DER as Ernährung der Pflanzen ım Allgemeinen und den Ursprung der Pottasche at anderer Salze in ihnen insbesondere. Mit Hinsicht auf einige für die Arzneikunde wichtige Folgerungen, Eine. von der Königl. Holländischen Gesellschaft der Wissenschaften sekrönte Preisschrift. Von J. F, Ioun, der Arzneigelahrtheit Doctor, Professor der Chemie, As- sessor der Grolsherzogl. Weimarschen Gesellschaft. für die gesammte Mineralogie und Mitgliede mehrerer gelehrten Gesellschaften. Berlin, ı819, Bee 1 aA use ursitachourceakieT, Rerum natura nusquam magis, quam in minimis 7 5 tola est. Prinıvs. Der RK. Holländischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Hal em; der K. K. Landwirthschaftsgesellschaft minimis zı Wıen und der ‚INIUS, Grolsherz. Weimar'schen Societät für dıe gesammte Mineralogie, ein Merkmal seiner Hochschätzung Es. Verehrung 09 der Verfasser. Verl f |! | H | |! HF 7 \| |! | || || N 4 1 { N | i| | er 1 1 | i } | ‚ | j \ fi | | N 4 “7 3 | 4 } Die Holländische Gesellschaft der Wissen- schaften-hatte im Jahre ı8ı2 frage aufgegeben: „Quelle est l’origine de „quon oblient des cendres „et des plantes? Est- elle „de la vegetation, exıstant die. Preıs- la potasse, des arbres um produit “ .deja dans „les plantes avant la combustion ou „est elle produite par la combustion? ‚„„Quelles circonstances determinent la „quantitE de la potasse, qu'on obtient „des plantes, et quelles indications peut- p] b] 4 „on en deduire, pour obtenir aussE vi „dans ce pays la polasse avec plus de DOT AR) Ich machte einen Versuch, diese Frage zu lösen und sandte meine über diesen Ge- genstand ausgearbeitete Abhandlung, welche den ersten Theil dieser Schrift ausmacht, am Ende des Jahrs 1813 an die Gesell- schaft der Wissenschaften. Aus dem im Jahre 1815 durch Deutsche Journale be- kannt gewordenen Programm ersah ich, dals meiner Abhandlung bei der im Jahre 1814 Statt gefundenen Preisve rtheilung % *, Welches"ist der Ursprung der Pottasche, die ‚man aus den Aschen der Bäume und Kräuter gewinnt; ist sie ein Produkt der Vegetation und folglich schon vor der Verhr: naung in den Pflan- zen enthalten, oder wird sie durch die Verbr. n- nung erzeugt? Welche Umstände bedingen das aus den Pflanzen zu gewinnende Verhältnifs der Poitasche, und welche Folgen lassen sich daraus für die vortheilhafieste Gewinnung derselben in Holland ziehen? | his | zul sujb: um end ite[€ Na plus de e Frage sen Ge- welche macht, Gesell. em im 1 le be- \ ıch, Jahre 1erlung °, die Kräuter n und , n das fs der daraus ben ı VII das Accessit ertheilt worden war, und dafs derselben, wenn die Concurrenten ıhr nicht den Rang streitig machen sollten, der Preis zuerkannt werden dürfte, wenn der Verfasser durch entscheidende Versuche beweisen könnte, ob die Pottasche wäh- rend der Vegetation aus den Elementen ge- bildet werde, oder nicht. Diesen sc rigen Theil der Frage, welche schon ein Jahrhundert den Scharfsinn der Gelehrten beschäftigt, wagte ich damals freilich nicht zu beantworten; theils, weil mir die Lö- sung derselben wirklich zu schwierig, theils auch, weil mir dazu ein längerer Zeitraum, als ein Jahr, erforderlich zu seyn schien, und theils endlich, weil ich glaubte, dafs die- ses nicht nothwendig in der Preisfrage liege, indem ich schlofs, dals, wenn die Pottasche‘ kein Produkt der Incineration sey, sie nothwendig durch die Vegetation hervorgebracht werden müsse, gleich viel, I IN ub sie sich dabei aus unbekannten Ele- menten bilde, oder nicht. Ich hielt die I Beantwortung dieser Frage in Hinsicht auf I diesen Theil um so mehr für überflüssig, weil von Crerr’s Ansıcht ziemlich herr- schend geworden war, und die Berliner Akademie der Wissenschaften noch kürz- lich zwei Abhandlungen den Preis ertheilt nl hatte, ın welchen die Erzeugung der Oxyde durch die Vegetation demonstrirt wird. Da indessen die Ernährung der Pflanzen schon seit frühen Zeiten meine ganze Wifsbe- gierde angeregt hatte, und von CRreur’s Versuche, zufolge welchen das Licht al- lein, oder auch in Verbindung des Was- Il elane | sers, von den Pflanzen assimilirt zu wer- | den schien, auf die Physiologie der Thiere un N Fri mar D von) ich 228 N mei Felatıon ch viel, n Ele- ieli die ht auf Nüssig, 1 herr- jerliner kürz- rtheilt Oxyde rd. Da schon /ilsbe- rELL’S ıt al- Was- | wer Thiere und Pflanzen von so grofser Wichtigkeit seyn würden; da aber letztere von andern Erfahrungen sich gar.sehr entfernen und manchen Zweifel erregen, ohne gründlich von Andern geprüft zu seyn: so begann ich dessenungeachiet noch vor Erschei- nung des Programms vom Jahre 1814 meine Vegetationsversuche, kühn genug, es zu versuchen, noch zwei andere Preise zu erringen, welche für spätere Zeit ausge- setzt waren. So entstand der zweite Ab- schnitt, welchen ıch ım Mai 1815 einsandte. Die Holländische Gesellschaft der Wissen- schaften fällte indefs in ıhrer 1815 Statt gefundenen Öffentlichen Sitzung über meine Abhandlung kein Urtheil, sondern: sie be- merkte indem Programm von diesem Jahre, dals dieses wegen zu später Einsendung erst ım nächsten Jahre erfolgen könne. Im Jahre 1816 hatte ich die Freude, meine Abhandlung gekrönt zu sehen. Während dieser Zeit setzte ich, so viel drückende Verhältnisse und grofse Unruhe es mir gestatteten, die Vegetations- versuche ununterbrochen fort; allein der Ausbruch des Krieges machte es bald völ- lig unmöglich, mein Vorkaben ganz aus- zuführen. Dessenungeachtet ist es mir ge- lungen, einen Theil der Pflauzenphysio- logie völlig aufzuhellen und ihm völlige Gewifsheit zu verleihen. ‚Diese Thatsachen, welche das Gegentheil der oben erwähn- ten Ansichten und dagegen das Einsaugungs- vermögen der Wurzelfasern beweisen, lege ich, vermehrt mit andern Beobachtungen, die zum Theil nur Aphorismen geblieben sind, dem Leser vorzüglich im dritten Ab- schnitte vor Augen. | dr 6 einzuse diesel) Wissen Anner trage Gähru nicht 4 lenthall \darbıe suche: | Na: | der Al Sa Genen! Vend der sl Kenen | >, Mein ch, so grofse etations« ein der yald vol. nz aus- nir ge- Ihysio« völlige sachen, rwähn- gungs- 1, lege ungen, jlieben en Ar Xi Uebrigens habe ich die Anordnung der Gegenstände dieser Schrift aus leicht einzusehenden Gründen gelassen, wie ich dieselbe der Holländischen Gesellschaft der Wissenschaften übergab und nur einige Anmerkungen späterer Versuche nachge- tragen. Selbst die Abtheilung von der Gährung der Pflanzen konnte ich für jetzt nıcht anders abhandeln, weil die darin enthaltenen Thatsachen noch Anomalien darbieten, welche nur durch fernere Ver- suche zu beseitigen seyn dürften. Es war mein Wunsch, die Geschichte der Alkalien und der Vegetationsversuche, welche zum Theil sehr wichtig ist und demjenigen, welcher sich mit ähnlichen Versuchen beschäftigte, leicht den Grund der grolsen Abweichung und der verschie- ME_*®.17 7. z.. denen Meinungen über die Emmährung der erschöpfen; Pflanzen aufdeckt, möglichst zu; allein da hiezu eine gröfsere Bibliothek, | | ee a.. | als diejenige eines Privatmannes, erforderlich | ıst: so war ıch für jetzt unvermögend, die- Il) selbe ausführlicher zu geben, als gerade I) zur Erreichung meines Zwecks unumgäng- || lich erforderlich war, Berlin, am zter Jul. 1818. IF: loan: ni chöpfen: Jliothek, rderlich nd, die- gerade IM za&- IN. eo ea LE Erster Hauptabschnitt. ıste Abtheilung.(Geschichte des Ralı’s.. Seite ı. ate— Beweise von der Praeexistenz des aus den Pflanzen durch Verbrennen zu erhaltenden Kalis 0: 8, nur. rc Ar Zte— Bemerkungen über die Vegetation und Er- nahrıne;. der ‚Pllanzen.....2..2.0...7°8.%3, Ate— Von der Möglichkeit, die Menge der in den Pflanzen enthaltenen Pottasche zu vermehren S. 108. a) Hat die Art und Weise, wie das Ver- brennen geschieht, auf den Pottaschen- gehalt einen Einfluss?...S. 1og. b) Von dem Einflusse der faulen Gährung auf die Vermehrung der Pottasche und Salze in den Pflanzen...S9. ı20. Zweiter Hauptabschnitt. Von dem Ursprunge der Poitache... Seite ı6r. Erste Abtheilung. Erste Reihe der Versuche. 1. Verhalten der vegetirenden Pflanzen zu kohlensau- A ren Alkalien. a) Vegetationsversuche mit einer Hyacınthen- zwiebel in Natrumauflösung...S. 167. b) Vegetationsversuche mit verschiedenen Säu- ren, auf welche kohlensaure Alkalien wirk- ae Ser g2- ten Su,. ll. Vegetationsversuche mit Saamen in Berührung mit Re ERSTER SHE HEN salpetersaurem Natrum. Zweite Reihe der Versuche. ı) Vegetation der Zuckererbsen im Wasser$. 195. 2a) Vegetation der Sonnenblumen in gereinigtem Sande mit destillirtem Wasser..$. 196. 3) Vegetation des Hanfes in reinem Schwefel mit destillirtem Wasser ERS SERHT NG: IE tt, Seite ı6r, ‚ 1. kohlensau- yacınthen- .. S. 167. enen$äu- allen wirk- 9.182. hrung mit ‚5, 186, Tr S, 195. sreinigtei $, 10 nwelel nit i S 109: XV Dritte Reihe der Versuche. Vegetationsversuche in gereinigtem, aber mit Sal- peterauflösung geschwängertem Sande..„S. 203. a) Vegetation Neschlanfesn.r,...,: Lea b) Vegetation der Gerste, des Rosgens, des Wei- zens und. des Halers..... ı, 2:.58, 20% c) Vegetation der Zuckererbsen...„S. 205. d) Vegetation der Brunnenkrese..„—— e) Vegetation der Sonnenblumen...S$. 206, Vegetationsversuche mit Pflanzen in Materien, die mit solchen alkalisch-salzigen Bestandtheilen an- geschwängert wurden,, welche man in der Regel in der Mischung der erstern in geringer Quanti- tat. Inder ic er a) Vegetation der Zuckererbsen mit schwefelsau- rem Kali Eee AED ER, b) Vegetation der Sonnenblumen im Sande mit schwefelsaurem Kalı°../.... S. 214. c) Vegetation des Hanfes im Sande mit salzsau- zem,BKale->.„sen Sara, Zweite Abtheilung. Bemerkungen über die Fäulnils der Pflanzen$. 222. ı) Versuche mit Hölsen...„98. 233. 3) Versuche mit Kohlrabi.:...-. 8.224 3) Versuche mir Eichenblätteorn.». 8. 226. Dritter Hauptabschnitt. Die Vegetation der Pflanzen in künstlichem Boden be- 5) VreHendea ee ae... 941220, I. Nachträge zur ersten Reihe der Versuche. ı. a) Ueber den Einflufs einiger Reagenzien auf die Farben der Blumen während des WVach«- thums. &) Versuche mit Vergilsmeinnicht(Myosotis ICHRPIOLÄES EL. N age ern, 208 8) Versuche mit Hyacinthen...S. 233. b) Ve Quarzboden mit kohlensaurem Ralı getationsversuche mit Saamen in einfachem $. 234. c) Vegetationsversuche mit Saamen im reinsten, mittelst Säuren ausgekochten Krystallquarze, welcher mit Kalı und thierischer Materie ver- ment wyundese 6... Sr 2:8, 236, (Ueber die Salpetererzeugung,.) Q A 2. Vegetationsversuche mit einfacher Erde und sal- Petersaurem» Natrum 0.0.0 22.2».39. 299. Nachträge zur zweiten Reihe der Ver- suche, Vegetationsversuche mit Saamen in reinem einfachen Boden.. ‚$, 240. a ATS D D..°. | | Nac ru Als IE hit; u Boden be- Bach 220, Versuche, genzien aul des Wacht- n einfachem li S, 254, im reinsten, elle yrystaliglalzt, Materie ver- xyıl Nachträge zur dritten Reihe der Versuche. I. 11. a) Vegetationsversuche mit einfacher Erde und SalBeber 4. TB a TEENS DR, b) EinfacherBodenmitschwefelsauremKali 8. 245. c) Einfacher Boden mit salzsaurem Kali$. 246. Vegetationsversuche im Sande mit ver- brennlichen, nicht salzigen Pflanzen- stoffen- 0... 0 wis u Se 28; Vegetationsversuche in einfachen Erd- arten mit metallischen Oxyden und me- tallıschen Salzen. ae*..., SS, 550, (Geschichte) A. Vegetation der Pflanzen in eisenhaltigem Boden, a) In kohlensaurem Eisenoxydul und Eisenoxyd 52.250 b) Anwendung des schwefelsauren Eisenoxyduls. Fegetationsversuche in manganhaltigem Boden. a) In kohlensaurem Mangan....$. 266. b) ImSandboden mitsalpetersaurem Mangan$. 268. Fegetationsversuche in kupferhaltigem Boden. 2) Im Sande mit kohlensaurem Kupfer S. 270. b) Im Sande mit salpetersaurem Kupfer und koh- lensaurem Kupfer> Sr 0 m2.0° 8.272 2% XVıll"N IV. Aphorismen über die Vegetation in verschiedenen Medien und ın der Fin- sternils:: 2,3 ya ES. 270. a) Vegetationsversuche in der Finsternils$. 277. b) Vegetationsversuche bei Ausschluls der atmo- sphärischen Luft, oder in verschiedenen Gas- arten. Denen 2i &) Ueber das Keimen der Saamen in'kohlen- saurem Gas"...=... m5%.5495:280, (Wirkung des WVeingeistes auf den Keim$. 282.) ß) Ueber: das Keimen der Saamen in Was. serstöllhase,- nn 0 28 ) Ueber das Keimen der Saamen in atmos- pkärischeı Luft mit Ammonium S. 253- c) Vegetationsversuche in einer gegebenen Menge atmosphärischer Luft.........8.,285. (Merkwürdiges Schlummern des entwickelten Keimes im eingeschlossenen Raume...-..=.+ 9.1287.) Einige Hauptsätze aus diesen Untersuchun- Bee nn a 2, (Ursprung der Kioselerde in den Pflanzen.$, 294.) — Erst Geste Pi dm Jüst sich herleiten, dals die’ beiten ı und Lau, Cultuges Schritt ge {es Peue ch dem uichhle) SER An oder ıı iges Pl S. 276, ar: Erster Hauptabschnitt. der atmo- nen Gas- .s, 280,! Erste Abtheilung. nkohlen- N 350,=. @ essccäh WANN AL REeS REIT; 9. 283,) ın Was,—— $. 282, zu: Kir. dunkle Kenntnifs der Pflanzenasche $. 283 e läfst sich fast von Erschaffung der Welt en Menge£ E- a 3 herleiten, und es ist nicht zu bezweifeln, 8,285, dafs die Körper, welche seit undenklichen RE Neimes ım:£ RN N Zeiten unter dem Namen fixer Alkalien » 0,1207, und Laugensalze bekannt waren, mit der suchun-.- SR: Culturgeschichte des menschlichen Geistes S. 239,£;. R ? Schritt gehalten haben. Mit der Kenntnifs 5, 294, 94) des Feuers lernte der Mensch auch diıe nach dem Verbrennen der Inflammabilien zurückbleibende Kohle und Asche kennen; seyes aus Bedürfnifs, sich zu beschäftigen, oder aus Neugierde, welche ein sö wich- tiges Phänomen, als das Verbrennen der Li > Körper ıst, rege machte“)... In.der That können wir selbst die technische Anwen- dung der Alkalien bis zu den düunkelsten Zeiten verfolgen. So berichtet z. B. Anrr- STOTELES, dals die Umdrier aus der Asche des Rohrs und Schilfs ein Salz zum täg- lichen Gebrauch an die Speisen bereitet haben!)®“).— Nach Srraso's und Prinivs?) Zeugnils bereiteten die Griechen und Rö- mer häufig alkalische Laugen, und Pırı- nıus erzählt viel von der Bereitung des *) Diovor(Biv. hist. L. I. c. 13.) erzählt folgende Tradition von der Erfindung des Feuers: durch das Einschlagen des Blitzes in einen Baum sey ein angränzender Wald in Brand gerathen. Yil- kan, der diefs gesehen, habe sich anfangs an der dadurch verursachten Wärme ergötzt, in der Folge aber, als die Flamme sich verminderte, dieselbe durch Herheischaffung einer grölsern Menge Holz unterhalten. Diels hätte die Menschen gereizt, sich diese Bequemlichkeit ebenfalls zu verschaffen, 2) Tib. II. Meteor. c. 3. *) Aus meinen Versuchen mit verschiedenen ähn- lichen Pflanzen läfst sich jedoch analogisch schlies- sen,: dals das Pflanzensalz der Umbrier grölsten- theils salzsaure Natrum gewesen sey, ®) Hist.. nat. L. ZPIl.:c. 51. Gin, fa as Ta Gallen W yon, Mm jiehket a gran ud gezogene Arcıntra Linn deutlie GEBE sterer aim Jahrh,) sal theil der dasselbe ı ger beka is als Kalı), u sie dem kalt) vora Schon Virh,) a er Th Anwen- Ikelsten B. Arı- Y Asche um täg- bereitet ‚INIUS?) und Rö- nd Pur- ng des tolgende s: durch Baum sey en. Vul nos an der ı der Folge dieselbe nge Holz 1 gereizt, rschaffen, en ahn- 1 schlies- olsten« grölste Glases, der unechten Edelsteine, der Sei- fen aus Talg und Asche, welche beı den Galliern und Deutschen ın Gebrauch. wa- ren. Man nımmt mit grofser Wahrschein- lichkeit‘ an, dafs die Kwvix, deren Arısro- pnuan und Praro erwähnen, eine aus Asche gezogene Lauge gewesen sey.— Paurus Azcınsra hat über Bereitung der Laugen (Lixivium protostaetum) und Seifen noch deutlicher geschrieben. GeEBER 5) und BasıLıus VALENTINUS(er- sterer am Ende des zten, letzterer ım ı5ten Jahrh.) sahen das Ralı als einen Bestand- theil der Pflanzen an. Ueberhaupt mufs dasselbe den Arabern schon lange vor Ge- erR bekannt oO Kun] es aus der Asche der Ralıpfllanze(Salsola ewesen seyn. Sie schieden Kali), und benannten es danach, ındem sie dem Worte Kali den Artikel Al(Al- kali) voransetzten, Schon Auserrus Magnus(im iSten Jahrh.) und später Sarrorıus bereiteten 3) Summa perfect. magister. Lugd. Bat. 1668,— Gezser schied es durchs Verbrennen an dem WVein- stein und dem Weinhefen. Liber investis. ws Aetzstein.— Liısav bereitete es aus: vielen thierischen und vegetabilischen Theilen®).— Grauer erhielt es 1654 durch das Verpuf- fen des Salpeters.— Boyır überzeugte sich 1667, dafs zwischen dem sogenannten feuer- festen Salpeter, dem Weinsteinsalz und dem Ralı aus den Hölzern kein wesent- licher Unterschied vorhanden sey.— Hırrve scheint zuerst ı7ı12 auf den Unterschied des Kalı und Natrum aufmerksam gemacht zu haben, welches Brack 1755 bewies. Als die Chemie anfıng, sich mehr und mehr zu entwickeln, und man über die Er- scheinungen nachdachte, entstand auch bald die Frage: ob das Alkali der Asche ein Produkt des Feuers sey, oder ob es sich ın den Pflanzen schon gebildet befinde. Nichts konnte auch wol natürlicher seyn, als diese Frage, da die Asche der Pflan- zen ganz andere Eigenschaften, z. B. auf das Geschmacksorgan u. s. w., äufsert, als die frischen oder getrockneten Pflanzen, und da man selbst durch Auslaugen mit #) Alchemia. Frankf. 1597. p. 370. Wagen 4 serinnel n Var salz. aus Erzeugn Eiste di seiner 1 Rörper den;$ Salzes. Schwef: körpern \. Einwirkı würden, Holz fa in der füchtig weicht, Äh '$: vIele, len Hd Verpuf- ste sich n feuer- ılz und wesent- Hırase erschied gemacht 1es. ehr und die Er- ch bald che ein es sich befinde, or seyn, r Pflan- -B. auf ert, als anzen, en mil Wasser aus den letztern kein reines Alkali gewinnen konnte. Van Heımonrt 5), welcher das Aschen- salz aus den angeführten Gründen für em Erzeugnils des Feuers hielt, scheint der Erste dieser Meinung zu seyn. Da nach seiner Theorie aber durch das Feuer nur Körper zerstört, nicht aber gebildet wer- den; so nahm er an, dafs die Keime des Salzes, nämlich ‚flüchtiges Laugensalz und Schwefel, zerstreut in den verbrennlichen Körpern vorhanden seyen, und durch die Einwirkung des Feuers zu Alkalı vereinigt würden. Wenn daher, fügt er hinzu, das Holz faul und wurmig wird, so kann man in der Asche kein Salz finden, weil das flüchtige Salz durch‘ die Fäulnifs ent- weicht. Ähnlicher Meinung war Rorrınk°), 5) Blas humanum$. 38. 39. p. 179. Tractatus de tribus chymicorum_ principiis 284 In Opp. P. ı. Compl. atque Mist. elem. figm. p. 101. SO NEL 5) Chemia in artis formam redacta. Jenae ı661.— Frankf. a.M. 1686. | | | &| welcher annahı, dafs die alkalischen Salze kögen nur dem Vermögen nach{in potentia) ın| Mu ge den Pflanzen enthalten seyen, und durch( Mage das Verbrennen der leiztern zur Wirklich- m Sal keit würden.— So auch Tacnenıvs, Lvoo- Bu vıcvs“) und Rornen°”). dulsch Errmüuter’) behauptete, dafs die Al- eine Di kalien aus einer Verbindung einer Säure| Arm und dem flüchtigen weinösen Salze der suchte Pilanzen während der Verbrennung gebil-| deP det werden. hatte" Honsere®), Stage’), Runge“) und| Bar Ruvanp nehmen ebenfalls an, dafs die Al-) alseine kalıen durch das Feuer gebildet werden, trachtet indem sich ein.erdiger Theil mit einer| aeidus Säure verbinde, j\: GE Grorrroy glaubt, das Ralı werde durch| die Hinzukunft einer Säure mit kehligen n k et; —| Koh 1 *) De volatilisationis salis Lartari, p. 48.| Kr ’") Anleitung zur Chem. Leipz. 1750, p- 109.\(in 7) Colleg. pharm.; ®) Acta reg, scient. acad. Paris 1702.. p, 203."he %) Chymia dogmat. exper. Halae 1728. a y} *#) Obs. chym. C. X. laborat. chym. p. 158. 159. C. 910. 98.29: SErfe TI A. SI n Salıı ta) in | dureh irklich- y Lvvo- die Al- Säure \ze der $ gehil- ) und die Al- verden, t einer 'e durch ohligen Körpern erzeugt, weil er bei der Verpuf- fung des Salpeters mit Kohle eine gröfsere Menge Kali erhielt, als nach der Rechnung im Salpeter enthalten seyn mulste. Horrmann 2°) und Stau') glaubten, dafs schweflige und ölige Theile, Erden und eine Säure sich zu Kali vereinigten.-Auch Hrsverıus vertheidigte diese Meinung und suchte BovurveLın zu widerlegen, welcher die Pre&existenz der Alkalien: demonstrirt hatte 22). Barcnusen), welcher das Kochsalz als einen Mischungstheil aller Pflanzen be» trachtete, glaubte, dafs der Spiritus salis deidus sich mit einem Theile der Aschen- 10) Diss. de generatione salium, p. 20.— Schon er zerlegte das Glaubersalz durch Glühen mit Kohle, und erhielt ein alkalisches Salz.— Er, so wie Sraser, hielten den Rückstand von der Glühung des salpetersauren Kalks für alkalisch (Chym. dogmatico experiment. p. 230. )& 11) Specim. Becher.— Einleit. zur Grundmixt. un- terird. Körp. Leipz. 1720. 12) 4cta scient. Acad. Paris 1728. p. 386, 13) Rlementa Chemiae. p. 13. erde zu einem alkalischen Salze vereinige, venn die Pflanze verbrannt und einge- äschert. werde. !) glaubte Barcnvsens’ Theorie dadurch zu verbessern, dafs er noch die wesentliche Feuerimaterie oder die schwef- lichten Theile den Bestandtheilen, aus wel- chen das Kalı gebildet werde, hinzufügte. Nevmann») ist der Meinung, dafs zur Bildung der fixen und flüchtigen Alkalien zwei Dinge erforderlich seyen: nämlich ı) an sich selbst brennbare, mit ölichten und harzichten oder bituminösen Theilen durchdrungene Körper, und 2) mit einem Sale acido begabte Materien. Er glaubt, dafs fast alle Vegetabilien diese enthalten, und dafs sich alles in der Welt vorhandene Alkali fixum bilde, indem sich etwas von dem allerfixesten Sale acido in einer so- lublen Erde insinuire, und zugleich etwas von einem fixen oder terrestrisch inclini- renden bituminoso sive principio inflam- ar u 7? ') deta Acad, Paris 1717. p. 230. "®) Lect. chym. de salib. alcalin. fixis et Camphora. Bert. 727. p. 1m mabii 2 wele,{ zu verbi zu bewei ungleich das Ve untermo des Hol Salz, brem ähnlich weil be Sal acid ben de sey, A aus mu storbei zen. W oder aı gezoge Salz, Ahı nd; DB; reinigr einge. [heorie ch die schwef. us wel- ulügte, als zur \lkalıen ıämlıch lichten heilen einem glaubt, halten, andene as von ET S0- etwas nelini- flam- imphort. mabili zugleich gleichsam mit eingebraten werde, ohne sich aber mit Feuertheilchen zu verbinden.— Er bemüht sich, zugleich zu beweisen, dafs gleiche Quantitäten Holz ungleiche Quantitäten Asche liefern, wenn das Verbrennen auf verschiedene, Weise unternommen werde Beim Verbrennen des Holzes an offener Luft bilde sich mehr Salz, als bei dem eben so erfolgten Ver- brennen der vorher in Meılern oder auf ähnliche Weise erhaltenen Rohle, und zwar weil bei der Kohlenmachereı meıst alles Sal acidum oder der Spiritus lignorum ne- ben dem ölichten Wesen davon gegangen sey. Aus gleichen Gründen erhalte man aus mulmischem oder verfaultem und abge- storbenem Holze, so wie aus frischen Pflan- zen; welche man der Putrification aussetze, oder aus welchen man das Sal acidum aus- gezogen habe, wenig oder kein alkalısches Salz. Ähnliche Meinungen äulsern SCcHECKIUS und Wenzer 1°), 6) Einleitung zur höhern Chemie. 1773.$. 87- ne EEE ETETET GE seen a—— a ı0 ES m nn nn Warson') hält das Laugensalz für ein| Cm Produkt, denn er sagt unter andern: bei| di der Verbrennung des Weinsteins wird wahr-| In scheinlich, die Säure in Laugensalz ver-|: Met wandelt. Kon il Schunzen 1°) ist gleichfalls der Meinung, A dafs das Alkalı sich aus Erde, Säure u. s. w. u bilde, und er glaubt, dafs man es in Erde Ri: wieder verwandeln könne. Ai Überhaupt waren mehre Cheniiker der kn Meinung, dafs das Alkali so vielen Ab-| N weichungen unterworfen sey, als es ver- Eerend ‚ schiedene Substanzen gebe, aus welchen Ni A es gewonnen werde. Unter andern ist be-| h R sonders Horrmann ein Anhänger dieser= Theorie°). | derok GER, ee| Pflanz Wrrnde 17) Chem. Versuche, ı. Tb. Leiprig 1782.| ‚Erde, | 18) Chem. Versuche. Halle 1745. p. 56.| Dessen 19) Obsero. phys. chem. T.. III, Halae 1736. Er? un: ı1 für en Chemiker, welche das Kali theils für Pro- em: bei dukt, theils für Edukt hielten. rd wahr- en. Iın Jahr ı770 schrieb J. D. Burckas?°) unter dem Rectorat Junckers eine Disserta- ea tion über die fixen Alkalien, in welcher er 5 BR zu beweisen sich bemüht, dafs die Alka- nik lien nicht allein Edukte, sondern auch Pro- er dukte seyen. Er war zugleich der Mei- n nung vieler ‚damaliger Chemiker, welche a die Alkalien aus Phlogistion, Säuren und a Erden, als den in den Pflanzen zerstreut Mord liegenden Materien, sich bilden liefsen.— a Diefs scheint demnach auch Junckers Mei- m ha nung gewesen zu seyn?*). diesen Lvporr spricht mit vieler Renntnifs von der Pr&existenz der Laugensalze in den Pflanzen, von der Unzulänglichkeit der Gründe, dafs es im Feuer erzeugt und aus y Erde, Säure und Öl zusammengesetzt sey. Dessen ungeachtet aber glaubt er dennoch, 6. 20) De alkali fixi vegetabilis et mineralis diffe- rentia, Halae 1770. 21) Conspeot, Chem. T. I. p. 368. aan nn een z nu ag nn nm. e dafs das fixe Alkalı aus flüchtigem Laugen- für gi salze und Erde bestehe 2).| Jich, Ü Auch Vocer' war der Meinung, dafs 0 zwar die fixen Alkalien ein Erzeugnifs der Verbrennung der Pflanzen durch Vereini-| Chemih gung des Phlogistons, der öligen und sau- MM ren Theile mit ırdischen seyen; dafs aber jr dessen ungeachtet auch in vielen Pflanzen das Kalı schon praeexistire. Die Erde macht. nach ihm ‚den gröfsten, das brennbare öl viele den kleinsten und die Säure den mittlern das Ri Theil der Quantität nach aus 2).“ trachtet Dieser Meinung waren Bücuner°*), De- i dem a zıus 25), MaxımıLıan?°) und andere. a : Destan Macouvzer ‚bemerkt, dafs man Gründe an habe, das Kali sowol für ein Produkt, als A Menu . für en 22\ neh.«.. 7:—\ ) Einleitung in die Chemie. Erfurt 1752. p. 943 ein — 977. Vergl. die in der Medizin siegende Che- N 1} E R L mie. Erfurt 1746. Cap. 8. 9. 8 u. 9.| 22, Institutiones Chemiae,$. 577. 589.(In der|— Uebers. v. Weıcer, Weimar 1775. p. 435.) .=.=. 3 list +) Diss. non omnia salia alcalina fixa ignis pro- en genies esse. Halae 1766."Tr 25) Diss. de alcali primigenio. Erlang. ı76ı. 30 2°) Diss. de alcali vegetabili quatenus sit eductum Mi et productum. Halae 1755.| H /| augen. ; dafs ls der ereini- nd sau- [s aber lanzen ° macht bare Öl nıttlern ), De- Gründe ukt, als . p. 948 ıde Che- (In der 3.) nis pTO- 61: eductum 2 13 für ein Edukt zu halten.(Chym. Wörter- buch, übers. von Leonhardi. Leipz. 1781. 7.7) Chemiker, welche das Kali für einen Kör- per halten, der schon in den Pflanzen pr@existirt. Danıer Sennerr?) führt schon an, dafs viele Chemiker die Meimung derer, welche das Pflanzensalz für ein Kunstprodukt ge- halten hätten, bestritten; und er selbst be- trachtet nicht allein die fixen Alkalien, son- dern auch das flüchtige Alkalı als einen Bestandtheil der Pfilanzen. Auch Uncer*) eifert sehr gegen die Meinung derer, ‚welche das Pflanzensalz für ein Produkt halten, und behauptet, dafs es in den Pilanzen schon prexistire. Cravs Borrıcn 2) hat viele Versuche 27) Instit. medicinae, VWitteb. 1649. p. 1122. 22) Tract. medico-chym. sepiem. Hal. 1634. p. 121 rd 3, 29) Ol. Borrichius de Hermetis Aegypt. et Chem. sapientia ab Hermanni Conringil vindicat. Hafniae 1674. p. 404 Eh angestellt; durch welche er die Preexistenz. der alkalischen Salze in den Pflanzen be- weiset, und Conzınc’s Meinung, welcher annımmt, dafs das Salz nur zersireut und dem Vermögen nach ın den Pflanzen ent- halten sey, und erst durch die Einwirkung des Feuers zu RKalı vereinigt werde, wi- derlegi. Er, so wie Rorrink, haben alles gesammelt, was über diesen Gegenstand bis zu ihrer Zeit erschienen ist. Unter allen zeichnet sich die Schrift des Ursanvus Hırrne*) aus. Er bewies die Pr&existenz der Alkalien, zeigte, dafs sie weder aus einem flüchtigen Salze und eı- ner Fettigkeit, noch aus einem flüchtigen und sauren Salze gebildet werden, und lehrte, dafs die Bestandiheile der Sala essentialid der Vegetabilien aus einer Säu- re, einem usinösen Salze, einem feuerbe- ständigen Aschensalze und einem ölichten Wesen, welche mannigfaltige Verhältnisse eingingen, zusammengesetzt seyen, Schon *) ‚Acta laboratorii chemici Holmiensia Edit. nor. Wallerii: ,Pı II..p. 74.9%&._ Pı IL-P. 159: Stockolmae 1753,& Hısmt nel von frgeon füchtige Im GARAIS chen$ che für veranl zu un schöne bare$ Stachell 108, dic Peru sentlic holzes, 208, l in dem und Kı Kali da I 2 M » u M, existen zen he. welcher eut und en. ent: wirkung le, wi- n alles enstand Schrift es die als sie und ei- chtigen 1, und r Salıa er Säl- euerbe- lichten Itnisse Schon dit. no" 15 Hırrwe zeigte, dafs der Weinstein aus ei- ner vorherrschenden Säure und einem un- tergeordneten feuerbeständigen und einem flüchtigen Salze zusammengesetzt sey. Im Jahr 175ı machte der Graf von La- eaRaıs seine Arbeiten über die, wesentli- chen Salze der Pflanzen bekannt°°), wel- che für die Pharmacie wichtig waren. Diels veranlafste mehrere Chemiker, die Salze zu untersuchen. Georrrox?) schrieb eine schöne Ausarbeitung über die krystallisir- bare Säure der Zitronen, die Säure der Stachelbeeren, die Benzoeblumen des Ben- zoe, die Säure des Suecinum, das Salz des Peruanischen Balsams, die Salze der we- sentlichen Öle, des Löffelkrauts, des Guajac- holzes, die er alle mit blofsem Wasser aus- 208, u. Ss w.— Bovipve%) bewies, dals in- dem Borretschkraute Salpeter, Tartarus und Kochsalz enthalten sey, und dals das Kalı darin preexistire, ®%) Geoffroy in den Mem. de!’Acad,. 1938. p- 193. #1) Mem. de lAcad. de Paris 1721,.1734,°1738. p:' 193. #2) Mem. de P Acad. 1734. p» 47. 101. Ein eifriger Vertheidiger von der Mei- nung derer, welche annahmen, dafs das Kali schon in den Pflanzen völlig gebildet vorhanden sey, war vorzüglich Bovapezın in Frankreich>). Teicumeyer 5) sagt, die Alkalien seyen ursprünglich flüchtig gewesen, und be- merkt,:dafs sie selbst ım thierischen Kör- per gebildet würden, dafs sie aber nicht Produkt des Feuers, sondern, wie WeEpeu behauptet%), in den Pflanzen pr&existir- ten, und durch das Feuer nur von andern damit verbundenen Principien befreit wür- den. Hrwker bewies dasselbe%), und M»- vovın 3) scheint ebenfalls die Alkalıen in den Pflanzen als schon gebildet zu be- trachten. Eben so Coxe°) u, A. ry Hi 3) Helverii Principia, phys. med. T. 2. p..ı55. Mem. de l' Acad. de se de Paris 1738, p. 586. 3%) Instit. chem. Jenae 1729. p. 14. 173. 3) Compend. Chym. Jenae 1715. p. 121. 35) Flora saturnizans p. 309. 318. Kleine min. Schriften p. 58 %7) Chym. med., Paris 1760. T. ı. 33) Phil. Transact. N.i1074 108. kl Nanın elche hen, ni um EIN ben, 5 herrsc tel ZU welch mike die} selben Statt fr gleich, prül; sie b garın wukl hergel sind, wenn chkeii suchen nl Ü der' schuy der Mi. lals das gebildet JURDELIN on seyen nd be- en KRör- er nicht > Wen: @Eexistil- anderm 21t wür- und M«- kalien ın t zu be- ‚p 155. 3, pr 386. eine mit 17 Ich habe eine kurze Uebersicht der Meinungen-der vorzüglichsten Chemiker, welche über die Alkalien geschrieben ha- ben, nicht sowol in der Absicht geliefert, um eine Geschichte der Alkalien zu schrei- ben, sondern blofs um die verschiedenen herrschenden Meinungen der frühern Zei- ten zu zeigen. Wenn man die Beweise, welche die angeführten und andere Che- miker für die Erzeugung der Alkalien durch die Verbrennung, für die Preexistenz der- selben in den Pflanzen, und ıhrer sowol Statt findenden Pre&existenz, ads Bildung zu- gleich, hervorgebracht haben, lieset und prüft; so findet man, dafs sie, in sofern sie blofs auf Vernunftschlüssen beruhen, gar nichts beweisen, oder in sofern sie von wirklichen Versuchen und Beobachtungen hergeleitet, entweder nicht vorurtheilsirei sind, oder auf Irrthümern beruhen, oder, wenn sie das Ansehen von Wahrschein- lichkeit erhalten, doch noch viel zu unier- suchen übrig lassen. Die höchst dürftige und dunkle Kenninifs, welche die meisten der angeführten Chemiker von der Mi schung der Pflanzen hatten, so wie die 2 damalige Kenntnifs von den Gasarten, machten es auch fast unmöglich, sich klare Ansichten von der Sache zu verschaffen. Daher das Schwanken und die Extreme, worin sie verfielen, wenn sie über die Mi- schungstheile der Pflanzen schrieben. Marcsrar, welcher durch Genauigkeit und Scharfsinn allen seinen Versuchen ei- nen so hohen Werth zu geben wufste, er- warb sich das Verdienst, auch diesem Ge- genstande einen hohen Grad von Vollkom- menheit zu geben, und die Pr&existenz der Alkalien auf eine wawiderlegliche Weise darzuthun. In seiner der Academie der Wissen- schaften ungefähr im Jahre 1762 vorgeleg- ten Abhandlung:»Erweis, dafs der alkalı- sche Theil aus dem Kochsalze ein wirk- liches Sal alkali sey«:), bemerkt er zu- gleich, dafs die Weinsteinauflösung durch Behandlung mit Kreide eine Lauge liefere, welche, mit Salpetersäure gesättigt, wahren Salpeter bilde. Hieraus schlofs er, dafs #%) Mem. de Acad. des'se de Berlin 1764. das Aal ton de Produkt sep.| Chemil pomme Ausarl lin ale erhalt I durch zerseiz petersä durch ı der$ besteh lich is gewon Rolle salz, u farus ı ven frül Al lie saure ERR. 10)( rasanteı, ich klare schaffen, ixtreme, die Mi- en, auigkeit chen ei- Iste, er- sem Ge- Yollkon- 'enz der Weise Wissen- orgeler- er alkalı- im wik BIEISEZU: ei durch liefere, wahren r, dafs end or} Im ge 19 das Kali, welches man durch die Calcina- tion des Weinsteins so häufig bereite, kein Produkt, sondern ein wirkliches Edukt sey.— Da indefs dieser Schlufs von einem Chemiker in der Folge in Anspruch ge- nommen wurde, sah sich Marccrar zur Ausarbeitung seines»Erweis, dafs die Sa- lia alcalina fixa auch ohne Glühefeuer zu erhalten seyen«*#°); veranlafst. Er zerlegte eine Weinsteinauflösung durch Kreide und Bittererde, sättigte und zerseizte die erhaltenen Laugen mit Sal- petersäure, und erhielt in beiden Fällen durch die Krystallisation Salpeter. Da nun der Salpeter aus Kali und Salpetersäure besteht, und ohne beide kein Salpeter mög- lich ist, da der auf die beschriebene Weise gewonnene Salpeter durch Verpuffung mit Kohle ein wahres vegetabilisches Laugen- salz, und mit Schwefelsäure zersetzt, Tar- tarus vitriolatus bildete; so fand er sei- nen frühern Schlufs vollkommen bestätigt.— Als diese Versuche mit Salz- und Essig- säure wiederholt wurden, gewann Manc- 40) Chym. Schriften, T. 2. p. Ai. 20 arar ım ersten Falle Digestivsalz, und im andern Terra foliata tartari. Um die Einwendung der Chemiker, welche glaubten, dafs eme Säure, Erde und ein verbrennliches Grundwesen. die Mischungstheile der Alkalıen ausmachten, (Substanzen, welche bei der angewandten Zwerlegungsart in hinlänglicher Menge zu- gegen waren,) zu beseitigen, erinnert Marc- Grar an das Vorkommen des freien Natrum ım Carlsbader-, Biliner- und Egerbrunnen; an lie Gegenwart des völlig gebildeten Sal- ‚peters in dem Fenchel-, Boragen- und Ta- bakskraute, und endlich an das Vorkommen des Digestivsalzes in den Säften der bei- den ersten Pflanzen, aus denen man das Alkali sehr leicht erhalten könne.— Zu- gleich vermischte er gleiche Theile Sal- petersäure und Weinsteinauflösung, liefs die Mischung verdunsten, und erhielt durch die Krystallisation sowol Weinstein, als schöne Salpeterkrystalle. Wandte er, statt der Salpetersäure, Salzsäure zu diesem Versuche an, so erhielt er Digestivsalz; und nahm er dazu Schwefelsäure, so schofs Tartarus vitriolatus an. Ah Syierklee nischung Auflösun ten der) tralisao den ang Ebe schtede mittels ten, we abseizte Di ı getabilie dafs ın alkalıse Vermu machte Harn dı In handlun Herkunf ent spät Dr 17 und ın hemiker, , Erde sen die machten, wandten enge ZU- rt Marc- n Natrum runnen; ten Sal- ınd Ta- kommen der beı- man da — n- le Sıl. , lie ]t dureh mn, als r, statt diesem stivsalz; ;o schols Ähnliche Versuche stellte er mit dem Sauerkleesalze an, und erhielt durch Ver- mischung und. nachherige Verdunstung der Auflösungen Salze, welche alle Eigenschaf- ten derjenigen hatten, die man durch Neu- tralisation des vegetabilischen Alkalı mit den angewandten Säuren erhält. ben so gelang es MarcGrAr, aus ver- schiedenen Hölzern in Form der Sägespäne mittelst Salpetersäure ein Extrakt zu erhal. ten, welches durch Krystallisation Salpeter absetzie. Da der Mensch hauptsächlich von Ve- getabilien lebt, so vermuthete Marccrar, dafs in den thierischen Säften ebenfalls ein alkalisches Salz vorhanden sey, und diese Vermuthung fand er durch seine 1746 ge- machte Entdeckung des salzsauren Kali ım Harn der Menschen und Kühe bestätigt. Im Jahre 1758 schrieb Hasen eine Ab- handlung über den Unterschied und die Herkunft der Laugensalze, welche aber erst später im Druck erschienen ist#). Die #1) Abhandl. chem. und phys. Inhalts Königsberg 1778: p» 137. eigentlichen Bestandtheile der alkalischen Salze sind seiner Meinung nach saures, brennliches und glaserdiges Wesen, welche elementarisch mit einander verbunden wor- den. Er beweiset ebenfalls die Pr&existenz der Alkalien in den Pflanzen, und glaubt, dafs das vegetabilische Laugensalz von dem mineralischen seinen Ursprung nehme. Er hatte schon von der Mischung der Pflan- zen sehr gute Ansichten. Auch flüchtiges Laugensalz fand er in den Pflanzen ge- bildet. Roveute#) bewies, dafs das Laugen- salz nicht durch das Feuer gebildet werde, sondern dafs es in den Pflanzen schon pr«&- existire. Er bemerkt, dals er diese Ent- deckung, welche zwar längst vor ihm von einigen Chemikern behauptet, aber nicht bewiesen sey, schon 1748 und folglich lange vor Marcorar gemacht habe. Er zog mit- telst Säure das Alkali aus den Pflanzen, und erhielt dann Salze aus der angewand- *?) Roziers Obs. et Mem. T. ı. 1773.— v. Crells chem. Ent. B. II, p, 148. 1783. ten SW Vorhrem [augens? lert ode Der suche 17 tes Vonu Manoor: entschl Mancs sem, Grade; machen aus we) als di die ft seyen, wäre, yaum g die Bi mehren, Sec kalischeı | saures, 1, welche den wor- eexistenz d glaubt, von dem hme, Er en Pilan- Nüchtiges Izen ge Laugen- t werde, hon pre- jese Ent - ıım von ber nich! ich langt zog mil- anzen, sewand- 2 y, Orell ten: Säure und einem Alkali.— Durch das Verbrennen, fügt. er hinzu, könne das Laugensalz in den Pflanzen sogar vermin- dert oder zerstört werden. Der Bündigkeit der Marcorarschen Ver- suche ungeachtet, schien ein tief gewurzel- tes Vorurtheil vieleChemiker zu verhindern, Manrccrar's Beispiele zu folgen. WıEcLEB entschlofs sich daher, den Faden, welchen Manscerar ausgeworfen hatte, zu vergrös- sern, und wo möglich bis zum höchsten Grade auszudehnen. WıEGLEB’sS Versuche machen ein eigenes kleines Werk aus*), aus welchem das Endresultat hervorgeht, dafs die Alkalien, sowol die flüchtigen als die feuerbeständigen,, durchaus Edukte seyen, und dafs kein Chemiker vermögend wäre, die von dem Schöpfer in den Welt- yaum geworfene Menge der Kalien durch die Bildung eines neuen Theils zu ver- mehren. Sechs Pfund Büchenholz aus einer Re- 45) Chemische Versuche über die alkalischen Salze. Berlin u. Stettin bei Fr. Nicolai 1774. 2% torte destillirt, hinterliefsen 20-Unzen Kohle, und diese gaben durch die Ver- brennung Dr. 15 Gr. Asche, aus der Was- ser! Dr. ı0 Gr. alkalischen Salzes zog, welches 6 bis 8 Gran schwefelsaures Salz enthielt.— Dässelbe Resultat‘wurde er- halten, als die von der Destillation einer andern Portion Holzes gewonnene. Kohle nicht in offener Luft, wie im vorhergehen- den Versuche, sondern bei unterdrücktem Feuer verbrannt wurde. Sechs Pfund Büchenholz bei offenem Flammenfeuer verbrannt, gaben 7 Dr. 43 Gr. Asche, und diese durch Auslaugen mit Wasser ı Dr. 4%, Gr. Asche, Der Über- schuls der erdigen Theile in Beziehung auf den ersten Versuch rührte blofs von etwas zufällig hinzugefallenem Lehm her, und die geringe Menge weniger alkalischer Theile schreibt WırscLes einem durch den Luft- zug veranlafsten kleinen Aschenverluste zu. Demnach wird Nevmanv’s Meinung wi- derlegt, und das Verbrennen des Holzes an freier Luft gibt dieselbe Menge Pott- asche, als das Verbrennen des Holzes ın verschlossenen Räumen, Diese auf den| ier Asch dem könn zu wiede Versuche dem Asc durch Ar füssige selben geliefer rüchstäni mehrung mehr en Dageser welcher nen Zu ) Wise als| oder dem| wide Vetet Dia gen Unze die Ver. der Was. zes 208, ures Salz urde er on einer e. Kohle ergehen- drückten offenem Dr. 43 gen mit r Über. hung aul on etwas und die - Theile n Luft- ste ZU, ing wi- Holzes e Pott lzes ıı Diese Versuche führten jedoch Wiecrer auf den Gedanken, ob nicht die Salze ın der Asche durch die Kunst vermehrt wer- den könnten. Zu dem Ende destillirte er zu wiederholten Malen die in dem einen Versuche erhaltenen ı Dr. ı0 Gr. Salz nebst dem Aschenrückstande, aus dem letzteres durch Auslaugen gewonnen war, mit de flüssigen Produkte derDestillation von dem- selben Holze, welches zugleich die Asche geliefert hatte, und verbrannte zuletzt die rückständige Kohle; allein statt einer Ver- mehrung des kalischen Salzes, fand viel- mehr eine Verminderung von 5 Gr. Statt. Dagegen hatte aber der erdige Rückstand, welcher ursprünglich 6 Dr. 5 Gr. wog, ei- nen Zuwachs von 2 Dr. 30 Gr. erlitten*), ’y Wiıesres fand, dafs sowol bei dem Verbrennen, als bei der Destillation der Hölzer stets erdige oder fixe Theile verloren gehen, welche man in dem Ruls und in den Produkten der Destillation wiederfinde. Von diesen verflüchtigten Theilen leitet er demnach die Gewichtzunahme der erdi- gen, vom Kali abgesonderten, Theile her.— Diese Beobachtung stimmt mit meinen Erfahrun- gen zwar vollkommen überein, und man findet —— Zwei Pfund büchener Sägespäne ga- ben dureh Auskochen mıt 100 Pfund Was- sers 6% Drachmen eines fast wıe Flieder- mufs schmeckenden Extrakts, von dem die den Verlust der Aschentheile in den angeführten Fällen um desto grölser, je heftiger die Verbren- nung erfolgte, oder je ungestümer das bei der Destillation sich entbindende Gas und die Dämpfe in die Vorlage übergehen,(ja bei salpeterhaltigen Pflanzen wird selbst sehr fein zertbeilte Kohle mechanisch mitübergerissen); allein daraus scheint sich Wircueg’s erhaltenes Resultat nur nicht gänz- lich erklären zu lassen; denn ı) ist der Zuwachs der erdigen Theile zu grols, und es ist kaum glaublich, dafs sich so viel bei der Destillation sollte verflüchtiget haben; 2) erklärt er den Ver- lust an Kali nicht, und 3) lälst sich nicht be- greifen, warum neben den erdigen Thheilen nicht zugleich alkalische bei der Verbrennung sollten verflüchtiget werden. Wahrscheinlich hatte das Glas, worin WiıesLes die oft wiederholten De- stillationen der flüssigen Produkte mit den irdi- schen und alkalischen Theilen wiederholt, nicht minder Einfluls auf das Resultat geäuisert. Ein Theil Kali’s konnte das Glas angegriffen, sich da- mit nachher verbunden und durch die losgerissene Kieselerde ebenfalls eine Gewichtvermehrung ver- anlafst haben.— Ein kleiner Theil Kali’s mulste freilich auch wol verloren gehen. He Aue Die Tırtarus Salzes 20 Versuch Verbrenn holz meh lerselbei durch v halten sehr tie lichen$ arölser i des schn so voll als bei De Pfund rung ke Ahn BOERRAA Man, ı Nie unter m. hielt u, Pflanz: späne' pn. und Wa; e Flieder- ı dem die angeführten lie Verbren- das bei der I die Dämple Ipeterhaltigen heilte Koll raus scheint nicht gänı- ‚er Zuwachs 3s\st kaum Desullatior er den Te. ich nicht Dr Theilen nicht nung solten h hatte ds srholten Di it dem irdi- holt, nicht ılsert, Ein on, sich de Josgerissen 1ehrung fl Zali's mußte 21 Hälfte"durch die Einäscherung 48 Gran Asche lieferte, aus welcher Wasser ı4 Gr. Tartarus vitriolatus und ı0 Gr. alkalischen Salzes zog.