M Herzogl. dehrer an ater John Luccock, Wollhaäaͤndler zu Leeds, uͤ ber Wolle im Allgemeinen und uͤber die Engliſchen Vließe insbeſondere. Aus dem Engliſchen mit Anmerkungen von Martin Heinrich Schilling, Herzogl. S. Meiningiſchem Oekonomie⸗Commiſſaͤr und ordentl. Lehrer an der Forſt⸗ und Landwirthſchafts⸗Akademie zu Dreißig⸗ ackerz ord. Mitglied der lateiniſchen Societaͤt zu Jena. Zweiter Theil. Leipzig, 1821. In der Baumgaͤrtnerſchen Buchhandlung. 8— AAA * 4 9 2 Oe 85 Publrums Afnahmt Baſtht es fehlt e i zufrieden, 1 Er macktee ben, daß a nicht in der Dor leſer n rrfprünglicht nir die En 8 und Itland d hätte ab 7 menge rangt, Dicke ausger verſteht ſich eittl iſt und Vorwort des Verfaſſers. Das Werkchen, das hier der Aufmerkſamkeit des Publicums dargeboten wird, haͤngt hinſichtlich ſeiner Aufnahme gaͤnzlich von ſeinem eigenen Werthe ab. Beſitzt es deſſen, ſo bedarf es keiner Fuͤrſprache; fehlt es ihm an Intereſſe, ſo iſt der Verfaſſer es zufrieden, wenn es der Vergeſſenheit uͤbergeben wird. Er machte es bekannt, weil er eitel genug war, zu glau⸗ ben, daß er manche wichtige Kenntniſſe beſaͤße, die nicht in dem. Bereich des gewoͤhnlichen Lebens liegen. Der Leſer wird bemerken, daß der Verfaſſer ſeinen urſpruͤnglichen Plan nicht ausgefuͤhrt hat. Nicht nur die Engliſche, ſondern auch die in Schottland und Irland erzeugte Wolle ſollte beſchrieben werden; da haͤtte aber entweder der Gegenſtand ſehr zuſam⸗ mengedraͤngt, oder das Buchizu einer unvernuͤnftigen Dicke ausgedehnt werden muͤſſen. Zu dem erſten verſteht ſich nicht leicht ein Autor, der einigerm aßen eitel iſt, und auch nicht zum letzten, weil er fuͤrchtet⸗ der Leſer moͤchte die Aufmerkſamkeit verlieren. Leeds, September 1805. John Luccock, L— 97 7„ 2 1„ / E — ℳ ☛ „ Nachwort des Ueberſetzers. Wo⸗ den Werth des vorliegenden Werkes anlangt, ſo wird wahrſcheinlich daruͤber nur Eine Stimme ſeyn;— und der Ueberſetzer ſchmeichelt ſich, man werde wenigſtens ſeinen guten Willen erkennen. Die Schwierigkeiten, mit denen er zu kaͤmpfen hatte, waren groß, was Kenner der engliſchen Sprache am beſten zu beurtheilen im Stande ſeyn werden. Wo er Mißtrauen in ſeine Uebertragung ſetzte, hat er die Engliſchen Ausdruͤcke in Parentheſe daneben geſtellt. Er bittet die Herren Recenſenten, darauf zu achten und ihn zu belehren. Beſonders haͤufig iſt er in der angehaͤngten Abhandlung von J. Hogg, wegen der vielen Schottiſchen Idiotismen ins Ge⸗ draͤnge gekommen. Wer auch des Ueberſetzers Fleiß und Geſchick nicht anerkennen kann, wird wenigſtens ſeine Aufrichtigkeit loben.— . 6 nlangt, ttimme , man Die hatte, prache berden. te, hat aneben darauf haͤufig Hogg, 3 Ge⸗ Fleiß igſtens 2 1) Buͤc⸗ inghamſhire..* 2 5 = =5 — Inhaltsanzeige. Kurzwolle. Schafe, welche Kurzwolle liefern.. A. NMrfols Bezirk. a) Norfolk. 4....„ b) Suffolk.... c) Cambridgeſhire.. d) Huntingdonſhire, 88 e) Bedfortſhire f) Eſſer... Gebraͤuche im Norfolk⸗ Pezirt.. ⸗2.* 84* 2* 0⁴ 84 2* 2 B. Southdown⸗Bezirk. Die Southdown⸗Schafe.„.. a) Suſſex. 3. 7... Märkte und Gebräͤuche... b) Kenf.......... C) Humpſhire..*.... 3 d) Inſel Wight...... e) Surry..... C. Wiltfhire⸗Gezirt. a) Wil tſhire....„.*. b) Berkſbire.. e) Orforoͤfhire... e) Hertfortſhire.. †) Middleſer... D. Weſtlicher Bezirk. a) Dorſetſhire.. b) Devonſhire.— Die Nots und Ermoorſchafe. c) Cornwall.... 2 1 d) Sommerſetſhire..„... Landwirthſchaftliche Vereine.. 2 Glouceſterſhire.. Allgemeine Bemerkungen uͤber den weſtlic pen Tediik. 2 2 2 22 9. §. 164. Die Engliſche W 9. 8 §, 6. 162. 165. 166. 167. 168. 169. — VI— E. Hereford⸗Bezirk. a) Herefordſhire... Gebraͤuche, verglichen mit b) Monmouthſhire..... c) Worceſterſhire.... Bezirk mit verſchiedenen Schafracen. a) Shropſhire..... b) Staffordſhire.„. 5. c) Warwickſhire.... 1. d) Leiceſterſhire. 3 4.. e) Lincolnſhire, f) Nottinghamſhire. G. a) Derbyſhire. b) Cheſbire, c) Lancaſhire. d) Yerkſbire. ****. 2.*. Heide⸗Bezirk. 1) Werr⸗Riding..... 2) Oſt⸗Riding. 3) Nord⸗Riding.. e) Weſtmoreland..... f) Cumberland. g) Durham. h) Northumberland. ..** 4 4 4** *. ..* 2 4... ... .**.. H. Der Welſche Bezirk. a) Nordwales. b) Suͤdwales. c) Die Iuſel Man.. Fuͤnfter Abſchnitt. §. 164. Geſammtmenge der Scheer⸗ Schlacht⸗ und Lammwolle. 4 2*** .. ⸗.** 2..Q Oft irrig geſchaͤtzt.... §. 163. Die Zahl der Schafe iſt im Abnehmen. olle iſt einer großen Verbeſſerung faͤhig. Güte der Engliſchen Wolle im Durchſchnitt. Verfahrungswei „ Relativer und reeller Werth der Wolle. Wollpreis. 8... Kein Bund unter den Wollhaͤndlern.. 4 denen von Norfolk. . . — Cheviot⸗ Zucht. * * /* „ ⸗* ⸗* * . 4 2 . * 2* Schlußbemerkungen. ſen, die Guͤte der Vließe zu heben. 414 417 418 418 42² 425 427 428 43³ 8 Da kur ſich nicht! Stapel, Weidebezi milien, n fern, ſin ſche zuͤge einander den, daß deren Re am zwech und von reinſtene ihr Blut Wir kenne Schafe in kommen f und Wale das Norfe Ryeland⸗ neer); an chen Arten ſtammen ſ I. Fheil. II. Kurzwolle. §. 109. Schafe, welche Kurzwolle liefern. Die kurzen Wollſorten des Koͤnigreichs ordnen ſich nicht ſo beſtimmt in Bezirke, wie die von laͤngerem Stapel, ſondern fuͤllen den ganzen Raum zwiſchen den Weidebezirken der ſchwereren Schafracen aus. Dieſe Fa⸗ milien, welche ein fuͤr die Kardaͤtſche geeignetes Vließ lie⸗ fern, ſind, ob ſie gleich urſpruͤnglich ſtaͤrker charakteriſti⸗ ſche Zuͤge als die andere Art haben, bisweilen ſo unter einander und mit den langwolligen Schafen vermiſcht wor⸗ den, daß es ſchwer wird zu beſtimmen, zu welcher beſon⸗ deren Rare manche Individuen gehoͤren. Doch wird es am zweckmaͤßigſten ſeyn, ſie nach Claſſen zu beſchreiben und von der Grafſchaft auszugehen, wo die Gattung am reinſten erſcheint, und bis zu denen fort zu ſchreiten, wo ihr Blut mit dem einer andern Abart innig gemiſcht wird. Wir kennen die Zeit nicht, wo eins oder das andere dieſer Schafe in das Land gebracht worden, noch woher ſie ge⸗ kommen ſind; gegenwaͤrtig befinden ſich aber in England und Wales ſechs verſchiedene Arten derſelben, naͤmlich das Norfolk⸗ und South⸗Down⸗, das Wiltſhire⸗, das Ryeland⸗, das Heide⸗ und das Bergſchaf(Mountai⸗ neer); außerdem einige kleine Haufen von unterſchiedli⸗ chen Arten, die von jetzt faſt verloſchenen Familien abzu⸗ ſtammen ſcheinen. — 294— A. Norfolk⸗Bezirk. Das Norfolk⸗Schaf wird hauptſaͤchlich in der Grafſchaft gefunden, wovon es den Namen fuͤhrt, ferner in Suffolk, einem Theil von Cambridgeſhire, und in Eſſex. Die Individuen dieſer Familie haben, wenn ihr Blut rein iſt, Hoͤrner und ausgezeichnet ſchwarze Geſichter und Beine. Das Geſicht iſt lang und ſchmal, ſehr flach auf der Stirn und gegen das Ende ſpitzig. Die Carcaſſe iſt im Allgemeinen eng, lang und leicht, von hohen und duͤnnen Beinen getragen. In vieler Hinſicht gleicht dieſes Thier in der Geſtalt einem Reh, und es druͤckt ſowohl in ſeinen Bewegungen, als in ſeinem Auge einen hohen Grad von Furchtſamkeit aus. Durch Vermiſchung mit Schafen anderer Art ſcheinen ſeine charakteriſtiſchen Kennzeichen leicht verwiſcht zu werden. g. 110. a) Norfolk. Norfolk iſt im Allgemeinen fuͤr Schafe und zur Er⸗ zeugung guter Wolle gut geeignet; denn der Boden iſt aͤußerſt trocken, die Atmoſphaͤre nicht mit ſo dicken Ne⸗ beln beladen, wie gewoͤhnlich in einigen benachbarten Grafſchaften, und das auf den zahlreichen Koppeln ein⸗ gefuͤhrte Wirthſchaftsſyſtem iſt wohl darauf berechnet, den Viehſtand mit einer hinreichenden Menge nahrhaften Fut⸗ ters zu verſorgen. In dem weſtlichen Theile der Grafſchaft ſind die Schaftrifften ſehr ausgedehnt, und das Schaf, mit welchem dieſelben beſetzt werden, muß eine feſte Conſtitution und muntere Glieder haben, muß im Stande ſeyn, ſeine Nahrung auf Gemeinheiten zu ſuchen, auf welchen die Ve⸗ getation bisweilen ſo ſpaͤrlich iſt, daß ſie kaum dem hungri⸗ gen Kaninchen ein Haͤlmchen Gras liefert. Aber dieſe — Etrecken, ſcchig i den Geiſt ſchet ſ geſogen n rich abſ der auf wied, da ten, ob jetzt beſſe kaum Bin in den Et Dit leichterem daß ts in lann. A den Geme und den at den. Leute ang und obgle enghalttn, tingeren luſt, den tend ſeyn. die Eigent der zu ber aus Fäͤden asheicnet in deſte ich in der ett, ferner in Eſſex. Blut rein nd Beine. der Stirn lgemeinen getragen. ſtalt einem n, als in keit aus. inen ſeine herden. zur Er⸗ Soden iſt ſcken Ne⸗ ichbarten peln ein⸗ hnet, den ften Fut⸗ rafſchaft chaf, mit nſtitution on, ſeine die Ve⸗ hungri⸗ ber dieſt Strecken, die vor einigen Jahren auf mehr als drei und ſechzig tauſend Acker angeſchlagen wurden, ſind durch den Geiſt des Landbaues, der dieſe ausgedehnte Graf⸗ ſchaft ſo allgemein durchdringt, betraͤchtlich in die Enge gezogen worden. Dieſe Verminderung faͤllt ſelbſt einem nicht abſichtlich darauf achtenden Reiſenden in die Augen, der auf jeder Tagereiſe durch die Bemerkung erfreuet wird, daß das einſt den Kaninchen, oder dem nuͤtzliche⸗ ren, obgleich halb verhungerten Schaf gewidmete Land jetzt beſſer benutzt werde, und daß Boden, der ſonſt kaum Bindung genug fuͤr eine Kaninchenhege hatte, jetzt in den Stand geſetzt iſt, gute Getreide⸗Ernten zu liefern. Die hier erzeugte Wolle iſt kurz und fein;z aber auf leichterem Boden haͤngt das Vließ ſo loſe auf dem Thier, daß es im Fruͤhjahr aͤußerſt leicht abgenommen werden kann. Wirklich wird ein bedeutender Theil deſſalben auf den Gemeinweiden verloren, was zwiſchen den Binſen und den wenigen Gebuͤſchen, die ſie hervorbringen, oder an den Hecken der Koppeln haͤngen bleibt. Es werden Leute angeſtellt, dieſe zerſtreuten Bruchſtuͤcke zu ſammeln; und obgleich dieſe oft ſehr ſchmuzig ſind und viel Auswurf enthalten, ſo ſind ſie doch brauchbar zu einigen der ge⸗ ringeren Zweige der Wollen⸗Manufactur; aber der Ver⸗ luſt, den der Zuͤchter dadurch erleidet, muß ſehr bedeu⸗ tend ſeyn. Ehe es unter den Schafhaltern uͤblich war, die Eigenthuͤmlichkeiten verſchiedener Familien mit einan⸗ der zu vermiſchen, ſo beſtand das Vließ dieſes Bezirks aus Faͤben, die ſich durch das Ebenmaß ihrer Geſtalt auszeichneten, und die Wolle iſt geſchildert worden, als im Beſitze eines hoͤheren Grades von der Echtheit des . 20*† — 296— Haars, die von den Fabrikanten allezeit als eine gute Eigenſchaft geſchaͤtzt wird,— als die Wolle vieler andern Grafſchaften; aber das Vließ zeichnete ſich nicht durch Gleichfoͤrmigkeit aus, wurde oft durch Stichelhaare (Kaͤmme) verunſtaltet und hatte eine Menge grauer Haare. In dem Laufe einiger Jahre iſt durch die Auf⸗ merkſamkeit, die man in dieſer Grafſchaft den Schafen gewidmet hat, mit dem Wollhaar eine große Veraͤnde⸗ rung vorgegangen. Seine Farbe iſt vorzuͤglicher als die des alten Vließes, auch bemerken wir in den Heerden nicht ſo haͤuſig die große Menge grober Wolle, die einſt die Hintertheile der Schafe ſchaͤndete. Die Faͤden ſind im Allgemeinen feiner und haben noch jene ausgezeichneten Eigenſchaften, die ihnen zuerſt das ausgezeichnete Anſehen bei den Tuchmachern erwarben. Gegenwaͤrtig iſt die Wolle zur Tuch⸗Manufactur gut geeignet, indem ſie die filzende Eigenſchaft in einem hohen Grade und nur we⸗ nig von jener Elaſticitaͤt beſitzt, die ſich oft in der Wolle einiger andern Theile des Reichs als nachtheilig bewaͤhrt. Sie verlangt vielleicht eher mehr Zaͤhigkeit in dem Stapel, als gewoͤhnlich bei den Vließen gefunden wird, die von den Heerden des offenen Feldes geſchoren werden, die Verbannung derjenigen grauen Haare, die mit der Wolle vermiſcht ſind und ihre Anwendung beſchraͤnken; und der Landwirth, der ſich als Wollzuͤchter auszuzeichnen ſucht, wird ſeine Vließe in einem viel reineren Zuſtand, frei von dem Sand, den Flocken, dem Gras und vielen andern Din⸗ gen, die nur zu gewoͤhnlich ſie verunreinigen und ſchaͤn⸗ den,— zu Markte ſenden. Wenn er das Erzeugniß ſei⸗ ner Schafe fuͤr die Wollen⸗Manufactur beſtimmt, ſo wird de es bern berdetben wird aber wimen ſt Fel im! beßen un diſſer Gr ſanz wit auffallen von der ſſ, vaͤ halken, Pereinig wahrſche durchs ausſetze nnwärt 0d d tem E Zuchk e E zucht a Volhuü gin ſcht Folgeru daß das geſetzt ihrer g⸗ tennten. der Str S eine gute ieler andern nicht durch Stichelhaare nge grauer ſch die Auf⸗ en Schafen Veraͤnde⸗ her als die eerden nicht ie einſt die en ſind im gezeichneten te Anſehen tig iſt die dem ſie die d nur we⸗ der Wolle ig bewaͤhrt. em Stapel, , die von erden, die der Wolle A und der inen ſucht, frei von dem indern Din⸗ und ſchaͤn⸗ zeugniß ſti⸗ nt, ſo wid — 297— er es vermeiden, ſeine Heerden durch ſchlechteres Blut zu verderben, oder die Laͤnge des Stapels zu vermehren, wird aber ein groͤßeres Gewicht von einem Schaf zu ge⸗ winnen ſtreben, indem er ſolche Thiere auswaͤhlt, deren Fell am dickſten bewachſen iſt, oder welche den 2 Dotter am beſten und regelmaͤßigſten liefern. Vielleicht moͤchte in dieſer Grafſchaft ein Erſatzmittel fuͤr dieſe ſchaͤtzbare Sub⸗ ſtanz mit Vortheil angewandt werden, und es iſt um ſo auffallender, daß unter den Landwirthen, deren Heerden von der ſchaͤtzbarſten Art ſind, noch keins in Anwendung iſt, waͤhrend diejenigen, welche nur die ſchlechteſten Schafe halten, ohne Ausnahme dergleichen gebrauchen. Die Vereinigung des Merino mit dem Norfolk⸗Schaf wuͤrde wahrſcheinlich eine reichere Menge Dotter liefern und durchs Verdichten des Pelzes ihn weniger der Gefahr ausſetzen, durch Sand verunreinigt zu werden, der ge⸗ genwaͤrtig immer damit vermiſcht iſt; aber ich zweifte, ob dieſelben Vortheile eben ſo ſchnell und mit gleich gu⸗ tem Erfolg durch die Einfuͤhrung der South⸗Down⸗ Zucht erreicht werden koͤnnten. Ein Umſtand, den ich bei Wolle von der Norfolk⸗ Zucht angetroffen habe, verdient die Auſmerkſamkeit des Wollzuͤchters ſowohl, als des Fabrikanten. In eini⸗ gen ſehr wenigen, obgleich zu wenigen Faͤllen, um eine Folgerung daraus ziehen zu duͤrfen, iſt bemerkt worden, daß das Haar aus einer Menge duͤnner Fibern zuſammen geſetzt war, die parallel neben einander lagen und faſt ihrer ganzen Laͤnge nach von einander getrennt werden konnten. Dieſe Structur des Haars hat Aehnlichkeit mit der Structur einer Schweinsborſte, die, wie bekannt, ein — 298— geſchickter Arbeiter der Laͤnge nach in eine Menge Theile ſpalten kann. Ob dieß das Gefuͤge aller thieriſcher Faͤ⸗ den ſey, weiß ich nicht; aber es ſcheint eine der Aufmerk⸗ ſamkeit des Naturforſchers wuͤrdige Frage. Ich konnte es niemals in einer andern Wollſorte entdecken, und in dieſer nur fuͤnf bis ſechsmal, obgleich einige Millionen Faͤden in dieſer beſondern Abſicht von mir unterſucht worden ſind. Wenn es ergruͤndet wuͤrde, daß das Gefuͤge(Textur) aller Wolle faſcrig waͤre, ſo wuͤrde vielleicht die Thatſache fuͤr den Fabrikanten nicht von großer Wichtigkeit ſeyn; jedoch iſt es ſelten, daß die Eigenſchaften natuͤrlicher Subſtan⸗ zen bemerkt werden, ohne daß von ihnen zu irgend einem nuͤtzlichen Zweck Anwendung gemacht wuͤrde. In den wenigen Faͤllen, wo ich das faſerige Gefuͤge des Fadens bemerkt habe, war es nahe an der Wurzel des Haars am meiſten ſichtbar, und es theilte ſich ohne Ausnahme von da aus nach der Spitze zu. Es giebt nicht viele Grafſchaften, welche ſich einer ſo raſchen Veredlung in ihren Vließen ruͤhmen koͤnnen, als Norfolk aufzuweiſen hat. Selbſt noch nicht alte Perſonen erinnern ſich, daß ihre Wolle ſtichelhaarig, rauh und duͤnn war. Außer dem gewoͤhnlichen Weg der Rei⸗ ſenden, in einem Winkel des Reichs gelegen, im Beſitz nur weniger Gegenſtaͤnde, welche die Aufmerkſamkeit der Fremden auf ſich ziehen koͤnnten, nicht im Beſitz vieler großen und beſuchten Straßen, und die nur in Norwich und in Lynn zuſammen laufen, auch eine Wollſorte er⸗ zeugend, die zu der einheimiſchen Manufactur nicht taug⸗ lich war, wurde das Vließ dieſes Bez irks lange Zeit ver⸗ nachlaͤſſigt. Aber die Einfuͤhrung einer neuen Wirth⸗ ſheftze ſhaſt h irer be die zuit grißere ſe durd und die werthen Eigentt als dit zuſtan Tüch ſ hatte nn un ſchieden Daſeyt barſch longte ſchaft und m von N Cottts und tre erforde von de ſchaftlie Ass abe dieſes Volzuͦ lärzeren enge Theile eriſcher Fa⸗ er Aufmerf⸗ h konnte es nd in dieſer en Faͤden in orden ſind. extur) allr atſache fuͤr ou; jedoch Gubſtan⸗ hend einem In den s Fadens es Haars lusnahme ſich einer n koͤnnen, nicht alte rig, rauh der Rei⸗ im Beſitz