““ ſgorwt.) Sideen,. Seae e, ue Kaaferee Ghhäleih. Lſhr 2e Ly Sammlung „ landwirthſchaftlicher Schriften. hei 8 Vom Freyherrn v. Voght. V — Erſter Theil. Hamburg 1825, bey Friedrich Perthes. Sammlu V viel ganzich uin bevitthſcha i giſg was ich ked geſtelt ſcrſe urtmn mee de damalas übiig leß. vd Girdurgh 1 riſe nidei wäͤhrende Gefängniſſe nit der(i machen. Vorrede zur Sammlung landwirthſchaftlicher Schriften. —— Ver vierzig Jahren ſing ich, der Landwirthſchaft gaͤnzlich unkundig, an, meine Beſitzung in Flotbeck bewirthſchaften zu laſſen. Ich las Vieles uͤber die Landwirthſchaft, bemerkte was ich konnte— mit welchem Nutzen will ich dahin geſtellt ſeyn laſſen. Reichardt, Young und Marſhall waren meine Lehrer in den Nebenſtunden, welche mir die damals entſtandene Hamburgiſche Armenanſtalt uͤbrig ließ. In den Jahren 1792 bis 1794 friſchte ich in Edinburgh meine botaniſchen und chemiſchen Kennt⸗ niſſe wieder auf, ſuchte in England und Schottland, waͤhrend eines dem Armenweſen und dem Zuſtand der Gefaͤngniſſe hauptſaͤchlich gewidmeten Aufenthalts, mich mit der Engliſchen Agricultur practiſch bekannt zu machen. 2A — IV— Im Jahre 1795 brachte ich die beſten, damals in Großbrittannien bekannten Ackergeraͤthe(ſie ſind auch noch jetzt die beſten), Engliſche Ackerleute und Baumſchulen-Gaͤrtner mit mir heruͤber, um meine Leute im Gebrauch der Ackergeraͤthe, der Saͤemaſchi⸗ nen, der Droͤſchmuͤhle, in Verfertigung der Diemen und verdeckten Abzugsgraͤben, dem fabrikmaͤßigen An⸗ pflanzen von Baͤumen und Stauden u. ſ. w. zu un⸗ terrichten. Bis zum Jahr 1803 war dennoch meine Muſſe fortdauernd durch die Armenanſtalten Hamburg's, ſo wie durch die Armenanſtalten Wien's und Berlin's, waͤhrend meines Aufenthalts in dieſen Staͤdten, gaͤnz⸗ lich beſchaͤftigt. Vom Jahr 1804 an von allen Geſchaͤften be⸗ freyet, ward die practiſche Agricultur der Gegenſtand aller meiner Bemuͤhungen, deren beginnende Einwir⸗ kung auf den Zuſtand des Landbaues in Flotbeck aber durch eine lange Abweſenheit vom Jahre 1807 bis zum Jahre 18414 unterbrochen wurde. Dieſe lange Entfernung mußte nothwendiger Weiſe auf den Landbau in Flotbeck nachtheilig wirken. Der Krieg und der Aufenthalt fremder Truppen waͤh⸗ rend der Belagerung Hamburg's zerſtoͤrte ihn gaͤnzlich. Im Jahr 1844 war alles neu zu ſchaffen. Die⸗ ſem Geſchaͤfte gaͤnzlich hingegeben, wandte ich von tun on, t Auntriſens hults in 83 gdonmät 9 un ſichle n wie fent Hlſe tim venehren 1 Ba iigkät ailt den ein I4 unde, mt 3 krrnan. Denr beſtimmt za da Eſſols Nni Schrit ilt Er in gfaßt hatid ₰ vermͤgen dan ich D ads zwe d tagsſähig dD V cemiſ en ocfung de eſten, damals the(ſie ſad ſckerleute und , um meine r Saemaſchi der Dimm V kmaͤßigen A⸗ ſ. w. zu m. meine Muſſe unburgs, ſo und Berlit's, * 3 tadten, gaͤnz⸗ jeſchäſten be⸗ er Gegenſtand nende Einvir⸗ Flotbeck aber gre 4807 bi V nothbendigt theilg witken Truppen wih⸗ e ihn ginzlic ſchaffen. Die⸗ andte ich von — N— nun an, was ich von theoretiſchen und practiſchen Kenntniſſen gehabt und waͤhrend des langen Aufent⸗ halts in Frankreich, in der Schweiz und in Italien geſammelt hatte, auf die Beachtung der Vegetation, und ſuchte von der Natur ſelbſt zu lernen, wie und in wie fern man der Entwickelung ihrer Kraͤfte zu Huͤlfe kommen und den Ertrag der Pflanzen moͤg üchſ vermehren koͤnnte.— Bey jedem Verſuch ward ich durch die Schwie⸗ rigkeit aufgehalten, den Grad der Ertragsfaͤhigkeit, den ein Feld beſaß, ehe der fragliche Verſuch gemacht wurde, mit irgend einiger Genauigkeit angeben zu koͤnnen. Dennoch war dieſes durchaus nothwendig, um beſtimmt zu wiſſen, was dieſe Ertragsfaͤhigkeit durch den Erfolg des Verſuchs gewonnen oder verloren hat. Nun erſchien von Wulffen's merkwuͤrdige kleine Schrift uͤber die Statik des Landbaues. Er iſt es, der den genialiſchen Gedanken auf⸗ gefaßt hat, die Kraft des Bodens, welche ich Erd⸗ vermoͤgen nenne, von dem Reichthum des Bodens, den ich Duͤngvermoͤgen nenne, zu trennen; beyde als zwey Fackoren anzuſehen, deren Produet die Er⸗ tragsfaͤhigkeit iſt. 3 Das Erdvermoͤgen eines Feldes ſuchte ich durch chemiſche und phyſikaliſche Unterſuchung, durch Beob⸗ achtung der wildwachſenden Unkraͤuter und ihres Ge⸗ — vI— deihens, durch das aͤußere Anſehn der cultivirten Pflanzen ſelbſt, durch Aufmerkſamkeit auf das, was bisher durch Bearbeitung und Erdmiſchung zur Ver⸗ beſſerung des Bodens geſchehen war, auf das endlich, was die climatiſche Einwirkung dafuͤr gethan hatte, zu beſtimmen. Das Duͤngvermoͤgen ſuchte ich durch die vor⸗ herige Geſchichte des Feldes, durch Aufmerkſamkeit auf die Art der demſelben gewordenen Beduͤngung, deren Wirkung auf die Vegetation und die Erndten, auszumitteln. Nun verſuchte ich mein ſorgfaͤltig gepruͤftes, auf dieſe Umſtaͤnde begruͤndetes Urtheil in Graden der Ertragsfaͤhigkeit zu beſtimmen und dieſe in Zahlen aus⸗ zudruͤcken. Das erſte Verhaͤltniß, welches ich zwiſchen Erd⸗ vermoͤgen und Duͤngvermoͤgen annahm, druͤckte alſo ein Urtheil aus, welches die Erfahrung mehr oder minder rechtfertigte und welches durch letztere berichtigt ward. Dieſe Baſis mochte allerdings hypothetiſch ſeyn, aber in der Folge druͤckte die practiſch bewirkte Ver⸗ aͤnderung der Verhaͤltniſſe eine wirkliche Thatſache aus, die in dem Maaße zur Gewißheit ward, in welchem das, was als Bedingniß der Erfahrung angeſehn wer⸗ den konnte, genau beachtet und gewuͤrdigt worden war. Dadurch kam ich dahin, das zu ſondern, was die Kultur fuͤr das Erdvermoͤgen, was ſie fuͤr das ₰ — Huͤngye andre hob atühen liren, w wlhen auf eineme hedarf, denſeben M en Natl Nahode: die ſorgf de Frudh gader i käit ſo g wollte d der Ver kinfiiger ſchigkat Au Vuakung. verſched zu konn das N tragsſch J. Modvern cultivirten das, was zur Ver⸗ das endlich, han hatte, ich die vor⸗ nerkſamkeit zedüngung, Erndten, duͤſtes, auf taden der uhlen aus⸗ ichen Erd⸗ V ate alſo ein ver minder rigt ward. iſch ſen, ſekte Ver⸗ ſſache aus, welchem b geſehn wer⸗ rden war. gzern, was ie für das — VII— Duͤngvermoͤgen vermag; wie ſie eines durch das andre heben und dadurch die Potenz des Feldes zu erhoͤhen vermag; was beyde durch die Erndten ver⸗ lieren, was der Landmann beyden wiedergeben kann; welchen Grad der Ertragsfaͤhigkeit eine gegebene Frucht auf einem gegebenen Felde zu ihrem hoͤchſten Gedeihen bedarf, und bis zu welchem Grad der Landmann denſelben mit Sicherheit erhoͤhen darf. Nie waͤhnte ich, daß durch alles dieſes irgend ein Naturgeſetz entdeckt werden koͤnne. Ich habe dieſe Methode nur als ein bequemeres Mittel angeſehen, die ſorgfaͤltig beobachtete Wirkung der Beſtellung auf die Frucht, der Erndten auf den Boden, auf ſolchen Feldern in Zahlen auszudruͤcken, deren Ertragsfaͤhig⸗ keit ſo genau als moͤglich bekannt geworden war. Ich wollte dadurch die Reſultate genauer beſtimmen, ſie der Vergeſſenheit entreißen, um ſie zur Grundlage kuͤnftiger Wahrnehmungen auf Feldern, deren Ertrags⸗ fäͤhigkeit hinlaͤnglich bekannt war, benutzen zu koͤnnen. Auf dieſem Wege war ich dahin gekommen, die Wirkung derſelben Kultur⸗Methode auch auf Feldern verſchiedener Ertragsfaͤhigkeit mit einander vergleichen zu koͤnnen, weil das, was verglichen werden ſollte, das Verhaͤltniß des Ertrags zur bekannten Er⸗ tragsfaͤhigkeit der Felder war. Indem ich auf demſelben Felde, bey demſelben Erdvermoͤgen, verſchiedene Duͤngmittel anwandte, lernte 5 — VIII— ich die Wirkung dieſer Duͤngmittel, abgeſehn vom Erd⸗ vermoͤgen, kennen. Umgekehrt, indem ich auf dem⸗ ſelben Felde, bey demſelben Duͤngvermoͤgen, die ver⸗ ſchiedenen Beſtellungsarten anwandte, lernte ich die Wirkung dieſer Beſtellungsarten, abgeſehn vom Duͤng⸗ vermoͤgen, kennen. Nun konnte ich die Wirkung einer Quantitaͤt Duͤngers jeder Art auf einem aͤhnlichen Boden in Zah⸗ len ausdruͤcken— ſo die Wirkung jeder Pflugart u. ſ. w.; ſie auf andre Felder anwenden und mit ziemlicher Ge⸗ nauigkeit herausbringen„wie dieſelbe Behandlung ſich bey verſchiedener Bodenart— wie bey verſchiedener Frucht verhalte. Die vielen kleinen Koppeln, welche ich jaͤhrlich mit derſelben Frucht beſtelle und die in demſelben Jahre denſelben climatiſchen Einwirkungen ausgeſetzt waren, und einige Aufmerkſamkeit auf die mir bekannten nachbarlichen Koppeln, verſchafften mir einen Durchſchnitt des in dem Jahre, fuͤr ein beſtimmtes Gewicht Frucht, noͤthigen Grades der Er⸗ tragsfaͤhigkeit. Dieſes gab mir die Jahresfrucht⸗ barkeit und ward der Maaßſtab des Verhaͤltniſſes der durch Behandlung und Bedungung erhaltenen Frucht⸗ barkeit jedes einzelnen Feldes zum Durchſchnitt der Fruchtbarkeit des Jahres. Das dadurch bekannte Verhaͤltniß der Jahres⸗ fruchtbarkeit mehrerer folgenden Jahre erweiterte die Sphaͤre meiner Vergleichungen, denn nun konnte ich die Wirkung verſchiedener Behandlungen in verſchie⸗ 8 duen Jn I wenn Einfliſſe eiſ unzählige: und nach! Sct. ſhwigen⸗ fernten lu then, 4 1 in wie ſec hunden,) und zwey) Dien in das 6n der Verſu Holſteiniſ linen Au ſtatichen i angewanda und dadu igen Gei mir vallet — — 0) 3 metg aus a hang beane hefte vom Erd⸗ dauf dem⸗ die ver⸗ ze ich die en Duͤng⸗ luantitaͤt 3 in Zah⸗ Dt u.ſ.w.; richer Ge⸗ nung ſich ichiedener 9, welche u die in rürkungen s auf die Pften mir 4 fuͤr ein eder Er⸗ ss frucht⸗ Aiſſes der Frucht⸗ Fäitt der Jahres⸗ Derte die ante ich yerſchie⸗ — X— denen Jahren eben ſo gut mit einander vergleichen, als wenn ſie in demſelben Jahre denſelben climatiſchen Einfluͤſſen ausgeſetzt geweſen waͤren. Eilf Jahre lang habe ich nun dieſe Methode auf unzaͤhlige Wahrnehmungen angewandt und ſie nach und nach zu vervollkommnen geſucht. Sechs Jahre lang hatte ich gaͤnzlich daruͤber ge⸗ ſchwiegen und mich nur mit meinen nahen und ent⸗ fernten landwirthſchaftlichen Freunden daruͤber bera⸗ then, als im Jahr 1849 die Frage daruͤber entſtand, in wie fern der Rapſaatbau, mit dem Mergeln ver⸗ bunden, zu erſchoͤpfend fuͤr den Gerſtenboden erſter und zweyter Claſſe werden koͤnnte. Die Beantwortung dieſer Frage ſchien mir ganz in das Gebiet der Statik zu gehoͤren und ich konnte der Verſuchung nicht widerſtehen, in die Schleswig⸗ Holſteiniſchen landwirthſchaftlichen Hefte im Jahr 1820 einen Aufſatz einruͤcken zu laſſen, in welchem ich die ſtatiſchen Grundſaͤtze bey der Beantwortung dieſer Frage angewandt hatte(*). Ich wollte Widerſpruch erregen und dadurch auf einen fuͤr die Landwirthſchaft wich⸗ tigen Gegenſtand aufmerkſam machen. Das gelang mir vollkommen und brachte mich zu einem fuͤr mich G) Ich habe ſie in dieſe Sammlung nicht mit aufgenom⸗ men, weil dieſer erſte Verſuch aͤußerſt unvollkommen ausfallen mußte. Wie dieſe Frage durch meine Ver⸗ handlung mit dem verdienſtvollen Herrn Jverſen voͤllig beantwortet iſt: ſiehe Schlesw. Holſt. landwirthſchaftl. Hefte, 2tes Heft S. 1 bis 42. — X— lehrreichen Briefwechſel mit den bedeutendſten Agrono⸗ men verſchiedener Laͤnder. In England und Schottland, mehr aber noch in Braband und Flandern, iſt die ausuͤbende Agri⸗ cultur zu einer Vollkommenheit gediehen, die durch die Theorie ſchwerlich etwas gewinnen kann. Auch ſind die beſten landwirthſchaftlichen Schriftſteller dieſer Laͤn⸗ der diejenigen, die das, was wirklich geſchieht, am genaueſten beſchreiben. Anders iſt es in Frankreich, in der Schweiz und Deutſchland, von woher ich ſehr wichtige Mit⸗ theilungen und Bemerkungen erhielt. So wie ich, durch die Beyhuͤlfe meiner agrono⸗ miſchen Freunde unterſtuͤtzt, in der Anwendung der ſtatiſchen Methode weiter fortruͤckte, glaubte ich, die daraus hervorgegangenen Wahrnehmungen, ſo wie ſie ſich zu Erfahrungen erhoben hatten, durch ihre Mitthei⸗ lung meinen naͤchſten Gewerbsgenoſſen nuͤtzlich machen, und, ſie ihrer Pruͤfung unterwerfend, mindeſtens neue Ideen bey ihnen erwecken zu duͤrfen. So entſtand die Bekanntmachung der hier ge⸗ ſammelten Aufſaͤtze und Briefe. Ich habe meine Anſicht der Statik des Land⸗ baues, wie ich ſie im Jahre 1817 hatte, vorangeſetzt, weil ich ſie als eine faßliche geſchichtliche Anleitung fuͤr diejenigen anſehe, welche dieſe Methode naͤher ken⸗ nen lernen wollen, und weil dadurch vielleicht einige perurth ſanden ausſehun & Je über d) dm Bah 4³⁰4 Wego geſachte an die i rerſtchen Kultur Oſ de Kun daraus Umſtane pfohlenen Wie vie de Naa betraͤchte d Jahrhu Verſuch iſt gan 2 X Einflu hauptſa 4 Agrono⸗ er noch de Agri⸗ urch die ich ſind iſer aͤn⸗ it, am Schweiz e Mit⸗ hagrono⸗ aung der eich, die wie ſie Mitthei⸗ zmachen, ans neue zchier ge⸗ s Land⸗ Jangeſeht, luleitung aher ken⸗ aht einige — xXxI— Vorurtheile gehoben werden koͤnnten, die daraus ent⸗ ſtanden ſind, daß man unentbehrlich hypothetiſche Vor⸗ ausſetzungen als Thatſachen angenommen hat. Ich habe die Methode ſelbſt in dem Berichte uͤber die Erndte vom Jahr 1820, ſo wie in dem Bericht uͤber den Rapſaatbau vom Jahr 1821 angewandt, und ihre Anwendung durch den Wegweiſer fuͤr Flotbeck verſtaͤndlicher zu machen geſucht, um den Landwirthen ein bequemeres Mittel an die Hand zu geben, ſich unter einander beſſer zu verſtehen, wenn ſie von der Wirkung irgend einer Kultur auf irgend einen Boden ſprechen. Oft hatte ich bemerkt, wie viel Unſicherheit fuͤr die Kunſt und wie viel Schaden fuͤr den Landmann daraus entſtand, daß es an Mitteln fehlte, alle die Umſtaͤnde genau anzugeben, welche die durch eine em⸗ pfohlene Methode erhaltenen Reſultate bedingt hatten. Wie viele Landleute haben nicht eben deswegen durch die Nachahmung einer fuͤr ſie unanwendbaren Kultur betraͤchtlichen Schaden erlitten! Wie manche wichtige Entdeckung iſt oft halbe Jahrhunderte lang unbenutzt geblieben, weil die erſten Verſuche dadurch mißlangen, daß ſie unter andern, oft ganz entgegengeſetzten Umſtaͤnden ausgefuͤhrt waren. Die Bekanntmachung des Briefes: uͤber den Einfluß der Vegetation auf den Boden ward hauptſaͤchlich dadurch veranlaßt, weil ich wuͤnſchte auf — XII— die Art der Beduͤngung aufmerkſam zu machen, welche mehr die Erhoͤhung der Lebenskraft der Pflanzen als die Vermehrung der fuͤr ſie tauglichen Nahrung zum Zweck hat; weil ich den unglaublich hohen Werth, den die gruͤne Beduͤngung ſowohl auf das Erd⸗ als auf das Duͤngvermoͤgen hat, ſo anſchaulich als moͤglich darſtel⸗ len wollte. Die Zeitumſtaͤnde veranlaßten die Bekanntmachung des zweyten Briefs. Die Befolgung der darin aufge⸗ ſtellten Grundſaͤtze iſt ihrer Bekanntmachung ſo ſehr vorgeeilt, daß es keinem Zweifel mehr unterworfen ſeyn kann, daß das, was die Landwirthe nun ſeit meh⸗ reren Jahren gelitten haben, die Vervollkommnung der Landwirthſchaft zur Folge gehabt hat und eine ver⸗ groͤßerte und zugleich wohlfeilere Production zur un⸗ ausbleiblichen Folge haben wird. Die zuſammengeſtellten Reſultate einiger Erfah⸗ rungen uͤber den Kartoffelbau ſtehen als ein Verſuch daruͤber da, in wiefern dieſe Art der Darſtel⸗ lung fuͤr das landwirthſchaftliche Publicum practiſch nuͤtzlich ſcheinen wird. Sollte man glauben, daß eine Fortſetzung dieſer Mittheilungen von wirklichem practiſchen Nutzen ſeyn koͤnne, ſo wuͤrden, falls die Vorſehung einem 73jaͤh⸗ rigen Manne noch einige Jahre lang Leben und Kraͤfte verleihet, die Reſultate der ſich jaͤhrlich vermehrenden Erfahrungen uͤber Kartoffeln, Waitzen, Rocken, Meng⸗ L futter, einigen — Zuſam des! außerſt meht zu unde 1 wein l ausmal- Swelche zen als 4 zum y), den auf das (arſtel⸗ acchung zauſge⸗ do ſehr ren ſeyn 7 meh⸗ ang der e ver⸗ ur un⸗ — XII futter, Rapſaat⸗ und Duͤngſaat⸗Bau vielleicht nach einigen Jahren bekannt gemacht werden koͤnnen. Vielleicht bin ich auch alsdann im Stande, etwas Zuſammenhaͤngendes uͤber die angewandte Statik des Landbaues, die ihrer Natur nach ſich nur aͤußerſt langſam vervollkommnen kann, dem Urtheil, mehr noch der Nachkommenſchaft als der Zeitgenoſſen, zu unterwerfen. Auf allen Fall wuͤrde dann ein zweyter Band mein letztes Vermaͤchtniß an meine Gewerbsgenoſſen ausmachen. angeyan der Meine Anſicht Statik des Landbaues im Jahr mit Anmerkungen. 1 81 7 angehaͤngten in ſpaͤtern Jahren hinzugekommenen V Wa hi V mißr int ſſeinmg br Hier Mnacjung be An ane Aehe fern das! nagsfih Wiültriß V fähigkeit (rtage Gefundene Nurett uah Vhre deſen Ge kar zu me V Da 1 thun w drin, die 1 V Voghes an VWVorwor t. Wehl hat noch nie ein unvollkommenes Machwerk mehr eines Vorworts zur Rechtfertigung ſeiner Er⸗ ſcheinung bedurft. Hier iſt, was mich zu der verſpaͤteten Bekannt⸗ machung bewogen hat. Als ich im Jahr 1817 mich entſchloß, waͤhrend einer Reihe von Jahren zu verſuchen, ob und in wie fern das Verhaͤltniß des Ertrags zur Er⸗ tragsfaͤhigkeit des Bodens, und das Ver⸗ haͤltniß alles deſſen, was dieſe Ertrags⸗ faͤhigkeit vermehrt oder vermindert, zum Ertrage ſelbſt, ſich genauer beſtimmen und das Gefundene ſich in Zahlen ausdruͤcken laſſe; war es zufoͤrderſt noͤthig, meine Anſicht deſſen, was der Staats⸗ rath Thaer und Herr von Wulffen bis dahin uͤber dieſen Gegenſtand bekannt gemacht hatten, mir ſelbſt klar zu machen. Da es mir nur um die practiſche Anwendung zu thun war, ſo ließ ich das hoͤhere Wiſſenſchaftliche darin, die Theorie ſelbſt, zur Seite liegen, und ſah Voght's landwirthſchaftl. Schriften Ir. Bd. B —-— XVIII— das Ganze nur als eine Methode an, meinen Er⸗ fahrungen eine groͤßere Beſtimmtheit zu geben. So entſtand dieſe Anſicht der Statik. Waͤhrend der ſieben ſeitdem verfloſſenen Jahre theilte ich ſie vielen meiner agronomiſchen Correſpon⸗ denten mit, unter denen ich das Gluͤck habe, mehrere der bedeutendſten theoretiſchen und practiſchen Land⸗ wirthe Deutſchlands, Frankreichs und der Schweiz zu zaͤhlen. So entſtanden auch die Anmerkungen, die, mit verſchiedenen Jahreszahlen bezeichnet, bei dieſer Ver⸗ anlaſſung hinzugefuͤgt worden ſind. Dieſen Freunden verdanke ich viele nuͤtzliche Be⸗ lehrung und ihnen bin ich es zum Theil ſchuldig, wenn die Anwendung der Statik mir bedeutende und ſelbſt eintraͤgliche Reſultate geliefert hat. Das Ganze bedarf noch mehrere Jahre fortge⸗ ſetzter Verſuche, ehe etwas nur irgend Befriedigen⸗ des, die Statik als Wiſſenſchaft Begruͤndendes, be⸗ kannt gemacht werden kann. Auch kann dieſes nicht das Werk eines alten, bald die Welt verlaſſenden Mannes ſeyn, und muß der heranwachſenden Gene⸗ ration uͤberlaſſen bleiben. Sollten aber deswegen die erſten Verſuche da⸗ zu unbekannt bleiben, die vielleicht andern die Mittel zu weitern Fortſchritten erleichtern koͤnnten? Darf man dem Publikum das Wenige vorenthalten, weil man fuͤhlt, daß man nicht das Viele leiſten könne? Das! deholten ttwas alget kannt werd rilln dref uoh ſehle u ziſti untlcher 7 kt ihrer kannt vid ſen ſehe, ſc) mit de „ punkt zu ſt fund. We d ihnen jt de und alf k ſhiſtiger, dabeiten; a duxgerückt lefert wend Näin Drucſtücke migetheit, W arbeitern bekannt z MWNrarreſſe Schſi —- XIX— einen Er Das war es, was meine Freunde mir oft wie⸗ en. derholten. Sie beſtanden ſo dringend darauf, daß etwas allgemein Faßliches uͤber dieſen Gegenſtand be⸗ en Jahre kannt werde, wovon ſie glaubten, daß es bey dem Lorreſpon. vielen Trefflichen, was daruͤber erſchienen iſt, den⸗ mehrere noch fehle. Ich ſah ſelbſt aus ſo manchem, was een Land⸗ in Zeitſchriften uͤber die Statik vorkam, daß ihr Schweiz wirklicher Zweck und die Moͤglichkeit und Nuͤtzlich⸗ keit ihrer practiſchen Anwendung noch ſo ſehr ver⸗ die, mit kannt wird, daß ich mich, obgleich ungern, entſchloſ⸗ eſer Ver⸗ ſen habe, diejenigen meiner Gewerbsgenoſſen, welche ſich mit der Sache abgeben wollen, auf den Stand⸗ liche Be⸗ punkt zu ſtellen, auf welchem ich vor ſieben Jahren ſchuldig, ſtand. Was mir ſeitdem moͤglich geworden iſt, kann tende und es ihnen ja auch werden. Die Zeit, die ich auf die Cultur meines Gutes re fortge⸗ und auf die Verſuche wenden muß, die mich be⸗ friedigen⸗ ſchaͤftigen, laͤßt mir nicht Muſſe, dieſe Skizze umzu⸗ ndes, be⸗ arbeiten; auch wenn die Wiſſenſchaft ſchon ſo weit iſes nicht vorgeruͤckt waͤre, daß irgend etwas Vollſtaͤndiges ge⸗ laſſenden liefert werden koͤnnte. gen Gene⸗ Meinen Freunden habe ih dann und wann Bruchſtuͤcke aus den Reſultaten meiner Bemuͤhungen ſuche da⸗ mitgetheilt, die ich nicht abgeneigt bin, meinen Mit⸗ hie Mitel arbeitern an der Vervollkommnung der Landwirthſchaft bekannt zu machen, falls die Sache fuͤr ſie ein rnthalten, Intereſſe hat. den könne? Schließlich bitte ich, ja nicht alles in dieſer — XxX— Anſicht Dargelegte, als meine jetzige Ueberzeugung anzuſehen. In den Hauptgrundlagen mit meinen Mitarbeitern einverſtanden, haben ſich meine Ideen daruͤber durch ſiebenjaͤhrige Erfahrungen gar oft und viel aͤndern muͤſſen. Ich bitte daher, das Ganze nur als eine ge⸗ ſchichtliche Darſtellung anzuſehen— jedem zur Pruͤ⸗ fung und Beurtheilung uͤberlaſſen. Wenn es zum Nachdenken uͤber manchen wich⸗ tigen Gegenſtand unſerer Kunſt fuͤhren, achtſamer auf den Vegetations⸗Prozeß der Pflanzen, die wir bauen, und ſorgfaͤltiger in der Anwendung der Mittel machen koͤnnte, durch welche wir ihn zu befoͤrdern ſuchen, ſo waͤre allerdings mein Zweck vollkommen erfuͤllt. Vyſt zeugung meinen e Ideen oft und eine ge⸗ ar Pru⸗ en wich⸗ mer auf r bauen, machen ſuchen, ffuͤlt. Inhaltsverzeichniß. —— Seite §. 1. Erſter Anfang der Vergleichung der Frucht⸗ barkeit mit dem Ertrage... §. 2. Nothwendigkeit einer Claſſificirung der Felder §. 3. Allgemeine Anſicht der Bodenarten meiner Beſitzunng·..... §. 4. Wirkliche Claſſiſication des Bodens und deſ⸗ ſen Unterabtheilungen... Beſchreibung der Felder.. §. 5. Warum der Verſuch, das Verhaͤltniß der Ernd⸗ ten zum Ertrag in Zahlen auszudruͤcken, nuͤtz⸗ lich ſeyn kan... §. 6. Widerlegung einiger Einwuͤree.. §. 7. Die erſten Verſuche haben wir dem Herrn Staatsrath Thaer zu verdanken.. §. 8. Sodann dem Herrn von Wulffen.. §. 9. Erſte Hypotheſe. Kraft Reichthum= Fruchtbarkeit....... §. 10. Zweyte Hypotheſe. Der Ertrag des Bo⸗ dens ſteht mit ſeiner Fruchtbarkeit in directem Verhaͤltniſe.. Was fuͤr ein Verhaͤltniß ich angenommen habe §. 11. Dritte Hypotheſe. Methode, das Zahlen⸗ verhaͤltniß der beyden Factoren aufzufinden. §. 12. Vierte Hypotheſe. Die Erſchoͤpfung des Bodens iſt im Verhaͤltniß der hervorgebrach⸗ ten naͤhrenden Subſtauznz.. §. 13. Fünfte Hypotheſe. Die Kraftaͤußerung des Bodens wird durch ein Winter⸗Cereal um ei⸗ nen Grad vermindert.. 1 1 d 12 13 8 ☛ ummmmmmR—·— — XXII— §. 14. Sechste Hypotheſe. Wie der Verluſt des Reichthums dem Boden erſetzt werden koͤnne §. 15. Siebente Hypotheſe. Wie die Verminderung der Kraft des Bodens erſetzt werden koͤnne. §. 16. In wie fern ich dieſe Hypotheſen auf meine Felder anzuwenden geſucht habe... §. 17. Wie der Grad der Fruchtbarkeit jedes Fel⸗ des auszumitteln geſucht worden iſt... §. 18. Beſtimmung der Factoren fuͤr Kraft und Reichthum........ Welche Schwierigkeiten die vorgeſchlagene Me⸗ thode hatt... Verſuch, den Grad des Reichthums und der Kraft jedes Feldes zu finden.. Verhaͤltnißzahlen, fuͤr welche mehrere hundert Verſuche mich beſtimmten... Nothwendigkeit, das Verhaͤltniß der Fruchtbar⸗ keit zu dem Productionsbeduͤrfniß jeder Frucht insbeſondre, zu der Erſchoͤpfung durch dieſe Frucht, zum Erſatzmittel fuͤr dieſelbe, zu be⸗ ſtimmen..... . 19. Verhaͤltniß des Ertrags jeder Frucht zu der Fruchtbarkeit jeder Claſſe des Bodens, auf fuͤnf verſchiedene Fruchtarten angewandt.... Wie dieſes durch ſorgfaͤltigere Cultur modificirt worden iſt............ Wie ſonach auf die aus der Witterung entſte⸗ hende allgemeine Fruchtbarkeit des Jahres uͤberhaupt geſchloſſen werden koͤnne.. Wie dieſes die Erwartung beſtimme, zu der man fuͤr jedes gegebene Jahr fuͤr jedes gege⸗ bene Feld berechtigt geweſen ſeyny.. §. 20. Verhaͤltniß des Ertrags jeder beſondern Frucht⸗ art mit der durch ſie verurſachten Erſchoͤpfung des Reichthums..... a) bey Cerealien....... b) bey Braachfruͤchten........ Seite 46 47 N— Außero Klers Podur arten geglihe Wodur 9b bel Bodene Reichth §.4. W i I a) be Vi! dener Vie d. zun D h) benn wit der Prthä § A. Lr 4) dur Parun teiſchie zur ho Eziſt des Bo Kraft! Alealie 8 iſ über d barkeit thum Waru der B Wie trage, 46 §. 21. — XXIII— Außerordentliche Wirkung des unterrayolten Klees........ Wodurch die verſchiedene Wirkung der Voden⸗ arten auf die Erſchoͤpfung in dem Caleuͤl aus⸗ geglichen wird......... Wodurch die Kraft erſchoͤpft wird.. Ob bey einem groͤßern Grade der Kraft des Bodens dieſelbe Erndte weniger oder mehr Reichthum erſchoͤpfe....... Wie der Erſatz des Reichthums im Boden in Zahlen ausgedruͤckt werden koͤnne... a) beym Erſatz durch Duͤngung.. Wie derſelbe Duͤnger auf Boden von verſchie⸗ dener Kraft verſchieden wirke...... Wie das Verhaͤltniß der Kraft des Bodens zum Duͤnger zu beachten iſt... b) beym Erſatz durch Behuͤtung. Dieſer ſteht mit der Fruchtbarkeit des Bodens in directem Verhaͤltniſſe....... §. 22. Erſatz der Erſchoͤpfung der Kraft.... a) durch Bearbeiktung........ Warum Kraft und Thaͤtigkeit ſo weſentlich un⸗ terſchieden ſind, und wodurch die hoͤchſte Kraft zur hoͤchſten Thaͤtigkeit gebracht werden koͤnne Es iſt wahrſcheinlich, daß die natuͤrliche Thaͤtigkeit des Bodens ſich im umgekehrten Verhaͤltniß der Kraft verhalte, inſofern dieſe, mit Ausſchluß der Alkalien, auf die erdigten Beſtandtheile beruht Es iſt wahrſcheinlich, daß, ſo wie die Erndten uͤber den Mittel⸗Ertrag hinausgehen, die Frucht⸗ barkeit mehr auf die Kraft als auf den Reich⸗ thum des Bodens beruhe...... Warum ſo vieles auf die Form und Tenuttaͤt der Beſtandtheile des Bodens ankommen koͤnne Wie der ſchwaͤchſte Boden keinen Duͤnger er⸗ trage, der kraͤftigſte keinen beduͤree.. Seite 61 62 63 64 65 §. 24. Vermehrung der Kraft. c) — XXIV— Seite Bis zu welchem Grade meine Bearbeitung des Bodens ſeine Kraft⸗Entwicklung befoͤrdere. Wie wichtig das ſorgſame und tiefe Unterrayolen des Klee's ſey„9))))n. Zweckmaͤßigkeit des gruͤnen Duͤngers auf Sand⸗ boden. Wie dadurch Leben in einen todten Boden zu bringen ſey.... §. 23. Erſatz der Kraft⸗Erſchoͤpfung. b) durch Braachfruͤchte. o) durch Miſchung mit andern Erdarten, vorzuͤglich ſolchen, die viel Alkali enthalten.. Wie der Thonmergel nuͤtzlich auf Sand und Moor, ſchaͤdlich auf lehmigtem Lande ſich bewieſen habe Wie das Mergeln nuͤtzlich und in ſeinen Fol⸗ gen unſchaͤdlich gemacht werden koͤnne. Um wie viel der Ertrag durch das Mergeln erhoͤht wurre... Wie die Wirkung des Mergels auf die Erhoͤhung der Kraft zu berechnen ſoy).. Wie viel Duͤnger dazu gehoͤre, dieſen groͤßern Ertrag zu erſetzen nach 4 Korn⸗Erndten oder nach einer Rapſaat⸗Erndte und 3 Korn⸗Erndten 4. 2.. ⁴*.⁴. §. 25. Tabelle uͤber das erreichbare Maximum der Fruchtbarkeit bey einem gegebenen Grade von Kraft und Reichtum.. Erklaͤrende Bemerkungen zur vorhergehenden Tabelle..... Tabelle uͤber das Verhaͤltniß der Fruchtbarkeit zum Ertrage, des Ertrags zur Erſchoͤpfung des Bodens, bey fuͤnf verſchiedenen Fruchtarten. Erklaͤrende Bemerkungen zur vorhergehenden Tabelſe............ Nachſchrift........... 82 1 Mire Jahr ren hit (Hibben ſtuit. II. Netſu Nloth uf ui latkeit Nathäl ſichen II Uüber bec 4. V W. Fotb Hinſe fahrn ſchaf (diel Verſu ſers.) „ung des mere. asrrayolen , Sand⸗ an todten ⸗ ) durch 5 eiſchung en, die .. an Moor, Aan habe ig Fol⸗ e. 2 zergeln -e 9 hdhung , groͤßern aen oder endten um der an ade von .,. henden Ahtbaket fung des nrten hehenden „ 7 Inhalt des Erſten Bandes. —j— . Meine Anſicht der Statik des Landbaues im Jahr 1817, mit angehaͤngten, in ſpaͤtern Jah⸗ ren hinzugekommenen Anmerkungen... (Hiebey Vorwort, Inhaltsverzeichniß und Nach⸗ ſchrift.) Verſuch zu einem Bericht uͤber die Erndten in Flotbeck im Jahr 1820, mit beſonderer Ruͤckſicht auf die Fruchtbarkeit der Felder und die Frucht⸗ barkeit des Jahres und des daher entſtehenden Verhaͤltniſſes zum Ertrag, und uͤber die Aus⸗ ſichten fur das Jahr 1821... Ueber die Kultur der Sommerrapſaat in Flot⸗ beck 1821...... Flotbeck und deſſen diesjaͤhrige Beſtellung, mit Hinſicht auf die durch dieſelbe beabſichtigten Er⸗ fahrungen. Ein Wegweiſer fuͤr die landwirth⸗ ſchaftlichen Beſucher deſſelben im Jahre 1821. (Hiebey Nachſchrift, alphabetiſches Regiſter der Verſuche und Inhalts⸗Anzeige des Wegwei⸗ ſers.) V. VI. VII. Auszuͤge aus Briefen landwirthſchaftlichen In⸗ halts. Erſter Brief. Ueber die Einwirkung der Le⸗ benskraft der Pflanze, auf ihr Gedeihen und auf die Verbeſſerung des Bodens durch ihre Vegetation........ Zweyter Brief. Ueber die Art, wie der Land⸗ mann die jetzige Periode niedriger Kornpreiſe zu ſeinem Beſten benutzen koͤnne... (Hiebey Inhaltsanzeige und Nachtrag.) Reſultate der Verſuche, den Kartoffelbau be⸗ treffend, in den Jahren 1822 und 1823. (Hiebei Inhaltsanzeige, Vorwort und Anhang.) Ueber das Ausſaͤen des weißen Engliſchen Win⸗ ter⸗Waitzens im Februar und Maͤrz... Seite 229 247 307 90 Mene A S fi nen Kotbel heſondes g Fdes geddes gt. 3c Qualität des dem Einfluß wit Ruͤckſic eirenden U ic nir von Dieſe 7 Wethältniß d uf derverſ hutte di der a derſ Hinſict, Maaßgabe theilen, ſe Nachde rur Sandbe Vanhbes lan Meine Anſicht der Statik des Landbaues im Jahr 1817. §. 1. Se fuͤnf Jahren hatte ich die Erndten jeder der klei⸗ Erſter An⸗ fang der Ver⸗ nen Koppeln meines Ackers beſonders gelegt, die Cerealien gleichung der beſonders gedroſchen, genaue Notizen uͤber den Zuſtand ſinchrbafeit jedes Feldes, deſſen Beduͤngung und Beſtellungsart beyge⸗ tras legt. Ich hatte dabey den Zweck, den Ertrag mit der Qualitaͤt des Bodens, dem daran gewandten Duͤnger und dem Einfluß der vorhergehenden Frucht vergleichen, und mit Ruͤckſicht auf die eingetretenen, die Ergiebigkeit modifi⸗ cirenden Umſtaͤnde, muthmaßlich beſtimmen zu koͤnnen, was ich mir von den folgenden Erndten verſprechen duͤrfe. §. 2. Dieſe Vergleichung lehrte mich ſehr bald, in welchem Nothwen⸗ digkeit eine Verhaͤltniß dieſelbe Behandlung, Beduͤngung und Vorfrucht Claſſificirung auf den verſchiedenen Feldern verſchiedene Wirkungen gehabt der Felder. hatten; die aͤhnlichen Wirkungen bewieſen, daß ſolche Fel⸗ der zu derſelben Kategorie gehoͤrten, und daß ich in dieſer Hinſicht, um den kuͤnftigen Ertrag meiner Felder nach Maaßgabe der vorbenannten Umſtaͤnde richtiger zu beur⸗ theilen, ſie klaſſificiren muͤſſe. Allgemeine §. 3. Anſicht der Nachdem naͤmlich eine nahgelegene Pachtung, die Modererte nur Sandboden hat, mit zu meiner Bewirthſchaftung ge⸗ ſitzung. Voght's landwirthſchaftl. Schriften 1r. Bd. 1 — 2— zogen worden, hatte ich ſehr verſchiedenartige Felder zu bebauen; vom bindendſten Lehm bis zum loſeſten Sand; von immer naſſem bis zu immer trocknem Lande. Wirkliche Claſſification des Bodens und deſſen Unterabthei⸗ lungen. Wenn auch nun in jeder Art des Bodens nur die fuͤr ſie paſſende Frucht gebauet ward, ſo ſtand der Ertrag doch noch immer in einem beſondern Verhaͤltniß, theils zu den phyſi⸗ ſchen Eigenſchaften des Bodens, theils zu den, durch laͤn⸗ gere oder kuͤrzere Dauer der vorhergegangenen Kultur ver⸗ aͤnderten chemiſchen Eigenſchaften deſſelben, beſonders zu der Quantitaͤt der mehr oder minder zerſetzten Nahrungs⸗ theile der Pflanzen in demſelben. Meine ſchweren Felder haben alle einen undurchdring⸗ lichen Lehm zur Unterlage und ſind daher naß und kalt, obgleich durch immer fortgeſetztes Ebnen und den ihnen verſchaften Fall, von allem Oberwaſſer entledigt, ſo wie durch verdeckte Abzuͤge von allem Unterwaſſer befreiet. Aber auch jene phyſiſche Beſchaffenheit iſt durch laͤngere Kultur und nachhaltiges tiefes Pfluͤgen auf den mehrſten Feldern gar ſehr gemildert; auf andern iſt ihre Wirkung noch unbezwinglich. §. 4. Ich habe mich alſo bewogen gefunden, was meine aͤltere Pachtung betrifft, zwey Claſſen anzunehmen. In die Erſte gehoͤren die Felder, in welchen die natuͤr⸗ liche Beſchaffenheit durch beſſere und vorzuͤglich durch laͤngere Kultur ſehr erhoͤhet worden. In die Zweyte die Felder, die noch mehr die Rohheit ihres urſpruͤnglichen Zuſtandes haben. Die Unterabtheilungen jeder Claſſe beziehen ſich auf Waͤrme und Lockerheit, im Gegenſatz von Kaͤlte und Bin⸗ digkeit, des in demſelben Kultur⸗Zuſtande befindlichen Bo⸗ dens. 4, 3. Die à0 renen Vach und völligg gerſcidden V Die Un 4. b Wir w Boden ſo Gefaßr, à werden, der oörin. Mmiähli glchſceinen herwordeinge Nuhen ihji Notwerdiy Noe t, am lchteſte dſen in — C) Lo. W. vitthſ ſeens z ftucht. IA T Thon unfäh 6. Burger lder zu Sand; fur ſee cch noch plhſy ch laͤn⸗ ur ver⸗ ders zu hrungs⸗ rchdring⸗ ind kalt, n ihnen ſo wie befreiet. laͤngere wehrſten Wirkung 4s weine en. die natir⸗ ih durh. ie Ruhat n ſith uf und Bin⸗ lichen Bo — 3— A. enthaͤlt die Felder der erſten, B. die Felder der zweiten Art. Die 3te Claſſe enthaͤlt alle die leichten Felder meiner neuen Pachtung, nur ſeit zwey Jahren in meinen Haͤnden und voͤllig verwirthſchaftet, da ich ſie erhielt, alſo ohne Verſchiedenheit des Kultur⸗Zuſtandes.. Die Unterabtheilung A. enthaͤlt die trocknen,. B. die naßliegenden Felder. Wir werden wohl nie dahin kommen, irgend einen Boden ſo beſchreiben zu koͤnnen, daß Andere ohne alle Gefahr, durch eine ſcheinbare Aehnlichkeit irre geleitet zu werden, den ihrigen auf die naͤmliche Weiſe behandeln duͤrften. Unzaͤhlig ſind die mannigfaltigen Eigenheiten, die, bey gleichſcheinenden Beſtandtheilen, weſentliche Verſchiedenheiten hervorbringen. Die bloß chemiſchen Unterſuchungen, deren Nutzen ich in wiſſenſchaftlicher Hinſicht, deren unumgaͤngliche Nothwendigkeit, wenn von der Beſchreibung eines Bodens die Rede iſt, ich durchaus anerkenne, moͤchten hier wohl am leichteſten irre fuͤhren(1). Unerlaͤßlich moͤchte es in⸗ deſſen in Bezug auf die folgenden Unterſuchungen ſeyn, (*) Ao. 1824. Nach den Tabellen in der rationellen Land⸗ wirthſchaft muß der Waitzen⸗ Boden von 81 bis minde⸗ ſtens g0 Theile Thon enthalten. Davy unterſuchte den fruchtbaren Waitzen⸗Boden in Eversham und fand nur 12½ Theile Thon⸗Erde, in Tiviotdale nur 7 Theile reine Thon⸗Erde, die erſte in 40 pEt., die andere in 16 pCt. unfuͤhlbarer Materie enthalten. So viel vermag die Tenuitaͤt der Theile auf die Waſſerhaltigkeit des Bodens, auf welche eigentlich das mehrſte anzukommen ſcheint. S. Davy Agrikulturchemie P. 227 der Ueberſetzung.— Burger's Lehrbuch der Landwithſchaft, F. 57 und 60. 1. Felder. Beſchrei⸗ bung(3³) der — 4— die Art dieſer Felder, ſo viel ich es vermag, naͤher zu bezeichnen. 1ſte Claſſe A. Lehmhaltiger Sand(²). Hat faſt keine Kalk⸗Erde, aber durch lange Kultur(50 und mehrerer Jahre) iſt er gemiſcht, milde und muͤrbe geworden und enthaͤlt vielen Humus und unzerſetzte organiſche Theile; Ackerkrume 10 bis 12 Zoll(⁴); Lehmigte Unterlage, die nur an dem untern Theil des Abhanges der Felder, Waſſer⸗ ſteifigkeit(5) bewirken zu koͤnnen, hoch genug liegt; leicht erwaͤrmter Boden, mittlere Retentionskraft fuͤr Waſſer, dennoch fuͤr Cerealien in trocknen Jahren fruchtbarer als in naſſen; die aufgepfluͤgte Erde laͤßt ſich, den untern Theil der Felder ausgenommen, durch Egge und Walze leicht zerkruͤmeln, begraſet ſich ſehr leicht, traͤgt dann alle Arten von Viehgras, Honiggras, Wieſenfuchsſchwanz, aber auch Queck, und das ſo gefaͤhrliche Rankelgras(Agrostis stolonifera).— Diſteln, Melde, wilder Senf, Ackerrettig, Tanneſſeln, Huͤhnerſchwarm, Gauchheil, die kleine Wicke, Klebkraut und Wegetritt ſind die natuͤrlichen Unkraͤuter; vorzuͤglich geeignet zum Kohl, zu Kartoffeln, Rapſaat, Klee;— gut fuͤr Waitzen nach Braachfrucht, beſſer noch nach Klee— jener in der 2ten, dieſer in der 4ten Saat; fuͤr Hafer in der 5ten und 6ten Saat; nicht ſo gut fuͤr Gerſte. (²) Nach der gewoͤhnlichen Bonitirungs⸗Methode: Gerſten⸗ Boden zweyter Art. (*) Ao. 1823. Eine genauere Beſchreibung des Bodens findet ſich in dem Wegweiſer durch Flotbeck. Altona bey Buſch 1822. Seite 6 bis 10. (*) Ao. 1822 auf 15 Zoll gebracht. Ao. 1824 auf einigen Feldern auf 13 Zoll.. (*) Heißt bey uns die Cohgaeſton, des viel Waſſer ver⸗ ſchluckenden Bodens. ſt Cn Aakthele beſ achaktnd, 1 riht ſo lung un durh thlüce Kill rinder Hunul 6 s 10 30 urthnäßt unt bärtt, damn begriſet ſch ſern ab 4,1 diſa’ ud der nm ahren ti Liie, 3oh fr Karvffln Saatz uim a bh drr urſen 60 ſi der Menn Theil, tigt! uf den minde nuf den Fedde — 6) det R Buden in den! Nuten geſchade vorhenr Erde v. geringe 0) Iſt 40. Krume den: bo iher m hat faſt nehrerer den und Theile; ge, die Waſſer⸗ ; leicht Vaſſer, rer als r untern ) Walze unn alle , aber grostis terrettig, n Wicke, nkraͤuter; Rapſaat, ſeer noch Saat; gut fuͤr Gerſten⸗ dens findet Altona beh uf einigen iſſer ver⸗ — 3— iſte Claſſe B. Sandhaltiger Lehm: einige Kalktheile beſonders auf den unteren Theilen der Felder enthaltend, wo die Unterlage mergelartig iſt(5); iſt nicht ſo lange in Kultur wie A., hat aber ſeit 20 Jah⸗ ren durch ſorgfaͤltige Behandlung viel von ſeiner na⸗ tuͤrlichen Kaͤlte und Bindigkeit verloren; enthaͤlt etwas minder Humus und organiſche Theile als A.; Ackerkrume 8 bis 10 Zoll(ꝛ); haͤlt Waſſer ſehr lange; iſt ſchnell durchnaͤßt und durch Sonnenwaͤrme ſchnell zu Stein er⸗ haͤrtet, dann nur durch die Stachelwalze zu zerkruͤmeln; begraſet ſich noch leichter und ſchneller mit denſelben Graͤ⸗ ſern als A., hat dieſelben Unkraͤuter, wozu noch die Sau⸗ diſtel und der große Sauerampfer kommen; giebt in trock⸗ nen Jahren treffliche Erndten, vorzugsweiſe vor A. an Waitzen, Bohnen, Klee; minder gut fuͤr Rapſaat; unſicher fuͤr Kartoffeln; trefflich fuͤr Hafer in der ö5ten und 6ten Saat; untauglich fuͤr Gerſte. 2te Claſſe A., an natuͤrlicher Fruchtbarkeit wenig von der erſten Claſſe A. verſchieden, wohl aber untergeordnet in der Menge der durch Kultur erlangten organiſchen Theile, traͤgt dieſelbe Frucht mit etwas minderem Ertrag; auf den mindeſt⸗lehmigten Feldern Erbſen in Zeilen, die auf den Feldern der erſten Claſſe nicht gedeihen, weil ſie (6) Der Mergel enthäͤlt 20 bis 25 pCt. Kalk; iſt auf dem Boden der 1ſten und 2ten Claſſe oft verſucht, aber in den Unterabtheilungen A. nur von ſehr beſchraͤnktem Nutzen geweſen; hat in den Unterabtheilungen B. geradezu geſchadet, indem der Thonmergel die im Boden ſchon vorherrſchende Lehmmaſſe durch die aufgebrachte wilde Erde vermehrte: ein Schaden, den der verhaͤltnißmaͤßig geringe Zuſatz von Kalk nicht wieder gut machen konnte. (7) Iſt Ao. 1822 auf 15 Zoll gebracht und durch dieſe tiefere Krume und haͤuſiges Durcharbeiten ſehr mürbe gewor⸗ den: wohl um 25 pCt. beſſer. — 6— zu lange Stengel ſchießen und unaufyoͤrlich bluͤhen; iſt ungleichartiger auf verſchiedenen Stellen des Feldes; 7 bis 12 Zoll Ackerkrume(5). 2te Claſſe B. in aͤhnlichem Verhaͤltniſſe zur 1ſten Claſſe B.; roher, ſteifer; trockener Jahre noch mehr beduͤrftig; ſchwe⸗ rer zu bearbeiten; gut fuͤr Kohl, Waitzen, Bohnen, Hafer; gar unſicher fuͤr Kartoffeln und Rapſaat, die in naſſen Jahren ſehr leiden; Krume 6 bis 8 Zoll(9). 3te Claſſe: leichter Boden, vernachlaͤſſigt, gar wenig Reichthum; zerfaͤllt in zwey Abtheilungen: A. trockner Sandboden; verarmt; tief liegende Unter⸗ lage von Lehm, 2 bis 10 Fuß; 3 bis 6 Zoll Ackerkrume; ohne Retentionskraft fuͤr Waſſer; erfordert wenig Arbeit, nur viele Sorge fuͤr Erhaltung der Feuchtigkeit. Queck und Acker⸗ rettig, wilde Kamillen, kleiner Sauerampfer, wilder Sper⸗ gel und Hungerblumen, ſind die hauptſaͤchlichſten Unkraͤu⸗ ter.— Er zerfaͤllt in zwey Unterabtheilungen: 1ſte Unterabtheilung mit einer geringen Miſchung von Thon⸗Erde, 6 Zoll Ackerkrume; die lehmigte Unterlage nur 2 bis 3 Fuß unter der Oberflaͤche; guter Kartoffel⸗Boden in naſſen Jahren: in trocknen Jahren bleiben ſie klein; eigent⸗ lich ſicherer Rockenboden; minder tauglich fuͤr Hafer; gut fuͤr Erbſen, Buchwaitzen; Klee bleibt niedrig, aber der Saamen reift, welches in den Feldern der beyden 1ſten Claſſen ſel⸗ ten der Fall iſt; vertraͤgt wenig Duͤnger, verlangt ihn oft und bezahlt ihn ſelten. 6 Iſt Ao. 1822 auf 15 Zoll gebracht, den ſchlechtern Stel⸗ len iſt durch Nachduͤngen und den Sandſtellen durch Mergel geholfen; aber doch ſtehen dieſe Felder noch nicht im Ertrag bey derſelben Beduͤngung auf Einer Linie mit den alten Feldern, die freilich auch vorgeruͤckt ſind und ſchon einen großen Vorſprung hatten. (°) Iſt Ao. 1822 auf 12 Zoll gebracht. A und Aeukrunt, 3 tin unt Rtan 2 lleitt llin ſe itn t7 Dirre; at uitt n ni ze bla. und kaftloder rilen, Sanen tet Wintert i ſaat taugl viler Dint inlih C“ Gork Erfolg nen NAsfäbtun den Beſtimman fadds, deſ vahrſchenli n bnket, in Ia ſonit iber ken durhh arn ſc, Neransl zudrüchen. ———— (*o) Ao. gen Syem ken) u i bewähg Feldenn ger m ihen; il 8; 7 bis ten Claſſe g ſtwe „Hafer; n naſſn ar wenig de Unter⸗ ine; ohne heit, nur ind Acker⸗ er Sper⸗ Unkraͤu⸗ hung von erlage nur Boden in tz eigent⸗ ; gut füͤr Saamen jaſſen ſel⸗ langt in jtern Stel⸗ ellen durch eldet noch auf Einer votgetuͤckt V n. — 7— 2te Unterabtheilung: faſt keine Thon⸗Erde, 3 Zoll Ackerkrume, auf 6 bis 10 Fuß tiefer Sand; kaum irgend ein Unkraut tragend: Einhalmigter Queck, wilder Spergel bleibt klein und kruͤplich; Buchwaitzen und Rocken wach⸗ ſen aͤrmlich; Kartoffeln bleiben klein, vertrocknen bey der Duͤrre; ertraͤgt nur Kuh⸗ und Plaggen⸗Duͤnger und be⸗ zahlt ihn nie. 3te Claſſe B. naſſer Sand und Moorboden; kalt, ſauer und kraftlos, ungemein graswuͤchſig; Ackerrettig, wilde Ka⸗ millen, Sauerampfer ſind die natuͤrlichen Unkraͤuter; zu kei⸗ ner Winterſaat und auf keine Weiſe zu Kartoffeln oder Rap⸗ ſaat tauglich; gut fuͤr Bohnen, Klee, Hafer; vertraͤgt vielen Duͤnger und bezahlt ihn ſelbſt in trocknen Jahren aͤrmlich(*⁰). §. 5. Es war nicht ohne ein großes Mißtrauen in den Warum der Erfolg meiner Bemuͤhungen, daß ich mich nun mit der Perſach, e Ausführung des Gedankens beſchaͤftigte, den vorhergehenden bere rnhtin Beſtimmungen gemaͤß, etwas uͤber die Fruchtbarkeit eines ahten 8 Feldes, deſſen Tauglichkeit fuͤr eine gewiſſe Frucht, den nuͤtzlich ſeyn wahrſcheinlichen Ertrag der Erndte, den Grad der Frucht⸗ kann. barkeit, in welchem die Erndte das Feld gelaſſen hatte, ſomit uͤber die Erſchoͤpfung, die es erlitten, und wie demſel⸗ ben durch Duͤnger und Bearbeitung dafuͤr Erſatz zu geben ſey, heraus zu bringen und dieſe Reſultate in Zahlen aus⸗ zudruͤcken. (1⁰) Ao. 1823. Seitdem die bewundernswuͤrdigen Wirkun⸗ gen der gruͤnen Beduͤngung(d. h.: Unterpfluͤgen von Spergel mit Rapſaat und Buchwaitzen oder auch Rok⸗ ken) ſich nun zwey Jahre hindurch uͤber alle Erwartung bewaͤhrt haben, wird an allen zur 3ten Elaſſe gehoͤrigen Feldern auch nicht Ein Fuder Compoſt oder Stallduͤn⸗ ger mehr gewandt. Widerkegung — 8— Etwas, freilich ſehr unvollkommenes, dieſer Art thut jaͤhrlich jeder Landmann der ein Feld zu einer gewiſſen Frucht deswegen beſtimmt, weil es in dieſer oder jener Gaare(¹¹) ſteht, ſo und ſo viel in der letzten Erndte ge⸗ tragen, dieſe oder jene Eigenſchaft hat. Eine dunkle Erinnerung deſſen, was er auf dieſem Felde wohl vorher bemerkt hat, erzeugt bey ihm eine unbe⸗ ſtimmte Ahnung des Erfolgs, bey der ſeine Wuͤnſche und Erwartungen ihn oft irre leiten. Es iſt gewiß, daß wenn er verſucht haͤtte dieſes alles in Zahlen auszudruͤcken und ſonach eine Geſchichte ſeines Feldes vor Augen gehabt haͤtte, er aufmerkſamer beobachtet und aus den vorliegenden Thatſachen, nach beſſern Gruͤn⸗ den, ſeine Saatfolge auf die folgenden Jahre beſtimmt, und mit minderer Unſicherheit im Voraus ihren Erfolg beur⸗ kheilt haben wuͤrde. Auch wuͤrde dieſe Aufmerkſamkeit, und beſonders die Unterſuchung der Urſachen, warum die Erndte, die man ſich verſprechen konnte, nicht erfolgte, ihn auf manchen neuen und gluͤcklichen Gedanken gefuͤhrt haben. Wenigſtens iſt das meine Erfahrung. Ich halte es alſo aus dieſen Gruͤnden fuͤr kein eitles und unnuͤtzes Unternehmen, durch mehrjaͤhrige und auf die groͤßt⸗moͤglichſte Zahl mannigfaltiger Faͤlle angewandte ſorg⸗ faͤltige Vergleichung der Hypotheſen mit den Thatſachen, der Theorie mit der Praxis, dieſem Verſuche die moͤglichſte Beſtimmtheit und Vollkommenheit zu geben. §. 6. Der Einwurf, daß die Witterung einen gar großen Einfluß auf das Reſultat habe, ſcheint mir von keiner — (7*) Gaare nennen wir in Niederſachſen den im Boden be⸗ findlichen Duͤnger. Aictieit; der Endten perüde de fne kmn Zweck al, ner, ſonder . Naner nicht ſ hobe Erdlich wie ticf au ſiger Witt woraus ſe Ton außerd tzeu, Horit nict di R Auch t derleitet w zwwenden, deutlich ze ar nediñci Kenrniß de de Anwend Aum näͤgl rütirit () Ao. bis1 maͤgt Pach lichen kung tiſche der deſſen Art thut gewiſſen er jener ndie ge⸗ fdieſem e unbe⸗ hhee und es alles te ſeines eobachtet 1 Gruͤn⸗ mt, und g beur⸗ ders die die man manchen enigſtens ein eitles auf die dte ſorg⸗ chen, der noͤglihſte ar großen on keiner zoden be⸗ — 9g— Wichtigkeit; denn es kann doch nur vom Durchſchnitte der Erndten die Rede ſeyn, die ſich vielleicht in einer Periode von 7 Jahren ſo ziemlich ausgleichen moͤchtenz ferner kommt es hier nicht auf den unerreichbaren Zweck an, im Voraus den Ertrag der Erndte zu beſtim⸗ men, ſondern zu beſtimmen, welche Erndte man ſich bey einer nicht ſchaͤdlichen Witterung zu verſprechen, ein Recht habe. Endlich laͤßt ſich vielleicht eine Graͤnze ausmitteln, wie tief auf einem gegebenen Felde der Ertrag bey unguͤn⸗ ſtiger Witterung fallen, bey einer guͤnſtigen ſteigen koͤnne, woraus ſich denn ein Durchſchnitt ergeben wird(12). Von außerordentlichen Zufaͤllen, z. B. Hagelſchlag, Roſt⸗ thau, Honigthau, Maͤuſefraß u. ſ. w., kann uͤberdies hier nicht die Rede ſeyn. Auch trifft; der Einwurf nicht, daß der Landmann verleitet werden koͤnnte, auf ſeine Felder eine Norm an⸗ zuwenden, die nicht fuͤr ſie paßt, weil das Folgende gar deutlich zeigen wird, wie die Regel fuͤr jeden Boden anders zu modificiren ſey, und lehren wird, wie nur die genaueſte 3 Kenntniß des eigenen Bodens, und fruͤhere Erfahrungen, die Anwendung einer, von irgend Jemanden gegebenen Norm, moͤglich machen koͤnne. Daß bey den erſten Vorausſetzungen hier manches willkuͤhrlich angenommen werden muß, und daß die Hypo⸗ (12) Ao. 1821. Es iſt wirklich durch die Beſtellung von 10 bis 12 Feldern mit derſelben Frucht in demſelben Jahre moͤglich geworden, den Einfluß der Witterung auf den Wachsthum der Pflanzen und alſo auf den muthmaß⸗ lichen Ertrag, genau genug zu beachten, um die Wir⸗ kung dieſer allgemein auf alle Felder wirkenden elima⸗ tiſchen Urſache von denjenigen zu trennen, welche in der Beſchaffenheit jedes einzelnen Feldes oder in deſſen verſchiedener Behandlung ihren Grund hat. — 10— theſe der Beſtaͤtigung durch Erfahrung gar ſehr beduͤrfe, iſt wahr. Aber es iſt auch wahr, daß man hoffen darf, das, was in den Grundſaͤtzen hypothetiſch iſt, durch nicht genug zu empfehlende Verſuche, durch mehrere Landwirthe an mehreren Orten gemacht, nach und nach auf das, was in ihnen gewiß iſt(es ſey wenig oder viel), zuruͤckgefuͤhrt zu ſehen. Dieſe Periode ſey nun nahe oder entfernt, ſo iſt ihre Unerreichbarkeit doch nicht ſo erwieſen, daß der Ver⸗ ſuch, ſich ihr zu naͤhern, ſich nicht rechtfertigen ließe. Alles iſt indeſſen nicht Vorausſetzung; manches be⸗ ruht auch auf Erfahrungen und auf chemiſche Analyſe. Die Gefahr des Irrthums bey der erſten Zahlen⸗An⸗ nahme iſt endlich ſo groß nicht, weil das Reſultat doch auf Verhaͤltniße beruht, die alle aus denſelben Voraus⸗ ſetzungen entwickelt werden und daher unter ſich eine rela⸗ tive Wahrheit haben(1¹3). Man koͤnnte und man wird ſagen, daß die Arbeit, die angenommenen Grundſaͤtze auf eigene Felder und Saa⸗ ten verſuchsweiſe anzuwenden„ um aus dem Reſultate, auf eigene, fuͤr dieſe Felder paſſende Vorausſetzungen gefuͤhrt zu werden, fuͤr den gewoͤhnlichen Landmann zu weitlaͤuftig und zu muͤhſam ſey. Waͤre dem ſo, ſo liegt doch noch kein Grund darin, der den thaͤtigen und intelligenten Landmann abhalten ſollte, ſich mit einer Arbeit zu beſchaͤftigen, die auf allen Fall ihn mit den Eigenheiten jedes beſondern Feldes genauer be⸗ kannt machen wird. Aber dem iſt nicht ſo; denn was man von dem Landmann verlangt, ſind weder chemiſche noch phyſiſche Verſuche(deren Gefahr fuͤr den Landwirth ich ſehr wohl kenne), noch algebraiſche Berechnungen(wie (*³) Man kann es nicht oft genug wiederholen: Nur durch das Verhaͤltniß zu einander erhalten ſie Bedeutung, und eine, noch durch gar vieles bedingte Guͤltigkeit. nan d na glauba pl den und d Pitterung, Eerealien. Arfnerhem vind, voran Ales! nit ein ne ben in ſh ſch ünwi wirkeng d tiſtit; dar loße Anwe bewirken, mſere Ei arige Vet dadurch, Fall uns Nichung larforn( durch die Dahren oft bedärfe ffen darf urch richt andwirthe das, was nkgeführt fernt, ſo der Ver⸗ ße. nches be⸗ alyſe. hlen⸗An⸗ ltat doch Voraus⸗ iine rela⸗ j Atbeit, und Saa⸗ lltate, auf n geführt eitlaͤuftig nd darin, ten ſollte, Fall ihn nauer be⸗ denn was rchemiſce Landvirth ggen(wie — 11— man es nach Herrn von Wulffen ſehr ingenioͤſer Methode glauben ſollte)(*⁴), ſondern Aufmerkſamkeit auf ſeinen Bo⸗ den und deſſen Verhalten, in verſchiedener Jahrszeit und Witterung, gegen Kraut und Unkraut, Braachfrucht und Cerealien. Ich gebe ihm mein Wort, daß dieſe fortgeſetzte Aufmerkſamkeit ihn noch uͤberdies manches Nuͤtzliche lehren wird, worauf er vorher nicht dachte. Alles lebt und webt in der Natur; jedes Lebendige regt ein neues Leben auf. Wie der Boden auch dieſes Le⸗ ben in ſich trage, auf daſſelbe wirke und wiederum auf ſich einwirken laſſe; wie er empfaͤnglich ſey fuͤr die Ein⸗ wirkung der Vegetation, des Lichts, der Waͤrme, der Feuch⸗ tigkeit; darauf haben wir noch zu wenig geachtet. Die bloße Anwendung der Mechanik, um eine Zertheilung zu bewirken, welche die Natur durch Mittel hervorbringt, die unſeren Sinnen entgehen; chemiſche Unterſuchung, die uns einige Beſtandtheile kennen lehrt, indem ſie oft dabey und dadurch, weſentlichere zerſtoͤrt und verfluͤchtigt; im beſten Fall uns das todt und einzeln darſtellt, was nur in der Miſchung Wirkung hat und uns nichts uͤber die Molecu⸗ larform(1⁵) und andere weſentliche Beziehungen lehrt, durch die alle Wirkung modiſicirt wird; kann uns vom Wahren oft abgefuͤhrt haben. (²⁴) Irrthuͤmlich hat des Herrn von Wulffen algebraiſche Me⸗ thode die Meinung verbreitet, man habe dem mathema⸗ tiſche Gewißheit geben wollen, was nur eine bequemere Form für die Empyrie iſt. (15) Die Form der kleinſten Theile des Thons und Sandes im Boden, im Geeſtboden ſo grob, im Marſchboden ſo fein, iſt es, worauf ihre Anziehungskraft, die ſich wie die Flaͤche verhaͤlt, beruht. Auf dieſe Anziehung fuͤr Luft und Feuchtigkeit beruht hauptſaͤchlich das Erdver⸗ moͤgen des Bodens, und folglich ſeine Fruchtbarkeit. Die erſten Verſuche ha⸗ ben wir dem Hrn. Staats⸗ rath Thaer zu verdan⸗ ken. Was der ſcharfſinnige Richthofen daruͤber klarer be⸗ merkt als ausgedruͤckt hat, koͤnnte dem, was ich hier ſagen will, zum Belege dienen, wie Lichtenberg's witziges Gleich⸗ niß, von der dem Chemiker geſchenkten kleinen Erdkugel, das verſinnlichen koͤnnte, was ich hier meine. Ein anderer Einwurf koͤnnte daher genommen werden, daß die Beſtellungsart gar vieles in dem zu erwartenden Ertrag veraͤndern, und daher die Berechnung unſicher machen koͤnnte. Auch das iſt wahr, und wohl der Kunſt, daß dem ſo iſt! Allerdings kann eine zweckmaͤßige Beſtellung die Kraft des Bodens entwickeln oder zuruͤckhalten, ſeine Thaͤ⸗ tigkeit, Kraft⸗Aeußerung, Vermoͤgen, wie es der Boden oder die Frucht erfordert, vermindern oder vermehren, und ich verzweifle nicht daran, daß es nicht einſt moͤglich wer⸗ den ſollte, das dadurch erhoͤhete Vermoͤgen des Bodens eben ſo gut in Zahlen auszudruͤcken, wie deſſen durch Be⸗ duͤngung vermehrten Reichthum(1). §. 7. Die erſten Verſuche, die erſchoͤpfende Kraft der Pflan⸗ zen, das Verhaͤltniß des Ertrags zur Erſchoͤpfung, den Grad der Fruchtbarkeit des Bodens und den Erſatz der verlornen Fruchtbarkeit durch Beduͤngung, in Zahlen aus⸗ zudruͤcken, ſind wir ſchon im Jahre 1809 dem Herrn Staatsrath Thaer im 1ſten Bande des einzigen wiſſen⸗ (u) Dieſes iſt ſpaͤterhin wirklich geſchehen und wie mich duͤnkt, mit Erfolg, obgleich hier beſonders noch gar vieles auszumitteln bleibt. Ao. 1821. Es hat ſich der Durchſchnitt der Wirkung jeder ein⸗ zelnen gluͤcklich und zweckmaͤßig gegebenen Pflugart auf den Ertrag ſo genau beſtimmen laſſen, als es ver⸗ nuͤnftigerweiſe nur erwartet werden konnte; vielleicht bat nichts die Kunſt ſo vorgeruͤckt. 1823. „ „ ſchfilchen ſcaſt beß Düſe de Fnct und die Er Nachtrage, tt ſtm im Maaßſtabes «um cerwe hebi und; eeemn atzt de ſtnſt u J dm vünd nußte jed feine Erfa F'heichnete Ic we den Voraus als der la faſſer ſelſ Wälfen: Ter sten s über 4181. biannt ma eklarer be⸗ h hier ſagen iges Gleich⸗ n Erdkugel, en werden, rwartenden g unſicher daß dem ſo ſtellung die ſeine T⸗ der Boden ehren, und öglich wer⸗ es Bodens durch Be⸗ der Pflan⸗ fung, den Erſatz der gahlen aus⸗ dem Herrn gen wiſſen⸗ nd wie mich ers noch ga ng jeder ein⸗ nen Yfugatt „ Al es der⸗ nei düllicht — 413— ſchaftlichen Werkes, welches wir damals uͤber Lasdwirih, ſchaft beſaßen, Pag. 236 seq. ſchuldig. Dieſe Bemerkungen uͤber das Verhaͤltniß, in welchem die Fruchtbarkeit des Bodens, der Ertrag der Erndten und die Erſchoͤpfung gegen einander ſtehn, ſind in einem Nachtrage, dem 2ten Bande dieſes Werkes 1810 vorge⸗ ſetzt, ſchon etwas naͤher entwickelt. Eine viel vollſtaͤndigere Entwickelung der Idee eines Maaßſtabes, «um die Tragbarkeit des Bodens und die davon zu cerwartenden Erndten, die Ausziehung, welche dieſe abewirkten und das Verhaͤltniß, in welchem Duͤnger «und Braache die erſchoͤpfte Fruchtbarkeit erſetzen und svermehren, nach Graden zu beſtimmen⸗ enthaͤlt die 1815 herausgekommene Geſchichte der Wirth⸗ ſchaft zu Moͤglin Pag. 247. seq. Hier war alles mit der dem wuͤrdigen Verfaſſer eigenen Klarheit dargeſtellt und mußte jeden denkenden Landwirth dazu auffordern, durch ſeine Erfahrungen dazu beyzutragen, daß der ſo deutlich bezeichnete Zweck einſtens erreicht werden moͤge. §. 8. Ich war im Begriff, die in dieſem Verſuche enthalte⸗ Sodann dem nen Vorausſetzungen auf meine Erfahrungen anzuwenden, als der lange ſchon von mir gekannte und verehrte Ver⸗ faſſer ſelbſt, mich mit einem kleinen Werke des Herrn von Wulffen: Verſuch einer Theorie uͤber das Verhaͤltniß der Ernd⸗ «ten zu dem Vermoͤgen und der Kraft des Bodens, cüber ſeine Bereicherung und Erſchoͤpfung. Berlin 41815. bekannt machte. ern von ero — 44— Dieſer ſcharfſinnige Landwirth hatte den gluͤcklichen Gedanken aufgefaßt, die Fruchtbarkeit des Ackers, als das Reſultat der beyden Factoren des Reichthums und der eigenthuͤmlichen Kraft des Bodens darzuſtellen, da⸗ durch in der Berechnung das, was fuͤr beyde geſchehen oder von beyden erwartet werden koͤnne, zu trennen, und die Anwendung der Grundſaͤtze auf Felder von verſchieden⸗ artigem Boden moͤglich zu machen. Der Herr Staatsrath Thaer hat, dieſes hohe Ver⸗ dienſt anerkennend, im 2ten Stuͤck des 1ſten Bandes der Moͤglinſchen Annalen 1817 Pag. 235— 295 einen, fuͤr die mit den algebraiſchen Formeln minder bekannten Leſer, aͤußerſt intereſſanten Auszug aus dieſer Schrift geliefert, und mit lehrreichen Anmerkungen begleitet. Eine Gegen⸗ rede des Herrn von Wulffen in deſſen Sendſchreiben an den Staatsrath Thaer:«leber die Statik des Landbaues⸗ iſt endlich Pag. 238, im 2ten Stuͤck des 2ten Bandes die⸗ ſer Annalen 1818 erſchienen, womit denn fuͤr jetzt die Reihe der Bemerkungen und der darauf gegruͤndeten Vor⸗ ausſetzungen, dieſen Gegenſtand betreffend, geſchloſſen iſt(1²). (**) Seitdem ſind in demſelben zweyten Bande der Moöglin⸗ ſchen Annalen(1818) Pag. 267 u. ſ. w. durch den Herrn Staatsrath Thaer, die Schäͤtze, die in der Richthofen⸗ ſchen Ackerbau⸗Theorie 17 Jahre lang vergraben waren, auf eine Art zu Tage gefoͤrdert, und mit einem Com⸗ maentar begleitet worden, der dieſe wenigen Blaͤtter zu einem der wichtigſten Werke macht, die uͤber die An⸗ wendung der Theorie der Statik auf die praktiſche Be⸗ handlung des Bodens, erſchienen ſind;— denn ſtatiſch hſiſt darin alles, in ſo fern alles ſich auf die Trennung des Erd⸗ und Dung⸗Vermoͤgens bezieht, wenn man mit Thaer, Richthofens Graswuchs als das materielle Dungvermoͤgen(Fruchtbarkeit und Reichthum), Tempe⸗ ratur als das inſtrumentale Erdvermoͤgen(Kraft, Thaͤ⸗ tigkeit) uͤberſetzt; wobei dem Herrn von Richthofen das große Verdienſt bleibt, zuerſt auf die unglaublich da ber Methode un — häftig Etd gangli ten I zuhelfe teryg und d verat ginzlic terden gen w Peizen windeſt Prodac tauglic vitd iöna auf n ſchie gel a vider meine 3 Berich insbeſ n gläͤcklicen ers, als das ms und der uſtellen, da⸗ de geſchehen tennen, und verſchieden⸗ hohe Ver⸗ Bandes der einen, für unten Leſer, ſt geliefert, ne Gegen⸗ reiben an kandbaues⸗ zandes die⸗ r jetzt die deten Vor⸗ ſen iſt“¹). r Moͤglin⸗ den Herrn ſichthofen⸗ hen waren, nem Com⸗ Blaͤtter zu et die Au⸗ ktiſche Be⸗ enn ſtatiſch Trennung un man mit ncteriele u), Tempe⸗ Kraft⸗ Thi⸗ Fichthofen unglaublich — 15— Da beyde, ſo ſachkundige Maͤnner, obgleich uͤber die Methode und die Grundſaͤtze einig, dennoch in manchen kraͤftige Wirkung der Vegetation auf das Erdvermoͤgen aufmerkſam gemacht, und die unum⸗ gaͤngliche Nothwendigkeit erwieſen zu haben, dem leich⸗ ten Boden durch Befoͤrderung dieſer Vegetation auf⸗ zuhelfen, ſowie es ſchon ſeit alten Zeiten durch das Un⸗ terpfluͤgen der Vegetabilien geſchehen iſt. Im Jahre 1819 erſchien vom Herrn Dr. Burger in Harbach das beſte Lehrbuch der Landwirthſchaft, deſſen ſich Deutſchland und vielleicht irgend ein Land zu er⸗ freuen hat, und welches ein allgemein gefuͤhltes Be⸗ duͤrfniß war. Das Kapitel vom Duüͤnger Pag. 343 des zweyten Bandes der neuen Auflage, Wien 1821, enthaͤlt vieles auf Ertrag, Erſchoͤpfung und Erſatz Bezughabendes, welches allerdings gar ſehr in das Gebiet der Statik gehoͤrt, und mit der, dem Verfaſſer eigenen Praͤziſion und Einſicht behandelt worden iſt. Die im Jahre 1821 im 8ten Bande der Moglin⸗ ſchen Annalen Pag. 164 befindliche Recenſion meiner Verhandlungen mit Herrn Jverſen uͤber den mit dem Mergeln verbundnen Rapſaatbau auf Geeſtguͤtern, ent⸗ haͤlt manches hieher Gehoͤrige. Dieſe Verhandlungen und die mannigfaltigen Aeußerungen, welche durch ſie veranlaßt worden ſind, haben den fraglichen Gegenſtand gaͤnzlich aufs reine gebracht. Rapſaat muß da gebauet werden, wo das gemergelte Feld Lagerkorn hervorbrin⸗ gen wuͤrde— kann allenthalben gebauet werden, wo der Waitzen auf dem gemergelten Felde in gewoͤhnlichen Jahren mindeſtens 10 Tonnen tragen wuͤrde. Mergel erhoͤhet die Production vielleicht um ein Drittheil, wenn dem dazu tauglichen Boden der geeignete Mergel gegeben wird; wird dem Lande die hoͤhere Production durch verhaͤlt⸗ nißmaͤßige Duͤngung erſetzt, ſo erhaͤlt ſich der Boden auf unbeſtimmte Zeit in ſeinem erhoͤheten Werth; ge⸗ ſchieht dieſes nicht, ſo verarmt der Boden, wenn Mer⸗ gel auch Duͤnger waͤre, wie Herr von Thuͤnen un⸗ widerſprechlich bewieſen hat. Dieſes iſt wenigſtens meine jetzige Anſicht uͤber dieſen Gegenſtand. In dem in demſelben Bande Pag. 453 abgedruckten Bericht uͤber die Erndten in Flotbeck 1821, ſuchte ich insbeſondere aufmerkſam auf die Mittel zu machen, Stuͤcken von einander abweichen, da die ganze Sache noch ſo neu iſt, und nach ſo verſchiedenen Zwecken und unter welche die Statik uns verſchafft, den Ertrag der Felder mit ihrer Ertragsfaͤhigkeit zu vergleichen, nach dem Durchſchnitte einer gewiſſen Anzahl von Feldern die Jahresfruchtbarkeit und ſonach die Abweichung des Ertrags einzelner Felder(die alle denſelben clima⸗ tiſchen Einwirkungen ausgeſetzt geweſen waren) vom Mittelertrag zu beſtimmen, und endlich die Fruchtbar⸗ keit der auf einander folgenden Jahre fuͤr jede Frucht genauer als bisher zu bezeichnen. Im Jahre 1821 erſchien in den Meklenburgiſchen Annalen, 8ter Jahrgang 1ſtes Quartal Pag. 166, eine gehaltvolle Schrift des Herrn von Thuͤnen, von der im 2ten Stuͤcke des 9ten Bandes der Moͤglinſchen Anna⸗ len ein Auszug gegeben worden iſt. «Ueber die quantitative Wirkung des Duͤngers und uͤber die Ausſaugung der Gevaͤchſe.“ Dieſe, mit der, dem verdienten Verfaſſer eigenen logiſchen Strenge und großer Gruͤndlichkeit abgefaßte Schrift, gehoͤrt allerdings hieher, durch die Annahme ſtatiſcher Verhaͤltniſſe und durch den Zahlenausdruck der aufgefundenen, wenn auch die Verbreitung der Statik nicht eigentlich ihr Zweck war. Zu bemerken iſt nur, daß das, was der Verfaſſer Qualitaͤt des Bodens nennt, eben das iſt, was wir Erdvermögen nennen. In eben dem Jahre erſchien ein geiſtvoller Aufſatz in der zweyten Haͤlfte des 8ten Jahrganges der Meklen⸗ burgiſchen Annalen(ſo wie man es von dem X un⸗ terzeichnenden Verfaſſer zu erwarten gewohnt iſt), der hieher gehoͤrt, weil er die Unſtatthaftigkeit der als allge⸗ mein guͤltig anzunehmenden Zahlen⸗Verhaͤltniſſe mit wah⸗ rer Genialitaͤt ausdruͤckt und uͤber Lebenskraft der Pflan⸗ zen, die durch Vegetation fortdauernde Schoͤpfung u. ſ. w. mehrere intereſſante Bemerkungen hinzufuͤgt, die alle zum Gebiet der Statik gehoͤren, deren eigendſter Zweck es iſt, dieſe unzaͤhligen Eigenheiten auf einem gegebenen Felde in einem gegebenen Clima zu beachten und ſo zu be⸗ zeichnen, daß der Landmann ſie zu ſeinem Vortheil be⸗ nutzen koͤnne. In dem Weggweiſer fuͤr landwirthſchaft⸗ liche Beſucher Flotbecks, der 1822 bei Buſch in Altona erſchienen iſt, habe ich geſucht ein Beiſpiel zu geben, wie die Natur des Bodens ſo charakteriſirt werden ſ ungener nit vohl ei — känne/ gen ſia vitth 3 Peſulta oder ni et ühre we einer D dſt fü 3 ner E iler i ung Ps jeige, Annalen gewurd nlige hem Ih Aà Nagit der die zur 6 ekſchiel derſelbe der Yerfeſſe in der: ötundſe es bei ders zu die einet Erzeug ſates, die Li des 2 vorzub. zu bez. des Ac die Bodene Nughs land) de Sach nig en und unter rag der Felder en, nach dem Feldern die e Abweichung nſelben elima⸗ waren) vom die Fruchtbar⸗ it jede Frucht eklenburgiſchen bag. 166, eite n, von der im inſchen Anna⸗ Duͤngers und faſſer eigenen eit abgefaßte die Annahme enausdruck der ig der Stuti erken iſt nut, des BVodens gen nennen. oller Aufſaz der Meklen⸗ dem X un- jnt iſt), der det als allge⸗ iſſe mit wah⸗ aft der Pflan⸗ pfungu. ſ.. t, die alle zum t Zweck es i⸗ gebenen dele und ſo zu be⸗ n Votthei be andvittſſchaft⸗ uſch in Altona ie zu geben, eiſtt verden — 17— ſo mancherley Anſichten behandelt werden kann, ſo habe ich mir wohl einige Abweichungen erlauben duͤrfen, wenn ich koͤnne, ſeine Beſtellungsart, ſein Erd⸗ und Dungvermoͤ⸗ gen ſtatiſch ſo beſtimmt werden koͤnne, daß jeder Land⸗ wirth zu beurtheilen im Stande ſey, in wie fern das Reſultat angegebener Verſuche fuͤr ihn anwendbar ſey oder nicht: Etwas, was ſo ſelten vollſtaͤndig geleiſtet wird, und ohne welches jedes bekannt gemachte Reſultat irgend einer Behandlung des Bodens, vollkommen unnuͤtz und oft fuͤr den Nachahmer aͤußerſt gefaͤhrlich werden muß! Fuͤr beides habe ich dadurch die Beſchreibung mei⸗ ner Cultur ſchuͤtzen wollen, und mein damaliges Urtheil uͤber die Statik und ihre Anwendung in der Anmer⸗ kung Pag. 22— 26 zu begruͤnden geſucht. In der An⸗ zeige, deren der Staatsrath Thaer in den Moͤglinſchen Annalen, I1ten Bandes Iſtes Stuͤck Pag. 131, dieſe Schrift gewuͤrdigt hat, ſind deſſen Aeußerungen uͤber ſeine der⸗ malige Anſicht der Statik Ao. 1823 Pag. 137 von ho⸗ hem Intereſſe.— Ao. 1823 im 2ten Stuͤck des I1ten Bandes der Moͤglinſchen Annalen Pag. 391 ſind dann vom Begruͤn⸗ der dieſer Wiſſenſchaft, dem Herrn von Wulffen, Ideen zur Grundlage einer Statik des Landbaues erſchienen, die eine Hauptperiode in der Entwickelung derſelben bezeichnen. Der mit ſo ſeltenem Scharfſinn begabte wuͤrdige Verfaſſer hat hier in manchen wichtigen Punkten ſeine in der 1815 bekannt gemachten Theorie geaͤußerten Grundſaͤtze, und manches in den Formen veraͤndert, wie es bei ſeinem immer regen Forſchungsgeiſt, nicht an⸗ ders zu vermuthen war. Dieſe Ideen haben insbeſondere den Zweck, in einer allgemeinen Form alle Werthverhaͤltniſſe der Erzeugniſſe des Bodens, der Erſchoͤpfung und des Er⸗ ſatzes, auf Einen Maaßſtab zu reduciren, um ſowohl die Loͤſung des Problemes uͤber den abſoluten Werth des Bodens(den vom Culturſyſteme unabhaͤngigen) vorzubereiten, als die relativen Standpuncte deſſelben zu bezeichnen, die aus den verſchiedenen Verhaͤltniſſen des Ackerbaues mit Nothwendigkeit hervorgehn. Die hierzu entworfene Skizze der Eintheilung der Bodenclaſſen gruͤndet ſich auf eine gebraͤuchliche Be⸗ Voght's landwirthſchaftl. Schriften Ir. Bd. 2 — 18— auf dieſem Wege, mit Beyſeiteſetzung aller andern damit ver⸗ bundenen wichtigen Fragen(1), mir lediglich Rechenſchaft zeichnung im gemeinen Leben, mit einer ſchaͤrfern Un⸗ terſcheidung des Begriffs. Wenn die chemiſche Claſſi⸗ fication ihre Merkmale von den Beſtandtheilen des Bo⸗ dens nimmt, ohne dadurch uͤber die Ertragsfaͤhigkeit des Bodens beſtimmt zu entſcheiden, ſo gruͤndet ſich dieſe auf das Verhaͤltniß der Gewaͤchſe zum Boden, und ſucht durch ihre Bezeichnung die Ertragsfaͤhigkeit beſtimmt auszudruͤcken. Die beſondere Abſicht, die man bei der Charakteriſtik des Bodens hat, wird in jedem einzelnen Fall uͤber die Anwendung der einen oder der andern Methode entſcheiden. Vielleicht ver⸗ ſchmelzen in der Folge beide, indem man ſich der che⸗ miſchen Claſſification fuͤr die Beſtimmung der Boden⸗ gattung, der ſtatiſchen zur Bezeichnung der Claſſe und Art bedient. In einem beſondern Abſchnitt ſind die Meinungen uͤber die Erſchoͤpfung der Fruͤchte und den Erſatz vorge⸗ tragen. Auf dieſem weiten Felde werden ſich die Par⸗ theien wohl nie ganz vereinigen. Aber der Verfaſſer hat wenigſtens die Linie vorurtheilsfreier Beobachtung zu halten geſucht. Zuletzt folgt ein wichtiger Anhang, durch den Auf⸗ ſatz des Herrn von Thuͤnen veranlaßt, der die allge⸗ meine Form zur Berechnung des Beharrungspuncts enthaͤlt, der aus gegebenen organiſchen Verhaͤltniſſen entſteht. Wenn es bei dem gegenwaͤrtigen Standpunct un⸗ ſers poſitiven Wiſſens allerdings gerathen iſt, fuͤr den erſten Entwurf einer Statik die allgemeine Form der Bezeichnung zu waͤhlen, um die wahrſcheinlichſten Zah⸗ len zu ſubſtituiren, wenn uͤber die Methode der Rech⸗ nung entſchieden worden, ſo iſt doch nicht zu laͤugnen, daß gerade dieſe Form die Anzahl der Leſer zu ſehr be⸗ ſchraͤnkt und dadurch eine Idee ſpaͤter ins practiſche Leben uͤbergeht, die auf die Ausbildung unſerer Wiſſen⸗ ſchaft den erfolgreichſten Einfluß haben muß. Moͤge der Verfaſſer durch nichts abgehalten wer⸗ den, bald das Ganze ſeiner Theorie in allen Theilen vollendet darzuſtellen, und dadurch den practiſchen Landwirthen eine Anleitung zu geben, ihre Erfahrun⸗ gen noͤher zu beſtimmen und fuͤr ſich dauernd nuͤ tzlich „ driber gi Neichthut — zu m Bande 10 9 Yerhäl eeſchien erſcht ſen wi angehe hätte, Fruch tiylie ſer, erwett umſiß denthei Grund ein 8 Jah den Ge fand ich ahgeſch von g. Cultur zigen ftuchtt berbre Wenn Grad beilege 8. ſernde damit ver⸗ Nechenſchat härfern un⸗ iſche Claſſ⸗ en des Bo⸗ agsfahigkeit ruͤndet ſich m Boden, gsfaͤhigkeit bſicht, die , witd in der einen elleicht ver⸗ ſich der che⸗ der Boden⸗ Claſſe und Reinungen ſatz vorge⸗ h die Par⸗ Verfaſſer eobachtung hden Auf die allge⸗ ingspuncts thaͤltüiſſen punct un⸗ , fuͤr den Form der hſten Zah⸗ der Rech⸗ u läugven, zu ſeht be⸗ prattiſche zter Viſeu⸗ halten wer⸗ len Theilen nuüttiſche Erſahrun⸗ end nütlich — 19— daruͤber geben wollte, was ich mit Bezug auf Kraft und Reichthum des Bodens, auf Vorfrucht und Beduͤn⸗ zu machen. Als Beilage zum 1ſten Stuͤcke des 12ten Bandes der Moͤglinſchen Annalen iſt vom Herrn Ritter von Rieſe ein Beitrag zu Thaers Theorie uͤber das Verhaͤltniß der Erndte zur Fruchtbarkeit des Bodens erſchienen, der manche intereſſante Bemerkungen uͤber Erſchoͤpfung enthaͤlt, von dem aber zu wuͤnſchen gewe⸗ ſen waͤre, daß er mehr der von Wulffenſchen Theorie angepaßt, zugleich beſtimmter die Urſachen angegeben haͤtte, wodurch der jedem Felde beigelegte Grad von Fruchtbarkeit motivirt worden, wie dieſe aus der Mul⸗ tiplication der Kraft mit dem Reichthume entſtanden ſey, und woher die ſo bedeutenden Abweichungen der erwarteten und wirklichen Reſultate entſtanden ſind. Gegen die Statik des Landbaues iſt mir nichts irgend merkwuͤrdiges bekannt geworden. Auch wuͤrde ich des Aufſatzes, N. N. unterzeichnet, in der iſten Haͤlfte des 2zten Jahrgangs der Landwirthſchaftlichen Annalen des Meklenburgiſchen patriotiſchen Vereins nicht erwaͤhnen, der, weil ſie ſchon im Jahre 1821 er⸗ ſchienen, ſich nur auf die erſten unvollkommenen Ver⸗ ſuche der Statik beziehet, wenn er nicht dadurch, daß er ein Faktum anzufuͤhren ſcheint, welches die Theorie umſtoßen wuͤrde, irre fuͤhren koͤnnte, da gerade im Ge⸗ gentheil dieſes Faktum gaͤnzlich zu den angenommenen Grundſaͤtzen paßt. Ein großer Verehrer Reichardts, wallfahrtete ich vor 25 Jahren nach Erfurt und brachte einige Tage in den Gaͤrten zu, die ſeine Hand gepflegt hatte. Hier fand ich einen von einer der fruchtbarſten Gebirgsarten abgeſchwemmten aͤußerſt zertheilten ſchwarzen Boden von großer Tiefe, der ſeit 200 Jahren unter Spaten⸗ Cultur alle Vorzüge des Marſchbodens ohne einen ein⸗ zigen ſeiner Maͤngel hat, durch einen außerordentlich fruchtbaren Bach bewaͤſſert, der dem Orte einen weit verbreiteten Handel mit Brunnenkreße verſchafft hat. Wenn ich dem Marſchboden 12 Grad Kraft und 100 Grad Reichthum gebe, wuͤrde ich dieſem 15 und 150“ beilegen. Daß ein ſolcher Boden, wenn er wie hier, 9 verbeſ⸗ ſernde Saaten gegen nur 3 Winterſaaten, 4 Sommerſaaten . 2* — 20— gung von meinem Acker erwarten duͤrfe, um darnach die 3— 45 5 Wahl der Frucht, den Grad der Beduͤngung und die Art M. 2 5 Irr der Behandlung zu beſtimmen. Keistſt Ich werde nun zufoͤrderſt die Hypotheſen anzugeben EE— — 8.———. A haben, nach denen ich, der von Wulffenſchen Methode folgend, meinen Zweck zu erreichen verſuchte. 8en Ser: rine d 8 und 2 Kohlſaaten träͤgt, und dabei noch 18 Fuder Dünger d 8r erhielt, am Ende der Rotation wenig oder nichts ver⸗ 6 e loren haben konnte, iſt ganz den Grundſäßen der Sta⸗ Sf tik des Landbaues gemaͤß, und beweiſet ihre Anwend⸗ det den barkeit; nicht ihre Unhaltbarkeit. driii Weniger noch ſollte ich der Gemeinplätze erwäh⸗ nen, die einige Zeitſchriften mit großer Selbſtgefaͤllig⸗ keit nicht ohne Hohnlaͤcheln, ſich über einen Segenſtand Sheie, Wra erlaubt haben, mit welchem Maͤnner wie Thaer, von ihirdit de Wulffen, von Thuͤnen ſich ernſthaft beſchäftigen. Aber„ der Hohn laͤßt ſo vornehm, iſt ſo leicht, und ein ſo eEnmn trefflicher Mantel fuͤr Unwiſſenheit! d irre Je weiter nun durch alles Vorhergehende die Wiſſen⸗ a Acr,! ſchaft vorgerückt iſt, um ſo mangelhafter muß die Skizze erſcheinen, die im rohen Zuſtande derſelben m entworfen ward.— Den eingeweiheten Leſer wird aber der hier ſo deut⸗ keitt lich zu beachtende Fortſchritt der Wiſſenſchaft nicht ohne Intereſſe laſſen. Fuͤr den, dem das Ganze noch 1 i neu iſt, wird dieſes, durch jene einfache Darſtellung viel⸗— leicht verſtaͤndlicher werden. ar dur 1 (*⁵⁸) Hierher gehoͤrt alles Theoretiſch⸗Wiſſenſchaftliche über den Futter⸗ und Duͤngerwerth der Vegetabilien, woraus es ſich ergeben ſoll, ob daſſelbe Feld für die Erſchöpfung durch die Erndte den völligen Erſas gewähre oder nicht; wie dieſe durch das richtige Verhältnis der Wie⸗ geris ſen, Weiden und Futterkraͤuter zum Anbau der Cerea⸗ r lien zu erhalten ſey, folglich wie Ackerban und Vieh⸗ zucht in ein richtiges Verhältniß zu ſtellen ſind; viel⸗— leicht der hoͤchſte Zweck der Statik! Da ich keine Vieh⸗ g . zucht habe und bei der Naͤhe der Städte um Duͤnger 6 nicht verlegen ſeyn kann, ward dieſe wichtige Unter⸗ 3 ſuchung mir uͤberfluͤßig.. darnach die und die Art t anzugeben en Methode der Duͤnger tvichts ver⸗ zen der Sta⸗ hre Anwend⸗ läte erwaͤh⸗ elbſtgefaͤllig⸗ Gegenſtand Thaet, von igen. Aber und ein ſo edie Wiſſen⸗ et muß die de derſelben ier ſo deut⸗ ſchaft nicht hanze noch ellung viel⸗ che uͤber den wotaus es Erſchoͤfang ewäͤhre oder niß der Vie⸗ u der Cekel⸗ und Lie⸗ en ſind; diel⸗ j keine vie⸗ um Duͤnger tige Unten⸗ — 21— §. 9. 1ſte Hypotheſe. Die Kraft des Bodens und ſein iſte Hypo⸗ heſe: Kraft Reichthum ſind, wenn ſie in Zahlen ausgedruͤckt werden the: haßun koͤnnen, als zwey Faktoren anzuſehen, aus deren Multi⸗ plication mit einander Eine Zahl entſteht, welche die Fruchtbarkeit des Bodens bezeichnet. Waͤre z. B. die Kraft 8 und der Reichthum 45, ſo wuͤrde die Fruchtbarkeit 360 Grad ſeyn. Die Kraft des Bodens iſt ſeine Ertragsfaͤhigkeit, in ſo fern ſie von ſeiner phyſiſchen und chemiſchen Beſchaffen⸗ heit abhaͤngt(¹⁰). Dahin gehoͤrt die im Boden befindliche Miſchung von Sand, Thon und Kalk⸗Erde; ferner die Form dieſer Beſtand⸗ theile, woraus zugleich, mit der Art ihrer Miſchung, ſeine Faͤhigkeit beſtimmt wird, Luft, Licht und Waſſer in ſich aufzunehmen und zu erhalten, ihre Zerſetzung zu befoͤrdern, den Pflanzen einen mehr oder minder bequemen Standpunct zu geben, damit den feinen Saugroͤhren der Pflanzenwur⸗ zeln ihre Nahrung zuzufuͤhren und dadurch den im Boden enthaltenen Reichthum fruchtbar zu machen.. Reichthum des Bodens iſt die in ihm enthaltene Quantitaͤt organiſcher Materie, die entweder ſchon zu un⸗ mittelbarem Nahrungsſtoff fuͤr die Pflanzen bereitet iſt, oder durch allmaͤhlige Zerſetzung Nahrungsſtoff wird. §. 10. 2te Hypotheſe. Der Ertrag der Cerealien(und ei⸗ theſe: = Frucht⸗ barkeit. zte Hypo⸗ Der Ertrag des Bodens ſteht gentlich jeder Frucht) ſteht mit der Fruchtbarkeit des Bo⸗ mit ſeiner dens in directem Verhaͤltniße; alſo ein gewiſſer Grad von (*⁵) Ich gebe hier die Terminologie, wie ſie damals ange⸗ nommen wurde. Warun ich, bey den mannigfaltigen Mißverſtaͤndniſſen, die ſie veranlaßte, von ihr abgegan⸗ gen bin, gehoͤrt nicht hierher. 1823. Fruchtbarkeit in directem Verhaͤltniße. — 22— Fruchtbarkeit mit einem gewiſſen Maaß oder Gewicht des Ertrages. Herr von Wulffen hat den Berliner Scheffel Rocken auf Rocken⸗, Waitzen auf Waitzen⸗Lande zu Einem Grad Fruchtbarkeit angeſetzt. Ein Boden alſo, welcher ohne weitere Duͤngung ſechs Scheffel vom Berliner Morgen traͤgt, hat 6 Grad Fruchtbarkeit. Um die Berechnung der Vergleichungen zu erleichtern, hat Herr von Wulffen einen allgemeinen Multiplicator: 60 angenommen; ſo⸗ nach hat ſolches Feld 360 Grade Fruchtbarkeit, und 60 Grade ſind die erforderliche Fruchtbarkeit, um die Production eines Scheffels Rocken erwarten zu duͤrfen. Umgekehrt hat das Feld, welches ſechs Scheffel Rocken per Berliner Morgen getragen hat, eine Fruchtbarkeit von 360 Graden; hat es ſieben Scheffel getragen, eine Frucht⸗ barkeit von 420 Graden bewieſen u. ſ. w. Welches Ver⸗ Da der Berliner Morgen etwas groͤßer iſt als der dheltnte ich. unſrige(100= 117), und der Berliner Scheffel etwas habe. mehr als unſre zwey Himpten, ſo habe ich, um meine Er⸗ fahrungen um ſo leichter mit den Erfahrungen des Herrn von Wulffen vergleichen zu koͤnnen, dieſelben 360 Grade fuͤr die Bezeichnung der Ertragsfaͤhigkeit meines Morgens von 100 16 fuͤßigen Quadrat⸗Ruthen fuͤr 12 Himp⸗ ten Waitzen auf Waitzen⸗Boden angenommen oder fuͤr 30 Grad. Waͤre hierin auch ein kleiner Unterſchied zum Vortheil meiner Felder, ſo wuͤrde mein reicherer Boden ihn rechtfertigen, und da es nur auf comparative Reſultate ankoͤmmt, ſo iſt eine kleine Verſchiedenheit im zum Grunde gelegten Maaßſtabe von keiner Bedeutung. Bey einem Gegenſtand, wo der Beobachtung noch ſo manches entgeht, wo es auf mathematiſche Genauigkeit gar nicht ankommen kann, wo im beſten Fall das Reſultat doch nur ein ungefaͤhrer, der Wahrheit ſo nahe als moͤg⸗ ur arthaltn lic komme klane Ahwe 3u Hh keit bekannt in Knff ü, urt drr pwegte läten 3 erſten, we ganger iſ Sa d der Erſtn Aid danen Fact man den 4) te Hr was Cereali Vanhälmmi 7 — () Pas gewiſ Ertne Durch jett Durch 42 1b on Nach Verſu Gewicht des ſeffell Rocken inem Grad velcher ohne er Morgen Verechnung —. Wulffen wmen; ſo⸗ arkeit, und eit, um die durfen. effel Rocken harkeit von ine Frucht⸗ iſt als der heffel etwas meine Er⸗ des Herrn 350 Grade Morgens 12 Hinp⸗ oder fuͤr ſchied zum Boden ihn e Reſultate un Grunde ung mt ſo nauigket gat zas Rafültat te als m⸗ lich kommender Kalkuͤl ſeyn kann, haͤtte man Unrecht, auf kleine Abweichungen ein großes Gewicht zu legen(20). §. 11. 3te Hypotheſe. Iſt die Gradzahl fuͤr die Fruchtbar⸗ 3te Hypo⸗ keit bekannt, ſo werden die Zahlen fuͤr die beyden Fakto⸗ theſen, Me ren Kraft und Reichthum, deren Product Fruchtbarkeit bletvere 3 iſt, durch das Quantum gefunden, welches ein Acker in beyden Fac⸗ der zweyten Erndte derſelben Frucht(bey vollkommen oien dau zu gleichem Zuſtande der Kraft) weniger giebt als in der erſten, wenn in beyden Faͤllen eine Braache vorherge⸗ gangen iſt.. Der Differenz verhaͤlt ſich zum Fruchtbarkeits⸗Grad der Erſten Erndte, wie die Erſchoͤpfung zum Reichthum. Wird der Fruchtbarkeits⸗Grad durch dieſen nun gefun⸗ denen Factor, den Reichthum darſtellend, dividirt, ſo findet man den Factor fuͤr die Kraft.(Das Naͤhere daruͤber §. 18.) . 4te Hypo⸗ theſe: Wie §. 12. rehoͤfunf 4te Hypotheſe. Die Erſchoͤpfung des Bodens ſteht, im Benaiſ was Cerealien betrifft, ohne Unterſchied der Gattung im dis der aher Verhaͤltniß mit der nahrhaften Subſtanz, welche die Koͤr⸗ ker, nißten⸗ d 7 ner enthalten(²¹). ſtanz · (2⁰) Was die zur Production eines gewiſſen Gewichts, einer gewiſſen Frucht auf einem gegebenen Boden noͤthige Ertragsfaͤhigkeit wirklich ſey, kann nur nach einem Durchſchnitte von vielen Jahren beſtimmt werden. Bis jetzt iſt es auf meinen Feldern nach einem 10jäͤhrigen Durchſchnitt fuͤr Waitzen 36 Grad Ertragsfaͤhigkeit fuͤr 42 18. Ko. 1823. (21) Nach den zuletzt von Einhof und Krome angeſtellten Verſuchen finden ſich dem Gewichte nach Herr von Wulffen hat fuͤr Einen Scheffel geerndte⸗ ten Rocken, Einen Grad Verminderung des Reichthums angenommen. Nach einer Erndte von 6 Scheffeln iſt der Reichthum um 6 Grade vermindert; der ſich daraus ergebende Ver⸗ luſt muß von den Graden des Reichthums abgezogen werden, z. B. 8 Gr. Kraft 45 Gr. Reichthum= 360 Gr. Fruchtbarkeit +½ 6 ⸗ fur ſechs Scheffel Erndte bleiben 39 Grad Reichthum. Waͤre durch dieſe Erndte die Kraft unveraͤndert ge⸗ blieben, ſo wuͤrde die nachgebliebene Fruchtbarkeit 8 Grad Kraft* 39 Grad Reichthum= 312 Grad Fruchtbarkeit ſeyn und die Erſchoͤpfung betruͤge 480 Fruchtbarkeit. eſe: Die. Kraft⸗Aeuße⸗ 5te Hypotheſe. Die Kraftaͤußerung des Bodens, wird tung des Bo⸗ nur durch die Winterſaaten vermindert; dieſe Verminde⸗ ens wir durch ein rung aber betraͤgt ohne Unterſchied der Gattung fuͤr jede Winter⸗Ce⸗ real um Ei⸗. nen Grad ver⸗ in 100 Theilen Waitzen 72. g. mindert. naͤhrende Materie in 100 Theilen Rocken 0o. in 100 Theilen Gerſte 59. 3. in 100 Theilen Hafer 33. 4. oder dem Volumen nach im Berliner Scheffel Waitzen voen 93 1. 72. RNocken; 80⸗ 56. Gerſte⸗)· 61 ⸗ 36. b Hafer. 48 ⸗ 27. 33. In dieſem Verhaͤltniße ſagt man ſey Fruchtbarkeit noͤthig, um ein gegebenes Maaß der Frucht jeder Art hervor zu bringen. In dieſem Verhaͤltniße ſollen die gewonnenen Koͤrner den Boden erſchoͤpfen. Ein Scheffel Waitzen erſchoͤpft alſo ſo viel als 2 Scheffel Gerſte, Ein Scheffel Rocken ſo viel als 2 Schef⸗ fel Hafer. —. 4-— Endte Win lagten Kuf hatte 8 Grd loverb Jiu enft gruttertit go acht bie h den Vden Drmſchuti Man u Efſaz der d pagt, ſo n den Werih n da 7 End F 4 A hat umn/ſ (aa) Eh wi ihret? deſond Kraſt ſeht! und handl Jverf Einw tem? Jahte wird. fel geerndte⸗ eicthuns Riichthum ebende Ver⸗ ahgezogen ruchtbarkeit räͤndert ge⸗ eit 8 Grad ruchtbarkeit keit. dens, wird Verminde⸗ g für jede 4. 88. ngtuni — 25— Erndte Wintergetraide Einen Grad der dem Boden beyge⸗ legten Kraft. Das oben als Beyſpiel aufgeſtellte Feld hatte 8 Grad Kraft ✕‿ 45 Gr. Reichth.= 360 Gr. Fruchtb. * 1 verlorne Kraft-*. 6⁰ verlorner Reichthum 7o Kraft* 390 Reichthum= 2730 nachbleibende Fruchtbarkeit; die wirkliche Erſchoͤpfung betraͤgt alſo 87° Fruchtbarkeit(2²). . 14. 3 Hypo⸗ er Verluſt d. dem Boden erſetzt werden durch Duͤnger, Braache und der Mennuſd Dreeſchhuͤtung. den, 8 2 den Man nimmt 7 ⅞ Eentner guten Hofduͤnger fuͤr den den koͤnne. Erſatz der Fruchtbarkeit an, die einen Scheffel Rocken er⸗ zeugt; ſo nach haͤtte ein Fuder Duͤnger von 20 Centnern den Werth von 25 Grad Reichthum. In dem vorigen Beyſpiel behielt das Feld 7 Grad Kraft* 39 Gr. Reichth.= 273 Gr. Fruchtb. erhaͤlt nun 5 Fuder Duͤnger a 23 Gr. r 14 14 ⸗ hat nun7 Kraft 335 Reichthum= 371° Fruchtbarkeit. (22) So wie alle dieſe Hypotheſen ihre Berichtigung von ihrer Anpaſſung an die Thatſachen erwarteten, ſo iſt beſonders die Abnahme des Erdvermoͤgens(hier noch Kraftaͤußerung genannt) den elimatiſchen Cinfluͤſſen gar ſehr unterworfen, auf verſchiedenem Boden verſchieden, und die Dauer dieſer Einfluͤſſe durch die folgende Be⸗ handlung bedingt. So kann der Braache, nach Herrn Jverſen's Anſicht, allerdings eine laͤngere Dauer der Einwirkung beygelegt werden, wenn ſie auf verwilder⸗ tem Boden beſchafft worden iſt, und das Feld im 2ten Jahre mit dem vorigen Zuſtande deſſelben verglichen wird. Ao. 1822. 6te Hypotheſe. Der Verluſt des Reichthums kann bbes Wie 7te Hypo⸗ theſe: Wie die Vermin⸗ derung der Kraft dem Boden erſetzt werden koͤnne. — 26— Herr von Wulffen nimmt die Bereicherung des Bo⸗ dens durch 1 Jahr Dreeſchweide fuͤr 05 Gr. p. 100° Frucht⸗ barkeit, bey einem Boden der 3600 Fruchtbarkeit hat, drey Dreeſchjahre fuͤr den Erſatz von 6 Scheffel Rocken an; er nimmt eine Braachweide fuͤr das Drittheil des Werthes einer Dreeſchweide. Da ich keine Braache und Dreeſchhuͤtung habe, ſo wird davon nicht ferner die Rede ſeyn. §. 15. 7te Hypotheſe. Die verlorne Kraft des Bodens kann erſetzt, oder wenigſtens eine der erhoͤheten Kraft ana⸗ loge Wirkung hervor gebracht werden, durch haͤufige Bear⸗ beitung des Bodens. Dieſes iſt der Grund warum der Soͤmmerung, welche vor Winter in Furchen gelegt, im Fruͤhjahr Ein bis zwey⸗ mal gepfluͤgt wird, nur 5 Monate ungeruͤhrt liegt, nicht wie der Winterung eine Kraftverminderung beygelegt wird, und warum man die Vermehrung der Kraft durch die Braache oder durch ſorgfaͤltig behandelte Braachfruͤchte, fuͤr Einen Grad angenommen hat; wobey allerdings eingeſtan⸗ den werden muß, daß ihre mehr oder minder zweckmaͤßige Beſtellung dieſes Verhaͤltniß erhoͤhen oder erniedrigen kann. Da Braache bey mir nicht Statt findet, ſo habe ich hier nur ein Beyſpiel davon zu geben, wie die durch die Braachfrucht gewonnene Kraft dem Boden verguͤtet wird. Wenn auf dem zum Beyſpiele angenommenen Felde Kar⸗ toffeln gebauet waͤren, die 60 Scheffel getragen haͤtten und wobey fuͤr den Scheffel Grad Erſchoͤpfung= 6 Grad gerechnet waͤre, ſo ſtuͤnde es folgendermaaßen: 7 Grad Kraft ✕ 53 Gr. Reichth.= 371 Gr. Fruchtb. + 1° verm. Kraft 60 verlorner Reichthum 8 Grad Kraft* 47 Gr. Reichth.= 376 Gr. Fruchtb. 9 4 und dieſes Steftl Mit w grotheſn nen Boden a aij di in brttſt ömm nen aͤußerſ zu mei ich auf mii Einfacheit. taltit gelot u. Nirh Thaer und V drachen de Ic ha rung meine Materie ber hir ha faßen genaß de verſcied daraus ſcch — () Daß d etdas ange mit uß will. (“) Tgl. gen, der A darub an ag. ing des Bo⸗ 100° Frucht⸗ barkeit hat, heffel Rocken rittheil des Braache und er die Rede des Vodens Kraft ana⸗ luſige Bear⸗ ung, welche bis zwey⸗ liegt, vicht gelegt wird, t durch die ffruchte, fuͤr z eingeſtan⸗ weckmaͤßige rigen kann. o habe ich e durch die rzütet wird. Felde Kar⸗ ragen häͤtten öpfung=5 aaßen: Gr. Frubbt. in und dieſes Feld koͤnnte ſodann a 60° per Scheffel Rocken, § Scheffel Rocken tragen(2³). §. 16. Mit wie vielem Scharfſinn Herr von Wulffen dieſe In wie ferne Hypotheſen auf verſchiedene Fruchtarten und auf verſchiede⸗ ich dieſe Hy⸗ nen Boden angewandt hat, was er dadurch fuͤr Schluͤſſe dotheſen ant auf die zur Beſchaffung der noͤthigen Beduͤngung vortheil⸗ anuwehder. hafteſte Fruchtfolge gezogen hat, muß man in ſeiner klei⸗ nen aͤußerſt intereſſanten Schrift ſelbſt nachſehen. Zu meinem Zwecke reicht es hin, die Grundſaͤtze, welche ich auf meine Erfahrungen angewandt habe, in moͤglichſter Einfachheit darzulegen. Erfahrung allein und was die Lo⸗ calitaͤt gebot, haben mich in meinen Vorausſetzungen gelei⸗ tet. Mir habe ich da, wo ich vom Herrn Staatsrath Thaer und dem Herrn von Wulffen abweiche, uͤber die Urſachen dieſer Abweichung Rechenſchaft geben koͤnnen. Ich habe es fuͤr uͤberfluͤßig gehalten, durch die Anfuͤh⸗ rung meiner Gruͤnde hier dieſe an ſich ſchon ſchwierige Materie verwickelter zu machen(2⁴). Hier habe ich nur darzuſtellen, wie ich, dieſen Grund⸗ ſaͤtzen gemaͤß, geſucht habe, die Kraft und den Reichthum der verſchiedenen Claſſen meines Bodens, die Wirkung der daraus ſich ergebenden Fruchtbarkeit auf den Ertrag der (23) Daß dieſe Annahme nur als Beyſpiel daſtehe, ohne etwas beſtimmen zu wollen, was nur die Erfahrung angeben kann, verſteht ſich von ſelbſt. Es muß aber mit Einer Vorausſetzung angefangen werden; man muß etwas zu berichtigen haben, wenn man berichtigen will. Ao. 1821. (24) 1821. In den folgenden ſpaͤter hinzugefuͤgten Anmerkun⸗ gen, habe ich, durch laͤngere Erfahrung geleitet, da, wo von der Anwendung dieſer Grundſaͤtze die Rede iſt, einiges daruͤber entwickelt, ſo wie meine Mittheilung derſelben an agronomiſche Freunde es veranlaßte. Wie der Grad der Frucht⸗ barkeit jedes Feldes auszu⸗ mitteln ge ſucht worden iſt. — 28— verſchiedenen Fruchtarten, die dadurch bewirkte Erſchoͤpfung und endlich deren Erſatz durch Beduͤngung und Bearbei⸗ tung, zu beſtimmen. §. 