Univ.-Bidi. Siessen ———————— — ———— 4— ——————————44— 1 3 3 3 3 4 8 1 h 4 6 85 Johann Senebier's, Dieners des göttl. Worts, Bibliothekars der Republik Genf und Mitgliedes der Soc. d. Wiſſ. 4 zu Harlem, Phyſikaliſch⸗ehemiſche Abhandlungen uͤber den Einfluß des Sonnenlichts auf alle drei Reiche der Natur und auf das Pflanzenreich inſonderheit. 4 8 2 7 6 4 8 5 4 34 8 4 5* Erſter Theil.. H 17 2 3 Aus dem Franzoͤſiſchen.— Mit Kupfern. „. Mit Churfuͤrſtl. Saͤchſiſcher Freiheit. —y———— Leipzig, bei Friedrich Gotthold Jacobaͤer, 1785. ⸗-⸗y⸗—P-y=eü—ye. Vorrede. Mie ich meine Maaßregeln genommen Hatte d ſollte dieſes Werk zu Anfang des Fruͤh⸗ lings ans Licht treten, und dies wuͦ nſchte ich des⸗ wegen, damit die Narurforſcher gleich im Stan⸗ de waͤren, meine Verſuche nachzumachen, zu * * 12 beur⸗ ——— Vorrede. beurtheilen und zu benußzen. Aber die ungluͤck⸗ liche Lage, in der Genf ſich ſeit dieſer Zeit befun⸗ den hat, haben mich gezwungen, die Ausfuͤhrung meines Plans laͤnger hinaus zu ſchieben. Der erſte Theil war ſchon Anfangs April abgedruckt. Man wird in dieſer Sammlung von Verſu⸗ chen und Beobachtungen eine getreue Beſchrei⸗ bung vieler neuen und wichtigen Thatſachen fin⸗ den. Ich erzaͤhle ſie ſo, wie ich ſie beobachtet und wie ich ſie Andre habe beobachten laſſen, worun⸗ ter beſonders unſer berühmter Herr Prof. de Saußuͤre gehoͤrt. In dieſer Betrachtung bin ich der Geſchichtſchreiber der Natur oder eigent⸗ licher, der Zeichner von einigen ihrer Zuͤge. Die Ideen, die ſich mir beim Beobachten darboten und ich glaubte, bekannt machen zu koͤnnen, ge⸗ hoͤren mir. Ich uͤberlaſſe ſie der Pruͤfung des philoſophiſchen Beobachters; halten ſie dieſe aus, deſto beſſer fuͤr die Wiſſenſchaft, denn ſo erhaͤlt dieſe eher richtige Begriffe uͤber einen ganz eigenen Gegenſtand. Werden ſie aber als unnuͤtze Schlacken verworfen, dann noch weit beſſer fuͤr die Wiſſen— ſchaft, denn ſo ſind es Jrrthuͤmer, die man nicht weiter zu fuͤrchten hat, und Verſuche, die man nicht ferner anzuſtellen braucht. Dann werden meine Traͤumereien ſich in Vergeſſenheit verlieren, ſo wie der Haufe aller mit Nachdenken und nach Methode angeſtellter. Ich werde mich dann mit den Traͤumern, die mit mir ein gleiches Schickſal be⸗ — —ü——— bektaf nen ken Vorrede. betraf, troͤſten und damit beruhigen, doch den Fortgang unſrer Kenntniße nicht gehemmt zu haben. Die von mir behandelten Gegenſtaͤnde ſind blos entworfen. Oft ſagte ich, daß ich mich wichtigen Augenblicken, ja vielleicht Hauptent⸗ deckungen nahete; ich glaubte aber, es ſei nuͤz⸗ licher, meine Unterſuchungen, ſo wie ich ſie anſtellte, bekannt zu machen, als erſt den Erfolg meiner Hofnungen abzuwarten. Dem, was ich gelei⸗ ſtet, mehr Vollkommenheit zu geben, vermocht' ich nicht, weil ich bei getreuer Erzaͤhlung des Beobachteten, des vielfaͤltig Beobachteten, von der Zeit nichts erwarten konnte, das jene vervoll⸗ kommnet haben wuͤrde, ich aber doch verſichert war, daß ich durch Mittheilung neuer Ideen die allgemeine Gaͤhrung des menſchlichen Geiſtes uͤber dieſe Gegenſtaͤnde wuͤrde befoͤrdern helfen: uͤberdies habe ich bei Bekanntmachung meiner Entdeckungen mich verbindlich gemacht, ſie noch weiter zu treiben. Dieſen Vorſatz werde ich auch, ſchenkt Gott mir dauerhafte Geſundheit, ganz gewis ausfuͤhren. Da ich aber die Schwierig⸗ keit bei dieſen Bemuͤhungen, die Wichtigkeit des zu ihrer Reife erfoderlichen Nachdenkens und die Nothwendigkeit des Beiſtandes, den mir diejeni⸗ gen leiſten koͤnnen, die mein Buch in der Abſicht eines ſich daraus zu verſprechenden Nutzens durchle⸗ ſen, fuͤhle: ſo iſts natuͤrlich, daß ich meine Abſich⸗ 5 3 ten Vorrede. ten bekannt mache und mich alſo der Mittel, ſie zu verwirklichen, verſichere. Freilich waͤre es ſehr nuͤzlich geweſen, wenn eine Theorie der Luftgattungen geliefert worden waͤre. Ein ſolches Werk aber waͤre unermeßlich worden. Es beſtaͤnde nicht blos in einzelen That⸗ ſachen, bei denen einzele Pruͤfungen hinreichend ſind; ſondern es muͤßte, theils aus Zuſammenfuͤ⸗ gung ſchon bekannter Thatſachen und ihrer An⸗ wendung, theils aus Unterſuchung neuer, die ſich darbieten, ein ungeheures Ganzes geſchaffen werden. Streitigkeiten will ich mir nicht zuzie⸗ hen, noch eben ſo wenig ein Kartenhaͤuschen bauen, von dem Jeder nach Gefallen etwas ab⸗ reiſſen oder das er mit Einem Hauch umwerfen kann. Ich wollte uͤber dieſen Gegenſtand die Geſchichte der Natur ſchreiben und zu Errei⸗ chung dieſes Zwecks, mußte ich davon alle That⸗ ſachen zuſammentragen, alle Urkunden durchge⸗ hen, ihre Richtigkeit darthun, und Irrthuͤmer vernichten. Daher hab'ich auch jezt lieber nichts ſagen, als nur halb mit der Sprache herausge⸗ hen, mich lieber mit angenommenen ſchwanken⸗ den Begriffen begnuͤgen laſſen, als ſie feſtzuſetzen ſuchen wollen. Die von mir abgehandelten Gegenſtaͤnde ſind neu, oder doch von einer neuen Seite betrach⸗ tet —-—— n— t R terne Ideen dern Vorrede. tet. Sie zwecken dahin ab, das Daſein eines neuen in den Koͤrpern vorhandenen Elements und neue chemiſche Verwandſchaften des Lichts darzuthun. Sie zeigen uns, wie jene Koͤrper⸗ chen, die uns in die Augen fallen und unſre Seele durch das Schauſpiel der Natur ergoͤtzen, zur Unterhaltung und zur Aufloͤſung der Theile dieſes Schauſpiels, durch ihre Verbindung mit denſelben, beitragen. Ich wuͤnſchte, mit eben dem Geiſte geleſen zu werden, mit dem ich arbeite. Ich habe die Natur zu Rathe gezogen, um ihre Antworten zu vernehmen, ohne mich zu bemuͤhen, ſie meinen Ideen anzupaſſen. Ich habe nie ein Lehrgebaͤu⸗ de errichtet, werd' es auch nie errichten; mir dies einfallen zu laſſen, werden meine Kenntniſſe im⸗ mer zu eingeſchraͤnkt ſeyn. Einige Zeilen in dem erhabenen Buche der Natur laſſen ſich verſtehen, auch kann mans verſuchen, einige Stellen zu doll⸗ metſchen, wer vermag aber nur einen Einzigen Abſchnitt darin zu verſtehen! Als der erſte Theil bereits die Preſſe verlaſ⸗ ſen hatte, fiel mirs noch ein, dem Werke ſhe fertafeln beizufüͦgen. Es kam mir vor, als ſei die Beſchreibung, die ich von meinen Werkzeu⸗ gen mache, nicht eben tauglich, einen richtigen Begrif von demſelben ohne Beihuͤlfe einer bildli⸗ 4 chen 8 8 1 8, 3 Vorrede. chen Vorſtellung hervorzubringen, und da ichs an Klarheit nicht wollte fehlen laſſen, ſo ſchien mir auch die Anwendung dieſes Hüͤlfsmittels noth⸗ wendig. Er⸗ —————yy——— 0d, un Erklaͤrung d ien 5 8. c—⸗ Kupfertafeln —ÿ—ÿ—ꝛjjj y— Erſte Kupfertafel. Fig. 1. Eine Flaſche, die bis in A mit gemeinem oder gefaͤrb⸗ tem Waſſer gefuͤllt iſt.— B C D, der in den Bauch der Flaſche hineingedruckte Boden. Q D, der untere Durchmeſſer dieſes Bodens. E, ein Geſchirr mit einer Pflanze, das unter den Boden der Flaſche geſtellt wird. Fig. 2. A B, Eine tubulirte Glocke aus Glas, die in A herme⸗ tiſch verſiegelt und bis in D mit Waſſer angefuͤllt iſt. ODEFGH, Theilungen auf der Roͤhre der Glocke. 1 K, Unterſetzſchaale voller Waſſer, in welche die mit Waſſer angefuͤllte Glocke, nachdem das Blatt zum Verſuche hineingebracht worden, geſetzt wird. Zweite Kupfertafel. Fig. T. AB, ein hoͤlzerner Rahmen mit einer Glastaſel. CP, ein dergleichen mit einer Glastafel, die in Zolle und Linien getheilt iſt. Et⸗*5 E Erkloͤrung der Kupfertafeln. EG, Stellſchraube. F, ausgeſchnitkenie Schiene von Meßing, in der die Stellſchraube beſindlich. Fig. 2. A B, Glasglocke. C D, Fuß aus hartem Holze, in den die Glocke einge⸗ paßt iſt, damit ſie deſto feſter ſtehe. b E F, Kappe aus Meßing zum Verſchließen der Glocke. G H., Schieber mit einer Feder, die Oefnung I zu ver⸗ ſchließen. 1 16 Dr Fig. 3. & B, ein kleines Maaß. C D,. Glasroͤhre, die in C zugeſchmolzen iſt und zum Maße dient. E F, Schieber aus vergoldekem Meßing mit einer Feder, die Oefnung D zu verſchließen. 1 eiſe auf ſoße 1 Gſſ 3 1 3 2 deſ Gr „N dir 0 ſorr 4 6 begen In⸗ 4 ——— ————— r die ng 3 ocke. ver⸗ Inhalt. Erſte Abhandlung. Vom Einfluße des Sonnenlichts auf die Erzeugung der Luft, welche die Pflanzen aus⸗ ſtoßen, wenn ſie demſelben ausgeſetzt ſind. Seite 1 1. Geſchichte meiner Bemuͤhungen. 1 2. Beſchreibung der Werkzeuge, von denen ich 4 Gebrauch gemacht habe.— 3 3. Allgemeine Erſcheinung, welche man an den Blaͤttern wahrnimt, die der Sonne unterm Waſſer ausgeſetzt werden, nebſt daraus ent⸗ ſpringenden allgemeinen Bemerkungen.— 4. Erſte Frage. Haͤngt die Luft, welche die vegetirenden, unterm Waſſer der Sonne aus⸗ ſe— ge⸗ Inhalt. geſetzten Blaͤtter hervorbringen, an ihren Oberflaͤchen und loͤßt ſie ſich blos durch die Einwirkung der Sonne auf dieſe Blaͤtter von ihnen ab? Seite 10 5. Zweite Frage. Wird die Luft, welche die vegetirenden, der Sonne unter dem Waſſer ausgeſetzten Blaͤtter hervorbringen, durch die Luft aus dem Waſſer, die in das Blatt tritt und nachher davon geht, erzeugt oder ruͤhrt ſie urſpruͤnglich aus dem Blatte her? 6. Dritte Frage. Iſt dieſe Luft, welche die unter dem Waſſer der Sonne ausgeſetzten ve⸗ getirenden Blaͤtter hervorbringen, eine Wir— kung der Sonne, als eines leuchtenden Koͤr⸗ pers oder iſt ſie wohl eine Wirkung der Sonne auf die Blaͤtter, als eines erwaͤrmen⸗ den? 7. Beſondere Erſcheinungen. 8. Beſondere Erſcheinungen, in Beziehung auf die Blaͤtter. 9. Art, wie die Luft aus den Blaͤttern heraus⸗ tritt. 10. Zeit des Erſcheinens und des Verſchwin⸗ dens der Luft auf den Blaͤttern. 11. Beſitzen beide Oberflaͤchen das naͤmliche Ver⸗ mogen, Luft hervorzubringen, wenn ſie unter dem Waſſer der Einwirkung der Sonne uͤber⸗ laſſen ſind? 12. Sondern die an der Pflanze ſitzenden Blaͤt⸗ ter ——— 6ℳ: Inhalt. ter eben ſowohl Luft ab, als die davon ge⸗ trennten? Seite 53 13. Zeit, waͤhrend welcher, die der Sonne un⸗ ter dem Waſſer ausgeſetzten Blaͤtter Luft ab⸗ ſondern. 14. Sondern die Blaͤtter in allen Umſtaͤnden ih⸗ res Lebens Luft ab? 15. In Stuͤcken geſchnittene Blaͤtter ſondern Luft ab, wenn ſie unter Waſſer an der Sonne ſtehen. 16. Die Blaͤtter laſſen fc in den Zuſtand ver⸗ ſetzen, daß ſie die in ihnen verſchloſſene Luft abſondern, ohne unter dem Waſſer der Sonns ausgeſetzt zu ſeyn. 17. Geben alle Theile des Blatts auf gleiche Art Quellen der erzeugten Luft ab? 18. Die Blaͤtter ſind nicht die einzigen Pflanzen⸗ theile, welche die Vegetationsluft hervorbrin⸗ gen. 19. Zeitpunkt, da die gruͤnen Blaͤtter Luft abzu⸗ ſondern aufhoͤren, wenn ſie unter Waſſer der Sonne ausgeſetzt ſind. 20. Von den Mitteln,(milieux), innerhalb denen die Luft, aus den Blaͤttern, die un⸗ ter dem Waſſer an der Sonne ſtehen, her⸗ austritt. M 21. Das gemeine Waſſer, als ein Mittel(mi- lieu), bei dieſen Verſuchen betrachtet. — 89 23. Mit⸗ Inhalt. 22. NMittel, die Luft, welche die Pfanzen ab⸗ ſondern, zu vermehren oder zu vermindern. Seite 98 23. Wirkt die Sonne auf B Blaͤtter, die ſich in freier Luft befinden, grade ſo, wie auf ſolche, die im Waſſer ihrer Einwirkung ausgeſetzt ſind? 24. Beobachtuͤngen uͤber die B eſchaffenheit und Menge der aus den Blaͤttern, ne unter Waſſer ausgeſetzt ſind, abgeſonder⸗ ten Luft. 25. Menge der Luft, welche Blaͤtter, wenn ſie unter denen mit Waſſer angefüͤllten Glo⸗ cken der Einwirkung der Sonne ausgeſetzt werden, auszuſtoßen pflegen. 25. Beſchaffenheit der Luft aus Blaͤttern, die in gemeinem Waſſer der Einwirkung der Son⸗ ne ausgeſetzt ſind. 37. Menge und Beſchaffenheit der Luft, welche die Blaͤtter ausſtoßen, wenn ſie im Waſſer liegend, von den farbigen Steahlen des Pris⸗ ma getroffen werden. 38. Menge und Beſchaffenheit der Luft, welche das Zellgewebe der Rinde ausſtoͤßt, wenn es im Waſſer der Einwirkung der Sonne ausge⸗ ſitze iſt. 29. Menge und Beſchaffenheit der Luft, welche die Fruͤchte abſondern. 36. Menge und Beſchaffenheit der Luft, welche aus allen Theilen der Blume abgeſondert wird 131. — 117/ die der Son⸗ 137 — 138 — 143 — 133 157 Men⸗ 8 d 7 v G Inhalt. 31. Menge und Beſchaffenheit der Luft, die aus Blaͤttern und Blumenblaͤttern ausgeſtoßen wird, welche der Sonne im Waſſer nicht aus⸗ geſetzt ſind. Seeite 159 32. Menge und Beſchaffenheit der Luft, die von Blaͤttern ꝛc. abgeſondert wird, wenn ſie in ei⸗ nem mit fixer Luft geſchwaͤngerten Waſſer der Einwirkung der Sonne ausgeſetzt werden. 33. Tafel der Quantitaͤten von Luft, welche von Blaͤttern von Baͤumen und Straͤuchern, die in gemeinem Waſſer der Sonne ausgeſetzt wa⸗ ren, ausgeſtoßen wurden. 34. Tafel uͤber die Quantitaͤten von Luft, aus Blaͤttern von Baͤumen und Straͤuchern, die in dem mit fixer Luft geſaͤttigten Waſſer der Einwirkung der Sonne ausgeſetzt waren, in Beziehung auf die Nummern der vorhergehen⸗ den Tafel. 35. Tafel uͤber die Quantitaͤten von Luft aus Blaͤttern krauthafter Pflanzen, die in gemei⸗ nem Waſſer der Einwirkung der Sonne aus⸗ geſetzt wurden. 36. Tafel uͤber die Menge von Luft aus Blaͤt⸗ tern verſchiedener kraͤuterartiger, gewuͤrzhafter, und auslaͤndiſcher Pflanzen, die in gemeinem Waſſer der Einwirkung der Sonne ausgeſetzt worden waren. 37. Tafel der Menge von Luft aus den Blaͤt⸗ tern einiger krauthaften und auslaͤndiſchen — 162 — 198 Inhalt. Pflanzen, die in dem mit fixer Luft geſaͤttigten V Waſſer der Einwirkung der Sonne ausgeſetzt V worden waren.— 210 V 39. Tafel uͤber die Menge von Luft aus Blaͤt⸗ tern von Waſſerpflanzen, die in gemeinem V Waſſer der Einwirkung der Sonne ausgeſetzt worden waren.— 213 40. Tafel uͤber die Mengen von Luft aus Blaͤt⸗ Don tern von Waſſerpflanzen, die in dem mit fixer V E Luft geſaͤttigten Waſſer der Sonne ausgeſetzt wurden.— 214 41. Endurſache dieſer Erſcheinung.— 215 V 8 „ üſdarr duten Enngu de p uiteſc monat at. Uate ken ne b men die in ” Er⸗— erwekte Erſte Abhandlung. Vom Einfluße des Sonnenlichts auf die Erzeugung der Luft, welche die Pflanzen aus⸗ ſtoßen, wenn ſie demſelben ausgeſetzt ſind. 1. Geſchichte meiner Bemuͤhungen. 1 Herbſte 17—9. gab Herr Ingenhouss ein Werk in engliſcher Sprache unter dem Titel „Experiments on vegetables“ heraus, uͤberſetzte es darauf ins Franzoͤſiſche und ließ es in Paris 1780. drucken. In der Vorrede fagt er, er habe ſich mit dem Einfluße des Lichts auf die Erzeugung der Luft, welche die Pflanzen geben, nur erſt im Brachmonathe 1779. zu beſchaͤftigen angefangen und im drauffolgenden Wein⸗ monathe habe er ſeine Arbeiten oͤffentlich bekannt ge⸗ macht. Es zeigt dieſer Naturforſcher in gedachtem Werke große Wege, die auf wichtige Wahrheiten fuͤh⸗ ren muſſen. Sein Name iſt daher auch bald den Na⸗ men jener gluͤcklichen Naturſorſcher beigezaͤhlt worden, die in der Wiſſenſchaft anſehnliche Fortſchritte machten⸗ Ich habe an dem Vergnuͤgen, das er bei allen denen erwekte, welchen die Vervollkommung des menſchlichen Ver⸗ 2 Erſte Abhandlung. Verſtandes ernſtlich am Herzen liegt, Theil genommen 1 und ich ſtatte ihm fuͤr die Arbeiten, die er ſo muthig ſeie unternahm, und in der edlen Abſicht, die Menge un⸗ reuer ſrer Begriffe zu vermehren, mit ſo vieler Standhaftig⸗ ge keit fortſetzt, meinen aufrichtigen Dank ab. auch Dem Publikum liegt ſehr wenig daran, zu wiſſen, imne ob ich gleiche Ideen wie Herr Ingenhousz, vor ihm beſit hatte; aber daran liegt ihm vielleicht in gewiſſem Maaſ⸗ beoha ſe, den ſittlichen Karakter der Beobachter kennen zu ler⸗ diren nen, um den Grad des Zutrauens zu beſtimmen, den engi es den Beobachtungen, die man ihm vorlegt, ſchenken ſoog ſoll. Daher ſchien mirs ſchiklich, zu erklaͤren, daß ge— ſogg genwaͤrtige Abhandlung weniger die Frucht des von Herrn ich Ingenhousz herausgegebenen Buchs, als das Reſul⸗ ch tat der Ideen iſt, die ich hatte, ehe er daran dachte. tir/ Dieſe Ideen hatte ich Herrn Bonnet, der ſchon oft ſo 3 guͤtig war, mein Vertrauter zu ſeyn, ſchriftlich mitge⸗ mie theilt, und in einem Briefe vom 10. May 1779. hatte ich gebra ſogar den Entwurf einer auf dieſe Gruns ſͤtze ſich ſtuͤtzen⸗ nen den Theorie der Vegetation hinzugefuͤgt. Auch aab ich dung: in dem naͤmlichen Sommer denen Herren van Swin⸗ icht den und Volta von meinen Wahrnehmungen Nagricht. märie Von allem dieſem thun auch die Nouvelles de la répu- drg blique des lettres& des arts no. XIII. S. 119. unterm fote: 5. Jan. 1780. auf die naͤmliche Art Meldung. Kurz, eſen ich wuͤrde die auf dieſe Ideen ſich beziehenden zahlrei⸗ teit chen Verſuche eher angeſtellt und auch bereits bekannt dn gemacht haben, haͤtte nicht eine Krankheit, von der ich dhm zu Anfang des Jahres 1780. befallen ward und von welcher ich immer noch heftige Anfaͤlle ausſtehen muß, 29 mich auf lange Zeit des Gebrauchs meines Kopfs und meiner Haͤnde gaͤnzlich beraubt. Warum ich alſo dieſe Abhandlung bekannt mache? G Wenn ſie mit des Herrn Ingenhousz Werke voͤllig verde einerlei iſt, ſo iſt ſie ja ganz uͤberfluͤßig? Dies koͤnnte ſen, wohl tung ☛+—— mnn——— 2——— ☛ ————————J;—— Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 3 ommen.... muthig wohl ſeyn, ich aber habe dies doch nicht geglaubt. Sie nge Un⸗ liefert eine Folae von erſuchen, die uͤber einen eben ſo hoſtig⸗ neuen, ols intereſſanten Gegenſtand mit Genauigkeit an⸗ geſtellt wurden. Sollte ſie daher den Naturforſchern auch nichts Neues darbieten, ſo wird ſie bei ihnen doch wiſſen, immer dazu dienen, Thatſachen zum zweitenmale zu or ihm beſtätigen, die ſich wohl der Muͤhe lohnten, zweimal Maaſ⸗ beobachtet zu werden. Auſſerdem aber wird man auch zu ler⸗ eine Menge Hauptthatſachen darin antreffen, die dem , den engliſchen Naturkundiger entwiſchten. Oft wird man uns henken ſogar im Widerſpruche finden, welches ich aber im Ver⸗ aß ge⸗ ſolg meiner Schrift nicht habe anmerken wollen, weil (Herrn ich das Tadeln haſſe. Ich beſchreibe aber getreu, was Reſul⸗ ich beobachte. Die Naturforſcher werden unſre Rich⸗ dachte. ter ſeyn. oft ſo Indes geſteh ich, daß des Herrn Ingenhousz Buch mitge⸗ mir Nutzen verſchaft hat. Es hat mich auf Gedanken atte ich gebracht, auf die ich vielleicht ohne daſſelbe nicht gekom⸗ ſtuͤzen⸗ men ſeyn wuͤrde, ob ſich gleich auch in meiner Abhand⸗ aab ich lung viele Ideen finden, die gedachter Gelehrter ſelbſt Swin, nicht hatte. Ich habe ſeine Beobachtungen mit den chricht. meinigen verglichen und ſie haben mir bisweilen Mittel répu- dargeboten, deren ich mich mit gutem Erfolge bedient unterm habe; kurz, ich habe in der Sammlung ſeiner Verſuche Kurz, einen Leitfaden geſunden, deſſen ich mich auf der Bahn, ahlrei⸗ die ich durchlaufen wollte, bedient habe, der aber fuͤr ekannt den Irrgang viel zu kurz war, den ich zu durchwan⸗ der ich deln mir vorſetzte. d von muß, 2. Beſchreibung der Werkzeuge, von denen ich ſs und Gebrauch gemacht habe. Sollte man etwan die Verſuche, die ich beſchreiben mache! werde, nachmachen wollen; ſo wuͤrde es ſehr vortraͤglich voͤllig ſeyn, ſich der Werkzeuge zu bedienen, die mir zu Errei⸗ koͤnnte chung des mir vorgeſezten Zweks die dequemſten ſchie⸗ wohl A 2 nen. —mo 4 Erſte Abhandlung. nen. Eine Beſchreibung derſelben iſt daher nothwendig und zwar um ſo mehr, weil ſie in gewiſſem Maaße von denen, die man bei dieſen Verſuchen gewoͤhnlich braucht, verſchieden ſind, und weil ſie mir in ihrem Gebrauch bequemer und in den Reſultaten, die ſie geben, richtiger zu ſeyn ſcheinen. Statt der cylinderfoͤrmigen Glocken, aus denen man die Luft, welche man meſſen und pruͤfen will, ab⸗ fuͤllen muß, habe ich mich trichterfoͤrmiger Glocken bedient, deren Grundflaͤchen 3— 4 Zoll im Durchmeſ⸗ ſer haben und die oben in eine 6— 7 Zoll lange und 4— 5 Linien im Durchmeſſer habende Roͤhre auslauf⸗ fen. Dieſe Roͤhren ſind an ihrem oberſten Ende herme⸗ tiſch verſiegelt und nach einem eigenen und beſtimmten Maaße, getheilet. Die Theüung laͤßt ſich vermittelſt einer guten Feile leicht kenntbar auftragen. Dieſe Glocken muͤſſen aus recht weiſſem und hel⸗ lem Glaſe, und zwar ſo duͤnne, als nur moͤglich, ge⸗ blaſen ſeyn. Will man nun dieſe tubulirten Glocken brau⸗ chen; ſo fuͤllt man ſie unterm Waſſer ganz voll Waſſer, ſo daß das Waſſer, mit dem ſie angefuͤllt ſind, die vor⸗ her darin vorhandene Luft gaͤnzlich heraustreibt. Hier⸗ auf bringt man die Pflanzenblaͤtter, oder den Koͤrper, mit dem man einen Verſuch vornehmen will, durch die Oefnung der Glocke in ſie ginein. Dies thut man un⸗ term Waſſer, damit nicht die Luft, waͤhrend des Hin—⸗ einbringens eindringe. Unter dieſe ſolchergeſtalt zube⸗ reitete Glocken ſchiebt man alsdann tiefe glaͤſerne Un⸗ terſetzſchaalen. Dieſe dienen jenen als Boden und fuͤllen ſich mit Waſſer an, wenn man ſie unters Waſſer taucht, um die Stelle des Bodens des Gefaͤßes, in dem die erſten Vorbereitungen gemacht wurden, zu vertreten. Hierauf hebt man die Glocke mit ihrer Unterſetzſchaa⸗ le heraus, ohne der aͤußern Luft alle Gemeinſchaft mit — rnl den thzuſ ber,” alsgedo über d klein, d hält ge t wegt: ditz 20,8 D Achren vol V Naße Schicbe donn in dr Nh Ich zei ſt die 1 lorten Ve ſche de däht mich au lſſn, Iiter den l U veigade ſchoſen anden häͤler 9 lächt in aeh wendig sfe von aucht, ebrauch ichtiger denen I, ab⸗ ocken chmeſ⸗ e und slauf⸗ herme⸗ numten rittelſt hel⸗ ge⸗ brau⸗ aſſer, vor⸗ Hier⸗ rper, h die n un⸗ Hin⸗ zube⸗ Un⸗ fuͤllen aucht, em die treten. ſchaa⸗ ſchaft mit Vom Einfluße des Sonnenlichtsꝛc. 3 mit dem innern Raume der mit Waſſer angefuͤllten Glocke abzuſchneiden. Ich bediene mich eines Maaßes mit dem Schie⸗ ber, das nach den Grundſaͤtzen jenes Maaßes verfer⸗ tigt iſt, welches der Abt Fontana fuͤr ſein Eudiometer ausgedacht und Herr Ingenhousz in ſeinem Buche uͤber die Pflanzen beſchrieben hat. Mein Maaß iſt nur klein, dadurch erhalte ich richtigere Reſultate. Es ent⸗ haͤlt genau eine Quantitaͤt Waſſer, die 182 Gran ſchwer iſt. Da nun der Kubikzoll Waſſer 371. und 5 Gran wiegt; ſo iſt klar daß 18½ Gran Waſſer r eines Ku⸗ bikzolles Waſſer ſeyn muͤſſen, woraus dann folgt, daß 203 dieſer Maaße einen Kubikzoll betragen. Dieſes Maaß hat mir gedient, die Theilung auf die Roͤhren meiner Glocken zu tragen. Wenn ſie naͤmlich voll Waſſer ſind, ſo laſſe ich unterm Waſſer die im Maaße befindliche Luft in ſie hinein, indem ich den Schieber unterm Waſſer aufziehe. Die Luft ſteigt als⸗ dann in der Glocke in die Hoͤhe, nimt das oberſte Ende der Roͤhre ein, und treibt das Waſſer aus dem Raume. Ich zeichne hierauf die Stelle, wo alsdann dies Waſ⸗ ſer die uͤber ihm ſtehende Luft beruͤhrt, mit einer recht harten Feile ſo geſchikt, als ichs thun kann. Dieſes Verfahren wiederhole ich ſo oft, als es mir die Laͤnge der Roͤhre verſtatten will. Dieſes Maaßes bediene ich mich auch, die Salpeterluft unter meine Glocken zu laſſen, wenn ich die Beſchaffenheit der Luft, welche die unter den Glocken eingeſchloſſenen Koͤrper geben, pruͤfen will. Und weil mein Salpeterluft⸗Behaͤlter durch einen vergoldeten Schieber, ſo wie ebenfalls mein Maaß, ver⸗ ſchloſſen wird und weil dieſes Maaß vermittelſt eines andern Schiebers in die Faſſung des Schiebers am Be⸗ haͤlter genau ſchließt; ſo geht die Salpeterluft ſicher und leicht in mein Maaß uͤber, wenn ich zu gleicher Zeit den Schieber am Behaͤlter und den am Maaße Kufſche 4. A 3 be, 6 Erſte Abhandlung. be, um das Waſſer, welches das Maaß erfuͤllt, her⸗ 5' auslauffen zu laſſen. Damit das Waſſer aus dem mm Maaße geſchwinder herausfließen moͤge, hat das Glas ces eine kegelfoͤrmige Geſtalt erhalten und iſt inwendig 9 mattgeſchliffen. b . 4 von den Um mit einiger Genauigkeit die Oberflaͤche der . 8 zviſhen Blaͤtter, deren ich mich zu meinen Verſuchen bediene, Sruſt auszumeſſen, bin ich genoͤthigt worden, ein Werkzeug kit i zu gebrauchen, das ich einen Phyllometer oder Blart⸗ rnhte meſſer(Foliomètre) nennen werde. Es beſteht aus 2 ſehr duͤnnen viereckigten Glastafeln. Jede iſt in einen D hoͤlzernen Rahmen gefaßt und zwar ſo, daß die Tafel in⸗ Bäle nerhalb mit dem Rahmen in einer Ebene liegt, damit Scho beide Tafeln, wenn man ſie auf einander legt, ſo Pänn genau als moͤglich aneinander ſchließen. Dieſe beiden dunnan gefaßten Glastafeln werden vermittelſt zweier Schienen d B. von Meßing in ihrer gegenſeitigen Lage erhalten. Dieſe durh Schienen haben mitten eine Oefnung und ſind in der erhi Mitte einer jeden der beiden einander gegenuͤberſtehenden fite: Seiten des Rahmens der obern Tafel beſeſtiget. Alle grrli beide haben Ausſchnitte, durch welche 2. mit einem mchGe Knopfe verſehene Stellſchrauben gehen, die an den kor⸗ ih ni reſpondirenden Seiten des Rahmens der untern Tafel ude angebracht ſind. Zieht man nun dieſe Schrauben an, nerund ſo bringt man die beiden Rahmen und ſolglich auch die einede beiden darin gefaßten Glastaſeln, unveraͤnderlich in die enhale gegenſeitige Stellung.*) lche Eine von dieſen beiden Glastafeln muß in Quadrat⸗ weihn zolle und Linien getheilt ſeyn und dieſe Theilung muß we⸗ wn nigſtens 12— 14 Zoll in der Laͤnge und 8— 10 Zoll amal in der Breite betragen. . Ha⸗ V d *) Dieſe nach dem eignen Geſtaͤndniße des Hrn Verfaſſers V ſcend zu Ende der Vorrede, eben nicht deutliche Beſchreibung al ob wird durch Betrachtung der 1. F. auf der 2ten Kupfer⸗ da geſ tafel verſtaͤndlicher und anſchaulicher werden, wiewohl chen de darauf auch nur Eine Schiene ſichtbar iſt. Ueberſ. 1— ————— ————— —————ꝛ—: 1 her⸗ 5 dem Glas vendig e der diene, fzeug larc⸗ aus einen fel in⸗ damit ſo eiden enen Dieſe der enden Alle inem kor⸗ Tafel nan, h die ndie drat⸗ we⸗ Zoll Ha⸗ iſers bung pfer⸗ wohl rſ. Vom Einfluße des Sonnenlichts:ꝛc. 7 Hales bediente ſich eines lockern Gewebes von Zwirn, an dem er die leeren Zwiſchenräume maß; aber ein ſol⸗ ches Werkzeug konnte weder bequem, noch richtig ſeyn. Beim Gebrauche des meinigen legt man das Blatt von den Pfla zen, deſſen Oberflaͤche man ausmeſſen will, zwiſchen die beiden Glastafeln und bringt dieſe durch die Stellſchrauben in ihre Lage, worauf man mit Bequemlich⸗ keit die Menge der Quadratlinien, welche das Blatt enthalten mag, zaͤhlen kann. Damit ich die verſchiedenen Lichtſtrahlen nach meinem Belieben einfallen laſſen und von ihren prismatiſchen Schattirungen ſo viel als moͤglich, Gebrauch machen koͤnnte, habe ich mir aus einem ganz weißen und ſehr duͤnnen Glaſe ſehr geraͤumige Flaſchen blaſen und daran den Boden in den Bauch hineindrucken laſſen. Da⸗ durch habe ich im Boden einen Raum, von 9— 10 Zoll in der Hoͤhe und 4— 5 Zoll im Durchſchnitt ſeiner Grund⸗ flaͤche erhalten, ſo daß ich verſchiedene Sachen, ſo⸗ gar kleine Geſchirre mit kleinen Pflanzen in freier Luft nach Gefallen in dieſen Raum ſtellen konnte. Drauffuͤllte ich meine Flaſche mit der gefaͤrbten Feuchtigkeit, die mir zu der Schattirung, die ich verlangte, die dienlichſte war und da die gefaͤrbte Feuchtigkeit zwiſchen dem hin⸗ eingedruckten Boden und den Seitenwaͤnden der Flaſche enthalten war; ſo wurden die unterm Boden beſind⸗ lichen Koͤrper beſtaͤndig von der Schattirung erleuchtet, die ich noͤtig hatte. Der Karmin gab mir die rothe, das Lackmus die violette, und die Gelbwurz(Cur⸗ cuma longa Linn.) die gelbe Farbe. Dieſe Flaſchen aͤhneln ſehr jenen, mit denen die Ta⸗ ſchenſpieler auf einen Augenblick das Blendwerk machen, als ob ein Vogel oder ein Kaninchen, die unter den Bo⸗ den geſezt ſind, bei den Fiſchen lebten, die in dem zwi⸗ ſchen den beiden Waͤnden der Flaſche vorhandenen Waſ⸗ A 4 ſer — 198 4 5 8 Erſte Abhandlung. ſer herumſchwimmen. Bedient man ſich dieſes Kunſt⸗ griffs zum Zeitvertreib, ſo wird er ja wohl zur Beleh⸗ rung noch weit erlaubter ſeyn. Das Waſſer, welches ich gemeiniglich brauchte, war Quellwaſſer, das ein wenig Selenit fuͤhrt. Er uͤherzieht die Raͤnder der Glaſer, die damit befeuchtet worden, mit einer Rinde, nachdem das Waſſer verdun⸗ ſtet iſt. Bediente ich mich eines mit ſixer Luft geſättigten Waſſers; ſo bereitete ich mir dieſe Luftgattung mit des Dr. Nooth, von Parker verbeſſerten Geraͤthſchaft. Endlich ſind auch die Blaͤtter, mit denen ich meine Verſuche anſtellte, jederzeit ſo friſch und ſo geſund ge⸗ weſen, als ich ſie nur bekommen konnte. Die meiſten wurden unmittelbar vor ihrem Gebrauch abgeſchnitten auch allemal an dem nemlichen Orte der Sonne ausge⸗ ſezt, und dies von halb 12 Uhr des Morgens bis halb 6. Uhr des Abends. 3. Allgemeine Erſcheinung, welche man an den Blaͤttern wahrnimt, die der Sonne unterm Waſſer ausgeſezt werden; nebſt daraus ent⸗ ſpringenden allgemeinen Bemerkungen. Die gruͤnen Blaͤtter der vegetirenden Pflanzen, die in Gefaͤßen voll Waſſer ins Waſſer gelegt und der un⸗ mittelbaren Einwirkung der Sonne ausgeſezt werden, ſtoßen aus allen Punkten ihrer Oberflaͤche eine gewiſſe Menge uftblaſen aus. Mein Verfahren bei Anſtellung des Verſuchs iſt dieſes. Ich nehme eine von den zuvorbeſchriebenen Glocken oder auch jede andre, und fuͤlle ſie unterm Waſ⸗ ſer ganz voll Waſſer. Darauf bringe ich ein vegetiren⸗ des Blatt, nachdem ich es vorher abgewaſchen, unterm Waſſer hinein, und dann hebe ich die Glocke, ohne uft U⸗ Uker in ſe fem Gt ſand * auf mal blaſen heiden, ligen- der un Strau bod dder nung über ei dieſer za kenn die hak wi Rragen 1) antem ender ded 1 Sonn beinge titt, Inpiͤ Vom Einfluße des Sonnenlichtsꝛc. 9 unter ſie zu laſſen, aus dem Gefaͤße mit Waſſer, wor⸗ in ſie gefuͤllt wurde, heraus, nachdem ich ſie in beſag⸗ tem Gefaͤße auf eine mit Waſſer angefuͤllte Unterſetz⸗ ſchaale vest habe, und ſetze ſie ſo in die Sonne, wor⸗ auf man beinahe augenbliklich eine große Menge Luft⸗ blaſen zum Vorſchein kommen ſieht: dies geſchieht auf beiden Flaͤchen des Blatts, wenn es von einer krautar⸗ tigen Pflanze(plante herbacée) iſt und inſonderheit auf der untern, wenn es ein Baumblatt oder von einem Strauch iſt. Dieſe Luftblaſen loͤſen ſich bald leichter, bald ſchwerer vom Blatte ab und ſteigen in der Glocke oder in der Roͤhre, in welche meine Glocken auslauf⸗ fen, in die Hoͤhe. Schon Herr Bonner, dem nichts entwiſcht, nahm dieſe Erſcheinung wahr. Er hat im IIten Abſchnitte ſeiner KRecherches ſur ſes feuilles dar⸗ uͤber Betrachtungen angeſtellt und dieſe ſonderbare That⸗ ſache umſtaͤndlich mit aller moͤglichen Genauggkeit be⸗ ſchrieben. Dieſe Anfangs ſo ganz einfach ſcheinende Erſchei⸗ nung iſt verwickelter, als man ſich vorſtellt; was iſt aber einfach in der Natur? Greiffen nicht alle Glieder dieſer Kette in einander? Vermag man eins vollkommen zu kennen, ohne die daranhaͤngenden eben ſo zu kennen? Die Betrachtung dieſer jezt beſchriebenen Erſcheinung hat mich zu folgenden drei allgemeinen und voelänſigen Fragen veranlaßt: 1) Haͤngt die Luft, welche vegetirende Blaͤtter, die unterm Waſſer der Sonne ausgeſezt ſind, erzeugen, an der Oberflaͤche der Blaͤtter und loͤßt ſie ſich blos durch die Einwirkung der Sonne auf ſie, von ihnen ab? 2) Wird dieſe Luft, welche die vegetirenden, der Sonne unterm Waſſer ausgeſetzten Blaͤtter hervor⸗ bringen, durch die Luft aus dem Waſſer, die in das Blatt tritt, erzeugt, und die nachher davongeht, oder ruͤhrt ſie urſpruͤnglich aus dem Blatte her? A 5 3) Iſt 2 3 —— 5 X E 10 Eiſſte Abhandlung. V 3) Iſt dieſe Luft, welche die unterm Waſſer der V ii Sonne ausgeſetzten vegetirenden Blaͤtter hervorbringen, V Ki eine natuͤrliche Wirkung der Sonne, als eines leuchten⸗ hah den Koͤrpers oder iſt wohl dieſe ſo erzeugte Luft eine na⸗ ſahee tuͤrliche Wirkung der Sonne auf die Blaͤtter, ſie als einen büne erwaͤrmenden Koͤrper betrachtet? ſin ſeſchich Folgendes ſind die Beantwortungen, welche mir Er⸗ b d fahrung der Natur abgedrungen zu haben ſcheint. eiſe — düſe Erſte Frage.. 4. Haͤngt die Luft, welche die vegetirenden, nit unterm Waſſer der Sonne ausgeſetzten Blaͤtter un hervorbringen, an ihren Oberflaͤchen und loͤßt ſie eEm ſich blos durch die Einwirkung der Sonne auf vahr dieſe Blaͤtter von ihnen ab? Hin Ich werde mich hier nicht mit Anfuͤhrung aller der db o Beweiſe, welche die Erfahrung darbietet, aufhalten, hbe ie um darzuthun, daß die aus den vegetirenden, der it Sonne unterm Waſſer ausgeſezten, Blaͤttern erzeugte ſrll Luft, gar nicht an ihren Oberflaͤchen haͤngt. Ich will n xo blos bemerken, daß zwar wirklich atmosphaͤriſche zuft m, d daran haͤngen kann, aber gewoͤhnlich iſt die Luft, welche. Ad man auf ſolche Art an den Blaͤttern wahrnimt, kein V Erdlch Bodenſatz, den die atmosphaͤriſche Luft auf den Ober⸗ en ve flaͤchen der Blaͤtter, die ſie beruͤhrt, zuruͤklaͤßt. Sie hece iſt eine Luft, die aus dem Blatte ſelbſt heraustritt und hw deren Blaͤschen auf der Oefnung der Loͤcherchen ſitzen, b ded durch welche ſie heraustreten, wie man wahrnehmen Au u kann, wenn man ein Blatt im Waſſer ſchuͤttelt, ohne th es mit der Hand zu halten: alsdann faͤhrt bisweilen eine V ttr u ſehr geringe Menge heraus, und bisweilen koͤmmt gar e au keine zum Vorſchein. Iſt alsdann die erzeugte Luft ä verderbt, ſo ruͤhrt dies daher, weil die lange Zeit im Rich Waſ⸗ —-— Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 11 er der Waſſer bewegte Luft verdorben iſt, wie Prieſtley beob⸗ ingen, achtet hat, oder weil von den Haͤnden des Beobachters, ichten⸗ phlogiſtiſirte Luft aufſteigt, wenn er im Waſſer Ver⸗ he na⸗ ſuche anſtellt. Dieſe Faͤlle bei Seite geſezt, iſt die einen Luſt, welche die im Waſſer unter meinen Glocken ge⸗ ſchuͤttelten Blaͤtter geben, welches aber nicht allemal geſchieht, von der atmosphaͤriſchen verſchieden, ſie iſt Er⸗ ge neiniglich reiner, als leztere, wie ich gelegentlich be⸗ weiſen werde. Hieraus ſcheint dann zu folgen, daß dieſe Luft von der gemeinen weſentlich unterſchieden ſei. Man hat aber beobachtet, daß Blaͤtter, die man den, mit einem Pinſel gerieben oder abgewiſcht hat, gar jtter keine Luft geben, wenn man ſie unterm Waſſer der ſie Sonne ausſetzte. Ich habe dies wohl auch bieweilen ff wahrgenommen, aber doch nicht immer. Oefter, aber ebenfalls nicht beſtaͤndig, habe ich bemerkt, daß die ge⸗ riebenen oder abgewiſchten Blaͤtter weniger Luft gaben, der als ſolche, die nicht auf dieſe Art behandelt waren. Auch ken, habe ich noch beobachtet, daß geriebene Blaͤtter die Luft der nicht ausſtießen, wie ungeriebene, daß die erſtern nur ugte ſehr kleine Blaͤschen hervorbrachten, die ſehr ſchnell und will in großer Menge in meinen Glocken in die Hoͤhe ſtie⸗ uft gen, da die aus ungeriebenen Blaͤttern berausgehenden elche Blaͤschen langſamer aufſtiegen, auch weit groͤßer waren. kein Endlich habe ich die untere Flaͤche verſchiedener Blaͤtter ber⸗ von verſchiedenen kraͤuterartigen Pflanzen(plantes her- Sie bacées,) und von verſchiednen Baͤumen und Straͤuchern 5 iſ i 5 und abgewiſcht, eben ſo habe ichs mit der obern Flaͤche an⸗ zen, drer dergleichen Pflanzen gemacht„und zulezt habe ich 4 men an andern Blaͤttern von der naͤmlichen Gattung beide ohne Flaͤchen abgewiſcht. Nachdem ich nun alle dieſe Blaͤt⸗ 8 ein ter unterm Waſſer unter verſchiedenen Glocken der Son⸗ 8 ne ausgeſezt hatte; ſo habe ich die aus ihnen erhaltene et Luft gepruͤft und gefunden, daß die blos auf der obern in Flaͤche abgewiſchten, was die kraͤuterartigen Pflanzen Paſ⸗ an⸗ —— 12 Erſte Abhandlung. anlangt, mit einem ſehr geringen Unterſchiede die naͤm⸗ liche Menge uft ausſtießen, als die nur auf der untern Seite abgewiſchten und daß dieſe beiden Klaſſen von Blaͤttern etwas mehr Luft gaben, als die auf beiden Flaͤchen abgewiſchten und beinahe ſo viel als die unab⸗ gewiſchten. Was aus dieſen Beobachtungen zu folgern iſt? Sie ſcheinen mir alle darauf hinaus zu laufen, uns zu lehren, daß man durch das Abwiſchen die Organiſation der aus⸗ fuͤhrenden Geſaͤße in Unordnung bringt, ihre Oefnun. gen verſtopft und der Luft die Ausgänge, welche ſie ha⸗ ben kann, verſchließt. Dies ſcheint ſich ganz naturlich erklaͤren zu laſſen, wenn man erwaͤgt, daß auf den mei⸗ ſten Blaͤttern, beſonders im Sommer des Morgens, eine ſchmierige Fettigkeit auf ihrer Oberflaͤche ausgebreitet liegt. Wiſcht man nun dieſe mit einem Pinſel ab, ſo ſtreicht man ſie uͤber den ganzen Umfang des Blatts weg, anſtatt daß, in den gewoͤhnlichen Faͤllen, die Feuchtigkeit an der Oefnung der Geſaͤße ſitzt, aus denen ſte dann heraustritt und durch die Waͤrme verdunſtet. Iſt aber dieſe Feuchtigkeit auf der Oberflaͤche des Blatts ausgebreitet; ſo erfuͤllt ſie alle Oefnungen der Gefaͤße und hindert den Ausgang der uft im Verhaͤltnis ihrer Menge. Iſt ſie ſehr reichlich vorhanden, ſo tritt nicht Eine Luftblaſe heraus, weil alle oͤcherchen ver⸗ ſtopft ſind; iſt ſie in mindrer Menge da, ſo werden einige Blaſen heraus fahren, weil noch verſchiedene Oef⸗ nungen frei ſeyn werden, und iſt von dieſer Feuchtigkeit ganz und gar nichts vorhanden, wie um 1. oder 2. Uhr Nachmittags gemeiniglich der Fall zu ſeyn pflegt; ſo geben die abgewiſchten ſo gut wie die unabgewiſchten beinahe gleich viel Luft. Das Vergnuͤgen beinahe gleicher Erſcheinungen kann man ſich verſchaffen, wenn man Blaͤtter mit Waſ⸗ ſer, in dem ein wenig Honig oder Gummi auigect eſt, —- ſh be nau der ſüchne gtbend Guma wird wie ſe ben. ſen,n iberſe detſe dudſt daf zurl And ven d Mt t mitel hen un de Luſ vid, verſper de A do Ei M deſer ne Ver ſdcherch A wͤy deſe d lihkei de B idege Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 13 naͤm iſt, befeuchtet. Solche, die man recht ſorgfaͤltig und ge⸗ ntern nau damit uͤberzogen, werden gar keine, andre, die nur von fluͤchtig damit uͤberſtrichen worden, noch ein wenig Luft beiden geben und aus ſolchen, von denen man das Henig oder unab⸗ Gummiwaſſer in der vollen Sonne verdunſten laſſen, wird man nach dieſer Verdunſtung eine Luft erhalten, Sie wie ſie ſie ohne dieſe Operation wuͤrden ausgeſtoßen ha⸗ ren ben. Sollte ſich nicht hieraus die Urſache herleiten laſ⸗ an3. ſen, warum ſo viele laͤtter vertroknen? Eine zaͤhe und nund uͤberfluͤßige Feuchtigkeit uͤberzieht ihre Oberflaͤche, wi⸗ derſetzt ſich dem Ausgange der Luft, welche die Blaͤtter rich ausſtoßen muͤßen und erſtikt letztere, wenn ich ſo ſagen b darf, indem ſie in den Blaͤschen der Blaͤtter eine Luft heſ⸗ zuruͤkhaͤlt, welche den Umlauf der Fluͤßigkeiten hemmt eine und die Vegetation dadurch aufhaͤlt, daß ſie die Orga⸗ eitet nen der Pflanzen zerſtoͤrt. Wenigſtens iſt gewiß, daß ſo Blaͤtter, die auf beiden Seiten mit Gummiwaſſer ver⸗ atls mittelſt eines Pinſels uͤberſtrichen worden, bald einge⸗ die hen und ich ſehe davon gar keine andre Urſache, als nen die Luft, die in den Gefaͤßen, in welchen ſie zubereitet ſet. wird, zu verweilen gezwungen wird und die durch ihren atts verſperrten Ausgang ſowohl den Umlauf der Saͤfte, als äße die Abſonderung, die mit ihnen vergehen muß, und der das Einſaugen eines neuen Nahrungsmittels hemmt. r ver⸗ Man wird auch an der großen Wahrſcheinlichkeit den dieſer Erklaͤrung nicht weiter zweifeln, wenn man mei⸗ def⸗ ne Bemerkungen uͤber die unglaubliche Kleinheit der kejt Loͤcherchen des Oberhaͤutchens(epiderme) das Uhr die Blaͤtter uͤberkleidet, geleſen haben wird. Alsdann o wird man einſ hen, wie leicht es ſei, die Oefnungen gten dieſer unendlichen Kleinheiten zu verſtopſen. Doch wir wollen aus dem Reiche der Wahrſchein⸗ gen lichkeit zur Unterſuchung entſcheidender Tharſachen ͤber Jaſ⸗ die Beantwortung einer Frage, die uns beſchaͤftigt, ft uͤbergehen. ſt Legt ——— 14 Erſte Abhandlung. 5( Legt man Blaͤtter von der großen Hauswurz(Jem⸗ b 9 pervivun tebtor. Linn. La grande Joubarbe) oder V bn von der Jakobsblume(Senecio Jacobaea L. La Jaco- b i6 bée,) deren Waͤrme nach Reaumurs Thermometer, V 8 wenn das Quekſilber in demſelben bis zum 20 Grade in geſtiegen iſt, beſtimmt iſt, in ein Waſſer, worin das V Quekſilber in gedachtem Werkzeuge bis auf 2. oder 3. V Auh Grad uͤber O herabſinkt; ſo werden ſogleich dieſe Blaͤtter än auf gleiche Art viel Luft ausſtoßen, wenn man ſie in die ſihn Sonne ſetzt, woraus denn einleuchtend folgt, daß es U nicht die Wärme des Waſſers iſt, welche die auf der undu Oberflaͤche des Blatts ausgebreitete Luſt verduͤnnt und b tern ſie dadurch zwingt, aus dem Blatte herauszutreten; b hän denn dieſe Kaͤlte ſollte ſie im Gegentheil verdichten, ihre b man Adhaͤſion mit dem Blatte verſtaͤrken und ſie noch ge⸗ Andc wiſſer in den Gefaͤßen verſchließen, deren Oefnung ſich Glock verengt hat. Es geſchieht noch mehr, die uſt dringt anker beſonders zu der Oefnung an der Stille heraus, wo der ſu Stiel dieſer Blaͤtter abgebrochen worden. Dies zeigt, größen daß die Luft nicht blos aus der Oberflaͤche des Blatts, V wo die aͤußere Luft ſich koͤnnte angelegt haben, herausgeht, ſondern auch aus allen Oefnungen die ihr einen Aus⸗ erd gang verſtatten koͤnnen, alſo ein Beweis, daß ſie auch Jit aus dem Innern des Blattes koͤmmt. ten u Ich gebe hier den Gebrauch der Blaͤtter von der V 9 großen Hauswurz und von der Jakobsblume an, weil V 4 ſie mit zu denen gehoͤren, die am geſchwindeſten die groͤſte b 1 Menge Luft abſondern. gu Noch weit auffallender aber iſt, einmal, daß dieſe V in ſe Blaͤtter, die, wenn ſie der Sonne ausgeſezt ſind, ſo viel V iſa Luüft geben, ganz und gar keine hervorbringen, wenn b Däat man ſie unterm Waſſer ins Dunkle ſezt, wenn man ſie V hernr auch ſchon in eben der Waͤrme erhaͤlt, wie in der freien Afi Sonne; und dann, daß ſie gleich welche geben, wenn man kleder ſie, nachdem ſie eine halbe Stunde im Finſtern geſtanden, nothw ——1–— (Lem. oder Jaco- neter, Hrade das er 3. attor die Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 15 an die Sonne bringt, wie ich dies umſtaͤndlicher zeigen werde. Hieraus folgt alſo der ganz natuͤrliche Schluß, haͤtte die Luft, die aus dem Blatte, wenn es in der Son⸗ ne ſteht, herausgeht, blos die Oberflaͤchen des Blattes uͤberkleidet, ſo wuͤrde alsdann dieſe zuft eben ſo hervor⸗ gedrungen ſeyn, wenn das Blatt unter einer Glocke im Finſtern geſtanden haͤtte, in welcher das Waſſer eben den Grad von Waͤrme hatte, wie das in der in der Sonne ſtehenden Glocke. Um endlich alle Einwuͤrfe aus dem Wege zu raͤumen und unwiderſprechlich darzuthun, daß die von den Blaͤt⸗ tern hervorgebrachte Luft, nicht an deren Oberflaͤche haͤngt, ſo muͤſte man Bläͤtter ſchaͤlen und zwar ſo, daß man das Oberhaͤutchen abzoͤge, ohne es zu ſcheuern und alsdann das abgezogene Oberhaͤutchen unter Einer Glocke und das von ſeinem Oberhaͤutchen entbloͤßte Blatt unter einer Andern, beide unter Waſſer, der Sonne aus⸗ ſetzte. So habe ich ſehr leicht mit den Blaͤttern der großen Hauswurz verfahren. Ein Blatt von dieſer Pflanze, der Sonne unter einer von meinen Glocken blosgeſtellt, gab binnen einer Zeit von 5. Stunden 3 3⁄ Maaß Luft. Das Oberhaͤut⸗ chen von einem dem vorigen gleichen Blatte, das ich ſehr ſorgfaͤltig abgeſchaͤlt hatte, an dem aber doch noch einige Faſern vom innern Zellgewebe(parenchyme) haͤngen geblieben waren, gab eines meiner Maaße Luft, und das beinahe ganz abgeſchaͤlte innere Zell⸗ gewebe 13 Maaß. Dieſe uft war in ihren Eigenſchaf⸗ ten jener aus dem ganzen Blatte gleich. Es erhellet alſo, daß dieſes 32. Theilchen des Maaßes, welches das Oberhaͤutchen gab, aus denen ihm anhaͤngenden Faſern herkam, daß das innere Zellgewebe die Quelle dieſer Luft iſt, und daß das Oberhaͤutchen, welches jenes uͤber⸗ kleidet, zu einer reichlichern Abſonderung ſchlechterdings nothwendig iſt. Doch muß man auch einraͤumen, daß dieſe 16 Erſte Abhandlung. dieſe erzeugte Luft auf keine Weiſe atmosphaͤriſche Luft ſeyn kann, welche die aͤußere Seite des Oberhaͤutchens vom Blatte uͤberkleidet, weil ſie eben ſo aus dem ge⸗ ſchaͤlten Blatte herausdringt. Zweite Frage. 5. Wird die Luft; welche die vegetirenden, der Sonne unter dem Waſſer ausgeſetzten Blaͤtter hervorbringen, durch die Luft aus dem Waſſer, die in das Blatt tritt und nachher davon geht, erzeugt, oder ruͤhrt ſie urſpruͤnglich aus dem Blatte her? Die Aufloͤſung dieſer Frage hat mehr Schwierig⸗ keiten, als die vorhergehende. Sie iſt verwickelter. Es iſt nicht allein das ins Waſſer gelegte Blatt, was wir zu betrachten haben, man muß auch ſeine Verhaͤlt⸗ niſſe mit dieſer Fluͤßigkeit und die Eindruͤcke, welche Leztere auf Erſteres macht, auseinander zu ſetzen ſuchen. Es wird immer um ſo ſchwerer, dem Faͤden der Erfah⸗ rung zu folgen und ſonach um ſo gefaͤhrlicher irre gefuͤhrt zu werden, je mehr die Verbindung der Umſtaͤnde zu⸗ nimmt. Da aber Beobachtung allein unzulaͤnglich iſt, ſo bleibt Erfahrung das einzige Mittel, das man hier zu Erforſchung der Natur ergreiffen kann, und mir ſcheints, ſie fuͤhre uns bis zu ihr. Das der Einwuͤrkung der Sonne unter meinen Glo⸗ cken blos geſtellte Waſſer gibt fuͤr ſich allein gewoͤhnlich gar keine Luft, und bisweilen betraͤgt die ganze Quantitaͤt, die ſie hervorbringt, noch nicht den 64ten Theil von einem meiner Maaße, da doch meine Glecken 72. dergleichen Maaße enthalten. Ich habe eine ſolche Glocke voller Waſſer, mit Quekſilber geſperrt, 6. Wo⸗ chen ſtehen gehadt, und es iſt keine Luft zum Vorſchein ge⸗ känn Re Con 8 gleichn ſehrct den lüt ire E narütlc de ſtes tut au daſc ſalche wo d ſid legenge ic mic verniſch ſſſche, luſt nic ſondern dieſßm daß die phätich lauunal düſe G ſeuſt alde . Vaſer verwan Laſer — Vom Einfluße des Sonnenlichts:ꝛc. 17 he Luft utchens gekommen, ob die Glocke gleich taͤglich 5. Stunden in dem ge⸗ die Sonne geſtellt ward. Selbſt mit fixer Luft geſaͤttiates Waſſer, das unter gleichen Umſtaͤnden unter meinen Glocken geſtanden, hat ſehr oft gar keine Luft gegeben, doch aber bisweilen auch den e6ten Theil eines meiner Maaße, dann war aber 1, der ihre Erzeugung die reichlichſte. Indes enthalten die latter natuͤrlichen Waſſer viel Luft, weil ſie die fixe, welche aſer, die ſtetswahrenden phlogiſtizirenden Prozeſſe in der Ra⸗ davon tur aus der Atmosphaͤre niederſchlagen, ohne Aufhoͤren 8 einſchlucken muͤſſen. Dies findet noch weit mehr bei ſolchen Waſſern ſtatt, welche große Staͤdte umgeben, wo die phlogiſtizirenden Prozeſſe unendlich zahlreicher ſind und unaufhoͤrlich wieder anfangen. Ich habe Ge⸗ e9 legenheit gehabt zu bemerken, daß das Waſſer⸗ deſſen was ich mich zu meinen Verſuchen bediente, durch Einwir⸗ hält⸗ kung des Feuers bisweilen den Zoten Theil ſeines In⸗ veche halts(volume) fixe Luft gab, die vom Waſſer verſchlukt chen. ward gewoͤhnlich aber den zoten oder boten Theil deſſel⸗ rſch⸗ bigen Inhalts: dieſe Luft war oft mit phlogiſtiſcher führt vermiſcht. Ich ſage, das Waſſer gibt bisweilen phlogi⸗ e zu⸗ ſtiſche Luft, aber deswegen koͤmmt dieſe phlogiſtiſche b ſt Luft nicht aus dem Waſſer, in dem ſie enthalten war; 17 ſondern ſie iſt das Reſultat des Abſpuͤlens der firen in hier dieſem Waſſer enthaltenen Luft; es traͤgt ſich auch zu, 1nü daß dieſe Waſſer ſogar eine reinere Luft, als die atmos⸗ phaͤriſche geben, wie der Abt Fontana beobachtet hat: Glo⸗ Journal de Phyſique, Tom. XIII. S. 374. Eben gnlich dieſer Gelehrte nahm auch wahr, daß dieſe dephlogiſti⸗ ganze ſche Luft weit ſchneller und in ungleich groͤßrer Menge daten als die gemeine Luft eingeſchlukt ward. lecken Ich will hier anmerken, daß dieſe fixe durch des ſoſche Waſſer aufgeloͤßte Luft, ſich darin in dephlogiſtiſche Vo⸗ verwandelt und dies geſchieht in Fluſſen, worin das ſchei Waſſet nicht ſtille ſteht, in Seen und in Meeren, wo ge⸗ B die 18 Erſte Abhandlung. die Waſſermaße ſo betraͤchtlich und die Urſachen der rm Faulnis in Verhaͤltnis des Umfangs der Wa ſer ſo ge⸗ ſtwin ring ſind. Wenigſtens iſt gewis, daß das Flußwaſſer gen de dephlogiſtiſche Luft gibt, wie dies der Abt Fontana wen de vom Waſſer aus der Seine und von Arcueil ohnweit ſällen Paris bewieſen hat. Auch Herr Ingenhousz ſagt in inad ſeinem Buche von den Pflanzen, er habe vor der Koͤ⸗ Felhm nigl. Soc. d. Wiß. zu London gezeigt, daß die degt Luft, welche die Oberflaͤche des Meeres beruͤhrt, reiner ſae, ſei, als die gemeine. Dies nimt mich auch nicht Wun⸗ 1 der, denn die Bewegung der ſixen Luft im Waſſer ſchei⸗ 1 det den phlogiſtizirten Tyeil dieſer Luft ab, und dieſe be⸗ ſier reitet, indem er in die Atmosphaͤre aufſteigt, einen neuen ümr Riederſchlag von fixer Luft zu. Das Waſſen iſt als⸗ ghůt dann mit dephlogiſtiſcher Luft uͤberladen, und laͤßt dieſe bſe auch fahren, ſobald die fixe Luft ſich darin niederſchlaͤgt, tur weil es eine ungleich groͤßere Verwandſchaft mit lezter din? hat. Wahrſcheinlich iſt dies das Mittel, wodurch die Ghge weiſe Vorſehung die Reinigung unſter Atmosphaͤre rech und die beſtaͤndige Salubritaͤt der Luft, die wir einath⸗ wid men bewirkt. Ich koͤnnte dieſem Gedanken den hoͤch⸗ Jabe ſten Grad der Wahrſcheinlichkeit geben, hier iſt aber daß m nicht der Ort dazu, doch lag mir dran, ihn wegen ruiſeß ſeiner Beziehung auf die Ideen, die ich am Schluſſe Pfang dieſes Werks zu entwickeln genoͤthigt ſeyn werde, hier wenn e zu beruͤhren. d n dß da Das deſtillirte Waſſer enthaͤlt auch Luft, die aber a. keine ſogenannte fixe iſt. Der Abt Fontana befand ſie hr 2 dephlogiſtiſch, und ſagt, ſeine Verſuche haͤtten ihn be⸗ 9 lehrt, daß dieſes Waſſer ohngefaͤhr den 60ten Theil dn ſeines Inhalts(volume) von gedachter Luft enthalte. ehh Lange Zeit gekochtes Waſſer fuͤhrt noch weit weniger In Luſt bei ſich, als deſtillirtes, auch zuverlaͤßig keine ſixe⸗ anſt deren fluͤchtiger Grundſtoff bei Beruͤhrung des Feuers ni ſchnell verfliegt, wie man ſich uͤberzeugen kann, wenn 8 man 4* 4—— —2——— 4—————=————— Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 19 en da man Spagwaſſer, oder durch Kunſt mit firer Luſt ge⸗ ſo ge⸗ ſchwaͤngertes Waſſer kochen laͤßt. Dieſe Waſſe attun⸗ jwoßfer gen verlieren alsdann bald das Prickelnde, welchen ih⸗ ntana nen die fixe Luſt mittheilt, daher ruͤhrt es auch, daß de⸗ uweit ſtillirte und gekochte Waſſer ganz geſchmaklos ſind weil ſagt in ihnen der Geundſtoff entzogen iſt, der ihnen den Wohl⸗ er Kö⸗ geſchmak gibt. Man begreiſt leicht, daß wenn ich 6 die dergleichen Waſſer unter meinen Glocken in die Sonne reiner ſezte, ſie keine Spur von uft gaben. Allen dieſen Bemerkungen und allen dieſen Ver⸗ ſe be⸗ ſuchen muß ich noch Folgendes beifuͤgen. Als ich nenen eine von meinen Glocken mit gekochtem Waſſer ſo an⸗ t als⸗ gefuͤllt hatte, daß oben noch ein Maaß gemeine Luft dieſe blieb; ſo fand ich, daß dieſes Waſſer, das der Luft aſ⸗ durchs Aufkochen beraubt war, nach 3. Tagen nur den bläge Sten Theil dieſes Maaßes verſchlukt hatte; daher ſcheint bezin es gewiß, daß das Waſſer nur allein dann viel Luft h verſchlucken kann, wann es mit der Luft ſtark herumbewegt heie wird und wenn dieſe lange Zeit daruͤberſteht. Dieſe haehe, Beobachtung iſt von Wichtigkelt, denn ſie uͤberzeugt uns, hit⸗ daß man bei allen Luftprodukten, welche die Pflanzen in ausſtoßen, beinahe voͤllig die Luft erhaͤlt, welche die vegen Pflanzen wirklich ſiltrirt haben und daß das Waſſer, hfuſſe wenn es recht rein iſt, wenig von ihr verſchlukt; und hier deſto mehr lehrt uns die vorhergehende Beobachtung, daß das Waſſer an der Sonne gar keine uft gibt. aber Ich habe Blaͤtter von den Pfirſichbaͤumen, von der nd ſie Hauswurz(Seunpet vivuum tellor L. La Jubarbe), und in be⸗ Blumenhuͤlſen vom Hundszahne(Ergthronium IL. Theil Gramen) unter verſchiedene Glocken gelegt, von denen halte. einige mit Waſſer, das mit ſixer Luft geſaͤttigt war, eniger andre mit gemeinen, wieder andre mit deſtillirten und e fixe endlich noch andre mit gekochtem Waſſer gefule waren. Feuers Als ich ſie hierauf an die Sonne geſtellt hatte nahm ich durchgangig folgendes wahr. Die Blaͤtter in dein mnit wenn 35 man —— 20 Erſte Abhandlung. fixer Luft geſchwaͤngerten Waſſer gaben welt mehr Luſt, ddi als die andern: die im gemeinen Waſſer betraͤcht ich he ſe mehr, als jene im deſtillirten und gekochten und das ſen, letztere Waſſer war unter allen dasjenige, welches den Iatte Ausgang der Luft am allerwenigſten befoͤderte, wie ich herune im Verfolg meiner Verſuche noch zeigen wede. 1 Unterdeſſen leiden doch dieſe Verſuche Ausnahmen. Plan⸗ Oft habe ich aus Blaͤttern von der Hauswurz, die in richt gemeinem, in gekochtem und in deſtillirtem Waſſer la⸗ ou gen, eine gleiche Menge Luft erhalten; Es ſcheint mir At ſogar uͤberhaupt, daß der Unterſchied, in Hervorbrin⸗ denn gung der Luft, welche die in den verſchiedenen Arten Oo⸗ des Waſſers liegenden Blaͤtter bewirken, um deſto we⸗ 1 niger merklich iſt, da dieſe Blaͤtter im gemeinen Waſſer ſno eine groͤßere Menge Luft geben⸗ lire Was laͤßt ſich alſo aus dieſen Verſuchen folgern? Em Unterſucht man ſie, ſo bemerkt man gleich, daß die aus hine denen unterm Waſſer an der Sonne ſtehenden Blattern Piin erzeugte Luft mehr dephlogiſtiſirt iſt, als die atmosphaͤ⸗ Vaſß riſche, da hingegen die Luft, welche das der Einwirkung ded des Feuers ausgeſetzte Waſſer gibt, gewoͤhnlich zum glich Einathmen untauglich, ja meiſtentheils eine wahre fire E Luft iſt. Folglich iſt gewiß, daß die Luft aus den Blaͤt⸗ rnje tern nicht die naͤmliche iſt, welche das gemeine Waſſer Enn erzeugen koͤnnte, wenn dieſe Luft ſich blos an die Ober⸗ en flaͤhche der Blaͤtter anhinge und nicht in ihren Gefaͤßen ſecbe circulirte.(circuler) Auſſerdem iſt auch zwiſchen der Men⸗ dn ge Luft, welche das bloße in meinen Glocken befindliche Waſ⸗ din ſer aibt, und zwiſchen jener, welche ſich aus dem naͤmlichen N Waſſer erzeugt, das mit einem einzigen Blatte von der Hauswurz unter aͤhnlichen Glocken eingeſchloſſen iſt, ein r großer Unterſchied: denn im erſten Falle da ich in der diſt Sonne nur ſelten den zaſten Theil eines Maaßes von a den meinigen Luft erhalte, ja gewoͤhnlich gar keine; ſo 4 3 bekam ich im andern beſtaͤndig bis auf 34 Maaß und 4 da — 4— G—— 8 —————,—,.—— Vom Einfluße des Sonnenlichtsꝛc. 21 4 rauf da dieſe Luft nicht aus der Oberfloͤche des Blatts, wel⸗ nd das che ſte wuͤrde umgeden haben, konnte herausgedrungen des dn ſeyn, ſo folgt nothwendig hieraus daß dieſe Luft aus dem wie ih Blatte durch die doͤcherchen, mit denen es bedekt iſt, herausgetreten war. henen Auch iſt noch zu bemerken, daß die Blaͤtter aller F. ndif Pflanzen, welche die naͤmliche Oberflaͤche haben, doch di in nicht die naͤmliche Menge Luft geben, obgleich dieſe Men⸗ ſi ⸗ ge aus Blaͤttern, die in Waſſer liegen, das auf gleiche 1 mir Art mit Luft geſaͤttigt iſt, die naͤmliche ſeyn ſollte, Ndeine wenn dieſe im Waſſer enthaltene Luft ſich an der Blaͤtter Arten Oberflaͤche hinge; endlich iſt auch nicht unbemerkt wee zu laſſen, daß die am meiſten mit ufe erfuͤllten Blaͤtter, Vaſſer ſogar Luft ausſtoßen, wenn ſie unter meinen mit deſtil⸗ lirten und kochenden Waſſer angefuͤllten Glocken an der Sonne ſtehen, da doch dieſe beiden Arten von Waſſer ern? Lu keine oder wenigſtens unendlich wenige enthalten, daß attern man aſſo nicht behaupten kann, dieſe Luft ſei aus dem sphä⸗ Waſſer, worin die Blaͤtter liegen, eingeſogen worden, rkung da daſſelbe deren nur ſehr wenig enthaͤlt und dieſe Blaͤtter zum gleichwohl deren viel ausſtoßen. re fire Es laͤßt ſich gradezu beweiſen, daß die Blaͤtter Luft Blät⸗ enthalten, ehe ſie ins Waſſer gelegt und darin an die Vaſſer Sonne geſtellt werden; denn ehe ſie ihre uft ausgeſtoſ⸗ Ober⸗ ſen haben, ſchwimmen ſie oben auf dem Waſſer, ſobald faͤßen ſie aber dies verrichtet haben, ſinken ſie darin zu Bo⸗ Men⸗ den. Da man aber auf die Vermuthung kommen Waſ⸗ koͤnnte, daß etwan das Oberhaͤutchen des Blattes das lichen Waſſer von ſich ſtoße, wie dies fette oder glatte Koͤrper n der thun, ſo bin ich dieſem Einwurfe durch einen Verſuch , ein mit geſchaͤlten Blaͤttern zuvorgekommen und habe dann n der daſſelbe Reſultat erhalten; das geſchaͤlte Blatt ſchwamm von eh es die in ihm vorhandene Luft ausſtieß, eben ſo gut n; ſo oben, als ein ungeſchaͤltes. Eben dies erfolgt bei Blaͤt⸗ und tern, aus denen man die Luft ausdruͤkt, auch bei duͤrren, da B 3 die 22 Erſte Abhandlung. 