mkeit der ſitz vieler Norwich ſorte er⸗ ſcht taug⸗ geit ver⸗ a Wirth⸗ — 299— ſchaftsart, die beſonders unter dem Namen dieſer Graf⸗ ſchaft bekannt worden iſt, erweckte die Aufmerkſamkeit ihrer Landwirthe und richtete ſie auf alle die Gegenſtaͤnde, die zu ihrem Berufe gehoͤren. Indem jenes Syſtem eine großere Menge Futter fuͤr Schafe und Rindvieh lieferte, ſo wurden dieſe Ge⸗ genſtaͤnde von der hoͤchſten Wichtigkeit, und die Heerden zeigten bald Spuren von jenem kobens⸗ werthen Geiſt fuͤr Unternehmungen und Verſuche, der ihre Eigenthuͤmer ergriffen hatte. Haͤtte ſich dieß ereignet, als die Manufacturen von Norwich in ihrem bluͤhendſten Zuſtande waren, und ehe der Geſchmack an feinwolligem Tuch ſich in feſten Beſitz der oͤffentlichen Meinung geſetzt hatte, ſo würde wahrſcheinlich, wenigſtens in dem reiche⸗ rren und verkoppelten Theil der Grafſchaft, eine ganz ver⸗ ſchiedene Schaf⸗Race gepflegt worden ſeyn. Aber das Daſeyn ſeinwolliger Heerden in der unmittelbaren Nach⸗ barſchaft einer Manufactur, welche groͤbere Wolle ver⸗ langte, zeigt die Unmoͤglichkeit, unter dem alten Wirth⸗ ſchaftsſyſtem die laͤnger geſtapelten Vließe von trocknen und mageren Feldern zu erlangen. Und wenn das Vließ von Norfolk mit demjenigen verglichen wird, welches die Cotteswold⸗Berge erzeugen, eine hochliegende, magere und trockene Weide, auch in der Naͤhe einer feinere Wolle erfordernden Manufactur gelegen, ſo liefert es eine jener von dem gewoͤhnlichen Gang abweichenden landwirth⸗ ſchaftlichen Erſcheinungen, die uns oft in Erſtaunen ſetzen. Als aber in der gegenwaͤrtigen Lage der Dinge die Vließe dieſes Bezirks zuerſt ſich zu veredeln begannen, zogen die Wolkzuͤchter ihren eignen Vortheil zu Rathe, indem ſie die kuͤrzeren Vließe pflegten, und ſind fuͤr ihre Aufmerlſamkeit ſehr reichlich belohnt worden; vielleicht iſt kein anderer Bezirk in dem Reiche, deſſen Wolle im Laufe ſehr weniger Jahre einen mehr als ſiebenmal hoͤheren Werth erreicht hat. Schon dieſe einzige Thatſache enthaͤlt Aufmunte⸗ rung genug um die Aufmerkſamkeit des Schaͤfers thaͤtig zu erhalten und ihn zu weiteren Beſtrebungen nach Verbeſſe⸗ rung der Vließe anzuſpornen, bis ſie den Grad der Voll⸗ kommenheit erreicht haben, die man bei Brittiſcher Wolle bis jetzt noch nicht gekannt hat. Es giebt wenige Bezirke, in welchen die zur Erzeugung guter Wolle erforderlichen Verhaͤltniſſe in ſchoͤnerem Einklang ſtaͤnden. Boden und Clima ſind guͤnſtig, die Guͤter ſind mit einer Viehart be⸗ ſetzt, deren Eigenſchaften genau bekannt ſind, und die bereits hier und da ein Vließ von hoher Vortrefflichkeit er⸗ zeugt; die Paͤchter beſitzen auch Vermoͤgen, Unterneh⸗ mungsgeiſt und Einſicht genug, um eines gluͤcklichen Er⸗ folgs verſichert zu ſeyn. Einigen Theilen der Grafſchaft fehlt zwar die geſchuͤtzte Lage, die den Schafen in einem Clima, wie das unſrige, immer ſo zutraͤglich iſt, und be⸗ ſonders in einem Theil des Landes, wo die Winde unge⸗ woͤhnlich ſcharf ſind; dieſer Ungemaͤchlichkeit wird aber einigermaßen durch die Schied⸗Zaͤune und Anpflanzungen begegnet, die ſelbſt auf den oͤdeſten Gemeinweiden ange⸗ begt ſind. Die Wolle, die in der Abtheilung Marſchland und in den Niederungen nahe an dar Kuͤſte erzeugt wird, iſt berets mit unter dem Erzeugniß des Lincoln⸗Bezirkes begriffen worden. Es bleiben alſo in Norfolk leicht uͤber eine Million zweimal hundert und ſechzig tauſend Acker übrig, die ein kuͤrzeres Vließ erzeugen, indem ſie im Durch⸗ ſchnitt auf nel etwa z fänf t ſechen C ten al ſe habe häit n zu ho einem die iht richtet Aufme Gäter daß ſdinhei daß Nlach und eingefe Schaf hech draißig ausges Verbre Pfund ſo erf der ger denn d in anderer or weniger ih erreicht Aufmunte. z thaͤtig zu Verbeſſt⸗ der Voll⸗ her Wolle e Bezirke, orderlichen oden und iehart be⸗ und die ichkeit er⸗ Unterneh⸗ ichen Er⸗ zrafſchaft in einem und be⸗ de unge⸗ ird aber anzungen en ange⸗ ſchland gt wird, Bezirkes cht uͤber nd Acker Durch⸗ — 301— ſchnitt einen Schafbeſtand von zwei und dreißig Schafen auf neun und funfzig Acker Land ernaͤhren, jedes Vließ etwa zu zwei Pfund. Das ſaͤmmtliche Erzeugniß betraͤgt fuͤnf tauſend ſieben hundert Buͤndel Wolle, vom beinahe ſechsmal hundert vier und achtzig tauſend Schafen. Wenn wir dieſe Angabe mit einigen bereits erwaͤhn⸗ ten allgemeinen Verhaͤltniſſen der Grafſchaft vergleichen, ſo haben wir Grund zu vermuthen, daß ſie von der Wahr⸗ heit nicht ſehr abweichen koͤnne. Vielleicht mag ſie etwas zu hoch ſeyn, denn man hat gewoͤhnlich den Beſtand zu⸗ einem halben Schaf auf den Acker geſchaͤtzt, auf Feldern, die ihnen faſt ganz gewidmet ſind, und an einigen Orten richtet man auf das Rindvieh, als das Hauptvieh, ſeine Aufmerkſamkeit, und die Schafe ſind auf dieſen reicheren Guͤtern nur duͤnn zerſtreut. Da es jedoch anerkannt iſt, daß ſelbſt die Gemeinweiden ein halbes Schaf von der einheimiſchen Race auf den Acker ernaͤhren koͤnnen, und daß die South⸗Down⸗Zucht gedeiht, wenn die naͤmliche Flaͤche Landes ſelbſt mit der doppelten Anzahl beſetzt wird, und beſonders da die letztere Schafſorte ſehr allgemein eingefuͤhrt iſt, iſt es wahrſcheinlich, daß die fuͤr den Schafbeſtand der Grafſchaft angegebene Zahl nicht viel zu hoch ſey. Es iſt auch zu bemerken, daß wenigſtens dreißig tauſend Schafe jedes Jahr aus der Grafſchaft ausgetrieben werden. Rechnet man dieſe zu dem innern Verbrauch an Hanmmelfleiſch, der zu ein und ein halb Pfund fuͤr jeden Einwohner woͤchentlich angeſchlagen iſt, ſo erfordert dieß einen Schafbeſtand in der Grafſchaft, der gerade ſo groß iſt, als wir ihn angenommen haben; denn der daſige Bedarf wird nicht von einem benachbarten Bezirk geliefert; die geographiſche Lage von Norfolk macht es noͤthig, daß das Land in Hinſicht ſeines Unter⸗ haltes ganz von ſich ſelbſt abhaͤnge. Jedoch kann ich nicht begreifen, wie der Betrag, der aus dieſer Graf⸗ ſchaft verſandten Wolle im Jahr 1792 nur zu zwanzig tauſend Pfund geſchaͤtzt werden kann. Die feineren Vließe werden faſt ohne Ausnahme nach Yorkſhire geſandt, und ich weiß nicht, ob Norfolk eine einzige Manufactur beſitzt, welche dieſe Wollſorte brauchen kann. §. 111. b) Suffolk. Dieſelbe Schafrace verbreitet ſich auch uͤber die Graf⸗ ſchaft Suffolk; da aber der reichere Lehm⸗ und Klay⸗ boden ſich in groͤßerer Ausdehnung daſelbſt findet, ſo ſind die Vließe weit ſchwerer. Nach den beſten Nachrichten, die uns zugekommen ſind, moͤgen ſie im Durchſchnitt auf beinahe zwei und ein halb Pfund gerechnet werden. Im Allgemeinen iſt hier auf dem leichteren Boden daſſelbe Wirthſchaftsſyſtem herrſchend wie in Norfolk; der ſtren⸗ gere Boden wird zu Kuͤhmelkereien benutzt, und der Schaͤf⸗ beſtand iſt folglich in dieſem Theil der Grafſchaft gerin⸗ ger. Auf zwei hundert ſieben und zwanzig Acker ſind nach den Beſchreibungen der Guͤter, die mir zugekommen ſind, etwa hundert acht und dreißig Schafe zu rechnen; aber vielleicht gilt dieß nur von demjenigen Theil der Grafſchaft, wo dieſe Thiere am zahlreichſten ſind, denn Mr. Arthur Young ſchaͤtzt die Anzahl ganz verſchieden. Er theilt in ſeiner Ueberſicht des Ackerbaues von dieſem Theil des Reichs den Bezirk nach dem Boden ab, rech⸗ net, daß der beſte Boden ein Schaf auf fuͤnf Acker er⸗ naͤhre Acke und, tauſt nch. habe. tauſe Sch Vüͤn hoch ohen take Beſt lung gens des nin n ma waͤr naui bleid Nar geoßß Graf Vol auf konne den, Norfolk 8 Unter⸗ ann ich — Graf⸗ zwanzig Vließe dt, und beſitzt, Graf⸗ Klay⸗ ſo ſind ichten, tt auf Im aſſelbe ſiren⸗ Schaͤf⸗ gerin⸗ r ſind ömmen ihnen; eil der denn jieden. dieſem rech⸗ ker er⸗ naͤhre, der ſandige Theil der Grafſchaft eins auf zwei Acker, und die Bruͤcher(Marſchlaͤnder) eins auf ſechs⸗ und giebt die Haupſumme auf zwei hundert und vierzig tauſend Schafe und acht hundert tauſend Acker an. Aber nach den Daten, die ich vor dieſer Mittheilung erhalten habe, ſchienen in Suffolk auf acht hundert und ſiebzehn tauſend Acken mehr als vier hundert und neunzig tauſend Schafe gerechnet werden zu koͤnnen, die uͤber fuͤnf tauſend Buͤndel Wolle liefern. Ueberzeugt, daß dieſe Angabe zu hoch ſey, und nicht im Stande, ſie anders als nach dem oben erwaͤhnten Werk zu berichtigen, und auch der Rich⸗ tigkeit jener Angabe nicht trauend, habe ich es fuͤr das Beſte gehalten, beide mitzutheilen und ſie der Beurthei⸗ lung des Leſers zu uͤberlaſſen. Mr. Young haͤlt ſich uͤbri⸗ gens zu ſehr an runde Zahlen, ſchaͤtzt die Menge des Lan⸗ des ſehr oberflaͤchlich und uͤbereilt und rechnet nicht das mindeſte fuͤr Waſſer, Straßen, Wald oder Gebaͤude, was in einer Grafſchaft, wie Suffolk, einen großen Abzug macht. Vielleicht, wenn die kleinere Zahl angenommen wuͤrde, ſo moͤchte ſie den Schafbeſtand mit ziemlicher Ge⸗ nauigkeit darſtellen; bis ich aber beſſer unterrichtet bin, bleibt meine Meinung unentſchieden. Seit der Regierung Eduard's III. hat die Worſted⸗ Manufactur in Suffolk unaufhoͤrlich beſtanden und einen großen Theil der Einwohner beſchaͤftigt; jedoch hat die Grafſchaft nicht die zu ihrem eigenen Verbrauch taugliche Wolle geliefert, ob ſie gleich eine Menge Land umfaßt, auf welchem die ſchwerere Schafart gehalten werden koͤnnte. Dieß mag als ein neuer Beweis angeſehen wer⸗ den, wie langſame Fortſchritte der Ackerbau in der Ver⸗ — 304— beſſerung machte, ſo lange die Landwirthe ſich damit be⸗ V nach gnuͤgten, dem Beiſpiel ihrer Vorfahren zu folgen, und Alg nicht unterſuchten, ob ihr Verfahren von Vernunft und ro Wiſſenſchaft gebilligt wuͤrde. Mehrere Jahrhunderte ſtan hindurch ſcheint man es bequemer gefunden zu haben, die Eta Wolle von Lincolnſhire nach Suffolk einzufuͤhren, als eine gew Veraͤnderung mit dem Schafſtamm der Grafſchaft vorzu⸗ den. nehmen, und unter den Landwirthen ſtand keiner auf, der V ſüͤdl Kenntniß oder Muth genug gehabt haͤtte, ein von dem— dde ſeiner Gewerbsgenoſſen abweichendes Verfahren anzuwen⸗ der den. Aber die Worſted⸗Manufactur iſt in dieſer Graf⸗ den ſchaft jetzt ſo ſehr in Verfall gerathen, und die Nach⸗ V ert frage nach kuͤrzeren Vließen ſo ſehr geſtiegen, daß der in ſich dieſem Theil des Reichs erzeugte Stapel wahrſcheinlich ver noch weit mehr von dem, welcher da verarbeitet wird, hin abweichen mag. ſch wa §. 112.°) Cambrlogeſhire. V Gehen wir von hier nach Cambridgeſhire, ſo V di bemerken wir Spuren von derſelben Schafrace; aber ihre va charakteriſtiſchen Kennzeichen ſind mit denen der benach⸗ ſii barten Bezirke vermengt, und das Thier iſt ſehr ausgeartet. V ſi Das alte Schaf in den hoͤheren Theilen dieſer Grafſchaft b Ha war ein ſchlecht geſtaltetes und halb verhungertes Geſchoͤpf, V 6 mit einigen ſchwarzen Flecken auf Geſicht und Beinen, und V gei mit grauen Haaren unter der Wolle. Das Haar war viel 3 en kaͤnger und groͤber als die Wolle von der reinen Norfolk⸗ Da Zucht, der Stapel war oft oben ſehr ſpitzig und unten V habe mangelhaft. So wenig, wie nach den anerkannt guten und Eigenſchaften der Carcaſſe, ſtrebten die Schaͤfereibeſitzer nit be⸗ „ und ft und underte —, die s eine vorzu⸗ f, der n dem zuwen⸗ Graf⸗ Nach⸗ der in einlich wied, e, ſo ihre nach⸗ artet. ſchaft hoͤpf⸗ und rviel rfolk⸗ unten guten nach gut gehaltenen Vließen, denn die Wolle wurde im Allgemeinen mit wenig Sorgfalt gewaſchen, war mit einer großen Menge Dotter, Pech und andern ſchmuzigen Sub⸗ ſtanzen beſchwert, und das Zeichen, welches immer die Stapel verdirbt, auf denen es angebracht wird, wurde gewoͤhnlich an der ſchaͤtzbarſten Stelle des Vließes gefun⸗ den. In der That gieht es nicht viele Bezirke in dem ſuͤdlichen England, wo die Schaͤfer offenbar unwiſſender oder unreinlicher in der Behandlung der Vließe ſind. Aber der Verbeſſerungsgeiſt iſt ſelbſt in dieſe traurigen Gegen⸗ den gedrungen und hat die Aufmerkſamkeit von Perſonen erweckt, in deren Sitten die Einfachheit der alten Schaͤfer ſichtbarer iſt als an den meiſten andern Orten, und hat ſie veranlaßt, die reinere Norfolk⸗Zucht zu pflegen. Fruͤher⸗ hin war dieſe Schafart auf den oͤſtlichen Theil der Graf⸗ ſchaft und beinahe auf die Grenze von Sufeolk beſchraͤnkt, waͤhrend dem in den entfernteren Sprengeln die Heerden aus Thiexren beſtanden, in deren Zuͤgen, Geſtalt und Vließ die Eigenſchaften eines geringeren Blutes deutlich ſichtbar waren. Schafe von der Wiltſhire⸗Zucht waren haupt⸗ ſaͤchlich in den ſuͤdlicheren und mittleren Gegenden zu ſehen und ſind ohne Zweifel durch jene lange Kreide⸗ Huͤgel⸗Reihe eingebracht worden, die wir ſelbſt von Dor⸗ cheſter*) bis zu den oͤſtlichen Marſchen zu bemerken Gele⸗ genheit haben werden. In dem hoch gelegenen Theil von Cambridgeſhire wird die Anzahl der Schafe ſehr durch die Verkoppelungen vermindert, die erſt neuerlich begonnen haben und endlich dieſe nackte und ſchlechte Gegend zu zieren und zu verbeſſern verſprechen, obgleich ſie gegenwaͤrtig von *) Dorcheſter, die Hauptſtaht von Dorſetſhire. — 306— vielen Ungemaͤchlichkeiten begleitet ſind. Wenn die Bruͤcher den Grad von Feſtigkeit erlangt haben werden, der die Ruͤckkehr der Schafe zulaͤßt, ſo werden die Landeigenthuͤ⸗ mer wahrſcheinlich darauf bedacht ſeyn, ſich eine groͤßere Race zu verſchaffen, als die war, die ſie fruͤherhin be⸗ ſaßen; aber es wird fuͤr das Land, vielleicht auch fuͤr ſie ſelbſt vortheilhafter ſeyn, wenn ſie die feineren Wollſor⸗ ten pflegen. Gegenwaͤrtig kann der Beſtand auf den trock⸗ neren Feldern dieſer Grafſchaft nicht hoͤher als ein Schaf auf vier Acker gerechnet werden, vielleicht wird er aber in einigen Jahren zahlreicher ſeyn. Aus einigen Fluren ſind dieſe Thiere faſt ganz verbannt, und ein Mann, deſſen Meinung bei Beſchreibung der Langwolle dieſer Grafſchaft angegeben wurde, hat mir verſichert, daß unmittelbar in der Naͤhe von Cambridge das Erzeugniß an Wolle nicht den hunderſten Theil von dem betruͤge, was man vor einigen Jahren erhalten habe. Das Vließ wiegt im Durchſchnitt etwas weniger als vier Pfund, und die Anzahl der Schafe auf hundert ſieben und achtzig tauſend Ackern betraͤgt beinahe ſieben und vierzig tau⸗ ſend; die, ſammt den ein und zwanzig tauſend kurzwolligen voon den Bruͤchern der Grafſchaft, etwa eilf hundert und zwanzig Buͤndel Wolle liefern. Der Hoͤheboden in dieſer Grafſchaft iſt ſehr gut fuͤr Schafe geeignet, er iſt trocken und warm, und das Clima wird weniger durch Nebek verdorben, als man in einem ſo nahe an den Marſchen gelegenen Bezirk erwarten moͤchte. Selbſt in ihrem ver⸗ nachlaͤſſigten Zuſtand erzeugen die Schafe ein mit gelbem Dotter wohl getraͤnktes Vließ, der nicht einmal durch die einſchluckende Eigenſchaft des Kreidebodens vermindert wor⸗ den hind Eamt ſchaf Mit gennd lichen verw al b in b ſtimn in al gtnan Heerd mit ſ geigen ihne and ſtm jeuge Joder Es w das dem( den E Raetn Bruͤcher der die ſenthuͤ⸗ roͤßere in be⸗ ur ſie ollſor⸗ trock⸗ Schaf raber luren Nant, dieſer daß igniß rüͤge, Bließ — 307— den zu ſeyn ſcheint. Ich geſtehe, daß ob ich gleich fruͤher⸗ hin den Verdacht naͤhrte, der in dem ſuͤdlichen Theil von Cambridgeſhire erzeugten Wolle moͤchte die filzende Eigen⸗ ſchaf fehlen, ſich doch niemals weder durch Verſuche, noch Mittheilungen dieſer Verdacht beſtaͤtigt hat, ſondern ganz grundlos iſt. Vielleicht mag das Vließ vor dem verderb⸗ lichen Einfluß der Kreide durch die duͤnne Lage Sandboden verwahrt werden, von welcher dieſer Landſtrich faſt uͤber⸗ all bedeckt iſt. Aber Cambridgeſhire iſt nicht die einzige Grafſchaft in dieſem Theile Englands, welche Schafe von unbe⸗ ſtimmten oder vermiſchten Zuͤgen enthaͤlt, wir finden ſie in allen denen, die um den, freilich etwas unpaſſend, ſo⸗ genannten Norfolk⸗Bezirk herum liegen; und obgleich die Heerden in manchen Faͤllen keine Spuren von der Race mit ſchwarzen Geſichtern, oder ſelbſt von der gehoͤrnten zeigen mogen, ſo finden wir es doch ſchicklicher, jetzt von ihnen zu reden, als bei der Beſchreibung irgend einer andern Familie der Engliſchen Schafe. §. 