— Schon Sraut stellte diesen Versuch an, und fand, dafs man durch das Verbrennen des Extraktes aus Franzosen- holz mehr Asche erhalte, als man aus eben derselben Menge Holzes, das jenes lieferte, durch unmittelbares Verbrennen würde er- halten haben. Wıerctes bemerkt ındels sehr richtig, dafs die Quantität der auflös- lichen Salze bei diesen Versuchen darum sröfser ausfalle, weil die Schwefelsäure des schwefelsauren Ralı’s ım Extrakte nicht so vollkommen verbrannt werden. könne, als bei der Verbrennung des Holzes. Der ausgekochte Holzrückstand der> Pfund Sägespäne gab nach der Einäsche- rung keine Spur alkalischen Salzes. Ähnliche Versuche stellte früher schon Borruaave(Elementa Chemie, T.2. Pros. 2. 34.) an, und er erhielt dasselbe Resultat. Wiısctes wiederholte diese Versuche ‘unter mannigfaltiger Abänderung. Er er- hielt aus einer Menge dazu angewandter Pflanzen in der Regel alkalisches Salz, 28 mehr oder weniger Tartarus vitrtolatus und Digestivsalz.e Da das letztere Salz- säure enthält, so erklärte er sehr natürlich Kunkev's(Laborat. chym. p. 119) Beobach- tung, dafs die Pottasche durch die Destil- lation bei sehr starkem Feuer Salzsäure ge- be; eine Entdeckung, deren sich mehrere Chemiker zur Unterstützung ihrer Theorie, dafs die Salzsäure einen elementarischen Bestandtheil des Ralı ausmache, bedienten. Aus diesen Versuchen und den Resul- taten, welche die Einäscherungsversuche des Huflattigs, der Leinwand, des Zuk- kers, des, Wachses und weılsen Pechs lie- ferten, vegetabilische Substanzen, in de- ren Aschen er keine Spur Alkalı's fand, schlofs Wıercues mit Grund, dafs das Al- kalı ın den Pflanzen pr&existire und an eine Säure gebunden sey, welche durch das Feuer zerstört werde, und dafs ım ent- gegengeseizten Falle die kurz vorher ge- nannten vegetabilischen Substanzen eben- falls hätten Ralı liefern müssen u. s. w. Nachdem Wıectes auf diesem Wege die Pre&existenz der Alkalien ın den Pflanzen und die Unmöglichkeit bewiesen hat, das- selbe dir Pfinzen: zuthaltent (als mar aus den: Jich eine de, zusa zweck ve Erde Alle die oder Pro Substanz. digen 0 stände ı bildete diese V substanzı zur Pro lienen k Der| Beniken sche fl zen sh rer Y Vierzolahı tere Sala. natürlich Beobach- lie Destil« zsäure ge h mehrere t Theorie, ntarıschei bedienten len Resıl- sversuche des Zuk- Pechs hıe- n, in de als fand, als das Al- 'e und a "he durd [s ım ent ‚orher ge- en eben- weW Wege di ‚ Pflan hat, dis selbe dürch den Verkrennungsprozefs aus Pflanzen zu erhalten, ın welchen es nicht enthalten ist, zeigt er im 3ten Abschnitte, dafs man nicht vermögend sey, dasselbe aus den angeblichen Bestandtheilen,' näm- lich einer Säure, einem Öle und einer Er- de, zusammenzusetzen, Zu diesem. End- zweck vermischte Wıecues: ı) Säure und Erde;>) Öl und Erde; 3) Säure und Öl; 4) Säure, Öl und Erde. Alle diese Stoffe waren entweder Edukte oder Produkte der Pflanzen. Die flüssigen Substanzen wurden über den feuerbestän- digen oftmals abgezogen, und die Rück- stände zuletzt verbrannt. In keinem Fälle bildete sich eine Spur eines Alkali’s. Auch diese Versuche beweisen, dals Pflanzen- substanzen, welche frei von Ralisalzen sind, zur Produktion der Pottasche gar nicht dienen können.— Der Ate Abschnitt ist vorzüglich den Beweisen gewidmet, dafs das fixe alkali- sche Salz in den vegetabilischen Substan- zen schon im natürlichen Zustande vor ihrer Verbrennung vorhanden sey, und 30 dafs durch die ‚Einäscherung der Kalige- halt nicht vermehrt werde, Die Versuche wurden mit Abkochungen von trockenen Kräutern angestellt. Durch die Vermischung mit Schwefelsäure und Ab- rauchung lieferten sie alle Tartarus vitrio- Zatus. Schachtelhalm und Isop machten jedoch Ausnahmen. Die Abkochung des Arnikakrauts gab bei der Vermischung mit Schwefelsäure ei- nen Niederschlag, den WireLEs für Harz hielt, weil er sich in Alkohol auilöste. Da Harz im Wasser unauflöslich ist, so glaubt er, dafs das Alkali in der Arnika in einem vollkommenen Zustande enthalten sey, und mit dem Harze eine Art Seife bilde. Vier Uncen Cryst. tartar. gaben durch Einäscherung ı Une. 3 Dr. ı2 Gr. alkali- schen Salzes, welches, mit Schwefelsäure gesättigt, mittelst Krystallisation ıı Dr. ı Scrup. ı6 Gr. Tartarus vitriol. bildete. Durch unmittelbare Zerlegung einer gleichen Menge Weinsteinkrystalle mittelst Schwefelsäure erhielt WırcLeR ı1 Dr. 10 Gr. Tart: vitriol., und folglich nur 26 Gr. we- niger, als im ersten Versuche. Dalis diese kleiie jn einem der letz Grund ha sehr übe ha selbe, st same Al sultat u En Menge der Arys Fumana, ter, der und der tivsalz. allen F Ralı ma Nach zengenl: tiche di em mit Cashan schutk Mon ttiche 7 er Kalig. kochungen It, Durch ıre und Al. Irus vitri p machtı krauts g ofelsäure et B für Harı löste, Dı so glaubt ı in einem m sey, W hilde, gaben durch Gr, alla! hwefelsiu? ion a1 ol, bildet, sung ei ‚De mittel 11 Dr. 0 I Dal Jese MC) ham kleine Menge fehlenden Ralı's aber allein in. einem nicht zu vermeidenden Verluste der letzten Zerlegyungsmethode seinen Grund habe, leer Wırsres seinen Lesern sehr überzeugeird vor Angen. In einem anklern Versughe wandte der- selbe, statt der Schwefelsäure, Salpeter- säure an, und dieser hatte dasselbe Re- sultat zur Folge. Endlich verschaffte sich WıiercuLes eine Menge frischer Pflanzen, deren Säfte er der Krystallisation aussetzte. Der Saft der Fumarıa, Borago und Cicuta gab ihm Salpe- ter, der von Absinthium Tarzarus vitriol., und der von Farfara Tart. vitriol., Diges- tivsalz und ein weinsteinartiges Salz. In allen Fällen erhielt er Salz, deren Basis halı war; Nachdem Wıecies auf eine sehr über- zeugende Weise durch eine Menge Ver- suche die Präexistenz der Alkalien in ei- nem mit Säuren verbundenen Zustande dargethan hat, bemüht er sich, im 5ten Ab- schnitte ein Gleiches in Hinsicht des Am- moniums sowol in dem Thier- als Pfilanzen- reiche zu thun. Mehr als ı00o Versuche mit frischen und trockenen Kräutern wur- den für den letzten Zweck angestellt. Es gelang ihm, aus allen Pflanzen, de- ren er sich bediente, mittelst Destillation mit Wasser und einem Zusatze von Poit- asche ein Destillat zu erhalten, welches immer deutliche Anzeigen von Ammonium gab. In Folge dieser Versuche glaubt er sich zu der Annahme berechtigt, dafs. auch das Ammonium der Pflanzen kein Gebilde der Fäulnifs oder der Verbrennung, son- dern ebenfalls nur ein Edukt sey. Da es ihm aber nicht gelang, auf irgend eine Weise eine so grolse Menge Ammoniums aus den organischen Körpern abzuscheiden, als sie durch die trockene Destillation hie- fern; so nahm er an, dafs das Ammonium- salz mit den organischen Körpern ein zu inniges Band knüpfe, als dafs der Chemi- ker auf nassem Wege vermögend werde, dieses gänzlich, oder ım dem Grade aufzu- lösen, in welchem es durch. die trockene Destillation geschieht. Dieser innigen Ver- bindung schreibt er auch die Nichtflüchtig- keit des Ammoniums beim’ Trocknen der Pflanzen, so wie die Ursache zu, dals ver- [en ver Wa wEBs V0 Laugens lieset,$ gehen, schrie) monlun dals er theilen bilde,\ der Ve Üb dieser öffenfli samkeit welche Produkt & zugle unl sich Sales mehre; GRıND; ıtern wı- stellt. inzen, de- Jestillation . von Pott , welche Ammon glaubt e t, dafs, aut ein Gehillt nung, S0l- sey, Da& irgend eine Ammontums ‚zuscheide, tillation I® Ammonlum yern ein Mu der Chent nd werde, ade aufzu- > trocken? nigen Ve ohiflücht; ‚cknen in U; als 33 kohlte Vegetabilien noch eine grofse Men- ge, ja selbst so lange Ammonium liefern, als noch etwas Kohle mit dem Aschentheı- lien verbunden ist. Wenn man die Vertheidigung Wiırc- ıer's von der Pr=existenz der flüchtigen Laugensalze in den Pflanzen und Thieren lieset, so mufs man auf die Zeiten zurück- gehen, in welchen er diese Abhandlung schrieb.— Jetzt wissen wir, dafs das Am- monium ein zusammengesetzter Körper sey, dafs er sich täglich aus seinen Bestand- iheilen vor unsern Augen bei der Fäulnils bilde, und dafs es ebensowol ein Produkt der Verbrennung als der Vegetation sey. Übrigens verdientdessenungeachtet auch dieser Abschnitt, den derselbe ım Jahr 1774 öffentlich bekannt machte, alle Aufmerk- samkeit, und er wird diejenigen Chemiker, welche das Ammonium nur allein als ein Produkt betrachten, sehr überzeugen, dafs es zugleich auch Edukt der Pflanzen sey, und sich in denselben im Zustande eines Salzes befinde, eine Thatsache, welche von mehreren Chemikern, und neuerlich: von GrinpeL und mir sehr häufig bestätigt ist. 3 Wenn daher jener verdienstvolle Chemiker auf der einen Seite zu weit ging, indem er behaupteie, dafs alles Ammonium in der Natur schon gebildet vorhanden sey, und die Bildung desselben durch Gährung und Verbrennung absolut bestritt, so hatte er auf der andern Seite Recht, wenn er das Ammonium als einen Bestandtheil der Pflan- zen betrachtete. Sonderbar ist's, dafs WırcLes, unge- achtet er in seinem Werke über die Alka- lien ausdrücklich sagt, dafs alles in dem Weltraume vorhandene Alkali Edukt, und alle Nachbildung vergeblich sey, dafs man die Mischung desselben nicht kenne, und sie den Elementen hinzugerechnet werden mülste, er dennoch in einer Anmerkung zu VoceEr's Institut. Chemiae, Übers. P- 444; gewissermalsen auf eine zusammengesetzte Mischung der Alkalien anspielt. Er sagt nämlich: »Man kann ohne Bedenken annehmen, » dafs das alkalische Salz nie in seine ächte »Bestandtheile zerlegt werde,“ob es gleich »C. F. Wenzei in der Einleitung zur hö- »hern Chemie, Leipzig 1773 ,::6. 87, „hennze ‚tirliche Runst »den W yseme\ „erhehe ychen! ybring »ph) si ydals( pralische ohat vie »anfihı »kalı n »werdi » gensa »Jicher, »sche$ »Bestim bringt, areı Be >sen y 2 Eis "Wwagu Chemiku , Inden m in der sey, und rung und hatte er ın er das ler Pflan- EB, UMge- die Alka- ; ın dem kt, und dals man ne, und t werden nmerkung 75. P. Al ngesetzit Er sag! nehmen, ine ächte es gleich zur hi 87, seht I (71 sleicht macht. Diese feste Mischung ist „an und für sich selbst schon ein sicheres »Kennzeichen, dafs es eine einfache, na- »türliche Mischung sey, welche für. dıe »Kunst unnachahmlich ıst. Demnach wer- »den wir klüglich handeln, wenn wir über „seine wahren Bestandtheile keinen Streit »erheben. Mutihmafsen können wir in sol- »chen Fällen, zur Gewilsheit es aber selten »bringen. Heınr. Hasen glaubt in seinen »physikalisch- chymischen Betrachtungen, „dafs das gemeine Laugensalz vom mine- »ralischen abstamme; aber diese Meinung »hat viel wider sich, wovon ich nur dieses „anführen will, dafs das mineralische Al- »kali nicht in all’ den Gegenden gefunden „werde, wo die Gewächse gemeines Lau- » gensalz liefern.— Es ist also'wahrschein- »licher, dafs die Natur beide fixe alkali- „sche Salze, jedes besonders nach seiner »Bestimmung, durch ihre Kräfte hervor- »bringt. Wollen wir nun von beiden ıh- »ren Bestandtheilen muihmafsen, so müs- »sen wir die besondern unterscheidenden »Eigenschaften eines jeden in genaue Er- »wägung ziehen, und nur nach Wahrschein- g* »lichkeit urtheilen. Beide sind trockene, »feuerfeste Körper, älso müssen sie beide »freilich eine feuerfeste Erde zur Grund- »lage haben; dafs auch das Wasser einen »Antheil bei der Mischung habe, scheint »ihre grolse Neigung und Verbindungskraft »mit selbigem anzuzeigen.— Das salz- »machende Princip, die allgemeine Feuer- »materie, kann ihnen wol nicht abgesirit- »ten werden, und dafs auch die Luft reich- »lich in ıhrer Mischung vorhanden sey, »sehen wir mit Augen, wenn man sie mit »Säuren vermischt,‘ Also sind sie beide »aus allen vier Elementen zusammenge- »seizt.— Von welchem Elemente sollen »wir.aber wol den Unterschied dieser bei- »den alkalischen Salze herleiten? Luft, » Wasser und Feuermaterie können wir wol »nicht mit Wahrscheinlichkeit anschuldigen, »denn bei einem jeden von diesen findet »kein weiterer Unterschied Statt. Also »bleibt nur allein die Erde übrig, worin »der Unterschied zwischen den gedachten »beiden alkalischen Salzen gesucht werden »muls, Bei diesen finden wir nun auch in »der That einen starken Unterschied in ıh- m nn ehe en tn yyen Bl ‚Grnde alkalıse ‚ihrer 6 „Denn schein 3zu we »wahrst »neral »geme »zu se aus W »verbun zeugt Au alle all saure, und ei merkte schied; schen Uarın be gEMANIE Pal RN 9) Eir phy trocken, sie beide T Grund. er einen , Schemt ungskraf Jas salz- \e Feuer- abgestrit- „uft reich- den sey, n sie mit ie beide mmenge- ie sollen ieser bei- n? Luft, n wir wo huldige, en findet , Also ‚ worin ‚dachten werden auch n ed mih- [SV = »ren Eigenschaften, dafs wir daher mit »Grunde muthmafsen können, dafs beide »alkalische Salze einzig und allein wegen »ihrer Grunderde von einander abweichen. »Demnach lassen mich verschiedene Er- »scheinungen, welche ich hier, um nicht »zu weitläufig zu werden, weglassen mufs, »wahrscheinlich muthmafsen, dafs das mi- »neralische Alkalı die Bittersalzerde, das »gemeine Pflanzenalkalı aber die Ralkerde »zu seinen körperlichen Grundlagen habe, »aus weichen sie durch dıe übrigen mit- »verbundenen Elemente von der Natur er- »zeugt worden sey.« Auch Wenzeu, welcher annımmt, dafs alle alkalische Salze aus der gemeinen Salz- säure, einem feinen, brennbaren Wesen und einer alkalischen Erde bestehe, be- merkte schon vor Wıscres, dafs der Unter- schied zwischen den fliehtigen, vegetabıi. lischen und mineralischen Laugensalzen darin bestehe, dafs in jenen beiden die gemeine Kalkerde, in diesen aber die mu- riatische oder Bittererde anzutreffen sey**). #) Einleitung zur höhern Chemie, p. 76.— Hıgen's phys. chem. Abh. Königsb. 1776. 38 Nach Erscheinung von Wırster’s Schrift waren alle Chemiker von der Preexistenz der Alkalien in den Pflanzen überzeugt, und seime lehrreiche Abhandlung schien allen Streit beseitigt zu haben. Mit dieser Überzeugung wuchs der Glaube an die Einfachheit und Unzerlegbarkeit der feuer- beständigen Alkalien immer mehr und mehr, und sie wurden den Elementen hinzuge- fügt. Als aber in der Folge Schzerue*#%) das Ammonium durch einige Metalloxyde zerlegte; als er und Brremann in den Jah- ren 1755— ı788 diefs bestätigten; als es darauf Priestuey gelang*), mittelst des elektrischen Funkens das Ammonium zu zersetzen und Wasserstoffgas abzusondern; als er in der Folge gleichfalls diese Zer- legung durch Metalloxyde bewirkte: so wurde eine neue Bahn gebrochen, welche BERTHOLLET#) und van Marum, die Scher- #) Phys. chem. Schriften. B. 1. p. 196. B. 2. p. 75. 4) Versuche und Beobachtungen über verschiedene Theile der Naturiehre. #) Schriften der Acad. 1785.— v. Crell’s chem. Ann. 1791. B..2,.8..109.. ER h ! MM es! ton, W ‚hem B fndend nelen, Result und H Bi durch iene das V gengas Divv be te ena zwar 9 stofl, ı sersto. wichte wurden Prısr s Schnit existenz erzeugt, schien it dieser an die er feuer- nd mehr, hinzuge- HEELE*) alloxyde len Jah- als es elst des um zu sondem; ese Zer- kte: 0 welelt \ ScHEE- Dr: P- 75 ‚schieden -hem. Ant: 39 ur’s und Prirstuey's Versuche wiederhol- ten, und Lavoısıers Theorie mit glückli- chem Erfolge zur Erklärung der dabei Statt findenden Erscheinungen anwandten, eb- neten.' Diese Versuche führten zu dem Besultate, dafs das Ammonium aus Azot und Hydrogen zusammengesetzt sey. Berruorzer, welcher das Ammonium durch Elektricität zerlegte, und das erhal- tene Gas mit Oxygengas detonirte, setzte das Verhälinifs des Azots zu dem Hydro- gengas, dem Gewichte nach,= 121: 29. Davy bestätigte*) diefs.— Später bestimm- te er auch die quantitative Mischung, und zwar 3 Th. Wasserstoff gegen ı Th. Stick- stoff, dem Volumen nach, oder 5 Th. Was- serstoff gegen ı3 Th. Stickstoff, dem Ge- wichte nach.‘ Diese analytischen Versuche wurden durch die Synthesis von Austin, Priestter*) und Kırwan°) bestätigt.. Av- 48) Researches p. 56. Dessen Elemente, übers. von ) P Fr. Wolff. B. ı.$. 242. 49). On air 11.41. 50) On hepatie air$, ıı1. Zen u Zn 40 sTın°') seizte jedoch das Verhältnifs des Azotgas zum Hydrogengas= ı2ı: 33, Davy's glänzende Entdeckung, dafs die Alkalien metallische Oxyde, seyen,, führte zu dem Schlusse, dafs auch das Ammonium einen Theil Oxygens enthalte#), und die- ser wurde durch das von Sreseck zuerst dargestellte Ammoniumamalgum, dann aber durch die Versuche Bkrzwrıus und Pox- wıns höchst wahrscheinlich gemacht, und von Davy abermals bestätigt. Aus ihren Versuchen durfte man die Folgerung zie- hen, dafs das Ammonium aus Sauerstoff und einem unbekannten Metall zusammen- gesetzt, und dafs entweder das Hydrogen- und das Azotgas, oder auch blofs das letz- tere oxydirte Körper seyen. Berrnorter der Jüngere, welcher die- se Versuche wiederholte, fand kein Oxy- gen in der Mischung des Ammoniums, °*) Phil. Trans. 1788. #2, Phil. Trans. 1808. Di erhielt wach! Nach (zufol Itnils du #33, dafs die ', führte MmonIum und die. ’K zuerst ann aber nd Por- cht, und us Ihren ung zie- uerstoßf sammen- ydrogen- das letz. cher die. em Oxy. nonıums, 41 sondern blofs Hydrogen- und Azotgas 3), und zwar: dem Gewichte nach dem Volum. nach AZOEIEGTEHEN IN 2E,07724,60 Hyde 3ii788 721 ZERO 4060500. 100,00 Dieselben Resultate Berruorer's d. J. erhielten Gay-Lussac 5*) und Henry 5), wie nachstehende Tabelle angıbt: Nach Henry d. Gew. nach d. Vol. nach (zufolge Bıor's und Arra- co’s Berechn.) Azotgas 80,86. 8.20 220,25 Hydrogeng;.- 19,64 ir 2.084.73575 100,00 100,00 Nach Gay-Lussac und Berzeuıvs: Azotgas BENDOD ET Nenn 25 Hydrogen22 19273, Sr en 100,000. a0 53) Mem. de phys. et de_chem. de la societd 1809. d’Arcueil. Yol. II. p. 265. Journ. f. Chem. u., Phys. B;;7; 200. ©) Mem. d’Arc. p. 253. 5). Phil. Trans. 1809. GE EEE Zn rg eg a En tn nn en x 42 Diese Versuche sind von Henry auf sehr mannigfaltıge Weise wiederholt und etwas modificirt worden; allein in keinem Versuche, wo die beiden Bestandiheile des Ammoniums mittelst Elektrieität zu Ammo- nium sich vereinigten, wurde der Oxygen- gehalt des Ammoniums bestätigt. Da nun die Versuche anderer Chemi- ker, und vorzüglich der oben erwähnten, mit Ammoniumamalgam, welches durch die Eimwirkung der galvanischen Elektricität auf das Quecksilber und Ammonium erhal- ten wurde, zu dem Resultate führen, dafs auch das Ammonıum Oxygen enthalte: so bleibt fernern Versuchen hier noch die Ent- scheidung dieses streitigen Punktes, so wie der völligen Bestimmung der Zerlegbarkeit des Hydrogen- und. Azotgas übrig. Berzeuivs, welcher in neuern Zeiten über dıe Zerlegung des Azots viel ver- gebliche Versuche angestellt hat, glaubte nicht nur aus der Lehre von dem Mischungs- verhältnisse der Körper, sondern auch aus einem noch nicht weiter bekannt gewor- denen Versuche den Sauerstofigehalt(des Azots deduciren und die Basıs desselben als ch} ji das Nitriei Wasser Sauers (Man se übers, V Di Basis d sich du ber amaı mente de 1816, 8, Son gen, s0 die älte und fi hatten, ı lich mac son Alka Nuffe se der Best, miker au von der in ahır N [enay at holt unl n keinem (heile des u Ammo- * Oxygen. r Chemi- twähnten, durch die lektrieitit m erhal- on, dals alte: so die Ent. s, so m 'egbarkeıt 1 Zeiten riel ver- glaubte chungs- uch aus gewol- alt des esselhen 43 als ein Metall betrachten zu können. Er hält das Ammonium zusammengesetzt aus: Nitricum(metallische Basis).... 35, Wasserstofl 2.37... Hass SU er a RE 0,00% 100,000 (Man sehe dessen Elemente der Chemie, übers. von Brunnor, T. ı. 1816. S. 364.) Döszrzıner glaubtsogar, die metallische Basis des Hydrogengas und Azots jedes für sich durch den Galvanısmus mit Quecksil- ber amalgamirt zu haben.(Dessen Ele- mente der pharmaceut. Ghemie. Weimar 1816. 8. 57.) ScHEELE’s und Prisstrer's Entdeckun- gen, so.wie die Analogie, welche schon die ältesten Chemiker zwischen den fixen und flüchtigen Alkalien wahrgenommen hatten, mufsten es folglich sehr wahrschein- lich machen, dafs auch die feuerbeständi- gen Alkalien zerlegbar und keine einfache Stoffe seyen, wenn: auch die Hypothesen der Bestandtheile, welche die alten Che- miker aus Mangel hinlänglicher Kenntmmils von der Mischung der Alkalıen angaben, in ihr Nichts zerfielen.— Ja, es gab selbst 44 Chemiker, welche zu Lavoısırrs Zeiten went neue Hypothesen ersannen, oder diese aus| Er ihren Versuchen herleiteten. So schlofs Ar Fourcroy 5%) aus ganz andern Gründen, Kap als früher Wenzen und darauf Wiıercıes, nl au dafs die Basis.des Natrums vielleicht Bit- ni a zererde und mit Azotgas gesättigt sey, Verlate und dafs das Kali aus Kalk und’ Azotgas In ie bestehe. Auch vermehrte er die Anzahl ter wit der Alkalien durch die Hinzufügung des Er be Baryts, Ralks und Strontions.— zusamm G. Morveauv und Desornes 5) vermu-| u theten, dafs das Kalt aus Kalk und Hy- galranıse drogengas, und dafs das Natrum aus Bit- kömten, tererde und Hydrogengas zusammenge- gen best setzt sey.| Kalnın Merkwürdig ist es in der That, dafs| Oxygen fünf verschiedene und so ausgezeichnete Männer auf verschiedene Weise, unter Statt- Diese w findung einiger Modifikationen, so überein- von alle stimmende Hypothesen, entworfen haben; kulivine und ‚noch merkwürdiger würde es seyn, BE! ® La ug °°) System des Con. chym. T. ı. Dan ””) Mem. de!Instit. LIT. p. 3ar. 322. B3 an 's Zeiten wenn keiner von ihnen an seiner Vorgän- diese au; ger Versuche gedacht hätte. 0 schlof; Alles, was ındefs bis zu jener Zeit zur Gründen, Kenntnifs der Alkalien beigetragen wurde Wircım, und sich auf direkte Versuche gründete, leicht Bit bezog sich auf die Eigenschaften und das tigt sey Verhalten derselben zu andern Körpern. ! Azotga: Im Jahre 1807 begann mit Davy’s erwähn- \e Anzall ter wichtiger Erfindung eine neue Epoche. igung de Er bewies, dals auch die fixen Alkalien zusammengesetzte körper, dals sie metal- ) vermu lische Oxyde seyen, und vermittelst der und Hy- galvanıschen Elektricität reducirt werden kenn könnten. Nach seinen neuern Bestimmun- gen besteht das reine wasserfreie Kali aus®) Immenge 4 Kalium(Potassiums oder Kalimetall) 83,33 | OB er i6,6 hat, dals 5> 100,00 zeichnete: SE e i N Diese wichtigen Versuche sind, wiederholt ter Statt-: A Karin von allen ausgezeichneten Chemikern aller uDerell- en=: 5 kulivirten Nationen, fast allgemein aner- haben; s seyn, De 5] Lecture on the decomposition and composition of the fixed alkalies. Phil. Trans. 1808.— Davy’s Elemens of chemical phylosophy. Vol. 1. pP. 324. Uebers. v. Wolff. S. 297. bie 46 kannt und bestätigt worden. Später fand man, dals sich in gröfserer Menge auf trockenem Wege, durch Schmelzen mit Ei- senfeile, die Alkalıen reduciren lassen°). Diese Versuche wurden mit den übri- sen Alkalien und einigen Erden wieder- holt, und ähnliche Resultate erhalten. Anmerk. Seit ich diese Abhandlung ge- schrieben habe, ist bekanntlich viel für und wider die Ansicht von der Regu- tinität'der alkalischen Basis geschrie- ben worden, und noch immer ist der Streit nicht ausgeglichen. Einige Be- obachtungen sprechen dafür, dafs sich die Metalle mit dem Wasserstoff ver- dichten können, und das geringe spe- cifische Gewicht der redueirten Alka- lien im Vergleich ihrer Oxyde, so wie der Umstand, dafs die Reduktion nur vermittelst des Hydrats Statt findet, und die reducirten Stoffe mit dem gas- ‚förmigen Ammonium und dem Schwe- 69) J. F. John’s chemisches Wörterbuch, B. 2.$. 212, R.3..$8x06 2 fin stoff veran die 4 spre Rır Diel: tt von schung sehen« tige Gri Altalıen oder Dar für mög es jetzt wie die chen da welche Wissense Itage Ver Ichw ling eine ner Kleine suchungen ich zu| Worten, päter fa lenge qı n mit Ei. lassen 5), den ühri. n wieder ılten. Ilung ge ch viel fü der Regı: geschri 7 ıst de mige Be- dafs sich stoff un ringe S]l rten Alka: de, so ni ktion ni vet Findet, dem gas m Schn« B. 2: N al, se ‚felwasserstoffgas eben so-viel Wasser- stoffgas, als mit Wasser, entwickeln, veranlassen aufs Neue die Hypothese, die Alkalimetalle für Hydraten anzu- sprechen. S. hierüber die Schriften Rırter's, DarLrons und Murray’s. Diefs ist mit Wenigem das Hauptresul- tat von dem, was in Beziehung auf die Mi- schung der Alkalien vorhanden ist. Wir sehen daraus, dafs jedes Zeitalter sehr trif- tige Gründe hatte, die Zerlegbarkeit der Alkalien zu vermuthen, und ihre Bildung oder Darstellung aus ihren Bestandtheilen für möglich zu halten. Ohne Zweifel sind es jetzt die Davyschen Entdeckungen, so wie die verschiedenen Methoden, nach wel- chen das Ammonium producirt werden kann, welche der holländischen Gesellschaft der Wissenschaften zur gegenwärtigen Preis- frage Veranlassung gaben. Ich werde im Verfolge meiner Abhand- lung einen Versuch machen, diese aus ei- ner kleinen Anzahl anzuführender Unter- suchungen, von einer grofsen Anzahl, die ich zu diesem Ende anstellte, zu beant- worten. pa Es Zweite Abtheilung. Beweise von der Pra&existenz des aus den Pflanzen durch Verbrennen zu erhal- tenden Kalı's. Wenn man die grofse Anzahl von Ver- suchen derjenigen Chemiker durchläuft, welche in der vorhergehenden Abtheilung genannt sind: so wird sich jetzt diese Fra- ge schon von selbst beantworten. Es ist in der That schwer, über diesen Gegen- stand Versuche anzustellen, welche die Pre&existenz des Ralı ın den Pflanzen deut- licher bewiesen, als die trefilichen Ver- suche Marccrar's, WıEGLEB's und einiger ihrer Vorgänger.— Es ist selbst zu be- wundern, dafs es nach Cravs Borrıcn’s Zeiten noch Chemiker gab, welche die Ge- senwart der fixen Alkalien in der Natur und besonders den organischen Körpern bestreiten konnten. Cravs Borrıca ent- deckte dasselbe im freien Zustande in ver- sehiel® yapenll stallinse heit des wann,\ dals da zahl Ye Endlich kalıen Kalı ı achtet Gegenn Allalıen sich den der En brenm man 2 mit ve verhren nie sondern {ie alkal Wen D) Prin les aus da N zu erh | von Ver durchläul; \btheilung diese Fra- n. Est en Geger velche di unzen deut ichen Ve nd einige st zu De Borrıck' he die 6? ler Natu rich ei de ner schiedenen thierischen Flüssigkeiten, und namentlich im Nasenmucus und der Kıry- stalllinse. Heıverıus bewies, die Möglich- keit des Vorkommens in Steinen’), Horr- MANN, MarGcGrAF, MonDEL-u. a. Ch. zeigten, dafs das Mineralalkali in einer grolsen An- zahl von Mineralquellen enthalten sey. Endlich entdeckte RrAarrorn die fixen Al- kalien im Steinreiche, und zwar zuerst das Ralı im Lepidolith und Leucith. Unge- achtet es zu jeder Zeit Beweise von der Gegenwart der gebildeten und selbst freien Alkalien in der Natur gab, so konnte man sich dennoch nicht von dem alten Wahne der Erzeugung der Alkalien bei der Ver- brennung der Pflanzen losmachen, weil man zu wenig das Vorkommen der Salze mit verbrennlichen Säuren’ und der freien verbrennlichen Säuren berücksichtigte, und nie in den Theilen der frischen Pflanzen, sondern einzig And allein in deren Asche die alkalischen Salze fand. Wenn man den Saft einer Pflanze im t) Princip. phys med. 1754, T. 2. En er frischen Zustande ausprefst, oder auch eine trockene Pflanze, Holz, Wurzel oder ir- gend einen Theil derselben mit Wasser ge- hörig auslauget: so erhält man, falls darin ein krystallisirbares’ Salz enthalten ist, die- ses durch sorgfältige Krystallisation abge- sondert. Untersucht man nun die Natur des erhaltenen alkalischen Salzes, so läfst sich durch Gegenversuche oder durch Be- rechnung sehr leicht die Menge der alka- lischen. Basis, welehe mit der Säure das alkalische Salz constituirte, bestimmen. Durch Verbrennung oder Entfernung der Säure auf irgend eine zweckmälsige Weise, und nachherige Sammlung der alkalischen Basis, wird man finden, dafs diese letztere mit der durch Berechnung sefundenen Quantität. genau correspondirt, und kein Atom mehr betrage.— Überhaupt ist es ein längst bekannter, Grundsatz“ dafs zur Bildung einer Art von Sälz beständig ein bestimmtes Mischungsverhältnifs der Siure ‚und Basis erfoderlich ist.— Geht mansnoch weiter, und sucht dureh Verbrennung und Einäscherung des Pflanzenrückstandes und der nicht krystallisirten Flüssigkeit auf. dem sewülil : nird selben I ausfalle, Auspres Kıystill befreit dem dı zes be Meng rüchst: der m dureh un chen 0 Alkalı, Pflanz nommı zenthe wieder wenn Il nung ir: ame Me Müsen, Kıytll sen hit ukät, y "auch ein, 1 oder i; Wasser gr falls dar, en ist, die. ton abge die Natı , so lälsı durch Be ° der alkı Säure da estimmen nung der se Weise Ikalıschei se letzter elundenen und kaı ıpt ist: dafs zu indıg en ler Säurel nanmmocl ung und ndes und auf d denl gewöhnlichen Wege das Ralı zu erhalten: so wird man finden, dafs dieses in dem- selben Verhältnisse abnehme oder geringer ausfalle, in welehem man die Pflanze durch Auspressen oder Ausziehen mit Wasser und Krystallisation von ihrem alkalischen Salze befreit hat, und dafs die Summe des ın dem durch Krystallisation erhaltenen Sal- zes befindlichen Alkalı's und. der geringen Menge des leiztern, welche ‚der Pflanzen- rückstand durch Verbrennen lieferte, we- der mehr noch weniger beiträgt, als das durch unmittelbare Verbrennung einer glei- chen Quantität Pflanzenmaterie erhaliene Alkalı.— Da nun in diesen Versuchen den Pflanzen nichts als das alkalısche Salz ge- nommen wird, und der extraktartige Pflan- zentheil dem zu verbrennenden Rückstande wieder hinzugefügt wurde: so folgt, dafs, wenn das Alkalı ein Produkt der Ver nung wäre, der erwähnte Pflanzenrückstand eine Menge alkalischen Sal. müssen, welche mit Inbegriff der durch Krystallisation abg: deren Menge, grös- hätte seyn müssen, als diejenige Quan- Y tität, welche die ganzen und unveränder- .*X } i ten Pflanzen durch blofse Verbrennung lie- ferten, oder mit andern Worten, dafs die elementarischen Bestandtheile der Pflanzen unfähig sind, eine neue Portion Kali’s zu bilden. Es folgt zugleich, dafs das alkali- sche Salz eben so wenig die Bildung einer neuen Portion Kali’s aus den Elementen der Pflanzen begünstigen könne, weil in diesem Falle die, Menge des alkalischen Salzes aus den verbrannten unveränderten Pflanzen hätte gröfser seyn müssen, als die summarische Menge des mittelst Krystalli- sation und Verbrennung erhaltenen Kali’s‘). Diese Schlüsse sind aus Thatsachen ge- zogen, welche zum Theil schon aus Marc- GRars und Wırerer’s, ganz besonders abeı aus meinen Versuchen hervorgehen Sy *) Auch findet man, dafs Pflanzensubstanzen, welche von ihrem Alkaligehalte befreit sind, oder kein Kali enthielten, so wenig für sich durch\ er- brennung Kali hervorbringen, als wenn man den- selben Alkali hinzulügt, und dann die Verbren- nung unternimmt. a ER ae ) WiızeLeB erhielt ‚bis‘auf ein Minimum aus dem Weinstein mittelst Schwefelsäure dieselbe Menge Ih als ich( schnitten semacht und dah Wi elehe\ Ich bes: suche, tem, D eroßse. tch mie sehr Jet schien ı nem 7, nung|. 1, dafs di r Pflanze N Ralı's ı das alkılı dung eine Element e, weili alkalische ’eränderte) Rrystallı ı Ralı’s‘), chen ge- aus Man nders abe hen'®) f Al nzen, welt |, oder kei ]-h 7 durch Ve: n map del lie Verbrei 1 ım aus UM ‚elhe Menge Ich mufs gestehen, dafs ich anfangs, als ich diese Arbeit begann, mit den Fort- schritten, welche die Chemiker vor mir gemacht hatten, nicht ganz vertraut war, und daher eine Menge Versuche anstellte, welche dıe Resultate jener nur bestätigten. Ich beschränke mich daher hier auf Ver- suche, welche die ältern wirklich erwei- tern. Da die Sonnenblumen eine vorzüglich grofse Menge Alkali’s liefern, und,sie, wie ich mich durch Versuche überzeugt hatte, sehr leicht krystallisirbare Salze geben: so schien mir diese Pflanze vorzüglich zu mei- nem Zweck geeignet zu seyn 2). Ast, a) 190 Gran frischer Marksubstanz der krystallisirten schwefelsauren Kali’s, welche er er- bielt, wenn er das durch Verbrennung einer mit der vorhergehenden gleichen Menge Weinsteins erhaltene Kali mit Schwefelsäure neutralisirte und anschielsen liels. ?) Schon Baume fand den Salpeter in den Sonnen- blumen, Elem. de Pharm. p. 148. | h|| III) ( pi Br 94 Sonnenblumenstengel verloren durch die Austrocknung 164 Gran. 6) 160 Gr. Marksubstanz so lange mit Wasser ausgekocht, als dasselbe noch dar- auf wirkte, und dann wieder bei derselben Temperatur getrocknet, wogen nach der Berechnung noch 156% Gr.— Durch sorg- fültige Krystallisation der Auszüge schos- sen daraus 2 Gr. Salpeters in schönen, rei- nen, gestreifien Prysmen an, welche mit Kohlen verpufiten und reines kohlensaures Kalı hinterliefsen.— Die rückständige Flüs- sıgkeit wurde möglichst zur Trocknifs ge- bracht, und dann mit Weingeist behandelt. Die Auflösung setzte noch'/%, Gran Salpeter- krystalle und aufserdem einige sehr kleine, körnige Krystalle ab, welche salzsaures und phosphorsaures KRalı zu seyn schienen. Die nicht krystallische Flüssigkeit verhielt sich wie ein Gemisch von Äpfel- und Zitronen- säure, welche nach der Verbrennung nur Atome von KRalı hinterliefsen. Die erhal- tene Menge Salpeter ıst, der Berechnun or 5 zuiolge, ı/,Gran kohlensauren Ralı's gleich- zuseizen, in dem Zustande, in welchem es sich ın den Pflänzenaschen befindet.— Die md vichgeblie sor Jeicht: jenen Sau suminöse saurem A deutlich© der Einät ich ung und ein u) A che mit| lösete Al Diese I Anzahl ı gleichen ten ent dafs die die Salze man unte nannien ulligen all ') Eine v te} lin Schr dureh di: lange miı 10ch dar- derselben nach de: irch sorg- ge schos- \ÖNEN, Tel velche mi Hensaurs lıge Flis- knils ge- jehandelt ‚ Salpeter ehr klei, saures und enen, Di hielt sid Zitronel- nung nul ie erhal: rechnung 's gleich welchen findet,- Die von der Behandlung mit Weingeist zu- rückgebliebene Masse lösete sich im Was- ser leicht auf. Sie enthielt nur Spuren von jenen Säuren. Alkohol fällte daraus etwas euminöse Materie, verbunden wit äpfel- saurem Alkali. Barytauflösung zeigte sehr deutlich schwefelsaures Ralı an, und nach der Einäscherung der ganzen Masse erhielt ich ungefähr%, Gran kohlensauren halı's und etwas Ralk. c) Aus der rückständigen Medulla, wel- che mit Wasser vollkommen extrahırt war, lösete Alhohol nicht das Mindeste auf. Diese Substanz, welche in einer grolsen Anzahl von mir untersuchter Pflanzen mit gleichen sehr ausgezeichneten Eigenschaf- ten enthalten ist(mit dem Unterschiede, dafs die beigemischten Theile, besonders die Salze, sich nicht gleich bleiben), kann man unter dem Namen Medullin den soge- nannten nähern Pflanzenbestandtheilen hin- zufügen"). *) Eine vollständige Analyse der Sonnenblume und die Bestimmung der Eigenschaften dieser Medul- lin ist im 4ten Bde, p, 197, meiner chemischen Schriften enthalten. d) Die erwähnten 156%, Gran Rückstands verglimmten im Silbertiegel ruhig, und hin. terlielsen 2 Gran Asche, welche aus koh- len- und phosphorsaurem Kalk, mit etwas Eisenoxyd und Spuren Kali’s verbunden, bestanden. Die Mischungstheile desSonnenblumen- marks sınd beiläufig: Wasser, Medullin, Spuren von Apfel- und Zitronensäure, Spuren gummöser Theile, Spuren; äpfel- saurer Verbindungen mit kalischer und kal- kıger Basis, Salpeter, phosphorsaurer Kalk, Eisenoxyd, Spuren phosphor-, schwefel- und salzsauren Alkalı’s.; Nach dieser Analyse, worin die Salze durch Wasser. und Krystallisation wirklich abgeschieden, oder durch andere Reagen- ‚zien kleine Hinterhalte aufgefunden wur- den, wird der Kaligehalt(im Zustande, worin er sich in der Asche befindet) auf 2/„Gran gesetzt. Rechnet man diesen noch die geringe Menge hinzu, welche die Säu- ren, das schwefelsaure Kali, imgleichen die verbrannte Medullin gab: so kann man die ganze Menge mit aller Zuversicht etwas über 5 a “ Rasultat V Jetzt substanz 1 Destillatio unter hei Die Pros ın der} das Anse Bronze I ischerung Wasser 3 lensauer scheinlı bunden, Da ı Puffung€ den His) \ückstanl, ‚und hn. aus ko) mit etw; ‚erbunden, nblumen- Medullin, Inensäurs, ven» äpfel " und kal. rer hall, efel- und die Salz a wirklich e Reagen- ıden wur Zustande, ndet) auf sen noch dıe Säu- chen die man. die ht etwas 57 über 5 Gran setzen*),— Diefs war das Besultat von wiederholten Versuchen. A. 2 Jetzt wurden 26 Gran trockener Mark- substanz ın einer beschlagenen Reitorte der Destillation unterworfen, welche anfangs unter heftiger Verpuffung vor sich ging. Die Produkte wurden aufgefangen.— Die in der Retorte verbliebene Kohle, welche das Ansehen der künstlichen, sogenannten. Bronze hatte, hinterliefs nach der Ein- äscherung 5°/% Gran Asche, von denen das Wasser 535, Gran auflöste, und 2 Gran koh- lensauren und phosphorsauren Ralks, wahr- scheinlich mit etwas Talk und Eisen ver- bunden, zurückliefs. Da ıch vermuthete, dals bei der Ver- puffung etwas halbzersetzter Salpeter mit den flüssigen Produkten übergetrieben sey, °) Ich nehme bier nur an, dafs die geringe Menge Kali’s, welche durch das Verbrennen der Medul- lin erhalten wurde, kein Produkt, sondern ein Edukt sey. In der Folge wird der Beweis davon geführt werden. 58 so verbrannte ich das aufgefangene Öl und die ammonıumhaltige branstige Säure, Ich fand in der That ın der Asche Kali*). Wenn ı90 Theile frischer oder 26 Gr. trockener Medulla nun 3%, Gr. Salz oder Pottasche geben, so würden 160 Gr. der- selben dem Gewichte von 3,05 Gr. entspre- chen; rechnet man noch den Theil hinzu, welcher aus dem verbrannten Öle erhalten wurde: so ist die Zahl= 5,10 Gr. Nach dem vorhergehenden Versuche war der Pottaschengehalt in ı60 Theilen Marks auf 5 Gr. gesetzt, welches mit die- sem leizten Versuche auf das Genaueste übereinstimmt, wenn man einen geringen Theil ın der letztern Pottasche enthaltenen schwefel-, salz- und phosphorsauren Ralige- *) Aus diesem Versuche kann man keineswegs schlies- sen, dals die durch Verbrennung des empyreu- matischen Pflanzenöls und der Säure erhaltene Menge Kali’s ein Produkt der Verbrennung sey. In diesem Falle mülste man das Kalı aus allen ähnlichen Produkten'der Destillation verhalten, welches nicht Statt finder. Nur allein in dem Falle, in welchem die Dämpfe Kalı mit über- riıssen, erhält man dasselbe. halt aba Pıftasche te, Sılbe sung Age Ahnlı Nadeln v des Lev gestellt vernittel saures ha Üben! suche me das Rılı dals di Ralıgeli Anmerk; weit darin Steng getroc nur f durch ENT II N Chem; ne Ol m) äure, Ich ali D\ der 26 Gr, Salz oder 0 Gr, deı. [4 entspre- eil hinzu je erhalten Gr, Versuelt , Theılaı mit die- Genauest \ geringt nthalteneı ren hulige- swegs schliet des empyrell re erhaltent ennung SE]: ılı aus alle on ‚erhalten Jein in den I mit über halts abzieht, welche nach Sättigung der Pottasche mit Salpetersäure vermittelst Ba- ryt-, Silber-, Quecksilber- und Bleiauflö- sung angezeigt wurde. AL3: Ähnliche Versuche habe ich mit den Nadeln von Nadelhölzern, z.B. der Tanne, des Lerchenbaums, der Fichte u. s. w. an- gestellt, aus deren ausgeprelsten Säften ıch vermittelst Krystallisation saures weinstein- saures Kali. erhielt>). Überhaupt bestätigten mehrere Ver- suche meinen- oben festgesetzten Satz, dafs das Ralı ein Edukt der Pflanzen sey, und dafs durch die Verbrennung desselben ih» Ralıigehalt nicht vermehrt werde. Anmerk. Die Stiele der Sonnenblumen sind weit ärmer an Alkali, als die reine, darin enthaltene Medulla; die 340 Gr. Stengel mit markiger Substanz, die getrocknet 85 Gr. wogen, hinterliefsen nur 4Gr. Asche, welche 2% Gr. Kalt's durch das Verbrennen lieferten. 3) Chemische Schriften, B. 5.$. 66. 100 Th. frischer Medulla geben demnach beinahe 2 p.C. 100 Ih. getrockn.-= E ä IE ı00 Th. frischer Stengel, mitetwas Medullaverb. 3,-- sooTh. getrockn.---- ee sehr reiner Pottasche. B. Ähnliche Versuche stellte ich jetzt mit der Medulla des Hollunders an. a) 60 Gran hinterliefsen nach dem Aus- trocknen 32 Gran. 6) ı8 Gr. sehr fein zertheilter und ge- trockneter Medulla hinterliefsen nach der Einäscherung% Gr. Asche, welche aus kohlensaurem Ralk, phosphorsaurem Kalk, Eisenoxyd, kohlensaurem Rali und Spuren beigemischter Kalisalze bestand. 6) ı8Gr. mit Wasser ausgezogener Me- dulla hinterliefsen ebenfalls noch%, Gr. Asche, welche etwas alkalisch reagirte. Diese alkalische Reaction der Asche fand auch Statt, wenn ich die Auskochung des Marks unendliche Mal mit Wasser wie- derholte. d) Ich wandte jetzt Wasser zum Aus- kochen der Medulla an, welches mit etwas Salpee Wasser b allein das e) Ent tion Mei Schwefels Auskoche tersäune mit rein Salze z äscherun setzen sl dulla war gar nicht äscherun: alkalısch papier ı Dii überzeng fast aus; Bxtraktivs besteht, d ser aus de endlich| wandte ü keine 7 nahe 2 pl 14- 3/ erh, 3,; De | jetzt mil 1 dem Aus r und ge- nach der elche aus rem hal! nd Spur gener Ne ch 46 agırte, ler Asche ıskochun; asser wik zum Aus | mit efmäs 61 Salpetersäure vermischt war, damit das Wasser besser auf die Salze wirken könne; allein das Resultat blieb dasselbe. e) Endlich kochte ich eine andere Por- ton Medulla mit Wasser aus, dem ich Schwefelsäure hinzufügte; wiederholte das Auskochen mit Wasser, welches mit Salpe- tersäure säuerlich gemacht war, und zuletzt mit reinem Wasser, um alle schwefelsauren Salze zu entfernen, welche durch die Ein- äscherung nicht leicht vollständig zu zer- setzen sind. Die darauf getrocknete Me- dulla war dem Anscheine nach wenig oder gar nıcht verändert. Sie gab nach der Ein- äscherung eine Asche, welche fast gar nicht alkalisch reagirte, und das rothe Lackmus- papier nicht rein blau färbte. Da ıch mich durch analytische Versuche überzeugt hatte, dafs das Hollundermark fast aus reiner Medullin mit Spuren von Extraktivstoff und jenen angeführten Salzen besteht, dafs der Extraktivstoff durch Was- ser aus der Medulla leicht ausgezogen, und endlich dafs das zum Auskochen ange- wandte säuerliche Wasser auf die Medulla keine zersetzende Eigenschaften äulsere: 62 n so folgerte ich, dafs die Verbrennung der Medulla oder der ge- das Kalı nicht durch ringen Menge beigemischten Extraktivstoffs gebildet we srde, schen Salzen erschöpft, eine kalifreie Asche eferte, sondern dafs das in der Asche der Be nten frischen Medulla enthaltene K-lj dem verhrannten Ralisalze seinen Ur- sprung verdankte. 1 Diese Versuche geben zugleich Be- ° a| S Er A) 2 68 Bi k weise von dem innigen Bande, welches . r. 7 r Eee Se die Natur zwischen gewissen nähern er] > pr a zenbestandtheilen u . Nu sol-oır Sr SSH ae: hat, und der Schwierigkeit, ja\ telleicht der Unmöglichkeit, dasselbe aufzulösen, i wenn man blofs einfache Mittel anwendet, welche auf einen: der in dem Bündnisse u enthaltenen Theile um freien Zustande den- noch sehr kräftig und leicht wirken. C. Um die Wahrheit der in A. und B. ı. festgesetzten Grundsätze noch einleuehten- ii ı sa I]» 3 der zu machen, durchlief ıch eine grolse Reihe von Pflanzen, welche ich im Feuer Li welche, von allen alkalı- ET RE N ee en den Salzen eeknunpit Ss it is gelang mir endlich, eine guolgAl che seht selben näl auch in el enthalten. zen Asch dennoch| durch das es demn salze, 5 heile, z ker, Extr ehe durch ten, so\ alle Par halten), Von zu( liese zugleich. 