17. Meine erſte Sorge war den Grad der Fruchtbarkeit zu beſtimmen, den ich im Jahr 1813 bey meinen Feldern vorausſetzen durfte. Anfaͤnglich dachte ich fuͤr jede Claſſe meiner Felder einen Durchſchnitt der Grade der Fruchtbarkeit anzuneh⸗ men, auch habe ich dieſen in der am Schluße befindlichen Tabelle angedeutet. Ich fand aber bald unter dieſen Feldern eine ſo große, aus der bisherigen verſchiedenen Beduͤngung und Behandlung entſtehende Verſchiedenheit, daß ich mein Vorhaben entweder aufgeben, oder den wahrſcheinlichen Zuſtand der Fruchtbarkeit jedes Feldes insbeſondre ausmitteln mußte. Dieſen Zweck erreichte ich dadurch, daß ich die, einige Jahre vor und nach 1813 dem Felde gegebene Beduͤngung mit dem Ertrag der Erndten dieſer Jahre nach den in den, vorigen§§. enthaltenen Hypotheſen verglich, die Waitzen Erndte a 36° per 38 reines Korn dabey zum Grunde legte und aus den folgenden Erndten, wenn ich ſolche mit dem uͤberbleibenden Grade von Fruchtbarkeit verglich, zu erfahren ſuchte, wie viele Grade Fruchtbarkeit zur Production eines gewiſſen Maaßes jeder folgenden Frucht noͤthig geweſen waͤren. Dies ſetzte ich vor und ruͤckwaͤrts ſo lange fort, bis ich fuͤr das Jahr 1813 einen Grad der Fruchtbarkeit fuͤr jedes Feld fand, der, wenn ich ihn meiner Berechnung zum Grunde legte, die daraus auf die folgenden 5 Jahre gefolgerten wahrſcheinlichen Erndten in Uebereinſtimmung mit den wirklichen Reſul⸗ taten brachte. gamen! recrung bor durt ſp w Grndes der ſen wifen, n da du eirr gu viin 5 3ch die Enten vitt hatten Da me heit derun ten gaur⸗H rur nac und „ iim fätn gi ut zt in V rmßten, de 4 i5 5 Ja I h ten, den Ka. lickeit zu ben tt ändern, komnendes ſi Wenn itt de waͤhrend fällig ufge konnten, ſo ununterrict. den Angabe uf Thatſac Ich mi und und en eErſcipfin und Bearbei⸗ Fruchtbarkeit inen Feldern einer Felder keit anzuneh⸗ e befindlichen unter dieſen verſchiedenen rſchiedenheit, oder den ddes Feldes h die, einige Beduͤngung nach den in exglich, die dabey zum , wenn ich ruchtbarkeit gruchkbarkeit er folgenden ich vor und r 1813 eine , der, wenn , die drxaus dhrſceinlchen lücen Reſul⸗ — 29— Kamen die wirklichen Erndten mit den durch die Be⸗ rechnung vorher beſtimmten Erndten uͤberein, ſo war da⸗ durch ſo wohl die Richtigkeit des zum Grunde gelegten Grades der Fruchtbarkeit, als aller der andern Hypothe⸗ ſen erwieſen, auf welche dieſe Berechnung ſich gruͤndete. In der That traf dieſes vom Jahr 1813 bis 1817 in einer großen Mehrzahl von Faͤllen zu, wenn die in dieſen 5 Jahren genau verzeichneten Umſtaͤnde nicht auf die Erndten beſonders vortheilhaft oder ſchaͤdlich einge⸗ wirkt hatten.. Da meine Beſitzung, fuͤr welche mich die ſeltne Schoͤn⸗ heit der Lage am Elbufer beſtimmte, aus zuſammengekauf⸗ ten Bauer⸗Hoͤfen beſteht, ſo ſind die Koppeln klein, ſind nur nach und nach in meine Haͤnde gekommen und konn⸗ ten ſelten zuſammen gelegt werden, weil ſie zu verſchiede⸗ ner Zeit in den mir unentbehrlichen Klee gelegt werden mußten, den ich auf demſelben Felde nicht eher als nach 4 bis 5 Jahren wieder bauen darf. Ich hatte wohl 70 Felder 7 Jahre lang zu beobach⸗ ten, den Kalkuͤl uͤber nahe an 500 Feldern mit der Wirk⸗ lichkeit zu vergleichen und meine Vorausſetzungen ſo lange zu aͤndern, bis etwas im Durchſchnitt der Wahrheit nahe kommendes ſich ergaͤbe. Wenn ich nun dabey alle Umſtaͤnde zu erwaͤgen hatte, die waͤhrend der letzten 5 Jahre(in denen ich alles ſorg⸗ faͤltig aufgezeichnet hatte) auf den Ertrag Einfluß haben konnten, ſo war meine Arbeit wirklich weder geringe noch ununterrichtend und ihr verdanke ich es, wenn die folgen⸗ den Angaben ſich, ſo viel es ihrer Art nach moͤglich iſt, auf Thatſachen gruͤnden. Ich nahm dabey ein beſtimmtes Maaß fuͤr das Land und ein beſtimmtes Gewicht fuͤr die Erndte an, — 30— welches beydes dann ein in Graden ausgedruͤcktes beſtimm⸗ tes Verhaͤltniß fuͤr die Fruchtbarkeit abgab. Mein Landmaaß iſt 100 16fuͤßige—³ Ruthen oder 25,600 Hamburger ◻ Fuß fuͤr meinen Morgen; das Ge⸗ wicht eines gehaͤuften Himpten Kartoffeln 42 Hamburger Pfund, einer Tonne Rapſaat von 5 Himpten 192 1; das niedrigſte Gewicht meines Waitzens 38 per geſtrich⸗ nen Himpten(25), das Gewicht von 100 Bunden gruͤnen Klee 1200 W1, von einem Himpten Hafer 30 bis 34 b, Durchſchnitt 32 K. Aus dieſen Fruchtarten beſteht meine Rotation; Boh⸗ nen und Gerſte werden nur, ſo wie Wicken und Mengkorn, zufaͤllig und in kleinen Quantitaͤten gebauet(²6). Die Fruchtbarkeit meiner Felder im ungeduͤngten Zu⸗ ſtande fand ich von 420 bis 480° auf Lehmboden, 120 bis 300° auf meinem Sandboden. Aus allen meinen Erfahrungen erhellte, daß die Pro⸗ duction von 42 13 Eßkartoffeln, mindeſtens von der Groͤße einer Wallnuß, oder, wenn ich die der 2ten Groͤße, die bey mir zum Pflanzen, und der kleinſten, die zum Viehfut⸗ ter gebraucht werden, dazu rechne, 53 4 Kartoffeln, 34° Fruchtbarkeit im Durchſchnitt erforderte. 8000 Fruchtbarkeit gaben alſo auf den Morgen von 100 ◻ Ruthen (²5) Gerade in den Jahren 1813 und 14 war das Gevicht des Waitzens bey mir aͤußerſt geringe und da ich meine Be⸗ rechnungen ſo angefangen hatte, mußte ich ſolche ſo fortfuͤhren. Im Jahr 1818 wog der Himpt 43 16, im Jahre 1819 43 bis 45 S und daruͤber. (²2⁵) Mengfutter wird bey mir ſehr viel gebauet, ſeitdem ich kein uͤberjaͤhriges Kleefeld zur Braache mache fuͤr Rapſaat. — ttva A3 hi 4 27 Hü en hi Ahe Fucht binwte,, ſiſ 3 erforder dn ih meinen 8 beſorgen, a hinptn 1 d ten 60 r bartet der i kunt, vem: V ten Klee zert — der Wi Grad gehen? Klee ſit Dis ſehr auf der teſte Enn naͤglichen ſtucht er Gei dern Vr Bei dern. zu ſch Klee ü ſchen Atmosg bezeichn zu erwa oh das ſcktes beſtimm⸗ Nuthen oder hen; das Ge⸗ 2 Hanburger ten 192 8; per geſtrich⸗ nden gruͤnen bis 34 R, tation; Bo⸗ d Mengkorn, 9) düͤngten Zu⸗ boden, 120 daß die Pro⸗ n der Groͤße Größe, die zum Viehfut, ttoffeln, 34 Morgen von s Gewicht des ich weine 5. ich ſalche ſt nyt 4 k, in u nache füt — 31— etwa 213 Himpten oder 8946 3 Eßkartoffeln und 54 2 oder 2268 ⸗Saat⸗ u. Futterkartoffeln —— 267 Hiupt. oder 11,214 B. Ein Himpt Rapſaat von 38 ⅜ 15z erforderte 330 800° Fruchtbarkeit gaben alſo auf einen Morgen 24 ½ Himpten, faſt 5 Tonnen Saat. Ein Himpt Waitzen von 38 5 erforderte 36⁰°. Der hoͤchſte Grad von Fruchtbarkeit, den ich meinen Waitzenfeldern geben durfte ohne Lagerkorn zu beſorgen, war 720°, dieſe gaben auf einen Morgen 20 Himpten oder 760 5 Waitzen. 100 Bunde gruͤnen Klee, a 12 c per Bund, erforder⸗ ten 60° per 100 Bunde. Der hoͤchſte Grad von Frucht⸗ barkeit den ich nach der Waitzenerndte dem Klee laſſen konnte, wenn ich keinen Lagerwaitzen haben wollte, der mei⸗ nen Klee zerſtoͤren wuͤrde, iſt 5600(27). Dieſe gaben auf (22) Dies wird aus dem Folgenden erhellen: Ich ſetze nur noch hinzu, daß unter allen Cereallen der Winter⸗Waitzen die Frucht iſt, der ich den hoͤchſten Grad von Fruchtbarkeit, ohne Lagerkorn zu befuͤrchten, geben darf: daher kann ich nur unter Winter⸗Waitzen Klee ſaͤen. Das Gelingen meiner ganzen Rotation kommt gar ſehr auf das Gerathen des Klees an. Der gruͤne Klee iſt bey weitem meine vortheilhaf⸗ teſte Erndte; daher muß ich dieſem Felde den hoͤchſt⸗ moͤglichen Grad von Fruchtbarkeit geben, den die Vor⸗ frucht ertragen kann. Gerſte in 720°, ſelbſt in 660° geſaͤet, wuͤrde ſich la⸗ gern und den Klee zerſtoͤren. Bey'm Klee iſt weniger als bey irgend einer an⸗ dern Pflanze von der Ertragsfaͤhigkeit auf den Ertrag zu ſchließen. Dieſer haͤngt faſt gaͤnzlich, bey einem fuͤr Klee uͤberhaupt tauglichen Erdvermoͤgen, von climati⸗ ſchen Einfluͤſſen, beſonders von der Feuchtigkeit der Atmosphaͤre und ihrer Waͤrme ab; die Ertragsfaͤhigkeit bezeichnet nur das Minimum bey dem ein guter Ertrag zu erwarten iſt, der uͤberdies gar ſehr davon abhaͤngt, ob das Feld lange keinen Klee getragen hat. der Faktoren fuͤr Kraft und Reichthum. Ertrag bezeichneten, ſo blieb mir nur uͤbrig, die beyden — 32— den Morgen 933 ⅜ Bund= 11,200, in 2 Schnitten. Ein Himpt Hafer von 32 erforderte 25° Fruchtbarkeit. Er wird bey mir nach Waitzen geſaͤet, der auf Rap⸗ ſaat folgt, und der ſelten dem Boden mehr als 550 laͤßt. Dieſe gaben 22 Himpten= 704 5 Hafer(²2³). §. 18. Nachdem ich nun die Zahlen gefunden hatte, welch die Fruchtbarkeit der Felder in ihrem Verhaͤltniß zu ihrem Faktoren aufzufinden fuͤr Kraft und Reichthum, deren Product die Fruchtbarkeit ausmacht. Die Erndten wirken auf jeden dieſer Faktoren auf verſchiedene Weiſe, und es giebt fuͤr jeden ſehr verſchiedene Mittel ſeine Verminderung zu erſetzen oder ſeine Vergroͤße⸗ rung zu befoͤrdern; daher muͤſſen ſie beſonders dargeſtellt werden koͤnnen. Ueber den Reichthum konnte mir die chemiſche Unter⸗ ſuchung und die Quantitaͤt Duͤnger, die ſeit mehreren Jah⸗ ren auf das Feld gebracht war, nach Abzug des Ertrags; die Art und die Vegetationskraft der Unkraͤuter, mehrere zur Vergleichung dienende Anzeichen verſchaffen. Mit der Beſtimmung des Antheils, den die Kraft⸗ entwicklung des Bodens an der Fruchtbarkeit gehabt hatte, ward es ſchwerer. Herr von Wulffen hat beyde durch das Quantum aus⸗ zumitteln geſucht, welches ein Acker in der zweyten Erndte weniger giebt als in der Erſten, nachdem jedesmal eine (28) Dieſer unverhaͤltnißmaͤßig geringe Ertrag entſtand aus der Gewohnheit, nur 2 Himpten auf 100—◻ Ruthen, alſo viel zu duͤnne zu ſaͤen. Er hat ſich verdoppelt, ſeitdem 4 Himpten geſaͤet werden. Ao. 1822. — ungsdingte ung in b die al wi, ſeſti Un die machen, ftel uf: Man dit Erndte mit de Rechth da Fruchth gung der Grad der In vorl 6 X65=3 ail didit dog dſen, de vrſpraͤn Tenn den wäre, nr. Un mi Latpel der umn dieſe Ko nict boͤüngen die gane Den In Kle vic Ufſace nen, z. B. ein auf ein rung, Voge gefunden we⸗ duußen Kop nancherley B Dagdos land 2 Schnitten. Fruchtbarkei. er auf Nap⸗ r als 550* fer(23). atte, welche riß zu ihrem die beyden zthum, deren faktoren auf verſchiedene n Vergroͤße⸗ 8 dargeſtellt miſche Unter⸗ nereren Iah⸗ des Ertrags; fer, mehrere die Kraft⸗ gehabt hatte, wuantum aus⸗ beyten Erndte jedeämal din entiend als 4 D guthen, ſich dend dophelt, 187 -— 33— ungeduͤngte Braache vorhergegangen, damit die Kraftaͤuße⸗ rung in beyden Faͤllen ſich durchaus gleich bleibe. Die algebraiſche Formel, durch welche dieſes gefunden wird, ſteht in ſeiner kleinen Schrift Pag. 12— 14. Um die, manchem unbequeme, Algebra entbehrlich zu machen, ſtellt der Staatsrath Thaer die folgende Methode auf: Man dividire das Quadrat des Products der erſten Erndte mit dem Minns der zweyten, und es ergiebt ſich der Reichthum des Bodens; dann dividire man damit in den Fruchtbarkeits⸗Grad, den der Boden zur Hervorbrin⸗ gung der erſten Erndte haben mußte und man hat den Grad der Kraftaͤuſſerung. Im vorliegenden Fall: 6 ✕ 6= 356; dividirt durch ⸗, giebt 720⁰ Fruchtbarkeit; 360 dividirt durch 72 giebt 50 Kraftaͤuſſerung, nach Ab⸗ zug deſſen, was die Braache hinzugethan hat, 40 fuͤr die urſpruͤngliche Kraft. Wenn nun auch gegen dieſe Methode nichts einzuwen⸗ SWeſche Schwierig⸗ den waͤre, wird ſie dennoch in der Praxis faſt unanwend⸗ keiten d. vor⸗ geſchlagene bar. Um mit Gewißheit zu erfahren, wie hoch auf einer Methode hat. Koppel der Differenz zwiſchen zwey Erndten ſey, muͤßte man dieſe Koppel in vier Jahren zweymal braachen und nicht beduͤngen. Wer kann das ohne Schaden, und ohne die ganze Bewirthſchaftung zu unterbrechen? Im Kleinen haben dieſe Verſuche kein Reſultat, weil viele Urſachen auf einen beſondern Fleck einwirken koͤn⸗ nen, z. B. eine ſchlechte Stelle im Boden, Beſchattung, ein auf eine kleine Stelle beſchraͤnkter Einfluß der Witte⸗ rung, Vogelfraß u. ſ. w., und weil ſchwerlich ein Fleck gefunden werden koͤnnte, der der richtige Repraͤſentant einer großen Koppel waͤre, welche, beſonders auf der Geeſt, mancherley Boden in ſich enthaͤlt. Dieſes muͤßte ferner auf Voght's landwirthſchaftl. Schriften 1r. Bd. 3 Derſusd, den Grad d. Kraft, u. des Reich⸗ — 34— jeder Koppel geſchehen, wenn man nicht mehrere ſich durchaus aͤhnliche hat. Endlich dauert dieſes Experiment, wenn es auch durch keinen Zufall unterbrochen wuͤrde, 4 Jahre; da dieſer aber ſelten ausbleibt, kann es 6 und 8 Jahre waͤhren! Bey dieſer Schwierigkeit muß es erlaubt ſeyn, es auf die Erfahrung ankommen zu laſſen, von der zuerſt ange⸗ gebenen Formel da etwas abzuweichen, wo es im Gebrauch bequemer und zutreffender ſcheint. Ich habe das in Herrn v. Wulffens Schrift Angegebene in ſo fern angenommen, als es den Factor fuͤr die Kraft thums jedes in einer viel mindern Zahl als den des Reichthums dar⸗ Feldes z Fagent ſtellt, und mich uͤbrigens durch genaue Beobachtung der Felder ſelbſt leiten laſſen. Es kam zuerſt darauf an, auf irgend einem Felde einen Grad Reichthum verſuchsweiſe nach meinen oben er⸗ waͤhnten Bemerkungen§. 17. anzunehmen. Um einen dazu paßlichen Grad der Kraft auf demſelben Felde zu finden, beobachtete ich beſonders die Terxtur des Bodens, ſeine na⸗ tuͤrliche Lockerheit oder Bindigkeit, ſeine Retentionskraft fuͤr Waſſer, ſeine Unterlage, die Tiefe ſeiner Krume, end⸗ lich das Verhaͤltniß ſeiner Sand⸗, Thon⸗ und Kalktheile. Hatte ich mich nun uͤber eine approximative Wahrſchein⸗ lichkeit fuͤr dieſes Feld beſtimmt, ſo verſuchte ich darnach die vorigen Erndten nach den angenommenen Grundſaͤtzen uͤber Ertrag, Erſchoͤpfung und Erſatz. Traf dieſes dann zu, ſo machte ich dieſes Feld zu einer Art von Norm, die ich dann nach Maaßgabe der bey der Vergleichung mit den andern Feldern ſich ergebenden Verſchiedenheiten modi⸗ ficirte. Daß bey allen dieſen Verſuchen das Erdvermoͤgen vollkommen daſſelbe ſeyn muͤſſe, wenn man uͤber das Dung⸗ vermoͤgen Verſuche anſtellt; daß umgekehrt das Dungver⸗ moͤgen durchaus daſſelbe ſeyn muͤſſe, wenn man uͤber das ☛☚ Envernöget Eins von h werden. ge neht dieer Vnter dauit verglch gr zurückmg ders u bäi ber mit, die grſen Nohr zen zuttefen Die Be ſuchun zu ei für ſch vilie un, nit ſo umm, dr ſ au einn df te zu nhtfe dienen, das ſchldenen En päüter Erfah —— de) 3az. di Beſchteih weiden v wit beſch Ldvetw Untetsat Neit Jc kannten ¹) de der Mat ) de und den mehren ſih 3 auch durch 1 Jahre; da ahre waͤhren! ſeyn, es auf zuerſt ange⸗ in Gebrauch it Angegebene für die Kraft chthums dar⸗ achtung der einem Felde nen oben er⸗ einen dazu de zu finden, ns, ſeine na⸗ ttentionskraft Krume, end⸗ d Kalktheile. Vahrſchein⸗ ich darnach Grurdſätzen dieſes dann n Norm, di gleicung mi enheiten mdi Endvernͤgen ber da Dung das Dungber⸗ nan iber das — 3— Erdvermoͤgen Verſuche anſtellen will, verſteht ſich von ſelbſt. Eins von beyden muß immer als conſtant angenommen werden.. Je mehr Felder(ich habe deren gegen 70) ich nun dieſer Unterſuchung unterwarf und ihre vorherigen Erndten damit verglich, deſto mehr data erhielt ich, die mich oft zur Zuruͤcknahme voriger Vorausſetzungen, oft dieſe beſon⸗ ders zu bedingen noͤthigten: ſo hatte ich zuletzt 350 Falle vor mir, die freilich nicht alle, aber bey weitem in der großen Mehrzahl mit kleinen nicht zu achtenden Differen⸗ zen zutrafen. Die Beobachtungen, die mich waͤhrend der Unter⸗ ſuchung zu einer beſtimmten Meinung brachten, waren jede fuͤr ſich vielleicht nicht entſcheidend; aber zuſammengenom⸗ men, mit ſo manchem Andern, das den practiſchen Land⸗ mann, der ſeine Felder aus langer Erfahrung kennt, oft zu einem auf Anſchauung gegruͤndeten, oft ſchwer in Wor⸗ ten zu rechtfertigenden Urtheil bringt, verglichen, konnte dazu dienen, das muthmaaßliche Verhaͤltniß an Kraft der ver⸗ ſchiedenen Erdarten hypothetiſch voraus zu ſetzen, bis die ſpaͤtere Erfahrung daruͤber etwas Anderes erweiſet(5). (²²) 1823. Die im Wegweiſer fuͤr Flottbeck enthaltene naͤhere Beſchreibung des Erdvermoͤgens meiner Felder koͤnnte, meinen vorigen Erfahrungen gemaͤß, denen, die ſich da⸗ mit beſchaͤftigen wollen, eine Anleitung geben, wie das Erdvermoͤgen der Felder nach einer leichten chemiſchen Unterſuchung wohl proviſoriſch beſtimmt werden koͤnnte. Meine jetzige Anſicht iſt ungefaͤhr dieſe: Ich wuͤrde fuͤr die Herzogthuͤmer 6 Arten mir be⸗ kannten Bodens annehmen: 1 1) den ſchweren Marſchboden eingedeichter Koege in der Marſch; 2) den leichten Marſchboden der niedrigen Elbufer und den an den oͤſtlichen Küſten der Herzogthümer an 3 Das Verhaͤltniß der Fruchtbarkeit des aͤrmſten Sand⸗ landes zu meinem beſten ſandigen Lehmboden im ungeduͤng⸗ ten Zuſtande, mußte ich wie 120° zu 480° Ertragsfaͤhig⸗ keit annehmen; dieſer Unterſchied mußte zugleich in dem Reichthum und in der Kraft gegruͤndet ſeyn. Der Ana⸗ logie mit den Reſultaten der Formel zufolge, wollte ich den Factor fuͤr den Reichthum moͤglichſt groß, den fuͤr die Kraft moͤglichſt klein nehmen. Das Verhaͤltniß des Reichthums dieſer Felder ſchien mir aus allen obenerwaͤhnten Urſachen wie 1:2; ich nahm, den ſandigen Mittelruͤcken derſelben, durch die Oſtſee angeſchwemmten leichtern Marſchboden; 5) den aus vormaligen großen Landſeen durch Nie⸗ derſchlag entſtandenen Boden; 4) den auf und an dem Mittelruͤcken der Herzog⸗ thuͤmer durch Niederſchlag entſtandenen ſandigen Lehm; ;) den auf eben dieſe Weiſe entſtandenen lehmigen Sand; 0) den reinen Sand. Zch kenne nur die ã letzten Erdarten aus eigener Erfahrung, und wuͤrde fuͤr Nr. 4 und 5 15 bis 30 pCt. Thon 15— 25 ⸗ feinen Sand 2— 3* Kalk 6— 7 Humus, den Ueberreſt in groben Sand enthaltend, im Verhaͤlt⸗ niß wie Thon und Sand feiner und inniger mit dem Humus gemiſcht ſind, 6— 80 als das wahrſcheinliche Erd⸗ vermoͤgen, vorſchlagen; 1 oder 20 mehr, wenn mehr Kalk, mehr Humus, mehr feiner Thon und Sand ver⸗ haͤltnißmaͤßig darin enthalten ſind. 10— 12 moͤchte wohl fuͤr die leichte Marſch, 12— 160 fuͤr die ſchwere Marſch angenommen werden koͤnnen. Nr. 6. Groben Sand, nicht uͤber 7— 10„Ct. ab⸗ ſchwemmbaren Thon enthaltend, bey einer nicht 2 Fuß tieftiegenden Unterlage, koͤnnte man wohl auf 50, bey Mangel dieſer Unterlage auf 40 anſetzen. im ihn an areft 4: der 1 hen drey l ie Zahl 9o 5 4 5 70 4 b .„ 600 750o, „, A* „ A'f Dafe 3 zull kann dr ruchbar Algemanen! Iber d durch die Tauglihkit, — 6e] Penn ich anpaſſen uns in ſe ſagen, d die eiſte die zwen wenn iberlaſt deren meinem. handlun. telgrade 4o. 18⸗ unſten Eand⸗ in ungeding⸗ Ertragsfthig⸗ gleich in den Der Ana⸗ e, wollt ich ß, den fuͤr Fädder ſchien B ich mim, arch die Oſtſee en durch Nie⸗ der Hetzog⸗ andigen Lehm; denen lehmigen en aus eigenet „in Verhäͤll⸗ niget mit dem ſcheinliche Erd⸗ de, wenn mehr und Sand ber⸗ leichte Nrſc, nommen vetden 5- 7— 10 El. 1 einet nicht buß vafl uf 5, bel N. — 37— um ihn zu bezeichnen, 30°: 60°, das gab mir fuͤr die Kraft 4⁰: So, und dabey blieb ich. Der Wahrheit kam ich am naͤchſten, wenn ich bey den drey Claſſen meines Bodens 5 die Zahl 8⁰(³0) fuͤr die erſte Claſſe 2 70 fuͤr die zweyte Verhaͤltniß⸗ Zahlen, fuͤr rere hundert Verſuche mich be⸗ ſtimmten. 6⁰ als die Kraft . d. Abthl. 6 4⁰ Fed. 1ſte othl. der dritten „ 2z 60 f. d. 2te Abthl. der . 2 600 fuͤr die 1ſten beyden Claſſen) alz den Rei c. 4 507 f. d. 1ſte Abthl. d. 3ten Claſſeb thum bezeichnend 7 24) annahm. „ 2z 400 f. d. 2te Abthl. d. 3ten Claſſe Dieſe Verſchiedenheit der die Kraft repraͤſentirenden Nothwendig⸗ keit, das Ver⸗ Zahl, konnte nun wohl den groͤßern oder geringern Grad hältniß der der Fruchtbarkeit, bey demſelben Grade des Reichthums im Fuchthanſeit Allgemeinen beſtimmen. 8 3 Riyner Aber das iſt noch nicht alles; der Boden hat gerade Frucht, ins⸗ durch die Eigenthuͤmlichkeit ſeiner Kraft eine beſondere beſondere au Tauglichkeit zur Production dieſer oder jener Frucht. Mit dfuns durch ieſe Frucht, zum Erſatz⸗ 3 2r.. 1 mittel fuͤr (60) Wenn ich meine Erdelaſſen der genialiſchen Eintheilung dieſelbe zu anpaſſen wollte, mit der der verehrte Erfinder der Statik beſtimmen. uns in ſeiner letzten Anſicht beſchenkt hat, ſo wuͤrde ich ſagen, daß meine beyden erſten Claſſen zum ſanguiniſchen Boden gehoͤrten, die erſte Abtheilung der dritten Claſſe zum hecktiſchen Boden, die zweyte Abtheilung zum phlegmatiſchen Boden, wenn wir den choleriſchen Boden wohl den Laͤndern uͤberlaſſen muͤſſen, deren Boden viel Kalk enthaͤlt und deren Unterlage Felſen iſt. Wenigſtens bin ich mit meinem wuͤrdigen Freunde ganz uͤber die Art der Be⸗ handlung einverſtanden, wodurch die Extreme den Mit⸗ telgraden ſo nahe als moͤglich gebracht werden koͤnnen. Ao. 1823.. welche meh⸗ — — 38— demſelben Reichthume und derſelben Bearbeitung aͤußert die Kraft deſſelben Bodens, z. B. eine gute Wirkung auf Boh⸗ nen, Waitzen und Klee, eine ſchlimme auf Erbſen, Rocken und Kartoffeln, und umgekehrt. So vertraͤgt und erfordert der kraͤftige Boden mehr Duͤnger als der ſchwaͤchere, und daher bringt dieſelbe Quantitaͤt Duͤnger auf dem Einen eine andere Wirkung als auf dem Andern hervor. So erſchoͤpft vielleicht dieſelbe Erndte den kraͤftigeren Boden weniger als den ſchwaͤcheren. Sicherlich bringt die⸗ ſelbe Fruchtfolge auf beyden eine verſchiedene Wirkung hervor. Da nun aber derſelbe Factor die wirkliche Ver⸗ ſchiedenheit der Wirkung in den Unterabtheilungen in Hinſicht auf den Ertrag jeder einzelnen Frucht⸗ art, in Hinſicht auf den durch Ein Fuder Duͤnger er⸗ hoͤheten Grad des Reichthums, in Hinſicht auf die Erſchoͤpfung des Bodens durch die Erndten, nicht andeuten koͤnnte, es auch ſo ſchwierig als an ſich unrichtig geweſen waͤre, fuͤr jeden dieſer Faͤlle den Factor zu veraͤndern, ſo ward es fuͤr mich nothwendig, in allen dieſen Faͤllen, fuͤr die Claſſe ſowohl wie fuͤr die Unter⸗ abtheilungen, 1. den zur Production einer gewiſſen Erndte noͤthigen Grad der Fruchtbarkeit, 2. den Grad der Erſchoͤpfung durch die Erndten, ſo⸗ wohl fuͤr Kraft als fuͤr Reichthum, fuͤr jede Fruchtart beſonders, und 3. den Werth eines Fuders Duͤnger, in Graden des Reichthums ausgedruͤckt, meinen Erfahrungen gemaͤß, ſofort naͤher zu beſtimmen, wenn ich Erſcoͤxfung unauägenac — j Tußgtn W 4 ſe verſchidde d eegab ſi far Kattoffe V ) Rapſac für Paitz — (E) Baz) eEnndte V e'iyfe V loſeren, u. des Bo⸗ b dder ze Hal fähigke nach d (3) A0. 19 ſotgfaln vermeh. tbachtun g äußer de ung auf Boh⸗ rbſen, Nocken Boden meyr ringt dieſelbe ere Virkung en kraͤftigeren ſh bringt die⸗ dene Wirkung rkliche Ver⸗ gen Anen Frucht⸗ r Duͤnget er⸗ dens durch die als an ſich e den Factot dig, in allen die Unter⸗ endte noͤthigen e Erndten, ſe⸗ in Enden des du beſimmen, wenn ich auch bie ſchwierigere Frage uͤber die mindere Erſchoͤpfung bey kraͤftigerem Boden, vor der Hand noch unausgemacht laſſen wollte(³¹). §. 19. 4 Ich ſuchte nun alſo zuerſt das§. 10. durchſchnittli 8,SeMaltn 3 angegebene Verhaͤltniß des Ertrags zur Fruchtbarkeit fuͤr zeder Frußht die verſchiedenen Claſſen meines Bodens zu beſtimmen, und Parkeit ucher da ergab ſich in einem Durchſchnitt mehrerer Jahre(32), Llaſſe 5. Js fuͤr verſchiedene Fruchtarten Kartoffeln: iie de viaſe A. B. und 2te Claſſe A. B. angewandt. o per Himpt, 3te Claſſe A. 4, kön⸗ nen in der 3ten Claſſe B. gar ziht ge⸗ bauet werden; fuͤr Rapſaat: ſſte Claſſe und 2te Elaſſe 33⁰° pr. Hinnt, kann in der 3ten Claſſe nicht Hebant werden; fuͤr Waitzen: ſte und 2te Claſſe 36⁰, 3te gaaſe A. Rocken 30°, kann in B. nicht gebauet werden; (1) 1823. Naͤhere Unterſuchung hat bewieſen, daß jede Erndte im Verhaͤltniß ihres Gewichts gleichmaͤßig er⸗ ſchoͤpfe, ſie moͤge nun auf einem kraͤftigeren oder kraft⸗ loſeren, reicheren oder aͤrmern Boden genommen ſeyn; z. B. 42 16 Waitzen vermindern die Ertragsfaͤhigkeit des Bodens immer um 40, dieſer Boden möge nun 500 oder 8000 Ertragsfaͤhigkeit enthalten. Haben beyde Felder im Verhaͤltniß ihrer Ertrags⸗ faͤhigkeit zugetragen, ſo bleibt ihre Ertragsfaͤhigkeit nach der Erndte in demſelben Verhaͤltniß zu einander. (2²) Ao. 1822 haben dieſe Verhaͤltniſſe, theils durch eine ſorgfaͤltige Cultur der Cerealien, theils durch bedeutend vermehrte Kraft des Bodens, theils durch genauere Be⸗ obachtung, manche Veraͤnderung erlitten. u — 40— fuͤr Klee: 1ſte und 2te Claſſe 60 ⁰, 3te Claſſe A. 720, 3te B. 60° pr. 100 Bund oder 1200 5 gruͤnen Klee; 1 fuͤr Hafer: 1ſte und 2te Claſſe 25⁰, 3te Claſſe A. G 36⁰, B. 250(33). Dieſes Verhaͤltniß fand ich fuͤr eine gewiſſe Reihe von Jahren ſo ziemlich richtig, aber es lag mir daran, fuͤr jedes 98 Jahr etwas Beſtimmteres zu haben, wonach ich mit Ruͤck⸗ 2 ſicht auf die allgemeinen, den Ertrag in dem Jahre uͤberhaupt mehrenden oder mindernden Umſtaͤnde, das ver⸗ muthliche Product meiner Felder berechnen durfte, um bey dhöoͤherem oder minderem Ertrage den beſondern Urſachen nächſpuͤren zu koͤnnen, welche ihn verurſacht hatten. Zu 0) Der Unterſchied zwiſchen den erſten beyden Claſſen ann wird durch die Verſchiedenheit des Factors 80: 70 hin⸗ aͤaͤnglich bezeichnet; ſo z. B. hat mit demſelben Reich⸗ thum von 800 die erſte Claſſe 8 ✕ 80= 640, die zweyte 7 ₰ 80= 5600 Fruchtbarkeit. Dieſer Unter⸗ ſchied und noch viel mehr der zwiſchen den Unterabthei⸗ lungen wuͤrde in dieſem Boden in ſeinem natuͤrlichen Zuſtande ſehr bedeutend geweſen ſeyn. Beduͤngung und Bearbeitung haben ihn in 20 Jah⸗ ren ſehr vermindert. Manches Feld iſt ſchon in den letzten 7 Jahren von der 2ten in die iſte Claſſe heruͤber hetragen. Mit der Zeit koͤnnen ſie alle dahin kommen. Die Verſchiedenheit in den Unterabtheilungen beruht auf die Textur des Bodens und iſt freilich nicht durch 315: ldieſes Verhaͤltniß bezeichnet. 84 n. Es iſt gewiß, daß die Unterabtheilung B. wohl an r ach um 10 pCt. minder tauglich zur Production der Kartoffeln iſt als A., aber ich fand doch, daß ich durch reichlicheren Duͤnger(das Maaß, in welchem dieſes er⸗ forderlich iſt, wird fernerhin angegeben: es iſt im Durch⸗ in ſchnitt wie 50: 60) dieſen Mangel erſetzen konnte. Wenn, um A. in der erſten Claſſe zu 800 Fruchtbarkeit 3 dunn zu bringen, 10 Fuder Duͤnger erforderlich waren, ſo er⸗ 1 forderte B. 12 Fuder und einige Pflugarten mehr, um an rihn in trocknen Jahren zur hoͤchſten Fruchtbarkeit zu bringen; dagegen A. in naſſen Jahren den Vorzug diim zyec eigner Endte und nidriſt auch in den ſtiteemn de Jus all gattoffeln jinſiger Wit tartit af Karvoffeln er In eine Jp') in ci bey trmcnr — ſatte.4 ſo fand lich dar welche den bir Bel jtheite Yerſche Bey votzügl Düͤnger dutch die vaſſets, in den 2 Eben behalte die Dor det heyderl terung gleich daß es 668) Hier: Kartof die gro ſen Fa Zte Elaſe A. oder 1200( Zte Elaſſe A ſſe Neihe von an, fuͤr jedes ch wit Ruͤck⸗ dem Jahre de, das ver⸗ erffte, un bey ern Urſachen hatten. Zu hden Claſſen 3§ ⁷° hin⸗ nelben Keich⸗ = 640, die Dieſer Unter⸗ n Unterabthei⸗ zmm natuͤtlichen n in 20 Jah⸗ ſchon in den laſſe heruͤber hin kommen. ungen beruht hvicht durch 3B. wohl an roduetion der daß ich durch hem dieſes er iſt in Durg⸗ tſetzen konnte 6 Frucht kherkeit wren, ſ e ten meht, um n Fructbatkeit en den Vorzug — 4— dieſem Zwecke nun verglich ich eine Reihe von 7 Jahren eigner Erndten, und fand, daß der Unterſchied der hoͤchſten und niedrigſten Erndte, ſowohl bey jeder Fruchtart, als auch in den verſchiedenen Claſſen meines Bodens, in ver⸗ ſchiedenem Verhaͤltniß ſtand. Aus allen Vergleichungen gieng hervor, daß ich fuͤr Kartoffeln in den beyden erſten Claſſen bey aͤußerſt guͤnſtiger Witterung darauf rechnen konnte, daß 30 Frucht⸗ barkeit auf 100 ◻ Ruthen zur Hervorbringung von 53. Kartoffeln erforderlich ſind(3¹). In einem gewoͤhnlichen guten Jahre erfordert dieſes 3 ⅝o, in einem minder guͤnſtigen Jahre 4⁰, und endlich bey trockner Witterung waͤhrend des Anſetzens oder auch hatte. Da nun dadurch ein Art von Gleichheit entſtand, ſo fand ich, daß die wirkliche Verſchiedenheit hinlaͤng⸗ lich durch die verſchiedene Wirkung bezeichnet wurde, welche ich dem Duͤnger zuzuſchreiben veranlaßt wor⸗ den bin. Bey der Rapſaat, der der ſchwere Boden, gut be⸗ arbeitet, in trocknen Jahren gar ſehr zuſagt, iſt dieſe Verſchiedenheit noch geringer. Beym Waitzen wuͤrde die Abtheilung B. allerdings vorzüglicher ſeyn, wenn verhaͤltnißmaͤßig ſo viel mehr Duͤnger daran gewandt wird, aber auch dieſes wird durch die Folge der Winternaͤſſe des ſchmelzenden Schnee⸗ waſſers, welches wieder gefriert, weil es nicht wie in A. in den Boden ziehen kann, gar ſehr aufgewogen. Eben ſo iſt es mit dem Klee. Unter obigem Vor⸗ behalt entſcheidet das trockne oder das naſſe Jahr uͤber die Vorzuͤglichkeit dieſer oder jener Abtheilung. Der Hafer iſt bey mir die haͤrteſte Frucht, die in beyderley Boden ſich faſt immer und faſt bey jeder Wit⸗ terung, falls er ſich nicht legt und hinlaͤnglich reift, gleich bleibt. Es iſt meine ſicherſte Erndte. Schade, daß es nicht die eintraͤglichſte iſt. (³⁴) Hier iſt von den feinen blaubluͤhenden Hollaͤndiſchen Kartoffeln die Rede. Die großen Viehkartoffeln, ſelbſt die großen Gluͤckſtaͤdter Eßkartoffeln koͤnnen im guͤnſtig⸗ ſten Fall nur 2 ¾ beduͤrfen. Wie dieſes durch ſorg⸗ faͤltige Cul⸗ tur modificirt worden iſt. — 2— des Wachſens der Knollen 4 ½0; bey großer und waͤhrend des Anſatzes und der Ausbildung anhaltender Duͤrre, wie in dem fuͤr Winter⸗Cerealien ſo vorzuͤglich guten Jahre 1819, ſogar 5 ¾— 60. In der 3ten Claſſe fuͤr die dem Boden zuſagende Art der Kartoffel in ſehr naſſen Jahren 30, in gewoͤhnlichen Jahren 40, in ſehr trocknen Jahren 5— 70. Fuͤr Rapſaat, die nur in den beyden erſten Claſſen gebauet werden kann, bey haͤufiger und ſtarker Bezweigung, bey szoͤlligen bis zum Ende gefuͤllten Schooten, 120⁰ pr. Tonne; bey einer gewoͤhnlichen Erndte 1500. Wenn die Bezweigung und das Auswachſen und Fuͤllen der Schooten durch die Witterung behindert worden, 180⁰. Unter den allerunguͤnſtigſten Umſtaͤnden 210°(ſo eine Erndte ſollte immer untergepfluͤgt worden ſeyn)(55). Fuͤr Waitzen, ebenfalls nur in den beyden erſten Claſſen, bey aͤußerſt vortheilhafter Witterung 30° pr. Himpt, bey maͤßig guͤnſtiger Witterung 36° pr. Himpt. Wenn die Witterung das Beſtauden und die Vollſtaͤndigkeit der Aehren behindert hat 42⁰(35). 639 Ich habe hinterher gefunden, daß ein ſo geringes Ver⸗ haͤltniß daraus entſtand, daß ich damals noch nicht wußte, welchen ungeheuren Grad von Reichthum die Rapſaat auf Geeſtfeldern erfordert und es gewagt hatte, Rapſaat 8 auf 6000 Fruchtbarkeit zu bauen. 1822. (26) Seit 2 Jahren habe ich gefunden, daß die ſorgfaͤltige Pulveriſirung der Oberflaͤche, in welche der Saame ge⸗ legt wird, mir nicht nur kuͤrzere mehlreichere, duͤnnhaͤu⸗ tigere Koͤrner verſchaffte, ſondern das Verhaͤltniß wohl m 3 bis 60 verminderte. Dieſes habe ich hier nicht bezeichnet, weil es einzig und allein einer nicht dauern⸗ den Erhoͤhung der Kraftaͤußerung zuzuſchreiben iſt. Haͤtte ich den Grad der Kraft vermehrt, und 90 ſtatt 80 ge⸗ nommen, ſo wuͤrde die Erwartung fuͤr die Frucht des folgenden Jahres zu hoch geſpannt worden ſeyn. Dieſe gewinnt nichts durch die zweckmaͤßige Bereitung des zin R. G ij iit NI Mr3 tey günſige b rnng K. ür All niſen Jahre de ginſäget mm zhr, tt, w lung A. Ui Ertrag gehe — borigen! drch ben ale konn rend d dos e der E Coßaſ Hite! nur dit füt ein heſonde. der Ba die Urſo dadurch det 30 nthig. 6*) Den d Pulbe ſiden ich ieder V Un tendite — 4— wund waͤhtend Fuͤr Rocken in der Abtheilung A. der 3ten Claſſe V er Düͤrre, wit(es iſt nicht rathſam, ihn in den beyden erſten zu bauen; guten Jahre in B. der 3ten Claſſe kann er gar nicht gebauet werden), bey guͤnſtiger Witterung 30°(32), bey trockner Wit⸗ zuſagende Art terung 420. gewöhnlichen Fuͤr Klee in den beyden erſten Claſſen in warmen naſſen Jahren 48⁰ pr. 100 Bund gruͤnen Klee, bey min⸗ erſten Elaſſen der guͤnſtiger Witterung 60° pr. 100 Bund; in ſo trock⸗ r Weweizung, nen Jahren, daß auf den 2ten Schnitt wenig zu rechnen hooten, 12o iſt, 72 pr. 100 Bund. In der dritten Claſſe, Abthei⸗ 150°. Wenn lung A. Unterabtheilung I., kann Klee nur zum Saamen⸗ d Fullen der Ertrag gebauet werden, und iſt nur auf 60— 72 und en, 180⁰. lo(ſo eine vorigen Jahres(in ſo fern die vielleicht noch mehr da⸗ ) G9). durch bewirkte Reinheit des Bodens uͤberhaupt ſtets 1 benden erſten bey allen dieſen Berechnungen nothwendig als voll⸗ kommen vorausgeſetzt ſeyn muß), was ihr waͤh⸗ 0o pr. Hinpt, rend der Winterſaat im Winter nicht die Feuchtigkeit, impt. Wemn das eindringende Schneewaſſer, das Zuſammendruͤcken aͤndigkeit der der Erde durch ihr Gewicht und die Attraction der tändigke⸗ Cohaͤſion; im Sommer die austrocknende, erhaͤrtende Hitze nicht wieder raubt, beſonders wenn es, wie hier, nur die Oberflaͤche betrifft. Ich habe alſo vorgezogen, fuͤr ein ſolches Jahr, wo die Witterung die Braacharbeit geringes Ver⸗ beſonders beguͤnſtigte, ½ bis 10 zuzulegen, welcher nach nicht wußte, der Waitzen⸗Erndte wieder abgezogen wird; dadurch alſo⸗ die Rapſaat die Urſache bezeichnend und die Fruchtbarkeit uͤberhaupt ntte, Rapſaet dadurch vermehrend, hatte ich nicht irgend eine Zunahme der Zahl fuͤr den Ertrag eines Himpten anzunehmen die ſorgfältige noͤthig. 1823. het Erura 63²) Den Rocken mehr noch als den Waitzen kann man durch ere, din wohl Pulveriſirung des Lehmbodens ertragreicher machen und erhit dii rict ſodann(beſonders in Zeilen geſaͤet) ungeheure Erndten ſich verſchaffen, wenn nicht ein zu naſſes Jahr ihn dar⸗ en⸗ a du nieder legt. 1822. eiben iſ eei Man kann dann gerne der Kraft 10, ja 2° zulegen, o fiett 4, de und reicht dennoch nicht aus. ne nug unter ſolchen Umſtaͤnden koͤnnte er auch, wenn es en ſeyn. rendirte, in den erſten Claſſen gebauet werden. 1823. Tereitung des — 4— bey großer Duͤrre nur auf 840° pr. 100 Bund zu rechnen; in der Unterabtheilung II. gar nicht. In der Abtheilung B. in einem trocknen Jahre auf 60⁰; in einem naſſen, nicht ſehr warmen Jahre auf 720. Fuͤr Hafer in den beyden erſten Claſſen bey moͤg⸗ lichſter Beſtaudung und vollen Aehren 20° pr. Himpt(³³⁸); bey maͤßig guͤnſtiger Witterung 25°0 pr. Himpt. Wenn fruͤhe Kaͤlte und Naͤſſe den Strohwuchs behindern und ſpaͤtere Duͤrre die Vollſtaͤndigkeit der Koͤrner 30⁰. In der 3ten Claſſe A., Unterabtheilung I., bey fauch⸗ ter Witterung 36⁰; in maͤßig naſſen Jahren 42⁰; bey großer Duͤrre 600. In der 3ten Claſſe A., Unterabtheilung II., gar nicht. In der 3ten Claſſe, Unterabtheilung B., bey trockner Witterung 25 ⁰; in gewoͤhnlichen Jahren 30°; in ſehr naßkalten Jahren 400. 4 Bisrf vuach Sonach hatte ich nun in jedem Jahre zuerſt zu unter⸗ d. Witterung ſuchen, welches der Ertrag fuͤr jede Frucht fuͤr das entſtehende Jahr uͤberhaupt ohngefähr geweſen ſey. Die data Nuch barkent dazu gaben mir die nahe gelegenen Felder meiner Umgegend, übephadegt verglichen mit dem Durchſchnitt meiner eignen Felder, deren · 2* geychtaſf immer 7 bis 10 mit derſelben Frucht beſtellt waren(²). koͤnne. (s) Warun dieſes ſo niedrig war, iſt ſchon vorher bemerkt worden. (⁹) Es iſt durchaus nothwendig, durch die Zuſammenſtellung des Ertrags mehrerer mit derſelben Frucht in demſelben Jahre beſtellten Felder, einen Durch⸗ ſchnitt des Verhaͤltniſſes der bekannten Ertragsfaͤhig⸗ keit dieſer Felder zu ihrem diesjaͤhrigen Ertrage aus⸗ zumitteln, welches, da alle dieſe Felder denſelben eli⸗ matiſchen Einwirkungen ausgeſetzt geweſen ſind, zur . Beſtimmung der Jahresfruchtbarkeit(die einzige Norm, mit welcher jenes Verhaͤltniß bey einzelnen Fel⸗ dern verglichen werden darf) dienen koͤnne. — Das agit fen das. nit andern ich nit au as Endte ſir Zy d Vn d ang 1 be geder hitt ertrag des anen Feld zehnte Kor ich zu unte ri düm! V fallung de Prisſtum Reirigtät, folg einger Ddh Hcheſſhly ftieren der halnfrücht, vofflt, Aus die kandplag de thätigen kann, verſte d zu rechnen; Abtheilung 3 naſſen, nicht ſen bey mog⸗ Hinpt() upt. Wenn hindern und Io. 1., bey feuch⸗ en 42*; bej I, gar nicht. bey trockner o; in ſehr erſt zu unter⸗ ht fuͤr das Die data er Umgegend, Felder, deren varen(¹). ther bemerkt mmenſtellung en Frucht in einen Dutc⸗ Ertragöfühig Ettrage aue deuſben d- ſſen ſid, iur it(die kinzige einzenen Se 1 Das ergab mir mit ziemlicher Wahrſcheinlichkeit, in wie fern das Jahr guͤnſtig oder unguͤnſtig geweſen ſey, oder mit andern Worten, fuͤr welchen Grad von Fruchtbarkeit ich mir auf 100 ◻ Ruthen ein gewiſſes Maaß Frucht als Erndte verſprechen durfte, z. B. bey Waitzen, ob fuͤr 30° oder 330⁰ u. ſ. w. einen Himpten. Von dieſer Grundlage gieng ich aus, um die Erwar⸗. WMiendlehes tung zu beſtimmen, die ich von jedem einzelnen meiner beſtimme, zu Felder haͤtte haben duͤrfen. War z. B. der Durchſchnitt⸗ der man fr Ertrag des Jahrs fuͤr Waitzen 330, ſo konnte ich von Dabe füh je⸗ einem Felde, welches 660° ſtand, 20 Himpt Waitzen, das Feld berech⸗ zehnte Korn erwarten; falls dieſes nicht zutraf, ſo hatte k,t geweſen ich zu unterſuchen, in wie fern fruͤhere oder ſpaͤtere Saat⸗ zeit, dickere oder duͤnnere Saat, beſſere oder ſchlechtere Be⸗ ſtellung des Bodens, Behandlung der Frucht waͤhrend des Wachsthums, durch Auflockern oder durch Gaͤten beſchaffte Reinigkeit, Vorſicht bey der Erndte u. ſ. w. auf den Er⸗ folg eingewirkt hatten. Daß hiebey von allen außerordentlichen Zufaͤllen, als Hagelſchlag, Maͤuſefraß, Wurmfraß, Verfaulen oder Ver⸗ frieren der Saat, Brand im Waitzen, Roſtthau fuͤr alle Halmfruͤchte, Kraͤuſel, Vertrocknen oder Erſaufen der Kar⸗ toffeln, Auswachſen oder Ausfallen der Koͤrner und wie die Landplagen alle heißen, welche ſo oft die Erwartung des thaͤtigen Landmanns zerſtoͤren, nicht die Rede ſeyn kann, verſteht ſich von ſelbſt. Dieſe muͤſſen beſonders be⸗ Daß dieſes Mittel den Beſitzern großer Guͤter, die gewoͤhnlich nur Eine Koppel mit derſelben Frucht be⸗ ſtellen, durchaus fehle, wird bey ihnen den Nutzen der angewandten Statik gar ſehr vermindern, wenn nicht eine Anzahl von Nachbaren, die alle ſich eine gleiche Kenntniß ihres Bodens verſchafft haben, ſich zu dieſem Zwecke vereinigen wollen. 1823. — 46— achtet und der durch ſie verurſachte Verluſt zwar nicht auf Rechnung der Ertragsfaͤhigkeit des Feldes, wohl aber auf die Rechnung des Products, welches man ſich von der Cultur jeder Fruchtart in einer gewiſ⸗ ſen Reihe von Jahren verſprechen kann, ge⸗ bracht, und bey dem Caleuͤl uͤber die vortheil⸗ hafteſte Saatfolge allerdings beruͤckſichtigt werden. §. 20. Die Erſchoͤpfung des Bodens aͤußert ſich in der Ver⸗ minderung der Grade des Reichthums ſowohl als der Kraft. Sie aͤußert ſich in beyden auf eine verſchiedene Art fuͤr jede Fruchtart und dieſe Wirkung erhaͤlt durch die Natur des Bodens eine verſchiedene Modification. Verhaͤltnis I. Die Erſchoͤpfung des Reichthums. des Ertrags jeder beſon⸗ Nach welchen Grundſaͤtzen dieſe berechnet wird, iſt dern Frucht⸗ art mit der§. 12 angedeutet. durch ſiener. Ich folge darin Herrn von Wulffen, daß er die nah⸗ UAepthne d. rungsfaͤhige Materie in jedem geerndteten Scheffel Rocken auf 60 rechnet und fuͤr jeden ſolcher Scheffel den Reich⸗ thum um einen Grad vermindert. 2. bey Cerea⸗ Ob er gleich fuͤr Waitzen 72 5 annimmt und die lien. Erſchoͤpfung 120 Grad rechnet, ſo habe ich, da ich nie Rocken auf Waitzenland baue, daſſelbe Verhaͤltniß fuͤr Rocken auf Rockenland und fuͤr Waitzen auf Waitzenland angenom⸗ men, alſo 10, und da ich zwey meiner Himpten= 1 Schef⸗ fel rechne, ½0 pr. Himpt(4⁰). Fuͤr Hafer nimmt Herr (⁴*) Sollte ich bewogen werden Rocken auf Waitzenland zu bauen, ſo wuͤrde ich eine verhältnißmaͤßig verminderte Er⸗ ſchoͤpfung verſuchsweiſe annehmen, ſo wie natuürlicher ron Wülfer in; auch it Schwie ſbixfing d zie alhemen ngen b, ſ Behandle ter ꝛuch der iſo uu d gäglaih nic niß der mn weil ale di dur inr 2 Alfal dn d bennlin der diſes bſonde hir wull d bey den Eet ſondern bon andere Art g R die Kart dntzalter, de arſach, ſch w pr. Hinpt, die —— Peiſe d bit der Ao.] geſchehe 6a) Herr v giſchen daß der fung ge Puizen t zwar riht , wohl aber s man ſich ner gewiſ⸗ kann, ge⸗ vortheil⸗ ickſichtigt in der Ver⸗ ohl als der verſchiedene callt durch cation. hums. et wird, iſ er die nah⸗ effel Rocken den Reich⸗ t und die hrie Rocken Roceen auf d angenom⸗ n= 1Schf nimnt her Päibenland zu emibzetteEr⸗ iie maütlchet — 4— von Wulffen halb ſo viele Erſchoͤpfung als fuͤr Waigen an; auch ich ½° pr. Himpt(4¹). Schwieriger wird es, wenn von dem Grad der Er⸗ ſchoͤpfung des Bodens durch Braachfruͤchte die Rede iſt; die allgemeine Meinung legt ihnen ein Verbeſſerungsver⸗ moͤgen bey, und wie ich glaube, dann mit Recht, wenn die Behandlung aͤußerſt ſorgfaͤltig geweſen iſt; ich bin aber auch der Meynung, daß jede Production reifer Frucht, alſo auch dieſe, den Reichthum des Bodens vermindere, obgleich nicht ganz ſo wie bey den Cerealien, im Verhaͤlt⸗ niß der nahrhaften Subſtanz, welche die Frucht enthaͤlt, weil alle dieſe Pflanzen einen großen Theil ihrer Nahrung durch ihre Blaͤtter aus der Luft ziehen und durch deren Abfall den Boden wiederum mehr beduͤngen, als bey den Cerealien der Fall ſeyn kann. Bey den Kartoffeln lehrt dieſes beſonders die Erfahrung. Die Analogie kann auch hier wohl deswegen nicht ganz zutreffen, weil nicht, wie bey den Cerealien, von der Mehlhaltigkeit der Frucht, ſondern von der der Knollen die Rede iſt, die doch auf eine andere Art genaͤhrt werden. Waͤre dieſes nicht, ſo muͤßte, da die Kartoffeln mindeſtens ½ mehlartiger Subſtanz enthalten, die Erſchoͤpfung zu der, welche der Waitzen ver⸗ urſacht, ſich wie 10: 50 verhalten; jene iſt 3o Reichthum pr. Himpt, dieſe muͤßte alſo 5o ſeyn. b. b. Braach⸗ fruͤ üchten. Weiſe den Ertrag bey demſelben Grad von Fruchtbar⸗ keit verhaͤltnißmaͤßig hoͤher berechnen, und umgekehrt. Ao. 1822. Dieſes war nothwendig und iſt ſpaͤterhin geſchehen. (4²) Herr von Thuͤnen(ſiehe neue Annalen der mecklenbur⸗ giſchen Landwirthſchaft 1821, iſtes Heft) nimmt an, daß der Werth des Korns als Verhaͤltniß der Erſchoͤp⸗ fung gelten koͤnne und zwar nach folgender Formel: Waitzen 1 ¾, Rocken 1, Gerſte 1, Hafer vꝛ. 1822. — 1418— Staatsrath Thaer nimmt Pag. 273 der Moͤgliner Wirthſchaft die Erſchoͤpfung auf 250 pr. Scheffel an; ſo⸗ nach habe ich ſie auch fuͤr 230°o pr. Himpt angenommen. Beym Klee fand ich, daß ein Feld, welches 3000 B Heu pr. 100 ◻ Rth. giebt, 12000 kt gruͤnen Klee oder 1000 Bund a 12 t3, und zwar in der Regel 600 Bund im erſten, 400 Bund im zweyten Schnitt traͤgt. Da der wohlgerathene Klee alle Vortheile einer Braach⸗ frucht auf den hoͤchſten Grad vereinigt, weil er faſt ganz Blatt, und ſaftiger Stengel iſt, und daher einen ſo uͤber⸗ großen Theil ſeiner Nahrung aus der Luft zieht; da ſein großer Blaͤtterverluſt und das, was beym Unterpfluͤgen an Blaͤtter und Wurzeln noch da iſt, wirkliche Duͤngung wird; ſo waͤre ich ſehr geneigt, ihm gar keine Erſchoͤpfung beyzulegen, wenn mich nicht andere Gruͤnde uͤberzeugt haͤt⸗ ten, daß jede Pflanze, ſie ſey auch welche ſie wolle, den Boden um etwas aͤrmer macht. Ich nehme alſo fuͤr jede 100 Bund Klee, die vor dem Verbluͤhen geſchnitten werden, ½0 Erſchoͤpfung an(4²). Keine Braachfrucht hat meine Erwartung mehr ge⸗ taͤuſcht, als die Rapſaat. Ich war ſehr geneigt, ihres ſaftigen Stengels und der Blaͤtter wegen, die viele Nah⸗ rung aus der Luft ziehen, wegen des Verfaulens auf dem Außerordent⸗(42) Ao. 1821. Die Wirkung des untergeackerten, mehr noch liche Wir⸗ kung des un⸗ terrayolten Klee's. des unterrayolten Klee's, hat, ſeitdem ich dieſes ſchrieb, meine Erwartung unglaublich uͤbertroffen. Drey Jahre habe ich ihn in ſeiner Wirkung beachtet; in dieſem Jahre habe ich neue Erfahrungen ſorgfaͤltig bereitet, bisher glaube ich, daß der wohlgerathene, hand⸗ hohe unterrayolte Klee, ſey es fuͤr Kartoffeln oder fuͤr Waitzen, mindeſtens auf 4 Fuder Duͤnger, alſo auf 12⁰ Reichthum anzuſchlagen iſt, und daß dabey von kei⸗ ner Erſchoͤpfung die Rede ſeyn darf, wenn der Klee nicht etwa ſchon in volle Bluͤthe getreten iſt. gadd ire Tushrund fir K“ d hinuten J hilt, 29 b zuünnd, i 1 genden Daantiit⸗ gate Rayſa auf Geit⸗ lich glaub kaum nit Tonne vaht P h V Ddie! lungen 3. auf die Fru 1 d8 enr u A⸗ Endten her ds Niichhr duder er⸗ — e) Seit ſchiyf durch iſ al es guc 4o. 18 Talhbs lan der Mäglin ſcheffel an; ſo ngenonnen elches 3000 8 nen Klee oder gel 600 Bund gt. einer Braach⸗ ler faſt ganz ainen ſo über⸗ zieht; da ſeit r Unterpflägen liche Duͤngung e Erſchoͤpfung üͤberzeugt haͤ⸗ ſie wolle, den e, die vor den ng an(). tung mehr ge⸗ geneigt, ihre die viele Na⸗ llens auf dem tten, meht noch den ich dieſe betttoffn. irkung berchtti ungen ſotgfälig ggerathene, find ntfelrvter ſi ngn, iſb uf ajdte vor ei „venn der glee ten iſ⸗ — 49— Felde ihrer ſo reichlichen Herbſtblaͤtter, ihr eine geringere Auszehrung als dem Waitzen beyzulegen; dieſe hatte ich fuͤr 5o angenommen, und wollte der Production eines Himpten Rapſaat*5“, alſo einer Tonne, die 5 Himpt haͤlt, 20 berechnen. Aber bald fand ich, theils aus dem Zuſtand, in welchem das Rapſaat⸗Feld nach der darauf folgenden Waitzen⸗Erndte war, theils aus der Quantitaͤt Duͤnger, die bey mir erforderlich war, um eine gute Rapſaat⸗Erndte hervor zu bringen, daß dieſe Pflanze auf Geeſt⸗Boden viel ſtaͤrker ausſaugt, als man gewoͤhn⸗ lich glauben will. Die Erfahrung lehrte mich, daß ich kaum mit dem Doppelten auskam und mindeſtens 40 pr. Tonne rechnen muͤſſe. Ich hatte alſo als Erſchoͤpfung angenommen(4): fuͤr 1 Himpt Waitzen.. o 1 Himpt Hafer.. 1 Himpt Kartoffeln. ⸗ 100 Bund gruͤnen Klee ½ 1 Himpt Rapſaat.. 4¼⸗ Die Verſchiedenheit der Textur in den Unterabthei⸗ Wodurch die N 2 N NX N N A lungen B. in den beyden erſten Claſſen und ihr Einfluß derſ hiedene auf die Fruchtbarkeit wird dadurch ausgeglichen, Boden⸗Arten auf die Er⸗ 1. Daß dem ſchwereren Boden das Fuder Duͤnger ſchoͤpfung in Lo ane 5. dem Caleuͤl nur zu 2 ¼ angerechnet wird, daß es alſo, um dieſelben ausgeglichen Erndten hervor zu bringen, und alſo dieſelbe Erſchoͤpfung ird. des Reichthums zu veranlaſſen, ſtatt 5 Fuder Duͤnger, 6 Fuder erhaͤlt. (*³) Seit Anfang dieſes Jahres habe ich Ertrag und Er⸗ ſchoͤpfung beym Getraide auf Gewicht berechnet, wo⸗ durch das Reſultat viel minder ſchwankend geworden iſt, als wenn man das Maaß zur Norm nimmt; ſo hat es auch Herr von Wulffen in ſeinen Ideen ꝛc. gethan. Ao. 1823. Voght's landwirthſchaftl. Schriften rr. Bd. 4 Wodurch die Kraft er⸗ ſchoͤpft wird. Winter⸗Cereal dem Boden Einen Grad Kraft, das heißt den phyſiſchen(44) und chemiſchen Eigenſchaften des Bo⸗ Ob bey ei⸗ nem groͤßern Grade der Kraft d. Bo⸗ dens, dieſelbe Erndte weni⸗ ger od. mehr Reichthum erſchoͤpfe. — 5— 2. Daß er zwey Pflugarten mit dem dazu gehoͤrigen Eggen und Walzen mehr erhielt, als der leichtere Lehm⸗ boden in der Abtheilung A. II. Die Erſchoͤpfung der Kraft. Hier nehme ich mit Herrn von Wulffen an, daß ein (*⁴) Dieſe Faͤhigkeit liegt nach meiner Meinung in den verſchiedenen Graden der Anziehung, welche die kleinen Theilchen des Bodens auf die Atmoſphaͤre, auf das in ihr enthaltene Licht, Waͤrmeſtoff, auf die in ihr enthal⸗ tenen Duͤnſte, Gaſe, und ſo manches, das wir nicht kennen, ausuͤben. Dieſe Anziehungskraft ſcheint mir wiederum auf die Tenuitaͤt und Form der Molekular⸗Theile, und in Hin⸗ ſicht auf ihre Beſtandtheile, auf das Verhaͤltniß des feingepulverten Thons und Kalkes zu beruhen; ſelbſt wie Davy ſagt, ganz beſonders auf die Feinheit des Sandes. Was die Retentionskraft für Feuchtigkeit und die Natur der Unterlage dabey foͤrdert oder hindert, iſt bekannt. Es iſt oft die Frage entſtanden, ob bey einem hoͤhern Grade der Kraft derſelbe Reichthum nicht eine groͤßere Erndte hervorbringen, und dieſe Erndte alſo ſeine Verminderung verhaͤltnißmäͤßig vermehren muͤſſe. Fuͤr dieſes letztere ſcheint zu ſprechen, daß allerdings eine groͤßere Thaͤtigkeit aus einer geringern Quantitaͤt Nahrungsſtoff fuͤr Pflanzen mehr entwickele und den Boden in eben dem Verhaͤltniß aͤrmer an Nahrungs⸗ ſtoff zuruͤcklaſſe. Es ſetzt aber auch zugleich als Grund⸗ ſatz voraus, daß die Frucht nur vom Reichthum zehre und daß die Kraft des Bodens nichts dazu beytrage. Iſt dieſes aber durchaus ſo? Lebt die Pflanze ein zig und allein von dem Nahrungsſtoffe im Boden, na⸗ mentlich von dem, was wir aufloͤslichen Humus nen⸗ nen, der ſich in Extraktivſtoff und Kohlenſaͤure umwan⸗ delt oder aufloͤſet? Zieht ein dazu geeigneter Bo⸗ dens ſö vi telbar dder nnd diſes i ih grviß li daſebe Vin augtr auf d als meit oben — den ni für di richt Verm zut A Cheile, der Atn Pite di hemiſche entdeckh heſrder ſachen zu der erſchi herum Es das En foffe un in olen ſch Gae zen durch bensthät welche d Niederſe Erhalat wotden) duch h hier dar Ertrags und wie hefötde ſchieht, gezogen dagn georgn leichtere Lehn at, daß ein ft, das heißt ſten des Bo⸗ einung in den elche die kleinen e, auf das in in ihr enthab⸗ das wir nicht derum auf die „und in Hin⸗ Verhäͤltniß des beruhen; ſelbſ e Feinheit des gkeit und die t hindert, iſ ob bey einem ſchthum nicht dieſe Erndte ig vermehren daſ allerdings ern Duantitͤt nickele und e an Rahtunge⸗ eich als Grund⸗ Keichthum jehie dazu beyt tage Pfanze einzig im Boden, na⸗ hen humns ten, erſdute unman ;eitnetet B⸗ — 511— dens ſo viel Faͤhigkeit raube, aus dem Reichthum mit⸗ telbar oder unmittelbar die Fruchtbarkeit zu entwickeln, und dieſes in einem gewiſſen Grade fortwaͤhrend, ſo daß ich gewiß bin, daß ohne Duͤnger⸗Erſatz oder ohne Braache daſſelbe Winter⸗Cersal nicht vier hintereinander folgende Jahre auf demſelben Felde, falls der Boden nicht beſſer als mein oben beſchriebener ſandiger Lehmboden iſt, gebauet den nicht aus der Atmoſphaͤre unmittelbare Nahrung fuͤr die Pflanzen und vermehrt er ihren Wachsthum nicht mittelbarerweiſe durch die von ihm herruͤhrende Vermehrung der Lebenskraft, welche fuͤr die Pflanze zur Aneignung und Zerſetzung der ihr gedeihlichen Theile, aus dem Boden durch die Faſerwurzeln, aus der Atmoſphaͤre durch ihre Blaͤtter, erforderlich iſt? Waͤre dieſes ſo(ſ.§. 6.), gaͤbe es ſogar noch andere, der chemiſchen Unterſuchung entgehende, nicht als Humus entdeckbare Theile im Boden, welche die Vegetation befoͤrderten(eine Vorausſetzung, fuͤr welche viele That⸗ ſachen zu ſprechen ſcheinen), ſo moͤchte man ſich eher zu der Meinung neigen, daß bey groͤßerer Kraft die Erſchoͤpfung des Reichthums bey derſelben Erndte wie⸗ derum geringer werden koͤnne. Es ſcheint mir immer wahrſcheinlicher, daß, je mehr das Erdvermoͤgen auf die Entwicklung der Nahrungs⸗ ſtoffe und auf die Umwandlungen derſelben in Humus in allen Abſtufungen hinwirkt; deſto mehr entwickeln ſich Gasarten, die entweder von den wachſenden Pflan⸗ zen durch die Wurzeln angezogen werden und ihre Le⸗ bensthaͤtigkeit erhoͤhen, oder ſich mit andern Gasarten, welche die Pflanzen aushauchen, verbinden, und deren Niederſchlag(auf welchen, wie auf die ſo bedeutende Exhalation der Pflanzen lange nicht genug geachtet worden) dem Erdvermoͤgen zu Huͤlfe kommen; dieſes iſt auch Herrn Jverſens Meinung. Auf allen Fall wirkt hier das Erdvermoͤgen nur mittelbar. Es vermehrt die Ertragsfaͤhigkeit ſo wie es groͤßer angenommen wird, und wie dadurch ſeine Faͤhigkeit, jene Einwirkungen zu befoͤrdern, bezeichnet worden iſt. Wenn, wie jetzt ge⸗ ſchieht, die Erſchoͤpfung von der Ertragsfaͤhigkeit ab⸗ gezogen wird und nicht vom Dungvermoͤgen, ſo bleibt X —— — 52— werden kann, ohne die Erndte auf das dritte Korn her⸗ unter zu bringen, wenn es bey der erſten das achte gab(45)3 ſo wie ich ſogar vermuthe, daß ſelbſt mit einem be⸗ deutenden jaͤhrlichen Duͤnger⸗Erſatz dennoch die Ver⸗ armung im ſiebenten Jahr eintreten muͤſſe. So auch bin ich damit einverſtanden, daß die Sommerung nichts an der Kraft erſchoͤpfe, ſondern, gut beſtellt, die Kraft eher vermehren ſollte; daher ich auch glaube, daß wenn jedesmal dreymal zwiſchen Erndte und Saat gut gepfluͤgt und geeggt wird, die gedrillte Sommerſaat ſ ehr oft nach einander gebauet werden kann, und vielleicht auf eine un⸗ beſtimmte Zeit, wenn der jaͤhrliche Verluſt an Reichthum durch Duͤnger erſetzt wird. Araachfruͤchte, wohl gebauet, vermehren die Kraͤfte des Ackers, daher von dieſen im folgenden§. alles in demſelben Verhaltniß, weil, was das hoͤhere Erdvermoͤgen zur groͤßern Erndte beygetragen hat, durch den hoͤheren denſelben repraͤſentirenden Factor darge⸗ ſtellt worden iſt; z. B.:. 0 54 60= 600 — 50 Erndte 10 54= 540 5 120= 600 + 60 „4 108= 340 nun verhaͤlt ſich 54: 60 wie 108: 120. Ao⸗ 1823. (45) Ao. 1822. Ein immer noch fortgeſetzter, ſchon vier Jahre wiederholter, aber durch die Umſtaͤnde in etwas geſtoͤrter Verſuch, macht mich daruͤber zweifelhaft. In einigen Jahren wird es ſich zeigen. Auch haben Dr. Gerke's Verſuche in mir die Ver⸗ muthung erregt, daß die Alkalien im Boden, welche zur Zerſetzung beytragen, ſich nach und nach vermin⸗ dern, und wohl als Verminderung der Kraft in An⸗ ſchlag gebracht werden muͤßten. Nachder worden iſ, der Fuuctt den Endten ſtäͤxiug a fünnen, vie liſt wieder thuns und 1 4 Dam! die de gedde vid, ſo kann werden. 2) D liſcher und Hert! fir den E eneugt Ich neli drriter ewaue Auder Miſt tam 60). Ich rch von 3) Ceng faultn H Jene 3n gender Com. [OC— ( hett g thue ich tte Korn her chte gabo) iit einen be⸗ ch die Ver⸗ « So auch nerung nichts t, die Kraft 2, daß wenn daut gepfluͤgt ſehr oft wach t auf eine un⸗ an Reichtyun en die Kraͤfte das das hoͤher agen hat, dut Factor datge⸗ Ao 1823- tet, ſchon die ſtände in etbe 1 zweifelhaft in mit die Yer⸗ Beoden, nelhe e Kruſt in Aw — 33— §. 21. Nachdem in den vorhergehenden Paragraphen verſucht worden iſt, ein gewiſſes Verhaͤltniß zwiſchen den Graden der Fruchtbarkeit eines Feldes und ſeinem Ertrag, zwiſchen den Erndten und dem dadurch verurſachten Grad der Er⸗ ſchoͤpfung aufzuſtellen, ſo bleibt nun noch uͤbrig, zu be⸗ ſtimmen, wie der durch dieſe Erſchoͤpfung verurſachte Ver⸗ luſt wieder erſetzt und dieſer Erſatz in Graden des Reich⸗ thums und der Kraft ausgedruͤckt werden koͤnne. I. In Hinſicht auf Reichthum. e ereſes, Wenn dieſer Reichthum, wie wir geſehen haben, durch hnms im die dem Felde abgenommenen Erndten immer mehr erſchoͤpft Zahlen nuse wird, ſo kann ihm dieſer Verluſt auf zweyfache Art erſetzt don koͤnne. werden. a) Durch Duͤngung, aus einer Miſchung anima⸗. dEry n, liſcher und vegetabiliſcher Subſtanzen beſtehend. gung. Herr von Wulffen nimmt 7 ½ Cent. guten Hofdunger fuͤr den Erſatz der Kraft, die Einen Scheffel Rocken erzeugt. Ich nehme dieſes einſtweilen an, bis die Erfahrung daruͤber etwas anderes an die Hand giebt. Sonach haͤtte ein Fuder Miſt zu 20 Cent. den Werth von 280 Gr. Reich⸗ thum(4⁵). Ich nehme ferner an, daß eins meiner Fuder Eomppſt von 35 Cent. gleich ſey in der Wirkung mit einem Fuder gefaulten Hofduͤnger von 20 Cent. Jene 35 Centner ſind ein gewoͤhnlich 6 Monat lie⸗ gender Compoſt, ½ aus Stallduͤnger, 3 aus Haus⸗ und (¹⁶) Herr von Thuͤnen nimmt 3 Grad pr. Fuder an; das thue ich jetzt auch. Ao. 1822. — — 64— Gaſſenduͤnger, ½ aus Plaggen beſtehend. Der Gaſſenduͤn⸗ ger iſt groͤßtentheils Aſche, animaliſcher und vegetabiliſcher Abfall und etwas weniges Gaſſenfegels. Dieſer Compoſt liefert nach der Fermentation etwa* der eingefahrnen Fuder. Fuͤr die Suppoſition, daß ſo ein Fuder von 35 Cent. gleich ſey an Wirkung einem Fuder Hofmiſt von 20 Cent. habe ich fuͤr jetzt keine ganz beſtimmte Beweiſe; nur meine Erfahrung uͤber die große Wirkung dieſes Duͤn⸗ gers, und daß ich nie einen Unterſchied in der Wirkung dieſes und des aus der Marſch gekauften Stallduͤngers bemerkt habe und endlich die Meinung aller Landleute un⸗ ſerer Gegend, die ſich ſeit undenklichen Jahren unveraͤndert erhalten hat. Ich habe aber jetzt Erfahrungen vorbereitet, die mich nach einigen Jahren daruͤber werden aufs Reine bringen koͤnnen. Ich bin zwar weit entfernt zu glauben, daß Duͤnger derſelben Art auf die verſchiedenen Claſſen meiner Felder dieſelbe Wirkung hervorbringe; eben ſo wenig, daß daſ⸗ ſelbe Duͤngungsmittel auf jede Fruchtart und noch minder in derſelben Quantitaͤt dieſelbe Wirkung hervorbringe. Da alles dieſes aber bis jetzt noch nicht ausgemittelt iſt und ich die ohnehin ſchwierige Materie nicht noch ver⸗ wickelter machen will, wenn ich auch muthmaßlich etwas beſtimmen zu koͤnnen mich berechtigt glaube, ſo habe ich vor der Hand angenommen, daß dieſelbe Art des Duͤngers jedem Boden und jeder Fruchtart entſpreche. Nur habe ich drey Verſchiedenheiten, was meinen Bo⸗ den betrifft, meiner Erfahrung gemaͤß, annehmen muͤſſen(4⁷). (**) Ich ſuche allerdings den Kuhduͤnger, den ich aus der Marſch erhalte, meinem leichtern Boden zten Claſſe A. zu geben. Erllih glchelung! ger uif 100 ud repeci duttnu gbe 2 HAuntin( du dr Atn dr Fotatiot dun wid richt zu au geben. 4. Dr hiung l u, vem! V barkeit ſeht/ j mmuif folg thun ht.; und faſt o gegrte Dut Zuſtande he Norgen aul diſer Dung — Nii alen 37 „ kazt. Ne der me dehmt enth Ja für K. poß, Lompig gen, alg bockethe er Gaſendin⸗ vegetabilſcher eſer Compoſt eingefahtnen fuder von 35 Hoffwiſt bon ite Teweiſez dieſes Duͤn⸗ det Virkung Stalldungers kandleute un⸗ t unveraͤndert tet, die mich keine bringen daß Dünger meiner Felder tig, daß daſ hwoch minder rbringe. ausgemittel cht noch ver⸗ ußlich etwas ſo habe ich des Düͤngers as weinen d⸗ gen müſſen 66 den ich eus der u zn Clſe 4 — 55— Erſtlich, daß die zwey erſten Claſſen in der erſten Wie derſelbe Abtheilung 10, in der zweyten Abtheilung 12 Fuder Duͤn⸗ Bnae t auf ger auf 100 ◻ Ruthen beduͤrfen, um an Kartoffeln; 14 verſchledene und reſpective 16 Fuder, um an Rapſaat das hoͤchſte Pro⸗ ſchieden duct zu geben, deſſen der Boden faͤhig iſt und den meine nitse. Rotation(Waitzen in der 2ten, Klee in der 3ten, Waitzen in der 4ten Saat) bedarf, falls das Feld bey'm Anfange der Rotation nicht viel unter 500° Fruchtbarkeit ſteht. Dann wird der erſte Waitzen nicht zu geil, der zweyte nicht zu arm und der Klee kann ſeinen hoͤchſten Ertrag geben. 2. Daß die 3te Claſſe, Unterabtheilung A., in der Wie das Ver⸗ Abtheilung I. nur 7 Fuder Duͤnger ertragen kann, und hiltniz Der daß, wenn der Morgen dieſes Landes auf 3000 Frucht⸗ Dans zum barkeit ſteht, dann mit dieſer Duͤngung fuͤr Kartoffeln der beachten iſt. darauf folgende Hafer den gehoͤrigen Grad von Reich⸗ thum hat. Die Abtheilung II., die ſo wenig ihrer Kraft und faſt alles dem durch ihre Thaͤtigkeit ſo ſchnell ver⸗ zehrten Duͤnger zu danken hat, vertraͤgt in ihrem jetzigen Zuſtande hoͤchſtens 5 Fuder Duͤnger, und wenn dieſer Morgen auf 1200 Fruchtbarkeit ſteht, ſo kann er mit dieſer Duͤngung dahin kommen, hoͤchſtens das 4 ½te Korn Meinen Pferdeduͤnger den Unterabtheilungen B. in allen 3 Claſſen; beydes immer mit Gaſſenduͤnger durch⸗ legt. Meinem Mittelboden den Sommer⸗Gaſſenduͤnger, der mehr vegetabiliſche und animaliſche Theile— dem Lehmboden den Winter⸗Gaſſenduͤnger, der mehr Aſche enthaͤlt. Ich beduͤnge uͤberhaupt nur Braachfruͤchte, nehme fuͤr Kohl blos Gaſſenduͤnger, fuͤr Rapſaat meinen Com⸗ poſt, fuͤr Kartoffeln kommen hauptſaͤchlich zu dieſem Compoſt noch Plaggen, die noch nicht gaͤnzlich zergan⸗ gen, auf meinem Lehmboden, die den Kartoffeln ſo noͤthige Lockerheit gar ſehr befoͤrdern. Rocken zu geben. Hingegen koͤnnte die Unterabtheilung B. in der 3ten Claſſe wohl 14 Fuder Duͤnger ertragen, wenn es wirthſchaftlich waͤre, ſo viel an dieſen Boden zu wenden. 3. Daß auf dem leichtern Boden die Wirkung des Duͤngers ſtaͤrker iſt, als auf dem ſchweren und daher naſſen und kalten Boden; daß ferner auf dem laͤnger cultivirten Boden in den zwey erſten Claſſen, dieſelbe Quantitaͤt Duͤn⸗ ger mehr Wirkung in der erſten Abtheilung hervorbringt, als in der zweyten Abtheilung derſelben. Dieſer gedoppelte Umſtand hat mich genoͤthigt, fol⸗ gende Verſchiedenheit in der Wirkung des Duͤngers anzu⸗ nehmen. In der erſten und zweyten Claſſe, Unterabtheilung A. erſetzt das Fuder Duͤnger 30 Reichthum B. ⸗.. ⸗ 2 ½ ˙⁹ In der dritten Claſſe Unterabtheilung 2 1 erſetzt das Fuder Duͤnger 50 Reichthum 2» 2 2 2 7 ½ 2(4³) B. 6 2 4 2 2 N —— (*) Dieſes war ein Irrthum. Der Duͤnger wirkt im leich⸗ ten Sandland ſchneller, aber gerade im Verhaͤltniſſe des geringern Erdvermoͤgens ſchwaͤcher und wegen des Einfluſſes der Duͤrre unſicherer. Erfahrung hat gelehrt, daß ich den Werth auf 3 Grad pr. Fuder laſſen konnte, und daß ſeine ſchwaͤchere Wirkung durch die Multipli⸗ cation mit dem geringern Faktor des Erdvermoͤgens hin⸗ laͤnglich bezeichnet wird. Z. B. das Erdvermoͤgen(hier noch Kraft genannt) ſey 10, das Dungvermoͤgen(hier noch Reichthum genannt) ſey 600; alſo 10 60= 600 5 Fuder Duͤnger à 3z0+ 15 10 A 75= 730 ſey nun das Erdvermoͤgen 5 und das Dungvermoͤgen wiederum 60, alſo 5 60=— 300 5 Fuder Duͤnger à 30+† 15 5 ⁵4 75= 375 9s Er Dängers in verder, dß leict länge ren undem? ir eilen geri und Iüen Saa rit ttwas me dhet ich g in zweyten erfen Jahts, dun nyole⸗ ter Dhuger Meine J tit Dunger, kann. Ohne Caltut auf Kunſt Veit Scider fin Diſes ſcwerlch fht —— ſo in dae in ande Dan Düͤrte jederd rabtheilung. rtragen, wen en zu wenden. Wirkung des daher naſen er eultivirten nantitaͤt Dun⸗ hervorbringt, enthigt, fol⸗ düngers anzu⸗ tterabtheilung hthum 7 cthum ,(4 5) 5 wirkt im leich⸗ Vethaͤltniſſe nd wegen des g hat gelehrt, laſſen konnte, die Multipli⸗ ermͤgens hin⸗ vermaͤgen(hiet ermoͤgen(hiet — danpemigen Als Erſatz fuͤr das unvortheilhafte Verhaͤltniß des Duͤngers zum ſchweren Boden kann allerdings bemerkt werden, daß der Duͤnger in demſelben ſeine Wirkung viel⸗ leicht laͤnger zeige. Davon kann ich aber fuͤr jetzt kei⸗ nen andern Vortheil ziehn, als allmaͤhlig meine Beduͤngung in einem geringen Verhaͤltniß zu vermindern, weil es fuͤr mich nicht wirthſchaftlich iſt, ein Feld in der 5ten, 6ten und 7ten Saat ſich austragen zu laſſen, weil reichere Erndten mit etwas mehr Duͤnger⸗Aufwand mir eintraͤglicher ſind; daher ich gerne von dem groͤßten Theil meiner Kleefelder im zweyten Jahre(der andere Theil wird im Herbſt des erſten Jahrs zu Waitzen unterrayolt) Einen Schnitt nehme; dann rayole und Rapſaat in Zeilen ſaͤe, wozu aber 14 Fu⸗ der Duͤnger pr. Morgen erfordert werden. Meine Rapſaat⸗Cultur beruht ganz auf die Quanti⸗ taͤt Duͤnger, die ich außerordentlich zuſammen bringen kann. Ohne dieſe außerordentliche Huͤlfe iſt die Rapſaat⸗ Cultur auf dieſem Sand⸗ und Lehmboden, der nur durch Kunſt Waitzen traͤgt, weder eintraͤglich, noch ohne großen Schaden fuͤr die uͤbrige Wirthſchaft. Dieſes iſt ſogar fuͤr mich wahr, dem es an Duͤnger ſchwerlich fehlen kann; wie viel mehr fuͤr eine in ſich ge⸗ ſo iſt das Fuder im erſten Fall werth: (150 dividirt durch 5)— 300, im andern Fall.— (75 dividirt durch 5)— 150. Daß alles dieſes durch Waͤrme und Kaͤlte, Naͤſſe und Duͤrre modificirt und bey jeder Art des Duͤngers und jeder Art der Frucht anders wird, verſteht ſich von ſelbſt. Es iſt dem Urtheile des Landbebauers uͤberlaſſen, dem⸗ gemaͤß zuzulegen oder abzuziehen. Nur die beyden Extreme von Lehm und Sand, wo das Erdvermoͤgen, da der Naͤſſe, hier der Trockenheit wegen, weniger Thaͤtigkeit hat, erforderten die Herab⸗ ſetzung des Fuder Duͤngers auf 2 Grad. Ao. 1820. — 38— ſchloſſene Wirthſchaft, deren Duͤngervorrath auf eigenes un diſ Vieh und ſo ſehr auf den Stroh⸗Ertrag beruhet! Pulfen an, Fernerhin werden meine Felder immer minder Duͤnger jeden dreſſ beduͤrfen oder mit demſelben groͤßere Erndten tragen, wenn die zunahme ihre Kraft dazu hinreicht. Der Differenz zwiſchen den hlle Nan Unterabtheilungen wird immer geringer werden, die zweyte j ket fir ſ jäds Claſſe allmaͤhlig in die erſte uͤbergehen, wie dieſes waͤhrend 1 Druiſ⸗ der letzten fuͤnf Jahre ſchon mit mehreren Feldern der Fall i- wat, de geweſen iſt; die dritte Claſſe allein wird in der Vermeh⸗ V Eiger 3 rung ihres Productions⸗Vermoͤgens ohne außerordentliche ainer dreiſc Mittel, z. B. untergefluͤgten gruͤnen Duͤnger(4⁹), nie 3c hr viel weiter kommen, weil der Thon⸗Mergel, der die Textur zur Wrde ſi gar ſehr verbeſſern wuͤrde, zu tief liegt. hüte vi b) Eine zweyte hierher gehoͤrige Art, den durch die— Erndten verurſachten Verluſt dem Reichthum zu erſetzen, iſt. 16)9 hn 19 „ v. Der Erſatz Die Behuͤtung der Dreeſch und Braache. 14 durch Behuͤ⸗. tung ſteht Die Zunahme des Reichthums durch die Begraſung mit d. Frucht⸗ wie die barkeitd. Bo⸗ ſteht mit der Fruchtbarkeit des Bodens in einem gewiſſen de he ens n ditge⸗ Verhaͤltniß; das iſt evident. ge 4 der Dre niſſe. ſ(*⁸) Dieſes hat ſich auf eine für den, der es noch nicht auf urt, n. die gehoͤrige Art verſucht hat, ganz unglaubliche Weiſe zuflöslict bewaͤhrt. In wenigen Jahren iſt der kahle Flugſand ſch viell ohne andere Huͤlfe aͤußerſt krautartig geworden, nach⸗ tragsſähi dem im erſten Jahr die Beſaͤeung ſechsmal, im zweyten vanet 1 dreymal wiederholt worden iſt. Land, welches fuͤr kei⸗ aus Ald nen Preis verpachtet werden konnte, auf Null Grad. vie Her der Ertragsfaͤhigkeit ſtand, iſt 4 ms pr. 100 ◻ Ruthen gehabt werth geworden, hat ohne Duͤnger das vierte Korn die n Rocken getragen und ſtand vor der Erndte auf 288 Grad Seeen Ertragsfaͤhigkeit. Das hat nicht 15 ms Mark pr. 100 Tei O Ruthen gekoſtet, zwey erndtenloſe Jahre, Grubber⸗ viet E Arbeit, Eggen und Saat hoch gerechnet; und die Wir⸗ durch 4 kung iſt permanent, weil der Boden graswuͤchsſig ge⸗ ttage, 3 worden iſt. Einzelne gruͤne Duͤngungen ſind auf Sane iih 5* boden von 400 bis 450 Grad bis 3 Fuder Duͤnger wertrht keit 30 geworden. die Red h auf eigene beruhet! ninder Dünger tragen, wenn wiſchen den en, die zweyte ieſes waͤhrend dern der Fall der Verweh⸗ außerordentliche ger(9), ti der die Tertu den durch die zmerſetzeen, iſt Braache. die Begraſang einem gewiſeen noch nicht äuf aubliche Weiſe kahle Flugſand vorden, nach⸗ al, in zweyten velches füt kei⸗ auf Null Grad . 100 ORuthen as vierte Korl te auf ass Gu u Makk hk. lo Jahte, Grulhan t; un die Bie⸗ gzwichlg ge⸗ en inh ufSend er diuger velt — 39— Um dieſe Zunahme herauszubringen, nimmt Herr von Wulffen an, daß ein Boden von 1000 Fruchtbarkeit in jedem Dreeſch⸗Jahre 006 an Reichthum gewinne und daß die Zunahme des Reichthums immer in dieſem Verhaͤltniß bleibe. Man multiplicire alſo die Grade der Fruchtbar⸗ keit fuͤr jedes Jahr mit 006° oder 6 pr. Mille, ſo geben drey Dreeſch⸗Jahre, falls die Fruchtbarkeit urſpruͤnglich 360° war, den Reichthum einer Rocken⸗Erndte wieder(5⁰). Einer Braachweide wird ein Drittheil des Werthes einer Dreeſchweide beygelegt. Ich kann daruͤber nichts ſagen, weil ich kein Land zur Weide liegen laſſe und meine kurze Braache nicht be⸗ huͤtet wird. (5⁰) Herrn Jverſen zufolge verbeſſert die Weide ſich waͤhrend der erſten drey Jahre, von Jahr zu Jahr; dann tritt die Periode ein, wo die Mooſe dem Graswuchſe nach⸗ theilig werden; zuletzt eine, wo die Mooſe vergehen und die Weide nimmt nun immer mehr an Guͤte und Kraft zu, wie die hundertjaͤhrige Ochſenweide im noͤrdlichen Theile des Herzogthums Schleswig und Juͤtland beweiſe: Gegen von Thuüͤnen's Meinung uͤber die Abnahme der Dreeſchweide, weil der noch nicht zubereitete Hu⸗ mus, wegen Ausſchließung der aͤußern Luft, nicht mehr aufloͤslich gemacht werden kann. Die Meinungen ließen ſich vielleicht vereinigen, wenn man die Guͤte und Er⸗ tragsfaͤhigkeit des Bodens, von dem die Rede iſt, ge⸗ nauer beſtimmt haͤtte. Herr Jverſen ſcheint ſchweren aus Alluvionen entſtandenen Boden, Herr von Thuͤnen wie Herr von Wulffen leichten Sandboden im Sinne gehabt zu haben;— jener die feuchte Seeluft, dieſer die trockene Atmoſphaͤre von der von der See und von Seeen entfernten Landflaͤche. Wenn ich Thaers letzte Aeußerung, daß Land von vier Scheffeln Rocken⸗Erndte, nachdem es vier Jahre durch Merinos beweidet worden, ſechs Scheffel Rocken trage, ſtatiſch uͤberſetze, ſo hat die Dreeſchweide jaͤhr⸗ lich 55 Grad Reichthum, 2ũ ½ pCt. auf die Ertragsfaͤhig⸗ keit gewonnen; hier iſt denn auch vom beſſern Lande die Rede. — 60— Ich habe alſo dieſe Zunahme des Reichthums in mei⸗ nen Berechnungen nicht in Betracht ziehen koͤnnen. Wir kommen nun zum Erſatz der Erſchoͤpfung. II. In Hinſicht auf die Kraft des Bodens. Erfns 3 88 Die Kraft wird vermehrt oder wenigſtens eine der ſch Kraft erhoͤheten Kraft analoge Wirkung hervorgebracht. §. 22. a. durch Be⸗ 1. Durch Bearbeitung des Bodens. arbeitung. Dieſes iſt der Grund, warum der Sommerung nicht wie der Winterung eine Verminderung der Kraft beygelegt wird und warum man die Vermehrung der Kraft durch die Braache oder durch ſorgfaͤltig behandelte Braachfruͤchte fuͤr Einen Grad angenommen hat, wobey allerdings einge⸗ ſtanden werden muß, daß ihre mehr oder minder ſorgfaͤltige Behandlung dieſes Verhaͤltniß erhoͤhen oder erniedrigen koͤnne. Oefteres ſchmales Pfluͤgen in verſchiedener Tiefe bey trocknem Wetter; durch wiederholtes Rayolpfluͤgen, Ver⸗ tiefen der Krume; Erwaͤrmen der Unterlage durch tiefes Unterrayolen dick bewachſener Oberflaͤche, ſtete Ableitung auͤberfluͤſſiger Feuchtigkeit, moͤglichſte Benutzung des muͤrbe machenden Froſtes durch das Darbieten vieler trocken ſtehender Flaͤchen, abwechſelndes Ruͤhren der Oberflaͤche mit dem Cultivator, der Egge, der Walze; Durchpfluͤgen der Braachfrucht oder der in Zeilen geſaͤeten Cerealien, 3 ſind die Mittel, welche mit Beachtung der Art des Bodens und der Frucht, die man bauet, in dem rechten Zeit⸗Mo⸗ ment angewandt werden muͤſſen. Wie und in welchem Maaß des nant in jad Penn ſo kumn die leiht ber fir niglic, thet, die d tin ſ vilg netkung 6 — 61) Jeder daj hi hohen ſondern (Ge) 30 hahe knne, fit die Nan nahtſch dal Vit ſeine feeyt/ er auch die onge dat ſiere d ſo nuß eige der ſältnißm verde da Neichth der kii rifmqß — 63)) Kraft iſt moſphäre kelbar de wickelung Enregung aus guft; hthums in we⸗ koͤnnen. apfung. Bodens. ſtens eine der racht. dens. mnmerung nicht Nraft beygelegt r Kraft durch e Braachfruͤchte allerdings einge⸗ inder ſorgfältige der erniedrigen ener Tiefe bey pflugen, Ver⸗ e durch tiefes ſitte Ableitung ung des muͤrbe vieler trocke der Oberfläce ; Durgtfühn deten Geralin, Att d ds odens agttn Jit⸗No⸗ und in wlcen — 61— Maaß dies geſchehen muͤſſe, kann nur der practiſche Lande mann in jedem einzelnen Falle beſtimmen(5¹). Wenn nun dieſes bey guͤnſtiger Witterung geſchieht, ſo kann die erhoͤhete Kraft⸗Aeußerung wohl 1 ½0, viel⸗ leicht 20 betragen. Unter dieſen Umſtaͤnden halte ich es fuͤr moͤglich, dem kraftvollen Boden dieſelbe Thaͤtigkeit zu geben, die der ſchwaͤchere leichtere Boden hat, und dann eine ſo viel groͤßere Wirkung hervor zu bringen. Die An⸗ merkung(⁵²) mag dieſes naͤher entwickeln. Ich bin nicht (**) (*2) die organiſchen Theile feſter haͤlt. Jeder Landmann wird ohne weiteres Erinnern einſohen, daß hier nur von Lehmboden die Rede iſt; auf Sand⸗ boden iſt dieſes alles nicht allein groͤßtentheils unnuͤtz, ſondern in der Regel aͤußerſt ſchaͤdlich. Ao. 1822. Ich habe§. 6. geaͤußert, daß es wohl moͤglich werden Warum koͤnne, fuͤr die Kraft⸗Erhoͤhung Grade zu finden, wie Arafta, Thi⸗ fuͤr die Vermehrung des Reichthums. 1 kinalichio He⸗ Nun nach vier Jahren ſcheint mir das noch viel ſchieden ſind, wahrſcheinlicher. und wodurch Folgende Bemerkungen ſind mir dabey aufgefallen: die hoͤchſte Wie der traͤgere Boden kraftvoller iſt(5²)(wenn ale Leha⸗ ſeine Traͤgheit nicht aus Naͤſſe und Kaltgruͤndigkeit ent, tigkeit ge⸗ ſteht), weil er mehr thonigte Theile enthaͤlt, ſo iſt bra der weyden er auch reicher, weil er bey und nach ſeiner Formation koͤnne. Da es nur darauf ankoͤmmt, die groͤßere Kraft in hoͤhere Thaͤtigkeit zu bringen durch groͤßere Zertheilung, ſo muß dem Factor, der die Kraft darſtellt, allerdings eine der wiederholten zweckmaͤßigen Bearbeitung ver⸗ haͤltnißmaͤßige Zulage fuͤr das Jahr Begeh en 215 4 8* werden. Da nun zugleich in dem beſſern Boden Kraft und Neichthum beyde in hoͤhern Zahlen ſtehen, da ferner 41 der kraͤftigere Boden eine mit ſeiner Kraft verhaͤlt⸗ nißmaͤßig ſtaͤrkere Beatbeitund vertraͤgt, ja gar erfor⸗ dy Ktaft iſt bey mir immer das Vermögen des Bodens, aus der At⸗ moſphäre die Theile an ſich zu ziehn, welche unmittelbar oder mit⸗ telbar den Pflanzen Nahrung verſchaffe n; dies letztere durch Ent⸗ wickelung des im Boden enthaltenen Nahrungsſtoffes und durch Erregung der Lebenskraft, durch welche ſie ſich die Nahrungsſtoffe aus Luft und Boden aneignen. Es iſt wahr⸗ ſcheinlich, daß die natuͤrliche Thaͤtigkeit d. Bodens ſich im umgekehr⸗ ten Verhaͤlt⸗ niß der Kraft verhalte, in⸗ ſofern dieſe, mit Aus⸗ ſchluß der Al⸗ kalien, auf die erdigten Beſtandtheile beruht. — 62— ſo gluͤcklich, Boden von der hoͤhern und hoͤchſten Frucht⸗ barkeit zu haben. Kraft, nicht auf 70 bis 80 Grad urſpruͤnglichen Reich⸗ Ich kann nicht auf 12 bis 15 Grad dert, alſo auch noch eine groͤßere Zulage zum Factor der Kraft nothwendig macht, ſo entſteht, ſobald man weiß, wie viel eine Pflugart mehr die Kraft⸗Aeußerung des Bodens erhoͤhet, ein in Zahlen auszudruͤckendes Verhaͤltniß, welches, zu jenem Factor hinzugethan, bey dem ohnehin großen Factor des Reichthums den unge⸗ heuren Unterſchied des ſchlechten und guten Bodens gar ſinnlich darſtellt. Vielleicht kann ein Beyſpiel das, was ich meine, deutlicher machen und zugleich zeigen, warum ich Thaͤ⸗ tigkeit(Kraft⸗Aeußerung), welche durch mancherley Umſtaͤnde und auf eine kurze Zeit durch Arbeit und Witterung ſehr vermehrt oder vermindert werden kann, von der Kraft ſelbſt unterſcheide, die aus der Natur und Miſchung der Beſtandtheile entſteht und nur durch Miſchung oder durch anhaltende Erwaͤrmung oder Er⸗ kaͤltung langſam und dauernd veraͤndert wird. A. B. C. D. Es kann 4 Felder geben, deren Kraft 6, 8, 10, 12 deren Reichthum 50, 60, 70, 8o ſey. Man nehme auf einen Augenblick an(wie ſehr wahr⸗ ſcheinlich iſt), die Thaͤtigkeit verhalte ſich ohngefaͤhr im umgekehrten Verhaͤltniß wie die Kraft, und A. habe mit Einer Pflugart genug, um zur erforderlichen Thaͤ⸗ tigkeit gebracht zu werden; B. habe 3 Pflugarten noͤthig; C. habe 5 Pflugarten noͤthig; D. muͤſſe 7 haben, um eine ſeiner Kraft verhaͤltniß⸗ maͤßige Thaͤtigkeit zu bekommen. Daß der Sandboden wenig, der ſchwere Thonboden oͤfter gepfluͤgt werden muͤſſe, weiß jeder Landmann. In den pontiniſchen ausgetrockneten Suͤmpfen, ja ſelbſt in dem ſchwerſten Theil der Eiderſtaͤdter Marſch wird bis zu 9 Malen gepfluͤgt. Man nehme an, daß jede mehr wie einmal gegebene Pflugart mit dazu gehoͤriger Eggen⸗ und Walzen⸗Arbeit um Grad die Kraft⸗Aeußerung erhoͤhe, ſo ſteht die Berechnung daruͤber folgendermaßen (das Land wird hier in ungeduͤngtem Zuſzande: voraus⸗ geſetzt): — tum koume geſelle hr Mir ge — 4 ⁶ Duth venden, firs Pü ſt a Erlaute richt dh gohe kon 1„ dem vit Griße helchem von der ten Din der Ftuc gewinner ſcipfun tiniſchen wit ein mon d kannte ſtandes ger ſe verflüch ſen iſ, höchſen Fruth 2 bis 15 Gtn uͤngliche Nei⸗ lage zum Fartur eht, ſobald man Kraft⸗Aeußerung auszudrüͤckendes winzugethan, bey hums den unge⸗ aten Bodens gat was ich meine, warum ich Thi⸗ durch mancherley Arch Arbeit und et werden kann, aus der Natur t und nur durch tmung oder Er⸗ vird. B. C. D. 6, 8) 10, L , b0, 70, do ſef (wie ſehr wiht⸗ ich ohngefäht in , und 4. habe orderlichen Thi⸗ zraſt vethältni⸗ were Ahubier kunman⸗ pfen, jn ſie Nutſch nid hi n, daß jede de meht gehöriget Eggen⸗ uafe„Neufetung er llhndemuhen Zälind he voraus⸗ — 63— thum kommen; daher habe ich mich auf die hier auf. geſtellte Hypotheſe nicht eingelaſſen. Mir genuͤgt es, wenn es mir gelingt, meine Krume A. 6 5 50= 300 à 360 pr. Himpt Rocken auf 100 QRuthen, kann geben 8 ¾ Himpt, wenn 2 Himpt geſaͤet werden, etwas uͤber das ate Korn; B. 8. — 9 5 60= 540 à 360— 15 Himpt für 2 Pflugarten An 9*ℳ das ꝛ23te Korn; C 10„ 7 ... 12 ⁵ 70= 840 à 36° pr. Hpt. Wai⸗ für 4 Pflugarten 3 tzen 23 Hpt. d. 11— 12te Korn; D. 12 8 3 —— 12 6 pr. Hpt. Wai⸗ fuͤr 6 Pflugarten 3 15 74 80 90 4 36 pr. Hyt tzen 34 Hpt. d. 17te Korn. Ich wiederhole, daß dieſes nur Beyſpielsweiſe zur Erlaͤuterung dienen ſoll, obgleich ich meine Vermuthung nicht ablaͤugnen kann, daß es der Wahrheit ziemlich nahe kommen koͤnne. 31 1) Weil dieſe Erndten ſo ziemlich im Verhaͤltniß mit dem wirklichen Ertrage,.— a) des lehmigten Sandbodens, b) des grobgemiſchten ſandigen Lehmbodens, c) des feiner gemiſchten Thonbodens, d) des Kleybodens, ſtehn. s iſt t wahr⸗ 2) Weil es allen Erfahrungen entſpricht, daß die Eea ſ ue Groͤße der Erndten und gerade in dem Verhaͤltniß, in daß, ſo wie welchem ſie uͤber den Mittel⸗Ertrag hinaus gehn, mehr die Erndie von der Natur des Bodens als von dem ihm zugetheil⸗ iher er Mit ten Duͤnger abhaͤnge, daher derſelbe im hoͤchſten Grade hinausgehen, der Fruchtbarkeit und des Ertrags durch Duͤnger nichts die Fruchtbar⸗ gewinnen kann und durch Erneuerung allein alle Er⸗ keit mehr auf ſchoͤpfung erſetzt, wie in den Marſchen, den fetten pon⸗ die Kraft, als tiniſchen Suͤmpfen u. ſ. w. Ich wil freylich kein zu großes Gewicht auf eine dens beruhe. 1797 durch einen geſchickten Chemiker gemachte Analyſe der fetteſten Eiderſtaͤdter Marſch⸗Erde legen; 1) weil mir einzelne Analyſen ohnehin nichts beweiſen; 2) weil man damals die Unterſuchung auf Humus noch nicht, kannte; 3) weil ich, der ich auf Entſtellung des Gegen⸗ ſtandes durch die zerſtoͤrende chemiſche Unterſuchung gar ſehr rechne, gern glaube, daß hier viel Humus theils verfluͤchtigt und theils in den 11 pCt. enthalten gewe⸗ ſen iſt, die für Waſſer, Azote u. ſ. w. ausgeworfen wor⸗ thum d. Bo⸗ Warum ſo vieles auf die Form und Tenuitaͤt der Beſtandtheile des Bodens ankommen koͤnne. —— 64 von 8 bis 10 Zoll auf 14 bis 16 Zoll(55) zu bringen, dieſer Krume ſtatt 7 bis 8 Grad Kraft, bis 9 Grad dauernd zu geben, ſie in gluͤcklichen Jahren fuͤr das den; aber ſo viel iſt gewiß, daß in dieſer Erde kein Kalk enthalten war(s), daß auf 100 Theile 23 ¾ Thon, 58 Kieſel war. 100 Theile dieſer Erde enthielten: Thon........ 23 ½ Kieſeͤlͤ.o„„ 58 Eiſen⸗Oryy 3 Braunſtein⸗Oxypyy 2 Pflanzenfaſern nebſt Harzſtoff 2 ¾ Kalk⸗Erde, eine geringe Spur— der Reſt: Waſſer und Azote 11 100 wahrſcheinlich groͤßtentheils Hu⸗ mus, von dem da⸗ mals, 1796, noch nicht die Redewar. Es hatte ſich aber dabey ergeben, daß die Beſtand' theile in einem unglaublich fein zertheilten Zuſtande waren(es war faſt kein Niederſchlag im diſtilirten Waſ⸗ ſer zu erhalten, ſelbſt bey den Kieſeltheilchen aͤußerſt langſam); daß(was bey der Kleinheit der Theile aus der bloßen Attraction begreiflich wird) ſie eine anſehn⸗ liche Quantitaͤt Feuchtigkeit einſchluckt und nur lang⸗ ſam wieder fahren laͤßt, und daß ſie Kohlenſtoff, kohlen⸗ ſauren Kalk, Salz und vegetabiliſche Ueberbleibſel in zu geringer Maſſe enthaͤlt, um dieſen Beſtandtheilen die ſtarke Vegetation allein und ausſchließend zuſchrei⸗ ben zu koͤnnen. Es wird aus allem dieſen wahrſcheinlich, daß die ungeheure Tennitaͤt ihrer Theile, die dadurch vermehrte chemiſche Attraction des Thons und die phyſiſche des Kieſels fuͤr Feuchtigkeit und Duͤnſte, ihr durch die Tiefe der Krume vermehrtes Retentions⸗Vermoͤgen fuͤr alles dieſes, ſo wie die ungeheure Menge von Kanaͤlen, durch welche bey allen dieſen Umſtaͤnden den feinſten 0¹* Wodurch ich indeſſen die Gegenwart des Kalkes in den mehrſten fruchtbaren Erden, die große Wirkung der Alkalien auf die Frucht⸗ barkeit, auf keine Weiſe ableugnen will. Vielleicht iſt einiger Kalk in neu aufgekleyter Marſch⸗Erde. Wahrſcheinlich hatte dieſe ſchon lange gelegen. (*5) Ao. 1824 bin ich faſt auf allen meinen Feldern ſo weit gekommen. gahr durch gen, die na jdeimnühen — Putzel hzen kant Dem viß, da und, da ihm w zehtt; etttagt verden und 1 einen! feines Ver daß der dngur kommel dertta Keiche Boder ſe leit hier ſ der Re fit die loch ſc vahme: ſen derſ Son doahes ln ³4) u brign, ft, bis 9 Grad ahren für das dieſer Erde kein Theile 234 Thon, waßtſcheinlih geößtentheils he⸗ mus, von dem de⸗ trals, 1796, noch wicht die Rede war. daß die Beſtand theilten Zuſtande diſtilitten Waſ⸗ ſtheilchen aͤußerſt it der Theile aus ſee eine auſehn⸗ kt und nur lange ohlenſtoff kohlen⸗ Ueberbleibſel in 1 Beſtandtheile pließend zuſchtei⸗ inlich, daß die durch vermehrte die yhy ſiſche e, ihr durch die asVermaͤgen füt nge von Kanälen, nden den feinſte ates in den mehrſen lkalien auf die Frucht ielleicht it iriter Ka nlich hatk hieſe ſcon nn iih ſ vit — 656— Jahr durch Bearbeitung auf 10 bis 11 Grad zu brin⸗ gen, die natuͤrliche Fruchtbarkeit dieſer Krume, vor der jedesmaligen Beduͤngung, von 420 Gr., 480 Gr. auf 600 Gr. Wurzelfaͤſerchen Nahrung zugefuͤhrt und bereitet wer⸗ den kann, die mitwirkende Urſache dieſer Fruchtbarkeit war. Dem ſey nun wie ihm wolle, ſo iſt doch ſo viel ge⸗ wiß, daß es einen Boden giebt, der ohne Duͤnger nichts, und, da er nur wenig Duͤnger ertragen kann, ſelbſt mit ihm nur wenig traͤgt, obgleich er ihn ſehr ſchnell ver⸗ zehrt; daß es einen Boden giebt, der ſehr viel Duͤnger ertragen und dadurch auf einen hohen Ertrag gebracht werden kann; einen Boden, der wenig Duͤnger erträͤgt, und mit dieſem Wenigen mehr wie der vorige leiſtet; einen Boden endlich, der zur hoͤchſten Production gar keines Duͤngers bedarf. Wendet man nun darauf die Erfahrungsſaͤtze an, daß der Sandboden nur einen gewiſſen Grad von Be⸗ duͤngung vertraͤgt, wenn er auf ſein hoͤchſtes Product kommen ſoll; daß der Mittelboden, der viel Duͤnger vertraͤgt, durch Beduͤngung auf ein dem beſſeren Boden gleiches Product gebracht werden kann; daß der fette Boden durch verhaͤltnißmaͤßig ſtarke Beduͤngung eben ſo leicht uͤbergeil werden koͤnne, als der Sandboden— hier ſich alles lagert, wenn dort alles verdorret; daß der Marſchboden, der an und fuͤr ſich ſchon zu productiv fuͤr die mehrſten Erndten iſt, durch den Duͤnger nur noch ſchlimmer werden wuͤrde, ſo ergiebt ſich die Zu⸗ nahme oder Abnahme der Beduͤngung, welche auf die⸗ ſen verſchiedenen Boden zu verwenden iſt. Sonach wuͤrde A. durch 8 Fuder Duͤnger auf 15 Hpt. das 7 u. 3te Korn, B. 12„ 22 das IIte Korn, C. 6. 30 das 15te Korn kommen, wenn die Fruchtbarkeit von D. ſchwerlich noch durch Beduͤngung vermehrt werden koͤnnte; woraus denn folgen wuͤrde, was jede Beobachtung lehrt, daß die Erndten, ſo wie ſie uber den Mittel⸗Ertrag hinaus⸗ gehn, mehr dem Boden ſelbſt zu verdanken haben und kraͤftigſte kei⸗ Man kann ſagen, der nen beduͤrfe, weniger Duͤnger erfordern. ſchwaͤchſte Boden im hoͤchſten Grade der Thaͤtigkeit er⸗ traͤgt keinen Duͤnger, der ſtaͤrkere Boden im hohen Grade der Thaͤtigkeit bedarf keinen. Voght's landwirthſchaftl. Schriften Ir. Bd. 5 Wie der ſchwaͤchſte oden keinen Duͤnger er⸗ trage, der — 2 — 66— zu bringen. Weiter gehen denn auch meine Erfahrungen nicht. Da ich meine Beduͤngung und meine Saatfolge beſchrieben habe, ſo halte ich es zur Verhuͤtung von Miß⸗ Was dieſes ſey, das dieſem Boden dieſe Vorzuͤglich⸗ kceeit giebt, wiſſen wir nicht ganz. Es iſt wohl in einem hohen Grade dem allnaͤhrenden Humus, aber, ich wage ſchuͤchtern den Zweifel, vielleicht nicht ihm allein alles zu verdanken. Ich denke immer, daß Licht, Waͤrmeſtoff, Kohlſtoffgas (auch noch in anderer Geſtalt als im Humus), Waſſer in ſeiner Zerſetzung, vielleicht das auf die Keime ſo maͤchtig wirkende Chlorinſtoffgas, Azote, in ſo fern es als Nichtleiter ſo viele dieſer Stoffe zuſammenhaͤlt, mit dem der atmoſphaͤriſchen Einwirkung ſo empfaͤnglichen Thon, welcher animaliſche Theile in unmerklicher Klein⸗ heit ſich aneignet; daß alles dieſes aus gegenſeitiger, in Waͤrme und Feuchtigkeit durch die Lebenskraft der Pflanzen bewirkten Zerſetzung und Wechſel⸗Anziehung die Pflanzen auf eine feinere Art naͤhrt; daß die Mole⸗ kularform und die Tennitaͤt der kleinſten Theile(welche die ſchon von Virgil geforderten Kennzeichen des fet⸗ ten Bodens ſo gut erklaͤren) dieſe Leben erzeugende und erhaltende Kraft in einem hohen Grade befoͤrdern. Ich weiß nicht, ob daruͤber ſich je etwas ausmitteln laſſen wird, ob im Fall ein großer Theil der Fruchtbar⸗ keit in gewiſſem Boden der Kraft zuzuſchreiben ſey, ob dieſe durch ihre Kraft⸗Aeußerung(Chäͤtigkeit) eine Erſchoͤpfung leide; in welchem Verhaͤltniß mit dem Reichthum? ob, wenn ſie etwas verliert, ſie es durch Ruhe wieder gewinne? u. ſ. w. Auf allen Fall ſcheint es mir der Aufmerkſamkeit nicht unwerth! Ko. 1821. Dieſes hat ſich nun ſpaͤter genauer entwickelt und beſtaͤtigt. Nur von Ruhe muß gar nicht die Rede mehr ſeyn, da unſtreitig das durch die Dreeſch erhoͤhete Erdvermoͤgen gerade der Wirkung der Vegetation waͤh⸗ rend dieſer Periode zuzuſchreiben iſt. Die Veraͤnderung im Erdvermoͤgen, die man unrecht hat Erſchoͤpfung zu nennen, iſt der Fruchtart, der Behandlung, den eli⸗ matiſchen Einfluͤſſen nach verſchieden und laͤßt ſich aller⸗ dings unter Beachtung aller Umſtaͤnde in Zahlen aus⸗ druͤcken. Ao. 1823.— V b verſändriſer chen punkt raft⸗Entv Pirkug uf dÄ Kr ſctrib witd zu der er 9 Aach D N peden hün gen, dam D vs Somners 9 Den geegen, kutz Braache und 9) wahhen. 9 Ka fe eggen. 54 6) ) N. die Kar * au di nahg für einen Kor Kraut vird Karren,(W6 — 6e) Po das Duͤnger weht vo tgholt. ne Erfahrunger ne Saatfolgt tung von Mi⸗ eſe Vorzuͤglich⸗ t wohl in einem Habet, ich wage ihm allein alles gof, Kohlſtofkts Humu), Biſer uf die Keime ſo e, in ſo fern a ſammenhaͤlt, mi d empfänglichen gerklicher Klein⸗ gegenſeitiger, benskraft der hſel⸗Aaziehung zdaß die Rele⸗ Theile(welche nzeichen des fe erzeugende und befoͤrdern. twas ausmittelt der Fruchtbar⸗ uſchreiben ſen, Thätigkeit) eine tniß mit dem 1, ſee es durch len Fall ſcheint T Xo. 1821. entnickel und nicht die Rede Dreeſch ethoͤhete Vegetatiot wiſ⸗ Die Peräͤnderung hat Vithe 85 ₰ — 6/— verſtaͤndniſſen fuͤr noͤthig, kuͤrzlich anzuzeigen, bis auf wel⸗ Bis zu wel⸗ chen Punkt ich durch Bearbeitung meines Bodens die hee Trade Kraft⸗Entwickelung zu befoͤrdern ſuche beitung des g zu befö ſuche, welche durch ihre Vodens ſeine Wirkung auf den Reichthum die Fruchtbarkeit hervorbringt. Aratt⸗ Ent⸗ Die Kraft⸗Aeußerung, die ich meinen Feldern zu⸗ nicelung 4 ſchreibe, wird allerdings durch dieſe Behandlung bedingt. In der erſten und zweyten Claſſe, Unter⸗ abtheilung A. 1) Nach der Haferſtoppel zu Kartoffeln. 1) Mit einem Lſpaͤnnigen und einem dahinter fol⸗ genden Kſpaͤnnigen Ochſenpflug 12 bis 15 Zoll tief pfluͤ⸗ gen, dann Duͤnger auffahren, wozu der Compoſt waͤhrend des Sommers auf dem Felde gemacht iſt. 2) Den Duͤnger, nachdem er ſo lange als moͤglich gelegen, kurz vor dem Froſt flach einpfluͤgen, dem Felde Braach⸗ und Waſſergraͤben geben, wie einer Winterſaat. 3) Eggen, 10 bis 12 Zoll tief queer pfluͤgen, eggen, walzen. 4) Kartoffeln einpfluͤgen, nach 3 Wochen eggen, wal⸗ zen, eggen. 5 u. 6) Durchpfluͤgen, haͤufeln mit dem Pfluge. 2) Nach den Kartoffeln zu Waitzen. Die Kartoffeln werden durch Frauen und Kinder aus dem nahgelegenen Fiſcherdorf in Ackord fuͤr 3 bis 4 ſt fuͤr einen Korb von brutto 230 ks aufgenommen und das Kraut wird ſofort abgekarret, mit den großen Erndte⸗ Karren,(⁵⁶) gleich hinter dem Ausnehmen geeggt, tief (56) Wo das Kraut noch grun genug iſt, um 1 bis 1 Fuder Duͤnger gleichgeachtet werden zu koͤnnen, wird es nun⸗ mehr vorzugsweiſe ſofort(dieſes iſt unerläßlich) unter⸗ rayolt. Ko. 1822. 5* 68— — gepfluͤgt, geeggt, gewalzt, die Saat untergepfluͤgt(5²) oder in Zeilen geſaͤet; geeggt, gewalzt und ſofort aufgeeggt. 3) Zum Klee wird der Waitzen im Fruͤhjahr ge⸗ walzt, ſtark geeggt; der Klee hinter der Egge geſaͤet(5⁸) ſofort gewalzt und mit der kleinen Egge aufgeeggt. 4 Zum Waitzen wird die Kleeſtoppel mit 2 Pfluͤ⸗ Wie wichtig(o) das ſorgſame und tiefe Un⸗ terrayolen d. Klees ſey. gen, wie oben, tief untergebracht(wir nennen es rayolen) und die abgeſchaͤlte Narbe in die Furche feſt eingetreten(5), cin 6) Dadurch habe ich mir ſehr geſchadet. Wo es des im Fruͤhjahr unterzuſaͤenden Klee's wegen darum noͤthig iſt, damit der Waitzen die Egge ertragen koͤnne, wird flach untergegrubbt; iſt das nicht der Fall, wird mit ei⸗ ner eigends dazu eingerichteten Garten⸗Egge vorgeeggt, darauf geſaͤet und mit eben der Egge queer eingeeggt, da⸗ mit die Saat, ſo wie ſie aus der Hand des Saͤers faͤllt, in engen Reihen neben einander liege, und, wo moglich, nur einige Linien hoch bedeckt werde. Dadurch iſt die Bezweigung der Saat unglaublich befoͤrdert, und der Ertrag im Jahre 1823 und 24 um zwey Koͤrner ver⸗ mehrt worden. Bey mir kommt ſehr viel auf das Gelingen der Klee⸗ ſaat an, daher wird der Waitzen ſtark geeggt, nachdem die Walze die Erdklumpen, die der Froſt uͤbrig ließ, oder welche die zerſtuͤckelte Winterkruſte hervorbringt, pulveriſirt hat; alles liegt daran, daß der Klee in lockere Erde komme, daher gehen Frauen(beſonders in der Un⸗ terabtheilung B.) der Egge nach, um, wo ungeruͤhrte Erde ſich finden ſollte, die Saat einzuharken. Dies hat zum Erwaͤrmen meines kalten Lehmbodens un⸗ glaublich beygetragen, ſo wie die Miſchung der tief auf⸗ gepfluͤgten Erde mit der mehr durch die Atmoſphäre geſchwaͤngerten Oberflaͤche, nach meiner vollen Ueber⸗ zeugung, eine neue Anregung zur Fruchtbarkeit hervor⸗ bringt. Dieſe Wechſelwirkung iſt vielleicht in gewiſſer Hinſicht galvaniſch. Ich habe dieſe Wirkung ſelbſt bey dem aufgebrachten rohen Boden, mehr aber noch bey dem Boden bemerkt, der nach drey Jahren wieder auf⸗ rayolt wurde und in welchem alle nntergepfluͤgte orga⸗ niſche Theile durchaus zergangen ſchienen; durch dieſes gergt, Ne geeggt. 9 3 Frihuhr u geuggtodet a di 1 ehten Ie — Mittel daverr 182 (aa) Geit wit e auf d ſeitig) (a Jeßt Eggenf Hien ſie ich tergegt ſeyn. 6e) Aachd wandi git n. gepfluͤgt 69 gfort aufgengt n Frihjähr e gge geſäut(ö) fgeeggt. d nit 2 Pfli, S rayolen) und ngetreten(59), Wo es des in darum näͤtzig ten kunne, widh l, wird mit ei⸗ egge vorgeeggt, eingeeggt, da⸗ es Säers fäll, d, wo moͤglich, Dedurch iſt die erdett, und der dey Koͤrner der⸗ eingen der Klee geeggt, nachdem koſt uͤbrig lie te hervorbringt, Klee in lockere ders in der Un⸗ wo ungeruͤhte arken. Lehmbodens une ang det tief auf die Atmoſbhite get voleen Ueben chthatkeit here⸗ lleiht i eiſe Bitkuns ſebt he ehr üher noc Züüten viehe duß⸗ aterztägte ſge enaz uit deſe — 69— geeggt, gewalzt und die Saat eingepfluͤgt(50) und geeggt. s 5) Zum Hafer eine Furche im Herbſt, eine im Fruͤhjahr und untergepfluͤgt(6¹), geeggt, gewalzt, geeggt oder auch in Zeilen geſaͤet. 4 In die groͤßere Haͤlfte der Kleeſtoppel kommt im zweyten Jahr Rapſaat(62). (3) (³*) (3²) Mittel habe ich unſtreitig die Kraft meines Bodens dauernd erhoͤht und zugleich ſeinen Reichthum vermehrt. 