung, wel⸗ che die Beſamung verhindert, beſchränkt iſt. ——— Forſtwirthſchaft. (396) Noch iſt bey demſelben darauf zu ſehen: daß nicht Holzpflanzen durch das Auskratzen und Ausfahren un⸗ mittelbar beſchädigt werden; daß nicht eiſerne Harken gebraucht werden, mit denen man leicht Wurzeln beſchädigen und herausreißen kann; daß diejenigen Holzgattungen, welche nur aufgeben und ſich er⸗ halten, wenn eine Laubdecke den Boden ſchützt, die nöthige Streuſchonung 10 bis 20 Jahre vor der Verjüngung in Be⸗ ſamungsſchlägen erhalten. 6) Von den Waldſervituten und ihrer Aufhebung und Abfindung. Als das Waldeigenthum ſich bildete, waren diejenigen, wel⸗ che den Wald in Beſitz nahmen, nicht im Srande, jede Art von Mitbenutzung durch ihre Untertbanen oder auch andere frepe Leute, auszuſchließen, ſie mußten ſich häufig begnügen, die werth⸗ vollſten Nutzungen, als privatives Eigenthum, in Anſpruch zu nehmen. Oft raͤumte man auch erſt ſpater freywillig als Geſchenk oder gegen einen Zins, der früher im Verbältniſſe mit dem Wer⸗ the der abgetretenen Sache ſtand, jetzt freilich oft ſehr unbe⸗ trächtlich erſcheint, Nutzungen an Fremde ein, weil der Wald⸗ beſitzer ſelbſt dieſelben nicht beziehen und verwerthen konnte. So entſtanden die Waldſervituten, welche auf dieſe Art eben ſo gut ein Eigenthum bilden, welches der Staat beſchützen muß, als jedes andere Beſitzthum. Sie ſind auch häufig jetzt noch ein Mittel, die Waldpro⸗ duction zu gute zu machen, da der Eigenthümer viele Dinge ſelbſt oft gar nicht würde benutzen können, und dienen zugleich dazu, der ärmern Volksclaſſe die Befriedigung ihres Bedürfniſſes auf die wohlfeilſte Art möglich zu machen. Wer könnte in den großen Staatsforſten das Gras, das Raff⸗ und Leſeholz, wohl benutzen, wenn man nicht den vieh⸗ haltenden Grundbeſitzern erlaubte, es auszuhüten, den armen Stadt⸗ und Landbewohnern geſtattete, das ſchlechte Reiſerholz zu ſammeln! Es würden dieſe Dinge, die oft von beträchtlichem Werthe ſind, ohne dieß verloren gehen und unbenutzt bleiben; das Bedürfniß der Berechtigten, die zu arm ſind, ſich Futter und Holz zu kaufen, würde dann auf eine dem Lande und dem Forſteigen⸗ thümer viel koſtbarere Art befriedigt werden müſſen.— Ein mit Servituten belaſteter Wald iſt freilich dem Eigenthümer weniger werth, als ein davon befreyeter; allein das kann kein Grund ſeyn, die Waldſervituten aufzuheben, eben ſo wenig, als die auf einem Grundſtücke haftenden Schulden für gelöſcht zu erklären, da ſie deſſen Reinertrag für den Beſitzer ſchmälern. Man erkannte jedoch in den Zeiten, wo die Servituten ent⸗ ſtanden, das Bedürfniß der Schonung des Waldes, um ihn er⸗ halten zu können, was für das Nationalwohl ſo wichtig iſt, noch nicht genug, um ſie dem gemäß zu beſchränken. Daher hat man ſich baufig in der neuern Zeit genöthigt geſehen, dieſe Beſchränkung einzuführen. Da ſich jedes Mitglied der bürger⸗ Snaten ſehr . „woniger der wengen Paldſervitu Valdbeſitzeer Perpflichtun Es gie ſelbſt wenn des dere Verträze elt Ielllä da e „ tuten, ſimmu p ger m re konnen in i uns daher hie das der For Hor. daß 2⸗ Velche geben wer. Was 1 ka ringe ii, Ausſagten un⸗ it denen man ann; 1 und ſich el⸗ t, die näthige ngunz in Be⸗ hebung und iejenigen, ve⸗ jede Ait von Handere fiehe zen, die werth⸗ a Auſpruch zu g als Geſchenk mit dem Wer⸗ öft ſehr unbe⸗ veil der Wald⸗ en konnte. So Att eben ſo gut uͤßen muß, al 1, die Wildprt⸗ ner viele Dinge Hdienen zugleich res Bedürfiſes das Gras, das nicht den vieh⸗ in, den armen te Keiſetholz zu a bettaͤchtlchem ußt bleiden das Futtet undHot ddem Forſteige ſen.— Enn unt r wefigel enthümer wenigen ann kein Grund venig, als die d löſcht zu erkläten lern. ie Serdituten 1 zaldes, um ihn 8 ohl ſo ricg 6 eſchrinden 65 tdigtgben, er hitglid de hürg 6. Abſchn. Forſtpolizeylehre. 171 (397) lichen Geſellſchaft demjenigen unterwerfen muß, was das Wohl des Ganzen erfordert, ſo iſt dieſe Beſchränkung, ſo weit ſie die nothwendige Erhaltung des Waldes nöthig macht, vollkommen rechtlich begründet. Die Geſetzgebung in dieſer Hinſicht iſt in den verſchiedenen Staaten ſehr abweichend, je nachdem man dem Walde mehr oder weniger Schutz verleiben zu müſſen glaubte, weil ſeine Er⸗ haltung und vollkommene Bebauung mehr oder weniger als Be⸗ dürfniß erſchien. Es würde deßhalb unmöglich ſeyn, alle, auch nur deutſche Geſetze anzuführen, welche auf die Ordnung der Waldſervituten Bezug haben, ſo nöthig es auch iſt, daß jeder Waldbeſitzer genau werß, welche Rechte ihm zuſtehen, welchen Verpflichtungen er ſich unterwerfen muß. Es giebt nun auch noch viele Fälle, wo ein Waldſervitut, ſelbſt wenn es ſo weit beſchränkt iſt, als die nothwendige Er⸗ haltung des Waldes fordert, dennoch dem Beſitzer deſſelben ſehr läſtig wird, indem es ihn in der freyen Dispoſition über den Forſtgrund und deſſen Benutzungsart hindert, da in einem ſer⸗ vitutbelaſteten Walde keine eigenmächtige Aenderung der Be⸗ wirthſchaftungsart zum Nachtheile des Berechtigten vorgenom⸗ men werden darf. Außerdem verhindern auch noch ſelbſt beſon⸗ dere Verträge oft die nothwendige Beſchränkung der Waldſervi⸗ tuten, da ein Privatabkommen die allgemeinen geſetzlichen Be⸗ ſtimmungen zum Vortheile des Waldbeſitzers ungültig macht, in ſofern ein rechtsgültiges Document die Schranken und Befugniſſe des Berechtigten genau beſtimmt. Dieß macht geſetzliche Beſtimmungen über die Art und Weiſe, wie Servituten abgelöſt werden können(eine Gemeinheits⸗ theilungs⸗Ordnung), nöthig, die wir auch ſchon in mehreren deutſchen Staaten, z. B. Preußen, beſitzen. Auch dieſe Geſetze können in ihren Anſichten ſehr abweichend ſeyn, und wir müſſen uns daher hier darauf beſchränken, darauf aufmerkſam zu machen, was der Forſtbeſitzer zu unterſuchen hat, um überzeugt ſeyn zu können, daß eine Abfindung der Seryituten für ihn vortbeilhaft ſeyn werde, und nach welchen Anſichten die Ablöſung ſelbſt im Aügemeinen zu leiten iſt, um beiden Theilen kein Unrecht zuzu⸗ ügen. Bey der Abfindung einer auf dem Walde laſtenden Gerecht⸗ ſame kommt es darauf an, dem Berechtigten die bisher aus dem Walde bezogene Nutzung in gleicher Größe in einer andern Art dergeſtalt anzuweiſen, daß er ſein Bedürfniß künftig dadurch eben ſo gut befriedigen kann, als es bisher durch die Ausübung ſei⸗ nes Rechts geſchah. Die Fragen, welche ſich der Waldbeſitzer zuerſt zu beantwor⸗ t6 hat, beor er auf die Ablöſung der fremden Gerechtſame an⸗ rägt, ſind: Was koſtet ihm jetzt die Ausübung derſelben? Welche Entſchädigung nach Quantität und Qualität wird gegeben werden müſſen, um es abzukaufen?. Was kann der Wald eintragen, wenn er von Servituten befreyt iſt, und erſetzt der Mehrertfag deſſelben dann das, was 172 Forſtwirthſchaft. (398) 1 man hat geben müſſen, um die Ablöſung derſelben zu er⸗ langen? Der Gewinn, welcher durch dieſe erlangt wird, beſteht größten⸗ theils in dem dadurch erlangten freyen Dispoſitionsrechte, und der daraus entſpringenden Befugniß, den Boden vortheilhafter benutzen zu können; z. B. durch Umwandlung des Forſtlandes in Acker und Wieſen. des Hochwaldes in Niederwald, den An⸗ bau vortheilhafterer Holzgattungen. Der Gewinn der Producte, welche bisher der Berechtigte bezog, erſetzt nur in ſeltenen Fäl⸗ len, wo man ſie höber benutzen kann, als dieſer, die dafür zu zahlende Entſchädigung. Raff⸗ und Leſeholz, Kien⸗ und Stock⸗ holz, Gras, Maſtfrüchte u. dgl. wird man beynahe immer theu⸗ rer erkaufen müſſen, als man ſie benutzen kann, da den Berech⸗ tigten theils gewöhnlich dieſe Dinge von größerem Werthe ſind, als dem Waldbeſitzer, theils auch er ſie mit geringerm Koſten⸗ aufwande gewinnen kann. fach der Ausführung der Ablöſung kommt es zuerſt dar⸗ auf an: Den Umfang des Rechts, in dem es ausgeübt werden darf, genau feſtzuſtellen, denn davon bängt zunächſt die Größe des Ertrags ab. Es muß derſelbe nach den allgemeinen geſetzlichen Beſtimmungen, den beſondern beſtehenden Verträgen und Do⸗ cumenten, ſo wie der bisherigen Obſervanz genau ermittelt werden.. Sobald die Schranken der Berechtigung feſtgeſtellt ſind, wird ſich die anzuſtellende Unterſuchung ferner darauf erſtrecken müſ⸗ ſen, was ſie, innerhalb derſelben ausgeübt: 1) dem belaſteten Walde und deſſen Beſitzer koſtet— d. h. was dieſer mehr aus dem Walde entnehmen könnte, wenn die Berechtigung nicht vorhanden wäre. 2) Was der Berechtigte durch ſeine Gerechtſame für einen Ertrag bezieht. Zu 1. Der Verluſt, welchen eine auf dem Walde laſtende Grundgerechtigkeit dem Beſitzer deſſelben zuziehet, kann a) unmittelbar, b) mittelbar ſeyn.. Unmittelbar iſt er, in ſofern die Berechtigten Gegenſtände benutzen, welche der Waldbeſitzer ebenfalls mit Vortheil beziehen könnte, z. B. Bauholz, Klafterholz, Maſt u. dgl. m. Es wird ein ſeltner Fall ſeyn, wo der Waldbeſitzer dieſe Dinge höher be⸗ nutzen könnte, als ein Berechtigter, und da die Billigkeit, wie Gerechtigkeit, nothwendig bedingt, daß, wenn der Waldbeſitzer die Aufgabe einer Grundgerechtigkeit, die auf dem Walde laſtet, verlangt, er den Berechtigten für den dadurch bezogenen Nutzen voll entſchädigt, ſo wird ſehr ſelten mit Gewinn von Seiten des Forſteigenthümers, um des unmittelbaren Verluſtes willen, auf Servitutablöſung angetragen werden können. Wohl aber wird bey Dingen, die der Waldbeſitzer weniger gut benutzen kann, als der Berechtigte, der unmittelbare Verluſt des erſtern oft kleiner ſeyn, als der Gewinn des letztern, und in ſofern daher der Be⸗ nitzte die Ah gerchtigkeit aten dabon mter daraus i dann auch ſäreibt. Dieß falenden Gtun andes Grund Riiters deſſe ſändert verla derlangen ma ledet. Der! dem Forſteige ſeht beträcht rung einer doch kaun en laſtang zur? richt unmittel koſten nöthigt, der Werechtigt Pahbeſiter n nahe immer d wo dieſer bet auch dicht ſch keicht voll ent winn hat. n⸗ 2. 8 d de laſtenden ſo kommt es bezogene Nu gebenden Aec eeiner Gerecht deſelben. Un eine! vir die Nutun Vadde bezogen 1) Irenn zen Vedanf, rechtigkeit, i kann. In Vedarf betra⸗ ten, wietiel bisher aihe entweder ein Bunnholz e vmmen, für huft werden deben zu wer ¹ Nußho erſelhen zu er⸗ beſteht größten⸗ onsrechte, und vottheilhafter des Forſtlandes wald, den An⸗ der Produtte, in ſeltenen Fäͤl⸗ , die daflr zu en- und Etock⸗ he immer theu⸗ da den Nerech⸗ n Werthe ſid, ingerm Koſten⸗ es zuerſt dai⸗ werden darf, die Größe des den geſehlichen iͤgen und Do⸗ enau erwittelt dellt ſind, witd erſttecken müſ⸗ koſtet— d.. nte, wenn die ume für einen Valde laſtende kann en Gegenſtände ortheil beziehen 1. m. Es wird Dinge höher be⸗ Billigkeit, wie der Waldbeſtzer n Walde laſſtt, zogenen Nügen von Seiten des ſtes willen, auf Wohl aber wid nutzen kaun, g rtemn oft lliner daher der Be⸗ 6. Abſchn. .6399) rechtigte die Abfindung ſeiner Gerechtſame verlangte, ſo wird es der Gerechtigkeit gemäß ſeyn, daß derſelbe nicht nach dem bis⸗ herigen davon bezogenen Gewinne, ſondern nach dem dem Wald⸗ beſitzer daraus erwachſenden Vortheile abgefunden würde, wie dieß dann auch die preußiſche Gemeinheitstheilungs⸗Ordnung vor⸗ ſchreibt. Dieß beruht auf dem ſebr einfachen und in die Augen fallenden Grundſatze: daß, wenn jemandem ein Recht auf ein fremdes Grundſtück eingeräumt iſt, er nicht zum Schaden des Beſitzers deſſelben die Art ſeiner Ausübung oder Benutzung ab⸗ geändert verlangen kann, ſondern nur allenfalls eine Aenderung verlangen mag, wenn der belaſtete Grundbeſitzer nicht darunter leidet. Der mittelbare Verluſt, welchen eine Grundgerechtigkeit dem Forſteigenthümer verurſacht, kann mancherley Art, und oft ſehr beträchtlich ſeyn. Gewöhnlich beſteht er in der Verhinde⸗ rung einer vortheilhafteren Benutzungsart des Waldgrundes; doch kann er aber auch darin liegen, daß das Servitut Veran⸗ laſſung zur Beſchädigung des Waldes wird, wenn dieſe gleich nicht unmittelbar in demſelben liegt, daß es zu vielen Aufſichts⸗ koſten nöthigt, daß die Waldeultur koſtbarer wird u, ſ. w. Da der Berechtigte in der Regel keinen Gewinn von dem, dem Waldbeſitzer mittelbar verurſachten, Verluſte hat, ſo wird bey⸗ nahe limmer die Abfindung der Grundgerechtigkeit zweckmäßig, wo dieſer beträchtlich iſt. Sie iſt in dieſem Falle gewöhnlich auch nicht ſchwierig, da dann der Waldbeſitzer den Berechtigten leicht voll entſchädigen kann, indem er dabey dennoch einen Ge⸗ winn hat. Zu 2. Sobald der Antrag zür Ablöſung der auf dem Wal⸗ de laſtenden Grundgerechtigkeit von dem Waldbeſitzer ausgeht, ſo kommt es immey darauf an, den Berechtigten für die bisher bezogene Nutzung ſo zu entſchädigen, daß er von dem dafür zu gebenden Aequivalente denſelben Ertrag erhält, als früher von ſeiner Gerechtſame. Dieß bedingt eine Würdigung des Ertrags derſelben. Um eine Ueberſicht des Verfahrens dabey zu geben, müſſen wir die Nutzungen, welche gewöhnlich von Berechtigten aus dem Walde bezogen werden, im Einzelnen betrachten. I. Holzungsgerechtſame.. 1) Brennholz. Der Berechtigte kann entweder a) ſeinen gan⸗ zen Bedarf, oder b) nur dasjenige fordern, was die Grundge⸗ rechtigkeit, in ihren geſetzlichen Schranken ausgeübt, abwerfen kann. Im erſtern Falle muß feſtgeſetzt werden: wieviel dieſer Bedarf beträgt und als ſolcher verlangt werden kann; im zwey⸗ ten, wieviel der Wald, ſeinem rechtlichen Zuſtande gemäß, erge⸗ ben, zum ganzen Bedarf des Berechtigten beytragen kann, oder bisher erfahrungsmäßig beygetragen hat. In beiden Fällen iſt entweder ein Forſtgrundſtück zu beſtimmen, welches eben ſo viel Brennholz geben kann, als bisher die Gerechtſame, oder ein Ein⸗ kommen, für welches eine gleiche Menge, als dieſe bisher gab, er⸗ kauft werden kann, um als Entſchädigung dem Berechtigten ge⸗ geben zu werden. 2) Nutzholz. Nur ſolche Nutzhölzer können überhaupt abge⸗ Forſtpolizeylehre. 173 Forſtwirthſchaft. (400) löſt werden, welche der Berechtigte mit Sicherheit auch nach der Ablöſung noch erhalten kann, in ſofern ſie ihm unent⸗ behrlich ſind. Die zweckmäßigſte Ablöſung geſchieht durch ein Grundſtück, welches eine ſolche Nettorente giebt, daß das bisher durch die Grundgerechtigkeit bezogene Nutzholz entweder dafür anzekauft, oder auf andere Weiſe erſetzt werden kann. Ein ſolches abzugeben, worauf er ſich dieſelben ſelbſt erziehen könnte, iſt gewöhnlich unausführbar, weil das Nutzholz nur der kleinſte Theil der Holzerzeugung iſt, und daher auch viel Brennholz zu⸗ gleich mit erzogen werden muß. II. Weidegerechtſame und Gräſereygerech⸗ tigkeit. Sie bezwecken die Ernährung des Weideviehes in der Jah⸗ reszeit, wo es Futter im Freyen findet. Die Frage dabey iſt: wie viel Vieh kann in dem belaſteten Walde entweder die ganze Weidezeit hindurch, oder während einer beſtimmten Zeit davon ernährt werden?— Dieß wird ermittelt: entweder durch Feſt⸗ ſtellung der Zahl der Tage, welche bisher erfahrungsmäßig eine beſtimmte Menge von Vieh im belaſteten Walde ernährt worden iſt?— oder durch eine Bonitirung der Weidefläche, welche das Vieh fortwährend betreiben darf, hinſichts ihrer Ernährungsfä⸗ igerit. um danach feſtſetzen zu können, wie viel Vieh eine be⸗ immte Zeit hindurch auf ihr ernährt werden kann. In beiden Fällen muß zur Entſchädigung des Berechtigten eine Acker⸗, Wie⸗ ſen⸗, oder von Holze entblößte Weidefläche gegeben werden, daß dieſelbe Futtermenge mit einem gleichen Koſtenaufwande zu ihrer Erzeugung und Benutzung, als bisher, darauf gewonnen werden kann. In gleicher Art erfolgt die Ablöſung einer Gräſeresgerech⸗ tigkeit. III. Streugerechtſame. Sie geben das Recht, im Walde Laub, Moos und andere Düngungsmaterialien ſammeln zu dürfen, um ſie zur Düngung des Ackers verwenden zu können. Es entſtehen dabey die Fra⸗ gen: a) wie viel liefert davon der Wald?— bd) welchen Dün⸗ gungswerth haben ſie? Um die erſte Frage zu beantworten, kann man, nachdem feſt⸗ geſetzt worden iſt, von wie viel Fläche, und von welcher die Streu geſammelt werden darf, unterſuchen, wie viel dieſelbe ge⸗ ben kann. Gewöhnlich wird jedoch alles das, was möglicherweiſe davon geſammelt werden könnte, weder wirklich gewonnen, noch auch bedurft, und man wird dadurch ein um ſo unſichereres Re⸗ ſultat erhalten, als ſich überdem nur ſehr ungewiß beſtimmen läßt, welche Streumenge ein Wald, deſſen Holzbeſtände ſich fortwährend ändern, nachhaltig geben kann. Sicherer wird es in den mehrſten Fällen ſeyn, zu ermitteln: wie viel Zuſchuß an Düngungsmaterial die Berechtigten bedürfen, und deßhalb aus dem belaſteten Walde zu entnehmen befugt ſind, um ihren Acker, dem vorhandenen Viehſtande gemäß, in voller Cultur zu erhal⸗ ten. Sobald der Wald dieß geben kann, ſo läßt ſich auch da⸗ nach die den Berechtigten gebührende Streumenge am ſicherſten beſtimmen. teber den zät es ſeht mu, und ſelbſt dungwerth ab. d dee Erfahrr müngt, denr nict gut zu d etzeugte, Andwirth, d gen abet auc in Abtede zu Wirthſchaft den wünde, ohne die I wüſten. Die Dun rial geſamme darin dem E gleich einem folgen hierauf achtet werden von dem wie das wit eine beſer, als ſchnite werd achtet. Hat wa die Meng Güte- Walde k Oder ermitt ſtattet we zungszußt ſo kommte Dünger a durch das dieß he à durch T das gew zu fütter d) durch J rung ein halten. nur ſolch Ertrag; ſind, al erhalten Die Grundes, 1 deßhalb das V. ſiherheit auch nach ſi ihm unent⸗ ſechieht durch ein öt, daß das bisher z entweder dafür ;ſerden unn. Ein iſt erzeten könnte, olz nur der kleinſte viel nnnholz zu⸗ ereygerech⸗ viehes in der Iih⸗ Frage dabey i: entweder die ganze umten geit davon wweder durch Feſt⸗ hrungsmaßig eine de ernaͤhrt worden flache, velche das ter Emaͤhrangsfä⸗ diel Veh eine be⸗ taun. In beiden eine Acket⸗, Wie⸗ egeden wedden, daß enawiwonde zu ihrer di oewonnen werden einer Gräſerezgerec⸗ je. Nocs und andere mn ſie zur Düngüng hen dabey die Fla⸗ dh) welchen din⸗— nan, nachdet fiſe ad don welchet de wie diel deſelbe ge⸗ „was nögücherweſe klich rewonnen, noh ſo unſichereres Re 1m ewiß beſtimmen Sicherer widde ſind, un ſen e⸗ ller Cultur iu e, 1 läßt ſih aic d eumenge ſ 6. Abſchn. Forſtpolizeylehre. 175 (401) Ueber den Werth der Waldſtreu, als Düngungsmaterial, giebt es ſehr viel abweichende Meinungen. Einige Forſtmän⸗ ner, und ſelbſt Landwirthe, ſprechen dem Laube u. ſ. w. allen Dungwerth ab. Dieß läßt ſich jedoch wobl nicht rechtfertigen, da die Erfahrung lehrt, daß Aecker ganz allein mit Waldſtreu gedüngt, dennoch fortwährend gute Erndten bringen, es auch nicht gut zu erklären wäre, weßbalb das Laub Humus im Wal⸗ de erzeugte, ohne denſelben im Acker geben zu können. Der Landwirth, vorzüglich der daran gewöhnte Bauer, legt dage⸗ gen aber auch wohl theilweis zu viel Werth darauf, da nicht in Abrede zu ſtellen iſt, daß durch einen beſſern Betrieb der Wirthſchaft die Waldſtreu in vielen Fällen ſehr entbehrlich wer⸗ den würde, und man den nöthigen Dünger erhalten könnte, ohne die Wälder durch Wegnahme von allem Laube zu ver⸗ wüſten. Die Dungkraft der verſchiedenen im Walde als Streumate⸗ rial geſammelten Dinge iſt dann auch nicht gleich. Moos kommt darin dem Strohe am nächſten, und man rechnet 1 ½ Pfund gleich einem Pfunde Stroh. Die Nadeln der Kiefer und Fichte folgen hierauf, ſo, daß 2 Pfund einem Pfunde Stroh gleich ge⸗ achtet werden. Am ſchlechteſten iſt das Laub der Laubhölzer, von dem wieder das mit einem feſten Gewebe beſſer iſt, als das mit einem lockern, z. B. das Buchen⸗ und Eichenlaub beſſer, als das von Hainbuchen und Birken. Im Durch⸗ ſchiitie werden 3 Pfund Laub einem Pfunde Stroh gleich ge⸗ achtet. Hat man entweder die Menge des Düngmaterials— mit Rückſicht auf ſeine Güte— feſtgeſetzt, welche der Berechtigte bisher aus dem Walde bezogen hat; oder ermittelt, wie viel ihm aus dem Walde zu entnehmen ge⸗ ſtattet werden muß, um ſeinen Acker in dem nöthigen Dün⸗ gungszuſtande erhalten zu können: ſo kommt es dann darauf an, ihm die Mittel, eben ſo viel Dünger auf andere Weiſe zu gewinnen, anzuweiſen, um da⸗ durch das Streuſervitut abzufinden. Dieß kann geſchehen: a) durch Wieſen, welche den Berechtigten in den Stand ſetzen, das gewoͤnnene Stroh einzuſtreuen und ſein Vieh reichlich zu fuͤttern, um mehr Dünger zu gewinnen; b) durch Acker, um Futterbau darauf zu treihen, Stallfütte⸗ rung einzuführen und eine reichliche Winterfütterung zu er⸗ khalten. Es vperſteht ſich jedoch dabey wohl von ſelbſt, daß nur ſolcher Acker dabey zu benutzen iſt, der ſo reichlichen Ertrag giebt, daß auf ihm mehr Düngmittel zu gewinnen ſind, als er zur Erhaltung der eignen Fruchtbarkeit zurück erhalten muß. Die Würdigung der Ertragsfähigkeit des abzutretenden Grundes, nach dieſer Anſicht, iſt Gegenſtand der Oekonomie, weßhalb das darüber zu Sagende auch hier übergangen wird. VI. 26 176 Forſtwirthſchaft. (402) IV. Gerechtſame, welche eine unmittelbare Geld⸗ rente geben. Das Harzſcharren, Theerſchwelen, Aſchebrennen und ſelbſt die Maſtgerechtigkeit, laſſen gewöhnlich eine Geldrente ermitteln, welche bisher durchſchnittsmäßig dadurch vom Berechtigten bezo⸗ gen wurde. Die Abfindung derſelben kann deßhalb auch ſehr einfach dadurch bewirkt werden, daß demſelben ein Grundſtück von dem belaſteten Walde abgetreten wird, wovon er, ſey es durch landwirthſchaftliche oder forſtliche Benutzung, ein gleich großes Nettoeinkommen beziehen kann, als er bisher aus ſeiner Grundgerechtigkeit bezog. Ob zwar in dem Geſagten ſchon theilweis von der Art der Entſchädigung für die Aufgabe einer Grund⸗ gerechtigkeit, die Rede war, ſo wird es doch nöthig ſeyn, deßhalb noch einige allgemeine Grundſätze aufzuſtellen. Spobald der Waldbeſitzer die Aufgabe einer Grundgerechtig⸗ keit verlangt, muß er auch dem Berechtigten eine Entſchädigung dafür gewähren, welche dieſem daſſelbe Reineinkommen nachhal⸗ tig ſichert, welches er bisher aus jener bezog oder beziehen onnte. Ein Mebreres iſt derſelbe jedoch auch nicht zu verlangen befugt, da nicht vorausgeſetzt werden kann, daß ihm durch die Verleihung des Rechts mehr hat eingeräumt werden ſollen; auch muß er geſtatten, daß bey Veranſchlagung des Werthes des ihm abzutretenden Grundſtücks die landübliche, ihm mögliche, Nu⸗ tzungsart zum Grunde gelegt wird, wobey daſſelbe am beſten rentirt, oder daß er mit Capital oder Geldrente entſchädigt wird, im Fall er glauben ſollte, das Grundſtück nicht der Veranſchla⸗ gung gemäß nutzen zu können. Die dieſer zum Grunde gelegte Benutzungsart kann jedoch nur eine ſolche hn welche der Berechtigte anzuwenden vermag. Auch muß dadurch dem bisher durch die Grundgerechtigkeit be⸗ friedigten Bedürfniſſe eben ſo gut als früher genützt werden, eben ſo wie alle Aufopferungen, die der Berechtigte wegen einer da⸗ durch nothwendig werdenden Aenderung der bisherigen Wirth⸗ ſchaftsweiſe machen muß, vergütet werden müſſen. Das Nähere über Ablöſung der Waldſervituten in folgenden Schriften: Ueber Befreiung der Wälder von Servituten ꝛc., von Pfeil, Züllichau bey Darnmann, und Anleitung zur Ablöſung der Waldſervitute von D. W. Pfeil, Berlin 1828 bey Böcke. Waldgeſchaͤfte im Monat Juny. — Holzeinſchlag. Nur Spalthölzer werden noch in dieſem Monate gearbeitet, welche ſchnell und vollſtändig austrocknen; als: Stab⸗ und Böttcherhölzer, Schindeln, Schachtel⸗ und Scheffel⸗ hölzer. Wo trocknes Holz in den Durchforſtungen eingeſchlagen werden muß, und bisher die Zeit dazu mangelte, können die Holz⸗ ſchläger damit beſchäftigt werden, da außerdem alle Schonungen 6. Abſch rit blaiben niſ ledederdens d iicd fottwähten ultur. T eden wund A Manztämp † A Nlandtan Säͤrre ein, ſo an Erlenbrücher iigen Hflanzen, ſhwemmtem P angetreten wer zu wedden dio werden. Auch überfliegen und der Reife deſee Forſtſcht und Dh. Noctu durch die Meng etdecken; wo nxengräͤben, am häuffig bermahen Forſthe deſem Monat zum Suchey 8 jehzt. Auch heiten, dorzug dolzes, Reviſt Contracte über ſzenden, ſpät ſchloſſn wende einzuſchlagend ſendſten in die entworfen we⸗ ſtens muthi . 9 0 8 Nehböcke, tjiere, werde benſchaftliche Nonats begin des Naubzeugs ttelbare Geld⸗ brennen und ſelbſt heldrente ermitteln, Verechigten bezo⸗ deßhalb auch ſehr ben ein Grundſtück wovon er, ſey es utzung, en gleich e bisher aus ſeiner is von der Att einer Grund⸗ Z doch nöthig ſeyn, zuſtellen. er Grundgerechlig⸗ eine Entſchädigung intommen nachhal⸗ zog oder beziehen nicht zu verlangen daß im durch die werden ſollen; auch 2 Werihes des ihm ihm möglähe, Au⸗ jdaſſelbe am beſten ante entſchädigt wind, nicht der Vennſchla nasart kamn jedoch rzuwenden vermag. undgerechtigkeit be⸗ enüßt werden, eben te wegen einer dae disherigen Vitth⸗ üſſen. Das Näͤhere en Schriften: Ueder Pfeil, Jüllchau bey — Valdſervitute bon Juny. 6. Abſchn. Jagdgeſchaͤfte im Monat Juny. 177 403) ruhig bleiben müſſen, und kein grünes Holz, wegen des ſchnel⸗ len Verderbens deſſelben gehauen werden kann. Stockholz kann jedoch fortwährend gerodet werden. Cultur. Der Ulmenſame reift und wird geſammelt, wenn der Boden wund genug iſt, auch nöthigenfalls gleich ausgeſäet. Die Pflanzkämpe müſſen vom Graſe gereiniget werden. Tritt Dürre ein, ſo ſind die friſch eingeſetzten Pflanzen anzugießen. In Erlenbrüchern, wo das Waſſer erſt jetzt abfließt, müſſen dieje⸗ nigen Pflanzen, welche der Froſt gehoben hat, oder die bey aufge⸗ ſchwemmtem Boden umgebogen ſind und ſich niedergelegt haben, angetreten werden. Wo das Gras den Schonungen verderblich zu werden droht, muß es vorſichtig ausgeſchnitten oder gerupft werden. Auch ſind die Unkräuter, deren Same die Schonungen überfliegen und dadurch ſchädlich werden könnte, wo möglich vor der Reife deſſelben abzuſchneiden und zu vertilgen. Forſtſchutz. Die Käferraupen, Phalaena Bombyx pini, und Ph. Noctua piniperda, freſſen jetzt am ſtärkſten und ſind durch die Menge und Größe ihres Kothes ſelbſt einzeln leicht zu entdecken; wo ſie in Menge vorhanden ſind, zeigen ſich jetzt die Raupengräben am wirkſamſten. Die Grasholer, Erdbeerenſucher, Köhler und Hirten nehmen die Aufmerkſamkeit des Forſtmannes vorzüglich in Anſpruch. Bey heftigen Gewitterregen ſind im Ge⸗ birge die Wege nachzuſehen, um ausgewaſchene Stellen ſogleich beſſern zu koͤnnen, bevor das Uebel größer wird. Verwachſene Abzugsgräben werden jetzt am zweckmäßigſten geräumt, ſobald ein niedriger Waſſerſtand es erlaubt, da die Gewächſe noch kei⸗ nen Samen gebracht haben, und abgeſchnitten leicht eingehen. Wo Waldfeuer zu fürchten ſind, entſteben ſie in dieſem Monate am häufigſten. Die Wieſengrenzen ſind zu revidiren, um das Ue⸗ bermähen zu verhüten. Forſtbenutzung. Die Holzabfuhre wird wo möglich in dieſem Monate beendigt, bevor die Erndte beginnt. Wo Zettel zum Suchen der Waldbeeren ausgegeben werden, geſchieht es jetzt. Auch gewährt dieſer Monat Zeit zu allen Rechnungsar⸗ beiten, vorzüglich zur Anfertigung der Verkaufsliſten des Nutz⸗ holzes, Reviſion und Aufzählen der Beſtände und dgl. Die Contracte über Benutzung der im Herbſte mit Getreide zu be⸗ ſäenden, ſpäter zum Holzanbau beſtimmten Flecke können ge⸗ ſchloſſen werden. Wo eine Aufnahme des im künftigen Jahre einzuſchlagenden Holzes erfolgen muß, geſchieht dieſe am paſ⸗ ſendſten in dieſem Monate. Eben ſo können die Culturanſchläge entworfen werden, da man das Gerathen der Holzſamen wenig⸗ ſtens muthmaßlich ſchon überſehen kann. Jagdgeſchaͤfte im Monat Juny. Rehböcke, Spießer, und bey ſtarkem Wildſtande auch Schmal⸗ thiere, werden auf Beſtellung geſchoſſen. Junge Haſen nur für berrſchaftliche Küchen, auf gut beſetzter Jagd. Gegen Ende des Monats beginnt die Jagd der jungen Enten. Die Vertilgung des Raubzeugs wird fortgeſetzt. Die im Herbſte abzuführenden 26*8 . 3 die Hühnergarne, Doh⸗ ie Stubendreſſur; die Hüh⸗ d Jetzt in wen Brzien adnendieezendeſez eden nen, Fede die langen Tage t, wo tattet, ſondern auch di. In den Be denza teehag Neennichzstniten enheeie Dahnanſtnihen, önn zum Gebrauche genue werden, um 8 4 9 — 5 f. di Lhr und Weiſed *) Lon de größern des enze ben, d um alle 3) Von der der Etn da wir 4) Von K 3 Von de der Gefa 9) Ton den jäfte im Jung. Bühnergame, Doh⸗ vitd jetzt in den Jagd dem Jäger die lingen Tage nſtigen. In den ade nndereie ealten zu laſ⸗ Valde derinſte⸗ th⸗, Dumm⸗ und den, Forſtwirthſchaft. — Sieb enter Abſchnitt. Forſtbenutzung. Die Lehre von der Forſtbenutzung ſoll zeigen, auf welche Art und Weiſe dem Walde der höchſte Ertrag abgewonnen wird. Sie zerfällt in zwey Abſchnitte: I. Indem ſie ſich mit dem Zuſtande des Waldes beſchäftigt, bey Welchem das größte Einkommen aus ihm zu erwar⸗ en iſt. II. Indem ſie die Art und Weiſe der Gewinnung und Ver⸗ ſilberung des Holzes und der übrigen aus dem Walde zu erhaltenden Producte lehrt. I. In welchem Zuſtande ein Wald das hoͤchſte nachhaltige Einkommen gewaͤhrt. Das aus einem Walde zu beziehende Einkommen hängt ab: 1) Von der Größe der aus ihm zu beziehenden Holzmaſſe. 2) Von der Beſchaffenheit derſelben, und vorzüglich von der größern oder geringern Menge von Nutzholz, dem Preiſe des erzeugten Holzes. Bey der eignen Conſumtion deſſel⸗ ben, von der größern oder geringern Gebrauchsfäbigkeit, um alle Bedürfniſſe des Waldbeſitzers zu befriedigen. 3) Von den Nebennutzungen, vorzüglich der Weide, der Maſt, der Streunutzung, und bey den Nadelhölzern der Holzſäfte, da wir die Rindennutzung mit zur Holznutzung zählen. 4) Von Koſten der Anlage und Erhaltung des Waldes. 5) Von der größern oder geringern Sicherbeit des Beſitzes, der Gefahr, dieß Einkommen zu vexlieren. 6) Von dem frühzeitigen Eingehen der Waldrente. Forſtwirthſchaft. (390) In ſofern es daher die rechtlichen Verpflichtungen des Wald⸗ beſitzers gegen fremde Mitbenutzer oder Miteigenthumer des Wal⸗ 1 des geſtatten, iſt das der vortheilhafteſte Zuſtand eines Waldes: Worin er nachhaltig nicht nur die größte, ſondern auch die werthvollſte und brauchbarſte Holzmaſſe giebt; keine Nebennutzung verloren gebt, die nicht durch ein anderes, dadurch zu erhaltendes größeres Einkommen, wegen welchen man ſie aufopfert, erſetzt wird; wobey verhältnißmäßig die kleinſten Ausgaben die Einnahme am wenigſten ſchmälern; wo die Erhaltung des Holzbeſtandes am ſicherſten iſt; und wo man darauf rechnen kann, die Benutzung des ange⸗ baueten Beſtandes am früheſten zu erhalten. Jede dieſer einzelnen Bedingungen ſo zu erfüllen, daß ſie gllein für ſich am vollkommenſten erreicht würde, iſt unmöglich, denn ſie ſtehen häufig unter ſich in Widerſpruch. So geben die Holzgattungen, von denen man die größte Holzmaſſe zu erwar⸗ ten hat, nicht immer das brauchbarſte Holz. Die Nebennutzun⸗ gen verliert man, indem man das Einkommen ſo früh, als mög⸗ lich, erheben will, und die vortheilhaften Nadelbölzer ſind oft den größten Gefabren ausgeſetzt. Es kommt aber auch nicht darauf an, jede dieſer Bedingungen für ſich allein zu betrachten, ſondern alle zuſammen ſo zu würdigen, daß jede nur in dem Maaße erfüllt wird, als nöthig iſt, um nicht vielleicht auf der einen Seite größern Verluſt, wie auf der andern Gewinn zu haben. Man muß alle zuſammen in einer Art berückſichtigen, daß keine das höchſte zu erhaltende Einkommen deßbalb ſchmä⸗ lert, weil ſie nicht beachtet wurde; jede kann aber unbeachtet bleiben, in ſofern der dadurch entſtehende Verluſt durch einen anderweitig zu erhaltenden größern Gewinn hinreichend übertra⸗ gen wird. 221) Auf welche Art gewinnt man aus einem Walde die größte Holzmaſſe? Sie hängt ab: a) von der Holzgattung; b) von der Be⸗ triebsart. Die verſchiedenen Holzgattungen haben auch verſchiedene Ei⸗ genſchaften. Manche wachſen raſch, manche langſam, manche halten lange im ſtarken Wuchſe aus und bilden große Bäume; andere ſtocken ſpäter im Wuchſe und erreichen nur eine geringe Größe; manche gedeihen gut im dichten Schluſſe, und es erhält ſich von ibnen eine große Stammzahl; andere vereinzeln ſich dagegen, und ihr lichter Stand vermindert den Ertrag. Je ra⸗ ſcher eine Holzgattung wächſt, je mehr ſie im Wuchſe aushält, je größer und holzreicher die Bäume im Verhältniß ihrer Ent⸗ fernung von einander werden, deſto mehr Holz läßt ein Wald erwarten. Dazu kommt aber noch eine Eigenſchaft, die nicht unbeachtet bleiben darf. Wenn ſchon das, was wir vollen Schluß der Beſtände nennen, überhaupt nur beziehungsweiſe auf die Holzgattung, von der die Rede iſt, gebraucht werden kann, um dadurch eine gewiſſe verlangte normale Stammzahl zu be⸗ zeichnen, da z. B. ein 100jähriger Fichtenort immer eine größere eunahl auh zech bey jeviel ſeltn üne de nihzertrag d hiltnißmaͤßig 5' Laftern. b nißig hohe dber unendli krnag ehäl weil dieſe J den ſie in ei Bevor! veiſchiedenet bevorworten hald ſie auf davon iſt w grißere Maſſ lichen Beding werden, auch borgenommen auf wrocnem ſin und d ſeettrage ne Venn auf welchen wald ungefa ſie ervorten hetrachtet we men werden holz bemwert dem Ertage as N. arten ſueh enn walde betra fachgründig deß iſt auc dun als aumholz ſelen, di 7. Abſchn. Forſtbenutzung. —(391) Stammzahl hat, als ein gleich alter Kieferbeſtand, ſo finden wir auch noch bey der einen Holzgattung dieſe relgtive Vollkommen⸗ hei viel ſeltner, als bey der andern. Die Kiefer kann unläͤug, ar auf der beſten Bodenclaſſe bey 120 Jahren 64 Klaftern Ab⸗ triebsertrag auf den preuß. Morgen geben, die Fichte auf ver⸗ bältnißmäßig gleich gutem Boden bis 120 Klaftern, die Buche 52 Klaftern. Die Fälle, wo die Buche und Fichte verhältniß⸗ mäßig hohe Erträge, die ſich dem höchſten nähernd, Fehen, ſind aber unendlich viel häufiger, als wo man von der iefer einen Ertrag erhält, der dem möglichſt hohen gleich oder nahe käme, weil dieſe Holzgattung weit ſeltner den vollen Schluß behält, den ſie in einzelnen Fällen zu erhalten fähig iſt. Bevor wir verſuchen, ein Verhältniß des Maſſenertrags der verſchiedenen Hölzer nachzuweiſen, müſſen wir aber ausdrücklich bevorworten, daß auch die beſte Holzgattung ſchlecht wird, ſo⸗ bald ſie auf unpaſſendem Standorte ſteht. Wenn daher die Rede davon iſt, welche Holzgattung den Vorzug verdient, weil ſie eine größere Maſſe giebt, ſo kann dieß immer nur unter der ausdrück⸗ lichen Bedingung gelten, daß die, welche mit einander verglichen werden, auch auf dem Standorte, für welchen die Erörterung vorgenommen wird, ganz gleich gut wachſen. Die Kiefer giebt auf trocknem Sandboden unläugbar mehr Holz, als die Tanne, ſichts und Lerche, wenn ihr auch dieſe Holzgattungen im Maſ⸗ enertrage nach ihrer eigenthümlichen Beſchaffenheit überlegen ſind. Bey dem Ertrage der Hochwaldungen kann in Bezug auf ganze Wälder nur von den Holzgattungen die Rede ſeyn, wel⸗ che ganze Beſtände bilden, nicht von den eingeſprengten, deren Wuchs im Einzelnen nur nzedentet werden kann. Wenn wir für jede derſelben einen Standort vorausſetzen, auf welchem ſie volles Gedeihen findet, ſo würden für den Hoch⸗ wald ungefähr folgende Verbältnißzahlen des Maſſenertrags, den ſie erwarten laſſen, angenommen und wenigſtens als annähernd betrachtet werden können: Fichte Lanne„— too. Lerche 8 Kiefer= 0,75. Eiche und Buche= 05. Birke..= 904. Von den eingeſprengten Hölzern werden der Ahorn, die Ulme und Eſche, als gleichen Ertrag wie die Buche gebend, angenom⸗ men werden können. Die Hainbuche bleibt dagegen als Baum⸗ bolz bemerkbar zurück. Die Aspe und Linde werden ſich mehr dem Ertrage der Kiefer nähern.. Das Verhältniß des Ertrags der verſchiedenen Betriebs⸗ arten ſteht noch nicht ganz feſt.. Wenn wir zuerſt denjenigen des Niederwaldes zum Hoch⸗ walde betrachten, ſo giebt derſelbe nicht bloß auf ſchlechtem und flachgründigem Boden mehr Ertrag, als der Hochwald, ſondern dieß iſt auch der Fall bey denjenigen Holzgattungen, die in der Jugend als Stockausſchlag einen ſehr raſchen Wuchs haben, als Baumholz entweder darin zeitig nachlaſſen, oder ſich bald licht ſtellen. ieß gilt von ſämmtlichen weichen Holzgattungen, als 181 Forſtwirthſchaft. (392) Weiden, Pappeln, Linden, Erlen, ſelbſt auch wohl von den Bir⸗ ken, vermuthungsweiſe wohl auch von den Ahornen. Diejeni⸗ gen Laubhölzer, welche im Wuchſe ausbalten, müſſen, ſobald ſie geſchloſſen bleiben, nothwendig als Hochwald eine größere Holz⸗ maſſe erzeugen, wie als Niederwald, weil bey dem jedesmaligen Abtriebe des letztern eine ſo ſtarke Störung der Lebensthätigkeit der Pflanze erfolgt, indem ſie aller zur Holzerzeugung ſo we⸗ ſentlich mitwirkenden Theile beraubt wird, einen großen Kraft⸗ aufwand zur Herſtellung neuer Knospen, Zweige und Blätter nöthig hat, daß ein abgeholzter Schlag wohl das nächſte Jahr nicht ſo viel Holz erzeugen kann, als wenn er ſtehen geblie⸗ ben wäre. Dagegen kommt wieder zur Beachtung, daß es viel ſchwieriger iſt, zumal in langem Umtriebe, die Hochwäaͤlder voll producirend zu erhalten, als dieß bey dem Niederwalde der Fall iſt. Ein 200jähriger Eichenhochwald wird ſehr ſelten noch ge⸗ ſchloſſen genug, um die volle Production zu geben, getroffen werden; bey Eichen⸗Niederwäldern von 16jährigem Umtriebe iſt es nicht ſchwer, ſtets den vollen Beſtand zu erhalten oder her⸗ zuſtellen. Iſt daher in der Theorie der höbere Ertrag der har⸗ ten Laubhölzer für den Hochwaldbetrieb anzuſetzen, ſo wird doch häufig im Niederwalde in der Praxis eben ſo viel oder mehr Holz gewonnen, wenn gleich von geringerer Beſchaffenheit; wo⸗ von nur die Hölzer eine Ausnahme machen, die in der Jugend einen langſam wachſenden Ausſchlag haben, wie Buche und Ulme. Eine Schwierigkeit, den Ertrag des Niederwaldes genau zu be⸗ ſtimmen, liegt auch noch darin, daß bey ihm noch viel weniger reine Beſtände vorkommen, als im Hochwalde, und doch die Holzmaſſe ſehr von dem Miſchungsverhältniſſe der Holzgattun⸗ gen abhängt. Als Verhältnißzahlen des Ertrags des Niederwaldes, bey gleich gutem Boden, wie oben bey dem Hochwalde angenommen, werden vielleicht folgende als annähernd anzunehmen ſeyn: Buche und Hainbuche, gemiſcht 0,25, . 4 0 Eiche.. ðℳ* 744, Weide und Pappel.. 0,75, Haſel 4. 2..*.4 0,37, Erle..... 0,62, Birke.. 0,40 wenn man den für die Holzerzeugung vortheilhafteſten Umtrieb wählt. Bey der großen Verſchiedenheit, die dabey aber der Bo⸗ den berbeyführt, ſind dieſe Zablen nur ſo weit für den prakti⸗ ſchen Gebrauch geeignet, daß man daraus erſehen kann, daß da, wo Buchenhochwald mit Erfolg gezogen werden kann, der Nie⸗ derwald gewiß weniger Holzmaſſe giebt, bey der Eiche dieß nicht ſo der Fall iſt, die weichen Hölzer ſich im Niederwalde eher vor⸗ theilhafter ſtellen.. Ueber den Ertrag des Mittelwaldes iſt noch weniger etwas mit Beſtimmtheit zu ſagen, als über den des Niederwaldes, da nur allein die Erfahrung, nicht Theorien und darauf gegründete Berechnungen darüber entſcheiden können. Es mangeln uns re⸗ gelmäßig bewirthſchaftete Mittelwälder noch zu ſehr, um die Er⸗ fahrungen über den möglichen Ertrag dieſer Betriebsart hinrei⸗ chend vervollſtändigen zu können. Mit ziemlicher Gewißheit läßt ſich aber wohl annehmen, daß in Buchen der Mittelwald ir holzmaſ dung deſſe tor Augen nacbaren Na⸗ hen⸗ und Hai wwon wehr hin geht. vindeſtens z ſthn. Ande ſchnellwüchſt leidet; hier reinen Niede bis auf ſeh und dann k zu gewinner Der hl den Niederw nutzung kein auch der Bo Humus, ohn der Ent lern zwar hö der Neentern neswegs. trags willen dern nur al dem Schuhe Der E der dichtern Selbſt aber geringer ſey dieſem durg ker nit Vur ſunder und k riger ſchadha Aus den delhölzer die der Vetriebs ſer Hitſicht gen Laubhäl größern Ho ) Vir 4. I/ den 3. Dieje 4. Wer dieſe und d Holzgattun gewaͤhrte. wo alles„ vid, z. T denen dann — — — — lbon den Bir⸗ nen. Diefeni⸗ ſen, ſobald ſie größere Holz⸗ n ſedesmaligen ebensthäͤtigkeit eugung ſo we⸗ großen Kraft⸗ e und Blätter 3 naͤchſte Jahr ſtehen geblie⸗ g, daß es viel ochwaͤlder voll walde der Fall elten noch ge⸗ ben, getroffen n Umtriebe iſt lten oder her⸗ ttrag der har⸗ ſo wird doch el oder mehr affenheit; wo⸗ in der Jugend uche und Ulme. genau zu be⸗ ch viel weniger und doch die der Holzgattun⸗ derwaldes, be e angenonimen, hwen ſeyn. fteſten Umtried ey aber der B⸗ für den duakt⸗ n kann, daß di kann, der Ne⸗ Eiche dieß nicht walde eher hor⸗ h weniger etpas Niederwaldes, d darauf gegrändeie mangelt uns n⸗ ſehr um die Ei⸗ gerritatt binrel⸗ nüche Gewißhelt nder Miueldald 7. Abſchn. Forſtbenutzung. (393) mehr Holzmaſſe giebt, als der Niederwald, eine regelmäßige Be⸗ handlung deſſelben vorausgeſetzt, weil man die Bemerkung häu⸗ fig vor Augen bat, daß einzelne gutwüchſige Bäume, ohne be⸗ merkbaren Nachtbeil für das darunter und umherſtehende Bu⸗ chen⸗ und Hainbuchenunterholz, darin erwachſen können, und daß davon mehr Holz erzeugt wird, als im Unter⸗ oder Schlagbolze verloren geht. Der Ertrag des Buchenmittelwaldes wird deßhalb mindeſtens zwiſchen den des Hoch⸗ und Niederwaldes zu ſetzen ſeyn. Anders iſt es mit denjenigen Mittelwaldbeſtänden, die ſchnellwüchſiges Unterholz haben, was durch die Beſchattung ſehr leidet; hier wird in der Regel auf keinen Gewinn gegen einen reinen Niederwald zu rechnen ſeyn, wenn nicht das Oberbolz bis auf ſehr wenige nicht verdämmende Bäume beſchränkt wird, und dann kann dieſer nur gering ſeyn— dieß immer nur auf die zu gewinnende Maſſe bezogen. Der Hochwald muß immer im Ertrage an Holzmaſſe gegen den Niederwald zurückbleiben, weil die vorüber ehende Getreide⸗ nutzung keinen vollkommenen Schluß des Beſtandes geſtattet, auch der Boden immer mebr durch die ſtarke Conſumtion des Humus, ohne hinreichenden Erſatz, verſchlechtert wird. Der Ertrag des Plenterwaldes wird von einigen Schriftſtel⸗ lern zwar höher noch, als der des Hochwaldes geſetzt, der Zuſtand der Plenterwaldungen rechtfertigt dieſe Behauptung jedoch kei neswegs. Es iſt eine Betriebsart, die nicht um eines höhern Er⸗ trags willen empfohlen werden kann und in Betracht kommt, ſon⸗ dern nur allein für die Fälle, wo man nur junges Holz unter dem Schutze und in der Umgebung von altem erziehen kann. Der Ertrag des Kopfbolzbetriebes hängt größtentheils von der dichtern oder weitläuftigern Stellung der Kopfholzſtämme ab. Selbſt aber auch die möglichſt geſchloſſene vorausgeſetzt, muß er geringer ſeyn, als der eines geſchloſſenen Niederwaldes, weil bey dieſem durch die wurzelſchlagenden Ausſchläge der Boden ſtär⸗ ker mit Wurzeln durchſchlungen wird, die Mutterſtöcke ſich ge⸗ ſunder und kräftiger erhalten können, als die bald mehr oder we⸗ niger ſchadhaft werdenden Kopfbolzſtämme. Aus dem Geſagten wird ſich ergeben, daß unläugbar die Na⸗ delhölzer die größten nutzbaren Holzmaſſen geben, daß hinſichts der Betriebsarten für Buchen, wo der Boden es erlaubt, in die⸗ ſer Hinſicht das Baumholz den Vorzug verdient, bey den übri⸗ gen Laubhölzern, wenigſtens nicht der Hochwald bloß um der größern Holzmaſſe willen, rückſichtslos empfohlen werden kann. 2) Wir müſſen ſolche Wälder unterſcheiden: A. 3n dinen bloß Brennholz oder Kohlholz gezogen wer⸗ en ſoll. B. Die jährlich ſo viel Nutzholz, als möglich, geben ſollen. A. Wenn die Brenngüte feſt beſtimmt wird, ſo dürfte man bloß dieſe und die Maſſe ausgleichen, um dadurch zu finden, welche Holzgattung und Betriebsart die größte Menge von Brennſtoff gewährte. Allein dieß iſt nur in den wenigen Fällen anwendbar, wo alles Holz zu einem und demſelben Gebrauche verwendet wird, 3. B. bey Hüttenwerken, welche alles Holz verkoblen, denen dann überlaſſen werden muß, den Brennwerth der Kohlen 183 Forſtwirthſchaft. (394) von verſchiedenen Holzgattungen unter ſich, nach der beſondern Verwendung, keltzuſezen, Die Benutzung des Brennholzes für die Gewerbe und häusliche Conſumtion bedingt aber ſo viel ver⸗ ſchiedene Eigenſchaften, wie ſpater näber nachgewieſen werden wird, daß die Brenngüte ſehr relativ wird, wozu noch kommt, daß man ſelbſt Vorurtheile reſpectiren muß, wenn man ſie nicht zu beherrſchen vermag, da niemand genöthigt werden kann, das Holz böher, als nach dem Werthe, den er ihm giebt, zu bezahlen, obald nicht ein ſehr ausgedehntes Monopol Statt findet. Es leibt daher nichts uͤbrig, als den Brennholzpreis mit der zu ge⸗ winnenden Maſſe auszugleichen, um zu erfahren, bey welcher Helzgatmng und Betriebsart man einen Brennholzwald am be⸗ en benutzt. B. So mannichfach verſchieden die Eigenſchaften des Holzes und die Bedürfniſſe des Menſchen ſind, eben ſo abweichend ſind auch die Anforderungen an den Wald, um daraus das erforder⸗ liche Nutzbolz zu erhalten. Von der Korbruthe, bis zum Maſt⸗ baume, von den Dornen für Salinen, bis zur Mühlwelle, von dem Maſer für Tiſchler, bis zum langſpaltigen Bottigreifen, von dem weichſten Schnitznutzbolze, bis zu dem härteſten für Maſchi⸗ nenbauer, wird Holz von der verſchiedenſten Art bedurft und gut bezahlt, wo es feblt. Die erſte Beachtung verdient daher die Nachfrage nach Hölzern, die ſehr geſucht und deßhalb gut bezahlt werden. Hierbey iſt aber nicht unbeachtet zu laſſen, daß auch nicht mehr gezogen werden darf, als bedurft wird, wenn man auf dieſe guten Preiſe ferner rechnen will. Wenn ein Zimmer⸗ mann zu Schrauben, oder ein Tiſchler zu Möbeln einzelne gerade Stücken Birnbaumholz ſehr gut bezahlt, ſo würde ſich deßhalb ein ganzer Wald noch nicht vortheilhaft darſtellen, den man da⸗ von anlegte. Daſſelbe gilt von Birken zu Leiterbäumen, von allen Drechsler⸗ und Maſchinenhölzern, die immer nur in geringer Menge abgeſetzt werden können. Es würde ganz unmöglich ſeyn, immer berechnen zu wollen, welche Quantitäten von jeder Nutzbolzgattung abzuſetzen ſeyn werden, um danach deren Erziehung und Anbau zu ordnen, da ſich dieß in den wenigſten Fällen überſehen läßt. Allein folgende Rückſichten werden dazu dienen, ſich gegen upfindliche Mißgriffe ſicher zu ſtellen, wenn man ſie nicht außer cht 3 3. 8 Bey allen Hölzern, die Gegenſtand des Welthandels ſind, z. B. Schiffbauholz, Stabholz, hat man gar nicht nöthig, den mögli⸗ chen Abſatz zu berückſichtigen, in ſofern dieſer überhaupt möglich iſt, da eine Vermehrung derſelben auf einem Reviere, ſelbſt in einer ganzen Provinz, nie ſo groß ſeyn kann, daß dadurch die Nachfrage nach demfelben vermindert werden könnte. Je größer der Markt iſt, den ein Holz findet, deſto weniger hat man urſache, hinſichts des Abſatzes beſorgt zu ſeyn; umge⸗ kehrt, je kleiner und beſchränkter, deſto mehr verdient dieſe Rück⸗ ſicht Beachtung.. Alle Gewerbe, welche große Holzmaſſen conſumiren, geſtatten den Anbau des Holzes, welches ſie bedürfen, in größerer Aus⸗ dehnung, als diejenigen, welche nur wenig bedürfen. Der Zim⸗ mermann bedarf die größten Maſſen von Holz; ihm folgen die Schiffbauer, wo dieſes Gewerbe blüht; dann die Tiſchler, die gücher, die Finiznutholz tuut oft me engen. Ri ggſäbe Holz⸗ ſbießlich Nad zen verwendet müchen Ger wweilen it fimmter Art nhes Mater der Hölzer; licher Salze brechen, 6⸗ bedürfenden in der Gege werden. Di dadurch erzen weht ſie nur andern borüb Eine ſeh Naſt dus etwanten iſt dacholz in aus einem unbelohnend erangen w auch nur z daß der brauhbar ſind untau dieſen Nuß zu ihrer Er dung ire) wie z. 8. d Praſſs, ehauyten, num hi bäteten vnd Es wi Behauptun hältniſen hafteſten d der Gegen ſtalten, d der vorhan ne 1 le Frage lihien a chen⸗ und: welche gr holzgatiut wichſten ſ Forſtwirthſchaft. (396) lehrt, daß, wenn große Waldflächen mit ein und derſelben Holz⸗ attung beſtanden in einer Gegend vorhanden ſind, immer das Kadelholz es iſt, aus dem dann die größte Menge von Nutzholz abgeſetzt werden kann. 3) Die Nebennutzungen im Walde ſind nach einer doppelten Anſicht zu betrachten:.. A. In dofer ſie von einem Servitutberechtigten bezogen werden, B. oder vom Waldbeſitzer ſelbſt benutzt werden dürfen. Im erſtern Falle bedürfen ſie nur einer ſolchen Rückſicht, daß ſie nicht widerrechtlich vermindert werden, und der Waldbeſitzer nicht zum Nachtheile des Berechtigten einen Zuſtand des Waldes berbeyführt, welcher den dieſerhalb Statt findenden geſetzlichen Beſtimmungen entgegen iſt, da demſelben nicht zugemuthet wer⸗ den kann, den Berechtigten auf ſeine Koſten noch weiter zu be⸗ günſtigen, als er es rechtlich fordern kann. Es iſt hiervon ſchon im Forſtſchutze und der Forſtpolizeylehre gehandelt, und wir be⸗ ſchränken uns deßhalb bloß auf die nöthigen Andeutungen für den zweyten Fall, wo der Beſitzer des Waldes die Nebennutzun⸗ gen ſelbſt bezieht.. Nur in ſeltenen Fällen, und vorzüglich nur noch in ſehr waldreichen Gegenden, ſind die Nebennutzungen, wenn wir die Rindennutzung als Hauptnutzung anſehen, für den Waldbeſitzer ſo bedeutend, daß es vortheilhaft wäre, ihnen eine höhere oder beſſere Holzerzeugung aufzuopfern. Ihr Werth vermindert ſich auch in demſelben Verhältniß immer mehr und mehr, je höher die Holz⸗ preiſe ſteigen, die ſich vermehrende Induſtrie und Landcultur die wichtigſten, wie z. B. Waldweide, Maſt⸗ und Waldfrüchte über⸗ haupt, entbehrlich machen. Um jedoch den Vortbeil einer Aen⸗ derung des Waldzuſtandes genau überſehen zu können, muß man ſtets die Einwirkung auf den ſich dadurch verſchieden geſtaltenden Ertrag derſelben berechnen, um die in jedem Falle zu erwartende ſummariſche Nettorente des Waldes, mit und ohne die daraus u beziehenden Nebennutzungen zu ermitteln. Es wird dazu zie nöthige Anleitung gegeben werden, wo von der Berechnung des Geldeinkommens jeder Waldnutzung die Rede iſt. 4) Die Koſten der Anlage und Unterhaltung eines Waldes gehen immer von der Bruttoeinnahme, die er gewährt, ab; dieſe vermindert ſich in demſelben Verhältniſſe, wie dieſe Koſten größer werden. Wenn man auf dem dürren Sande mit einem Koſten⸗ aufwande von vielleicht 6 bis 8 Tblr. Birken anpflanzt, die ſich daſelbſt weder durch Stockausſchlag, noch natürliche Beſamung von ſelbſt erhalten können, ſondern die nach dem jedesmaligen Abtriebe immer wieder von neuem mit demſelben Aufwande an⸗ gelegt werden müſſen, ſo wird dadurch das Einkommen, welches man von dem damit angebauten Forſtgrunde bezieht, ganz oder doch größtentheils abſorbirt werden, wenn man die Zinſen des Anlagecapitals mit in Rechnung bringt. Bey einem gleichen Bruttoertrage, ſtellt ſich das Einkommen davon viel niedriger, als wenn man die vielleicht von ſelbſt und ohne Koſten anfliegende Kiefer gewählt hätte. Es iſt deßhalh nöthig, daß man jeder beab⸗ ſichtigten Forſteinrichtung zugleich eine Ueberſicht der wahrſchein⸗ lichen Koſten des Anbaues und der Unterhaltung des Waldes witzt, un zu us berminde ) Nanche füts ihret Aus Niites, daß ns ſicheres( unn nur eine drwaldes deſ dit, regelwaf Medevieh ge das ihm ge ſame Aender Eelbſt dorü Maäͤuſe und her Seltenh wald gleicht trag jedes H it eine Kriſe den günſtigen gefättdet. und Schneeb ſpäter gusgen fahren ein. den, dß es richt möglic eihalten, ſor tung voller opferungen Fall iſt.⸗ durch irgenn dis zun N ductionlos valdheſtand venn er abge Unter al Niſt, inder nicht Hen if gungen biel len Fällen, nann. Feue alles wid bloß aus d Gefahren, nicht zu ber des Menſc auch dieſem lebel, dieſ ſie von der Sie ſind menſchenlee. ehölzen u dettung ber nenn die W fuͤn um d derſelben Holz⸗ d, uen ſh⸗ ge don Nutzhol⸗ tine doyyelten ſtigtn bezogen dürfen. e dücſtt dß der Wndbeſger and des Pädes nden geſzlchen zugemuthet wer ch weiter zu he ſt hiervon ſhon lt, und wirhe ndeutungen füt ie Nebennuhun⸗ ur noch in ſeht , wenn wir die den Valhbeſize eine höhere oder ninder ſich auch eböher die holz⸗ d Landeultur die zaldfrüchte über⸗ theil einer Aen⸗ nen, muß mon en geſtaltenden zu ervartende re die daraus s wird dazu rBerechnung ſt. eines Waldes art, ab; dieſe Koſten größer einem Koſten⸗ fanzt, die ſich iche Beſamung jedesmaligen Aufwande an⸗ nmen, welches eht„ ganz dher die ginſen des ünem glichen viel nieoͤnger, ſernanfiegende ma jder ed⸗ der wahrichein⸗ g des Widdes 7. Abſchn. (397) beyfuͤgt, um zu erſehen, wie weit dadurch das Reineinkommen daraus vermindert werden kann.— 2 4 5) Manche Holzgattungen und Betriebsarten gewäbren hin⸗ ſichts ihrer Ausdauer und Erhaltung eine ſo große Sicherheit des Beſitzes, daß beynahe keine andere Bodenerzeugung ein ſo durch⸗ aus ſicheres Einkommen verſpricht, als die des Waldes. So kann nur eine abſichtliche und mühſame Zerſtörung eines Nie⸗ derwaldes deſſen Ertrag gefährden. Wird derſelbe richtig behan⸗ delt, regelmäßig und zur rechten Zeit abgeholzt, gegen Wild und Weidevieh geſchützt, ſo giebt es beynahbe in der Natur nichts, was ihm gefährlich werden könnte, ſobald nicht eine gewalt⸗ ſame Aenderung der Productionsfähigkeit des Bodens erfolgt. Selbſt vorübergehende Beſchädigungen durch Froſt, Hagelſchlag, Mäuſe und dgl. vermindern die Holzerzeugung darin, bey gro⸗ ßer Seltenheit der Erſcheinung, nicht auffallend. Der Mittel⸗ wald gleicht ihm darin. Schon weniger iſt der Beſitz und Er⸗ trag jedes Hochwalds geſichert. Jede Verjüngung der Beſtände iſt eine Kriſis, welche den vollkommenen Zuſtand deſſelben, nach den günſtigen oder ungünſtigen Verhältniſſen, mehr oder weniger gefährdet. Dürre und Froſt können ſehr verderblich werden, Duft und Schneebruch nachtbeilige Folgen haben; und iſt das Holz ſpäter ausgewachſen, ſo treten oft wieder Sturm und andere Ge⸗ fahren ein. Es ſoll damit nicht die Behauytung aufgeſtellt wer⸗ den, daß es einer regelmäßigen und gut geleiteten Wirthſchaft nicht möglich ſey, einen Hochwald immer in gutem Zuſtande zu erhalten, ſondern es iſt nur bemerkbar zu machen, daß die Erhal⸗ tung voller Hochwaldbeſtände weit unſicherer iſt, weit mehr Auf⸗ opferungen erfordert, als dieß bey der Niederwaldwirthſchaft der Fall iſt. Dieß liegt ſchon darin, daß eine, z. B. im 20. Jahre, durch irgend einen Zufall im Hochwaldbeſtande entſtehende Lücke bis zum Abtriebe deſſelben, alſo vielleicht 100 Jahre lang, pro⸗ ductionslos bleibt, wogegen ein lückenhaft gewordner Nieder⸗ waldbeſtand immer wieder voll in Beſtand gebracht werden kann, wenn er abgetrieben wird. Unter allen Hölzern geben die Nadelhölzer den unſicherſten Beſitz, indem ihnen die Naturereigniſſe, über die der Menſch nicht Herr iſt, am nachtheiligſten werden, ihnen auch Beſchädi⸗ gungen viel verderblicher ſind als dem Laubholze, das ſich, in vie⸗ len Fällen, beſchädigt, durch neue Ausſchläge wieder herſtellen kann. Feuer, Sturm, Schnee und Duftbruch, Inſecten, Wild, alles wird ihnen am verderblichſten; wozu noch kommt, daß ſie bloß aus dem Samen erzogen werden können, alſo auch die Gefahren, die bey der Verjüngung des Hochwaldes eintreten, nicht zu vermeiden ſind. Es liegt jedoch nicht außer der Macht des Menſchen, durch eine zweckmäßig geführte Waldwirthſchaft auch dieſem Nachtheile wenigſtens ſo weit zu begegnen, daß die Uebel, die ſie treffen, nicht mehr ſo beachtungswerth bleiben, um ſie von dem Anbau des Nadelholzes ganz abhalten zu können. Sie ſind vorzüglich den großen geſchloſſenen Waldmaſſen und menſchenleeren Gegenden gefahrlich; weit weniger den kleinern Gehölzen und ſtark bevölkerten Diſtricten, wo ſie oft alle Be⸗ deutung verlieren. In den erſtern wird es wünſchenswertb ſeyn, wenn die Wälder bloß aus Nadelholz beſtehen, das Laubholz, ſchon um der größern Sicherheit ſeiner Erhaltung willen, mög⸗ Forſtbenutzung. 187 ——-—-— 183 Forſtwirthſchaft. (398) lichſt zu begünſtigen; wo dagegen dieß letztere herrſchend vorkommt und die Nadelholzbeſtände unbeträchtlich ſind, oder einzeln zer⸗ ſtreut liegen, iſt die Gefahr ihrer Beſchädigung zu gering, um ein Bewegungsgrund zu ſeyn, es nicht ziehen zu wollen. 6) Daß eine bald eingehende Nutzung mehr werth iſt, als eine erſt in ſpäter Zukunft zu erwartende, wird auch ſelbſt für den, der keine ſpecielle Zinſenberechnung anlegen kann oder will, keines Beweiſes bedürfen. Dieß bedingt, daß man zur vortheil⸗ hafteſten Benutzung die Holzbeſtände nicht älter werden läßt, als datz ſie, von dem Zeitpuncte an, wo ſie überhaupt als benutzbar anzunehmen ſind, durch einen höhern Ertrag im höhern Alter, den Zinſenverluſt decken, den man dadurch erleidet, daß man ſie nicht in dem Alter benutzte, wo dieß wegen Abſatz und Servituten möglich wurde. Man vergleicht dazu den Erlös, den man aus einem z. B. 50 jahrigen Kieferorte nehmen würde, mit den Zinſen für 10 Jahre, die man zurechnet, mit dem Erlöſe, den er 60jährig erwarten läßt. Iſt das Kapital, welches der 50jährige Ort mit zugeſchlagenen Zinſen giebt, größer, als das des Erlöſes aus dem 60jäbrigen, ſo iſt der Einſchlag des erſtern auch vortheilhafter. Durch die fortgeſetzte Vergleichung des Ertrags jedes Alters des Holzes, mit Berückſichtigung der Culturkoſten, Nebennutzungen, Durchforſtungen, wird man das höchſte Geldeinkommen bey jedem ermitteln können.. Ob ſich der Waldbeſitzer dabey einfache oder Doppelzinſen rechnen will, indem er bey letztern von den Zinſen des Stammka⸗ pitals immer wieder Zinſen rechnet und zum Stammkapital ſchlägt, oder bey erſtern nur die einfachen Zinſen zurechnet, muß ihm überlaſſen bleiben. Der Wirklichkeit gemäß müſſen Zinſes⸗ zinſen gerechnet werden, weil niemand Zinſen erhebt, um ſie todt liegen zu laſſen, ſondern ſie entweder verzehrt, oder zu einem neuen Kapital bildet, oder ſie werbend in ſeinem Geſchäfte an⸗ legt, was gleich iſt. Im erſtern Falle, wo er ſie zu ſeinem Un⸗ terhalte bedarf, muß er anderes Geld an die Stelle der fehlen⸗ den Zinſen borgen, und dieß gleichfalls verzinſen; im andern bil⸗ den ſogleich die erhobenen Zinſen ein neues werbendes Kapital, ſo daß mit vollem Rechte nur die Zinſeszinsrechnung als richtig anerkannt werden kann.. Man hat mit Unrecht behaupten wollen, daß bey einer ſchon eingerichteten Waldwirthſchaft, welche bey einem hohen Umtriebe die dadurch zu erhaltende höhere Bodenrente ſchon jetzt giebt, die Zinsberechnung gar nicht zur Sprache kommen könnte, weil der höhere Ertrag ſchon gegenwärtig einging, ſie vielmehr nur für neu anzulegende Wälder Anwendung finden könne. Wenn z. B. ein 120 jähriger Buchenhochwald durch die beſſere und größere Holzerzeugung jährlich 2 Thlr. pr. Morgen brächte, die nachhaltig zu erwarten wären, ein Buchniederwald im 20jähri⸗ chen Umtriebe nur 1 Thlr. jährlich pr. Morgen, ſo ſoll die Rech⸗ nung nicht ſo angelegt werden können, daß man ſagt: Wie ver⸗ hält ſich der gegenwärtige Werth von 1 Thlr., der in 20 Jahren eingebt, zu dem Werthe von 2 Thlr., die in 120 Jahren eingehen, wenn man volle Zinſen rechnet?— weil man auf die? Thlr. jähr⸗ liche Rente nicht 120 Jahre warten dürfe, ſondern ſie eben ſo gut ſchon jetzt beziehe, als die von 1 Thlr. aus dem Nieder⸗ walde. Dieß iſt aber eine ſehr auffallend irrige Behauptung, 7. an wun allen ſeh laings kiagen, ze wit dieſem mn iſ wieder d zuuns füt den edet, daß wan ie Foſen des⸗ Mit eden tey einem ſole neht erzogen! und ede en tagere Zuwac den Geldapit eine Menge) der früͤhzeitt wit Necht en ) daß der lich angeſ liche Sta wahren,; abzuſeßen ſten eine werbe bo Alle gtoß werte, deßhalb Nleen, 1) Die N Waldbe die will z) Die R. ſchäͤdigen ung bor holz bor dun teis au lohnend z Die ſie ſan d mtriet Drte g Man trachtungen laſſen,als, den Einzelr lengihn ie D ſchend vorkommt er einzeln zer⸗ zu gering, um wollen. werth iſt, als auch ſelbſt für kann ader will, an zur dortheil⸗ erden laßt, als t als henußbar nhöbem Aiter, t, daß wan ſie und Servituten man aus einem den Zinſen für en er öhjäbrig hrige Ort mit löſes aus dem vortheilhafter. des Alters des bennutzungen, nen bey jedem Doppelzinſen des Stammka⸗ Stammkapital zurechnet, muß müſſen Zinſes ebt, um ſie todt oder zu einem Geſchafte an⸗ zu ſeinem Ün⸗ elle der fehlen⸗ in andern hil⸗ endes Kapital, g als richtig bey einer ſchon hohen Umttiede hon jeht giebt, en könnte, wei ſe vielmehr nur mkönne. Wenn die beſſer und gen bräͤchte, de rald im Alſähi ſo ſoll di ich ſagt: We ber⸗ der in al Ithem Jabreneineſen, fdedhls ſh⸗ nem ſu an ſ z dem Nider⸗ ig Behauptung. 7. Abſchn. (399) denn von allen jetzt jüngern Orten, als 20 Jahre, muß man dieß allerdings fragen, um zu entſcheiden, ob ſie vortheilhafter, älter, oder mit dieſem Alter benutzt werden ſollen, und von allen äl⸗ tern iſt wieder zu unterſuchen, ob die darin erfolgende Holzer⸗ eugung für den Zinſenverluſt entſchädigt, den man dadurch er⸗ kidet, daß man das Holz ſtehen läßt, und nicht verſilbert, um die Zinſen des daraus erloͤſten Geldkapitals zu beziehen. Mit eben ſo großem Unrechte hat man ferner behauptet, daß bey einem ſolchen Verfahren gar kein Holz von höherem Alter mehr erzogen werden könne, indem das Holz ſchon ziemlich jung und ebhe es noch zu dem mehrſten Nutzholze brauchbar ſey, ge⸗ ringere Zuwachsprocente habe, als die Procente eines auszuleihen⸗ den Geldkapitals. Es läßt ſich gegen dieſe Behauptung, aus der eine Menge Nachtheile für die Nationalbetriebſamkeit hinſichtlich der frühzeitigen Benutzung des Holzes abgeleitet werden, wohl mit Recht erwiedern:. 