1 kennen 7, Dr\ lolyeq den, den Aug icht dan ler der or raktivstofi len alkalı jvere Asche Asche da enthaltene semen Ur sleich Be. welche ern Pilar m anwend Bünduse stande der ken. und B. I „leuchten ine groß im Feit! \lich, em‘ grolsg Anzahl von Pflanzen zu finden, wel- che sehr gemischter Natur sind und die- selben nähern Pflanzenbestandiheile(wenn auch in einem etwas modificirten Zustande) enthalten, welche Pilanzen darbieien, de- ren Aschen sehr kalireich' sind,’ und die dennoch keine oder kaum Spuren von Kali durch das Verbrennen lieferien.— Wären es demnach nicht die verbrennlichen Rali- salze, sondern die nähern Pflanzenbestand- ihelle, z. B. Schleim, Gummi, Stärke, Zuk- ker, Extraktivsteff, Holzfaser u. s. w., wel- che durch das Verbrennen das Rali liefer- ten, so würde sıch erwarten lassen, dafs alle Pflanzen, welche jene Mischung ent- halten‘, dasselbe Resultat geben müssen. Von allen Pflanzen, deren ich mich zu diesen Versuchen bediente, machte ich zugleich Analysen, um ihre ganze Mischung kennen zu lernen. T, Versuche mit Sen samen. Der Senf besteht meiner Analyse zu- folge aus Wasser, einem sehr dürchdringen- den, dem Rettigim- Geruch ähnlichen, Bren- 64 nen erregenden, schweren, ätherischen Öle, freier Säure, phosphorsaurem Kalk, wenigen schleimigen Theilen, wenigen extraktartigen Theilen, braunem, concretem, mildem Harz, mildem, gelbem, fetiem Öl, unauflöslichen Theilen, Spuren von Salzen, Eisenoxyd, phosphorsaurer Bittererde*), >40 Gran Senf hinterliefsen nach der Einäscherung im Silbertiegel ı3 Gran Asche. Durch Auskochen mit Wasser wurden den- selben kaum Y, Gran entzogen. Die con- centrirte Auflösung veränderte das rothe Lackmuspapier so wenig, dafs es kaum sichtbar war, und das Wasser hatte blofs etwas salz-, phosphor- und vielleicht schwe- felsaures Salz aufgelöset.— Die unauflös- lichen Theile bestanden aus phosphorsau- rem Kalk und Talk, verbunden mit etwas Mang der salpetersauren Auflösung gefällte Salz an- und Eisenoxyd, welche das aus durch die Glühung roth färbten. Ein gewisser Srorr°’), welcher den Senf 4), Chem. Schriften, B. 4. N. xx. p. 153. 5) v. Crells Neueste Ent. B.’5. p. 254. ebenfilß gr Po Aweifel 9 Die stärkeart und oft d). ten nacl welche€ denen da sich nahı pP Gr, Asch 1 Asche ı Die Rieselerl Kalk, sa] Indunger verlältifs or) N *) Hätte ischen() k, wenige: raktartigeı dem Harz, wNlöslichen Eisenoxyl nach de ran Ascht urden den Die cur das roll: es kam natte blol ıcht schw: e unaulli: hosphorsa: mit em je das al fällte Sal r den Se1 65 ebenfalls verbrannte, erhielt aus ı Pfund 6 Gran Pottasche; allein diese bestand ohne Zweifel gröfßstentheils aüs jenen Salzen. GC: 3 Versuche mit Flechten. Die Lichenen bestanden aus Schleim, stärkeartigem Schleim, Faser, Salzen, Harz, und oft noch aus Pigment und Helenim. a) Parmelia fraxinea. 8 Gran liefer- ten.nach der Einäscherung 7Y, Gr. Asche, welche ein röthliches Ansehen hatie, von denen das kochende Wasser nur% Gr. ın sich nahm, und gar kein Kalı enthielt. b) Parmelia sciliarts. 50 Gr. gaben 2 Gr. Asche, welche sich eben so verhielten. c) Parmelia fraxinea. Sie lieferte eine Asche mit Spuren Alkalı’'s. Die Aschen dieser Pflanzen enthalten Kieselerde, etwas Gyps, phosphorsauren Kalk, salz- und phosphorsaure Alkalıver- bindungen in sehr geringer Menge, eine verhältnifsmäfsig ungeheure Menge Eisen- oxyd*). *) Hätten die alten Naturphilosophen diese Ent- 5 66 3: Auch andere Chemiker erwähnen Pflan- zen, deren Asche kein Alkalı enthalten soll. So soll nach Hermsstäor's Versuchen die rothe, die gelbe und die gemeine China- rinde kein Alkali liefern(Trommsd. Journ. 1797, St.1. P.90); und diels sind Substanzen, welche aufser den harzigen Theilen eine sgrofse Menge Gummi’s, Extrakt's und an- derer Bestandtheile enthalten.— Indessen verdienen.diese Versuche noch nähere Be- stätigung, weil sie mit denen von Meyer (v. Crell's chem. Ann. ı791, B.>. p. 43), welcher sogar in zwei Drachmen eine an- sehnliche Quantität Kalı’s fand, mit denen von MirABELLI, welcher es gleichfalls aus der Asche der China erhielt, und mit de- deckung gemacht, so würden sie vielleicht gesagt haben, dals diese Gewächse eine Art Uebergang in das Steinreich machten. Höchst wichtig ist f dieser grolse Eisengehalt indels für die Physio- logie. Ich hatte die Pflanzen von Fichten ge- sammelt, welche in einem nicht eisenschüssigen Boden standen, der gänzlich mir Gras bewachsen war. Die Fichten selbst enthalten kaum mehr als Spuren von Eisen, nen Mi 0 bran| ‚teen, Nach Asche de indels ıst und hängt Menge| und An sauren. Men Hauptres Altalısalz nähere R 1 sind, di prozels] Allen ıst das RK. len in de leckung gralke Meı stilguge Versuch Meine eis te ei; Inen Pfln. alten soll uchen die ine China- sd. Joum. ubstanzen. eilen eine 's und aı - Indesse nähere Be on Meyz: 2. 9. 43) n eine ar mit den ıchfalls au md mit de- olleicht gesz Art Ueberzan; t wichtig 1 die Physie Fichten senschüssigt a5 bewachst kaum mt nen von Fourcroy, der aus einem Pfunde ı9 Gran Rali’s gewann, im Widerspruche stehen. Nach Wiırczer's Beobachtung gibt die Asche des Huflattigs ebenfalls kein Kali, indefs ıst diefs wahrscheinlich sehr relativ, und hängt von der grölsern oder geringern Menge der in der Fussilago enthaltenen und durch Verbrennen zerseizten schwefel- sauren Halv's ab. Meine Versuche führten aber zu dem Hauptresuliate, dafs die von verbrennlichen Alkalisalzen ‚freien Pflanzen, so wıe deren nähere Bestandtheile völlig unvermögend sind, durch den einfachen Verbrennungs- prozels Ralı zu produciren. D. Allen bekannten Erfahrungen zufolge ist das Ralı nur allein mit Säuren verbun- den in den Pflanzen gefunden,— Die Ent- deckung Macır's, dafs das Tabasheer eine grofse Menge RKieselerde enthalte, die Be- stätigungen dieser Entdeckung durch die Versuche Fovrcroys und VavovrLrs und meine eigenen geben Beweise von dem Vor- 5* 68 —— handenseyn des Kalı's in den Pflanzen mit Kieselerde verbunden, ohne dafs man aber vermögend wäre, auf einem einfachen We- ge, z. B. durch Geschmack, Bläuen des ge- rötheten Lackmuspapiers u. s. w., dasselbe zu entdecken. Das von Humsouor und Bonruann in den Knoten einer auf der Abendseite von Pichincha, einer Cordillere der Andes, wachsenden Bambusart gefun- dene Tabasheer enthielt dessenungeachtet 36 p. C. Rali’s. Als ich über dieses merk- würdige, von der Regel abweichende Vor- kommen des Rali’s in den Pflanzen nach- dachte, wurde bei mir der Gedanke leb- haft rege, zu erfahren, ob nicht in einhei- mischen Pflanzen ebenfalls auf ähnliche Weise KRieselerde abgesondert würde; ob, wenn diefs wirklich Statt fände, Kali das wichtige Agens abgäbe, welches die Kiesel- erde aufgelöst erhielte; und ob es endlich auf diesem Wege nicht möglich seyn sollte, das Kalı im freien Zustande in den Säften zu entdecken*)? Yıeh Pinzen migen, son Rigi! Jen, eine enthelter „trach „dem „'eld „sent hier Alka ') Dies einen Man ı Planz Besten: stimme, auf der At, fre Minze Ton de sind} bekan 69 flanzen»;:; nn Nachdem ich eine grofse Anzahl von s man ahk Pflanzen zerlegt hatte, fand ıch, dafs die- achen We. jenigen, welche bei einem hohen Grade NET| RE HET° S les ge von Rigidität sıch rauh’ und scharf anfüh- % das: x..“ 7 ‚Cissclhe Jen, eine überaus grofse Menge Rieselerde B ii our ml enthielten*).— Ich wufste damals nicht, r auf de: Cordiller: \sart gefun quer’s chym. Wörterb., übers. v. Leonhardi, Leip- mungeacht zig 1781. ,„H. Baume hat gefunden, dafs die esse„Sonnenblume(Elem. de Pharm. p.ı48.), wenn ä„sie gut, gewartet wird, nicht nur eine sehr be- rende Vo:„trächtliche Menge vollkommenen Salpeter, son- zen nacl-„dern auch eine grofse Menge freien Alkalı’s, danke le}„welches, wohl zu merken, mit keiner Säure „verbunden ist, enthält.“— Wahrscheinlich liegt m ennlır- at; hier ein Irrıhum zum Grunde, da ich nie freies n al.. D v af ähnlice Alkali im Helianthus gefunden habe. würde; ob*) Diese merkwürdige Entdeckung veranlalste mich, », Ralı de einen Aufsatz auszuarbeiten, um zu zeigen, dals die Kiesd man vermögend sey, in einer. grolsen Anzahl von di Pflanzen die charakteristischen und vorwaltenden Bestandtheile nach dem äufsern Habitus zu be- seyn sollte stimmen; ja, andere Versuche brachten mich selbst len Säften auf den Gedanken, dafs es möglich sey, eine Art, freilich sehr einzuschränkenden, chemischen Pflanzensystems zu entwerfen.— Meine Arbeiten, von denen ich leider sehr oft unterbrochen wurde, sind bis jetzt nur Aphorismen, welche ich nicht eich in Mi bekannt zu machen wage. dafs Davyr lange vor mir die Kieselerde in der Epidermis einer grofsen Anzahl von Pflanzen gefunden hatte. 570 Gran trockenen Equisetum’s palu- stre lieferten mir 43 Gr. Kieselerde; 480 Gr. trockenen Equiset. hyemale 39; 286 Gr. Blätter der Chamaergis humilis 11; 103 Gr. Blätter des Zuckerrohrs 4; 240 Gr. Pteres aquilina 9% Gr. Kieselerde. Zu meiner Verwunderung fand ich aber in den Aschen einiger dieser Arten Pflan- zen nur Spuren von Kali, und ich habe noch bis jetzt nicht die bewundernswiür- dige Kraft kennen gelernt, deren sich die Natur bedient, um die Kieselerde, einen der unauflöslichsten Rörper in der Natur, den Säften der Pflanzen zuzuführen, oder sie darin aufgelöst zu erhalten*), *) Auch diese Versuche habe ich bald darauf wie- derholt(chemische Schriften, B. 4.$. 325), und wirklich in dem Farrenkraute, dem Equisetum und andern an feuchten Orten wachsenden Pflan- zen eine bedeutende Menge Pottasche gefunden. Freies Alkali enthielten die ausgeprefsten Säfte aber nie. Wenn man auch annelımen daıf, dals das Kalı im Tabasheer sich in einem der Ver- Wen im feien ‚uch nich ich dassel ken, wel inderten von welel sie eine | chenhol es firbt mıspapik trirten 2 }) 6 zum Br Jeiche 3). setroch eselerde N Inzahl vn tum's palı de; 480 61 ‚286 Gi 1; 105 Gr. G1, Pteres nd ich abeı rien Pfau | ich hal: dernswür. n sich di rde, eme der Natı ihren, oleı ) | darauf‘ wi» ), 335), und ı Equisetun enden Plan 1e. gefunden ‚relsten Sal n darf, dab el» 1em der| 7ı Wenn gleich mein Bemühen, das Kali im freien Zustande in Pflanzen zu finden, auch nicht ganz vergebens war:.so konnte ich dasselbe doch nur in solchen entdek- ken, welche es als ein Produkt der ver- inderten Organisation absonderten, oder von welchen es wahrscheinlich bleibt, dafs sie eine Zersetzung erlitten hatten. ı) Ein kaltes Infusum von faulem Ei- chenholz reagirte ungemein stark alkalısch; es färbte augenblicklich das rothe Lack- nuspapier blau, und brauste ım concen- trirten Zustande mit Säuren auf. 2) Ganz gesundes Eichenholz, welches zum Brennen bestimmt war, bot völlig sleiche Eigenschaften dar. 5) Eine Infusion des an der Luft aus- setrockneien Saftes einer Exulceration von glasung ähnlichen Zustande befindet: so darf diefs doch nicht auf die Pflanzensäfte angewandt werden, denn auch das Maximum in flüssigem Kalı aufgelöster Kieselerde reagirt immer alka- lisch. Der Grund, warum eich in meinen frü- hern Versuchen so wenig Kali in den Farren- kräutern fand, läfst ‚sich übrigens aus den Fol- - Ba. sen sehr ungezwungen erklären. einem Kastanienbaume(Aeseulus Hypo- castanum) zeigte jene Eigenschaften in ei- nem noch viel stärkern Grade, und setzte, nachdem es mit Salpetersäure neutralisirt war, reine Salpeterkrystalle ab.— Wahr- scheinlich befindet sich aber das Kali im gesunden Safte des Kastanienbaums als es- sigsaures Rali, denn neben dem kohlen- sauren Halı erhielt ich auch dieses Salz aus dem eingeirockneten Safte der Exulce- ratıon. Diese Thatsachen geben einen hand- greiflichen Beweis von der Pr&existenz des Rali in den Pflanzen, und von der Un- möglichkeit— so weit wenigstens bis jetzt unzweideutige Erfahrungen reichen, das Ralı aus Pflanzenmaterien durch die Ver- brennung zu bilden, wenn sie vor dersel- ben weder freies noch gebundenes Kali enthalten. Bemerku Em Wenn Ralı vor schon ein macht: so Vegetatin wie und in Ihrer eine Fra schwieri mie ist,\ schenden ter allem. Wenn ertorlerlicl den,\, tit Feudı amosphät (bus Hyy, alten in di und setzt, neutralisir ,— Wahr das Kali in ums als e;- em kohlen- dieses Salz der Exulee- nen hand. istenz des 1 der Un. s bis jetzt ‘hen, das h die Ver. vor ders. lenes Rıl Dritte Abtheilung. Bemerkungen ‚uber die WV‘ egetation und Ernährung der Pflanzen. Wenn es nun ausgemacht ıst, dafs das Ralı vor dem: Verbrennen der Pflanzen schon einen Mischungstheil derselben aus- macht: so folgt, dafs es.ein Erzeugnifs der Vegetation sey. Die Art und Weise aber, wie und woraus dıe Pflanzen die Alkalien in ihrer Mischung aufnehmen, veranlafst eine Frage, deren Beantwortung eine der schwierigsten in der physiologischen Che- mie ist, wie diefs die verschiedenen herr- schenden Meinungen sehr grofser Gelehr- ter allein hinlänglich beweisen. Wenn die Saamen den zur Vegetation erforderlichen Bedingungen ausgesetzt wer- den, d. i. wenn eine hinlängliche Quanti- tät Feuchtigkeit, Wärme, Oxygengas oder atmosphärische Luft unter günstigen Um- 74 ständen auf sie einwirken können: so ent- wickeln sıch, wie bekannt, in der Erde die Reime. Die: ın den Cotyledonen befind- lichen, fast unsichtbaren Gefälse fangen an, sich zu erweitern; die ölig-mehlige Mi- schung der Saamenlappen erleidet eine Art Zersetzung oder Gährung, es bildet sich eine grolse Menge zuckriger Materie dar- in, indem Oxygen absorbirt und kohlen- saures Gas ausgehaucht wird; das Schnä- belchen des Keims wird zur Wurzel, und das Blattfederchen(der zweite wesentliche Theil des ın dem Saamen befindlichen Reims) wird zum Stamm.— Wenn der Keim sich in dem Mutierkuchen entwickelt und bıs zu dem Grade der Vollkommen- heit ausgebildet hat, dafs die Cotyledonen- gefälse, welche demselben die erste Nah- rung zuführten, unfähig werden, diefs Ge- schäft zu verrichten: so bedarf das Pflänz- chen nothwendig auderer Sioffe zur Nah- rung und zum Wachsthum, Diese finden die Wurzeifäserchen der jungen Pflanze in den Gemengtheilen des Humus und dem sie umgebenden Medium. Welche sınd nun aber die Bestandtheile jeier Al zung A dem? LA Gelehrte Plänzen ron alleı hen(wo der Ay: anschai dennoel wenn sie finden de ml unauflös nicht\ {erien nährt w Salze, d man sie [ch fand senschüss; Fichten y Eisennn,( Von die Ansehey EN: so Mi er Erde|ı en befinl. fangen aı ehlige II. et eine Art ldet sich aterie dar- nd kohlen- das Schni- urzel, unl vesentlich findlicheı Wenn de ollkomne ‚otyledonen- erste Nil: 1, diefs 6 das Pflän » zur Nalı ese finde: n Pflanz ; und dei standthell 75 jener Körper, welche den Pflanzen: Nah- rung zuführen und ihr Wachsthum beför- dern? 1. Auf der einen Seite haben mehrere Gelehrte durch Versuche gezeigt, dafs Pflanzen in reinem destillirten Wasser, fern von allen festen Theilen, wachsen und blü- hen(wovon man sich durch das Wachsen der Hyacınthen ın reinem Flufswässer sehr anschauliche Begriffe verschaffen kann), und dennoch dieselbe Mischung enthalten, als wenn sie in der Erde gezogen wären; wir findensa Pflanzen, welche in reinem San- de und fihnlichen Körpern, die aus ganz unauflösiichen Substanzen bestehen und nicht die geringste Spur beigemischter Ma- terien enthalten, mit blofsem Wasser er- nährt wurden, Rali, Ralk und alle übrigen Salze, die sie zw enthalten pflegten, wenn man sie in gewöhnlichem Erdreiche zog. Ich fand in Lichenen, welche fern von&i- senschüssiger Erde hoch am Wipfel von Fichten vegetirten, eine ungeheure Menge Eisenoxyd’s; ich übergehe andere Beispiele. Von dieser Seite betrachtet,“ erhält es das Ansehen, dafs durch die Vegetation alle nähere Bestandtheile ın den Pflanzen selbst erst gebildet werden, und dafs, falls nur das Licht und die Luft auf die Pflanzen wirken können, das Wasser der Stoff sey, aus dem sie ihre Nahrung ziehen*). Schon Tuaues und Baco vermutheten die Umwandlung des Wassers in die Be- standtheile der Pflanzen. Van Hermonr!) trocknete 200 Pfund Erde in einem Ofen, feuchtete sie dann mit Regenwasser an, füllte damit einen ir- denen Topf und senkte denselben, nach- dem eine Weide darein gesetzt war, in die Erde. Der Topf wurde mit verzinntem Ei- senblech bedeckt, damit keine Erde hinein- gewehet werden konnte. Nach 5 Jahren wog die Weide ı69 Pfund 3 Unzen,; und die aufs neue getrocknete Erde ı98 Pfund, “ @ 4 ”) Ich übergehe die Meinung Anderer, welche von Pumpwerken der Pflanzen reden, ihnen Assimi- lationskraft zuschreiben und auch wieder nicht, kurz, die selbst nicht einmal recht wissen, was sie wollen. !) Chymista septicus. Auctore Rob. Boyle. Rot. terdami 1668,$. 101, und in Opp. 104. so di Jahren a Gewicht Stofte, al Boyı wachsen, Pfund,\ Pfund v wonn( einen| num die war: so zwar em nen, sie leben zı De Melisse vegetire führte, anzen sell; s, falls lie Pflan, er Stoff en°), vermuthet in die} 200 Pfun e sie dan it einen I Jen, nach var, in die ‚inntem Er rde hmen h 5 Jahreı Inzen, wd 198 Pfunl ‚ welche vo: ihnen Assim! wieder nich wissen, W Boyle. In pp- 104, 77 so dafs die Weide(ohne die während% Jahren abgefallenen Blätter) 164 Pfund an Gewicht zugenommen hatte, ohne andere Stoffe, als Wasser, erhalten zu haben. Boyze 2) liefs Kürbisse auf ähnliche Art wachsen. Zweı reife Früchte wogen 1014 Pfund, und die Zweige nebst Wurzeln 4 Pfund weniger> Unzen; allein die Erde, gte nur worin der Saame vegetirt hatte, zei einen Gewichtverlust von ıY/, Pfund. Da nun die Erde blofs mit Wasser begossen war: so schliefst Boyıe, dafs die Pflanzen zwar einige Salze der Erde entziehen kön- nen, sie aber doch auch blofs von Wasser leben zu können scheinen*), Desgleichen liels er Krauseminz- und Melissenstengel in reinem Brunnenwasser vegetiren, welches zu demselben Schlusse führte. Bei deriDestillaiion gaben diese ?) Chymista septicus. S. Dubia et paradoza p. 96. x. en ) Dieser Versuch dürfte wol geradezu das Gegen- heil beweisen, denn ı0 1/, Pfd. frischer Kürbisse werden eben nicht viel über ı!, Pfd. trockenen Stoffs geben. Gewächse dieselben Produkte, welche die in Erde erzeugten Pflanzen lieferten. Du Hameu°) liefs unter andern eine Eiche 8 Jahre lang ım Wasser vegetiren. Sıe trug jeden Frühling schöne Früchte, wuchs in den beiden ersten Jahren sehr üppig; nahm aber in den folgenden Jahren mehr und mehr an Stärke ab. Bei der trockenen Destillation erhielt er zwar die- selben Stoffe, welche die ın Erde gewach- senen Bäume liefern;"allein er bemerkt, dafs er wegen der geringen Menge nicht vermögend gewesen sey, das quaniitative Verhälinifs der erstern zu besiimmen. Unter den über diesen Gegenstand geschriebenen Abhandlungen verdienen diejenigen des Petersburger Akademikers Krarr vorzüglich gelesen zu werden, wel- che sich in den nov. Comment. Academ. imperial. Petropolitan® T. II. von 1751 befinden. Meine daraus gemachten Ex- cerpte sind verloren gegangen, und da ich jene Schriften nicht besitze, noch jetzt er- 3) Mem. de F’.Acad. des sciences pour l’ann. 1748. N halten& see Ver Ei Vertheid selbe uı zungen 7 Ahlandl Erde, Ü len N: dals die zen nicl men aufz und die fennt,| mus für ten, gla übergeh Immer Y durch Ai lillen kö elche I: 'len, [ern ein ‚egetiren, Früchte, ıren sehr n Jahren Bei der zwar die: je gewacl: bemeikt, nge nich! antıtative men. egenstan verdiena kadenikers rden, we ‚ Acaden. von ınl ‚hten Ex d da ie jetzt er Dann. 174° halten kann, mufs ich mich auf dic merkung beschränken. Übrigens sind auch seine Versuche an freier Luft unternommen. Evers#), welcher ein sehr eifriger Vertheidiger dieser Hypothese ist, will die- selbe unter andern durch folgende Erfah- rungen zur Gewilsheit erheben. In seiner Abhandlung»Fon der Fruchtbarkeit der Erde,« betrachtet derselbe es als eine al- len Naturforschern bekannte Thatsache, dafs die Erde zum Wachsthum der’ Pflan- zen nichts weiter beitrage, als den$: men aufzunehmen, Wasser zu absorbiren und die Wurzeln zu befestigen. Weit ent- fernt, die verbrennlichen Theile des Hu- ınus für Nahrungsstoffe der Pflanzen zu hal- ten, glaubt er, dafs sie sogar in Thonerde übergehen können. Daher enthalte letztere immer verbrennliche Theile, welche man durch Ätzlauge auflösen und durch Säure füllen könne>). #%) I. Th. Ellers phys. chym. med. Abhandl. Aus den Gedenkschriften d. K. Acad. d. W. heraus- gegeb. v. C.A. Gerhard. T. 2. 1764. S. 37. 240. 5) Der Herausgeber, H. Gerhard, betrachtet da gegen 80 Er steckte in ı5 Pfund ıo Unzen wohl ausgetrockneter Erde einen Rürbifssaamen, befeuchtete die Erde mit Wasser und er- hielt am Ende des Herbstes zwei Kürbisse, welche mit dem Kraute 25 Pfund ı4 Unzen wogen, und nach der Einäscherung 5 Un- zen 2 Quenichen und ı3 Gran Asche hin- terlielsen. Die getrocknete Erde wog nach diesem Vegetationsversuche ı5 Pfund 91, Unzen. Um dem Vorwurfe zu begegnen, dafs das zum Begielsen angewandte Wasser er- dige Theile mit sich geführt habe, wurden zwei Hyacınthenzwiebeln, deren jede> Un- zen ı Quentchen und einige Gran wog, zu einem andern Versuche angewandt. Die die Erde, die verbrennlichen Theile, das Wasser und die Salze als Nahrungsstoffe. Er bezieht sich unter andern auf Kübel(de fertilitatis cau- sa terrae, 1740. p. 9.), welcher das schleimige Extrakt der Modererde für die wahre nährende Materie der Pflanzen hält, und verwirft des Gra- fen Gillenborg’s gemachte Einwendungen in Be- ziehung auf das angenommene Unvermögen der feinen Gelälse, eine so dieke Materie einzusaugen (Principia agriculiurae chymica. Upsal. p. 192). eine M der Teg: hete, m sich fan san vegelit Gewicht Ei zen mi als Jeı der Fe eine Ai diehtung In derholt aufs N Zwieh Wasser ähnlich Die wasser| Verden, Nzen wo) bilssaame, er und a. &ı Kürbisse (dl 14 Unzer rung 5 U: Asche hin » wog nad Pfund 9 snen, dil Wasser« e, wurde ‚jede 2 Ti an wog, ii vandt, Di je, das War ‚Br: ba ertilitatis cu das schleim! hre nahren! virft des 6 ungen in} vermögen iu 18 einzusalkel Upsal, p 0) 51 eine wurde in reinem destillirten Wasser der Vegetation übergeben, und als sie blü- hete, mit dem Kraute verbrannt, wobei sich fand, dafs die Asche derselben 7 bis 8 Gran mehr betrug, als die zweite, nicht vegetirte Zwiebel, von eben demselben Gewichte. Errers vergleicht die Gefäfse der Pflan- zen mit Haarröhrchen, worin das Wasser als leidendes Element durch die Wirkung der Feuermaterie(als wirkenden Elements) eine Art Reibung erleide, die eine Ver- dichtung des Wassers zur Folge habe. Zu einer zweiten Abhandlung°) wie- derholte Erzers seine frühern Versuche aufs Neue, indem er Baumzweige und Zwiebelgewächse ım reinstem destillirten Wasser wachsen liefs. Dadurch erhielt er ähnliche Resultate. Die Erfahrung, dafs Thau und Regen- wasser im Sommer in Gefäflsen bald trübe werden, führte ihn zu neuen Untersuchun- 6%) Versuch über die Bildung der Körper überhaupt, aus den Mem. de Berlin vom Jahre 1749 a.a. O. $. 293. 6 gen über den Einflufs des Sonnenlichtes auf das Wasser. Er setzte 30 Mal abge- zogenes Wasser in gläsernen Gefäfgen der Einwirkung des Lichtes aus. Nach Verlauf einer gewissen Zeit bemerkte er eine in- nere Bewegung, Trübung, und bei der ; Destillation erhielt er einen kleinen Rück- stand. Auch wenn das destillirte Wasser in zugeschmolzenen Gläsern der Einwir- kung des Lichtes ausgeselzi wurde, erzeug- ten sich Spuren grüner Materie. Hierauf gründet er nun vorzüglich seine Hypothese, dafs die Sonnenstrahlen oder die Wärme mit den Körpern eigene Verbindungen ein- gehen, und dafs jene es seyen, welche in den Pflanzen den Saft. oder das von den ‚Wurzeln aufgenommene Wasser in Erde, Salz, Salpeter, brennbare Materie u. s, w. verwandelten. Diese Hypothese nimmt er auch bei der Bildung der Thiere und Mi- weralien an. TırLer war ebenfalls ein Anhänger je- ner Meinung. Er erzählt 44 Vegetations- versuche?) bei Anwendung verschiedener, ?) Mem. de U’ Aead.' de‘sciences pour lannee 1772. Hassenfratz a, a. O. ches nat de, D: zeigt I Töpfen grosko] au eigen In grolsen das Koh menlicht, Mal aba Tilgen de ch Verla 7 eine in d bei der nen Riick te Wasseı er Einwn. de, erzeus Hiera Typothes, e Wärm ngen ei: welche ı s von de r im Erde, je u sW nımmt: und N: Anger ‚Je etations hiedener, annee Ip theils gemengier, theils einfacher Erdarten, Das z.B. in Sand, Gyps u. s. w.. gesäete Geireide ging auf und trug Saamen, wel- ches nach 3 Jahren aufs Neue gesäet wur- de. Da Tıuter aber, wie Hassenrrarz ge- zeigt hat, die Erdarten in durchlöcherten Töpfen in die Erde senkte, und das hy- groskopische Wasser und den Regen dar- auf wirken liefs: so können diese Versuche eigentlich gar nichts beweisen. Insenmouss, dessen Schriften einen so grolsen praktischen Werih haben°),. hält das kohlensaure Gas der atmosphärischen 8) Ueber die Ernährung der Pflanzen. Aus dem Eng- lischen übers, u. mit Anmerk. von Got. Fischer, nebst Einleit. von A. v. Humboldt. Lpz:'1798.— Essay upon vegetables 1779.— Ins Franz. übers. & Paris 1780; und später neu. edirt.— Dasselbe ins Deutsche übers. von Scherer. 2 T'hle. Leipz. 1780. Wien 1788. 8.— Nouvelles experiences et observations, a Paris 1785.— Obsera phys ein Ausz. aus dem Journ..de Phys. Mai 1784:— Reflexion sur l’economie des vegetaux, daselbst Juni 1784.— Vermischte Schriften, ins Deutsche übers, von N. C. Molitor. Wien 1782. Zweite verm« Aufl. 1784. 6* Luft und die durch den Dünger erzeugte Kohlensäure, oft auch das Stickgas der At- mosphäre, welche nach seinen Ansichten von der ganzen Oberfläche der Gewächse aufgenommen und durch die Lebensthätig- keit in die unendliche Mannigfaltigkeit der nähern Bestandtheile verwandelt werden, für den Nahrungsstoff.. Die Pflanzen, be- merkt er, saugen mit ihren Wurzelfasern zwar mit dem Wasser auch Salze u. s. w. als Nahrung aus dem Boden ein; aber sie verwandeln die aufgenommenen Theile in den verschiedenen Organen in verschie- dene Substanzen. Das Wasser sey nur ein Vehikel der Nahrungsstoffe, aber keines- wegs die wahre Nahrung der Vegetahilien; denn letzteres erhelle aus der üppigen Ve- getation sehr saftreicher Pflanzen ih Lin- dern,‘wo sie in den trockensten Felsen unter dem Einflusse der brennendsten Sen- ne und dem Ausbleiben des Regens oft mehrere Monate vegetiren. Schon Prizsr- LEY beobachtete, dafs Vegetabilien ein Ver- mögen besäfsen, schlechte Luft zu verbes- sern; da aber Scherrte gerade das Umge- kehrte behauptet: so konnte man den Grund Bi— diese hi| die Ent Blätter' ud be seizen dein;( linge 1 wirkte währe chen, Wurzei Nommen Gas, h vorzüg selben nahrın indem stof au oder o selung die andı Ware;] n ehem Unter) tauglicı T erzeugt as der Ar, Ansichten Gewächs bensthitie. tigkeit de t werden, inzen, be urzelfasen ze u sv ; aber sı Theile ıı verschie ey nur ei yer keins getahilie üppigen lt ‚en in lit sten Felt ndsten St Regens on Prist en ein lt zu verbe das Ung den Gru! dieses Widerspruchs nicht eher erklären, als bis Incennmouss ım Jahre 1779 und 1780 die Entdeckung, machte, dafs: die Wurzeln, Blätter und Früchte zu jeder Zeit bei Tage und bei Nacht die atmosphärische Luft zer- setzen und ınm kohlensaures Gas verwan- deln; dafs aber grüne Blätter und Spröfs- linge nur allein zur Nachtzeit jenes be- wirkten und auch etwas Azot aufnehmen, während sie am Tage Lebensluft aushau- chen. Die von den Pflanzen durch die Wurzeln, Blätter, Zweige u. s. w. aufge- nommene Luft, besonders das kohlensaure Gas, betrachtet nun der Verfasser als die vorzüglichste und oft einzige Nahrung der- selben. Das kohlensaure Gas sey dıe Haupt- nahrung, und werde unaufhörlich zersetzt, indem die Pflanzen beı Tage den Sauer- stoff aushauchen, und den Kohlenstoff mit oder ohne absorbirtes Azot ın ıhre Mi- schung aufnehmen, um Öl, Schleim und die andern Stoffe zu bilden. Gleichwol war es Insenmovuss bekannt, dafs Pflanzen in eben den Luftarten sterben, welche zur Unterhaltung des thierischen Lebens un- tauglich sind, und dafs dieses auch auf das 86 — reine kohlensaure Gas auszudehnen sey; allein er suchte hier zugleich die Thatsache gültig zu machen, dafs alle Nahrungsstoffe und folglich auch die Kohlensäure, im Über- maals sowol Thieren, als Pflanzen nach- theilig seyen. Nach des Verfassers Ansich- ten sind daher nur Gasarten zur Ernährung der Pflanzen tauglich, und der Dünger, welchen derselbe als eine zu diesem Be- hufe unentbehrliche Materie betrachtet, diente blofs zur Produktion des kohlen- sauren Gas, welches die Pflanzen einsau- gen. Dafs die Pflanzen durch die Wur- zeln den Kohlenstoff nicht als solchen ab- sorbiren, sucht er unter andern auch aus Dv Hamer's Versuch mit einem Weinreben- zweige, den derselbe von aufsenher in ein Treibhaus führte, und im Winter vegeti- ren, blühen und Frucht tragen sah, zu beweisen. Auch bezieht er sich auf Ar- tuur Youne’s Versuche, welcher gefunden haben will, dafs Kohlenpulver gar keinen vortheilhaften Einflüfs auf die Pflanzen habe. In neuerer ‚Zeit fand sich auch die Berliner Akademie der Wissenschaften ver- anlıkl, yelchel ‚mischen h) de n en „Treten » sie daı „die Le blumen Porzel Glasfeı Luftzu, 7 N nen= anlafst, die Preisfrage aufzugeben:»Von „welcher Art sind die erdigen Bestand- Tungsstofe»theile, welche man durch Hülfe der.che- ', im Uher»mischen Zergliederung in den verschie- zen nach.»denen inländischen Getreidearten findet? ers Ansich»Treten diese in solche so ein, wie man Ernährung»sie darin findet, oder werden sie durch er Dünger,»die Lebenskraft und durch die Wirkung diesem Be»der Organe der Vegetation erzeugt?«°) betrachte Und diese ist von den H. Scuraper und es kohleı. Nevmann beantwortet worden. Nachdem en eimsal: ersterer die Bestandtheile der Getreide- die Wur. arien untersucht und quantitativ bestimmt olchen dl. hatte. säete er dieselben in reine Schwefel- n auch a blumen und in Baumwolle in Glas- und Veinrehtt Porzellangefäfse, welche ın grofsen, mit nher ine Glasfenstern versehenen Kasten dem freien ter vegel Luftzuge und der Sonne im Garten ausge- sat, h auf& 9% Zwei Preisschriften über die eigentliche Beschaf- 2 keine fenheit und Erzeugung der erdigen Bestandtbeile 2 in den verschiedenen inländischen Getreidearten Pflanze von J. Ch. C. Schrader, Apotheker in Berlin, und J. S. R. Neumann, Inspektor und Pastor zu auch d Templin. Herausgeg. von der K. A. d. W. zu " Berlin. Berlin ı800. 1aften ve" setzt wurden. Dadurch, dafs die Stoffe mit kohlensäurehaltigem Wasser benetzt wur- den, gelang es ihm, 28 Roggen- und ı2 Gerstenhalme von ı2 bis ı4 Zoll Länge mit saamenlosen Ahren zu erzielen. Da diese Halme aur in einer erdefreien Masse ve- getirt hatten, und sie getrocknet 5 Mal mehr als die dazu gehörigen ausgesäeten Körner wogen, da sie zum Theil bis zur Blüthe gewachsen waren, und nach der Einäscherung eben so viel und solche Er- den, als Kornhalme, welche in der Erde gewachsen, enthielten: so glaubt derselbe überzeugt zu seyn, dafs die in den Ge- treidearten enthaltenen erdigen und metal- lıschen Bestandtheile durch die Lebens- kraft und durch die Wirkung der Organe der Vegetation aus dem Wasser erzeugt worden sind. Die neueste über diesen Gegenstand erschienene und hieher gehörige Abhand- lung rührt von dem Hrn. Braconnor her 20); "%) Annales de Chemie. T. LXI. p. ı87, und dar- aus im Bulletin des Neuesten u., w. B.3.H. 2. I 809. Diese| Sehlusse alles, WA ist, M Dimmer! Zustand halte bl ten, zu zurück, giftigen terie w; Sonnenl erzeugen halten I Schwelk auch$ stoff, s zigen| des We Ile lafs ma, Enlteiche Ann, nr aılhören Erdreich ner; dal Düngers 89 Stoffe ni Dieser Gelehrte glaubt sich zu folgendem netzt wu Schlusse berechtigt: ı) Die Pflanzen finden N- und ı alles, was zu ihrer Ernährung nothwendig Länge ni ist, in reinem Wasser;.2) Humus oder . Da dies Jammerde enthalte im völlig verweseten Masse n. Zustande nichts Aullösliches, sondern sie net 5 Mi halte blofs das Wasser in einem zertheil- usgesäete ten, zu ihrer Ernährung nöthigen Zustande el bis zu zurück. 5) Pflanzen können in jeder, nicht l nach de giftigen und im Wasser unauflöslichen Ma- solche Eı terie wachsen. 4) Die Lebenskraft und das ‚ der Enlı Sonnenlicht können in den Pflanzen Stoffe t derselh: erzeugen, die man bisher für einfach ge- n den 6 halten hat, z.B. Erden, Alkalien, Metalle, und mei Schwefel, Phosphor, Kohle und vielleicht ie Leha auch Stickstoff. 5) Der Sauer- und Wasser- der On stoff, so wie das Feuer, scheinen die ein- ser erzii zigen Ursioffe zu seyn, die zur Bildung des Weltalls gedient haben. Gegensti I. Auf der andern Seite wissen wir, Ö ‚e Abhanl dafs manche Pflanzen nur ın gewissen vor. her") Erdreichen gedeihen, und dafs sie aus- arten, oder wol gänzlich zu vegetiren aufhören, wenn sie in ein anderes Erd- N Erdreich gebracht werden; wir wissen fer- .B3. Bu ner; dafs sie beständig eine gewisse Menge Düngers erfordern. und sehen(besonders häufig bei dem Getreide), dafs die Pflan- een gerade da am besten gedeihen, am zahlreichsten und üppigsten wachsen, wo die gröfste Menge Dünger oder auch nur die Gauche desselben sich mit dem Erd- reiche vermischte; wir wissen, dafs’ eine gewisse Art von Pflanzen nur eine gewisse Zeit auf einem und demselben Erdreiche angebaut werden kann, dafs sie im entge- gengeseizten Falle gar nicht wachse, oder doch keine Früchte trage, während andere Arten noch Jahre lang Nahrung in dem- selben finden und gedeihen; wir wissen, dafs ın den Gemengtheilen der Erde oft alle diejenigen Substanzen enthalten sind, welche wir ın den darin gewachsenen Pflan- zen finden; ja dafs gewisse Stoffe, die in gewissen Pflanzen sich zu erzeugen pile- gen, verschwinden, wenn das Erdreich, statt dieser, andere Körper enthält, wie diefs mit den am Meeresufer wachsenden Ralipflanzen, so wie auch mit einigen sal- peterhaltigen Vegetabilien der Fall ıst; die erstern nehmen ın ıhre Mischung Natrum auf, wenn das Erdreich mit Rochsalz an- geschwängert ist, und in den leiztern ver- schwindet der Säalneter, wenn das Erdreich dene wesende ehe zu. Ich habe wachsen nur mod aufammm im Frei Alle di dem Se ıhrer I Feuchti; theile m Theil se Theil: zeugen Di toren,| zu allen ‚sh Pflanzen &tt die un Arae SO attey a 1 )) Geo die Pf, eihen, ar ichsen, m T auch ıı ' dem Ent. dals em ne gewisst e im entgr achse, od end ander s ın dei ir wissen ' Erde alten sin senen Plır offe, die m ‚eugen]I s Erdrei! athält, m rachsenda inigen sal ll ist; de ng Nattuf ychsalz# iztern Te" Eh a5 Erdreic! 91 denselben nicht darbietet, oder keine ver- wesenden organischen Stoffe enthält, wel- che zur Produktion desselben’ geneigt sind. Ich habe mich überzeugt, dafs das bei uns wachsende Zuckerrohr theils kein, theils nur modifieirten Zucker in seine Mischung aufnimmt, während andere Rohrarten, die im Freien wachsen, denselben enthalten. Alle diese und andere Beispiele führen zu dem Schlusse, dafs die Pflanzen vermittelst ihrer Wurzelfäserchen, welche begierig die Feuchtigkeit in sıch ziehen, ihre Mischungs- iheile in der Erde suchen, und diese zum Theil schon ausgebildet darin finden, zum Theil aus den Elementen des Humus er- zeugen. Dieser Meinung waren die ältesten Au- toren, und neuere Gelehrte haben dieselbe zu allen Zeiten veriheidigt. Schon Vırcın wufste, dafs verschiedene Pflanzen das Land ausmergeln, dafs Dün- ger die verschwundenen‘Theile. ergänze und Bracheliegen die Felder stärke‘; denn so lauten seine Worte!!): 11, Georgicorum liver I. v. 79. »Urunt Leth@s perfusa papavera somno, »Sed tamen wternis ‚facilis labor, arida'' tantum » Ne saturare Jimo pingui pudeat sola, neve »Effetos cinerem immundum iactare per. agros. » Sic, guoque mutatis requliescunt feti. : bus arva,| -»Neec nulla interia est inaratw gratie terra.« Ursan Hıerne*) hat 1753 eine schöne Abhandlung über die Ernährung der Pflan- zen geschrieben. Er sucht die nährenden Theile der Gewächse im Erdreiche. und Dünger, und nimmt an, dafs Wasser, wel- ches durch die Wurzeln in die Blätter und Stengel steige, fixe Theile aus dem Erd- eich Es: %.°.= en reiche mit sich ziehe und sich zu selbst verdichte; denn Seite 39 heifs »adeo, vE credum vel 20 aque partes a »parte vna, vel duabus fluiditate sua exui *”) Actorum chem. Holmiens. T. II. Tent I. p. 1-ı38. »Uritenim lini campum seges, urit avene, er tens y p0% e salnıge : dis Wass sey VAN| ' zu wider »dem et „terra St »lisse, Di » quiden »ad ho wants gleich h Stande v lsmı men sah \1 nungen zig das Pflanzen bezieht che, Eı „UrTE ven vera somn Jabor, an n pudeat sol" ım Taeta 108, ‚escunt ei va, ade grüin ine schön ; der Pi, \reiche ul Wasser, ntl- Blätter ui s dem Ei ch"zugle' „ heifst& 2 partes fe sud eil np 95 »posse et solidum corpus roferre.« Auch salzige Theile, fügt er- hinzu, führe das Wasser ın die Pflanzen, und dadurch sey van Hrımonr's und Borre’s Hypothese zu widerlegen. S. 35:»Helmontium qui- »dem et R. Boyle sibi videntur omnem a »terra succum salsum et pinguem expu- »lisse, postguam exsiecarunt eandem. Mihi »quidem nec combustio, nec ignitio ipsa »ad hoc sufficere videtur.« Auch Woo»- warrT's Versuche, welcher Münzstengel un- gleich besser in dem schlammigen Rück- stande von der Destillation des Wassers, als in reinem destillirten Wasser fortkom- men sah, sprechen für diese Ansichten'2). JH. Porr») sucht ebenfalls die Mei- nungen derer zu widerlegen, welche ein- zig das Wasser als den nährenden Stoff der Pflanzen betrachten. Seine Abhandlung bezieht sich vorzüglich auf Eızers Ver- suche. Er macht aufmerksam auf den höchst 12) 4ctor. soc. Britann. ı691. Fol. XXI. N. 253. p- 193. 15) Animadvers. phys. chym. circa varias hypothes. et experiment. Dr. Elleri. Berol, 1756. Fe nern ee feinen Staub, welcher beständig in der Luft schwebt, auf ölige und verbrennliche Theile im. destillirten Wasser u. s. w. Über- haupt bestreitet er die Umwandlung des Wassers in Erde, und widerlegt das. Ex- periment Boyre’s mit 300 Mal abgezogenem Wasser. Hassewrratz!*)bewies durch Vegetations- versuche mit Hyacinthenzwiebeln, Schmink- bohnen und Kressensaamen, dafs die Pflan- zen keinen Zuwachs an Kohlenstoff erlang- ten, wenn sie in reinem Wasser vegetirten, sondern sie sıch auf Kosten des in dem Saamen enthaltenen Rohlenstoffs ernährten. Er: enikräftet dadurch van Heımonr’s, Dv Hamer's und Tınuer’s Versuche, und zeigt, dals die Pflanzen, welche sie wachsen lies- sen, nie aulser Verbindung mit kohligen Stoffen waren. In einer spätern Abhand- lung sucht er zu beweisen, dafs die Saug- wurzeln der Pflanzen die. kohlenstoffhaltige Materie aus dem Boden einsaugen. Auch Kırwan vertheidigt diese Mei- 1#) Annales de chem. 1792. T. XIII. p. 178. SI nung il üher die ıhren Bin IncEN eine. ZU re, won AV nicht ohı Pilanzer Mischu merkt d Erde ge des Roll es für m bensthit der Ex die ın dert bl. % ) Dessen \.Crel the 16 ) Iheen, Rruth scher ndig in ıı nung ın seiner Preisschrift:» Abhandlune erbrennli) über die vorzüglichsten Düngerarten und 8. W, Uhr ihren Einflufs auf das Ackerland 5),» ndlung( Incenmouss. betrachtet. den Dünger als legt das. eine zur Vegetation unentbehrliche Mate- bgezogm rie, worüber er zu lesen ist. A. v. Humsouor 15) hält selbst die Erde Vegetatioy wicht ohne Einflufs auf die Ernährung der egetation 5 eln, Schmid Pflanzen. Einer Pflanze(Chara), in deren dafs die Pfı Mischung sich immer Ralkerde findet,.be- enstoff erku merkt derselbe, ist die Gegenwart dieser ‚orydreii Erde gewils eben so wesentlich, als die ser vegelir S Tessinäh des Kohlenstoffis oder Hydrosens. Er hält Re Sms es für möglich, dafs unter Einflufs der Le- J alla az Ih bensthätigkeit der Pflanzen Zersetzungen ELMONTS,| S o en der Erdarten und Metalle Statt finden, Ne, a) olinli die ın einfacher Verwandtschaft unverän- wachsen les nit koklim dert bleiben. Das Wasser und die Luft N alt ern Abha ‚fs die Salk h Mi N ın 7 nstofhaltız 15) Dessen phys. chem, Schriften, übers. von L. sen, v. Crell, B. 5, 8.277.— Aus den Transacı: diese Mi of the royal irish Academy. Vol. P. 2°) Ingenhouss“über Ernährung der Pflanzen und Fruchtbarkeit des Bodens! WUebers.. von G. Fi- scher, mit Vorrede von Humboldt, Lpz. 1708. 23 II: p: 1. 3 2 Te x betrachtet er als vorzügliche Nahrungs- mittel; allein Incensouss Meinung, dafs die gasförmige Kohlensäure, zumal ohne Ge- senwart des Wassers, Pflanzen ernähren könne, wird mit Grund in Anspruch ge- nommen. Wenn die Rede von saftreichen Gewächsen sey, die ın den heifsen Zonen in völlig trockener Erde und zur Zeit, wo gar kein Regen fällt, wachsen, sey ScHrank’s Meinung gültig; denn beı ihnen vertrete der obere Stamm die Stelle der Wurzeln, indem diese Pflanzen‘ mit den eiförmigen, warzenartigen Erhebungen(Spaligefäfsen), welche das Mikroskop fast auf dem Ober- häutchen aller Vegetabilien zeige, die at- mosphärische Feuchtigkeit, Thau u. s. w. aufnehmen. In Gegenden aber, wo zu glei- cher Zeit auch der Nachtthau fehlt, dienen fleischigen Blättern, z. B. Aloe, Mesem- bryanthemum, Sedum u. s. w., das Parten- chyma selbst zur Nahrung, so dafs diese Gewächse sich gleichsam selbst aufzehren, und ihre Erhaltung dem in den Höhlungen des Zellgewebes deponirien Nahrungsstoffe verdanken. » Mr suche il Jensaute dere, B gelation die Gru gas der lenstoft gelühit kreis, Boden den hä Ein stellt M die vo dals k wenn Veran liefs( seine I NT e Nahrun ung, dafsı) al olme fı en ermäh Anspruch 5 n saftreid); sen Zon zur Zeit, ı Sey SCHRAN nen ver! er Waurzil eıförmigu livefälsen 8 dem Ohr ige, die au ut wo zul fehlt, die oe, Mes das Pat , dafs: dis + aufzehnt Höhlungt hrungsst! 97 Marrıno*) will sich durch direkte Ver- suche überzeugt haben, dafs sich die koh- lensaure Kalkerde der Dammerde vermin- dere. Er läfst das Wasser durch die Ve- getation in der Pflanze sich zersetzen, und die Grundlage des Hydrogen- und Oxygen- gas der Pflanze aneignen. Ein Theil Koh- lenstoff werde durch die Wurzeln hinzu- geführt, der andere Theil durch den Luft- kreis, der gröfste Theil aber durch den Boden selbst. Einen kohlenstofflleeren Bo- den hält er zur Vegetation untauglich. Eine ganz eigenthiimliche Hypothese stellt More or Vınoe') auf, zu welcher die von Landleuten gemachte Erfahrung, dafs keine Pflanze den Boden erschöpfe, wenn sie nicht Saamen trage, die erste Veranlassung gegeben habe.— Demzufolge liefs derselbe ununterbrochen alljährlich seine Brache besäen, jedoch mit der Ein- — *) Mem. di matem. e fisica della societ. ital. Mo- dena 1799— 1803. B. 8— 10. 17) Biblioth. brit. Aeril 1304:— Agrieult. Vol 1A: p. 229.— N. Journ.£. Chem. u. Phys. B.3 $. 360 schränkung, seine Brachfrüchte nie zum Saamen kommen, sondern nur von Strecke zu Strecke einige Quadratmeter davon zum Heifwerden stehen zu lassen. Das Getrei- de, welches darauf auf dieses Brachland ge- säet wurde, stand vortrefllich, ausgenom- men auf den Plätzen, wo zur Vergleichung die Brachfrüchte reif geworden waren. Hieraus zieht v. V. den Schlufs, dafs keine Pflanze den Boden erschöpfe, wenn sie nicht Saamen trägt, dafs sie bis zur Blüthen- zeit in Wasser und Luft ihre Nahrung, fin- de, und dafs sie nur von der Blüthenzeit bis zur Reife des Saamens die nährenden Theile des Bodens in sich sauge.