113. d) Huntingdonſhire. Ein bedeutender Theil von Huntingdonſhire iſt mit unter den Bezirken begriffen, die lange Wolle er⸗ zeugen, und es iſt ſchon eine allgemeine Schilderung des Bodens, der Heerden und ihrer Vließe geliefert worden. Es wird daher hier nur zu bemerken noͤthig ſeyn, daß das kleinere Schaf einen Theil ſeiner Eigenſchaften von dem Cambridgeſhire⸗Schaf empfangen hat, ſie aber mit den Eigenſchaften der auf den reicheren Weiden gepflegten Racen, zu Gunſten der Worſted⸗Manufacturen, inniger — 308— vermiſcht, je naͤher wir den Bezirken kommen, wo dieſe das Uebergewicht haben, und daß dieſelbe kleine Art, die gewoͤhnlich in dem Suͤden der Grafſchaft und an der Grenze von Cambridgeſhire angetroffen wird, mit einer ſchwereren Sorte, die aber nur einen Stapel von mittlerer Laͤnge traͤgt, um ſo inniger ſich vermiſcht, je naͤher wir der Grafſchaft Bedford kommen. Die Flaͤche Landes, welche Kurzwolle in Huntingdonſhire erzeugt, betraͤgt etwa hundert vier und vierzig tauſend Acker, mit Ausſchluß der uͤblichen Abzuͤge, und dieſe ernaͤhren vielleicht nahe an drei Schafe auf 4 Acker und liefern von hundert und acht tauſend Thieren etwa zwei tauſend Vuͤndel Wolle, jedes Vließ zu einem Gewicht von beinahe vier und ein halb Pfund. §. 114. e) Bedfordfhire. Bedfordſhire enthaͤlt eine groͤßere Mannigfal⸗ tigkeit von Bodenarten als die meiſten andern Grafſchaf⸗ ten von derſelben Ausdehnung und erzeugt auf jeder der⸗ ſelben ein verſchiedenes Vließ. In dem noͤrdlichen Theil treffen wir einen ſtrengen und kalten Klay, welcher, ſo wie wir dem Ouse naͤher kommen, in einen ſandigen Lehm aͤbergeht. Darauf folgt ein trockner, ſandiger Bergruͤ⸗ cken von lockerem Gefuͤge, der nur wenig Getreide oder Wolle erzeugt. Laͤngs der ſuͤdlichen Grenze befindet ſich ein Theil jener langen Strecke Kreideboden, der bei Cam⸗ bridgeſhire bereits erwaͤhnt worden iſt. Auf der weſtli⸗ chen Seite der Grafſchaft war es bei den Landwirthen nicht ungewoͤhnlich, eine Heerde Schafe aus einer ent⸗ fernten Gegend zu haben, deren Eigenthuͤmer und Hirte ſe in ſeints von eint geeignet den Heer zeugten! die in ſchmui ſchwer, barern weiden hinlängl ſchungd de Far Ekrich, don Dſte dur ein dft ſehr theil, cktnen u Auf den ihn dien und zeigt ſenheit ei Bei weit ewachſe lich zu ſ Gad von Jengen ge Etrunpf. Theil. wo dieſe Art, die an der nit einer mittlerer aͤher wir Landes, betraͤgt usſchluß icht nahe dert und [Woll, und ein annigfal⸗ tafſchaf⸗ eder der⸗ en Theil ſo wie n Lehm Bergruͤ⸗ de oder det ſich ei Cam⸗ weſtli⸗ wirthen ger ent⸗ d Hirte ſie im Sommer hierher begleiteten, ſie auf den Feldern ſeines Herrn huͤrdete, und ſo wie der Winter nahete, ſie von einem Ort entfernte, der fuͤr ihre Conſtitution nicht geeignet war. Die Schafe, ans welchen dieſe wandern⸗ den Heerden beſtanden, waren klein und abgehaͤrtet, er⸗ zeugten im Allgemeinen ein leichteres Vließ als diejenigen, die im Lande blieben, obgleich es oft ſehr duͤnn und ſchmuzig war. Auf ſtrengerem Boden iſt das Vließ eher ſchwer; das Schaf, das es erzeugt, iſt von einer ſchaͤtz⸗ barern Art als das, was auf den ungetheilten Gemein⸗ weiden gehalten wird, und wenn die Weide mit einem hinlaͤnglichen Pflanzenwuchs bedeckt iſt, um die Vermi⸗ ſchung des Bodens mit der Wolle zu verhindern, ſo iſt die Farbe des Haars ausnehmend guk. Der ſandige Strich, der, wie audere von verſchiedener Beſchaffenheit von Oſten nach Weſten durch die Grafſchaft laͤuft, kann nur ein mageres und kleines Schaf ernaͤhren, deſſen Pelz oft ſehr ſchlecht, kurz geſtapelt und haarig am Hinter⸗ theil, leicht, aber nicht fein, und obgleich auf einer tro⸗ ckenen und geſunden Weide erzengt, doch ohne Dotter iſt. Auf den ſuͤdlichen Huͤgeln iſt der Stapel eher laͤnger, als ihn die Schafrace, dle ihn erzeugt, gewoͤhnlich liefert, und zeigt durch ſeine matte(kraͤnkliche) Farbe die Abwe⸗ ſenheit einer weſentlichen Eigenſchaft guter Tuchwolle an. Bei weiten der groͤßere Theil der in dieſer Grafſchaft gewachſenen Wolle hat eine gelbe Faͤrbung, iſt gemeinig⸗ lich zu lang fuͤr die Kardaͤtſche, beſitzt aber ſelten den Grad von Zaͤhigkeit, der ſie zur Bereitung von Worſted⸗ Zeugen geeignet machen wuͤrde, obgleich ein Theil an die Strumpf⸗Fabrikanten geſandt wird und ſich fuͤr deren II. Theil. 21 — 310— Zwecke gut ſchickt. Da ſie weniger Elaſticitaͤt beſitzt als die Vließe einiger Gegenden von Northomptonſhire, ſo wird der Theil derſelben, der zu Wollentuch verarbeitet werden muß, eine Waare nicht von der ſchlechteſten Be⸗ ſchaffenheit liefern. Ein geringer Theil des Erzeugniſf wird im Lande verbraucht; aber bei weiten der groͤßere Theil wird unverarbeitet auswaͤrts verſandt und giebt den Armen von entfernten Orten Beſchaͤftigung. Der Einfluß und das Beiſpiel des verſtorbenen patriotiſchen Herzogs von Bedford hat gewiß die Gegend unmittelbar in der Naͤhe von Woobarn-Abtei verbeſſert; aber in den entfernteren Theiſen des Bezirks ſcheint der Ackerbau keine ſchnellen Fortſchritte gemacht zu haben. In den letzten Jahren iſt etwas dafuͤr geſchehen, den Vortheil des Pachters durch Verkoppelung der offenen Felder zu befoͤrdern und den Gewinn des Eigenthuͤmers durch An⸗ pflanzung zu ſichern. Aber dieſe Grafſchaft ſcheint nicht derſelbe Unternehmungsgeiſt zu durchdringen, der in einigen andern von dem Schauplaz und dem Mittelpunct der philoſophiſchen Landwirthſchaft entfernter gelegenen bemerkt worden iſt. In den Koppeln haben die Schafe an Zahl abgenommen, aber ihr Erzeugniß an Wolle wiegt ſchwerer als damals, wo zahlreichere Heerden, un⸗ ter einander gemengt, dieſelbe Flaͤche Landes durchſtreif⸗ ten. Die Wolle iſt leider von der Art, die am wenigſten begehrt wird und die leicht auf Weiden, die zur Erzeu⸗ gung eines feinern Stapels nicht ſo gut geeignet ſind, gewonnen werden koͤnnte. In jedem Fall, wo ein von Natur fuͤr Schafe, die ein Vließ von der feinſten Art er⸗ zeugen, geeigneter Boden zur Ernaͤhrung einer Race ver⸗ wandt! das gem eandwit ſoviel ſ ergitbt, und neu jene Ra ſeren Ar Grafſche ſtand zu Meinun Schafe bier tau bleibt, tauſend von beit Polle velche kekannt Wolle ee ſanes al die Scha Vilſſpire und Wal un die Lung au andern u nigen He t beſitzt alg konſhire, perarbeitet chteſten Be⸗ Erzeugniſts der geoͤßete und giebt zung. Der patriotiſchen unmittelbar t; aber in er Ackerbau In den in Vortheil Felder zu durch An⸗ heint nicht a, der in Mittelpunct gelegenen die Schafe an Wolle eerden, un⸗ durchſtreif u wenigſten zur Erzeu⸗ eignet ſind, vo ein bon ſten Act er⸗ Race ber⸗ — 311— wandt wird, die groͤbere Wolle liefert, verliert ſicherlich das gemeine Beſte, ſo großen Vortheil auch ein einzelner Landwirth davon haben mag. Die Groͤße des Viehſtands, ſoviel ſich aus den verſchiedenen gelieferten Nachrichten ergiebt, betraͤgt gegen zwei und neunzig Schafe auf ſieben und neunzig Acker; da aber die Landguͤter, von denen man jene Nachrichten erhalten hat, hauptſaͤchlich von der beſ⸗ ſeren Art waren, und da offenbar ein großer Theil der Grafſchaft nicht im Stande iſt, einen ſo zahlreichen Be⸗ ſtand zu ernaͤhren, ſo wuͤrde nach meiner muthmaßlichen Meinung von jener Durchſchnittsſumme ein Fuͤnftel der Schafe abzuziehen ſeyn, wodurch alſo zwei hundert und bier tauſend als der wahrſcheinliche Beſtand dieſer Thiere bleibt, die auf beinahe zwei hundert neun und ſechzig tauſend Ackern weiden und im Durchſchnitt ein Vließ von beinahe fuͤnf Pfund, oder etwa vier tauſend Buͤndel Wolle liefern. 80 115. H Eſſer. Von den einheimiſchen Schafen von Eſffex, welche in der Grafſchaft, wenn nicht ganz, doch faſt, un⸗ bekannt ſind, wurde ein Vließ von langer und grober Wolle erlangt, das gewoͤhnlich vier Pfund wog. Statt ſeines alten Stammes weidet dieſer Theil des Landes jetzt die Schafracen, die ihren Urſprung und ihre Namen von Wiltſhire, den South⸗Downs, Rorfolk, Dorſetſhire und Wales ableiten. Die Dishley⸗Race hat ſich rund um die Kuͤſte verbreitet und iſt bisweilen ohne Ueberle⸗ gung auf die Gemeinweiden geſetzt worden, was nebſt andern Umſtaͤnden dazu beigetragen hat, die Wolle derje⸗ nigen Heerden, die ſie daſelbſt antraf, zu verderben. Die 21* — 312— Landwirthe ſcheinen aber jetzt uͤberzeugt zu ſeyn, daß ſich dieſe Race mit ſolchen Weiden, ſo wie mit der Nachlaͤſſig⸗ keit ſchlecht vertrage, mit welcher die Schafe auf denſel⸗ ben oft behandelt werden. Die Wiltſhire⸗Race mit weißen Geſichtern, eine abgehaͤrtetere Familie, durch ihren duͤrf⸗ tigen Pelz ausgezeichnet, nimmt den nordweſtlichen Theil der Grafſchaft ein, und die Norfolk⸗Zucht iſt an der Grenze von Suffolk die ausgebreitetſte. Auf Epping⸗Forſt, auf den ihm nahe gelegenen Guͤtern und auf den zahlrei⸗ chen Gemeinweiden, an welchen dieſe Grafſchaft ſo reich iſt, wird die Wales⸗Race hauptſaͤchlich vorgezogen. Aber die in Eſſex unter dieſem Namen bekannten Schafe haben wenig Anſpruch auf dieſe Benennung. Es ſind zwar leichte Bergthiere mit einigen Zuͤgen, welche dem Stamm des Fuͤrſtenthums(Wales) gleichen; ihr Blut iſt aber mit dem vieler andern Familien vermiſcht. Die von ihnen erzeugte Wolle iſt oft grob, kurz und ſtichelhaarig; werden ſie jedoch mit mehr als gewoͤhnlicher Sorgfalt gewartet, ſo iſt das Vließ fein, geſchmeidig und weich und beſitzt einige der beſten Eigenſchaften der Tuchwolle. Die Nor⸗ folk⸗Familie mit ſchwarzen Geſichtern, die fruͤherhin in dieſer oͤſtlichen Abtheilung Englands war, geht faſt ganz aus, und die South⸗Down ⸗Race nimmt ihre Weiden ein. Sie iſt in einem großen Theil des Bezirks eingefuͤhrt und verbreitet worden, durch den Einfluß von Gutsbeſitzern, die ſie zuerſt in ihren Parks zogen und mit preiswuͤrdi⸗ gem Eifer ihre Paͤchter von den ausgezeichneren Vorrheilen, die aus der Pflege ſolch eines Schafſtammes gezogen wer⸗ den koͤnnten, uͤberzeugten. Hier, ſo wie in ihrer Mut. ter Grafſchaft, liefern die Norfolk⸗Schafe eiwa zwei⸗ gfund T drii, un drei und Echafti auf di keine ger Theils d ſimmig unregel in Bezi Hauptge ausmach Durchſch detj Acke ſo wird lihe Ve rechn ſebog: dert un fañt ſic M von eine ſchieden die ſehr eine Ver fordett. auf welc geuͤnden erſcheiner auſgeſtl n, daß ſich Nachläſſig⸗ auf denſel⸗ mit weißen ihren duͤrf⸗ ichen Theil iſt an der ping⸗Forſ den zahlrei⸗ ſo reich iſt den. Aber hafe haben ſind zwar n Staum t iſt aber von ihnen g; werden gewartet, und beſitzt Die Nor⸗ herhin in faſt ganz eeiden ein. ührt und öbeſitzern, eiswuͤrdi⸗ ortheilen, ogen wer⸗ ter Mut⸗ wa zwei⸗ — 313— Pfund Wolle, die von der Sputh⸗Down⸗Race beinahe drei, und die Abkoͤmmlinge von der Wiltſhire⸗Race etwa drei und ein Viertel. Es giebt nur wenige Dorſetſhire⸗ Schafe in Eſſer, und die Dishley⸗Race iſt jetzt faſt allein auf die Marſchen der Grafſchaft beſchraͤnkt. Es ſind keine genauen Nachrichten uͤber den Schafbeſtand dieſes Theils des Reichs vorhanden, er wird aber beinahe ein⸗ ſtimmig als ſchwach dargeſtellt; und der Boden iſt ſehr unregelmaͤßig damit beſetzt, welchen Umſtand man haͤufig in Bezirken bemerkt, wo Schaͤferei⸗Haltung nicht einen Hauptgegenſtand der Aufmerkſamkeit des Landbeſitzers gusmacht. Wenn wir die Anzahl der Schafe nach einer Durchſchnitt⸗Annahme aus acht Nachrichten zu zwei auf drei Acker Land ſchaͤtzen, und das Vließ zu drei Pfund, ſo wird das Reſultat groß genug werden, um die ſaͤmmt⸗ liche Wolle der Grafſchaft in ſich zu faſſen. Die Zahl der zu rechnenden Aecker betraͤgt an ſieben hundert acht und ſiebzig tauſend; die der Schafe belaͤuft ſich auf fuͤnf hun⸗ dert und neunzehn tauſend; und die Menge Wolle auf faſt ſechs tauſend fuͤnf hundert Buͤndel. Mehrere der vorſtehenden einzelnen Angaben ſind mir von einem Mann geliefert worden, der viele Jahre in ver⸗ ſchiedenen Theilen der Grafſchaft Wolle gekauft hat, und die ſehr ſchoͤne Art, mit der er ſie mittheilte, legten mir eine Verbindlichkeit auf, die meine oͤffentliche Dankſagung fordert. Da er aber verſichert, daß er keine Data faͤnde, auf welche eine Berechnung der Groͤße des Viehſtandes zu gruͤnden waͤre, ſo moͤchte ich vielleicht ſchon anmaßend erſcheinen, wenn ich auch nur eine Vermuthung daruͤber aufgeſtellt haͤtte. — 314— Der Boden von Eſſex iſt ſicherlich fuͤr die Conſtitu⸗ tion der Schafe und fuͤr die Erzeugung einer ſchaͤtzbaren Wolle geeignet, indem er groͤßtentheils trocken und frei von einem leichten Sand, oder einer kreidigen Oberflaͤche iſt. Es iſt im Allgemeinen eine wohl geſchuͤtzte Grafſchaft und kann ſich einer milden und freundlichen Atmoſphaͤre ruͤhmen. §. 116. Gebraͤuche im Norfolk⸗Bezirk. In dem Bezirk, der etwas uneigentlich der Bezirk der Norfolk⸗Schafe genannt werden mag, wird die Wolle oft nach dem Pfund verkauft; in einigen Theilen deſſelben nach dem tad von acht und zwanzig, in andern von neun und zwanzig Pfund; aber es zeigt ſich im Gan⸗ zen eine Neigung, oͤrtliche Gebraͤuche bei Seite zu legen und allgemeinere anzunehmen. Der Gebrauch des Rie⸗ mens, der oben beſchrieben worden iſt, iſt noch nicht ganz aufgegeben; aber viele Landwirthe beſchweren ſich daruͤber und ſind geneigt, eine neue Weiſe, ihre Wolle zu wiegen, anzunehmen, wodurch alle Zweideutigkeit in Hinſicht des tod, von dem ſie Gebrauch machen, gehoben wuͤrde. Faſt in allen Theilen des Bezirks wird das einheimiſche Schaf fuͤr ſchlecht erkannt und macht allmaͤhlig vorzuͤg⸗ licheren Racen Platz. In den Grafſchaften Bedford, Huntingdon und Cambridge ſtreben die Wollzuͤchter dar⸗ nach, eine ſchwerere Race zu erhalten, und ſelbſt in Nor⸗ folk wird fuͤr die ausgezeichnete Vortrefflichkeit der South⸗ Down⸗Art, als durch Erſahrung beſtaͤtigt, ſehr ſtark ge⸗ ſtritten, und einige ihrer Anwalde gehen in ihren Hoffnun⸗ gen gar ſo weit, daß ſie erwarten, in einigen Jahren wird ſ Grafſch D ſalbſt i Gelegen laagen lage d gehend faſt in Eaſt T in der pelrn (Eim Düöße terſch Bode in den bon T dieſes ten ſie in den und ei haben jrgend ſie ein Fremd. genth ie Conſtitn⸗ ſchaͤtbbaren en und ſrei Oberflaͤche Grafſchaft Atmoſphäͤr * der Bezirk wird die een Theilen in andern ch im Gan⸗ ke zu legen h des Rie⸗ nicht ganz ich daruͤber zu wiegen, inſicht des ben wuͤrde. inheimiſche lig vorzuͤg⸗ n Bedford, uͤchter dar⸗ lbſt in Ror⸗ der South⸗ hr ſtark ge⸗ n Hoffnun⸗ zen Jahren — 315— wird ſie der einzige wolltragende Schafſtamm in der Grafſchaft ſeyn. B. Southdown⸗ 2 Gezirk. §. 117. Die Southdown⸗Schafe. Das Schaf, welches wir als die Lieblings⸗Race, ſelbſt in einem Theil des Norfolk⸗ Bezirkes, zu bezeichnen Gelegenheit gehabt haben, hat ſeinen Namen von einer langen Reihe(Kette) Kreidehuͤgel, welche, von der Haupt⸗ lage dieſer Erdart in dem ſuͤdlichen Theil Englands aus⸗ gehend, in die Grafſchaft Suſſex im Weſten tritt und faſt in gerader Linie durch ſie laͤuft, bis ſie nahe an Eaſt Bourne das Meer erreicht. Dieſe Bergkette, die in der Grafſchaft eine Ausdehnung von beinahe funfzig Meilen hat, iſt von betraͤchtlicher Hoͤhe, ohne Koppeln (Einzaͤunungen) und enthaͤlt eine Reihe offener Hoͤhe⸗ Bloͤßen(Downs), durch ihre Lage und ihren Namen un⸗ terſchieden von einem noͤrdlicheren Landſtrich von aͤhnlichen Boden und Hoͤhe, der durch Surry und Kent laͤuft und in den Felſen der Forelands und der beruͤhmten Klippe von Dover endigt. Auf dieſen South-Downs wurde dieſes Schaf zuerſt mit Erfolg gepflegt, und von da ſand⸗ ten ſie jene Colonieen aus, die allmaͤhlig eine Veraͤnderung in den kurzwolligen Schafen der umliegenden Grafſchaften und einiger entfernten Theile Englands bewirken. Doch haben ſie bis jetzt noch nicht, wie die Dishley⸗Zucht, irgend eine einheimiſche Schafrace aus den Gegenden, wo ſie eingefuͤhrt wurden, verdraͤngt, ſie werden noch als Fremdlinge betrachtet und legen den Schaͤfern ihre Ei⸗ gruehimichkeiten und ihr Erzeugniß als Gegenſtaͤnde der — 32416— Vergleichung vor, im Vertrauen, daß, wenn man ſie nur pruͤfe, ihr uͤberlegener Werth allen einleuchten werde. Das Thier, obgleich ſeine Geſtalt es unter die kleineren Schafracen ſetzt, und obgleich ſeine Wolle kurz und fein iſt, hat keine Hoͤrner; Geſicht und Beine ſind grau, und ſeine Glieder ſind nicht ſehr lang, ſein Kopf und der obere Theil des Nackens iſt dick und ſcheint ſchwer, und das Haar ſteht ſehr dicht auf dem Fell. Man vermuthet, daß dieſe Schafart, ob ſie gleich durch die Behandlung große Veraͤnderungen erlitten hat, mit unvermiſchtem Blute von dem Urſtamm abſtamme, der in ſchr fruͤher Zeit uͤber die ſuͤdlichen Theile Englands, und zwar von der oͤſtlichen Kuͤſte bis zur aͤußerſten Spitze von Cornwall, verbreitet geweſen iſt. An den Vließen der South⸗Down⸗Schafe haben wir einen großen Mangel an Gleichfoͤrmigkeit bemerkt. Der Theil, der auf dem Ruͤcken des Thiers waͤchſt, weicht oft von dem Erzeugniß der Seiten und Schultern ſehr bedeutend ab; und das Hintertheil faͤllt ploͤtzlich ins Grobe, iſt auch groͤßer, als von einem ſolch feine Wolle tragenden und in der Naͤhe der aͤlteſten Manufacturen weidenden Schafe haͤtte erwartet werden moͤgen. Bis⸗ weilen iſt das Wollhaar nicht ſo gleichmaͤßig in ſich ſelbſt, als es der Tuchmacher wuͤnſcht, ſondern enthaͤlt eine Menge jener groben und langen Haare, die an einer an⸗ dern Stelle dieſes Werks als ſolche beſchrieben worden ſind, die dem Vließ ein bartiges(haariges) Anſehen ge⸗ ben und dem Tuch nachtheilig ſind. Uebrigens mag der Eifer, mit welchem die Schaͤfer dieſer Gegenden die Ver⸗ Selung ihrer Heerden verfolgen, ſeit jener Zeit, wo ich nit dit waͤrtig Vließe heer kannte det h Rer den ſchef läſſig niger landt den ſ waͤhr holt den denſ bon! Eben Pevt den! Att ſſ un Gtre der in man ſie hten werde, te kleineren 3 und fein grau, und der obere „ und das uthet, daß ung große Blute von it uͤber die roͤſtlichen verbreitet afe haben bemerkt. ſt, weicht ſtern ſehr tzlich ins ine Wolle ufacturen n. Bis⸗ ſich ſelbſt, haͤlt eine einer an⸗ ; worden ſehen ge⸗ mag der die Ver⸗ wo ich mit dieſer Gattung Wolle mehr zu thun hatte als gegen⸗ waͤrtig, eine große Veraͤnderung in den Eigenſchaften der Vließe bewirkt haben, und ohne Zweifel werden unter ihrer Aufſicht Verſuche gemacht werden, um jedem be⸗ kannten Mangel abzuhelfen. 