1822. Seit es mir gelungen iſt, die feinſten Kartoffelarten mit 20 pCt. mindern Koſtenaufwand zu bauen, und ich ſie alſo wohlfeiler verkaufen kann, hat mein Abſatz in den Staͤdten ſo ungeheuer zugenommen, daß die Klee⸗ ſtoppeln alle zu Kartoffeln benutzt werden, denen ſie, wie alle gruͤne Duͤngungen thun, einen ſehr feinen Ge⸗ ſchmack geben. Wo auf lehmigten, alſo zum Kartoffelbau nicht taug⸗ lichen Feldern Waitzen auf umrayolten Klee geſaͤet wird, wird vorzuͤglich auf die Feinheit der oberen Krume und auf die flache Bedeckung(beydes bedingt ſich gegen⸗ ſeitig) geachtet.. Jetzt ſo flach als moͤglich, nachdem er auf bie kleine Eggenfurche geſaͤet worden, untergebracht. Hier iſt vom Lehmlande die Rede; auf Sandland ſaͤe ich keinen Hafer, da muͤßte er wohl allerdings un⸗ tergegrubbt werden, um vor Vertrocknung geſichert zu ſeyn. Ao. 1822. Auch dadurch habe ich mir ſehr geſchadet. Mein Land ward im zweyten Klee⸗Jahr unrein; der erſte Schnitt, faſt nur Gras, trug wenig; die Narbe duͤngte faſt nicht. Vorher war ich thoͤrigt genug geweſen, dieſem Klee eine halbe Braache mit drey Pflugarten zu geben. Ich hatte viele Koſten, machte die gruͤne Duͤngung zum caput mortuum und verlor durch die Evaporation waͤh⸗ rend der Braache eine unſchaͤtzbare mit Dungtheilen geſchwaͤngerte Feuchtigkeit und verfluͤchtigten Humus. Jetzt wird zu Rapſaat auf Getraideſtoppel grüne Dungſaat geſaͤet, mit derſelben der, der Rapſagt be⸗ — 70— 1. Nach bem erſten Schnitt ſofort, wie oben, rayolt, Duͤnger aufgefahren; 2. flach untergepfluͤgt, geeggt, gewalzt; 3. wiederum flach gepfluͤgt, geeggt, gewalzt; —+ 4. Rapſaat in Zeilen mit der Cookſchen Maſchine geſaͤet, zweymal im Herbſt, zweymal im Fruͤhjahr durch⸗ gepfluͤgt;. 6) zum Waitzen nach der Rapſaat, einmal flach ge⸗ pfluͤgt, geeggt, gewalzt; 2. tief gepfluͤgt, geeggt, gewalzt; 3. Waitzen eingepfluͤgt oder in Zeilen geſaͤet. In der erſten und zweyten Claſſe, Unter⸗ abtheilung B. Zu Kartoffeln wird zwiſchen 2 und 3 das Feld in hohe zuſammengepfluͤgte Furchen gelegt, ſo daß zwiſchen den zuſammengepfluͤgten Furchen ſich eine tiefe Waſſer⸗ furche bildet, die durch den großen Pflug mit 2 Streich⸗ blaͤttern vor dem Froſt gereinigt wird, ſo daß alles Fruͤh⸗ ſtimmte, Duͤnger untergepfluͤgt; im Fruͤhjahr Mengfut⸗ ter dicht geſaͤet, und deſſen Stoppel zur Rapſaat ein⸗ furchig tief untergepfluͤgt, und die Oberflaͤche oͤfter durch grubben, ſchleppen und eggen auf brabanter Art, aͤußerſt fein zerkruͤmelt, ehe gedrillt wird. Auf die Rapſaatſtoppel wird gruͤne Dungſaat geſaͤet, dieſes im December untergepfluͤgt, dann folgen Kartof⸗ feln. Meine Rotation iſt jetzt naͤmlich folgende: 1) Mengfutter, geduͤngt, wenn Spaͤt⸗Kartoffeln die Vorfrucht waren. 2) Rapſaat, gruͤne Duͤngung. 3) Kartoffeln. 4) Waitzen mit Klee. 5) Klee. 6) Kartoffeln oder Waitzen. Wenn Fruͤhkartoffeln oder Waltzen, geduͤngte gruͤne Duͤngung. Fubrnaſe lmigmn n Di ruur gaſt 1,1. di K deſtens zwe walſt, duch 6 ſogen. S. durchgey das nnehr eggen 41. 4 5 .). 8 In d pfüht ten und in der ber nigii i 6e) Dadur hor bn (s) 1820. ſalte Selbſ toffel Jahr Noc⸗ etwa zwen auf ſechs Gpoͤt ſaufe vurd ie oden, rya vahzt; ſchen Maſchine rüͤhjahr durh, innal flach ge⸗ —n geſäͤet. ſe, Unter⸗ d 3 das Feld ſo daß zwiſchen tiefe Vaſer⸗ nmit 2 Sträi⸗ daß ales Frih⸗ hiaht Mengfut⸗ te Napſaat ein⸗ iche ofter durch ter Att, äußerſt Dungſtat geſe— am fölgen Kattof⸗ ˖folgende: at uufän. t ent Frihrefel Dürzuns. —— zahrwaſſer abziehen kann und die hochſtehende Furche im lehmigten Boden getrocknet und im Winter durchgefroren ſey. Dieſe wird dann niedergeeggt und das Feld tief queer gepfluͤgt(63), geeggt, mit der S2lachalaoaſi Peuai u. ſ. w. 1 t. Die Kartoffeln werden, ehe 1 ie aufkonmen,„ min⸗ deſtens zweymal geeggt, bey ſehr trockener Witterung ge⸗ walzt, auch wohl dazwiſchen mit dem Cultivator durchge⸗ zogen. Sie werden dreymal und zodeznur doßelt durchgepfluͤgt. Das Bereiten des Landes zur Rhlesuat zeforder hier mehr eggen und walzen als in A. ad. 4. Wird zum Waitzen auch ah dem Nahaea flach gepfluͤgt. ad. 3. Zum Hafer 2 Furchen im enn, eine im Fruͤhjahr. In der 3ten Claſſe A. wird ſo wenig als moͤglich— gepfluͤgt; die Winterfeuchtigkeit ſo viel als moͤglich erhal⸗ ten und der Wachsthum aller Kraͤuter, deren Vertilgung in den beyden erſten Claſſen ein Hauptzweck iſt, ſo viel moͤglich bis zur Bluͤthe befoͤrdert(54). (6) Dadurch werden die Felder drey Wochen fruͤher pflug⸗ bar und der Lehm muͤrbe. (§³) 1820. Auf den durchaus ſandigen Theil dieſes Bodens halte ich es nun nicht gerathen, Duͤnger zu verwenden. Selbſt ein maͤßiger Grad von Duͤrre macht die Kar⸗ toffel⸗ und Hafer⸗Erndten unſicher. In einem trocknen nen it Deunr Jahre ſind ſie durchaus ſchlecht, anders iſt es mit dem zuf Gandbo⸗ Rocken, welcher waͤhrend der Winterfeuchtigkeit ſich 3 etwas beſtaudet aber den Duͤnger nicht bezahlt. Vor in einen Lode zwey Jahren verſuchte ich auf dem todten duͤrren Sand, ten Boden zu auf dem auch kein Queekhalm wachſen wollte, etwa bringen ſey. ſechsmal im Jahr Rapſaat, Ruͤben, Buchwaitzen und Spoͤrgel zu ſaͤen, und jedesmal, wenn ſie eben aufge⸗ laufen waren, ſehr flach unterzugrubben; mit jedem mal wurden die hervorkommenden Blaͤttchen etwas groͤßer; Erſatz der Kraft⸗Er⸗ ſchöpfung. b. durch Braach⸗ fruͤchte. — 22— Zu Kartoffeln wird die Haferſtoppel ſofort mit Rapſaat, Wicken, Spoͤrgel beſaͤet, die vor Winter unter⸗ gepfluͤgt werden mit dem, wenn nur trhand moͤglich, dann ſchon aufgefahrenen Duͤnger. Im Fruͤhjahr einmal queer pfluͤgen und tief; und Mitte Aprils die Kartoffeln unterpfluͤgen. Zum darauf folgenden Hafer eine Furche im Herbſt, ſo ſpaͤt als moͤglich gegeben; eine im fruͤhen Fruͤhjahr(6). Der Hafer wird untergepfluͤgt, geeggt und nach drey Wochen wiederum geeggt. Der Klee eingewalzt, die⸗ ſer wird im folgenden Jahre im Herbſt einfurchig mit Rocken beſaͤet. Die 3te Claſſe, Unterabtheilung B., wird gleichfalls vor Winter in hohe Furchen gelegt, uͤbrigens wie die Unterabtheilung A. der 1ſten Claſſe behandelt. Außer durch die Bearbeitung des Bodens wird die Kraft erhoͤhet §. 23. b. durch die Cultur ſolcher Gewaͤchſe, welche die Entwickelung derſelben befoͤrdern. Es ſind die Braachfruͤchte, welche mehr oder minder die Feuaztbetlut in einem um ſo groͤßern Maaß befoͤrdern, im Herbſt ſaͤete ich Ruͤben, im folgenden Fruͤhjahr Spoͤr⸗ gel, der ziemlich gerieth; dann wieder Spoͤrgel, den ich zum Rocken unterpfluͤgte— das elende Feld hat mir das vierte Korn Rocken gebracht(55). Ich ſetze dieſe Erfahrung fort, welche vielleicht zu der ſicherſten Me⸗ thode, auf dem aͤrmſten Lande bey geringem rohen das hoͤchſte reine Product zu erzielen, fuͤhren koͤnnte und es dabey moͤglich machte, den hier erſparten Duͤn⸗ ger da anzuwenden, wo er beſſer lohnt. NB. Analog mit den Erfahrungen des Hrn. Hermb⸗ ſtedt, Archiv der Agricultur⸗Chemie, Iſter Bd. pag. 71. (**) Ao. 1822. Ein etwas beſſeres Sandfeld hat mir nach zweymali⸗ gem Spörgel das 7te Korn Rocken gebracht; ein daneben gedüngtes gab nicht die Hälfte. (5⁸) Iſt das Land rein, kann auch dieſes unterbleiben. ———ͦ—— — b e bſe ſ beſtettn. die nit dem 36 hi ſant( tin fu 1 G tortcalten hen a bis h ſtwaͤcheten mager ſehn, n veminde Klee N gelder Ceren Rih den er 1 Gr. Kraft wirde ich z drch de F in der trock Erdlic werder « dürch k Ueber die läßt ſch rich verſciddener (LAadens ankt (61) Nach uͤber durch Ertbag fel Fru mehrun Stroh tpel ſofort m ⸗Winter unta. moͤglih, dan und tif; und eche in Herbſt, Frihjahr 60). gggt und nach eingewalzt, die einfurchig nit ilung B., wid legt, übrigens behandelt. dens wird die ichſe, welche foͤrdern. ir oder minder daaß befördern, Früͤhjaht Spür⸗ poͤrgel, den ich e zeld hat mit Ih ſete dieſe et ſchetſten Me⸗ zetingem rhen , fühten käͤnnie t eiſhatten Dn⸗ des Htu⸗ herni Iſter Sh P. 5 t wir nach mnnal⸗ ein denchen dünutes vgtetbliben. — 73— je beſſer ſie gerathen, und je dichter ſie ihren Standort beſchatten. Aus ihrer Cultur erwaͤchſt eine Kraftzunahme, die mit dem Maaß ihres Ertrags in Verhaͤltniß ſteht(6⁷). Ich habe in der Regel fuͤr Kartoffeln, Klee und Rap⸗ ſaat(die einzigen Braachfruͤchte, die ich vor den Cerealien habe) 1 Grad Kraftvermehrung angenommen und mir vorbehalten bey einem ungewoͤhnlich ſtarken Krautwuchs, ihnen 4½ bis hoͤchſtens ½ Gr. mehr zuzuſchreiben; bey einem ſchwaͤcheren Krautwuchs, wo die Pflanzen duͤnne und mager ſtehn, die Kraftvermehrung um ½ Gr. oder ½ Gr. zu vermindern. Klee habe ich immer mit einem auf Braachfrucht fol⸗ genden Cereale gebauet, Rapſaat nach einer halben Braache, da ich den erſten Kleewuchs maͤhe, daher ich ihr auch nur 1 Gr. Kraftverbeſſerung beylege; braachte ich dazu, ſo wuͤrde ich ½ Gr. noch fuͤr die Verbeſſerung des Bodens durch die Frucht und das zweymalige Pfluͤgen zum Waitzen in der trockneſten Jahrszeit zulegen. Endlich kann die Kraft des Bodens noch vermehrt werden §. 24. c. durch die Miſchung mit andern Erdarten. Ueber die Wirkung der Weg⸗Erde, des Moders u. ſ. w. laͤßt ſich nichts Beſtimmtes ſagen, da ſie ſelbſt von ſehr verſchiedener Art ſind und es uͤberdies auf die Art des Bodens ankoͤmmt, auf den ſie gebracht werden. (*) Nach der ingenioͤſen Tabelle des Herrn von Wulffen uͤber das Verhaͤltniß der Kraftvermehrung des Bodens durch die Cultur der Erbſen und Wicken zu ihrem Stroh⸗ mit Vermehrung der Kraft. c. durch die Miſchung Erdarten, vorzuͤglich ſolchen, die viel Alkali enthalten. Ertrag, geben ſie bey 20 Centnern Stroh s. 74 Schef⸗ fel Frucht⸗Ertrag, vom Berliner Morgen 10 Kraftver⸗ mehrung. Bey der hoͤchſten Erndte von 25. 7 Cent. Stroh dem Frucht⸗Ertrag von 2. 36 Scheffel 1. 30. andern lich auf nh⸗ migtemLande 4 4 ſich babielen meinem durch lange Duͤngung und Bearbeitung in ſteter e — 14— Die Wirkung des Sandes auf den Lehmboden und des nicht kalkhaltigen Lehms auf den Sandboden kann wohl nur dann von Bedeutung ſeyn, wenn eine ſo viel groͤßere Quantitaͤt Duͤnger das Uebel wieder gut macht, welches der aufgefuͤhrte rohe, todte oder kalte Boden her⸗ vorbringt. Anders iſt es mit dem 25 bis 30 pECt. kalkhaltigen ag Thon oder Kalkmergel. Ich habe nur Thonmergel, der, ‚wenn ich minder ſtark duͤngte, auf meinem lehmartigen Boden mir wirklich geſchadet haben wuͤrde. Ich habe auf Thaͤtigkeit erhaltenen Boden nie einen ſehr bedeutenden Nutzen des Mergelns anders als auf moorigen und ſandi⸗ gen Stellen, die ſich wohl auf meinen Koppeln finden, dann aber in einem ſehr hohen Grade geſpuͤrt. Unter meinem leichtern Boden liegt der Mergel lei⸗ der! zu tief. Auf den mehrſten Holſteiniſchen, Schleswigſchen und einigen Meklenburgiſchen Guͤtern iſt die Wirkung des Mer⸗ gels gar groß geweſen; dadurch allein iſt auf Theile dieſer Guͤter der Rapſaatbau moͤglich geworden. Dieſe Wirkung wird erklaͤrlich, wenn man bedenkt, daß bey der Koppelwirthſchaft die langen Jahre der Dreeſch⸗ weide und der auf die Braache gebrachte Duͤnger, dem Lande ſeit undenklichen Zeiten ſo viele, mehr und minder unzerſetzte Nahrungstheile der Pflanzen gegeben haben, daß dieſe durch das bloße Braachpfluͤgen nie haben gehoͤrig entwickelt werden koͤnnen. Dieſen lange geſammelten Schatz entwickelt der Mergel, indem ſeine phyſiſchen und chemiſchen Eigenſchaften die Tertur des Bodens dahin veraͤndern, daß Luft, Licht, Waͤrme und Feuchtigkeit theils die Auf⸗ loͤſung dieſer Nahrungstheile beſſer befoͤrdern koͤnnen, theils den Pflanzen ſelbſt mehr Nahrung geben, es ſey durch An⸗ —— gehong di kraft der p der N da, virh! njrin in dhne Being fain Virkn teid cbrehme loſes Kand Saut das. Mergels a Grmewucs ſchiyfung wieder r and zur 1 Tornen de Prtne — (63) Dies Nerge den iſ (es) Nir fi ſchieden des 2 ſtaͤnde und e Eit to die richt! Lehmboden mi andboden kam in eine ſo vil der gut mact te Boden her tt kalkhaltigen umergel, der, m lehmartigen Ich habe auf eitung in ſteter ir hedeutenden gen und ſandi ppeln finden, 4 t Mergel bii⸗ eswigſchen und rkung des Me⸗ auf 15 Theile den. man bedent, te der Dreeſch⸗ Dünger, dem ar und minder ben haben, daß tuben gchöri anmlten Sch n und hemiſten ahin veränden, t theib die Aif en buuen, theis un 3e — 75— ziehung aus der Atmoſphaͤre oder durch erhoͤhete Lebens⸗ kraft der Pflanzen. Der Mergel vermengt ſich nur langſam mit dem Bo⸗ WiedaeRer den, wirkt weniger im erſten Jahr, mehr im zweyten, am han in ſeinen mehrſten im dritten und vierten Jahr; fuͤhre man dann folhälch un⸗ ohne Beduͤngung mit Cerealien fort, ſo wuͤrde die vortheil⸗ machi therden hafte Wirkung des Mergels auf die Korn⸗Erndte bedeu⸗ tend abnehmen und am Ende wuͤrde ein ausgeſogenes kraft⸗ loſes Land uͤbrig bleiben. Wird aber nach der vierten Saat das Land in Klee gelegt, ſo bleibt der Einfluß des Mergels auf die Textur des Bodens ſo kraͤftig fuͤr den Graswuchs(6³), daß, falls dem Lande die Er⸗ ſchoͤpfung der vorigen Erndten durch Duͤnger wieder erſetzt worden, auf mehrere Jahre 1 Tonne Land zur Weide fuͤr eine Kuh hinreicht, wenn vorher 1 ½ Tonnen noͤthig waren. Nach und nach verliert ſich die Wirkung des Mergels(55), bis die Zeit kommt, wo (58) Dies ſagen einige Freunde des mit Recht geprieſenen Mergelns vielleicht zu allgemein; auf gewiſſem Bo⸗ den iſt es allerdings ſo geweſen. (⁵⁰°) Mir ſind daruͤber von verſchiedenen Seiten ſo ſehr ver⸗ ſchiedene Thatſachen zugekommen, daß ich durchaus uͤber die Dauer der Einwirkung des Mergelns keine Meinung haben darf. Ich glaube, daß dabey alles 1) auf die Qualitaͤt des Mergels, 2) auf die Art des Bodens, 3) auf die Wahl der Rotation und 2) auf den Erſatz durch Duͤnger ankomme. Sehr wuͤnſchenswerth waͤre es, von mehreren Land⸗ leuten, wohl verſtanden aber mit genauer Beſchreibung des Bodens und Beachtung der vier genannten Um⸗ ſtaͤnde, ein Erndte⸗Regiſter waͤhrend einer Rotation vor und einer Rotation nach dem Mergeln zu haben. Eine Periode muß kommen, es ſey fruͤh oder ſpaͤt, wo die Einwirkung des Mergels aufhoͤrt, in ſo ferne nicht von der, durch die mit dem Mergel verbundenen — 76— die Erndte nicht ſtaͤrker iſt, als ſie vor dem Mergeln war, obgleich man bemerkt haben will, daß nach der Beduͤngung ſich noch im zweyten, ja im dritten Turnus, eine groͤßere Thaͤtigkeit des Bodens zeigt. Herr Jverſen(7⁰) meint, daß der Boden, der vor dem Mergeln das Um wie viel der Ertrag durch das Mergeln ver⸗ mehrt werde. Wie d. Wir⸗ kung d. Mer⸗ gels auf die Erhoͤhung der Kraft zu berechnen ſey. 7te Korn Waitzen brachte, nun das 10te traͤgt ſtatt das 8gte ⸗ Gerſte 4 2 2 16te ⸗ 10te ⸗ Hafer 4„“⸗ 14te ⸗ Da Duͤnger und Boden derſelbe iſt, ſo liegt dieſe Vermehrung in der Kraft⸗Entwickelung und ſonach ließe ſich dieſe Vermehrung nach den bisher dargelegten Grund⸗ ſaͤtzen berechnen(71). Im erſten Jahre gewoͤnne die Kraft Erdart, verbeſſerten Textur des Bodens die Rede iſt; wie die des Thons auf Sandboden, deren Dauer viel⸗ leicht nicht zu berechnen iſt. Beytraͤge zur Kenntniß der Schleswig⸗Holſteiniſchen Landwirthſchaft und ihrer jetzigen Verhaͤltniſſe. Au⸗ guſtenburg 1819, bey Steinacker in Leipzig. Das Werk eines aufmerkſamen und denkenden Land⸗ wirths, der die Holſteiniſche, insbeſondre aber die Schleswigſche Wirthſchaft ſehr genau kennt. Es enthaͤlt unſtreitig das Beſte, das uͤber den rohen und reinen Ertrag dieſer Guͤter vor und nach dem Mergeln in Verbindung mit Rapſaatbau, ſo wie uͤber ihren Werth und das Verhaͤltniß deſſelben zur Pacht⸗ ſumme geſagt worden iſt. Es iſt zugleich das Neueſte. Wenn bey demſelben Grade des Reichthums durch die Erdmiſchung ein hoͤherer Ertrag hervorgebracht wird, ſo ſteht die Vermehrung des Ertrags in einem directen (⁰) (2*) Verhaͤltniß mit der Erhoͤhung der Kraft, das heißt: der Factor, welcher die Kraft darſtellt, muß ſo lange erhoͤhet werden, bis durch ſeine Multiplication mit dem Reichthum der Grad der Fruchtbarkeit herauskomme, der zur Hervorbringung der groͤßern Erndten noͤthig iſt. Z. B., wenn, um das?te Korn Waitzen hervor⸗ ſea 3, ſovid ſt orah 4 1 ten Jüte g 16,, Im gn finften den, igend nirdern(¹) d wo ſ — zubrin thum Bn ſiz boo ſo vor Vil Erondſ zu eine dige Kraſt m harkei 9 Jichte Angol (u) Dh die henen hafer g verwind hen, vorden gelung ſergeln war Beduͤngung eine groͤßere I , der vor AOte träͤgt 16 te ⸗ 14te ⸗ liegt dieſe onach ließe Jen Grund⸗ te die Kraft e Rede iß; 9 Dauer viel⸗ solſteiniſchen „wiſſe. Au⸗ d ronden Land⸗ ir aber die n aien rohen u nach dem wie uͤber aäur Pacht⸗ a durch die Aacht widd, Zem directen adas heißt: ß ſo lange don mit dem uskomme, a ien niͤthig cen hervot⸗ — 77— ſonach 3⁰, ſupponirt man die Kraft nach der Braache 7, ſo wird ſie 100. Im zweyten Jahre gewoͤnne die Kraft ſonach 40 nach Abzug der Waitzen⸗Erndte 130. Im drit⸗ ten Jahre gewinnt die Kraft ſonach 30, bey der Gerſte 16⁰. Im vierten Jahre bleibt ſie bey dem Hafer, 16⁰. Im fuͤnften Jahre verloͤre ſie, wenn Cerealien gebauet wer⸗ den, irgend etwas und fuͤhre dann fort ſich jaͤhrlich zu ver⸗ mindern(72), und waͤre dann in irgend einer Periode wieder das, was ſie vor der Braache war. (2²) zubringen, 4200 Fruchtbarkeit noͤthig, und der Reich⸗ thum 600 war, ſo war die Kraft 7. Bringt daſſelbe Feld das 10te Korn, ſo beweiſt die⸗ ſes 6000 Fruchtbarkeit; da der Reichthum 600 bleibt, ſo war die Kraft 10, ihre Zunahme alſo 30. Wird nun von dieſer Erndte nach oft erwaͤhnten Grundſaͤtzen die Erſchoͤpfung abgezogen, ſo zeigt der zu einer gegebenen darauf folgenden Erndte nothwen⸗ dige Grad der Fruchtbarkeit, wie viel wiederum der Kraft durch die Miſchung zugelegt worden ſeyn muͤſſe, um mit dem nachgebliebenen Reichthum dieſe Frucht⸗ barkeit hervorzubringen. Danach ſind die obigen Verhaͤltniſſe berechnet; ihre Richtigkeit beruht auf die Richtigkeit der Iverſenſchen Angaben, zu welchen ich das hoͤchſte Zutrauen habe. Ob die Kraft nach dem ö5ten Jahre ſich in einem gege⸗ benen Boden, wenn z. B. Rapſaat, Waitzen, Gerſte, Hafer gebauet waren, vermindere? um wie viel ſie ſich vermindere? ob in den folgenden Jahren in einer glei⸗ chen, oder abnehmenden oder ſteigenden Progreſſion? muß fernern ſehr zu wuͤnſchenden Erfahrungen uͤber⸗ laſſen bleiben. Wird die Koppel nach dem aten Jahre zur Weide in Klee gelegt, ſo waͤre darduf zu achten, ob, wie mir von einigen Landwirthen verſichert worden, zwar der Klee gut gerathe, die natuͤrliche Benarbung aber ſo ſehr ausbleibe, daß mit dem Ausſaͤen von Honig⸗Gras, Ray⸗Gras und dergleichen nachgeholfen werden muͤſſe. Zu beachten waͤre die nach dem Mergeln moͤglich ge⸗ wordene Anzahl von Weide⸗Vieh mit der vor der Mer⸗ gelung verglichen. — 18— Wie viel Gegen dieſe groͤßern Erndten muß man nun wieder Duͤnger dazu auf die Erſchoͤpfung des Reichthums rechnen, den ſie ver⸗ Li Srdgern urſachen; wird dieſe nach den oft angefuͤhrten Grundſaͤtzen eben, Facha⸗ berechnet, ſo macht ſie, wenn 4 Korn⸗Erndten genommen ten, oder nach werden, 120° Erſchoͤpfung des Reichthums, welche a 3⁰ pr. Finer 1Mau Fuder Duͤnger, 4 Fuder Duͤnger pr. 100 ◻Ruthen zum Porn⸗ Srnde Erſatz erfordern. Nimmt man, wie es jetzt allenthalben auch da geſchieht, wo der leichtere Boden es verbieten ſollte, vorher eine Rapſaat⸗Erndte und laͤßt dafuͤr eine Hafer⸗Erndte weg, ſo bedarf man 5 ½ Fuder Duͤnger pr. 100 ◻ Ruthen(7), woraus ſich dann mit ziemlicher Wahrſcheinlichkeit folgern ließe, daß nur der Landwirth ſeinen Boden durch das Mergeln nicht ver⸗ ringert, der durch den faſt verdoppelten Stroh⸗Ertrag und reichere Weide im Stande iſt, waͤhrend der Rotation eine außerordentliche Duͤngung von 10 Fudern, bauet er Rap⸗ ſaat von 13 ½ Fudern Duͤnger, pr. Tonne Landes zu be⸗ Am mehrſten wuͤrde uͤber die erhoͤhete Potenz des Bodens, üͤberhaupt die Dreeſch⸗Hafer⸗Erndte nach dem Mergeln, mit vorigen Dreeſch⸗Hafer⸗Erndten verglichen, Auskunft geben. Dies waͤre aber hinwiederum ein feſter Punkt, wo naͤmlich der Differenz zwiſchen den wirkli⸗ chen Hafer⸗Erndten auf dem gemergelten Boden und der Hafer⸗Erndte, welche(nach gehoͤriger Verguͤtung des Reichthums durch die Dreeſchweide, der Kraft durch die Braache) haͤtte erfolgen muͤſſen, falls die Mergel⸗ wirkung ungeſchwaͤcht fortgedauert haͤtte, den Grad der Verminderung angeben wuͤrde, den die Kraft waͤhrend dieſer Zeit erlitten hat. Wird dieſe Unterſuchung nun weiter fortgeſetzt, ſo ergiebt ſich zuletzt der Zeitpunkt, wo das gemergelte Feld nur dieſelbe Erndte wiederum giebt, die man bey derſelben Rotation, Beduͤngung und Behandlung vor dem Mergeln hatte. (*³) Siehe daruͤber: Bemerkungen uͤber den Vortheil und Nachtheil des mit der Bemergelung verbundenen Rap⸗ ſaatbaues, Altona bey Hammerich 1820, Pag. 26. ſcaffn d auf einen Sonc iih glut Navon zu⸗ ewirken u rucht und in Zahlen eonpliit Ich wir dara men berſt garfält Claſſtft tion de Boden⸗ Iheclaſe 14 5 — zie Elaſſe A. — — zteClaſſe in mun wiedet , den ſie er⸗ 2n Grundſttze dten genommen elche a 30 pr. JNuthen zun t alenthalben Voden es ide und laͤßt nan 5 Fnder ſch dann mi daß nur der In nicht ver⸗ „⸗Ertrag und Rotation eite dauet er Rap⸗ Landes zu be⸗ ete Potenz des endte nach den dten verglichen, erum ein feſter en den wirkl⸗ en Boden und zet Vergütung det Kiaft durch ls die Metgel⸗ „den Gtad der e Kuaſt waͤhrend terſachung unn t der zeityauih endte viedetmn Baürgun, u en Tottheil und veröundeten Nay⸗ 0 Pag. P. — 79— ſchaffen oder deſſen reicherer Boden durch dieſe Erndten auf einen minderen Grad erſchoͤpft wird(74⁴). §. 25. Sonach glaube ich nun, die Methode, nach welcher ich geſucht habe, die Tragbarkeit meines Bodens und die davon zu erwartenden Erndten, die Ausziehung, welche dieſe bewirken und das Verhaͤltniß, in welchem Duͤnger, Braach⸗ frucht und Bearbeitung und Erdmiſchung ſie erſetzen koͤnne, in Zahlen zu beſtimmen, ſo deutlich, als der an ſich ſehr complicirte Gegenſtand es geſtattet, dargelegt zu haben. Ich hoffe, daß nun die folgende Tabelle, welche ich mir daraus fuͤr meinen Gebrauch entworfen habe, vollkom⸗ men verſtaͤndlich ſeyn wird. Verhaͤltniß der natuͤrlichen zu der erhoͤheten Fruchtbarkeit des Bodens. 4 a. b. G.. Claſſiſica⸗ Eigene Lihee Daraus Einguder Maxi⸗ eich⸗ hervorge⸗ Duͤnger mumd.er⸗ des 3 tion des Araft thum hende laf ver⸗reichbaren Bodens. 1812. 1312. Frucht⸗ mehrt den Frucht⸗ barkeit. Reichth. barkeit. Iſte Claſſe A. 8⁰⁹ 60⁰0 480⁰ 30 800⁰ B. 8⁰ 60⁰ 480⁰ 2 ½⁶ 8000 2te Claſſe A. 7⁰³ 60⁰ 42⁰⁸ 3⁰ 8000 B. 79 600 420⁰ 2 ½ 8000 3te Claſſe A. 5 65 500 3000 5 5000 2 59 240 120⁰0 72 3009 1b B. 60 40⁰³ 2400 2⁰ 6000 (⁷⁴) Ob auf lehmartigem Boden eine doppelt ſtarke Merge⸗ lung andre Wirkung hervorbringe, habe ich auf Herrn Jverſens Rath jetzt verſucht. Er macht einen Theil der Tabelle uͤber das erreich⸗ bare Maxi⸗ mum der Fruchtbarkeit bey einem ge⸗ gebenen Gr. von Kraft u. Reichthum. — 80— Erklaͤrende Bemerkungen zur vorſtehenden Tabelle. a. Da ich keinen, nie aufgebrochenen Boden zu be⸗ bauen hatte, ſo heißt eigne Fruchtbarkeit der ſolchem Bo⸗ den nach vollendeter Rotation(nachdem er gaͤnzlich ausge⸗ tragen) bleibende Grad derſelben. Dieſer Grad wuͤrde mir in den beyden erſten Claſſen noch immer 16 bis 20 Himpten Hafer pr. 100 ◻ Ruthen geben. So war es 1812. Wenn nicht alle Wahrnehmun⸗ gen truͤgen, ſo wird 1823, wenn auf allen meinen Kop⸗ peln eine in voller Vegetation ſtehende gruͤne Oberflaͤche 15 Zoll tief unterrayolt ſeyn wird, die natuͤrliche Fruchtbarkeit 6000 in der erſten Claſſe, vielleicht 500° in der zweyten ſeyn. Die dritte Claſſe A., an welche ich keinen Duͤnger wende, aber immer um das andere Jahr 3 gruͤne Saaten unterpfluͤge, kann auf 3600 in der erſten Abtheilung, auf 180° in der zweyten Abtheilung, die dritte Claſſe B. kann auf 300, und wenn die Entwaͤſſerung immer mehr gelingt, auf 360° kommen. b. Der leichtere Boden giebt den erhaltenen Reich⸗ thum ſchneller ab, daher die groͤßere Wirkung des Duͤn⸗ gers. Daher bewirkt dieſelbe Quantitaͤt Duͤnger 5⁰ Aeuße⸗ rung der Fruchtbarkeit, die auf naſſen, ſauren Boden nur 2 bewirkt(75). c. Das heißt auf ſchwerem Boden wuͤrde ein, nur durch Vermehrung des Reichthums erzwungener hoͤherer Grad der Fruchtbarkeit Lagerkorn geben— auf leichtem Boden wuͤrde alles in Stroh ſchießen oder gar vertrocknen. Hier iſt nur von Cerealien die Rede. Rapſaat und Kohl wuͤrden 10000° ertragen, vielleicht erfordern. comporativen Verſuche zwiſchen geduͤngtem und gemer⸗ 1 geltem Lande aus und der Wirkung des Mergelns auf die Ertragsfaͤhigkeit, wenn einen Turnus hindurch kein Duͤnger angewandt wird. 1822. (*) Siehe das Irrthuͤmliche dieſer Vorausſetzung 6. 21. Zvehte Woyhtes land ehenden V den zu be ülchem èb lih auge in Elaſen ORuthen ahrnehmun ninen Kop lache 15 Zl arkeit 600 tſehn. di vende, aber fflüge, kann der zweſßten , und wamn 3oo kommen. ltenen Reic V g des Din er 50 Aeuße⸗ Boden nuͤr V de ein, nur ener höheret auf leichten ar xettrocknen. ſat ind Ktl tem und genek⸗ 4 Net tgelns auf un jtnuth kt chuug 5. I. Verhäͤltniß der Sruitbarfeit bum Ertrag; des Ertrags zur Erſchöͤpfung des Bodens. ——————— Kartoffeln Rapſaat Kl ee Waitzen Rocken Hafar Claſſification du Bchſien Erubir die der Noben erfordert Fruchtbarkeit erfordert Fruchtbarkeit 1„ e.— ication. geben kann, erfordert Fruchtbarkeit 2r. rkei erfordert Fruchtbarkeit erfordert Fruchtbarkeit erfordert Fruchtbarkeit 736°. 750°.(a)— 800⁰. 9000. 560⁰°. 620“°. 720⁰. 560°. 6000°. 500°. 50600. Ert r a g. Erſchoͤpfung. Ertrag. Erſchoͤpfung. Ertrag. Erſchoͤpfung. Ertrag. Erſchoͤpfung. Ertrag. Erſchoͤpfung. Ertrag. Erſchoͤpfung. II—— Erſte Claſſe./ Zur Production ſa. des Reichthums Zur Production a. des Reichthums Zur Production ſa. des Reichthums Zur Production a. des Reichthums Zur Production a. des Reichthums A von 53 tb ſind er⸗durch die Produc⸗ſeiner Tonne von durch die Produc⸗ von 1200 kb gruͤ⸗durch die Produc⸗ von 38 1 auf 100 durch die Produc⸗ Wird in der Regel auf dieſem fuͤr von 32 kb auf 100 durch die Produc⸗ 4 forderlich: tion von 53 5 Kar⸗ 192: tion von 192 ⁸6 4. nem Klee auf 100 tion von 1200 8ʃ◻ Ruthen: tion von 38 5 auf. Ruth. tion von 32 tb auf 1) bey ſehr guͤn⸗ toffeln 2s(b). 1)— 120°; b. der Kraft⸗Ver⸗ QR. in 2 Schnit⸗ſauf 100 ◻ Ruth. 1) bey vollkom⸗ 100 ◻ Ruth. Lo. Rocken zu ſtarken Boden nicht ge⸗ Din einem feuch⸗ 100 ◻ Ruth. ¼ ſiiger Witterungb. der Kraft⸗Ver⸗ 2)— 150 3 3 znehrna ten: To(2⁶) mener Beſtaudung, b. der Kraft bauet; bey dem Verſuch ward Ao. ten und warmen b. Kraft . 30; mehrun 3)— 180°; eym gedrillten 1) in einem war⸗b. der Kraft⸗Ver⸗ Bluͤthe⸗ u. Erndte⸗ durch d. Lagern im„ Jahr 200(); 4 5 2) in inem gu⸗ der mrhr+ im unguͤn⸗ Rapſaat 10; men und naſſen mehrung 10, eit 26 bis 30°; Winter und Aus⸗ 1819 23⁰, 1820 25 erfordert, die 2 in hem ze Keine Kraft⸗Ver⸗] ten Jahr 3½ 3 und Arbeit 10; ſtigen Fall 2100. bey einer ſehr gro⸗ Jahr 480; 2 in gewoͤhnli⸗dorren im Som⸗ Erſchoͤpfung waͤre wohl auf ꝛ zu woͤhnl. Jahr 259; minderung, falls Cl 3) in einem ge⸗bey ungemein guͤn⸗ ßen Erndte 1 ½0; D in einem ge⸗(„a) Siehe die ur⸗ chen Jahren 360. mer, Verminde⸗ rechnen ineinem falten uun Wnn ſigen⸗ Zweyte Claſſe. woͤhnl. Jahre 4z ſtiger Witterung unter iaigens ſehr woͤhnlichen Jahrſſache der Veraͤnde⸗ rung 10. echnen. Fruͤhjahr u. trock⸗ m, 1n 1ns dene a 4) wenn diebey d. Bearbeitung unſtigen Puundin 60; rung Anmerkung nen Sommer 300. fa in Frii jahr . b Wittar d 1 h. vor n. nach den dn für das nach⸗ 9) 5 Tnamſtn d. ae Feuſtͤgt wurden⸗ nius und Julius Pflanzen in lun trocknen Jahr 72*; 8 8 trocken iſt 4½0; 5 1 1 ½ folgende Cereal? 4) 1r haaes Nach, diehet, Kett B. 5) bey ſtrenger B. 20. duͤrren Jahr, wo V gen Ertrages An⸗ und anhaltender der 2te Schnitt V merkung zu§. 19. ₰ „Duͤrre 5. 60. — Dritte Claſſe. Zur Production a. des Reichthums ſgaͤnzlich vertrock⸗ net, 96; 3 In der 3ten Claſſeſa. Reichthum auf Zur Production a. des Reichthums 1) in einem naſ⸗ — von 53 6 Queek⸗ A., 1ſte Abtheilung 1200 5 gruͤnen 1 1o. 2 von 38 4 auf 100 durch die Produc⸗ſſen warmen Jahr;. 1) in einem ſehr b. der Kraſt⸗Ber⸗ Kann gar nicht gebauet werden. forderte Frucht⸗Saat gerechnet pr.] Kann gar nicht gebauet werden. 1)— 25; 100 ₰ Ruth. ½o. 2) in einem ge⸗braucht es des A. 1. naſſen Jahr 3⁰; mehrung barkeit(c) 420°. 15 6 Saat Po. 2 30% b. Kraft⸗Vermin⸗ woͤhnlichen 360;.. „. 6 4—«ℳ 7 7 2). Tineinomf uh bey lar er Veihat⸗ 1)— 59 bb. Kraft⸗Vermeh⸗ 3) bey trwahner derung 10⁰. 3) in einem ſehr Pflügens mmnder ten Jahr 4⁰; ung in 2)— 72 rung ½o. Witterung 420 trocknen Jahr 600. 3) in einem trock⸗ 1) u. 2)— 1⁰ 3)— 965 4 3 42. 3 nen Jahr 50. 60 3 bey duͤnnem Kraut 4) vertrocknet 4) bey anhal⸗ in 3)— Po. gaͤnzlich. tender Duͤrre gar nichts. . 1 Wie vorher;. A. 2. Kann gar nicht gebauet werden. Kann gar nicht ge⸗ es gehoͤrt d u Wie vorher. Kann nicht gebauet bauet werden. mehr Naͤſſe. werden. In warmen trock⸗Wie oben, pr. 1) in trocknen(d) B. nen Jahren 605; 1200 kb. Kann nicht gebauet werden. warm. Jahr. 250 Wie oben. 3 in naſſen und kal⸗ Kraftvermehrung 2 in naſſen und 1⁰. ten Jahren 720⁰. kalten Jahren 400. B4 Saat Erklaͤren (7) D. den hier beſi Hraut und u tin nicht, we hübe ich mich nic mehr et ih von mei könnte aller Jahren, ertr ih ihn bring 4 machen w dirf ich, ohne I(h) Da 100 ORäthe Hier iſ vor den Kartoffe den großen ganz geeignet Buden gebaue (0o) Dder riichlicher Bun eſen weil er n Urſcher h 1 keicht zerſ 1(C fiür ds di Aiſ laſe. Gai die einzige g ee, daß die l wird als enmal in gr Vuoh's landwi ſſehug d. — 81— Erklaͤrende Bemerkungen zur vorhergehen⸗ den Tabelle. (a) Das heißt, bey Kartoffeln darf ich nicht uͤber den hier beſtimmten Grad gehn, wenn ich nicht zu uͤppiges Kraut und um ſo weniger Knollen haben will; beym Wai⸗ tzen nicht, wenn er ſich nicht lagern ſoll; beym Schroͤpfen habe ich mich nie gut befunden. Die Rapſaat koͤnnte wohl noch mehr ertragen, aber dieſer Grad giebt 5 bis 6 ¾ Tonnen ſchoͤne Saat pr. 100 ◻ Ruthen und dies iſt alles, was ich von meinem Geeſt⸗Boden erwarten darf. Der Klee koͤnnte allerdings wohl etwas mehr, beſonders in trocknen Jahren, ertragen, aber das iſt der hoͤchſte Grad, auf den ich ihn bringen kann, wenn ich das Waitzenland nicht zu geil machen will, auf welchem er geſaͤet werden muß. Hafer darf ich, ohne Lagerkorn zu beſorgen, nicht hoͤher bringen. (b) Das heißt, fuͤr jede 53 Kartoffeln, die auf 100 ◻ Ruthen wachſen, werden 30 Fruchtbarkeit erfordert. Hier iſt von den feinen Hollaͤndiſchen dunkelblau⸗ 2bluͤhen⸗ den Kartoffeln die Rede— auf leichtem Lande von den großen blaßbluͤhenden und durchaus fuͤr dieſen Boden ganz geeigneten Queekkartoffeln. Werden dieſe auf ſtarkem Boden gebauet, ſo kann es Jahre geben, wo 2 ½o zureichen. (c) Der Klee wuͤrde auf dieſem leichten Boden nie reichlicher Bunden⸗ oder Maͤhe⸗Klee werden, giebt aber, eben weil er nicht geil waͤchſt, treffliche Saat. Unſicher bleibt der Kleebau immer auf dieſem Boden; gar leicht zerſtoͤrt ihn die Duͤrre. (d) Fuͤr dieſen Boden iſt die Duͤrre ſo vortheilhaft, als die Naͤſſe fuͤr die erſte Abtheilung A. dieſer dritten Claſſe. Geduͤngte Bohnen, Hafer, Klee, Hafer, Hafer iſt die einzige gute Rotation fuͤr ſie. Sonderbar genug iſt es, daß die letzte dritte Hafer⸗Erndte immer mindeſtens ſo gut wird als die vorhergehende, wenn zweymal im Herbſt einmal im Fruͤhjahr dazu gepfluͤgt wird. Voght's landwirthſchaftl. Schriften 1r. Bd⸗ 6 Nachſchrift. Vielleicht erwarten meine landwirthſchaftlichen Leſer einige Worte daruͤber, wozu mir nun die ſiebenjaͤhrigen Verſuche, die hier beſchriebene Methode auf meine Erfahrungen an⸗ zuwenden, genutzt haben,— und dieſe will ich ihnen, ob⸗ gleich ich noch nicht im Stande bin, ein Syſtem der an⸗ gewandten Statik darzulegen, nicht vorenthalten. Zufoͤrderſt alſo die Verſicherung, daß ohne ſie alle dieſe Erfahrungen unmoͤg lich geweſen waͤren. Wenn es darauf ankoͤmmt zu wiſſen, welche Wirkung eine gegebene Behandlung auf ein gegebenes Feld gehabt hat, d. h. in wie fern ſie den Ertrag vermehrt oder ver⸗ mindert hat, ſo muß man zuvor wiſſen, was fuͤr einen Ertrag man zu erwarten gehabt haͤtte, wenn dieſe Behand⸗ lung nicht angewendet worden waͤre. Daß ich dieſes nun im achten Jahre meiner Bemuͤ⸗ hungen mit einiger Gewißheit wiſſen kann, verdanke ich der Sorgfalt, mit der ich zuerſt die chemiſchen, phyſiſchen und botaniſchen Eigenheiten der Felder zu beſtimmen ſuchte; ſodann der Vergleichung der vorhergegangenen Erndten mit dieſen Eigenheiten, und dem daraus in Zahlenausdruck V ¹ gerbotgegaſt der, jenen d jeten brtrf Wenn ih nit iden 3u2 les deſeen, vl dm Fade vorſn denden;— b ti da wilte ſahen der hin gründer, udi i mdiftirnir ſs dr Cffags er folgenden(ie ſohin gkowmene ditſagn M ten, in welii gleichen pfeg wär. Diſts vie dvit Es umteis gich eine beſoh⸗ huch de ümg dnnte) wit eig negäte ſen Jahtes a gleihfalls in i ſſo denſelb tfen vrrn, vidnelln ges dadern demag ft. hen Leſer einige tigen Verſuche, erfahrungen au⸗ liich ihnen, b⸗ Ehſtem der a halten. ag ohne ſe al ren. welche Wirkung es Feld gehcht mmehrt oder ver⸗ was fuͤr einen an diße Bhand te meiner Em in, veduſt i richen, phicen beſünun ice xeren Endin ni ajlaruanns —-— 83— hervorgegangenem Verhaͤltniß des Ertrags zu der, jenen Unterſuchungen gemaͤß, vorausge⸗ ſetzten Ertragsfaͤhigkeit. Wenn ich nun von da an fortgefahren habe, die ſich mit jedem Jahr mehr und mehr berichtigende Wuͤrdigung alles deſſen, was durch Erſchoͤpfung und Bereicherung mit dem Felde vorgegangen war, jaͤhrlich auf daſſelbe anzu⸗ wenden;— bey jeder Erndte das Reſultat der Berechnung mit dem wirklichen Reſultat zu vergleichen;— die Ur⸗ ſachen der hier und da ſich ergebenden Anomalien zu er⸗ gruͤnden, und waren ſie permanent, die Berechnung danach zu modificiren; waren ſie ltemporaͤr, die Beſtaͤtigung der aus der Erfahrung angenommenen Ertragsfaͤhigkeit von den folgenden Erndten zu erwarten: ſo bin ich allerdings dahin gekommen, mit einer nur ſelten truͤgenden Gewiß⸗ heit ſagen zu koͤnnen, was in einem Durchſchnitt von Jah⸗ ren, in welchen ſich die elimatiſchen Einwirkungen auszu⸗ gleichen pflegen, von dieſem Felde zu erwarten geweſen waͤre. Dieſes war viel, aber nicht hinreichend fuͤr meinen Zweck. Es konnte nicht darauf ankommen, den Differenz des, durch eine beſondere Behandlung erhaltenen Ertrags(der durch die climatiſchen Einwirkungen ſo ganz anders ſeyn konnte) mit einem Durchſchnitt⸗Ertrage mehrerer Jahre zu vergleichen. Ich mußte ihn mit dem Ertrage deſſel⸗ ben Jahres auf andern Feldern, deren Ertragsfaͤhigkeit, gleichfalls in Zahlen ausgedruͤckt, bekannt war, und die alſo denſelben climatiſchen Einwirkungen ausgeſetzt ge⸗ weſen waren, vergleichen koͤnnen, und da dieſes, der in⸗ dividuellen Verſchiedenheit der Felder wegen, bei einzelnen Feldern dennoch truͤglich geweſen waͤre, beſſer mit einem 6* — — ₰4— zuſammengenommenen Durchſchnitt des Verhaͤltniſſes des Ertrags zur Ertragsfaͤhigkeit mehrerer aͤhnlicher Fel⸗ der in demſelben Jahre. Dieſes ward mir leicht, weil ich jaͤhrlich 10 oder 12 Felder mit derſelben Frucht zu beſtellen habe. Ich kannte nun den, aus dem Verhaͤltniß der Ertrags⸗ faͤhigkeit zum Ertrage mehrerer Felder, die mit derſelben Frucht beſtellt waren, hervorgehenden Grad der Jahres⸗ fruchtbarkeit uͤberhaupt, mit welchem ich den, durch die beſondere Behandlung erlangten Ertrag einzelner Fel⸗ der zu vergleichen hatte, wobey es mir unbenommen blieb, das fragliche Feld mit einem, ihm etwa beſonders aͤhnlichen Felde zu vergleichen:— ich konnte nun in Zahlen dieſen Differenz bezeichnen; das, was ſich daraus ergab, auf eine kuͤnftige Beſtellung derſelben Frucht anwenden; beſtaͤtigte es ſich, das ſo Gefundene zur Regel fuͤr kuͤnftige Beſtel⸗ lung machen, und ſonach meine Production erhöhen, oder zu wohlfeilern Mitteln gelangen, ſie zu erhalten. Dieſe Methode habe ich nun auf mehr als 700 Ernd⸗ ten in dieſen ſieben Jahren angewandt, daruͤber die ge⸗ naueſten Protocolle gehalten und habe die Abſicht, meinen Gewerbsgenoſſen, wie ich es meinen Freunden ſchon oft gethan habe, nach und nach die Reſultate, ſo wie ſich ſolche immer mehr vergewiſſern, mitzutheilen, falls die Vor⸗ ſehung mir noch einige Jahre Leben und Kraͤfte verleihet(73). Was ich fuͤr mich bisher dadurch erlangt habe, iſt die beſtimmteſte Gewißheit: (³) Das Erſte, was ich daruͤber mittheilen kann, ſind einige Verſuche über den Kartoffelbau der Jahre 1822 und 1823, welche ich in dem 1oten der Schleswig⸗Holſtein. landwirthſchaftlichen Hefte bekannt gemacht habe. b V Ueber dn neinr 7 baue niglihe llcer dal Durgel niß, 1 Ertrags Uober don Bentb. lic, g llber din Dinxe ren ut niſſ. b Uaer di Saat t Ueber di dber d — 6e) leherzente und die es zenſtndett ſe witenn um ſo denen ri haltig u dem g grünenen Gewächn Hafetbig ſo wie widmet, über din duf tein gerhältniſes de äͤhnlicher Fel⸗ vich 10 oder 0 he. niß der Ertrags⸗ ie mit derſelben d der Jahres⸗ em ich den, durch zag einzelner Fe⸗ unbenommen blich ſonders ähnlien ir Zahlen dieſe zergab, auf ein enden; beſtitigte t ünftig Beſte⸗ on erhöhen, od rrhalten. zr als 70 Erd daruͤber die ge Abſicht, meinn unden ſchot oit t, ſo wie ſih ,fils di or fte verläihet(19). erlangt habe, · n kann ſi ie t Jahle ua n zükemiz⸗hüken mmacht ſo — 85— Ueber den Grad der Ertragsfaͤhigkeit, der auf jebem meiner Felder, jeder der wenigen Fruͤchte, die ich baue(7⁹), gegeben werden muß, um die hoͤchſt moͤgliche Production zu erreichen, ſo wie: Ueber das dazu noͤthige Verhaͤltniß des Erd⸗ und Dungvermoͤgen; ſonach die, den Marktpreiſen ge⸗ maͤß, vortheilhafteſte Verwendung einer gegebenen Ertragsfaͤhigkeit. Ueber den Grad, bis zu welchem die Beduͤngung und Bearbeitung fuͤr jede dieſer Fruͤchte derſelben nuͤtz⸗ lich, unnuͤtz, oder ſchaͤdlich wird. Ueber die Zeit wann, und die Art, wie dieſer Duͤnger aufgebracht werden, welcher Art er ſeyn, wenn und wie endlich dieſe Bearbeitung Statt haben muͤſſe. Ueber die meinen Feldern geeigneteſte Varietaͤt der Saat, Dicke und Duͤnne des Saͤens, endlich: Ueber das flache oder tiefe Einbringen der Saat ſelbſt, uͤber den Zuſtand des Erd⸗ und Dungvermoͤgens, (2²) Ueberzeugt, daß die moͤglichſte Vertheilung der Arbeit und die concentrirteſte Aufmerkſamkeit auf wenige Ge⸗ genſtaͤnde auch hier die hoͤchſten Reſultate liefern, daß je weiter man in der Cultur fortſchreitet, man auch um ſo mehr die Gegenſtaͤnde beſchraͤnken muͤſſe, mit denen man ſich beſchaͤftigt, weil das wenige ſo reich⸗ haltig wird; habe ich meine ganze Aufmerkſamkeit nur dem Kartoffel⸗, Rapſaat⸗ und dem Bau einiger zur gruͤnen Fuͤtterung und gruͤnen Beduͤngung dienender Gewaͤchſe, nebenher nur dem Waitzen⸗, Rocken⸗ und Haferbau, mit gaͤnzlicher Ausſchließung der Viehzucht, ſo wie aller andern Gemuͤſe und Handelsgewaͤchſe ge⸗ widmet; zu gluͤcklich, wenn es mir gelaͤnge, auch nur uͤber die Haupt⸗Gegenſtaͤnde meiner Cultur irgend etwas auf reine Erfahrung Gegruüͤndetes zu liefern! — 86— in welchem die Erndte das Feld gelaſſen hat, und wie das jedem Mangelnde auf die vortheilhafteſte Art erſetzt werden koͤnne; wie die Witterung, Kaͤlte, Waͤrme, Duͤrre und Naͤſſe des Jahres auf alle mit derſelben Frucht beſtellten Felder im Durch⸗ ſchnitt gewirkt haben, wie jedes beſondere Feld die⸗ ſer Einwirkung durch zufaͤllige oder in ſeinem in⸗ nern Zuſtande liegende Urſachen widerſtanden habe. Ueber die beſte Entfernung der Pflanzen von einander und die einfachſten Mittel, dieſe zu erreichen. Ueber tiefes oder flaches Pfluͤgen. Ueber den Werth einer unter gewiſſen Umſtaͤnden ge⸗ gebenen Pflugart. Ueber den Grad der Reife, bey welchem die Erndte vorgenommen werden muͤſſe und die dabei zu be⸗ achtende Vorſicht. Ueber den hohen abſoluten und relativen Werth gruͤ⸗ ner Beduͤngung u. ſ. w. Dieſes letzte wuͤrde insbeſondere gar vielen Geeſtguͤtern, denen es an hinreichenden Wieſen und Weiden fehlt, nuͤtz⸗ lich werden. Gar wichtig wuͤrde dann auch die Aufmerk⸗ ſamkeit werden auf das Verhaͤltniß der natuͤrlichen Be⸗ raſung des Bodens und deren Ausdauer im ruhenden Zu⸗ ſtande mit den verſchiedenen Graden der Ertragsfaͤhigkeit, worin man den Boden niedergelegt hat. Von einer gruͤndlichen Einſicht der hieraus entſprin⸗ genden Verhaͤltniſſe duͤrfte ſich die Praxis des Landbaues, beſonders in Hinſicht auf Koppelwirthſchaft, einen Fort⸗ ſchritt verſprechen, wie ihn kein Zeitalter aufzuweiſen hat. Leiſtet die Methode wirklich das, was ſie zu leiſten ſcheint, ſo wird ſie(jetzt den Praktikern ein Aergerniß und den Theoretikern eine Thorheit) ſpaͤterhin vielleicht einige —— ie af in auwendbete ſi uns ir en durh di En ijung deſ 5 ſerfültge rein dſcht ie fern iſt auf die Er gekehrt zut (ae) 39 reiſ metkſamet groſet G Vetii das dent rende Re 8s ſeh mäßigen gteßeni ten fülg gelildetn Jähten 2 dielen tec s ſonſt i denn diel die Reſ⸗ wünden! 8n angeſtter ſes me. riß den etreich V heftage V denen jähtlih ſchreiten tiefen ihnen iſen ſch, ud vottheiljewit tterung Kilt hres auf al er in Durg⸗ dere Feld die in ſeinem in⸗ rſtanden habe. von anander rreihen. Unſtändm ge m die Erndte dabei zu be⸗ en Werth gri⸗ en Geeſtgiter en fehlt, nu ˖die Aufmet⸗ rtürlichen Be ruhenden Z⸗ tragsfähigkeit eraus ertſpri⸗ des Landbene ft, einen Fe aufßuveſf ſtt 3 ſie i läſten r Jerxnij ud rillit nig — 97— Aufmerkſamkeit erregen(5⁰). In dieſem Fall wuͤrde ich die auf meine Erfahrung gegruͤndete und auf meine Felder anwendbare ſtatiſche Beſtimmung des Verhaͤltniſſes des Er⸗ trags zur Ertragsfaͤhigkeit, der Verminderung der letztern durch die Erndten ſoder durch Vernachlaͤſſigung, der Ver⸗ mehrung derſelben durch Beduͤngung, richtige Saatfolge und ſorgfaͤltige Eultur, mitzutheilen wagen— und zuletzt meine Anſichten uͤber die Beantwortung der Frage:«in wie fern iſt der Landwirth befugt, vom Ertrag auf die Ertragsfaͤhigkeit des Bodens, und um⸗ gekehrt zu ſchließen?⸗ (²0) Ich weiß wohl, daß die Methode nur gebildeten, auf⸗ merkſamen und fleißigen Beſitzern und Paͤchtern maͤßig großer Guͤter nuͤtzlich ſeyn kann, denen es zwar nicht an Betriebs⸗Capital fehlt, die aber die, wie mich duͤnkt, aus den Zeitlaͤuften entſtehende, ſich jaͤhrlich vermeh⸗ rende Nothwendigkeit fuͤhlen, wohlfeiler zu produciren; es ſey durch Vermehrung des Products, oder zweck⸗ maͤßige Verminderung der Arbeit. Aber ſollte bey dem großen Einfluß, den die trefflichen Unterrichts⸗Anſtal⸗ ten fuͤr Landwirthſchaft gehabt haben, bey der Menge gebildeter junger Maͤnner, die ſich ſeit den letzten zehn Jahren der Landwirthſchaft gewidmet haben; bey den vielen trefflichen practiſchen Landwirthen, die mehr, wie es ſonſt geſchah, uͤber ihre Kunſt nachdenken— ſollte denn die Zahl derer ſo geringe ſeyn, denen wenigſtens die Reſultate der Methode nicht ganz unnuͤtz ſeyn wuͤrden? Es mag auch wohl noch Maͤnner geben, deren ſtets angeſtrengte Aufmerkſamkeit, deren richtiges und ſchar⸗ fes Urtheils⸗Vermoͤgen, deren nie truͤgendes Gedaͤcht⸗ niß der Feder nicht bedarf, um alles eben erwaͤhnte zu erreichen— die, gewohnt die Natur unaufhoͤrlich zu befragen, keine ihrer Antworten unbenutzt ließen, bey denen nie eine Erfahrung verloren ging, und die, ſo jaͤhrlich mit der Vervollkommnung ihres Ackerbaues fort⸗ ſchreitend, das erreicht haben, wonach wir ſtreben. Mit tiefem Reſpect für ſolche Maͤnner geſtehe ich, daß ihnen dieſe muͤhſamere Methode gänzlich unnütz iſt. — 8s— Dann wuͤrde ich glauben, mein Schaͤrflein zur prac⸗ tiſchen Anwendung der Statik beygetragen zu haben; die hoͤhere Theorie geſchicktern Haͤnden und vorzuͤglich ihrem verehrten Begruͤnder uͤberlaſſend. Im November⸗Monat 1824. — beeadet 9 und de F engſeenden A in zur p a haben; di ziglih ihem Verſuch zu einem Bericht uͤber die Erndten in Flotbeck im Jahr 1820, mit beſonderer Ruͤckſicht auf die Fruchtbarkeit der Felder und die Fruchtbarkeit des Jahres und des daher entſtehenden Verhaͤltniſſes zum Ertrag, und uͤber die Ausſichten fuͤr das Jahr 1824. — theile weiſe Mitte Septe Das bit Dirter ſchtde tnhohten Klt E Erd. D. de ih me Durdjſchit tr. Hinnt g tr. 100 O? Mfluge ſah Qaette aufge de Ea ter wrüchge In A da. Einige Aehren; A geſete Ko lis 12te ſtet, außer ton Farke, 4. Waizen. Der im Jahr 1819 geſaͤete war theils weißer Engliſcher theils weißer Brabandter Waitzen, der Anfang der Saat Mitte September, das Ende Anfangs November. Was bis zum AAſten October geſaͤet ward war vor Winter ſichtbar, theils auf Kartoffelland theils auf um⸗ rayolten Klee. Die Saat kam bey durchaus ſchoͤnem Wetter in die Erde. Der Boden war mit der Sorgfalt pulveriſirt, die ich nie anzuwenden verſaͤume ſeitdem ich dadurch das Durchſchnittsgewicht meines Waitzens von 38 auf 42 kb pr. Himpt gebracht zu haben glaube. Es wurden 2 Hpt. pr. 100 ◻Ruthen geſaͤet, faſt alles mit einſpaͤnnigem Pfluge flach untergeſchattelt und ſcharf beſonders in der Queere aufgeeggt. Die Saat kam gut durch den Winter, die vor Win⸗ ter zuruͤckgebliebene kam im April ſehr ſchoͤn auf. Im Julius war die Ausſicht auf eine reiche Erndte da. Einige Felder ſtanden ſelten ſchoͤn im Stroh und Aehren; Alle gut; nur eine kleine am 10ten September geſaͤete Koppel auf 7000° Fruchtbarkeit(ſonach das 10te bis 12te Korn verſprechend) auf Fruͤhkartoffeln⸗Land ge⸗ ſaͤet, aͤußerſt uͤppig ſtehend, ward am 3ten Auguſt grau von Farbe, der Stengel weiß, die Aehre mit ſchwarzem — 92— Staube bedeckt. Es fand ſich daß die Krankheit der Pflan⸗ zen dadurch entſtanden war, daß die Wurzeln von Einen Zoll langen duͤnnen gegliederten harthaͤutigen Wuͤrmern, ſich ſchnell bewegend, zwey Fuͤhlhoͤrner einen Gabelſchwanz habend, aufgefreſſen waren; vermuthlich gehoͤren dieſe In⸗ ſekten zu den Scolopendern und hatten ſchon viel fruͤher den Schaden angerichtet, der ſich erſt ſpaͤter in ſeinen Wir⸗ kungen entdeckte. Ob uͤbrigens dieſe Wuͤrmer die Urſache der Krank⸗ heit waren, oder ob eine andre unbekannte Krankheit der Wurzel ſie herbeygefuͤhrt hatte, kann ich nicht entſcheiden. Das Stroh war verdorben, die Erndte an Korn die Haͤlfte des Maaßes und von elender Qualitaͤt. Bey ſehr vielem und hohem Strohe deuteten die weit⸗ ſchichtigen Aehren in dieſem Jahre doch auf eine minder gute Erndte, als im vorigen Jahre. Der haͤufige Regen hatte die Haͤlfte der Felder darnie⸗ dergelegt, welches befuͤrchten machte daß das Korn ſehr wenig Gewicht haben wuͤrde. Mehrere Felder hattelk, wie es ſich ſpaͤter zeigte, auch etwas durch den Wurm gelitten, welches man anfangs dem Roſtthau zugeſchrieben hatte. Den 14ten Auguſt nemlich bey 16° Waͤrme ſiel ein boͤſer Nebel, dem Spuren des Roſtthaues auf Waitzen und Kartoffeln folgten. Den ohnehin kranken Pflanzen that er Schaden und Strichweiſe einem kleinen Theil der andern Felder. Fruͤher waͤre er ſchaͤdlicher geweſen, hat aber doch auf einigen Stellen den voͤlligen Auswuchs des Waitzens verhindert. Das der Kleeſaat wegen ſo ſcharf geeggte Waitzen⸗ land gab bey gleichem Grade der Fruchtbarkeit 5 pEt. mehr Stroh. Es ſchien, daß die fruͤhere Saat dem Lagern und dem Wurmfraß mehr ausgeſetzt geweſen war, als die ſpaͤtere. —.— — Da M und das eiß die Wit ſchne Tag 4ſchwer mretr 1 un 2 ſchwe 3 unterl gutr di 8 ahe Gerid haht hat, ausgevachſe A ntſich 1 unteb V 3 ſchvere 4ſcöne V Nier ale trochenen Re mnagewachſen füüſſges Me Der T 120 Rthlr. tingekonnen onne; des ſaſt oder 2 eit der hin⸗ n von Einen n Türmer, Gabelſchwen ren dieſe In⸗ tviel fruͤſer ſeinen Wir⸗ e der Krant⸗ Krantheit de t entſchede. an Korn di t. ten die weit⸗ eine minder gldder dartie as Kort ſähr :r hatte wi durm geltten ben hatte. eme ſiel an Paitzen und ntzen that er l der andern en, hat abet des Waiten eggte Patzer arket 5 0 ngem ud m die pitn. — 93— Das Maͤhen zur Erndte fing an am 15ten Auguſt und das Einfahren endete am 10ten September. Die Witterung war ſehr unguͤnſtig. Man hatte 5 ſchoͤne Tage zum Maͤhen; als eingefahren werden ſollte, E lchwexo Regentage 2 unterbrochene 1 1 guten Tag. An dieſem mußte umgehockt werden. Es ſiel viel Waitzen aus. Dann folgten 2 ſchwere Regentage, 3 unterbrochene waͤhrend welchen ein 1 guter Tag, guter Theil eingefah⸗ ren wurde. Dieſes Korn hatte 6 ſchwere Regentage gehabt. Das fruͤher Gemaͤhete, welches 2 bis 4 Tage zum Trocknen ge⸗ habt hatte, war vollkommen gut; das andere zum Theil ausgewachſen. Dann folgten 2 unſichere waͤhrend welcher oft 1 unterbrochener Regentage, umgehokt werden 3 ſchwere mußte. 4 ſchoͤne Tage zum Einfahren. Aber alles Korn, welches die 9 ſchweren und 6 unter⸗ brochenen Regentage gehabt hatte, war weich, feucht und ausgewachſen, zeigte ſich ſpaͤterhin ſehr leicht und gab fluͤſſiges Mehl. Der Werth des trocken eingekommenen Waitzens war 120 Rthlr. die Laſt, 5 Rthlr. die Tonne; des zunaͤchſt eingekommenen 80 bis 90 Rthlr., 3 ½ bis 3 ¾ Rthlr. die Tonne; des zuletzt eingekommenen 56 bis 60 Rthlr. die Laſt oder 2 ½ bis 2 ½ Rthlr. die Tonne. “ — 94— Das Durchſchnitts⸗Gewicht war 41 pr. Himpt, im vorigen Jahre 47 3 pr. Himpt. geweſen. Der Durch⸗ ſchnitt der Fruchtbarkeit von 14 Feldern war 670⁰. Dieſe Fruchtbarkeit haͤtte, wenn der Durchſchnitt von 8 Jah⸗ ren auf 69 Koppeln, deren Durchſchnitts⸗Fruchtbarkeit 659 ¾ o, deren Durchſchnitts⸗Ertrag 19 ⅞ Himpt war; mit 33 ¾°(¹) erforderlicher Fruchtbarkeit, um auf 100 ◻Ru⸗ then Einen Himpten(38 ⁴) Waitzen hervor zu bringen, zum Grunde gelegt wird, im vorigen Jahre geben ſollen 20 Himpt pr. 100 DRuthen(2). (²) Hier wie bey den folgenden Berechnungen ſind, um die (*) Vergleichungen zu erleichtern, die Nenner der Bruͤche, approximative verkleinert, zuweilen weggeworfen worden — und dies um ſo mehr, da dieſer kleine Differenz bey dieſen Reſultaten von keiner Bedeutung iſt. Der Ertrag eines Feldes ſteht(zufaͤllige Einwirkungen ausgenommen) im directen Verhaͤltniß mit der Fruchtbar⸗ keit des Feldes ſelbſt, aber auch im Verhaͤltniß mit der in jedem gegebenen Jahre, dieſer Feldfrucht guͤnſtigen oder unguͤnſtigen Witterung. Iſt die Fruchtbarkeit jedes einzelnen Feldes fuͤr das Jahr bekannt, ſo erhaͤlt man den Durchſchnitt der Fruchtbarkeit aller in dem Jahre mit dieſer Feld frucht angebaueten Felder, wenn man die Morgenzahl jedes Feldes mit dem Grade ſeiner Frucht⸗ barkeit multiplicirt, die Producte addirt, und ſie durch die geſammte Morgenzahl aller Felder dividirt. Den Durchſchnitt des Ertrags erhaͤlt man, wenn man die Zahl und das Gewicht des Products aller in dem Jahre mit derſelben Frucht beſtellten Felder durch die Morgenzahl dividirt.. Den Durchſchnitt der Fruchtbarkeit des ge⸗ gebenen Jahrs erhaͤlt man, wenn man den Durch⸗ ſchnitt der Fruchtbarkeit mit dem Durchſchnitte des Pro⸗ duets dividirt. Je groͤßer nun die Anzahl der Koppeln, uͤber welche man die Unterſuchungen anſtellt und je gleichfoͤrmiger ihr Boden iſt, um ſo mehr wird man berechtigt, darnach den groͤßeren oder minderen Grad der Fruchtbarkeit des Jahrs zu beurtheilen, und den Er⸗ —ᷣnP—— Der durh har älſo un Erndte. Mt ſtrit ung 1 Hünpt In ſar 35 in he ſei der gelder! Peihe! dit mn hne in te nithi V des, Fruch den Reſt KArutl deſamme fimmun Boden Inn ntſeit, jedes ſai it— due genauer z talttiven in vie p einandet, Velſache! wwiſche. ſit wele vog iſ. die boren i noch füt der rau. ausgeſe zelnen i fahrung. aus ent pr. Hän. Der Dur⸗ 670. diſſ don 8 Jah⸗ Fruchtbarkei pt var; mit 100 Ru⸗ bringen, zum en ſollen ſind, um di der Bruͤche, orfen worden Differenz bey ¹ 4 Einwirkungen der Fruchtbet⸗ altniß mit der eucht guͤnſigen Feldes fuͤr das hſchnitt det mit dieſet benn man die ſeiner Frucht⸗ und ſie durch jwidiet. Den n, wenn mat allet in dem ſdet dutch de trkeit des ge an den Du anſtellt un ſe mehr vic un ninderar eu len, und 1 3 Der Durchſchnitt der Erndte des Jahrs gab 21 Himpt, war alſo um etwa 5 pEt. beſſer als eine Durchſchnitt⸗ Erndte. Mit andern Worten: der durch achtjaͤhrigen Durch⸗ ſchnitt angegebene Grad der noͤthigen Fruchtbarkeit um 1 Himpt Waitzen auf 100 HRuthen hervorzubringen, war 33 ⅜; in dieſem Jahre waren nur 320 noͤthig ge⸗ trag, den man darnach von jedem Felde nach Maaß⸗ gabe ſeiner Fruchtbarkeit zu erwarten berechtigt war. Den Durchſchnitt des Ertrags der Fruchtbarkeit der Felder und des Jahres, ſo wie eine geviſſe Reihe von Jahren ihn ergeben, zu erhalten, ad⸗ dirt man die Reſultate, dividirt ſie durch die Zahl der Jahre und erhaͤlt durch dieſen Durchſchnitt aller Jahre die noͤthigen Data, um Ertrag, Fruchtbarkeit des Fel⸗ des, Fruchtbarkeit des Jahrs, von jedem Jahre mit dem Reſultate aller zu vergleichen. Je groͤßer die Anzahl von Jahren iſt, uͤber welche man die Reſultate geſammelt hat, um ſo naͤher kommt man dann der Be⸗ ſtimmung der Erwartungen, welche man von ſeinem Boden haben darf. In wie weit nun die Verſuche gelungen ſind, das urtheil, welches jeder Landmann uͤber die Fruchtbarkeit jedes ſeiner Felder zu faͤllen gewohnt, ja oft genoͤthigt iſt— das heißt die abſolute Fruchtbarkeit der Felder— genauer zu beſtimmen und in Zahlen auszudruͤcken(die relativen Reſultate ſind keinem Zweifel unterworfen), in wie weit dieſe Verſuche gelungen ſind; dies aus⸗ einander zu ſetzen wuͤrde eine eigne Geſchichte dieſer Verſuche erfordern, fuͤr deren Bekanntmachung das agro⸗ nomiſche Publikum noch nicht hinlaͤnglich vorbereitet, für welche die Sache ſelbſt vielleicht noch nicht reif ge⸗ nug iſt. Die Statik des Landbaues iſt ein Kind, das uns ge⸗ boren iſt; es bedarf noch ſorgſamer Pflege, kann nur noch fuͤr ſeine Aeltern Intereſſe haben und darf noch der rauhen fremden Luft und unzarten Behandlung nicht ausgeſetzt werden. Daß etwas Nuͤtzlliches fuͤr den Ein⸗ zelnen dadurch beſchafft wird weiß ich aus meiner Er⸗ fahrung; ob etwas allgemein anwendbar Nuͤtzliches dar⸗ aus entſtehen kann muß die Zeit lehren. weſen.(In dem trefflichen Jahre 1819 hatte es nur 260 bedurft; in dem ſchlechten Jahre 1817= 36⁰0 Von 13 Feldern haben nur 2 der Erwartung nicht entſprochen, zu der der bekannte Grad ihrer Fruchtbarkeit und der Durchſchnitts⸗Ertrag des Jahrs berechtigte: das Eine, weil, wie die diesjaͤhrige Erfahrung nun zum 4ten mal beweiſet, daß die Erſchoͤpfung durch eine Kohl⸗Erndte mit 240 Reichthum lange nicht hoch genug angeſchlagen iſt; das Andere, weil es fruͤhe gelegen, ſchlecht gereift, am ſpaͤteſten eingefahren, mithin am mehrſten ausgewachſen war, ſo daß deſſen Gewicht 10 pEt. unter dem maͤßigen Durchſchnitts⸗Gewicht des Jahrs ſtand. Vorzuͤglich ausgezeichnet haben ſich, Ein Feld nach ge⸗ duͤngten und gedrillten Bohnen, die der Duͤrre des Jahrs 1819 wegen, des hohen Grades der Fruchtbarkeit ungeach⸗ tet, nur einen aͤußerſt geringen Ertrag gegeben hatten; ferner 2 zum zweiten mal in 3 Jahren, 15 Zoll tief um⸗ rayolte Felder, wodurch aufs neue bewieſen worden, um wie viel die gaͤnzlich verfaulte dicke Gras⸗ und Kraut⸗ Narbe den Boden bereichert, wenn ſie gruͤn untergebracht ohne Zugang der Luft zu Damm⸗Erde wird. Der Stroh⸗Ertrag des Jahrs war 23 Stiege(von 20 Garben) a etwa 55 3 reines Klappenſtroh nach dem Droͤſchen. Bey 6700 Fruchtbarkeit des Jahres, waren alſo 29 ¼ pr. Stieg noͤthig geweſen; der Durchſchnitt ſeit 8 Jahren 19 ⅜ Stiege bey 659 ¾0 als der Durchſchnitt der Fruchtbarkeit aller Jahre, 34 ½° pr. Stieg; das ſtaͤrkſte Strohjahr 1813= 25 ½ Stiege, das geringſte 1818= 13 ⅞ Stiege. Sonach war dies ein ſehr geſegnetes Strohjahr, welches allerdings die Duͤngermaſſe ſehr vermehrt und den Zuſtand des Viehes in großen Wirthſchaften ſehr verbeſſert haben muß. An Waitzen iſt der Ertrag ſcheinbar ſehr reichlich; in der That aber daher aͤrmlich, weil nur etwa Ein Drittheil ———— fir d Sich rur vüürad Brode ackr kin Diithel tauglch, nur füterung de ütlicſſe Ane V Die Ausſ ſe Att, ft ſen. Die Wi Pas vor den ſchin euffet ſchühr n Ani ir getn we uor goßtenthe Seguenber u daſſelbe Schi Ein den tober untenye an Ende Det Van g g eeſette dute gſit. das Uit tretiet gu ha der wei nerſhe Dii Was von de ſat aberſ ſißt. Es 3 ſeinen haut wegen doghyes ſadn ees mr 5 vartung riht Fruchtbatiet rechtigte: das tun zum 4fen Kohl⸗Erndte angeſchlagen ͤt gereift, an ausgewachſe r den mißiga Feld nach„ rre des Jahts rkeit ungeach⸗ geben hatten, Joll tief uw i worden, un 3, und Kru⸗ n untergebract Stiege(bot troh nach den ts, baret alh it ſets Jahren et Frahtbrrtit igrt= e. Sonach 4 lches alladdie nſtand des! 3ihe ben uuß. ſär rütltz n wa Endtthi fuͤr den Baͤcker durchaus brauchbar war; Ein Drittheil nur waͤhrend des Froſtes und friſch gedroſchen zu gutem Brode gebacken werden konnte, uͤbrigens nicht haltbar war; Ein Drittheil durchaus unhaltbar, zum Verbacken un⸗ tauglich, nur zum Brantweinbrennen abzuſetzen oder zur Fuͤtterung des Viehes zu gebrauchen, welches vielleicht die nutzlichſte Anwendung war, die man davon machen konnte. Die Ausſichten auf die bevorſtehende Erndte ſind nicht der Art, fuͤr den Ausfall der vergangenen troͤſten zu koͤn⸗ nen. Die Witterung waͤhrend der Saatzeit war erwuͤnſcht. Was vor dem 21lſten October geſaͤet war, war alles ſehr ſchoͤn aufgekommen, das Lebi⸗ den 20ſten oonier ſichtbar. Im April zeigte ſich, daß aller bis zum 21ſten Octo⸗ ber geſaͤeter weißer Engliſcher Waitzen verfroren war. Er war groͤßtentheils gedrillt worden. Ein ſchon den 17ten September untergeſchatteltes naßkaltes Feld hatte indeß daſſelbe Schickſal. Ein den 3ten October und ein anbres den 23ſten Oe⸗ tober untergeſchatteltes Feld ſind gut geblieben, ſo wie zwey am Ende October untergeſchattelte Felder. Von 9 gedrillten Feldern ſind 7 verloren; von 5 un⸗ tergeſchattelten iſt nur Eins verloren, und dieſes war ſehr fruͤhe geſaͤet. Das Unterſchatteln ſcheint bit. ſpaͤte Saat durchaus gerettet zu haben. Der weiße Maͤrkſche Waitzen und der braune Pom⸗ merſche Waitzen iſt gut geblieben, und ſteht jetzt trefflich. Was von dem weißen Engliſchen geblieben iſt, ſteht duͤnne, hat aber ſo ſehr gezweigt, daß er eine gute Erndte hoffen läßt. Es wird, des durch die Waͤrme des Aprilmonats bey ſeinem duͤnnen Stande hervorgelockten haͤuſigen Un⸗ krauts wegen, etwas Jaͤtelohn koſten. Voght's landwirthſchaftl. Schriften 18. Bd. 7 — 98— 2. R o ck e n. Ich muß bey dieſer Erndte den auf dem reichern(ſan⸗ digen) Lehmbo den im kleinen Flotbeck, fruͤh(eigentlich zum Unterpfluͤgen im Fruͤhjahr) geſaͤeten Rocken, den ich nur ſeiner außetordentlichen Beſtaudung wegen reifen zu laſſen vermogt wurde, von demjenigen trennen, den ich auf der Pachtung im großen Flotbeck auf ſandigem gar wenig Lehm enthaltenden ei gentlichen Rockenlande baue. Die Saat war vom. Brabandter Kampine⸗Rocken, deſ⸗ e easog sg dem Marſch⸗Rocken, ſowohl was die Be⸗ ſtaudung als die Laͤnge der Aehren betrifft, ſich ſeit meh⸗ reren Jahren bewaͤhrt hat. er Der Röcken auf dem lehmigten Lande ward vom zuten Auguſt 1819 a 2 Himpt pr. 100 ORuthen auf eine Rap⸗ ſaatſtoppel nach Einmaligem Pfluͤgen geſaͤet. „ Der Rocken auf dem Sandboden ward vom Agſten Auguſt bis den 4ten September eben ſo geſaͤet, theils nach dürftig aufgekommenen und bey der Duͤrre des Jahres 1819 verbrannten Klee, theils nach Erbſen auf einer etwas beſſern Stelle derſelben Koppel. Die Witterung war waͤhrend der Saat⸗ und Bluͤthe⸗ Zeit guͤnſtig. Die Saat war ſehr gut durch den Winter gekommen, und ließ ſich beſonders im Stroh(im Verhaͤltniß der Frucht⸗ barkeit jedes Feldes) ſehr gut an. Aller Rocken auf dem Sandlande ward am 3ten Au⸗ guſt gemaͤhet, und in der folgenden Woche eingefahren. Der Rocken auf dem lehmigten Sandlande ward am 7ten Auguſt gemaͤhet, und bis zum 12ten war Alles eingefahren. In dieſen 9 Erndtetagen hatte es nur zwey ſchwere und einen unterbrochenen Regentag gegeben. —.——:ʒ— — die En Güte de K Das bl niſe Tie htt Meſta as. Beſch een chänſen 3 grunüiht ns! voref und! Die D den beſſer war 29½ 9 6 Errg den In dor der Korn⸗ Korn. Di zn Iahte vuthi von 5 5) Erſe 15,J Der Dur at 3609; rtrag 19 Karn C). reichern(im⸗ ih(eigutich ſken, den ih * gen reifen zu nen, der ich ſandigen gar ande bane. ne Rocken, d l was de de ſich ſeit mi rd vom zimn auf eine Rap⸗ d vom Wſen zet, theils nac re des Jähre auf einer etvrd t, und Büthe nter gekommen, niß der Fuche d an 3un d oche eirgeiüm e ward u glles tüpfüm nur wwy ſ en. — 99— Die Erndte kam ſehr gut ein; aber dennoch war die Guͤte des Korns ſehr ungleich. 16 Das beſtaͤndige Gewitter⸗Wetter, welches uns oft ei⸗ nige Tage brennender Hitze nach naſſen Tagen brachte, hatte Mehreres zu fruͤh gereift. Unſere Bauern nennen das: Beſchnellen.)— Man ſah verſchrumpftes neben dem ſchoͤnſten vollkommenſten Korn ſtehen; uͤberreife Aehren auf gruͤnlichten Halmen. Vieles hatte ſich gelagert und dieſes Korn blieb daher unreif und leicht.- Die Durchſchnitts⸗Fruchtbarkeit des Rockenlandes auf dem beſſern Boden war 5960. Der Stroh⸗Ertrag war 28 ½ Stiege zu 75, pr. Stieg. Der Korn⸗ Ertrag 25 ⅞ Himpt zu 38 t3 Gewicht, faſt das 13te Korn. Im vorigen Jahr war der Stroh⸗Ertrag 18 Stiege, der Korn⸗Ertrag 27¾ Himpt zu 38 B, faſt das 14te Korn. Die zur Production eines Stieges Stroh in dieſem Jahre noͤthige Fruchtbarkeit war 21⁰, die zur Production von 38 6 Rocken 23 ½°. Im vorigen Jahre war das Erſte 26 ¾°, das Andere 21 ½. geweſen. Der Durchſchnitt der Fruchtbarkeit des Sandboden war 362°; der Stroh⸗Ertrag 16 ⅞ Stiege; der Korn⸗ Ertrag 14 ½ Himpt von 38, etwas uͤber das 7te Korn(3). (²) Vom Rocken kann ich keinen mehrjaͤhrigen Durchſchnitt der Fruchtbarkeit der Felder, ihres Ertrags und des Grades der Fruchtbarkeit jedes Jahres angeben, weil ich erſt ſeit 2 Jahren und zufaͤllig Rocken im kleinen Flotbeck baue, und mir fuͤr großen Flotbeck(Sandland) die fruͤheren Data fehlen. 7* — 100— Im vorigen Jahr war der Stroh⸗Ertrag 18 Stiege; der Korn⸗Ertrag 19 Himpt, das 9 ⁄te Korn. Die zur Production eines Stieges Stroh in dieſem Jahre noͤthige Fruchtbarkeit war 22 ¼°, die zur Production von 38 5 Rocken 25¼°. Im vorigen Jahre war das Erſte 27°, das Andere 25 3 0. Daraus erhellet, daß bey demſelben Grade der Frucht⸗ barkeit des Feldes im Jahre 1820 auf Lehmboden etwa Bstel weniger Rocken, ztel mehr Stroh; auf Sandboden eben ſo viel Rocken, ztel mehr Stroh gewachſen iſt, als im Jahre 1819. Ferner, daß das Beſchnellen des Korns und das Lagern deſſelben auf beſſerm Boden den Ausfall am Korn noch durch deſſen ſchlechte Beſchaffenheit ver⸗ mehrt hat. Es iſt ein Theil dieſes Rockens zu 80 Rthlr., ein Theil zu 40 Rthlr. die Laſt verkauft worden. Endlich, daß, da der Rocken auf dem Sandlande ſich nicht gelagert hat, der Ausfall in jeder Hinſicht geringer geweſen iſt. Es iſt zu fruͤh, etwas mehr uͤber die Ausſicht auf die naͤchſte Rocken⸗Erndte zu ſagen, als daß die Saat gut durch den Winter gekommen iſt, in Stroh und Aehren gut und vor der Bluͤthe ſteht. Der Nachtreif, der einigen Kartoffelpflanzen ſchaͤdlich war, und den Fortwuchs des Klees verhindert, ſcheint ſelbſt auf hohem Sandlande dem Rocken nicht geſchadet zu haben. 3. ˖Hafer. Der in dieſem Jahre geſaͤete Hafer war Schottſcher Kartoffelhafer. Die Saat war im vorigen Jahre von Schottland gekommen, folglich zweyjaͤhrig. Er wog 90 8 hollaͤndiſch oder 170 B die Tonne. Er gilt in England bis 28 ſpſtr., wenn der Futterhafer 21 ſsſtr. gilt. Der Ber⸗ ————ᷣ—··— wishefe, ſt vt than Luf den 3 hinpt pr. und vom e. 100 DA3 addrilt. Lor it genalttu ungethrr G Meinet hertes Lat Daher glauh de Tonne vi u0 16 6: da M da Lad n ſch werig. 640 geſte ſant zu pit fui de Li Nacke a wi her ein Je tr.himt. ter als aler Mart kan. dar 9. guſt, euf d erndtet. I hafer kan Der 7 var 368c, Lom— al 9 18 Sti. oh in dieen ir Production hre war das eder Fruht⸗ mboden etwa f Sandboden chſen iſ, äls len des Korne den Ausfl affenheit der 30 Rtylr., en en. Erdlich, richt gelagert eweſen iſ. usſicht auf di die Saat git nd Aehren gut rnzen ſchibüt ſcheint ſelt ndet zu haben. var Stottte gen Jahre ho Er vag h gilt in Ei nud agit Dihn — 101— wick⸗Hafer, den ich in dieſem Jahre habe kommen laſſen, iſt noch theurer. Auf dem Sandlande ward vom 4ten bis Sten April 3 Himpt pr. 100 ◻Ruthen geſaͤet. Im kleinen Flotbeck ward vom 2oſten April bis den 10ten May 2 Himpt pr. 100 ◻ Ruthen(wie gewoͤhnlich) geſaͤet, mehrentheils gedrillt. Vor dem Saͤen wird das Land, falls es trocken iſt, gewalzt und gebuſchegget; iſt es naß, ſo wird mit der umgekehrten Egge geſchleppt und gebuſchegget. Mieiner Erfahrung nach, giebt nur fein gepul⸗ vertes Land ſchwere Saat und kurzes dickes Korn. Daher glaube ich ruͤhrt es, daß der Marſchhafer 120 5 die Tonne wiegt, wenn auf gutem Geeſtboden das Gewicht 140 bis 145 15— bey mir 160 bis 170 K iſt. Die Witterung waͤhrend der Saat war erwuͤnſcht, das Land rein und muͤrbe. Dennoch verzweigte die Pflanze ſich wenig. Zufaͤllig war ein Theil auf Land von 560 bis 640°² geſaͤet(weil es Klee tragen mußte und zur Waitzen⸗ ſaat zu ſpaͤt fertig war): da wuchs er geil und legte ſich fruͤh. Die Witterung ſchien auf den Hafer wie auf den Rocken zu wirken. Vieles ward nothreif und zeigte nach⸗ her eine Verſchiedenheit des Gewichts von 27 bis 31 1 pr. Himpt. Er war uͤberhaupt leicht, obgleich viel ſchwe⸗ rer als aller Hafer der in dieſem Jahre zum Hamburger Markt kam. Der Hafer auf dem Sandlande ward vom icten Au⸗ guſt, auf dem lehmigten Lande vom esten September ge⸗ erndtet. In beyden Perioden war das Wetter ſchoͤn. Der Hafer kam trefflich ein. Der Durchſchnitt der Fruchtbarkeit des Sandlandes war 368; das Product 13 Stiege Stroh, 12 Himpt Korn— alſo der zur Hervorbringung Eines Stieges Stroh —— 111 — 102— von 50 B noͤthige Grad von Fruchtbarkeit war 28 ½, Ei⸗ nes Himpten Hafers von 31 b= 30 ¾0. Der Durchſchnitt der Fruchtbarkeit des lehmigten Lan⸗ des war 5710°, das Product 24 ½ Stiege Stroh von 50 K und 1925 Himpt Korn von 31 G pr. 100 QRuthen. Der zur Hervorbringung von 50 i Stroh noͤthige Grad von Fruchtbarkeit war alſo 23 ¾0o, der fuͤr 31 1 Korn 300 Fruchtbarkeit. Der totale Durchſchnitt war 511 ¼° Fruchtbarkeit; hat an Stroh gegeben 21 Stiege, an Korn 17 ¼ Himpt, alſo — Saulch der erforderlichen Fruchtbarkeit fuͤr Stroh o, fuͤr Korn 29¾°(¹). Zur Vergleichung der Fruchtbarkeit des Jahres diene, daß der Durchſchnitt von 8 Jahren, auf 58 Feldern 522 ¾ Fruchtbarkeit giebt, und daß der Durchſchnitt der Ernd⸗ ten waͤhrend dieſer 8 Jahre fuͤr Stroh 20 Stiege, fuͤr Korn 23 Himpt war, mithin im Durchſchnitt fuͤr ein Stieg Stroh 26 ½o erfordert ward; fuͤr Korn 22 ¾o. Dieſes Jahr war alſo im Stroh etwa 8 pCt. beſſer, als die Durchſchnittsjahre, im Korn 23 ⅝ pCt. ſchlechter. Unter 8 Jahren iſt dieſes das Beſte im Stroh, durch⸗ aus und bey weitem das Schlechteſte im Korn⸗Ertrag. 1815 war darunter das beſte Haferjahr— volle 50 pCt. beſſer als das letzte. Es iſt zu fruͤh, etwas uͤber den Zuſtand der neuen Saat zu ſagen. Sie iſt gut ein⸗ und gut aufgekommen. Einiges hat an ſehr exponirten Stellen von der Kaͤlte ge⸗ (⁴) Ich darf, zur Erleichterung der Vergleichung mit vori⸗ gen Jahren, den allgemeinen Durchſchnitt zum Grunde legen, da ich nur auf einem geringen Theil meines Sand⸗ bodens Hafer baue und jaͤhrlich faſt in demſelben Ver⸗ haͤltniß zum lehmigten Lande. ——..— iun du net ſch d b Breite de 61 aAi Fru grl aij Re rusänanden bar. An 10 tun kleine K dr einer Er dHi Mi V Binnen d glucert und . de ale Oheraton v de di wurden vor die Oligen Di En ter an I7ſe —— 6) Kut an Ilten! de ſih deltte di Pien der G geſch ſen z auf d und p to ei geſchij dar B, 6 lchmigten dm⸗ roh von 9 JNuthen. Stroh noͤthige er für 31 5 chrbarkeit; hi er Himpt, alſ et fur Eir Jahres dien, feldern 520½¾ tt der Ernd⸗ Stiege, für tfüͤr ein Stie 1 18 pEt. beſer Et. ſchlechter Stroh, durg⸗ Korn⸗Ertrng volle 50 S8 tand der neuen t aufgekommen. n der Käͤlle ge keichung mi rui hritt un ou der⸗ 103— litten; das Mehrſte ſteht erwuͤnſcht. Ganz vorzuͤglich zeich⸗ net ſich der Berwick⸗Hafer durch die Farbe, Hoͤhe und Breite der Blaͤtter aus. Dan Sa Bes 4. Kartoffeln. Die Fruͤhkartoffeln wurden am 7ten und Steu April auf Reihen von 22 Zoll Entfernung, 14 Zoll weit auseinander eingepfluͤgt. Am 17ten May waren ſie ſicht⸗ bar. Am 19ten Juny ſtanden ſie vor der Bluͤthe und hat⸗ ten kleine Kartoffeln von der Groͤße einer Kirſche bis zu der einer Erbſe angeſetzt.— Die Witterung war durchaus guͤnſtig geweſen(5). Binnen der Zeit waren ſie zweymal mit dem Pfluge gelockert und zweymal behaͤufet worden, daſſelbe geſchieht auch bey allen folgenden Kartoffeln und zwar ſo, daß dieſe Operation vollendet iſt, ehe die Bluͤtheknospen erſcheinen. Die dunkelblau bluͤhenden Winterkartoffeln wurden vom 10ten May bis zum jſten Juny ganz wie die Obigen gepflanzt.— Die Erſten waren am 15ten Juny ſichtbar, die Letz⸗ tern am 27ſten. Die Erſten ſtanden am 26ſten July vor (5) Nur auf Einem Felde war der, nach dem Nebel des Iiten Auguſts merklich gewordene Roſtthau den Pflan⸗ zen ſchaͤdlich geweſen. Das bis dahin gruͤne Kraut welkte ab, der Stengel ſtarb von oben ab und faulte. Die Kartoffeln lagen beym Ausnehmen von der Pflanze getrennt und waren fleckigt. Uebrigens von der Groͤße, welche die Kartoffeln vom 11ten Auguſt un⸗ gefaͤhr gehabt hatten, ſeit welcher Zeit ſie nicht gewach⸗ ſen zu ſeyn ſchienen. Die Krankheit hatte mit Flecken auf den Blaͤttern angefangen, ſie kam von Suͤdweſt und verlor ſich auf dem oͤſtlichen Theile der Koppel; da, wo eine hohe Hecke die Blaͤtter vor dem Suͤdweſtwinde geſchuͤtzt hatte, waren ſie gruͤn. —“““——.—— 5— — 8 1 “ der Bluͤthe und hatten etwa 20 Kartoffeln von obiger Groͤße angeſetzt, die Letzteren am 1ſten Auguſt und hatten um dieſe Zeit noch nicht angefangen anzuſetzen. Die Quekkartoffeln wurden vom 18ten May bis zum 27ſten gepflanzt, waren am z3ͤſten Juny ſichtbar, ſtan⸗ den vom 10ten bis 16ten July vor der Vlinge und hat⸗ ten bedeutend angeſetzt. Die Fruͤhkartoffeln wurden vom 17ten July bis zum 2ben Segtanber, ihrer verſchiedenen Gattung nach, ge⸗ erndtet. Die Winterkartoffeln vom 1ſten bis zum Llſten October. Die Quekkartoffeln waren etwas früher reif. Das mit Fruͤhkartoffeln beſtellte Land ſtand im Durchſchnitt auf 6940 Fruchtbarkeit, brachte pr. Morgen von 100 ORuthen 141 Himpt ſtatt 154 ½¾ Himpt von 52 B, welche es zum diesjaͤhrigen Durchſchnitte von 4 ½0 pr. Himpt haͤtte bringen ſollen, und dieſes weil ein Theil Einer Koppel mit dem Roſtthau befallen war. Das mit Winterkartoffeln beſtellte Land ſtand auf 6440 Fruchtbarkeit, brachte pr. Morgen von 100 Ruthen 162 Himpt von 52 6, ganz der Erwartung gemaͤß, a 4⁰° pr. Himpt als den Durchſchnitt des Jahrs. Das mit Quekkartoffeln beſtellte Land ſtand auf 700° Fruchtbarkeit, die Erndte war 200 Himpt, ganz der Erwartung von 3 ¾ pr. Himpt entſprechend. Der erwartete Ertrag der Fruͤhkartoffeln iſt im⸗ mer geringer, weil ein großer Theil zum fruͤhen Verkauf ausgenommen wird, ehe ſie ganz ausgewachſen ſind. Der der Quekkartoffeln groͤßer, weil dieſe min⸗ der feine Kartoffel ihrer Groͤße wegen zutraͤglicher iſt. Der Total⸗Durchſchnitt der Fruchtbarkeit des in die⸗ ſem Jahre beſtellten Kartoffellandes war 6710°, der Er⸗ t ſ hin uttion von? eweſen It eiten aa drr zur. And dr Im Siſes I ahn u vin dai titt 7u; d und fir di Branttweint Ei ſt l afu turi Nſr uit V dec geplang boden etwa 4 Di Nah ſen Augut trit der ſonn nit) b repflügt „ i Oruj 8s war dr 100 DN dünget, in Hiertheil we ſ gelege Die 6 lp DNur eln von üüge guſt und hrtr ten. l8ten My bi iny ſchtbar, ſan Blüthe un har lten July hi Battun wac t bis zun Aſen fruher reif Land ſtand in te pr. Morgen at Himpt vot chritte von 48 s well ein Thel war. ellte kand ſtand orgen von 10 der Erwartun nitt des Jaht⸗ eand ſtand auf dingt, gunz der ud. ttoffeln iß 2 n fruͤhen Vefu ühſen ſih. , wii diſedi aniglhn i korkit d iib ar b7l N 3 — 105— trag 168 Himpt, alſo waren 4° Fruchtbarkeit zur Pro⸗ duction von 52 3 Kartoffeln auf 100 Ruthen noͤthig geweſen. In einem Durchſchnitt von 8 Jahren auf 86 Koppeln war der zur Hervorbringung von 52 ks Kartoffeln noͤthige Grad der Fruchtbarkeit 4 ½°. Dieſes Jahr iſt alſo unter die, dieſer Frucht guͤnſtigen Jahre zu rechnen. Das unguͤnſtigſte Jahr war 1819, wo dieſer Durch⸗ ſchnitt 70; das guͤnſtigſte 1813, wo derſelbe uͤberhaupt 30, und fuͤr die großen Kartoffeln, die in dem Jahre fuͤr Branntweinbrenner gebauet wurden, ſogar 2 ⅜0 war. Es iſt zu fruͤh, um irgend etwas uͤber die Ausſicht auf die kuͤnftige Kartoffel⸗Erndte ſagen zu koͤnnen. Der naͤchtliche Reif am 23ſten May kann nur den fruͤh gepflanzten Kartoffeln auf hohem freyliegenden Sand⸗ boden etwas geſchadet haben. 5. Rapſaae. Die Rapſaat fuͤr 1820 ward vom Sten July bis zum Zten Auguſt 1819 auf zwey Koppeln zweyjaͤhrigen Klee gedrillt, der vorher zum gruͤnen Futter abgemaͤht und wo ſodann mit 2 hinter einander folgenden Pfluͤgen 15 Zoll tief gepfluͤgt worden war; die dicke Narbe war ſorgfaͤltig in den Grund eingetreten. Es ward dazu mit 14 vierſpaͤnnigen Fudern Compoſt pr. 100 0R. gedüͤngt, der aus der Haͤlfte Haus⸗ und Gaſſen⸗ Duͤnger, einem Viertheil Pferde⸗ und Ochſen⸗Duͤnger, einem Viertheil wohlbewachſener Plaggen beſtand, und wohl 6 Mo⸗ nate gelegen hatte. · Die Cookſche Maſchine drillte etwa 2 ¾ bis 3 1 auf 100 H◻Ruthen ein, die Reihen 12 Zoll von einander. Am — 1406— 30 ſten July war die fruͤheſt geſaͤete Saat einige Zoll hoch. Sie ward den 20ſten July zuerſt und den 10ten Auguſt zum zweyten mal mit dem Scariſicator doppelt durchge⸗ zogen, und dadurch einige Zoll Erde an die Pflanzen ge⸗ bracht. Eben ſo im Fruͤhjahr. Die Saat hatte ſich waͤh⸗ rend des Winters trefflich gehalten. Ihre großen breiten Blaͤtter waren unbeſchaͤdigt, ihre Stengel 3 Zoll im Um⸗ kreiſe. Am 14ten May entdeckte man den Erdfloh, der an der vor dem Aufbrechen ſtehenden Bluͤthe nagte; der Fort⸗ gang der Bluͤthe ſchien gehemmt. Am 25ſten May hatte ein kleiner Theil abgebluͤhet, einige Schooten hatten ange⸗ ſetzt etwa 1 ⅞ Zoll lang; die mehrſten Bluͤthen waren noch in Knospen; bis zum 27ſten May ſchien die Zerſtoͤ⸗ rung der Bluͤthen durch das Inſekt fortzuwaͤhren; ein ſtar⸗ ker anhaltender Regen machte an dieſem und den folgen⸗ den Tagen ihr ein Ende. Das Bluͤhen ging friſch vorwaͤrts. Die ſpaͤter aufgebluͤheten Schooten ſchienen am 10ten Juny durchaus geſund. Die fruͤher angeſetzten waren unfoͤrmlich geſchwollen, wurden weislich, enthielten kleine Maden, welche die Koͤr⸗ ner aushoͤhlten und ſich durch die welke Schoote einen Ausweg bohrten. Die wirkliche Erndte konnte nur von den Nebenzwei⸗ gen erwartet werden, die aber ſehr ſtark und zahlreich wa⸗ ren, ſo daß bey dem energiſchen Wuchs der Pflanzen ei⸗ ner guten Erndte erwartet werden konnte. Am 14ten July, da die Schooten noch durchaus gruͤn, die Stengel friſch, die Koͤrner noch hellgruͤn aber vollkom⸗ men gebildet waren, und ſo viel Conſiſtenz hatten daß man ſie auf einem glatten Tiſche unter den Fingern rollen konnte, ward mit dem Schneiden der Saat der Anfang gemacht. Sie l biz um an Tige uch n tit und de den un ülui Sch nark füten Schud gis vlt u iitt it e Der dur geln wat 75 Durchſchnitt! tfordeulih unne Nurſaat Grunde glegt Aonnen, ab her nt Her Srad der Fr 16o geveſe Im beſten A güntiſien 1. Ausſiche Es vwand „ wei wwrig dudern gaün zoch vor Wi artoffeln wa Fruchtbarkei keſtete Nauſe ſtien viel a at dunkeg einige zul dh en lote guxi doppelt durtg⸗ die Plunſn p t hatt ſch wih re gooßen breite ‚1 3 3ull in Um⸗ n Eddflch, der a nagte, der ger⸗ öſten May hen oten hatten ang Blüthen um ſchien die Zeſt⸗ aͤhren; ein ſin und den folgen hienen am l mlich geſchwola welche die Kir e Schoote ein den Nebenzwi⸗ ud zohlreich wa⸗ er Pflanxen 4 ʃ ch dutchals rir grin aber bolh nz hatten dh mm Fingern ula Saat der Kful — 107— Sie lag etwa 14 Tage, und ward vom 30ſten July bis zum 3ten Auguſt ausgeritten. Darunter hatte es 9 Tage mehr oder weniger geregnet. Die Saat kam trocken ein und die Kaͤufer verſicherten, nie ſchwaͤrzern glaͤnzen⸗ dern und oͤlreicheren Saamen gehabt zu haben. Ich merke dieſes an, weil ich es fuͤr die Folgen des fruͤhen Schneidens und des langen Liegens halte. Uebri⸗ gens welkt unterdeſſen die Schoote, wird zaͤhe, ſpringt nicht leicht auf und man verliert viel weniger beym Droͤſchen. Der Durchſchnitt der Fruchtbarkeit meiner beyden Kop⸗ peln war 754½°. Dieſe Fruchtbarkeit haͤtte, wenn der Durchſchnitt von 8 Jahren auf 35 Koppeln, nemlich 160, erforderliche Fruchtbarkeit, um auf 100 ◻Ruthen eine Tonne Rapſaat von 192 B Gewicht hervorzubringen, zum Grunde gelegt wird, im vorigen Jahre geben ſollen 47 Tonnen, gab aber 5 ¾ Tonnen, oder mit andern Worten, der zur Hervorbringung Einer Tonne Rapſaat noͤthige Grad der Fruchtbarkeit, der im Durchſchnitt von 8 Jahren 160° geweſen, war in dieſem guͤnſtigen Jahre 1330. Im beſten Rapſaat⸗Jahr 1815 war er 124 ⅜°, im un⸗ guͤnſtigſten 1816= 200 ⅞ Grad geweſen. Ausſicht auf die diesjaͤhrige Erndte. Es ward wiederum vom 12ten July 1820 an gedrillt, wie im vorigen Jahre auf unterrayolten Klee, und mit 14 Fudern geduͤngt. Am 4ten Auguſt ward zuerſt, und dann noch vor Winter zwey bis dreymal ſcarificirt. Nach Fruͤh⸗ kartoffeln ward eine kleine Koppel zu eben dem Grade von Fruchtbarkeit geduͤngt, am 5ten Auguſt geſaͤet. Dieſe ſpaͤter geſaͤete Rapſaat ward nach 11 Tagen erſt recht ſichtbar und ſchien viel langſamer zu wachſen. Jene ſtand am Erſten Sept. dunkelgruͤn und frechen Wuchſes, mit großen brei⸗ — 108— ten Blaͤttern; dieſe am 21ſten September wohl auch gut, doch minder kraͤftig. Vor dem Froſte ſtand die Saat un⸗ uͤbertrefflich ſchoͤn, beſonders die fruͤhgeſaͤete, mit weit aus⸗ gebreiteten Stengeln— der Hauptſtengel 3 Zoll im Umkreiſe. Im Februar waren die großen Blaͤtter noch gruͤn, aber die neuen Blaͤttchen, die aus dem Mittelpuncte der Pflanzen hervorſchießen und den Hauptſtengel bilden ſollen, waren gelb, weich und an einigen Pflanzen verfault. Die ſpaͤt geſaͤeten hatten ſich beſſer gehalten. Im Maͤrz war Alles verfroren. Die Blaͤtter bildeten eine graue faulende Decke uͤber alles Fruͤhgeſaͤete, die Stengel ließen ſich zuſammendruͤcken; oft war auch die Wurzel weich. Die ſpaͤte Saat war im Innern der Pflanze meh⸗ rentheils noch gruͤn. Zwanzig trockne heiße Sommertage(die Waͤrme ſtieg bis zu 20⁰) im April, ſchienen alles wiederum zu beleben. Die ſpaͤtgeſaͤete Saat hatte wenig Pflanzen verloren, aber ſtand geſchwaͤcht und einſtenglicht, etwas ſpitz und aͤrmlich, die Stengel einen kleinen Finger dick. Die fruͤhergeſaͤete hatte vielleicht ein Zehntheil der Pflanzen, beſonders auf dem Mittelruͤcken der Stuͤcke, gaͤnzlich verloren, und auf Einem Felde, beſonders auf den Stuͤcken die der Sonne ſehr ausgeſetzt geweſen waren und die den lockerſten Boden hatten. Je feuchter, kaͤlter und lehmigter der Boden war, um ſo mehr Pflanzen hatten ſich erhalten. Etwa 75 Theil mochten gaͤnzlich verloren ſeyn. Bey den andern ſchlugen aus der ſtarken Wurzel und an der Seite der ab⸗ gefrorenen Hauptſtengel 3 bis 5 maͤchtige Zweige hervor. Die ſpaͤtgeſaͤeten Pflanzen ſtanden ſeit dem 28ſten April vor der Bluͤthe; regten ſich bis zum 6ten May nicht wei⸗ ter, als es ſich zeigte, daß die Pflanzen alle mit den ſchwar⸗ zen und gruͤnlichten Kaͤferfliegen bedeckt waren. Im vorigen Jahre hatte ich 10 Tage nach einander — —— b „ d Alri iine cle bi der Blt pane gittrift Titßer ſtaß Huutlengan fitviürrdde t te auul n gechvaͤch di ſpt vupfägen ſi hät, daß ii Rt, und hey rii feute, d ſt trablenati Anders w in Mar ſo ſind aus der 6) Esii ſo veiſch ſagt vind lie duſe ſo vie nt helegt. 2 eſägt, Fjeſfe dies Nehnan Säſen, Atvee kärner: Käferch armonad durch Fructif Erdfioh der ſch rwohl aud au nd die Saat w e, nit weit uun Zollin Unttiſ itter noch griy Mittelpunete der gl bidden ſalen, verfault. t ghalten. I ter bildeten ei jete, die Steng auch die Vm der Pflanze u die Wärme ſii derum beleben en velloren, che ſpiz und demli Die frühergeſtt n, beſonderz i erloren, und ai die der Somt lockerſten Blde iigter der Bia zaltet. Eton d Bey den ade dr Siitt de h ig Zweig hen dem Asſien i ten May iitt 1 ale nit d tul⸗ twaren. dm nat dirrdde — 100— das Abſtreifen derſelben mit einem Seil und Strohwiſch ohne allen Erfolg verſucht. Der Bluͤthen wurden taͤglich weniger, als der kleine graue geſtreifte Kaͤfer ſich zu dieſem erſten Feinde geſellte(5). Dieſer fraß nun das Piſtill allenthalben weg; an den Hauptſtengeln blieben nur die leeren Stengelchen. Der fortwaͤhrende kalte Regen vom 11ten May bis jetzt, ſcheint ihre Anzahl zu vermindern; auch ſcheint ihre Thaͤtigkeit geſchwaͤcht. 1 1 Die ſpaͤtgeſaͤeten Pflanzen ſtehen zu dicht, um das Umpfluͤgen fuͤr raͤthlich zu halten; obgleich bey der Gewiß⸗ heit, daß die oberen Schooten die Maden enthalten wer⸗ den, und bey der geringen Menge und Kraft der Seiten⸗ zweige heute, den 27ſten May, die Ausſicht auf eine Erndte ſehr problematiſch ſcheint. 2 Anders verhaͤlt es ſich mit der fruͤhgeſaͤeten Saat, die im Maͤrz ſo viel minder verſprach; viele ſtarke Stengel ſind aus der faſt verfault ſcheinenden Wurzel ausgeſchoſſen, (6) Es iſt ſchwer auszumachen, welche Kaͤferart eigentlich an ſo verſchiedenen Orten mit dem Namen Pfeiffer be⸗ legt wird. Gewoͤhnlich nennt man jedes Larven aͤhn⸗ liche Inſekt, welches ſich auf Rapſaat findet, Pfeifferz ſo wie man jedes kaͤferartige mit dem Namen Erdfloh belegt. Von Halle aus ward uns im vorigen Jahre ſogar geſagt, daß das Inſekt, welches in dortiger Gegend Pfeiffer genannt wird, die Larve eines Schmetterlings ſey. Dies iſt nun freylich bey uns nicht der Fall. Nach der Meynung eines einſichtsvollen Entomologen, iſt der graue Kaͤfer, der Rhynchaenus, fruͤher Curculio prassicae, deſſen Larve eine derjenigen iſt, welche die zarten Saamen⸗ koͤrner des Rapſaats zerſtoͤrt, das gruͤnlich und ſchwarze Kaferchen, die Nitidula aenea und chrysomela cochleariae armonaciae. Die erſtere richtet den groͤßten Schaden da⸗ durch an, daß ſie durch Abnagen der Staubbeutel die Fructifications⸗Organe der Pflanzen zerſtoͤrt. Zu dem Erdfloh gehoͤrt auch wohl die altica lipidü und die min⸗ der ſchädliche altica nemorum. — 110ñ— haben breite dunkelgruͤne Blaͤtter getrieben; jeder Blatt⸗ Anſatz bringt viele Bluͤthen, ſie ſcheinen alle geſund. Ob ſte einen ertraͤglichen Ertrag geben,— ob ſie des gaͤnzli⸗ chen Verluſtes an manchen leer gewordenen Plaͤtzen unge⸗ achtet noch eine halbe Erndte geben werden,— muß der naͤchſte Monat lehren. Auf meine verfrorenen Waitzenfel⸗ der, die alle auf 600 bis 640 Fruchtbarkeit ſtehn, habe ich Sommer⸗Rapſaat geſaͤet. Ich habe ſehr ſchoͤne Saat aus dem Reiche kommen laſſen. Ich habe ſie theils gedrillt, theils breit geſaͤet. Da ich dieſe Kultur gar nicht kenne, habe ich auf verſchiedenen Feldern von 2 bis 3 auf 100 ◻Ruthen geſaͤet, auf Einem Felde etwas à 1 4¼, etwas à 2, etwas à 3 3 gedrillt; ſogar etwas breit à 4 geſaͤet. Alls Land iſt durchaus rein und muͤrbe, die Saat iſt vom 24ſten bis den 31ſten May ſehr gut in die Erde ge⸗ kommen; die feuchte Witterung wird, beſonders wenn wir in den erſten Tagen des Junius warme Witterung haben, ihr Aufkommen beguͤnſtigen. Unter ſo vortheilhaften Um⸗ ſtaͤnden muß ſie(wenn keine aͤußere Unfaͤlle kommen) die hoͤcſſt moͤgliche Erndte geben. Ich verſpreche mir aber uͤberhaupt von dieſer Frucht nicht viel. Gerne werde ich einen Bericht uͤber den Erfolg meines Verſuchs ablegen, weil es doch die einzige Frucht bleibt, welche beym nicht ſeltenen Mißlingen der Winter⸗ ſaat und bey der ſpaͤteren Saatzeit, in welcher man ſich gewoͤhnlich zum Umpfluͤgen entſchließt, auf ſo geilen Bo⸗ den geſaͤet werden darf. 6. K l e e. Im Jahre 1819 ward der Klee, der zum gruͤnen Ver⸗ kauf beſtimmt iſt, mit 10 c auf 100 ORuthen vom 10ten bis den 30ſten April auf Winterwaitzen geſaͤet, welches ecid zbor ſ gewaht und g ertſeht, dß aus keite ler Das Lan di din 1 Klees gar In Augu bedeck, dis üörige E In Ma theil berbren Agen diſts, gnuorden E⸗ di Stheden Der erſte 142 8, G. zvehte 1002 Tede bernie Die Pn lp 113 1;. Ar Durgjſon Päüte, i ſo dir af. dthn 18 pt Ano 8 weſen. Ir Das twoane das Product Der in V wächſen, er V dixpig, de It dieſ ben; jder zalle geiud d dd ſe des in dnen Pläten ng erden,— mf n rorenen Wrbenit tbarkeit ihn, ſid e ſehr ſün Em he ſie theits alt ur gar rict im 12 bis 3 B 1 twas à 12 h) breit à4 B h ibe, die Santi in die Erde 9 ponders wenn wi Biterung habe vorthelhaften ln fäll komnen) d erſpreche ni tr über den Eri die einzige Fu ingen der Wünt welcer man ſit auf ſo päen d de zun git dr Dhuten wulle ten geſt n Land zuvor gewalzt, geeggt, und nach der Saat wiederum gewalzt und geeggt wurde, wodurch dann ſo viel Krume entſteht, daß die Saat gleichfoͤrmig aufkoͤmmt, und durch⸗ aus keine leeren Stellen ſpaͤterhin ſich anfinden. Das Land ſtand im Durchſchnitt auf 5680 Fruchtbarkeit. Die Duͤrre des Jahres 1819 war dem Wachsthume des Klees gar ſehr hinderlich. 