1) daß der zeitwune wo das Holz als mit Sicherheit verkäuf⸗ lich angeſehen werden kann, ſchon gewöhnlich eine beträcht⸗ liche Stärke bedingt. Reisholz, welches ſich weder aufbe⸗ wahren, noch weit verfahren läßt, iſt nur ganz in der Nähe abzuſetzen. Selbſt Knüppelbolz erträgt nicht einmal die Ko⸗ ſten eines weiten Transports. Viele holzeonſumirende Ge⸗ werbe können auch das Reisholz gar nicht einmal brauchen. Alle große Wälder, welche die Städte, Berg⸗ und Hütten⸗ werke, entfernte Gegenden verſorgen, müſſen daher ſchon deßhalb zur Erziehung von ſpaltigem Scheitholze beſtimmt bleiben, weil ſchwaches nicht abzuſetzen iſt. 2) Die Nebennutzungen, ſie mögen bezogen werden von dem Waldbeſitzer oder von Servitutberechtigten, hindern ferner die willkührliche Benutzung in ſehr früher Zeit. 3) Die Nutzbolzpreiſe ſind jetzt verhältnißmäßig gering und ent⸗ ſchädigen nicht für die Aufopferung, die man bey der Erzie⸗ hung von ſtarkem Holze machen muß, weil weit mehr Nutz⸗ holz vorhanden iſt, als bedürft wird. Sobald nicht mehr gezogen wird, als der Bedarf verlangt, wird ſich bald der Preis auch ſo ſtellen, daß die Erziehung von Nutzholz be⸗ lohnend wird. 4 4) Die ſtets wiederkehrenden Koſten und Gefahren der Verjün⸗ gung des Hochwaldes ſchmälern den Vortheil des kurzen mtriebes ſehr, ſo daß man ſchon deßhalb gut beſtandene Orte gern länger erhält. Man wird deßhalb gewöhnlich durch die angeſtellten Be⸗ trachtungen nur veranlaßt, das Brennholz nicht älter werden zu laſſen, als es nöthig iſt, was ſowohl für das Allgemeine, wie für den Einzelnen, gewiß eine vortheilbaftere Benutzung der Forſten berbeyfähren würde, als jetzt oft Statt findet. ie Durchforſtungen im Hochwalde tragen ebenfalls ſehr da⸗ zu bey, das Nachtheilige des längern Umtriebes gegen den Nie⸗ erwald zu vermindern, ſo daß bey genauer Berückſichtigung al⸗ ler Verhältniſſe auch gewiß keine Veranlaſſung ſeyn wird, um der Zinſen der verſpäteten Nutzung willen die Hochwälder über⸗ all in Niederwälder umzuwandeln. Forſtbenutzung. 189 Forſtwirthſchaft. (400) 11. Von der Gewinnung der Waldproducte und ihrer Verwendung. Von der Beſchaffenheit des Holzes. 1) Brenngüte. Die größte Menge von Holz wird als Feurungsmaterial ver⸗ wendet. Hierbey iſt es nach Verſchiedenheit der Holzgattung, des Alters und des Wuchſes, ſelbſt der Theile des Baumes, aus denen es genommen wird, von ſehr abweichender Beſchaffen⸗ beit. Bey dem Nadelholze iſt altes Holz von einer viel größern Brenngüte, als junges, weil ſich im Alter die Holzröhren mit Harze ausfüllen, welches die Hitzkraft ſehr vermehrt. Bey dem Laubholze iſt gewöhnlich das Holz vom mittlern Alter, bey ei⸗ nigen, wie bey der Eiche, ſogar das jüngere, das beſte, vorzüglich von alten ſchadhaften Bäumen ſelbſt das geſund ſcheinende, um vieles ſchlechter. Porös gewachſenes Holz von feuchtem Boden iſt ſchlechter, als langſam gewachſenes mit dichtern Holzlagen von trocknem Boden, als ſolches aus rauhen hohen Bergen. Das Stockholz heizt in der Regel beſſer, als das Reisholz, der Kern beſſer, als der Splint; bey einigen Holzgattungen, wie z. B. bey der Fichte, wo die Aeſte dichtere Holzlagen haben, als der Stamm, iſt auch deren Hitzkraft größer. Schon daraus wird ſich ergeben, daß es ſehr ſchwer iſt, ein feſtes Verhältniß der Brenngüte der verſchiedenen Holzgattungen anzugeben. Noch weit weniger wird dieß aber deßhalb möglich, weil dieſe durch die ſehr verſchiedenen Forderungen bedingt wird, die man nach der Verſchiedenheit des Gebrauches an das Brenn⸗ holz macht. 4 In vielen Fällen, z. B. bey dem Ziegelbrennen, Kalkbrennen, Backen u. ſ. w., verlangt man ein ſtark loderndes Flammenfeuer und eine ſehr raſche Entwickelung einer großen Hitze. In andern eine lang anhaltende gleichmäßige Wärme, wie bey der Stuben⸗ beizung. In andern wieder ein langſam brennendes, mit einem⸗ male nicht zu viel Hitze entwickelndes Feuer. Abermals ändert ſich die Güte des Brennholzes, wenn man Kohlen daraus brennt. Die ſehr barzreichen Nadelhölzer verlieren dadurch beträchtlich im Verhältniß der Brenngüte, die ſie als Feurungsholz hatten. Die Verſuche, welche angeſtellt worden ſind, um die Brenn⸗ güte der Hölzer im Verhältniß gegen einander zu beſtimmen, fanden nicht in der Anwendung auf den techniſchen Gebrauch Statt, für den ſie beſtimmt ſind, ſondern mittelſt verſchiedener Apparate, welche die Summe der entwickelten Wärme und allen⸗ falls die Art des Verbrennens im Allgemeinen angaben. Wären ſie daher auch genauer angeſtellt worden, als dieß bis jetzt noch der Fall geweſen iſt, ſo würden ſie doch immer noch kein zuver⸗ läſſiges Reſultat hinſichts des techniſchen Gebrauchswerthes der verſchiedenen Holzgattungen in verſchiedenem Zuſtande gegeben haben. Es iſt deßhalb auch der Vorſchlag ganz unpraktiſch, den Preis der Hölzer nach der durch ſie ermittelten Hitzkraft feſtzu⸗ ſetzen. Abgeſehen davon, daß dazu ein Monopol gehörte, um die Käufer zu einem Preiſe zwingen zu wollen, der nach ihren Anſichten und Erfahrungen nicht im richtigen Verhältniſſe mit dem Gebrauchswerthe des Holzes ſteht, iſt auch das Reſultat in miktiche weitrichtiger, jalbtenner, ben Holze tiiſten braudh ilzes je ein umtion kan der Wirkung nan ſich nach kücke zu laſ Perbältnit als Feurung Vir! die Nade brenne Linde,; mer n Vuche, mäͤßig Eichen u ger rei Auch⸗ wegen der VI. toducte und 88. gematetial ver⸗ er Holzgattung, e des Vaumes, nder Veſchſfen⸗ der diel gößern Holzrohren mit ehrt. Bey dem Alter, bey di⸗ deſte, vorzuglich ſcheinende, um euchtem Boden Holzlagen bon Vergen. Das holz, der Kern wie z. B. bey ls der Stamm, ſchwer iſt, ein Holzgattunget eghalb wöglich, bedingt witd, an das Brenn⸗ en, Kalkbrennen, s Flammenfeuer ite. In andern hey der Suuben⸗ des, mit einem⸗ bermals ändert daraus brennt. uch berächtlich ingsholz hatten. um de Brenn⸗ r zu beſtinmen, riſchen Gebruch telſt verſchidenen noch kein zuber auchswetthes de Zuſtande ghitn vnxratiſ d NüBaltiſt ni 1 Naultt 7. Abſchn. Forſtbenutzung. 401) der praktiſchen Beobachtungen bey der Verwendung des 4019, weit richtiger, als das Reſultat jener Unterſuchungen. Ein Zie⸗ gelbrenner, der aus jahrelangen Erfahrungen weiß, mit wel⸗ chem Holze er ſeine Ziegeln am beſten brennt, wovon er am we⸗ nigſten braucht, urtbeilt über den Werth deſſelben weit richtiger, als es je ein Apparat zeigen wird. Hinſichtlich der eignen Con⸗ ſumtion kann man deßbhalb nur ein aufmerkſames Beobachten der Wirkung der Brennhölzer anrathen; bey dem Verkaufe muß man ſich nach den Anſichten der Käufer richten. Um jedoch keine Lücke zu laſſen, mögen bier die bewäbrteſten Angaben über das Verhältniß des Brennwerths der Hölzer untereinander, ſowohl als Feurungs⸗, wie als Kohlholz folgen. A. Feurungsholz. 1) Buchen, Hainbuchen und Ahorn= 100. 2) Ulme.... 0,90. 3) Birke 0. 4 0 2 0,85. 4) Eiche 4 2** 5 4 0,84. 5) Kiefernbaumholz.. 90,83. 6) Vogelkirſche.... 0,79. 7) Lerche..... 0,76. 8) Fichte.. 9,73. 9) Saalweide. 1.. 0,69. 10) Weißtanne. 2.. 0,69. 11) Linde.. 3.. 0,68. 12) Aspe..... 0,61: 13) Erle 4 4. 4 0,52. ⁴ 4 4 0 50 14) Weide und Pappel B. Als Kohlbolz. 1) Buche, Aborn, Hainbuche, Eſche= 100. 2) Eiche und Birke 4 0,91. 3) Ulme 4 4* 4 4 0,873 4) Kiefer. 4 3. 0,833 5) Lerche..... 0,76. 6) Saalweide.... 0,75. 7) Fichte.... 0,73. 8) Weißtanne.... 0,70. 9) Aspe 4.. 4 4 0,61. 10) Linde.. 5,. 0,56. 11) Erle. 3—. 4. 0,55. 12) Weide und Pappel.. 4 0,42. Wir bemerken dazu noch, daß„. die Nadelhölzer in lebhaft flackerndem Flammenfeuer ſchnell ver⸗ brennen, wenig Kohlengluth erzeugend; Linde, Weide, Aspe, Erle mit weniger lebhafter Flamme, im⸗ mer noch ziemlich raſch, nicht mehr Kohlen erzeugend; Buche, Hainbuche, Birke, Ahorn, Vogelkirſche mit ruhiger, mäßig lebhafter Flamme, viel Kohlen hinterlaſſend; Eichen und Ulmen träger, mit leichter verlöſchenden und weni⸗ ger reichlichen Kohlen. Auch ſind Eichen und Kiefern unangenehm auf dem Heerde, wegen der mit Geräuſch abſpringenden Kohlen. Die Brenngüte VII. 26 Forſtwirthſchaft. (402) des Holzes wird betraͤchtlich durch vollkommnes Austrocknen ver⸗ mehrt, da im grünen oder naſſen Holze enthaltene Feuchtigkeit ſehr viel entwickelte Wärme abſorbirt. 2) Dauer. Wir muͤſſen dieſe unterſcheiden: a) ganz im Trocknen, b) im Waſſer, c) in abwechſelnder Feuchtigkeit und Trockenheit. a) Vorausgeſetzt, daß ein Holz ganz getrocknet iſt, oder in ei⸗ ner Lage iſt, daß es vollends austrocknen kann, dauert jedes ganz im Trocknen ſehr lange, ſobald es nicht vom Wurme zerſtört wird. Alles junge Holz, ſo wie der Splint, iſt dem Wurmfra⸗ ße weit mehr ausgeſetzt, als das alte; vorzüglich iſt das alte barzreiche Nadelholz dagegen viel ſicherer, als das junge poröſe. Dem Wurmfraße unterworfen ſind vorzüglich: Haynbuchen, Er⸗ len, Birken, junge Nadelbölzer, der Splint des Eichenholzes, ſchon weniger Buchen und Ahorn. Weit weniger angegriffen werden Eichen⸗Kernholz, harziges Nadelholz, Aspen, Ulmen. — Mittel, die Dauer im Trocknen zu vermehren, ſind das Ueber⸗ ſtreichen mit Oelfarben, die das Eindringen der Holzwürmer ab⸗ halton, da Umhüllen mit Lehm, das Räuchern und Einweichen in Holzeſſig. b) Da im Waſſer der Zutritt der Luft abgehalten wird, ſo kann auch, wenn es das Holz fortwährend bedeckt, kein eigent⸗ licher Fäulnißproceß eintreten. Es werden jedoch mehrere Höl⸗ der, wie Weiden und Linden, in ihm nach und nach, wenn auch ngſam, zerſtört, indem die Holzfaſer ihre Feſtigkeit und ihren Zu⸗ ſammenhang verliert. Dagegen ſind Eichen, Erlen, Kiefern, Ler⸗ chen, ſelbſt Ulmen und Buchen, fortwährend vom Waſſer bedeckt, beynahe unzerſtörbar, vorzüglich die beiden erſten Holzgattungen. Vorkebrungen zur Vermehrung der Dauer bedarf es daber bey ihnen nicht; man kann ſogar das Holz zu jeder Jahreszeit friſch gebauen in das Waſſer bringen, da dieß die Säfte auslaugt, und ſo ihre Fäulniß verhindert. c) Die Zerſtbrung des der freyen Luft und folglich abwech⸗ ſelnder Feuchtigkeit und Trockenheit ausgeſetzten Holzes wird durch die Feuchtigkeit und ihr Eindringen bewirkt, oder dadurch, daß das Holz in einer Lage iſt, worin die darin enthaltenen Säfte nicht vollkommen verdunſten können und in Fäulniß über⸗ ehen. Je mehr das Eindringen der Feuchtigkeit möglich iſt, je äufiger und anhaltender das Holz demſelben ausgeſetzt iſt, deſto ſchneller verdirbt es. Holz, deſſen Poren ganz dicht mit Harz angefüllt ſind, ſo daß keine Feuchtigkeit eindringen kann, ſolches mit ſehr dichten engen Holzlagen, muß dauerhafter ſeyn, als porös gewachſenes. Manche Hölzer ſcheinen aber auch der Fäul⸗ niß widerſtehende Stoffe in ſich zu haben und darum dauerhaft zu ſeyn. Unter die dauerbaften Hölzer unter dieſem Verhältniſſe rechnet man vorzüglich: Eichen, Ulmen, alte harzreiche Nadel⸗ hölzer, beſonders Kiefer und Lerche. Die Mittel, die Dauer zu vermehren, beruhen auf den oben angeführten Bemerkungen. Vollſtändiges Austrocknen iſt vor⸗ züglich wichtig. Man empfiehlt dazu das Abwelken des Holzes auf dem Stamme, wo das ſtehende Holz grün und in der Saftzeit geſchält wird, und ſo vertrocknet, wodurch das Holz ſehr große Feſtigkeit erhält. Eben ſo iſt das Darren und Räu⸗ ten zuar h rilen in h d goße R drhölzer,w tinem Del. fonell berfan ſatet, ſo u olz wit ſt ſand beſeit tegen Faul Man nach durch leicht glat ſehr wichti Haltharkeit ſeyn dütfen ten, noch hrochenen und Perbit des Holzes nicht eindr wie z. B. derbiegen: dadurch be um ds Stammhe am beſter lich nur gut. Da gehen, ſ Stamme, Vimmern die Benut 8 mäßigſpalt Pake. Schle Mar dem Na⸗ rige dg deher, ſehr bel große Fe muß. d Xus hac haben ſe ſehr man draucht! alten Hö wen, Fie ustrocknen ber⸗ ne Feuchtigkeit rocten, b) im cenheit. iſt, oder in ei⸗ nert jedes ganz Wurme zerſtört dem Wurmfra⸗ ch iſt das alte S junge poröſe. wynbuchen, Er⸗ Eichenholzes, ger angegriffen lspen, Ulmen. ſinnd das Uebel⸗ olzwürmer ab⸗ nd Einweichen alten wird, ſo tt, kein eigent⸗ hwehrere Höl⸗ ach, wenn aul t und ihren zu⸗ en, Kiefern, Ler⸗ Paſeet bedeckt Holzzattungen. arf es daber bey qahreszeit ftiſc eifr auslaugt⸗ lglich abwech⸗ holes wird :, oder dadurch, rin enthaltenen Füulrih üher möglich iſt, ſe zsgeſetzt iſ, deſto dicht wit Hatz gen kann, ſolces hafter ſeyn, 8 jeſem Venhältriſe harzreic Nel⸗ d Räh⸗ 7. Abſchn. Forſtbenutzung. (403) chern zwar vortheilhaft, nur ſchwierig anzuwenden. Das Ein⸗ weichen in Holzſäure— die bey Köhlereyen und Theeröfen leicht in großer Menge zu gewinnen iſt— vermehrt eben ſo die Dauer der Hölzer, wie das Anſtreichen mit Theer und Oelfarben, oder auch reinem Oel. Da im ſandigen Boden die eingegrabenen Pfähle ſchnell verfaulen, indem der Sand den zutritt der Luft ſehr ge⸗ ſtattet, ſo umgiebt man die eingeſetzten Zaunſäulen und ähnliches Holz mit ſtrengem Thonboden, oder Letten, wodurch dieſer Uebel⸗ ſtand beſeitigt wird, und das in der Erde befindliche Holz die beſſer gegen Fäulniß geſchützt wird, als durch das bekannte Ankohlen. 3) Die Spaltigkeit. Man nennt ein Holz ſpaltig, in ſofern es ſich der Länge nach durch ein keilförmiges Inſtrument aus einander gedrückt, leicht glatt und regelmäßig trennen läßt. Dieſe Sgenſchaft iſt ſehr wichtig, da eine Menge Nutzbölzer, um ihnen die nöthige Haltbarkeit zu geben, nicht in ibren Längenfaſern durchſchnitten feyn dürfen. Sie bängt ab: von den geraden, weder gewunde⸗ nen, noch durch Aeſte oder Aſtwurzeln in ihrer Richtung unter⸗ brochenen Holzfaſern, von der eigenthümlichen Zuſammenleimung und Verbindung derſelben, von der Feſtigkeit und Dichtigkeit des Holzes, die groß genug, daß das keilförmige Inſtrument nicht eindringen kann, ohne die Holzfaſern zuſammenzudrücken, wie z. B. bey Pappeln, und daß dieſelben bey dem Auseinan⸗ derbiegen nicht abbrechen. Man kann die Spaltigkeit nur allein dadurch befördern, daß man das Holz im dichten Schluſſe erzieht, um das Verwachſen der abgeſtorbenen Aeſte zu bewirken. Das Stammholz zwiſchen den Wurzelknoten und den Aeſten ſpaltet am beſten; viele Hölzer, wie z. B. die Kiefern, ſpalten gewöhn⸗ lich nur bis zu einer Höhe von 20 bis 30 Fuß ganz glatt und gut. Das Wurzelholz und der Stock, von wo die Wurzeln aus⸗ gehen, ſpalten am ſchlechteſten, bey einem ſonſt glattwüchſigen Stamme, auch die Aeſte weniger gut, als der Stamm. Maſern, Wimmern, grüne und abgeſtorbene Aeſte verhindern vorzüglich die Benutzung der Hölzer zu Spaltwaaren.— „Gutſpaltig ſind die Eiche, Erle und Nadelhölzer. Mittel⸗ mäßigſpaltig die Buche, der Ahorn, die Eſche, Linde, Aspe, irke. Schlechtſpaltig die Ulme, Hainbuche, die Schwarzpappel. 4) Die Elaſticität. Man verſteht darunter die Eigenſchaft, wenn das Holz, bey dem Nachlaſſen einer daſſelbe biegenden Kraft, wieder ſeine vo⸗ rige Lage annimmt. Es wird dieſelbe für mehrere Maſchinen⸗ hälze, für Balken in Häuſern, vorzüglich bey Böden, welche ehr belaſtet werden, verlangt, wobey jedoch zugleich auch eine große Feſtigkeit, ſo daß es nicht leicht erbricht, verlangt werden muß. Die ausgezeichneteſte Elaſticität beſitzt das Eibenholz(Ta- xus baccata); junge Hainbuchen, Maßholder und junge Eichen haben ſie in einem geringern Grade; wogegen ſie alten Eichen ſehr mangelt, die deßbalb nicht gut zu Balken und Sparren ge⸗ braucht werden können, weil ſie ſich leicht krumm zieben. Von alten Hölzern ſchätzt man in dieſer Hinſicht vorzüglich: die Ul⸗ men, Fichten, Kiefern, Lerchen, Tannen, Eſchen und Aspen. 26* 193 Forſtwirthſchaft. (404) 5) Die Zäbigkeit. Man nennt ein Holz zäh, wenn die Theile deſſelben ſich merklich durch äußere Gewalt verſchieben laſſen, ohne ibren Zu⸗ ſammenhang zu verlieren, oder wenn ſich das Holz biegen läßt, ohne zu zerbrechen, im Gegenſatz der Sprödigkeit. Hölzer der⸗ ſelben Gattung mit dichten Holzlagen ſind zäher; als ſolche, die porös gewachſen ſind. Im Herbſte iſt das Holz zäher, als in der Saftzeit; am ſproͤdeſten iſt es bey Froſt, wo die Holzfaſern zuſammengezogen ſind; ſo wie man die Zaͤhigkeit durch Erwär⸗ mung und Ausdehnung der Holzfaſern ausnehmend vermehren kann: weßhalb man auch Hölzer, die ſehr gebogen werden, z. B. die Scheffelränder, vorher bäbet. Eben ſo kann man dieſe Eigen⸗ ſchaft erböhen, wenn man das Holz welk werden laßt; wogegen die gänzliche Trockenbeit ſie vermindert und oftmals ganz auf⸗ hebt. Bey ſchwachen Hölzern kommt ſie vorzüglich bey der Ver⸗ wendung zu Weiden, Korbruthen und Korbſpänen, Reifſtöcken, Zaunreißig u. dgl. zur Sprache, bey ſtärkern dann, wenn ſie zu feinen Spaltwaaren, als Schachtelbolz, Scheffelränder, Müb⸗ lenſpleißen u. ſ. w., verwandt werden, oder, wie bey Wagner⸗ bolz, eine große Haltbarkeit haben müſſen. Schwache, ſehr zähe Hölzer geben die Weiden⸗, Birken⸗, Haſeln⸗, Fichtenäſte und junge Eichen⸗Kernſtamme. Von ſtaͤrkern werden vorzüglich Ulmen, junge Eichen, Eſchen, Hornbaum, Weiden, Fichten, Birken, Aspen als zähe betrachtet. Im höbern Alter verlieren alle Höl⸗ zer an Zahigkeit. Sehr brüchig ſind Erlen⸗ und Kiefernaſte. 6) Die Feſtigkeit. Sie wird beſtimmt durch die größere oder geringere Kraft, welche nöthig iſt, um ein Holz a) zu zerbrechen, b) der Länge nach zu zerreißen. Nur die erſte Eigenſchaft kommt gewöhnlich bey der techni⸗ ſchen Verwendung, z. B. bey dem Gebrauche zu Axen, Tragern u. dgl., zur Sprache. Die Hölzer beſitzen ſie ebenfalls in einem deſto höhern Grade, je enger und dichter die Holzlagen ſind. Buchen, Eſchen, Eichen, Ulmen gebören unter die feſteſten Höl⸗ zer, die Nadelhölzer haben dieſe Eigenſchaft in einem weit gerin⸗ gern Grade. 7) Die Dichtigkeit. Man muß ſie tbeilen: a) in die abſolute, wobey die Holz⸗ faſern ſehr dicht und enge zuſammengedrängt ſind, die ſich bey dem Laubholz durch das Gewicht des ganz trocknen Holzes zu erkennen giebt, welches aber für das Nadelholz, wegen des Harz⸗ gehalts, keinen Maßſtab abgiebt. ph) in die gleichmäßige, worunter die regelmäßige Aneinan⸗ derfügung der Holzfaſern verſtanden wird, ſo daß nirgends ein Zwiſchenraum bemerkbar wird. Die abſolute Dichtigkeit entſcheidet ſehr über die Brenngüte, denn je dichter die Holzfaſern verbunden ſind, deſto mehr findet man davon in einem gleichen Volumen von Holz, und deſto mehr Nahrung für das Feuer iſt darin vorhanden; vorzüglich gilt dieß in Bezug auf die Kohlen. Die glei tur des tirſchts ſei datietet. es giebt rem gleich! Lepfelbäume Dazegen ha Puche. Nute Weide. Sie w faſem einen grötentheit Sie verne⸗ ſelben, ſey Eigenſchft bung untern ſcinenbölze oute Politu zer ſtets im Ugen ſteht. Je lot unnna et deßhal dieß nicht bey der F hhes ſehr ſ den muß, harten Hölz Unter lehter ſtartes Sohf wer um ein Horndaum a) Da ſammenzie der einen das Holzſt ſammenzi Einwirkun Stelle, a daß die D holz ung! die lockern Kern viel der bey de al gleich dug, verhi deſſelben fich hne ihren Zu⸗ z biegen laßt, „Helzer der⸗ als ſolche, die zaher, als in die Holzfäſern durch Erwär⸗ nd vermehren werden, z. B. n dieſe Eigen⸗ aßt; wogegen als ganz auf⸗ bey der Ver⸗ „Reifſtocken, wenn ſie zu under, Müb⸗ bey Wagner⸗ he, ſehr zahe ſte und junge jglich Uimen, hien, Birken, eeren alle Höb gieferaſte. geüngere Furft hey der techni⸗ Aren, Trigern jalls in einem olzlagen ſind. iiſteſten hol⸗ em weit gerine voben die Hol d, die ſich bey knen Holzes zu vegen des Nali⸗ näsig Anänmn 4ß virgends ein üte die Brenngult, ſo mehr finde ezuic dit i 7. Abſchn. Forſtbenutzung. 195 (405) Die gleichmäßige Dichtigkeit hat bagegen viel Einfluß auf die Textur des Holzes, d. h. auf den Anblick, den das Holzgewebe hinſichts ſeiner Gleichmäaßigkeit und Annehmlichkeit dem Auge darbietet. Es giebt Hölzer, welche beide Arten von Dichtigkeit in ei⸗ nem gleich hohen Grade beſitzen, wie die Eibe, wilde Birn⸗ und Aepfelbäume, der Elsbeerbaum, der Hornbaum, Maßholder. Dahegen haben nur eine abſolute Dichtigkeit die Eiche und uche. Nur eine gleichmäßige, ohne abſolute, die Linde, Aspe und Weide. 8) Die Härte. Sie wird bemeſſen nach dem Widerſtande, welchen die Holz⸗ faſern einem ſchneidenden Inſtrumente entgegenſetzen, und bängt größtentbeils von der abſoluten Dichtigkeit der Holzfaſern ab. Sie vermebrt ſich deßhalb auch durch das Zuſammenziehen der⸗ ſelben, ſey es durch Austrocknen oder Froſt. Vorzüglich iſt dieſe Eigenſchaft beachtungswertb bey Hölzern, welche einer Rei⸗ bung unterworfen ſind, wie bey Mühlkaͤmmen und andern Ma⸗ ſchinenbölzern. Auch nebmen ſehr barte Holzer gewöbnlich eine gute Politur an. Man kann annehmen, daß die Harte der Höl⸗ zer ſtets im Verhältniſſe mit der abſoluten Dichtigkeit der Holz⸗ lagen ſteht. 9) Das Schwinden des Holzes. Je lockerer die Holzlagen ſind, deſto mehr trocknet das Holz uſammen; umgekehrt deſto weniger. Altes dichtes Holz ſchwin⸗ et deßhalb viel weniger, als junges, üppig gewachſenes. Es iſt dieß nicht bloß bey dem Gebrauche des Holzes, ſondern ſelbſt bey der Formung deſſelben im Walde zu beachten, da Holz, wel⸗ ches ſehr ſtark ſchwindet, etwas größer gemacht oder geſetzt wer⸗ den muß, als ſolches, welches wenig zuſammentrocknet. Die harten Hölzer ſchwinden am wenigſten, die weichen am mebrſten. Unter letztern zeichnen ſich vorzüglich Erlen und Linden durch ſtarkes Schwinden aus, ſo daß man das Klafterholz davon im⸗ mer um einige Zoll höber ſetzen muß, als Eichen, Buchen und Hornbaum, um gleiches Maaß davon zu behalten. 10) Das Werfen, Reißen. a) Das Werfen des Holzes entſteht durch ein ungleiches Zu⸗ ſammenzieben der Holzfaſern bey dem Austrocknen. Sobald auf der einen Seite dieß ſtarker erfolgt, als auf der andern, ſo muß das Holz ſich natürlich werfen, oder auf der ſtärker getrockneten zu⸗ ſammenziehen und krümmen. Es kann dieß durch die verſchiedene Einwirkung der austrocknenden Kräfte, die ſtarker auf der einen Stelle, als auf der andern iſt, erſetzen, jedoch auch darin liegen, daß die Dichtigkeit der Holzlagen in einem und demſelben Stück Holz ungleich iſt, indem die dichtern langſamer austrocknen, als die lockern. So wirft ſich das Eichenbolz ſehr leicht, weil der Kern viel dichter iſt, als der Splint, das Lindenbolz viel ſelt⸗ ner bey der gleichmäaßigern Dichtigkeit der Holzlagen. Ein ü ber⸗ all gleich erfolgendes Austrocknen, im Schatten und ohne Luft⸗ zug, verhindert das Werfen. 196 Forſtwirthſchaft. (406) b) Das Reißen erfolgt, wenn die äußern Holzlagen ſich ra⸗ ſcher zuſammenzieben, als die im Innern, ſo daß jene entweder nicht mehr hinreichen, dieſe ganz 8 bedecken, oder die Holzla⸗ gen bey dieſem plötzlichen theilweiſen Zuſammenziehen ſich tren⸗ nen. Es ſind folglich dieſelben Urſachen, welche es bewirken, wie bey dem Werfen des Holzes, und gleiche Mittel müſſen an⸗ fhdande werden, um es zu verhindern; vorzüglich iſt ein zu ſchnelles Austrocknen zu vermeiden. Von der Formung und der Verſilberung der Wald⸗ producte. Das Brennholz. Einſchlag des Baumholzes. Soll das Stockholz mit benutzt werden, ſo wird das Holz am beſten ſtehend gerodet, da es das beſte Mittel iſt, das Wurzelholz aus der Erde zu bringen, indem keine der vielen vorgeſchlagenen Maſchinen zum Ausheben der Stöcke praktiſchen Werth hat. Wo dieß nicht geſchehen kann, bleibt vom Brennholze, denn bey den Nutzholz⸗ ämmen würde man dadurch den beſten Theil des Stammes verlieren, 2 bis 3 Fuß ſteben, was das Roden außerordentlich erleichtert. Alles Holz muß mit der Säge gefällt und zerſchnitten 5 werden. Die Arbeit gehet eben ſo raſch; der Baum iſt beſtimm⸗ ter auf eine genau bezeichnete Stelle zu werfen. Wenn bloß die Axt zum Kürzen des Holzes angewendet wird, kann man nach der Länge der Scheite und der Stärke der Bäume 10 bis 20 Procent der Klafterholzmaſſe verlieren, und erhält noch obendrein unanſehnlicheres Holz. Alles Klafterholz zum Verkaufe muß nach Holzgattung, Stärke und Beſchaffenbeit ſortirt werden, weil a) wenn der Käufer, welcher nicht Gelegenheit hat, das Holz vorher genau zu beſeben, nicht weiß, was er erhält, das Holz zu ungleichen Werth erhält, b) das geringere Holz keinen weiten Transport erträgt, 0) die Käufer häufig nur eine beſtimmte Holzgattung und ein beſonderes Sortiment verlangen und gebrauchen können. Doch kann alles Holz von gleichem Gebrauchswerthe, als Hain⸗ buchen, Buchen, Ahorn u. ſ. w., zuſammengelegt werden. In das Klobenholz kommt alles über 6 Zoll Durchmeſſer. Es wird ſo geſpalten, daß bey einer Stärke von 6 bis 8 Zoll zwey Scheite, von 8 bis 10 Zoll vier, und ſo mit zwey Zoll Stärke auch immer zwey Scheite mehr gemacht werden. In die Knüppelklaftern gehört das Holz von 3 bis 6 Zoll Dicke; doch wird gewöhnlich auch das anbrüchige, mitunter auch wohl das ganz unſpaltige, Pineingelegi. Zum NReisholze rechnet man das unter 3 Zoll. ie Scheitlänge iſt örtlich; am bequemſten zum Feuerholze 3 Fuß, zum Kohlholze 4 Fuß, ſo daß der Meiler mit 2 Schichten geſetzt werden kann. Je länger die Scheite ſind, deſto mehr Zwiſchen⸗ räume erhält man im Holze. Man kann rechnen, daß dieſelben für jede 6 Zoll Scheitlänge mehr in glattem und geradem Holze um 1 Procent, in Knüppel⸗ und krummem Holze um 1 ½ bis 2 Procent beträchtlicher werden. Alles Holz muß möglichſt gut und dicht geſetzt werden, denn nur dieß ſichert einen vortheil⸗ baften Verkauf. Jede verſuchte Uebervortheilung der Kaufer durch ſchlechtes Maaß beſtraft ſich nicht nur ſehr hart durch unver⸗ ulnißmäßfg tetien der grricht dar ſict richtige nenden könn die Bre jolzeinſchlag ſortiren, we un ſie zun dawit vich zu Nuhzo Klafterholz dazu müſ Pilanzen, der Klafter aſanie eſtatten, han⸗ lich längere geit der dickung holze Unter nüchen Bo peihen ſte wen, und ſchen liege das Seher ter ein doppelte; Nur bey ſtungen- ft ſich ni reit und! fallen, aus von ſelbſt halt haben Hühe, ald dee zuſane in heiſchie wo es geſe d) ob es die Aolag für jeden damit be fabendm ehalten eintritt, treten all werden. ü'thig, Scheit⸗ man nur ſen. Veu vur tief a 193 Forſtwirthſchaft. (408) werden, ohne die Wurzeln berauszugraben, iſt dieß weniger der Fall, als da, wo das Wurzelholz mit eingegraben und eingelegt wird, wobey ſich Hoblungen in den Klaftern leicht überdecken laſ⸗ ſen. Deßhalb müſſen bey der Abnahme ſolcher Klaftern, dieſelben zugleich immer im Innern nachgeſehen werden. Bey dem Einſchlage des Reisholzes, die Beachtung der Re⸗ geln für den zweckmäßigen Abtrieb des Niederwaldes vorausge⸗ ſetzt, iſt auf das feſte Binden der Gebunde zu ſehen. Der dazu erforderliche Wiedenbedarf muß den Arbeitern angewieſen wer⸗ den, damit ſie durch das Schneiden deſſelben an unpaſſenden Orten keinen Schaden tbun. Das Reisbolz muß gleich friſch an die Orte gebracht werden, von wo es ſpäter abgefahren wird, da es ſich trocken nicht ohne Zerreißen der Wieden und Zerbrechen der Reiſer transportiren läßt. Bey dem Verkaufe des Brennholzes bat man darauf zu hal⸗ ten, daß dasjenige zuerſt abgeſetzt wird, was dem Verderben am mehrſten ausgeſetzt iſt, und deßhalb lieber dafür billige Preiſe zu ſetzen. Dahin gehört vor allem das Reisholz. Darauf folgen die leicht ſtockenden ungeſpaltnen Hölzer, Birken, Erlen, auch Hainbuchen und Buchen. Das Eichen⸗, Ulmen⸗ und barzige Na⸗ delbolz dauert geſpalten und an luftigen Orten aufbewahrt am längſten aus, und hat man daber am wenigſten Urſache, mit ſei⸗ nem Verkaufe zu eilen. Deer vortheilhafteſte Verkauf iſt unſtreitig der, wo man nach einer richtig berechneten Taxe— gegründet auf den erfabrungs⸗ maßig mit Sicherheit zu erhaltenden höchſten Preis— jedem ſich meldenden Käufer das, was er verlangt, überweiſen kann, wobey man ihm die Abfubre innerhalb einer gewiſſen Zeit zur Bedingung macht, und wenigſtens nicht länger für das Holz haftet. Es verſtebt ſich dabey von ſelbſt, daß nur von eingeſchla⸗ genem und geformtem Holz die Rede iſt; denn der Verkauf des Brennbolzes auf dem Stamm iſt niemals anzurathen, noch we⸗ niger in ganzen Diſtricten in Bauſch und Bogen. Bloß ein gänzlicher Mangel an Abſatz und eine ſo große Werthloſiakeit des Holzes, daß es das Schlagelohn nicht trägt, kann ſolche Ver⸗ kaufe allenfalls entſchuldigen. Der Verkauf nach dem Meiſtgebote läßt nur dann einen vor⸗ theilbaften Erfolg erwarten: a) wenn das vorhandene Holz nicht hinreicht, um der Nachfrage zu genügen; b) wenn Händler das Holz erſtehen und die Speculation derſelben ſich nicht überſehen läßt, ſo daß bey ſtarker Concurrenz ſchwer eine richtige Taxe bin⸗ ſichtlich des möglicherweiſe zu erbaltenden Preiſes zu machen iſt. c) Wenn das Holz durchaus ſchnell abgeſetzt und ſelbſt unter der Taxe verkauft werden ſoll.“ Vom Verkohlen des Holzes, Selten wird der Forſtbeſitzer oder Forſtwirth mit Vortheil für eigene Rechnung das Holz verkohlen, er wird vielmehr in der Regel beſſer tbun, das Holz den Haͤndlern oder denen, wel⸗ che Kohlen bedürfen, den Schmieden, Hüttenbeſitzern u. A. zu verkaufen, und dieſen die Verkoblung überlaſſen. Die Gründe da⸗ für ſind, daß die Verkohlung eine ſehr ſorgfaltige Aufſicht verlangt, um nin ſich malih iſt daß iiſt, vorzüg hhe ſie ſich uchütten iſ as möglich g außerhalb den gigen den eis Es könne für tigne Re⸗ züglich iſtd Unatücksfäte noch zu eine man rechnet Es kom überhaupt, der Verkobl Koblen erfor 2) Die M feſzuſte 1) die Koſ Zu a. ſſt verſiede medr als wan mehr, mehr, als des Kohle darüber. ſen, daß m etwa Loblen, in Zu b. als die Aus da bey gr tigt iſt, w Hohe des d dicht der; ce, das N. mit Mähe delbolz koh Scheitholz eine ſpeciel maß erfolg für jede au Lentime bo Micht gen beſte Art d Uungstoſten Lohlen. dieß weniger der en und eingelegt ſt überdecken laſ⸗ duaftem, dieſelben eachtung der Re⸗ doldes vorusge⸗ ſehen. Der dazu angewieſen wer⸗ an unpaſſenden aleich fnſch an efahren wird, da und zerbrechen darauf zu hal⸗ Verderhen am r billige Meiſe Darauf foſgen „Erlen, auch d barzige Na⸗ ufbewahrt am ſache, mit ſei⸗ wo man nach m erfabrungs⸗ reis— jedem erweiſen kann, piſſen Zeit zur für das Holz bon eingeſchla⸗ r Verkauf des hen, noch we⸗ n. Bloß ein Werthloſtakeit ſolche Ver⸗ in einen vor⸗ e Holz nicht Handler das icht überſehen ige Toye din⸗ eu machen iſt. Hſelbſt unter mit Vottheil d vielmeht in er denen, wel⸗ gem u. A. zu di Gründe da⸗ fſich vellangt, 7. Abſchn. (409) wenn man ſicher ſeyn will, daß ſie gut erfolgt, die nicht immer möglich iſt, daß die Controlle bey dem Kohlenverkaufe ſehr ſchwie⸗ rig iſt, vorzüglich wo große Vorräthe davon gehalten werden, indem ſie ſich ſehr einmeſſen, daß ſelbſt Feuersgefahr bey dem Aufſchütten iſt— überhaupt aber, daß der Forſtwirth ſo wenig als moͤglich gewerbetreibend ſeyn muß, weil ihn dieß zu ſehr außerhalb dem Walde beſchäftigt, und er immer im Nachtheile gegen den eigentlichen Gewerbsmann ſeyn wird.. Es können jedoch Fälle eintreten, wo auch die Verkohlung für eigne Rechnung rathſam und ſelbſt unvermeidlich wird. Vor⸗ züglich iſt dieß der Fall, wenn große Holzmaſſen, z. B. durch Unglücksfälte, zum Einſchlage kommen, welche weder aufbewahrt, noch zu einem annehmlichen Preiſe verſilbert werden können, und man rechnen kann, die Kohlen ſpäter gut zu verkaufen. Es kommt dann, wie auch bey dem Verkaufe von Koblholze überbaupt, zuerſt darauf an, zu ermitteln, was das Holz bey der Verkoblung bringen wird, vorausgeſetzt, daß die Preiſe der Koblen erforſcht ſind. Dazu iſt nöthig: a) Die Menge der Kohlen, die man zu erhalten hoffen darf, feſtzuſtellen,.. b) die Koſten zu berechnen, die das Kohlen verurſachen wird. Zu a. Die Menge der Koblen, welche man zu erwarten hat, iſt verſchieden nach der Beſchaffenheit des Holzes. Buchen giebt mehr als Erlen; von einer dicht geſetzten Scheitklafter bekommt man mehr, als von einer Knüppelklafter; trocknes Holz giebt mehr, als grünes. Auch entſcheiden Witterung, Geſchicklichkeit des Köhlers und andere günſtige oder ungünſtige Verbältniſſe darüber. Doch wird ſich im großen Durchſchnitte annehmen laſ⸗ ſen, daß man bey einer gewöbnlichen Köhlerey und gut geſetztem waldtrocknen Holze, von einer Klafter zu 108 Cubikf. Raum etwa vom Scheitholze 56 Cubikf. groben Knüppelholze 43 Cubikf. ſtarken Stockholze 35 Cubikf. Koblen, im Korbe gemeſſen, erhalten wird. Zu b. Die Koblungskoſten ſind noch weit mehr verſchieden, als die Ausbeute. Sie weichen ab nach der Menge des Holzes, da bey großen Quantitaten, wo ber Köhler ſtets voll beſchäf⸗ tigt iſt, wohlfeiler gekohlt wird, als bey kleinen. Nach der Hohe des Tagelohns und des Fuhrlohns. Je nachdem das Hol dicht oder zerſtreut, auf der Ebene oder in Bergen ſteht, die De⸗ cke, das Waſſer nahe oder weit ſind, die Stellen vorhanden oder mit Mühe neu anzufertigen ſind und andere Dinge mehr. Na⸗ delbolz kohlt auch raſcher und daher wohlfeiler, wie Laubholz; Scheitholz macht weniger Koſten, wie Stockholz. Es muß daher eine ſpecielle Koſtenberechnung aller Arbeiten der Localität ge⸗ mäß erfolgen, damit man dem Köhler einen gewiſſen Lohnſatz für jede ausgebrachten 100 Cubitf. Kohlen, und auch wobl eine Centime von dem, was es mehr herausbringt, als die ihm zur Pflicht gemachte Normalausbeute, feſtſetzen kann, welches die beſte Art der Verlohnung iſt. Gewöhnlich ſchwanken die Koh⸗ lungstoſten zwiſchen 10 und 14 gute Groſchen für 100 Cubikfuß kohlen. Forſtbenutzung. 159 Forſtwirthſchaft. (410) Es iſt ſchon viel über die beſte Art der Verkohlung geſtrit⸗ ten worden, wovon 1) die Verkohlung im verſchloſſenen Raume, 2) in liegenden Meilern, 3) in ſtehenden Meilern, und zwar a) von unten . b) von oben anzuſtecken, die bekannteſten ſind.. Am mehrſten iſt die Verkoblung im verſchloſſenen Raume empfohlen, wozu beſondere Verkohlungsöfen erbaut werden müſ⸗ ſen. Die Erfahrung bat jedoch gelehrt, daß dieſelbe nur dann Vortheil erwarten läßt, wenn man mit Sicherheit darauf rech⸗ nen kann, die gewonnenen Holzſäfte abzuſetzen, was nur in der Nähe großer gewerbetreibender Städte zu erwarten iſt. Au⸗ ßerdem verzehren die Koſten der Erbauung und Unterhaltung des Ofens, die Anfuhre des Holzes, die theurer iſt, als der Trans⸗ port der auf der Stelle gewonnenen Kohlen, gewiß den zu hof⸗ fenden Gewinn, wenn er ja hinreichen ſollte, ſie zu decken. Die übrigen Methoden dürften binſichts der verſchiedenen Ausbeute nicht ſo abweichend ſeyn, daß es ſich bey einer nur vorübergebenden Kohlung der Mühe verlohnte, eine in der Ge⸗ gend nicht übliche einführen zu wollen, und es iſt mehr darauf zu ſehen, daß der Köhler nach der landüblichen Weiſe gut und orgfältig kohlt, als daß man eine ungewöhnliche Methode ein⸗ zuführen anrathen ſollte.„„„ Bey der Beaufſichtigung der Köhlereyen kommen vorzüglich folgende Gegenſtände vor.. f1) Anweiſung der Stellen. Sie müſſen ſo gelegen ſeyn, daß nicht Feuersgefahr zu fürchten iſt, daß die Anfuhre und Abfuhre des Holzes ſo wenig Schaden als möglich thut, weßhalb man ſie nicht in Schonungen dulden kann. Der Köhler muß nicht aus Bequemlichkeit mehr Stellen benutzen, als nöthig iſt, ſondern auf kuer und derſelben ſo oft kohlen, als das Holz in der Nähe es erlaubt. 2) Anweiſung der Decke. Der Meiler wird mit Raſen, Laub, Moos oder grünen Zweigen bedeckt, damit der Kohlen⸗ ſtaub(Stübbe) nicht zwiſchen das Holz fällt und das Feuer er⸗ ſtickt. Dieß muß dem Köhler an ſolchen Orten angewieſen wer⸗ den, wo es keinen Schaden verurſacht. 3) Sicherung gegen Entwendung von Holz. Sobald der Köhler für eigne Rechnung kohlt, iſt bey unredlichen Menſchen zu fürchten, daß ſie bey Gelegenheit der Füllung des Meilers, auch wohl bey dem Setzen, Holz entwenden, da dieß im Meiler 5 2L13 ſelbſt nicht gut entdeckt werden kann. Es iſt deßhalb ſtete Auf⸗ merkſamkeit auf das umherſtebende eingeſchlagene oder Stamm⸗ holz nöthig, um eine etwaige Entwendung ſogleich zu entdecken. 4) Controlle der Verkohlung ſelbſt. Der Köhler darf die Kohlung zu keiner Zeit verlaſſen, um die Meiler ſtets im Auge behalten und jedem entſtehenden Fehler gleich abhelfen zu können. Selbſt des Nachts müſſen die brennenden Meiler fleißig revidirt werden. Die ſorgfaltigſte Aufſicht bedürfen die friſch angezün⸗ deten, die, welche ſchon durchgekohlt(gabr) ſind, und wo das Feuer zu Taze brennt, ſo wie auch bey trockner, ſtürmiſcher Wit⸗ terung dieſelbe zu verdoppeln iſt. Außerdem, daß man den Köh⸗ teſe hi br Etunde zr Relcet und ſin geſchäft g rürünglichen wammenſinte ſaben, weil d uuer derzehr des Feuet de valds bemert nocken und Feuer im I Kohlen mü ſrablblaugle ausgebracht man leichte Bräunliche Nur die Kot wer vom Fe 5) Pey verfährt, ſcher ſeyn, daß der R ült ſo ühlt) hat⸗ auf der M gebliebene ſtets Wat 6) 9 eine Glock weiden.. iſt nöthig, das Schaler 4us dem. die Haſelſt weon et üͤbergehen waren, th dadurch lernen, Braunſch af Uhr. Von d 1) 4 das mehr tern ſehr mangelun Walten un Verboßlung geſtrit 7 ſchloſenen Rume rbaut werden müſ⸗ dieſelbe nur dann -rpeit darauf nch⸗ ⸗, was nur in der warten iſt. Aa⸗ Unterbaltung des „als der Trans⸗ wiß den zu hof⸗ zu decken. er verſchiedenen bey einer nur ine in der Ge⸗ iſt mehr darauf Weiſe gut und Methode ein⸗ mwen vorzüglich elegen ſeyn, daß hre und Aefuhte t, weßhalb man hler 9 hi thig iſt ſonde t in der Nähe d mit Raſen, it der Kohlen⸗ das Feuer er⸗ ngewieſen wer⸗ 3. Sobald der üchen Menſchen ng des Mellets dieß im Meilet balb ſtete Auf⸗ ge oder Stann⸗ ich zu entzeti Köhler darf di er ſtets in iit helfen zu kunan er fleißig radit te friſch angain nd, und uu „Fürmiſcher We⸗ aif man den Koh. 4 7. Abſchn. (411) ler in dieſer Hinſicht ſtreng controllirt, ſo daß er dagegen zu keiner Stunde geſichert iſt, kann man auch aus dem Zuſtande der Meiler und der Beſchaͤffenheit der Kohlen ſchließen, ob er ſein Geſchäft gut betreibt. Ein gut gekohlter Meiler muß ſeine urſprüngliche Form beybehalten und gleichmäßig an allen Seiten uſammenſinken, nirgends darf eine beträchtliche Einſenkung ent⸗ ehen, weil dieß anzeigt, daß an dieſer Stelle zu viel Holz vom Feuer verzehrt iſt. Loderndes und aus dem Meiler hervorbrechen⸗ des Feuer darf, außer bey der Füllung und dem Anzünden, nie⸗ mals bemerkt werden. Selbſt am Rauche, der dann ſehr hell, heiß, trocken und ſtoßweiſe hervorbricht, kann man wiſſen, ob zu viel Feuer im Meiler iſt, wozu jedoch praktiſche Erfahrung gehört. Die Kohlen müſſen feſt, klingend, auf dem Bruche ſilberfarben und ſtahlblauglänzend, wenig abfärbend ſeyn, in großen Stücken her⸗ ausgebracht werden, doch aber auch ganz durchgekohlt ſeyn, was man leicht erkennt, da die, bey denen dieß der Fall nicht iſt, in das Bräunliche ſpielen und noch die Structur der Holzfaſern zeigen. Nur die Kohien in der Mitte des Meilers(am Quandel) ſind im⸗ mer vom Feuer ſehr angegriffen und in kleine Stücken zerbröckelt. 5) Bey der Verladung der Kohlen. Bevor man die Koblen verfährt, oder in die Magazine und Haufen bringt, muß man ſicher ſeyn, daß alles Feuer in ihnen gelöſcht iſt. Dazu gehört, daß der Meiler entweder im Innern ganz mit Kohlenſtaub aus⸗ efüllt, ſo daß das Feuer erſtickt, längere Zeit geſtanden(ge⸗ kühlt) hat, oder daß die Kohlen ausgezogen 24 bis 48 Stunden auf der Meilerſtätte gelegen haben, damit man in ihnen zurück⸗ gebliebenes Feuer entdecken kann. Auch muß der Köhler dabey ſtets Waſſer haben, um dieß ſogleich löſchen zu können. 6) Hat der Köhler Pferde, mit denen er das Holz anfährt, ſo muß dieſen die nöthige Weide an Orten angewieſen werden, daß ſie keinen Schaden thun; wobey es gut ſeyn wird, ihnen eine Glocke anzuhängen, um auch des Nachts zu hören, wo ſie weiden. Bedarf er Birkenrinde oder Kiehn zum Anzünden, ſo iſt nöthig, ihm die erſte von gefällten Birken anzuweiſen, um das Schälen der ſtehenden zu verhüten;— den Kiehn kann er ſich aus dem Kohlholze ausſpalten oder graben. Eben ſo müſſen ihm die Haſelſtöcke oder ander Holz zu Fackeln angewieſen werden, wenn er deren bedarf. Das Techniſche des Kohlungsgeſchäfts übergehen wir, da theils zur Erläuterung viel Kupfer nöthi wären, theils doch ohne ſinnliche Wahrnehmung Niemand ſelbſt dadurch koylen lernen würde. Wir empfehlen, um es kennen zu lernen, folgende Schriften: Cramer Anleitung zum Forſtweſen. Braunſchweig 1798. Anleitung zur Verkohlung des Holzes von af Uhr. Gießen 1820. Krünitz Encyklopädie. 43. Bd. Art. Kohle. Von dem Einſchlage und Verkaufe des Land⸗, Waſſer⸗, und Schiffbauholzes. 1) Landbauholz. Die Eiche und die Nadelhölzer geben das mehrſte Landbauholz; doch erſetzt die Aspe häufig die Letz⸗ tern ſehr gut, und auch Erlen, Birken, Linden müſſen in Er⸗ mangelung derſelben, zum Ausbaue im Innern, weniger gern zu Balken und Sparren verwandt werden. Zu Säulen und Schwel⸗ len taugen ſie nicht. Forſtbenutzung. 201 202 Forſtwirthſchaft. (412) Es wird das Holz nicht ausgearbeitet im Forſte verkauft, ſondern rund, in Stücken von paſſender Länge und Stärke. Nur wenn man es längere Zeit im Forſte aufbewabren muß, läßt man es bewaldrechten, d. h. dergeſtalt beſchlagen, daß vier, von einander gleichweit entfernte, zwey bis drey Zoll breite Rinden⸗ ſtreifen ſtehen bleiben. Bevor der Brennholzeinſchlag beginnt, zeichnet man das zu Bauholz taugliche Holz aus, und beſtimmt, was und in welcher Art es davon ausgehalten werden ſoll. Entweder fällen es die Brennholzbauer zugleich mit und ſchneiden es aus, indem ſie den Brennbolzabgang aufarbeiten, oder man überträgt dieß be⸗ ſondern zuverläſſigen Männern. Man kann dabey rechnen, daß zwey Mann im Nadelbolze in 10 Arbeitsſtunden: 60 bis 80 Lattſtangen à 20 bis 24 Fuß lang 22 bis 3 Zoll im Zopfe, 20 bis 24 Bohlſtämme à 30 bis 36 Fuß lang 5 his? Zoll—— 16 bis 20 Stämme klein Bauholz à 36 Fuß lang 7 bis 8 3.—— 10 bis 15— Mittelbaubolz à 36 bis 40 Fuß lang 8 bis 9 3.—— 8 bis 10— ſtark Bauholz à 40 bis 45 Fuß lang 10 bis 12 3.—— 6 bis 8 Bretklötze fällen und zöpfen können. Doch bleibt ſich dieß jedoch allerdings nicht gleich, je nachdem das Holz zerſtreut oder nabe ſteht, aſt⸗ reich oder aſtrein iſt, die Arbeiter geübt ſind und gute Werkzeuge haben oder nicht. Ueber dem Fällen einer Welle bringen zwey Mann oft einen balben bis dreyviertel Tag zu. Im Eichen⸗ und harten Holze kann bäufig nur halb oder zwey Drittheile ſo viel Holz gefällt werden.. Zum Bewaldrechten im Nadelholze rechnet man täglich auf 1 Mann 2 Stück klein Baubolz, 1 ½ Stück Mittelbaubolz, 1 Stück ſtark Bauholz.. Zum vollkantigen Beſchlagen dagegen Tag auf 1 Stück klein, 1 Tag auf 1 Stück Mittel⸗ und 1 ½ Tag auf 1 Stück ſtark Bau⸗ olz. 5 3Was die Beſchaffenheit des Bauholzes betrifft, ſo bemerken wir darunter vorzüglich folgende Sortimenter: 1) Müblwellen. a) Hammerwellen für Hüttenwerke, vor⸗ züglich aus Eichen, ungern aus Buchen, Fichten, Tannen, von 36 bis 40 Fuß Länge und bis 42 Zoll Zopfſtärke.. 1 b) Waſſermühlwellen aus Eichen und Kiefern von verſchie⸗ denen Dimenſionen, von 18— 20 Fuß Länge und 18— 20 Zoll Zopfſtärke bis ſich der Größe der Hammerwellen nähernd. c) Windmühlwellen, am liebſten aus Kiefern, doch auch Eichen, Fichten und Tannen, 30 Fuß Länge, am Stammende 24 Zoll ins Quadrat beſchlagen.. Alle Wellen müſſen geſund ſeyn, ſchnurgerade gearbeitet wer⸗ den können, wo moglich aſtrein ſeyn und die Markröbre in der Mitte baben. Nach ibrer Güte und Seltenheit werden ſie ge⸗ wöhnlich nicht nach ganz feſter Taxe verkauft, ſondern böber, als zu der des ſtärkſten Sortiments; weßhalb man auch nur dann vorhandene Wellen einſchlägt(ibre Seltenheit vorausge⸗ ſetzt), wenn ſie verlangt werden, und ſie bis dahin ſtehen läßt, wenigſtens aber achtkantig beſchlagen auf 3 Unterlagen und un⸗ ter einem Wetterdache von ſchlechten Bretern aufbewahrt, bis V V 1 Hztgendeit er nangeln, han zuſamine aAn, wie kine Nöſſe in Rifen um tet Haudttrc aben, um 2 Nun virmt z) Die wühlen Frd zuweilen 40 wßmaßig d werden ſie! aus Buchen land ſehr ber ſein, und u weiſen, die! ¹) Sch Querſchwelle baudes, zu nen, daß d rechnet dey dic, ds ) Sa delholz. 2 ſo kann da den. Am 30 Halh⸗ c) Dac radem und daß ſie zu. ) Balt dift des 6 ſe als Halt thellhainſte *) Ton l) do holze bon daß es al Das tember his jahr bin oder hewal melden ka nuß es w n der Som 4 eingeba Fäfembaut Dachla dondenem, im Forſte berkau 1 nd Stirke a vahren muß, läßt ten, daß vier, von Zoll brite Rinden⸗ ſhnet man das zu s und in welcher deder fallen es die es aus, indem ſie übernäͤgt ditß he⸗ abey rechnen, daß 43 s3 Zoll im Zopfe, 7 Soll—— 159.—— 593.—— 123.—— doch allerdings abe ſteht, aſt⸗ zute Werkzeuge bringen zwey nur halb oder nan täglich auf 1 Stück klein, ück ſtark Bau⸗ „ſo bemerken enwerke, vor⸗ Tannen, von z von derſchie d 18— 1 Zoll ähernd. rn, doch auch m Stammende gearbeitet wei⸗ arkeöbre in de werden ſie ge⸗ ſondenn löler, man auch nür beit botausge⸗ iin ſihen liß raggen und uUn⸗ ufbewahrt, 7. Abſchn. (413) ſich Gelegenheit zum Verkauſe zeigt. Wo die ſtarken Wellen ganz mangeln, können ſie nöthigenfalls aus gewöhnlichen Bau⸗ hölzern zuſammengefügt werden, indem man die Fugen in glei⸗ cher Art, wie bey Trögen oder Schiffswänden verſpundet, ſo daß keine Näſſe eindringen kann, das Ganze mit ſtarken eiſer⸗ nen Reifen umgiebt. 2) Die ſtarken Stücke bey dem Windmühlenbau, der Subl oder Hauptträger, Halsbock und Mahlbock müſſen eine Stärke aben, um 24 Zoll ins Quadrat gearbeitet werden zu können. an nimmt ſie gewohnlich aus Eichen oder Kiefern. 3) Die Trog: und Klotzbölzer in Walk⸗, Loh⸗ und Oel⸗ mühlen ſind die ſtarkſten Nutzbolzer, welche verlangt werden, zuweilen 40 bis 48 Zoll ins Quadrat beſchlagen, doch verhalt⸗ nißmaͤßig von geringer Länge. Wo ſie noch vorhanden ſind, werden ſie oft ſehr gut bezahlt; gewöhnlich aus Eichen, ſeltner aus Buchen genommen. 4) Die gewöhnlichen Bauhölzer haben im Walde in Deutſch⸗ land ſehr verſchiedene Namen, die haufig in jeder Provinz wech⸗ ſeln, und wir begnügen uns daher, die Beſchaffenbeit nachzu⸗ weiſen, die das Holz bey der verſchiedenen Verwendung hat. a) Schwellholz. Am beſten Eichen, muß gerade zu den Querſchwellen wo möglich ſo lang ſeyn, als die Tiefe des Ge⸗ bäudes, zu den Langeſchwellen ſo paſſend eingetheilt werden kön⸗ nen, daß die Ueberplattungen unter die Säulen treffen. Man rechnet bey gemauerten Fundamenten die Schwelle nur 5 Zoll dick, 9 bis 12 Zoll breit. b) Säul⸗ und Riegelholz, aus Eichen⸗, Ulmen⸗ oder Na⸗ delholz. Da daſſeibe in nicht ſehr lange Stöcke zerſchnitten wird, ſo kann dazu auch das weniger gerade und aſtreine benutzt wer⸗ den. Am vortheilhafteſten giebt man das Holz ſo ſtark, daß es zu Halb- und Kreuzholz aufgeſchnitten werden kann. c) Dachrahmen oder Dachſchwellen werden aus möglichſt ge⸗ radem und langem Eichen⸗ oder Nadelholze ſo ſtark gegeben, daß ſie zu Halbbholz aufgeſchnitten werden koͤnnen. 5 d) Balken müſſen eine Länge haben, daß ſie durch die ganze Tiefe des Gebäudes gehen. Kann man ſtie ſo ſtark geben, daß ſie als Halbholz gebraucht werden können, ſo iſt es am vor⸗ theilhafreſten. 6) Vom Holze zum Dachgiebel und Dachſtuhle gilt daſſelbe, was vom Saul⸗ und Riegelholze geſagt iſt. f) Das Sparrenholz wird aus Mittel⸗ und kleinem Bau⸗ bolze von der ganzen Länge der Sparren gegeben, am beſten ſo, daß es als Halbholz gebraucht werden kann. Das Baubolz wird am beſten in der Zeit vom Anfang De⸗ cember bis Ende Januar gefällt, und wenn es gegen das Früh⸗ jahr bin noch nicht bearbeitet werden kann, einſtweilen geſchalt oder bewaldrechtet. Wenn man, z. B. bey Bränden, nicht ver⸗ meiden kann, es zu hauen, wenn der Saft ſchon circulirt, ſo muß es wenigſtens gleich bearbeitet werden, und dann ſo lange in der Sonne liegen, bis es voliſtandig ausgetrocknet iſt, bevor es eingebaut wird. Die beſte Aufbewahrung des Eichen⸗ und Kiefernbauholzes für langere Zeit iſt im Waſſer.. Dachlatten werden entweder aus ganz aſtreinem, nicht ge⸗ wundenem, ſchwachem Bauholze geſchnitten, oder aus geſpalte⸗ Forſtbenutzung. 203 Forſtwirthſchaft. (44) nen Stangen gefertigt, die dazu 20 bis 24 Fuß lang und 3 Zoll im Zopfe ſtark ſeyn müſſen. 2) Bretwaaren. Wir wollen hier zugleich das Nöthige, was über die Bretwaaren und Bretklötze zu ſagen iſt, anreihen. Es werden die verſchiedenen Schnittwaaren auf den Säge⸗ mühlen und aus der Hand geſchnitten. Die Sägemühle hat den Vorzug der größern Wohlfeilheit des Schneidens, daß gewöhn⸗ lich auf ihnen nur bis deſſen koſtet, was die Handarbeiter erhalten müſſen. Außerdem findet bey ihnen eine größere Gleich⸗ mäßigkeit des Schnittes Statt, die Breter werden in der Mitte etwas breiter, da die Klötze darauf rund geſchnitten werden kön⸗ nen, bey dem Schneiden aus der Hand beſchlagen werden müſ⸗ ſen, damit die Schnitter auf dem Klotze ſtehen können und die⸗ ſer feſt aufliegt. Dagegen verliert man an ſtarken Klötzern ein Bret durch die größere Dicke der Säge und ihre ſtärkere Schrän⸗ kung gegen den Schnitt aus der Hand; auch können nur Klötze von beſtimmter Länge, auf den gewöhnlichen Sägemühlen in der Regel nicht über 28 Fuß, geſchnitten werden. Wwo binreichender Vorratd von Klötzen iſt, um die Säge⸗ mühle genugſam zu beſchäftigen, wozu wenigſtens 400 bis 500 Stück für 8 Monate für die Säge nötbig ſind, wo die Anfuhre aus dem Walde zur Mühle nicht zu koſtbar iſt, wird die Säge⸗ mühle ſich gewiß gut bezahlen. Sehr wenig Klötze und theure Anfuhre laſſen jedoch fürchten, daß die Koſten der Anlage und die Wnterhaltung des Werkes und Sägemüllers nicht gedeckt werden. Das Rad einer oberſchlächtigen Sägemühle hat 9 Fuß Durch⸗ meſſer, und bedarf 6 Cubikfuß Waſſer in der Secunde; woraus ſich leicht wird beurtheilen laſſen, ob eine Gelegenheit zur An⸗ legung einer ſolchen vorhanden iſt. Man theilt die Bretwaaren ein in Bohlen, Breter und Lat⸗ ten; denn das Pfoſten⸗ oder das geſchnittene Säulholz muß mehr zum Baubolze gerechnet werden. Bohlen gehen mit der Dicke von 2 Zoll an; Breter ſind von 1 3 bis ¹ Zoll dick, und zwar Spundbreter von 14 bis 1 ½, Tiſchlerbreter von z bis 1“„ erſchlagbreter, Kiſtenbreter, Ziegelbreter 4 bis 3 Zoll. Von den Latten ſind die Zaunlatten 4 bis 5 Zoll breit, 2 3. dick; Ziegel⸗ latten 3 Zoll breit, 1½ 3. dick; Stroblatten 2 Zoll breit, 1 ½ 8. dick; Spalierlatten 1 ½ Zoll breit, 1 Zoll dick. Zu den Bohlen werden ſtets die ſtärkſten Klötze ausgewählt, in denen ein Aſt, gewundenes Holz oder ein anderer kleiner Fehler weniger ſcha⸗ det, als in Bretern. Zu Spund⸗ und Tiſchlerbretern nimmt man die ſchönſten und reinſten Stammenden, am liebſten zwi⸗ ſchen 16 und 20 Zoll Zopfſtärke. Auch Kiſtenbreter erfordern lattes, nicht gewundenes Holz, was jedoch etwas ſchwächer eyn kann. Die ſchlechteſten Klötze werden zu den Verſchlagbre⸗ tern genommen. Das Holz kann zwar ſchwach ſeyn, von 10 bis 12 Zoll Zopfſtärke, muß jedoch, wenn die Latten baltbar ſeyn ſollen, nicht bloß ganz frey von Aeſten, ſondern darf auch durchaus nicht gewunden ſeyn.. Wo Sägemühlen vorhanden ſind, kann man ſie entweder in Adminiſtration nehmen oder verpachten. 1 Adminiſtration iſt nur dann zu empfehlen, wenn die Mühle größtentheils beſchäftigt iſt, Schnittwaaren für die eigne Con⸗ — 22* nten zu! b ſet de ngen an: Jdi 4 häͤlt, w dens be der Beſ überſch 1) Der) turen Kleinig Holz genthi —) Der einen genthi d) Es! hebor Müller getrenn e) In wi Waare Cantio Die l gleicher An derſelbe a taln bezat deber ſchat zu beſtwme weiſung Wo zur Mfü der Tan auch der nicht hit fallende Der abgehend auſchneid hufen ka Kein Rurch us lang und 3 Zoll ſagen iſt, anreiben. ten auf den Saͤge⸗ Säͤgemühle hat den dens, daß gewöhn⸗ s die Handarbeiter eine größere Gleich⸗ erden in der Mitte nitten werden kön⸗ lagen werden wüſ⸗ n können und die⸗ tarken Klötzern ein e ſtͤrkere Schran⸗ ünnen nur Klöte gewühlen in der gleich das Nöthige, um die Säͤge⸗ ns 400 bis 500 wo die Anfuhre wird die Säge⸗ lüte und theure der Anlage und z vicht gedeckt at9 Fuß Durch⸗ deunde; woraus egenheit zur An⸗ Breter und Lat⸗ Säulholz maß gehen mit der Zoll dik,, und von; bis 1 zoll. Von den 3. dick; Ziegel⸗ al breit, 1 3. u den Vohlen denen ein Aſt⸗ ler weniger ſcha⸗ erbreten nimm am liebſten zwi⸗ breter erfordemn etwas ſchwächer en Verſchlagbn⸗ h ſeyn, bon Lrta halttar ondem durf a ſe entwedet in venn de Mühle rdie igns Con⸗ 7. Abſchn. Forſtbenutzung. 205 (415) ſumtion zu liefern; ſonſt die Verpachtung unbedingt vorzuziehen. Man ſetzt den Lohnmüller in der Regel unter folgenden Bedin⸗ gungen an: 1. a) Daß er als Gehalt etwas Gewiſſes für jeden Schnitt er⸗ hält, wofür er alle Arbeiten des Aufbringens und Schnei⸗ dens verrichten muß. Die Größe des Sates richtet ſich nach der Beſchäftigung, welche die Mühle hat, die man dazu überſchlagen muß. 3 b) Der Müller muß, wie in einer Mahlmühle, alle Repara⸗ turen des gehenden Werkes übernehmen; auch was er an Kleinigkeiten ſonſt herzuſtellen vermag; erhält jedoch das Holz dazu. Sägen und Schmiedearbeit beſtreitet der Ei⸗ genthümer.— c) Der Müller darf kein Holz ſchneiden, was ihm nicht durch einen Anweiſezettel übergeben iſt, gleichviel, ob es dem Ei⸗ genthümer der Mühle oder einem Fremden gehört. d) Es darf kein Klot irgend einer Art zerſchlagen werden, bevor er nicht von dem Reviſor abgenommen iſt; und der Müller wird verpflichtet, alles geſchnittene Holz noch un⸗ getrennt von der Mübhle abzubringen.. 6) In wiefern dem Müller dann, nachdem die geſchnittenen Waaren in die Rechnung getragen ſind, der Verkauf gegen Caution überlaſſen werden ſoll, hängt von den Verhältniſ⸗ ſen ab. f) Soll dem Müller zugleich die Anfuhre der Klötze überlaſ⸗ ſen werden, ſo muß dafür ein Lohnſatz, nach den verſchie⸗ denen Entfernungen, feſtgeſetzt ſeyn. 8) Alles dem Müller überwieſene Holz, ſo wie alles nachher geſchnittene, muß auf verſchiedene Art mit dem Hammer vor⸗ geſchlagen ſeyn, um ihn controlliren zu können. Bey der Verpachtung der Mühle richtet ſich das Pachtgeld ebenfalls nach der Beſchäftigung der Mühle und den verſchiede⸗ nen Sätzen des Schneidegeldes. Die Unterhaltung des gehenden Werks wird dem Pachter in Alricher Art, wie dem Lohnmüller, zur Pflicht gemacht; es muß erſelbe aber auch Sägen und Schmiedearbeit aus eignen Mit⸗ teln bezahlen. Ueber diejenigen Hölzer, welche der Pachter für die Herr⸗ ſchaft zu ſchneiden hat, müſſen nicht bloß die Lohnſätze genau beſtimmt ſeyn, ſondern auch der Ablieferungstermin, von Ueber⸗ weiſung der Klötze an. Wo Mangel an Abſatz iſt, wird dem Müller in der Regel zur Pflicht gemacht, daß er eine beſtimmte Anzahl Klötze nach er Taxe nehmen muß. Auf der andern Seite muß man aber auch demſelben ſolche zuſichern, wenn er fürchten kann, ſonſt nicht hinreichende Beſchäftigung für die Mühle zu haben. Faul fallende Klötze müſſen vergütet werden. Der Pachttermin geht am beſten von Martini an, damit ein abgehender Müller noch Zeit hat, ſeine angekauften Klötze ab⸗ zuſchneiden⸗ der neu anziehende gleich Holz zum Schneiden an⸗ aufen kann.. Kein Sägemüller darf Sägeſpäne in das Waſſer werfen, weil dadurch die Fiſcherey ruinirt wird. 4 Forſtwirthſchaft. (416) Bey Beaufſichtigung der Bretſchnitter, welche aus der Hand ſchneiden, kommt es vorzüglich auf folgende Gegenſtände an: a) Daß dieſelben die Brerklötze nicht ſtärker beſchlagen, als ſo, daß eine ebene Fläche von 6 Zoll Breite entſtebt, um nicht unnörbig an Breite der Breter zu verlieren, wodurch frei⸗ lich den Schnittern die Arbeit ſehr erleichtert wird, und was ſie deßhalb gewöhnlich verſuchen. b) Daß die Schwarte einen vollen Zoll ſtark angeſchnitten wird, da man, wenn ſie ſchwacher iſt, an jeder Seite ſonſt nur ein ſchlechtes Randbret erbält; die Arbeiter aber allerdings einen leichten Schnitt mehr gewinnen. c) Fehlerbaft geſchnittene Breter, von ungleicher Dicke, flüg⸗ lig oder windſchief, werden nicht bezablt⸗ d) Hat der Klotz einen Sprung im Stamme(Waldriß), ſo darf dieſer nie quer durchſchnitten werden, ſelbſt wenn der Klotz dann auf die bobe Seite zu ſchneiden iſt. e) Bemerken die Schnitter an den Sägeſpänen eine faule Stelle im Innern des Klotzes, ſo dürfen ſie ohne Anweiſung des Forſtbedienten nicht weiter ſchneiden, und erhalten, obne deßhalb angefragt zu haben, nur die bis dahin erweislich gemachten Schnitte bezahlt. Bey Bretklötzern von Nadelholz und einer Zopfſtärke von 14 bis 16 Zoll verdienen die Schnitter gegen 8 bis 10 Ggr. in 10 Arbeitsſtunden, vorausgeſetzt, daß das Holz an eine Stelle efahnen iſt, wenn man ihnen für jede zwey Fuß im Schnitte ezahlt: für 1 zöllige Breter 23 Pfennig, 11-— 34 1 ½—— 4 2zöllige Bohlen 5 3—— 6 — — — EIII — 4—— 8 In Eichen muß das Doppelte gezahlt werden; in Aspen wohl ein Drittheil mehr, als im Nadelholze. Für Latten wird bey 18 bis 24 Fuß Länge im Nadelholze für jede 2 Fuß Länge pro Schock 4 Ggr. gezahlt, um gleichen Lohn zu gewahren, ſo daß alſo ein Schock 2o0füßiger Latten 1 Thlr. 16 gr., 24füßiger 2 Thlr. koſtet, ſobald Ziegel⸗ oder Strohlatten geſchnitten wer⸗ den. Zaunlatten ſind um die Hälfte koſtbarer, Spalierlatten ge⸗ gen ein Drittheil wohlfeiler. Doch muß bemerkt werden, daß nur ſehr geübte und kraftige Arbeiter bey dieſen Sätzen auf den angenommenen Lobn kommen.— rdinſichts der Aufbewahrung der Breter iſt Folgendes zu be⸗ merken: Dieſelben müſſen, bevor ſie eingeſchichtet oder in Stöße ge⸗ ſetzt werden, wenigſtens einigermaßen trocken ſeyn, wozu man ſie gewöhnlich ſchrag aufgerichtet und ſo gegen einen Balken ge⸗ lehnt, daß ſie ſich nicht biegen, eine Zeitlang der Sonne und Luft ausſetzt. Bey dem Aufſtoßen werden zwiſchen jedes Bret 4 bis 5 zollſtarke Städbchen gelegt, um die Luft durchſtreichen zu laſſen; auͤch wird vermieden, die Stamm⸗ und Zopfenden der Sonnè, preiszugeben, damit ſie nicht aufreißen. Am beſten ſch nur de holzgattun bedarf dage a) Brt nen, drer laugen, welches d auch eine ) J dazu vor berſtopfen ſermooſe. abgegeben. lich nicht: bene Hom dem Druch an Zohf d Rührholz Rühren ſ wenn es des vnd lichſt lan ¹) ten an den, wen zwey gon gedreht w Faſchine! 2 bis 3 9 ende 12 8 Inden. ener Cu faſchinen koſtbare und Rei baumeiſ Innere; ift. itter, welche aus derhand Agende Gegenſtine ⸗ Kärker beſchlagn a 5 Vreite entſteht, m nitt verlieren, naun fir erleichtert win) n was dl ſterk angeſchnitnvi, j„an jeder Seit ſonſ nu ie Arbeiter aher nünhs men. on ungleicher Dit, ſüg⸗ bezablt. n Stamme(Waldri), ſt fwerden, ſelbſt wenn der ſchneiden iſt geſpänen eine faule Stelle ſie ohne Anweiſung des n, und erhalten, ohne die bis dahmn erweislich id einer Zopfſtärke von gegen 8 bis 10 Ggr. in as Holz an eine Sttlle Wwey Fuß im Schnitte fennig, 11 1I :den; in Nehet vohl Für Latten nid bey ir jede 2 Fuf Kinge kohn zu gewahnn, ſe Plr. 16 gk., Aüüſiger fatten geſchnitten ner rer, Spalielätan ge bemerkt werden, duh dieſen Säßen auf N iſt Folgendes zu he⸗ et oder in Eiih ge⸗ man en ſeyn, wbal e, ten ſenn, aan ge 7. Abſchn. Forſtbenutzung. .(417) werden ſie wieder klotzweis zuſammengelegt, und die Klötze nu⸗ merirt, wie ſie in der Rechnung eingetragen ſind; theils erleich⸗ tert dieß die Reviſton, theis vermeidet man, daß die ſchmälern Randbreter nicht zurückbleiben, wenn man darauf hält, daß ſo viel als möglich immer in ganzen Klötzen verkauft wird. 3) Das Waſſerbauholz. Vieles davon unterſcheidet ſich nur darin von dem Landbauholze, daß man dazu ſolche Holzgattungen wählt, welche im Waſſer ausdauern. Manches bedarf dagegen auch einer beſondern Erwähnung. a) Brunnenkaſten. Die beſten werden aus Erlen oder Ul⸗ men, dreyzölligen Bohlen gemacht, da dieſe Hölzer nicht aus⸗ laugen, was das gewöhnlich dazu verwandte Eichenbolz thut, welches oft lange Zeit nicht bloß das Waſſer färbt, ſondern ihm auch einen zuſammenziehenden Geſchmack giebt. b) Röhrhölzer. Kiefern, Fichten, Lerchen, Erlen werden dazu vorzüglich gewählt. Eichen laugen zu ſehr aus, Buchen verſtopfen ſich leicht, wegen der gern darin wachſenden Waſ⸗ ſermooſe. Das Röhrholz wird in Stücken von 12 bis 20 Fuß abgegeben. In dieſen muß es ganz gerade und geſund, wo mög⸗ lich nicht zu aäſtig, ſeyn, wenigſtens darf es niemals abgeſtor⸗ bene Hornäſte baben. Die Stärke wird verſchieden verlangt, nach dem Drucke, den das Waſſer darauf äußert. Die geringſte i am Zopf der dreyfache Durchmeſſer des Bohrlochs. Es kann das Röhrholz zu jeder Jahreszeit gefällt werden, doch müſſen die Röhren ſchleunig gebohrt und in das Waſſer gebracht werden, wenn es in der Saftzeit geſchieht, damit ſie nicht aufreißen. c) Rinnen zu offnen Waſſerleitungen. Es wird dazu ſchwa⸗ ches und mittles Bauholz von Nadelholz gegeben, welches möge lichſt lang, aushaltend und gerade gewählt werden muß. d) Faſchinen, Wurſt⸗ und Deckreißig. Zu den Grundbau⸗ ten an Strömen kann alles Reisholz zu Faſchinen benutzt wer⸗ den, wenn es ſich nur dicht zuſammenbinden laͤßt und keine über zwey Zoll ſtarken Knüppel enthält, da dieſe leicht vom Eiſe aus⸗ edreht werden, worunter die Haltbarkeit des Baues leidet. Eine aſchine wird im Preußiſchen 12 Fuß lang gerechnet, ſoll dann 2 bis 3 Mal gebunden ſeyn, bey dem erſten Bande am Stamm⸗ ende 12 Zoll Umfang, bey dem zweyten in der Mitte ſieben Zoll haben. Sie wird dann zu 32. Cubikfuß gerechnet, ſo daß zu einer Cubikruthe neun Schock veranſchlagt werden. Die Weiden⸗ faſchinen ſind immer die geſuchteſten, und auch gewöhnlich die koſtbarſten, da man die Weidenruthen häufig gut zu Zaunruthen, und Reifſtäben nutzen kann. Es iſt unrecht, wenn die Waſſer⸗ baumeiſter ausſchließlich darauf beſtehen, um damit auch das Innere der Faſchinendämme zu füllen. Wurſt- und Deckreißig kann nur aus ſchlanken Weidenru⸗ then gegeben werden, da dieſe allein zu den Würſten lang und biegſam genug ſind, das Deckreißig aber beſtimmt iſt, durch ſeine Ausſchläge und Bewurzelung dem Baue den nötbigen Halt zu geben und einen neuen Weidenhagen zu bilden. Es wird eben⸗ falls in Faſchinen, nach dem eben angegebenen Maaße gebun⸗ den, verabreicht. e) Buhnenpfähle, beſtimmt zum Anpflöcken der Faſchinen, werden häufig von den Stammenden des Faſchinenholzes ausge⸗ hauen. Iſt dieß dazu nicht ſtark genug, ſo werden ſie einfach VII. 27 208 Forſtwirthſchaft. (418) drey Fuß lang, oder doppelt ſechs Fuß, 2 bis 3 Zoll dick aus rind⸗ ſchäligen Kiefern, rothfaulen Fichten, Aspen, Erlen, Linden und ahnlichem Holze geſpalten. beſondere Gattung von Bauholz Es giebt zwar noch eine — das Grubenbauholz— zum Auszimmern der Berg⸗ werke, wir übergehen es jedoch hier, weil die außerordentlich verſchiedenen und viel Samen habenden Sortimenter jedesmal nach ihren Dimenſionen durch die Bergbeamten genau vorgeſchrie⸗ ben werden, und jede Holzgattung von paſſender Form, die vor⸗ handen iſt, dazu verwandt wird. 4) Schiffbaubolz. Die Eiche liefert vorzüglich das Holz zum Rumpfe oder Körper der Schiffe und ſelbſt der Flußfahr⸗ zeuge, da man nur noch harziges Nadelholz in einigen Gegen⸗ den dazu verwendet, wogegen dieſes ausſchließlich die Maſten und Segelſtangen giebt. Alle⸗ verſchiedenen Nationen, welche Seehandel treiben und eine Marine beſitzen, haben für das Schiffsbaubolz verſchiedene Namen, und ſelbſt oft abweichende Dimenſionen, und ſogar die viel einfacheren Stromfahrzeuge verlangen ſehr verſchiedenartig benannte Hölzer. Es würde un⸗ paſſend ſeyn, hier zu ſehr in das Einzelne zu gehen, weil der Forſtbeſitzer und Verwalter weder eine genaue Kenntniß der ver⸗ ſchiedenen Schiffsbauhölzer bedarf, noch je durch eine Beſchrei⸗ bung derſelben in den Stand geſetzt werden kann, ſie im Forſte ſelbſt auszuwählen, oder gar arbeiten zu laſſen. Wir begnügen uns deßhalb hier auch damit allein, die Nachweiſung deſſen zu geben, was zu beachten iſt, um überſehen zu können, ob man mit Vortheil Schiffsbauholz verkaufen kann, und unter welchen Bedingungen dieß geſchehen muß. 1) Die erſte Erforderung dazu iſt der Beſitz des dazu taug⸗ lichen Holzes. Man kann annehmen, daß die geringſte Dimen⸗ fion für Eichen, die als Schiffsbauholz in den auswärtigen Handel gebracht werden können, 20 bis 30 Fuß Länge und eine Stärke von 12 bis 14 Zoll Quadr. beſchlagen iſt. Auch dieſes Holz wird größtentheils nur noch zu Planken gearbeitet und nicht beſonders bezahlt, wogegen längeres und ſtärkeres weit mehr geſucht iſt. Zu Maſten aus Kiefern und Fichten iſt das kleinſte Maaß 60 Fuß Lange und 55 Zoll Umfang, 12 Fuß über dem Abhiebe gemeſſen. Der Preis erhöhet ſich beträchtlich mit zunehmender Größe. Für die inländiſchen Flußfahrzeuge werden, nach ihrer abweichenden Größe, bald gleich lange und ſtarke Baͤume verlangt, bald können auch ſchwächere benutzt werden. Das Holz muß durchaus geſund und fehlerfrey ſeyn. Die Na⸗ delhölzer werden möglichſt ſchlank, gerade und aſtrein verlangt, bey Eichen iſt dieß weniger Bedingung, wenn ſie nur geſund und aushaltend ſind. Die gekrümmten geben zuweilen ſehr ſchöne Buchten, und aus denen mit ſtarken Aeſten können oft ſehr ge⸗ ſuchte Knie⸗ und Krummhölzer gearbeitet werden.. 