— Dieser Schlufs dürfte jedoch sehr zu modificiren seyn, denn für's erste fragt es sich, wie viel Pflanzenstoff die nicht gereifte Saat dem Boden als natürlichen Dünger zu- führte;' für's andere versteht es sich von selbst, dals eine Pflanze dem Boden die doppelte oder dreifache Menge Nahrung entziehen müsse, wenn sie, wie diefs das Fruchttragen und Reifwerden des Saamens erfordert, 2 oder 5 Mal so lange Zeit, als eine kaum blühende, vegetirt, Bi Vorsucl Futwich rührt ve dem Je 0) die Wurzel ob sie entinie men Gemic mittel; Pflanzei die auf auf ın die W lirt wi merkt liche N Nahrun Hi. Aratıon e nie mn von Stel; davon m Das Get achland». ausgeno ergleichm, len waren , Aals kein , wenn ıı zur Blüthen jahrung fi plüthenze nährendi ‚e.— Die: modilan es sich, wie ;ereifte$ü Dünger? es sich 1 Boden\ 'e Nahrun e diels di es Saamel € Zeit,® 99 Eine sehr geistreiche, obgleich nıcht durch Versuche unterstützte Abhandlung, über die Entwickelung und Ernährung der Pflanzen, rührt vom Grafen vox Cuarrau her"). In- dem derselbe es unentschieden seyn läfst, ob die feuerbeständigen Theile von den Wurzeln der Pflanzen eingesogen, oder ob sie in den Pflanzen erzeugt werden, entwickelt er seine Ansicht über das Kei- men des Saamens und das Wachsthum der Gewächse. Luft, Wasser und Düngungs- mittel betrachtet er als Nahrungsstoffe der Pflanzen. Das Wasser löse, bemerkt er, die auflöslichen Theile der Düngungsmittel auf und führe dieselben der Pflanze durch die Wurzeln zu, worauf die Stoffe assımi- lirt würden. Aber auch ohne Wasser, be- merkt derselbe weiter, könne jene auflös- liche Mäterie, z. B. Öl und Schleim, als Nahrungsmittel in die Pflanze gelangen. Höchst wichtige Versuche über die Ve- getation hat neuerlich H. Secvin!°) bekannt 18) Annales de chemie, ı810. T. LXAIF. p. 320. 39) Ebendaselbst T. LAXXIA. re= ee a= z 3 200 gemacht. Sie haben für mich ein um so grölseres Interesse, weil H. Secvıv einen äbnlichen Weg zur Untersuchung einge- schlagen hat, wie ich. Da ich dieselben in keiner deutschen Schrift gefunden habe, will ich die Hauptresultate derselben an- anführen. ı) Pigmente, womit Wasser gefärbt ist, steigen nicht in die Pflanzen durch die Wurzeln und färben dieselben nicht. Es scheint vielmehr, dafs die Flüssigkeit an den Extremitäten der Wurzeln zerlegt wer- de, indem das Pigment sich auf die Wur- zeln niederschlägt, und das Wasser sich Wollte man aber auch diese Zersetzung nicht anneh- allein in die Pflanze erhebt. men: so würde dieselbe doch in der Pflan- ze selbst Statt finden müssen, da kein Ein- flufs des Pigmenits auf die Farbe der Blume bemerkbar wird. 2) Mit Wohlgerüchen angeschwängerte Wasser verhalten sich ganz auf dieselbe Weise. 3) Alle auf den thierischen Organismus giftig wirkende Stoffe, z. B. das ätzende Quecksilbersublimat, das weilse Arsenik- axyl, 6 Beziehum erben| augen| N zen des Auflösun lich sind welchen Salze i Stoffe| 9d tatton no ten Pla oder ga )' ist auch sers, dy/ nur dıe 6 zenbestay sche 1st der The] dem N theiligen geachtet I em un, JEGUIN eine hung ein, ch diesel, funden Ih ) lerselben; asser gefil lanzen dın selben nl! lüssigkeit a zerlegt wı f die Wu Wasser sit Wollte nı nicht anne in der Pfn- da kenbı e der Blur schwängen uf diesel) Organist las ätzen! 101 —— oxyd, Grünspan u. a. R., sind es auch in Beziehung auf die Vegetation. Pflanzen sterben bald ab, wenn sie in die Auflö- sungen jener Körper gestellt werden. 4) Nicht tödtende Stoffe sind den Pflan- zen desto nachtheiliger, je concentrirtere Auflösungen man davon gemacht hat. Folg- lıch sind die ältern Ansichten falsch, nach welchen man die in der Erde enthaltenen Salze als die den Pflanzen am dienlichsten Stoffe betrachtet. 5) Der Zutritt der Luft ist der Vege- tation nothwendig. Die derselben beraub- ten Pflanzen vegetiren entweder schlecht, oder gar nicht. 6) Eben so nothwendig, als die Luft, ist auch der gleichzeitige Zutritt des Was- sers. 7) Zur Vegetation der Pflanzen ist nicht nur die Gegenwart der zweckmälsigen Pflan- zenbestandtheile erforderlich, sondern die- selbe ist auch von einer zur Assimilation der Theile nöthigen höhern Affinität und dem Mangel aller diesem Geschäfte nach- theiligen Hindernisse bedingt. Denn un- geachtet Carbogen, Hydrogen, Oxygen und 102 Azot die Mischung derselben ausmachen: so hört doch ihre Vegetation auf, wenn man z. B. den untern Theil einer Zwiebel in Alkohol oder Öl taucht, und den obern Theil mit der Luft in Berührung läfst. 8) So lange Pflanzen gut vegetiren, theilen sie dem Wasser keinen Geruch mit; allein mit eintretender Störung in dieser Function fängt das Wasser an zu faulen; eine Folge der vernichteten Irritabilität. IE. Da jede der beiden vorhergehen- den Theorien auf Thatsachen beruhet, wel- che nicht bestritten werden können: so folgt, dafs die Naturforscher, welche allein die eine jener beiden Theorien vertheidi- gen, in Extreme verfallen. Demnach scheint es am wahrscheinlichsten, dafs die Pflan- zen sowol Wasser, als andere Stoffe in ihre Säfte aufnehmen und assimiliren, und dafs sie vermögend seyen, die nähern Be- standtheile theils zu produciren, theils ge- bildet aus dem Humus aufzunehmen. Wir müssen daher annehmen, dafs zur völligen Ausbildung der Pflanzen das Licht, die Luft, das Wasser, der Humus und die Erde wesentlich nothwendig seyen, und zueht# zuße, N. sache, Kems: hinden in Ihre Nat nun betrat welche gewisse züghel zen I zen; ches selbe sauer dals| Lichts eine E Dinge, Vera wich Pfan; ausmachen auf, wen er Zwiehl | den oben 1g lälst, | vegetiren Gerneh mit s m dieser \ zu faulen rıtabılıtät, orhergeler ruhet, w. Innen: si elehe allıı n vertheil: nach schen! [s die Piu- re Stoffe ı niliren, nähern 1, theils$ men.\ ur völhz: Licht, I 5 und it ya) 103 nicht allein mechanische, sondern wirklich chemische Wirkungen auf die Vegetation äufsern. IV. Es ist eine längst bekannte That- sache, dafs das Licht der Entwickelung des Keims, wenigstens in der Regel, eben so hinderlich, als den entwickelten Pflänzchen in ihrem Wachstkum förderlich sey. Die Naturforscher schrieben dem Lichte jedoch nur secundaire Wirkungen zu, oder sie betrachteten dasselbe als ein Reizmittel, welches die Absonderung und Zerlegung gewisser Stoffe bewirke, und einen- züglichen Einflufs auf die Farbe der Pflan- zen habe. Es ist bekannt, dafs die Pflan- zen am Tage Oxygengas exspiriren, wel- ches man von dem durch Inspiration der- selben am’ Tage aufgenommenen kohlen- sauren Gases herleitet, indem man annımmt, dafs der Kohlenstoff durch den Einflufs des Lichts von der Pflanze assimilirt werde, eine Erhöhung der Temperatur bervor- bringe, zur Enistehung der grünen Farbe Veranlassung gebe und das Oxygengas enl- wickele.. Es ist ferner. bekannt, dafs die Pflanzen bei Nacht in der Regel Oxygen- gas absorbiren und kohlensaures Gas ex- spiriren, und man nimmt mit aller Wahr- scheinlichkeit an, dafs hiebei der umge- kehrte Vorgang, als am Tage, Statt finde. Aus den vor zwei Jahren von Hrn. v. Crewu bekannt gemachten Versuchen wird man auf den Gedanken geführt, dafs das Licht noch ungleich wesentlicher für die Vegetation sey,‘als man es bisher an- nahm, ja sie erinnern an“lie Meinung äl- terer Physiker, welche das Licht als etwas Materielles und als einen eoncreten Be- standtheil vieler Körper betrachteten N); *) Zardus, der erste Persische Weltweise, bei dem Zoroaster genannt, betrachtet das Feuer als den Ursprung aller Dinge; Franciscus Mercurius van Helmont, em Sohn J. B. v. Helm., hielt Wärme oder Licht und Kälte für selbsständige Wesen, welche vermittelst des Wassers und durch Hülfe des Mondes Früchte u. s. w. erzeugten.— T. F. Becher denkt(in seinem chym. Glücks- hafen, Frankf. 1582) oft des Einflusses der Sonne auf Bildung irdischer Wesen. In der Concor- danz ex novo. lumine chym. Sendigovii PeeL7R, sagt er z. B.: ‚‚In dem obersten Theile der Erde „kommen die Strahlen mit den Strahlen zusam- „men und bringen hervor Blumen und alles da- vn genhlum ten, 6: Wasser, feuehtet pneumd dem Ei per aus Abwere wachse zen VO M) Comm Yocan in] | -\ Ju H,. tes Gas a, aller Wah. der umen Statt And, n von Hi eführt, dal, nilicher für es bisher ayı Meinung il ht als etw; ıcreten B: chteten| weise, bei dk 9 Feuer al ch cus Menu , Helm, ii r selbsständi sers und du: , erzeugten.- "bym. Glic ses der Son: der Conı 'oovll 1, govil p: N eile der Et ahlen zus und alle 105 v. Greız liefs Pflanzen, vorzüglich Son- nenblumen(Helionthus annuus), Hyacın- then, Calla- und Alismaarten, in reinem Wasser, oder in mit reinem Wasser ange- feuchteter reiner Kieselerde, in einer Art pneumatischen Apparais, und folglich von dem Einflusse der Luft und anderer Kör- per ausgeschlossen, unter mannigfaltigen Abweichungen in der Procedur keimen und wachsen?). Wurden die wachsenden Pflan- zen vor dem Einflusse des Lichts verwahrt, „hero. Wann es regnen thut, so nimmt der „Regen hus der Luft selbige Kraft des Lebens, „und conjungirt sie mit dem Sal niter der Erde „u. 8. w., und wie stärker also dann die Strah- „len scheinen, desto grölsere Qualität wird des »„Salis nitri und folgends auch desto grölsere „Menge des Getreides wachsen.“ Man vergl. noch Eller’s und Braconnot’s oben angezeigte Ansicht. 20) Comment. de Carbonsy puri, quem carbonicum yocant, in plantis vegeltantibus generi.— In den N. Comment. R. soc. Goetting. B. ı. 1808, — Journ. f. Phys. u. Chem. H. 3. B. 2. p. 28. — Vergl. Chem. Ann. 1799. B. 2. p. ı10.— Journ. f. Chemie, Physik und Mineralogie. B. 9. HE 2368, 156, 106 Sn so hörten sie auf zu wachsen. Uberhaupt fand der Verf. sich veranlafst zu glauben, dafs der Lichtstof und das Wasser als die einzigen nährenden Stoffe der Vegeta- bilien zu betrachtenseyen. WasH. v. Greun's Theorie ungemein unterstützen kann, ist dlas Wachsen einiger Pflanzen in ganz trock- nem, humusfreien Sande, und seläsi bei srolser Dürre und trockener Luft in heis- sen Climaten.— Zu wünschen bleibt es aber, dafs diese Versuche, die wichtigsten der neuern Zeit, von mehrern Chemikern mit Genauigkeit und vorurtheilsfres wieder- holt würden. Es kann hier nicht meine Absicht seyn, den flüchtig berührten Gegenstand weiter zu betrachten und zu untersuchen, weıl ich mich von dem Hauptziele zu sehr ent- fernen würde. Auch scheint es nicht die Absicht der Holländischen gelehrten Ge- sellschaft zu seyn, dafs derselbe hier eine besondere Untersuchung abgebe, sondern vielmehr blofs zu besiimmen, ob das Ralı durch die Vegetation oder das Verbrennen hervorgehracht werde.— Die Erfahrungen, welche der einzelne Beobachter machen mußte, Grde nn wegsamel! seschah, welche d Wahrheit ten, wen zu früh ı für se seyn; al mutliger gehörigen Weg mit Dis jetnt dals die scheine Überhn zu glaube Wasser ı\ der Vest H, v. On n kann, 1 ı ganz to \ selbst bi Luft In hei hen bleilt e wichtigst ı Chemikt sfrei wied: Absicht se nstand weit suchen, tl zu sehr es nicht! selehrten Ibe hier he, son ob das h Verbren! Erfahrw? ‚hter machen 107 müfste, um sich bis zu einem gewissen Grade in jenen dunkeln Regionen eine wegsamere Bahn zu machen, als vor ıhm geschah, und um die Nebel zu zerstreuen, welche den Strahlen des Lichts und der Wahrheit den Durchgang verhindern, dürf- ten, wenn seine schwachen Augen nicht zu früh ein Opfer seiner Rühnheit würden, für sein halbes Menschenleben zu kurz seyn; aber zu wünschen wäre es, dafs ein muthiger und richtiger Beobachter, mit den gehörigen Kenntnissen ausgerüstet, diesen Weg mit immer neuem Eifer verfolgte,— Bis jetzt müssen wir offenherzig gestehen, dafs diese Materie uns desto dunkler er- scheine, je mehr wir darüber nachdenken. Vierte Abtheilung. Yon der Möglichkeit, die M. enge der ın den Pflanzen enthaltenen Pottasche zu vermehren. Wenn die Rede von dem Ammonium Ist, so kann es nıcht bestritten werden, dafs man zufolge der chemischen Renntnifs von dessen Grundmischung dieses Alkali nach Willkür vermehren und zeugen könne. Nicht aber so verhält es sich mit den fixen Al- kalıen, und namentlich dem'Baryt, Stron- tion, Kalk, Natrum, KRalı; denn ihre Mi- schung kann weder synthetisch, noch ana- lytisch bewiesen werden, Alles, was sıch von den letztern behaupten lälst,ist, dals sie Oxyde, und Substanzen zur Ba- sis haben, welche eine ungemein grolse Analogie mit den Metallen haben. Alles, was ich daher über diesen Ge- genstand sagen kann, ist entweder von zu- pain oder aucl md ıln welche\ und für sind, Hat die nel hal Ne Gegensta glaubt ft ben, we seinen’ »Ma »verbre 2 man au »Salz be sehen dl leıtner, 8 lenge dan n Pottastı nmonium i erden, di enntnils vo Alkalı ad könne, Nic den fixen d. Baryt, Stu enn ihre! h, noch a! es, was il [st,’ist,& zen zur 3 mein gro" en. diesen# ‚der von?! 109 fälligen Beobachtungen und Entdeckungen, oder auch von der Analoge hergenommen, und ihnen zufolge gibt es zwei Wege, welche in diesem Abschnitte zu verfolgen und für die Technologie von Wichtigkeit sind. Hat die Art und Weise, wie das Verbren- nen geschieht, auf den- Pottaschenge- halt einen Einflufs? Neumany%), welcher sich mit diesem Gegenstande vorzugsweise beschäftigt hat, glaubt folgende Erfahrung gemacht zu ha- ben, welche ich nach der Übersetzung mit seinen Worten hier folgen lasse: »Man nehme etliche Centner Holz und »verbrenne es an offener Luft, so wird »man aus selbigem auch einen guten Theil »Salz bekommen.— Man nehme aber von »eben dem Holze wieder eben so viele »Centner, formire etwa einen kleinen Mei- *) Lectiones chem. de salibus alcalino-fixis. Berl. 1727. »ler, oder benehme dem Holze sonst auf „andere Art die offene Luft, und vergönne »ıhm nur so viel, dafs es schwölen kann, »kurz, man mache Kohlen davon, und zwar » dergestalt, dafs keine Brandkohlen, welche »bei empfindendem Feuer ın offener Luft »eine rauchende Flamme von sich geben, Diese also reine Kohle »übrig, bleiben. »kann man alsdann ın offener Luft zu »Asche machen, solche in Vergleichung der Kl„andern Quantität Asche wiegen, nachge- »hends das Sal alcali elixivando, wie ge- »„wöhnlich, davon scheiden und auch wie- »gen, so wird diese letztere Procedur gar »unbeschreiblich weniger Asche und Salz »gegen das erstere, so von Anfang an »in freier Luft eingeäschert worden, lie- »fern. Es ist keine andere Raison von die- »sem, aus dem gleich viel genommenen Sub- »jecte, zuletzt erhaltenen, weit wenigern aSalze, als weil bei der Kohlenmacherei »meist alles Sal acidum, oder der sonst so- »genannte Spiritus lignorum, nebst dem »ölichten Wesen davon gegangen, so un- »ausbleiblich zur Constitution des Salzs al. »cali, als die von mır angegebenen Haupt- Mm g ode av hat yon der E Wis sem Salz den Erfol nen lieb; habe, Er und erh chenhol Retorte Feuer so Luft einä Dind diese Sa neuerhel ben gla Ralı erze geschieht s0 sehe ıı Wis zu ve Her; ze son; und vergih hwölen ku 'on, undm ohlen, will; ı offener i ı sich gebt reine Ko] ener Luft rgleichungd gen, nat ndo, wie! nd auch v Procedur che undä on Anlay ı t worden, It aison von! ommenen! weit wel! ohlenmack der sons! ‚, nebst d gen, 50° , des Salın ‚benen Huf ııı »ingredientla, erfordert werden.«—. Nrv- rrann hat also ungefähr GrorrroyY's Ansicht von der Bildung des KRalı. Wiecteg bemerkt in einer Note zu die- sem Satze, dafs Nrumann wahrscheinlich den Erfolg jener Verbrennung nur nach sei- nen liebgewonnenen Hypothesen geformt habe. Er selbst wıederhotte diese Versuche und erhielt, mit gleichen Quantitäten Bü- chenholz,'wel che er offen und in einer Retorte verkohlte und bei unterdrücktem Feuer so wie bei freiem Durchstreichen der Luft einäscherte, stets gleiche Resultate. Durch Wirczeg’s Versuche wäre daher diese Sache völlig abgemacht; allein da neuerlich zwei Chemiker gefunden zu ha- ben glauben, dafs durch das Verbrennen Kalı erzeugt, oder durch die Art, wie dieses geschieht, die Pottasche vermehrt werde: so sehe ich mich veranlafst, hier noch et- was zu verweilen. Herr Apotheker Vocer in Bayreuth>) 2) N. allgem. Journ,£. Chem. u, Phys. B.4. H, ı, p: 56. 1812. 112 bemerkt in seiner Abhandlung über die ve- getabilische und thierische Kohle, dafs er durch das Verbrennen einer reinen kry- stallisirten, und durch nochmaliges Auflösen in Alkohol und wiederholtes Krystallisiren völliggereinigter Weinsteinsäure, eine Rohle erhalten habe von dem äufsern Ansehen gekräuselter Haare, welche nach der Ein- äscherung etwas hinterlassen habe.— Ich kann diese'Thatsache nun zwar nicht be- zweifeln, allein dieser Versuch beweiset nicht das Geringste für die Erzeugung ei- ner Asche durch das Verbrennen. Er gibt im Gegentheil nur einen Beweis, dafs man nicht vermögend ist, durch blofse Krystal- lisation die letzten Spuren beigemischter Körper beständig abzusondern; ein Gegen- stand, von dem BerrHoLLer sehr ausführ- lich gehandelt hat. Schwerlich wird man jenes Resultat aus einer Pflanzensäure er- halten, welche durch Destillation sorgfältig von allen fixen Theilen getrennt ist, wie diefs aus WıeEcLeg’s und meinen Versuchen hervorgeht"). a ee *), Wesn man, was nicht wahrscheinlich ist,‘auch In ijnliche, heat, de Versu .„), schen Fi fenen S äschert, ser übe kohlen sprech vB Quantiti in eine den wi gleiche ren Ri ner As 13 über die hohle, dıl er reinen taliges Aufl s Rrystalli {ure, eineli sern Anst nach der I 1 habe,— zwar nich rsuch bene: Erzeugun; nen, Er weis, dalız blofse hy ern; elnbtl 7 sehr au) ‚lich wir! lanzensäut ation sol} rennt ist, nen Versi! heinlich 3" Ein zweiter Chemiker, welcher eine ähnliche, hier mehr hergehörige Meinung hegt, ist Prof. Lamrapıus. Er führt folgen- de Versuche an°): »2Y, Uneen kleiner Würfelchen von frı- schem Fichtenholze wurden. in einem of- feneır Scherben unter, der Muffel einge- äschert, die Asche mit vielem heifsen Was- ser übergossen u. Ss. w., und 0,550 Gran kohlensauren Ralı's aus der 4,018 Gran ent- sprechenden Asche gewonnen.« »Ein anderer Versuch, in dem dieselbe Quantität Fichtenholz vor der Einäscherung in einem bedeckten Tiegel verkohlt wor- den‘war, gab durch eine übrigens ganz gleiche Behandlung 0,1350 Gran kohlensau- ren Rali’s, welches aus 3,400 Gr. erhalte- ner Asche gelaugt war.« durch irgend einen Kunstgriff auf dem Wege der Verbrennung einst Kali erzeugen sollte: so könnte eine so geringe Menge doch für die Tech- nologie keinen Nutzen haben. Anders wäre es bei Keuntnrils der Elemente des Kalı’s. 3) Erläuternde Experimente, herausgeg. von Breissig B. 1. p. 239. Freiberg 1809. S »Man muls, fügt er hinzu, nach die- sem Versuche, der noch mehr Bestätigung bedarf, annehmen, dafs nicht alles Kali vorher in dem Holze prz=existirt habe, son- dern dafs ein Theil Produkt sey.« Diese Versuche reden, wie man sieht, denen Nrumanv’s geradezu das Wort. Ich entschlofs mich demnach, diese Er- fahrung durch eigene Versuche zu bestäti- gen, oder auf einen Irrthum, der dabei Statt gefunden haben dürfte, aufmerksam zu machen. A. Vergleichende Versuche, welche ich mit Sonnenblumenmark anstellte, von dem gleiche Theile ın einem Sılbertiegel ver- brannt und in einer Retorte verkohlt und dann ebenfalls verbrannt wurden, schienen die Lamransusschen Versuche zu bestäti- gen, indem das im offenen Tiegel ver- brannte Mark etwas mehr Kali lieferte, als das in der Retorte zuvor verkohlte. Da- gegen schien letzteres etwas mehr kohlen- sauren Ralks als das erstere zu geben.— Da aber wegen der lebhaften Verpuffung, pe Terlu co Aue keine Fo 192 holzes( pach A im Sıl ses Wi Poitaseı 19 die an ten ein Reben) einer ı Verbin Es entw Shllas, gehe, g md en ges Öl schwar ZU, nach r Bestätin ht alles hi irt habe sey.« le man sl s Wort, (ch, diese E te zu bestii m, der dal ‚ aufmenlun welche ı. IIte, von de bertiegel ir verkohlt ul len, schei zu. bestl Tiegel w lieferte, i kohlte.]: ehr kohle ı geben.- Verpufiu; unter welcher dieses Mark verbrannte, klei- ne-Verluste gar nicht zu vermeiden waren: so durfte ich aus diesem Versuche auch keine Folgerungen ziehen. BD.® ı82 Gran völlig trockenen Weinreben- holzes(bei 30° R. getrocknet) hinterlielsen nach der Verbrennung und Einäscherung im Silbertiegel 3 Gr. leichter Asche. Heis- ses Wasser zog daraus beinahe ı"%, Gran Pottasche. B.>. ı82 Gran desselben Holzes(wozu ich die andere Hälfte der in B. ı. angewende- ten einen Hälfte eines und desselben Stücks Rebenholzes anwandte) wurden hierauf ın einer mit dem Gasentbindungsapparate in Verbindung gebrachten Retorte verkohlt, Es entwickelte sich. viel gekohltes Wasser- stoffgas, kohlensaures Gas u, s. w., eine gelbe, saure, empyreumalische Flüssigkeit und ein dickes, dunkelbraunes, schmieri- ges Öl.— Zur Einäscherung der zarten, schwarzen Kohle aus der Retorte in einem Sr offenen Silbertiegel war wenigstens eine 5 Mal so lange Zeit erforderlich, als zur Einäscherung des offen verbrannten Reben- holzes. Die Asche wog 3 gute Gran, und das Wasser laugte daraus ıY, Gran Pott- asche. Die‘ Rückstände von ı und 2, aus de- nen die auflöslichen Salze durch Wasser ausgelaugt waren, enthielten wenig kohlen- sauren und viel phosphorsauren Ralk, nebst Spuren Eisenoxyds. Beide Pottaschenauszüge(von B. ı und B. 2.) wurden auf das genaueste mit Sal- petersäure gesättigt, von der ein jeder 8 Gran zu seiner Neutralisation erforderte, Die Pottasche von 2 erfordert eine Spur mehr. als die von 1.— Aus den Auflösun- gen schossen bei freiwilliger Verdunstung die schönsten Salpeterkrystalle an, und bei Prüfung der aufgelösten Anschüsse mit Ba- ryt-, Sılber-, Blei- und Quecksilberauflö- sung zeigten sich nur geringe Anzeigen von schwefel- und phosphorsaurem Alkalı. Diese Versuche, bei welchen, wie mich dünkt, ganz und gar kein Irrthum möglich ist, die mit der gröfsten Sorgfalt angestellt sind, ınd l den unwegl Verbrennen Ruls wegge wat, dürfe, 0 Eimäsche: Gr. Asch reagırte, licher Sal Ich ı beschlag Es wur *) Wenn suchen wand, m Strhe Ngstens al tlich, als n innten Rel-, te Gran, ı ", Gran P d 2, aus durch Was wenig koll ten Kalk, m (von B, ı u ueste mit N er ein jedı ion erford lert eine Jı den Aufiu- " Verdunt le an, und! ‚hüsse mit: cksilberan! se Anzeig! rem Alkal on, wie in um mögl: lt angeste! 117 sind, und bei welchen kein Verlust(aufser den unwegbaren Spuren, welche bei dem Verbrennen. ım offenen Gefäfse durch den Ruls weggeführt zu seyn scheinen) möglich war, dürfen hier entscheiden*). GG» 240 Gran gelben Senfs gaben nach der Einäscherang in einem offenen Gefälse 13 Gr. Asche, welche kaum merklich alkalısch reagirte, und nur!% Gr. ım Wasser auflös- licher Salze enthielt. Gi. Ich unterwarf 240 Gran Senfs in einer beschlagenen Retorte einer Destillation. Es wurde kohlensaures Gas, RKohlenoxyd- *) Wenn ich mich oft etwas kurz bei meinen Ver- suchen ausdrücke, und nicht jeden kleinen Um- stand, jede Erscheinung und Behandlung anführe: so mufs ich bitten, diefs auf Rechnung meines Strebens, möglichst Weitläufigkeiten zu vermei- den, zu setzen,— In dem Verfolge meiner Ver- suche wird mir dieser Vorwurf schwerlich ge- macht werden können. gas und gekohltes Wasserstoffgas, welches mit einer schönen blauen Flamme brannte, eine wässerige Flüssigkeit, gelbes und brau- nes Öl und zuletzt Ammonium entbunden. Die Kohle der zum Theil zusammengesin- terten Senfkörner entsprach 53 Gran, wel- che ebenfalls nicht alkalisch reagirte.— Da der Senf nach meinen Versuchen Phos- phorsäure zu enthalten scheint: so ist es möglich, dafs eine geringe Menge Alkali's, welche im Senf mit einer verbrennlichen Säure verbunden seyn kann, bei der Ein- äscherung ‚durch die Phosphorsäure gesät- tigt werde, und als phosphorsaures Kalı in der Asche zurückbleibt, von welchem, wie bemerkt, das mit der Asche behandelte Wasser wirklich eine geringe Menge ent- hält. Die mit vieler Mühe eingeäscherte Rohle übergibt dem damit digerirten Wasser eben- falls nur Spuren von Salzen, die nicht al- kalisch reagiren, und das concentrirte Aus- laugewasser, so wıe der unauflösliche Rück- stand, brauseten nicht mit Salpetersäure auf. Aus diesen Versuchen folgt, dafs man bis jetzt kein sicheres Verfahren kennt, kt= nacl velche Kali erzeütz je dem Ve foner Lalt, oder bei u dafs die V lehren,© Sorgjalt a Asche$ streuung zug, Vei Ruls u 5, Tenzen AU enthalten haben ki suchen peratur, det, nie Mischm; chen nt Bei d m irlene: ist auch tigen, l Nielsen, let ist, Igas, well mme branı! bes und hy. m entbunl 1sammenge 53 Gran, v 1 reagirte, suchen Pl. nt; so I erbrennlid bei der I rsäure gei saures Kılı welchen, ı he behandl oe Meng: ischerteRi Wasser el die nicht entrirte A ösliche Rüi etersäure! st, dafs m 'ahren ken! 119 nach welchem man durch die Verbrennung dafs der Pflanzen diefs weder of- fener Luft, noch in verschlossenen Gefälsen Kali erzeugen könnte; bei dem Verbrennen an oder bei unterdrücktem Feuer möglich ist; dafs die Versuche, welche das Gegentheil lehren, entweder nicht mit der gehörigen Sorgfalt angestellt sind. oder Verlust von B. Zer- streuung der Asche durch Wind und Luft- Asche Statt gefunden habe, z: zug, Verlust durch die Dämpfe und den und dafs bei kleinen Diffe- Rulssusis.2w.; renzen auch Zersetzung der ın der Asche enthaltenen Salze einen Irrthum veranlafst Das suchen im Kleinen, wenn man die Tem- haben könne. Letztere ist bei Ver- peratur, bei der die Einäscherung Statt fin- det, nicht gehörig leitet, und sich mit der Mischung der Vegetabilien bekannt zu ma- chen unterläfst, gewils sehr oft der Fall. Bei der Verbrennung der Vegetabilien in irdenen Gefäfsen oder in Glasretorten ist auch der Umstand sehr zu berücksich- tigen, dafs zuweilen Salze gleichsam aus- fliefsen, noch ehe die Verkohlung vollen- det ist, und sich dann ein kleiner Theil Kalı’s mit der Kieselerde der Geräthschafi verbinden könne.— Diefs ist z. B. bei sal- peterhaltigen Pflanzen der Fall. Eben 50 verhält es sich ohne Zweifel beim Pottaschensieden ım Grofsen, und ieh kın vollkommen überzeugt, dafs man bei jeder zweckmälsigen Verbrennungsart un- ter gleichen Statt findenden Umständen stets ein und eben dasselbe Resultat er- halten müsse, und dafs, falls die Umstände dieselben bleiben, Unvorsichtigkeit ım Ar- beiten, zufällige Unglücksfälle, Absurditä- ‘ten oder Betrigereien den Grund zwei- deutiger Resultate erklären. B. Von dem Einflusse der faulen Gährung auf die Vermehrung der Pottasche und Salze in den Pflanzen. Die Gährung oder Fäulnifs, eine der N RE RE x O AR 5° ne wichügsten chemischen Operationen, eine Kraft, welche mit der Bildung todier Mas- sen beginnt, sich bis zur Erzeugung eines gem 6 sehmngt, 1 den des Ni hendiger\ wie aus d Ammonium Infusorien WÜNMET U gen Wäre Planzen Die: der Fiuln erzengend so\eicht ging, wm kenen} dasselbe nuls, unı die ande durch Fe Klge die ion, dafs fere, dl Hypothes der feue Blement Geräthseh; " B, hei gl \. ine Zweife sen, und ic) dafs man nunssart u 1 Umstänl Resultat ı re Umstiud igkeit in Ar ‚ Absurdi 2 ntund zwi en Gähru ottasche W ;, eine di onen, ell todter N# me eins gung& gewissen Grades von Organisation empor- schwingt, und sich selbst unter den Hän- den des Chemisten als eine Schöpferin le- bendiger Wesen zu verkündigen scheint, wie aus der Bildung der Essigsäure, des Ammoniums, der geistigen Substanzen, der Infusorien, und vielleicht der Eingeweide- würmer und gewisser Schwämme zu schlies- sen wäre, hat auf dıe fixen Theile der Pilanzen einen entschiedenen Einflufs. Die alten Chemiker, welchen das beı der Fäulnifs der organischen Wesen sich erzeugende und durch seinen Geruch sıch so leicht verrathende Ammonium nicht ent- ging, und dieses in den frischen und irok- kenen Körpern nicht fanden, betrachteten dasselbe als ein Gebilde dureh die Fäul- nifs, und hielten sich überzeugt, dafs auch die andern Alkalien, wie das Ammonium durch Feuer gebildet würden. Da in der Folge dıe Versuche anderer Chemiker lehr- ien, dafs gefaultes Holz weniger Ralı lie- fere, als frisches, so glaubten sie, ıhrer Hypothesen zufolge, dafs die zur Bildung der feuerbeständigen Alkalien nothwendigen Elemente zerstört würden, oder dafs, wenn sich dieselben bildeten, zugleich ihre Zer- legung in Erde und Ammonium wieder be- werkstelligt werde. Im Ganzen aber blieb dieser Gegenstand immer in ein tiefes Dun- kel vergraben, wenn auch hin und wieder einige Erfahrungen gemacht wurden. Im Jahre ı774 bemühte sich endlich WiıEctEB zu beweisen, dafs die Fäulnifs der Pfilan- zen und Thiere auf die Bildung der Alka- lien gar keinen Einflufs habe, und dafs nur das Ammonium dadurch entwickelt werde, weil die Säure, so wie die andern Theile, welche dasselbe fehr kräftig in den Pfilan- zen binden, zerstört würden. Der Wichtigkeit dieses Gegewstandes wegen will ich alle Beobachtungen, welche meines Wissens gemacht sind, und die ich zu sammeln vermögend war, hier gedrängt aufzeichnen. Van Hermonr*) glaubte, dafs in fau- lem und wurmigem Holze die Keime zur Alkalibildung zerstört seyen. (av Hılı, we den sey, weil dies denden I gen st) Hei Produkt und Ext sie nic) auch dı wegung, ven, ı werden Honse, che ın angest währen sangen rung m leich ihre Im, Im wieder), zen aber]jı ein tiefes]) im und wi t wurden| (dlich Wir: Inils der Pi dung, der Al e, und da wickelt wıl ndern The in den Pi Y Gegemstn tungen, well d, und det ‚ hier geliu ‚ dals m‘ ie Keime! 123 Cravs Borrıca°) führt an, dafs das Holz, welches in den Wäldern faul gewor- den sey, weniger Salz gebe, als gesundes, weil dieses durch den beständig auffallen- denden Regen schon lange zuvor ausgezo- gen sey. Hrıverıvs©), welcher die Alkalien als Produkt aus der Verbindung einer Säure und Erde betrachtete, ist der Meinung, dafs sie nicht allein durch das Feuer, sondern auch durch eine Statt findende innige Be- wegung, z. B. die Gährung in den Kör- pern, aus jenen Bestandtheilen erzeugt Diefs Homsere's Versuche zu beweisen?), wel- werden könnten. sucht er durch che in der königlichen Akademie zu Paris angestellt wurden. NRosenblätter, welche während etlicher Tage in Fäulnifs überge- gangen waren, lieferten nach der Einäsche- rung nur ein Salz; aber diejenigen Rosen- ?) De Hermete etc: p.' 404. s, Principia phys: med. T. 2. p. 151. Praef: Burg- grav. Francof. ad M. 1752. ?) Act. reg, scient. Acad. Paris. Ann. 1702..p..25. 124 blätter, wolche$ Jahre lang in Gefäfsen der faulen Gährung ausgesetzt gewesen wa- ren, lieferten eine sehr grofse Menge Al- kalı's. Neumann®) sagt:»Man nehme eine »Quantität solchen frischen Rrauts, welches »A lordinaire ein gut Theil Salis alcalinı » fix zu geben pflegt; man wiege die Quan- »tität aceurat in zwei Theile, trockene und »„verbrenne die eine Hälfte, elixiwire ferner »nach gemeiner Art das Sal alcalı fixum »„daraus, und verwahre es, nachdem man »es vorher gewogen hat; die andere Hälfte »„aber stelle man hin zur Puirefaction, und »gehe damit gebührend um, dals es durch »und durch ausfaule; destillire es alsdann, »„so bekommt man, wie bekannt, einen Spt- »„ritum urinosum, ein Sal volatile und » Oleum empyreumaticum. Man sehe aber »nachgehends zu, wie viel das Residuum »„salis fixi gebe; es wird gewils, ungeach- „tet man es mit der gröfsten Precaution »auslaugt, sehr wenig in Vergleichung der 8) Lect. chym. erst H ıhel, Die fen Alk ‚Oleum W „tamorphe voller Sp! ozwar Me ‚Form ei »geschie Die Chemike dals durc gebildet Au Untens, pn), Alkalı] Wi büchene steinerne lielg nnd Wele 5 hut, - °) Cher 15 in Gefil, Zt gewesen, [se Meng: n nehme: hrauts, well | Salis alaı wiege die 0 e, trockeneı elixiwire fer l alcali fin nachdem ı andere Bil irefaction, ı ‚ dafs es dı lıre es alstı nt, email: I volatıle Man sehe d das Resılı wils, unge nn Precall . IM sleichung( »ersten Hälfte, auch öfter gar nichts ge- ‚ben. Die Raison ist klar: weil das zum »fixen Alkali erforderliche Sal acidum und »Oleum während der Putrefaction sich me- »tamorphosirt hat,'theils in Sal volatile »oder Spiritus urinosus, theils auch, und »zwar meistens,' das Öl in Substanz und »Porm eines Öls, destillando, sieh davon » geschieden.» Dieser Meinung‘waren auch andere Chemiker, und Wepen bemerkt ebenfalls, dafs durch Feuer und Gährung keine Salze gebildet würden. Auch Porr bemerkt in seinen chym. Unters. der Lithogeognosie(Berlin 1757: p- 71), dafs faules Holz beinahe Sar kein Alkalı liefere. WiıeEsLeEB®) erhielt aus zwei Pfunden büchener Sägespäne, welche er in einem steinernen Topfe zwei Jahre lang faulen liefs und darauf verbrannte, eine Asche, welche 2ı Gran alkalischen Salzes ent- hielt,= Anıs®zwei Pfund eingefaulter Sä- ?) Chemische‘Versuche. 126 gespäne von Büchenholz erhielt er 26 Gr. auflöslicher Salze, welche aus 22 Gr. alka- lischen Salzes und 4 Gr. Tartarns vitrio- latus bestanden. Er fügt hinzu:»Aus diesem Versuche kann man die natürliche Folge ziehen, dafs durch die Fäulnifs: dasjenige Gewicht des alkalischen Salzes, welches das Holz vor der Fäulnifs zu liefern pflegt, nicht ver- mindert werde; denn der in vorhergehen- dem Versuche Statt gefundene Unterschied kann in gar keinen Betracht gezogen wer- den. Wenn es aber gleich im Gegentheil auf die Erfahrung gegründet ist, dafs sonst faules Holz weniger alkalisches Salz, als einmal gesundes Holz zu geben pflegt: so hat man wohl zu merken, dafs sich diese letztere Erfahrung gewils allemal auf ein unter freiem Himmel gelegenes und da- selbst verfaultes Holz bezieht, unter wel- chen Umständen das Holz von aller auf- fallenden Nässe ausgewaschen und von al- len seinen salzigen Theilen entblöfst wird.» Wiecıer wiederholte zugleich Nev- ann’s Versuche mit frischen Pflanzen. 14 Uncen frischen, an der Sonne getrock- nieten 2ÖN der Zinisc cler Wasse 208, wele salz, aus tus und eines freie stand. Diese de m e Monaten verbrannt > Seru). 8 sich eher gehende, vl trocknet 2 Serup, noch etli. ten= E Nonaten Us diese Anton Wässer gj er # Tardt hielt er ai, 18 22 Gr.|], rtarns un) esem Versh ’e ziehen,| e Gewicht! das Holz st, nicht r n vorhergehn 1e Untenihe gezogen\W m Gegentl ıst, dafs u ches Salz, ben pflegt: dafs sichlee ‚llemal alt enes und| ht, unter: von. aller€ n und von thlöfst wi gleich I en Pflans unph onne geil! 229 neten Löwenzahnkrauts hinterliefsen nach der Einäscherung ı Une. 6 Dr. Asche, wel- cher Wasser ı Dr. 2 Scrup: 6 Gr. Salz ent- z0g, welches gröfstentheils aus Digestiv- salz, aus wenigen Gr. Tartarus vitriola- Zus und einer kaum merklichen Portion eines freien, fixen, alkalischen Salzes be- stand. Dieselbe Menge desselben Krauts wur- de ım einem glasurten Topfe während 3 Monaten der Fäulnifs ausgeselzt, und dann verbrannt. Aus der Asche erhielt er ı Dr. > Serup. 8 Gr. alkalischen Salzes, welches eben so sich das vorher- verhielt, als gehende. ı2 Uncen frischen, an der Sonne ge- trockneten Hb. Trifolii fibrini gaben 3 Dr. > Serup. 4 Gr. alkalischen Salzes, worunter noch etliche Gran Tartarus vitriolatus wa- ren.— Eine gleiche Quantität, während 3 Monaten der Fäulnifs ausgesetzt, hinter- liefs dieselbe Menge alkalischen Salzes. Birca 1°) fand, wasser eine dafs das Misthaufen- sehr grolse Menge und sehr 10, Taschenb. f. Scheidek. 1787. pP: 203. 128 reine Pottasche enthalte. Die landwirth- schafiliche Gesellschaft zu Manchester hat diese Erfindung mit einer goldenen Me- daille belohnt. Apotheker SCHRADER in Berlin!!) ver- brannte 32 Uncen Schierling, welcher wäh- rend langer Zeit in Fäulnils übergegangen war, und erhielt ı‘ıo Gr. kohlen- und phos- öhorsauren Eisens,"3%. Gr. kohlen- und phosphorsauren Mangans, ı Gr. freien Ei- sens, 17/0 Gr. kohlensauren Kalks, 35 Gr. phosphorsauren Kalks, 2454; Gr. phosphor- sauren Talks, ı50 Gr. kohlensauren Ralıi’s, ı3Gr. salzsauren Kali’s, 520 GT. schwefel- sauren Ralt's. Man will auch bemerkt haben, dafs die alkalische Basis. bei der Salpetererzeu- sung vermehrt werde(ZIMMERMANNS Rei- sen, 8.37.— Annales de Chem. TXXXILL p- 28). Die Asche emer gleichen Menge fri- ‘ schen'Schierlings lieferte hingegen: 0xy- 11) Magazin der Gesellschaft Nat. Frd. zu Berlin. 1809. p- 256. dirten u Gran, 80 Mangas 300 61, phasphots sauren R& Gr., schw Das sultat di Bestätig We sehr wıd nigen du nach Anl dem die ge well so schie meiner und la freies K; tals sieh Die Tandı) Manchester! goldeneı]; \ Berlin 2, g, welchen [s überge N i ohlen- und ar. kohlen. ı Gr, frein en Kalks,; Gr. phoi ensauren| Ing Gr. schr (kt haben,! er Salpet! MMERMAN!! em, T, XAN ‚hen Ment hingegen: at Frd, zu b 129 dirten und phosphorsauren Eisens 3',,, Gran, kohlensauren und phosphorsauren Mangans 2Yo Gr., kohlensauren KRalks 39°%o Gr., phosphorsauren Ralks 86°/, Gr., phosphorsauren Talks 24° Gr., kohlen- sauren Halls ı10 Gr., salzsauren Ralis ı8 Gr., schwefelsauren Kahl’s ı0 Gr. Das für unsern Zweck wichtigste Re- sultat dieser Versuche wäre demnach eine Bestätigung der Homsereschen 2), Wenn gleich diese Versuche unter sich sehr widersprechend sind, indem nach Ei- nigen durch die Fäulnifs das Kalı gebildet, nach Andern zerstört, und noch nach An- dern die in den Pflanzen vorhandene Men- ge weder vermehrt noch vermindert wird: so schien es mir zufolge der Analogie und meiner Entdeckung, dafs sich in faulem und lange an der Luft gelegenem Holze freies Kalı befindet, höchst wahrscheinlich, dafs sich auf diesem Wege die Pottasche 12) Man sche auch Yauguelin's Untersuchung der Stoffe, welche kranke Ulmenbäume absondern. Ann. de chem.'ı797: T. XAL p. 39— 47. v. Crell’s chem. Ann. 1798. St. 5. p. 424. 9 130 vermehren lasse(vorausgesetzt, dafs das freie Alkali nicht Folge der Statt findenden Zersetzung alkalischer sey).— Ist diefs der Fall, so wird es leicht seyn, jene Ano- malien zu erklären. Die äliern Chemiker, welche statt reı- nen faulen Holzes, wurmstichiges und wol gar starken Regengüssen oder der Einwir- kung der Bergströmwasser ausgesetztes Holz zu diesem Versuche anwandten, mufs- ten nothwendig wenig oder gar kein Ralı erhalten, weil die kalischen Salze, noch mehr aber das freie Kalı dadurch ausge- laugt werden, und durch die Verbrennung kem Ralı gebildet wird.— Bei Nrumanv's Versuchen scheint offenbar ein Irrthum‘ zum Grunde zu liegen, wie diefs schon aus denen Wıecueg's hervorgeht. Dals aber der letztere durch die Fäulnils keine grös- sere Menge Ralı's erhielt, als aus unge- faulten Pflanzen, könnte vielleicht in den Geschirren seinen Grund haben, deren er sich zu diesen Versuchen bedienie. Da es nämlich ausgemacht ıst, dafs durch die Fäulnifs Ralı in den Pflanzen frei wird; und diese steis ein Bestreben zu eiflores- ciren und deyen Ge: seuten eh gi äulser alkalische brennung faulter P bildung In halten, suche, zei, All jl siea ol gen in und 5} ı6r a bestand lensaure Aas Bi Herbst etzt, dakı Statt finilen) st eyn, jene relche statt; higes undı ter der Ein er ausgeseh nwandten, m " gar ka n Salze, ı ladurch&ı ‚e Verbren Bei Neun v ein hl wie diel sin rgeht, Dalha 'nils keine 5 als aus u ielleicht m ‚ben, dert hediente, dafs due zen frei® ty 5 en zu eil 1351 ciren und die Poren der gewöhnlichen ir- denen Geschirre, deren sıch die Pharma- ceuten ehemals bedienten, zu durchdrin- gen äulsert: so würden gleiche Quantrtäten alkalischen Salzes als Hesultat der Ver- brennung gleicher Mengen frischer und ge- faulter Pflanzen schon sehr für die KRali- bildung sprechen. Um indessen sıchere Resultate zu er- halten, war. es nothwendig, eigene Ver- suche, bei Vermeidung jener Inconvenien- zen, anzustellen. AH, 4 Uncen frischen grünen Kohls(Bras- sica oleraeea L.) wurden nach etlichen Ta- gen in einem welken Zustande eingeäschert, und 3% Gr. Asche erhalten, woraus Wasser 16 Gr. auflöste.— Die unauflöslichen Theile bestanden aus phosphorsaurem Kalk, koh- lensaurem Kalk,‘ kohlensaurer Bittererde, etwas Eisen- und Manganoxyd, A. 2. 4 Uncen von demselben Kohle(des Herbstes) wurden während zwei Wochen > 1) 132| getrocknet, darauf bei 30° R. völlig aus- gedörrt, und der 380 Gran entsprechende trockene Rückstand verbrannt. Er hinter- liefs 44 Gr. Asche; allein Wasser zog dar- aus nur ı6 Gr. Pottasche, welche zu ihrer Neutralisation dieselbe Menge Salpetersäure erforderte, als die von A. ı. Ungeachtet dem Anscheine nach ein wesentlicher Unterschied zwischen den Edukten des ersten und des z,weiten Ver- suchs Statt findet, so würde man sich doch sehr irren, hier eine Umwandlung und Bil- dung der erdigen Theile zum Grunde zu legen. Salpetersäure lösete aus den 44 Gr. nicht mehr auf, als aus den 34 Gr. Asche, und die überschüssigen ıo Gr. smd blols durch sehr feinen Staub veranlafst, welchen der Kohl während der langen Zeit, die zu seiner Trocknung angewandt war, ın seine Poren und Fugen aufgenommen hatte. Diese und andere ähnliche Versuche stellte ich in der Absicht an, um Herrn v’Arcer's%) Resultat zu prüfen, welcher 15) Ann. de chem. T. LXXIX. p. 145.— Tromms- dorff's Jourm. ı812. B. 2r. St. ı. p. 234 Na hehane mal die f und kurze uch in d inde 1ch frischem ganz Ausg Dils der Pila sich H, kastanıe ‚ Wiehtigh ter.— W kenheit u zu verbr auf die! den Gmu mehr oı und wal geringen mt verfli NT neuer een Pal schmilt, und vayı als im R. völlig il entsprechen tt Er hin asser zog! 'elehe zu ı) e Salpetersir eine nach! zwischen| s zweiten I man- sıcı dor dlung untl) ım Grunde aus den 4} 54 Gr. As Gr. sid Bl anlalst, wellen gen Zeit,\ wandt war,! enormen hl iehe Versu n, um Be fen, wel 153 behauptet, dafs es vortheilhafter sey, wenn man die Pflanzen vor ihrer Austrocknung und kurze Zeit nach Ihrer Reife verbrenne. Auch in den Schriften alter Forstbediente finde ıch die Bemerkung, dafs man von frischem Holze mehr Poittasche, als von ganz ausgetrocknetem Holze erhalte. Dafs die völlige Reife und Ausbildung der Pflanzen(besonders Früchte, deren sich H. vArczr bediente, nämlich ‚Hofs- kastanien) für den Pottaschengehalti von Wichtigkeit ist, bedarf keiner Worte wel- tier.— Wenn aber der Zustand der Trok- kenheit und Feuchtigkeit des zu Pottasche zu verbrennenden Holzes wirklich Einflufs auf die Menge derselben hat, so kann man den Grund allein wol nur in dem dadurch mehr oder weniger begünstigten Erfolge, und wahrscheinlich in der gröfsern, oder seringern Bildung von Rufs und der da- mit verflüchtigten Asche, nicht aber in ei- ner neuen Produktion des Ralı(in dem einen Falle) suchen. Da feuchtes Holz mehr schwölt, trockenes Holz hingegen lebhaft und rasch verbrennt: so ist es begreiflich, dafs im ersten Falle weniger feste Theile 13% verflüchtiget oder in die Höhe gerissen werden, als im letztern; kann man dieses, wie beı kleinen Versuchen, vermeiden, so wird man auch ein und dasselbe Resultat erhalten. A 51 4 Uncen grünen Kohls von denselben Stauden, von welchen die zu den vorher- gehenden Versuchen genommenen Portio- nen erhalten waren*), setzte ich in einem mit Papier bedeckten Porzellangefälse wäh- rend 4 bis 5 Monaten der Fäulnifs aus. Die endlich ganz ausgetrocknete Masse ver- brannte ich, und war im Begriff die Kohle vollkommen einzuäschern, als ich durch ei- nen höchst unangenehmen Vorfall in der Arbeit unterbrochen wurde, Ich hatte mir nämlich des Scherzes wegen einen Löffel, angeblich aus einer strengflüssigen Masse, gekauft, mit deren Mischung ich mich be- 14) Bei- Versuchen dieser Art kann man nicht vor- sichtig genug seyn; daher vermengte ich die ganze Kohlmasse zu ı. 2. 