1 die wohl abgewaſchen worden. Ein Blatt von der Ka⸗ V d puzinerkreſſe(Tropaeolum majus Linn. La Capueine,) al das ſich verſchiedene Stunden unter Umſtaͤnden, welche 9 b das Herausereten ſeiner Luft verhinderten, im Waſſer ſe befand, ſchwamm oben, ob es gleich Zeit genug hatte, V u ſich recht voll Waſſer zu ziehen; ſobald es aber, in die V ſu Sonne geſtellt ſeine Luft ausgeſtoßen hatte, ſank es bend gleich unter. Alle dieſe Betrachtungen zeigen deutlich, umd daß die von der ihnen weſentlich eigenen Loft aufgeblaſe⸗ b Sem ne Blaͤtter, in geſundem Zuſtande eine ſpeziſiſche duc Schwere beſitzen, welche geringer iſt, als die ſpezifiſche A Schwere des Waſſers, und daß dieſe nur von der in den ihnen vorhandenen Luſt herruͤhrt, welche die Sonne ih gaͤnzlich heraus: eht, ſobald ſie nicht durch die Vegeta⸗ iin tion erſetzt werden kann. ſe Man gieße erſt ein gewoͤhnliches Taſchenuhrglas 8 voll Waſſer, nehme drauf ein Hohlglaͤschen, dergleichen 1 man uͤber die Mianiaturgemaͤlde in den Ringen zu le⸗ in gen pflegt, fuͤlle es in dem erſten ganz voll Waſſer und di lege alsdann zwiſchen beide ſo mit Waſſer angefuͤllte ri⸗ Glaͤschen ein Stuͤkchen von einem Blatte und zwar ins ſii Waſſer. Dieſe Vorrichtung bringe man unter ein Ver⸗ bun groͤßerungsglas, und laſſe die Sonne darauf fallen; ſo denn wird man, ſogar ſchon durch die dritte Linſe eines Dol⸗ eig londſchen Vergroͤßerungsglaſes, in dem Augenblicke, 14 da das Stuͤcken vom Blatte hinein gelegt iſt, die Luft Pm aus dem innern Zellgewebe des Blattes heraustreten un. ſehen. Auch läͤßt ſich dieſe in den Blaͤttern befindliche Innd Luft ausdruͤcken und wenn dieſe Operation unter meinen deni mit Waſſer gefuͤllten Glocken angeſtellt wird, ſo laͤßt ſie nn,d ſich auffangen und ihre Menge meſſen. V 3 3 4.. wach Dieſe Verſuche duͤnken mir entſcheidend zu ſen. Va Man kann nicht ferner zweifeln, daß die Blaͤtter dff eine ihnen eigne uft enthalten, wenn man ſie von der rusge Pflanze, zu welcher ſie gehoͤren, trennt, und daß wih dn? jeſe Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛec. 23 et Ka⸗ dieſe Luft von dem Waſſer, in welchem die Blaͤtter dene,) gezwungen werden, ſie fahren zu laſſen, gaͤnzlich unabhaͤn⸗ delche gig ſei. Indeſſen kann man doch auch nicht in Abrede Waſet ſeyn, daß die ins Waſſer gelegten Blaͤtter einen Theil ihrer harte, Lufraus dem Waſſer in ſich ziehen, weil ſie an der Sonne um in die ſo viel Luft mehr geben, als das Waſſer, in dem ſie ſich ank es beſinden, mehr damit uͤberladen iſt und im Gegentheil utlich, um deſto weniger, je mehr das Waſſer, in dem ſie an der eblaſe⸗ Sonne ſtehen, deſſen beraubt iſt: Allein man muß ifiſche auch geſtehen, daß dieſe von denen im Waſſer liegenden ziſiſche Blaͤttern eingezogene Luft, von ihnen iſt verarbeitet wor⸗ der in den und daß ſie in ihnen circulirt(circuler) hat, eh ſie von Sonne ihnen ausgetrieben ward: uͤberdies, druͤkt man die in egeta⸗ einem Blatte vorhandene Lift heraus und faͤngt ſie, um ſie zu meſſen, unter einer Glocke auf; ſo wird man bald wahrnehmen, daß das Blatt durch dieſes Verfahren tolas weit weniger Luft gibt, als wenns unterm Waſſer dazu ichen gezwungen wird; dieſer Unterſchied iſt bisweilen ſehr be⸗ zu ler traͤchtlich, ſteht aber allemal mit der Menge der fixen r und Luft, die das Waſſer aufloͤßt, im Verhaͤltniſſe. Ver⸗ cüͤllte ſchließt man endlich an den Blaͤttern einige von den Oef⸗ ir ins nnungen, durch welche die Luft aus dem Waſſer ins Blatt Ver⸗ treten kann, als das Ende vom Stiel, mit ein wenig n; ſo Siegellack oder beſtreicht eine von ihren Oberflaͤchen Dol⸗ mit einem duͤnnen Mehlkleiſter oder mit etwas andern; glice, ſo vermindert man alsdann gar ſehr die Menge der un⸗ luſt term Waſſer aus den Blaͤttern herausgehenden Luft, weil treten man die Menge der zuft, die in die Blaͤtter treten konnte, dliche vermindert. Endlich empfangen auch die Waſſerpflan⸗ einen zen, die ſonſt viel Luft geben, keine als nur aus dem ßt ſie Waſſer, das ſie bedekt und das den Boden, worin ſie wachſen, waͤſſert. Sonach ſcheint erwieſen, daß das ſen. Waſſer den Blaͤttern wenigſtens einen Theil von der läͤtter auft mittheilt, welche ſie geben, wenn ſie der Sonne un der ausgeſetzt ſind, und vielleicht wird in der Natur die in nicht den Blaͤttern vorhandene Luft theils durch die fixe Luft dieſ B 4 gr⸗ —--—— 8‧8‧8‧88öö8öͤöͤöͤöͤö—ö—ö—ödöböbdöböͤöböböbbͤſſ— 24 Erſte Abhandlung. erzeugt, welche in dem in unſrer Atmosphaͤre ſchwim⸗ 2 menden Waſſer aufgeloͤßt iſt, und die, wie Herr Bon⸗ ſa ner darthut, von den Pflanzen mit ſo vieler Kraft ein⸗ 3 gezogen wird, theils auch durch das luftſchwangere(airée) b ma Waſſer, das ſich mittelſt des Saftes durch alle Theile der enti Pflanze verbreitet. ſimt 4 turhen Dritte Frage. eum 6. Iſt dieſe Luft, welche die unter dem Waſſer din der Sonne ausgeſetzten vegetirenden Blaͤtter her⸗ dc vorbringen, eine Wirkung der Sonne, ais eines um leuchtenden Koͤrpers oder iſt ſie wohl eine Wirkung der Sonne auf die Blaͤtter, als eines 3 erwaͤrmenden? 2 am led Um verſichert zu ſeyn, die bloße Einwirkung des hem Sonnenlichts ſei die Urſache des Heraustretens der Luft,)de wenn Blaͤtter, unter Waſſer in meinen Glocken an dn die Sonne geſtellt werden, ſo muß man erweiſen; ſähen 1) daß die Waͤrme ohne Licht dieſe Wirkung zu erzeu⸗ inen gen nicht vermag. 2) Daß in Abweſenheit des dichts, dn, 3 die vegetirenden unterm Waſſer liegenden Blaͤtter, die feſen Luft, welche ſie enthalten und die das Waſſer ihnen mit⸗ iinem theilen kann, gar nicht fahren laſſen. Und dann 3) daß deN die unmittelbare Einwirkung des Sonnenlichts auf die d vegetirenden unterm Waſſer in den Glocken einge⸗ dmr ſchloſſene Blaͤtter in allen Faͤllen, von dem Heraustre⸗ dnſe ten der in den Blaͤttern gegenwaͤrtigen uft begleitet dn ſt. b n Dieſe Verſuche ſind ziemlich delikat, und, erfodern“, um richtig angeſtellt zu werden, viele Behutſamkeit. B. Ich trage daher kein Bedenken, ſie umſtaͤndlich zu be⸗ von ſchreiben, weil ich hoffe, daß man ſie wiederholen wer⸗ lch de und weil ich wunſche, daß auch andre ſehen moͤgen, ma was ——8.———— Vom Einfluße des Sonnenlichtsꝛc. 25 ſchwim⸗ was ich ſah. Man wird auch gewis dahin gelangen, 8 ſobald man nur den Weg betritt, den ich zeigen werde. ein⸗ (airee) Zuvoͤrderſt muß man ſorgfaͤltig alles vermeiden, eile der was zur Entwickelung eines luftartigen Dampfes Gele⸗ genheit geben kann, der von fremdartiger Beſchaffenheit iſt mit jenem, welchen geſunde Blaͤtter von Natur her⸗ vorbringen, wenn ſie unter Waſſer der Einwirkung der Sonne blosgeſtellt ſind. So erzeugen zum Beiſpiel Jgaſſer Blaͤtter, die gaͤhren oder ſogar nur erſt zu gaͤhren an⸗ her⸗ fangen, eine mephitiſche Luft, die man aber nicht fuͤr eine eines durch Einwirkung des Sonnenlichts auf lebendige Pflan⸗ kung zen entwickelte Luft halten darf. Zu Vermeidung dieſer Unbequemlichkeit muß man alſo, 1) Blaͤtter waͤhlen, die vollkommen geſund und von lebhaftem Wachsthume Fnd. Der geringſte faule des Flecken wuͤrde Irthum in den Reſultaten erzeugen. uſt, 2) Die Blaͤtter in reinem Waſſer abſpuͤlen, um allen n an dran klebenden Schmutz, darauf wohnende In⸗ iſen; ſekten und die an ihrer Oberflaͤche haͤngende Luft von rzeu⸗ ihnen abzuſchwemmen. 3) Alle ſolche Blaͤtter ausmer⸗ ichs, zen, auf welchen Inſekten Eier gelegt oder die ſie ange⸗ die freſſen und beſchaͤdigt haben. 4) Nur Ein Blatt zu mit⸗ einem Verſuche unter die näͤmliche Glocke legen, weil )daß die Neigung zur Faͤulnis um deſto geringer iſt, je klei⸗ f die ner die Maße der Blaͤtter iſt. 5) Das Blatt, mit inge⸗ dem man einen Verſuch macht, nur ſehr kurze Zeit in gtre⸗ demſelbigen Waſſer liegen laſſen, weil das Waſſer, in⸗ leitet dem es die des Ausziehens faͤhigen Theile(parties ex- tractives) aufloͤßt, mehr Neigung zur Faͤulnis erhaͤlt. dern, Auch muß man noch in Obacht nehmen, daß die nkeit. Blaͤtter, welche in reichem Maaße Luft geben, wie die u be⸗ von der großen Hauswurz und der Jakobsblume, ziem⸗ wer⸗ lich viel Luft ſelbſt in dem Augenblicke fahren laſſen, da gen, man ſie dem Verſuche unterwirft und daß dieſe Luft ge⸗ was B 5 mei⸗ — 26 Erſte Abhandlung. meiniglich von dem zerrißenen Theile, als am Ende des 1 R Stiels herausgeht, ſo daß wenn man wartet, bis dieſe lſf 0 Luft, welche ſich ſchnell vom Blatte loßreißt, ſich von eVü ihm entfernt habe, die Blaͤtter alsdann gewiß im Dun⸗ ternt keln keine Luft geben werden. din Ob waͤhrend des Verſuchs eine Gaͤhrung entſtanden nd ſei davon kann man ſich durch Betrachtung des Waſſers dunn, uͤberzeugen, denn dieſes verliehrt alsdann ſeine Durch⸗ Nun ſichtigkeit, wird truͤbe und uͤbelriechend, ſelbſt die in V te I ſolchem Falle entwickelte Luft perle und braucht eine ziemlich ig lange Zeit um ſich in große Blaſen aufzuloͤſen und in rien eine zuſammenhaͤngende Maſſe zuſammen zu laufen. Müte, Wir wollen nun unſre Unterſuchungen weiter ver⸗ bn Se. Si uersi folgen und ſehen gru 1) Ob die bloße Waͤrme ohne Licht, auf die Oonnenl Erzeugung der Luft, welche die Biaͤrter fahren w ot laſſen, wenn ſie unterm Waſſer der Einwirkung Paſer des Sonnenlichts ausgeſett ſind, Einfluß habe? nun dir Dies zu erfahren, war leicht, man durfte nur denen im Gdcen Waſſer liegenden Blaͤttern eine Waͤrme mittheilen, die Pind, jener, welche ſie im Sommer, unter Waſſer an der rctt Sonne ſtehend, annehmen, beinahe gleich iſt. Dieſer⸗ nit i wegen ſtellte ich eine mit Waſſer angefuͤllte Glocke, in die ich zugleich ein Pfirſichblatt that, auf eine Unterſetz⸗ 9 ſchaale und ſetzte darauf die ganze Geraͤthſchaft in eine tn d tiefe zinnerne Schuͤſſel, die ganz voll Waſſer war und Fan erwaͤrmte ſie allmaͤhlig bis mir das Reaumurſche dul Thermometer eine Waͤrme von 40. Grad anzeigte. Ich hatte dieſes Werkzeug unter meinen an der Sonne ſte⸗ 9 henden Glocken faſt bis auf 38 Grade ſteigen ſehen. In vn dieſer kuͤnſtlicheen Waͤrme ließ ich meine Glocken 3 Stun⸗ n den lang im Finſtern ſtehen. Das unter der Glocke mit gemeinem Waſſer liegende Pfirſichblatt gab mir 73 mei⸗ zu nes Maaßes uft, und ein anderes, das auf gleiche Art 6 in ein mit ſixer Luft geſaͤttigtes Waſſer gethan worden, dn 1. ——————— ʒ— Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 27 Ende de Maaß derſelb Das gemeine Waſſer ohne Blatt is duſe 1. Maa z derſelben Daͤt gemeine Wo ſſer ohne Blatt, ſih de ließ faſt 1⸗ Maaß und das bloße, mit ſixer Luft geſaͤttig⸗ 3 te Waſſer ½ Maaß Luft fahren; allein alle dieſe auf ſol⸗ m Dune che Art entwickelte Portionen von Luft wurden nach Ver⸗ lauf einiger Stunden ungemein vermindert, ein Be⸗ tſtanden weis, daß ſie nicht von der naͤmlichen Beſchaffenheit Waſſers waren, als jene durch Einwirkung der Sonne aus den Durch⸗ Blaͤttern herausgezogene Luft, auch war ihre Quantitaͤt, t die in ohne Vergleich, weit geringer, als die man durch Ein⸗ G ziemüich wirkung der Sonne wuͤrde erhalten haben. Auf der. und in andern Seite war der Luft aus dem bloßen Waſſer ohne fen. Blaͤtter, weit mehr, als ſich davon durch die bloße Ein⸗ wirkung der Sonne entwickelt. Die Waͤrme des ter ver⸗ Feuers iſt ohne Zweiſel wirkſamer, die Luft aus dem Waſ⸗ ſer zu jagen, als die unmittelbare Einwirkung des ff die Sonnenlichts. Man muß aber den Umſtand nicht aus ahren der Acht laſſen, daß da bei dieſen Verſuchen dieſes bloße kung Waſſer ſoviel Luft gab als jenes, in dem das Blatt lag, habe? man daraus den Schluß folgern muß, daß die in den nen im Glocken, worin ſich das Waſſer mit dem Blatte zugleich n, die befand, entbundene Luft, ganz allein als eine ſolche be⸗ an der trachtet werden muß, die aus dem Waſſer aufſtieg und Hieſer⸗ nicht im Blatte circulirte. ke, in terſetz⸗ Nach eben dem Verfahren unterwarf ich ein Blatt n eine von der Hauswurz der Einwirkung der Waͤrme des r und Feuers. Ich brachte es unter eine von meinen Glocken, rſche die voll gemeines Waſſer war. Eine andre fuͤllte ich Ich blos mit gemeinem Waſſer an und theilte alsdann beiden e ſte⸗ eine Waͤrme von 600. mit, aber in beiden Glocken . In betrug die Luft, welche entbunden ward, nur 13 Maaß, Stun⸗ da doch dieſes Blatt eins von denen iſt, das in Bezie⸗ fe mit hung auf ſeine Oberflaͤche die meiſte Luft ausſtoͤßt, denn mei⸗ ein aͤhnliches dergleichen, gab mir an der Sonne und in e Art einer Waͤrme von 330, binnen 4. Stunden 3. Maaß den, einer ausnehmend guten uft. Es folgt noch aus die⸗ 1. ſem —— 28 Erſte Abhandlung. 2. 8 2„„ dtiien ſem Verſuche, daß das naͤmliche Weſſer beſtaͤndig beinahe ni dieſelbige Meng Luft hervorbringt, welches dann noch buͤn⸗ kenr diger beweißt, daß dieſe alsdann entbundene Luft blos ſi, n Luft aus dem Waſſer iſt, zumahl da ſie faſt immer die naͤm⸗ Nung lichen Eigenſchaften zeigt, und auch, gleich der vorigen, rann von dem Waſſer, uͤber dem ſie ſteht, bald großen Theils Lhn verſchlukt wird. hir Auch habe ich noch zu bemerken Gelegenheit gehabt, G ränn daß wenn die Blätter auf gedachte Art eine Waͤrme von 500. au geſtanden haben, ſie dann weiter keine Luſt Sm de ausſtoßen, wenn man ſie unter Waſſer dem Sonnen⸗ igr du lichte ausſetzt, ſie ſchwimmen auch nicht weiter auf dem Finüe Waſſer und die Blaͤschen des innern Zellengewebes ſind nde üh von Luft leer. Wo iſt denn dieſe Luft hingekommen 2 nügen j Ich vermuthe, dieſe Waͤrme fange ſchon an die Auſloͤ⸗ tn lſt ſung der Pflanze zu bewieken, dies habe Einfluß auf ſtaimd die Luft und das Phlogiſton, welches ſich mit der reinen Rrdat luft der Pflanze verbindet, verwandele ſie in fixe; dann ii hu, wird dieſe Luft, die in ganz kleinen Blaͤschen nach und de Men nach aufſteigt, vom Waſſer verſchlukt, das wegen des nr ume Umfangs ſeines Volumens deren noch weit mehr ver⸗ benen ſchlucken koͤnnte; oder ſie verbindet ſich, wenn ſie de⸗ Hob phlogiſtiſirt herausgeht, leicht mit dem Waſſer, eine gaße A Erfahrung, die der Abt Fontana machte. ullnſ Dem ſei wie ihm wolle, ſo folgt aus dieſen beiden ns, Verſuchen deutlich, daß die bloße bis zum 600. erhoͤhete tanhe Waͤrme des Feuers aus dem ihrer Einwirkung ausge⸗ iiethe ſetzten Waſſer einige Blaſen firer Luft heraustreibt und mi daß ſie die reine Luft, die durchs Licht aus den Pflanzen un getrieben wird, auf welche es ſeine Strahlen wirft, aus 4 den, in dieſem Waſſer liegenden Blaͤttern nicht wuͤrde dit entbinden koͤnnen. tur darſte 2) Nachdem erwieſen worden, daß die bloße Wir⸗ V d kung der Waͤrme des Feuers die Luft, welche die ve de ve⸗ 4— —————BB—B—P———QB——— 1—— Vom Einfluße des Sonnenlichtsꝛc. 29 beinahe vegetirenden Blaͤtter austreiben, wenn ſie unter Woſ⸗ och buͤn⸗ ſer der unmittelbaren Einwirkung der Sonne ausgeſetzt zuuft blos ſind, nicht hervorzubringen vermag; ſo iſt nun weiter die nim zu unterſuchen, ob beim Wangel des Lichts die vorigen, vegetirenden Biaͤtter, im Waſſer liegend, die n Theils Auft, welche ſie enthalten, nicht fahren laſſen? Hier muß man beſonders ſeh ſorgfaͤltig die aus den gehabt, verdorbenen Blaͤttern durch die Gäͤhrung entwickelte Luft Waͤrme von jener unterſcheiden, welche die Blaͤtter ausſtoßen, ine Luſt wenn die Sonne ſie dazu reizt. Dieſem Mangel gehoͤ⸗ Zonnen, riger Aufmerkſamkeit iſt es, wie ich nicht zweifle, zu⸗ duf dem zuſchreiben, daß man die MNatur und die Pflanzen hat des ſind in den uͤbeln Ruf bringen und ihnen das gefaͤhrliche Ver⸗ men? moͤgen zuſchreiben wollen, als wenn ſie des Nachts Außo. eine Luft austrieben, die durch ihre ſchaͤdlichen Eigen⸗ auf ſchaften die Reinigkeit unſter Atmosphaͤre verminderte. reinen Die Natur will durch die Thatſachen, die ſie mir ge⸗ dann zeigt hat, ſich ſelbſt raͤchen und uns ſiets beweiſen daß h und die Menge ihxer wohlthaͤtigen Verhaͤltniſſe mit uns deſto en des mehr zunehmen wird, je mehr wir ihre weiſen und erha⸗ t ver⸗ benen Wirkungeu erforſchen werden. ſie de⸗ Habe ich auf einen Theil meiner Unterſuchungen eine große Aufmerkſamkeit verwendet, habe ich um einer willen ſehr viele Verſuche angeſtellt, haͤufig wiederhohlt und ſie, ſo viel mir in zwei Sommern moͤglich geweſen, beiden veraͤndert, ſo iſt es ohnſtreitig die gegenwaͤrtige. Sie haͤhete intereßirte mich durch ihre Neuheit und Sonderbarkeit usge⸗ und ich muß hinzuſetzen, daß, da meine Reſultate ganz t und von denen abweichen, welche Andre, die dieſe Materie anzen bearbeiteren, erhalten, ich lange Zeit in Zweifel ſtand, „aus ob ich meinen Augen, meinen Werkzeugen, ja der Na⸗ wuͤrde tur ſelbſt, die mir das Gegentheil ſagten, traueu durfte. Pir Der erſte Verſuch, der ſich dem Verſtande darbot, he die war der, vegetirende Blaͤtter die Nacht hindurch 38 m ve⸗ 30 Erſte Abhandlung. V . dem Waſſer in meinen Glocken liegen zu laſſen und das Reſultat davon abzuwarten. Ich legte daher ein voll⸗ V qin kommen geſundes Blatt unter eine mit Waſſer ange⸗ dät mi fuͤllte Glocke. Ich waͤhlte cheils Blaͤtter, welche die V Ehi meiſte, theils ſolche, welche die wenigſte Luft geben. vrtr c Nachdem ich ſie abgewaſchen hatte, wurden einige Eue, u Glocken frei ins bleiche Sternenlicht veſtellt, andre aber ach unte unter Geſchirre aus Fayance, um die Finſternis noch zu ruünich verſtaͤrken. Einige derſelben befanden ſich die Nacht füemnz uͤber in einer Waͤrme, in der das Thermometer Abends bat dn um 10. Uhr auf 190. ſtand und des Morgens war ſie— 9 noch 160. Ich habe aber nicht bemerkt, daß dieſe 1 Blaͤtter jemahls irgend eine Art von Luft gegeben haͤtten, nden und geben ſie keine im Dunkeln, da ſie am lebhafteſten tid waren, ſo werden ſie auch hernach keine austreiben, wenn tut das Waſſer anfaͤngt, ſie aufzuloͤſen oder es wuͤrde die dame Luft, welche ſie geben moͤchten, alsdann fixe und das natuͤrli⸗ Uinte, da che Produkt des erſten Grades der Gaͤhrung ſeyn, auf deren Vſben, d Entwickelung weder das Sonnenlicht, noch deſſen Man⸗ tichieden gel irgend einen unmittelbaren Einfluß haben koͤnnten. iinoder J Sollten denn aber jene Blaͤtter, welche die Nacht luun hindurch unterm Waſſer keine Luft geben, derſelben viel⸗ rfwena leicht beraubt ſeyn? Dies zu glauben, ſind meiner Ver⸗ LAnanl ſuche zuviel und uͤberdies gaben die naͤmlichen Blaͤtter, ade gſß die, ſo lange ſie im Finſtern ſtanden, gar keine Luft aus- tin Um ſtießen, deren welche, wenn ſie der Einwirkung des V rinichn Sonnenlichts blos, geſtellt und durch kleine Stoͤße der i Ga Sonnenſtrahlen dazu gereizt wurden. V 3 ſe Dieſen Verſuch habe ich am hellen Tage wieder⸗ V Vann hohlt und durch Geſchirre aus Fayence, die ich uͤber die V dleud Glocken ſtuͤrzte, eine kuͤnſtliche Nacht gemacht; all in Eimi ich habe nicht wahrgenommen, daß die Dunkelheit auf dnend irgend eine Art die Erzeugung der kuft beguͤnſtigt hätte; düft,o ja ich habe dieſe Nacht 18. Stunden lang uͤber Baum⸗ Rſn blaͤttern, im Waſſer unter den Glocken liegend, fert⸗ u dauern V Vom Einſluße des Sonnenlichtsꝛc. 31 nd das dauern laſſen, und doch iſt aus dieſen Blaͤttern nie nur volr eine einzige uſtblaſe zum Vorſchein gekommen, ob ich 40 N7 gleich verſchiedenemahle das Waſſer erneuerte. he d 4 Endlich legte ich aͤhnliche Blaͤrter von der Hauswurz einige unker Glocken voller Waſſer„ ſtellte einige ſrei in die te aber Sonne, und dieſe gaben viel Luſt, andre hingegen, die och zu auch unter Glocken mit Waßſer und ebenfalls auf Nacht der naͤmlichen Stelle in der Sonne, aber mit Fayence⸗ lbends geſchirren zugedekt, ſtanden, auch nicht Eine Luſtblaſe, dar ſe obgleich das Thermometer unter den Fayencegeſchirren dieſe auf 290. geſtiegen war. Sobald aber die Glocken airen aufgedekt und die Blaͤtter von der Sonne getroffen niſten wurden, ſtießen ſie die Luft aus, woran ſie die Umſtaͤn⸗ Gehn de verhindert hatten. die Da man aber vielleicht auf den Gedanken verfallen arli⸗ koͤnnte, daß der Zuſtand der Blaͤtter, die an der Pflan⸗ eren ze ſitzen, vom Zuſtande der abgeſchnittenen Blaͤrter un⸗ Nan⸗ terſchieden ſei, ſo habe ich Sweige von der kieinen Pro⸗ n. vinz oder Mairoſe(Aoſa provincialir Linn Le Roſier 1 de Bourgogne,) die an ihrem Seocke blieben, ferner acht nahaneinanderſtehende Blaͤtter von der Kapuzinerkreſſe diel⸗(Tropaeolum majur Linn. La Capucine) ebenfalls Ver⸗ an der Pflanze bleibend und Blaͤtter von der ſchmalblaͤt⸗ ttet, trigen Ulme(Mmus ſativa Linn. L'Ormeau) von dem aus⸗ naͤmlichen Aſte, nicht minder an ihren Zweigen ſitzend, des unter Glocken mit Waſſer gebracht und von dieſen eini— der ge der freien Einwirkung der Sonne ausgeſetzt, andre aber ganz nahe dabei mit Fayencegeſchirren bedekt, allein die der⸗ Natur weigerte ſich hartnaͤckig, ihren Gang zu gehen, die alle an die Sonne geſetzte Blaͤtter gaben ſogleich ihrer gein Einwirkung nach und trieben alle Luft aus, aber alle, auf denen das Sonnenlicht entzogen war, hielten mit dieſer rtez Luft, welche die andern Blaͤtter doch ſo willig fahren um⸗ lieſſen, beſtaͤndig zuruͤck. Ich trieb dieſe Verſuche ſo⸗ fert⸗ gar noch weiter. Da ich bemerkt hatte, daß die Blaͤt⸗ tern rer, ——— W 3²2 Erſte Abhandlung. G„ Grſe G ter, unter den Glocken, die mit Waſſer, welches ich 3 mit ſixer Luft geſaͤttigt hatte, gefuͤllt waren, eine weit ea betraͤchtlichere Menge Luft gaben, wenn ſie auf dieſe d li Art an die Sonne geſtellt wurden; ſo war ich doch be⸗ ngr gierig zu wiſſen, was denn mit dieſen Blaͤttern vorge⸗ büie hen wuͤrde, wenn ſie in dieſem Zuſtande, mit Fayence⸗ 3 4 geſchirren zugedekt, in die voͤllige Sonnenwaͤrme ge⸗ en bracht wuͤrden Bis dahin hatten ſie noch gar keine Dm 4 luft ausgetrieben, ſie gaben auch weder in der natuͤrli⸗ Lifni chen noch in der kuͤnſtlichen Nacht welche, hingegen ſo⸗ ſiit, un gleich, als die Sonne ſrei auf ſie wirken konnte. tict n Waſſerpflanzen gaben mir dieſelben Reſultate. Ich luſſ habe alle dieſe Verſuche mit verſchiedenen Arten des dün, Armleuchters(Chaca), des Federballs(Myriophyllon), mmürd da des Saamkrauts(Potamogeton), und der Waſſerlinſen aggeict, (Lenma Linn. Lentilles de marais) wtederhohlt und in dih mit Vergnuͤgen bemerkt, daß das Licht mit eben ſo vie⸗ lünnga ler Kraft in der Tiefe des Waſſers wirkt, als auf dem dſſe d Teppich unſrer Wieſen und daß die Pflanzen, gewiſſer⸗ dh Veru maßen ſo wie wir, in der Dunkelheit der Nacht ru— unmen,i hen. Interm Va Ich kann nicht verhehlen, daß ich zwei bis dreimal luh n aus Spinatblaͤttern, die im Waſſer unter meinen Glocken Gäen lagen und mit den Fayencegeſchirren uͤberdekt, in der Kar Sonnenwaͤrme ſtanden, eine ziemliche Menge Luft er⸗ en a halten habe, und daß dieſe ehr ſchlecht war Ich nahm ſi, dmd aber auch bald wahr, daß dies blos daher ruͤhrte, weil um dit die Waͤrme die Gaͤhrung dieſer zarten Blaͤtter beſchleu⸗ niiſer nigt hatte, denn andre dergleichen Spinatblätter, dhad welche ich nicht in die Sonnenwaͤrme, ſondern in den nietdg Schatten unter Waſſer in Glocken, mit Fayencegeſchir⸗ Vernut ren zugedekt, geſetzt hatte, hatten gar keine ausgeſtoſ⸗ dihtsd ſen. Ueberdies roch das Waſſer, worin die erſten derhen Blaͤtter gelegen hatten, uͤbel, es hatte ſich auch getruͤbt. hen ſoll Dabei bekam ich Gelegenheit zu bemerken, daß man dn nam die ſe 8 8 4 8— ———————]——— Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 33 ſches ich dee Erſcheinung immer beobachtet, wenn man die ne weit Blaͤtter der zaͤrteſten Pflanzen und die ſchnell gaͤhren, eini⸗ auf deeſe ge Stunden lang in eine lang anhaltende und ſtarke Waͤr⸗ doch be. me bringt, nie aber nimt man ſie wahr, wenn man zu vorge⸗ dieſen Verſuchen, Blaͤtter von Baͤumen, Straͤuchern, ja Fayence⸗ ſogar von Gewaͤchſen nimt, deren ſeſteres Gewebe ſie rme ge⸗ langer vor der aufloͤſenden Kraft des Waſſers bewahrt. r keine Dann kommt die uft im Dunkeln nicht zum Vorſchein, natuͤrli⸗ als erſt nach mehrern Tagen, wenn die Gaͤhrung ſich ein⸗ egen ſo⸗ ſtellt, und die welche ſich alsdann entwickelt iſt ganz ſchlecht, wie eine Gaͤhrungsluft. . Ich Auſſerdem iſt auch noch anzumerken, daß ſolche en des Blaͤtter, welche unter Waſſer im Finſtern geſtanden ha⸗ vloo), ben und dabei viele Stunden lang einer ſtarken Waͤrme ausgeſetzt geweſen ſind, an der Sonne eine Luft austrei⸗ ni ben, die bisweilen ſchlecht iſt und einen Anfang der dvie⸗ Gaͤhrung anzeigt; dieſe verraͤth aber auch alsdann das jdem Waſſer durch den angenommenen Geruch und durch uiſer⸗ den Verluſt ſeiner Klarheit. Dieſen Fall ausge- zt ru⸗ nommen, iſt die Luft, welche man aus Blaͤttern, die unterm Waſſer im Finſtern gelegen haben, erhaͤlt, wenn man ſie ans Sonnenlicht bringt, wenigſtens eben ſo gut, eimal als die atmosphaͤriſche. 8 baee Kurz, es iſt ſogar nicht wahrſcheinlich, daß die im . er⸗ Finſtern aus den Blaͤttern heraustretende Luft ſchlecht hn ſei; denn da die, ſo man bei der Nacht aus den Bläͤt⸗ ühe tern druͤkt ſo gut als die natuͤrliche iſt, ja da ſie gewis 3 noch beſſer ſeyn wuͤrde, waͤre man im Stande, ſie durch llen Behandlungen zu erhalten, welche ſie nicht verduͤrben, tie⸗ wie ich zu glauben Urſache habe; ſo iſt kein Grund zur 89 Vermuthung vorhanden, warum die Beraubung alles 16 Lichts die Luft bei ihrem Austritte aus den Blaͤttern ver⸗ eſoſ derben ſollte, im Fall einige in der Dunkelheit herausge⸗ een hen ſollte, weil die Blaͤtter ſich alsdann gaͤnzlich in rie den naͤmlichen Umſtaͤnden befinden. 34 C Da⸗ dieſe ——— 34 Erſte Abhandlung. Daher glaube ich den ſichern Schluß machen zu jn 0 koͤnnen, daß im Finſtern oder beim Mangel des Lichts mrofn gar keine Luft aus den vegetirenden Blaͤttern, die kt d0 unterm Waſſer in meinen Glocken liegen, heraustritt, fferbot⸗ wofern nicht dann ſchon die Gaͤhrung auf ſie wirkt. 3) Nun ließe ſich ſchon behaupten, daß die freie ſte bet Einwirkung des Sonnenlichts auf die vegetiren⸗ ſndn S den Blaͤtter, die im Waſſer unter den Glocken ptir dem eingeſperrt ſind, allezeit von dem Austritte der Stärke Luft, welche ſie anfuͤllt, begleitet iſt. Allein m Einwe man muß ſich bei Erforſchung der MNatur nicht uͤberei⸗ Unkände len, wir vermindern unſer Vergnuͤgen, wenn wir un⸗ ijceßt ſern Umgang mit ihr abkuͤrzen und unſre eingeſchraͤnk⸗ 6 eten ten Vorſtellungen an die Stelle der weiten Auſſchlaͤße denze ſetzen, die ſie uns⸗immer zu gewaͤhren vermag. zanin ſ Ich kann hier nur die Reſultate einer ſehr betraͤcht⸗ täihnen lichen Menge von Verſuchen anfuͤhren, alle aber laufen Khäten,w darauf hinaus, daß ſie den ſchnellen und beſtaͤndigen ſs ded Ei fluß des freien Sonnenlichts auf alle vegetirende indet Blaͤtter von Pflanzen, die unterm Waſſer der Einwir⸗ B kung deſſelben ausgeſetzt ſind, beweiſen. Dieſer Ein⸗ ac fluß erſtrekt ſich bald mehr bald weniger auf die vegeti⸗ nird renden Blaͤtter der Kraͤuter, Baͤume und Straͤucher mn ſowohl der in den heiſſeſten Laͤndern einheimiſchen, die R, l man in unſern Gegenden erzieht, als der in den kaͤlteſten 1 ſlſe Erdſtrichen wachſenden, beſonders aber auf die Raſen⸗ ünn plaͤtze unſrer hoͤchſten Alpen, desgleichen auf die Blaͤt⸗ rn ter der Waſſerpflanzen, ſie moͤgen unterm oder uͤberm ſzait Waſſer wachſen. Ich bin weit entfernt, zu behaupten, Knnen daß ich mit den fuͤnf und zwanzig tauſend Arten von tüneſe Weſen, die das Pflanzenreich, ſo weit wirs kennen, ts ausmachen, Verſuche angeſtellt haben ſollte, aber doch ne enh kann ich verſichern, daß unter allen den Pflanzen, die me de mir zu meinen Verſuchen dienten, ich nicht eine, nein, Gloce nicht eine einzige ſand, die nicht dieſem unveraͤnderli ds W chen in end 2————— „—————— Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 35 nachen—.. des d chen Geſetze, das der Schoöͤpfer in ſie legte, un⸗ kern, die terworfen war und die nicht das Verhaͤltniß, welches W/ Er auf beſtaͤndig zwiſchen ihr und der Sonne feſtſetzte, raustri— in offenbart haͤtte. irkt. die fie Was mir noch dieſen Satz zu bekraͤftigen ſcheint, egetiren⸗ iſt die beſtaͤndige Erfahrung, daß die aus jedem vege⸗ Glock tirenden Blatte, das der freien Einwirkung der Sonne ere der unter dem Waſſer ausgeſetzt iſt, aufſteigende Luft, mit Alein der Stärke des freien Sonnenlichts und der Dauer ſei⸗ 9, ner Einwirkung auf das Blatt,— wenn ſonſt alle t überei⸗ Umſtaͤnde die naͤmlichen ſind,— beſtaͤndig im Verhaͤlt⸗ wir un⸗ niß ſteht: doch iſt zu merken, daß dieſer Satz nur in geſchraͤ⸗ den erſten zwei ober drei Stunden des Verſuchs in die⸗ uſſchläße ſer ganzen Allgemeinheit richtig iſt, weil die Blaͤtter alsdann noch ein Vermoͤgen zu vegetiren beſitzen, wel⸗ bekraͤcht⸗ ches ihnen wahrſcheinlich, unaufhoͤrlich neue Luft zu ver⸗ r laufen arbeiten, verſtattet, und weil die Einwirkung des Waſ⸗ gaͤndigen ſers die Organiſation der Blaͤtter noch nicht weſentlich getirende veraͤndert hat. Einwit⸗ Voll von dieſen Ideen, ſuchte ich die Grenzen der ſer Ein⸗ Staͤrke des Sonnenlichts zu beſtimmen, um die vegeti⸗ ie vegeti⸗ renden Blaͤtter, die unterm Waſſer in den Glocken la⸗ etraͤcher gen, zu zwingen, die Luft, welche ſie enthalten, fahren hen, die zu laſſen. In dieſer Abſicht verſchloß ich vegetirende kälkeſten Blaͤtter von unterſchiedenen Gattungen unter verſchiede⸗ Naſen⸗ ne mit Waſſer angefuͤllte Glocken. Von jeder Gattung je Blaͤt⸗ ſetzte ich eine der freien Einwirkung der Sonne aus und uͤberm eine, ebenfals von jeder Gattung, in ein durch das Zu⸗ haupten, ruͤkwerfen von einem ziemlich rothen Erdboden verſtaͤrk⸗ tten von tes Licht, wodurch das Waſſer in den Glocken eine Waͤr⸗ kennen/ me erhielt, die nur um 20. ſchwaͤcher war, als die Waͤr⸗ gber doch me des Waſſers in denen in voller Sonne ſtehenden zen, die Glocken, aber doch um 10. ſtaͤrker, als die Waͤrme ne, nein, des Waſſers in denen ins bloße Tageslicht geſtellten Glok⸗ landerli ken; endlich hatte ich auch eine Folge ſolcher mit Waſſer chen C 2 an⸗ 1 —COC———— 36 Erſſe Abhandlung. 1 angefuͤllten Glocken, in denen ebenfals dergleichen Blaͤt⸗ rt ter waren im Finſtern ſtehen. Man begreift bereits, ioiu daß dieſe letztern gar keine Luft gaben, die vom Tages⸗ drh W lichte erleuchteten eben ſo wenig, doch iſt mirs an ſehr lun i heiſſen Tagen begegnet, daß einige Luſtblaſen aufſtiegen. en In die Glocken, welche in dem mit dem zuruͤckgeworfenen mwaime Sonnenlichte verhundenen Tageslichte ſtanden, entband V riin ſich ziemlich viel Luft, aber doch ungleich weniger als in den üt, vom Sonnenlichte beſchienenen. Dieſe vier Reihen von mern Verſuchen wiederhohlte ich mit dergleichen Blaͤttern, aber bnankun unter Glocken, die mit einem mit fixer Luft geſaͤttigten h ſc Waſſer gefuͤllt waren, und erhielt aͤhnliche Reſultate, doch diſ mit dem Unterſchiede, daß in den beiden lezten Faͤllen lu ſich ungleich mehr Luft entband, welches auch natuͤrlich ge⸗ ſa ſchehen muſte, weil Blaͤtter, die ſich in einem mit fixer vorhal Luft geſchwaängerten Waſſer befinden, allezeit weit mehr ho Luft ausſtoßen, wenn das Licht in ſie wirkt, als die in gemeinem Waſſer liegenden. Einige Waſſe pflanzen haben mir bisweilen ohne Jöt Sonne Luft gegeben. Zerreißt man ſie, ſo ſieht ſi dle man die luft Stromweiſe herausfahren. Auf dieſe üheninn Weiſe habe ich im Februar welche aus ihnen erhalten; mein ha damahls ſtellte ich die Verſuche mit einer Gattung vom ſi mu Armleuchter(Chara) an. V 8 b 1 Dieſe Verſuche belehren uns, daß eine ganz geringe b D Verſtaͤrkung des Lichts an einem ſchoͤnen heitern Tage 8 ſchon hinreicht, einen Theil von der Luſt, welche die V lin Blaͤtter enthalten, aus ihnen herauszutreiben. V eun Endlich war ich doch auch begierig zu ſehen, ob ein b 1 jeder von den prismatiſchen Sonnenſtrohlen eine beſon⸗ V dere Wirkung auf die Blaͤrter aͤußern und ob ſie von 9 der vereinigten Wirkung des aus ſieben Strahlen, aus weſchen das Sonnenlicht beſteht, zuſammengeſetzten z Strahls verſchieden ſeyn wuͤrde. Zu Eeeſhnd ec m b weks b n Blaͤt. bereits, oges. an ſehr ſſtiegen. vorfenen entband es in den hen von rn, aber aͤttigten te, doch Faͤllen lich ge⸗ it frer mehr die in ohne ſieht dieſe halten; g vom geeringe Tage he die ob ein beſon⸗ ſie von n, aus eſetzten dieſes Zweks Vom Einfluße des Sonnenlichtsꝛc. 37 Zweke bediente ich mich der zuvorbeſchriebenen Geraͤth⸗ ſchaft und ſand, daß die Einwirkung des Sonnenlichts durch die deiden Seiten der Glasflaſche und das zwiſchen ihnen befindliche reine Waſſer in beiden Fallen beinahe dieſelbige war, doch erfolgte der Augenblik der Entbin⸗ dung im erſten Fall vielleicht ein wenig ſpaͤter, als im zweiten. War das dazwiſchen befindliche Waſſer roth gefaͤrbt, ſo war die Menge der Luſt aus den n Blaͤttern die unterm Waſſer in meinen Glocken lagen und der Einwirkung des rothen Strahls ausgeſetzt waren, ge⸗ ringer, ja, dann noch weit unbetraͤchtlicher, wenn das Waſſer, durch welches das richt durchfiel, violett ge⸗ faͤrbt wor. Mir ſollte es faſt ſcheinen, man koͤnne hier⸗ aus noch folgern, daß die Erzeugung der zuft beſtaͤndig in Verhaͤltniß der Staͤrke der Erleuchtung erfolge. 7. Beſondere Erſcheinungen. Ich bin weit entfernt, daß ich glauben ſollte, ich haͤtte alle die beſondern Erſcheinungen, welche aus der allgemeinen entſpringen, deren Wirklichkeit ich eben er— wieſen habe, geſammelt und koͤnnte die allgemeine Ur⸗ ſach davon angeben. Man muͤßte die Natur unter dieſem Geſichtspunkte erſchoͤpft haben, aber es ein jeder weiß, daß ſie in verſchiedener Ruͤkſicht unerſchoͤpflich iſt. Daher begnuͤge ich mich, hier nur einige beſondere Umſtaͤnde anzufuͤhren, die meine Auſmerkſamkeit bei meinen Unterſuchungen beſonders reizten, und die ich hier von drei Seiten betrachten will; 1) In Beziehung auf die Blaͤtter ſelbſt. 2) In Beziehung auf die erzeugte uft. 3) In Beziehung auf das Mittel(milieu), inner⸗ halb welchem dieſe Luft erzeugt und den Sinnen fuͤhlbar wird. C3 8. Be⸗ 38 Erſte Abhandlung. 8. Beſondrere Erſcheinungen, in Beziehung auf 10 die Blaͤtter. te latt v Nur dann kann unſer Verſtand einen Gegenſtand umfaſſen, wenn man ihn in Theile zerlegt. Ueber⸗ V 91 ſchaut er alle dieſe Theile mit Einem Blik, ſo iſt er bei V keinem zu verweilen vermoͤgend, er irrt von einem zum b andern und ihm entwiſcht das Ganze nebſt ſeinen Theilen. du Ich glaubte daher, ich muͤßte dieſe beſondern Erſchei⸗ im, d nungen nach den verſchiedenen wichtigen Beziehungen, eliſe die ſie mir darſtellten, unterſuchen. Hier ſind alſo die, n ſten welche mir die Blaͤtter darboten; V ſhngen e. Ich unterſuchte 1) wie die Luft aus den Blaͤttern, uihic die unterm Waſſer dem Sonnenlichte ausgeſetzt ſind, dod heraustritt. V innen; 2) Wenn alsdann die Luft auf den Blaͤttern zum tt hab Vorſchein koͤmmt und wenn ſie ſich von ihnen loßreißt. An dl 3) Ob beide Seiten der Blaͤtter die naͤmliche Eigen⸗ in har ſchaft beſitzen, Luft hervorzubringen, wenn ſie unterm dit Waſſer an der Sonne ſtehen. V n 3 un der E 9) Ob die an der Pflanze ſitzenden Blaͤtter eben ſo gäte wohl Luft abſondern, als die davon getrennten. vite d 5) Binnen wie langer Zeit die unterm Waſſer lie⸗ fätſen genden Blaͤtter Luft ausſtoßen, wenn ſie an der Sonne ltin ſtehen. iſindi 6) Ob die Blaͤtter in allen Umſtaͤnden ihres Lebens V Na Luft abſondern, wenn ſie unterm Waſſer der Einwirkung ym der Sonne unterworfen ſind. aa 7) Ob in Stuͤcken geſchnittene Blaͤtter ebenfals Luft h austreiben, wenn ſie unter Waſſer an der Sonne ſtehen. I 8) Ob man die Blaͤtter in einen Zuſtand verſetzen Npye kann, daß ſie Luft abſondern, ohne ſie der Sonne aus⸗ viche zuſetzen. Und nnei 4 9) end⸗ Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 39 ng auf 9) endlich, welches iſt der Theil des Blattes, der dieſe Luft unterm Waſſer ausſtoͤßt, wenn die Sonne aufs genſtand Blatt wirkt. Ueber⸗.— e et bii 9. Art, wie die Luft aus den Blaͤttern em zum heraustritt. 8 Die Art, wie die Luft aus den vegetirenden Blaͤt⸗ dungen tern, die unterm Waſſer der Wirkung des Sonnenlichts lſo die uͤberlaſſen ſind, heraustritt, und die Geſtalt ihrer Bla⸗ — ſen ſcheinen mir von der Organiſation der Blaͤtter ab⸗ zuhaͤngen; wenigſtens ſind dieſe Verſchiedenheiten ſehr ttern, anſehnlich und ſcheinen keine andre Urſache zu ha⸗ t ſind, ben, doch habe ich dieſes Geheimnis nicht ergruͤnden koͤnnen; folgendes ſind indes die Thatſachen, die ich be⸗ zum merkt habe. eißt. An allen Blaͤttern, an denen die Rippen(nervures) Eigen⸗ ſtark berausliegen, zeigt ſich die Luft gewoͤhnlich in der Ge⸗ jnterm ſtalt kugelrunder, bald groͤßrer, bald kleinrer Blaſen, deren Groͤße indes bis auf eine gewiße Grenze immer von der Staͤrke der Rippen beſtimmt wird, ſo daß die ben ſo groͤſten Blaſen an ſolchen Blaͤttern zu haͤngen ſcheinen, welche die ſtaͤrkſten Rippen haben, und zwar gegen die ſtaͤrkſten Rippen des Blatts zu. Dies kann man z. B. leicht an den Feigenblaͤttern wahrnehmen, an denen man beſtaͤndig die ſtaͤrkſten Blaſen, und dazu in weit groͤßrer Menge auf der untern Seite dieſer Blaͤtter, wo die bedens Rippen ſehr ſtark ſind, antreffen wird, da hingegen auf ickung der obern die Blaſen und die Rippen allezeit ſehr klein ſind. Is Luft 3 ſehen. Auch nimt man die groͤſten Blaſen an den ſtaͤrkſten Rippen wahr und zwar vornemlich in den Winkeln, ereben welche die Rippen da machen, wo ſie aus einander e aus⸗ entſpringen. ) end⸗ C 4 Hier⸗ 40 Erſte Abhandlung. V Hieraus muß natuͤrlich folgen, daß je ebener die bai Flaͤche des Blatts iſt und je mehr ihre Rippen ins innere te Zellengewebe hineinliegen, je kleiner und weniger kugelfoͤr⸗— mig muͤſſen die Blaſen ſeyn. Auch trite an einigen Blaͤt⸗ in tern die Luft in Blaſen aus den Raͤndern, oder aus den Win. Nh keln zwiſchen den Stengeln und Blattſtiehlen oder aus den 4 Auskerbungen des Blatts heraus, ohne, wies ſcheint, Mann lange auf dem Blatte zu verweilen, wie z. B. bei der Ja⸗ Edderi kobsblume; bei andern bildet ſie weiße und glaͤnzende Flek⸗ buine ken, wie z. B. bei der Kapuzinerkreße. An andern Blaͤttern, walen n alsz B. an denen von den Himbeeren(Rubus idaeus Linn. ſn gſ Le Framb iſier) hangen die etwas plattgedruͤkten Blaſen en, doß ihrer Groͤße ungeachtet, ſo feſt an, daß ſie auch durch hef⸗ nider tiges Schuͤtteln nicht davon loßgehen, ja ſie verſchwin⸗ imn der den nicht einmal, wenn man auch ſchon die Blaͤtter aus bſe de dem Waſſer zieht und wieder hineintaucht. Auch gibt rnſätt es Blaͤtter, als von der Eiche und vom Erdbeerkraute diß eine (Fragraria voſta Linn. Le Fraiſier), an denen die rerkreſe Luftblaſen auf der untern Seite plattgedrukt, auf der V ennaym obern hingegen beinahe kugelfoͤrmig ſind. Wiederum ſtüoſt, andre Blaͤtter, als z. B. vom Springkraut(Kuphorb. V din Lathirur Liun. La Catapuce) erzeugen ſich nach Herrn Rii Ingenhousz Wahrnehmung, auf der untern Seite feg kugelfoͤrmige, und auf der obern plattgedruͤkte Blaſen. 8 Endlich habe ich auch Blaͤtter gefunden, wie die von ſch wei der Hauswurz, aus denen die Luft in Menge ausſtroͤmt kann m ohne daß auf ihren Flaͤchen betraͤchtliche Blaſen zum d die Vorſchein kommen, und dieſe kamen mir auf dieſem nir Blatte immer ſo vor, wie die kleinen Thautroͤpfchen, den die im Sommer auf den Blaͤttern der Pflanzen liegen. dai Dies ſind die merkwuͤrdigſten Unterſchiede, die mir auf⸗ ſcid gefallen ſind, denn es gibt unter dieſen wohl noch tau⸗ bet ſend andre, die ſich unmoͤglich beſchreiben laſſen. 3 Auch treiben alle Pflanzen unterm Waſſer an der bnn Stelle, wo man ſie zerreißt, Luft aus, beſonders laſ⸗ gne ſen dicke Blaͤtter, als von der Hauswurz und derede. zeſ obs⸗ ———————— Vom Einfluße des Sonnenlichtsꝛc. 41 urr die kobsblume, aus ihrer untern Seite eine große Menge innere derſelben fahren. gelſſör⸗ Die erſte Betrachtung, die der Anblik dieſer Er⸗ Bät⸗ ſcheinungen darbietet, entſpringt aus ihrem Unterſchiede. Win. Obgjeich die Luft beſtaͤndig ein wenig an den Blaͤttern is den haͤngt, ſo iſt doch zwiſchen der Kraft der Adhaͤſion am heint, Blatte von der Jakobsblume und jener am Blatte vom t Ja⸗ Erdbeerkraute ein aroßer Abſtand, denn obwohl die Flek⸗ Blaſen auf den Erdbeerblaͤttern eben ſo groß, ja bis⸗ ttern, weilen noch groͤßer ſind; ſo bringt mans doch, wie Linn. ſchon geſagt, durch heſtiges Schuͤtteln nicht allezeit da⸗ aſen hin, daß ſie ſich von ihnen loßreiſſen, da es hingegen h hef⸗ nur der geringſten Bewegung bedarf, ſie von den Blaͤt⸗ win⸗ tern der Jakobsblume zu trennen. Es muß alſo eine aus beſo dre Urſache vorhanden ſeyn, welche die Adhaͤſion gibt verſtaͤrkt oder ſchwaͤcht. Woher ruͤhrt es zum Beiſpiel, aute daß eine Blaſe, ſo groß als ein Blatt von der Kapuzi⸗ die nerkreſſe, das anfangs die halbe Oberflaͤche des Blatts f der einnahm, bis zu des Blattes hoͤchſten Stelle hinan⸗ erum ſchlupft, daſelbſt ſich zu verdichten ſcheint, bisweilen horb. breiter wird, als das Blatt in einem Theil ſeiner derrn Breite iſt und eine ganze Linie uͤber das Blatt empor Seite ſteigt? aſen. So viel iſt gewis, daß die plattgedruͤkten Blaſen von ſich weit ſchwerer als die kugelfoͤrmigen loßreiſſen; dies omt kann man beſonders an den Eichenblattern wahrnehmen, um an dieſen haͤngen die plattgedruͤkten Blaſen weit feſter ſem an ihrer untern Flaͤche, als die Kugelfoͤrmigen an ihrer obern. Woher ruͤhrt das? Weder von den ſcheinbaren en Lar Rauhigkeiten der Blaͤtter, noch von der merklichen Ver⸗ ani ſchiedenheit ihres Gewebes, weil man dieſe Verſchieden⸗ au⸗ heit in der Geſtalt der Blaſen auf dem naͤmlichen Blat⸗ te, ob gleich nicht immer auf derſelben Oberflaͤche, der bemerkt. Ohne Zweifel gibt es noch irgend eine verbor⸗ ſiſ gene Urſache davon, die aber zu ergruͤnden, mir nicht Ja verſtattet ward. ohs⸗ C 5 Soll⸗ ——— 4² Erſte Abhandlung. Sollten die kugelfoͤrmigen Luftblaſen nicht etwan von u der aus einer einzigen Oefnung heraustretenden Luft ge⸗ im bildet werden, und ſich ſo lange aufblaſen, bis afan ihre ſpecifiſche Schwere ſie von der Luft loßreißt, die bis ng an die Oefnung des Kanals reicht, auf welcher die ku⸗ acd, gelfoͤrmige Blaſe ruht? Dieſe muß nothwendig kugel⸗ in 1 foͤrmig ſeyn, weil ſie von der Fluͤßigkeit, welche ſie be⸗ nid m dekt, von allen Seiten gedrukt wird, und vermoͤge die⸗ kägen, ſer Geſtalt kann ſie den Kanal, der ſie bildet, nur in rm ſ einem Punkte beruͤhren. Deswegen ſitzen vielleicht dieſe Nn Blaſen an der Zuſammenfuͤgung der Rippen, wo ſich di vielleicht dieſe Luftkanaͤle beſinden: dieſerwegen kommen tir auch vielleicht dieſe Blaſen gleich an den ſtaͤrkſten Rip⸗ hi pen wo die ſtaͤrkſten Luftkanale liegen, zum Vorſchein, m V da hingegen in den Blaͤttern, deren Rippen in das in⸗ ſie ſid nere Zellengewebe hineingehen, es vielleicht eine Menge nnGn weit ſeinre. Luftgefaͤße gibt, die einander beruͤhren, und min I aus denen eine ſehr geringe Menge unendlich kleiner Luft⸗ ſühnd blaͤschen langſam herausdringen. Dieſe draͤngen ein⸗ ſümd ander und bilden alſo den glaͤnzenden Flecken, den man Juſtei wahrnimmt. Man ſieht ſchon ein, daß die Adhaͤſion nind. der großen Luftblaſen ſtaͤrker, als der kleinern ſeyn muß; denn erſtlich ſind leztere ſehr klein, folglich treibt ihre 1. ſpeciſiſche Schwere ſie weniger empor, und ihre Adhaͤ⸗ ſion an die Oefnung ihrer Gefaͤße muß ſtaͤrker ſeyn; zum andern, beruͤhren alle dieſe kleinen Blaͤschen einander 6 und fließen zuſammen, theilen alſo einander gegenſei⸗ tken tig die Kraft mit, welche ſie an den Schooß heftet, der dugn eine jede von ihnen erzeugte. Man begreift ſchon, daß m jemehr dieſe Luftblaͤschen gedraͤngt werden und je lang⸗ dh ſamer die Luft, welche ſie bildet, hineintritt, deſto plat⸗ b den ter muͤſſen auch dieſe Blaſen ſeyn und deſto ſtaͤrker Mh muͤſſen ſie an dem Blatte haͤngen, das ſie uͤberkleiden. dene Es ſcheint wenigſtens, daß einige von dieſen Blaͤttern Aua weniger zuft ausſtoßen, als andre, in Beziehung auf dh ihre Oberflaͤche; ſie geben ſie aber zuverlaͤßig nur lang⸗ glic ſamer 4.— 9— 3 ————————nOaÕ—ͥ· Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 43 ſamer und die Luft reißt ſich in weit groͤßern Maßen von ihnen loß. Man kann endlich auch mit einiger Geduld auf etwas glatten Blaͤttern kleine Luftfaͤlle(nappes d'air) erzeugen, wenn man mit der Spitze eines Pinſels die auf der Blaͤtter Flaͤche zum Vorſchein kommenden Blaͤs⸗ chen zuſammenſtreicht. Solche ganz kleine Luftfaͤlle wird man auf der Hauswurz unterm Waſſer leicht er⸗ zeugen, denn dieſe iſt beſtaͤndig mit Blaͤschen bedekt, wenn ſie unter dem Waſſer an der Sonne ſteht. Vielleicht waͤre es moͤglich, das Namenverzeichnis der Pflanzen zu vervollkommnen, wenn man die Art, wie die Luft aus ihren Blattern heraustritt, wenn dieſe un⸗ term Waſſer der Einwirkung des Sonnenlichts ausge⸗ ſetzt ſind, zu einem neuen Karakter ihrer Geſchlechter und Gattungen machte. Ich zweifle nicht, daß, wenn man Verſuche zu dieſem Zwecke anſtellte, man die Ur⸗ ſachen der Unterſchiede, die man in der Geſtalt und Ad⸗ haͤſion der auf den Blaͤttern verſchiedener Pflanzen zum Vorſchein kommenden Luftblaſen wahrnimt, entdecken wuͤrde. 10. Zeit des Erſcheinens und des Verſchwin⸗ dens der Luft auf den Blaͤttern. Es gibt Blaͤtter, die unter Waſſer der freien Ein⸗ wirkung der Sonne ausgeſetzt, ihre Luft ſelbſt in dem Augenblicke ausſtoßen, da die Sonne auf ſie wirkt und von denen ſich die Blaſen ſodann auch gleich loßreiſſen, dahin gehoͤren die Blaͤtter von der Jakobsblume, vom Lavendel,(Lavande) und von einigen gewuͤrzhaften Pflanzen. Dann gibt es wiederum andre Blaͤtter, auf denen die Luft in Geſtalt kleinrer oder groͤßrer Blaſen einige Augenblicke, nachdem ſie der Einwirkung des Sonnen⸗ lichts unterworfen worden, zum Vorſchein koͤmmt, der⸗ gleichen ſind die Pfirſichblaͤtter ꝛc. kurz ich habe keine Gat⸗ —— 44 Erſte Abhandlung. Gattung geſunder Blaͤkter gefunden, bei der es laͤnger als 6— 7 Minuten angeſtanden haͤtte, eh zuftblaſen aufſtiegen, wenn ſie in der Sonne ſtand. Doch erſor⸗ dert es allezeit eine gewiſſe Zeit, damit theils die Son⸗ ne auf die abſondernden und ausfuͤhrenden Luftgef ße wirken, theils aus dieſen unendlich zarten Kanaͤlen eine ſolche Menge uft heraustreten koͤnne, die merklich iſt. Es folgt daher hieraus nothwendig, daß, bei uͤbrigens gleichen Umſtaͤnden, die Erzeugung der kuſt in den Blaͤt⸗ tern um ſo ſchneller erfolgen werde, je geraͤumiger die Kanaͤle ſeyn werden, durch welche ſie geht, weil dieſe alsdann groͤßere Blaſen bilden werden und auch die Staͤr⸗ ke des Sonnenlichts groͤßer ſeyn wird. Man muß nur wohl verſſehen, daß Ve ſuche ſol⸗ cher Art aͤußerſt verſchieden ausfallen muͤſſen, weil es dabei ſehr auf die Beſchaffenheit der Blätter ankoͤmmt, die man dazu gebraucht. Je vollkommener dieſe ſind, je ſchneller werden ſie die uft, welche ſie verarbeitet ha⸗ ben, ausſtoßen. Ich werde hier nicht von dem Augenblicke reden, da die der Sonne unterm Waſſer ausgeſetzten Blaͤtter reine Luft aus zutreiben aufhoͤren und fixe zu erzeugen anfangen. Dieſer Zeitpunkt wird durch den, in welchem die Gaͤh⸗ rung anhebt beſtimmt und man wird ihn bald unterſchei⸗ den koͤnnen, wenn man die luft im Finſtern wird ſehen zum Vorſchein kommen. Die Blaͤtter hoͤren alsdann nicht eher auf, welche hervor zu bringen, als bis ſie gaͤnz⸗ lich zerſtoͤrt ſind. Dies war aber die Erſcheinung nicht, die ich be⸗ ſchreiben wollte. Eines Abends nahm ich auf einem Blatte von der Neſſel(Ortie) verſchiedene Blaſen wahr, den Morgen fand ich ſie nicht wieder. Wo waren ſie hingekommen? Sollten ſie ſich wohl ohne Einwirkung der Sonne loßgeriſſen haben? Sollten ſie zu ihren in⸗ nern feen 1— ennan nuſcle ruſ Glb nunbol rſln, rlle, m 6 do fwuöge dn, auf richt ic hein ger dabei d ſinr S goce he fe und! nüſt ih lüic tnn 179 uf dm in Nh düte ſe deGe done, Sund getnir gätlte duſte Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 45 laͤnger nern Aufenthalt zuruͤkgekehrt ſeyn? In einem unbe⸗ blaſen kannten Lande muß man ſich alles gewaͤrtig ſeyn, und erſor⸗ muß alles ſorgſaͤltig beobachten. Daher goß ich Tages Son⸗ drauf, eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang, eine gef ße Glocke vell Waſſer und that ein Neſſelblatt hinein. Es n eine ward bald mit Blaten bedekt, von denen einige ſich los⸗ h iſt. riſſen, ehe die Sonne voͤllig uns ergegangen war. Ich igens wollte, mein Verſuch ſollte mir keinen Zweiſel uͤbrig laf⸗ Vüt⸗ ſen. Daher mußte dieſe ent wickelte Luft aus der Glocke r die herausgelaſſen und die Blaſen, die auf dem Blatte ſtan⸗ dieſe den, auf demſelben erhalten werden. Dieſen Zweck er⸗ Saͤr⸗ reichte ich dadurch, daß ich meine Glocke ſehr langſam in ein geraͤumiges Becken voll Waſſer umſtuͤrzte, ich faßte hierbei das Blatt beim Stiel und erhielt es dadurch an ol⸗ ſeiner Stelle. Die Luft ging hierauf ganz aus der 6s Glocke heraus, die Blaſen blieben auf dem Baatte ſte⸗ mt, hen und meine von neuem und voͤllig gefuͤllte Glocke ward nd, nebſt ihren, mit Blaſen bedekten, Blatte ins Finſtre ha⸗ geſetzt. Das Thermometer zeigte hierbei eine Waͤrme von 170. uͤber o. Kurz, den Morgen darauf fand ich auf dem Blatte keine Blaſen mehr, auch kam oben in da der Roͤhre meiner Glocke nicht eine, ſo klein ſie auch eine haͤtte ſeyn moͤgen, zum Vorſchein. Hierauf ſetzte ich gen. dieſe Glocke nebſt dem Blatte, das ich nicht argeruͤhrt äh⸗ hatte, in die Sonne, worauf erſt nach Verlauf von ½ hei⸗ Stunde die Luftblaſen aufſtiegen, da doch auf den triſchab⸗ hen geſchnittenen und ſogleich unter Waſſer an die Sonne unn geſtellten Blaͤttern, dieſe Blaſen in dem Augenblicke zum nz⸗ Vorſchein kamen, als das Sonnenlicht auf ſie wirkte. de Dieſen Verſuch wiederhohlte ich auf die naͤmliche Weiſe, und noch waͤhrend derſelben Nacht mit Blaͤttern ſem von der Kapuzinerkreſſe und vom Erdbeerkraute. Ihre tr Oberflaͤche uͤberzog ſich mit plattgedruͤckten und ſehr ſe großen Blaſen, allein ein Theil von dieſer Luft ver⸗ 3 ſchwand, auch entwiſchte ein wenig, das in den obern 1 Theil 46 Erſte Abhandlung. . Ar Theil der Glocke flieg⸗ doch blieb der groͤſte Theil auf ritn dem Blatte ſtehen mii Es duͤrfte daher wohl(bemnen, daß die Erſchei⸗ V tir nung, welche das Reſſelblatt darbietet, ihm eigen, oder i daß es dieſelbe wenigſtens mit andern Blaͤttern'nicht muüch gemein habe. t Vielleicht aber iſt die vom Neſſelblatte hervorgebrach⸗ nun te Luft eine fixe Luft, die vom Waſſer verſchlukt wird n ric und folglich die Nacht hindurch verſchwindet. Waͤre bra dies, ſo wuͤrde die den Tag uͤber entwickelte zuft, welche eme. die Nacht uͤber im obern Theile der Glocke mit dem Waſ⸗ Imr fen ſer in Beruͤhrung ſtand, auch verſchlukt worden ſeyn; ſich ich dies geſchah aber nicht. Daher moͤchte es doch wohl Aaſto ſcheinen, das Blatt habe die Luft, die es hatte heraustre⸗ e usſe ten, und von der die Blaſen beſtaͤndig an der Oef⸗ een d nung der Gefaͤße hingen, die ihnen den Austritt verſtat⸗ lsich tet hatten, wieder eingeſogen. V düſeſ Daß dieſe Blaͤtter ſo langſam neue Blaſen austrie⸗ m e ben, als die Sonne den Tag darauf ſie durch ihre Ge⸗ Vüthm genwart dazu reizte, ruͤhrte ohne Zweifel daher, weil ſie nit de entweder durch die Einwirkung des Waſſers oder das V nu ſch Einſaugen der Luft gelitten hatten; allein dies iſt ein ni de noch erſt aufzuloͤſendes Problem, das von großer Wich⸗ Vüſe tigkeit werden koͤnnte, bei dem ich aber den Weg, es e ganz aufzuloͤſen, noch nicht entdecke. V 3 at 11. Beſitzen beide Oberflaͤchen das naͤmliche ti Vermoͤgen, Luft hervorzubringen, wenn ſie V d unter dem Waſſer der Einwirkung der M Sonne uͤberlaſſen ſind? h i Man beobachtet die der Einwirkung der Sonne un⸗ var kerm Waſſer ausgeſetzten Blaͤtter nicht lange, ſo nimt dere man wahr, daß ihre untere Seite, belndedas der gffl laͤt⸗ ——————————————— Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 47 l auf Blaͤtter von Baͤumen und Straͤuchern, ſich mit einer weit groͤßern Menge Lufeblaſen uͤberzieht, als die obere und daß auch dieſe Blaſen ungleich groͤßer ſind. Da ſhei⸗ aber dieſer aͤußere Schein betruͤgen koͤnnte; ſo wollte ich oder ihn entweder aufs moͤglichſte realiſiren oder ihn durch nicht Verſuche vernichten. Ich uͤberſtrich daher beide Seiten verſchiedener Blaͤt⸗ rach⸗ ter von Baͤumen, Stkraͤuchern und Kraͤutern, mit ei⸗ wird nem nicht ſehr dicken, aber gutgekochten Mehfkleiſter Laͤre und brachte ſie in dieſem Zuſtande unter Waſſer an die eiche Sonne. Man ſieht mit Grunde im voraus, daß ſich Daſ⸗ gar keine Luft erzeugte. Mit eben dem Kleiſter uͤber⸗ ehn; ſtrich ich hierauf die obere Seite eines Blatts von einem vohl Roſenſtocke. Wie ich es hierauf unter Waſſer der Son⸗ lre⸗ ne ausſetzte; entwickelte es beinahe eben ſo viel Luft, als ef⸗ wenn dieſe Oberflaͤche nicht waͤre uͤberkleiſtert geweſen. at⸗ Als ich aber die untere Seite eines ſolchen Blattes vom Reſenſtocke mit dieſem Kleiſter uͤberſtrichen hatte; ſo ward dieſes ſo zubereitete Blatt vergebens der heftigſten 36 Wirkung der Sonne unterm Waſſer ausgeſetzt; auch ſ nicht die geringſte Luftblaſe kam zum Vorſchein. Man muß ſich bei dieſem Verſuche vorſehen, daß man das as mit dem Kleiſter uͤberſtrichene Blatt nicht ſo lange im fäi Waſſer liegen laſſe, daß im Kleiſter ſelbſt eine Gaͤh⸗ c⸗ rung entſtehen koͤnne, denn alsdann wuͤrde man zwar s Luftblaſen erhalten, dies wuͤrde aber nicht Luft aus dem Blatte ſeyn, doch wuͤrde ſie ſich bald durch ihre Eigen⸗ ſchaft verrathen. e Um dieſe Unterſuchung mit groͤßerer Genauigkeit an⸗ ſe zuſtellen und den Unterſchied in den Produkten aus bei⸗ den Oberflaͤchen, wo moͤglich ſchaͤtzen zu koͤnnen, verfuhr ich folgendergeſtalt. Ich waͤhlte Blaͤtter, die breiter waren als der Durchmeſſer der Glocke, die ich druͤber W decken wollte, damit wenn ich die vorher mit Waſſer an⸗ 3 gefuͤllte Glocke auf das Blatt ſtuͤlpte, es auf allen Sei⸗ ten N 48 Erſte Abhandlung. ten hervorragen und ſonach die Luft, auf keine Art entwi⸗ Iſäne ge ſchen moͤchte. Hierauf legte ich meine Blaͤtter in eine fihe a Unterſetzſchaale und breitete ſie darin wohl aus. Von nin einigen kehrte ich die obere, von andern die untere Flaͤ⸗ veentt che aufwaͤrts; ſo daß, nachdem ich die Glocken mit dr Untti Waſſer gefuͤllt und ſie unter dem Waſſer uͤber die Blaͤt⸗ Gake, ter, welche die Unterſetzſchaalen dedekten, geſtuͤrzt hatte, hater ich Glocken erhielt, welche die obere Flaͤche einiger Blaͤt⸗ lgrudes ter und wiederum andre, welche die untere Seite der naͤm⸗ lndis det lichen Blaͤtter becekten. Endlich brachte ich ein ganzes fäher Thei Blatt unter dieſe Glocken und dann ſetzte ich ſie alle zu⸗ rahher war ſammen an die Sonne. nger Th Uem nund Die Blaͤtter, die ich hierzu nahm, waren vom dändet; Tulpenbaume(Liriodendron tulipifera Linn. Le Tu- ud S lipier), vom Weinſtocke, und vom weiſſen Maulbeer⸗ teuſb ber baume. Ich maß eine von ihren Oberflaͤchen mit mei⸗ krhh e nem Phyllometer, desgleichen auch den Durchmeſſer mei⸗ ſände nird G ner Glocken, deren Flaͤcheninhalt mir 472. Quadratli⸗ 9 nien zu enthalten ſchien. Folgendes ſind die Reſultate mn r meiner Beobachtung: mm dt gm dune beti Flaͤcheni halt beider Entwickelte/ Die obere Die untere ineit Oberflaͤchen des gan⸗ Luft. Flaͤche. Flaͤche. Jlnng zen Blatts, in ,= d Quadratlinien. trGace nnret Tulpenbaum, 3648. ⸗3. Maaß⸗⸗ Z. Maaß⸗ 3. Maaß eit wſ Luſt, Luft. mig Weinſtock, 2553. 