2) Die zweyte Bedingung eines guten Verkaufs iſt der mög⸗ liche und nicht zu koſtbare Transport an das Waſſer, entweder an die Bauſtellen der Flußfahrzeuge, oder um auf ſchiff⸗ und flößbaren Strömen weiter in die Seehäfen verſandt werden zu können. Je ſeltner und geſuchter das Holz iſt, deſto eher erträgt es hohe Transportkoſten; ſo z. B. kann ein Kronmaſt, der in London mit 5 bis 700 Thlr. bezahlt wird, ſchon theurer zu ſtehen nten, als eine atolzer nicht! whuͤhölzer nich iſ an das Wa — ekaufen will. nrüber oft me z) Die Qua nug ſeyn um ſen des Kaufme ertheilen und derladen, ſo mi ſeyn; ſoll Eich Kiefern⸗ oder; nicht ſchwimm darf laſſen ſich. hafter einzeln, 4) Da es ſ he man für ge ſe i dieſer Mei ſeo nuß man bex denten, dieſe be deßhalb gem d Schiffsbauholzes polz gearbeitet Brettloten und 5) Der Pe den Dedingung A Unter d Käufer die Aue 2) Er läßt ten; die Arheite genſtände unter da Ausarbeitun, *) Ddie Vezg arbettt nach voimmte Sah, dolzes affolgt theilt wid, de zwey zoll ben terung der Re⸗ Der Käufer ze en kann. gende Holz hli weifelhaft, ah mung des Vert Qbeſchlagen werd Nabte Arbeit d der Käufer, jen e) Die Ah Vcteſſene und a 11) Die Arz nen vorher bezei d goll dick ans rint⸗ Erlen, Lnden und ttung von Bauholz zimmern der Berg⸗ die euferordentlich ortimenter jedesmal en genau vorgeſchrie⸗ ender Form, die vor⸗ vorzüglich das holz ehi der Flaßſfaht⸗ zin einigen Gegen⸗ ließlich die Meſten Nationen, welche , haben für das ſt oft abweichende Stromfahrzeuge . Es würde un⸗ gehen, weil der Kenntniß der ver⸗ ich eine Beſchrein n, ſie im Forſte a. Wir begnügen weiſung deſſen zu können, od man und unter welcher ſiz des dazu tall⸗ benn Diman⸗ den auswärtigen ſ Länge und eine ſſ. Auch dieſes gegtbeitet und d ſtärketes weit HFichten iſt das 4, 12 Fuß über betraͤchtch wit fahrzeuge werden bun inede A e Daſtrein verlangt ſu nut geundm weilen ſehr. ſinn ünnen oſt ehege 7. Abſchn. Forſtbenutzung. (419) kommen, als eine gleiche Maſſe gewöhnliches Eichen⸗Schiffbau⸗ holz, welches kaum 200 Thlr. koſten würde. Im nördlichen eutſchland läßt ſich annehmen, daß die gewöhnlichen Schiffs⸗ bauhölzer nicht über 2 bis 3 gGr. fär den Cubikfuß Anfuhrlohn bis an das Waſſer koſten dürfen, wenn man ſie noch gut verkaufen will. Die guten oder ſchlechten Wege entſcheiden darüber oft mehr, als die Entfernung. 3) Die Quantität des zu verkaufenden Holzes muß groß ge⸗ nug ſeyn, um die Koſten der Sendung von Arbeitern, der Rei⸗ ſen des Kaufmanns, des Transports zu Waſſer und zu Lande vertheilen und decken zu können. Wird das Holz in Schiffen verladen, ſo müſſen es wenigſtens einige Schiffsladungen zugleich ſeyn; ſoll Eichenholz geflöſt werden, ſo gehört dazu halb ſo viel Kiefern⸗ oder Fichtenholz, wie deſſen Maſſe beträgt, da es allein nicht ſchwimmt. Die Schiffsbauhölzer für den inländiſchen Be⸗ darf laſſen ſich dagegen in der Nähe der Bauſtellen viel vortheil⸗ hafter einzeln, ſo wie ſie verlangt werden, abſetzen. 4) Da es ſtets der Fall iſt, daß eine Menge Bäume, wel⸗ che man für geſund und zu Schiffsbauholz tauglich hielt und ſie in dieſer Meinung fällen ließ, nachher ſich untauglich zeigen, ſo muß man bey beträchtlichen Verkäufen gleich anfangs darauf denken, dieſe benutzen zu können. In Eichen verbindet man deßhalb gern das Arbeiten von Stabholz dem Einſchlag des Schiffsbauholzes; in Kiefern kann ebenfalls entweder Tonnen⸗ dalz gearbeitet werden, oder man hält die geſunden Stöcke zu retklötzen und Landbauholz aus.. 5) Der Verkauf ſelbſt wird am zweckmäßigſten unter folgen⸗ den Bedingungen Statt finden:. 3 a) Unter dem zum Einſchlage beſtimmten Holze ſtehet dem Käufer die Auswahl frey. b) Er läßt das Holz für ſeine Rechnung und Gefahr arbei⸗ ten; die Arbeiter ſtehen aber binſichts aller forſtpolizeylichen Ge⸗ genſtände unter dem Forſtbedienten, und ſind nur allein hinſichtlich der Ausarbeitung des gefällten Holzes unabhängig von demſelben. c) Die Bezahlung geſchieht ſo, daß das Holz rund und un⸗ bearbeitet nach Cubikfußen berechnet und für jeden Cubikfuß der beſtimmte Satz gezahlt wird. Die Meſſung und Berechnung des Holzes erfolgt ſo, daß daſſelbe in lauter einzelne Walzen ge⸗ theilt wird, deren Durchmeſſer an beiden Enden keine mehr, als zwey Zoll betragende Verſchiedenheit haben dürfen. Zur Erleich⸗ terung der Berechnungen können Cubiktafeln gebraucht werden. Der Waͤuſet zeichnet ſich vom Baume aus, ſo viel er davon brau⸗ en kann. d) Das nach dem Fällen ſich faul oder ſonſt untauglich zei⸗ gende Holz bleibt für Rechnung des Verkäufers liegen. Iſt es zweifelhaft, ob der Baum geſund iſt, ſo hängt es von der Beſtim⸗ mung des Verkäufers ab, ob er aufgedeckt, d. h. an allen Seiten beſchlagen werden darf. Die bey untauglichem Holze Statt ge⸗ habte Arbeit oder andern Koſtenaufwand tragen die Arbeiter oder der Kaufer, je nachdem er ſich mit ihnen darüber geeinigt hat. e) Die Abgänge an Spanen gebören dem Käufer, das nicht gemeſſene und bezahlte Holz verbleibt dem Waldeigenthümer. 1) Die Arbeiter ſind verpflichtet, den Baum in der von ih⸗ nen vorher bezeichneten und vom Forſtbeamten genehmigten Rich⸗ 27* 210 Forſtwirthſchaft. 7. Abſchn. Waldgeſchaͤfte im July. (420). tung zu fällen, und haften für allen Schaden, der durch eine ab⸗ ſichtlich gewählte andre Richtung bey dem Fällen entſtehen könnte. ) Was an Hebebäumen, Unterlagen oder an Holz zur Flö⸗ ßerey bedurft wird, muß der Käufer bezahlen, indem ihm nur das gemeſſene und berechnete Holz verkauft wird. h) Die Wege zur Abfuhre werden auf Koſten des Verkäufers ſo weit hergeſtellt, daß die Abfuhre ohne Gefahr bewirkt werden kann, wenn ſie bey dazu geeigneter Witterung erfolgt. Ueber den Preis, welchen man für das Holz erwarten darf, läßt ſich durchaus nichts Beſtimmtes ſagen. Er hängt von der Beſchaf⸗ fenheit des Holzes, den Transportkoſten bis in einen Hafen, dem ſehr wechſelnden Preiſe der Schiffsbauhölzer im Allgemeinen ab. Bey der vorgeſchlagenen Art des Verkaufs wird man aber wenig⸗ ſtens ſicher ſeyn, genau zu überſehen, was man wirklich für das Holz bezahlt erhält, was nicht möglich iſt, ſobald man ins Quadrat be⸗ ſchlagenes Holz verkauft, was freilich die Käufer gewöhnlich wün⸗ ſchen, da ſie dabey leichter den Gewinn zu überſehen vermögen. Forſt⸗ und Waldge chaͤfte im Monat July. Waldbau. Reinigung der Pflanzkämpe und Saatſchulen. Angießen der Pflanzen bey trockner Witterung. Die Saatplätze, welche zur temporellen Ackercultur ausgethan werden ſollen, kön⸗ nen umgeriſſen werden, damit bis zur Beſtellung mit Getreide der Raſen verfault.. Forſtſchutz. Die zur Abführung des Waſſers beſtimmten Gräben können aufgeräumt oder neu gezogen werden. Auf Ver⸗ hütung vor Waldfeuern iſt ſorgfältig zu ſehen. Bey ſtarken Ge⸗ witterregen ſind ausgeriſſene Wege zu beſſern, und entſtandene Bergriſſe zuzubauen. Zu den Waſſerbauten iſt bey dem gewöhn⸗ lich niedrigen Waſſerſtande und den langen Tagen die bequemſte Jahreszeit. Wenn die Schmetterlinge des Spinners noch ſchwär⸗ men, iſt im Kieferforſte noch mit deren Vertilgung fortzufahren. Iſt ein Forſtort ſo ſtark mit Raupen befallen, daß man an deſſen Rettung verzweifeln muß, ſo iſt es beſſer, ihn mit Gräben einzu⸗ ſchließen, daß Holz zu fällen, zu ſchälen und auszufahren, Rinde und Reisholz aber ſo zu verbrennen, daß alle darin befindlichen Inſecten getödtet werden. Die Forleule findet man in der Verpup⸗ pung begriffen am Stamme und ſie kann aufgeſucht werden. Eben fo iſt zu beachten, ob es viel Puppen der Nonne giebt, um ſie zu vertilgen. Die Afterraupe oder Blattwespe zeigt ſich, ſo wie die Kiefernſpannraupe, ſtärker, die Raupen des Dämmerungsfalters und der Fichtenſpinner werden bemerkbar. In Fichtenforſten müſ⸗ ſen die angefallenen Bäume(Wurmſichten) aufgeſucht werden. Forſtbenutzung. Die Hiebspläne für das künftige Jahr müſſen entworfen werden, um ſie der Behörde zeitig genug zur Genehmigung einreichen zu können, wo dieſe erforderlich iſt. Materialreviſionen werden am zweckmäßigſten in dieſem Monat vorgenommen. Stockrodungen, Einſchlag trockner Hölzer, Auf⸗ machung von Lagerholz in den Brüchern, können durch Arbeiter, welche im Forſte beſchaftigt werden ſollen, vorgenommen werden. Auch die Anfuhr von Hölzern an die Ablagen ſchißbarer Flüſſe kann noch bis zur Erndte mit Vortheil Statt finden. — 5) 8 Die Eie Puche, lie holz, welch und Böttche Vir ther 1) in dasſe ds füt Das für witd haußg denannten J Pättcher ſe mann Mat witd, und ſat, als Ihr Nrei, nachdem l Holz beſer dafür aber bſel mehr böher iſt, ſoaltigen f Das a gach ſeiner und Maiſch 8, zu zn 15 Zol VII. iſte im Juhh. er durch eine ab⸗ entſtehen könnte. un holz zur Flö⸗ uim ihm nur n des Verkäufers t bevirkt werden erfolgt. rwarten darf,läßt tvon der Niichaf⸗ einen Hafen, dem Allewänen ab. man aber Redig⸗ klich für das Ho ins Quadrat be gewöhnlich wün⸗ ſehen vermügen. t July⸗ dd Saatſchulen. Die Saatplaͤße, den ſollen, kön⸗ ag wit Getreide ſers beſtimmten erden. Auf Ver⸗ Bey ſtarken Ge⸗ und entſtandene eh dem gewühn⸗ en die bequemſte rs noch ſchwär⸗ g fortzufhren. man an deſſen Gräben einzu⸗ ufahren, Ninde ein befindlichen rin der Verpuy⸗ t werden. hen giebt, um ſiezn ſich, ſo wie die utterungkfeltes Htenforſten ml eſucht werden, as künftige d zeitig genug erforderlic 1 dij Maigena Flüſſe indet. Forſtwirthſchaft. Siebenter Abſchnitt. Forſtbenutzung. (Fortſetz.) 5) Stab⸗ und Böttcherholz⸗Verkauf. Die Eiche, die Nadelhölzer, in geringerer Menge auch die Buche, liefern das von den Böttchern verarbeitete Faßdauben⸗ holz, welches man unter dem gemeinſamen Namen des Stab⸗ und Böttcherholzes begreift. Wir theilen es.. 1 1) in dasjenige, was der inländiſche Bedarf fordert, 2) das für den auswärtigen Handel gefertigte. Das für die inländiſche Conſumtion beſtimmte Böttcherholz wird häufig gar nicht im Walde ausgearbeitet, ſondern in ſo⸗ genannten Nutz⸗ und Werkklaftern abgegeben, damit es ſich der Böttcher ſelbſt, ſo wie es für ſeinen Gebrauch paßt, ausſpalten kann. Man läßt ſich dazu die Länge angeben, welche gewünſcht wird, und legt die geraden und glattſpaltigen Kloben, die ſo ſtark, als möglich, gelaſſen werden, für dieſe Nutzklaftern zurück. Ihr Preis, im Verhältniß desjenigen des Brennholzes, iſt, je nachdem Ueberfluß oder Mangel daran iſt, auch je nachdem das Holz beſſer oder weniger gut fällt, verſchieden. Man verlangt dafür aber wenigſtens das Doppelte, wie für Brennholz, da viel mehr Maſſe in einer ſolchen Klafter liegt, das Schlagerlohn böher iſt, auch das Brennholz durch das Ausſuchen des glatt⸗ ſpaltigen Holzes unſcheinbarer wird.. Das ausgeſpaltene inländiſche Eichen⸗ und Böttcherholz iſt nach ſeiner Beſtimmung von verſchiedenem Maaße. Zu Brau⸗ und Maiſchhottigen 5 und 4 Fuß lang, 4 bis 6 Zoll breit, 2 Zoll dick, zu großen Weinfäſſern eben ſo lang und breit, aber nuͤr 1 bis 1 ⅝ Zoll dick, zu gewöhnlichen Bierfäſſern u. dgl. 3 Fuß lang, VIII. 28 * — öö — —“ 212 Forſtwirthſchaft, (434) 4 bis 6 Zoll breit, 1 bis 1 ¾ Zoll dick. Es wird im e ge wöbnlich nur ausgeſpalten. und aus dem Rohen apef At gebagen, ln dann hachnpeſs derbauft zu werden. Man kann annehmen, daß durchſchnittlich zu 5 Fuß langen Bottigſtäben von obiger Dicke und Breite 1) bis 4 4langen ganz gutſpaltiges rundes Holz gebraucht werden, um ein Schock von 60 Stäben auszuſpalten, für afüßiges weniger. Der Ar⸗ beitslohn iſt verſchieden, doch wohl nicht unter 1 Thaler bis 1 Thlr. 4 Ggr. für das Schock. Wenn das Holz von 1 bis 1 ½⅞ Zoll Dicke iſt, werden etwa bey 5 Fuß Länge 40 bis 50 Cubikfuß rundes Holz bedurft, we⸗ niger im Verhaͤltniß der abnehmenden Lange. Ein Schock 3fü⸗ ßiges Holz koſtet gewöhnlich 8 bis 12 Ggr. auszuſpalten und aus dem Groben zu putzen. Das Böttcherbolz aus Kiefern, Fichten, Tannen wird theils zu Salz⸗ und Kalktonnen, Fäſſern zu trockner Waare, theils zu Waſch⸗, Milch⸗ und ähnlichem Ge rauche beſtimmten Gefäßen verwendet, wonach ſich auch ſeine Dimenſionen ändern. Das am häufigſten vorkommende iſt das Kiefern⸗ und Tannenholz, wovon der Stab 3 Fuß 2 Zoll lang, im Durchſchnitt 5 Zoll breit (von 3 bis 7 Zoll) und 1 bis 1 ¾ Zoll dick iſt. Im Durchſchnitt kann man 10 bis 12 Cubikfuß glattſpaltig rund Holz, als zu 60 Stäben erforderlich, rechnen, wobey man aber nicht vergeſſen darf, daß nur das untere Stammende, etwa bis 20 Fuß lang, ſpaltig genug iſt, um dazu benutzt zu werden. Dieß Kiefern⸗ und nenory bildet auch einen nicht unbeträchtlichen Han⸗ delsartikel für das Ausland. Das Eichen⸗Stabholz zur Ausfuhr theilt ſich: a) in das Engliſche, welches eine Breite von 5 Zoll minde⸗ ſtens und eine Dicke von 2 bis 3 Zoll haben muß, und b) bis Franzöſiſche, welches 4 bis 6 Zoll breit, 13 bis 13 Zoll 1 1 4 Die Länge iſt für beides gleich, jedoch nach den Sortimen⸗ ten verſchieden und zwar: Piepen 5 2 Oxhoft 4 2“ Tonnen 3 2 Boden 2 2“. Alles wird auf Piepen zur Zahlung reducirt, ſo daß 3 Or⸗ hoft Stäbe gleich 2 Piepen, 2 Tonnen oder 4 Boden gleich 1 Pie⸗ pen gerechnet werden. 60. Piepenſtäbe und 2 Aufſtäbe machen 1 Schock, 4 Schock oder 248 Stäbe 1 Rinken. Zu 1 Rinken engliſch Stabholz kann man durchſchnittlich 260 bis 300 Cubik⸗ fuß rundes gutſpaltiges Eichenbolz rechnen; für das Franzöſiſche etwa zwey Drittheile dieſer Holzmaſſe. Nur Eichen über 20 Zoll Durchmeſſer, in der Bruſthöhe ei⸗ nes Mannes gemeſſen, laſſen ſich mit Vortbeil zu Stabbolz ver⸗ arbeiten. Das Holz muß ſpaltig ſeyn, kann zwar einzelne ſchad⸗ hafte oder äſtige Stellen haben, da ſich das geſunde, ſpaltige ausſcheiden läßt, muß aber in den ausgeſpaltenen Stücken voll⸗ kommen fehlerfrey ſeyn. Man täuſcht ſich gewöhnlich ſebr über die Menge des zu erwartenden Holzes, da ſelten die Bäume vollkommen gut einſchlagen. Eine Eiche, welche ein halb Schock enſſch hols fenlicer, g holgende ta, wenn de tn Betracht, wenn man ſi Es läͤßt zuſchlagender nicht durch zu einem gr abſichtigt, i mehr verkan liefern. Man ie olze eine e5 nach T uuch I olz zu verſg ten 1 ſchon Fäufer für d Mon ver hbeſtimmte Le als franzöſiſ vortheilhafte Nan ve daß jeder E und ohne der heiden wird. Das anderlich, 5 Soll ange net, baben Ran es für ötäbe auch Wench anhalt im Vrennhe tracte dafür hern dice und Nacht Dieß geſch daß nur de tet werden verloren ge Die re werden. Wenn zen laßt, nnuchbar, 3n ſofe ſtes unſtr den Einſche dul den K wäe in T nin in gorſe ge⸗ Rohen mit der Art den. dh u fuß langen d bs 1 Subikfuß den, un en Schoch wenigr. Der Ar⸗ ntet 1 Thaler bis ii, deden eiwa hocz bduft, wes e Enn Sdot Fi⸗ f. Alszuſpolten wd Tannen vuüt thei er Waare, theils zu eſtimmten Gefagen gen ändern. Das und Tannenholz tnitt gall dt In durchſchnitt Hhal, als zu 80 er vicht vergeſſe bis 2 Fuß lang, eträchtüchen Han⸗ ihh . b Sol nih aben muß, Un ei, I dis1i zall den Sortinen⸗ daß 3 D5 1 gleiht 65 Aufſtäbe mahen uſin Anin 1 bs 300 Ci das Funſtt Buffiii 3 Siröbelzhe⸗ tinzelle ulnde bäig lrit ſct ibe ſtad⸗ 7. Abſchn. Forſtbenutzung. 213 (435) Engliſch Holz(31 Piepenſtaͤbe) geben ſoll, muß ſchon ein an⸗ ſehnlicher, Tutfpaltiher Baum ſeyn.. Folgende Gegenſtände kommen bey dem Verkaufe dieſes Hol⸗ zes, wenn der Contract geſchloſſen wird, bevor es gearbeitet iſt, in Betracht, und ſind in der nachfolgenden Art zu behandeln, wenn man ſich gegen Verluſte ſicher ſtellen will. Es läßt ſich nie genau vorber überſehen, wie viel die einn zuſchlagenden Eichen an Stabhol ausgeben werden, und um nicht durch den Verkauf einer fe beſtimmten Quantität davon zu einem größern Einſchlage genöthigt zu werden, als man be⸗ abſichtigt, iſt es beſſer, den Contract ſo zu faſſen, daß nicht mebr verkauft wird, als die zum Hiebe bezeichneten Eichen liefern. Man muß dabey zugleich beachten, daß neben dem Stab⸗ holze eine große Menge oft unanſehnliches Brennholz abfällt, was nach Beſchaffenheit der Eichen 30— 40 Klaftern pro Rink ausmachen kann, und daber Sorge tragen, nicht mehr Stab⸗ holz zu verſprechen, als der Brennholzabſatz erlaubt. Nicht ſel⸗ ten i ſchon am Brennholze ſo viel verloren worden, als der Käufer für das Stabholz zahlte. „Man verkaufe nie eine beſtimmte Sorte Stabholz, oder eine beſtimmte Länge allein, ſondern bedinge, daß ſowohl engliſch, als franzöſiſch Holz von jeder Länge, ſo wie es der Baum am vortheilhafteſten giebt, gearbeitet werde. Man verkaufe nicht nach irgend einer Wracke, ſondern ſo, daß jeder Stab, der das feſtgeſetzte Minimum des Maaßes hat, und obne Fehler iſt, die ihn unbrauchbar machen, und jedes der beiden erwähnten Sorten durchſchnittlich oder gleich bezahlt wird. Das Minimum der Dicke und Breite, änderlich, wird für das engliſche Holz jetzt g 5 Zoll angenommen, welche das Holz noch, net, baben muß. In ſofern kein Stab kenn es für den Verkäufer Stäbe auch ſtärker gearbeitet werden, die dadurch Werth erhalten; denn das deßhalb m im Brennholze nur ſehr wenig bringen. Es iſt aber im Con⸗ tracte dafür Sorge zu tragen, daß nicht alles H ßern Dicke angeſpalten, und dadurch zum Vort en Maaße gearbei⸗ n Stab irgend einer Sorte g der gefällten Eichen muß bedungen werden. Wenn der Käufer das Holz durch ſeine eignen Arbeiter ſchla⸗ gen laͤßt, ſo muß er auch ſelbſt fehlerhaft gearbeitetes Holz, als brauchbar, bezablen. In ſofern man zuverläſſige Stabbolzſchläger bekommen kann, iſt es unſtreitig die vortheilbafteſte Art des Verkaufs, daß man den Einſchlag für eigne Rechnung beſorgt, und das fertige Stab⸗ holz dem Kaufmann überläßt; da es ſtets ung iter i. Iler ngenehm iſt, Ar⸗ beiter im Walde zu haben, welche für ein fremdes Intereſſe be⸗ 28* ——— — 214 Sorfſtwirthſchaft. (436) ſorgt ſind, und von dem Waldbeſitzer in gewiſſer Art unabbän⸗ gig bleiben; auch einem unredlichen Kaufmann es nicht an Mit⸗ teln fehlen wird, den Verkäufer zu übervortheilen, ſelbſt wenn dieſer noch ſo viel Vorſicht anwendet, um ſich dagegen zu ſichern, wenn jener den Einſchlag des Holzes ſelbſt leitet. Im Allgemeinen iſt der viel geprieſene Stabholzverkauf ge⸗ wöhnlich nicht vortheilhaft, und das Holz wird dabey nicht den erwarteten Gewinn bringen, ſo daß er nur dann empfohlen wer⸗ den kann, wenn kein Abſatz an Spaltholz für die innere Con⸗ ſumtion möglich iſt. Bis jetzt ſind noch keine Stabholzpreiſe ezahlt worden, wobey das runde Holz durchſchnittlich über 2 is 2 ½ gute Groſchen pro Cubikfuß bezablt worden wäre, wenn man alle dabey unvermeidlichen mittelbaren Nachtheile beachtet. Regel iſt es, die Rinde der zu arbeitenden Stämme um jeden Preis zu verkaufen, und dieſe deßhalb, wo möglich, im Frühjahr fällen und ſchälen zu laſſen, da dieſe doch ganz ver⸗ loren geht und in die Späne gehauen wird. Das Holz zu Faßreifen. Zum Böttcherbolze gehören auch noch die Faßreifen. Die längſten und ſtärkſten ſind die Bottig⸗ und Stückfaßreifen, welche entweder aus geraden, aſt⸗ reinen und ganzſpaltigen 80 bis 100jährigen Eichen oder aus ſchlanken Eſchen⸗ und Birkenſtangen geſpalten werden. Bey der Seltenheit und Koſtbarkeit des dazu erforderlichen Holzes, der geringen Dauer, die ſie haben, kommen dieſe jedoch mit Recht immer mehr und mehr ab, und werden bald gar nicht mehr ge⸗ arbeitet werden, da die eiſernen Reifen weit beſſer, und wenn man die längere Dauer und größere Sicherheit mit in Anſchlag bringt, ſelbſt wohlfeiler ſind. Die gewöhnlichen Faßreifen kann man eintbeilen in: große zu 9 bis 12 Fuß Länge, 1½ bis 1 ½ Zoll Zopfſtärke, mittle von 7 bis 9 Fuß Länge und 1 Zoll Zopfſtärke, kleine von 5 bis 7 Fuß Länge und 3 Zoll Zopfſtärke. Weiden, Haſeln und Birken ſind die Holzgattungen, welche ſie am häufigſten liefern, und die deſto ergiebiger davon ſind, je dichter der Schluß des Holzes iſt. Die beſte Art des Ver⸗ kaufs iſt, daß man kurz vor dem Abtriebe des Ortes dem Bött⸗ cher oder Reifſtockſchneider einen Diſtriet, der ungefähr die ver⸗ langte Quantität enthält, anweiſt, damit ſie ſich daſelbſt ihren Bedarf nach den Regeln, die für den Abtrieb des Niederwaldes gegeben ſind, ausſchneiden. Sie werden dann ſchockweis ſortirt, und vor der Abfuhre durchgezählt und abgenommen. Das zu⸗ rückgebliebene Reisholz wird nachher von den Brennholzarbeitern mit aufgebunden. Iſt der ganze Vorrath nicht auf dieſe Art abzuſetzen, ſo läßt man die übrig gebliebenen Reifſtäbe durch kundige Holzbauer aushalten, um ſie ſpäter in Schocken zu ver⸗ kaufen, wozu ſie am beſten im Waſſer aufbewahrt werden. Diejenigen Reifſtäbe, welche geſchält werden ſollen, kann man erſt in der Saftzeit hauen.— In Gegenden, wo viel Wein ebaut wird, oder in der Nähe von Salzwerken, ſind die Reif⸗ ſtäbe häufig eines der aller vortheilhafteſten Nutzhölzer. .3) Wagner⸗ und Stellmacherbolz. Wir übergehen diejenigen Hölzer, welche gewöhnlich in Klö⸗ tzen und Stämmen abgegeben werden, und beſchränken uns, von drrſenien, deh, wel werden. Aren ind in Er Eichen und S Fuß lan das Kreu⸗ Vorzugs am feſteſt denkante daß— daraus ſ duerhafte dane Holz chen; do dazu ben imwer n deſem Felgen, chen laß von der des dosl fuß ſteig zurückfaäl Nah Durchmeſt verwendet den dazu adgegeder Leiterban haum d Schlage mit ſie Sa den, da vordere Stamm ven, um ſchlitten Värhen. 7 Art unabbän⸗ 3 nicht an Mit⸗ n, ſelbſt wenn gegen zu ſichern, bholzverkauf ge⸗ dabey nicht den emyföhlen wer⸗ die innere Con⸗ ne Enabholzoreiſe ſchnittlich üder? den waͤre, wenn rchtheile beachtet. den Stämme un wo möglich, im e doch ganz ber⸗ erbolze gehöten erkſten ſind die z geraden, aſt⸗ chen oder aus rden. Bey der en Holzes, der doch mit Recht vicht mehr ge⸗ ſet, und wenn wit in Anſchlag eilen in: Zopff ſtaͤrke, fſtärke, ſtarke. kungen, welche er davon ſind,⸗ Art des Ver⸗ tes dem Bött⸗ ffähr die der daſelbſt ibren Niederwaldes ockweis ſortit, men. Das zl⸗ nholzarbeiten auf dieſe Ait Reifſtäbe duch zchocken zu ter wahrt wenan len, kann man wo diel Wein „ſind di Reif hölzer jol glö⸗ öhnlich in ſl nnien und, d 7. Abſchu. Forſtbenutzung. .(437) denjenigen, in Bezug auf ibren vortheilhaften Verkauf, zu han⸗ demn. welche im Forſte ſelbſt ſtückweis ausgehalten und verkauft werden. 3 Axen. Das geſuchteſte Holz dazu iſt Rotbbuchen; doch ſind in Ermangelung derſelben auch Hainbuchen, Ulmen, junge Eichen und Birken zu benutzen. Die Axe iſt 5 bis 7, ſelten s Fuß lang, und wird am beſten aus Hölzern gemacht, die über das Kreuz geſpalten werden, ſo daß der Klotz 4 Axen giebt. Vorzugsweiſe nimmt man die Stammenden dazu, da ihr Holz am feſteſten iſt. Der Kern wird ſo weggeſpalten, daß die Rin⸗ denkante 12 Zoll, die innere Seite 8— 9 Zoll breit bleibt, ſo daß 26— 27 Zoll ſtarke Klötze dazu gehören, um 4 ſtarke Axen daraus ſpalten zu können. Für die gewöhnlichen Landfubrwerke, die ſchwaͤchere geſtatten, reicht man jedoch auch wobl mit 20 bis 22 Zoll aus. Die Axen werden auf der Rindenſeite geplätzt und ſtückweis verkauft.—. Felgen. Aus ſtarkem Holze werden die Felgen bloß aus der Rindenkante gearbeitet, indem der Kern weggeſpalten wird; in Gegenden, wo das ſtarke, dazu taugliche Holz mangelt, be⸗ gnügt man ſich jedoch, das 9— 10 Zoll ſtarke Holz in der Mitte einmal zu ſpalten, und erhält dadurch nicht minder gute und dauerhafte Felgen, zu denen man eine geringere, weniger koſt⸗ bare Holzmaſſe bedarf. Das gewöhnliche Holz zu Felgen iſt Bu⸗ chen; doch wird auch Ulmen, Ahorn, Hainbuchen und Birken dazu benutzt, wo jenes mangelt, in welchem Falle die Felgen immer nur aus einmal geſpaltenem Holze gemacht werden. Von dieſem letztern bedarf man etwa 30— 45 Cubikfuß zu 1 Schocke Felgen, was nach ibrer Länge verſchieden iſt; von ſtarken Bu⸗ chen läßt ſich der Holzbedarf nicht gut beſtimmen, da es theils von der abweichenden Länge der Felgen, theils von der Stärke des dazu verwendeten Holzes abhängt. Er kann bis 60 Cubik⸗ jus ſeagen⸗ wovon jedoch ein großer Theil in das Klafterholz zurückfällt. Naben, von 1 Fuß 6 Zoll bis 2 Fuß lang, 8 bis 17 Zoll Durchmeſſer. Ulmen und junge Eichen werden vorzüglich dazu verwendet; doch müſſen auch, in Ermangelung derſelben, Bir⸗ ken dazu dienen. Sie werden gewöhnlich in größern Stücken abgegeben, von denen ſich der Stellmacher die einzelnen Naben abſchneidet.. Leiterbäume und Wagendeichſeln. Gewöhnlich wer⸗ den Birkenſtangen dazu genommen; doch ſind auch Eſchen, Ul⸗ men, junge Eichen, ſo wie ſelbſt auf dem Stamme abgewelkte Aspen brauchbar dazu. Eine Wagendeichſel und ein ſchwacher Leiterbaum enthält etwa 1 Cubikfuß; ein ſtarker Erndteleiter⸗ baum das Doppelte. Sie werden ſtückweis verkauft, auf den Schlägen ausgehalten und platzweis von der Rinde befreyt, da⸗ mit ſie weder aufreißen noch ſtocken. Schlittenkufen aus Rothbuchen, welche ſo gerodet wer⸗ den, daß eine bervorſtehende ſtarke Wurzel das aufrecht ſtehende vordere Ende bildet, werden 12 bis 16 Fuß lang gelaſſen. Der Stamm muß 10 und 12 Zoll ins Quadrat gearbeitet werden kön⸗ nen, um ein Paar Kufen zu geben. Zu den gewöhnlichen Bauer⸗ ſchlitten werden auch wohl Eichen mit einer geringen Krümmung gegeben. Die beſten ſind aus Birnbaumholze. ——— — ————————=hh4h—’bdbdd y 3. Forſtwirthſchaft. (438) Verſchiedene kleine Sortimente, als Schubkarrnbaͤume, Linzſpieße, Pflugſterzen, werden gewöhnlich von Birken im Nie⸗ derwalde ausgebhalten und ſtückweis verkauft. Doch liefert auch die Durchforſtung im Laubholz⸗Hochwalde ſie gewöhnlich in genügender Menge. Speichen werden oft von dem Stellmacher ſelbſt aus Eichen⸗ und Eſchenklötzen gefertigt, doch für die größern Städte auch wohl in Schocken ausgeſpalten verkauft. Sie ſind 2 ⅞ bis 3 ⅞ Fuß lang, 2 ½ Quadratzoll geſpalten, müſſen aber entwe⸗ der aus jungen Eichen oder Kernſtücken gemacht ſeyn, da der Splint nicht feſt und dauerhaft genug iſt. Zu den gewöbhnlichen Speichen bedarf man etwa 4 Cuhikfuß per Schock, zu den ganz langen und ſtarken 7 Cubikfuß. Ein beſonderes, ſehr beachtungswerthes Holz ſind die Lavet⸗ tenwände für das Geſchütz. Die ſtärkſten für 24 Pfünder beſte⸗ hen aus Bohlen 13 ⅞ Fuß lang, 15 Zoll breit 5 ¾ Zoll ſtark. Es wird ausſchließlich ulmenholz, welches ganz geſund und fehler⸗ frey ſeyn muß, dazu verwandt, und bey der Seltenheit ſtarker Ulmen in Deutſchland, ſehr hoch bezablt. 7) Von Spalthölzern kommen ferner noch vor: Schindeln aus Eichen⸗, Aspen⸗ und Nadelbolze. Das Maaß iſt nicht gleich. Die Eichen ſind oft 24 bis 26 Zoll lang, 4 bis 6 Zoll breit, auf dem Rücken 1 Zoll dick, ſo daß 5 bis? Stück eine Quadratelle decken. Diejenigen aus Nadelholz ſind oft nur 18 Zoll lang, 3 bis 5 Zoll breit, ¾- Zoll dick. Zu den Eichenſchindeln bedarf man pr. Schock 5 ⅞ bis 6 Cubikfuß ſpal⸗ tiges Holz, zu denen aus Nadelholz nach Verhältniß der Größe weniger. Die geſpaltenen Breter aus denſelben Holzgattungen, unter dem Namen Schleißen oder Spließen bekannt, werden ſo groß geſpalten oder geſchnitten, daß 185 Stück eine Quadratruthe einfach, 370 St. doppelt decken, wobey der Spließ 3 Fuß lang, 4 bis 5 Zoll breit, 1 bis— Zoll dick gerechnet wird. Es werden pr. Schock etwa 5 Cubikfuß Holz erfordert. Die Dachſpäne aus ſpaltigem Nadelholze, zum Unterle⸗ gen unter die Ziegeln, 1 Fuß lang, 3 Zoll breit, 5 Zoll dick, ſind zu 400 bis 450 Stück pr. Cubikfuß zu rechnen. Geſpaltene Zaunhölzer werden mannigfaltig gearbeitet. Zaun⸗ ſtaken, am beſten aus alten ſchadhaften, jedoch ſpaltigen Eichen, 7 bis 10 Fuß lang, 6 bis 12 Zoll breit, auf der Rindenſeite 3— 4 oll dick, erfordern 120 bis 140 Cubikf. ſpaltig Holz pr. Schock. aunſpließen aus aſtreinen, ſehr ſpaltigen Kiefern oder Fichten, bis 5 Fuß lang, 3 bis 5 Zoll breit, ¾ Zoll dick, werden perpen⸗ diculär zwiſchen 3 Latten eingeflochten, geben einen dichten, gut gegen Haſen ſchützenden Zaun. Man kann bey ſpaltigem Holze etwa 6 Spließe pr. Cubikf. rechnen. Zaunpfähle aus Eichen⸗ und Nadelholz ſind zu bekannt, um etwas darüber zu ſagen. 8) Weinpfähle werden zwar häufig aus den Niederwäl⸗ dern ungeſpalten gehauen; doch verdienen die geſpaltenen aus Eichen und harzigen Kiefern, wegen ihrer größern Dauer, den Vorzug. Sie werden 4 bis 5 ½ Fuß lang, 1 ¾— 2 Zoll Quadrat dick geſpalten, oben und unten mit einer ſtumpfen Spite ver⸗ 1 und 8” n ) Ein fagnder, Die dau er üüne Rinde halz haben fel giebt. Siehrä und Weißt die ſich da verwerther 10) R A Fuß h keit den ſuchteſten, Ein Klot ſtt, 1 Sti 10 rechnen. taugliche( Nuzbolz h ¹0). tet werden Die Linde pen und der Stat widin K werden und Abe feln, Kel 10). des Hol nicht ſo wird deßba then liefer eiaſähriger oft wide dät 9 en, um Haſel: u aus größ werden. len Niederwe die Korb ſelt zwie Pten d chönes macht w and auße jähriger dorzüglich Hälle de zubkarrnhäume, Virzen in Nie⸗ ach lifert auch zewöhnlich in ihe ſelſt aus grißern Etaͤdte Sie ſd a bis en aber entwe⸗ it ſenn da der en gewühulchen. c. zu da gu zſind die Labet⸗ 4 PVfünder beſte Zöll ſtark. Es und und fehler⸗ eleenheit ſtarker elbolze. Das 2b goll lang, ſo daß 5 bis? Nadelholz ſind dick. Zu den Cubitfuß ſpal⸗ tniß der Größe ttungen, unten erden ſo gru Quadnitruthe 3 Fuß lang, Es werden um Unterle⸗ oll dick, ünd beitet. Zaln⸗ ltigen Eichen, denſeite 3—4 oder Fichten, eerden perpen⸗ dichten, zut altigem hohi aus Eichen⸗ t zu ſcge en Nedewil⸗ ſpeltenen aus Dauer, ſen goll Qundtat i Soihe vel⸗ 7. Abſchn. Forſtbenutzung. 217 (439) ſehen, und es ſind zu einem Schocke an rundem Holze etwa 6 Cubiffuß nöthig. 9) Ein ſehr gut bezahltes Spaltbolz ſind die Eichen⸗Schef⸗ felränder, weil das dazu erforderliche Holz ſchon ſehr ſelten iſt. Die dazu erforderlichen Klötze von 7 Fuß Länge müſſen 48 Zoll ohne Rinde dick ſeyn, ganz geſund und ſpaltig ſeyn, ein feſtes Pelz haben, wo dann der Klotz 128 Ränder für Berliner Schef⸗ el giebt.. Siebränder, Schachtelholz, werden aus ſpaltigen Fichten und Weißtannen gemacht, und wo die Arbeiter einheimiſch ſind, die ſich damit beſchäftigen, läßt ſich das Holz dazu oft ſehr gut verwerthen. 10) Ruder. Für große Stromfahrzeuge müſſen ſie 18 bis 20 Fuß lang ſeyn; die geſpaltenen werden wegen größerer Feſtig⸗ keit den geſchnittenen ſehr vorgezogen. Die Eſche giebt die ge⸗ ſuchteſten, nächſt ihr die Eiche, wenn das Holz zäh und feſt iſt. Ein Klotz von 18 Zoll Stärke kann, wenn er ganz gut ſpaltig iſt, 12 Stück geben; jedoch darf man ſelten auf mehr als 8 bis 10 rechnen. In der Naͤhe ſchiffbarer Flüſſe laſſen ſich dazu taugliche Eſchen und Eichen, gewöhnlich ſehr hoch, durch dieß Nutzbolz heraus bringen. 11) Von Spalthölzern, welche als Schnitznutzholz verarbei⸗ tet werden, kommen vorzüglich vor: Mulden und Tröge. Die Linde giebt das ſchönſte Holz dazu; doch werden auch As⸗ pen und Schwarzpappeln, ſelbſt geſunde Weiden von hinreichen⸗ der Stärke, verarbeitet, wo das Lindenholz fehlt. Das Holz wird in Klötzen verabreicht. Schaufeln und Flachsbrechen werden aus ſpaltigem ſtarken rothbuchnen Holze gemacht. Linden und Ahorn liefern vorzüglich das kleine Schnitznutzholz zu Löf⸗ feln, Kellen, Tellern u. dergl. 12) Holz zu Flechtwerk. Wenn auch die Quantität des Holzes, welches die Korbflechter verbrauchen, anſcheinend nicht ſo ſehr groß iſt, ſo fehlt es daran doch noch häufig und wird deßhalb gewöhnlich ſehr gut bezahlt. Die feinern Korbru⸗ then liefern verſchiedene, bereits angeführte Weiden von den einjährigen Schüſſen. Dieſe werden bundweis verkauft, und oft wird ein Gebund von 12 Zoll Durchmeſſer, mit 15 Sgr. be⸗ zahlt. Sie müſſen im Frühjahr in der Saftzeit geſchnitten wer⸗ en, um ſie ſchälen zu können. Nächſt den Weiden giebt die Haſel⸗ und Saalweide ſebr geſuchtes Holz zu Korbſpänen, wor⸗ aus größere Körbe, Wagenhürden, Schwingen u. dgl. geflochten werden. Man läßt die Korbſtöcke, aus denen die Späne ge⸗ palten werden, gleich den Reifſtöcken, vor dem Abtriebe des Niederwaldes aushauen, und verkauft ſie dann in Schocken an die Korbflechter. Die Größe derſelben iſt nicht gleich, und wech⸗ felt zwiſchen 3 bis 5 Fuß Länge und 2 bis 3 Zoll Stärke. Noch eben die Kieferwurzeln auf ſehr lockerm Sandboden ein ſehr chönes Flechtwerk, woraus ſogar waſſerdichte Feuereimer ge⸗ macht werden, indem ſie oft 15 bis 20 Fuß lang, fadenförmig und außerordenrlich biegſam auslaufen. Sie werden in 20 bis 40jährigen Orten herausgehauen und geſpalten, wo ſie denn vorzüglich in Weſtpreußen, Poſen, Polen und Rußland oft die Stelle der Weiden und Haſeln vertreten. Gewöhnlich bemäch⸗ (440 Forſtwirthſchaft. tigen ſich die Arbeiter derſelben mittelſt Entwendung, und thun dadurch nicht wenig Schaden am Holze. Man kann dem jedoch dadurch leicht begegnen, wenn man, bevor das Holz abgetrieben wird, dieſe Wurzeln fleckweis verkauft, und dem Kaufer erlaubt, ſie ſich auszugraben. Die Siebmacherſpäne, vorzüglich aus Saalweiden, gehören ebenfalls zu dem Flechtwerke,— Hinſichts des Verkaufes aller dieſer Hölzer, mit Ausnahme des Stabbolzes, gilt für den Forſtbeſitzer die Regel: daß es ſtets beſſer iſt, das dazu erforderliche Holz roh an die Handwerker, welche es bedürfen, oder die Leute, welche ſich mit deſſen Fertigung für den Handel abgeben, zu überlaſſen, als es für eigne Rechnung im Forſte ausarbeiten zu laſſen. Man überſieht dabey beſſer, wie boch das Holz wirklich perwerthet wird; man vermeidet viel baare Ausla⸗ gen, eine weitläuftige Rechnungsführung, ſchwierige Controlle, das Aufhäufen von Beſtäͤnden, die oft ſchadhaft werden und nicht abzuſetzen ſind, und würde bey ausgedehntem Handel mit gefertig⸗ ten Producten den Forſtbedienten durch nöthig werdende Reiſen u. ſ, w., ganz von ſeiner eigentlichen Beſtimmung, der Erzie⸗ hung und Auswabl des Holzes, abzieben, ihm die Geſchäfte des Kaufmannes und Holzarbeiters auflaſten, denen er ſelten ganz gewachſen ſeyn kann. In Gegenden, wo die verſchiedenen Ge⸗ werbe, die ſich mit der Formung der genannten Gegenſtände beſchäftigen, ſchon einheimiſch ſind, wird es nicht an Abſatz des Holzes, welches ſie bedürfen, mangeln, wenn man dabey die Regel nicht vergißt: daß es vortheilhafter iſt, alles zu Nutz⸗ holz taugliche Holz zu billigem Preiſe abzuſetzen, als nur we⸗ nig zu ſehr hohen. Wo dieſe Gewerbe mangeln, und doch Holz, welches ſie vortheilbaft benutzen können, in beachtungswerther Menge vorhanden iſt, wird es nicht ſchwer werden, Leute durch Einraͤumung von Vortheilen heranzuziehen, welche die Ausar⸗ beitung und Debitirung uͤbernehmen, in ſofern der Gegenſtand einen Transport in entferntere Gegenden überhaupt erträgt. Am mebrſten muß man ſich vor der Aufbäufung von viel ſchlech⸗ tem Holze im Forſte oder in Magazinen büten, da man dabey nur zu häufig das ausgegebene Arbeits⸗ Und Fuhrlohn verliert, vielmehr immer ſo viel als möglich die Schläge jährlich auf⸗ zuräumen ſuchen. Siebt man, daß in den kommenden Jahren dieſe wieder den Bedarf an Nutzbolz liefern, ſo ſchlägt man das nicht verkäufliche lieber zu Brennholz ein. Iſt aber Hoff⸗ nung, das, was in dieſem Jahre nicht abzuſetzen iſt, im folgen⸗ den abzuſetzen, ſo läßt man es, wenn irgend die Wirthſchaft nh Holzeultur es erlaubt, lieber bis dahin auf dem Stamme ehen. Daß es unmöglich iſt, anzugeben, was fan für das eine oder andere Nutzholz fordern kann, wird in die Augen fallen, Dieß hängt theils von den Holzpreiſen im Allgemeinen ab, theils von der beſondern Nachfrage, welche der eine oder andere Ar⸗ tikel erfährt. 13) Rindennutzung, Die Benutzung der Baumrinden zum„rben, um Gefäße daraus zu machen, durch die Schuh⸗ mache zum Einlegen in die Sohlen, ſelbſt zur Baſtgewinnung, iſt in Deutſchland zu unbeträchtlich, um hier behandelt werden zi können. ſar zu beach Eice von de Lederbereitun der Vorzug ken da, Wo was jedoch; Die ge Nieder⸗ ode Knosyen⸗ der am ſt eingeterbt bis in die hängend t oder es⸗ w ſchält wer zeſchütt, Die E lich in Kl falls in de ſchalt. E Tage wat ten Wett durch de ſchältes holz gew muß ma ſer Vern Nutholz zuſn⸗ nhol 1 auf rechgen. durch das holzes. lürzt, mo wobey n Die Kla einem ſe mehr al Trocnen durch de lange 9 in den C. Im. putt ver die ober Veile we denmaſe düß thei deSorgf 1 dung, und thmn Hulz ahgetrjeben Kaufer erlauht, weüden, gehören it Ausnahwe des daß es ſietz beſſer verker, welche es fertigung füͤr den ſchnung inzuſſte ur,wie doch das el baate Ausle⸗ jerige Conttolle, erden und nicht el mit gefertis erdende Reiſen 9, der Ezie⸗ Geſchäfte des t ſelten ganz hiedenen Ge⸗ Gegenſtäͤnde iht an Abſat in man dabey lles zu Nutz⸗ „als nur we⸗ und doch Holz, chtungswerther en, Leute durch che die Autar⸗ der Gegenſtand aaupt erträgt. iel ſchlech⸗ a man dabey kloohn perliert, jahrlich guf⸗ enden Zadin ſchlägt ma Iſt aber hof⸗ in, im folgen⸗ die Virthſchaft fdem Stawme n für das iit ⸗Augen falln einen ab, thls oder andene Pr⸗ er Duumeinen urch de Schuh⸗ Vrſewinnung, dhondelt werden 7. Abſchn. Forſtbenutzung. 219 (441) zu können. Dagegen gewährt die Gerberrinde ſehr oft eine ſehr zu beachtende Nutzung, Vorzüglich wird die Rinde der Eiche von den Gerbern geſucht, obwohl für einige Arten der Lederbereitung, z. B. däniſch Leder, derjenigen der Saalweide der Vorzug gegeben wird, und die Rinde der Fichten und Bir⸗ ken da, wo die Eichen mangeln, deren Rinde erſetzen müſſen, was jedoch nur unvollkommen geſchieht. Die geſuchteſte und beſte Gerberrinde iſt die der Eichen Nieder⸗ oder Schälwaldungen in 12 bis 16jährigem Umtriebe. Ein Morgen dayon giebt, gut beſtanden, 27 bis 30 Centner, oder etwa 90 Gebund 7 Fuß lang, am Stammende 3 Fuß Umfang. Zu ihrer Gewinnung wird der Niederwald gehauen, wenn die Knospen anfangen, aufzubrechen. Das Schälen geſchieht entwe⸗ der am ſtehenden Holze, indem die Rinde unten am Stamme eingekerbt, losgebogen und aufgeſchlitzt, am Stamme aufwärts bis in die Spitze ſo losgeriſſen wird, daß ſie an demſelben loſe hängend trocknen kann, wo dann erſt das Holz gefällt wird; oder es werden täglich nur ſo viel Stämme gehauen, als ge⸗ ſchält werden können. Die Rinde wird ſorgfältig gegen Näſſe geſchützt, getrocknet und dann in Büſchel gebunden verkauft. Ddie Eichen⸗Stammrinde, vom Baumholze, wird gewöhn⸗ lich in Klaftern geſetzt verkauft. Die Bäume werden dazu eben⸗ falls in der Saftzeit gehauen, und gleich nach dem Abhiebe ge⸗ ſchält. Es iſt jedoch gut, wenn man dazu warme oder feuchte Tage wäblt, weil ſelbſt in der vollen Saftzeit bey trocknem kal⸗ ten Wetter die Rinde ſich ſchlecht vom Stamme trennen läßt. Durch das Schälen vermindert man die Holzmaſſe, gegen unge⸗ ſchältes Holz um 17 bis 20 Procent, und da das geſchälte Brenn⸗ holz gewöhnlich etwas wohlfeiler iſt, als das ungeſchälte: ſo muß man bey Brennholzeichen darauf Rückſicht nehmen, daß die⸗ ſer Verluſt durch den höbern Rindenpreis gedeckt wird. Bey Nutzholz, wo die Rinde doch verloren geht, iſt es aber immer rathſam, ſie vorher abzuſchälen, ſelbſt wenn man ſie nur zum Brennbolzpreiſe verkaufen kann. Nach der Dicke der Rinde kann man auf 4 bis 6 Klaftern des ſtehenden Holzes 1 Klafter Rinde rechnen. Die Aeſte liefern zwar die beſte Rinde; man verliert durch das Schälen derſelben jedoch den größten Theil des Reis⸗ holzes. Die Rinde wird zu gewöhnlicher Scheitholzlänge ge⸗ kürzt, muß aber vor dem Einſetzen in Klaftern gut getrocknet ſeyn; wobey man Sorge trägt, daß die innere Seite nicht naß wird, Die Klaftern müſſen, wenn ſie auch nur kurze Zeit ſtehen, mit einem ſehr beträchtlichen Uebermaaße geſetzt werden, da ſie ſich mehr als jedes andere Material ſenken, indem die bey dem Trocknen muldenförmig zuſammengezogenen Rindenſchalen ſich durch den Druck der obern Lagen wieder gerade biegen. Eine lange Aufbewahrung der Rinde im Freyen iſt unthunlich, da in den eingeregneten Klaftern dieſelbe bald verdirht. In einigen Gegenden iſt es üblich, daß die Rinde nur ge⸗ putzt verkauft wird, d. h. daß, um den Transpport zu erleichtern, die obere abgeſtorbene Rindenſubſtanz gleich im Walde mit dem Beile weggenommen wird. Um wie viel dadurch an der Rin⸗ denmaſſe verloren geht, läßt ſich nicht genau beſtimmen, da dieß theils von der Dicke dieſer abgeſtorbenen Rinde, theils von der Sorgfalt, mit der man ſie ganz oder nur theilweis wegnimmt, 4 Forſtwirthſchaft. (442) 8 b abhängt. Doch kann der Verluſt wohl ³Q bey ſehr ungunſtigen f Verhältniſſen bis zur Hälfte betragen. Bey jedem Made gen nmn in kauf iſt es rathſam, ſchon vor dem Fällen und Schälen des der Ger Holzes, Gewißheit über die Quantität der abzuſetzenden Rinde b n owo zu haben, da alte Rinde ſelten verkäuflich iſt, ihre Aufbewah⸗ 1 gubr⸗ rung nur in Magazinen Statt finden kann, und immer mit f ſch ſch Koſten verknüpft iſt. V ln ſ 5 14) Gewinnung der Holzſäfte. Vorzüglich die Kie⸗ b tom Theer er und Fichte liefern uns durch ihre Safteproducte— den Theer, reſchieden das Pech und Kienruß,— welche oft eine nicht unbeträchtliche rbitfuß Nebennutzung darbieten. Auch kann zuweilen das harzreiche gttem Etn olz der Kiefer mit Vortheil als Kien zur Erleuchtung und zum Feueranzünden verkauft werden. de dolh Die Kiefer wird nicht auf jedem Boden gleich harzreich, e n denn weder auf ſumpfigem, noch auf ſehr fruchtbarem feuchten öäuſa Lehmboden, noch in ganz armem Flugſande iſt die Menge ſen. des ſich in den Holzlagen abſetzenden Harzes ſehr groß. Auch 1rud ur iſt vles überhaupt erſt im höhern Alter, gewöhnlich bey 100 Jahren und darüber, der Fall. Wo jedoch der Kien, d. b. das ganz mit Harz angefüllte Holz, aus irgend einem Grunde ſehr geſucht und einträglich iſt, kann man ihn durch Kunſt beynabe dem Boden und in jedem Alter erhalten. Man ſchält zu 1 Farften auf je ter erh dem Ende im Frühjabr einen Streifen Rinde ab, wodurch das ä. ma Hervortreten des Saftes und eine Verdunſtung der wäſſerigen degl. zu Theile deſſelben bewirkt wird, das Harz dagegen das bloßgelegte 5 Tage Holz ganz durchzieht. Auf dieſe Weiſe fährt man fort, jedes u Tme Jahr etwa den 5ten Theil der Rinde abzuſchälen, bis der Baum md eingeht, wo dann der ganze Stamm, ſo hoch er geſchält wurde, 2 Floft ganz mit Harz durchzogen ſeyn wird. Eine Theerſchwelerey wird nur in ſeltnen Fällen einträglich genug ſeyn, um deßhalb allein die Hölzer ein ſo hohes Alter 9 Es erreichen zu laſſen, als nöthig iſt, um ſie mit Vortheil betreiben Phn An . u können; ſie kann aber da, wo dieß aus andern Rückſichten ohne⸗ ü ſgt., em erfolgen muß, und der Theer hohe Preiſe hat, eine ſehr V tttrag aus beachtungswerthe Nutzung gewähren. V oh Es giebt mehrere Arten der Theergewinnung, a) in Meilern, ohl am b) meilerartigen Oefen, c) in Gruben und d) in eigentlichen ſa ſehn Theeröfen mit dem Mantel, wo der Kien im verſchloſſenen legen. Raume, obhne unmittelbaren Zutritt des Feuers, bloß dure Der Erwärmung von Außen ausgebraten wird. Die letzte Art iſt als man unſtreitig die beſte, und auch wohl größtentheils ſchon überall fordemde eingeführt; die Erbauung eines Ofens bezahlt ſich aber allerdings der nur, wenn hinreichender Kien vorhanden iſt, um mehrere Brän⸗ nung des de jährlich abſchwelen zu können.. terpſücht Um jährlich in einem Ofen, welcher 10 Klaftern faßt, 5 bis G rauchbar Brände mit Sicherbeit machen zu können, wird ein jaͤhrlicher verlanger 8 Einſchlag von 12 bis 1408 Klaftern 100 bis 120jährig Holz, auf 6 einem Boden, wo das Holz Anlage hat, harzreich zu werden, d Erb Statt finden müſſen. Es wird hierbey allerdings vorausgeſetzt, wrige daß nur das Stockholz verſchwelt wird, wie es auch wohl jetzt auſſs d in ganz Deutſchland uͤblich iſt. miſhen Die Anlage eines Theerofens, ungerechnet der Wohnungs⸗ 6 er und Wirthſchaftsgebäude des Theerſchwelers, iſt nach der Größe kain ſehr ungonſeigen jedem Mhenſihen und Schälen des zuſegenden Rinde ihre Aufbewah⸗ und inmer mit vrzüglich die Kie⸗ ete— den Theer, zt unbetrachtliche n das harzreiche Erleuchtung und gleich harzreic tharem feuchten iſt die Wenge r groß. Auch nlich hey 100 jen, d. h. das Grunde ſehr Kunſt beynahe Man ſchäͤlt zu wodurch das der wäſſerigen as hloßgelege an fott, jedes bis der Baum zeſchält wurde, llen einträglich hohes Alter theil betreihen ickſichten 1 gt, eine ſehr hin Meilern, eigentlichen verſchloſſenen , bloß durc lette Att iſt ſchon üherall aber allerdinge nehrere Vra⸗ n faßt, öbi9 Nön hrig Holz, auf ich zu vuhen vontusgeett, uuc vußf et Vohnungs⸗ 1 de Grüͤße 7. Abſchn. Forſtbenutzung. 221 443) und dem Ziegelpreiſe bald mehr bald weniger koſtdar, 8 aber doch nicht unter 100 Thaler zu rechnen ſeyn. Der Gewinn beſteht im erzeugten Theer und den Kohlen, und da ſowobhl die Preiſe dieſer Producte, als auch die Auslagen für Fuhr- und Arbeitslohn außerordentlich abweichend ſind, ſo läßt ſich ſchwer angeben, in wiefern eine ſolche Anlage vortbeil⸗ baft iſt oder nicht. Dieß um ſo weniger, als ſelbſt die Ausbeute vom Theer, nach dem größern oder geringern Harzgehalte, ſehr verſchieden iſt. Im Durchſchnitt rechnet man pro Klafter à 108 Cubikfuß etwa 1 Tonne von 1000 bis 1100 Pfund Theer, bey fettem Stockkien. Folgende Berechnung würde als Beyſpiel zur Ermittelung des Ertrages eines Theerofens dienen können, wobey aber die Sahe jedesmal den örtlichen Verhältniſſen angepaßt werden müſſen. Einnahme: 4 1 Brand von 12 Klaftern 12 Tonnen Tbeer à 5 Thlr. 60 Thlr. ——— 720 Cubikf. Kohlen à 100 Cubikf. 3 Thlr. 21— Summa 81 Thlr. Ausgabe: 12 Klaftern Kien zu roden à 1 Thlr.. 12 Thlr.— deßgl. anzufahren à 12 ſgr.... 6—— deßgl. zu putzen und ſpalten à 1 Thlr 12—— 6 Tage à 6 ggr. den Kien einzuſetzen. 1— 15 ſgr. 10 Tage Schwelen und Kohlen auszuziehen Tag und Nacht à 12 ſgr..... 5—— 2½ Klafter Schaalholz à 2 Thlr...5— 4 Summa 41 Thlr. 15 ſgr. Es bleibt folglich, ausſchließlich der Unterhaltungskoſten des Ofens und Geräths auf den Brand ein Reinertrag von 39 Tblr. 15 ſgr., ſo das die Klafter Kien dabey noch über 3 Thlr. Rein⸗ ertrag ausgebracht würde. Wo das Theerſchwelen regelmäßig betrieben wird, iſt es wohl am beſten, den Theerofen zu verpachten; wobep es rath⸗ ſam ſeyn wird, folgende Contractsbedingungen zum Grunde zu egen. 1— Der Contract kann auf nicht längere Zeit geſchloſſen werden, als man überſiebt, daß der Theerſchweler den möglicherweiſe zu fordernden Kienbedarf ſicher vorfindet. Der Theerſchweler muß ſich die Orte, wo der Kien für Rech⸗ nung des Pachters gerodet werden ſoll, anweiſen laſſen, und iſt verpflichtet dieſelben erſt ganz rein von allem darin befindlichen brauchbaren Kiene gerodet zu haben, bevor er neue angewieſen verlangen kann. „Er bezahlt den Kien am beſten ſo, daß er für jeden Brand eine gewiſſe Summe entrichtet, die der Quantität des Holzes, welche der Ofen faßt, angemeſſen iſt, wozu man entweder den cubiſchen Inbalt des innern Raumes berechnet, oder denſelben durch Probefüllungen ermittelt. Der Ofenzins muß jedesmal erlegt werden, bevor das Schwe⸗ len beginnt. Forſtwirthſchaft. (444) Jeder Verkauf von Kien von Seiten des Theerſchwelers wird nicht bloß wie eine Holzentwendung überhaupt betrachtet, ſondern berechtigt auch den Verpachter, in ſofern er erwieſen iſt, ſofort den Pachtcontract aufzuheben. Die Unterhaltung des Ofens und aller Geräthe muß der Pach⸗ ter auf ſeine Koſten übernehmen, und zur Sicherung des Ver⸗ pachters, binſichts der Rückgewähr deſſelben im brauchbaren Stande, eine verhältnißmäßige Caution beſtellen.. Das Schwelholz bezahlt derſelbe nach der Forſttaxe. Er iſt verpflichtet jedes Jahr eine beſtimmte Zabl Brände zu machen, und der Pachtcontract läuft mit jedem letzten Dec. zu Ende, wenn er dieſer Beſtimmung nicht genügt hat; wogegen er aber auch gleichmäßig befugt iſt, den Kien für eine gewiſſe Anzahl Brände zu fordern. Alle Ausgaben und Arbeiten, welche das Theerſchwelen ver⸗ urſacht, fallen dem Pachter ohne irgend eine Ausnahme zur Laſt. Ob der Pachter, in Ermangelung abgefaulten Kienes, auch verpflichtet iſt, ſich friſche Stücke anweiſen zu laſfen, muß feſtge⸗ ſetzt werden. 3 Das Harzſcharren in Fichten kann nur in ſolchen Wäl⸗ dern, wo das Holz gar keinen Werth bat, ſo rückſichtslos be⸗ trieben werden, daß alles Holz obne Ausnabme, und ſo lange Zeit, bis es ſchadhaft zu werden anfängt, auf Harz benutzt wird. Wo Nutzholz verkauft wird, beſchränkt man ſich auf die Verwun⸗ dung und Benutzung des Brenn⸗ und Kohlholzes, und auch in Hinſicht der Zeit auf die letzten 8— 10 Jahre vor dem Abtriebe. Man kann annehmen, daß, wenn man in 8 Jahren viermal Harz ſcharrt, im 120jäbrigen gut beſtandenen Holze, wovon 1 der Stämme als Nutzholz geſchont werden, in Summa auf dem Morgen etwa 2⁄½ Centner Pech gewonnen werden können. Koſtet der Centner7 Thlr., ſo wäre dieß ein Bruttoertrag von 15 Thlr. 22 ſgr. 6 pf. Man kann die Bereitungskoſten etwa zu 1 5¾ Tblr. pro Centner rechnen, 2 ½ Ctnr. alſo zu 3 Thlr. 11 ſgr. 3 pf., ſo daß für ein viermaliges Scharren des Brennholzes auf einem Morgen etwa ein Reinertrag von 12 Thlr. 11 ſgr. 3 pf. zu er⸗ warten wäre, der ohne weſentlichen Nachtheil hinſichts der Güte des Brenn⸗ und Kohlholzes gewonnen werden könnte, Sollte eine Kienrußhütte zugleich mit der Pechbütte verbun⸗ den ſeyn, ſo würde noch auf 20 bis 25 Pfd. Kienruß pro Mor⸗ gen zu rechnen ſeyn, welche 1 Thlr. 8 bis 12 gr. als Reinertrag bringen können, und der Gewinn würde ſich dann noch um ſo viel erhöhen. 8 Auch die Nutzung auf Pech wird am vortheilhafteſten ver⸗ pachtet, und würden dem Pachtceontract folgende Bedingungen zum Grunde zu legen ſeyn: * Es werden dem Pachter eine beſtimmte Zahl Bäume von ei⸗ ner beſtimmten Dicke, wobey nur das Minimum angegeben wird, zum Harzſcharren angewieſen und angeſchlagen, welche er allein benutzen darf⸗. Jeder dieſer Bäume darf nur Ein Jahr um das andere auf Harz benutzt werden und nur eine gewiſſe Anzabl Lagten von genau beſtimmter Länge und Breite, bey deren Anfertigung der Eht Ns fattet. 1 Doch ſo enih zum verden, ſo b evieſen wer — Das E. Alle Ke bentariums Die 30 lung einet tis pränun zur man anne aus 100„ wonnen we Es we Virkenwein den als F ſtaͤnde hinſ denachtlich 1 Die C Viches, unſere A neuern 3 fütrung weit we der Hau Voden k imwer n berdienen Vieh ſſen ter davon aus heide ut. Fri Schwäne deutender zur Sta ſie wit gattung die Kon Stallfüt auch nu 8 Theerſchwelers daupt betrachtet, ner eyvieſen iſt, te wuß der pach⸗ cerunz des Per⸗ im brauchbaren h. 5 Forſttaye. nte Jahl Vrinde edem letten Dec. gt hat; wogegen für eine gewiſe ſerſchwelen ber⸗ nawe zur Laſt. Kienes, auch an, muß feſtge⸗ mſolchen Wäl⸗ jcſichtslos be⸗ und ſo lange benutzt wird. f die Verwun⸗ zes, und auch t dem Abtriebe. Jahren viernl dolze, wovon; zumma auf dem künnen. Koſtet g von 1ö Tblr. na zu tz Thlr. ſgr. 3 gf., ſo zes auf einem t. 3 pf. zu er⸗ ſchts der Guͤte zunte, 6 chbütte verbun⸗ enruß pro Mot⸗ als Reinerttng unn noch um ſo eilbafteſten tee de Bedinzunhen Baͤume boh. i⸗ angegeben vid welche et allein. dete auf jdus andete z lagten von Anferuguns der 7. Abſchn. Forſtbenutzung. 223 (445) Splint des Baumes durchaus nicht verletzt werden darf, ſind eſtattet. eſ Doch ſoll auch dieſe feſtgeſetzte Zabl von Bäumen, die dem gemäß zum jährlichen Scharren beſtimmt ſind, ſtets voll erhalten werden, ſo daß ſo viel, als dazu nöthig ſind, immer neue aus⸗ gewieſen werden... Das Scharren ſelbſt muß im September beendigt ſeyn. Alle Koſten des Geſchäfts, ſo wie die Unterhaltung des In⸗ ventariums, trägt der Pachter. Die Zahlung der Pachtgelder geſchieht, nach erfolgter Beſtel⸗ lung einer hinreichend ſichernden Caution, in halbjährigen Ra⸗ tis pränumerando. Zur Grundlage eines zu ſchließenden Pachtcontracts kann man annebhmen, daß Ein Baum etwa 1 Pfund Harz giebt und aus 100 Pfund Harz 36 Pfund Pech und 6 Pfund Kienruß ge⸗ wonnen werden können. Es werden zwar noch der Saft der Birke zur Bereitung des Birkenweins, die Holzſäure zur Eſſigfabrication, mancherley Rin⸗ den als Färbematerial benutzt, es ſind jedoch alle dieſe Gegen⸗ ſtände hinſichtlich der daraus zu ziehenden Forſteinnahme zu un⸗ beträchtlich, um veranlaßt zu werden, ſie hier zu behandeln. 15) Die Benutzung der Baumfrüchte. Die Eicheln und Bucheln zur Fütterung und Maſtung des Viehes, letztere auch zur Oelgewinnung, verdienen vorzüglich unſere Aufmerkſamkeit. Es hat zwar die Maſtnutzung in der neuern Zeit nicht mehr den hohen Werth, wie früher vor Ein⸗ führung der Kartoffeln und als der Ackerbau verhältnißmäßig weit weniger Nahrungsmittel zur Ernährung und Fettmachung der Hausthiere darbot; doch iſt dieſelbe vorzüglich da, wo der Boden die Ausdehnung des Ackerbaues nicht geſtattet, häufig immer noch eine ſehr beachtungswerthe Nutzung. Die Eicheln verdienen dabey ſehr den Vorzug vor den Bucheln, indem das Vieh ſie nicht nur lieber und anhaltender frißt, ſondern auch fet⸗ ter davon wird, die Schweine auch beſſern Speck erhalten. Eine aus beiden Fruchtarten gemiſchte Maſt, iſt jedoch ebenfalls ſehr gut. Früher wurden ſie beynahe ausſchließlich zur Mäſtung der Schweine benutzt, in der neuern Zeit, wo die Schafzucht viel be⸗ deutender geworden iſt, verwendet man ſie jedoch auch häufig zur Stallfuͤtterung für Hammel und Mutterſchafe, oder hütet ſie mit ihnen auf. Vorzüglich die Eicheln bieten dieſer Vieh⸗ gattung ein eben ſo geſundes, als nahrhaftes Futter dar, was die Körnerfütterung vollkommen erſetzt. Nur müſſen ſie bey der Stallfütterung gut getrocknet ſeyn und ſich nicht erhitzt haben, auch nur immer in mäßiger Quantität gefüttert werden. Man nutzt die Maſt 1) durch Verpachtung, 2) durch Einfähme, 3) durch Verkauf der geleſenen Früchte. In ſofern der Waldbeſitzer nicht eigne Viehheerden hat, mit denen derſelbe die Maſt benutzen kann, wird in der Regel die Verpachtung, vorzüglich, wo ſie an die Weideberechtigten erfol⸗ gen kann, die gewöhnlich das Gras mit bezahlen, am vortheil⸗ ““ — 224 Forſtwirthſchaft. (446) hafteſten ſeyn. Die Maſt wird dann mit den wenigſten Koſten und auch am vortheilhafteſten für die Schweine zu gute gemacht, indem die Pächter weder Stallung erbauen, noch einen beſondern Hirten annehmen dürfen, die Stallmaſt zugleich damit verbin⸗ den können, und im Stande ſind, ſie mit jeder Viehgattung ganz nach ihrer Bequemlichkeit zu betreiben. Auch entgeht man da⸗ bey allen Auslagen, vielfachen Weitläuftigkeiten und ſelbſt Gefah⸗ ren, kann genau das Nettoeinkommen, was man dadurch erhält, überſehen. Die Verpachtung kann auf mehrere Jahre erfolgen, wo man dann gewöhnlich 10 bis 12 zuſammenfaßt, um einen Durchſchnitts⸗ ſatz für das Pachtgeld, nach Maaßgabe der bisher erfahrungsmä⸗ zig eingetretenen Maſtjahre, und des in ihnen eingetriebenen Viehes, ermittelt. Dieß geſchieht gewöhnlich, wenn die Maſt einem Oekonomiepachter für ſeine Pachtzeit zur Benutzung überlaſſen wird. Es iſt dann nur genau die Befugniß des Forſteigenthü⸗ mers hinſichts des Einſchlags der Maſthölzer und der Einſcho⸗ nung feſtzuſetzen, damit allen Streitigkeiten deßhalb vorgebeugt wird. Wie man den Pachtpreis ermittelt, wird ſich aus dem Folgenden ergeben. Die Verpachtung für einzelne Maſtjahre geſchieht mit Rück⸗ ſicht auf die Menge der vorhandenen Maſtfrüchte, und des durch ſie fett zu machenden Viehes. Es fehlt zwar nicht an Beſtim⸗ mungen über die Menge derſelben, die bey voller Maſt in ei⸗ nem vollbeſtandenen Walde zu erwarten ſeyn ſollen. So rechnet man für 100 Wellen bey voller Maſt 30 Scheffel Eicheln und im Buchwalde 73½ Schfl. Bucheln, und da es nicht ſchwer ſeyn würde, die Reiſigmenge der maſttragenden Hölzer wenigſtens annähernd zu beſtimmen, ſo würde ſich auch nach dieſem Satze die bey voller Maſt vorhandene Quantität Eicheln und Bucheln, leicht angeben laſſen. Doch iſt theils der Ausdruck„volle Maſt“ ſchon et⸗ was ſchwankendes, tbeils tragen verhältnißmäßig freyſtebende alte Stämme weit mehr, als jüngere, im Schluſſe erwachſene, theils kommt es oft nicht allein auf die Menge der Früchte, ſon⸗ dern auch auf ihre Güte, auf die vorhandene Erdmaſt an, und der⸗ leichen Dinge mehr, ſo daß ſolche Sätze durchaus nicht brauch⸗ hur für die Beſtimmung des Pachtzinſes ſind. Mehr Sicherheit ſoll die Maſttaxe gewähren, indem jeder Baum beſichtigt und die darauf vorhandene Fruchtmenge ange⸗ ſprochen wird. Auch bey ihr ſind jedoch Täuſchungen nicht ſelten. Theils iſt es ſchwer, ſich ein richtiges Urtheil über die Menge der Maſtfrüchte, welche auf einem Baume bängen, zu bilden, da man nur ſehr ſelten Gelegenbeit hat, es aus der Erfahrung zu berichtigen, theils kann man bey hohen, dicht belaubten Bäumen nicht einmal die im Wipfel hängenden Früchte gut ſehen, viele Früchte ſind oft taub und wurmſtichig, viele gehen verloren, weßhalb auch die Meinungen der Taxatoren bey der Schätzung der Maſt oft ſehr abweichend ſind. Es iſt zwar allerdings wohl nöthig, ſich durch eine genaue Beſichtigung des Waldes zu unter⸗ richten, wie viel Baume und in welchem Maaße ſie fruchttragend ſind; man wird jedoch dabey nie die Erfahrung früherer Jahre, vorausgeſetzt, daß der Vorrath der alten Maſthölzer ſich nicht be⸗ achtungswerth geändert hat, außer Acht laſſen dürfen, um danach zu beſtimmen, wie viel Schweine wohl in einem Walde gemäſtet den Vnne tet geleſe 9 aucll, de füede Scht im Mangel de Bucheln einzelte Spra tolle Maſtt maſt und Gr zelt. Durch linet Mehen Das Maſtg gewöhnlich als Mayim der Schwel ausgebracht hirtenlohn! Wenn d ſo bleibt dem dor Maſtſch den, daß de Rechnunge; afadrungsn daß de zid wohner des her Städte ſimmien? zu d die Schwe getriehen! nabme der grasreicher hey eier? ſſ s nöthi um ſich die fteſſen, und men untet Ddas findet in in Vuchen wohl d 8 Nur ſonders i enſeuche! ſolche zei tene Sau bleiben. zange we verletzen. machten, aiennen, dind, da 4 das Venigſten Koſten zu gute gemacht, heinen heſondern ich damit verbin⸗ Viehgattung ganz intgeht man da⸗ und ſelhſt Gefah⸗ in dadurch erhält, erfolgen, wo man den Durchſchnitts⸗ er erfahrungsmä⸗ en eingetriehenen n die Maſt einen azung überlaſſen s Forſteigenthü⸗ 7d der Eiyſcho⸗ halb vorgebeugt ſich aus dem jeht mit Rück⸗ und des durch it an Beſtim⸗ Naſt in ei⸗ n. So rechnet Licheln und im der ſeyn wurde, as annähernd zu e die bey voller „leicht angehen aſt“ ſchon et⸗ ig freyſtehende ſe erwachſene, Früchte, ſon⸗ tan, und der⸗ nicht brauchs „indem jeder himenge ange⸗ en nicht ſelten, ber die Menge zu bilden, da Erfahrung zu udten Bäumen tt ſeben, lil hehen verlorem der Schäßung allerdings ua addes zu unde e fruchttrgen frübtrer Jihre, rſih niht be: fen, um dang Palde gemäͤſtet 7. Abſchn. (447) . werden können, oder wie viel Eicheln und Bucheln durch die Päͤch⸗ ter geleſen wurden. Wie hoch man den Scheffel Eicheln oder Bucheln, die als vorhanden angenommen werden, oder das zu feiſtende Schwein, rechnen ſoll, hängt von den Gtreidepreiſen, dem Mangel oder Ueberfluß anderer Maſtungsmittel, auch bey den Bucheln wohl von den Oelpreiſen ab. Eben ſo iſt eine ſehr ver⸗ einzelte Sprangmaſt pro Scheffel weniger werth, als ein ſolcher bey voller Maſt; eine gleiche Menge Frucht kann da, wo viel Erd⸗ maſt und Gras iſt, beſſer bezahlt werden, als da, wo beides man⸗ gelt. Durchſchnittlich rechnet man für ein Schwein täglich 2 Ber⸗ liner Metzen Maſt, alſo für 10 bis 11 Wochen etwa 9 Scheffel. Das Maſtgeld für ein Schwein iſt für die angegebene Maſtzeit gewöhnlich zwiſchen 1 Thlr. 12 gr., als Minimum, und 3 Thlr. als Maximum, zu ſetzen, wonach der Scheffel bey der Maſtung der Schweine wohl in der Regel nicht über 6 gr. bis 8 gr. her⸗ ausgebracht werden dürfte, da von obigem Maſtelde noch das Hirtenlohn und andere Maſtunkoſten abgehen. Wenn die Verpachtung nach dieſen Sätzen nicht möglich iſt, ſo bleibt dem Forſteigenthuͤmer nur die Fähme, oder Einnahme von Maſtſchweinen übrig. Es muß jedoch hierbey bemerkt wer⸗ den, daß der Ankauf von magern Schweinen, um ſie für eigne Rechnung zu mäſten, unbedingt zu widerrathen iſt, da hierbey erfabrungsmäßig beynahe immer Verluſt zu erwarten ſteht, und daß die Fähme nur dann angerathen werden kann, wenn die An⸗ wohner des Waldes, oder fremde Viehhändler, in der Nähe gro⸗ ßer Städte auch wohl die Fleiſcher, ihr Vieh gegen einen be⸗ ſtimmten Maſtzins in die Maſt bringen. Zu einer guten Maſt gehört: hinreichendes Waſſer, ſo daß die Schweine täglich wenigſtens zweymal zur Tränke und Suhle getrieben werden können. Fehlt es, ſo muß man, ſchon vor der Ein⸗ nahme derſelben, durch Grabung von Brunnen dafür ſorgen. Ein grasreicher Boden befördert die Maſtung ſehr, weil die Schweine bey einer Abwechſelung der Nahrung viel beſſer freſſen. Eben ſo iſt es nöthig, daß ſie brechen oder den Boden umwühlen können, um ſich die Larven und Inſecten aufzuſuchen, welche ſie ſehr gern freſſen, und die man mit den Schwämmen und Wurzeln zuſam⸗ men unter dem Namen der Erdmaſt begreift. Die Einfähme, oder der Eintrieb der Schweine in die Maſt, findet in Eichen gewöhnlich gegen den 15ten September Statt, in Buchenwäldern, wenn ſie in einer rauhen Gegend liegen, auch wohl 8 Tage ſpäter.. Nur ganz geſunde Schweine dürfen eingenommen werden, be⸗ ſonders muß man ſich hüten lahme anzunehmen, um nicht die Klau⸗ enſeuche unter die Heerde zu bekommen, auch wenn ſich etwa ſpäter ſolche zeigen, ſie augenblicklich abſondern. Zuchteber, friſchgeſchnit⸗ tene Sauen oder ſolche mit Ferkeln müſſen ebenfalls ausgeſchloſſen bleiben. Bey der Annahme werden die Hauzähne mit eiver Kneip⸗ zange weggebrochen, damit ſich die Schweine nicht untereinander verletzen. Jedes derſelben wird zugleich mit einem glühend ge⸗ machten eiſernen Zeichen gebrannt, um es als Fähmſchwein zu erkennen, wobey man darauf halten muß, daß die Haut verletzt wird, da ſonſt das Zeichen bald wieder verwächſt. Dabey wird es in das Fähmregiſter getragen, welches folgende Rubriken ent⸗ Forſtbenutzung. 