3. und theilte sie dann in 3 Theile. kannt stresglis jr m nei iber die he men Aiekoblt ım die zeigte AI vl so\ blicke Theil d lösten ı handen, Fläche s Begebeı zu Ute aus,$ı zuletzt fülse, trug ib Kalk, Ammon hatte, A ner Ih che ıdı 14 N kannt) [öhe ger N man dies; 'ermeiden ı selbe Resu) von densel zu den vor ımenen Pıri, e ıch in mer ıngefälse vi Fäulnifs a \jete Masse ı griff die Rı \s ich dureh: Vorfall uk Ich hatten n einen Löf lüssigen Ma g ich mich| ı man nicht! ngte ıch dier 1eilte sie de 135 kannt machen wollte, weil ich sie nicht für strengflüssig hielt. Da dieser Löffel zufäl- lig in meinem Laboratorium lag, und ich, über die Erscheinung nachdenkend, wel- che mein Versuch darbot, mit dem Stiele die Kohle etwas aus einander stolsen wollte, um die Einäscherung zu begünstigen: so zeigte sich das angeblich strengflüssige Me- tall so leichtflüssig, dafs in einem Augen- blicke grofse Tropfen herabflossen, einen. Theil der Silbermasse meines Tiegels auf- lösten und sich gleich so innig damit ver- banden, dafs die Legirung auf der äufsern Fläche sichtbar war.— Diese unglückliche Begebenheit veranlafste wich, die Arbeit zu unterbrechen.— Ich laugte die Asche aus, sonderte das Zinn ab und beendigte zuletzt die Arbeit in einem andern Ge- füfse. Die erhaltene Menge Pottasche be- trug über ı7 Gran.— Der phosphorsaure Kalk, welchen ich mittelst Salpeter und Ammonium aus dem Rückstande erhalten hatte, erschien nach dem Glühen mit schö- ner blauer Farbe; eine Erscheinung, wel- che ieh nie wahrgenommen habe,-da be- kanntlich der phosphorsaure Ralk entweder ——— m 156 weils, bräunlich, oder rosenroth erscheint, je nachdem er mangan- oder eisen chüssig ist. Wahrscheinlich haben das Silber und Zann, welches letztere einen Hauptbestand- theil der Löffelmasse ausmacht, hier eine Rolle gespielt. Dieser Versuch spricht, ungeachtet sei- nes unglücklichen Ausgangs, für die Mög- lichkeit der Produktion des Kali’s durch die faule Gährung, da ich ı Gran KRalı's mehr, als in dem vorhergehenden Versuche erhalten habe, und es möglich ist, dafs bei der verwickelten Auslaugungsart ein klei- ner. Theil verloren gegangen sey..— Ich sah mich daher veranlafst, diese Versuche noch einmal zu wiederholen. B..1. 5 Uncen frischer grüner Kohlsprossen wurden im Frühling getrocknet.-Es blie- ben 7 Drachmen Ilufttrockenen Krauts, und dieses gab durch Einäscherung 35 Gran Asche, aus welcher Wasser nur 9 Gr. Pott- asche zog, und 26 Gr. unauflöslichen, mit etwas Kohle verbundenen Rückstands hin- terliels, welcher sich bis auf ıY, Gr. eines eisencht audit eine bral. Jih aus 1 une Au saure I Tılkveh 5 Wasser gelilse 3 gen Äng endlich von Lin 2 Mona nach ge belegte einem$ selben chen, dı io und Yollkomm den,- die ou ı eile, toth erschii, \ eisenschis; las Silber Mi Hauptbestu cht, hier cj ingeachtet; ‚ für die Il s Kalrs di ı Gran|) ıden Verl: h ıst, dal art eın|} . sey.— di 1ese- Versi: Kohlsprost net,«Es bi ı Krauts, u ng 35 61 a) Gr. Pi slichen, ı kstands|ı Y Gn. di 137 eisenschüssigen Rückstands in Salpetersäure auflöste. Letzterer hatte nach dem Glühen eine braune Farbe, und schien hauptsäch- lich aus Thon zu bestehen. Die salpeter- saure Auflösung enthielt ı0 Gran phosphor- saure und 6 Gr. kohlensauren Kalk- und Talkverbindungen. B. 2. 5 Uncen desselben Kohls wurden mit Wasser angefeuchtet, in einem Porzellan- gefälse sich selbst überlassen. Nach S Ta- gen fing der Kohl an zu zerflielsen, und endlich in eine gleichförmige Flüssigkeit von Linimentconsistenz überzugehen. Nach 2 Monaten stiefs der Brei einen Geruch nach geschwefeltem Wasserstofigas aus und belegte sich mit Schimmel. Als ich ihn mit einem Stabe umrührte, legten sich um den- selben eine Menge dünner, zarter Fäser, chen, die der Fäulnifs wıderstanden hat- ten, und diese lielsen sich auf diese Weise vollkommen von dem llüssigen Brei abson- dern.— Ich theilte sowol den Brei, als die gesammelten Fasern in zwei gleiche Theile, so dals ein jeder Theil 2% Uncen 158 ‘ Kohls entsprach. Der eine Theil wurde aufs Neue der Fäulnils ausgesetzt, während der andere verdunstet und eimgeäschert wurde.— Ich erhielt ı7 Gr. Asche, wor- aus Wasser 5%, Gr. Pottasche auflöste und 11%, Gr. Rückstands hinterliefs, welcher sich unter gelinder, Effervescenz bis auf 5/, Gr. in Salpetersäure auflöste. Diese ge- slüiheten%, Gr. hatten eine braune Farbe und bestanden aus Eisenoxyd und, wie es schien, aus Thon.— Die salpetersaure Auf- lösung enthielt 5 Gr. phosphor- und 3 Gr. kohlensaure Talk- und Kalkverbindungen. Aus der Pottaschenauflösung von ı. und 2. erhielt ich durch die Krystallisation eine kleine Quantität schwefelsauren Ralı's. Bei Neutralisation des erhaltenen Pott- aschenauszugs mit Schwefelsäure blieb aber auch hier das Resultat schwankend, indem beide gleiche Mengen Schwefelsäure zu ihrer Neutralisation erforderten. Er 1; Wichtiger, als jene, sind ohne Zweifel Versuche dieser Art mit faulem Holze. Ich hätte diese am liebsten mit solchem Holze angent preise rforde nügen len W eines| Stamm: sere T im, nen I holz| dem völ Une Asche asche besta, Kalk, phors: Hie Ten holz tere} hlls- Theil mul, tzt, währe! eingeäschy Asche, mı m) els, weld: ;cenz bis ı ie, Diese a braune Farh d und, wes etersaureäl or- und 56 erbindungt von 1. wa llisation eu sen halıs. rhaltenen Pb sure blieb ar ınkend, mie wefelsäure! ren. ohne Zwel Mm Holze' \n ‚olchem BF 139 angestellt, welches ich selbst der Fäulnifs preisgegeben hätte; allein da dieses Jahre erfordert, so mufste ich mich damit be- snügen, Holz zu nehmen, wie es sich in den Wäldern findet.— Da ich den Kern eines einige Zeit an der Luft gelegenen Stammstücks von einer Eiche, dessen äus=- sere Theile ganz gesund waren, völlig faul fand, so säumte ich nicht, dieses zu mei- nen Versuchen zu benutzen. Ich trocknete zuerst ein Stück Kern- holz(Medulla) von derselben Hlobe an dem völlig gesunden Ende, und verbrannte ı Unce desselben. Asche, asche auflöste.— Die unauflöslichen Theile Ich erhielt nur 3%, Gr. aus welcher Wasser 3% Gr. Pott- bestanden gröfstentheils aus kohlensaurem Kalk, etwas Bittererde, sehr wenig phos- phorsaurem Kalk und Eisen. C. 2. Hierauf trocknete ich bei derselben Temperatur eine Quantität des faulen Rern- holzes ebenderselben Rlobe, welche meh- rere Fufs hoch faul war, und äscherte eben- falls ı Unce bei demselben Feuer ım Sıl- bertiegel em. Ich erhielt 56 Gr. Asche, aus welcher Wasser 4 Gr. Pottasche auf- löste, welche sehr rein war und nur Spu- ren beigemischter Salze enthielt. Die rückständigen 32 Gr. brannten mit Salpetersäure stark auf, und hinterliefsen fast reines Eisenoxyd.. Ammonium: fällte aus der Auflösung nur ı/, Gr. einer aus Eisen*) und phosphorsaurem Ralk beste- henden Verbindung, welche nach dem Glü- hen braun erschien.— Die zersetzte am- moniakalische Flüssigkeit wurde mit-Schwe- felsäure zersetzt, die gleichsam geronnene Masse verdunstet, der Rückstand geglühet, *, Ich habe bei dieser Gelegenheit eine sehr inter- essante Erfahrung über die desoxydirende Kraft des Lichtes gemacht. Als ich nämlich den ge- glüheten phosphorsauren Kalk und phosphorsaures Eisen mit Salpetersäure übergofs, bildete sich eine rothbraune Auflösung, und es blieb braunes Eisen- oxyd unaufgelöst zurück. Als ich aber nach ei- nigen Wochen die in einem ‚weilsen Glase ans Licht gestellte Flüssigkeit aufMangan prüfen wollte, fand ich sie wasserhell und alles braune Oxyd verschwunden. Blausaures Natrum fäilte aber die wasserhelle Auflösung sehr staık blau. ey—— zit I sul ae Ike ulten, sauregl dal fi chen n Folsen wollte suche 40. ol un har,\ Gr, Asıl, ottasche aıl nd nur N elt, brannten ı ' hinterliels nonium. filh GT, einer ı n Kalk hast. nach dem fl: zersetzt il. le mit:Schw m geronneı and gegliük, t eine sehritt soxydirende ku nämlich den} d phiosphonaus ‚ bildete sich: eb braunes Eis ch aber nach eilsen Glase& ın prüfen woll ‚5 braune 0 1 fällte aber’ blau. mit Wasser ausgezogen, die filtrirte Flüis- sigkeit der Krystallisation ausgesetzt und eine Menge schöner Bittersalzkrystalle er- halten, welche das Gewicht der kohlen- sauren Bittererde— 31, Gr. setzen, so dafs für den kohlensauren Ralk 281% Gr. übrig bleiben.— Dasselbe Resultat erhielt ich, es mogte der faule Kern aus dem obern, dem mitt- lern, oder dem untern Theile der rıngs- herum gesunden und noch mit der Rinde versehenen RKlobe genommen seyn. Um einem Einwand zu begegnen, wel- chen man mir machen könnte, wenn ich Folgerungen aus diesem Versuche ziehen wollte, war es nothwendig, folgende Ver- suche mit zu Hülfe zu nehmen. 4oo Gran Elsenholz aus der Mitte des Splints, welches nur in einen.halbfaulen oder zunderarligen Zusjand übergegangen war, hinterliefs nach"der Eıinäscherung 4?/, Gr. Asche, aus welcher Wasser 2), Gr. Pottasche auflöste, die ziemlich rein war. 142 C.% 400 Gran Splintholz von derselben Klo- be, aber der entgegengeseizten gesunden Seite, hinterliefsen nur 1%, Gr. Asche, aus der Wasser nur), Gr. jener ganz analogen Pottasche zog. Auch diese Hölzer enthielten ziemlich viel Eisen, viel kohlensauren Kalk und Spuren von Bittererde; sehr wenig phos- phorsauren Ralk. D. So Gran faulen Weidenholzes, wel- ches ich aus dem Splinte des eben gefäll- ten Baums nahm, wurden verbrannt und eingeäschert. Die sehr hart und rauh an- zufühlende Asche wog 7 Gr., aus welcher Wasser 2 Gr. Pottasche in sich nahm, die sich bei der Prüfung mit Salpetersäure und nachheriger Kıystallisation ebenfalls sehr rein erwies, Nun ist es bekannt, dafs gesundes Wei- denholz nur sehr wenig Alkalı gibt.— Ich konnte hier keinen vergleichenden Ver- such anstellen, weil der ganze Splint faul war, I Tu De hand m dei I suures N des po aus ber wendın rung, N glachs brenn Weide eine Ar noch die demnac bei glı den H lischer antwoı dung 1 statt de tselben Il, on Sesuk ‚ Asche 1; anz anal Iten zien]; en Kalk u wenig pin jolzes, w ‚ eben gell erbrannt u und rau „aus. welle ch nahn,\ ‚etersäuft ll ‚benfalls# osundes N kalı gib! ‚henden\' e Splint in 143 Dieses sind Versuche, durch welche ich auf eine direkte Weise, mit der Wage in der Hand, die Vermehrung- des kohlen- saures Ralıs und des Ralk’s(micht aber des phosphorsauren kalks) dürch die Fäul- nils beweise*),. Wollte man mir die Ein- wendung machen, dafs durch die faule Gäh- rung, welche, ın Beziehung auf das Holz, gleichsam einer unendlich langsamen Ver- brennung gleicht(wobei,. wie ich); mich an Weidenbäumen überzeugt habe, oft selbst eine Art von Kohle entsteht, welches auch noch die Bildung der Braunkohle beweiset), demnach Holzmaterie zerstört, und folglich bei gleichen Gewichten faulen und gesun- den Holzes, ın dem erstern die Menge ka- lischer Salze mehr angehäuft werde: so antworte ıch darauf, dafs diese Einwen- dung nicht Statt finden könne, wenn man stait des Gewichts die Volumina der ver- *”) In dem an der Euft verdickten Safıe der Exulce- ration vieler Rofskastanienbäume(Zeccul. Hyp.) fand ich eine so grolse Menge kohlensauren Ralks, dafs ich anfangs glaubte, die ganze Masse be stehe daraus. brannten Hölzer berücksichtigt. Mir ge- lang dieses auf eine sehr überzeugende Art, da der Kern des Eichenholzes der ganzen Länge nach, sowol bei dem sesunden, als diem faulen, von gleichem Durchmesser und auch in diesem Verhältnisse gefault war; allein dennoch blieb das Verhältnifs- der Pottasche des gesunden und faulen Kerns fast dasselbe. Die Versuche mit dem El- senholze überzeugten mich hievon noch mehr, da wegen des schwachen Grades der Verwesung dıe specifischen Gewichte die- elben geblieben zu seyn schienen, und sei eine Unce von faulem und gesundem El- senholz gleiche Räume erfüllten.— Eine zweite Einwendung, dafs das Holz durch Feuchtigkeit nach und nach ausgelaugt, und letztere auf eine Stelle, und zwar die faule, hingehäuft sey, kann eben so wenig Statt finden, weil das gesunde Holz des faulen Stammes dieselbe gewöhnliche Menge Pott- asche lieferte, und die ganze faule Masse in allen ihren Theilen. ein gleichförmiges Verhältnifs jener Salze lieferte.— Als ei- nen Beweis, dafs die grofse Menge Ralı's und kohlensauren Kalks, welche in den | Wild ge dufrder V hy, sicht sfihrter| renden| Holz selb te), diene len Pilanz yils ausg brannt\ Holz fa 2 Jahren am den 6 zu\emen heit verl Dies über die der Met denn sie ‚th über Kar hei AM\ Akdllsch \ euch wel It dem\ tt. Mır N eugende|; s der gan sesunden, 'chmesseri gelault v erhältniß| faulen Im mit du! hievon ı en Grades rewichte| hienen, I gesunde fl lten.- En as Hola tır usgelauf ud zwvar die ii so wenig Si olz des fat e Menge P! > faule Ma ‚Jeichlörn! N N Menge N welehe It Wäldern gefaulte Bäume liefern, nicht Pro- dukt der Vegetation, oder mıt andern Wor- ten,‘nicht Folge einer Ansammlung dahin geführter Säfte sey(welches man mir ein- wenden könnte, weil ıch nicht das todte Holz selbst einer Fäulnıls aussetzen konn- te), dienen die Versuche mit gleichen Thei- len Pflanzen, von denen em Theil der Fäul- nifs ausgesetzt, und der andere frisch ver- brannt wurde“).— Ich werde indels auch Holz faulen lassen, und dieses nach ı bis 2 Jahren yon Zeit zu Zeıt untersuchen, um den Gang der Fäulnifs genauer kennen zu lernen, wenn der Hımmel mir Gesund- heit verleihet. Diese Versuche können in der Folge über die Mischungslehre der Alkalien und der Metalle ganz neues Licht verbreiten, denn sie werden einen unleugbaren Be- *) Ich übergehe eine Einwendung, welche man von einer bei der Fäulmls Statt findenden Zersetzung alkalischer Salze herleiten könnte; da aus den Versuchen hervorgeht, dafs das gebildete Kali weit mehr beträgt, als die Summe alles Salzes ın dem Vegetabil vor der Fäulnils. 10 146 weis von ıhrer Zusammensetzung geben. Da ın den Pflanzen, wenn man die Salze ausschliefst, welche hier gar nicht in Be- tracht kommen, keineandere einfache Stoffe, als Carbogen, Hydrogen, Azot und Oxygen, denen man vielleicht noch Phosphor und Schwefel hinzuzählen dürfte, enthalten sind: so mülsten diese, oder einige dersel- ben, die elementarischen Bestandtheile der Alkalien(die Erden nicht ausgeschlossen) seyn. Unsere Kenntnisse von der Verwe- sung organischer Körper sind jedoch viel zu unvollkommen, als dafs wir vermögend wären, aus diesen synthetischen Erschei- nungen von der Zusammengesetztheit der Alkalien richtige Schlüsse zu fällen.— In dieser Überzeugung vermeide ich für jetzt jede Hypothese. Schlufsbemerkungen. So weit meine Erfahrungen nur rei- chen, welche alle von direkten Versuchen hergeleitet sind, gibt es 4 bis 6 Rücksich- ten, welche der Pottaschenfabrikant be- stindg| orilstm0g Pimzen sende: ung RR:. 8 gehn ständig vor Augen haben mufs, um die gröfsimöglichste Menge Kalıs aus den ın die Sal nicht in Pflanzen zu gewinnen. Diese sınd fol- nfache St? gende: und Oryn ı) Allen auf mechanischem Wege mögli- "hosphor ın chen Verlust zu vermeiden. e, enthalte: 2) Das zweckmälsigste Einäscherungsver- einige dersel. fahren anzuwenden, damit alle Kör- tandiheile de per, welche das Ralı(oder Natrum) in ısgeschlost/ den Pflanzen binden, vollkommen zer- ı der Ve: stört und die; Alkalien in Freiheit ge- ] jedoch\i setzt werden. T vermögel 5) Die Erzeugung des Kali’s aus seinen chen Enter elementarischen durch »esetztheit( die Verrottung, Verwesung oder faule ı fällen,- I Gährung zu bewirken.(Hierüber sind Je ich für jedoch meine spätern Versuche zu lesen.) 4) Vegetabilien zu diesem Behufe anzu- bauen, welche für das Klima und den Boden die zweckmälsigsten sind, und ei, diese bis zum gröfstmöglichsten Grade der Vollkommenheit und Reife vegeti- sen pur! oO \ Nersut ren zu lassen”). e| £ Sl! 15 6 Rüch *, An mehreren Orten könnte man gewils viele wild. ‚nfabrikaut| 10 ” 5) Die zum Behufe des Pottaschenbren- nens anzulegenden Plantagen in sol- chen Gegenden zu bewirken, wo das Erdreich mit vielen alkalischen und al- kalisch-salzigen Theilen angeschwän- gert ist, oder, wenn die Quellen nach und nach versiegen, damit leicht ver- sehen werden kann, wie in manchen Fabrikorten, wo.Ralisalze abfallen, ohne benutzt zu werden. 6) Das Erdreich mit solehen Sioffen zu versehen, welche die Basis der unver- brennlichen Ralisalze frei. machen. Die Zufälligkeiten, welche in Hinsicht des ersten Punkis eine Verminderung der Pottasche bewirken können, sind ungemein grols, und müssen jedem Postaschenbren- ner hinlänglich bekannt seyn. Auch ist die Vorrichtung, welche man zum Verbrennen wachsende Kräuter sehr voribeilhaft zu diesem Behuf.verbrauchen, In den Nadeln, und beson- ders den Zapfen der Tannen, Fichten und Kie- fern habe ich eine ungemein grolse Menge Potı- asche gefunden; eben so im Eıdioffelkraute, den Rolskastanien, Tabakssträuchen u. a. K. der leg de,— drauf,: \schenve cher di Verhren selbe zu sem Gr zweckm dörrtes möglich Rus zu Einäscher noch el als g In Renntn hilien, det wer: es daran Süren,| Erlen zn bremlich nen, die taschenhrn,, gen im sl en, wol; chen und; angeschwi Juellen nı it leicht w in manch: Ize abfalleı ı Stoffen a ; der unve: nachen. ‚\n Hinstil! derung d ind ungenet staschenhnt- Auch st n Verbremi haft, zu 08 leln, und bir ichten und It [se Meng? Pa ‚offelkrauts,& „aß 119 der Vegetabilien anwendet, sehr verschie- den.— Ich beschränke mich hier blofs darauf, auf einen gröfsern oder geringern Aschenverlust aufmerksam zu machen, wel- cher durch die flüchtigen Produkte der Verbrennung veranlaflst wird, wenn die- selbe zu stürmisch Statt findet. Aus diıe- sem Grunde ist es daher wahrscheinlich zweckmälsiger, feuchtes, als ganz ausge- dörrties Holz zu verbrennen. Wäre es möglich, auf einem leichten Wege den Rufs zu sammeln, so würde man durch die Einäscherung desselben in allen Fällen noch eine gröfsere oder kleinere Menge nali’s gewinnen. In Hinsicht des zweiten Punkts ist die Ienntmils von der ‚Mischung der Vegeta- bilien, welche zum Verbrennen angewen- det werden sollen, sehr nothwendig, weil es darauf ankömmt, die Substanzen, welche das Ralı ın den Pflanzen'binden, zu zer- stören. Wir haben hier blofs Säuren und Erden zu berücksichtigen, weil andere ver- brennliche Stoffe im Gegentheil dazu die- nen, die Abscheidung. zu bewirken. Die Säuren lassen sich für unsern Zweck in folgende Abtheilungen bringen: ı) Leicht verbrennliche Säuren, wohin 4) Unverbrennliche Salze N alle sogenannten vegetabilischen Säu- ren, und zwar vorzüglich Weinstein-, Sauerklee-, Zitronen-, Apfel-, Essig- und Gallussäure gehören(welche am häufigsten in den zur Poitaschenberei- tung anzuwendenden Pflanzen ange- troffen werden). Sıe bilden entweder saure oder neutrale Alkalisalze. Verpuffung bewirkende Säuren, wohin allein nur die Salpetersäure, welche steis neutrale Salze ın den Pflanzen bildet, zu rechnen ist.| Schwer. verbrennliche Säuren: sie sind Schwefel- und Phosphorsäure, von wel- chen die erste nur allein 1m neutralen, die andere aber im zweifachen Zustan- de ın den Vegetabilien Salze bilden kann.| ”): Alkalien. *( Wenn die Hitze so grols wird, dafs die salzsau- rteiten Statt, W werden, gen der Durch di Pflanzen Regeln der sch es nich! asche mn ser vorha Schn und phe zen ZU von gte bisher ı sichtigt geringe gen ders ten All sch die fr n The ı Zweck) L: ten, wi schen ı Weinsti ‚pfel-, Es (welche: \taschenbe Manzen a; lden entmdr lisalze, Säuren, wol iure, weleh den Pilanz ren: sie sl säure, von: im neut® (achen Zw! Salze bil ji salzsal ‚dals die#" 151 Die Zersetzung der ersten und zwei- ten Art Salze ist mit sehr‘wenigen Schwie- rig Statt, wenn die Vegetabilien verbrannt keiten verknüpft, und sie findet. schon werden. Daher erhält man durch Auslau- gen der Kohlen eine alkalische Lauge. Durch die vollständige Verkohlung solcher Pflanzen bewirkt man im Grunde in der Regel nichts als eine leichtere Abscheidung der schon gebildeten Pottasche.— Sollte es nicht möglich seyn, diesen Theil Pott- asche in den Kohlenschwölereien, wo Was- ser vorhanden ist, zu benutzen? Schwieriger aber ist es, die schwefel- und phosphorsauren Alkalien in den Pflan- zen zu zersetzen. Ungeachtet dieser Punkt von erofser Wichtigkeit ist, so hat man ıhn o° bisher doch wenig oder gar nicht berück- sichtigt. Fast alle Pflanzen enthalten eine geringe Menge dieser Salze; aber in eini- gen derselben macht das schwefelsaure Ralı ren Alkalien in Dunst verwandelt werden, dann geschieht zwar ebenfalls ihre Zersetzung; allein die frei werdende Basis gebt mit der Kiesel- und Thonerde in Verglasung über. den Hauptbestandtheil der Asche aus. Zu ıhrer Zersetzung*) sind beständig kohlen- haltige Pflanzenstoffe erforderlich, weil sie selbst in ihrer Mischung, wie die vorher- gehenden Säuren, keine Kohle enthalten. Nur bei anhaltender Caleination mit hin- länglicher Menge Kohle gelingt es, die schwefelsauren Alkalien und Erden mehr oder weniger vollständig zu setzen, in- dem Schwefel, schweflige Säure und Koh- lensäure, so wie Phosphor, phosphorische Säure und Kohlensäure(je nachdem in of- fenen oder verschlossenen Gefäfsen die Zer- setzung geschieht) gebildet werden, und die Basen, mit Kohlensäure verbunden, ZUu- rückbleiben. Daher wird es begreiflich, warum die Pottasche oft eine so grolse Menge schwefelsauren Rali’s enthält, Bei *) Hieher gehören das schwefel- und phosphorsaure Kalı, Natrum, Kalk und Talk.(Bei Pflanzen, welche freie Phosphorsäure enthalten, kann auch noch ein Theil Kali, welches durch das Ver- brennen von seiner Säure geschieden ist, von je- ner schwerer zersetzbaren Säure verschluckt, und so die Menge des schwer verbrennlichen Salzes vermehrt werden. Pflanze, und ps? dieser 6e sen; aber chen, die Hat man: ner kleine kıystalls: Aschenau den mit mit Salpı wässenige sen, pulw er von st Essig ım unauflösl salzigen zeugt: 5 werden’ ") Eh würd ion Mau Sicht If) ah Phoyh kalien he aus. 1 dig kohle ich, weil ® die vor le enthalhı ton mit} lingt es, di \ Erden mel U setzen, In äure und Kl phosphorsch jachdem mo: ilsen die Zeı verden, U bunden, 2 s begreilli ine so gut enthält, nd phosphorsat (Bei Pflanze ‚lien, kann au Jurch das\: den ist, von verschluckt,! vennlichen$ 155 Pflanzen, welche nur sehr wenig schwefel- und phosphorsaure Alkalıen enthalten, ist dieser Gegenstand wol aufser Acht zu las- sen; aber um so wichtiger ist er bei sol- chen, die damit reichlich überladen sınd.— Hat man sich durch vorläufige Prüfung eı- ner kleinen Quantität Asche, z. B. durch Krystallisation, oder durch Prüfung des Aschenauszugs mit Reagenzien, etwa durch den mit salzsaurer Barytauflösung aus der mit Salpetersäure sorgfältig neutralisirten, wässerigen Aschenlauge gebildeten, weis- sen, pulvrigen Niederschlag, welcher, wenn er von schwefelsauren Salzen herrührt, ın Essig und verdünnter Salpetersäure völlig unauflöslich ist, von der Beschaffenheit der salzigen Bestandtheile der Pflanzen über- zeugt: so muls danach die Arbeit geleitet werden*). *) Es würde mich offenbar zu weit führen, wenn ich auf alle möglich- eintretende Umstände Rück- sicht nehmen wollte. Ich mufs mich hier dar- auf beschränken, blols von der Zersetzung der phosphor- und besonders der schwefelsauren Al- kalien zu sprechen. Pflanzen, die viel schwefelsaures Kali enthalten, müssen so langsam als möglich verbrannt und eingeäschert werden; ja, es ist oft nothwendig, eine neue Portion Brennmaterials mit der noch. nicht völlig eingeäscherten Asche zu. verbinden, und bei gelinder Glühehitze die»Einäscherung zu verlängern, damit das schwefelsaure.Ralı die hinlängliche Zeit zu seiner Zersetzung erhalte. Überhaupt ist: die Temperatur, bei welcher die Einäscherung,Statt findet, von srofser Wichtigkeit, indem beı einer zu hohen Temperatur mancherlei Nachtheile für das Produkt entstehen. So würden z.B. viel Kıieselerde-haltige Pflanzen eine Pott- asche liefern, welche mit Rieselfeuchtigkeit verbunden wäre, wodurch ihre technische Anwendung ungemein beschränkt wird.— Von Pflanzen, welche viel schwefel- und phosphorsaure Erden enthalten, würde man durch starke Calcination der kohleleeren Aschen, selbst wenn dieselben reichlich mit Rali versehen wären, nur sehr wenig oder schlechte Pottasche erhalten, weil das Kali in diesem Falle jene schwefel- und phosphorsauren Verbindungen. zersetzt und sich ni Alle dies ven yerm der Plan- nimmt, zu hoher führten F von Kohl damit di das Ralı Die mannıgla welche di fordem ı als man es kön alles de dern Ah Die Asche gi ler Vorthi lem das| kranken U AUmg ll man aus grölsern felsaures}; n als möslı erden; ja,€ neue Portı h. nicht voll thinden,, u Einäschen; vefelsaure F ner Zersetzi Temperatı, tatt Anl Mm ı bei em yleı Nachtle So würden z inzen eine Pı jeselfeuchtigi ihre techn ‚hränkt mil» schwelel- u ten, würde I or kohlelet Ihen reich! ır sehr wt Iten, wel schwefel- all N zerselz" ı55 sich mit: den Säuren derselben: verbindet. Alle diese Inconvenienzen werden hinge- gen vermieden, wenn man die Mischung der Pflan-zen kennt, und darauf Rücksicht nimmt, dafs’ die Einäscherung. bei nicht zu hoher Temperatur und.(in den. ange- führten Fällen) bei stetem Vorhandenseyn von Kohle and Feuchtigkeit vollendet wird; damit die Sulfaten und Sulfüren: zerlegt und das Kali isolirt dargestellt werde.. Die Einäscherung der Pilanzen,, die mannigfaltigen Umstände und Zerseizungen, welche dabei zu berücksichtigen sind, er- fordern in der That mehr Aufmerksamkeit, als man: bisher darauf verwendet hat; ja, es könnte die genaue Auseinandersetzung alles dessen der Gegenstand einer beson- dern Abhandlung werden. Die Erfahrung, dafs faules Holz mehr Asche gibt, als gesundes, gewährt mancher- lei Vortheil. dern das Holz aufräumen; indem man die Man kann in grofsen Wäl- kranken und faulen Bäume der Verbren- nung unterwirft. Um den Vortheil, den man aus der Asche zieht, in einem noch gröfsern Grade zu vermehren, dürfte man daraufbedacht seyn, die Fiiulnifs derzumPott- aschenbrennen bestimmten vegetirendenBin- me zu begünstigen und selbst gefälltes Holz verrotten zu lassen. Diesen letztern Zweck würde man in feuchten Wäldern, wo Luft, Wärme und Wasser zugleich auf das Holz wirken können, ohne dafs dasselbe ausge- laugt wird, sehr leicht erreichen, und ei- nem erfahrnen Forstmann wird es bald möglich werden, durch sorgfältige Beob- achtung diesen Punkt zu dem erwünschten Grade der Vollkommenheit zu bringen. Aus obigen Versuchen mit Hölzern würde sich leicht berechnen lassen, dafs die Ver- mehrung des Kali’s durch die Fäulnifs in einem Baume, welcher einige Jahre be- dürfte, um den Grad der Fäulnils zu er- reichen, welcher ihn zur Einäscherung ge- schickt macht, bei weitem den Verlust er- setze, den der Pottaschenfabrikant durch die verhinderte Vegetation des gefällten Baums erlitt. Durch die Fäulnifs scheint, wie wir gesehen haben, der Raligehalt bis auf das Neunfache vermehrt werden zu kön- nen, während ein ausgewachsener Baum durch Vermehrung des Stammes, des An- seizen? DE Zenellei \ ermöbser! zuch nur klemen N: zer Quant ses notlıwe “ Qü Junge Sch °) Nachde be, An dener Sc eine aus welche „N „breni ‚nen, „Daun „Vom „und ı „Ihren „jeiat ı „schen „Zur gro „tem pr neWandt „laß sie alt „ selben sderzump.: etirendenf; gefälltes Ho eiztem Ziwe dern, wo] vauf das}. lasselbe au ichen, ul; wird es hl orgliltige bt EM Erwünnten It zu bringt Izern würı 1, dals die 1 dıe Fänhub: inige Jahre h Fäulnils 2% inäscherung} den Verst: fahrıkant dır des gelil ulmils sche Kaligehalt" verden zul chsener mes; des 237 seizens neuer Äste und Zweige, in jener Zeit vielleicht nur Y,oo bis oo seiner Masse vergröfsert, und in diesem Verhältnisse auch nur pottaschenreicher wird. Einen kleinen Nachiheil, der aus dem Fällen ei- ner Quantität Bäume entspringt(wenn die- ses nothwendig ıst), können Anlegungen junger Schonungen ersetzen*). ’, Nachdem ich meine Abhandlung geschlossen ha- be, finde ich in Schreber's Sammlung verschie- dener Schriften u, s..w.(Halle 1763, T.I. p. 127) eine aus dem Schwedischen übersetzte Bemerkung, welche also lautet: „Man hat auch nicht nöthig, sich zum Aschen- „brennen frischer, wachsender Baume zu bedie- ‚nen, so lange man in den Wäldern angefaulte „Bäume in unzähliger Menge findet, die theils „vom Windbruch, noch mehr aber vom. Brennen „und von Beraubung der Rinde und der Blätter „ihren Untergang erhalten. Die Bäume, welche „jet ohne allen Nutzen verfaulen, und inzwi- „schen dem Graswuchse und dem jungen Anfluge „zur gröfsten Hindernils gereichen, können mit „dem grölsten Vortheill zum Aschenbrennen an- „gewandt werden, maalsen man befunden hat, „dals sie bei einem gewissen Grade der Verfault- „heit weit mehr und bessere Asche, als eben die- „selben Baumarten frisch geben, und beruhet der 258 Indem ich diese Entwürfe mache, mufs jedoch an Baco erinnern, welcher so ‚„Vortheil dieser Handthierung hauptsächlich dar- „auf, diesen Grad, den die auswärtigen Aschen- „brenner die Reife des Holzes nennen, genau von „den andern zu unterscheiden. Es läfst sich die- „ses durch einige kleine Versuche leicht ausmachen, glich für die sicherste „inzwischen halt man gemeini „Kenntnils dieser Reife, dals sich das Holz beim „Hauen etwas einbiegt und nicht gut spaltet. „Solch Holz gibt mehr Asche, als anderes, be- „sonders aus der Ursache, weil es beim Brennen „mehr'glühet als fammt, und wenn es zugleich „mit Schwämmen bewachsen ist, so fällt die Asche „, gemeiniglich in ganzen Klumpen nieder, welche „der Farbe nach bläulich ist. Ist das Holz ent- „weder liegend, oder auf der Wurzel stehend, et- „was über diesn Grad geiault, so lohnt sich’s „demnach der Mühe, es zu Asche zu brennen, „besonders, wenn die Rinde noch drauf sitzt, „Ist es aber völlig verfault, so ist es zur Pott- „asche untauglich, maalsen Regen und Witterung „die Theile, welche Laugensalz geben könnten, 1 337 „„Uebrige aber die Materie zuMulm oder Erde ist.“ jereits ausgewaschen und zerstört haben, das Ferner T. 15. p. 103; ‚„ Zur Pottaschenbren- „nerei aber sollte man, wie bei dem Aulsöl er- ‚„‚innerr worden, zuförderst das in den Wäldern wahr sagt: tandım, 9 „nnso „wender „und ıı „auch 1 Aschalfer Portasch einer Nach einen| 1000 P} Ebene 222 Rp auf einer ten 202 Ruhe Pk Ache dk YUh,. I Dı[IT e machen“ ache, ı wahr sagt: Non fingendum, aut excogi- N’ele... ‚ welche, zandum, sed inveniendum, quid natura ‚hauptsächlich„innso grolser Menge befindliche Lagerholz an- rartı Al RR) x7 RR us wartigen Akt„wenden, wodurch theils der Wald aufgeräumt Dennen, genau„und in Absicht des Hütens verbessert, tbeils 1. Es Jälst sich„auch mehr Asche, als von frischem Holze er- he leicht ausmad„halten würde, waalsen die auf einen gewissen olich Für die ich„Grad gekommene'Vermoderu ng das Ausbrechen sich das Hık kan„der Flamme hindert, welche die Asche vermin- nicht gu mal„ dert.‘ , als anders\ Kürzlich hat. der Freiherr von'Werneck in | es beim Bren Aschaffenburg eine Tabelle entworfen, welche den wenn es zug! Pottaschengehalt der meisten deutschen Holzarten, t, so fällt die einiger Staudengewächse und Waldkräuter enthält. ıpen nieder, m Nach seinen Versuchen sollen die Früchte, die ea Ele jungen Rinden und das junge Holz das meiste Al- Wurzel stehen kalı geben. Er fand ferner, dafs die Beschaffen- It, so lohnt s heit des Bodens auf den Salzgehalt der Pflanzen Ull, ı h> ı Asche zu breu einen grolsen Einfluls habe; so erhielt er aus le noch drauf 1000 Pfund Asche des Stammholzes einer auf der A! Ebene gewachsenen Buche 222 Pfund 25 Loth fi und Wi 222 Rpiihl. Pottasche; 1000 Pfund Asche einer br FR I auf einem andern Boden gewachsenen Buche ga- au ben 202 Pfd. S Loth, und von einer noch andern Buche 238 Pfd. 6 Lih Pottasche. Von ıo Pfd. Asche des Piera aquilina erhielt er 9 Loth bis g Lth. 2 Dr. 195 Rpfihl. Asche, welche 3 Lrh. ı Dr. 99 Rpfthl. bis 5 Lth. 3 Dr. 9 Rplihl, Poıt- erstort babe um oder Ert ur Pottasch hei dem Av“ 1s in den I" ı60 ‚faciat, aut ferat.(Vergl. den Schlufs des |—: Nachtrags im dritten Hauptabschnitte.) In asche lieferte. Archiv d. Agriculturchemie. Berl. 1813. B.6. HD. np,62: zur vor Von q a As ich ı am die Fi Vegetätie mentarise während zu bean blöts dans das Kali folglich d &ne Art ij kein Prod einen Mr IN A zuge Ins il 1| Gesellsch, len Schlufs I bschnitte,) ulturchemie, 2) Zweiter Hauptabschnitt. Nachträ ge zur vorhergehenden Abhandlung. Von dem Ursprunge der Pottasche., Als ich meine Abhandlung ausarbeitete, um die Frage: ob das Kali ein Produkt der Vegetation sey, oder ob es aus den ele- mentarıschen Bestandtheilen der Pflanzen während der Verbrennung erzeugt werde? zu beantworten, glaubte ich, dafs sie sich blöfs darauf beschränke, zu bestimmen: ob das Ralı in den Pflanzen pr&existire, und folglich durch die Vegetation auf irgend eine Art in ihnen erzeugt werde, wenn es kein Produkt der Verbrennung sey? Aus einem mir zu Gesichte gekommenen Aus- zuge des Programmes der Holländischen Gesellschaft der Wissenschaften ersehe ıch arR aber, dafs sie diese Frage auch dahin aus- dehnt, bewiesen zu sehen, ob das Rali von den Wurzeln der Pflanzen eingesogen werden könne, oder ob dieses nieht Statt finde, und ob es ım ietztern Falle ein Er- zeugnils aus den unbekannten elementari- schen Bestandtheilen durch die Vegetation sey? Diesen wichtigen Gegenstand zu er- forschen, war indessen schon längst mem sehnlichster Wunsch; allein die Schwierig- keiten, mit welchen derselbe verknüpft ist, schreckten mich ab, Hand an das Werk zu legen; und ungeachtet mich die Preisfrage aufs Neue dazu aufmunterte, sah ich doch zuvor ein, dafs die zur gründlichen Beant- achtung derselben festgesetzte Zeit zu kurz sey. Da aber die Holländische Gesellschaft bei der öffentlichen Preisvertheilung im Mai 1814 meine Ausarbeitung mit dem er- sten Accessit beehrt und die Beantwortung des erwähnten Gegenstandes für längere Zweit ausgedehnt hat: so bin ıch jetzt nach einer langen Reihe unternommener Ver- suche in den Stand gesetzt, den Wünschen Genüge zu leisten. Bemenkin de Ver telt nel Wurzel werde, Ich h che ich in Wissensel kein ein sey, wele Pflanzen ja, dal gegen die es zerstür allein in lich m kı Exuleerat dasselhe: weder en nisation, aulserhalh Zmalen ar Heraus wirklich fi Stande Io, Üieses m ich dahin a ob das ji en eingei ses nicht}; n Falle ei), ten elemeni die Vegeti enstand zı on längst ı die Schw !i ı das Werl die Preisfr: sah ich di ‚lichen Ber tzte Zetı he Gesell vertheiling| g mit dem Beantworl‘ s für ln ich jetzt u! inmener| Ion Wünst 165 Bemerkungen über die Art und Weise, wie die Versuche, durch welche ausgemilt- telt werden kann, ob das Kali von den Wurzelfasern der Pflanzen absorbirt werde, anzustellen sind. Ich habe m meiner Abhandlung, wel- che ich im Jahre ıSı5 der Gesellschaft der Wissenschaften überschickte, gezeigt, dals kein einziger direkter Versuch vorhanden sey, welcher bewiese, dafs das Ralı in den Pflanzen ım freien Zustande vorkomme; ja, dafs em solches Vorkommen selbst gegen die Natur der Vegetation sey, weil es zerstörend auf ıhre Natur wirke. Nur allein in einigen Absonderungen, vorzüg- lich ın krankhaften Ausflüssen, z. B. in den Exulcerationen vıeler Bäume, findet sich dasselbe; alleın in diesem Falle ist es ent- weder ein Produkt der veränderten Orga- nisation, oder der freiwilligen Zersetzung aufserhalb der Pflanzen. Letzteres erfolgt zuweilen auch bei den Analysen. Hieraus folgt, dafs, wenn die Pflanzen wirklich freies Rali, d.h. Kali in dem Zu- stande der Pottasche absorbiren sollten, dieses nur in Folge einer sehr merkwür- ir* 164 digen Veränderung im Augenblick der Ab- sorbtion möglich sey. Ich habe ferner bewiesen, dafs alles Rali, welches man durch die Einäscherung der Pflanzen gewinnt, in ihnen im Zu- stande eines Salzes, dessen Säure entweder verbrennlich, oder auch zersetzbar durch Hitze ist, preexistire. Die Beantwortung obiger Frage kann daher auch, nur von dieser Seite betrachtet, ergiebige Resultate gehen. Demnach beschlofs ich: ı) mich mit der Mischung verschiedener, in gewöhnlicher Erde gewachsener Pflanzen bekannt zu machen; 2) ebendieselben Pflanzen in den mög- lıchst einfachen, ebenfalls genau be- kannten Medıen aus dem Saamen zu erzeugen; 5) ebendieselben Pflanzen in Erden, mit verschiedenen Salzen angeschwängert, aus dem Saamen zu erziehen. Findet sich dann durch die Analyse, dafs die Mischungen dieser Vegetätionen sich stets gleich bleiben, und unabhängig von den Medien, oder den damit vermeng- ten Materien, worin sie sich erzeugten, sinde so| eine Absor durch dıe nerken W Jene Misc genannien tion möglı laaı Alkalien sentlich. erforscht ergtebige| sent so Ne Beohachtı Von noch ken Natur be einzige sorgfältige leiten oh können, Diese hr te Ich vom Winter hi selten er u diesem blick der en, dafs| © Eimäschen Ihnen im! Säure ent: ersetzbar(ı ® Beantwor auch, ar 1ebige Resıl ich: verschıele gewachse chen; ı In den ı falls genau lem Saamen ı in Erden, angeschwill ziehen. ‚h die An: ! Vegetili nd unabliü: Jamit ver‘ ich erzei‘ ı65 sind: so läfst sich geradezu folgern, dafs eine Absorktion im Wasser aufgelöster Salze durch die Wurzeln nicht Statt finde; be- merken wir aber im Gegentheil. verschie- dene Mischungen nach Verschiedenheit der genannten Medien: so muls eine Absorb- tion möglich seyn. Da aufserdem aber die Wirkungen der Alkalien auf vegetirende Pflanzen noch ei- genilich gar nicht durch direkte Versuche erforscht sind, und sich in vielem Betracht ergiebige Resultate davon versprechen las- sen: so versäumte ıch nicht, auch hierüber Beobachtungen anzustellen. Von Seite noch kein Naturforseher oder Chemiker die dieser hat meines Wissens Natur befragt, und doch-scheint sie die einzige zu seyn,- von wo aus durch sorgfältiges Forschen die seit undenklichen Zeiten obwaltenden Zweifel gelöst werden können. Diese höchst schwierigen Versuche stell- te ıch vom Herbst ı8ı4 durch den ganzen Nicht selten ereignete es sich, dafs die in dem Winter bis zum Frühling ı8:5 an. zu diesem Zwecke(in Ermangelung eines Glashauses) geheizten Zimmer, besonders in kalten Winternächten, so häufig eintre- tende Rälte und der Wechsel der Tempe- ratur, die kaum gekeimten, oder auch dem Ziele ihrer Bestimmung sich bald genäher- ten Pflanzen zerstörte und alle meine Mühe vereitelte.e. So mulste ich:dann un- aufhörlich säen und unaufhörlich die Ver- suche von Neuem beginnen. Dagegen darf ich jetzt auch ohne Scheu bekennen, dafs ıch ein Resultat erhalten habe, welches unumstöfslich ist, wie jeder Unbefangene gestehen myls. Ensi Verhalt 0) Vege the Unter| Jahreszt geeignet ihre Ve, Limmern nelnend ten geht hatte, da Hyacnıl Lackmus ter, beson. ) häufig ein sel der Te oder auch! h bald gen ıd alle m: ° ich dam törlich die 1. Dagegen! hekenne, dis habe, will " Unbefang: Erste Abtheilung. Erste Reihe der Versuche. 1. Verhalten der vegetirenden Pflanzen zu kohlensauren Alkalien. a) Vegetationsversuche mit einer Hyaein- thenzwiebel in Natrumauflösung. Unter allen Pflanzen schien mir in dieser Jahreszeit keine mehr zu diesen Versuchen geeignet zu seyn, als die Hyacinthe, weil ihre Vegetation im Winter ın geheizten Zimmern, in denen die Temperatur aus- nehmend wechselt, dennoch gut von Stat- ten geht. Daich mich aufserdem überzeugt hatte, dafs die rothe und blaue Farbe der Hyacinthen sich fast wie rothes oder blaues Lackmus zu den Säuren und Alkalıien ver- 168 halte: so glaubte ich, dafs die Absorbtion des Rali's allein schon aus der Verände- rung und Verschwindung der rothen Hya- ceinthenfarbe. beurtheilt werden könne, Auch. berechtigten solche Versuche zum Vertrauen, viel allgemeinere Aufschlüsse von dem Einsaugungsvermögen der Wur- zelfäserchen zu erhalten*). Meinen mit Hyacınthen angestellien Analysen zufolge bestehen diejenigen mit blauen und die mit roihen Blüthen aus gleichen Mischungstheilen, und die Blu- men beider enthalten eine freie Säure. In 600 Theilen Hyacınthenkrauts mit Blumen fand ich“*); *) Zahlreiche Veaetationsversuche mit blauen Hya- einthenzwiebeln in sehr verdüunten Säuren fielen nicht günstig‘aus..: Ich ‚darf aber das Meiste auf Rechnung der: Zwiebeln setzen,- die sämmtlich schadhaft zu eyn, schienen. ”) 600 Gran frischen Hyacinthenkrauts gaben 5 Gr. Asche, von ‚der Wasser 3 Gr. auflöste. Der Mückstand enthielt 7/, Gr. phosphorsauren Kalks, !/, Gr. kohlensauren Kalks, Y, Gr. kohlensauren Yalks, eiwas Eisen- und Manganoxyd. Bramnel Pfinzen Frtraktır saureM Salzsauı ren Ve und M ven$ Grünen Wachs: ausge Pflanze Wässen Hi die Mi Da dals in enthalte Kleinen sorbirten vabınde birte Kal menhlit die Pri sigkeit ie Absorlii; der Verin)! T rothen J erden kin Versuche; re Aufschli gen der II en angeitla | diejenigen n ‚blüthen und dıe] eie Säure, thenkrauts e mit blauen! innten Saum! aber das Ma en, die sa krauts gab! IT. aullöst: ‚solorsauren! ‚Gr. koblai® sanoxyd. 169 Braunen, schleimigen Gummi’s.... 14,00 Pflanzeneiweilsstoff’s..... 02975 Extraktivstoffs mit Äpfelsäure, äpfel- saurem Kalk, Talk und Ralı.... 12,00 Salzsauren Kalı's, nebst phosphorsau- ren Verbindungen mit Spuren Eisen- und Mangansalzes und schwefelsau- ven? Salziestrr IM IE ARE IN IEE2708 Grünen, fettigen, weichen Harzes.. 1,00 Wachsartigen Harzes mit etwas mehr ausgebildetem"Wachse:..