5.— ſeine kleine ⸗3.— rad Weißer Maul⸗ Blaſe, Wa beerbaum, 2280.]⸗⸗ I.—[⸗z.— ,3.— in Da alle meine Glocken eine gleiche Zeit hindurch und V er lm unter den naͤmlichen Umſtaͤnden, unter dem Waſſer an 1 6 der Sonne ſtanden: ſo laͤßt ſich aus der Menge Luft, zuſ welche die beiden Flaͤchen der Blaͤtter abſonderten, bis 6 auf 1 Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 49 ertni⸗ auf eine gewiſſe Grenzlinie, auf das Vermoͤgen beider in eine Flaͤchen, Luft hervorzubringen, ſchließen Indes iſt doch zu Von merken, 1) daß die Glocke durch ihre Schwere, obgleich fe F dieſe nicht betraͤchtlich war, die Blaͤtter gequetſcht, und en nit der Umkreis des Bodens ſich auf ihnen tief abgedruͤkt Bläͤt⸗ hatte; 2) daß aus einer jeden von den iſolirten Oberflaͤ⸗ hatke, chen dieſer Blaͤtter blos die in den Blaͤschen des innern Blaͤt⸗ Zellgewebes befindliche Luft heraustreten konnte. Da naͤm⸗ uͤberdies der Stiel nicht ins Waſſer reichte, auch nur ein ganzes kleiner Theil von der Oberſlaͤche des Blatts davon be⸗ ull zue feuchtet ward; ſo konnte auch im Blatte nur ein ſehr geringer Theil der fixen Luft des Waſſers circuliren. Wenn nun die fixe Luft ſich mit dem Waſſer im Blatte bom verbindet; ſo noͤthigt ſie ohne Zweifel die in den Blaͤs⸗ Iu. chen des Blatts befindliche Luft herauszutreten Hierin beer liegt alſo vermuthlich die Urſache des kleinen Unterſchiedes lnei⸗ zwiſchen der Luft, die ich aus dem Blatte erhielt, das voͤllig mele unter der Glocke lag, und jener, welche mir das Blatt ratli⸗ gab, von dem nur ein Theil der Oberflaͤche bedekt war: iltate denn der ganze Flaͤcheninhalt des Blatts vom Tulpen⸗ baume betraͤgt 3648. Quadratlinien, folglich kommen auf eine Seite 1824. Quadratlinien. Gruͤndet man nun Iitete die Rechnung auf die ganze Oberflaͤche des Blatts; ſo he folgt,— da dieſe ohngefaͤhr achtmahl die vom Boden der Glocke bedekte Flaͤche in ſich begreift,— daß die Menge Luft, welche die beiden von der Glocke bedekten Naaß Stuͤcke dieſes Blatts geben, beinahe ſoviel betraͤgt, als ſie vermoͤge ihrer Oberflaͤche ausſtoßen muſten; wenn man dabei vorausſetzt, wie's die Erfahrung beweißt, daß die obere Flaͤche des Blatts ſehr wenig Luft gibt. Unterdeſſen folgt hieraus, daß zwiſchen der Luft aus h und der untern Flaͤche und jener aus der obern ein ſehr großer Unterſchied ſtatt ſinde. Auch erhellet aus dieſen Verſu⸗ er an guft, chen ferner noch, daß der Mehlkleiſter das Blatt, deſſen bis untere Seite damit uͤberſtrichen worden, verdorben hatte, auf weil 50 Erſte Abhandlung. 8 weil es auf der obern gar keine Luft abſonderte, und ob⸗ knen gleich nicht ein jeder dieſer Verſuche das naͤmliche Reſul⸗ u n tat gibt; ſo kann man doch immer daraus ſolgern, daß nld 1 zwiſchen den Luftmengen, welche die beiden Oberflaͤchen Fud⸗ der Baumblaͤtter abfondern und zwiſchen jenen, welche rar g aus den Blaͤttern von Straͤuchern kommen, ein ſehr Revs bi großer Unterſchied ſei, wie auch der Augenſchein lehrt. enr dda Endlich kann auch das Auge an den Blaͤttern der kraͤu⸗ In fͤle,u terartigen Pflanzen(plantes herbacées) eben keinen groſ⸗ dics Enſe ſen Unterſchied in der Anzahl der Luſtblaſen, die auf ih⸗ riing b rer Oberflaͤche emportreten, wenn ſie unter dem Waſſer itaich iſ an der Sonne ſtehen, wahrnehmen und in ihrem Pro⸗ Jalbbeerdl dukte eben ſo wenig. Zum an Dieſe Beobachtungen erinnerken mich an die, wel⸗ jnn che Herr Bonnet uͤber das Vermoͤgen der Pflanzen, ur Vaie das Waſſer durch ihre Oberflaͤche einzuſaugen und ſich En ut 3.2 davon zu naͤhren, beſonders aber uͤber den weſentlichen Un⸗ nnihne terſchied angeſtellt hat, den er zwiſchen den Blaͤttern nim di der Baͤume und jenem der Straͤucher wahrnahm, deren fm d An untere Seite ohne Vergleich faͤhiger iſt, das Waſſer ein⸗ ſäte ud. zuſaugen, als ihre obere, da hingegen die Blaͤtter der üm af Kraͤuter das Waſſer durch beide Flaͤchen*) beinahe Ryget u gleich ſtark einziehen. Die Analogie ſeiner Beobach⸗ nnen hinge tung mit der meinigen war verfuͤhreriſch, ſchon wollt' ich daten mich von ihr hinreiſſen laſſen, doch fragte ich noch erſt die d ſnge Natur und Herrn Bonnets Schriften um Rath, tüinen, worauf mein Lehrgebaͤude einſtuͤrzte. dejmg Ich ſah, den Beobachtungen dieſes Gelehrten zuſol⸗ a nit ge, gleich, daß das Blatt vom weiſſen Maulveerbaume düſmeg nicht laͤnger als.Tage lebte, als es das Waſſer durch dchin die obere Flaͤche einſog, 6. Monathe hingegen, als es Bat dies durch die untere verrichtete; ſo daß, waͤre meine an⸗ niſſn genommene Analogie richtig geweſen, zwiſchen der aus doch bei⸗ gen, ſoh 1 d annehn *) Recherches ſur les feuilles. Mémoire premier. 1 G 2— ——————ÿ——— Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 51 und d⸗ beiden Oberflaͤchen des weiſſen Maulbeerblatts entwickel⸗ de Reſil⸗ ten Menge uft ein groͤßrer Unterſchied haͤtte ſtatt finden en, daß uͤſſen, als zwiſchen jener Menge aus beiden Seiten des erfͤchen Weinblartes und unter einer jeden von ihnen, als nicht weche war; obgleich der Unterſchied fuͤr die Zeit, da das Waſ⸗ ein ſehr ſer das Weinblatt lebendig erhaͤlt, weit geringer iſt, als in lehr. jener, da das Waſſer dem weiſſen Maulbeerblatt das Le⸗ der krän⸗ ben friſtet, und obgleich ferner der Unterſchied zwiſchen der ꝛen groſ durchs Einſaugen der beiden Flachen hervorgebrachten ouf ih⸗ Wirkung beim Weinblatte auch unendlich weniger be⸗ Waſſer traͤchtlich iſt, als bei den beiden Seiten des weiſſen m Pro⸗ Maulbeerblattes. Zum andern, lebte das Blatt von der Neſſel nach e, wel⸗ Herrn Bonnets Beobachtungen 2. Monathe, als es lanzen, das Waſſer durch ſeine obere Flaͤche einſaugte, hinge⸗ nd ſch gen nur 3. Wochen, als es dies Geſchaͤft durch die unere hen Un⸗ verrichtete. Setzt man aber ein Neſſelblatt unter Waſ⸗ aͤttern ſer an die Sonne, ſo iſt doch keine Vergleichung zwi⸗ deren ſchen der Anzahl und Groͤße der Blaſen aus der untern -. Flaͤche und der Anzahl und Groͤße der Blaſen aus der ſer ein bern: leztrer iſt die Menge der Blaſen allezeit wei tter der obern; auf leztrer iſt die Menge der Blaſen allezeit weit beinohe geringer, und die Blaſen ſind weit kleiner, auf der untern hingegen ſind allezeit mehrere und groͤßere, eobach⸗ ollt' ich Drittens nahm gebachter Gelehrter noch wahr, erſt die daß junge Blaͤtter laͤnger leben, indem ſie das Waſſer Rath, einſaugen, als ausgewachſene. Und man wird finden, daß junge Blaͤtter, unterm Waſſer der Sonne ausge⸗ ſetzt, weit weniger Luft austreiben, als voͤllig ausge⸗ Izuſol⸗ wachſene.§. 14. S. 57. Man muß alſo den Schluß folgern, rbaume daß dieſe Analogie trog und daß allein Erfahrung oder er durch Beobachtung der Probierſtein der Analogien ſeyn dls es muͤſſen. 1 binens Doch laͤßt ſich nach Herrn Bonnets Beobachtun⸗ de 7 gen, ſo wie vielleicht auch nach den meinigen, mit Grun⸗ de annehmen, daß die Organiſation bei den Blaͤstern, D deren ——Q— 52² Erſte Abhandlung. 1 deren Vermoͤgen des Einſaugens, in beiden Flaͤchen 3 69 verſchieden iſt, gleichfalls verſchieden iſt, wie bei ochen terde Blaͤttern, deren beide Flaͤchen an der Sonne und unter Waſſer nicht die naͤmliche Menge Luft geben; oder es ließe ſich vermuthen, daß die abſondernden und ausfuͤh⸗ de kei renden Kanaͤle ſich bei den Rippen und an dem Orke hiiars b vereinigen, wo ſie am leichteſten die im Waſſer der At⸗ heb ver mosphaͤre aufgeloͤßte ſixe Luft einziehen koͤnnen; die Son⸗ fidusir. ne wirkte dann auf den obern Theil des Biatts, der dewit unte zur Werkſtaͤtte diente, der untere hingegen gaͤbe einen döe helt Theil der zu verarbeitenden Materie her, und diente zu⸗ dr Sonnen gleich, alles was nicht zum Unterhalt der Pflanze taugt, telt Lut abzufuͤhren. gde ſoktwe Merkwuͤrdig koͤmmt mirs vor, daß bei den kraͤuter⸗ mn ihr get artigen Pflanzen(plantes herbacées), die unter unſern Fuͤßen wachſen, die Luft ohne Unterſchied aus beiden Um as Flaͤchen heraustritt, weil uns die Reinigkeit, welche ſie innen, ſich der uft mittheilen muͤſſen, zum Nutzen gereicht. Denn Vaſſt ange da die Baͤume und Straͤucher ſo ſehr viel hoͤher end⸗ nn dieine als unſre Lungen; ſo wuͤrden wir vielleicht einen Theil unterdie an der heilſamen Wirkung, welche die Luft aus ihren Blaͤt⸗ Attgob, d tern hervorbringt, einbuͤßen, traͤte die Luft auf gl iche Iürahmé Art aus der obern Flaͤche der Blaͤtter heraus; anß att den Pen daß dieſe Luft, indem ſie aus der untern Flaͤche, die ſtets ſaden, a gegen uns zugekehrt iſt, ausſtroͤmk, vermoͤge ihrer de Perich Schwere, welche groͤßer als die Schwere der gemeinen dn hang Luft iſt, ſcheint, ſich leichter in die Atmosphaͤre, in der dileveh wir athmen, niederzuſchlagen und uns eine zu Erhal⸗ dSat, tung unſers Lebens tauglichere Luft darzubieten, weil ſie drſch ic uns ein kraͤftigeres Mittel verſchaft, uns des uͤberhaͤuf⸗ tneg ten Brennbaren(phlogiſtique) zu entledigen, welches ſſct he die Lebensbewegungen unaufhoͤrlich in uns zu entwickeln anzuſtb ſtreben. So zeigt uns die weiſe Vorſehung durch⸗ lcc zwai gaͤngig ihre Vorſorge, wenn Sie uns die Glieder der die Glac Kette, die alle Weſen umſchließt, anzuruͤhren verſtattet. lu) keini 12. Son⸗ thagen, ——————————————— Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 53 Fahe 12. Sondern die an der Pflanze ſitzenden Blaͤt⸗ d unm ter eben ſowohl Luft ab, als die davon oder es getrennten? n Die kleinſten Umſtaͤnde koͤnnen bei Verſuchen und der At⸗ beſonders bei den Refultaten aus ihnen, wichtige Unter⸗ ie Cof⸗ ſchiede veranlaſſen, denn aus Unwiſſenheit halten wir , da oft das fuͤr unwichtig, was doch bei den Erſcheinungen, — enen die wir unterſuchen„eine wichtige Rolle ſpielen kann. ente z Daher hielt ichs fuͤr erfoderlich, zu unterſuchen, ob die etaug der Sonne unter dem Waſſer ausgeſetzten Blaͤtter glei⸗ 1 che Art Luft abſondern, ſowohl wenn ſie an der in der . Erde fortwachſenden Pflanze ſitzen, als auch wenn ſie wine von ihr getrennt waͤren. unſern beiden Um aus dieſem Verſuche deſto mehr ſchließen zu chhe ſie koͤnnen, ſuchte ich mir Plaͤtze aus, wo ich nur zwei mit Denn Waſſer angefuͤllte Glocken an die Sonne ſtellen konnte; ſmnd, unter die eine brachte ich ein an der Pflanze ſitzendes Blatt, Theil unter, die andre aber ein von ihr getrenntes, wobei ich Bäͤt⸗ Acht gab, daß das Licht auf ſie gleich lange Zeit wirkte. gliiche Ich nahm wahr, daß den erſten Tag hindurch, die an anſ att ihren Pflanzen ſitzenden Blaͤtter beinahe ſo viel Luft ab⸗ ſe ſtets ſondern, als die von ihr getrennten; ſetzt man aber ibrer den Verſuch den folgenden Tag fort, ſo geben die an neſnen den Pflanzen ſitzenden mehr, als die abgeſonderten. in der Sollte wohl das Blatt die Luft aus der Pflanze durch Erhal⸗ den Saft„ den ſie aus ihr empfaͤngt, einziehen? Daran veil ſie laͤßt ſich nicht zweifeln, wenn man auf die Menge duft rhäuf⸗ Achtung gibt, die mit herausdringt, wenn der Wein⸗ ſtock thraͤnt. Um dieſen Verſuch mit Zuverlaͤßigkeit ian anzuſtellen, muß man das Waſſer in den Glocken taͤg⸗ durdh lich zweimal erneuen und die Unterſetzſchaalen, worauf der der die Glocken ſtehen, von den feinen Staubmooſen(Byſ⸗ 4 t fus) reinigen, die ſich bei großer Hitze gern bald darin rſtattet. erzeugen, denn dieſe wuͤrden Luft hervorbringen, die Son⸗ D 3 aber b 9 54 Erſte Abhandlung. aber keine aus den Blaͤttern ſeyn wuͤrde. Auch muß V 8 man darauf bedacht ſeyn, ſolche Blaͤtter zu waͤhlen, die b fun nr der aufloͤſenden Wirkung des Waſſers am laͤngſten Wi⸗ 1 d Ghm derſtand thun dergleichen die Blaͤtter von den Eichen tatdn ſe und von den Birnbaͤumen ſind; denn ſonſt laͤuft man de mnji Gefahr, eine Gaͤhrungsluft zu erhalten und alsdann uture wird das von der Pflanze getrennte Blatt eher, als das dſ ad noch an der Pflanze ſitzende in Gaͤhrung gehen. 6 84 Dieſen Verſuch wiederhohlte ich mit Blaͤttern, die de Vätter an Zweigen ſaßen, welche ich von den Baͤumen abge⸗ 6St ſchnitten und in eine ſehr feuchte Erde geſtekt hatte. Ayſir wa Di Bluͤtter behielten darin ihr Gruͤn und ihre ebhaftig⸗ ung uſt, keit ganz gut, auch erhielt ich auf ſolche Art beinahe hon ganz die na nlichen Reſultate, wie bei dem vorhergehenden dheil, als Verſuche. uch einigen Endlich wollt' ich doch auch ſehen, was erfolgen oh gla wuͤrde wenn ich an den Pflanzen ſitzende Blaͤtter 6—„ en gewi Stunden unter Waſſer an die Sonne ſetzte, ſie alsdann geiklägt 16— 17 Stunden aus ihrem naſſen Gefaͤngniße ent⸗ ſin de Be ließe, darauf von neuem darin einſperrte und dann zum andernmahl in Freiheit ſetzte. Ich wollte dieſes Produkt„Hnau gern mit jenem aus Blaͤttern, die auch an den Pflan⸗ in bf zen ſaßen, aber immer waren im Waſſer gelaſſen wor ſi nd den, vergleichen, und nahm wahr, daß das uftprodukt und d ſe aus den erſtern Blaͤttern einige Tage uͤber ſehr wenig ie,wemſ variirte, wiewohl es etwas geringer wurde. Jenes aus weli, den zweiten Blaͤttern hingegen folgte ſogleich einer weit eüiin, ſchneller abnehmenden Progreßion. Mit Blaͤttern von dſce Baͤumen und Straͤuchern konnt' ich dieſen Verſuch nicht vornehmen, weil ich deren keine zur Hand hatte, welche ſich dieſen oͤfteen Behandlungen fuͤgen wollten; ich* 1 nahm daher Blatter von der Kapuzinerkreſſe, deren d lange Stengel mir bequem dienten, ſie leicht aus einer 3 mit Waſſer angefuͤllten Glocke unter eine andre zu F bringen, ohne Gefahr zu laufen, ſie zu verderben. Ei Vom Einfluße des Sonnenlichtsꝛc. 55 uch muß Ich bemerkte alsdann, daß die ſtets unterm Waſ⸗ hlen, die ſer geweſenen Blaͤtter ſchon vom zweiten Tage an, an⸗ gen Wi⸗ fingen, zu verderben und zu vergelben. Hierbei hatte Eichen ich Gelegenheit zu ſehen, daß wenn ich den Blaͤttern, uft man nachdem ſie zwei Tage im Waſſer verblieben, wieder alsdann die Freyheit gab, in freier Luft einen Tag und eine als das Nacht zu vegetiren, ſie dann des Tages drauf, unter Waſſer an die Sonne geſetzt, mehr Luft abſonderten, als ſie den lezten Tag ihres Gefaͤngniſſes nicht gaben. ern, die Die Blaͤtter, welche binnen 7. Tagen nur ohngefaͤhr n abge⸗ 6.— 5. Stunden lang der Einwirkung der Sonne unter t hatte Waſſer waren blosgeſtellt worden, gaben zwar noch ein bhaſtig wenig Luft, hatten aber doch ſo ſehr gelitten, daß ſie beinohe ſchon ganz vergelben wollten, ſie erholten ſich zwar zum henden Theil, als ich ſie beſtaͤndig in der Luft ſtehen ließ, aber nach einigen Tagen verwelkten ſie doch gaͤnzlich. folgen Ich glaube, eine von den Urſachen ihrer Krankheit 6— iſt ein gewißer Bodenſaz, den das Waſſer auf ihnen lsdann zuruͤklaͤßt. Dieſer verklebt ihre Locherchen, und ze ent. ſtoͤrt die Bewegung ihrer Saͤfte. in zum rodukt Hieraus laͤßt ſich muthmaßen, daß die Blaͤtter die Pfan⸗ in ihnen befindliche Luft aus dem in der Luft der Atmos⸗ phaͤre, in der ſie leben, aufgeloͤßten Waſſer einziehen enuie und daß ſie darin ihre Organiſation wieder berſtellen, veni die, wenn ſie einmahl zerruͤttet iſt, nicht ferner fahig iſt, Loh die Luft, welche ſie in geſundem Zuſtande geben, auszu⸗ 1 arbeiten, wenigſtens iſt gewiß, daß die jungen, die vni bleichſuͤchtigen(etiolées)*), und die verdorbenen Blaͤt⸗ erſuch D 4 ter, hante,*) Was der Herr Verfaſſer mit dem Worte étiolement en; ich und dem gleichbedeutenden Verbum Eétioler fuͤr einen deren Begrif verbindet, ſagt er im 2ten Th. 3te Abhandl. I. zeiner in Folgendem:„Das Wort étiolement drükt die re zu„Kranklichkeit aus, in die eine Pftanze verfallt, die des „»Einflußes des Lichts beraubt iſt. Sie verraͤth ſich en.„durch Ich 56 Erſte Abhandlung. 1 ter nicht die Luft geſunder Blaͤtter, oder vielmehr gar ſiin n keine abſondern, daß ſie aber dieſes ihr Geſchaͤft oft wie⸗ mn der abwarten, wenn ſie den Einfluß des Lichts nebſt der detza Nahrung einer verneuten Atmosphaͤre genießen. febgain Auch ſchließe ich aus dieſen Verſuchen noch, daß dud die Blaͤtter der Waſſerpflanzen ein anders Gewebe, als die von den Erdpflanzen haben, wenigſtens ſcheints, daß ſie weniger ſolcher Theile beſitzen, welche ſich aus⸗ ziehen laſſen(parties extractives), oder daß dieſe Theile in ihnen beſſer, als in den Erdpflanzen gegen die aufloͤ⸗ ſende Kraft des Waſſers geſchuͤtzt ſind, und da ſte gemei⸗ niglich mehr Luft ausſtoßen, als die Erdpflanzen, ſo; koͤnnte man auf die Vermuthung kommen, daß dieſe' beree Luft, welche ſie und die Erdpflanzen hervorbringen, kein Jatts dur Produkt ihrer ausziehbaren Theile(parties extracti- 1 wtn ves) ſei. ten, und - amnen 13. Zeit, waͤhrend welcher, die der Sonne unter mmengeg dem Waſſer ausgeſetzten Blaͤtter Luft lr, dßr abſondern. fne aus de foben den Die Blaͤtter, welche man beſtaͤndig unterm Waſſer. mete zum liegen laͤßt, und in dieſem Zuſtande an die Sonne ſetzt, ſd aice ſtoßen „durch eine bleichgelbe Farbe, welche die ganze Pflanze 4 8 vuͤberzieht, durch ein ſonderbares Aufſchießen der Stengel und durch ganz kieine verkruͤppelte Blaͤtter.“ Da er dieſes Work hier zum erſtenmahl braucht, ſo glaubte NRe ich ſeine e De finition, die er erſt ſo ſpaͤt davon gibt, der in eam Deutlichkeit wegen, hier beifuͤgen zu muͤſſen. Mir b ſan e hat kein gleichguͤltigeres deutſches Wort dafür beifallen drn, wollen, als Bleichſucht, ob ich gleich geſtehe, daß V es nicht den ganzen Begrif, den die Urſchrift mit étio⸗ fnd lemenr verbindek, erſchoͤpft. Doch werde ich es in die n dieſer Ueberſetzung allemahl fuͤr jenes ſetzen Die Le⸗ ds I ſer aber erſuche ich, die Definitiom des Vaſaſfte. dabei der Un⸗ im Geraͤchtnis zu behalten. Ueberſ. Vom Einfluße des Sonnenlichtsꝛc. 57 ehr gar ſtoßen einige Tage lang Luft aus, die Zeit aber, waͤh⸗ oft wie rend der ſie dies thun, ſteht allemahl mit der Natur des ebſt der Blatts und der aufloͤſenden Wirkung des Waſſers in ſelbiges im Verhaͤltnis. h, daß Ein Blatt vom Tulpenbaume gab be, als den uten Tag uͤber 3 Maaß Luft heints, den 2ten—— 4 ch aus⸗ den zten—— 3 1 eTheile den aten—— Q eauſt⸗ Zuſammen 3 Maaß. gemei⸗ S 318 4 en, ſo Und zulezt eine perlende Luft in reichem Maaße. dieſe Ich betrachtete hierauf das innere Zellgewebe dieſes fein Blatts durchs Vergroͤßerungsglas und nahm wahr, daß racti. alle vorher mit Luft erfuͤllte Blaͤschen, nun ganz leer waren, und daß die Seiten der Roͤhren, die durch ihr Zuſammenziehen dieſe Blaͤschen bildeten, ſich naͤher zu⸗ unter ſammengegeben hatten. Dieſe Beobachtung beweißt klar, daß die Luft aus der vegetirenden Pflanze, und jene aus der in Aufloͤſung gehenden, nicht einerlei Quelle haben, denn der Quell der erſten iſt ausgetroknet, wenn die Laſſer zweite zum Vorſchein koͤmmt, und die Behaͤlter von jener ſetzt, ſind erſchoͤpft, wann dieſe in reichem Maße ausſtroͤmt. ſoßen 14. Sondern die Blaͤtter in allen Umſtaͤnden dun ihres Lebens Luft ab? da er Ddiie Erſahrung belehrt uns, daß weil eine Wirkung nüt in einem Augenblicke des Lebens eines organiſirten We⸗ it ſens ſtatt findet, man daraus nicht den Schluß machen ffalln darfe, dieſe Wirkung muͤſſe auch in allen uͤbrigen ſtatt „ daß finden. Ein Baum iſt im Fruͤling mit Bluͤten bedekt, t etio dieſer nuͤzliche Schmuk aber fehlt ihm die uͤbrige Zeit 6s l'des Jahres uͤber. Dieſe Betrachtung muſte ſich bei dein der Unterſuchung, die ich aiſell/ meinem Verſtande 5 na⸗ erſ⸗ — 58 Erſte Abhandlung. natuͤrlicherweiſe darbieten. Ueberdies lag viel daran, zu erfahren, ob die Eigenſchaft der Blaͤtter, Luft hervor⸗ zubringen, wenn ſie unter Waſſer der Sonne ausgeſetzt ſind, ihrer Natur weſentlich eigen, oder ob ſie die Wir⸗ kung einiger beſondern Umſtände, in denen ſie ſich be⸗ finden, ſei. Es war ein Mittel, hinter die Urſache der Erzeugung dieſer luft zu kommen, wenn man alle Ver⸗ ſchiedenheiten dieſer Erſcheinung, wofern ſie welchen un⸗ terworfen waͤre, kennen kernte. Um meine Beſchreibungen abzukuͤrzen, ſetze ich je⸗ desmahl voraus, daß alle Arten von Blaͤttern, von denen ich reden werde, vollkommen geſund waren, und alle auf gleiche Art unter dem Waſſer in meinen Glocken der Sonne ausgeſetzt wurden. 11) Meinen erſten Verſuch machte ich mit den Sa⸗ menblaͤttern(teuilles ſeminales) der Schminkbohnen ( Phaſeolus vulg. Linn. Haricot.) von denen ich 4 unter eine mit Waſſer angefuͤllte Glocke legte. Ich waͤhlte dieſe Anzahl deswegen, weil ſie mir eine Oberflaͤche gab, die beinahe der Oberflaͤche eines mittelmaͤßigen Blatts gleich kam, deſſen ich mich als eines Vergleichungsmit⸗ tels bediente, um gleich große Flaͤchen unter Waſſer der Sonne auszuſetzen. Nachdem die Blaͤtter 7. Stunden unter dem Waſſer an der Sonne geſtanden hatten, ga⸗ ben mir die Samenblaͤtter nur unendlich wenig, nem⸗ lich den 32ſten Theil eines meiner Maaße, das gruͤne Blatt hingegen gab 1. Maaß Luft. Esiſt von Wichtigkeit, hierbei nicht aus der Acht zu laſſen, daß dieſe Samen⸗ blaͤtter eine zitrongelbe Farbe hatten. In einem mit fixer Luft geſaͤttigten Waſſer, das doch die Entbindung der Luft ſo ſehr befoͤdert, ſonderten aͤhnliche dergleichen Samenblaͤtter nur z. Maaß uft ab. 2) Die Samenhaͤlften(Lobes) der Schminkboh⸗ nenpflanzen, von denen ich die Samenblaͤtter zu den vor⸗ her⸗ i fanhat ſ/ 15 Püſer 1' nur üe t ſtuct, r tmüiſc relet eni 93 heſallens fangen, sgewach beiden ein lihe Ober 49] ſeniumen wet wenie ſärben ſoc ces grine Solche ie Epizen d glichen le Noyer tahmen i dine ge gin. 9). Inme ſtwe 9 rants dor) uſt, ſud, 9 daran, hervor⸗ geſetßt 2 Wir⸗ ſch be⸗ che der Ver⸗ den un⸗ ich je⸗ , von , und kocken Sa⸗ hnen unter aͤhlte geb, latts zmit⸗ rder nden ga⸗ em⸗ uͤne eit, en⸗ mit uung chen bohe por⸗ her⸗ Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 59 hergehenden Verſuchen nahm, gaben mir noch weniger Luft, als die Samenblaͤtter, und zwar in gemeinen Waſſer gar keine, und in einem mit fixer Luft geſaͤttigten nur eine einzige Blaſe; auch ward dieſe Luft bald ver⸗ ſchluckt, welches mir beweiſen wuͤrde, daß ſie blos aus dem luftſchwangern Waſſer kam, das in der Sonne bis⸗ weilen einige Blaſen emporſteigen laͤßt. 3) Junge Blaͤtter von einem zarten ins Gel⸗ be fallenden Grun, die erſt ſich zu entwickeln an⸗ fangen, geben ungleich weniger Luft als vollkommen ausgewachſene, ob ich gleich immer Sorge trug, daß bei den einen ſo wohl wie bei den andern beinahe dieſel⸗ bige Oberflaͤche der Sonne blosgeſtellt ward. 4) Junge rothe Blaͤtter, wie von den Apriko⸗ ſenbaͤumen, Eichen, Pflaumenbaͤumen, ſondern noch weit weniger Luft ab, als die vorhergehenden. Sie faͤrben ſogleich das Waſſer, in dem ſie liegen, wel⸗ ches gruͤne Blaͤtter von dieſen Baͤumen nicht thun. Solche rothe Blaͤtter findet man gemeiniglich an den Spitzen der Zweige der eben genannten Baͤume, des⸗ gleichen des Wallnußbaums(Iuglans regia! Linn. Le Noyer), des Ahorns,(Acer, L Erable) ꝛc. Sie nehmen in einem mit fixer Luft geſaͤttigten Waſſer eine gruͤne Farbe an und faͤrben das Waſſer gleichfals gruͤn. 5) Blaͤtter, die gelb aus der Erde hervor⸗ kommen, ſondern ebenfals ſehr wenig Luft ab, wenn ſie unter dem Waſſer an der Sonne ſtehen. 6) An den Blaͤttern des dreifaͤrbigen Ama⸗ rants(Amaranthus tricolor Linn. Amarante trico- lor) gibt der rothgefaͤrbte Theil des Blatts gar keine Luft, hingegen Blaͤtter von dieſer Pflanze, die ganz roth ſind, geben deren genug. 7) Blaͤt⸗ 60 Erſte Abhandlung. 7) Blaͤtter, die ſich roth faͤrben, ehe ſie abfallen, wie die vom virginiſchen Mondſamenkraute (Meniſpermum V irginic. Linn. La Vigne de Canada), vom Holzbirnbaum(HPhrus lueſtrir Linn. Le Poirier ſauvage), von einigen Eichen und vom Berbisbeerſtrau⸗ che(Berberis vulgaris Linu. L'Epinevinette), geben, unter Waſſer an der Sonne ſtehend, gar keine Luft, wenn ſie ganz roth ſind. Sobald ſie aber das Waſſer faͤrben, ſondern ſie deren ſogleich ab, und dies im Fin⸗ ſtern ſowohl als an der Sonne, es iſt aber Gaͤhrungs⸗ luſt. Man muß bemerken, daß ſich von dieſen Blaͤt⸗ tern vermuthen laͤßt, daß ſie keine Luft geben werden, weil ſie unterſinken, wenn man ſie aufs Waſſer legt, nachdem man ſie abgewaſchen hat, dahingegen die gruͤ⸗ nen, welche ziemlich viel Luft geben, oben ſchwimmen. 8) Verwelkte Blaͤtter, ſelbſt ſolche, die erſt zu verwelken anfangen, geben ebenfals ſehr wenig Luft. Ihre mit Luft angefuͤllten Blaͤschen ſind auf gleiche Weiſe zum Theil leer geworden und vielleicht iſt dies eine von den Urſachen, warum ſolche Blaͤtter ſo ſehr ge⸗ ſchmeidig werden. 9) Vertroknete Blaͤtter bringen nie Luft hervor, wenn ſie recht trocken und wohl abgewaſchen worden ſind; ſie muͤſten denn gaͤhren und dieſe Veraͤnderung un⸗ tergehen ſie bald, wie das truͤbe Waſſer anzeigt; allein dann entwickelt ſich die Luft in der Sonne ſowohl wie im Finſtern, ſie iſt aber dann nicht mehr Vegetations⸗ luft und dabei, wie man aus Erfahrung weiß, ausneh⸗ mend verdorben. 10⁰) Endlich geben auch die Blaͤtter bleichſuͤchti⸗ ger Pflanzen, wie von den Schminkbohnen, von den Herzchen des Gartenſalats(Lacluca ſativa Linn. La Laitue) und vom Kohl eben ſo wenig Luft. Zwar iſt mirs begegnet, daß ich ein oder ein Paar Luftblaſen er⸗ hielt, l, ſcwind bn lh Altrn dn th Peni terkränk ſe, den ſen ſche in den. lben. Auch te die n hrrxhei beumblät licht ſär be Thei ders das Augendü thelchen ds Va deſ he iimt wuinge der de ea ha, ſch Han ähſale ſed be Vom Einfluße des Sonnenlichtsꝛc. 61 ehe ſie hielt, ich habe aber Grund zu argwoͤhnen, daß dieſe enkraute Luft Gaͤhrungsluft war, weil dieſe Blaͤtter ſehr ge⸗ anads) ſchwind in Gaͤhrung gehen und das Waſſer gleich truͤ⸗ kolter ben; uͤberdies war dieſe Luft ganz verdorben. erſtrau. 8 Die meiſten dieſer Beobachtungen ſind von den eLuſt, Blaͤttern der Waſſerpflanzen eben ſo wahr, als von Vaſtr den Blaͤttern der Erdpflanzen. n Fin⸗ Wenigſtens thun dieſe Verſuche dar, daß je juͤnger hrungs⸗ oder kraͤnker die Blaͤtter ſind, deſto weniger Kraft beſitzen Blät⸗ ſie, die Luft, welche ein Produkt der Vegetation zu verden, ſeyn ſcheint, zu verbinden, weil ſie ferner nicht mehr tlegt, in den Pflanzen zugegen iſt, wenn dieſe aufhoͤren zu e gruͤ⸗ leben. n. Auch duͤrfte es noch ſcheinen, daß die Blaͤtter, wel⸗ ſt z2 che die wenigſte Luft ausſtoßen„ auch die wenigſten duſt. Harztheilchen beſitzen, weil die jungen rothen Aprikoſen⸗ leiche baumblaͤtter, die ſo arm an Luſt ſind, das Waſſer ſo des leicht faͤrben. Hieraus wuͤrde erhellen, daß der auszieh⸗ bare Theil(partie extraclive) des vegetabiliſchen Koͤr⸗ ge⸗ pers das Wichtigſte ſei, woran die Matur in den erſten Augenblicken der Vegetation arbeitet, und daß die Harz⸗ ervor, theilchen nur dann in Menge erzeugt werden, wenn orden das Vegetabile ſtark genug iſt, ſie auszuarbeiten, denn gun⸗ dieſe Harztheilchen ſind ihm weſentlich, ſind beſtaͤndig allein in ihm vorhanden, aber nur in ſeiner Kindheit in weit wie geringerer Menge vorhanden, als in ſeinem reifen Al⸗ ons⸗ ter: dies gilt von der ganzen Pflanze ſowohl als von neh⸗ ihren Theilen, die man als eben ſo viele kleine Pflaͤnz⸗ chen, die auf jene gepfropft ſind, anſehen kann. chi⸗ Die bleichſuͤchtigen Pflanzen ſind alte Kinder, die Jde ſich mit den jungen Blaͤttern, die keinen Ueberfluß an 12 Harztheilchen haben, in gleichem Falle befinden. Kurz, w ſt abfallende Blaͤtter, ſie moͤgen roth, oder duͤrre ſeyn, N ſind voller Harz, da aber keine Circulation(circulation) hjet wei⸗ 6² Erſte Abhandlung. b weiter ſtatt findet, ſo erfolgt auch keine Entwicke ung Pnd der Luft und die alte, die nicht erneut werden kann, geht giſee nach und nach davon, ſo aß es nicht zu verwundern iſt, nit A wenn ſolche Blaͤtter weiter keine abſondern. Sollte gn dt nicht uͤberdies die Wirkung der Vegetationskraft noͤthig 1s Mch ſeyn, die Luft aus dem Blatte zu jagen, ſo wie die Le⸗ nm, ſ benskraft erſodert wird, die phlogiſtiſirie Luft aus unſrer drch di Haut und Lunge zu treiben. nt t femich 15. In Stuͤcken geſchnittene Blaͤtter ſondern thut b Luft ab, wenn ſie unter Waſſer an der nd ben Sonne ſtehen. Pein Nicht blos ganze Blaͤtter geben uft, ſondern dies b3 thun auch die kleinſten Stuͤckchen von ze ſchnittenen, dezuſe wenn man ſie gleich, nachdem ſie zerſchnitten worden, twon ar unter Waſſer an die Sonne ſtellt Man ſieht al dann as jinen die Luft aus allen Punkten des Schnitts in Geſtalt der Pilen! Blaſen heraustreten: es hat mir ſogar geſchienen, daß, de ui bei uͤbrigens gleichen Umſtaͤnden, dieſe Stuͤckchen in der 1 Sonne anfangs weit mehr Luft abſonderten als ganze Blaͤt⸗ aſi ter von der naͤmlichen Gattung, daß ſie aber damit bald nachher aufhoͤrten, dahingegen ganze Blaͤtter dieſes Geſchaͤft 16. 1. lange Zeit fortſetzen. Die Urſache dieſer Erſcheinung ſcheint tnich mir eine Folge der von mir gemachten Beobachtung zu— ſeyn, daß Stuͤcke von Blaͤttern, die in ihnen enthaltene d Luft aus allen Ausgaͤngen fahren laſſen, welche ihnen durch das Zerreiſſen, welches ſie erlitten, eroͤfnet wor⸗ den. Da ſie aber nicht weiter vegetiren und die Luft, ¹ welche ihnen das Waſſer zufuͤhren kann, oder die zu 4 Entbindung dieſer Luft erfoderlichen Materialien nicht n ferner in ſich nehmen koͤnnen; ſo iſt offenbar, daß dieſe V n Stuͤcke bald mit Abſonderung neuer Luft aufhoͤren muͤſ⸗ b n ſen, weil ſie bald erſchoͤpft ſeyn muͤſſen: auch nimt man 8 wahr, daß die kleinſten Stuͤcke, in denen die Organiſa⸗ äi tion am meiſten zerruͤttet iſt und die in Beziehung auf 8 do ihre —— 2—————————ᷣ— Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 63 eung ihre Oberflaͤche, der Luft mehr Ausgaͤnge geben, als 8 groͤßere, auch grade die ſind, die am geſchwindeſten 2.. mit Abſonderung der Luft aufhoͤren. Ich legte ein Lälſe ganz kleines! Stuͤckchen in ein mit Waſſer angefuͤll⸗ kardig tes Hohlglaͤschen, dergleichen man zu den Ringen die Le⸗ nimt, ſtellte es in die Sonne und betrachtete es alsdann unſte durch die Linſe eines Vergroͤßerungsglaſes. Es ſchien mir nur erliche kleine Blaſen auszuſtoßen, ob ichs gleich ziemlich lange in der Sonne ſtehen ließ. Sein Flaͤchen⸗ dern inhalt betrug noch keine Quadratlinie. Auch habe ich noch bemerkt, daß die Blaſen um deſto kleiner waren, je kleiner die Stuͤckchen der Blaͤtter waren, weil der zu 2 ihrer Bildung erforderlichen Luft alsdann um ſo weniger dies war. Ohne Zweiſel iſt jede Luftvlaſe aus mehrern, heit die zuſammenfließen, zuſammengeſetzt, oder ſie werden den, etwan an der Oefnung der Luftgefaͤße von der Luft, die 4 aus jenen unaufhoͤrlich ausſtroͤmt, gebildet. In beiden der Fäͤllen muͤſſen ſie um deſto groͤßer ſeyn, je reichlicher daß, die zu ihrer Bildung noͤthige Luft im Blatte vorhan⸗ der den iſt. Zät⸗ bald häͤft 16. Die Blaͤtter laſſen ſich in den Zuſtand eint verſetzen, daß ſie die in ihnen verſchloſſene Luft zu abſondern, ohne unter dem Waſſer der ne Sonne ausgeſetzt zu ſeyn. nen ot⸗ Wenn der Begriff, den ich mir von der wirklichen ft, Gegenwart der Luft in den Blaͤttern machte, richtig zu war, wenn folglich die Sonne dieſe Luft nur deswegen icht aus den Blaͤttern herauslokte, weil ſie darin war, und dieſe wenn die Luft alſo nur darum in ihnen vorhanden war, nuͤſ⸗ weil die Blaͤtter ſie aus dem Waſſer, in dem ſie lagen, nan einſogen, wie man durchs Vergroͤßerungsglas ſieht; ſo iſa⸗ muſte man ſie auch ohne Beihuͤlfe der Sonne aus den auf Blaͤschen, in denen ſie verſchoſſen iſt, heraustreiben koͤn⸗ hre nen 64 Erſte Abhandlung. nen und dies iſt mir durch zwei verſchiedene Verfahren dr gelungen. unn T Ich wuſch erſt die Blaͤtter, mit denen ich meinen taund Verſuch anſtellte, ſorgfaͤltig ab, fuͤllte darauf eine Glocke ſt in mit Waſſer an und hing ſie in ein Becken ſo auf, daß ien ihr Boden ins Waſſer reichte, damit ſie mit der aͤußern Druunſn zuft keine Gemeinſchaft haͤtte. Unter dieſer Vorrich⸗ msfice tung zerſchnitt ich alsdann das Blatt in kleine Stuͤcke, da⸗ Rnanchg mit durch das Zerſtuͤckeln die Luftgefaͤße geoͤfnet und der eiſt a Luft ein freier Ausgang verſchaft wuͤrde. Dieſe muſte lin. T ſonach heraustreten und in den obern Theil der Glocke lnin ſteigen, welches ich dann auch wohl zu beobachten Gele⸗ Im. Je genheit hatte. an The Dieſen Verſuch wiederhohlte ich auf die Art, daß ich die Blaͤtter unter einer der vorigen aͤhnlichen Vor⸗ der richtung ausdrukte. Ich hatte hier wieder Gelegenheit, tmn ſc viele Luftblaſen herausfahren und in den obern Theil der ſeane, Glocke aufſteigen zu ſehen. Soll aber dieſer Verſuch würt gluͤcken, ſo muß man einen Riß ins Blatt thun, damit gifntn die Luft, die man heraustreiben will, Ausgaͤnge bekom⸗ daleniſ. me, und wenn man das Blatt, um es zu preſſen, zuſam⸗ s der menfalten will, ſo muß man dies unterm Waſſer thun, durhaing damit die zwiſchen den Falten ſich verhaltende Luſt heraus⸗ nitGun treten koͤnne und man ſie nicht fuͤr die in den Blaͤschen drſe ber des Blatts befindliche halte. in Fanit Aus dieſen Verſuchen ergibt ſich, daß die Menge jnnen lLuft, welche man aus Blaͤttern erhaͤlt, die unter Waſ⸗ ſnai ſer der Sonne blosgeſtellt ſind, weit betraͤchtlicher ſei, udn als jene, die man durchs Zerreiſſen oder Ausdrucken be⸗ niſt, koͤmmt. Dies beſtaͤtigt wieder meine Idee, daß die aüſſt fixe Luft des Waſſers vom Blatte eingeſogen wird und dsci darin circulirt(circule); denn warum waͤre dann ſonſt tat zwiſchen dieſen beiden Produkten ein wohl zehnfacher de Unterſchied, wenn die Qvelle der Luft die naͤmliche bin ig und ſie auf gleiche Art eingeſchraͤnkt waͤre? 1 Der Jaum. ——————— 4——ÿ— —————— Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 65 rſahten— 4 Der Saft aus den ausgedrukten Blaͤttern ſondert, — unter Waſſer an die Sonne geſtellt, gar keine Luft ab, 1 er kann dies auch nicht, weil die im Blatte vorhandene Aofs Luft bereits herausgegangen iſt, als das Bſatt au ge⸗ 4 deß drukt ward und neue kann ſich nicht erzeugen, da die außern Orqaniſution zerſtoͤhrt iſt. Daher entwickelt ſich auch Jorrich aus ſolchen Saͤften nicht eher Luft, als bis ſie zu gaͤh⸗ ke, do ren anfangen. Dergleichen Verſuche habe ich mit dem ind der Safte aus dem Loͤwenzahn(Leontodon Taraxacum muſte Linn. Taraxacum), und aus dem Waſſergauchheil Glock(Veronica Beccabunga Linn. Becabunga) vorgenom⸗ Gele⸗ men. Ich filtrirte ſie ſorgfaͤltig und ſaͤuberte ſie von allen Theilen des innern Zellgewebes. , daß Vor⸗ Der zweite Verſuch zeigt, daß die Luftblaͤschen einen nheit, engen Zuſammenhang unter einander haben; denn haͤtten der ſie keine, ſo koͤnnte durchs Zerſchneiden des Blatts nur rſuch die Luft herausgehen, die in denen durchs Zerſtuͤckeln damit geoͤfneten Blaͤschen, oder in den naͤchſtanliegenden ent⸗ kom⸗ halten iſt. So aber läßt ſich aus der Menge Luſt, die ſam⸗ aus der naͤmlichen Wunde heraustritt und aus der thun, durchgängigen Schlaffheit aller entfernten Luftblaͤschen raus mit Grunde ſchiieſſen, daß die Luft unter dem Finger, schen der ſie derausdruͤkte, hinweggeglitten iſt und in den lee⸗ ren Kanaͤlen die Stelle der bereits herausgejagten einge⸗ nommen hot. Ganz von Einwurf frei iſt dieſer Schluß enge nun wohl nicht, denn ob man gleich die Luft aus den Waſ⸗ Raͤndern der Wunde herausgehen ſieht; ſo waͤre es doch ſei, moͤglich, daß ſie zwiſchen den zerriſſenen Gefaͤßen her⸗ abe⸗ aus traͤte, ohne eben ihren Weg durch den leeren Theil die des Gefaͤßes ſelbſt zu nehmen; ich habe aber dieſe Schwie⸗ und rigkeit nicht zu heben vermocht. Wahr iſts, zieht man ſonſt die Art, wie die Luft aus den ganzen Blaͤttern heraus⸗ acher tritt und wie bei ihnen ſich alle Blaͤschen ausleeren, in liche Erwaͤgung; ſo kann man ſich keinen allgemeinen leeren Raum denken, ohne ſich zugleich dabei eine Circulation E(eir⸗ Der ——————“ 66 Erſte Abhandlung. (cicculation) vorzuſtellen und dies um deſtomehr, weil mſ die erſte Luft, die fortgeht, durch die erſetzt wird, wel⸗ tzu che das Blatt aus dem Waſſer einzieht, wie ich beweiſen ſiß werde: dieſe neue Wahrſcheinlichkeit entſcheidet aber dh⸗ doch die Frage noch nicht. 5 Lf, de 17. Geben alle Theile des Blatts auf gleiche 3 Art Quellen der erzeugten Luft ab? rayite Die Blaͤtter ſind organiſirte Weſen aus verſ irde⸗ rdi nen Theilen zuſammengeſetzt, unter denen eine nothwen⸗ hein dige Zuſammenſtimmung ſtatt findet, um die Wirkun⸗ füdi gen hervorzubringen, von welchen ſie nur alsdann die dan Urſache ſind. Wirken aber alle Theile des Blatts zu ufde Erzeugung der Luft, welche daſſelbe abſondert, wenn irng es unter Waſſer der Sonne ausgeſetzt iſt, mit, welches m iſt dann der zu dieſer Erzeugung beſonders beſtimmte hii Theil? Aus dieſen Geſichtspunkte will ich die verſchie⸗ 3 denen Theile der Blaͤtter betrachten. znſe Der Stiel und die Rippen der Blaͤtter ſind,(wenn 6 3 ſie ſich an dem Blatte befinden, mit dem man den Ver⸗ 3 ſuch anſtellt,) ſelten mit Luftblaſen bedekt; doch ſetzen be ſich dieſe gewoͤhnlich an den Rippen beſonders den ſtaͤrk⸗ elhe ſten, an. Dies brachte mich gleich auf die Vermu⸗ ſunder thung, daß die Rippen und der Stiel keine Luft gaͤben. Flebe Als ich aber von einigen Pfirſichbaumblaͤttern die Stiele tede und ſtaͤrkſten Rippen abgeſondert hatte und ſie unter di Waſſer an die Sonne brachte; ſo ſonderten ſie doch ein düd wenig Luft ab, die mir aber, die Wahrheit zu geſtehen, ſän aus den Winkeln der Rippen an der Stelle, wo das in⸗ nere Zellgewebe des Blatts angewachſen iſt, herauszutreten Oh ſchienen. Ich hatte zwar von dieſen Rippen alles was ſhr mir vom Zellgewebe dranzuhaͤngen ſchien, abgeſchabt, Geſ allein meine Vorſicht war vergebens, weil dieſe Rippen Pr ſelbſt einige Faſern vom Zellgewebe enthalten, von de⸗ 3 nen ————— ᷣ————————— Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 67 r, wel nen ſie ihre gruͤnliche Farbe erhalten, und dieſe Faſern d. vel erzeugen die kleinen Luftblaſen, die bisweilen auf den beweiſn Rippen zum Vorſchein kommen; mit Einem Wortke, det aber dieſe Stiele, dieſe Rippen der Blaͤtter oder dieſe Buͤn⸗ del von Faſern und Gefaͤßen ſind ſelbſt wieder mit einem ſehr duͤnnen Zellgewebe uͤberzogen, das zur Abſonderung der gleich Luft, die man wahr nimt, wenn man ſie unter aſſer 2 an die Sonne ſtellt, Anlaß geben mag. Ueberdies iſts wahrſcheinlich, daß die Oefnungen der Luftgeſaͤße nahe ſi de⸗ an dieſen Rippen liegen oder von den Rippen ſelbſt, ethwen⸗ weſche nichts anders als Buͤndel von Gefaͤßen ſind, aus⸗ Wirfun⸗ laufen. Wenigſtens haͤngen ſich die Luftblaſen da be⸗ ann die ſtaͤndig an, obgleich die Rippe der Theil am Blatte iſt, atts zu der am tiefſten im Waſſer liegt. Auch iſt noch gewiß, Weſh daß die Blaͤtter die Luft und den Saft, der zu ihrer Er⸗ geſches naͤhrung erfodert wird, durch die Stiele einziehen, und inunte daß leztere die Blaͤtter mit der uͤbrigen Pflanze dadurch iſchi⸗ in Verbindung ſetzen, daß ſie ſie mit dem Zweige, an dem ſie vegetiren, verbinden. 2) Das Oberhaͤutchen des Blatts gibt keine Luft. (wenn Schaͤlt man ein Blatt von der Hauswurz, von der Ver⸗ Aloe, oder vom Schweinsbrote(Chclamen europ. Linn. ſeben Le Cyclamen) behutſam, und ſaͤubert dann dieſes Ober⸗ ſtärk haͤutchen ſorgfaͤltig von allen etwan noch dran haͤngen ermu⸗ gebliebenen Theilchen des Zellgewebes, und ſetzt es un⸗ guben. ter dem Waſſer der Sonne aus; ſo ſtoͤßt es keine Luftblaſe Ställe aus und ſteigt ja eine auf, ſo entdekt man bald das unter Theilchen vom Zellgewebe, das ſie kann hervorgebracht dan haben. 6 4 ine Es wird nicht unnuͤtz ſeyn, das beſondere Feſthalten des utreten Oberhaͤutchens am Zellgewebe hier anzumerken. Dieſes iſt es was ſehr ſtark, und ruͤhrt ohne Zweifel von den Faſern oder ſchabt, Gefaͤßen, die ihm die benoͤthigte Nahrung zufuͤhren, Jiopen her. Man entdekt auch dieſe Faſern auf dem Oberhaͤut⸗ pn der chen oder doch wenigſtens ihre Enden, die nach ihrer nen E 2 Zer⸗ 68 Eiſte Abhandlung. Zerreiſſung an ihm ſitzen bleiben; doch muͤſſen ſich dar⸗ 6 unter nothwendig auch die aͤuſſerſten Enden von Luftge⸗ Etu faͤßen, die ſich auf des Oberhaͤutchens Oberflaͤche oͤfnen, lüt und ſie ganz durchdringen, beſinden. Es gibt da⸗ ri her auch nur wenig Blaͤtter, die ſich leicht ſchaͤlen bii laſſen, beſonders haͤlt dies bei ſolchen ſchwerer, die kugel⸗ läcn foͤrmige und große Luftblaſen ausſtoßen, weil ihre Ge⸗ mi faͤße, wodurch das Zellgewebe mit dem Oberhaut⸗ tanl chen zuſammengehalten wird, entweder ſtaͤrker oder zahl⸗ ſannde reicher ſind. Man erblikt auch auf dem Oberhaͤutchen melnen deutlich die Spuren von allen Gefaͤßen des Zellgewebes anern, und die Abdruͤcke von ihnen verbleiben auch, nachdem dattich, das Oberhaͤutchen von ihnen abgeloͤßt worden, beſtaͤndig unt den darauf. Man kann dieſe Beovachtung mit dem Ober⸗ ther aue haͤutchen eines Blattes von einer dieſer Pflanzen unterm ſern,a Vergroͤßerungsglaſe ſehr leicht anſtellen. Vielleicht lieſ⸗ ſhälen ſen ſich auf dieſe Art die Luftgeſaͤße des Zellgewebes, nr, der die das Oberhaͤutchen durchdringen und auf deſſen Ober⸗ Dhrr flaͤche auslaufen, entdecken. dyeled 3) Das Fellgewebe ſcheint mir die einzige Quelle ſic dieſer Luft zu ſeyn, welche die Sonne aus den Blaͤt⸗ de ha tern, die man ihrer Einwirkung unter Waſſer ausſetzt, ünch herauszutreiben vermag. 5 Zerreißt man ein Blatt unterm Waſſer und betrach⸗ ganm tet es alsdann durch eine Loupe; ſo ſieht man ſogleich die ten Luft zwiſchen den beiden Oberhaͤutchen des zerriſſenen de Stuͤks herausgehen. Sie wartete nur auf einen Aus⸗ d gang, um dies zu thun. Laͤßt man ein ſolches zerriſſe⸗ nes Blatt unterm Waſſer liegen; ſo ſieht man weit we⸗ niger uft durch die Oberflaͤchen heraustreten weil deren b viel durch den zerriſſenen Theil herausgeht; druͤkt man d8 endlich ein zerriſſenes Blatt mit den Fingern, ſo nimt vnn man wahr, daß die Luft zwiſchen den beiden Oberhaͤut⸗ ſi chen an der Stelle, wo der Schnitt geſchehen, in Men⸗ uun ge herausgeht. iiß ——————— 2——ÿ ꝗ—;q —————————— Vom Einfluße des Sonnenlichtsꝛc. 69 ic dar Schaͤlt man ein Blatt von der Hauswurz, vom duſtge, Schweinsbrote, oder von der Aloe, welches ſich ſehr öfnen, leicht thun laͤßt; und bringt ein ſolches geſchaͤltes Blatt it da⸗ unter einer mit Waſſer angefuͤllten Glocke an die Sonne; ſchälen ſo ſieht mon bald die Luft auf allen Seiten heraustreten, 1 fugel ja es geſchieht zum Theil faſt augenbliklich, wenigſtens ore Ge⸗ weit geſchwinder, als aus einem mit ſeinem Oberhaͤut⸗ eerhaͤut⸗ chen bekleideten und auf die naͤmliche Art unter Waſſer er zahl⸗ liegenden Blatte. Dieſelbe Beobachtung laͤßt ſich auch auichen an einem machen, davon man einen Theil geſchaͤlt, den gewebes andern aber unverſehrt gelaſſen hat. Da ſieht man ſachdem deutich, wie die Luft ſowohl aus dem geſchaͤlten, als ſtaͤndig aus dem ungeſchaͤlten Theile heraustritt, man bemerkt Ober⸗ aber auch noch ferner, daß ſie geſchwinder aus dem er⸗ nterm ſtern, als aus dem leztern herausgeht, und auf dem ge⸗ ht lieſ⸗ ſchaͤlten eine ſammtartige, aus einem Haufen ganz klei⸗ eebes, ner, dem Auge unbemerkbaren, Luftblaͤschen beſtehende Ober⸗ Oberflaͤche bildet, da hingegen auf dem ungeſchaͤlten Theile die Luftblaſen groß und mehr zerſtreut ſind. Das iſt aber noch nicht genug: als ich von dem Zellgewebe duch der Hauswurz oder der Aloe verſchiedene duͤnne Stuͤk⸗ chen abſchnitt, und ſie unter Waſſer an die Sonne ſtell⸗ gſett, te; ſo gaben mir die dem Oberhaͤutchen zunaͤchſt gelege⸗ nen Schnitichen, wie auch di aus der Mitte des Blatts trach⸗ genommenen, auf gleiche Art Luft und unter der naͤmli⸗ ſch die chen Geſtalt; auch ſtand die Menge derſelben mit der ſenen Dicke diees Schnittchens vom Zellgewebe beſtaͤndig im Aus⸗ Verhaͤltnis. rriſſe⸗. t we⸗ Man ſieht die Luft aus den Gefaͤßen des Zellgewe⸗ deren bes herausſtroͤmen, und es kam mir durch die dritte man zinſe des Dollondſchen Vergroͤßerungsglaſes vor, als nint wenn ſie bei ihrem Heraustreten den ausfuͤhrenden Ge⸗ äu ſaͤßen eine kegelfoͤrmige Geſtalt gaͤbe, ſo daß ihre Oef— Men⸗ nungen, durch welche dieſe Luft herausfaͤhrt, ſich an dieſer Stelle ſchienen ſehr erweitert zu haben, um dieſer duſt, chaͤt E 3 welche 7⁰ Erſte Abhandlung. weſche aus dieſen Oefnungen gern herausfahren wollte, V A freien Ausgang zu geden. i, Kurz man nimt dieſe Luft im Zellgewebe ganz ſen en deutlich wahr. Dieſes ſcheint in den Blaͤttern der nmi Hauswurz und der Aloe aus mehrern Reihen von Blaͤs⸗ ſak, chen zu beſtehen, die in dem Blatte auf deſſen Grund⸗ enn flaͤche ſenkrecht von oben nach unten zu liegen, unterein⸗ n nd ander parallel laufen, und einander berühren. Dieſe ſtein, Blaͤschen liegen zwiſchen gruͤnen Faſern und werden b terdumt durch ein Zuſammenſchnuͤren gebildet, das durch Fa⸗ dl Nan ſern, welche die Blaͤschen unter rechten Winkeln ſchnei⸗ mſtni den, geſchehen zu ſeyn ſcheint. Dieſe Blaͤschen laſſen an ſche ſich durch die Knoͤtchen vorſtellen, welche die Frauen⸗ b triren zimmer machen, wenn ſie fleißig thun wollen. Dieſe E's könn Blaͤschen ſind gewoͤhnlich ſehr durchſichtig und man kann Urkun die Fluͤchtigkeit, welche ſie enthalten, ſehr deutlich durch niebef ſie ſehen V ferer, Legt man ein ganz duͤnnes Schnittchen von dieſem ſhwal Zellgewebe in einem Taſchenuhrglaſe unter Waſſer, dekt ein andres ſolches ganz kleines Glaͤschen, ebenfals voll 6 Waſſer, daruͤber, ſtellt dieſe ganze Geraͤthſchaft ſo in emeenuh. die Sonne urd betrachtet ſie alsdann durch die dritte ſevid Linſe eines Dollondſchen Vergroͤßerungsglaſes(eine Mlat ſtaͤrkere konnte ich dazu nicht gebrauchen); ſo ſieht man ügſch die Luft aus dieſen Bläschen herausfahren: je duͤnner i und kleiner aber dieſes Stuͤkchen iſt, je ſchneller wird ihe auch die Luft gaͤnzlich verſchwinden und die Blaͤschen ſich an Umfange(volume) vermindern; beſonders weil Wa dieſe ſolchergeſtalt zerriſſenen Theilchen des Zellgewebes, I d nicht ferner die Kraft beſitzen, neue Luft aus dem Waſ⸗ ſer einzuſaugen und in ihren zerriſſenen Geſaͤßen zu ver⸗ then arbeiten. gep Vergleicht man den Zuſtand eines Blatts von der Lff Hauswurz, das mit ſeiner Luft noch angefuͤllt iſt, mit Fexru einem, das die ſeinige bereits ausgeſtoßen hat; ſo findet ſine man V ——— 4———— Vom Ein uße d 3 un fluße des Sonnenlichts ꝛc. 21 man einen ſehr große.. aus dem e Aahn zelade ſü⸗ In einem Blatte, e gen laſſen, ſcheint die Eutfe einer ꝛuft hat herausgehen ganz 1 ſcheint die Entfernun wiſch 4 9 b en der ſern geringer zu ſeyn, man weeif 1 en den gruͤnen Fa⸗ Blaͤs⸗ getrennten und eingeſchloße ike darin nicht weiter die jrund⸗ ſtalt, in der ich ſie mlr den Sulhee⸗ in der Ge⸗ kerein⸗ zimmer verglich; Den noͤtchen der Frauen⸗ glich; ſondern ſie ſind k 2mj Dieſe dert, und durch große Zwi ind kugelfoͤrmig, abgeſon⸗ verden ſcheint, als wenn ſich dieſe Wiſchomed e getrennt. Es Fo⸗ bereanent halken, anſtat 5 uftblaſen in ihrem Geſchaͤft 8 Der Ra 17 zalt t mit den andern aufzuſteige ſchnei⸗ taum zwiſchen den gruͤnen Faſ zuſteigen. laſſen menſehnuͤrungen ſind wei gruͤns aſern und den Zuſam⸗ b d chei d weit weniger durchſichtig die Blaͤs Ahenr zen ſcheinen auch mehr verlaͤngert und Te ugemer dieſe ſchnuͤren erſchlaft oder beinal gert und das Zuſammen⸗ kann Es koͤnnte gar wohl ſeyn deß d nz vergangen zu ſeyn. urch Wirkung des Zuſtandes waͤre deſts zußes Anſehen die webe befindet dena 7 em ſich das Zellge⸗ t, denn in demſelben tritt alsdar ärt ſeſem berde weil alles darin halbleer und wichis venn duner voll Erlei rleidet dieſes Bl 1 in tenmahle die deieo e a bun der Hauswurz zum zwei⸗ ritte ſo wird der U g der Sonne unter dem Waſſer; eine nterſchied zwiſchen dem Zel en Blatts und dem von einem Blat Zellgewebe dieſes man abgeſchnitten iſt, noch weit. das von der Pflanze ner verſchwinden ſogleich, man eſan Die Blaͤschen vird gruͤnen Faſern. De dan üehe nichts weiter, als die hen ein durchſichtiges Anſehen n wiſchen ihnen, anſtatt weil Glanz, und es iſt faſt nichts zu aben, verliert ſeinen es, licht durchfallen laͤßt, odr dieſe vorhanden, was das 5t, oder dieſe durchſichtigen Stellen Vaſ⸗ ſind zum weni gſten ſehr zerſtreut. Die bei ſ igſte. Die beiden Oberhaͤut⸗ hen haben ſich einander ſehr genaͤhert, me he huge ver⸗ geſpannt, ſondern bekor nmen Runzeln; 1 der Luft das Blatt abgeſondert hat dis n; Kurz, je mehr mit zerruͤtteter ſeine Organiſation z1 ſchlaffer wird es; je ndet ſeine Gefaͤße, indem ſie ei iſt; deſto mehr werden 7 ſie einander draͤngen, aufhoͤren, S4 ſicht⸗ man —— 7² Erſte Abhandlung. ſichtbar zu ſeyn, und ein ſolches Blatt, das vorher ſehr ſie ddit war, wird zu der Dicke zweier Bogen Papier zuſam⸗ Kä menſchwinden, ob man gleich gewiß iſt, daß das Waſſer, dh in dem es lag, beinahe gar nichts von ihm aufgeloͤßt En habe. Diihän Ich machte einen Verſuch und leate ein Blatt von eie der Hauswurz in rothgefaͤrbtes Waſſer, um zu ſehen, ob Eid, es die davon gehende Luft in den Gefaͤßen erſetzen wuͤrde. Duut Es ward aber nichts geſaͤrbt, als die feſten Theile, wel⸗ 1 Gſ ches beweißt, daß dieſe Gefaͤße Luftgefaͤße und fuͤr ſir ſt dieſe Tinktur undurchdringbar ſind und dies um deſto vm au mehn, da der ſaͤrbende Theil ſich in den feſten Theilen, ſndemn den Faſern, zwiſchen denen die Bläschen liegen, zeigt. in olen Ich kann nicht umhin, beizufuͤgen, daß ſich dieſe 8 Schlafheit der Blaͤtter, die mir zu meinen Verſuchen pitnit dienten, nicht aus der Verdunſtung der Saͤfte, von dn de⸗ welchen ihre Gefaͤße angefuͤllt waren, erklaͤren laͤßt; weil diſe dieſe Blaͤtter unter dem Waſſer in dieſen Zuſtand ver⸗ lae e 4 huchen ſetzt wurden und weil dieſe Blaͤschen darin eben ſo leer in ſh werden, wie in der freien Luft mit ihnen geſchieht, Abe. wenn ſie vertroknen. 3 1 dn da Kurz, das Blatt von der Hauswurz ſchrumpft beim w Vertroknen ſo zuſammen, daß es wenigſtens 3. von ſei⸗ M ner Dicke verliert und bleibt, da es ſonſt ſo dick iſt, bei⸗ zeli nahe nicht ſtaͤrker, als die beiden Oberhaͤutchen ſind. 1 Man nimt darin ferner keine Spur von Luft mehr wahr, b N und bemerkt ſogar die vertrokneten und plattgewordenen b m Blaͤschen. Auch habe ich noch beobachtet, daß die ver⸗ V u trokneten Blaͤtter, nachdem ſie ihre Luſt unterm Waſſer ausgeſtoßen hatten, eine weit geringere Anzahl von 83 ſichtbaren Blaͤschen enthielten und daß dieſe weit platter 3 waren. Sollte wohl das Waſſer dieſe Gefaͤße aufloͤſen? den Dies glaube ich nicht, ſolange ſie nicht lange im Waſſer liegen und lezteres ungefaͤrbt iſt, aber ihre Seiten ſind dug fo 7 Vom Einfluße des Sonnenſichts ꝛc. 73 heſh ſo duͤnne, daß wenn dieſe ſich einander genaͤhert haben, Wrcr es ſaſt unmoͤglich iſt, ſie zu entdecken. Waßfer, ufgeldßt Dieſe ſolchergeſtalt eingeſperrte und in den Blaͤs⸗ chen des Zellgewebes verarbeitete, Luft dringt durchs lrt din Oberhaͤutchen durch; bis auf diejenige, welche durch den Stiel, oder durch die Grundfläche der Blaͤtter ohne ꝛDen, cb Stiel, oder lieber noch durch die zerriſſenen Theile des wurde. Blatts heraus geht. Beſtreicht man beide Flaͤchen ei⸗ be vel nes Blatts, das an einer Pflanze ſitzt, mit Mehlklei⸗ ind für ſter; ſo tritt, wie ich ſchon angemerkt, keine Luft heraus, 1 diſi wenn auch gleich das Blatt der Sonne bloßgeſtellt bleibt, Velen, ſondern man bemerkt vielmehr, daß das Oberhaͤutchen zeigt. von allen Blaͤttern, die unter Waſſer an der Sonne ſte⸗ diſ hen, ſich mit Blaſen uͤberzieht, die immer mehr an⸗ ſachen ſchwellen, bis endlich ihr Umfang,(volume) ihre Ad⸗ don haͤſion uͤberwindet. Kurz, man darf wohl nicht zweifeln, 4 1 daß die Luft, welche bie Blaͤtter abſondern, die unterm zudet Waſſer der Sonne blosgeſtellt ſind, durch das Ober⸗ d ue haͤutchen der Blaͤtter heraustritt, da dieſe Blaͤtter deren ſe A eine ſehr betraͤchtliche Menge austreiben, ob ſie gleich hicht an der Pflanze ſitzen, ſie auch ſorgfaͤltig unterſucht wor⸗ den waren, um verſichert zu ſeyn, daß ſie keine Wun⸗ beim den hatten. —n ſei⸗ Aber hier iſts, wo das Problem verwickelt wird, bei⸗ ja Anfangs gar unaufloͤßlich zu werden ſcheint. Geht ſind. die Luft durchs Oberhaͤutchen der Blaͤtter heraus, wie vahr, ſich nach allen meinen Beobachtungen und Bemerkun⸗ denen gen nicht zweifeln laͤßt; ſo muß man ſich natuͤr⸗ ever⸗ lich dieſes Oberhaͤutchen von einer Menge ꝛoͤcherchen Boſſer durchbohrt, vorſtellen, die dazu dienen, der Luft, die l von das Oberhaͤutchen bedekt, Ausgang zu verſchaffen, wenn ane die Blaͤtter unter dem Waſſer an der Sonne ſtehen. ?. 34 Ich dachte mir dieſes Oberhaͤutchen als ein ganz ſind durchſichtiges Nezchen, und ſtellte mirs mit den verſchie⸗ 5 E5 denen ——— 74 Erſte Abhandlung. 8 denen Pflanzenbeobachtern mit oͤchern bedekt vor. Ich Kuuch wollte mir aber doch dieſes Schauſpiel ſelbſt verſchaffen tban di und mit eignen Augen die Oefnungen dieſer Kanaͤle ſehen, ev aus denen die Pflanzenluft, die ich unterſuche, heraus⸗ riches tritt. Zu dieſem Zwek ſchälte ich ein Blatt von der i Hauswurz und ſpannte es in einen kleinen Rahmen, biñ aber nicht zu ſtark, damit es nicht zerriſſe. Alsdann m ahi betrachtete ich es durch die ſchwaͤchſte Linſe eines Dol⸗ mn uag londſchen Vergroͤßerungsglaſes, nahm aber nicht Ein mieche einziges koͤchelchen gewahr, darauf nahm ich die andern wüuſche 5. Linſen dieſes Werkzeugs, ſah aber auch nichts meh⸗ duun, rers. Ich ſah zwar eine Menge Punkte, die durchſich⸗ ndſe tiger waren, als das Uebrige des Oberhaͤutchens, auf Arriße dem man ſie wahr nahm; allein ich konnte nicht bemer⸗ td ken, daß einer davon das Licht durchfallen ließ, es mochte durhſ grade einfallen, wann ich das Oberhaͤutchen gegendaſſelbe In Fer hielt, oder durch den Spiegel zuruͤk geworfen ſeyn. Um I aber doch alle Taͤuſchung zu vermeiden, ſo ſtach ich mit der Es Spitze einer ſehr feinen Nehnadel etliche Loͤcherchen in uſ be dieſes Oberhaͤutchen, worauf ich ſogleich das Licht durch hin dieſe Loͤcherchen fallen ſah, hingegen durch den nicht Aan durchſtochenen Theil des Oberhaͤutchens gar keins. ru Atas Drauf wiederhohlte ich dieſen Verſuch mit einem 7— vortreflichen Sonnenmikroſkop von Dollond. Ich 4 ſah aber nur mit groͤßrer Deutlichkeit die durchſichtigſten zuſ Stellen des Oberhaͤutchens, verſicherte mich aber, daß tui es nicht ofne Loͤcherchen waren, indem ich, wie bei dem inſa vorigen Verſuche Loͤcherchen hinein ſtach. Indes war d der Unterſchied zwiſchen dem Licht, das durch die koͤcher⸗ mate chen ſiel„ und jenem, das durch die durchſichtigſten Stel⸗ Do len dieſes Oberhaͤutchens drang, noch gar ſehr gros. wmie Ich bemerkte an dieſen durchſichtigern Stellen ſogar ihnle deutlich das Haͤutchen, welches dem Lichte das unmittel⸗ als ich bare Durchfallen verwehrte. Da dieſes Haͤutchen aber in dieſem Theile duͤnner, als an andern war; ſo ließ ui es I ———. Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 75 k. ehh es auch eine groͤßere Menge Lichtſtrahlen durchfallen, lle ſehen als an den dichtern, und verſtattete auß ſolche Weiſe dem 989, 1 g 4 9 4 heraug⸗ Lichte mehr Lebhaftigkeit, aber doch bei weitem die nicht, von der welche es hatte, als es durch die geſtochenen Loͤchelchen fiel. lahmen, Endlich koͤnnte man noch auf den Gedanken verfal⸗ Alsdann len, daß die uft durch die Haare, die man auf den Blaͤt⸗ s Dol⸗ tern wahrnimt, dringt. Wenigſtens ſammelt ſie ſich icht Ein um die Haarbuͤſchel, die auf den Blättern des gemeinen eandern indianiſchen Feigenbaums(Cadlur Opuntia Linn. L. ts meh⸗ Opuntia), ſtehen. Allein die Haare auf den Pflanzen urchſich haben alle keine ſichtbare Oefnung, wie man ſich durchs s, auf Vergroͤßerungsglas uͤberzeugen kann, wenn man ſucht, bemer⸗ das Licht durch das Loch, wenn anders eins vorhanden mochte iſt, durchfallen zu laſſen. Es verſteht ſich, daß man zu aſſelbe diß Perſuchen ſehr kurze Stuͤkchen Haare nehmen . Um mußz. nit der Es folgt alſo, daß das mit allen Huͤlfsmitteln der hen in Kunſt bewafnete Auge keine der Ausgaͤnge zu entdecken durch vermag, welche die Einbildungskraft der Beobachter, nicht der Luſt, die aus denen der Sonne unter Waſſer blos⸗ 3 geſtellten Blaͤttern herausgeht, eroͤfnete und daß dieſe Ausgaͤnge unſern Unterſuchungen eben ſo verſchloſſen einem bleiben; die Oberhäutchen, mit denen man die Verſu⸗ Ich che anſtellt, moͤgen aus einer Materie beſtehen, welche tigſten es auch ſei. Die duͤnnſten ſowohl wie die dickſten, trockene , daß oder feuchte, geben immer dieſelben Reſultate. jder Der um die Pflanzenkunde ſich ſo ſehr verdient ge⸗ icher⸗ machte Herr de Saußure hat uͤber die Loͤcherchen des Stt⸗ Oberhaͤutchens in ſeinen 1762. herausgegebenen Obſer- vations fur P'écorce des feuilles& de pétales ſelbſt einige gro aͤhnliche Beobachtungen angeſtellt, wie er mir meldete, ſan als ich ihm die meinigen mittheilte. aber Gleichwohl geht die Luft durchs Oberhaͤutchen durch, dließ dies laͤßt ſich nicht laͤugnen; bloße und mit den Lden Mä⸗* es 76 Erſte Abhandlung. Glaͤſern bewafnete Augen entdecken dies, wenn ſie davon dn geht. Welches ſind denn alſo die Oefnungen, wodurch u n ſie herausgeht? Das weiß ich nicht, doch kann man ihr ulinn Daſeyn nicht laͤugnen, ob man ſie gleich nicht gewahr ſea werden kann. Die Luft durchdrinat die Haut, welche ,n 9 die Blaſe bildet, nicht, wiewohl dieſe Haut oft ſo durch⸗ wrah ſichtig und beinahe eben ſo duͤnne iſt, als das Ober⸗ deg hautchen der Hauswurz. Es iſt klar, daß die Luſt das Oberhaͤutchen der Hauswurz nur deswegen durchdringt, den weil ſie mit kleinen Loͤchern bedekt iſt, die jener den dedr uf Durchgang verſtatten, ſo daß wenn ſich auch ſchon dieſe in ſit Loͤcherchen nicht durch die Sinne wahrnehmen laſſen; fler,) die Vernunft ſich doch nicht weigern kann, das Ober⸗ 3 5 haͤutchen der Slaͤtter mit Loͤcherchen zu beſaͤen, wiewohl ſazen ſie ihr D Zaſehn auch nicht einmahl nur fluͤchtig annimt. In 5 d der That, wenn man anfangs enenh ſeß he kleine Blaͤschen 3 hian auf den Blaͤttern zum Vorſchein kommen und dann un⸗ uhl vermerkt anwachſen ſieht, was ſoll man daraus fuͤr einen Kar Schluß ziehen? Daß dieſe Blaͤschen noch weit kleiner des durch haben ſeyn koͤnnen, eh man anfing, ſie zu bemerken, dneeſuche und daß ſie aus Oefnungen herausgetreten ſind, die der tägezogen Starke unſerer beſten Glaͤſer trotzen. Ich bin nicht— p kläne geneigt, das anzunehmen, was mir meine Sinne nicht dahrz be zeigen; leiten ſie aber meine Vernunft ſo, daß ſie das no l durchdringt, was ihnen entwiſcht, dann halte ich meine hndhge Vernunft fuͤr ein beſſeres Vergroͤßerungsglas, als eins hete von Dollond und von Dellabarre. Wahr iſts frei⸗ h b lich, daß man ſich mit ſolchen Schluͤſſen nicht uͤber⸗ dag. eilen muß, doch glaube ch, daß ſie F gegruͤndet ſeyn im koͤnnen. V dn V ende Uebrigens treten auch einige Betrachtungen ein, die n mich das Daſeyn ſolcher Loͤcherchen zu glauben veranlaſ⸗ b durch ſen. Ich will derer nicht erwaͤhnen, die man in dem V gäut Oberhaͤutchen unſrer Haut bemerkt. Sie ſind zu groß⸗ hm um mit denen, die ich mir gedenke, verglichen zu ven V tmi V Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 77 ſe doro den; wenigſtens aber ſieht man doch hier ein Verfahren wedurch der Natur, das dam, welches ich glaube vermuthen man ihr zu koͤnnen, aͤhnlich iſt. Es drinat aus der Haut eben t gewahr ſowohl Luft heraus, als aus dem Oberhaͤutchen der Blaͤt. i, weich ter, und in beiden Kaͤllen koͤmmt dieſe Luft aus dem an ſo dung⸗ dem Oberhaͤutchen haͤngenden Netze. 1s Obek. di Die glaͤnzenden Punkte auf dem Oberhaͤutchen, die⸗ chdringt, ſer Theil, den ich ſürt duͤnner, als die andern halte, iſt ener den vielleicht auch der, worin ſich die Lcherchen beſi den, hon dieſe die der Luft den Ausgang verflatten. Durch eine Roͤhre laſſn; von ſehr engem Kaliber iſt der Durchgang um deſto leichter, je kuͤrzer ſie iſt. Es ſcheint mir ferner, daß dieſe ndn glaͤnzenden Punkte beſonders an den Stellen ſich beſin⸗ nt. In den, wo das Oberhaͤutchen am ſtaͤrkſten geſpannt iſt, Nischen nahe an den ſtarken Rippen und auch eben da laͤßt ſich dan ui. die Luft beſonders wahrnehmen. r einen Kurz, das Oberhaͤutchen haͤngt am Zellgewebe beſon⸗ kleiner ders durch alle die von mir beſchriebenen Faſern feſt an. nerken, Unterſucht man nun dieſes Oberhaͤutchen, nachdem man es die der abgezogen hat, aufmerkſam; ſo nimt man eine Men⸗ in nicht ge kleiner Punkte, welche zerriſſene Faſern anzeigen, e nicht wahr; beſonders aber iſt dieſes Oberhaͤutchen dergeſtalt ſie das ans Zellgewebe geheftet, daß, nachdem es von demſel⸗ meine ben abgeloͤſet worden, alle die Furchen, welche die Une⸗ ls eins benheiten des Zellgewebes eingedrukt haben, darauf ſicht⸗ ftei⸗ bar bleiben; ein Beweis, einer ſehr genauen Verbin⸗ uͤber⸗ dung. Da uͤberdies nach des Herrn de Saußure Be⸗ t ſeyn merkungen, das rindichte Nez(reſeau cortical) mit dem Zellgewebe verbunden bleibt; ſo kann es durch eine andre Gatkung von Bande, das Zellgewebe gar leicht in, die mit dem Oberhäurchen verbinden. Vielleicht tritt randſe durch die Gefaͤße des gedachten Netzes, welche das Ober⸗ u dem haͤutchen durchdringen, die Luft heraus. Wenigſtens Wgrſ nahm dieſer vortrefliche Beobachter wahr, daß die Fa⸗ — ſern dieſes Netzes unter einander anaſtomoſirten( Vna 9⸗ den; „ 78 Erſte Abhandlung. ſtomoſer), ſie ſchienen ihm ſogar mit einer durchſichti⸗ ma gen Fluͤßigkeit angefuͤllt zu ſeyn. Dieſer Natu forſcher, ee in deſſen Beobachtungen ich ſo viel Vertrauen ſetze, als ſfhi in meine eignen ſorgfaͤltigſten, ſagt in ſeinem Buche, das Dedeg von allen, die ſich der Phyſik der Pflanzen widmen, nicht genug ſtudirt werden kann, ſerner, er habe gefunden, 6 0. daß die Saftblaͤschen des Zellgewebes der Blaͤtter mit 1 ihren Druͤſen und mit dem rindichten Netze zuſammen⸗ bängen, und zwar ſehr feſt, welches eine genaue Verei⸗ nigung des Zellgewebes ſelbſt und des Oberhaͤutchens be⸗ eind weißt. Soll ich noch hinzuſetzen, daß weil das geſchaͤlte hed ue Zellgewebe viel Luft ausſtoͤßt, wenn es unter Waſſer i, 6 an der Sonne ſteht, das von ihm abgezogene Oberhaͤut⸗ b nu-s chen aber gar keine; dieſe Luft nothwendig durch Lezte⸗ ae ſtit res, welches Erſteres bedekt, herausgehen muß, wel⸗ dtt,ſe ches nur durch die oͤcherchen, die das Oberhaͤutchen hüch haben muß, geſchehen kann.— Was endlich noch keinen Zweifel am Daſeyn der b 1” Loͤcherchen im Oberhaͤutchen der Blaͤtter uͤbrig laͤßt, iſt ſj uf die klebrige Feuchtigkeit, die ſich auf einer großen Men⸗ Vn ſu ge Blaͤtter findet und die einen Ausgang, und zwar blumei einen weit raͤumigern verlangt, als die Luft, die man dt herausgehen ſieht; wird man ſonach in dieſen Blaͤttern b 1)¹ die Loͤcherchen nicht gewahr, welche dieſer klebrichten mnit Feuchtigkeit einen Ausgang geben, wie kann man hof⸗ mms fen, die Luftloͤcherchen zu ſehen? purh Zu Erzeugung dieſer Luft wird aber eine Organiſa⸗ d tion im Blatte erfodert; denn ich ließ mir aus dem Waſ⸗ guie ſergauchheil(Veronica Beccabunga Linn. Le Bécabun- güdm ga) und aus dem Loͤwenzahne(Leontodon Taraxacum in Linn. Dent- de- lion), Saft zubereiten, brachte davon Ire unter meine Glocken und ſtellte ſie an die Sonne, es kam Mt aber keine erzeugte Luft zum Vorſchein; woraus alſo u R zu ſchließen iſt, daß die Luft aus den Blaͤttern ein Pro⸗ unnn dukt der Vegetation iſt, das im Zellgewebe ausgearbeitet m wird ——— Vom Einfluße des Sonnenlichtsꝛc. 79 rraͤſchne wird und durch das Oberhaͤutchen herausgeht. Mein ſeihe, Schluß iſt deſto ricé tiger, weil die Blaͤtter um deſtomehr ſebe dis Luft abſondern je friſcher, muntrer und von lebhaftern uche di Wachsthume ſie ſind. nen, richt gefunden 4 2.. dne u 18. Die Blaͤtter ſind nicht die einzigen Pflan⸗ ſommen⸗ zentheile, welche die Vegetationsluft te Verei⸗ hervorbringen. chens be⸗ Sind die Blaͤtter die alleinigen Pflanzentheile, wel⸗ Wie che der Einwirkung der Sonne unter dem Waſſer blos⸗ berhaͤut⸗ geſtellt, Luft abſondern? Dieſe Frage muſte im Ver⸗ h Leze ſtande des Beobachters, der ſich mit dieſen Unt rſuchungen h, ud beſchaͤftigte, ganz natuͤrlich entſtehen. Ich habe ge⸗ aucc ſucht, ſie aufzuloͤſen und dies ſind die Reſultate meiner er Verſuche. 1) Die Rinde des Holzes und der Stengel, gibe un der nicht mehr Luft, als das Oberhaͤutchen der Blaͤtter, ßt, iſ wenn nur dieſe Rinde ſorgfaͤltig abgeſchaͤlt, und nicht Men⸗ ſo lange im Waſſer gelaſſen wird, daß ſie die Wirkun⸗ 1 Pn gen der Gaͤhrung untergeht. lättern 2) Das ellgewebe oder der gruͤne Theil, der richten unmittelbar unter der Rinde liegt, ſondert viel Luſt ab, n hoſ⸗ wenn es unter Waſſer an die Sonne geſtellt wird und zwar ſobald die Sonne auf daſſelbe wirkt. aniſa⸗ Die große Aehnlichkeit, die man zwiſchen dem Zell⸗ Waſ⸗ gewebe der Blaͤtter und dem der Zweige oder der Sten⸗ abun⸗ gel bemerkt, verſtatten keinen Zweiſel an der Aehnlichkeit racum ihrer Luftprodukte. Dieſe Zellgewebe haben einerlei davon Farbe, einerlei Organiſation, ſie liegen zwiſchen den es iam Maſchen des rindichten Netzes, ſie werden zu Holz und aſo zu Rinde. Die Blaͤtter laſſen ſich, wenigſtens wenn ſie 1pr vertroknen, als eine Art von Holz betrachten. Kurz, baltet ſe wie die Blaͤtter allerwegen wo das Oberhaͤutchen zer⸗ witd riſſen 8⁰ Erſte Abhandlung. riſſen iſt, Luft abſondern, wie man im luftléeren Raume oder wenn ſie unterm Waſſer an der Sonne ſtehen, ſe⸗ hen kann; eben ſo kann man auch aus den Hervorragun⸗ gen des Zellgewebes, die ſich im Oberhaͤutchen endigen, die Luft durch die beiden angezeigten Mittel in reichem Maaße herausgehen ſehen, und zwar eben ſolche, als die Blaͤtter geben. Dies dient auf eine andre Art zum Beweiſe, daß allein das Zellgewebe, ſowohl der Blaͤt⸗ ter als der Zweige, die einzige Quelle oder die allgemeine Werkſtaͤtte der Luft iſt, welche die Blaͤtter und die Zweige ausſtoßen. 113 Der Splint(Liber) gibt ein wenig Luft; ich bin aber uͤberzeugt, daß ſie von der gruͤnen Materie des Zellgewebes, das ihn umgibt, oder an ihm haͤngt, er⸗ zeugt wird. 4) Das mit Luftgeſaͤßen durchzogene Holz ſondert nach unſerm Verfahren, wenn es wohl abgewaſchen und nicht etwan ſo lange Zeit unterm Waſſer liegt, daß es darin in Gaͤhrung geraͤth, gar keine Luft ab. Ich habe es in kleinen Faſern unter Waſſer an die Sonne geſtellt, damit es ihr eine groͤßere Flaͤche darbieten und die Luft⸗ gefaͤße mehr entbloͤßt ſeyn moͤchten; allein es gab des⸗ halb doch nicht mehr Luft. 3) Das Mark, welches aus ſehr großen, mit Luft angefuͤllten Blaſen zuſammengeſetzt iſt, gibt nach unſerm Verfahren ebenfalls keine Luft, weil das Licht dieſe entlegenen Theile der Pflanze nicht trift und weil die Luft, welche das Holz und das Mark enthalten, nicht die wirkliche Vegetationsluft iſt. 6) Endlich habe ich dann auch mit den Blumen dieſelben Verſuche gemacht und dabei beſtaͤndig wahrge⸗ nommen 1) daß ihre gruͤnen Theile, als der Kelch, wenn ſie unter dem Waſſer an der Sonne ſtanden, Luft ausſtießen. 2) Daß „4 Aten von bace( lliteendie ſchls unten b chint! dätren deGrini ru benicg 4 d tien, unt qirwofen lüſens h In Roſen wenzahn muß ſeei Gi ichdeß länengr demaſte dulge Whdes lome d da edhe tne bled tin ein gen dc das an ſin wj ihlete Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 81 n Raume ehen, ſe⸗ vorragume 2) Daß die gruͤne Huͤlle der Blumenk noſpen dies unter den naͤmlichen Umſtaͤnden ebenfalls thut. endigen, 3) Hatte ich zu bemerken Gelegenheit, daß die nreichem Arten von gruͤnen Blaͤttern, die den Bluͤthen der Weis⸗ lche, als buche(Carpinus Betulus Linn. Le Carme) zu Blumen⸗ Art zum blaͤttern dienen, wenn ſie der Einwirkung des Sonnen⸗ er Blät⸗ lichts unter Waſſer blosgeſtellt ſind, Luft ausſtoßen; Ugemeine es ſcheint mir aber auch, daß dieſe Arten von Blumen⸗ und die blaͤttern eben ſo organiſirt ſind, wie die Blaͤtter, blos ihr Gruͤn iſt ein wenig blaͤßer und des Zellgewebes et⸗ was weniger. 4 ich bin erie des 4) Die Blumenblaͤtter im eigentlichen Verſtande, ggt, er⸗ geben, unter Waſſer an der Sonne ſtehend, keine Luft, oder wofern es geſchieht ſo iſt es Gaͤhrungsluft, we⸗ 8 nigſtens habe ich dies bei einer Menge von Blumen, als ſondert den Roſen. Mohnblumen, Garten⸗Nelken, Veilchen, en und Lswenzahn ꝛc. zu bemerken Gelegenheit gefunden. Hier⸗ daß es bei muß ich anmerken, daß die Blumenblatter weit c habe eher in Gaͤhrung gerathen, als die Blaͤtter. Dies ver⸗ eſtell, raͤth die Farbe des Waſſers leicht. Von allen Blumen⸗ je Luſt⸗ blaͤttern gaͤhren die am ſchnellſten, deren faͤrbender Tyeil ab des⸗ die meiſten ausziehbaren Harztheilchen enthaͤlt. 1 Folgendes aber iſt eine Thatſache, die da beweiſt, . 4 daß das Blumenblatt keine Luft gibt, ohne das gruͤne 0 1 Zellgewebe, welches das Vorrathsbehaͤltnis derſelben iſt. Lcht Die Drachenwurzel(¶Arum dracunculus Linn. Le Dra- weil cunculus ſerpentaria) traͤgt eine Blume, deren Raͤnder alten, eine Flaͤche von einigen Linien geben. Dieſe wird blos durch das einzige Blumenblatt, das auf beiden Sei⸗ umen ten eine violette Farbe hat, gebildet. Unter den uͤbri⸗ ahrge⸗ gen Theilen des Blumenblatts aber liegt ein Zellgewebe, Külch das auf der untern Flaͤche gruͤn iſt, auf der obern aber ait ſeine violette Farbe behaͤlt. Schneidet man nun dieſen violetten Theil, der das Blumenblatt umgibt und das daß J be⸗ ———— — ᷣ’:———.* ‿‿ 2 8² Erſte Abhandlung. beſondere Gewebe deſſelben ausmacht, ab, und ſtellt ihn unter Waſſer an die Sonne; ſo erhäalt man keine n ſ Luft, obgleich das Blumenblatt verlezt worden: hinge⸗ uc gen der Theil von ihm, unter dem das gruͤne Zellgewe⸗ ung be liegt, ſondert, unter gleichen Umſtänden, Luft genug Wnbur ab. Es erfolgt noch mehr, derſelbe violette Theil, nmn. wird, wenn man ihn von dem unter ihm liegenden gruͤ⸗ Tla d nen Zellgewebe entbloͤßt, auf hoͤren, Luſt auszuſtoßen, Vatz das von ihm abgeloͤſete gruͤne Zellgewebe hingegen wird drchd deren ziemlich viel abſondern. udmi! Aus dieſen Beobachtungen folgt, daß die aus den giieR Blaͤttern erzeugte Luft keine Luft iſt, die in den Gefaͤſ⸗ Fhindet ſen, welche man bis jetzt Luftgefaͤße(vaiſſeaux à air) 6) oder Luftroͤhren(tracheées) genannt hat, enthalten m ui iſt; weil die Blumenblaͤtter, in denen ſich doch viele m uf befinden, gleichwohl an der Sonne unter Waſſer ſtehend, prboh keine Luft abſondern. Das Holz und das Mark, wel⸗ 8 1 che voller Luftgefaͤße ſind, haben uns ſchon zu dieſer Be⸗ danr merkung Veranlaſſung gegeben, ſie ſchickt ſich aber noch ſed 1 natuͤrlicher hierher. r Es laͤßt ſich alſo hieraus noch ferner ſchließen, daß 8 die in den bis jezt ſogenannten Luftgefaßen vorhand ne 8 Luft von jener, die ein Produkt der Vegetation iſt, ſehr 8 verſchieden ſei. Dieſe Andre iſt eine kuft, welche die 3 4 Vegetation unanfhoͤrlich erneuert, die Erſte aber eine, die ohne Zweifel eine Wirkung der Andern iſt, aber kr etwas verſchiedene Eigenſchaften hat, ſie iſt von einiger 3 z1 mindrer Reinigkeit und ſcheint in den Gefaͤßen, worin ife man ſie antrift, beſtaͤndig zu verweilen, ja der Wirkung 3 der Sonne nicht zu weichen. Ohne Zweifel iſt ſie noch u zu anderm Zwek beſtimmt, weil ihre Art der Exiſtenz ne verſchieden iſt; dieſes aber macht einen eignen Gegen⸗ ſin. ſtand der Unterſuchung aus, der ſowohl wegen ſeiner 3 Schwierigkeiten, als wegen ſeiner Wicheigkeit, die Auf⸗ merkſamkeit der Naturforſcher verdient. Jnn —— Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 83 und ſtell an keine 5) Die Staubwege und die Scaubfaͤden trei⸗ n; hinxe ben ſehr wenig Luft aus. Indeſſen habe ich doch ſo⸗ Zellgew wohl mit den einen, als mit den andern, dieſer Befuch. elgewe⸗. 8. 4 ft genug tung theile, von der Tulpe und von den Bluͤten des Tul⸗ e Theil penbaums, welche ſehr groß ſind, und meinen Beo ah⸗ ei tungen haͤtten guͤnſtig ſeyn muͤſſen, Verſuche angeſtellt. 10 de 3 Allein dieſe zu einem wichtigern Geſchaͤfte beſtimmte zuſtoßen, 1 re. 5 24 1— gen vich Werkzeuge, ſollten vielleicht in ihren Verrichtungen nicht durch die Ausarbeitung der Luft, die ihnen Nutzen ſchaft und mit deren Entwickelung in den Pflanzen, ſich eine ſo aus den große Menge von Werkzeugen beſtaͤndig ſo ſehr beſchaͤftigt, n Geſäſ⸗ gehindert werden. dehai) 6) Bei den Fruͤchten muß man auf das, was unhalte man bei den Verſuchen, die man mit ihnen anſtellt thut ch veele und auf die Schluͤſſe, die man daraus folgert, genau hend, Acht haben. Wollte man uͤber einige beſondre Thatſa⸗ k, wel⸗ chen allgemein entſcheiden; ſo koͤnnte man ſehr leicht die eer Be⸗ Nasur eine Sprache reden laſſen, die in Einem Ver⸗ er noch ſtande wahr, im andern irrig waͤre, und ſich ſelbſt mit der Verſicherung, die Warheit zu ſagen, hintergehen. n, daß Zuvoͤrderſt ſind die unreifen Fruͤchte von den reifen and ne wohl zu unterſcheiden. Auf dieſen Unterſchied kommt ſ, fehr unzemein viel an. Wiederhohlt man dieſe Verſuche ce die mit der zu den vorhergehenden erfoderlichen Behutſam⸗ er eine, keit und nach der naͤmlichen Methode, wie alle dieſer „aber Art; ſo wird man Gelegenheit bekommen zu bemerken, iniger daß je unreifer die Fruͤchte ſind und je mehr der Theil. worin von ihnen, mit dem man Verſuche macht, auſſerhalb irkung liegt; je mehr wird auch die Luft, welche ſie ausſtoßen, ie noch vom gruͤnen Zellgewebe hervorgebrachte Vegetationsluft xiſtenz ſeyn. Sind aber die Fruͤchte reif oder doch beinahe reif; Gegen⸗ ſo wird die Luft, welche ſie unter Waſſer an der Sonne ſäner abſondern, Bähr einaoluf folglich ſchlecht ſeyn. Man ie Auf⸗ kan ſich hiervon uͤberzeugen, wenn man dieſe Verſuche 1 mit allen Arten von Fruͤchten, von ihrer erſten Bildung De F 2 an ———ͦ—ÿ—ꝛ—xx 84 Erſte Abhandlung. an in allen Zeikpunkten ihres Wachsthums bis zu ihrer V ms Reife wiederhohlt. Ich habe die Gewisheit dieſer all⸗ hian gemennen Wahrnehmung, die ich hier anfuhre, allezeit bur beſtaͤrigt gefunden. Man wird ſogar finden, daß alles kenn e was dieſe Gaͤhrung beguͤnſtigt, die Enſwickelung der ds Sh V Gaͤhrungsluft in den reifen Fruͤchten beſchleunigt. Die V ſan reifen und aufgeſprungenen Fruͤchte geben daher auch 9) d dieſe Luft weit geſchwinder, als die naͤmlichen noch poͤllig iale) ganzen, wenn ſie in dieſer Beſchaffenheit der unmittel⸗ ha,„ baren Einwirkung der Sonne ausgeſetzt ſind. aim? Uebrigens muß dieſe Wirkung natuͤrlicherweiſe ſtatt lin gen haben. Das Mark der Fruͤchte iſt in ſeinem erſten ndin d Urſprunge ein wahres Zellgewebe und jenem in den Blaͤt⸗ V lyien v tern durchaus gleich, der zwiſchen beiden ſich findende ii gai Unterſchied, ſcheint erſt dann, wann das Reifen an⸗ V ſün liß faͤngt, einzutreten; alsdann ſchwellen die Blaͤschen des A Zellgewebes der Frucht an und dehnen ſich, wie im üm und Marke, aus und dieſes Anſchwellen und Ausdehnen em ie ſteht mit den Graden der Reife im Verhaͤltniß. b dn ſolen 7) Es gibt Pflanzen, die im Innern ihrer Stengel V im iͤn eine große Menge Luft verſchließen, wie z. B. die gemei⸗ nel ſe i nen Zwiebeln(Allium Cepa Linn. Oignon) oder wie V 1n di 2 andre, die ſie in ihren Saamenſchooten enthalten, als dim, z. B. der Blaſenbaum(Colutea arboreſcens Linn. 4 reun Le Baguenaudier). Sollte ſich nicht dieſe Luft als ein b uͤberfluͤßiger Vorrath in dieſen Pflanzentheilen anhaͤu⸗. ſen, nachdem die Vegetation davon ſoviel als ſie zu Fäggſ Erreichung ihres Zweks bedurfte, verbraucht hat? 8) Die Saamen treiben, wenn ſie noch unreif b Ne ſind, ohne zu gaͤhren, Luft aus, wenn ſie in der Son⸗ V wäͤhrn ne unker Waſſer ſtehen. Dergleichen thun die gemeinen geſtelt Erbſen(Piſum ſativum Linn., Le Pois), die Schmink. V vieder, bohnen(Phaeſzolur vulg. Linn. Haricot), die Puffboh⸗ Jc wi nen(Vicia Faba Linn. La Feve) ete. Die Luft, welche V ſemich dieſe Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 85 zu ihrer dieſe Saamen in dieſem Zuſtande abſondern, laͤßt ſich ieſer ol⸗ bis auf eine gewiſſe Grenzlinie, der Vegetationsluft gleich „aleezeit ſchaͤtzen, ob ſie gleich nicht vollkommen ſo gut iſt. Hin⸗ daf ales gegen die troknen oder reifen Saamen geben keine andre lung de als Gaͤhrungsluft, in der Sonne ſowohl, als im Fin⸗ g. Die ſtern. udu 8) Die gruͤnen Schooten(ſiliques) oder Huͤlſen nic(gouſſes) der Saamen, als 3 B der Erbſen, Schmink⸗ bohnen, Puffvohnen ꝛc. geben eine zuft, die mi der aus den Blaͤttern gleichartig iſt; dies muß auch ſeyn, eiſe ſtat denn gedachte Pflanzentheile enthalten viel Zellgewede, erſten und in den unreiſen Saamen iſt das in ihren unreiſen en Blat⸗ Theilen vorhandene Zellgewede mit Luft angefuͤllt, dieſe indende tritt gleich heraus, ſobald die Sonne übr⸗ Einwirkung fen an⸗ ſpuͤren laͤßt. in des 9) Aus den Wurzeln, ob ſie ſchon rein abgewa⸗ die im ſchen und abgepuzt ſind, entbindet ſich, unter dem Waſ⸗ dehnen ſer an die Sonne geſtellt, gar keine Luft, ſie muͤſten denn ſo lange im Waſſer liegen, daß ſie darin in Gaͤh⸗ ztenaef rung uͤbergingen. Erſteres muß bei ihnen erfolgen, 214, weil ſie nicht beſtimmt ſind, die unmittelbare Einwir⸗ Jemeie kung der Sonne zu empfangen, ſondern blos durch die der die Waͤrme, welche dieſer Himmelskoͤrper ihnen mittheilt, ie, ds belebt zu werden. Linn. wenn 19. Zeitpunkt, da die gruͤnen Blaͤtter Luft ſe n abzuſondern aufhoͤren, wenn ſie unter Waſſer der Sonne ausgeſetzt ſind. f Nachdem ich meine Verſuche mit den Blaͤttern, bie waͤhrend der Zeit ihres vollkommenen Wachsthums an⸗ Smm, geſtellt hatte; ſo lag mir nun auch dran, ſie dann zu vhe ziederhohſen wann die Vegetation ſtill zu ſtehen ſcheint. hein Ich waͤhlte dazu die Jahrzeit, da Reiffe und ſogar ein uffah⸗ Ziemlich krden Froſt die Baͤume entblaͤttert hatten, und walhe F 3 ſtellte dieſe —õ——õ— 86 Erſte Abhandlung. V ſtellte am 8. Nov. mit den Blaͤttern von der Hauswurz V iuc und der Jakobsblume, die mir ſchon ſo gute Dienſte V ſenki gethan hatten, von neuem Verſuche an. Sie wurden gegnſe unter einer mit Waſſer angefuͤllten elocke in die Sonne h n geſetzt. Es bließ ein ſtarker Nordoſtwind. Das Iher⸗ fl, n mometer zeigte im Schatten 30. uͤber o. Es ſammelte innnn ſich binnen 1½ Stunden keine Luft oben in der Glocke, ſemmEol nur auf der Oberflaͤche der Blaͤtter kamen einige wenige Irtehe Laftblaſen zum Vorſchein. Am noten wiederhohlte ich ,deſt dieſen Verſuch bei ziemlich ſtarkem Suͤdweſtwinde. llan vit Das K The memeter ſtand im Schatten 40. uͤber O. und ſenſeit g ſtieg im Waſſe in der Glocke bis auf 100. Drauf Wir habe zeigten ſich mehrere Blaſen, deren einige in den Ober⸗ de Blätte theil der Glocke aufftiegen. Wiewohl aber das Blatt giund un vom Jakobskraute 2 Stunden der Wirkung der Sonne nablätte ausgeſetzt blieb, bekam ich doch kanm ¾ Maaß Luft. n Llii Das Blatt von der Hauswurz gab mir noch weit weni⸗ wegfſänd ger; uͤbrigens ſchienen mir die Blaͤtter vollkommen ge⸗ ſellſt a ſund und friſch zu ſeyn. ſun Am 14ten Jan. machte ich wieder einen Verſuch. rate de Das Thermometer ſtand dabei fruͤhmorgens um? Uhr unghiig unter o. ſtieg darauf um 11. Uhr im Schatten bis 4+ 28. hietur. und blieb im Waſſer in der Sonne auf 70. ſtehen. daz zumr Unter ſolchen Umſtaͤnden ſtellte ich ein Blatt von der tn dren Hauswurz unter Waſſer an die Sonne, es gab aber oan keine Luft aus einem Blatt von der Jakobsblume er⸗ Aud hielt ich ⸗ Maaß, aber erſt nach einigen Stunden. Ein ad Blatt von einer Hyacinthe, die in einem Zimmer vege⸗ dAm kirt hatte, gab Anfangs ein wenig. Alle dieſe Umſtaͤn⸗ e de duͤnken mir von Wichtigkeit zu ſeyn. iä Dieſe Erſcheinung iſt wirklich ſehr ſonderbar. Im hi erſten Augenblicke der Unterſuchung ſcheint ſie meiner krit vorigen Behauptung, daß die bloße Wirkung der Waͤr⸗ Taſ me unzulaͤnglich ſei, die Luft aus den Blaͤttern zu locken, mm, zu widerſprechen. Woher ruͤhrts denn, daß die Sonne V time ihre 1 ——————————————— Vom Einfluße des Sonnenlichts:ꝛc. 87 Dan ihre Wirkung nicht mehr aͤußert? Sollte ſie ihre Wirk⸗ ewudn ſam keit verlonren haben weil die Erde ihren Stand eSpmne gegen ſie veräͤndert hat? Dies glaube ich nicht. Blaͤt⸗ ds dhe ter, die man im Winter unter Waſſer an die Sonne . ſtellt, und vermittelſt lauen Waſſers in einer Waͤrme ſammelt von 30. erhaͤlt, werden doch die Luſt nicht geben, die Glock, ſie im Sommer ausſtoßen. Aus der Hauswurz und der e Penie Jakebsblume wird man nicht die 4. Maaß uft erhal⸗ ohlte ih ten, die ſie mir zu jener Zeit in 3— 4 Stunden gaben. eſtwinde. Allein wir haben bereits Thatſachen zu bemerken Gele⸗ ro. und genheit gehabt, die uns hierzu den Schhluͤſſel geben. Drauf Wir haben(im 14. Abſchnitte S. 57.) geſehen, daß n Ober die Blaͤtter um deſto weniger Luft abſondern, je minder s Baatt geſund und munter ihr Wachsthum iſt, daß die Saa⸗ Sonne menblätter beinahe gar keine, und verwelkte oder vertrok⸗ luſt. nete 2laͤtter ganz und gar keine ausſtoßen, ferner daß twenin die geſuͤndeſten die meiſte hervorbringen, und endlich, daß nen ge⸗ die Luft aus dem Waſſer im Blatte eireulirte(circuler); daß ſonach die erzeugte Luft eine ausgearbeitete Luft iſt, zerſuch. welche die wirkliche Vegetation der Pflanze und des ihr „ Uhr angehoͤrigen Blattes vorausſetzt. Was geht denn aber 4 30. hier vor? Die Vegetationekraſt wird durch die Kaͤlte faſt ſehe. ganz zum Stillſtehen gebracht, obaleich die Blaͤt⸗ on der ter, deren ich mich bediente, von immergruͤnenden Pflan⸗ ſ aber zen genommen waren. Es findet aiſo beinahe gar keine ne er Verbindung mehr ſtatt. Ins Blatt tritt nur eine ge⸗ Ein ringe Quantitaͤt von der im Waſſer vorhandenen Luft. Da nun im Blatte nur wenig Materie, die ſich mit dem dant, Lichte verbinden kann, vorraͤthig und auch wenig Kraft mſtn vorhanden iſt, dieſe Verbindung zu bewirken; ſo muß ſonach auch nur eine ſehr geringe Quantitaͤt Luft erzeugt . In werden: denn es iſt auſſer Zweiſel, daß die Vegetations⸗ meiner kraft des abgeſchnittenen Blattes ſich eine Weile im erWar⸗ Waſſer erhaͤlt, weil Blaͤtter, die zu verwelken anfan⸗ lcken, gen, nachdem ſie abgeſchnitten worden, ferner faſt gar Sonne keine Luft mehr abſondern. Was endlich noch den aller⸗ ihre Nu: F 4. we⸗ —— 88 Erſte Abhandlung. 8 wenigſten Zweifel uͤber dieſe Erffaͤrung uͤbrig laͤßt, iſt, tici daß vei groͤnrer Kaͤlte, wo die Vegetation gaͤnzlich ge⸗ fin hemint iſt, ſich an der Sonne gar keine Luft weiter ent⸗ V eüm wickelt, obgleich das Blatt noch welche zu enthalten nuhon ſcheint, weil es obenauf ſchwimmt, wenn man es vor m Aaſtellung des Verſuchs ins Waſſer taucht und auch dr Ve noch gemachtem Verſuche noch ſeine Luft behaͤft, denn b es ſchwimmt auch alsdann och auf dem Waſſer, auf ig 1 dem man es legt. Dieſe Luſt hat alſo durch die Luft ku aus dem Waſſer, die in ein niche mehr vegetirendes ſ i Blart nicht eindringen kann, nicht herausgetrieben wer⸗ ſinſ den foͤnnen, das Waſſer hat durch die fixe Luft des ſu es Waſters, welche das Blatt durchdrengt, nicht in Be⸗ iini 4 wezung geſetzt werden konnen, und das Waſſer hat die jemm Luft nicht verbiaden koͤngen. Wie haͤtte es auch dies uiem thun kongen?. teue luft 1 ün noch Wir haben geſehen, daß die zu dem Verſuche ge⸗ dnj oh brauchten Blatter, nicht weiter vegetirten, ob ſie gleich in dcher noch gruͤn waren Sie waren im Vergleich ihres na- dil ſen tuͤrlichen Zuſtandes ſchlaff, ſogar ein wenig ſchrumpflich. hunen Karz, es brauchte einige Stunden Zeit, eh die Sonne iun tiſ aus der Jakobsblume einige Luftblaſen, welche dieſe thedig Pflanze ſonſt im Sommer in ſo reichem Maaße abſon⸗ deru dert, herausziehen konnte. Sollte es nicht ſcheinen, die Sonne habe dieſer Pflanze ihr Leben und ihre Kraͤfte. T wiedergegeben, ſie habe ſie in den Zuſtand verſetzt, dnm. dieſe Luft aus dem Waſſer zu vereinigen, einzuſaugen d und in ſich aufzunehmen? Aber eine Minute Wirkung der Sonne im Sommer iſt vielen Stunden im Winter nicht gleich, weil das Leben der Pflanze faſt ganz ge⸗ d hemmt iſt und die Wirkſamkeit der Sonne ſich blos dar⸗ ſede auf einſchränkt, die Pflanze aus ihrer Erſtarrung zu er⸗ hen, wecken. Dies iſt ſo gegruͤndet, daß recht lebhaft vege⸗ ſe 6 tirende Pflanzen, dergleichen die Blaͤtter von Hyacin⸗ the, then ſird, die man im Zimmer erzieht, alsdann gleich u luft b Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 89 ſißt ſt Luft abſondern, aber wenig, weil die Kaͤlte, die ſie aus⸗ lich ge ſtehen muͤſſen, die Wirkung der Vegetation, welche zur ;eltet ent Verbindung des lichts mit der fixen Luft des Waſſers eutuim nothwendig iſt, bald hemmt. vor ind aach Hieraus folgt eine fuͤr dieſen Theil der Geſchichte uit, denn der Vegetation ſehr wichtige Thatſache, und dies iſt ſer, auf folgende. Pflanzen, welche aufhoͤren zu vegetiren oder die Luſt deren Vegetationskraft doch wenigſtens ſehr geſchwaͤcht etirendes iſt, hoͤren auch auf, Luſt zu geben, ob ſie gleich ihre ben wer⸗ gruͤne Farbe behalten, auch in ihrem Zellgewebe eine zuft des große Menge ſehr guter Luft vorraͤthig iſt und ſie der in Be⸗ Einwirkung der Sonne ausgeſetzt ſind. Der Grund hat die hiervon liegt darin, weil die Pflanzen in dieſem Zeit⸗ ch dies punkte unfaͤhig ſind, eine neue Verbindung zu bewirken, neue Luft aufzunehmen und auszuarbeiten und weil ſie eben noch ſoviel Leben haben, als ſie brauchen, um nicht he ge⸗ ganz abzuſterben. Unter heiſſern Himmelsſtrichen hoͤ⸗ gleich ren daher dieſe Pflanzen nicht auf, Luft abzuſondern, 68 ho weil ſie dort nicht aufhoͤren, zu vegetiren. Solche nyficc. Pflanzen gleichem den kataleptiſchen Kranken, die in Gonne einer tiefen Schlafſucht liegen und nur deswegen noch lebendig zu ſeyn ſcheinen, weil ſie noch nicht in die vom aef Tode unzertrennliche Faͤulnis gehen. Kriſe 20. Von den Mitteln(milieux), innerhalb erſeht, denen die Luft aus den Blaͤttern, die unter augen dem Waſſer an der Sonne ſtehen, rkung heraustritt. Linter—— nz ge⸗ Die Luft, welche die vegetirenden Blaͤtter, wenn s dar⸗ ſie der Sonne unter dem Waſſer blosgeſtellt ſind, austrei⸗ zu er ben, wird uns blos durch das Waſſer, durch welches konge ſie hindurch geht und auf das ſie ſich hernach oben raxin ſetzt, ſichtbar. Ihre Blaſen ſetzen ſich wie durchſichti⸗ llich ge Perlen auf dem Blatte an einander, da werden ſie düft 5 aber 90 Erſte Abhandlung. aber durch den Druk des ſie umgebenden Waſſers ſo ge⸗ widche preßt, daß ſie ihre Adhaͤſion mit der Oberflaͤche des tmmer Blarts und auch mit der Luft im Blatte, die bis an förnen, die Oefnung des Gefaͤßes reicht, aus dem ſie heraus⸗ kn, n getreten ſind, verlieren. Sie ſteigen daher in den obern tormn Theil des Gefaͤßes, in dem man den Verſuch macht, llfchm empor. und dh Dies fuͤhrt mich auf folgende Fragen, zu deren Er⸗ Ind ols i örterung ich mich gemuͤßigt ſehe.. Athimer 1) Beſitzt das Waſſer, als Waſſer betrachtet, die ſtVarna Tigehet die Szeraneng der Luft aus den vegetiren⸗ u, de en Blaͤttern, die man i 1— 1 ſetzt, zu bewirken? n ti dennſelden der Sonze aus,( 2) Gibt es Mittel, das Vermoͤgen, welches das Waſſer zu haben ſcheint, die Erſcheinung dieſer Luft zu Dieſe veranlaßen, zu vermehren oder zu vermindern? men, d 3) Wirkt die Natur auf die Blaͤtter, wenn ſie uw ſich in der freien Luft befinden, eben ſo, als wir bemer⸗ nan ſee ken, daß ſie thut, wenn ſie im Waſſer liegen? enne Dieſe Unterſuchungen haben mehr Schwierigkeiten unſthn als die vorhergehenden. Jene bote, Ih ha 3 Deſeeon n uns blos eine be⸗ ruütn ſtaͤndige, nur durch beſondere, aber doch deutliche, Um⸗ b ſtaͤnde modificirte Thatſache dar. Dieſe aber geben uns ſnn auf, die Verhaͤltniſſe zwiſchen den Blaͤttern und den üinm Mitteln(wilieux), in welche man ſie taucht, auszufin⸗ dſer, den, und verlangen, daß wir das, was zu Jedan 88 Nage dieſen Koͤrpern, mit denen wir Verſuche anſtellen, ge⸗ ͤhen hoͤrt, von andern abſondern ſollen. Hier vermag die am Natur allein nicht, ſich unſern Blicken darzuſtellen, um mät uns zu belehren. Man muß ihr in ihrer geheimnißvol⸗ Dem len Dunkelheit nachſpuͤhren, ſie troz ihres Stillſchwei⸗ 8 gens befragen, um Ihr die Antworten abzulocken, die ben Sie uns ertheilen kann, ja ihr ſogar Zwang anthun, V weitn um ſie zu noͤthigen, uns die Parole zu ſagen. Was Ain b wird ul Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 91 es ſoge⸗ wird aber das Reſultat von dieſem allen ſeyn? Daß wir dch dis immer noch gegen die Fragen, welche wir ihr vorlegen e bis m koͤnnen, und gegen die Antworten, die Sie uns ertheilen heraus⸗ kann, mißtrauiſch ſeyn muͤſſen; denn Erſtere koͤnnen zen ober von Vorurtheilen aufgeworfen ſeyn und Leztere nach den )macht, Abſichten des Beobachters ausgelegt werden. Ich werde daher aufrichtig beſchreiben, was ich geſehen, eren Er. und was ich gedacht habe, vielleicht werden dies meine Irthuͤmer ſeyn, wenigſtens werde ich aber doch mit die⸗ ſer Warnung Niemanden hintergehen. hket, die efinn 21. Das gemeine Waſſer, als ein Mittel, ui ah(milieu) bei dieſen Verſuchen 4 betrachtet. uf 7 Dieſe Frage habe ich bereits§. 5. S. 16. beant⸗ wortet, als ich erwieß, daß ſowohl gemeines als mit fixer Luft geſaͤttigtes Waſſer keine Luft hervorbraͤchten, —nn ſie wenn ſie allein in meinen Glocken der Einwirkung der bemer⸗ Sonne ausgeſetzt wurden. Eben dies ſagte ich in der nemlichen Stelle vom deſtillirten und gekochten Waſſer. keiten, Ich that hierauf weiter noch dar, daß die der Luft be⸗ ne be⸗ raubten Waſſer anfangs ſehr wenig von ihr verſchlukten, „Um⸗ ferner, daß die Pflanzen, wenn ſie an der Sonne Luft n uns abſonderten, ſich dabei nach der Menge der in dem d den Waſſer, in dem ſie an der Sonne ſtanden, vorhandenen zufin⸗ Menge Luft, richteten, daß die von den Blaͤttern aus⸗ von geſtoßene Luft von jener, welche ſie empfingen, verſchie⸗ ,, ge⸗ den war, und daß, wenn man mit ihnen Verſuche g de machte, ſie mehr Luft gaben, als ſie deren enthielten. n, um Wenn ich ſonach zeigte, daß die ins Waſſer gelegten ißa Pflanzen Luft enthielten; ſo bewieß ich doch auch, daß chwei⸗ ſie welche aus dem Waſſer in ſich zogen, ich glaube aber 1, die weiter noch beigebracht zu haben, daß dieſe von den nhen, Blättern ausgeſtoßene Luft im Blatte zubereitet ward, Das weil die Blaͤtter, wenn man ſie in ſolche Gattungen den wird aſ⸗ 9² Erſte Abhandlung. Waſſer legt, welche das Heraustreten dieſer in den Blaͤt⸗ w tern vorhandenen Luſt am meiſten beguͤnſtigen und wenn gdene man ihnen gleich einen ſolchen Grad von Wärme mit⸗ t. theilt, der die Abſonderung der uft zu berodern hin⸗ faben reicht, ſie den och die Luft zuruͤkhalten, wofern ſie nicht ſmn die fe ie Einwirkung der Sonne empfangen und wofern m 1- das Licht ſich vann nicht in den Blaͤttern verbindet, um Eif 4 das H raustreten der Luft, welche die Blaͤtter enthalten ni anem) nihn vohr und de Ausarbeitung jener, die ſie in ſich aufnehmen, bimt zu deß Zür ſti gen. tis Nun. Was ich aber noch nicht ſo erwieſen habe, als ich„Maß p ſollte, weit ich wehl wuſte, daß dieſe Beweiſe noch ihre e rech Srelle finden wuͤrden, iſt, daß das Vermoͤgen des Waſ⸗ ns der fi ſers die Luſt aus den Blaͤttern zu treiben, der fixen Luft, ncht mic G welche die Blaͤtter enthalten konnten, gaͤnzlich zuzuſchrei⸗ ſedenn v ben iſt, und daß dieſes Vermoͤgen, die Luft herauszu⸗ grion v V locken, in ſeinen Wirkungen mit der Menge dieſer fixen uun gew Luft, welche in dem Waſſer, das man zu dieſem Ver⸗ nnohne ſuche nimt, vorhanden iſt, in einem beſtaͤndigen Ver⸗ bn haͤltnis ſteht. dfte und Ich merfe hier ein fuͤr allemal an, daß wenn ich Aunda von fixer Luft rede ich darunter die verſtehe, welche Herr Eöe Prieſtley fixed air nennt. Wiewohl dieſe Benennung Untemi ziemlich unbeſtimmt iſt, ſo iſt ſie doch gut, ſobald man wä einander verſteht. Ich verbeſſere ſie daher auch nicht, te e weil ich die Gruͤnde meiner Verbeſſerung anfuͤhren muͤſte, unſen dies mich aber von meinem Gegenſtande abfuͤhren wuͤrde. Aurin Meinen Zwek zu erreichen, ſtellte ich folgende Ver⸗ uen ſuche an. Ich unter uchte, wie ſtark die aufloͤſenden 6 Kraͤfte des Waſſers bei der gemeinen Luft waren. Dazu G waͤh te ich das gekochte Waſſer, das ſolche am begierig⸗ ethat ſten verſchlucken muſte, weil es ihrer am meiſten be⸗ uſt,, raubt iſt. Meine Glocken enthalten ohngefaͤhr 60. ſol⸗ Vn cher Maaße, wie ich§. 2. S. 3. beſchrieben habe und 7 ur die Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 93 mni die ich allemahl meine, wenn ich mich dieſes Worts drne n bediene. ime mit⸗ dern hin⸗ Ich richtete es mit meinen Glocken, die mit ſie nicht gekochtem Waſſer angefuͤllt waren, ſo ein, daß einige d wofern nebſt dem gedachten Waſſer,*. Maaß natuͤrliche Luft, det, um andre 1. Maaß fixe, und wieder andre 1. Maaß fixe enthalten mi einem Maaße natuͤrlicher vermiſcht, enthielten. Ich ſnehmen, nahm wahr, daß das gekochte Waſſer von der naruͤrlichen Luft nach 4— 5. Stunden mehr nicht, als den dten Theil eines Maaßes verſchlukte, dagegen es binnen 1. Stunde als ich 1. Maaß von der fixen, und in dem naͤmlichen Zeitrau⸗ ncch ihr me, noch etwas mehr als 1. Maaß von dem Gemenge es Waſ⸗ aus der fixen und der natuͤrlichen in ſich nahm. Dies en luft, macht mich glaubend, daß die Portion natuͤrliche Luft, Uſchrei⸗ die dann verſchlukt wurde, weiter nichts war, als eine auezu⸗ Portion von dieſer in ſixe verwandelten uft. Nach r firen einer gewiſſen Zeit wird allezeit noch mehr verſchlukt, Ver⸗ und ohne Zweifel verwandelt das ſtillſtehende Waſſer, nVer⸗ indem es die natuͤrliche Luft phlogiſtiſirt, ſie zum Theil in fixe und ſetzt ſie in den Stand, vom Waſſer auſgeloͤßt zu werden. nn ich e Hert Es erhellet alſo deutlich, daß das Waſſer das Auf⸗ nnung loͤſungsmittel(menſtrue) der natuͤrlichen Luft nicht ſei, dman und daß es ſie nur unter ſeiner Gasartigen Geſtalt auf⸗ nicht, loͤßt, oder vielmehr, daß es ſie nie anders aufloͤßt, als muͤſte, wenn ſie mit den phlogiſtiſirten Daͤmpfen oder mit den zuͤrde. Materien, welche ſie nach und nach in fixe oder Gasartige 8 Luft verwandeln, verbunden iſt. Ver⸗ ſenden Es folgt alſo noch weiter hieraus, wie ich ſchon§. 5⸗ Dazu S. 16. angemerkt habe, daß die Waſſer viel ſixe Luſt gierig enthalten muͤſſen, daß ſie dieſelbe in der atmosphaͤriſchen en be⸗ Luft,(welche dieſe Verwandelung durch die beſtaͤndige , ole Wirkung der phlogiſtiſirenden Proceſſe erleidet, welche e und die Luft unter der Geſtalt eines Gas faͤllen,) verſchlucken die und —— . 94 Erſte Abhandlung. G und zwar die fixe Luft um deſto leichter, weil ſelbige, da 35 ſie ſchwerer als die natuͤrliche iſt, ſich niederſchlaͤgt und Undu zwar entweder in die Waſſer, welche ſeldige aufloͤſen,— oder auf die feuchte Erde, die in ihrer Feuchtigkeit ſelbſt V viel davon aufloͤßt oder ouf die Pflanzen, welche den dn T Tdheil von ihr in ſich nehmen, der von der Feuchtigkeit, m unt die auf den Pflanzen liegt, aufgeloͤßt iſt, oder in die wiche waͤßrigen Duͤnſte, welche die Pflanzen umgeben; denn it, d ſogar die trockenſte Luft welche wir einzuathmen aagewie⸗ Paſſe ſen ſind, iſt noch mit vielem Waſſer geſchwaͤngert, und entwed beſitzt folglich eine große Kraft, die ſixe Luft, welche wit? durch die phlogiſtiſirenden Proceſſe gefaͤllt wird, aufzu⸗ dc löſen. So weiß die weiſe Vorſehung alles zu unſrem Qu Wohl aneinanderzuketten. 1058. 1 N Es kam nun noch darauf an, zu erfahren, ob die 1 am ſtaͤrkſten mit fixer Luft geſchwaͤng gerten Waſſer auch vedr wirklich diejenigen ſind, welche die groͤſte Menge Luſt gerin aus den Blaͤttern, die man in denſelben an die Sonne ſtellt, austreiben. Dies zu entdecken, fuͤllte ich ver⸗ U' ſchiedene Glocken mit gekochtem Waſſer an. In einige diſtgeſ derſelben ließ ich 1. Maaß ſixe Luft, die aus der Kreide dn B. und einer mit Waſſer verduͤnnten Vitriolſäure enthun⸗ Grunde den war, hinein, in andre z, in andre 3, in andre 4 duchde Maaß u. ſ f. Nachdem dieſe Luft verſchlukt war, legte deſeu ich unter eine jede von dieſen Glocken Blaͤtter, uͤberließ ſie der Einwirkung der Sonne, und beobachtete darauf R folgendes. Die im blos gekochten Waſſer gelegenen deu Blaͤtter hatten ſehr wenig Luft nur einen Theil von der, hen welche ſie enthalten, abgeſondert; die welche ſich in ge⸗ Düſe kochtem Waſſer, das 1. Maaß fire Luft verſchlukt harte,(eirr befanden, hatten mehr gegeben; und die Quantttaͤt der Naun von den Blaͤttern bervorgebrathren Luft war in dem deoh Verhaͤltnis der Zahl der vorher vom Waſſer verſchluk⸗ ſe ein ten Maaße fixer Luft gewachſen Hieraus wird begreif⸗ uſt, lich/ daß man das natuͤrliche Waſſer, deſſen man ſich Jorr be⸗ Vom Einſluße des Sonnenlichts ꝛc. 95 bige, da bedinnt, leicht nachmachen kann, wenn mon gekochtes laͤgt und ſoviel ſire Luft verſchlucken laͤßt, als man weiß, daß aufloͤſen, ihm durchs Kochen entzogen worden. eit ſel.. Kt Was aber uͤber die Eigenſchaft, weſche die fixe Luft dem Woſſer ertheilt, die Blaͤtter der Pflanzen, ſo in Jeigkot deat ihm unter den Glocken liegen, mit der Luft zu verſe en, d. den welche ſie fahren laſſen, gar keinen Zweifel uͤbrig laͤßt, ir wi iſt, daß wenn man aus einem, mit fixer Luft g geſaͤttigten ti ind Waſſer, dieſe darin vorhandene Luftgattung herausjagt,; 4 entweder durchs Kochen, oder indem man ſeine Saͤure welcht mit einem feuerfeſten Laugenſalze ſaͤttigt; die Blaͤtter „aufzu⸗ alsdann keine Luſt weiter austreiben, weil ihnen die unſtem Quelle, welche ſie damit verſah, ſehlt. Die naͤmlichen Roſultate erhaͤlt man, wenn man mit dem gemeinen, Waſſer eben ſo verfaͤhrt. Woraus denn alſo ſolgt, daß ob die die Waſſer, weiche ihre fixe Luft verlieren und ſie nicht auch wieder erneuern koͤnnen, auch ihre Eigenſchaft die Ve⸗ ki getation zu befoͤdern, einbuͤßen. Sonn ver⸗ Ud wenn denn auch das gemeine, mit gemeiner einige Luft geſaͤttigte Waſſer noch die Entwickelung der Luft aus dreide den Blättern erleichtert, ſo geſchieht dies aus dem thun⸗ Grunde, weil die in dieſem Waſſer befindliche Luft noch dre 4 durch den Zuſaz der fixen, welche in dem Waſſer, das legte dieſe Luft enthaͤlt, aufgeloͤßt iſt, vermehrt wird. erließ Man kann alſo, wie mirs ſcheint, behaupten, daß arauf die Luft aus denen der Sonne unter dem Waſſer aus⸗ genen geſetzten Blaͤttern eine Luftart ſei, mit der das Blatt vom der, Waſſer verſehen worden und welche im Blatte eirculirt in ge⸗(cicculer) hat. Dies habe ich dargethan, theils aus der hante, Ratur der zuft, welche die Blaͤtter ausſtoßen, welche it der dephlogiſtiſch iſt, da doch die, welche ſie aus dem Waſ⸗ dem ſer einziehen, fir war; theils aus der Quantitaͤt dieſer ſihul⸗ Luft, welche weit betraͤchtlicher iſt, als die Menge der im grii Blatte enthaltenen; und theils aus der Verminderung der m 3 er⸗ 1 96 Erſte Abhandlung. erzeugten Luft, welche erſolgt, wenn man die Oefnun⸗ 85 gen, wodurch die Luft aus dem Waſſer ins Blatt treten i kann, dergleichen ſich im Stiele und auf beiden Flaͤchen u des Blatts unaufhoͤrlich darbieten, verſtopft, wie ich 3 mit duͤnnem Mehlkleiſter,§. 5. that. ſuen Auch iſt ferner noch klar, daß die Blaͤtter dieſe Luft lhroens abſondern, daß dieſe abgeſonderte luft eine anderswoher nchent empfangene Luft iſt, daß ſie hierauf verarbeitet wird, runden! eh ſie ausgeſtoßen ward, daß ſie aus einer ſixen in eine teihe dephlogiſtiſirte Luft uͤbergeht, daß ihre Menge mit der Men⸗ ge der ſixen Luft, welche das Waſſer dem Blatte mit⸗ 6 theilt, im Verhaͤltnis ſteht, und daß die Sonne, indem ſie Vän vielleicht den Eintritt der fixen Luft ins Blatt begünſtigt, häuſ und das Licht, welches ſie auf daſſelbe herabſchießt, mit ounct denen in ihm befindlichen Saͤften verbindet, die Ver⸗ Yon wandelung dieſer firen Luft beſoͤbdert, das Brennbare di,n (phlogiſtique) aus ihr ſaͤllt, und es in der Pflanze ab⸗ ſch ale ſetzt, und ſonach einen Theil von den Erſcheinungen der kriies b Vegetation hervorbringt. Mit Einem Worte, der nnefll Augenblick, in dem die Vereinigung der Saͤfte der Rodaſc Pflanze, der ſixen Luft und des Lichts vor ſich geht, iſt faſtſ auch wahrſcheinlicherweiſe der, wo die fixe Luft des Waſ⸗ gienme ſers ſich niederſchlaͤgt, und ſich vielleicht zum Theil mit ſbte der Kalkerde der Pflanzen verbindet. Alsdann entbin⸗ behtr det ſich die reine Luft, welche davon geht, indem ſie ſich gſiun ihres Brennbaren entledigt; und die waͤhrend dieſer Ver⸗ dn ſed miſchung hervorgebrachte Bewegung, theilt ihr die Kraft han mit, aus dem Blatte emporzuſteigen. Auf ſol⸗ w che Art empfaͤngt die Pflanze auf einmahl die fur fire Luft und das Brennbare des Lichts. Eines d dient vielleicht dem andern zum Zwiſchenmittel(inter- d méde), um in der Pflanze ihre Vereinigung einzugehen. tffit Die zur Vollkommenheit der Pflanze unnuͤtze dephlogiſti⸗ ſhm ſirte Luft geht durch die Loͤcherchen der Pflanze davon, und Kn 4 bereitet unſern Lungen eine reinere Luft zu. 7 4 Zu —————— Vom Einfluße des Sonnenlichts c. 97 Oef un. Zu Hervorbringung dieſer Wirkung gehoͤrt aber, att treten daß das Blatt von lebhaftem Wachsthum und geſund ſei, Fläͤchen weil es alsdann im Waſſer ein zebensprincipium, das wie ich dieſer Verbindung befoͤderlich iſt, beibehaͤlt. Wenig⸗ ſtens wird keine Luft wei er abgeſondert, wenn das Blate ieſe verwelkt oder vertroknet iſt, ja ſo gar nicht, wenn das, ieſe Liſ uͤbrigens noch grune, Blatt, nicht, oder doch bei⸗ 1adoher nahe nicht langer venetirt, wie dies bei den immergruͤ⸗ et witd nenden Baͤumen waͤhrend der Kaͤlte des Winters, wel⸗ nin ehne che ihre Vegetation hemmt, der Fall iſt. der Men⸗ iie mi. Es geſchieht noch mehr. Es verbindet ſich in den ndem ſie Blaͤttern nur allein die fixe Luft, die im Waſſer ange⸗ inſtigt, baͤuft iſt; wenigſtens erzeugt die bloße Beruͤhrung der ft, mit atmosphaͤriſchen Luft mit dem Kalkwaſſer darin einen e Ver⸗ Niederſchlag. Dies verraͤth eine Gegenwart der firen nbare Luft, welche, da ſie ſchwerer iſt, als die atmosphaͤriſche, ze ab⸗ ſich allezeit in den niedrigſten Schichten unſers Dunſt⸗ len der kreiſes beſinden muß. Je mehr die Luft mit Duͤnſten , der angefuͤllt iſt, deſto ſchneller und reichlicher erfolgt der te der Niederſchlag, weil das Waſſer dann in ihr mehr ange⸗ tt, iſt haͤuft iſt, und alle fixe Luft, die ſich nlederſchlagen mußte, Waſ⸗ zuſammengezogen hat. Nie iſt ein ſolcher Niederſchlag il mit ſtaͤrker, als bei den dikſten Nebeln, wie beſtaͤndig beo⸗ entbin⸗ bachtet worden. So wie nun immer Urſachen zur Phlo⸗ ſie ſich giſtikalion, um die gemeine Luft zu verderben, vorhan⸗ r Ver⸗ den ſind, ſo gibt es auch immer ÜUrfachen zur Entwicke⸗ Kraft lung der fixen Luft; da nun in der Atmosphaͤre beſtaͤn⸗ f ſol⸗ dig Waſſer aufgeloͤßt iſt, ſo wird wohl auch immer mit l die firer Luft geſchwaͤngertes darin vorhanden ſeyn, und da Eines die Pflanzen die Eigenſchaft beſitzen das Waſſer aus (icter⸗ der Atmosphaͤre einzuziehen, wie Herr Bonner ſo vor⸗ gehen treflich gezeiat hat, ſo werden ſie folglich auch das luft⸗ glli⸗ ſchwangere Waſſer oder die ſire Luft aus der Atmosphaͤre und einſaugen, und dies beſonders des Nachts. Dieſe fire Luft werden ſie dann vermittelſt der Einwirkung der G Sonne 3u 98 Erſte Abhandlung. Sonne, welche die Kraͤfte der vegetirenden Pflanzen entwickelt und das Licht, als eins von denen zu dieſer Operation nothwendigen Huͤlfsmitteln hergibt, in dephlo⸗ giſtiſche umſchaffen. In dieſer Beraubung der fixen Luft liegt vielleicht der Grund, warum die Vegetation auf dem Gipfel ho⸗ her Berge gehemmt iſt, weil da weniger phlogiſtiſiren⸗ de Huͤlfsmittel vorhanden ſind. Vielleicht ruͤhrt von dieſer im Waſſer vorhandenen und darin unaufhoͤrlich verneuten fixen luft, die Erhaltung der Blaͤtter her, welche ſelbige als Nahrung in ſich ziehen. Vielleicht iſt der fixen Luft in der Atmosphaͤre, mit der unſre Zim⸗ mer reichlich angefuͤllt ſind, das lebhafte Wachschum der Pflanzen, die wir im Winter auf Waſſer ziehen, zuzuſchreiben: und vielleicht liegt in der geringen Quan⸗ titaͤt fixer Luft, oder des mit ihr geſchwaͤngerten Waſſers, welche in den obern Schichten unſers Dunſtkreiſes vor⸗ handen iſt, die Urſache des ſchwachen Wachsthums der Pflanzen, die auf hohen Bergen wachſen und des⸗ wegen vielleicht auch in einer gewiſſen Hoͤhe alle Pflan⸗ zen und alle Vegetation gaͤnzlich aufhoͤren. 22. Mittel, die Luft, welche die Pflanzen abſondern, zu vermehren oder zu vermindern. Es war ganz natuͤrlich, die Mittel, wodurch die Luſt, welche die Blaͤtter unter Waſſer an der Sonne ſtehend, abſondern, vermehrt oder vermindert werden kann aufzuſuchen. Sie dienen zu Wegen, die uns auf die Entdeckung der Urſache dieſer Erſcheinung fuͤhren. Ich hatte zwar ſchon wahrgenommen, daß die lebhafteſten, vollkommenſten und am munterſten vegetirenden Blaͤt⸗ ter diejenigen waren, welche die meiſte Luft abſonderten §. 14., daß wenn man die Oberflaͤche der Blaͤtter mit einer — Q——ę:n„„„— ehre un d and di und end giben, durt 5. die weni § R. roch an deſer! dusge J muth jmeht ich auf laſt al ich befc geſitin Päſſer trſteuner linzigen dpet ſe;— dent de dachtem ge lut anft derinſe dach d Bätn läſt auch i hatten. ſe eim ſevil a Vom Einfluße des Sonnenlichtsꝛc. 99 dühi 5 einer Materie uͤberſtrich, welche ihre Loͤchelchen verſtopft, n depll dann keine Luft hervorgebracht ward,§. 5. daß welke Dho⸗ und duͤrre Blaͤtter auch keine Luft geben§. 14. und endlich, daß die Blaͤtter dann die meiſte Luft viellicht gaben, wenn das Waſſer, entweder von Natur oder ipſel ho⸗ durch Kunſt mit Luft geſchwaͤngert war, dann hingegen iſtiſren die wenigſte wenn dem Waſſer dieſe Luft entzogen war hrt ven§. Nun kams alſo noch darauf an, zu erfahren, obs ufhärlich noch andre Mittel gaͤbe, wodurch die Hervorbringung ter her dieſer Luft, welche die unter dem Waſſer der Sonne gieleich ausgeſetzten Blaͤtter ausſtoßen, vermehrt werden koͤnnte. hezi Meine vorigen Verſuche erwekten bei mir die Ver⸗ 4„4 muthung, die Blaͤtter wuͤrden deſtomehr Luft abſondern, dehe jemehr ſie fixe Luft aus dem Waſſer in ſich zoͤgen§. 20.: daher nſſes ich auf den Einfall kam, das Waſſer mit ſo vieler ſixer 2 Luſt, als es aufzuloͤſen im Stande waͤre, zu ſaͤttigen, und 3 dor⸗ ich befand auch wirklich, daß ſolches mit fixer Luft ns der geſaͤttigtes Waſſer die Menge der Luft, welche die unterm d des⸗ Waͤſſer der Sonne blosgeſtellten Blaͤtter austrieben, Pflan⸗ erſtaunend vermehrt hatte. Es gab auch nicht einen einzigen Fall wo die Menge dieſer uft nicht wenigſtens ddeoppelt geweſen waͤre, in vielen Faͤllen aber betrug anzen ſie— 6 mahl mehr. Eine Erſcheinung aber ver⸗ dient Bemerkung und das iſt dieſe: Blaͤtter die in ge⸗ dachtem Waſſer gelegen, und eine ſo betraͤchtliche Men⸗ ge Luft au-geſtoßen hatten, waren nachher weit mehr ch die an Luft erſchoͤpft, als die ins gemeine Waſſer gelegten, Sonne worin ſie freilich weit weniger Luft gaben, darin aber verden auch weit weniger empfangen hatten, obgleich dieſe auf die Blaͤtter ſich ſowohl im gemeinen als in dem mit fixer Ich Luft geſaͤttigten Waſſer gleich lange Zeit befunden, und ſteſten, auch in dieſem Zuſtande in einerlei Sonne geſtanden Blät⸗ hatten. Mir ſchien es, dieſe Blaͤtter ſollten, nachdem nderten ſie eine gleich lange Zeit an der Sonne geſtanden, eben ter mit ſoviel Luft, als die vorhergehenden, in ſich behalten, ſo einer G 2 wie 100 Erſte Abhandlung. wie die Waſſerkanaͤle, die ihr Waſſer nur dann erſt runm hergeben, wann es durch neuzufließendes aus ihnen Lehe herausgetrieben wird, die aber ihr Waſſer behalten, ſo tcrad bald das neuzufließende auſſen bleibt. Hier aber ſind Aan: die Blaͤtter, die unter dem mit fixer Luſt geſaͤttigten Waſſe Waſſer liegen, weit ſchlaffer, als die, welche unter drgd gemeinem Waſſer der Sonne eben ſo lange uͤberlaſen umül worden. Die Schlaffheit der erſtern von dieſen Blaͤt⸗ Wenig tern ruͤhrt blos daher, weil ihre Blaͤschen weit mehr ſr vi von Luff leer ſind, als der andern ihre, die weniger da⸗ V wict, mit angefuͤlle waren, und weil ſie folglich minder auf⸗ ren, geblaſen, und minder geſpannt ſind, und dies kann nur daiin deswegen geſchehen, weil nicht nur in Beziehung auf die mne abſolute Menge der durch des Blattes zoͤcherchen her⸗ b ter z ausgetretenen ſondern auch in Beziehung auf die Men⸗ V fen do ge der im Blatte nach der Operation zuruͤkbleibenden ſchnel⸗ zuft, eine groͤßere Menge derſelben, die nachher davon felle geht, zugegen war. Jt dr b Ich bildete mir ein, daß die Vegetationskraft in ſe llos dieſen Blättern durch den Reiz, welchen die Saͤure der lrend e firen Luft in ihnen erregte, verſtaͤrkt worden, und daß Virkun die Reaction dieſer Theile auf die im Zellgewebe befindli⸗ Aer che uft, noch ein wenig von ihr heraustriebe, wenn b nn, wog gleich das luftſchwangere Waſſer dem Blatte keine neue olic zuft zufuͤhrte. Sonach dauerte in dieſem, durch das ts ſe mit fixer Luft geſchwaͤngerte Waſſer ſtaͤrker gereizten, wrvit Blatte, dieſer Reiz eine laͤngere Zeit fort, als es deren b bedurfte, die Luft ins Blatt zu leiten, wie man dies b beſtaͤndig an den reizbaren Theilen der Thiere, wenn dieſe b ſtark gereizt worden, wahrnimt; denn da wirkt der er⸗ wekte Reiz fort, wenn gleich der ihn erweckende Koͤrper Gfül nicht mehr in ihnen wirkt. Oder koͤnnte es auch wohl ſeyn, daß die aus dem luftſchwangern Waſſer eingezo⸗ gene, und alsdann im Blatte vorhandene fire Luft kraͤf⸗ b Sanu tiger wirkte, als die aus der Atmosphaͤre, oder dem ge⸗ mei⸗ — Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 101 dann ert meinen Waſſer, es ſei nun, weil ſie von einer andern us ihne Beſchaffenheit ſeyn mag, oder weil ſie in groͤßrer Menge waten, ſ vorhanden iſt. Sie koͤnnte daher noch immer aufs aber ſid Blatt wirken, ob dieſes gleich keine neue Luft aus dem eſänigte Waſſer erhielte, und auf ſolche Art koͤnnte ſie das Blatt de unke durch den Reiz, den ſie in ihm beſtaͤndig erregt, zwin⸗ überlaſen gen, die in ihm vorhandene zubereitete Luft auszuſtoßen. ſen Blät Wenigſtens iſt gewis, daß die im luftſchwangern Waſ⸗ eit mehr ſer vorhandene fixe Luft, auf die ganze vaterie des Blatts niger da wirkt, weil rothe Blaͤtter darin ihre rothe Farbe verlie⸗ ner ouf⸗ ren, und eine gruͤne annehmen, auch das Waſſer ſich kann nur darin gruͤn faͤrbt. Dies war die Erklaͤrung, die ſich gauf die meinem Verſtande darbot, aber Erklaͤrungen ſind leich⸗ hen her⸗ ter zu erſinnen, als zu beweiſen. Da ſie mir unterdeſ.. ie Men⸗ ſen doch wahrſcheinlich vorkam, ſo wollte ich ſie nichr zu ibenden ſchnell verwerfen; ich pruͤfte ſie daher von neuem und davon ſtellte dabei folgende Verſuche an. Ich ſchloß ſo, iſt die Saͤure der ſixen Luft die Urſache der Abſondrung der Luft, bei denen der Sonne unter Waſ⸗ raſt in ſer blosgeſtellten Blaͤttern; ſo muß Waſſer, das durch zure der irgend eine Saͤnre ſaͤuerlich gemacht worden, die naͤmliche nd daß Wirkung hervorbringen, weil es beinahe auf die naͤmliche befindli⸗ Weiſe wirken wird. Ich nahm daher nachſolgende Saͤu⸗ wenn ren, wog ſie in Flacons, deren Gewicht mir bekannt war, ne neue desgleichen auch die Menge des deſtillirten Waſſers, wel⸗ ch das ches ſie enthielten. Sonach erhielt ich genau die Menge reizten, der wirklichen Saͤure, die ich bei meinen Verſuchen brauchte: deren Gewicht des Gewicht der Gewicht der en dies deſtillirten Saͤure wirklichen n dieſe Waſſers. im Flacon. Saͤure. der er⸗ Vitriolſaͤure, 1. Unze weni⸗r. Unze, 2. 