4 §. 118. a) Suſſex. Auf den Hoͤhe⸗Bloͤßen(Downs) iſt die Schafhut der Hauptgegenſtand der Landwirthe, und die Lage ihrer Heerden wird allgemein als vorzuͤglich dargeſtellt. In den weniger hoch gelegenen Gegenden dieſer Graf⸗ ſchaft zeigen dieſe nuͤtzlichen Thiere Spuren von Vernach⸗ laͤſſigung. Es ſind rauhere Thiere, tragen ein viel we⸗ niger ſchaͤtzbares Vließ, und in Nachrichten, die uͤber die landwirthſchaftliche Lage von Suſſex bekannt gemacht wor⸗ den ſind, werden ſie oft mit Stillſchweigen uͤbergangen, waͤhrend die guten Eigenſchaften der andern Race wieder⸗ holt geſchildert werden. In dieſer Grafſchaft finden wir den urſpruͤnglichen Stamm von Hampſhire und auch denjenigen, welcher die Eigenthuͤmlichkeiten ſeiner Natur von der Race herleitet, die ſich am zahlreichſten auf den Ebenen von Dorcheſter findet. Auf der Flaͤche nahe bei Pevenſey wird eine ſchwerere Race, etwa wie die auf den Romney⸗Marſchen, gefunden; aber die Schafe der Art ſind nur wenig zahlreich, und ihr Woll⸗Erzeugniß iſt unter dem von der Grafſchaft Kent mit inbegriffen. Unter den Bodenarten von Suſſex iſt jene lange Strecke Kreideboden, welche als die urſpruͤngliche Weide der South⸗Down⸗Zucht erwaͤhnt worden iſt, den Woll⸗ haͤndlern und Tuchmachern am merkwuͤrdigſten; einige — 318— von dieſen, die dieſen Theil des Reichs nicht kennen, erſtaunen, wenn ſie hoͤren, daß er eine große Menge reichen fruchtbaren Bodens enthalte, der von einem ſtei⸗ fen Klay zu leichtem und unfruchtbarem Sand uͤbergehe, und daß die Ausdehnung des Kreidebodens nicht mehr als den vierten Theil des Ganzen betrage. Nach der Ver⸗ ſchiedenheit des Bodens iſt die Groͤße des Schafbeſtandes, der unterhalten wird, ſehr abweichend. Der Kreideſtrich ernaͤhrt, mit Beihuͤlfe des aus dem Thale erhaltenen Win⸗ terfutters, eine große Menge Schafe, und die Gegend um Petworth und laͤngs der Kuͤſte ſcheint einen ſtarken Beſtand von der Dorſetſhire⸗Race zu haben, die hier, ſo wie an andern Orten, hauptſaͤchlich wegen ihrer fruͤhen Laͤmmer gehalten wird; aber weiter nach dem Rorden hin werden wenig Schafe bemerkt, außer auf den Gemein⸗ weiden, die ſehr zahlreich und bisweilen ſehr ausgedehnt ſind. In dieſem Bezirk iſt es gebraͤuchlich, die Laͤmmer zu ſcheeren. Die Menge der von einem jeden gewonnenen Wolle betraͤgt gewoͤhnlich etwa acht Unzen; in einigen Jahren aber belaͤuft ſie ſich betraͤchtlich hoͤher, und in andern weniger. Auch die Vließe der vollwuͤchſigen Schafe, die zu zwei verſchiedenen Schurzeiten gewon⸗ nen werden, ſind in ihrem Gewichte ſchwankend. Wenn die in den Zollhaͤnſern an der Kuͤſte von der Wolle erho⸗ bene Einnahme voͤlliges Zutrauen verdient, ſo hat das von ein und derſelben Perſon eingegangene, eine gleich große Anzahl Vließe enthaltende und hoͤchſt wahrſchein⸗ lich von der naͤmlichen Heerde und auf demſelben Boden erzeugte Buͤndel Wolle in verſchiedenen Jahren voͤllig um kennen, Menge nem ſtei⸗ bergehe, nehr als eer Ver⸗ ſtandes, ideſtrich en Win⸗ Gegend ſtarken hier, ſo fruͤhen den hin zemein⸗ gedehnt mmer zu onnenen einigen und in chſigen gewon⸗ Wenn erho⸗ at das gleich nſchein⸗ Boden Uig um — 319— ein Siebentel ſeines Gewichts geſchwankt. Wenn die Heerden anderer Theile des Reichs in verſchiedenen Jah⸗ ren Vließe von ſo ungleichem Gewichte liefern, ſo muß das Geſammt⸗Erzeugniß des Landes bisweilen einen ſo großen Unterſchied geben, wie man es ſich gewoͤhnlich nicht denkt. Es giebt in der That kaum einen Theil der⸗ Inſel, wo das Erzeugniß an Wolle, ſo wie an den mei⸗ ſten andern Subſtanzen, nicht zuweilen reichlich, zuweilen kaͤrglich geweſen iſt. Es wuͤrde nuͤtzlich ſeyn, die Urſa⸗ chen auszuforſchen, auf welchen dieſe Abweichung beruht, und die Extreme, zwiſchen welchen ſie hin und her ſchwankt. Auf den South⸗Downs erzeugen die Schafe etwa zwei Pfund Wolle. Vielleicht iſt das Vließ im Durch⸗ ſchnitt nicht ſchwerer, obgleich die Zollregiſter etwa zwei Pfund fuͤnf Unzen angeben. Aber man muß bedenken, daß dort kein Unterſchied in den Landguͤtern gemacht wird, auf welchen die Vließe gewachſen ſind, und daß in den weniger hoch gelegenen Theilen von Suſſer und auf ſtren⸗ gerem Boden jedes Schaf wenigſtens drei Pfund liefert. Dieß muͤſſen wir als den Durchſchnitts⸗Ertrag jenes Theils der Grafſchaft betrachten. Die Menge des von den South⸗Down⸗Heerden eingenommenen Landes muß etwas groͤßer als die Aus⸗ dehnung der Kreideberge angenommen werden„ denn in dem Winter ziehen ſie einen Theil ihres Unterhalts von den reicheren Auen. Ein Mann, der dieſen Bezirk ge⸗ nau kennt, hat ausgerechnet, daß die Ausdehnung ihrer Weide etwa ſechzig Meilen lang und fuͤnf bis ſechs breit iſt und drei Schafe auf zwei Ackern ernaͤhrt. An eini⸗ gen Stellen der Bergkette, beſonders oſtwaͤrts, kann der — 320— Beſtand nicht geringer als zwei Schafe auf jeden Acker ſeyn;z aber von den Ufern des Adur weſtwaͤrts, bis an das aͤußerſte Ende der Grafſchaft iſt kaum mehr als ein Schaf auf den Acker zu rechnen. Nach dieſen, durch viele Nach⸗ richten bekraͤftigten Daten alſo, mag das fuͤr dieſe Schaf⸗ art geeignete Land auf zwei hundert und eilf tauſend zwei hundert(24 1200) Acker, der Beſtand auf drei hundert und ſechzehn tauſend acht hundert(316800) Schafe, und die Wolle auf zwei tauſend ſechs hundert und vierzig Buͤndel geſchaͤtzt werden. In den uͤbrigen Theilen von Suſſer ſcheint, nach Abzug der Ebene von Pevenſey von der ganzen Fläche, die Anzahl der Schafe ſich nahe an hundert und vierzehn auf hundert und fuͤnf Acker zu be⸗ laufen. Aber dieſe allgemeine Durchſchnittsſumme iſt fuͤr viele Theile der Grafſchaft offenbar zu groß und iſt durch die Beſchreibung derjenigen Orte veranlaßt worden, wo die Schafwirthſchaft vor jeder andern Benutzungsart des Bodens den Vorzug erhalten hat. Bringen wir alſo fuͤr die ſandige Strecke an der noͤrdlichen Grenze der Graf⸗ ſchaft und fuͤr die Forſte von Saint Leonard und Ash⸗ down, wo der Beſtand von wolletragenden Thieren gering iſt, etwas in Abzug, ſo rechnen wir, daß ſechs tauſend acht hundert Buͤndel Wolle auf beinahe ſechs hundert vier und zwanzig tauſend Ackern und von fuͤnf hundert ſieben und vierzig tauſend Schafen gewonnen werden. Von dieſer Menge Wolle gelangt am Ende ein großer Theil in die Manufacturen von Yorkſhire. Wahrſchein⸗ lich moͤgen die Manufacturen im Weſten Englands von dort einen Theil ihres Bedarfs beziehen, da die Naͤhe der Webſtuͤhle, die Beſchaffenheit ihrer Erzeugniſſe, und die Eige einen und abtt Etze well hert Wo Ei kel fer Gu mij über der neh ſe bon dul Ale iſtt von beih berp geme ine einen dene ten! en Acker San das n Schaf le Nach⸗ Schaf⸗ end zwei hundert Schafe, vierzig len von ey von ahe an zu be⸗ iſt fuͤr durch 1, wo rt des ſſo fuͤr Graf⸗ Ash⸗ gering zuſend t vier ſieben roßer chein⸗ 3 von de der d die — 321— Eigenſchaften, der auf den Downs erzeugten Vließe zu einer Verbindung zwiſchen den Tuchmachern von Wiltſhire und den Wollzuͤchtern von Suſſer einladen. Wir ſind aber nicht im Stande, die Beſtimmung des ſaͤmmtlichen Erzeugniſſes der Grafſchaft genau anzugeben. Unter denen, welche die dickere Sorte gefaͤrbten Tuches verfertigen, herrſcht ein ſtarkes Vorurtheil gegen die South⸗Down⸗ Wolle, weil man allgemein findet, daß ihr die filzende Eigenſchaft fehlt, die zur Vollkommenheit derjenigen Arti⸗ kel unumgaͤnglich noͤthig iſt, welche ſie gewoͤhnlich ver⸗ fertigen; und obgleich uͤberzeugt, daß dieſer Mangel an Guͤte dem Einfluß des Kreidebodens zugeſchrieben werden muͤſſe, und verſichert, daß der Boden dieſer Art ſich nicht uͤber mehr als ein Drittel der Grafſchaft erſtrecke, und daß der Boden anderer Gegenden der Erzeugung eines durch aus⸗ nehmende Vortrefflichkeit ausgezeichneten Vließes guͤnſtig ſey, ſo hat der Tuchmacher ſo viel von den South⸗Downs von Suſſex gehoͤrt, und hat ſo oft durch unrechte Anwen⸗ dung ihrer Vließe Schaden gelitten, daß er nun gegen aalle in der Grafſchaft erzeugte Wolle mißtrauiſch iſt. Es iſt ein Ungluͤck, daß der Name ihrer heimathlichen Weide von der Gattung Schafe, die hier zuerſt gezogen wurde, beibehalten worden iſt, als ſie in andere Theile des Reichs verpflanzt wurden, weil es viele Wollkaͤufer mißtrauiſch gemacht hat, die von ihr erzeugten Vließe moͤchten, ſelbſt in einer Entfernung von den Downs, und obgleich auf einen von dem ihrer fruͤhern Heimath weſentlich verſchie⸗ denen Boden verſetzt, ihren eigenthuͤmlichen Fehler beibehal⸗ ten haben. Manche, denen das Intereſſe des Landes am Herzen liegt, ſind beſorgt geweſen, ſie moͤchte die eigen⸗ 322— thuͤmliche Zartheit ihres Haars einigen der aͤlteſten Wollſorten Großbrittanniens mittheilen, Die Einfuͤhrung der Merino⸗ Race in einigen Theilen dieſer beruͤhmten Weiden, die fuͤr Schafe ſo guͤnſtig, fuͤr eine Claſſe von Tuchmachern aber ſo ſehr ein Gegenſtand der Furcht ſind, wird in kurzen zur Genuͤge zeigen, ob der Fehler in der Wolle gaͤnzlich von dem Boden herruͤhre, oder zum Theil von der Conſtitution des Thiers, ob ihm durch die Erzeugung einer groͤßeren Menge Dotters und eines geſchloſſeneren Pelzes, den natuͤrlichen Folgen einer Vermiſchung mit der Spaniſchen Race, ent⸗ gegen gearbeitet werden koͤnne, oder ob die Vermengung verſchluckender Erdarten mit dem im Wachsthum be⸗ griffenen Haar die beſte Art Vließe in einen unvollkom⸗ menen Stapel umwandle und eine der ausgezeichnetſten Eigenſchaften der Wolle zerſtoͤre. §. 119. Maͤrkte und Gebraͤuche. Hier werden, ſo wie in den oͤſtlichen Theilen des Reichs, die Vließe nach dem tod gewogen; in Suſſex aber betraͤgt er zwei und dreißig Pfund ſtatt acht und zwanzig, welches die urſpruͤngliche und in jedem, Langwolle lie⸗ fernden Bezirk angenommene Zahl iſt. England hat von Flandern viele Kunſtausdruͤcke, deren ſich die Tuchmacher und die Wollhaͤndler bedienen, und manche in ihren Ge⸗ werbszweigen herrſchende Gebraͤuche angenommen; aber beſonders in dem ſuͤdoͤſtlichen Theil verrathen dieſe ihren urſprung am ſtaͤrkſten und deuten, wie zu erwarten ſtand, eine engere Verbindung zwiſchen dieſem Theil Großbrittanniens und dem alten Sitz der Wollen⸗Manu⸗ factur an. Bloß in dieſen Gegenden iſt das tod gebraͤuch⸗ Wollſorten Merino⸗ —, die füͤr n aber ſo urzen zur von dem ution des n Menge tuͤrlichen ace, ent⸗ mengung um be⸗ vollkom⸗ hnetſten len des ſer aber wanzig, le lie⸗ at von macher en Ge⸗ ; aber ihren warten Theil Manu⸗ raͤuch⸗ — 323— lich, und vielleicht mag die Steigerung an verſchiedenen Orten von acht und zwanzig auf neun und zwanzig, dreißig und zwei und dreißig Pfund von oͤrtlichen Umſtaͤnden her⸗ ruͤhren, die jetzt gaͤnzlich in Vergeſſenheit gerathen ſind. Da aber dieſes Gewicht nicht bei der Laͤmmer⸗Wolle an⸗ gewandt wird, ſo iſt es wahrſcheinlich, daß der Gebrauch, dieſe zarten Thiere zu ſcheeren, erſt nach dem dauernden Beſtand der Wollen⸗Manufactur in England in Gang ge⸗ kommen iſt. Die Menge dieſer Art Wolle, die gegen⸗ waͤrtig in Suſſex gewonnen wird, angenommen, daß das ſaͤmmtliche Erzeugniß zuſammen geſtellt werde, belaͤuft ſich auch etwa auf ſechs hundert und dreißig Buͤndel, in⸗ dem wir rechnen, daß die Zahl der Laͤmmer im Allgemei⸗ nen etwa ein Drittel der alten Schafe betrage, und daß das Verhaͤltniß des Schlachtviehes wie eins zu fuͤnf ſey. §. 120. b) Kent. Bei der Beſchreibung der Wolle von der Romney⸗ Marſch iſt eine allgemeine Schilderung der urſpruͤnglichen Schafe von Kent und ihrer Wieße gegeben worden, die wir nicht zu wiederholen brauchen. Sowohl diejenigen, mit denen der reichere Boden beſetzt iſt, als auch diejeni⸗ gen, die auf einer hoͤher gelegenen und einer trockeneren Weide graſen, zeigen, indem ſie von demſelben Stamm abſtammen, beinahe die naͤmlichen unterſcheidenden Merk⸗ male in ihrer Carcaſſe und in ihrer Wolle. Doch haben in den hoͤheren Gegenden der Grafſchaft die urſpruͤnglich einheimiſchen Thiere ſeit langer Zeit in ihren Huͤrden die eigenthuͤmliche Race von Wiltſhire, die ſich ſehr allgemein im Lande verbreitet hat, und die Dorſet⸗Race zugelaſſen, mit Lammfleiſch verſorgen, weil ſie ihre Jungen fruͤher zur Welt bringen als die meiſten Thiere derſelben Art. Aber gegenwaͤrtig wird die, wegen ihres leichten Fuͤtterns, ihrer gut geſtalteten Carcaſſe und ihres vorzuͤglichen Pelzes preiswuͤrdige South⸗Down⸗Race geſchätzt und macht reißende Forkſchritte. In der Zukunft, wenn ſie den urſpruͤnglichen Stamm anders nicht verdraͤngt, mag ſie ihn ſo veraͤndern, daß daraus eine der Suſſer⸗Zucht an Geſtalt und Vließ aͤhnliche Race hervor geht. Die Grafſchaft Kent zeigt eine große Mannigfal⸗ eigkeit in ſeinen Bodenarten, welche, obgleich gemeinig⸗ lich auf einer Unterlage von Kreide ruhend, gewoͤhnlich dick genug ſind, um die Vließe gegen den verderblichen Einfluß der kreidigen Erde zu ſchuͤtzen. Dieſe Subſtanz iſt am haͤufigſten in den noͤrdlichen und oͤſtlichen Theilen vorhanden und giebt ihnen an einigen Stellen den An⸗ ſchein von Unfruchtbarkeit, erfordert aber im Allgemeinen einen ſtarken Schafſtamm. Nach Suͤden zu iſt ein aus⸗ gedehnter Strich reichen und fruchtbaren Bodens, der jetzt uneigentlich das Gehoͤlz(Weald) von Kent heißt, wo der Klay⸗Boden zur Erzeugung von Holz ſowohl, als fuͤr ſchwerere Thiere geeignet iſt und mehr fuͤr Ochſen als fuͤr Schafe verwendet wird. In dem weſtlichen Vier⸗ tel findet eine groͤßere Mannigfaltigkeit der Wirthſchafts⸗ arten und eine gluͤcklichere Miſchung von Weide und artbaren Laͤndern Statt. In der Mitte der Grafſchaft ſind waͤhrend der Sommermonate nur wenige Schafe zu bemerken, aber zur Winterszeit ſind die Felder dicht mit dem jungen Nachwuchs beſetzt, der in dieſe milderen die von denen beguͤnſtigt wird, welche den Londner Markt Geger der R Epitz Londor werden ten, b dert u Acker Natt die einer Theer verkan wird ſandt zeſch ſend acht Erzen ein N hier a fern ei ſchaft. fir de nicht, tet we d ſhire hat wie IL. T ner Markt gen fruͤher elben Art. Fätterns, hen Pelhes nd macht n ſie den „mag ſie Zucht an aunigfal⸗ eemeinig⸗ voͤhnlich erblichen Subſtattz Theilen den An⸗ gemeinen ein aus⸗ 5, der heißt, owohl, Ochſen Vier⸗ chafts⸗ de und fſchaft afe zu ht mit lderen Gegenden aus dem freier liegenden und ſtuͤrmiſchen Clima der Romney⸗Marſch geſendet wird, und in der weſtlichen Spitze ſind die eingezaͤunten Felder wegen der Naͤhe von London zu ſchaͤtzbar, um als Schafweiden gebraucht zu werden. Unter dieſen Umſtaͤnden koͤnnen wir nicht erwar⸗ ten, daß der Schafbeſtand der Grafſchaft uͤber vier hun⸗ dert und fuͤnf Schafe auf fuͤnf hundert zwei und ſechzig Acker betragen werde; aber die Einfuͤhrung einer beſſeren Race, als die von den alten Hochlands⸗Guͤtern iſt, und die Naͤhe des erſten Markts im Reiche ermuntern zu einer außerordentlichen Aufmerkſamkeit auf dieſes nuͤtzliche Thier. Die Wolle dieſer Grafſchaft wird nach dem Pfund verkauft und findet ihren Hauptabſatz in London. Sie wird hauptſaͤchlich an die noͤrdlichen Manufacturen ge⸗ ſandt und belaͤuft ſich auf etwa ſieben tauſend Buͤndel, geſchoren von beinahe fuͤnf hundert vier und zwanzig tau⸗ ſend fuͤnf hundert Schafen, die auf ſieben hundert und acht und zwanzig tauſend Acker Land ſich naͤhren. Das Erzeugniß eines vollwuͤchſigen Schafes wird auf drei und ein Viertel Pfund Wolle geſchaͤtzt, und die Laͤmmer, denen hier auch im erſten Jahre der Pelz ausgezogen wird, lie⸗ fern etwa acht Unzen aufs Stuͤck. Aber die Schafwirth⸗ ſchaft, die an vielen Orten mehr zur Abſicht hat, Laͤmmer fuͤr den Schlaͤchter als fuͤr die Zuzucht zu ziehen, geſtattet nicht, daß die ganze Anzahl als Wolle erzeugend betrach⸗ tet werde. §. 