225 226 Forſtwirthſchaft. (448) halten muß: Datum, Name und Wohnort des Beſitzers, Größe des Schweins(nach Claſſen), Geſchlecht und beſondere Kennzeichen, arbe u. ſ. w. deſſelben, für das entrichtete oder zu entrichtende aſt⸗ und Einſchreibegeld, für die Quittung des Eigenthümers über das zurückerhaltene Schwein. Für 200 Schweine rechnet man einen Hirten, und giebt ibm für jedes 100 mehr einen ſtarken Knaben als Beybirten; doch darf eine Heerde nicht ſtärker ſeyn, als 6— 700 Stück. Das Hirtenlohn wird entweder im Tagelohne bezahlt, oder er bekommt etwas ge⸗ wiſſes pro Stück, gewöhnlich 3 bis 3 ggr., wofür er dann die Beyhirten halten muß. Außerdem erhält er das Recht, zwey Freyſchweine und jeder Beyhirte Eins mit eintreiben zu dürfen. Müſſen die Schweine im Walde aufgeſtallt werden, ſo wählt man für die Bucht, in welcher dieß geſchieht, einen trocknen Fleck womöglich in der Mitte des Maſtreviers, nicht zu entfernt vom Waſſer. Für 3 Stück muß eine Quadratruthe Raum ſeyn, und außerdem ſind noch einige kleinere Ställe für etwa krank wer⸗ dende und deßhalb abzuſondernde Schweine einzurichten. So⸗ bald ſehr häufig Maſt gemacht wird, thut man am beſten, die Bucht mit Palliſaden oder Staken feſt einzuzäunen, die dann zu⸗ leich als Acker genutzt werden kann; bey ſelten Statt findender ähme genügt man ſich mit einem feſten, 5 Fuß boben Stangen⸗ zaune. Wöchentlich zweymal müſſen die Schweine des Morgens aus der Bucht, von dem Forſtbedienten einzeln ausgezählt wer⸗ den, damit man ſich überzeugt, daß weder welche fehlen, noch mehr ſich in der Maſt befinden, als bezahlt werden. Dem Hirten, welchem eine Hütte neben der Bucht erbaut werden muß, die er bewohnt, ſo lange die Maſt dauert, iſt fol⸗ gende Inſtruction zu ertheilen: 1) Er muß für die Schweine baften und jedes nach einer für die verſchiedenen Größenclaſſen ſchon voraus beſtimmten Taxe bezahlen, was ihm fehlen würde. Stirbt ein Schwein, ſo muß dieß nicht bloß ſogleich angezeigt werden, ſondern es iſt auch die Haut deſſelben aufzubewahren, um ſie dem Ei⸗ genthümer vorzeigen zu können. 2) Jedes kranke Schwein iſt ſogleich von den geſunden abzu⸗ ſondern; und dem Forſtbedienten davon Anzeige zu machen, um es nöthigenfalls dem Eigenthümer zur beſſern Pflege zurück⸗ geben zu können.. 3) Außerdem iſt durchaus kein Schwein einzeln eher zu verab⸗ folgen, bis die Maſt überhaupt aufgehoben wird.. 4) Jeden Tag muß die Heerde dreymal, Morgens, Mittags und Abends zu Waſſer geführt werden. 5) Zuerſt ſind die entferntern Maſtfrüchte, vorzüglich, wenn in ihnen Entwendungen zu fürchten wären, aufzuhüten, die nähern bis zuletzt zu ſchonen. Die Heerde darf übrigens nie zu lange auf einer Stelle gehalten werden, ſondern der Hirte muß ſie, langſam weidend, ſo ziehen laſſen, daß ſtets ein Wechſel der Nahrung Statt findet. 6) Für Schaden, der durch Umbrechen der Wieſen oder Aecker entſteht, haftet der Hirte, ſo wie auch derſelbe das gewöhn⸗ liche Pfandgeld entrichten muß, wenn er Schonungen behü⸗ tet, in die ihm der Eintrieb unterſagt iſt. Dit Ra⸗ tihemen Sch rurlih meh und der jüng hebſt beſtim nihalb auch Dauer richte fuchte, hän zun Februan unfangen zu Wenn h tehheſiget, an den Stra det auch; weit beſſer! hinſichs der zamit ſe ſc Wenn nur E. ingefähmt w Echeln imme Die Benl de ſie ſich ger Maſt. Die d bes, nur zur 5 Pfund kau halt geſchlag dan ſoll. D kühlen gell nen, ſo daß gegoſſen wi gere Zeit ſel wöhnlichen delmühlen; Räbſen preßt keinen Veyges De delkuche ratdſam, da en, und Lon d die beachtu ſch mitit dins ette teneißen Sie f 1) 9. Zu 1. ſehr lange und giegen futter, eme in Deutſch VIII. des Veſizers, Größe ſiondere Kennzeichen, dder zu entrichtende a des Eigenthümers ten, und giett ihm für ditten, doch darf eine ic. Das Hittenlohn e betonmt eiwas ge⸗ „ wofär er dann die er das Recht, zwey eintreiben zu dütfn. allt werden, ſo wäͤlt einen trocknen l ſicht zu entfernt vom ihe Raum ſeyn, und für etwa krant wer⸗ jeitzurichten. Go⸗ nan am beſten, die unen, die dann zu⸗ ſten Statt findender Fuß hoben Stangen wweine des Motgens eln ausgezählt wer⸗ ce fehlen, noch meht en. in der Bucht erbaut Maſt dauert, iſt il jedes nach einer für nus beſtinmten Tare t ein Schwein, ſo erden, ſondemn es , um ſie dem Ei⸗ en geſunden abzu⸗ eige zu machen, um ſern Yege zurück⸗ zeln eher zu berab⸗ wird. Norgens, Mittags porzüglich, wenn n 7, aufzuhüten, Edarf übrigene n n der hirte ſen, daß ſtit ein Wieſen ddet Necker derſel iſt be das gewohn⸗ er Schonungen behü⸗ 7. Abſchn. Forſtbenutzung., (449) Die Nachmaſt, welche beginnt, ſobald die zuerſt einge⸗ triebenen Schweine fettgemacht worden ſind, erſtreckt ſich ge⸗ wöbhnlich mehr auf die Ernährung, als Mäſtung der Zuchtſchweine und der jüngern Thiere, die zum Einſchlachten für den künftigen Herbſt beſtimmt ſind. Der dafür zu entrichtende Maſtzins iſt deßhalb auch ſtets niedriger, als der für die Hauptmaſt. Ibhre Dauer richtet ſich nach der noch vorbandenen Menge der Maſt⸗ früchte, hängt auch wohl von der Witterung ab. Länger bis zum Februar, oder ſpäteſtens bis zu der Zeit, wo die Eicheln anfangen zu keimen, iſt ſie jedoch nicht anzuſetzen. Wenn man Gelegenbeit hat, die geleſenen Eicheln an Schäfe⸗ reybeſitzer, Fleiſcher in den Städten, Viehhändler, Gaſtwirthe an den Stratzen, wo ſtarke Schwein⸗ und Hammelbeerden treiben, oder auch zur Stallmaſt, zu verkaufen, ſo werden ſie häufig weit beſſer bezahlt, als bey der Fähme. Man muß dann nur hinſichts der Aufbewahrung derſelben eben ſo ſorgfältig verfahren, damit ſie ſich nicht erhitzen, als bey derjenigen der Sameneicheln. Wenn nur Sprangmaſt iſt, ſo daß nur eine geringe Zahl Schweine eingefähmt werden könnten, iſt das Leſen und der Verkauf der Eicheln immer vorzuziehen. Die Benutzung der Bucheln zu Oel iſt ſehr zu empfehlen, da ſie ſich gewöhnlich dabey beſſer bezahlt machen, als durch die Maſt. Die Bucheln geben 12 Procent klares und 5 Procent trü⸗ bes, nur zum Brennen taugliches Oel, oder vom Scheffel etwa 5 Pfund klares Speiſeöl und 2 Pfund Brennöl. Sie müſſen kalt geſchlagen werden, wenn das Oel zum Speiſen benutzt wer⸗ den ſoll. Dieß wird dann auf Flaſchen gefüllt, in einem trocknen kühlen Keller aufbewahrt, um es mehrere Male abklären zu kön⸗ nen, ſo daß der Bodenſatz zurückbleibt, indem das klare Oel ab⸗ gegoſſen wird, wo es ſich dann in gut verpichten Flaſchen län⸗ gere Zeit ſehr gut aufbewahren läßt, und im Geſchmack dem ge⸗ wöhnlichen Provenceröle wenig nachgiebt. Daß da, wo es in Oelmühlen geſchlagen wird, in denen man gewöhnlich Lein oder Rübſen preßt, neue Tücher angewandt werden müſſen, um ihm keinen Beygeſchmack zu geben, iſt wobl kaum zu bemerken nöthig.— Die Oelkuchen der Bucheln zu Viehfutter zu benutzeen, iſt nicht rathſam, da ſie namentlich für Pferde, giftige Eigenſchaften be⸗ ſitzen, und ſchon mehrmals Viebh davon geſtorben iſt. Vpon den übrigen Waldfrüchten ſind die Haſelnüſſe noch die beachtungswertheſten. Gewöhnlich werden den Leuten, welche ſich mit ihrer Sammlung beſchäftigen, gegen einen feſtgeſetzten Zins Zettel dazu ertheilt, wobey aber das Zerbrechen und Herun⸗ terreißen der Sträucher ſtreng unterſagt ſeyn muß. 16) Benutzung des Laubes. Sie findet in doppelter Art Statt: 1) zu Viehfutter, 2) als Düngungsmaterial.— Zu 1. In den nördlichen Gegenden, wo das Futter bey einem ſehr langen Winter oft mangelt, werden zwar Rindvieh, Schafe und Ziegen mit den Nadeln der Kiefer und Fichte, als Winter⸗ futter, ernährt; dieß wenig Nahrung gewährende Futter iſt jedoch in Deutſchland nicht üblich. Man beſchränkt ſich hier darauf, VIII. 29 Forſtwirthſchaft. (450) vorzüglich fuͤr Schafe und Ziegen, entweder das Laub verſchiede⸗ ner Holzgattungen im Auguſt und September in den Niederwäl⸗ dern abzuſtreifen, oder die Kopfhölzer in dieſer Jahreszeit zu hauen, um das getrocknete Laub im Winter vorzulegen, welches von einigen Holzgattungen binſichts ſeiner Nahrhaftigkeit dem guten Heu ganz gleich zu ſetzen iſt. Man kann, in Bezug auf dieſe, den verſchiedenen Laubhöl⸗ zern folgende Rangordnung anweiſen: Ulme, Eiche, Haſel, Linde, Hainbuche, Buche, Erle. Die Eſche, der Ahorn und die Roß⸗ kaſtanie würden zwar ein gutes Futterlaub geben; doch erſchwe⸗ ren die ſtarken Blattſtiele das Trocknen deſſelben ſehr; und da die Blätter nur in den Zweigſpitzen ſitzen, ſo ſind ſie eben ſo ſchwer zu ſtreifeln, als an den Zweigen bey dem Schneideln des Holzes zu erhalten, wozu ohnehin dieſe Holzgattungen ſich nicht gut paſſen. Grün giebt auch das Laub der Eſche der Butter einen ſehr unangenebmen Geſchmack, und es iſt zu bezweifeln, daß es ſich getrocknet zum Kuhfutter paſſen würde. Das Bir⸗ kenlaub frißt das Vieh nicht gern. Das geſtreifelte Laub, welches noch keinen Froſt bekommen haben darf, wird wie Heu getrocknet, und dann auf Böden auf⸗ bewahrt. Die geſchneidelten Zweige werden in nicht zu große und nicht feſte Reiſigbüſchel gebunden, und im Freien aufgeſtellt, bis das Laub getrocknet iſt. Dem Viehe vorgelegt, frißt daſſelbe die Blätter ab, und das Reisholz wird dann zum Brennen be⸗ nutzt. In Gegenden, wo die Wieſen mangeln, kann die Anpflan⸗ zung von Schneidelbölzern zur Laubgewinnung dieß ſehr erſetzen und den Schäfereyen ein vortreffliches Futter liefern. In der Lombardey wird eine Menge Vieh dadurch allein erhalten. Zu 2. Die Sammlung von Moos, Nadeln, Laub, um den fehlenden Dünger zu erſetzen, iſt bekannt, und am andern Orte ſchon davon gehandelt, weßhalb wir es hier übergeben. Es iſt immer zu wünſchen, daß eine Wirthſchaft ſo eingerich⸗ tet iſt, es entbehren zu können, um den dadurch im Forſte un⸗ vermeidlichen Schaden zu verhüten. Achter Abſchnitt. Vom Transport des Holzes. Man theilt den Transport des Holzes ab in:— 1) denjenigen zu Lande, 2) denjenigen zu Waſſer. Von dem letztern geht dem Waldeigentbümer und Forſtbe⸗ amten nur die Schwemmerey und Flößerey auf kurze Entfernun⸗ gen an, da die Erbauung der größern Flöße auf ſchiffbaren Flüſ⸗ ſen ganz außer dem natürlichen Wirkungskreiſe deſſelben liegt, indem ſie tbeils Kenntniſſe verlangt, die der Forſtwirth nicht Ge⸗ legenbeit hat zu erwerben, theils ihn aus ſeinem Reviere ent⸗ fernen würde. Wir beſchränken uns daher auch ſtreng auf dieje⸗ nigen Gegenſtände, welche in der gewöhnlichen Forſtverwaltung vorkommen. zen des ho welche Ente itt, lüßt ſ hältniſſe d wind in d feil als mo die he wanne cbhä wege drüte was im d. verdient au Führung d hen Falld fahren wit ſteigen. C auch den die Fuhrle gefäbrlich ſtämme, oder der geln. An daß die W zwar noch lntetzuſche v. del.z v für den d ſeyn wind deutliche unter and Larlsrahe für die ſe ten wünſ Eine reszeit große La können, manng u Fuhrlohn. und Ernde In ſo dihnüchen t das Laud enchide ber in den Naͤewit dieſer Jahntzet z er vorzulegen, nalces er Nahrhaftatit den derſchiedenen buhör⸗ e, Eiche, Haſtl unde, er Ahorn und de it⸗ b geben; doch ulthe⸗ deſſelben ſehr; m a, ſo ſind ſie eden ſ ſey dem Schneddenn w Holzgattungen ſih nit der Eſche der Vuter Res iſt zu bezwiüinn ſeen wüͤrde. Das Aiu keinen Frott hehnme dann auf Joͤen u⸗ den in nicht zu giße d in Freien uſgſtt vorgelegt, frißt daſebe dann zun Bremen ke geln, lun die Anyftn⸗ mmung dieß ſech mein futter liefem. A 12 h allein erhalte. n N adeln, Laub, An d und im andemn Di ier übengehen. 2 1 d k,„l Cirthſcht belngn dadurt in Firſe ln 8. Abſchn. (451) 1) Der Landtransport. Auf ganz kurze Entfernungen werden in kleine Theile zer⸗ legte Hölzer, als Klafterbolz, Spalthölzer u. ſ. w., gewöhnlich wohlfeiler durch Menſchen auf Schubkarren und Schlitten fort⸗ eſchafft, als durch Anwendung von Zugvieh, indem bey die⸗ eem das Auf⸗ und Abladen zuviel Zeit raubt. Daſſelbe gilt für dieſe Hölzer von dem Transporte an ſteilen Hängen, wo man erſt fahrbare Wege herſtellen muß, und doch das Anbrin⸗ gen des Holzes an dieſe nicht würde vermeiden können. Auf welche Entfernungen der Transport durch Menſchen wohlfeiler iſt, lätt ſich nicht genau beſtimmen, da dieß ſehr von dem Ver⸗ hältniſſe der Löhne der Handarbeiter und Fuhren abhängt. Doch wird in der Regel das Ausrückerlohn aus den Schonungen auf 100 bis 150 Schritt durch Holzhauer wohlfeiler ſeyn, wenn man zu4leich den größern Schaden durch Zugvieh und Wagen be⸗ achtet. Um die Anfuhre von Holz auf weitere Entfernungen ſo wohl⸗ feil als möglich zu haben, iſt zuerſt. die Herſtellung der Wege, ſo weit ſie von dem Forſt⸗ manne abhängt, unerlaͤßliches Bedürfniß. Sehr ſchlimme Wald⸗ wege drücken überhaupt die Holzpreiſe ſehr herunter, und das, was im 6. Bd.(S. 392) hinſichts ihrer Erhaltung geſagt iſt, verdient auch ſchon deßhalb Beachtung. Hierzu kommt noch die Führung der Wege längs der ſteilen Hänge hin, um den zu gro⸗ ßen Fall derſelben zu vermindern. Ein Weg, der mit Laſten be⸗ fahren wird, darf auf 100 Fuß Länge nicht über 5 bis 6 Fuß ſteigen. Er muß dabey von Zeit zu Zeit wagerechte Ruheplaͤtze, auch den nöthigen Raum haben, damit an beſtimmten Stellen die Fuhrleute ſich ausbeugen können. Die nötbigen Barrieren an gefährlichen Abgründen, oder die Einfaſſungen durch Bäum⸗ ſtämme, welche dazu beſtimmt ſind, das Schleudern der Schlitten oder der Langhölzer zu verbindern, dürfen ebenfalls nicht man⸗ geln. An dieſe Wege muß das Holz ſo herangefahren werden, daß die Wagen und Schlitten bequem laden köͤnnen. Man hat zwar noch eine Menge Mittel, das Holz in ſteilen Bergen her⸗ unterzuſchaffen, als Rutſchen, Röſen, Kähnelwerke, Schmierwege u. dgl.; wir übergehen ſie jedoch hier, da der Privatforſtbeſitzer, für den dieſe Schrift vorzüglich beſtimmt iſt, ſelten in der Lage ſeyn wird, ſich ihrer zu bedienen, ohne zahlreiche Kupfer keine deutliche Darſtellung möglich iſt, und eine Menge Schriften, unter andern: Handbuch für Holztransport von Jägerſchmid, Karlsruhe 1827, umſtändlich davon handeln, auf welches wir für die ſeltenen Fälle verweiſen, wo eine Kenntniß dieſer Anſtal⸗ ten wünſchenswerth erſcheinen ſollte, Eine andere Rückſicht verdient die richtige Wahl der Jab⸗ reszeit. Im Winter, wo bey Schlittenwegen und Froſtwetter große Laſten mit geringem Kraftaufwande fortgeſchafft werden können, wo die Ackerarbeit ruht und das Zugvieh des Land⸗ manns unbeſchäftigt iſt, hat man gewöhnlich das wohlfeilſte Fuhrlohn. Doch tritt auch noch ein Zeitpunet zwiſchen der Saat und Erndte ein, wo es haufig möglich iſt, Fuhren zu erhalten. wöban ſofern Holz zu transportiren iſt, welches mit den ge⸗ öhn ichen Wagen und Schlitten weggeſchafft werden kann, fah⸗ . 29* Transport des Holzes. 229 Forftwirthſchaft. (45²2) ren unſtreitig die anwobnenden Landleute ſtets am wohlfeilſten, elſt terla da ihnen die Anfuhre keine beſondern Auslagen macht, und ſie wann es bei mit einem geringen Nebenverdienſte zufrieden ſind. Wo jedoch itet wird; ſtarke Schiffbau⸗ oder ähnliche Hölzer anzufahren ſind, welche nes wit theils ungewöhnlich ſtarke Wagen, auch wohl eine beſondere dem Wo Kenntniß der Behandlung des Fuhrweſens dieſer Art nöthig Das Flü machen, muß man die Anfubre einem Unternehmer übertragen,)) wenn welcher im Beſitz der nöthigen Mittel dazu iſt. meht, Trocknes Holz iſt in demſelben Verhältniſſe woblfeiler zu in Ge fabren, wie grünes, wie es an Gewicht durch das Austrocknen ftüͤrzern verliert. Auch ſind einige Hölzer ſchwerer, wie die andern. Wie 1 4 ii viel ein Paar Pferde oder Ochſen laden können, iſt natürlich un in nicht anzugeben, da dieß von der Stärke des Zugviehes, dem Vedinaun Zuſtande der Wege und der Entfernung abhängt; doch wird es 1 Man nicht überflüſſig ſeyn, das Verbältniß der Laſt der gewöhnlich liht ſ vorkommenden Hölzer anzugeben. nr Wenn ein zweyſpänniger Wagen eine Klafter trocknes Ei⸗ Fun chenbolz à 108 Cubikfuß Raum laden kann(nach Jägerſchmids Po da Holztransport): ſo fährt er gleich ſchwer(gleichfalls im Raum gluſte gerechnet) ma n mit 90 Cubikf, grünem..... Eichenbolze Waſer — 90— grünem und 144 Cubikf. trocknem Buchenholze hlle — 90———— 126——— Hainbuchen 9 Bef — 90———— 144——— Ahorn vaſſes — 90———— 162——— Ulmen Lolz — 99———— 126——— Eſchen gedor 90———— 144—= Birken wäch — 19068——— 208——— Erlen b diel — 108——4—— 208——— Linden mung — 126———— 216——— Aspen hen — 126——— 252——— Pappeln holz — 99———— 208——— Weiden der F — 90———— 152—— Weißtannen 9 Die — 99—,——— 208——— Fichten bleiben — 99————= 152——— Kiefern 9 Rihl — 90———— 152——— Lerchen⸗ ſen en Alles Langholz und Klötze fahren ſich beträchtlich ſchwerer, dan als geſpaltene Holzer, und da ſie auch zum Aufladen mehr Zeit Figer und Arbeit koſten, ſo iſt das Fuhrlohn dafür oft bis um die ſed Hälfte theurer, als für Klafterbolz. 5) Es erleichtert die Anfuhre ſehr, wenn man den Fuhrleuten Aus einen langen Termin bis zur Ablieferung ſetzen kann, und es ih⸗ 6) Der 4 nen überläßt, ganz nach ihrer Bequemlichkeit zu fabren. Man bis übergiebt dazu einigen ſichern Leuten das Holz, welche für das 7) Be Ganze einſtehen müſſen und gehalten ſind, die volle Zahl von unte Klaftern u. ſ. w. zur beſtimmten Zeit abzuliefern, wozu aber den freilich gehört, daß ſie untadelhaftes Maaß erhalten. das 2) Der Waſſertransport. 3 bey 3 Da über das Verfahren des Holzes in Kähnen nichts be⸗ grunde ſonderes anzuführen iſt, ſo begnügen wir uns, das Wichtigſte Masgaber über das Flößen und Schwemmen des Holzes zu bemerken.) de Schwemmen nennt man eigentlich, wenn das Holz einzeln, ſich d8 am wohlfeilſten, macht, und ſſe ind. Wo jedoch ten ſind, welche leine beſondere jeſer Art nöthig hwer uͤbertragen, ſe wohlfeiler zu das Austrocknen die andern. Wie en, iſt natürlich Zugviehes, dm t; doch wird der gewöhnlich er trocknes Ei Jägerſchmids alls im Raum Eichenholze m Buchenholze Kainbuchen — Ahorn — Ulmen — Eichen —. Biren — Erlen — Linden 7 Aepen — Nhpelt 1 Welden — Weißtannen — Fichten — Kiefern — Lerchen⸗ ächtlch ſchweler, fladen mehr Zen oft bis um die den Fuhrleuten kann, und es ih⸗ zu fahren. Man welche für das t. atten tichts e⸗ delim Nichtigſte ₰ un bemerken. zes zu. bemeltt ſgus eiazeln, ſch 8. Abſchn. (453) ſelbſt uͤberlaſſen auf dem Waſſer foriſchwimmt; Flößen dagegen, wenn es verbunden durch Menſchen an den Beſtimmungsort ge⸗ leitet wird; doch werden dieſe Worte auch häufig verwechſelt, und es wird unter Flößen überhaupt der Transport des Holzes auf dem Waſſer ohne Kähne verſtanden. Das Flößen gewährt nur Vortheil, 2a) wenn in der Ehene bey fahrbaren Wegen die Entfernung mehr, als 2 Meilen beträgt; b) in Gebirgen aus unzugänglichen Thälern, wo es ſelbſt auf kürzern Strecken unvermeidlich wird. Um eine Flößerey einrichten zu können, müſſen folgende Bedinaungen zu erfüllen ſeyn: 1) Man muß hinreichendes Waſſer baben. Für Klafterholz läßt ſich, wenn es unverbunden geſchwemmt werden ſoll, dieß ſo feſt ſetzen, daß überall eine Tiefe des Flößhaches ſeyn muß, welche die doppelte Dicke des ſtärkſten Scheites beträgt. Für Langholz muß die Tiefe noch um die Hälfte größer ſeyn. Wo das Waſſer feblt, ſucht man es durch Aufſtauungen (Flußteiche) zu erhalten, die auf jeden Cubikfuß Klafterbolz im Nadelholze 4 bis 5 Cubikf., für Laubholz 5 bis 6 Eubikf. Waſſer enthalten müſſen. 2) Bey nicht zu ſchwachem Gefälle muß, das Ufer des Flöß⸗ waſſers tief genug ſeyn, um Sicherheit zu haben, daß das Holz nicht in Sümpfe, Weidenwerder, Röhrung u. ſ. w. geworfen wird. Auch ſoll daſſelbe frey von unterwühlten, ab⸗ brüchigen Ufern, Wirbeln, Kolken und Drehen ſeyn, ſo viel wie möglich ein ebenes Flußbett haben. Viele Krüm⸗ mungen ſind ſtets nachtheilig; jedoch bindern ſie das Flö⸗ ten nicht, wenn ſie nur nicht ſo groß ſind, daß ſich das Hol. harin aufſtauet, was vorzüglich bey Langholz leicht er Fall iſt. 3) Die Ufer müſſen überall zugänglich ſeyn, um das hängen⸗ bleibende Holz fortſchaffen zu können. 4) Mühlen, Wehre, Schleuſen und äbnliche Hinderniſſe müſ⸗ ſen entweder umgangen werden können, was durch Benu⸗ tzung der Abſchlagsgräben geſchieht, oder man muß mit den Eigenthümern derſelben ein Abkommen treffen können, damit ſie das Holz durchlaſſen. 1 5) Es muß ein ſicherer, bequemer Platz zum Auffangen und Ausziehen des Holzes vorhanden ſeyn. 6) Der Einwerfeplatz muß ſo gelegen ſeyn, daß das Holz nicht bis dabin zu viel Anfuhrlohn koſtet. 7) Bergwäſſer, welche einer ſo ſtarken plötzlichen Schwellung unterworfen ſind, daß das Holz dabey nicht aufgefangen werden kann, ſind immer deſto gefährlicher, je längere Zeit das Holz im Waſſer liegt. Um den Vortheil einer Flößerey überſeben zu können, wo⸗ bey die Koſten des Landtransports, wenn dieſer möglich iſt, zum Hrunde gelegt werden, ſind folgende Gegenſtände binſichts der Ausgaben, die ſie verurſachen, zu berückſichtigen: 1) Die Einrichtung des Flößwaſſers. Es kann dazu Ebenung des Flußbettes, Durchſtechung von Krümmungen, Abſtechen Transport des Holzes. 231 232 Forſtwirthſchaft. (404. ) und Befeſtigung dohler Ufer, Ziehung von Graͤben, um Wehre und Mühlen zu umgehen, nöthig ſeyn. 2) Die Koſten der Erbauung des Flößrechens oder Holzfanges, die Einrichtung eines ſichern Platzes, wo das Holz aufge⸗ ſetzt wird. 3 3) Die Koſten der Anfuhre an den Platz, von wo das Holz eingeworfen wird.. 4) Die Ausgabe, welche die Nachflöße verurſacht. ) Die Entſchädigung an Müller und Uferbeſitzer, theils we⸗ gen Behinderung im Mabhlen, theils wegen Beſchädigung der Wehre und Fluthbetten u. ſ. w., auch wohl wegen ſen treten von Gras auf den Wieſen durch die Flößer u. dgl. 6) Der Verluſt an Senkholz, und welcher durch das Schwin⸗ den und das Abſtoßen der Rinde zu erwarten iſt. *)) Der niedrigere Preis, den gewöhnlich das Flößholz gegen das zu Lande transportirte bat. Ueber alle dieſe Dinge läßt ſich durchaus keine Ueberſicht ge⸗ ben, wie groß die dadurch herbeygeführten mittelbaren und un⸗ mittelbaren Ausgaben und Verluſte ſeyn werden, da dieß nach der Oertlichkeit und Beſchaffenheit des Holzes ſehr verſchieden ſeyn kann. Was das Schwemmen oder Flößen ſelbſt betrifft, ſo laſſen ſich dafür folgende allgemeine Regeln geben: Das Holz muß möglichſt klar eſpalten werden; auch iſt al⸗ les faule auszuſcheiden, da große Knoten und anbrüchiges Holz leicht Senkholz werden. 1 Es iſt wünſchenswerth, daß es ein Jahr vor dem Flößen geſchlagen wird, um an luftigen Ablagen, räumlich ſtehend, gut ſer bequem faſſen kann, ſo daß man ſicher iſt, daß das Holz ſich nicht ſtopft, deſto weniger Koſten macht die Flöße. Vor⸗ züglich wichtig iſt dieſe Regel bey aufgeſammeltem Flößwaſſer, wo es darauf ankommt, den ganzen Waſſervorrath möglichſt zu benutzen. Die beſte Jahreszeit zur Flöße iſt das Frühjahr, nachdem aller Schnee geſchmolzen iſt, ſo daß man weder ſehr großes Waſ⸗ ſer zu fürchten hat, noch auch ein ſehr niedriger Waſſerſtand zu erwarten iſt, weil die Winterfeuchtigkeit dieſen noch unterbält. Das Einwerfen bey hohem Waſſerſtande iſt nur bey denjenigen Flößwäſſern rathſam, bey welchen ohne denſelben nicht Waſſer genug vorhanden wäre. Autzerdem hat man Grund, ihn zu ver⸗ meiden, indem dabey das Holz leicht über die Ufer geworfen wird, bey dem Fallen des Paſer viel liegen bleibt und eine koſtbare Nachflöße eintritt, ſel ſt auch das Auffangen des Hol⸗ zes gefährlich oder doch beſchwerlich wird. 8. Die Ro n holzes des holzes „dMd ganzed Bey d fit control Flöße in 1 ſes Auant der, nach! eine Tente Auf das am Volu entſtehen Unter ſeh Flößwaſſ ſaltenem ann aber ber ſteigen Flößrechen de Untern daß ſie de denhäten! der Iahre Füt zenden E zu leſſter Ueh den S trollirte Stande nehmen. Unbe unter der derſelben fremder waglichen Geſchaft zeitigen wöhnlic können iſt dara denn d dalden, un Wehn as Ne hehznges, do das halz aufge⸗ wbon na N holz enurjacht herheſthet, thlt ne⸗ vegen Veichädiung auch val degen za h die Fläßet v.. de durch das Echwie erwarten iſt c das Füßolz gegen us keite beberſcht ge e miteldaren und Uie uaden, n dieß nch hohzs ſchr vnicheden ſebhſ herft, ſo lſen en: en bedzen; auc iſ b und andridize ho Jahr por den Füßen Auunic ſegend, gut eſe auf dem Einuultze egen jede G tdoch b 1 unh he r eingewotſe werden anmelten Chnale rvoruath nizütſt z0 eu bli lfaher de dob 8. Abſchn. Forſtgeſchaͤfte im Monat Auguſt. 233 (455) Die Nachflöße, d. b. die Begleitung des zuletzt eingeworfe⸗ nen Holzes durch Arbeiter, die mit Flößhaken zum Fortſtoßen des Holzes verſeben ſind, muß ſo raſch als möglich erfolgen, um das ganze Geſchäft bey gleichmäßigem Waſſerſtande zu beendigen. Bey der Schwierigkeit, die Arbeiter hinſichts ihrer Thätig⸗ keit controlliren zu können, iſt es am vortbeilhafteſten, die ganze Flöße in Verdung d geben. Gewöhnlich wird dabey ein gewiſ⸗ ſes Quantum als Senkholz accordirt, ſo daß für den Ueberſchuß der, nach Abrechnung deſſelben, ausgeſetzt wird, der Unternehmer eine Tentieme erhält, dagegen aber auch erſetzen muß, was fehlt. Auf das Schwinden des Holzes kann 3 bis 8 Procent Verluſt am Volumen gerechnet werden, die höhern Sätze dieſer Angabe entſtehen jedoch nur dann, wenn ſich viel ſtarke Rinde ablöſt. Unter ſehr günſtigen Verhältniſſen, d. b. bey einem ſehr guten Flößwaſſer, Sicherbeit gegen Entwendungen, leichtem, klar ge⸗ ſpaltenem Nadelholze, iſt oft gar kein Verluſt an Senkholz; er kann aber unter ſehr ungünſtigen auch bis 15 Procent und darü⸗ ber ſteigen.— Für einen Unglücksfall, z. B. den Bruch des Flößrechens bey eingetretenem ſehr hoben Waſſerſtande können die Unternehmer nur dann haften, wenn ihnen nachzuweiſen iſt, daß ſie denſelben, bey geböriger Sorgfalt und Tbatigkeit, bätten verhüten können, oder wenn ſie ihn etwa durch unrichtige Wahl der Jahreszeit ſelbſt veranlaßt haben. Für Beſchädigung der Ufer, Mühlen, Schleuſen, angren⸗ zenden Grundſtücke, müſſen ſie dagegen haften, und den dafür zu leiſtenden Erſatz aus eigenen Mitteln tragen. Ueber die Höhe der für die Klafter u. ſ. w. zu bewilligen⸗ den Sätze kann zuletzt allein eine ſorgfältig geleitete und con⸗ trollirte Probeflößerey Auskunft geben, wenn man nicht im Sande iſt, die Data dazu aus den frühern Rechnungen zu ent⸗ nehmen. Unbemerkt kann auch zuletzt nicht bleiben, daß die Fiſcherey unter dem Flößen ſehr leidet, und daß ſowohl der Eigentbhümer derſelben darauf zu achten hat, als auch leicht Reclamationen fremder Beſitzer und Pachter entſtehen können, die nach ihrem möglichen Umfang gewürdigt werden müſſen, bevor man das Geſchäft neu einrichtet.. Forſt⸗ und Waldgeſchaͤfte im Monat Auguſt. Forſtſachen. In den Samenſchlägen ſind die im künftigen Winter und Frühjahr nachzubauenden Bäume auszuzeichnen. „In den höhern Gebirgen kann zu Ende des Monats die Fichtenpflanzung beginnen. Ueberhaupt können zur Herbſtpflan⸗ zung die Löcher gemacht werden, in ſofern der Boden dieſe Vor⸗ arbeit geſtattet. Die Fichten⸗ und andere Pflanzkämpe ſind vom Unkraute zu reinigen.— Nach warmen Sommern und in zeitigen Jabren, kann in der Ebene zu Ende des Monats ge⸗ wöhnlich reifer Birkenſame geſammelt werden. Weidenwerder können durch Stecklinge angepflanzt werden. In Kieferforſten iſt darauf zu achten, ob der Kieferſpinner ſich vermehrt hat, und wenn dieß der Fall ſeyn ſollte, ſind die befallenen Orte mit Rau⸗ — v“ 234 Forſtwirthſchaft. 8. Abſchn. Forſtgeſchaͤfte im Auguſt. (456) pengräben zu umziehen. Das Aufſuchen der Forleule wird noch im Anfange des Monats fortgeſetzt werden können, der Eintrieb der Schweine muß, wo dieſes Inſect bemerkt wird, unausge⸗ ſetzt erfolgen. Bemerkt man die Nonne, kann das Streurechen angeordnet werden. Auf das Daſeyn der Afterraupen iſt zu ach⸗ ten, da ſie in dieſem Monate am ſtärkſten frißt. Auch die Kie⸗ fern⸗ Spannraupe, der Dämmerungsfalter und der Fichtenſpin⸗ ner machen ſich jetzt bemerkbar. Das befreſſene Holz, bey dem ſich das Eingehen zeigt, muß ſchleunig eingeſchlagen werden. In Fichtenwäldern iſt das Aufſuchen der Wurmſichten anzuord⸗ nen, um ſie zu fällen und zu ſchälen, da jetzt der Borkenkäfer oft noch ſchwäarwm. In den Gebirgen iſt die Aufſicht auf die Sammler der Him⸗ beeren u. ſ. w. nöthig, das Laubſireifen findet gewöhnlich jetzt Statt, die Köhler bedürfen fortwähkender Controlle, eben ſo Wis die Kandleute⸗ wo das Einbinden des Getreides in Wieden üblich iſt. Die Maſt muß in der Mitte des Monats unterſucht und nötbigenfalls taxirt werden, um den Hütungsberechtigten die(in Preußen) mit dem 24ten Auguſt eintretende Maſtſchonung in der Zeit bekannt machen zu können.„ Die Etats hinſichts des Einſchlags für das künftige Jahr können nun angefertigt werden, da man ſowohl die verbliebenen Beſtände, als auch den möglichen oder nothwendigen Einſchlag wird überſehen können. Bey dem Mähen der Wieſen und dem Ackern der Brachfelder, ſind die Grenzen fleißig nachzuſehen, damit ſie nicht verletzt werden. F Viele ſawittel den. Po wenig kann, d vir in Holz hah Neele zu Dhne Nach Jufwertia ſen von T henutt la Neber ſchiedene Product mertlich doch keit Waſſer! gefunden vollkomn wenn g Beymiſch eim Anguſt keule wird noch , der Eintrieh vid, unausge⸗ das Sireurechen upen iſ zu ach⸗ luch de Kie⸗ der gichtenſbin⸗ Holz, bey dem ſhlagen werden. ſichten anzuord⸗ der Vonenüſfer umler der Hiw⸗ gewöhnlich jezt rrolle, eben ſo des in Wieden interſucht und ptigten die(in ſtſchonung in künftige Jahr everbliebenen gen Einſchlag ſeen und dem nachzuſehen, Forſtwirthſchaft. Neunter Abſchnitt. Die Torfwirthſchaft. Vielen Gegenden mangelt das Holz, und ſie müſſen als Er⸗ ſatzmittel zur Feuerung Torf, Braun⸗ und Steinkohlen verwen⸗ den. Vorzüglich der erſtere, welcher ſich ſo häufig vorfindet, mit wenig Muͤhe und Kunſt von jedem Landwirthe gewonnen werden kann, der das Brennholz größtentheils vollkommen erſetzt, wie wir in vielen ausgedehnten Landſtrichen ſehen, welche gar kein Holz haben, verdient die ganze Aufmerkſamkeit des Landmannes. Viele zu Acker und Wieſen benutzbare Holzgründe können noch ohne Nachtheil der Landwirthſchaft überlaſſen werden, wenn mehr Aufmerkſamkeit auf eine zweckmaßige Benutzung der großen Maſ⸗ ſen von Torf verwandt wird, welche überall in Deutſchland un⸗ benutzt lagern. Ueber die Entſtehung und Bildung des Torfs finden ver⸗ ſchiedene Meinungen Statt. Die vorherrſchende iſt: daß er das Product abgeſtorbener, durch einen gelinden Gährungsproceß zwar merklich zerſtörter und veränderter Pflanzen ſey, bey denen je⸗ doch kein eigentlicher Fäulnißproceß, wegen der Bedeckung mit Waſſer und Beymiſchung der Fäulniß widerſtehender Stoffe, Statt gefunden hat, wodurch ſie in ihre Grundſtoffe aufgelöſt, oder in vollkommnen Humus verwandelt werden konnten. Nach der andern Meinung bildet ſich die Torfſubſtanz aus in der Luft und Waſſer vorhandenen erdigen und kohligen Stof⸗ fen, eben ſo wie ſich niedere Pflanzen im Waſſer bilden, und die ſich darin vorfindenden Pflanzenüberreſte ſind bloß eine zufaͤllige, wenn gleich zur Vermehrung der Torferzeugung mitwirkende Beymiſchung.— Als entſchieden iſt anzuſehen, daß ein gewiſſer Grad von Feuchtigkeit im Boden und der Luft zur Torfbildung unerläß⸗ lich iſt, da er da ganz fehlt, wo derſelbe mangelt, und daß die⸗ Forſtwirthſchaft. (462 ) ſer im Boden erhalten werden muß, wenn der Torf ſich ferner erzeugen ſoll. Der Torf findet ſich ſowohl in den früher vom Meere bedeckt geweſenen Ebenen, als in den Bergen, wie an verſumpften Fluß⸗ ufern. Die Torfbrücher in den Bergen und längs den Flüſſen werden in Süddeutſchland Mooſe genannt, z. B. das berühmte Donaumyos in Baiern. Im Meeresboden nimmt er zuerſt die Einſenkungen zwiſchen den wellenförmigen Hügeln ein, welche ein thoniges undurchlaſ⸗ ſendes Unterlager haben, über dem die ſich in dieſen Grunden zuſammenziehende Feuchtigkeit ſtehen bleibt und zur Entſtehung von Torfgewächſen Veranlaſſung giebt. Gewöhnlich ſind dieſe Torfbrücher die am ſchwerſten zu benutzenden, weil häufig der hinreichende Waſſerabfluß fehlt, und auch nicht ohne großen Ko⸗ ſtenaufwand zu beſchaffen iſt, um den beſſern in der Tiefe lie⸗ genden Torf gewinnen zu können. Selten ſind auch dieſe Torf⸗ lager von großer Ausdehnung. Weiter erſtrecken ſich gewöhnlich diejenigen längs der ver⸗ ſumpften Flußufer, wie ſie z. B. längs der Spree, Havel, War⸗ the u. ſ. w. gefunden werden. Sie ſind, nachdem der Lauf der Flüſſe mehr geregelt worden iſt, ihr Waſſerſpiegel im Allgemeinen niedriger liegt, als früher, in der Regel nicht bloß leichter zu ent⸗ wäſſern, als die Einſenkungen in dem wellenförmigen Meeresbo⸗ den, ſondern auch wegen der beſſern Waſſercommunication auf Ca⸗ nälen, die mit den größern Fluſſen ſich leicht verbinden laſſen, ei⸗ ner ausgedehntern Benutzung fähig, als die erſten, aus denen nur ein Landtransport möglich iſt. Deßhalb ſind auch dieſe Torf⸗ lager gewöhnlich die wichtigſten und einträglichſten, und nur in der Nähe großer Städte erhalten die erſtern Bedeutung. Die ausgedehnteſten Torfmoore liegen in den niedrigen Küſten⸗ gegenden, welche früher durch das Austreten des Meeres ver⸗ ſumpft, erſt in der neuern Zeit durch Eindeichungen und Erhö⸗ hung der Dünen trocken gelegt ſind, wie z. B. in Holland, Oſtfriesland, Irland u. ſ. w. In den Bergen bildet ſich der Torf vorzüglich über dem Ge⸗ ſtein, welches vorherrſchend Kieſelerde enthält, und in wagerech⸗ ten Schichten gelagert iſt, wodurch das Eindringen der Feuch⸗ tigkeit verhindert wird. Selten wird Torf in Kalkgebirgen oder über Geſtein von ſenkrechten Spalten gefunden; dagegen deſto häufiger über Granit, Gneus und Glimmerſchiefer, wie am Oberbarz, in Schottland und dem ſchwediſchen und norwe⸗ giſchen Hochlande.. Man findet zwar auf allen dieſen Lagerſtätten Torf von ſehr verſchiedner Güte; doch liegt der beſſere immer deſto tiefer, je ſtärker die Vegetation von Gewächſen iſt, die ihn erzeugen, oder ſich mit ihm miſchen, da ſich die noch wenig zer törten Ueberreſte derſelben obenauf lagern. Es liegt deßhalb der beſſere Torf auch in der Regel flächer an entwäſſerten Flußufern, auf ſchon vor längerer Zeit eingedeichtem Meeresboden, weil hier die mehr grasartigen Gewächſe, die ihn erzeugen, theils benutzt wer⸗ den, theils weniger Torfmaſſe geben, als in den Gebirgen, oder denjenigen Einſenkungen, wo er aus Torfmovſen entſteht, von denen jährlich eine große Maſſe abſtirbt und nur ſehr langſam zerſtört wird. Auch dieß trägt ſehr viel dazu bey, den Torfmoo⸗ mit den hi un Perth zo Der Tor jt man ihn Nan be tn er gefur 1) Ho herſteht, we deerfläͤche höbern Ber dieſer Aus⸗ indem Ro aufſaugen, eine nele Art durch locker aufg dem Menſch einſintt. aduncum, gebildet.) Torfatten, ſchwer zu⸗ Vi daß es m ſind, die ſumpften! ufer odet boden en auch wol Conferber Priophon von Torf gum, P. tum und finden ſich 9) d atten, vn Holzgatta Waſer ni theils we ſichnoch in gelage gegenden tes holz Menge wird, en 4 9, d vorhander dder von ſſt hier gr geſchweifte den. Dieſ wer ſcha her Vusde de Torf ſich ferner un Meer hedeckt i niinnften Fluß⸗ dlangs dn Flüſfen X w mühmte enden, weil häuih n nict ohde goinn de beſeem in der Tufe he⸗ en ſind auch dieſe Tor⸗ 5„ † Spre, M , M 1 1 rcomminianen aufér icht vertinden uſen, in die aſſen, aus degen alb fir uh niſeLui razlickſen,ud vu Redeutung.. Veerzitinn ite trten des Merus de neitunr unh Si⸗ ie; B.i holand, nizlih ile den ge zalt, und i wagtrech Ending dr felü⸗ dutf in Faltgeditgen en gefonden; adige Gümmuichiei, vie zweliſchen und norce⸗ eſtätten Lerf un ſähr erſtatten, inwer deſto die ihn etzel in zerſtörten 3 ſere Tol 2 — — = 9. Abſchn. Die Torfwirthſchaft. (463) ren in den höhern Gebirgen und in den Fennen oder Lagern, ih⸗ ren Werth zu rauben.. 4 Der Torf lagert in ſehr verſchiedner Mächtigkeit; doch hat man ihn noch nicht über 50 Fuß Tiefe gefunden. Man bezeichnet in Norddeutſchland die Lagerſtätten, auf de⸗ nen er gefunden wird, in folgender Art: 1) Hochmoore, worunter man Anbäufungen von Torf verſteht, welche ſich nach und nach durch ihr Anwachſen über die Oberfläche des Bodens erheben(nicht deßhalb, weil ſie oft in höhern Bergen gefunden werden, da es keine Berge giebt, wo dieſer Ausdruck gebrauchlich iſt). Dieß Anwachſen findet Statt: indem Mooſe, welche aus der Luft und aus der Tiefe Waſſer aufſaugen, jährlich abſterben und ſich auflagern, indem fortwährend eine neue Generation darüber erwächſt. Es bilden ſich auf dieſe Art durch und durch mit Waſſer durchzogene Torfhügel, welche nur locker aufgehäuft ſind, und dem Vieh, welches ſie betritt, ſelbſt dem Menſchen, verderblich werden können, indem man leicht in ſie einſinkt. Vorzüglich werden ſie durch Sumpfmooſe, Hypnum aduncum, H. scorpioides, IH. fluidans, H. cuspitatum u. a. m. gebildet. Nur in beträchtlicher Tiefe haben ſie gewöhnlich gute Torfarten, ſind aber die mächtigſten Torflager, auch oft nicht ſchwer zu entwäſſern, wenn hinreichendes Gefälle vorhanden iſt. 2) Wieſenmoore zeigen ſchon durch ihren Namen aan, daß es mit grasartigen Gewächſen bewachſene, ebene Flächen ſind, die gewohnlich in mehr oder weniger entwäſſerten, ver⸗ ſumpften Gegenden liegen. Sie nehmen am häufigſten die Fluß⸗ ufer oder ausgedehnten Einſenkungen im wellenförmigen Meeres⸗ boden ein. Die Pflanzen, welche hier vorzüglich ſich finden, und auch wohl am mehrſten zur Torferzeugung beytragen, ſind: Conferven, als: C. rivularis, setiförmis, C. Bullosa: Eriophorum polystochion(Wollgras, ein bekanntes Anzeichen von Torf). Patamogeton, als P. natans, P. fluitans, P. ori- spum, P. compressum. Myriophyllum, vorzüglich: M. spica- tum und M. verticillatum. Scirpus, Juncus und Carex-Arten finden ſich hier ebenfalls bäufig und wirken zur Torfbildung mit. 3) Die Holzmoore liefern gewöhnlich nur geringe Torf⸗ arten, und ſind theils aus zuſammengeſchweiftem Holze ſolcher Holzgattungen entſtanden, die der Auflöſung und Zerſtörung im Waſſer nicht widerſtehen, als Weiden, Aspen, Linden u. dergl., theils werden ſie auch wohl ſo genannt, wenn in dem Torfe ſich noch viel unzerſtörte Stämme von andern Holzgattungen dar⸗ in gelagert finden. Sie finden ſich vorzüglich in den Küſten⸗ gegenden der nördlichen Meere, wo ſie vielleicht durch angeſchwemm⸗ tes Holz, ähnlich dem Treibbolz, welches noch jetzt in großer Menge an den Küſten Islands und Grönlands ausgeworfen wird, entſtanden ſind. 4) Die Meermoore ſind nur an ganz niedrigen Küſten vorhanden, welche, bey der Fluth überſchwemmt, verſumpften, oder von welchen ſich das Meer zurückgezogen bat. Der Torf iſt hier größtentheils aus daſelbſt gewachſenem, oder zuſammen⸗ geſchweiftem Seetang(Fucus), und andern Seegewächſen entſtan⸗ den. Dieſe verſchiedenen Arten von Torfmooren ſind jedoch nicht immer ſcharf von einander geſchieden, ſondern da, wo ſie in gro⸗ ßer Ausdehnung vorkommen, gemiſcht.* — *. * —,——— Forſtwirthſchaft. (464) Ebenſo liefern ſie nicht Torf von einerley Brenngüte, ſon⸗ dern der beſte, wie der ſchlechtere, kann in jedem derſelben vor⸗ kommen. Die größere oder geringere Brenngüte des Torfes bängt von der größern oder geringern Menge des in ihm enthaltenen Kohlenſtoffs ab, welche durch das Gewicht im trocknen Zuſtan⸗ de, vorausgeſetzt, daß keine fremdartige Beymiſchung von Erden darunter iſt, angezeigt wird. Jemehr unzerſtörte Pflanzenfaſer dem Torf beygemiſcht iſt, deſto lockerer, leichter und von ge⸗ ringerer Güte iſt derſelbe. Daher ſind die obern Schichten, in denen die Pflanzenfaſer noch wenig zerſtört iſt, ſtets ſchlechter, als die tiefer liegenden; die tiefſten enthalten ſtets den beſten Torf. Man kann daber auch über die Beſchaffenbeit deſſelben nicht eher urtheilen, bevor man nicht das Torfmoor bis ſo tief, als man es zu entwäͤſſern und auszuſtechen vermag, unter⸗ ſucht hat. Die Namen, mit welchen man die verſchiedenen, in Güte ab⸗ weichenden, Torfarten bezeichnet, ſind provinciell und ſehr ver⸗ ſchieden, ſo daß ſie ſich nicht benutzen laſſen, um den Brenn⸗ werth derſelben danach zu bezeichnen. Es iſt nur möglich, dieß nach dem Gewichte, wobey hier ein trockner preußiſcher Cubik⸗ fuß angenommen wird, zu thun, und zugleich mit Anwendung der üblichſten Namen, dasjenige anzugeben, was die verſchiedenen Torfarten baben. 1) Weißer leichter Moostorf, Papiertorf, vorzüglich auf der Oberfläche der mit Torfmooſen bedeckten Fennen, der verſumpf⸗ ten Gegenden der höhern Gebirge, beſteht aus dem noch wenig zerſtörten Gewebe von Mooſen, dazwiſchen liegenden weißen Streifen von Schilf oder Blättern. Der Cubikfuß des beſſern wiegt 19 bis 20 Pfd., 180 bis 200 Cubf. ſind an Brennwerth gleich einer preußiſchen Klafter gewöhnlichen Kiefern⸗ Kloben⸗ holzes. Er kann nicht verkohlt werden, verbreynt ziemlich ſchnell, mit einer für Torf verhältnißmäßig ſtarken Flamme, trocknet zwar ſchnell aus, iſt aber nicht gut zu transportiren, da er leicht zerbricht, und überhaupt die ſchlechteſte Torfgattung, wel⸗ che vorkommt. Unter dem angegebenen Gewicht iſt er kaum zu benutzen. 2) Leichter brauner Moosdorf. Er liegt gewöhnlich unter dem vorigen, die Pflanzenfaſer iſt ſchon etwas mehr zerſtört, ſein Ge⸗ wicht iſt 26 bis 27 Pfd. 140 bis 150 Cubikfuß haben den Brenn⸗ wertb einer Klafter Kiefernbolz. Die Eigenſchaften deſſelben ſind die der vorigen Gattung, nur daß er im Verhältniß ſeiner größern Güte etwos langſamer verbrennt. 3) Gelber unreifer Sumpftorf, auch Raſentorf genannt. Die obere Decke der Wieſenmvore, aus den Wurzeln der verſchiede⸗ nen Torfaewächſe und den noch wenig zerſtörten Stängeln der⸗ ſelben beſtehend, zuweilen auch wobl mit Sand gemiſcht, wenn dieſer von benachbarten Sandſchollen hineingewedt wird. An Güte den Moostorf wenig übertreffend, und 20 bis 27 Pfund wiegend, auch von gleicher Beſchaffenheit hinſichtlich der Art des Verbrennens, wie der vorige.. 4) Lockerer ſchwarzer Sumpftorf, gewöhnlich diejenige Torf⸗ ſchicht, welche unter der untet 1 bis 3 aufgeführten obern Decke liegt. Der Hauptbeſtandtheil beſteht ſchon aus ſo weit zerſtörten nen, ſelbſt führen, bonun daran gewig nicht zuͤnſ nungstoſte mer wohlfeile reichen Gege man, auchd noch nicht theils eingeh die Einführun te Menſchen behen oli große Haufe X. nerley Brennzüte, ſar in jedem derſelhen han güte des Torfs hängt des in ihm eutzaltenen icht im wocnen zuſtn⸗ Beymiſchung bon Eden unzerſtörte ianenſer er, leichter und ton ge⸗ die obern Schichen, in eſtört iſt, ſtetz ſhlecter entbalten ſtets den deſen ſe Beſchaffnheit deſelben das Torfmocr bis ſ hef, zuſtechen bermag, uner: verſchiedenen in Glt ab⸗ probineil und ſehr ber⸗ en laſſen un den Buan⸗ Es iſ turwiglic, dieß ockner wugſce Luhi⸗ —zugleit ni Anwendung eben, wosdiererchjedenen iertoni, vhizlch duf der en Ferna, dr berumyf⸗ ſteht au dn noch werig wiſchen lezenden weihen Der Cutuß des deſſen Sobf. ſt n Brennweer balichen Keim: Koben⸗ verdrertt jli ſtual, ſtarien fünne, dh net zu mnnsportiren, da echteſte Torfzattung, wel⸗ en Genitt ſt e ün regt gewihnii as mehr zetſtütt, ban dnn m eigenſchaften deſſen Vahältni ſiner gluͤßen „ntorf nannt. N Faſentorf ge rrichide qngeln dr⸗ vͤhnlich vii ni. ſeipei zunſtörten 9. Abſchn. Die Torfwirthſchaft. ³(465) Pflanzenfaſern, daß der ausgeſchiedene Koblenſtoff vorherrſchend iſt; doch iſt er noch vielfach mit unzerſtörten Pflanzenüberreſten durchmiſcht, welche ihm das Beywort locker geben. Sein Gewicht iſt 27 bis 40 Pfd., und danach ſeine Brenngüte, ſo daß 140 bis 100 Cubikfuß 1 Klft. Kiefernholz gleich gerechnet werden können. Er verbrennt mit langſamem Glimmfeuer. 5) Holztorf, worin noch Uebexreſte vom aufgeweichten, nicht ganz zerſtörten Holze bemerkbar ſind. Je mehr Holz darin noch bemerkhar iſt, deſto geringer iſt ſeine Güte, da dietz nur noch aus ſehr lockerer, wenig Hitze gebender Holzfaſer beſteht. Das Gewicht deſſelben ſchwankt zwiſchen 33 und 46 Pfd. der Cubf., ſo daß 120 bis 87 gleich einer Klafter Kiefern Holz ſind., 6) Schwerer, braunſchwarzer Moostorf, aus Hochmooren, bereits mit ſo zerſtörter Pflanzenfaſer, daß dieſelbe darin nicht mehr zu erkennen iſt. Ebenſo der braunſchwarze Sumpftorf, welcher auch in Stücken geſtochen werden kann, jedoch keine un⸗ zerſtörten Pflanzenüberreſte mehr enthält. Er wiegt zwiſchen 46 und 53 Pfd. der Cubikf., verbrennt mit langſam glimmendem Feuer, iſt gut zur Verkohlung, und 87 bis 75 Cubf. ſind an Brenn⸗ güte gleich 1 Klafter Kiefernholz 7) Schwerer, ſchwarzer Sumpftorf(Strichtorf, Preßtorf, Baggertorf, klibbriger Dary, Pechtorf genannt), kommt als ſchlammige Maſſe in der Tiefe der Torfbrücher vor, wird in Formen geſtrichen, und bäckt getrocknet ſehr feſt zuſammen, in⸗ dem er ſich gleichſam mit einem ſchwarzen Kitte überziebt und im Innern verbindet. Es iſt die beſte Torfgattung, vorzüglich eeignet zur Verkohlung, giebt ein lang anhalten des, dabey aber doch ziemlich ſtark brennendes Feuer, wiegt 53 bis 60 Pf. pr. Cubf., und 75 bis 65 Cubf. ſind an Brennwerth gleich 1 Klft. Kiefern bolz. Man findet ſogar von dieſer Gattung Torf, wobey 56 Cu⸗ bikfuß dieſelbe Hitze hervorbringen, wie 1 Klft. Kiefernholz. Um eine Torfſtecherey anzulegen, ſind folgende Gegenſtände zu berückſichtigen und zu unterſuchen: 1) die Holzpreiſe, 2) die Güte des Torfes, 3) die Mächtigkeit des Torflagers, 4) die Koſten der Gewinnung und des Transports des Torfs. Zu 1. Bey großem Holzüberfluſſe und daraus entſpringen⸗ den niedrigen Holzpreiſen, iſt kaum auf Abſatz von Torf zu rech⸗ nen, ſelbſt zur eignen Conſumtion die Torffeuerung kaum einzu⸗ führen, vorzüglich nicht, wenn die Bewohner der Gegend noch nicht daran gewöhnt ſind. 100 Cubf. Torf könven zwar unter ſelbſt nicht günſtigen Umſtänden nicht über 12 bis 16 Groſchen Gewin⸗ nungskoſten machen, und alle beſſern Torfſorten würden deßhalb im⸗ mer wohlfeiler zu haben ſeyn, als in der Regel ſelbſt in holz⸗ reichen Gegenden das wohlfeile Holz iſt; allein deßhalb darf man, auch die größere Wohlfeilheit des Torfes richtig berechnet, noch nicht auf den Verkauf deſſelben zählen. Tbeils wirkliche, theils eingebildete Unannehmlichkeiten bey demſelben, erſchweren die Einführung der Torffeuerung ſehr, wenn auch daran gewöhn⸗ te Menſchen ſie oft der Holzfeuerung vorziehn, und nur bey hohen Holzpreiſen entſchließt ſich der daran nicht gewöhnte große Haufe dazu. Sie bedingt zuerſt eine darauf berechnete IX. 30 Forſtwirthſchaft. (466) Einrichtung zur Feuerung und deßhalb gewöhnlich Umänderung der Oefen, welche früher mit Holz gebeizt wurden. Der Torf bedarf einen ſtarken Luftzug, um raſch zu verbrennen und viel Hi⸗ tze zu entwickeln, weßhalb auch Zugoͤfen für ihn vorzüglich zu empfehlen ſind. Bey der großen Menge Aſche, welche zurück⸗ bleibt, iſt es auch nöthig, daß er auf einem Roſte verbrannt wird, und dieſelbe in ein darunter befindliches Aſchenloch fal⸗ len kann. Daß ferner die Oefen ganz dicht ſeyn müſſen, um den übelriechenden Rauch nicht durchzulaſſen, darf wohl kaum erwähnt werden. Dieſer unangenehme Torfgeruch iſt das zweyte, mehr ein⸗ gebildete, als wirkliche Hinderniß der allgemeinen Einführung des Torfverbrauchs. Er wird nur da empfunden, wo die Feue⸗ rungen ſchlecht eingerichtet ſind, wo die Oefen nicht dicht ſind und keinen Zug haben, die Schornſteine rauchen. Bey gut und dicht geſetzten Zugöfen aus Kacheln, vorzüglich bey denen, welche von Innen geheizt werden, iſt durchaus nichts davon zu bemerken, und kein fremder Beſucher eines mit Torf geheizten zunmarh wird es dann bemerken, ob dazu dieſer oder das be⸗ e Buchenholz verbrannt iſt.. Unangenehmer iſt die viele zurückbleibende Torfaſche, welche ſehr lange Feuer hält, ſogar ſpäter, wenn ſie mit der Luft in Berührung kommt, ſich oft wieder entzündet, und deßhalb mit großer Vorſicht aufbewahrt werden muß, deren Wegſchaffung ſelbſt oftr unangenehm wird, da ſie die wenigſten Oekonomen zu benutzen wiſſen. In England iſt jedoch die Torfaſche ein ge⸗ ſchätztes Dungmittel. Der Torf wird dazu beſonders verbrannt, und die Agriculturchemie lehrt deren Benutzung. Selbſt die vie⸗ len Torfbrocken(Torfmüll) ſind durch Vermiſchung mit Kalk zur Düngung zu benutzen. Eijgentlich iſt alſo kein Grund, welcher von dem Gebrauch dieſes wohlfeilen Feuerungsmaterials abhalten kann, ſobald es gut vorhanden und mit verhältnißmäßigem Koſtenaufwande zu gewinnen iſt, da die etwaigen Auslagen wegen Umänderung der Feuerungen ſich bald wieder erſetzen. Doch wird man im⸗ mer annehmen können, daß man da, wo er noch nicht üblich iſt, er erſt bey hohen Holzpreiſen, und wenn man den Tor' beträcht⸗ lich wohlfeiler, gegen ſeinen wahren Werth, geben kann, auf Abſatz deſſelben zu rechnen iſt.. Zu 2. Alle alten und tiefen Torflager haben in der Regel guten Torf, wenn auch die obern neu entſtandenen Schichten nur gering ſeyn follten. Es iſt jedoch oft nur mit beträchtlichem Koſtenaufwande möglich, Torfbrücher von den obern Schichten abzuräumen, ſo tief zu entwäſſern, daß man zu den tiefern La⸗ gen kommen kann; zuweilen iſt auch die Torfbildung überhaupt noch zu neu, als daß der gute Torf in belohnender Menge vor⸗ handen wäre. Da nun aber die leichtern Sorten, welche weniger als 35— 40 Pfund der trockene Cubf. wiegen ſollten, abzuſetzen ſind, ſo iſt es ſehr wichtig, die Güte des Torfs, durch die Un⸗ terſuchung ſeines Gewichts im ganz trocknen Zuſtande, vorher zu prüfen. Zu 3. Der Betrieb eines Torfſtichs und deſſen Einrichtung machen immer mehr oder weniger Koſten. Die Ziehung der Grä⸗ ben zur Entwäſſerung, die Erbauung von Torfſchuppen, die An⸗ —— —— — efüng der ſbr hald) tng dine ten werden nucnes Stt iigen Korb ein preußi hey 20 Zol beh 25 Zol und bey je wehr. Hierbe ſchlechtere man die oder Einſt bringen iſt Müll ils und dem T zu 4. Man henußbare wovon m entwäͤſſen weggeſtodh chert iſt, zu erhalten velche zar keine Rüͤckſ der ohnehit De 8 verſchieden von hinre len, dor Torf ben bringen, gen deſſe ſung des müſen, ten muͤßf zu benut wenn da⸗ mung de ſaande de dehinder sn Madunm lich Umaͤnderun den. Der Tor nen und viel Hi⸗ in borzüglich zu „lche zurück⸗ Nuſt berbrannt Aichenloch fal⸗ eyn wüſſen, um datf wohl kaum behte, wegt ein⸗ inen Enfhtung , wo die haue⸗ nicht dicht ſod 1. Bey gut und ich hey denen, nichts dabon zu Torf geheizten Poder das be⸗ rfaſche, weiche nit der Luft in id deßhald wit Wegſchaffung Oekonomen zu eiaſche ein ge⸗ ders verbrangt, Selbſt die vie⸗ ug wit Jal zur n dem Gebrauch ann, ſobald 6s kenaufwande zu n vnanderung ird man im⸗ nct adüth iſ Torf bettacht⸗ eden konn, auf in der Regel denen Schichten itbetrachtlichen obern Schichten den tiefem Lh⸗ ldung üteraut nder Menge dur , welche vanige ollten, thzutgen a, durch die Un⸗ ſtande, borhet zu eſen eitrichtung 3 Grä⸗ giehung t An⸗ cuoen, —— 9. Abſchn. Die Torfwirthſchaft. (467) ſchaffung der Karren und anderer Utenſilien, bedingt ſtets eine bald mehr, bald weniger beträchtliche Auslage, welche nur gedeckt wird, wenn eine hinreichende Menge von Torf aus der Anlage gewon⸗ nen werden kann. Nach dem preußiſchen Torfmaaße ſoll ein trocknes Stück Torf 240 Cubikzoll enthalten, 25 Stücke machen einen Korb, und 240 Körbe oder 6000 Stück einen Haufen. Ein preußiſcher Morgen giebt bey 20 Zoll Tiefe des Torflagers 226,800 Stück= 372 Haufen, bey 25 Zoll Tiefe des Torflagers 283,500 Stück= 48 Haufen, unn bey jeder 5 Zoll größerer Tiefe 66,700 Stück oder 11 Haufen mehr. Hierbey iſt jedoch nicht zu vergeſſen, daß zuerſt die obere ſchlechtere Torfdecke abgeräumt werden muß, und folglich, wenn man die Mächtigkeit des Torflagers entweder durch Aufgraben oder Einſtoßen einer zugeſpitzten Stange unterſucht, in Abzug zu bringen iſt. Dann kann man aber auch noch † auf Brocken oder Müll als verloren gehend annehmen, was bey der Gewinnung und dem Transporte zerbröckelt und nicht zu benutzen iſt. Zu 4. Die Koſten der Torfgewinnung zerfallen A. in die erſten Einrichtungskoſten, B. in diejenigen des Stechens, Trocknens, Ausfahrens und Auf⸗ ſetzens des Torfes. 3 A. Zu den Einrichtungskoſten gehören: a) die Entwäſſerung, da ſelten ein Torfbruch gleich Anfangs trocken genug ſeyn wird, um ohne Weiteres ihn ausſtechen zu können. Man muß dabey von dem Grundſatz ausgehen, daß kein benutzbares Wieſenland zum Torfſtechen benutzt werden ſollte, wovon man nicht die Ueberzeugung hat, daß es dabey ſo weit entwäſſert werden kann, daß der Untergrund, bis wohin der Torf weggeſtochen wird, auch ferner benutzbar bleibt, und man geſi⸗ chert iſt, daraus nicht eiwa künftig einen unbenutzbaren Sumpf zu erhalten. Blotz bey ohnehin unbrauchbaren Fennen im Felde, welche gar nicht entwäſſert werden können, nimmt man darauf keine Rückſicht, und baggert ſie möglichſt tief aus, da dadurch der ohnehin werthloſe Grund nicht ſchlechter wird. Die Koſten der Entwäſſerung können dabey außerordentlich verſchieden ſeyn. Wo bereits ein natürlicher Abfluß des Waſſers von hinreichender Tiefe, um die aufgeſtellte Bedingung zu erfül⸗ len, vorhanden iſt, wo der Ausſtich aus den Graͤben gleich zu Torf benutzt werden kann, ſind dieſelben kaum in Anſatz zu bringen, da der gewonnene Torf ſie deckt und nur das Ausbrin⸗ gen deſſelben etwas theurer wird. Anders iſt es, wo zur Ablaſ⸗ ſung des Waſſers, Gräben durch feſtes Vorland gezogen werden müſſen, wo die natürlichen Abzugseanäle eine Vertiefung erhal⸗ ten müſſen, ohne daß der ausgebrachte Sand, Moder u. ſ. w. zu benutzen iſt; ja noch koſtbarer kann die Entwäſſerung werden, wenn dazu Stauſchleuſen nöthig werden, um die Ueberſchwem⸗ mung des Torfbruchs zur Zeit der Arbeit, bey hohem Waſſer⸗ feandedder Flüſſe, in welche das Waſſer geleitet werden ſoll, zu verhindern. 3 Es wird keiner weitläuftigen Ausführung bedürfen, daß es ganz unmöglich iſt, dazu feſte Koſtenſätze anzugeben, ſondern daß 30* Forſtwirthſchaft. (468) der Betrag der Entwäſſerungskoſten, wo nicht die zu ziehenden Canäle gleich mit dem Torfſtiche verbunden werden können, je⸗ desmal beſonders veranſchlagt werden muß. Sobald ein Torfgrund nicht hinreichend entwäſſert werden kann, muß das Waſſer, wenigſtens da, wo der Torf geſtochen werden ſoll, von Zeit zu Zeit ausgeſchöpft oder geſchneckt werden, was jedoch nur bey hohen Torfpreiſen anwendbar iſt, da ſich ſonſt der Koſtenaufwand nicht deckt. Als allgemeinen Durchſchnittsſatz kann man annehmen, daß bey einem Tagelohn von 8 gr. oder 10 ſgr., da die Arbeiter bey dieſer beſchwerlichen und ſelbſt ungeſunden Arbeit gut bezahlt werden müſſen, wenn kein Ausſchöpfen des Waſſers nöthig wird, und ſonſt kein Hinderniß eintritt, das Grabenſtechen im Torf⸗ grunde folgende Koſten macht, den Graben zu7 Fuß Breite, bey 5 Fuß Tiefe(oder 12 Törfe tief) 9 bis 9¼ gr. —-— 4— 7 Zoll— 11—— 82— 9— — 4— 2—— 10—— 7— 8— — 3— 9—— 9—=— 7=— 2— — 3— 4— 3—— 6— 61— — 2— 11——, 7—— 5— 54— — 2— 6—— 6—— 4— 41— — 2— 1—— 5—— 3= 4— wobey jedoch vorausgeſetzt wird, daß das Ausſtechen ſo erfolgt, daß der ausgeſtochne Torf aufgeſetzt und benutzt werden kann. b) Zu der erſten Einrichtung gebörte ferner die Anſchaffung der Geräthſchaften, welche ſich die Arbeiter nicht halten. Hierber rechnen wir die Karrenbahnen, auf denen der Torf aus dem Stiche gekarrt wird. Es werden dazu 2 ¾ bis 3 Zoll dicke, 10 bis 14 Zoll breite Bohlen von Eichen⸗ oder Nadelholz genommen, welche in ſehr naſſem Boden noch Unterlager erhal⸗ ten müſſen. Bey kleinern Torfſtichen, wobey das Auskarren des Torfes durch Menſchen vorausgeſetzt wird, iſt die Anlage wenig koſtbar, und läßt ſich leicht überſehen. Wo jedoch Bahnen für Pferde und Wagen eingerichtet wetden ſollen, muß ein beſonde⸗ rer Anſchlag deßhalb angefertigt werden.. Zum Stechen des Torfes werden zwey verſchiedene Inſtru⸗ mente gebraucht: a) der Bunkerſpaten, zum Abräumen der über dem Torfe liegenden ſchlechtern Torf⸗ oder Erdſchichten, wozu man jedoch auch gewöhnliche Gartenſpaten von hinreichender Stärke und Breite, die aber nicht hohl gearbeitet ſeyn dürfen, brauchen kann. b) Der Stechſpaten. Dieſer muß die Breite der Lange der Torfſtücke und etwas darüber, eben ſo die Höhe der Dicke derſelben haben. Gewöhnlich werden ſie 13 Zoll breit und 6 Zoll hoch gemacht. Sie ſind ganz von Eiſen, unten und an den Seiten gut verſtählt, am Stiele 3½ bis Zoll dick, unten ſcharf geſchliffen. Der Stiel wird in eine eiſerne Dille befeſtigt, und muß verhältnißmäßig lang ſeyn, um den Torf noch in den tiefern Gräben ſtechen zu können. Die Stecherplanke iſt ein gewöhnliches ſtarkes Bret, ſo lang, als der Torfgraben breit iſt, und ſo breit, als die friſch geſtoche⸗ nen Torfſtücke lang ſind, welches der Torfſtecher braucht, um bey dem Stechen darauf zu rreten, zugleich aber auch als Maaß für die Breite des Grabens und die Lange der Torfſtücke benutzt. - di 9 en Torf da Sobald dn holzern usgeworfer foch die Fo gegelſtreich terartig zuſ worfen und tig ſind, Alle d ſchuppen, en, zur ſe ſt B. 2 folgende A 1) Das zerſtörten) den benußb daaben ab plarirt eiſ geſtochenen Koſten har Schicht, 3 heſten, die 99 des Preßt das ſehr das Abla den berſch nige unbo⸗ Trocknen a felten über nur die Hä Nreßtotf w her um d dieſe in) formt we⸗ abweichen thut war des ftiſ letztern z Das den, ode geſtochnen lcch koſte Schwierie 3) D ſahr verſch un. 1 Jn hedan 6 Wrrun diezu zithenden nen können, je ntwäſſert werden r Dorf geſtochen zeichnickt werden, dar iſt, da ſich annehmen, daß die Ardeiter bey iit gut bezzhlt ers nothig vin, techen im Tuf⸗ 17 Fuß Vräte, bis 91 gr. chen ſo erfolgt, werden kann. die Anſchaffung er vicht halten. denen der Torf u A bis 3 Zoll ⸗ dder Nodelholz Unterlager erhal⸗ 1 Austarren des ie Anlage wenig ch Bahnen für uß ein beſonde⸗ hiedene Inſtru⸗ zumen der über chichten, wozu i dinreichender et ſeyn dürfen, muß die Breit en ſo die Hühe ſie 13 Zoll bret iſen, unten und Zoll dick, unten „Dille befeſg korf noch in en Bret, ſo lng, e friſc Eitue er öraucht, um auch orfſtüce henutt. — ——— 9. Abſchn. Die Torfwirthſchaft. (469) Die Karre zum Ausbringen des Torfes iſt ganz flach, um den Torf darauf aufſchichten zu können.. Sobald der Torf geſtrichen oder gepreßt wird, ſind außer den hölzernen tiefen Schaufeln, mit welchen der Torfſchlamm ausgeworfen, und den Karren, mit denen er fortgekarrt wird, noch die Formen nöthig. Dieſe ſind ganz wie diejenigen zum Ziegelſtreichen, nur mit der Abänderung, daß gleich 12 bis 20 git⸗ terartig zuſammengefügt ſind, über welche der Torfſchlamm ge⸗ worfen und eingetreten wird, ſo daß eben ſo. viel Torfſtücke fer⸗ tig ſind, wenn man die Form abhebt. Alle dieſe Geräthſchaften ſind wenig koſtbar. Auch Torf⸗ ſchuppen, von Bretern über leichtem Fachwerk zuſammengeſchla⸗ gen, zur trocknen Aufbewahrung des Torfes über Winter, laſ⸗ ſen ſich hinſichts der Koſten, die ſie machen, leicht berechnen. „B. Die Koſten der Gewinnung des Torfes werden durch folgende Arbeiten verurſacht. 3 1) Das Abräumen der obern unbenutzbaren Schicht, des un⸗ zerſtörten Mooſes, Raſens, der ſandigen Erde u. ſ. w., bis auf den benutzbaren Torf. Sie wird, nachdem der zu ſtechende Torf⸗ graben abgeſchnürt iſt, wagerecht abgeſtochen, ſo daß die Fläche planirt erſcheint, und zuerſt bey Seite gelegt, ſpäter in die aus⸗ geſtochenen Torfgräben geworfen, um dieſe wieder zu füllen. Die Koſten hängen größtentbeils von der Tiefe dieſer unbenutzbaren Schicht, gewöhnlich Bunkererde genannt, ab, und thut man am beſten, die Abräumung nach laufenden Ruthen zu verdingen. 