4 Im Auguſt ſchien nur auf der Haͤlfte des Landes der Boden bedeckt, etwa ½ Theil war gaͤnzlich vertrocknet; um das uͤbrige Eindrittheit ſah es mißlich aus. Im May⸗Monat 1820 war freylich wohl ein Sechs⸗ theil verloren; alles Uebrige hatte ſich bey dem haͤufigen Regen dieſes Fruͤhjahrs gebeſſert. Mehreres war ſehr gut geworden. Es konnte am 27ſten May der Anfang mit dem Schneiden gemacht werden. Der erſte Schnitt gab im Durchſchnitt 500 Bund à 12 9, 6000 gruͤnen Klee fuͤr 100 ◻ Ruthen, der zweyte 400 Bund, der dritte Schnitt ward meiſtens zur Weide vermiethet. Die Production von 1200 3 gruͤnen Klee erforderte alſo 113 ⅜° Fruchtbarkeit im erſten, 142 im zweyten Schnitt. Der Durchſchnitt der Fruchtbarkeit waͤhrend der letzten acht Jahre, in ſo ferne es auf den erſten Schnitt ankoͤmmt, war auf 47 Koppeln 930, folglich iſt dieſes Jahr um etwa 18 ⅞ pEt. ſchlechter als ein Durchſchnittsjahr geweſen. Anno 1813, 14 und 16 waren ſchoͤne Kleejahre ge⸗ weſen. Ihr Ertrag ſtand 15 pEt. uͤber den Durchſchnitt. Das trockne Jahr 1819 war das ſchlechteſte von allen; das Product war 45 pEt. unter dem Durchſchnitt. Der im vorigen Fruͤhjahr geſaͤete Klee iſt trefflich ge⸗ wachſen, er ſtand Ende Auguſt nach der Waitzen⸗Erndte ſo uͤppig, daß er nothwendig abgehuͤtet werden mußte. In dieſem Jahre war er im April ſchon 12 Zoll hoch, — 142— anfangs May 1 ¾ Fuß, ſo daß ſchon am 9ten May der Anfang mit dem Schneiden gemacht werden konnte. Nach dem eingefallenen kalten Wetter iſt er indeß bis heute, den 28ſten May, um nichts gewachſen; der Nacht⸗ reif hat ſogar den oberen Blaͤttern geſchadet. Auch giebt er bis jetzt nur 400 Bund pr. 100 ◻ Ruthen, welches aber der ſehr froͤhlich wachſende zweyte Schnitt erſetzen kann. Der in dieſem Jahr geſaͤete Klee iſt unter Beguͤnſti⸗ gung der feuchten Witterung trefflich aufgelaufen. Im Ganzen angenommen, war alſo das Jahr 1820 fuͤr Flottbeck: Waitzen⸗Stroh 142 pCt. uͤber, Korn(obgleich der Quantitaͤt nach 5 pEt. uͤber, dennoch der Beſ chaffen⸗ heit wegen) etwa 30 pEt. unter dem Durchſechnitt. Rocken⸗Stroh 20 pEt. uͤber, Korn etwa eine Durch⸗ ſchnitt⸗Erndte, durch die Beſchaffenheit eines Theils indeſſen vermindert. Hafer im Stroh 8 pEt. uͤber, im Korn 23⅔ pEte unter dem Durchſchnitt. Kartoffeln 9ꝛ pCt. uͤber dem Durchſchnitt. Rapſaat etwa 17 pECt. uͤber dem Durchſchnitt. Klee 18 ¾ pCt. ſchlechter als der Durchſchnitt. Was die Ausſichten dieſes Jahrs betrifft, ſo ſcheinen ſie fuͤr den durch den Winter erhaltenen Waitzen, wie fuͤr den Rocken guͤnſtig, fuͤr Rapſaat ungemein traurig. Was nicht umgepfluͤgt iſt, wird ſchwerlich uͤber 5 Tonnen pr. Tonne Landes auf reichem Boden, auf nicht reichem Bo⸗ den viel weniger geben. Klee ſcheint beſſer zu werden als im vorigen Jahre; aͤber den Hafer laͤßt ſich noch gar nichts ſagen. Am Ende Juny 1821. Daghiez landn am gten Aww den konnte. er iſt er ind aühſen; der luh⸗ ſcadet. Auh ga U Nuthen, wäte Schnitt erſeten i. iſt unter Beii aofgelaufen. alſo das Jähr d Korn(Cbgleih d h der Beſchrfi⸗ dem Durchſthni etwa eine d gaffenheit ein Korn 235 pm ſſchnitt. rchſchnitt hſchnitt. betifft, ſo ſin Waizen, wiit ein traurig. A. ber 5 Totnen! fruict vühen d in votign B zts ſagen Ueber die Kultur der Sommerrapſaat in Flotbeck 1821. F 8 — 4 Voght's landwirthſchaftl. Schriften 1r. Bd. — Unn ſt ſtwer gt um ſo fruhe 4 den J ßs ihi dr i die vaterge ſcherlih d in diſen Ivar di Kartffl berſtormer? Atſaat wen Duuch 8 der Fl hen d zu verſche niger dit Da in nöglicſee ls kein; Ervartung dn frühe ⸗ Ungern ſcheidet der Menſch von ſeinen Hoffnungen und ſchwer geht der Landmann daran, ſein Rapſaatfeld, welches ihm ſo frohe Ausſichten gewaͤhrte, unterzupfluͤgen. Hat er einmal den Monat May fruchtlos abgewartet, ſo bleibt ihm nichts uͤbrig, als Gerſte oder Sommerrapſaat zu ſaͤen. Der uͤbergeile Zuſtand des Rapſaatfeldes, welcher durch die untergepfluͤgten Pflanzen noch vermehrt wird, giebt ſicherlich Lagerkorn; daher haben ſich ſehr viele Landwirthe in dieſem Jahre fuͤr die Sommerrapſaat entſchieden. Zwar nicht in meinen verfrornen Rapſaatfeldern, wo die Kartoffel mir vortheilhafter iſt, ſondern auf 6 meiner verfrornen Waitzenfelder habe ich gleichfalls zur Sommer⸗ rapſaat meine Zuflucht genommen. Durch die Herren James Booth u. Soͤhne habe ich aus der Flotbecker Baumſchule ſehr ſchoͤnen Saamen er⸗ halten. Da mir die Kultur neu war, ſo habe ich verſucht, zu verſchiedener Zeit im May⸗Monat und mehr oder we⸗ niger dick zu ſaͤen. Da ich den Grad der Fruchtbarkeit dieſer Felder mit moͤglichſter Genauigkeit beſtimmen konnte, ſo hoffte ich hier, falls kein Zufall und keine Einwirkung der Witterung meine Erwartungen betrogen, den Einfluß bemerken zu koͤnnen, den fruͤhe oder ſpaͤte Saat, dick oder duͤnne, in Zeilen oder 8* — 116— breit ſaͤen, ſo wie die Vorfrucht auf den Ertrag haben koͤnnten. Die Saat kam auf allen Feldern trefflich in die Erde, ging ſehr gut auf, hat weder von der Witterung noch von irgend einem Inſekt etwas gelitten, hatte gute Bluͤthezeit, und treffliches Wetter zum Reifen,(⁷) trug die auf Feldern dieſer Fruchtbarkeit hoͤchſt moͤgliche Erndte, hatte beym Schneiden und bey dem Hinbringen zum Droͤſchen nichts verloren, war an Schwaͤrze, glaͤnzendem Anſehn, ſelbſt in der Groͤße der Koͤrner ſchwer von der Winterſaat zu un⸗ terſcheiden, falls dieſe nicht außerordentlich großkoͤrnig war. Was man von dieſer Saat erwarten kann, hat ſie mir geleiſtet, und daher halte ich es nicht fuͤr unnuͤtz, meine Er⸗ fahrungen uͤber dieſe Kultur mitzutheilen. Nicht alle obgleich gute Sommerſaat wird ſo groß wie die meinige ward, auch nicht immer ſo ſchwarz; dann aͤhnelt ſie der Ruͤbſaat allerdings und dadurch ſind gar viele Landleute in dieſem Jahre um ihre Erndte gekommen. Wer alſo nicht ein genauer Kenner dieſer Saat iſt, thut wohl, ſich nur an Verkaͤufer zu wenden, deren Charakter und Saatkenntniß keinem Zweifel unterworfen ſind. Die auflaufende Saat hat bey der Duͤrre oft viel vom Erdfloh zu leiden. Ich kenne einen Landmann, der drey mal geſaͤet hat. Daher iſt es rathſam, zwar eine feuchte Witterung abzuwarten, aber dennoch nicht zu ſpaͤt mit der Saat anzufangen.. Man pflegt ſich ſehr fuͤr Kaͤlte zu fuͤrchten. Mir iſt aber in dieſem Jahre ein Fall bekannt geworden, wo auf einem dicht daran ſtehenden Felde das Kartoffelkraut erfro⸗ (0) Spaͤt im Auguſt beſtel ein Roſtthau beſonders die Spitzen der Schooten: dieſe wurden blaß und an den Enden welk. Indeſſen reichte es nicht an die Koͤrner. zen ferneten V ren vrr, 0 3ih hi geit d. fm, die B und g bch. fod un ſi Klitten, ten ziit men, um Hälſte der kkngu i iſm, var mm de de büit, de v dinen Jiſ Sond Tagen des man gewin jirigen Lan V Ir En ſs um Aiſ t aab ſielter Ge udehwen. — N. nit 4 ſand am 1oter icht, d Ertrag had ſlich in die Ei, terung noch dmn gute Blüthezet die auf Feldern e, hatte beym diiſchen richts Anſehn, ſelhſt i dinterſaat zu w⸗ großtörnig uer kann, hat ſe mi nnüß, meine b⸗ witd ſo guß ſchwarz; dam adurch ſind ger Erndte gekoumm. r Saut iſt, deren Charuit xfen ſind. rre oft viel bon nann, der dic wat eine feucht a ſpat wit der bum wo atoofekralt imn eſonders diesſta an den En di ger. — 117— ren war, ohne daß dieſer Grad der Kaͤlte der Rapſaat ge⸗ ſchadet haͤtte. Ich habe eine kleine Flaͤche zur Probe am 5ten May geſaͤet. Die Saat war am 15 en groͤßtentheils aufgelau⸗ fen, die Blaͤtter waren breit und geſund. Die Kaͤlte hielt den ferneren Wachsthum zuruͤck.(40 Waͤrme bey Nacht und 90 bey Tage.) Am 31ſten May ſtand die Pflanze ge⸗ ſund und friſch mit 3 bis 4, am 6ten Juny mit 4 bis 6 Blaͤttern, am 9ten war ſie 1 bis 1 ⅞ Zoll hoch, am 14ten zeigten ſich Blumenknospen, am 20ſten die Blu⸗ men, am 26ſten war die Pflanze 2 Fuß hoch und die Haͤlfte der Bluͤthen offen. Am 2ten July war der Haupt⸗ ſtengel 3 bis 4 Fuß hoch, hatte viele Nebenſtengel getrie⸗ ben, war dem Verbluͤhen nahe. Am Loſten July war das Beet nach einer ſchoͤnen Bluͤthezeit gaͤnzlich abge⸗ bluͤht, die vollen Schooten anderthalb bis 2 xJou lans von keinem Inſekt beruͤhrt worden. Sonach glaube ich, daß man woyl thut, in den erſten Tagen des May⸗Monats mit der Saat anzufangen; man gewinnt gar viel dadurch, daß die fruͤhere Erndte den uͤbrigen Landarbeiten weniger hinderlich wird.. In Sachſen und Thuͤringen iſt die Saatzeit vom 1ſten bis zum 24ſten Juny, dies iſt aber fuͤr uns ſicherlich zu ſpaͤt. Am beſten moͤgte es fuͤr den Landmann paſſen, nach beſtellter Gerſtenſaat die Ausſaat der Sommerrapſaat vor⸗ zunehmen. Meine Felder ſelbſt ſaͤete ich: No. 1. Zum Verſuch wie dick man ſaͤen duͤrfe, breit mit 4 13 pr. 100 R. am 13ten May. Die Saat ſtand am 1ſten Juny mit 2, am 14ten mit 4 Blaͤttern. Den 12ten July hatte ſie ihre groͤßte Hoͤhe von 3 Fuß erreicht, den 16ten ſtand ſie in voller Bluͤthe. ͤͤͤͤ“— ö“ “ — 118— No. 2 ward den 19ten May gedrillt. Ich hatte die kleinſten Loͤffel der Cookſchen Maſchine, die zum Kleeſaͤen gebraucht werden, ſo weit ausbohren laſſen, daß jeder Loͤffel 4 bis 5 Koͤrner faßte: dies gab mir auf 100 ◻R. nicht volle 2 ³; die Reihen waren 12 Zoll von einander. Die Pflanze hatte am 15ten Juny das 4te Blatt, am 1ſten July 2 Fuß, am 16ten 4 Fuß Hoͤhe, und ſtand den 20ſten July in voller Bluͤthe. No. 3. Breit geſaͤet den 22ſten May mit 2 pr. 100 R., im Wachsthum wie No. 2. No. 4. Breit geſaͤet den 23ſten May mit 3 pr. 100 ◻R., im Wachsthum wie No. 2. No. 5. Gedrillt den 28ſten May 1 ½ pr. 100 0R., hatte den 26ſten Juny das 4te Blatt, war den ½ July in Bluͤthe, ward 3 bis 4 Fuß hoch. No. 6. Breit geſaͤet den 29ſten May 3 5 pr. 100 ◻ R., im Wachsthum wie No. 5. Ein kleiner Verſuch, am 24ſten Juny zu ſaͤen, hatte die erwartete Wirkung. Am 3ten Auguſt waren die Pflan⸗ zen nur 1 Fuß hoch in Bluͤthe, am 14ten waren die Blumen ohne anzuſetzen abgefallen. Sollte bald nach dem Saͤen der Sommerrapſaat auf lehmigtem Boden ein ſtarker Regen fallen, ſo iſt es rath⸗ ſam, bey dem Erſten trocknen Wetter die Saat tuͤchtig aufzueggen. Auf No. 3, 4, 6, war Klee mit der Rapſaat geſaͤet woorden, der langſamer als unter dem anliegenden Som⸗ merwaitzen ſich zeigte, bald aber ſehr friſch und eben ſtand. Es iſt etwas Huͤhnerſchwarm(alsine media) darunter, wel⸗ ches ſich unter dem andern nicht findet. Um die Mitte Auguſt ſchien die vor dem 20ſten May geſaͤete Saat trockner und reifer; auf der ſpaͤter geſaͤeten waren die Schooten weich und etwas welk. — d vill Gon Fingr auf ſi. N. 5 vedden, dl Saat kant wel ſe ſe ausfill. Mlhen lig in öket 1 aſ Mneder Daß wenn man the nan ſ Do konre ban hoh Tage 5 Hawbu ihre äne brauchten beit it b wir viel berechnen Pferde 1 88 Vortheil. Ich hatt a ie zan leſta daß jeder lifl f 100 DR. ii oll von einender 4ee Jat, am he, und ſtmd dn day mi Aup Nay mit 3b n 8 pr. 100 U ar den 15 N) bpr. 100 N. iy zu ſten, he waren die Pice⸗ 14ten waren d mmmerrapſaat ai „ſo iſt es uih de Saat tüchtt et Aapſadt gſt anliegerden En ſch und Get n za) durute n or dem Mhn g der ſptin fuu well. — 119— No. 1 bis 4 konnten am 20ſten Auguſt gemähet wer⸗ den. Ich brauchte dazu die gewoͤhnliche Kornſenſe. Ich ließ hier wie beym Schneiden der Winterrapſaat mit dem Maͤhen anfangen, als die Koͤrner dunkelgruͤn waren und ſo viel Conſiſtenz hatten, daß ſie beym Rollen unter dem Finger auf einem glatten Tiſche gehoͤrigen Widerſtand lei⸗ No. 5 und(6 konnten erſt am Zten Septbr. gemaͤht werden, als die Erſte Saat ſchon gedroſchen ward. Dieſe Saat kann man laͤnger ſtehen laſſen als die Winterſaat, weil ſie ſelbſt beym Maͤhen mit der Senſe durchaus nicht ausfaͤllt. Auch kann ſie ohne Gefahr viel laͤnger nach dem Maͤhen liegen. Die am 3ten Septbr. gemaͤhete Saat ward am 23ſten ausgeritten und hatte unterdeſſen 11 Regentage gehabt. mnaoe iluen aunz wernane Es fiel nichts aus und dieſe Saat war ſchwaͤrzer und glänzender als die, welche minder lange gelegen hatte. Daß das Anſehen der Rapſaat uͤberhaupt ſchoͤner wird, wenn man die Saat 14 Tage auf dem Boden liegen laͤßt, ehe man ſie ſiebt, iſt eine bekannte Sache. Das Ausreiten der Rapſaat hat mich uͤber 12 m pr. Tonne Landes gekoſtet. Ich bezahle in der Erndte ſehr hohen Tagelohn; ich rechne meinen Pferden ihr Futter nach den Hamburger Marktpreiſen an, auch rechne ich auf ſie ihre eigne, ſo wie die Abnutzung des bey ihrer Arbeit ge⸗ brauchten Inventariums. Schmiede⸗ und Rademacher⸗Ar⸗ beit iſt bey uns ſehr theuer. Daher muͤſſen die Koſten bey mir viel groͤßer erſcheinen als andere Landwirthe ſich ſolche berechnen. Wenn ich den Sommer⸗Arbeitstag meiner Pferde bey Mittelpreiſen des Korns und der Fourage zu 1 mg S ſt rechne, ſo hat dieſe Conto eher Schaden als Vortheil. △△——1“ — 120— Ehe ich zu dem Ertrag uͤbergehe, wird es noͤthig ſeyn, die Natur der mit Sommerrapſaat in dieſem Jahre beſaͤe⸗ ten Felder ſo weit zu bezeichnen, als es ohne chemiſche Un⸗ terſuchung des Bodens, mit der ich gerade jetzt erſt be⸗ ſchaͤftigt bin, geſchehen kann. Ich weiß gar wohl, daß ohne eine genaue Kenntniß der Beſtandtheile,(s) dem was ich hier ſagen werde die noͤthige Beſtimmtheit fehlen wird. Bis ich dieſes nachholen kann, mag die folgende Beſchrei⸗ bung aushelfen. Mein Boden auf der Pachtung i im kleinen Flotbeck be⸗ ſteht aus einer verſchiedenen Miſchung von todtem Lehm und todtem Sand, der faſt alle ſeine humoͤſen Theile der Kultur verdankt. Der laͤnger kultivirte Theil hat alſo ei⸗ nen entſchiedenen Vorzug vor dem, der erſt ſeit 20 bis 25 Jahren zur Kultur gekommen iſt. Jener gehoͤrt in die erſte, dieſer in die zweyte Klaſſe meiner Felder. Der lehmhaltige Sand macht in beyden Claſſen die erſte Unterabtheilung a bezeichnet, der ſand⸗ haltige Lehm die zweyte b. Ich muß dabey bemerken, daß die vorigen Beſit itzer vorzugsweiſe das leichtere Land bebauet haben und daß daher die erſte Abtheilung beyder Claſſen in der Regel einen Vorzug vor der zweyten hat. Die allgemeine Unterlage iſt Lehm: daher der Boden im Ganzen kaltgruͤndig iſt— am mehrſten ſo in den Un⸗ terabtheilungen b. An einigen Stellen liegt unter den Lehm⸗ ſchichten, Thon⸗Mergel, der etwa 20 vat. fohlenſauran 60) Ich will damit auf keine Weiſe meine Ueberzeugung an⸗ deuten, daß die chemiſche Unterſuchung uns alle auf die Vegetation wirkende Beſtandtheile kennen lehrt. Ich bin vielmehr uͤberzeugt, daß dieſe Vorausſetzung die Quelle vieler ſehr ſchädlicher Irrthuͤmer iſt; demungeachtet kann von ihrer Unentbehrlichkeit niemand uͤberzeugter ſeyn als ich. Kalt ethlt ſr veſtid Frindet E gon der G zur aſte glundenn 1 tor wen ſanl durthn chärtet, da bgraſt ſch Nolcus lanat as; Alpe rripe; abe iunſen at ſpa ihend Smnis wem, Ach vonchus anyfer; ra mis arrens Nichthun d ioſen Unttim biet und b Auhner und ſther für Ka d ön E Durc durch verde tieſes Unte b ſand und Adingung, b de Kraft Iner UUukra L nichi ſen, ſen Jahre b hne chniſhelh rade jett eſt gat wil, dy eile,G) dn va ntheit faen vin⸗ folgeie detui leinen Flobet von todtm la moͤſen Theilen Theil hat all t ſeit 20 bis b die zweyte Klaſſe wacht in bedde hnet, der ſald bey bemerken, di tere Land beeu g beyder Gliſ —n hat. daher der Bode n ſo in den U gtunter den Lehw gEt. bhlerſoume eUebezengung g uns älle ufi nnen lehrt. Jhli nſedung died demungerctttin d ibenkenn ſn - 121— Kalk enthaͤlt, der auch ſeinerzeit auf dieſen Feldern mit ſehr verſchiedenem, durch die Beſtandtheile der Felder be⸗ gruͤndetem Erfolg benutzt worden iſt. Von den oben erwaͤhnten Feldern gehoͤrt No. 2, 4, 5, 6 zur erſten Claſſe b, alſo zu den ſchon laͤnger in Kultur geſtandenen ſandhaltigen Lehmfeldern. Dieſer Boden hatte noch vor wenigen Jahren nur 8 Zoll Ackerkrume. Er iſt ſchnell durchnaͤßt und durch Sonnenwaͤrme ſchnell zu Stein erhaͤrtet, dann nur durch die Stachelwalze zu zerkruͤmeln, begraſet ſich ſchnell mit mehrern Arten von Poa, Viehgras; holcus lanatus, Honiggras; Agrostis spica venti, Seidel⸗ gras; alopecurus, Fuchsſchwanz; bromus mollis, weiche Trespe; aber auch leider mit triticum repens, Queken; und in naſſen Jahren mit der ſo ſchaͤdlichen agrostis stoloni- fera, kriechendes Windhalmgras. Sinapis arvensis, wilder Senf; raphanus raphani- strum, Ackerrettig; polygonum avicularis, Wegetritt; sonchus arvensis, Saudieſtel; rumex acetosella, Sauer⸗ ampfer; ranunculus repens, kriechende Ranunkel; anthe- mis arvensis, Ackerkamille und im Verhaͤltniß mit ſeinem Reichthum der Huͤhnerſchwarm, alsine media; ſind die haͤu⸗ figſten Unkraͤuter. Der Boden iſt, wenn er gehoͤrig bear⸗ beitet und beduͤngt worden, vorzugsweiſe fuͤr Waitzen, Bohnen und Klee tauglich, minder fuͤr Rapſaat, un⸗ ſicher fuͤr Kartoffeln, traͤgt trefflichen Hafer in der 5ten und 6ten Saat, untauglich fuͤr Gerſte. Durch haͤufig durchgezogene Graͤben, hauptſaͤchlich aber durch verdeckte Abzuͤge, ſeit 1818 durch 12 bis 15 Zoll tiefes Unterrayolen dick bewachſener Narbe im gruͤnen Zu⸗ ſtand und mit einer zu der rohen Erde verhaͤltnißmaͤßigen Beduͤngung, haben ſich viele von den Fehlern verloren und die Kraft des Bodens hat ungemein zugenommen. Einige jener Uukraͤuter haben, ſo wie die Saͤure im Boden ſich — 122— verlor, zum Theil der Melde, chenopodium viride, der kleinen Wicke, vicia cracca, der Ackerdieſtel, serratula ar- vensis, Platz gemacht. No. 1 gehoͤrt in die 2te Claſſe a, ſteht minder lange in Kultur und gehoͤrt zum lehmhaltigen Sand, hatte etwa 7 Zoll Krume, vorzuͤglich geeignet zu Kohl, Kartoffeln, Rapſaat, Klee, Rocken, Waitzen nach Klee, hat die Un⸗ kraͤuter eines leichten Bodens. No. 3 gehoͤrt in die 2te Claſſe b der Unterabtheilung b, iſt der erſten Klaſſe aͤhnlich, nur in einer niedrigern Po⸗ tenz und traͤgt beſonders sinapis, raphanus, ranunculus repens und sceleratus, rumer patientia,(großer Ampfer) equisetum arvense(Ackerkannenkraut). Beyde Felder ſind ſchon rayolt worden, haben vieles von ihrem natuͤrlichen Zuſtand verloren, aber noch einige Rohheit beybehalten.() (²) So mangelhaft dieſe Beſchreibung auch iſt, ſo mag doch wohl manchem dieſe Sorgfalt zu aͤngſtlich ſcheinen. Von dem wahrhaft praktiſchen Landmanne fuͤrchte ich das nicht. Ich halte geradezu jede Empfehlung irgend einer Kultur fuͤr gefaͤhrlich, ja beſtimmt fuͤr ſchaͤdlich, wenn nicht alles genau ausgedruͤckt werden kann, wodurch die Erfah⸗ rung bedingt wird. Wenn Kraͤfte und Muſſe es mir erlauben, ſo hoffe ich . mit der Zeit die chemiſche Unterſuchung meines Bodens in den verſchiedenen Klaſſen deſſelben, eine genauere Be⸗ ſchreibung der wild wachſenden Unkraͤuter, mit der Be⸗ ſtimmung der durch den Ertrag erwieſenen Fruchtbarkeit der ungeduͤngten Oberflaͤche, zugleich vorlegen, und da⸗ durch ein nicht ganz unintereſſantes Reſultat liefern zu koͤnnen. Daß ich mit der botaniſchen Unterſuchung ſchon ziemlich weit vorgeruͤckt bin, verdanke ich groͤßtentheils den Bemuͤ⸗ hungen des Herrn Staudinger im großen Flotbeck. Die⸗ ſer aͤuſſerſt praktiſche und zugleich wohl unterrichtete Land⸗ wirth ſucht aus einem leichten, undankbaren, fern vom Mergel liegenden Boden mit der geringſt⸗moͤglich⸗ ſten Verwendung, bey einem angemeſſenen Roh⸗Ertrag b du L dr in Heth No. 31 N. b rohnheit und A b. thit N undan Ein nir in jde da di ſo nchke e iner Pfluh ierfäſg ſ Haitenſaat hut z ſch nit wi in den g thut gende vent riſen der ben nchen Niin⸗E tenden men fit «ghe aniſer ſgitt Ahene seine «Rec «den 6 uund 6 Nal annd «wiſe diom firlle,n itel, serrauuls a. ſtcht vinde l MSand, att ee Koll, Katfit Klee, hat deſd der Unternöſein, einer niedrign hanus, rausnoll ia,(großer Aufi ren, haben vil , aber noch ein auch iſt, ſo mag i ngilich ſcheinen d efürchte ich ds it Fitgend einer Kal idlich, venn iit , vodurch die ei klauben, ſo hofe 1 hung meines Boh n, eine genaueredh tänter, mit der 5 vieſenen Fruütdatt ſich votlegen, und s Reſultat liefen rſuchung ihht ſun oßtentheil dad 3 roßen lotzet.) vohl unteriich 4, dankbaren fen 1 t der geiminn eeneſenen n'en — — 123— Die Vorfrucht von No. 1, 2, 5 war Klee geweſen, der im Herbſt gruͤn unterrayolt war. Man No. 3 und 4 waren Kartoffeln geweſen. No. 6 war geduͤngter Hafer geweſen(gegen alle Ge⸗ wohnheit und aus ganz beſonderer Urſache).— Alle 6 Koppeln waren im Herbſt 1820 mit weißem engliſchen Waitzen beſaͤet geweſen, der verfroren war. Sie wurden Einmal ſchmal und tief umgepfluͤgt. Der Boden war in jeder Hinſicht im wuͤnſchenswuͤrdigſten Zuſtande. Da dieſe feine Saat ſehr pulveriſirten Boden erfordert, ſo moͤchte es wohl nicht allenthalben gerathen ſeyn, es bey Einer Pflugart bewenden zu laſſen. Es mag daher nicht uͤberfluͤſſig ſeyn, kuͤrzlich anzuzeigen, wie mein Boden zur Waitzenſaat zubereitet wird. Der Kraft⸗Grad des Bodens haͤngt zu ſehr mit von der Bearbeitung ab, als daß dieſe nicht mit in Betracht gezogen werden muͤßte. den groͤßten Rein⸗Ertrag heraus zu bringen. Dieſes thut er beſonders mit der allenthalben ſelbſt Hand anle⸗ genden Thaͤtigkeit, die ſo erſtaunlich viel leiſten kann, wenn die ſicheren Handgriffe von Erfahrung und Kennt⸗ niſſen geleitet werden; ſo macht es der engliſche Farmer, der brabander Landmann— ſo wird es in kurzem jeder machen muͤſſen, der vom Ackerbau leben, den hoͤchſten Rein⸗Ertrag herausbringen, und, bey der ſich taͤglich meh⸗ renden Concurrenz, beym Ackerbau ſein ſicheres Auskom⸗ men finden will. „Theoretiſches Wiſſen und die Auffaſſung der Huͤlfs⸗ „wiſſenſchaften an ſich(ſagt einer unſerer thaͤtigſten land⸗ «wirthſchaftlichen Schriftſteller in einem nun eben erſchie⸗ anenen, in mancher Hinſicht bedeutenden Werke) geben „keine Befugniß, das Gewerbe ſofort praktiſch fuͤr eigne „Rechnung zu betreiben, deuten vielmehr faſt jedesmal «„den unfehlbaren Ruin an. „Ob meine Saͤelente in quali und quanto, meine Haker «und Pfluͤger, meine Egger, Maͤher, Binder, in Zeit und „Raum ihre Schuldigkeit thun, kann kein Theoretiker „und(moͤchte ich hinzuſetzen) kann nur der Praktiker „ wiſſen, der ſelbſt mit Hand anlegt oder mindeſtens im — 124— Wenn ich Waitzen nach Klee baue, ſo wird die Klee⸗ narbe in einem bewachſenen Zuſtande durch 2 hinter einan⸗ der folgende Pfluͤge, letzterer mit 4 Ochſen beſpannt, 15 Zoll tief untergepfluͤgt und ſorgfaͤltig eingetreten, damit die folgende Pflugart nichts davon wieder heraufbringen koͤnne. Auf dieſe Weiſe iſt die Wirkung der Kleenarbe auf den Reichthum bey mir der Wirkung von mindeſt 3 Fudern Duͤnger gleich; die Kraft gewinnt durch die Erwaͤrmung, welche die dicke, viel atmosphaͤriſche Luft einſchließende Narbe der Oberlage gab, indem ſie die Durchkaͤltung durch die Unterlage verhindert. Ich habe in dieſem Jahre einen auffallenden Beweis, wie ſehr die warme Feuchtigkeit, welche ſie zugleich tief am „Stande iſt, es beſſer wie ſeine Leute zu machen.“— Eine unendliche Vertrautheit mit den Handgriffen, ſchnel⸗ len, durch den praktiſchen Blick geſchaͤrften Entſchluß; das Durchſchauen ſeiner Untergebenen und insbeſondere ſeiner Arbeiter und deren Werth oder Unwerth; Feſtig⸗ keit, Geduld und Ausdauer bringt der engliſche Paͤchter mit, wenn er ſein Kapital in einer kleinen Pachtung an⸗ legt, außer ſeinem Inventarium noch wenigſtens zwey⸗ mal ſeine Pachtſummen nachbehaͤlt und von dieſem allen 12 und im guͤnſtigſten Falle 20 pCt. erwartet. Wenn ich, was Herrn Staudinger betrifft, nun hinzu⸗ ſetze, daß meine, nur eine Viertelſtunde entlegene Wirth⸗ ſchaft, das ganz entgegengeſetzte Problem zu loͤſen ſucht, bey der groͤßt⸗moͤglichſten rationellen Auslage durch den hoͤchſten rohen zu einem angemeſſenen Rein⸗Ertrag zu kommen, ſo glaube ich zur Empfehlung dieſer Unter⸗ richts⸗Anſtalt ſagen zu koͤnnen, daß ſie gerade das Beduͤrf⸗ niß des Augenblicks erfuͤllt, wozu denn noch kommt, daß ihre Benutzung durch die Maͤßigkeit der Bedingungen gar ſehr erleichtert wird. Auf allen Fall ſcheint ſie mir eine gute Vorbereitung fuͤr den ganz praktiſchen Unterricht, den der junge Mann ſpaͤterhin bey tuͤchtigen Paͤchtern und Verwaltern erhaͤlt, oder fuͤr den hoͤheren, die Praxis mit der Theorie verbin⸗ denden Unterricht, den das treffliche Moͤgliner Inſtitut gewaͤhrt. — Bnden ett ſgüzt hi, Dſrindend hit legenden 30 bei lij vun Eſſ KrEchotlad lPen Reuitict we di Mtt ſcidenen Tor de tflin, ga din Dtilen! i der Wdiſe e gwelg. da die eiftornen T Vortſeil ain auch hir E wüben Enff ſ niir na Ingliges fac inum n deholt ab uc) gchſt henhag laſſen. außer von de improy Piug⸗ dent. „ſo wid di g acch 2 hinter äm Scſen beſtent, (ngetretn, dwtn heraufbuun üm der Klenateuf de 1 nindct a fiden rch die Ewirum e Luft einſcliczwd dDarchkülnn i euffallenden Bei ſee zugleich tija ute zu machen. Handgriffen, ſche ſhätſten Entſchlt en und insbeſonde der Unwerth; Feſt der engiiſche Jiche kleinen Pachtung n och wenigſtens zi ind von dieſen ile erwartet. hettifft, nut ſitir de entlegene Vith plem zu löſen ſach Anslage durch den gen Rein⸗Ertrag z thlong dieſet Vate⸗ ie gerde d Beͤli enn noch konmt, eit der Bedingunt ge gute Brtherinn „den der jangegnn and Verwaltenn rü ſnit der dhevli rüin che Migline Nhüint Boden erhaͤlt, die Kartoffelpflanze vor dem Welken ge⸗ ſchuͤtzt hat, welches bey den ſcharfen, kalten, ausduͤrrenden Oſtwinden der letzten Haͤlfte des Auguſt⸗Monats die ne⸗ ben liegenden Kartoffeln befallen hatte. Ich bediene mich zum Rayolen vorzugsweiſe des gaͤnz⸗ lich von Eiſen gegoſſenen Pfluges, der ſeit einigen Jahren in Schottland eingefuͤhrt worden iſt und dem ſeine Dauer, die unwandelbare Feſtigkeit ſeiner Richtung, die Leichtigkeit, mit der er gehandhabt werden kann„ ſo wie die Nettigkeit der damit verrichteten Arbeit einen ent⸗ ſchiedenen Vorzug giebt.(1⁰) Vor dem Saͤen wird das Land gewalzt, flach ge⸗ pfluͤgt, geeggt, gewalzt, geſaͤet, untergeſchattelt und geeggt, beym Drillen wird nach dem zweyten Walzen vorher geeggt. Wird der Waitzen nach den Kartoffeln geſaͤet, ſo wer⸗ den dieſe zweymal, erſt ſehr flach, dann tiefer gepfluͤgt und gewalzt. Da die mehrſten Landwirthe die Sommerſaat ſtatt der erfrornen Winterſaat ſaͤen, ſo haben ſie auch allerdings den Vortheil eines vollkommen zubereiteten Feldes. So wuͤrde auch hier Eine Pflugart hinlaͤnglich ſeyn, wenn man vor wilden Senf und Ackerrettig ganz ſicher iſt. Iſt das nicht, ſo moͤchte nach dem erſten Pfluͤgen und Eggen ein 2⸗ und Zmaliges flaches Bearbeiten mit dem Cultivator oder dem Extirpator rathſam ſeyn, um das keimende Unkraut wie⸗ derholt zu vernichten. (²⁰) Ich hoͤre, daß die landwirthſchaftliche Geſellſchaft in Co⸗ penhagen einen eiſernen Pflug aus America hat kommen laſſen. Es wird intereſſant ſeyn, zu wiſſen, ob er noch außer dem, daß er ganz eiſern iſt, weſentlich verſchieden von dem Engliſchen iſt, der nach dem Prinzip von Smalls improved chain-plough eingerichtet, zu jeder erdenklichen Pflugarbeit tauglich iſt und gar wenig Ziehkraft erfor⸗ dert. — 126— Der Durchſchnitt der Fruchtbarkeit aller 6 Koppeln war 677°. Da in dieſem Jahre der Durchſchnitt der Fruchtbarkeit fuͤr Waitzen in meiner Umgegend 32° pr. Ht. zu ſeyn ſcheint, ſo haͤtte man, abgeſehen von allen widrigen V Umſtaͤnden, etwa 21 Hpt. Waitzen pr. 100 Quadratruthen von dieſen Feldern erwarten duͤrfen. Es iſt alſo hier von einem ſandigen Lehmboden die Rede, von dem der Landmann nach der Gahre, in der er ſich be⸗ findet, ſagt, er kann in einem guten Jahre das 10te bis 11te Korn tragen. Der Durchſchnitt der Erndte war 29 Tonnen a 192 8, pr. 100 Quadratruthen, ohngefaͤhr 7 Tonnen pr. Tonne Landes. Der zur Production von 192 4 Saat noͤthige Grad der Fruchtbarkeit war alſo 2330°. Was nun den Einfluß betrifft, den die Saatzeit, das dicke oder duͤnne Saͤen, die Vorfrucht, der hoͤhere oder nie⸗ dere Stand der Fruchtbarkeit, auf das Verhaͤltniß der Erndte zur Fruchtbarkeit jeder einzelnen Koppel gehabt hat, ſo ſcheint es,(wenn man die kleinen Differenzen nicht be⸗ ruͤckſichtigt, welche aus dem guͤnſtigen oder unguͤnſtigen Ein⸗ fluß derſelben Witterung auf die Kraft des Bodens, in verſchiedenen Epochen der Vegetation unbemerkbar und unberechenbar entſtehen) daß, was die Saatzeit betrifft, falls man die ſpaͤtere Erndte nicht ſcheuet, vom Aſten bis den 28ſten May eine gute Saatzeit ſeyn wuͤrde; da man aber oft durch die mannigfaltigen Unfaͤlle, denen dieſe Saat unterworfen iſt, zum Wiederholen derſelben ge⸗ noͤthigt werden kann, ſo denke ich, thut man wohl, fruͤher damit anzufangen. Was das dicke oder duͤnne Saͤen betrifft, ſo ſcheint die duͤnne Saat einen entſchiedenen Vorzug zu ha⸗ ben, beſonders aber die gedrillten Felder, theils weil ſie notſondiz nitt ſo lit well das 3 digs die ſen A b. hunniß der Oê Kle ſhet beinen eaſd in beh dngten Ha deſalben„A. do friſchen Af 503 mü nn Jatchi ſceint bey ſon. Sornat manne fili tragen. Ih ſu ſſtenn Ran ſien, well e hrilens, ver Gonnertorn Sedehe g — (nn) Pland Putt Neich Ruch die. Vorft ſaat g t aller 6 Ku dr Durtſigriti gegend Be m ſ z von alen näͤrie 100 Duchratmie Lehntede deed, re, in de an ſih b Jahte das lod i er Tonten al Tonnen pr. An Saat noͤthige eh die Saatzeit, d der höhere dder n das Verhäͤltnij u Koppel gejatt diferenzen nitt der ungünſtige 9” Kraft des Bon⸗ tation unbenerit s die Saatzi richt ſcheuet, ve⸗ zaatzet ſeyn wirde ſigen Uufäll, dr erholen derſellet ut wan wohl fähr Sien betrift p dern Trgu üder, hhib vil ſe — 127— nothwendig duͤnne und zugleich egal geſaͤet ſind, welches nicht ſo leicht von dem Saͤemann zu erwarten iſt, theils weil das Zmalige Scariſiciren zwiſchen den Reihen aller⸗ dings die Vegetation zu unterſtuͤtzen ſcheint; 1 ½⅞ bis hoͤch⸗ ſtens 2 ¼ ³ pr. 100 Quadratruthen ſcheint das beſte Ver⸗ haͤltniß der Einſaat zu ſeyn. Ob Klee oder Kartoffeln die Vorfrucht war, ſcheint keinen Einfluß gehabt zu haben(¹¹), auch war das Land in beyden Faͤllen gleich muͤrbe und rein. Beym ge⸗ duͤngten Hafer iſt ein kleiner Differenz zum Vortheil deſſelben, welcher wohl aus der, durch den ſtaͤrkern Reiz des friſchen Duͤngers erhoͤheten Kraft entſtehen kann. Auf 524° und 7780 Fruchtbarkeit, alſo auf den hoͤch⸗ ſten und niedrigſten Grad derſelben iſt ein kleiner Differenz zum Nachtheil gegen den Durchſchnitt. 620° bis 670° ſcheint bey mir der tauglichſte Grad der Fruchtbarkeit zu ſeyn. Sonach waͤre das Land zu waͤhlen, welches dem Land⸗ manne faͤhig ſchiene, das 9te bis 10te Korn Waitzen zu tragen. Ich habe ſchon geſagt, daß der Klee unter der breit geſaͤeten Rapſaat(unter der gedrillten kann man ihn nicht ſaͤen, weil es das Scariſiciren, den eigentlichen Zweck des Drillens, verhindern wuͤrde) etwas ſpaͤter als unter dem Sommerkorn, aber ſehr egal aufgekommen iſt— daſſelbe Gedeihen gehabt hat. Da wo die Stoppel der Sommer⸗ (*²) Allerdings iſt dem Klee, ſchon wie gewoͤhnlich die der Wirkung von 3 Fudern Duͤnger gleiche Vermehrung des Reichthums zugeſchrieben und darnach der Stand der Fruchtbarkeit des Feldes berechnet worden. Daher will die obige Bemerkung ſo viel ſagen, daß der Klee als Vorfrucht keine außerordentliche Einwirkung auf die Ray⸗ ſaat gehabt hat. — 128— rapſaat umgepfluͤgt wurde, war der Boden in durchaus rei⸗ nem und muͤrbem Zuſtande. Die Kraft des Bodens hat ſicherlich nichts verloren. Wie groß der Verluſt der Fruchtbarkeit ſeyn wird, weiß ich nicht. Im Verhaͤltniſſe mit dem Ertrag der Win⸗ terrapſaat habe ich die Tonne pr. 100 Quadratruthen auf 4° Erſchoͤpfung des Reichthums zum Verſuch angenom⸗ men. Die Folge wird daruͤber entſcheiden, ob ſie nicht et⸗ was geringer angenommen werden darf. Das Verhaͤltniß des Ertrags zur Fruchtbarkeit des Bodens mit der Winterrapſaat verglichen, laͤßt ſich daraus abnehmen, daß die Sommerrapſaat in dieſem Jahre 2330 Fruchtbarkeit zur Production von 192 bedurft hat und daß die Winterrapſaat nach einem Sjaͤhrigen Durchſchnitt nur 160° erfordert. Sonach wuͤrde Ein Feld von 9600 Fruchtbarkeit(die ich meiner Winterrapſaat wo moͤglich zu geben ſuche), welches 6 Tonnen Winterrapſaat pr. 100 Quadratruthen verſpricht, nur 4 Tonnen Sommerrapſaat geben. Dazu kommt der Unterſchied im Preiſe. Am gten October ſtand die ſchoͤnſte Winterrapſaat in Amſterdam 54 Lv., die ſchoͤnſte Sommerſaat 33 Lv. notirt. Dieſe Preiſe machen hier c. 18% und 11 k pr. Tonne. Ich muß dabey bemerken, daß, falls die Saat nicht grob, ſchwarz und durchaus rein war, ſie zu eben der Zeit, wenn meine Saat mit 12% bezahlt worden, nicht hoͤher als zu 8 verkauft werden konnte. Fuͤr etwas ausge⸗ wachſene, mit wildem Buchwaitzen vermiſchte Saat ward nur 6 † geboten. Die Nothwendigkeit, durchaus reines Land zu haben, muß hierbey auch in Betracht gezogen werden. In London iſt das Verhaͤltniß der Preiſe auch wie 5 à 3; flhici Binterte at Soum Awott ſt b 1 windere 3 8* Ric n det r de von d lann, dun ſbüpfang; tiorit er ſ tigejegen w Va die 1 dn do den Kid tir winde Nur! verkeſ, d er nar da di kam, d f Sumner rahrſhetli 40 Torne nen dieſe lder vielei Vas die Winte ſim häͤlt, dollte ih vollen, al Paghbs den in durhmus ft des odens ſe barkeit ſeyn win n Ermn der Wi Dundrarruthen auf Veriuch angenon⸗ en, od ſie vicht e⸗ 4 ar Fruchtberket d en, laͤßt ſch dumn dieſem Jahre 1 8 bedurft hat w hrigen Durchſchnt ein Feld von 9060 ſant wo woͤgüch terrapſaat pr. 10 men Sonmerraxſe reiſe. t Vinterragſatti ſagt 33 Lv. woüt. 11 R pr. Toum. als die Saat nit ſe u den de di vonden, richt biß Für etva auih rniſcte Eagt En ttes eud n werden. priit auh müls — 429— folglich wuͤrde daſſelbe Feld mit derſelben Fruchtbarkeit an Winterrapſaat im beſten Falle bringen 1 6 ☛ 18 ϑ 108 ¼ 4,12 11 ⸗ 45 5* 62 † 11 ſ an Sommerrapſaat: Differenz davon geht ab: die mindere Erſchoͤpfung von faſt 2 Tonnen = 80 Reichthum: faſt 3 Fuder Duͤnger, fer⸗ ner der reine Ueberſchuß der Erndte, die von dem Felde ſtatt der Braache gewonnen werden kann, von welchem Ueberſchuß vorher der Zuſtand der Er⸗ ſchoͤpfung nach einer ſolchen Erndte, verglichen mit dem, worin er ſich nach der Braache befunden haben wuͤrde, abgezogen werden muß. Wie dieſes zu Gelde gerechnet werden kann, haͤngt gaͤnz⸗ lich von Localitaͤten ab, und ich denke, daß das Geſagte jedem Landwirthe die Berechnung leicht machen wird. Bey mir wuͤrde ſie ſicherlich gegen die Sommerrapſaat ausfallen. Nur muß ich zur Verhuͤtung von Mißverſtaͤndniſſen be⸗ merken, daß, wenn von einem Boden, wie der meinige, der nur durch Kultur und Duͤnger zu 960° gebracht wer⸗ den kann, die Rede iſt, dieſer Grad der Fruchtbarkeit mir fuͤr Sommerrapſaat zu viel ſcheint, und es nicht einmal wahrſcheinlich iſt, daß die verhaͤltnißmaͤßige Erndte von 4,12 Tonnen zu erhalten ſteht. Anders mag es ſeyn, wenn dieſer Grad der Fruchtbarkeit aus der natuͤrlichen oder vielleicht auch durch Mergel erhoͤheten Kraft entſteht. Was ſoll man aber auf ſolchem Boden bauen, wenn die Winterrapſaat erfroren iſt, man es nicht fuͤr rath⸗ ſam haͤlt, Sommerrapſaat, fuͤr gefaͤhrlich, Gerſte zu ſaͤen? Sollte ich in dieſem Fall ſeyn und nicht Kartoffeln bauen wollen, als welche, wie ich noch aus diesjaͤhriger Erfaß⸗ Voght's landwirthſchaftl. Schriften 1r. Bd. 9 — 130— rung weiß, auf dieſem Boden reiche Erndten, vielleicht 1 240 Hpt. pr. 100 Quadratruthen geben, ſo wuͤrde ich es mit Sommerwaitzen, duͤnne geſaͤet, oder beſſer noch, gedrillt, verſuchen. Man koͤnnte 30 Hpt. von 100 Quadratruthen erwar⸗ ten, und wenn die Tonne auch nur 2 ½ Thlr. gälte, ſ) waͤre das Product 45% außer dem Stroh, und die Erndte zugleich viel ſicherer. Die Erſchoöpfung waͤre vielleicht beym V Waitzen um ein oder anderthalb Fuder Duͤnger ſtaͤrker. —,— lendwir V b 1 Endten, vüli , ſo würde ih teſer noch, gadl, adratruther ere F lo t b e ck 1 Thle. glte, ſ :h, und di Erddte I ar villeicht dem und deſſen Dinger ſtärker G V diesjaͤhrige Beſtellung mit Hinſicht auf die durch dieſelbe beabſichtigten Erfahrungen. Ein Wegweiſer V fuͤr die b landwirthſchaftlichen Beſucher deſſelben im Jahre 1821. 8 den taͤnſet d mntſte d- (einerge V Die , uit V Fotbett ünn ſon, ab dießt Mericen, 4 kic nrtiunti ces Unre dereſſe bri hätte habe Diſ meine Ku auf Verſt ten Unt Geneinui §. 1. Unter den zahlreichen Beſuchern Flotbecks, welche die Schoͤnheit der Lage dahin lockt, giebt es auch nicht ſelten praktiſche Landwirthe, welche der Kultur des Landes einige Aufmerkſamkeit ſchenken. Diejenigen unter meinen Leuten, welche im Stande waͤ⸗ ren, nuͤtzliche Begleiter fuͤr dieſe mir ſo ſchaͤtzbaren Beſucher Flotbecks zu ſeyn, ſind zu ſehr beſchaͤftigt, um es zu koͤnnen. Meine Wirthſchaft muͤßte minder gut organiſirt ſeyn, als ſie es wirklich iſt, wenn dies anders waͤre. Die Fremden gerathen daher nothwendig an unwiſſende Menſchen, die durchaus nicht im Stande ſind, uͤber irgend etwas Rechenſchaft zu geben und ihnen das, ihrer Auf⸗ merkſamkeit Wuͤrdige bemerklich zu machen, ihnen oft man⸗ ches Unwahre aufbuͤrden, und ſie dadurch um alles In⸗ tereſſe bringen, welches die Anſicht meiner Felder fuͤr ſie haͤtte haben koͤnnen. Dieſes iſt mir um ſo unangenehmer geworden, je naͤher meine Kultur ihrem Ideal gekommen iſt und je mehr ich auf Verſuche geleitet worden bin, die ich freylich fuͤr mei⸗ nen Unterricht beſtimmte, denen ich aber doch die groͤßte Gemeinnuͤtzigkeit zu geben wuͤnſchte. — 134— Ich glaube alſo etwas, die Fortſchritte der Kunſt Foͤr⸗ derndes zu thun, wenn ich dem Freunde der Landwirth⸗ ſchaft ein Blatt in die Hand gebe, welches ihn uͤber die Mittel, die angewandt worden ſind, um das, was er vor Augen ſieht, hervorzubringen, unterrichtet, ihn aufmerk⸗ ſam auf die Verſuche macht, die auf dieſem und jenem Felde angeſtellt worden und deren Reſultat er nun ſelbſt zu beurtheilen im Stande iſt; wobey ich dann auch den Wunſch hege, Rath und Zurechtweiſung zu erhalten, deren Mittheilung ich, es ſey muͤndlich oder ſchriftlich, dankbar entgegen nehmen wuͤrde. Ich weiß freylich wohl, daß meine Wirthſchaft fuͤr nie⸗ manden eine Muſterwirthſchaft werden kann(wenn es uͤber⸗ haupt ſo etwas gaͤbe), weil ſie durch die Naͤhe des Stro⸗ mes, die Naͤhe zweyer Staͤdte, die Leichtigkeit des Trans⸗ ports, des Duͤngers ſowohl als der Producte, eine ganz eigene und ſelten zutreffende Localitaͤt hat. Das hindert indeſſen nicht, daß meine Verſuche mit verſchiedenen Duͤngmitteln, verſchiedener Varietaͤt der Korn⸗ Arten, uͤber eine fruͤhe oder ſpaͤte Saatzeit, dicke oder duͤnne Ausſaat, uͤber die Wirkung der Fruchtfolge, uͤber die Wirkung beſonderer Ackerwerkzeuge, uͤber das Verhaͤlt⸗ niß einer ſorgfaͤltigen Beſtellung zu einer reichen Erndte nicht zu Reſultaten fuͤhren koͤnnten, welche den Nutzen oder den Schaden anderweitiger Anwendung dieſer Methoden aufklaͤren wuͤrden. Da die Central⸗Adminiſtration der Schlesw. Holſt. pa⸗ triotiſchen Geſellſchaft ihre Meynung uͤber die Gemeinnuͤtzig⸗ keit der Beſchreibung localer Wirthſchaften wiederholt ge⸗ aͤuſſert hat, ſo glaube ich denn auch, durch die Bekannt⸗ machung der meinigen ihrer Abſicht zu entſprechen. Ehe ich weiter gehe, muß ich ein paar Worte uͤber ein Vorurtheil ſagen, welches ich zuweilen habe aͤuſſern hoͤren, diß nimic ſhaffa 1 rehnen ſch d ir rit kannen⸗ Atten Pu fſge ſ ſc ih win g futterung! In d aar Konte 5 des t dieſen kachthand De und Men⸗ widd riht der Dunge Äih filſte i meinen Praadfrüch V Na! rühunge auf Sand theuren a die Elha vohlfeilet laß auf dens dieſ nißige B ide der Kuni de der Landnith elches ihn lber i n das, waz er w ctet, ihn vnen dieſem und inen ſultat a un ſt ich damn auc da g zu erhalten, dm ſchriftlih, duü Virthſchaft finw inn(wenn es i e Naͤhe des Em iigkeit des Tranz oducte, eine gan t. weine Verſuche m Varietat der Kon⸗ aatzeit, diche n Fruchtfolge, l üͤber das Vetſih er reichen Ent e den Nutzen odt dieſer Methode Schlesw. Holſe er die Geneimiht ften witderholt durh di R 1 entpprechen daar Worte r hube duſen 1 — 1383— daß naͤmlich auf eine Wirthſchaft, die ſich ſo vielen Dünger ſchaffen kann, als ſie nur will, um ſo weniger Ruͤckſicht zu nehmen ſey, da eine Wirthſchaft, um ſelbſtſtaͤndig zu ſeyn. den ihr noͤthigen Duͤnger ſich durch ſich ſelbſt muͤſſe c un koͤnnen. Letzteres iſt durchaus wahr und 389 bin davon ſo ſehr uͤberzeugt, daß ich aͤngſtlich dafuͤr ſorge, daß meine Saat⸗ folge ſo ſey, daß ich reichlich Duͤnger haben wuͤrde, wenn ich mein gruͤnes Futter, ſtatt es zu verkaufen, zur Stall⸗ futterung verwendete. In dem richtigen Verhaͤltniſſe der gruͤnen Futterung zum Kornbau liegt, meiner Meynung nach, nicht allein die Urſache des hoͤchſten Ertrags, ſondern auch das Mittel, bey dieſem Ertrag den Boden in danſelben Grade des Reichthums zu erhalten. 5 Die Haͤlfte meines Ackerlandes iſt Braachfrucht, Klec und Mengkorn, und wer beydes Letztere bey mir geſehen hat, wird nicht daran zweifeln, daß ich mehr als die 1100 Fu⸗ der Duͤnger, die ich jaͤhrlich brauche und von denen ich nur 250 ſelbſt erzeuge, aus eignen Mitteln haben wuͤrde, wenn ich meinen Klee, mein Mengkorn und einen Theil meiner Braachfruͤchte auf dem Stall verfutterte. Man wird in der Folge ſehen, in wie ferne meine Be⸗ muͤhungen zu gelingen ſcheinen, untergepfluͤgte gruͤne Saat auf Sandland dem, wenn auch ſelbſt erzeugten, immer theuren animaliſchen Duͤnger zu ſubſtituiren und dadurch die Erhaltung der beſtehenden Fruchtbarkeit des Ackers wohlfeiler zu machen. Vielleicht wird man auch finden, daß auf Lehmboden die ſorgfaͤltigere Bearbeitung des Bo⸗ dens dieſelbe Wirkung haben koͤnne, ohne jedoch die zweck⸗ maͤßige Beduͤngung uͤberfluͤſſig zu machen. — 136— 6. 2. Wenig wuͤrde dem Beſucher meiner Felder ihre Anſicht unger wenn er nicht von ihrer Natur und Beſchaffenheit genug unterrichtet waͤre, um beurtheilen zu koͤnnen, in wie ferne die Beſtellung und Beduͤngung Verdienſt um ihren Ertrag haben; in wie ferne beydes zweckmaͤßig geweſen ſey oder nicht. „ Die Beſchreibung des Bodens muß alſo hier voran gehen. 1 Als ich im Jahr 1814 zuerſt verſuchte, ob es mir moͤglich ſey, ein Verhaͤltniß der Fruchtbarkeit meiner Fel⸗ der zu ihrem Ertrag aufzufinden und dieſes in Zahlen aus⸗ zuͤdruͤcken, befand ich mich in der Nothwendigkeit, meine aus 50 bis 60 kleinen Koppeln beſtehenden, ſich aͤuſſerſt un⸗ gleichen Felder zu claſſiſiciren, um etwas fuͤr die zu jeder beſondern Categorie gehoͤrigen Felder allgemein Guͤltiges feſtſetzen zu koͤnnen. Nachdem naͤmlich eine nahgelegene Pachtung, die nur Sandboden hat, mit zu meiner Bewirthſchaftung gezogen worden„hatte ich ſehr verſchiedenartige Felder zu bebauen; vom bindendſten Lehm bis zum leichteſten Sand, von im⸗ mer naſſem bis zu immer trocknem Lande. Wenn auch nun in jeder Art nur die fuͤr ſie paſſende Frucht gebauet ward, ſo ſtand der Ertrag doch noch immer in einem be⸗ ſondern Verhaͤltniß, theils zu den chemiſchen und phyſiſchen Eigenſchaften des Bodens, ſo wie ſolche durch die laͤngere oder kuͤrzere Dauer und Art der Kultur veraͤndert oder entwickelt worden ſind, ⁷) theils zu der Quantitaͤt der mehr () Um moͤglichen Mißverſtaͤndniſſen vorzubeugen, bemerke ich, daß ich unter chemiſchen Eigenſchaften des Bodens die Wirkung feiner mineraliſchen Beſtandtheile mit aller ihrer Wechſel⸗Anziehungskraft, unter phy⸗ ſiſchen Eigenſchaften die Textur des Bodeng im weiteſten Sinn des Worts verſtehe. oder wide: zm in dil Mine liten hm dhglich durd reſhaften durh vetd abt auch Kaltot id Fädern g noch unbeywe 331 ſale n Uaguun A dee ligewechife gete Kältar In die hiit irs u de Un Wimme und. lnt es in d 4 1 Di dii nigen Pach und völig Wrſchiedent Die U naßliegende Zur n Feder ihr uiſt und Viſtzafen zu konnen, uwe Verdienſt i in tnäͤßig grſr g tß alſo hir vann rſuchte, ob d m barkeit minet z ſes in Zahlen ai wendigkeit, min ſic tuſſek n für die zu jeher lgemein Giltigen Pachtung, di m ſchaftung gelh Felder zu bebgln. n Sand, vol iw nde. Wenn aud de Frucht gebaut uner in einem be hen ind phyſſſhe durch dir lange aye verändert r Duantitit derug tzubengen/ ban Rttte ten debin — 137— oder minder zerſetzten organiſchen Nahrungsſtoffe der Pflau⸗ zen in demſelben. Meine ſchweren Felder haben alle einen undurchdring⸗ lichen Lehm zur Unterlage und ſind daher naß und kalt, obgleich durch immer fortgeſetztes Ebnen und den ihnen verſchafften Fall von allem Oberwaſſer entledigt; ſo wie durch verdeckte Abzuͤge von allem Unterwaſſer befreyet. Aber auch jene phyſiſche Beſchaffenheit iſt durch laͤngere Kultur und nachhaltiges tiefes Pfluͤgen auf den mehrſten Feldern gar ſehr gemildert, auf andern iſt ihre Wirkung noch unbezwinglich, Ich habe mich alſo bewogen gefunden, was meine aͤl⸗ tere Pachtung betrifft, zwey Claſſen anzunehmen. In die erſte gehoͤren die Felder, in welchen die natuͤr⸗ liche Beſchaffenheit durch zweckmaͤßigere und vorzuͤglich laͤn⸗ gere Kultur ſehr verbeſſert worden iſt. In die zweyte Claſſe die Felder, die noch mehr die Roh⸗ heit ihres urſpruͤnglichen Zuſtandes haben. Die Unterabtheilungen jeder Claſſe beziehen ſich auf Waͤrme und Lockerheit im Gegenſatz von Kaͤlte und Bindig⸗ keit des in demſelben Kulturzuſtande beſindlichen Bodens. A. enthaͤlt die Felder der erſten, B. die Felder der zweyten Art. Die dritte Claſſe enthaͤlt alle die leichten Felder meiner neuen Pachtung, nur ſeit 2 Jahren in meinen Haͤnden und voͤllig verwirthſchaftet, da ich ſie erhielt, alſo ohne Verſchiedenheit des Kulturzuſtandes. Die Unterabtheilung A. enthaͤlt die trockenen, B. die naßliegenden Felder. Zur naͤhern Bezeichnung diene Folgendes: — 138— Erſte Claſſe A., lehmhaltiger Sand, hat im Durch⸗ ſchnitt 10 bis 14 pCt. abſchwemmbaren Thon, 50— 70 ⸗ groben, 15— 25 ⸗⸗ feinen, nur durch Kochen zu ſondern⸗ den Sand, 6— 7 ⸗ Humus und nur etwa 2 pCt. Kalk⸗Erde.(²) Durch lange Cultur,(50 und mehrerer Jahre) iſt dieſer Boden gemiſcht, milde und muͤrbe geworden und enthaͤlt viele unzerſetzte organiſche Theile. Ackerkrume 10 bis 12 Zoll: (iſt 1822 auf 15 Zoll gebracht). Lehmigte Unterlage, die nur an dem untern Theil des Abhanges der Felder Waſſer⸗ ſteifigkeit(3) bewirken zu koͤnnen, hoch genug liegt; leicht erwaͤrmter Boden, mittlere Retenſionskraft fuͤr Waſſer; dennoch fuͤr Cerealien in trocknen Jahren fruchtbarer als in naſſen;— fuͤr Braachfruͤchte ſind naſſe Jahre vortheil⸗ hafter;— die aufgepfluͤgte Erde laͤßt ſich, den untern Theil der Felder ausgenommen, durch Egge und Walze leicht zer⸗ kruͤmeln, begraſet ſich ſehr leicht, traͤgt dann mehrere Arten von Viehgras, Poa; Honiggras, Holcus lanatus; Wieſen⸗ fuchsſchwanz, Alopecurus pratensis; aber auch Queck, Tri- ticum repens, und das ſo gefaͤhrliche Rankelgras, Agrostis (2) Ich habe mich blos an den abſchwemmbaren Thon gehal⸗ ten— das iſt leichter auszumachen, als der Gehalt an reiner Alaun⸗Erde, woran dem Landmann wenig liegen kann. Sehr wichtig aber iſt mir das Verhaͤltniß des feinen Sandes geweſen, auf den und auff deſſen Verbin⸗ dung mit dem Thon die Waſſerhaltigkeit und vielleicht noch manche andere Eigenſchaft des Bodens, auf allen Fall ein großer Theil ſeiner Fruchtbarkeit beruht.(Siehe daruͤber Davy Elemente der Agricultur⸗Chemie“ und „Dr. Buͤrger Lehrbuch der Landwirthſchaft.”) (³) Heißt bey uns die Cohgeſton des viel Waſſer verſchlucken⸗ den Bodens.. V aioiorifera, Chenopodim ntig, Baßt retralit; Hü gali arTen Gabun apar- die„Sonch fflinaler d Erſämum:? wenzohn, Le eusta; Fad qobium; H. Rinbehl, Le nim rübru Enut, F’ kater.— Rgſan, beſer noch dten Saat; ſo gut für Erſte Elaſ Mlä? 2. ſelſt einige Theil der it.— N. A Jahren natürlichen niner Hu aetrume, Pnnd, hat in dah thon, Kochen a ſudn etwa erer Jahr) in dir zeworden und attt rkrume 10 bis A migte Unterlan, z der Felder h genug liegt; d kraft für Waſt aren fruchtbater; naſſe Jahre vortt ſich, den unternd und Walze lict dann mehrer A eus lanatus; Wiſh ber auch Quet l Naukelgras, Agni nmbaten Thon g00 9, als der Gehelt andwann werig li t das Vethäͤltni und auf deſſen Di altigkeit und diele des Bodens, uff tharkeit beräht. E zialu hn 1 irthſchaft iel Vaſer reſduten — 139— stolonifera.— Acker⸗Diſtel, Serratula arvensis; Melde, Chenopodium; wilder Senf, Synapis arvensis; Acker⸗ rettig, Raphanus raphanistrum; Tanneſſel, Galeopsis tetrahit; Huͤhnerſchwarm, Alsine media; Gauchheil, Ana- gallis arvensis; Vogel⸗Wicke, Vicia cracca; Klebkraut, Galium aparine; Wegetritt, Polygonum aviculare; Sau⸗ diſtel, Sonchus; aͤchte Kamille, matricaria camomilla; officineller Hederich, Erysimum officinale; Feld⸗Hederich, Erysimum arvense; Gaͤnſerich, Potentilla anserina; Lo⸗ wenzahn, Leontodon iaraxacum; Rapunzel, Valeriana lo- custa; Feldmohn, Papaver rhoeas; Saatmohn, Papaver dubium; Hirtentaſche, Thlaspi bursa pastoris; gemeiner Rainkohl, Lapsana communis; Gartentaubenneſſel, La- mium rubrum; weiches Geranium, Geranium molle; Erdrauch, Fumaria officinalis ſind die natuͤrlichen Un⸗ kraͤuter.— Vorzuͤglich geeignet zu Kohl, Kartoffeln, Rapſaat, Klee, gut fuͤr Waitzen nach Braachfrucht, beſſer noch nach Klee— jener in der 2ten, dieſer in der 4ten Saat; fuͤr Hafer in der 5ten und 6ten Saat; nicht ſo gut fuͤr Gerſte. Erſte Claſſe B. Sandhaltiger Lehm: 22 bis 26 pCt. Thon, 45— 56 ⸗ groben Sand, 10— 20 ⸗ feinen Sand, 6— 7 ⸗ Humus, 2—— Kalch, ſelbſt einige Kalchtheile mehr, beſonders auf dem untern Theil der Felder enthaltend, wo die Unterlage mergelartig iſt.— Iſt nicht ſo lange in Kultur wie A., hat aber ſeit 20 Jahren durch ſorgfaͤltige Behandlung viel von ſeiner natuͤrlichen Kaͤlte und Bindigkeit verloren: enthaͤlt etwas minder Humus und viel minder organiſche Theile als A. Ackerkrume 8 bis 10 Zoll,(iſt 1822 auf 15 Zoll gebracht) — 140— haͤlt Waſſer ſehr lange; iſt ſchnell durchnaͤßt und wird durch Sonnenwaͤrme faſt zu Stein erhaͤrtet: dann nur durch die Stachelwalze zu zerkruͤmeln; begraſet ſich noch leichter und ſchneller mit denſelben Graͤſern als A., hat dieſelben Unkraͤuter, wozu noch Kannenkraut, Equisetum arvense; kriechender Hahnenfuß, Ranunculus repens; Schaͤdlicher Hahnenfuß, Ranunculus sceleratus; blauer Augentroſt, Myosotis scorpioides und arvensis; wilder Senf, Sinapis arvensis; kletternder Knoͤterich, Polygonum scandens; rankender Buchwaitzen, Polygonum convolvolus; Unga⸗ riſche Wicke, Vicia panonica; Grindwurzel, Rumex sangui- V nea; Klette, Arctium lappa und der große Sauerampfer, Rumex acetosa kommen, giebt in trocknen Jahren treffliche Erndten, vorzugsweiſe vor A., an Waitzen, Bohnen, Klee; minder fuͤr Rapſaat; unſicher fuͤr Kartoffeln; trefflicher Hafer in der 5ten und 6ten Saat; untauglich fuͤr Gerſte. Zweite Claſſe A. an natuͤrlicher Fruchtbarkeit wenig von der Erſten Claſſe A. verſchieden, aber untergeordnet in Miſchung und Zerkruͤmelung der mineraliſchen, ſo wie in der Menge der durch Kultur erlangten, organiſchen Theile, hat daher einige Procente minder Humus, traͤgt dieſelbe Frucht mit etwas minderem Ertrag; auf den min⸗ deſt lehmigten Feldern Erbſen in Zeilen, die auf den Fel⸗ dern der Erſten Claſſe nicht gedeihen, weil ſie zu lange Stengel ſchießen und unaufhoͤrlich bluͤhen; iſt ungleicharti⸗ ger auf verſchiedenen Stellen deſſelben Feldes— 7 bis 12 Zoll Ackerkrume(iſt 1822 auf 15 Zoll gebracht). Zweyte Claſſe B. in aͤhnlichem Verhaͤltniſſe zur Erſten Claſſe B.; roher ,„ ſteifer; trockner Jahre noch mehr beduͤrftig; ſchwerer zu bearbeiten; gut fuͤr Kohl, Waitzen, Bohnen, Hafer; gar unſicher fuͤr Kartoffeln und Rapſaat, die in naſſen Jahren ſehr leiden. Krume 6 bis 8 oll.(Iſt 1822 auf 12 Zoll gebracht.) Dritte weiig Ritt 4 trod terägge von zul Atkrttu en weii Ar 9. Quus nu npban kleter San odx Weger Sceleranthe Iappuh In 8 93 rrenäi Erſe Thor⸗Ende etſnd, 2658 in gaſſen aißetühet git fir E Iiterug wlches in dell iſt banhlt ihn Naud vidu an mur u deh wt liß 1 hut dialh drrtun Arrense 130 Schädlihe alde Augentoſ uhenf, dmni rOn Scnnden, merclus; lin umex angi- e Sauerami n utren tuffit He wohnen, K r panz treflüce puh fit Gerſt ur cartet ven I urtergerde eriten, ſ Sao, orgrtii 1e unns, ti t ztauf dar rin id auf da d „dan ſi zt lun unlihan 1hältriſt Br r 7 fir 8 Kiarufft m 1 4 Fruu bi & b A1- Tü — 141— Dritte Claſſe, leichter Boden; vernachlaͤſſigt; gar wenig Reichthum; zerfaͤllt in zwey Abtheilungen: A. trockner Sandboden; verarmt; tief wegliegende Un⸗ terlage von Lehm, dann 2 bis 10 Fuß ſtark; 3 bis 6 Zoll Ackerkrume, ohne Retenſionskraft fuͤr Waſſer; erfor⸗ dert wenig Arbeit, nur viel Sorge fuͤr Erhaltung der Feuch⸗ tigkeit. Queck, Triticum repens; Ackerrettig, Rapha- nus raphanistrum; Acker⸗Kamillen, Anthemis arvensis; kleiner Sauerampfer, Rumex acetosella; Vogelknoͤterich oder Wegetritt, Polygonum aviculare; jaͤhrlicher Knaul, Sceleranthus annuus; Feldvergißmeinnicht, Myosotis Lappula und Apula; Hungerbluͤmchen, Draba verna; Schafgarbe, Achillea millefolium; wilder Spoͤrgel, Sper- gula arvensis und Pentandra ſind die hauptſaͤchlichſten Un⸗ kraͤuter. Er zerfaͤllt in zwey Abtheilungen: Erſte Unterabtheilung mit einer geringen Miſchung von Thon⸗Erde, etwa 9 bis 10 pCt. Thon, 76— 82 ⸗ groben Sand, 6—— ⸗ feinen Sand, 1— 2 ⸗ Kalch, 3 ½— 5* Humus, enthaltend, 6 Zoll Ackerkrume, die lehmigte Unterlage nur 2 bis 3 Fuß unter der Oberflaͤche; guter Kartoffelboden in naſſen Jahren: in trocknen Jahren bleiben ſie klein; eigentlicher ſicherer Rockenboden, minder tauglich fuͤr Hafer, gut fuͤr Erbſen, Buchwaitzen; Klee, der nur bey regnigter Witterung aufgeht, bleibt niedrig, aber der Saame reift, welches in den Feldern der beyden Erſten Klaſſen ſelten der Fall iſt; vertraͤgt wenig Duͤnger, verlangt ihn oft und bezahlt ihn ſelten. — 2. Zweyte Unterabtheilung mit noch weniger Thon⸗Erde, etwa 7 bis 9 pCt. Thon, 82— 86 ⸗ nicht ſehr groben Sand, 6—— ⸗ feinen Sand, 2— 3 ⸗ Humus, keine Spur von Kalch, 3 Zoll Ackerkrume, auf 6 bis 10 Fuß tiefer Sand; kaum irgend ein Unkraut tragend, oder klein und kruͤplicht, einhal⸗ miger Queck, wilder Spoͤrgel; Buchwaitzen und Rocken wachſen aͤrmlich, Kartoffeln bleiben klein, vertrocknen bey der Duͤrre; ertraͤgt nur Kuh⸗ und Plaggen⸗Duͤnger und bezahlt ihn nie. B. naſſer Sand und Moorboden, eiſenſchuͤſſiger Sand, feſt gewordener Sand, auch Adern von todtem, eiſenſchuͤſſi⸗ gen Lehm, kalt, ſauer und kraftlos, dieſer großen Ver⸗ ſchiedenheit auf verſchiedenen Stellen wegen, keiner chemi⸗ ſchen Unterſuchung werth noch faͤhig, ungemein gras⸗ wuͤchſig;z— Ackerrettig, wilde Kamillen, Sauerampfer ſind die natuͤrlichen Unkraͤuter; zu keiner Winterſaat und auf keine Weiſe zu Kartoffeln oder Rapſaat tauglich, gut fuͤr Bohnen, Klee, Hafer; vertraͤgt vielen Duͤnger und be⸗ zahlt ihn ſelbſt in trocknen Jahren aͤrmlich. §. 3. Der Ertrag der Felder wird zwar zuerſt durch die na⸗ tuͤrliche Beſchaffenheit des Bodens, dann aber durch die Art, wie derſelbe beſtellt worden, bedingt. Es wird da⸗ her nothwendig, hier anzufuͤhren, in welcher Fruchtfolge die Felder, deren Ertrag vor Augen ſteht, beſtellt, auf welche Weiſe ſie bearbeitet worden ſind. Sollte bey beſondern Fel⸗ dern durch die Umſtaͤnde darin etwas veraͤndert worden ſeyn, ſo wird es bey der Beſchreibung der Felder ſelbſt an⸗ gezeigt werden. V Mam! h Rdin ) Linte de End Veydes 3 Klet. 1 Nach d är hal ) gedir 5 Pait geder Hafer o nie ih kie d „ Avine ticn wrac frſche Bad einen hoher auf die Na Ic fa kamnrn liß, dr Ataton nen ihe neier gide d raple, ich Euda erhi Hertſt auf vounte, ich herer Ertr ſa Schri nn daß de Kſaat nd ter Then e, * 5and, ns Send; kam t alicht, enhel io und Noc Aertrocknen hi u Dünge n anzöüſſiger End anc, eiſenſchlſß a großet Ver m keinet chem „ rman gri⸗ *. Sauerami interſant u unn tauglih, 9 aunger ud 1mn dutch h mnber duhü 82 E vidd fructf 1 1 at, uf 1t brioter t rhert nata — Ider rk M — 143— Meine Rotation war bis vor 4 Jahren: 1) geduͤngte Kartoffeln, davon ward 2) Winter⸗Waitzen, was vor dem 1ſten Novb. in die Erde kommen konnte; das uͤbrige Sommeer⸗Waiben. Beydes mit Klee. 3) Klee. % Nach dem Erſten Klee⸗Schnitt: fuͤr die Haͤlfte= fuͤr die Haͤlfte halbe Braache= Waitzen 5) geduͤngte Rapſaat= 5) Hafer oder Wicken 6) Waitzen. Auf einigen= 6) Hafer. Feldern Kartoffel⸗ Hafer. So wie meine Felder fruchtbarer wurden, fand ich, daß Eine Duͤngung(ſtaͤrker zwar als eine der vorigen, aber minder ſtark als beyde) in 6 Jahren bey dieſer Rota⸗ tion zureichen wuͤrde, daß nur die Rapſaat dieſe ſtarke friſche Beduͤngung ertragen konnte und daß ich mir dadurch einen hoͤhern Ertrag ſicherte. Ich ließ alſo die Kartoffel auf die Rapſaat folgen. Ich fand, daß der 2jaͤhrige Klee zu viel Queckgras auf⸗ kommen ließ, welches noch lange nachher, meiner reinigen⸗ den Rotation ungeachtet, das Land verunreinigte; daß, wenn ich es mit allen, wie ich es ſchon vorher mit einigen meiner Felder machte und den Einjaͤhrigen Klee zu Waitzen rayolte, ich eine treffliche, dem geduͤngten Waitzen gleiche Erndte erhielt: daß, wenn ich den Duͤnger fruͤh genug im Herbſt auf die rayolte Hafer⸗ oder Waitzenſtoppel bringen konnte, ich im Fruͤhjahr Mengfutter ſaͤen konnte, deſſen hoͤ⸗ herer Ertrag mich fuͤr die Koſten und den Verluſt des Er⸗ ſten Schnitts des zweyjaͤhrigen Klees reichlich entſchaͤdigte und daß der Boden mit Einer Pflugart alle, ſelbſt fuͤr die Rapſaat noͤthige Zubereitung erhielt. — 144— Ich veraͤnderte alſo meine Rotation folgendergeſtalt: 1) Stark geduͤngtes Mengfutter in Lahuiter Ha⸗ fer⸗ oder Waitzenſtoppel, 2) Rapſaat, 3) Kartoffeln, 4) Waitzen, 5) Klee, 6) Waitzen. Ich fing damit vor 4 Jahren an, und werde im naͤch⸗ ſten Jahre damit fertig ſeyn. Meine Art der Bearbeitung war die Folgende: In der erſten und zweyten Klaſſe, Unter⸗ abtheilung A. I. nach der Haferſtoppel zu Kartoffeln. 1) mit einem ſpaͤnnigen und einem dahinter folgenden 4ſpaͤnnigen Ochſenpflug 12 bis 15 Zoll tief pfluͤgen, dann Duͤnger auffahren, wozu der Compoſt waͤhrend des Sommers auf demſelben Felde gemacht worden iſt; 2) den Duͤnger, nachdem er ſo lange wie moͤglich gele⸗ gen, kurz vor dem Froſt flach einpfluͤgen, dem Felde Braach⸗ und Abzugs⸗Graͤben geben wie einer Win⸗ terſaat; 3) eggen, 10 bis 12 Zoll tief queer fligen, dögen walzen; 4 Kartoffeln einpfluͤgen, nach 3 Wochen eggen, un. zen, eggen; 5, 6 u. 7) durchpfluͤgen; 8) haͤuffen mit dem Pfluge. II. nach den Kartoffeln zu Waitzen. Die Kartoffeln werden durch Frauen und Kinder aus dem nahgelegenen Fiſcherdorf in Accord fuͤr 3 bis 4 ſs fuͤr Einen Ker wid ſcft glich hinte geeggt„hel ſir; gag II 30 Rat hag wilt und: IN. 3 nie öben! die abgeſch gewaht, d VnI t Fribjch auch N gahre Re d gendepl r rwaln Anhende in ti ¹ Felxerde Kiſſe, Unt rniffeln. maut folgender 8 tiff pflüge „ woſt wihn ct vermi t uüyliß ſ 36 7 den gu die eiter Ai t igen, Ghe en, u Beu td Küt 3 3 b bi 1 bir — 145— Einen Korb von Brutto 230 8 ausgenommen. Das Kraut wird ſofort mit den großen Erndte⸗Karren abgekarrt; gleich hinter dem Ausnehmen wird geeggt, tief gepfluͤgt, geeggt, gewalzt, die Saat untergepfluͤgt oder in Zeilen ge⸗ ſaͤet; geeggt, gewalzt und ſofort aufgeeggt. III. Zum Klee wird der Waitzen im Fruͤhjahr gewalzt, ſtark geeggt; der Klee hinter der Egge geſaͤet,( ſofort ge⸗ walzt und mit der kleinen Egge aufgeeggt. IV. Zum Waitzen wird das Kleefeld mit 2 Pfluͤgen wie oben tief untergebracht(wir nennen es rayolen) und die abgeſchaͤlte Narbe in die Furche feſt eingetreten, Tadah gewalzt, die Saat eingepfluͤgt und geeggt. V. und VI. Zum Hafer: Eine Furche im Herbſt, Eine im Fruͤhjahr und untergepfluͤgt, geeggt, gewalzt, geeggt, oder auch in Zeilen geſaͤet. IV. Die groͤßere Haͤlfte der Kleeſtoppel ward im 2ten Jahre Rapſaat. Die Kleeſtoppel ward 1) nach dem Erſten Schnitt ſofort wie oben rayolt, Duͤnger aufgefahren; 2) flach untergepfluͤgt, geeggt, gewalzt; 3) wiederum flach gepfluͤgt, geeggt, gewalzt. V. 4) Rapſaat in Zeilen mit der Cookſchen Maſchine ge⸗ ſaͤet, 2 mal im Herbſt und 2 mal im Fruͤhjahr durchgepfluͤgt. (*⁴) Bey mir kommt ſehr viel auf das Gelingen der Kleeſaat an, daher wird der Waitzen ſtark geeggt, nachdem die Walze die Erdklumpen, die der Froſt uͤbrig ließ, oder welche die zerſtuͤckelte Winterkruſte hervorbringt, pulveri⸗ ſirt hat; alles liegt daran, daß der Klee in lockere Erde komme, daher gehen die Frauen(beſonders in der Unter⸗ abtheilung B.) der Egge nach, um, wo ungeruͤhrte Erde ſich finden ſollte, die Saat einzuharken. Voght's landwirthſchaftl. Schriften 1r. Bb. 10 — 146— Vl. zum Waitzen nach der Rapſaat Einmal flach ge⸗ vuge, geegt, gewalztz 2 tief gepfluͤgt, geegt, gewalzt; 3) Waitzen geoſehgt oder in Zeilen geſüäͤet. In der erſten und zweyten Elaſſe, Unter⸗ abtheilung B. Zu Kartoffeln wird zwiſchen 2 und 3 das Feld in hohe zuſammen gepfluͤgte Furchen gelegt, ſo daß zwiſchen den zuſammen gepfluͤgten Furchen ſich eine tiefe Waſſer⸗ furche bildet, die durch den großen Pflug mit 2 Streichbret⸗ tern, ehe der Froſt eintritt, gereinigt wird, ſo daß alles Fruͤhjahrwaſſer abziehen kann und die hochſtehende Furche im lehmigten Boden getrocknet und im Winter durchgefro⸗ ren ſey. Dieſe wird dann niedergeeggt und das Feld tief queer gepfluͤgt, geeggt, mit der Stachelwalze ge⸗ walzt, u. ſ. w. „Ddiie Kartoffeln werden, ehe ſie aufkommen, mindeſtens mal geeggt, bey ſehr trockner Witterung gewalzt, auch wohl dazwiſchen mit dem Kultivator durchgezogen. Sie werden dreymal und jedesmal dop pelt durchgepfluͤgt. Das Bereiten des Landes zur Kleeſaat erfordert hier mehr Eggen und Walzen als in A. Ad IV. wird zum Waitzen auch nach dem Rayolen flach gepfluͤgt. Ad V. zum Hafer 2 Furchen im Herbſt; Eine im Fruͤh⸗ jahr. In der dritten Claſſe A. wird ſo wenig als moͤglich gepfluͤgt, die Winterfeuchtigkeit ſo viel als moͤglich erhalten und der Wachsthum aller Kraͤuter, deren Vertilgung in den V F tejdt eſu is ur lh zu Kan Papſaat, Lid tenxxfligt u dun ſhon dif ni guer geſ neagrfüi Zun dat ſe ſpit wie n Scfer wird u drun gecgt, feuhij nit R SDie 3te üi bot üde duteti Sälden vid die er din und it er 0) nach d Hintt r unter p in frilj V yſtet un 6) Ne Fu zadn Haſer Joch Hafe Ic ber die auf veraͤnde nicht oh 6 Jſ das 2 anal fag p — 8 geſtet. 3 Urt fer, E ds zaͤi ddß wite 5 Diſe n Strachn G ſo daß alb aTende Furte ann durchgefro⸗ as Fed tiff aaäwal ge⸗ en, nideſe mlt t, aut H oge. 6 f chgepfit e ndet ſi riayolen i — ℳ m in di Sh esuſh an lih thalen ülgugun — 147— beyden erſten Claſſen ein Hauptzweck iſt, ſo vſel moͤglich bis zur Bluͤthe befoͤrdert.(5) Zu Kartoffeln wird die Haferſtoppel ſofort mit Rapſaat, Wicken und Spoͤrgel beſaͤet, die vor Winter un⸗ tergepfluͤgt werden mit dem, wenn nur irgend moͤglich, dann ſchon aufgefahrnen Duͤnger. Im Fruͤhjahr wird Ein⸗ mal queer gepfluͤgt und tief; Mitte April die Kartoffeln untergepfluͤgt. Zum darauf folgenden Hafer Eine Furche im Herbſt ſo ſpaͤt wie moͤglich; Eine im fruͤhen Fruͤhjahr(6). Der Hafer wird untergepfluͤgt, geeggt und nach 3 Wochen wie⸗ derum geegt; der Klee eingewalzt, dieſer im Herbſt ein⸗ furchig mit Rocken beſaͤet. Die 3te Claſſe, Unterabtheilung B., wird gleichfalls vor Winter in hohe Furchen gelegt, uͤbrigens wie die Unterabtheilung A. der erſten Claſſe behandelt. Seitdem ich meine Rotation mit der Rapſaat anfange, wird die Bearbeitung im Allgemeinen dahin veraͤndert wer⸗ den und iſt es zum Theil ſchon: 1) nach der Waitzenſtoppel wird ſofort rayoſt und 3 Himpt Rocken pr. Morgen geſaͤet, dieſer kurz vor Win⸗ ter untergepfluͤgt und die Flaͤche mit Duͤnger befahren; 2) im Fruͤhjahr geeggt, das Mengfutter auf den Duͤnger geſaͤet und flach untergepfluͤgt. () Die Fruchtfolge war hier: geduͤngte Kartoffeln, Hafer mit Klee, Rocken, Hafer. Ich werde fernerhin anzeigen, wie ich dieſe Frucht folge, die auf dieſem elenden Boden den Duͤnger nicht bezahlt, veraͤndert und Letzterem das Unterpfluͤgen gruͤner Saaten nicht ohne Erfolg ſubſtituirt habe. (3) Iſt das Land rein, kann auch dieſe unterbleiben. 10* — 148— 3) Nach dem Erſten Schnitte laͤßt man die Stoppel ſo lange wie moͤglich wachſen, pfluͤgt ſie 6 Zoll tief unter und ſaͤet die Rapſaat in Zeilen. 4 Nach der Rapſaat wird ſehr flach gepfluͤgt, 15 Himpt in Rocken geſaͤet und ſehr ſcharf geeggt. Mit dem Rocken aͤuft dann alle ausgefallene Rapſaat auf— dieſe gruͤne Decke wird beweidet oder gemaͤht und iſt den⸗ noch im Fruͤhjahr wiederum ſehr ſtark; ſie wird kurz vor dem Pflanzen niedergewalzt, mit wey einander folgenden Pfluͤgen 8 Zoll tief eingepfluͤgt, geeggt, gewalzt und die Kartoſſeln werden eingepfluͤgt. Milder, zerkruͤmelter, reiner, mehr im Zuſtand feuch⸗ ter Waͤrme, laͤßt ſich(wenn die Rapſaat⸗Erndte gut war) kein Boden denken. 6) Nach den Fruͤhkartoffeln wird 3 Himpt Hafer geſaͤet. Die Erfahrung des vorigen Jahres hat gelehrt, daß man drey Wochen vor dem Saͤen den Hafer mindeſt 6 Zoll tief unterpfluͤgen und walzen muͤſſe, damit zur Saatzeit das Land voͤllig gelagert ſey. Nach den Spaͤtkartoffeln wird das Land wie II. be⸗ ſtellt. In dieſem Herbſt wird indeſſen der Verſuch gemacht werden, ob es thunlich iſt, die Schwierigkeiten zu beſiegen, welche ſich dem ſchnellen Unterpfluͤgen des friſchen Kartof⸗ felkrauts entgegen ſtellen. Vorige Erfahrungen haben mich belehrt, daß dies we⸗ nigſtens auf 2 Fuder Duͤnger zu rechnen iſt. Das Uebrige bleibt wie zuvor. Mein Land wird durch dieſe Beſtellung ſtets in einem reinen milden Zuſtande, ich moͤchte ſagen, lebendig er⸗ halten. Ich erſpare mehrere Pflugarten und auf jedes Feld waͤhrend der Rotation bis jetzt 6 Fuder Duͤnger, und vmm vih i der Dwoe wihrud d ricen bim Daß nl „ ſſe ni Nülſ gerüche ber ſade ih. A hütiſe d der Vudführ verbürgen! tigen Veru⸗ fan lütt, uumſ fi uit atbäte uüi we Dahd ſondern d bieher gü ihet di rit der J lliteltn Ai nnn nird V ſc dm K „ uha m V ſern Agr Vesdii n Styxpa ) Sal tief unn Per, h hu 2 t d Noch muf— dife tuund it den⸗ 1 arxeneit, n a feinerüt Ser eigett i kand fat at⸗Erndte mi anhefet geſte d. glchrt, di 3 vii di 8 wie l b Zerſuch ert 21 n zu u beftn S iſchen dati ee d l n ſes il im — 449— wenn mich nicht alles truͤgt, ſo werde ich bald ſtatt 20 Fu⸗ der Duͤnger pr. Morgen, die im Durchſchnitt jedes Feld waͤhrend der 6 Jahre erhielt, mit 10 Fuder Duͤnger aus⸗ reichen koͤnnen. Daß zu einer Beſtellung dieſer Art, beſonders wenn ſie mit Ruͤckſicht auf haͤufige, jaͤhrlich dabey ſich ergebende Verſuche betrieben wird, gar viele Accurateſſe gehoͤrt, ge⸗ ſtehe ich. Auch wuͤrde ich, da mein Alter und meine Ver⸗ haͤltniſſe es mir nicht mehr erlauben, mich perſoͤnlich mit der Ausfuͤhrung zu beſchaͤftigen, dieſe Accurateſſe ſchwerlich verbuͤrgen koͤnnen, wenn ich an meinen aufmerkſamen thaͤ⸗ tigen Verwalter, Herrn Janſſen, nicht einen treuen Gehuͤl⸗ fen haͤtte, der nun ſchon ſeit mehreren Jahren mit großem Intereſſe fuͤr das Fortſchreiten der Bewirthſchaftung bey mir arbeitet und dem ich die Realiſirung meiner Entwuͤrfe, ruhig anvertrauen kann. Daß dieſe Anſichten bey mir nicht nur entſtanden ſind, ſondern daß ich ſicher in ihrer Befolgung geworden und bisher gluͤcklich geweſen bin, verdanke ich dem Nachdenken uͤber die Grundſätze der ſo ſehr verſchrieenen, oft wahrlich, mit der Wuͤrde, in welche die Unkunde ſich ſo gerne huͤllt, belaͤchelten Statik. Dieſes muß und darf ich hier ſagen. Mehreres wird man mir dann auch nicht zumuthen. Der Veteran darf ſich dem Kampfe entziehen, und leider kommt es da, wo ruhige, unbefangene Diskuſſion ſtatt finden ſollte, unter un⸗ ſern Agronomen nur zu oft zu einem unziemlichen Kampf. Vestigia terrent! §. 4. Wenn die Art des Bodens, die Saatfolge und die Bearbeitung beſchrieben iſt, ſo bleibt nur noch die Beduͤngung zu beſtimmen. — 150— Ehe ich mit meinen Erfahrungen uͤber den Stand der Fruchtbarkeit meiner Felder und den, zum Gelingen jeder Fruchtart erforderlichen Grad derſelben aufs Reine war, pflegte ich ohne Unterſchied der Haferſtoppel zu Kartoffeln und der Kleeſtoppel zu Rapſaat 10 Fuder Duͤnger pr. Morgen, ² aus Hamburgiſchem Haus⸗ und Gaſſenduͤnger, aus Stallduͤnger, x aus dazwiſchen gelegten Plaggen beſtehend und etwa 4500 bis 5000 s pr. Fuder wiegend, zu geben. Seitdem ſuche ich gerade ſo vielen Duͤnger zu geben, als noͤthig iſt, um die Kartoffelfelder auf 650 bis 750°, die Rapſaatfelder auf 800 bis 1000°(wo nur irgend moͤglich) zu bringen. Ich fand gerade dadurch, daß ich den Kartoffeln zu viel, der Rapſaat zu wenig Duͤnger gegeben hatte. Jene erhielt nun gewoͤhnlich 6 bis 8, dieſe 12 bis 14 Fuder Duͤnger. Seitdem ſchießen meine Kartoffeln weniger ins Kraut und meine Rapſaat iſt wirklich außerordentlich zutraͤglich. Da ich bemerkt zu haben glaube, daß der Gaſſenduͤnger dem Geſchmack der feinen Kartoffelarten ſchadet, miſche ich nun nicht mehr den Stallduͤnger mit dem Gaſſenduͤnger, ſondern erhalte ihn in Gruben, die neben der Grube der geſammelten Jauche liegen; jene werden taͤglich niederge⸗ ritten und mit Jauche begoſſen, die, nachdem ſie durch⸗ gezogen iſt, wieder zum Theil in die Jauchegrube zuruͤck faͤllt. Mich duͤnkt, daß dieſes, der Schweizer Behandlung aͤhn⸗ lich, dem Duͤnger die moͤglichſt groͤßte Kraft giebt. J k ſutſtu Situ 1663 nyienäthe Deeh in diſen ritt. 3 pohe unr Wrba,1 V Raitthum * V n wodden Wi ch dn Selhſt ei und Heft anderz ſt rfahti hhat. durmn E. ehba 3n 8* Sarge V rufgllcu ntenz nanden V ben, in dodann Kdiſese an ety r en Etmin er elingen ji 12 Nein m „S u Karvfft 8 dinger a ſadünge, merd er mu geben. aPu grben, 1 11 750⸗, d adand moͤglc 1 mutoffln g ante. 1inb wrr ins Ktt a Futrägli 2 chaſending ac,, nit Kr'aſendinn . unbei — 151— Ich brauche wohl nicht hinzuzufuͤgen, was ſich aus der ſtatiſchen Berechnung von ſelbſt ergiebt, daß, um dieſelbe Wirkung zu erlangen, die Felder der Unterabtheilung B. 2 bis 3 Fuder Duͤnger mehr noͤthig haben, als die in der Unterabtheilung A. Die Wirkung des untergeackerten, mehr noch des un⸗ terrayolten Klees hat meine Erwartung unglaublich uͤbertroffen. Drey Jahre habe ich ihn in ſeiner Wirkung beachtet; in dieſem Jahre habe ich neue Erfahrungen ſorgfältig be⸗ reitet. Bisher glaube ich, daß der wohlgewachſene, hand⸗ hohe unterrayolte Klee, ſey es fuͤr Kartoffeln oder fuͤr Waitzen, mindeſt auf 4 Fuder Duͤnger, alſo auf 12° Reichthum anzuſchlagen ſey.— 90° ſind bisher nur berech⸗ net worden. Auf den durchaus ſandigen Theil der 3ten Claſſe halte ich es nicht mehr fuͤr gerathen, Duͤnger zu verwenden. Selbſt ein maͤßiger Grad von Duͤrre macht die Kartoffel⸗ und Hafer⸗Erndten unſicher und im beſten Falle geringe; anders iſt es mit dem Rocken, welcher waͤhrend der Win⸗ terfeuchtigkeit ſich etwas beſtaudet, aber den Duͤnger nicht bezahlt. Vor 2 Jahren verſuchte ich, auf dem todten duͤrren Sand, auf dem kein Queckhalm wachſen wollte, etwa 3 mal im Jahr Rapſaat, Ruͤben, Buchwaitzen und Spoͤrgel zu ſaͤen und jedesmal, wenn die Pflaͤnzchen eben aufgelaufen waren, ehe ſie vertrocknen konnten, ſehr flach unterzupfluͤgen. Mit jedem mal wurden die hervorkom⸗ menden Blaͤttchen etwas groͤßer; im Herbſt ſaͤete ich Ruͤ⸗ ben, im folgenden Fruͤhjahr Spoͤrgel, der ziemlich gerieth, dann wieder Spoͤrgel, den ich zu Rocken unterpfluͤgte. Dieſes elende Feld hat mir das 4te Korn Rocken gebracht— ein etwas beſſeres Sandfeld hat mir nach zweymaligem — 152— Spoͤrgel das 7te Korn Rocken gebracht: ein daneben ge⸗ duͤngtes gab nicht die Haͤlfte. Ich ſetze dieſe Erfahrungen fort, welche vielleicht zu der ſicherſten Methode, auf dem aͤrmſten Lande bey geringem rohen, das hoͤchſte reine Product zu erzielen, fuͤhren koͤnnte und es dabey moͤglich machte, den hier erſparten Duͤnger da anzuwenden, wo er beſſer lohnt. §. 5. Was nun noch den Ertrag der Felder, in ſo ferne er von der Arbeit des Landmannes abhaͤngt, bedingt: Art der Saat, Zeit der Einſaat, Art des Saͤens, Quaniitaͤt der Einſaat, wird bey jedem Felde, ſo wie der Stand ſei⸗ ner Fruchtbarkeit, in Graden der Fruchtbarkeit ausgedruͤckt, beſonders angemerkt werden(7). (*) Da es fuͤr den fremden Landwirth von einigem Intereſſe ſeyn koͤnnte, das Verhaͤltniß des Flotbecker Landmaaßes, Kornmaaßes und Gewichts(von dem hier oft die Rede ſeyn wird) mit dem ſeinigen zu kennen, ſo fuͤge ich daſ⸗ ſelbe, ſo wie ich es aus den beſten Quellen, namentlich aus Kruſens Comptoiriſten habe berechnen koͤnnen, hier hinzu: Der Flotbecker Morgen hat 100 Quadratruthen, jede von 256 Hamb. Quadrat fuß. 100 Flotbecker Morgen ſind gleich: 41, 67 Hollſt. Tonnen. 51, 89 Engliſch. Acres. 84, 5o kleine Berliner Morgen. 36, 10 Wiener Joche. 14, 81 Antwerper Bunder. 60, 98 Berner Juchart. 80, 65 Hannoͤverſch. Morgen. 2100, 94 Pariſer Ares. 167,— Mecklenb. Scheffel à 60 Quad. Ruth. Der Hamburger Himpt hat 1936 Hamburger oder 1328 Pariſer Cubik⸗Zoll. Man loſſe ie und Jodd⸗ Da N grübn n kemacſenn guſih uft ——— a. 82 5 danehen 5 Kelitt an r boy gein erfihren kim t antten din an ſo fet dingt: N aai. Qunntt 4 Stand ſi' intusgedrich, vem Interiſ . dandmutis, as oſt die do⸗ fge ig di 2 5, uanenii knden, ſi Iruthen, Meine Klein⸗Flotbecker Felder liegen in 4 Parks einge⸗ ſchloſſen, die ihrer Lage nach, der Suͤder⸗, Weſter⸗, Oſter⸗ — 153— und Norder⸗Park genannt werden. Der Fremde wird zuerſt gewoͤhnlich in den Suͤderpark gefuͤhrt, der zwiſchen 2 zum Theil mit ſehr ſchoͤnen Eichen bewachſenen Anhoͤhen, einige Wieſen und manche ſchoͤne Ausſicht auf den Elbſtrom hat. Die Suͤder⸗Koppel. (³) Das erſte Feld, wenn man in die Suͤder⸗Koppel eintritt, welche durch die Anſicht des Eichenhoͤlzchens und 100 Himpt in Flotbeck ſind gleich: 79, 67 Wincheſter Buſchel. 50, 67 Berliner Scheffel. 37, 50 Wiener Metzen. 34, 17 Antwerper Viertel. 15, 67 Berner Muͤtt. 84, 85 Hannoͤverſch. Himpt. 2634, 17 Franzoͤſ. Litres. Ioo Pfund (s) Hier muß ich verſchweigen. haben. Ich muß 67, 50 Roſtocker Scheffel. in Hamburg ſind gleich: 106, 80 Pf. in London. 103, 38 Pf. in Berlin. 86, 40 Pf. in Wien. 103, 33 Pf. in Antwerpen. 93, 10 Pf. in Bern. 99, 53 Pf. in Hannover. 48, 43 Kilogrammes in Frankreich. 95, 24 Pf. in Roſtock. den Leſer daran erinnern, daß alles von S. 152 bis 190 eigentlich nur fuͤr den Landwirth geſchrieben iſt, der aus dem Ertrag der Felder, wie er ihn vor Au⸗ gen hat, nicht nur die Fruchtbarkeit des Bodens, ſondern auch die richtige Behandlung deſſelben beurtheilen ſoll. Ihm durfte ich keinen der darauf einwirkenden Umſtaͤnde Sie koͤnnen nur fuͤr den leidenſchaftlichen Liebhaber der praktiſchen Agricultur einiges Intereſſe alſo die Leſer, die nicht zu dieſer Claſſe ge⸗ — 154— der Elbe einen freundlichen Anblick gewaͤhrt, heißt der Elb⸗ kamp, Erſte Klaſſe A.(1)(*) Ein kleiner Fleck, der im Winter zur Aufbewahrung der Kartoffeln dient, iſt wie ein darauf folgendes kleines Feld von 790°(¹0) Fruchtbarkeit mit 2 Himpt Wicken, auf den Flotbecker Morgen, zu 1 ½ ⸗ Hafer, Bohnen, Mengfutter beſaͤet; ſoll Rapſaat werden, hoͤren, bitten, dieſe Seiten nur fluͤchtig anzuſehn und ſich allen falls nur bey den eingeſtreueten Bemerkungen aufzuhalten, auf welche die Inhaltsanzeige ſie hinweiſen wird. (*) Dieſe Zahl dient dazu, das Feld zu bezeichnen, von wel⸗ chem in dem alphabetiſch geordneten Regiſter über die Gegenſtaͤnde der verſchiedenen Verſuche die Rede iſt. (*⁰) Dieſe Zahlen ſollten eigentlich niemanden befremdlich erſcheinen: ſie bezeichnen nur ein Reſultat, wie es jeder denkende Landwirth ſich aus dem vorherigen Zuſtande ſeiner Felder zieht und wonach er ſeine Erwartung fuͤr die naͤchſte Erndte beſtimmt, auch wohl, wenn die Wahl von ihm abhaͤngt, beſtimmt, mit welcher Frucht er das Feld beſtellen will. Da im Durchſchnitt von 9 Jahren auf nahe an 70 Fel⸗ dern, ungefaͤhr 36° Fruchtbarkeit bey mir noͤthig waren, den kleinen Himpten Waitzen von 42 Pf. Gewicht auf 100 Quad.⸗Ruthen hervorzubringen;— da die Areal⸗Tonne 240 ſolcher Quad.⸗Ruthen enthaͤlt und die Tonne Maaß 5 Himpt enthaͤlt, ſo braucht der Holſteiniſche Landwirth nur die Zahl, welche den Grad der Fruchtbarkeit der Fel⸗ der bezeichnet, mit 75 zu dividiren, um die Tonnenzahl zu finden, die ein Landwirth ſich von ſolchem Lande ver⸗ ſprechen duͤrfte. 7900 iſt alſo ein anderer Ausdruck fuͤr ungefaͤhr 10 ½ Tonne, die der Landmann ſich von ſolchem Boden, wenn weder außerordentlich guͤnſtige noch un⸗ guͤnſtige Zufaͤlle ſich ereignen, verſprechen darf; mit an⸗ dern Worten: das Land, von dem ſich der Landmann etwa das 10 te Korn verſpricht. Da das Verhaͤltniß des Himpten zu fremden Korn⸗ ——ÿ — —(sfth ſätt, un ſd die Bohra trig velüc atilt Mit — mtezen, dagegeh hetech Korum Dberf ner 3 — Aar 2 = Pyice den von a de ehi gleit kanud 9 keich fige des ſ hete Aundm Ni heit wai werr ple,ni ant, iſ ni dr Margen,„ aoher dei atzuſeht— n Bemerken ati ſie hinvein aezten, von be E aiet über di 20. Rede iſ. aran beftemdlt un t vwie es ſi „Diigen Zuin a iEtwirtun i Awenn ded Fruct aw ra rahe an wß ern näͤtſit un erict ufn e Arailäm e Tnne » ſſche Land din a vatkeit urß dar ie Tonnen en kane 3 c Nus edrntäi nach rn ſits Sl 1u darſ 89 r dum tenn In — 155— —(alles folgende Mengfutter iſt in demſelben Verhaͤltniß ge⸗ ſaͤet, nur ſind bey dem, welches vielleicht Heu werden muß, die Bohnen weggelaſſen)— trug weſtlich Kohl(2), öoͤſtlich Waitzen; erhielt Mitte Januar 6 und 11 Fuder Duͤnger(3) pr. Mor⸗ maaßen, des Flotbecker Morgen zu andern Flaͤchenmaaßen angegeben worden iſt, ſo wird es jedem leicht werden zu berechnen, welche Zahl der Einheit ſeines landuͤblichen Kornmaaßes er von der durch ſein Landmaaß gegebenen Oberflaͤche zu erwarten hat, wenn die Fruchtbarkeit ſei⸗ ner Felder 7900 waͤre; z. B. da ein Engliſcher Acre = 1, 93 Flotbecker Morgen iſt, ſo wuͤrden 7900° fuͤr den Acre 42, 34 Himpt geben. Da 100 Himpt gleich ſind = 74, 67 Wincheſter Buſchel, ſo macht das 31, 62 Winch. Buſchel, die der Landmann in England auf ſolchem Bo⸗ den von ſeinem Acre erwarten wuͤrde; oder kuͤrzer, wenn er die Zahl der Fruchtbarkeits⸗Grade mit 24, 98 dividirt, erhaͤlt er die Zahl der Buſchel, die er, unter voͤllig gleichen Umſtaͤnden, vom Acre ſich verſprechen koͤnnte. Vielleicht wird dem fremden Leſer die Ueberſicht er⸗ leichtert, wenn ich hier noch die Zahl des Diviſors hinzu⸗ fuͤge, durch welchen die Zahl der Grade der Fruchtbarkeit des Feldes dividirt werden muß, um die darauf gegruͤn⸗ dete Erwartung des Landmannes in ſeinem Korn⸗ und Landmaaß zu bezeichnen: fuͤr England 24, 983 um einen Buſchel pr. Acre zu produciren, Berlin 60, 21 um 1 Berliner Scheffel pr. Berl. kleinen Morgen zu produc. ⸗ Wien 34, 66 um 1 Metz pr. Joch⸗ ⸗ „ Antwerp. 15, 61 um 1 Viert. pr. Bunder⸗ ⸗ Bern 140, 07 um 1 Muͤtt pr. Juchart ⸗ „ Hannov. 34, 21 um 1 Himpt pr. Morg. ⸗ ⸗ Frankr. 28, 56 um 1 Litre pr. Are⸗ ⸗ „ Mecklenb. 88, 96 um 1 Scheffel pr. Scheffel Land von 60 Quad.⸗Ruth. zu produc. Ein ſolches Urtheil faͤllet aus ſeiner Erfahrung ein jeder Landmann uͤber den Zuſtand eines Bodens, den er lange und genau kennt und er weiß dabey ſehr wohl, daß dem⸗ — 156— gen, welche bis zum Fruͤhjahr ausgebreitet liegen blieben, ward auf den Duͤnger geſaͤet und mit demſelben unterge⸗ ſchattelt in der letzten Haͤlfte des April⸗Monats. ungeachtet nichts unſicherer iſt, als die Erfuͤllung ſei⸗ ner Erwartung. Dennoch handelt er dieſem Urtheile gemaͤß und wuͤrde daher nicht ohne Beduͤngung Waitzen in einen Boden ſaͤen, von dem er ſich ohne dieſe nur das 5te und 6te Korn verſprechen wuͤrde; mit der Be⸗ duͤngung wuͤrde er vielleicht, ſeiner Erfahrung gemaͤß, das 9te oder 10te Korn erwarten. Ein ſolcher Boden wuͤrde bey mir auf 360 à 412° ſtehen und mit der Beduͤngung auf 648 à 720°, und auch dieſes iſt dann nur eine kuͤr⸗ zere Art, jene Meinung auszudruͤcken. Sein Urtheil begruͤndet ſich auf ſeine Wahrnehr mungen uͤber den vorherigen Zuſtand des Bodens, ſeine vorherigen Erndten, ſeine Beduͤngung, u. ſ. w. Die Zahl bezieht ſich auf Zahlen, die das Reſultat jeder einzelnen dieſer Wahrnehmungen bezeichnen; bey⸗ des, Urtheil und Zahlen mit der Unſicherheit, der das Urtheil des Landmannes uͤber Dinge dieſer Art immer ausgeſetzt bleiben wird. Meint der Landmann, wenn er vom lozten Korn ſpricht, eine Erndte, die vielleicht das lote bis IIte Korn liefern wird, ſo bedeutet 79000 auch nichts als eine Zahl, die zwiſchen 750 und 8250° faͤllt. Es kann hier der Ort nicht ſeyn, auseinander zu ſetzen, wie man zu dieſen Zahlen koͤmmt; nur kann man es nicht oft genug wiederholen, daß die Erſten zur Grundlage ange⸗ nommenen Zahlen nur hypothetiſch, keine durch Berechnung oder durch irgend ein ver⸗ meintes Naturgeſetz gefundene, ſondern nur angenommene Zahlen ſind, um Verhaͤltniſſe bequem auszudruͤcken. Es verſteht ſich, daß man die wahrſcheinlicheren gewählt hat, zum Beyſpiel füͤr den Ertrag und die Erſchoͤpfung durch Cerealien das Verhaͤltniß der nahrhaften Subſtanz, die ihre Koͤrner enthalten, u. ſ. w. Die Verhaͤltnißzahlen ſelbſt koͤnnen einzig und allein durch locale Erfahrungen beſtimmt werden; an ihnen iſt nichts wahr als das durch die Erfahrungen angegebene, in jedem beſondern Fall anders bedingte Verhaͤltniß. dr n öſce Faruf cen in 3- — Pis de Bodet ſöer ſieht krat rans Erac dieſe unt Ar! einen. ſcer deren Jerſc Nri dier n ½ ad ligen l er ben anterg⸗ onatz. Erjällong ſ 7 eſem Uttzeile S gun Siza 5n due dieſe ur 20 nit der de dhi ihe Baßms às Bodens, ſa 1a ſ. v. i das Reſul aszeichnen; he mrndeit, deh Zeſer Att imne n Ioxten in n, bie ie n rnicht iſt 9 4 uu ltg 1 tin — 157— Das Erſte Feld traͤgt auf 732° blaubluͤhende hollaͤn⸗ diſche Kartoffeln(4): trug theils Fruͤhkartoffeln, nach wel⸗ chen am 30ſten Julius Hafer(5) geſäet wurde; dieſer Was der Sache zum Grunde liegt, iſt, daß man den Boden, als aus mineraliſchen und organi⸗ ſchen Beſtandtheilen zuſammengeſetzt an⸗ ſieht; jene die Kraft nennt,— ich ſage die Ur⸗ kraft(um dem Mißverſtaͤndniſſe zu entgehen, welches daraus entſteht, wenn man die Kraft des Bodens im Sprachgebrauch mit Fruchtbarkeit fuͤr ſynonym haͤlt)— dieſe den Reichthum; beyde Theile wirken unaufhoͤrlich unter dem Einfluß der Kultur und mehr noch der Witterung auf und durch einander, und daher von Wulffens geniali⸗ ſcher Gedanke, ſie als Faktoren anzuſehen, deren Product die Fruchtbarkeit iſt. Die Verſchiedenheit dieſer beyden Theile im Bo⸗ den iſt ſo unleugbar, als ihre gegenſeitige Sinwirkung auf einander, und ſo muͤſſen ſie dann auch vom Landmann als verſchieden be⸗ trachtet werden, weil auf ſie auf verſchie⸗ dene Art eingewirkt werden muß, 3z. B. auf die Urkraft durch die Erdmiſchung, auf den Reichthum durch den Duͤnger. Die im Boden beſindliche, aus ſeinen mineraliſchen Beſtandtheilen hervorgehende Kraft ruhet im Winter, wird im Fruͤhjahr durch die, ſicherlich nicht blos in der hoͤhern Temperatur liegende Einwirkung des Fruͤhlings, thatig. Nun aͤuſſert ſich die wechſelſeitige Wirkung des Bodens und der Atmoſphaͤre in chemiſcher Anziehung, Zerſetzung und neuer Verbindung; beyde wirken nun auf die Pflanze und die Pflanze hinwiederum durch die Aeuſſerung ihrer Lebenskraft auf den Boden. Was der Menſch dazu thun kann, dieſe Thaͤtigkeit zu vermehren und zu erhoͤhen, geſchieht durch die Bearbeitung. Indem dieſe, durch Bearbeitung erhöhete Kraftaͤuſſe⸗ rung(Thaͤtigkeit) auf die organiſchen zerſetzten und unzerſetzten Theile zugleich wirkt und jene wiederum auf ſich einwirken laͤßt, dabey und dadurch den Einfluß der Atmoſphaͤre, der Feuchtigkeit, der Waͤrme erleich⸗ tert, entſteht dann die hohere Fruchtbarkeit. ward untergepfluͤgt, den 24ſten October mit Winterrocken beſaͤet(6), welcher im Fruͤhjahr Anno 22 minder kraͤftig ſtand, als der nach Winterkartoffeln(7) den 24ſten Octo⸗ ber geſaͤete. Derr Rocken ward untergepfluͤgt mit 2 Pfluͤgen den 6ten Maͤrz,— Ein Stuͤck am 2ten April, um zu erfahren, in wie ferne der friſch untergepfluͤgte Rocken dem Wachs⸗ thum der Kartoffeln zuſage(8). Gepflanzt den 10ten April nach dem Pfluge auf 15 und 22 Zoll Entfernung; 42 Qua⸗ drat⸗Ruthen zum Verſuch am Wege nach einem Pflanzer auf 22 und 12 Zoll(9) Entfernung, 8 Zoll tief. Man will bemerkt haben, daß, wenn die Kartoffel aus allen ihren Augen Zweige treibt, die Haͤckchen, welche an der Spitze bemerkt werden, bey einer Tiefe von 4 Zoll zu leicht an die Luft kommen und zum Stengel werden, ſtatt daß ſie bey 8 Zoll Tiefe groͤßtentheils zu Knollen an⸗ ſetzen wuͤrden. Das auf das Mengfutter folgende Feld traͤgt auf 718° (10) weißen engliſchen Waitzen(11)— Vorfrucht Kartof⸗ feln(12). Am 20ſten October 2 Himpt(1¹) pr. Morgen Der Grad, zu dem dieſe gekommen iſt und die den Ertrag rechtfertigen ſoll, wird durch die Zahl bezeichnet; ſo wie umgekehrt der Ertrag voriger Jahre zu den Zah⸗ len gefuͤhrt hat, deren Reſultate den jetzigen Fruchtbar⸗ keitsſtand der Felder bezeichnen. Dies ſey genug, und iſt vielleicht ſchon zu viel uͤber die Art, wie hier die Erwartung von der Fruchtbarkeit jedes Feldes ausgedruͤckt iſt, deren Vergleichung mit der Erndte ſelbſt, ſo wie ſie da vor Augen ſteht, fuͤr den Landwirth von einigem Intereſſe ſeyn kann. (**) Da die Art der Saatkoͤrner auch auf den Ertrag Ein⸗ fluß hat, ſo wird der Herr Inſpector Flor auf Verlangen die Art des geſaͤeten Korns vorzeigen. nntetgihrt, durffi hi 3 beterlt ds nut mt dc gůtt n u Srrler irchenlih Fie riſt twa 16 al ſt E vi vit lcherhaun dler beſti aye giäudn i grin,din . ſſon düeh) da Dat ſer matſe 9 ſr. Norgen! und Wahen, vünm Eiten. ſeinn far, täne Gmſchf been. Diees hit mnt he b tfin 69, [thhrlrn wad Geänhet de Ken Apri, whnlche! V 32 Qur V artoffeln in 15 tief, t Vitm D ninderni a Aüſe 3 V V a Nllign n 1 N effaßre it dem Wact aa lota ae r2rg; Adu inem Pimr Attiff anyſe Kat a chen, velt as von 4 30 78 pl werden z(Krollen a iagxt af1g uttt Kan *. pr Nun und dem a hl bezeite ien zu dn30 a an Fudit 1 2 1 zu ril i 1 Frudhrti 1eung ann tt, ſirn . — 159— untergeſchattelt, mag im Durchſchnitt 28 Pflanzen pr. Qua⸗ dratfuß haben. Zu bemerken mag ſeyn, daß gegen die Mitte des Fel⸗ des nach den geerndteten Fruͤhkartoffeln im Auguſt Hafer (13) geſaͤet wurde, der, ſehr dick und hoch ſtehend, am 18ten October untergepfluͤgt und am L0ſten beſaͤet wurde. Wahrſcheinlich haͤtte dieſes Unterpfluͤgen 4 Wochen fruͤher geſchehen muͤſſen. Nun kam der Waitzen ſehr duͤnne auf, etwa 16 Pflanzen(14) auf den Quadratfuß.(Bekanntlich iſt 36 das wuͤnſchenswuͤrdige.) Ueberhaupt mag zu bemerken ſeyn, ob auf den mit Klee beſaͤeten Waitzenfeldern das ſcharfe und wiederholte Eggen geſchadet oder genuͤtzt zu haben ſcheint(15). Ich bin geneigt, das Letztere zu glauben, obgleich unſtreitig viele Pflanzen dabey verloren gehen. Der Weg fuͤhrt um ein kleines Kleefeld, das, wie der mehrſte Klee, unter Waitzen geſaͤet worden à 10 K5 pr. Morgen im April⸗Monat nach wiederholtem Eggen und Walzen, an das reinliche Fiſcherdorf bey dem, von ſchoͤnen Eichen beſchatteten, Dorfsbrunnen vorbey, zu einem kleinen Felde, wo einige Sitze und eine Mooshuͤtte einige ſchoͤne Landſchaften, mit der Elbe im Hintergrunde, dar⸗ bieten. Dieſes Feld, 1ſte Claſſe A. traͤgt auf 522 Frucht⸗ barkeit nach Hafer, eine ſehr feine Art hollaͤndiſcher Kar⸗ toffeln(16), von der nur ſehr kleine(17) Saatkartoffeln erhalten werden konnten, welches fuͤr die zu erwartende Schoͤnheit der Pflanze beſorgt gemacht hat. Sie ſind am 9ten April, 6 Himpt auf 100 Quadratruthen eingelegt(das gewoͤhnliche bey groͤßeren Kartoffeln iſt 9 bis 11 Himpt). 32 Quadratruthen noͤrdlich ſind mit dem Pflanzer 2 Kartoffeln in jedes Loch(in der Regel nur Eine) gepflanzt, 8 Zoll tief, auf 12 und 22 Zoll Entfernung(18). 160— Das Feld trug Hafer. Das darauf folgende, mit ſehr ſchoͤnen Eichen umge⸗ bene Feld, 1ſte Claſſe A., iſt am 20ſten April auf 7480 Fruchtbarkeit mit etwas groͤßeren Saatkartoffeln auf die naͤmliche Art nach dem Pfluͤgen bepflanzt, trug gleich⸗ falls Hafer und iſt mit 8 Fudern Stallduͤnger(19), der dem Wohlgeſchmack der Kartoffeln zutraͤglicher ſeyn ſoll, als der Gaſſenduͤnger, pr. Morgen beduͤngt. So ſoll auch die Erfahrung entſcheiden, ob die unge⸗ duͤngten Kartofſeln ſelbſt vor dieſen, noch einen Vorzug haben. Der Weg fuͤhrt nun durch das Eichenholz bey den ſoge⸗ nannten kleinen Holzkaͤmpen vorbey, iſte Claſſe A.(20). Der eine den 2ten May mit 3 Himpt pr. Morgen unterge⸗ ſchattelten Sommerwaitzen(21) beſaͤet, auf 738° Frucht⸗ barkeit, trug Hafer, iſt mit Einem Fuder Heringe(22) pr. Morgen geduͤngt. und wie lange es wirkt. Der andere mit?2 Himpt Kartoffelhafer(23) auf 576° Fruchtbarkeit am 22ſten April gedrillt, trug Hafer und ſoll zur Beſtaͤtigung der oft gemachten Erfahrung dienen, daß bey dieſem Grad der Fruchtbarkeit der Hafer im zweyten Jahre, beſonders aber, wenn er gedrillt worden, beſſer zu⸗ trage, als im Erſten Jahr(24. Der Weg fuͤhrt auf eine Bruͤcke uͤber eine Schlucht, durch welche das Heu aus den Wieſen gefahren wird. Angenehm iſt nun die Anſicht durch die Eichenſtaͤmme auf die Wieſen und die gegenſeitige Anhoͤhe. Das fol⸗ gende, reich umpflanzte kleine Feld, erſte Claſſe A.(25), traͤgt auf unterrayolten Klee und 576 Fruchtbarkeit Queck⸗ Der Verſuch ſoll entſcheiden, ob es, wie die Bauern glauben, wie 6 Fuder Stalldingur⸗ ertefttsh) Iw glaf der aſt vider übne uhan ur vern Ewirme 5 dined aSi mmr Norrvit legnde idei 3 ts 4 u Miät ud raun lärie petinn le u em di — henindg? ſchaft wne den Baut, t eine fredi Po ſtit i lande neme E Th n Klee derſc Ntgen an 16 lit dmd Sant CS) mäͤßigtät di Das 9 2l m än li guden uf di ſiden, ein Maghes am⸗ * dr Ci kathrl uf 3 Arpfen u in ng g MNr(, 5 tn 14 ſih 8. o der a einen d n. bey da 8 aſſe 4. 5 argen unt 1 8e Fn a r beting e enſteän Ir Sual T difi Haft 1 dem 2 fer in e 4 der 6 1 eine E würe wd 4 Eitelie V . N olaſe 10 tbund V — 161— kartoffeln(26), die ihres ſchnellen Reifens wegen in der Mitte May gepflanzt worden ſind und zur naͤhern Beſtimmung der oft wiederholten Erfahrung beytragen koͤnnen, daß die ohne Zugang der Luft 12 Zoll tief vergehende Kleenarbe durch Vermehrung der, bald aufloͤsbaren organiſchen Stoffe und Erwaͤrmung und Befeuchtung des Bodens 3 bis 6 Fuder Duͤnger werth ſey. Die Wieſen, durch welche nun der Weg fuͤhrt, ſind zwar nur Moorwieſen, deren eine(die hier rechts am Fußſteig liegende) indeſſen vom Dorf⸗Waſſer bewaͤſſert, groͤßtentheils 3 bis 4 mal gemaͤht werden kann. Nicht unbemerkt werden hier die in einander verſchlun⸗ genen Ueberbleibſel der aͤlteſten Weidenbaͤume in den Her⸗ zogthuͤmern bleiben. In der Mitte der Wieſen liegt hier unter einer Baumgruppe eine Huͤtte, beſonders zur Zeit der Heuwindung von einer lieblichen, bewegungsvollen Land⸗ ſchaft umgeben; von hier geht man zu der Fiſcherhuͤtte an dem Beeck, der dem Dorf ſeinen Namen gab; ſie beut eine freundliche, abgeſchloſſene ſtille Anſicht dar.— Der Weg ſteigt die kleine Anhoͤhe hinan, die wir die Neu⸗ lande nennen. Ein Theil liegt nach Waitzen, mit 4320 Fruchtbarkeit im Klee, der folgende traͤgt auf 8640 Fruchtbarkeit 2 ⅝ ℳ pr. Morgen am 18ten July(27) gedrillte Rapſaat und wird viel⸗ leicht dazu dienen koͤnnen, das Vorurtheil gegen fruͤhe Saat(28) zu beſiegen und mißtrauiſch gegen die Zweck⸗ maͤßigkeit dicker Beſaͤung zu machen! 