121. c) Hampſhire. Die Einfuͤhrung der South⸗Down⸗Schafe in Hamp⸗ ſhire und die willige Aufnahme, die ſie daſelbſt fanden, hat mich bewogen, dieſe Grafſchaft in den Bezirk zu ſetzen, II. Theil. 22 — 326— der als ihre angemeſſenere(eigenthuͤmlichere) Weide be⸗ V Men trachtet werden mag. Der urſpruͤngliche Stamm war mhe ſehr verſchieden von dem, der ſein Blut von den Downs ſcht von Suſſer herleitet, und von dem rauheren Schaf, das len⸗ Mr. Marſchall fuͤr den urſpruͤnglichen Stamm der ſuͤdli⸗ enmn chen Grafſchaften haͤlt. Die einheimiſchen Schafe von inen Hampſhire hatten am gewoͤhnlichſten weiße Geſichter und Frih weiße Beine, die nur ſcheckig wurden, wenn ihr Blut mit Heſch dem irgend einer dunkleren Race vermiſcht ward. Sie hat, hatten Hoͤrner, große Gliedmaßen, und die Carcaſſe war ſehr leicht und enge. Faſt jeder Theil dieſer Beſchreibung muß Wol uns auf die Vermuthung leiten, daß dieſe alten Schafe der zu einer Familie von ganz eignem Charakter gehoͤrt haben, lieger den wir bei der Beſchreibung der Wiltſhire⸗Wolle zu be⸗ berſc rrachten Gelegenheit haben werden, und der vielleicht ein einen hinreichender Grund ſeyn muͤßte, ſie unter einen andern und Bezirk zu ſtellen. In ihrer verbeſſerten Geſtalt, die eini⸗ und ger Maßen durch die uͤberlegte Auswahl der Boͤcke von ter! demſelben Stamm und durch ins Große getriebene, mit Geiſt aͤnde unternommene Verſuche bewirkt worden zu ſeyn ſcheint, Neic iſt die Laͤnge der Beine vermindert, die Carcaſſe runder daßt und gedraͤngter gemacht worden, waͤhrend ſie in andern in la Hinſichten ihre alten Unterſcheidungs⸗Merkmale beibehal⸗ wäͤht ten haben. In den Faͤllen aber, wo ſie mit der Suſſex⸗ ſä Zucht gepaart worden ſind, welches die am gewoͤhnlichſten e befolgte Veredelungs⸗Weiſe zu ſeyn ſcheint, gleicht die riſch Nachkommenſchaft viel genauer der South⸗Down⸗Race. zuhur Man findet, daß dieſe letztere Race bei haͤrterer Koſt ge⸗ dem deiht und ein feineres Vließ erzeugt als der urſpruͤng⸗ liche Stamm; und in einer Grafſchaft, die eine große Weide be⸗ tamm war en Dowyns ſchaf, das der ſuͤdle chafe von ſchter und Blut mit ard. Sie ereaſſe war ung muß en Schafe t haben, le zu be⸗ leicht ein n andern die eini⸗ döcke von mit Geiſt ſcheint, e runder mandern beibehal⸗ Suſſex⸗ nlichſten ſeicht die n⸗Ract. Koſt ge⸗ iſpruͤng⸗ ſe große — — 327— Menge trockener und hoch liegender Weide beſitzt, die nahe an ausgedehnten Manufacturen liegt, und in welcher ſich der Sitz*) des erſten in Brittannien verfertigten Wol⸗ len⸗Stuhls befindet, kann dieſe Race wohl erwarten, mit einem hoͤhern Grad von Ueberlegung und Erfolg und durch einen edleren Unternehmungsgeiſt eingefuͤhrt zu werden. Fruͤherhin war die Wolle von Hampſhire von ſchlechter Beſchaffenheit; aber die Aufmerkſamkeit auf die Carcaſſe hat, wie es allgemein der Fall iſt, eine zufaͤllige, jedoch ſehr bedeutende Wirkung auf das Vließ gehabt. Die Wolle, die auf Forſtgrund gewachſen iſt(ein Ausdruck der provinciell zu ſeyn und unverkoppelte, weniger hoch liegende, oder in Hinſicht des Bodens von den Downs verſchiedene Gemeinweide zu bezeichnen ſcheint) wird von einem ſchon bejahrten Wollhaͤndler als fein, aber ſchmuzig und voll Sand geſchildert, die auf den Downs iſt laͤnger und rauher, und auf dem artbaren Lande iſt ſie noch haͤr⸗ ter und rauher. Wahrſcheinlich mag ein Theil der Ver⸗ aͤnderung, die in dem Vließ, das in dieſem Theil des Reichs erzeugt wird, Statt gefunden hat, darin beſtehen, daß ſie es weicher und ſanfter gemacht hat. Nach einigen in landwirthſchaftlichen Schilderungen von Hampſhire er⸗ waͤhnten Umſtaͤnden, und nach den Manufacturen der Graf⸗ ſchaft zu ertheilen, ſcheint ſie einige lange Wolle zu erzeu⸗ gen; aber es iſt deren zu wenig, und ſie iſt zu ſehr untet⸗ miſcht mit der kuͤrzeren Art, um eine beſondere Schaͤtzung zuzulaſſen. Die Guͤte des Vließes wird als zwiſchen dem Wiltſhire⸗Vließ, welches beſſer iſt, und dem Dorſet⸗ 22* *) Naͤmlich Wincheſter; ſ. S. 57 dieſes Werks. — 328— Vließ, welches ſchlechter iſt, mitten inne ſtehend geſchil⸗ dert. Beim Waͤgen der Wolle iſt der tod uͤblich, ſchwankt aber zwiſchen acht und zwanzig und ein und dreißig Pfund. Letzteres iſt das gewoͤhnlichſte, und vielleicht iſt das von neun und zwanzig Pfund das am wenigſten uͤbliche. In dieſem Bezirk des Reichs iſt der auf eine gewiſſe Zahl Acker geſetzte Schafbeſtand ſehr verſchieden, was leicht erklaͤrlich iſt, wenn wir die Bodenarten und die oͤrtliche Lage betrachten, die keine Gleichfoͤrmigkeit weder in der Wirthſchaftsart, noch in den Wirthſchaftszweigen zulaͤßt. Nordwaͤrts iſt der Boden tief und gut. Ein breiter Strich kreidiger Downs(Hoͤhe⸗Bloͤßen), eine Fort⸗ ſetzung von denen in Suſſex, und mit dieſen von gleicher Hoͤhe und gleichem Ausſehen, laͤuft von Oſten nach Weſten durch den Mittelpunct der Grafſchaft und ſtoͤßt an glei⸗ chen Boden in Wiltſhire. Nach dem Suͤden abwaͤrts wird das Land fruchtbarer und waldig, aber wegen der zahlreichen großen Buchten, die in ſeine Kuͤſte eingeſchnit⸗ ten ſind, iſt die Atmoſphaͤre feucht und fuͤr die Conſtitu⸗ tion des Schafs ſchlecht geeignet. Die Downs, obgleich gewoͤhnlich als Kreideboden beſchrieben, ſollen zu ihrer Oberflaͤche eine duͤnne Lage eines andern Bodens haben; da ich aber weder dieſen Theil von Hampſhire beſucht, noch die Wolle, die er erzeugt, geſehen habe, ſo bin ich nicht im Stande, zu ſagen, ob er ein mit jener filzenden Eigenſchaft verſehenes Vließ liefere, die allezeit ein weſent⸗ liches Erforderniß zu einer vorzuͤglichen Tuchwolle iſt. Nehmen wir die Ausdehnung von Hampſhire, mit Aus⸗ ſchluß der Inſel Wight, und ziehen ein Achtel fuͤr Wald, Gebaͤude und Landſtraßen ab, ſo haben wir ſieben hun⸗ dert eini fen Wo hun hun muß Har gre 71 Ec in ſent eini Ein d geſchil ſchwankt i Pfund. das von e. e gewiſſe n, was und die eit weder kszweigen it. Ein ine Fort⸗ gleicher hWeſten an glei⸗ abwaͤrts eegen der geſchnit⸗ Conſtitu⸗ obgleich zu ihrer haben; beſucht, bin ich filzenden weſent⸗ volle iſt. nit Aus⸗ r Wald, den hun⸗ dert fuͤnf und ſiebzig tauſend Acker, mit einem hoffentlich einiger Maßen genau ausgerechneten Beſatz von zwei Scha⸗ fen auf drei Acker. Jedes Schaf traͤgt etwa drei Pfund Wolle, und alle zuſammen liefern etwa ſechs tauſend fuͤnf hundert Buͤndel, indem ſie ſich etwa auf beinahe fuͤnf hundert und ſiebzehn tauſend belaufen. Aber vielleicht muͤßten wir mehr als ein Achtel von dem Flaͤcheninhalt Hampſhires abziehen, wegen ſeiner Forſte und der ſehr großen Menge Waſſer, das auf ſeiner ſuͤdlichen Grenze gefunden wird. In dieſem Fall wird die Anzahl der Schafe genauer zu einer andern Rechnung paſſen, die ſie in einer runden Summe auf drei hundert und funfzig tau⸗ ſend angiebt, aber ohne Beſtaͤtigungsgruͤnde und mit einigen Umſtaͤnden, welche die Angabe verdaͤchtig machen. Ein Theil der hier gewachſenen Wolle verſorgt vielleicht die weſtlichen Manufacturen, ein anderer Theil gelangt gewißlich zu den noͤrdlichen. 9. 122. d) Inſel Wight. In den reizenden laͤndlichen Gegenden und auf den wohl gepflegten Weiden der Inſel Wight graſen Schafe, welche, gleich denen von der urſpruͤnglichen Hampſhire⸗ Race, ſchmaͤchtige und unſcheinbare Thiere ſind. Das Ausſehen der Heerde iſt durch einige Individuen von den Wiltſhire⸗ und Dorſet⸗Racen verbeſſert worden, bekommt aber wahrſcheinlich ihre beſte Veredelung von der Einfuͤh⸗ rung der South⸗Down⸗Art, welche, um mich des Gleich⸗ niſſes eines reiſenden Landwirths zu bedienen, unter den Eingebornen ausſehen wie das ſtolze und ſchoͤn geputzte Arabiſche Roß unter einer Heerde der demuͤthigſten und — 330— duͤmmſten unter den Thieren. Das South⸗Down⸗Schaf liefert hier eben ſo gute Wolle als auf ſeinem einheimi⸗ ſchen Boden, und die Bergkette, die von Oſten nach Weſten ſtreicht und ſich bedeutend nach dem ſuͤdlichen Theil der Inſel hinneigt, liefert eine Weide, die von den hoch gelegenen Theilen von Suſſex nicht ſehr abweicht. Auf den Guͤtern, die einen Theil der Downs in ſich be⸗ greifen, liefern die Schafe, wie gewoͤhnlich, ein leichteres Vließ, als dasjenige iſt, welches von den Heerden gewon⸗ nen wird, deren Weide auf die niedriger liegenden Ebenen beſchraͤnkt iſt, und eine groͤßere Menge Wolle wird auch von denjenigen Thieren gewonnen, welche in dem weſtli⸗ chen Theil des Landes weiden, als von denjenigen, die nahe an der oͤſtlichen Spitze gehalten werden. Die erſte⸗ ren liefern ein Vließ, deſſen Gewicht auf drei und ein halb Pfund geſchaͤtzt wird, waͤhrend die letzteren nur etwa drei Pfund Wolle liefern. Auf den weniger frucht⸗ baren Bodenarten iſt die Groͤße des Beſtandes etwa ſechs Schafe auf fuͤnf Acker Land; aber auf den reicheren Guͤ⸗ kern, die nicht ganz dem Schafe gewidmet ſind, kommt nur ein Thier auf zwei Acker. Es iſt nicht moͤglich, den Flaͤchengehalt der Hoͤheweide allein mit der erforderlichen Genauigkeit zu ſchaͤtzen; vielleicht aber werden wir uns nicht weit von der Wahrheit entfernen, wenn wir anneh⸗ men, daß ſie etwa den dritten Theil der Inſel begreift, und rechnen, daß ſie im Ganzen etwa ein und ſechzig tau⸗ ſend Schafe ernaͤhrt und nahe an acht hundert Buͤndel Wolle auf ſieben und achtzig tauſend fuͤnf hundert tragbaren Aeckern liefert. Nachdem die Wolle nach dem iod von neun und mwani warts endlic meiner Meng ſc, it au auf a vierzig angeg ſädoſt ſt der dheilt dg, ſandi und neun) venn jihhen eit vo nomm Polle weit a tiner, Oorſe diellie Dejir zoch dn.Scha einheimi, ſten nach ſuͤdlichen von den abweicht. ſich be⸗ leichteres n gewon⸗ n Ebenen ed auch weſtli⸗ gen, die ie erſte⸗ und ein eren nur frucht⸗ va ſechs eren Guͤ⸗ kommt ich, den erlichen vir uns anneh⸗ hegreift, zig tau⸗ el Wolle agbaren un und zwanzig Pfund gewogen iſt, wird ſie von der Inſel aus⸗ waͤrts verſandt und hat hoͤchſt wahrſcheinlich dieſelbe endliche Beſtimmung wie die Hampſhire⸗Wolle im Allge⸗ meinen. Es iſt bisweilen gemuthmaßet worden, daß die Menge der auf der Inſel gewachſenen Wolle nicht ſo groß ſey, als wir ſie gerechnet haben. Die Zahl der Schafe iſt auf dreißig tauſend angegeben worden, der Laͤmmer auf acht tauſend, und einige andere Nachrichten haben vierzig tauſend als den Geſammt⸗Betrag von beiden angegeben. §. 123. e) Surry. In Surry, der letzten Grafſchaft, die zu dem ſuͤdoͤſtlichen Bezirk von Kurzwolle gezogen werden muß, iſt der Boden weniger abwechſelnd als in vielen andern Theilen des Reichs. Das Innere der Grafſchaft iſt krei⸗ dig, trocken und unfruchtbar und enthaͤlt große Strecken ſandiger Heide, welche nur wenig Nahrung fuͤr Schafe und andere vierfuͤßige Thiere liefern. Etwa ſechs und neunzig tauſend Acker ſind von dieſer Beſchaffenheit, und wenn wir etwas fuͤr die nahe Nachbarſchaft Londons ab⸗ ziehen, die allezeit auf reicherem Boden die Aufmerkſam⸗ keit von der Schafhaltung abhaͤlt, ſo kann fuͤglich ange⸗ nommen werden, daß ein Viertel von Surry ſo wenig Wolle erzeugt, als eine gleich große Flaͤche von jenen weit ausgedehnten Heiden des noͤrdlichen Englands. In einer groͤßeren Entfernung von der Hauptſtadt werden die Dorſet⸗Schafe gepflegt, und es werden fruͤhe Laͤmmer, vielleicht in groͤßerer Anzahl als in den meiſten andern Bezirken, gezogen. Die alten einheimiſchen Schafe, die noch auf den Heiden gefunden werden,„ſind ein Zweig — 332— jener Familie, die als der urſpruͤngliche Stamm dieſer fuͤdlichen Grafſchaften ſo oft erwaͤhnt worden iſt. Von den beſſeren Weiden iſt ſie nicht nur von der Dorſet⸗, ſon⸗ dern auch von den vorzuͤglicheren Wiltfhire⸗ und Suſſex⸗ Racen vertrieben worden, deren jede hier ein Vließ er⸗ zeugt, was demjenigen gleich kommt, das von den Bewohnern ſeiner heimiſchen Weiden geſchoren wird. Die Wolle von den Banſted⸗Downs iſt dargeſtellt wor⸗ den als kurz, dick und geſchloſſen, waͤhrend die von den uͤbrigen Heiden laͤnger, aber weicher, grob, ſchmuzig (ſchlecht behandelt) und ganz voll Sand iſt; ſie zeichnet ſich oft durch eine vom Boden angenommene ſchmu⸗ zige Farbe aus und beſitzt einige der beſten Eigenſchaf⸗ ten eines Vließes. Auf dem zaͤheren Boden betraͤgt der Beſtand beinahe fuͤnf Schafe auf ſechs Acker, oder zwei hundert drei und ſiebzig tauſend Vließe werden er⸗ zeugt auf drei hundert ſieben und zwanzig tauſend Acker zaͤhlbaren Landes. Fuͤgen wir nun dazu den Schafbeſtand der Heiden, der ſich etwa auf zehn tauſend belaufen mag, und nehmen wir das Vließ im Durchſchnitt zu drei Pfund an, ſo betraͤgt das Erzeugniß der Grafſchaft etwas mehr als drei tauſend fuͤnf hundert Buͤndel Wolle. Der groͤßere Theil derſelben wird auf den Londner Markt geſandt und gelangt zuletzt in die Manufacturen von Yorkſhire und Lancaſhire. C. Wiltſhire⸗Bezirk. §. 424. a) Wiltſhire. Wilt fhire fuͤhrt uns in einen neuen Bezirk von Kurzwolle, wo ein Schaf gefunden wird, das in Hinſicht ſeiner unſer berſc aus und keich an d diſe Vi aus ſche ſldd liche Dot erm vot R hen Erd nen liche daß⸗ die ſtrei ter troc b heite run unm dieſer iſt. Von orſet⸗, ſon⸗ nd Suſſer⸗ Vließ er⸗ 3 von den ren wird. ſtellt wor⸗ ie von den ſchmuzig ſie zeichnet ene ſchmu⸗ Eigenſchaf⸗ den beträͤgt lcker, oder werden er⸗ ſend Acker hafbeſtand ufen mag, rei Pfund das mehr rgroͤßere andt und hire und gzirk von ainſcht — 333— ſeiner Zuͤge und ſeines Vließes von denjenigen, die bisher unſere Aufmerkſamkeit auf ſich gezogen haben, ſehr weit verſchieden iſt. Hier beſtehen die einheimiſchen Heerden aus gehoͤrnten Thieren mit vollkommen weißen Geſichtern und Beinen, einer flachen Stirn ohne Buͤſchel, einer leichten und langen Carcaſſe, welche an dem Bauch und an dem untern Theile der Bruſt keine Wolle erzeugt, und dieſe Schafe ſind durch ihre Hoͤhe und das kurzgeſtapelte Vließ dazu geeignet, ſich auf trocknem Boden und weit ausgedehnten Weiden zu naͤhren. Die Natur und die in Wiltſhire angenommenen Wirth⸗ ſchaftsarten theilen die Grafſchaft in zwei Theile. Die ſuͤdoͤſtliche Abtheilung zeichnet ſich aus durch eine erſtaun⸗ liche große Flaͤche hohen und kreidigen Bodens, wo offene Downs(Hoͤhe⸗Bloͤßen) ſich an einander reihen und dem ermuͤdeten Auge eines Fremden trocken, kalt und traurig vorkommen. Doch wird der aufmerkſame(nachdenkende) Reiſende hier die Phyſiognomie und den Boden des Landes bemerken, die unermeßlich langen Hoͤhen von kreidiger Erde, welche das Hauptlager der Subſtanz zu ſeyn ſchei⸗ nen, welche ein ſo unterſcheidendes Kennzeichen des ſuͤd⸗ lichen. Theils Brittanniens ausmacht. Er wird bemerken, daß, obgleich fͤr menſchlichen Aufenthalt ſchlecht geeignet, die Wuͤſten uͤberall von zahlreichen Schafheerden durch⸗ ſtreift werden, von ihren einſamen und ungeſelligen Fuͤh⸗ rern begleitet, und den Beweis liefern, daß auch die trockenſten Wuͤſten durch menſchliche Betriebſamkeit ergie⸗ big gemacht werden koͤnnen. Denkmaͤler alter Begeben⸗ heiten werden die Sitten, den Geſchinack, die Verwir⸗ rungen und den Aberglauben voriger Zeiten in ſein Ge⸗ dechtniß zuruͤckrufen; aber auf den Hoͤhe⸗Bloͤßen(Downs) von Marlborough und den Flaͤchen von Salisbury darf er kein Ergoͤtzen von ſchoͤnen laͤndlichen Anſichten erwar⸗ ten, denn er wird weder das verborgene Thal, noch den ſchlaͤngelnden Bach, die gruͤnende Aue, noch das ſchoͤn gepflanzte Gebuͤſch, weder den Sitz des gemaͤchlichen Ueber⸗ fluſſes, noch die niedrigere Wohnung der genuͤgſamen Arbeit bemerken. In den niedrig liegenden Theilen des Bezirks werden ihn wohl