213. Gran. Kaͤrper Gefaͤllte Sal ger 1I. Gran. Drchm. 40Gr. t wohl peterſaͤure, 7. Drachmen 1. Unze„ 2. 120. Gran. eingeſ 4 Skrup. ft dc Seeſalzſaͤure, 7. Drachm. 2. 1. Unze, 4.Ge 20. Gran. 1, Je Skrup. 8. Gr. dem ge G. mei⸗—₰ ———— 1 02 Erſte Abhandlung. Ich begann dieſen Verſuch noch einem Verfabren⸗ das mir keinen gluͤklichen Erfolg verſprach, denn das Waſſer, welches ich dazu nahm, enthielt den 100ſten Theil ſeines Inbegrifs,(volume) Vitriol⸗ und Seeſalzſaͤure. Daher ſonderten auch die Blaͤtter, welche unter dem Waſſer ſeiner Wirkung ausgeſetzt wurden, nur einige Luftblaſen ab. Das mit dieſer Quantität Salpeterſaͤure geſchwaͤngerte Waſſer gab ein wenig mehr uft, als die andern. Ich ſtellte hierauf dieſen Verſuch noch einmahl mit Waſſer an, das mit dem 72oſten Theile Vitriolſaͤure geſchwaͤngert war, und erhielt aus einem Pfirſichbaum⸗ blatte, das 5. Stunden in dieſem Waſſer an der Son⸗ ne ſtand, 25 Maaß Luft, die ſich auf 2½ Maaß ganz verderbter verminderten Ein andres ſolches Blatt, das in gemeinem Waſſer ag die Sonne geſtellt worden, gab mir nur 1. Maaß aber ungemein reine Luft; ich muß hiebei bemerken, daß die in dieſem ſaͤuerlich gemachten Waſſer gelegten Blaͤtter gaͤnzlich ihre Farbe veraͤnderten und ganz fahl wurden, da ſie im Gegentheil im gemeinen Waſſer ihr Gruͤn behielten. Da die Salpeterſaͤure weniger weſendliche Saͤure ent⸗ haͤlt als die Vitriolſaͤure, ſo that ich den 360. Thiil in das Waſſer in den Glocken und bekam daraus 5. Maaß Luft, die ſich auf ar Maaß verminderten. Dieſe Luft war ganz verderbt, auch ward das darin liegende Blatt ganz fahl. Endlich miſchte ich unter das Waſſer in den Glocken den 180ten Theil Seeſalzſaͤure und erhielt hier⸗ auf 5. Maaß ganz yerderbte Luft. Auf dem darin gele⸗ genen Blatte waren nur einige fahle Flecken zu ſehen. Ich wiederhohlte dieſe Verſuche nach demſelben Ver⸗ fahren mit den naͤmlichen Blaͤttern, bemerkte aber, daß ſich die Quantitaͤt der Saͤure bei jedem verminderre. Ich that nur den 350oten Theil Vitriolſaͤure ins Waf 1 er ſt ud Drauf! ins W. gt r Thal 1Nar glechen ſonderte he A ſegte, 0. 8 hohhe tn u Quon Thell Vatt As da ſture Blati tben ſo lich nur ſchütte de we Fif dld. H mn ng wachen dine N dhal Mat uuſt erſatren, denn das rooſten ſalzſäure. dter dem -r einige eterſäure „als die nahl mit riolſaͤure chbaum⸗ er Son⸗ ß Janz tt, das n, gab ) muß ſachten nderten meinen re ent⸗ hiil in Maaß 2 Luft Blatt in den hier⸗ gele⸗ en. Per⸗ —, daß nderke. b Waſ⸗ ſer Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 103 ſer und entband daraus 2 ½ Maaß ſehr verderbte Luft. Drauf that ich nur den 1440ten Theil Salpeterſaͤure ins Waſſer, und erhielt 15 Maaß einer etwas weni⸗ ger verderbten Luft. Endlich ſchuͤttete ich nur den 720ten Theil Seeſalzſäure in das Waſſer, worauf ich dann 13 Maaß einer noch weniger verderbten bekam. Ein der⸗ gleichen im gemeinem Waſſer liegendes Pfirſichbaumblatt ſonderte 16 Maaß reine Luft ab, und als ich das näͤmli⸗ che Blatt in Waſſer, das mit fixer Luft geſaͤttigt war, legte, gab es mir 12. Maaß. In dem Vorſatze, noch weiter zu gehen, wieder⸗ hohlte ich dieſe Verſuche, nach dem naͤmlichen Verfah⸗ ren und mit denſelhen Blaͤttern, verminderte aber die Quantitaͤt der Vitriolſaͤure ſo, daß ich nur den 1418 Oten Theil ins Waſſer that. Das in dieſes Waſſer gelegte Blatt gab mir dann nur ½ Maaß ziemlich guter Luft. Als das Waſſer nur mit dem 5760ten Theile Salpeter⸗ ſaͤure vermiſcht wurde, ſonderte das darin befindliche Blatt in der Sonne nur 5 Maaß einer noch beſſern, ja eben ſo guten Luft ab, als die gemeine iſt; und als end⸗ lich nur der 1440te Theil Seeſalzſaͤure ins Waſſer ge⸗ ſchuͤttet worden, gaben mir die Blaͤtter Maaß Luft, die wenigſtens ſo gut, als die natuͤrliche war. Ein Pfirſichbaumblatt ſtieß in gemeinem Waſſer 1 Maaß aus. Hierauf kam ich auf den Einfall, mit allen drei Saͤu⸗ ren in gleicher, aber ziemlich ſtarker, Doſe eine Probe zu machen, um zu ſehen, was ſie auf die Pfirſichblaͤtter fuͤr eine Wirkung thun wuͤrden. Ich that alſo den 480ken Theil Vitriolſaͤure ins Waſſer und erhielt aus dem Blatte an der Sonne 4. Maaß einer gaͤnzlich verderbten Luft. Als ich ferner die naͤmliche Quantitaͤt Salpeterſaͤu⸗ re in eben ſo viel Waſſer goß, als ich zu dem vorigen Verſuche genommen hatte; ſo gaben mir meine Blaͤt⸗ G 4 ter ——— 104 Erſte Abhandlung. ter 4½ Maaß einer ganz verderbten Luſt. Ein Gemiſch aus Seeſalzſaͤure und Waſſer in eben der Doſis, entband auch 4. Maaß ganz verderbte Lußt aus dem Blatte. Dieſe Reihe von Verſuchen vernichtet meine Vermu⸗ thungen voͤllig, gibt aber zu wichtigen Betrachtungen Veranlaſſung. Anfaͤnglich ſcheint es, als befoͤderten die Saͤuren die Abſonderung der zuft aus denen Blaͤttern, die de Son⸗ ne unter dem Waſſer, das von den Saͤuren eine Schaͤrfe erhaͤlt, ausgeſetzt ſind; allein 1) Iſt die Quantitaͤt zu ſtark, wie dies beim erſten Verſuche der Fall war, ſo entwickelt ſich gar keine Luft, das Blatt veraͤndert ſeine Farbe und erhaͤlt das Anſehen duͤrrer Blaͤtter. Seine ganze Organiſation wird gaͤnz⸗ lich zerſtoͤrt. 2) Wird die Quantltaͤt der Saͤure anſehnlich ver⸗ mindert, ſo wird die Quantitaͤt der entwickelten Luft an⸗ ſehnlich vermehrt, wenn auch gleich das Blatt von der Saͤure ziemlich angegriffen iſt, und ohſchon es endlich, wenn es einige Zeit darin gelegen, die fahle Farbe au⸗ nimt, wie der lezte Verſuch auswieß. 3) Vermindert man die Quantitaͤt der Saͤure ferner noch ſtark; ſo wird der uft aus dieſen, in ſolchem ſaͤuer⸗ lichgemachten Waſſer liegenden Blaͤttern, immer weni⸗ ger; allein dieſe Verminderung ſteyt mit der Verminde⸗ rung der Saure n keinem Verhaͤltnis ja es fehlt ſogar erſtaunend viel daran„wie man aus dem zweiten Ver⸗ ſuche ſehen kann. 4) Faͤhrt man mit Verminderung der Saͤure, die man ins Waſſer thut, immer noch weiter und zwar ſchnell, fort; ſo wird auch der zuft aus den Blaͤttern, die in die⸗ ſem ſaͤuerlichgemachten Waſſer an der Sonne ſtehen, im⸗ merfort weniger, wie uns der dritte und vierte Verſuch belehren. Dieſe —z — D meine9 de Na benich wetſib doß ſbo keineduf zukbſen Peſſer verderd dachd dtzär thelse theib ſt dſten ſchlt/ gegen i fain ga Beſh Nenge! nitfxer wii bet dein d ich emc 16 4N. denegn Ma, Nlaans vicee Uddr eine Ve und g Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 105 Genſſh Dieſe Folgerungen duͤrften auf den erſten Augenblik Lanh meine erſte Vermuthung zu beguͤnsigen ſcheinen, weil l. die Menge der erzeugten Luſt um deſto groͤßer iſt, je Vermu⸗ betraͤchtlicher die Menge der Saͤure iſt, wenigſtens in⸗ nchtungen nerhalb gewiſſen Grenzen; allein es iſt zu bemerken, daß ſobald dieſe Graͤnzen uͤberſchritten ſind, ſich dann turen die keine Luft weirer entbindet, auch iſt nicht aus der Acht der Sah zu laſſen, daß die Luft, welche die in ſaͤuerlich gemachtem 8 darſ Waſſer an der Sonne ſtehenden Blaͤtter abſondern, ganz verderbt iſt. Sonach kann man dieſe Luft nur fuͤr eine b durch die Aufloͤſung entwickelte Luft halten. Sie iſt oft metſten entzuͤndbar und iſt eine Folge der Wirkung der Saͤuren, ine Luſt, theils auf die Eiſentheilchen der Pflanze,(die ſie gelb faͤrbt), Anſehen theils auf ihre Harzrheilchen, welche ſie zerſetzt. Sie iſt d gaͤnz⸗ groͤſtentheils im Waſſer allezeit unaufloͤsbar, lezters ver⸗ ſchlukt ſie auch nicht, oder doch nur wenig von ihr, da⸗ h ver⸗ gegen iſt die Aufloͤſung des Blatts ſichtlich, welches uft an⸗ ſeine Farbe verraͤth, die einer Eiſenkalkfarbe gleich iſt. on der Beſonders iſt nicht aus der Acht zu laſſen, daß die endlich, Menge Luft aus den Blaͤttern, die unter Waſſer, das be au⸗ mit fixer Luft geſaͤttigt iſt, an die Sonne geſtellt ſind, weit betraͤchtlicher iſt, als jene, welche Blaͤtter ausſtoßen, ferner die in Waſſer liegen, das nach meinem Verfahren ſaͤuer⸗ ſauer⸗ lich gemacht worden, weil ich vermittelſt ihrer nie mehr en als 4. Maaß ganz verderbte Luft habe entbinden koͤnnen, da inde⸗ hingegen das mit firer Luft geſaͤttigte Waſſer mir 12. ſegar Maaß, ja bisweilen noch mehr, ſehr reine Luft gab. Ver⸗ Hieraus wuͤrde denn folgen, daß die im erſten Falle ent⸗ wickelte Luft, eine Aufloͤſungsluft ſei, wie ich ſchon zuvor geſagt, dagegen die im andern Falle entbundene, , die eine Vegetationsluft iſt, von welcher Erſtere an Menge hnel, und Beſchaffenheit, wie es auch allerdings ſeyn muß, in die⸗ ver ſchieden iſt. n, ln⸗ elſch Ich wollte gern die Menge der zu dieſen Verſuchen gebrauchten Saͤure wiſſen, und nahm hierbei die Verſu⸗ Dieſe 6 5 che, 106 Erſte Abhandlung. che, welche der Due de Chaulnes mit vielem Scharf⸗ Vißtr ſinn und wie ich glaube mit ziemlicher Genauigkeit*) de Ma angeſtellt hat, zum Vergleichungsmittel an. Er fand, ſunich daß* Unze mit ſirer Luft geſattigtes Waſſer auf 186 ½ Unze n, c Lakmustinktur, ſie roth zu faͤrben, eben die Wirkung nix N aͤußerte, als 5. Tropfen einer concentrirten in Unze trjwden Waſſer getroͤpfelten und mit z2mahl ſo vielem Waſſer Ghchuc geſchwaͤchten Vitriolſaͤure. Es wiegen aber 5. Tropſen ite 9 Vitriolſaͤure 12. Gran, folglich ſind 12. Gran wohl con⸗ uſt, mit centrirte und mit 33. halben Unzen Waſſer geſchwaͤchte SAahilvi Vitriolſaͤure eben ſo ſaͤuerlich, als ½ Unze mit fixer Luft erte Wo geſaͤttigtes Waſſer. Da nun dieſe 12. Gran Saͤure lmi Sn der 24te Theil von einer halben Unze ſind; ſo betra⸗ ſäure in gen ſie den 768ten Theil der 32. halben Unzen Waſſer; lichn S folglich verhielte ſich die Saͤure der fixen Luft zur Vi⸗ her lüße triolſaͤure wie 24: 768. oder wie 1: 32. Hieraus Säuren! wuͤrde aber folgen, daß die Wirkung der fixen Luft, die ſigſtens i ich in aller ihrer Staͤrke gebrauchte, die Vegetation be⸗ In ſw aubt foͤdert, dagegen die andern Saͤuren,(die ich in Beziehung Seſſatzſ auf die Staͤrke der Saͤure in weit geringerm Verhaͤltnis a Men gebrauchte, als das iſt, in dem ſie mit der Saͤure der ſ J firen Luft ſtehen) in dem mit ihnen geſaͤttigten Waſſer Na E niemahls eine andre, als verdorbene Luft, und in ſehr Nn w geringer Menge entwickelten, wie man auch leicht beur⸗ w nit theilen kann, wenn man nur den Geſchmack zu Rathe Diſe. zieht. Es laͤßt ſich alſo hier der Schluß folgern, daß V ſteign dieſe Saͤure eine ganz eigene Saͤure iſt, daß ſie ſehr R tj verſchiedene Verwandſchaften hat und ein ihr eigenes in in Vermoͤgen, wenigſtens auf die Pflanzen zu wirken, beſitzt, t Vaiſ und endlich, daß die hervorgebrachte Wirkung ſich nicht Genxpn im Verhaͤltniſſe der Menge der Saͤure, ſondern im Ver⸗ Sein haͤltnis ihres Weſens offenbart. a, 1 Und dies bewies auch der lezte Verſuch, denn da vyhlim der naͤmliche Umfang(volume) der drei fluͤßigen mit dem a I Waſſer nan *†) Mem. des Savans Etrang. T. IX. ſun 1 Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 107 1Si Waſſer vermiſchten Saͤuren der naͤmliche war; ſo haͤtte Et 5 die Menge der Luſt, welche die Blaͤtter, die in dieſen ftrl 5. ſaͤuerlichgemachten Waſſern der Sonne ausgeſetzt wur⸗ den, abſonderten, verſchieden ſeyn muͤſſen; wenn ſie i 1¹ ſg mit der Menge der in jeder von dieſen fuuͤßlgen Saͤuren n 2 vorhandenen weſentlichen Saͤure im Verhaͤltniſſe ſtuͤnde. b 1. cſe Gleichwohl war die Menge der entwickelten Luft die naͤm⸗ „ Tkübfen liche. Hieraus folgt alſo, daß dieſe Menge entwickelte wohl an Luft, mit der Menge der weſentlichen Saͤure in keinem eſchwaͤchie Verhaͤltnis ſteht, denn das mit Vitriolſaͤure geſchwaͤn⸗ frer uft gerte Waſſer haͤtte von dieſer Luft 8. mahl mehr, als das in Säure mit Seeſatzſaͤure geſchwaͤngerte, und das mit Salpeter⸗ ſo betra⸗ ſaͤure impraͤgnirte 3. mahl mehr, als das mit der näm⸗ Waſet; lichen Seeſalzſaͤure geſchwaͤngerte entbinden ſollen; da⸗ zur Vi⸗ her ließe ſich die Menge der in den von mir gebrauchten Hieraus Saͤuren vorhandenen weſentlichen Saͤure beinahe, we⸗ z-uft, die nigſtens in ihrem Verhaͤltniſſe, durch die kleinſten Zah⸗ alion be⸗ len ſo ausdruͤcken; Vitriolſaͤure 8. Salpeterſaͤure 3. und eziehung Seeſalzſaͤure 1. Indes gab doch dies mit der naͤmli⸗ erhaͤltnis chen Menge Salpeterſaͤure geſchwaͤngerte Waſſer mehr äure der Luft, als alle die uͤbrigen, ſo ſtieß auch das mit derſelben Waſſer Menge Seeſalzſaͤure geſchwaͤngerte, in Beziehung ſeiner in ſehr Menge weſentlicher Saͤure, weit mehr Luft aus, als cht beur⸗ das mit Vitriol⸗ und mit Salpeterſaͤure impraͤgnirte u Rathe Waſſer; aber die Menge der in dem, mit fixer Luft ge⸗ ern, daß ſchwaͤngerten, Waſſer enthaltenen weſentlichen Saͤure iſt ſee ſehr wohl, ohne alle Vergleichung, betraͤchtlicher, als irgend eigenes eine von den drei Saͤuren, bei einigen von den angefuͤhr⸗ beſttz, ten Verſuchen; ſie ſcheint ſogar bis zu einem gewiſſen ſich nicht Grenzpunkte, ſich der Salpeter⸗ beſonders aber der im Ver⸗ Seeſalzſaͤure zu naͤhern, welche beide mehr, und zwar gute, Luft aus den Blaͤttern heraustreiben. Sollte dies wohl im Verhaͤltnis der Menge des mit ihnen verbunde⸗ denn dn nen Brennbaren geſchehen? oder ſollten ſie etwan dieje⸗ mit dem nigen Saͤuren ſeyn, welche das meiſte Brennbare ent⸗ Waſſet halten, oder mit denen es minder genau verbunden iſt, oder 108 Erſte Abhandlung. oder in denen es in ſo einem Zuſtande vorhanden iſt, daß es die Vereinigung des Lichts mit der Pflanze befoͤdert, oder ſollten ſie vielleicht diejenigen Saͤuren ſeyn, welche zu Erzeugung dieſer Luft die tauglichſten ſind? Allein dieſe Frage, uͤber die Beziehungen dieſer vier Saͤuren, iſt von zu weitem Umfange und zu kuͤzlich, um nur im Vor⸗ beigehen unterſucht zu werden, und ob ſie gleich viel Licht verbreitet; ſo ſehe ich doch, daß ich ihre naͤhere Pruͤfung bis zu einer andern Zeit werde verſchieben muͤſſen. Ueber den vorerwaͤhnten Verſuchen habe ich wich⸗ tige aus der Acht gelaſſen. Dies ward ich erſt inne, da ſchon an meinem Buche gedrukt wurde. Ich fuͤge alſo hier nur einen Entwurf von denen bei, die ich haͤtte an⸗ ſtellen ſollen, und gebe dabei zugleich eine Idee von der großen Menge derer, die mir noch zu unternehmen ob⸗ liegen. Es iſt ein unvollſtaͤndiger, aber doch nothwen⸗ diger Zuſaz. Nachdem ich den Einfluß des Sonnenlichts auf das Waſſer, welches durch die in verſchtedenen Doſen dazu gebrauchten Mineralſaͤuren ſaͤuerlich gemacht worden, bemerkt hatte; ſo haͤtte ich dieſe Verſuche billig im Schatten und im Finſtern wiederhohlen ſollen, um die Wirkungen davon miteinander zu vergleichen, ihre Un⸗ terſchiede, im Fall es deren gibt, zu bemerken und vom Einfluße des Lichts auf die Hervorbringung dieſer Wir⸗ kungen urtheilen zu koͤnnen. Dies habe ich nun freilich nicht gethan, indes habe ich dieſen Unterlaſſungsfehler dadurch wieder gut zu machen geſucht, daß ich dieſe Ver⸗ ſuche mit meinen, mit dieſen ſaͤuerlichgemachten Waſſern angefuͤllten, Glocken wiederhohlte. In jede derſelben legte ich ein Blatt von der Hyacinthe und ſtellte ſie als⸗ dann auf einen Ofen, wo 7— 8. Stunden lang, beſtaͤn⸗ dig eine Waͤrme von 180— 200, war. Ich 8 Firkeni Im ſätt di, und dwéta lbi Pyſtt go gate, ur den goote drgleichen tbenſals g hialt ich 135ooten das Bat Prrſüchen Ylat ſhr Hieran ſane, dbe nnhmen in gbe Ferb de Vaſe dm ſoote ther als dum mi daoter S diſt d lei ii aus, dem Mac dem 90. nur;- 7oooter und,! Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 109 ei ſt dß Ich bemerkte, daß die Erſcheinung in der dikſten ebeſtde Finſternis, und die im Tageslicht, einander voͤllig gleichen. 4, wuche Im leztern Falle ſiel das Licht zu recht hellen Fenſtern d Alin ein, und dieſe waren nur einige Schritte vom Ofen, dnren, iſ dem Schauplatze meiner Verſuche, entfernt. rim Vok⸗ viel gicht Als ich den 180ten Theil Vitriolſaͤure unter das Prüfung Waſſer goß, bekam das Hnacinthenblatt eine gelbe en. Farbe, und gab mir ½ Maaß verdorbene Luft. Durch den 900ten Theil dieſer Saͤure entband ich aus einem dergleichen Blatte nur ½ Maaß, und das Blatt ward ich wich ebenfals gelb. Aus dem 45 0oten Theil Vitriolſaͤure er⸗ hielt ich auch nur ½ Maaß und als erſtere bis zum 4 dee 13500ten Theile des Waſſers vermindert ward; ſo ſtieß ſtle a das Blatt nur Maaß Luft aus; aber in allen dieſen nn des Verſuchen war das in dieſem ſaͤuerlichen Waſſer gelegene nen ob Blatt ſehr gelb geworden. othwen⸗ Hierauf ſtellte ich dieſe Verſuche mit der Salpeter⸗ ſaͤure, aber eben ſolchen Blaͤttern, nochmals an. Sie auf das nahmen in allen Faͤllen, die jezt beſchreiben will, eine en dazu gelbe Farbe an. Als gedachte Saͤure den 180ten Theil worden, des Waſſers betrug, entbanden ſich 5Maaß Luft, aus lig im dem 500ten Theil ³, aus dem 900ten Theil Ir Maaß, um die aber aus dem 3048ten Theil nur 3 Maaß, und ſo hreU nahm mit fortſchreitender Verminderung der Menge ge⸗ d vom dachter Saͤure, auch die Quantitaͤt der ſich entwickelnden Wir⸗ luft ab. fralch Als ich hierauf die Seeſalzſaͤure gebrauchte, erhielt sfeheer ich aus einem Hyacinthenblatte, wobei das Waſſer mit ſe Ver⸗ dem 8oten Theil erwaͤhnter Saͤure geſchwaͤngert war, Toßeern 3 Maaß, aus dem Footen Theil derſelben 5 Maaß, aus erſelben dem 900ten Theil ½ Maaß, und aus dem 5400ten Theil ſie als⸗ nur 3 Maaß, und als endlich dieſe Saͤure bis zum beſtan 7000ten Theil des Betrags des Waſſers vermindert ward, bekam ich nur. Maaß kuſft. In den beiden 3c erſten „————— 110 Erſte Abhandlung. erſten Faͤllen war das Blatt ſehr gelb geworden, in den uͤbrigen aber hatte es ſich nicht veraͤndert. Nachdem dieſe Verſuche vorbei waren, ward ich gewahr, daß ich vergeſſen hatte, die Pflanzenſäuren anzuwenden. Folgendes ſind die Reſultate, die ich aus ihnen an der Sonne erhalten habe. Der gote Theil gemeiner Weineßig in de veine⸗ Waſſer gegoſſen, trieb aus einem Hyacinthenblatte † Maaß, der 60te Theil Maaß, der 148te Theil nur 1 Maaß, und der 4ste Theil gar nur Maaß luft aus. Bei allen dieſen Verſuchen wurden die Blatter nie gelb. Statt des gemeinen Weineßigs nahm ich nun den beſtillirten. Mittelſt des 45ten Theils di ſer Fluͤßig⸗ keit, ins Waſſer gegoſſen, entband ich aus einem hinein⸗ gelegten Hyacinthenblatte Maaß, durch den doten, desgleichen mittelſt des 180ten Theils Ie* Maaß, und aus dem 360ten Theil ½ Maaß Luft. Die Blaͤtter wur⸗ den jedesmahl gelb. Ich verſaͤumte auch nichk, Verſuche mit der Zucker⸗ ſaͤure anzuſtellen. Der 45te Theil derſelben, ins Waſ⸗ ſer geſchuͤttet, trieb aus einem Hyacinthe⸗ ablatte Maaß, der Lote und ſogar der 180te nur † Maaß, und endlich der 360te Theil nur ½ Maaß Luft aus. Keines von denen zu dieſen Verſuchen gebrauchten Hyacinthenblaͤt⸗ tern ward gelb. Mit der Phosphorſaͤure habe ich keine Verſuche ge⸗ macht, weil damahls keine zu haben war. Ich kann nicht umhin, hier mit anzumerken, daß ich bei allen dieſen Verſuchen zugleich ein Hyacinthen⸗ blatt, unter die mit bloßem gemeinen Waſſer angefuͤll⸗ ten Glocken legte, aber nie mehr als 1— 2. Blaſen dit erhielt. Man d Mm 1 Yaül dr En rint e de di de uft tan, di entvickelt Cänte zu oſtenib eeignet, vod doß übergch A' heſtz das ich dengil Yii Soper Swſ Prriol Eaper Sesc die nn, albd Diine Düüt ducer Sl At wn Nataie vieleich ſtwache nache Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 111 en, in den Man wird, durch dieſe im Schatten unternomme⸗ ne Verſuche alle die Folgerungen, die ich aus denen an ward i der Sonne angeſtellten gezogen, beſtaͤtigt ſinden. Man nzenſäunn nimt bei ihnen wahr, daß die Saͤuren das Heraustreten c ic a der duft beguͤnſtigen, daß die Menge der aus den Blaͤt⸗ A tern, die in ſolchen ſaͤuerlichgemachten Waſſern liegen, entwickelten Luft, gewiſſe Grenzen hat, ſo daß, wenn der gemeines Saure zu viel iſt, gar keine oder wenigſtens ſehr wenig enblatte Luft entbunden wird, daß ſich aber auch der gleiche Fall Theil nur ereignet, wenn die Saͤure zu ſehr vermindert worden, Luſt aus. und daß im erſten Falle das Gruͤn des Blattes ins Fahle latter nie uͤbergeht. Alſo iſt klar, daß die Mineralſaͤuren ein Vermoͤgen nun den beſitzen, Luft aus den Blaͤttern hervorzulocken, und daß Flußig⸗ das Licht daſſelbe anſehnlich vergroͤßert, weil ſie in bei⸗ hinein⸗ den Faͤllen ſich mit groͤſter Wirkſamkeit aͤußern.. „Hien Vitriolſaͤure, gab in der Sonne 25 Maaß. i, und Salpeterſaͤure,——— 5.— ker wil⸗ Seeſalzſaäͤure,———.— Zutke Vitriolſaͤure, gab im Schatten 3. Maaß. s Waſ. Sal peterſaͤure„——— 14— Maaß, See ſalzſaͤ gaure,——— 12— endlich Die Pflanzenſaͤuren wirken ſchwaͤcher auf die Pflan⸗ des von zen, als die beiden lezten von den Mineralſaͤuren. e enblät Weineßig, gab im Schatten. Maaß. Deſtillirter W. E.——— 13. che ge⸗ Zuckerſaͤure,———.— Sollte in dem Umſtande, daß dieſe Saͤuren in eine n, daß Art von Oel eingewickelt, oder durch eine phlogiſtiſirte iinthen Materie, die feſt an ihnen haͤngt, gemildert ſind, nicht noefül vielleicht der Grund liegen, warum ihre Wirkungen Bofen ſchwaͤcher ſind, da im Gegentheil die Salpeterſaͤure, welche ſoviel Luft hervorbringt, ſich leichter von ihrem Im Brenn⸗ 11² Erſte Abhandlung. 8 Brennbaren t rennt, beſon durchdringt und darin Aſefe ſie die Pflanzen bi dm ne der Pflanzen beſitzen nicht Kerfonde allein die Orga⸗ dm H brennbaven Vheilen genzlich zu bef genug, ſie von ihren Uimr G 25 gaͤnzlich zu befreien, oder ſi- 3 ten nicht genug Materie, die fäͤhig iſt der ſie enthal⸗ Amer was dieſe Saͤure bei ſcch führt 4 alles Brennbare, ds Weſ doch hier zeigt ſich eine an Werfuchen daſ i7 nehmen: em die mir noch zu bauen uͤbrig bleibt. age undgrube, Fiaie ſi m Mi eng arſühdan! ich auch nicht vergeſſen, die Bemer⸗ lui im Schatten Faach 4 Gaſpeter, uid Sesolzlänren Bu Wirkungen Hhrhorhrachtenn 24 SSohaſe⸗ die naͤmlichen V im g che ſie erzeugten, weit ver,unh die Menge luft, wel⸗ V wem die Vitriolſaͤure gab. Ger war, als die, welthe V din 4,* b Ir ve G 5. peßnde in ee die ich wahrzunehmen Gelegenheit 45 „ 3 ich no— 5 2. 4 1— innigen Verbindung der dänder. Daii Effehe ie deß f , mit dem im ſaͤuerlic n, ot eneahnen Waſſer liegenden Blatte. Lege ich ſ uerlich⸗ b ei b ichgemachtes Waſſer,— beſond ge i in ſaͤuer⸗ V llnt, de Saͤure genommen worden de en wenn hierzu eine Hngben V wie die Salpeter⸗ oder Wanee e gern verfluͤchtigt, rinn welches ich dann in einer von! eEßigſaͤnre,— ein Blatt Jeeßet, verrähte; o 3 einer von meinen gewoͤhnlichen Glocken— . if ven b ſanoers das Blatt den erſten Tag eine V Umn Blatt in d3s ma defuch Tages darauf ein friſches E 4 1 he Waſſer in dieſer G 4 1 nde We es ſchon ungleich weni jdieſer ockez ſo teefü⸗ V ingieich weniger aus und 4zon. 3 ac, obs es ſo us, und nach einigen Tagen iſt lis 5 t1 vöglach das d daß es ganz und gar aineeh Säru 8 ℳ r..— 5 3 er gſeich Soz deſtir Eſgenſthefeen deaetih,(Ana ;, Dalt. Boher ruͤhrt dieſes?. 7 deezeuger Theile der Saͤr hruͤhrt dieſes? Daher: Die jig trennen ſich waane welche ſich verfluͤchtigen koͤnnen mgete vegetabiliſchen Koͤr renndaten, derhinden ſich miit dem äau ſind erſchädit drpe verwandeln ſich vielleicht in Luft Longea drenlchinſtndſe dinid dacenewedeuhe e T u liche Saͤure übri ditſeennewihnden der Luft untaug⸗ b näni 5 ige Wirkung nimt degroß man auch bei aumj Pfanzen die Drha⸗ von ihren ſe enthal Nennbate, nehmen: undgrube, 2 Bemer ſalzſuren aͤmlichen luft, wel e, welche genheit in der uerlich⸗ ſaͤuer⸗ :zu eine uchtigt, Baatt, Hlocken ine ge⸗ friſches rreibt gen iſt mehr terlich⸗ : Die aoͤnnen, it dem in Luft gre Fe⸗ untaug⸗ an auch bei Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 113 bei dem mit ſirer Luft geſaͤttigten Waſſer wahr. Aus einem Hyacinthenblatte, das in ſolchem Waſſer unter einer Glocke lag, erhielt ich im Schatten und in einer Waͤrme von 200. den erſten Tag 11 Maaß Luft, davon das Waſſer 3 verſchlukte; Tages drauf bekam ich aus einem feiſchen Blatte, das aber in dem naͤmlichen Waſ⸗ ſer ſich beſand, 1Maaß, und nun mochte ich noch fer⸗ ner Blaͤtter hineinlegen, ich bekam keine Luft weiter. Hierbei iſt auch nicht mit Stillſchweigen zu uͤbergehen, daß mit fixer Luft geſaͤttigte Waſſer, zu jeder Zeit bei die⸗ ſem Grade von Waͤrme, dieſe Menge Luft ausſtoßen, wie meine im Sommer angeſtellten Verſuche ausweiſen. Sollte dies nicht der Theil der Luft ſeyn, den das Waſ⸗ ſer wegſtoͤßt, nachdem es dieſelbe angefangen hat, abzu⸗ ſpuͤlen? Doch dies gibt Stoff zu neuen Verſuchen. Will man dieſe Verſuche mit Zuverlaͤßigkeit anſtel⸗ len; ſo thut man wohl, wenn man ſie in Glocken vor⸗ nimt, die von auſſen mit einer kleinen Maſſe Waſſer umgeben ſind. Dies iſt noͤthig, um der Luft das Ein⸗ dringen zu verwehren, zugleich aber behaͤlt man die Freiheit, die Blaͤtter zu wechſeln. Um mich von dem Einfluſſe der Saͤuren auf die Erzeugung der Luſt, welche in ſaͤuerlichen Waſſern lie⸗ gende Vegetabilien abſondern, zu verſichern; dachte ich nach, obs wohl moͤglich ſeyn ſollte, das Weſen dieſer Saͤuren umzuſchaffen, und ſie, ihrer Eigenſchaften, Luft aus den Vegetabilien herauszuleiten oder vielleicht gar zu erzeugen, zu berauben. Alsdann mußten die in ſolche umgeſchaffene Saͤuren gelegten Blaͤtter keine Luft weiter abſondern. Daher ſuchte ich dieſe Saͤuren mit einer Lauge aus einem gereinigten Laugenſalze zu ſaͤttigen, und dann legte ich Blaͤtter unter meine Glocken in Waſſer, in dem dieſe Saͤttigung vor ſich gegangen war. Aber wie groß war meine Verwundrung, als ich die Blaͤtter alsdann viel Luft ausſtoßen ſah. Ich erſtaunte wirklich. Doch .4* ——öͤö— 114 Erſte Abhandlung.; Doch nach einigem Nachdenken faßte ich mich, und töni ließ mich durch dieſe en Verſuch, der mir zu entſcheiden bekeir ſchien, nicht hintergehen. Ich erwog, daß während teien der Zeit, da die Saͤure mit dem Laugenſalze geſaͤttigt Sun worden, die ſixe Luft ſich getrennt und das Waſſer, in Fuc dem die Saͤttigung vor ſich g ging, geſchwaͤngert und trdr folglich zu dieſer ſixen Luft, welche die in dieſem Waſſer fem d liegen en Blaͤtter austrieben, Veranlaſſung gegeben ſe Dr habe. Ich wieder ohlte daher; dieſen Verſuch, aber duſſach nach einem andern Verſahren. Ich ſaͤttigte die Saͤure, dder he die ich dazu brauchen wollte, mit dem gereinigten Lau⸗ gſange genſalze, und als dies genug war, ſchuͤttete ich das ganze ſm Gemenge ins Waſſer, in dem das Blatt gelegt werden fündi und der Verſuch vor ſich gehen ſollle; aber nun erhielt V 1ah ich auch nicht d die geringſte Luſt aus dem Watte, ob ich gleich eine eben ſo große Quantitaͤt Saͤure dazu genom⸗ V N men hatte, als die groͤſte Menge Luſt aus dem Blatte Nnaen entband. Von der Zuverlaͤßigkeit meines Verſuchs V m. 3 kann man ſich vergewiſſ⸗ rn, wenn man in das, nach dem llger Verfahren, beim erſten Verſuche ſaͤuerlichgemachte Waſ⸗ b dnn wen ſer, von einer ka liſchen Lauge einige Tropfen mehr, als un dw i zur Saͤttigung der Saͤure erfoderlich ſind, troͤpfelt, denn V diſß gen Z alsdann wird die fixe Luft, welche ſich aus den beim Auf⸗ fifen di brauſen zulezt entſtehenden Blaſen entbindet, gaͤnzlich Draufw geſaͤttigt, und man erhaͤlt aus dem in dieſem Waſſer lie⸗ dade genden Blatte gar keine Luſt. d zoot gmn ſölte Es ſolgt alſo hieraus, daß die Saͤuren auf die Er an dr zeugung der Luft, welche die in dannſchoe citen ainſ kere ch, ſern liegende Blaͤtter ausſtoßen, vielen Einfluß haben. lige h Entwickeln ſie nicht, ſogar indem ſie ſich von ihrem ht de Brennbaren trennen, dieſe Luft in den Blaͤttern, wel⸗ durch d che Leztere abſondern? Und da die Luft aus Blaͤttern, torhgeb die in mit fixer Luft geſattigtem Waſſer liegen, ſo rein 1 iſt; ſollte dies nicht d daher ruͤhren, weil dieſe Saͤure w di ſich beſſer von ihrem Brennraren ſcheidet, das im Blatte dent j ab⸗ ung, d 1 —— Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 115 ich, und entſcheden abgeſetzt wird, und ſonach eine vom Brennbaren mehr befreite, folglich reinere, Luft entwickelt? Solite es nicht ſcheinen, daß waͤhrend des durch die Verbindung der Saͤure mit dem Laugenſalze, erregten Aufbrauſens, der fluchtigſte, das iſt, der luftartigſte Theil der Saͤure un⸗ s waͤhrend e geſätiigt Vaſſer, in gert un 2 n V ter der Geſtalt der fixen Luft davon geht, und den feſte⸗ deſſt ſten Theil ſich mit dem Laugenſalze, mit dem er die ſtaͤrk⸗ 3 gege— 71 gegähn ſte Verwandſchaft hat, verbinden laͤßt? Sollten wohl 4 he 4 it¹ ¹ 3— 3 auf ſolche Art die Sauerbrunnen, wie z. B. von Spaa 8 ur oder Pyrmonr, die ſixe Luſt, welche ſie aufloͤſen, em⸗ gi Aalle das gen pfangen? Sauerbrunnen, die durch kalkartige Erde flieſ⸗ 1 ſen, vermoͤgen dieſe Wirkung hervorzubringen. Ich ht.werien kuͤndige aber hier Unterſuchungen an mit denen ich mich in erhielt noch zu beſchaͤftigen gedenke, ſi's Gott gefaͤllt. e, ob i rabh Ich begnuͤgte mich mit dieſen Verſuchen noch nicht, Blotte ſondern ſtellte nun auch aͤhnliche mit kalifirten Weſſern Verſüchs an. Zu dieſem Behufe ſaͤttigte ich Waſſer mit einem nch dem wohl gereinigten feuerbeſtaͤndigen Langenſalze, und goß als⸗ hte Waſ⸗ dann von dieſer Anſtöſiung, den 60ten Theil in das Waſſer, ehr, as in das ich Pfirſichbaumblaͤtter legte. Ob nun gſeich t denn dieſe ganze Zurichtung der Sonne ausgeſetzt wurde; 8 eim Aof⸗ ſtießen die Blaͤtter doch blos ein Paar uftblaſen aus ginzlch Drauf wiederhohlte ich den Verſuch, verminderte aber dabei die Menge der kaliſchen Aufloͤſung ſo, daß ſie nur den zooten Theil des Waſſers, in dem die Blaͤtter lie⸗ gen ſollten, betrug; aber die Blaͤtter trieben, obgleich an der Sonne ſtehend, doch keine Luft aus. Endlich legte ich gar Blaätter in die mit dem Laugenſalze geſaͤt⸗ tigte Aufloͤſung ſelbſt, und ſtellte ſie an die Sonne, er⸗ hielt aber eben ſo wenig Luft, obgleich die Aufloͤſung durch die Wirkung des Laugenſalzes aufs Blatt eine aſſer li⸗ die Er⸗ en Waſ⸗ 3 haben. n ihrem n, wel— 1 rothgelbe Farbe annahm. Blaͤttern, thgelbe F m „ſo riin Dieſer, Anfangs vielleicht unnuͤtz ſcheinende, Verſuch e Saͤure dient zu einem guten Beweiſe meiner vorigen Behaup⸗ m Batte tung, daß die Blaͤtter die im Waſſer befindliche fixe ch⸗ H 3 Luſt 116 Erſte Abhandlung. 5 Luft in ſich ziehen: denn da, wie bekannt, die Laugen⸗ terrodh ſalze die firxe Luft ſehr begierig verſchlucken, ſo ſaͤttigen aizule ſie ſich mit ihr, wo ſie ſie nur antreffen; es verſchluk⸗ fr, v ten alſo auch in dieſem Falle die Laugenſalze, deren hut. ich mich bediente, die im Waſſer enthaltene fixe Luft, dSdifn und ſonach konnten die Blaͤtter keine Luft aus dem Waſ⸗ aber ven ſer in ſich ziehen, folglich auch nicht ausſtoßen. Eben ſlem dieſe Erfahrung machte ich beim gekochten und beim de⸗ p ribe ſtillirten Waſſer, wozu nun noch, beſonders die gegen⸗ Sact waͤrtige koͤmmt. ſcchle Die in die kaliſirten Waſſer unter meine Glocken Pn gelegten Blaͤtter ſonderten keine Luft ab, ſie mochten ne der Einwirkung der Sonne ausgeſetzt ſeyn, oder nicht, ni ob ſie ſich gleich in einer Waͤrme von 200, befanden. vihe Alle aͤhnliche Faͤlle gaben hier dieſelbigen Reſultate. Zulezt wollte ich doch auch ſehen, was andre Mit⸗ 7 tel(wilieu) auf die Erzeugung der Luft für einen Ein⸗ fui b fluß aͤußern wuͤrden; meinen Unterſuchungen ward aber Wn bald ein Ziel geſetzt, weil ich nur ſolche Fluͤßigkeiten brauchen durfte, welche die Vegetation des Blatts nicht ſtoͤrten. Die ausgepreßten Oele mußte ich weg⸗ der laſſen, ſie verderben die Blaͤtter und machen ſie ſchwarz,(wilen) die weſentlichen ebenfalls, ſie loͤſen zu ſchnell auf, und dn Neſu ſo auch, aus gleicher Urſache den Weingeiſt. Indes derniſen habe ich doch aus Blaͤttern, die ich in Leztern legte und und gf darin in die Sonne ſezte, Luft herausgehen ſehen. deſn We Man ſieht aber leicht ein, daß dieſe ſo erzeugte Luft dann trügne, mit den Daͤmpfen des Weingeiſts vermiſcht war. Dieſe Michun Luft wird gezwungen herauszutreten, weil der Weingeiſt denm das Blatt ſehr zuſammenzieht und indem er deſſen Harz⸗ Naund theilchen aufloͤßt, dies auch mit deſſen Lußtgefaͤßen thut. ſt du Ich brachte hierauf einige Blaͤtter von der Haus⸗ b wurz unter meine Glocken, die ganz volt Queckſilber ir Uu waren, allein die Schwere dieſes metalliſchen Koͤrpe s Yime ver⸗ Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 117 ie Laugen. 1. o ſun vermochte doch die im Blatte vorhandene zuft nicht her⸗ derſäſll auszupreſſen, ob ſie gleich einen Theil von dem Waſ⸗ 4 dr ſer, das dem Blatte weſentlich eigen iſt, herausgedruͤkt / hatte. Man ward es im Obertheil der Glocke gewahr. Dieſen Verſuch ließ ich 6— 7. Tage lang fortdauern, aber vergebens. Setzt man ſolche Glocken mit Qurck⸗ ſilber antgefuſſ und mit Blaͤttern darin, an die Sonne; ſo treiben Leztere doch keine Luft aus, wenn gleich das Blatt am Glaſe anliegt und ſonach von den Sonnen⸗ ſtrahlen recht getroffen werden kann; aber ohne Zweifel ſire duſt dem Waj. n. Ehen d beim de⸗ die gegen ee Glockin ruͤhrt dies daher, weil dieſe Blaͤtter in ſolch em Falle te mochten aus dem Queckt ſülber keine fixe Luft, die tuͤchtig iſt, ſich der nit, mit dem Zellgewebe der Blätter und mit dem lichte, beſanden welches ſie durchdringt, zu verbinden, einſaugen koͤnnen. pote⸗ 23. Wirkt die Sonne auf Blaͤtter, die ſich in freier Luft befinden, grade ſo, wie auf ſolche, die im Waſſer ihrer Einwirkung ausgeſetzt dre Mit⸗ nen Ein⸗ vard aber beickrien ſind? Blaits.— ich weg⸗ Betrachtet man das gemeine Waſſer, als das Mittel ſchvar(miljen), in dem die Blaͤtter liegen; o wird man bei auf, und den Reſultaten der Verſuche die Peaͤciſion der vorigen Andes vermiſſen, ſie werden ſich Pear bisweilen widerſprechen, egte und und oft zweife! haft ſeyn. Wahr iſts freilich, daß bei n ſehen. dieſen Verſuchen eine Menge unguͤnſtiger Umſtaͤnde ſich uſt donn ereignen, die man vermeiden muß, daß viee zufallige Dieſ Beziehungen eintreten, die das aͤußere Anſehen derer, die man ſucht, ſtoͤren. Der Zuſtand der Pflanzen, der Raum des Gefaͤßes, die Flaͤche, welche das Waſſer der Luft darbietet, die natuͤrliche Beſchaffenheit der mit der . Geingeiſt ſen Hatz⸗ aßen thut.;; ißenſ Erde, in der die Pflanze waͤchſt, verbundenen Koͤrper, er Haus⸗ welche in Gaͤhrung gehen koͤnnen, die Pflanze ſelbſt, dueckſlber ihre Umſtaͤnde, ein einziges verdorbenes Blatt, die Fäpes Waͤrme und die Feuchtigkeit, welche die Pflanzen, wenn ve⸗ 80 3 118 Erſte Abhandlung. wenn ſie mittelſt des Waſſers in Gefaͤßen eingeſchloſſen und der Sonne ausgeſetzt ſind, ertragen muͤſſen, die Unmoͤglichkeit, ſie in Queckſilber einzuſperren, weil ſie alsdann ohne alle Wiederherſtellung zu Grunde gehen, furz, alle ſolche Umſtaͤnde verurſachen, daß wenigſtens die N erſuche ſehr verſchieden ausfallen. Unterdeſſen laͤßt ſich doch folgendes behaupten: 1) Die Pflanzen gehen ein, wenn ſie man in Glocken, die mit ſixer oder Salpeterluft angefuͤllt ſind, einſchließt. 2) Sie kommen unter Glocken, voller dephlogiſti⸗ ſcher Luft, nicht ſo gut fort, als unter ſolchen, die mit gemeiner angefuͤllt ſind. 3) Sie kraͤnkeln, wenn man ſie in eine Atmosphaͤre von enkzuͤndbarer Luſt bringt. 4) Sie degechren nur ſchwach, wenn ſie vermittelſt Waſturs in gemeine Luft, unter enge Glocken, oder auch ſogar unter geraͤumige, die aber einen kleinen Durchmeſ⸗ ſer haben, verſchloſſen werden und man dieſe Luft nicht ernenut. 8 5) Dagegen kommen ſie recht gut fert, wenn man ſie, mittelſt des W heds unter geraͤumige und einen großen Durchmeſſer habende Glocken, die mit phlogi⸗ ſtiſcher Luft angefuͤllt ſind, verſchließt. Dieſe Bemerkungen ſind bei Wiederholung der Ver⸗ ſucheſ ſehr wichtig, auch konnte ich nicht vermeiden, ſie zu unternehmen, wenn ich von dem Grade der Wahrſchein⸗ lichkeit, den man ihnen beilegen koͤnnte, und von der Zuverlaͤßigkeit der aus ihnen herzuleitenden Folgerungen gehoͤrig urtheilen wollte; denn ſobald die Ve getation der Pflanzen nicht mehr ſo lebhaft fortgeht, als in ihrem natuͤrlichen Zuſtande; ſobald muß auch die Erzeugung der Luft, welche aus den Pflanzen heraustritt, in Unord⸗ nung gebracht werden. Man wird dann nicht mehr die naͤm⸗ räͤmih negt d ſch du nufd Dde gmouer de ſwi NRb ungeac herau Dder der S in R einiil dem wida M der aus and die 7' Aus ſnne and oh ich mie auch aus giſtlte ale de dend dendan ſen D den lirige nuß. verſtär ung Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 119 miſ naͤmliche Quantitaͤt Luft erhalten, ſie wird auch nicht gn ium mehr die naͤmlichen Eigenſchaften haben, und es wuͤrde de geh ſich von der Beſchaffenheit der Krankheit, nicht richtig enigſin auf die Beſchafſenheit der Geſundheit ſchließen laſſen. Die Menge der erzeugten Luſt laͤßt ſich ebenfalls nicht aplen. genauer ſchaͤten, weil ſie nach Maaßgabe der Wirkung — derWaͤrme auf die Luſt im Gefaͤße veraͤnderlich iſt. Gleckm, Iſt Lezteres ſehr erwaͤrmt, ſo dehnt ſie ſich aus und geht nſchliß. ungeachtet der Schranken, die ihr das Waſſer ſetzt, phoeiſi⸗ heraus. So andert ſie ſich auch nach Maaßgabe der die mit Oberſläche, der Blaͤtter von der Pflanze und der Anzahl der Kanaͤle, durch die ſie herausgehen kann, auch ſogar in Ruͤkſicht des Raums, den die Pflanze im Gefaͤße sphaͤte einnimt, die ein eben ſo großes Volumen Luft aus dem Raume treibt, als ihr eigenes betraͤgt. Und dann wird auch von der fixen Luft nicht alle Tage eine gleiche nir Menge verſchlukt; ſondern dies haͤngt von der Menge Arämef der aus der Pflanze entwickelten dephlogmiſirten zuft ab, ſt nich und dieſe Menge iſt immer ſehr veraͤnderlich. Aus allen Verſuchen, die man uͤber dieſen Gegen⸗ nn man ſtand angeſtellt hat,— obgleich keiner in der Abſicht, die d einen ich mir voeſetzte, unternommen worden,— desgleichen phlogi⸗ auch aus denen, von mir zu Aufklaͤrung dieſer Sache an⸗ geſtellten, folgt indes doch dieſer allgemeine Schluß; daß alle dieſe Verſuche, ſo gut wie die meinigen, unzurei⸗ der Ne chend ſind und uns keine genaue, einem Strenge ſe⸗ v, ſe zu dernden Geiſte alle Zweiſel benehmende, Reſultate, lie⸗ rſchein fern. von der erungen Doch mitten unter den Widerſpruͤchen, die ſich unter getction den Beobachtungen der Raturforſcher finden, brechen n iheem einige Strahlen des Lichts hindurch, die man auffangen zugang muß. Vielleicht werden meine Verſuche ihre Klarheit Uhnerd⸗ verſtaͤrken und man wird gewahr werden, meine Behaup⸗ gehr die tung, daß die Pflanzen, die in der Sonne vegetiren, aus naͤre H 4 19⸗ 120 Erſte Abhandlung. ihren Blaͤttern eine Luft austreiben die zum Einathmen 6 tauglicher als die gemeine iſt, ſei nicht ohne Grund. ii Indes iſt wohl zu merken, daß dieſe Menge Luſt, Feßn welche die Blaͤtter geben, und die in unſre Atmosphaͤre tonng „ ubergeht, mit der Menge fixer zuft, welche die Atmos⸗ auäich haͤre ihnen mitzutheilen vermag, im Verhaͤltniſſe ſtehen w mußzund da die Atmosphaͤre wahrſcheinlicherweiſe gewoͤhn⸗ Dades lich weniger von dieſer Luftgattung hergibt, als die mit gäübe gedachter Luftgattung geſaͤttigten oder ſtehende Waſſer; wg ſo leuchtet ein, daß die Blaͤtter der Pflanzen deren weit Ind weniger in freier Luft, als im Waſſer, ausſtoßen muͤſſen. rhen 2) Die Schwere der Fluͤßigkeit kann auch das Her⸗ nen! austreten der Luft erleichtern und verurſachen, daß dies fong; reichlicher geſchieht. müſ ſöbald 3) Und endlich muß die eingeſogene, und durch 6 das Waſſer gegangene Luft ungemein viel beſſer ſeyn, ii als jene, die unmittelbar aus dem Baatte in die Luft 1an uͤbergeht, weil das Waſſer ſie abſpuͤlt und ſie von einem Theile der vielleicht mit ihr noch verbundenen fixen Luſt 36 befreit. ün tom g Man iſt nicht jederzeit das, was man ſucht, zu ſeiin) entdecken vermoͤgend. Indem man auf dem kuͤrzeſten demd Wege drauf zugeht, wird man oft gezwungen, Umwe⸗ lce in ge zu nehmen, um dahin zu gelangen. Ich habe ge⸗ deſe zeigt, welche Menge von Schwierigkeiten man uͤber⸗ enſeuc ſteigen muß, um gewiß verſichert zu ſeyn, daß vegeti⸗ ſoeane⸗ rende Pflanzen, wenn ſie in einer mit gemeiner Luft dinet a angefuͤllten, und mittelſt Waſſers verſchloſſenen, Glocke din n der Wirkung der Sonne ausgeſetzt werden, Luft abſon⸗ m,V dern. Man hat nichts als den Irthum zu fuͤrchten und bel mi man kann die Wahrheit entſchluͤpfen ſehen, ſchon els tin, u manz ſie feſthielt. Dieſe Schwierigkeiten habe ich alſo dier dadurch bei Seite zu raͤumen geſucht, daß ich einen andern ſoſe, Weg eingeſchlagen habe. n. E Es Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 121 ui Es iſt bekannt, daß entzuͤndbare Luft vom elek⸗ 4 triſchen Funken, oder einem brennenden Koͤrper, anders enge(uſt, nicht entzuͤndet wird, als wenn ſie gemeiner oder dephlo⸗ nosphate giſtiſirter Luſt beigemiſcht iſt, und daß, wenn dieſe Luft⸗ Armos gattung unvermiſcht iſt, alle brennende Koͤrper darin ſe ſtehen ausloͤſchen, ohne ſie ſelbſt zu entzuͤnden. Hieraus wuͤr⸗ gewoͤh de alſo folgen, daß, wenn eine Pflanze von munterm die mi Wachsthum,— die unter einer mit entzuͤndbarer Luft an⸗ Vaſſe; gefuͤllten, und mit; Waſſer geſperrten, Glocke in die Son⸗ ren weit ne geſtellt waͤre,— darin ſtark genug vegetiren koͤnnte, muͤſen. um die Luft auszuſtoßen, die ſie unterm Waſſer zu geben pflegt, alsdann die Menge der in der Glocke verſchloſſe⸗ das Her nen Luft zunehmen muͤſte; und waͤre ſodann der Um⸗ daß dies fang dieſer entwickelten Luft groß und rein genug, ſo muͤſte er dieſe Luft in Stand ſetzen, ſich zu entzuͤnden, j durc ſobald ſie mit einem brennenden Koͤrper in Beruͤhrung er ſeyn, kaͤme. de nſt Zu Anſtellung eines ſolchen Verſuchs muß man ran diſt Pflanzen waͤhlen, die im Waſſer fortwachſen, als einige 4 Stengel von der Muͤnze(Mentha Linn La Menthe), vom Floͤhkraute(Polzgonum DPerſccaria Linn. La Per- ctt, zu ſicaire), oder noch beſſer von den kleinen Binſen(Joncs), ürzeſten die an den Raͤndern der Graͤben wachſen. Ich nehme Umwe⸗ aber immer lieber die ganze Pflanze mit der Wurzel. be ge⸗ Dieſe pflanze ich dann nebſt ihrer Erde, die ich ſtark üͤber⸗ anfeuchte, in einen kleinen Scherbel und decke ihn auf vegeti⸗ ſo eine Ark zu, daß nur eine Oefnung fuͤr die Stengel er Luft einer oder mehrerer Pflanzen bleibt. Hierauf fuͤlle ich Glocke eine, nicht gar zu geraͤumige, Glocke mit entzuͤndbarer Luft abſon⸗ an, und nachdem dies geſchehen, bringe ich den Scher⸗ ten und bel mit den Pflanzen unter Waſſer in dieſe Glocke hin⸗ on els ein, und ſtelle dann beide Geſchirre auf eine Schuͤſſel. ch olo Dieſe muß ziemlich tief ſeyn, damit ſie ſoviel Waſſer andern faſſe, daß der Boden der Glocke tief eintauchen koͤn⸗ ne. Es waͤre ſogar dienlich, wenn das Waſſer in der E 9 5 Glocke — ¹ 12² Erſte Abhandlung. Glocke bis an den Rand des Scherbels heraufginge. nahi So koͤnnte man beobachten, ob die Menge der Luft an⸗ te in wuͤchſe, wenn die Gefaͤße ihre Temperatur wieder ange⸗ nommen haben. Zulezt ſtellte ich dann dieſe ganze Zu⸗ ruͤſtung an die Sonne und erhielt folgendes Reſultat. ui 1 Die Menge der in der Glocke vorhandenen Luft ward 4 g merklich vermehrt, und dieſe Luft entzuͤndete ſich ſogleich, rubei als ſie von der Fiamme eines entzuͤndeten Koͤrpers beruͤhrt, nchld oder vom elektriſchen Funken getroffen wurde. vani Die Folgerung aus dieſem Verſuche ſcheint mir ganz wid; einleuchtend zu ſeyn. Da der Umfang(volume) der dald Luft zugenommen hat; ſo muß ſie vermehrt worden ſeyn, ar und dieſen Zuwachs kann ſie nur, entweder aus dem Waſ⸗ innio ſer, oder aus der Pflanze, erhalten haben. Nun habe ich M aber erwieſen, daß das Waſſer, wenn es unter meinen Uühfen Glocken in der Sonne ſtand, keine Luft gab. Folglich un vl iſt evident, daß dieſe Vermehrung der Luft ihren Grund d u in der Luft hat, welche die unter der Glocke vegetirende indem Pflanze abſondert. ni Ferner, da die entzuͤndbare Luft die Eigenſchaft erlangt Pi hat, ſich mit einem Knalle zu entzuͤnden; ſo muß die von 1 d der Pflanze ausgeſtoßene Menge uſt, entweder das Dop⸗ ud pelte der in der Glocke vorhandenen Luft ſeyn,(wenn ihr 3 t Produkt ſo rein iſt, als der Atmosphaͤre ihres), oder ſie 5 muß rein genug ſeyn, um dieſer Quantitaͤt gemeiner de Luft an Guͤte gleich zu kommen: wenigſtens muß der de entwickelte Umſang(volume) dem Viertel des Umfangs den der in der Glocke vorhandenen Luft gleich ſeyn, weil die 6 atmosphaͤriſche Luft ein Viertel Luft, das an Neinigkeit 8 der dephlogiſtiſchen gleich iſt, zu enthalten ſcheint. Alſo 3 laͤßt ſich hieraus abnehmen, daß die Menge der entbun⸗ iſ denen Luft ſehr groß, und beſonders ſehr rein iſt. d 1 llogi Ich gerathe gar nicht in Verwunderung, wie Herr die 8 Ingenhousz, der dieſen Verſuch auch anſtellte, 8 m, nicht Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 123 uſtng nicht in der Abſicht, wie ich, noch mit allen den Details, Luſt ane die ihn begleiten. 1 ongen— zonze Zu Ich gerathe gar nicht in Verwunderung, daß dieſe eſultat. entzuͤndbare Luft, in der die Pflanzen, an der Sonne duſt wit ſtehend, vegetirt haben, den Beobachter durch den Schein ſoglec einer großen Reinigkeit betruͤgt, da die Salpeterluft⸗ sberihr probe zeigt, daß ſie ſich ſehr vermindert, da doch gleich⸗ wohl dieſe Luftgattung immerfort entzuͤndbar bleibt und verpuft, wenn ſie vom elektriſchen Funken getroffen mir ganz wird; denn wem iſt denn unbekannt, daß in ſolchem ume) der Falle die Salpeterluft nur auf die aus den Pflanzen her⸗ den ſeyn, austretende Luft, welche ſich mit der entzuͤndbaren nie em Waſ⸗ innigſt verbindet, wirkt. Miſchte ſich die entzuͤndbare habe ich Luft mit der reinen, ſo koͤnnte Erſtere darin nicht ver⸗ meinen puffen, weil ſie deztere durch ihre Zerſetzung phlogiſtiſi⸗ Folglich ren wuͤrde, und da es ſonach keine zuft mehr geben wuͤr⸗ „Grund de, welche die Entzuͤndung dieſer Luſtart, befoͤdern koͤnnte, getirende indem ſie ihr Brennbares in ſich naͤhme; ſo wuͤrde auch weder Entzuͤndung, noch Verpußfen ſtatt finden. Und uͤberdies weiß man ja, daß in einem Gefaͤße, worin ein erſange Gemenge von entzuͤndbarer und gemeiner Luft befindlich die von iſt, die Entzuͤndung an der Stelle ihren Anfang nimt, as Dop⸗ wo die entzuͤndbare die gemeine beruͤhrt, und daß, wenn venn(rk man ſchnell einen brennenden Koͤrper in das Obertheil oder ſie des Gefaͤßes bringt, ſolcher gemeiniglich ausloͤſcht, weil gemeiner die entzuͤndbare Luft den Obertheil des Gefaͤßes einnimt. nuß der Eben das bemerkt man bei der aus Metallkalken entbun⸗ Umfangs denen dephlogiſtiſirten Luft. Sie iſt, eh ſie abgewaſchen weil die worden, toͤdtlich, weil ſie mit ſixer Luft, welche hernach einigkeit das Waſſer einſchlukt, uͤberladen iſt. Indes wird doch Aſ dieſe Luftart durch die Salpeterkuft ſehr vermindert, und entbun⸗ dies nicht nur deswegen, weil dieſe fixe Luft mit der de⸗ phlogiſtiſirten nicht innig verbunden iſt; ſondern weil eh die Blaſen dieſer beiden Luftgattungen Vuder beruͤh⸗ t ſ ren, ohne ſich zu vereinigen, und dies gibt der Salpe⸗ e, ie ters rich ——————x 124 Erſte Abhandlung. terluft Gelegenheit, ihr Brennbares in der dephlogiſti⸗ iſn ſchen abzuſetzen, und auf ſolche Weiſe den Umfang des nitnt Gemiſchs der beiden Luftarten zu vermindern, indem uis ſie ſich blos mit der dephlogiſtiſirten Luft verbindet. gut Haͤtte man den bis jetzt erfundenen Eudiometern 0 ſonſt keine Vorwuͤrfe, als nur dieſen, zu machen, ſo ſnn d wuͤrde ich ihn weder fuͤr ſehr wichtig, noch fuͤr ſehr ge⸗ bitſch faͤhrlich halten, denn man wuͤrde ſich doch allezeit von giſen der Gegenwart und der Menge entzuͤndbarer Luft, in dem Phen Umfange Luft, den man zu pruͤfen haͤtte, durch die Me⸗ niede thoden uͤberzeugen koͤnnen, die Herr Volta in ſeinen Van Briefen an Herrn Prieſtley vorſchlaͤgt, und ich im ſwo. Journal de Phyßqve bekannt gemacht habe. In Anſe⸗ gech hung des andern von mir angezeigten Falles, wird man nnn die dephlogiſtiſirte Luft durchs Waſchen von ihrer fixen iir reinigen, und von der Gegenwart der zeztern ſich durchs Nrin Kalkwaſſer uͤberzeugen koͤnnen, denn dieſes faͤllt ſie. Aen Auch die Menge der in der dephlogiſtiſirten Luft enthalte⸗ flann nen ſixen, wird ſich beſtimmen laſſen, wenn man die mnge Groͤße ihrer Verminderung mit jener vergleicht, welche det ein gleicher Umfang dephlogiſtiſirter, und von ſeiner fixen n Luft befreiter, Luft, erleidet. Genit Dieſer Verſuch ſcheint mir einen ſehr buͤndigen Be⸗ ſch an weis abzugeben, daß Blaͤtter von Pflanzen, die in der wie d Sonne vegetiren, in entzuͤndbarer Luft eine reine Luft br abſondern. Hier iſt aber noch ein andrer von ſolcher fiſte, Art, der meine Meinung vielleicht ebenfals beguͤnſtigt. Aler Bringt man die zuvor genannten Pflanzen, mit der Mhen bereits angerathenen Vorſicht, unter Glocken von hin⸗ lißt laͤnglich großem Durchmeſſer, die zuvor mit einer ente aſt weder durchs Ausathmen, oder Faͤulnis, oder Verbren⸗ den nung einiger Koͤrper, phlogiſtiſch gemachten Luſt angefuͤllt der, worden, und ſperrt binnen der Zeit, daß die Pflanze in der e der Sonne vegetirt, mittelſt des Waſſers, ſorgfaͤltig alle vom Gemeinſchaft zwiſchen der Luft in der Glocke und der deſer aͤuſ⸗ Vom Einſluße des Sonnenlichts ꝛc. 125 ephlogiſi aͤuſſern; ſo wird man bald gewahr, daß die Luſt be⸗ nfang de trachtlich verbeſſert wird, nach Verlauf einiger Tage n, indem taugt ſie zum Einathmen, und wird oͤfters, wenigſtens ſo det. gut wieder, als die gemeine. din Woher ruͤhrt dieſe Veraͤnderung? Wird der Um⸗ 5 fang der in der Glocke vorhandenen Luft vergroͤßert; ſo lexei laͤßt ſich beinahe zuverlaͤßig behaupten, daß dieſe Ver⸗ 4 groͤßerung, die Wirkung einer neuen Menge aus der 1 die N Pflanze heraustretender Luft ſei; hier aber iſt die Ver⸗ Pdiehe minderung ſehr betraͤchtlich, indeſſen beweißt ſelbſt dieſe mm inen Verminderung den Zuwachs einer neuen Luft. Waͤre 3 ih ii dieſe phlogiſtiſirte Luft einige Tage lang mit Waſſer ein⸗ In Anſe geſchloſſen geweſen; ſo wuͤrde ſie keine andre Veraͤnde⸗ ſtd man rungen erlitten haben, als welche ihr Ausdehnen und ter firen ihr Zuſammenziehen, welches natuͤrliche Wirkungen der durchs Veraͤnderungen der Temperatur ſind, hervorbringen: ſllt ſe allein, haͤtte nach und nach ein Viertel ihres Umfangs de⸗ enthalte⸗ phlogiſtiſirte Luft hineingelaſſen; ſo wuͤrde ich gewiß man die lange Zeit in meiner Glocke keinen Umfang von Luf ge⸗ welche habt haben, der groͤßer geweſen waͤre, als der darin ner fixen vorhanden war, eh ich die dephlogiſtiſche hineinließ, das Gemiſch haͤtte ſich im Gegentheil vermindert, es haͤtte gen e ſich eine große Menge firer Luft niedergeſchlagen,— e in der wie der Niederſchlag im Kalkwaſſer, das man eine du unter die Glocke bringt, ausweiſt,— und die phlogi⸗ ſolcher ſtiſche Luft wuͤrde zum Einathmen tauglich worden ſeyn. ginſi Aber dies iſt grade das, was geſchieht, wenn man eine dit Nr Pflanze in phlogiſtiſirter Luft an der Sonne vegetiren uu hi⸗ laͤßt. Die dephlogiſtiſirte zuft geht nach und nach davon, wer g es erfolgt allmaͤhlig ein Niederſchlag von fixer Luft, der 16 le ſ den phlogiſtiſirten Grundſtof mit ſich herunterreißt, oder Eeen der, indem er ihn mit dem ſauern Grundſtoffe, oder mit angeflt der reinen Luft verbindet, die fixe Luft erzeugt, welche lanze 6 vom Waſſer verſchlukt wird. In dem Maaße nun, als iig db dieſer Niederſchlag immer wieder von neuem geſchieht, und der wird auſ 1²⁶ Erſte Abhandlung. wird auch die Luft immer reiner. Er erfolgt aber im⸗ mer wieder, ſo wie die Luft unter der Glocke mit einer neuen Quantitaͤt reiner Luft vermiſcht wird. Dieſer Niederſchlag ſteht auch in denen, mit phlogiſtiſirter Luft angefuͤllten Glocken, in welchen man Pflanzen vegetiren laͤßt, mit der Staͤrke der Pflanze, dem Umfange ihrer vegetirenden Oberflaͤche, mit der Anzahl der Oefnungen, weiche die reine Luft herauslaſſen, und endlich mit der Oberflaͤche, die das Waſſer darbietet, um die fire Luft zu verſchlucken, immer im Verhaͤltniß. Sonach folgt hieraus, daß von den Blaͤttern wirklich eine luft abge⸗ ſondert wird, obgleich der Umfang der in der Glocke be⸗ findlichen Luft ſehr vermindert wird, daß ich alſo auch durch dieſen Verſuch darthun kann, daß Pflanzen, die in der Luft vegetiren, Luft und zwar in ziemlich großer Menge ausſtoßen. Wenn nicht alle Verſuche darin zuſammenſtimmen, daß ſie den gluͤklichen Einfluß der Vegetation auf die Verbeſſerung der uft beweiſen, ſo ruͤhrt dies daher, weil die Verſuche nicht allezeit mit vegetirenden, der Sonne ausgeſetten, Pflanzen angeſtellt worden, oder weil die Gefaͤße, in denen man die Pflanzen ver⸗ ſchloß, keinen hinlaͤnglichen großen Durchmeſſer hatten, folglich das Waſſer der eingeſchloſſenen Luft keine Ober⸗ flaͤche darbot, die groß genug war, um die ſixe éufe, die ſich alsdann entwickelt, zu verſchlucken. Um daher dieſe Verſuche mit mehrerer Zuverläßigkei t anzuſtellen, muß man, wie ich bereits erinnert, Glocken dazu neh⸗ men, deren Boden einen großen Durchmeſſer haben. Auch muß man das Porcellaingeſchirr, worin die vege⸗ tirende Pflanze ſteht, nicht bios mit gemeinem Waſſer verſchlieſſen, ſondern ſtatt deſſen Kalkwaſſer nehmen, und darin die Glocke einigemahl herum bewegen, um den Niederſchlag d r firen Luft zu erleichtern und zu vermeh⸗ ien. Es waͤre fagar vortraglich, wenn man das Waß⸗ ſer ſt ttne Piſt gn ſ duſt, lißt, neuur auferd Gock, N vnter mir d ſchd frr ſchun mitd kkjeug Lfftni tn Ge triger geiit h weitem welche de Wa aftiſt d ken, w Uoat Penug haben d der N undi ſein lehens Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 127 aber im. ſer erneuerte, dabei aber ſich in Acht naͤhme, daß das mit einer Waſſer nie die Pflanze beruͤhrte. Dieſe Vorſichtsre⸗ Diſet geln ſind ſchlechterdings zu befolgen, weil die reine fixe ſirter ſt Luft, die ſich im Waſſer und in den Daͤmpfen nicht auf⸗ vegetiten loͤßt, der Vegetation ſchadet, und die Abſonderung nge ihrer neuer Luft aus der Pflanze, die Vermiſchung, die hier⸗ efnungen, auf erfolgen muß und die Verbeſſerung der Luft in der mit der Glocke, welche eine Folge davon iſt, hindert. ſire Luſt Mit Einem Worte, ſtellt man vegetirende Pflanzen unter Glocken, mit gemeiner uft angefuͤllt, mit der von mir angerathenen Vorſicht, an die Sonne; ſo verbeſſert nach ſolgt uft abge⸗ üe ſich die das in befindliche gemeine Luft, und es ſchlaͤgt ſich e fire Luft nieder, das heiſt, ſolche, die aus einer Mi⸗ zen, die ſchung der reinen Luft, welche die Pflanzen ausſtoßen, h großer mit dem in der gemeinen luft vorhandenen Brennbaren, erzeugt worden. Alsdann aber ſchlaͤgt ſich weniger fire Luft nieder, als in denen mit phiogiſtiſirter Luft angefuͤll⸗ dnten; ten Glocken, die Verminderung der Luft iſt auch darin auf die weniger betraͤchtlich, und die Luſt, worin die Pflanze ve⸗ daher, getirt hat, wird verbeſſert, allein die Pflanze kann bei renden, weitem ſo lange darin nicht loben, weil ſie die fixe Luft,— vorden, welche ſich nicht weiter niederſchlagt, noch ſich weiter in een der⸗ den Waſſerduͤnſten, die in der Luft in der Glocke ſchweben, de aufloͤſet— darin nicht ſo lange Zeit in ſich nehmen kann. e Ober⸗ uſt, di Hieraus laͤßt ſich eine