7 Das Feld trug Klee(29) im zweyten Jahr, iſt im Jahr 21 nach einem reichlichen Erſten Schnitt rayolt und mit 14 Fudern Stallduͤnger beduͤngt worden. Auf dieſem Felde liegt, wie auf allen meinen Rapſaat⸗ feldern, ein kleines Stuͤck im Rocken, um durch die Erndte, Voght's landwirthſchaftl. Schriften 1r. Bd. 11 verbunden mit der chemiſchen Unterſuchung und der Auf⸗ merkſamkeit auf die Unkraͤuter, die natuͤrliche Fruchtbarkeit des Bodens, ſo genau wie es moͤglich iſt, zu bezeichnen(30). b Viele, lange fortgeſetzte Verſuche dieſer Art werden der Erfuͤllung des Wunſches, ein Verhaͤltniß zwiſchen den Be⸗ ſtandtheilen des Bodens und deſſen Fruchtbarkeit zu finden, immer naͤher bringen. Es dient zugleich dazu, zu bezeichnen, wie der Duͤnger auf die Vermehrung des Reichthums gewirkt hat. Gerne ſehe ich auch dadurch, wie viel die fruchtbare Krume meines Bodens ſeit dem letzten Rayolen an Frucht⸗ barkeit gewonnen hat. Ich vermuthe die jetzige Fruchtbar⸗ keit auf 5760(31). Der an der Bruͤcke liegende Theil traͤgt auf 5300 Klee, der im vorigen Jahre in Waitzen geſaͤet ward. Jenſeits der Bruͤcke alter Klee mit 5960 Fruchtbarkeit, der im Juny nach dem Erſten Schnitt rayolt und zu Rap⸗ ſaat geduͤngt wird. Durch einen kleinen Graben getrennt, liegt ein kleines Feld in neuem Klee, im Jahr 1821 zwiſchen gedrillten Waitzen geſaͤet auf 542° Fruchtbarkeit. Ein Weg unter gar ſchoͤnen Eichen mit einer freund⸗ lichen Ausſicht auf Wieſe und Holz füͤhrt durch die Wieſen zum Holz zuruͤck. Links ſtehen auf einem Theil eines, uͤbrigens zu Gartenland vermictheten Feldes, blaubluͤhende Kartoffeln(32) nach Hafer auf rayoltem, mit 6 Fuder Stallmiſt(33) pr. 100 Quadratruthen geduͤngtem Lande, wovon 32 Quadratruthen auf dem ſuͤdlichſten Stuͤck zur Vervielfaͤltigung des oberwaͤhnten Verſuchs mit dem Pflan⸗ zer 8 Zoll tief gepflanzt worden ſind auf 22 und 12 Zoll(34). Pennt de iſt N Thir d d hybet der u Jaſen vi „ rtukaupie ar Buunſcut 4 müth Ar, ſ rid i bdeunt 8 1 Iunn Jin ſtindiſk n Es ſi üe: ö tr S wh Eo tn canber ni Diſe!¹ ſh unm, l dn Aäſeen Ah ud wnrergſt de Söophel E Wag G, drilt o); pr. Merxen In dar vürzelrice ſcher un da Boden, arrund da h 1n Futtet s eheicna Sltt vata 4 iichn dad rekeit z fir Bi d dhn ra hn. KFedi futte renten an Fnh Ae Fruttt 3 t 5 Kle⸗ 2. O kruttnt er ud ah Btgt ei 6 riltndi Iit enr ir⸗ at w xi da, Ulus K nt b ſe iinzim de Aer Ett dcuit to l r2t — 163— Wenn man den Weg zuruͤck nimmt, und den Park durch die oͤſtliche Pforte verlaͤßt, trifft man gerade auf die kleine Thuͤr des Elbgartens; eines Gebuͤſches, welches der Lieb⸗ haber der weiten Flußanſichten eben ſo wenig unbeſucht laſſen wird, als der Liebhaber von Stauden, Baͤumen, Ge⸗ waͤchshauspflanzen und Blumen; weil dieſer Weg gerade zur Baumſchule der Herren Booth fuͤhrt, deren Catalogus ihren Reichthum an Pflanzen, Stauden und Baͤumen jeder Art, ſo wie an Saͤmereyen beweiſet. Sie iſt wohl eine der bedeutendſten Baumſchulen in Norddeutſchland. Bey dieſen thaͤtigen, unterrichteten und geſchickten jungen Maͤnnern wird der Landwirth unter andern die voll⸗ ſtaͤndigſte Sammlung von Graͤſern finden, die ich kenne. Es ſind uͤber 400 Arten da in Bluͤthe. 2 Hinter dieſer Baumſchule liegt dann das letzte kleine Feld, welches zur Suͤderkoppel gehoͤrt. Es trug im Jahr 1820 Hafer, ward rayolt und im De⸗ cember mit 15 Fudern Compoſt pr. Morgen beduͤngt. Dieſer Duͤnger blieb, wie ich es gerne geſchehen laſſe, wo ich kann, bis zum Fruͤhjahr gebreitet auf dem Acker liegen; den 25ſten April ward Mengfutter auf den Duͤnger geſaͤet und untergeſchattelt; Anfangs July ſtand er 4 Fuß hoch— die Stoppel ward Mitte July Einmal vierſpaͤnnig umge⸗ pfluͤgt(35), geeggt, gewalzt, geeggt, mit Rapſaat ge⸗ drillt(36); 2 Stuͤck am noͤrdlichen Hagen mit 1 ⅞ 55(37) pr. Morgen, der Reſt mit 2 ¾ K(38). In der Vorausſetzung, daß die Blaͤtter, Stengel und wurzelreiche Stoppel des Mengfutters die Erſchoͤpfung er⸗ ſetzen und daß die feuchte Waͤrme, in der die Beſchattung den Boden erhalten, auf die Thaͤtigkeit deſſelben die Wir⸗ 11* —— ¼ — —— — 164— kung der Braache hervorgebracht hat, ſteht die Fruchtbar⸗ keit auf 749°. Dies Feld wird zeigen, ⸗wie ſich in der Wirkung die Kleeſtoppel gegen die Mengfutterſtoppel(39) verhaͤlt, swie nuͤtzlich das lange Gebreitet⸗Liegen des Duͤngers fi den Acker ſey(40), s wie die Rapſaat, nach Einer Pflugart, auf dieſe Weiſe behandelt, gedeihen koͤnne, swie ſie ſich bey 1½ und 2 ⅞ Einſaat pr. Morgen verhalte. Die Weſter⸗Koppel. So wird die hinter dem Wohnhauſe— dem der Eig⸗ ner die groͤßte innere Bequemlichkeit bey der anſpruchloſe⸗ ſten Auſſenſeite zu geben geſucht hat— genannt. Auf dem Wege dahin wird man einen, durch Form und kraͤftige Vegetation vorzuͤglich ſchoͤnen Kaſtanienbaum ſehen, unter deſſen Schatten die Schweizer⸗Gallerie des Wohnhauſes mit den von 5blaͤttrigem Epheu umwundenen Pfeilern eine freund⸗ liche Anſicht gewaͤhrt. Dicht vor dem Landhauſe wird der Landwirth gerne die etwa 50 Fuder enthaltenden Skallduͤngergruben bemer⸗ ken, welche taͤglich aus den daneben liegenden Jauchegruben übergoſſen und niedergeritten werden. Aus den Duͤnger⸗ kummen laͤuft die durchgetroͤpfelte Jauche wieder in die Jauchegrube zuruͤck und iſt hierin etwas, der Schweizer Behandlung des Duͤngers aͤhnliches. Sind die Gruben gefuͤllt, ſo werden ſie auf die Felder, für die ſie beſtimmt ſind, gebracht und mit abgeſchaͤltem Raſen durchgelegt. m flen u ſ ir d t3 ſt in iim Die nn Elaſe 4G du Felt 1 Al D auigii rnbe utat Kngratne Du ant 7 leie Be ni pertngi 30 Gitimuß un hilinn ln w ben Gtfer Reſt de d nißte dh Waitzen ch gatze ſinn ſan tnn J ,9 1 I Iar Gec nichen da ) daͤm Oan Oudratu hafer gete Li dratruthen Larvoffn, fihen ſol e Fruchtbmn Wirtung i Lerhült, des Düngers dieſe Weiſe Ugen verhalt 1 — der Eig⸗ Aenſpruchloſe⸗ r.. Auf da aund kriſtp Kſehen, wnr huheuſz n Ateine freud 1 dwirth gente 1euben bene ¹ aurhegnin S'en Däur aieder in d r Schviir di hebir abg iitn Die vom Garten umſchloſſene, ſogenannte Hauswieſe iſt in dieſem Jahre vorzuͤglich allerley Verſuchen gewidmet. Die Fruchtbarkeit ſteht auf 632 c. Sie gehoͤrt zur Erſten Claſſe A.(41) Die Vorfrucht war Rapſaat(42), die durch den Froſt und durch den Wurmfraß viel gelitten hatte. Am 11ten Auguſt ward die Rapſaatſtoppel flach umgepfluͤgt und ſehr klar geeggt. Das Land war bald mit einer dicken Decke ausgefallener Rapſaat bedeckt, welche am 17ten De⸗ cember untergepfluͤgt und dem Felde 4 3 Fuder Duͤnger angerechnet worden iſt. Das aͤuſſerſte noͤrdliche Stuͤch hat e an dem öſtlichen Ende 7 kleine Beete, wovon die groͤßte Haͤlfte des erſten Beetes mit Portugieſiſchem Sommer⸗Waitzen auf 2 und 2 Zoll Entfernung den 27ſten April gedibbelt iſt. Die klei⸗ nere Haͤlfte dieſes Beetes, ſo wie das ganze zweyte und die Haͤlfte des dritten, iſt mit Winter⸗Waitzen in derſel⸗ ben Entfernung und an demſelben Tage gedibbelt. Der Reſt des dritten, das ganze vierte und fuͤnfte Beet und der groͤßte Theil des ſechsten traͤgt Chineſiſchen Sommer⸗ Waitzen auf dieſelbe Art; ein Theil des ſechsten und das ganze ſiebente: weißen Sommer⸗Waitzen, deſſen Aus⸗ ſaat von Aehren ohne Grannen genommen iſt, zum Ver⸗ ſuch, ob die Pflanzen ausarten. w n r Zur Seite dieſer ſieben Beete ſind auf 13 Quadrat ruthen den 28ſten April 6 ¾ B einer ſich vorzuͤglich beſtau⸗ denden Gerſte geſaͤet.— Hieran ſtoͤßt ein Keilſtuͤck von 5 Quadratruthen, worauf an demſelben Tage 2 ¾ b Kamm⸗ hafer geſaͤet ſind(43). BWeeiiter gegen Weſten, jenſeits des Eichhaums, 8 Qua⸗ dratruthen mit Saamen von blaubluͤhenden hollaͤndiſchen Kartoffeln, darauf 4½ Quadratruthen mit Saamen von fruͤhen hollaͤndiſchen Kartoffeln, dann 8 ¾ Quadratruthen — —— 166— mit Saamen von einer andern Art hollaͤndiſcher Kartoffeln V beſaͤet(44. 3 4 Hierauf folgen verſchiedene Arten Kartoffeln, jede mit einem Pfahl bezeichnet, in folgender Ordnung von Oſten nach Weſten: XIII. beſte Speiſekartoffeln, XVII. weiße Kartoffeln, VII. Biscuit⸗Kartoffeln, XI. Lerchen⸗Kartoffeln, XXIII. Peruvianiſche Kartoffeln,. XIV. Preis von Holland, XIX. Zuckerkartoffeln, VI. Pfaͤlzer fruͤhe hellrothe Kartoffeln, XXII. gelbe Patacken, XXX. Pommerſche Kartoffeln, XXI. kleine Nußkartoffeln, XIV. Preis von Holland(45)(¹*). n dieſe Kartoffeln ſtoßen 12 Quadratruthen Kamm⸗ hafer à ½ G Einſaat pr. ORuthe. Im anliegenden Stuͤck ſind am 13ten April auf 70 Quadratruthen 90 Egyptiſchen Rocken breit geſaͤet, demungeachtet nicht dick aufgekommen, welches der unge⸗ woͤhnlichen Groͤße des Kornes zuzuſchreiben ſeyn mag. Ich glaube, daß man ihn noch einmal ſo dicht ſaͤen muß, als den gewoͤhnlichen Rocken. In wie ferne das Mehl Brauch⸗ (*²) Dieſe Kartoffeln, welche ich der Guͤte des Herrn Thomſen in Soerup⸗Schaubye im Herzogthum Schleswig verdanke, ſind nach der Monographie der Kartoffeln, bearbeitet vom Dr. Carl Wilhelm Putſche und herausgegeben vom Dr. Friedr. Juſtin Bertuch, Weimar 1819, benannt. 1 B M fni t mo 1w b d G N Dätgurtent Dunntttte u 4 Jal n firne du ſt i Erra Da Aed aa üc wces d. das gch Narbe ſet den ſol. Das nar Ahh Karuffn t, jede mi von Oſte ſn gu gril auf0 breit ſit der uh mag 3h nuß, d tl Buuh en Thenſa g venunk⸗ theitet on dn vun Dr. nt. — 167— barkeit hat, wird im naͤchſten Winter durch Verſuche bey den geſchickteſten Baͤckern entſchieden werden. Dann folgt ein Stuͤck Bohnen, am 13ten April 3 Himpt auf 100 Ruthen untergeſchattelt,— dann 50 ORuthen Champion⸗(Apfel⸗) Kartoffeln, 50 ◻Ruthen Kidney⸗(Nieren⸗) Kartoffeln, beydes auf 22 und 15 Zoll(46) Entfernung untergeyfluͤgt, dann 6 Reihen feſter und klarer hollaͤnd. Kartoffeln, 7 Reihen Frieſiſcher Kartoffeln, beydes den 19ten April mit dem Pflanzer 8 Toli tief an 22 und 12 Zoll(47) Entfernung. 25 ◻Ruthen Quekkartoffeln den 29ſten April mit dem Pflanzer wie oben gelegt. 100 ◻Ruthen Quekkartoffeln den 29ſten April auf 22 und 15 Zoll(48) untergepfluͤgt. Eine Reihe von 23 Beeten, Verſuche mit verſchiedenen Duͤngarten auf verſchiedene Frucht und in verſchiedener Quantitaͤt(49) enthaltend:— auch Gerſte von 1 Zoll bis zu 4 Zoll Entfernung gedibbelt, um zu beſtimmen, in wie ferne das ſtaͤrkere Zweigen des entfernter geſaͤeten Korns den Ertrag des dichter geſaͤeten aufwiege.(50) Das ſuͤdliche Keil⸗Stuͤck mit Kammhafer beſaͤet/ den 27ſten April, 13 13 auf 26 QRuthen. Die daran ſtoßende Hausweide trug im vorigen Jahre Klee, iſt Erſte Claſſe A., ſteht noͤrdlich 5130, ſuͤdlich 438°, woelches durch die diesjaͤhrige Beduͤngung zu Rapſaat, wenn das Feld mit zwey ſich folgenden Pfluͤgen rayolt, die obere Narbe ſorgfaͤltig eingetreten ſeyn wird, ausgeglichen wer⸗ den ſoll. Das dahinter ſtehende Rapſaatfeld, zweyte Claſſe A., war 2jaͤhriger Klee(51), im Sommer rayolt, mit 14 ⅞ Fu⸗ 103— dern Duͤnger zu 852 Fruchtbarkeit, vorausgeſetzt, daß das mit Rocken beſaͤete ungeduͤngte Stuͤck die praͤſumirte Fruchtbarkeit von 5520 beweiſet, walces die Erndte be⸗ richtigen wird 52. Es iſt ſofort nach dem Rayolen mit 3 85(53) Rap⸗ ſaat pr. 100 Quadr.⸗Ruthen am 16ten July(54) auf 12 Zoll Entfernung gedrillt und im Herbſt zweymal ſcarificirt worden. Als die Naͤſſe des Fruͤhjahrs es erlaubt haͤtte, war die Rapſaat ſchon zu hoch, um das Scariſiciren, wel⸗ ches gewoͤhnlich noch zweymal ſtatt zu haben pflegt, zu er⸗ lauben. Hiieran ſtoͤßt ein, unter Waitzen im Fruͤhiahr 1821 ge⸗ ſaͤetes Kleefeld, 1ſte Claſſe B., ſteht auf 640° und iſt mit 40 ⁸ Klee pr. 100 Quadratruthen beſaͤet worden. Oeſtlich dieſes Feldes liegt noch eine kleine Koppel, den 16ten October mit 2 Himpt weißen engliſchen Waitzen pr. Morgen breit beſaͤet und untergepfluͤgt. Auf dem Quadrat⸗ fuß moͤgen im Durchſchnitt einige 20 Pflanzen ſtehen. Siͤdlich des Kleefeldes liegt ein Feld, Iſte Claſſe B., welches im vorigen Jahre Sommer⸗Rapſaat trug, waͤh⸗ rend des Winters ſeiner Waſſer haltenden Eigenſchaft we⸗ gen in hohen Furchen gelegen hat und nun durch eine Be⸗ duͤngung von 10 Fudern pr. 100 Quadratruthen 7860 Fruchtbarkeit erhalten hat: wird Mitte Juny mit Meng⸗ futter beſaͤet(13), deſſen Stoppel im Anfang Auguſt mit Rapſaat gedrillt werden ſoll. Von hier fuͤhrt der Weg durch ein dichtes Gebuͤſch in 4*³) Man weiß, wie noͤthig es iſt, das Mengfutter zu verſchie⸗ denen Zeiten zu ſaͤen, um mit der Stallfuͤtterung aus⸗ zureichen. V 388 drzatr dus da tme mſglann d 1* ich ſbli Gugäut Du lit tt atzce, Kule ſch in ſe tin huun d u noh ew ſeha, mid laena Irumna 8 rir am et kunt gnahe de üri 3.G) wi Iahue i e ſant. Deiß autt 0,/5 beſtet, w, N ae utnye tmet w „ wen eſt an dter diſſe fiſt, auf die gem 44 mchthes Die dau ich b zeſett, daj präſumin Erndte te 39) Nar⸗ h auf 10 ſcrrifeirt ubt häͤtte iren, we⸗ it, u, 1821 9, nd iſt ui ppel, der Jaitzen pr. Quadrat⸗ tehen. Elaſſe B, ug, wih nſchaft ve eine de then 106, nit Meny luguſt ni jebiſh gerſti⸗ rung ui⸗ — 469— das Quellenthal. Von einer laͤndlichen Bruͤcke ſieht⸗ man aus dem klaren Sande das Waſſer quellen, welches die nahgelegene Muͤhle treibt, wohin ein, den Bach entlang ſich ſchlaͤngelnder Fußſteig fuͤhrt. Dem Liebhaber laͤndlicher Schoͤnheiten wird die Stelle nicht entgehen, wo die von beyden Seiten herſtroͤmenden Quellen ſich in einen Teich ergießen und die etwas hoͤher gelegene Huͤtte eine liebliche Anſicht gewaͤhrt. 5 Hinter dieſer Huͤtte liegt der ſogenannte Fruchtgarten, wo noch etwa auf deſſen oͤſtlichſtem Theil 400 Fruchtbaͤume ſtehen, deren Erhaltung gegen die Verwuͤſtungen der Pha- laena brumata der Eigner dem Mittel ſchuldig iſt, welches er im 3ten Stuͤcke der Landwirthſchaftlichen Hefte Seite 107 bekannt gemacht hat. Der uͤbrige Theil—(das Land gehoͤrt zur Iſten Claſſe B.(55) und ſteht auf 656)(56)— trug im vorigen Jahre faſt ganz durch Froſt und Wurmfraß zerſtoͤrte Rap⸗ ſaat. Die zu ſehr verwilderten Stuͤcke wurden haͤufig ge⸗ haakt(57), das uͤbrige am 12ten September mit Rocken beſaͤet, der, mit Ausnahme eines Stuͤckes, den 26ſten Fe⸗ bruar untergepfluͤgt und dem Felde fuͤr 2 Auder Duͤnger angerechnet ward. Zu bemerken waͤre: das Stuͤck laͤngs dem eigentlichen Fruchtgarten, welches erſt am 2ten April untergepfluͤgt wurde, um zu ſehen, ob dieſer friſch untergepfluͤgte Rocken auf die am 26ſten April auf die gewoͤhnliche Weiſe gepflanzten Kartoffeln Berigeithaſ oder nachtheilig wirke(58). Die darauf folgenden 300 Quad.⸗Ruthen wurden zum Verſuch beſtimmt, ob die Groͤße(59) der Pflanzkartoffeln — 170— einen Einfluß auf die Schoͤnheit der Pflanze und auf den Ertrag habe. Die erſten 100 Quad.⸗Ruthen ſind mit großen Kartof⸗ feln bepflanzt, 19 ¼ Himpt auf 100 Quadrat⸗Ruthen. Die folgenden 100 Quadr.⸗Ruthen ſind mit außerordentlich kleinen Kartoffeln derſelben Art, ſo wie ſie nach mehrma⸗ ligem Sieben, wo beym Erſten Sieben die großen Kartof⸗ feln zum Verkauf, nach dem zweyten Sieben die gewoͤhn⸗ lich zur Saat gebrauchten im Siebe bleiben, durchfallen, etwa von der Groͤße einer Haſelnuß, 6 Himpt pr. 100 Quadr.⸗Ruthen bepflanzt. Dann folgen 100 Quadrat⸗ Ruthen mit gewoͤhnlichen Saatkartoffeln(60) bepflanzt, 10⁰ Himpt pr. Morgen. Wenn man weſtwaͤrts dieſes Feldes durch ein lleines Gebuͤſch geht, kommt man zu einem Sitz, der eine liebliche Ausſicht auf die ſich gegen den Strom zu ſenkende, mit llebendigen Hecken umſchloſſene Felder und d dhnf das Kirchdorf Deenerſtidten darbietet. Rechts an dem Fußſteig, der wieder zum Quellenthal zuruͤck fuͤhrt, liegt ein kleiner, mit Gebuͤſch maleriſch um⸗ gebener Kamp, zur lſten Claſſe A. gehoͤrig, im vorigen Jahre Kartoffeln tragend, auf 566° Fruchtbarkeit ſtehend, nunmehr am L2êſten April mit 5 Himpt Kartoffel⸗Hafer(61), mit 1 ⅝ Himpt wohl gepulvertem Salpeter(62) vermengt, gedrillt, woran man die in dem Garten⸗Verſuche des vorigen Jahres bewieſene Kraft des Salpeters nicht ver⸗ kennen wird. Schade, daß die hohen Koſten dieſes Duͤng⸗ mittels ſeinen Gebrauch faſt unmoͤglich und den Verſuch nur in wiſſenſchaftlicher Hinſicht wichtig machen. Wer von der Huͤtte des Quellenthals ſuͤdlich zur Waſ⸗ ſermuͤhle und eine kleine Anhoͤhe hinan um das der verwitt⸗ uet ſat ruut da unfid rid die Ele beut ſteu gnit u den Gccs in G. Kbrug ht — hutr h rirhe Bam. ät „ an ſth hite im t hüri wiceen ſen, rict ei Dirper ver i Ma d9 Fuucthatit ſt Manjiter 4 darche, V da uute deih 11 b 6i) der N I den 6 hilige nomme hen, un V Patks vitthj und affh hen Kurt at⸗Ruthen jerordentliß h mebxma⸗ en Kartof⸗ ie gewaͤhn⸗ durchfalle, tpt pr. 10) 0 Qundte ) bepflau ein kleine ine lieblite kende, ni as Kirchdf Qrelleutt naleriſh w im vorimn rkeit eed, lchafet(h) 2) beruun gerjuched richt h ieſes D Perſücur i ni it vnit — 171— weten Frau Hanbury gehoͤrige, mit herrlichen Eichen be⸗ kraͤnzte Feld geht, wird auf dem Fußſteige, der durch ein Kornfeld wieder ins Dorf fuͤhrt, die herrliche Ausſicht auf die Elbe bewundern, deren das Wohnhaus der Frau Be⸗ ſitzerin genießt.. Auf dem Wege zum Hofe liegt links das Schulhaus, welches der Gutsbeſitzer im vorigen Jahre der Commuͤne erbauet hat. Hinter dem, dem Park nahe liegenden Hauſe des Gaſt⸗ wirths Baumann(1) liegt die Oſter⸗Koppel. Hier ſtoͤßt an Baumanns Garten zuerſt linker Hand hinter einer kleinen Wieſe ein Feld, zur 2ten Claſſe B. ge⸗ hoͤrig, welches im vorigen Jahre Wicken trug, die uͤbergeil wuch⸗ ſen, nicht zeitig genug eingefahren wurden und wohl 2 Fuder Duͤnger werth auf dem Lande ließen. In hohe Furchen gelegt im Maͤrz; damit und durch 10 ¾ Fuder Duͤnger ward die Fruchtbarkeit von 605°auf 826° gebracht. Am 17ten May iſt Mengfutter geſaͤet, auf deſſen Stoppel Ende July nach Einer Furche, Rapſaat gedrillt werden ſoll. Der untere Theil, zu naß fuͤr Wintergetraide, traͤgt Dreeſchhafer(63) 413°. (*⁴) Der Reiſende wird in dieſem, dem Gehoͤlze nahe liegen⸗ den Gaſthauſe eine bequeme Wohnung, auch gute und billige Bewirthung finden. Herr Baumann hat es uͤber⸗ nommen, den Fremden mit einem Wesgweiſer zu verſe⸗ hen, unter deſſen Fuͤhrung keiner der ſchoͤnen Plaͤtze des Parks unbeſucht bleiben und, falls der Beſucher ein Land⸗ Hieth iſt, auf alles hier Beſchriehene hingewieſen werden wird. Ke — 172— Rechts liegt ein kleiner Kamp(64), der gemergelt wer⸗ den ſoll. 60 Quadr.⸗Ruthen ſind zum Verſuch mit Fruͤh⸗ kartoffeln auf Duͤnger in jedes Loch gethan, auf Schweizer Art mit der Hand gepflanzt(65). Der große Kamp links, erſte Claſſe B.(66) war im Jahr 1821 theils Rapſaat, welche durch Froſt gelitten hatte— 4 ½ Morgen wurden umgepfluͤgt, trugen Kartof⸗ feln(67), den 26ſten October mit 2 Himpt pr. Morgen weißen engliſchen Waitzen(68) beſaͤet, ſteht auf 806°(69), uͤber 100° zu geil fuͤr Waitben. Er wird ſich wahrſchein⸗ lich legen. Die uͤbrigen 13 Morgen Rapſaat wurden leider geernd⸗ tet, mit 124 Tonnen pr. 100 Quadratruthen; dies aͤußerſt verwilderte Land ward den 10ten September mit Rocken beſaͤet, den 28ſten Februar 1822 mit 2 nach einander fol⸗ genden Pfluͤgen untergepfluͤgt, am 24ſten Noyi minder tief/ queer gepfluͤgt. Ein Stuͤck des Rockens nun erſt untergepfluͤgt(70) den Sten bis 19ten May Quekkartoffeln(71) eingepfluͤgt auf 22 und 12 Zoll(72), ſteht auf 732°. Ein Theil, der noͤrdlichſte, war 1820 mit weißem Waitzen beſaͤet worden, dieſer war im Fruͤhjahr 1821 erfroren, ward mit Sommer⸗Rapſaat beſaͤet, die ſehr reichlich ge⸗ tragen hat, ward den 11ten September mit Rocken be⸗ ſaͤet, der am 28ſten Februar 1822 tief untergepfluͤgt wurde, den 10ten April mit dem Cultivator uͤberzogen, den 14ten April auf 150 Quadratruthen an dem oͤſtlichen Knicke 5 Himpt graue Erbſen(73) eingeſchattelt, daneben auf 150 Quadr.⸗Ruthen 3 Himpt Berwick⸗Hafer gedrillt 174, daran auf 150 Quadr.⸗Ruthen 6 Himpt Berwick⸗ Hafer breit ge⸗ ſaͤet(75), ein jaͤhrlich wiederholter Verſuch, ob die ge⸗ , ni dls Y. frihinrif . zw af Au ign pöül wißen bni g dit fug aah gxlan Piflic be h unter ter Eo 1 Gh, güt Duntden rriltr hefe ſenegt, n tf utran Peteiwfü aw dar dorfe Gueße gchörige Fe ber ni him unterchatel Maner betat, dr ſn iernn. 1 ſhen. lints le Dreiſchafet trug gingt hinpt pr.1 rrgeſchattet urdlice dee inger gedin nergelt ve ni zih fSchwein 9) war in ſſt gelitten en Kartof⸗ t. Morga 8o60 G. wahrſche eider geend ies aͤußtn mit Roch mander fü winder ti eflügt C ˖eingepſil ißem Wuin 21 erfron reichich p Noceb pfügt vun, , den ll den Kut! hen auf Gl CH drau fer hi ge oh de ge — 173— ringere gedrillte Einſaat ſo viel oder mehr gebe, als die groͤßere breit geſaͤete. Hier folgt ein kleines Stuͤck mit Steckruͤben, Anfang July gepflanzt. 3 Weſtlich von dieſem Felde liegt ein Kleefeld(76), im Jahr 1821 unter Sommer⸗Rapſaat(77) geſaͤet, das Feld ſteht auf 602°, gehoͤrt zur 2ten Claſſe B. Daneben ein Feld zu derſelben Claſſe gehoͤrig, war ge⸗ drillter Hafer, lag im Winter in hohen Furchen, dieſe nie⸗ dergeeggt, mit 7 Fudern Duͤnger(78) befahren, dieſer tief untergepfluͤgt. Das Feld ſtand dadurch auf 5930°, war, wie alles Feld nach gedrilltem Hafer, nach dieſer Ei⸗ nen Fruͤhjahrsfurche aͤußerſt muͤrbe und ward den 14ten May auf 22 und 12 Zoll(79) mit blaubluͤhenden halrände Winterkartoffeln untergepfluͤgt, bepflanzt. Auf dem Wege von Baumanns Gaſthauſe nach dein Dorfe Großen Flotbeck liegt rechts ein zur erſten Claſſe B. gehoͤriges Feld auf unterrayoltem Klee(80), den 15ten Octo⸗ ber mit 2 Himpt pr. Morgen braunen pommerſchen Waitzen(81) untergeſchattelt, beſaet, ſtand nun auf 6890(82), hat etwa 30 Pflanzen(83) pr. Quadrat⸗Fuß; ein Theil unterge⸗ ſchattelt, der des Regenwetters wegen nicht geeggt wer⸗ den konnte: 16 Pflanzen(84, die ſich aber ſehr gebreitet haben. Links liegt ein Feld, deſſen unterer Theil auf 4130° mit Dreeſchhafer(85) beſaͤet iſt; der obere Theil, nun 7360°, trug geduͤngte Kartoffeln, nunmehr Sommer⸗Waitzen à 3 Himpt pr. 100 Quadrat⸗Ruthen am 6ten May geſaͤet, un⸗ tergeſchattelt und ſodann 10 1 Klee pr. Morgen.— Der noͤrdliche Theil iſt mit Stallduͤnger, der ſuͤdliche mit Gaſſen⸗ duͤnger geduͤngt;— findet ſich darin ein Unterſchied?(86) — 174— Dieſer obere Theil gehoͤrt zur 2ten Claſſe B., der un⸗ tere zur 3ten Claſſe B.(87) Es iſt wohl hier der Ort, auf die verdeckten Grüp⸗ pen und deren Nutzen aufmerkſam zu machen. Sie ſind in großer Menge auf jedem der lehmigten Felder vorhan⸗ den, die man geſehen hat; gerade auf dieſem Felde aber entladen ſich einige in den Mittelgraben und ſind daher leicht in ihrer Wirkung zu beachten.— Das Land, wodurch ſie gingen und welches man jetzt trocken und in der Vegetation auf keine Weiſe zuruͤckſtehend ſehen wird, konnte kein Pferd tragen und alles verſauerte darauf. Dieſe Graben werden oben 4 bis 5 Fuß breit und 6 Fuß tief in ſchraͤger Richtung quer durch den Anfang der quibbigten Stellen gezogen; dann wird in dem Boden des Grabens, der nur 1 Fuß breit iſt, mit einem beſonders dazu geeigneten Eiſen eine tiefere, ſpitze(wohl 15 Zoll tiefe) Rinne ausgeſtochen, dieſe mit kleinen Steinen ausgefuͤllt bis zur Hoͤhe des Abſatzes, den das Eiſen im Boden des Grabens gelaſſen hat, dann Buſch darauf gelegt, das mit 15 Zoll Erde bedeckt wird. Dieſe verdeckten Abzuͤge haben ſich bey mir 20 Jahre und daruͤber gehalten. Es verſteht ſich, daß der Abzugs⸗ graben jaͤhrlich gereinigt werden muß. Ehe wir die Oſter⸗Koppel verlaſſen, muß ich noch be⸗ merken, daß am ſuͤdoͤſtlichen Ende, links von dem Redder, der nach Othmarſchen fuͤhrt, ein Feldchen liegt, welches ſeit 1816 zu dem vierfachen Verſuch beſtimmt iſt: Waitzen auf Waitzen(88)(das noͤrdliche Stuͤck am Hagen,) Waitzen, geduͤngte Braache, Waitzen u. ſ. w.(89) Waitzen, geduͤngter Waitzen, Waitzen u. ſ. w.(90) Waitzen, Braache, Waitzen(91) das ſuͤdlichſte Stuͤck) zu ſaͤen und die Verſchiedenheit des Ertrags zu beachten. De bi biſciti ir vtr wiüt il durchaus zuver m eritufun ulkde Li img it di iſer a I weil plothet J Forie indit zen terrgt zy hitn iüſ vett njſch Näu wi derien ud 1oo,oo Stt gaht 1,06 b (lendeſer d verchliin F⸗ ann gba V Wot grß dith di Be anluds * atariät Ic lht Koxpeln in licht das 1. nult daß 3 em bren taih, i en Grip Sie ſi der voran Felde aber ſind daher à wan jett zrrüͤckſecen 3 verſau breit und Atfang de Boden des beſorder, 5 Zoll tief en ausgeflt Boden d ſgt, das n nir Ao duür der Ade iij u dem Nädr egt, vit iſt: kan heyn) ,(89 v.) rberhin. üſß ih — 175— Die Landwirthe, die ſich mit der Statik des Landbaues beſchaͤftigt haben, werden leicht einſehen, wie wichtig dieſe Verſuche, falls es uͤberhaupt moͤglich waͤre, ſie auf eine durchaus zuverlaͤſſige Weiſe zu machen, fuͤr die Beſtimmung der Erſchoͤpfung wie des Erſatzes durch Duͤnger und Braache ſeyn wuͤrde. Wie dem auch ſey, ſo wird doch nach einigen Jahren auch dieſer Verſuch zu den beabſichtigten Reſultaten fuͤhren. In wenigen Minuten iſt man nun im Dorfe Großen Flotbeck. Das dazu und zum Dorfe Bahrenfeld ge⸗ hoͤrige Land iſt groͤßtentheils der Entfernung vom Hofe we⸗ gen verpachtet; die mir gebliebenen Koppeln liegen zerſtreut und bieten nichts dar, was die Aufneriſamdei des Land⸗ wirths auf ſich ziehen koͤnnte. Nicht unintereſſant waͤre indeſſen eine zwiſchen dieſen Doͤrfern und dem Dorfe Lurup belegene Anpflanzung von 400,000 Staͤmmen Lerchen, Tannen und Kiefern, vom Jahr 1796 bis 1800, in freudigem Wachsthum auf dem elendeſten Boden ſtehend, welche dieſem vormals gaͤnzlich werthloſen Fleck nach 50 Jahren einen Werth von 50,000 Thalern geben wird. Von großem Intereſſe moͤchte indeſſen fuͤr den Land⸗ wirth die Bewirthſchaftung einiger Koppeln des elendeſten Sandlandes ſeyn, welches ennoch durch ſeine Erndten Auf⸗ merkſamkeit verdient. Ich hatte von jeher bey der Beachtung der verpachteten Koppeln im Großen Flotbeck geſehen, daß das Land, welches nicht das 10te Korn Rocken traͤgt, den Duͤnger nicht be⸗ zahlt; daß dieſer ſich ſchnell verzehrt, im Erſten Jahre in dieſem brennenden Sande ztel ſeiner Wirkung thut, im 2ten wenig, im 3ten gar nichts hilft; daß in einem trocknen 176— Jahre oft noch die erſte Wirkung groͤßtentheils ausbleibt und in dem folgenden Jahre wenig nuͤtzt. — Ich weiß, daß ich etwas ſehr Bekanntes wiederhole, wenn ich ſage, daß untergepfluͤgte gruͤne Saaten fuͤr das Nordiſche Sandland wie fuͤr den Italieniſchen Kalchboden von großer Wirkung ſind, daß ſie in Italien von den aͤlte⸗ ſten Zeiten her benutzt worden und daß jeder Reiſende mit friſchen gruͤnen Pflanzen bedeckte Felder hat ungerpſfugen ſehen. Ich beſchloß, dieſes Mittel auf meine Sandfelder an⸗ zuwenden, als ich vor einigen Jahren ihre Bewirthſchaf⸗ tung uͤbernahm. Nordwaͤrts des Dorfes ſtoͤßt man hier zuerſt auf die Koppel, deren unterer Theil der Kievitt heißt;— der duͤrreſte, elendeſte Flugſand, der ſich denken laͤßt. Er war als unnuͤtz liegen geblieben, kaum wuchs ein ſpaͤrliches Haͤlmchen Queck darauf. Hier war es, wo ich den S. 151 beſchriebenen Verſuch machte, dem todten Sande Leben zu geben. Darnach ſaͤete ich am 19ten September 1819 3 Himpt Rocken auf 100 Quadrat⸗Ruthen und erndtete 1820 das 4te Korn. Ich haͤtte gleich nach der Erndte wieder Rocken hinein ſaͤen ſollen, um den Boden im Win⸗ ter bedeckt und in Thaͤtigkeit zu erhalten, ihn im Fruͤhjahr unterpfluͤgen und Spoͤrgel hinein ſaͤen ſollen. Dies iſt ver⸗ ſaͤumt worden und erſt im July 1821 Spörgel hinein ge⸗ ſaͤct, der am 16ten October untergepfluͤgt und mit Rocken beſaͤet wurde. untergepfluͤgt und mit Spoͤrgel 20(92) pr. 100 Quadrat⸗ Ruthen beſaͤet worden. Das zunaͤchſt liegende Stuͤck Rocken am Spoͤrgel iſt allein ſtehen geblieben und wird jener Vernachlaͤſſigung un⸗ Dieſer iſt am 31ſten May dieſes Jahres — gatti, Wh af tig Vi dis t rnn Thel an Jahre nad niſtum Jhh 160 v 9 ſbeſ Sant von N zn Eam! 38 r Nurg ggfür, m tlih un ei Abun(iſe aA 4801 (Ein an Fedärgt bnac Er vand Permm beſte. en peglgte de Go ſtes lanps, der Differ u n untrge auf de auf de Drhys landn ls mäütt vidergal ten fär d Kalchbodan t den alle⸗ teſende wit nterpfäägen undfelder w⸗ BGewirthich erſt auf de ßt;— d t. Er vn in ſpärüts den G. lt Sande bit dtember und erdte ˖der enit den in Ur⸗ in Frth Dies ſt m gel hinin p d nit Fotn ieſes Jün 0O Qudi tinl i ſigag u — 177— geachtet, das 5te, vielleicht das 6te Korn geben,— uͤrde, auf obige Weiſe behandelt, das 10te Korn gegeben haben. Dies hat mir im vorigen Jahre der eben ſo ſchlechte untere Theil des Reſtkamps, der der Schmiede zegenübee liegt, bewieſen. Im Jahre 1819 trug er das 4te Korn Hafer! s ward verſaͤumt, ihn vor Winter zu beſaͤen. Am Llſten May 1820 ward er mit 12 1 Spoͤrgel beſaͤet,(ich haͤtte 20 K ſaͤen ſollen) der geerndtet wurde und 158 Saat vom Morgen brachte.— Zu dem vielen ausgefalle⸗ nen Samen ward, nach aͤußerſt flachem Pfluͤgen, noch 5 ¾ pr. Morgen hinein geſaͤet und eine Hand hoch unter⸗ gepfluͤgt, am 14ten October 1820 mit Rocken beſaͤet, der, obgleich man Eine gruͤne Duͤngung verſaͤumt und den Spoͤr⸗ gel beym Erſten Schnitt geerndtet hatte, 1821 das 8te Korn von dem Boden brachte, der 1819 nur das 4te Korn Hafer trug. (Ein anſtoßendes Bauerfeld mit 6 Füudern Stalldünger geduͤngt, brachte nur das 6te Korn.) Er ward ſofort wieder mit Rocken beſaͤet, der in die⸗ ſem Jahre am 15ten May untergepfluͤgt wurde und das Feld in den folgenden Tagen mit 20(93) Spoͤrgel pr. Morgen beſaͤet. Bekanntlich wird zur Spoͤrgelſaat das umgepfluͤgte Land mit einer leichten Egge uͤberzogen, ge⸗ walzt, und die Saat mit der brabander Egge einge⸗ ſchleppt. So iſt es auch mit dem untern Theil des kleinen Hunger⸗ kamps, der zwiſchen beyden liegt, gehalten worden. Dieſer untere Theil gehoͤrt zur 3ten Claſſe A. 2.; ſteht nach untergepfluͤgtem Rocken auf dem Kievitt 2970, auf dem kleinen Hungerkamp 300°, auf dem Reſtkamp 256 5. Voght's landwirthſchaftl. Schriften 1r. Bd. 12 —— — 478— Bemerklich muß ich eine Stelle des vorletzten Rocken⸗ ſtuͤhks machen, welches ſeiner etwas beſſern Qualitaͤt wegen zum großen Hungerkamp gelegt worden iſt. Auf der ſuͤdoͤſtlichen Ecke naͤmlich ward auf 30 Qua⸗ drat⸗Ruthen im Sommer 1821 Ein Fuder Knochenaſche(94) niedergefahren und auf den Spoͤrgel ohne alle ſichtbare Wir⸗ kung ausgeſtreut. Der Rocken wird, falls er ſich nicht legt, in dieſem Jahre das 10te Korn tragen, wenn der ihn um⸗ gebende das 5te traͤgt. Der Boden hat nicht Ein Procent Humus und die minder zergangenen organiſchen Theile ſind kaum merkbar. So manche laͤngſt bekannte Thatſachen haben ſchon auf⸗ merkſam darauf machen muͤſſen, in welchem Grade die Al⸗ kalien den Boden mit der Atmoſphaͤre und mit der in ihm enthaltenen Feuchtigkeit in neue Beziehung ſetzen; wie ſie die Lebenskraft der Pflanzen reger machen und wie durch deren Anziehung, Zerſetzung, Aneignung und Umbildung der Stoffe fortwaͤhrend neue Combinationen im Boden ge⸗ bildet werden; wie dadurch wiederum neue Wechſel⸗An⸗ ziehung im Boden erregt und befoͤrdert wird,— wie die⸗ ſes alles geſchehe bey einem ſo geringen Vorrath von orga⸗ niſchem Stoff und beſonders von den humoͤſen Theilen, die zwar nie gaͤnzlich fehlen und deren maͤchtige Einwirkung auf die Vegetation, auch durch die Anerkennung anderer Prinzipien, auf keine Weiſe abgeleugnet werden darf, iſt der hoͤchſten Aufmerkſamkeit werth. Der obere Theil aller 3 Kaͤmpe iſt im October vorigen Jahres mit Rocken, in der Abſicht, ihn im Fruͤhjahr unter⸗ zupfluͤgen, beſaͤet worden. Das oͤſtlichſte der 3 Felder, der große Hungerkamp, 3te Claſſe A. 1.(95), ſtaͤnde noͤrdlich nach untergepfluͤgtem lat, 1 N ange di⸗ 10 ütſt vohnt Un duu , fand bol — hiaht( TWrgn 4 Mer 3 Nor 1 N da w Dingrite daß der ſ nothen ren(U) Snndln R aa b Stice dden Kart 8 begſent u worde( deg V deb V biellict V Die * Kddch) zten Roa, alitͤt weſn uf 3 Quf kenaſche 90 gthare Wir⸗ richt legt, dr ihn un⸗ nus und ü aum werkhr ſchon ai rade die der in in enz wieſ d wie dat d Unbildm im Bode g Pechſtl⸗Jh „= wii ath von dhy Theln, R e Einvitg nung wden rdarf ün tober veiit ühjahr uter Hutrten, tergliſtn — 179— Rocken auf 3150°, wenn nicht eine Gelegenheit ſich gezeigt haͤtte, 12 Morgen davon wohlfeil mit Einem Fuder He⸗ ringe pr. 100 Quadrat⸗Ruthen zu beduͤngen, wodurch es hoͤchſt wahrſcheinlich auf 454° gekommen iſt, wo nicht hoͤher. Um durch Erfahrung dieſe Vorausſetzung zu berichti⸗ gen, ſind von Oſten her 4 Morgen am 26ſten Maͤrz mit 2 ⅝ Himpt(96) Sommer⸗Waitzen und 10 k Klee(97) pr. Morgen breit beſaͤet, untergeſchattelt worden, 4 Morgen mit 2 Himpt Wicken pr. Morg. beſaͤet,(98) 3 Morgen mit 16 14 Spoͤrgel pr. Morgen,(99) 1 Morgen, gleich daran ſtoßend, mit 10 Himpt Kar⸗ toffeln bepflanzt,(100) 3 1 Morgen blos auf untergepfluͤgtem Rocken eben ſo bepflanzt(101), und das Keilſtuͤk: 1½ Morgen eben ſo mit Spoͤrgel beſaͤet worden(102). Das wird dazu dienen, den Werth der Heringe als Duͤngmittel fuͤr Sandland naͤher zu beſtimmen. Ich denke, daß der zugleich mit untergepfluͤgte Rocken ſelbſt bey ſehr trocknem Wetter ihn wirkend erhalten und dem Verſchei⸗ nen(103) entgegnen wird, den ein ſo ſcharfer Duͤnger auf Sandland verurſachen ſoll. Zu eben dem Zweck ſind die 2 noͤrdlichſten queer liegen⸗ den Stuͤcke blos auf Rocken mit Hafer(104) und einer andern Kartoffelart(105); die 2 ſuͤdlich liegenden eben ſo bepflanzt und beſaͤet, nachdem ſie mit Heringen geduͤngt worden(106): die Erſten ſtehen auf 4540, die Letzten werden auf 5740° vorlaͤufig geſetzt— ſind vielleicht uͤber 600°. Die unteren 2 ½ Morgen ſind auf Buchwaitzenſtop⸗ pel(107) geſaͤeter Rocken; ſtehen auf 506°. Da ich nicht — 12 — 180— gewiß war, ob ich ihn nicht unterpfluͤgen wuͤrde, beſaͤete ich ihn ſtatt des trefflichen brabander Kampine⸗Rocken, mit welchem alle meine uͤbrigen Felder beſaͤet ſind, mit hieſigem Land⸗Rocken. Der Augenſchein wird uͤber den großen Un⸗ terſchied mit dem gerade uͤber liegenden Felde belehren. In dem darauf folgenden kleinen Hungerkamp, 3te Claſſe A. 1., ſind noͤrdlich 6 Morgen auf mit dem Rocken unter⸗ gepfluͤgten Heringen, auf 502° geſchaͤtzt, mit 1½ Himpt(108) Sonaerwaitzen pr. Morgen gedrillt worden. Es wird ſi ich zeigen, wie dieſer mit 1 ⅞ Himpt gedrillte Waitzen(109) gegen den mit 2 Himpt breit geſaͤeten(110) im Ertrag ſtehen wird. Die darunter liegenden, auf untergepfluͤgten Buch⸗ waitzen(111) geſaͤeten Rockenſtuͤcke ſtehen auf 440°. Dis folgenden, auf Spoͤrgel 1142) geſaͤeten auf 370°. “ Claßſ 4. 1.(113) gehurih, ſtand nach untergepfluͤgtem Rocken 336, und ſo iſt auch der weſtliche Theil. Der oͤſtliche iſt mit Heringen geduͤngt, wahrſcheinlich 456°, vielleicht uͤber 500 9. Das Ganze iſt am 29ſten May mit 13 Himpt Quek⸗ kartoſſeln(114 pr. Morgen bepflanzt worden. Süͤdlich von dieſen Feldern liegt das Wohnhaus des Hertn Paͤchter Staudinger. Gerne wird der Reiſende die Bekanntſchaft dieſes kennt⸗ nißreichen Landwirths machen, der Theorie und Praxis, und, was eben ſo ſelten iſt, einen hohen Grad von Ausbildung mit der groͤßten Einfachheit des Bauernlebens im Innern ſeines Hauſes verbindet. Ich hoffe, daß er in wenigen Jahren das Problem ge⸗ bſet hön n wirtſtrſt u man de lt Epörgas 9 rami bey de rng nn! an ih Schlr ind benuben vig Etaudingerd durch diſen fir fiſenn! daßſü h b 1 34 Diſe 8 faldgern Uet dahl ud N darbietm vwr her V d preane Aif ane 7* Fenennt, x nach 6 F. Winter i nigten dh hepfüht, kpflanzt, borftucht, torden, mn ind, ben Nocken, ni mit hifſgn V Jroßen l 1 helehren ian/ Ite kocken unter⸗ dupt(o) ingt rlt eſaeten(ll ugten Sh 40. en auf 379: ruch zur Ie lügten Roc er öſtli i wiellict ü Himt d ohnha d dieſes ka Praxi i) Auäbiddn in Jum Pprohlen ge — 181— loͤſet haben wird, wie durch Stallfuͤtterung eine Milch⸗ wirthſchaft auf dem aͤrmſten Sandlande beſtehen kann, wenn man das Unterpfluͤgen gruͤner Saaten und beſonders des Spoͤrgels zu benutzen verſteht; wie durch die groͤßte Oeco⸗ nomie bey der Bearbeitung des Bodens ein geringer Roh⸗ Ertrag einen billigen Rein⸗Ertrag liefern koͤnne. Wenn ich hier den Wunſch erneuere, daß juͤngere Schuͤler in der Landwirthſchaft die mannigfaltigen Vortheile benutzen moͤgten, welche die Penſions⸗Anſtalt des Herrn Staudinger darbietet und ſich ſo auf eine nicht koſtbare Weiſe, durch dieſen elementariſch⸗praktiſchen Unterricht empfaͤnglich fuͤr hoͤheren Unterricht machten, ſo kann ich hinzu ſetzen, daß fuͤr Religions⸗Unterricht durch den trefflichen, dem Dorfe gewordenen Schullehrer, Herrn Erichſen, auf eine vorzuͤg⸗ liche Weiſe geſorgt werden koͤnne. Fuͤr hoͤhern und mannig⸗ faltigern Unterricht wuͤrde die Anſtalt der Herren Bocken⸗ dahl und Wulff im Kleinen⸗Flotbeck die beſte Eelegenbheit darbieten. Von hier fuͤhrt der Weg durch das Dorf zur letzten, die Norder⸗Koppel genannt. Auf einer großen Kopde rechter Hand, der Heidorn genannt, zeigen ſich zuerſt auf 6 Morgen, ſte Claſſe B. nach 6 ⅞ Fuder Stallduͤnger(115) auf 653° ſtehend, im Winter in hohe Furchen und im Fruͤhjahr auf dem obern leh⸗ migten Theil mit 4, auf dem untern milden mit 2 Furchen gepfluͤgt, auf 12 und 22 Zoll Entfernung am 20ſten May gepflanzt, feine blaubluͤhende hollaͤndiſche Kartoffeln, deren Vorfrucht Hafer war, welcher, beſonders wenn er gedrillt worden, mir die beſte Vorfrucht fuͤr Kartoffeln ſcheint. — 182— Das darauf folgende Feld, 1ſte Claſſe B., auf 620°, traͤgt Klee(116) nach Sommerrapſaat, welche auch hier als Vorfrucht ihren Vorzug behauptet. Das dann folgende Feld iſt in 3 Theile zum Behuf des Verſuches getheilt, ob auf einem trefflichen Boden, 1ſte Elaſſe B., auf 553 ¾,(117) alſo maͤßigen Grad der Frucht⸗ barkeit bey dem jetzigen hohen Grade der Zertheilung des Bodens, Sommer⸗Waitzen, Gerſte oder Hafer noch im⸗ mer in demſelben Verhaͤltniß der Zutraͤglichkeit ſtehen wuͤrde, den ſie vormals bey minder ſorgfaͤltiger Cultur ergaben und der mich von der Gerſten⸗Cultur zuruͤck hielt, weil der Er⸗ trag nie im richtigen Verhaͤltniß ſtand und bey einer durch Beduͤngung(¹⁵) erzwungenen Gerſten⸗Erndte das Lager⸗ korn den Klee verdarb, der auch in dieſem Jahre auf die⸗ ſen Theil der Koppel geſaͤet iſt. 4 Himpt pr. Morgen(118) Kartoffelhafer ſind den 2gſten April, 3 Himpt ⸗(119) Sommer⸗Waitzen den 30ſten April, 3 Himpt ⸗(120) Gerſte auf Einem Stuͤck den 1ſten May, 6 Himpt⸗ ⸗(121) Gerſte auf2 Stuͤcken den 26ſten May (*5) Vielleicht wird die Muͤhe, die man ſich gegeben hat, ſeinen Acker genau zu kennen, nie anſchaulicher belohnt, als wenn man daruͤber aufs Reine gekommen iſt, mit wie wenigem Duͤnger man auskommen koͤnne, um der hoͤchſten Thaͤtigkeit der mineraliſchen Beſtandtheile und der Einwirkung der Atmoſphaͤre Nahrung zu geben: und umgekehrt wie viel Thaͤtigkeit man dem Acker geben muͤſſe, um dieſe Duͤngkraft wirkſam zu machen. Dann werden reichere Erndten ſo wohlfeil als moͤglich erhal⸗ ten und ſo ſicher werden, als es beym Ackerbau uͤber⸗ haupt moͤglich iſt. ₰ vttergihl denan Sut do dr ſtn 6 ft un di⸗ mu glätn mn rr Aug d klänen nit Vodin iſlige Lii ſtäbt uon eint n eaſe4 0 brerdeete on ui ie blibenden Enfrrung Darn Glaſeb ſſten Maf ger utryf dr 2 übe äun. dun dut Kand. me gereinigt toffeln i — (1S) N deer get auf, de aurh ha zum Behui Boden, ſſt der Frucht⸗ cheilung des ſer noch in ſtehen wird, rergaben w weil der einer duut e das Lager hre auf di aier ſid d Wen Jh Waizen d Ilſten Ahi⸗ fEinen eit en lſter We f2Stütie hſin N gegeüen licher belhn men it, N. Pnne, un randtheik m u geben m Ata Ui nachn. Am mäglif aſ lcketun ihn — 183— untergeſchattelt; letzteres um die Einwirkung der verſchie⸗ denen Saatzeit zu beachten. Das hinter dieſen 3 Kaͤmpen liegende Feld gehoͤrt oͤſtlich zur 1ſten Claſſe B.(122), weſtlich zur 2ten Claſſe A.(123), iſt durch Braache(124) und verhaͤltnißmaͤßige Beduͤngung zum gleichen Grade von 8900 Fruchtbarkeit gebracht und am 4ten Auguſt mit 2 ¾*5(125) Rapſaat gedrillt worden. Die kleinen ungeduͤngten Stuͤcke, welche auf jeder Seite mit Rocken beſaͤet worden ſind, werden beweiſen, ob die oͤſtliche Seite richtig auf 5980°, die weſtliche auf 525° ge⸗ ſchaͤtzt worden iſt(126). Links nach Nord⸗Weſten liegt ein kleines, zur 2ten Claſſe A.(127) gehoͤriges, im vorigen Jahre mit Rocken abgeerndtetes, nach erhaltenen 10 Fudern Duͤnger pr. Mor⸗ gen auf 683° ſtehendes Feld, am 12ten April mit blau⸗ bluͤhenden hollaͤndiſchen Kartoffeln auf 22 und 15 Zoll(128) Entfernung eingepfluͤgt, beſtellt. Darunter ein kleiner, ſehr lehmigter Fleck, der zur 2ten Claſſe B. gehoͤrt, im vorigen Jahre Kartoffeln trug und am iſten May mit Sommer⸗Waitzen(129) 3 Himpt pr. Mor⸗ gen untergeſchattelt und mit Klee beſaͤet worden iſt. Der Weg, der ſuͤdlich zum Hofe zuruͤck fuͤhrt, geht uͤber einen kleinen, durch den Mißgriff, denſelben, ehe er von Quecken gereinigt war, zu rayolen, ſehr verquekten Kamp: man wird ſehen, ob das Zmalige Haaken(130) ihn gereinigt hat(16); auf allen Fall werden dies die Quekkar⸗ toffeln thun, die am 30ſten May auf 22 und 15 Zoll Ent⸗ (*⁵) Am zoſten Juny iſt faſt keine Quekpflanze ſichtbar. Das dreymalige Haaken hat im trocknen Fruͤhjahre Wunder gethan. — 184— fernung eingepfluͤgt worden ſind. Das Feld hatte Wicken getragen, ſteht nach erhaltenen 10 Fudern Duͤnger auf 656°(131), gehoͤrt zur 2ten Claſſe A.(132) Wendet man ſich nun rechts, ſo liegt links der Nord⸗ und Suͤd⸗Sicken, beyde zur iſten Claſſe B. gehoͤrig, tragen theils auf untergepfluͤgtem theils unterrayoltem Klee(133), Erſterer Maͤrkſchen(134), der Andere weißen Engliſchen Waitzen(135), 9ten— 13ten October 2 Himpt pr. Mor⸗ gen untergeſchattelt,— moͤgen jetzt, der Erſte etwa 30, der Andere 36(136) Pflanzen auf den Quadr.⸗Fuß haben. Die oͤſtliche Haͤlfte des Suͤd⸗Sicken iſt rayolt, die weſt⸗ liche untergepfluͤgt(137), war aber mehr bewachſen, beſon⸗ ders ein Viereck neben der Mietenſtelle, durch welches die große Wirkung der gruͤnen Beduͤngung immer mehr bewie⸗ ſen werden wird(138). Das erſte Feld ſteht auf 680(139), das andere auf 646°(140); auf dem erſten ſind die nordoͤſtlichen, auf dem andern die ſuͤdweſtlichen Stuͤcke wohl um 40° beſſer als der Durchſchnitt. Rechts liegen hinter einem Bauernfelde die Neun⸗ ſtuͤcken, zur 2ten Claſſe A.(141) gehoͤrig, jetzt mit Fruͤh⸗ kartoffeln(142) auf 15 und 22 Zoll untergepfluͤgt, vom 30ſten Maͤrz bis den 6ten April mit 9 ½⅜ Himpt pr. Morgen bepflanzt. Die oͤſtliche Haͤlfte trug Kartoffeln, ward nach der Erndte mit 5 ¾ Fuder Duͤnger pr. Morgen befahren und mit Rocken(143) beſaͤct, am 7ten Maͤrz mit 2 Pfluͤgen tief untergepfluͤgt und dadurch die Fruchtbarkeit auf 7210 gebracht. Die weſtliche Haͤlfte trug Rocken, ward nach der Erndte V V ut rnuim AAverber zruch barket Daß der it unhr 2 tftl 8 u dodd it, gän unege rügüt b Ein ge⸗ dngt verde grtfüht hn Pobere, und! V 8 und zn da Kut Karueffen (int aber,ei, 9 beſtets gal thffelr, Dn rſtn Vorf dohl hir be gcfern wend 8 de drie zn böſümne ſchattet, Ilſten Ig —— (““) An auf Ent — 185— mit Rapſaat(144) beſaͤet und dieſe, 1 Fuß hoch, den 5ten November untergepfluͤgt, mit 5 Fudern Duͤnger, bringt die Fruchtbarkeit auf 710 ½0. Daß der Theil des Rockens bey groͤßerer Erſchoͤpfung nicht mehr Duͤnger bedurft hat, liegt darin, daß zu Kar⸗ toffeln rayolt und dadurch ſchlechterer Boden aufgebracht worden iſt, welcher ſich aber, da er durch Duͤnger und gruͤn untergepfluͤgte Saat hat verguͤtet werden koͤnnen, reichlich bezahlt macht. Ein gegen die Mitte abgepfaͤhltes Stuͤck iſt nicht ge⸗ duͤngt worden, um genauer zu beſtimmen, was der unter⸗ gepfluͤgte Rocken zur bekannten natuͤrlichen Fruchtbarkeit des Bodens, und was der Duͤnger hinzuthat(145). So ward das nordoͤſtliche Keilſtuͤck kurz vor dem Pflan⸗ zen der Kartoffeln untergepfluͤgt, um die Wirkung auf die Kartoffeln wahrzunehmen(146)(1). Links an dieſem Felde liegt gegen eine Bauernkoppel uͤber, ein, am 29ſten October mit weißem Engliſchen Waitzen beſaͤetes Feld, 2te Claſſe A. Der obere Theil trug Kar⸗ toffeln, 2 untere Querſtuͤcke Bohnen 147) welche ſich als beſſere Vorfrucht bey gleicher Fruchtbarkeit von 672° auch wohl hier bewaͤhren und einen Beytrag zu den Verſuchen liefern werden, durch welche man die Vermehrung, welche die Kraft⸗Aeuſſerung durch dieſe Vorfrucht erhalten kann, zu beſtimmen ſucht; iſt mit 2 Himpt pr. Morgen unterge⸗ ſchattelt, mag 30 Pflanzen(148) pr. Quadrat⸗Fuß haben, 30ſten April— 4ten May mit Klee beſaͤet. (*2) Am?ten Juny zeigt ſich hier wie uͤberall, daß dies auf nicht naſſem Boden den fruͤhen Wachsthum und die Entwickelung der Pflanzen merklich befoͤrdert. — 186— Der nun rechts liegende Kamp gehoͤrt zur 2ten Claſſe A., iſt weſtwaͤrts auf 748°(149) nach Kartoffeln(150) mit Waitzen verſchiedener Art beſaͤet. 2 Morgen weſtwaͤrts am Knick mit 2 Himpt pr. Mor⸗ gen Danziger hoch bunten Waitzen(151), 2 Morgen Maͤrkſchen Waitzen(152), 5 Morgen braunen Waitzen von der Inſel Poͤhl(153), durch die Guͤte des Herrn Baron v. Selby er⸗ halten, 1 Morgen neuen Engliſchen Waitzen(154). Im Durchſchnitt ſtehen etwa 32(155) Pflanzen auf dem Quadrat⸗Fuß. Zwiſchen 2 Pfaͤhlen ſind 3 Morgen, wo der Waitzen auf zur Beduͤngung unter⸗ gepfluͤgten Hafer(156) ſofort geſaͤet wurde; hier ſind etwa 14 Pflanzen auf dem Quadrat⸗Fuß(157). Den 16ten May ſahen ſie kraͤftiger aus als ihre Nach⸗ baren. Moͤglich, daß es ſich zeigt, in wie ferne ſo duͤnner, ſtark gezweigter Waitzen die Concurrenz mit der groͤßeren Pflanzenzahl ertragen kann; ſicher daß in aͤhnlichem Fall der Hafer 3 Wyhen fruͤher untergepfluͤgt und das Land ge⸗ walzt werden mußte. Dann folgt ein ſchmales Stuͤck mit Rocken beſaͤet, um die Vermuthung, daß die natuͤrliche Fruchtbarkeit dieſes rayolten Bodens 479° ſey, zu berichtigen(158). Der oͤſtliche Theil iſt gaͤnzlich dem Verſuch gewidmet, (der waͤhrend der ganzen Rotation durchgefuͤhrt werden ſoll) wie ſich der ungeduͤngte, gemergelte(159) Boden ge⸗ gen den beduͤngten(160), ungemergelten, und in welchem Zuſtande der Erſchoͤpfung ſich bey beendigter Rotation beyde Felder befinden werden. B. ——— 3 3 n vin uf Er ü gehatt un gxxlüg, ſ Tor di rl durrtät ad drt Kahe ſolgen do Qundrat drarauuhen beichrn ſi Sem uder(d l Rhen e Lnndes wi Iſlüchlag then gadi gedrilt n Das gemergelte falgende, ur Aurn(lſß roffin(o upt pr. Mor 1151), 1Pöhl ds), 1o. Selby e⸗ 9. Pflanzen wi gung unten dier ſind ee „ als ihre Nut⸗ ne ſo dunm. der grißen ahnlichen zu das band aen beſtet,m yarkeit diſ ¹ 3)). fach gewüdn Fährt venn ) Bhden g d in welcem otatinn lgje — 487— Die Claſſe 2 A. eignet ſich vorzuͤglich zum Mergeln, wie man aus ihrer oben angefuͤhrten Beſchreibung abneh⸗ men kann. Der Mergel beſteht nach genauer Unterſuchung aus 19 Procent Kalch, 25 ½ ⸗ Thon, 55 ⸗ Sand; er wird auf Verlangen vorgezeigt werden. Er iſt bey trocknem Wetter im Juny auf das Land gebracht und durchaus pulveriſirt und trocken flach unter⸗ gepfluͤgt, oft geeggt worden. Von dieſem Mergel ſind auf Einem Theil 32 Cubik⸗ Fuß(161), auf einem andern 16 Cubik⸗Fuß(162) auf die Quadrat⸗Ruthe von 16 Fuß gebracht worden. Auf dieſem Felde liegen hinter dem Rockenſtuͤck 100 Qua⸗ drat⸗Ruthen, mit 13 Fudern Duͤnger(163) beduͤngt; dann folgen 360 Quadrat⸗Ruthen, von denen die noͤrdlichen 240 Quadrat⸗Ruthen mit 16 Cubik⸗Fuß, die ſuͤdlichen 120 Qua⸗ drat⸗Ruthen mit 32 Cubik⸗Fuß Mergel pr. Quadrat⸗Ruthe befahren ſind. Dann folgen wieder 200 Quadrat⸗Ruthen, die mit 15 Fudern(164) beduͤngt ſind. Am 14ten Auguſt(165) ſind die weſtlichen 100 Quadr.⸗ Ruthen geduͤngten und 180 Quadrat⸗ Ruthen gemergelten Landes mit 3 5 Rapſaat pr. Morgen(166), die andern oͤſtlich liegenden 180 Quadr. Ruthen und die 200 Quadr.⸗Ru⸗ then geduͤngten Landes mit 2 5 Rapſaat pr. Morgen(167) gedrillt und im Herbſt zweymal ſcariſizirt worden. Das geduͤngte Land ſteht auf 760°, ich vermuthe das gemergelte auf 6600 fuͤr dieſes Jahr, welches aber im folgenden, wie ich glaube, zunehmen wird. — 188— Im folgenden Jahre werde ich dem Bericht uͤber das erſte Reſultat eine chemiſche Analyſe des Bodens und der durch das Mergeln exlittenen Veraͤnderung ſeiner Beſtand⸗ theile hinzufuͤgen. Bis nun, Ende May, ſcheint die geduͤngte Saat den mit der vorausgeſetzten Fruchtbarkeit verhaͤltnißmaͤßigen Vor⸗ zug zu haben. 150 Quadrat⸗Ruthen am oͤſtlichen Knick ſind dazu be⸗ ſtimmt, halb auf 13 Zoll boch gemergelt, halb ohne Mergel und Duͤnger beſtellt zu werden. Suͤdwaͤrts dieſes Feldes liegt ein kleiner Kamp, zur 3ten Claſſe B. gehoͤrig, trug im vorigen Jahre weſtlich Rocken, auf 1 ½ Morgen oͤſtlich am Wege Steckruͤben; jener Theil ſteht auf 4800 Fruchtbarkeit, davon ſind 2 ½ Morgen am weſtlichen Knick an der Landſtraße mit 2 ½ Himpt Berwick⸗ Hafer(168), 1 Morgen daneben mit 2 ⅞ Himpt Berwick⸗ Hafer und Kalch(169) à 4 Himpt pr. Morgen gedrillt.— Dann folgen 1 ⅞ Morgen gedrillter Rotabaga; am Wege 1 ¾ Morgen, die auf 7180 ſtehen und mit 2 Himpt Som⸗ merwaitzen pr. Morgen gedrillt ſind(170). Der Kalch ſcheint ſchon fruͤh ſeine Wirkung zu zeigen. Der Sommerwaitzen iſt gedrillt, um auch im lehmigten Boden das Verhaͤltniß des Ertrags zum breit geſaͤeten be⸗ merken zu koͤnnen. Suͤdoͤſtlich von dieſem Kamp liegt mein ſchlechteſtes Feld im Kleinen Flotbeck, ein Gemenge von Torfgrund, Schlugſand, todtem Lehm und eiſenſchuͤſſigem groben Sand, zudem lag dieſes(noch mehr als die nahgelegenen Kaͤmpe), ehedem einen großen Theil des Jahres durch, unter Waſſer und hat, obgleich dies abgeleitet worden, immer noch viele Saͤure behalten. Der iſl dun irfüi zen Oaſſe amGlaſe di piſe lit I'y der pit V duͦ ged dn dugr Gonner R in erien I die v fälfr G V 1 wm fu nieinerſet ditt d in Sdiſe aer lezn,i virth fübre Er gii per nagh g rahtirr d 1 Kang — p d ww wig, panten, ion V vandi nch fruttbrei daß der M derſchiedene ſefahren w lnnd gaüna dm NAllau — 189— Der öſtliche, etwas hoͤher liegende Theil iſt indeſſen urch ſorgfältige Behandlung ſo geworden, daß ich ihn zur Zten Claſſe A. 1.(171) rechnen kann; der weſtliche gehoͤrt zur Zten Claſſe B.(172). Das ganze Feld trug Wicken, die durch die Näͤſſe litten und die bey dem ſchlechten Wetter, welches bey der ſpaͤten Erndte einfiel, ſehr ſchlecht eingekommen ſind. 2 1 Duͤnger geduͤngt und ſteht auf 655°, 6 Morgen mit Sommer⸗Rapſaat(173) gedrillt und mit Klee(174), der im erſten Jahre auf dieſem Felde ſehr gut waͤchſt, beſaͤet. Das Feld lag in hohen Furchen, iſt oͤſtlich mit 10 Fu⸗ Die weſtliche Haͤlfte ſteht auf 425° und iſt mit Kar⸗ ffelhafer(175) gedrillt; dieſes Korn, nicht zu fruͤh geſaͤet, gt dem feuchten Lande zu— man wird bemerken, daß es wie Winterſaat mit Waſſerfurchen durchzogen iſt. Nirgends wirkt das oͤftere Scarificiren mehr als hier. 8 Suͤdöſtlich dieſes Feldes liegt dann der Hoͤrſtenkamp, der letzte, uͤber den ich den, auf die Kunſt reiſenden Land⸗ wirth, führen werde. Er gehoͤrt zur 1ſten Claſſe B., iſt durchaus lehmigt, aber nach gehoͤriger Bearbeitung bey erhoͤheter Thaͤtigkeit fachae⸗ die noch offene Mergelgrube wird beweiſen, daß dieſer Kamp einſt gemergelt wurde. Die Aſchberger Arbei⸗ ter, die ich, da unſere Leute damals die Arbeit noch nicht annten, kommen ließ, verſicherten, daß ſich das Korn noth⸗ wendig nach dieſem trefflichen Mergel bey ſeinem damaligen ruchtbarkeits⸗Zuſtand legen muͤßte. Ich kann verſichern, das der Mergel ohne alle Wirkung blieb, ob er gleich in verſchiedener Dicke allein und mit Duͤnger zum Verſuch auf⸗ gefahren wurde. Er war thonhaltiger Mergel, auf Lehm⸗ land gebracht, welches reinen Kalch oder hitzigen, mit an⸗ dern Alkalien vermengten Dünger bedurft haͤtte. 199 — Der Kamp trug im vorigen Jahre nach untergepfluͤg⸗ tem, ausgefrornen Waitzen, auf der noͤrdlichen Haͤlfte Som⸗ mer⸗Rocken und Sommer⸗Waitzen, auf der ſuͤdlichen Som⸗ mer⸗Rapſaat, ward mit Klee(176) am 23ſten May beſaͤet. Wahrſcheinlich ſteht das Feld auf den noͤrdlichen 5 Morgen nach Sommer⸗Rocken auf 720°, 5 Morgen nach Sommer⸗Waitzen auf 666°, 11 Morgen nach Sommer⸗Rapſaat auf 7240°, welches der Klee— mehr noch die darauf folgende Waitzen⸗ Erndte— anzeigen wird. Dieſe Verſchiedenheit entſteht aus der Verſchiedenheit der Erſchoͤpfung. Der Sommer⸗Rocken hatte nur 17 Himpt pr. Morgen, der Sommer⸗Waitzen 24 Himpt gegeben, und der Himpt Waitzen erſchöpft uͤberdies mehr als der Himpt Rocken. 4 Ehe ich den landwirthſchaftlichen Beſucher Flotbecks wieder nach dem Hofe zuruͤck fuͤhre, halte ich es fuͤr noͤ⸗ thig, den Einfluß, den die Witterung auf die Beſtellung hatte(welcher zu wichtig iſt, um ihn zu uͤbergehen), in ſo ferne ſie derſelben foͤrderlich oder hinderlich geweſen iſt, zu bezrithnen. Nur 4 Wochen lang im Januar und Februar bin ich an der Pflugarbeit behindert worden; dagegen iſt das Duͤngerfahren bey den tiefen Wegen unmoͤglich geweſen und hat mir im Fruͤhjahr eine koſtbare Zeit, wie auch den Vor⸗ theil geraubt, den Duͤnger waͤhrend des Winters gebreitet auf dem Felde liegen zu laſſen. Auf meinem leichten Lande im Großen Flotbeck konnte ich am 10ten Maͤrz ſchon zur Saat pfluͤgen, am 24ſten konnte ich ſaͤen und pflanzen. Am éten April war dieſe —— —,.— —— ntbet, ung vuter T d tgg g gwiſn de Pirme uf 0 und n 1ge geue Nun war dch gevorden din bi den löin N zur 3eyen ſt vir dr b Auf de duukunmn d büt fanden t 6 undes n Mͤren perattt N dieſer grofe ſchidenhet verſciden dn I h der Jat 6 R de Gyiter dten bis 1. richt ſchde dem nehrer rntergefi; Haͤlfte em üͤdlichen Em Nay beſit ihen 7l, 766°, o, ende Vuzer Werſchiedente rrur 17 Him ngegeben, un as der Himt echer Flottet oh es fit n die Bafelhe gehen, i eweſen it, truar b xeget it w 8 gerafa n duuch den e ters gäntt rrlotbet hn J1, Am Ah deil vn d — 191— Arbeit, durch die Witterung gar ſehr beguͤnſtigt, zu Ende. Unter 27 Tagen waren nur 8 regnigte und Ein Regen⸗ tag geweſen, waͤhrend 24 Naͤchten war der Durchſchnitt der Waͤrme 4 ½0 geweſen, nur 2 mal ſtand der Barometer auf 0 und nur Einmal auf 10 Froſt. Die Tageswaͤrme iſt 9 ½° geweſen. Nun war auch die Arbeit auf meinem Lehmboden moͤg⸗ lich geworden: am 7ten April konnte ich ſaͤen und pflanzen und bin Ende May fertig geworden. In 40 Tagen(bis den 16ten May) hatten wir 31 trockene, 6 regnigte und nur 3 Regentage— trefflich fuͤr meine Arbeit!— nur ſelten iſt mir der Lehm zu ſchnell hart geworden. Auf den geeggten Kartoffelfeldern hielt ich beym Her⸗ auskommen der Pflanzen die Erdklumpen, die man da viel⸗ leicht finden wird, fuͤr minder ſchaͤdlich, als das Feſtdruͤcken des Landes mit der Walze. Waͤhrend dieſer 40 Tage war die Durchſchnitts⸗Tem⸗ peratur Nachts 5 ¾ o, Tags 140 geweſen. Die Wirkung dieſer großen, in dieſer Jahrszeit uͤbrigens gewoͤhnlichen Ver⸗ ſchiedenheit auf die Vegetation zu beziehen, muß man vier verſchiedene Abſchnitte bemerken. Vom 34ſten Maͤrz bis den 14ten April: Naͤchtlich 1½¾˙° Waͤrme, am Tage 8¾ 2 war der Jahrszeit angemeſſen und alles wuchs wie gewoͤhn⸗ lich. Fruͤh geſaͤeter Hafer und einiger Waitzen ward an den Spitzen roth, beſonders nach den Nachtfroͤſten vom S8ten bis 10ten April, die indeß der knospenden Rapſaat nicht ſchadeten. Vom 15ten bis den 28ſten April war der Durchſchnitt Naͤchtlich 7 ½, am Tage 16°, mehrere Tage 18 bis 20°. 192— Dann kamen Gewitter, welche die Naͤchte wieder auf 50° abkuͤhlten.. Dieſe Waͤrme und die, die Gewitter begleitenden Re⸗ gen beſchleunigten die Vegetation auf eine ungewoͤhnliche Weiſe; nie ſah ich Baumblaͤtter und Bluͤthen ſo fruͤh, ſo friſch und kraͤftig ſtehen. Der Klee ward 12 Zoll hoch. Ddieſe Waͤrme gab uns aber auch den Erdfloh, Chryso- mela nitida oder nitidula aenea. Nach dem Gewitterregen verlor er ſich etwas. Vom Loſten April bis den 6ten May war der Durchſchnitt naͤchtlih 45, am Tage 15 ½°. Vor Anbruch des Tages war es oft nahe am Reifen und am Tage in der Sonne bis 26° Hitze. Dies hat den ſpaͤt abgebluͤhten Schooten der Rapſaat allerdings geſchadet. Der Erdfloh verlor ſich gaͤnzlich und ich hoffe, daß er kei⸗ nen Schaden bey mir angerichtet hat. Die ſich zeigenden weichen, gelb werdenden, oft nur an einer Seite gewelkten, oft aufgeſprungenen Schooten, in denen ſich nur aͤußerſt ſelten einige Maden finden und deren Koͤrner zum Theil vertrocknet, nie angefreſſen ſind, ſind nicht das Werk der Inſekten, ſondern die Wirkung der Witterung auf die zar⸗ ten, oberen Schooten, die ſchon aufgehoͤrt hat und der reichen Erndte nur wenig ſchaden wird. Dieſe naͤchtliche Kaͤlte kann bey der ſtarken Sonnenhitze auch der Klee, beſonders beym Nord⸗Oſtwind, nicht vertra⸗ gen— ſein Wachsthum ſtockte, die oberen Blaͤtter wurden roth und auf ſehr trocknen, auch dem Wind Fausgeſazten Feldern fingen ſie an zu welken. Vom 7ten bis den 16ten May war der Durchſchnitt der naͤchtlichen Waͤrme 5256, der Tageswaͤrme 13 ⅝” 89) dieſe nt Nd⸗dſtid V Sheuretripen (i igr eſti Phizer izti Mumavidi ſ V d in dhr v Iidandlur V häben. a ur ſid, p ſtd das euunih unrifn mi V der Kle ¹ üe wd i Watede (it) Bef we duch nun nach wie ſoch Dum Tegen n der d 9*) ben w. 8ö dung ſch ſe dm Di de Ge den he hen i helten die der hhen der We dandoez en ite widde 3' gleitenden ungevönit dn ſo frih, Zoll hoch. ch, Chepso aöeviterreg eer Durühſchit It Reifen w ies hat d giſchadt 8. daß er ii J ſich zeigend eite gewaltn ih rur aub Aer zun di Adas Pettd a uf dw d hat und d In Sorrii 3 rictt vaty 3 aͤtter vune 9 alt dögeite ſtuun — 193— Bey dieſer naͤchtlichen Kaͤlte und bey den fortdauernden Nord⸗Oſtwinden waͤchſt der Klee nicht vorwaͤrts und wird Blumenknospen ſetzen, ehe er 15 Zoll hoch geworden iſt. (An ſehr geſchuͤtzten Orten iſt es ganz anders.) Auch der Waitzen ſteht im Wachsthum ſtille, welches aber ſehr wuͤn⸗ ſchenswuͤrdig ſeyn mag, da, wenn er wie vom 15ten bis den 28ſten April fortgewachſen waͤre, die behutſamſte fru⸗ here Behandlung fruͤhes Lagerkorn nicht wuͤrde verhindert haben. Da wir uͤberdies mit Nachtfroͤſten verſchont gehlieben ſind, ſo iſt die Witterung fuͤr Baum⸗ und Feldfruͤchte durch⸗ aus erwuͤnſcht, um ſo mehr, da die kalten Näͤchte alles Ungeziefer zuruͤck gehalten haben. 114. Der Klee iſt eine ſüͤdliche zarte Pflanze, die näͤchtliche Kaͤlte und ausdoͤrrende Nord⸗Oſtwinde, wenn ſie einmal im Wachsthum iſt, nicht wohl ertraͤ gt 8 14). (18) Bey warmen Naͤchten, ſtarkem Thau und einigem, wenn auch nur wenigem Regen erholte der Klee ſich nach und nach wieder, iſt nun, den 3oſten May, ſchon 25 à 3 Fuß hoch. Vom 17ten May bis zum zten Juny hat es in 19 Tagen nur Einmal, in der Nacht, geregnet. Der Durchſchnitt der Temperatur war in der Naͤcht 9°, bey Tage im Schatten 200, in der Sonne 26 bis 28°. Vom 2aſten bis den 28ſten May ſchien die Witte⸗ rung ſich naͤchtlich gar ſehr abzukühlen; die Temperatur ſiel von 12 auf 6° und bey Sonnen⸗Aufgang noch tiefer. Dies fuͤr die Marſchgegend erwünſchte Wetter ſchadet der Geeſt weniger als man befuͤrchten ſollte, weil nach dem weichen Winter viele Feuchtigkeit im Lande geblie⸗ ben iſt. Alle Pfuͤtzen, die 1819 ausgetrocknet waren, halten jetzt noch Waſſer; auch den Pumpen fehlt es nicht, wie damals, an Waſſer. Indeſſen leidet auf trocknen, hohen Feldern das Sommer⸗Korn, auf Mittelboden iſt der Wachsthum langſam. Voght's landwirthſchaftl. Scheiften 1r. Bd. 13 — 4194— Von der zuletzt angefuͤhrten Koppel fuͤhrt der Weg bey den zwey Reihen Haͤuschen mit 24 Wohnungen fuͤr Tage⸗ loͤhner, deren Gaͤrten auf zwey nahgelegenen Feldern liegen, him 1 Dofe zuruͤck. Unter einem Schauer und in einem Behaͤltniß neben der Droͤſchmaſchine ſtehen die Ackergeraͤthe, welche fort⸗ während im Gebrauch und deren Nutzen erprobt iſt; in einem andern Behaͤltniß die nicht gebrauchten fremden Ge⸗ tih. Bemerkungen uͤber die Erſten und eine Anzeige der Letz⸗ tern werden ſpaͤter folgen. Vorher aber wird es zur Beſchreibung der diesjaͤhrigen Kultur Flotbecks nicht uͤberfluͤſſig ſcheinen, hier den Auszug uͤber die in dieſem Jahre beſtellten Felder hinzuzufuͤgen, aus welchem das Verhaͤltniß der beſſernden und zehrenden Ernd⸗ ten erſichtlich ſeyn wird: 4. Zehrende Winterſaaten. Rapſagt..... 50 ¼ Morg. Waitzen mit Klee. 47 M. dito auf Klee 50 ⸗ dito auf Kar⸗ toffeln, ohne Klee. 41 dito(zu Expe⸗ rimenten). 1 ⅞ ⸗ NXN — 102¾4 ⸗ Rocken..... 37 ¾ ⸗ Rotabaga(ſchwediſche Rübe).... 113 ⸗ 9 zehten Senne Klee Eonmer I did mit hente nit die. rgyüſcer Rdmn 3 Braa ale ele R acc. rgſut⸗d Kicfeln Napſant dit ufe dinge diy uf Wfaninhe, in uf. ungd ünge din uf dio af diw anf Saat⸗dic Bohnen. Graue Steckiibe ſt der W 1 igen fir de) ageldern lig nealtniß nein t welche for⸗ nrobt iſt, i a frenden 6e nryeige delt Vr diezjährg den Au uuftgen, ⸗ Grenden En — 195— Transport 192 ¾ Morg. 2. Zehrende Sommer⸗Früchke. 2 Sommer⸗RNapſaat mit Klee.. 7 M. Sommer⸗Waitzen 15 ⸗ o mminten dito mit Klee 16 80. 15 Gerſte mit Klee. 3 ⸗ Hafer 374 ⸗ Egyptiſcher Sommer⸗— Rocken..1 4 79 ½ M. — 271 Morgen in zehrender Saat. 3. Braach⸗ Fruͤchte. 18 u Alt. Klee, Rapſ. 1 e Braache. 24 M. 8 rh enet onn Rapſaat⸗Br. 6 ⸗ 8. Isnnr. 0 61 229 Kartoffeln nach Rapſaat.. 24 M. dito auf Stalla 3 3 ht e düͤnger. 20 ⸗ dito auf Gaſf ſenduͤnger. dito auf He⸗ ringsduͤnger. 7 ⸗ dito auf Klee. 2 ¾⸗ dito auf Kart. 6 ⅝⸗ dito auf Rock. 5 ¾⸗ Saat⸗Wicken. 10 ⸗ Bohnen 1 ⸗ Graue Erbſen 3 ⸗ Steckruͤben. ⸗ 0ο & N * 831 f 1*½4 1. 5* 433½ 42 — 496— Transport in zehrender Saat 271 ¾ Morg. Transp. in beſſernder S. 145 ¾ M. 4. Gruͤne Saaten. Klee.. 71 M. Mengfutter 23 ¾ ⸗ Spoͤrgel. 28„ — 122 ¾ M. —— 268„ in beſſernder Saat. 539¾ Morg. à 100 Quadr.⸗Ruthen. Auch bin ich wohl noch die Anzeige ſchuldig, mit wel⸗ chem Kraft⸗Aufwand das, was man geſehen haben wird und was ich beſchrieben habe, ausgefuͤhrt worden iſt: Es werden uͤberhaupt 15 Pferde gehalten, worunter 2 Kutſchpferde nur ſelten eine Aushuͤlfe leiſten, 3 gehen taͤglich das ganze Jahr durch mit Producten zur Stadt und bringen Duͤnger mit heraus, 2 waͤhrend des Sommers, ohne etwas zuruͤck zu bringen, 1 muß auf die nicht ſeltenen Hof⸗ und Commuͤne⸗Fuhren gerechnet werden, 7 Pferde und 9 Ochſen verrichten die eigentliche Landarbeit. Meine Ochſen arbeiten 10 Stunden taͤglich wie die Pferde, verrichten im Ziehen und Pfluͤgen reichlich 2½ Theile der Pferde⸗Arbeit und koſten mir betraͤchtlich minder als die Haͤlfte. Wo Wechſel⸗Ochſen gebraucht werden, wo die Koppeln entfernt liegen, auf leichtem Boden, bey Mangel an grü⸗ nem Futter, muͤſſen die Pferde einen entſchiedenen Vorzug haben. Bey mir, wo die Ochſen dieſelben Arbeitsſtunden mit den Pferden halten, wo die Felder in der Naͤhe des Hofes kege, uin ſeitr in d nt diſel lterui a nntunlihe 1 gaue t t endhrachalt erctte ehe ſten ſid, 3 3t b vin ate i mden. nenen daut Dän nehr; bomn red 19 ba 12 1 1f61 3 Aace l Dan it bmur e tuttürade: da drnen, Erwi ter, wem, at ſeiner d dutenden? den .** dinzrfägen, 1 — — e Ang adr⸗Ruthen ung, mit u d haben wih not iſt: 2 worunter 4 Iroductet w , nit britger ane⸗Juhn re bandeatt s ich vi ü wih; Thil 3) nunder die Koute Iul ugh V Zeren Du V Jsſtunden n die des b — 197— liegen, auf meinem lehmigten Lande, wo ich 8, oft 14 Tage ſpaͤter im Herbſt und eben ſo viel fruͤher im Fruͤhjahr mit Ochſen als mit Pferden arbeiten kann, bey meinem Ueberfluß an gruͤnem Futter und an kleinen, zum Verkauf untauglichen Kartoffeln, it es aißerſt Sertzeinzaſt⸗ Dahlen zu gebrauchen. 14nlsl- Ich habe eine große Erſparung darin gefunden, keine Landhaushaltung zu haben: meine Pferde⸗ und Ochſen⸗ Knechte erhalten, da ſie Tag und Nacht in meinen Dien⸗ ſten ſind, ztheil mehr Tagelohn als die Tageloͤhner. Ich beſchaͤftige in den Winter⸗Monaten bey Froſtwetter 12 bis 16 Maͤnner und 6 Frauen, bey offnem Wetter das Jahr durch 16 bis 20 Maͤnner und 8 bis 16 Frauen, koͤnnte aber mit Einem Viertheil weniger aus, wenn ich meinen alten Leuten nicht Brodt geben wollte und wenn es in meinen Verhaͤltniſſen laͤge, die hoͤchſte Anſtrengung: von meinen Leuten fordern zu koͤnnen. Waͤhrend der Erndte habe ich 8 Maͤnner und 8 Frauen mehr; beym Kartoffel⸗Ausnehmen 60 Frauen mehr, wuͤh⸗ rend 10 bis 12 Tage; beym Steinſammeln 14 Tage lang 12 bis 16 Kinder; beym Gaͤten eben ſo viele, etwa 3 Wochen lang. Wenn ich hinzuſetze, daß Ein Fuder Daͤnger 7 mir in Hamburg etwa 16, in Altona 20 fs koſtet, ſo wird der kalkulirende rationelle Landwirth mir ohne Muͤhe nachrech⸗ nen koͤnnen, was mir meine Bewirthſchaftung koſtet. Er wird gerne ſehen, daß ein gewiſſer Grad der Kul⸗ tur, wenn er einmal erreicht iſt, und ausdauernd ſorgfaͤltig an ſeiner Vervollkommnung gearbeitet wird, bey einem be⸗ deutenden Aufwande, zur wohlfeilſten Production fuͤhrt. Den Freunden intenſiver Kultur zum Troſt kann ich hinzufuͤgen, daß, als ich vor 36 Jahren die Wirthſchaft — 198— antrat, auf meinen beſten, mit 10 Fudern Duͤnger beſtellten Feldern, in den beſten Jahren das ſiebente Korn Rocken und in der 3ten Saat das achte oder neunte Korn Hafer gebauet wurde; daß ich jetzt im Durchſchnitt auf allen mei⸗ nen zum Kleinen Flotbeck gehoͤrigen Feldern 5 bis 8 Tonnen Rapſaat per 100 Quadrat⸗Ruthen, etwa 12 bis 19 Ton⸗ nen per Tonne Areal, das 10te bis 13te Korn Waitzen in der dritten und fuͤnften, das 12te bis 17te Korn Rocken, das 10te bis 14te Korn Hafer in der ſiebenten Saat baue: und dies, ohne gemergelt zu haben oder ohne der Wirkung des Mergels auf den wenigen gemergelten Fel⸗ dern etwas Bedeutendes zuſchreiben zu duͤrfen; womit ich denn aber auf keine Weiſe andeuten will, daß, wenn vor 35 Jahren der Mergel ſchon bey uns gebraͤuchlich und ich damit bekannt geweſen waͤre, ich nicht auf vielen meiner Felder fruͤher, vielleicht auch wohlfeiler, meinen Zweck er⸗ reicht haͤtte; daß ich die Zahl meiner Ackerpferde von 12 auf 7 habe vermindern koͤnnen, wogegen ich 3 Ochſen mehr habe, und daß meine Arbeit ſchneller, beſſer und viel wohlfeiler geſchieht; edaß ich ſtatt 13 bis 1700 Fuder Duͤnger nur 1000 bis 1100 gebrauche, und, falls es mir mit der abwechſeln⸗ den gruͤnen Beduͤngung gelingt, nur 8 bis 900 Fuder jaͤhr⸗ lich gebrauchen werde; «daß manche Gegenſtaͤnde des Tagelohns ſich bedeutend vermindern: daß z. B. der Gaͤtelohn, welcher 1815 noch 609 xα 7 f war, im Durchſchnitt der beyden letzten Jahre (hauptſaͤchlich in Folge des Rayolens, welches auch meine Pflug⸗ und Egge⸗Arbeit gar ſehr vermindert hat) nur 137 † 5 ſs geweſen iſt und in dieſem Jahre noch weniger zu werden ſcheint; sdaf ler die! 25 8 di Diej der Aubg zuziſchre genzen U' nigt als nend, me Periode wiederun licſe Er lie ern w Da dings ſe hebt, 1 mit den ihm von Blatter hiexher M ſcin naͤhere? R Droͤſch hier me D get un 60 bis agger beſtln V Korn Roin 4 Korn Hafn duf ällen ni vis S Tonnen 1 19 Ton⸗ 8 Waizen in dom Kochen enten San rner ohne d ergelten gl ai; wonit i 1, wenn w Kalich und i nwelen meim mmm Zweckg an 12 mf (n nehr be ciel wohliüt dcer nnr l Ir abwetſt 2) Fuder ih eſic bedeut weer 136 n S ezte aut 836 auth ni eirt bu n 3 noch ttie — 1— sdaß die Guͤte des Getraides ſich um 5 bis 10 Tha⸗ ler die Laſt, ſo wie das Gewicht des Waitzens ſich um 25 5 die Tonne verbeſſert hat..) 3 Dieſer, das Ausdauern belohnenden, Verminderung der Ausgaben und Vermehrung des Ertrags habe ich es zuzuſchreiben, wenn ich durch den alle Beſorgniß ůberſtei⸗ genden Unwerth der Producte zwar viel, aber dennoch we⸗ niger als mancher Andere leide, und, ſorgſam darauf ſin⸗ nend, mein Land rein und in Kraft zu erhalten, ruhig der Periode entgegen ſehe, wo Geld und Productenwerth ſich wiederum ins Gleichgewicht geſetzt haben wird und reich⸗ liche Erndten wieder einen verhaͤltnißmaͤßigen Geld⸗Ertrag liefern werden. Das Ackergeraͤthe, deſſen ich mich bediene, hat aller⸗ dings ſeinen Einfluß auf das Gelingen meiner Arbeiten ge⸗ habt, und ich glaube den Flotbeck beſuchenden Landwirth mit dem Werth oder Unwerth des Geraͤthes, welches man ihm vorzeigen wird, bekannt machen zu muͤſſen. Da dieſe Blaͤtter hauptſaͤchlich fuͤr diejenigen beſtimmt ſind, die ſelbſt hierher kommen, und da bey weitem die mehrſten dieſer Maſchinen anderweitig abgebildet ſind, ſo habe ich eine naͤhere Beſchreibung derſelben fuͤr uͤberfluͤſſig gehalten. Man wird zuerſt erwarten, daß ich etwas uͤber meine Droͤſchmaſchine ſage und ich mache es mir zur Pflicht, hier meine Meinung uͤber ihre Brauchbarkeit vorzulegen. Die Maſchine bedarf 6 Pferde, 4 Maͤnner, 1 Jun⸗ gen und 5 Frauen: damit werden in etwa 9 Stunden 60 bis 80 Stiege Winterkorn, etwa 60 bis 90 Himpt, ge⸗ droſchen, durch die Staubmuͤhle getrieben, ge⸗ ſiebt, durch die zweite Staubmuͤhle getrieben, — 200— zu Boden gebracht, das Stroh gebunden und aufgeſtaakt. Alles dieſes geſchieht gleichzeitig, und in minder als einer halben Stunde iſt das Korn, welches noch in der Aehre war, gedroſchen und vollkommner, als es ſonſt auf irgend eine Art geſchehen kann, gereinigt, zum Verkauf fertig. Es kommt darauf an, wie hoch der Tagelohn ſteht, wie hoch man ſich die Pferde⸗Arbeit(die hier ſehr wenig angreifend iſt) berechnet, um zu wiſſen, ob dieſes oder das Droͤſchen mit dem Flegel wohlfeiler iſt. Bey mir iſt das Maſchine⸗Droͤſchen theurer, aber da ich viel Saatkorn und dieſes bedeutend uͤber den Markt⸗ preis verkaufe, ſo iſt es mir gewoͤhnlich ſehr vortheilhaft, einen Theil meiner Erndten ſo zu droͤſchen. Da die Ver⸗ ſchiffungen gerade in dieſe Zeit fallen und noch kein neues Korn zu Markte ſeyn kann, ſo hat es mir oft 20 bis 30 Thaler fuͤr die Laſt Vortheil gebracht, wenn ich im Augenblick der Nachfrage das Getraide liefern konnte. Wo man einen Muͤhlbach beym Hofe haͤtte, wuͤrde der Vortheil gar ſehr groß ſeyn, zumal, da eine Hechſelſchneide und jede andere Maſchine dieſer Art leicht damit in Ver⸗ bindung geſetzt werden kann. Waͤre es bey uns thunlich, das Korn mit der Sicher⸗ heit, mit der es in England geſchieht, in Feimen aufzube⸗ wahren, ſo wuͤrden die koſtbaren Droͤſchtennen und Scheu⸗ nen allerdings dadurch erſpart. Eine Schwierigkeit kann ſich dem Gebrauch der Ma⸗ ſchine da entgegen ſtellen, wo man ſeine Tageloͤhner im Winter nicht unbeſchaͤftigt laſſen kann und will. Die Nachtheile der Maſchine beſtehen darin, daß ſie das Stroh etwas platt druͤckt und dieſes daher nicht zu Dach⸗ ſchoof gebraucht werden kann. Der Binder kann uͤbrigens iie Dud h — deN niſta nante Aer 9 uns da ſitr gxitti dnd, ud ne nüglid i da Fl ſbiu ſir l it ritt h⸗ 2 d n ſaler perder, A cim herm less poiie ne⸗ don; Shettie bn jiit nit da Dar B d R Scr Erfeung n be tin gle drilhn er di en wenn die 3. vorchellefte Untr brauch ſid⸗ Der wo Schottſte zeitig, 8 1 Rorn, mie (lkomnner 1 Igxreinig, i wehn ſejt, we Riehr wenit Logſes oder d urer, abe tr den Ma —wvortheilhe n Da die I dch kein nen t oft † wen iti an konnte tte, vrde e hechſeſchn Adanit i d Krii de eih einen uiſ vun ud et Kauch der W Augelöhnr Koill roarn, ij dritt; guddh kann tuie — 201— die Bunde ſehr leicht ſo legen, daß ſie bequem zꝛu Hechſel geſchnitten werden koͤnnen. Die Maſchine droͤſcht ſo rein, wie unſere Handdroͤſcher zu droͤſchen pflegen. Da unſer Korn gemaͤht wird und manche Aehre verkehrt zu liegen kommt, ſo entbehrt ſie bey uns den Vortheil, den ſie in England hat, wo mit der Sichel geſchnitten und mit großer Accurateſſe gebunden wird, und wo ſie viel reiner droͤſcht, als es mit der Hand moͤglich iſt. Der Flotbecker Schmidt Wilde wuͤrde eine ſolche Ma⸗ ſchine fuͤr 1000 Thaler liefern koͤnnen. Die Unterhaltung iſt nicht koſtbar; wird ſie viel gebraucht, ſo kann ſie fuͤr 20 k Oel jaͤhrlich erfordern; auch muß ſie ſehr rein er⸗ halten werden, damit keine unnoͤthige Friction entſtehe. Die eiſernen Droͤſchmaſchinen ſtehen im Catalog der Herren Lees Cottam und Hollen, Winsley-Street op- posite the Pantheon, mit 200 Lſtrl. aufgefuͤhrt. Beym Zuruͤckgehen nach dem Hofe muß ich auf die Schottſchen Duͤnger⸗ und Erndte⸗Karren aufmerkſam machen. Die Erſtern laden 32 Cub. Fuß Duͤnger. Ein Pferd zieht mit Bequemlichkeit 2000 1¹, auf hartem und ebenem Wege 2500 B. Die Schnelligkeit des Abladens macht, daß, wenn die Entfernung nicht uͤber 10 Minuten Gehens iſt, ſie ztheil uͤber eine gleiche Beſpannung mit Wagen gewinnen; auf derſelben Koppel die Haͤlfte. Die Erndtekarren laden 8 bis 9 Stiege Winterkorn, wenn die Wagen 12 bis 13 Stiege laden; ſie ſind um ſo vortheilhafter, je naͤher das Feld iſt. Unter dem Schauer ſtehen die Pfluͤge, die im Ge⸗ brauch ſind. Der vorzuͤglichſte iſt unſtreitig der Smallſche verbeſſerte Schottſche Kettenpflug. — 202— Der Schmidt Small in Leith hatte ſelbſt Land, pfluͤgte es mit geraden, gegoſſenen Streichbrettern. Er fand, daß einzelne Stellen zuerſt durch die Friction angegriffen wur⸗ den. Dieſe feilte er ab, bis das ganze Streichbrett auf jedem Punkte gleichfoͤrmig auf die Scholle wirkte. Es fand ſich nun, daß dies eine Hoͤhlung ward, nach welcher der Pflug die Furche gerade auf 450 legte, durch die wurmfoͤrmige Bewegung die Erde zerkruͤmelte und nicht blos als Keil, ſondern auch als planum inclinatum wirkte und dadurch gerade in ſchwerem Boden leichter ging. Es iſt ein Schwungpflug, der durch den Vortheil, zu jeder Tiefe und Flachheit blos durch Heben und Druͤcken gebracht werden zu koͤnnen, in die harten Stellen ohne veraͤnderte Stellung ſo gut eindringt, als in muͤrberen Boden; der auf Abhaͤngen und in Senkungen und gegen Anhoͤhen ohne Veraͤnderung der Stellung gleichfoͤrmig wirkt und dadurch den Vortheil der etwas geringern Zug⸗ kraft reichlich compenſirt, welche der Raͤderpflug erfordert. Er wird jedem Landmann Freude machen, der ihn arbei⸗ ten ſieht. Er pfluͤgt von 4 bis 12 Zoll Tiefe, erfordert nach dem Dynamometer bey 4 ¾ bis 7 Zoll Tiefe und 13 Zoll Breite, die ich mit 2 Ochſen pfluͤge, 200 4 bis 350 B Kraft; mit 2 Pferden pfluͤge ich bis 9 Zoll, dann erfor⸗ dert er 400 5 Kraft. Dies verſteht ſich von ſchon vorher gepfluͤgtem Boden, wo nur ſelten Hinderniſſe vorkommen, die 650 bis 700 kb Kraft erfordern, wie dies bey neuem Aufbruch haͤufig der Fall iſt.. Bey 12 Zoll Tiefe und bey ſchwerem, neu aufgebro⸗ chenem Boden erfordert er bis 700 5 und alſo 3 Pferde oder 4 Ochſen. Bey hat es waͤhtt, d ben ben 1 Niunte Der nem Eiſe der woh veraͤnde Baum e iſt. Er vc mi da ſo it er fuͤr me den An ratloka di ich das einzupfl halbn, Es ſind duß S zum Ei Er fand, di egriffen wm riicbnet aij erkte. 1 vand, nac Plegte, durch nn ud nich er incünaum lachter gin Vortheil, 3 und Drütn 2rStellen ih min muͤrben an und geg⸗ in gläcchföre Seringern J cllug erfan er ihn aht erfordet m 8 und 133 dB lü W S. dam qht rlügten Sie 35 bi 7) duich huuih dr reu aiäh „ 9 3alſ 3 Rn — 203— Bey einem nicht zu hart gewordenen ſchweren Lehmboden hat es ſich noch bey neulich wiederholten Verſuchen be⸗ waͤhrt, daß er bey 8 Zoll Tiefe 400 K, bey 9 ½ Zoll Tiefe nur 350 erforderte. Auf dieſe Weiſe pfluͤgen meine Pferde 10 Ruthen per Minute. Der theils von Eiſen gegoſſene, theils von geſchlage⸗ nem Eiſen gehammerte, Smallſche Pflug iſt nicht allein der wohlfeilern Erhaltung, ſondern ganz beſonders der un⸗ veraͤnderlichen Richtung wegen, die er durch den eiſernen Baum erhaͤlt, der vorzuͤglichſte. Schade, daß er theuer iſt. Er ſteht in Lees Catalog 4 Lſtrl. 10 s., kommt aber doch mit allen Koſten hier uͤber 35 Thaler zu ſtehen. Da dieſer Pflug alles leiſtet, was ich verlangen kaun, ſo iſt er auch der alleinige, der im Gebrauch geblieben iſt: fuͤr meinen Boden der tauglichſte aus einer bedeuten⸗ den Anzahl der in ihrer Art guten Pfluͤge, die in der Vor⸗ rathskammer aufbewahrt werden. Die folgenden Pfluͤge werden dann gebraucht, wenn ich das Groß⸗Flotbecker Sandfeld zu bearbeiten, Kartoffeln einzupfluͤgen, beym Rayolen vorzupfluͤgen habe— allent⸗ halben, wo ich nicht tiefer als 3 bis 5 Zoll pfluͤgen will(*0). Es ſind lauter einſpaͤnnige Pfluͤge,— werden auf dem Hofe Schattelpfluͤge genannt, weil ſie bis jetzt auch zum Einſchatteln der Saat gebraucht wurden. (**) Auf rohem Boden koͤnnen vielleicht zu ſolcher Arbeit 2 Pferde erforderlich ſeyn; ich habe nicht ſelten 4 Pferde vorſpannen ſehen. Daß dies nun mit Einem Manne, Einem Pferde ſchneller und beſſer geſchehen kann, iſt wohl ein nicht veraͤchtliches Beyſpiel der Oeconomie einer hoͤhern Kultur. Der Schattelpflug mit hoͤlzernem Streich⸗ brett bedarf auf leichtem Boden fuͤr 4 Zoll Tiefe, 8 Zoll Breite, 100 5, auf ſteiferem Boden 150 6 Kraft; macht per Minute 15 Ruthen. Der Schattelpflug mit beweglichem Small⸗ ſchen eiſernen Streichbrett auf 4 Zoll Tiefe, 13 Zoll Breite bedarf 150, in feſtem Boden 200 5; macht 15 Ruthen per Minute. Auch hier hat es ſich gezeigt, daß der 1ſte Pflug auf 7 Zoll Tiefe, 13 Zoll Breite der Furche 400 k1, der Smallſche auf 7 ¾ Zoll tiefer und 14 Zoll breiter Furche nur 350 ⁵ Kraft bedarf. Hierher gehoͤrt auch ein ſehr leicht gehender, eine gute Furche haltender Amerikaniſcher Pflug, den die Land⸗ haushaltungs⸗Geſellſchaft in Kopenhagen von dorther hat kommen laſſen und den ich bey dem Herrn Mechanikus Wienſtrup in Kopenhagen erhalten habe. Es iſt zwar nicht, wie er angekuͤndigt wurde, ein eiſerner Pflug; nur das Sech, die Schaar, der Kopf und das Streichbrett ſind Eiſen, alles uͤbrige iſt Holz und ſogar ſehr ſchwaches Holz; die Smallſchen Pfluͤge, von denen oben die Rede war, ſind ganz von gegoſſenem und geſchlagenem Eiſen und heißen daher mit Recht eiſerne Pfluͤge. Auf 3 ⅞ Zoll Tiefe und 10 ⅞ Zolk Breite brauchte er im leichten Boden 75 13 Kraft; auf ſchwerem Boden von 2 bis 4 Zoll Tiefe 150 K, ſcheint aber dazu zu ſchwach, er macht 12 Ruthen per Minute, iſt auf ſehr feichten Boden ſehr empfehlungswuͤrdig. Statt der Schattelpfluͤge wird nunmehr der von dem geſchickten Schmidt Wilde im Kleinen Flotbeck verbeſſerte Extirpator oder Kultivator gebraucht, den wir den Flot⸗ becker Grubber benannt haben. V 5Sthanten ain ittnie tuft, bn nnn naden di kelſor ti gar vil d wn zol if unu de Dinger, bem Rärn Dendes, bem tr alerins a V raſinn üie Was 8 d ſc, ma zusſge, Sßrde, dhe Alde ei nit ni Ehit th leihte lan h Jheufa A ffr ünm. du aſ brtten tm ie Shaltyflug ſoalten und di de Furche w han. Jrner n Die in q id aum Quer em Strat I Tiefe, 39 Kraft; m hem Gmal KTift, 13 30 1 dz naht iſte pfhge 1 400 R, ¹ 3 breite hu gder, eine a den die be wn dorther 2n Meti * Es ite ie Pflugi utreichrt ſchwabhs h 8 Rede vi ſ ſen und ſi Site brautn gren Bum reazu zu ſhe df ſehr lits ayr der wn Stbetk vlſſ wir da it 5 Schaaren, wenn ſie 2 bis 3 Zoll tief gehen, und jede eine fußbreite Furche geben, erfordern 3 bis 400 ks Zug⸗ kraft, koͤnnen alſo fuͤglich mit 2 Pferden gezogen werden und machen 12 Ruthen pr. Minute. Die keilfoͤrmige Richtung, in der die Schaaren ſtehen, traͤgt gar viel zur Brauchbarkeit dieſes Pfluges bey. Da, wo man unr beabſichtigt, die Oberflaͤche 2 bis 3 Zoll tief umzupfluͤgen, wie beym Unterſchatteln der Saat, des Duͤngers, den man in der Oberflaͤche erhalten will, beym Ruͤhren eines ſchon umgepfluͤgten oder rayolten Landes, beym Ueberarbeiten gepflanzter Kartoffeln erſpart er allerdings auf ſchwerem Lande die Haͤlfte und beym Un⸗ terpfluͤgen einer Kornſtoppel auf leichtem Lande weit uͤber die Haͤlfte an Zeit und Kraͤften. Ob dieſes aͤußerſt nuͤtzliche Inſtrument auch ſtark ge⸗ nug ſey, um auf lehmigtem Boden die Stoppel unter⸗ zupfluͤgen, wird der Verſuch in dieſem Herbſte lehren. Schade, daß es theuer iſt,— unter 90 kann der Schmidt Wilde es nicht liefern; mit hoͤlzernen, nur an der Spitze mit Eiſen belegten Schaufeln und dann nur durchaus fuͤr leichtes Land brauchbar, wuͤrde der gleichfalls ſehr geſchickte Rademacher Dehhof im Kleinen Flotbeck es fuͤr 45 ¼ lie⸗ fern koͤnnen. Den Waſſerfurchen⸗Pflug mit beweglichen Streich⸗ brettern kann ich gar ſehr empfehlen, ſo wie den großen Spaltpflug da, wo die zuſammengepfluͤgten Furchen ge⸗ ſpalten und die Furche dahin zu bringen iſt, wo der Ruͤcken der Furche war. Auch iſt er zu tiefen Einſchnitten brauch⸗ bar. Jener mit Einem, dieſer mit 4 Pferden.. Die in Mecklenburg gebraͤuchlichen Ochſen⸗Haaken ſind zum Queerhaaken des gepfluͤgten Landes, zur Vertilgung = 206— des Quecks, zur Zerkruͤmelung des Erdreichs und inoch ganz beſonders zum Pfluͤgen der letzten Winterfurche brauch⸗ bar, welche auf keine beſſere Art der Wirkung des Froſtes ausgeſetzt werden kann, vorausgeſetzt daß tiefe Waſſerfur⸗ chen durchgezogen werden. Der Reinigungspflug zwiſchen den Kartoffelreihen mit 3 Schnitten, ſo wie die einſpaͤnnigen Pfluͤge mit den vorgeſetzten kleinen Blechen zum Behaͤufen, ſind bekannt und faſt allenthalben im Gebrauch. Von Eggen iſt im Gebrauch: erſten Eggen; b) die 4ſpaͤnnige Boot⸗Egge, die ich faſt nie Veranlaſ⸗ 3 ſung habe, zu gebrauchen; c) die große gegliederte zweyſpaͤnnige Schottſche Egge mit geraden und mit gekruͤmmten eiſernen Zinken, letztere beſonders auf quekigtem Felde brauchbar; Huckegge, welche den von den andern Eggen mit Erde bedeckten Queck aus dem Grund holt; o) die hoͤlzernen einſpaͤnnigen Eggen, auf leichtem Lande brauchbar; †) die einſpaͤnnige Mecklenburger Egge mit eiſernen Zinken; 9) die treffliche einſpaͤnnige Brabander Egge mit ſchraͤg geſtellten Zinken zum Herausholen des Unkrauts und wird; h) einige leichte eiſerne Eggen fuͤr Saͤmereyen und ein Rahm, der mit Schwarz⸗Dornen durchzogen und a) die 2ſpaͤnnige deutſche Egge mit eiſernen Zinken zum d) die im ſchlimmſten Fall zu gebrauchende vierſpaͤnnige zum Einſchleppen der Saat, wenn ſie umgekehrt derm Vrn hus D 1 Srn J 1 8ehr 1 1 Sehn Lichs ue Lerfurth h Lung des znt ketief Waſen 3 Kartofflre Ahjfläge wi d nnd betannt n: o ten Zint i vie Bant atatfke Sifernen i Se braucte aude tiajir dern Cnpu Edd holt flatmb ge vi ie 9. nü 3 D nerty wt 41 durch ſtne 1 — 207— gehoͤrig beſchwert, das Land zu Staub macht und fuͤr feine Saͤmereyen trefflich praͤparirt. Hierher gehoͤrt denn auch der Wieſen⸗Hobel. An Walzen: Die leichte hoͤlzerne fuͤr Sandland; die auf lehmigtem Lande unentbehrliche Stachelwalze und die ſchwere ſteinerne Walze, um die Kluten zu zerkruͤmeln, welche die Stachel⸗ walze getheilt hat. Beßy trocknem Wetter wird der Zweck, das Land zu pul⸗ veriſiren, nie verfehlt, wenn zwiſchen dem Walzen gehoͤrig geeggt wird; bey feuchtem Wetter wird mit der umgekehr⸗ ten Egge geſchleppt und mit der Paiſchegpe, wie oben ange⸗ zeigt, nachgearbeitet. Der Erdbohrer iſt fuͤr Erd⸗ und Mergel⸗Unter⸗ ſuchung unentbehrlich, wie bey Unterſuchung der Torfmoore und des Untergrundes uͤberhaupt, zur Auffindung der Sand⸗ adern, die zum Abzapfen des Unterwaſſers zu benutzen ſind, u. ſ. w. Er beſteht, außer Einem großen und Einem kleinen Schraubenſchluͤſſel, aus 16 Stuͤcken, naͤmlich: der Kopf.... 2 Fuß lang, das dann folgende Stuͤk 2 ⸗ 8 Stuͤcke von 4 Fuß ⸗ 32 ⸗ 36 Fuß, daran koͤnnen folgende Bohrer geſchroben werden: 1) die Waſſerpumpe.......... 5 Fuß. 2) 1 Steinbohrer aus 2 Stücken beſtehend, à2 F. 4 Fuß. 3) 1 Bohrer zu Lehm u. Moorgr. aus 2 St. à 2 F. 4 Fuß. 4) 1 Bohrer zu Mergel....... 2 Fuß. — 208— Das zum Ebnen eines Feldes ſo aͤußerſt nuͤtzliche Mull, brett: haͤufig in den Marſchen im Gebrauch. Zu den in ſtetem Gebrauch ſeyenden Maſchinen gehoͤrt auch vorzuͤglich die Cookſche Drillmaſchine, mit der alles, von der Rapſaat an bis zu den Bohnen auf 9, 12, 15, 18 und 21 Zoll geſaͤet und mit den dazu gehoͤrigen Haaken gereinigt und ſcarificirt werden kann,— auch ſind dieſe letzteren zum Aufruͤhren eines Bodens, fuͤr den der Grubber zu tief gehen wuͤrde, ſehr brauchbar. Daß dieſe Drillwirthſchaft den Boden außerordentlich rein erhalte, der Lebenskraft der Pflanzen durch das Auf⸗ lockern derſelben ſehr zu Huͤlfe komme und bey einer min⸗ dern Ausſaat eine mindeſt gleiche Erndte liefere, iſt durch eine 25jaͤhrige Erfahrung in Flotbeck erwieſen. Mit Einem Pferde koͤnnen 10 Morgen Landes taͤglich beſtellt werden.— Wie ſie arbeitet, iſt auf den mit Rapſaat und Som⸗ mer⸗Korn bebaueten Feldern ſichtbar. Die neueſte und beſte Abbildung und Beſchreibung iſt in Doctor Heinrich Chriſtian Gerke's«Landwirthſchaftlichen Erfahrungen und Anſichten», Hamburg 1822, bey Perthes und Beſſer, enthalten; in Lees Catalogus ſteht ſie fuͤr 18 Lſtrl. 18 s.⸗ notirt. Der Schmidt Wilde macht ſie fuͤr 400 F. In der Geraͤthekammer befinden ſich außer allen kleinen Geraͤthen, die nicht im Gebrauch ſeyenden groͤßern. Die bedeutendſten ſind: ein alter Engliſcher Steinpflug zum Aufbrechen ſehr ſteinigten Bodens; der Dukettſche Pflug; der gewoͤhnliche deutſche Pflug; der Dukettſche Wuͤhlpflug, der den untern Boden lockert, ohne rohe Erde herauf zu bringer d 55 Krrflk⸗ ij t din Falalerge 1 (B9f wite trflütun tc n die ihren nwf iitt giß gerin diſ uun febiſet däßtt enn fhmidt nuhr Kuft güt duf dn un mm um tn t Eain a7. ton d unte zon dr eine uc landwitzſhif m Beütider dom Hborr netn n. zugkrſt b nie udern eine an ben goft beftacte zhnr Kunen Vaudbnr Rr iene n. Rſenden Vane m. In iämm lmpil deh weina ic richt unbe 2 Ferihtes in a dn, d Pur ellaſin. Vauhhe lutnitzat V V litf N . aſcinen gait ine, mit d dn uffg, 0 dnu gehoͤrgge — auc ſid efäͤr den de 4 waußerordenti rurch das Ni dey einer ne de, iſt dut n. Sandts tixi nänt nd Es g eſchreibun rirtſſthflir 3 ,bc) ha G ſtit ſti ide watt ſ er älln lu arißen. d teinxfut e detfſhe he Büübit ade herui — 209— bringen; der Marſchenpflug; der fuͤr Sandland treffliche Norfolk⸗Pflug; eine gute Kartoffel⸗Schneidemaſchine und ein Fellenbergiſcher Extirpator. (Bey dem Schmidt Wilde ſtehen gewoͤhnlich von den trefflichen, von ihm verfertigten Hechſel⸗Schneidemaſchinen, die ihren großen Ruf ſehr zu verdienen ſcheinen. Ich habe nicht Vieh genug, um ſie zu benutzen. Dieſer induſtrioͤſe Mann wird binnen kurzer Zeit eine verbeſſerte Haͤckerlingsmaſchine fertig haben, die mit 4 Meſ⸗ ſern ſchneidet und 2 mal ſo viel Haͤckerling liefern wird, ohne mehr Kraft⸗Aufwand wie jene zu erfordern. Sie iſt, bis auf den Kaſten, von geſchlagenem Eiſen.) Von dem kleinen Geraͤthe moͤgten der Cichorien⸗Spaten, die Spaten zu den verdeckten Gruͤppen, die Windroͤhre, die ſchon ſo manches vom Klee geblaͤhete Vieh gerettet hat, von der eine Beſchreibung im 3ten der Schlesw. Holſtein. landwirthſchaftlichen Hefte Seite 102 enthalten iſt und die die Gebruͤder Booth nach einer oͤkonomiſchen Vorrichtung fuͤr ½ Ld'or verkaufen— und endlich der zur Beſtimmung der Zugkraft ſo nuͤtzliche Kraftmeſſer(Dynamometer) unter andern einige Aufmerkſamkeit verdienen. So auch die auf dem Hofe befindliche Schnellwage fuͤr Heu, Stroh und Duͤnger⸗Karren eingerichtet und in mancher Hinſicht brauchbar. Hier kann nun der Wegweiſer von dem auf die Kunſt reiſenden Wanderer Abſchied nehmen. Gluͤcklich, wenn er ihm keine lange Weile gemacht hat. Bey meiner Vorliebe fuͤr Flotbeck und deſſen Kultur bin ich nicht unbefangen genug, um uͤber die Nuͤtzlichkeit dieſes Berichtes ein competenter Richter zu ſeyn— das muß ich dem, die Agrikultur liebenden Publikum zu beurtheilen uͤberlaſſen. Voght's landwirthſchaftl. Schriften 1r. Bd. 14 —— — 2410— Ich habe geglaubt zur Foͤrderung der Kunſt Etwas 93 hur, wenn ich auch andere in den Stand ſetzte, die erſuche, die ich fuͤr mich Lenna t habe Aucfnätom cht h und taͤglich mache, Dies war meine Abſicht ſie — ſie mag mich entſchuldi gen, wenn ſie mich auch nicht zu rechtfertigen vermag Flotbeck, am Ende des Maymonats, 1822. —* 3 3 ¹ Pem Toelit: norrien uſth ds Landnan ricthe helſt wh Ervi n dr ly dn gen ll wneit, n St Nenm Rtt n twatte ſhet 100 Fblm Marſcnerger tn tines hubuch: Mrrſönurgerga 1Uh Fbce r tur demn m es Hanbur. danach vchiang ut iiamt don 3e alo n foo Duära tur fir Vigen wiedenen Umr lum ſendign m ſj ,10 bis 4 a * Kunſt 6 tand ſetzte, d taͤglich m wich entſhe Igen verne 2. Nachſchrift. — Beym Ueberleſen dieſer Bogen bemerke ich, daß ich in der Reduction unſeres Land⸗ und Flaͤchenmaaßes zum fremden, das Landmaaß der durch ihre ungeheure Production ſo wichtigen Holſteiniſchen und Hamburger Marſchen vergeſſen habe. Es wird alſo hier nachgeholt, ſo wie der Diviſor, der bey dem gegebenen Grade der Fruchtbarkeit die Himpten⸗ zahl anzeigt, welche von dem Demath oder dem Morgen in einem Mitteljahre oder im Durchſchnitt vieler Jahre zu erwarten ſtehet. 100 Flotbecker Morgen ſind gleich 21,77 Hamburger Marſchmorgen und der Diviſor und die zur Production eines Hamburger Himpten Waitzen auf dem Hamburger Marſchmorgen noͤthige Fruchtbarkeit iſt 7,35°. 