die Beſchaͤftigungen mit Land⸗ wirthſchaft, die Geduld der Fabrikanten und das Geraͤuſch des Handels erfreuen. Aus dieſem ſonderbaren Theil des Reichs erheben ſich, wir wiederholen es, die drei hoͤchſten und nacktſten Gebirgs⸗Ruͤcken der ſuͤd ⸗oͤſtlichen Gegend und beſtimmen das landwirthſchaftliche Syſtem in den Grafſchaften, durch welche ſie laufen; der erſte dieſer Kreide⸗Ruͤcken trennt Hampfhire und Suſſex von einander und endet bei Beachy-Head*); der zweite erſtreckt ſich bis an die oͤſtliche Kuͤſte von Kent; und der dritte fuͤhrt die Wiltſhire⸗Schafrace ſelbſt bis Cambridge⸗ ſhire und verliert ſich dann unter dem Sand von Suffolk. Die Behandlung der Heerde verſteht man in Wilt⸗ ſhire ſehr gut, und die Thiere, aus welchen ſie beſtehen, zeigen ſowohl in ihrem Bau, als in ihren Bewegungen deutliche Beweiſe von der großen Aufmerkſamkeit ihrer Eigenthuͤmer. Hier verlangten die Guͤter ein leichtes und gewandtes Thier, was im Stande iſt, ohne Rachtheil einen weiten Raum in wenig Zeit zu durchſtreifen, ohne Schwierigkeit auf den ſteilſten Abhaͤngen eines gebirgigen *) Ein hohes Vorgebirge in Suſſer. Sehi ohne: erhalte muß. Heerde des M Ruheſe dieſet tet, als g daſ ſtäͤnde kandn kreidig lamm dieſe ſütt richt Scha zu get die G gerech der glſetzl gering tin zuläß Nache nich theila Downs) ury darf erwar⸗ doch den s ſchoͤn nleber⸗ gſamen len des it Land⸗ GBeraͤuſch n Theil die drei ſtlichen Syſtem. er erſte ſer von zweite und der nbridge⸗ d von Wilt⸗ eſtehen, gungen t ihrer tes und achtheil , ohne irgigen — 335— Bezirks herum zu klettern, die brennende Sommerhitze ohne Obdach zu ertragen und von den Graͤſern ſich zu erhalten, die es von den trockenſten Hoͤhe⸗Feldern abnagen muß. Da der Pferch der Hauptzweck iſt, weswegen Heerden in dieſem Bezirk gehalten werden, ſo muͤſſen ſie des Morgens nach ihrer Weide und des Abends nach ihrer Ruheſtaͤtte einen weiten Weg machen. Fuͤr Verhaͤltniſſe dieſer Art wird ein jeder, der die Wiltſhire⸗Race betrach⸗ tet, ſie, ſowohl hinſichtlich ihres Baues, ihres Naturels, als auch der Leichtigkeit des Vließes, ſehr geeignet finden. Da ſie in der hier herrſchenden Wirthſchaftsart Gegen⸗ ſtaͤnde von der hoͤchſten Wichtigkeit ſind, ſo haͤlt ein jeder Landwirth eine große Anzahl. Diejenigen, die in dem kreidigen Theile der Grafſchaft leben, ſind ſammt ihren Laͤmmern auf fuͤnf hundert tauſend geſchaͤtzt worden; aber dieſe Berechnung iſt alt, und der Grund, auf den ſie ſich ſtuͤtzt, iſt unſicher und ungenuͤgend. Eine andere Nach⸗ richt nimmt an, daß dieſer Bezirk ein und drei Viertel Schaf auf den Acker ernaͤhre; aber vielleicht, wie dieß zu gewoͤhnlich der Fall iſt; ſind in dieſer Schaͤtzung nur die Gutsfelder begriffen, ohne daß der aus einer Trifft⸗ gerechtigkeit entſpringende Vortheil beruͤckſichtigt iſt, oder der angenommene Acker iſt betraͤchtlich groͤßer als das geſetzliche Maß. Es wird behauptet, die Anzahl ſey jetzt geringer als fruͤherhin; aber die South⸗Down⸗Race, ein abgehaͤrtetes Thier, und was einen zahlreichen Beſatz zulaͤßt, iſt hier ſehr allgemein eingefuͤhrt. Die beſten Nachrichten, zu denen ich habe gelangen koͤnnen, leiten mich auf die Vermuthung, daß der Beſtand in dieſer Ab⸗ theilung der Grafſchaft etwa vier Schafe auf drei Acker betragen moͤge, und daß vier hundert ſieben und dreißig tauſend tragbare Aecker fuͤnf hundert drei und achtzig kau⸗ ſend fuͤnf hundert Schafe erhalten, welche, zu zwei und drei Viertel Pfund jedes, ein Erzeugniß von beinahe ſechs tauſend ſieben hundert Buͤndel Wolle liefern. Der nordweſtliche Theil der Grafſchaft, wo in Art und Gegenſtand die Wirthſchaft von der in dem andern Theil herrſchenden eben ſo verſchieden iſt wie der Bo⸗ den, haͤlt einen viel geringeren Schafſtand. Es giebt da einige ſo ganz fuͤr Kuͤhe geeignete Plaͤtze, daß ſie faſt alles uͤbrige Vieh ausſchließen, und die Menge von vor⸗ zuͤglichem Kaͤſe, welche das Land erzeugt, zeigt an, daß das Vließ bei den Landwirthen kein Gegenſtand von der erſten Erheblichkeit ſey. Aus den Nachrichten, die ich zu ſammeln im Stande geweſen bin, iſt der Beſtand etwa drei Schafe auf vier Acker; dieß trifft aber keines⸗ wegs mit den allgemeinen Schilderungen und den be⸗ kannten Verhaͤltniſſen des Landes uͤberein. Rechnet man im Durchſchnitt ein Schaf auf zwei Acker, ſo wird das Reſultat vielleicht der Wahrheit naͤher kommen. Zwei hundert fuͤnf und dreißig tauſend Acker ernaͤhren alſo hun⸗ dert und ſiebzehn tauſend fuͤnf hundert Schafe; und da jedes Schaf etwa drei Pfund Wolle erzeugt, ſo betraͤgt die Geſammt⸗Menge dieſes Artikels vierzehn hundert und ſechzig Buͤndel. Das noͤrdliche Wiltſhire iſt viel anmu⸗ thiger als der andere Theil der Grafſchaft, iſt weniger hoch liegend und beſſer mit Waſſer verſehen. Seine Fel⸗ der ſind eingezaͤunt und enthalten mehr Holz. Der Bo⸗ den iſt reich und warm, zur Molkerei gut geeignet, in deren Behandlung ſich die Einwohner ſehr auszeichnen. D ₰‿ bedeute iſ gre da das che und erzeugt. Auf der die Ve geren Koppe wegen mit ei dob diej kommen denn Nanuf glande Grafſe Manu muß, ahgeht A ſonder ſandig an, weicher des K ß und dreißig achtzig tau⸗ u zwei und on beinahe effern. wo in Art em andern e der Bo⸗ Es giebt daß ſie faſt 2 von vor⸗ t an, daß d von der , die ich r Beſtand er keines⸗ den be⸗ chnet man wird das n. Zwei alſo hun⸗ und da betraͤgt dert und el anmu⸗ weniger eine Fel⸗ Der Bo⸗ gnet, in eichnen. 337— Die Wolle der Grafſchaft beſitzt im Ganzen einen bedeutenden Grad von Gleichmaͤßigkeit. Das Wollhaar iſt groͤßtentheils weiß, ſanft und aͤußerſt reinlich; und da das Vließ klein iſt, indem das Schaf an dem Bau⸗ che und an dem untern Theile der Schenkel keine Wolle erzeugt, ſo iſt es frei von Klunkern und Saum⸗Flocken. Auf den Feldern, die aufgebrochen worden ſind, wird die Wolle groͤber und haͤrter, vielleicht wegen der inni⸗ geren Miſchung der Kreide mit dem Haar, und in den Koppeln werden die Schafe hauptſaͤchlich des Maͤſtens wegen gehalten. Die kreidigen Downs ſind groͤßtentheils mit einer duͤnnen Schicht eines andern Bodens bedeckt; ob dieſe aber in allen Faͤllen hinreichend ſey, die Voll⸗ kommenheit des Vließes zu bewahren, weiß ich nicht; denn die Wolle wird faſt ſaͤmmtlich in den weſtlichen Manufacturen verarbeitet, und nur ein ſehr kleiner Theil, glaube ich, gelangt zu den noͤrdlichen Webſtuͤhlen. Die Grafſchaft erzeugt ſelbſt verſchiedene Artikel der Wollen⸗ Mauufactur, wozu ſich die Land⸗Wolle ſehr gut eignen muß, ob ihr gleich die filzende Eigenſchaft faſt ganz abgeht. §. 125. b) Berkſhire. An der ſuͤdlichen Seite von Berkſhire, und be⸗ ſonders an den Grenzen von Surry, einem leichten und ſandigen Landſtrich, treffen wir ein ſehr kleines Schaf an, welches nicht mehr als anderthalb Pfund feiner, weicher und geſchmeidiger Wolle liefert. Laͤngs der Ufer des Kennet und bis zu einiger Entfernung von dem Fluß ernaͤhrt das Feld ein ſchwereres Schaf, als man — 338— es in den meiſten uͤbrigen Theilen der Grafſchaft findet, und ſetzt es in den Stand, ein groͤßeres Vließ mit einem laͤngeren Stapel zu liefern. Durch den breiteſten Theil der Grafſchaft laͤuft ein Ruͤcken von Kreidebergen, wo die Landguͤter groß, und ſtark mit Schafen be⸗ ſetzt ſind, die hauptſaͤchlich von der Wiltſhire Race ſtammen und eine kurze Wolle wie auf ihren heimiſchen Ebenen erzeugen. Gegen die nordliche Grenze der Graf⸗ ſchaft iſt das Land reich und fruchtbar, dem beſten Bo⸗ den Englands vielleicht an Guͤte gleichkommend, und erzeugt ein fuͤr die Beduͤrfniſſe des Tuchmachers gut ge⸗ eignetes Vließ. Selbſt der kreidige Boden wird durch eine duͤnne Schicht Grand, die ihn bedeckt, weniger ſchaͤdlich fuͤr die Vließe, die er liefert, als die Weiden einiger andern Bezirke. Die Heerden von Berkſhire wer⸗ den allgemein als aus guten und ſchoͤnen Schafen be⸗ ſtehend geſchildert, und die durch ihr Naturell und Ge⸗ ſtalt in dem Wirthſchafts⸗Syſtem, was dort das uͤblich⸗ ſte iſt, ſehr nuͤtzlich ſind. Von den South⸗Down⸗ und Dorſet⸗Racen ſind auch Schafe eingebracht worden und verſprechen ihren Theil zur weiteren Veredelung der Heer⸗ den beizutragen. Gegenwaͤrtig ſind die Vließe des Bo⸗ dens und der Schafart wegen, die ſie erzeugt, ſowohl im Gewicht, als auch in der Feinheit verſchieden; nur in einigen Theilen der Grafſchaft werden ſie waͤhrend des Wachsthums zu ſehr vernachlaͤſſigt und nach der Schur ſorglos und unreinlich behandelt. Vielleicht mag die von den verſchiedenen Schafen in dieſem Theil des Landes erzeugte Wolle im Durchſchnitt etwa drei und ein viertel Pfund wiegen; der Beſtand etwa drei Schafe ſche well gut fi weſalie ger u Vieß. ſchaft ausde Auf d es ein und d Fabrit ken un ger we nehr eezeuge *) N wol gem den haft findet, Vließ mit breiteſten eidebergen, hafen be⸗ ire⸗Race heimiſchen der Graf⸗ beſten Bo⸗ end, und s gut ge⸗ dird durch weniger e Weiden hire wer⸗ hafen be⸗ und Ge⸗ as uͤblich⸗ ewn⸗ und rden und der Heer⸗ des Bo⸗ ſowohl en; nur waͤhrend nach der icht mag theil des drei und Schafe auf vier Acker betragen; die geſammte Anzahl drei hun⸗ dert und ſechs tauſend ſechs hundert auf vier hundert und acht tauſend acht hundert Ackern, und das ſaͤmmtliche Er⸗ zeugniß vier tauſend ein hundert und funfzig Buͤndel Wolle. Ein Theil der Vließe wird von den weſtlichen Manufac⸗ turen verarbeitet, und das uͤbrige von den noͤrdlichen verbraucht. Das Gewicht, deſſen man ſich am gewoͤhn⸗ lichſten bedient, iſt der tod von acht und zwanzig Pfund. §. 126.*) Orfordſhire. Ein Theil von Orfordſhire, hauptſaͤchlich die noͤrd⸗ liche Spitze, der Strich Landes, welcher dem Fluß Char⸗ well folgt, und ein Theil ſuͤdlich von Orford, eignet ſich gut fuͤr Schafe von den groͤßeren Racen. Oeſtlich und weſtlich von dieſen reicheren Weiden iſt der Boden ma⸗ ger und eignet ſich fuͤr Schafe von einem leichteren Vließ. Die Kreideberge, die von Berkſhire in die Graf⸗ ſchaft treten und ſich quer durch deren ſuͤdlichen Theil ausdehnen, liefern eine Weide von ſehr ſchlechter Art. Auf den reicheren Feldern waͤchſt die Wolle laͤnger, als es einige Zweige der Wollen⸗Mannfactur erheiſchen, und die Grobheit des Haars macht ſie fuͤr die feineren Fabrikate unbrauchbar. Selbſt in den ſteinigten Bezir⸗ ken und auf den magerern Feldern iſt die Wolle weni⸗ ger werth, als es der Fall ſeyn wuͤrde, wenn man mehr dafuͤr ſorgte, ſie fuͤr einen beſtimmten Zweck zu erzeugen. Vielleicht moͤgen die Blanket⸗Manufacturen*) *) Witney iſt der Hauptort in England fuͤr Blankets oder wollene Bettdecken; ſie werden nirgends feiner und beſſer gemacht. Es giebt mehrere Qualitaͤten von Blankets; von den groben dienen die Cuts zu Hangmatten auf Schiffen, — 340— zu Witney, und die Manufa ctur von Worſted⸗Pluͤſche*) (worsted shaggs) zu Banbury, welche beide eine be⸗ deutende Elaſticitaͤt in dem rohen Material erfordern, dazu beigetragen haben, daß die hier erzeugten Vließe zur Verfertigung von wollenem Tuch weniger tauglich ſind als die der benachbarten Grafſchaften. In dem ſuͤdlichen Theil bemerken wir die Wiltſhire⸗Schafe mit ihrem kurzen und duͤrftigen Pelz, die wie gewoͤhnlich die trockenen Graͤſer einer kreidigen Weide abnagen. Ich ſchaͤtze die Anzahl der Schafe nach den beſten Nach⸗ richten, die ich habe erhalten koͤnnen, zu vier auf fuͤnf Acker. Das Vließ, welches zwiſchen drei und ſieben Pfund ſchwankt, nehmen wir fuͤr den noͤrdlichen Theil der Grafſchaft im Durchſchnitt zu vier und ein halb, zu drei und ein halb Pfund aber fuͤr den ſuͤdlichen Theil an. Der erſtere umfaßt beinahe zwei hundert und ſech⸗ zig tauſend Acker tragbares Land, und hundert zwei und zwanzig tauſend fuͤnf hundert bleiben fuͤr letzteren. Dar⸗ aus ergeben ſich alſo nahe an drei hundert und vier tau⸗ ſend ſechs hundert Schafe, und fuͤnf tauſend drei hundert Buͤndel Wolle. Davon wird ein Theil im Lande ver⸗ braucht, ein anderer geht nach Leiceſter in die Strumpf⸗ Fabrik, und ein dritter nach Yorkſhire zu Wollenzeugen. und die Hykes gehen nach der Kuͤſte der Barbarei, wo der gemeine Manu ſich Tags und Nachts darin einhuͤllt. Nem⸗ nich a. a. O. S. 426. *) Es giebt zwei Haupteintheilungen des Pluͤſch; er iſt ent⸗ weder bloß von Langwolle(Long or Jersey wool); oder der Grund iſt Wolle und die Oberflaͤche Kameelhaar. Jener heißt Worsted-Shay, und dieſer Hair Shay. Nemnich a. a. O. S. 313. 1 4 Ouse Gto pel, net! geſta ſen? 68 d uni de gema zugli wird, ſcheid von Wasd durc debot aßt zu zie vir jeder teiſche ratte liegen Geme ⁴) 1 E! Pluͤſche) de eine he⸗ erfordern, gten Vließe er tauglich In dem Schafe mit öhnlich die gen. Ich ken Nach⸗ auf fuͤnf nd ſieben hen Theil halb, zu zen Theil und ſech⸗ zwei und n. Dar⸗ vier tau⸗ hundert ide ver⸗ Strumpf⸗ enzeugen. , wo der t. Nem⸗ er iſt ent⸗ oder der . Jenet ich g. 4,0, g. 127. d) Buckinghamſhire. Buckinghamſh re beſitzt auf beiden Seiten des Ouse eine Menge Landes, welches Schafe von mittler Groͤße ernaͤhrt; und einige ihrer Vließe haben einen Sta⸗ pel, deſſen Laͤnge und Zaͤhigkeit ſie zum Kaͤmmen geeig⸗ net machen. Aber das Haar iſt feiner, als es bei lang geſtapelten Vließen gewoͤhnlich iſt, und in einem zu gro⸗ ßen Verhaͤltniß mit kurzer Wolle vermiſcht; ſehr oft wird es durch die Strenge der Witterung, oder durch eine unuͤberlegte Vermiſchung mit einer verſchiedenen Race, die auf den Hohe⸗Guͤtern haͤufig iſt, zu zart(ſchwach) gemacht.— Weiter ſuͤdwaͤrts wird das Vließ viel kleiner, vor⸗ zuͤglich das, was auf den anmuthigen Huͤgeln erzeugt wird, welche die Gewaͤſſer des Ouse von denjenigen ſcheiden, die der Themſe zufließen; und in dem Thal von Aylesbury*) iſt der reichere Boden wiederum dem Wachsthum eines ſchwereren Stapels guͤnſtig. Quer durch den Suͤden der Grafſchaft laͤuft ein Strich Krei⸗ deboden, die Fortſetzung jenes Ruͤckens, der uns veran⸗ laßt hat, Buckinghamſhire zu dem Bezirk von Wiltſhire zu ziehen. Auf dieſen kreidigen Chiltern Huͤgeln finden wir wieder die leicht⸗vließige Schafrace, die ſich von jeder andern durch die ſtarken und beſtimmten Zuͤge un⸗ terſcheidet, welche ſie in ihrer heimiſchen Grafſchaft chu⸗ rakteriſirt. Steigen wir von dieſen trockenen und hoch liegenden Gegenden herab, ſo treffen wir viel Holz und Gemeinheiten, mit kleinen und halb verhungerten Scha⸗ *) The Vale of Aylesbury iſt eine von den fruchtbarſten Strecken im ganzen Koͤnigreich⸗ 23 342 fen, deren Pelze ihre eigne Dürftigkeit und die Unacht⸗ ſamkeit ihrer Herren beurkunden. Im Allgemeinen eig⸗ net ſich die Wolle von Buckinghamſhire, die auf kreidi⸗ gem Boden erzeugte ausgenommen, zum Gebrauch der Tuchmacher, indem ſie kurz, weich und geſchmeidig iſt; ſie iſt aber ſehr oft ſchmuzig, mit einem großen und groben Hintertheil beſchwert und bisweilen mit Stichel⸗ haaren vermiſcht. Die am haͤufigſten vorkommenden Schafe ſtammen von dem Blut der Dorſet⸗, der Wilt⸗ ſhire⸗ und einer Blendlings⸗Art, die keinen entſchiede⸗ nen Charakter beſitzt. In einigen Theilen der Grafſchaft, wo die Feuchtigkeit des Bodens der Conſtitution dieſer zarten Thiere nachtheilig iſt, findet ſich der Landwirth bewogen, von einem entfernten Ort eine Heerde zu mie⸗ then, die, unter der Aufſicht ihres Eigenthuͤmers, auf dem Felde waͤhrend des Sommers gehuͤrdet werden muß. Dieſe fremden Schaͤfer, wie ſie genannt werden, erzäͤh⸗ len uns, daß ſie aus Shropshire ſeyen, und geben die Wolle fuͤr das Erzeugniß von Schafen aus jenem Theile des Reichs aus, obgleich die Heerde ſowohl, als ihre eigne Mundart dieſer Behauptung widerſprechen. Die Dishley⸗Race iſt in einigen Theilen von Buckingham⸗ ſhire eingefuͤhrt worden, und der Geſchmack am ſchwere⸗ ren Vließe iſt ſehr allgemein herrſchend. In vielen Faͤl⸗ len aber, wo wir mit Vergnuͤgen den zunehmenden Werth der Carcaſſe bemerken, iſt zu bedauern, daß die Wolle ſo ſehr leidet. Gutsbeſitzer in dieſer Grafſchaft wuͤrden wohl thun, den Werth ihrer Wolle zu erhoͤhen, durch eine Auswahl der feinſten Pelze; denn ſie liegen ſehr ent⸗ fernt von den letzten Maͤrkten, wohin ſie geſandt wer⸗ ünre dens 11 Men der nte die Unacht⸗ meinen eig⸗ auf kreidi⸗ ebrauch der hmeidig iſt großen und it Stichel⸗ kommenden der Wilt⸗ entſchiede⸗ Grafſchaft, ttion dieſer kandwirth de zu mie⸗ mers, auf erden muß. en, erzaͤh- geben die enem Theile „ als ihre hen. Die ickingham⸗ m ſchwere⸗ vielen Faͤl⸗ den Werth die Wolle ift wuͤrden ee,, durch ſehr ent⸗ andt wer — 343— den muß, und der Fuhrlohn dorthin wird unnuͤtzer Welſe vermehrt. Pflegen ſie alſo Wolle von ſchiechter Art, ſo unterwerfen ſie ſich einem Abzug von deren wahrem Wer⸗ the, der gegenwaͤrtig viel mehr betraͤgt, als er betra⸗ gen wuͤrde, haͤtten ſie ein geringeres Gewicht zu einem höheren Preiſe erzielt. Hier iſt der Beſtand etwa ſechs Schafe auf eilf Acker, d. h. vier hundert und acht tau⸗ ſend acht hundert Acker Land ernaͤhren nahe an zwei hun⸗ dert drei und zwanzig tauſend Schafe, die, angenommen, daß jedes von ihnen drei Pfund Wolle trage(welches Gewicht fuͤr die Vließe dieſer Grafſchaft im Durchſchnitt hinreichend iſt) beinahe zwei tauſend acht hundert Buͤndel liefern. Es wird nach dem tod von neun und zwanzig Pfund gewogen, und der größere Theil der Wolle wird im Norden Englands verarbeitet, ein geringer Theit wird in Leiceſter verbraucht. §. 