„7..2.249%0,75 Pflanäenfaser' med. Si HE 25 54,00 Wässerigkeit macht das Fehlende aus. Hiermit stimmt auch qualitativ ziemlich die Mischung der Zwiebel. Da ich mich endlich überzeugt hatte, dafs in den Hyacınthen keine Spur Natrum enthalten sey, und die Auffindung einer kleinen Menge des von den Pflanzen ab- sorbirten Kali’s mit vielen Schwierigkeiten verbunden:seyn könnte, falls das absor- birte Kalı nicht auf das Pigment der Blu- menblätter wirken sollte(denn nur allein die Prüfung der, mit Ralı versetzien Flüs- sıgkeit, worin die Zwiebel vegetirte, könnte 170 aufserdem Aufschlufs darüber verschaffen): so glaubte ich, dafs die Anwendung. des Natrums sicherer und leichter zum Ziele führe. Nachdem daher ı0o Gran neutralen koh- lensauren Natrums, welches ın der gewöhn- lichen Temperatur getrocknet war, in ı8 Uncen destillirten Wassers aufgelöst waren, liefs ich am ısten October ı8ı4 eine Hya- cinthenzwiebel, welche den Blumisten un- ter dem Namen Rose princesse bekannt ist, und die eine schöne hellrosenrothe Blume trägt, darin vegetiren. Das Gewicht der während des Sommers sehr ausgetrockneten Zwiebel wog vor dem Versuche ı Une. 5 Dr. 52 Gr. Das verdunstende Wasser wurde von Zeit zu Zeit durch frisches ersetzt. Die Zwiebel fing an, sehr langsam an der dem Lichte zugekehrten Seite Wurzeln zu schlagen; an der entgegengesetzien Sei- te entwickelten sie sich zwar, allein dann erfolgte ein Stillstand. So verhielt es sich bis zur Beendigung des Versuchs, worauf 4 bis 6 der längsten Wurzeln gegen 7 Zoll malsen. As mil des um Pap Blätter€ yerbundt stellte ie die Blitt her nur bel mil der Pl An benen sie waren \avon ı wahrsch wechsel An den mensien 32 bis 3. hellvoth verer En schöne he angenehm danehen teten, An 171 ———— verschafh, i,; Yen Bis zur Entwickelungszeit der Blume R war-des Hyaeinthenglases Öffnung mit ei- er zum li;: a.. 3 nem Papiere, worin für die treibenden Blätter eine Zirkelöffnung gemacht war, neutralen| in i S verbunden, und über diesen Ausschnitt 1 der gemi stellte ich eine kleine Glasglocke, welche Iwan die Blätter aufnahm. Das Licht konnte da- {gelöst war Be en vorzüuelich: ezie ıer nur von unten vorzüglich auf die Zwie- 814 eme Hi bel wirken. Dadurch wurde aller Staub von Blumistenn der Pflanze abgehalten. e bekant\v Am ısten Febr. 1815 hatten die getrie- rothe Blu benen 7 Blätter eine Länge von 2 bıs 3 Zoll; sie waren sehr schmal und spitz, und zwei des Somm davon mit kleinen Auswüchsen versehen, wog vord wahrscheinlich eine Folge von dem ab- ’ wechselnden Lichte und der Finsternils. er wurden An dem gegen Y, Fuls Höhe erreichten Blu- ersetzt, menstengel entfalteten sich nach und nach ır Jangsn 32 bis 34 Stück Blumen, die anfangs sehr Seite Wur hellroth und fast geruchlos waren; beı län- gesetzten? gerer Einwirkung des Lichtes aber eine ‚ allem dir schöne hellrosenrothe Farbe erhielten, und hielt es angenehm, obgleich.etwas anders, als eine ichs, wor! daneben befindliche blaue Hyacinthe, duf- zogen ‚bi teten. Am 2osten Febr. wurde das Kraut mit 172 un nn der Blume von der Zwiebel abgeschnitten. Letztere wog, nachdem sie bei 5° R. bin- nen 8 Tagen ausgetrocknet war, nur ı Unc. ı Dr., und das Gewicht des getrockneten Krautes ersetzte noch nicht den Verlust des ursprünglichen Gewichts der zu diesem Ve- getationsversuche angewandten Zwiebel. x) Chemische Untersuchung des alkalischen Wassers, worin die Zmiebel vegetirt hatte während 5 Monaten. Das Wasser hatte nicht den geringsten unangenehmen Geruch, den doch selbst das Flufswasser, wenn es nicht: zuweilen mit frischem vertauscht wird, durch die von der Zwiebel sich ablösenden und im Wasser faulenden Häute erhält. Durch Filtration liefsen sich einige Flocken, welche ebenfalls von den, von der Zwiebel sich abgelöseten, Häutchen herrührten, absondern. Das alkalısch reagirende Filtrat liefs ich bei sehr gelinder Wärme bis zur Syrup-. consistenz verdunsten, worauf es sich selbst überlassen wurde. Nach einigen Tagen fand ıch die Flüssigkeit ım eine braune ex- Ayatorig chaisch yermengl aus Der Wen SS zu wirke auf, den Jiels. Die und In schüsse, bindung girte alk entstand der verse extraktar von Häu gen staı und en dürfte m dem Extı sauren N nd eimis Ih Iahe, Da id 10 ko} ie, und( Ahgeschnit, er 5); ar, nur ılı getrockn: en Verlust zu diesem! on Zwiebel les alkalinn zebel ven; n gerings doch sell eht dureh d :nden unlu It, sich eu on den,\ı n, Häutl Filtrat I is zur Sy s sich set igen Ta? braune& Ik traktartige Materie mit vielen kleinen, me- chanisch nicht abzusondernden Krystallen vermengt. Die ganze in gelinder Wärme ausgetrocknete Extrakimasse wog nur 8 Gr. Der Weingeist schien fast gar nicht darauf zu wirken, jedoch löste er'% Gr. davon auf, den er bei seiner Verdunstung zurück- lıefs. Diese Materie zerflofs in feuchte Luft und kleine sternförmige- schüsse, welche ıch für eine salzsaure Ver- bindung hielt. Die zerflossene Masse rea- girte alkalısch; mit Salpetersäure versetzt, entstand eine Trübung, welche bald wie- der verschwand. Ihr Geschmack war jetzt extraktartig; bei einem kleinen Überschusse von Säure bewirkten doch Metallauflösun- gen starke Gerinnungen darin. Aus diesen und einigen andern angestellten Versuchen dürfte man schliefsen, dafs der Alkohol aus dem Extrakte Spuren salzsauren und äpfel- sauren Natrums mit Überschufls der Basis und einiger extraktartiger Theile aufge- löst habe. Da ich zu diesem Vegetationsversuche ı0Gr. kohlensauren Natrums angewandt hat- te, und die ganze extraktartige Masse nur 8 Gran wog, so sind wenigstens 2 Gr. von dem ursprünglichen Salze verschwunden. Die von dem Alkohol aufgelöste Spur aulser Acht gelassen, verhielt sich die sal- petersaure Auflösung folgendergestalt. Die Hälfte der Salzmasse(= 4 Gran) verlor durch Auflösen in Salpetersäure noch nicht ı Gr. Kohlensäure. Die neutrale und filtrirte Auflösung übergab ich der Krystal- lisation. Die andere Hälfte wurde der Hitze ex- ponirt;'sie blähete sich auf, verkohlte sich und hinterliefs nach mälsiger Einäscherung 23/, Gr. Asche, die in Salpetersäure ı Gr. Kohlensäure verlor und!, Gr. Rohle hin- terliefs. Diese Auflösung wurde durch Ba- vyt-, Quecksilber- und Sılberauflösungen ein wenig ‚getrübt. Keine der beiden salpetersauren Auf- lösungen lieferte, ob sie gleich neutral wa- ren, selbst bei wiederholter Krystallisation regelmälsige Krystalle, sondern es erzeug- ten sich stets unförmige Salzrinden. Diese Erscheinung erregte bei mir die Vermu- thung, ob das Natrum wol durch den Ve- getationsprozels verändert und gar mit Ralı yerbunde angestellt sitigte Je Der 0 murde'en Asche at Kalk, Aus d Recht de Vegetati die ene tenen Eı Kohlensiu welche€ das zu ı wandte ı lensäure Theil a) treten ya wenden. in dem zı ktüler Me Men Tech; glüchliche, Auflösung: NS 2 Gr. nn !schwunde, fgelöste Ihr t sich die; lergestalt, EG efersänre ıı neutrale ı) 'h der Rryii der Hit: x. verkohlte i Einäscheru ersäure 1/ 71, Kohle li de durch} berauflösum tersauren Al ch neutnl' Krystallist m es ein! inden, D# die Vent rch den| . Y.| ti | gar ml verbunden seyn sollte. Allein ein später angestellter Versuch mit Weinsteinsäure be- stätigte letzteres nicht. Der oben erwähnte kohlige Rückstand wurde'eingeäschert, und hinterliefs Spuren Asche aus kohlen- ‚und phosphorsaurem Kalk. Aus diesem Versuche läfst sich wol mit Recht ‚der Schlufs ziehen, dafs durch die Vegetation Natrum consumirt sey. Da’aber die eine Hälfte des aus dem Wasser erhal- tenen Extrakts durch Säuren nicht mehr Kohlensäure verlor, als die andere Hälfte, welche eingeäschert wurde, und folglich das zu diesem Vegetationsversuche ange- wandte neutrale kohlensaure Natrum, Koh- lensäure verloren hatte, an deren Sielle zum Theil aber freilich eine andere Säure ge- treten war: so könnte man vielleicht ein- wenden, dals der Wassergehalt, ‚so wie die ın dem neutralen kohlensauren Natrum in grofser Menge enthaltene Kohlensäure kei- nen recht sichern Schlufls zulasse. Da ich glücklicher Weise von den salpetersauren Auflösungen zu andern Versuchen noch nichts verbraucht hatte, konnte ich jenem 176. Einwürfe begegnen. Ich liefs die Auflösung der ersten Hälfte ver- dunsten, zersetzte den Rückstand durch Rufs, neutralisirte das rückständige Natrum wieder mit Salpetersäure, fügte die zweite Hälfte hinzu und liefs das Salz bei 20° R. krystallisiren. Jetzt bildeten sich wirklich einige breite, geschobene, tafelartige Kry- stalle des salpetersauren Natrums, die aber mit einer formlosen Salzmasse vermengt waren. Zugleich wurden ı0o Gran desselben kohlensauren Natrums, von welchem ı0 Gr. zum Vegetationsversuche genommen waren, mit Salpetersäure neutralisirt, und bei eben derselben Temperatur krystallisirt. Dieses gab ı0 Gr. salpetersauren Natrums, während dıe ganze Menge des salpetersauren Na- tirums von der vorhergehenden Operation noch nicht 8 Gr. wog. Diese Versuche, welche mit sehr gToS- ser Genauigkeit angestellt sind, lassen kaum noch Zweifel übrig,-dafls die Wurzeln der Hyacinthen Nätrum eimsaugen, Di( iinmen| blau gel erzogen irug, SO auch gei Jiches| ten sol neuirali in Ihre könne, \o mt dei zeugte tigkeit migen papıer, wachseı egegnen,] ten Hälfte y ickstand du tändige Na ügte die zu Salz hei n sich with tafelartige h atrums, die) Masse ven ran dessin relchem zo \ommen wi! ', und bei allısırt, Die atrums, wäh yetersauren| nden Operii mit sehr ft 1d. lassen ki » Wurzeli‘ Ih 177 £ß) Chemische Untersuchung der Blumen und des Rrautes. Da die rothe Farbe der Hyacinthen- blumen‘durch schwache Alkaliauflösungen blau gefärbt wird, die in dem Versuche erzogene Pflanze aber eine rothe Blüthe trug, so’ folgt daraus schon, dafs, wenn sie auch gerade nicht ein neutrales, verbrenn- liches Salz, oder eine freie Säure enthal- ten'sollte, sie wenigstens bestimmt'kein neutrales kohlensaures Natrum unverändert in ihre Mischung aufgenommen haben könne. Vorläufige, sowol mit: der Blüthe, als mit dem Kraute angestellte Versuche über- zeugten. mich auch sehr bald von der Rıch- tigkeit meines Arguments; denn die schlei- migen Säfte rötheten das blaue Lackmus- papier, und enthielten, wie gewöhnlich ge- wachsene Hyacinthen, Apfelsäure'). EUTBE TE 1) Diese Hyacınthensäure röthet nicht allein das blaue Lackmuspapier, sondern, abgeschieden und concentrirt, auch die blaue Farbe der Hyacinthen blühen. Hieraus ergibt sig, dals die Naiur nur 1;> en. Yan selten das Maals überschreifet, womit sıe den 12 Das Ganze wurde verbrannt und ein- geäschert, die Asche mit Wasser ausgelau- get und die Flüssigkeit in mäfsiger Wärme krystallisirt. An der Luft zerflofs die Salz- masse wieder, und hinterliefs würflige Kry- stalle, welche, im Wasser aufgelöst, mit Weinsteinsäure Weinsteinrahm bildeten, Da die Salzsäure und die Schwefelsäure gegen Ralı eine nähere Verwandtschaft als gegen das Natrum äufsern: so lälst sich ei- gentlich schon a priori schliefsen, dafs die Pflanzen(wenigstens die heroischen und wesent- lichsten) die Bestandtheile zumilst; denn nie wird eine blaue Hyacinthe in die rothe übergehen, wenn sie in gewöhnlicher Erde wächst. Oft habe ich. indels bemerkt, dals blaue Blumen, welche schon geraume Zeit sich völlig entfaltet hatten und sich der Vergänglichkeit näherten, ei- nen Strich ins Violette erhielten, und dieses ist einzig wol der Wirkung der freien Säure, welche durch die Verdunstung des Wassers mehr con- cenirirt wird und grölsere Energie erhält, zuzu- schreiben. Die Epidermis von rothen und biauen Hyacintbenzwiebeln verhalten sich gleich. Alkalien färben sie bläulich und grün; Säuren erhöhen ihre Farbe, und verwandeln selbst in vollkom- menes Roth, — An kıystlit sirtei ko Iatrum 21 dıls diese gelöst se sirte Ich siure, UN sen sehr stwsalz' Spur vo bar, Üb weder qı weichmg Hracnh Uhr die Abs ser gen üppigen obgleich und voll] sich doc} in tewöh Cintben wy hrannt und), Vasser Ausee], nälsiger Vi, erllofs die), ls würfige), ° aufgelöst, rahm bilde; Schwefel, twandtschafi) so lälst sich ielsen, dal, ischen und wx lst; denn nien e rothe übe ‚rde wächst,| dals blaue Diaz sich völlig aut chkeit nähere: en, und dm reien Säure, 1 Vassers mehr ergie erhält, rothen und he h gleich. Alkıs Säuren eilt elbst in solle 179 krystallisirten Salze, falls sie von krystalli- sirtem kohlensauren Natrum frei sind, kein Natrum zur Basıs haben können, sondern dafs dieses in dem zerflossenen Alkalı auf- gelöst seyn dürfe. Demzufolge neutrali- sirte ich das zerflossene Salz mit Salpeter- säure, und liefs es krystallisiren. Es schos- sen sehr schöne Prismen mit etwas Dige- stivsalz verbunden an; allein es war keine Spur von salpetersaurem Natrum bemerk- bar. Überhaupt konnte ich an dieser Asche weder qualitatıv, noch quantitativ eine Ab- weichung von der aus den gewöhnlichen Hyacınthen bereiteten Asche wahrnehmen. Übrigens bezweifle ich keineswegs, dafs die Absorbtion des Natrums ungleich grös- ser gewesen wäre, wenn die Hyacınthe ein üppigeres Wachsthum erhalten hätte; denn obgleich sieh die Blume. ungemein: schön und vollkommen entfaltet hatte, so verhielt sich doch die Menge des Krautes zu den in gewöhnlicher Erde gewachsenen. Hya- cinthen wie ı zu 30 und darüber. 180 Folgerungen. Wenn auf der einen Seite aus diesen Versuchen zuverlässig folgt,!dafs das Al- kali von den oder de- ven: Wurzeln absorbirt werde, so läfst sich auf der ändern Seite doch daraus nicht ein- sehen,‘wie es von ihnen aufgenommen werde, da man dasselbe nicht im Zustande des Natrums, sondern als Kali in der Asche des Krautes findet. Dessenungeachtet wird das Natrum der Pflanzen durch Caleination nie in Kali übergehen. Sollte daher das Natrum durch den Vegetationsakt wol in Kali umgeändert werden? Man ersieht aus diesen Versuchen fer- ner, dafs dıe Organe, welche den Pflanzen gewisse Nahrungstheile hinzuführen, leiz- tere oft:nur in so’ höchst geringer Menge aufnehmen, dafs, wenn sie; wie das Na- trum,heroische Wirkungen auf die Vege- tation ausüben, sie dieserwegen auch nicht auf dıe sensibelsten Theile“ der Pflanzen specifiisch wirken können, und dafs die Alkalıen selbst im neutralen kohlensauren Zustande schon im Augenblicke dieser un- aufhärle erfugent Örgamism jroduet gehe,\ veizend: hien als völlg wandel! renden Sel Wasser, denselbe geringe in den und da als we, Wurzel Processe Modife; \u Rally INN Ist Natrumg lem ver) den Get Manzeı eite aus dies ‚dafs day iebeln oder), de, so Jäfstil laraus nichtii ı aufsenomn ht ım Zusta alı in der Au ungeachtet ırch Calanln m durch 1 all umge \ Versuchen h he den Pla nzuführen, It geringe Meı e, wie da 1 auf die'® r el N gen auch! der Plan und dis| 1 kohlens icke diese‘ 181 aufhörlich in den kleinsten Verhältnissen erfolgenden Einsaugung mit der durch den. Organismus der Pflanzen ununterbrochen produeirten Säure eine Verbindung ein- gehe, wodurch die Wirkungen und stark reizenden Eigenschaften, welche die Alka- lien als solche an und für sich besitzen, Daher die Un- wandelbarkeit der in Natrumwasser vegeti- völlig vernichtet werden. renden rothen Hyacınthe. Sehr merkwürdig ist es ferner, dafs das Wasser, worin die Hyacınthe wuchs, mit denselben Stoffen(wenn auch nur in sehr geringer Menge)‘ verbunden war, welche in den Säften der Pflanzen befindlich sind, und dafs es aufserdem das Ansehen erhält, als wenn das Natrum, welches mit den Wurzeln während des ganzen Vegelalions- processes in Berührung stand, eine Art von Modification erlitten habe, obgleich es nicht in Ralı verwandelt war.. Die erste Erschei- nung ist nun zwar von der Wirkung des Natrums auf die Zwiebel herzuleiten; al- lein verbunden mit der letztern, erregt sie den Gedanken, obwol die Wurzeln der Pflanzen einem mehrfacheren Zwecke, als 182 dem, welchen ihnen einige Physiologen zuschreiben, nämlich als Befestigungsmittel der Pilanzen zu dienen, und demjenigen entsprechen, welches schon aus diesem ein- zigen Versuche hervorgeht, ein Absorb- tionsvermögen auf gewisse, im Wasser auf- lösliche Stoffe auszuüben; es erregt, sage ich, die Idee, und ich wage wenigstens die Frage: ob nicht die Wurzeln gewisser- mafsen das Geschäft der Secretionsorgane verrichten sollten? 2) B) Vegetationsversuche mit verschiedenen Säuren, auf welche ich kohlensaure Alkalien wirken liefs. «) Mit kohlensaurem Natrum. Sand wurde geschlemmt, geglühet, mit Salzsäure ausgekocht, ausgelaugt und aber- mals geglühet, dann mit neutralem kohlen- 2) Schon Brugmann soll, wie ich jetzt in einer Schrift finde, der Meinung gewesen seyn, dals die Pflanzen auf diese Weise die Erde düngen (Dissertat. de Solis eiusque varia specie noxa ‘ saure! N y Iran d Inmen, We und, na begosseı nenblum Die die Got hüllen der Re Ve versuch an, oh E Ralıkı tate, gerade wie de zer w \eretzey se Physiohs festigungun: nd demjki, aus diesen t, em Ah im Wasser; es erregt, ı vage wenig urzeln gem Se er ONSOTZUT it verschied: ich kohlens m Natrum 07 j] f ut, geglikt! elaugt un! eutralem\* g ich jetz D F gewesen seit) A se die Erde ana et , varia spe 155 sauren Natrum in dem Verhältnisse, dals 3 Gran desselben auf 2 bis 5 Uncen Sand kamen, vermengt, in Preparatgläser geihan, und, nachdem es mit destillirttem Wasser begossen war, wurden Hanf, Gerste, Son- nenblumen u. s. w. darein gesäet. Die Saamen keimten; so wie sich aber die Cotyledonen, noch mit den Saamen- hüllen versehen, erheben wollten, wurde der Keim unterhalb schwarz und starb ab. Vergebens leitete ich den Vegetations- versuch mit neuem Saamen 6 Mal aufs Neue ein, ohne ein anderes Resultat zu erhalten. £). Mit kohlensaurem Ralı. Ein gleiches Verhältnifs kohlensaurer Kalikrystalle mit Sand gab gleiche Resul- tate. Das Kali wirkte auf den Organismus gerade wie auf die todte Vegetation; so wie der Keim sich aus den Hüllen verlän- gern wollte, unterlag er den chemischen Gesetzen des darauf wirkenden Ralı's. et. usu 1785, und Coulon de mutato humorum in regno organ. indole a vi vasorum pitali de- rivanda. Iugd. Batav.' 1789. p- 82.) 184 Im.Febr. 1815 gelang, es mir, in einem Gemenge aus 6 Uncen Sand mit 5 Gran neutralen kohlensauren Kalı’s Gerste zum Vegetiren zu bringen... Es wuchsen 5 Hal- me- in. unglaublich, langsamer Zeit. sehr kümmerlieh fort; zwei derselben wurden bleich und starben ab; die andern hatten am 2ten April erst eine Höhe von 5 Zoll, und lieferten ‚in.,jedem. Betrachte, ein Mi- niaturgemälde, von der ın anderer Erde daneben gewachsener Gerste. ‚Sonnenblumen: wollten auch in diesem Gemenge. nicht: wachsen. Am ı4ten Aprıl wurden die kleinen Gerstenhalme abgeschnitten, gewaschen, zerquetscht, ausgeprelst, der Saft stark er- hitzt, ‚um die harzıgen und-albuminösen Theile zu coaguliren, und letzterer sich dann.selbst überlassen, Er reagirte sauer, und behielt ‚ungemein lange eine liquide Form;.bei ı7° R. troekneie er endlich aus, naehdem er ein körniges Salz abgesetzt hatie. Dieses Salz blähete sich auf glühen- den Kohlen auf, und verkohlte sıch, ohne einen Funken zu erregen, woraus die Ab- wesenheit des Salpeters, von welcher ıch h zeige, het nich te Die wis do. durch B aber Baryl Trübungen meme An wickelte B Vegetation bildet, v eine Verl Wir Thatsach todter, P Wirkung Organismi ser Mens kommen, Aulerung die Ahsorl Gesetzen| kelt habe Iteie All; Mir, in eine 1d mit 5.f, 18 Gerste, wuchsen 5} mer Zeit, 'selben wur andern hai öhe von 3 7 trachte: ein| ı anderer Frl: 6, auch ın dw n die Kleı N, gewasel er Salt sta nd albums L letzterer s) reagunte une se eine li er endlich, Salz abge! ich auf glilt te sich, oW? voraus die# L yn welchen" ı85 mich‘auch:noch. auf andere Weise.über- zeugte, hervorgeht. Die wässerige Auflösung desselben wur- de durch Bleizuckerauflösung stark gefällt, aber Barytauflösungen verursaehten. kaum Trübungen. Diese Prüfungen bestätigen meine an einem‘andern Orte.mehr- wickelte Beobachtung, dafs sich durch den Vegetationsakt eine verbrennliche Säure bildet, welche mit dem absorbirten KRalı eine Verbindung eingeht. Folgerungen. Wir sehen aus den bisher angezeigten Thatsachen, dafs Salze, welche das.Gefüge todter, Pflanzen angreifen, auch gleiche Wirkungen von aufsen auf den‘lebenden Organismus äulsern, ‚wenn ‚sie in zu gros- ser Menge mit.den Pflanzen in Berührung kommen, und dafs bei der gehörigen Ver- minderung des Verhältnisses dieser Salze die Absorbtion wahrscheinlich denselben Gesetzen folge, welche ich oben entwik- kelt habe; denn keine Pflanzen enthalten freie Alkalıen. 186 In der Folge werden wir Beispiele kennen lernen, dafs überhaupt alle Salz. auflösungen, welche stark reizend sind, in gewissen Verhältnissen auf den Organismus iödtlich wirken, und wenn auch nicht durch eine auflösende Kraft, welche sie auf das Gefüge der Pflanzen äufsern. Il. Vegetationsversuche mit Saamen in Be- rührung mit salpetersourem Natrum, Ich habe in meiner Abhandlung ge- zeigt, dafs die Sonnenblumen, welche in gewöhnlicher Erde wachsen, beständig pris- matischen Salpeter enthalten; allein damals wurde nicht ausgemittelt, ob sie denselben aus seinen Elementen erzeugen, oder aus dem Erdreiche aufnehmen. Jenen Beobachtungen entsprechen mei- ne jetzt wiederholten Versuche mit einer Nonz vol genlen,$ ie Sonne tum enth Die; tischen un auf den 6 blumen, tirten, 1 ten, wol Falle, au dieser Uh {hes folae 6 wurde ı vermeng sung di an 4fen ten nach ben sich lie Wurz {us Blatı Blilichen dei isten Je von den wir Beisjj) 1anpt alle}ı) 'eizend si; den Organ, auch nicht d Iche sie au! Mn Saamen ın! rem Nadrın Abhandlung} men, welche 1, beständig] n; allem da: sie denstl" gen, oder! ntsprechen" uche mit# 187 Menge von Pflanzen aus verschiedenen Ge- genden,: Sie überzeugten mich auch, dafs die Sonnenblumen nie salpetersaures Na- trum enthalten. Die grofse Analogie zwischen prisma- tischen und kubischen Salpeter führte mich auf den Gedanken, zu prüfen; ob Sonnen- blumen, wenn sie ın dem letztern vege- tirten, ihn nicht ebenfalls einsaugen soll- ten, wodurch dieser Streit, im bejahenden Falle, augenblicklich geschlichtet wäre. In dieser Überzeugung begann ich frohen Mu- thes folgendergestalt das Werk. «) Geglüheter und’ geschlemmter Sand wurde mit etwas kubischem Salpeterpulver vermengt, und mit sehr schwacher Auflö- sung dieses Salzes täglich begossen, Die am 4ten Nov. ıSı4 gelegten Saamen keim- ten nach 8 Tagen, die Gotyledonen erho- ben sich nach und nach 5 bis 6 Zoll hoch, die Wurzela wuchsen noch rascher, und das Blattfederchen fing an, sich in zwei Blätichen zu entfalten. Drei von diesen Pflanzen wurden den ısten Jenner ı815 aus der Erde gezogen, von den Cotyledonen und den Wurzeln 188 befreiet, mıt Wasser abgewaschen*), zer- queischt, der Saft ausgeprelst und letzte- rer aufgekocht. Es sonderte sich Pflanzen- materie mit grünem Harze ab, und der Saft verbreitete einen angenehmen Geruch. Der Rückstand wurde mit Wasser ausgekocht, das Filtrat mit dem ersten Safte verbunden und dann der Krystallisation überlassen. Nach mehreren Tagen fand ich eine syrup- *) Dieses Abwaschen ist eigentlich nicht unumgäng- lich nothwendig, wenn die Pflanzen nicht un- mittelbar auf der beständig feuchten Erde liegen, denn aulserdem ist eine Verunreinigung nicht recht einleuchtend. Die PHlanzen wachsen von innen nach allen Richtungen ‚ besonders nach oben zu, so dafs es scheint, als wenn die ober- sten Extremitäten beständig neue Anwüchse er- hielten; jedoch ist auch letzteres"nicht‘der Fall, wie die immer höher steigenden Cotyledonen zei- gen. Man kann sich hievon sehr überzeugende Begriffe verschaffen, wenn man die entwickelten Keime dicht über.der Erde mit einem farbigen Striche bezeichnet. Das‘Zeichen wird dann den- selben Abstand von der Erde behalten, wenn auch die Pflanzen schon zu blühen beginnen. Hier- aus folgt, dals die neuen Anschüsse einer jungen Pflanze nie mit der Erde in Berührung kommen. aytıgg, Sale Nauge spiel fanze wurd spituöse\ Verdumstu schen Salpt henen Wür ich anfang gelang mi Auf Kohle mein stark Ihrer Aufl kurz. sie| wahren sol) h) Zu Anzahl N die mit sa ter begoss sich schon lich grofse ıch einst e {ie Erde er Diesen, o belmdel lb "den Vey ischen"m Ist und I sich Pflan, Ib, und der: en Geruch); ser ausgek alte verbunl ton überlass ich eine sım ' nicht unumpi Nanzen nicht ıchten Erde lie erunreinigung Di inzen wachsen n 1, besonden m! als wenn dei: neue Anwuchk& teres"nicht der A len Cotyledone ı sehr überzeugt an die entwicke: mit einem Ari en wird dann ei halten, wenn il beginnen. B hüisse. einer|#? erührung ko&® 159 sauer reagirende Masse, mit einer Das Ganze wurde mit Weingeist extrahirt; die artıge, Menge spielsiger Krystalle vermengt. spirituöse Auflösung gab nach freiwilliger Verdunstung eine groflse Menge ‚prismati- schen Salpeters, mit sehr kleinen gescho- benen Würfeln vermengt, welche letztere ich anfangs für salzsaures Kalı hielt. Es gelang mir, einige derselben abzusondern. Auf Kohlen geworfen, verpuflten sie unge- mein stark, und Weinsteinsäure gab mit ihrer Auflösung keinen Weıinsteinrahm: ten} 7 kurz, ‚sie hatten‘alle Eigenschaften des wahren'salpetersauren Natrums. £) Zu derselben Zeit hatte ich eine Anzahl Saamen in sehr fetter Gartenerde, die mit salpetersaurer Natrumauflösung. öf ter begossen wurde, vegetiren lassen. Als sich schon zwischen:den Cotyledonen ziem- lich grolse Blätter entwickelt hatten, und ieh einst eine zu‘gesättigte Auflösung auf die Erde gofs, starben mir vier Pflanzen plötzlich ab. Diese wurden den ı2ten Jenner gerade so: behandelt, wie die in dem vorherge- henden Versuche«); 190 Aus der spirituösen Auflösung schofs eine ungemein grofse Menge prismatischen Salpeters an, mit einer Menge kleiner kör- niger Krystalle verbunden, welche aber gar nicht mechanisch davon zu sondern waren; und da der Saft dieser Sonnenblumen aus- ser dem Salpeter noch andere Salze ent- hielt, so blieb es ganz ungewils, ob auch salpetersaures Natrum in seine Mischung eingegangen war. y) Wenn man, wie bemerkt, die Erde, worin Pflanzen vegetiren, mit eimer zu grolsen oder zu concentrirten Menge sal- petersaurer Natrumauflösung übergiefst, so sterben sie, besonders wenn, was in sol- chen Fällen oft nicht zu vermeiden ist, die jungen Pflänzchen davon dichtüber derErde unmittelbar berührt werden, plötzlich ab; sie knicken früher oder später an den ge- reizten Stellen ein und fallen um. Dieses ereignete sich bei meinen angestellten Ana- Iysen, aller angewandten Sorgfalt ungeach- tet, sehr oft, und. um meinem Verluste ei- uigermafsen zu begegnen, suchte ich mich durch das Analysıren der so abgestorbenen Gewächse anfangs schadlos zu halten. Mer: | welche alle | ter, und ent oler ın 6a dem Mona stelli; abet einzigen,\ Natrums z\ prismatisch ö) Ich salpetersan ‚ hete ıhn me möglicher\ dimgen de Zerlegung wirkt hab Alsda sgewogene; | in einem/ Die Pf Cnyledoner Barden sie; vier\hl N bens; dem Hanzey; Mösnng scho, e PAISmatisch, ge kleinerl;, welche abeın sondern wıı nenblumen; dere Salze a ewils, ob ai seine Mischn ıerkt, di: Erle, mit ea en Menge; ‚übergiefst, In, was ini (meiden ist, htüber der , plötzlic iter an den! len um, Di ngestellten’u rgfalt unge m Verlutt uchte ich u! abgestorbt zu halten Mehr welche alle 2, 4 bis 6 Blätter getrieben hat- als 30 Analysen mit Pflanzen, ten, und entweder in gewaschenem Sande, oder in Gartenerde standen, wurden von dem Monate Januar bis März ı815 ange- stellt; aber in allen, mit Ausnahme einer einzigen, worin mir Spuren salpetersauren Natrums zu seyn schienen, fand ich blofs prismatischen Salpeter. ö) Ich glühete Sand, digerirte ihn mit salpetersaurer Salzsäure, wusch und glü- hete ihn nochmals, um alles Kali, welches möglicher Weise mit den äufsersten Umge- bungen des Sandes verbunden und eine Zerlegung des salpetersauren Natrums be- wirkt haben konnte, zu entfernen. Alsdann wurde der Sand mit einer ab= gewogenen Menge salpetersauren Natrums in einem Zuuckerglase vermengt, und Son- nenblumensaamen darein gesäet. Die Pflanzen fingen an zu keimen, die Cotyledonen sich zu erheben; aber dann starben sie ab. Ich wiederholte wenigstens vier Mal denselben Versuch, doch verge- bens; denn stets starben die entwickelten Pflanzen ah, 192 Hieraus folgt jedoch nichts weiter, als dafs eine zu grofse Menge:des salpeter- sauren Salzes die Vegetation unterdrückt, oder(auch ganz hemmt; eine Thatsache; welche oben berührt ist, und in der Folge noch weiter bewiesen werden soll. Folgerungen. Diese Versuche, welche noch mannıg- faltig abgeändert zu werden verdienen, scheinen es zu bestätigen, dafs das Natrum aueh von Pflanzen'eingesogen werde, wel- che unter den gewöhnlichen Umständen und Verhältnissen nur Kali‘in ihre Mischung aufnehmen. Da indessen das salpetersaure Nätrum sich'nur in den ganz jungen Pflan- zen deutlich,'obgleich mit pr&dominiren- dem salpetersauren Rali verbunden, be- fand. in den mehr’ausgebildeten Pflanzen hingegen‘keine deutliche Spur der,erstern. zu entdecken‘ war: so würde dieses nur auf die jüngste Wachsthumperiode anzu- wenden‘seyn, während es für die folgende nur eine Bestätigung von der Inetamorpho- sirenden Kraft der Pflanzen und zugleich von din 3 zugstens MIC zertglich oder unver: zunehmen, Von d Natur dur und zerstö Zwang. ang andern Re suche übe möglichst man ım a dafs sie| sitzen, in In den de die Mi Mazen m Ertreice, lien\ereli suche gu! m als|| olts weiter; ° des salhı on unterti eine That nd in der); den soll, N, he noch nm rden vollen dafs dal gen werde, t n Umstände n Ihre Misc das salpeten az jungen! 1t predomnit verbunden,| ildeten Plan Spur der,e irde diese nperiode 1 ir die ol or Inetanl L „und 8" ich 193 von dem Satze abgeben würde, dafs es we- nigstens nicht mit der Natur jeder Pflanze verträglich sey, solche Stoffe unverändert oder unverarbeitet in ihre Mischung auf- zunehmen, welche derselben fremd sind. Von diesen Versuchen, in welchen der Natur durch die Wirkung sehr reizender und zerstörend wirkender Agenzien zu viel Zwang angethan wird, gehe ich zu einer andern Reihe ganz entgegengesetzter Ver- suche über, ın welchen die Pflanzen mit möglichst einfachen Substanzen, von denen man im allgemeinen Leben zu sagen pflegt, dafs sie keine reizende Eigenschaften be- sitzen, in Berührung gebracht wurden. In dem vorhergehenden Abschnitte wur- de die Mischung der künstlich erzogenen Pflanzen mit derjenigen in gewöhnlichem Erdreiche und frei gewachsenen Vegetabi- lien verglichen. Die jeizt folgenden Ver- suche sind aber nicht allein nothwendig, um als Maalsstab für die Art und die Er- 13 194 scheinungen zu dienen, welche die Pflan. zen: der vorhergehenden Abtheilung unter| denselben örtlichen Verhältnissen darbie- ten, sondern sie müssen auch die genaue- Zweite ste vergleichende Übersicht in rein-chemi- scher Hinsicht für die folgenden Reihen von Versuchen gewähren, so wie sie über- A haupt in der Folge stets als Norm zu be- Kain trachten sind,| h sewöl | Zuchererl und vortre | | j | } 1 I wurde von setzt, so di um den\ worm die ten Wurz In F kraut von es und p den Saft: tzt und{ Knyeallisat | gem an, welch Phorsaun Nlüheten (che die Mı theilung missen di), ch die geil In rein Gr. schwefelsauren Rali’s vermengt, mit de- stillirtem Wasser begossen und Erbsen dar- ein gesteckt. Die Pflanzen vegetirten vor- trefflich. Am 24sten März schnitt ıch das Kraut ab, zerquetschte es und setzte den " ) Das mit z Pfunde Marmor ausgekochte Wasser hinterliefs?/, Gran eines schwach alkalisch reagi- renden Rückstandes, in welchem salzsaures-Al- kalı enthalten war. 214 aufgekochten und erhitzten Saft der Kıy- stallisation aus. Nach mehreren Tagen fand ich. in dem ausgetrockneten braunen Ex- trakte prismatische und rautenförmige(?) Krystalle. Das Ganze wurde mit Weingeist extrahirt, und der Weingeist an der Luft verdunstet, worauf nur etwas Extraktarti- ges, mit Digestivsalz verbunden, aber kein Salpeter,. Den ın Alkohol wnauflöslichen Theil'lösete ich in Wasser aul, und liefs ihn nochmals krystallisiren. Ich erhielt jetzt die regelmäfsigsten Kry- N a >] Frei le von schwefelsaurem Kali, deren Men- ge wenigstens das.ı6fache von dem aus- machte, was in anderem Erbsenkraute mit Mühe aufzufinden ist. Der ausgeprefste Rückstand gab eine weifse Asche, welche unter andern schwe- felsauren und viel kohlensauren Kalk ent- hielt. b) Fegetation der Sonnenblumen im Sande mit schwefelsaurem Kali. Die Pflanzen waren wie die vorherge- henden erzogen. Der Safı sab eine durch- sichtige körnige Masse, aus welcher. Wein- geist N) ee U ren Ral mit sch salpete‘ aber© zurückl darın 2 Da war ve De enthiel Raı SRalt vornerg serell ) Ve In 7 1 Op abgewo Raltaufl are g In Mer seh« mittels! nen Pr ven Tagen ı braune h. tenlörmige/ mit Wen st an der| vas Extrakt den, aber| Jen mn Alkılr ich in Wagn s krystilisiren, ıälstesten\v. 1, deren M von dem i bsenkraute ı stand gab ae andern sit uren hal ol ımen im Kalı, die vorher! b eine du veloher Wir Saft der In. weist Spuren salzsauren KRalı's aufllöste, und a l eine ungemein grolse Menge schwefelsau- ren Rali’s, welches, ım Wasser aufgelöst, mit schwefelsaurem Silber gar keimen, mit salpetersaurem Silber und Barytaullösung 7 11 Ä aber einen sehr starken Niederschlag gab, zurückliefs; Keine Spur von Salpeter war darın zu entdecken. Das schwefeisaure Kali in dem Sande war verschwunden. Der eingeäscherte Pflanzenrückstand enthielt ebenfalls etwas Gyps.| Kann ein Versuch, verglichen mit den\ vorhergehenden Beobachtungen, noch grös- sere Überzeugung hervorbringen, als dieser? c) Vegetation des Hanfes im Sande mit salzsaurem Kali. In einem Porzellangefäfse wurde eine 5 abgewogene Menge Sandes mit salzsaurer Kaliauflösung vermengt und Hanfsaamen darein gesäet. Im März ı815 wurde der Saft aus ei- ner schönen Hanfstaude ausgeprefst.' Ver- mittelst: der Krystallisation. gab er aus kleı- Kb) nen Prismen zusammengehäufte Sternehen, 216 welche etwas zu effloresciren schienen, und einen starken Kochsalzgeschmack hat- ten. Weingeist lösete das Salz bis auf ei- nen kleinen Rückstand, der Spuren schwe- felsauren Salzes enthielt, auf. Die spiri- tuöse Auflösung hinterliefs nach Verdun- stung die regelmälsigsten Digestivsalzkry- stalle, welche durchsichüg und an der Luft beständig waren, und deren Auflösung durch salpeter- und schwefelsaure Silber- auflösung, nicht aber durch Barytsalze ge- fällt wurde. Eine so grofse Menge Digestivsalzes würde man von 20 andern Hanfstauden nicht erhalten haben. Bis jetzt habe ich die rückständige Erde noch nicht untersuchen können, weil noch Pllanzen darın vegetiren.(S. den Nach- trag.) Hauptschlüsse. In dem ersten Theile meiner Abhand- lung habe ich bewiesen, dafs die Pottasche, welche man durch das Verbrennen der Pflanzen gewinnt, im leiztern mit einer En et: durch 5 und die setzbare oder sat wärtige dafs di saugen« an den oder at Erdrei die ko, ger Me der Pi: den, Säure ner$üi Spur| selbst Ke fehlen werden wesen.de Cyelns\ benden Anı die All ren sch Salz bis au Mi x Spuren sch, auf, Dies; nach Verl Digestivsall und an der] eren Aufüin efelsaure She h Barytulıe o. Digestivsll 1 n Hanistau ckständige Bi inen, weil! ($. den Ih e, -| ‚einer Abhul ‚die Pottstl brennen| orn mit ei! \enm, geschmack|; 217 durch blofse Hitze, oder auch durch diese und die Kohle der Pflanze zugleich zer- setzbaren Säure verbunden, als neutrales oder saures Salz pr&existire, und in gegen- wärtigem Nachtrage habe ich dargethan, dafs diese Salze wirklich durch die ein- saugenden Gefäfse der Wurzeln, entweder an den äufsersten Enden der Fäserchen, oder auf ihrer ganzen Oberfläche aus dem Erdreiche eingesogen werden, ja dafs selbst die kohlensauren Alkalien, in sehr gerin- ger Menge angewandt, dem Wachsthume der Pflanzen unbeschadet absorbirt wer- den, besonders wenn die Pflanzen freie Säure enthalten, oder zur Production ei- ner Säure sehr geneigt sind, und dafs eine Spur kohlensauren KRalı's die Vegetation selbst befördern kann. Keiner Dammerde und keinem Humus fehlen Salze und Alkalien, denn letztere werden jenen unaufhörlich durch die ver- wesenden Pflanzen zugeführt. Ein ewiger Cyclus vereinigt hier die todte mit der le- benden Natur. Auch ist es sehr wahrscheimlich, dafs die Alkalien in sehr geringer Menge einen ‚ il — ER- ungleich häufigern Bestandtheil der festen Fossilien ausmachen, als derselbe durch Analysen dargethan isi'). Das Eisen fin- det man immer, und wäre es nur 00 el- nes Hunderttheils, in den Mineralien; und das Kalı, ein so allgemein verbreiteter hörper, sollte hierin eine Ausnahme ma- chen? Meine. Versuche berechtigen mich in That,. diesen Gegenstand, ungeachtet die Versuche für allgemeinere Folgerungen noch sehr erweitert werden. können, und viele der in dieser Abhandlung ausgestreue- ten Saamen: kaum erst für fernere Vegeta- tion gekeimt seyn mögen, als völlig abge- schlossen zu betrachten, und ıhm mehr Glauben zu schenken, als irgend einem rge andern Versuche, aus. welchem hervorzu- ” sehen scheint, dafs dıe Pflanzen die Alka- lien wie die kohligen Bestandiheile durch Assımilation des Wassers unter Mitwirkung der Luft und unter dem Einflusse des Lich- tes produeiren, Wenn ich auch gleich nicht 1), Dieses hat sich'seit der"Zeit vollkommen be- stäligt: vermog lien unı Jut zu meiner' dere Ne bemüht kennen. Punkte: gesetzt der Lu dals si Pllanze Länge d Wachstl Ouantıt wegen gewiss: den Pı misten bei ein zuglejch Nischun; als Ic) ı Wachsen theil der[et derselbe dr) Das Eis h es nur Yın Mineralien.) em verhreit Ausnahme ı htigen. micl ind, ungeaclt ere F olgenugen n. können, w) 1g ausgesitt jeınere Veg als völlig d} und ılm mi 5.ingend am chem hemmt lanzen die Al andiheile Is nter Mini ‚lusse deli ch gleicht! it vollkomnt vermögend bin, die Erzeugung der Alka- lien und Salze durch die: Vegetation abso- lut zu bestreiten, besonders da mehrere meiner Versuche dasselbe darthun, was an- dere Naturforscher früher zu beweisen sich bemühet haben: so mufs ich doch frei be- kennen, dafs die Wahrheit dieses letztern Punktes noch lange nicht aufser Zweifel gesetzt ist. Es ıst leicht möglich,. dafs in der Luft gewisse Salze aufgelöst sind, oder dafs sie durch Luftzüge den vegetirenden der Pflanzen zugeführt werden, und ım rF Länge der Zeit, deren Pflanzen zu ihrem Wachsthum bedürfen, können diese grofse Quantitäten von Sioffen aufnehmen, welche wegen ihrer unmerklichen Menge in einem Auflösungsmittels sewissen Volumen des eeilbtesten Che- den Prüfungsmitteln des g misten entgehen. Dieses konnte z. B. selbst bei. einigen meiner Versuche, in welchen zugleich auch Spuren anderer Salze in der Mischung der Pflanzen angetroffen wurden, als ich mit dem Erdreiche, worin ich sie wachsen liefs, verbunden hatte, der Fall seyn; denn oft'waren 30 bis 50 Gefälse, mit verschiedenen Gemischen angefüllt, neben einander befindlich. Die oben angeführ- ten Versuche, mit Hanf und andern Pflan- zen, welche in irdenen, mit reinem Sande angelüllten Töpfen, unmittelbar mit andern ähnlichen, die salpetersaures Natrum ent- hielten, in Berührung standen, unterstützen diese Vermuthung noch. Auch das destil- Iirte Wasser kann oft alkalische Salze ent- halten, und die Bestandtheile der Gläser oder der Töpfe, worin die Vegetations- versuche angestellt werden, sind nicht aus- ser Acht zu lassen. Damit aber will ich den Einflufs, wel- chen die Vegetation auf die Umwandlung gewisser eingesogener Bestandtheile hat, keineswegs in Anspruch nehmen, sondern ich mufs es vielmehr wiederholen, dafs höchst wahrscheinlich analoge Substanzen, z. B. das Nätrum in Rali, umgeändert wer- den. Dieses läfst sich dann auch über- haupt von den erdigen Oxyden und Metall- oxyden annehmen. Einige meiner hier nicht mitgetheilten Versuche sprechen endlich vorzüglich da- für, dafs die Pflanzen Stoffe in ihre Mi- schung aufnehmen können, die ihrer Na- tur gm für das ten Wi ner bes oben ange, d andem Ph, It reinem San elbar mit a, res Natrum n, len, unterstih, Auch das da lische Salze e; heile der Gl, die Vegetation; ‚sind nick us 1 Einflußs,\ ie Umwandı standtheil I ehmen, sole ederholen,&% loge Substan ımgeändert m lann auch il den und: ht mitgetlelt” vorzüiglich I fe in ihre!" die ihrer I" 221 tur ganz fremd sind; ein Gegenstand, der für das Wohl der Menschheit von der gröfs- ten Wichtigkeit ist und Gegenstand ei- ner besondern Abhandlung werden soll. Zweite Abtheilung. Bemerkungen uber die Faulnifs der Pflanzen. So wie es der Wunsch der Holländischen Gesellschaft der Wissenschaften ıst, dafs ich über die Bildung des Kalı’s durch die faule Gährung noch nähere Aufschlüsse ver- schaffen möge, eben so veranlalsten die in meiner Abhandlung angeführten Versuche auch beı mir den Wunsch, den damals nur angefangenen Gegenstand noch genauer zu verfolgen, nicht sowol um die technische, als vielmehr die wissenschafiliche Seite der- selben mehr aufzuhellen. Ich hatte zu dem Behufe eine Anzahl genau abgewogener Quantitäten Sägespäne von verschiedenen Hölzern mit destillirtem Wasser in gläsernen und porzellanenen Gefäfsen der freiwilligen Zersetzung preis- gegeben, und war mit dieser Arbeit schon go weit auch ich geraume suchen: von den net, wal sie foriz Sorge v meiner gefunde das faul Des: gend, fol: Arbeiten Ich meiner mit faule und Else selbe Res welches; ches Vol, sen Versu 1e beitrag sere Men tere Faulnfs& er Holländscher haften xt, Uıls halı’s durch\ \ufschlüsse ı anlalsten. die ihrten Ver den damals ıoch genauen die technit liche Seite de fe eine Anzalı iten Sägespäul nit desullirte porzellaneıt rsetzung pe . N er Arbeit se! so weit fortgerückt,; dafs jene begann, als auch ıch. durch die Zeitumstände geraume Zeit gänzlich‘ von meinen: Ver- suchen abgerufen wurde. Fast ein Jahr, von dem Anfange: der Versuche an gerech- net, war verflossen, als ıch vermögend war, sie fortzusetzen; aber leider war meine Sorge vergebens gewesen, denn während meiner Abwesenheit hatten sich Mäuse ein- gefunden, welche aus fast allen Gefälsen das faulende Holz zerstreut hatten. ' Dessenungeachtet bin ich jetzt: vermö- gend, folgende Erfahrungen meinen früher» Arbeiten hinzuzufügen. 1) Versuche mit Hölzern. Ich wiederholte im Jahr ı814 die: in meiner Abhandlung erwähnten: Versuche mit faulem und frisehem Eichen-, Weiden- und Eisenholze, und erhielt beständig das- selbe Resultat, nämlich dafs das faule Holz, welches am Stamme vor der Fäulnifs elei- ches Volumen mit dem gleichfalls zu die- sen Versuchen angewandten gesunden Hol- ze betragen hatte, eine 6 bis io fach grös- sere: Menge Pottasche liefere, als das letz- tere 2) Fersuche mit Kohlrabi. 3 Uncen Kohlrabiblätter, wurden zum Behufe eines Gegenversuchs an der Luft getrocknet, worauf sie 260 Gran wogen. 3 Uncen derselben Kohlrabiblätter wur- den ım Herbst 1814 zwischen zwei Tassen- schalen bei einer Temperatur von 4 bis ı5° R. der Fäulnils ausgeseizt. Nach und nach fingen sie an, bleich zu werden, sich zu zersetzen, zu zerlliefsen und endlich völlig in Fäulnifs überzugehen. Im Monat Januar ı8Sı5 war der von Zeit zu Zeit um- gerührte Brei auf der ganzen Oberfläche mit einem weilsen Pulver bedeckt, und die Masse schien gleichsam mit Mehl bestäubt zu seyn. Unter der Lupe erschien aber dieser weilse Staub als büschelförmig grup- pirte und verwitterte Salzkryställchen. Am 29sten Maı wurden sowol die ge- faulten, als auch die getrockneten Pfilan- zen verbrannt und im Silbertiegel einge- äschert. Gefaulie Kohlrabiblätter. Die Asche wog 34 Gran; sie war grau gefärbt, hinterliels nach der Auslaugung init, Was ser enth 8.61 ke und Ma Sand, R Die ı6 Gran Krystalli nur wen Meiste ı G Die lielsnae welcher Gr. kohl von Eise sand, Rı Die eine übe, Kalls in Menge m Kalvs 17! nur 55.( die wah, hlrabı, ' wurden an der li oran woge rabiblätter», n zwei Th, atur von ı tzt, Nach zu werden; en und end) ren. In Mont ıt zu Zviw en Oberfl deckt, und Mehl besi erschien; helförmig gr ryställcheı. , sowol di; yckneten} bertiegel& lätter, er Auslai 106) VD wi mit: Wasser 18 Gran Rückstands, und die- ser enthielt: 6 Gr. phosphorsauren KRalks, 8 Gr. kohlensauren Kalks,:Talks, Eisen und Manganoxyd. Das Fehlende war Sand, Kohle u. s. w. Die völlig ausgetrocknete Lauge wog ı6 Gran; im Wasser aufgelöset und der Krystallisation übergeben‘, bildeten sich nur wenig schwefelsaure Kalikrystalle; das Meiste war kohlensaures Ralı. Getrocknete Kohlrabiblätter. Die‘Asche wog 40 Gran und hinter- lielsnach dem Auslaugen 25Gr. Rückstands, welcher‘ 6 Gr. phosphorsauren'Ralks, 11%), Gr. kohlensauren RKalks, mit Talk,- Spuren vonEisen und Manganoxyd enthielt. Kiesel- sand, Kohle u. s. w. war das Fehlende. Die Lauge gab bei der Verdunstung eine überaus’ grofse Menge schwefelsaturen Ralı’s in&drischen Krystallen, deren Menge mit Inbegriff des’ ausgetrockneten Ralv's. 171% Gr. wog. Da:aber 40:Gr. Asche nur 25 Gr. Rückstands: gaben, so beträgt sie wahre Menge dieser sehr. unremien; u ie 226 d.'ı. mit vielem. schwefelsauren Kali ver- bundenen,. Pottasche nur ı5 Gran. 3). Versuche mit Eichenblättern. ı40o Gran fauler Eichenblätter gaben 7 Gr. hellbrauner Asche, woraus Wasser ı Gr. trockener, sehr reiner Pottasche auf- löste. ‚Das Unaudösliche enthielt 3%, Gr. kohlensauren Kalks, Talks, 2 Gr. phosphor- sauren Ralks, mit Eisenoxyd und wahr- scheinlich auch Manganoxyd. ı40 Gr. trockener Eichenblätter gaben ebenfalls 7 Gr. grauer Asche; allein Was- ser: lösete, nur,%, Gr. Pottasche auf.