100 Flotbecker Morgen ſind ferner gleich 46,30 Eider⸗ ſtedter Demath, und der Diviſor oder die zur Production eines Hamburger Himpten Waitzen auf dem Eiderſtedter Demath noͤthige Fruchtbarkeit iſt 16,57°. Auch habe ich noch nachzuholen, daß, wenn ich Seite 154 von 36 als der zur Production von 42 1 Waitzen pr. 100 Quadrat⸗Ruthen noͤthigen Fruchtbarkeit ſprach, dieſes nur fuͤr Waitzenboden gelten koͤnne, welcher in ſeinen ver⸗ ſchiedenen Abſtufungen bey mir vom lehmigen Sand bis zum ſandigen Lehm, wie Seite 138 und 139 naͤher beſtimmt iſt, 10 bis 25 Procent Thon, 10 bis 25 Procent feinen, 14* — 212— 45 bis 70 Procent groben Sand, etwa 2 Procent Kalch, 5 bis 7 Procent Humus enthaͤlt; daß ich dabey den Zu⸗ ſtand des Feldes verſtehe, in welchem es ſich nach Braache oder Braachfrucht und der Beduͤngung, die der Boden, ohne Lagerkorn in gewoͤhnlichen Jahren zu haben, ertragen kann, befindet; daß meine Erfahrung endlich ſich nur auf den, dem meinen aͤhnlichen Boden von 540 bis 8000 Fruchtbarkeit erſtrecke. Ein Feld von 540 Fruchtbarkeit wuͤrde in gewoͤhnlichen Jahren bey mir nur etwa das 7te Korn(immer 2 Himpt Einſaat fuͤr 100 Quadrat⸗Ruthen vorausgeſetzt) geben und unter dem halte wenigſtens ich es nicht fuͤr gerathen, Waitzen zu bauen. 8000° giebt in ge⸗ woͤhnlichen Jahren das 11te Korn, aber ſchon nicht ohne Gefahr des Lagerns. Jeder Mittelboden hat eine natuͤrliche, auf ſeine Be⸗ ſtandtheile ſich beziehende Stufe, uͤber welche man ſeine Fruchtbarkeit fuͤr Waitzen durch Beduͤngung nicht erheben darf. Ich habe nicht das Gluͤck, den beſſern Boden aus der Erfahrung zu kennen, der eine groͤßere Quantitaͤt Thon mit feinem Sande vermiſcht, mehr Humus und mehr Kalch enthaͤlt. Ein ſolcher Boden beſindet ſich gewoͤhnlich in Nie⸗ derungen, den Bodenſatz ehemaliger Strombette oder Land⸗ ſeen enthaltend, wie ſie im oͤſtlichen Theile Holſteins und Schleswigs nicht ſelten ſind. Er pflegt bey maͤßiger Duͤngung in Mitteljahren das 12te bis 13te Korn Waitzen zu geben und hat alſo von 800 bis 1000 Fruchtbarkeit. Hier la⸗ gert das Korn ſich oft, beſonders nach dem Mergeln, und hier iſt es, wo der Rapſaatbau durchaus nuͤtzlich iſt. Noch weniger kenne ich aus Erfahrung jene merk⸗ wuͤrdige Fruchtbarkeit der Marſchlaͤndereyen im weſtlichen Theile Holſteins, des Kleybodens, der vom Seewaſſer an⸗ geſchwemmt, oder der Bodenſatz der See ſelbſt, ſo ungemein fruchtbar iſt, — — ) durch d 9 nh 1 bült un und 84 9 unh rrinat Id a ſſcen ch endüch ſandet ſn, 8 für ſns n ihg attit „ üs, t e ſtet weder 1 dam das Len Napſeat bon es, wo auöſehe ſcathen eithen Maſat noc fan Diſe dan h und das ig Däſen d die ih vor win Was ih tden du jenen zrn durch mii fur den Juc⸗ Erfahrung n. Vacen auf roeent 8 Habey den z rach Bruud ad der Boha läber, etn ih ſch m 0 bis Sc“ prühtrti entwa das 7u 2 drat⸗Nuthn t igſtens ich de gibt i Nu rict dr nuf ſeined eene mat ſi en richt uſet an Buͤd u aunttit dr and mär Aü ¹ hulih uh erte oder en K holſtim n muger ding W ben u 2 ii. bin b 8 da Nerxän, 9 aerwaſru d. ſo unpenn — 213— 1) durch die ungeheure Feinheit ſeiner Sandtheilchen, 2) durch die Kleinheit der vielen Kalchtheile, die er ent⸗ haͤlt und durch ihre enge Verbindung mit den Thon⸗ und Sandtheilchen, 3) durch die Salze, welche aus der Miſchung der vielen aanimaliſchen Theile verfaulter Fiſche, der Mollusken und anderer Seegewuͤrme mit den zergangenen alka⸗ liſchen Seepflanzen und Graͤſern, durch deren Miſchung endlich mit den Beſtandtheilen des Seeſalzes ſelbſt ent⸗ ſtanden und mit dieſen Erdtheilchen ſo eng vermiſcht ſind, daß bey einer zweckmaͤßigen Fruchtfolge und ſehr ſtarken Bearbeitung kaum eine Periode anzuge⸗ ben iſt, wo dieſer Boden ſeine ausgezeichnete Frucht⸗ barkeit verloͤre. Hier iſt es, wo nach dem Eindeichen einigemal Hafer ge⸗ ſaͤet werden muß, der das 24ſte bis 44ſte Korn traͤgt und dann das Land nach einer Sommerbraache bis 50 Himpt Rapſaat von 100 Quadrat⸗Ruthen bringen kann; hier iſt es, wo ausſaugende Erndten nothwendig ſind, wo der Rap⸗ ſaatbau einheimiſch und nothwendig ward, und wo nach der Rapſaat noch der Waitzen das 14te bis 18te Korn bringen kann. Dieſer Boden wuͤrde freylich auf 1200 bis 1600° ſte⸗ hen und das non plus ultra aller Fruchtbarkeit ſeyn. Dieſen Boden kenne ich freylich nur durch eine Reiſe, die ich vor vielen Jahren durch die Marſchlaͤndereyen machte. Was ich aber nur zu gut kenne und wovon ich das Maaß zu jenem Fruchtbarkeits⸗Meſſer hinzufuͤgen muß, iſt das durch meine bisherigen Erfahrungen ſich ergebende Maaß fuͤr den Rocken⸗Ertrag auf Sandfeldern. Dieſes iſt durch Erfahrung angegeben 280 als die zur Erzeugung von 42 B Rocken auf 100 Quadrat⸗Ruthen noͤthige Fruchtbarkeit, 4 4 — 214— und vielleicht iſt es nicht blos Zufall, daß dies ohngefaͤhr dieſelbe Zahl iſt, welche das Verhaͤltniß des Mehlgehalts des Rockens zum Mehlgehalt des Waitzens angedeutet haben wuͤrde. Dieſes ſetzt nun einen Boden voraus, ohngefaͤhr wie der Seite 141 und 142 naͤher bezeichnete, 7 bis 10 Pro⸗ cent Thon, 6 Procent feinen, 76 bis 86 Procent groben Sand, 2 bis 5 Procent Humus, 1 bis 2 Procent Kalch enthaltend. Dieſer Rockenboden wuͤrde nun bey mir durch 250 bis 600° bezeichnet, da es wohl nicht raͤthlich ſeyn kann, Rocken zu bauen, wenn der Ertrag viel unter dem zten Korne iſt; ſo wie man, beſondere Faͤlle ausgenommen, auf dem Lande, wo man uͤber das 10te Korn erndtet, wohl mit mehrerem Vortheile Waitzen bauet. dut G 3 igri à gdis den 1 dutger i) nnimen Shvet db tr m bin B ſine B Dung — ) 3Je ſt er i ducch Vegih tand, Jach kann. 8 9 ie ſ ies dür Mälges gdeunt 3 28, oörgei 2 7 bis 10 nh Drocent grir 8 kocent gal rdey wir d t räthlt ſ iel unter n ktausgenom a erndtet, u Alphabetiſches Regiſter zu des Herrn Freyherrn von Voght Weyweiſer fuͤr die landwirthſchaftlichen Beſucher Flotbecks. (S. 131— 214.) Drillen RNr. ob gedrillter Hafer mehr giebt als breit geſaͤeter 74. 75. ob gedrillter Sommerwaitzen mehr zutraͤgt als breit geſaͤeter.. 119. 170. ob dito auf Sandland 109. 110. Duͤnger a) animaliſcher Duͤnger. Schweizerduͤnger. Vob er in A. fuͤr 30 Reichthum anzunehmen 19. 33. ob in B. fuͤr 2....... 78. 115. ſeine Wirkung bey einfacher und doppelter Duͤngung........... 49. *) Ich habe geglaubt, es dem landwirthſchaftlichen Beſu⸗ cher Flotbecks, der ſich uͤber den Erfolg der Verſuche durch den Augenſchein unterrichten will, durch dieſes Regiſter zu erleichtern, indem es ihm fuͤr den Gegen⸗ ſtand, der ihn vielleicht beſonders intereſſirt, das Feld nachweiſt, wo er den angeſtellten Verſuch auffinden kann. Ich weiß aus einer langen Erfahrung nur zu wohl, wie ſelten ein ſolcher Verſuch, bey dem ſo viele fremde — 216— Gewoͤhnlicher Stall⸗Duͤnger. ſeine Wirkung im Vergleich mit Compoſt 86. Compoſt⸗Duͤnger. ſeine Wirkung im Vergleich mit gewoͤhnlichem Stallduͤngerr.... 86. ſeine Wirkung bey einfacher und doppelter Duͤngung........ 49. wie nuͤtzlich das lange gebreitet Liegen des Duͤn⸗ gers dem Acker ſey...... 40. Heringe: ob, friſch untergepfluͤgt, im Vergleich mit un⸗ geduͤngtem Lande, er fuͤr 6 Fuder Duͤnger zu rechnen auf Lehmboden.. 22. Wie die Wirkung nach untergepfluͤgtem Rocken auf Sandland fuͤr Kartoffeirn 100. 114. Wie fuͤr Sporgel........ 99. wie fuͤr Wicken ʒ.... 98. wie fuͤr Sommer⸗Waitzn. 95. 108. wie fuͤr Klee. 84.ᷣ 0.⁴*4 4. 4.l 97. ob der mit den Heringen untergepfluͤgte Rocken das Verſcheinen verhinderet. 1403. 106. Heringsduͤnger⸗Compoſt. Wirkung fuͤr Gerſte, bey 1 und 2 Fudern.. 49. Knochenaſche. Wirkung fuͤr Rocken, im 2ten Jahre auf Sandland 2**.⁴ 2.⁴„2* 4.⁴ 24 94. Urſachen einwirken koͤnnen, gaͤnzlich gelingt; viele, viel⸗ leicht die mehrſten dieſer Verſuche werden kein reines Reſultat liefern. Hie und da wird ſich aber, hoffe ich, doch eine Thatſache ergeben, die als Erfahrung ange⸗ nommen werden kann, und auch das iſt ſchon ein die Muͤhe lohnender Gewinn. Giebt mir Gott Muſſe und Geſundheit und bemerke ich, daß es den Landwirthen, für die ich am liebſten ſchreibe, nicht unwillkommen ſeyn wird, ſo werde ich eine ange nehme Pflicht erfuͤllen, wenn ich im folgenden Jahr Rechenſchaft daruͤber ablege. —õ—— — d) vegtüiit unrzn Aun i db er unten d vrfut t dh der unter! 3 flber 49 gah de terzyflih wi ſeine Wi antergeyflu wie di N nttrgeft ſruktn be me de Ti mens un gie ſh de d üinte Nu Bakmg dei Kattofeie Wirkang den far Erhſe fär Kart fir hftr. fir hufer iir Syi. ubderunteren wenht far Srnai ſie Saath, ſit Shir, fit Wise unterzepfle Pirkung ſi untergeyflt helhe r⸗ Jotn; 3 heiche Tit ra teſen „ 85 Ker 49. A n „ 4 Fen⸗ Ser . 1 rln 100. 10 „ . 6. 1. Enn 103,16 . 4 f — 4 j; diele, n d kau ti , hoff t D hrung ui ichon ein e t Ruſe auheina fommen en ülen, hent us — 247— Nr. b) vegetabiliſcher Duͤnger, untergepfluͤgter Klee. Wirkung fuͤr Kartoffeln, in der 1ſten Claſſe A. 25. ob er unterrayolt oder untergepfluͤgt mehr wirkt 137. ob verfault und unterrayolt„. 138. ob der unterrayolte Klee fuͤr Waitzen hoͤher als 3 Fuder Duͤnger zu rechnen; ob daher der Kraft des Bodens etwas zuzulegen iſt 80. 133. 137. untergepfluͤgter Spoͤrgel, wie ſeine Wirkung iſt in der dritten Claſſe A. 2.. 112. untergepfluͤgter Rocken, wie das Verhaͤltniß des Kartoffellandes nach untergepfluͤgtem Rocken und des oftmals ge⸗ haakten Landes, auf Lehmboden.... 57. wie die Wirkung des friſch untergepfluͤgten Rockens zu fruͤher untergepfluͤgtem iſt 8. 58. 70. 146. wie ſich der untergepfluͤgte Rocken zur unterge⸗ pfluͤgten Rapſaat verhalte... 144. Wirkung des friſch untergepfluͤgten Rockens fuͤr Kartoffeennn... 8. 58. 70. 143. Wirkung des untergepfluͤgten Rockens fuͤr Erbſen........ 73. fuͤr Kartoffeln... 105. 143. 114. 146. für Hafer........... 74. 75. fuͤr Hafer auf Sandland.. 104. fuͤr Spörgel........... 92.· 93. ob der untergepfluͤgte Rocken auf dem hohen Sand⸗ lande die Heringe unſchaͤdlich macht fuͤr Hafer 104.106. fuͤr Sommerwaitzen.. 96. fuͤr Kartoffeln...... 105. fuür Spsrgel.......... 99. fuͤr Wicken.......... 98. untergepfluͤgte Rapſaat. Wirkung fuͤr Kartoffern. 42. 144. untergepfluͤgter Hafer. welche Wirkung zeigt er, wenn er vor dem Rocken zu Kartoffeln untergepfluͤgt wird. 5. welche Wirkung nach Fruͤhkartoffeln fuͤr Waitzen 13. 156. — 218— untergepfluͤgter Buchwaitzen. Wirkung fuͤr Rocken. Buchwaitzenſtoppel. im Vergleich mit dem untergepfluͤgten Buch⸗ waitzden. Gerſte. hafer. 111. Att det gedtilt breit 9 107. i ga Mengfutterſtoppel. 4 bſe wie ſie wirkt fuͤr Rapſaat...... 35. 8 ur c) mineraliſcher Duͤnger. V aß Kalch. mir Haſer gedrilt......... ¶ 169. ue Mergel. 5hn welche Kraftvermehrung er bewirkt... 159. 1 8 Salpeter. 5 mit Hafer gedrillt......... 62. raſh Fruchtbarkeit; in Bezug auf die Vorausſetzun⸗ uſ gen ſowohl, wie auf die Erndten. 8 in Wie 553 ½0 auf demſelben Felde Claſſe B.. lum wirkt, bey Hafer, Sommerwaitzen und undh Gerſte........ 117. Wie die Vorausſetzung bey den rayolten Fel⸗ dern ſich zur Wirklichkeit verhalte. 30. 52. 126. 145. 158. ob oftmaliges Haaken und Pfluͤgen mehr tiſ Fruchtbarkeit hervorbringt, als der Reich⸗ Si thum vorauszuſetzen berechtigt, und wie n u viel die Kraftaͤußerung dadurch vermehrt Lin werden kann.......... 56, 131.ü n Beachtung einer Rotation auf gemergeltem, dhie ungeduͤngtem Lande........ 159. dauf Beachtung einer Rotation auf geduͤngtem, ſin ungemergeltem Lande.. 160. dut fruͤhe und ſpaͤte Saat*** 2 4* 120. 121. verſchieden geduͤngt....... gedibbelt in verſchiedener Entfernung... Getraide. verſchiedene fremde Sorten... 49. 50. 43. Nr. Hafer. Art des Saͤens. Sät gedrillt...*„* 1„* 23. 61. 74. 168. 175. breit geſäͤett.. 63. 75. 85. 118. 1 ob gedrillter Hafer bey 5760 im 2ten Jahre beſſer wie im erſten geraͤtnh.. 24. Art der Saat. Kartoffelhafer 23. 61. 63. 85. 118. 175. Berwickhafer... 74. 75. 168. wie er in der Z3ten Claſſe B. gedeiht... 172- Beduͤngung. mit Kalch gedrilla...... 169. mit Salpeter gedrillt... 62·. . verſchiedenartig beduͤngt... 49. aun zun⸗ Kartoffeln. † Beduͤngung und Gedeihen der Frucht 19: B. nach untergepflügtem Rocken, zum Theil mit, zum Theil ohne Heringe, 1ſte Claſſe A. 2 3 henh 3 te Claſſe A.** 4.25. 142. Aase 4 iſte Claſſe B... 71. 5 1 4½ 3te Claſſe A. 1 u. 2. 2516 101.105.100.113.114. 7 ne ob friſch untergepfluͤgter Rocken den Kartoffeln 1 Jh geſchadet oder genutzt.. 8. 58. 70. 146. eaa wie die Kartoffeln nach der doppelten gruͤnen 8 1 Duͤngung von Hafer und Rocken gedeihen. 5. 6. 71 nihe 2 9 wie Stallduͤnger auf Kartoffeln wirkt, ver⸗ . a glichen mit Compoſtduͤnger.. 3. 19. 64. 115. 142. wrltem, 1 Kartoffeln mit der Hand gepflanzt auf fri⸗ . 2 ſchem Stallduͤnger........ 33. 65. iten, Kartoffeln nach Klee........ 26. .. nach Hafer..„.. 16 nach Rapſaat. 41. 142. . 11 nach umgepfluͤgtem Rocken.. 58. 4 nach abgeerndtetem Rocken... 127. nach Kartoffeln..... 142. auf haͤufig gehaaktem und gepfluͤg⸗ tem Lande.... 57. 130. — 220— Nr. Geſchmack. nach friſchem Stallduͤnger.. 19. 33. 65. nach Klee...... 26. nach geerndteter mit Compoſt geduͤngter Napſaat*** 2* 2 ℳ 4** 2 46. nach mit Compoſtduͤnger untergepfluͤgter Rapſaat** 4*.⁴ 2* 2 24 4* 442. auf Heringen..... 100. Groͤße der Pflanzkartoffeln. aus Samen gezogen... 44. verſchiedene Groͤußßen.. 177. 59. 60. Entfernung der Pflanzen auf 22 und 12 Zoall 9. 26. 60. 72. 79. 22. 15;:.... 32. 46. 48. 128. 142. 22 12 ⸗* mit dem Pflanzer. 9. 18. 34. 47. Welche Art von Boden in dieſem Jahre verhaͤltnißmaͤßig mit ſeiner Fruchtbarkeit den hoͤchſten Kartoffeln⸗Ertrag liefert: Aſte Claſſe—.. 1. 16 20. 23. 41. Aſte Claſſe B..... 55. 2te Claſſe A.„ 0 127. 132.141. 3te Claſſe A.... 95, 113. Verſchiedene Sorten Kartoffeln. 45. Klee. wie er gedeihet nach Sommerrapſaat 76.146. 174. 176. nach Sommerrocken. 176. nach Sommerwaitzen. 97. 129. 176. Kohl.— ob er mehr oder minder als 30° Reichthum auszieht.......... 2. Rapſaat(Sommer) ob ſie mehr oder minder als 20⁰ Reichthum or Tonne zehrt..... 77. 173. wie ſie in der 3ten Claſſe A. gedeiht.. 171. Rapſaat(Winter) wiie ſie gedeihet nach beduͤngter Braache mit 13 Fuder Duͤnger pr. Morgen. 163. mit 15 Fuder Duͤnger dito... 164. 3 1 ziit desſt dn färät den 18 8 din Andt dn Nied . da 4gen e da lder d Rocken. Brabanne hüſgn e Syirgel nac ute zte Clſe. nit 16 Un nit o ba e die 6 9 4 A!tt des gedie tret g 4 19. 339 .„ Bagtet .. Sigter h 4 4 . 17 1 dsan Sem . 79. 18,3 Aahre dnskeit 73 b 8 16.B4 127.3L 9516 8.. 1 7 1n M ltb Eb ... h d hum —* 221 mit 16 Cub. Fuß Mergel pr. Quadrat⸗Ruthe mit 32 Cub. Fuß dito. ob nach Mengfutterſtoppel. ob nach rayoltem Klee Einſaat. 3 ⅞ 1 pr. 100 Quad. Ruthen. den der Rapſaat guͤnſtiger iſt. 2 2 7 *κ. des Drillens. 4 7 2 2 4 7 4 7 16ten Juli 18ten 4ten Auguſt. 7ten 14ten Ob die 1ſte Claſſe B. in dieſem Jahre 8 2 4 4£l 4 .£ . 2 .Aϑ oder die 2te Claſſe A. Rocken. 4f dito dito 8 2. dito dito dito dito 4 2l 2₰ .£ 4.l £f 2 4 Brabander Campine⸗Rocken hieſig iger Landrocken Spoͤrgel. nach untergepſluͤgtem Rocken, 3te Claſſe, A. 1 3te Claſſe, A. 1 mit Heringen. 4 85 ¼ * .l * . 4. 2l mit 16*5 Einſaat pr. Morgen mit 20 ks Einſaat pr. Morgen Waitzen,(Sommer⸗⸗) wie er gedeihet in der iſten Claſſe A. in der 1ſten Claſſe B. in der 2ten Claſſe B. breit geſaͤeter * 2 2 * 8¾ .l A 2A .8 ⁴ 4A „ 4 .l 4 in der Zten Claſſe B. .Q £Q 4 2A 4 2 4 2l .Al 2 4 2 4 4 „. 4 2Aᷣ 2 2 4₰ 8 .l 2l 2⁴ 2. 1 1 2l . Nr. 162. 161. 39. 29. 51. 53. 166. 28. 38. 125. 167. 37. 54. 27. 125. 36. 165. 122. 123. 111. 107. 102. 99. 99. 92. 93. 21. 119. 129. 170. in der 3ten Claſſe A. 1 96. 108. 110. Art des Saͤens. gedrillter Waitzen.. 2⁴ ³ .⁴ 7 2¾ 4 * . 408. 109. 170. 21. 96.110.119. Waitzen,(Winter⸗) Beduͤngung und Vorfrucht: ob beſſer nach Kartoffeln. ⁴ . Nr. . 12. 67. 150. ob nach friſch untergepfluͤgtem Hafer... 156. ob auf Kartoffeln mit eingepfluͤgter Haferſaat 13. ob auf Rapſaat.... 68. ob nach Bohnen....... 147. ob nach Klee.... 80. 133. ob nach Waitzden...... 88. ob nach geduͤngter Braache... 89. ob geduͤngt nach Waitzen... 90. ob nach ungeduͤngter Braache... 91. welche Art des Bodens in dieſem Jahre, verhaͤltnißmaͤßig mit ſeiner Fruchtbarkeit, den hoͤchſten Ertrag liefert, ſte Claſſe A. 1ſte Claſſe B. 2te Claſſe A. ob das wiederholte ſcharfe Eggen des Klees . 4 2. 2 2 2 dem Waitzen genutzt oder geſchadet hat. 15. welche Wirkung die Quantitaͤt der auf einem Quadratfuß ſtehenden Pflanzen Erndte hat: 16 30 32 36 2 2 2 2 Sorte des Waitzens. brauner Pommerſcher. brauner Poehler. hochbunter Danziger weißer Engliſcher. weißer Maͤrkſcher. Wicken. auf Heringe. 4£Q 4 4 ⁸ . 2. 14 Pflanzen 2 * . 4 .⁴ * 11.68. 88. 89.90.91. 135.154. 4 2 * 8. 40. .„ 66. 69. 82. 139.140. — 24 149. auf die *.** 157. .. 14. 84. * 83. 136. 148. 4⁴.*2 155. ... 136. 5 2 3 81. 2 4.⁴ 153. 2* 2 151. „„* 134 152. * 2 4 98. .Q 2⁴ b 189„6 441 brltte 42 Biſcht Einetung 8 ſte Cuſt A Mirenlſc Dxaus fuſd Säbens e tilite 6n dn du Sfſendas 0 iſe Ciſſe Bete Mireralſchit Nrtürlihe et Mtürlche d Gndehede tte Cuiſe 4,4 Niäherr Sezm de Caſe B, Rähet Bzt dee Gaſſe, beis Vchanme Ntürüche d Natüriche i nteräͤtheüv Mirriſ Grdeihende Unterbtheiu Ninaniſch Natirice, „ 12.6) 8 1..„ L iu „ —— .. 1 ... 8Oh * Ol) miiahrt, rkeit, 4 1 3.3. R. fahe * 2* „ eglees Hat. u veinem f die Inhalts⸗ des Anzeige Wegweiſers durch Flotbeck. §. 1. Einleitung......... §. 2. Beſchreibung des Bodens Einleitung zur Claſſiſication der Felder... ſte Claſſe A. Lehmhaltiger Sand:... Mineraliſche Beſtandtheile...... 4 4Q 4 Daraus hervorgehende natuͤrliche Eigenſchaften des Bodens..... Natuͤrliche Graͤſer..... dito Unkraͤuter.. Beſonders gedeihende Fruͤchte.. iſte Claſſe B. Sandhaltiger Lehm.... Mineraliſche Beſtandtheile... 4 Natuͤrliche Beſchaffenheit des Bodens.. Natuͤrliche Graͤſer und Unkraͤuter.. Gedeihende Fruͤchte...... te Claſſe A., der 1ſten Claſſe A. untergevrdnet Naͤhere Bezeichnung derſelben... ate Claſſe B., der 1ſten Claſſe B. untergeordnet Naͤhere Bezeichnung derſelben..... zte Claſſe, leichter Boden.. 4 4 4 4 ſſte Abtheilung A.: Trockner Sandboden:.. Natuͤrliche Eigenſchaften des Bodens... Natuͤrliche Unkraͤuter.. Unterabtheilung 1: Mineraliſche Beſtandtheile des Bodens. Gedeihende Fruͤchte. Unterabtheilung 2: Mineraliſche Beſtandtheile des Bodens. Natuͤrliche Unkraͤuteee... 4** 4 2*⁴ 4 Seite 133 136 138 — 142 224 Zte Claſſe, Abtheilung B. Natuͤrliche Unkraͤuter. Gedeihen der Fruͤchte.. §. 3. Beſtellung der Felder:. Fruͤhere Rotation. Dabey gemachte Bemerkungen Darnach veraͤnderte Rotation. nach Hafer zu Kartoffeln. nach Kartoffeln zu Waitzen. auf Waitzen zum Klee.. nach Klee zu Waitzen. nach Klee zu Rapſaat. nach Waitzen zu Hafer.. nach Hafer zu Kartoffeln. nach Kartoffeln zu Hafer. nach Waitzen zu Mengfutter. nach Mengfutter zu Rapſaat. nach Rapſaat zu Kartoffeln. nach Kartoffeln zu Waitzen. auf Waitzen zum Klee.. nach Klee zu Waitzen. Schluß dieſes Paragraphen nach Rapſaat zu Waitzen. 1ſte und 2te Claſſe, Abtheilung B.: Abweichung in der Bearbeitung zu Kartoffeln. zu Klee. 2 .l .Q . . 6ℳ . .l 2 .ϑ 4 . 2 2 Bearbeitung der Felder nach der Rotation. iſte und 2te Claſſe, Abtheilung A.: Seite Naſſer Sand⸗ u. Moorboden, eiſenſchuͤſſiger Sand u. ſ. w. Natuͤrliche Eigenſchaften des Bodens 2* 2.⁴ 2. 9 . 8 . 2 2 4 .* alten 4 1 zu Waitzen. zu Hafer. 3te Claſſe A. Abweichungen in der Bearbeitung. . 2 4 2⁴ .⁴ . .Al 4 2⁴ .⁴ 4 2A 2⁴ *.Al Zte Claſſe B. Wie ſie behandelt wird.... Bearbeitung der Felder nach der neuen Rotation. „ 1448 . 148. 144 . 149 Sijenali Vikung! Djrg. 4 ſch nis Lortheict tn M § 5 Enl iſter d Vrrätnss ud Gct Sider, K Laher der Eror ſd. Anleitun der Fti den An Dee Baut Sannlang Piftr K Dängxrger Kleine Vas den Kend Nrſchied Naih. Vadecten Groſ glt Meelhit llöer gn. auf S Eine Ni unduih Aughes an , . t ffeln 8. n. .. 5 itung. — „. 4* 3 1 4 . 9 * 1— 1 1 ⸗ 4 er neuel — 225— §. 4. Beduͤngung der Feldrt.. Verſchiedener Duͤnger..... Bey fruͤherer Beduͤngung, durch ſatiſche Berech⸗ nung gemachte Erfahrungen und darnach ver⸗ aͤnderte Duͤngung......... Behandlung des Stallduͤnger.. Wirkung des unterrayolten Kles.. Duͤnger auf dem Lande der 3ten Claſſe bezahlt ſich nichh.... Vortheile der gruͤnen Beduͤngung nebſt angefuͤhr⸗ ten Beyſpielenn)n.... §. 5. Einleitung zur Beſchreibung der Felder und ihrer Beſtellung 1822)... Verhaͤltniß des Flotbecker Landmaaßes, Kornmaaßes und Geldichts gegen verſchiedene andere Laͤnder Suͤder⸗Koppel1... Woher die Verhaͤltnißzahlen zur Beſtimmung der Erwartung von der Fruchtbarkeit der Felder, u. ſ. w. entſtehen und was ſie zu bedeuten haben Anleitung zur Berechnung des noͤthigen Grades der Fruchtbarkeit fuͤr verſchiedene Laͤnder, aus den Angaben in Flotbeck hervorgehend.. Die Baumſchule.......... Sammlung von Graͤſenr.... Weſter⸗Koppel........ Duͤngergruben.......... Kleine Verſuche auf der Hauswieſe mit 7 frem⸗ den Korn⸗ und 17 Kartoffel⸗Arten, auch mit verſchiedenen Dungmitteern... Oſter⸗Koppel........ Verdeckte Gruͤppoennn. Groß⸗Flotbecker Koppeen.. Nadelhoͤlzer im Lurupg.. Ueber gruͤne Duͤngung und Beweis des Nutzens auf Sandlann/]/..ͤ.. Eine Milchwirthſchaft auf dem aͤrmſten Sande. Landwirthſchaftliches Inſtitut im Großen Flotbeck Voght's landwirthſchaftl. Schriften 1r. Bd. 15 151 — 226— Norder⸗Koppel....... Einiges uͤber den Einfluß der Witterung auf die Beſtellung....... Verhaͤltniß der Braachfruchte zu den zehrenden Saaten in dieſem Jahre.... Der Kraftaufwand bey der Bewirthſchaftung Flotbecks: Pferde.............. Ochſen....„... Knechte, Tageloͤhner und deren Lohn.. Duͤngerpreiſe... Aus der vervollkommneten Kultur entſtandene Vortheile und Erſparungen... Das Inventarium: Die Droͤſchmaſchine....... Duͤnger⸗ und Erndtekarren.. Pfluͤge und Haaken.. Eggen.............. Walzen.......... Der Erdbohreernn.... Das Mullbrett..... Die Cookſche Drillmaſchine mit Searificator. Verſchiedene nicht im Gebrauch befindliche Pfluͤge und Maſchinen. Verſchiedenes kleines Inventarium.... Der Dynamometer........ Abſchied von den reiſenden Oeconomen. Nachſchrift...... Alphabetiſches Regiſter uͤber die bey diesjaͤhriger Beſtellung Flotbecks beabſichtigten Verſuche. Seite 181 190 Pricfen 6 renden .. 1 tung .. 4 3 8 e ... Auszuͤge duden V aus .4 ... A ...⸗ Briefen landwirthſchaftlichen Inhalts. .. 1 ... 5R. 2 Pfüg .. 1.A däͤhtige che„ 4¹ peber 2 hflans betdeſt tation 6 ſt ei ſogar Vain Viſens, d rducktn ni füder nige unihigr um A mie Andnam a vode ſt, anih rnt der grugth in Hunns, in dünge der Fünft dr Enden fil, dr Erſter Brief an“ve im May 1824. Ueber die Einwirkung der Lebenskraft der Pflanze, auf ihr Gedeihen und auf die Verbeſſerung des Bodens durch ihre Vege⸗ tation. Es itt eine eigene Eigenſchaft unſers Verſtandes, es iſt ſogar Bedingung unſeres Denkens und Grundlage unſeres Wiſſens, daß wir ſo gerne alles Mannigfaltige auf Eins reduciren moͤgen und ſogar auch dann eine alleinige Urſache finden moͤgten, wenn mehrere uns bekannte da ſind und unzaͤhlige uns unbekannte da ſeyn koͤnnen. In unſerm Gewerbe ſcheint das, was dem denkenden Landmann ein beſonderer Gegenſtand der Unterſuchung ge⸗ worden iſt, ihm auch das Einzige zu ſeyn, worauf es vor⸗ zuͤglich ankomme. So findet der Eine die Haupturſache der Fruchtbarkeit in der Wirkung des Kalches, der Andere im Humus, als alleinige Nahrung der Pflanze, der Dritte im Duͤnger, der Vierte in der Bearbeitung des Bodens, der Fuͤnfte im Graswuchs, der Sechste in der Miſchung der Erdarten, der Siebente in Salzen, die der Boden ent⸗ haͤlt, der Achte in Oehlen, die der Boden enthalten ſoll, der Neunte im beſondern, jeder beſondern Pflanze zur Nah⸗ rung dienlichen im Boden enthaltenen Stoff, der Zehnte im Waſſer, der Elfte im Sauerſtoffgas, der Zwoͤlfte im Kohlenſaurengas, der Dreyzehnte endlich einzig und allein in der Witterung, alles gering achtend was der Menſch thun kann, um ſein Land faͤhig zu machen, den guͤnſtigen Einfluß derſelben zu benutzen oder den Einfluß der ſchaͤd⸗ lichen Witterung zu vermindern. Jeder haͤlt das fuͤr das Einzige, dem er ſeine beſondere Aufmerkſamkeit gewid⸗ met hat. Solch ein Entwickeln aller Phaͤnomene aus einer allei⸗ nigen Urſache nennt er dann eine Theorie. Das ſchmeichelt der Eitelkeit, ſcheint das, was wir ſo gerne moͤgen, das Begreifen, zu erleichtern und thut es auch, indem es uns dadurch irre fuͤhrt, daß dieſe Abſtraction, gerade ihrer Einſeitigkeit wegen, alle mitwirkenden Urſachen aus dem Wege raͤumt. Ueber dieſes gefaͤllt uns die ſyſtematiſche Form, die unter dieſen Umſtaͤnden ſo leicht zu erhaltende Conſequenz. Alles ſcheint lichtvoll und giebt ſelbſt der Be⸗ redſamkeit mehr Stoff: erzeugt abſprechende Gemeinplaͤtze, mit denen mancher ſich gerne beruhigt, das Muͤhſame ſcheuend, welches die Unterſuchung mehrerer gleichzeitig wir⸗ kenden Urſachen erfordern wuͤrde. Solch eine Theorie waͤhrt freylich nicht lange, hat in⸗ deſſen den Vortheil gehabt, daß die Anſtrengung, alles aus einem Prinzip herzuleiten, den Gegenſtand erſchoͤpft und zu mancher nuͤtzlichen Erfahrung gefuͤhrt hat. Im vorliegenden Falle haben Alle Recht und Keiner. Alles dieſes wirkt ſicherlich das ſeinige und gewiß noch manches mehr, was wir nicht kennen, oder eigentlicher: alles dieſes Todte, laͤßt auf ſich durch die Lebenskraft der Pflanze wirken, deren wundervolles fortdauerndes Schaffen ud alt lis nene genu ſe lrfaten Büen du b Schwe⸗ dine dder n. richt den mitbet i de Witene en, dew als den al 8 v Aahra ga Hunnd, n u if) 8 h iſer wiir ände n ſ Nornae T. die Varge ſch als) welches ein Mag Das anthirrin anze zut A f, der Ien er Zwoͤlſten nzig und ali as der Mai den guſit ſluß der ſ haͤlt das i iſamkeit gn nus einer il Das ſchmeitt t moͤgen, d ich, inden kt, getade ien Ichen aus i de ſyſtemait re zu erhalta I ſilſ drd dr Geneinit das Müin Kleichzeit Wlange, hi Kung, allsn ſchopft m t und ü 8) grwij n 3t eigatlit eberskuft Kundes Stt — 231— uns in jedem Augenblick der Reflection uͤber die Wunder in Erſtaunen ſetzt, die uns alltaͤglich geworden ſind und uns alltaͤglich werden mußten. Alles was wir dabey zu thun haben, iſt die Phaͤno⸗ mene genau zu bemerken, welche die Einwirkung jeder die⸗ ſer Urſachen hervorzubringen ſcheinen, um dieſe zu unſerem Beſten zu benutzen.. Schwer iſt es allerdings, ſich von einiger Vorliebe fuͤr eine oder mehrere dieſer Urſachen frey zu halten, und dann nicht dem Wahren, was in ihr liegt, eine zu große Allge⸗ meinheit zu geben. So fuͤrchte ich, z. B. es ſey einige Uebertreibung in der Meynung derer, die, den wiederholten Aeuſſerungen des verehrungswuͤrdigen Mannes, dem wir unſer Wiſſen uͤber die Wirkungen des Humus hauptſaͤchlich verdanken, entge⸗ gen, die wenigen Procente Humus, die der Boden enthaͤlt, als den alleinigen Nahrungsſtoff der Pflanzen anſehen. So viel die Fortſchritte, welche die Agronomie in 30 Jahren gemacht hat, auch der Unterſuchung der Erden auf Humus, und der Hypotheſe, dieſer ſey der alleinige Nah⸗ rungsſtoff der Pflanzen, zu verdanken haben, ſo habe ich mich doch nie davon uͤberzeugen koͤnnen, daß der Humus, dieſer mehr oder minder aufgeloͤſete, durch unzaͤhlige Um⸗ ſtaͤnde in ſeiner Wirkung modificirte, und immer nur ſehr geringe Theil der im Boden befindlichen Duͤngmaſſe, welche die Wurzeln auch im roheſten Zuſtande des Duͤngers ſich als Nahrung anzueignen vermoͤgen, dieſes Etwas, welches faſt nicht darzuſtellen und ſo leicht verfluͤchtigt iſt, ein Maaß der Ertragsfaͤhigkeit werden koͤnne. Das semper vivum tectorum auf den Daͤchern, das anthirrinum cymbalaria an der Mauer, die aërides odo- — 232— rata in Indien an der Decke der Zimmer aufgehangen, leben gänzlich von der Atmoſphaͤre; die unzaͤhlige Menge Waſſer⸗ pflanzen, theils allein vom Waſſer, theils von der At⸗ moſphaͤre. In Afrika's gluͤhender Atmoſphaͤre ſchafft ſich auf heißem duͤrren Sande die Nepenthes destillatoria ihr großes mit waͤſſerigter Feuchtigkeit angefuͤlltes Nectarium. Auf unſerm duͤrrſten humusloſen Sande gedeihet bey feuchter Witterung der ſaftige klebrige Spoͤrgel, bluͤhet die fleiſchige Lupine. Auch dieſe leben wie der Klee hauptſaͤch⸗ lich von der Atmoſphaͤre. Wenn durch die Beſtreuung der Kleeblaͤtter mit Gyps die Entſaͤurung der Blaͤtter und Stengel erleichtert und die Lebenskraft der Pflanze ver⸗ mehrt wird, ſo faͤrbt ſich die bleiche Pflanze dunkelgruͤn und ſtehet einen Fuß hoͤher, als ihre Nachbaren, ohne alle Verbeſſerung des Bodens, der durch dieſe Beſtreuung der Blaͤtter nichts gewonnen hat. Bey der Beduͤngung mit Hornſpaͤnen, mit gebrannten oder zerſtoßenen Knochen haben 600 bis 800, von fein gepulvertem Salpeter 40 K, die Wirkung von 10 bis 15,000(3 Stall⸗Duͤnger gehabt. Mit der Poudrette und Urate ſoll es, glaubhaften Zeug⸗ niſſen zufolge, derſelbe Fall ſeyn. Daß nun in allen dieſen Faͤllen von Humus nicht die Rede ſeyn kann, ſoll nicht be⸗ weiſen, daß in unzaͤhligen andern Faͤllen dieſer im hoͤchſten Zuſtand der Zubereitung fuͤr Pflanzen⸗Nahrung befindliche Duͤnger nicht ſehr vieles zum Wachsthum der Pflanze bey⸗ trage; nur ſey er nicht ausſchließlich Alles. Bin ich mir irgend einer Vorliebe fuͤr eine Meynung bewußt, ſo iſt es fuͤr meine Vermuthung, daß die im Keim enthaltene Lebenskraft der Pflanze, die ſich ſpaͤterhin von dem Punkte aus aͤuſſert, wo Wurzel und Stengel zuſam⸗ mengefuͤgt ſind, die eigentliche Schoͤpferin der Pflanze und ihes bere eunde in drable dtgen lüihts Ethan vit di Frudh A hun ſahen die Natur ſünup d— ir drteut. 1 ds M em ſe un in nn ſh fi ni anzn in Fa d houasat i kange Hetſuchen g 1 de Wfo an Fruenft Gterga und grjij ich crnit n 3 dißhe ſat 0) — t) Dlan merke zel der i, ne ſpätee aus de ſtiſc hers b hangen 6 Nenge Wiſt von der. ſich auf heze ir groſesi 3 e gddeihet e tel, bläͤhet Alee haupfit de Bäſteun Bläͤtter u dPflanze w r dunkelgt ſen, ohm d eſtreuung„ dinxung a wocher ſat Teer 40 hü nger g a haften z dit alln dit t ſoll nitt z. in häüft di be bfii b Pflnxh Ine Mſ die in ſü Koitaſt g Rengel aimw SPflang u — 233— ihres bewunderungswuͤrdigen Organismus ſey; in jeder Se⸗ cunde ihres Daſeyns, das uns Unſi ichtbare in feſte pon⸗ derable organiſirte Subſtanzen verwandelt: ſcheinbar aus Nichts Etwas macht; daß dieſe die einzige Kraft ſey, der wir die Fruchtbarkeit verdanken, daß, das was wir dabey zu thun haben, das Wegraͤumen der Hinderniſſe ſey, welche ihr die Natur des Bodens in den Weg legt, und die Ver⸗ mehrung der Reiz⸗ und Nahrungsmittel, welche die Natur ihr darbeut. Der Witterung bleibt es uͤberlaſſen das Uebrige und das Mehrſte dabey zu thun. Schon lange vor des Abbate Gazery Verſuche, die ſich nun von allen Seiten beſtaͤtigen, habe ich den Duͤnger an ſich fuͤr wirkungslos gehalten, ehe die Lebenskraft der Pflanzen ihn zerſetzt und anzieht. Nicht Duͤnger und Erden ſind es, die da wirken: die Lebenskraft iſt es, die auf ſie wirkt. Lange vor des ſcharfſinnigen Lyoneſer Doctor Socquets Verſuchen glaubte ich, und bin nunmehr davon uͤberzeugt, daß die Pflanze im Verhaͤltniß ihres Blattreichthums, bis zur Fructification durch die, jeden einzelnen Theil ihrer Stengel und Blaͤtter belebende Kraft, nicht nur allein gaͤnzlich ſich aus der Atmoſphaͤre, ſondern auch die Wur⸗ zeln ernaͤhrt und durch ſie dem Boden eine Ertrag bewir⸗ kende, bisher noch nicht unterſuchte Art von Feuchtigkeit giebt(1). — (1) Darauf, daß dem ſo ſey, brachte mich zuerſt die Be⸗ merkung, daß die erſte aus dem Keim geſchoſſene Wur⸗ zel der Waitzen⸗ und Rocken⸗Pflanze gaͤnzlich vertrocknet iſt, wenn die haͤufigeren und in einer entfernten Periode ſpaͤterhin die Pflanze allein ernaͤhrenden Kronenwurzeln aus dem Knoten in der Oberflaͤche entſtehen, durch die friſche gruͤne Pflanze kraͤftig genährt, im Verhaͤltniß der Schoͤßlinge und gleichzeitig mit ihnen oder ſogar — 234— Koͤmmt nun noch hinzu, daß die aͤußerſt poroͤſe untere Seite der Blaͤtter, die, allen unſern Sinnen merkbare A&. ſpaͤter wie ſie, mit Gewalt aus dem Knoten in den Bo⸗ den getrieben werden, und ſichtlich ihre Nahrung und ihre Kraft aus dem Knoten ſelbſt erhalten. Zweytens, daß auch in dem duͤrrſten Boden ſelbſt bey trockener Witterung die haͤrigten Faͤſerchen der Wurzel den Boden zertheilen und ihn befeuchtet an ſich ziehen, und mit dieſem verfeinerten Sande wie uͤberzuckert ſind. Drittens, daß ſich in einer gewiſſen Periode der Ve⸗ getation am Ende der Wurzelfaſern ein Feuchtigkeit enthaltendes Blaͤschen zeigt: eine Feuchtigkeit, die ſicht⸗ lich vom Knoten in die Wurzel getrieben iſt. Viertens, daß die Knollen der Kartoffeln, deren zarte aus unzaͤhligen Waͤrzchen beſtehende Haut mit unaufhoͤr⸗ licher Thaͤtigkeit die im Boden befindliche Feuchtigkeit einſaugt und zur Frucht verarbeitet, dennoch ihre Le⸗ benskraft ausſchließlich durch die Nabelſchnur erhalten, die mit dem Stengel zuſammenhaͤngt. Die Knolle waͤchſt gerade in dem Verhaͤltniß, wie die gruͤne Pflanze ge⸗ deiht und fortwaͤhrend ſo lange als die Pflanze geſund und friſch daſteht. Wenn die Pflanze durch nur zu haͤu⸗ fig eintretende elimatiſche Einwirkung waͤhrend und nach der Bluͤthenzeit im Wachsthum ſtille ſteht und welkt, vermindert ſich die Lebenskraft der Knolle, die Waͤrzchen ſterben ab, die Haut erhaͤrtet ſich, die Knolle waͤchſt nicht mehr. Die Wurzeln ſcheinen dabey unveraͤndert, ſelbſt die den Saamen enthaltende Frucht der Kartoffeln waͤchſt und reift, auch wenn die Knollen im Wachsthum ſiille ſtehen.. Fuͤnftens, daß wenn ein, mit Rocken, Buchwaitzen, Rapſaat, Spoͤrgel oder Wicken beſaͤetes, dicht und kraft⸗ voll ſtehendes Feld vor der Bluͤthe umgepfluͤgt wird, der Boden ſelbſt bey der groͤßten Duͤrre eine eigne Feuchtig⸗ keit(ich moͤchte ſagen Fettigkeit) und Schwaͤrze hat, da⸗ bey ſelbſt im Lehmboden eine feiner zertheilte Krume, als durch irgend ein mechaniſches Mittel haͤtte erhalten werden koͤnnen. Sechstens, daß Grew's, Malpighi's und Hedwig's Unterſuchungen unwiderſprechlich dargethan haben, daß à hrhalain d 1 4..— — hunns iiſ — z die den N. fähtt n näßet we daß Ser i nac Szamer n St Venii dieſe! rähtt, ſa ejebe Fruetife d her ſchen ſ lentthe dirien Kntch din bi nit ut vie di feinßen feinen. geͤh ſt dünn hacn de nl nnd dnüht Näda eide deie, üü ts Stul het die flh aſt poröſe un innen mein ten in dend te Nahtung Aen. Srden ſalt 5 ihen der Pan 1 an ſich zihn e üͤberzuckat i * eriade d t ein Feuchtit in tiigkeit, die ſt Kin iſ. arreln, deren m nc mit una uniche Feuchtit 6n ennoch ihe! „Mnſchnur ethabnſ Sddie Knollewic aͤne Pfianze Pſanzz geiu iech nur zu ſ W ihtend und nü K ſeht und vei ese, die Vitzit e Knole nit de ſhin attofen viſ n bachethun i 8 a, Buchäie dicht und tu a elügt vid eigne beutt chwitze fit ttheilte KAun hitte ehuln 4 1 „ 9 4 3 und Haͤvi de han hühe 1 — 235— Exhalation des Bodens und mit ihr allen verfluͤchtigten Humus einſaugt; daß dagegen eben dieſe Blaͤtter den es die im Saamen⸗Lappen zubereitete Nahrung ſey, die den Wurzelfaͤſerchen bey ihrem erſten Entſtehen zuge⸗ fuͤhrt wird; daß dadurch allein die Wurzelfaͤſerchen er⸗ naͤhrt werden und die Kraft zum Wachsthum erhalten; daß Sennebier's und Bonnet's Verſuche gezeigt haben, daß nach dem Vergehen der Saamen⸗Lappen zuerſt die Saamenblaͤtter und nach deren baldigem Hinwelken, das zu Stengel und Blatt gewordene Blattfederchen die Verrichtung der Saamen⸗Lappen uͤbernimmt und daß dieſe Luft⸗Wurzel die Erd⸗Wurzel wahrſcheinlich er⸗ naͤhrt, bis dieſe ihren vollendeten Wachsthum erreicht hat. Siebentens, daß ſelbſt kurz vor dem Eintritt der Fructification, wo die Staubgefaͤße zwar ſchon gebil⸗ det, aber noch nicht mit dem befruchtenden Staube ver⸗ ſehen ſind, oberhalb der Kronen⸗Wurzel am erſten Ge⸗ lenkknoten, welcher ſich zwey bis drey— ja oft acht Linien uͤber der Erde befindet, kleine Waͤrzchen oder Knoͤtchen entſtehen, welche ſich nach und nach verlaͤngern, ein bis zwey Zoll tief in die Erde einbohren, wo ſie mit unzaͤhligen feinen Haͤrchen uͤberzogen, jedoch ohne, wie die Kronen⸗Wurzeln, Seitenfaſern zu treiben, die feinſten Erdtheilchen ſo ſtark an ſich ziehen und in ihren feinen Haͤrchen verweben, ſo daß ſie von der Dicke eines gewoͤhnlichen Regenwurms werden, waͤhrend ſie vorher ſo duͤnne wie das feinſte Bindgarn waren. Dieſes iſt dann der letzte Dienſt, den die gruͤne Pflanze der Wur⸗ zel und dem Boden leiſtet, von dem ſie nunmehr die Ernaͤhrung zu erwarten hat.(Dieſe letzte Bemerkung verdanke ich Herrn Staudinger, der die ſeltenen Vor⸗ theile vereinigt, die daraus entſtehen, wenn der gebil⸗ dete, mit Kenntniß verſehene Mann ſeinen Boden ſelbſt pfluͤgt und graͤbt. Seinem Blick entgeht dann nicht, was der ungebildete Landmann nicht bemerkt und der Stubengelehrte nicht ahnet.) Hierher gehoͤrt Achtens endlich die bekannte Methode der Kunſtgaͤrtner, kraͤnkelnde Pflanzen, zum Beyſpiel die Erica⸗Pflanzen, mit einem aus 1 Kalch und 1 Schwe⸗ fel beſtehenden Pulver auf den Blaͤttern zu beſtreuen, — 236— Boden gegen ausdorrende Sonnenſtrahlen beſchuͤtzen, das Erhaͤrten deſſelben verhindern, ihn wiederum durch ihre unleugbar erwieſene, durch Thau und Regen niedergeſchla⸗ gene Exhalation bereichern und ihn in einem ſteten Zuſtande feuchter Waͤrme erhalten: ſo kann es nicht mehr raͤthſel⸗ haft ſeyn, warum eine vor der Bluͤthe geſchnittene Saat, Cerealien ſowohl als Braachfruͤchte, den Boden nicht allein nicht aͤrmer macht, ſondern ihn auch waͤhrend der ganzen Vegetation bereichert(2); abgeſehen von der Vermehrung des Duͤngvermoͤgens durch die Faͤulung der eingepfluͤgten gruͤnen Blaͤtter, Stengel und der Wurzeln. Daher koͤmmt es, daß ein ſo umgepfluͤgter Boden, vorausgeſetzt, daß die Saat recht dicht geſtanden hat, beym Umpfluͤgen feuchter, wodurch ſie friſch und geſund werden und ihre Geſund⸗ heit den Wurzeln mittheilen. (²) Ich bin von der Nuͤtzlichkeit der Braache im rohen Zu⸗ ſtande der Kultur, wo die Krume nicht tief und in Folge des vorigen Fruchtwechſels mit Queken und andern boͤ⸗ ſen Unkraͤutern durchwachſen iſt, uͤberzeugt; kann aber meiner jetzigen Anſicht nach nicht laͤugnen, daß ich es fuͤr wahrſcheinlich halte, daß man bey dem haͤufigen Pfluͤgen und Eggen waͤhrend eines Fruͤhjahrs und Som⸗ mers, gar viel Duͤngvermoͤgen dadurch verliere, daß man die aufkeimenden Unkraͤuter ſchnell wieder umpfluͤgt und ſie durch wiederholtes Eggen, um eine ſogenannte reine Braache zu haben, zum caput mortuum macht; daß man ferner, durch die ſtarke Evaporation, der man in den heißen Sommertagen die umgepfluͤgte Furche aus⸗ ſetzt, eine ſehr koſtbare Feuchtigkeit verliere, die aus dem eingeſogenen Regen und Thau beſteht, der ſchon mit Humus geſchwaͤngert iſt und deſſen ſchaͤdliche Ver⸗ fluͤchtigung dieſe Bearbeitung in einem ſehr hohen Grad vermehrt. Ganz anders iſt es mit der Bearbeitung, die beym Durchpfluͤgen der Braachfruͤchte im dichten Schat⸗ ten, den die Pflanzen geben, den Boden lockert. Noch mehr ſo im Winter: da kann die Furche nicht genug den ſo wohlthaͤtig wechſelnden Wirkungen der Feuchtigkeit und des Froſtes ausgeſetzt ſeyn. — — 4 ftiin, uü tun. Dd 1 3hrn 1 ſkattfln Errealie, w Aahe len te ſe ohden halten be Di Ahn 4 in Ic hih 2 Boden ſeis im! von änes fänn, ee barf —— ) 3c ng dis auc beſchüͤzen, eum durc ken nitderyit in ſtten ziir ht weht tit ſchittene en den nicht in end der zm tet Vernejn Prr eingeitn 3 Daher in geſett, din llügen fat ad ihte Git we in re eef und und 8 und enden! Bugt; km e Ken, dci⸗ den ſuuin iahrs unden dc verlier, d 1 vieder umit 4 eine ſogennne m macht; s mn, der uti Ite durget liete, eu eht, de ſl ſciblih Keft biheni earbeitung, 1 . dichten eh a lockett 6 Richt Bengi grel Fucii — 237— fettiger, muͤrber iſt, als irgend eine Kunſt ihn machen kann. Das hat uns der Baron Richthofen ſchon vor 30 Jahren geſagt, aber da verſtanden wir ihn alle nicht. Auf dieſe Gewißheit gegruͤndet, laſſe ich nun ſchon ſeit 2 Jahren keinen Acker auch nur Eine Woche ohne Beſaͤung. Alle Felder ſind von der Erndte an, nach Fruͤhkartoffeln und Rapſaat, vom Auguſt⸗Monat,— nach Cerealien, vom September an, mit einer dichten gruͤnen Decke uͤberzogen, und erhalten da zu ſchon die Beduͤngung, die ſie ehedem erſt im Herbſt oder im folgenden Fruͤhjahr erhalten haben wuͤrden. Die Atmoſphaͤre giebt mir dadurch, bey nicht unguͤn⸗ ſtiger Witterung, jaͤhrlich den Werth von 400 Fudern Duͤnger, und dem Erdvermoͤgen meines Bodens Etwas, was eine mehrmalige Pflugart ihm unter den guͤnſtigſten Umſtaͤnden nicht wuͤrde geben koͤnnen. Ich habe geſagt, daß bis zur Fructification die Pflanze den Boden durch die Vegetation ſelbſt bereichert, groͤßten⸗ theils von der Atmoſphaͤre lebt, wozu ſie eigentlich nur eines feinen, muͤrben, tiefen, nicht eben eines reichen Bo⸗ dens bedarf(). Indeſſen ſind die Wurzeln angeſchwollen und 66) Ich moͤgte nicht ſo verſtanden ſeyn, als ob ich glaubte, daß auch vor der Bluͤthe das Gedeihen der Wurzel und ſomit der Pflanze, nicht auch in einem gewiſſen Grade des Verhaͤltniſſes mit dem Dungvermoͤgen ſo wie mit dem Erdvermoͤgen ſtehe. Ich glaube, daß der ſchnelle Wachsthum und das uͤppige Gedeihen der Wurzel im Boden zur Geſund⸗ heit der Pflanze durchaus nothwendig iſt; daß daher, ſelbſt vorausgeſetzt, daß die Wurzel durch den gruͤnen Theil der Pflanze(den man deſſen Luftwurzel nennen könnte) alleinig genaͤhrt werde, dennoch der Boden eben⸗ ſowohl durch Duͤnger feucht und fett, muͤrbe und broͤck⸗ lich erhalten werden koͤnne und muͤſſe, als durch Erd⸗ ſichtlich durch von oben erhaltene Kraft mit Nebenwurzeln und feinen Faſern bedeckt, die bis dahin dem Boden eine befruchtende Feuchtigkeit mittheilen. Nun aber aͤndert ſich die Scene. So wie die Bluͤthe entſteht, bey der eintretenden Mann⸗ barkeit der Pflanze, faͤngt die Wurzel, fortdaurend bis zur vollendeten Reife der Frucht(ſie, die bisher groͤßtentheils miſchung und Zertheilung, waſſer⸗ und lufthaltig ge⸗ nug, um die Wurzeln im Zuſtande voͤlliger Geſundheit zu erhalten. Ich glaube, daß die feinen Saͤugfaͤſerchen, die aus der geſunden Wurzel entſtehen, Dungkraft des Bodens beduͤrfen, um freudig fortzuwachſen und die Wurzel, die ein bedeutender Theil der Pflanze iſt, im hoͤchſten Zuſtand der Geſundheit zu laſſen. Aber nachdem ich dieſes alles zugeſtanden habe, glaube ich zugleich, daß bis zur Bluͤthe der Pflanze die Wurzel vom Keim aus ihren Wachsthum und ihre organiſche Kraft erhalte, ſo wie ſie am Keim ihre groͤßte Staͤrke und Dicke hat und ſich von da weiter verbreitet; daß die Keimkraft dazu durch die Thaͤtigkeit der unzaͤh⸗ ligen Gefaͤße, welche Blatt und Stengel bedecken, in den Stand geſetzt wird. Das Ruͤckwirken der Wurzeln als ernaͤhrend faͤngt nach meiner Meinung nur erſt von dem Augenblick an, da die Thaͤtigkeit des gruͤnenden Theils der Pflanze ſchwaͤcher wird, und dauert bis dieſe welkt, in der letz⸗ ten Periode nur hauptſaͤchlich dazu dienend, die eigene, partielle Lebenskraft, die in der Frucht ſelbſt enthalten iſt, lebendig und kraͤftig zu erhalten. Fuͤr dieſe, jedem einzelnen Theil der Pflanze ein⸗ wohnende Lebenskraft, beweiſet unwiderſprechlich, daß bey dem in der Gruͤnreife geſchnittenem Waitzen die das Korn umwickelnde einzelne Spelze 10 bis 12 Tage lang Kraft und Thaͤtigkeit genug behaͤlt, um aus dem eben uͤber der Wurzel abgeſchnittenen gruͤnen Halm hin⸗ laͤngliche Nahrung einzuſaugen, um die Frucht zur end⸗ lichen Reife zu bringen. dn Bü Dungtkele Jtienüch ſen and die inte — 4 Lan und Meten finj fort, un ſhun ägen m nßelrn aun imm d khehr atbehr r, itt euchtgſtte ticte Fuuct euct dn 1 ande, iemt ni ſöt da A nnt enft 4 Saug tt i, tr, Etene der Bden nen, witd Phal ſäbe 7 Ketiode vit in geinge dtößern d Hiet aus meine ih Sie le laßſen da etenden M tdaurend d lher gröfterte and luſthuts Aliger Geſut siſerchen, ir Kraft des de and die Bm a iſ, in it aageſttnder ithe de Jis Sedsthun m n Keim iſte gi I eiter driie igkeit det n hedetke, in d etnidten de eils det di Selkt, in s iend, ncfe 4 ſelbt ene — 4 „ der Titt 6 zerſptethit zem Wäla: 10 bis L St, in mn⸗ wünen hun SFrucht iit — 23³9— dem Boden Etwas gab), mit gewaltiger Kraft an, die Dungtheile und was ſonſt im Boden zu ihrer Nahrung dienlich ſeyn kann, zu zerſetzen(ſiehe den Abbate Gazery und die intereſſanten Commentare, die uns die Moͤgliner und Mecklenburger Annalen daruͤber geliefert haben); ſie faͤhrt fort, zu ſich zu nehmen, in ſich zu verwandeln, was ſie nur irgend vom Dungvermoͤgen erreichen kann, in ſei⸗ nem roheſten ſowohl als in ſeinem aufgeloͤſeteſtem Zuſtande. Nun kann die Pflanze zu ihrer Zeitigung den Duͤnger nicht mehr entbehren. Daher koͤmmt es, daß ein fein gepul⸗ verter, nicht reicher Boden, bey gehoͤriger Waͤrme und Feuchtigkeit viele Blaͤtter, aber nur der reiche Boden eine reiche Frucht liefern kann; daher koͤmmt es, daß die Frucht den Boden, der bis zur Bluͤthenzeit bereichert wurde, aͤrmer macht. So wie die Wurzel anfaͤngt die Pflanze zu naͤhren, ſteht der Wachsthum der gruͤnen Pflanze ſtille; nach und nach entfärbt ſich das friſche Gruͤn der Blaͤtter, die unzaͤh⸗ ligen Saug⸗Werkzeuge, mit denen Blaͤtter und Stengel be⸗ deckt ſind, verlieren ihre Thaͤtigkeit; ſpaͤterhin welken Blaͤt⸗ ter, Stengel und Halme, und dieſe werden endlich zu Stroh. Von jenem Augenblick der Fructification an, hoͤrt der Boden auf durch die Vegetation zu gewin⸗ nen, wird feſte, ausgedoͤrrt und verliert einen großen Theil ſeines Erdvermoͤgens, den er auch in einer langen Periode nicht wieder erhalten wuͤrde, wenn dieſer ihm nicht in geringerem Maaße durch Bearbeitung, in einem viel größern durch eine neue Vegetation wiedergegeben wird. Hier haben Sie den verlangten Commentar uͤber die aus meinem vorigen Briefe angezogene Stelle, in welcher ich Sie bat, nie den großen Unterſchied außer Augen zu laſſen, daß im Boden das, durch Duͤnger Erſetz⸗ V — 240— V bare, durch die Erndte im Verhaͤltniß ihres erottit Ertrags verliere; daß das, durch Bearbeitung a Feſti und Erdmiſchung Erſetzbare, durch die Staͤrke zhn der Pflanze und durch die Ueppigkeit ihrer Ve⸗ ril getation im Verhaͤltniß ihres Blattreichthums 4 ſ gewinne. Ft üir Was es iſt, daß beyde, ſowohl Dung⸗ als Erdver⸗ ſen Bide moͤgen verlieren, wage ich nicht zu beſtimmen. di ſ Ich weiß aber, daß dieſes dem Erdvermoͤgen durch umin G Zertheilung des Bodens, durch einen ihm erhaltenen Grad IUunduim von Waͤrme und Feuchtigkeit, durch die Erhaltung der 30 9. gegen Evaporation geſchuͤtzten Gaſe, die einige Erdarten ſi Dand unter gewiſſen Umſtaͤnden aufnehmen koͤnnen, beſonders ſer Genr derer, welche ſie der Exhalation der Blaͤtter verdanken, in e und der naͤhrenden Feuchtigkeit, welche ihnen die Wurzel duu ved waͤhrend der Jugend der Pflanzen mittheilen, erſetzt wer⸗ moires de den kann. ſ tt ſog Ich weiß, daß ich dem Dungvermoͤgen durch eine ½ große Maſſe animaliſchen und vegetabiliſchen Duͤngets ſiu wieder aufhelfen kann, daß aber auch Ein Fuder friſcher fin, um Heringe auf Sandland fuͤr einige Fruͤchte im erſten, fuͤr andere im zweiten Jahr die Wirkung von 5 bis 7 Fudern 9 Stallduͤnger hat; daß 20 Himpten Knochenaſche, daß ſogar tri einige Spint Salpeter(4) dieſelbe Wirkung nachtheilig t tüi „ Aer dungen gy (*) Dieſes hat ſich in einer zweyjaͤhrigen Erfabrung ſo denn uu bewieſen. Ob es unter allen Umſtaͤnden zutreffe, muͤſſen die ferneren dazu eingeleiteten und einzulei⸗ Auße tenden Verſuche beweiſen. Eine eben ſo große Wir⸗ teugt, kung ſchreibt man der Poudrette und Urate zu. Das— Zeugniß der Pariſer Societät iſt für ſie. Ich habe ſe Irum: bisher nicht benutzt, aber jetzt kleine Erfahrungen dafuͤr daft und bereitet. di gihi Wah, iltniß ie Bearbeitn ¹) die Etze zeit ihren! ttreichthn —9 el Eh kn. Dermögn d enrhaltenen e 8 Erhalt Böinige Enr Bien, biiei Ster verd * m die Ie n, erfetr eren duh V B her — 8 k d bi 1 8 ſthe, dhin 1 nactt 2 Etfüßen s inden— und tne * gnie rate z. 9 .. Jh hu 5 ayns a — 241— hervorbringen, zu der man 5 bis 10 Fuder Stallduͤnger, der Verſchiedenheit des Bodens nach, gebrauchen wuͤrde. Ich weiß, daß die Wirkung dieſer letzten Dungarten um ſo viel groͤßer iſt, je naͤher dieſer Duͤnger dem Sa⸗ men bey ſeiner erſten Entwickelung gebracht werden kann; auf leichterem trockenen Boden kraͤftiger als auf ſchwererem naſſen Boden. Die franzoͤſiſchen Verſuche beweiſen, daß friſch ge⸗ brannter Gyps, unthaͤtig bey der Wurzel der Pflanze, die Production des Klees unter gewiſſen Umſtaͤnden um 30 bis 50 pEt. vermehrt, weil er, auf die Blaͤtter geſtreut, die Desoridation dieſer Blaͤtter und die Einſaugung an⸗ derer Gasarten erleichtert; daß dieſes im Verhaͤltniß zu⸗ nimmt, wie die ſchwefelige Saͤure leicht vom Kalch ge⸗ trenn werden kann(ſiehe du Bosc Bericht in den Mé- moires de la societé royale d'agriculture à Paris), daß er ſogar, ohne den Boden beruͤhrt zu haben, auf die dem Klee folgende Kornerndte gewirkt hat.(Vermuthlich auf den Boden, durch den Einfluß der uͤppigeren Vegeta⸗ tion, auf den Reichthum durch die ſtaͤrker gewordene Klee⸗ narbe.) Alle dieſe Thatſachen bringen mich auf die Ver⸗ muthung, daß wir die Ernaͤhrung der Pflanzen durch eine zu voreilig angenommene Analogie mit der animaliſchen Natur erklaͤren. Die durch dieſen Duͤngerreiz erhoͤhete Lebenskraft der jungen Pflanze thut hier vielleicht wiederum das Mehrſte; denn nur allein das Leben hat Kraft!— Außer von ihm wird der Ausdruck nur ſiguͤrlich ge⸗ braucht, und dieſes hat ſchon manchen verfuͤhrt. Um dieſen Irrthum nicht zu veranlaſſen, habe ich den Ausdruck Erd⸗ kraft und Dungkraft in Erd⸗ und Dungvermoͤgen (die Faͤhigkeit, auf ſich einwirken zu laſſen) veraͤndert. Voght's landwirthſchaftl. Schriften 1r. Bd. 16 — 242— Da ich weiß, daß Sie mit mir uͤber das Alles ſo gaͤnzlich einverſtanden ſind, ſo mag ich mir es nicht ver⸗ ſagen, Ihnen folgenden Auszug aus dem Briefe eines un⸗ ſerer erſten jetzt lebenden Agronomen mitzutheilen, in wel⸗ chem manches mir wie aus der Seele geſprochen iſt. In manchem geht mein vielgeehrter Correſpondent ſelbſt weiter, als ich es zu thun wage. 7 4 1 ½ 4 Solt iberhaupt nicht die abſolute Nothwendigkeit der Däͤngung fuͤr eine uͤppige Vegetation mehr in der, durch den Duͤnger vermehrten Abſorbtion begruͤndet ſeyn, als in dem wenigen von ihm im Waſſer aufloͤslichen und fuͤr die Pflanzen⸗ Nahrung erkannten Extraktifſtoff? Eine Menge von Erfahrungen laſſen uns wenigſtens auf dieſe Wirkung des Duͤngers ſchließen. Ueberhaupt ſcheint mir, als ob man die Sauſſuͤrſchen Anſichten zu allgemein als richtig angenommen habe. Unterſuchen Sie den fruchtbarſten Bo⸗ den Flotbecks„ wie viel werden Sie vom im Waſſer auf⸗ loͤslichen Humus finden? Wie wenig erhaͤlt man ſolchen aus der Erde des Garten⸗Compoſthaufen! Und doch ſoll dieſer Beſtandtheil gerade das maͤchtige Agens fuͤr die Pflanze ſeyn. Zwar koͤnnte man mir einwenden, daß der im Waſſer unaufloͤsliche deſto reichhaltiger darin enthalten ſey, aber auch dieſes iſt ſehr ſelten der Fall, und uͤberdies kann ja derſelbe, unſern jetzigen Erfahrungen zufolge, nur durch die Alcalien aufgeloͤſet werden, und wie kommen dieſe in der erforderlichen Menge in unſeren Ackerboden? Wo erhalten die Baͤume an Chauſſeen und wie z. B. in unſerer Gegend in dem oft reinſten Flug⸗Sande, von dem ſelbſt das abgefallene Laub durch den Wind verjagt wird, ihre Nahrung her? Wir muͤſſen, meinen Anſichten nach, bey der Ernaͤhrung der Pflanzen und bey allen Calcuͤlen, die ſich diemi g auf d Vernige de Man ltzitrt 9 fet l ki 4 ſen ich ai n. bernöge dieſe lege ir auich nmſche das Thi ſenſt offlanze ſeldſt Bt vor de ren 6). auch diſe diſer Aet : das Al es riht aJriefe eite zheilen, inn Prochen ſt.) ent ſelbſt wa wadiſit in der, n at ſeyn, ti azen und ſin 0 Eine h d dieſe i 3 wir, u Dein als it uchtbxrin Lin Wiſt arlt man ſic Unrd oßl Slgens ſt eenden, dir Sonrin eat 1 und las an Gufo gfoln,n e kounu erlode!2 3„B. in vin cvon den 6 agt Kt 8 nat bh 2 cüͤlen, d d ſ — 243— hierauf gruͤnden, vielmehr auf die Gasarten in der Luft, auf das Waſſer, auf das Abſorbtions⸗ und Exhalations⸗ Vermoͤgen unſeres Ackerbodens und auf die Lebensthaͤtigkeit der Pflanzen achten, als wir es bisher gethan haben. In letzterer Beziehung haben wir zwey große Claſſen der Pflan⸗ zen zu unterſcheiden, Holz und Kraut, oder Baͤume, zu welchen ich auch Geſtraͤuche und Strauchartige rechne, und Kraͤuter. Jene erheben ihr Haupt in die Luft und nehmen, vermoͤge ihres Blattorgans, die Hauptnahrung aus⸗ dieſer; dieſe legen ſich an die Erde und empfangen die aus ihr ausſtroͤmenden Gasarten, bevor ſie ſich mit der At⸗ moſphaͤre verbinden. Die Wurzeln der Pflanze ſind das Thaͤtige, wodurch in dem Boden Stoffe zerſetzt, zuſammengeſetzt, als Nahrung fuͤr die Pflanze vorbereitet, und ſogar in dem Boden ſelbſt Beſtandtheile hervorgebracht werden, die vor der Vegetation in ihm nicht enthalten wa⸗ ren(5). Nicht die Thaͤtigkeit des Bodens(6), ſondern auch dieſes Pflanzen⸗Leben muͤſſen daher in einer Theorie dieſer Art aufgenommen werden. (5) Dies iſt durchaus wahr; wenigſtens einſtimmig mit dem Reſultat aller meiner Wahrnehmungen. (³) Ich ſtehe dem Boden gar keine Thaͤtigkeit, keine Er⸗ regbarkeit zu. Thaͤtigkeit und Erregbarkeit hat nur das Lebendige. Dem Boden kann durch Miſchung und Bearbeitung die hoͤchſte Empfaͤnglichkeit fuͤr die Ein⸗ wirkung der Lebenskraft gegeben werden. Er kann waſſerhaltiger, gashaltiger, permeadler fuͤr Luft und Licht gemacht werden, und das iſt viel, ſehr viel!— In dieſen Zuſtand aber verſetzt ihn die Vegetation viel vollkommener, als es alle, nur mechaniſchen Mittel ver⸗ moͤgen. Wenn wir ſtatt Reichthum und Thaͤtigkeit hier Dungvermoͤgen und Erdvermögen ſetzen, ſo bin ich mit allem, was hier geſagt wirde vilig ein⸗ verſtanden. 16* — 1244— In Wullfens Reichthum und Thaͤtigkeit» geben das todte Capital, und das Leben der Pflanzen macht dieſes zum Le⸗ bendigen, d. h. benutzt es. So wie hoͤhere oder niederigere Benutzung eines Capitals von der Thaͤtigkeit des Benutzen⸗ den abhaͤngt, ſo haͤngt auch die Fruchtbarkeit als Reſultat des Benutzens nicht von der Groͤße des todten Capitals, ſondern von der Thaͤtigkeit der Pflanzen ab. Nicht alle ernaͤhrende Beſtandtheile der Kraͤuter und Graͤſer haben ihre entfernteren Beſtandtheile in dem Boden: das Le⸗ ben der Pflanze ſelbſt vermag ſich aus den Luft⸗ arten, die ſie groͤßtentheils durch ihr Blattor⸗ gan aufninmt, naͤhrende Beſtandtheile zu er⸗ zeugen(), und das Mehr oder Weniger der⸗ .(L) Allerdings ſchreiben wir der todten Materie das zu, was durchaus die Wirkung der wunderthaͤtigen Lebenskraft nn dder Pflanze iſt. Wir ſuchen Wirkungen chemiſcher Ver⸗ „ swandtſchaft da auf, wo das Leben waltet, in deſſen Ab⸗ veſenheit allein die zerſtoͤrenden Wechſelwirkungen ein⸗ 3 treten. Dieſe Lebenskraft, ſo unbegreiflich in ihrem Entſtehen als in ihren Wirkungen, wirkt ganz anders auf die todte Materie, bringt in ſie ganz etwas anderes hinein, zieht etwas ganz anderes aus ihr heraus, und aͤauf ganz andere Weiſe, als durch chemiſche Attraction. WDieſes iſt nicht ein Abſondern und Zuſammenſetzen, ſondern ein Schaffen. Ohne Keime organiſcher Koͤrper bekommt der Boden keine Fruchtbarkeit. Damit faͤngt die Natur an, wenn das Moos den Felſen, das Kraut 3 die Heide bedeckt; ohne Wachsthum organiſcher Koͤrper 1 keine benutzte Verweſung, keine faule Gaͤhrung, wie ohne Wurzel in der Erde keine Wechſelwirkung ihrer verſchiedenen Beſtandtheile. Das ſchadet unſerem ſtati⸗ ſchen Calcuͤle nicht; auch uͤber den Ausdruck wollen wir nicht ſtreiten. Immerhin moͤgen Andere den Zuſtand des Bodens Reichthum nennen, der durch gefaulte, organiſche Stoffe wiederum hervorgebracht werden kann; Kraft, was durch Erdmiſchung und vegetabiliſche Zer⸗ ſetzung erhalten und erſetzt werden kann; Thaͤtigkeit, inſofern elimatiſche Einwirkungen, Waͤrme, Feuchtigkeit, ſelbenit den Rhſ ſondern i gröſtent ſunden atenitf nus den 2 rügrade B uns dergi — kinfu des ſi heföthed nijtend harkeit zaſammi Neihel hatkein V eben das w dieſes zun der viddei t des Beu et als Rei dten Caxiu 26. Niht i * Gräͤſet ſi Een: das b s den ein yr Vlatt Geile zun M niger w d te das zu 3* t ien keberi e emiſte de in deſen itkunza a lüch in im eet gant ih zetwas tnhe heraus, M n rje Attuicn ammaſn iſche Kin 1 Danit ſi n, das Su iiſce amn . äͤhrung, n virkkung jn eunſeren ſch c velen an den zuüin irc gefkub⸗ — veetden iuni abiliche 3 S üütigti a Feugtiki — 245— ſelben in einer Pflanze, haͤngt nicht allein von dem Mehr oder Weniger Nehmen aus der Erde, ſondern mit, und, vielen Erfahrungen zufolge, groͤßtentheils von dem mehr oder weniger ge⸗ ſunden Zuſtande der Pflanze, oder von ihrer Lebensthaͤtigkeit ab. Manche Pflanze nimmt wenig aus dem Boden und giebt uns in ihren Producten viel naͤhrende Beſtandtheile, eine Andere nimmt viel, und giebt uns dergleichen weniger. kuͤnſtliche Pulveriſation des lehmigten, Condenſation des ſandigten Bodens, die Aeußerung der Lebenskraft befoͤrdern, auf den Reichthum in demſelben Sinn ver⸗ mehrend wirken und ſo den Boden zur hoͤchſten Frucht⸗ barkeit foͤrdern. Alles dieſes, duͤnkt mich, iſt klar und zuſammenhaͤngend und wird durch hundert Thatſachen fuͤr den, der auf den Feldern mit den Pflanzen lebt, beſtaͤtigt. Hat doch unſer verehrter Thaer ſelbſt in ſeinen letz⸗ ten Aeußerungen uͤber Statik die Vegetation in die Reihe der Potenzen aufgenommen, welche die Frucht⸗ barkeit bewirken, und iſt inſofern auch unſerer Meinung. brifd d 1 tirzi leberflt iß ſ uda — 1) De kut M grißere ſech fi 9) us Au hat di auf Einn 5) Sertheiun 6) di Vann Nriſe; M ilgemei d) die ne ten Ve Inhalts⸗Anzeige des Briefes uͤber die Art, wie der Landmann die Periode der niedrigen Kornpreiſe benutzen koͤnne. Jetziges Bedraͤngniß der Gutsbeſitzer und Paͤchter; Ueberfluß und gleichzeitiger Mangel an Beduͤrf: niß ſind die Urſachen des vermehrten Angebots und der geringern Nachfrage. Urſachen des Ueberfluſſes. 1) Die lange Dauer hoher Preiſe; 2) groͤßere Extenſion und Intenſitaͤt des Ackerbaues; 3) ſechs fruchtbare Jahre; 4) das Aufhoͤren des Krieges und der Continental⸗Sperre hat die Kriſis hervorgebracht, in welcher dieſe Urſachen auf Einmal zur Wirkung gekommen ſind; 5) Zertheilung der Grundſtuͤcke; 6) die Vermehrung des Betriebskapitals waͤhrend der hohen Preiſe; 7) allgemeine Regſamkeit; 8) die noch mehrere Jahre fortdauernden Folgen der gemach⸗ ten Verbeſſerungen. Urſachen der geringen Nachfrage. 1) Daß der Kartoffelnbau ſo allgemein geworden iſt; 2) daß beym Getraide die niedrigen Preiſe die Conſumtion nicht vermehren; — 248— 3) der Andrang einer großen Quantitaͤt Korn auf den kleinen Maͤrkten, 4) der danieder liegende Kornhandel, 5) die Wirkung der Meynung. Irrig angegebene Urſachen. 1) Mangel an baarem Gelde, 2) Verminderung der edlen Metalle, 3) Mangel an Capital, 4 4) Lokal⸗Urſachen in England, 5) Ausfuhr des baaren Geldes, 6) zu hoher Tagelohn, 7) Wirkung des Luxus, 8) eingezogene oͤffentliche Papiere, 9) Tendenz zur Wohlfeilheit. Unhaltbare vorgeſchlagene Mittel. 1) Directe Einwirkung des Staats, 2) Reſtriction der Einfuhr, 3) Aufhebung der Contracte, 4) Verminderung der Gehalte, 5) Anlegung von Magazinen, 6) Annahme der Auflagen in Naturalien, 7) unbedingte Verminderung der Auflagen. Was die Regierung thun kann. 1) Unveraͤnderlichkeit der Auflagen, 2) Sicherſtellung des Eigenthums, 3) Schutz gegen fremde Eingriffe, 4) freye Benutzung des Ackers, 5) freye Einfuhr und Ausfuhr, beſonders aber Zollfreyheit fuͤr die Exportation landwirthſchaftlicher Producte, 6) Sicherſtellung des Kornhandels, 7) Vermehrung der Maͤrkte, 8) Anlegung von Wegen und Kanaͤlen auf Koſten des Schatzes, Muſunn Karnpiſe 4 Ertfern 1u. ) Ar Auüft die Priſſ ) Se vanden dnttt 104 9 da uii das Getre ) dir Nu⸗ 1) ran uſ in den! *l. Wi. d ) nur ſir d) uun rich Fetige No velch gieru ) Sie ſaben! tritbenen T die Pächter hi Naen T ach ben da lueſs 5) Uhermuch 6) den Prit y nit angel urſacht, 9) de Gutt hächer — 249— Korn anfg 9) Auflagen und Domainen ⸗Pacht in Verhaͤltniß mit den Kornpreiſen ſetzen. Dauer der jetzigen Periode. n. 1) Entfernte Erhoͤhung der Preiſe durch zunehmende Bevoͤl⸗ kerung. 2) Die Ausfuͤhrung der jetzigen Engliſchen Grundſaͤtze wird die Preiſe gleichmaͤßiger machen. 3) Sie werden in den naͤchſten 20 Jahren fuͤr Waitzen weit unter 164— vielleicht 100 Rthlr. ſeyn. 4 Des entſtehenden Engliſchen Kornhandels wegen wird das Getraide, wenn auch wohlfeil, doch verkaͤuflich ſeyn. 5) Die Preiſe koͤnnen auf kurze Zeit ſteigen, a) wenn naſſe Jahre kommen(ſo waren ſie 175 Rthlr. in den naſſen Jahren, in den trocknen 92 Rthlr. pr. Laſt.), b) Die Steigerung kann bedeutend ſeyn, c) nur fuͤr altes trocknes Getraide, d) von nicht langer Dauer. Jaetzige Noth iſt eine Folge der hohen Preiſe, V welche die Mißgriffe der Engliſchen Re⸗ gierung verurſacht haben. 1) Sie haben den Guͤtern auf eine kurze Zeit einen uͤber⸗ . triebenen Werth beygelegt, — 2) die Paͤchter zu unvorſichtig geſchloſſenen Contracten, 3) die Regierungen verleitet, dem Boden einen zu hohen Werth beyzulegen, — 0 das Ausſaugen des Bodens befoͤrdert, 4 zolinſe 5) Uebermuth und Vernachlaͤſſigung erzeugt, 6) den Preis des Tagelohns unverhaͤltnißmaͤßig erhoͤhet, oodutte, 7) mit angeliehenem Gelde zu koſtbare Verbeſſerungen ver⸗ urſacht, a Aufa 8) den Gutsbeſitzer zu unvorſichtigen Ausgaben, den Paͤchter zur Verſchwendung angereizt. — 250— „Hetzige niedrige Preiſe koͤnnen ihre guten Folgen haben. 1) Zuruͤckbringung der Guͤter auf ihren wahren Werth. 2) Erniedrigung der Verpachtungen. 3) Berichtigung der Meinung der Regierungen uͤber den Werth der Guͤter, vielleicht Ermaͤßigung der Abgaben. 4) Sicherſtellung des Credits. 5) Erhoͤhung der Ertragsfaͤhigkeit des Bodens durch den Vorſprung, den die Viehzucht gewinnt. 6) Nachdenken uͤber die moͤgliche Verwebriinn der Intenſi ſtaͤt der Kultur. 7) Herunterbringung des Tagelohns. 8) Wohlfeile Verbeſſerungen. 9) Vermehrte Sparſamkeit und Haͤuslichkeit. 10) Eroͤffnung neuen Abſatzes der Producte. 11) Verkleinerung der Guͤter bis auf den Punkt, auf welchem ſie neben der Erhaltung der groͤßten Anzahl Menſchen, den groͤßten Rein⸗Ertrag geben. Was der Gutsherr dabey zu thun habe: 1) dem guten Paͤchter Remiſſion zugeſtehen, 2) kuͤnftige Pacht mit den jaͤhrlich zu beſtimmenden Preiſen der Producte in Verhaͤltniß ſtellen. Was der Landbebauer zu thun hat: Nach der Ueberzeugung, daß eine groͤßere Intenſitaͤt der Kultur allein den Schaden der niedrigen Preiſe aus⸗ gleichen kann, ſoll der Beſitzer großer Guͤter: 1. die Hollaͤnderey vermehren, a) weil ſie mehr Ertrag bringt, b) weniger erſchoͤpft als Waitzen, o) des Bodens Reichthum dadurch capitaliſirt wird. Zu dem Ende 1) die Dreeſch beduͤngen, 9 gähae ) eninn beſten, 9) gehüt h in Neini I Staafe )ire En ) de beſer hu un 6e ) te au )) d Gne rinos 40, ſa gäir 1 Phüttan ) näͤtete ——— ——— l. Vernin ſt N. Tenuzl beſ F Sorgfa 1 turſi Naif 4 Rjſach air hſt 6 1 99 Vll eigt ſ ihre zum krahten Vai t rungen lt S g der Uan Sodens durz. Ha. Ou der Jun „ eit. 130. ikt, ufdi anzahl Aa E: ** awenden de an hat. * Süttr: d ſtn nn — 251— 2) geduͤngtes Mengfutter in der Braache bauen, 3) entfernte und leichte Koppeln mit gruͤner Duͤngſaat beſaͤen, 4) ſorgfaͤltig in Zucht und Auswahl der Kuͤhe, 5) in Reinigung und guter Verpackung der Butter, ſeyn. II. Schaafzucht einfuͤhren; 1) ihre Eintraͤglichkeit bey angeſaͤeter Weide, 2) die beſte Verwendung des leichten Bodens, 3) nur von der feinſten Rage anzurathen. Gegen die zu große Concurrenz ſichern: 1) die Auswahl der feinſten Racen ſelbſt, 2) daß Großbrittannien ſich nicht mit der Zucht der Me⸗ rinos abgeben wird. Dazu gehoͤrt Kenntniß und Aufmerkſamkeit; daneben 1) Anſtalten zur Sortirung der Wolle; 2) mehrere Wollmaͤrkte. III. Verminderung des Beduͤrfniſſes fuͤr Streu⸗ ſtrob. IV. Benutzung der wohlfeilen Mittel zur Ver⸗ beſſerung des Bodens. V. Sorgfalt fuͤr die Guͤte des Waitzens. 1) vorjaͤhrigen Waitzen ſaͤen, 2) auf feinen und muͤrben Boden, 3) flach eineggen, 4) in der Gruͤnreife maͤhen, 5) ſcharf reinigen. Es ſoll der Beſitzer kleiner Guͤter außerdem G VI. Wechſel⸗ ſtatt Koppel⸗Wirthſchaft treiben, VII. eigene Sorgfalt und Mitarbeit nicht ſparen, VIII. dadurch Unterricht und Vervollkommnung der Arbeiter befoͤrdern, X. Stallfuͤtterung einfuͤhren, X. Handelsgewaͤchſe bauen. Noch etwas uͤber gruͤne Beduͤngung. Was in den Herzogthuͤmern ſchon in obiger Hinſicht geſchieht. ——— An heher die! V Netiod Jeſten Penn ſhede ih auf der jtz Pirun af —— dn whätg ſers De ſehig Jethälniß n Re Kornphei deſtraben Nittagteſen Hrdutt ven der gir rit kun, mn rir ſcue, d Vllkonnm — 1 1 dbiger Hin Zweyter Brief. An** im November 1824. Ueber die Art, wie der Landmann die jetzige Periode niedriger Kornpreiſe zu ſeinem Beſten benutzen koͤnne. Was die Lage unſeres Gewerbes anbetrifft, ſo unter⸗ ſcheide ich gar ſehr die Wirkungen der jetzigen Zeitlaͤufte auf den jetzigen Wohlſtand des Ackerbauers, von ihrer Wirkung auf die Fortſchritte des Ackerbaues ſelbſt und von den wohlthaͤtigen Folgen, welche gerade die jetzige Behrind⸗ niß fuͤr die Zukunft haben kann. Die jetzige Lage der Gutsbeſitzer und Paͤcher, die, im Verhaͤltniß mit dem ſeit 30 Jahren beſtandenen Durchſchnitt der Kornpreiſe, gekauft und gepachtet haben, iſt uͤber alle Beſchreibung traurig. Die Auflagen, die ſelbſt bey jenen Mittelpreiſen laͤſtig waren, ſind nun im Verhaͤltniß mit dem Product verdoppelt und fuͤr den kleinen Beſitzer im Inlande, der gar nicht oder nur zu ſehr elenden Preiſen verkaufen kann, verdreyfacht. Es wundert mich alſo nicht, wenn Sie mir ſagen, daß in dem noͤrdlichen Theile des Herzogthums — 254— Schleswig die Bauernfelder keine Kaͤufer mehr finden, daß halbe Doͤrfer leer ſtehen, daß auf die zu hoch bela⸗ ſteten Domainen⸗Parzelen in den Concurſen kein Gebot gethan wird, die Creditoren alles verlieren, ſo wie der Koͤnig die Reſtanten, und daß die Landſtellen wuͤſte ſtehen. Dieſes Ungluͤck betrifft aber nicht die Herzogthuͤmer allein, ſondern im faſt gleichen Maaße das ganze noͤrdliche Deutſchland und einen großen Theil Preußens, weil gerade dieſen Laͤn⸗ dern die Exportation des Getraides ein nothwendiges Be⸗ duͤrfniß ihrer Exiſtenz geworden iſt. Da ungluͤcklicher Weiſe ſo wie die Auflagen, manche andre Beduͤrfniſſe des Land⸗ manns, auch die Zinſen fuͤr hypothecirte Capitalien in baarem Gelde bezahlt werden muͤſſen, ſo bezahlt wirklich der Schuldner eigentlich 8 bis 10 pCt. Zinſen von dem Capital, das er zu 4 pCt. aufgenommen hat. Der Wunſch, den Urſachen der niedrigen Kornpreiſe nachzuſpuͤren, um wo moͤglich Mittel zu finden, dem Uebel abzuhelfen, hat ſchon manche geſchickte Feder in Bewegung geſetzt. Sie verlangen von mir meine Anſicht uͤber dieſen Gegenſtand und gerne will ich ſie ohnßs zur Pruͤfung vorlegen: Der Mangel an Nachfrage iſt die erſte elgeneine Urſache, die ſich darbietet. Wenn von unentbehrlichen Pro⸗ ducten bey wohlfeilen Preiſen die Rede iſt, ſo iſt Mangel an Nachfrage, Mangel an Beduͤrfniß; anhaltendes allgemeines Angebot, Beweis des Ueberfluſſes. Woher aber dieſer Ueberfluß bey der unleugbaren ungeheuren Zunahme der Bevoͤlkerung Europa's ſeit 30 Jahren? Die Urſachen dieſes Ueberfluſſes ſehe ichen 1) In den 30 Jahre lang beſtandenen ſehr hohen Preiſen, die eine groͤßere Production durch Darbietung einer ungeheuern Praͤmie auf dieſelbe bewirkt haben. nd audbeus in Frtenſ ion un glic in iſ 4 runig Afkruch vont geigeten di ba ſin ſ eſchidü ar Waddunge uch prgil rehtetden h Margehrde gltan uur di tid diſe U nd keimn 6 nene denah dit 10 Jör ungeben ſnd „ It e wirſät anttit e ine mewih —: nul ur Wich 1) A 9 dis aittten an enühe fär ales i blieben nur KNrxtithe h) Au a Etm V V er niir 1 rie u dah Srjen kin. ſo wia t ſee ſtehen. d Kter alein,in S üch datt M erade diin r othundiß, ee nglückited Weirfniſſe de „ee(apiin: di bezaitt i ·D inſen ut rrat. Jrtriget im rainden, wi 18 in So 1 4 aſitt uri en urr lit [&2 eiſt t dua ntbehriie a 13 da ſ 1 . arniß m 8; 1— 1 1 a heuten zu ta emnen fih e duüttnj ³ emn. (Mes 5 — 255— In der daraus entſtandenen groͤßern Extenſion des Landbaues im weſtlichen Europa, ſo wie in einer groͤßern Extenſion und vermehrter Intenſitaͤt des Landbaues zu⸗ gleich im oͤſtlichen Theile Europa's, wozu das Mergeln nicht wenig beygetragen hat. Die Extenſion hat ſich durch Aufbruch von Weiden, durch Getraidebau auf dazu nicht geeignetem Lande, durch die dem Landmann in ihren Fol⸗ gen ſo ſchaͤdliche Urbarmachung der Heiden und ausgerode⸗ ter Waldungen gezeigt; die groͤßere Intenſitaͤt der Kultur, durch ſorgfaͤltigere Beſtellung, durch einen den Ertrag ver⸗ mehrenden Fruchtwechſel, durch das allgemein gewordene Mergeln des Bodens, welches den Ertrag auf manchen Guͤtern um ein Drittheil vermehrt hat. Dem Augenſchein wird dieſer Ueberfluß bewieſen: durch die auf jedem großen und kleinen Gute, ſelbſt in den Bauerdoͤrfern wahrgenom⸗ mene Vermehrung und Vergroͤßerung der Scheunen, die ſeit 10 Jahren nicht allein gefuͤllt, ſondern mit Feimen umgeben ſind. 3) In den 6 trockenen warmen fruchtbaren Jahren, die wir ſeit 1819 gehabt haben, welche nicht allein die Quantitaͤt des Korns gar ſehr vermehrt, ſondern ihm auch eine ungewoͤhnliche Reife und Schwere gegeben haben. 4) Die Eriſis, welche alle dieſe Urſachen faſt auf ein⸗ mal zur Wirkſamkeit brachte, entſtand: a) Aus dem Aufhoͤren eines uͤber ganz Europa ver⸗ breiteten Krieges, deſſen Ende eine ungeheuer große außer⸗ ordentliche Eirculation verſchwinden machte. Es fand ſich fuͤr alles im Voraus Angeſchaffte kein Kaͤufer mehr„ es blieben nur Verkaͤufer der zu hohen Preiſen geſammelten Vorraͤthe. b) Aus den Folgen der Continental⸗ Qperre, welche den Strom der Induſtrie in andere Canaͤle geleitet hatte, — 256— von wo ſie, nur langſam wieder abſtroͤmend, ihr altes Bett wieder aufſuchen oder ſich ein neues bereiten konnte. c) Aus den zerſtoͤrten Handels⸗Connectionen, dem veraͤnderten Gang des Handels, dem Mangel an Credit und Zutrauen, der erſt nach vielen Jahren ſich wiederum begenden kann. Dieſes alles verurſachte eine Stockung der Eirculation, welche auf alle Handels⸗ Artikel, mit Ausnahme derer, die viele Jahre erfordern, ehe ſie in Maſſe hervorgebracht werden koͤnnen, mehr noch als auf den Getraide⸗Handel (und auf dieſen auch nur mittelbar) gewirkt hat. 5) In der Zertheilung der großen Grundſtuͤcke, An⸗ lesuung der Meiereyen, Vermehrung und Ausbauen der Erb⸗ und Zeitpachtſtellen. 6) In der Vergroͤßerung des Betriebs⸗Capitals waͤh⸗ rend der hohen Preiſe und der nachhaltenden, durch ſie veranlaßten, oft koſtbaren Verbeſſerung des Bodens. 7) In der allgemeinen Regſamkeit, Folge der ſorgfaͤl⸗ tigeren Erziehung, aufgereizt durch die Vortheile, welche der Lohn dieſer Arbeit gewaͤhrte. 8) In dem Umſtand, daß, ſo wie mehrere Jahre er⸗ fordert werden, um die Production des Landbaues hoͤher zu treiben, dieſe hoͤhere Production auch Jahre lang fort⸗ waͤhrt und fortwuaͤhren muß, auch wenn ſie nicht mehr noth⸗ wendig geachtet wird. Die Urſachen der geringen Nachfrage auf dem Markte finde ich hauptſaͤchlich in der Verminderung des Beduͤrfniſſes, durch die Erweiterung und Verbeſſe⸗ rung des Baues der Kartoffeln, die hoͤchſt wahrſcheinlich in der noͤrdlichen Haͤlfte Europens 2 der Conſumtion des Getraides ausmachen und dieſe um o viel vermindern. 9' d Prnten u preſf d— zu vil 2 ruigevin, nüöriym 9 den uu J) Dar⸗ zu bzchlen, 10 Johun lungen uner auf llim gü i nur prijebogit 9) Dari (Oeraddehrnde Geſeze n ſchen und d erloren hab in Kornhen Da K Verderö des tpaldnpebe auf Johr ig, gen n Für d bum a z Dahet ſo Jreiſn, d iine bi iferen, 5 5a ddeutendenn Voghes lan kr, ihr alts 9r bonnte 4 nnectionen, ugel i 6 mnn ſih win ra der Cral t hahme den, — hervorxke e Jetradeeh estt hat. 'tundſäute dn Aushmu 1*„Capiult anden, uii ☛ BLden olge dr i ortheik, n Sehrete äe arderns e Mahte lu itt mi rrage aft mirdernj nd Sur 1 vrßfti S erſunin eernindm V — 257— 2) Darin, daß beym Getraide nicht wie bey den Waaren, welche Gegenſtaͤnde des Luxus ſind, die niedrigen Preiſe die Conſumtion vermehren. Was auf dem Markte zu viel da iſt, wird durch die Verkaͤufer ſo lange vergeblich ausgeboten, bis das beſte Korn zuletzt in Auctionen zum niedrigen Preiſe werthloſen Viehfutters verſchleudert wer⸗ den muß. 3) Darin, daß, um Termine, Zinſen und Auflagen zu bezahlen, zwey⸗ bis dreymal ſo viel Getraide wie vor 10 Jahren verkauft werden muß, und daß, da dieſe Zah⸗ lungen unerlaͤßlich ſind, zwey⸗ bis dreymal ſo viel Getraide auf kleine Maͤrkte kommt, wie ſonſt gewoͤhnlich in dieſer Zeit da war, und aus Mangel an Kaͤufern zu jedem Preiſe losgeſchlagen werden muß. 4) Darin, daß, ſo wie Frankreich von jeher ohne Getraidehandel war, in England bey den jetzt beſtehenden Geſetzen kein Getraidehandel moͤglich iſt; daß die hollaͤndi⸗ ſchen und deutſchen Speculanten ſeit 5 Jahren bedeutend verloren haben, und es noch niemand wagen will, Geld im Kornhandel anzulegen. Der Kornhaͤndler weiß gar wohl, daß der moͤgliche Verderb des Korns, Lagermiethe, Verluſt an Maaß, Un⸗ terhaltungskoſten, Maͤuſe⸗ und Wurmfraß jede Speculation, die auf Jahre hinausgeht, auch bey bedeutender Steige⸗ rung, zu einer verlierenden macht. Wer in den Staͤdten im Jahr 1821 Hafer zu 24 Rthlr. gekauft hat, dem kommt er jetzt 45 Rthlr., vielleicht 50 Rthlr. zu ſtehen. Daher ſo wenig Speculation bei fortwaͤhrend niedrigen Preiſen; daher eine ſo bedeutende, wenn ſteigende Preiſe einen baldigen Verkauf, ſelbſt bei einem geringen Preis⸗ differenz, verſprechen. 5) Hat die Meinung auf die Kornpreiſe einen viel bedeutendern Einfluß, als der wirkliche Vorrath. Jahre, Voght's landwirthſchaftl. Schriften 1r. Bd. 17 — 258— wo der Kornhaͤndler gewonnen hat, erhoͤhen die Preiſe oft ruͤckſichtlos; Jahre, wo er verloren hat, vermindern ſie oft ohne Urſache. Auf eine Schwindel⸗Periode folgt eine Stockungs⸗Periode. So war es von jeher! Dann koͤnnen niedrige Preiſe auch bei geringem Vorrath moͤglich ſeyn. Man haͤlt in Jahren der Noth den Ueberfluß fuͤr un⸗ moͤglich und umgekehrt den Mangel in Jahren des Ueber⸗ fluſſes. Alle anderen, namentlich im 10ten Jahrgang der An⸗ nalen der Mecklenburgiſchen landwirthſchaftlichen Geſellſchaft und im 3ten Jahrgange der Monatſchrift fuͤr Deutſchland, angefuͤhrten Urſachen, ſcheinen mir theils ſich, wie die Re⸗ ſtriction der Einfuhr in die mehrſten Laͤnder, in den obi⸗ gen aufloͤſen zu laſſen, oder auch keinen directen Einfluß auf die Kornpreiſe gehabt zu haben. Dahin gehoͤrt, der durch nichts erwieſene Mangel an baarem Gelde, die ſup⸗ ponirte Verminderung der edlen Metalle in Europa(3), ein (³) Es iſt uͤber dieſe wichtige Frage vieles dafuͤr und dawi⸗ der geſagt worden. Man bedenkt auf der Einen Seite nicht, daß, wenn viel auszutauſchen da iſt, viel Circu⸗ lation entſteht, und daß alsdann daſſelbe Stuͤck Metall ſehr oft zum Vorſchein koͤmmt, daß es dieſe Circula⸗ tion iſt, worauf es ankomme, ob ſich viel oder wenig Geld zeigt— Geld iſt nur das Maaß des Verhaͤltniſſes. Man kann mit Einer Elle gar viel Ellen Zeug meſſen. Die edlen Metalle ſind lange nicht ein Hunderttheil des Beſitzes und deren hoͤchſte Vermehrung in Einem Jahr, nie 1 pCt. auf das circulirende Geld— nie 1 pr. mille auf das Capital geweſen.— Die edlen Metalle beſtim⸗ men nicht den Werth, ſie bezeichnen ihn nur. Auf der andern Seite iſt es eben ſo wahr, daß dies hinzuge⸗ kommene Silber, in ſoferne es ſofort gegen Natur⸗ und Kunſtproducte umgeſetzt waͤre, den Preis dieſer Producte durch die neue Nachfrage erhoͤhet haben wuͤr⸗ de— daß die Verkaͤufer dieſe ſo leicht umſetzbare curſi⸗ rende Waare, die ihrer Natur nach nicht ohne Verluſt ingöldett Frhältiz! tertrürend it alen 9c riht ſirſe diſſr M 1 gqlhlſe junder pro — rühen! gewand Pirken de uuf ſſeit gleih ſe iiſen AKaüän eamme Lrroh A ſacht — heſt hen; 9 ſt fen pögeger vartheil des übhi ettheuer lungen w Duantite Siler nen ſä alen A lls zu ehetiet talle gitte d tung ge, ſo üle g. iſach den ka 8 die Print verminden Kude fölgte ran des l — tamz n ben Geilt Ar darie , win! rr, in a⸗ rirectet di Sin gente mm zelde ii iurora( ee afüt un M er Eie ee , ul oe Stit Ne s diſſe en⸗ riel te n s Verfilks n zeux Wn * undertts min eiten! rie 1nn etale iin a ihn un.1 Sij die ſinn 1e gan ge 1 Neas i het huhu n anſezöae n bt Ihne Dan — 259— eingebildeter Mangel an Capital, welches nie in ſo großem Verhaͤltniß zu deſſen Anwendung vorraͤthig war, wie die uͤberſtroͤmende Maſſe in England und der niedrige Disconto in allen Handels⸗Staͤdten beweiſen; daher gehoͤren auch nicht hierher alle England allein betreffende locale Urſachen, weil dieſer Markt ohnehin durch die Reſtrictions⸗Geſetze fuͤr uns geſchloſſen iſt. Nicht das durch Verbote der Einfuhr fremder Producte zu verhindernde aus dem Lande gehen ruhen kann, wiederum zu andern Ankaͤufen wuͤrden an⸗ gewandt haben. Die bey'm erſten Umſatz bedeutende Wirkung auf die Preiſe der angekauften Producte wuͤr⸗ de auf mehreren Artikeln in einen weitern Kreis ver⸗ theilt, nach und nach unmerklicher geworden ſeyn, ob⸗ gleich ſie ſich nicht ganz verloren haben koͤnnte. Die Groͤße dieſer Wirkung aber wuͤrde doch immer nur im Verhaͤltniß ſtehen mit der Kleinheit der hinzugekommenen Summe, verglichen mit dem geſammten Verkehr in Europa an Waaren ſowohl als an Gelde. Auf der Einen Seite ſagt man: Waͤre Silber ge⸗ ſucht worden als Waare, ſo muͤßte es hoch gegen Gold — beſonders hoch in Piaſtern gemuͤnzt— geſtanden ha⸗ ben; aber obgleich fortwäͤhrend Gold von Braſilien kam, ſo ſtand es doch nie hoͤher gegen Silber als gerade jetzt, wogegen aber eingewandt wird, daß die fuͤr England ſo vortheilhafte Handels⸗Bilanz das Gold, in welchem das uͤbrige Europa den Saldo bezahlen muß, wiederum vertheuert habe: daß, damit die Bank ihrer Geldzah⸗ lungen wieder habe anfangen koͤnnen, ſie eine bedeutende Quantitaͤt Gold habe aufkaufen und daſſelbe gegen Silber wiederum vertheuren muͤſſen. Gewiß iſt, daß, wer ſich jetzt Silbergeraͤthe anſchaffen will, faſt von allen Arten des Beſitzthums, mehr dafuͤr geben muͤßte als zu einer Zeit, wo freilich viele andre Urſachen con⸗ currirten, um dem allen hoͤheren Werth gegen die Me⸗ talle zu geben. Wie es denn aber auch um die kompli⸗ zirte Frage ſtehn mag, ob und wie viel die Verminde⸗ rung der Metalle zu der Erniedrigung der Preiſe beitra⸗ ge, ſo iſt ſo viel ausgemacht, daß dieſe allgemeine, auf alle Producte wirkende Urſache nicht als eine beſondere Urſache des Fallens der Getraide⸗Preiſe angefuͤhrt wer⸗ den kann. 17* — 260— des baaren Geldes, welches Verbot an ſich eine immer zweckwidrige, die eigene Induſtrie durch Monopol laͤhmende, die Exportation der natuͤrlichen Natur⸗ und Manufac⸗ tur⸗Producte vermindernde, und gegen die Conſumenten ungerechte Maaßregel iſt(9); nicht der zu hohe durch jaͤhr⸗ liche Herabſetzung zu vermindernde Tagelohn, der ſchon durch die nothwendige Folge der Concurrenz herabſinkt und noch ferner ſinken wird; nicht der Vorwurf, den man dem Luxus macht, der im Gegentheil durch Vermehrung der Eirculation auch den Abſatz des Getraides befoͤrdert; nicht das im Lande durch kuͤnſtliche Mittel zu erhaltende Geld iſt es, was den Wohlſtand befoͤrdert, wohl aber die ſchnelle Circula⸗ tion des im Lande beſindlichen Geldes, die einen haͤufigen Austauſch beweiſet, Production vermehrt und Bluͤhen des Handels und der Gewerbe vorausſetzt; nicht die eingezogenen oͤffentlichen Papiere, deren Minderwerth gegen baares Geld immer im Verhaͤltniß der vorhandenen Summen, deren Zahl⸗ werth durch ihre Verminderung zunimmt. Der verminderte Nennwerth hat denſelben Silberwerth, den der hoͤhere vor der Einziehung hatte. Ao. 1811 galt der Waitzen in London 94 sh. pr. Quarter in Papier, 74 in Gold; waͤhrend der Einziehung 84 sh. in Papier, die aber gleichfalls 74 sh. in Golde werth waren. Noch weniger endlich gehoͤrt hier⸗ her die ſupponirte Tendenz zur Wohlfeilheit, die unſer Zeit⸗ alter characteriſiren ſoll— eine Wohlfeilheit, die nicht Zweck der Regierung oder der Individuen, ſondern nur Wirkung (*) Die vorhandenen, durch die Natur der Landes⸗Producte und durch unzaͤhlige andere Umſtaͤnde fuͤr jedes Land geeigneten Erwerbzweige moͤglichſt zu heben und zu unter⸗ ſtuͤtzen, darauf muß der Staat ſich beſchraͤnken. Iſt der Arbeitslohn und die erſte Materie wohlfeil, koͤnnen Ma⸗ ſchinen den erſten erſetzen, die andere wohlfeiler produ⸗ cirt werden, iſt Capital dazu da,— ſo macht ſich das von ſelbſt. an lrſtnd ritts ui hudeben (der grife praſſ anhe ſclaln. J d2' vor id nich Fälti annten Le ſchnl vem Da de griinen The jee, zuch enin, S innt ihn weiten de gefall it gthßett Praͤwin ſi ſo— ales Quesſi aten unter 40. 489 olle, de drportadio Sonte, d bedeutedi Mich ſehen, in det jſ. lar, daß de Gmn ſcch eine m Lopol lähned aund Mauſi ae Conſunen L he durd Ohn, der ſi a herahſtit 2., den nui Sernehrurg efürdet, u cſchnelebin einan ſiir nd Bür Gie enge QAu burs mrn, dea dr veniin = der(oet I itzen ue 88; wür 2 chfalo 44 rc gcüt da die wird 1 di nittg ac ur Ai saaps gnie wir ae d Sea unn- s In naz 2 Güth h 3 nach it — 261— von Umſtaͤnden iſt, gegen welche auch die Rothſchild's ſelbſt nichts nachhaltig vermoͤgen wuͤrden. Allerdings ſind faſt alle Handelsartikel zu derſelben Zeit und aus denſelben Urſachen (der groͤßern Production, zu welcher langdauernde hohe Preiſe angereizt und ſolche verallgemeinert hatten) im Preiſe gefallen. Ich habe ſo einen Preis⸗Courant von 1817 u. 1824 vor mir liegen. 23 der bedeutendſten Handels⸗Artikel ſind zwiſchen 30 u. 50 pr. Cent. gefallen: alle im Ver⸗ haͤltniß mit der Leichtigkeit ihrer Production und ihrer be⸗ kannten Vermehrung; etwa 10 Artikel, die ſich nicht ſo ſchnell vermehren laſſen, haben wenig verloren. Da der Beſitzer des Korns daſſelbe, freylich nur im geringen Theile, gegen jene wohlfeilere Luxuswaaren: Caffe, Thee, Zucker, Wein, Baumwollenzeuge, Seidenwaaren, Gewuͤrz, Oel, ſuͤdliche Fruͤchte u. ſ. w. eintauſcht, ſo koͤmmt ihm der uͤbrigens unleugbare Vortheil, daß bey weitem der groͤßte Theil der Luxus⸗Producte doch auch gefallen iſt, wenig zu Huͤlfe; aber die allgemeine Folge groͤßerer Production iſt unverkennbar. Die Aſſecuranz⸗ Praͤmien ſind auf die Haͤlfte gefallen, die Frachtem eben ſo— alles durch Concurrenz. Queckſilber, Flachs, Haͤute, Bley, Kupfer, Lumpen, waren unter den Artikeln, die theils wenig gefallen, theils ſeit Ao. 1817 geſtiegen ſind: unter dieſen letzten feine Wolle, die eigentlich von der Zeit an angefangen hat ein Exportations⸗Artikel fuͤr Deutſchland zu werden; die niedern Sorten, die auch damals ſchon ausgefuͤhrt wurden, ſind bedeutend im Preiſe gefallen. Mich duͤnkt, daß Alles, was wir haben entſtehen ſehen, in den oben angefuͤhrten Urſachen genugſam begruͤn⸗ det iſt. Eben die Allgemeinheit dieſer Urſachen macht es klar, daß kleine partielle Mittel nichts dagegen vermoͤgen. Der Gang der großen Weltbegebenheiten iſt unaufhaltſam; — 262— ſelbſt die Macht der Staaten iſt ohnmaͤchtig gegen ihn. Er fuͤhrt ſein Gegenmittel ſelbſt mit ſich, deſſen langſame Wirkung wir von der Zeit mit Ergebung erwarten muͤſſen. Es iſt ein Gluͤck, wenn wohlwollende Regierungen nicht auf die Vorſchlaͤge achten, die das ſchmerzliche Gefuͤhl jetziger Noth ſo haͤufig hervorgebracht hat, und ſich nicht zu partiellen und permanenten Maaßregeln gegen ſo allgemeine als temporaire Uebel verleiten laſſen. Das Reſultat mehrjaͤhriger Unterſuchungen in England, zu der beynahe die ganze Nation concurrirt hat, iſt geweſen, daß nichts dagegen zu thun ſey. Mehrere der von unſern Schriftſtellern vorgeſchlagenen Mittel ſind unnuͤtz oder ungerecht: So die Reſtriction der Einfuhr, die Aufhebung oder Modifizirung beſtehender Con⸗ tracte, die Verminderung der ohnehin jetzt nirgends zu großen, in unſerm Staate eher zu geringen Gehalte: ohnehin eine kleinliche und in anderer Ruͤckſicht ſchaͤdliche Maaßregel; ferner die Anlegung der Magazine, die kein Staat der⸗ maßen fuͤllen kann, daß ſie auf den Preis des Getraides bedeutenden Einfluß haͤtten. Dabey wuͤrde der Staat viel Geld verlieren, welches durch neue Auflagen wieder herbey⸗ geſchafft werden muͤßte; dem Kornhandel wuͤrde dadurch der letzte Stoß gegeben. So iſt es mit dem wohlmeinenden Beſchluß geweſen, Auflagen ſich in Naturalien bezahlen zu laſſen; der Staat hat die Haͤlfte des Capitals, oft mehr als das ganze Ca⸗ pital verloren. Er wuͤrde ſich beſſer dabey geſtanden haben, wenn er die Haͤlfte der Auflagen remittirt und dem Land⸗ manne das Korn zum Verfuttern gelaſſen haͤtte. Man hat uͤberhaupt unrecht, von der Regierung eine Verminderung der Auflagen zu verlangen, wenn nicht die Mittel zur Verminderung der Staatsausgaben dabey nach⸗ gewieſen werden koͤnnen. Es iſt der Preis der Guͤter und ſc vn ſ de Denahh nithe rüſtr ſmn, vi Püxihenn Pas M ſaſt. h ird⸗ atkannten Aun ndt hud da Stut Hutt Neckr, H ir det tgti dn ſchef 48 handlungen bebungder licen Eril lichen Wohl beyden E Okaa Finnnen de erden wurd ümung rigt rnſtläßen. was e war hi des Konha Hin Hin ſolch nit ſeanngeni V ertig gagn) derſen lunn A warten nit eerungen i ſenzliche ge Annd ſih i QA! ſc älher tdher it Enn * vorgettrr & Reſtitte R eſtehui⸗ t ritge r vehalte ti he Mui D ein Suru 2 des bet d ader Enut d wihr ſts e wird dir 5 utte. Negienn amen it ar Gn e hat, jſ ſe — 263— der Verpachtungen, die ſich nach den bekannten Auflagen richten muͤſſen. Dieſe koͤnnen und muͤſſen nicht wandelbar ſeyn, wie jene. Ihre Unveraͤnderlichkeit iſt gerade das Wuͤnſchenswuͤrdigſte. Was die Regierung fuͤr den Ackerbau thun kann, be⸗ ſteht: 1) in der Unveraͤnderlichkeit der einmal als nothwendig erkannten Auflagen; 2) in der hoͤchſten Sicherſtellung des Eigenthums; 3) in dem ſchnell und ohne große Koſten zu erhalten⸗ den Schutz der Geſetze gegen fremde Eingriffe; 4 in der unbeſchraͤnkteſten Freyheit der Benutzung der Aecker; 5) in der freyen Ein⸗ und Ausfuhr des Getraides, wobey die Zollfreyheit bey der Ausfuhr der eignen Producte ſich von ſelbſt verſteht. Es muß der Wunſch jedes Men⸗ ſchenfreundes ſeyn, daß die ſchon weit gediehenen Unter⸗ handlungen zwiſchen Bayern und Wuͤrtemberg uͤber die Auf⸗ hebung der Zolllinien zwiſchen beyden Staaten zu einem gluͤck⸗ lichen Erfolg gedeihen moͤgen. Das Beyſpiel des unglaub⸗ lichen Wohlſtandes, welchen die vermehrte Circulation in beyden Staaten verbreiten wuͤrde und durch welchen den Finanzen die aufgeopferte Einnahme uͤberſchwenglich erſetzt werden wuͤrde, muͤßte unfehlbar mehrere Staaten zur Nach⸗ ahmung reizen. Darmſtadt und Baden wuͤrden ſich zuerſt anſchließen. Dann wuͤrde Deutſchland anfangen zu ſeyn, was es werden kann; 6) in der Sicherſtellung und moͤglichſten Erleichterung des Kornhandels; 7) in der Vermehrung der Kornmaͤrkte; 8) in der Anlegung von Wegen und Canalen, falls ſolche nicht auf Koſten des Landmannes, ſondern durch Er⸗ ſparungen im Schatze beſchafft werden, bis der Wohlſtand — 254— des Landes ſo weit gediehen iſt, daß die Anlegung derſelben eine vortheilhafte Verwendung des Capitals werden kann. Vielleicht waͤre es 9) wuͤnſchenswuͤrdig, daß es moͤglich ſeyn koͤnnte, die directen Auflagen, die der Landmann zu tragen hat, in einem feſten Verhaͤltniß mit den Marktpreiſen des Rockens und Waitzens und der Butter zu ſtellen, die dann jaͤhrlich nach einem Durchſchnitt zu berechnen waͤren. So auch waͤre es zu wuͤnſchen, daß bey Verpachtung der Domainen die Pacht in Verhaͤltniß mit dieſen Preiſen geſtellt wuͤrde. Wahrſcheinlich wuͤrde dieſes Beyſpiel auf die großen Land⸗ eigenthuͤmer wirken, die alsdann den Vortheil hoͤherer Preiſe mitgenießen wuͤrden, der ihnen jetzt entgeht, ob ſie gleich in ſchlechten Zeiten zu Remiſſionen genoͤthigt ſind, welche ſie um einen Theil der Pachtſumme bringen, auf welche ſie zu rechnen ein Recht hatten. Die Lage des Paͤchters wuͤrde ſicherer und von den Zeitlaͤuften unabhaͤn⸗ giger, welches kein kleiner Vortheil waͤre. Wann es nun erwieſen iſt, daß allgemeine Maaßregeln gegen die Urſachen der niedrigen Kornpreiſe und gegen deren Wirkungen nichts vermoͤgen, ſo lenkt ſich der Blick des lei⸗ denden Landmannes um ſo aͤngſtlicher auf die Zukunft hin, und ſucht irgend eine Wahrſcheinlichkeit uͤber die Dauer der jetzigen Lage aufzufinden. Eine entfernte Ausſicht zur Verbeſſerung liegt aller⸗ dings in der ungeheuer fortſchreitenden Bevoͤlkerung; wahr⸗ ſcheinlich werden in 30 Jahren 40 Millionen Menſchen mehr in Europa zu ernaͤhren ſeyn, und manche unſerer landwirthſchaftlichen Producte von der vielleicht noch im groͤßeren Verhaͤltniß zunehmenden Bevoͤlkerung der uͤber⸗ ſeeiſchen Laͤnder conſumirt werden. England wird hoͤchſtwahrſcheinlich ſehr bald das Bey⸗ ſpiel einer minder beſchraͤnkten, ſpaͤterhin einer durchaus frten Lifc widd aif di Pirkug let llichnißi rie ril un tunſe i, griſt, velhe nid welhe wi nelct in Eh iren Nuin n Esiſ gen ſch dwon zu deinal inen tanlaßtn, A de ſoben berluß bero vutde md dor niinderte, di tine neue Ein der hohen R 3h fix nuice in der egpeführt vun —ertiiten; maeatt hr Mu wi der ſchnele helcher den ſcher genac Rs ſcherte Nrachendes d billr M 1Sgng dii werden in Stmn kün, nenage ht, n des Nhi t den jite S. en der Dowmn * TWgeſelt uih 1 gpoße e 8 tthel in xattgeht, 6 menöͤtiß i ar brinpn di im aften wat⸗ nne Matt =d oam Blt ub 1 uinit Soie dur 1e lugt5 erenunf, u IArr Nai ante ui tweict u ng de i ald du dh a uur djxh — 265— freyen Einfuhr des Getraides geben, und dieſes Beyſpiel wird auf die uͤbrigen Regierungen Europa's nicht ohne Wirkung bleiben. Dieſes kann in der Folge die Dauer gleichmaͤßiger Preiſe verſprechen, und wer weiß es nicht, wie viel vortheilhafter dem Landmann die Dauer der Mit⸗ telpreiſe iſt, als das Schwanken der hohen und niedrigen Preiſe, welche die eigentliche Urſache der jetzigen Noth ſind und welche wir allein denſelben Geſetzen zu verdanken haben, welche in England die Paͤchter fuͤnfmal in dreyßig Jahren ihrem Ruin nahe gebracht haben. Es iſt gewiß nicht ohne Intereſſe, in einer kurzen Ueberſicht ſich davon zu uͤberzeugen, wie die hohen Preiſe in England jedesmal eine mit dem Beduͤrfniß unverhaͤltnißmaͤßige Einfuhr veranlaßten, wie dieſe zugleich mit der durch den Reiz, den die hohen Preiſe gaben, vermehrten Production, einen Ueberfluß hervorbrachten, der zu einer oͤffentlichen Calamitaͤt wurde und durch den Ruin der Paͤchter die Production ſo ver⸗ minderte, daß wiederum uͤbermaͤßige Preiſe entſtanden, die eine neue Einfuhr nothwendig machten, und wiederum nebſt der hohen Production, daſſelbe Ungluͤck hervorbrachten. Ich fuͤge zugleich eine Ueberſicht der Quantitaͤt bey, welche in den letzten vier Einfuhr⸗Perioden in England eingefuͤhrt wurde, und der Preiſe, welche der Ankauf dieſer Quantitaͤten jedesmal auf dem Hamburgiſchen Markt her⸗ vorgebracht hatte. Man wird ſehen, wie großentheils von England aus der ſchnelle Wechſel der Preiſe viermal entſtanden iſt, welcher den Werth der Guͤter und der Pachtungen ſo un⸗ ſicher gemacht, das Geſchaͤft, welches ſeiner Natur nach, das ſicherſte aller Erwerbsmittel ſeyn ſollte, in ein nicht zu berechnendes Gluͤcks⸗Spiel verwandelt und den Wohlſtand ſo vieler Menſchen auf dem Continent ſo ſehr gefaͤhrdet hat. Pan der p ur Au üäe Dultd zoll be dſe in — — — — = — t den e Ar — uazwut (Q? ⸗⸗? FoSI ozgs uoa zuvugneh ⸗...2 4 7 281— S⸗ ⸗ ind 87 ln nnus Shr) zu 6181 an 81p Inv 87 uo 1eSl dig 6181 uoa ſon uaa banque 9181„Ga26 un zou9⸗. Inv 8i8I— I181 921 un gpack uo pvag bna e a 84 Shach aad awa 918' 0en0 SIp'] 82... Aüu Trohal r,. I. nv 9I8I b0) 116136 8088 Inv 96 uas e Pe.....o ſSr bon -Is 001 cpan C& un gracs ao- ot i 6081 uag .. 