2) Hinſichtlich des Stechens des Torfes, oder des Formens des Preßtorfes, muß zuerſt bemerkt werden, daß man dabey auf das ſehr ſtarke Eintrocknen deſſelben achten muß, welches durch das Ablaufen und Verdunſten des Waſſers erfolgt, und nach den verſchiedenen Torfgattungen ſehr abweichend iſt. Der faſe⸗ rige unvollkommne Moos⸗ oder Raſentorf verliert durch das Trocknen am mehrſten am Gewicht, am wenigſten am Volumen, ſelten über vom letztern. Der braunſchwarze Sumpftorf behält nur die Hälkte ſeiner Größe, oft noch weniger, der Streich⸗ und Preßtorf verliert an Volumen die Hälfte bis 3. Es müſſen da⸗ her, um die Torfſtücke von einer beſtimmten Größe zu erhalten, dieſe im Verhältniß auch um ſo viel größer geſtochen oder ge⸗ formt werden, und da ſich keine ganz feſten Sätze, wegen der abweichenden Beſchaffenheit des Torfes dafür geben laſſen, ſo thut man am beſten, durch Verſuche das Verhältniß der Größe des friſchen Torfes zum getrockneten zu ermitteln, wenn man letztern zu einem beſtimmten Maaße verlangt. Das Stechen oder Streichen des Torfes wird nach Tauſen⸗ den, oder nach Haufen, ſeltner und unvortheilhafter nach aus⸗ geſtochnen Räumen(Schachtruthen u. ſ. w.) accordirt. Gewöhn⸗ lich koſtet das Tauſend Torfſtücke, nach Verſchiedenheit der Schwierigkeit des Stechens und Auflegens 4 bis 8 ggr. 3) Das Auskarren, Trocknen, in Haufen Setzen, verurſacht ſehr verſchiedene Koſten, je nachdem es im Stiche ſelbſt erfolgen kann, oder in beträchtlicher Entfernung davon bewirkt werden muß. In der beſten Trockenzeit, im Frühjahr und Sommer, bedarf man, um den Torf zu trocknen, nach Verſchiedenbeit der Witterung, 6 bis 10 Wochen, ſpäter im Herbſt auch wohl 16 (47o) Forſtwirthſchaft. Wochen, ſo daß der im April geſtochene Torf oft ſchon Anfang Junys abgefahren werden kann. Wenn die Abfuhre daſſelbe Jahr erfolgt, ſo wird der Torf, nachdem er wie friſch geſtrichene Zie⸗ geln getrocknet iſt, bloß in Tauſende, Haufen, oder nach dem Maaße aufgeſetzt, wie man ihn verkauft. Soll er jedoch erſt im folgenden Jahre abgefahren werden, ſo muß er in großen Feimen oder Diemen ähnliche Haufen geſetzt werden, wenn man nicht Torfſchuppen zur Aufbewahrung bauen will, was freilich ſehr vorzuzieben iſt. Es iſt nicht möglich, das Auskarren, Trocknen, Aufſetzen und Verladen ohne Verluſt zu bewirken, indem der Torf immer mehr oder weniger zerbröckelt, und der dadurch ent⸗ ſtandene Müll weggeworfen werden muß. Im großen Durch⸗ ſchnitt rechnet man gewöhnlich ½ Verluſt; er kann jedoch bey ſehr vorſichtiger Behandlung und ſehr feſtem Strichtorf weni⸗ ger betragen; bey lockerm Moos⸗ oder Raſentorf iſt er dagegen aber auch häufig größer. Außerdem verwittert der Torf noch ſehr, wenn er lange einzeln auf der Erde liegt, ohne in Haufen geſetzt zu werden, oder den Winter hindurch im Freyen ſtehen muß, was wieder danach verſchieden iſt, ob er in kleinern oder Hrößern Haufen ſteht, da die erſtern mehr leiden. Bey ſehr halt⸗ arem Torf kann man auch dieſe Verwitterung durchſchnitt⸗ lich ⸗, bey ſolchem von mittlerer Feſtigkeit„, von geringer Fe⸗ ſtigkeit— rechnen. Die Koſten des Auskarrens richten ſich theils nach der Schwere des Torfes, theils nach der Entfernung, theils nach der beſſer oder ſchlechter eingerichteten Karrenbahn. Bey gut con⸗ ſtruirtem Karren und ganz gleichen Bahnen muß ein Mann 400 bis 450 Pfund Torf auf kürzere Entfernung laden, wonach ſich leicht die Stückzahl berechnen läßt. Das Auslegen, Umwenden, Aufſetzen in kleine Haufen von 25 bis 50 Stück zur völligen Austrocknung, koſtet gewöhnlich pro Mille 1 gr. 6 Pf. bis 2 gr. Das Zuſammenſetzen in Win⸗ terhaufen bey Haufen bis zu 10,000 Stück groß 9 Pfennige bis 1 Groſchen pro Mille; von 10 bis 30 Tauſend von 1 Groſchen 6 Pfennige bis 2 Groſchen; bey Haufen, die noch größer ſind, bis 3 Groſchen, indem nicht bloß die Arbeit des Heranbringens, ſondern auch die des Aufſetzens ſich mehrt, je grötzer die Hau⸗ fen gemacht werden. Die Bereitung des Preß⸗ oder Strichtorfes kommt theurer zu ſtehen, als das Stechen der feſten Torfmaſſe. Das Ausbrin⸗ gen des Torfſchlammes iſt ſchwieriger, das Einwerfen in große durchlöcherte Kaſten, damit das zuviele Waſſer vor dem Einſtrei⸗ chen in die Formen abläuft, mühſam und zeitraubend, und ſelten wird man das Tauſend Preßtorf unter 12 bis 16 Gͤgr. Bereis tungskoſten erhalten, da der Stichdorf gewöhnlich nur 8 bis 12 Ggr. koſtet. 3 Von der Einrichtung der Torfſtecherey. Ein Torfſtich, welcher nachhaltig betrieben werden ſoll, wird zuerſt vermeſſen und nivellirt, die Charte auch nach einem etwas großen Maaßſtab aufgetragen, und nöthigenfalls in Sectionen getheilt, um der noͤthigen Genauigkeit bey Ermittelung der Flächen und Längen gewiß zu ſeyn. Nachdem man die Tiefe des kenuzhc jünnih zu niß den To kn, daß je Pusbeute pr Mit Ri fnde Vorft ſatranspott räben gezt hennt, W Bey außer Ach abuſtecke Raum, zu den muß. Dieſe oder wenie der gering abhängt. vommen, welche der Hadien al itt, abget Der den jährl vortheilhe denen m Brocken PWaſſer d ausgeſett Die! formt wer trocken, 5 Mauerzieg dußt nicht kann, ſob wit em die Pitt im Anfar tretenden müſſen alten S. che ſpaͤte Magen⸗ Ende für des ausg tſchon Anfang ee daſſelbe Jahr geſtichene Zie⸗ ddet nach dem er jäͤoch erſt im aroßen Feimen venn man nicht das frellich ſehr arten, Tockhen, ken, inden der der dadurh ent⸗ großen Durc⸗ kann jedoch deh Strichtorf wene⸗ f iſt er dagegen der Torf noch hne in Haufen Freyen ſtehen kleinern oder Bey ſehr halt⸗ durchſchnitt⸗ n geringer Fe⸗ eils nach der theils nach der Bey gut kon⸗ ein Mann 400 en, wonach ſich ne Haufen von jet gewöhnlich ſeten in Win⸗ Pfennige bis on 1 Groſchen röͤßer ſind, bis hetanbringens, tößer die Haur kommt theurer Das Ausbrin⸗ verfen in große zr dem Einſtre⸗ hend, und ſelten 16. Ggr. Terin alich nur bl 9. Abſchn. (471) des benutzbaren Torflagers unterſucht hat, muß die Zahl der jährlich zu ſtechenden Torfſtücke feſtgeſetzt werden, um dem ge⸗ maäß den Torfbruch in ſo viel Quartiere oder Stiche einzuthei⸗ len, daß jedes den Jahresbedarf enthält. Die oben angegebene Ausbeute pr. Morgen wird dazu die erforderlichen Sätze geben. Mit Rückſicht auf dieſe Eintheilung die nothwendig zu ſchaf⸗ fende Vorfluth, die Benutzung der Gräben zum etwaigen Waſ⸗ ſertransport des Torfes, werden dann zuerſt die Entwäſſerungs⸗ hläben gezogen, indem man, wie bey allen Entwäſſerungen, da eginnt, wo der Ausfluß des Waſſers iſt. Bey den abzutheilenden Torfſtichen darf man jedoch nicht außer Acht laſſen, daß man nicht etwa bloß den jährlichen Stich abzuſtecken und zu entwäſſern hat, ſondern daß auch der nöthige Raum, zum Auslegen und Trocknen des Torfes gewonnen wer⸗ den muß. Dieſer iſt natürlich verſchieden, je nachdem der Torf mehr oder weniger tief ausgeſtochen wird, indem davon die größere oder geringere Menge, die man von einer gleichen Fläche gewinnt, abhängt. Doch iſt es als ein allgemeiner Erfahrungsſatz ange⸗ nommen, daß der Trockenplatz dreymal die Fläche enthalten muß, welche der Stich hat, indem theils der getrocknete Torf in kleine Haufen auf dieſem zuſammengeſetzt, theils ſo, wie er trocken iſt, abgekarrt wird. Deer Stich wird in Gräben angelegt, welche die ganze für den jährlichen Torfſtich abgeſteckte Fläche durchſchneiden, die am vortheilhafteſten 6 bis 7 Fut breit gemacht werden, und mit denen man ſo vorrückt, daß man ſtets den Abraum und die Brocken hineinwirft, um ſie ſo wieder anzufüllen, daß kein Waͤſſer vanin ſtehen bleibt, die unterhaltene Entwäſſerung vor⸗ ausgeſetzt. Die beſte Form, in welcher die Torfſtücke geſtochen oder ge⸗ formt werden, iſt, daß ſie bey einer Länge von 8 bis 10 Zoll trocken, 5 bis 6 Zoll hoch und breit ſind. Die gewöhnliche Mauerziegelfoͤrm, wobey die Breite größer iſt, als die Dicke, paßt nicht für den Torf, da er dabey zu ſehr zerhröckelt. Man kann, ſobald der gefallne Waſſerſtand im Frühjahr es erlaubt, mit dem Stechen bedinnen, und damit ſo lange fortfahren, als die Witterung das Trocknen deſſelben erwarten läßt. Oft iſt es im Anfange des Stiches, wegen zu hohen Waſſerſtandes, oder auch weil der Platz zum Auslegen und Trocknen des Torfes fehlt, nicht gleich möglich, ihn bald rein auszuſtechen. Man geht dann zwar weiter vor, trifft jedoch die Einrichtung, daß man durch einen Nachſtich allen übrigen wegnehmen, und den Graben rein ausſtechen kann, ſobald jene Hinderniſſe beſeitigt ſind. Sollte zu fürchten ſeyn, daß die Gräben bey plötzllich ein⸗ tretendem hohen Waſſerſtande überſchwemmt werden könnten, ſo müſſen von Zeit zu Zeit natürliche Dämme an der Grenze der alten Stiche ſtehen bleiben, die das Waſſer aufhalten, und wel⸗ che ſpäter nachgeſtochen werden, wenn man ſie nicht etwa zu Wagen⸗ und Karrenbahnen benutzt. Sie müſſen jedoch zu dieſem Ende für Schubkarren mit Laufdielen, für Wagen mit Faſchi⸗ nen ausgelegt, und mit Sand oder Kies überſchuͤttet werden. Die Torfwirthſchaft. 245 246 Forſtwirthſchaft. (472) zi heritten Das Abräumen der Bunkererde und das Ausſtechen des Klel d Torfes, wird gewöbhnlich ein und denſelben Arbeitern übertra⸗ ur Vlangſ gen, welche bald die nöthige Fertigkeit erhalten, wenn ſie ſich mn Stat unausgeſetzt mit dieſer Arbeit beſchäftigen. Zu dem Trocknen, laßim eſ d. h. Auslegen, Umwenden und in kleine Haufen Setzen, ſind de uihe am vortheilhafteſten Frauen und Kinder anzunehmen, weil dieſe rälhe berle Arbeit keine körperliche Anſtrengung erfordert. Zu dem Aus⸗ wiche ne und Zuſammenkarren ſind ſtarke Männer erforderlich, welche ſich iſſen ei t ebenfalls bloß damit beſchäftigen. Bey der ſchweren Arbeit, wel⸗ lche 5 che dieſe Leute haben, muß ihr Lohn eben ſo boch ſeyn, als das ſuse, Ha der Stecher, welche zwar weniger angeſtrengt arbeiten, dagegen Dau(he aber oft im Waſſer und Schlamm ſtehen muͤſſen. in emnem Bey Bereitung des Preßtorfes wird, nachdem das Waſſer bin⸗ 1ls in 4 reichend abgelaſſen iſt, der Torfſchlamm mit tiefen hölzernen Ei Schaufeln an den Rand geworfen. Man kann ihn zwar auch mit zemüch: Leinwandhamen, zwiſchen eiſerne Arme geſpannt, aus dem tiefern unter dn Waſſer ausbaggern, wo dieß nicht abzulaſſen iſt; die Gewin⸗ ieis lii nung des Torfs wird jedoch dadurch koſtharer. Der ſo gewon⸗ ten deut nene Torf muß in gewöhnlichen Breterkarren auf trocknen Grund die in fu ausgefahren und in Haufen gefahren werden, damit das zu viele 3 uchſenen Waſſer abläuft, und er nur noch denjenigen Grad von Feuchtig⸗ ehl m keit behält, daß der Torf teigartig feſt in die Formen getreten aus zelſt werden kann. Man hat auch wohl, zum Ablaufen des Waſſers, Erricton große Breterkaſten, welche ſowohl auf dem Boden, als an den zeugt ſa Seiten mit Löchern verſeben ſind, und in denen der Torfſchlamm des Tof ſo lange ſtehen bleibt, bis die Feuchtigkeit ſich genugſam abgezo⸗ Imn gen hat. Sohald dieß geſchehen iſt, wird er mit Schaufeln über aterial die oben beſchriebenen Formen geworfen, und feſt in dieſelben ſind, te eingetreten oder gedrückt, dann oben abgeſtrichen, ſo daß die Form wirthſch abgehoben werden kann und die Torfſtücke auf der Erde zum SEſſchüy Trocknen liegen bleiben, bis ſie gewendet und in Haufen geſetzt Daz werden können. Hierbey iſt jedoch zu beachten, daß der Preß⸗ man hin torf, vorzüglich wenn er ſehr gut iſt und viel klebrige fette Maſſe ſicher zu hat, bey einem zu ſchnellen Trocknen leicht Sprünge erhält und Stellen n dann in Brocken zerfällt, da er ſonſt viel feſter iſt, als der Stich⸗ ho Jahre torf, Wenn daher Wetter iſt, wobey er ſehr ſcharf trocknet, ſo ung aber muß er, ſo wie er oben eine feſte Rinde bekommt, wo möglich Ragte K gleich in Haufen geſetzt werden, ohne daß man ſie vorher wen⸗ wohl die det, um das Austrocknen nicht zu ſehr zu beſchleunigen. Das ten Torf Trockengeſchäft wird dadurch nicht verlängert; man erhält da⸗ wohl ne durch aber zugleich noch den großen Vortheil, daß Regen und geſtochn Wind nicht ſo ſehr auf die Oberfläche des Torfes einwirken kön⸗ che aufr nen. Auch den Stichtorf läßt man einzeln liegend nicht länger ſelbſt d trocknen, als daß er die nöthige Feſtigkeit zum Zuſammenſetzen Wachst erhält, und bringt ihn dann in Haufen, die die Luft durchziehen oder die kann, um ihn gegen Verwitterung zu ſchützen, nicht un 4 4 Von der Benutzung der ausgeſtochenen Torfgruͤnde. rfün Die Meinungen über das Nachwachſen des Torfes ſind ſehr allein verſchieden. Es wird zwar von Niemanden beſtritten, daß ſich dem A der Torf noch gegenwärtig eben ſo gut erzeugt, als früher; allein Torfbro diejenigen, welche die Torfmaſſe zum grözten Theil als einen koh⸗ ſchleuſen ligen Niederſchlag aus Waſſer und Luft anſehen, nehmen theils wenn er an, daß die großen jetzt vorhandenen Torfvorraͤthe noch aus der dagelaſſ Ausſtechen des tiem übertra⸗ n. wenn ſte ſich un dn derſih aufen Sehen, ſind ehmen, weil dieſe t. zu dn Aus⸗ derlic, delche ſich weren Vtdet welr hoch ſeßn as das tatheien, Uoegen ſen. ſem das Vaſei it tiefen holzenan ihn zwar auch wi nt, aus dem tieſer en iſt, die Gewin⸗ er. Der ſo gewon⸗ auf trocknen Grund damit das zu viele Grad von Feuchtig⸗ die Formwen getreten laufen des Waſſers, Boden, als an den en der Torfſchlamm h genugſam abgezo⸗ mit Schaufeln über ad feſt in dieſelben en, ſo daß die Fom auf der Erde zum din Haufen geſett en, daß der Meß⸗ ehrige fette Maſſe prünge erhäͤlt und iſt, als der Siich⸗ ſcharf trocknet, ſo umt, wo möglich in ſie dorher wen⸗ ſchleunigen. Das „man erhäͤlt da⸗ „ daß Regen und fts einwitten kün⸗ egend nicht länger m Zuſammenſezen eLuft durchziten gorfgruͤnde. Torfs ſi hr ſtritten, daß ſie als faüber; allen eil alt enen loh⸗ „nhmen theils ie noch aus der Die Torfwirthſchaft. 247 .(473) Zeit herrühren, wo der Boden mit ſtehendem Gewäſſer bedeckt war, theils daß er nur wieder auf gleiche Art und deßhalb auch nur ſo langſam entſtehen könne, daß deſſen Nachwachſen ſehr langſam Statt finde, ſo daß kaum an eine nochmalige Benutzung des ausgeſtochenen Torfes zu denken ſey. Andere Naturforſcher, welche die Torferzeugung allein aus der Zerſtörung der Torfge⸗ wächſe herleiten, behaupten, daß unter ganz günſtigen Verhält⸗ niſſen eine ſo raſche Torferzeugung Statt finde, daß eine gleiche Fläche fortdaurend eben ſo viel, und ſelbſt mehr Brennſtoff er⸗ zeuge, als wenn ſie mit dem ſchönſten Hochwalde beſtanden ſey. Dau(Handbuch über den Torf S. 183) ſucht zu erweiſen, daß in einem Hochmoore viermal ſo viel Brennſtoff erzeugt werde, als in einem gut beſtandenen Buchen⸗Hochwalde. Es iſt wohl nicht zu beſtreiten, daß der Torf zum Theil ziemlich raſch nachwächſt, wenn die Bedingungen erfüllt werden, unter denen die Gewächſe gedeihen, die ibn unläugbar größten⸗ theils liefern. Nicht bloß liegen die neu entſtehenden Torfſchich⸗ ten deutlich vor Augen, ſondern die Erfahrung lehrt auch, daß die in frübern Zeiten ausgeſtochgen Moore jetzt wieder nachge⸗ wachſenen Torf liefern. Es bezieht ſich dieß jedoch allerdings wohl mehr auf die leichtern Torfſorten, welche noch ſichtbar aus zerſtörten Vegetabilien entſtanden ſind; denn der ſchwere Strichtorf, welcher ohne Spur vegetabiliſcher Ueberreſte iſt, er⸗ eugt ſich wohl zu langſam, um auf eine wiederholte Benutzung es Torfſtichs, nachdem derſelbe erſchöpft iſt, rechnen zu können. Immer bleibt es aber für Gegenden, welche mit ihrem Brenn⸗ materiale oft beynabe ausſchließlich auf den Torf angewieſen ſind, von großer Wichtigkeit, darauf zu ſehen, Laß die Torf⸗ wirthſchaft möglichſt nachhaltig betrieben, und einer gänzlichen Erſchöpfung der Moore vorgebeugt werde. Dazu gehört zuerſt eine ſolche Eintheilung des Moores, daß 9. Abſchn. man hinreichende Zeit mit dem Ausſtechen deſſelben zubringt, um ſicher zu ſeyn, daß der Nachwuchs an Torf die ausgeſtochenen Stellen wieder anfüllt. Dau nimmt an, daß ein Hochmoor in 100 Jahren wenigſtens 2 Fuß hoch aufwachſe, bey der Entwäſſe⸗ rung aber auf 18 Zoll zuſammenſinke. Der in dieſer Zeit er⸗ zeugte Torf iſt aber nur von ſchlechter Beſchaffenheit, und ſo⸗ wohl dieß, als die geringe Mächtigkeit der in dieſer Zeit erzeug⸗ ten Torfſchicht iſt der Beweis, daß die Zeit von 100 Jahren wohl noch zu kurz iſt, um darauf rechnen zu können, einen aus⸗ geſtochnen Torfbruch von neuem wieder zum vortheilhaften Sti⸗ che aufnehmen zu können, Es ſcheint deßhalb wünſchenswerth, ſelbſt da, wo günſtige Verhältniſſe zur Erzeugung und zum Wachsthume von Torfpflanzen Statt finden, doch den Turnus, oder die Zeit, in welcher man mit dem Torfſtich herum kommt, nicht unter 180 bis 200 Jahre zu ſetzen.... Der Torf kann ſich nur erzeugen, wenn die Bedingungen erfüllt werden, unter denen die Gewächſe, aus denen er entſteht, allein wachſen können. Die weſentlichſte davon iſt, daß nach dem Ausſtiche des Torfes, und nachdem dieſer wieder mit den Torfbrocken und der Bunkererde gefüllt iſt, durch kleine Stau⸗ ſchleuſen wieder den paſſenden Grad von Feuchtigkeit erhält, wenn er ganz trocken gelegt iſt, oder daß das Waſſer ſo weit abgelaſſen worden iſt, daß es nicht den Stich ganz bedeckt, da 248 Forſtwirthſchaft. ſtn (474) auf einer Waſſerflaͤche ſich nur wenig oder gar kein Torf erzeu⸗ nh daen gen kann. Das Waſſer muß gerade die Höhe haben, den Boden tt gißemn it ſumpfig zu machen, dem Mooſe und Torfgewächſe einen guten na Decwe Wuchs zu verſchaffen, darf ihn aber nicht ganz bedecken. Nur Fnden Lasſch wenn der Ort, wo ſich wieder ein Torfmoor bilden ſoll, Ruhe hat, amundung wenn er nicht beweidet, oder wenn nicht auf andere Art der tulen wußen Wuchs der Torfgewächſe geſtört wird, können dieſe das Nach⸗ indern, d wachſen des Torfes ſicher begründen. ningen, un Da, wo man weniger das Nachwachſen des ausgeſtochenen ſten tond, Torfes wünſcht, als vielmehr die Umwandlung des benutzten gerathen, Grundes zu Wieſen, oder auch wohl Ackerland beabſichtigt, be⸗ das töniti handelt man den Stich auf eine andere Weiſe.. ſchlevaigen Die Abwäſſerung, vorzüglich zu Ackerland, muß hier voll⸗ Forſt ſtändiger ſeyn, und bey gewöhnlichem Waſſerſtande der Waſſer⸗ nen bey ſ ſpiegel wenigſtens 8 bis 9 Zöoll, unter der Oberfläche des Bo⸗ Ende des dens. Man füllt den Stich zwar wieder mit der abgeräumten um das G Bunkererde an, vermeidet dagegen, zu viel Torfbrocken darunter ſchadlichen zu miſchen, welche nöthigenfalls lieber zu Aſche gebrannt werden. ey Futten Die eingeworfenen Raſenſtücke u. ſ. w. werden ſorgfältig planirt, clenbrüche die etwa ſtehengebliebenen Dämme oder Waſſerbänke ausgeſto⸗ an leichte chen, und wenn man bey feuchtem Boden Acker machen will, Gegenden hohe Beete zuſammengepflügt. Wo möglich wendet man auf in dieſen ſolchem ehemaligen Torfgrunde eine ſtarke Kalk⸗ oder Mergel⸗ Die Otte, düngung an, damit ſich der unvollkommne Humus mehr auflöſt, werden ſe und bauet zuerſt Hackfrüchte, Kohl, Rüben, Kartoffeln, Bohnen wendung u. ſ. w., bevor man eigentliches Sommergetreide einſäet. Selbſt muß man wenn man den Grund zu Wieſen beſtimmt, wird eine vorher⸗ Prechen gehende Kalkdüngung und Benutzung zur Erbauung der oben⸗ und Kier genannten Gartengewächſe vortheilhaft ſeyn. ſien Ace Unter der großen Menge von Schriften über den Torf und ur herl die Torfwirtbſchaft, ſind vorzüglich zu empfehlen: 4 MNihen Neues Handbuch über den Torf, von Dau, Leipzig 1823, eine Rebe 4 bey Hirichs, deren wid andbuch zur näbern Kenntniß des Torfweſens, von Eiſelen, wird. W. 2te Auflage, Berlin bey Vieweg 1802, 2 Bde. pengräben Riem, Abhandlung vom geſammten Torfweſen. Dresden, dann bey 1794. dach den eult ſuch 8—.... t tun; Forſtgeſchaͤfte im Monat September. ſe ing Waldbau. Die Auszeichnung des in den Samenſchlägen Aiana im künftigen Winter einzuſchlagenden Holzes wird fortgeſetzt und Forte wo möglich beendigt. Der Birkenſame wird geſammelt, und wo Auf uch nur wenig früh reifende Eicheln ſind, muß man darauf den⸗ zuſehen ken, Ende des Monats die nöthigen Saateicheln zu gewinnen, zu wen . um ſich ſicher zu ſtellen, daß ſie nicht durch das Wild aufgeleſen vitter: 4 werden oder ſonſt verloren gehen. Bey voller Maſt verſchiebt daut un man dieß jedoch noch bis zum October.— Die Fichtenpflanzung mit and im Gebirge wird lebhaft betrieben, und auch mit der Kieferpflan⸗ den 5 zung kann man vorſchreiten, wenn der Boden feucht iſt, aber niebrigſt auch nur dann, da ſie bey ſehr ausgetrocknetem Boden wenig ben ſt Erfolg erwarten läßt. Eben ſo kann in den Weidenwerdern die denn Pflanzung der Stecklinge vorzüglich auf den bey niedrigem Waſ⸗ 9 34 kein Torf erzeu⸗ ben, den Boden achſe einen guten t dadeken. Nur en ſoll Auhe hat, ij anden Art der deeſe ds Nach⸗ es ausgeſtechenen 1 des dauhten d baabſichtigt, e⸗ d, wuß hier dul⸗ kande der Waſen⸗ erfläche des Bor der abgeräumrten brocken darunter brannt werden. gfältig planirt, unke ausgeſto⸗ rewachen will, ndet man auf oder Mergel⸗ mehr aufloſt, offeln, Bohnen einſäet. Selbſt dd eine vorhet⸗ uung der oben⸗ den Torf und Ririg taas, z von Liſelen, en. Dresden, nber. Samenſchlägen fortgeſezt und nmelt, und wo mn darauf den⸗ mzu gewianen, Wild aufzelstn Maſt verſchibt ſchtenpflunzung der Kiefenflan⸗ faugt it, aber n Boden wenig denwerdern d riärigen Ba 9. Adſchn. Forſtgeſchaͤfte im Monat September. 249 .(475) ſerſtande hervortretenden Sandbänken, fortgeſetzt werden. Wo an größern Strömen Uferbauten gemacht ſind, belegt man ſie mit den Deckweiden, um die Berauhung durch die davon aufſchie⸗ ßenden Ausſchläge, zu erzeugen. Zu den Herbſtſaaten kann die Verwundung des Bodens erfolgen. Die Pflanzkämpe und Saat⸗ ſchulen müſſen nochmals ſorgfältig gereinigt werden, um zu ver⸗ hindern, daß die darin beſindlichen Unkräuter keinen Samen bringen, und ſich immer mehr verbreiten. Da man jetzt über⸗ ſehen kann, welche Holzſämereyen, und in welcher Menge ſie gerathen, ſo müſſen in dieſem Monate die Culturanſchläge für das künktige Jahr angefertigt und der vorgeſetzten Behörde zur ſchleunigen Genehmigung eingereicht werden.. Forſtſchut. Die Buchen⸗ und Fichtenſchonungen, in de⸗ nen bey ſtarker Beraſung viel Mäuſe bemerkt werden, kann man Ende des Monats vorſichtig mit Rindvieh durchhüten laſſen, um das Gras niederzutreten und auszuweiden, wodurch dieſe ſchädlichen Thiere ſehr vertrieben werden. Dagegen muß man bey Futtermangel, die dem Viehe noch nicht ganz entwachſenen Erlenbrücher ſcharf im Auge behalten, da ſie in dieſem Monat am leichteſten verbiſſen werden. In niedrigen und verſumpften Gegenden wird jetzt die beſte Zeit der Grabenräumung ſeyn, da in dieſem Monat in der Regel der niedrigſte Waſſerſtand iſt. Die Orte, in denen Maſt iſt, welche auf irgend eine Art benutzt werden ſoll, müſſen gegen das Eintreiben von Vieh und Ent⸗ wendung der Maſtfrüchte geſchützt werden. Wo Haſelnüſſe ſind, muß man darauf achten, daß die Sammler derſelben nicht durch Brechen mit Haken u. ſ. w. Schaden tbun. Das Streurechen und Kienroden beginnt gewöhnlich nach Beendigung der dringend⸗ ſten Ackerarbeiten und erfordert ſcharfe Aufſicht. Eben ſo wird zur Herbſtſaat leicht vom Forſtgrunde abgepflügt und bey dem Mähen der Grummetwieſen die Grenze überſchritten, weßbalb eine Reviſion der Forſtgrenzen, da wo ſie an Grundſtücke ſtoßen, deren widerrechtliche Ausdehnung zu fürchten iſt, zweckmaßig wird. Wo Raupenfraß vom Kieferſpinner iſt, müſſen die Rau⸗ pengräben gemacht ſeyn und offen erhalten werden, die Raupe kann bey dem Herunterkriechen vom Baume, was gewöhnlich nach den erſten Nachtfröſten erfolgt, getödtet werden. Der Forl⸗ eule ſucht man durch das Eintreiben von Schweinen Abbruch zu tbun; die Nonne kommt gewöhnlich als Puppe vor, und wo ſie in großer Anzahl iſt, können dieſe abgeleſen werden. Die Afterraupe und der Fichtenſpinner machen ſich vorzüglich im An⸗ fang des Monats durch ihr ſtarkes Freſſen bemerkhar, und der Forſtmann muß deßhalb nach ihnen umherſpähen. Auch das Aufſuchen, Fällen und Schälen der Wurmſichten iſt noch fort⸗ zuſetzen.— Da die Abfuhre des Holzes wieder anfängt ſtärker zu werden, ſo ſind die Wege dazu herzuſtellen. Sind durch Ge⸗ witter im Soömmer Bergriſſe entſtanden, ſo müſſen dieſe zuge⸗ baut und bald mit Weiden ausgepflanzt, oder zur Bepflanzung mit andern Holzgattungen im künftigen Monat vorbereitet wer⸗ den. Die abbrüchigen Ufer ſind jetzt, wo der Waſſerſtand am niedrigſten iſt, am vortheilhafteſten zu decken und zu bauen. Eben ſo die Dämme und Schleuſen der Flößteiche, wogegen die Flößrechen, welche durch den Eisgang beſchädigt werden könn⸗ ten, herausgenommen werden. Sind Forſtſtrafarbeiter zu ver⸗ —————— — ÿömmm 250 Forſtwirthſchaft. 9. Abſchn. Forſtgeſchaͤfte im Sept. (476) wenden, ſo ſind die nöthigen Reclamationen bey den Gerichten einzureichen, damit ſie dazu geſtellt werden, da es ihnen jetzt gewöhnlich am leichteſten wird, die Strafe abzuarbeiten. Die ſorgfaͤltige Aufſicht wegen Verhütung von Waldfeuern muß noch fortdauern. Das Laubſtreifen iſt gewöhnlich in dieſem Mo⸗ nat am mehrſten zu fürchten und erfordert ſtrenge Controlle der Leute, welche Ziegen und Schafe halten, ohne dafür Futter auf eignem Grunde zu gewinnen. Forſtbenutzung. Nachdem der Einſchlag für künftiges Jahr, ſowohl an Nutz⸗, wie an Brennbolz, zu überſehen iſt, muß auf den Abſatz deſſel⸗ ben Bedacht genommen werden. Es können vorläufige Contracte abgeſchloſſen, oder wenigſtens Verabredungen getroffen werden, um wo möglich zu wiſſen, was, mit Rückſicht auf die noch vor⸗ handenen Beſtaͤnde, wohl zu verſilbern iſt. Diejenigen Holzſor⸗ ten, welche den Winter nicht gut ausdauern und auch vielleicht nicht gut abzuſetzen ſind, wie das Reisholz, Späne u. ſ. w., ſind wo möglich Ende des Monats zu verauctioniren oder zu De⸗ putaten wegzugeben. Der Kiehn, welcher als Erleuchtungsmate⸗ rial in Klaftern abzuſetzen iſt, muß nun fertig gerodet ſeyn. Die Maſt wird verkauft oder die Fehme eingelegt; die Haſelnußzettel werden ausgegeben. Wo möglich werden die Köhlereyen been⸗ digt, da der October dazu ſchon zu ungünſtige Witterung bringt. Müßte man Futterlaub anweiſen, ſo geſchieht dieß in den im Winter zum Hiebe kommenden Diſtricten. Wenn in Brüchern Lagerholz eingeſchlagen werden ſoll, ſo iſt dieſer Monat dazu, ſo wie zu der Durchforſtung in ihnen, der paſſendſte Monat. Das Harzſcharren darf nicht mehr Statt finden. Wo Ginſter, Beſenpfrieme, Wachholder u. ſ. w. benutzt werden, kann man ſie jetzt ausbauen laſſen. Auch das Aſchebrennen, welches bey ſehr trocknem Wetter nicht zu geſtatten iſt, beginnt in großen Wäldern, wo das ſchlechtere Holz nicht abzuſetzen iſt, an feuch⸗ ten Tagen. 3 der ner E beitun Erwit kann, erreich als it 1.2 h ſ I. A UI. N hifte in Sipt. dey den Gerichten des ihnen jetz tdzundeiten. Die Waieuem muß nlich in deſem Mo⸗ drenge Eontule der ne dafin Futter auf t, ſowobl on Nuh⸗, f den Abſatz dſi⸗ orläufige Contaete getroffen werden, auf die noch vor⸗ jenigen Holzſor⸗ nd auch bielleicht Späne u. ſ. w., rren oder zu De⸗ ſeuchtungsmate⸗ rodet ſeyn. Die ‚Haſelnußzettel öhlereyen been⸗ itterung bringt. dieß in den im an in Brüchern er Monat dazu, ſſendſte Monat. a. Wo Ginſter, den, kann man n, welches hey innt in grofen iſt, an feuch⸗ Forſtwirthſchaft. Zehnter Abſchnitt. Die Forſttapation. Das Bedürfniß, den Werth eines Forſtes, der ſich aus ſei⸗ nem Ertrage herausſtellt, zu ermitteln, iſt ſchon ſo lange fühlbar, als die Forſten überhaupt einen Werth haben, und ein Verkauf, eine Vererbung, Theilung, Schenkung und Beſteurung derſelben Statt findet. In allen dieſen Fällen iſt es unerläßlich, zu unter⸗ ſuchen, was der Forſt einbringt, oder, da der Holzeinſchlag in der Regel das Haupteinkommen darſtellt, zu wiſſen, wie viel Hoſz im Walde geſchlagen werden kann. Die Forſttaxation iſt deßhal auch nicht ſo neuern Urſprungs, als man gewöhnlich glaubt, ſon⸗ dern ſchon lange, ehe es noch eine Forſtwiſſenſchaft gab, hat man ſich bey der Werthsbeſtimmung der Forſten verſucht. Allerdings aber ſind die Mittel, wodurch man die Kenntniß des Ertrags der Forſten zu erhalten ſucht, eben ſo, wie die Anwendung die⸗ ſer Kenntniß zur Ordnung der Waldwirthſchaft, erſt ein Product der neuern Zeit. Es hat ſich bey der wiſſenſchaftlichen und ſorgfältigern Bear⸗ beitung dieſes Gegenſtandes ergeben, daß das Verfahren bey der Ermittelung des Ertrages der Forſten ein ſehr verſchiedenes ſeyn kann, und ſogar ſeyn muß, je nachdem der Zweck, der dadurch erreicht werden ſoll, verſchieden iſt. Wir können dieſen Zweck, als in folgender Art verſchieden, vorausſetzen. I. Wo es bloß darauf ankommt, die Menge und Beſchaffen⸗ heitz haubarer Holzvorräthe behufs ihres Verkaufes abzu⸗ ätzen. II. Wo der nachhaltige Ertrag eines Waldes, eine beſtimmte Wirthſchaftsführung vorausgeſetzt, ermittelt werden ſoll. I Aie Berechnung des Geldwerthes eines zu verkaufenden aldes. ——— —— Forſtwirthſchaft. (490) IV. Die Unterſuchung, ob eine behauptete oder vermuthete De⸗ vaſtation des Waldes wirklich Statt gefunden hat. V. Die Würdigung des Werthes einzelner Nutzungen, der Weide, des Streurechens u. ſ. w. und ihres Einfluſſes auf den Ertrag des Waldes, behufs ihrer Ablöſung. Diejenige Taxation, welche den Zweck der richtigen Beſteu⸗ rung des Waldes hat, iſt von derjenigen, wodurch der nachhal⸗ tige Ertrag feſtgeſtellt werden ſoll(sub II.), zwar eigentlich kt verſchieden, bedingt jedoch gewöhnlich ein a gekürztes Ver⸗ 0 ren. I. Von der Abſchaͤtzung einzelner haubarer Holzbeſtaͤnde, welche eingeſchlagen und verkauft werden ſollen. Es wird hierbey die genaue Beſichtigung eines jeden Bau⸗ mes, um die Menge und Beſchaffenheit des Nutz⸗ und Brenn⸗ holzes, welche davon zu erwarten iſt, voraus beſtimmen zu kön⸗ nen, bedingt. Die Kenntniß der Fläche, in ſofern ſie nicht aus einem andern Grunde verlangt wird, iſt dabey entbehrlich. Die Bäume müſſen alle mit Nummern gezeichnet, und jeder derſel⸗ ben muß danach mit ſeinem Holzgehalte in das Abſchätzungsre⸗ giſter eingetragen werden. Nur wenn Niederwald und Buſch⸗ holz auf dem Stamme verkauft werden ſoll, iſt es unvermeid⸗ lich, den Flächeninhalt genau feſtzuſtellen, damit durch abzuhol⸗ zende Probeflächen(worüber unten das Nähere) der Ertrag der ganzen Fläche muthmaßlich vorausbeſtimmt werden kann. Der Verkauf von Buſchhölzern auf dem Stamme, aus freyer Hand, tritt jedoch ſelten ein, und wir werden uns deßhalb hier auch nur auf den Verkauf von Stammholze beſchränken. Die richtige Würdigung eines Baumes nach Holzmaſſe und Nutzholzgehalt laßt ſich nicht in Büchern lehren oder aus ihnen erwerben, ſondern ein Urtheil kann nur durch Erfahrung im Walde erlangt werden. Am beſten geſchieht dieß, wenn man jeden Baum, welcher gehauen werden ſoll, vorher abſchätzt, und dann bey dem Abhiebe deſſelben das Reſultat des Einſchlags dagegen hält, um ſich im Urtheile zu berichtigen. Es läßt ſich auf dieſe Weiſe die Fähigkeit erwerben, mit großer Sicherheit wenigſtens die ſummariſche Holzmaſſe angeben zu können; wenn dieſe jedoch mangelt, iſt es rathſamer, dazu die Erfahrungen anderer Forſtmänner zu benutzen, welche Nachweiſungen gegeben haben, wie viel jeder Baum, bey einer beſtimmten untern Stärke und Länge, Maſſe enthält*). Man ſchätzt bey dem Stammholz ſtets nur das Klafterholz ab, das Reis⸗ und Stockholz wird nach beſtimmten Erfahrungs⸗ ſätzen, über das Verhältniß deſſelben zum Stammholze berech⸗ net. Folgende Durchſchnittszahlen, welche ſich jedoch ſehr nach dem Boden ändern, da das ſchlechtere mehr Stockholz und Rei⸗ ßig giebt, zeigen den Ertrag geſchloſſener Beſtände. Die ganze Holzmaſſe beſteht in *) Vorzüglich ſind zu empfehlen: König Holztaxation, Gotha 1813. 1 Thlr. g gr. Hülfstafeln für Forſttaratoren von Cotta. Dresden bey Arnold. (ichn 1 Buche Birket Erlen Kiefen Ficht Bey Reis⸗ un Holz er des größ dafür ge Perhält chen, u Ein wirth iſ Es iſt ſe heit des zu große allem wi die Beſch macht ha hoden, und ſcha ten iſt. che auf wit den vorzügli rbertuthete De⸗ den hat. Nazongen, der ns Enfuſſes auf ſung. richigen Veſteu⸗ durch der nachbal⸗ zwur eizentüch adzekünzes Ter⸗ er Holzbeſtande, werden ines jeden Bau⸗ t⸗ Und Brenn⸗ immen zu kön⸗ en ſie nicht aus tbehrlich. Die ad jeder derſel⸗ Abſchätzungsre⸗ ud und Buſch⸗ es unvermeid⸗ durch abzuhol⸗ der Ektrag der den kann. Dder us ſreyer Hand, halb hier auch ken. Holmaſe und hren oder aus urch Erfahrung jeß, wenn man abſchätt, und des Einſchlags „ Es läßt ſich foßer Sicherheit u können; wenn die Erfahrungen eiſungen gegeben en untern Stärke das Klaftehol ten Erfahtungs⸗ amholze beric⸗ hjedoch ſebr rac tockholz und G⸗ Beſtände. 36.1 Tllt. a rnold. Gthaà 119,, rezden du A 10, Abſchn. Die Forſttaxation. 253 1(491) . Scheitholz, Aſtholz, Reisholz, Stockholz, bey Eichen in 0,69. 0,07. 0,03. 21. Buchen 0,59. 01. 0,08. 0,23. Birken 0,87. 0,05. 0,03. 0,05. Erlen 40 jährig 0,83. 01. 0,05.— Kiefern 0,73. 01. 0,03. 0,14. Fichten und Tannen 07. 01. 0,03. 0,17. Bey lichtem Stande des Holzes vermehrt ſich die Aſt⸗, Reis⸗ und ſelbſt Stockholzmenge immer mehr, je räumlicher das Holz erwachſen iſt, und es laſſen ſich wegen der Abweichung des größern oder geringern Schluſſes, keine beſtimmten Zahlen dafür geben, man muß vielmehr in jedem einzelnen Falle das Verhältniß des Stock⸗ und Reisholzes zum Klafterholze aufſu⸗ chen, um es den gemachten Erfahrungen gemäß anzuſetzen. Eine ſehr ſchwierige Aufgabe, ſelbſt für den erfahrnen Forſt⸗ wirth iſt die richtige Beſtimmung des vorhandenen Nutzholzes. Es iſt ſchwer, aus äußern Merkmalen auf die innere Beſchaffen⸗ heit des Holzes zu ſchließen, und große Vorſicht nöthig, um nicht zu große, gar nicht vorhandene Nutzholzmaſſen anzuſetzen. Vor allem wichtig iſt es, auf die Erfahrung zu achten, welche man über die Beſchaffenheit des Holzes in dem abzuſchätzenden Orte ge⸗ macht hat. Oft iſt, vorzüglich bey flachgründigem oder Bruch⸗ boden, das äußerlich geſund ausſehende Holz im Innern krank und ſchadhaft, während dieß an andern Orten weniger zu fürch⸗ ten iſt. Dann hat man aber auch eine Menge Kennzeichen, wel⸗ che auf die fehlerhafte Beſchaffenheit des Innern ſchließen laſſen, mit denen ſich der Taxator genau bekannt machen muß. Die vorzüglichſten ſind: 1) Starke hervortretende Wurzeln, eine ungewöhnliche ſtarke Ausdehnung des untern Stammes, Mauſelöcher oder andere Höhlungen unter demſelben, welches Stamm⸗ oder Stock⸗ fäule andeutet. 2) Sobald Wurmmehl, Späne, welche die Spechte ausgehackt haben, im Mooſe und auf den Flechten, wovon die alten Bäume gewöhnlich bedeckt ſind, liegen, oder gar Wurmlö⸗ cher zu bemerken ſind, iſt nicht darauf zu rechnen, daß der Baum geſund iſt und viel Nutzbolz enthalte. 3) Schwämme jeder Art, brandige Rindenflecke, ausgefaulte Aeſte, Buckeln, welche nicht von Maſern herrühren, ſind ſi⸗ chere Kennzeichen der fehlerhaften Beſchaffenheit des Holzes. 4) Nicht immer iſt zwar der Stamm fehlerhaft, wenn dürre Aeſte oder auch ein ganz trockner Wipfel dieß anzudeuten ſcheinen; doch wird die Vorſicht hinſichts des Anſprechens von Nutzholz verdoppelt werden müſſen, wenn man dieſelben bemerkt, da ſie in der Regel einen nachtheiligen Einfluß auf die Beſchaffenheit des Stammholzes haben. Außer der genauen Beſichtigung des Baumes bedient man ſich noch des ſtarken Anklopfens mit dem Rücken der Axt auf eine von Rinde entblößte Stelle, um aus dem Schalle beurthei⸗ len zu können, ob der Baum hohl iſt. Wenn Stämme von gro⸗ ßem Werthe abgeſchätzt werden ſollen, bohrt man ſie auch wohl da, wo der Abhieb erfolgt, bis auf den Kern, an, um aus den Bohrſpänen die Geſundheit des Holzes beurtheilen zu können. Forſtwirthſchaft. (492) Zu Hölzern, welche in ganzen Stämmen verbraucht werden, müſſen die Bäume weit geſunder und fehlerfreyer ſeyn, als zu demjenigen Nutzholze, welches in kleinern Stücken ausgearbeitet wird, ſo wie denn unter allem das Schiffbauholz das fehler⸗ freyeſte ſeyn muß. Dagegen wird wieder zu dem Holze, welches in Stücken ausgeſpalten wird, eine gute Spaltigkeit verlangt⸗ die man an den Rindenlagen, oder an der Lage der Holzfaſern bey herausgehauenen Spänen erkennt. Um die Länge und obere Stärke der Stämme zu beſtimmen, hat man zwar ſehr viele Inſtrumente erfunden, die unter dem Namen Dendrometer oder Baummeſſer bekannt ſind. Ihre An⸗ wendung wird jedoch bey irgend beträchtlichen Abſchätzungen zu zeitraubend, und es genügt gewöhnlich hinſichts der Länge das Anſprechen nach dem Augenmaaße. Um ſich dabey gegen weſent⸗ liche Irrungen zu ſichern, läßt man zur Beſtimmung derſelben Modellſtämme der verſchiedenen Größen fällen und mißt dieſe genau aus. Die obere Stärke läßt ſich ziemlich ſicher angeben, wenn man den untern Durchmeſſer kennt und ſich Erfahrungen über den gewöhnlichen Abfall der Bäume, oder das Verhältniß der obern zur untern Stärke ſammelt. Zur richtigen Würdigung des Werthes der vorhandenen Holzmaſſen kommt es aber auch häufig nicht bloß darauf an, al⸗ les darin befindliche Nutzholz zu ermitteln, ſondern man muß auch berückſichtigen, ob dieß als ſolches abzuſetzen iſt. In ei⸗ nem geſchloſſenen Nadelholzorte kann mit 40 und 50 Jahren je⸗ der Stamm als Lattſtange, Baumpfahl u. ſ. w. angeſprochen werden, mit 60 bis 80 Jahren iſt alles zu kleinem Bauholze brauchbar, nur in ſeltnen Fällen wird aber ein ſo guter Abſatz ſeyn, daß die für den innern Markt beſtimmten Hölzer, welche keinen weiten Transport ertragen, alle als Nutzholz verkauft werden können. Solche Hölzer dagegen, welche in den Welthan⸗ del kommen, wie z. B. Schiffbauholz, Stabholz, ſelbſt gewöhn⸗ lich gute Breter, können in den größten Quantitäten abgeſetzt werden und erfordern dieſe Beachtung nicht, ja ſie verkaufen ſich ſogar in großen Maſſen beſſer, als in kleinen, weil die Koſten, die dieß verurſacht, ſich dann mehr vertheilen. In wiefern nun von dem abgeſchätzten Nutzholze alles, oder nur ein Theil als verkäuflich anzuſehen iſt, hängt von der richtigen Würdigung der Verhältniſſe ab. Dem Geſagten gemäß begreift die Abſchätzung eines hauba⸗ ren Holzbeſtandes zum Einſchlag und Verkauf in ſich: a) die Aufnahme des darin beſindlichen Nutzholzes nach den verſchiedenen Sortimenten,. b) des Klafterholzes, ebenfalls mit Rückſicht auf Kloben⸗, Knüppel⸗, Stock⸗ und Reisholz, ¹) die Feſtſtellung des Nettopreiſes, zu welchem es einem Käu⸗ fer überlaſſen werden kann, oder des Nettoertrages, den der Eigenthümer bey dem für ſeine Rechnung erfolgten Einſchlag davon erwarten mag. Hierbey iſt zuerſt der Bruttoertrag nach Maßgabe der localen Holzpreiſe zu ermitteln, um dann die verſchiedenen Ausgaben, welche der Einſchlag und Verkauf verurſachen, davon abzuziehen und ſo den Netto⸗ ertrag zu erhalten. kenner, de richt frem richtige Be wichnen kan auf dem E whrſten Rechnung ſer ſeyn, des Ganze oder eher II die Eine man eine reicht und chend ben Jahres chle an hat — —) Daß ein derſteht ſe raucht werden, ſeyn, als zu ausgearbeitet A das fehler⸗ Holhe, welches gbeit derlang, der Holzfaſem zu beſtimmen, die untet dem ind. Ihre A⸗ bſchatzungen zu der dänge das hgegen weſene mung derſelben ind mißt dieſe ſicher angeben, Erfahrungen s Verhältniß vorhandenen darauf an, als ern man muß en iſt. In eis 50 Jahren je⸗ . angelbrochen nem Vauholze ſo zuter Abſat Hölzet, welche ußzholz berkauft in den Velthan⸗ eelbſt gewuhn⸗ ktiten abgeſett ſie berkaufen veil die Koſten, ſa wiefem nund ein Theil als en Würdigung ng eines hubi⸗ in ſich: labes nach de zt auf Kloben⸗ 10. Abſchn. Die Forſttaxation. 255 (493) Zu dieſen Ausgaben gehören: a) Das Schlagerlohn und die Anfuhrlöhne. 4. b) Die Zinſen des Kaufgeldes bis zu deſſen Wiedereingange bey dem beendigten Verkaufe des Holzes, ſo wie die Zinſen der verausgabten Schlager⸗ und Rückerlöhne. Hierzu iſt es nöthig, den Zeitpunct zu beſtimmen, wo die Verſilberung des Holzes wahrſcheinlicherweiſe beendigt ſeyn wird. c) Die Aufſichtskoſten und Auslagen für Reiſen, welche we⸗ nigſtens bey einem fremden Käufer oft nicht unbeträchtlich ſind, wogegen der Forſteigenthümer gewöhnlich ſie nicht zu rerhnen hat, da die Beamten deſſelben die Aufſicht über⸗ nehmen. d) Die Aſſecuranzprämie gegen die Gefahr, Holz durch Dieb⸗ ſtahl, Waſſer und Feuer zu verlieren. Sie hangt von den Verhältniſſen ab, indem ſie gar nicht in Anſchlag kommt, wo keine Gefahr irgend eines Verluſtes abzuſeben iſt, und kann nicht unbeträchtlich angeſetzt werden müſſen, wo es ſehr ſchwer iſt, ſich gegen Diebſtahl oder Waſſergefahr zu ſi⸗ chern, da Feuergefahr eigentlich wenig in Betracht kommt. Etwas Beſtimmtes läßt ſich darüber nicht angeben, doch kann ſie unter ſehr ungünſtigen Verhaltniſſen zu Gunſten des Käufers wohl bis 5 Proc. und darüber betragen müſſen. e) Im Fall der Käufer des Holzes entfernt wohnt, wird ihm auch noch eine Vergütung auf Porto, Bothenlohn, und dgl. gerechnet werden müſſen, da die geringſte Forderung von ſeiner Seite nothwendig die ſeyn muß, durch den Ge⸗ winn am zu kaufenden Holze ſeine baaren Auslagen und Speſen mit kaufmänniſchen Zinſen erſetzt zu erhalten. Es kann hierbey im Allgemeinen nicht unbemerkt bleiben, daß, ſo einfach auch eine ſolche Abſchätzung eines haubaren Holz⸗ beſtandes behufs deſſen Verſilberung für einen erfahrnen Holz⸗ kenner, dem die localen Verhältniſſe hinſichtlich des Holzabſatzes nicht fremd ſind, zu ſeyn ſcheint, es doch ſehr ſchwer iſt, eine richtige Beſtimmung zu erhalten, was man ſich an Nettoertrag rechnen kann, oder was ein Käufer, der den ganzen Holzbeſtand auf dem Stamme kauft, dafür geben kann. In bey weiten den mehrſten Fällen wird deßhalb auch die Ausnutzung für eigene Rechnung, zumal als dabey Aufſichtskoſten erſpart werden, beſ⸗ ſer ſeyn, und nur da tritt das Gegentheil ein, wo der Käufer des Ganzen entweder beſſer verſteht, das Nutzholz herauszuſuchen, oder eher Gelegenheit hat, dieß abzuſetzen. II. Die Taxation zur Beſtimmung des nachhaltigen Er⸗ trages eines Forſtes. Eine der älteſten Methoden, um ſich ſicher zu ſtellen, daß man eine gewiſſe Zahl von Jahren mit den Holzvorräthen aus⸗ reicht und nicht Holz abtreiben muß, welches noch nicht hinrei⸗ chend benutzbar iſt, iſt die Eintheilung der Forſtfläche in ſo viel Jahresſchläge, als man Jabre des Umtriebes angenommen hat*). Man hat dieſelbe ihrer Einfachheit wegen und weil ſie etwas *) Daß ein Forſt, der in Schläge getbeilt werden ſoll, vermeſſen ſeyn muß, verſteht ſich von ſelbſt. Das Nähere über die Vermeſſung unten. Forſtwirthſchaft. (494) Materielles darbietet, auf alle Holzgattungen und Betriebsarten anzuwenden verſucht; die Erfahrung hat jedoch gelehrt, daß ſie auf Nadelhölzer und Hochwald überhaupt nicht anwendbar, und nur bey Niederwäldern, und unter gewiſſen Bedingungen allen⸗ falls bey Mittelwäldern, zu empfehlen iſt. Der Eintheilung der Baumwälder ſetzen ſich entgegen: 1) daß die Flächen gewöhn⸗ lich ſehr ungleich beſtanden ſind, und man daher entweder doch alles Holz ſehr genau abzuſchätzen gezwungen wäre, um die Größe jedes Schlages immer in das richtige Verhältniß mit dem davon künftig zu erwartenden Holzertrage zu bringen, oder ſich der Ge⸗ fahr ausſetzen müßte, mit dem Schlage bald auf Blößen und licht beſtandene Orte zu kommen und Mangel an Holz zu haben, bald in den gut beſtandenen Diſtricten mit der durchſchnittlichen Schlaggröße zu viel Holz zu hauen. 2) Bey den Beſamungs⸗ ſchlägen, die erſt in mehreren Jahren rein abgeholzt werden kön⸗ nen, iſt es unmöglich, die abgetheilten einzelnen Schläge inne⸗ zuhalten. 3) Die Reihenfolge der Schläge läßt ſich wegen Mangel an Samen, Unglücksfällen, Bedürfniß einer gewiſſen Holzgattung oder eines Nutzholzſortiments, auch wohl wegen Mangel an Abſat ſelten innehalten, wie ſie voraus beſtimmt iſt, und die Forſtverwaltung bedarf einer größern Freybeit des Hiebes im Hochwalde, als ſie die Schlageintheilung erlaubt. 4) Die von der Natur und den Menſchen, d. h. durch den Holz⸗ beſtand, Bergzüge, Straßen, Rodungen zu Feld und Wieſe u. ſ. w. gebildeten Wirthſchaftsſiguren, worunter wir Diſtricte verſtehen, die zu gleicher Zeit in Betrieb genommen werden müſ⸗ ſen, ſind ſelten ſo geformt und von einer paſſenden Größe, um ſich in regelmäßige Schläge theilen, und dieſe aufeinander folgen zu laſſen. Dieß ſind die weſentlichſten Hinderniſſe, an welchen alle Verſuche, auch die Hochwälder in regelmäßigen Jahresſchlä⸗ gen zu bewirthſchaften, geſcheitert ſind, ſo daß man ſie auch für dieſe Betriebsart in der neuern Zeit ganz aufgegeben hat. Dagegen iſt ſie für den Niederwald wohl auch ferner, vorzüglich für die kleinern Privatforſten und kurzen Umtrieb, als die einfachſte und empfehlenswertbeſte Me⸗ thode zu betrachten, um ſicher zu ſeyn, jährlich ein beſtimmtes Holzquantum von gewiſſem Alter ſchlagen zu können, und im⸗ mer eine beſtimmte Waldfläche in Schonung zu haben, wo Weide⸗ laſten dieß bedingen. A Dieſe Eintheilung in Jahresſchläge kann ſehr verſchiedener rt ſeyn. .1) Wenn dieſelben in regelmäßige Figuren, gewöhnlich läng⸗ liche Vierecke(Parallelogramme) getheilt werden. Dieß kann nur geſchehen, wenn die einzutheilende Figur eine hinreichende Größe, ziemlich regelmäßige Form hat, und die Schläge dabey die Ab⸗ fuhr erlauben, und die Trift dadurch nicht verhauen wird. 2) Die Eintheilung nach Forſtorten. Wenn der Forſt in lau⸗ ter vereinzelten Stücken liegt, ſo müſſen aus dieſen die Schläge gebildet werden, indem bald mehrere kleinere Stücke zu einem Schlage genommen werden, bald ein größeres in mehrere ge⸗ theilt wird, oder wenn ſich ein Ort der Schlaggröße annähernd zeigt, als ein Schlag angenommen wird. Da es ſelten möglich hr bringe e, ſo mt der paſ der.= d fir kleine, hrgsgegen ten natür allein paſſe Man in Vorſch wirklich dern wo triebe vo bey einze fizuren! der gewir eintheilun auf den k bornehmen Porſchnite Po de die Schla⸗ Grundſaze bauen we It dabey nied liede indem m hen Man wie der. wird dag Klache u die gruße oder ung Eine ſeyr wollen, un wohl nie Mintel fe Tönftigen ten eine vielwehr leicht aus wit einer genſcheine der verſch mit Rüͤc dolzvorrat dn nnn. d Betriebsarten zelehrt, daß ſie uwendbar, und dngungen allen⸗ der Entheilung eFlächen gewöhn⸗ der entweder doch are, un de Größe ai wit dn dvon „ Oder ſch d Ge⸗ if Blößen wnd ücht olz zu haben,nid durchſchnittäche h den Beſamungz holzt werden b⸗ nen Schläge inne⸗ läßt ſich wegen ß einer gewiſſen uch wohl wegen boraus beſtimmt ern Freyheit des heilung erlaubt. durch den Holz⸗ Feld und Wieſe ter wir diſtricte aen werden müſ⸗ aden Größe, um gfeinander folgen niſe, an welchen igen Jabresſchli⸗ man ſie auch für ſehen hat⸗ üratforſten und zwertheſte Me⸗ ein beſiimmtes önnen, und im⸗ ehr berſchiedener 3 in mehrere ge⸗ uun anden es ſettn uo 10. Abſchn. Die Forſttaxation. 257 (495) oder dringend nöthig iſt, jährlich ganz gleichen Ertrag einzuſchla⸗ gen, ſo muß dieſe Gleichheit, ſo weit es thunlich iſt, in der Re⸗ gel der paſſenden Form und Lage der Schläge aufgeopfert wer⸗ den.— Dieſe Eintheilung nach Forſtorten wird aber nicht bloß für kleine, zerſtreut liegende Feldbüſche nöthig, ſondern in Ge⸗ birgsgegenden, wo ſich durch Berge, Köpfe, Thäler und Schluch⸗ ten natürliche Wirthſchaftsſiguren bilden, iſt ſie ebenfalls die allein paſſende. Man hat zwar noch eine dritte Art von Schlageintheilung in Vorſchlag gebracht: die mittelbare, wo die Schläge nicht wirklich auf der Karte und im Forſte abgetheilt werden, ſon⸗ dern wo entweder nur jährlich eine beſtimmte Fläche zum Ab⸗ triebe vorgeſchrieben und jedesmal abgemeſſen wird, oder wo bey einzelnen größern Forſtorten und natürlichen Wirthſchafts⸗ figuren bloß die Beſtimmung gegeben iſt, wie viel Jahre in je⸗ der gewirthſchaftet werden ſoll. Es ſcheint jedoch dieſe Schlag⸗ eintheilung für den Privaten nicht paſſend, da er ſelten Beamte auf den kleinen Niederwäldern hat, die jährlich Abmeſſungen vornehmen, oder die zweckmäßige Leitung des Hiebes ohne feſte Vorſchriften anordnen könnten. Wo der Boden von gleicher Ertragsfähigkeit iſt, theilt man die Schläge auch von gleicher Größe ab, weil man von dem Grundſatze ausgeht, daß man die lichter beſtandenen voll an⸗ bauen werde, und dann auch gleicher Ertrag erfolgen müſſe. Iſt dabey der Beſtand ſehr ungleich, ſo wird für den erſten Um⸗ trieb lieber noch eine vorübergehende Nebeneintheilung gemacht, indem man nach gutachtlicher Schätzung die Schläge in demſel⸗ ben Maaße kleiner macht, wie ſie beſſer beſtanden ſind; größer, wie der Holzbeſtand unergiebiger iſt. Bey ungleicher Bodengüte wird dagegen darauf Rückſicht genommen, ſo viel, als möglich, Fläche und Bodengüte mit einander auszugleichen, ſo daß durch die größere Fläche die geringere Ertragsfähigkeit übertragen wird, oder umgekehrt die kleinere Fläche durch den beſſern Holzwuchs. Eine ſehr ſpecielle Bonitirung des Bodens dazu vornehmen zu wollen, um eine ganz genaue Ausgleichung zu erreichen, führt wohl nie zu einem belohnenden Reſultate, da uns noch die Mittel fehlen, aus der Analyſe des Bodens ſeinen möglichen künftigen Ertrag genau voraus zu beſtimmen. Es iſt auch ſel⸗ ten eine ſo genaue Ausgleichung unerläßlich, und man kann ſich vielmehr mit der annähernden begnügen. Dieſe erhält man aber leicht aus der Beachtung des bisherigen Holzwuchſes, verbunden mit einer gutachtlichen Schätzung der Bodengüte nach dem Au⸗ genſcheine. Aus den Rechnungen wird ſich der bisherige Ertrag der verſchiedenen Diſtricte ergeben haben, und wenn man dieſen mit Rückſicht auf den Wuchs und die Dichtigkeit des Holzbe⸗ ſtandes, auf ſein Alter, mit der Fläche vergleicht, ſo wird ſich iaicht Schluß auf die Ertragsfahigkeit des Bodens daraus ziehen laſſen. 3 Eben ſo iſt es nicht anzurathen, wenn es darauf ankommt, den gegenwärtigen Holzbeſtand zur gleichmäßigen Abnutzung zu vertheilen, ſich auf künſtliche Berechnungen, Probehiebe und Ab⸗ ſchätzungen einzulaſſen, da dieß alles zu der Ermittelung des Holzvorrathes im Niederwalde als unanwendbar angeſehen wer⸗ den kann. Es giebt beynahe nur ein Mittel„ um eine richtige ——, 258 Forſtwirthſchaft. (496) Vorausbeſtimmung über den zu erwartenden Ertrag eines Nie⸗ derwaldſchlages zu treffen: aus der Erfahrung, die man bisher über den Ertrag der Schläge gemacht hat, auf ihren zukünftigen zu ſchließen. Es muß jedoch dabey auf die ſichere oder wahr⸗ ſcheinliche Verdichtung des Holzbeſtandes, den künftig ſchlech⸗ kern oder beſſern Stockausſchlag die nöthige Rückſicht genommen werden. Sowohl das Project der Eintheilung des Forſtes auf der Karte, als die Ausführung derſelben, iſt Sache des Geometers, in ſofern ſich dieß auf die Abtheilung der Schläge bezieht. Da⸗ gegen fällt dem Forſtmann die Verpflichtung zu: die Ertrags⸗ fähigkeit des Bodens anzuſprechen, die Reihenfolge der Schläge, die durch ihre Nummerirung bezeichnet wird, anzugeben, und ſelbſt über die Form(Figur) derſelben zu entſcheiden. Die Geo⸗ meter ſehen ſtets, ſchon der leichtern Berechnung wegen, auf Regelmäßigkeit der Figuren und gerade Linien. Niemals muß aber dieſer Regelmäßigkeit das Bedürfniß der Wirthſchaft auf⸗ geopfert werden. Die natürlichen Grenzen der Schläge, durch Felder, Wieſen, Wege, Bäche, Thäler, Hütungsgrenzen u. dgl. gebildet, ſind ſtets den künſtlichen und oft ganz unpaſſenden ge⸗ raden Linien vorzuziehen. Es muß daher auch das Project der Eintheilung durch den Geometer im Einverſtändniſſe mit dem Porſumann geſchehen, und zuletzt deſſen Urtheile unterworfen werden. Taxation des Hochwaldes. Sie zerfällt ſtets in zwey Hauptabtheilungen: 1) Die Feſtſtellung der Grundſätze der künftigen Wirthſchafts⸗ führung oder die Wirthſchaftseinrichtung. 2) Die Berechnung des Vorraths und Zuwachſes, entweder wie er gegenwärtig iſt, oder wie er der vorausgeſetzten Wirth⸗ ſchaftsführung nach ſeyn wird, um entweder gegenwärtig eben ſo viel wegzunehmen, als zuwächſt, oder die Summe des jetzigen Vorraths und angenommenen Zuwachſes im feſtge⸗ ſetzten Umtriebe, nach Maaßgabe des Zuſtandes des Waldes gleichmäßig, oder auch abnehmend oder ſteigend zur Hol⸗ zung zu vertheilen. Da der Ertrag des Waldes unläugbar von der Art ſeiner Bewirthſchaftung abhängt, ſo kann man über die von ihm in einem gewiſſen Zeitraume zu erwartende Holzung kein Urtheil fällen, wenn man nicht zu überſehen vermag, wie er bewirth⸗ ſchaftet werden wird. Zur Wirthſchaftseinrichtung gehören: 1) Die Feſtſetzung, mit welcher Holzgattung jeder Ort be⸗ ſtanden ſeyn und durch welche er benutzt werden ſoll(Wahl der Holzgattung). 2) In welcher Art dieſe Holzgattung behandelt werden ſoll(Wahl der Betriebsart). 3) Welches Alter jeder ein⸗ zelne Ort erhalten ſoll, und in welcher Zeit man mit der Hol⸗ zung im ganzen Walde herumkommen will. Das Exſtere begreift ſchon die Anordnung der Reihenfolge der Schläge in ſich(Feſt⸗ ſetzung des Umtriebes und Leitung des Hiebes). Allerdings be⸗ rühren auch noch die Grundſätze der Holzerziehung, Beſchützung, Benutzung, ſo wie die Beachtung der Verpflichtungen, welche der Forſtbeſitzer gegen Berechtigte hat, die Forſteinrichtung, da niemand eine ſolche zweckmäßig wird treffen können, welcher V dr forſtonne td er das U dhtnt vorat Pon der un den derſe holzes im I. uns daher n ichtung zel uſſenden O. Die Ort Pald in än der Größe d Das haubore an vach der berechnet wer füöhrbar. Die man dishet ü Büdenelaſſen dines Forſtes Eires Morge hant ſeyn, es it kermt: dem Hohzattung V der Wuchs Ertrag gebe jeder einzel Proöuction zu lernen. Eine Ten ſände beachte ¹) Die Gre laien an bnien de 2) Die de Verge, Thatzüg ſchied ſo trags be vodey und dür 9) Die Ve b) nach geringen Auch hit che ſoh trags nic herſchieder ſe ſo bier X. hai. mudn Citg eints Ri Vidun, de man bisher tt, u onn zukügftien der auf di ſden ier wihr⸗ eſandes, da ig ſchech⸗ ie nhige Kütſitt nonmen nihelung d fonſes uij der den, in Sadte de Ganttes, lunz der Scläge daic Da⸗ Veryſichtung zu. de Cmzs⸗ n, die Rähefalge de Sthhe, zeichnet witd, anzugeden, M elben zu entſchäden. de Ger ſchtem Berechnung wegen, nij gerade Linien, Niemals ſuß gedürfniß der Virtſſchſt aur⸗ Grenzen der öclge, dung rhäler, Hütunzsgrenzen l. Ml. und oft zanz uprſenden g⸗ uß daber auch de prjat der im Einderſtindriſe wit den zt deſſen Urzele untermerin Hochwaldtt uptabtheilunn.. n der künfiter Ditiſteit teinrichtung. dos und Zuwatſz, enwan ie er der borausgeſeten Din ed, um entwede penwanh zuwachſt, or ſeunm i mmenen zuvaches in feltes he des zuftnde ds But nend oder ſeihnd zu Hob nliugher di d l ſöne man über aftseinrichtung güinn⸗ ⸗Holzgattung ſandn 33 nuzt werden ſl rdlt dieſe Holzgittung Welch 10. Abſchn. Die Forſttaxation. 259 3—(497) nicht alle forſtliche Rückſichten jeder Art richtig würdigen kann. Es geſchieht dieß jedoch nicht ſo unmittelbar und in ſo inniger Verbindung, als bey den erſten erwähnten Gegenſtänden, die der Forſtordner jedesmal ausdrücklich zu beſtimmen hat, wäh⸗ rend er das Uebrige dem Forſtverwalter überlaſſen und als ihm bekannt vorausſetzen kann. 1 Von der Wahl der Holzgattung iſt im I. Bande S. 444, von den verſchiedenen Betriebsarten und dem paſſenden Alter des Holzes im II. Bde. S. 391 u. f. gehandelt worden. Es bleibt uns daher nur noch übrig, von den unmittelbar zur Forſtein⸗ richtung gehörigen Gegenſtänden die Leitung des Hiebes am paſſenden Orte zu berühren. Ddie Grundlage aller Berechnungen der Holzmaſſe, welche ein Wald in einem gewiſſen Zeitraum liefern kann, iſt die Kenntniß der Größe der producirenden Fläche, oder die Vermeſſung. Das hauͤbare Holz kann zwar ausgezählt und der Zuwachs dar⸗ an nach der vorhandenen Maſſe und der Dicke der Jahresringe berechnet werden; beides iſt bey ganz jungen Orten nicht aus⸗ führbar. Die ganze Schätzung berubt auf den Erfahrungen, die man bisher über die Production beſtimmter Flächen in gewiſſen Bodenclaſſen gemacht hat, und wenn man danach den Ertrag eines Forſtes berechnen will, daß man die bekannte Production Eines Morgens zum Grunde legt, ſo muß natürlich auch be⸗ kannt ſeyn, wie viel Morgen der Forſt überhaupt enthält. Es iſt aber nicht genug, daß man die ſummariſche Größe kennt: denn da dieſelben Flächen, je nachdem der Boden, die Holzgattung, das Alter, die Behandlung und die Dichtigkeit, der Wuchs des Holzes verſchieden ſind, auch ſehr verſchiedenen Ertrag geben können und müſſen, ſo wird es nöthig, die Größe jeder einzelnen Abtheilung, die ſich durch eine, auf die Holz⸗ production Einfluß habende Verſchiedenheit auszeichnet, kennen zu lernen. Eine Vermeſſung behufs der Taxation ſoll folgende Gegen⸗ ſtände beachten und nachweiſen: G 1) Die Grenzen, und zwar nicht bloß die äußern, die Grenz⸗ linien an Aeckern und Wieſen, ſondern auch die Trennungs⸗ linien der Servituten, Jagdgerechtſame u. dgl.. 2) Die Verſchiedenheit des Bodens a) nach der Form, d. h. Berge, Ebene, Expoſition der Berghänge und Richtung der Thalzüge; b) nach der Ertragsfäbigkeit, in ſofern der Unter⸗ ſchied ſo beträchtlich iſt, daß er bey der Berechnung des Er⸗ trags beachtet werden muß; o) nach dem Feuchtigkeitsgrade, wobey jedoch gewöhnlich nur naß und feucht von trocken und dürr geſchieden werden. 3) Die Verſchiedenheit des Holzbeſtandes, a) nach Holzzattung; b) nach dem Alter und Betriebe; c) nach der größern oder geringern Dichtigkeit, dem beſſern oder ſchlechtern Wuchſe. Auch hier ſind nur ſolche Verſchiedenheiten zu beachten, wel⸗ che ſo bemerkbar ſind, daß ſie bey der Berechnung des Er⸗ trags nicht unbeachtet bleiben können. Reine Beſtände von verſchiedenen Holzgattungen werden nur geſchieden, wenn ſie ſo viel Fläche einnehmen, daß die Aenderung des Ertrags X. 32 260 Forſtwirthſchaft. (498) beachtungswerth wird. Gemiſchte nur dann, wenn die ein⸗ geſprengte Holzgattung als Nutzholz oder als beträchtlich beſſeres oder ſchlechteres Holz beſonders berechnet werden muß. Die Altersverſchiedenheiten werden in gewiſſe Alters⸗ elaſſen zuſammengefaßt, ſo daß dasjenige nicht geſondert wird, was in ein und derſelben Altersclaſſe liegt, worüber unten das Näbere. Immer beſtimmt man aber ein gewiſſes Minimum der Fläche, unter welchem die Herausmeſſung nicht erfolgt. So iſt in der Inſtruction zur ſpeciellen Taxation der preußiſchen Forſten Ein Morgen als die kleinſte Fläche angenommen, die um der Boden⸗ und Beſtandsverſchiedenheit willen herausgemeſſen werden muß. 4) Der nicht productionsfähige Boden, Wege, Felſen, Sümpfe und Lachen, muß ſelbſt, wenn die Flächen kleiner ſind, von dem productionsfähigen geſondert werden, damit die Sum⸗ me deſſelben von der ganzen Forſtfläche abgezogen werden kann. 5) Eine beſondere Aufführung der Pflanzkämpe iſt wichtig. 6) Von den Wegen, Geſtellen, Alleen werden nur diejenigen nicht gemeſſen, welche eingehen ſollen und nicht benutzt wer⸗ den, oder auch nur vorübergehend zum Gebrauch dienen. 7) Wohnungen, Gärten, Theeröfen und alle Etabliſſements jeder Art, ſo wie alle auf die Forſtwirthſchaft und Jagd Bezug habenden Gegenſtände müſſen auf der Karte genau nach ih⸗ rer Lage und der Fläche, die ſie einnehmen, bezeichnet werden. 