128. e) Hertfordſhire. Die Verge von kreidigem Gefüge, die ſich noch wei⸗ ter oſtwaͤrts erſtrecken, trennen Hertfordſhire von den Grafſchaften Bedford und Cambridge mit einer unregelmaͤßigen Grenze. Aber der groͤßere Theil des Bo⸗ dens in dieſem Bezirk beſteht aus einem ſandigen Lehm, der äuf einem tiefen Kreide⸗Lager ruht. Bei guter Pflege iſt er aͤußerſt fruchtbar und erzeugt eine große Menge Holz. Die Schafe, die er ernaͤhrt, ſind vor⸗ nehmlich von der Wiltſhire⸗Race, oft aber mit dem Blut der noͤrdlicheren Bezirke durchkreuzt; und die ausgezeich⸗ nete Race von Suſſex iſt nicht nur mit Erfolg einge⸗ 23* — 344— Fortſchritte und wird ſicherlich die Heerden und ihre Wolle veredeln. Die ganze Anzahl dieſer ſchatzbaren, weich⸗pelzigen Thiere aller Art belaͤuft ſich auf mehr als zwei hundert ſieben und ſiebzig tauſend, welche den Be⸗ ſatz von beinahe drei hundert und ſiebzig tauſend Acker Land ausmachen. Auf den meiſten Landguͤtern wird ein ſchwereres Vließ gefunden, als dasjenige iſt, welches von dem reinen Blute des Wiltſhire⸗Stammes erzeugt wird. Die Carcaſſe iſt vollkommener mit Wolle umhuͤllt, und der Stapel iſt laͤnger als der von ſolchem Boden erhaltene, welcher der Erzeugung eines geſunden Woll⸗ haars weniger guͤnſtig iſt. Einige alte Nachrichten ge⸗ den das Gewicht der Vließe im Durchſchnitt auf vier und drei Viertel Pfund an; da dieß aber ohne Ruͤckſicht auf die Vließe der Gemeinheiten und vor der Einfuͤh⸗ rung einer leichtern, eine geringere Menge Wolle liefern⸗ den Race geſchehen zu ſeyn ſcheint, ſo muͤſſen wir etwas davon abziehen und es nur zu vier und ein halb Pfund rechnen, woraus ſich denn beinahe fuͤnf tauſend drei hun⸗ dert Buͤndel Wolle ergeben. Beinahe das ſaͤmmtliche Erzeugniß wird in dem Norden Englands verarbeitet, etwas weniges in Leiceſter, und einiges zu Bury St. Ed- munds. Dieß iſt, nach meiner Meinung, auch ein Be⸗ zirk, wo mit Vortheil fuͤr den Landwirth und fuͤr den Staat feinere Vließe gezogen werden könnten, denn der Boden iſt trocken und geſund, das Clima iſt frei von der Feuchtigkeit, die den Dotter des Vließes zerſtoͤrt, und die Kreide liegt nicht, ausgenommen in dem noͤrdlichen Theil, nahe genug an der Oberflaͤche, um auf die Guͤte der Wolle einen Einfluß aͤußern zu koͤnnen. mach zeugu licch der meint halten erzeu Park viele itgen ligkei tu herbe rmn ſch des ſond trage beoba über geben aher Fäͤch nehm jig te das; funßi n und ihre ſchtzbaren, f mehr als he den Be⸗ iſend Acker n wird ein , welches nes erzeugt e umhuͤllt, hem Boden nden Woll⸗ richten ge⸗ auf vier Nuͤckſicht er Einfuͤh⸗ ale liefern⸗ wir etwas Halb Pfund d drei hun⸗ ſimmtliche erarbeitet, y St. Ed. h ein Ve⸗ d fuͤr den denn der ei von der ort, und nordlichen die Guͤte — 345— §. 129. f) Middleſex. 4 Die erſtaunliche Bevoͤlkerung von Mid dleſex macht eine Wirthſchaftsart nothwendig, die mit der Er⸗ zeugung einer großen Menge Wolle durchaus unvertraͤg⸗ lich iſt. Einige elende und ſchlecht geſtaltete Schafe von der Wiltſhire⸗Race naͤhren ſich kaͤrglich auf den Ge⸗ meinheiten; nur ſehr wenige werden in den Koppeln ge⸗ halten, und zwar nur zu dem Zweck, fruͤhe Laͤmmer zu erzeugen, oder ſie fuͤr den Fleiſcher zu maͤſten. Die Parks verſchiedener Gutsbeſitzer, deren dieſe Grafſchaft viele, im Verhaͤltniß ſeiner Oberflaͤche vielleicht mehr als irgend eine andere hat, enthaͤlt eine große Mannigfal⸗ tigkeit verſchiedener Schafſorten, die man aus entfern⸗ ten Theilen unſers Landes und aus fremden Gegenden herbei geſchafft hat. Wenn dieſen abgeſonderten Thie⸗ ren mehr Aufmerkſamkeit gewidmet wuͤrde, ſo wuͤrden ſich ihre Eigeuthuͤmer ſehr viele Kenntniſſe hinſichtlich des Wachsthums der Wolle im Allgemeinen, und be⸗ ſonders in Bezug auf die verſchiedenen Abarten der woll⸗ tragenden Thiere erwerben koͤnnen, die nicht ein jeder zu beobachten Gelegenheit hat. Die Nachrichten, die wir aͤber den Schafbeſtand in Middleſex geſammelt haben, geben uns neunzehn Schafe auf zwei und dreißig Acker;. aber wir koͤnnen eigentlich nicht mehr als die Haͤlfte des Flaͤchengehaltes, als zu ihrem Unterhalt beitragend, an⸗ nehmen, und daraus folgern wir, daß ſechs und ſieb⸗ zig tauſend Acker von fuͤnf und vierzig tauſend Schafen, das Vließ zu vier Pfund gerechnet, ſieben hundert und. funfzig Buͤndel Wolle liefern. Sie mag alle zu der kuͤr⸗ 7 — 346— zeren Wolle gezaͤhlt und als bruchbar fuͤr Wollenzeuge betrachtet werden. Vielleicht ſind wir nicht vollkommen genau zu Werke gegangen, daß wir einige der Grafſchaften, deren Er⸗ zeugniß eben beſthrieben worden iſt, als Theile des Wilt⸗ ſhire⸗Bezirks betrachtet haben, weil der groͤßere Theil ihrer Bodenarten, ihrer Schafe und ihrer Vließe ſehr weit von denen der Downs verſchieden iſt. Da aber die Wiltſhire⸗Familie in ihnen allen gefunden wird, beſon⸗ ders auf der Strecke Kreideboden, der ſie wahrſcheinlich dorthin gebracht hat, und weil faſt alle uͤbrige Schaf⸗ arten in dieſem Theil des Reichs keinen beffimmten Cha⸗ rakter zeigen, ſo weiß ich nicht, wie ich ſie fuͤglicher haͤtte ordnen koͤnnen, als es geſchehen iſt. Ein Um⸗ ſtand iſt uͤbrigens merkwuͤrdig; die Schafe ſuͤdlich von der Kreidekette ſind, mit weniger Ausnahme, von einer viel kleineren Art als die noͤrdlich davon. Ihre charak⸗ teriſtiſchen Kennzeichen ſind entſchiedener, und dieſer ſon⸗ derbare Strich Landes ſcheint fuͤr Jahrhunderte eine Scheidewand gebildet zu haben, welche die Heerden von beiden Seiten nicht uͤberſchreiten konnten, ohne die Fol⸗ gen nach ſich zu ziehen, die ſich nach den gewoͤhnlichen Grundſaͤtzen des Landbaus ergeben. D. Weſtlicher Bezirk. §. 130. 2) Dorſetſhire, Die Schafe von Dorſetſhire, ob ſie gleich mit der eben beſchriebenen Art große Aehnlichkeit haben und vielleicht urſpruͤnglich von demſelben Stamm herkommen, werden von den Landwirthen als eine verſchiedene Zucht Zollenzeuge zu Werke deren Er⸗ des Wilt⸗ jere Theil ließe ſehr aber die d, beſon⸗ zeſcheinlich e Schaf⸗ ten Cha⸗ fuͤglicher Ein Um⸗ dlich von von einer e charak⸗ jeſer ſon⸗ erte eine rden von die Fol⸗ ihnlichen ſeich mit ben und kommen, e Zucht — 347— betrachtet. Sie haben Hoͤrner, welche kuͤhn auf dem Vorderhaupt ſtehen, und welche etwas weniges vor⸗ waͤrts gerichtet ſind. Ihre Geſichter und Beine ſind ge⸗ meiniglich weiß, obgleich einige Individuen durch ein ge⸗ faͤrbtes Geſicht und eine bebuͤſchelte Stirn eine Bluts⸗ vermiſchung verrathen. Sie ſind auch von Natur mit der Faͤhigkeit begabt, Junge haͤufiger, als gewoͤhnlich, und zu einer jeden Jahreszeit zu gebaͤren. Im Allgemei⸗ nen ſind ſie kleiner als die Wiltſhire⸗Race und haben neuerlich durch die Einfuͤhrung des Dishley⸗Blutes einige Veraͤnderung bekommen. In der Nachbarſchaft von Weymouth, auf den Inſeln*) Purbeck und Port⸗ land und in der Gegend um Wareham und Poole lebt eine beſonders kleine Art Schafe, die von derjenigen, welche gemeiniglich die heimiſche Race von Dorſetſhire heißt, ſehr verſchieden iſt und ſelbſt kleiner als die Wa⸗ les⸗Schafe geſchildert wird. Dieß iſt ein unebener Bezirk, von dem ſich ein gro⸗ ßer Theil zur Schafhaltung gut eignet und von ſeinen Inhabern auch zu dieſem beſonderen Zweck verwandt wird. In der Naͤhe von Dorcheſter, innerhalb acht Meilen um die Stadt, ſoll ſich die geſammte Zahl der Schafe und Laͤmmer von jedem Alter anf hundert und ſiebzig tauſend belaufen; und dieß iſt bisweilen als ein Beiſpiel von einem ſtarken Beſtand angefuͤhrt worden, dergleichen in keinem andern Bezirke gefunden werde. Wenn aber die Ausdruͤcke:„acht Meilen rund um Dor⸗ cheſter“ einen Kreis bezeichnen, deſſen Radius von der Groͤße iſt(und wir ſehen nicht ein, wie dieß ſo ausge⸗ *) Cigentlich Kalbinſeln. — 348— legt werden koͤnne, daß ein kleinerer Flaͤchenraum darun⸗ ter begriffen werde), dann betraͤgt die Zahl der Schafe ſiebzehn auf dreizehn Acker, die, wie wir geſehen ha⸗ ben, auf manchen der Downs von Suſſex uͤberſtiegen wird, ſo wie auch in einigen jener Bezirke, die ein viel groͤßeres Thier ernaͤhren und ein weit gewichtigeres Vließ erzeugen. Im Gegentheil aber muß derjenige Schriftſteller, welcher annimmt, daß ſechs hundert tau⸗ fend beinahe auf demſelben Fleck Landes, nur innerhalb eines Kreiſes, deſſen Radius bloß ſechs Meilen iſt, ge⸗ halten werden,— ſicherlich einen großen Mißgriff ge⸗ than haben, denn er nimmt einen Beſtand an, der kaum auf dem uͤppigſten Boden unterhalten werden könnte. Wenn dieſe zwei Angaben, welche beide von bedeuten⸗ den Maͤnnern mitgetheilt ſind, unter einander verglichen werden, ſo zeigen ſie, wie unſicher der Grund iſt, wor⸗ auf alle Berechnungen der Art gebaut ſind, und lehren uns, bei aͤhnlichen Herleitungen mißtrauiſch zu ſeyn. Nach den beſten Nachrichten, die ich erhalten habe, und nach den verſchiedenen, einander zur Berichtigung die⸗ nenden Angaben, ſcheint der Schafbeſtand der Graf⸗ ſchaft etwa ſechs hundert zwei und dreißig tauſend drei hundert, oder acht und zwanzig Schafe auf ein und dreißig Acker zu betragen. Der Flaͤcheninhalt von Dor⸗ ſetſhire wird zu ſieben hundert tauſend Acker angenom⸗ men, das Vließ im Durchſchnitt zu drei und drei Vier⸗ tel Pfund, und das ſaͤmmtliche Erzeugniß an Wolle auf beinahe neun tauſend neun hundert Buͤndel. Es iſt nicht oft der Fall, daß das Geſammt⸗ Erzeugniß einer Graf⸗ c.h 7 ſchaft von dem Verfafſer dieſer Blaͤtter niedriger ge⸗ inen eeſtre um darun⸗ der Schaſe eſehen ha⸗ uͤberſtiegen ſe ein viel vichtigeres derjenige nert tau⸗ innerhalb n iſt, ge⸗ ſßgriff ge⸗ der kaum n koͤnnte. bedeuten⸗ eerglichen ſt, wor⸗ n lehren zu ſeyn. dabe, und zung die⸗ er Graf⸗ end drei ein und on Dor⸗ ngenom⸗ ei Vier⸗ zolle auf iſt nicht er Graf⸗ iger ge⸗ — 349— ſchaͤtzt wird, als von andern, die vielleicht beſſere Gele⸗ legenheit, Nachrichten einzuziehen, gehabt haben; in die⸗ ſem Falle aber iſt, wenn jene genau ſind, ſeine Angabe beinahe um zwei tauſend Buͤndel zu gering. Die Wolle in dieſem Theile des Reichs wird als kurz, fein und geſchloſſen ſtehend geſchildert; man ſchaͤtzt ſie ſehr in der Manufactur wollener Zeuge, ob ſie gleich ſchlechter iſt als die, welche man von den Ebenen von Salisbury bekommt. Auch klagt man uͤber den Sand und Unrath anderer Art, mit welchem ſie ſtark beladen iſt; und einige Wollhaͤndler haben geglaubt, daß ſie zum Theil zu grob und lang ſry. Letzteren Maͤngeln wird, wie ich fuͤrchte, durch die Einfuͤhrung der Leice⸗ ſter⸗Boͤcke nicht abgeholfen werden, und der gegenwaͤr⸗ tig herrſchende Geſchmack iſt zu Gunſten eines großen Schafs und eines gewichtigen Vließes. Auch hier wer⸗ den, wie dieß in den ſuͤdlichen Grafſchaften gewoͤhnlich iſt, die Laͤmmer geſchoren, und ſie geben etwa ein Drit⸗ tel ſo viel Wolle als ein Mutterſchaf. Das Vließ der alten Schafe wird in den weſtlichen Manufacturen ge⸗ braucht und wird auf eine beſondere Weiſe gewogen. Die Einheit heißt ein Wey(eine Laſt), enthaͤlt ein und dreißig Pfund; und bei deren Gebrauch ſcheint eine große Genauigkeit beobachtet zu werden, denn ſie wird als ein ſtehendes Gewicht beſchrieben, wogegen es in andern Theilen des Reichs gewoͤhnlich iſt, fuͤr moͤgli⸗ chen Abgang ein Pfund mehr zu geben. Dorſetſhire enthaͤlt mitten in der Grafſchaft einen Ruͤcken hoher Kreide⸗Berge, die ſich ſuͤdwaͤrts erſtrecken und kuͤhne Klippen gegen das Weltmeer bil⸗ den. Dieſer Theil des Bezirks iſt nur mit einem flachen Boden bedeckt und laͤßt die Wolle zu ſehr einem ſchaͤd⸗ lichen Einfluß ausgeſetzt. An der noͤrdlichen Seite der Dowus ſind reiche Acker⸗ und Weidefelder, an der Grenze von Hampfhire eine ausgedehnte Heide, die ſich aber an ihrem ſuͤdlichen Ende in fruchtbare Thaͤler neigt. Vielleicht moͤgen dieſe reicheren Weiden die Vließe erzeu⸗ gen, uͤber welche bisweilen von den Wollen⸗Fabri⸗ kanten geklagt wird, ob ſie gleich zu den Zwecken der Worſted⸗Manufactur ſehr tauglich ſeyn moͤgen. §. 131. b) Devonſſhire. Ein Theil der in der anliegenden Grafſchaft De⸗ vonſhire erzeugt werdenden Wolle iſt bereits bemerkt worden. Unter den Zuchten von Schafen, welche die gewoͤhnlich zur Bereitung des Wollengarns verbrauchten Vließe erzeugen, ſind die mit dem provinziellen Ausdruck Nots benannten, und die Exmoor am zahlreichſten. Beide Arten ſind Thiere von mittlerer Groͤße, oder ſind wenigſtens größer als einige andere, die auf der oſtli⸗ chen Seite des Reichs gefunden werden, und haben weiße Geſichter und Beine. Sie ſcheinen keine abgeſon⸗ derte Weide zu haben und graſen unter einander, aus⸗ genommen daß die Naͤhe ihrer heimiſchen Berge die Ex⸗ moor⸗Schafe veranlaßt, haͤufiger in dem Norden der Grafſchaft, als in den uͤbrigen Gegenden zu ſeyn. Dieſe ſind eine gehoͤrnte Race, erzeugen einen fuͤnf Zoll lan⸗ gen Stapel und ein Vließ, was im Durchſchnitt etwa fuͤnf Pfund wiegt; die andern ſind ungehornte Thiere, liefern eher ſchwerere Pließe und zeigen an, daß ſie em flachen nem ſchaͤd Seite der „ an der „ die ſich aͤler neigt. heße erzeu⸗ en⸗Fabri⸗ wecken der . haft De⸗ Zbemerkt belche die brauchten Ausdruck lreichſten. oder ſind der oͤſtli⸗ nd haben abgeſon⸗ er, aus⸗ die Er⸗ drden der n. Dieſe Zoll lan⸗ nitt etwa e Thiere, daß ſie — 351— von Natur zu einer Familie von groͤßerem Gewicht ge⸗ hoͤren. Aber in Devonſhire ſcheinen ſowohl die Sch afe, als ihre Pelze ſehr vernachlaͤßigt worden zu ſeyn, and die Beſchreibungen, die von den Heerden dieſer G raf⸗ ſchaft gegeben worden ſind, find nicht ſo befriedig zend als diejenigen, die uͤber den Schafſtamm einiger an dern Grafſchaften erhalten werden koͤnnen. Im Allgem einen wird der Stapel, und insbeſondere derjenige, de r um die Huͤften des Schafs herum waͤchſt, als grob und duͤnn und als einer großen Verbeſſerung faͤhig be trach⸗ tet. Zu Erreichung dieſes Zwecks empfiehlt Mr. Mar⸗ ſhall ſehr angelegentlich die Pflege der Dorſetſhire Race, von welcher hier einige Schafe von vollkommen feinem Blute gefunden werden. Und der hoͤhere Werth dieſer und der Suſſex⸗Race, im Vergleich mit dem ein heimi⸗ ſchen Stamm, ſcheint auch eingeſehen zu werden, denn beide ſollen ſich reißend ſchnell uͤber dieſe weſtlichen Wei⸗ den ausbreiten. Eine beſondere Art Schafe, o ögleich nicht als eine verſchiedene Race betrachtet, wird! jaͤufig, als in der Nachbarſchaft von Okehampton befi ndlich, erwaͤhnt; und wenn ihr Vließ von vorzuͤglicher G ute iſt, die nicht allezeit durch eine geringere Geſtalt an gezeigt wird, ſo moͤgen ſie zur Verbeſſerung anderer§ jeelden beitragen. Indem wir fuͤr das geringere Gewi ſcht an Wolle, welches dieſe Schafe liefern, ferner fuͤr d en Um⸗ ſtand, daß die Vließe in einigen Theilen der Gre zfſchaft nicht gewaſchen werden, ſo wie fuͤr die allgemein e Duͤn⸗ nigkeit des Stapels etwas abrechnen, ſo koͤnnen wir die Menge der von dem Oevonſhire⸗Schafe erzeugten Wolle nicht hoher als zu vier Pfund anſchlagen., — 352— In dieſem ausgedehnten Bezirk treffen wir ſehr ver⸗ ſchiedenartigen Boden, obgleich nur wenig Kreide an, denn was davon in dem oͤſtlichen Winkel gefunden wird, ſteht in keinem Verhaͤltniß mit dem Flaͤchengehalt der Grafſchaft und iſt nicht der Rede werth. Ein ſtrenger Lehnz auf einem klayigten Untergrund iſt der allgemeine Char akter des Bodens, der, oft zur Feuchtigkeit geneigt, zur Unterhaltung eines ſtarken Schafſtammes