4 luv 9081 ⸗ h 119136 065 Inv O91 uoa aun)ei.. 4w 903 ⸗ G 1„UIs 8p 8 10ac5 a0g avi e nv 1. 4 Ohe Ins eu.) ge. ſ, 1... zur vugf 03I:. 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Quart. notirt. Die Engliſchen landwirthſchaftlichen Schriftſteller be⸗ haupten, daß die ſtaͤrkſte Importation in Einem Jahre ſich zur Conſumtion verhalte wie 1 zu 27. Es iſt auffallend klar, daß, wenn die Einfuhr waͤh⸗ rend dieſer 5 Perioden frey, wenn auch mit einem bedeu⸗ tenden Zoll belegt geweſen waͤre, eine geringe Steigerung der Preiſe in England ſofort Zufuhr herbeygefuͤhrt, unſere Preiſe nur maͤßig geſteigert, die uͤbermaͤßige Steigerung der Preiſe in England, und ſonach ihre Ruͤckwirkung auf unſere Maͤrkte verhindert haben wuͤrde. Der unter dieſen Umſtaͤnden geſicherte und daher mehr verbreitete Kornhandel in England haͤtte dann das Seinige dazu gethan, den Fall der Preiſe wie ihre Steigerung zu maͤßigen. — 268— Es kann daher keinem Zweifel unterworfen ſeyn, wie wichtig fuͤr unſern Landbau die hoͤchſtwahrſcheinliche Aus⸗ fuͤhrung der Maaßregeln ſeyn wird, welche die jetzige Re⸗ ſtriction des Kornhandels mildern werden. Zum Beyſpiel koͤnnte die guͤnſtige Einwirkung dienen, welche die, obgleich mit dem ungeheuren Zoll von 10 Lſtrl. pr. Laſt belegte Einfuhr der Rapſaat auf ihren Verkaufs⸗ preis bey uns fortwaͤhrend hat. Jene Mittelpreiſe werden aber weit unter den Mit⸗ telpreiſen der letzten 30 Jahre ſeyn; auch deswegen, weil England nach Aufhebung der Kornſperre viel wohlfeiler als jetzt Getraide erzielen wird. In den 30 Jahren 1790— 1819, waͤhrend welcher die Preiſe aus den bekann⸗ ten Urſachen auf eine uͤbertriebene Hoͤhe ſtiegen, war der Durchſchnitt der Waitzenpreiſe in Hamburg fuͤr beſten Meck⸗ lenburgiſchen Waitzen 164 Rthlr. die Laſt. In den vorhergehenden 30 Jahren, die Anno 1760 anfingen und 1789 endigten, 100 Rthlr. die Laſt. In dem erſten Decennium waͤre es vielleicht kuͤhn, ſich auch nur dieſe Mittelpreiſe zu verſprechen. Die jetzige Noth mag die Extenſion des Getraidebaues vermindern, aber ſie wird und muß ſeine Intenſitaͤt vermehren(10). Die Noth⸗ wendigkeit, geringere Preiſe durch einen groͤßern Verkauf gut zu machen, wird Anſtrengungen hervorbringen, welche die wohlfeiler gewordene Production bedeutend vermehren werden. Etwas koͤnnen dieſe Preiſe gewinnen, wenn die (*⁰) Unter Extenſion des Ackerbaues verſtehe ich dieje⸗ nige Vermehrung der Production, die aus dem Anbau groͤßerer Erdflaͤchen entſteht; unter Intenſitaͤt des Ackerbaues diejenige Vermehrung der Production, welche durch groͤßere Anſtrengung auf derſelben Erdllaͤche her⸗ vorgebracht wird.. oſſen bind zwar richt vi Gettaüd vid uxlad n dum de tit fm widd auch ann ſchen gen ud di Enff ite n Etan fit de Seden NMaaze ilrd Dm un Wn ir dn n bs güt b4„die unj ht venuth Efſüih twen Jahten, weſlichen d9 zahl der En n dill ud gegeben ſaben ſüae inſe ⸗ dantteih de Adei(ngh — Veleict kin der Duſſt —. Rülr; In Flotbet ama geſc ſcel ſexge lindice G Srrfe ſin, * enriſteititen 3 die jezg. 1 1 witk me t von 1. nhn R d urter in en deswegn, t viel wn nen Ih h „„ fus dals i ggen, a X 'ie Auw Lt diejeie 8 Addern, y. d ohm eringa, 1 2 dend Bm Sen, m) d iije ih N zus den M E 2 tenſititſ M duttit, ub 8 erhſlhe 2 aür beſtn es litt ini — 269— beſſern Grundſaͤtze in England obſiegen, wodurch die Preiſe zwar nicht viel hoͤher, aber gleichmaͤßiger werden. Das Getraide wird dann wenigſtens verkaͤuflich ſeyn, weil in England ein bedeutender Kornhandel entſtehen wird, ſobald Korn bey einem feſten Zoll eingefuͤhrt werden kann. Lang⸗ ſam wird auch dieſes ſich erſt machen. Vor 4 Jahren war man ſchon geneigt, auf rohe Seide den Zoll zu vermindern und die Einfuhr fremder Seidenzeuge zu geſtatten— nun iſt es zu Stande gekommen. Die Schonung, welche man fuͤr die Seidenfabrikanten hatte, wird man noch in groͤßerem Maaße fuͤr die Land⸗Eigenthuͤmer haben. Dem ungeachtet koͤnnen und werden einzelne Jahre kommen, in denen die Kornpreiſe ſehr bedeutend ſteigen wer⸗ den. Es giebt ſogar Anzeichen, die uns die Naͤhe dieſer Jahre vermuthen laſſen. Erſtlich ſind wir am Ende von é trockenen und war⸗ men Jahren, die ſeit 1819 uns Allen, beſonders aber dem weſtlichen Theil Europa's, der verhaͤltnißmaͤßig die groͤßte Zahl der Einwohner ernaͤhrt und der trockene Jahre bedarf, um viel und reifes Getraide zu bauen, reichliche Erndten gegeben haben. Hoͤchſt wahrſcheinlich muͤſſen nun bald wieder naſſe Jahre kommen, wie die von 1812 bis 1818 waren, die unſre Erndten um* zu vermindern pflegen, in Frankreich die Erndten in einem hoͤheren Grade vermindern und in England und Irland Mißerndten hervorbringen. Vielleicht kuͤndigt dieſer naſſe Herbſt ſchon ihre Naͤhe an. Der Durchſchnitt der Preiſe in den letzten 5 Jahren war 92 Rthlr.; in jenen naſſen Jahren 175 Rthlr. die Laſt. In Flotbeck verhielten ſich die Erndten wie 13:11. Was einmal geſchieht, kann wieder geſchehen: die Preiſe koͤnnen ſchnell ſteigen und ſchnell fallen. Ich will aus einer hol⸗ laͤndiſchen Chronik die ſchnelle Veraͤnderung hinſetzen, die 270— am Amſterdammer Markt in den Jahren 1699 und 1700 Statt hatte, und ſie mit den jetzigen Amſterdammer Preiſen vergleichen. Ao. 1699 galt der Waitzen, der vorher im maͤßigen Preiſe ſtand, 560 fl. Ao. 1700 240 fl. d. 7. Dec. 1824 190 fl. Rocken 392⸗—— 126⸗—— 116 ⸗ Gerſte. 176⸗— 60⸗—— 100⸗ Hafer 120⸗—— 42⸗—— 66⸗ Buchwaitzen 250⸗—— 102⸗—— 88⸗ Manche intereſſante Zuſammenſtellung uͤber dieſen Ge⸗ genſtand findet ſich im 10ten Bande der Moͤglinſchen Annalen. 2) ſind die Getraide⸗Lager verhaͤltnißmaͤßig mit vori⸗ gen Jahren nicht groß, und eine maͤßige Nachfrage wuͤrde die Preiſe bedeutend ſteigern, dem gemaͤß, was ich uͤber die Wirkung der Meinung geſagt habe; 3) wird dieſe Steigerung unverhaͤltnißmaͤßig mehr Einfluß auf trockenen und ſehr ſchweren, als auf Waitzen von mittlerer Guͤte haben, daher dem Landmann anzu⸗ rathen iſt, jenen aufzubewahren, dieſen aber zu verkaufen oder zu verbrauchen. So ſey es hier beylaͤufig geſagt, daß aus dem Gang, den die Rapſaatpreiſe in England und in Holland nehmen, wahrſcheinlich wird, daß ſchoͤne trocken eingekommene Rapſaat im Maͤrz⸗Monat in Hamburg 100 Rthlr. die Laſt und vielleicht daruͤber gelten wird; 4) wird eben nicht auf eine lange Dauer dieſer Stei⸗ gerung zu rechnen ſeyn, weil bey hohen Kornpreiſen der ſo leicht zu erweiternde und faſt allenthalben einheimiſch ge⸗ wordene Kartoffelbau in dem darauf folgenden Jahr ſehr weit getrieben werden und die Nachfrage nach Getraide veewiden vit dirfiß ii taagltts in uun eite, ſohe gand Sttuit tit ube⸗ Bed onigen jezt belagen, dlertribenen ſeyn, dem Eftlih,i in der hetzot ud in aſtend l dcha, Re ornpee.) —.— lun) 30 dieſt giſcen, p giſt Perlie daten E Aandes he hfeln,¹ Amü an ſe Sechsii den, m neges 4 geheven gung d des ſchr in Erndte u pern 1o mn dyann ai d nißimm a uber dſa fi achfmx S ih k hnd 3 2 iiun u it bün tmn wih r dine V utreir de iihenſ e St de uh Gi — 271— vermindern wird(11). Auch in England, von deſſen Be⸗ duͤrfniß hier hauptſaͤchlich die Rede iſt, wo Gewandtheit, taugliches Land und Betriebs⸗Capital genug vorhanden iſt, um eine, ſogar das Verhaͤltniß der hoͤheren Preiſe uͤberſtei⸗ gende Strecke Landes ſofort mit Getraide zu bebauen, kann ein hohes Beduͤrfniß nicht mehr von langer Dauer ſeyn. Uebrigens ſcheint mir die Noth, uͤber welche wir uns jetzt beklagen, mehr eine Folge der ſo lange beſtandenen uͤbertriebenen hohen, als der jetzigen niedrigen Preiſe zu ſeyn, denn Erſtlich, jene hohen Preiſe ſind es, welche den Guͤtern in den Herzogthuͤmern im letzten Decennium des vorigen und im erſten des jetzigen Jahrhunderts einen Werth beyge⸗ legt haben, der eben ſo uͤbertrieben war, wie die damaligen Kornpreiſe. Man weiß, daß damals Guͤter in wenig Jah⸗ (z1) In dieſem 1324ſten Jahre hat, z. B. im Brandenburgi⸗ giſchen, eine Production Statt gehabt, die man noch vor 10 Jahren fuͤr fabelhaft gehalten haben wuͤrde. Ein Berliner Buͤrger, deſſen geſammtes Areal in dem frucht⸗ * baren Sande bey dieſer Stadt aus 246 unſerer Tonnen Landes beſteht, hat in dieſem Jahre 16,000 Saͤcke Kar⸗ toffeln, à 130 4 pr. Sack, gebauet. Auf den Sechs Guͤtern des Herrn Baron von Eckhard⸗ ſtein ſind in dieſem Jahre 160,000, ſage Ein Hundert Sechszig Tauſend, ſolcher Saͤcke Kartoffeln gebauet wor⸗ den, und man iſt in dieſem Jahre mit dem Ertrag keines⸗ weges zufrieden geweſen. Iſt denn noch daran zu zweifeln, daß dieſer ſo un⸗ geheuer vermehrte Kartoffelbau bedeutend zur Erniedri⸗ gung der Kornpreiſe, wie zur Erniedrigung der Preiſe des Schlachtviehes beygetragen habe, und daß er gar ſehr im Stande iſt, die Wirkung einer ſchlechten Korn⸗ Erndte auf die Preiſe des folgenden Jahres anſehnlich zu vermindern? — 272— ren durch drey oder vier Haͤnde gingen und von dem letzten Kaͤufer um mehr als das Doppelte deſſen bezahlt wurden, was der erſte Verkaͤufer erhalten hatte. Da entſtand der unſelige Speculationshandel in Landguͤtern, der dieſe ihrer Hoͤlzungen beraubte, das bisher beſtandene Verhaͤltniß der Bauern zu ihren angeerbten Gutsherren zerſtoͤrte, jene oft aus Beſitzern zu Buͤdenern machte. In dieſer Periode, wo die Agiotage meiſtens mit fremden Geldern betrieben wurde, wurden die Capitaliſten bewogen, auf dieſe eingebil⸗ dete Sicherheit große Summen herzuſchießen, deren Ver⸗ zinſung in ſpaͤtern Zeiten den Beſitzern ſo ſchwer geworden iſt, deren Kuͤndigung ſie zum Concurſe gebracht hat. Was voraus zu ſehen geweſen waͤre, mußte geſchehen; ſelbſt bey einem Mittelpreiſe mußte den Eigenern der mit fremden Gelde theuer gekauften Guͤter die Bezahlung der Zinſen unerſchwinglich werden, die Guͤter mußten zum Verkauf kommen und die Capitaliſten gerade ſo viel an ihren Hypo⸗ theken verlieren, als noͤthig war, damit der neue Kaͤufer die Beſitzung wohlfeil genug erſtehen konnte, um bey den jetzigen niedrigen Preiſen auskommen zu koͤnnen und bey eintretenden hoͤhern Preiſen wohlhabend zu werden. So hat es ſich von jeher ausgeglichen. Mit neuem Capital und neuem Muth und wahrſchein⸗ lich mit neuen Kenntniſſen verſehen, greift der neue Kaͤufer an das Werk und vermehrt hinwiederum die Production. Zweytens. Jene hohen Preiſe ſind es, welche die Paͤch⸗ ter verfuͤhrt haben, den Mittelpreis der letzten 20 Jahre fuͤr einen permanenten Durchſchnittspreis zu halten. Ver⸗ fuͤhrt durch das Beyſpiel der alten Paͤchter, die ohne alles eigene Verdienſt in dieſer Periode reich geworden waren, wurden die unvorſichtigen Pacht⸗Contracte geſchloſſen, welche die neuen Paͤchter jetzt zu Bettlern machen. Dieſes trau⸗ iig Beßii anndwithſte pact⸗Lotte hofftungen dauet auf! Aſergung, keittriſe i drites iernngen de iinen zn ſo dand ounniſ in mancen Pphelt dr thr as, welch d widder v lohe Ten i deraulaſen. vollenden R durch Vorſc nüglähh und ttiehenen Pn di galge ge Vürrtas. Gggever, und hahen, mut Korrendte rerarnen; ben, den ge ds ſeiter F ktt gitt dinge de ſtwenden bogfbs ean en von den tg Nenahlt und „N entfind 12 der diſ * Vahäldi iſtorte, jm diſer gei zeldern bedin f diße ins „Lan, den k wer an Suit it d 8 Sther, tih tx rü 8 uug d An zum 3 At rex K ee, m hn Arnen wh ¹ weda. Ir mu li ⁵ nu „Aan ihra nd viftts — 273— rige Beyſpiel ſelbſt ſcheint die jungen Maͤnner, die ſch der Landwirthſchaft gewidmet haben, nicht abzuhalten, neue Pacht⸗Contracte zu ſchließen, in welchen ſie ſchon ihre Hoffnungen auf die Zukunft theuer bezahlen, und ein Zu⸗ trauen auf ihre Kunſt bethaͤtigen, welches nur dauernde Anſtrengung, wohl benutzte Erfahrungen und gruͤndliche Kenntniſſe rechtfertigen koͤnnen. Drittens. Jene hohen Preiſe ſind es, welche die Re⸗ gierungen dazu verleiteten, dem Boden in den Kataſtern einen zu hohen Werth beyzulegen; ſie waren es, welche die Land⸗Commiſſionen vermogten, die ſteuerbare Tonne Landes an manchen Orten auf einen Werth zu ſetzen, welcher das Doppelte der jetzigen Verkaufspreiſe iſt. Jenes Agiotage war es, welches die Kaͤufer der Guͤter, welche ſie gerne bald wieder verkaufen wollten, dahin brachte, ſich dieſe hohe Tare nicht allein gefallen zu laſſen, ſondern ſogar zu veranlaſſen. Jene hohen Preiſe ſind es, welche die wohl⸗ wollenden Regierungen bewogen haben, dieſes Agiotage durch Vorſchuͤſſe zu unterſtuͤtzen, in der Meinung, daß es moͤglich und nuͤtzlich ſey, dadurch die Guͤter in ihrem uͤber⸗ triebenen Preiſe zu erhalten. Große Verluͤſte ſind davon die Folgen geweſen. Viertens. Jene hohen Preiſe ſind es, die ſo manchen Eigener, und wo es ihm frey ſtand, den Paͤchter, bewogen haben, manches Stuͤck Weide⸗Land aufzubrechen, manche Kornerndte mehr zu nehmen und ſeinen Boden dadurch zu verarmen; ſie ſind es, die den Landmann dazu verfuͤhrt ha⸗ ben, dem Kornbau nicht geeignetes Land urbar zu machen, es ſeiner Kraft zu berauben und ſich in die Nothwendig⸗ keit geſetzt haben, es unbenutzt liegen zu laſſen oder den Duͤnger daran ohne alle Hoffnung des Erſatzes zu ver⸗ ſchwenden. Voght's landwirthſchaftl. Schriften 1r. Bd. 18 — 274— Fuͤnftens. Jene hohen Preiſe ſind es, welche un⸗ wiſſende Paͤchter aufgeblaſen und uͤbermuͤthig gemacht, ſelbſt bey manchem ſonſt tuͤchtigen Mann Sorgloſigkeit und Nachlaͤſſigkeit erzeugt haben. Wo man dem Boden alles zu thun uͤberließ, und wo die Conjunctur alle Fehler be⸗ deckte, mußte die Kultur des Bodens ſicherlich darunter leiden. Sie erhielt einen ſcheinbaren Gewinn durch ihre groͤßere Extenſton und erlitt einen wirklichen Verluſt durch die Verminderung der Intenſitaͤt. Sechstens. Jene hohen Preiſe ſind es, welche den Preis des Tagelohns unverhaͤltnißmaͤßig erhoͤhet haben. Ein Uebel, welches damals ſehr wenig gefuͤhlt ward, ſpaͤ⸗ terhin den Landmann aber nur zu ſehr gedruͤckt hat. Siebentens. Jene hohen Preiſe ſind es, welche Eige⸗ ner und Paͤchter bewogen haben, große, oft erborgte Capi⸗ talien auf Verbeſſerung des Bodens gerade in einer Pe⸗ riode zu verwenden, wo dieſe Verbeſſerungen durch hohes Tagelohn, theures Pferdefutter, theures Saatkorn u. ſ. w. aͤußerſt koſtbar wurden, und, wie voraus zu ſehen gewe⸗ ſen waͤre, in einer andern Periode zum Ertrag kamen, wo der Minderwerth der Producte dieſe Verbeſſerungen zu einem aͤußerſt ſchaͤdlichen Geſchaͤft gemacht hat. Achtens. Jene hohen Preiſe ſind es endlich(und wahrlich ihre lange Dauer macht es verzeihlich), die die Guͤterbeſitzer zu dem Wahn brachten, dieſes außerordentliche Geſchenk des Schickſals ſey der ſichere kuͤnftige Ertrag ihrer Guͤter, die danach ihre Ausgaben einrichteten, und jetzt ſchwer fuͤr ihren Irrthum buͤßen. Dieſe hohen Preiſe ſind es, die den gedankenloſen Paͤchter zum Verſchwender machten. Daher der Luxus der Frauen und Kinder, das hohe Spiel in den benach⸗ barten Schenken und auf den Jahrmaͤrkten, die haͤufigen Reimn lah irs Gerert Schwer vohtheirn Arnulh il ſt ein ſeßr fibre kun⸗ Dem frd, de v Sir un n di ſebiye te 4 5 d guten wir wwſt Erſe. 6, di de hracht wid Mittelrreſe teuen Kiuft veiſe wid r es in gu fls es ber it der Au the duerd ſcheret als diddeun d der ein a jett de G den vid erden, u und der G am glit 8i8, wälhen raithig genne atgloſigtet a Voden a e ale Fähe llih dam ir inn darh 1 Werliſt ut , oice * erhöhtt tit aabt thed, mct 6 . Bukmn 1 a ſia g rag ku 1E Riſerun nent. uerui ainfii 14 1 riitte kern u — nniti ier der bm me in da bunt V 88, die u3 ic, wch 1r crbongde e in R iu, 1 1anlh 9 1 lic) Ei — 275— Reiſen nach den Staͤdten, und folglich die Vernachlaͤſſigung ihres Gewerbes. Schmerzlich iſt das Zuruͤckkommen von dieſen Ge⸗ wohnheiten; oft und wahr hat man geſagt, unverſchuldete Armuth iſt ein ertraͤgliches Uebel, aber das Verarmen iſt ein ſehr ſchweres, das zu Mißmuth und Verzweiflung fuͤhren kann. Wenn dieſes die unleugbaren Folgen einer Periode ſind, die wir eine gluͤckliche zu nennen pflegen, ſo laſſen Sie uns nun unſern Blick auf die gegenwaͤrtige, auf die jetzige traurige Periode werfen: vielleicht hat auch ſie ihre guten Seiten, und wir finden vielleicht etwas, das mit ihr ausſoͤhnen koͤnnte. Erſtens. Eine gute Folge dieſer niedrigen Preiſe iſt es, daß der Preis der Guͤter auf den Werth zuruͤck ge⸗ bracht wird, auf welchem er ſich, ſelbſt bey ſehr maͤßigen Mittelpreiſen, kuͤnftig erhalten kann. Dieſes giebt einem neuen Kaͤufer eine große Sicherheit. Er kann vernuͤnftiger⸗ weiſe wiederum etwas an die Erhaltung des Guts, falls er es im guten Zuſtand erhielt, oder an ſeine Verbeſſerung, falls es vernachlaͤſſigt worden, wenden. Er kauft nicht mit der Ausſicht des nahen Wiederverkaufs, ſondern um eine dauernde Zinſe von ſeinem Capital zu machen, und es ſicherer als in den Staatspapieren zu belegen, welche hin⸗ wiederum das Agiotage auf eine Hoͤhe gebracht hat, auf der ein aͤhnlicher Sturz ihnen bevorſteht, wie der, der jetzt die Guͤter⸗Preiſe getroffen hat. Unter dieſen Umſtaͤn⸗ den wird die Erhaltung der Bauern ſein eigenes Intereſſe werden, und das beſſere Verhaͤltniß zwiſchen den Bauern und der Gutsherrſchaft ſich wieder herſtellen, das ſo vieles zum Gluͤck beyder beytraͤgt. 18* — 276— Zweytens. Eine gute Folge dieſer niedrigen Preiſe iſt es, daß der Paͤchter wenigſtens nicht durch die aͤußeren Umſtaͤnde zu einem Uebergebot verleitet wird. Bietet er mehr, als nach der bisherigen Bewirthſchaftung die jetzigen Preiſe ertragen koͤnnen, ſo hat er ſich ſelbſt dadurch die Pflicht auferlegt, durch vermehrte Intenſitaͤt der Kultur das Zutrauen, welches er in ſich ſetzt, zu rechtfertigen. Eine beſſere Gewaͤhrleiſtung fuͤr die kuͤnftige ſorgfaͤltige Kultur moͤgte wohl ſchwer zu erhalten ſeyn! Nur huͤte er ſich fuͤr die unverbuͤrgte Hoffnung der dauerhaften Ruͤck⸗ kehr voriger Preiſe. Drittens. Eine gute Folge dieſer niedrigen Preiſe iſt es, daß die Regierungen mit dem wahren Werth der Grundſtuͤcke bekannt werden, bewogen werden koͤnnen, zu erwaͤgen, ob es mit dem Wohl des Ganzen vertraͤglich ſey, die Auflagen auf den zu hoch taxirten Grundſtuͤcken dauernd zu vermindern, wobey wohl vorzuͤglich auf die kleinen Beſitzungen auf Heide⸗ und Sandboden Nuͤckſicht zu nehmen waͤre, beſonders aber auf die Verminderung der Communal⸗Abgaben, die viel druͤckender als die Koͤniglichen ſind, weil ſie ungleich, durch nichts begraͤnzt und von der Willkuͤhr abhaͤngig ſind. Viertens. Eine gute Folge dieſer niedrigen Preiſe iſt es, daß der Credit der Grundſtuͤcke nunmehr auf eine ſichere Baſis ruht. Der Verleiher weiß, wie weit er mit Sicherheit gehen koͤnne, und dieſe Gewißheit wird dazu dienen, die Zinſen auf ſo ſicher belegte Capitalien zu er⸗ maͤßigen und dadurch die Kultur zu erleichtern. Die Re⸗ gierungen werden einſehen, wie unnuͤtz ihr Kampf gegen den unaufhaltſamen Gang der Begebenheiten iſt, und wie ſchaͤdlich im vorliegenden Falle ſelbſt ihre Beyhuͤlfe werden kann. — Fin qriſeit i mantes nen ſans Grn Seͤüngen d pau der Ka tun, unlei gißte Einn Zoden daue zun, vah kaßen or en er jeht giime kund 1 wochrih ieſs dandes Eehi ſt es, dß arüegeöra vil, in die ehzuwenden, Hultur mi htzen Etng C vid, iht wehe Leworgener und nchn Liit ud tt bauen, ninder au wenden, w enſiger de 2 ⁶½ dee änßen 1 rrigen lrii men Di 1e den üirn E zen mät a omfüt ArWiglih uf t voda Ai 4um die ehiſt Get ud mn 1 ant i E (eseeit ni i w b D iualin g 83 pn. De I 1 A Hann g A ſt, wn 1 n Kn 4 Priſ 1 d. Wit; Hung de izn . iſt dauh n 1E minnuht „ igen wi — 277— Fuͤnftens. Eine gute Folge dieſer niedrigen Getraide⸗ Preiſe iſt es, daß der augenblickliche Vortheil des Land⸗ mannes nunmehr Eins mit der wirklichen Verbeſſerung ſeines Grundſtuͤckes iſt. Nunmehr iſt das Pflegen und Beduͤngen der Weiden, das Ausſaͤen der Futterkraͤuter, der Bau der Kartoffeln, kurz alles, was ſeine Hollaͤnderey heben kann, zugleich das, was ihm fuͤr dieſen Augenblick die groͤßte Einnahme gewaͤhrt und fuͤr die Zukunft ſeinen Boden dauernd verbeſſert. Er capitaliſirt Boden⸗Reich⸗ thum, welchen er, wenn ſich die Umſtaͤnde veraͤndern, mit großem Vortheil auf denſelben Getraidebau verwenden kann, den er jetzt mit Schaden treiben wuͤrde. Es iſt ſein jetziges Intereſſe, das nicht zum Kornbau geeignete Land zur Weide fuͤr Schafe zu machen, welches auch wahrſcheinlich fuͤr die Zukunft die beſte Anwendung dieſes Landes ſeyn wird. Sechstens. Eine gute Folge dieſer niedrigen Preiſe iſt es, daß der gedankenloſe Paͤchter von ſeinem Eigenduͤnkel zuruͤckgebracht wird, und, wenn er ſeinem Ruin entgehen will, in die Nothwendigkeit verſetzt wird, alle ſeine Kraͤfte anzuwenden, mit moͤglichſter Erſparung derſelben dennoch die Kultur mit der Intenſitaͤt zu betreiben, die durch einen hoͤ⸗ heren Ertrag die Erniedrigung der Preiſe ausgleichen kann. Er wird, zur Umſicht und zum Nachdenken gezwungen, nicht mehr das Gut blos als eine Fabrikanſtalt ohne Muͤhe gewonnener und ſicher abzuſetzender Koͤrner anſehen. Er wird rechnen lernen muͤſſen, er wird den Aufwand von Zeit und Kraͤften mit dem Ertrag vergleichen, um nur das zu bauen, was noch mit Vortheil gebauet werden kann; minder auf das nicht lohnende, mehr auf das Land ver⸗ wenden, welches noch einen Pachtzins verſpricht. Er wird emſiger die Arbeit foͤrdern und, wo es noͤthig iſt, ſelbſt Hand anlegen; durch die Intenſitaͤt der Wirthſchaft er⸗ ſetzen, was ihr an Extenſion abgehen muß. Er wird ſolche Handelsgewaͤchſe waͤhlen, fuͤr die ſein Boden geeignet iſt, und fuͤr die ſich ihm ein Markt oͤffnet. Der hoͤhere Ertrag wird nicht mehr, wie der Gewinn aus dem Gluͤcks⸗ rade, ein Geſchenk des Zufalls, er wird der Lohn ſeiner einſichtsvollen Bewirthſchaftung und der Gewinn ſeyn, den er ſeiner Anſtrengung zu verdanken hat, und dabey werden der Landbauer und der Landbau beyde im gleichen Grade gewonnen haben. Siebentens. Eine gute Folge dieſer niedrigen Preiſe iſt es, daß ſie den Tagelohn wieder ſo weit herunterbringen werden, daß der Ertrag die Arbeit des Tageloͤhners bezah⸗ len koͤnne. Dabey wird es dem Landmann moͤglich werden, dieſen niedrigen Tagelohn zu benutzen, um wohlfeile Accordarbei⸗ ten bey ſich einzufuͤhren und ſo die Kraͤfte der Arbeiter zu ſeinem und ihrem Vortheil beſſer zu benutzen. Der niedrige Tagelohn wird die Frauen und Kinder der Tageloͤhner noͤthigen, noch mehr wie ſonſt, durch Feld⸗ und Haus⸗Arbeit dem Mann und Vater zu Huͤlfe zu kommen. Die Concurrenz der Arbeiter wird es dem Land⸗ mann moͤglich machen, wenn keine Accord⸗Arbeiten vor⸗ handen ſind, den Tagelohn mit den Kraͤften, der Intelli⸗ genz und dem Fleiß jedes einzelnen Tageloͤhners in Ver⸗ haͤltniß zu ſetzen und dadurch eine Erhoͤhung der Thaͤtig⸗ keit zu beſchaffen, die beyden Theilen nicht anders als nuͤtzlich ſeyn kann. Dieſe Vortheile werden bleibend ſeyn und kuͤnftige beſſere Zeiten es der jetzt ſogenannten ſchlech⸗ ten Zeit zu verdanken haben. Achtens. Eine gute Folge dieſer niedrigen Preiſe iſt es, daß der Landwirth ſeinen Boden jetzt um—, ſogar um d Hünd ſaln zd ringn ud ſſer ud zn bedeuten xür ſij hälſt, nnd tn, daen zalhr diſe danden. 3 Praſen de theutes ban dertrfer m tngeütt 81 dn thanrt Wacter i1, d G. Dddung! haͤusliher Zeit in d wit der Krifte der nnuͤſer, ale ieer undt die Siln wahthet fetten Jal folgn me lluger I ſie jett glück di — Enn, bhwr 1 z. E wh rzdan gii * da iin 2* dem Glich e lohr ſin Sim ſow d dabe nn mläta i :1 drixen i 1 eruntrtrir aw ähnas ³ K verda in 1 Naanae 1 Aben 1 r w emn Irau hü 1s der h d r ltbein e n der P Aets ulh ae der d a rlid ſh da utta ſtl⸗ ton Nrüt 279— die Haͤlfte der Koſten verbeſſert, die er vor dieſer wohl⸗ feilen Zeit daran haͤtte wenden muͤſſen. Der Tagelohn iſt geringer und er hat die Wahl unter den Arbeitern. Mehr, beſſer ausgefuͤhrte und minder theure Arbeiten: wahrlich ein bedeutender Vortheil! Das Zugvieh iſt wohlfeil, der Hafer ſteht auf ½ voriger Preiſe, das Saatkorn auf die Haͤlfte, und ſo erhaͤlt der Landmann wohlfeile Verbeſſerun⸗ gen, deren Wirkungen in eine Periode fallen werden, in welcher beſſere Preiſe ihn dafuͤr ſehr reichlich belohnen werden. Wenn, wie es gewoͤhnlich geſchieht, bey hohen Preiſen der Landmann voll Muth auf eine koſtbare Weiſe theures Land verbeſſerte, deſſen Producte er nun wohlfeil verkaufen muß, ſo wird nun eine Zeit kommen, wo alles umgekehrt da ſteht, und das Product wohlfeiler Verbeſſerun⸗ gen theuer verkauft werden wird. Neuntens. Eine gute Folge dieſer niedrigen Preiſe iſt, daß Eigenthuͤmer und Paͤchter gezwungen werden, mehr Ordnung und Erſparung in ihrer Wirthſchaft einzufuͤhren, haͤuslicher zu werden, ihre Beruhigung bey der ſchlimmen Zeit in dem Bewußtſeyn der Anſtrengung finden werden, mit der ſie gegen die ſchwere Zeit anarbeiteten. Alle Kraͤfte der Familie werden ſich zu dieſem Zweck vereinigen muͤſſen, alle Mitglieder derſelben werden ſich einander wich⸗ tiger und theurer werden. Haͤusliche Freuden werden an die Stelle der Zerſtreuungen treten. Die hier erlangte Ge⸗ wohnheit und das Beyſpiel gluͤcklicherer Familien, die in fetten Jahren an die magern Jahre dachten, die ihnen folgen muͤſſen, wird ſie kuͤnftig weiſer machen, und aus kluger Vorſicht werden ſie fortfahren, vas zu thun, was ſte jetzt aus Noth thun muͤſſen, und ſo wird jetziges Un⸗ gluͤck die Urſache ihrer kuͤnftigen Wohlhabenheit werden. — — 280— Aber außer dieſen Vortheilen der ſchlechten Zeit, die ſich den Nachtheilen der guten Zeit entgegen ſtellen, giebt es noch andere, deren gute Folgen fuͤr die Zukunft unver⸗ kennbar ſind. So haben Zehntens: die anhaltend niedrigen Preiſe unſern Lan⸗ desproducten neue Auswege eroͤffnet, an welche bey einem geringen Fall der Preiſe nie gedacht worden waͤre, und die nun auch bey Mittelpreiſen uns bleiben werden. Nicht leicht wird dem Handel ein neuer Canal geoͤffnet, es muß ein bedeutender Vortheil, vielleicht von 25 bis 30 pCt. ſeyn, der den Kaufmann reizt, das Neue und Unbekannte zu wagen. Bald miſcht ſich dann die Concurrenz darein. Alle Vortheile werden nunmehr bey naͤherer Bekanntſchaft mit dem neuen Handelszweige beſſer wahrgenommen. Der Debit des fremden Committenten vermehrt ſich in ſeinem Lande und nun iſt derſelbe auch bey ſchnellem Umſatz mit einem Vortheil von 5 pEt. zufrieden. Hier wird der Ab⸗ ſatz nicht durch koſtbare und gewagte Verſuche geſchafft, der Handel wird gluͤcklicher Weiſe paſſiv und fuͤr den Pro⸗ ducenten wie fuͤr ſeinen Kaͤufer und den Commiſſionair ge⸗ fahrlos. 3 Wer haͤtte es geglaubt, daß wir Suͤdamerika wohl⸗ feiler mit Mehl verſorgen koͤnnten, als die Nordamerikaner ſelbſt! Im vorigen Jahre ſind fuͤr viele Hunderttauſende Waitzen⸗Mehl und Zwieback nach Braſilien, Columbien, Buenos⸗Ayres und den Inſeln geſandt. Schon werden Dampfmuͤhlen angelegt, die das Korn fein genug mahlen werden, um das Mehl mit den gehoͤrigen Vorrichtungen ſo feſt und luftdicht verpacken zu koͤnnen, daß es durchaus haltbar werde. Dadurch wird dann auch dieſer Debit ſich mehr und mehr erweitern, wenn, wie es zu erwarten, ja ſogar zu wuͤnſchen iſt, die Kornpreiſe nicht wieder uͤber maͤßige Mittelpreiſe hinausgehen. Pin a A cif 4 Nü falln ſch wen di E dorthel ber ſtüſt un ein etiffe, die atöſchleßlch nich d En känftig ſcwe in geviſen nnden lſe vötolcbonme n nns nch R, w ſh eweten. Die we di Vrauer Viets iim ei Trantport! Süntt ii di Hm Weigen arſr . Gies in, dhßn Auſtrengung durch vohſ gtietäten de un ticht d un niht ſ Ü'mn fit Ften Ji, 1 Eſeln, Siutuuſt un e uſſer i hie b in 1 12 när, u rerdn. M rnt, am S bis 3 A uttm Suran un 11 Benrufi —. Doumn d Kich iim 4 Lid db „i ür da he ſeriſiorai 3 ddanrtir = derttuii 1= Colu —em erug rnihe d s dnrchu wrun, * wieder e 1 wn -Säe gittt rerita u 1 ton un 1 Wichtunge 1 Waͤre die Butter nicht waͤhrend einer gewiſſen Periode auf 23 Rthlr. die Tonne gefallen, ſo wuͤrde ſie jetzt nicht auf 40 Rthlr. ſtehen. Den Englaͤndern wuͤrde es nie ein⸗ gefallen ſeyn, ſich von hier aus mit Butter zu verſorgen, wenn die Erſten Sendungen ihnen nicht einen uͤbergroßen Vortheil verſprochen haͤtten. Schnell hat dieſes Erſte Ge⸗ ſchaͤft zu einem bedeutenden Handel gefuͤhrt. Es giebt jetzt Schiffe, die fortwaͤhrend keine andere Frachten haben und ausſchließlich damit beſchaͤftigt ſind, Butter von Hamburg nach den Engliſchen Haͤfen zu bringen. Die Butter wird kuͤnftig ſchwerlich unter 6 Schillinge pr. d fallen, und kann in gewiſſen Perioden, wie z. B. die jetzige iſt, bey bedeu⸗ tendem Abſatz 8 Schillinge pr. 5 gelten. Eine ſich immer vervollkommnende Reinigung und Verpackung der Butter wird uns nicht allein dieſen Ausweg erhalten, ſondern auch den, der ſich nach Spanien und Portugall eroͤffnet hat, erweitern. Die wohlfeilen Gerſten⸗ und Hopfenpreiſe haben es den Brauern moͤglich gemacht, durch oͤfteres Kochen des Biers ihm eine Haltbarkeit zu geben, die es zum uͤberſeeiſchen Transport vorzuͤglich eignet. Statt 518 Erlaubnißſcheine zum Brauen, die 1816 fuͤr die Hamburger Brauer erfordert wurden, waren im vorigen Jahre 870 gebraucht worden. Eilftens. Da dieſes alles nur dadurch erhalten werden kann, daß mit groͤßerer Kenntniß, mehrerem Nachdenken, mit Anſtrengung und eigener Handanlegung gearbeitet und da⸗ durch wohlfeiler producirt werde; da dieſes nur in Pro⸗ prietaͤten von maͤßiger Groͤße moͤglich iſt, nicht zu klein, um nicht ein namhaftes Betriebs⸗Capital zu erfordern, um nicht ſtarke wohlgenaͤhrte Geſpanne und mehrere Tage⸗ loͤhner fortwaͤhrend beſchaͤftigen zu koͤnnen; nicht zu klein, 282— um nicht jaͤhrlich einen bedeutenden verkaufbaren Ertrags⸗ uͤberſchuß zu haben; nicht zu groß, um die genaueſte Auf⸗ ſicht des Bebauers auf jede der Arbeiten, und ſeine Mit⸗ wirkung ſelbſt nicht zu erſchweren: ſo wird dieſe ſchon in Gang gekommene Zertheilung großer Beſitzthuͤmer, die an ſich der intenſiven Kultur widerſtehen, nach und nach all⸗ gemeiner werden. Machen die Umſtaͤnde dieſe Zertheilung noͤthig, ſo wird man von ſelbſt an das Separiren denken muͤſſen. Es iſt unnuͤtz und gefaͤhrlich, ihnen voreilen zu wollen. Iſt Capital genug in den Haͤnden großer Land⸗Eigen⸗ thuͤmer(und aͤußerſt wuͤnſchenswuͤrdig iſt, daß es deren recht viel geben moͤge), um kleinere Pachtungen anzulegen und in Stand zu ſetzen— Capital und Geſcchicklichkeit genug in den Haͤnden der Paͤchter, um ſie gehoͤrig zu be⸗ nutzen, ſo wird es beyder Intereſſe ſeyn, es zu thun. Bis dahin und wahrſcheinlich lange noch, wird der große Be⸗ ſitzer bey eigner Adminiſtration und extenſiver Kultur einen groͤßern Rein⸗Ertrag haben. Kommt aber jene Periode, welche vermehrte Bevoͤlkerung und vermehrte Aufklaͤrung uͤber die Anwendung eigner Kraͤfte, ſo wie die Nothwen⸗ digkeit ſie anzuſtrengen, unfehlbar herbeyfuͤhrt, ſo wird die Verkleinerung der Pachtungen(nicht der Beſitzungen) ſchnell vor ſich gehn. Was der Gang der Dinge nothwendig macht, geſchieht von ſelbſt und durch ſich ſelbſt. In einer folgen⸗ den Generation wird ſich unſere Kultur mehr der Engliſchen und Brabander Wirthſchaft naͤhern. Ein groͤßerer Theil vermehrter Producte wird von einer vermehrten Bevoͤlke⸗ rung ſelbſt verzehrt werden. Dieſes wird auf die Staͤdte wirken, der inlaͤndiſche Abſatz und die ſo wuͤnſchenswuͤrdige innere Circulation wird zunehmen und das zu ungleiche Be⸗ duͤrfniß fremder Maͤrkte mindern Einfluß auf unſern Nur arme, wenig bevoͤlkerte Laͤnder ſind Wohlſtand haben. b Tean, Vimn 1 1 3 indun i de ußfbmrtte Ales bößet lcütit voll din Punkt. Id ba 4 Fat uichtI ts ſotter, wemn ale mii Sorg drjin üngſe Atheil Ih ſitt⸗ de inxg Miis wn, de ales Aorberge hoben, un ihre giißten Aube: dfiinde dorhelh Das di Gi ahur fahn, ſ dar Nach, dr ſtieen ſind, a⸗ Gexenhät z helni u da fetnſetn. d diigen Preiſn preiſen vitde! derit ligt, m konne, di de daß der güne b un aren m G gennueſe t unnd ſäim ſh 5* diſe ſcen in in, 11 1 und n aiſt etln 1 Karinngm h an urla, 1*n ht üsn 1 rgr unlh Ir Gſtiit f g. rs n , der g 1 Has nt r jn p nnt An füüw EA de Mihn 6&, pmni 2 tunpnſe 9 Pnaia tänt i u esnder ſt Bima e et di 1 1 de ehl a ſtend rinni 1 7 has 8 r auf 4 af tedänder 1 ene ¹ pan — 283— es, in denen die Ausfuhr des Getraides den bedeutendſten der Ausfuhrartikel ausmachen kann. *+& * Alles bisher Geſagte iſt meiſtens nur angedeutet und beduͤrfte wohl einer Rechtfertigung, faſt fuͤr jeden einzelnen Punkt. Ich habe dazu Materialien genug im Vorrath, aber jetzt nicht Muſſe, ſie zu ordnen. Vielleicht geſchieht es ſpaͤter, wenn die landwirthſchaftlichen Verſuche, die jetzt alle meine Sorgfalt erfordern, mir dazu Zeit laſſen. Bis dahin uͤberlaſſe ich dieſes Ihrem von mir ſo hoch geſchaͤtzten Urtheil. Ich haͤtte Ihnen eine Abhandlung ſtatt eines Briefes ſchreiben muͤſſen, und dieſer iſt ſchon ſo lang, daß ich kaum noch das hinzufuͤgen kann, was eigentlich der Zweck dieſes Briefes war, die Andeutung deſſen, was nach Maaßgabe alles Vorhergeſagten, Landbeſitzer und Paͤchter zu thun haben, um ihren Schaden moͤglichſt zu vermeiden und den groͤßten Nutzen aus dem zu ziehen, was die jetzigen Um⸗ ſtaͤnde Vortheilhaftes darbieten. Was die Gutsbeſitzer betrifft, welche ihre Guͤter ver⸗ pachtet haben, ſo moͤgte wohl das Rathſamſte fuͤr ſie ſeyn, dem Paͤchter, der bisher richtig bezahlt hat und mit dem ſie zufrieden ſind, an der Pacht etwas nachzulaſſ en und die Gelegenheit zu benutzen, die kuͤnftige Pachtſumme im Ver⸗ haͤltniß zu den Marktpreiſen der Hauptproducte ihres Guts feſtzuſetzen. Die Sicherſtellung ihrer Einnahme bey nie⸗ drigen Preiſen und die Vermehrung derſelben bey hoͤhern Preiſen wuͤrde das Unangenehme reichlich uͤberwiegen, das darin liegt, nicht auf eine feſte Einnahme rechnen zu koͤnnen, die doch nur immer auf der Vorausſetzung beruht, daß der Paͤchter im Stande ſey, ſie zu bezahlen. Der — 284— gute Wirth wird von ſelbſt von der hoͤheren Einnahme zu. rüͤcklegen, um damit ein ſchlechtes Jahr zu einem Mitteljahr machen zu koͤnnen. Was den Landbebauer, ſey er Eigenthuͤmer oder Paͤch⸗ ter, betrifft, ſo muß er ſeine Lage ſcharf ins Auge faſſen und ſelbige richtig zu beurtheilen ſuchen. Er muß zufoͤr⸗ derſt die Thatſachen annehmen wie ſie ſind, wenig von ihrer Aenderung hoffen, alles von dem, was ſeine Kraͤfte dabey zu thun vermoͤgen(1²). Boden⸗Rente und Laſt laͤßt ſich nicht vermindern, das Product aber durch Arbeit vermehren. Muß es ver⸗ mehrt werden, ſo wird es die Arbeit vermehren muͤſſen, der Preis der Arbeit ſich aber durch das Product beſtimmen laſſen, die wohlfeilen Zeiten muͤſſen die Thaͤtig⸗ keit, die ſie wohlfeiler machen, erhoͤhen; die Kraͤfte muͤſſen eingeengt und in dem Maaß vermehrt wer⸗ den, als der Verkauf derjenigen Producte ſtockt, die durch leichte ertenſive Kultur gewonnen werden koͤnnen.» Das Verhaͤltniß des Betriebs⸗Capitals zur kultivir⸗ ten Flaͤche ſteht gewoͤhnlich im umgekehrten Verhaͤltniß mit (12) Wir beſitzen uͤber dieſen Gegenſtand eine kurze aber aͤußerſt gediegene, im 9ten Jahrgange der Mecklenbur⸗ giſchen Annalen pag. 501 abgedruckte, mit X unterzeich⸗ nete Abhandlung. Ich habe einen großen Reſpect fuͤr alles, was aus der Feder dieſes ſcharfſinnigen, mit Kennt⸗ niſſen und Urtheil begabten Mannes koͤmmt. Was er klar gedacht hat, druͤckt er mit logiſcher Praͤciſion gar kraͤftig aus. Ich werde hier Manches von ihm, ſogar ſeine Ausdruͤcke, entlehnen, weil ich es fuͤr unmoͤglich halte, beſſere zu finden.. Es⸗koſtet mir einige Ueberwin⸗ dung, den Schleyer nicht hinwegzuziehen, hinter wel⸗ chem der beſcheidene Verfaſſer ſich verbirgt, und den Namen eines Mannes nicht oͤffentlich zu nennen, der ſeinem Vaterlande Ehre macht. Irmthe 1 3 nit, bej na gin hriſen kährten Lert Je nüdrier ſ lnſeer rfäln gelatete nei n di vrd aſe ugacit Albet ſp vehlh nkih Alet, u et ſer Fular ey gpei nitt it ſt im geinwent Fälict t präcſien udgt tin Weffaſſersn hätte; B ſen göratt ſattn niten nir diſ 19, bh de Fiter virn A j deß Nein⸗Ertee örnpreſt deſe lir m bäin d ridrigen Prait Ertmage mur di nit in i 8 Iat fir 100; tag dr Viße lif nunn ni — —— d G — i 1 M r neu it P ut iim * die hi rhiͤſen an verätn 12 4t 3 , mn 18 deme Bn Nüti V T mr oder d Auge f fü er mf n Serig von g e Kuifr g ht verniir joct, Rd nren as ir ltt Snrhin 1 38 l a X E rr Peßa 1 zen, mit d 7 * mt. dit 8 Nricinä San jm, ſ ffür 2 9 i eheni hinte ter” 285— der Landmiethe. Bey hoher Landrente thut der Boden mehr, bey niedriger die Kunſt. So ſollte bey niedri⸗ gen Preiſen das Betriebs⸗Capital im umge⸗ kehrten Verhaͤltniß mit den Preiſen ſtehen.— Je niedriger ſie ſind, um ſo mehr muß die Kunſt thun. Unſere Verhaͤltniſſe geben geſtiegene Bevoͤlkerung und bey geſunkenen Preiſen hohe Pacht und Rente durch Concur⸗ renz. Die vermehrte Menſchenmenge muß, der niedrigen Preiſe ungeachtet, ihre Arbeitsfaͤhigkeit verwenden und die Arbeit ſo wohlfeil geben, daß ſie ſich einzahle.⸗* — „Wirklich muß bey geſunkenen Preiſen, alſo wohlfeilerer Arbeit, doch ein groͤßerer Rein⸗Ertrag ſich aus der inten⸗ ſiven Kultur ergeben. Denn bey intenſiver Kultur tritt die Arbeit nicht in ſo großes Verhaͤltniß zum Product wie bey einem geringern Grade der Kultur.» Vielleicht koͤnnen einige Thatſachen dieſe mit ſtrenger Praͤciſion ausgedruͤckten, mit den Worten des oben erwaͤhn⸗ ten Verfaſſers angefuͤhrten Wahrheiten verſinnlichen. Ich haͤtte z. B. ſaure Wieſen gehabt, die mir 10,000 Heu gebracht haͤtten; bey den hohen Preiſen von 18 † fuͤr 1000 5 waͤren mir dieſe in der Naͤhe der Staͤdte werth geweſen 180; bey dem damaligen hohen Taglohn und theuren Futter waͤren Matt und Arbeitskoſten 30 geweſen. Mit dem Rein⸗Ertrag von 130 zufrieden, und da die hohen Kornpreiſe beſſer die verwandten Koſten belohnten, haͤtte ich hier an keine Verbeſſerung gedacht. Bey dem eingetretenen niedrigen Preiſe von 11 † braͤchte die Wieſe nun an rohem Ertrage nur 110 ¼. Geſetzt ich koͤnnte durch eine Ausgabe, die mir in theuren Jahren 200 F gekoſtet haben wuͤrde, jetzt fuͤr 100 eine Verbeſſerung anbringen, welche den Er⸗ trag der Wieſe fuͤr mehrere Jahre auf 20,000 5 Heu jaͤhr⸗ lich bringen wuͤrde. Dieſe braͤchten zu 11 220 ½. Da — 286— Futter und Taglohn viel wohlfeiler ſind, auch die Matt ohnehin bey der beſſern Wieſe nicht viel theurer iſt, waͤren meine Koſten wohl nur 50; das reine Product 170 ½. Nun ſteht die Arbeit zum reinen Ertrag wie 5:17, vorher wie 4:7. Wer den Bericht uͤber meine Verſuche, den Kartoffel⸗ bau betreffend, einiger Aufmerkſamkeit wuͤrdigt, wird ſehen, daß zwey zweckmaͤßig gegebene Pflugarten mehr, den Kar⸗ toffelertrag auf 100 Ruthen um 24 Himpten à 50 t vermehrten, daß dieſe Vermehrung zu den jetzigen nie⸗ drigen Preiſen 9 werth war, daß dieſe Arbeit, die mir vor 10 Jahren 9 gekoſtet haben wuͤrde, mir 4 α 8 ſ gekoſtet hat. Da nun die niedrigen Preiſe mich zu dieſer Erhoͤhung durch intenſive Kultur gebracht haben, ſo waͤre ich dieſen niedrigen Preiſen den vermehrten reinen Ertrag von 4 α 8 ſ pr. 100 CRuthen ſchuldig. Dieſe Beyſpiele moͤgen die unleugbare Wahrheit er⸗ laͤutern: adaß die Arbeit bey intenſiver Kultur in geringerem Verhaͤltniſſe zum Producte ſtehe, und die wohlfei⸗ «leren Preiſe, welche die Arbeitskoſten vermindern, sdurch Kunſt und Arbeit gegen Laſt und Rente cleichter ausgeglichen werden, als durch Vermin⸗ sderung der Arbeit und durch Beſchraͤnkung auf bloße Perzeption.* Wenn der Landmann dieſem letzten gefaͤhrlichen, der Traͤg⸗ heit ſchmeichelnden, allen Muth laͤhmenden Irrthum ent⸗ ſagt, und mit freudiger Zuverſicht auf ſeine Kraͤfte den entgegengeſetzten Entſchluß erfaßt, ſo koͤmmt es nun nur darauf an, jeder gegebenen Locgalitaͤt nach zu beſtimmen, wie dieſe Kraͤfte am vortheilhafteſten angewandt werden koͤnnen. Der fuchen ſih lir undh Kappeluüthihe Lon dieſ duutt derot, Bitterpreiſen, lig viel tiefer di Lermeht. raghlich ſe nl, eäner Berith gßern rn m drich beden 1 lit a5 t. ande dder ihn: aüicnd läöt, ztr Kaltur ve die den kandre wöhnich ley imm mn Scht Da Gut teil gaben das Emmahme veſe idige Einhr Der Guti Eiſtes, Düngets a auf die Die Vade fit ſi Zreytens ven a in urr it, n Is Nradut e ng vwie i 5 den Leſß Keigt tihtn Penn, ind d uptu 1 +½ Arbet, An mxe uin 1 bar in ge 17 —— d at w M dur bet eer, i h 1 Irth 1 3 n Küttv dete es un M 5 zu bfim 1t rwundt t welt . jaih 8 13 1 4 33 8. 1. 1caber Imn Ir en rin on 4. d. lhn 9 ten wenun ttenait — 287— Der freyen Bewirthſchaftung tleiner Beſitzungen laͤßt ſich hier manches vorſchlagen, was in den Turnus der Koppelwirthſchaft nicht paßt. Von dieſer verſtehe ich zwar nicht viel, aber mich duͤnkt dennoch, daß es evident ſey, daß bey den jetzigen Butterpreiſen, die aus ſchon angegebenen Gruͤnden ſchwer⸗ lich viel tiefer ſinken koͤnnen, hauptſaͤchlich und zufoͤrderſt die Vermehrung der Holländerehen auf alle Weiſe raͤthlich ſey. Erſtlich, weil die Tonne geduͤngten Weidelandes bey eigner Bewirthſchaftung der Hollaͤnderey unſtreitig einen groͤßern reinen Ertrag giebt als die Tonne Waitzen, wenn man dabey bedenkt, daß eine Waitzenerndte den Boden um 15 bis 25 pr. Cent aͤrmer macht, die geduͤngte Dreeſch⸗ weide aber ihn nach 4 Jahren in einem bedeutend reicheren Zuſtand laͤßt, weil alsdann dieſer capitaliſirte Reichthum zur Kultur von Koͤrnern wird verwandt werden koͤnnen, die dem Landmann Vortheil bringt, ſtatt daß der, wie ge⸗ woͤhnlich bey der Braache daran verwandte Duͤnger jetzt ihm nur Schaden bringen kann. Der Gutsbeſitzer wird alſo hier den dreyfachen Vor⸗ theil haben das zu erzielen, was ihm fuͤr jetzt eine baare Einnahme verſchafft, ſeinen Boden verbeſſert und ſeine kuͤnftige Einnahme nachhaltig erhoͤhet. Der Gutsbeſitzer wuͤrde alſo: Erſtens, den moͤglichſt groͤßten Theil ſeines Duͤngers auf ſeinen letzten Hafer mit Klee oder auf die Dreeſch ſelbſt bringen, um bald eine reiche Weide fuͤr ſeine Kuͤhe zu haben. Zweytens. Zu eben dieſem Zweck wuͤrde es fuͤhren, wenn es ihm moͤglich waͤre, die geduͤngte Braache — 288— mit Mengfutter zu beſaͤen, ſeine Pferde und Ochſen und einen Theil ſeiner Kuͤhe damit auf dem Stalle zu fuͤt⸗ tern, und ſeinen Klee zu Heu fuͤr Winterfutter zu verwen⸗ den. Sollte ſein Braachland dazu zu unrein ſeyn, ſo wuͤrde ich vorſchlagen, einen Theil davon mit Steckruͤben unnd Kartoffeln zu bepflanzen, zum Winterfutter fuͤr ſeine Kuͤhe, fuͤr welches die erſteren, zugleich mit etwas Schroot vermengt, ein treffliches Correctif fuͤr die Maͤngel ſind, die man der letztern Art der Fuͤtterung vorwirft(13). Wo die Groͤße der Guͤter und der Zuſtand des Braach⸗ landes die Befolgung dieſer Vorſchlaͤge raͤthlich und moͤglich macht, muͤßte der Duͤnger zwiſchen dem Dreeſch⸗ und Braach⸗Lande getheilt, auf jenes vor Winter gebracht, auf dieſes gleichfalls im Winter gebracht und im Maͤrz einge⸗ pfluͤgt werden. Drittens. Wenn ein Theil der Koppeln dieſes Guts (²³) Hierher gehoͤrt vorzüglich die Fuͤtterung der Pferde mit Kartoffeln, die Herr Lorenzen in Waſſersleben ſchon ſeit 1821 betreibt und die Herr Meyerink in Schoͤn⸗ boͤcken ſeit Juny des vorigen Jahres mit Erfolg betrie⸗ ben hat. 100 Ruthen mit Hafer beſaͤet, von 6000 Ertrags⸗ faͤhigkeit, koͤnnen im beſten Fall tragen 30 Himpt à 27 16 = 810 46 Hafer. 100 Ruthenmit Kartoffeln bepflanzt, von 6000 Ertragsfahigkeit, koͤnnen im beſten Fall tra⸗ gen 180 Himpt à 50 46= 9000 16 Kartoffeln. I 16 Ha⸗ fer iſt in der Fuͤtterung gleich 4 46 Kartoffeln, mithin 3,240 18 Kartoffeln ſind gleich 810 46 Hafer. Es wird alſo dadurch beynahe zwey Drittheil des Areals zu ver⸗ kaufbaren Producten erſpart. Die Hafer⸗Erndte wuͤrde das Land um 10„Ct. aͤrmer gemacht haben— die Kar⸗ toffel⸗Erndte nicht um 5 Ct., wenn das Kraut unter⸗ gepfluͤgt werden kann. Die Sache iſt von der hoͤchſten Wichtigkeit und koͤnnte auf jedem Gute den verkaufharen Ertrag bedeutend vermehren. aaz litte ſ⸗ ligt, uct auit ng Epörgl und Lünger u ſt aibten Egge, däguggen. 6 ghen ddr ef danz un aer dühn der kin aFfer dunpſe nuß un ün lzen; i gli Jhiuxen duce hlch ales ei di a Ade tne geßen) perden dt ſoffe ſet ſewelen ten vertraut n. forpel ar Geh Peie eſparte lprl dde aff Iut Ite die goͤßene E. duf de Men üßenn ddan ndvith we ober ir beden auf 3 pr. C. tann, pilli Bute auwe n un d 2 Stalle g Stte u ven numnin ſenn, * nit Eni futter ſiri 4 ttvaz etn Släng ch Ait 619) 1rd rn Sihmn 2 ahe mer gtut Erin uß Seln uisu 1 uhnr 8 ſerzlän ſi 1 Teiink i 64 i Erüb b 2 Siau oufharen Er — 289— aus leichtem ſandigen Lehmboden beſtehet oder ſehr entfernt 3 liegt, ſo moͤchte ich zum Verſuch rathen, falls dazu ge⸗ braacht und geduͤngt wird, im April⸗Monat mit 40 kb Spöoͤrgel und 30 Rapſaat pr. Tonne Landes auf den Duͤnger zu ſaͤen, dieſe Saat ſo flach als moͤglich mit einer leichten Egge, deren Zaͤhne nur 1 ½ Zoll von einander ſtehen, einzueggen. Sollte dieſe nicht koſtbare Einſaat nicht Aiſ⸗ gehen oder erfrieren, ſo muͤßte man das Feld wiederum kreuz und queer eggen und aufs neue beſaͤen, weil das Ge⸗ deihn der kuͤnftigen Erndte gar ſehr von dem Gedeihen dieſer Duͤngſaat abhaͤngt. Wenn der Spoͤrgel bluͤhen will, muß man ihn flach umpfluͤgen und die Einſaat wieder⸗ holen; zu gleicher Zeit, um den Sporgel zu beſchatten, 2 Himpten Buchwaitzen dazwiſchen ſaͤen; zum Brod⸗Rocken endlich alles einfurchig umpfluͤgen. Sollte es zufaͤlliger Weiſe an Weide gebrechen, ſo koͤnnten dieſe Koppeln, auch ohne großen Nachtheil fuͤr die kuͤnftige Saat, beweidet werden. Ich hoffe, daß die Erndten eines ſolchen Verſuchs mit den ſegenvollen Wirkungen der untergepfluͤgten gruͤnen Saa⸗ ten vertraut machen, und ihre Anwendung auf jede Cereal⸗ ſtoppel zur Gewohnheit machen werden. Der auf dieſe Weiſe erſparte Duͤnger wuͤrde mit Nutzen auf die Braach⸗ koppel oder auf die Dreeſch verwandt werden. Zur Intenſitaͤt bey der Milchwirthſchaft wuͤrde noch die groͤßere Sorgfalt in der Auswahl der Kuͤhe in Hinſicht auf die Menge und Guͤte des Milch⸗Ertrags, des groͤßeren oder geringeren Futterbedarfs, gehoͤren. Jeder Landwirth weiß, daß dieſer Unterſchied ſehr groß ſeyn kann, aber er bedenkt vielleicht nicht, daß dieſes alles zuſammen auf 30 pr. Ct. des Brutto⸗Ertrags ſeiner Milcherey gehen kann. Vielleicht wuͤrde es moͤglich ſeyn, durch ſorgfaͤltige Voght's landwirthſchaftl. Schriften 1r. Bd. 19 — 290— d Trennung der Racen, das fuͤr den Milch⸗Ertrag zu be⸗ wirken, was Bakewell in England fuͤr die Maͤſtung auf eine ganz unglaubliche Weiſe geleiſtet hat. Bey ſo vielem, welches die Holſteiniſche Milchwirth⸗ ſchaft auch dafuͤr leiſtet, waͤre es vielleicht dennoch moglich, durch Sorgfalt fuͤr Reinigung und Verpackung, der Hollaͤn⸗ diſchen Butter den kleinen Vorzug abzugewinnen, den ſie bis jetzt noch vor der Holſteiniſchen Butter hat. Vielleicht waͤren die leichtern und entfernten Koppeln vorzuͤglich zur Schafweide zu benutzen und koͤnnte dieſes das Einfuͤhren der feinern Schafzucht begruͤnden, welches das zweyte Huͤlfsmittel iſt, welches ich den Gutsbeſitzern vor⸗ ſchlagen moͤgte. Der Staatsrath Thaer ſchrieb mir unlaͤngſt: San⸗ dige Felder, die ich noch auf 4 Scheffel Rocken anſpreche, geben mir eine Weide, welche 3 Merinos naͤhrt und welche im 4ten Jahre umgebrochen, 6 Scheffel Rocken, und danach, wenn ich will, 7 bis 8 Scheffel Hafer giebt. Das Dreeſchliegen und Beweiden mit Schaafen hat eine beſondere Wirkung, die durch Beſaͤen und Unterpfluͤgen nur dann uͤbertroffen wird, wenn man Winter⸗Rocken im April ſaͤet und dann bis zum Spaͤtherbſt und nun wieder im Fruͤhjahr abweidet.» 2) Vielleicht waͤre dieſes eine treffliche Verwendung der leichtern und entferntern Felder; auf allen Fall halte ich die Einfuͤhrung der Merinos⸗Schaͤfereyen da, wo die Unſtaͤnde ſie irgend verſtatten wollen, fuͤr eins der ſicherſten Mittel, ſich eine vermehrte Einnahme noch auf viele Jahre hin zu verſchaffen; vorausgeſetzt, und das iſt eine unerlaͤß⸗ liche Bedingung, daß man —. oſh feinien N Snnfut uut unte diſer ſter uch d ir Bück un tier ubeſin de Enenraß di fänl zu den Eitt Tüter ſ v Prima-Snrt du gſat dh Prs 3 . de Wale vemchtt geben in deſ tinen großen tinmal in d ungehenen L Nacen velteſ Preidbeurang de ſt pr. B wittſ Wüwh Auſtengang hrgentt,n En we Retta feine e darent, Netiws ſit Englandet de Ertrag a, Miſtung ui ae Mlcwit emnoch migli V 8, der Puli den, denſt b 1 enten Kopi tnte dieſts de sc, wäles d öeſten ven aingſt ee — ken anſttt. mitt und wich kotken, u A heir g a fen hat tit a epſügn m ir in kii — 1 wietr in = Berveddg wn Fal fan wu,/ ma w 3 dr ſchein e vitk ü Frin unrrii — 291— 3) ſich Boͤcke und Mutterſchaafe von der aller⸗ feinſten Rage verſchaffe und ſodann immer mit hoͤchſter Sorgfalt auf die Verfeinerung der Wolle hinarbeite. Nur unter dieſer Bedingung wird die Einfuͤhrung der Schaͤferey ſchon nach den erſten Jahren eintraͤglich durch den Verkauf der Boͤcke und gefahrlos auf die Folgezeit, weil hier in einer unbeſtimmten Zahl von Jahren der ſchaͤdliche Einfluß der Concurrenz nicht zu beſorgen iſt. Die feine Wollenſpinnerey durch Maſchinen hat die bis zu deren Einfuͤhrung beſchraͤnkte Fabrication der feinen Tuͤcher ſo wie ihren Abſatz ſo ſehr vermehrt, daß feine Prima-Sorte Wolle nicht genug producirt werden kann. Das erſparte Spinnerlohn fuͤr Wolle hat grade um ſo viel den Preis der rohen aſſortirten Wolle Erſter Qualitaͤt er⸗ hoͤhet. Die Maſchinen haben das Beduͤrfniß der feinen Wolle vermehrt und verallgemeinert. Nur feine Tuͤcher gehen in die ſuͤdlichen Laͤnder, und Südameriea faͤngt an einen großen Abſatz derſelben zu verſprechen. Iſt man einmal im Beſitz der feinſten Rapen, ſo hat man einen ungeheuren Vorſprung vor denen, die nach und nach ihre Ragen verbeſſern wollen. Ich habe einen hamburgiſchen Preis⸗Courant vom Ende October vor mir liegen, in wel⸗ chem die ſaͤchſiſche beſte Electa-Wolle mit 70— 72 ſt Beo. pr. B notirt ſteht. Die beſte Prima mit 48 ſ, waͤhrend daß die beſte Prima Mecklenburger Wolle, der mehrjaͤhrigen Anſtrengung der ſo thaͤtigen Mecklenburger Gutsbeſitzer ohngeachtet, nur auf 28 bis 32 ſs ſteht. Ein zweyter Grund zur Beruhigung fuͤr die Beſitzer ertra feiner Schaͤfereyen iſt, daß der gefaͤhrlichſte aller Con⸗ eurrenten, Großbrittannien, fuͤr ſie nicht zu beſorgen iſt. Merinos ſchicken ſich nicht zur Maſtung, und ſo lange die Englaͤnder die Hammel von 100 ks Gewicht und daruͤber 1 19* —- 292— ziehen koͤnnen, und das Fleiſch zu 10 Pence verkaufen, kann es ihnen nicht einfallen, ihre Weide zur Gewinnung feiner Wolle zu verwenden. An grober und mittelfeiner Wolle koͤnnen ſie bald uͤberfluͤſſig erzeugen. 14 Die Localitaͤt muß beſtimmen, in wiefern die Einfuͤh⸗ rung dieſer Schaafzucht, welche die Mecklenburgiſchen Gutsbeſitzer erhaͤlt und die Saͤchſiſchen und Maͤrker(¹⁴) bereichert hat, bey uns unuͤberwindliche Hinderniſſe habe oder nicht.— Allerdings gehoͤrt dazu genaue Kenntniß und die aus⸗ dauerndſte, die angeſtrengteſte Aufmerkſamkeit(15). Jene muß man ſich nothwendiger Weiſe zu verſchaffen ſuchen, dieſe ſind die unerlaͤßlichen Bedingungen der intenſiven Kultur, welche die Zeitlaͤufte nothwendig gemacht haben. Man muß alles daran wenden, ſich gute Schaͤfer und ſeinen Schaafen reichliches Winterfutter zu verſchaffen. (*⁴) Einer der erſten Schaafzuͤchter im Brandenburgiſchen, der nur Sandland zu bewirthſchaften hat, ſchrieb mir vor einiger Zeit: „Ich habe Futter(hauptſaͤchlich durch Ausſaat) fuͤr 36 ſtarke Milchkuͤhe, 1100 Merinos, und da dieſe bald Laͤmmer bekommen, fuͤr 1800, überfluͤſſig, ohne alle Wieſen; die Schaͤferey brachte im vorigen Jahre 12,000 Rthlr. ein, und ich denke ſie auf 16,000 Rthlr. zu bringen. 62³) Seitdem ich dieſes ſchrieb, iſt mir die Stamm Schäͤ⸗ ferey des Herrn John in Poppenbuͤttel, in der Herrſchaft Pinneberg, bekannt geworden, die ſchon auf 182 Stuͤck angewachſen iſt, zu der er den Stamm aus Sachſen ge⸗ kauft und nun ſchon durch den Verkauf ſeiner angezo⸗ genen Boͤcke die Qualitaͤt der Wolle in der Umgegend bedeutend verbeſſert hat. Auch fuͤr andre Gutsbeſitzer hat Herr John die Anſchaffung der Merinos mit Erfolg beſorgt, wodurch denn ein großer Schritt zur Einfuͤh⸗ rung der veredelten Schaafzucht in den Herzogthuͤmern gemacht iſt. 4„* wohe winden ſehn ¹ Duntiit N ute de Ä9 nnd un aſt lenburger E2 1s A 6 TA iitſtt na das wwet nohh mörrerd wem di W winde hö daß Tuluut ut En groß doden Veind der ddurch be legen, ud c iccheng de dünger, dae und zugleih viß it 6, gungämin ii du Gruben ei En it. Des dß wan den i Fader ſih ſen, was de Iädem tathen weden riddeigen Ha it benuzen, voßlfiler i kaufen, ian nung feinen ffeeiner Wal n die Eifi lenburgſſch Märker(i) nderniſſ hä und die u t(5) Ja te ſacee diſ inſie Kaltr, jaben An er und ſänn en. ddenburgiſcen nt, ſchti ni Ausſatt) i de dieſe l n, ohnetll in Jahte ue l. zu britgn. Sunn'et der herrſt auf 182 blit 16 Sachſen ſeinet angest der Umgege de Gutbefte os mit Erſ t zur einfüh etzogthümm — 2893— Zwey Haupthinderniſſe werden nur langſam zu uͤber⸗ winden ſeyn; das Erſte liegt darin, daß bey einer geringen Quantitaͤt Wolle und bey dem Mangel der dazu tuͤchtigen Leute das Aſſortiren der Wolle Schwierigkeiten haben wird, und nur aſſortirte Wolle erhaͤlt ihren Preis. Die Meck⸗ lenburger Prima Wolle gilt 28 bis 32 ſs, Secunda 20 bis 22 ſp, Tertia 17 bis 19 ſs, unaſſortirte 10 bis 24 ſt. Saͤchſiſche unaſſortirte Wolle wird nicht notirt. Das zweyte Hinderniß iſt der Mangel eines oder beſſer noch mehrerer Wollmaͤrkte, die ſich erſt dann finden koͤnnen, wenn die Wolle ſelbſt in Quantitaͤten da iſt; vielleicht wuͤrde bis dahin der in Hamburg gemachte Verſuch, einen Wollmarkt zu errichten, aushelfen koͤnnen. Ein großes Hinderniß dieſer, die Einnahme vermeh⸗ renden Veraͤnderung der Bewirthſchaftung, moͤgte wohl in der dadurch verurſachten Verminderung des Stroh⸗Ertrags liegen, und es daher aͤußerſt wichtig ſeyn, durch die Ein⸗ richtung der Staͤlle, der Aufbewahrungsplaͤtze für den Duͤnger, das Beduͤrfniß des Streuſtrohes zu vermindern und zugleich ein Surrogat fuͤr daſſelbe aufzufinden. Ge⸗ wiß iſt es, daß das Stroh ein wenig wirkſames Duͤn⸗ gungsmittel iſt, daß die lange Erhaltung des Duͤngers in den Gruben eine unnuͤtze und ungeheure Vergeudung deſſel⸗ ben iſt. Des Abbate Gazzeri Verſuche haben bewieſew daß man den Duͤnger weder friſch noch fruͤh genug auf die Felder fuͤhren koͤnne. Hier muß gleichfalls das geſche⸗ hen, was die Localitaͤt erlaubt. Jedem Gutsbeſitzer kann nicht dringend genug ange⸗ rathen werden, die jetzigen niedrigen Preiſe der Pferde, die niedrigen Haferpreiſe und die Concurrenz der Tageloͤhner zu benutzen, um alle Verbeſſerungs⸗Arbeiten ſeines Landes wohlfeiler zu beſchaffen. Mergeln, Modden, Erde fahren — 294— auf ſaure Wieſen, Abwaͤſſern feuchter Felder durch verdeckte Graͤben, Verbeſſerung der Feldwege und was ferner die Localitaͤt ergeben wird, muͤßte jetzt mit Energie betrieben werden, um wohlfeil erlangte Verbeſſerungen einſt zu einem hohen Ertrag auszubringen. So kann denn auch die groͤßte Sorgfalt, das vollkom⸗ menſte Korn zu Markte zu bringen, nicht genug empfohlen werden. Noch immer ſehe ich den Mecklenburger Waitzen mit 165— 210 notirt, wenn der Holſteiniſche auf 144 bis 180 † ſteht. 1 Ich kann aus mehrjaͤhrigen Erfahrungen ſagen, daß es moͤglich iſt, Holſteiniſchen Waitzen auf 15 † höoͤhern Preis als den beſten Mecklenburgiſchen zu bringen. Die Mittel, wodurch es mir gelungen iſt, ſind: 1. vorjaͤhrigen Waitzen und nie in friſch geduͤngten Boden zu ſaͤen; 2. das Land aͤußerſt muͤrbe und fein und die Krume tief zu machen; 3. eben zu ſaͤen und nur wenige Linien tief einzueggen; 4. in der Gruͤnreife zu maͤhen und voͤllig hockenreif werden zu laſſen; 5. den Waitzen ſcharf und oͤfters uͤber die Muͤhle gehen zu laſſen, ihn ſorgfaͤltig zu ſieben und das kleine Korn zu verfuttern. Ich verſpreche, daß man fuͤr den Verluſt an Maaß, nach Abzug des Verfutterten, reich⸗ lich durch 10 bis 15 Rthlr. Unterſchied im Preis entſchaͤdigt werden wird, und daß dieſes Korn ge⸗ ſucht wird, wenn das geringere unverkaͤuflich iſt. Pan all ſc ur unſ rergeblen! Gäter und d thg mn, zvon Gebrau ds u eine 3 rit, i lein ao da beſh Rüſt ſ lic get werden, ü verden kann, Diſen G iHntende, dasn cai des ſacht Feütten Ggene den goßen C Fir dißß tung für Hot obnen iſ — ſic) Wit habn Hächter wählerze Erglande zalernt, Iweiten geſciih Jo. 196-, liſce A Thatſach ſchickich dem Unt uch verde d ferne d gie betriebe nſt zu ein das vollte ang enpföe Paiten mi auf 144 9 ſager, daß 6 hößen n A Nu ſt gäunn ad de Kun tf einuegoen lig hotkmi Mühle gin as kleine am nan flr d tterten, it ed in pri es Korn gſüh i Wenn alles dieſes den Beſitzern großer Guͤter, die an ſich der intenſtven Kultur widerſtehen, nur Bedingungsweiſe vorgeſchlagen werden darf, ſo iſt nichts, was die kleinern Guͤter und die Hufen, die einer freien Bewirthſchaftung faͤhig ſind, verhindern koͤnnte, in ihrem ganzen Umfange davon Gebrauch zu machen. Nichts kann unſinniger ſeyn, als zu einer Zeit, wie die jetzige und die, die uns bevor⸗ ſteht, die kleinen Guͤter extenſive zu bewirthſchaften. Hier, wo das beſchraͤnkte Areal die nuͤtzliche Verwendung aller Kraͤfte ſo leicht macht, duͤrfen ſie dem Boden nicht entzo⸗ gen werden, der nur dadurch zu einem Ertrag gebracht werden kann, der die niedrigen Kornpreiſe ausgleicht. Dieſen Guͤtern darf die, ſo ſehr die Arbeit vervoll⸗ kommende, das Product vermehrende, Aufſicht und Mit⸗ arbeit des ſachkundigen, in den Handgriffen ſelbſt vorzuͤglich geuͤbten Eigeners und Paͤchters nicht entzogen werden, die den großen Guͤtern abgeht(¹). Fuͤr dieſe Beſitzungen koͤmmt nun noch die Stalffuͤtte⸗ rung fuͤr Hornvieh und Schafe hinzu. Ihnen iſt der Anbau des Flachſes und Hanfes und (*⁶) Wir haben jetzt in unſerer Naͤhe einen Schottſchen Paͤchter einer kleinen Beſitzung, der, ein gebildeter wohlerzogener Mann, wie ſeine Gewerbsgenoſſen in England, ſeinen Acker ſelbſt pfluͤgt, ſeine Knechte ſelbſt zulernt, ſeine Braachfrucht ſelbſt behackt und es ſeine Arbeiter lehrt, wie ſie viermal ſo viel, als gewoͤhnlich geſchieht, beſchaffen koͤnnen. Ich koͤnnte aus meinen Erfahrungen in den Jahren 1796— 98, als ich mit den engliſchen Geraͤthen, eng⸗ liſche Ackerknechte und Kunſtgaͤrtner mitgebracht hatte, Thatſachen daruͤber anfuͤhren, in welchem Grade Ge⸗ ſchicklichkeit das Product der Kräfte vermehrt, welche dem Unkundigen unglaublich ſcheinen müßten. — 296— deſſen Verſpinnung und Verwebung, der Anbau des Hop⸗ fens und die Anſaͤung der dazu noͤthigen Tannen, ſo wie der Verſuch zum Anbau aller Handelsgewaͤchſe anzurathen, fuͤr welche ſie ſich einen Markt verſchaffen koͤnnen. Fuͤr ſie iſt beſonders das Unterpfluͤgen dick geſaͤeter gruͤner Saaten auf leichten und entfernten Feldern nutzlich, um den dadurch erſparten Duͤnger zu mehr lohnendem Ertrage, ſey es Weide, Mengfutter, Braachfruͤchte oder Rapſaat, zu verwenden. Man kann nicht genug zur Em⸗ pfehlung dieſer gruͤnen Beduͤngung ſagen; ſie ſchafft in einem todten und unproductiven Sandboden Leben und Fruchtbarkeit. Einer meiner verehrteſten landwirthſchaftli⸗ chen Correſpondenten ſchrieb mir kuͤrzlich daruͤber: Wenn man zu einem bisher bewirthſchafteten Gute, welches ſich keiner aͤußern Huͤlfsmittel zum Erſatz bediente, 100 Morgen Wieſen zukauft, ſo ſteigt der Ertrag des ganzen Guts, bis der hoͤhere Beharrungspunkt erreicht iſt. So kann ein Areal, welches das 3te Korn gab, ohne irgend ein anderes Huͤlfsmittel im Lauf der Zeit das 5te bringen. Ganz derſelbe Erfolg wird aus einer gruͤnen Duͤngung entſtehen, die regelmaͤßig im Syſtem eintritt. Als praktiſchen Beweis fuͤhre ich an, daß ich 70 Morgen Spoͤrgel zum Unterpfluͤgen geſaͤet habe und damit beſchaͤf⸗ tigt bin, eine Breite von 100 Morgen Lupinen unterzu⸗ pfluͤgen.» Unſer verehrter Thaer ſchrieb mir ſchon vor 2 Jahren: „Ich beſaͤe alljaͤhrig 70— 80 Morgen mit Spoͤrgel, den es rathſam iſt mit Buchwaitzen zu miſchen. Ein Verſuch den Rocken, ſo wie er in Aehren tritt, unterzupfluͤgen, iſt ſo gut ausgefallen, daß ich jetzt 40 Morgen umgebroche⸗ nen Ljaͤhrigen Dreeſch mit Rocken beſaͤen laſſe, der zu Buchwaitzen untergepfluͤgt werden ſoll.» Uter den ſchſtlten pub luize biſ günen Saaten zu Pndleiin Gern theile vſetungen nit di Vrifts ve in den Henog. meſen, dij de hrvotbrut, we ohte Arſi zübwintſchaft, rnnzägwig. d ſind ſchr iihti d Gühg giht! di Mirrhen ſame Wevrin 1 ne zur lezte auff ſeinen Vich bczahlt. Et ba efüchn, we ſüͤchte woll tig wirt, di ner kaftlos lder Rübenfut nit, den ſee uumſtößlihe attaſtat an des dow mnen, ſo wi e anzuratze mnen. dick gefien dern rüͤglch de lohnena chfrüchte i enug zur En ſie ſchaft i n Leben m dvittſihatt iber. jafttn Gine, Frſaz böömn t Ernng d kt erritti n grb, di Zeit do z einer grimn ſtem tittit E danit letiß inen ute ot ähmn prirge, n Ein Vefh V ufügn, ungcbot ſſe/ der — 297— Unter den Erfahrungen, uͤber die ich dem landwirth⸗ ſchaftlichen Publicum einen Bericht ſchuldig bin, wird man zahlreiche Beiſpiele der Productivitaͤt der untergepfluͤgten gruͤnen Saaten finden, durch welche ich reinen Flugſand zur Production von 4 Koͤrnern ſchweren Campine⸗Rocken gebracht habe. Gern theile ich hier einen Auszug aus einigen Beant⸗ wortungen mit, welche die Mittheilung des vorhergehen⸗ den Briefes veranlaßt hat. Sie werden fuͤr die Landwirthe in den Herzogthuͤmern nicht ohne Intereſſe ſeyn und be⸗ weiſen, daß der Gang der Begebenheiten von ſelbſt das hervorbringt, was man anrathen zu muͤſſen glaubt. «Ihre Anſichten uͤber die Schleswig⸗Holſteiniſche Kop⸗ pelwirthſchaft, in Hinſicht auf ihren jetzigen Haupt⸗Nah⸗ rungszweig: die moͤglichſte Hebung des Meiereybetriebes, ſind ſehr richtig. Sie iſt noch die Einzige die rendirt; auf die Erhoͤhung dieſes Erwerbzweiges ſpeculirt nun auch Alles. Nicht blos der Gutsbeſitzer, auch der Bauer macht den Meiereyertrag zu ſeinem Hauptaugenmerk, und ſucht ſeine Weide in moͤglichſter Kraft auszulegen, er duͤngt alſo gerne zur letzten Saat und verfuttert ſein wohlfeiles Korn auf ſeinen Viehſtapel, wohl wiſſend, daß er es ihm beſſer bezahlt. Er bauet aber lieber Korn zum Verfuttern, als Hakfruͤchte, weil die Erfahrung ihn gelehrt hat, daß dieſe Fruͤchte wohl auf den Milchertrag im Winter reichhal⸗ tig wirken, die Kuͤhe aber fuͤr den Milchertrag im Som⸗ mer kraftlos laſſen; das heißt: ſie geben nach Kartoffelu oder Ruͤbenfutter lange nicht den Milchertrag im Som⸗ mer, den ſie nach dem Kornfutter geben. Dieſes iſt ein ununmſtoͤßlicher Erfahrungsſatz. Es giebt daher in meiner Nachbarſchaft Gutsbeſitzer, die ihre ganze Winterſaat auf — 298— ihren Viehſtapel verfuttern wollen; der Bauer hier hat es ſchon laͤngſt gethan. Seine Kuͤhe erhalten den ganzen Winter hindurch taͤglich zweymal Schroot, er ſchlaͤgt aber auch in der Regel, außer der Winterbutter, die er ver⸗ kauft, ſeine halbe Tonne von jeder Kuh, und maͤſtet außer⸗ dem auf jede 6 Kuͤhe ſein uͤberjaͤhriges Schwein zu 24 bis 30 Lz. Seine 50 macht er, außer dem Bedarf ſeiner Haushaltung, noch immer aus jeder Kuh. Dieſer Nah⸗ rungszweig iſt es, der ihn einzig und allein in dieſer trau⸗ rigen Zeit erhaͤlt. Ihre Beobachtungen uͤber die Wirkungen der Duͤngung mit gruͤnen Saaten ſtimmen ganz mit meinen Erfahrungen uͤberein. Bey der Urbarmachung der uncultivirten Gegenden un⸗ ſeres Vaterlandes(womit man ſich, meines Erachtens nach, wahrlich nicht zum Vortheil des Landes, und ſehr zur Un⸗ zeit beſchaͤftigt) iſt es nur durch den Anbau gruͤner Saaten moͤglich, einen lohnenden Ertrag zu erringen.» Aus einem andern Briefe: «Was Sie zur allgemeinen Empfehlung der gruͤnen Duͤngung vortragen, hat mich von ihren Vortheilen noch mehr uͤberzeugt, als ich es ſchon fruͤher geweſen bin; auch habe ich in Folge deſſen im Herbſte ein Stuͤck ſandigen Bodens mit Rocken dicht anſaͤen laſſen, in der Hoffnung, durch Unterackerung deſſelben dieſem duͤrren Boden neben der Kraͤftigung, mehr Friſche und Kuͤhle, mehr Feuchtig⸗ keithaltung zu geben, als eine noch ſo ſtarke Miſtduͤngung vermag. diini du Kuphtih Sie wid man pir leßte ungt ud dan dr hrlter an gnrlezte Saat! Sglage im va wötc b un wich lbet noir durt gu Gülnge d nit krifty und Lunn Ghendendes iti ulde ic g des ſu prußiſcen Ec Herogthüme Shaßuct in beinefender, i Giitern ein anf hatze in Friddrie beſücht und der „aan Vapringen Er hatt ſe n ſe waͤren von ſie aus Span eiht un dir Schaafn ſc, riger Eungii fännte r hier ſat n den gen er ſchlägt a r, die erh mäͤſtet aug vein zu A Bedarf ſen Diefer A in diſſer em tder dunge en Erfünnme Gepeͤn ue Erachins nh d ſehr u h griner Eun 1.) g der Jihn Lrſan 1 ſen bin; ut gtück ſedie der Hoffung Boden ni nhr Faulth Miſdͤnga — 299— Diejenige Art der Duͤnger⸗Verwendung, welche Sie den Koppelwirthen empfehlen, iſt hoͤchſt zweckmaͤßig. Sie wird auch hier in Angeln haͤufig geuͤbt, indem man zur letzten Haferſaat eben ſo ſtark als zur Winterſaat duͤngt und dadurch beſſere Weide bewirkt; ich ſelbſt verfahre in aͤhnlicher Art, habe aber bis jetzt nur halbe Duͤngung zur letzten Saat geben koͤnnen, wenn ich dem Winterkorn⸗ Schlage eine volle widme; gerne gebe ich Ihnen zu, daß es umgekehrt beſſer waͤre, wenn ich des Strohes entbehren und mich uͤber die Kritiken meiner Nachbaren wegſetzen, oder durch gruͤne Duͤngung den Stallmiſt erſetzen koͤnnte. Gelaͤnge es mir, auf dieſem Wege meine Weide eben ſo kraͤftig und Butterergiebig zu machen, als ſie es in einigen Gegenden des oͤſtlichen Angeln ſchon ſeit langer Zeit iſt: dann wuͤrde ich viel gewonnen haben.» So habe ich auch gerne durch einen bedeutenden preußiſchen Schafszuͤchter, der auf einer Reiſe durch die Herzogthuͤmer nach Seeland ſich ſehr nach Allem, die Schafzucht in den Herzogthuͤmern und auf den Inſeln betreffenden, erkundigt hat, erfahren, daß auf ſehr vielen Guͤtern ein Anfang mit der Schafzucht gemacht wird. Er hatte in Friedrichsburg die Koͤnigliche Merinos⸗Schaͤferey beſucht und dort keinen der Boͤcke gefunden, weil ſie alle zum Beſpringen der Schaafe im Lande ausgeliehen waren. Er hatte ſie nachher auf einigen Guͤtern geſehen; meynte, ſie waͤren von der Negretti⸗Race, die, obgleich ſie, ſeitdem ſie aus Spanien gekommen, nicht ſehr verfeinert, viel⸗ leicht um deſto tauglicher zur Zucht mit den inlaͤndiſchen Schaafen ſey, deren Wolle dann mit der Zeit und gehoͤ⸗ riger Sorgfalt zur erforderlichen Feinheit gebracht werden koͤnnte. — 300— Herr Drewſen, der als Ueberſetzer der rationellen Landwirthſchaft bekannt iſt, habe die Schwierigkeit, Schaafe auf den Koppeln weiden zu laſſen, dadurch uͤberwunden, daß er ſich Hunde angeſchafft habe, durch welche die Schaafe von den Knicken mit Sicherheit abgewendet werden koͤnnen. Er ſprach mit Lob von einer nicht unbedeutenden Negretti⸗Schaͤferey auf Futterkamp. Der Himmel gebe dieſen Verſuchen Gedeihen, und moͤge es den Bewohnern der Herzogthuͤmer gluͤcken, auch durch feinere Schafzucht ſich unabhaͤngiger von den Korn⸗ preiſen zu machen, wie ſie es bisher ſchon durch ihre treff⸗ liche Milchwirthſchaft zum Theil geworden ſind. Im D December⸗Monat 1824. es ii iich neiner ih, rufm glaubt, faüühnii in ſi boxiidt uter Eprache ſchte, Vonurth ren Lorſclägen gehde belenit jenanenten Ui örh, di Unſ durch oſt ein hums, iim l keung begange ha un wechſende Vohl Nau knn W gkeaet des aſ die Regieru — —= h ute kii wnig als u Mitel auföhel Verminder Zveck der Ne mart den Nat itdurh dr gungs⸗ Priſe der ratione rigkeit Si ch uͤberwu urch welche gewendet wen t unbedeuteh Gedeihen, n r glucm, a von du ſm durch inn m ſind. — 301— Nachtr a g. Es iſt nichts begreiflicher, als daß, zur Abhuͤlfe allge⸗ meiner Noth, jeder, der beſonders darunter leidet, ſich be⸗ rufen glaubt, Mittel dagegen an die Hand zu geben, die gewoͤhnlich, ohne auf erprobte ſtaatswirthſchaftliche Grund⸗ ſaͤtze begruͤndet zu ſeyn und ohne Ruͤckſicht auf die Wohl⸗ fahrt des geſammten Gemeinweſens, nur das aus dem Wege raͤumen ſollen, was einem oder dem andern beſon⸗ ders druͤckend wird. Die wohlmeynenden Regierungen ſelbſt laufen große Gefahr, wenn ſie ſolchen, oft in recht guter Sprache vorgetragenen, aber aus mangelhaften Ein⸗ ſichten, Vorurtheilen und Privat⸗Intereſſen hervorgegange⸗ nen Vorſchlaͤgen, das Ohr leihen, gegen eine voruͤber⸗ gehende Calamitaͤt ein Mittel anzuwenden, welches zum permanenten Uebel wird, wenn, wie die Zeit es mit ſich bringt, die Umſtaͤnde ſich aͤndern. Unterdeſſen iſt eben da⸗ durch oft ein Eingriff in die freye Benutzung des Eigen⸗ thums, eine Ungerechtigkeit gegen die Mehrzahl der Bevoͤl⸗ kerung begangen, der Entwickelung induſtrieller Kraͤfte ein Hinderniß in den Weg gelegt worden, welches auf die wachſende Wohlfahrt des Landes zerſtoͤrend wirkt. Man kann daher gerade in der Zeit der beyſpielloſen Wohlfeilheit des Getraides nicht oft genug wiederholen, daß die Regierungen der möglichſt hoͤchſten Production nie und unter keinem Vorwand etwas in den Weg legen, ſo wenig als zu einer andern Zeit derſelben durch kuͤnſtliche Mittel aufzuhelfen ſuchen ſollten. Verminderung der Production kann und darf nie der Zweck der Regierung ſeyn, denn jede neue Production ver⸗ mehrt den National⸗Reichthum. Wenn auch einige Jahre hindurch der Landwirth ſeine Producte unter dem Erzeu⸗ gungs⸗Preiſe hingeben muß, ſo gewinnen doch dadurch — 302— alle uͤbrigen Claſſen einen großen Theil deſſen, was er verliert, ſo wie bey den uͤbergroßen Getraide⸗Preiſen alle einen Theil von dem verlieren, was der Landmann gewinnt. Dieſes iſt der immer wiederkehrende Wechſel der Ereigniſſe, der ſich in gewiſſen Perioden auszugleichen pflegt. Wer in der guͤnſtigeren Zeitperiode mit Klugheit den außerordent⸗ lichen Gewinn auf die Seite legte und ihn in der unguͤn⸗ ſtigen Zeit zu einem deſto emſigern Betrieb ſeines Gewerbes verwendete, kann es mit der Zeit aushalten, und das iſt Gottlob der Fall mit Vielen. Wohl mag hier und da der Einzelne verarmen; die Mehrzahl wird durch reiferes Nachdenken, durch groͤßere Thaͤtigkeit, durch den Umſtän⸗ den gemaͤße veraͤnderte Verwendung ihrer Kraͤfte, durch groͤßere Intenſitaͤt der Kultur, fuͤr jetzt ſich retten und fuͤr die Folge durch die erlangten Kenntniſſe und Gewohnheiten den Grund zu einem groͤßern kuͤnftigen Wohlſtand fuͤr ſich legen, und die Kunſt der Production zum incalculabeln, dauernden Vortheil des Geſammtweſens weiter gebracht haben. Dieſes iſt der Naturgemaͤße Gang der Dinge, und wohl hat man ſich zu huͤten dem etwas in den Weg zu legen und die guten Folgen einer Calamitaͤt, die man nun einmal erdulden muß, zu ſchwaͤchen. Beſonders huͤte man ſich fuͤr kuͤnſtliche Mittel, welche die Preiſe des Getraides angenblicklich und auch dann nur ſcheinbar heben. Jede durch Verordnungen hervorgebrachte kuͤnſtliche Theurung iſt eine Auflage auf das Land und eine Praͤmie zur Befoͤrderung der Induſtrie bey den Nachbaren, die ihre Producte, wenn auch wohlfeil, doch auswaͤrtig verkau⸗ fen und von jeder kleinen Veraͤnderung der Marktpreiſe zuerſt Vortheil ziehen koͤnnen. So ein kuͤnſtliches, von den Englaͤndern ſo lange ange⸗ wandtes Mittel wird nun von allen aufgeklaͤrten Maͤnnern im Unterhauſe wie im Miniſterio fuͤr eine Auflage von 17 Jülime gfehr, uidg Agriauler k wihtnd u ſritt mt Nu ſſ taig Jahe ſit wn gange nert Kulter⸗Ree altir dert dienſlic uti Arri, ui d uh w lnis ite Urat l ſeh vag Mäte n und rict de debung de R Virkang ahd (Von da! hülfn iſ in Verardrungen Latum de Ii wiic unn den ſchechtet Ei. Eriihnng Vorrätße i den Manga heruorörigt glichen eſſen, u de⸗Preſſn i mann gewin de Erii ſlegt. Der en außerolde in der ms fenes Gene n, und dwi dier und d durch niſen ich den Unib Krifte, d rettn un ſ d Geragtei litnd irt ircalalte weiter gänt der Dug, n in den W :, de un m ders bite me des Getndt heben. achte krit d eine Nbe lachbemn,) wärig veh 3 Murtpni ſo lange e rten Mäum Auflage” — 303— 20 Millionen Pfund Sterling jaͤhrlich auf die Nation an⸗ geſehen, und zugleich als die Urſache, warum die engliſche Agricultur ſeit 30 Jahren keine Fortſchritte gemacht hat, waͤhrend unterdeſſen die Fabriken und Manufacturen Rieſen⸗ ſchritte machten. Man vergeſſe es nicht, wie im Jahr 1816 und in einigen Jahren vorheriger Theurung dieſelben Regierungen, die jetzt um Production beſchraͤnkende Anordnungen ange⸗ gangen werden, Kultur⸗Edicte erließen, Praͤmien auf neue Kultur⸗Methoden ſetzten; wie von allen Seiten damals die Kultur der Haiden befoͤrdert, das Urbarmachen als ver⸗ dienſtlich angeſehen wurde, und daß gerade dieſe hohen Preiſe, dieſe ſelbſt von oben her verbreitete Vorausſetzung, daß die Umſtaͤnde ſich niemals aͤndern koͤnnten, die natur⸗ liche Urſache der Ueberproduction wurde, uͤber die man ſich jetzt beklagt. Moͤgte man doch immer der Zeit ihre Rechte laſſen und nicht glauben, daß etwas anderes als die freyeſte Uebung der Kraͤfte jedes Einzelnen, Bedeutendes gegen die Wirkung allgemeiner Natur⸗Begebenheiten thun koͤnne. (Von den durch Localitaͤten nothwendig werdenden Bey⸗ huͤlfen iſt hier nicht, nur von allgemeinen und dauernden Verordnungen die Rede.) Warum ſollte man nicht von der Zeit erwarten, was die Zeit nothwendig mit ſich bringen muß? Oder glaubt man denn jetzt, daß nach 5 reichen Jahren keine Jahre ſchlechter Erndten folgen koͤnnen, folgen muͤſſen? Hat die Erfahrung nicht ſchon oft gelehrt, daß die geſammelten Vorraͤthe einiger Jahre auf keine Weiſe im Stande ſind, den Mangel zu erſetzen, den eine Einzige ſchlechte Erndte hervorbringt? Wird ſich dann nicht alles von ſelbſt aus⸗ gleichen? 3 — 304— Zu dieſen Bemerkungen wurde ich durch den ſonder⸗ baren Umſtand veranlaßt, daß in einigen Laͤndern der Vor⸗ ſchlag, den Kartoffelbau einzuſchraͤnken, ihn mit einer Auf⸗ kage zu belegen, und vorlaͤufig das Branntweinbrennen aus Kartoffeln zu verbieten, um auf inlaͤndiſchen Maͤrkten die Kornpreiſe etwas zu heben, nicht mit gerechtem Un⸗ willen verworfen worden iſt, ſondern ſogar einige Aufaerl⸗ ſamkeit erregt hat. Ueber die localen zerſtoͤrenden Folgen, die eine ſolche Maaßregel auf die Preußiſchen Laͤnder haben wuͤrde, findet man im 15ten Bande Erſtes Stuͤck der Moͤgliner Annalen eine treffliche Abhandlung. Hier erlaube man mir nur noch kuͤrzlich im Allgemei⸗ nen zu bemerken: Erſtlich: daß man durch Beſchraͤnkung des Kar⸗ toffelbaues den Landmann des Vortheils berauben wuͤrde, den ihm die Abſchaffung der productloſen Braache ge⸗ waͤhrt und des Wohlſtandes, den er der Wechſelwirth⸗ ſchaft und den nunmehr nirgends bezweifelten Vortheilen einer verbeſſerten Rotation verdankt, bey der ſeine Frau und Kinder eine Beſchaͤftigung ſinden, die ihrer ſonſt ſo wenig geachteten Zeit und den ſonſt vernachlaͤſſigten Kriften einen bedeutenden Werth giebt. Zweytens. Auf allen, den Maͤrkten nicht nahe liegen⸗ den Guͤtern, wo die Kartoffeln im Großen gebauet werden, werden ſie verfuͤttert; dadurch der Viehſtand vermehrt, fuͤr das Land neue Kraͤfte zur Production durch eben das Mittel gewonnen, durch welches gangbare Verkaufsartikel, ſey es Wolle, ſey es Butter, zu Markte gebracht werden: — und dieſes Vortheils ſollte man den Landmann gerade in dieſer Zeit berauben wollen? n oi 1 diite Kartofähn mij Erglum 2 tir, ſotdetth wwandt vits fai wndlh Endte bon Jahte wi n Detſibriſte nindet w e wiatnd inde i H. dai, nis: 4 ſön in ic⸗ uutt bepi ſene Ptuchn fiui ride, u wih ſen ier b Gaaſen der ere duf Faörie gn Nafiät dan licen imeno⸗ der Ngirm ſett, ud ie Denn rie e dß di e n nung, bey er ſgejee ven! Loaghet uan ch den ſah ndern der n nit einer n enntweinbeer dichen Mit gerechten l tinige Aufn die eine ſ haben vin k der Mui ic in Um ung do k erauben vi n Braact r Dertjſiit elten Vorzil der ſein n ihre ſori iſin git it nihe li ebauet wen verneſtt, urch ebet Verknufean bracht ver nann gera Drittens. Bey vervollkommneter Wirthſchaft wird der Kartoffelbau ſtatt der Braache nicht allein(wie bey den Englaͤndern der Ruͤbenbau) die Grundlage der ganzen Kul⸗ tur, ſondern auch, woran der kurzſichtige Staatskuͤnſtler in Zeiten des Ueberfluſſes nicht denkt, das Mittel, in einem Jahr des Mangels, fuͤr Ackerbau taugliches Land im Vorrath zu haben, welches ſicherlich, ſobald es lohnt, dazu verwandt werden wird, die laͤngere Fortdauer des Mangels faſt unmoͤglich zu machen. Wenn die Folgen einer ſchlechten Erndte bey der Koppel⸗ und Drey⸗Felderwirthſchaft einige Jahre waͤhren, ſo muͤſſen ſie bey allgemein gewordener Wechſelwirthſchaft mit dem zweyten Jahre gar ſehr ver⸗ mindert werden. Viertens. Der Kartoffelbau beſchaͤftigt 10mal ſo viele Haͤnde als der Ackerbau, und wenn die Viehzucht dieſe bezahlt, waͤre es eine unverzeihliche Thorheit, dieſen Men⸗ ſchen eine Beſchaͤftigung zu rauben, welche, durch die Vieh⸗ zucht bezahlt, ſie in den Stand ſetzt, dem Kornerbauer ſeine Producte abzukaufen. Fuͤnftens. Eine Sperre der Einfuhr der Lebensmittel oder jede, ihr in der Wirkung aͤhnliche Maaßregel, iſt, wie ich ſchon geſagt habe, eine Auflage auf alle uͤbrigen Claſſen der Bevoͤlkerung, und ganz beſonders eine Tare auf Fabriken und Manufacturen; ſie befoͤrdert die Getraide⸗ Ausfuͤhr der Nachbaren, verhindert uͤbrigens den ſo nuͤtz⸗ lichen innern Getraide⸗Handel, der mehr wie jedes andere der Regierung moͤgliche Mittel der Wohlfeilheit Schranken ſetzt, und bey einer Theurung die Hungersnoth verhindert. Denn niemand kann Vorrath kaufen bey der Gewißheit, daß die Sperre, oder die wie die Sperre wirkende Verord⸗ nung, bey hoͤhern Preiſen, die ihm Vortheil braͤchten, auf⸗ gehoben werden wuͤrde. Laͤßt ſich etwas zur Entſchuldigung Voght's landwirthſchaftl. Schriften 1r. Bd. 20 — 306— einer Maaßregel ſagen, welche ein Land dieſes Vortheils beraubt, eine Auflage auf die Mehrzahl der Bevoͤlkerung legt, und den Fabriken und Manufacturen geradezu ſchaͤd⸗ lich wird? Sechſtens. Ein großes dauerndes Uebel entſteht uͤber⸗ dies noch aus dem geſtoͤrten Zutrauen auf die Dauer der Geſetze, welche die freye Uebung der Kraͤfte ſichern, wodurch dann die Entwickelung aller Kraͤfte gelaͤhmt wird. Jenes feſte Vertrauen aber, das keine Verſprechungen erregen koͤnnen, ſondern welches die langſam reifende Frucht der Vergangenheit iſt, belebt die Thaͤtigkeit, in welchem Ge⸗ werbe es auch ſey. Das allgemeinſte und ſicherſte, dem vorgeſchlagenen gerade entgegengeſetzte Mittel ſollte man in der Abſchaf⸗ fung der Prohibitiv⸗ Syſteme ſuchen, wodurch die moͤglichſte Ausgleichung aller Preiſe in allen Laͤndern Eu⸗ ropa's erreicht, die Circulation befoͤrdert und fortwaͤhrend Capitalien zu dem Welthandel gezogen werden wuͤrden, der mehr wie jedes andere Mittel dazu dient, localen Mangel zu verhindern und localen Ueberfluß unſchaͤdlich zu machen. d dſes Vortz t Vewäͤllem geradezu ſhh lenſtht ir die Dauerd ſchern, woͤnt tvid um Reſultate der Verſuche dungen err nde Frucht d den en welcen G Kartoffel rvorgeſhigene der itut betreffend, dt, wadnh de n Landen and fortrie zen würde, ocalen Ma blich u mi B au N in den Jahren 1822 und 1823. 1 Erftbin 1 Trm Seda? . ͤdui fa yw rbi dr Ger 9 Lem: Dintot. h) Ahnr 1 b'Uan kan 0S0 do n 4.Wrste 5 de 0 Ahn im b Tüh dn e.N n -. 4 Ä Inhalts⸗Anzeige der Reſultate der Verſuche, den Kartoffelbau betreffend, in den Jahren 1822 und 1823. A. Klein⸗Flotbeck. Lehmland. 1. Erfahrungen, die Beſtellung und Zubereitung des Bo⸗ dens vor dem Legen der Kartoffeln betreffend. 1) Wie viel es ſchade, Lehmboden mit Kartoffeln zu beſtellen. 2) Wie das Rayolen auf 15 Zoll auf das Erdvermoͤgen und dadurch auf die Ertragsfaͤhigkeit wirke. 3) Um wie viel nach dem gewoͤhnlichen zweymaligen Pfluͤgen der Ertrag durch Haaken vermehrt werde. 4) Wie der im Herbſt mit der Kleenarbe unterrayolte Duͤnger dadurch wirkſamer werde. 5) a. Wirkung einer gruͤnen unterrayolten Rapſaatdecke auf den Ertrag. b. Um wie viel eine im Fruͤhjahr gegebene Haakfurche den Ertrag erhoͤhe. c. Wann Napſaat zur gruͤnen Beduͤngung gewaͤhlt werden muͤſſe. d. Um wie viel es vortheilhafter ſey, Duͤngſaat im Herbſt als im Fruͤhjahr unterzurayolen. 6) a. Wirkung einer gruͤnen unterrayolten Rockendecke auf den Ertrag. b. Wie eine im Fruͤhjahr gegebene Haakenfurche den Ertrag erhoͤhe. c. Wann Rocken zur gruͤnen Beduͤngung gewaͤhlt wer⸗ den muͤſſe. d. Um wie viel es vortheilhafter ſey, den Duͤngrocken im Herhſt als im Fruͤhjahr unterzupfluͤgen. — 3410— 7) Wie viel groͤßer die Nachwirkung des zur Rapſaat ver⸗ wandten Duͤngers auf die nachfolgende Kartoffel ſey, als wenn die Haͤlfte jenes Duͤngers directe auf ſie verwandt worden waͤre. 8) Duͤngende Wirkung des Kartoffelkrauts, wenn es gruͤn unterrayolt wird. 9) Wie die ſchaͤdliche Wirkung der Kartoffeln als Vorfrucht vor Kartoffeln zu heben ſey. 10) Wie viel die Erbſenſtoppel vorzuͤglicher ſey, als die Haferſtoppel, wenn auf beyden eine gruͤne Rocken⸗ beduͤngung der Kartoffelbeſtellung vorangeht. 11) Warum das zur Saat liegende Feld nicht lange, ohne geruͤhrt zu werden, liegen darf: oder warum man es ſodann ganz begruͤnen laſſen muͤſſe. 12) Wie die Kartoffel(ſo wie jede Fruchtart) im gege⸗ benen Boden, nur mit einem beſtimmten Grad der Be⸗ duͤngung gedeihe, uͤber und unter demſelben im geringern Verhaͤltniß mit der Ertragsfaͤhigkeit zutrage. 13) In hohen Winterfurchen zuſammengepfluͤgtes Land be⸗ darf im Fruͤhjahr einer ſtaͤrkern Bearbeitung. Il. Erfahrungen, die Beſtellung und das Behaͤufeln der Kartoffeln betreffend. 14) Wie vortheilhaft es ſey, kleine Kartoffeln zu pflanzen. 15) Um wie viel 10 Zoll Entfernung in den Reihen vortheil⸗ hafter als 15 Zoll Entfernung ſey. 16) Wann die beſte Pflanzzeit ſey. 17) Wie tief die Kartoffel gepflanzt werden muͤſſe. 18) a. In welchem Verhaͤltniß verſchiedene Kartoffelarten zutragen. b. Welcher Boden jeder Art am beſten zuſage. 19) Was nach dem Pflanzen zu thun iſt. 20) Es iſt nicht rathſam, Blaͤtter und Bluͤthen abzu⸗ hat W. Bn: 80 En h lunien Wa W 1 39 à. Th » Li 4.Wi gah Nayſaut dh attoffel ſe, 3 dj ſie verbaa wenn es gen fals PVeriu der ſey, asn a gräͤne Tete⸗ zeeht. ht lange, ihe narum un art) ugz⸗ 7 Grad ud an im gehm Sage. eigtes dund b tung. Gehuftn d en zu yfimmn neihen vor Kattofflunn uuſage. luͤthen ahh — 311— III. Erfahrungen, die Wirkung des Düngers auf die Kartoffeln betreffend. 21) Herbſtbeduͤngung ſchuͤtzt mehr vor dem Vertrocknen als die vorherige Fruͤhjahrsbeduͤngung. 22) unter welchen Umſtaͤnden das JFuder Stall⸗ wie Compoſt⸗Duͤnger 2570° Grad Ertragsfaͤhigkeit bewie⸗ ſen, 635 Himpten Kartoffeln pr. Fuder hervorgebracht hat. Tabelle I. Ueber die Wirkung des Duͤngers auf den Ertrag der Kartoffeln bey verſchiedener Ertragsfaͤhig⸗ keit des Bodens. 8. Pabelle II. Ueber die Himptzahl von Kartoffein, die ein hinzugekommenes Fuder Duͤnger bey verſchiedenen Graden der Ertragsfaͤhigkeit des Bodens producirt hat. 23) Warum Kartoffeln nicht unter 650 Grad, nicht uͤber 800 Grad Ertragsfaͤhigkeit gepflanzt werden ſollten. 24 Unwirkſamkeit des Herings als Duͤnger im Lehm⸗ boden. 25) Geringe Wirkung der Knochenſplitter im Lehmboden. 26) Außerordentliche Wirkung einer geringen Quantitaͤt Salpeter im erſten und zweyten Jahr. 27) Wirkung der Knochenaſche im Lehmboden. IV. Erfahrungen, die Wirkung des Mergels auf die Kar⸗ toffeln betreffend. 28) a. Wie der Mergel durch Erhoͤhung des Erdvermoͤgens auf die Ertragsfaͤhigkeit gewirkt hat. b. Wie ſich die Vermehrung der Ertragsfaͤhigkeit durch Mergel, gegen Duͤnger im erſten Jahr verhielt. c. Wie das Verhaͤltniß im zweyten Jahre ward. d. Welch ein Mißverhaͤltniß des Duͤng⸗ und Erdvermoͤ⸗ gens daraus entſtand. — 312— V. Allgemeine Bemerkungen. Durchſchnitts⸗Ertrag der Kartoffeln. 29) Verhaͤltniß der Ertragsfaͤhigkeit zu dem Extrage in den letzten 11 Jahren. 30) Wie 10 Grad Ertragsfaͤhigkeit in Rapſaat 12 ſs 6 9 rohen Ertrag werth ſey; in Kartoffeln 16 ſs 8 9; in Waitzen 10 ⅞ ſt. B. Groß⸗Flotbeck. I. Reines Sandland. 31) Welch ein Kartoffel⸗Ertrag unter gewiſſen Beymgungen im Sandland zu erwarten iſt⸗ von den verſchiedenen Sorten derſelben. 32) Wirkung der Rocken; und Harln s⸗„Bedüngung im Sandlande. II. Etwas lehmigter Sand. 33) In wie fern das Rayolen durch ſich ſelbſt die Verrin⸗ gerung des Bodenwerths(durch die aufgebrachte rohe Unterlage) wiederum erſetzt. 34) Hoher Werth doppelter gruͤner Beduͤngung in uißſem Boden. 35) Geringe Wirkung der Knochenſplitter. 36) Geringe Wirkung ſchwachen Hering⸗Compoſts. 