8) Die Gewäſſer mit ihrer Inundationslinie, wenn Ueber⸗ ſchwemmungen von ihnen zu befürchten ſind, müſſen eben⸗ falls richtig verzeichnet ſeyn. Der Maaßſtab iſt für die auftragende Karte ſo groß zu wählen, daß ein Febler in der Vermeſſung oder Berechnung ver⸗ mieden werden kann, oder wenigſtens gleich in die Augen fällt, wozu der von 50 Ruthen auf 1 rheinl. Decimalzoll als binrei⸗ chend befunden iſt, da bloß in dem Falle, wo Theilungen, bey denen es ſelbſt auf Kleinigkeiten ankommt, einen größern verlangen. Da jedoch Forſte von beträchtlicher Größe bey dieſem Maaßſtabe große unbequeme Karten ergeben, ſo müſſen dieſe entweder be⸗ hufs der Taxation in Sectionen zerlegt, oder beſſer wohl nach ei⸗ nem kleinern Maaßſtabe reducirt werden, wozu man nach Ver⸗ hältniß der Größe des Forſtes denſelben ſo wählen kann, daß 100, 150, 200, 250 Ruthen auf einen Decimalzoll gehen. Der Privatforſtbeſitzer thut ſehr wohl, wenn er bey einer neuen Forſtvermeſſung das Vermeſſungsreglement für die Staats⸗ forſten, welches beynah in jedem deutſchen Staate exiſtirt*), bey dem Contracte mit einem Geometer zum Grunde legt, und ſich ſowohl an die darin beſtimmten Vermeſſungsgebühren hält, als auch die Vermeſſung den dort gegebenen Vorſchriften ge⸗ mäß verlangt. „Noch ſind einige Worte darüber zu ſagen: in welchem Falle behufs der Taxation eine neue Vermeſſung nöthig iſt, oder auch *) Für Preußen in dem Reglement für die Feldmeſſer vom 29ten April 1813, der Inſtruetion für die Forſtgeometer vom 18ten Jul. 1849. Berlin b. dem Hoſbuchdrucker Decher. V äohl eine 9 ur prbſ de unkedine kine ni fnt iſ: d wiiſtt, und ſem der G Mübe dure ſinwegenor ichtigung iehen, de ban, und als eine Vey Forſtes an Thäler u⸗ des Junen duͤßern Gie hen Kanter ſand auch ſ diil es kei wate, daß Penn d Vyngen her doch ſchon ſenen Fal Eine feſte, nich und Aae in diele fiſte, heſt eine hele Vnven, we Feärdert h. dehrlich me nehmen, u hne gloß gen kann. Uebre Petweſſu berlahgr. der Wabr tenden E In di natür, doch nur; Nenden, ha dan deiſe n, wenn die ein als beträchtlich berechnet werden 1 zewiſſe Alters⸗ nicht geſondert ſe liegt, worüber aber ein gewiſſes rausmeſung nicht hecielln Tazation die kleinſte Fläche indsverſchiedenheit e, Felſen, Snpfe kleiner ſind, don damit die Suw⸗ ahgezogen werden e iſt wichtig. en nur diejenigen icht benutzt wer⸗ brauch dienen. nbliſſements jeder und Jagd Bezug e genau nach ih⸗ dezeichnet werden. ie, wenn Uebet⸗ d, muͤſſen eden⸗ Karte ſo groß zu Verechnung ber⸗ die Augen fällt, zoll als binrei⸗ eheilungen, bey Hern verlangen. ſem Maaßſtabe ſe entwedet be⸗ et wohl nach ei⸗ man nach Ver⸗ tann, daß 100, en. ſyr t bey eine mr die Staats⸗ kaate tyiſit, unde ri 1 sgebühren hale⸗ Porſchritn ge welchen Fälle 3 iſt, dde auch il 1815, en At dem Igten â 8. Berlin b⸗ (499) wohl eine ältere Karte brauchbar iſt? da zum großen Ns, der Forſtbeſitzer, die dadurch oft ganz unnöthige Koſten haben, die unbedingte Verwerfung alter Karten nur zu häufig iſt. Eine nicht zu umgebende Forderung an eine ältere Forſt⸗ karte iſt: daß ſie entweder die geſammte Forſtfläche richtig nach⸗ weiſt, und der gebrauchte Maaßſtab feſtſteht, oder daß ſie, in⸗ dem der Geometer hinreichend feſte Puncte findet, mit leichter Mühe durch Nachtragung binzugekommener, oder Abſchneidung hinwegenommener Fläͤchen, berichtigt werden kann. Iſt dieſe Be⸗ richtigung ſehr verwickelt, ſo iſt eine neue Vermeſſung vorzu⸗ ſieben; da man in dieſem Falle gewöbnlich nichts an Koſten er⸗ part, und doch eine viel unſicherere und ſchlechtere Arbeit erhält, als eine neue Vermeſſung liefern muß. Bey vielen älteren Forſtflächen ſind bloß die Conturen des Forſtes angegeben, ohne daß derſelbe durch Wege, Geſtelle, Bäche, Thäler u. ſ. w. in einzelne Theile zerfällt werden kann, weil das Innere deſſelben gar nicht gemeſſen iſt, ſondern nur die aͤußern Grenzen angegeben wurden. Abgeſehen davon, daß ſol⸗ chen Karten ſelten hinſichtlich ihrer Richtigkeit zu trauen iſt, ſo ſind auch ſolche Forſtkarten zu einer Taxation ganz unbrauchbar, weil es keinen Forſt giebt, der überall ſo gleichmäßig beſtanden wäre, daß man die ganze Fläche mit einemmale berechnen könnte. Wenn es auch möglich wäre, die einzelnen verlangten Abthei⸗ lungen herauszumeſſen und in die Karte zu tragen, ſo wäre dieß doch ſchon eine ganz neue Vermeſſung, und dieſe iſt deßhalb in jenem Falle ſtets unvermeidlich. Eine richtig gemeſſene Karte dagegen, die durch Geſtelle, feſte, nicht geänderte Wege, Bäche, unverändert gebliebene Wieſen und Ackergrenzen, Bäche und Flüſſe, Thalzüge und Berghänge, in viele ſcharf bezeichnete Figuren getheilt iſt, die hinreichende feſte, beſtimmt zu erkennende Puncte darbietet, um nothigenfalls eine neue nöthig werdende Theilungslinie daran anbinden zu können, wird ſelbſt in dem Falle, wo die Holzbeſtände ſich ganz geändert haben, eine neue Vermeſſung in der Regel ganz ent⸗ behrlich machen, da man den Beſtand der einzelnen Figuren auf⸗ nehmen, und die Vervollſtändigung der erforderlichen Abthrilung ohne große Koſten, und mit zureichender Genauigkeit hinzufü⸗ gen kann., Uebrigens entſcheidet über die Nothwendigkeit einer neuen Vermeſſung ſehr die Genauigkeit, die man von eine: Taxation verlangr. Wo es nur darauf ankommt, einen muthmaßlichen, der Wabrbeit ſich mehr annähernden, als ſich zuverläſſig darbie⸗ tenden Ertragſatz zu ermitteln, wo man auf die ſpecielle Taxa⸗ tion Verzicht thut und nur einen gutachtlichen Ueberſchlag macht, da genügt auch eine Karte, die hinſichtlich der Verſchiedenheiten des Bodens und Holzbeſtandes nicht ſo in das Detail gebt, als kentüthi iſt, wo eine ganze ſpecielle Abſchätzung Statt fin⸗ den ſoll. In den großen zuſammenhängenden Forſten der Ebene, wo die natürlichen Wirthſchaftsfiguren entweder ganz mangeln, oder doch nur durch die immerfort wechſelnden Holzbeſtände gebildet werden, hat man mit großem Vortbeile noch eine künſtliche Bil⸗s dung derſelben eingeführt. Man durchſchneidet dieſelben dazu 32* 10. Abſchn. Die Forſttaxation. 261 Forſtwirthſchaft. (500) mit Schneißen oder Geſtellen, d. h. von Holze entblößten, ſo viel als möglich geraden, ein bis zwey Ruthen breiten Linien, die ſich gewöhnlich rechtwinklig durchkreuzen und in beſtimm⸗ ter Entfernung parallel von Süden nach Norden, von Weſten nach Oſten laufen. Man nennt dieß die Eintbeilung In Jagen oder Quadrate, weil dadurch im Inneren des Forſtes lauter regelmäßige Vierecke gebildet werden, und nur die am Rinde liegenden Abſchnitte, die kein volles ◻ mehr bilden, an der äußeren Grenze unregelmaßige Eynturen erhalten. Die Größe dieſer, oder was gleich iſt, die Entfernung, in welcher die parallelen Geſtelle von einander laufen, iſt zwar in den preußi⸗ ſchen Staatsforſten ſo feſtgeſetzt, daß jede Seite des—200 Ruthen, und dieß folglich 222 Morgen 40 Quadratruthen Fläache haben ſoll; es iſt jedoch wohl unlaugbar zweckmaßiger, daß ſich dieſe Größe nach der Größe der einzutheilenden Forſtfläche und der zu nehmenden Schlage richtet, auch ſelbſt ihre Form wird am vortheilhafteſten nach der Figur, welche der ganze Forſt bildet, geordnet. Hierbey muß man jedoch nicht etwa von der Idee ausgeben, daß ein Quadrat ein Jahresſchlag ſeyn ſoll, und dieſe Eintheilung eine Art Schlageintheilung ſeyn ſolle. Es ſoll daſſelbe zwar eine Wirthſchoftsſigur bilden, welche eniwe⸗ der ſchon jent, oder in ſofern der Holzbeſtand dieß nicht er⸗ laubt, wenigſtens im folgenden Umtriede, zuſammen in Betrieb genommen wird, aber die Zahl der Jagen(immer gleich mit ) bängt durchaus nicht von den Jahren des Umtriebes ab, wie dieß bey den Jabresſchlägen der Fall iſt, ſondern die Holz⸗ maſſe, die in ihm ſteht, kann beſtimmt ſeyn, 1, 2, 3 und 10 Jahre auszureichen. Die Jageneintheilung hat den Zweck und die Vortheile: 1) der leichteren Orientirung, da man durch die an die Ecken des— geſetzten, numerirten und gezeichneten Pfahle, die auch auf der Karte bemerkt ſind, mit dieſer in der Hand ſich ſehr leicht zurecht findet; 2) daß die Vermeſſung dadurch länger brauchbar gemacht wird, indem man viel Figu⸗ ren von bekannter Größe, mit unwandelbaren feſten Grenzen, die da, wo ſich die Geſtelle durchſchneiden, überall feſte Puncte darbieten, erhält; 3) daß die Hiebsleitung genauer und feſter beſtimmt werden kann, indem man die Reihenfolge der Jagen, wie ſie zum Abtriebe kommen, feſtſetzt; 4) daß die Controlle der Abſchätzung, ſo wie der Verwaltung dadurch ſehr vervoll⸗ ſtändigt wird, indem man ſtets das Reſultat der Schätzung mit dem des wirklichen Einſchlags bey dieſen einzelnen Figuren vergleichen, auch die Beſtände in der Rechnung von jedem einzelnen Jagen nachweiſen und dieſe deßhalb leicht revidiren kann; 5) daß durch die Verlegung der Wege auf die Geſtelle nicht bloß eine große Erſparung an Grund und Boden, der dazu verwendet werden mus, erfolgt, ſondern auch die Scho⸗ nungen mehr gegen das Behüten und Durchfabren geſichert werden. 6) Es wird dadurch für die Jagd, die Holzabfubren, die Waldpolizey ſo manche Bequemlichkeit und mancher Vor⸗ theil erreicht, die ohne dieſe regelmaßige Eintheilung nicht zu erhalten ſeyn würden. So vortheilhaft dieſelbe aber auch dem⸗ nach in großen geſchloſſenen Waldern, die in der Ebene liegen und wo die Geſtelle als Wege und Grenzen der Wirthſchafts⸗ figuren benutzt werden können, iſt, ſo wenig iſt ſie doch für tirzelne 8, zien enwer fümn k i Pderüroch Pirdbruch remals die ine Lücke Sobald ſewohl der ich oder man z91 Dieſe Atde Erforſchur ſuchung d wachſes. den Veſtä wen, gied tniebe benn ſhnitte zu die l A im haut des noch Stamm tem, Fa Mathe d nach der unregelu Holze d ſobald m hann. b) Sröße, z. 6- 60 G ſimmt al Durchſchn und ſard Beſtand die Llſe Summe des Mod die ſumr nauigtei dazu der bedient, und Ho dann in Methode eben ſo fältiges negelmaß keichem aähle e entölogten, ſg en breiten Linien, Und in beſtimm den von Weſten deitong jt Jazen des Forſe lauter rur di an Ride at bilden, an der alten. Die Größe g, in welhher die var in der dieußi⸗ des—2 Rathen, tben Flache haden er, daß ſich diſe zrſtfläche und der Form wird am nze Forſt bildet, t von der Nee ſeyn ſoll, und eyn ſolle. Es welche eniwer dieß nicht er⸗ men in Vettieb wer gleich mit Umtriebes ab, adern die Holz⸗ 1, 2, 3 und 10 den Zweck und da man durch und gezeichneten „wit dieſer in die Vermeſuung man viel Figu⸗ eſten Grenzen, feſte Puncte ner und feſter ige der Ingen, die Conttolle ſeh vertol⸗ der Schäßung zelnen Figuten ung von ſedem leicht tevielken d Boden, der auch die Schh⸗ abren geſchm Holzabuhun, mancher Lon⸗ dher auc dem⸗ r Eten ligen Winbſchafts⸗ ſ ſee doch fur 10. Abſchn. Die Forſttaxation. 263 (501) einzelne kleine Walddiſtriete oder in Gebirgen mit vielen Thal⸗ zügen anwendbar, weil hier nur die natürliche Eintheilung, die ſchon da iſt, mit der zu machenden künſtlichen in directem Widerſpruche ſtehen würde. Auch dürfen in Wäldein, wo der Windbruch gefährlich iſt, wie in Fichten, im haubaren Holze niemals die Geſtelle aufgehauen werden, um dem Sturmwinde keine Lücke darzubieten. Sobald dieſe Vorarbeiten, die Ausmittelung der Größe ſowohl der ganzen producirenden Fläche, als der einzelnen künſt⸗ lich oder natürlich abgetheilten Figuren, beendigt ſind, kann man zur Ermittelung des Holzertrages ſchreiten. Dieſe Arbeit zerfallt wieder in zwey Hauptabtbheilungen: 1) Die Erforſchung des jetzt vorhandenen Porraths; 2) die Unter⸗ ſuchung des gegenwärtigen oder künftig wahrſcheinlichen Zu⸗ wachſes. Beides zuſammen, der Vorrath und der Zuwachs an den Beſtänden, die in dem erſten Umtriebe zur Benutzung kom⸗ men, giebt die ſummariſche Holzmaſſe, welche in dieſem Um⸗ triebe benutzt werden kann, und für die verſchiedenen Zeitab⸗ ſchnitte zu vertheilen iſt. Die Unterſuchung des Vorrathes geſchiebt auf andere Art: A. im haubaren benutzungsfäbigen, B. im jungen Holze, wel⸗ ches noch lange Zeit fortwaͤchſt, als z. B. Schonungen, Dickig⸗ ten, Stangenorten u. ſ. w. A. Man kann in dem baubaren Holze jeden einzelnen Stamm abſchätzen, indem man a) ihn nach Klaftern, Mal⸗ tern, Faden, Stecken, oder einem ſonſt im Walde üblichen Maaße durch erfahrne Taxatoren, Forſtmänner oder Holzhauer nach dem Augenmaße anſprechen lätt. Dieſe Methode iſt bey unregelmaßig gewachſenem, ſehr ſtarken, räumlich ſtehenden Holze die empfehlenswertheſte zur ſpeciellen genauen Schätzung, ſobald man Schätzer hat, auf deren Urtheil man ſich verlaſſen kann. b) Man theilt die Bäume in Claſſen von verſchiedener Größe, z. B. ſo, daß die 1ſte Claſſe 60—30 Cubikfuß, die 2te 50— 60 Cbf., die 3te 40— 50 Cbf. u. ſ. w. enthält, und be⸗ ſtimmt aus mehreren gefällten und berechneten Bäumen eine Durchſchnittsgröße für jede Claſſe, die zwiſchen dem ſchwächſten und ſtärkſten Baume der Claſſe mitten inne liegt. Der ganze Beſtand wird dann dergeſtalt ausgezählt, daß jeder Baum in die Claſſe, wohin er ſeiner Größe nach gehört, eingetragen, die Summe der Stämme jeder Claſſe dann mit dem Cubikinhalte des Modellſtammes derſelben multiplicirt wird, wodurch man die ſummariſche Holzmaſſe des Orts erhalt. c) Die größte Ge⸗ nauigkeit erhalt die Abſchätzung obne Zweifel, wenn man ſich dazu der ſchon erwähnten Königſchen oder Cottaiſchen Holztafeln bedient, den unteren Umfang jedes Stammes mißt, die Höhe und Holzhaltigkeit deſſelben anſpricht und ſeinen Cubikinhalt dann in den Tafeln aufſucht. Bey einiger Einübung iſt dieſe Methode auch weniger zeitraubend, als es ſcheint, und wird eben ſo ſchnell zum Zwecke führen, als ein einigermaßen ſorg⸗ fältiges Anſprechen des Holzes nach dem Augenmaaße. In ſehr regelmäßig gewachſenen, in Schluſſe geſtandenem Holze von dleichen Alter, vorzüglich bey Nadelholz, muß aber auch das uszählen nach Claſſen ein hinreichend genaues Reſultat geben. Forſtwirthſchaft. (50²⁹) — Bey allen drey Methoden durchgehen die Schätzer den zu taxirenden Ort in einer Reihe neben einander, und nicht weiter von einander entfernt, als daß kein Baum unbemerkt und un⸗ geſchatzt bleiben kann. Jeder Baum, welcher notirt iſt, erhalt ein leichtes Zeichen in der Rinde, und an der Grenze der Schätzungslinie werden die Bäume geſchalmt, wobey aber die Baſthaut nicht verletzt werden muß, um an dem Schalme wie⸗ der herauf zu gehen, bis der ganze Ort fertig taxirt worden iſt. Alle dieſe Methoden bleiben, vorzüglich in großen Forſten, mit vielem haubaren Holze immer zeitraubend und koſthar, da ſie viel geübte Taxatoren verlangen, und man hat um ſo mehr geſucht, das Verfahren abzukürzen, als dabey immer noch kein ganz genaues und ſicheres Reſultat erhalten wurde, und man ſah, daß es in den großen waldreichen Staaten kaum möglich war, alle Forſten in dieſer Art abzuſchätzen. Das alteſte und gewöhnlichſte Auskunftsmittel die ſpecielle Aus zäh⸗ lung des haubaren Holzes zu umgehen, war, und iſt noch jetzt, daß man nur eine kleine Fläche zur Probe abſchätzt, z. B. 1 oder 2 Morgen, und die ganze danach berechnete, indem man annahm, daß jeder der übrigen Morgen eben ſo viel Holz ent⸗ hielte, als der abgeſchätzte. Bey der großen Ungleichheit der Holzbeſtände fiel aber gleich in die Augen, daß man dadurch ein ungeheuer unrichtiges Reſultat erhalten mußte, eine zu hohe Schätzung, wenn die Probefläche beſſer beſtanden war, als durchſchnittlich das Uebrige; im Gegentheil eine zu niedrige. Um dieſem zu begegnen, ſchlug man vor, mehrere Probeflächen an verſchieden beſtandenen Orten, z. B. an den beſtbeſtande⸗ nen, im mittelmäßigen und ſchlechten Beſtande zu nehmen, das gefundene Holzquantum zu ſummiren und den Durch⸗ ſchnittsſatz pro Morgen, als die für den ganzen Beſtand anzu⸗ ſetzende Holzmaſſe, zu rechnen, indem man deſſen Fläche damit multiplicirte. Auch dieß hat aber wenig dazu beygetragen, der Berechnung der Holzmaſſe nach Probeflächen mehr Zuverläſſig⸗ keit zu geben. Geſetzt, man theilt den Beſtand in 3 Verſchie⸗ denheiten, gut, mittel, ſchlecht beſtanden, der gute Beſtand habe 30, der mittle 20, der ſchlechte 10 Klftrn. pro Morgen, ſo war die Durchſchnittszahl 30+ 20+ 10== 20 und 200 Morgen à 20 Klftrn. würden zu 4000 Klftrn. zu berech⸗ nen ſeyn. Wenn nun aber nur 2s oder 20 Morg. mit 30 Klftrn., x oder 40 Morg. mit 20 Klftrn., oder 140 Morg. mit 10 Klftrn. beſtanden ſind, ſo enthalten dieſe 200 Mrgn. nur 600 †. 800+ 1400= 2800 Klftrn, und man hat einen Irrthum von 1200 Klftrn. Es wird in die Augen fallen, daß bey dieſem Verfahren nothwendig jede Verſchiedenheit gleiche Fläche haben müßte, wenn es richtig ſeyn ſoll, was wohl ſelten oder nie der Fall iſt. Die Abſchätzung nach Probeflächen iſt deßhalb auch in der That nur da brauchbar, wo der Beſtand ganz oder ziem⸗ lich gleichmäßig iſt, und dann thut man beſſer, Eine größere Probefläche, vielleicht von 5— 10 Morgen zu nehmen, welche die geringen Verſchiedenheiten des Holzbeſtandes ſoviel als möglich umfaßt, als mebrere kleine. In ungleich beſtandenen Orten iſt ſie eine durchaus nicht zu empfehlende Methode, da ſie zu ungeheueren Täuſchungen führt. Ein uſt ſih aus de in haubaten die Naſſenſ unzer Beſt othanden; Anterſuchur ausgeſeyten nommenen Dltes.— iin ganz r nicht wit! ſeln, wo zanz unde Wenn dar gen ſehr e ziem icher wären, d 1 Morzen er den gan deſtanden nung zu Emmittelun enn gutach fahrne T und Koſt B. D Schäter den zu und nicht weiten nbemerft und un⸗ notit iſt, erzalt det Grenze der wodey aber die eem Schalme wie⸗ toxitt worden iſt. großen Forſten, und koſtdar, da hat um ſo mehr dey immer poch lten wurde, und en Staaten kum zuſchatzee. Das ſpecielle Auszaͤh⸗ id iſt noch jett, öſchagt, z. B. nete, indem man viel Holz ent⸗ Ungleichheit der aß man dadurch mußte, eine zu janden war, als ine zu niedrige. rere ſartuee den beſtbeſtande⸗ inde d nehmen, und den Durch⸗ en Beſtand anzu⸗ ſeen Fläche demit hergetnagen, der rehr Zuverliſſige in 3 Verſchie⸗ r zute Beſtand . pro Morzen⸗ .=) und 5 fern. zu berech⸗ „mit 30 Klftrn., Morg. mit 10 n 3 heſtundenen ihea, 10. Abſchn. Die Forſttaxation. (508) Ein erſt in der neueren Zeit eingeführtes Verfahren, welches ſich aus der größeren Erfahrung entwickelte, die man über die in haubaren Beſtänden vorhandenen Holzmaſſen ſammelte, iſt die Maſſenſchätzung. Man verſteht darunter das Anſprechen ganzer Beſtände, wie viel pro Morgen durchſchnittlich an Holz vorhanden iſt, nach dem Augenmaaße, ohne eine ſpecielle nähere Unterſuchung. Durch die Multiplication der als bekannt vor⸗ ausgeſetzten Fläche mit der durchſchnittlich pro Morgen ange⸗ nommenen Holzmaſſe, erhält man den Vorrath des ganzen Ortes.— Es iſt nicht zu erwarten, daß dieſe Ocularſchätzung ein ganz richtiges Reſultat gebe; doch muß man ſie aber auch nicht mit der älteren, ſo oft gerügten Maſſenſchätzung verwech⸗ ſeln, wo die Holzmaſſe eines ganzen Diſtricts, deſſen Größe ganz unbekannt war, gleich ſummariſch angeſprochen wurde. Wenn das Urtheil des Taxators durch viele ſpecielle Abſchätzun⸗ gen ſehr ausgebildet worden iſt, ſo iſt er wohl im Stande, mit ziemlicher Sicherheit, und ohne daß grobe Fehler zu fürchten wären, die Holzmaſſe, die auf einer beſtimmten Fläche von 1 Morgen, Joch, oder Acker ſteht, zu beſtimmen, auch wenn er den ganzen Diſtrict genau durchgeht, und dieſer gleichmaßig beſtanden iſt, einen brauchbaren Durchſchnittsſatz zur Berech⸗ nung zu geben. Wo daber keine große Genauigkeit in der Ermittelung der haubaren Beſtände verlangt wird, ſondern nur ein gutachtlicher Ueberſchlag, da iſt die Maſſenſchätzung, er⸗ fahrne Taxatoren vorausgeſetzt, zur Erſparung von Zeit, Arbeit und Koſten ſehr zu empfehlen.. B. Die Beſtimmung der Holzmaſſe, welche jetzt vorhanden iſt, wird eigentlich nur bey dem haubaren oder bald einzuſchla⸗ genden Holze bedurft. Bey den jungen Beſtänden, welche noch längere Zeit wachſen ſollen, iſt der gegenwärtige Vorrath und deſſen Unterſuchung nur in ſofern beachtungswerth, als darauf die Berechnung des künftigen Ertrages beruhet, indem man aus dem disherigen Wuchſe auf den künftigen ſchließen muß. Man hat ſich ſchon lange bemüht, Erfahrungen darüber zu ſammeln: wie viel Stämme, und von welcher Größe, in jedem Alter auf einem vollkommen beſtandenen Morgen, Acker u. ſ. w. in den verſchiedenen Bodenclaſſen von jeder Holzgattung, die in reinen Beſtänden vorkommt, gefunden werden. Aus dieſen an⸗ geſtellten Unterſuchungen und erhaltenen Erfahrungen ſind dann die ſogenannten Erfahrungstafeln zuſammengeſetzt, d. b. Tafeln, welche nachweiſen, wie groß die Stammzahl und die Holzmaſſe auf jedem Boden in jedem Alter iſt, wenn ein Ort mit Holz von vollkommenem Wuchſe geſchloſſen beſtanden iſt. Wenn man nun die Holzmaſſe, z. B. in einem 20jährigen Orte, unterſucht, was immer nur auf Probeflächen geſchieht, die deſto kleiner ſeyn kön⸗ nen, je jünger und gleichmaßiger beſtanden das Holz iſt, ſo daß in jungen Dickigten wohl ½ bis 3 Morgen genutzt, indem man ermittelt, wie groß und dick die im Schluſſe ſtehenden Stämme geworden ſind, ſo läßt ſich daraus ſchließen, in welche Boden⸗ claſſe der Erfahrungstafeln, der gefundenen Holzmaſſe gemäß, dieſer Beſtand gehört, und indem man in ihnen nachſieht, was von einem geſchloſſenen Orte in dem verſchiedenen Alter zu er⸗ warten iſt, kann man den Ertrag deſſelben leicht für die Zukunft anſetzen.— Es wird daraus hervorgehen, daß alle Unterſuchun⸗ Forſtwirthſchaft. (04) gen des Vorratbes in jungen Beſtänden, ſich niemals auf den ganzen Diſtrict mit Auszählungen u. dgl. erſtrecken, was auch ganz unausführbar wäre, ſondern nur zum Zwecke haben kön⸗ nen, zu beſtimmen, wie viel von der Fläche deſſelben als voll beſtanden angenommen werden kann, und wie viel bey der Be⸗ rechnung als nicht producirend in Abzug gebracht werden muß. Die eigentliche Unterſuchung des Holzvorraths hat nur den Zweck, auf möglichſt vollkommen beſtandenen Flecken durch Ermittelung der Größe der Bäume und der bisber erzeugten Holzmaſſe, der Ausmittelung des Alters, ſich zu unterrichten, in welche Bo⸗ denelaſſe der Ort gehört, und demgemäß ihn nach den Erfah⸗ rungstafeln berechnen zu können. Ifſt der ganze Ort geſchloſſen beſtanden, hat das Holz glei⸗ ches Alter, iſt es von regelmäßigem Wuchſe, ſo iſt die Schä⸗ Puns der jungen Beſtände auf dieſe Art ſehr leicht, und bedingt loß die Unterſuchung der Holzmaſſe einer verhaltnißmäßig klei⸗ nen Fläche, die deſto kleiner ſeyn kann, jemehr man die Gewiß⸗ heit hat, daß ſie ganz gleich beſtanden iſt mit dem ganzen zu berechnenden Orte. Schwieriger und auch unſicherer wird die Schaͤtzung, ſobald Unvollkommenbeiten irgend einer Art bey dem ze taxirenden Orte beachtet werden müſſen. Erfahrungen über en künftigen Ertrag junger Orte laſſen ſich nur in vollkommenen Beſtänden, d. h. hinreichend geſchloſſenen, geſunden, von un⸗ tadelhaftem Wuchſe, anſtellen; denn nur das Vollkommene iſt et⸗ was beſtimmtes, im dereinſtigen Ertrage ſich ſtets gleich blei⸗ bendes. Das Unvollkommene kann ſo verſchieden ſeyn, als es Grade der Unvollkommenheit giebt, und da ſich dieſe tbeils än⸗ dern, theils nicht beſtimmt genug bezeichnet werden können, ſo iſt es auch undenkbar, Erfahrungstafeln für unvollkommene Be⸗ ſtände zu entwerfen. Es iſt daher nur möglich, den Grad der Unvollkommenheit jedes zu ſchätzenden Ortes zu beſtimmen, um dem gemäß ſo viel von dem Ertrage, den die Erfahrungstafeln in jeder Bodenclaſſe für die Zukunft angeben, zurück zu rechnen, als dieſelbe beträgt. Die erſte Art der Unvollkommenheit, wenn der Beſtand nicht voll, ſondern lückenhaft iſt, kann verſchiedener Art ſeyn. a) Es können einzelne größere oder kleinere Blößen vorhan⸗ den, und der Beſtand kann vielleicht nur horſtweiſe vertheilt ſeyn. Größere Blötzen müſſen dann gemeſſen, kleinere nach dem Au⸗ genmaaße geſchätzt, ſummirt und von der ganzen Fläche derge⸗ ſtalt in Abzug gebracht werden, daß man nur ſo viel Fläche berechnet, wie als vollbeſtanden angenommen werden kann. b) Oft ſind zwar keine eigentlichen Blößen vorhanden, das Holz ſteht aber zu licht, die Stämme, welche den dereinſtigen Beſtand bilden ſollen, ſind zu vereinzelt, als daß man den Ort als vollkommen und geſchloſſen anſehen könnte. Es kommt dann darauf an, die Zahl der geſunden fortwachſenden Stämme(die unterdrückten krüpplichen kommen nicht in Betrachtung), welche durchſchnittlich pro Morgen anzunehmen ſind, zu ermitteln. Da die Erfahrungstafeln nachweiſen, wie groß die Normalzahl der Stämme eines vollen Beſtandes in jedem Alter ſeyn ſoll, ſo wird aus der gefundenen Zahl und ihrer Vergleichung mit der 22 eines vollkommenen Beſtandes ſich ergeben, in welchem Alter erſt, venn dief ü ſen angenom u lichten St kerechnet wer jar zeit ſein uhl hätte, geſtßt werd man jedoch Stämme ſ handenen? Schwe iſt diezeni dert, bald cher wege eblieben p daß me Und nur d in Abrech: ten nur d haben ſoll währen, nach den Ganz and Rlten Ke bloß bleit gar fortſ leicht kau haben. walder, ſen. In Alter ni ſelbe ſpͤ nachlͤßt. Yicht ceen Atter dey Hals jüngern, henden h ſtehende? zu dichte Birien! geht das ſchattun, Oder es dorauszn ür end kaum ett des erfe würdigt, ſänmun, ntreffen nhand, niemals auf den recken, was auch Fwecke haben kön⸗ deſelben als voll e dil bey der Be⸗ nacht werden muß. hat vur den gweck, durd Ermitelung ten Holzmaſſe, der ten, in welche Bo⸗ in nach den Eh⸗ hat das Hoßz gli⸗ 2, ſo iſt die Shn⸗ leicht, und bedingt thaltnißmaͤßig klei⸗ r man die Gewiß⸗ t dem ganzen zu ſſicherer wird die einer Art bey dem Erfahrungen über in vollkommenen ſunden, von un⸗ olltommene iſt et⸗ ſtets gleich blei⸗ den ſeyn, als es ch dieſe theils an⸗ verden können, ſo volliommene Ve⸗ Unvollkowmeneit dem gemah ſo viel ſeder Bobenelaſſe dieſelbe betraͤgt. der Beſtand nicht Art ſeyn. Bühen vorhan⸗ ſeiſe vertheilt ſeyn. tte nach den Au: zen Fläche derge⸗ 5 1 V Fläche werden kann. nvorhanden, dus ſe den dereinſtigen daß man den A . Es kommt damn dden Stämme 4 tung), welh tht be nit ß di Yornati im Alten ſen ſe⸗ ergleichung mit rilhe Aue a (505) wenn dieß überhaupt der Fall iſt, der Ort als vollkommen geſchloſ⸗ ſen angenommen werden kann. Bis dahin erfolgen, wegen des u lichten Standes, keine Durchforſtungen, die deßhalb auch nicht erechnet werden können. Wäre der Beſtand ſo licht, daß er ſelbſt zur Zeit ſeines projectirten Abtriebes noch nicht die volle Stamm⸗ zahl hätte, ſo muß der Abtriebsertrag um ſo viel geringer an⸗ geſetzt werden, als an der verlangten Stammzahl fehlt, wobey man jedoch von der Annahme ausgehen kann, daß alle fehlenden Stämme ſolche dritter oder zweyter Größe ſind, und die vor⸗ handenen alle als von erſter zu rechnen ſind. Schwerer noch als die Unvollkommenheit in der Stammzahl iſt diejenige im Wuchſe zu berechnen, da ſie ſich bald vermin⸗ dert, bald gleich bleibt, dald fortſchreitet. Ein Buchenort, wel⸗ cher wegen zu langer und ſtarker Beſchattung im Wuchſe zurück⸗ heblieben iſt, erholt ſich, freygeſtellt, gewöhnlich ganz wieder, o daß man dieß im ſpätern Alter wenig oder gar nicht bemerkt, und nur der Zuwachs, der in der Jugend verloren gegangen iſt, in Abrechnung zu bringen iſt. Wenn er z. B. mit 25 Jah⸗ ren nur die Holzmaſſe enthalt, die er mit 20 Jahren ſchon baben ſollte, ſo wird er mit 120 Jahren nur den Ertrag ge⸗ währen, den ein ganz vollkommener Ort auf gleichem Boden nach den Erfahrungstafeln ſchon mit 115 Jahren haben ſoll. Ganz anders iſt es mit einem unter dem Schatten verkrüp⸗ pelten Kiefernorte. Der ſchlechte Wuchs deſſelben wird nicht bloß bleibend, ſondern die Verringerung des Zuwachſes ſo⸗ gar fortſchreitend ſeyn; ein ſolcher 120ähriger Ort wird viel⸗ leicht kaum die Holzmaſſe eines ganz geſunden 60⸗, 80jahrigen haben. In anderer Art täuſchend ſind diejenigen Laubholzhoch⸗ wälder, welche ganz oder theilweis aus Stockausſchlage erwach⸗ ſen. In der Jugend raſch und üppig aufſchießend, leiſten ſie im Alter nicht das, was ihr erſter Wuchs verſpricht, indem der⸗ ſelbe ſpäter gegen den aus Samen geſund erwachſener Bäume nachläßt. Nicht weniger unbeſtimmt ſind die Wirkungen des unglei⸗ chen Aiters, welches ein untereinander gemiſchter Beſtand hat. Bey Holzgattungen, welche viel Schatten ertragen, kommen die jüngern, zwiſchen vielleicht 10— 20 Jahr ältern Stämmen ſte⸗ benden Pflanzen wohl noch herauf; ſelbſt alte in jungen Orten ſtehende Bäume thun dieſen nicht ſehr viel Schaden, wo ſie nicht u dichte Beſchattung machen. Ganz anders iſt es bey Kiefern, irten und allen Hölzern, die keinen Schatten ertragen; hier geht das jüngere Holz entweder ganz verloren, wenn die Be⸗ ſchattung des ältern wächſt, und die Beſtände werden lückig, oder es erhält doch wenigſtens einen bedeutend geringern, ſchwer vorauszubeſtimmenden Zuwachs, als frey erwachſenes. Für dieſe Unregelmäßigkeiten in den Beſtänden laſſen ſich keine beſtimmten Regeln zu ihrer Berechnung geben. Es bleibr kaum etwas anderes übrig, als ſich auf das Urtheil und Gefühl des erfahrnen Taxators, der die Grade der Unvollkommenheit würdigt, zu berufen. Ein Zufall iſt es, wenn ſeine Vorausbe⸗ ſtimmung über den künftigen Ertrag dieſer Beſtände ganz genau eintreffen ſollte; er leiſtet ſchon ſehr viel, wenn er ihn nur an⸗ nähernd erräth! Wir legen deßhalb auch wenig Werth auf nach⸗ 10. Abſchn. Die Forſttaxation. 267 Forſtwirthſ chaft. (506) folgende Vorſchriften zur Berechnung ſolcher Beſtaͤnde, welche nur angeführt werden, um keine Lücke zu laſſen. Bey allen Holzgattungen, welche viel Schatten ertragen, Buchen, Hainbuchen, Tannen, werden junge Orte, wo Holz untereinander ſteht, welches im Alter verſchieden iſt, wo der Unterſchied aber nicht über 10— 20 Jahr beträgt, ſo berechnet, daß man jede Alterselaſſe auf eine Fläche für ſich reducirt, und den Ertrag nach dem Alter beſtimmt, welches jede Abtheilung zur Zeit ihres Abtriebes haben wird. 3. B. 200 Morgen Bu⸗ chen ſind ſo beſtanden, daß die Hälfte des forſtweis untereinan⸗ der gemiſchten Holzes 15, die andere 25 Jahre alt iſt, ſo denkt man ſich 100 Morgen als mit erſterem, 100 Morgen als mit 25jährigem Holze rein beſtanden, und berechnet ſie demgemäß mit ihrem Abtriebsertrage. 4 Dieß Verfahren iſt bey Eichen, Kiefern, Birken und allen Holzgattungen, welche wenig Schatten ertragen, nur anwend⸗ bar, ſobald die Vermiſchung in ſo großen Horſten Statt findet, daß keiner den andern unterdrücken kann. Iſt ſie ſo, daß über⸗ all kleinere Pflanzen zwiſchen den größern und altern ſtehen, und von dieſen üͤberwachſen werden, ſo iſt nur auf einen Abtriebs⸗ ertrag von dem ältern Holze zu rechnen, das jüngere muß als in die Durchforſtung fallend angeſetzt werden. Stehen einzelne ſtarke Bäume im jungen Holze, ſo iſt bey Buchen u. ſ. w. nur ſo viel von dem Ertrage des jungen Hol⸗ zes in Abzug zu bringen, als die Fläche beträgt, die ſie insge⸗ ſammt beſchirmen. Um dieß zu ermitteln, zählt man ſie aus, und beſtimmt nach mehrern nterſuchungen die durchſchnittliche Schirmfläche eines Baums. In Kiefern u. ſ. w. muß dagegen die Wirkung des Schattens auf das junge Holz mit in Anſchlag gebracht, und der Ertrag deſſelben gutachtlich demgemäß herab⸗ geſetzt werden. In beiden Fällen wird das alte Holz mit ſeinem Senfachſe⸗ bis zur Zeit der Wegnahme, befonders abgeſchätzt und erechnet, um entweder, wenn es zum Hiebe des jungen Beſtan⸗ des ſtehen bleibt, dem Ertrage deſſelben zugerechnet zu werden, oder bey dem frühern Aushiebe zu dem beſtimmten Zeitpuncte in Anſatz zu kommen. Hierbey wird jedoch ſtets vorausgeſetzt, daß nicht mehr altes Holz vorhanden iſt, als das junge Holz ge⸗ ſtattet, um wenigſtens noch fortwachſen zu können. Wäre zu fürchten, daß jenes durch Ausdehnung ſeiner Aeſte ſo im Schluß käme, oder ſo viel Schatten verurſachte, daß das junge Holz anz unterdrückt würde, ſo könnte dieß nur als Durchforſtungs⸗ holz mit ſehr mäßisen Sätzen in Anſatz kommen. Holzgattungen, welche die frühere Verdämmung ganz ver⸗ winden und freyzeſtellt einen ganz vollkommenen Zuwachs erlan⸗ gen, werden für den Abtrieb um ſo viel jünger berechnet, als ſie ſich jetzt Jahre im Wuchſe zurück zeigen, wie das Beyſpiel oben ergiebt. Der Ertrag derer, bey denen die Wirkung der Verdämmung bleibend oder fortſchreitend iſt, müſſen gutacht⸗ lich nach dem Urtheil des Taxators im Ertrage herabgeſetzt werden. (Ein ähnliches Verfahren ſindet bey der Taxation ſolcher jun⸗ gen Beſtände Statt, welche durch Vieb, Wild, Inſecten, Froſt beſchädist ſind. Jedoch läßt ſich bey ihnen in der Regel anneb⸗ er Zw. us ſchließlich d A 87 Zw. Jahre ft. Knüppelbolz —— chließlich ber g im 100. Ausſe Eutzun 5 KI — Zur Forſtwirthſchaft Seite(507). Erfahrungs⸗Tabelle uͤber den periodiſchen und jaͤhrlichen Holzertrag der Eichen⸗Hochwaldungen. Alter, Periodiſche Nutzungen Periodiſch bleibender Beſtand Beſchaffen⸗ in welchem 1. II. Holzart heit die Größe des Bodens Nutzungen vorfallen ; 1. II. III. Dieſe geben 5 3 Groze a2 v 42 viumn lcgdn6 — Jdanuxp 119 u⸗ 12el — — 2 d. — 4 —ρσ 83 V 31p du* 12 l Kubikfuß. —2 — 5 Jahre Stämme Cbkf. Stm. f. Stm. Ebkf.] Eubikfuß im 40. Jahre.— 60.H dieſe geben Knüppelholz 80. 100. 120. 140. 160. 180. 200. 40. 60. 80. 100. 120. 140. 160. 180. 200. 1 — 1111I un n nn u n nun na ama n C0 0 0 E 82A ͤ= G e⸗ ⁸△ ₰△ dieſe geben. — 2 IIII. Mittel... II unn n an n „ a n n u a un u ◻ ☛ d OÆ̈&☛ PH — 05 G o A de do 40. 609. 80. 100. 120. n nn davon Knüppelholz lu 51 I — 1 100 10 15 4 K / Schlecht... V un n u a 0 G 0 un u — —— Ein vollkommener Eichenbeſtand auf gutem Boden enthaͤlt demnach pro Morgen: Inhalt Inhalt Inhalt Inhalt 4 J. 3 — 00 —+½ 3825 3475 39 2900 2 2 8 29 an Klaftern 55 8 58 an Klaftern 25 8 389 an Klaftern 85— 39 an Klaftern 82 5— 2.3 ð 33 2. 55 S 8 8 —;,.—+ 88 ι.— 2 25 9 2 E=2S 9s 52 2uu= 3— — 8—. 8 8 8᷑* 8 2 2 R 2— ☛ I— — 1 ☛ 8. 9 S. 8 8 2 8 A& Z—&ν& 8 52 8 8 8 28 2˙2 Eubikf. Klft. Klft Prct re Subikf- Klft. Pret. Subikf. Fret. 1600 7⁴ 2[8— 2510 3 ¹½ 14 30671 5 1 40 Z 0 1 ◻ 2 282 1670 8 2[8EA 2620 3½ 124=SS8S 3160 5 1 8,5S 1740 8 ½ 2[[S= 106 2730 4 1 ½4 58= 3252 ½ 5 1 2 8 1810 8 ¾ 2 8 5 2840 4 1 ¼** 3345 5 ½ 1 , vo n 88 1880 9 2 2930 4 11 3437 ½ 5 ½ 1 ri druchi Se 1950 9 2 S 3060 4 ½ 1 ½4 S 3530 5 ¾ 2 e e e n 4a e Uitherlang= 2090 5 1½4&= 1¼ 4 3715 5½ 3 Pengn Bu S83⁸ 2160 5 1 ¼ Sll& 3390 5 1 ½ 2 165 83807½ 6 3 kman 3 2230 54 1 ½ 10 3500 5 1 ½ e⸗ 3900 6 4 itſt, dn 2300 5 ½ 1 ¾ Forgen als n ſe denng /2 2000 22½ 4 S /122 29024 3 SS/162 20123 1¼ 8,= 2180 4 S 3005 838S 2975 11 ala ASE kle ann 5 2270 4 5E2S 3107½ 88 3037½ 34 1¼ nur man 282 2360 4 8 2 3210* 3100 34 ½ 1 ¼ Snntt finden 8S8 2450 4² 2.3 3312 3162 ½ 35 ½ 14½ d, duß üher⸗ 22g 1= 34122 c S 25 361 1 2540 4*— 3415. 3225 36 ³☛ ESG 2 G S G 2 fehen, und S.E. 3 1 28 3 2 3287½ 37 1 its SS 2630 4 ½ 3517 ½ SA 287½ 37 en Aotnide⸗ SSS 2720 5 85 3620 525 3350 371 4 eu nij als 2 2810 5 2 3722½ 2 1125 3412 ½ 38 ½ 1 88 5* 1 in vollkommener Eichenbeſtand auf faſt gutem Boden enthaͤlt pro Morgen: 7 182 184 186 188 190 192 194 196 198 200 4 7142 28411 32 4 36 144 2920 33 37 146 2998 ¾ 33 ½ 44 38 148 30774 341 44 39 150 3156 ¼ 35 ¼ 40 152 3235 36 ½ 41 154 3313 5 37 ½ 4 ½ 42 156 3392 ½ 38 43 158 3471½ 39 44 160 3550 40 45 2355 27 2460 274 2565 29 2670 30 2775 31 2880 324 2985 334 3090 34 ½ 3195 36 3300 371 1325 13973 1470 1542 ½ 1615 1687½ 1760 18324 1905 1977½ 2050 w. hre AAee Ausſchließlich der Nutzung im 80. 24 ————— 3 ahre Klft. Knüppelholz ☛ 3* a AlA „Kloben⸗ 1AISO 8 Klft 3 Klft. Knüppelholz ſchl. d. Z. N. im 160. 1 7 2 — 4 Klft. Knüppelholz Nutz. im 120. BSBSBB=B= eAESSeeee AH αα̈⁴οσρμςιρμαει ⁴ινω̈ S Æ EOOC 00 Ausſchließlich der Aus J 8SNNNNNNNN & R R 0 8e 5 33 34 3⁵ 162 2651291 164 2702 ½ 30 166 27533 31 168 2805 314 170 2856½ 32½ 172 2907 ⅓ 33 174 2958 ⅜ 33 ¼ 176 3010 331 178 3061 ¼ 341 180 3112 ½ 35 2738 2827 ½ 2916 3005 3093 3 3182 ½ 3271¾ 3360 3448 3537 ½ 1890 1980 2070 2160 2250 2340 2430 2520 2610 2700 er Zw. im 100. Jahre ppelholz —— +—— S 8 S S S 0 95 36 ½ 37 Klft. Kloben⸗, t. Knü 11 Klft. Kloben ASAS 3 Klft. Knüppelholz 5 ſchließlich d 38 39 0 8S E ND 5 Klf e AEASASSS — ASAANA 6 Klft. Knüppelholz E Ausſchl. d. Z. N. im 180. ——BABBBBB Ausſchl. d. Z. N. im 140. ☛ 90 00 Ge J. utzung J A e Aus N 8 — Ein vollkommener Eich nenes Eichenbeſtand auf mittetmaͤßig gutem Boden enthaͤlt pro Morgen: & 8 Inhalt. 9 2* 5 38 laftern S2 21 Inbalt[ 8=S 3 39 Lan Klaftern S 2 12 Inhalt —„G 2.8 82=n 3,5 5 1392 n Klaftern S 7 3 Inhalt 2185 2 8=S22 aſ En 32. 59 an. Klaftern=2 3 23 5= ½ 2 AA FS=SSS S 2 S 8 7 5 A 83 2 8 3 2=Sr S= 22”S 22 S E=Sale 2˙S A&*2 22 23 2 3 328 R8S 2 S 2 n 50 2 — 23 S 2 5 5 2 2 2.8 3123 2 5 3= Jahre Kifr Kift. Wret. A 9. 23 2 53 2 72— 3.2 Sadre ubitf. Kie. Klfr. Küt. Prek. Sat 9 2 2s 2 5 1 4 1 Jahre Eubikf. Klft. Klft. 4— 4 S* 5 13 ½ 3[=/102 2200 25 5 3 Preu Jahre Cubief. Klft. Klft. Klft. Pret. r 144 3&◻ℛ= 104 3 28 1½ 3 S*142— 88 6* 16* 3 2e 106 2400 27 3 ½ 30—88 144 2680 30 22 1 2 2812 ½ 31 ½ 4 35 ½ ½ 83 61 171 2 S5[1os] 2500 28 3 ½ 31 58 146 2745 30 ½ 4 1 184 2875 324 4 36 7 ³ S 3.e.. 9,: an¹ S. ess 3 3 2 1 AS. 2700 30 8 2875 32 ½ 33 ½ 4½ 3 E 7 191 Sg 4 ce 2½4 4 4 38 SSS 7. 1022 S 25, 11s 2300 334 4 34, 1 ½ 2e 154] 2030 334 1 100 3933332 1 30 S 7 21 2 SS 116 2900 32 ½ 4 36 ½— o 154 3005 33 ½ 4 ½ 1 192 3125 35 4Ar 39 ½ 2 S 8* 22½ 2 385 118]1 3000 33 ½ 4 ½ 38 SIl 156 3070 34 ½ 4 194 3187 1¼ 36 1 40½ 1 3[zak2[2 2o. 3400 341 4½ 39 SEſ1ss 3138 33 44 4 198 3250 36 4 41 12 9 Ze160 3200 36 44 198 3312 ½ ,371 4 42 5 2 nsnS2a2 aast 2 s 3s ⸗ u5 —= 2 1.. 3 3(22 ¾7 ¹ 5α 122 2575 29 3 ½ 32 ¼ 82 888 3 ½ 24 13 252 24 2650 29 ¼ 4 33* S S./162 2390 27 3 ½ 2 825 3 26 1 ½ 5* 128 2800 31 ¾ 4 333 EZ8= 166 2470 28 58 4 S 41 27 1 8.= ,130 2875 324 4 36 ³8 ⁵ ſtéss 2510 28 ¾ 1 4 82 4 28 1 8 S 132 2950 33 ¾ 4 37* 4.S170 2550 29 3 ½ 3 33 4 30 ¾ 1 S ſ13s 3013 134, 4½ 3341 SSe1,6 2070 30174 4 SE 4 ½ 32 1½ 138 3175 35 ¼ 4 ½ 40 SE 176 2670 30 4 3 4 27 4 Se* 140 3250 36 ½4 4 ½ 41 2Ie178 2710 30½ 4 4 Ein vollkomn; be ommener Eichenbeſtand auf ſehr mittelmaͤßi aͤßigem Boden enthaͤlt pr 88— 5 118 34 E=/102 184— plo Morgen: S 6 124 31 53 4 20 3[23 e 8=,1. 8 5 12¾ 3* 104 1928 21¹ 31 22 2 2/142 2288 25s 3 8 2 3 ½ 3 ½ 22106 74 14 24 ½ 2 8 G= 14 5 41 41 1 182 4 2585 5 14 11 3 2385 2012 22 3½ 25 ½ 17 2.& ⁸ 4 2350 26 ½ 34 1 2404 27 3 ½ 30 ½ /1 85*) 5 3 132283 10s 2095 23 3½ 26 ½2 S5146] 2412 12⸗ 4 1 184 2438 277 3½ 31, 1 Sgs 5 161 3 825 110 2180 24 3 ½ 27¼ 2 148 2474 273 3½ 1 186 2492 28 3 ½ 31 ½ 1 5 17 21 S 112 2264 243 4 28 57 1 /150 2536 28 ¾ 3 1 188 2536 28 8 3 324 1 SgS 5 18 24 S SS 114 2348 25 4 293 1 SS 152 2598 29 ½ 3 ½ 1 190 2580 29 ½ 3 ¾ 32⁸ 1 55* 5 13 27 8E116 2432 26 4 301] 1 88E 154 2660 30¾ 34 192] 2624 29 3½ 33 3 5½ 195] 2½ 2 2 118 2516 28 4 32 13 S 156 2722 30 ½ 4 1 194 2668 30 3 333 1 88* 91 201 24 SII 120 2600 29 4 3 42.(155 2734 311 4 196 2712 30 ½ 4 341 2 20 ½ 2¼ 4 3 1³ 3 F 16 4 1 198 275 4 34 1 V Sl5 160 2345 32 4 1 128]2246 1; 4 25,1 882 31 183 21. 431 4 35 x½ 1 8 3 ½ 187 24S ES127 2272 25 ⅜ 3 283 228 2 2 1= S8 8124 234 4 85 22 S8/1 223 3 ¼ 2 ½ SS8 126 2414 207 5 207 8(162 2222 25 3 1 S 4 21 SgE2 27 ½ 3 2 264 25 3 S25 4 2a ¹tee 2333 231 3 392=8 s 2306 26 4 3 1 ö5 4 2* 38e 130 2560 28 ½ 4 32½ 8S 1582345 26 3 1 S 4 2* 22. 132 2632 291 4 331 5 170 2390 27 ½ 3 1 S3E 14 2 SA 134 2704 295 41 344= 172 2432 28 3 = S 27 3 X= 136 277 11 2 28 /174 1 S 4 ½ 22 2lS 6 30 ¾ 4½ 35 8 2474 28 3 ½ 1 S8 5 2 145 2520 31¾ 4 36 ¾ S= 176 2516 28 ¾ 3 ½ 1 ſer 140 2920 32 ½ 4 ½ 37 2* 178 2558 29 3 ½ 1 . IS 180 2600 294 3 ½ 1 1 9² 1 Ein v ollkommener Eichenbeſtand auf 3 . ſchlechtem Bod 3 en enthaͤlt pro M 222 11. 4.2=/102 0 korgen: = 113 E= /102 1492 ¾ 15 4 1 Ae 8e 6[³ S= 10s 139 13. 3 13 ¹ 3S=5/1un 1069 218 3 24311 8 66 142]3 2 1os 16273 15 3 4 205 8= 144 2020 221 3 1 85⁷ 14 ½24— S8 108 1695 17½ 4 211 g& 2 146 2080 231 3 1 88 145 24 S5 110 1762 18½ 4 215 S S 1as] 2140 24¼3 1 2 153 2* S.E= 112 1830 19 4 23½ 8& /150 2200 245 34 1 S5 14872 229 11 182 105 44 23513 3Se 1r 2230 23 4 1 25 3 17 2 S5ſ116 1965 20¾ 4½ 25 3815 154 2320 25 ½ 4 1 S5l 181 2 38 118 2032 ¼ 21 ¾ 4 ½ 26 8 153 2480 264 3 1 19½2 EII120 2100 22 4 4 ½, 263[158 2440 27 4 1 G 61 S81 8 160 2500 27 ½ 4 1 „ ⸗ 282 3 31 6,8 16 ½ 1 ½ 8 E=/122 1970 17¹ 3 ‿½ 8 211]1 34 2. 225— 11 1S=iun 2u0 ſ2as r 33 n 192] 2630 272 34 324,: 88 181 1 285 1is 2110 24735 263 1¾ 134] 2650 28; 42 1 183 11 82 80 24 ½ 3 ¼ 27 ʃ1 33 232 as S 193 1 ½4£☚ 8 25 ½ 4 29 ¼ 1½ 700 29 ¾ 42 8⁸ 19711=¹3s 2439 224 4 30714 ¹72 2730 30 4½ 3u 38 21 1— 2.. 27 4 31¹ 1 780 30s 4 ½ 88! 21,1S7(1s 233 23 4 311 ¾ 176 2620 341 ¾ 44 4 3 1 S 1440 2600 29 4 4 178 2860 31 144 2900] 32 4 ½ 1 Erfahrungs⸗Tabelle uͤber den periodiſchen und jaͤhrlichen Holzertrag der Buchen⸗Hochwaldungen. ; Periodi blei 2 Alter Periodiſche Nutzungen Periodiſch dlelbender Be 9 Beſchaffen⸗ in welchem 3 6, 6 3 Holzart heit 4 I. Größe II. Größe III. Größe G Dieſe geben I. Größe II. GrößeIII. Größe E ie S 8 — 8l 8 8 5 22 S 22 88ͤ2 des Bodens Nutzungen 58.=R 1.= E=SSE=SS=SSS 5=2=SSSs vorfallen=*=* S* 7 3 2 5*= S3*=*==8 8 Fahre— Stme. Kift. Stm. Klft. Stm. Klft. Sbef. Kift. Klft. Klft. Bſch. Stm. Kift. IStm. Kift. IStm. Kift. IStm.Eörkf. im 40. Jahre——— V———————— 300 2 300 1 600 4 1200 1200 60. ⸗ 800 Dieſe geben Knüppelholz 210—— 3— 150 3 150 3 100]111 400/1985 Gut 80. ⸗ 100% 2 1— 1— 1—— 200⁄—— 3— 100 14 50 190 150 3 ½ 300 2625 Out) 100. 150 4———— 600—— 8— 50 24 50 20 50 14 1503500 L⸗ 120. ⸗ 50 36 50 30 50 16 4100%— 46 6——-—————— 41⁰⁰ * 40, ⸗————-————— 300 14 300 4 800 1 1400 800 ſ 60. ⸗ 900 Dieſe geben Knüppelholz] 14—— 2— 150 6 150 2 200 ½ 50011440 Buchen«Mittelm..⸗ 80.—⸗ 200 1.—— 1—[— 200—— 3 50 12 100 8 150 3 300 2050 4 100. 150 33————[525—— 7— 50 20 50 16 50 10 1502825 ⸗ 120. ⸗ 50 30 50 24 50 14 3400— 38 5————-———— 3400 40. ⸗—=—-———— 150 14 300 4 1150 4 1600 737 ⸗ 60. ⸗ 1000 Dieſe geben Knüppelholz 70—— 1[— 150 4[300 1½ 150 ½ 600¼1170 Schlecht. 36.. 200 1 geben Knüppelholz 150%—— 21— 50] 8 100] 5 250 2 4003¼1550 100. ⸗ 50 12 100 7 250 211925— 16 9——-————= 1925 mö——— ꝗ⁴-M— Ein vollkommener Buchenbeſtand auf gutem Boden enthaͤlt demnach pro Morgen: 8 Inhalt d 8 Inhalt 0 8 Inhalt„w 2 an Klaftern S 88 an Klaftern SE 39 an Klaftern 8 S8 35 22 5 3 8 u 25 2 S=S 22 985 2 2 98 22 9 2 [28 8 E= 2 2. 8 3 52125 2 S= 8 2 SaSruäö3 38SE rSSi23 32eS 2 2.5 2 823 3 2 3 2 2 3 2 1 8 7 55 3 8 A&— 72 2 8 3 2 2 2 8 32 S2 28 Jahre Cubikf. Klft. Klft. Klft. Pret. Jahre Cubikf. Klft. Klft. Küfr. Pret Jahre Eubikf. IKlft. Klft. Klft. Prct. . 60 5 1. 1 1. 55262 1729, 44 8 2 2 58 2000 22 3 ½ 25 ¼½ 2¼ 102 3020[34 4 38 52 ,Z 1 14 ½ 8 22 ½ 2 ¼ E 1 104 3140 35 4 ½ 40 2 S 64 1805 15 8 ½ 23 22. S= 2100 23 4 2⸗ 2½ 06 3260 37 41 41½ 2 8 66 18821 154 9 244 21 82 2200 24 4 28 2½ 37 41 411 b 2 19 2. 4 8 2300 25 4 29 2¹ 108 3380 38 5 43 2 88 68 1960 16 ½ 9 25 ½ 21 S 7 110 3500 39 ½ 5 44 ½ 13 SgES 70 20377 17 94.[261 2 S8=5 2400 26 4 ½ 30 ½ 2¼ 0 35 4 11 S e 2047112 4 2542 S8 2500 27 41 31 ½ 2 112 3620 41 5 46 1 S 2 4 ½ 2600 284 4½ 33 2 114 3740 42 5 ½ 47 ½α 1 ¾ SE=74[21921 23 5 28 2 SSS; 5 116 3860 43 ½ 5 ½ 49 14 3 1 53 83& 2700 29 ½ 5 34 ½ 2 45 ½ 4 4 SZco 76 2270 23 ½ 5½ 29 2 · 1 118 3980 45 5 ½ 50 ½ 1 38 78 2347½ 241 5 ½ 30 2 380 2800 30 ½ 5 35 72 20 4100 46 6 52 1 V el K 80 2425 25 6 31 2 A! 2900 32 5 37 2 4 4 4 Ein vollkommener Buchenbeſtand auf faſt gutem Boden enthaͤlt pro Morgen: * 60 1425 11 ½ 7 18 ½ 24 3 5= 62 1496: 12 ½ 7 19 ¾ 2 ½4 82 1745[194 3 22 2¼ 102 2715 30 ¾ 4 341 2 .= 64 15671 13 71. 20 ½ 21(HBe 84 1840 20 3 ½ 23 ¾ 2 ¼ 104 2830 32 4 36 2 8 66[16383 14 7½ 21 ¾ 2 86 1935 21 3 ½¾ 24 ½ 2 ½ 106 2945 33 ½ 4 37 ½ 2 *. 1— 1 2S ſ 68[1710 14 89 22 2 8.5 88 2030[22½ 3 ½ 26 2½ 108 3060 34 ½ 4 ½ 39 2 S=S 70[1781½ 15 ½1 8 23 ½ 22 S=S 90 2125 23 4 27 2¼ 110 3175 35 ¼ 4 ½ 40 1 .E=72 18521 19 44 23 2 8.58 3 92 2220 24 4 28 2 112 3290 37 4 ½ 41 ½ 1 == 74 19233 197 5 242=E 94 2315[25 ½) 4 29 ½ 2 114 3405 38 ⁰ 5[43 1 ¾ 83 76 1995 20 ½ 5 224 2 Se., 96 2410 26 4 ½ 30 ¾72 116 3520 35 5 444 1½ S=l 78[2066 1 211 5 26 1 2 2 1 98 2505[27½ 4 ½ 32 2 118 3635 41 5 46 13 EI K 80 21371 22 4 5 27 2 38 II 100 2600 28 ¾ 4 ½ 33 2 120] 3750 42 5 ¼ 47 ½ 14 Ein vollkommener Bu chenbeſtand auf mittelmaͤßig gutem Boden enthaͤlt pro Morgen: 8 Inhalt 8 Inhalt Ir 8 8 Lan Klaftern* an Klaftern 5 5 59 an Klaſtern 5 2SS= 2* 2=.S E 8˙3 = 2 œ. SS 2— 28 G.ꝙ— 2&A — 2 2 2S. S== S= 88 e F 32 8SAen.= —& 8— 83 2 ⸗ 8 8 5 8 8 S 8 8 2.— 33*5 8 8 33 3 82 3. 2 28 8 3 25 8 2 2⁸ Jahre Cubikf. IKft. Kift. Jahre Gubikf. B. Klft. Prct Fahre Eubikf. Kift 2, 60 1200 5½ 15 ¼ 2, 82 1490 2½ 19 24 102 2410 27 31 2 5. 64 12653 6 14⁵ 5 84 1580 3 20 2¾ 104 2520 28 ½ 3¼ 2 8 22 1 122 S 86 1670 3 21 2 106 2630 29½ 4 2 2 5 2 36 1392 6½ 13 8 E 88 1760 3 221 24 108 2740 30 ½ 4 2 = 68 1460 6 ½ 19 8 90 31 21 850 32 S55— 70 1525 91 10 88EF) 90 1850 3 ½ 23 ½ 2 110 2850 32 4 2. S2 72 1200 4 20 SS85 92 1940 3 ½ 24) 2 112 2960 33 ½ 4 1 E74 1655 4 2l 1 94 2030 3 ¾ 26 2 114 3070 34 ½ 41 1 8 76 1720 4[22 1SSG 96 2120 4[27 2 116 3180 36 4 1 ½ 78 1785 4 23 1S98 2210 4[28 2 118 3290 37 4 1½ Sel 80 1850 4 ½ 23 G 8l 100 2300 4 29 2 V 120 3400 38 5 1 Ein vollkommener Buchenbeſtand auf ſehr mittelmaͤßigem Boden enthaͤlt pro Morgen 2S, 60 1087 ¼ 8 14 ½ 2 ½ 2=, 82 1215 4 ½ 16 2 ⅓ 102 1865 19 4 &SZ 62 11413 8 15 2 ½= 84 1280 4 ½ 16 ½ 2½ 104 1930 20 4 =E 64 1195 8½ 16 2 82 45 5 17 ½ 2½ 106 1995 20 ½ 5 2 2 66 3 1 1 8 86 1345 172½ 8 01 2 82 1248 ½ 9 16 ¹1 21 2S Z. 38 1410 5 18 2 ½ 108 2060 21 5 , 4 88 8) 68 1302 9 ½ 1 ⁄12 S8 8) 90 1475 51 19 2¾ 110 ½ 2125 22 5 S8 20 1356 ¾ 9 ¼ 18 2= ge 92 1540 4 ½ 19 ½ 2 112 2190[221 5 =1 1410, 6 ½ 18 ½1 2 Ber 94 1605 4½ 20 ½‚2 114 2255 23 5 ½ 8= 76 1463¾ 7 10 ½ 2 Se 96 1670 5[21 ½ 2 116 2320 24 54 Se 35 1547⁵ 7 20 1½ Se98 1735 5 22 ½ 2 118 2385 24 ½ 6 —— 23 45 251 8 N 80 1625 7½ 21 1 ½ A³E K100 18⁰⁰ 5 23 2 120 2450 25 ½ 6 Ein vollkommener Buchenbeſtand auf ſchlechtem Boden enthaͤlt demnach pro Morge 2/ 60 975 1³ 2 82 1452„] 7[19 15 8 3(62 1017¾ 14] 2 84 1505 7[19½ 13 S 64 1060 4 14½ 2 86 1557½ 7½¼ 20¼ 1 2 58 66 11024 41 15 12 88 1610 7 ½ 21 1 82 8) 68 1145, 5 2 90 1662 8[22 1 ¼ Se. 70 11871 16 1 1¾ 92 1715 8[221 11 2 8 3 2 2 S5E 74 12721 17241 96 1820 8 24 1 ¾ S e 76 1315 17)1 ¾ 98 18724 9 24¼1¾ 8 1' 78 13574 4 18 1½ 100 1925 9 25 1½ 88 80 1400 8 4811¾ bit.. Birke un euu — fin e. I — 2 daαœsr aaa 1 Pbaun — enn —:A — —— n Erfahrungs⸗Tabelle ibber den periodiſchen und jaͤhrlichen Holzertrag der Birken⸗Hochwaldungen. Beſchaffen⸗ Holzart heit des Bodens Alter, Periodiſch bleibender Be⸗ in welchem Nutzungen vorfallen Gut... Schlecht... Ein vollkom Birke niem.. V — mener Birkenb im 20. Jahre ⸗ 40 11u 1 r u n un d„ a Inhalt an Klaftern Soquvpg 829 4 12 11 uuSsn 3199zu⸗ uG 22 5 Fahre Eorf. Kft.. vumn 2(6 142889224 1 56 139 un gPoans 40 1700 10 42 1795 11 44 1890 12 46 1985 12 ½ 48 2080513 50 2175 13 ½ 28 4 29 82 du⸗G 8386 —₰ — 8 enthaͤlt demnach pro Morgen: 22 ½ 1 24 25 ½ 26 ½ ◻☛ ☛ 1 ◻ —½ — Periodiſche Nutzungen ſtand 6 II. Größe Dieſe geben I. Größe II. Größe III. Größ⸗ G 3 8 η—₰— 5 2 35 8 83 8 8—=S xᷣ 23 3 SSS5 5 5 Sbef Stm Kift. Kift. Kift. Sch.(Stm Cbef. Stm. Sörf.Sn Stm. Sbof. ————— 200 1 200 1 1200 500 Davon Knü 210—— 3— 50 12 150 6 400 1910 150 2650 22 12————— 2650 ——-——— 200 2200 ½ 1200 350 Davon 140—— 2— 50 8 150 4 ³ 40011290 150 1900— 16 9——————— 1900 ———— 150 250 1 1 1400 262 von Knuͤppelh 70°—— 1— 50 6 150 3 4 400 920 150 1400— 7 12—————- 1400 —y——y——õ—y——— eſtand auf gutem Bode Ein vollkommener Birkenbeſtand auf ſehr mittel⸗ maͤßigem Boden enthaͤlt pro Morgen: Inhalt D 2 Inhalt o 2 Inhalt 3 an Klaftern”8 3an Klaftern. 3(an Klaftern — S 2. 2—— 2 2.2 ᷣ 2 5 —= 2 FESSAS 89 G*s S=Ss 0 ˙23 2 8 8 1Sä ee 2 8 23 3232S SS 3 2225 S 2 & 4.8 3 SSBS S 2.8 2 S S 3* 22 S33e ss S. 3 2. 28 3 2 8 28 Klft Pret Jahr.IEorf. Kift. Klft. Klft. IBrct.[Jahr. Cbrf.iK. Kift. Prer. 11 40 10000 3[10½ 13 ½ 3 52 1390 18 ½]122 114 42 1065 3 11 ½ 14 ½4 22 64 1455 19½ 2¼ 11¾ 44 1130 3 ½ 12 151 24 66[1520 20 ½ 2* 12 46 1195 3 ½ 13 16 ⅓ 2¼ 58 1585 21 ½ 2 12 ½ 48 1260 4 13 ½ 1712 ¾ 60 1650 22112 50 13256 4½ 14 18 ½ 2½ Ein vollkommener Birkenbeſtand auf faſt gutem Boden enthaͤlt pro Morgen: Ein vollkommener Birkenbeſtand auf ſchlechtem Boden enthaͤlt pro Morgen: 12 194 12 ½ 20 ½ 13 ½ 21 ¾ 14 22 14 ½ 24 15 ½ 25 SSSSd PNSAeASRSA= 11½ 12 12 ½ 13 13 ½ vollkommener Birkenbeſt and auf mittelmaͤßigem Boden enthaͤlt pro Morgen: 40 14257½ 42 15108 44 1595 3 46 1880] 8 48 1765 9 ½ 30 1850%9½ Ein 40 11500a½ 42 1225 5 44 1300] 5 46 1375 5 4 48 14506 50 1525] 6 ½ 11 11 ½ 12 131 14 141 54 15³ 19 20 21 15 ½ 17 10 11 12 12 ½ 13 13 ½ 40 850 2 10 12 3 52 1180 42 905 2 10 ½ 12 ½ 2½ 54 1235 44 060 2 11 ¼ 134 21 56 11290 46 1015 2 12 14 2¼ 58 11345 48 1070% 2 13 15 2 ½ 60 1400 50 1125 2 ½¼ 13 15 ½ 2½ ◻ ☛ A 16 17 17½ 18 ½ 19 Erfahrungs⸗Tabelle uͤber den periodiſchen und jaͤhrlichen Holzertrag der Erlen Hochwaldungen. Ein vollkommener Erlenbeſta nd auf faſt gutem Boden enthaͤlt pro Morgen: . 9 riodiſch bleibender Be⸗ Alter, Periodiſche Nutzungen Perizdiſch bleſt in welchem— 9 Beſchaffen⸗ die öße II. Größe II. Sröße Dieſe II. GrögellII. Größe 88 eit—8 S h Nutzungen 8=S 2 5 2 2 8 82 des Bodens vorfallen S S SSS=Ss 4 An SS 8 8* △‿*— τ‿— △ ᷣ △‿—* JFahre Cbkf. Siim.Ebrf. Stm. Ebrf. Cbef. Kift. Klfr. Sorf. Sim. Cbef. Sim. Cörf. im 20. Jahre—— V—————— 4 12 500 Gut 40. ⸗ Davon Knüppelholz 210— 7 400 2260 60. ⸗ 20 150] 10 200] 2 2900— 26—— 2900 *29.„————— 4½ 1200 350 Mittelm...) ⸗ 40. ⸗ Davon Knüppelholz 140 ½—— 5 400 1540 ⸗ 60. ⸗ 16 150] 8 200 1 ½ 2300%— 21—— 3200 ⸗ 20. ⸗———-—-— 4 1000 1400 320 Schlecht..„ 40.„ Davon Knüppelholz 70⁰—— 4 400 1170 4 60. ⸗ 14 130 5 200 1 1650— 10—— 1630 Ein vollkommener Erlenbeſtand auf gutem Boden Ein vollkommener Erlenbeſtand auf ſehr mittel⸗ enthaͤtt demnach pro Morgen: maͤßigem Boden enthaͤlt pro Morgen: CGAA ¶.₰9&nn 4 48 Inhalt Inhalt 8 Inhalt an Klaftern* 8 an Klaftern S'2 2 38 IEͤ an Klaftern. Sae 8 18= 5 8= 8e.Z 22 8E88=n. S=SS 0 2SSS n e*==S ESSSS SS BS3eSeeeeaes 5=&SSSͤSi3 B88= η½ S 2 8= S 2 2 822— 1 8—:——— 3SSsS83 3=SS8=SS383 3 S 8 3, ☛ 2— 8—& 5 3 3— 8 3 22—. Z 8 8. 8 3 1=S 3⸗ 22 133 SSS 22 8s d 8 88 3— 23 3 2828 2— 8 Vahrel Cbet. Klfe. Klft. Klft IPret.][Jahrl Cöf. Ulfe. Klkt. Klft Prek. Jahr. Cbef. Klft. Fahr Cbef. ſft. Kift. Pret. 2050 16 11 27 2 52 24 9 23 134 40 1250 1685 10 ¼ 22 ½ 21 2135 16 12 28 2 54 24 ½ 9½ 34 1 ½ 42 1322 ½ 1757½ 23¹ 2 2220 17 12 29 13 56 25 ½ 10 351 1 ½ 44 1395 1830 4 24½ 2 305 18 12 ½ 30 ½ 1 ¾ 26 ½ 10 36 1 11 46 1467 1902 254] 12 2390 18 ½ 13 31 ½ 13 27 10 ½ 37 ½11½ 48 1540 1975 4 26 1 2475 19 13 ½ 32¼ 14¼ 50 1612 Ein vollkommener Erlenbeſtand auf ſchlechtem Boden enthaͤlt pro Morgen: 3 11725 12 11 23 24 19 ½ 10 29 ½ 13 40 1100 1812 ¼ 12 ½ 111 24 24 20 ½ 10 30 ½ 11 42 1155 h1909. 13 12. 25 24 2425[21 10 1 3t1 12 44 1210 1,3114, 123 235 1 2512⁄ 22 11 33 1 45 1265 2075 144 13 27 ⁄ 22 ½ 11 ½ 34 1 ¼ 48 1320 21622 15 13 ½ 28 ½7 1 7 50 1375 Ein vollkommener Erlenbeſtand auf mittelmaͤ⸗ ßigem Boden enthaͤlt pro M orgen: orge ⸗* 1400 8 11 1490] 8 ½ 11 ½ 1580 9 ſ12 1370]9½ 13 1760 9 ½ 14 1350[10[15 19 2 20 2 ½ 21¼4 24 22 ½ 24 23 ½ 2½ 25 21 15 10 ½ 254 2 15 ½ 11 26 ½ 2 16 ½ 11 ½ 8 1 17 12 29 1 18 12 ½ 30 ½ 11 + do e N 1430 1485 1540 1595 1650 19 13 10 ½ 20 1 ½ 20 ½ 1½ 11½21114¼ 1[114 22 1 ERHEMTNREMRS Be des Kolzart V — Gu Kieſem M. Se 3 IIhröße L 219 471 12 42421 tr ſehr wittel⸗ Athen: —— nhelt WMKlaftern 5Ad.αια(11ν216 a2 u gPdane Jjaccnus. vuumun= 10 224 2 11 2312 114 2442 12 25 17 ta 25 pt3 — ſchlechtem Erfahrungs⸗Tabelle uͤber den periodiſchen und jaͤhrlichen Holzertrag der Kiefern Waldungen. Periodiſch blei Alter Periodiſche Nutzungen bender Be⸗& ſchaffen⸗ ſtand 8 Beſchaffen⸗ in welchem 6 1 Holzart heit bi I. Größe II. Größe III. Größe G Dieſe geben II. Größe III. Größe G 3 te K 8 S . 8—= 8 8 8 2A des Bodens Nutzungen S SS= SS8 8S2 S=S2=E 2ᷣ S 88 2=SA2 vorfallen 4==S=83 32=SSSſse==Se ——— 2 2 chhe me(Cork.Sim[ErkeSum Cbef. bkf. Kift. Kift. Kift. Bſch. Sim. Sbef⸗Sim. Sörk. Stm.(Chkf. Stm. im 40. Jahre 1= 8 150 3 500 3 800 ⸗ 60. ⸗ 500 Dieſe geben Knüppelholz 280%0—— 4 20 100 11 150 3 ½½ 300 Gut....) 30. ⸗ 100- 500o 7 30 100 16 50 8 200 100, ⸗———— 500%—- 2 5 40 50 22 50 18 150 ( 120.⸗ 50 30 50 20 5000 20 36 ½ 8——-——— 40. ⸗——-— 150 2 600 2¹ 900 1 ſ 60. ⸗ 600 ſe geben Knüppelholz 210½—— 3 100 8 150 2½ 300 Kiefern Mittelm...⸗ 80. ⸗ 100———[— 400—— 6 100 12 50 6 200 2 100. ⸗ 3— 00 1 4 5018 50]% 14 150 120.⸗ 50 22 50 16 3900] 14 30 5————— 40. ⸗—— 200 1 500 900 Schlecht.. r 60. ⸗ 50 geben Knüppelholz 1409%0—— 2 100% 6 250 2 400 ⸗ 80. ⸗ 250 28———[— 562— 8 100 8—— 150 * 100. ⸗ 190 10—— 2000 13 ½ 4—— Ein vollkommener Kiefernbeſtand auf gutem Boden enthaͤlt demnach pro Morgen: Inhalt Inhalt Inhalt 2 Inha 8 nhel 0— 8 5 9 an Klaftern 85 5 an Klaftern 88 an Kiaftern* 38 2.8=8 128 8 8.2 8 Se 2 5 28 2„6G S= 82 S G S=S= ä 52 58= SaS 3282⸗ 38 3 8 32==S=2 2s S833 223=2 3 V38 3 2 2 8[ 2 32 2 Sahte Endie Klf. Klft⸗ KifeTrele Jadre Eubikf. Klft. Kift.] Pret Sanre EndIE Iatft- Kl KIt. Pre 975 9 1 1 222 5* 2295, 21 ⁄ 3 225 2 t S/ 82 3190 5 11 102 4100 47 5 ½ 52 ½ 12 2 239/222 ¾ 5 31„=SS. 834 3280 5 ½ 42 ¼ 14 104 4200 48 6 54 1 ¼ 64 2520 23 ½ 9 32 ½ 2 ½* 6 2 1 4 8 1 8 66 26421 24 5 941 34 2 S8=S86 3370 5 ½ 43 ½ 1 106 4300 49 6[55 11 5 8 88 3460 6 44 1 14 108 4400 50 6 56 ½ 1¾ 68 2765 25 ½ 10 35 ½ 2—.2 52 1 4 7 2 8—S 28874 37 2 3 90 ½ 3550 6 46 11¼ 9 4500 51½ 6 57 ½ 1 1 = F 29 28371 /2, 10 24= 8 92 3640 6 47 1 112 4600 52 ¾ 6 59 1 == 72 3010 32 ½ 5 38 1 ½ö G 294 1 0 4 6 ½ == 74 31321. 34 51 391 13=a 94 3730 6 48 11 114 4700 54 6 ½ 60 ¼ 1 S 8E8S 76 3255 351 6 41: 13 96 3820 6 ½ 49 ½ 14 116 4800 55 6 ½ 61 ⅜ 1 E7 3255, 354 6 44 4 1= 9s 3910 6 ½ 50 ⅓ 1 ½ 118 4900 56 7 63 1 8 80 3500 381 6. 441 1 er 100 4000 6 ½ 51 ½ 1 ½ 120] 5000 57 7[64 1 Ein vollkommener Kiefernbeſtand auf faſt gutem Boden pro Morgen: 9 2065 19 2½ 26 ½ 2 ½ 82 2835 4 ½ 36 ½ 1 ¼ 102 3685 42 5[47 1 858 2168½ 20 8 28 24 S8 84 2920 5 37¼1 1 104 3770 a3 = 2272 21 ½ 8 29 ½ 21 ☚28S 1nn„ 4 3770 43 5[48, 1 S 2272, 221 3, 20 ¾ 2 53= 86 3003 5 38 ¾ 1 ½ 106 3855 44 5 ½ 49 ½ 1 8* 2272 22 3½ 301 2 8 88 3090 5 39 ¾ 13 108 3940 45 5 ¼4 50 ½ 1 .8 ·5 4.) 90 3175 5 41 1 110 4025 46 5 ⅜ 51 8-S 2582 ½¾ 24 ½ 9 33 ½1 1 drr 3 4 4 51 ¼ 1 5⁸ 25821 294 9.[341 1 ½ es 92 3260 5 ½ 42 14 112 4110 47 5 ¾ 52 ½ 1 S 6 3 34 1 94 3345 54 43 11 114 4195]1 48 5 ½˖ 53 ½ 1 —= 2789½ 30 ½ 5 35½ 42½ A 96 1 41 1 4 2 2 S 2339 z9 5 367 14 G S S. 3430 5 ⁴ 44 ½ 14 4280 49 6 55 1 25957 315 5 16: 14 2 155 3515 6 45 ½ 1 118 4365 50 6 56 1 ₰ 2 3 2 2 2 1 5 5 88 3100 34 5 ⅜ 39 ½ 1 1 Seir 3600 6 46 ½ 14 4450 51 6[57 1 Ein vollkommener Kiefernbeſtand auf mittelmaͤßig gutem Boden enthaͤlk pro Morgen: 42 u Spvans 8 8 2 Inhalt 90 8 Inhalt 0 Inhalt 3 an Klaftern d 5.[Z9 an Klaftern H 8 an Klaftern. 8,* e 88 8 22„ 2=8 2 5 G 2=S 22 88 3— 3=S 8=v3 88S S= 3 2 — 238 8 8 8—— 8. 8 3& 8—— 8 2123 3 3 23 8 3. 83 8S 3 3. 8 1R 8322*. 1— 3= 85 3x L S M5 2 82 48 ₰ 8¾ 8 ☛ 8 8 8 Jahre Eunbikf. Kift. Kift. Prei Jahre Kift. Kifr. Klft. Pret. Jahre Cubikf. Klft. Kift. Kikt. Pret. 8E 90 1855, 9[24 S 82 28 4 32 1 ½ 102 3270 37 4 ½ 42 1 K. E 82 10242 94 2622 8 84 29 4 33 1 104 3340 38 5 43 1 E 63 2023, 173 191 26 ¾ 2 885 86 29 ½ 4 ½ 34 1 ½ 106 3410[39 5 44 1 2 983½ 1[271 8 88 30 4 35 1 108 3480 39 ½ 5 44 ½ 1 8S=) 68 2193 f0 ½ 28 ½ 2 8. 3) 90 31 5 36 11 110 3550 40 ½ 5 452 1 Ses 20 2277½ 11 291 2 dAE 92 32 5 37 11 112 3620 41 46 1 =) 72 2362 6 30 1 ½ 8e 92 32 4 620[41 5[46* 4 1 ⸗.. 94 33 5 38 1 114 3690 42 5[47 1 88e74 2436 56 31, 1 S 96 34 5 39 1 116 3760 43 5 48 1 73 26151 6 33½ 1 31 198 35 5 40 1 118 3830 431 5⁵ 40 1 Ein vollkommener Kiefernbeſtand auf ſehr mittelmaͤßigem Boden enthaͤlt pro Morgen: maͤßſg 8 7 2=, 66 1616 7 20 2S/ 23 3 ½ 26 1½ 102 2740 31 4. 35 1 64 1 1636 31 22 2 60, 84 24 3 ½ 274 1 104 2800 32 4[36 1 8E 66 1786 81 23 13 B S 86 25 3 28 1 106 2860 32 ½ 4 36 ½ 1 25 3 68 1826 81 2341 11 S5 88 25 ½ 4[29 11 108 2920 33 4 4 37 ½ 1 83) 2217 11 8S8=) 90 26 4 30. 11 110 2980 34 4 ½ 38 ½ 1 üSe 70 1896 9[24 14=SE 4 557 =.8s 72 1966 5[25 1.) 92 27 4[31 1 112 3040 34 ½ 4 ½ 39 1 E=S=S 2050 6 26 11. 94 28 4 32 1 114 3100[35 4 ¼ 39 ½ 1 K=SE 76 2106 s 27 1 SE 96 28 ½ 4 32 ½ 1 116 3160 36 4 ½ 40 ½ 1 Se z 2176 5 27½ 1 28 98 29 4 ½ 33 ½ 1 118 1.3220 37 4At 41 †¾1 ell 30 2246 51 28 ½ 1 100 30 4 ¼ 34 ½ 1 120] 3280 37 ½ 4 ½ 42 1 Ein vollkommener Kiefernbeſtand auf ſchlechtem Boden enthaͤlt pro Morgen: =, 30 1200 14 16 2½ G 82 13 ½ 8 21 ½ 1 ½ 8=S 62 1240 14 17 ½ 2 ½ 84 14 8[22 11 „=E 64 1280 14 17 ½ 2 86 16 ½ 6[22 ½ 1 S2 66 1320 14 18 ½ 2 88 16½ ,6 225 1 83) 68 1360 44 18 11 90 19⁰ 4 23 1 ES 70 1400 12 19 14 92 19 ½ 4[23 ½ 1 =) 72 1440 12 19 ½ 14 94 20 4[24 1 Sg S 74 1480 12 20 1 96 20 ½ 4 24 ½ 1 1S8 76 1520 12 20 ½¾ 1 ½ 98 21 4[25 1 5 78 1 1560 10 205 14 100 2114 4[251 1 e80 1600 10 211 141 Be⸗ in we ſchaffen heit deſſgen en Bodens gen Gut Faſt gut Mittil⸗ Schlaht 4 CErfahrings⸗Tzhelle 8 uͤber den derlodiſchen Holz⸗ Ertrag eines vollkommen beſtandenen Preußiſchen Margen Fichtenwald. — Der Morgen entbält 25920 Rheinl. Quadrat⸗Fuße. 1———.—õ———õyõ—-õ— 5* Alter Periodiſche Nutzungen Periodiſch bleibender Beſtand 8 2——. umma 82 3 Sr em e I. Größe. II. Größze. III. Große. Dieſe geben⸗ I. Größe.II. Größe. III, Größe. des affen⸗—. 3 dutzun⸗ 7—..- bleibenden h jeder jeder jeder MNutz⸗ Knüp⸗. eder eder eder. 37 e des gen erfol⸗ Anzahl ent⸗ Anzahl ent⸗ Anzahl Int⸗ Suma Kloben— KReiſer Anzahl Ede. Anzahl Lder Anzahl Lede Suma Beſtandes 58 Bodens gen. 3 a1t 4 holz pel 5 4 4 1. hält hält halt hält hält hält— 651— Jahre Stämme Cbtfß. Stämme Chkiß. Stäͤmme Ebeſs. Sabitiß.lfter. Kläfter. Klafter. Bunde. Stämme(Cokfß. Stämme Cbkfß. Stämme Cbifß. Stämme! Cubikfuß 2 11 25— 30—————— 200——— 756 200 2 200 1 1400 ¼ 1800— 1 40 1000————— 300——— 450 200 8 200 4 400 1 ½ 800 3000 1 Gut 60 4900———-— 40o—— 6 90 100 18 100 14 200 565 400 4200 311 80 10o————— 560—— 8. 60 100 32 100 20 100 7 30⁰⁰ 5900 111 10⁰ 100°%/————-— 740— 4 6 6⁰ 50 50 50 46 100[24 200 7200 11. 120 50 70 50 60 100 30 9500 70 44 5 ½ 600————=—— 95⁰0 7 1 4* 8 4 excl. 8[1 1 8 Reiſer. 1 25— 30-————-— 45— u— 675 200 1 ½ 200 4 1400 1800— 31h t 3 49—————— 280 1⁵——— 420 200 7 200 3 400 1 800 2400 . Saſt 60 400%————— 280 7—— 4 60 100 16 100 12 200 4 400 3600 gut 80 100————— 420—— 6 60 100 28 100 16 100 6 3⁰⁰ 5000 1⁰⁰ 100————— 580— 2 6 50 50 48 50 40 100 20 200 6400 120 50 64 50 52 100 26 8400 60] 41 4 ½ 525——————— 8400 ——. Neiſer. 21. 35 1f 25—- 3—————— sso——- 570 200 1 ½ 200 21400„ 1800— 81 33 1 40——-——— 250——-— 375 200 5 200 2 ½ 400 800 1800 3 34 1 Mittel⸗ 60 400———-— 210—— 3 60 100 12 100 8 200% 8 400 2600 3t maͤßig 8⁰ 100————— 280—— 4 40 100 24 100 14 100 4 ½ 300 4250 14 3411 10⁰⁰ 10o————— 420]—— 6 30 50 40 50 34] 100 18 200 5500 ia 1 1420 50 55 50 46 100 22 7250 40 47 4 480——————— 7250 1 39¹ 1 4 excl. 33 4 1. Reiſer. 3 u1l„ 25— 30-—————— 300—- 450 200 1 ½ 200 †/1400 5 1800— 4 4*1 Sehr 40———-— 200—— 300 200 4 200 2 400 4 800 1400 4 mittel⸗ 60 400————— 140—— 2 40 100 10 100 7 200 2 ½ 400 2200 maͤßig 8⁰ 409————— 1 21o— 3 30 100 20 100 12 100 3 300 3550 10⁰ 140o——(——— 3501—— 5 30 50 36 50 28 100 15 200 4700 120 50 50 50 4 100 18 6300 30 457 4 4⁰0——————- 6300 5* 8 excl. . Reiſer. 3⁰—————— 2 o——— 300° 1 200 1 200 4] 1400 2. 1800— 40—————— 150——— 225 200 3 200 1 ½ 600 4½ 1000 1100 Schlecht 60 40o9(——f(——— 70—— 1 40 100 8 100 6 400 1 ½ 600 2000 80 eo——— 220—— 6 40 50 18 50 16 100[8 200 2500 1⁰⁰ 50— 50 20 100 10 s400 10 29 4 215-——————— 3490 exCl. Reiſer. 10. Abſchn, Die Forſttaxatton. 269 (507) men, daß die Wirkung der Beſchädigung nur ſo angeſehen wer⸗ den kann, daß dadurch ſo viel an der Holzerzeugung verloren geht, als ſchon jetzt aus der verhältnißmäßig geringen Holzmaſſe, die ſie nach Boden und Alter enthaiten, erſichtlich iſt, ſo daß die Verſchlechterung des Beſtandes nicht als fortſchreitend an⸗ genommen werden kann. Der ſtärkere Wuchs des Stockausſchlags in jungen Hoch⸗ waldbeſtänden bedingt nicht nur eine große Vorſicht hinſichts der Beſtimmung der Bodenclaſſe, ſondern es kann derſelbe auch nur dann zum vollen Ertrage, den die Erfabrungstafeln für aus dem Samen erwachſenes Holz angeben, berechnet werden, wenn er ganz geſund und tief hervorgekommen iſt, auch kein hobes Alter erreicht. Bey ſehr ſpät zu benutzenden Beſtänden dieſer Art wird der Ertrag vom Stockausſchlage immer etwas niedri⸗ ger anzuſetzen ſeyn. Nachfolgende Erfahrungstafeln ſind diejenigen, welche in den preußiſchen Staatsforſten zum Gebrauche vorgeſchrieben ſind. (Nach preußiſchem Maaße berechnet.) Zu ihrer Benutzung, um den dereinſtigen Ertrag der jungen Beſtaͤnde danach zu berechnen, iſt nur nöthig: 1) Das Alter des Orts zu beſtimmen, in welchem er dereinſt abgetrieben wird, wobey man immer annimmt, daß es in der Mitte der Periode geſchieht, in welcher er zur Benu⸗ tzung kommen ſoll— 2) dis Modentlaſſe feſtzuſetzen, nach welcher er berechnet wer⸗ en ſoll— 3) die Beſtimmung zu treſſen, ob er voll, oder zu 1, 3, 3 u. ſ. w. beſtanden anzuſetzen iſt, wobey aber ſelbſt voll beſtandene Flächen immer nur zu 1 des Extrags der Er⸗ fahrungstafeln angeſetzt werden, damit man Ueberſchätzun⸗ gen vermeidet und auf mögliche Beſchädigungen Rückſicht nimmt, auch lückenhafte Orte in demſelben Verhältniſſe er⸗ 4) daß man dann in den Erfabrungstafeln die Holzmaſſe auf⸗ ſucht, die der Ort, dieſen Annahmen zufolge, einſt zu ge⸗ ben verſpricht. (Hierher gehören die fünf Erfahrungstafeln.) —— — 270 Forſtwirthſchaft, (508) Die Berechnung des Zuwachſes im jungen Holze liegt ſchon in der Berechnung nach den Erfahrungstafeln: denn indem man ſieht, wie viel mehr ein Diſtrict nach einer gewiſſen Zeit Holz giebt, als jetzt, und wie viel bis dahin an Durchforſtungsholz zu erwarben iſt, erhält man auch den bis dahin erfolgenden Zu⸗ wachs. Anders erfolgt dieſe Berechnung dagegen an haubarem Holze, welches auch noch oft eine geraume Zeit ſteben bleibt, und wor⸗ an man ebenfalls das, was noch daran zuwächſt, berechnen muß. Man kann ſie in doppelter Art anlegen: entweder, daß man nach Maaßgabe der Dicke der Jabresringe, die man als gleichbleibend annimmr, berechnet, um wie viel ein Baum in einer gewiſſen Zeit dicker werden wird, oder unterſucht, wie viel der Zuwachs im Verhältniß der Maſſe des ganzen Stamms bisher betragen hat, und von der Vorausſetzung ausgeht, daß dieß Verhältniß auch ferner bleiben wird. Bey der erſten Art der Zuwachsberechnung, offenbar die einfachſte, kürzeſte und ſicherſte, wird der Baum ſtehend nach den Königſchen oder Cottaſchen Hülfstafeln berechnet; an einer eingehauenen Kerbe wird die Dicke der Jahresringe unterſucht, um zu wiſſen, um wie viel er in einer gewiſſen Zeit dicker wer⸗ den wird. Bey Fichten und Tannen, welche ihren ſtarken Hö⸗ henwuchs noch im Alter behalten, bringt man auch dieſen mit in Rechnung, indem man den Baum für die Zukunft um ſo viel länger berechnet, als er wahrſcheinlich in der angenommenen Zeit ſeyn wird, was bey Kiefern, Eichen, Buchen und ſolchen Bäu⸗ men, deren Höhenwuchs ſehr gering oder beendigt iſt, nicht als weſentlich angeſehen werden kann. Man berechnet den Baum nach ſeinem größern Volumen, welches er, der angenommenen größern Dicke und Länge gemäß, in der beſtimmten Zeit haben wird, und vergleicht es mit ſeinem aegenwärtigen,— die Dif⸗ ferenz iſt der Zuwachs. Z. B. eine Kiefer im geſchloſſenen Stan⸗ de erwachſen, III. Claſſe der Holzhaltigkeit, 70 Fuß boch, 72 Zoll Umfang in der Bruſtbohe, enthält jetzt 100 Cubikfuß; man fin⸗ det, daß 20 Jahresringe die Dicke eines Zolls haben, ſo wird ſie nach 10 Jahren 75 Zoll Umfang und 108 ½ Cudikfuß enthalten, folglich 8½ Cubikfuß zugewachſen ſeyn, ſo daß der jährliche Zu⸗ wachs ½3 Cubikfuß beträgt*). Bey der andern Art der Zuwachsberechnung, die aber an ſehr aſtreichen und unregelmäßig gewachſenen Bäumen außeror⸗ dentlich weitläuftig und ſchon darum nicht zu empfehlen iſt, deßhalb auch wohl in der neuern Zeit weit weniger in Anwen⸗ dung kommt, wird der gefällte Baum in lauter Walzenſtücke getheilt, dieſe werden ſowohl nach ihrem jetzigen Inhalte, als nach demjenigen, den ſie vor einer beſtimmten Zeit, z. B. 10, 12 oder mebhr Jahren hatten, berechnet, was ſich aus der Dicke der Jahresringe ergiebt, wo ſich dann aus der Differenz des Cubikinhalts der Zuwachs ebenfalls leicht berechnen läßt. Zur Erleichterung des Aufſchlagens der Walzenſtücke in den Cubik⸗ tafeln berechnet man dabey den Zuwachs gewöhnlich für ſo *) Der Gebrauch der angeführten Hülfstafeln iſt durch die vorſtehende Ge⸗ Heauchanweiſung umſtändlich gelehrt, weßhalb hier nichts weiter darüber geſagt iſt. virl Ahte, als find) es und dn zuwachs her weitlaͤufti ſhnittliche Be Baͤumen! zu emitteln, ſede 100 Cut des Zuwachſe ſummariſche; ermittelten T Es fällt wartet werde der Bäume, müſen. Die ches am Hiet etwas eingeſc ſes, welche erzenzt wird, welchem Maat mäßig, ſo daß wird, z. B. am kürzeſten würde, wenr fortwachſen ii Aus dem Art die bon dem all jett eine deſtimmt 1) Nan ſeinem Zuwach Ducs und A nhnen, wie Käit ihns de wodey man' feln, die ſi anwendet, ſon ermaßigt. 