“Der Rückstand enthielt 2 Gr. phosphorsauren Kalks und. 2 Gr. kohlensauren Kalks mit etwas Talk und Spuren Eisenoxyds. Schlujsbemerkungen. So geben also auch diese Versuche Be- stätigungen ab für die Produktion des Ra- li's-durch. die faule Gährung vegetabilischer Stoffe. ‚Sie zeigen, dafs dadurch, gerade wıe:bei dem Verbrennen, Salze, im gegen- wärtigen Falle schwefelsaures Kali, zerseizt und Se Diesen setzung rührt, be mit Um der mi Substan übrıgen scheint bietet, welche werden sprung( chen 1e men a hiermit ratio des Ra Ansche destillu Fällen, ı &umische entstehen nomen, haupt l Vie ten Kali, Gran, nblätten, nblätter o;, woraus ji Pottasehe; nihielt 37, 2 Gr, Dhospl xyd und roh. . nhlätter gi allen\ sche auf, bhosphorns: wen Kalkı enoxyds, 0'e gen, se Versi uktıon Inu vegetahli! durch,# ]ze, ım& Kali, zu" und Schwefel abgesondert werden könne, Diesen Schwefel, welcher von der Zer- setzung schwefelsaurer Verbindungen her- rührt, betrachten daher einige Naturforscher mit Unrecht als einen nähern Bestandtheil, der mit den verbrennlichen oder kohligen Substanzen vereinigt sey. Ich gestehe es übrigens ganz offenherzig, dafs die Er- scheinungen,, welche die Putrifieation dar- bietet, noch.zu den Phänomenen gehört, welche durch fernere Versuche aufgeklärt werden müssen; denn mir bleıbt der Ur- sprung der ungeheuren Menge Ralı's, wel- chen ich von in der Natur gefaulten Bäu- men erhielt, unerklärlich. Es scheint sich hiermit zu verhalten, wıe mit der Gene- ratio aquivoca und mit der Entstehung des Kali’s in Pflanzen, welche in, dem Anscheine nach, kalifreien Materien, z. BR. destillirtem Wasser, wachsen, und ın den Fällen, in welchen bei der Fäulnifs kıypto- gamische Gewächse, z. B. Schimmelarten, entstehen, sieht man gerade dasselbe Phä- nomen, welches die organische Natur über- haupt darbietet. Vielleicht gelingt es mir in der Folge, m x 1:9 228 den Schleier dieser bis jetzt undurchdring- lichen Materie etwas zu lüften, wenigstens habe ich neue Versuche mit Hölzern und Saamen begonnen; da aber die Fäulnifs Jahre erfordert, so darf ich jetzt nur das Versprechen ablegen, der achtungswürdi- gen Holländischen Gesellschaft der Wissen- schaften meine spätern Versuche, wenn es übrigens im Raihe der Götter nicht andere beschlossen ist, mitzutheilen. Anmerk. Ich habe in der That diese Ver- suche während der ganzen Zeit fort- gesetzt; allein der öftere Wechsel mei- ner Wohnung war denselben so nach- theilig, dafs ich jetzt gar keinen Werth darauf setzen kann. Ueberhaupt sind diese Versuche eben. so schwierig an- zustellen,. als diejenigen mit der Ve- gelation. In beiden Fällen ist der Zu- iritt der Luft erforderlich, und diese kann in. 2 bis 4 Jahren so viele kali- haltige, fremdartige Stoffe hinzufüh- ren, da/s das Resultat immer schwan- kend bleibt. die Ve Äts iel Hollän. he Veg ich mi unter| che an Nach d entwiel chemise {him er] Abhand) Währen tigten, einen’ ündurchdi, N, Wenigst ı, t die Fäul; \ Jetzt nun) achtungswi ft der Wis uche, wen er nicht au N. That din). zen Zeil i\ > Wechsel elben so ır keinen) eberhaup! 9 schmien en mit di [len ist del ich, und: so viel! toffe hu immer si Dritter Hauptabschnitt. N.a:c,h trag, die Vegetation der Pflanzen in künst- lichem Boden betreffend. Als ich im Anfange des Jahrs ı815 der Holländischen Gesellschaft meine erste Reı- he Vegetationsversuche überschickte, mulste ich mich darauf beschränken, diejenigen unter der Menge anderer zu wählen, wel- che am vollkommensten gelungen waren. Nach dieser Zeit hatten eine Anzahl sich entwickelter Pflanzen ebenfalls das zur chemischen Analyse hinlängliche'Wachs- thum erlangt, von denen in meiner frühern Abhandlung keine Erwähnung geschieht.— Während mich diese Versuche beschäf- tigten, wurde bei mir der Wunsch rege, einen Versuch zu machen, zwei andere, damals ebenfalls aufgegebene Preisfragen: 1)»den Ursprung des Eisens in den Ge- mwächsen nachzumweisen« und 2)»zu erfor- schen, ob Pflanzen, wie v. CrErı behaup- tet, ihre Nahrung einzig dem Lichte und dem Wasser, ohne Einflufs der Luft, ver- danken?« zu lösen. Eine genügende Be- antwortung der letzien Frage würde noth- wendig alle übrigen über den Ursprung einzelner Bestandtheile der Pflanzen in sich begreifen und folglich allen Streit auf einmal beseitigen. Dadurch entstanden neue Versuche, von denen ich diejenigen, welche beendigt sind, meiner Abhandlung jetzt um so mehr hinzuzufügen mich be- rechtigt halte, als ihr Einflufs auf Arznei- kunde und das Wohl der Menschheit von entschiedenem Einflusse ist. Sehr wider- wärtige Verhältnisse, in welchen ich da- mals lebte, der öftere Wechsel meiner Woh- nung und endlich der Ausbruch des letz- ten Krieges ım Jahre ı8ı5, an welchem auch ıch Theil zu nehmen gezwungen wur- de, machten es indessen unmöglich, mei- nem Vorhaben getreu zu bleiben und ver- nıichteten Arbeit und Mühe vielleicht für ımmel, daher z gen MU wenige) statten führen, meiner weshall len. das Ge gönnt, ıch ge nähern, dassell 8 Preisfrasn, ns in den la)»zu ef, Creer behu lem Lichte ı der Luft] genügende I ge würde ıl dem Unsprm; or Plinzen m h all Nteit 'ch entstals ch diejeniz »r Abhandl fügen miel ls auf Arıı \enschheit Sehr m elchen il! ‚el meiner] hruch des’ an. wei! ezwungen möglich,! iben nl vielleieh immer. Statt beendigter Versuche, habe ich daher zur Beantwortung jener beiden Fra- gen nur Aphorismen aufzuweisen, dıe ın wenigen Fällen zuverlässige Schlüsse ge- statten, In andern nur zu Vermuthungen führen, und in noch andern blofs den Weg meiner Untersuchungen andeuten könnten, weshalb die letztern hier keinen Platz fin- den. Es möge daher Gelehrten, welchen das Geschick glücklichere Verhältnisse ver- gönnt, überlassen seyn, die Bahn, welche ich gebrochen habe, dem Ziele mehr zu nähern, wenn es nicht möglich seyn sollte, dasselbe zu erreichen. Nachträge zur ersten Reihe der Versuche. (Seite 167.) a) Ueber den Zinflufs einiger Reagenzien auf die Farben der blumen wahrend des. WW achsthums. «) Versuche. mit Vergi/smeinnicht(Myo- sotis Sscorptoides), ı) Ich liefs junge Vergifsmeinnicht- pflanzen um Wasser wachsen, worin et- was Weinsteinsäure aufgelöst war. Sie blüheten vorirefflich; allein die anfangs rothen Blumen färbten sich wieder blau. 2) Andere, welche ich in Erde pNlanz- te, die mit in Säyre übergegangener Zuuk- kerauflösung beneizt wurden, verhielten sich eben so, 3) In Schwefelsäure, wenn sie noch so stark mit W auch asser verdünnt wurde, starben die Pflänzchen bald, ( f IM Ein rurde ı steınsäu tion ül Ei ner Au Natrum als hm des La Di blauen ton ım Weinst Ei heit w dünnte bracht, Mr Oct, 18 wuchse \eren F nicht be Suche si folg ko Da der Vers ger Reage /umen, wis nicht(N N" rgilsmeinni EN, Wort ist war, N 1 die anluz wieder hl n Erde pi sangener n, verhilit enn sie Al dünnt ml 233 f) Versuche mit Hyacinthen. Einie blaue Hyacinthe(Hervie'le grand) wurde in reinem Wasser mit 20 Gr. Wein- steinsäure im Hyacıinihenglase der Vegeta- tion überlassen. Eine zweite liefs ich eben so mit ei- ner Auflösung von 30 Gr. schwefelsauren Natrums und so viel freier Schwefelsäure, als hinlänglich war, eine schwache Röthung des Lackmuspapiers zu bewirken, wachsen. Die Zwiebel einer dritten ganz dunkel- blauen Hyacinthe übergab ich der Vegeta- iton ım Blumentopfe mit: Erde, die 36 Gr. Weinsteinsäure enthielt. Eine vierte von der letzten Beschaffen- heit wurde auf diese Weise mit sehr ver- dünnter Schwefelsäure in Berührung bracht. 58- Nro. ı und 5, mit welchen am 2osten Oct. 1814 dıe Versuche angefangen waren, wuchsen sehr gut und erhielten Blumen, deren Farben ich aber wegen Hindernisse nicht beurtheilen konnte. Die andern Ver- suche stellte ich später an; allein den Er- folg konnte ich gar nicht abwarten, Da die Pflanzen. auflösliche Sioffe ein- saugen und die Säuren doch nicht auf die blaue Blume zu wirken’ scheinen, welche im Zustande augenblicklich und selbst durch ihre eigene Säure geröthet werden: so fragt es sich, a) ob dıe Pflan- zen das Vermögen besitzen, manche Stoffe nicht einzusaugen, oder b) ob sie nur so geringe Menge davon aufnehmen, dals keine Reaction möglich ist, oder c) ob die Säure zu der faulenden Materie nicht gelanget.— Dafs Salze in einzelnen Theilen einer Pflanze in gröfserer Menge angehäuft werden, als in andern, habe ich hinlänglich bewiesen. b) WVegetationsversuche mit Saamen in einfachem Quarzboden mit kohlensau- rem Kali. «) In reinem geglüheten Sande, wel- cher mit Salzsäure und Wasser ausgekocht war, wurden am’ögsten April 1815 Erbsen- und Sonnenblumensaamen gesäet. Wäh- rend der Vegetation benetzte ich die Erde mit reinem Wasser,‘welches Spuren koh- lensauren RKalı's enthielt. Em fir sich ringste folgte,\ rüekbli En und de ausgeke erhielt körnig: digerir tnösen sungen Salzsiu auflösl Sauerl sungeı enthie artigen oben« welcht hielt, h nicht auf iM heinen, well nblieklich y, Säure geril a) ob die Pi, , manche$ıh ) ob sie nr, ımen, dalskine c) ob-deir 1cht gelagi- en einer!un ıft werden, lich bewıe mit Scan ı mit hohl ten Sande, 1 ässer ausge rl 815 . IF gesäel, N ‚te ich die! es Spur” 235 Ein Theil dieser Pflanzen wurde, jede für sich, verbrannt, welches ohne das ge- ringste Funkensprühen"und. Verpuffen er- folgte, indem Spuren alkalischer Asche zu- rückblieben.| Ein anderer Theil wurde zerquetscht und der dadurch erzeugte Brei mit Wasser ausgekocht. Durch freiwillige Verdunstung erhielt ich eine Extraktmasse mit weichen körnigen Krystallen, welche mit Weingeist digerirt wurden. Die verdunsteten spiri- tuösen Auflösungen gaben mit Silberauflö- sungen schwache Trübungen, welche auf Salzsäure hindeuten. Der ın Alkohol un- auflösliche Theil wurde durch Blei- und Sauerkleesäure gefällt;- sungen wirkten gar nıcht darauf. Folglich enthielten diese Pflanzen, aufser extrakt- artigen Theilen, ein verbrennliches Ralı- salz, ein Ralksalz und Spuren salzsauren Ralı's. decken. Reine Spur Salpeters war zu ent- f) Gerste, welche auf die Weise, wıe oben erwähnt ist, in gereinigtem Sande, welcher sehr wenig kohlensaures Ralı ent- hielt, kümmerlich einige Zoll hoch vege- 236 tırt. hatte, gab durch Auskochen mit Was- ser ein sauer reagirendes: Extrakt, welches keine Spur Salpeters enthielt und sich über- haupt eben: so verhielt, wie es a. a. O, an- gezeigt ist, c) Wegetationsversuche mit Saamen im reinsten, mittelst Sauren ausgekochten Krystallguarze, welcher mit Kali und Lhierischer Materie vermengt wurde. Ich unternahm diese Versuche in der Absicht, um über die Erzeugung des Sal- peters noch gewissere Aufschlüsse zu er- langen; denn wenn derselbe in einigen Fällen ein Produkt der Vegetation seyn sollte, so dürfte man erwarten, dafs er sıch immer erzeuge, wenn der Boden reichlich mit stickstoffhaltigen Substanzen ange- sehwängert ist und besonders noch alka- tısche Substanz enthält. Demzufolge wurde Eiweils aus der wäs- serıgen Auflösung durch Weingeist coagu- hr: und das Coagulum mit Wasser ausge- kocht. Die geronnene Masse trocknete ich zwische sie mit Wu darein 9 oder di auch s wenn: Häufig, unzähli annagt Un und di man da: mengte glocke lassen hört: ı höchst Gährur gefügt chen mit Wa. xttakt, welche Fund sich über. san, al nt Sacmen: ’en Qusgrhj ver mit il] ermengl wu Versuche m| zeugung dei! ıfschlüsse ni elbe in en Vegetation ı ten, dals er Boden rei! stanzen ers noch (s aus der ingeist 0 Wasser a trocknet‘! 237 zwischen Druckpapier ‚ab und vermengte sie mit dem Krystallpulver. Wurden nun unmittelbar die Saamen darein gesäet, so keimten sie entweder nie,, oder die kaum entwickelten Reime starben auch schnell ab'). Eben dasselbe geschah, wenn zugleich Kali hinzugefügt wurde. Häufig fanden sich’ in der faulenden Masse unzählige Maden ein, welche die Keime annagten. Um auf diese Weise Saamen keimen und die Keime vegetiren zu lassen, muls man das mit der thierischen Substanz ver- mengte erdige Mittel zuvor unter der Glas- glocke vollkommen ın Fäulnils übergehen lassen und erst siäen, wenn die Masse auf- hört. zu gähren. Das Kalı kann nur in höchst geringer Menge, entweder vor der Gährung, oder auch. erst beim Säen hinzu- gefügt werden. 2) Nur einmal entwickelte sich in der blols aus Quarz und Eiweils bestehenden Erdmasse wäh- rend des äulsersten Grades der Fäulnils ein Son- nenblumenkeim, welcher sonderbarer Weise ver- kehrt aufging und dann. abstarb. 258 Indem ich auf diese Weise die Sonnen- blumensaamen unter der Glasglocke kei- men und wachsen liels, erlangten sie nach und nach die zur Analyse nöthige Grölse. Die Eimäscherung war nicht mit der geringsten Verpuffung verknüpft. Der durch Auspressen und Auskochen erhaltene Saft lieferte durch freiwillige Ver- dunstung ein braunes Extrakt mit kleinen würfligen Kıystallen. Durch die Behand- lung mit Weingeist war keine Spur Salpe- ters zu entdecken, und weder der wässe- rige, noch der spirituöse Auszug erregte auf Kohlen die geringste Verpuffung, wel- ches, wenn Salpeter vorhanden ist, bei sorgfältigem Operiren immer zu geschehen pflegt.— Die Auflösungen des Safıes wur- den durch Quecksilber-, Blei-, Silber- und Barytauflösungen getrübt und enthielten folglich Spuren salz- und schwefelsaurer, vielleicht auch phosphorsaurer Verbindun- gen. Die erwähnten kubischen Krystalle waren Digestivsalz.; Ich habe in der Folge diesen Versuch mannigfaltig abgeändert, aber nıe eine An- zeige von Salpeter erhalten können. Vogelati un „)t mCarra Natrum zum Bli Pflanzeı erhielte petersau ten Pilä eine Kö Je lungen dauern Analyse Di Saamen Veler ge {on vier Ay bis zen ah; Richt au se die Sonnen Glaselocke ke angten sie nu! nötige Gröl nicht mit, nüpft, und Aush) ‚freiwilliger akt mit klan ch die Beta. ine Spieshe: der der wis USZUg eine pulfung, ı inden ist,} v.zu gesehä des Saftes m ei-, Siber-w) und enthielt schwelelsau rer Verhnl chen Rıys® liesen Ver! y nie elle können Vegetationsversuche mit einfacher Erde und salpetersaurem Natrum. x) Es gelang mir im Monate Mai ıSı5, ın Carrarischem Marmor, mit salpetersaurem Natrum angefeuchtet, Helianthus annuus zum Blühen zu bringen, wenn auch die Pflanzen überhaupt nur eine Zuwerggestalt erhielten. £) Auch ın gereinigtem Sande mit sal- petersaurem Natrum wuchsen die gekeim- ten Pflänzchen; wenigstens erhielten sie eine Höhe von Y, Fuls bis zur Blüthezeit. Je mehr übrigens diese Versuche ge- lungen waren, desto mehr muls ich es be- dauern, dafs ich abgehalten wurde, die Analyse davon anzustellen. y) In einem andern Glase wurden die Saamen in Krystallquarz mit kubischem Sal- peter gesäet. Von diesen Saamen vegetir- ten vier Sonnenblumenpflanzen vom 3osten April bis zum ı4ten Maı, worauf die Wur- zein abstarben. Hanfkörner gingen gar nicht auf und Erbsen zerflossen. Fe Ds Nachträge zur zweiten Reihe der Versuche (Seite 195.) Vegetationsversuche mit Saamen in reinem einfachen Boden. Ich liefs Erbsen und Sonnenblumen- saamen im reinsten Krystallquarze(welcher noch dazu mit Salzsäure gereinigt war) ın einem grolsen weilsen Stöpselglase keimen und, vom 2osten April 1815 an, so lange wachsen, bis die Pflanzen weit aus dem Glase ragten. So’ lange sie’noch nicht die Mündung des Glases erreicht hatten, be- deckte ich dieselbe mit Papier und einer kleinen Glasglocke. Bei dem Keimen der Sonnenblumen bemerkt man immer, dafs sich entweder um die Saamen, oder auch auf dem Boden eine weifse durchseheinende Materie bil- det, welche theils das krystallmische An- sehen der eisartigen Schwefelsäure, theils dasjenige der Drüsen des Mesembryanthe- mund rung Z Ursprun Saamen che sic Saamel der Hil verläng Die in dem horızoı sichtige wenn sı yendie dete$ chend, durch genann Von feuchte und en tatlon gt bedeckt gende iibrigen offenen der Versuehe amen inte» en, Sonnenhlmz- quarzt(vier reinigt wi) elglase kei an, sol weit aus! noch nich: cht hatten, be pier und ent Sonnenblun sich ent“! auf demdla » Matene)! tallinisehe A Isäure, MR gsembiyal‘ mum. erystallınum hat, und bei der Berih- rung zusammenfilzt. Sie scheint ihren Ursprung den am obein breiten Ende der Saamen befindlichen feinen Härchen, wel- che sich bei der ersten Veränderung der Saamen(die im Verschwinden des Pigmenis der Hüllen und Platzen derselben besteht) verlängern, zu verdanken. Diejenigen Saamen, welche sehr tief in dem Boden liegen, treiben ihren Keim horizontal der einen Seitenwand des durch- sichtigen'Gefälses zu, und erheben sich, wenn sie das Licht erreicht haben, in per- pendiculairer Richtung, indem der gebil- dete Stiel, über die Oberfläche forikrie- chend, feine Wurzelfäserchen schlägt, wo- durch die Pflanze Ähnlichkeit mit der so- genannten Lammpflanze erhält. Von‘dem wohlthätigen Einflusse einer feuchten und nicht staubigen Atmosphäre und’einer mäfsigen Wärme auf die Vege- tation geben dergleichen Versuche in leicht bedeckten Gläsern ebenfalls sehr überzeu- gende Beweise; denn wenn man unter übrigens gleichen Bedingungen Saamen in offenen Hlachen Gefälsen neben jenen keimen ı6 242 und wachsen lälst, so findet man, dafs letz- tere weit zurückbleiben. Der ausgeprefste und aufgekochte Saft der Sonnenblumen war gelblich gefärbt. Nach der Verdunstung an der Luft blieb ein dünner Überzug zuriick, in dessen Mitte man Spuren eines farrenkrautförmig kry- stallisirten. und kleiner weicher Körner wahrnehmen konnte. Absoluter Al- kohol schien auf die völlig ausgetrocknete Masse gar nicht zu wirken. Starker Al- kohol, welcher damit in Digestion gesetzt und darauf verdunstet wurde, hinterliefs eine Spur Rückstands„ dessen wässerige Auflösung durch schwefelsaure Sılberauf- lösung, aber weder durch Baryt-, noch Sauerkleesäure- Auflösung gefällt wurde.— Der in Weingeist unauflösliche Theil löste sich ım Wasser unter Zurücklassung eines aufgequollenen Rückstandes auf, und wur- de durch Sauerkleesäure, nicht aber durch Baryt-, Blei- und Silberauflösung gefällt. Die oben erwähnten körnigen Krystalle scheinen demnach Kalksalz mit verbrenn- licher Säure zu seyn.— Die Rückstände der Sonnenblumen hinterliefsen nach deı Einäsch Asche° Jindung Der Durch I Aurehsi ches,' Alkohol lichem ebenfa lösung ches 0} säureau! Der m sich zu sachte Trübu felsäur entdec] der Ei Asche, und sal: Aus vor, d kalien dern d ' man, dal, len Aulgekoelıe N selhlich sefin der Taft ii „in dessen] Tautförmig| kleiner yı e, Absolıte z, ausgetoekne n. Al gestion si de, hinte SSH wäst saure Silben h Baryt, m sefällt mırk- liche Theil iicklassung eı sg au, undır yicht aberdic fösung ill gen Al ‚mit verhre )ie Richsin! Ipr {sen nacl( Einäscherung Spuren einer alkalischen Asche mit schwefel- und salzsaurer Ver- bindung. Der Saft der Erbsen' war farbelos. Durch freiwilliges Verdunsten entstand ein durchsichtiges, hellbräunliches Extrakt, wel- ches, völlig‘ausgetrocknet, in absolutem Alkohol unauflöslich war. Die mit gewöhn- lichem Weingeist bewirkte Extraktion wirkte ebenfalls stark auf schwefelsaure Silberauf- lösung; Bleiauflösung bewirkte ein schwa- ches Opalisıren, und Baryt- und Sauerklee- säureauflösungen veränderten sie nicht.— Der in Weingeist unauflösliche Theil löste sich zur Hälfte im Wasser auf, und verur- sachte, mit Barytauflösung eine schwache Trübung. Aufser dieser Spur von Schwe- felsäure war keine andere Säure darin zu entdecken.— Die Rückstände gaben nach der Einäscherung ebenfalls eine alkalische Asche, welche Spuren phosphorsauren Ralks und salzsaurer Verbindung enthielt. Aus diesem Versuche geht deutlich her- vor, dals durch die Vegetation keine Al- kalıen oder Erden erzeugt werden, son- dern dafs die in den Pflanzen enthaltenen 10 2 BE ee Fi: m I ne " A; & Y 244 unverbrennlichen Salze aus den Saamen ihren Ursprung nahmen; denn die absolute Menge derselben, die ın den erstern ent- halten war, entsprach noch nicht derjeni- gen der Saamen. Nachträge zur dritten Reihe der Versuche, (Seite 207.) a) Vegelationsversuche mit einfacher Erde und Salpeter. «) Erbsenkraut; welches in Quarz, der mıt Salpeterauflösung angefeuchtet wurde, vegetirt hatte, gab eın Extrakt, in welchem eine Menge kleiner prismatischer Spiels- chen lagen, die auf glühenden Kohlen ver- pufften.— Nachdem das getrocknete Ex- trakt mit Weingeist digerirt war, löste ich den Rückstand im Wasser auf, und diese Auflösung gab durch Bleiauflösung einen in Salpetersäure auflöslichen Niederschlag ’ ! des pii nele Eı leichter salpeter eg au gewase immer Di längere getrt| Erwäh selben hieltei prefste iction heil]: dem ni Krystl selbst konnte Us den Saanı a die absolni ] TEN ersten, ent Es AN MCht den, 1e den Tach einfacher s im Onarz, I ofeurehtet mil akt, in welch natischer SI len holları getrocht I} war, liteil uf, and di lösung ei a ı Nieder des phosphorsauren Bleies. Das. getrock- nete Erbsenkraut verkohlte sich ungleich leichter, als dasjenige, welches in einem salpeterfreien Boden gezogen, und. wenn unendlich oft in Flufswasser Diese immer mit Verpuffung vergesellschaftet, es auch gewaschen- war. Verkohlung war b) Einfacher Boden mit schwvefelsaurem Kali. Die Erbsen und Sonnenblumen, welche längere Zeit in Carrarischem Marmor ve- getirt hatten, als diejenigen, deren früher Erwähnung geschehen ist, gaben zwar die- selben Resultate; allein die Aschen ent- hielten gegen die grofse Menge kohlen- sauren Ralks nur Spuren anderer Salze.— Bemerkenswerth ist noch, dafs die ausge- prefsten Säfte keine deutliche saure Re- action auf Lackmuspapier äufserten. Durch bildeten sich in freiwillige Verdunstung dem rückständigen Extrakte sehr deutliche Krystalle des schwefelsauren Kalı's, welche selbst isolirt dargestellt und’ zerlegt werden konnten. Als ich nach Beendigung dieser Ver- suche den Inhalt des Glases, worin die Pflanzen gewachsen waren, mit Wasser auslaugte und die Flüssigkeit verdunsten liefs, erhielt ich einen sehr geringen Rück- stand, welcher nur Spuren schwefelsauren KRalı’s enthielt, c) Einfacher Boden mit salzsaurem Kali. Die Versuche wurden in der Art an- gestellt,‘wie sie schon beschrieben sind. Der Saft von Sonnenblumen und Erbsen gab durch blofse freiwillige Verdunstung eine grofse Menge kubischer Krystalle, wel- che, ım Wasser aufgelöst, sowol mit sal- petersaurem Silber, als auch mit Weinstein- säure Niederschläge gaben, und folglich reines Digestivsalz waren. Aufserdem schos- sen mit dem letzten Salze einige zarte den- dritische oder farrenkrautartige Figuren an, welches auf salzsaures Ammonium bin- deutet. Die"ausgeprefsten Rückstände und die im Wasser abgespühlten Wurzeln hinter- liefsen nach der Einäscherung eine sehr schwach Auflösun schols, Der chem( waren, Anfang! blumen ten, W sers€ letzte keinen auf Sılb liche' Rückst lig au That e sanze diese wenig: dals fi E Ve l- 2 die! asser sten Rück. auren Kal,| t an-| sind, )sen tung wel-| sa 1 ‚tem- r e) den- all, Im- die ıtel- ehr lieh| :hos-| Den schwach alkalisch reagirende Asche, deren Auflösung zu lauterem Digestivsalz an- schofs. Der Quarzsand eines Glases, mit wel- chem 6 Gran salzsauren Kalı’s vermengt waren, und worın vom Febr. 1815 bis zum Anfange des Monats Aprıl ein Paar Sonnen- blumen und ein Erbsenkeim vegetirt hat- ten, wurde mit einer grolsen Menge Was- sers einige Mal ausgelaugt“)., Als das letzte Spühlwasser bei der Verdunstung keinen Rückstand mehr hinterliefs und nicht auf Silberauflösung wirkte, liefs ich sämmt- liche Flüssigkeiten verdunsten und den Rückstand zuletzt in einem Weinglase völ- lig austrocknen. Es bildeten sıch ın der That einige Digestivsalzkrystalle; alleın der ganze Rückstand wog nur 3 Gran, und diese enthielten noch ı Gr. Wasser und wenigstens ı Gr. extraktartige Theile, so dafs für das salzsaure Kali kaum ı Gr. *) Um dem Verdachte, dafs während der langen Zweit Sand verloren gegangen seyn könnte, zu be- segang) gegnen, mu[s ich bemerken, dafs das Glas nur bis 2/, damit gefüllt und, mit Papier bedeckt war. übrig bleibt. Folglich sind über 5 Gran salzsauren Ralı’s verschwundes ‚eund-da diese in den Pflanzen angetroffen wurden, so müssen sie von den Wurzeln eingeso- gen worden seyn, Fegetationsversuche im Sande mit ver- brennlichen, nicht salzigen Pflanzen- stoffen. Da die Pflanzen also jede Art der mit dem Erdreiche in Berührung gebrachten Salze durch die Wurzeln eingesogen hat- ten: so war es in Beziehung auf den Nutzen des Düngers sehr wichtig, zu erforschen, ob äuch andere, nicht salzıge Materien un- verändert von ihnen aufgenommen werden, um ın den Wurzelgefälsen den ersten Grad der Assimilation zu erleiden, oder auch, wenn sie diesem Zwecke nicht entsprechen Sollten, in den Pflanzen zurückzubleiben und sich bei der Analyse zu erkennen ge- ben, A dergleie Wachsth fusse s) oder ni Da erhsen ser UML mit Sa achtet züglich einen vi Ich Erbsen begofs, zu der serigen De sen mu dann a und an lie Veo Yaft de schmacl achtet| Zucker Gran ıd da tden, Neso- Ver® ZEN er mit. ıchten n hat- utzen schen, en IN: den, Grad auch, »echen leiben nen ge I— m en 249 ben. Auch entsteht hiebei die Frage: ob dergleichen fremdartige Stoffe awf" das Wachsthum der Gewächse von anderm Ein- flusse sind und z.B. Krankheiten erzeugen, oder nicht? Da ich das Wachsthum' der Zucker: erbsen in reinem Sande mit reinem Was- ser und in andern einfachen Substanzen mit Salzauflösungen sehr vielfälüig beob- achtet hatte: so glaubte ich mit ihnen vor- züglich den Anfang’ machen zu dürfen, um einen vergleichenden Mafsstab zu erhalten, Ich säete daher in ein Gefäls mit Sand Erbsen, welche ich mit Zuckerauflösung segofs, und in ein zweites ebendieselben, zu deren Benetzung ich mich einer wäs- serigen Auflösung der Alo& bediente. Die Erbsen in zuckrigem Boden wuch- sen nur-34bis 4 Zoll hoch und starben dann ab. ‚Der Zucker war verschwunden und an seine Stelle Säure getreten, welche die Vegetation hemmte. Der ausgeprefste Saft des Krautes hatte den sülsen Ge- schmack der Zuckererbsen, dessenunge- achtet ltefs sich durch Krystallisation kein Zucker daraus gewinnen, welches indessen 250 vielleicht die geringe Menge unmöglich machte. Dagegen wuchsen die Erbsen ım Aloe- boden sehr üppig, und als das Kraut die Höhe von ı Fufs erlangt hatte, sah ich mich&enöthigt, sie abzuschneiden. Der Saft und das Extralt des im Aloe- boden gewachsenen Erbsenkrauts hatten einen entschieden bittern Geschmack. Hier- aus scheint zu folgen, dafs sowol der Zuk- ker, als auch das Alo&extrakt von den Erb- sen eingesogen werden, und dafs das letz- tere, da dıe Vegetation so äufserst lebhaft von Statten ging, zur Assimilation taug- lich sey. ın. Vegetationsversuche in einfachen Erdarten mit metallischen Oxyden und metallı- schen Salzen. Die vorhergehenden Versuche berech- tigen zwar zu dem Schlusse, dafs auch die den Pl Erdreie] ser Schl erhalter stutzt\ empfin zien ur Versud Physio gröfste Pllanz« liche ı stem al gungen cher( dern| gescha U man bı als Be Ob die süren, Elemen ist sch wesen, 251 nöglich den Pflanzen eigenthümlichen Metalle dem Erdreiche entnommen werden; allein die= Aloe- ser Schlufs mufs, wenn er volle Gültigkeit it die erhalten soll, durch direkte Beweise unter- Ach stützt werden. Da gerade die Metalle die empfindlichste Reaction auf gewisse Agen- Aloe: zien und den Organismus äufsern: so sind hatten Versuche dieser Art auch auf die Medizin, ‚ Hier- Physiologie und den Ackerbau von der r Zuk- gröfsten Wichtigkeit, weil, wenn die nEıh- Pflanzen ıhrer Natur'nach nicht wesent- ; Jetz- liche und selbst giftige Stoffe in ıhr Sy- bhaft stem aufnehmen soll-ten, man die Diün- taug- sungsmittel und selbst den Acker, wel- cher Gewächse trägt, von einer ganz an- dern Seite betrachten müfste, als es bisher geschah. Unter den eigentlichen Metallen hat man bisher nur das Mangan und das Eisen als Bestandtheile der Pflanzen entdeckt. arten Ob diese Metalle in den Pflanzen prxexi- etallı- stiren, oder bei der Verbrennung aus den Elementen erst zusammengesetzt seyen, ist schon seit langen Zeiten streitig ge- heretl wesen. auch die Fo 29 Grorrror!) nahm an, dafs alle Pflanzen aus den Elementen der: Mineralien zusam- mengesetzt seyen, und, dafs sıch das Eisen aus Thon, Öl(welches wieder aus öliger Materie und Schwefel zusammengesetzt sey) und Säure(den drei Grundstoffen) er- zeuge"); allein Lermerv widerlegte ıhn 1706 in zweı Abhandlungen sehr scharf- sinnig,' indem er: die Pre&existenz des Ei- sens in den Gewächsen demonstrirte und zu kaWweisen suchte, dafs sich dasselbe im Zustande des Vitriols darın finde, Geor- rroy's Versicherung, dafs sich auch unmit- telbar aus den 3 angenommenen Elementen Eisen erzeugen lasse“*), widerlegt er sehr renüsend durch den Eisengehalt des zu 5 5 5 i 1, Abh. d. K, Akad. d. W. vom Jähre ı705. Leip- *) Auch Neumann Prelect. chem. p. ı56o. $>.. Y **) Schon Becher.(Zusaiz zu den Actis labaratorii chymici Monacensis 1671) wollte beweisen, dals man Eisen durch Calcination des Leinöls mit Tiıon erzeupfen könne den V Ehen 5 Cap sich da zeuge, ben 3) nicht, ner Ne Di menta nation Bexeri men, V RUng N der B Hanzen ZUSaM- Eisen liger eseizt en) er mmıt- menten er sehr ] ı des ZU den Versuchen angewandten Thons 3). Eben so Homsere. Caper soll neuerlisch die Meinung, dafs sich das Eisen durch nr Vegetation er- zeuge, gültig zu machen sich bemüht ha ben°); allein ich a seine Abhandluns nicht, sondern entlehne dieses nur aus ner Notiz ın den Göttinser Anzeigen. Die Erzeugung des Eisens aus den ele natıon organischer Körper ist ebenfa en et BeErceELıvs aufs N Veue ZUT Sprache CEeROM- men, wenigstens scheint dieses seine M & u >) [7 r i je fe e z bs (ge) je ' nung vom Eisen zu seyn, we Iches man aus der Blutasche gewinnt*). J ®), Mem. de Paris ı706. p. 2co. 520. Abhandl. d. Akad. d. W. zu Paris T, 2. Uebers. von ee 1750. 1-3. 1751r..n.186. 315 os )-»Bulleiin de Pharmacie, B..2. N. IH n. gt. Daraus in Götting. gelehrt. Anz. ıSı2 p- 1915 St. 192. *) Dessen thierische Chemie, welche in Schvwei Sprache zu Stockholm herausgekommen ist.— Dessen Uebers, über die ee der thier. Flüssigk. Nürnberg ı814.— Dessen Uebers, ' } | Il 254 In der That bietet dieser Gegenstand so viel Problematisches dar, dals sıch die Holländische Gesellschaft ein wahres Ver- dienst verschafft hat, durch Aussetzung ei- ner Preisfrage die Gelehrten aufmerksam zu machen, um die Anomalien, welche ob- walten, zu beseitigen. Doch nicht das Eisen alleın, sondern auch andere Metalle glaubten die ältern Chemisten in den Pflanzenaschen gefunden zu haben. So gab Sack°) 1778 an, dals Weimrebenasche ım Zentner 4 Drachmen., ı2 Gran, Büchenasche 2 Dr. 36 Gr.,.Dün- gererde ı Dr. 56 Gr. und Gartenerde 2 Un- cen 44 Gr. Gold enthalten°). daselbst 1815. Daraus ım allg. Journ. für Che- mie u. Phys. 18135. B.g. H. 4. B..ı10..H.=. B>>r2.. 153 5) Mem. de l’Acad. des sc.& Paris 1773. p. 548 — 559. 6) Schon Becher(Phys. subterran. neuere Edit. von 1703. p. 854) und Cramer(Elementa artis do- ciması. Lugd. Bat. 1744., p- 1.$. 448) sagen, es gibt keine Sanderde in der Natur, welche ohne Gold wäre. Graf ers Ve Dasselb Im Jahı nanıt, Lavois ten, un Akader den m führter kem 6 erhalte Menge aus de mittel nöthig Ü Sace( wächse bemer] enstand ich die 5 Ver- ng ei- erksum he ob. ondern ältern funden 1, dals chmen Din- 2 für Che- 10. H 2 hf 348 Kür, von artis dor Ni In, vol Graf Lavsaraıs 7) wiederholte zuerst Sı- Ge’s Versuche, und fand sie nicht bestätigt. Dasselbe bemerken v’Arcer und Rotevirte. Im Jahre 1779 wurde eine Commission er- nannt, welche Baum£, Macourr, CAper, Lavoisier, Bucover und Corner bilde- ten, um diese Versuche zu prüfen und der Akademie Bericht zu erstatten. Sie wur- den in Sacr’s Gegenwart wiederholt und führten zu dem Resultate, dafs die Asche kein Gold enthalte, sondern dafs die Spur erhaltenen Goldes nebst einer grölsern Menge Silbers von der Glätte herrühre, aus der das zum Abtreiben des durch Flufs- mittel aus der Asche geschiedenen Regulus nöthige Blei gewonnen werde. Übrigens wıll man schon lange vor SAGE Gold und andere Metalle in den Ge- wächsen gefunden haben. Ursan Hırane 5) bemerkt in dem Abschnitte von dem Salze °) Lapoisier's pfys. chem. Schriften. Uebers. von Weigel 1785. B. 3.$S. 236. ®) Actorum chemicorum Holm. cum ‚dnnotat. I G. Wallerii. Stockholm, 1759. 2. 2— 38. 256 und Fette der Erde und dem Einflusse des Wassers und des Landes auf die Vegeta- tion, dafs in einigen Pä...izen Säure, Salze u. s. w. preexistiren, dafs Dr. Srrönm ıhm vermittelst eines Mikroskops Salz in den Pflanzen.(z. B. der Narcisse) sichtbar ge- macht habe, ja dafs andere selbst feine Sandkörnchen enthalten, wie Equina Cau- da und Parietania. Auch besitze er kleine Goldtheilchen, welche aus Ungarıschen Weinreben gewonnen seyen'), und er halte es für wahrscheinlich, dafs der Fleifs der Chemiker in spätern Zeiten auch die Existenz anderer Metalle,:z. B. Kupfer, Zina und Quecksilber, nachweise. Sıcusvon L£EwEnHEIM(in Ampelograph), Torrıus(in Epistol. itiner.), Hexutı(Flora suturn.) versichern ebenfalls, dafs der Wein- stock Gold enthalte, und-Haın, so wie Toruıus, wollen dasselbe auch in andern Pflanzen gefunden haben°) 8 *, 7. A. Raymann erklärt dieses für Täuschung. Nat. Cur I. FL, p. 437. e N 3) Miscellan. Nat. Cur. Des r. Ann I. Obs 13— folge W Beifuls Vor GraswV Beispie Ann, I versich erhalte einen Se Chemie ganz ve möghe als Ei und eı aus fr chemi: lysen] lusse de; | Vegetn. e, Salze un ıhm len htbar Kt st feine na Cau- er kleine Sanıschen und er er Rleıls uch die Kupler, ler Wein- -50oW Ik 1 ander Tauschunf Henke führt Beobachtungen an, zu- folge welcher in der Genista Zinn und im Beifufs Blei enthalten gewesen seyn soll 2): Vom Vorkommen des Quecksilbers in Graswurzeln, im Holze u. s. w. finden sich Beispiele in den Miscell. Nat. Cur. Dee. IH. Ann. H. Obs. 59; ja, Hırronymus Luporr versichert,, dafs er aus Rosen Quecksilber erhalten habe, und dafs die Weintrauben einen mercurialischen Geist liefern ur Seit Entstehung der antiphlogistischen Chemie hatte man indefs diese Meinung ganz verlassen. Man hielt es für eine Un- möglichkeit, dafs Pflanzen andere Metalle als Eisen und Mangan enthalten könnten, und erklärte den Ursprung anderer Metalle aus fremden Stoffen, deren sich die Al- chemisten und Phlogistiker bei ihren Ana- lysen bedient hatten. — Ann. II. Obs. 113. Dec. IT. Ann. IP. opp. p- 198.— Bresl. Sammlung, Ster Versuch p. 1383, 6ter Versuch p. 1733. 0) Flora saturn. p. 588. 5gı. ?t) Die in der Medicin siegende Chemie. Erf. 1746. St. 2, Kap. 4. 17 Wenn' nun gleich nicht zu bestreiten ıst, dafs sich die Sache in den meisten Fällen so verhalten haben dürfe, werde ich doch in diesem Abschnitte beweisen, dafs man in den antiphlogistischen Zeiten sehr ohne Überzeugung Thatsachen bestritten habe. In den Jahren ı8ı4 bis ı815 gelang es mir zuerst, Pflanzen zu erziehen, wel- che Kupfer enthielten; und diese Thatsache haben die H. H, Bucunorz und Meıssner, welche kürzlich ın der Zittiwerwurzel Kupfer entdeckten, schon bestätigt°). Seit 1811 bis ıSı3 ist bekanntlich auch ine andere, den Metallen sehr verwandte Materie, die Jodin, welehe einen Bestand- theil der Seegräser ausmacht, dem Gewächs- reiche hinzugefügt. Wahrscheinlich macht sie einen Bestandiheil des Meerwassers oder anderer im Meere enthaltener Kör- per aus. *) Da ich erst jetzt die Einwilligung der Holländi- schen Gesellschaft der. Wissenschaften erhalten habe, meine Abhandlung dem Drucks zu über- geben: so bin ich auch unvermögend gewesen, die Beweisgründe früher zu führen. 5 Vegerat a) Iı «) oxvdul welche setzte, im vers dam ı von ül durch kohlen D: Porzel ich im Sonnen der Ger, hatten s der ih dem$ bs reiten sten e ich dafs schr niten lang wel- sache SSNER, urzel . auch indie stand- rächs- macht assers hör-. \ändı- ‚halten u über- geviese) Vegetation der Pflanzen in eisenhaltigem Boden, a) In kohlensaurem Eisenoxydul und Eisenoxyd, x) Ich bereitete kohlensaures Eisen- oxydul aus einigen Pfunden Eisenvitriol, welchen ich mit kohlensaurem Natrum zer- setzte, und indem ich den Niederschlag im verschlossenen Gefäfse auslaugte und dann unter der P resse zwischen Papier von überschüssigem Wasser befreite. Da- durch entstand das Gemenge von Oxyd und kohlensaurem Oxydul. Dieser Niederschlag wurde in einem Porzellangefälse aufgelockert; dann säete ıch im März ı81ı5 Hanfkörner, Gerste und Sonnenblumensaamen darein. Die Saamen der Gerste keimten bald, und am soten Apr. hatten sie schon 3/, Fufs Höhe erlangt. Keine der übrigen Saamen waren gekeimt, son- dern sämmtlich in Fäulnifs übergegangen. Es wurden neue Saamen von Helian- % 17 260 thus, Cannabis, Zea, Ervum gelegt; aber nur der Hanf keimte,. die übrigen faulten. Ich liefs die Gerste bis zum 3osten April wachsen, schnitt sie dann ab und prefste den Saft aus, welcher einen sehr lieblichen Kräutergeruch verbreitete. Gallusinfusion mit einem Theile des Gerstensaftes in Berührung gebracht, färbte ihn zwar grünlich; allein blausaures Ralı veränderte ihn gar nicht. Ich digerirte einen andern Theil Ger- stenkrautbreis mit Salpetersäure, um das darin vermuthete Eisen zu oxydiren, und wiederholte die Prüfung des Saftes und des ganzen Breies, nachdem zwar die Flüs- sigkeit durch Verdunstung eoncentrirt und die freie Säure neutralisirt war; aber auch jetzt zeigten die Reagenzien kein Eisen an, welches doch augenblicklich erfolgte, wenn ich nur Spuren Eisenoxyd’s hinzu- fügte. Ich äscherte jetzt einen andern Theil Gerste ein. Wie sehr wurde ich überrascht, als ich, statt einer gelben, eine schnee- weifse Asche erhielt, aus welcher Wasser einige alkalische Theile auflöste und einen erdigen in Salzs Bleiauf wurde, und pl bewirl bung, annahn lich d dadur« zeigts grölseı Die all Spuren dere| D) einen weglic so sch die U obigen ch blumen etwas: mit W und eı ; aber ulten, April telste lichen e des firbte s Ralı ] Ger- n das und und e Flüs- rt und r auch Eisen folgte, hinzu- Theil yascht, chnee- Wasse! ‚denen 261 erdigen Rückstand hinterliefs, welcher sich in Salzsäure auflöste und durch Ammonium, Bleiauflösung und Sauerkleesäure gefällt wurde."Er enthielt demnach kohlensaures und phosphorsaures Kalk. Blausaures Kali bewirkte zwar ebenfalls eine weifse Trü- bung, welche bald eine bläuliche Nüanz annahm; allein dieses bewirkte hauptsäch- lich das freie Ralı des Salzes, und wenn dadurch wirklich eine Spur Eisens ange- zeigt seyn sollte, so ist dieselbe doch nicht sröfser, als in irgend einer andern Pflanze. Die alkalische Flüssigkeit enthielt aufser Spuren schwefelsauren Alkalis’keine an- dere Säure. £) Da das feuchte Eisenoxyd beständig einen Teig bildet, dessen Theile unbe- weglich sind und fest auf einander liegen: so schien es mir, dafs dieser Umstand und die Unauflöslichkeit desselben im Wasser obigen negativen Versuch veranlalst habe. Ich säete daher Hanfsaamen, Sonnen- blumen und Gerste in Sand, den ich mit etwas schwefelsaurem Eisen vermengte und mit Wasser begofs. Die Saamen keimten und einige erreichten schon am öten Mai } nn u nn na eine Höhe von 6 Zollen. Sie wuchsen bis zum ı6ten und 2osten Mai fröhlich fort, Un dann aber verdorrten sie bis auf emen mehr 1 Gerstenhalm. Es wurden nene Saamen.des wieden] Hanfs, der Gersie, der Sonnenblumen und ne Ve der Erbsen gelegt, von denen viele aus- nach« gingen, andere aber doch eine zur Ana- lieh, s lyse nöthige Gröfse erreichten. aus de Zwei Hanfpflanzen, welche sorgfältig dals d | von den Wurzeln befreiet wurden, liefer- sorbir: ten einen Saft,:in welchem weder blau- Zustaı saures Natrum, noch Gallusinfusion oder das Sy andere Reagenzien Eisen anzeigten. ‚elgefä Eben so verhielt sich der Saft des Erb- bilden senkrautes und der Sonnenblumen, mit Schlu welchen ich im Jun. die Versuche wieder- vergle holte. zen,\ Dessenungeachtet diese sen w Pflanzen insgesammt nach der Einäsche- lerdin N rung eine Asche, welche schon allein durch nicht | ihre selblichbraune Farbe auf Eısen- sonder deutete, welches Salzsäure auch daraus auf- der Ve löste. dieses Ich wiederholte diese Vegetationsver- Caver suche später im Jun., ohne einen andern| nämlie Erfolg zu erhalten, die V sen his h fort, einen &n.des en ind le aus. r Ana- rglältig lıefer- blau: ı oder s Erh- |, mit vieder- diese yäsche- ‚ durch n Im- ıs aul- nsvel- anden Folgerungen. Ungeachtet ich diese Versuche gern mehr im Grofsen und unter Abänderung wiederholt hätte: so erlaubten dieses mei- ne Verhälinisse damals doch nieht, und nach dieser Zeit war es mir völlig unmög- lich, sie fortzusetzen. Ich glaube indessen aus dem Versuche£ schlieflsen zu dürfen, dafs das Eisen wirklich aus der Erde ab- sorbirt werde, wenn es sich im auflösliche:: Zustande befindet, oder dafs es auch ın das System gelange, wenn es in die Wur- zeigefälse treten kann und durch die sich bildende Säure aufgelöst wird. Zu diesem Schlusse berechtigen alle oben angeführte, vergleichende Versuche mit denselben Pflan- zen, welche in eisenfreiem Boden gewach- sen waren. Das Auffallende hiebeı ıst al- lerdıngs der Umstand, dafs sich das Eisen nıcht auf nassem Wege zu erkennen gab, sondern dafs dasselbe nur durch den Weg der Verbrennung zu entdecken war, und dieses würde man als eine Bestätigung der Caver’schen und Berzeuıvs’chen Memung, nämlich als eine Bildung des Eisens durch die Verbrennung ansehen können, wenn nicht eben die vergleichenden Versuche dagegen stritten. Wollte man behaupten, dafs das Eisen in den Gefäfsen zerlegt und durch die Verbrennung wieder zusammen- gesetzt werde: so würde man doch die Einsaugung des Eisens durch die Wurzeln einräumen müssen. Diese Metamorphosi- rung des Eisens kann aber, bevor man nıcht das Eisen zu zerlegen vermag, nicht angenommen werden, sondern es ist zu vermuthen, dafs die Menge des analysirten Pflanzensaftes entweder zu gering war, als dafs das Eisen auf Reagenzien, die selbst Eisen enthalten, wirken könnte, oder dafs sich auch dasselbe in organischen Stoffen in einem Zustande befinde, welcher noch nıcht aufgehellt ist, Anmerk. Während dieser Zeit waren meh- rere Pflanzen in Eisenauflösungen ge- wachsen, welche ich zerlegte. Leider ist aber das Manuscript, welches die Notizen darüber enthält, verloren ge- gangen. Nur dieses erinnere ich mich, dafs ich wirklich auch auf nassem Wege schwache Spuren Eisens entdeckte. Versuchs hupten, et und NMeN- Ion, N Wurzel orphost- OT man a6, nicht Ist zu alssırten var, als ı Stoffen her nocl Ih mich, nasse) ide u Da ich in einigen Lichenen,, wie früher erwähnt ist, eine sehr grofse Menge Eisens durch die Verbrennung gewann, und mir davon eine sehr gro- fse Menge zu Gebote stand: so glaubte ich dadurch über den Zustand des Ei- sens in Pflanzen nähere Aufschlüsse zu erhalten. Ich digerirte eine sehr grofse Menge zuvor gemwaschener Li- chenen mit verdünnter Salzsäure, ver- dunstete nach zwei Tagen die Flüssig- keit und löste sie wieder in Wasser auf. Die durch Ammonium und an- dere Alkalien daraus geschiedenen Nie- derschläge deuteten zwar, mie dieje- nigen, welche blausaure Verbindungen und Gallusinfusion bewirkten, auf Ei- sen hin; allein die Spuren, welche an- gezeigt wurden, standen mit der in der Asche befindlichen Menge nicht im Verhälinijs. B. Vegetationsversuche in manganhaltigem Boden. a) In kohlensaurem Mangan. In ein Glas mit reinem kohlensau- ren Mangan wurden am ıoten Febr. 1815 Hanfsaamen gesäet, welche den z2osten schon keimten und am 29sten zwei Zoll hoch gewachsen waren. In ein zweites Glas säete ich Sonnen- blumensaamen den ı5ten Febr., welche äufserst spät keimten. In ein drittes Glas mit kohlensaurem Mangan war Gerste am 29sten März ‚gesäet, welche, wie die vorhergehenden, unter der Glasglocke vegetirte. Als sie am Ende des folgenden Monats eine Höhe von ı Fuls erlanst hatte, schniit ıch sıe ab. Jede Species dieser Pflanzen wurde in Flufswasser gut gewaschen und dann analysirt. Die Hanfstauden zerquetschte ich, drückte den Saft aus, verdünnte ıhn mit Wasser sieh. die lich für derte. liefs n: ‚hellgell bische I ser aufg silber- schläge De liels b Asche, Löthre D wiede, D telbar mit Be ebenf: entstar De nen au Reageı hergel Spure; lıyem A ohlensau- ehr, ı8ı5 n 20sten rei Zoll onnen- welche enSauem 12 gesiel, unter der Inde des Dıfr a wull) ‚ murde ‚d dann A {he 1 e Ihn al 267 —n Wasser und liefs ıhn aufkochen, wobeı sich die grüne Materie, welche gemeinig- lich für Eiweilsstoff gehalten wird, abson- derte. Der etwas concentrirte Saft hinter- liefs nach freiwilliger Verdunstung eine . hellgelbe, klare Masse, worin kleine ku- bische Rrystalle bemerkbar waren. Im Was- ser aufgelöst bewirkten Blei-, Baryt-, Queck- silber- und Sauerkleesäure darin Nieder- schläge. Der grüne Pflanzenrückstand hinter- liefs bei der Einäscherung eine grauliche Asche, welche mit der Boraxperle vor dem Löthrohre die schönste Amethystfarbe gab, Derselbe Versuch, mit neuen Pflanzen wiederholt, gab dasselbe Resultat. Die Gerstenhalme äscherte ich unmit- telbar ein, und behandelte etwas Asche mit Boraxglas vor dem Löthrohre, wodurch ebenfalls eine vortreflliche Amethystperle entstand. Der ausgeprefste Gerstensaft hatte eı- nen angenehmen Kräutergeruch. Gegen Reagenzien verhielt er sich, wie der vor- hergehende, nur waren. auf keine Weise Spuren einer Krystallisation darin zu be- 268 wirken.