37) Welch ein Kartoffel⸗Ertrag bey verſchiedener Beduͤngung von dieſem Boden erwartet werden duͤrſe. kan bin e ſaltat dr i ſch ſuihd nn vi tiuial d uc Fähn den(ot⸗ vilt miüſeite twintt Uin Mitu, Klis zu bm won dr Eriſſe⸗ ſalen, ſiil a Ghufſta bn niltt angede dngſach u d walha The den ldds nit n Jecnung dg du briten da auf da Erg Shr ann ni iit eug An. Krtrage in Nat 12 ½69 16 8 9, ¹ — Bedingenhn verſchidenn edünan i Iſt die Vnd ebrachte u rung in deim z)oſt, or Bedingung 7 PB 3 b va n ſ Lange bin ich dem landwirthſchaftlichen Publicum die Re⸗ ſultate der, in meinem Wegweiſer 1822 angekuͤndigten Ver⸗ ſuche ſchuldig geblieben, und aͤrmlich kann ich auch jetzt nur mit einem kleinen Theil derſelben hervortreten. Die climatiſchen Einwirkungen haben waͤhrend zweyer Jahre den groͤßten Theil meiner Bemuͤhungen vereitelt und viele muͤhſame Arbeit unnuͤtz gemacht. Im Jahr 1822 ver⸗ trocknete alle meine Sommerſaat: Hafer, Sommerwaißen, Wicken, Klee, Spörgel, Mengſutter. Nur bey einer guten Mittel⸗ Erndte gilt der Schluß von der Ertragsfaͤhigkeit des Bodens auf den Ertrag deſ⸗ ſelben; ſteht die Jahresfruchtbarkeit fuͤr die Frucht aus climatiſchen Urſachen bedeutend unter dem Durchſchnitt vieler vorigen Jahre, ſo pflegt auch dieſe Einwirkung ſo ungleich zu ſeyn, daß es unmoͤglich iſt zu beſtimmen, welcher Theil des Unterſchiedes des Ertrags des einzelnen Feldes mit dem Durchſchnitts⸗Ertrag des Jahres auf Rechnung der Witterung oder auf Rechnung der Wirkung zu bringen iſt, welche dieſe oder jene Behandlung der Frucht auf den Ertrag gehabt hat. Sehr unterrichtend iſt es aber dennoch, zu bemerken, wie eine gewiſſe Behandlung die Einwirkung gewiſſer clima⸗ — 314— tiſcher Urſachen, Duͤrre, Naͤſſe u. ſ. w. auf einen gegebenen Boden vermindere oder vermehre. Nur laͤßt ſich dann nichts Allgemeines uͤber die Wirkung einer gewiſſen Behand⸗ lung beſtimmen. Hierauf Bezug habende Verſuche aber muͤſ⸗ ſen durchaus im Großen und im freyen Felde gemacht wer⸗ den. Von Topf⸗Verſuchen, die man der Einwirkung der Witterung entziehen kann, halte ich durchaus nichts; ſehr wenig auf Garten⸗Verſuche, die gegen dieſe Einfluͤſſe be⸗ ſchuͤtzter, aber vielen andern Unrichtigkeiten ausgeſetzt ſind und von denen der Schluß ſelbſt auf die dem Gartenbau am naͤchſten kommende Feldwirthſchaft durchaus nicht ſtatt finden kann. Ferner halte ich Einmalige, nicht wiederholte Erfah⸗ rungen nicht fuͤr zuverlaͤßig genug, um ſie dem Publicum mitzutheilen: es koͤnnen zu viele Nebenumſtaͤnde auf ein Einmaliges Reſultat eingewirkt haben, die auch ſelbſt die angeſtrengteſte Aufmerkſamkeit nicht zu entdecken vermag. Nur das, was unter verſchiedenen Umſtaͤnden ſich im Verhaͤltniß mit dieſen Umſtaͤnden bewaͤhrt hat, iſt als richtig anzunehmen. Wenn die Natur mir auf dieſe Weiſe die Beantwortung der ihr vorgelegten Fragen verſagt hat, ſo habe ich auch mit meinem Bericht daruͤber zuruͤckbleiben muͤſſen. Was ich uͤber Waitzen, Rapſaat und Rocken haͤtte ſagen koͤnnen, wollte ich durch im Vahr 1823 wiederholte Verſuche beſtaͤtigen. Aber Waitzen und Rapſaat erfroren, oder vielmehr verfaulten in dem Winter 18 3. Was die Sommerſaat betrifft, ſo erfror und vertrocknete der Klee im Jahr 1823 oder ward von Maͤuſen gefreſſen; die Wicken gediehen nicht; Spoͤrgel ventrocknete; Hafer, Gerſte und Sommer⸗ V b Jwaiten lii 4 gute n n ſch uf di en ei lu aitzin, d win⸗Endi: uhn m rnnüt genaed deber luhe ih nt Newa ne Lajich 15 de Auͤtettn aruiter anatme Feder(w t it, it aufttar vereihhnet duf den Lauter iler Varinß bit m Arßer vur⸗ Sühwier biege dl deſn dn da Ga de dinn dfür n o dager gira m ded Vaſucs ſ 1 Gevitt tann einen gei ich dam ii wiſſen Vih ſuche äber u e gemacht n Einwitingn is richts; ſe Einfluſe ausgeſett ſi dem Gartai zaus nicht ſu erholte Erji dem Publicm Ande auf eir⸗ auch ſelbſt d teen vermag. ſtänden ſih t hat, it0 e Beantwortr habe ich u uüſſen. d Nockel ſ9 3. 823 widdeft oder vilt die Sonni in uit K Gickn und Sout — 315— waitzen litten ſo ſehr durch die Duͤrre, daß der ſtellenweiſe gute und ſchlechte Ertrag auf derſelben Koppel jeden Schluß auf die Ertragsfaͤhigkeit unſicher machte. Es blieb alſo von den zweyjaͤhrigen Reſultaten nichts mitzutheilen, als was die beyden guten Kartoffel⸗ und Rocken⸗Erndten geliefert hatten. Ueber 120 muͤhſam eingeleitete Verſuche ſind dadurch unnuͤtz gemacht worden. Ueber die Art, wie dieſe Verſuche angeſtellt ſind, glaube ich noch einige Worte hinzufuͤgen zu muͤſſen: Alle meine Koppeln ſind genau gemeſſen; da, wo meh⸗ rere Verſuche auf derſelben Koppel Statt finden, ſind auch die Ackerſtuͤcke gemeſſen, und wo es noͤthig iſt, Karten daruͤber aufgenommen. Alles, was auf jedem meiner Felder(und ich habe deren uͤber 70) ſeit 1820 geſchehen iſt, iſt aufs genaueſte in der Geſchichte jedes Feldes verzeichnet. Auf dieſe iſt die Inſtruction gegrändet, die ich meinen Leuten uͤber die Beduͤngung und Beſtellung jedes, zu einem Verſuch beſtimmten Feldſtuͤcks ſorgfaͤltig auseinander ſetze. Außer meinem Inſpector und Verwalter ſind zwey Schreiber beſchaͤftigt, die Aufſicht darauf zu haben, daß alles dieſer Inſtruction gemaͤß geſchehe. Das Geſchehene trage ich ſelbſt zu Protocoll ein. Bey der Erndte ſind eben dieſe Perſonen beauftragt, dafuͤr zu ſorgen, daß alles gehoͤrig getrennt geerndtet, zu Lager gebracht und gewogen werde. Die Cerealien werden im Winter, das Product jedes Verſuchs fuͤr ſich, beſonders gedroſchen und Maaß und Gewicht aufgenommen. — 316— Die Aufſicht auf den Gang des Verſuchs, das Sam⸗ meln und Ordnen der Reſultate, ihre Vergleichung unter einander, die Entwickelung der, fuͤr die practiſche Land⸗ wirthſchaft daraus hervorgehenden Folgerungen, iſt mein eigenes Geſchaͤft. Meinen nun ſchon ſeit 10 Jahren fortgeſetzten ſtati⸗ ſchen Tabellen uͤber jedes Feld verdanke ich es, daß ich die Ertragsfähigkeit jedes Feldes mit einer groͤßeren Genauig⸗ keit zu beſtimmen vermag, als irgend einer meiner Nach⸗ baren es auf ſeinem Felde kann. Hat der Ertrag aller meiner, und der mir bekannten benachbarten, mit derſelben Frucht, in demſelben Jahre be⸗ ſtellten Felder, mir einen Durchſchnitt geliefert, nach wel⸗ chem ich die Jahres⸗Fruchtbarkeit(das heißt, das Verhaͤltniß des Durchſchnitts aller Ertragsfaͤhigkeiten zu dem Durchſchnitt aller Ertrage) beſtimmen kann, ſo bleibt mir dann nur uͤbrig, das, was jede meiner Koppeln, uͤber oder unter der, durch dieſen Durchſchnitt beſtimmten Er⸗ wartung von dem Verhaͤltniß ihrer Ertragsfaͤhigkeit zu iihrem Ertrage, gegeben hatte, zu bemerken; das, was außerordentliche Einwirkungen daran veraͤndert haben konn⸗ ten, zu ſondern. Die dann ſich ergebende Verſchieden⸗ heit iſt auf Rechnung der Behandlung zu bringen, welche dem Felde zum Behuf der beabſichtigten Erfahrung gewor⸗ den war. Dieſes Reſultat iſt es, was ich jetzt uͤber den Kartof⸗ felbau im Jahre 1822— 1823 meinen Gewerbsgenoſſen vorlegen kann. Moͤgten ſie etwas darin finden, was ihnen nuͤtzlich werden koͤnnte! Obgleich die letzte Rocken⸗Erndte zu den mittelmaͤßi⸗ gen gehoͤrt, ſo iſt ſie dennoch gleichfoͤrmig genug geweſen, 12 um nit ri ibe agin di üma de I geweſe di t e, ni wn ud ſta ich ber bede bul dß in 33-A. dateden, pit nnſit.- Jpnlce nt n des Jahrs 100 n as ten ſ Nihtkr habe, nageln. ii Zeirn gi wit der Siſßt. der Schemn en auigriten* mriner Erngn nnn. aa i 4 i, ni vige degen das 6 holtr bfdag Ales g anm ngg eine Denin nit alan dn — — 347— kuchs, da um mir mit dem, was das Jahr 1822 und 1823 dar⸗ dergleichung uͤber ergeben hat, ziemlich vollſtaͤndige Reſultate liefern zu prntiſtet koͤnnen. eungen, ſin Die Waitzen⸗Erndte dieſes Jahres iſt vorzuͤglich gut geweſen und ich hoffe, daß ſie Reſultate ergeben werde, gfortgeſen die, mit denen vom Jahr 1822 verbunden, mich in den ) 8, dhi Stand ſetzen werden, im Laufe des naͤchſten Jahres etwas Arößetn Gan uͤber beyde Cerealien bekannt zu machen. ſcer min Daß im Jahr 1822— 23 die Rapſaat erfror, im Jahr 1823— A von den Wuͤrmern gefreſſen ward, hat die be⸗ Der vi hr deutenden, in dieſen Jahren eingeleiteten Verſuche gaͤnzlich rfl 1e zerſtoͤrt.— Falls der, jetzt vielverſprechenden Saat nicht ein 5 1 aͤhnliches Ungluͤck widerfaͤhrt, ſo hoffe ich, gegen das Ende 1 lihn 1 des Jahrs 1825, aus dieſer und der trefflichen Erndte des 1 hh Jahrs 1822 gleichfalls einiges bekannt machen zu koͤnnen. Sagsfihiji an kanr, ſübi Da ich den Rapſaatbau nun 30 Jahre lang betrieben der Furt,“ habe, magere und fette Felder, dick und duͤnne, breit und ct vümn; in Zeilen geſaͤet; in verſchiedenen Entfernungen verpflanzt; a angsfüüit mit der Sichel geſchuitten und mit der Senſe gemaͤhet; in rrken; de,1 der Scheune und im Felde gedroſchen und mit Pferden a dert hrbar ie ausgeritten habe, ſo wuͤrde vielleicht die Aufzeichnung aller de Prfütr meiner Erfahrungen etwas ziemlich Vollſtaͤndiges liefern Göringn koͤnnen. Arfährunh ſ Wenn fuͤr Mengfutter das naͤchſte Jahr ſo vortheilhaft iſt, wie das jetzige war, ſo werde ich im Stande ſeyn, lber du gegen das Ende des folgenden Jahres das Reſultat wieder⸗ dGah holter Erfahrungen bekannt zu machen. uden, wui Alles dieſes wuͤrde wegen der, zur Kultur aller dieſer Pflanzen untergepfluͤgten gruͤnen Saaten, aus den Thatſachen ri mituu eine Theorie der gruͤnen Beduͤngung entwickeln laſſen, welche el 1 m mit allen dieſen Beyſpielen verbunden, den großen Fort⸗ 2I Rruug Ge — 318— ſchritt, den die Landwirthſchaft durch Aufnahme derſelben in die gewoͤhnliche Rotation, beſonders auf leichtem Boden machen wuͤrde, unwiderſprechlich beweiſen muͤßte. Wenn dieſes alles mit einigen Erfahrungen uͤber dicke und duͤnne Saat, flaches und tiefes Eineggen, Maͤhen des Winterkorns und der Rapſaat in der Gruͤnreife, vielleicht in Jahresfriſt erſcheinen kann, ſo wuͤrden Klee, Spoͤrgel und Hafer durchaus einiger maͤßig feuchten Jahre beduͤrfen, um mich in den Stand zu ſetzen, etwas Entſcheidendes uͤber ſie vortragen zu koͤnnen. Vielleicht wuͤrde manchem meiner landwirthſchaftlichen Leſer eine genauere Beſchreibung jedes einzelnen Verſuchs, wie ſie mein Protocoll allerdings enthaͤlt, zweckmaͤßig ge⸗ ſchienen haben. Ich habe gefuͤrchtet, zu voluminoͤs zu werden und vermuthet, daß nur gar wenige Landwirthe veranlaßt ſeyn koͤnnten, dieſen ins Einzelne gehenden Anga⸗ ben ihre Aufmerkſamkeit zu widmen; daß endlich die Weit⸗ laͤuftigkeit eines ſolchen Berichts manchen Leſer ermuͤden wuͤrde. Wahrſcheinlich wuͤrden ſich die Reſultate ihm minder deutlich darſtellen, als in meiner concentrirten Mit⸗ theilung derſelben. Einige Beyſpiele von der Beſchreibung der Verſuche, ſo wie mein Protocoll ſie enthaͤlt, werde ich indeſſen in einem Anhang zu der Darſtellung der Reſultate mittheilen. Wenn das, was ich daruͤber ſagen kann, Aufmerkſamkeit bey dem practiſchen Landmanne erregt, ſo iſt mein Zweck hier ſchon erfuͤllt. Sollten indeſſen mehrere Stimmen im landwirthſchaft⸗ lichen Publicum ſich dahin vereinigen, die Mittheilun⸗ gen der Auszuͤge aus dem Protocoll zu wuͤn⸗ ſben t ¹ eine pfälntt diglich it „ wrgromnenee hn bi, taa Nirn air u ber e da ljern gaotahmen end geie d Erſrn Gliſitn urrr ſ, tr feul annhm 10 1 10 1b den, und det t 30 bi de 6 b 7 9 ertue 1 6 s” Keim loo ln — 0) Nc n [0 ahm dei fleichen de düßte. zungen iörr Anreife, bilt Kle, Enn t Jahre beäͤün tſchedendeth Idwittſſteitt tzelnr Jrjich 7 prttriſt 1 vma g. rrige tadeih . gehenda le rendlih de d à1 Lfn mie Näflute rcarttitm ug der it 1 ih indiſe ltat mithr 1 Aufmeim it man i⸗ landwittſt Nittheit coll zu n — 319— ſchen, ſo bin ich nicht abgeneigt, ſolche nachzutragen und meine Reſultate kuͤnftig in dieſer Form zu liefern. Obgleich ich in dem Berichte, die auf lehmigtem Lande vorgenommenen Verſuche, von denen auf Sandland unter⸗ ſchieden habe, ſo moͤgte es dennoch zur Vermeidung ſchaͤd⸗ licher Mißverſtaͤndniſſe nicht unnuͤtz ſeyn, die Bodenarten naͤher zu bezeichnen. Da hier von Kartoffeln die Rede iſt, zu denen, wenige Ausnahmen abgerechnet, nur der zu ihrer Kultur beſſer geeignete Boden der Unterabtheilung A. aus den beyden Erſten Claſſen meines lehmigten Landes(1) genommen worden iſt, ſo kann man fuͤr denſelben folgende Beſtand⸗ theile annehmen: 10 bis 14 pCt. abſchwemmbaren Thon, 15 bis 25*² feinen, nur durch Kochen zu ſondern⸗ den, und dennoch mit feinen Thontheilen vermiſchten Sand. 50 bis 60 pCt. groͤberen Sand, 6 bis 7 ⸗ Humus, 2 2 Kalk, Ackerkrume 15 Zoll, ſchon mehreremale rayolt, Fuͤr reines Sandland(2): 7 bis 9 pCt. abſchwemmbaren Thon, 6— feinen Sand, 82— 86 ⸗ groben Sand, 2—3 Humus. Keine Spur von Kalk. Ackerkrume 6 Zoll. Die lehmigte Unterlage liegt 6 bis 10 Fuß tief. (*) Nach der gewoͤhnlichen Bonitirungs⸗Methode: Gerſten⸗ boden zweyter Art. () ⸗ 3 ⸗ NRockenboden zweyter Claſſe⸗, — 320— Fuͤr etwas lehmigten Sand(): 9 bis 10 pEt. abſchwemmbaren Thon, 6„ feinen Sand, 76 bis 82 ⸗ groben Sand, 1 bis 2* Kalk, 3 bis 5 ½ Humus; 9 Zoll Ackerkrume. Die lehmigte Unterlage nur 2 bis 3 Fuß unter der Oberflaͤche. Die naͤhere Beſchreibung dieſes Bodens findet der Leſer mit der, die Eigenſchaften deſſelben noch genauer characteri⸗ ſirenden Anzeige der darauf wachſenden Unkraͤuter, im Weg⸗ weiſer durch Flotbeck. Seite 138— 142. Lange habe ich daruͤber nachgedacht, wie dem land⸗ wirthſchaftlichen Leſer eine anſchauliche Kenntniß des Bodens zu geben waͤre, den ich mit einer gewiſſen Gradzahl der Ertragsfaͤhigkeit bezeichne. Beſchreibungen des Bodens ſind hier ſo unnuͤtz, als ſie an ſich truͤglich ſind. Ich wollte etwas auffinden, was der, dem Landwirth gewoͤhnlichen Art, die Fruchtbarkeit ſeines Bodens zu bezeichnen, ein Verhaͤltniß zu meinen Graden der Ertragsfaͤhigkeit gaͤbe. Ich habe bemerkt, daß in den Herzogthuͤmern, wo auf eine Tonne Areal immer eine Tonne Rocken geſaͤet wird, der Landmann, wenn er den Werth ſeines Bodens einem andern verſtaͤndlich machen will, zu ſagen pflegt: dieſe Koppel giebt mir das 10te Korn, jene Koppel das Ste u. ſ. w. Dieſe ſonſt ſo unſichere Art der Wuͤrdigung nach Koͤrner⸗ Ertrag verliert hier ihre Unrichtigkeit, weil von der be⸗ ſtimmten Einſaat Einer Tonne die Rede iſt. 4 (²) Nach der gewoͤhnlichen Bonitirungs⸗Methode: Rocken⸗ boden erſter Claſſe. Suſhel,1. dir E 6 4 henn 5 di ſe ſpre d Penn t in, u0 5 dr bon ſiin ene Grdee godn iwihn Tonre vütde, ſotnt geuact uihi Dyu uͤm Arfülriſtetde dwiter Hi r d ghebt en galen nir Produttir br an. Ic zm auf 10 Lihr Tonne re giht im um lſp nit. Daruftt. lhens Jer rberſchidt Mt d — 6) In denn Rih i dinog n.h fat in uun ſerl 4 Wohts 0. 1 bag tnr e frdet de veer garan Pliut, ind ( 2 tit dem land eoi d Jeder re Grdplld 13 es Wodan ſ 4t n rh grwite s beritm, iigttt u ea imern, w ot güütt 4 Sodn St: diſn. 1 as 8ke 1 a) n in 2 von di thohe A en erſtet 1 Der Englaͤnder ſagt: der Acre giebt mir 24 oder 28 Buſhel, u. ſ. w. Young und Marſhal ſelbſt pflegen den Boden, von dem ſie ſprechen, ſo zu characteriſiren. Wenn ich nun dem Holſteiner, der von ſeiner Koppel ſagt, daß ſie ihm das 10te Korn giebt, dem Englaͤnder, der von ſeinem Acre ſagt, daß er ihm 28 Buſhel giebt, eine Gradzahl der Ertragsfaͤhigkeit angeben koͤnnte, die den Boden characteriſirt, der bey mir 10 Tonnen auf eine Tonne Areal, 28 Buſhel auf das Areal eines Acres geben wuͤrde, ſo wuͤrde ich glauben, mich ihm voͤllig verſtaͤndlich gemacht zu haben. Dazu iſt mir denn nun der 10jaͤhrige Durchſchnitt des Verhaͤltniſſes, den ein auf 100 Ruthen meiner Felder pro⸗ ducirter Himpten Waitzen zu der Ertragsfaͤhigkeit der Fel⸗ der gehabt hatte, gar ſehr zu ſtatten gekommen. 10 Jahre gaben mir 36° Ertragsfaͤhigkeit(4) als zureichend fuͤr die Production eines Himpten von 42 9o auf 100 DRuthen an. Ich ſaͤe ungefaͤhr wie der Holſteiner, reichlich 2 Himpt auf 100 Ruthen. Das Land, was ihm 10 Tonnen pr. Tonne Areal giebt, giebt mir 20 Himpt pr. 100 ◻ Ruthen; giebt ihm wie mir ungefaͤhr das 10te Korn; ich kann es alſo mit 20%✕ 36=720 bezeichnen. Darauf gruͤndet ſich der folgende Phorometer(Ertrags⸗ faͤhigkeits⸗Meſſer), den ich fuͤr das Areal und fuͤr das Maaß der verſchiedenen Laͤnder nach den ſicherſten Angaben berech⸗ net habe. () In dem fuͤr Waitzen fruchtbarſten, ſehr trocknen Jahre 1819 war dieſes Beduͤrfniß der zur Production Eines Himpten Waitzens noͤthigen Ertragsfaͤhigkeit nur 2874 pr. Himpt. In den 6 naſſen Jahren von 1813 bis 1818 faſt immer uͤber 39°. Dieſe Jahre werden bald wieder kommen und ſind vielleicht durch die Naͤſſe dieſes Spaͤt⸗ herbſtes angekuͤndigt. Voght's landwirthſchaftl. Schriften 1r. Bd. 21 — 322— Fuͤr Lehmland ſtaͤnde er nun folgendermaßen: 720 Grad bezeichnen bey mir einen Boden, der in ge⸗ woͤhnlichen Jahren bey 2 Himpt Einſaat, pr. 100 ◻ Ruthen 20 Himpt Waitzen zu tragen pflegt. 720° bezeichnen alſo einen Boden, der 960 Tonnen auf die holſtein. Tonne Landes zu tragen pflegt, bey Einer Tonne Einſaat. 3 720° einen Boden, der 2882 Buſhel pr. Acre in England producirt. 720°—„ 11 2* Berliner Scheffel pr. kleinen Morgen im Brandenbur⸗ giſchen. 7202—„ 2077 Metzen pr. Joch in Oeſter⸗ reich producirt. 720⁰°—„ 46 ¹²² Viertel pr. Bunder in Bra⸗ . band. 720°— 2 514 Muͤtt pr. Juchart in Bern. 720°—„ 21°5 Himpt pr. Kalenberger Mor⸗ gen in Hannover. 720°—„ 25 2²1 Litres pr. Are in Frankreich. 720°-„ 80s Scheffel pr. Roſtocker Scheſſel Land in Mecklenburg. 14 ³³ Tſchetwert pr. Deſſatine in Rußland producirt. N 720⁰°— Wenn alſo der Holſteiner von ſeiner Koppel ſagt:« ſie pflegt mir im Mitteljahre 950 Tonnen zu tragen», ſo hat er den Boden bezeichnet, der bey mir auf 720° ſteht; er hat eine anſchauliche Kenntniß deſſelben; durch einen einfachen Regula de tri⸗Satz weiß er, daß eine Koppel, die ihm das 7te Korn traͤgt, bey mir auf 5040 ſteht: und umgekehrt, daß 504° bey mir einen Boden anzeigen wuͤrde, der ihm in gewoͤhnlichen Jahren das 7te Korn zu geben pflegt. um d Pss Alhe te bh ni dr ihn 2 einen vnuid ngeiir, gaen vird Da din lnala,uf⸗ brie, uuti der Ettrgeit ſo wibiite Belu, N. nden ur Ich bu ſains der ſi ne Errnyefäti verſändihed gemeiner v. de um fübigtit wir gͤrict, gatt feiner Praducn Duiten(wem draalin dirgs Danvenä it ud um En Wh der Rocken tragöühine Kin umn Sand in tte daßen: den, der in 100 O ht o Tonten a dy Einer dm ere in Enz 1. 1ffl pr. lin Lin Brandaiu 4 Joch in Sfſe duuit unde B⸗ chant u da. alerbetgrA s autobet. ein Frutt oſtocker Sth Mecllentun v. Deſatin produeitt. eyppel ſagt. ngen', ſo ſch do ſuht; a einen einſi doel, die ihne — und ungit arde, der in in pflegt Wenn der Englaͤnder ſagt: adieſer Boden giebt mir 2882 Buſhel pr. Acre», ſo hat er den Boden bezeichnet, der bey mir auf 720° ſteht. Spricht er von einem Boden, der ihm 24 Buſhel pr. Acre zu geben pflegt, ſo hat er einen Boden bezeichnet, der bey mir auf 600° ſteht, und umgekehrt, weiß er, daß 600°in England 24 Buſhel pr. Acre geben wuͤrden.. Da dieſes unbedingt und ohne alle Ruͤckſicht auf die Urſachen, welche die Fruchtbarkeit des Feldes hervorgebracht haben, nur das durch den Ertrag bewieſene Verhaͤltniß der Ertragsfaͤhigkeit der verſchiedenen Bodenarten bezeichnet, ſo praͤjudicirt es nichts uͤber Beſtandtheile, Beduͤngung und Beſtellung, iſt alſo durch keinen dieſer Umſtaͤnde beſonders, ſondern nur durch ihr Reſultat im Allgemeinen bedingt. Ich kann nicht leugnen, daß mir daher dieſe Methode eines der ſicherſten Mittel ſcheint, ſich uͤber den Grad der Ertragsfaͤhigkeit des Bodens, von welchem man ſpricht, zu verſtaͤndigen. Vielleicht waͤre es zu wuͤnſchen, daß ſie all⸗ gemeiner wuͤrde. Die zu einem guten Rocken⸗Ertrage noͤthige Ertrags⸗ faͤhigkeit wird natuͤrlicherweiſe durch viel kleinere Zahlen aus⸗ gedruͤckt, gerade in dem Verhaͤltniß, in welchem Rocken zu ſeiner Production eine geringere Ertragsfaͤhigkeit bedarf als Waitzen(welches mit dem Verhaͤltniß der Erſchoͤpfung beyder Cerealien nicht verwechſelt werden muß, weil dieſe nur vom Duͤngvermoͤgen, jene zugleich vom Erdvermoͤgen abhaͤngig iſt und ganz vorzuͤglich durch die Witterung bedingt wird). Ein Durchſchnitt von 7 Jahren giebt mir fuͤr den, der Rocken⸗Kultur geeigneteſten Boden 280 Er⸗ tragsfaͤhigkeit als hinreichend an, um einen Normal⸗Himpten Rocken von 42(3 Gewicht zu produciren. Auf lehmigtem Sand in trocknen Jahren koͤnnen 24 Grad hinreichend ſeyn. 21* — 324— Auf bloßem Sand in trocknen Jahren iſt es bis auf 360 geſtiegen. Ueber die Wirkung eines naſſen Jahres habe ich auf bloßem Sandlande noch keine Erfahrung; ich glaube aber, daß es dann von einer großen Productivitaͤt ſeyn wuͤrde. Hier iſt, wie geſagt, von dem, dieſer Kultur geeig⸗ neteſten Boden in einem Mitteljahr, ſich indeß eher zu einem trocknen als naſſen Jahre neigend, die Rede. Eine Erndte von 20 Himpt, welche bey 2 Himpt Ein⸗ ſaat mir gleichfalls das 10te Korn giebt, beweiſet eine Er⸗ tragsfaͤhigkeit von 560°. 560° bezeichnen alſo bey mir den Boden, der bey 2 Himpt Einſaat 20 Himpt oder das 10te Korn Rocken traͤgt. 560° bezeichnen alſo fuͤr den holſteiniſchen Rockenbauer die Guͤte des Bodens, von welchem er in einem guten Jahre 960 Tonnen Rocken erwarten wuͤrde; fuͤr den Englaͤnder den Boden, von dem er in einem ſolchen Jahre 28³2 Buſhel pr. Acre erwarten darf. Fuͤr die Theorie will ich aus allem dieſem nichts zu folgern wagen; ich ſpreche nur von den Thatſachen, ſo wie ich ſie gefunden habe. Sonach glaube ich mich verſtaͤndlich genug gemacht zu haben, um zur Darlegung der folgenden Thatſachen ſelbſt uͤbergehen zu duͤrfen. 1 Enn tofft Eetb. nit Kart ni gegen letie nimüch An dand enötne. Aien Caſs ntenüthe 8 b ung I. 8 1. 100 leheinte bracht hag pr. 100 ih En c du lußlana bis af) ed habe ih r ch glaube ti t ſeyn wird. Lultur gein h inde de ae Redde. 12 Himtä Leweiſtt ein b oden, der h de Kum An dihen Vbeüwmn in ann gin den ſälha rieſen tich rtſachen, b daug genat t hatſacha Reſultate der Verſuche, den Kartoffel⸗Bau betreffend, in den Jahren 1822 und 1823. A. Klein⸗Flotbeck. Lehmland. I. Erfahrungen, die Beſtellung und Zuberei⸗ tung des Bodens vor dem Legen der Kar⸗ toffelu betreffend. 1. Es hat ſich als aͤußerſt unvortheilhaft bewieſen, Lehmland mit Kartoffeln zu bepflanzen, indem dieſes 33 pCt. Verluſt gegen lehmigten Sand gab. Die vier folgenden Felder naͤmlich gaben bey der Erndte folgenden Minder⸗Ertrag: obgleich 5 Fuder Duͤnger pr. 100 HORuthen dazu aufgefahren waren und 4mal dazu gepfluͤgt wor⸗ den war. Land aus der das Feld a, 40 pCt.) 2ten Claſſe,,⸗ ⸗2 h, 40 ⸗ Unterabthei⸗s⸗ ⸗ c, 20 lung B.„ d, 32 ⸗ NX Durchſchnitt— 33 pCt.; auf 160 Himpt Erndte pr. 100 QRuthen, welche auf denſelben Koppeln der nicht lehmigte Theil derſelben bey derſelben Ertragsfaͤhigkeit ge⸗ bracht hatte, ergiebt einen Minder⸗Ertrag von 53 Himpt pr. 100 Ruthen. Ein lehmigtes Feld iſt alſo nur dann mit Kartoffeln zu bepflanzen, wenn 3 einer Kartoffel⸗Erndte den Umſtaͤn⸗ — 326— den nach immer noch vortheilhafter waͤren, als eine Durch⸗ ſchnitts⸗Erndte von Waitzen, Bohnen oder Hafer auf die⸗ ſem Felde. 9 Doppelt Rayolen gab 8(5) Sack pr. 100 ORuthen Ertrag mehr als einfaches Rayolen(6), ſicherte bis zu einem gewiſſen Grade gegen das Verdorren des Krautes bey anhaltender Duͤrre, welche das Auswachſen der Knollen zu verhindern pflegt(2). Lehmigte Stellen ein drittesmal rayolen und ſodann haaken, machte den Lehm faſt unſchaͤdlich, wenn es bey trocknem Wetter geſchah. Dazu muß aber das Jahr weder zu trocken noch zu naß und die Witterung aͤußerſt guͤnſtig ſeyn. Da beydes aber ſelten zutrifft, ſo bleibt die Erfah⸗ rung No. 1. in voller Kraft. (5) Der Normalhimpt Kartoffeln, nach welchem in Flotbeck die Erndte berechnet wird, wiegt 52 46. Die holſtei⸗ niſche Tonne Kartoffeln pflegt 4 ſolcher Himpten zu ent⸗ halten. Unter jenen 52 1 befinden ſich in einem guͤn⸗ ſtigen Jahre 3 bis 10 16 kleine, 41 bis 43 16 marktfaͤ⸗ hige Kartoffeln. Der beym Verkauf gewoͤhnliche Sack euthaͤlt 3 Himpt und wiegt bey großen Kartoffeln circa 124 18, bey mittleren circa 128 46, bey der kleinſten Art circa 132 1. (⁶) Rayolen heißt hier, mit zwey nach einander folgenden Pfluͤgen 15 Zoll tief pfluͤgen. () Im Jahr 1821 blieben die Kartoffeln auf dem Theil des Feldes, der ein Jahr ſpaͤter im Klee liegen blieb, und 3 Jahre nach einander jaͤhrlich rayolt worden war, gruͤn; auf einem andern Theil, der ein Jahr fruͤher aus dem Klee kam, und nur zweymal in 4 Jahren rayolt worden war, vertrockneten ſie. Auf einem andern Felde, 2 Jahr hinter einander rayolt, war der Ertrag 25„Ct. hoͤher als auf einfach rayolten Feldern. groget daun lu 5 Nah d 1* ,9 Duriſtare Wndr goinntn ntwadd de unts ds Erdverts. devit, n tnafäbict vernägen dh höberen(ae Dängven n (Ib nn daeh dleint do gh der unge len as nenn 1 u kinn ls eine de Hafer uff 400 Dhtt ſcherte ba un dos Kun hſen de kuh Alet und ſiͤm ih, wen h t dos Jryr war J bit gyſi ſ bleit chi achen ir bu . De ſ Himpten u ach in tuen i 18 P P nuti zgevirlte Kartofen der keinie uandet bee auf den Tit wiegen bliht orden val in ffeäͤher ani een raholt 1 f hinter eine Rals auf Gh — 327— Nach der aus dem Protocoll uͤber zweyjaͤhrige Reſultate gezogenen Tabelle uͤber vier doppelt rayolte Felder, war die dadurch bewirkte Vermehrung der Ertragsfaͤhigkeit: a, 96 Grad und ergab eine Vermehrung des Ertrags von 24 Himpt pr. 100 DR. b, 118 ⸗„——„ 29 ⸗ pr. 100 ⸗ e, 80 ⸗—— ⸗ 20„ Ppr. 100 ⸗ d, 88 ⸗—— ⸗ 22 ⸗ pr. 100 ⸗ Durchſchn. 95 ½ Grad= 24 Himpt. Wenn fuͤr eine außerordentlich gegebene Pflugart bey un⸗ geduͤngtem Lande dem Erdvermoͤgen 0*5 Grad zu gute gerech⸗ net ward: ſo hat dahingegen das einfache Rayolen bey nicht gar zu ungleichem Boden faſt immer 1 Grad Vermehrung des Erdvermoͤgens, alſo 075 Grad mehr als das Pfluͤgen, bewirkt, mithin bey 80 Grad Duͤngvermoͤgen 60 Grad Er⸗ tragsfaͤhigkeit; denn 075 Erdvermoͤgen* 80 Grad Duͤng⸗ vermoͤgen= 60 Grad Ertragsfaͤhigkeit, mehr bey einem hoͤheren Grade, weniger bey einem geringeren Grade von Duͤngvermoͤgen(³). 3. a) Geduͤngtes Land zweymal außerordentlich haaken, gab bey 705 Grad Ertragsfaͤhigkeit eine Ertragsvermehrung (s) Ich koͤnnte hier gar leicht die Grundſaͤtze entwickeln, welche, ſich auf dieſe Thatſachen ſtuͤtzend, ſelbige zu⸗ gleich erklaͤren; aber ich verſchiebe dieſes auf die Zeit, wo ich die Theorie im Zuſammenhange werde darſtellen koͤnnen. Hier habe ich nur dem practiſchen Landmanne Erfah⸗ rungen zur Pruͤfung, vielleicht zur Benutzung, mitthei⸗ len wollen. Ich darf hoffen, daß den gebildeten Land⸗ mann eignes Nachdenken die Urſache vieler Erſcheinungen lehren und ihn auf das vorbereiten wird, was ich ihm kuͤnftig mitzutheilen haben werde. — 328— von 8 bis 12 Sack Kartoffeln pr. 100 ◻Ruthen; jede Haakenfurche vermehrte das Erdvermoͤgen um 053 Grad. b) Vorjaͤhrig geduͤngtes Land nach dem Rayolen noch zweymal haaken, gab nur 6 ⅞ Sack mehr pr. 100 HRuthen. c) Ungeduͤngtes Land bey 670 Grad zweymal außer⸗ ordentlich bey trocknem Wetter haaken, Lab 4 bis 5 Sack pr. 100 ORuthen neßte d) Geduͤngtes Lehmland bey 720 Grad bey trocknem Wetter zweymal außerordentlich haaken, 3 bis 6 Sack mehr pr. 100 ORuthen.. Einmal haaken that hier ſehr wenig. Grubben iſt nur auf ungeduͤngtem Lande verſucht und hat nichts bewirkt. Pfluͤgen war nicht ganz ſo wirkſam als haaken, beſonders als queerhaaken. 4. Duͤnger mit der Kleenarbe im Herbſt unterrayolt, gab 7 bis 9 Sack mehr, als wenn er auf dem im Herbſt rayol⸗ ten Lande, im Fruͤhjahr mit der Kartoffel untergepfluͤgt ward. 2 Fuder Duͤnger, mit der Kleenarbe untergepfluͤgt, wirkten ſo viel als 3 Fuder Duͤnger, im Fruͤhjahr auf das umrayolte Land gebracht. 5. Eine mittelmaͤßig dicke Rapſaatdecke, im Auguſt mit 15 b pr. 100 ORuthen geſaͤet(ſofort wieder geſaͤet, falls der Erdfloh ſie freſſen ſollte, oder ſie aus irgend einer an⸗ dern Urſache duͤnne aufkommt), gab, im December unter⸗ rgyolt, bey 729 Grad Ertragsfaͤhigkeit des Feldes, nach einem Durchſchnitt von 6 Feldern 7 bis 8 Sack mehr pr. 100 ORuthen, auf leichtem Boden bis zu 10 Sack, auf lehmigtem Boden bis zu 5 Sack. ) Rit Hetſt un nes 10 Dkun 0) düh 6 069 2)„ zuli z Sad we Ein i 1ooOtuh Errgſtſt den 9 li ur auf In )) Eine vht is c 9 Dhe vorzepswe f döberer Eiße flere Natt 9³ Diugſaut s unt rweflün Nih. nit U Fn därn G 7 Sad unh Muthen; 1n 06 Gn Nayola n 100 Dn Sweymal diit 4 4 bis) 9 8 3) bey trn 88 6Ent an aken, 9 heder 3 Fnterrvyh h rgepfägtun A Mrtergrſin S hirhr aj d un Augii n dr geſitt fn Sgend eint recember unne Feldes, u Sack wug — 329— b) Mit einer Haakenfurche im Fruͤhjahr, gab die im Herbſt unterrayolte Decke noch 2 bis 3 Sack mehr pr. 100 Ruthen als a. c) Duͤngrapſaat muß nicht auf Boden unter 600 bis 700 Grad Ertragsfaͤhigkeit geſaͤt werden. d) Im Fruͤhjahr unterrayolt, gab dieſelbe Duͤngrapſaat 5 Sack weniger als die im Herbſt unterrayolte. 6. Eine maͤßige Rockendecke im Auguſt, 3 Himpt pr. 100 Ruthen geſaͤet, im December unterrayolt, bey 602 Grad Ertragsfaͤhigkeit, gab nach einem Durchſchnitt von 7 Fel⸗ dern 9 bis 10 Sack mehr pr. 100 QRuthen, auf leichtem Boden 12 bis 13 Sack, auf Lehmboden 5 bis 6 Sack. b) Eine Haakenfurche im Fruͤhjahr gab 2 bis 3 Sack mehr als ohne dieſelbe. c) Duͤngrocken ſollte nie auf Lehmboden geſaͤet werden, vorzugsweiſe auf leichtem Lande von 400 bis 600 Grad. Bey hoͤherer Ertragsfaͤhigkeit und ſchwererem Boden iſt die wohl⸗ feilere Rapſaat vorzuziehen, die auch da beſſer waͤchſt. d) Im Fruͤhjahr(³) untergepfluͤgt, gab dieſelbe Rocken⸗ Duͤngſaat 2 bis 6 Sack weniger, als wenn ſie im Herbſt untergepfluͤgt ward. 7. Nach einer gelungenen gedrillten Rapſaat⸗Erndte, wozu mit 14 Fudern Duͤnger pr. 100 Ruthen auf Land von eirca 600 Grad geduͤngt worden iſt, gaben 100 DRuthen 7 Sack mehr, als auf dem Felde, auf welchem die Haͤlfte (2) Fruͤhjahr heißt hier in den erſten 10 Tagen des Aprils, ehe der Rocken ſich von dem, was er im Winter erlitt, hat erholen und neu zezanden koͤnnen. Wer Kartoffeln nach Mitte May pflanzt, kann den Nocken ohne Schaden ſtehen laſſen. — 330— des Duͤngers der Rapſaat, die Haͤlfte den Kartoffeln gege⸗ ben ward; die Rapſaat ſtand mit 14 Fudern Duͤnger auf 900 bis 950 Grad. 1 8. Gruͤnes, 2 bis 4 Fuß hoch ſtehendes Kartoffelkraut, bey der Kartoffel⸗Entfernung von 10 und 22 Zoll, im gruͤnen Zuſtand unterrayolt(¹⁰), bewirkt eine Ertrags⸗ vermehrung von 5 bis 7 Sack Kartoffeln pr. 100 ORuthen. 9. Die ſchaͤdliche Wirkung der Kartoffeln als Vorfrucht vor Kartoffeln ward gehoben durch 5 Fuder Duͤnger auf 100 ORuthen, die im Herbſt unterrayolt wurden. Wo, ſtatt zu rayolen, gepfluͤgt worden, ward das Land zweymal außerdem gehaakt. 10. Bey einer gleich ſtark beduͤngten und mit Duͤngrocken beſaͤcten Erbſen⸗ und Haferſtoppel gab das Erbſenland 9 Sack Kartoffeln mehr pr. 100 Ruthen. Der Rocken ſtand in demſelben Verhaͤltniß beſſer. 11. Das zum Kartoffelpflanzen bereit liegende Land muß, wenn es bald benutzt werden ſoll, vom Anfang April und alle 8 Tage mit der Buſchegge uͤbergezogen werden, um das Entſtehen einer Kruſte bey duͤrrer, das Begruͤnen bey feuch⸗ ter Witterung zu verhindern; wenn man es viel ſpaͤter braucht, und daher den großen Vortheil, den die wachſen⸗ den Unkraͤuter dem Boden ſowohl durch ihr Wachſen als durch ihr ſpaͤteres Verfaulen gewaͤhren, nutzen will, thut (*⁰) Dieſes kann nur bey der Fruͤhkartoffel und bey der ſo blattreichen Engliſchen Karteffel angewandt werden; bey allen andern Arten iſt das Kraut vertrocknet, wenn die Knolle gehoͤrig reif iſt. * unn bſt tief utrz Giktt nd lber nter 700 u trahktn? inzFäler Fall vegti Dunger ſg geſtalten din bode ———Q— (n hüſte vien Kartoffing Prn Diun a Karbvfält d A al, te eine Ene 1100hn wurden. M 2 Lnn xrar rwit dymi Jdas Gtfitin 3 dr nuc a nde dand wi anng Apdl rradden, m wtnen boh i 8 es dil ſi⸗ je watſt San di vn or Wachſl ben vil, und bey de adt werdenit 2 8 kuet/ wenn! man beſſer, dieſe gruͤne Decke erſt kurz vor dem Pflanzen tief unterzupfluͤgen. 12. Es iſt eben ſo ſchaͤdlich, das fuͤr Kartoffeln beſtimmte Land uͤber 750 Grad Ertragsfaͤhigkeit zu bringen, als es unter 700 Grad zu laſſen, denn in mehr als 20 Faͤllen brachten 750° fuͤr jede 1000 Ertragsfaͤhigkeit 25 Himpt, in 3 Faͤllen bey 850— 900° fuͤr 1000 ⸗ 21 2 E in 2 Faͤllen bey 973— 10000 ⸗ 1000 ⸗ 20 ½ ⸗ in 1 Fall bey 1085— 11000°0 ⸗ 100° ⸗ 18 ¾ ⸗ in 3 Faͤllen bey 630— 6800 ⸗ 1000 ⸗ 22 2 in 1 Fall bey 500° 1 100⁰0 ⸗ 20 ⸗ Da es darauf ankoͤmmt, mit der gegebenen Ertrags⸗ faͤhigkeit des Bodens den hoͤchſten Ertrag hervorzubringen, ſo iſt es klar, daß bey dem Uebermaaß erhoͤheter Ertrags⸗ faͤhigkeit der Duͤnger verſchwendet worden iſt, daß bey zu niedriger Ertragsfaͤhigkeit der mangelnde Duͤnger den Ertrag uͤber Verhaͤltniß vermindert hat. Wie viel Duͤnger im erſten Fall vergeudet worden, in wie weit im zweyten Fall der Duͤnger ſich bezahlt haben wuͤrde, daruͤber ſiehe No. 22. 13. In hohe Furchen(11) gelegtes Land muß lieber noch geſpalten(1²), als blos queer niedergeeggt und gepfluͤgt, in beyden Faͤllen aber noch gehaakt werden. (*²) Hohe Furchen heißen hier die(beſonders auf naſſem leh⸗ migten Lande) nach dem Rayolen im Herbſt zuſammen⸗ gepfluͤgten Furchen, die zwiſchen ſich, alſo alle 2 Fuß, eine Waſſer⸗Rigole laſſen. Der Boden friert dadurch beſſer aus, und kann, weil Schneewaſſer und Winter⸗ naͤſſe fortwaͤhrend durch die Waſſerfurchen abziehen und die hochſtehenden Erdſchollen trocken werden, 3 Wochen fruͤher bearbeitet werden. (¹²) Spalten heißt, mit dem großen vierſpaͤnnigen Furchen⸗ pfluge die hohe Scholle dergeſtalt ſpalten, daß da, wo ihr Ruͤcken war, eine tieſe Furche entſteht. II. Erfahrungen, die Beſtellung und das Be⸗ haͤufeln der Kartoffeln betreffend. 14. Kleine(1³) Kartoffeln ſtatt großer pflanzen, gab an Erſparung und vermehrtem Ertrag 9 pr. Morgen Vor⸗ theil; an Erſparung, weil 2 Sack kleine Kartoffeln ſo weit reichen, als 6 Sack große: Kartoffeln von 6 bis 8 Linien im Durchmeſſer ſind zum Pflanzen am tauglichſten befunden worden; an Ertrag, weil in zwey nach einander folgenden Jahren auf umgewechſelten Feldſtuͤcken die kleinen Kartoffeln(mag dieſes in einer groͤßern Keimkraft liegen?) bey einem uͤbrigens faſt gleichen Ertrag 13 pCt. mehr große, zum Verkauf taugliche Kartoffeln brachten(*. (13) Ein Himpt Kartoffeln von 52 enthaͤlt, im Durchſchnitt der verſchiedenen Arten, in guten Jahren etwa ꝛtel Kar⸗ toffeln, die zum Verkauf zu klein ſind; die Haͤlfte davon iſt auch zum Pflanzen zu klein und wird zur Fütterung gebraucht. Die Kartoffeln dieſer 3 verſchiedenen Groͤßen werden durch Siebe getrennt. Zwey Leute ſieben uͤber ein ſchraͤgſtehendes Sieb 300 Sack an einem Tage. (1⁴) An der Richtigkeit meiner ſchon 30 Jahre lang wieder⸗ holten, hier aber dadurch ſo beſtimmten Erfahrung, daß zwey neben einander liegende Stuͤcke in zwey folgenden Jahren umgewechſelt wurden, ſo daß auch irgend eine erborgene Eigenheit eines der beyden Stuͤcke die Er⸗ fahrung nicht beeintraͤchtigen konnte, darf ich auf keine Weiſe zweifeln. Ich finde indeſſen in den Mecklenburger Annalen, 9ter Band Ltes Heft, Seite 781 f. daß No. 2 die großen Kartoffeln 57 St. 20 wiegend: 101 13 daß ⸗ 3 die kleinen ⸗ 57 à3 wiegend:. 23 13 auf derſelben Flaͤche an Ertrag gegeben haben, V. daß No. 3 10 6 große Kartoffeln 35 Stuͤck: 76 3 groͤßere 4 daß 5 10 kleine. 135 ⸗ 73 kleinere gegeben haben. 1 Da die Kartoffeln nach der Zahl gepflanzt werden, V waͤre das erſte Verhaͤltniß anzunehmen; dabey bemerke f A jMenfernten Rt. gostange C b nd A Farteffeln 69)3n. ender drd — 333— und dasz 15. effend Auf 10 und 22 Zoll(d. h. in 22 Zoll von einander entfernten Reihen und in dieſen auf 10 Zoll Entfernung) flanzen, g. gepflanzte Kartoffeln gaben auf 6 Feldern gegen die auf t. Morgen 15 und 22 Zoll gepflanzten Kartoffeln 11 Sack brauchbare tleine auf Kartoffeln mehr pr. 100 ◻Ruthen. offeln von 6 16 dr an tm ni D. nteff wer ſe Jah mcn 1 Die beſte Pflanzzeit war ſeit mehreren Jahren von le ⸗ 22 3 7 mh nſ Mitte Maͤrz bis Anfang May(¹5), früher auf dem leich⸗ u i ten, ſpaͤter auf dem Lehm⸗Lande. Bey ſpaͤterer Saatzeit intuſt inz reifen ſie in gewoͤhnlichen Jahren nicht recht aus, ſind dann 83 Kn ſchlechter von Geſchmack und minder haltbar. 8* 10) ich, daß die Art der K Kartoffeln verſchieden war. Hier d, in duttit iſt von der großen Viehkartoffel, bey mir von der dun⸗ en etve nüde kelblaubluͤhenden, holäͤnd iſchen, mittelgroßen Kartoffel cie Hälſte dunn die Rede.— td zut bütm 2) Moͤgte es wohl der Fall ſeyn, daß dieſe Viehkar⸗ thiedenen bui. toffel ſchon lange auf demſelben Felde aus Knollen ver⸗ 1— eute ſehen he mehrt worden iſt; dann artet ſie endlich ganz aus und inen duge dieſe Ausartung zeigt ſich bey ihr durch Verkleinerung. Dieſe Schwaͤche in der Reproduction wird auch durch den aͤußerſt geringen Ertrag wahrſcheinlich, der ſtatt 13⸗ chte lang viee r Etfüt üne bis 20fach zu ſeyn, nur 5fach war. Ich wechſele alle 2 zue idn fuͤnf Jahre meine Ausſaat mit den indeſſen aus Saamen 8 irgen gezogenen Knollen ab, die im vierten Jahre ihre hoͤchſte Stück ded Productionskraft erreicht haben. ich duf ti— 1 5 ih uñt 3) Es ſcheinen auch gar zu kleine Kartoffeln gepflanzt worden zu ſeyn, wie ſie bey mir zum Ochſenfutter ge⸗ luoſas braucht werden. Die Zahl der zu einem gleichen Areal noͤthigen großen Kartoffeln verhaͤlt ſich bey mir zu der z wiegende⸗ Zahl meiner gewoͤhnlichen Saatkartoffeln wie 6 zu 2. zwiegend: 3 Hier wie 7 zu 1. Alle dieſe Verſchiedenheiten moͤgen haben, wohl hinreichen, den Unterſchied im Reſultat zu er⸗ dk: rip ſi klaͤren. a li m (15) Im Jahre»821 brachten 3 Felder beſtimmt aus keiner andern Ueſache einen geringern Ertrag, als weil ſie in hju der Mitte May ſtatt im April bepflanzt waren. abeh heite — 334— 17. Was die beſte Tiefe betrifft, thut man wohl, den Pflug, der die Kartoffel bedeckt, 2 Zoll tief gehen zu laſſen. Der darauf folgende Pflug, hinter welchem die Kartoffel gelegt wird, pfluͤgt 6 Zoll tief; dann koͤmmt nach dem Nie⸗ dereggen der Furchen die Erde 4 bis 5 Zoll uͤber die Kar⸗ toffeln. Das Niedereggen und zuletzt das Grubben geſchieht kurz vorher, ehe die Kartoffeln ſichtbar werden. 18. Ihr Durchſchnitts⸗Ertrag des letzten Jahres war: Engliſche 72 Sack brauchbare Kartoſſeln pr. 100 R. Harlemmer 67 ⸗ 2 2 ⸗ 100 ⸗ blaubluͤhende 60 ⸗ 2 2 100 ⸗ Biscuitkart. 57 ⸗ 5 2 100 ⸗ Zuckerkart. 38 ⸗ 2 2 ⸗ 100 ⸗ Fruͤhkartoffeln gediehen auf leichtem, trocknen Boden bey 700 Grad, auch auf dem fuͤr darauf folgende Rapſaat geduͤngtem fetten Lande bis 900 Grad, dort trieb ſie die Waͤrme, hier der Duͤnger. Biscuit Herbſt⸗Kartoffeln gediehen vorzuͤglich auf gruͤne Duͤngung nach Cereal⸗Stoppeln, auf mit Stall⸗ duͤnger geduͤngtem und rayoltem Lande, bey 750 Grad. Mehligte Kartoffeln gediehen nur auf leichtem, trocknen Boden, bedurften nur 700 Grad. Blaubluͤhende Winterkartoffeln, nach Rap⸗ ſaat und gruͤner Duͤngung 750 Grad. Engliſche Kartoffeln 600 bis 700 Grad, vor⸗ zuͤglich auf Sandland nach kuͤnſtlicher(15), im Herbſt vor⸗ (*⁶) Kuͤnſtliche Duͤngung iſt hier Knochenſplitter, Heringe, Knochenaſche, wohlfeiler als Stall⸗ oder Gaſſenduͤnger⸗ Compoſt und auf Sandland ſicherer. Die Wirkung iſt viel ſtaͤrker, wenn ſie im Herbſt ſr uf u Düngunh n 10 Fatwfeln nnd gelſch e Drtzat, d rit diſe, d di üteb pſege, ſich ſud; d ch brechen we Mnn ſot ſcheden laſ hat m 505 Il. Ern 1 de iſt rnir as dß Dinge, in n de Vatot Stl Fälln i Düngung Hinxt — erher 3t den. n vhl, chen a laße s die Kanif r nach dem i a über di ſo aben geihe n. rahtes wer n pr. 000 tron an gende Vüi d t tiib ſ her veritt A auf nit ei 7 Gred . auf lite ——2 , nach b ) Grad, 9 win Haldi gttel, Rii 1 Geſſendinn — 335— her auf das Feld gebrachter, und darauf geſaͤeter gruͤner Duͤngung. 19. Nach 14 Tagen muͤſſen die Furchen der eingepfluͤgten Kartoffeln niedergeegt werden, nach 14 Tagen gegrubbt und gebuſcheggt; wenn die Pflanzen ſich zeigen, mit dem Dreyzack, dann alle 14 Tage mit dem Platteiſen und ſodann mit dieſem, mit einem Strohwiſch umwunden, durchgepfluͤgt. Die Fruͤhkartoffeln, die 14 Tage vor der Bluͤthe anzuſetzen pflegen, ſind anzuhaͤufen, ehe die Bluͤthenknospen bemerkbar ſind; die Spaͤtkartoffeln, wenn die Bluͤthenknospen aus⸗ brechen wollen. 20. Man ſollte unter keiner Bedingung Kartoffelkraut ab⸗ ſchneiden laſſen. Das Abſchneiden der Bluͤthen und Blaͤtter hat um 5 bis 10 Sack das Product pr. Morgen vermindert. III. Erfahrungen, die Wirkung des Duͤngers auf die Kartoffeln betreffend. — A. Der im Herbſt einrayolte Duͤnger hat in beyden Jahren mehr als der im Fruͤhjahr vorher zur Vorfrucht aufgebrachte Duͤnger, in trocknen, obgleich lehmigten Sandfeldern gegen das Vertrocknen geſchuͤtzt. 22. Stall⸗Duͤnger⸗Compoſt hat im Durchſchnitt von 5 Faͤllen(obgleich 10 Fuder Duͤnger, bey 855 Grad nach der Duͤngung nur 18° Grad Ertragsfaͤhigkeit pr. Fuder mit 4 ½ Himpt Kartoffeln pr. Fuder; bey 5 Fuder Duͤnger und vorher zur gruͤnen Duͤngung, als wenn ſie im Fruͤhjahr zu den Kartoffeln ſelbſt auf das Land gebracht wird. — 336— 743 Grad: 3965 Grad pr. Fuder und 9 3¾ Himpt pr. Fuder Duͤnger hervorbrachten, welches in der ſchon bemerkten ver⸗ minderten Wirkung des Duͤngers bey hoͤherer Ertragsfaͤhig⸗ keit ſeinen Grund hat) bey 6 ⅞ Fuder pr. Morgen 744 Grad Ertragsfaͤhigkeit, 2570 Grad pr. Fuder und 636 Himpt Kartoffeln pr. Fuder auf 100 Ruthen hervorgebracht; iſt alſo gleich im Ganzen dem Gaſſenduͤnger⸗Compoſt, der 24 bis 30 Grad Ertragsfaͤhigkeit pr. Fuder bewirkt, und 6 bis 7 Himpt Kartoffeln pr. Fuder hervorgebracht hat. Bey hoͤherer Ertragsfaͤhigkeit vermindert ſich die Wir⸗ kung des Duͤngers nach nebenſtehenden Tabellen. 23. Kein Feld darf unter 650° gelaſſen werden, keins uͤber 750°bis 800° gebracht werden, weil bey weniger Er⸗ tragsfaͤhigkeit(ſiehe No. 12 und No. 22) circa 20 Himpt Ertrag vernachlaͤſſigt, weil bey 900 bis 1100° 5 ¾ bis 11½ Fuder Duͤnger pr. Morgen vergeudet worden ſind. 24. Heringe(r7) 1 Fuder pr. Morgen, oder mit Erde durchgelegt 2 Fuder pr. Morgen auf 680°, blieben auf lehmigtem Lande ohne Wirkung. 25. 700 bis 1500 7 Splitter gaben 5 bis 7 Himpt Kar⸗ toffeln pr. 100 ◻ Ruthen mehr, gleich 1 à 12 Fuder Duͤnger, auf 680° und auf 7330°. 26. Ein im Jahr 1822 mit 33 G, circa 2 Spint Sal⸗ peter pr. Morgen gedrilltes Haferfeld, trug im zweyten (11) Bey einem gluͤcklichen Heringsfange wird der friſche Hering am Elbufer ſo wohlfeil, daß ein aſpaͤnniges Fuder fuͤr 3 ma 8 ſoß gekauft werden kann. llber de — durc Bedin ſiket von ddud — Der Et gen don u) Tit dä Niß ri ni 8 inpt p.— 3 benutkt d. Et nunn T Sn 1u 3e 636 3 wedd, li e rrix iten Hüimt — 110heRä — evordan ſi oder ni b —, bläcben a — 875 indt ie t Fuder Däux id der fi in gſviunt 2 T a b elle I. Ueber die Simntaii von Kartoffeln, die Ein hinzugekommenes Fuder Danger bey eſciedenen Graden der Ertragsfaͤhigkeit des Bodens producirt hat. arenrerereee dheuterare Leein aargetebae aien ite enoger bue, ze die kNalt w Me de 4 Inder ſen 3720 Himpt 1 Hiuot 6. 8 Hiipt c) durch 104* Fuder Duͤnger 2500 6aso Himpt 625° Himpt c. 6 Himpt 2 zu 7500 hinzugekommene Ertragsfaͤhigkeit*.) 1 d) durch 62s Fuder Duͤnger 1500 375° Himpt. 6 Himpt 1 Himpt e) durch 104* Fuder Duͤnger 2500 625° Himpt 15 Himpt 1⁴⁴ Himpt f) durch 135 Fuder Duͤnger 3500 875⁰ Himpt 18˙5 Himpt 120 Himpt *) Der verſtaͤndige Landmann wird ohne weiteres Bemerken einſehen, daß, obgleich zu dieſen Verſuchen entweder 100 bis 200 Ruthen haltende Stuͤcke deſſelben Feldes, oder ſich ganz aͤhnlicher Boden auf verſchiedenen Feldern genommen ſind, dennoch alles dieſes kein mathematiſch genaues, aber doch ein der Wahrheit naͤher kommendes, wenn auch durch einige nicht bemerkbare Verſchiedenheiten einzelner Stellen im Boden, modiſicirtes Reſultat ergiebt. Auf allen Fall aber genauer, als es auf irgend einem andern Wege moͤglich iſt. **) Wir haben auf der vorigen Seite geſehen, daß bey 500° Ertragsfaͤhigkeit 105 Himpt Kartoffeln producirt worden ſind; mit 6¾ Fuder Dünger aber............ 143 Himpt 38 Himpt auf 6¾ Fuder, c. 6 Himpt pr. Fuder Duͤnger. Mit 1042 Fuder Duͤnger ſind producirt worden 1875° Himpt ohne Duͤnger 105 Himpt Kartoffeln, alſo auf 10⁴* Fuder Dünger 8250 Himpt Kartoffeln, pr. Fuder Duͤnger 7⁰ Himpt. 8 ***) 150 Grad Ertragsfaͤhigkeit hatten(ſiehe die vorige Seite) producirt 1875° Himpt pr. 100 QRuthen, mit 6 ¾ Fuder Duͤnger mehr, ſind producirt bey 900 Grad Ertragsfaͤhigkeit 19350 ⸗ alſo pr. 6v¾ Fuder 6 Himpt oder o. 1 Himpt pr. Fuder⸗ mit 10*1 Fuder Düͤnger brachten 100*Mnth. bey 1000 Grad Ertragsfähigkeit 20250 Himpt — 187⁵⁰ 2 15 Himpt pr. 10** Fuder Duͤnger öder 1 ⁴ Himpt pr. zudet, mit 14° Fuder Dünger brachten 100 Ruthen ben 1100 Grad Ertrags faͤhigkeit 20625 Himpt Kartoffeln 5 e 1. 18˙ Himpt pr. 1453 Fuder Duͤnger oder 1290 duuun pr. Fuder. & Zu Seite 336. Ueber die Wirkung des Duͤngers auf den Ertrag der Kartoffeln bey verſchiedener Ertragsfaͤhigkeit T a b e 1 1 e IJ. des Bodens. 4 ——— 3 1 E e zhi keit Durch die Be⸗ Zu 25 Himpt Kartoffeln pr. 10“ Grad Minder⸗Ertrag, Duͤnger, der gefehlt hat, um rtragsfaͤhigkeit dungungerhoͤhete Ertragsfäͤhigkeit wuͤrde, nenn die Ertrags⸗ Sie hat gebracht ee nncht derhat⸗ damit den hoͤchſten Ertrag im des Feldes vor Ertragsfaͤhigkeit faͤhigkeit auf dem, den hoͤchſten Ertrag nißmaͤßigen Gra⸗: j d g9 der Bed à24 Grad pr. Fu⸗ hervorbringenden Grad geſtanden haͤtte, auf 100—R. des der Ertrags⸗ Berhältniß zur Ertragsfähigkeit er Bedungung. der. dieſe Ertragsfaͤhigkeit gebracht haben*). fähigkeit wegen. zu erreichen. a) 3000 nicht beduͤngt 125 Himpt 105 Himpt 20 Himpt 1042 Fuder**) — auf 100 ¶Ruth... 1 b) 5000° mit 6¼ Fud. Duͤn⸗ 1625° Himpt 143 Himpt 1950 Himpt 4*6 Fuder . ger 650 Grad mit 1042 Fuder 3. c) 500° Duͤnger 1875° Himpt 1875° Himpt—— 7503 bey 6 Himpt Kartoffeln pr. Fuder mit 16¼ Fuder. 5 0,; Duͤnger, iſt die Zahl der ver⸗ d) 3oo? Duͤnger 3az Himpt 19z Himpt 31*° Himpt geudeten Fuder Dunger 900 8 1 52⁵ Fuder 2**) mit 20½ Fuder. 0) 5000 Duͤnger 250 Himpt 20250° Himpt 475° Himpt 7⁰² Fuder 10000°„ mit 25 Fuder 1 3— f) 5009 Duͤnger 275 Himpt 20625 Himpt 6875 Himpt 11⁴ Fuder 3 11000 1— *) Nach der in einem Durchſchnitt von 11 erhoͤheten Ertragsfaͤhigkeit auf den Ertrag, ga Jahren bey 700 bis 7500 Ertragsfähigkeit, unzaͤhlige mal erprobten Wirkung der, durch Beduͤngung ben 1000 Ertragsfaͤhigkeit 25 Himpt Kartoffeln von 52 16 Gewicht pr. 100 OQRuthen. **) Der Differenz von 3oo und 7500, als bey welchem Grad die Kartoffeln den hoͤchſten verhaͤltnißmaͤßigen Ertrag hervorbringen, iſt 2500, zu 24° pr. Fuder Duͤnger: 10*2 Fuder. *) Da nach IIjäͤhrigen unzaͤhligen Erfahrungen l ſo bezeichnen die, durch die Beduͤngung ni eervorgebr verloren iſt, wenn die Zahl der nicht hervorgebrachten Kartoffeln mit 6 dividirt wird. bey 700 bis 7500 Ertragsfaͤhigkeit 1 Fuder Duͤnger 6 Himpt Kartoffeln mehr hervorgebracht hat, cht in dieſem Verhaͤltniß hervorgebrachten Kartoffeln, die Fuderzahl, die an dieſer Beduͤngung 8 Säühte.) ¹ nnyiüit 4 J naſjites ze ußeri „us ili Atocz Knfjniem Orrxtven äin, 2 iin iird Uh 10oe Ernaſg Fanufft. A 4 hant 8 * 1” 4 4 Nxch ſtza Gi mhe und m weptan Af am f (ag) die de hähen vitde Voghis a hſten Ertrag Ertragsſch toffln pre * Zahl der der Ditg o[.(;˖·— 4 — E 40 Bainn namn. aen, ii 3 nau 1 K ſet Bedungln — 337— Jahre(¹⁸) 19 ¾ Himpt Kartoffeln mehr= circa 80° Er⸗ tragsfaͤhigkeit; der Salpeter war alſo uͤber 3 Fuder Duͤnger werth. Im Jahr 1822 hatte die Hafer⸗Erndte 1220 Er⸗ tragsfaͤhigkeits⸗Vermehrung bewieſen= 5 Fuder Duͤnger. Je außerordentlicher dieſe Wirkung iſt, um ſo mehr bedarf dieſe einzelne Erfahrung noch einer Beſtaͤtigung. 97. Knochen⸗Aſche, 40 bis 50 Himpt pr. 100 Ruthen auf Lehmland mit den Kartoffeln eingepfluͤgt, brachte eine Ertragsvermehrung von 10 ¾ Himpt pr. 100 ◻Ruthen, eine, bey ſo geringer Quantitaͤt beſonders auf Lehmland, ſchon oͤfter ſo befundene unbedeutende Wirkung. 50 bis 80 Himpt auf leichtem, ſandigen Lehm bewieſen 100° Ertragsfaͤhigkeit= 4 Fuder Duͤnger, gaben 25 Himpt Kartoffeln. 80 Himpt Aſche auf einem andern Felde brachten 26 Himpt Kartoffeln. IV. Erfahrungen, die Wirkung des Mergels äuf die Kartoffeln betreffend. 28. Mergel im Erſten Jahr bewirkte auf die Rapſaat 15⁰˙ Grad Erdvermoͤgen, vobur die Ertraggſähigrei ver⸗ mehrt ward um... 97°. Im zweyten Jahre auf die Kartoffeln 3⸗ Erdvermoͤgen 174⁰°. Auf einem andern Felde im Erſten Jahr auf Kar⸗ toffeln 26 Erdvermoͤgen. 1130. (*³) Die Wirkung im 2ten Jahre kommt der ungefaͤhr gleich, die 5 Fuder Duͤnger, beym Hafer aufgebracht, gehabt haben wuͤrden: der Salpeter koſtet 10 mg, ber Duͤnger würde 25 ma gekoſtet haben.— Voght's landwirthſchaftl. Schriften 1r. Bd. 22 — 338— Mit 14 Fuder Compoſt geduͤngte Rapſaat brachte im Jahr 1822: 1033 Tonnen pr. 100 ORuthen, und da das Feld auf 1034 Ertragsfaͤhigkeit ſtand, ſo bewies dieſer Er⸗ trag ein Beduͤrfniß von 100 Grad Ertragsfaͤhigkeit pr. Tonne Erndte. Auf demſelben Lande brachte die doppelte Mer⸗ gelung(1 3½ Zoll hoch) von 18 bis 22 pCt. Kalk enthal⸗ tendem thonigten Mergel, ohne allen Duͤnger, den Ertrag auf 6 Tonnen, bewies alſo circa à 100°: 625 Grad, und, da das Land vorher 528 Grad werth war, eine Vermeh⸗ rung von 97 Grad Ertragsfaͤhigkeit. Bey 65 Grad Duͤng⸗ vermoͤgen bewies dieſes, in der durch die Analyſe bewirkten Ueberzeugung, daß der Mergel keine Duͤngtheile enthalte, eine Erhoͤhung des Erdvermoͤgens von 150 Grad. Das Feld ſtand ſonach: 812 ✕ 65= 5280 + 1⁵ 0 962 ✕ 65= 6250. Die folgende Kartoffel⸗Erndte bewies 7470 Ertrags⸗ faͤhigkeit und eine Vermehrung des Erdvermoͤgens von 309 (wie? ſiehe weiter unten). 14 Fuder Duͤnger hatten im Erſten Jahre eine Vermehrung von 336 Grad Ertragsfaͤ⸗ higkeit auf die Rapſaat bewirkt; die Mergelung im Erſten Jahre 97 Grad. Im Erſten Jahre ſtand das geduͤngte Land vor der Rap⸗ ſaat⸗Erndte auf 1034 Grad, das gemergelte auf 625 Grad. Im zweyten Jahre bey den Kartoffeln bewies die Erndte 895 Grad auf geduͤngtem, 747 Grad auf gemergeltem Lande. Dieſe Ertragsfaͤhigkeit aber entſtand bey dem ge⸗ duͤngten Lande: 1822 aus 865 Erdverm. 11954° Duͤngverm. 10340. 1823„ 9⁴⁰ 0 X 95⁵²⁷ 0 4 895⁰. 39 0 lau 13 G 3n eiit de Mm iien Eti de vemmiet. w unch ns an Erde an ein vidi 3y dc. till ih jens dn gäde gfen E nügens n. die he fi d(g. denerden i ſtact dui derſß Kartnffenm Eagſ vid, den geveſet ſ dn Eas aat brach un, und dau evies dieſe ch digieitpr.dm doppelte Ne 3 Sal ub tir, den En 25 Grad, m an eine Vern 23 5 Grad D alyſe bevite theile nt 1 Grad. A. =7 Ern gens vun Wager batnn rrad Ettagi lung in ei d vordeit A auf 605 69 d jies di C uf genaxi⸗ 1d bey da 4 1vern 89 — 339— Bey dem gemergelten Lande: 1822 aus 952° Erdvermög.*ℳ 65 Duͤngvermög. 625 5. 1823„ 13³⁴⁰. X✕ 560. 747. Im Jahr 1824 wird der Vortheil bedeutend auf der Seite des gemergelten Landes ſeyn. Man ſieht hier ſchon, welches Uebergewicht auf der einen Seite das Duͤngvermoͤgen, auf der andern das Erd⸗ vermoͤgen hat. Das Mißverhaͤltniß wird in dieſem Jahre noch zunehmen., Ich werde es ſo die ganze Rotation durchfuͤhren, und am Ende ſehen, ob uͤberhaupt, und wie viel Duͤnger noͤthig ſeyn wird, um das Verhaͤltniß wieder herzuſtellen. Bey der erhoͤheten Potenz des Erdvermoͤgens wird, ſo viel ich jetzt vermuthen darf, weniger Duͤnger zur Zeit dazu gehoͤren, aber auch oͤfterer, der fortwaͤhrend durch groͤßere Erndten verurſachten Verminderung des Duͤngver⸗ moͤgens wegen. Die doppelte gegen einfache Mergelung hat nichts fuͤr den Ertrag bewieſen, aber wohl einen nicht ſehr be⸗ deutenden Unterſchied in der Groͤße der Kartoffeln hervor⸗ gebracht. V. Allgemeine Bemerkungen. Durchſchnitts⸗Ertrag der Kartoffeln. 29. Der Durchſchnitts⸗Ertrag von 11 Jahren, alle Arten Kartoffeln zuſammen genommen, wuͤrde, falls die jaͤhrliche Ertragsfaͤhigkeit aller Felder zu 720 Grad angenommen wird, der folgenden Tabelle nach, an brauchbaren Kartoffeln geweſen ſeyn: 1892 Himpt oder 63*7 Sack pr. 100 DR., den Sack zu 132 1 gerechnet. 22* —-— 340— T a b ell e. Ao. 1813(19) à 3 Grad pr. Himpt bey 720 Grad: 240 Hmt. — 1814„ 4 ⸗ 3 720 ⸗ 2180 ⸗ - 1815 4 355„ 720 ⸗ ⸗ 2023³⸗ — 1816 ⸗ 35⸗ 3 2 720 ⸗ 220571⸗ 1817 340⸗.„ 720 ⸗ 21176⸗ - 1818 5 ⸗ ⸗ 720 ⸗ ⸗144 ⸗ - 1819 7 ⸗ ⸗ ⸗ 720 ⸗ 10235⸗ - 1820 4 ⸗„ ⸗ 720 ⸗ 180 ⸗ - 1821„ 3²4⸗. 720 ⸗ 222²2⸗ - 1822 ⸗ 3²4⸗ ⸗ 720 ⸗„ 222222⸗ - 1823 ⸗ 403 720 ⸗ 2176*7⸗ 11 Jahre 44°* Grad. 11 Jahre 208807H. bringt den Durchſchnitt der bringt 18982 Himpt als Durch⸗ Jahresfruchtbarkeit auf ſchnitt des Ertrags oder 4 Grad pr. Himpt. 63²⁷ Sack. Das Jahr 1813 brachte 80 Sack brauchbarer Kartoſſeln pr. 100 ORuthen, etwa 100 Sack Total⸗Ertrag dem Gewichte nach, inclusive der kleinen Kartoffeln: bey weitem das beſte Kartoffeljahr! Das Jahr 1819 gab 34 Sack pr. 100 Ruthen: bey weitem das ſchlechteſte Jahr! 4 Das Jahr 1823 bey einer uͤbrigens reichen Erndte nur 62 ½ Sack, weil der Duͤrre wegen viele kleine Kartoffeln darunter waren. N X N N N N (*5) In dem Jahre naͤmlich war in meinem, von mehr als zwanzig Feldern genommenen Durchſchnitt das Verhaͤlt⸗ niß der Ertragsfaͤhigkeit zum Ertrage ſo, daß 3 Grad Ertragsfaͤhigkeit erforderlich waren, um einen Himpt von 44 1 brauchbarer Kartoffeln, und außerdem 9 5 kleine hervorzubringen. 10 n Eumgifitit licen Er ſen Endr a goh Gralcn nhen Et g 10Ge fir Aut m à 4. das Luft un Ernrgeft 10 Wihen i 1 7 G Nrad: Ah ⸗ ⸗G 2⸗ ⸗AWn .⸗ ⸗Aöu, . ⸗Aln, ⸗ 2 144 ⸗ ⸗10, O⸗ ⸗40⸗ O. ⸗Eu —.,„Mu, O⸗ ⸗ſhn, — hre Addenh — urtals de⸗ ags a K rrer Kattftt ⸗Ertrag d An: bey viin dRuthen. bh an Erndie w ie Kamuft von meſt 21 das Verhil da 3 bu neinen hing gußerden 9 Die Durchſchnitts⸗Fruchtbarkeit aller Jahre iſt anf 4 Grad pr. Himpt oder 25 Himpt pr. 100 Grad Ertrags⸗ faͤhigkeit anzunehmen und bey allen Berechnungen zum Grunde zu legen. Die diesjaͤhrige Ertragsfaͤhigkeit aller Kartoffel⸗Felder iſt 705 Grad; ihr Ertrag 17265 Himpt oder 5756 Sack, pr. Himpt 40⁰6 Grad. Werth der Ertragsfaͤhigkeit des Bodens fuͤr Kartoffeln, verglichen mit dem Werth deſſelben fuͤr Rapſaat und Waitzen. —— 30. 10 Grad Ertragsfaͤhigkeit ſind werth bey 960 Grad Ertragsfaͤhigkeit des Feldes, fuͤr Rapſaat bey der erforder⸗ lichen Ertragsfaͤhigkeit von 160 Grad pr. Tonne: 6 Tonnen Erndte à 12  8 ſ pr. Tonne, macht 75 †, Product von 960 Grad Ertragsfaͤhigkeit, macht n pr. 10 Grad 12 ſ 6 9 rohen Ertrag. 10 Grad Ertragsfaͤhigkeit ſind werth bey 720 Grad fuͤr Kartoffeln à 4 Grad pr. Himpt: 180 Himpt Erndte à 24 ſp pr. Sack rohen Ertrag, oder circa 1 † 4 ſß wenn das Aufnehmen abgerechnet iſt, 1 und 8§ pr. 10 Grad Ertragsfaͤhigkeit. 10 Grad Ertragsfaͤhigkeit ſind werth bey 720 Grad fuͤr Waitzen, 20 Himpt und 1000 6 Stroh⸗Erndte pr. 100 R., à 36 Grad pr. Himpt und 72 Grad pr. 1000 11 Stroh 26 ⅞ Sack pr. 100 OR. — 342— pr. 100—Ruthen, zum Preiſe von 80 Rthlr. die Laſt 40 ½ roher Ertrag, Stroh pr. 1000...8⸗ 48* macht 10 ¾ ſ pr. 10 Grad Ertragsfäͤhigkeit(²0). B. Groß⸗Flotbeck. I. Reines Sandland. 3.. In dieſen Boden ſind nur Engliſche weißbluͤhende Kar⸗ toffeln zu pflanzen. Auf 400 Grad Ertragsfaͤhigkeit und eine Rockenduͤngung, 50 Grad werth, kann man ſich pr. 100 OR. 38 ⅞ Sack verkaufbare Kartoffeln verſprechen. Auf 400 Grad und eine Heringsduͤngung, 197 Grad werth, kann man ſich 55 Sack brauchbare Kartoffeln ver⸗ ſprechen. Die Harlemmer rothbluͤhende mehligte Kartofſel gab bey Rockenduͤngung 18 Sack, bey Heringsduͤngung 31 ⅞ Sack. Die Frieſiſche blaßblaubluͤhende Kartoffel brachte bey der Rockenduͤngung nur 21— bey der Heringsduͤngung 32. Eine volle Rockenduͤngung konnte im Durchſchnitt zu 17 ⅞ pCt. auf die Ertragsfaͤhigkeit gerechnet werden, wenn alſo dieſe 400 Grad war, auf 70:= 3 Fuder Duͤnger. (20) Ich gebe dieſe Berechnung als Beyſpiel des Caleuͤls, durch welchen der Landwirth bewogen werden koͤnnte, das Capital der Ertragsfaͤhigkeit in ſeinem Boden lieber fuͤr dieſe als fuͤr jene Frucht zu verwenden. herugſn 3 gäͤle ℳ£ 3 50a I3 mEbr ſhitit n AnE g 14 Gtodben I. Elkr Ryctt , uſte K un dederti Dhetfähht zid d hügte t gtijee d hnt aſſ d — (au) Scn die enſ 9. . 5 8 ²0), Sbluͤhende gr fähiget n — aun umſt = verſpreta ng, 197 Gh S artofen w Kartffil . ringedüngun bracte h . rinsdüngen Durthſthits hnet wende 8= 3 kun des(ili Sen könnte den liber t 1 343— Heringsduͤngung, 1 Fuder pr. Morgen, brachte in 3 Faͤllen eine Vermehrung von 1970 Ertragsfähigkeit,= 8 Fuder Duͤnger. An Ertrag gab die Rockenduͤngung 70 Grad Ertrags⸗ faͤhigkeit mehr, werth à 4 Grad 17 ⅞ Himpt Kartoffeln. An Ertrag gab die Heringsduͤngung 197 Grad, werth à 4 Grad circa 50 Himpt Kartoffeln(21¹). II. Etwas lehmigter Sand. 33. Rayolen war, des rohen und leichten Bodens ungeach⸗ tet, unſchäͤdlich im Ertrag und daher nuͤtzlich. Auf rayol⸗ tem Boden, im Durchſchnitt der rohen Unterlage mit der Oberflaͤche(c. 709 Grad) nur 627 Grad werth, gab das Feld dennoch eben ſo viel als das danebenliegende umge⸗ pfluͤgte Stuͤck von 709 Grad. Das Rayolen, d. h. die groͤßere Tiefe, Muͤrbigkeit, innigere Vermiſchung des Bodens hat alſo 82 Grad mindern Werth des Bodens gut gemacht. (²*) So merkwuͤrdig die Wirkung des Herings auf Kartof⸗ feln im Sandlande auch in landwirthſchaftlicher Ruͤckſicht iſt, ſo moͤgte ich doch nicht die Veranlaſſung geben, daß dieſe Beduͤngung anders als zum Viehfutter benutzt wuͤrde. Ich beſorge ſehr, daß ſie den Eßkartoffeln etwas Herbes im Geſchmack geben wuͤrden. Der Wohlgeſchmack der Kartoffeln wird nur dadurch erhalten, daß ſie ohne Duͤnger gebanet werden; hoͤch⸗ ſtens nur auf Stallduͤnger, der im Herbſt untergepfluͤgt worden iſt. Die Flotbecker Kartoffeln verdanken die vor⸗ zuͤgliche Feinheit ihres Geſchmacks dem Umſtande, daß ſie ohne animaliſchen Duͤnger irgend einer Art und nur auf untergepfluͤgten Klee und andere gruͤne Düngung gebauet werden. — 344— 34. Doppelte(2²²) gruͤne Beduͤngung auf 555 Grad gab 151 Grad hoͤhere Ertragsfaͤhigkeit zu c. 5 Grad pr. Himpt: 30 Himpt Kartoffeln oder 10 Sack. Einnfache gruͤne Beduͤngung auf 550 Grad: 108 Grad = 7 Sack Kartoffeln. 35. 700 Knochenſplitter vermehrten die Erndte um 4 bis 4 ½ Sack Kartoffeln, alſo unbedeutend. 36. 2 Fuder ſchwacher Herings⸗Compoſt vermehrte die Erndte um 2 Sack, alſo unbedeutend. Es waren 3 Fuder Erde auf 1 Fuder Heringe. 37. Auf 600 Grad und im Fruͤhjahr untergepfluͤgter gruͤner Beduͤngung kann der Landmann in einem ſehr guͤnſtigen Jahre hier erwarten 43 Sack; auf 600 Grad und gruͤner Duͤngung mit 700 b5b Splitter: 48 Sack; auf 600 Grad, und 2 Fuder Herings⸗Compoſt: 48 Sack; auf 600 Grad, wenn die gruͤne Duͤngung ſtatt im Fruͤh⸗ jahre, im Herbſt untergepfluͤgt oder unterrayolt wird: 48 Sack. Im December 1824. (2²) Heißt im Auguſt geſaͤete Rapſaat und Spoͤrgel, im No⸗ vember untergepfluͤgt und mit Rocken beſaͤet, im Früh⸗ jahr untergepfluͤgt. d. d utt Veiſ die and ans eyrerni m i rihen falgae jſtil diemn. kanp Ea tm lang, warhi Ichr ſdel i wunde. das di grfalge, uac Es vad ig beſätt, de n hatte den z vüne a dh Dis in ligter Kat in diſſen An 1 nss Grnd ſt ad pr Him =d: 16 — dte um a t evermehrte d Laren 3 Für 2 lügter gin Wehr günſi t a mit W t coſt: Hert a uatt in ſi an ayolt wid⸗ tgel⸗ in 3 Det, in dii Anhang zu den Reſultaten der Erfahrungen uͤber Kartoffelbau. Da es ein Intereſſe haben kann, zu wiſſen, auf welche Weiſe die einzelnen Verſuche angeſtellt worden ſind, deren, aus mehrern aͤhnlichen Verſuchen zuſammengezogene, Reſul⸗ tate in der vorhergehenden Darſtellung enthalten ſind, ſo moͤgen folgende Auszuͤge aus dem Protocoll dazu als Bey⸗ ſpiel dienen. 1. Beyſpiel der Wirkung von Rockenduͤngſaat auf ſandigem Boden im Fruͤhjahr unter⸗ gepfluͤgt. No. 8. pag. 5. Auf dem obern großen Hunger⸗ kamp Sandland aus der dritten Claſſe, Erſte Abthei⸗ lung, war das Stuͤck No. 3, 95 DRuthen haltend, im Jahr 1821 mit Spoͤrgel beſaͤet geweſen, der geerndtet wurde. Das Feld ſtand, dieſer und der vorhergehenden Erndte zufolge, nach der Erndte auf 238 Grad Ertragsfaͤhigkeit. Es ward im September mit 3 Himpt Rocken pr. 100 ◻ R. beſaͤet, der Anfangs April untergepfluͤgt ward. Der Winter hatte dem Rocken geſchadet; im Spaͤtherbſt untergepfluͤgt, wuͤrde er von groͤßerer Wirkung geweſen ſeyn. Das Feld ward im April 1822 mit Harlemmer meh⸗ ligten Kartoffeln bepflanzt, die im Durchſchnitt der Erndte in dieſem Jahre auf dieſem Felde 5 Grad Ertragsfaͤhigkeit — — 346— zur Production Eines Himpten dieſer Art Kartoffeln erfor⸗ derten. Haͤtte der Rocken die Ertragsfaͤhigkeit nicht er⸗ hoͤhet, ſo wuͤrden 238 Grad getragen haben 4755 Himpt pr. 100 DRuthen. Das Feld trug 5756 Himpt pr. 100 Ruthen, es waren alſo durch den Rocken 10 Himpt gewonnen, à 6 ſͤ Rein⸗Ertrag, werth 3 12 ſ pr. 100 ORuthen. Dieſe 10 Himpt bewieſen à 5 Grad= 50 Grad er⸗ worbene Ertragsfaͤhigkeit. Auf dieſem Boden à 21 Grad pr. Fuder Duͤnger= 288 Fuder Duͤnger à 4 † pr. Fuder Duͤnger werth 9 8 ſb. 2. Beyſpiel von Rockenduͤngſaat auf lehmig⸗ tem Boden. No. 31. pag. 36. Bohnenkamp, das Stuͤck No. 10 130 QRuthen feuchter Lehmboden, 2te Claſſe B, blieb im Jahr 1822 nach der Erndte von 6 Tonnen Rapſaat pr. 100 ◻. auf 577 Grad Ertragsfaͤhigkeit; ward rayolt, die aufgebrachte Erde war werth 490 ⸗(dieſe 490 Grad waren das Reſultat einer Rocken⸗Erndte, auf einem andern Theile dieſer aufgepfluͤgten Erde genommen.) — 1067 Grad der Durchſchnitt ergiebt 534 Grad Ertragsfaͤhigkeit, wuͤrden zu 332 Grad, dem zur Production Eines Himptens dieſer Kartoffeln noͤthigen Grad von Ertragsfaͤhigkeit auf den uͤbrigen 11 Stuͤcken, gegeben haben 16054 Himpt. Nun aber hat dieſes Stuͤck im September 1822 eine Duͤngſaat von 3 Himpt Rocken pr. 100 QRuthen erhalten, die im Maͤrz 1823 unterrayolt worden iſt. Das Stuͤck hat * genge lm gun nn llnt um caumn, 4 di E 405 5 ernehrte Gir ar de Wibi maßgebe 1 etehnet.. leltſirdie MA P cfa m 8n Mlatälvidn t wn ML Ander Dur 3 Beyſth in Pag. 8 Nü Af deri Elaſe B, 9 Ichr ſel 2 .(oryfäügt whg. dem pgeck goßen mn. Katoffln ud⸗ Fed ſtmd z wornter fatofen X Kartofftn Däthigkeit nit 1 ben 4 ⁶3 DAtha wonnen,; 2₰ONutfen = 50 Gr. dden à A 4 ½ rat auf leſr 14 as Stuc jaſſe B, ht nen Niat * ward trwet 1— war wei artn das Nit dte, auf 3 A ir auſgxii 2 ihixki ii n Hinutus i jigkit uf **(Hinpt. „aaber 29 Ruthen rhdt Das St — 347— getragen 195 ¾ Himpt pr. 100 DR., wuͤrde ohne Rockenduͤn⸗ gung nur 160¾ Himpt getragen haben. 35 Himpt ſind alſo durch die Rocken⸗Duͤngſaat gewonnen, à 6 ſc Rein⸗Ertrag werth 13 ¾⁵ 2 ſ 116*° Grad Dieſe 35 Himpt à 3³2 Grad betragen vermehrte Ertragsfaͤhigkeit. Fuͤr die Wirkung des Rayolens nach Maaßgabe des aufgebrachten Bodens berechnet.....„ 335 2 81 Grad. bleibt fuͤr die Wirkung des Rockens circa Als Beytrag zu dieſen beyden Erfahrungen ſey geſagt, daß in den Jahren 1822 und 1823 Eilf Erfahrungen, im Verhaͤltniß mit der Ertragsfaͤhigkeit, eine Erhoͤhung derſelben von 50 bis 122 Grad durch den Rocken bewieſen, 2 bis 5 Fuder Duͤnger werth. 3. Beyſpiel von der Vergleichung der Bepflan⸗ zung mit kleinen oder großen Kartoffeln. Pag. 8. No. 18 und 19. Ao. 1822. Auf dem Fruchtgarten ward im lehmigten Lande Erſte Claſſe B, das Stuͤck No. 2, 94 ORuthen haltend, im Jahr 1821 mit Duͤngrocken beſtellt, dieſer im Februar um⸗ gepfluͤgt und ſpaͤter queer gehaakt. Den 26ſten April hinter dem Pfluge in Reihen von 22 Zoll auf 15 Zoll Weite, mit großen 1 ⅞ Zoll im Durchmeſſer haltenden Harlemmer mehligten Kartoffeln bepflanzt; das erforderte 18 Ht. Kartoffeln. Das Feld ſtand auf 658 Grad, brachte 230** Himpt pr. 100 DR., worunter 94°0 ⸗ kkleine waren. bleiben 1354 Himpt Verkaufs⸗ kartoffeln. — 348— Das Stuͤck No. 3, 74 Ruthen groß, genau wie das vorige behandelt, ward auf dieſelbe Weiſe mit gar kleinen Kartoffeln, von 3 bis 6 Linien im Durchmeſſer, bepflanzt; das erforderte nur 6 Himpt Kartoffeln. Das Feld ſtand auf 665 Grad(ein unbedeutender Unterſchied gegen das vorige), gab 2224⁴ Himpt pr. 100 R., darunter waren nur 6758I ⸗ kleine. Verkaufskartoffeln 15486 Himpt. Nun war aber auf dem untern Theil dieſes Feldes eine kleine, feuchte, etwas quelligte Senke, fuͤr die noch etwas haͤtte abgeſchlagen werden muͤſſen. Da dieſes aber willkuͤhrlich geweſen waͤre, ſo ward beſchloſſen, im folgenden Jahre mit derſelben Bepflanzung zu wechſeln, um ſo das Gleichgewicht wieder herzuſtellen. Pag. 25. No. 24. 25. im Jahre 1823. Das obige Stuͤck No. 2, 94 ORuthen, ward, um die Kartoffel⸗Vorfrucht unſchaͤdlich zu machen, vom Herbſt bis zum Maͤrz⸗Monat 1823 fuͤnfmal gehaakt und mit 5 Fuder Compoſt pr. 100 Ru⸗ then beduͤngt. Den 18ten April 1823 in Reihen von 22 Zoll auf 10 Zoll Weite, nach dem Pflug mit 8 Himpt kleinen Harlemmer mehligten Kartoffeln von 3 bis 6 Linien im Durchmeſſer bepflanzt. Es ſtand auf 739 Grad, trug pr. 100 ORuthen 306 Himpt, davon kleine+ 58 ⸗ blieben brauchbare Kartoffeln 248 Himpt. No. 3, 74 Ruthen, genau wie das vorherige behan⸗ delt, mit Kartoffeln von 1 ½ Zoll im Durchmeſſer bepflanzt, wozu 18 Himpt erfordert wurden, ſtand auf 739 Grad, trug...... 27483 Himpt, davon kleine ⸗+ 54³9 ⸗ blieben brauchbare 2 219** Himpt. 1 en nId kuunna widn un Sticm 18 di Beft Edagf 18 gruchn 683 ₰ 4 7, un A- uuae Ps Hint s plung Affe ie lenm Aift ſaba, dia de 3 himt gr pervdn t en u V 4 Seyfh kung d Fiflaum den don ten enn t.n daf Auf da ar Gnſe, vund in Man 1ch tir ſät deſan la unnwom .=coß, jnn 18 Veſe m, in Durte aarvoffen Sytwr lhl klein =mt. Si diſa ſ Ke, firder 1 Da diſs 1 Aen, in fahe wolt, m 6 6 K 4 1 3* „ 1 „= das chg ufl⸗uin S Mi⸗U a iſt pr. 1000. Sin Neihe 112g ui sür 12 e3 bü blü 8 Gro, mn ten 30 hr 2*8 — 4—————— u 26 97 Sotßerige e „Arſſer beuln A uf 73) b Ntsshi . 549 — Algyecm ander Untrg — 340— Wenn nun die Erfahrungen beyder Felder zuſammen genommen wuͤrden, wobey die Verſchiedenheit, die ſich in den Stuͤcken noch gefunden haben mag, ſich ausgleicht, ſo hat die Bepflanzung mit kleinen Kartoffeln gegeben: große kleine 1822 Fruchtgarten No. 3 pr. 100—R. 1545 Ht. 6755 Ht. 1823 ⸗ 2 2„⸗ 2 248„ 58 ⸗ 40285 Ht. 1255 Ht. und mit groͤßern Kartoffeln: große kleine 1822 Fruchtgarten No. 2 pr. 100 ◻R. 13549 Ht. 9470 Ht. 1823. 2 3 ⸗ 2 2192⸗⸗ 549⸗ 35545 Ht. 149⁰3 Ht. Alſo zum Vortheil der kleingepflanzten Kartoſſeln 4743 Himpt große,* 2351 Himpt kleine, welche die groß⸗ gepflanzten Kartoffeln mehr hatten; alſo ohne Ruͤckſicht auf die kleinen Kartoffeln, die nicht ein Dritttheil des Werthes haben, circa 13 pCt. mehr, wozu noch die Erſparung von 36 Himpt großen Kartoffeln in beyden Jahren gegen die Verwendung von 14 Himpt kleinen Kartoffeln gerechnet wer⸗ den muß. 4. Beyſpiel von der Vergleichung der Wir⸗ kung des mit der Kleenarbe vor dem Pflanzen unterrayolten, gegen den nach dem Rayolen mit der Pflanze eingepfluͤg⸗ ten Stallduͤnger. Pag. 16. No. 6 und 7. Auf der großen Misrade, ſandiger Lehmboden 2te Claſſe B, wurden auf dem Stuͤck No. 3, 91 ◻Ruth. groß, im Maͤrz 1823 10 Fuder Stallduͤnger aufgefahren auf eine ſehr verſengte und verdorrte Kleenarbe und mit derſel⸗ ben unterrayolt, am 5ten April in Reihen von 22 Zoll auf — 350— 10 Zoll Weite mit Zuckerkartoffeln nach dem Pflug belegt; ſtand auf 855 Grad, trug 201 Himpt Kartoffeln. No. 4, 100 Ruthen, ganz wie zuvor, mit dem Unterſchiede, daß der Duͤnger nach dem Rayolen aufge⸗ bracht und mit der Kartoffel untergepfluͤgt ward; das Feld ſtand gleichfalls auf 855 Grad, trug. 183 Himpt. No. 3 hatte getragen. 201 ⸗ Alſo zum Vortheil des unterrayolten Duͤngers 18 Himpt c. 10 pCt. à 6 ſ⁰, Rein⸗Ertrag 6  12 ͤ pr. 100 CRu⸗ then;— 4½ Grad erforderliche Ertragsfaͤhigkeit pr. Himpt: 81 Grad. Da das Fuder Duͤnger auf dieſem Felde 24 Grad Ertragsfaͤhigkeit hervorbringt, ſo betraͤgt dieſer Unterſchied 3³7 Fuder Duͤnger; 668 Fuder Duͤnger mit der Kleenarbe unterrayolt, haͤtten alſo hier die Wirkung von 10 Fu⸗ dern, mit der Kartoffel eingepfluͤgten Duͤngers, hervorge⸗ bracht. Der Unterſchied wuͤrde, wie es ſich auf mehreren andern Feldern gezeigt hat, wenn die Kleenarbe ſtaͤrker und die Zerſetzung der Wurzeln bedeutender geweſen waͤre, groͤßer ſeyn. 5. Beyſpiel von der Wirkung einer gedoppel⸗ ten gruͤnen Duͤngung. Pag. 34, No. 45. Auf dem Buchrehm, leichter Boden, lehmigter Sand 3te Claſſe A 1, 8 Zoll Krume, ward auf No. 4 62 R. im Jahr 1822 nach einer Rocken⸗Erndte, am 5ten Auguſt eine Duͤngſaat von Spoͤrgel und Rapſaat geſaͤet: dieſe Anfangs October untergepfluͤgt und ſodann mit Rocken beſaͤet, der wiederum im December untergepfluͤgt ward. Vor dieſen beyden Operationen ſtand das Feld auf 548 Grad und wuͤrde nach dem uͤbrigen Durchſchnitt des orhelder ge ech= Kun dei⸗Ertng 4 6. Beſſz auögſti dag. Ah.No4 Gunit ſt wand Jo.1 d. f dr Um dr Ende u reien AerB dnge ſof mact. ne toffenn. No2,J ter, ſalb lrt und behandeen 100 Gnnd(chr No. 3,0. ſtät peäetdet angenounen n 100 Grd ean Da num 1 dingt ban⸗ — Ce Deſſsan Baünt heſtetem *dem Pfu Aartoffeln. zuvor, ni * Nayola Kit wad, u G M pers b E Frr 1d. iigkei n hr t ſen Feddel. Eer dieſer lun mit da gir t ung ber ¹ ungers, en A nehrene d vee ſtäͤrke u = ſen wan, ue B Drrziht — 351— Feldes von 463 Grad getragen haben 118 Himpt hat aber gebracht... 148 ⸗ 30 Himpt zum Vortheil der gedoppelten gruͤnen Duͤngung(2³) zu 468 Grad werth= 139 Grad Ertragsfaͤhigkeit; an Geld zu 6 ſs Rein⸗Ertrag 11§ 4 5 Vortheil pr. 100 Ruthen. 6. Beyſpiel, wie die Wirkung der Vorfrucht ausgemittelt worden iſt. Pag. 20. No. 12. Großer Beckamp, ſehr lehmigter Boden, 2te Claſſe B, ward No. 1, 150 0Ruthen, 1822 mit Erbſen beſaͤet, die in dem duͤrren Jahre ſehr mittelmaͤßig geriethen, ward nach der Erndte mit Duͤngrocken beſaͤet, der vortrefflich ſtand. Anfangs April 1823 unterrayolt, mit 8 Fudern Stall⸗ duͤnger geduͤngt, ſtand auf 725 Grad, trug 145 Himpt, macht pr. 100 Grad Ertragsfaͤhigkeit circa 20 Himpt Kar⸗ toffeln. No. 2, 300 ◻Ruthen, war im Jahr 1822 halb gedrill⸗ ter, halb breit geſaͤeter Hafer geweſen; wie No. 1 geduͤngt und behandelt, ſtand auf 647 Grad, trug 110 ½ Himpt pr. 100 Grad Ertragsfaͤhigkeit= 1707 Himpt Kartoffeln. No. 3, 75 Ruthen, hatte Steckruͤben getragen; der ſpaͤter geſaͤete Rocken ward fuͤr eine ſehr geringe Duͤngung angenommen, ſtand auf 725 Grad, trug 146 Himpt; pr. 100 Grad Ertragsfaͤhigkeit 20 Himpt Kartoffeln. Da nun hier Erbſen⸗ und Steckruͤben⸗Land 3 Himpt auf 17 Himpt bey derſelben Ertragsfaͤhigkeit mehr gaben als das (2²²) Dieſes iſt bey weitem die vortheilhafteſte Art, die gruͤne Beduͤngung zu geben, und ſollte, wo es die Umſtaͤnde geſtatten, immer befolgt werden. — 352— Haferland, ſo ſind Erbſen(²⁴) und Steckruͤben eine um etit 17 pCt. beſſere Vorfrucht als Hafer fuͤr Kartoffeln ge, ſtitt iiik weſen(25). 8 Luxrehe us in ſt 7. Beyſpiel, wie die Wirkung außerordent⸗ 1 fann, vie lich gegebener Pflugarten ausgemittelt d Ein worden iſt. M nha eii Pag. 46. No. 69. 5 Auf Langſtehn, trockner, lehmigter Sand, trefflicher Kartoffelboden, 2te Claſſe A, No. 2, 246 ◻ Ruthen, ſtad di 5 auf 671 Grad, wurden den 26ſten Maͤrz Fruͤhkartoffeln Sad, gt nach dem Pflug gelegt, haͤtten à 322 Grad, der Durch⸗ Kle, ut ſchnitt des uͤbrigen Feldes, geben ſollen 171 Himpt pr. Mdeerrate 100 ORuthen. Dieſe hatten aber zwey mehr als gewoͤhn⸗ hun, üme liche Pflugarten erhalten: trugen 19586 Himpt pr. 100 ◻R., tan Piat: alſo mehr wie das uͤbrige Feld 24 6 Himpt pr. 100—R., 4 alſo 12 Himpt fuͤr jede Pflugart à39⸗* Grad pr. Himpt, 47 Grad dA 5 fuͤr jede Pflugart, faſt ſo viel, als 2 Fuder Duͤnger mehr Aun 7 gethan haben wuͤrden. 12 Himpt à 6 ſ Rein⸗Ertrag bi r 4 ⅝ 8 ſs fuͤr jede Pflugart. Endt 18 Dan i Jähr 180 n (²*) Man wird aus den diesjaͤhrigen Erfahrungen ſehen, um geggt un wie viel die Gerſte eine vorzuͤglichere Vorfrucht vor Kar-⸗ dd toffeln iſt, als die Erbſen ſelbſt es waren, welches hin⸗ nit 15 In wiederum die alte Erfahrung beſtaͤtigt, bis zu welchem re; den mn Grade der Hafer eine ſchaͤdliche Vorfrucht iſt, ſowohl 8 dril 1r was Cerealien als Knollengewaͤchſe betrifft. 18— annge (25) Wenn die Ertragsfaͤhigkeit der, mit einander zu verglei⸗ ,n chenden Felder verſchieden iſt, ſo muß das Verhaͤltniß des itritrit Ertrags zu 100 Grad Ertragsfaͤhigkeit verglichen werden; neuß iſt die Ertragsfaͤhigkeit dieſelbe, ſo braucht man nur die ansgri Erndte mit einander zu vergleichen, um die Wirkung berſchiedener Behandlung auszumitteln. dn Daüſtt de in dand Sntes as an ßerotae t ausgenit, 1— Sand, trflt UNMtye, a I Fruſtuuri rad, der d *171 Hint ehr ali mir ut w hl Kot pr. 1 Hünpt, 7 Serr Dirye ℳ lein⸗Em⸗ ee ungen ſeſen, a orfrucht ng. an en, welcee s bis zu deth a lucht it/ ſe Sifft ander zu de s Verhälbin jetglichen den Rht mau mi rum die Viin „† — 4 kkruͤben in Karvfftc — 353— Schließlich will ich noch einen Auszug aus der Ge⸗ ſchichte einer Koppel hinzufuͤgen(ſo wie ſie bey mir uͤber jede Koppel gehalten wird), die zugleich mit dem Auszug aus dem ſtatiſchen Protocoll uͤber daſſelbe ein Beyſpiel geben kann, wie die Ertragsfaͤhigkeit in Ruͤckſicht auf Erſchoͤpfung und Erſatz gewoͤhnlich berechnet wird und wie die Voraus⸗ ſetzungen gerechtfertigt worden ſind. Geſchichte des Feldes. Der große Miſtkamp, leichter Boden, lehmigter Sand, zur 2ten Claſſe A gehoͤrig, trug im Jahr 1819 Klee, der bey der bekannten Duͤrre dieſes Jahrs gar ſehr vertrocknet war, nicht zu gruͤnem Futter geſchnitten werden konnte, aber dazu benutzt wurde, von den wenigen aͤrm⸗ lichen Pflanzen die ziemlich gut angeſetzte Saat zu erndten. Das Land war ausgedoͤrrt und unrein geworden, die Narbe ward im December 1819 rayolt und mit Waitzen beſaͤet, der im Jahr 1820 eine der Erwartung entſprechende Erndte von 16 Himpt pr. 100 ◻Ruthen gab. Das ſehr mit Quecken durchwachſene Land ward im Jahr 1821 im May mehreremale queer gehaakt, ſehr viel geeggt und im Juny wieder umrayolt, den 9ten Auguſt mit 15 Fudern Compoſt⸗Duͤnger pr. 100 ◻uthen befah⸗ ren; den 14ten Auguſt mit 2 c3 Rapſaat pr. 100 DRuth. gedrillt, hatte am 22ſten May 1822 abgebluͤhet, trug 3 Zoll lange, durchaus gefuͤllte Schooten, ward den 22ſten Juny geſchnitten, bekam am 9ten July bedeutenden, die Qualitaͤt der Saat gar ſehr verbeſſernden Regen, ward am 19ten July ausgeritten. Das dtaͤgige Liegen hatte der Saat nicht geſchadet; die in der Gruͤnreife geſchnittenen Schooten oͤffneten ſich Voght's landwirthſchaftl. Schriften 1r. Bd. 23 — 384— nicht; der Regen hatte die Saat noch ſchoͤner gemacht; der Ertrag war 9 ⅞ Tonnen pr. 100 ◻ Ruthen, c. 23 Tonnen de Kffi pr. Tonne Areal. Alles, was ſelbſt in dieſem fruchtbaren Rapſaatjahre von der reichen Koppel erwartet werden konnte! Am 15ten Auguſt ward das Feld gepfluͤgt und mit Duͤng⸗Rapſaat beſaͤet. Dieſe Rapſaatdecke ward im ſtntt, in Herbſt 1822 untergepfluͤgt, Anfangs May 1823 mit Kar⸗ euden n toffeln bepflanzt, deren Erndte der Erwartung vollkommen ruihatt entſprach. Nach der Erndte tuͤchtig geeggt, tief zur Saat und da gepfluͤgt, geeggt, geſchleppt und mit der kleinen Egge ſer l fein gemacht. Am ASſten October mit weißem Engliſchen n ſt n Waitzen beſaͤet. Der Garben⸗Ertrag dieſes Waitzens ver⸗ tnrratni ſpricht eine Erndte von 22 bis 24 Himpt pr. 100 ORuth. Düngven n Selbſt in dieſem trefflichen Waitzenjahr ganz der Erwar⸗ tung entſprechend. Der unter dem Waitzen geſaͤete Klee 4 ſteht vorzuͤglich gut. Mangön ſchickit, Daihen⸗ Rt Auf die Gefahr, fuͤr einen Kraftrechner von denen eiſtiri geſcholten zu werden, die das Unbeſtimmte lieben, will ich dennoch zum Beſten derer, denen eine groͤßere Beſtimmt⸗ heit lieb iſt, einen Auszug aus dem ſtatiſchen Protocoll dh firdi dieſes Feldes hinzufuͤgen. Großer oͤſtlicher Miſtkamp. Juny ldo 3 Dieſes Feld ſtand 1819 zum Klee da Arßs 7⁰°✕ ͤ59= 413°(²⁵) 1 nholten 1 davon ward abgezogen fuͤr die Klee⸗Erndte im Sept.* 20 7 57°0= 399° die Klee⸗ narbe ward unterrayolt. eeeät a (²⁶) das heißt: 7 Grad Erdvermögen, 59 Grad Duͤng⸗ vermögen und 413 Grad Ertragsfähigkeit. Ie gemacht, 9 c. 23 Tn ſem frunh wartet ven 8— gepflügt. decke wnd * 1823 mi h reng volkorm & tief zur En t inen Eggeſt t sßem(rglita 8 Waizens w 100 D 3 der(nm an geſätn ie a Zer um d S ben, ulli pere Veſüm trhen Auve — 355— Transport 70 ₰ϑ 570= 3990 Die aufrayolte Flaͤche war 506° werth. 905° 7⁰ X✕ 645°°F= 4520 Durch⸗ ſchnitt, als der Werth des Bodens nach dem Rayolen 8 anzuſehen. Fuͤr das Rayolen ward dem Erdvermoͤgen zu⸗ gelegt. 10 und fuͤr den Werth der un⸗ terrayolten Kleenarbe zum Duͤngvermoͤgen.+ 90 ſtand alſo 1820 8 0 ✕ 735°° 588 0z. Waitzen. Abgezogen von der Ertrags⸗ fähigkeit, fuͤr 16 Himpt Waitzen⸗Erndte à 4 Grad Erſchoͤpfung...+ 640 80 ℳ 6550 0 5240 Ab fuͤr die Winterſaat*† 10 7⁰ 655°0g= 458°, ward im Juny 1821 rayolt. Der Werth der 1820 rayolten Flaͤche war... 452⁰ 9410° Durchſch. 7 ✕ 650= 455 ſals Rayol⸗ werth. Zugelegt fuͤrs Rayolen+† 10 8⁰° ℳ 650= 520° 23* — 356— Transport 80 ✕ 650= 520 Fuͤr haͤufiges Haaken in der Braache ward hinzugelegt † 10 90 △ 650= 585. Nach dem Rayolen ſind 1821 15 Fuder Duͤnger pr. Morg. aufgebracht, werden à3 Grad pr. Fud. Duͤnger zum Duͤng⸗ vermoͤgen zugeleget.+ 45° ſtand 182 90 1100= 990°z. Rapſaat. Abgezogen fuͤr die Erndte von 9 ⅞ Tonnen à 32 Grad pr. Tonue.+ 294° 90*₰◻ 7788 0= 696⸗ Zugelegt fuͤr die reiche Braachfrucht+† 0250+† 3250 9250 8058= 745 Fuͤr die untergepfluͤgte Duͤngrapſaat ward gleich⸗ falls hinzugelegt.+ 0380+ 4160 ſtand 1823 9636 84740= 816° zu Kar⸗ toffeln. Ab fuͤr die Erndte von 245 Himpt, fuͤr 20 Himpt 8 Grad gerechnet.+ 980 9⁵³0° X₰ 74⁵⁸ 0— 7180 Zugelegt f. Braachſchatten ½ 0“oo 10²⁸0✕ 7455= 7630 f. Waitzen 1824. — wobey zu bemerken, daß fir lah zur d tagzüt⸗ dünge ir M. verm tragsſttt ding Dung vernoe kung h Braact gmn=h von cint den iſ daß die Giſg Düngus dur die Aig ternig n tnggfüin — =ernuſn — :lh'ne tfch —— 357 1820 fuͤr Rayolen 1 Grad Erdvermoͤgen, 64 ⅞ Grad Ertrags⸗ faͤhigkeit, gleich der Wirkung von circa 3 Fuder Duͤnger, fuͤr die Kleenarbe 9 Grad Duͤngvermoͤgen, 63 Grad Ertragsfaͤhigkeit, gleich der Wirkung von circa 3 Fuder Duͤnger, 1821 füuͤr Rayolen 1 Grad Erdvermoͤgen, 65 Grad Ertrags⸗ faͤhigkeit, gleich der Wirkung von eirca 3 Fuder Duͤnger, fuͤr haͤufiges Haaken 1 Grad Erdvermoͤgen, 65 Grad Ertragsfaͤhigkeit, gleich der Wirkung von circa 3 Fuder Duͤnger, fuͤr 15 Fuder Duͤnger à 3 Grad Duͤngvermoͤgen pr. Fuder= 450 à 9 Grad Erdvermoͤgen 405 Grad Er⸗ tragsfaͤhigkeit, gleich der Wirkung von circa 15 Fuder Duͤnger, 1822 fuͤr die Wirkung der Braachfrucht 025 Grad Erd⸗ daß vermoͤgen, 325 Grad Duͤngvermoͤgen= 49 Grad Er⸗ tragsfaͤhigkeit, gleich der Wirkung von circa 2 Fuder Duͤnger, Duͤngſaat 0ss Grad Erdvermoͤgen, 416 Grad Duͤng⸗ vermoͤgen= 71 Grad Ertragsfaͤhigkeit, gleich der Wir⸗ kung von circa 3 Fuder Duͤnger, Braachſchatten fuͤr Kartoffeln 050 Grad Erdvermoͤ⸗ gen= 44 Grad Ertragsfaͤhigkeit, gleich der Wirkung von circa 1 ½ Fuder Duͤnger, dem Lande verguͤtet wor⸗ den iſt; die Erſchoͤpfung durch die Klee⸗Erndte 2 Grad Duͤngvermoͤgen, alſo 14 Grad Ertragsfaͤhigkeit, durch die Waitzen⸗Erndte mit 4 Grad pr. Himpt Duͤng⸗ vermoͤgen und 1 Grad Erdvermoͤgen= 130 Grad Er⸗ tragsfaͤhigkeit, 1 — 358— durch die Rapſaat⸗ Erndte 32 Grad Ertragsfaͤhigkeit pr. Tonne mit 294 Grad Ertragsfaͤhigkeit, durch die Kartoffel⸗Erndte à 8 Grad Ertragsfaͤ⸗ higkeit pr. 20 Himpt mit 98 Grad Ertragsfaͤhigkeit ab⸗ gegangen iſt, und daß die Richtigkeit aller dieſer Zulagen und Abzuͤge ſich durch die Erndten, ſo wie ſie in dem obigen Auszug angefuͤhrt ſtehen, voͤllig bewaͤhrt habe, indem auch die Waitzen⸗ Erndte des Jahres 1824, 25 bis 26 Himpt pr. 100 Ruthen verſpricht(2). (21) Dieſer Waitzen iſt, ſeitdem Obiges geſchrieben wurde, gedroſchen und hat 2577 Normalhimpt pr. 100 Quadrat⸗ Ruthen gegeben; ganz den guͤnſtigen climatiſchen Ein⸗ wirkungen dieſes fuͤr Waitzen ſo vorzuͤglichen Jahres ge⸗ maͤß, in welchem die erforderliche Ertragsfaͤhigkeit weit unter dem IIjaͤhrigen Durchſchnitt von 36 Grad, und in ſo weit ich es bisher beurtheilen kann, auf 30 Grad ſtehen wird. gsfähigte Ertragiſt zulun , ſe vie urt ſihe Ueber das Ausſaͤen Paize⸗ 26 him de 3 an m weißen Engliſchen Winter⸗Waitzens 100 Wutt matiſchen är hen Jüteig im Februar und Maͤrz. sfaͤhigkeit ni Grad, nndi auf z0 E Ruſ N Parzerent vücerütt Ateidwen ſdae h. aur ü ſ te L T — ior, wi n vren A u . ſiut wm Deur u 1s uü —2 Serie 1 Da r 8 Diee beyſpielloſe Naͤſſe der groͤßten Haͤlfte des October⸗ Monats muß manchen Landmann verhindert haben, ſeine Waitzenſaat in die Erde zu bringen. Die, durch vier⸗ woͤchentlichen, mit Sturm begleiteten Regen verurſachten Ueberſchwemmungen koͤnnen manchem beſaͤeten Felde ge⸗ ſchadet haben. In den Marſchgegenden und im lehmigten Boden iſt ſicherlich manches Saatkorn verfault und man⸗ ches Waitzenfeld wird im Fruͤhjahr ſehr duͤnne ſtehen. Unter dieſen Umſtaͤnden muß die Anzeige willkommen ſeyn, daß die an vielen Orten verſuchte Ausſaat des weißen Engliſchen Waitzens im Februar und Maͤrz uͤber alle Er⸗ wartung gelungen iſt. 8 In Englands mildem Elima war ſie nie ungewoͤhnlich. Im noͤrdlichen Frankreich war ſie ſo allgemein geworden, daß, den Berichten der Pariſer landwirthſchaftlichen Geſell⸗ ſchaft nach, man im Jahr nach dem harten und langen Winter von 1822—23 beſorgt war, ob die faſt gaͤnzlich bis dahin verſchobene Ausſaat im Maͤrz wuͤrde vollendet werden koͤnnen. Die ſpaͤtern Berichte zeigten das voͤllige Gedeihen derſelben an. Dadurch ermuntert, beſaͤete ich im Februar zwey Felder in Flotbeck mit weißem Engliſchen Waitzen. Erſteres ſtand auf 730 Grad Ertragsfaͤhigkeit; leh⸗ migter Sand. Ich ſaͤete am 24ſten Februar 1824. — 362— Der Ausdruſch iſt vollendet: ich habe 188° Himpt Waitzen von 45 Gewicht geerndtet auf 100 ◻Ruthen, oder 9 Tonnen von 225 K auf die Tonne Landes. Das 2te Feld, ein mehr Lehm enthaltender Boden, und daher bey etwas geringerer Ertragsfaͤhigkeit, von faſt gleichem Ertrage fuͤr Waitzen, ſtand auf 642 Grad. Ich ſaͤete den 23ſten Februar, habe geerndtet 1857 Himpt à 44 1 pr. 100 Ruthen, oder beynahe 9 Tonnen von 220 k5 von der Tonne Landes. Beyde Felder gaben mir 3000 5 Stroh pr. Tonne Landes. Mein Herbſt⸗Waitzen ward gemaͤht den 3ten bis 11ten Auguſt; dieſer Fruͤhjahrs⸗Waitzen den 18ten und 20ſten Auguſt. Da es keinem Landmann zu rathen iſt, falls er nicht ſehr reiches und ſehr reines Land hat, duͤnne aufgekommenen Waitzen ſtehen zu laſſen, der ihm wenig Stroh und wenig Korn giebt und ſein Feld voll Unkraut laͤßt, ſo wird mancher ſich entſchließen, ein ſolches Feld wiederum mit Waitzen zu beſaͤen, wenn er nicht ſogar, wie es bey vielen ſehr wahr⸗ ſcheinlich iſt, verſaͤumte Einſaat nachzuholen hat. Gerſte lagert ſich auf einem Felde, das fuͤr Waitzen reich genug iſt; Hafer lohnt nicht; der Ertrag des ge⸗ woͤhnlichen Sommerwaitzens iſt an Stroh und Korn nicht mit dem zu vergleichen, den der weiße Engliſche Waitzen giebt; Sommer⸗Rapſaat giebt im guͤnſtigſten Fall einen elenden Ertrag und iſt uͤberdem vielen Unfaͤllen ausgeſetzt. Ich darf daruͤber auf meinen Bericht Seite 115, die gelun⸗ genſte Sommer⸗Rapſaat, die je geſaͤet ward, betreffend, ver⸗ weiſen. Da ich ungern mich auf einzelne Erfahrungen verlaſſen mag, und da ich erfuhr, daß mehreren bedeutenden Land⸗ wirthen ein aͤhnlicher Verſuch gelungen war, ſo wandte ich ric vanch halt ni ſe rh ern ſb gtzans her um Dente: i aünlizeni agfſätt i V hen Arit Sehube eEr hbe agffahren ä ak. fldeic ddnus ui dan Rn Tenſien ſde Taizen t shaben neſt ben mh lien Dect e lihe U efert halc 44 Tamnia epr. Faͤh „Mitte däg Vo ſhihan i ſimpt Da duthen, a tender Va keit, ven ſ 2 Grad,. ö1857 fin 9 Torren e der gabeu u den da k den 18den u falls a lt naufgekonna. roh und vi v wird uute unit Wain llen ſcht wi Dhat. s für Ditt dErtrag deg Ind Korn i hliſche Dii zen Fal dt llen ausget 115, die g betteffend, i ongen vetloſ Jutenden b ſo wandte mich deswegen an ſie. Einige haben die Gefaͤlligkeit ge⸗ habt, mir Auskunft daruͤber zu geben und mir erlaubt, durch deren Mittheilung dieſer Bekanntmachung ein um ſo groͤßeres Gewicht zu geben. Herr Hillmers in Wandsbeck ſchreibt mir unterm 9ten December: adaß er im letztverfloſſenen Fruͤhjahr von dem cnaͤmlichen Engliſchen Waitzen, welchen er im Herbſt 1821 „geſaͤet, alſo im Sommer 1822 geerndtet hatte, 2 Ton⸗ anen Anfangs April»(merkwuͤrdig ſpaͤt) sgeſaͤet und im „September eine recht gute Erndte danach gemacht habe. «Er habe fuͤnf 4ſpaͤnnige Fuder auf 18fuͤßigen Wagen ein⸗ „gefahren, die er nach ſeiner Ueberzeugung auf 3000 „ pr. Fuder angeben koͤnne, und hoffe 18 bis 20 Tonnen edaraus zu droͤſchen.» «Im Sommer 1822 habe Herr Schwerdtfeger auf „Wenſien nach ſolchem im Fruͤhjahr geſaͤeten Winter⸗ „Waitzen das 14te Korn gedroſchen. ⸗» „Der Paͤchter Stuhr auf Doversdorf, cdeſſen Vater auf Ranzau, sder Paͤchter Gaͤde auf Klincken, sder Beſitzer Tamm auf Muggesfelde chaben naͤmliche Verſuche mit gutem Erfolg gemacht.» Herr Peterſen auf Freſenburg ſchreibt mir unterm 7ten December: ger habe in dieſem Fruͤhjahre einen aͤhn⸗ „lichen Verſuch gemacht, der ein guͤnſtiges Reſultat gelie⸗ cfert habe. Er hoffe auf das 14te Korn, indem er von 4 Tonnen Landes 28 5fuͤßige Fuder eingefahren habe und „pr. Fuder 2 Tonnen zu droͤſchen rechne. Er habe in der „Mitte des Maͤrz geſaͤet.« Was an ſo vielen Orten gelungen iſt und bey ſo ver⸗ ſchiedenen Saatzeiten, iſt allerdings als erprobt anzunehmen. — 364— Dieſe Entdeckung iſt um ſo wichtiger, da es keine Varietaͤt Waitzen giebt, die ſchoͤneres Mehl liefert und zu⸗ gleich ergiebiger iſt, als dieſer weiße Engliſche Winter⸗ Waitzen und dem zugleich unſer Boden mehr zuſagt. Das Einzige, was gegen ihn zu ſagen war, iſt, daß er harte Winter nicht ſo gut ertraͤgt als der braune und der weiße Billwaͤrder Waitzen, wie vor mehrern Jahren viele Holſteiniſche Landwirthe, denen ich damals die Saat verkaufte, aus einer ſchmerzlichen Erfahrung, die auch alle meine Waitzenfelder betraf, nur zu gut wiſſen. Dreymal in 20 Jahren habe ich dieſen Verluſt erlitten. Dieſer Gefahr durch die Fruͤhjahrs⸗Ausſaat entgehen zu koͤnnen, iſt wahrlich ein bedeutender Vortheil, und herzlich wuͤnſche ich, daß dieſe Mittheilung fruͤh genug erſcheinen moͤge, um auch die entfernten Landwirthe bey Zeiten auf⸗ merkſam darauf zu machen. Ich kann einige Laſt dieſes Waitzens von der bekann⸗ ten Guͤte des Flotbecker Saat⸗Waitzens zur Saat uͤberlaſſen, wenn man ſich deswegen an den Herrn Inſpector Flor in Flotbeck wendet. Im December⸗Monat 1804. . m 138 ¹ , da es lfetm ngliſhe An t zuſagt. zwar, in, der bram mehrern an damals diet g, die uhi iſen. Dm ten. Ausſact wye ktheil, ud t genug eitn bey Zeinch „von der lin Saat laii enſpecter de Pag. NAX △ NX Verbeſſerungen in v. Voghts Sammlung landwirthſchaftl. Schriften 1ſter Bd. 1. in der Marginal§. 3., ſtatt: Arte, lies: Arten. 3. Anmerkung, Zeile 1 von unten, ſtatt: Landwith⸗ ſchaft, lies: Landwirthſchaft. 12. Zeile 8, ſtatt: Ertrag, lies: Ertrage. 58. ⸗ 41 von oben, ſtatt: untergefluͤgten, lies: un⸗ tergepfluͤgten. 70. Anmerkung 62, Zeile 10 v. u., ſtatt: dieſes, lies: dieſe. 76. Zeile 8 v. ob., ſtatt: das Ste, lies: des Sten. 79. Anmerk. 74, Zeile 1 v. u., ſtatt: Er macht u. ſ. w., lies: Es macht. 80. Anmerk. 74, Zeile 1 v. ob., ſtatt: comporativ, lies: comparativ. 109. Anmerk. 6, Zeile 2 v. u., ſtatt: altica lipidii, lies: lepidii. ² Anmerk. 6, Zeile 5 v. u., ſtatt: armonariae, lies: armorariae. 121. Zeile 17, v. ob., ſtatt: polygonum avicularis, lies: aviculare. 124. Zeile 14, ſtatt: am lies: im. 138. ⸗ 15 v. ob., ſtatt: Retenſionskraft, lies: Reten⸗ „ tionskraft. Anmerk. 2, Zeile 3 v. u., ſtatt: Buͤrger, lies: Burger. 139. Zeile 2 v. ob., ſtatt: Synapis, lies: Sinapis. . 7 v. ob., ſtatt: camomilla, lies: chamomilla. ³ 4 13 v. ob., ſtatt: Gartentaubenneſſel, lies: Gar⸗ tentaubeneſſel. 141. Zeile 5 v. ob., ſtatt: Retenſionskraft, lies: Reten⸗ tionskraft. 148. Zeile 15 v. u., lies: vor dem Saͤen der Winterſaat. 163. ⸗ 9 v. u., ſtatt: er, lies: es. 240. ⸗ 1v. u. im Texte, ſtatt: nachtheilig, lies: nach⸗ haltig. 302. Zeile 11 v. u., ſtatt: fuͤr kuͤnſtliche Mittel, lies: vor kuͤnſtlichen Mitteln. Das Inhalts⸗Verzeichniß des 1ſten Bandes muß hinter die Vorrede(S. XIV.) gebunden werden. Näs d dhele jutkeitct und 1 4s Oy duat 8. Nachricht fuͤr den Buchbinder. Die Tabelle in Queer⸗Folio: Verhaͤltniß der Frucht⸗ barkeit zum Ertrag u. ſ. w. muß zwiſchen Seite 80 und 81 eingebunden werden. Die Quart⸗Tabelle koͤmmt zu Seite 336. ——-⸗—-———————— Gedruckt in der Langhoffſchen Buchdruckekey in Hamburg. . 4— — chdruckeey in ha „w 7 8 3 6 8 L 9 8 „eA eJaenJersJebeJss-erlsseenNers-,OHens-éTnAJn 1,SAeSAAh- rGRagenteneagaostgegahageanaanngannngnagg Oem 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13