3) Manj Ertrag des 1 Untnebes, u . Hieraus indem ſſe de den Orte und ſung entvit, die alt jeder Aeſinmung — JDie preußt dane denn holze liegt ſhen 5 indem man hewiſſen Zeit Hol danenfungehat bin aiilgenden Zl⸗ an haudam holze, en bleidt, ud wor⸗ cſt, berettn muß. deder, daß nn nach nals gleicholädend i in einer gewſeen te viel der Zuwas ns bisher betragn daß dieß Perhältn sung, ofenhar die Baum ſtehend nach erechnet; an einer esrinze unterſucht, en Zeit dicker wer ihren ſtarken ha⸗ an auch dieſen wit Zukunft um ſo bie ingenommenen ziit und ſolchen Bau⸗ ndigt iſt, nicht als erechnet den Baum der angenommenen fimmten Zeit haben rtigen,— die Dif geſchloſenen Stan⸗ Fuß hoch, 72 Zoll ubitfuß; man fin⸗ zaben, ſo wird ſie aditfuß enthalten, dir führlicht du⸗ nung, die abet at n Väumen außerbt⸗ tzu empfehlen iſ weniger in Anwen⸗ lauter Palzenſtüct etigen Inhalte, 1 ten Zeit, z.. ic aut de dick z der Diferenz de derechnen lät. 5 ſſückt in de d 4 z zewohnlih f Ge⸗ urch dievſtiende, ernas peitet darühet 10. Abſchn. Die Forſttaxation. (509) biel Auhse, als Jahresringe zur Dicke eines Zolls erforderlich ind*). Da es unausführbar ſeyn würde, bey der letztern Methode den Zuwachs an allen Baͤumen zu berechnen, bey der erſtern aber weitlaͤuftig iſt: ſo begnügt man ſich gewöhnlich, das durch⸗ ſchnittliche Verhältniß des Zuwachſes zur vorhandenen Holzmaſſe an Bäumen von verſchiedenem Wuchſe und verſchiedener Größe zu ermitteln, oder was gleich iſt, zu unterſuchen, wie viel auf jede 100 Cubikfuß Vorrath Holz erzeugt wird(den Procentſatz des Zuwachſes feſtzuſtellen), damit man nur nöthig hat, die ſummariſche Maſſe zu beſtimmen, und den Zuwachs nach dieſem ermittelten Verhältniſſe hinzuzurechnen. Es fällt in die Augen, daß, wenn der jetzige Zuwachs er⸗ wartet werden ſoll, auch die jetzige Holzmaſſe, die jetzige Zahl der Bäume, an denen er erzeugt wird, unvermindert bleiben müſſen. Dieß iſt nun bey demjenigen haubaren Holze, wel⸗ ches am Hiebe ſteht, nicht der Fall, da von dieſem jedes Jahr etwas eingeſchlagen wird. Um dieſe Verminderung des Zuwach⸗ ſes, welche aus der Verminderung der Vorräthe, an denen er erzeugt wird, entſpringt, zu berechnen: muß man wiſſen, in welchem Maaße die letztere Statt finden wird. Erfolgt ſie gleich⸗ mäßig, ſo daß in einer gewiſſen Zeit der Holzbeſtand abgetrieben wird, z. B. in 20 Jabren jedes Jahr mit: ſo rechnet man am kürzeſten die Hälfte des Zuwachſes, welcher erfolgt ſeyn würde, wenn der ganze Beſtand unvermindert hätte 20 Jahr fortwachſen können. Aus dem Geſagten wird ſich nun leicht ergeben, in welcher Art die von einem Walde in einem beſtimmten Zeitraume, in dem alle jetzt vorhandenen Beſtände abgebolzt werden ſollen(für eine beſtimmte Umtriebszeit), zu ermitteln. 1) Man ſchätzt das haubare Holz ab, und berechnet es mit ſeinem Zuwachſe bis zu dem Zeitpuncte des Abtriebes. 2) Man unterſucht den Zuſtand aller jungen, noch nicht be⸗ nutzbaren Beſtände nach Boden, Holzgattung, Holzhaltigkeit, Wuchs und Alter, um mit Hülfe der Erfahrungstafeln zu be⸗ rechnen, wie viel ſie an Abtriebsertrag und Durchforſtung zur Zeit ihres beſtimmten Einſchlags und bis dahin geben werden, wobey man jedoch niemals den vollen Anſatz der Erfahrungsta⸗ feln, die ſich ſtets auf ideal vollkommene Beſtände beziehen, anwendet, ſondern dieſen nach Maßgabe der Umſtände um* bis ½ ermaßigt. 3) Man ſummirt den auf dieſe Art erhalitenen ſummariſchen Ertrag des ganzen Waldes, und theilt ihn durch die Jahre des Umtriebes, um den jährlichen Abgabeſatz zu erhalten. Hieraus gebt hervor, daß dieſe ganze Art der Schätzung, indem ſie den Ertragsſatz aus dem Abtriebsertrage aller einzel⸗ nen Orte und der bis dabin wabrſcheinlich erfolgenden Durchfor⸗ ſtung entwickelt, nothwendig eine Vorausbeſtimmung verlangt, wie alt jeder Ort wohl werden wird. Dieß ſetzt nicht nur die Beſtimmung des Umtriebes voraus, ſondern auch die der Rei⸗ *) Die preußiſche Inſtruction zur Taxation der Forſten verbreitet ſich über dieſes Verfahren umſtändlich. Forſtwirthſchaft. „(G10) henfolge der Schläge: denn wenn man auch beſtimmt hat, in welcher Zeit der Abtrieb alles vorhandenen Holzes beendigt ſeyn ſoll, ſo würde man doch noch ſedr ungewiß über das Alter ſeyn, welches jeder einzelne Beſtand erreichen wird, wenn man nicht zugleich vorausbeſtimmt, in welcher Reihenfolge die Beſtände zum Hiebe kommen werden. „Man hat zwar darauf Verzicht leiſten müſſen, dieß Jahr für Jahr zu beſtimmen, da es ganz unmöglich iſt, vorauszuſe⸗ en, in wiefern eintretende oder ausbleibende Samenjahre, Be⸗ ürfniß an Bau⸗ und Nutzbolz oder Mangel an Adſatz davon u. dgl. m. den Forſtverwalter zwingen können, den einen oder den andern Ort früher oder ſpäter anzuhauen; jedoch hat man zu der bey dieſer Art der Abſchätzung gar nicht zu entbehrenden Anordnung der Hiebsfolge, den ganzen Umtrieb in Zeitabſchnitte (Perioden) getbeilt, und jeder Diſtrict oder Forſtort wird einem ſolchen Zeitabſchnitte zugetheilt, in welchem ſeine Abholzung er⸗ folgt. Man berechnet dabey ſein Alter gerade bis in die Mitte dieſes Zeitabſchnitts, da ſich dadurch das Alter der ſpater ge⸗ holzten mit dem der früber abzetriebenen ausgleicht. Eine Pe⸗ riode umfaßte z. B. die Jahre 1850 bis 1870, ſo würden ſämmt⸗ liche, ihr zugewieſenen Forſtorte, als mit dem Jahre 1860 zum Abtrieb kommend, berechnet.— Dieſe Zeitabſchnitte oder Pe⸗ rioden enthalten keine beſtimmte Sabl von Jahren, ſondern dieſe hängen gewöhnlich von der Lange der Umtriebazeit ab, ohne daß man jedoch in der Regel mehr als 20 Jahre darin be⸗ greift. Bey kurzem Umtriebe von 60 bis 90 Jahren vermindert man ſie auch wohl auf 10 und 15 Jahre. Es werden hier nun erſt die Grundſätze aufgeſtellt werden müſſen, nach denen dieſe Perioden zu bilden ſind, oder was gleich iſt, nach denen im Allgemeinen die Reihenfolge der Schlä⸗ ge angeordnet werden muß. Es iſt zwar nicht zu erwarten, daß die Nachkommen ſich ſtreng an unſere Vorausbeſtimmungen hin⸗ ſichts der ſpätern Perioden balten werden, wenigſtens muß man ſich aber ſicher ſtellen, daß nicht ſchon in der Gegenwart unpaſ⸗ ſende Beſtände angehauen werden, und daß eine regelmäßige Wirthſchaft für die Zukunft vorbereitet wird. Folgende Rückſichten ſind bey der Anordnung der Schläge zu beachten: 1) daß ſie zweckmäßig aneinander gereiht werden, 2) daß ſie eine paſſende Größe erhalten. Eine zu große Vereinzelung der Schläge, ſo daß die Scho⸗ nungen und künftigen Beſtände von verſchiedenem Alter überall untereinander im Forſte herumliegen, hat ſo viel Nachtheile, daß es ſehr wichtig iſt, auf Ordnung darin und eine Aneinan⸗ derreihung derſelben ſo viel, als es die Verhältniſſe erlauben, u ſeben. Bey zu vielen kleinen vereinzelten Schlägen wird die ufſicht ſehr erſchwert, die Schonungen leiden unter dem Vieh⸗ triebe und der Verdämmung des ſie umgebenden hohen Holzes; die Bewährungen werden koſtbarer, da ſie in dem Maahe grö⸗ ßer werden, als man die Schonungen mehr vereinzelt und ver⸗ kleinert; die Wege werden dabey zahlreicher nöthig. Man ſucht deßbalb das Holz von jedem Alter, oder was gleich iſt, die Schonungen möglichſt zuſammenzulegen, wobey jedoch die übri⸗ 8 zen gückſchte jenige Holz z iſt. Dazu g. brauchbat un wachſe zurück daß die Orte zeugen, eher and den vo cher durch l ſahr, flüchti ſpäter nur n zebracht wir mit einem J vielleicht ſpä kung der St beſeitigt; de quem und o daß die Ber u. ſ.w. nicht d. h. daß m Waldſläche ir nicht erfolgen Holziäͤufet ur und heguem Dieſe For ten auf der a als die zu kl und den Ver Lage, Grße werden. Da oder mehrere nicht das ein Walde umherſt Wirtzſchaftsge⸗ 6 zu nehmen er einem B Syſteme, u dere Wirtiſche ſas(Etat) der kann. Die ſleclere 8 beſtinmt hat, in aes beendigt ſeyn an dai Alter ſeyn, den man nicht ole N Veſtande müſſen, viß Jahr Göit, wrnuszuſe⸗ Samenſotn, Be⸗ el an Adiez wvon n, den einen der 3z jedoch hat um ht zu entbehrendn ed in Zeitabſchni orſtort wird einen ine Aöholzung en dis in die Mitte ter der ſpäter ge⸗ geicht. Eine he⸗ d würden ſämmt⸗ Jabre 1860 zun ſchnitte oder Pe⸗ Jobren, ſondem Umviiedszeit ab, Jahre darin he⸗ ahren vermindent aufgeſtellt werden ſind, oder was nfolge der Schlä⸗ zu erwarten, daß ſtimmungen hin⸗ gſtens muß man hegenbant unpaſt dne tegelmäßige ung de Schläe erden, ſo daß die Sch⸗ enein Attet überäl ſo piel Nachtheile und eine Aneinan⸗ thältniſe etlahen, Schlaͤgen win die untet den Tiſ aden hohen holut in dem Nu hie neinzelt und dete 4 4 Un ſaat wes gleich, obey jedoch die übti⸗ (511) gen Rückſichten nicht vernachläſſigt werden dürfen, um ſtets das⸗ jenige Holz zum Hiebe zu bringen, welches dazu am paſſendſten iſt. Dazu gehört: daß das einzuſchlagende Holz vollkommen brauchbar und zu benutzen iſt; daß man das kranke, im Zu⸗ wachſe zurückgehende, ſchlechter werdende Hr.: zuerſt einſchlägt; daß die Orte, welche wegen lichten Beſtandes wenig Holz er⸗ eugen, eher verjüngt werden, als die, wo ein voller Holzbe⸗ ſraud den vollen Zuwachs gewährt; daß derjenige Boden, wel⸗ cher durch längeres Bloßliegen ſchlechter wird, welcher der Ge⸗ fahr, flüchtig zu werden, ausgeſetzt iſt, welcher jetzt woblfeil, ſpäter nur mit Koſten cultivirt werden kann, zuerſt in Anbau gebracht wird; daß man das Nutzholz ſo vertheilt, daß nicht mit einem Male mebr gehauen, als bedurft wird, wo es dann vielleicht ſpäter wieder fehlt; daß man die nachtbeilige Einwir⸗ kung der Stürme, des Froſtes, der Hitze ſo viel, als möglich, beſeitigt; daß die Abfuhr des Holzes ſo viel, als thbunlich, be⸗ quem und ohne Nachtheil für das junge Holz erfolgen kann; daß die Berechtigungen der Weide, Maſt, des Holzſammelns u. ſ. w. nicht widerrechtlich in ihrer Ausübung geſtört werden, d. h. daß man vermeidet, mehr als den geſetlichen Theil der Waldfläche in einen Zuſtand zu verſetzen, worin dieſe Ausübung nicht erfolgen kann; daß man die Holzung ſo regelt, daß alle Holzkäufer und Empfänger ihren Bedarf möglichſt in der Nähe und bequem erhalten können. 4 Dieſe Forderungen an eine gut geordnete Schlagfolge geſtat⸗ ten auf der andern Seite wieder eben ſo wenig zu große Schläge, als die zu kleinen und vereinzelten zu dulden ſind. Der Größe und den Verhältniſſen des Forſtes gemäß muß ihre zweckmäßige Lage, Größe und Arrondirung der Beſtände ſorgfältig erwogen werden. Da es immer wenigſtens wünſchenswerth bleibt, ein oder mehrere Jabre auf ein und derſelben Fläche zu holzen, und nicht das eingeſchlagene Holz an vielen verſchiedenen Stellen im Walde umberſtehen zu haben, ſo muß man ſchon die Größe der Wirthſchaftsganzen, oder Blöcke, ſo berechnen, daß die jähr⸗ lich zu nehmenden Schläge zweckmäßig vertheilt werden können. Unter einem Blocke, Wirthſchaftsganzen, oder im Oeſtreichiſchen Syſteme, verſteht man eine Waldfläche, für welche eine beſon⸗ dere Wirthſchaftsführung angeordnet und ein beſonderer Abgabe⸗ ſatz(Etat) berechnet iſt, der jährlich daraus entnommen werden kann. Die Gründe, welche zur Bildung eines beſondern Blöckes bewegen können, ſind: 1— 1) Verſchiedene Holzgattungen. Wo ein Revier aus Erlen und Kiefern, aus Buchen und Fichten u. a. beſteht, und die Fläche, welche jede dieſer Holzgattungen einnimmt, beträchtlich genug iſt, jährlich darin einen Schlag nehmen zu konnen, macht man auch beſondere Blöcke. Einzelne kleine Flecke verſchiedener Holzgattungen werden ſo an die Bewirthſchaftung der domini⸗ renden Holzgattung angeſchloſſen, daß ſie ſo viel, als möglich, mit den benachbarten Diſtricten zugleich abgeholzt werden, oder in ſofern ſie nicht das dazu erforderliche Alter erreichen können, für ſich abgetrieben, in der Periode zum Anſatze kommen, wo dieß geſchieht. 2) Wo beträchtliche Flächen beſſerer und wieder ſolche ſchlechterer Boden geſondert liegen, dabey aber die Differenz 10. Abſchn. Die Forſttaxation. 273 Forſtwirthſchaft. (512) in der Bodengüte ſo groß iſt, daß ſie verſchiedenen Umtrieb u. ſ. w. bedingt, legt man gern jede für ſich in einen Block zu⸗ ammen. 3 3) Wenn regelmäßig zur Beförderung des Abſatzes und Be⸗ friedigung der Beterfniſſe in verſchiedenen Gegenden des Forſtes Pehlags genommen werden müſſen, ordnet man danach die Block⸗ bildung. 1)6 Wenn verſchiedenen Berechtigten Gerechtſame auf beſon⸗ dern Theilen des Reviers zuſtehen, ſo macht dieß, wie ſchon an⸗ geführt iſt, nöthig, daß die Holzung ſo angeordnet wird, daß ſtets der geſetzlich zu verlangende Theil des Waldes, auf dem ein Servitut laſtet, benutzt werden kann. Weniger kommen hierbey die Holzungsgerechtigkeiten zur Sprache, und ſelbſt bey der Streugerechtſame würde man im übelſten Falle eiwas jün⸗ gere Hölzer berechnen laſſen können. Vorzüglich die Weide⸗ und Maſtgerechtſame nöthigen aber, erſtere, ſtets eine verhältnißmä⸗ ßige Fläche der Weide zu ſichern; letztere, die erforderlichen al⸗ ten Bäume zur Erzeugung der Maſtfrüchte zu erhalten. Iſt der ſervitutbelaſtete Diſtriet groß genug, einen beſondern Block daraus zu bilden, ſo wird rieß, den richtigen Umtrieb und die nachbaltige Benutzung vorausgeſetzt, von ſelbſt erfolgen, und es iſt dieß wünſchenswerth. Da man jedoch durch Springſchläge, d. h. indem man mit der Holzung in den verſchiedenen Servi⸗ tutrevieren wechſelt, dieſer Forderung auch genügen kann, ſo iſt dieß bey zu kleinen Diſtricten, worauf privative Servitutberech⸗ tigungen ruhen, vorzuziehen. 5) Die Geſchäfte vertheilen ſich beſſer unter die Forſtbedien⸗ ten, wenn man jeden Verwaltungs⸗ und ſelbſt Aufſichtsbe⸗ zirk, in einen beſondern Block bringen kann. Bey ſehr von ein⸗ ander entfernten Waldtheilen iſt dieß um ſo dringender anzura⸗ then, da dann dabey gewöhnlich alle übrigen ſchon angeführten Rücs ſchten mitwirkend ſind, wenn ihre Größe es nur irgend erlaubt. 6) Man hat auch eine beſtimmte Größe der Fläche für jeden Block vorſchreiben wollen, ſo daß weder ein beſtimmtes Maxi⸗ mum, noch ein gegebenes Minimum überſchritten werden dürfe. Allein dieß läßt ſich ſchwer anders geben, als durch den allge⸗ meinen Grundſatz: daß nie die Schläge ſo klein werden dürfen, daß dadurch die Cultur, Beſchützung und Bewirthſchaftung we⸗ ſentlich geſtört würde; auch nie ſo groß, daß dieſe Hinderniſſe einträten, oder ein fremdes Recht gefahrdet würde. Es kommt auch eine beſtimmte Grötße um ſo weniger in Betracht, je we⸗ niger man darauf zu halten geneigt iſt, daß ſtets in jedem Blocke nur an ein und derſelben Stelle der Jahresſchlag genom⸗ men wird. Wir haben abſichtlich eine ſehr, von der gewöhnlichen, ver⸗ ſchiedene Reihenfolge der Gegenſtände gewählt, weil wir glaub⸗ ten, daß eine ſorgfaͤltige Unterſuchung der Beſtände, die ſchon die nöthigen Arbeiten zur Berechnung ihres jetzigen und künftigen Ertrages in ſich ſchließt, der Beſtimmung binſichts der Größe der Wirthſchaftsganzen und Wirtbſchaftstheile, und der Zeit ih⸗ rer Benutzung vorausgehen müſſen. Dabey ſind wir von der Vorausſetzung ausgegangen, daß der noch nicht bekannte Zeitpunct ihrer Abnutzung, der aber doch vorläufig beſtimmt werden muß, un ſt wit ihn ſo angenomme beſtandes, au hohzeſtänden ſiſe des zu Selten o forſtes für ſimmung de halten werde in den Alte Virihſchafts ſo entſpringt Holzwaſſen, zum Hiebe k dazu am me in die verſch als möͤglich Periode Beſt vorläufigen ten zu wenig, hätte. Man auf alle Peric Bebor w merken, daß! tern perioden ſpäte Zukunft eine oder der ſoll. Noch Beſtaͤnde im dasſenige ho lange ausdau Die Anſichten zanz anderg al Tanttonen beſt dann als zvech Man unte ohne eine 4 welchem ein iſt, was er an ten Untriege Ertrag des Ur lichſt gleichm Ausglecung ſicht, welche Dürdjſhnitte ten ſeyn wen chung gewaͤhr keit in Quaij Virtyſchafts trieb geben. . Daraug ſinnung 5 X. ſhieenen umtinh Nnen Block zu 3 Wahs und Ve⸗ egendn ds Forſtes in danadͤe Block⸗ rchtſane nj beſon⸗ dieß, wie ſtan an⸗ georduet nin, daß Waldes, zü dem Weniget fonden iche, und ſelbſt ug en Falle eiwas jin⸗ giich die Weide, m eine berhältnißme⸗ ie erfordenlichen al merhalten. Iſt da beſondern Baac en Umtrieb und u ſt erfolgen, und urch Springſchla, erſciiedenen Ser⸗ nügen kann, ſo ij ibe Servitutbeni ter die Forſtbedien⸗ ſelbſt Aufſichtshe⸗ Bey ſehr von ein⸗ dringender anzura⸗ wſchon aneführten iße es nur ithend er Flaͤche für ſeden beſümmtes Mari⸗ atten wenden dürfe. ais dunch den 4ge⸗ Vemn waden dürfen, Vewwthſchaftung ne⸗ daß dieſe Nirderniſt et würde. Es bonme e in Beracht, ſ we⸗ jdaß ſtets in jden 1 Jahresſchlah genowr 10. Abſchn. Die Forſttaxation. 27 (513) um ſie mit ihrem dereinſtigen Ertrage berechnen zu können, ganz ſo angenommen wird, wie er ſich aus der Beſchaffenheit des Holz⸗ beſtandes, aus der Beziehung, in der er zu den ihn umgebenden Holzbeſtänden ſteht, aus der allgemeinen Ueberſicht der Verhält⸗ niſſe des zu taxirenden Forſtes, herausſtellt. Selten oder niemals wird, eine gleichmäßige Benutzung des Forſtes für den ganzen Umtrieb vorausgeſetzt, dieſe Vorausbe⸗ ſtimmung der Zeit der Abnutzung jedes einzelnen Forſtes beybe⸗ halten werden können. In der Regel findet ein Mißverhältniß in den Altersclaſſen Statt, und ſobald man dem natürlichen Wirthſchaftsalter des Holzes bey jener Vorausbeſtimmung folgt, ſo entſpringt daraus von ſelbſt auch ein Mißverhältniß in den Holzmaſſen, die in den verſchiedenen Zeitabſchnitten(Perioden) zum Hiebe kommen würden. Man iſt deßhalb genötbigt, die ſich dazu am mebrſten eignenden Beſtände zu einem ſolchen Betrage in die verſchiedenen Zeitabſchnitte zu verſetzen, daß dieſe ſo viel als möglich gleichen Ertrag erhalten, d. h. z. B. aus der erſten Periode Beſtände in die zweyte zu verſetzen, wenn man bey dem vorläufigen Plane der erſten zuviel Holz zugetheilt hätte, der zwey⸗ ten zu wenig, oder umgekehrt, wenn das Gegentheil Statt gefunden hätte. Man nennt dieß die periodiſche Ausgleichung, welche ſich auf alle Perioden erſtreckt. Bevor wir die Grundſätze dazu anführen, müſſen wir noch be⸗ merken, daß dieſe periodiſche Ausgleichung in Bezug auf die ſpä⸗ tern Perioden keineswegs von der Idee ausgeht, ſchon jetzt für die ſpäte Zukunft vorſchreiben zu wollen, zu welchem Zeitpuncte der eine oder der andere der jungen Beſtände einſt gehauen werden ſoll. Noch können wir nicht mit Gewißheit den Zuſtand dieſer Beſtände im ſpätern Alter vorausſagen, tauſend Zufälle können dasjenige Holz lückenhaft, unwüchſig machen, was wir jetzt als lange ausdauernd und ſich für eine ſpäte Periode paſſend anſetzen. Die Anſichten und Bedürfniſſe in 100 Jahren ſind wahrſcheinlich ganz anders als jetzt, und man wird dann nicht fragen, was die Taxatoren beſtimmten, die vor langer Zeit lebten, ſondern was dann als zweckmäßig erſcheint. Man unternimmt dieſe periodiſche Ausgleichung bloß, weil ohne eine muthmaß liche Vorausbeſtimmung des Alters, in welchem ein Ort zum Hiebe kommen ſoll, auch nicht anzugeben iſt, was er an Durchforſtung und Abtriebsertrag in dem beſtimm⸗ ten Umtriebe geben wird, weil man ohnedieß nicht den ganzen Ertrag des Umtriebes überſehen und ihn für die ganze Zeit mög⸗ lichſt gleichmäßig vertheilen könnte. Auch gewährt dieſe periodiſche Ausgleichung noch die ohnedieß nicht füglich zu erhaltende Ueber⸗ ſicht, welche Altersclaſſen zu jeder Zeit, die Holzung nach dem Durchſchnittsertrage des ganzen Umtriebes vorausgeſetzt, vorhan⸗ den ſeyn werden. Mit einem Worte: die periodiſche Ausglei⸗ chung gewährt nur die Ueberſicht der möglichen Nachhaltig⸗ keit in Qualität und Quantität, bey dem jetzt angenommenen Wirthſchaftsſyſteme und Extragsſatze, ſoll aber nicht die unab⸗ änderliche Beſtimmung der Hiebsleitung für den ganzen Um⸗ trieb geben. Daraus geht bervor, daß es wohl ſehr weſentlich iſt, bey Be⸗ ſtimmung der Flaͤchen, die in der erſten Zeit zum Hiebe kom⸗ X. 33 Forſtwirthſchaft. (514) men, alle wirthſchaftliche Rückſichten ſorgfältig zu erörtern, wie ſie oben bey den Grundſätzen einer richtigen Hiebsleitung an⸗ gedeutet ſind, daß es aber eine zweckloſe Pedanterie ſeyn würde, 3. B. die fünfte und ſechste Periode haarſcharf ſo abzugrenzen, daß die für ſie berechnete Holzmaſſe genau in jeder gleich, oder auch in der ſechsten etwas ſteigend iſt. Es iſt dieß um ſo lä⸗ cherlicher, als man doch nie mit irgend einer Sicherheit ſo viele Jahre vorauswiſſen kann, was die jungen Beſtände einſt geben werden. Es genügt daher auch vollkommen durch die Nachwei⸗ ſung der in jeder Altersclaſſe nach Abholzung der erſten Periode bleibenden Beſtände, ihrer Beſchaffenheit und des davon als muthmaßlich erfolgenden Ertrags darzuthun, daß der für die Gegenwart angenommene Ertrag in Quantität und Qualität auch ferner in jedem Zeitabſchnitte wird erfolgen können, ſo weit dieß überhaupt ſich nachweiſen läßt, da niemand Herr der Zufälle und künftig zu befolgenden Grundſätze iſt. Dieß geſchieht ſchon genug, indem man zeigt, daß für jeden Zeitabſchnitt eine mit Holz von verlangter Qualität verhältnißmäßige Fläche, nach Größe und Beſtand, disponibel iſt. Auch der ſummariſche Er⸗ trag dieſer Flächen, und mithin des ganzen Umtriebes, kann ge⸗ nügend nach einem Durchſchnittsalter derſelben überſchlagen wer⸗ den.— Dadurch werden bey der periodiſchen Ausgleichung eine Menge zeitraubender und gar keinen reellen Werth habender Berechnungen vermieden, denen man nicht entgehen kann, wenn man genau jede Klafter berechnen will, die jeder Periode zuge⸗ theilt worden iſt. Ueberblicken wir noch einmal die Geſchäfte der Taxation ge⸗ drängt, und in ihrem innern Zuſammenhange, ſo ſtellt ſich uns der Gang derſelben folgendermaßen dar:. 1) Vermeſſung des Forſtes, und Sonderung der einzelnen Taxations⸗ und Wirtbſchaftsfiguren; entweder nach ihren na⸗ türlichen, oder nach künſtlich gebildeten Grenzen. 2) Aufnahme der Beſtände, a) bey dem haubaren und ſchon jetzt nutzbaren Holze nach der darin vorhandenen Maſſe und dem ermittelten Zuwachſe; b) bey dem jungen Holze durch Beſtim⸗ mung der Bodenclaſſe, der Holzhaltigkeit und des Grades der Unvollkommenheit, wenn ſolche Statt findet. 3) Vorläufige Beſtimmung des Alters, welches jeder Beſtand wird erreichen können, und danach die Berechnung des Ertrags, a) bey dem haubaren Holz durch Zurechnung des Zuwachſes bis zur Zeit des Abtriebes, zur gefundenen Maſſe, b) bey dem jun⸗ gen Holze durch Berechnung der als voll beſtanden anzunehmen⸗ den Fläche nach den Erfahrungstafeln, ſowohl hinſichts der Durch⸗ forſtung, als des Abtriebsertrags. 4) Nach der gewonnenen Kenntniß des Zuſtandes und zu erwartenden Ertrags der Holzvorräthe, der Unterſuchung der Servituten und aller auf die Wirthſchaft Einfluß habenden innern und äußern Verbältniſſe des Forſtes, die Bildung der Blöcke, und in jedem derſelben die der Perioden. 9) Die Berichtigung des Ertragsſatzes(Etats), welcher durch Diviſion mit den Jahren des Umtriebes in die ganze in ihm zun Benutzung kommenden Holzmaſſe, erhalten wurde, wenn ſich ergiebt, daß durch das mittelſt der periodiſchen Ausgleichung ab⸗ geänderte Alter des ganzen Un Wonen: die U erwittelt wurd imwer Holz v durch die Na Flächen, ſo d Holz gehauen bung des Ert die Beſtände! Es bleibt lung der Tay beſtimmte Sch moglichen Fäll dadurch eine? 7 enthehrt n egriffen hat, bellen dargeſtell Form dazu zu „Das Taxat ſtände nachzuw Grüße der abge die darin abzef dem alten Hol durch Angabed ſo wie der zwe Die Holzbe jeder der Auhh ſtunden find, u tung eine beſon. Das Taxa durcfforſtung, deron berechtet! ausgeworfen wir laudaxe Holzma wachſe für ſede werden, in der darin getrennt tock⸗ und Re⸗ aini de 1— abell cen nüfden 1 zu krrtern, wie hiebsleitung an⸗ daeie ſeyn würde, ſ abzugrenzen, jeda geich, oder it diun ſo la⸗ Sichenhen ſo viele eſtände eint geden durch die Jachwei⸗ der erſten Priode ind des davon als , daß der für de und Qualität aac ünnen, ſo weit di d Herr der Zufäll Dieß geſchieht ſchn tabſchnitt eine mi fige Fläche, nacd er ſummariſche E⸗ imtriebes, kann ge überſchlagen wer Ausgleichung eine a Wetth habendet ttgehen kann, wem jſeder Petiode zun⸗ te der Tauation ſe , ſo ſtelt ſch un erung der eitzelten der nach iſtet nas zen. ſün ubaren un dJuſt uddm olze durch Beſtim⸗ nd des Guides de ez iider Beſtand dn s en des zuwachſ nſe l) dey den in ſuanden arzunehnen lbinfits derduf⸗ Büung der dc⸗ erdurch Einz) valhu n hegnegi 7 ten wune, dem d⸗ ſte Wihetnd, 515 geänderte Alter des Holzes der berechnete wummariſch 152, des ganzen Umtriebes eine Aenderung erleidet. Mit andern Worten: die Ueberſicht, ob auch der Durchſchnittsertrag, wie er ermittelt wurde, fortwährend geholzt werden kann, und dabey immer Holz von der verlangten Qualität geſichert bleibt, erlangt durch die Nachweiſung der in jedem Zeitabſchnitte benutzbaren Flächen, ſo daß zu überſehen iſt, daß ſtets eine gleiche Menge Holz gehauen werden kann, und eine Verringerung oder Erhö⸗ hung des Ertrags, je nachdem ſich dieß aus dem Alter, welches die Beſtände dazu erhalten müſſen, ergiebt. 4 Es bleibt uns nun noch übrig, von der Form der Darſtel⸗ lung der Taxe zu handeln. Wir ſind aber weit entfernt, er beſtimmte Schemas und Tabellen zu geben. Da dieſe für alle möglichen Fälle und Holzgattungen paſſen müſſen, ſo erhalten ſie dadurch eine Ausführlichkeit und Weitläuftigkeit, die in der Re⸗ del entbehrt werden kann. Wenn man den Zweck der Taxation egriffen hat, und wenn man weiß, was in den verſchiedenen Ta⸗ bellen dargeſtellt werden ſoll, ſo wird es nicht ſchwer werden, die Form dazu zu finden. Das Taxationsprotocoll iſt beſtimmt, die Aufnahme der Be⸗ ſtände nachzuweiſen. Es enthält, nebſt der Bezeichnung und Größe der abgeſchätzten Orte, die kurze Beſchreibung derſelben, die darin abgeſchätzte Holzmaſſe, den gefundenen Zuwachs in dem alten Holze, die Grundlage der Berechnung des jungen, durch Angabe des Bodens, der Holzhaltigkeit und Beſchaffenheit, ſo wie der zweckmäßigen Zeit der Benutzung.„ Ddie Holzbeſtandstabelle weiſt die Flächen nach, welche mit jeder der vorhandenen Holzgattungen und deren Alterselaſſen be⸗ ſtanden ſind, und wird gewöhnlich für jede berrſchende Holzgat⸗ tung eine beſondere Beſtandstabelle entworfen. Das Taxationsregiſter zeigt, was jeder Diſtrict, ſowohl an Durchforſtung, als Abtriebsertrag geben ſoll, indem der Ertrag davon berechnet und für die Periode, wo er zur Benutzung kommt, ausgeworfen wird. Es wird darin zugleich die jetzt gefundene haubare Holzmaſſe nachgewieſen, um mit dem gefundenen Zu⸗ wachſe für jeden einzelnen Ort in der Periode eingetragen zu werden, in der ſie geholzt werden ſoll.— Da die Holzgattungen darin getrennt ſeyn ſollen, oft das Nutz⸗, Kloben⸗, Knüppel⸗, Stock⸗ und Reisholz geſondert wird, ſo iſt es gewöhnlich un⸗ möglich, den künftigen Einſchlag für alle Perioden ſpeciell auf einer Tabelle nachzuweiſen, da dazu kein Papierfoörmat ausrei⸗ chen würde. Man hat deßhalb auch das Taxationsregiſter für jede Holzgattung beſonders angefertigt. Dieß erſchwert jedoch ie Ueberſicht, und es iſt beſſer, die Sachen ſo zuſammenzudrän⸗ gen, daß alles auf gewöhnlichem Papierformate dargeſtellt wer⸗ den kann. Dieß kann leicht geſchehen, wenn man die Sorti⸗ menter im Taxationsregiſter ſelbſt gar nicht trennt, ſondern nur unter demſelben in einer Notiz angiebt, in welchem Ver⸗ hältniſſe Nutz⸗, Kloben⸗, Knüppelholz u. ſ. w. von dem ſum⸗ mariſch nachgewieſenen Ertrage jedes Ortes zu erwarten ſeyn wird. Auch die Holzgattungen brauchen nur in ſofern ge⸗ Peunt zu werden, als ſie verſchiedene Beſtimmung und Preiſe aben. 33* 10. Abſchn. Die Forſttaxation. 277 Forſtwirthſchaft. (516) Wird auf dieſe Art der ganze Holzertrag in einer Periode von jedem Orte nachgewieſen, ſo geben ſchon die unten gezogenen Summen die nöthige Generalüberſicht. Noch mehr iſt dieß aber der Fall, wenn man ſich begnügt, für die letzten Perioden die be⸗ ſtandenen Flächen nachzuweiſen, und nur für die erſte, und höch⸗ ſtens die zweite, die zu erwartenden Holzmaſſen ſpeciell auszu⸗ werfen, für die ſpätern ſummariſch für die ganzen Perioden. Wenn man aber die Taxationsreſultate ſehr ſpeciell nachweiſen will und ſie deßhalb ſo in mehrere Tabellen vertheilt, daß man für jede Holzgattung ein beſonderes Taxationsregiſter anfertigt, ſo muß aus dieſem in der ſogenannten Generaltabelle eine Zuſammen⸗ ſtellung gefertigt werden, woraus man überſieht, wieviel jede Periode ſummariſchen Holzertrag liefert. Als Beylagen zur Taxe ſind zu betrachten: 1) Das Vermeſſungsregiſter. 2) Die Forſtbeſchreibdung, durch welche eine möglichſt getreue Darſtellung aller innern und äußern Verhältniſſe des For⸗ ſtes gegeben wird.— 3) Die ſpecielle Nachweiſung aller Servituten und Gerechtſa⸗ men⸗ wenn dieſe nicht ſchon in die Beſchreibung aufgenom⸗ men iſt. 4) Die angenommene Wirthſchaftsordung, die Vorausſetzungen über die vorzunebmenden Culturen und die Art des zu füh⸗ renden Hiebes, wie ſie der Abſchätzung zum Grunde gelegt 4 wurden. 5) Der ſpecielle Material⸗ und Geldetat. Keine Taxation kann ſo gemacht werden, daß ſie ganz ge⸗ nau und richtig die aus dem Forſte zu erwartenden Holzerträge nachwieſe, und es iſt unrecht, ſie gleich für unbrauchbar und werthios zu erklären, wenn die Reſultate der Schatzung nicht genau mit den der Holzung übereinſtimmen. Wenn es ſogar möglich wäre, ganz genaue Schätzungsreſultate zu erhalten, ſo würde dieß doch den dazu unvermeidlich anzuwendenden Auf⸗ wand an Zeit und Koſten nicht bezahlen. Ueberdem erfahren die Beſtände im Laufe der Zeit nur zu häufig Aenderungen, welche der Taxator nicht vorausſehen und darum auch nicht in ſeiner Berechnung aufnehmen konnte, und es würde ſehr übel ſeyn, wenn darum eine Taxation gleich ganz unbrauchbar werden ſollte. Man muß deßhalb auf Mittel denken, Irrungen, oder ſpater erfolgende Aenderungen der Beſtände, Verluſte durch Sturm, Inſecten, Feuer herbeygeführt, theils verbeſſern, theils nachtragen zu können, ſo daß ihnen gemäß der Etat geändert wer⸗ den kann, ohne daß deßhalb die Taxation werthlos würde und nicht mehr als Grundlage des Etats zu benutzen wäre. Dieß geſchieht, indem man über jeden für ſich abgeſchätzten Forſtort, Jagen, oder natürliche Wirthſchaftsfigur, Rechnung führt, um ſtets das Soll nach der Taxe, und das Haben nach der ſich ergebenden Wirklichkeit überſehen und balanciren, dem⸗ hemaß aber nöthigenfalls den angenommenen Etat abändern zu önnen. Es wird dazu ein ſogenanntes Controllbuch angefertigt, in welchem jeder Forſtort ein Blatt oder eine Seite erhalt, ar⸗ —— welcht oben Attrih geſe geben ſoll. den Aöſchluſ her u. ſ. v zurg deſſelbe ſic gegeben zu erwartend Ennt in dem nachdem die dann annehr gekehrt, we würde der O Dabey behal Periode das benden Hol⸗ z. B. zu gle den ſojährig im Stande zu überſehen, fähr dieſelbe läßt die Holz als zweckmäß ten Fläche au In Fall res Holz get u. ſ. w. ver durch die. niger Ertrag die Nachhalt jetzt bis ſo den ältern„ nun zu klein Von eine dungen wird dungen, oder Der M bolzerzeuzun bon jedem ſo wie der leichnäßig gen die Taf men, wern durch das Die V Statt, wie die Abtheiln abweichende ſondert wer Die A in eiter Periode de nnten gezogenen ma iſt dieß aber ſen eudin die be⸗ die erſe,und höch⸗ ſſen ſpil auszu⸗ zen heniadn, Wenn nachweſſen dil und „ daß wan ſijede tanſertigt, ſonuß le eine zuſannar⸗ überſteht, wiede lifert. ten: nne möglicſt getreue gerhaltniſe des bor⸗ uten und Gerechtſ⸗ chreibung aufgenone die Vorausſehungen die Art des zu fit zum Grunde gebe den, daß ſie ganz ge⸗ wartenden Holzerttäge für unbrauchbar und e der Schazung nicht :n. Wenn es ſögat ſate zu ethalten, ſo anzuwendenden Auf⸗ „KNeerden erfahten donz Aenderdagen, d drrun auch nichti des wünt ſeht üne n urbrauchban werden enken, Irtungen, dder gande, Perluſte u ails verbeſen, tha jder Etat geändett hi gtroll hbuch nzeeritt er eine Süie ahiit, d (517) welcher oben der berechnete Ertrag deſſelben an Durchforſtung und Abtrieb geſetzt wird, damit man auf den erſten Blick ſieht, was er geben ſoll. Darunter wird aller Einſchlag jeder Art, ſelbſt bey dem Abſchluſſe des Jahres die wahrſcheinlichen Verluſte durch Die⸗ berey u. ſ. w. geſetzt, um, wenn im haubaren Holze die Abhol⸗ zung deſſelben beendigt iſt, überſehen zu können, was er wirk⸗ lich gegeben hat. Ergiebt ſich dann, daß die Schätzung die davon zu erwartende Holzmaſſe zu boch angenommen hatte, ſo muß der Etat in demſelben Verhältniſſe, z. B. um 5, 8, 10 Procent, je nachdem die Schätzung zu boch war, erniedrigt werden, da ſich dann annehmen läßt, daß dieſelbe überhaupt zu hoch war. Um⸗ gekehrt, wenn der Ort mehr Holz ausgab, als berechnet war, würde der Etat auch in demſelben Verhältniſſe zu erböhen ſeyn. Dabey behält man zugleich fortwährend für die am Hiebe ſtehende Periode das Verhältniß der ſchon abgeholzten und noch abzutrei⸗ benden Holzmaſſen und Flächen ſcharf im Auge. Hätte man z. B. zu gleicher Zeit eine Fläche in Betrieb genommen, welche den 10jährigen Materialetat enthalten ſoll, ſo wird man gewiß im Stande ſeyn, ſchon nach 5 Jahren wenigſtens einigermaßen zu überſehen, ob mehr als die Hälfte, oder weniger, oder unge⸗ fäahr dieſelbe abgetrieben iſt. Man vermindert, verſtärkt, oder läßt die Holzung unverändert, je nachdem ſich dieß demgemäß als zweckmäßig zeigt, um ſicher mit der für 10 Jahre beſtimm⸗ ten Fläche auszukommen. Im Fall einer der jungen Beſtände, die noch kein benutzba⸗ res Holz geben, ganz oder zum Theil durch ein Naturereigniß u. ſ. w. verloren ginge, ſo muß unterſucht werden, wieviel da⸗ durch die Periode, welcher er zugetheilt war, wahrſcheinlich we⸗ niger Ertrag haben wird. Um ihr dieß erſetzen zu können und die Nachhaltigkeit nicht zu gefahrden, iſt dann die Holzung ſchon jetzt bis ſo weit zu verringern, daß hinreichende Beſtände aus den ältern Perioden übrig bleiben, daraus jenen Verluſt in der nun zu kleinen Periode decken zu können. Von einem kürzern Verfahren zur Taxation der Hochwal⸗ dungen wird da gehandelt werden, wo vom Ankaufe von Wal⸗ dungen, oder Gütern, wozu Forſt gehört, die Rede iſt. Taxation des Mittelwaldes. Der Mittelwald hat ſowohl Baumholzvorräthe und Baum⸗ bolzerzeugung, als Niederwaldbeſtände. Die erſtern ſind einzeln von jedem Alter untereinander gemiſcht, ſie können daber nicht ſo wie der Hochwald taxirt werden, in welchem man die Beſtände gleichmäßig zuſammen abholzt. Bey dem Unterholze kann dage⸗ gen die Taxation des Niederwaldes mehr zur Anwendung kom⸗ men, wenn man hinreichende Rückſicht auf die Verdämmung durch das Oberholz nimmt. Die Vermeſſung findet ganz nach denſelben Grundſätzen Statt, wie bey jedem andern abzuſchätzenden Walde. Ebenſo die Abtheilung der verſchiedenen Beſtandsfiguren, welche einen abweichenden Ertrag geben, ſo daß ſie behufs der Schätzung ge⸗ ſondert werden müſſen. Die Abtheilung der Wirthſchaftsſiguren, Schläge und Perio⸗ den kann zwar erſt nach der Beendigung der Unterſuchung des 10. Abſchn. Die Forſttaration. 279 —— —— Forſtwirthſchaft. (518) Ertrags jeder Beſtandsfigur gemacht werden; wir wollen jedoch, da ſie mit der Vermeſſung in der Regel verbunden wird, das Nöthige deßhalb gleich hier bemerken.. 3 Man hat im Mittelwalde zwey verſchiedene Umtriebe, wo⸗ von der eine die Zeit umfaßt, in welcher das Unterholz ſämmt⸗ lich abgetrieben wird, der andere diejenige, worin alles vorhan⸗ dene Baumholz, vielleicht mit Ausſchluß einiger zu ganz extra⸗ ordinär ſtarken Hölzern zu erziehenden Stämme, zur⸗Abnutzun kommt. Wenn der Beſtand eines Waldes ſich nicht weſentlich ändern wird, wenn das Unterholz als voll beſtanden, das Ver⸗ Hältrriß des Oberholzes zu ihm als bleibend angenommen wer⸗ en kann, ſo daß für die ganze Zeit, die man mit der Abräu⸗ mung des ganzen vorhandenen Oberholzes zubringt, bey jedes⸗ maligem Hiebe eines Schlages immer ein und derſelbe Ertrag davon zu erwarten iſt, ſo kann die Abtheilung der Schläge oder Perioden auch für die ganze Zeit des Umtriebes im Baumholz wiolgen. Wenn jedoch erſt ein paſſender Beſtand hergeſtellt wer⸗ den ſoll, wo das fehlende Unterholz noch zu erziehen iſt, wo der Baumholzbeſtand 3 und deßhalb in ungleicher Menge bey den auf einander fol⸗ genden Abtrieben des Unterholzes weggenommen wird, da kann die Abtheilung der Schläge nur für den erſten Umtrieb im Unterholze erfolgen, und muß bey den ſpätern immer wieder be⸗ richtigt werden. Es liegt dieſer Eintheilung in Schläge, oder 3— 5— 6 u. ſ. w. Schläge umfaſſenden Perioden immer die Idee zum Grunde, daß das jährliche Etatsquantum, indem die pro⸗ zectirte Wirthſchaftsordnung befolgt wird, auf der ab etheilten Fläche gehauen werden kann. Wenn aber dieſe zu ver chiedenen Zeiten, wenn der Schlag hinkommt, bald mehr, bald weniger Holzertrag giebt, ſo kann ſie natürlich für ein beſtimmtes Holz⸗ guantum nicht immer von ein und derſ ben Größe bleiben. 4 b man die Eintheilung in Schläge oder Perioden, deren jede mehrere Schläͤge umfaßt, macht, hängt von verſchiedenen Umſtanden ab. Wo das Unterholz im kurzen Umtriebe als Buſchholz benutzt wird, zieht man in der Regel die Eintheilung in Jabresſchläge vor. Wo jedoch ein langer Umtrieb im Unter⸗ holze iſt, der gewöhnlich bey ſchlechtem Stockausſchlage eine Ergänzung der Mutterſtöcke durch Beſamung erfordert und deß⸗ halb eine Wirthſchaft, ahnlich den Beſamungsſchlägen im Hoch⸗ walde, nöthig macht, iſt es beſſer, nur 3— 4 bis 5 Schläge zuſammengefaßt abzutheilen. Es richtet ſich die Zahl theils nach den Jahren des Umtriebes im Unterholze, indem jede pe⸗ riodiſche Abtheilung gern gleichviel Jahre enthält, theils nach der Art der Wirthſchaft, die zu führen iſt. Bey 20jährigem Um⸗ triebe kann man 4 Schläge zuſammenfaſſen, bey 25jaͤhrigem 5, u. ſ. w. In Birken genuͤgt es, wenn man 3— 4 Schläge zu⸗ ſammengelegt hat, indem man nach 3— 4 Jahren in der Regel die ſtehen gelaffenen Samenbäume wird nachhauen können und müſſen; in Buchen, wo die Samenjahre nicht ſo oft eintreten, wo die Pflanzen mehr und länger Schatten bedürfen und ertra⸗ en, kann man veranlaßt ſeyn, 6 und7 Schläge zuſammenzu⸗ egen.— Außerdem hat noch bey nicht zuſammenliegenden For⸗ ſten die Größe der einzelnen Diſtricte darauf Einfluß. Dieſe verurſacht auch häufig, daß man nicht gleichviel Schläge in eine vermehrt oder vermindert werden muß, ———ℳxx⁊ Aes i en denterie eeeeede. veliohiſce lich il, in ſauwenzule 6 Schläge keine Störn Virthſchaff Die A jerigen Er noch die T Ende man fertigt. H ſentluch ge⸗ chung des, die gleich welcher vo wie der d ben wird, in Nr. 15, unter Nr. nau gekann auch dem allerdings: nicht bey d möglich iſt den dabon; Darau möglich iſt Umrriede be kirayſ ehr willtüh ſetung, we welche noch 3 u. ſ. w. Die im für jeden Die de feſte Ma Die Ad nauigkeit he tzung der aͤl derſelben, durch Proh anwenden. achtlich nac ſprochen we Nachde vorhandene deutend an werden ſol a) feſtge abgeſch dieſe g ſonsm zageree t valle je ervn ne untriehe, wo⸗ Unraäi ſämmt. orin alas borhan⸗ er zu gaz extra⸗ ſe, zur nuzun nicht winntti ſanden, di Ver⸗ angenommen wer⸗ an wit der Mäu⸗ eingt, di ſai nd derſelbe Ertg der Schlige oda bes im Vaumholz nd herzeſtllt we erziehen iſt, wo dert werzen muß, auf einander fol⸗ imen wird, da eiſten Umrrieb in immer wieder he⸗ in Schläge, dden en imwer die Jdes m, indem die po⸗ f der abzgetheilte ſe zu verſhiedenen wehr, bald wenige n deſimmtts holz Größe bleiben. er perioden, deren von berſchlehenen zen Untnite als el die Entheilung imtrieb in Unter⸗ ncausſchlage eine eijodden 8 1 ſchlagen im hoch⸗ 24 1 5 Schlaͤgt ſch die Zahl theils/ lge, inden jede ze⸗ enthält, theils und Bey Allähtigem l⸗ bey wiahtigen d 3 4 Echläge zu Jahten in der Rege abauen können d nict ſo oft ſeitrtt 10. Abſchn. Die Forſttaration. 4(519) periodiſche Abtheilung zuſammenlegen kann. Da es unvermeid⸗ lich iſt, in jedem vereinzelt liegenden Forſtorte die Schläge zu⸗ ſammenzulegen, ſo kann der eine 3, der andere 5, ein dritter 6 Schlaͤge u. ſ. w. enthalten, was auch in dieſem Falle weiter keine Störung im Betriebe verurſacht, oder die Ueberſicht der Wirthſchaft gefährdet... Die Abſchätzung des Niederwaldes kann nur nach dem bis⸗ herigen Ertrage deſſelben erfolgen, wenn ſich weder der Wuchs, noch die Dichtigkeit des Holzbeſtandes geändert hat, zu welchem Ende man die nöthigen Extracte aus den ältern Rechnungen an⸗ fertigt. Hat ſich der Beſtand des Unter⸗ oder Oberholzes we⸗ ſentlich geändert, ſo beurtheilt man ſeinen Ertrag durch Verglei⸗ chung desjenigen von abgeholzten oder abzuholzenden Flächen, die gleich oder ähnlich beſtanden ſind. Z. B. der Diſtrict Nr. 15, welcher vor 2 Jahren abgeholzt wurde, hatte etwa einen Beſtand wie der Diſtrict Nr. 1. ihn wahrſcheinlich bey dem Abtriebe ha⸗ ben wird, ſo dient der bekannt gewordene Ertrag pro Morgen in Nr. 15. auch zum Maaßſtabe bey der Berechnung desjenigen unter Nr. 1. Oder Nr. 15. war dem Urtheile derer, die ihn ge⸗ nau gekannt haben, um oder; ſchlechter oder beſſer, ſo wird auch dem gemäß die Berechnung angelegt.— Dieß giebt allerdings nur annähernde Reſultate; aber andere ſind auch gar nicht bey der Schätzung des Unterholzes zu erhalten, da es un⸗ möglich iſt, alle Ausſchläge und Lohden auszuzählen und dann den davon zu erwartenden Zuwachs zu berechnen. „Daraus wird ſich auch ergeben, daß es noch viel weniger möglich iſt, den Ertrag der Schläge an Unterholz für ſpäterr Umtriede berechnen zu wollen, wenn vorauszuſetzen iſt, daß ihr anzer Beſtand ſich ändern wird. Es kann nichts ſeyn, als eine ehr willkührliche, auf gar nichts materielles gegründete Voraus⸗ ſetzung, wenn man den Ertrag von Holzbeſtaͤnden angeben will, welche noch gar nicht vorhanden ſind, ſondern die erſt in 20, 30 u. ſ. w. Jahren erzogen werden ſollen. Die im Niederwalde abgeſchätzte Holzmaſſe wird in Cubikfuß für jeden Diſtrict ausgeworfen, indem man nach dem Gewichte die feſte Maſſe des angenommenen Reisholzes u. ſ. w. ermittelt. Die Abſchätzung des Stammholzes muß, ſobald einige Ge⸗ nauigkeit verlangt wird, durch ſpecielle Auszählung und Abſchä⸗ tzung der ältern Bäume geſchehen. Bey dem ungleichen Stande derſelben, der ſehr verſchiedenen Größe, läßt ſich weder diejenige durch Probeflächen, noch die Auszählung nach Modellſtämmen anwenden. Die Laßreiſer und Oberſtänder dagegen können gut⸗ achtlich nach der durchſchnittlichen Stückzahl pro Morgen ange⸗ ſprochen werden. Nachdem beſtimmt worden iſt, wie lange das ſämmtliche vorhandene Baumholz ausreichen ſoll, oder was als gleichbe⸗ deutend angeſehen werden kann, in welcher Zeit es conſumirt werden ſoll, wird a) feſtgeſetzt, in welcher Zeit das nach ſeinem Maſſengehalte abgeſchätzte ſtarke Holz, zum Abtriebe kommen wird. Für dieſe Zeit wird der Zuwachs deſſelben, nach ſeiner progreſ⸗ ſionsmäßigen Verminderung, zur vorhandenen Holzmaſſe hin⸗ zugerechnet. Forſtwirthſchaft. (520) b) Zur Berechnung der von den Laßreiſern und Oberſtändern für den beſtimmten Umtrieb des Oberholzes zu erwartenden Holzmaſſe, wird die Durchſchnittsgröße ermittelt, welche die Bäume in einem gewiſſen Alter erreichen. Dieſe wird zum Grunde gelegt, um demgemäß die Maſſe des Holzes aus den Laßreiſern u. ſ. w. berechnen zu können. Hätte z3 eine 120 jährige Buche 65 Cubikfuß, ein 90jährige 28 Cu⸗ ikf., eine 60jährige 9 Cubikf., und es wäre anzunehmen, daß von den pro Morgen vorhandenen 9 Oberſtändern und Laßreiſern bey dem 30jährigen Umtriebe des Unterholzes, 3 mit 60 Jahren, 3 mit 90, 3 mit 120 Jahren gehauen werden müßten, ſo war deren Ertrag 195+ 74+ 27= 296 Cubikf., von 1000 Morgen 296,000 Cubikfuß. Dieſe Holz⸗ maſſe zuſammengerechnet mit derjenigen, welche einſchließ⸗ lich des Zuwachſes von den alten Baumen zu erwarten iſt, giebt die ſummariſche Baumholzmaſſe für den ganzen Um⸗ trieb des Oberholzes. Wie viel davon im erſten Ümtriebe des Unterholzes weggenommen werden ſoll, ergiebt ſich bey einer gleichmäßigen Vertheilung aus der Beachtung, wie oft das Unterholz in der Zeit gehauen wird, welche das Oberholz ausreichen ſoll. Wäre z. B. der Unterholzumtrieb 30 Jahr, und 120 Jahr ſollte das Oberholz ausreichen, ſo würde bey jedem Abtriebe des Schlagholzes ein Viertheil der ermittelten ſummariſchen Baumholzerzeugung gehauen werden können. Sollte der Zuſtand des Waldes veranlaſ⸗ ſen, die Baumholzmenge entweder zu vermindern oder zu ver⸗ ſtärken, ſo würde dem gemäͤß die Holzung davon im erſten Umtriebe mehr als 46, im andern Falle weniger als dieſes, zum Einſchlage beſtimmt werden.— Die ganze Holzerzeugung im Unterholze und der für den er⸗ ſten Umtrieb in dieſem beſtimmte Einſchlag im Oberholze wird nun ſummirt, und durch die Zahl der Jahre dieſes Umtriebes getheilt, um das jährliche ſummariſche Etatsquantum zu erhal⸗ ten. Dieß dient dann zur Abtheilung der Jahresſchläge oder Pe⸗ rioden, dergeſtalt, daß nach der Abſchätzung der Holzvorräthe dieß Etatsquantum auf jedem Schlage zum Hiebe vorgefunden wird. Beyſpiel in einem Buchenmittelwalde von 120jährigem Baum⸗ bolze, 30jährigem Unterholze, 1000 Morgen groß. Der durch⸗ ſchnittliche Ertrag des Unterholzes pro Morgen ſey 300 Cubikf. in 30 Jahren, der des Oberholzes in 120 Jahren 800 Cubikf., 5 würden in dem 1ſten Umtriebe von 30 Jahren zur Benutzung ommen, a) vom Unterholze... 300,000 Cubikfuß, b) vom Oberholze. 200,000—— *.„ 500000 Summa 500,000 Cubikfuß. 35= 16666, und es müßte folglich jeder Schlag ſo groß abgetheilt werden, daß darauf etwa 16,600 Cubikfuß Ober⸗ und Unterholz zuſammengehauen werden kann. Da ſich aus der Auf⸗ nahme des Holzbeſtandes ergiebt, wie hoch der Morgen jedes Diſtricts im Ertrage von beiden gerechnet worden iſt, ſo iſt daraus leicht zu ermitteln, wie viel Fläche ein Schlag erhalten muß, um die verlangten 16,600 Cubikf. geben zu können. — 2— 10. 65 ſ Schläge be werden mu wehr das Di zeruht ſehr der Unterſ Hröße dert nen werde Wal der Eiche, auch reift nate. De Monats e ſämmtliche und Gefah zungen we Froſte abe Ende des jetzt trockn die naſſe In den 2 Auszeichn jungen Pf holzſchlage ſeyn, ehe For ſten ſein 1 der Schwei Die Graben id Oberſtänden zu erwartenden wittelt, welche . Dieſe witd diſe des Holzes rnen. Hätte dojärge 28 Cu⸗ are anzunehmen dverſtändem und des Unnaäolzes, Jahren gäuen -A † AI=L6 uß. Dieſe ha welche einſchlite zu erwarten iſ den ganzen Un⸗ itnelatrie ergiebt ſich bey Beachtung, wie ird, welche das nterholzumtried ausreichen, ſo s ein Viertheil eugung gehauen Laldes veranlaſ⸗ dern oder zu ver⸗ davon in erſten niger als dieſes, der für den er⸗ Oberholze wird dieſes Umtriebes untum zu erhal⸗ ſchläge oder e⸗ ozvoträthe dieß rgefunden wird. ſährigem Baum⸗ og. Der dyrch⸗ ſey 300 Cubikf. ren 800 Cubikf., n zur Benutung 00,000 Cubikfuß, 00,000—— d0?,05 Cubitfuß. er Schlag ſo zroß bitfuß Dder⸗ un ſc aus derluf der Norzer ſedes Vvorden iſt, iſt n Schlag ahalten n zu Unnen. 4 V 8 10. Abſchn. Forſtgeſchaͤfte im Monat October. (521) Es ſiſt ſchon bemerkt worden, daß die Abtheilung der Schläge bey jedem neuen Umtriebe des Unterholzes wiederholt werden muß, ſobald die Beſtände ſich ſo ändern, daß ſie nicht mehr das früher berechnete Holzquantum geben. Die Abſchähung des Kopfholzertrages veruht ſehr einfach auf der Auszählung der Kopfholzſtämme, un der Unterſuchung, was durchſchnittlich, nach der abweichenden Größe derſelben, von Einem bey dem jedesmaligen Hiebe gewon⸗ nen werden kann. Forſtgeſchaͤfte im Monat October. Waldbau. Die jetzt vollkommen reif gewordenen Samen der Eiche, Buche, des Aborns, Hainbuche werden geſammelt; auch reift in Gebirgen wohl der Birkenſamen erſt in dieſem Mo⸗ nate. Der Weißtannenſamen iſt gewöhnlich ſchon bis Mitte des Monats einzubringen. Wo die Verhältniſſe es erlauben, ſäet man ſammtliche gewonnene Sämereyen bald aus, um ſich die Mühe und Gefahr der Aufbewahrung zu erſparen. Die Nadelholzpflan⸗ zungen werden ſtark betrieben, und wenn das Laub nach einem Froſte abgefallen iſt, beginnen auch die Laubholzpflanzungen Ende des Monats. Vorzüglich iſt darauf zu ſehen, daß die jetzt trocknen Erlenbrücher ausgepflanzt werden, ehe ſie ſich durch die naſſe Witterung im November wieder mit Waſſer füllen. In den Beſamungsſchlägen des Laubholzes muß durchaus die Auszeichnung in den Lichtſchlägen beendigt ſeyn, bevor noch die jungen Pflanzen das Laub verloren haben. Auch in den Nadel⸗ holzſchlägen müſſen die wegzunehmenden Bäume angeſchlagen ſeyn, ehe noch zu fürchten iſt, daß der Schnee ſie deckt. Forſtſchutz. Der Kieferſpinner ſucht bey eintretenden Frö⸗ ſten ſein Winterlager und kann geleſen werden. Das Eintreiben der Schweine zur Vertilgung der Forleule iſt jetzt ſehr wirkſam. Die Grabenräumung iſt zu beendigen, die Beſſerung derjenigen Wege, welche man im Winter, auch ohne Schnee und Froſt ab⸗ warten zu können, benutzen muß, darf nicht länger verſchoben werden. Die Streuentwendungen ſind in dieſem Monate am häufigſten, und erfordern eben ſo, wie die Verhütung der Diebe⸗ reyen an Baumfrüchten, eine ſtrenge Aufſicht. Wo Schaden von Mäuſen zu fürchten iſt, läßt man die Schonungen von Mitte des Monats an aushüten. Forſtbenutzung. Es iſt dieſer Mhuat günſtig zum Kien⸗ verkaufe; auch können diejenigen Nutzholzarbeiter, welche Holz⸗ 283 aus dem Niederwalde bedürfen, Reifſtockſchneider, Stellmacher u. ſ. w. ſchon, die Orte Ende des⸗Monats durchgehen, welche 8 im nächſten Frühjahr gehauen werdem ſollen um ſich ihren Bedarf auszuwählen. In hohen Gebirgen beginnt die Fällung des Nadelholzes. Die Maſtnutzung iſt im vollen Gange; wo Schilf in den jetzt trocknen Erlenbrüchern ohne Nachtheil für junge Pflanzen gewonnen werden kann, iſt man vielleicht ſchon im Stande, damit anzufangen. Stehen gebliebenes Reisholz iſt, wo möglich, zu verkaufen, und wo Holzlicitationen üblich ſind, tritt jetzt, wo die Bürger und Bauern ſich mit ihrem Winter⸗ Forſtwirthſchaft. (80²) 2 — Bey allen drey Methoden durchgehen die Schätzer den zu taxirenden Ort in einer Reihe neben einander, und nicht weiter von einander entfernt, als daß kein Baum unbemerkt und un⸗ geſchätzt bleiben kann. Jeder Baum, welcher notirt iſt, erhalt ein leichtes Zeichen in der Rinde, und an der Grenze der Schätzungslinie werden die Bäume geſchalmt, wobey aber die Baſthaut nicht verletzt werden muß, um an dem Schalme wie⸗ der herauf zu gehen, bis der ganze Ort fertig taxirt worden iſt. Alle dieſe Methoden bleiben, vorzüglich in großen Forſten, mit vielem haubaren Holze immer zeitraubend und koſthar, da ſie viel geübte Taxatoren verlangen, und man hat um ſo mehr geſucht, das Verfahren abzukürzen, als dabey immer noch kein ganz genaues und ſicheres Reſultat erhalten wurde, und man ſah, daß es in den großen waldreichen Staaten kaum möglich war, alle Forſten in dieſer Art abzuſchätzen. Das älteſte und gewöhnlichſte Auskunftsmittel die ſpecielle Aus zaͤh⸗ lung des haubaren Holzes zu umgeben, war, und iſt noch jetzt, daß man nur eine kleine Fläche zur Probe abſchätzt, z. B. 1 oder 2 Morgen, und die ganze danach berechnete, indem man annahm, daß jeder der übrigen Morgen eben ſo viel Holz ent⸗ hielte, als der abgeſchätzte. Bey der großen Ungleichheit der Holzbeſtände fiel aber gleich in die Augen, daß man dadurch ein ungeheuer unrichtiges Reſultat erhalten mußte, eine zu hohe Schatzung, wenn die Probefläche beſſer beſtanden war, als durchſchnittlich das Uebrige; im Gegentheil eine zu niedrige. Um dieſem zu begegnen, ſchlug man vor, mehrere Probeflächen an verſchieden beſtandenen Orten, z. B. an den beſtbeſtande⸗ nen, im mittelmäßigen und ſchlechten Beſtande zu nehmen, das gefundene Holzquantum zu ſummiren und den Durch⸗ ſchnittsſatz pro Morgen, als die für den ganzen Beſtand anzu⸗ ſetzende Holzmaſſe, zu rechnen, indem man deſſen Fläche damit multiplicirte. Auch dieß hat aber wenig dazu beygetragen, der Berechnung der Holzmaſſe nach Probeflächen mehr Zuverläſſig⸗ keit zu geben. Geſetzt, man theilt den Beſtand in 3 Verſchie⸗ denheiten, gut, mittel, ſchlecht beſtanden, der gute Beſtand habe 30, der mittle 20, der ſchlechte 10 Klftrn. pro Morgen, ſo war die Durchſchnittszahl 30+ 20+ 10== 20 und 200 Morgen à 20 Klftrn. würden zu 4000 Klftrn. zu berech⸗ nen ſeyn. Wenn nun aber nur 2as oder 20 Morg. mit 30 Klftrn., oder 40 Morg. mit 20 Klftrn,, s oder 140 Morg. mit 10 Klftrn. beſtanden ſind, ſo enthalten dieſe 200 Mrgn. nur 600+† 800+ 1400= 2800 Klftrn, und man hat einen Irrthum von 1200 Klftrn. Es wird in die Augen fallen, daß bey dieſem Verfahren nothwendig jede Verſchiedenheit gleiche Fläche haben müßte, wenn es richtig ſeyn ſoll, was wohl ſelten oder nie der Fall iſt. Die Abſchätzung nach Probeflächen iſt deßhalb auch in der That nur da brauchbar, wo der Beſtand ganz oder ziem⸗ lich gleichmäßig iſt, und dann thut man beſſer, Eine größere Probefläche, vielleicht von 5— 10 Morgen zu nehmen, welche die geringen Verſchiedenheiten des Holzbeſtandes ſoviel als möglich umfaßt, als mehrere kleine. In ungleich beſtandenen Orten iſt ſie eine durchaus nicht zu empfehlende Methode, da ſie zu ungeheueren Täuſchungen führt. bh ſtt ſt Alé ag Ir buudann w Kuſaſch angt Beſta lnzanden iſt lnteruchung usgeſehten ummenen drtes.— in ganz ii ſicht mit d ſln, wo! ganz unde Wenn das zen ſehr a iemicher wären, de 1 Morzen, r den gauz⸗ deſtanden iſ nung zu g Emittelung einn zutacht fahre Tay iſt, win fuda 9 angere g deſſen Un die Verec Man! ſamweln: Alter auf, in den den reinen Viſ eſtelten die ſogeno welche nur jedem Bo vollkomme die hol immer nu nen, jei in jungen ermittelt, geworden llaſſe der dieſer Beſ von einem darten iſ gſegen.- ſziſte in dinſe n zäthunt dazu en. dund püſen mig fanzunem. Die N⸗ Hagen i Tntet, die att ſinden, ſn einzus hanzu Nüünnen. natt benigt, da⸗ hwelereyen halchend trieb auch wihred des hteontracte üda iyiſt e Holzſaat eitigezt ſen geſchloſſen weda, Frühjapreſcat pfühn ſo muß diez hennm hlag beginnt, muͤſen t werden. Die Naſt dem lſten des Ma / Forſtwirthſchaft. Eilfter Abſchnitt. Die Waldwerthberechnung. Wenn man aus einem Walde nur einen gleichbleibenden nachhaltigen Ertrag ziehen will, ſo ergiebt ſich aus der daraus zu erwartenden Nettoxente und dem anzunehmenden Zinsfuß der Capitalwerth deſſelben. Die gewöhnliche Taxation behufs der Ermittelung des nachbaltigen Einkommens, mit Beachtung der Geldeinnahme und Ausgabe, iſt alſo dann auch die zur Be⸗ rechnung des Capitalwerths. Forſte, welche zu Gütern gehören, ſind in der Regel ſo abzuſchätzen, da dabey ſtets die Idee zum Grunde liegt oder doch liegen ſollte, eine nachbaltige Wirth⸗ ſchaft darin zu treiben. Nur wenn ſie unverbältnißmäßig viel altes haubares Holz haben, was mit Vortheil ſchnell verſilbert werden kann, verdient dieß Beachtung, weil dieſe aufgeſparten Vorräthe, beſonders über den nach ihrer Wegnahme noch blei⸗ benden jährlichen Ertrag, bezahlt werden können. Wir werden dieſe Art der Waldwerthberechnung bloß nach der Anſicht be⸗ handeli„daß dabey gezeigt wird, wie man raſch einen gutacht⸗ ichen Ueberſchlag des Ertrags eines zu. kaufenden Forſtes macht, da dem Käufer in der Regel die Gelegenheit mangelt, durch eine genaue Unterſuchung deſſelben ſich eine vollſtändig belegte Er⸗ tragsberechnung zu verſchaffen... Ein nicht ſelten vorkommender Fall iſt, daß junge, noch nicht benutzbare Beſtände gekauft werden, von denen, bey gänz⸗ lichem Mangel an haubarem Holze, noch kein Ertraz erhoden werden kann, ſelbſt mit Holz noch gar nicht in Anbau gebrachte Blößen ihrem Werthe nach berechnet werden müſſen. Eben ſo kann auch vorkommen, daß Diſtricte, bloß mit haubarem Holze beſtanden, verkauft werden, entweder indem der Forſteizenthümer den Boden behält, oder zur Holzzucht oder zu landwirthſchaft⸗ licher Benutzung mit veräußert. 3 4* ₰ Fokſtwirthſchaft. 4 (380) 3 I. Von dem antacht ichen s rſchlag des Ertags eines anzukaufendend Forſtätks. Eine unerläßliche Bedingung dabey iſt die Kenntniß der Größe des Forſtes oder der Fläche, welche als Holzboden anzu⸗ ſehen iſt. Ganz kleine Waldparcelen laſſen ſich allenfalls durch einen erfahrnen Geometer anſprechen; bey größern Forſten, wenn ſie auch nur 500— 600 Morgen betragen, ſind weſentliche Ir⸗ rungen bey dem bloßen Anſprechen nicht zu vermeiden. In den mehreſten Fällen ſind Vermeſſungen oder doch Karten vorhanden. Fehlt das Vermeſſungsregiſter, ſo muß die Karte wenigſtens uͤberſchlagen werden, um den muthmaßlichen Flächeninhalt zu ermitteln. Iſt die Vermeſſung ſchon alt, und zu vermuthen, daß der Flächeninhalt ſich durch Rodungen vermindert, oder auch wohl durch hinzugezogene Ackerſtücke u. dgl. vermehrt ha⸗ ben könnte, ſo muß man mit der Karte in der Hand die Gren⸗ zen revidiren, um ſich möglichſt Auskunft über die erfolgten Veränderungen zu verſchaffen. Nur der wirkliche Holzboden, welcher zur Holzproduction be⸗ nutzt werden kann, kommt in Betracht. Sümpfe, Fenne, Klip⸗ pen, Wege u. ſ. w. müſſen deßhalb von der ſummariſchen Fläche in Abzug gebracht werden. Die Waldblößen, welche mit Holz bebaut werden können, haben zwar einen Werth; ſie geben jedoch erſt in der Zukunft Ertrag; ihr Anbau erfordert oft beträchtliche Auslagen, und ihr Betrag muß ebenfalls von einem Sachverſtändigen, wenn auch nur muthmazßlich, ermittelt werden. Der vorhandene Holzbeſtand wird auf jeder einzelnen Figur, wie ſie auf der Karte entweder durch Wege, Schneißen, Gewäſ⸗ ſer, Thalzüge gebildet, oder durch ihre vereinzelte Lage geſon⸗ dert, ſich zeigt, unterſucht werden. Man notirt ſich davon: a) Die Holzgattung, b) das Alter des Holzes, c) die Dichtigkeit des Beſtandes, ob er als vollkommen ge⸗ ſchloſſen nur zu z, ½, ¼, u. ſ. w. des vollen Beſtandes angeſprochen werden kann; d) die Beſchaffenheit, ob Nutzholz oder nur Brennholz vor⸗ handen iſt.. Nach dieſer Durchſicht der Beſtände berechnet man die durch⸗ ſchnittliche Holzerzeugung, welche auf dieſen Flächen, dem über den Zuſtand der Beſtande gefällten Urtheile gemäß, erfolgen ann. „Fgolgende kleine Tabelle wird man zum Anhalt benutzen können, um die vollen und geſchloſſenen Beſtände nach ihrem Durchſchnittsertrage für den preußiſchen Morgen berechnen zu können, da nur in ſeltenen Fällen auf einen höhern Einſchlag mit Sicherheit zu rechnen ſeyn dürfte. Duehſe aufd 1) Hoch! Eichen Buchen Birken Kiefern Fichten ) Nied Eichen Bucher Birken Erlen Weiche 3) Nit Bucher Gemiſe Die viel Hol licherwei nach jene ſten zue higen zu ſchaft mi wird das Die trigt. Dapt Diuſe Fit. 1. Fig. 2. Fig. 3. 1 Fis. 4.2 Fig. 5. 1 Fig. ö. Fig. 7. 1 Fig. 8.2 Eg eines die danntniß der olzaähen anzu⸗ jallentals durch ern Forig, wenn weſentlche Ir⸗ rmeiden. Jn den ſarten vorhanden. Kane wenigſins Fz hepinbe Flächeninhalt z d zu vermuthen, vermindert, oder dal. vermehrt ha⸗ Hann die Gren⸗ der die erfolgten zproduction be⸗ f,, Fenne, Kli⸗ mariſchen Fläͤche werden können, in der Zukunft slagen, und ihr gen, wenn auch einzelnen Fizur, neißen, Gewaͤſ⸗ elte Loge geſob⸗ vollkommen ge⸗ vollen Beſtandes Brennholz vor⸗ t man die durch⸗ zachen, dem üͤber gemäß, erfolgen Anhalt benußen ande nach ihten zen berechtel zu⸗ hößers Euſhlag 11. A’ſchn. Die Waldwerthberechnung. 287 (381) Durchſchnitts⸗Erzeugung in Cubikfuß ausgedrückt auf dem preuß. Morgen bey vollem Beſtande. 1) Hochwald. Eichen Buchen 4. 4* 4 30. Birken 4 4 4.l. 28. Kiefern. 40. Fichten*.. 2 2* 60. 2) Niederwald. Eichen.... 24 Buchen u. Hainbuchen 16. Birken.... 34. Erlen. 40. Weiche Hölzer gemiſcht 40. 3) Mittelwald. Buchen. 22. Gemiſchht. 24. Die Erfahrungstafeln im vorigen Guter, Mittelmäßiger, Schlechter Boden. . 28. 20. 12. 22. 42. 20. 12. 30. 12.) execluſive 40. 20.) Reisholz. 20. 16. 14. 42. 28. 22. 30. 20. 30. 20. 18. 12. 20. 14. Abſchnitt ergaben, wie viel Holzmaſſe zu einem vollen Beſtande gehört, und was mög⸗ licherweiſe derſelbe geben kann; der Käufer kann jedoch nicht nach jenen hohen Sätzen rechnen, welche ſelten aus ganzen For⸗ ſten zu erhalten ſind, ſondern muß zu ſeiner Sicherheit dieſe mäs ßigen zum Grunde legen, die ſchon nur bey einer guten Wirth⸗ ſchaft mit Gewißheit zu erbalten ſind. Wenn wir eine preußiſche Klafter Holz durchſchnittlich zu 80 Cubikfuß und ein Schock Reisholz zu 30 Cubikf. rechnen, ſo wird das folgende Beyſpiel das Verfahren leicht deutlich machen. Die ſummariſche Fläche trägt..... Davon a) Kiefern— b) Erlenbruch. c) Birken d) Blößen. zur Berechnung des 2 „ 929 29 wirklichen Holzbodens be⸗ .. 1263 Morgen. . 342— .. 300— „ 2 21— .* 100— * Summa 1263 Morgen, .. Dieſe ſind beſtanden a) Kiefern: Fig. 1. Fig. 2. 1163 Morgen. 80 Morg, guter Boden, 100 Jahr alt, ½ des vollen Be⸗ andes, Fig. 3. 100 Morg. deßgl. Stangenholz, 40 Jahr alt, 3 Fig. 4. 200 Morg. ſchlechter Boden, 20 jähr. Dickung, ½ Fig. 5. Fig. 6. 37 Moörg. guter Boden, Schonung, 100 Morg. mittelmäßiger Boden, haubar, voll beſt Fig. 7. 100 Morg. deßgl. 50jähriges Stangenholz, 3 Fig. 8. 200 Morg. mittelmäßiger B., 601. Stangenh., 842 Morgen. b) Erlenbruch: Fig. 1. 