ſonderbare Erſcheinung erklaͤ⸗ z daher ren, welche die Herren Deinmann und Paats van uſtln Trootswyß entdekt haben. Sie haben ihr aber nicht u neh⸗ genug nachgedacht, um das Auſſerordentliche, was ſie haben. haben konnte, davon abzuſondern. de vege⸗ Die Schrift dieſer beiden Naturforſcher handelt von Vaſer der Nuzbarkeit der Vegetation, in Reinigung der Luft, en, und und iſt in hollaͤndiſcher Sprache abgefaßt. Der durch um di ſein vortrefliches Genie, ausgebreitete Kenntniſſe, und veine liebenswuͤrdigen Karakter eben ſo bekannte, als durch Tae ſeine ſer 128 Erſte Abhandlung. ſeine herrlichen Schriften, uͤber die Witterungslehre und d den Magnetismus, beruͤhmte Herr Prof. van Swin⸗ dn den, in Franeker, hat die Gefaͤlligkeit gehabt, mir Auj daraus einen weitlaͤuftigen Auszug mitzutheilen. Zu⸗ 4 folge deſſelben enthaͤlt beſagte Schrift zwei Saͤtze. Der denn erſte iſt, dad Pflanzen durch die Vegetation das Brenn⸗ N bare in ſich nehmen, und daß dieſes ihnen nothwendig iſt: Ane dieſen Satz wollen wir an einem andern Orte unterſuchen. lang d Der andre iſt, daß die Pflanzen, indem ſie vegetiren, fixe De h Luft ausſtoßen. Dies beweiſen gedachte Phyſiker damit, üͤherze weil Pflanzen, die unter Glocken verſchloſſen, und alles dezeii Zutritts der aͤußern Luft,(entweder durch Queckſilber oder Gloce durch Glastafeln, die man mittelſt eines Wachsſtoks der, an den Boden der Glocke angeklebt hat,) gaͤnzlich beraubt hinn ſind, eingehen,— wie ich auch ſchon erwieſen,— dann, wiei daß die unter der Glocke verſperrte Luft fix iſt, und im hei, Kalkwaſſer ſogleich einen ſtarken Niederſchlag erzeugt, en,ün und endlich, daß unter Glocken, mit gemeiner Luft er⸗ aus den fuͤltt, worunter Pflanzen mitt elſt Kalkwaſſers verſperrt xedo ſind, nach und nach ein Riederſchlag erfolgt, der von dar der Gegenwart der fixen uſt herruͤhrt, daßlegegen unter V Glocken, die auch voller gemeiner Luft, und mit Kalk⸗ b iiß waſſer geſperrt ſind,(worunter man aber keine vegetiren⸗ tegite de Pflanzen gebracht,) ſich kein Niederſchlag im Kalk⸗ the, waſſer erzeugt, woraus ſie alſo, und zwar mit Grunde, giſañ ſchloſſen, daß ſich keine fire Luft entbinde. Auſſerdem dehag haben ſie auch durch viele Verſuche gezeigt, daß Pflan⸗ bätſe zen deſto laͤnger in eingeſchloſſener gemeiner Luft vegeti⸗ tldun ren, je nachlaͤßiger die Verſperrung gemacht worden, ſibn je groͤßer der Durchmeſſer der Gefaͤße, und je groͤßer nur d die Oberflaͤche iſt, welche das Waſſer und beſonders das unda Kalkwaſſer der Luft unker der Glocke darbietet; folg⸗ diein lich der Leztern mehr Gelegenheit gibt, ſich der fixen uft alöde zu entledigen, indem ſie ihr eine groͤßere Oberflaͤche des entvic Aufloͤſungsmittels, und zugleich vom Leztern eine groͤßere witte Quantitaͤt, welche die fixe Luft in ſich zu nehmen faͤhig iſt, heie verſchaft. Dieſe R. A Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 192 slehte und i Swin⸗ Dieſe Verſuche ſind gewis ſehr ſinnreich, wohl aus⸗ habt, mir gedacht und gut ausgefuͤhrt, allein die aus ihnen herge⸗ ſen. Iu⸗ leiteten Folgerungen widerſprechen den Erfahrungen aus tze. Der der Natur und gruͤndlich angeſtellten Verſuchen. as Brene Nein, die Pflanzen bringen, wenn ſie nicht gaͤhren, vendig iſt: keine fixe Luft hervor. Alle in gegenwaͤrtiger Abhand⸗ nterſiche lung beſchriebene Verſuche thun dies zur Gnuͤge dar. etiren, fre Die hollaͤndiſchen Naturforſcher wuͤrden ſich auch daon ker damt, uͤberzeugt haben, haͤtten ſie Pflanzen in entzuͤndbarer Luft und ales vegetiren laſſen. Gewiß, haͤtten die Pflanzen unter ſälber oder Glocken, mit entzuͤndbarer Luft angefuͤllt, fixe Luft abgeſon⸗ gachsſbfs dert; ſo wuͤrde die entzuͤndbare, mit der die fire ſich vermiſcht ch beraubt haͤtte, ſich nicht entzuͤndet und auch nicht verpuft haben, — dann, wie ich nur erſt geſagt habe: ſondern ſie wuͤrde im Gegen⸗ und im theil, indem ſie ſich mit der ſixen Luft verband, jener erzeugt, entzuͤndbaren Luft aus den Suͤmpfen oder der, die man Luft er⸗ aus den Oelen entbindet, gleich worden ſeyn. Diee verſperrt leztgedachte Luftgattung verbindet ſich mit der firen Luft der von und entzuͤndet ſich weit ſchwerer. gen uiter Laͤßt man aber die Pflanzen in dephlogiſtiſirter Luft It Kal⸗ vegetiren, anſtatt ſie in entzuͤndbarer der Sonne auszu⸗ vegetiren ſetzen; ſo wird man ſehr wenig fixe Luft erhalten, und m Kal⸗ oft faſt gar keine, wenn die Luft unter der Glocke recht Grunde, dephlogiſtiſirt, und beſonders, ehe ſie unter die Glocke luſerden gelaſſen worden, wohl abgewaſchen worden. Man wird ß Dflan alsdann den Verſuch ſogar unter kleinern und mit Queck⸗ ft vegeit ſilber geſperrten Glocken vornehmen koͤnnen, wenn man worden, nur verhindert, daß die Ausduͤnſtungen aus der Erde e gtißt und aus den Koͤrpern, die etwan in ihr vorhanden ſind, ders dis die eingeſchloßene Luft nicht verunreinigen. Es wird ſich t; folg⸗ alsdann gar wenig und oft beinahe gar keine fire Luft fien Lit entwickeln und im Kalkwaſſer, das zum Vergleichungs⸗ läche des mittel dient, wird ſich nur ein geringer Niederſchlag egoͤfere zeigen. Alles verraͤth alſo eine neue Ordnung der Din⸗ iis ge. Auf der andern Seite werden die Pflanzen darin ſeſe gay 130 Erſte Abhandlung. gar nicht lebhaft vegetiren, ja, wenn man ſie lange dar⸗ tn Gic in einſchließt, gaͤnzlich abſterben. Auch erhalten ſie ſraanm darin ihre Lebhaftigkeit nicht anders wieder, als wenn dn, d man ihnen phlogiſtiſche Luft mit dem Waſſer wieder— inte d gibt, damit dieſes Leztere die fixe Luft, die ſich nieder⸗ wid ſchlagen will, durch ſeine Duͤnſte aufloͤſen und den Theil A von dieſer Luftart, den die Blaͤtter nicht eingeſogen ha⸗ Autſl ben, nebſt denen in der Luft verbreiteten, und mit der dinith fixen Luft geſchwaͤngerten, Duͤnſten verſchlucken koͤnne. fn u Sind die Pflanzen gezwungen, ſich der fixen Luft V viſets als eines Auswurfs, zu entledigen, warum verbeſſern ech denn Pflanzen, die in gemeiner Luft vegetiren, dieſelbe? VPeu Etwan indem ſie ſie mit fixer Luft anfuͤllen? Allein die e Erfahrung lehrt uns, daß gemeine Luft, die man mit'i firer vermiſcht, zum Einathmen untauglich wird. Kurz, had ſ warum geben denn Blaͤtter, welche die fixe Luft aus iſcen Waſſer,— das mit dieſer Luftgattung geſaͤttigt iſt, und düft au das eigentlich mehr, als die andern Waſſergattungen ce Art fire Luft geben ſollte— einſaugen, keine andre, als reine— ſop Luft und warum dieſe um deſto reiner, je mehr ſie fixe f i Luft einziehen? ldi ſ Allein es wird kein Zweifel mehr uͤbrig bleiben, den wenn man die dephlogiſtiſirte Luft tropfenweis unter eine 1 mit gemeiner Luft angefuͤllte Glocke laͤßt, ſo wie's ge⸗ mm, R ſchieht, wenn ſie aus denen an der Sonne vegetirenden Tnn de Pflanzen heraus und in die gemeine Luft uͤbergeht. Lez⸗ ner tere wird ſich alsdann, auf eben die Art, wie durch die un in Vegetation, reinigen, indem ſie ſich ihres Brennbaren Sä entledigt. Dieſes Brennbare verſchwindet durch die herdere Verbindung, in welche es mit der dephlogiſtiſirten Luft, phlagit tritt, um die fixe Luft zu erzeugen, die ſich nachge⸗ V dus te hends niederſchlaͤgt. Eben dies nimt man wahr, wenn gekatie man ſtatt der kuͤnſtlichen dephlogiſtiſirten Luſt, welche duf den von dieſer Luftart, ſo die Pflanzen abſondern, unter die uaſt vo mit gemeiner Luft angefuͤllten und mit Queckſilber geſperr⸗ na da ten Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 131 long dee ten Glocken laͤßt und zugleich ein Geſchirr mit Kalfwaſ⸗ erholtn ſe ſer darunter ſezt; denn man wird ebenfalls gewahrn wer⸗ dl wen den, daß die fixe Luft das Kalkwaſſer faͤllen und daß die ſſer wian unter der Glocke befindliche gemeine Luft beſſer werden ſich niedan wird. d den Thel 4.. geſogen he Alſo moͤgen wir hieraus ſchließen, daß die, mittelſt id mit 3 Queckſilbers oder Waſſers in gemeiner Luft unter Glocken n fänne eingeſchloſſenen Blaͤrter von vegetirenden Pflanzen, die fixe Luft, welche ſich durch den Niederſchlag des Kalk⸗ fixen Luſt waſſers verräth, nicht abſondern, ſondern daß dieſelhe verbeſſern durch die Wirkung des in der gemeinen Luft vorhandenen , dieſelben Brennbaren, auf die aus den Blaͤttern herau tretende Allein de reine Luft, und zwar auf ſolche Weiſe er; ugt wird, daß man mit leztere Luft ſich mit dem Brenndaren verbindet; denn ſo⸗ d. Kun bald ſich dieſes Brennbare, nach den Geſetzen der che⸗ Luſt aus miſchen Verwandſchaft, nicht ferner mit der reinen tiſt, und Luft aus den Blaͤttern verbinden kann,— und auf ſol⸗ attungen che Art iſt ſie doch in der entzuͤndbaren Luft vorhanden, als reine— ſo wird auch weiter keine fixe Luft erzeugt, wenn die ſie fire Zuft, in der die Pflanze vegetirt, ihres Brennbaren ent⸗ ledigt iſt: weil alsdann zwiſchen der reinen Luft und dem . Brennbaren keine weitere Verbindung ſtatt finden kann. bleiben, Dieſer ſcheinbare Einwurf bekraftigt alſo die Folgerun⸗ üter emn gen, die ich aus meinen Verſuchen gezogen habe. Hat ie s ge⸗ man die Natur einmahl gefunden; ſo braucht man etirenden weiter nichts, als nur auf der Bahn fortzugehen, die ſie 32 19 uns vorzeichnet. vardan Sollte es nicht ſcheinen, als ob das in der Luſt vor⸗ durch de handene Brennbare die in den Blaͤttern ent altene de⸗ rten luſt phlogiſtiſche Luft an ſich zoͤge und als ob auf dieſem Her⸗ nutg austreten der Luft aus den Blaͤttern, die Staͤrke der Ve⸗ r, vem getation der Pflanzen beruhte? Wenigſtens ſcheints 27 veche auf den erſten Augenblick, als wenn das in der gemeinen untede Luft vorhandene Brennbare die dephlogiſtiſche Luft, die 14 man damit vermiſcht, an ſich ziehe: wir nehmen mit gäde J 2 Ge⸗ 3 8 13³ Erſte Abhandlung. 5 Gewisheit wahr, daß die Pflanzen die ſixe Luſt, in der önthi ſie vegetiren, nicht verbeſſern; auch iſt wahr, daß unter trvi, allen Luftgattungen die fixe diejenige iſt, welche mit dem kl, Brennbaren die wenigſte Verwandſchaft hat; es iſt alſo uden nicht zu verwundern, die Pflanzen darin eingehen, Rlt weil ſie die mit ſixer Luft geſchwaͤngerten Waſſer uͤnſte, diſru deren ſie beduͤrfen, darin nicht antreffen, ja diß ſie ime niar Gegentheil durch die Wirkung der Saͤure dieſer Luftgat⸗ gllärde tung zuſammenſchrumpfen, indem ſie ihre Loͤcherchen der⸗ teli ſchließt und ſonach den Austritt der in ihnen vorhandenen 8 reinen Luft hemmt. In entzuͤndbarer Luft kränkeln die Alst Pflanzen eben ſo⸗ vermuthlich aber ruͤhrt dies von eine— leichten Zerſetzung der entzuͤndbaren Lüft her, die erfolgt b din wenn dieſe Luſtgattung mit gemeiner, depßlogiſtlturter m oder fixer Luſt gemiſcht wird, beſonders, wenn ebenge⸗ b unhi dachte Luftgattungen lange Zeit in Miſchung bleiben. V in Hieraus wuͤrde folgen, daß das Brennbare der entzuͤnd⸗ ſeDe baren Luft durch dieſe Zerſetzung doch einige Wirkunng ſuu auf die aus den Pflanzen heraustretende Luft haben wuͤr⸗ d de und einen Niederſchlag der fixen luft,— die, indem gröin ſie ſich in denen unter der Glocke vorhandenen Waſſer⸗ fren du duͤnſten aufloͤßt, das Blatt durchdringen, darin verar⸗ nin Siſ beitet werden und als eine reine Luſt wieder herausgehen thedas . koͤnnte,— veranlaſſen moͤchte. diſt „60. ter de Alle dieſe Ideen ſcheinen noch weit groͤßere Beſtaͤti⸗ gachin gung zu erhalten, wenn man dieſe reine Luft, beſonders Alnes aus Betorn berausgehen ſieht, die zu Pflanzen ge⸗ vennä hoͤren, die in gemeiner und in phlogiſtiſirter Luſt ſte⸗ ug en, wie ſich aus dem ſchleunigen, reichlichen, und an⸗ haltenden Niederſchlage der fixen Luft urtheilen laͤßt. Dieſer Niederſchlag kann in dieſem Falle blos durch die ſu Verbindung der reinen Luft mit dem Brennbaren, wel⸗ bringt ches mit der in der gemeinen Luft enthaltenen Menge de⸗ b laſen, phlogiſtiſinter uſtin beſtaͤndigem Verhaͤltniſſe ſteht, ver. A anlaßt werden. Ueberdies ſcheint es, man ſei gezwun⸗ t Va gen Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 133 duſt, in de gen alle die Schluͤſſe zu folgern, die ich moche, wenn man t, daß unn erwaͤgt, daß die Pflanzen in dephlogiſtiſirter Luft kräͤn⸗ che mit dm keln, welches nur deswegen geſchehen kann, weil die tz es iſt aß in den Pflanzen vorhandene Grundkraft, die Luft her⸗ in eingeh, auszulocken, darin mangelt; mit Einem Worte, weil in Baſſer üͤnſt, dieſer Luft kein Brennbares mehr vorhanden iſt, um zur daß ſie in Abſonderung der durch die Vegetation erzeugten dephlo⸗ eſer uſtza giſtiſirten Luft, vermoͤge der großen Verwandſchaft, wel⸗ cherchen ver che leztgedachte Luſtart mit jenem hat, zu reizen. vorhanden Wenn dieſe von den Pflanzen verarbeitete Luft in den kränieln d Blaͤschen des Zellgewebes verweilt; ſo gehen keine neuen s von eine Verbindungen vor, weil die zu dieſem Geſchaͤfte noth⸗ die erflg wendigen Gefaͤße angefuͤllt, ausgedehnt ſind, und hlogiſtiinn unthaͤtig bleiben. Da indeſſen doch immer friſche Saͤfte n ebenge, hineintreten; ſo fangen die Feuchtigkeiten an, zu ſtocken, 9 bſeibn die Organiſation koͤmmt in Unordnung, die Pflanze wird inenäi ſchwarz, und ihr Tod iſt nicht mehr weit entfernt. ennn Das Mitte, deſſen ſic die ratur bedient, die die, inden Verbindung der im Waſſer der Atmosphaͤre aufgeloͤßten en Waſee⸗ firen duft mit denen in den Blaͤctern vorhande⸗ dein dric⸗ nen Saͤften zu bewirken, iſt die Sonne. Wie wird ſie erausgehe aber das Mittel dieſer Verbindung? Das weiß ich nicht, doch ſcheints, ſie wirke blos in den Blaͤttern; weil Blaͤt⸗ ter die ihrer Einwirkung beraubt ſind, wenn ſie ſich te Beſti gleich in einer gasartigen und mit dem Lichte verbundenen beſdn Atmosphaͤre befinden, dann doch keine Luft abſondern, funze 3 wenn ſie unter dem Waſſer dem Einfluße der Sonne r gſt ſ ausgeſezt werden. 1, und oo Von der Wirkung der Salpeterluft auf die Blaͤtter heilen eif habe ich nichts erwaͤhnt, weil ſolche, die man hinein⸗ zdurch de bringt, um ſie der Wirkung dieſer Luftgattung zu uͤber⸗ daren, vi⸗ laſſen, bald eingehen. Nen i Aber wie geht's zu, daß das mit fixer Luft geſaͤttig⸗ fehr,n te Waſſer, die Blaͤtter dahin bringt, daß ſie eine ſo ei gehtun J 3 große on ———y —— 134 Erſte Abhandlung.— große Menge Luft abſondern, welche eben ſo gut iſt, als je e, welche ſie geben, wenn ſie in dieſem Waſſer der Gn, Wirkung der Sonne ausgeſezt ſind, da doch die fixe Luft kn, m auf die Pflanzen eine ihnen ſchaͤdliche Wirkung aͤußer!? und z Dieſe Betrachtung ſcheint meine Theorie zu entkraͤften, duch ſie wird aber bald wegfallen, wenn man erwaͤgt, daß biaft zwiſchen der Wirkung der unvermiſchten fixen Luft auf Geühn die Blaͤtter und jener, wenn ſie im Waſſer aufgeloͤßt iſt, und bod ei oßer Unterſchied ſtatt findet. Die unvermiſchte ſüched fixe Luft wirkt auf die Blaͤt er, wie eine Saͤure, die das e ver Weſen derſelben aͤndert: greift aber dieſe in dieſem Zu⸗ DSaze ſtande das Eiſen an und uͤberzieht es mit Roſt; ſo iſt ſich m. ja nicht zu verwundern, wenn es ſo zarte Organen, als f der Pflanzen ihre ſind, zerſtoͤrt. Iſt ſie im Gegentheil und! im Waſſer ausgebreitet; ſo verliert ſie ihre Schaͤrfe und da ſie ſich mit den phlogiſtiſirten Theilchen im Blatte V D gleich zu verbinden ſcheint, ſo muß ihre Schaͤrfe auf n en dieſe Art verſuͤßt werden. Wenigſtens duͤrfte ſich an ſo ſchuce einer Verbindung wohl nicht zweiſeln laſſen, weil ge⸗ rermiſc dachte Luftgattung, ganz umgeſchaffen, aus dem Blatte und de heraustritt, und zwar faſt allezeit im Verhaͤltniß der nitir Menge, die hineingetreten iſt. Sie ſcheint alsdann den rochrich Theil verlohren zu haben, der ihr die Schaͤrfe mittheilt dine A und der ſich, mittelſt des Lichts, mit dem in der⸗Pflanze veil die vorhandenen Brennbaren oder mit der Kalkerde,— nit der weſche den Hrundſtoff davon ausmacht, und mit welchem Nainen dieſe Saͤur der firen Luft die groͤſte Verwandſchaft hat, ſödam — verbunden hat. Soll ich zu Rechtfertigung dieſer und we Erklaͤrung, noch hinzuſetzen, daß die ſixe Luft, eingeath⸗ Perwr met, toͤdlich, im Spaawaſſer hingegen getrunken, den läße Orgenen Spannunz gidt, daß ſie dieſe Wirkung nur ſunge dann hervorbringt, wenn ſie ſich mit dem Grundſtoffe ds unſrer Organen verbindet und daß ſie nur deshalb aufs Pade Blut heilſam wirkt wein ſie das derin vo handene uͤber⸗ tg fluͤßige Brennbare vermindert, ſich mit ihm verbindet unſer und es abfuhrt. ich er Um V V Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 135 ¹ dine— Um tiefer in dieſen wichtigen Gegenſtand einzudrin⸗ ie fie üf gen, muͤſte man eine lange Reihe von Verſuchen anſtel⸗ 1 Kuſen len, muͤſte dabei verſchiedene Luftgattungen mit einander entkräſt, und zwar ſowohl in verſchiedenen Verhaͤltniſſen, als wagt d auch unter verſchiedenen Umſtaͤnden miſchen, muͤſte da⸗ 1 u 35 bei auf ihr Verhalten gegen die Blaͤtter, die man unter foabfi Gefaͤßen, bald mit Queckſilber, bald mit Kalkwaſſer, Iew e und bald mit bloßem Waſſer ſperrte, Acht geben. Auf wermiſche ſolche Weiſe wuͤrde man dahin gelangen, den Einfluß e, die des der verſchiedenen Verhaͤltniſſe, in denen ſich die Luft in dieſem Zu⸗ Beziehung auf die Vegetation befindet, kennen zu ler⸗ 1; ziehung auf die Vegetation beſindet, en z zſo it ſc nen; allein meine kraͤnklichen Umſtaͤnde haben mir bis anen, al jezt noch nicht verſtatten wollen, ſo wichtige, zahlreiche egenthel und beſchwerliche Verſuche zu unternehmen. haͤrſe und 11 Blatte Durch meine vorigen Verſuche ſcheint mir klar ge⸗ härfe auf nug erwieſen zu ſeyn, daß die Blaͤtter die fixe Luft ver⸗ ſch an ſo ſchlucken, wenn ſie mit dem Waſſer, das ſie aufloͤßt, weil ge⸗ vermiſcht iſt und daß ſie ſie aus dem Thaue, den Nebeln Blatte und dem in der Luft vorhandenen Waſſer,— welches ltniß der mit ihr geſaͤttigt iſt,— einſaugen: allein das habe ich dann den noch nicht zu beobachten vermocht, ob die Vegetation ſelbſt mittheilt eine Quelle dieſer fixen Luft, die fuͤr ſie ſo wichtig iſt, ſei; r Pflange weil die aus den Blaͤttern heraustretende reine Luft ſich erde,— mit der gemeinen oder vielmehr mit dem, in der ge⸗ welchem meinen Luft vorhandenen, Brennbaren verbindet, und ſich haft hal, ſodann mit ihm unter der Geſtalt firer Luft nieder ſchlaͤgt; ug deeſe und weil ferner ebengenannte Luftgattung, zufolge ihrer eingeath⸗ Verwandſchaft mit dem Waſſer, das in der Luft aufge⸗ fen, dn loͤßte Waſſer mit ihr ſaͤttigt und ſonach das Aufloͤ⸗ dung nuk ſungsvermoͤgen der Luft noch vergroͤßert, denn die Kraft rundſtff des Waſſers in Auſloͤſung der Salze iſt in ratione ihrer alb auß Verduͤnnung. Wenn denn alſo dieſes Waſſer mit firer ene ier suſt geſaͤttigt iſt; ſo ſchlaͤgt es ſich in die niedrigſte Schicht verbindet unſers Dunſtkreiſes nieder. Dieſer iſt beſtaͤndig ziem⸗ lich ſeucht, weil er alle waͤſſerige Theile, die ſich in Ouͤn⸗ Un J4 ſte u————ꝭ—x—⸗xxxxx— — 136 Erſte Abhandlung. ſte aufloͤſen, unmittelbar aufnimmt. Dieſe ſchwerer ſedin gewordene Waſſertheile bringen ohne Zweifel den Thau uſtrd und die Luft⸗Feuchtigkeit hervor, womit die Blaͤtter be⸗ ſaki dekt ſind, und die ihnen die Nahrung aus der Luft zube⸗ tachtun reiten, welche ſie alsdann durch Huͤlfe der erſten Son⸗ nenſtrahlen in ihr Weſen aufnehmen. Daher ruͤhrt es auch, daß die Vegetation des Morgens am lebhafteſten iſt, daß die niedrigſten Kraͤuter— weil ſie mit dieſem 4,8 von ſirer Luft geſchwaͤngerten Waſſer am ſtaͤrkſten be⸗ Na feuchtet ſind,— am lebhafteſten vegetiren, daß bei feuchter und heiſſer Witterung die Vegetation ſtaͤrker iſt, weil ſolche Witterung die Entwickelung der fixen Luft da⸗ durch befoͤdert, daß ſie den phlogiſtiſirenden Proceſſen 6 der Natur,— welche nothwendig ſind, um durch die ſ„ Verbindung des Brennbaren mit der reinen zuft die 85 8 zu faͤllen,— Kraͤfte mittheilt, und endlich, daß die Ge⸗ 3 witterregen ſo fruchtbar ſind, weil der Blitz eine große um Menge fixer Luft entwickelt, die hernach im Regen denn auf die Pflanzen herabgefuͤhrt wird: denn aller andrer a Regen, beſonders wenn er anhaltend iſt, verraͤth keine ih Spur ſolcher Luft, wie ich mich hiervon ſowohl durchs uin Kalkwaſſer, als auch durch Blaͤtter, die in Glocken, hn mit ſolchem Regenwaſſer gefuͤllt, lagen, uͤberzeugt habe: ne Ne denn Leztere ſonderten alsdann weniger Luft ab, als an⸗ demd dre dergleichen Blaͤtter, die in gemeinem Waſſer lagen. Ph ſchen Hier maͤſſen wir die goͤttliche Vorſehung bewun⸗ unde dern, die Alles mit dem wenigſten Aufwande und im groͤ⸗ eini ſten Ueberſluſſe bewirkt, die immer die geringſten Um⸗ pvung ſtaͤnde zu Erreichung Ihrer weiſen und großen Abſichten it mit eina der verbindet, die in den ſchreckenden Donner, Nm in jene Ungewitter, die unſre Fluren verheeren, den untr Grundſtoff legt, der nothwendig iſt, ihre Fruchtbarkeit ſiſe zu befoͤrdern, die Pflanzen zu erhalten, welche ſie ſeit ſo h langer Zeit naͤhren, und ſie eben ſo wohl Fruͤchte zum Un⸗ ſein terhalt unſers Lebens tragen, als Blumen und jenes Gruͤn her⸗ Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 137 3 ſiwan hervorwachſen zu laſſen, wodurch unſere Augen ergoͤtzt, hin Tha unſer Muͤßiggang beſchaftigt, und uns indem wir ihre Leb⸗ zin 3 lichkeiten genieſſen, vielleicht die erſten Gruͤnde zur Be⸗ 33 e⸗ trachtung an die Hand gegeben werden. rruͤhrt es ebhafteſten nit dieſen 24. Beobachtungen uͤber die Beſchaffenheit und rkſten be⸗ Menge der aus den Blaͤttern, die der Sonne daß bii unter Waſſer ausgeſetzt ſind, abgeſon⸗ ſtärker ſ derten Luft. n luſt da wartſr Die erſte Erſcheinung, bei welcher der Beobachter die ſr ſtehen bleibt, der uͤber die Einwirkung der Sonne auf jdie Ge Blaftter, die ihr unter Glocken, mit gemeinem Waſſer angeſuͤllt, blos geſtellt ſind, nachdenkt, iſt: 1) Die negruße Menge der von den Pflanzen abgeſonderten Luft und Negen darauf ganz natuͤrlich zum 2) die Unterſuchung der andter Beſchaffenheit dieſer uft. Dieſen Weg werde ich i keine auch im Verfolg dieſer Abhandlung gehen. Da aber die l derchs Blaͤtter allein keine uft geben, wenn ſie der Sonne un⸗ Glocken, ter Waſſer blosgeſtellt werden; ſo wird dann 3) die Wen⸗ gt habe: ge und Beſchaffenheit der Luft unterſucht werden, wel⸗ als ar- che ſowohl die Blumenblaͤtter, als die Fruͤchte, unter er lagen gleichen Umſtaͤnden an der Sonne ſtehend, abſondern: und da auch Blaͤtter Luft geben, dazu ſie nicht durch die benin⸗ Einwirkung der Sonne, ſondern durch andere Mittelge⸗ dim gru⸗ zwungen worden; ſo ſoll 4) dieſe Luft aus dieſen neuen ten Um⸗ Geſichtspunkten betrachtet werden. Hieraufwird 5) die Abſichtn Menge und Beſchaffenheit ſolcher Luft, welche Blaͤtter Donner, unter Glocken mit Luftſchwangerm Waſſer angefuͤllt, aus⸗ n, di ſtoſſen, ſo viel als moͤglich gepruͤſt, und endlich htbertet 6) einige Betrachtungen uͤber die Endurſache dieſer Er⸗ ſe diſ ſcheinung hinzugefuͤgt werden. zum Un⸗ z J 5 25 Men⸗ 138 Erſte Abhandlung. 25. Menge der Luft, welche Blaͤtter, wenn ſie unter denen mit Waſſer angefuͤllten Glocken der Einwirkung der Sonne ausgeſetzt werden, auszuſtoſſen pflegen. Zu genauer Beſtimmung der Menge Luft, welche Pflanzen⸗Blaͤtter vabſon dern, wenn ſie unter meinen mit Waſſer angefuͤllten Glocken der Einwirkung der Sonne uͤberlaſſen ſind, haͤtte man muͤſſen ſolche Blaͤtter waͤhlen koͤnnen, deren Oberflaͤche ſich immer vollkommen hätte ausmeſſen laſſen. Ich muß aber bekennen, daß mein Phollometer wegen der ausgekerbten Rander der Blatter und weil viele Biaͤtter als wie die vom Spargel und vom Fe⸗ derballe(Myriophyllon.) ſich nicht ausmeſſen laſſen, mei⸗ ner Abſicht nicht entſpricht. Auch waͤre es vortraͤglich geweſen, nur ſoſche Blatter zu den Verſuchen zu wallen, die einander alle an vollkommenem Wachsthume, Geſund⸗ heit und Dicke gleich und die alle durch die Wirkung des Lichts auf gleiche Art modificirt geweſen waͤren; allein ich muß geſtet Hen, ich habe bei weitem meine Abſichten nicht erreicht, ich habe nur unvollkommiene Reſultate er⸗ halten, welche mich nicht in aller Betrachtung befriedi⸗ gen konnten; indes bin ich doch der Sache ſo naheals moͤg⸗ lich gekommen. Noch muß ich anmerken, daß ich hier nur ſehr zu⸗ ſammengedraͤngte Tafeln liefere. Es waͤre unnoͤthig, Thartſachen vervielfaͤltigen zu wollen, wenn man nicht im Stande iſt, ſie alle aufzuſammeln oder wenn ſte nichts Neues lehren. Indes glaube ich doch anzeigen zu muͤſ⸗ fen, daß dieſe Tafeln nichts ſind, als ein ganz kurzer Aus⸗ zug aus meinen Tagebuͤchern, damit meine Leſer mir ei⸗ niges Zutrauen goͤunen koͤnnen, wenn ſie ſich uͤberzeugen, daß ich ihnen nur einen fluͤchtigen Begriff von meinen zahlreichen und oft wiederhohlten Verſuchen liefre. Ich wollte ſie lieber etwas weniger uͤberzeugen, als ihnen durch Um⸗ Anter. w A fünden andert. Einwit De Pend ſo wie de als de des i trzeugr türlch, ſucheni deren n teerhal mie de ben Jü d M derer kein T ſil ha 107 Ma fach bon gena dende Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 139 wenn ſe Umſtaͤndlichkeiten, die doch nichts als unnuͤtze Wieder⸗ Glocken hohlungen geweſen wären, Langeweile und Beſchwerde erden, verurſachen. Ich wiederhohle hier, was ich ſchon erinnert habe, daß nemlich die Menge der Luft, die ſich aus Blaͤttern, — walh unter Waſſer an der Sonne ſtehend, entwickelt, ſich in neu mi den Blaͤttern der naͤmlichen Pflanze nach unzaͤhligen Um⸗ er Sonne ſtaͤnden, von denen ich freilich nur einige entdeckt habe, er wälen aͤndert. Sie ſteht mit der Staͤrke und der Dauer der men haͤt Einwirkung des Sonnenlicdts in beſtändigem Verhaͤltnis. daß mei Die Waͤrme, welche auf das lebhafte Wachsthum der Büree Pflanze Einfluß hat, ſpielt auch eine beſondere Rolle dabei; dvomfſe⸗ ſo wie denn auch der Zuſtand der Pflanze und des Blatts, ſiin, mei⸗ die Beſchaffenheit, ſowohl des Waſſers,— deſſen man ſich traͤglich als des Mittels(milieu bedient,— als auch der Luft, wahlen, das ihrige zur Vermehrung oder Verminderung der Geſund⸗ erzeugten Luft beitragen. Alſo iſts wohl ganz na⸗ ung des tuͤrlich, ſich vorzuſtellen, daß die Reſultate meiner Ver⸗ allein ſuche nicht ſo ſtrenge richtig ſeyn koͤnnen: ich habe ſogar bſichten deren nie welche angeſtellt, wo ich die naͤmlichen Produk⸗ ltate er⸗ te erhalten haͤtte; dahen theiſe ich auch nur die mit, welche beftiedi⸗ mir die haͤufigſten und aͤhnlichſten zu ſeyn geſchienen ha⸗ als mag⸗ ben. Ich muß gleich zum Apfange erinnern, daß zwiſchen ſehr zu der Menge Luft, welche die Blaͤtter, unter Waſſer an nnöthig der Sonne ſtehend, abjondern, und deren Oberflaͤche gar nichtim kein Verhaͤltniß ſtatt ſindet. So gab mir, zum Bei⸗ te nichts ſpiel, ein Eichenblatt, welches§ 6. Quadratlinien ent⸗ zu miß hielt, 2. Maaß Luft, ein Kirſchbaumblatt hingegen, das r Aus⸗ 1076. Quadratlinien enthielt, nur 13 eines ſolchen ni di Maaßes. Wenn ich ſage, ein Blatt enthalte, ſeiner Ober⸗ rhenen flaͤche nach,.076 Quadratiinten; ſo verſtehe it dien nud menen von einer der beiden Flaͤchen; will man alſo dieſes Maaß c genau haben, ſo muß man die von mir angegebene Zahl endurch verdoppeln. 2 Um⸗ JIn 140 Erſte Abhandlung. In Anſehung der Kraͤuter herbes findet zwiſchen der Menge erzeugter Luft und der Oberflaͤche von jenen, eben ſo wenig ein Verhaͤltnis ſtatt: z. B. ein Blatt von der Hauswurz, deſſen Oberflaͤche 320. Quadratlinien betrug, gab mir bisweilen 5. Maaß Luft, hingegen eines vom Lo⸗ wenzahn(Leontodon Iaraxacum Linn. Dent-de-Lion.) das in ſeiner Oberflaͤche 800. Quadratlinien enthieit, nur 3. eines ſolchen Maaßes. Es iſt wohl wahr, daß bas Blatt von der Hauswurz dicker iſt, allein der Unter⸗ ſchied dieſer Dicke gleicht den Unterſchied in der Oberflaͤche nicht aus. Ueberhaupt ſcheint meiſtentheils, aber doch nich allgemein, daß die Blaͤtter von Kraͤutern, in An⸗ ſebung ihrer Oberflaͤche, mehr Luft abſondern, als Bläͤt⸗ ter von Baͤumen und Straͤuchern. Eben dieſ Beobachtung mache ich auch an den Waſ⸗ ſerpflanzen. Ein Blatt von der Sumpfdotterbluhme Caltha paluſtris Linn.) davon die Oberflaͤche 1690. Qua⸗ dratlinien enthielt, gab mir nur ½ Maaß Luft, dagegen ein Stengel von den kleinen Binſen(petit Jonc) deſſen Oberflaͤche nur 200.Quadratlinien betrug, eines Maa⸗ ſes Luft abſonderte. Unter den Erdpflanzen giebt es vie⸗ le, die in Anſehung ihrer Oberflaͤche, mehr Luft aus⸗ ſtoſſen, als die Waſſerpflanzen. So gab mir z. B. ein Blatt vom Weizen, deſſen Oberflaͤche 307. Quadratli⸗ nien betrug, 2 ½ Maaß Luft, hingegen eins von den Bin⸗ ſen Jone ou Bache,) deſſen Oberflaͤche doch 1315. Qua⸗ dratlinien enchielt, nur 1. Maaß. Es iſt eine Regel, die mir ziemlich allgemein zu ſeyn ſcheint, daß die dikſten Blätter, bei uͤbrigens durchgaͤn⸗ gig gleichen Umſtaͤnden, wenn ſie der Sonne unter Waſ⸗ ſer blosgeſtellt werden, mehr Luft abſondern, als die an⸗ dern; dergleichen ſind die Bläͤtter von Aloeen, von den indianiſchen Feigenbaͤumen(Cablus Opuntia Linn L. Opuntia.) von der Hauswurz, vom Eiskraute(Me- ſeuubr gauthemum crijſtallinum Linn. La Glaciale.) Das — Zell⸗ deree Hate dirte Luſt zude Ma ſch We kan de ſi dß ker! terc Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 141 diſchen.. 1 9 Zellgewebe des Blatts iſt die Werkſtaͤtte, wo die Luft tt unde verarbeitet wird; es folgt alſo, daß je reichlicher ein ten bettu Blatt mit Zellgewebe verſehen iſt; deſto betraͤchtlicher esvom 1 wird auch die Menge der ſich entwickelnden Luft ſeyn, wie 4 lian das von mir bereits angefuͤhrte Beiſpiel an der Hauswurz LIO' 3 .1 5G.„ d 5 in Die Blaͤtter gewuͤrzhafter Pflanzen ſcheinen mir eben⸗ 9 hit fals ein wenig mehr Luft abzuſondern, als aͤhnliche Blaͤt⸗ taſih ter von Pflanzen, welche dieſe Eigenſchaft nicht beſitzen. W auer d Ich rede hier nicht von auslaͤndiſchen Pflanzen, weil ich 1 ſiä theils nicht von einer jeden genug habe bekommen, theils ncis ii keine zureichende Menge von verſchiedenen Gattungen, um alle dieſe Verſuche zu wiederhohlen, habe erlangen nden Vaſ⸗ koͤnnen. Ich habe mich daher nur darauf eingeſchraͤnkt, tterbluhme die Beſchaffenheit ihres Produkts zu ſchaͤtzen. 6O0.Au⸗ Lre Je duͤnner und holziger uͤberhaupt die Blaͤtter ſind, 19 diſ deſto geringer iſt auch die Quantitaͤt Luft, welche ſie ab⸗ ines Mau ſondern, weil ſie weniger Zellgewebe enthalten. jebt esvie⸗ edas Die Menge der von dem naͤmlichen Blatte abgeſon⸗ 8 a derten Luft aͤndert ſich waͤhrend ſeiner ganzen Lebenszeit. z. D. Hat ein Blatt ſeine ganze Lebhaftigkeit erlangt und vege⸗ 8 tirt es mit voller Kraft; ſo bringt es alsdann auch die deeie. Luft in groͤſtem Ueberfluſſe hervor. Wenigſtens muͤſſen 15 Sa zu der Zeit, da der Saft ſich in den Kanaͤlen im reichern Maaße verbreitet, die Abſonderungen vollkommener vor in zuſen ſich gehen; mit Einem Worte zu ſolcher Zeit muß das durchgin Blatt alle, aus ſeiner Organiſation entſpringende, Wir⸗ nter Waſe kungen in ihrem groͤſten Umfange aͤußern. Wenn daher als dieone die Organiſation ſich von dieſem Zeitpunkt entfernt, es von d ſei nun, daß ſie zu ihrem Anfange zuruͤckgeht, oder Lim L daß ſie ſich ihrem Ende naͤhert: ſo ſondern auch die Blaͤt⸗ nne(Ul ter nicht mehr eine ſo große Menge Luft ab, und der Un⸗ ) Dos terſchied wird ziemlich merklich; ja er geht ſogar ſo weit, 3 ell da ß E—————y—-——Z—Z—Z—Z—Z—ꝛ—ẽ— 14² Erſte Abhandlung. daß in den beiden aͤuſſerſten Grenzen, nemlich im Augen⸗ ſuͤte blicke des Entſtehens des Blatts und in jenem ſeiner Ver⸗ rla troknung, keine Luft weiter erzeugt wird. Dam Tafel 3 der Menge Luft, welche von theils jungen theils voͤl⸗ lig ausgewachſenen Blaͤttern abgeſondert ward. de Junge Blaͤt⸗ voͤllig aus⸗* Pan ter. gewachſene V Namen der Blaͤtrer. e Pflanzen. Menge der Luft. Menge der uft⸗ de! Wallnußbaum, Shn Nothes Blatt. 2 Maaß. Maaß. Gan Ulmbaum, ½— 4— 3 Aprikoſenbaum,. Rothes Blatt. ½— 4— blache Haſelnußſtrauch, 1. wilg Rüereeeee, 12 ese Rothes Blatt. 0— 24— ben .— 1 Ich trug Sorge, eine hinreichende Anzahl junger Kn,ſc Blaͤtter zu nehmen, um dadurch eine Oberflache zu er⸗ ten aſſ halten, die der Oberflaͤche von den voͤllig aus gewachſenen Blaͤttern, die mir zum Vergleichungsmittel dienten, 26.% gleich waͤre, daher meine Reſultate in dieſer Ruͤkſicht der ne Wahrheit ziemlich nahe kommen muͤſſen: aber das Alter der Blaͤtter genau zu beſtimmen, wuͤrde freilich ſchwer ſeyn; ſo viel aber iſt gewiß, daß die rothen, die klein⸗ 3 ſten und zarteſten Blaͤtter nie Luft gaben, wenn ſie unter hatſ Waͤſſer an der Sonne ſtanden. verni Die gelben Blaͤtter ſtoßen in ihrer zarten Kindheit, du ma ſo wie die rothen, keine Luft aus. Dieſe Bemerkung tigket brachte mich auf die Vermuthung, es duͤrſten die bleich⸗ 3 ſdte ſuͤch⸗ Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 143 im Augen ſuͤchkigen Blaͤtter, unter Waſſer der Sonne ausgeſetzt, feiner Ver wohl auch keine geben und die Erfahrung beſtaͤtigte meine Vermuthung. Tafel der Verſuche mit bleichſuͤchtigen Blaͤttern. heils boͤ⸗ wand. Benennung der ligeus⸗ gruͤnen Pflanzen. Entwickelte Luft. vachſene Schminkbohnen, 1. Blatt, 5 Maaß. Narer Sartenſalat, 4 Blaͤtter, 1— edereuſt⸗ der Hleichſuͤchtigen. Schminkbohnen, 9 Blaͤtter, 5 Maaß. Maß. Garrtenſalat, ein Herzchen, ¼½— 5 Ich habe bereits angemerkt, daß ich die Luſt aus — bleichſuͤchtigen Pflanzen fur keine Vegetationsluft halte: weil gruͤne Blatter, wenn ſie unter Waſſer an die Son⸗ — ne geſetzt ſind, ihre Luft gleich ausſtoſſen, bleichſuͤchtige hingegen damit ſehr zoͤgern, außerdem iſt ihre Luft ver⸗ 8 derbt, in geringer Menge, und das Waſſer faͤngt gleich 1. an, ſich zu truͤben, ein Beweis, daß die Pflanze zu gaͤh⸗ Junget ren anfaͤngt. de zu er⸗ 1 enen—. 21.„ uchſn 26. Beſchaffenheit der Luft aus Blaͤttern, die in dienten,... Ki. ſichtder gemeinem Waſſer der Einwirkung der Sonne s Alet ausgeſetzt ſind. ſchwer A— 4 hein Je verwickelter die Mittel zu Erforſchung einer Wahr⸗ ue beit ſind, deſtomehr vermindert ſich die Hofnung, ſie un⸗ ſ vermiſcht zu erhalten; eine Bemerkung, die ich auch hier⸗ zu machen, veranlaßt worden. Bei allen den Schwie⸗ ändheit rigkeiten, deren ich bereits erwaͤhnt, und die, bald mehr, nerkung bald weniger, ſowohl auf die Beſchaffenheit der aus e bleic Blaͤttern, die in Waſſer an der Sonne ſtehen, entwickel⸗ ſůche ten 144 Erſte Abhandlung. V / ten Luft, als auf ihre Menge Einfluß haben, muß man V bi auch noch gegen die Reſultate, die man, mittelſt der Sal⸗ V dh peterluft bei Pruͤfung der Luft erhaͤlt, mißtrauiſch ſeyn. Ich beſitze weder das Genie, noch die Geſchiklichkeit und 1 3 Ucbung eines Fontana oder Ingenhousz, auch bin ich 4* weit entfernt, daß ich allezeit ſolche Reſultate, wie ſie, erhal⸗ L ten haͤtte, ob ich mich gleich vortreflicher Werkzeuge bedien⸗ te und dem Rathe dieſer beiden Lehrer folgte. Um die dun Salpeterluft recht vortreflich zu haben, entband ich ſie 6 d nach dem beſten Verfahren. Ich nahm immer die naͤm⸗ u liche Doſe von ziemlich groben Eiſenfeilſpaͤnen und auch V ömde den naͤmlichen, mit derſelbigen Menge Waſſer verduͤnnten, Salpetergeiſt, und glaubte auch oft eine Salpeterluft V ei entwickelt zu haben, die voͤllig die naͤmliche waͤre, die ich b7 das vorigemahl erhalten; allein ich geſtehe, daß ich in 3 den Produkten, in denen ich voͤllige Gleichheit zu erwar⸗ d ten Urſache hatte, wohl hundertmahl ſehr berraͤchtliche 1i Unterſchiede angetroffen habe. 3 7 Ob man bei dieſen Beobachtungen mit ſolcher ſtrengen dichi Praͤciſionzu Werke geht, wie der Hr. Abt Fontana bei reides ſeinen Unterſuchungen, daran liegt wenig; doch wuͤrde michs gefreut haben wenn ich ſie haͤtte erreichen koͤnnen, ſo N ſehe ich mich aber gezwungen, mit Schmerzen zu geſte⸗ dhihnd hen, daß ich ſehr weit hinter meinem Muſter in dieſer ſebeu, Betrachtung zuruͤckbleie. Indeſſen wird man doch im⸗ nlige mer in dem Verhaͤltniß der Vegetationsluft gegen die ge⸗ b udde meine, das ich beſtaͤndig aufgeſucht habe, ein Verglei⸗ bene chungsmittel haben. Da ſich hier kein feſter Grenzpunkt, ei der zum Fuͤhrer dienen koͤnnte, beſtimmen laͤßt; ſo wer⸗ b den meine Fehler, ſollte ich welche begangen haben, min⸗ J der wichtig ſeyn, und laſſen ſich vielleicht durch ſich ſelbſt teſte berichtigen. Veſſe Ich habe geglaubt, alle meine Verſuche nach dem nitd Grundfate anſlellen zu muͤſſen, daß 1. Maaß gemeiner nenſi zuft mit 3. Maaß Salpeterluft muͤſſe gemiſcht werden, denſch wenn V Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 145 „ muß man Erſtere vollkommen damit geſaͤttigt ſeyn ſolle; alsdann elſt der Sal vermindern dieſe 4. Maaß ſich gemeiniglich auf 3. oder nuiſch ſi 1 noch etwas weniger. Indes habe ich doch einmahl den klichkeit ud Fall gehabt, daß gedachte 4. Maaß auf 1 ⁄ reducirt wur⸗ auch init den, ohne daß ich habe hinter die Uſache kommen koͤnnen, dieſie erhal da die äußern Umſtaͤnde, dem Anſchein nach, jenen Faͤl⸗ euge bedin len, wo ein Gemenge aus 3. Maaß Salpeterluft und 1. Un di Maaß gemeiner auf 3. M. vermindert wurden, ſehr band ichſ gleich waren. Die Reſultate habe ich jederzeit 3 bis 1. ner die naͤm⸗ Stunde nach geſchehener Miſchung der Luftgattungen en und auch bemerkt. verduͤ Bunun, Die dephlogiſti ſirte Luft habe ich nicht allemal mit der äre, diei Salpeterluf ſt geſättigt, die ich fuͤr reiner, als die gemeine daß ichi hielt: a lein der Unterſchied in denen Produkten, die tzu erwar durch Miſchung der naͤmlichen Menge Salpeterluft mit erächtlche der naͤmlichen Menge von unterſchiedenen Luftgattungen entwickelt wurden, heſtimmte, zu meinem Zwecke hinlaͤng⸗ lich, den Unterſchied in der Beſchaffenheit dieſer Luftarten, rſtrengen den ich mir, nach der Strenge ſeſtzuſetzen, gar nicht vorſetzte, ntana bei weil dies etwas unmoͤgliches iſt. och wuͤrde oͤnnen, ſo Niach dieſen Grundſaͤtzen habe ich die hier beigefuͤgten zu geſte⸗ Tafeln verfertigt; doch will ich nicht, daß man mehr auf in dieſer ſie baue, als ich; ob ich mir gleich ſchmeicht e, die Ge⸗ doch im⸗ nauigkeit in ſie gebracht zu haben, deren ſie faͤhig ſind gen diege⸗ und die meinen Abſichten mit ihnen entſprechen. Sie ſe⸗ Vergli tzen Vergleichungsmittel feſt, die man fuͤr Feunn, nur renzounkt aber nicht fuͤr unveraͤnderlich halten kann. t; ſo wer ben, min Noch muß ich hinzufuͤgen, dais hanie kate, obgleich ſchſet verſchieden, doch allezeit aͤhnlich geweſen ſind. Dieſe Verſchiedenheiten waren immer ſo beſchaffen, daß ſie noch mit den allgemeinen Schluͤſſen, die ich folgerte, zuſam⸗ nach dem menſtimmen und ihnen zum Beweiſe dienen konnten. Fan⸗ gemneine den ſich aber manchmahl außerordentlich betraͤchtliche Ao⸗ t werden, K weis wenn ——bgg 146 Erſte Abhandlung. V weichungen; ſo fand ich auch bald die Urſache derſelben dn en in den verſchiedenen Quellen der Unrichtigkeit, die ich an⸗ ſuith gefuͤhrt habe. che Endlich ſtellte ich auch ein Gemenge aus gemeiner und V ſoden firer Luft unter meinen Glocken der Wirkung der Sonneauss gedde allein ich fand es jederzeit ſo wieder, wie ich es hineinthat, eren ob ich es gleich bisweilen mehrere Tage hintereinander ſo V ſtehen ließ. Hleraus ſchlieſſe ich alſo, daß das Licht kei⸗ b nen merklichen, zum wenigſten keinen ſchnellen, Einfluß n auf dieſe iſolirten Luftgattungen hat; doch will ich nicht rie entſcheiden, ob es nicht ſo auf ſie wirkt, daß es ſie ver⸗ beſſert, ob wir gleich dies nicht gewahr werden, weil das Waſſer, oder das Quekſilber, deſſen ich mich bisher zu dieſen Verſuchen bedient habe, die Einwirkung des n. Lichts hindern oder wohl gar vernichten koͤnnen. 4 1 Daß die Luft aus dem Blatte in den erſten Augen⸗— blicken, da es im Waſſer an die Sonne geſtellt wird, von V ganz andrer Beſchaffenheit geweſen ſei, als die in den b nachfolgenden Zeitraͤumen abgeſonderte, habe ich nicht bemerkt. Mich hiervon zu uͤberzeugen, nahm ich, nach Verlauf einer halben Stunde, das Blatt aus der Glocke, d in der es im Waſſer der Sonne blosgeſtellt ward, heraus, dinen und hob die binnen dieſer Zeit entwickelte Luft auf. Dar⸗ m auf brachte ich das naͤmliche Blatt unter eine andre mit ſinc Waſſer angefuͤllte Glocke, ſtellte es wiederum eine halbe V Stunde an die Sonne, nahm es dann wieder heraus und hob dieſe Glocke, ſo wie die erſte, auf. Dieſe Glocken numerirte ich. Und ſo wiederhohlte ich dieſes Verfahren mit demſelben Blatte einige Stunden lang; allein die aus dieſem Blatte in dieſen unterſchiedenen Zeitraͤumen erhal⸗ tene, und hernach durch die Salpeterluft gepruͤfte Luft, war, bis auf ein ſehr Geringes, von der naͤmlichen Guͤte. V Man begreift leicht, daß, wenn dieſer Verſuch gluͤcken ſoll, man das Blatt nicht ſo lange im Waſſer an der Son⸗. ne ſtehen laſſen muͤſſe, bis es gaͤhrt, weil alsdann unter V den Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 147 den entwickelten Luftgattungen keine Vergleichung mehr ſtatt haben kann. In Anſehung der Menge von Luft, welche die Blaͤtter in dieſen verſchiedenen Zeitraͤumen ab⸗ che derſlbe „ die ich dlhe emeinermd ſondern, iſt aber der Fall ganz anders, wie ſich aus fol⸗ Sonnecus gender Tafel, die nach einem Blatte vom Jakobstraut hineintha entworfen iſt, abnehmen laͤßt. reinander ſ— ss lich ke Tafel 1. 3 A 5 19 2 7 1¹ diss der Portionen Luft, welche in verſchiedenen Zeit⸗ jes ſe e raͤumen aus Blaͤttern, die der Sonne im Waſ⸗ n, welſde ſer ausgeſetzt ſind, herausgehen. köitban Dieſes Blatt vom Iakobskraute ward um Keny N Tr. Uhr 18. Min. der Sonne im Waſſer blosgeſtellt. Um 12. Uhr 10“ gab es. Maaß. en Augen⸗— 12. U. 30— 5.— vird, von— 1. U.— 5.— ie in den— 2. U.— 3.— ii richt uſammen m. Maaß ich, nach Zuß 57 5 er Glocke, Ich ſtellte hierauf dieſen Verſuch noch einmahl mit „heraus, einem Blatte von den Kartoffeln(Solanum tubero]. ſcul. ſ. Dar⸗ Linn. La Pommie de terre) und von den Erbſen an. Die⸗ andre mit ſe brachte ich um 12. Uhr 25. M. im Waſſer an die Sonne. äie habe Kartoffelblatt, Erbſenblatt, eraus und gaben e Gociu Um 12. u. 23.. M.— 3. M. Verſahten— 1 2 U. 45* T15⸗ M—— 5. M. ein die aus 1. II. 277. M.— 3. M. nenathc⸗— 2, U.——.. R. niſt di— 3. U.—— t. M. cen Gite— 4. U. 1. M.— 4. M. d glicim M. 1. M. der Son⸗—— un unter Zuſammen 1. M. 1. M. — den K 2 Hier⸗ 148 Erſte Abhandlung. Hieraus duͤrfte vielleicht erhellen, daß die erſten Zeit⸗ raͤume nicht grade diejenigen ſind, in denen die meiſte Luft abgeſondert wird, ſondern daß die ſtärkſte. Abſonderung in der Mitte der Zeit erſolgt welche der Verſuch dauert; denn ohne Zweiſel iſt alsdann das Blatt am meiſten von der fixen Luft aus dem Waſſer durchdrungen und die Son⸗ ne ſetzt den Reſt von Leben, welchen dieſes von ſeiner Mut⸗ terpflanze getrennte Blatt noch beſitzt, am ſtaͤrkſten in Be⸗ wegung., Hierbei bekam ich Gelegenheit, eine Erſcheinung zu be⸗ merken, die hier an ihrer rechten Stelle ſteht. Es iſt dieſe. Die von den Pflanzen ausgeſtoſſene Luft vermin⸗ dert ſich. Dies ward ich gewahr, als ich verſchiedene⸗ mahl bei Sonnenuntergang die aus den Blaͤttern, mit denen ich die Verſuche vornahm, entwickelte Luftmenge aufzeichnete und gleichwohl nachgehends dieſe Quantitaͤt nicht wieder fand. So ward die Luft aus dem Jakobskraute, von dem ich geredet, und das mir 1 ½. Maaß gab bis auf 1 ½. Maaß reducirt. Dies bewog mich, eine ganze Reihe von Ver⸗ ſuchen anzuſtellen, um mich von der Sache zu verſichern. Folgendes ſind kuͤrzlich die Reſultate davon. Ein Blatt vom Jakobskraute gab 1 ½. Maaß. Rothe Ruͤben(Heta vulg. Linn. La Bette-rouge.) 2.— Mohn(Papaver Linn. Le Pa- vot.) 33.— . Hunds zahn(Deus canis Linn. Gramen.)§.—. Tages darauf bemerkte ich vom Jakobskraute, 1 ½..— Rothe Ruͤben. 1 4.— Mohn, 31 Hundszahn, 3. unii von ril ſvſſe von un ſäne derſch wond dldg als ſcho hewe ſcſſe ſellt tenre and ſet deren deeni ſerh fülli merk ach gettn lfte glſ Vom Einfluße des Sonnenlichts ic. 149 kſten d5 wia Dieſe Verminderung wird verurſacht, 1) weil das bſordenn Waſſer, dem die Luft, welche aus ihm ins Blatt getre⸗ uch dun ten, entzogen worden, ſie wieder in ſich zu nehmen anfaͤngt; neſten 4 2) weil,— wie auch der Hr. Abt Fontana in der von mir ndieen angefuͤhrten Schrift ſehr gut darthut,— dos Waſſer mehr der M von reiner uft verſchluckt, als von gemeiner. Sonach henind ſtoſſen wir hier auf eine Thatſache, die noch mehr das von uns hieruͤber Geſagte, beſtaͤtigt. Nemlich, das ſeiner Luft beraubte Waſſer iſt faͤhiger deren von neuem zu lnung zube verſchlucken, als ſolches, dem ſeine Luft nicht entzogen . Esſ worden: aber ſolches Waſſer, worinn ein Blatt ſeine uſt uft vernin ausgetrieben hat, ſchlukt mehr von dergleichen Luft ein, erſchiedene als zu dieſen Verſuchen nicht gebrauchtes Waſſer, wie ich ttern, mi ſchon angemerkt habe, und die Erfahrung lehrt. Dies Luſtmenge beweißt ferner ¹) daß die Blaͤtter die Luft, welche ſie aus⸗ Quantitt ſtoſſen, aus dem Waſſer, indem ſie an die Sonne ge⸗ ſtellt ſind, in ſich nehmen; ²) daß die Luſt aus den Blaͤt⸗ tern reiner iſt, als die gemeine, weil gemeines Waſſer⸗ von dem und ſelbſt ſolches, das ich zu meinen Verſuchen brauchte, 1 Naaß deren weit weniger in der naͤmlichen Zeit verſchlukte, wenn von Ver⸗ die naͤmliche Oberflaͤche von Luft auf dergleichen vom Waſ⸗ virſichern. ſer ruhte. Ich habe gezeigt, daß gemeines, ja ſogar de⸗ ſtillites Waſſer binnen einer Zeit von 3. Tagen keine merkliche Menge gemeiner Luft einſchlukte, wie ich denn auch zu beobachten Gelegenheit gehabt, daß dieſe Waſſer⸗ gattungen deren ziemlich viel verſchlukten, wenn dieſe z 2 daß⸗ 41K Luft reiner oder von denen vegetirenden, der Sonne aus⸗ 36 geſetzten, Pflanzen ausgeſtoßen war. 5. 49 Unter den Baͤumen und Straͤuchen habe ich wenige 5.— angetroffen, deren Blaͤtter, im Waſſer an die Sonne ge⸗ ſetzt, nicht eine beſſere, als gemeine Luft, abgeſonders 12,5 haͤtten; doch gaben einige, als wie der Ulmbaum(Ulmus 14.— camp. Linn l. Ormeau) der Pomeranzenbaum(Citrus aui- 33 rantium Liun.'Oranger) und der Je laͤnger je lieber 5(Lonicera caprifolium Linn. La Lonicera,) eine duft, die Da K 3 nicht 150 Erſte Abhandlung. nicht viel— auſſer bisweilen— beſſer war, als gemeine. Weit wenigere Pflanzen gab es, die ſchlechtere, als gemei⸗ ne Luft abſondenten, und dieſe, weſche dieſe Ausnahme mach⸗ ten, waren, wie ich bemerkt habe, die Stechpalme,(Jlea aquifolium Linn. Le Houx,) der Ahorn mit geſchektem Laube(Acer fol. varieg. Iinn. Le Sicomore à feuilles panachées.) die Mirthe(Myrtus Linn Le Mitthe,) und der Kirſchlorber(Prunus auroceraſus Linn Lie Lau- rier-ceriſe,); allein es iſt zu merken, daß geſchekte Blaͤt⸗ ter krank ſind und daß der dem Waſſer, und durch dieſes der Luft, mitgetheilte Geruch von der, Mirthe und vom Kirſchlorbeer zum Verderbniß der Luft beiträͤgt, wie ich denn dies auch bei verſchiedenen Blaͤttern von gewuͤrzhaf⸗ ten Pflanzen zu beobachten Gelegenheit gehabt. Die⸗ ſe gabe ſehr reine Luſt, wenn ſie waren ins Waſſer geiegt worden und dieſes noch nicht Zeit gehabt hatte, den Ge⸗ ruch anzunehmen: aber der Geruch von den Blaͤttern und von dem Waſſer, den Leztres von den Blaͤttern in verſchloſſenen Gefaͤßen annahm, verdarben die Luft aus den Blaͤttern gaͤnzlich und verſetzten ſie in einen Zuſtand daß ſie gar nicht weiter vermindert werden konnte. Bei den beiden eben erwaͤhnten Faͤllen, wo ich in dem einen eine Luft erhielt, die ſchlechter, ats die gemei⸗ ne war, im andern aber eine eben ſo gute, habe ich in⸗ deſſen doch bemerkt, daß die Unterſchiede in der Guͤte dieſer Luftgattungen zu klein ſind, um ſich angeben zu laſſen, und daß ſie vielleicht vom Zuſtande des Blatts oder den Umſtaͤnden, unter denen der Verſuch angeſtellt wird, abhaͤngen. In allen uͤbrigen Faͤllen war die Luft aus den Blaͤt⸗ tern beſſer, als die gemeine, wiewohl der Unterſchied nie ſehr groß war; uͤberhaupt kam dieſe Luft nie der beſten, durch Kunſt in unſern Werkſtaͤtten entwickelten, dephlo⸗ giſtiſirten Luft bei. Die, weiche ich am beſten befand, er⸗ bielt ich aus den Blaͤttern des Tulpenbaums. Von dieſer wur⸗ ———————— s gemein. als gemei hme mad me,(er geſchekten à feuille ithe.) und Le Lac. hekte Blät urch dieſes und vem I, wie ich gewuͤrzhaf k. Die iſſer geleg den Ge⸗ Blaͤttern laͤttern in Luft aus Zuſtand e. oo ich in ie gemei⸗ ee ich in⸗ der Guͤte geben zu s Blalts angeſtele en Blät ſchied nie er beſten, „dephla fand, er⸗ ondieſer waee Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 157 wurden 11. Maaß mit 4. Maaß Salpeterluft vermiſcht auf 2§. Maaß vermindert. Die Blaͤtter der Fichte, der Eiche, des Lebensbaums(Thuya), und des Pfirſich⸗ baums gaben mir eine Luft, davon 1. Maaß, mit 3. Maaß Salpeterluft gemiſcht, auf 2. reducirt ward. Ich bin geneigt zu glauben, daß die harzreichſten Baͤume meiſtentheils beſſre Luft, als andre abſondern: doch begnuͤge ich mich blos, meine, auf einige Verſuche ſich gruͤndende, Vermuthung anzuzeigen, ohne ſie fuͤr gar zu gewis zu halten, weil ich daruͤber noch nicht alle die Verſuche habe anſtellen koͤnnen, die eine ſo allgemei⸗ ne Behauptung wuͤrde erfodert haben. Unter den kraͤuterartigen Pflanzen habe ich eine ziem⸗ lich geringe Anzahl gefunden, deren Blaͤtter, im Waß⸗ ſer an der Sonne ſtehend, eine Luft austrieben, die, wie mirs ſchien, ſchlechter, als gemeine war: darunter rechne ich den Iſop(Hſſopus, L'Hyſope), aus dem 4. Maaß Luft mit 1. Maaße Salpeterluft gemiſcht, kei⸗ ne Verminderung erlitt, und dann das gemeine Fuͤhlkraut (Mimoſa Senſitiva Linn. La Senſitive), aus welcher die Luft, wenn ſie mit Salpeterluft gemiſcht ward, mir eben die Reſultate gab, wie die vorigen waren. End⸗ lich bemerkte ich auch, daß die Blaͤtter von den einfa⸗ chen Winterlevkoien(Cheiranthus incanus Liun. La Violetie fimple d'hiver), vom Rettig( Kaphanus Sati- vur Linn. Le Kaifort) und vom Farrenkraute(Filixc. La Fougere), eine eben ſo gute Luſt, als die gemeine iſt, ausſtießen. Aber aus allen andern kraͤuterartigen Pflanzen erhielt ich, wenn ich Blaͤtter von ihnen in Waſſer an die Son · ne ſezte, beffre Luft, als die gemeine iſt; und dies be⸗ ſonders aus der Hauswurz; deun 3J. Maaß von dieſer Pflanze ausgetriebene Luſt, wurden, als ich ſie mik 2. Maaß Solpeterluft miſchte, auf ein einziges Maaß re⸗ ducirt. K 4 Die ———————— — 192 Erſte Abhandlung. Die unter den waͤrmſten Himmelsſtrichen einheimi⸗ ſchen Gewaͤchſe haben hierin einen ganz eignen Vorzug. So erhielt ich beſonders aus der gruͤnen Aloe(Aloes verd) eine zuftart, von der 1z. Maaß, mit 4. Maaß Salpeterluft gemiſche, auf 2 ½. Maaß vermindert ward. Die Luft aus einem Blatte vom Zuckerrohr Saccharum ehicinale Linn. La Canne à ſucce) war voͤllig eben ſo gut; denn 3. Maaß ſolcher Luft, mit 1. Maaß Salpe⸗ terluft gemiſcht, ward auf 3. Maaß vermindert. Dies war auch der gleiche Fall bei der Aloe mit dem Feigen⸗ blatte(Aloes ficoides) und mit dem Meduſenhaupte (Euphorbium Caput Meduſae Linn.) Alle Waſſerpflanzen, mit denen ich Verſuche ange⸗ ſtellt habe, trieben eine beſſre Luft, als die gemeine iſt⸗ aus: lagen jedoch die Blätter derſelben in gemeinem Waſſer, ſo war dieſe zuft nicht eben ſehr viel beiner, als jene aus den meiſten kraͤuterhaften Pflanzen. Aus einer Gattung des Armleuchters(Chara), entband ſich eine Art Luft, von der 1 ½. Maaß, mit z. Maaß Salpeter⸗ luft gemiſcht, auf e½ Maaß reducirt wurde. Ueberhaupt erhellet aus dieſen Verſuchen, daß die Luft aus den grasartigen Pflanzen(plantes graminées), ſehr gut iſt. Dies intereßirt uns um deſtomehr, da ſie im Sommer die Pflanzen ſind, welche am haͤufig⸗ ſten wachſen und am leichteſten fortkommen. Oef⸗ kers nimt die Natur ihre Erziehung ganz allein uͤber ſich. Die gewuͤrzhaften Pflanzen, deren wohlriechende Aus⸗ duͤnſtungen die Luft anſtecken, ſondern ebenfalls eine ſehr geſunde Luft ab, die jener zur Verbeſſerung dienen kann. Die kraͤuterartigen Pflanzen, die in groͤßrer Menge, als Baͤume und Straͤucher, vorhanden ſind, und die ganze Oberflaͤche der Erde, wo nur irgend ein vegetabiliſcher Keim ſich entwickeln kann, bekleiden, ſtoßen noch allge⸗ meiner eine beſſere Luft aus, als Baͤume und Straͤucher; allein dies kann von ihrer Stelle berruͤhren, aus der ſie eine mit fiper uft ſtaͤrkir geſchwaͤngerte Feuchtigkeit, . als Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 153 4 abin als ihre Nahrung, in ſich ziehen. Endlich erhellet auch la däun aus meinen Verſuchen mit der Hauswurz und den Aloeen, 1, N. daß je dicker die Blaͤtter kraͤuterartiger Pflanzen ſind, 4. Maß je beſſer iſt auch die Luft, welche ſie abſondern. ndert wand litten 27. Menge und Beſchaffenheit der Luft, welche aaß Saln die Blaͤtter ausſtoßen, wenn ſie, im Waſſer lie⸗ ert. Dis gend, von den farbigen Strahlen des Prisma em geige getroffen werden. duſenhauyt Da das Sonnenlicht auf das Heraustreten der Luft aus Blaͤttern, die ſeiner unmittelbaren Einwirkung unter ſuche ange Jaſſer ausgeſezt ſind, Einfluß hat; ſo war nun auch gemeine iſ zu unterſuchen, ob die Theile, aus denen das Licht zu⸗ gemeinem ſammengeſezt iſt, ebenfals darauf einen Einfluß aͤuſ⸗ lel keinet ſern wuͤrden, wenn ſie einzeln wirkten, und dahin ging Aus einer neine Abſicht, als ich Biaͤtter, die gern viel zuft aus⸗ ſich eine ſtoßen, der Wirkung verſchiedener Strahlen blosſtellte. Salpeter⸗ Ich nahm zu dieſem Behuf die immergruͤnende fet⸗ te Henne(ſedum ſemper virens) nebſt einem Pfir⸗ „ daß die ſichbaur nblatte, deren ich mich vorher ſchon bedienet hat⸗ aminées) te. Meine Glocken ſezte ich unter die, zu Anfange dieſer hr, da ſe Abhandlung beſchriebene, Zuruͤſtung und zwar ſo, daß m häufß⸗ jede Glocke von dem Kichtſtrahle getroffen wurde, n. Heſ den die Farbe, die ich dem Waſſer mitgetheilt hat⸗ T uͤber ic te, vorſchrieb. Ich ſuchte hierbei, die Farbe des Waſ⸗ ude NAue⸗ ſers der Schattirung, welche das Prisma hervorbringt, b s eineſt nahe zu bringen: allein verſchiedene Schwierigkeiten, mmen kan. die ich zu uͤberſteigen hatte, als ich meine Zuruͤſtungen Renge, der Eiwirkung des Sounenliches auszuſetzen bemuͤht 8 die genp 35 unſnea ds nir nicht, meine Verſuche mit an⸗ tabilſcer dern ben, als blos mit der rothen und der violetten an⸗ och alge zuſt elen. Daia Daber, wollt ich and ders ſichre Schluͤſſe rräuche, folgern,— die hervorgebrachte Wirkung ganz natuͤrlich der ſe vom Zuruckprallen, we iches das Licht bei ſeinem Durch⸗ chhi gange durchs Waſſer und Sigs erleidet, Herleiten muſte z 46*2 ſo ——— 154 CErſte Abhandlung. ſo ſtellte ich zu dieſer Abſicht eine von meinen Glocken unter eine mit gemeinem Waſſer angefuͤllte Zuruͤſtung, damit ich die aus dieſer Glocke zu erhaltenden Reſultate mit jenen, die mir die in den gefaͤrbten Waſſern und in freier Luft ſtehenden Glocken geben wuͤrden, vergleichen koͤnnte. 3 Folgendes ſind alſo die Reſultate dieſer Verſuche; ſie wurden an Einem Orte und in gleichem Zeitraum ange⸗ ſtellt. Ich fuͤge ihnen noch die Reſultate aus einer Glocke bei, die blos in die freie Luft geſezt und der un⸗ mittelbaren Einwirkung der Sonne uͤberlaſſen ward. Glocke in freier Luft. Immergruͤ⸗ nende fette. Henne, 12½ M. k., m. 3. M. Salpl. gem., w. auf 2. M. verm. Ein Pfirſich⸗* 3 baumblatt, 6.—— 1.———— 1..— Glocke unter einem mit gemeinem Waſſer angefuͤllten Geſchirr. Immergraͤ⸗ nende fette enne, 3.—— 3.———— 23.— Ein Pfirſich⸗ W baumblatt, 3.—— I.———— F.— Glocke unter dem mit rothem Waſſer angefuͤllten Geſchirr. Immergrü- nende fette Henne,(T.—— 3.———— 2.— Ein Pfirſich⸗ baumblatt, ½.—— 1.————.