— Auch der eingeäscherte Kräuter- löslich rückstand gab eine manganhaltige Asche. sehr du saure A b) Im Sandboden mit salpetersaurem Ammon‘ Mangan. phosph «) In gemeines Sand in einer irdenen durch Kruke wurden ım Anfange Februars 1815 gangeh drei Erbsen gesäet, welche ım Anfange rückstä Mais schon eine Höhe von!/, Fufs erreicht res Ra hatten. Von dieser Zeit an begofs ich sie Lauge täglich mit Wasser, welches sehr verdünnte ganfloc salpetersaure Manganauflösung enthielt. An- kleine: fangs blieben sie unverändert; nach ein der Un paar Wochen fingen sie nach und nach an, h) zu vertrocknen und starben bald völlig ab.- ich in Die Blätter hatten eine fleischrothe Farbe. men Ich trocknete das abgeschnittene und ge- reich waschene Kraut völlig aus und verbrannte ganaui es, wobei nicht die geringste Verpuffung Dadur Statt fand. Von zwei Drachmen des trock- Analys nen Krautes blieben ein paar Gran brau- ohne ner Asche zurück. Ich laugte dieselbe mit leischr Wasser aus und übergofls den Rückstand= Farbe mit Salpetersäure, worin er sich mıt Zu- das Bo rücklassung eines braunen Pulvers ohne Hi sonderliches Brausen auflöste. Der unauf- beschr Rräute Asche, Sdurem T irdenen ars 1815 Anlınge 5 erreicht ls ich sıe verdünnt hielt, An- ach ein nach an, völlig ab he Farbe, md ge. erhrannte erpuung les track ran Dräl- ojbe mit ekstand nit Zur ‚ers OD De all 269 lösliche Rückstand gab mit dem Borax eine sehr dunkle Amethystperle.— Die salpeter- saure Auflösung liefs bei Vermischung mit Ammonium einen weilsen Niederschlag des phosphorsauren Ralks fallen, welcher sich durch das Glühen wegen des starken Man- gangehalts fast schwarz färbte. Aus der rückständigen Flüssigkeit fällte kohlensau- res Kalı Spuren Ralks.— Die alkalische Lauge liefs an der Luft braunrothe Man- ganflocken fallen und trockneite zuletzt zu kleinen körnigen Krystallen aus, welche der Untersuchung enigingen. ß) Im Anfange des Monats Juni säete ich in Sand Sonnenblumen. Als die Saa- men gekeimt hatten, begofs ich das Erd- reich sehr vorsichtig mit salpetersauer Man- ganauflösung, und zwar nur tropfenweise. Dadurch erlangte ich Pflanzen, welche zur Analyse tauglich waren. Sie verbrannten ohne Verpuffung und hinterliefsen eine fleischrothe Asche, welche schon durch die Farbe das Mangan verrieth und ebenfalls das Boraxglas amethystfarbig nüanzirte. Hierauf mufste ich leider die Analyse beschränken; allein alle diese Versuche be- 270 weisen unwiderieglich, ı) dafs die Wurzel- fäserchen das Mangan einsaugen, 2) dafs das salpetersaure Mangan auf die Vegeta- tion sehr gifüg wirkt, indem dieselbe gleich unterdrückt wird, wenn das Erdreich eine mäfsige Menge davon enthält. Bemeırkens- werth ist die ins Rosenroth fallende Farbe des Erbsenkrauts, welches in salpetersaurer Mang-anhaltiger Erde gewachsen war. - Wahrscheinlich wird das salpetersaure Salz durch die Vegetation zersetzt, weil keine der zerlegien Pflanzen Salpetersäure zu enthalten schien. ©; Vegetationsversuche 1e in kupferhaltigem Bod den» a) Im Sande mit kohlensaurem Kupfer: Am 6ten Fehr. 1815 gelang es mir zu- erst, in einem Gemenge von kohlensaurem Kupfer men zu| wie oft legen m 2 bıs 3 sichtiga und mi Saft waı Blei- u stark; I merklie Verdun masse, Masse stung€ papier die vor spiritui zeigten Kupfer Ich std ei welche. lösung| salze yo konnte 5 Wurze) 2) dal Vegeta. It elereh eich ne emerkens- de Farbe teIsauter | War, petersaure tzt, weil etensänte halten Kupen 6$ air al nensau Kupfer und Sand Sonnenblumen zum Kei- men zu bringen. Hanfsaamen keimten nicht, wie oft ich auch neuen Saamen in die Erde legen mochte. Am 3ten April hatte ich erst 2 bis 35 Zoll hohe Pflänzchen, welche vor- sichtigabgeschnitten, gewaschen,zerquetscht und mit Wasser ausgekocht wurden. Der Saft war bräunlich gefärbt; er füllte Baryt-, Blei- und Juecksilberauflösung ungemein stark; blausaures Kali bewirkte darin keine merkliche Veränderung. Durch freiwillige Verdunstung gerann er zur körnigen Salz- masse. Weingeist löste einen Theil der Masse auf, und hinterliefs nach Verdun- stung ebenfalls eine körnige, das Lackmus- papier röthende Masse, welche sich wie die vorhergehende verhielt. Weder in der spirituösen, noch wässerigen Auflösung zeigten Ammonium und blausaures Kali Kupfer an. Ich äscherte jetzt den Pflanzenriück- stand ein und erhielt eine bläuliche Asche, welche eisenhaltig war, wie dieses die Auf- lösung derselben in Salzsäure bei dem Zu- satze von blausaurem Rali anzeigte, Kupfer konnte ieh. mit Gewifsheit nicht darin fin- 272 den, obgleich die blaue Farbe der Asche darauf hindeutete. 5b) Im Sande mit salpetersaurem Kupfer und kohlensaurem Kupfer. «) Die Vegetation in Erden mit sal- petersaurem Kupfer sind mit unendlichen Schwierigkeiten verknüpft. Dieses Salz durchdringt bald den Kern und tödtet den Keim. Selbst wenn sich der Keim ent- wickelt hat, stirbt er gewöhnlich plötzlich ab, weil die mehlige Substanz schon mit einer zu grofsen Menge Kupferoxyds ange- schwängert ist, als dafs das Schnäbelchen aus den Cotyledonengefäfsen andere Nah- rung saugen könnte, als solche, welche höchst giftig auf das zarte Gefüge des ent- wickelten: Keims wirkt. Nachdem ich in verschiedenen Gefäfsen mit Sand oder mit Marmor und sehr wenig natürlichem koh- lensauren Kupfer Sonnenblumensaamenund Erbsen zum Keimen gebracht hatte, fing ich an, tropfenweise salpetersaure Rupfer- auflösung hinzuzufügen. Dadurch gelang es mir, Erbsenkraut von solcher Höhe zu > erhalte werde) le einige sie ei und a melbl: säure num liche ich e: Amm« zuklär hlaus: Flüss liche; fers| | liche: Wint sehr ı Singer halme bis I schm Mang ler Asch erhalten, dafs Versuche damit angestellt werden konnten. Ich schnitt am Ende des Monats Juni einige Ranken ab, trocknete und äscherte N Kun op=.=. |(a sie ein. Die Asche hatte eine hellblaue e],& 5 5 und an einzelnen Stellen eine dunkle him- Unit sıl- melblaue Farbe. Ich löste dieselbe in Salz- endlichen säure auf und fügte der Auflösung Ammo- ietes Salz nium hinzu. Da aber dadurch keine deut- tültet den liche blaue Färbung sichtbar wurde, fügte Kein’ eif ich etwas Säure hinzu, um die durch das plötzlich Ammonium bewirkte Trübung wieder auf- chon mit zuklären. Ein Zusatz von emem Tropfen an. blausauren Kali’s färbte jeizt die ganze hnäbelehen Flüssigkeit braunroth, welches ein deut- ndere Nalı licher Beweis von der Gegenwart des RKup- fers ist. e, welche £) In einem grofsen Gefälse mit ähn- e des en! sähe licher Mischung, worein ich den ganzen om ich u 5; I oder nt Winter hindurch vergebens Saamen von | oder DI hm ko sehr verschiedenen Gewächsen gesäet hatte, ee N anenund gingen im Juni eine grolse Menge Gersten- dl+ N:== ie. Ang halme auf, von denen 56 Stück im Jult'/, alt y 208“ bis% Fufs lange Halme bildeten. Ich ze Kupfer 1 sd schnitt dieselben ab und äscherte sie aus u? ee;:: Alan Mangel an Zeit ein. Die Asche schien mır en AN 5 18 dern Morgen hatte sie ein röthliches An- sehen. Sie wurde in Salzsäure aufgelöst, die Auflösung verdunstet und der gelblich- grüne Rückstand aufs Neue im Wasser auf- gelöst. Blausaures Ralı bewirkte darin ei- nen braunrothen Niederschlag, und metal- lisches Eisen bedeckte sich mit einer me- tallischen Kupferrinde. Diese folgereichen Versuche, welche für die Medicin von grolser Wichtigkeit sind, lassen ebenfalls keinen Zweifel übrig, dafs Kupfer, und folglich giitige Stoffe, von den Wurzelgefäfsen eingesogen werden.— Es geht daraus hervor,.dals küchenge- wächse, oder überhaupt Pflanzen, in Gegen- den, wo Hupferbergwerke- sind und zu- gleich die Kupfererze, besonders im oxy- dirten und zumal im Zustande der Salze, mıt der Dammerde in Berührung kommen, mehr oder weniger mit diesem giftigen Me-= talle angeschwängert werden, wodurch nothwendig, in dem Verhältnisse, in wel- chem sie von Menschen und Thieren Se- nossen und dem Circulationssystem mitge a des Abends blau gefärbt zu seyn; am an- theılt wird, le Versw der\ als N gen( beson nahm und ten| sorgt die b tigt, Stoff lırt ; am an ches An. ulselögt, elblieh- Asser auf, darin ı ıd metal. MET Me- , Welche 'ichtigkeit iel ühnıg, offe, von erlen,- vchenge- In Gegen nd zu- $ 1m 03y- er Salze, kommen, igen Ik» wodurch in wel eren ge sn milge theilt werden, die Gesundheit gefährdet wird. Ich kann es nicht läugnen, dafs diese Versinnlichung des Einsaugungsvermögens der Wurzeln mir eine Art Ekels für die als Nahrung oder des Wohlgeschmacks we- gen dienlichen Gewächstheile verursachten, besonders wenn ich auf alles das Rücksicht nahm, was oft dem Dünger beigemengt ist und an und für sich contagiöse Krankhei- ten hervorbringen kann. Doch diese Be- sorgnils verschwindet wieder, wenn man die bewundernswürdige Kraft berücksich- tigt, vermöge welcher die verbrennlichen Sioffe ın den Gefälsen zerseizt und assıimi- lırt werden. IV. Aphorismen über die Vegetation in ver- schiedenen Medien und in der Fin- sternifs. Ich füge dieser Abhandlung einige Ver- suche hinzu, welche, wenn sie gleich nicht neu sind, doch eine Bestätigung bekannter und oft wieder bestritiener Thatsachen ge- währen. Um über den Einflufs des Lichts und des Wassers auf die Vegetation genü- gende Einsichten zu erlangen, mulfste ich jeden Versuch unternehmen, welcher dar- auf Bezug hat. So durfte ich die von Ir- GENHOUSS, DE LA RocHhz und von Humsornpr über das Wachsthum der Pflanzen im Dun- keln gemachten Beobachtungen unbedingt als Thatsachen annehmen; allein da mir nicht bekannt ist, ob diese gelehrten Phy- siologen das Licht im höchst möglichsten Grade abhielten; da VON ÜRELL in semer Abhandlung über den Ursprung des Koh- lenstoffs versichert, dafs ohne Einflufs des Lichts gar kein Wachsthum möglich ist: so schien zeugul W welch: oben könne einige zu un sind mach Platz möglı chung fange ober a) V | in$: mens: amit Vorsi Spind gehra ich e | in Ver- der Ri. nige Ver- eich nicht bekannter achen ge- es Lichts 1 genü- ste Ich Icher dar- ie von In- Humsonr ı im Dun- inbedingt n da mır rten Piy: glichsten 1 seiner des Kol ıfuls dei ch 1st# 277 schien es nothwendig, auch hierüber Über- zeugung zu erlangen. Wie wenig übrigens diese Aphorismen, welche blofs vorläufige Versuche sind, die oben festgesetzte schwierige Frage lösen können, so werden sie doch dazu dienen, einige Folgerungen aus andern Versuchen zu unterstützen, und diese beiden Gründe sind es einzig, welche mich kühn genug machen, nachfolgenden Zeilen hier einen Platz zu gönnen, die ich, wenn es mir möglich gewesen wäre, andere zur Errei- chung des bemerkten Zwecks blofs ange- fangene Versuche auszuführen, nur ganz oberflächlich berücksichtigt haben würde. a) Vegetationsversuche in der Finsternis. Im Anfange des Mai’s 1815. säete ich in Sand Gerste, Hanfsaamen, Sonnenblu- mensaamen, Erbsen u. a. und stellte die damit angefüllten Töpfe in ein dichtes, zur Vorsicht noch mit Papier ausgefüttertes Spind, welches in einem zweiten Spinde an- gebracht war, Um sie zu begielsen, wählte ich ebenfalls die Finsternifs, indem ich 278 nach dem Gefühle die jedem Topfe nöthige Wassermenge beurtheilte. Da alle Saamen ganz vortrefflich aufgingen, konnte ich, um das Wachsthum zu beurtheilen, leicht von ieder Art eine Pflanze aufziehen. Nur zwei oder drei Mal sah ich mich genö- thigt, beim schwachen Scheine eines Lich- tes das Spind zu öffnen. Die Reime schos- sen pfeilgerade ın die Höhe, wie wenn sie unter freier Sonne wüchsen, und der Hanf hatte schon am ı8ten Mai eine Länge von Y/, Fuls erreicht, Seine anfangs: rothen Co- tyledonen entlärbten sich an der Spitze der Schöfslinge und nahmen, wie alle die andern Pflanzen, entweder eine weilse, oder die hellste Strohfarbe an. Beı einer Höhe von ı Fufs standen die Schöfslinge noch völlıg horizontal, einzig mit ihren verblichenen Saamenloppen versehen; dann aber beugten sie sich, sey es wegen des niedrigen Raumes im Spinde, oder auch wegen ihrer eigenen Schwere.— Gegen die Mitte des folgenden Monats hatten die Erbsen ı', und 2 Fufs hohe Ranken ge- schlagen; aber im Durchmesser nahmen die letzten gestalt einen: Spitze wicke schah In di Tage. such noch an d an d entwi den Nacl eine len stior waecl sich afr schri 279 nöthge letztern nicht zu, sondern behielten Zwerg- Stamen gestalt. Jetzt fingen sie an, in der Mitte ich, um einen zarten Stengel zu treiben, an dessen (\tvon Spitze sich zwei'zarte weilse Blättchen ent- ln wickelten, ohne zu entfalten, und so ge- 'h gend schah‘es am äufsersten Ende jeder Ranke. 1es Licl. In diesem Zustande verharrten sie einige ne schos- Tage, worauf ıch genöthigt war, den Ver- Wenn sie such zu unterbrechen.— Um wenigstens der Hanf noch etwas zu thun, stellte ich die Gefälse änge von an das Tageslicht und bemerkte, dafs die then Co- an der äufsersten Spitze der Ranken sich Spitze entwickelten Blätter schon nach ı2 Stun- alle die den eine ziemliche Nüanze annahmen. ie weilse, Nach 3 Tagen hatten die Stengel schon Bei einer eine Höhe von 2 Zoll, und einzelne Stel- chöfslinge len färbten sich vollkommen grün. nit Ihren Absoluter Alkohol löste in der Dige- jen; dann stionswärme ein fettiges Harz oder eine yegen de wachsartige‘Materie daraus, auf, welche ar sıch in der Kälte von selbst fällte. Hier- . Gegen auf mulste ich leider meine Versuche be- in| schränken. anken ge: yahmen dt AI en 280 4 b) Vegetationsversuche bei Ausschlufs der atmosphärischen Luft, oder in ver- schiedenen Gasarten. Nachdem ich mich überzeugt hatte, dafs Saamen in irgend einem Volumen atmosphä- rischer Luft unter Einflufs von etwas Feuch- tigkeit nicht nur keimen, sondern dafs die Keime auch so lange wachsen, als noch Sauerstoffgas in leicht bemerkbarer Menge vorhanden ist, schritt ich zu folgenden Versuchen: x) Ueber das Heimen der Saamen in kohlen- saurem Gas. Drei Stück Erbsen, deren jede 5%, Gr. wog, wurden, nachdem sie in Wasser ge- weicht waren, in einem Glase, welches mit kohlensaurem Gas gefüllt war und so viel Wasser enthielt, dafs die Erbsen"/, ıhres ı Düurchmessers darein tauchten, verschlos- sen am 2ten Mai ı815 der Wirkung des Tageslichtes ausgesetzt. Die Saamen quol- len ungeheuer auf; allein nach 5 bis ı0 Tagen zeigte sich keine Spur der Keim- entwickelung. Einige Tage später zeigten sich auf der aus dem Wasser ragenden Seite| ayje au! Juns hatte€ ruch 1 weinie An 5 Stüe auf di Gemeı Gas u wırkun tig auf höchs und von! das( sturz; sen? wicke inden Je holum sultat den] der$ Nufs de; "iM ver AR, dafs almosyi as Feuch. dals die als noch Menge olgenden kohlen- 2 51, Gr. assen ge: Jches mıt 1 so viel Y, ıhres erschlos- ums dis 1 quol- ‚bis 10 7 kein: ‚zeigten yagenl 2851 Seite der Erbsen feine Wassertröpfchen, wie aus der Haut geschwitzt. Im Anfange Juni’s wurde das Glas geöffnet; die Luft hatte einen höchst starken, weinartigen Ge- ruch und selbst die Flüssigkeit schmeckte weinicht. Am 6ten desselben Monats setzie ich $ Stück Erbsen, welche ı7\, Gr."wogen, auf die eben beschriebene Weise in einem Gemenge von Y, Volumen kohlensauren 21 Gas und 2, atmosphärischer Luft, der Ein- wirkung des Lichtes aus, Sıe quollen mäch- tig auf; am dritten Tage fing der Reim an, höchst wenig hervorzutreten, und am ı2ten und den folgenden Tagen war keine Spur von Zunahme wahrzunehmen. Ich öffnete das Glas, wobei Luft mit Gewalt hinein- stürzte. Nach ı>2 Stunden waren die Erb- sen zerfallen und nach 24 Stunden ent- wickelte sich ein unerträglicher Gestank, indem die Fäulnifs begann. Jeder dieser Versuche gab bei Wieder- holung denselben Erfolg, woraus das Re- sultat hervorgeht: ı) dafs kohlensaures Gas dien Keim tödtet, und 2) dafs das Keimen der Saamen in dieser Gasart nur dann von 282 Statten geht, wenn eine ungleich gröfsere Menge atmosphärischer Luft vorhanden ist, und dals 3) der kaum hervorgetretene Keim getödtet wird. Da sıch indessen in diesen Versuchen Weingeist erzeugt hatte und dessen Wir- kung auf den Keim zu berücksichtigen ist, so legte ich Erbsen in Weingeist und säete einige derselben, während andere im Was- ser, andere im Weingeist unter Einflufse der Luft und des Lichts sich selbst überlassen blieben. In allen Fällen blieben die Kei- me todt und keine Spur von Vegetation regte sich. Folglich tödtet der Weingeist die Keime. Um daher obige Folgerungen zu prü- fen, setzte ich die in kohlensaures Gas ge- legten Erbsen der Luft aus, noch ehe sich Weingeist erzeugt hatte; allein auch dieses änderte den Erfolg nicht, ß) Ueber das heimen der Saamen in Wasser- stoffgas. Drei Erbsen, deren jede 4'/, Gr. wog, wurden in einem grünen Glase, auf die oben gas de Nach des R die$: Des fe Erbse sen St unter Luftv war ı wele) dureh trieb eiw: halt dur nun ien das yı Mm den A Srölsen Inden ist, ene Keim Versuch °ssen Wir- Itigen Ist, und sipte te im Was- Snfluls der überlassen ' die Ker. station Weingeist en ZU pri. tes 025 ger h ehe sıch uch dieses Wasser oben beschriebene Weise, in Wasserstof- gas der Einwirkung des Lichtes, ausgesetzt. Nach vier Tagen war ein feines Spitzchen des Keimes sichtbar geworden, ohne dafs die Saamen sehr stark aufgequollen waren. Des folgenden Tags bemerkte ich über jeder Erbse eine Blase von der Gröfse der Erbh- sen selbst. Nach 24 Tagen wurde das Glas unter Wasser geöffnet; es fand sich keine Luftverminderung und das Wasserstoflgas war unverändert. Nun fand sıch, dafs das, welches ich für Blasen gehalten hatte, die durch entwickeltes Gas die ın die Höhe ge- iriebene Oberhaut der Erbsen war. Bei Wiederholung dieses Versuchs mit eiwas atmosphärischer Luft roch der In- halt des Glases weinicht, Es hatte sich Luft durch den versiegelten Kork der Glasöf- nung gedrängt, und die zugleich entwickel- ten Weingeistdämpfe wirkten deutlich ‚auf das Siegellack, x) Ueber das Heimen der Saamen in at- mosphärischer Luft mit Ammontum, Die Vorrichtung war dieselbe, wie bei den vorhergehenden Versuchen. Das Glas mit atmosphärischer Luft enthielt etwas flüssiges Ammonium, worin 3 Erbsen la- gen. Nach zwei Tagen hatte sich der Keim vollkommen entwickelt und das Blatifeder- chen entfaltet, Da nach 6 Tagen keme }Fortschritte bemerkbar waren, öffnete ich das Glas. Die Luft war dergestalt verdor- ben, dafs auch der beste Salpeterschwamm derin augenblicklich verlosch. Der Geruch war rettigartig. Die Erbsen, deren Wurzel- enden ı'% Zoll Länge erreicht hatten, wur- den an der Luft getrocknet. Das Wasser, worin sie vegetirt hatten, hinterliefs nach der Verdunstung Y, Gr. Die noch nicht völlig ausgetrockneten Erbsen mit den Kei- men wogen ıı Gr. Das ursprüngliche Ge- wicht derselben ım möglichst trockenen Zustande betrug ı4Y, Gr.; folglich waren 3 Gr. verschwunden, oder. zur Ernährung des Keimes und Bildung irrespirabeler Luft verwandt worden.— Vielleicht ging das Keimen in diesem Gas darum so gut von Siatten, weil das Ammonium die Koh- lensäure absorbırt, e) Ve Ic] suche pneum Ordnu damit: einer Luft war, l stande ) versch Schwe nuus war,! des I zuexs wicke der e erlang helt etwa; Erbsen h. der Keim Blayfeder. agen Keine Öfnete ich talt verdor- erschwanm Der Geruch ren Wurzel. taten, wur. las Wasser, eis nach noch nicht nit den he ngliche Ge- trockenen Jich waren Ernährung espirahelt eicht zug m so gut die Rol- 2853 «) Vegetationsversuche in einer gegebenen Menge atmosphärischer Luft. Ich hatte die Absicht, vox Creur's Ver- suche zu prüfen; da ich aber. mit meiner pneumatischen‘Vorrichtung noch nicht in Ordnung war, mufste ich mich vorläufig damit begnügen, die Pflanzen so lange ın einer beliebigen Menge atmosphärischer Luft wachsen zu lassen, als es möglich war, und ohne das bei der Vegetation ent« standene Gas ableiten zu können'). x) In zwei äufserst dünnen, luftdicht verschlossenen Glashüllen wurden in reine Schwefelblumen Saamen des Helianthus an- nuus gesäet. Nachdem das Ganze gewogen war, setzte ich die Gefäfse der Einwirkung des Lichtes aus. In jedem Glase keimte zuexst ein Saamen. In dem einen ent- wickelte sich bald ein zweiter, nachdem der erste Keim eine Höhe von einem Zoll erlangt hatte. Dann starb dieser ab und ?). Leider habe ich es unterlassen, die Vegetation unter Einfluls des gebrannten Kalks oder anderer, die Kohlensäure absorbirender, Äixer Alkalien zu unternehmen 2856 faulte. Der später entstandene Keim er- langte dieselbe Höhe und blieb dann wäh- rend 5 Wochen unverändert. Das Glas wurde unter Wasser geöffnet, welches mit Vehemenz in dasselbe: stürzte und dadurch eine Verminderung des Luftvolumens an- zeigte. Die Luft hatte einen fürchterlich hepatischen Geruch, ohne entzündlich zu seyn.— Der entwickelte Keim schien ganz gesund zu seyn, aber er faulte nach 4 Ta- gen in. der Luft. Ehe ich das Glas öffnete, war auf ei- ner sehr empfindlichen Waage keine Ge- wichtsveränderung zu bemerken. ß) Denselben Versuch wiederholte ich am Ende März’s mit Sonnenblumensaamen, welche in zwei zusammengekitteten Gläsern ebenfalls in Schwefelblumen keimten. Den ısten Mai ı815 öffnete ich die Gläser und fand darin ebenfalls zwei entwickelte Rei- me, welche zwar ein frisches Ansehen hat- ten, aber an der Luft nicht fortwuchsen. Wasser, womit ich die Schwefeiblumen übergofs, löste Schwefelsäure daraus auf, die sich folglich gebildet hatte. „) Am ıoten März 1815 setzte ich drei m Sonne pulver yirkum ten Wi vurde : Zoll yurde vurde setliga nach braun März reizt weil: hier inde geöfl derı t such : men pulv: ® Keim ) dann wi. Dis Glas vÄlhes mit nd Aadııch ‚umens an. fürchterlich zindich zu schien ganz e nach 4 Ti. war auf eı- keıne Ge- N, .derholte ich mensaameı, eten Glisern ejmten, Dei Gläser un ichelte he Insehendat- uchsen. Felblumen Aaraus at — | 287 Sonnenblumensaamen in feuchtem Marmor- pulver, hermetisch verschlossen, der Ein- wirkung des Lichts aus. Die Saamen keim- ten während A Wochen nicht. Im April wurden neue Saamen gelegt, welche ı his 2 Zoll hohe Keime trieben, aber bald bleich wurden. In der Mitte des Monats Mai wurde das Glas geöffnet, wobei mir em rettigartiger Geruch entgegendrang. Schon nach einigen Siunden wurden die Saamen braun und fingen an zu faulen. o) Auf gleiche Weise wurden am i6ten März in geglühetem und mit Wasser be- neiziem Sande Sonnenblumensaamen, her- metisch verschlossen, der Einwirkung des Lichtes ausgesetzt. Die Saamen keimten 2 Zoll hoch, starben aber dann ab. Auch hier hatte sich das Luftvolumen verminderit, indem das Wasser, unter welchem das Glas geöffnet wurde, in den Apparat stieg. In der rückständigen Luft verlosch die Flamme. Ein auf diese Weise wiederholter Ver- such gab das in x) erzählte Resultat. e) Am ıgten März wurden zwei Saa- men des Helianthus in reinem Berskrystall- pulver, hermetisch verschlossen, der Ve- 2388 s gelation ausgesetzt. Die Keime hatten nach einigen Wochen eine Höhe von 3: Zoll er- langt, und hörten nun auf zu wachsen. Bei Öffnung des Glases, welches dieses Mal nicht unter Wasser geschah, gab sich kein Die Pflänzchen hatten eine schöne grüne Farbe That Apparate unter Zutritt der Luft fröhlich fort. rettigartiger Geruch zu erkennen. und wuchsen in der in demselben Derselbe Versuch wurde im April wie- derholt und die im verschlossenen Gefälse bis zu einer Höhe von 3 Zoll gewachsenen Reime trieben, bei nach einigen Wochen erfolgter Öffnung des Glases, kleine Blätter, wuchsen ı4 Tage lang fort und vertrock- neten. Erbsen gewährten ähnliche Resultate. Diese Versuche beweisen wenigstens, dals ohne atmosphärische Luft keine Rei- mung und kein Wachsthum der gekeimten Pflänzchen möglich sey; dafs während des Keimens die Cotyledonen dem Keime Nah- vung geben, und dals auf die Weise, wie diese Versuche angestellt wurden, kein Körper aulser atmosphärischer Luft, Wasser wie Zo meis den lan, der zu Eu heine hatten, e von dıZoll, uf zu Wathse) OlRs Qieses M » gab sich Yarı kennen, D) e grüne Farhe n demselben ‚uft fröhlich n April me- nen Gelike wachsenen en Wochen jene Blätter, nd vertrock- » Resultate. wenigstens, t keine Reı- jer gekeimten ‚yihrend. des n Keime Il ie Weise, mie wurden; hen er Luft Mar und Nahrungssaft, wägbare Materie für das Dadurch wird wenigstens von Crrrv's Meinung, wel- Wachsthum des Keimes hergebe. cher das Licht als eine Materie betrachtet, die den Pflanzen zur Nahrung gereichen könne, und der die Vegetation in’ sauerstoff- leerer Luft für möglich hält, sehr in An- spruch genommen. Eine höchst merkwürdige Erscheinung ist das Ruhen oder Schlummern der ent- wickelten und bis zur Länge von ı bis 3 Zoll verlängerten Keime in verdünnter, meistens: aus Stickgas bestehender Luft; denn diese konnten sich 5 bis 4 Wochen lang in jener Luft befinden, ohne zu ver- derben, indem sie, in atmosphärischer Luft zu vegetiren, fortfuhren, Einige FHauptsätze aus diesen Unter: suchungen, 1. Das Keimen der Saamen findet s0- wol im Dunkeln, als auch im Tageslichte 19 BL en hen A nn EEE San Tr wu 290 Statt, und die Abwesenheit des leiztern ist in der Regel nicht nachtheilig. >. Der entwickelte Keim zieht seine erste Nahrung aus den Cotyledonen; diese nehmen am Gewichte ab, während der Keim zunimmt. s. Zum Wachsthum des Keims und zur völligen Ausbildung ist das Licht noth- wendig; dieses scheint als Reitzmittel zu wirken, ohne, wie v. CrELL annahm, der Pfianze materiellen Stoff abzutreten.— Auch im höchsten Grade der Finsternils wachsen Pflanzen, wenn die übrigen Be- dingungen zum Wachsthum vorhanden sind; allein sie bleiben bleich, dehnen sich nur in die Länge aus und entwickeln sich‘nicht vollkommen. 4. Die atmosphärische Luft, oder das Sauerstoffgas, sind sowol zum Keimen der Saamen, als auch zum Wachsthum der Pflan- Zen unumgänglich nothwendig. Ist das Sauerstoffgas der Luft abserbirt: so kann ein langer Stillstand eintreten, ohne dals bei Erneuerung der Luft der entwickelte Keim zu vegetiren aufhört, Es scheint da- her, dafs. diejenigen, welche das Wachs- thum Luft ı Ippar“ vilhg 1 b genwant hunen sines-U Dı kohl a at 1, el suner F ls di Iahrum; Da it Ke benfallı fine hn heit Ak; letzt, Ohtheilig, heim zieht sc Otyledonen; die b, während| des Keims ı st das Licht ı als Reitzuitte EL annahm f abzutrete- 'e der Pins die ührige- nvorhanded; dehnen sur vickeln seht e Luft, Inlas zum hart ler sthum de Phn- ‚ndie, I das rhuit; 80 kann. on, olme lals ekelte jer ontwicke Bs scheint da- he las Wihs- 291 thum der Pflanzen ohne Gegenwart der Luft möglich halten, sich getäuscht und Apparate angewandt haben, welche nicht völlig luftdicht waren, 5. In irrespirablen Gasarten, ohne Ge- genwart des Sauerstoffgas, findet selbst kein Keimen der Saamen Statt, und kohlen- saures-und Wasserstoffgas tödten den Keim. Da kohlensaures Gas, in dem Verhältnifs init atmosphärischer Luft gemengt, wie ı:2, ebenfalls den Keim und selbst nach seiner Entwickelung tödtet; so scheint es, dals dıe gasförmige Kohlensäure keinen Nahrungsstoff für die Vegetation abgebe“), Da in rasch faulenden Düngungsstoffen der Keim während der faulen Gährung ebenfalls getödtet wird(vorausgesetzt, dals eine hinlängliche Menge vorhanden ist); ) Da das Erdreich beständig tropfbar flüssige Koh. lensäure enthält, so ist es wol möglich, dafs diese von den Wurzeln mit dem Wasser einge- sogen werde, Wie aber unauflösliche, concrete Kohle wirkt, ist noch wol nicht erforscht, Da- von habe ich mich überzeugt, dafs Gerste, Hanf, “Helianthus annuus u. a.$, in gröblichem Koh- ıg* so.läfst sich‘der Grund: hievon vielleicht ebenfalls in der Menge ‚sich entwickelnder Gasarten unter: Mitwirkung der enistehen- den Wärme suchen... Daher keimen Saa- men besser in schon gefaultem und lang- sam verwesetem Dünger. 6. Alle salzige Körper, welche auf die thierische Ökonomie sehr reizend wirken, äufsern diese Wirkung auch auf die Vege- tation und tödten den. Keim in desto ge- ringern Gaben,-je. heftiger sie‘.die thieri- sche Ökonomie afficiren. 7. Die Pilanzen saugen mit ihren Wur- zeln alle in.:der Erde, befindliche, in Wasser auflösliche.:Theile ein und assı- milıren im. Verhälinifs ahrer individuellen Beschaffenheit diejenigen ‚verbrennlichen Stoffe, welche ‚keine, specifische Wirkungen lenpulver viel besser keimten und fortkamen, als im Sande.:Ob aber dieses"von der-Lockerheit des Bodens,,ivon.der, grolsen, wärmenden“ Kraft und von den Spuren salziger Theile in der Kohle A herrührt,,. oder ob..die Kohle selbst eine Verän- & derung exleider.,und als Nahrungsstoff eingesogen wird, darüber. fehlen zuverlässige Beobachtungen. > r“2 auf zu st { auflö auf nisse mit: welc tallıc sehe ring: drüe lıch, jedo wert gera verb welc sond unbe ben wulat geac zen ders 203 — Ya vielleich hi auf ihre Organe äufsern, oder dieselben nbwichelnder en ER zu stark reizen und zersiören. A 8. Die Wurzeln saugen jede Art der un daa- auflöslichen Salze ein. Dieses findet bis u m, auf einen gewissen Grad'ım dem Verhält- nisse Statt, ın welchem das’ Erdreich da- elche auf die mit angeschwängert ist.»Diejenigen Salze, izenl wirlen, welche, wie die meisten eigentlichen me- auf die Vege. tallischen Salze, drastisch auf den thieri- in desto ge sehen Körper wigken,; halten schon in ge- ie, die Ihe ringen Dösen die Vegetation zurück, unter- drücken und vernichten sie’ selbst gänz- Ahren Mur- lich."— In äufserst kleinen Dosen können aüliche, Im jedoch auch wahre giftige Salze eingesogen in. und. ası werden;:ohne das Wachsthum der Pflanze individuellen gerade, zu vernichten.—' Diejenigen’ un- erbrennlichen verbrennliehen.: Neutralsaltze, he Wirkungen welche den: thierischen Körper nicht be- sonders reizen, können:von den Pflanzen unbeschadet eingesogen werden und' ge- en dh ben vielleicht Reizmittel ab, um die Assı- nd fortkamed, ulu 33 der oderheit milationskraft zu unterstützen. Dessenun-' imenden Pr geachtet sind sie der Mischung der Pflän- x der Rolle.& e 7 AR EN zen nieht ‚wesentlich, sondern sie können her eige. Verl A. derselben fehlen. esroit emaRd" og Beobach? b) NA bla en EEE 2 a AB DR a Zu En Ta Zu A >94 0. Die Pottasche ıst weder ein Pro- dukt der Verbrennung, noch der Vegeta- tion; denn sie wird durch die Wurzeln ‚aus dem Humus eingesogen, nicht nur im gebundenen, sondern selbst im freien Zu- stande. In letzterm Falle geschieht dieses in dem Verhälinisse, in welchem die Pflan- ze aus den: Elementen eine verbrennliche Säure, mit der das Kalı ein Salz bildet, erzeugt. Absorbiren die Wurzeln das Kali im Übermaals, so stirbt die Pflanze. So wie es sich mit dem Rali verhält; ist es auch der Fall mit den übrigen Alka- lıen, den Erden und Metallen. Man fin- det daher bei der Analyse in den Pflanzen nur das Alkalı, dıe Erde und das Metall, welche im Boden enthalten sind. Spuren anderer Salzbasen können zufällig oder selbst durch die Saamen hinzugeführt seyn. Ich habe in meinen chemischen Schrif- ten einer Menge rigider Pflanzen, welche eine so ungeheure Menge Kieselerde ent- halten, dafs schon ihr Habitus letztere ver- räth, Erwähnung gethan; allein ich war weder vermögend damals, noch später den zureichenden Grund davon zu finden, Nach diese einer ven würd von len| das I mach Sehl: hbeso telha geso seler« fäch Kno Alka lich des Lieh w 269% rn ler ein Pro. dieser: Zeit beschäftigten mich Analysen en Vegeta einer grolsen Menge Quellwassers, in de- Ie Wurzeln ren Mischung ich oft eine bewunderns- Melt nt im würdige Menge Kieselerde m Verbindung n freien Zu. von salzigen und alkalischen Bestandtheı- chieht dieses len fand. Diese Thatsache und meine über m die Pfan. das Einsaugungsvermögen der Pflanzen ge- erhrennliche machten Erfahrungen lüften auch hier den Salz bildet Schleier der Natur. Bei den Schilfarten, Vurzeln das besonders der Gattung Equisetum(Schach- lie Pflanze, telhalm), wird die durch die Wurzeln ein- Kali verhält, gesogene, in dem Wasser aufgelöste Rie- rien Alka- selerde vorzüglich nach der ganzen Ober- 1. Man fi- fläche, der Epidermis, geführt, und in den den Pflanzen Knoten der Bambusarten setzt sie sich mit 1 das Metall, Alkali, Spuren Kalks und etwas verbrenn- sind, Spuren licher Materie in Form wahrer Gonceremente, zufällig. oder igeführt seyn, des Tabasheers, ab. 10. Zur vollkommenen Vegetation sind Licht, Wasser, Luft, Humus oder ge- Jaulter Dünger, ein gewisser Grad von Wärme und Erde erforderlich. Die fünf erstern Stoffe sind die activen. Elemente; die unauflösliche Erde ist als ein passiver Körper zu beirachten, der wenigstens ın den meisten Fällen einzig zur Befestigung schen Schr nzen, welche ioselerde ent. ‚\etztere vel- ajlein zch wat och späte! im zu finden ha der Pflanzen, zur. gleichmäfsigen Verthei- lung des Düngers,«des Wassers und viel-| leicht zur Unterhaltung einer gleichmäfsi- f gen Temperatur dient.| Wasser, Luft und.die von den Wur- zeln aufgenommenen Theile des Humus und Düngers geben. unter Einfluls des i Lichtes: und, der Wärme der Pflanze.Nah- rung und bilden die verbrennlichen Theile. u: Wasser und Luft allein vermögen dieses eben ‚so.wenig;,' als Licht und Wasser; denn diejenigen Versuche, in welchen man I Pilanzen in einfachen Stoffen blo[s mit Was-' ser vegetiren liefs, können das Gegentheil I nicht; beweisen, weil die Zwerggestalten, die in'solchen Fällen entstehen, ihre Nah- rung aus den ın der Luft, im Wasser und in den benachbarten Körpern beständig, vorhandenen, verbrennlichen Theilen wäh- rend der langen Zeit des Wachsthums.neh- men und. vielleicht mit dem Wasser auf| . 5| der‘ ganzen Obertiläche absorbiren*). Auch I *) Dafs die ganze Oberfläche Wasser absorbirt, be-| weisen Pflanzen, deren» Boden so trocken gewor- weıl cher als ı in B stoft schu stan nähı mme lich. I!en Verthni,| EIS Und viel. sleichmilsi- On den Wu des Hnmus Eiduls des Pilanze Nah. chen Theile, ögen dieses nd Wasser: relchen man & mıt Mas- Gesenthen, ergestalten, n, Ihre Nah- Wasser und n beständig,| Theilen wäh- hsthums nel- ‚ Wasser all Iren"). Auch ar absorbir, hr ‚0 trocken pe! ist es noch ‚Niemand vermögend gewesen, in düngerleerem Boden: Früchte zu, erzeu- gen, und dieses wol nur aus dem ‚Grunde, weil bei dem Fruchtansatze eine reichli- chere Menge Nahrungsstoff erfordert wird, als die Pflanzen den Körpern, womit sie in Berührung stehen, entziehen. ı1. Ungeachtet die Pflanzen Düngungs- stoffe assımilıren, welche. die ihrer. Mi- schung wesentlichen elementarischen- standtheile enthalten: so sınd doch zur Er- nährung verschiedener Pflanzenarten nicht immer ‚dieselben Düngungsstoffe hinläng- lich. Stoffe, welche von der einen Pflanze den ist, dals sie ganz welk werden,\ und deren aus der Erde ragender- Theil, in ‚feuchte At- mosphäre geleitet wird.. Daher wachsen kleine Pflänzcheu und Ableger so schön unter Glasbe- deckung; daher erholen sich am Tage in dürren Zeiten welk gewordene Gewächse in'einer ıhau- reichen Nacht; daher: wachsen die Keime: in eır- nem leicht bedeckten Glase mit enger Oeffnung vortrefflich. Uebrigens versteht es sich von selbst, dals erdiger Staub dem Wachsthum nachtheilig ist, weil die einsaugenden Gefälse der Pflanzen dadurch verstopft werden, 298 leicht assimilirt werden, können es von einer andern nicht immer werden. Daher ist die Kenntnils des Bodens zur Bewir- kung vollkommener Vegetationen so sehr nothwendig; daher hört die eine Species endlich auf, in demselben Boden zu wach- sen, wenn derselbe nicht aufs Neue ge- düngt wird,‘obgleich andere Species dar- in noch sehr üppig wachsen. Aus dieser Kenntnifs allein läfst sich die Wirkung des Kalks, des Gypses, der Asche u. a. R., welche man als Düngungsmittel betrachtet, obgleich sie in der Regel ganz andern Nutzen gewähren, beurtheilen. ı2. Dafs nicht blofs Sauerstoffgas und Wasser, sondern auch feste Stoffe durch die. Lebensthätigkeit in nähere Bestand- iheile verwandelt werden, ist eine nicht zu bezweifelnde Thatsache, welches die tägliche Erfahrung beweiset. Um zu beweisen, dafs aus Luft und Wasser allein, nicht nur ebenfalls letztere, sondern auch Alkalien, Erden und Metalle durch die Lebensthätigkeit der Pflanzen erzeugt werden, wäre es nöthig, die Ver- suche in reinem Sauerstoffgas und ım Was- ser stan schlı men Mis stel ten« sach wei auf kön; 299 MEN 5 yon len, Dher zur Bew nen zn sehr ser aus den reinsten elementarischen Be- standtheilen zusammengesetzt, unter Aus- schlufs atmosphärischer Luft und mit Saa- BR men, deren qualitative und quantitative NE Species Mischung ganz genau bestimmt ist, anzu- Anm stellen; allein selbst em nicht zu erwar- tender glücklicher Erfolg könnte obige That- sachen nicht entkräften, sondern nur be- weisen, dafs ein und dasselbe Produkt auf zwei verschiedenen Wegen entstehen könne, I Nene se. Spettes dar. Aus dieser Vırkung des eu ah, betrachtet, u ade toffgas und 'toffe durch ıe Bestand. eine nicht welches die 15 Luft und n]IsJetztere,| nd Metalle jr Planzen ig, die Ver- und im Te Dn Chim Azorg Stron Druckfehler und Verbes sserungen, Seite 2, Zeile 26, statt: salzsaure Natrum, lies: salzsaures Natrum— 5. 3, Z, 9, st. protostaetum|. protostactum — 9.5, 2.9, st.;1.:— Daselbst Z. ı2, fällt vor und.das-, weg. So auch 8; 6, Zi 3/ S16% 2. 2 u. a.0.— 8.6, Z. 9, st. weinösen|]. urinösen— Das. Z. ı9, st. de volatilisationis 1. de volatilisatione — 5.9, Z. ı6, st. mulmischem 1. mulmichtem— $. 13, Z. 18, st. Craus BopzıcH|. Oravs Boarıcn— S. r4, Z. 25, st." Stocholmiae 1. Stockholmiae— S. 15, Z. 5, 8. Graf von Lancaraıs 1, Graf oe 1a Ga_ S. 16, fehlt das ae seyn—*8.17” are ler SER ZZ, st des se. 1: des sciences— S.23, Zu 19, st. Kalıen 1. Alkalien—'$. 2721 21, st. Pros. I, Proc.—$. 29, Z. ı, st. Verbrennungs- procels 1. Verbrennung. Und so auch an andern Or- ten. 3e=49.-. 33,22, 12, 81. er leg, 34, U 16: st. sie l es— S. 38, Z. ı2, st, Beacmann|; Berc- MAN— 9. 41, Z. 20, st. Mem.. de phys. et de chem, de la societe 1809 d’Arcueil\, Mem. de phys. et de Chim. de la soc. d’Arc. 1809.— S. 44, 2. 7: 8 st. Azotgas l. Azor— Daselbst Z. ır, st. Strontions: 1, Strontians—.Ebend. Z. 13. 15, st. Hydrogengas|. Hydrogen—$. 48, Z. 16, st, Cıaus Borrıca I, Oravs Borrıcn— S. 54, Z. 19, st. krystallische 1. krystalli- sirbare—'$. 59, Z. 18, st. die l. denn— S. 67, = 8, st. Fussilago 1. Tussilagoı— Daselbst Z. ı6, . Verbr tennungsprocels Ik Verbrennung—$. 70, 2. 4. st.> Bouiscttrnl s palustre I. Equisetum palustre— Das. Z. 7, st. Chamaergis|, Chamaerops— 8.71, 2.25, st. Folgen 1. Folgenden— S. 73, Z. ro, st. in ihrer Mischung aufnehmen, 1. in ihre Mischung aufnehmen — Das. Z. 14, st. sehr grolser' Gelehrter|. sehr ser Gelehrten— S. 79,-2..21. st, fillen 1-fällen— ETOS- 5T08S Be == 1 7 Me a ET a EEE $. 89, Z. 24, st. Erd- Erdreich'l. Erdreich— S$. 92, Z. 2, st. Lethaes l. Lethae— Däselbst Z. ıı, st. Nec nußla inieria est inaratae gratiae terrae l. Nec nulla interea est inaratae gratia terrae— 8. 93, Z. ı, st. roferre 1. referre—$. 95, Z. 6, st. worüber er zu lesen ist,|. worüber$. 83 zu lesen ist— 5, 104, Z. 14, st. bei dem 1. bei den Griechen— S. ı05, Z. 2, st. Helionıhus 1. Helianthus— Daselbst Z. ı3, st. hus I. aus— Ebendas. Z. 21, st. Carbonsy 1. Car- bonis— Ebend. Z. 22, st. generi|. genesi— S. 108, Z. 11, st, Strontion:|. Strontian— LS. 11; Z.°10, st. wel che l,. welche— S. ıı2, Z. 6, st, gereinigter l. gereinigten—$. 123, Z. ı, st. Craus|. Oraus— Daselbst Z, 20, st. ein Salz l. wenig Salz—$. 125, Z. 23, st. eingefaulter|. gefaulter— S. 126, Z. 3, st. Tartarns 1. Tartaatus— S. 129 gehört vor„Das« die$. 128 angezeigte Bemerkung ZımmeRMAnNSs— $. 130, Z. 3, st. alkalischer 1. alkalischer Salze— S. 137, Z. 5, st. kohlensauren|. kolılensaure—$. 140, Z. 5, st. brannten|. brausten—$. 143, 2.23, st. Aececulus 1. Aesculus—. S. 157,1 20.8 ‚1'856: seiner.l. seine— Daselbst Z. ro, st. verschiedener l. vermisch- ter—$. 159, Z. 26, st. Piera l. Preres—°S. 165, Z. ı, fällt das Wort„sind“ weg—'S. 178, Z.. 26, st. verwandeln|. verwandeln se— S. ı82, Z. ı3, st. verschiedenen Säuren|]. verschiedenen Saamen— $. 187, Z. 25,.st. Jenner]. Jaemner—$. 197, Z. 14, st. reines Sand|. reinem Sand—$. 203, Z. 8, st. folgenden|. folgende—$. 205, Z. 8, st. federbast- artig 1. federbartartig— 9. 252, Z. 9, st. um Wasser l. in Wasser— S$. 235, Z. 2, st. Hervie le grand l. Henrie le grand— 5. 234, Z. 10, st, faulender Materie|. färbender Materie— 5. 247, Z. 15, st. Weinglase l. Ubrglase— S. 255, Z. ı, st, Graf Lav- GABAIS I. Graf pe Lavracvaıs— Daselbst Z, 6, st. Cornetti l. Cornette—$. 256, Z. 9, st. Parietania l. Parietaria— Daselbsı Z. ı7, st, Henul Il. Henkel— S..260, Z..19,.st.. zwan. li zuvor 8.208,22, 5% st. gemeines|. gemeinen— 8.278, Z. 19, st. Saamen- loppen|. Saamenlappea— 8. 279, Z. 14, st. ziem- liche. grünliche—. rdkeie 8 8 t. II, 48 fae 1 Ner aula -, 21 8 Nolber&- 1 5ät— S 100% en 3 n. Duelber 2 33 adang 1Car. eles— d.i 5 IIl, do, d) 3. Heriuine 405 Ou 1= H 121 § ub, 1, nott for„Däb« RMEAMNNS Scher Salle— aure— 8, 0, 3, 2. 2, t. , st, zeiner), 7 wmhch- — 8 165, Wd, 1. R, . 182, 1. 13, en daamel— §. 197, 1 14, 105, 1. 8, K , zt lebetbast 5t. um Wässet eruie le grand , st fauleoder , 1, 15, K. Jat. Crdt las- zAübst 1 5, w 9, n. Darielw 11l a §. 165, 1 9 19 K. Sumer 1¹½ ie — 4——o, B 6— g 9 erNr ee —— 5—— Wuite Grey! S=e Geys Greya. 2——„—— 4 1& 1 64 N„ 1 2 1 1 3 4 1 ¹— — 5 * ℳ 8 4 8 8 5. 7 4 7 f 3 9.* L Colour& Grey Control Chart Blue Cyan Green Vellow Heod Magenta „Black ——* 4 ——ͤ-——