200 Morg. mittelmäß. Boden, von 1— 15 J., Fig. 2. 100 Morg. ſchlechter Boden, von 1— 30 J., 7 21 Morg. gepflanzte Birken, mittelmäßiger Boden, 15 bis 20 Jahr alt, 1 Beſtand. 25 Morg. mittelmäßiger B., Schonung, voll beſtanden, Beſtand, Beſtand, Beſtand, anden, Beſtand, Beſtand. Beſtand, Beſtand. Forſtwirthſchaft. In der Kieferheide ſind:. Guter Boden 217 Morg., die aber bey der Berechnung wegen lückenhaften Beſtandes nur für 152 Morg. gel⸗ ten, da Fit. 1. von 80 Morg. auf 40 Morg., Fig. 7. von 100 Morg. auf 75 Morg. reducirt werden muß, um dieſe Fläche mit dem vollen Ertrage berechnen zu können. Mittelmäßiger Boden haben 425 Morg. zu 220 Morg. zu berechnen. Schlechter Boden haben 200 Morg. zu 100 Morg. zu be⸗ rechnen, da ſie nur zur Hälfte beſtanden ſind. In dem Erlenbruche ſind: Mittelmäßiger Boden 200 Morg. zu 100 Morg. zu be⸗ rechnen. Schlechter Boden 100 Morg. zu 75 Morg. zu berechnen. Birken: 21 Morg. mittelmäßiger Boden zu 15 Morg. aAu berechnen.. Die Rechnung iſt daher: In Kiefern 152 Mg. 40 Cbkf.= 6080,) 220—= 30 Cbkf.= 6600, Summa 13880 Cubikf. ert 190— 12 Cbkf.= 1200, 75—=— 20 Sbtf.= 1000, Summa 4500 Cubikf. Birken 15— 28 Chkf.= 420. Summa 420 Cubikf. Oder die jährliche Holzerzeugung in dieſem 1263 Morp. gro⸗ ßem Walde kann angenommen werden zu 13880 Cbkf. Kiefern à 80 Cubikfuß 1 Klafter= 173 2 Klafter, 4500 Chkf. Erlen à 30 Cbkf. 1 Schock Reiſig= 150 Schock Er⸗ lenreiſig,.. 420 Chkf. Birden à 30 Chkf. 1 Schoöck Reiſig= 14 Schock Bir⸗ enreiſig. Dabey iſt anzunehmen, daß ⸗ des haubaren Holzes in Kiefern wohl als Nutzholz brauchbar iſt, ſo daß 17 Klftr. Nutz⸗ holz 156 ⅞ Klftr. Brennholz zu rechnen ſind. 1 Es iſt jedoch nicht genug, daß auf dieſe Art die durch⸗ ſchnittliche Erzeugung des Forſtes berechnet worden iſt; es bleibt auch noch zu unterſuchen: ob hinreichend Holz da iſt, um ſie nachhaltig einſchlagen zu können, indem ſtets hinreichend alt Holz vorhanden iſt. Das Verhältniß der Altersclaſſen iſt ſo, daß von jenen 13880 Cubikfuß Durchſchnittszuwachs 2200 Cubikf. im hauba⸗ ren Holze, 8250 Cubikf. im Stangenholze von 40— 60 Jabhren, 3430 Cubikf. im jungen Holze erfolgen. Es iſt daher ein Man⸗ gel an ſtarkem haubaren Holze, und man kann überſehen, daß jene 17 Klaftern ſtark Nutzholz nicht mit Nachhalt geſchlagen werden können, wohl aber die Summe von 173 Klft. in Klo⸗ benholz und ſchwachem Bauholz beſtehend, erfolgen kann, ohne daß ein Ausfall zu fürchten wäre. Das Erlen⸗ und Birkenholz wird, da es nur als Reiſig⸗ holz in Rechnung gebracht iſt und ſelbſt Knüppelholz daraus erfolgt, nachhaltig benutzt werden können. 3.. Es kommen ferner in Berracht die Holzpreiſe und die Si⸗ cherheit des Abſatzes. Ueber die Erſtern iſt nichts zu ſagen; ——— —— ——— der Ahſatz annehmen können, n Eine 4) Ob Deputat⸗ 4) O Nutzunger holz, St nem ſolch ben, weg Die Anſt Gutsbeſit einen Fo Folgen d Die Fond nem Wal mehr in vielleicht Wald das lich gefah Holzſervit abzugeben auch ſoge muß, we ¹) D werden: haftern 2 Was le die bolle, e) M da es hoch um derſelbe die Ablöſu Iſt d Guts zu an, die d gen Holzh rente des ermittlung jedoch Ho ders ausg An A 1) Beſo 2) Schl beacht im. derurf ir Verechnung 5 Morg. gel⸗ 1 Nan., Fig. 7. int denhen muß, atnax derechnen zu au Morg. 90 Morz. N be⸗ uden ſind. 00 Morg. zuw tg. zu berechnen. en zu 15 Morg. no 18830 Cubikf ma 4500 Cubilf. ima 420 Cubikf. 1163 Motg. gro⸗ 14 Schock Vir⸗ aren Holzes in 17 Alftr. Nuh⸗ Att dee dorch⸗ den iſt;& bläbt da iſt, um ſie Jhinreichend alt daß von jenen übitf, im haub⸗ 40— 60 Jahren, daher ein Man⸗ überſehen, daß chhalt geſchlagen 33½ Klft. in Klo⸗ Agen kann, ühne z nut als Feſſs⸗ rüprelhaht unus ttiſe und die ei⸗ richts 3u(agen; —— 11. Abſchn. (383) der Abſatz muß nach den Rechnungen ermittelt werden, da man annehmen muß, daß dasjenige auch ferner wird abgeſetzt werden können, was bisher durchſchnittlich verkauft worden iſt. Eine Unterſuchung der Servituten muß Auskunft geben: a) Ob und wie viel von den einzuſchlagenden Hölzern an Deputat⸗ und Freyhölzern abzugeben iſt? h) Ob dasfenige, was die Berechtigten an unbeſtimmten Nutzungen aus dem Forſte bezieben, d. b. an Reſt⸗ und Leſe⸗ holz, Stockholz, um ihren Bedarf zu befriedigen, auch in ei⸗ nem ſolchen Maaße vorhanden iſt, daß ſie keinen Grund ha⸗ ben, wegen Mangel daran eine Entſchadigungsklage anzuſtellen? Die Anſprüche der Berechtigten ruhen nicht auf der Perſon des Gutsbeſitzers, ſondern auf dem Walde ſelbſt. Kauft jemand einen Forſt, welcher devaſtirt iſt, ſo muß der neue Beſitzer die Folgen der Handlungen des frühern Forſteigentbümers vertreten. Die Forderung, frey Baubolz, das nöthige Brennholz aus ei⸗ nem Walde verlangen zu konnen, rubt darum nicht, daß nichts mehr in demſelben vorhanden iſt, ſondern der Beſitzer muß ſie vielleicht auf ſehr koſtbare Art anderweitig befriedigen, bis der Wald das Holz wieder geben kann. Deßhalb iſt es außerordent⸗ lich gefahrlich, einen devaſtirten Forſt, auf welchem betrachtliche Holzſervituten ruhen, zu kaufen, da es nicht genug iſt, das frey abzugebende Holz vom Erxtrage deſſelben abzurechnen, ſondern auch ſogar der mögliche Ankauf deſſelben berückſichtigt werden muß, wenn es darin fehlt. c) Die Weideſervituten müſſen nach der Anſicht gewürdigt werden: ob ſie die Herſtellung einer regelmäßigern und vortheil⸗ haftern Wirthſchaft, als die bisherige war, Hinderniſſe in den Weg legen? d) Die Streuſervituten: ob ſie erwarten laſſen, daß dabey die volle Ertragsfähigkeit des Bodens erhalten werden kann? e) Maſtgerechtſame müſſen in der Regel abgelöſt werden, da es hoöchſt unvortheilhaft iſt, die alten Eichenbeſtände bloß um derſelben willen bepzubehaltenz und man muß prüfen, was die Ablöſung koſten würde. †) Die Gefahren, vorzüglich die Dieberey, dürfen nicht au⸗ her Acht gelaſſen werden, in ſofern irgend zu fürchten wäre, aß ſie den Ertrag des Waldes für den Eigenthümer ſchmälern könnten. Iſt der Wald nicht größer, als daß er die Bedürfniſſe des Guts, zu welchem er gehort, deckt: ſo kommt es bloß darauf an, die Ausgaben zu prüfen, welche die Gewinnung des nöthi⸗ gen Holzbedarfs verurſachen, und es iſt nicht nöthig, die Netto⸗ rente des Forſtes zu berechnen, da ſie ſich ſchon in der Ertrags⸗ ermittlung der Wirthſchaftsrente des Gutes darſtellt.— Findet jedoch Holzverkauf Statt, ſo muß auch die Forſtrevenüe beſon⸗ ders ausgeworfen werden. An Ausgaben ſind gewöhnlich zu berückſichtigen: 1) Beſoldung. 2) Schlagerlöhne und Arbeitslohn, welches man jedoch un⸗ beachtet läßt, wenn man das zu verkaufende Holz gleich ſo im Preiſe berechnet, daß die Ausgaben, die deſſen Einſchlag verurſacht, ſchon davon abgezogen waren. Die Waldwerrhberechnung. 289 Forſtwirthſchaft. (384) 3) Culturkoſten, Grabenräumung u. ſ. w. 4) Die Grundſteuern ſind gewöhnlich in denen des Guts über⸗ haupt begriffen. Wenn man auf dieſe Art den Ertrag des Forſtes unterſuch: hat, wie er ſich nach ſeinem gegenwärtigen Zuſtande und der bisherigen Wirthſchaft darſtellt, ſo iſt auch noch zu beachten, in wiefern die Ausführung einer Speculation möglich iſt, wo⸗ durch die Wirtbſchaft für den Beſitzer einträglicher gemacht wer⸗ den kann, als bisher. Es kommen dabey zur Sprache:. a) Die Holzbeſtände, in wiefern davon gleich mit Vortheil mehr verkauft werden kann, als der nachhaltige Abgabeſatz der bisherigen Wirthſchaftsführung erlaubt, ohne deßhalb die Nachhaltigkeit überhaupt zu gefährden. b) Die Möglichkeit des Abſatzes. c) Die Servituten, da die Wirthſchaft ſich immer in den Sehronken halten muß, daß die Berechtigten nicht verletzt werden. Das oben gegebene Beyſpiel wird geeignet ſeyn, dieß näher zu erläutern.. Die Bruttorente für verkauftes Holz wäre nach den Holz⸗ beſtänden: 17 Klftrn. Nutzholz à 4 Thlr.= 68 Thlr. 156 ⅞ Klftr. Brennholz à 2 Thlr.= 313— 164 Schock Reisholz à 1 Thlr.= 164— 545 Thlr. reines Holzgeld. Davon gehen ab: Beſoldung.. 100 Thlr. Culturkoſten.. 45 . Summa 145 Thlr. Bleiben 400 Thlr. zu 5 Proc. zu Capital erhoben= 8000 Thlr. An haubarem Holz von 100 Jahren und darüber ſind vor⸗ handen in Figur 1 und 5. 3000 Klftrn., und zwar 300 Klftru. Bau⸗ und Nutzholz, 2700 Klftrn. Brennholz.— Es iſt kein Hinderniß vorhanden, ſie einzuſchlagen, da kein Bauholzſervi⸗ tut auf dem Forſte laſtet, das Gut vielmehr freyes Bauholz aus den Staatsforſten erhält, auch die Weideberechtigung einer ungewöhnlichen Einſchonung kein Hinderniß entgegen ſtellt. Wird das Holz verkauft, ſo erhält man eine Einnabme von für 300 Klftrn. Nutzholz à 4 Thlr.= 1200 Thlr. 2700 Klftrn. Brennholz à 2 Thlr.= 5400— 6600 Thlr. Die man jedoch wegen möglicher Ausfälle u. ſ. w. nur zu 5000 Thlr. berechnet. Wird dieß Holz weggenommen, ſo bleibt die ſpätere Maſſe der Holzung zwar unverandert, indem das 60 jährige Holz ſo⸗ gar einen großern Durchſchnittszuwachs giebt, als das jetzige alte Holz, aber auf einen Nutzholzverkauf iſt dann nicht mehr zu rechnen. Der Etat wird dann ſeyn: 173 ⅞ Klftrn. Brennholz à 2 Thlr.= 347 Thlr. 164 Schock Reisholz à 1 Thlr.= 164— 511 Thlr. 11. Nach Abz à 5 Proc. 732 366 Thlk. nich kann: ſo kön⸗ gerechnet wern Zufällige Rechnungen! II. Von der nutzbaret Für ſolc ſind, z. B.) den, welches Nutzung bor Nutzung, zu Es muf 1) Die Erfabrungen die Bodencla den künftiger ſtungsholz, 2 Die das Holz nu ten Vortheil ſen berechner Abtriebe des alle dieſe Nu zu entfernter lieren, daß ſ 3) Der Grundſtuͤcken heit des Einge orte, Radelho ereigniſſe ause rechnet werden zen Umtriebe 4 Die A. net werden, werden, ohne dergeſtalt, da verdoppelt, in auch Zinſeszin iig dem Cayit adur bergrö ſenen des Guts üͤber, es Forſes unterſuh en Zuſtande und der c noch zu beachte, ion möglich it, wo äglicher gemacht wa gleich mit Porthi nachhaltige Abzaben elaubt, ohne dete eden. t ſich imwer in e rechtigten nicht dan ianet ſeyn, diß i jwäre nach den itt Thlr. Wr. Thlr. reines hol Thlr. llhlene= 3000 The. und darüber ſind ue und zwar 300 Kin nholz.— Es iſ u da kein Bauhohfene telweht frehes Vulti Weideberechtügung ti niß entgegen ſtellt. nan eine Einnahme n hlr.— 1200 Thlr. 5600 Thli. gleibt die päͤten das 50 ährige Jh züt, als das fohg⸗ nuf iſt an richt geſ = 151 hlr.— Thly 11. Abſchn. Die Waldwerthberechnung. 291 (385) Nach Abzug von 145 Thlr.= 366 Thlr., der Capitalwerth à 5 Proc. 7320 Thblr. Da man jedoch einen, dieſe Nutzung von 366 Thlr. nicht gefährdenden Einſchlag von 5000 Thlrn. machen kann: ſo könnte der Forſt deßhalb zu 12000 Thlr. Capitalwerth gerechnet werden.—. Zufällige und Nebennutzungen müſſen nach Ausweis der Rechnungen veranſchlagt werden. II. Von der Berechnung des Werthes junger, noch nicht be⸗ nutzbarer Holzbeſtaͤnde, und mit Holz anzubauender Waldbloͤßen. 4 Für ſolche Holzbeſtände, welche jetzt noch nicht benutzbar ſind, z. B. Nadelholzſchonungen, kann ein Capital gezahlt wer⸗ den, welches mit den bis zum Zeitpuncte des Eingehens der Nutzung von dieſem Grundſtücke aufgelaufenen Zinſen, dieſer Nutzung, zu Gelde gerechnet, gleich iſt. Es muß dabey ermittelt werde:: 1) Die Größe der Nutzung. Dieſe wird beſtimmt nach den Erfabrungen, welche man über den Holzertrag hat, indem man die Bodenclaſſe beſtimmt, und nach Maßgabe des Beſtandes den künftigen wahrſcheinlichen Einſchlag, ſowohl an Durchfor⸗ ſtungsholz, als durch den Abtrieb aufſucht. 2) Die Zeit des Eingehens. Man beſtimmt, wenn eher das Holz nutzbar iſt, und in welchem Alter es mit dem größ⸗ ten Vortheil eingeſchlagen werden kann, um bis dahin die Zin⸗ ſen berechnen zu können. Die Nutzung kehrt aber nach dem Abtriebe des gegenwärtigen Holzbeſtandes wieder, und es ſind alle dieſe Nutzungen zu berechnen, bis ſie ihren Werth wegen zu entfernter Zeit des Eingehens für die Gegenwart ſo weit ver⸗ lieren, daß ſie nicht mehr beachtungswerth ſcheinen. 3) Der Zinsfuß. Es iſt der landübliche bey Ankauf von Grundſtücken anzunehmen, jedoch mit Rückſicht auf die Sicher⸗ heit des Eingehens der Nutzung. Der Dieberey ausgeſetzte Forſt⸗ orte, Nadelholzbeſtände, welche der Beſchädigung durch Natur⸗ ereigniſſe ausgeſetzt ſind, müſſen zu einem höhern Zinsfuße be⸗ rechnet werden, als gut beſtockte Niederwälder, welche im kur⸗ zen Umtriebe keiner Gefahr ausgeſetzt ſind. 4) Die Art der Zinſen. Es können einfache Zinſen gerech⸗ net werden, ſo daß die aufgeſammelten zum Capitale gerechner werden, ohne daß von dieſen Zinſen wieder Zins gerechnet wird, dergeſtalt, daß ſich alſo das Capital bey 5 Pror. in 20 Jahren verdoppelt, in 40 Jahren verdreyfacht u. ſ. w. Man kann aber auch Zinſeszins rechnen, indem die Zinſen halbjährig vder jäh⸗ rig dem Capitale zugerechnet werden, und dieſes dann nach dem dadurch vergrößerten Betrage verzinſet wird. Die Rechnung von Zinſenzins iſt die einzige richtige. Niemand häuft eingebende inſen unbenutzt zu neuen Capitalen auf, und läßt ſie viele Jahre todt im Kaſten liegen. Entweder ſie werden benutzt, oder von neuem ausgeliehen. Man kann daher nicht verlangen, daß der Käufer eines Waldes ſich verpflichten ſoll, die Zinſen des dafür gezahlten Capitals ohne alle Entſchädigung aufſammeln zu laſſen, um ſie dereinſt bey dem Eingehen deſſelben einfach ausgezahlt zu erhalten. Sogar die Sparcaſſen berechnen aus dieſem Grunde XI. 25 292 2 Forſtwirthſchaft. (386) Zinſeszins, wenn die Zinſen nicht zu der Zeit erhoben werden, wo ſie fäͤllig ſind.. Bey Waldblötzen, welche noch anzubauen ſind, muß von dem in dieſer Art berechneten Kaufpreiſe noch der Betrag der ulturkoſten in Abrechnung kommen. Zwey Beyſpiele werden vollkommen hinreichen, daß Verfah⸗ ren deutlich zu machen. Der Zinsfuß ſey 5 Procent. Dann iſt bey der Rechnung von Zinſeszins 1 Thlr. jetzt werth, wenn er in 10 Jahren eingeht 18 ſgr. 4 ½ pf. ——— 20———— 11 ſgr. 4 pf. ——— 30——— 83 ſgr. -—— 40—— 4 gr. 2 pf. ——— 50———— 2 ſgr. 4 pf. ——— 60———— 1 ſgr. 7 pf. ——— 92——— 1 ſgr. ——— 80—-—=.. 7 8pf. ——— 90———— 4* 42 pf. ——— 100———- 3 pf. ——— 110————. 185 pf. ——— 120———— ẽ. 1 pf. Der weitere Werth wird nicht anzugeben ſeyn, da er zu un⸗ bedeutend iſt.. Eine Kieferſchonung 10 Jahr alt, kann erſt mit dem 50ſten Jahre benutzt werden, weil früher nicht auf den Abſatz zu rech⸗ nen iſt. Doch giebt ſie ſchon mit 40 Jahren pro Morgen eine Durchforſtung von 3 Klftrn. Knüppelholz und Reiſig à 1 Thlr. Werth. Der Abtriebsertrag iſt dann zu 30 Klftrn. à 2 Thlr. zu rechnen. Die Rechnung wird dieſen Annahmen gemäß nun fol⸗ gende, um den Werth eines Morgens derſelben zu beſtimmen: 3 Thl. in 30 Jahren eingehend, ſind jetzt werth 2 24 ſgr. 60 ⸗ in 50—-——— hl. 20 ⸗ 232 ⸗ in 100————-——— 9 pf. 60 8 in 110——————— 8 2 4 2 Summa 5 Thl. 23 ſgr. 1 pf. Ein Eichen⸗Niederwald giebt pro Morgen bey 20 jährigem Umtriebe 8 Knüppelklaftern à 2 Thaler und 24 Centner Eichen⸗ Spiegelrinde à 15 Sgr. Netto: ſo wäre der Ertrag bey dem Ab⸗ triebe 16 Thlr.+† 12 Thlr.= 28 Thaler. Der Beſtand iſt jetzt gleichfalls 10 Jahr alt; es gehen daher davon ein von einem Morgen: 28 Thl. in 10 Jahren, jetzt werth 17 Thl. 4 ſgr. 1 pf. 28— 30———— 7 ⸗ 14 ⸗ 28 ½— 50———— 2 5 4 28— 70———— 18* 28 ⸗— 90———— 10 ⸗ 3 28 ⸗— 110———— 3 ⸗ 11 ⸗ Summa 27 Thl. 25 ſgr. 7 pf. Zur Berxechnung der Zinſen, ſowohl der einfachen, als Zin⸗ ſeszinſen, iſt zu empfehlen: Cotta Entwurf einer Anweiſung zur Waldwerthberechnung, Dresden b. Arnold; welcher die nöthigen Zinstafeln beygefügt ſind. 11. 2 III. Berechnung ottes, deſen? mit Holz w Es muß da a) Der Wert b) der Werth Nachdem d fältig abgeſchätz worden iſt, m fahren der Käͤu bevor er das H Zu den Au wie des Betrieh einzuſchlagen ur gezahlte Kaufea ſchlage gebörten erſt in 3 Jahren rechnen für 6000 3000 auf 1 Johr erſt mit dem Vel Es gehören Dauer des Verke Die Aſſecur und Feuer laßt und Vexhältniſſe beſſer, ſie zu uͤb Verluſtes einzut Der Boden dann findet in Er kann zu Ack Sache des Oekon Koſten der Urban Die Art und hat ſchon viel ⸗ tiefſinnig ausgede ben. Sie iſt im künftig eingehen; und der ginſen, daß der Raͤufer d Od ein richtiges ab, ob der Punn davon künftig zu deitena ann mit Hüͤlfe der und Geſchäftzmanr erhohen werden, en ſiad muß don ih der derng de aichen, daß Variz bey der Rechaung en ſeyn, da er uw⸗ erſt mit den öſſn af den Abſat zu nie dren pro Morgen im und Reiſig à 1 N HKlftrn. à 2 Thle. hwen gemäͤß nun ft⸗ lben zu beſtimme. . 4 Thl. ⸗ 8⸗ 4 1 5 Thl. B ſgr. N. orgen bey Wjähli d 99 Centner Eihe rErtrag bey den 4 Der Beſtand iſkſi aavon ein bon ei Thl. 4 ſg. 1ℳ 3 14 ⸗ 1 5 4 18 10 4 3 ⸗ 11 nweiſung zu iner Anweiſung wele die nöthige 11. Abſchn. Forſtgeſchaͤfte im November. 387 III. Berechnung eines mit nutzbarem Holze beſtandenet Senf. ortes, deſſen Boden nach Abraͤumung des Holzes entweder mit Holz wieder in Beſtand gebracht, oder zu Acker, Wieſen u. dgl. benutzt werden ſoll. Es muß dabey ermittelt werden: a) Der Werth des jetzt darauf befindlichen Holzes; b) der Werth des Bodens. Nachdem das Holz ſowohl nach Nutz⸗, als Brennholz ſorg⸗ fältig abgeſchätzt und nach den gangbaren Holzpreiſen berechnet worden iſt, muß unterſucht werden, welche Auslagen und Ge⸗ fahren der Käufer deſſelben zu tragen und zu gewärtigen hat, bevor er das Holz zu verſilbern im Stande iſt. Zu den Auslagen gehören die Zinſen des Kaufcapitals, ſo wie des Betriebscapitals, welches er anzulegen hat, um das Holz einzuſchlagen und zu verfahren. Wir wollen annehmen, das gleich gezahlte Kaufcapital für das Holz wäre 5000 Thlr. und zum Ein⸗ ſchlage gehörten ſogleich 1000 Thlr., der gänzliche Verkauf wäre erſt in 3 Jahren zu beendigen. Der Käufer müßte dann Zinſen rechnen für 6000 Thlr. auf 1 Jahr, für 5000 auf 2 Jahr, für 3000 auf 1 Jahr, indem er die 1000 Thlr. Einſchlaglöhne u. ſ. w. erſt mit dem Verkaufe des letzten Jahres zurückerhalt. Es gehören ferner dazu die Aufſichtskoſten für die Zeit der Dauer des Verkaufes. Die Aſſecuranzprämie wegen Diebſtahl, Ueberſchwemmung und Feuer läßt ſich ſchwer berechnen, da ſie bloß von Zufällen und Verhältniſſen abhängt; doch iſt es ſtets für den Verkäufer beſſer, ſie zu übernehmen, als ſich auf den Erſatz eines etwaigen Verluſtes einzulaſſen. Der Boden kann ſpäter wieder zur Holzzucht beſtimmt ſeyn, dann findet in obiger Art die Berechnung ſeines Werthes Statt. Er kann zu Acker und Wieſe benutzt werden ſollen: dann iſt es Sache des Oekonomen, dieſen zu veranſchlagen, und dabey die Koſten der Urbarmachung u. ſ. w. zu beachten. Die Art und Weiſe der Berechnung des Werths eines Waldes hat ſchon viel Streit erregt, und es ſind darüber viel Bücher mit tiefſinnig ausgedachten mathematiſchen Formeln angefüllt geſchrie⸗ ben. Sie iſt immer nichts weiter, als die Vorausbeſtimmung der künftig eingehenden Nutzungen, der Zeit, wo ſie zu erwarten ſind, und der Zinſen, die bis zu derſelben ſo vergütigt werden müſſen, daß der Käufer die ſeines angewandten Capitals verzinſet erhält. Ob ein richtiges Reſultat dabey erhalten wird, hängt rein davon ab, ob der Taxator das vorhandene Holz und die möglicherweiſe davon künftig zu beziehenden Nutzungen richtig beurtheilt; das Verfahren bey Berechnung dieſer Nutzungen iſt ſo einfach, und kann mit Hülfe der vorhandenen Hülfstafeln von jedem Landwirth und Geſchaͤftsmann leicht angewandt werden. 1— Forſtgeſchaͤfte im November. Waldbau. Der Same der Hainbuche und Eſche kann in dieſem Monat geſammelt werden, und in ſofern der Erlenſame in den Zapfchen gewonnen werden ſoll, ſo werden dieſe ebenfalls 25* 294 Forſtwirthſchaft. 11. Abſchn. Forſtgeſchaͤfte im Novbr. 388 jetzt gebrochen. Die Sammlung der Fichtenzapfen beginnt, die der Kieferzapfen nur dann, wenn man fürchten muß, daß man ſpäter nicht eine hinreichende Menge erhält, da dieſelben ſpäter gepflückt, beſſer platzen. Der Lerchenſame iſt zwar reif, doch wird ſeine Sammlung noch bis zum Frühjahr verſchoben, da er ſonſt zu ſchwer auszuklengen iſt. Die Saat des Weißtannen⸗ ſamens, der Eicheln, Bucheln und Birken erfolgt, wenn man nicht zur Frühjahrsſaat genöthigt iſt. Die Pflanzungen der Laubhölzer, vorzüglich der Erle, in den Brüchern werden leb⸗ haft betrieben, wenn es die Witterung erlaubt. Auch können in trocknem und feſtem Boden die Pflanzlöcher ſchon im voraus angefertigt werden. In den Samenſchlägen beginnt der Hieb, und ſelbſt das Un⸗ terholz im Mittelwalde wird ſchon angehauen, wenn man fürch⸗ ten muß, im Frühjahr nicht damit fertig zu werden. Forſtſchutz. Der Kieferſpinner hat ſein Winterlager auf⸗ geſucht, und kann geſammelt werden; die Neſter des kleinen Fichtenſpinners, Ph. Bomb. Pytiocampa, können aufgeſucht und zerſtört werden. Der Eintrieb der Schweine zur Vertilgung der verpuppten Inſecten, vorzüglich der Forleule, iſt fortzuſetzen. Sollte die Kiefern⸗Blattwespe Orte ſo kahl gefreſſen haben, daß ihr Einſchlag nöthig wird, ſo iſt dieſer zu bewirken, und der ganze Ort zu roden, damit er im zeitigen Frühjahr tief umge⸗ fina werden kann, um die in der Erde liegenden Puppen zu zerſtören. Die Eichen⸗ und Buchenſaaten ſind gegen das Wild zu ſchützen, damit dieß die eingeſtreueten Samen nicht aufſucht. Das Grabenziehen und die Näumung der alten Graben iſt in dieſem Monat zu beendigen. Die nothwendige Beſſerung der Winterwege darf nicht länger verſchoben werden. Die Uferbau⸗ ten müſſen beſchloſſen werden, und diejenigen, welche nicht ganz geendigt werden können, müſſen wenigſtens in den Stand geſeht werden, den Eisgang und hohen Waſſerſtand aushalten zu können. 1 4 Forſtbenutzung. Der Baubolzverkauf beginnt, die Nutz⸗ hölzer im Niederwalde werden nöthigenfalls durch die Nutzholz⸗ arbeiter ausgehauen. Der Verkauf von Kiehn iſt in dieſem Mo⸗ nat gewöhnlich am ſtärkſten; auch verſorgen ſich viele Käufer jetzt erſt mit ihrem Wintervorrathe an Brennholz, weßhalb Holzlicitationen jetzt zweckmäßig ſind. Die Maſt geht in die⸗ ſem Monat zu Ende, wenn nicht Nachmaſt gemacht wird, und wegen Aushebung der Maſtſchweine iſt das Nöthige zu veran⸗ laſſen. Die Köhlereyen, welche nicht ſchon früher beendigt wa⸗ ren, werden geſchloſſen. Die Holzanfuhre an die Ablagen und auf die Holzhöfe kann beginnen, ſobald die Ackerarbeiten been⸗ digt ſind und die Wege es erlauben. — Grund So Forſtwe⸗ ſo wenig Herrſcha⸗ welche b empfehler machen d derwaldbe delt, als in dem eit Die auf zu ſ terrichtete ein ſchlee men ſen⸗ zu erhalt 1) daß gen bish 2 daß Und ner terh. 0 In Leute me beygiehen Aandesan wemden laſſen, im Noybt. Kheginnt, die nuß, daß man hahen ſpäter Ar reif, do nſäoben, da s Wißtannen⸗ gt, denn man Ranzungen der ern wanden leb⸗ Aulh ünnen chon im nraus d ſelbſt das Un⸗ 4 man für ginterlager auf⸗ ter des kleinen aufgeſucht und Vertilgung der ſt fortzuſehen. ſen haben, daß irken, und der iahr tief umge⸗ den Puppen zu das Wild zu ht aufſucht. lten Graben iſt Beſſerung der Die Uferbau⸗ welche nicht in den Stand and aushalten ant, die Nutz⸗ die Nuholz⸗ in dieſen Ro⸗ h viele Käufer holz, weßhalh ſtt geht in die cht wird, und thige zu beran⸗ et beendigt wa⸗ ie Ablagen und erarbeiten been⸗ Forſtwirthſchaft. Zwoͤlfter Abſchnitt. Grundſaͤtze zur Anordnung und Controlle der Ver⸗ 34 waltung. So wenig eine Privatforſtwirthſchaft nach dem Muſter des Forſtweſens eines großen Staates geordnet werden kann, eben ſo wenig kann die Verwaltung betraͤchtlicher Forſten, zu großen Herrſchaften gehörig, mit derſelben Einfachheit geführt werden, welche bey kleinen Gutsforſten von wenig hundert Morgen zu empfehlen iſt. Selbſt die Art des Betriebes, die Holzgartung, machen dabey Abanderungen nörhig da ein gewöhnlicher Nie⸗ derwaldbetrieb weniger Kenntniſſe und weniger Controlle erfox⸗ dert, als ein Hochwald, der ſchwieriger zu verjüngen iſt, und in dem eine ſtarke Ausnutzung von Nutzholz Statt findet. Die erſte Sorge jedes Forſtbeſitzers bleibt aber immer, dar⸗ auf zu ſehen, daß er redliche, treue, thätige, binreichend un⸗ terrichtete Beamte erhält. Jede Verwaltung iſſt ſchlecht, in der ein ſchlechtes Perſonale iſt; jede iſt gut, in der dieſes vollkom⸗ men ſene Schuldigkeit thut und thun kann. Als Mittel, dieß zu erhalten, muß man bezeichnen: 1) daß, wo möglich, nur Leute angeſtellt werden, deren Betra⸗ gen und Charakter man genau kennt, und welche durch ihr bisher geführtes Leben Burgſchaft für ihr künftiges geben; 2) daß dieſe ſo beſoldet werden, daß es ihnen möglich iſt, treu und ehrlich zu dienen, daß ſie auch hoffen können, bey ei⸗ ner guten Aufführung, ſo lange ſie leben, ihren ſichern Un⸗ terhalt zu haben. In Hinſicht der erſten Bedingung iſt das Zuziehen der Leute mehr zu empfehlen, als das Verſchreiben und Her⸗ beyziehen von Fremden. Die Einheimiſchen kennen ſchon die Landesart, machen in der Regel weniger Anſprüche, als die Fremden, und glaubt man mebr Kenntniſſe fordern zu müſſen, als man bey erſtern findet, ſo iſt es beſſer, dieſelben zu veran⸗ laſſen, ſie ſich zu erwerben, als deßhalb Auswärtige herbeyzu⸗ 31* Forſtwirthſchaft. (48⁴) ziehen. In der Regel gehen nicht die beſten jungen Leute in die Fremde und in Dienſte, die ſie nicht kennen, ſondern nur die, welche in ihrer Heimath nicht unterzukommen hoffen dürfen. Sie verlangen, wenn ſie nicht die größte Noth mit allem zu⸗ frieden ſeyn läßt, dafür, daß ſie dieſe verlaſſen, Entſchädigung, und ſind doch gewöhnlich hernach nicht zufrieden. Das öftere Wechſeln mit Beamten iſt nirgends nachtheili⸗ ger, als bey der Forſtverwaltung. Ein Forſtwirth muß ſeinen Forſt bis in das kleinſte Detail kennen, wenn er zweckmäßig in ihm wirken will; er muß Alles, was von Außen auf die Wirth⸗ ſchaft Einfluß hat, auf das Genaueſte zu beurtheilen im Stande ſeyn; er muß eine wirkliche Liebe zu ſeinem Forſte haben, die ihn bewegt, mehr dafür zu thun, als aus bloßem Pflichtgefühl gefordert werden kann. Alles dieß giebt bloß der langere Auf⸗ enthalt auf einem Reviere. Den Forſtbeamten ſo zu ſetzen, daß er ſeine wirklichen, als ſolche anzuerkennenden Bedürfniſſe nicht befriedigen kann, iſt ſchon deßhalb allein eine ſehr falſche Maßregel, als derſelbe ge⸗ wöhnlich ein ſehr großes und ungezäbltes Capital unter den Händen hat, und es ſo ſchwer iſt, zu verhüten, daß er nicht auf irgend eine Art davon etwas veruntreue, wenn ihn nicht das eigene Pflichtgefühl, ſondern bloß die Furcht vor Entde⸗ ckung davon abhält.. 3 Man kann die Forſtbeamten, welche der Privatforſtbeſitzer bedarf, in zwey Claſſen theilen: 1) bloße Schutzbeamte, und 2) Revierverwalter. Der Schutzbeamte braucht bloß leſen und ſchreiben zu kön⸗ nen, im Beſitz der gewöhnlichen Kenntniſſe vom Holzeinſchla⸗ gen, Säen und Pflanzen zu ſeyn, die ſich ſchon durch den täg⸗ lichen Beſuch des Waldes erwerben laſſen. Körperliche Geſund⸗ beit, Ausdauer, Muth und Dienſteifer ſind bey ihm die wich⸗ tigſten Eigenſchaften. Die gewöhnlichen Jägerburſche, ſelbſt Menſchen aus dem Bauerſtande, wenn ſie nuͤr nicht etwa zu viel Anhang haben, entlaſſene Soldaten, ſind dazu vollkommen brauchbar, ſogar gebildeten Forſtmännern vorzuzſehen, weil man ſie wohlfeiler hat, und ſie ſich eher allen Arbeiten unterziehen, die bey der Forſtverwaltung vorfallen. Bey kleinen Forſten, de⸗ ren Bewirthſchaftung der Oekonomiebeamte oder der Gutsherr ſelbſt leitet, kann man mit ihnen recht gut allein auskommen. Ihre Beſoldung kann und muß im Verhältniß ſtehen mit der Stellung, welche ſie im bürgerlichen Leben einnehmen. Je we⸗ niger ſie ſich über den gewöhnlichen Aufſeher von Tagarbeitern erheben, deſto weniger haben ſie auch eine größere Beſoldung zu verlangen.. Gleichſam eine Mittelclaſſe zwiſchen dem wirklichen Revier⸗ verwalter und dem Schutzbeamten bilden die Förſter, welche zwar keine ſelbſtſtändige Verwaltung haben, indem die Anord⸗ nungen zur Wirthſchaftsführung nicht von ihnen ausgehen, on⸗ dern von dem Gutsherrn ſelbſt oder ſeinem Oekonomiebeamten, welche aber doch Rechnung führen und das eigentlich Techniſche des Betriebes angeben müſſen. Sie müſſen ſchon einen gewiſſen Grad forſtlicher Bildung beſitzen, haben ſchon mehr Verantwort⸗ lichkeit, und ſollen durch ihre Betriebſamkeit zur beſſern Benutzung und Erhaltung des Forſtes wirken. Sie können eine Beſoldung 12,1 fotdem, ten, aber To wütthſchaf im eine aufwand daß die gebildeten Die dung an da Lande ſehr änd beamten in den können. ſolche, h kleinern Forſtbeat tungen können, auf dem gen Amt genomme Nat ßem baa den Forf putat he Forſtbean unverhäl auch übe in haaren die Rede ten Acker Das Falle unr Theils n ſchaft zu theils we oder beg⸗ wo der wohnlich tenland nen wür Vor zum Na Dahin n Bezug Art; G tbeile de fuhr⸗ weiſegeld zes, an ten, wa ngen Leute in „ſondern nur hoffen dürfen, it allem zu⸗ Entichädigung, nds nachtheili⸗ tth wuß ſeinen zweämigig in auf die Anth⸗ ilen im Stnde iſte haben, die n Pfüichtgefüdl er langere Auf⸗ wirklichen, als gen kann, iſt s derſelbe ge⸗ ital unter den „ daß er nicht enn ihn nicht ht vor Entde⸗ ldatforſtbeſiter zbeamte, und reiben zu kön⸗ 1 Holzeinſchla⸗ durch den täg⸗ erliche Geſund⸗ ihm die wich⸗ purſche, ſelbſt nicht etwa zu vollkommen en, weil man unterziehen, n Forſten, de⸗ der Gutshetr n auskommen. ſtehen mit der zmen. Je we⸗ Tagarbeitern gere Beſoldung klichen Revier⸗ örſter, welche em die Anord⸗ ausgehen, ol⸗ nowiebeam, tlich Techriſche einen zewiſſen br Vernntwort⸗ ſem Venußung eine Beſoldung 12. Abſchn. Anordnung und Controlle der Verwaltung. 297 (485) fordern, die zwar geringer iſt, als die des Wirthſchaftsdirigen⸗ ten, aber doch auch höher, als die des bloßen Schutzbeamten. Wo nun endlich dem Forſtheamten die ſelbſtſtändige Be⸗ wirthſchaftung eines größern Forſtes übertragen iſt, wo von ihm eine wirkliche wiſſenſchaftliche Bildung verlangt werden muß, da iſt ihm nicht bloß der ſtets damit verbundene Amts⸗ aufwand zu erſetzen, ſondern auch die Beſoldung ſo zu ordnen, daß die anerkannten Bedürfniſſe eines Mannes, der unter den gebildeten Mittelſtand zu rechnen iſt, befriedigt werden können. Die Größe der Summen, welche als zweckmäßige Beſol⸗ dung anzuſehen ſind, in Zahlen auszudrücken, iſt unthunlich, da Landesart und Theurung oder Wohlfeilheit der Gegend dieß ſehr ändern können. Wir glauben lieber für die bloßen Schutz⸗ beamten eine gleiche Beſoldung, wie für verheirathete Aufſeber in den Oekonomieen, Gärten, Kunſtſtraßen u. ſ. w. fordern zu können. Für die geringſte Claſſe der verwaltenden Förſter eine ſolche, wie ſie die Verwalter von einzelnen kleinen Gütern, die kleinern Steuereinnehmer und ähnliche Beamte erhalten. Die Forſtbeamten dagegen, welche ſelbſtſtändig großen Revierverwal⸗ tungen vorſtehen, werden dagegen auch gleichen Gehalt fordern können, wie die höbern Wirthſchaftsbeamten, die Juſtizbeamten auf dem Lande, die Rentbeamten, wobey aber auf einen etwai⸗ gen Amtsaufwand, durch zu haltende Pferde u. drgl. Rückſicht genommen werden muß.. Was die Art der Beſoldung betriſſt, ſo würde ſie, in blo⸗ ßem baaren Gelde gegeben, für den Forſtbeſitzer koſtbar und für den Forſtbeamten unvortheilhaft ſeyn. Wohnung, Holz, De⸗ putat bat ſich der Gutsbeſitzer nicht ſo hoch zu rechnen, der Forſtbeamte würde ſolches für Gelp oft gar nicht, und oft nur unverhältnißmäßig tbeuer haben können. Mit Recht iſt daher auch überall die Beſoldung ſo. geordnet, daß ſie nur theilweis in baarem Gelde gegeben wird. Es kann daher bier auch nur die Rede davon ſeyn: ob es vortheilhaft iſt, dem Forſtbedien⸗ ten Ackerwirthſchaft und Accidenzien zu geben. Das Erſtere iſt wo möglich zu vermeiden, und nur in dem Falle unvermeidlich, daß es nicht thunlich iſt, Deputate zu geben. Theils wird der Forſtbediente durch den Betrieb von Ackerwirth⸗ ſchaft zu ſehr von ſeinem eigentlichen Dienſtgeſchäfte abgezogen, theils wird dieſe auch wohl auf Koſten des Forſtes ausgedehnt oder begünſtigt. Auch ſind ſolche kleine Ackerwirthſchaften da, wo der Eigenthümer nicht ſelbſt mit Hand anlegen kann, ge⸗ wöhnlich für dieſen ſehr unvortheilhaft. Nur hinreichendes Gar⸗ tenland und genugſames Futter für eine oder zwey Kühe, ſchei⸗ nen wünſchenswerth für ihn zu ſeyn.. Von den Accidenzien dürfen keine geſtattet werden, die zum Nachtheile des Forſtbeſitzers einer Ausdehnung fähig ſind. Dahin muß man rechnen: Theilnahrse an der Holznutzung durch Bezug am Holze, außer dem Deputatholze, in irgend einer Art; Gewinn an der Gräſereynutzung, die ſo leicht zum Nach⸗ tbeile der Holzzucht ausgedehnt werden kann; Gewinn am Fuhr⸗ oder Arbeitslohne u. drgl. mehr. Dagegen iſt das An⸗ weiſegeld, welches von dem Käufer, fuͤr die Anweiſung des Hol⸗ zes, an den Forſtbedienten gezahlt wird, als etwas zu betrach⸗ ten, was derſelbe, wenn es nach mäßigen Sätzen ſixirt iſt, ge⸗ Forſtwirthſchaft. (486) wohnlich ohne Widerſpruch zahlt, und was den Gehalt des Forſtbeamten vermehrt, ohne daß es dem Forſtbeſitzer etwas koſtet, da man nicht allemal den Kaͤufer dahin wurde disponi⸗ ren können, es über die Taxe zur Forſeaſſe zu zahlen. Auch die Tentiemen, oder der Antheil von der Einnahme nach Pro⸗ centen feſtgeſetzt, ſind deßyalb zu empfehlen, weil ſie die Aus⸗ gaben des Forſtbeſitzers für Gehalt in ein beſtimmtes Verhält⸗ niß mit der Einnahme bringen, und zur Ermunterung deſſelben dienen, ſich Mühe zu geben, die Einnahme durch gute Ver⸗ kaufe zu erhöhen. Wenn ſie jedoch nicht für den Forſtbeſitzer ſehr gefährlich, für den Forſtbeamten oft ſehr nachtdeilig wer⸗ den ſollen, ſo müſſen ſie nur unter ſehr ſorgfältig zu beachten⸗ den Bedingungen Statt finden. Dieſe ſind folgende: 1) muß der Einſchlag beſt mmt feſtgeſetzt ſeyn, damit der Forſediente nicht verleitet wird, um viel Tentiemen(auch oft Stammgeld genannt) zu beziehen, unnachhaltig zu wirthſchaften, und den Wald herunterzuhauen. 2) Dürfen ſie nur von der Netto⸗ Einnahme, nicht dem Brutto⸗Einkommen bezogen werden, da ſonſt die Veranlaſſung darin liegen könnte, zwey Thaler aus⸗ zugeben, um dafuͤr wieder einen mehr einzunehmen, um die mebrern Tentiemen zu erhalten. 3) Darf dieſelbe nicht das Haupteinkommen bilden, ſondern das, was zum nothwendigen Lebensunterhalte gehört, muß fixirt ſeyn, damit der Forſtbe⸗ diente nicht in Noth geräth, wenn aus irgend einer Urſache, vielleicht nach dem Willen des Forſtbeſitzers, wenig Verkauf iſt. Es wird auch ſonſt das Einkommen zu ungleich, da bey Sturm, Inſectenſchaden oder günſtigen Geſegenbeiten oft eine ſtarke Ein⸗ nahme erfolgt, und dann dieſelbe wieder längere Zeit wegfallt. Am portheilbafteſten ſcheint es zu ſeyn, bis zu einem gewiſſen Ertrage einer beſtimmten Quanrität Holz, gar keine Tentieme zu zahlen; dann aber beträchtliche Procente von demjenigen, was der Forſtbediente, über dieſe Summe, für dieſelbe Maſſe Holz berausbringt. So z. B. wenn die gewöhnliche Brennholz⸗ taxe 2 Thlr. pro Klafter beträgt, ſo erhäſt der Forſtbediente gar nichts, wenn nicht mehr im Durchſchnitt einkommt, als dieß Geld. Von allem, aber was darüber von ihm für das Holz berausgebracht wird, 5— 10 Procent. Dieß hindert das Stre⸗ ben nach hobem Einſchlage, und regt ihn zum Fleiße an, das Holz boch auszunutzen. Regel muß es ſtets ſeyn, alle Geldeinnahmen, welche der Forſtbediente bezieht, durch die Caſſe gehen und ſie ihm von dieſer zahlen zu laſſen. Dieß iſt nötbig, um ibre widerrecht⸗ liche Ausdehnung zu verhindern, den Betrag dieſer Einnahmen ſtets überſeben zu können, und dann auch, weil die einzeln ein⸗ gehenden Groſchen und zwey Groſchen ſelten gut genutzt wer⸗ den, es viel beſſer für de Hausbaltung iſt, wenn der Forſt⸗ bediente etwas größere Summen mit einem Male erhält. Von der Controlle und Rechnungsfuͤhrung. Kein rechtlicher Beamte wird ſich über die ſchärfſte Con⸗ trolle beſchweren können; denn dem, der ein gutes Gewiſſen hat, kann es nur erfreulich ſeyn, darthun zu koͤnnen, daß er rechtlich iſt, und die Unredlichkeiten ſind nicht ſo ſelten, als daß nicht ſtrenge Maßregeln dagegen gerechtfertigt wären. Auch 12. A ührt gero fa De amte, we⸗ widerſtehen that, wer lich iſt, kung fure Die dem Forſt trifft, da noch aus, ſeinen A die Natu welcher d Verwaltu haben, a eine ſolch halten, als Betri zum Ünte Verworfen larven, d untreuung werden ſo gereyen ſ Hat ſten Cont viſoren z ringſten? Verkauf das Anſel Untergeber dem Unter lich alles und veraus ten Einnal nungsſchl als ichtig abgeben. Beſtande eine ſolche Natur jed Ueber führung d So bald eingenomn cken, ob d Schreiber fen liegt Sehr gehe ehrenvolle Feſte zur Beför manche N ten Gehalt des iibeſitzer etwas wurde disponi⸗ zahlen. Auc aahme gach Pro⸗ deil ſie die Aus⸗ mmts Verhalt⸗ kterung deſſelben durch gun Ver⸗ den Forſtttzer nechtdeinig her⸗ tig zu deachten⸗ lgende: 1) naß der Forßbediente oft Stammgend daften, und den von der Netto⸗ gen werden, da dey Thaler aus⸗ ehmen, um die ſelbe nicht das nothwendigen it der Forſtbe Heiner Utſache, nig Verkauf iſt. da bey Sturm, eine ſtarke Ein⸗ e Zeit wegfallt. einem gewiſſen keine Tentieme on demfenigen, dieſelbe Maſſe che Brenpholz⸗ rſtbediente gar umt, als dieß für das Holz dett das Stre⸗ Fleiße an, das en, welche der d ſie ihm von ibre widerrecht⸗ eſer Einnehmen die einzeln ein⸗ ut genußt wer⸗ wenn der Forſt⸗ le erbält. hrung. e ſcärfſte(on⸗ gutes Geniſen können, daß er t ſo ſelten, als igt witen. Auch (487) führt gerade die Hoffnung, unentdeckt zu bleiben, am allerhau⸗ figſten Defecte oder Veruntreuungen herbey, und es iſt fur Be⸗ amte, welche nicht immer ſtark genug ſind, der Verſuchung zu widerſtehen, wenn ſie ein Bedürfniß drangt, eine große Wohl⸗ that, wenn ſie ſo ſcharf controllirt werden, daß es nicht mög⸗ lich iſt, dieſer nachzugeben, ohne nicht augenblickliche Entde⸗ ckung furchten zu muͤſſen. Die deſte Controlle beſtebt ohne Zweifel darin, daß man dem Forſtbedienten gar keine Caſſe läßt, ſelbſt die Einr chtung trifft, daß er unter keinem Vorwande weder Geld empfangen, noch ausgeben darf, was zu den Forſtgedern, oder ſelbſt zu ſeinen Accidenzien gehört. Er muß die Verpflichtung haben, die Natural⸗ und Geldrechnung zur Controlle des Beamten, welcher die Caſſe hat, zu führen; er kann und ſoll bey größern Verwaltungen die Anweiſung der Einnahmen und Ausgaben haben, aber das Geld darf nie in ſeine Hände kommen. Iſt eine ſolche Einrichtung bekannt und wird ſie ſtreng aufrecht er⸗ halten, ſo muß er ſich ſchon gegen jeden, der ihm Geld zohlt, als Betrüger entsecken, oder er müßte ſich mit dem Rentanten zum Unterſchieife verabreden. Es gebört aber ſchon eine große Verworfenheit dazu, ſich einem Dritten als Betrüger zu ent⸗ larven, der weit wen’ger Menſchen fahig ſind, als wohl Ver⸗ untreuungen, wenn ſie glauben, niemand weiß darum. Auch werden ſolche verabredeten, oder einem Dritten bekannte Betrü⸗ gereyen ſebr leicht entdeckt. Hat der Revierverwalter Unterförſter, ſo ſind dieſe die be⸗ ſten Controlleurs. Es iſt unendlich leichter, die ſchärfſten Re⸗ viſoren zu bint rgehen, als einen Menſchen, der auch die ge⸗ ringſten Vorfalle in ſeinem Schutzbezirke kennt und um jeden Verkauf wiſſen muß. Um dieſe Controlle einzurichten, ohne das Anſehen des Vorgeſetzten zu ſchmalern und ihn gegen ſeine Untergebenen zu compromittiren, iſt nichts erforderlich, als daß dem Unterforſter ein Holzbuch eingerichtet wird, worin wöchent⸗ lich alles eingetragen wird, was auf ſeinem Reviere vereinnahmt und verausgabt wird, und daß ihm alle von der Caſſe quittir⸗ ten Einnabmezettel ausgehändigt werden, die er bey dem Rech⸗ nungsſchluſſe wieder abgiebt. Eben ſo muß er das, von ihm als richtig geführt beſchen gte Holzbuch bey dem Jahresſchluſſe abgeben. Da der Schutzbeamte zugleich die Aufſicht über die Beſtände führen, und das abzugebende Holz anweiſen muß, ſo iſt eine ſolche Einrichtung um ſo nöthiger, und liegt ſchon in der Natur jeder Rechnungsführung. Ueberhaupt iſt aber auch die Oeffentlichkeit der Rechnungs⸗ führung die allerbeſte Bürgſchaft dafür, daß ſie richtig ſeyn muß. So bald nur der Rechnungsbeamte und Rentant wiſſen, was eingenommen und ausgegeben wird, kann kein Dritter entde⸗ cken, ob dabey Unterſchleife vorfallen. Wenn aber jedem Förſter, Schreiber oder andern Beamten die Rechnung zur Einſicht of⸗ fen liegt, ſo wird eine Unrichtigkeit darin leichter bemerkt. Sehr geheim damit thun, verräth auch immer irgend eine nicht ehrenvolle Abſicht. Feſte Taxen, nach beſtimnten Maaßen, ſind zwar auch ſehr zur Beförderung der Controlle geſchickt, ſie haben aber auch manche Nachtheile, und es iſt im Allgemeinen nicht vortheil⸗ 12. Abſchn. Anordnung und Controlle der Verwaltung. 299 Forſtwirthſchaft. (488) haft, zu ſtreng darauf zu halten. Zuweilen ſind Unterſchleife weniger zu fürchten, als Defecte, und dieſe zu verhüten iſt ebenfalls ein wichtiger Gegenſtand der Verwaltung. Die erſte Regel iſt: keine großen Beſtände zu dulden. Die Caſſe darf nie mehr Vorräthe haben, als zur Beſtreitung der Ausgaben bis zu der Zeit erforderlich ſind, daß wieder Einnah⸗ men eingehen. Im zweifelhaften Falle iſt es beſſer, ihr wieder Vorſchüſſe zu machen, wenn ſie mit ihren Beſtänden nicht aus⸗ kommt, als ihr ſolche längere Zeit zu laſſen. Auch die Natu⸗ ralbeſtände müſſen von Zeit zu Zeit in einem Reviere gänzlich aufgeräumt oder abgefahren werden, ſchon um nicht Gefahr zu laufen, Holz verderben zu laſſen, was leicht geſchieht, wenn das ſchlechtere alte ſtehen bleibt, und wieder von dem neu ein⸗ geſchlagenen verkauft wird. Reſte dürfen nicht anders geduldet werden, als mit aus⸗ drücklicher Zuſtimmung des Forſteigenthümers, und dann müſ⸗ en bey Reviſionen die Reſtanten anerkennen, daß ſie noch ſchul⸗ den, wenn dieß irgend zweifelhaft ſeyn könnte.. Höchſt wichtig für die Controlle und Reviſion iſt es, daß die Rechnung ſo geführt wird, daß man jeder Zeit im Stande iſt zu überſehen, wie viel Holz in jedem einzelnen Forſtorte, der beſtimmt bezeichnete Grenzen hat, im Beſtande iſt. Wo nur zu beſtimmten Zeiten in feſt abgegrenzten Schlaͤgen ge⸗ hauen wird, wie im Niederwalde und Mittelwalde, darf, ſo lange der Schlag dauert, entweder gar nicht abgefahren werden, oder nur mit einer ſolchen Vorſicht, daß genau überſehen wer⸗ den kann, daß wirklich nicht mehr wegkommt, als die Rechnung nachweiſet. Eigentlich ſollte es nur bey Nutzbölzern geſtattet werden, die die Käufer durchaus gleich bedurfen und abfahren müſſen. Der Schlag wird dann überzählt, ſo bald er beendigt iſt, wobey die Zählung mit dem vorher übergebenen Schlagregiſter ſtimmen muß, und die Rechnung über ihn beſonders geführt. Im Hochwalde, wo oft Durchforſtungen, Windbrüche, ab⸗ Kerhendes Holz, zu jeder Zeit eingeſchlagen werden müſſen, iſt dieß nicht gut ſo ſtreng durchzuführen. Es kann weder alles Holz allein in den re elmäßigen Schlägen ſtehen, noch kann man alle Abfuhr unterſagen, wäbrend im Walde gebauen wird. Es iſt jedoch wünſchenswerth und auch auszuführen, daß von jeder künſtlichen oder natürlichen Wirthſchaftsfigur, d. b. von jedem Forſtorte oder Diſtrikte, welcher durch künſtliche(Schnei⸗ hen oder Geſtelle) oder natürliche Grenzen von den übrigen ſo geſchieden iſt, daß er als eine für ſich berechnete Fläche in der Karte eingetragen wurde, eben ſo gut beſondere Rechnung ge⸗ führt wird, als von einem beſondern Schlage, und daß hin⸗ ſichts des Hauens und Abfahrens darin dieſelben Regeln be⸗ folgt werden. Bey jeder Reviſton und Nachzählung der Be⸗ ſtände, muß dann der Reviſor die Rechnung ſo abſchließen, daß ermittelt wird, wie viel Beſtand in jedem Diſtrikte ſtehen muß, um nicht nur den ſummariſchen Beſtand, ſondern auch denje⸗ nigen in allen einzelnen Orten nachſehen zu können. Folgendes ſind die Regeln, welche bey Caſſen⸗ und Natural⸗ reviſionen zu befolgen ſind: 1) Sie zerfallen in gewöhnliche und außergewöhnliche. Die gewöhnlichen werden regelmäßig am monatlichen, vierteljährigen, 42, Mſ ir ittiz e, all zwar ſeltene des Iahres Peranlaſſur einzige Mi ſteter Aufm ſelben vorr Regel, jäb eine ſchari darin find wenn ſie! 2) Di auch nicht man muß ſchon vore 3) Es Holzeinſch terſagt, w dieß ohne zwar für allemal th alles Holz, auf wird Statt find und hinſt Die Beſte gemäͤß, n ſchloſſen i banden ſin zu verglei was in ihr nicht abgef den muß, Käufers he ſchlagen ſe weil die nachdenn mäßigkeit Beſtände ſultaten d Fürd geführt, lenden Ge zu können verausgal macht wer ey muß ſo wie die kann dann in das M iſt und ein tung haben ſi Anterilit 9 erhüten iſt ezu dulden. Di t Veſraitung 11 g wiede Einnah⸗ beſſet, ir wieder ſtänden niht aus⸗ Auch de Jatu⸗ Reviere zalich n nicht Gede zu t geſchieht, dan von dem neu aa⸗ en, als mit aus „und dann miß⸗ daß ſie noch ſchul⸗ iſion iſt es, daß Zeit im Stande zelnen Forſtorte, eſande iſt. Wo en Schlaͤgen ge⸗ walde, darf, ſo gefahren werden, u überſehen wer⸗ als die Rechnung zdölzern geſtattet fen und abfahren ld er beendigt iſt, en Schlagregiſter nders geführt. Windbrüche, ab⸗ den müſſn, iſt ann weder alles hen, noch kann de gebauen witd. führen, daß don ſſigur, d. h. von ünſtliche(Schnei⸗ den übrigen ſo nete Fläche in der dete Rechnung ger ge, und daß hi⸗ elben Regeln he⸗ Zählung der Be⸗ Habſchließen, daß wiikte ſtehen m⸗ ondern auch derſt⸗ können. ſſer⸗ und Naturale agewähnlict Di en, irteährigen, 12. Abſchn. Anordnung und Controlle der Verwaltung. 301 (489) pder jährigen Abſchluſſe der Rechnung vorgenommen, um zu ſe⸗ hen, ob alles mit dieſer ſtimmt. Die außergewöhnlichen finden zwar ſeltener Statt; aber ſie müſſen durchaus wenigſtens einmal des Jahres zu unbeſtimmter Zeit, ſelbſt wo nicht die geringſte Veranlaſſung dazu da iſt, vorgenommen werden, weil dieß das einzige Mittel 5 theils die Rechnungs⸗ und Caſſenbeamten in ſteter Aufmerkſamkeit zu erhalten, theils ſie ohne Verletzung der⸗ ſelben vornehmen zu können. Iſt es ein für allemal beſtimmte Regel, jäbrlich plötzlich und ohne daß es der Beamte vorausweiß, eine ſcharfe Reviſion abzuhalten, ſo wird Niemand etwas Arges darin finden, während die Beamten und das Publicum derſelben, wenn ſie ungewöhnlich iſt, beſondere Beweggründe unterlegen. 2) Die Reviſion darf durchaus nicht vorher bekannt ſeyn, auch nicht in ſich gleich bleibenden Zeiten vorgenommen werden; man muß vielmehr alles thun, um zu vermeiden, daß ſie nicht ſchon voraus vermuthet werden kann. 3) Es wird bey derſelben zuerſt die Caſſe verſiegelt, und der Holzeinſchlag jeder Art für die Dauer der Reviſion ſireng un⸗ terſagt, weßhalb man allerdings gern eine Zeit dazu wählt, wo dieß ohne Nachtheil geſchehen kann. Auch die Holzabfuhr möchte zwar für dieſe Zeit ſuspendirt ſeyn, jedoch läßt ſich dieß nicht allemal thun, und es genügt auch, wenn dem Reviſor ſogleich alles Holz, was etwa abgefahren wird, der Förſter anzeigt. Hier⸗ auf wird zuerſt die Geldrechnung abgeſchloſſen, wobey alle etwa Statt findenden Reſte, oder gemachten Vorſchüſſe nachgewieſen und hinſichtlich ihrer Richtigkeit ſtreng geprüft werden müſſen. Die Beſtände der Caſſe werden dann, dem Rechnungsabſchluſſe gemäß, nachgezählt. Nachdem auch die Naturalrechnung abge⸗ ſchloſſen iſt, werden die untern Forſtbeamten, wenn ſolche vor⸗ handen ſind, vorgefordert, um auch deren Holzbeſtandsbücher damit zu vergleichen, und zugleich die Angaben von ihnen zu erhalten, was in ihren Bezirken an angewieſenem und verkauften, aber noch nicht abgefahrnen Holze ſteht, woney ſtreng darauf gebalten wer⸗ den muß, daß alles verkaufte Holz deutlich mit dem Namen des Käufers bezeichnet iſt. Sollte vielleicht vor Kurzem Holz einge⸗ ſchlagen ſeyn, welches noch nicht in die Rechnung getragen iſt, weil die Arbeiter noch nicht verlohnt ſind, ſo iſt dieß nachzutragen, nachdein ſich der Reviſor überzeugt hat, daß dabey keine Unregel⸗ mäßigkeit vorgefallen iſt. Sodann beginnt die Nachzählung der Beſtände diſtriktweiſe, um jeden Diſtrikt und Schlag, nach den Re⸗ ſultaten des Rechnungsabſchluſſes, für ſich revidiren zu können. Einrichtung und Fuͤhrung der Rechnung. Für die Geldrechnung wird am zweckmäßigſten ein Journal geführt, um in dieſes die täͤglich eingehenden oder auszuzah⸗ lenden Gelder, nach einer laufenden Ordnungsnummer, eintragen zu können, damit durch bloße Addition der eingenommenen oder verausgabten Summe auf der Stelle ein Rechnungsabſchlus ge⸗ macht werden kann, um die Caſſe zu revidiren. Vorſchrift da⸗ bey muß ſeyn, daß die Eintragung jeder Poſt ſogleich erfolgt, ſo wie die Zahlung derſelben Statt findet. Aus dieſem Journale kann dann wöchentlich oder monatlich die Einnahme und Ausgabe in das Manual übergetragen werden, welches in Kapitel getheilt iſt und eine mit der Materialrechnung übereinſtimmende Einrich⸗ tung haben muß, damit es dieſer zum Belege dienen kann. — 302 Forſtwirthſchaft. (490) Die Hauptrechnung, welche der Revierverwalter führen muß, zerfäͤllt in drey Haupttheile: 1 1) die Materialrechnung, 2) die Geldrechnung, 3) die Freyholzrechnung. Die Materialrechnung muß ſo viele mit laufenden Nummern bezeichnete Abtheilungen haben, als verſchiedenes Nutzholz und anderes Material in der Rechnung vereinnahmt wird. 8. B. Stamm⸗ und Baubolz, Bretklöhe und Bretwaaren, Stab: und Bottcherbolz, W anerholg, Nutzholzklaftern, Eichenger berrinde, Klafterholz und Reiſig u. ſ. w. Die Einnahme wird darin ſpe⸗ ciell eingetragen, daß jede verſchiedenen Sortimente für ſich ſum⸗ mirt werden können, wozu jedes Kapitel ſo viel Abtheilungen er⸗ hält, als dazu nöthig ſind. Sie wird durch die Ausgabe der Geldrechnung für eingeſchlagenes Holz, oder genommenes Ma⸗ terial belegt, indem dieß auf den von dem Unterföorſter oder Forſtbeamten atteſtirten Quittungen der Holzſchläger, ſpeciell verzeichnet iſt. Um jedem Unterſchleife vorzubeugen, müſſen diefe letztern jedesmal ſelbſt das Geld bey der Caſſe empfangen und die Richtigkeit der ſpecificirten Hölzer anerkennen. Die Ausgabe kann von der Materialeinnahme ſummariſch, nach den Abſchlüſſen der Geldrechnung und Freybolzrechnung abgeſchrie⸗ ben werden, da in dieſen ſchon die Ausgabe des Materials ſpe⸗ ciell nachgewieſen und belegt wird. Die Geld⸗ und Freyholzrechnung erbalten für den Einſchlag, Verkauf und freye Verabfolgung der in der Materialrechnung verrechneten Gegenſtande ganz gleiche Kapitel, welche dieſelbe Nummer haben. Sie andern ſich nur darin, daß in dieſer die Art des Enſchlags angegeben wird, in der Geldrechnung dage⸗ gen der Name des Zahlers und Empfängers, und die Geldru⸗ brik binzukommt. Da es aber die Materialrechnung ſehr ver⸗ weitläuftigen würde, wenn man in ihr Einnahme und Ausgabe von jedem Orte beſonders führen wollte, ſo thut man wobl, ein beſonderes Controllbuch anzulegen, worin jeder durch beſtimmte kenntliche Grenzen eingeſchloſſene Forſtdiſtrikt ſein beſonderes Blatt erhält, auf welchem alles darin ausgegebene oder einge⸗ ſchlagene Holz eingetragen wird, um auf der Stelle überſeben zu können, wie viel Holz darin ſteht. Dazu gebört aber allerdings, daß jedesmal bey dem Einſchlagen, oder der Anwe ung und Ver⸗ abfoſgung des Holzes genau bemerkt wird, in welchem Forſtorte dieß erfolgt iſt. Auch von den Ablagen, wohin das Holz zuſam⸗ mengerückt wird, muß die Rochnung beſonders geführt werden. Alle Anweiſungen auf Holz oder anderes Material, ertheilt der Revierverwalter. Iſt etwas zu entrichten, ſey es an Kauf⸗ geid, Zins, Schlagerlohn, Stammgeld oder irgend einer Zahlung, ſo erhalten ſie erſt Gültigkeit, wenn der Caſſenrentant den Em⸗ pfang derſelben quittirt hat. Sodann bandigt ſie der Empfaͤnger dem Forſtbeamten aus, welcher die Anweiſung beſorgt und für die Beſtände haftet, der ſie erſt dann an den Revierverwalter zurückziebt, wenn ihm das verabfolgte Material in ſeinem Be⸗ andesbucte abgeſchrieben wird. Die Freyholzanweiſungen, auf welche nichts gezahlt wird„müſſen bey der Abholung des Hol⸗ es von dem Empfanger quittirt an den Förſter, der die Anwei⸗ hang beſorgt, abgegeben werden, um ſie als Beleg zu den Rech⸗ 12, Abh nurgen alg Culturrechn Sanauma öhnlich blt mg der Abgabe die eiwa 5 nichts dabe beſcheinigt Das 9 Decon omie Das man mit cember ſch Schlaͤge a⸗ der Forſt auch niem kommen; Rechnunge mut dem i Zu ein die Eats, ſchlagenden ben, um können, der Forſtbe ganze Jah ſelben, und nehmigen, beamte in wirthſchaft aus:ubeſtin Bau: und für Maſtu. entwerfen; muß immer ter genehme Es wi nungsvorſe wollen. N und Ausga dafür ein; Einrichtun, Weiſe, wi große Abn kleinen Gu ſter die ga wo der Gu bedürfen größere Ve Wo es das Caſſen iſt, um eine zu empfeyle ter führen muß fenden Nummern nes Rutolz und t wud. 3. B. aren, Stad: und kichengerbennde, jwird darin ſpe⸗ nte für ſich ſam⸗ Abtheilungen e die Ausgabe da enommenes Ma⸗ Unterforſter oder ſchläger, ſpeciell beugen, müſſen Caſſe empfangen kerkennen. Die rriſch, nach den ung abgeſchrien Materials ſpes rden Einſchlag, Naterialrechnung welche dieſelbe daß in dieſer die lor⸗chnung dage⸗ und die Geldru⸗ hnung ſehr ber⸗ he und Ausgahe man wohl, ein zurch beſtimmte ein beſonderes ene oder einge⸗ lle überſehen zu aber allerdings, veſſung und Ver⸗ zelchem Forſtorte das Holz zuſam⸗ eführt werden. Raterial, ertheilt ſey es an Kauf⸗ id einer Zahlung, grentant den Em⸗ je der Empfänger beforgt und für n Revierverwalter ial in ſeinem Be⸗ anweiſonzen, au löholung des Hol⸗ er, der die Unweis eleg zu den Rech⸗ 12. Abſchn. Anordnung und Controlle der Verwaltung. 303 .(491) nungen abgeben zu können. Zuweilen wird auch noch eine beſondere Culturrechnung geführt, waͤs vorzüglich dann nothig wird, wenn Samereyen und Pflanzen veſonders berechnet werden müſſen; ge⸗ wöhnlich bildet ſie aber nur ein Kapitel in der Ausgaberechnung. Die Reviſion der Rechnung muß innerhalv Jahresfriſt nach der Abgabe erfolgen, weil es ſpaterhin nicht medr moglich iſt, die eiwa zu machenden Monita gründlich zu verfolgen. Iſt nichts dabey zu erinnern, ſo muß dem Rechnungsführer dieß beſcheinigt werden. Das Rechnungsjabhr iſt ſehr verſchieden, und muß ſich den Oeconomie: und denjenigen anderer Rechnungen anſchließen. Das Kalenderjahr iſt offenbar ſehr unpaſſend; denn wenn man mit dem erſten Januar anfangt und mit dem 3iſten De⸗ cember ſchließt, ſo fallt der Rechnungsabſchluß mitten in die Schlage und in die Zeit des ſtarkſten Verkaufs. Nicht bloß hat der Forſtdeamte um dieſe Zeit die mehreſte Arbeit, ſondern es kann auch niemals der Ertrag eines Schlages in eine Jabresrechnung kommen; er wird vieſmebr in zwey vertheilt. Das bequemſte Rechnungsjahr iſt für den Forſtwirth unfehldar dasjenige, weſches mit dem etzten Juny ſchließt und mit dem erſten Inſy beginnt. Zu einer gutgeordneten Rechnungsfuührung geboren auch noch die Erats, d. h. eine vorausgebende Veranſchlagung des einzu⸗ ſchlagenden Holzes, der zu erwartenden Einnadmen und Ausga⸗ ben, um den Ueberſchuß, welcher zu erwarten iſt, überſehen zu können. Der Etat hat aber nicht bloß dieſen Zweck, ſondern der Forſtberr iſt dadurch, daß ihm der Wirthſchaftsplan für das ganze Jahr ſchon im Voraus vorgelegt wird, im Stande, den⸗ ſelben, und die beabſichtigten Ausgaben ſchon im Voraus zu ge⸗ nehmigen, wodurch viel Anfragen beſeitigt werden und der Forſt⸗ beamte in den Stand geſetzt wird, nach einem feſten Plane zu wirthſchaften. Daß manche Gegenſtande nur muthmaßlich vor⸗ auszubeſtimmen ſind, wie z. B. der wahrſcheinliche Abſatz an Bau⸗ und Nutzholz, andere gar nicht, wie zufaͤllige Einnahmen für Maſt u. ſ.w. kann nicht davon abhalten, überhaupt einen Etat entwerfen zu wollen. Jede gut geordnete Wirtbhſchafesführung muß immer auf einem vom Forſtherrn oder deſſen Stellvertre⸗ ter genehmigten Etat beruhen.— Es würde ganz unpaſſend ſeyn, bier ganz ſpecielle Rech⸗ nungsvorſchriften im Einzelnen und Rechnungsſchema geben zu wollen. Nicht bloß ändern ſich in Deutſchland die Einnahme⸗ und Ausgaberubriken ſo vielfaltig ab, daß es nicht möglich iſt, „dafür ein Schema zu geben, ſondern die Größe des Forſtes, die Einrichtung der ganzen Adminiſtration müſſen bey der Art und Weiſe, wie die ganze Rechnungsverfaſſung geordnet iſt, auch große Abweichungen darin für die Forſten herbeyfüdren. Bey kleinen Gutsforſten, wo die Oekonomie verpachtet iſt, ein För⸗ ſter die ganze Verwaltung von einigen hundert Morgen führt, wo der Gutsherr alles genau überſehen und controlliren kann, bedürfen keiner ſolchen weitläuftigen Rechnungsführung, als größere Verwaltungen. Wo es an Gelegenbeit fehlt, einem beſondern Rentanten das Caſſengeſchaft zu übertragen, und die Einnahme zu gering iſt, um einen eignen Beamten darauf zu halten, iſt dieſe ſo ſehr zu empfehlende Einrichtung nicht anwendbar. Wir haben uns 2* K. ä 304 Ferſtvittzſchaft. 12. Abſchn. Geſchaͤfte im December. (494) daher hier auch begnügen müſſen, die Hauptgrundſätze der Forſt⸗ rechnungsführung, vorzüglich mit Ruͤckſicht auf die größern Forſte, welche eine abgeſonderte Verwaltung haben, anzuführen. Forſtgeſchaͤfte im December. Waldbau. Das Einſammeln der Kiefer⸗ und Fichten⸗ zapfen wird betrieben, und im Fall noch keine ſtarken Fröſte Statt gefunden haben, können auch noch die Zäpfchen der Erle zur Gewinnung des Erlenſames gebrochen werden. Iſt offenes Wetter, ſo ſind noch Pflanzlöcher für das Frübjahr zu machen, und die zu Pflanz⸗ und Saatkämpen beſtimmten Orte können umgegraben werden. 1 Forſtſchutz. Eine beſondere Aufmerkſamkeit erfordern jetzt 4 4 die Holzdiebereyen. Auch thut das Wild viel Schaden auf den Schonungen, wenn ſtarker Schnee einfällt, dem nur durch Ab⸗ ſchießen, oder beſſer noch durch gute Fütterung und Fällung von Aspen und andern Bäumen, Einhalt gethan werden kann. Forſtbenutzung. Die Schläge ſind im vollen Betriebe, vorzüglich muß man eilen, das Froſtwetter in Bruchgegenden zu benutzen und alles Holz auf dem Eiſe herausſchaffen. Das Bauholz iſt in dieſem und dem folgenden Monat zu fällen, die Holzanfuhr muß lebhaft betrieben werden, ſobald Froſtwetter eintritt, im Fall Holz an die Ablagen oder auf die Holzplätze zeu rücken iſt. Wo Freybauholz abzugeben iſt, wird es in dieſem Monate angewieſen, um dem Empfänger hinreichende Zeit zur Abfuhr zu laſſen. ö Sind noch viele unverkaufte Beſtände im Forſte vorhanden, deren längere Aufbewahrung ihr Verderben fürchten läßt, ſo iſt es jetzt Zeit, ſie zur Licitation zu bringen, um ſie dem Meiſtbie⸗ tenden zu überlaſſen. In Kieſernwaldungen iſt dieſer Monat, bis Froſtwetter eintritt, der vortheilhafteſte zum Verkauf des 8 harzigen Stockholzes, welches als Leuchtkien die Stelle der Lampe oder des Lichtes vertritt. Den Sägemüllern müſſen wo möglich ſchon die zu erkaufenden Saͤgeblöcke übergeben werden konnen, damit ſie im Stande ſind, die Schlittenbahn und den Froſtweg u deren Anfuhr zu benutzen, Auch die Contracte mit Holz⸗ hun dkern überhaupt müſſen ſchon geſchloſſen ſeyn, damit dieſen nicht die vortheiſhafte Zeit zur Abfuhr der Hölzer verloren geht. 1 Dagegen haben die Nutzholzarbeiter, Bretſchnitter, Stabholzſchlä⸗ 6 er, Schindelmacher, Felgenhauer u. ſ. w., ſo wie der ſtrenge feß eintritt, keine Arbeit, indem das gefrorne Holz ſich weder palten, noch aut mit der Säge ſchneiden laͤßt, und es iſt Sorge zu tragen, daß ihnen das brauchbare Holz liegen bleibt, bis es aufthaut, die Leute ſelbſt aber bey dem Ausſchneiden dieſes Hol⸗ zes und dem Einſchlagen des Brennholzes beſchäftigt werden. Auch den mit dem Reißigaufbinden heſchäftigten Holzhauern muß man wo möglich andere Arbeit geben, da die Weiden bey Froſt nicht halten, und bey einfallendem Schnee auch das Reis⸗— holz nicht rein aufgebunden werden kann. Wenn noch Maſt⸗ ſchweine im Forſte ſind, mus dafür geſorgt werden, daß ſie bey Froſtwetter genügendes Waſſer haben. —— Zmaule ſe in Derende. Ebrhiwwir The ſole.: grundſäße der guß⸗ t auf die a g hoben, anzuführen mber. diefer⸗ und fichten⸗ keine u Fi die Zäpfchen Ne Erlt verden. R fetes Frübjahr zu mirn, immten Orte kina amkeit erfordem je iel Schaden auf den dem nur durch M⸗ ng und Fällung von werden kann. im vollen Betriebe in Bruchgegenden erausſchaffen. Das konat zu fällen, di ſobald Froſtwette auf die Holzylize wird es in dieſen inreichende Zeit zu n Forſte vorhanden, fürchten läßt, ſo iſt n ſie dem Meiſtbie⸗ n iſt dieſer Monat, zum Verkuf des die Stelle der Lamde müſſen wo möglich den werden konnen, a und den Froſtwes Conttacte Mit Holz⸗ nſeyn, damit dieſen hölzer verloren geht. nitter, Stabholzſchli⸗ ſo wie der ſtrenge orne Holz ſich weder st, und es iſt Sorge liegen bleibt, bis es ſchneiden dieſes Hol⸗ . Wenn voch Maſt⸗ t werden, diß ſe bey Volſidge Anweiſung zur Der Weinbau. Von Nitter Franz De Forſtwiſſenſchaft nach rein pre Dr. W. Pfell. 8. Mit einer Kupferte ne Anweiſung zur Sasdwiſſenſche Pfeil. 8. Sdie Pferdezucht. Bon 3. F.. H vier Kupfertafeln. Practiſche Anleitung zur rationellen Rin F. C. Franz. 8. Mit deer Kupfern. Die Wartung, Pftege und Zucht der Schafes Von B. Von der Z u Von der Zuch Petri. 8. Mit Ku fertat. Pan. 41 Khlr. 8 Gr. 6 Gr. 3 Gr. richzs. 6 Gr. Von der Zucht d de nwoͤtmer und der Maul⸗ beerbaͤume. Von J. 8 Gr. Die Ziegenzucht. Von J. 6 Gr. Van der Zuͤcht der Hunde. Wan I 85. C. Die terichs. 6 Gr. Die wilde Fiſchenzi. Von Dr. E. M. Schiling. 8. 6 Gr. Die Teichfiſchetet. Von F. Leichmann. 8. 9 Gr. Die Lehre von den ionen. Von G. S. Ritter. 8. 16 Gr. Die dheerheittunde Von J. F. C. Dieterichs. 8. Mit eeiner Kupfertafel. 1 Zhlr. Oekonomis. 2 Theile. Von E. W. S. Klebe. 8. Mit 2 Kupfertafein und mehrern Tabelen. 2 Thlr. Land⸗ und hauswirthſchaftliche Technologie. mn Dr. S. F. Sembſd. 8. Mit vier Kupfertafeln.. Fhlr. 8 Gr. Baumgüͤrtners Hucgyennena in n Leipzi 6 8 L dAAAlrLabLIAHAIRAILAIIIIlRN dn fMaagaaeggastanenhagaggsan gaeahangnngsnggangg Oem 1 2 3 3 5 6 1 8 9 11 Colour& Grey Controi GChart e Biue Cyan Green Vellow Bed Magenta „nüe Sr G Greys