— Glocke unter dem mit violettem Waſſer angefuͤllten Geſchirr. Immergruͤ⸗ nende fette Benne, ½.—— 2.———— 15.— Ein Pfirſich⸗ baumblatt, z.—— 1.———— 1. inen Gleckn Zurüſtun, n Reſulte ſſern und i vergleiche Verſuch, traum ange e aus einer und der un⸗ en ward. uſ2.Rhem. 1½— angefäͤlle Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 155 Hieraus folgt alſo, daß die immergruͤnende ſette Hen⸗ ne, die unter meiner gewoͤhnlichen Glocke der Sonne unmittelbar ausgeſezt war, und hiernaͤchſt die, welche ſich in der Glocke befand, die unter dem mit rothen Waſ⸗ ſer angefuͤllten Geſchirr ſtand, die groͤſte Menge Luft ga⸗ ben; auf welche alsdann die, unter der mit gemeinem Waſ⸗ ſer angefuͤllten Glocke liegende, fette Henne und endlich jene folgte, die ſich im violetten Waſſer befand. Die Beſchaffenheit der entwickelten Luft ſtand mit ihrer Menge in keinem Verhaͤltnis. In Nummer 1. war die beſte Luft. Nr. 3. gab deren mehr, als Nr. 2. und dieſe mehr als Nr. 4. welche die allerwenigſte ent⸗ hielt. In Anſehung des Pfirſichbaumblatts waren die Produkte einander nicht gleich, fondern die aus dieſem Blatte entwickelten Quantitaͤten von Luft waren ſo klein, daß es gar nicht leicht war, ſie, ohne zu irren, zu ſchaͤ⸗ tzen, wenigſtens von Seiten der Guͤte der Luft, weil ſich in der Menge der Salpeterluft, die man damit miſchte, auch kein genaues Verhaͤltnis befolgen ließ. Dem ſei uͤbrigens, wie ihm welle, ſo ſcheints mir doch, daß die Luſtprodukte, was die Menge anlangt, mit der Erleuchtung ſo ziemlich im Verhaͤltnis ſtehen. Ich bin aber Willens, dieſe Verſuche, und zwar mit groͤßrer Umſtaͤndlichkeit zu wiederhohlen und mit allen prismatiſchen Farben vorzunehmen: doch befuͤrchee ich immer, man werde, wegen der Schwierigkeit, Blaͤt⸗ ter von gleicher Oberflaͤche und vollkommener oder doch gleicher Geſundheit zu finden, auf ſichere Reſultate eben nicht rechnen koͤnnen. 28. Men⸗ 156 Eirſte Abhandlung. 28. Menge und Beſchaffenheit der Luft, wel⸗„ che das Zellgewebe der Rinde ausſtoͤßt, wenn es im Waſſer der Einwirkung der Sonne d 3 ausgeſetzt iſt. bub ch Nachdem ich geſagt, daß das Vermoͤgen der Pflan⸗ zen, Luft abzuſondern, allem dem, was im Blatt das a Zellgewebe iſt, eigen ſei; ſo mußte ich nun auch die di Menge und Beſchaffenheit der Luft, welche das Zellge⸗ d 4 webe der Rinde ausſtoͤßt, unterſachen. Ich waͤhlte ſe hierzu den gemeinen Hollunder(Sambucur nigra Linn. K Le Sureau), weil ſein Zellgewebe ſich leichter von der un Rinde abloͤſet. Ich ſtellte es im Waſſer an die Sonne, 3 zu gleicher Zeit aber auch einige große und kleine Blaͤtter 1 von dieſem Baume, unter gleicher Zuruͤſtung. A Der Flaͤcheninhalt einer von den Oberflaͤchen dieſes hn Zellgewebes der Rinde betrug 368. Quadratlinien und eine von den Oberflaͤchen eines Blatts von mittler ſih, Groͤße 545. dergleichen. Gleichwo“ ſtieß das Stuͤck rjer vom Zellgewebe der Rinde 3. Maaß kuft aus, das Blatt biſir hingegen nur z. Maaß und als ich hierauf die Luft aus teleg dem Zellgewebe der Rinde mit 2 Maaß Salpeterluſt bod, miſchte, ward das ganze Gemenge auf 1¾. Maaß, und udi z. Maaß Luft aus dem Blatte mit 1. Maaß Salpeter⸗ purr luft gemiſcht, auf 1. Maaß vermindert. Hieraus wuͤr⸗ dite de alſo folgen, daß das Zellgewebe mehrere und beſſere—4 Luft abgeſondert habe, als das Blatt. Allein dieſe Luft V 6 geht nicht durch die Loͤcherchen der Rinde heraus, ſondern nn man ſieht ſie nur bisweilen in den Knoten, allezeit aber ſ in den Stellen, wo der Iuſammenhang der Rinde mit 4 dem Zweige unterbrochen wird, zum Vorſchein kommen. P. Ob dieſe Luft nicht etwan noch einen andern Ausgang als den, welchen ihr die Blaͤtter darbieten, haben ſollte, oder ob ſie ſich im Holze verbindet, habe ich noch nicht 1 unterſucht. 29. Men⸗ Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 157 üft, w 29. Menge und Beſchaffenheit der Luft, welche dun 6 die Fruͤchte abſondern. nn Die Fruͤchte, die aus nichts, als einem bald ſtaͤrker, bald ſchwaͤcher gruͤnen, bald mehr bald weniger ſaftigen, der Pfin bald mehr bald minder feinen Zellgewebe beſtehen, ſon⸗ Blatt das dern, wenn ſie im Waſſer der Einwirkung der Sonne auch die ausgeſetzt ſind, Luſt ab, die aber oft bald mehr, bald as Zlge weniger verdorben, bald mehr bald minder gut iſt. Von ch wahle fixer Luſt habe ich nichts erhalten koͤnnen. Eine Beob⸗ gra Lan achtung widerſprach der andern und ſo wie ſie ſich mehr⸗ r von der ten, mehrten ſich auch die Widerſpruͤche und Verſchie⸗ e Sonne denheiten. Es duͤrfte daher hieraus folgen, daß die e Blätter Fruͤchte untereinander weit weniger gleichartig ſind, als die Blaͤtter, oder daß vielmehr die verſchiedenen Modifi⸗ cationen der Waͤrme, des Lichts, und des Waſſers, in en ditſes ihnen weit merklichere Verſchiedenheiten hervorbringen. nien und Uebrigens hat mirs meiſtentheils, wie ich ſchon ge⸗ mitlet ſagt, geſchienen, daß je unreifer die Fruͤchte ſind, deſto Stuͤck naͤher kommen ſie dem Zuſtande des Blatts und deſto as Batt beſſere Luft ſtoßen ſie aus. Beim Reiffen im Gegen⸗ euſt dus theile gehen ſie eher in Gaͤhrung und zwar bisweilen ſo⸗ peterluſt bald, als ſie im Waſſer an die Sonne geſtellt werden, cß, und und die alsdann ſich entbindende uft iſt verdorbener, ob Salyeter zwar reichlicher. Uebrigens habe ich oſt wahrgenommen, dus wuͤte daß dieſelbigen Fruͤchte, in allen Zeitpunkten ihrer Eriſtenz dbeſeere eine verdorbenere, bisweilen eine eben ſo gute, nie aber dieſe luſt eine beſſere Luft geben, als die gemeine iſt. Den Grund ſondern dieſer Verſchiedenheiten habe ich bis jezt noch nicht erſor⸗ zeit aber ſchen koͤnnen. inde mit— 4 n 30. Menge und Beſchaffenheit der Luft, welche Ausgeg aus allen Theilen der Blume abgeſondert n ſolle, wird. ch uich Alle Theile der Blume, die eine gruͤne Farbe haben und aus eben ſo einem Zellgewebe, wie die Blaͤtter beſte⸗ Mer⸗ hen 158 Erſte Abhandlung. hen, als z. B. der Kelch und ſogar die Arken von Blu⸗ 3 menblaͤttern, die denen von den Bluͤthen der Weisbu⸗ hnd che(Carpinus Betulur Linn. Le Charme) aͤhneln, ſir ſondern eine Art von Luft ab, die der aus den Blättern düch ſehr nahe kommt, alle uͤbrige Theile geben bisweilen eine büinn ſehr geringe Quantitaͤt und oͤſters ganz und gar keine, Vum und die man erhaͤlt, iſt ſehr verdorben. Ich waͤhlte zu dd dieſem Verſuche die Bluͤthe vom Tulpenbaum. An die⸗ tſtüd ſer ſind alle Theile ſehr groß und ihr ſehr ſanfter Geruch Pri konnte nicht fuͤr die Urſache der uͤblen Beſchaffenheit der ſi xr Luft, die ſich entwickelt, wenn man dieſe Theile der Oih Bluͤthe im Waſſer an die Sonne geſtellt, gehalten wer⸗ den. Die Blatter von gewuͤrzhaften Pflanzen ſondern, 1r im Waſſer an die Sonne geſtellt,(wenn ſie nur nicht ſo Al lange darin liegen, daß ſie das Waſſer mit ihrem Ge⸗ ruch ſchwaͤngern) eine ſehr gute uft ab, obgleich die Blaͤtter ihren Geruch behalten und dieſer, ſo wie der Geruch der Blumen die Luft, in welcher man ſie einige 9 Stunden lang einſchließt⸗ ſo verderbt, daß ſie ſich durch or die Salpeterluft nicht weiter vermindern laͤßt. Dieſes hiſchi erfuhr ich nach 2. Stunden, als ich 6. Zoll lange und mnſſe 6. Linien weite Roͤhren mit dem Blatte mittelſt des ſt wed Waſſers oder des Queckſilbers einſchloß⸗ vie de Disn Tafel tenelu uͤber die Menge und Beſchaffenheit der Luft, dun welche die Bluͤthenthetie des Tulpenbaums aus⸗ üi ſtoßen, wenn ſie im Waſſer der Sonne ausgeſetzt ſind. Biatt, 2.M. L., m. 10. M. Salpl. gem., w.auf 10. M. verm. ſ Staubweg— 1———— 12.— 8 Staubfaͤ⸗ den, 5.— 1.———— 12½.— Blumen⸗ plaͤcter, ½..— 1.———— 12..— 5 3j Hier⸗ ——õ— Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 159 von Bla⸗ Hieraus ſieht man deutlich, daß die von den Bluͤ⸗ r Weshu, thentheilen ausgeſtoßene Quantitaͤt Luft ſehr gering und e) dhneh, ſehr verdorben war, weil ſie keine Verminderung erlitt. Dlätm Auch duͤrfte es ſcheinen, daß die Luft aus den Blumen⸗ weilen ein blaͤttern nicht ſo verderbt ſei, wie die aus den uͤbrigen gor keine, Blumentheilen: es waͤre aber auch wohl moͤglich, daß wählte z dieſe Theile in ihrem natuͤrlichen Zuſtande gar keine Luſt An de abſondern, und daß die, welche ſie mir gaben, blos ter Geruch Wirkung einer ſehr ſchnellen Gaͤhrung war; wenigſtens fenheit de iſt gewiß, daß die Blumenblaͤtter weit geſchwinder in Theile de Gaͤhrung gehen, als die gemeinen Blaͤtter. alten wer nſonden, 31. Menge und Beſchaffenheit der Luft, die t nicht ſ aus Blaͤttern und Blumendlaͤttern ausgeſtoßen brem G wird, welche der Sonne im Waſſer ii 3 nicht ausgeſetzt ſind. ſe einge Zerſchneidet man die Blaͤtter unterm Waſſer und ich durch zwar unter Glocken voller Waſſer, wie ich dies ſchon Dieſes beſchrieben habe; ſo erhält man Luft aus ihnen, ohne daß nge und man ſie im Waſſer an die Sonne ſtellt: allein dieſe Luft klſſt des iſt weder ſo gut, noch auch ganz in ſo reichlichem Maaße, wie die mittelſt der Wirkung der Sonne ausgetriebene. Dies ruͤhrt daher, weil ſie durch die im Waſſer enthal⸗ tene Luft nicht erneuert, noch auch aus allen Blaͤschen, in denen ſie ſich befindet, ganz herausgetrieben werden kann, * 8 welches ſchwer halten wuͤrde. ns allö⸗ nne Tafel uͤber die Menge und Beſchaffenheit der Luft aus Nun Blaͤttern, die unter dem Waſſer zerſchnitten 1 worden. 1) Fuͤnf Blaͤtter vom gemeinen Borretſch(Borra- — Co ollic. Linn. Le Bourache) gaben mir 1 ½. Maaß Luft, Hien ——————yp* 160 Erſte Abhandlung. kuft, die, mit 4. Maaß Salpeterluft gemiſcht, auf 4. ſind Maaß vermindert wurden. i. 2) Sechszehn Pfirſichbaumblaͤtter gaben a. Maaß hed d. e. hhnen, Luſt, das, als ich es mit 1. Maaß Salpeterluft miſch⸗ Crg te, auf 1½. Maaß reducirt wurde. eh Wenn dieſe Luft nicht vollkommen gut iſt; ſo ruͤhrt dem me dies wahrſcheinlich daher, weil ſie durch die phlogilliſche bewele Luft, welche aus den Haͤnden des Beobachters heraus⸗ ls ſe tritt verdorben, und weil ſie nicht vielleicht hinlaͤnglich daurer verarbeitet wird. Die Luft, welche man aus den Bläͤt⸗ äl tern herausdruͤkt, iſt meiſtenthells beſſer oder doch wenigg daue ſtens eben ſo gut, als die naturliche Luft, wenn man ſie einſ nur behutſam herausdruͤkt und alle phlogiſtiſirende Ver⸗ jipin fahren, welche ſie verderben koͤnnen, vermeidet. 8g The n . Tafel an uͤber die Menge und Beſchaffenheit der Luft, die aus den Blaͤttern unterm Waſſer heraus⸗ V n gedruͤkt wird. ans 1) Ein Blakt vom Jakobskrauke gab 3. Maaß eni luſt, die, mit 3. Maaß Salpeterluft gemiſcht, ſich auf V Donne 3. Maaß verminderten. e h 2) Ein Blatt von der Hauswurz ſonderte 11. Maaß düten luft ab, die, nachdem ſie mit 3. Maaß Salpeterluſt ge⸗ tit, miſcht war, auf 3. Maaß redurirt ward. ſid u 3) Ein ander Blatt von lezegedachter Pflanze gab Tin 3. Maaß Luft, und dieſe wurden, nach vorgaͤngiger Mi⸗ tad ſchung mit 2. Maaß Salpeterluft, auf 2 ½. Maaß ver⸗ hm mindert. 1,ſ Dieſe Verſuche veranlaßten mich zu einem, davon in das Reſultat ſehr merkwuͤrdig iſt. Die Blumenblaͤtter vid ſondern, wenn ſie der Einwirkung der Sonne im Waſſer din ausgeſezt werden, gar keine duft ab, hingegen ſogleich hal ziem⸗ Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 161 k, af 4 ziemlich viel, wenn man ſie unterm Waſſer in Stuͤcken reißt. In Anſehung der kuft, welche ſie enthalten, ſind 3 Nuß ſie den Blaͤttern aͤhnlich, weichen aber wieder darin von luft miſg ihnen ab, daß ſie die Luft nicht in der Sonne ausſtoßen; ohne Zweiſel deswegen, weil ſie keine aus der Atmosphaͤ⸗ re einſaugen koͤnnen, ſo wenig wie aus dem Waſſer, in d tiht dem man den Verſuch mit ihnen anſtellt. Wenigſtens bloginſche beweiſen Herrn Bonnets Verſuche(KRecherches fur- 15 hetaus les feuilles. S. 47.), daß die Blumenblaͤtter laͤnger dulnit dauren, wenn ſie an ihrer Oberflaͤche angefeuchtet ſind, de DMai⸗ als wenn ſie's nicht ſind, daß ſie aber noch weit laͤnger vchweri dauern, wenn ſie das Waſſer mit ihrer untern Seite in man ſe einſaugen. Hieraus wuͤrde alſo folgen, daß das Prin⸗ fende Dar zipium ihres Lebens vorzuͤglich in den Geſaͤßen dieſes 1 Theils der Blume zugegen ſei, daß ſie ferner keine andre, als verarbeitete Saͤfte, und welche bereits in der Pflan⸗ ze circulirt(circuler) haben, einſaugen. Ueberdies ha⸗ uft, die ben die Blumenblaͤtter keine Rippen,(nervures), wie 3 die Blaͤtter. Dieſe Rippen ſind eben ſo viele Gefaͤße, ali⸗ um welche die Oefnungen herumliegen, welche die Luft ausſtoßen und das Waſſer, und mit demſelben zugleich, . Maß die in ihm befindliche ſire Luft einziehen, wie aus Herrn ſch ai Bonnets Verſuchen(Ebendaſ. S. 44.) erhellet. Hier⸗ aus wuͤrde alſo weiter folgen, daß die in den Blumen⸗ 1 Muß blaͤttern enthaltene Luft deswegen nicht aus ihnen heraus⸗ 5, e tritt, weil in ihnen keine Ausgaͤnge fuͤr ſie vorhanden aluſt ge ſind und ſie alſo, ſo wie im Holze, darin verbleiben muß. b Wenigſtens ſind die Blumenblaͤtter, gleich den holzig⸗ onze gat ten Theilen, mit ſehr vielen uftaefaͤßen(trachées) verſe⸗ iger Mi hen. Ohne Zweifel verweilet dieſe uft im Blumenblat⸗ gaß be te, ſo wie im Holze, theils um ſich mit ihm zu verbin⸗ den, theils um mit als ein Beſtandtheil in die Saͤfte, 1, davot welche zur Ausarbeitung der zur Befeuchtung nothwen⸗ end ttt digen Feuchtigkeiten dienen muͤſſen, uͤberzugehen. Ih⸗ Woſet ren Gebrauch kennen wir nicht, wohl aber ihren Sitz und ſoglech ihre Unthaͤtigkeit. jiem 8 Auch 16²2 Erſte Abhandlung. nicht allein iſt, welche die in den B herauslokt,— weil ſie dieſe Wirkung an den Blumen⸗ blaͤttern, die doch mit Luſt ganz augefuͤllt ſind, nicht aͤußert,— ſondern daß ſich das kicht zugleich mit ver⸗ binden und durch ſeine Verbindung neue Luſtzwingen moß, ins Blatt zu treten und die darin luch erhellet hieraus noch weiter daß es die — — N — 9 — anuh gewordene her unnntz geworbene dek⸗ auszutreiben. 1) Die Blumenblaͤtter von der Lllie, gaben, als ſe ☛. im Waſſer ausgedruͤdt wuͤrden, 1 ½. Maaß zuſt, das, mit 3. Maaß Salpeterluſt gemiſcht, auf 3. Maaß ver⸗ mindert ward. „ e 8 9. 2) Die Blumenblaͤtter von der Roſe, ebenfals im Waſſer ausgedruͤkt, ſonderten 1. Maaß Luft ab, das, nachdem es mit 3. Maaß Salpeterluft gemiſcht war, auf 3. Maaß reducirt wurde. Dieſe Luft iſt alſo ſo gut, als die gemeine, und beſſer als jene aus den Blaͤttern, die nach eben dem Verfahren behandelt worden. 2. Menge und Beſchaſſenheit der Luft, die von Blaͤttern ꝛc. abgeſondert wird, wenn ſie in ei⸗ nem mit fixer Luft geſchwaͤngerten Waſſer der Einwirkung der Sonne ausgeſetzt werden. 3 Aus den bereits angefuͤhrten Verſuchen mit gekoch⸗ tem und deſtillirtem Waſſer, die ich mit verſchiedenen Por⸗ tionen fixer Luft ſchwaͤngerte, erhellet deutlich, daß die zuſt, welche von Blaͤttern, die im Waſſer an der Son⸗ ne ſtehen, ausgeſtoſſen wird, die Wirkung einer beſon⸗ dern Verbindung der ſixen Luft iſt, welche vermittelſt der Sonne im Blatte hervorgebracht wird. Bei 3 wärd celte bede Neini — tläten unde Paſ ondi —.— 2 241b LIr121118 5124945 24113 25.724 31111 2118S — n, 0 8 ſo uſt, dar, „; 09 dd0 Uek⸗ enfals im ab dad, vor, auf undbeſeer d zäfahren die von in ei⸗ aſſer zt t gebot enen Por⸗ doß de der Son⸗ er beſole ſttelſeder Wei Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 163 Bei dieſen Verſuchen ſind zwei Erſcheinungen merk⸗ wuͤrdig: 1) die große Menge der in dieſem Falle entwi⸗ ckelten Luft, in Beziehung auf jene, die ſich durch daſſel⸗ be Verfahren in gemeinem Waſſer entbindet„ 2) die große Reinigkeit dieſer Luft. Ich will hier einige Vergleichungen unter den Quan⸗ titaͤten von Luft liefern, die ſich aus Blaͤttern von Baͤumen und Strauchern entbindet, wenn ſie entweder in gemeinem Waſſer, oder in ſolchem, das mit fixer Luft geſaͤttigt iſt, an die Sonne geſtellt werden. Tafel 1. Blatt vom Pfir ſichbaume, gab 4. M. Luft, ½5— Ulmbaume,— 4.—— = der Linde,— 4.—— Tulpenbaume,— 34.—— 8 4 Blaͤt. vom Pomeranzenb. gaben 4.—— 3„ Lerchenbaume, S(Linur Larix Linn. La Mélèſe)— 11.—— 1——— Kirſchbaume,— 1—— S=58 1. Blatt vom Pfirſichbaume, gab 8. M. Luft. B uunbanme, z— .——— der Linde,— 9.—— Tulpenhaume,— 15.—— 2 4. Blaͤt. vom Pomeranzenb. gaben 3 ½1.—— „—— Lerchenbaume,— 6.—— 5= VKirſchbanhte.. 21 Rirſchbaume, 2.3.—— Aus dieſer Tafel erhellet deutlich, daß die Blaͤtter, welche die meiſte reine Luft abſondern, wenn ſie in gemei⸗ nem Waſſer der Sonne ausgeſetzt werden, nicht jederzeit auch die meiſte in naͤmlichem Verhaͤltnis ausſtoſſen, wenn ſie in Waſſer, mit ſixer Luft geſattigt, in die Sonne ge⸗ 8 2 ſtellt 164 Erſte Abhandlung. ſtellt ſind. Dies zeigt eine eigene Organiſation, eine je⸗ dem Blatte eigene Verbindung an. Es iſt gar kein Verhaͤltnis zwiſchen der Menge von Luft, die von den Pfir⸗ ſichbaum und Andenblaͤttern abgeſondert wird, wenn ſie in gemeinem Waſſer an der Sonne ſtehen, und der Men⸗ ge Luft aus den Blaͤttern des Tulpenbaums, die nach glei⸗ chem Verfahren, der Wirkung der Sonne uͤberlaſſen ſind, und ihren reſpektiven Produkten, wenn die Blaͤtter in dem mit fixer Luft geſaͤttigten Waſſer der Sonne blosgeſtellt ſind. Was iſt fuͤr ein Verhaͤltnis zwiſchen; und 8. und 3 1. und 15? Das erſte iſt wie 1: 24. das andre wie 1:4* Zwiſchen der aus den Blaͤttern entwickelten Luft und ihren Oberſlaͤchen habe ich kein beſonderes Verhaͤltnis be⸗ merkt. Dies beſtaͤtigt noch mehr, daß die hervorgebrach⸗ te Wirkung einer beſondern Organiſation, welche eine groͤßere Verarbeitung verurſacht, zugeſchrieben werden muß. Die krauthaften Erdpflanzen(plantes herbacées ter- reſtres) liefern beinahe die naͤmlichen Erſcheinungen und die naͤmlichen Reſultate, doch mit dem Unterſchiede, daß die, in dem mit fixer Luft geſaͤttigten Waſſer liegenden, Blaͤtter nicht ſo viel Luft im Verhaͤltniß ausſtoſſen, als die Blaͤtter von Baͤumen und Straͤuchern, wenn man ihre Menge mit jener vergleicht, welche ſie im gemeinem Waſſer austreiben. Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 165 Heine je 1. T a fe 1. gar kei 2. Blaͤtter vom Hundszahne, gaben. Maaß luft. den Pfe 1. Blatt vom Jakobskraute,, gabz.—— wenn ſe——— der Hauswurz,— 5.—— der Men——— Wermuch(Arte nach gli miſia Abſinthium ſſen ſind, Linn. Le Gros er in dem fort).— 25.—— osgeſtelt——— der Wolfsmilch ndd. und(Tithymale.)— 13.—— ndre wie——— Farrenkraute, 1(Fougere.)— 1.—— ———— den Roth. Ruͤben Luft und(Beta vulg. Linn Altnis be⸗ La Bette rouge.)——— rgebrach⸗——— Kartoffeln(Sola. 3 ſche eine num tuberof. eſ. b 5. werden cul. Linn. Lalom- 2 me de terre.)— z7.—— ——— indian. Stein⸗ 5 eees ter⸗ brech(Sawpaga— gen und indica Linn.)*gab 1. M. Luft. de, daß——— der peruaniſchen eg nden, Fackeldiſtel(Cac. ſn, ab tus Peruv Linn. enn wen Le Len LPl. 1 neux.— 24.—— neinm——— der feigenbiaͤttri⸗ gen Aloe(Aloes ficoides.)— 1 ½—— ——— der Wolfsmilch, (Euphorbium.)— 4.—— ——— egyptiſchen Hundskohl(A⸗ cepias ſ'jriaca Linn.) 4— 141.—— d' 93 2. Blaͤt⸗ 166 Erſte Abhandlung. 2. Blaͤtter vom Hundszahne, gaben 8. M. Luft. 1. Blatt vom Jakobskraute, gab 3 4.—— ——— der Hauswurz,— 3—— ——— Wermuth,— 13.—— ——— der Wolfs⸗— 1 milch(Tithy. male.) 8.— 1.—— ——— Farrenkraute, 5— 6.—— ——— dan rothen Ruͤ⸗ 5. ben, V— 41.—— ——— den Kartoffeln, 8— 1½.—— ——— indian. Stein⸗ 1 5 brech,— 3.—— ——— der pernani⸗— ſchen Fackeldi 2 ſtel. 5F 6.—— ——— der feigenblaͤtt⸗ 8 rigen Aloe. ⸗— 1.—— ——— der Wolfs⸗ milch(Eaphor; bium.— 5.—— ——— eyyptiſchen Hundskohl. 1— 6.—— Ich muß die Bemerkung machen, daß es Blaͤtter von Pflanzen gibt, die, wenn ſie in Waſſer liegen, das mit firer Luft geſaͤttigt iſt, ſie weniger Luft ausſtoſſen, als in gemeinem Waſſer; dies iſt auch von einigen auslaͤndi⸗ ſchen Pflanzen eben ſo wahr: aber eine ſehr merkwuͤrdige Erſcheinung habe ich einmahl an einem Stuͤcke von einem Blatte von den rothen Ruͤben wahrgenommen; dies gab in gemeinem Waſſer gar keine Luft, dagegen aber ziem⸗ lich viel in Waſſer, mit firer Luft geſaͤttigt. Dies be⸗ wieſe alſo ſo; ziemlich, daß gedachte Luftgattung auf dieſes Blatt hier als ein reizerweckendes Mittel wirkt. Dieſes Blatt iſt an ſich ſelbſt ziemlich weich und ſcheint unvoll⸗ kom⸗ 111511131112 11 ———— — * 2Ie — 112 7541 2 8122plBIn 19.VI111111 Blaͤtter n, das en, als uslaͤndi⸗ wuͤrdige neinem dies gab er ziem Dies be⸗ f dieſes Dieſes unvoll konn Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 167 kommen zu ſeyn, weil es mehrere ausziehbare Theile(par- ties extractives) enthaͤlt, als andre Blaͤtter und weil es auch das Waſſer ſtark roth faͤrbt. Hieraus wuͤrde alſo folgen, daß die Saͤfte dieſes Blatts weniger ausgearbei⸗ tet ſind, und daßes alſo eines ſtaͤrkern und haͤufigern, reiz⸗ erweckenden Mittels bedarf, um auf deſſen ſchlaffere Fi⸗ bern zu wirken. Und dieſes reizerweckende Mittel iſt die Saͤure der ſixen Luft, verbunden mit dem Brennbaren des Lichts, das es anzieht. Die im Blatte vorhandene Luft geht heraus und macht neuer kuft Platz, die aus dem Waſſer ins Blatt tritt, und welche ebenfals wieder her⸗ ausgeht, nachdem ſie ſich darin vereinigt hat. Die Waſſerpflanzen beſtoͤtigen nicht vollkommen, daß das mit nixer Luft geſaͤttigte Waſſer auf ihre Blaͤtter zu Er⸗ zeugung der luft, wirke, wenn man ſie darin an die Son⸗ ne ſtellt. Tafel. 1. Blatt v. der Sumpfdotterblume, (Caltha paluſtris.) gab. M.Luft. = ſ Schoͤßling v. d kleinen Binſen, 1(petits Joucs.)— 5.—— 8 Waßſertinſen(Lemna Linn. = La Lentille de marais.)— 2.—— S Federball Myriophyfllon Linn.— 3 5.—— Zaomkraut(Potamogeton Linn.)— 4.—— S CArmleuchter(Chara.)— 21.—— Blatt v. d. Sumpfdotterbl. gab. 14.MLuft. 2. *. Schoͤßling v. d. kleinen Binſen.— 16.—— 2 5. Waſſerlinſen, 1. . Federball,— 2 ½.—— S 2 Saamkraut,—— 2 2 1½ 1. 6 1 Lärmleuchter, 4.— 94 Man 168 Erſte Abhandlung. Man ſieht an dem Beiſpiele der Blaͤtter von den bei⸗ Tri den erſten Pflanzen,— von denen gemeiniglich nur blos gfti die Wurzel im Waſſer ſteht, der Stamm oder ein Theil wen R davon mit den Blaͤttern aber, auſſerhalb deſſelben ſich be⸗ urin findet,— daß beſagte Pflanzen dem Geſetze folgen, wel⸗ fu ches wir an andern Gewaͤchſen gelernt haben. Sie ſon⸗ dern in Luftſchwangerm Waſſer mehr Luft ab, als im ge⸗ meinem; beſonders geben die kleinen Binſen deren eine ausnehmend betraͤe tliche Menge. Aber die unter dem Waſſer wachſenden Pflanzen, deren Organiſation nicht meyr die naͤmliche iſt, die ohne Zweifel nicht geſchaffen ſind, daß ſie dieſe Menge ſixer Luft aufnehmen und ver⸗ arbeiten koͤnnen, oder die, um die kuft zu verbinden, we⸗ niger Licht empfangen, weil ſie ſie nur durchs Waſſer hin⸗ durch erhalten; dieſe Pflanzen, ſage ich, hoͤren auf, in Waſſer, das mit firer Luft geſaͤttigt iſt, Luft abzuſondern, oder geben doch nur ſehr wenig, da ſie doch in ihrem na⸗ tuͤrlichen Zuſtande deren viel ausſtoſſen. Je ſtaͤrker aber das Waſſer, in das man ſie legt, mit fixer Luft geſaͤttigt iſt, deſto weniger geben ſie. Unlaͤugbar iſt allerdings, daß ihre Organiſation ſo beſchaffen iſt, daß ſie von der geringen Menge firer Luft, welche gemeiniglich in den gemeinen Waſſern vorhanden iſt, gereizt werden muͤſſen, anſtatt daß die Erdpflanzen dieſe Luftart in den Tropfen des Thaues und dem Waſſer unſers Dunſt⸗ kreiſes extrahirt empfangen. V —— —— Die Beſchaffenheit dieſer Luft, welche die der V Sonne im Waſſer blosgeſtellten Blaͤtter in ſo reichem V Maaße ausſtoſſen, verdient gar ſehr unſre Aufmerk⸗ ſamkeit und zwar um ſo mehr, da offenbar gegruͤndet b iſt, daß ſie an Reinigkeit die atmosphaͤriſche uͤber⸗ trift. Da nun die in dem mit fixer Luft geſaͤttigten Waſſer liegenden Blaͤtter, eine ſo erſtaunende Menge V Luſt ausſtoſſen, wie wird dieſe uft beſchaffen ſeyn: Wir ——————;— von den bai ich nurdlcs rein dhel ben ſich be⸗ gen, wel Sie ſon als im ge deren eine unter dem din ric geſchaffn n und vee nden, we Vaſſer hin en auf, i zuſonder, ihrem me farker aber ſtgeſtigt dlerdings, ſie von niglich in t werden zuftart in s Dunſt⸗ die der reichem Aufmat gegruͤnde ſhe uͤber geſcktigten de Menge fen ſan? Vir Vom Einfluß des Sonnenlichts ꝛc. 169 Wir koͤnnen nach dem zuvorbeſchriebenen von uns an⸗ geſtellten Verſuche hierauf zum Voraus antworten: das von der Natur feſtgeſetzte Geſetz bleibt auch hier un⸗ veraͤnderlich, naͤmlich, je mehr Luft die Blaͤtter der Pflanzen ausſtoſſen, deſto reiner iſt ſie. d Lesf 5 E —— I 272— 2X=22—O-—— EAIIS—n——— =— S—* 1 S rrne———— 1— 19— n— 1 rsr 6 14 19S244= 100 188 128 Aanc-aulunse. nd es 1472 ℳ—X 2 2Iin A- 2G.œE n 11,3 941,9 417 1 3v 4 Erſte Abhandlung. 170 7qp u5926 Guv ch gro*58%: 931126v unod e it ia ge gun 23 vIIns edee eg e 3e 3212 Aand 2. G „Cavat aaqune e e i ee Invaaa Inſaodv Zvvell- umn e e hr u0 den b Ung asa hn ee eigiganſſt ui i ee n ee e* —— 21 83—.1 R ap ſ11n]————— —— 1 1— Kuonfuns— zvuncs—— —— 1 8— 2 g acp nl———— ——*—— f.— 1˙Kuoununns— jqusſogiach—— ——— 1. a n——— ——*. I— 4 gme— 119—— ——2 x— 1 Kacn————— —— 2— 1 Runhees— uunvgasaq ⸗Invtusgten—— —— 2T C— 1 K'aicpaln]———— —— 2 1— Runnus— uunvauunn—— —— 11— 4 R a*n——— Bnna„gununa s SInv udd J2zedzv 2 311u 27G*3 CS2 u u) gvb(„uunvq pan ui-e uD 1 3 4 v T— 17‧ Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. q max quſuiaoq: ve — 8e I Ae„ Dſo ——— ⁴ — -J*d*μρ¶ m1uοoad’aoda. — c N —* — 2 0 T ei — — — — — — * W auchlum * uiꝛujousd „1 G. acp In) 41 Wuuouſe 11 GC aucp aên -1 Gununmob ½„W'auic un. — (daon] e duur) e uu ·10 ua;juvnaod add qun 1SvL aau * W aic In)] un qacea d * G a n SStuaume I zn] ½1 Ku -I W u Rent — T11141, v) aqoaaapn 1dogsoung uo daby 110 10ſP b§. ——— — equX 4 —— oousav —— Langenves 420 —— — IIIr — — 2I.uuauzoes— Tp rslo 1S ud — — — — — — — Inv u J,dv 20 1 311 519,3 2, 7 delu u,moh u quo uqvéscuns o 1 ud . 21122 de azu 1uu12 — „11— —, ae13) malaoaaezun 79p uagegoguv ci va 81 22 b212 elaerd e eeee ee ͤ44,,„„42*51,Z, 1 44⸗, 42 8 1 L 1 — 1 USmne 2 G — 17² Erſte Abhandlung. Ich bemerke hier eine ſehr auffallende Ausnahme. Alle im Gewaͤchshauſe wachſende Pflanzen gaben in dem mit fixer Luft geſchwaͤngerten Waſſer eine nicht ſo gute Luft, als im gemeinen, ja ſie war um deſto verderbter, je beſſer ſie im gemeinen Waſſer zu ſeyn ſchien. Sollte wohl das Gewaͤchshaus was hierzu beigetragen haben? Das weiß ich nicht: aber die Aloeen, die auſſer dem Gewaͤchshauſe fortkommen und im gemeinen Waſſer al⸗ lerdings eine Luft abſondern, die nicht ſo gut iſt, als die ich aus den leztern vier Pflanzen erhielt,— denn 1. Maaß ſolcher Luft aus den Aloeen, ward, als ichs mit z. Maaß Salpeterluft miſchte, auf 2 ½. Maaß ver⸗ mindert,— gaben mir, in dem mit firer uft geſchwän⸗ gerten Waſſer an der Sonne ſtehend, eine Art Luft, da⸗ von 1. Maaß mit 3. Maaß Salpeterluft gemiſcht, auf 3. Maaß vermindert wurden. Hieraus wuͤrde folgen, da; dies eine dieſen in heiſſen Laͤndern einheimiſchen Pnzen zukommende Eigenſchaft ſei. Ihre Blaͤtter ſtoßen im gemeinen Waſſer eine beſſere Luft aus, als in einem mit fixer Luft geſaͤttigten. Vielleicht iſt eine zu große Mengs dieſer Luft Schuld, daß die Blaͤtter ſich kraͤuſeln und daß eine feinere Organiſation in Unord⸗ nung geraͤth. Vielleicht koͤnnen gedachte Gewaͤchſe dieſe Luft nur in ſich nehmen, wenn ſie in den atmosphaͤri⸗ ſchen Duͤnſten eines brennenden und feuchten Himmels⸗ ſtrichs, der ſie verſuͤßt, zubereitet iſt. Kurz, da die Aufbehaltung dieſer Pflanzen im Gewaͤchshauſe nicht fuͤr die Urſache dieſer Erſcheinung gehalten werden kann; ſo muß ſie von der Organiſation der Pflanzen abhaͤngen. Ueberhaupt ſcheint mir die Luſt, welche unſre kraut⸗ artigen Pflanzen(plantes herbacées) ausſtoßen, wenn ſie in dem mit fixer Luft geſaͤttigten Waſſer der Sonne ausgeſezt ſind, beſſer zu ſeyn als die aus den Blaͤttern der Baͤume und Straͤucher, unter gleichen Umſtaͤnden. Dies beſtaͤtigt meine Behauptung, daß die Pflanzen, bald trd bide dr Luſ borhond m l meh ſen, diogt, End Anen vonſe de ken I in den geitz zen; ſer vac entrefe berderh b Ausnchme aben in dem nich ſi gu verderde len. Sole agen haben e auſſer dm Vaſet d. gut iſt, d „— dem d, als ice Maaß ver ſt geſchwin kt Luſt, d miſcht, au uͤrde ſolge, nheimiſchen de Blaͤtt dus, alsin iſt eine Zlaͤtter ſch in Unodd vaͤchſe diſ tmosphari Himmeb⸗ rz, da de ſe nicht ir kann; haͤngen nſte kral⸗ en, wem der Sonne Baätkern mſtäͤnden. anzet, 4 bab Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 173 bald mehr, bald weniger zu Verarbeitung der fixen Luft gebildet ſind, und da die niedrigwachſenden beſonders in der Lufeſchicht wohnen, wo die fixe Luft am reichlichſten vorhanden iſt, ſo muͤſſen ſie auch naͤher mit ihr verwandt ſeyn. Ueberhaupt muͤſſen dieſe Pflanzen in allen Fällen mehr Luſt an der Sonne abſondern und zwar um ſo beſ⸗ ſere, je mehr ſie fixe Luft mit dem Waſſer, das ſie durch⸗ dringt, einſaugen. Endlich liefern uns auch die Blaͤtter der Waſſerpflanzen einen neuen Beweis dieſer Wahrheiten. Die Blaͤtter von ſolchen Pflanzen, wo blos die Wurzel im Waſſer ſteht, die Blaͤtter ſich aber von dem mit fixer Luft geſchwaͤnger⸗ ten Waſſer in der Atmosphaͤre naͤhren, geben, wenn ſie in dem mit fixer zuft geſaͤttigten Waſſer der Sonne aus⸗ geſetzt ſind, eine weit beſſere Luft, als die Erdpflan⸗ zen; dagegen die Pflanzend, welche unterm Waſ⸗ ſer wachſen, wo ſie keine ſo uͤberfluͤßige Menge fiyxe Luft antreffen, in einem mit ſixer uft geſaͤttigten Waſſer eine verdorbnere ꝛuft, als im gemeinen von ſich geben. Ta⸗ — — — — — ☛‿ — — &◻ . 1. — 2 8— uoqana zanquntuaed e*T Inv„. ſune 115djo u e * ee——— R unupmee—(uo*οοue od) anvazulvvB * R achuunn-—— I Wunuſmeb—(eae q) aoar qpnajuuaK .. aomnx n—— W uiauzeuee—(uo]Audon. — AN) Hvqaοε I G'ac iln——— -1 GW meuues— ülunaev ,1 G a.Gun——— ½% Guouee—(ouoſ zuod) 12u 2¹*2] *1 R aGln—— * G mo un b uj gvß(ruunI Siaſn, vd veνν) uun raozzooldiun —y— èglnen-E ll △ 3- gemeinem W. luftſchw. W. — — tamogeton)„ Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 175 Der Federball machte hier eine Ausnahme, davon ich die Urſache nicht habe entdecken koͤnnen; allein ich habe Pflanzen gefunden, die in dem mit fixer Luft geſchwaͤn⸗ gerten Waſſer der Einwirkung der Sonne ausgeſetzt, eine verdorbnere Luft abſonderten, als im gemeinen Waſſer. Indes hielt ichs fuͤr noͤthig, dieſer Ausnahme zu erwaͤh⸗ nen, um zu zeigen, wie leicht man auf dergleichen ſtoſ⸗ ſen koͤnne. Ich hatte nun in dem mit fixer Luft geſchwaͤngerten Waſſer alle die Verſuche zu wiederhohlen, die ich im ge⸗ memen angeſteilt hatte. Dies that ich auch und lieſere hier das Reſultat von ihnen, doch muß ich vorlaͤufig an⸗ merken, daß, nur das Blatt von rothen Nuͤben ausge⸗ nommen,— denn dieſes trieb in gemeinen Waſſer an der Sonne ſtehend, ſehr wenig, hingegen in dem mit fixer Luft geſattigten Waſſer, ſehr viel Luſt aus,— bei allen uͤbrigen im gemeinen Waſſer angeſtellten Verſuchen, wo ich keine Luft erhielt, ich auch eben ſo wenig welche bekam, wenn ich ſie in einem mit fixer Luft geſaͤttig⸗ ten Waſſer wiederhohlte; ja was noch mehr iſt, bei⸗ allen Verſuchen, wo die in gemeinen Waſſer der Sonne ausgeſezten Blaͤtter, verdorbene Luft abſonderten, war ſie auch durch das mit fixer Luft geſaͤttigte Waſſer nicht ſehr verbeſſert worden. Ein Blatt von der Puffbohne ( Vicia Faba Linn. La Feve), gab mir ½. Maaß Luſt, das, nachdem es mit 1. Maaß Salpeterluft gemiſcht worden, keine Verminderung erlitt, und als ich ein an⸗ dres ſolches Blatt in dem mit fixer Luft geſchwaͤngerten Waſſer an die Sonne brachte, erhielt ich auch eine eben ſo ſehr verderbte Luft. Die jungen Blaͤtter verdienten auch einige Aufmerk⸗ ſamkeit, denn ſie boten gleich anfaͤnglich im gemeinen Waſſer Erſcheinungen dar, die mich veranlaßten, ſie noch weiter zu unterſuchen, wenn ſie in dem mit fixer Luft geſaͤttigten Waſſer an der Sonne ſtuͤnden. Man wird aber 176 Erſte Abhandlung. aber bemerken, daß ſie darin weder mehr, noch beſſere V d zuft abſonderten und ob ſie gleich von der Luft durch⸗ enei drungen ſind, ſo fehlen ihnen doch Werkzeuge, die Kraft uu genug haben, dieſe Luft durchzuarbeiten. V 1 1. Zwei und zwanzig junge rothe Aprikoſen⸗ ſe baumblaͤtter gaben im gemeinen Waſſer an der Sonne ſnge ſtehend,. Maaß Luft, und in dem mit fixer uft geſaͤt⸗ rin tigten Waſſer eben ſo viel. ceei Il. Ein altes Aprikoſenbaumblatt von gleicher Nar Oberflaͤche, als alle vorhergehende, ſonderte im gemeinen— Waſſer der Sonne ausgeſetzt z. Maaß und in dem mit hh ſixer Luft geſchwaͤngerten 4. Maaß kuft ab. W Die Luft, welche von den jungen rothen Aprikoſen⸗ AMt baumblaͤttern in dem mit fixer Luft geſaͤttigten Waſſer he an der Sonne ſtehend, ausgetrieben ward, war von kei⸗ ner beſſern Beſchaffenheit, als jene aus eben ſolchen jun⸗ gen rochen Blaͤttern von gedachtem Baume, die in ge⸗ meinem Waſſer der Einwirkung der Sonne ausgeſetzt r waren. in 1) Junge rothe Aprikoſenbaumblaͤtter gaben in gemeinem Waſſer z½. Maaß uft, das, mit 1. Maaß V Salpeterluft gemiſcht, auf 12 Maaß vermindert ward. V 2) Junge rothe Aprikoſenbaumblaͤtter, ſonderten V b in dem mit ſirer Luft geſaͤttigten Waſſer x. Maaß Luft V Id ab, das als ichs mit 1. Maaß Salpeterluft miſchte, auf 1 3. Maaß verringert wurde. 3) Gruͤne Aprikoſenbaumblaͤtter trieben in ge⸗ gemeinem Waſſer z. Maaß Luft aus, die, nachdem ſie V b mit 3. Maaß Salpeterluft vermiſcht wurden, ſich auf 2 ½. Maaß verminderten. 2 4) Gruͤne Aprikoſenbaumblaͤtter gaben in dem mit fixer Luft geſaͤttigten Waſſer 1. Maaß Luft, das mit 3. Maaß Salpeterluft gemiſcht, auf 2. Maaß ver⸗ mindert ward. Da * Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 177 noch heſen Luſt 4 Da ich dem Austritte der Luft aus Blaͤteern, die in e, diegaf gemeinem Waſſer lagen, nachgeſpuͤrt hatte; ſo wars nun auch der Muͤhe werth, dies bei dem Austritte der Luft . aus Blaͤttern, die in dem mit fixer Luft geſaͤttigten Waſ⸗ Aprikdſn ſer lagen, ebenfalls zu thun. Verweilt dieſe fixe Luft der Senn lange Zeit in ihnen? Erſchoͤpfen die Organen der Pflan⸗ rluſt geſh ze ihre Kraͤfte, indem ſie eine ſo große Menge Luſt ver⸗ arbeiten? Doch weg mit allen Hypotheſen, wenn die von gleihe Natur uns unterrichten will. m gemein Zu dieſem Behuf ſetzte ich Blaͤtter von aͤhnlichen in dem mi Pflanzen, ſowohl in dem mit fixer Luft geſchwaͤngerten Waſſer, als in gemeinem, der Wirkung der Sonne aus. Apeikeſe Ich that dies zu gleicher Zeit, verſuhr nach einerlei Me⸗ ten Vaſt thode, und beobachtete auch zu einerlei Zeit. dar von i ſolchen jm Tafel. die in o Ganß Jakobskraut,. in gemein. Waſſer gelegt um I1. U. 18“. r gobm gab— 12. U. 10. x. M. Luft b 4 12. U. 05, 1.—— A. Mu 1.u.3.—— ndert ward. 2. U. 1—— jſendenn Jakobskraut, Maaß li in d. m. fix.. geſaͤtt. W. lieg. g. um 12. U. 10. 1. M.— iſchte alf 12. U. 30*. 5.—— I. 3 I.—— ben in ge 2. U. 2.— achdem ſe Ich vervielfachte meine Verſuche und liefere in nach⸗ , ſch uf ſtehender Tafel zwei andre. en in den 88 luft, d Maaß ber 1 M Ta⸗ ———— 178 Erſte Abhandlung. Tafel. In mit firer In gemei⸗ Luft gefaͤttig⸗ nem Waſſer. tem Waſſer. thineingel. um 12. U. 25“ gab O. M. L. 6. M. 2 3—— 12.. 45— 0O.— 23.— 8 24—— I.U. 2 27.— J5.— 4.— 55. 4 Z—— all.—.— 1.— &ho L—— 5.U.— O0.— 1.— 3 Lbineingele um 12.U. 25, gab 1. M. L. 5. M. E 4—— 12. U. 45˙— O.— 3.— —— 1. U. 22“.— 3.— I.— .—— 2. U.— 1.— 5— S 5 9 S 2—— 3-U.— 8*— O⸗— 8=—— 4. U.— O.— C.— 3—— 5.U.— 3.— O.— 3. M. L. 23. M. Es folgt hieraus das beſtaͤndige Reſultat, daß in dem mit ſirer Luft geſaͤttigten Waſſer, ſich die groͤſte Menge Luſt allezeit zwiſchen 1. und 2. Uhr entwickelt und zwar mehr gegen den Anfang der Operation, als gegen ihr Ende; da im Gegentheil im gemeinen Waſſer ſich die groͤſte Menge Luft gegen das Ende zu entbinden ſcheint. Wenn die fixe Luft im Waſſer im Ueberfluße vorhanden iſt; ſo wird ſie wahrſcheinlich vom Blatte angezogen und tritt in reichem Maaße in ſelbiges hinein. Iſt ſie hingegen im gemeinen Waſſer nur ſpaͤrlich vorhanden, ſo tritt ſie auch nur allmaͤhlig, ſo wie ſie das Blatt beruͤhrt, in daſſelbe hinein, und da im erſten Falle, das Blatt gleich mit ihr geſaͤttigt wird; ſo muß es diejenige, welche es , ver⸗ In mitfin uft geſätii⸗ em Waſee. , daß in ſte Menge zwar mehr ihr Ende; die gräſt . Wenn en iſt; und trik hingeze trikt ſe rüͤhrt, i atk glech welches vel⸗ Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 179 verſehlweht hat, wieder ausſtoßen, nachdem es die olbe erat wit hat. Hierauf empfaͤngt es von nenem ſire uft, da aber dieſe Luftgattung im Waſſer ſpaͤrl cher pof — 4—* 8* Ge U vor⸗ unden it⸗ ſo tritt ſie auch in deſto geringrer Quaneitaͤt ins Blatt und geht auch in geringerm Maa Auecd in Maaße wi 5 ht auch in geringerm Maaße wieder Auch dieſe Verſuche beweiſen Luft im Blatte verweilet, und 3 fneen Lhaſdie e darin, eine gewiſſe Zeit erſodert werde. Wam nice mehr von ihr berausgeht; ſo muß man glauben, die rei erweckende Kraft der fixen Luft ſchwaͤche endlich die O4⸗ ganen, welche ſie zu ſtark gereizt hat. i Die Verminderung dieſer L Ver g dien uft, aus Blaͤttern, di in dem mit fixer Luft geſättigten Waſſer derr Sonns aue eſeß ſind, darf ich nicht mit Stillſchweigen uͤbergehen Ich beobachtete ſie 15. Stunden nachher, als das Blatt ſeine Luft ausgeſtoßen hatte. ——=—=Zv=ZBSAS=Ooꝛeä=SS=S=/A=S=S=SS=S=S=SA=gzSgSHOo:'S====— E= E. eeEEEBEBEBSEBSöASe=== EF*= gE 4 zanqunuaza 2 1 uv aarau 136P InadalS gvv m uoavg Zvve u(2 V ———— e———— B25— aucIn]—————— b ——— 485——— 2*⁵— uuaue uoltg uee——— „u qarojoa—-—— ———**— k aGun,—————— S—— 1— ununaes—— znvaas qoav——— b 2 ½. 8. ———— 11 aun-———— G 8.——*1— uuo uſ ueb—— ualqas——— V ——= s — 2 νᷣ——— u uſeb uloHozao——— V —————— u qancs quſuuaa(. OInvag—l— mh—— AInz 2E a2v Sd uuouſudb un qvd /unvq qlad uoa 3zoi u,d 180 - 1 T —— luftſchw. ) S Ein Maaß davon mit 3. Maaß Salpeterluft gemiſche, ward auf 1 ☚ ☚. vermindere- Vom Einſluße des Sonnenlichts ꝛc. 181 Dieſe Verſuche zeigen deutlich, daß es nicht die aus dem Blatte heraustretende uft iſt, welche hernach ver⸗ ſchlukt wird, weil jedes Blatt eine verſchiedene Menge Luft abſondert, weil von derſelben eine verſchiedene Quantitaͤt vorhanden iſt, die nach ihrer Entwickelung verſchlukt wird, weil dieſe verſchlukte Quantitaͤt mit der entwickelten Menge in keinem Verhaͤltniß iſt und weil die Menge Luft, die man aus dem mit fixer Luft geſchwaͤngerten Waſſer erhaͤlt, mit der Menge der Luft, die ſich im gemeinen Waſſer entwickelt, eben ſo wenig im Verhaͤltniß ſteht. Folglich muß eine gewiſſe Menge un⸗ verarbeiteter Luft, im Gemiſch mit der verarbeiteten aus dem Blatte heraustreten, und dieſe Menge muß nach den Organen, die im Blatte das Geſchaͤft der Verarbeitung verrichten, variiren, und dann wird auch dieſe Luft durch das Abwaſchen mit dem Waſſer, welches ſelbige verſchlukt, gereinigt; denn obgleich das Waſſer ſehr faͤhig iſt, die reine Luft zu verſchlucken, wie der Hr. Abt Fontana bewieſen hat; ſo koͤnnte es doch nicht ſoviel davon in ſich nehmen; allein der Verſuch zeigt, daß in dieſem Falle die reine Luft mit der fixen vermiſcht, herausgeht, wie auch daraus erhellet, weil dieſe Luft das Kalkwaſſer ſogleich fallt, welches nachher nicht geſchiedeu wird. Dieſe reine Lüft iſt der zuerſt heraustretendeu Luſt beigemiſcht. Man weiß aber, daß die dephlogiſtiſirte Luft, welche in unſern chemiſchen Werkſtaͤdten entbunden wird, ſich gemeiniglich, mit vieler fixer Luft vermiſcht, entwickelt, und von die⸗ ſer muß man ſie mittelſt des Waſſers befreien, will man ſie anders rein haben. Es laͤßt ſich in dieſe Idee kein Zweifel ſetzen, wenn man erwaͤgt, daß die Verminderung der luft, die man aus dem gemeinen Waſſer erhaͤlt, in Vergleichung mit jener ſehr gering iſt, und daß ſie mit der Leichtigkeit, mit welcher die Verbindung der Luft im Blatte vor ſich geht, zunimmt. Endlich wird auch bei dem Verſuche mit dem M 3 Puff⸗ 182² Erſte Abhandlung. Pufſbohnenblatte, das in gemeinem Waſſer eine ſehr ver⸗ dorbene Luft, und dazu nur. Maaß gob⸗ dieſe geringe Qunatitaͤt auf x. Maaß vermindert. In dem mit fixer Luft geſaͤttigten Waſſ r, worin dieſes Blatt 4 5. Maaß gab, ward dieſe Quantitaͤt auf 1. Maaß ebenfals ver⸗ dorbene Luſt, vermindert. Dies beweißt, daß die fixe Luſt aus dem Waſſer durch das Blatt geht, daß ſie ber auf unterſchiedene Art darin verarbeitet wird. Eben dies ereignet ſich mit den Fruͤchten, die man in dem mit fixer uft geſaͤttigten Waſſer der Sonne ausſetzt. Reife Fruͤchte ſtoſſen eine, oft betraͤchtliche, Menge Luft aus, die aber oft ſehr verdorben iſt. Ueberhaupt war die Luft aus Fruͤchten, die in dem mit ſixer Luft ge⸗ ſoͤttigten Waſſer lagen, dann immer ſchlecht, wann die Luft aus Fruͤchten, die im gemeinen Waſſer lagen, nichts taugte, et vice verſa. Ta⸗ 183 Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. ———— ‧————[——— v— a.pfßſn——— ¶——— —-——.—-——*——— 41— ‧u b——— u ————————41———*— f n—-—-————— 2 — —-—— ℳ-— Oñ——%——— †.— up ub— In.—— 121d R ————— ——— ½1———————*— u b— In—-——— ——— 1———— 1———*— acIn——————— oana uuaad · 1 Inv*uuob ·jao⸗od vO. 1 u · qnz · ujuub uj · un un qvo gna⸗qp 2 v T ====—=—— æ ;=== ZV————==— ˙ᷓ —————,——=————ÿ— — F=== V S—== ——— 5 ½———.=Z— =—V— e=— B——= ——³————,—— 2—— T„ 184 Erſte Abhandlung. Hieraus folgt alſo wieder, wie wir auch ſchon ſo viel⸗ ſune mahl angemerkt haben, daß wenn die fixe Luft ſich in den V den, Gefaͤßen der Pflanzen verbinden kann, ſie alsdann ver⸗ mügen beſſert heraustritt, wo aber nicht, ſo bleibt ſie ohngefaͤhr düſe ſo, wie ſie zuvor war: aber in reifenden Fruͤchten moͤchte ſi ſie ſich doch wohl nicht weiter ſo ſehr verbinden koͤnnen, V di, um ſich in ihnen vollkommen zu reinigen, weil alsdann ig, die Gahrung nicht auf Entwickelung einer beſſern, ſon⸗ nr a dern fixer zuft abzielt. Wahr iſts, daß eine reifende nit Frucht ihr Wachsthum ert eicht hat, und daß ihre Vege⸗ enc tation ſich dann auf die Modiſtkation der in ihr vorhande⸗ V tewe nen Safte und nicht auf Vergroͤß erung ihrer Maße ei ein⸗ V lit, ſchraͤnkt; auch ihr Zellgewebe veraͤndert ſeine Natur und V deh verliehrt ſein Vermoͤgen zu vegetiren, folglich auch die iny Kraft, die fixe Luft, welche die Frucht in ſich nimmt, zu V verarbeiten und ſie, indem ſie dieſelbe nach Art der Blaͤtter reinigt, zuzubereiten, ſondern alles vereinigt ſich in der V in de Frucht zur Zubereitung der in ihr vorhandenen Saͤſte, Alat daher verliert auch die Haut alsdann ihre gruͤne Farbe und t. nimt die Farbe der trocknen Blaͤtter an, die weiter keine nuß Luft abſondern. gen e ts cud Nach allen dieſen Verſuchen laͤßt ſich nicht zweifeln, mi daß die fixe Luft aus dem Waſſer, welches mit ihr geſaͤttigt ded worden, in das Blatt, das in ſolchem Waſſer liegt, uͤber⸗ gnle tritt, und daß die aus dem Blatte heraustretende uft eh zum Theil die ſei, welche das Waſſer ihm dargereicht hat; t denn die Menge der Luft, welche Blaͤtter abſondern, die aſ der Sonne in Waſſer ausgeſetzt ſind, ſteht wirklich mit vit der Menge der im Waſſer vorhandenen Luft im beſtaͤndi⸗ hm ben Verhaͤltnis, daß ſowol, wie ich bereits erwieſen habe, 1 die uſt nothwendig aus dem Waſſer i ins Blatt uͤbergehen 3 muß, denn das Blatt koͤnnte nie zu gleicher Zeit die per Menge uft, welche es ausſtoͤßt und jene, die es enthielt, wvi eh es ins Waſſer geleget wurde, faſſen. Die Luft ſch geht alſo blos durch daſäl⸗ durch und verweilt nur ſo me lan⸗ Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 185 189 lange in ihm, als es Zeit erfodert, ihre Natur zu veraͤn⸗ rdann d dern, wenn ſie anders Organen darin vorfindet, die ver⸗ Ghngeit moͤgend ſind, ſie zu beroedelten und die Sonne mitwirkt, 85 nage dieſe Verarbeitung zu erleichtern; denn, wie ich bereits 4 käun geſagt habe, ein friſches Blatt gibt ohne Sonne keine / Luft, ob man es gleich in Waſſer, mit fixer Luft geſaͤt⸗ eil alsdem tigt, legt. Leztgedachtes Waſſer laͤßt an der Sonne fſen, ſm nur eine ſehr verdorbene Luft gehen, und dieſe wird ſogar ine reſeit nicht beſſer, ob ſie gleich im Schatten in den gruͤnen Blaͤ⸗ ihre es tern circulirt(circuler,) ja ſogar an der Sonne behaͤlt ſie ih⸗ tvorande re verderbte Beſchaffenheit, wenn ſie in Organen circu⸗ Maßeen lirt, denen die Eigenſchaft mangelt, ſie von ihrer Ver⸗ Natur un derbnis zu reinigen, wie z. B. in kranken Blaͤttern, oder ich auch de in voͤllig, oder doch beinahe, reifen Fruͤchten. nimmt, u der Blater Was aber die Verbindung der fixen Luft, welche ſich ſich in de in dem Waſſer, das mit ihr geſaͤttigt worden, mit dem nen Siſſe Blatte zugleich befindet, beweißt, iſt dieſes, daß die ro⸗ eFarbe und then Blaͤtter darin eine gruͤne Farbe bekommen; folglich weiter kein muß der harzige Theil von dieſer Luftgattung durchdrun⸗ gen ſeyn, weil blos dieſer gefaͤrbt iſt, und ſonach muß es auch die Luft allein, oder wenigſtens ein Beſtandtheil ht zweifl von ihr ſeyn, welcher ſich mit dem Harze verbindet, weil hrgeſäti die Blaͤtter, die man ſehr lange im Waſſer eingeweicht lie⸗ üegt, ile gen laßt, doch immer dieſen gruͤnen Theil unveraͤndert etende lut behalten. Lezter faͤllt im Geſchirre zu Boden und leidet treicha⸗ durch das Einweichen keine andre Veraͤnderung, als daß zndern, d er ſeiner ausziehbaren Theile(parties extractives) beraubt virklich mi wird. Mich duͤnkt, es laſſe ſich vermuthen, daß dieſer m beſtind, harzige Theil, der als ein phlogiſtiſcher Koͤrper, eine ſehr ieſen hob ſtar ke Verwandſchaft mit dem lichte hat und zu gleicher übergh Zeit von der fixen Luft durchdrungen iſt, auch der Koͤr⸗ er Zeit di per ſei, in dem die Verbindung vor ſich geht; vielleicht toenti wirkt er mittelſt der Entwickelung des Brennbaren, das Dee di ſich niederſchlaͤgt, und die aus dem Blatte herausſtroͤ⸗ rit ur mende dephlogiſtiſirte Luft erzeugt; ich werde aber auf die⸗ R Mz ſe ————j— 185 Erſte Abhandlung. b ſe Vermuthung, von der ich hier nur einen Wink gebe, V ſind wieder zuruͤckkommen. V fiine 4 Es iſt klar, daß die fire Luft aus dem mit ihr geſät⸗ V dis tigten Waſſer ins Blatt tritt und hierauf unter einer ganz ande verſchiedenen Geſtalt wieder aus ihm herausgeht, weil dr Erſtere durch die Salpeterluft gar nicht, Leztre aber oft ſehr ſübt ver mindert wird. Dies fuͤhrte natuͤrlich anf die Unterſu⸗ V Wiſe chung folgender zwei Fragen. Wie groß iſt die Menge V nun der fixen Luſt, welche ins Blatt tritt? und wie geſchieht üh d die Verwandlung, welche ſie darin erleidet? Die Auf⸗ a loͤſung dieſer beiden Fragen muͤſte ſehr intereſſant ſeyn. on Ich werfe ſie aber hier nicht in der Meinung auf, ſie auf⸗.zi geloͤßt zu haben, hoffe aber, ſie dereinſt aufzuloͤſen 9 oder vielmehr zu erfahren, daß geſchicktere Beobachter phb ſie vielleicht aufgeloͤßt haben. Folgendes ſind indes die ſ ge Betrachtungen, zu denen ſie mich veranlaßen. V ſe kei Das mit firer Luft geſaͤttigte Waſſer enthaͤlt von die⸗ V Vßn ſer Luftgattung ohngefaͤhr das Doppelte ihres Inbegriſs R 3 (volume), und meine Glocken faſſen ohngefaͤhr 60. von ir meinen Maaßen Luft. Da man nun weiß, wie viel ſie V 98 Waſſer enthalten; ſo iſt auch leicht, die Menge der dem V di dn Waſſer beigemiſchten Luft zu ſchaͤtzen. Nimmt man amzin hiernaͤchſt an, daß in den Blaͤttern allezeit die naͤmliche d Menge uft vorhanden ſey; ſo wird ſich aus der heraus⸗ ine tretenden Luft auf die, ſo hineingetreten ſeyn muß, ſchlieſ⸗ nüch ſen laſſen. Allein auf der andern Seite ſind die in dem and mit fixer Luft geſchwaͤngerten Waſſer liegenden, und dar⸗ in der Sonne ausgeſetzten Blatter, der Luft nach dieſer dben Operation mehr beraubt, als ſie's vorher nicht waren; de und uͤberdies geben gleichſcheinende Blaͤtter nicht gleiche lind Mengen von Luft; daß ſonach die Reſultate beſtaͤndig ſehr ſt ungewiß ſind. Es ließe ſich wohl das mit fixer Luft ge⸗ id ſaͤttigte Waſſer in kleinen Phiolen uͤbers Feuer ſetzen, die Kinr darin vorhandene Luft in kleinen Blaſen, die man an die ritt Phiolen befeſtigen muͤſte, auffangen, und alsdann de st ſchen Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛe. 187 M. Wink h ſchen dem Inbegrif der Luft aus dem Waſſer, in dem keine Blaͤtter liegen, und jener aus ſolchem Waſſer, in it ihr git dem Blaͤtter liegen, eine Vergleichung anſtellen, allein er einergan dieſes Verfahren iſt vielleicht noch weniger genau, als das geht, wil andre: die fixe luft entwiſcht indem ſie durch dieſe Waſſer aber oftſeh durch geht und verdunſtet durch das Waſſer, das ſie ein⸗ die Urtetir ſchließt, und auch durch das Queckſilber, welches dieſes die Ma Waſſer immer oben ſchwimmen laäßt. Folglich muß vie geſhiht man zu andern Huͤlfsmitteln ſeine Zuflucht nehmen, die deel ich aber noch nicht entdecken kann. Das Kalkwaſſer reſant ſen zeigt wohl die Gegenwart der fixen Luft an, aber ihre duf, ſecſ Menge mißt es nicht. aufzuliſn Wie geſchieht die Verwandelung der fixen Luſt in de⸗ Beobachtt phlogiſtiſirte, waͤhrend daß ſie im Blatte verweilt? Die⸗ nd indes di ſe Frage iſt noch ſchwerer aufzuloͤſen, als die vorige, weil ſie keine Analogie verſtattet. Allein es iſt gleich Anfangs ält von i zu bemerken; daß die fixe Lüft, welche ſich nicht verbin⸗ Integis det, wieder fix heraustritt, wie wir es durch die große gr b n Verminderung, ſo dieſe durch das Waſſer verſchlukte wie rilſe Luft erleidet, bewieſen haben. Tritt alſo ſehr gute Luft dr aus den Blaͤttern heraus; ſo muß eine gewiſſe Veraͤnde⸗ ge drien rung im Blatte mit ihr vorgegangen ſeyn; zudem erlei⸗ urat iſ det die Luft aus Blaͤttern, die in gemeinem Waſſer liegen, enaͤnlch keine ſehr merkliche Verminderung, weil alle fixe Luft, erheue welche das Waſſer ihnen darzureichen vermag, darin ver⸗ 6 3 43 arbeitet ſeyn kann. wundde⸗ Betrachten wir das Weſen der fixen Luft aufmerkſam; b ach dieer ſo bemerken wir, daß ſie ſo oft entwickelt wird, als die zt warn, dephlogiſtiſirte Luft ſich mit phlogiſtiſchen Materien ver⸗ ht glihe bindet: da nun dem ſo iſt, ſollte nicht das Zuſammenge⸗ indig ihr ſetzte eine Zerſetzung erleiden koͤnnen? Sollte das Licht erLüſtge in den Blaͤttern nicht eben folche Wirkung hervorbringen ten, de koͤnnen, wie das Feuer bei den Metallkalken? Sollte anan de nicht das Brennbare, das die reine Luft in fixe verwan⸗ oun zut delt hat, vermittelſt des Waſſers und des Lichts auf die 188 Erſte Abhandlung. W Kalkerde der Pflanzen und auf ihr Harz, niedergeſchlagen fin ui werden und eine Luft ſahren laſſen koͤnnen, die davon gaͤnz⸗ c d lich abgeſondert, und die dephlogiſtiſirt waͤre, ſo wie jene, bekannti die man durch die Wiederherſtellung aus den Mecallkal⸗ ſtangg ken erhaͤlt. Ich behaupte nicht, daß dieſer Gedanke er⸗ ſauͤßen wieſen ſei, ich hielt ihn aber doch fuͤr wahrſcheinlich genug yien um ihn bekannt zu machen. Uebrigens merke lich noch dr, di an, daß das von mir angegebene Beiſpiel als eine Ver⸗ güile gleichung betrachtet werden muß, die meinen Gedanken V 4 faßlich zu machen bequem, vielleicht aber unbequem iſt, A um das Huͤlfsmittel zu beurtheilen. hei Hr. Scheele hat meinen Gedanken durch ſeine Ver⸗ u ſuche zu Erforſchung der Eigenſchaftrn der Magneſia ſehr um wahrſcheinlich gemacht, wie man daruͤber den 34. Band asd der Memoiren der K. Schw. Ak. der Wiß. nachleſen as d kan. Er ſaͤttigte kaltes Waſſer aus geſchmolzenem Schnee nl mit fixer Luft, ſchuͤttete alsdann gepuͤlverte Magneſia hin⸗ a m ein, und fuͤllte das Geſchirr ganz voll, um ſonach das bedi Verdunſten zu verhuͤten. Dieſes Geſaͤß ließ er an einem V tsgiſ kalten Orte ſtehen, und ſchuͤttelte es blos um. Nach m Verlauf einiger Tage warf er ein gereinigtes feuerbeſtaͤn⸗ itt diges Laugenſalz hinein, worauf ein weißer Niederſchlag V erfolgte, der nichts anders war, als die mit dem Brenn⸗ im baren uͤberladene Magneſia, denn als er dieſen Nieder⸗ V ſ ſchlag ans Feuer brachte, verlohr er ſeine Weiße und die V 5 Magneſia nahm ihre gewoͤhnliche Farbe, nemlich ein ins äi Schwaͤrzliche fallendes Violet wieder an. Aus dieſem Verſuche folgt offenbar, daß die Ma⸗ n,d gneſia Brennbares in ſich genommen hatte, dieſes hat ſen, ſie aber nicht aus dem Waſſer erhalten koͤnnen, wenig⸗ ſtens wird man das Waſſer nicht in Verdacht haben, 11, daß es Brennbares enthalte; folglich kann ſie es blos li aus der ſixen Luft erhalten haben. Dieſe iſt im Waſſer uſ aufgeloͤßt und darin zerſetzt, und aus dieſem hat die Ma⸗ mn gneſia das Brennbare, als eins von den Elementen der firen aur dergeſcloga e davyngan , ſowiefen n Meelt „Gedanken einlich genu erke iich uch s eine Per en Gedanken mbequem ſ ch ſeine Va⸗ Nagneſaſtt en 34. Band iß. nachlefe enem Schne Nagneſahin n ſonach dab ger an einen m. Nach feuerbeſtin⸗ Riederſchl dem Bremn eſen Nide⸗ zeiße undde nlich ein in iß die M „dieſt hi en, weni dacht hoben ſie es blos in Paſe jat de Ma⸗ nenten de fren Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 189 fixen Luft, in ſich genommen. Dies erhaͤlt auch dadurch noch Beſtaͤtigung, weil die andern Saͤuern, von denen bekannt iſt, daß das Brennbare mit zu ihrer Grundmi⸗ ſchung gehoͤrt, die naͤmlichen Wirkungen auf die Magne⸗ ſia aͤußern. Doch dieſer Verſuch bietet mir eine ganze Reihe wichtiger Unterſuchungen uͤber dieſen Gegenſtand dar, die ich auch dieſen Sommer, ſo Gott will, an⸗ zuſtellen gedenke. Ich muß hier noch beyfuͤgen, daß ſo oft man de⸗ phlogiſtiſirte Luft mit phlogiſtifirten Subſtanzen miſcht, man fixe uft erhaͤlt; ſo iſt auch die Luſt, die ſich ent— wickelt, wenn man Weingeiſt mit einer Saͤure miſcht, zum Theil ſixe Luft, weil ſich alsdann dephlogiſtiſirte uft aus der Saͤure entwickelt, die ſich mit dem Brennbaren aus dem Weingeiſt verbindet. Aus eben der Urſache ge⸗ ben alle Pflanzenſaͤuren, wenn ſie mit vielem Brennba⸗ ren vermiſcht ſind, viel fire Luft. Laͤßt man phlogiſti⸗ ſche Daͤmpfe unter ein mit dephlogiſtiſirter Luft angefuͤll⸗ tes Geſchirr, ſo ſchlaͤgt ſich viel fixe Luft nieder, es geſchieht aber noch mehr, die fire Luſt geht, indem ſie im Waſſer zerſetzt wird, in den Zuſtand phlogiſtiſcher uͤber, eh ſie ganz gereimigt iſt. Der Reſt der fixen Luft im Waſſer erumgeſchuͤttelt, iſt eine phlogiſtiſirte zuft, die ſich mit dem Waſſer nicht vermiſcht. Kurz, daß alle fixe, ent⸗ zuͤndbare, Salpeterartige, phlogiſtiſirte ꝛc. Luftgattun⸗ gen, zum Einathmen, zur Verkalkung und zum Bren⸗ nen untauglich ſind, ruͤhrt daher, weil ſie das Brennba⸗ re, das wenn obgedachte Luftgattungen ſich entwickeln ſol⸗ len, davon gehen muß, nicht aufloͤſen koͤnnen. Was mich dieſe Vermuthungen in Erwägung zu ziehen und ſie einigermaßen zu realiſiren bewegt, iſt der Umſtand, daß die Pflanzen in phlogiſtiſcher Luft ſehr gut vegetiren, in firer hingegen kraͤnkeln. Sie ſaugen nem⸗ lich das ihnen dienliche Brennbare ein, und dieſes erietzt ſogar, wie wir ſehen werden, bis auf eine gewiſſe Grenz⸗ 190 Erſte Abhandlung. Grenzl linie die Einwirkung des lichts, indem es ſich mit ihnen verbindet: aber der fixen euft das Brennbare 9 rauben, ſind die Pflanzen unvermoͤgend. Es befind ſich in zu geringer Quantitaͤt in dieſer Lof art, auch man⸗ gelt es ihm an einem Zwiſchenmittel(intermede) und dann wirkt auch die ſire Luft, wenn ſie unvermiſcht iſt, zu ſtark aufs Blatt, als daß es dieſes vertragen koͤnnte, ohne abzuſterben. Aber auf einer andern Seite beſitzen die Waſſer wahr⸗ ſcheinlich die Eigenſchaft, die fixe Luft zu zerſetzen, denn, ohne ſie wuͤrden alle Waſſer, welche unaufhoͤrlich fixe Luft erhalten, ſich mit dieſer Luftgattung ſaͤttigen, wie dies einige mineraliſche Waſſer thun. Ueberdies ver⸗ raͤth gedachte Luftgattung dieſe Zerſetzung, wenn ſie im Waſſer herumgeſchuͤttelt wird, weil aisdann ein kleiner Theil von ihr uͤbrig bleibt, den das Waſſer nicht mehr verſchlucken kann, da gleichwohl der uͤbrige Theil darin aufgeloͤßt iſt. Dieſer Ueberreſt ſcheint eine voͤllig phlo⸗ giſtiſirte Luft zu ſeyn, die nachgehends durch die Vegeta⸗ tion oder das Herumſchuͤtteln im Waſſer ſo gut wie ge⸗ meine Luft werden kann. Sonach kann die fixe Luft, in⸗ dem ſie mit dem Waſſer im Blatte circulirt und ſich mit dem Brennbaren oder dem Lichte verbindet, im Blatte zerſeßzt werden und ihren phlogiſtiſchen Theil in der Pflan⸗ ze abſetzen. Alsdann koͤmmt die reine, durch die ſire erzeugte, Luft wieder zum Vorſchein und geht davon, weil ſie mit den Beſtandtheilen der Pflanze eine geringere chemiſche Verwandſchaft hat, als das Brennbare, wel⸗ ches ſich davon trennt und ſich in der Pflanze, oder in der im Waſſer vorhandenen fixen Luft fiairt. Dieſes Waſ⸗ ſer durchdringt das Blatt und treibt die reine, nur eben darin erzeugte, Luft heraus, und dieſe erleidet ihrer Seits wiederum die naͤmlichen Verwandlungen. Dieſe oftgedachte Luſtgattung verbindet ſich mit den phlogiſtiſchen Daͤmpfen, dergleichen die von Harzen ſind, in⸗ jniigt: fetien, ſande Fii pfm 1 ten, al Inmer ſtedem Kärget (àe) nit de Vero Blatt fühs do ſe heſthen üft, ſnd, ſ von and dher er ds har Veennb nicht wo der der do Linn liige gev detti diſen Man zu be berihr D andern Vom Einſluße des Sonnenlichts ꝛc. 191 es ſih ni innigſt: Was aber ihren Hang mit dieſer Art von Ma⸗ rennba J terien, welche die Pflanzen ihr in einem feuchten Zu⸗ Es leindt ſtande beſtaͤndig darbieten, in Verbindung zu gehen an⸗ „auchmue zeigt, iſt, daß ſie ſich ebenfalls mit den kaliſchen Daͤm⸗ mede) un pfen verbindet. Man mag alſo die Vegetabilien betrach⸗ erniſcht ſ ten, auf welche Art man will; ſo wird man in ihnen agen känne immer Koͤrper antreffen, mit denen die fixe Luft die groͤ⸗ ſte chemiſche Verwandſchaft hat; denn gibt es ſolche Koͤrper, mit denen dieſe Luftart von ihrer ſauren Seite (latus) verwandt iſt, ſo giebt es deren noch weit mehr, fhälch ſ mit denen ſie von ihrer phlogiſtiſchen Seite Clatus) in 12. ah ſg Verwandſchaft ſteht. So iſt, zum Beiſpiel, der im Küigm, n Blatte ſo haͤufig vorhandene harzige Theil ein Magnet berdie dar fuͤrs Brennbare; deswegen geben auch junge Blaͤtter, wenn ſei da ſie weniger Harztheilchen, als ausgewachſene Blaͤtter ein kkite beſitzen, weit weniger, und noch dazu weit minder reine, Waſſer wohe ſeßen, dem, richt nui Luſt; fette Pflanzen aber, die an Harzthailchen reicher Thel drin ſind, ſondern mehr und beſſre Luft ab, als die Blaͤtter völlg phl von andern Pflanzen, die aͤrmer an Harztheilchen ſind: die Vegeu daher trennt ſich, vermoͤge der chemiſchen Verwandſchaft zut wie ge des Harzes mit dem Brennbaren, die fixe Luft von ihrem ixe Luft,ie Brennbaren. Meine Vermuthung ſcheint alſo doch und ſich nit nicht von aller Wahrſcheinlichkeit entbloͤßt zu ſeyn; aber im Blrtt wer vermag in die Werkſtaͤtte der Natur einzudringen? Aeue Das Sonderbare des Roſtocks(Tremella Naſtoc er de Linn. Le Noſtoch) brachte mich auf den Gedanken, 11 einige Verſuche mit ihm anzuzuſtellen. Dieſes Waſſer⸗ e geringt gewaͤchs oder eigentlicher, dieſe vegetabiliſche Gallerte, bate, t vertraͤgt die groͤſte Trockenheit, und zwar, wie ich in oder 133 dieſem Augenblicke die Erfahrung mache, wenigſtens 8. eſes Ve Monathe lang, ohne abzuſterben oder ſeine Lebhaftigkeit „nur d zu verlieren; denn ſobald das Waſſer dieſes Gewaͤchs irer Sit beruͤhrt, wird es wieder ſo ſchoͤn und lebhaft, wie zuvor. Dieſe Pflanze gibt jederzeit, in Vergleichung mit c mit dn andern, wenig Luft. Aus einer Flaͤche von ohngeſaͤhr arzen ſid 500. Nl 192 Erſte Abhandlung. 500. Quadratlinien erhielt ich z. Maaß, als ſie, wie ge⸗ Gh wöhnlich, im Waſſer der Einwirkung der Sonne waͤh⸗ ſehndn rend der gewoͤhnlichen Zeit ausgeſetzt ward. Man muß èn nü Sorge tragen, daß, wenn ſie duͤrre iſt, man ſie, eh ſie du uu unter die Glocke gebracht wird, ſich ſo voll Waſſer ſau⸗ gen laſſe, als ſie einſchlucken kann; denn ſonſt zieht ſie, Slll wie ein trokner Schwamm, das Waſſer nur allmaͤhlig rngün ein und alsdann tritt die in ihr vorhandene Luft auch nur Mfnxe in dem Maaße heraus, als das Waſſer in der Pflanze nm d ooͤcherchen eintritt, aber dieſe luft iſt keine Vegetations⸗ V ſede luft, weil die Pflanze in ihrem duͤrren Zuſtande, zu ve⸗ dle ie getiren aufgehoͤrt hat. dn ihiger In gaͤnzlicher Finſternis ſtoͤßt der Noſtock gar keine 1 Auft aus. dfr Ich ſtellte dieſes Gewaͤchs mehrere mahle in einem, An mit firer Lufsgeſaͤttigtem Waſſer der Sonne aus, erhielt ei aber nicht mehr Luft daraus, als wenn es in gemeinem. Waſſer lag. Ich ließ mich aber dies nicht abſchrecken, deni ſondern wiederhohlte den Verſuch an einem Tage, da das mm gſ Reaumurſche Thermometer auf 200. ſtand. Die funüi Menge des Noſtocks war hierbei der beim vorigen Ver⸗ ſinnd ſuche gleich, und er ſtand in gemeinem Waſſer an der Sonne. Es entbanden ſich hierauf 2 ½. Maaß uft; da⸗ von. Maaß nach geſchehener Miſchung mit 3. Maaß Salpeterluft, auf 1§. Maaß vermindert wurden; da⸗ gegen ich aus der naͤmlichen Menge Noſtock, in dem mit ſirer Luft geſaͤttigten Waſſer an der Sonne ſtehend, nur 1. Maaß erhielt, das auch nicht beſſer war, als ge⸗ meine Luft. Endlich wollt' ich doch ſehen, ob der Noſtock ohne unmittelbare Einwirkung der Sonne Luft ausſtoßen wuͤr⸗ de. Ich nahm hierauf wahr, daß eine gewiſſe Menge von dieſer Pflanze, die ich, zu einer Zeit, da der Him. mel bedekt war, dem Tageslichte im Waſſer, unter ei⸗ ner ſie, vieg Sonne win Man mi in ſie, 1 ſe Jaſſer ſan nſt gich ſe ir allmähig uſt auch nur der Pfars Vegetaticne ande, zue ock gar kei ſe in einen aus, ethiet in gemeinim abſchreckn lage, dadas fand. N origen Va⸗ ſſer an de ß luſt, d it 3. Maj zurden; do ck, in dm nne ſtehen ar, a poſtock thn ſtoßen vir iſſe Neng a der him⸗ 7, unter de net Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 193 ner Glocke ausſetzte, den erſten Tag 1. Maaß und den folgenden ½. Maaß abſonderte; dagegen dieſe Pflanze, in dem mit fſirer Luft geſaͤttigten Waſſer liegend, den erſten Tag gar keine und den andern, ³. Maaß Luft austrieb. Sollte es nicht ſcheinen, die in gemneinem Waſſer enthaltene fire zuft ſei hinreichend, die Luft, welche die Pflanze zu verbinden vermag, zu enkwickeln und daß wenn dieſe Luft reichlicher vorhanden und wirkſamer iſt, ſie die Organiſation dieſer Pflanze zuſammenzieht und alle ihre Verrichtungen durch eine Aet von Krampf hemmt? Dieſe Pflanze muß dazu wahrſcheinlicherweiſe faͤhiger ſeyn, als jede andre, weil ihr Oberhaͤutchen we⸗ niger geſchickt iſt, ſie gegen die unmittelbare Einwirkung dieſer Saͤure zu ſchuͤßen. Wenigſtens ſehen wir, daß wenn dieſes Gewaͤchs in einem mit ſixer zuft geſaͤttigten Waſſer liegt, es nur dann Vegetationsluft gibt, wenn die Saͤure der fixen Luft zum Theil verdunſtet iſt und daß, wenn es an der Sonne ſtehend, Luft ausſtoͤßt, dies dar⸗ um geſchieht, weil die Verbindung der Saͤure aus der fixen Luft mit einem uͤberfluͤßigen Lichte, die Saͤure ver⸗ ſuͤßt und zu dieſer Vereinigung geſchikter macht. 1 d * 4 . 1 —4 E=—A—— —8=(-rrISSSI2 Teenseee neAS 113.153912P0S E E „be „ ☛ Aojc ud 9(pn9 L1 31 42 ½ ½ 888 uunvc 2I . 22 5½ ⁸½ ot eldn Ir „1 ·1 85 4* 916 2e oI e 18 ½ ·½„Ler uunvggnugog 6 *6* I*5 †* ¹ 4298 ‧8 V A„Ze 31 1 HoII„Jagfach 2 — 13 2 5**„9701 15 F ˙9 — ½*1*-2 vᷣCv ‧8 S ½ 21 22 008— zua 2 — 4 85.1*1 obII— 0420G v— x-1*1 1* oon aun ⅞☛ Zov* a0zdſvS:ACE'c nu.G' 3 95 Pgnc r S u3 q2112 usgem u. 38ng 3bu E rvl 130.443191T V Hunaouee eie e eee e 31culusc 1 e e tne e und na eeen ua 1927banv 2uu a20 aallo me b 22 ugcpnpaz d ee e e ee en evn a 12 4 194 195 Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 71 21 21 1 * 2 21 21 * An ... 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Auch muß man die Beziehung der Nummern in Obacht nehmen, um ſich dadurch die Vergleichung der beiden Tafeln, die gegeneinander gehalten werden muͤſſen und welche die verſchiedenen Wirkungen anzeigen, die durch den Unterſchied unter den Arten der Waſſer verur⸗ facht worden, zu erleichtern. N 3 34. Ta⸗ Erſte Abhandlung. 198 N — 5 ·8 ze 201 vᷣC ·8 13 ·g 91 6 2 8 ε 3 1 gvv uu-15-dv E*v luulCS k u qada ua ungv vunasaue 3znD e gvv 8 alna uen ꝓiauu⸗ 409 dbe e— ouß ‧5 zua 7213591nvG 5810* aunn e *Phalch I unpe ao e vT unuseba2G10G a2d nutnee 22d Inv bungantoc un 1uaavas z85lobonv auu= ad9 bunznaud aa wellv uebpb An add mii 1n urcpnpa aun uounycs nog uaenpic Snd„Ang uog uozpzuyn— 240 3590 134 v T 8 L A& ☛ 3 . +— ¼ S — N 8 a 2 . — — ◻ 8 IE · 8⅔ Pe 8 .* 8 T I K co — ·.*„ .* Sr leh Se 5 0 . pnvagulo ‧35 23iL 88 uinvquaqpao; 0 uunvg g2 2 uou dzd*e 72— uunvquodhnT 2 724029)ob0 I 98, 81 2/ ‧01 noaaR-4 anes S eanzs BunS b -x———— 2 1 2(-nS,⸗ I 223½2 S-5— S 22422 2π)ͤ) 1222 1=* 42„ 2½ ½— 201vG, 3 *5 4 4 2354bG C V 8 22*p I ⁸ 3 din2 9 V 6 ·H 41„u bb0G.. ½9 2 t eo or u b * 1 T 22 4¾ 5 1½ Lurqul uo iorued ☛ ou vid 5. v49,). abaun vc ·5. 8 4 2 27 1 2 s pype d aabe uno V vvl.1, 3'djv D2G 3nu G z'9or unnce V ue un E(Uamen 85 24 E*, Fusdasa unο 3 s, †) 8v.⸗ saunc & 129121430 udpun u An uonhpfht e ep 6. 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Ghtuslo ‧91 Cuezueſq e uus, 0 viuv,) 1104q9b 41 (ouseuoN op zensuN un⸗] vrvꝓꝗo vIndod Jp) zuva 0elue d 7 ,ga ‧81 8 Cuneu 300 ArI unn f Inubis In] -ozſb) euꝗo dbaoce ‧ arti] Ajpe unnivor) 5u .nI93b2G 5laayO ‧11 (lunO. 7 aur Snyjſin, dorar) 1u01 uv) dgo uu on (uous,O1 uus vd) nuus,) oee GamsdAs ad Adin— A3 SUO 8 E 8 d 1-1 2 4(stederI unν vdᷣdu 8* ꝛun⸗gaef) anae E I 1 1⸗ ·.1*1(2Jo- Prd el'unr] vroνν 18 vohi 1) ups9aua**22 2*8 1 ·S Cꝛusiq uomod dI auννν ᷣ/zet ns -v*ο ν1) asgsbug h I8 ve F 21 8 008(orοrinog v u odo Pa c 21 7*5½ 3½ 3(2813- 01041 2itnf izᷣn r, 2uv; vD) u* 9bo 61 2 25 33 4½ 064(-uorl p 46 V aunr unovvan, u0p -o7uοαm) ucpLαμαςα ˙8 1 groG 58 ⁸ 11 21(enolotA e un vrW4 1 opo v-) un †ee 41 Erſte Abhandlung. 02² n qſelano uau aInz uszepi ri 22 1v'g. & Huna⸗qu]uae 22u 24 urare„zu? 32 2du⸗ e 85⸗pgg dvzuſ uoluvch a2g ueie Q 22 8 — — ‿ — — 5 — 5 — — — ‧ 5 28 — 060ο T Connd I SNeA uaf umnde,2 1 mupaS) duus& 23S 18 .99—(II102OI Auεν/qνſoοννν. xauun) diuvanvO b 80t 24(Tolje I uunI vn 5 ogun 119/.) 9'65 b (pneilo I V I xurr a220/ v. weſi)) u* Po ak 82 Jbu i el eur 1ſ0⁴4 ed unidy) 5dch L2 gv G 829v no(1O2, NS unsI Snad pſenuu/dοε) b1e* (gO. uur vnn—⁴,2)—le e 91 ·5(eJieng e/I auνqõVſaa veb va) Inv Ja2299D be vjG Saura]g u (sedel 2227 ATS 214 222222)— LAGASSSS-82 ( 210A SBrerlPI rTIT rOS7 Trrre ——+½-I 5— AZ ——·. 1 24T /f 722 τĩ⁊P renr · atsrreeSe 1124 0215. 6 3 * .91„1 r r H K-M⁷en J e nrr gnuuuνςαρε uubz ‧88 .*1 5½ ⁵(e508 -no S,nopf I autt⸗ unoun Sar, nn va) Jeqvu P 0 A 42b1uno 2.S S 5 1*⁸ 1 1(vaauοl—ms) 245 u.98 H 42 5 1½ ½ CopoN L] 5. ataur Snoſu⸗f) S0⁄ ‧98 1 5* 1 ⁵.8*⁸*r(“'nſſide9 el en† 2 J4ονι‿ι2ν=KIn/I2dvò un — vgf) aboguenvaL t V & 4 11 4* 08(uuν, vdien v vPnts V —-o.ꝓ1) usbung o, 88 12 4 4½ I*1 Ceunrl eο e t* vrO. 1v, uo‿αν) uQo ee e 8 uaqlJao ue atu ne Ang uasp piac gure ewg. & Huna⸗quju ee 2znS 24G1 un gvage zie ae eee e e e ee e A 0 & 2 — ½ — — ½ — — η 9 0 —2 — 2 — — S 6 2*h Er r 23 13„I 1 23 P]p ade e *1*1* 5* *⁵ I 22.2 4 4 13 ⸗1= 351 2 g 1 t E 1 ½*½ ½ *2 1. g Sr*9 8 1.g 4 72 45.·§ 27 1 5 I 1* L ·*„ 6 1*½* 1* uoqlnch*1 nvguonavN O5 4uꝗC 010 6 b 00§ oud 8v vagso Lr (u52b us avq e b iun) 12 nvjquojola uu 6 ‧³ ℳ 9((e Oo) uocp ⸗251G 91—J‧T Lusᷣ In; Al T inA—q) m9.i ⸗usburl 2oag 4* 0es LinaisnoG 34 Jobuoe u⸗ ze eugad ein r 39 455 I v O05„ eggeundde Ob 9₰ „9 1.1941 S 92s 1- vI vun, nho 449 eusaiu) 11)Jc c345.3 66 —&* SIISUINL 11 22 22 7 J72 εμινα) EE (-SSB ————— —1— 1 r, TES E2/A ann e s Ss — 7 *4 1 2 ½ 21— oihunqv aod v] Sn vud 21nu2, 1e9, 1140) dmm. -u Ina*d⸗ ₰ or.G 31 E' zuu.?l s 9sn 01 — BI 17 S 3 n'h e viit έ½ 5— 4. 10 —„-u ql*land us om ud Anz uanſoplar ges 5p 5 Huna⸗mee i a ava zne e edpaeg asd cotuſs„usLuch a2 e . 8 -owa ebenv auue a ng a e ie i ie uotur 1c. 4 50 phauvisnv gun aa]logsancob 0 425 avaeznyn vouog: cphaog uaap Suv n uos ue 1295 51 n V 206 1 4 4 o 9 3 b 2. Vloo 20⁷ Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. d 1 *⁸ 8 14 g= do C'olæroe v un zun uur'/o,lian iun tuat, zun haduſνρ)„ zura sD ‧˙65 *eb uen Coanuss v Ir¶q var—i] vfonu,I) znvagL Louteee 8 Codo] IIAI Wnννντ̈τò⁵εσ Jirf do auνεμαμιια ει* „jobusz'r('opurar-] v-]I nuun] vmpuvaur) Jequaa;.95 3.-arN v aur o nieet 291220,6 e JuOα ·˖ł0⁰⁴ 1(‚S3 eS N uns; 0 vn 71⁰8) 4e,⸗una h5 01(aαd aμυια v uu, nadad 7 -uo) dlueee 85 Gechaugu ETEET Tz 271 212 7/1242 2/2 aεαν 1n4032 9 1G Uaeue hun 2122 G ——-1— 2 —1 7 urre I eeenee, e, etsr‿ςιν οαααᷣ ₰ .(uni† 3— rs Funde,ſg) 3003 gqunc däbe v9 * 1 13 1 11 Buvj pog *. 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Endurſache dieſer Erſcheinung. .. Es haben einige Weltweiſe der Philoſophie die Be⸗ . n trachtung der Endurſachen entziehen wollen. Den Scha⸗ den, den ſie dieſer Wiſſenſchaft zufuͤgen konnten, will ich hier nicht unterſuchen, noch begehre ich daran Theil zu nehmen, oder darunter zu leiden. Ich mag gern den Ewigen meine Betrachtungen vollenden ſehen, mag gern bei meinen Unterſuchungen Ihn mir nahe fuͤhlen. Die ſchon an ſich anziehende Erforſchung der Natur wird es noch mehr, wenn ſie uns die allmaͤchtige Hand ihres Schoͤpfers ſehen, wenn ſie uns einige Abſichten ſeiner unendlichen Weisheit bemerken, wenn ſie uns einige Betrachtungen uͤber Seine allgemeine und unaufhoͤrliche Regierung anſtellen und uns einige von den Mitteln, die Er zu unſerm Gluͤcke ſtets ſo vortreflich anwendet, entdecken laͤßt. Welche Wolluſt iſt es nicht, Dankbarkeit zu fuͤhlen, wenn man das Vergnuͤgen ſchmekt, welches die Betrachtung der geringſten Werke 5 des Allguͤtigen gewaͤhrt. Ich weiß aber doch aicht, ob nicht der Naturforſcher in der Betrachtung der Endurſachen einen neuen Beweis fuͤr ſeine Beobachtungen ſinden ſollte? Werden wir eine Beobachtung, die uns den Zweck der Erſcheinung, der „ wir nachſorſchen, darſtellt, nicht fuͤr eine zuverlaͤßigere u Beobachtung halten? Dies iſt ſo wahr und ſo allgemein eingeſehen, daß alle Naturforſcher ſich vereinigen, die Ver⸗ kettung der Erſcheinungen unker einander darzuthun und iſt dieſe Kette wohl etwas anders, als der gegenſeitige Einfluß einer Erſcheinung auf die andre oder des Nu⸗ tzens, der daraus entſpringt? Aus meinen Verſuchen erhellet, daß die Blaͤtter der Pflanzen viel Luft ausſtoßen, daß dieſe Luft, indem ſie ſich in der Atmosphaͤre mit dem in Leztrer vorhandenen Brennbaren vermiſcht, eine ziemliche Menge fixe Luft aus ihr niederſchlaͤgt und auf ſolche Weiſe die Menge der phlogiſtiſirenden Materien, die ſich beſtaͤndig mit der 9 4 Luſt 12— Zꝛ 1„ 22 Noſtock, . Brunnenkreſſe, 8. 9 216 Erſte Abhandlung. Luft unſers Dunſtkreiſes vermiſchen, vermindert: denn ohne dieſen Niederſchlag wuͤrden ſie ſich unaufhoͤrlich an⸗ haͤufen und endlich die gemeine Luft zur Urſache unſers Todes machen, indem ſie ihr die Mittel, welche ſie zu Erhaltung unſers Lebens beſizt, raubte. Sollte man aber nicht den Vortheil, welchen man erhaͤlt, wenn man die Luft zum Einathmen taug⸗ lich macht, indem man ihr die phlogiſtiſchen Ma⸗ terien, welche ihr die eoͤdtliche Eigenſchaft mitthei⸗ len, entzieht, auf der andern Seite wieder verlieren, da die durch die Vermiſchung der reinen Luſt mit phlogiſti⸗ ſchen Materien ſich erzeugende fixe Luft ebenſalls gefaͤhr⸗ lich iſt? Hier wird ſich beurtheilen laſſen, ob ich den Weg der Matur entdeckt habe, wenn man das Band betrachtet, das in allen ihren Operationen Statt zu fin⸗ den ſcheint. 4 Dieſe fire Luft, welche durch die von den Pflanzen ausgetriebene reine zuft niedergeſchlagen und durch die Vermiſchung dieſer reinen Luft mit dem in der gemeinen Luft allezeit vorhandenen Brennbaren erzeugt wird, wird ſelbſt von den Pflanzen verſchluckt; dieſe ſaugen gedachte Luftgattung aus dem Dunſtkreiſe zugleich mit der Feuch⸗ tigkeit, welche er enthaͤlt, und in welcher ſie aufgeloͤßt iſt, ein, und zwar mit großer Begierde, wie ſchon Herr Bonnet ſo ſchoͤn gezeigt hat und meine Verſuche eben⸗ falls, nur auf einem andern Wege, beweiſen. Ich weiß nicht, ob ſich nicht verſichern ließe, daß die Pflanzen keine andre Luft in ſich nehmen, als die, welche ſie zugleich mit dem Waſſer, das ſie einſaugen, durch⸗ dringt, und ich bin um deſtomehr der Meinung, daß die Pflanzen der firen Luft unumgaͤnglich benoͤthigt ſind, ihre Luft auszuſtoßen; da ich gezeigt habe, daß das de⸗ ſtillirte und das abgekochte Waſſer nur nach Maaßgabe der in ihnen aufgeloͤßten fixen Luft tuͤchtig werden, die Blaͤtter von Pflanzen, die in ihnen an der Sonne ſte⸗ hen, dahin zu bringen, ihre Luft auszuſtoßen. Hieraus wuͤrde alſo folgen, daß die Pflanzen in phlogiſtiſcher Luſt nur W tt deru 1 fie 1 renen d nar deet altzeit dr frn der, d ſclucker nirken: ſen d mond ſoggt Mfon dher, Minu ſühe, ene de angeſt nß udö chende ze d hatir gero ten d d Ma jedem ten m ſ At, iindert: dm aufhällich n, Urſach ſie Urſache unſe welche ſen welchen 1 nihmen ing ſtiſcen M haſt mittz r verlieren, d mit phlogiſt enſalls geſiße / ob ich d tan das Band — den Pflatzn nd durch de der gemeinen gt wird, vid ugen gedacht it der Feich⸗ ſie aufgelißt ſe ſchon her erſuche ehen n. nließe, di ls die, welce gen, dart⸗ inung, d nöthigt ſd daß dos d Marfahle werden, di Sonne ſe . Heeraus iſiſcher t nut Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 217 nur darum vegetiren, weil ſie ihnen eine uͤberfluͤßige Men⸗ ge fixe Luſt, mittelſt der Verbindung der deztern mit der reinen Luft aus den Pflanzen, verſchoft und weil dieſe Luft nur deswegeh beſſer wird, weil in dem Niederſchlage allezeit ein Theil Brennbares vorhanden iſt, der mit der fixen Luft ins Blatt uͤbergeht und ſich darin abſetzt oder, der ſich vielmehr im Waſſer mit der davon ver⸗ ſchluckten fixen Luft verliert. Dieſe beiden Urſachen be⸗ wirken die große Verminderung der Luft, worin die Pflan⸗ zen vegetiren, wie aus den Verſuchen dieſer Art, die man in verſchloſſenen Gefaͤßen anſtellt, erhellet. Ferner folgt auch noch, daß in der Atmosphaͤre wachſende Pflanzen das darin vorhandene Brennbare nicht unmittel⸗ bar einziehen; ſondern daß ſie ſich dazu der fixen Luft als eines Mittels bedienen: dieſe theilt ihnen das Brennbare mit, indem ſie in ihren Gefaͤßen durch die Einwirkung der Vegetation zerſetzt wird. Ich weiß, daß dieſe Idee das Gegentheil iſt von jener des Herrn Prieſtley's und andrer Naturforſcher, wel⸗ che dieſen Gegenſtand bearbeitet haben, ich glaube aber, ſie durch die Verſuche, welche ich bei Pruͤfung der Meinung der Herren Deinman und Trooſt Wich an⸗ fuͤhrte, zureichend bewieſen zu haben. Bringt man uͤberdies eine vegetirende Pflanze unter eine mit phlogiſtiſcher Luft angefuͤllte Glocke, deren Durchmeſſer aber ſo klein ſeyn muß, daß die zur Saͤttigung der firen Luft, die ſich erzeugt und die zur Vegetation nothwendig ſeyn wuͤrde, hinrei⸗ chende Menge Waſſer verdunſten kann; ſo ſtirbt die Pflan⸗ ze darin ab, weil ſie keine hinreichende Menge fire Luft hat in ſich nehmen, folslich ſich die ihr nothwendige Men⸗ ge von Brennbaren, welche ſie aus dieſer fixen Luft erhal⸗ ten ſollte, nicht hat zueignen koͤnnen. Sonach ſchlaͤgt alſo die fixe Luſt eine betraͤchtliche Menge dieſes, im Dunſtkreiſe vorhandenen und darin mit jedem Augenblicke ſich erneuernden, toͤdtlichen Brennba⸗ ren mit ſich nieder; aber dieſe fire, eben ſo ſchaͤdliche, Luſt, lößt ſich in dem im Dunſtkreiſe vorhandenen Waſ⸗ 95 ſer ———— —— 218 Erſte Abhandlung. ſer auf, und wird mit ihm zugleich von den Blaͤttern der Pflanzen eingeſogen. Dieſe ſchwaͤngern ſich damit an; die fixe Luft aber dient ihnen ſonach zu einer Quelle des Lebens und zur Erneuerung der Kraͤfte, indem ſie ihnen friſche Nahrung gibt, deren ſie nicht entbehren koͤnnen, ohne abzuſterben. Damit aber die Pflanzen ihrer Seits eine immer gleiche Menge ſtets reiner Luft in der Atmos⸗ phaͤre unterhalten moͤgen; ſo erſetzen ſie der Atmosphaͤre den Theil wieder, welchen ſie aus ihr empfangen, aber unter einer andern Geſtalt: er iſt nun von ſeinem Brennbaren befreit, iſt reiner, als die gemeine Luft und folglich vermoͤgend, durch ſeine Verbindung mit dem Brennbaren, das er ſehr begierig in ſich nimmt, die fixe Luft, welhe zum Wachsthum der Pflanz en eben ſo nothwendig, a s unſerm Leben ſchaͤdlich iſt, wenn man ſie Arenaſän genoͤthigt waͤre, bieh t zu faͤllen. Zieht man dieſe Thatſachen wohl in Erwaͤgung, ſo wird man bemerken, daß nach Heern Priefrleys Hypo⸗ theſe die Pflanzen ſich mit einem ſchwachen Nahrungs⸗ mittel wuͤrden begnuͤgen muͤſſen, denn dies waͤre kein an⸗ dres als die phlogiſtiſirte Luft, die ſie umgeben wuͤrde, und da dieſe, vermoͤge ihrer Leichtigkeit, beſtaͤndig in die hoͤchſten Gegenden des Dunſtkreiſes aufzuſteigen ſtrebt, die Pflanzen hingegen in der niedrigſten Gegend deſſelben angeheftet ſind, ſo wuͤrde auch dieſes Nahrungsmittel ihnen ſehr ſelten ſeyn. Nach meiner Idee hingegen, trift die aus den Pflanzen heraustretende reine Luft die in der Atmosphaͤre vorhandenen phlogiſtiſchen Materien aller Orten an, nimmt ſie begierig in ſich, und veranlaßt auf ſolche Weiſe den Niederſchlag der firen Luft. Dieſe ſenkt ſich beſtaͤndig, vermöͤge ihrer Schwere, in die Ge⸗ gend der Pflanzen herab, und bietet ſich ihnen zur Nah⸗ rung, und zur Befoͤrderung ihres Wachsthums und zu Unterhaltung eines ſolchen Grades von Reinigkeit dar, als die Luft haben muß, wenn ſie zum Einathmen taug⸗ lich ſeyn ſoll. Wenn die Pflanzen uͤberdies das Brenn⸗ bare aus der Luft unmittelbar erhielten, wie koͤnnten denn die 8 d d ſ diſſcugen ſedos 3 ſen dij V um die und watl ort det dß de deden niß, den achtun den n mache Fohlc ſien daſäbſt zu fäle lößt,da weiſen! 6s dach fälte dch d Schwe Sont dN haltu dige würde ſer würde in den drh! ſs a Nan Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 219 Bünn d die Waſſerpflanzen dieſes Brennbare mitten im Waſſer ih danai einſaugen, wo die aͤußere Luft ſie nicht beruͤhrt, und wo e Qule ſie das Brennbare blos auf die Art empfangen koͤnnen, dem ſſ imn daß ſie die im Waſſer, welches ſie bedekt und naͤhrt, auf⸗ ehten kimn geloͤßte fixe Luft in ſich ziehen. n ixer as 1) Endlich laͤßt ſich hieraus vielleicht erklaͤren, war⸗ n der Atmas um die Vegetation auf den Gipfeln hoher Berge aufhoͤrt Atmosphin und warum ſie in dem Maaße abnimmt, als der Wohn⸗ fangen, ahn ort der Pflanzen ſich erhebt. Es iſt einleuchtend, von ſeinen daß die phlogiſtiſche Luft, als die leichteſte, in hochlie⸗ eine Luſt un genden Gegenden, wo ſie immer hoͤher zu ſteigen ſtreben nng mit dm muß, im Ueberfluß vorhanden ſeyn muͤße. Daß auch nimmt, de den Herrn de Saußure ſeine eudiometriſchen Beob⸗ inzen eben achtungen belehrten, die Luft ſei in den hoͤchſten Gegen⸗ „wenn mon den nicht ſo gut, als in denen in mittler Hoͤhe gelegenen, lllen. machen meine Vermuthung wenigſtens wahrſcheinlich. rwaͤgung,ſ Folglich iſt es auch ſehr wahrſcheinlich, daß auf den hoͤch⸗ lleys hw ſten Bergſpitzen keine fixe Luft vorhanden ſeyn kann, weil Nahnng daſelbſt keine reine Luft entwickelt werden kann, die fixe vere bennah zu faͤllen, ſie muͤſte denn, in den Waſſerduͤnſten aufge⸗ eben wätd, loͤßt, dahin gebracht worden ſeyn, und wann auch dies bis⸗ indig inde weilen bei Bildung des Schnees geſchieht, ſo geſchieht eigen ſt es doch nicht beſtaͤndig. Und wenn dann auch dort, ge⸗ nd diſele faͤllte ſixe duft vorhanden ſeyn moͤchte„ ſo wuͤrde ſie ſich rungenitt doch da nicht verweilen; ſondern ſich, vermoͤge ihrer gegen,ti Schwere in niedriger liegende Gegenden herabſenken. de n k Sonach wuͤrde auch aus dieſem Grunde keine fortdauren⸗ teim al de Vegetation Statt finden koͤnnen, weil die zur Unter⸗ ter e haltung und Staͤrkung des Lebens der Pflanzen nothwen⸗ ranlaßt al dige Entwickelung der fixen Luft nicht beſtaͤndig geſchehen 8 8 8 3 8— 7 1 ſt. di wuͤrde. Es wuͤrde daſelbſt, nebſt der Waͤrme, nur die⸗ in veſs ſer Grundſtoff der Vegetation mangeln, denn das licht n zur Rc wuͤrde daſelbſt eben ſo kraͤftig, ja vielleicht kraͤftiger, als ins und ſ in den Thaͤlern wirken und zwar deswegen, weil es nicht iigkeit der durch die unreinen und dicken Schichten unſers Dunſtkrei⸗ hman ni ſes aufgehalten wird. Endlich iſt vielleicht auch der das Vrenne Mangel der dephlogiſtiſirten Luft mit eine von den Urſa⸗ nnten dem chen de 220 Erſte Abhandlung. chen der Kaͤlte auf den Bergen. Die phlogiſtiſirte Luft erhitzt ſich weit weniger als die reine, wie aus Craw⸗ ford's ſinnreichen Beobachtungen erhellet; Erſtere aber ſindet ſich in Menge, hingegen dephlogiſtiſirte, welche ſich am ſtaͤrkſten erhitzt, ſehr ſelten. Sollte nicht viel⸗ leicht auch dieſerwegen die dephlogiſtiſirte Luft, welche die Pflanzen im Sommer ſo uͤberfluͤßig ausſtoßen, als eine von den Urſachen der Hitze im Sommer ange⸗ ſehen werden muͤſſen? Die Menge dieſer reinen, durch Vegetation entwickelten, Luft, die wahrſcheinlich in ge— dachter Jahrszeit in der Atmosphaͤre noch mehr ange⸗ haͤuft iſt, verſetzt Leztere in den Zuſtand, daß ſie einen hoͤhern Grad der Hitze anzunehmen faͤhig wird, als wenn nurgedachte Luftgattung darin in mindrer Quantitaͤt vor⸗ handen iſt. Waͤren die Eudiometer vollkommner und ließen ſich, mittelſt ihrer, die Unterſchiede, die zwiſchen zweien zu verſchiedenen Zeiten gegebenen Luftgattungen ſtatt finden koͤnnen, genauer beſtimmen; ſo wuͤrden meine Muthmaaßungen ſich entweder verificiren oder ver⸗ nichten laſſen. Mir ſcheints, die Witterungslehre, dieſe mit allen Zweigen der Naturlehre zuſammenhaͤngende Wiſſenſchaft, verbinde ſich mit den Entdeckungen, die ich in der Geſchichte der Vegetation gemacht habe. Mich duͤnkt, die metcorologiſchen Erſcheinungen muͤſſen dem Einfluße der Vermiſchung, die zwiſchen der von den Pflanzen ausgeſtoßenen reinen Luft und den phlogiſtiſchen Materien,(welch. drei Viertel von unſrer Atmosphaͤre ausmachen,) vorgeht, unterworfen ſeyn. Es koͤnnte kein beſtaͤndiger und reichlicher Niederſchlag von firer Luft in der Atmosphaͤre erfolgen, ohne eine Revolution und dieſe muß aufhoͤren, ſo bald der Niederſchlag unterbleibt; ſo wuͤrde auch ein beſtaͤndiges und ſtarkes Verſchlucken dieſer fixen Luft irgendwo nicht ſtatt finden koͤnnen, ohne dabei beſondere Erſcheinungen wahrzunehmen. Gibt es ſonach beſondere Thatſachen, die man unter dieſen Umſtaͤnden beobachtet; ſo muß man einraͤumen, daß ſie, entweder im Ganzen oder zum Theil, aus dieſen Umſtaͤnden entſpringen koͤnnen. Lam⸗ W Lan ben beot hoch Quchl ſe Jli DcGtigt dis rich ſändig pogläch Wite ſe and dieſer der Wen ſchwe ganſe : dn T tüͤhren ganze, weil ſ daft, Bren lcce t binch Sch d und, dos Viſ ſche darin und then! nit ſ — Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 221 gambert und verſchiedene andre Meteorolegen ha⸗ ben beobachtet, daß das Barometer im Sommer nicht ſo hoch ſtehe, als im Winter, obſchon die Waͤrme die Queckſilberſaͤure ausdehnt, folglich verlaͤngert, und, ob ſie gleich, indem ſie die Verdunſtung beſoͤdert, die Dichtigkeit und Federkraft der zuft vermehrt. Sollte dies nicht zum Theil von dem alsdann erfolgenden, be⸗ ſtaͤndigen und haͤufigen, Niederſchlage der fixen Luft und zugleich von dem Umſtande herzuruͤhren, daß ſie von den Blöttern verſchluckt wird, welche ſie aus dem Waſſer, in dem ſie aufgeloͤßt iſt, einſaugen: da hingegen im Winter von dieſer Luſtgattung weit weniger erzeugt und in dem, in ogiſtifre aus Cren⸗ — Erſtr dhet liſitte, welct lt nicht u uſl, welc⸗ g ausſte ommer anne reinen, dud deinlich in 9 h mehr an daß ſie ein Henhe der Armosphaͤre vorhandenen, Waſſer auſgeloͤßt wird. nde m Wenigſtens ſcheint gewiß zu ſeyn, daß wenn von einenz die mits ſchweren Koͤrper ein Theil weggenommen wird, ſeine afſga ganze Schwere ſich vermindern muͤſſe. e1 Jeran Daß die Veraͤnderungen des Barometers zwiſchen . ſo wid den Wendekreiſen ſo gering ſind, ſollte dies nicht daher iren odr ruͤhren, weil die Vegetation ſich in dieſen Gegenden das Gslehte di ganze Jahr hindurch bei ſtets gleicher Kraft erhaͤlt, und nenhänge weil ſonach die Entwickelung der reinen und der fixen angen, deih Lzuft, welche von Leztrer durch ihre Verbindung mit dem habe. M Brennbaren der Luft bewirkt wird, dort immer die naͤm⸗ müͤſſen dm liche bleibt? Wenn alle Theile eines ſchweren Koͤrpers der von d beinahe die naͤmlichen bleiben; ſo muß ſeine ganze phlogiſtſte Schwere wenig Veraͤnderung erleiden. Atmosyhin Daß die Monathe Mai, Junius, Julius, Auguſt Es köm und September die feuchteſten im ganzen Jahre ſind, von fireri das heißt, daß ſie diejenigen Monathe ſind, wo das volution un Waſſer, welches die Atmosphaͤre enthaͤlt, darin am untatlett ſchlechteſten aufgeloͤßt iſt, ſollte der Grund hiervon nicht Verſchlucn darin liegen, weil die fire Luft, die ſich unaufhoͤrlich onnen, öl und alsdann in reicherm Maaße, als in andern Mona⸗ nen. Gh then niederſchlaͤgt, das in der luft vorhandene Waſſer unter diſe mit ſich herunterreißt und es fluͤßiger macht? Daß der Thau zwiſchen den Wendekreiſen ſo haͤu⸗ fig faͤllt, ſollte dies nicht dem in dieſen Landern ſiatt fin⸗ zumen, do aus diſe / Lun⸗ ———4———— ——ʒ— 222 Erſte Abhandlung. findenden ſtarken Niederſchlage von ſixer Luft zuzuſchrei⸗ ben ſeyn? Gedachter Niederſchlag wird dort durch die von den Pflanzen abgeſonderte große Menge reiner Luft und durch die, mittelſt der Gaͤhrung, aus der gemeinen Luft entbundenen phlogiſtiſirten Materien vermehrt. Sollten nicht auch der haͤuſige Thau und die Staubregen, die vor der Heuerndte vorherzugehen und mit ihr aufzuhoͤren pflegen, derſelben Urſache zuzu⸗ ſchreiben ſeyn? Daß es um große Waldungen herum, mehr reg⸗ net, als anderwaͤrts, ſollte dies nicht daher ruͤhren, weil aus ihnen eine große Menge reiner Luft aufſteigt? Dieſe erzeugt eine große Menge fixer Luft, welche das Waſſer aus der Atmosphaͤre mit ſich herunterfuͤhrt. Und daß es in Gegenden, die mit Waldungen um⸗ geben ſind, nicht ferner regnet, wenn die Waͤlder abgetrieben worden ſind, iſt dies nicht eine Folge mei⸗ ner ebengemachten Bemerkung? Daß das Barometer waͤhrend der Nebel oͤfters hoͤ⸗ her ſteht, ruͤhrt nicht dies daher, weil ſie mit aller ſiren Luft, die ſich auf die Erde niederſchlagen ſollte, beladen ſind? In der That ſind ſie mit ihr ſehr an⸗ geſchwaͤngert, wie man ſich davon durchs Kalkwaſſer uͤberzeugen kann. Daß die Gewitterregen der Vegetation ſo guͤnſtig ſind, ruͤhrt dies nicht daher, weil ſie mit mehrerer fixen Luft geſaͤttigt ſind, welche durch die Vermiſchung des waͤhrend des Verpuffens des Donners und Blitzes ſich entbindenden Brennbaren mit der reinen Luft der At⸗ mosphaͤre, erzeugt wird? Und ſind denn nicht endlich,— denn vom Ein⸗ fluſſe der Gasarten und ihrer Verbindungen, ſowohl unter einander, als mit der gemeinen Luft, auf das Barometer und die Lufterſcheinungen, will ich hier nicht handeln,— dle Entzuͤndungen und Verpuffungen, welche man im Sommer haͤufiger und ſtaͤrker wahr⸗ nimmt, nicht der zu dieſer Jahrszeit in der Atmos⸗ phaͤ⸗ — Thir läft zu Beipie dt, weiner terut Wo als der ſeeaas worte keͤner Bem ſe weil welch den, liiñ gegang demer ſell g brreſo fhr ch kommer Mtu dtde d rngl meine dieſe ſce fll Erdbe wand de fr dee lbege NVuna üit zuſte ot du ge reine df der gemenn ve tmehy. hau und d rzugehen un leſate a 1, mehr daher rührn uſt auffeege , welche d unterfüͤhe. ldungen um⸗ die Waͤde de Folge mi el oſters ſ ſie mit ale Zlagen ſlt⸗ ihr ſehr m Kalkwaſſ ſo güuſti hrerer fin iſchung de Blizes ſch uſt der vom Ei n, ſevih „ auf de hir nit tpuffungen, tker vohr⸗ Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 223 phaͤre in reicherm Maaße vorhandenen Menge reiner Luft zuzuſchreiben? Wenigſtens weiß man, daß, zum Beiſpiel, die entzuͤndbare Luft ſich nicht anders entzůuͤn⸗· det, als wenn ſie mit einer gewiſſen Ouantitaͤt ge⸗ meiner Luft gemiſcht wird, und daß ſie um deſto ſtaͤrker verpuft, je reiner die ihr beigemiſchte gemeine Luft iſt. Woher ruͤhrt es aber, daß die reine Luft die ſire aus der gemeinen faͤllt, ſo wie phlogiſtiſche Proceſſe ſie aus der reinen Luft niederſchlagen? Hierauf ant⸗ worte ich zuvoͤrderſt, daß dies eine Thatſache iſt, die keiner andern Erklaͤrung bedarf und dann muß ich die Bemerkung machen, daß ſich unaufhoͤrlich eine gewiſ⸗ ſe Menge fixer Luft aus der gemeinen niederſchlaͤgt; weil die gemeine Luft unaufhoͤrlich phlogiſtlſirte Materien, welche durch das Athemhohlen, Verbrennen ꝛc. frei wer⸗ den, aufnimint. Auch wird dieſer Niederſchlag um ſo haͤufiger erfolgen, je mehr Brennbares in die Luft uͤber⸗ gegangen ſeyn wird. Setzt man aber der gemeinen Luft, die nur ohngefaͤhr ein Viertel dephlogiſtiſirte enthaͤlt, eine neue Portion von dieſer reinen Luft, welche das Brenn⸗ bare ſo gern verſchlukt, zu; ſo iſt offenbar, daß eine ſehr ſchnelle Miſchung dieſer reinen Luſt mit dem hinzu⸗ kommenden Brennbaren erfolgen und daß folglich dieſe Miſchung zu gleicher Zeit einen Niederſchlag der fixen Luft bewirken muͤſſe. Die Bemerkung, ſo man gemacht, daß die Seeluft ungleich reiner iſt, als die Landluft, ſcheint mir, diene meinen Ideen zu neuer Beſtaͤtigung. Aber woher ruͤhrt dieſer Umſtand? die Seeluft iſt eben ſowohl mit phlogiſti ſcher Luft gemiſcht, als die, welche wir athmen. Die fixe Luft ſchlaͤgt ſich darin ſo wohl nieder, als auf dem Erdboden Der Unterſchied ruͤhrt alſo von ihrer Ver⸗ wandſchaft mit dem Seewaſſer her. Dieſes verſchlukt die fire Luft nebſt dem Brennbaren,— das, ſo wie dieſe Luftgattung ſich niederſchlaͤgt, in deren Miſchung uͤbergeht,— und verſchaft dadurch den Seepflanzen Nahrung. Aber auch auf die Beobachtungen mit dem Eu⸗ —————— —u 224 Erſte Abhandlung. Eudiometer, welche beweiſen, daß die Seeluft beſſer, als die Landluft iſt, Ruͤkſicht zu nehmen, ſo hat manallge⸗ mein die Bemerkung gemacht, daß die Seeleute laͤnger leben, als ſonſt die Menſchen auf dem dan—⸗ de pflegen. Man weiß, daß der beruͤhmte Ka⸗- pitain Cook auf einer dreyjaͤhrigen Seereiſe nur 2. Mann erlohr, obgleich ſeine Schiffmanſchaft aus 180. Mann beſtand. Woher mag dies wohl ruͤhren? Vielleicht etwan daher, weil die Seeleute in einer Luft leben, die weniger ſixe enthaͤlt, als unſre Landluft, die ſolglich zum Einathmen tanglicher, geſuͤnder und zur Zerſtreuung der phlogiſtiſchen Duͤnſte, die ſich waͤhrend des Umlaufs und der Miſchung unſrer Saͤfte erzeugen, be örderlicher iſt? Ich bin uͤberzeugt, daß aus dieſem Grunde an Bruſtbe⸗ ſchwerden Leidende ſich bei Seeſahrten, beſonders wenn ſie ſich, um die dem Waſſer ganz eigene Luft einzuath⸗ men, weit vom Lande entfernten, ſehr wohl befinden wuͤrden. Hieraus folgt, daß die Pflanzen, welche, unter uͤbrigens gleichen Umſtaͤnden, die meiſte reine Luft ausſtoſ⸗ ſen ſollen, diejenigen ſeyn muͤſſen, welche die meiſte fixe Luft einziehen und verbinden; dergleichen theils die niedrig⸗ ſten krauthaften Pflanzen ſind, theils ſolche, welche in denen am tiefſten landeinwaͤrts liegenden und feuchteſten Ge⸗ genden wachſen. Daſelbſt iſt die Luft dichter und mehr mit Waſſerduͤnſten beladen, folglich faͤhiger von der fixen Luft, die ſich darin niederſchlaͤgt und ſich darin aufloͤſen kann, geſchwaͤngert zu werden. Und auch aus der Erde ſteigen die phlogiſtiſchen Ausduͤnſtungen auf, welche faͤ⸗ hig ſind, die fixe Luft unmittelbar aus der Atmosphaͤre niederzuſchlagen oder ſie hervorzubringen, indem ſie die⸗ ſelbe mit der aus den Blaͤttern heraustretenden reinen Luft verbinden, wie die von mir angefuͤhrte Erfahrung beweißt. Was mir aber auffaͤlt, iſt dies, daß die tropiſchen Pflanzen, und ſolche, die in den heißeſten Gegenden wachſen, wo die phlogiſtiſchen Ausduͤnſtungen ſtarker und ud hi noch he ſce b deejenie omm ſi diemiſt Paſſe, Einwit d ſoche, ſeenur dung dderi beiß, ſonder ſet laufen ale de her ki neböſt rn, d Pöſend ſer ie viſß ſ Mt Aeſt Yam d ſein, Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 225 Seehſt l lormau und haͤufiger ſind, wo ſich die Feuchtigkeit gewoͤhnlich in die Saan noch hoͤhern Grade findet und wo die firxe Luft ſich in auf dem( ſehr betrachtlicher Menge niederſchlagen muß, zugjeich erüͤhmee g diejenigen Pflanzen ſind, welche die meiſte reine und nur 2.Mg am ſtaͤrkſten dephlogiſtiſirte, Luft abſondern und welche § 180.Nan die meiſte fixe Luſt in ſich verbinden, wenn man ſie in — Valt Waſſer, das mir dieſer duftgartung geſaͤttigt worden, der Einwirkung der Sonne ausſetzt. ſt leben, de o„ — Die Reiſenden beſchreiben einſtimmigdieſe Laͤnder als e ſolgli riüühn ſolche, wo die Pflanzen am lebhaffeſten. laͤng⸗ Umlafßu ſten und ſchoͤnſten vegetiren, wo ſie ungeſtalt, von Bil⸗ eritte ſ dung ſonderba r, vonFarden angenehm, und des Geſchmacks ean Vyſſ oder ibrer Schaͤrfe wegen, ſchreckliche Gifte ſind. fändrenem Dieſer Czedanke iſt nicht ſo ganz gewagt, da man uftenne weiß, was fuͤr eine merkwuͤrdige Wirkung die uft, be. nil bfon ſonders wiſchen den Wendekreiſen„auf die Metalte aͤuſ⸗ ſert. Eiſen roſtet dort erſtaunlich, Gold und Silber laufen an, Kupfer wird mit Gruͤnſpan uͤberzogen und elche, unt alle dieſe Wirkungen erfolgen in ſehr kurzer Zeit Wo⸗ eduſt ausſi her koͤnnten dieſe Wirkungen, die wir unter unſern Him⸗ d meiſeff melsſtrichen ſo ſtark nicht wahrnehmen, anders herruͤh⸗ dieniede ren, als von der großen Menge ſixer Luft, die in den elcheinde Waſſerduͤnſten der Atmosphaͤre vorhanden iſt, und als ein chteſten Ge ſehr kraͤftiges Aufloͤſungsmittel auf Koͤrper wirkt., Man ter und ni weiß ja, daß Waſſer, mit firer Luft angeſchwaͤngert, von der fte Metalle aufloͤßt, daß Eiſen in fixer Luft ſogar ſich mit arin aufbſe Roſt uͤberzieht. Dieſe Analogien ſcheinen daher meinen us der Ed Vermuthungen zu großer Beſtaͤtigung zu dienen. welceſ' Daß endlich die Pflanzen im Winter, wenn es Atmorph frierk, oder doch die Kaͤlte dem Froſte beinahe gleich iſt, ndem ſe di⸗ nicht weiter vegetiren, ſollte dies nicht zum Theil mit enden reinen daher ruͤhren, weil alsden die Blaͤtter die zur Vegeka⸗ e Erſahrun tion ſo nothwendige fixe Luſt nicht mehr aus dem in der Atmosphaͤre vorhandenen Waſſer einziehen koͤnnen? In de tvyiſten der That jagt der Froſt die fire Luft ſogleich aus dem Gegendn Waſſer heraus, und das Waſſer oder die Duͤnſte der Ar⸗ mosphaͤre bekommen das Vermoͤgen, die fire Luft in ei⸗ nqen ſarie 16 ner und P 226 Erſte Abhandlung. ner zur Vegetation hinreichenden Menge aufzuloͤſen, nur dann, wann das Thermometer auf 8⸗10. uͤber o ſteht. Dies iſt vielleicht noch ein neuer Grund, der ſich von der Unfruchtbarkeit haher Berge, auf denen die Kaͤlte immer ſtrenger iſt und die Sonne ihre Waͤrme verlohren zu ha⸗ ben ſcheint, angeben laͤßt. Ich habe ſchon angemerkt, einmahl, daß die Blaͤt⸗ ter der Erdpflanzen ſo gebildet ſind, daß fe die fire Luft, — welche durch die Verbindung der in der Atmosphaͤre vorhandenen phlogiſtiſchen Ausduͤnſtungen mit der aus den Pflanzen heraustretenden neuen Luft, in der Atmos⸗ phaͤre hervorgebracht wird,— verarbeiten und zwar in großer Menge: ferner, daß ie Waſſenſimnen,— die nur beſtimmt ſind, die im gemeinen Waſſer, das ſie naͤhrt und unter dem ſie wachſen, befindliche geringe Quantitaͤt firer Luft zu verarbeiten— nicht mehrere Lzuft ausſtoſſen, wenn ſie in einem mit firer Luft geſaͤttig⸗ ten Waſſer der Sonne ausgeſetzt werden, ſondern daß ſie darin vielmehr weniger abſondern. Die Luft, welche uͤber dem Waſſer ſteht, bedarf minder dieſes Erſatzes, weil ſie der Anſteckung weniger, als die Landluft unter⸗ worfen iſt und weil das Waſſer durch ſein bloſes Abwa⸗ ſchen ſie in einer Reinigkeit zu erhalten vermag, derglei⸗ chen die Luft, ſo wir einathmen, nie beſitzt. Und end⸗ lich iſt die reine Luft, welche aus dem Waſſer entwickelt wird, hinreichend, den Fiſchen eine zu ihren Einathmen tau liche Luft zu verſchaffen. Man kann ſich hier nicht enthalten„eine Aufmerk⸗ ſamkeit der Vorſehung zu verehren, und dieſe beſteht darin, daß die gemeinſten Pflanzen, dergleichen die Graͤſer und alle ſolche ſind, welche die Oberflaͤche unſrer Erde bekleiden, ohne der wartenden Hand des Gaͤrtners oder des Ackermanns zu beduͤrfen, grade diejenigen ſind, die vermoͤge ihres Orts und ihrer natuͤrlichen Beſchaffen⸗ heit die meiſte reine Luft ausſtoſſen und ſonach uns die Müttel darreichen, der Lutt die Reinigkeit wieder zu ge⸗ ben, welche ihr unſer Ausathmen raubt, und die doch zu d muſeim Pen z enzuglet ausdauern ſin unda ferbe beincheim knsvünd düſeruſt Piunzen püt, u ſe erwou web ſe ſen, un Muhhe⸗ Arnas-. meget, di ſe en lceettde fäche der deſs anſe llſt, we Iaprung tfehenden lütde wc da rhlogſä (in gige Sc huſe rigſtensi Luſt dan auf ſeea den und liſornge diß war not 9 gſhnin Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 227 jfzulo„. fui 1 zu unſerm deben ſo nothwendig iſt. Auch ſind dieſe Pflan⸗ d moſtt zen zugleich diejenigen, welche im Herbſte am laͤngſten et ſch nd ausdauern und im Fruͤhjahr am erſten wieder hervorſproſ⸗ eKil unm ſen, und auf ſolche Weiſe den Zweck, den das Allerweiſe⸗ alohren p ſte Weſen ſich bei dieſer Anordnung der Dinge vorſetzte, beinahe immer erfuͤllen. Aber auch nicht weniger bemer⸗ doß di di kens wuͤrdig iſt die Beobachtung, daß die Entwickelung e die fre i dieſer Luft grade dann anfaͤngt vor ſich zu gehen, wenn die r Atnusrſ Pflanzen beim Anbruche des Tageslichts vegetiren, das mit dr a heiſt, zu der Zeit, da Menſchen und Thiere vom Schla⸗ in der Atme⸗ fe erwachen und wieder an ihre Berufsgeſchaͤfte gehen, en und zwn wobei ſie eine reine Luft einzuathmen, vorzuͤglich beduͤr⸗ mzen,— d ſen, um ſich den Beſchwerden ihrer Arbeit mit frohem aſſer, das Muthe zu unterziehen. Wann die Tages⸗Hitze unſre dliche gerim Atmosphaͤre, theils durch die Gaͤhrung, welche ſie ver⸗ nicht mehre mehrt, theils durch die Menge phlogiſtiſcher Materien, uuft geſtt die ſie entbindet, vermehren hilft; ſo macht die Lebhaf. ondern dißſt tigkeit des Sonnenlichts, daß aus jedem Punkte der Ober⸗ Luſt, wce flaͤche der Bläͤtter ein Strom reiner uft hervorquillt, der eſes Eiſte dieſes anſcheinende Uebel verbeſſert und mittelſt der fixen andluſt une Luft, welche das Brennbare erzeugt, den Blättern die bloſts Aör Nahrung zufuͤhrt, welche ihre Organen entwickelt und die nag, danl erſetzende Luft zubereitet, die, indem ſie uns die Reinig⸗ t. Un keit der Luft, welche wir einathmen muͤſſen, verſichert, ſfe etwtt zu Erhaltung unfres Lebens rauglich iſt. ſeten Das S int bei dieſer Operation als ein n Einatn Das Sonnenlicht ſcheint bei ieſer Operation als ein phlogiſtiſirender Koͤrper mit zu wirken, doch iſt dies nur „7. pe ein Fingerzeig zu einer Idee, die ich, ſo Gott will, am eine Aufne Schl leſes Wer—, lke. W diſe bit S gluſſe dieſes erks weiter zu entwickeln geden e. We⸗ rabidn 1 nigſtens iſt gewis, daß die Blaͤtter mit Ausſtoſſung ihrer Luft dann anfangen, wenn ſie die Einwirkung des Lichts auf ſie anfaͤngt. Dieſes bringt bei ihnen die ſchwanken⸗ den und ausdehnenden Bewegungen hervor, die man beim Aufgange der Sonne an ihnen wahrnimmt. rſlachemmſe des Giärtnes eejenigen ſid⸗ Biſbeff Dieſe Wirkung bei den Pflanzen he vorzubringen, nc in 3 war nothwendig, daß der mit der gefaͤllten fixen Luft wiorr zg geſchwaͤngerte Thau die Blaͤtter der Pflanzen die Nache und diedeh P 2 uͤber zl ————————ÿſͤſͤſͤhͤͤ 228 Erſte Abhandlung. uͤber bedekte. Auf ſolche Art macht der Thau den die Pflanzen umgebenden, Dunſtkreis geſchickt, nicht nur die den Tag uͤber gefaͤllte fire Luft aufzuloͤſen ſondern auch, und zwar beſonders, ſie den Pflanzen mitzutheilen. Und auch zu dieſem Zwecke, hat die hoͤchſte Weis⸗ heit die große Kraft, mit der die Blaͤtter dieſes mit fixer Luft geſchwaͤngerte Waſſer einſaugen ſollten, uͤber⸗ rechnet und dieſerwegen ſollte auch der Morgen die Zeit ſeyn, wo dieſe Mittel am haͤufigſten vorhanden ſeyn ſollten, weil ſonſt die den Tag uͤber gefaͤllte und im Waſ⸗ ſer aufgeloͤßte Luft, indem ſie die Blaͤtter aufloͤßt, ſie zerſprengt haben wuͤrde, wenn dieſe Feuchtigkeit nicht die Faſern der Bläͤtter erweicht und ſie ſonach faͤhig gemacht haͤtte, dieſe Ausdehnung ohne Gewaltthaͤtigkeit zu lei⸗ den, indem ſie die Faſern nachgebend und dehnbarer macht. Aus allen meinen Beobachtungen folgt, daß die aller⸗ beſte Luft zum Einathmen die ſei, welche am wenigſten Verunreinigungen durch phlogiſtiſche Ausduͤnſtungen aus⸗ geſetzt iſt, weil dieſe den allerreinſten Theil aus ihr nies derſchlagen. Dieſer Luft folgt an Guͤte zunaͤchſt diejeni⸗ ge, welche durch Umſtände am oͤfteſten erneuert wird. Dies kann geſchehen, theils durch die Luft, welche die Blaͤtter der Pflanzen ihr verſchaffen koͤnnen, theils da⸗ durch daß ſie durch Winde gewechſelt wird. Dieſe fuͤh⸗ ren die mit gasartigen Duͤnſten beſchwerte Luft fort und bringen eine, die der Verderbnis weniger ausgeſetzt ge⸗ weſen, an deren Stelle. Es iſt folglich evident, daß die allerſchaͤdlichſte Luft im Innren der Staͤdte, beſonders großer, zu finden ſeyn muͤſſe. Da vereinigen ſich alle Urſachen ihrer Verunreini⸗ gung, dagegen es dort nicht Eine zu ihrer Verbeſſerung gibt. Eine noch weit ſchaͤdlichere iſt aber die, welche man im Winter in großen Aſſembleen einathmet. Hier draͤngt ſich alles, was unſrer Geſundheit Gefahr droht⸗ noch mehr zuſammen, dergleichen ſind, das Feuer, die Wachslichter, die Ausduͤnſtungen, das Ausathmen, die kleine, ſchon angeſtekte, Luftmaaße, die uns umgibt, vehe wo kait en irr J Pifen, uns wi die wi fauge ur. de ir mergli Feuer diſe de fire Tegle dac, dit we maden und tuteg über deeſer Sum dieſe rich verdu ſtirt ſb de huri Than w „ichtnue ſonden at Mmitnhele chſte vet⸗ ſtter dieten ſolten, l orgen die z ſorhanden ſ eund imTa er außößt, tigkeit nich fahig gemat vtigkeit zu hnbarer matt t, daß diegle am wenigſin ünſtungenaus al aus iht i unachft din erneuert v ſt, welched en, thells w d. Dieſe ih Luft fort u ausgeſegt häͤdlichſt zu findeſ er Verunral Parbeſtun er die, vitt athmet tin Geſohr du ds FrutN wso hmen,d unzit,ni ra Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 229 wohlverſchloſſenen Gemaͤcher ꝛdc. In unſerm Konzert⸗ ſaale habe ich, ſo oft er voll war, die Lichter einen bleichen Schein von ſich geben ſehen. Wollen wir alſo mit der Luft, Leben und Munter⸗ keit einathmen, ſo laßt uns den Staͤdten, beſonders ihrer Mitte, entfliehen und aufs Land zu laͤchelnden Wieſen,— lieber als, zu Gehoͤlzen,— eilen; und uns wieder an die Natur gewoͤhnen. Dann werden wir mit Dank gegen das hoͤchſte Weſen, uns al⸗ ler ſeiner Wohlthaten freuen. Ueber Suͤmpfen und Gegenden, die um dieſe her⸗ umliegen ſchwebt eine vergiſtete Atmosphaͤre, welche die Pflanzen zu verbeſſern nie vermoͤgend ſind. Die Urſache davon liegt am Tage. Die Sumpfuuft iſt eine entzuͤndbare Luft, welche die Pflanzen nicht ein⸗ ſaugen koͤnnen, die ſogar ſelbſt einen Theil von der zur Vegetation erforderlichen fixen Luft einſaugt, und die in der Atmosphaͤre ſchwebt, ohne darin eine merkliche Veraͤnderung zu leiden; es muͤſte denn das Feuer ſie zertheilen, indem es ihre Elemente trennt. Dieſe Luftgattung loͤßt ſich nicht im Waſſer auf, wie die fixe Luft, und kann alſo auch nicht, mittelſt dieſes Vehikels, die Pflanzen durchdringen, oder, thaͤte ſie es auch, ſo koͤnnte ſie doch in ihnen nicht in reine Luft verwan⸗ delt werden. Nothwendig muß man alſo ſolche Orte meiden, wo die uft nicht anders, als durch Gewitter und Irrlichter verbeſſert werden kann. Aber dieſe Na⸗ turbegebenheiten ereignen ſich zu ſelten, als ob ſie uns uͤber die unaufhoͤrlich zunehmende Gefahr, die man in dieſer Luft laͤuft, beruhigen ſollten. Die von den Sumpfpflanzen ausgeſtoßene reine Luft mindert zwar dieſe Gefahr ein wenig, allein da ſie dieſe entzuͤndbare nicht faͤllt, und da ſie ſie nicht modificiren kann; ſo verduͤnnt ſie ſie blos in Etwas und zwingt ſie, eher und ſtaͤrker empor zu ſteigen, macht ſie aber nicht minder ſchodlich, weniaſtens kann ſie ſie nicht verhindern, die thieriſche Haushaltung durch die unaufhoͤrlichen Ver⸗ P 3 ſtop⸗ 230 Erſte Abhandlung. ſtopfungen, welche ſie hervorbringt, und durch die un⸗ hartnaͤckigen viertaͤgigen Fieber, die ſie erregt, wenn ſie nicht ſchneller toͤdtet, zu zerruͤtten. Welches iſt denn aber die Jahrszeit, in der man eine reinere Luft athmet? Ich geſtehe, ich wage es nicht hierin zu entſcheiden, der Beobachtung des Herrn In⸗ geehouß ungeachtet. Dieſer Gelehrte will ſie bei großer Kaͤlte im Winter am beſten befunden haben. Ich glaube aber, es hebe ſich eins gegen das andre auf und da die Vegetation ſich mit der Waͤrme ver⸗ mindert, ſo vermindern ſich auch die Mittel, welche zum Phloniſtiſiren der uft beitragen, zu gleicher Zeit mit ihr: da nun die Luft weniger phlogiſtiſirt iſt; ſo be⸗ darf ſie auch weniger von Brennbaren entledigt zu wer⸗ den. Uebrigens fehlt es auch im Winter nicht an Ver⸗ beſſerungsmitteln der Luft. Denn 1) Gibt es immer Waſſerpflanzen, welche vegetiren, desgleichen mehrere Erdgewaͤchſe, die, reine Luft abzuſondern, Leben genug behalten. 2) Da die Luft zu dieſer Jahrszeit ſehr mit Feuchtigkeit beladen iſt, ſo iſt ſie auch immer eine große Menge fixe Luft einzuſchlucken vermoͤgend, und dieſe muß ſich dann mit der Erde verbinden. 3) Da auch die Erde alsdann faſt immer angefeuchtet iſt; ſo kann ſie auch viel von dieſer gefuͤlleten fixen Luft ver⸗ ſchlucken, und auf ſolche Weiſe wird ſie vielleicht im Winter aufgelockert und gibt hernach im Fruͤhjahre einen durch die Saͤure der fixen Luft geſchaͤrften Saft her, der die⸗Vegeta ion erwekt, indem er die Reizbarkeit der Pflanzen erregt. 4) Stuͤrme und Winde, die denn haͤufiger und ſtaͤrker ſind, wie auch§) Meere, Fluͤſſe, Seen und Waſſerfaͤlle, erneuern beſtaͤndig die Luft. Laſſet uns alſo keiner Beſorgnis Raum geben. Das Ganze iſt noch ſo gut, als Gott es nach der Schoͤp⸗ fung befand. Die angezeiaten Mittel ſind vollkommen zureichend, eine Luſt zu verbeſſern, welche faule Aus⸗ duͤnſtungen unendlich weniger phlogiſtiſtren, und Ueber⸗ bleibſel von Pflanzen und Inſekten und gewuͤrzhafte Ge⸗ ruͤche ticher iſ ſehr andern ten, d U Wruſb Brann dunſtur ſen, d ſerat W ſolte des darb Esn müſe nelerr peter geuß Benn ſee ni neher ſehen, Weeiie men d wite, aucher wenn weild wüͤede ſo ve die ſ danu 1 unnit ſe wet Vom Einfluße des Sonnenlichts ꝛc. 231 rch di nn ruͤche nicht ferner verunreinigen und anſtecken. Sonach iſt ſehr leicht vegreiflich, daß ſich hier, wie in gar vielen in der na andern Faͤllen, die Mittel der Wiederherſtellung verhal⸗ age esrnit ten, wie die Mittel der Ne inen denn J Daher halte ich dafuͤr, daß Kranke, bece ders an vill ſend Bruſtbeſchwerungen dinge Ii ſich des 10 berfluͤhigen nden ſn Brennbaren, das ſie verzehrt oder der ſaulen Aus⸗ dunſtungen, welche ſie allmaͤhlig toͤdten, entledigen muͤf⸗ ſen, ihren Aufenthalt auf dem Lande, von Staͤdten ent⸗ ferne nehmen und dazu vorzuͤglich nahe bei ſenrzeheen Wieſen oder an Stroͤhmen liegende Ggegenden waͤhle ſollten. Ich glaube ſogar, daß man ſich in Zimmern des Kalkwaſſers, das man der Luſt in großen Flaͤchen darbieten mnſſe, mit Erfolg wuͤrde bedienen koͤnnen. das andee Waͤrme ven kel, welche ſeicher Jei iſt; ſo be⸗ wigt zu wer ct an Ve⸗ Es wuͤrde den Niederſchlag der firen Luft befoͤdern; denn t es immer muͤſte man aber auch die Luft im Zimmer ofl er⸗ den mehter neuern. Man koͤnnte ſogar mit groͤßerm Erfolg Sal⸗ leben genug deis auf Kohien werſen. Es wuͤrde ſich ſodann eine eit ſoh mit oße Menge dephlogiſliſche Luft entbinden, die das mmer eine n ennhare aus der gemeinen Luſt fallen wuͤrde, indem ogend, und ſie mit ihm fixe luft erzeugt. Alsdann aber muͤſte man 1. 3) d mehrere große Geſchirre Lofler Kalfwaſſer ins Zimmer htet iſt; ſ ſetzen, d mit dieſes den Niederſchlag aufnähme; end⸗ muſt ver⸗ lich wuͤrde es auch ſehr heilſim ſeyn, wenn man viel jelleicht in vegetirende Pflanzen in die Zimmer ſtell t. doch muͤſte jahre einn man dabei Sorge tragen, daß nichts in den Geſchirren Saft her waͤre, was in Faͤulung gehen kann. Hierau le züherf Reißbotki auch ein daß es nicht minder einigen Nutzen bringen koͤnnt , diedm wenn man viel Waſſer in Zimmern verdunſten lis ße⸗ ete, Füſt weil dieſes die darin ſich erzeugende fixe Luft einſchlucken ie luft uͤrde. Daher ſchaft auch der Thee, den man jezt mit en. Dlt ſo vieler Jutſeung in unſern Geſellſchaften bereitet, durch er Schio die ſtarken Duͤnſte des kochenden Waſſers, das man olkonmn dazu nimmt, wabren aeeu 1 ule Aur⸗ Aus allen dieſen Gruͤnden duͤrfte es vielleicht niche ſ unnuͤtz ſeyn, wenn man in Treibhaͤuſern etwas Waß⸗ und llber 7 n. ſanſ durch di bit qgeiebe ſer verdunſten ließe. Man wuͤrde dadurch die Verbin⸗ ———— 232 Erſte Abhandlung. dung der firen Luft in den vegetirenden Pflanzen beguͤn⸗ ſtigen und die Luft erneuern, um den Niederſchlag die⸗ ſer zur Vegetasion ſo nothwendigen fixen uft zu befoͤr⸗ dern; denn dieſe muß erſchoͤpft werden, weil die reine Luft darin vermindert wird. Wenn die Pflanzen in den Gewaͤchshaͤuſern kraͤnkeln, ſo ruͤhrt dies davon her, weil man ihnen dieſe Mittel zur Erhaltung ihres Le⸗ bens zu ſparſam zutheilt. Doch laßt uns hier ſtill ſtehen und einen Theil von dieſer Kette der Weſen be⸗ wundern, die alle Dinge miteinander verbindet und aus ihrer unzaͤhlbaren Menge ein Einziges Ganzes, die Welt, bildet. Die Mittel zur Verderbnis der Luft waren unvermeidlich, aber auch eben dieſe Mittel tra⸗ gen zu ihrer Reinigung bei, und werden fuͤr Pflanzen und Thiere, denen ſie Gefahr drohen, zur Quelle des Lebens. Sonach iſt die Erhaltung der Welt die Frucht der Zerſtoͤrung ihrer Theile. Sonach wird nichts ver⸗ nichtet, ſondern alles veraͤndert blos ſeine Geſtalt. Hier bleibe ich ſtehen und weide mich an der Gluͤckſe⸗ ligkeit, die mir der Alte der Tage darbietet, die Tie⸗ fen Seiner Weisheit und Guͤte zu preiſen, die wohl⸗ thaͤrigen Abſichten, die Er mit mir hat, zu erforſchen, damit ich ſie erfuͤllen moͤge, Ihm meinen Dank durch mein Lob zu opfern, und durch mein Beſtreben, Ihn nachzuahmen, Ihm davon Beweiſe darzubringen und Lobgeſaͤnge zu Seiner Ehre anzuſtimmen. Doch keiner vermag Ihm zu gefallen, als der Gerechte, deſſen reines Herz iſt allein wuͤrdig, Ihm darge⸗ bracht zu werden, deſſen reine Lippen vermoͤgen allein Seinen Namen auf eine Ihm wohlgefallige Art zu nennen, und deſſen durch die Erhabenheit ihres Gegen⸗ ſtandes veredelte Empfindungen koͤnnen allein eine Be⸗ redſamkeit haben, die faͤhig iſt, jenen großen Gott zu preiſen, der ſelbſt die Herzen der Seraphim kalt finden wuͤrde, waͤre Er nicht das Beſte aller Weſen, ſo wie Er das Einzig Vollkommene iſt. Ende des erſten Tbeils⸗ begin⸗ ag di beſer⸗ e reine zen in on he res e er ſil ſen be⸗ ad aus 8, die zer Luſt lel t flonge ſ Llle ds Ftuch I ſts bet, LE eſtalt Näͤckſe eie de wohl erſchen, H dorch »Jhi ringen Doc rechte, darge⸗ allein llet zu Gegen⸗ e Be⸗ ott z finden d wie 2 Diners d das