untauglich iſt. Devonſhire iſt groͤßtentheils gebirgig, und ſeine Oberß laͤche, ſehr zerriſſen, bildet romantiſche Thaͤler, die ſpwoh! wegen der Schoͤnheit ihrer Anſichten, als auch des Reicht hams ihrer Weiden entzuͤcken. Sie finden ſich aber a m haͤufigſten in dem ſuͤdlichen Theil; denn der Forſt von Tyortmoor, ein nackter, feuchter und unfruchtbarer Landſt rich, nebſt den Huͤgeln, die daruͤber hinaus ſelbſt bis zu m Briſtol⸗Kanal ſich erſtrecken, nimmt den Weſten ein; ind die unangebauten Gegenden an den Grenzen von Somnm erſetſhire gehen von der Fruchtbarkeit des Nordens ab. dieſes ſind offene Downs, zu Schafweiden paſſend, und w ohl beſetzt mit Schafen, die ſich fuͤr Gebirge eignen. Aber d er Forſt von Dartmoor hat keine ihm eigentlich an⸗ gehoͤren ide Schafe, er wird zur Winterszeit nicht mit Schafe n behuͤtet, und im Sommer nimmt er ſie nur als fremdes Vieh auf*). Z iehen wir alſo von dem ganzen Flaͤchengehalt der Grafſch aft den Raum dieſes Forſtes ab, der ſich auf hundert und funfzig tanſend Acker belaͤuft, und auch den Raum ener Welden, die lange Wolle erzeugen, ſo haben *) An the principle of agistment. Agistment, das Aufneh⸗ men fremden Viehes zur Maſt in die herrſchaftlichen Waͤlder. wit nah wal lief ine ſſe herſ ken den ſch 1b auf for obr ſtar beſt Un und Del dort ſcha ters meif Beſ gene unſe mit ſih ſter ir ſehr ber⸗ Kreide an, nden wird, gehalt der in ſtrenger allgemeine ie geneigt, untauglich und ſeine haͤler, die Zauch des inden ſich der Forſt uchtbarer zus ſelbſt en Weſten enzen von Nordens n paſſend, ge eignen. ntlich an⸗ nicht mit nur als ehalt der ſich auf auch den ſo haben 3 Aufneh⸗ en Walder. — 353— wir auf acht hundert drei und ſiebzig tauſend Ackern, bei⸗ nahe vier hundert ſieben und dreißig tauſend Schafe, die wahrſcheinlich etwa ſieben tauſend drei hundert Buͤndel liefern. Dieß iſt ein viel geringerer Beſtand, als wir ihn in einigen andern Theilen Englands angetroffen haben, er iſt aber ſo groß, als er ſich aus den Angaben von den verſchiedenen Landguͤtern ergiebt, und wir muͤſſen beden⸗ cken, daß die Vereinigung von Gebirge und Feuchtigkeit dem Beſtehen zahlreicher Heerden ſehr unguͤnſtig iſt. Die in Devonſhire erzeugte Wolle wird in der Graf⸗ ſchaft ſelbſt verarbeitet, nicht, wie es in dem Norden uͤblich iſt, in großen Factoreien, wo Haufen Leute nur auf ihr Tagewerk bedacht, und, fruͤh zu unablaͤſſiger ein⸗ foͤrmiger Arbeit gezwungen, keine fuͤrs Allgemeine paſſelnde Lebensart fuͤhren; wo das Gemuͤth, durch nichts, als die ſtarken Naturtriebe angeregt, mehr viehiſch wird, wo die beſten Anlagen der Kindheit entweder aus Abſicht, oder Unverſtand von dem gereifteren Laſter verdorben werden, und wo die milden Sitten der Jugend durch den beſtaͤndigen Verkehr mit vollkommner Schlechtigkeit pergiftet werden; dort wacht der zu Hauſe in der Mitte ſeiner Familie be⸗ ſchaͤftigte Kuͤnſtler ſelbſt, und mit dem Antheil eines VWa⸗ ters, nicht mit den gewinnſuͤchtigen Blicken eines Wer k⸗ meiſters uͤber alles das, was auf die Geſundheit, die Beſchaͤftigung, die Erziehung und Sittlichkeit ſeiner Haus⸗ genoſſen Bezug hat. Dieſe alte Weiſe, das Erzeugn iß unſerer Heerden zu verarbeiten, vielleicht unvertraͤglich mit der Handels⸗Ueberlegenheit Brittanniens, iſt in der ſuͤdlichen Haͤlfte der Inſel faſt ganz bei Seite gelegt und iſt nur auf dieſem weſtlichen Vorgebirge in Wales, und — 354— wie nan mir geſagt hat, in einem kleinen Dorfe in Cam⸗ bridg eſhire beibehalten worden, deſſen Einwohner in man⸗ chen c idern Hinſichten auch in einem ausgezeichneten Grade die Einfachheit der alten Sitten bewahrten. §. 132. c) Cornwall. Cornwall, außerordentlich gebirgig und beinahe gar nicht angebaut, ausgenommen an der Seekuſte und den Ufern der Fluͤſſe, die nur eine kurze Strecke durch dieſ e Grafſchaft ſtroͤmen, auch in einem hohen Grad der Feu ichtigkeit und den heftigen Seewinden ausgeſetzt, iſt ſeh r ſchlecht fuͤr die Conſtitution des Schafes geeignet, ha ptſaͤchlich nach ſeiner weſtlichen Spitze zu. Fruͤherhin wa ren die einheimiſchen Schafe ſehr klein und erzeugten ein grobes Vließ von einem nur geringen Werth, das von den Fabrikanten der Grafſchaft verarbeitet wurde, die, als ihr Handel bluͤhender war als gegenwaͤrtig, einige beſ ondere Freiheiten genoſſen. Jetzt find ſowohl die Heer⸗ der z, als ihre Wolle durch die Zuchten verbeſſert worden, die man aus der anliegenden Grafſchaft erhalten hat. Ak er dieſe beſſer geſtalteten Thiere ſind faſt nur auf den rei cheren Boden beſchraͤnkt, und einige von ihnen liefern be i guter Behandlung ein fuͤr die Worſted⸗Fabrik geeigne⸗ te s Vließ Jedoch iſt der groͤßere Theil der Wolle kurz, ſie wird weder gewaſchen, noch roh auswaͤrks verſandt. Dias daraus gemachte Garn wird zum Theil als gewoͤhn⸗ lie he Sarſche der Grafſchaft verarbeitet, und das uͤbrige ne ich Devonſhire verſandt. Beim Verkaufen ihrer Vließe giebrauchen die Einwohner unter einander das Pfund von aichtzehn Unzen. ſelb⸗ ſch den. bena Oſe dies het efe in Cam⸗ ner in man⸗ neten Grade ind beinahe eküͤſte und trecke durch n Grad der ggeſeßt, iſt 3 geeignet, Fruͤherhin erzeugten , das von urde, die, ig, einige die heer⸗ ert worden, zalten hat. r auf den nen liefern ik geeigne⸗ Volle kurz, verſandt. 3 gewoͤhn⸗ das uͤbrige deer Vlleße pfund voß — 355— Die hieſigen kleinen Schafe liefern nur etwa 4 Pfund ungewaſchene Wolle, wir haben aber keine Nachricht uͤber die Groͤße des Beſtandes, noch ſind wir im Stande, die Menge der beſſeren Schafe im Verhaͤltniß zu den uͤbri⸗ gen mit Beſtimmtheit anzugeben. Wenn wir die Unregel⸗ maͤßigkeit der Oberflaͤche, die Beſchaffenheit des Bodens und das Clima betrachten und den Bezirk mit andern ihm aͤhnlichen vergleichen, ſo denke ich, duͤrfen wir die Anzahl Schafe nicht hoͤher als eins auf vier Acker ſchaͤtzen. Die Grafſchaft mag bei ihrem Flaͤchengehalt von acht hun⸗ 4 dert und zwoͤlf tauſend Ackern wahrſcheinlich etwa zwei hundert und drei tauſend Schafe ernaͤhren, ein Beſtand, der zum innern Bedarf kaum ſo eben hinreicht, obgleich die Einwohner einen großen Theil ihres Unterhaltes von Fiſchereien nehmen moͤgen; und wenn dieſe Anzahl der Schafe zutrifft, ſo betraͤgt die Menge Wolle, die ſie lie⸗ fern, beinahe drei tauſend vier hundert Buͤndel⸗ §. 133. d) Sommerſetſhite. Ueber die Schafe von Sommerſetfhire hat man wenig genuͤgende Nachrichten, und die verſchiedenen da⸗ ſelbſt angenommenen Wirthſchaftsarten, verbunden mit der Unregelmaͤßigkeit der Oberflaͤche, machen es ſchwierig, ſich eine genaue Vorſtellung uͤber deren Erzeugniß zu bil⸗ den. Die meiſten von ihnen ſind urſpruͤnglich aus den benachbarten Grafſchaften eingebracht worden; in dem Oſten findet man die von Wiltſhire haͤufig, in dem Weſten die Devonſhire eigenthuͤmliche Race, und die Dorſet⸗Race hat ſich allgemeiner uͤber die ganze Grafſchaft ausgebreitet: Es iſt eine eingeborne Art vorhanden, ein kleines Thier * von uͤbler Geſtalt mit weißem Geſicht und weißen Beinen, welches drei bis vier Pfund Wolle liefert; ſeine gegenwaͤr⸗ tige Trifft und urſpruͤngliche Weide iſt jener traurige und hoch liegende, durch den Namen Exmoor bezeichnete Landſtrich. Die Mendip⸗Huͤgel ſind mit einem kleinen Thier beſetzt; es iſt mir aber noch keine beſondere Be⸗ ſchreibung deſſelben zu Geſichte gekommen, und ich bin daher nicht im Stande, zu ſagen, ob es eine beſondere Race, oder mit irgend einer der ſchon beruͤhrten Familien verwandt ſey. Sein Vließ wiegt zwei bis drei Pfund. In einigen abgeſonderten Theilen der Grafſchaft treffen wir eine ſchwere ungehoͤrnte Race, die lange Wolle liefert und in Gewicht und Geſtalt der Diſhley⸗Zucht aͤhnlich iſt. Auf reicherem Boden iſt es ſehr gewoͤhnlich, daß Zuͤchter ſich eine ungehoͤrnte Race halten, deren Wolle viel laͤnger iſt, als es fuͤr die Manufactur von wollenem Tuch erfor⸗ derlich oder wuͤnſchenswerth iſt. Durch Bemuͤhung eini⸗ ger thaͤtigen Maͤnner hat man das reine Blut von Vake⸗ well's Zucht erhalten, dann einige Stuͤcke von den Suſſex⸗ Downs, und einmal durch die Freigebigkeit Sr. Majeſtaͤt einen Abkoͤmmling von der Spaniſchen Negretti⸗Race, der eine kleine aber ſchaͤtzbare Heerde erzeugt hat, deren Vließe unter der Wolle von Engliſchem Wuchs einen aus⸗ gezeichneten Werth haben. Hier ſcheinen die Eigenthuͤm⸗ lichkeiten der Weide und des Climas die Heerden ſehr unre⸗ gelmaͤßig vertheilt zu haben. Auf den hoͤher liegenden Guͤtern ſind die Schafe zahlreich und klein, in den reichern Thaͤlern machen ſie den Ochſen Platz, oder werden durch eine Vorliebe fuͤr Molkerei⸗Wirthſchaft bejnahe ganz ver⸗ draͤngt, und die wenigen, die dort geduldet werden, er⸗ ſeug Mob ſchaj und Echt daß des Wii hier ihre liche nicht gewe ils wenn leſer wich ſch berk ſeiden geſch daß weni kande man weiß Steit ſind, grüͤnd auf ſ I. gen Beinen, gegenwaͤr⸗ aurige und bezeichnete nem kleinen ondere Be⸗ nd ich bin beſondere en Familien drei Pfund. zaft treffen olle liefert aͤhnlich iſt. aß Zuͤchter viel laͤnger ruch erfor⸗ hung eini⸗ von Lake⸗ den Suſſex⸗ Majeſtaͤt etti⸗Race, dat, deren einen aus⸗ igenthuͤm⸗ ſehr unre, liegenden en reichern den durch ganz ver⸗ erden, er⸗ — 357— zeugen ein ſchweres Vließ. Auf feuchterem Boden, den Mooren und halb ausgetrockneten Suͤmpfen der Graf⸗ ſchaft leidet die Conſtitution des Schafes zu empfindlich, und der Beſtand iſt folglich gering. Als von den Exmoor⸗ Schafen in Devonſhire die Rede war, wurde bemerkt, daß ihre Vließe etwa ſechs Pfund wooͤgen, das Doppelte des Gewichts, was dieſelbe Race auf ihren heimiſchen Weiden liefert; man muß aber bedenken, daß die Schafe hier gewaſchen werben, waͤhrend dort oft die Vließe mit ihrem faͤmmtlichen Dotter belaſtet bleiben. Der wirk⸗ liche Unterſchied der reinen Wolle iſt nach meiner Meinung nicht ſehr betraͤchtlich. Dieſe Grafſchaft iſt dafuͤr bekannt geworden, daß ſie Vließe von viel ungleicherem Gewicht als irgend ein anderer Bezirk des Reichs liefert, denn wenn das kleinſte Schaf nur zwei Pfund Wolle erzeugt, liefert das groͤßte vierzehn; aber das gewoͤhnlichſte Ge⸗ wicht ſteht zwiſchen drei und acht Pfund, und der Durch⸗ ſchnitt iſt vielleicht vier und ein halb. Wolle, die auf verkoppeltem Boden gewachſen iſt, wird als weich und ſeidenartig, mehr lang und von einer gelblichen Faͤrbung geſchildert; aber die Fabrikanten von Yorkſhire ſagen, daß ſie Tuch von zu rauhem Gefuͤge erzenge. Nur ſehr wenig wird dorthin verſandt, und das uͤbrige wird im Lande verarbeitet. Um ihre Menge zu erfahren, bedient man ſich eines Gewichts von ein und zwanzig Pfund, ich weiß aber nicht, ob es ein tod, eine Laſt(wey), oder ein Stein, oder anders genannt wird. Nur wenig Data ſind gegeben, auf die man eine Berechnung des Beſtandes gruͤnden kann; nach den vorliegenden kommen zehn Schafe auf ſiebzehn Acker, d. h. fuͤnf hundert tauſend und ſieben II. Theil 24 358— hundert Schafe nehmen acht hundert ein und funfzig tau⸗ ſend zwei hundert Acker Land ein und erzeugen faſt neun tauſend vier hundert Buͤndel Wolle, deren Guͤte in Ver⸗ gleich mit den Dorſetſhire⸗Vließen ſich wie acht zu neun und ein halb verhalt §. 134. Landwirthſchaftliche Vereine. Viel wird in der Wollcultur von der Grafſchaft Sommerſet erwartet; denn ſie iſt nicht nur der Sitz einer Manufactur, die ganz natuͤrlich, obgleich unver⸗ merkt, auf das Vließ wirken muß, und ſie enthaͤlt eine Race von Thieren, von welcher moͤglicher Weiſe ein Sta⸗ pel ohne Gleichen erlangt werden kann, ſondern es iſt auch die Aufmerkſamkeit des Landwirths, des Fabrikanten und des Patrioten durch die Gruͤndung eines Vereins zu Bath zur Erforſchung der Grundſaͤtze und zur Befoͤrderung einer wiſſenſchaftlichen Landwirthſchaft darauf hingeleitet worden. Keine Lobpreiſungen, die ich uͤber Einrichtungen dieſer Art, uͤber den Charakter der Mitglieder, oder ihre Beſtre⸗ bungen ausſchuͤtten koͤnnte, wuͤrden etwas dazu beitragen, ſie beruͤhmter zu machen. Doch genieße ich gemeinſchaft⸗ lich mit meinen Landsleuten das Vorrecht, durch ihre Mit⸗ theilungen unterrichtet zu werden, und das Vergnuͤgen, jedem Freund der Menſchheit uͤber die Wohlthat Gluͤck zu wuͤnſchen, die aus ihren Bemuͤhungen und ihrem Beiſpiel durch Verbeſſerung der erſten, der unentbehrlichſten und allgemeinſten der menſchlichen Kuͤnſte erwachſen muß. Es kann nicht erwartet werden, daß die niedere Claſſe der Landwirthe auf einmal ihre Gewohnheiten aͤndern und neue Verfahrungsarten annehmen ſollte, ſelbſt wenn dieſe von dun nach gem ſchie Mit breit ſten hab ſind krof länd von dolg ſchn von Vi thaͦ Geiſ Leben beug deſſe kenkte aufre heit, zu p zu be eines fäͤhlt d funfzig tau⸗ gen faſt neun Guͤte in Ver⸗ acht zu neun * r Grafſchaft nur der Sit gleeich unver⸗ enthaͤlt eine heiſe ein Sta⸗ nes iſt auch rikanten und ins zu Bath derung einer eitet worden. tungen dieſer rihre Beſtre⸗ zu beitragen, gemeinſchaft⸗ jch ihre Mit⸗ Vergnuͤgen, zat Gluͤck zu rem Beiſpitl rlichſten und en muß. E re Claſſe der aͤndern und t wenn dieſe von ſichtbarem Vortheil begleitet waͤren; aber die Gruͤn⸗ dung landwirthſchaftlicher Vereine hat bereits bei Perſo⸗ nen von Vermoͤgen, Wiſſenſchaft und Einſicht einen Durſt nach wirklich auf Erfahrung gegruͤndeter Wiſſenſchaft rege gemacht, welcher ein glaͤnzenderes Zeitalter in der Ge⸗ ſchichte der Landwirthſchaft erwarten laͤßt. Bath iſt der Mittelpunct eines Vereins, deſſen Mitglieder zur Ver⸗ breitung der Kenntniß ihrer Kunſt, ſelbſt bis zur aͤußer⸗ ſten Grenze der Brittiſchen Inſeln bereits diel gewirkt haben. Waͤhrend die warmen Quellen die Mittel geweſen ſind, der geſchwaͤchten Conſtitution ihre natuͤrliche Schnell⸗ kraft und Staͤrke wieder zu geben, haben die Denkmale laͤndlichen Verdienſtes darauf hin gearbeitet, den Geiſt von Unwiſſenheit und Vorurtheil zu heilen, den uͤblen Folgen von Gebraͤuchen und Anſichten in der Landwirth⸗ ſchaft entgegen zu arbeiten, die ſich unter dem Einfluß von Grundſaͤtzen und Gewohnheiten gebildet haben, welche Wiſſenſchaft und Vernunft nicht billigen koͤnnen. Und ein thaͤtiger Menſchenfreund hat nicht nur den auflebenden Geiſt geweckt, das beſte Heilverfahren und eine heilſame Lebensordnung vorgeſchrieben, ſondern hat auch den ge⸗ beugten Sinn dadurch wieder zu erheben geſucht, daß er deſſen Aufmerkſamkeit auf landwirthſchaftliche Gegenſtaͤnde lenkte und ihn zu einer Reihe tuͤchtiger Beſchaͤftigungen aufregte, die ſehr gut dazu geeignet waren, die Geſund⸗ heit zu befeſtigen, den Geiſt zu veredeln, das Vermöͤgen zu vermehren und die beſten Gefuͤhle geſelliger Weſen zu befriedigen. Die Wohlthat freierer Anſichten und eines rationelleren Bezirkes des Landbaues iſt bereits ge⸗ fuͤhlt worden und wird hoffentlich zunehmen, bis jeder 24* — 360— Acker in dem Reiche ſeinen vollen Theil eines ſchaͤtzbaren Erzeugniſſes liefert. §. 135. Glouceſterſhire. Da ich bereits Gelegenheit gehabt habe, die auf den Cotteswold⸗Huͤgeln weidende Schafart zu ſchildern, ſo wollen wir jetzt unſere Aufmerkſamkeit auf den uͤbrigen Theil von Glouceſterſhire beſchraͤnken. Er zeigt eine große Mannigfaltigkeit von Boden⸗ und landwirth⸗ ſchaftlichen Betriebsarten. In dem oͤſtlichen Theil der Grafſchaft ſind die Southern Wolds(ſuͤdlichen Hoͤhe⸗ Bloͤßen) eine Reihe Huͤgel, die in ihrem Anſehen den Downs von Wiltſhire gleichen und auf dieſelbe Weiſe benutzt werden. Weiter gegen Norden werden die Huͤgel nicht nur maleriſcher und fruchtbarer, ſondern ſind auch mit einem leichten lehmigen Boden bedeckt. Die ſuͤdlichen Theile des Thals von Glouceſter ſind reich, hoch ange⸗ baut, und geben vielleicht an Fruchtbarkeit oder Schoͤn⸗ heit keiner Gegend des Reichs etwas nach, ſind aber hauptſaͤchlich von Rindvieh beſetzt. Hoͤher am Severn iſt der Boden zu naß, um einen ſtarken Schafbeſtand zuzulaſſen, und es iſt unmoͤglich, irgend mit Vortheil darauf eine Zuchtheerde zu halten. Im Weſten dieſes ſtolzen Stro⸗ mes, welcher das Hauptgemaͤlde der Grafſchaft bildet und einigen ihrer Bodenarten den eigenthuͤmlichen Charak⸗ ter giebt, findet ſowohl hinſichtlich des Landes, als der Art der Bewirthſchaftung eine große Aehnlichkeit mit Herefordſhire Statt. Vielleicht haben auf wenige Grafſchaften die Heerden der Nachbarn ſo großen Einfluß gehabt. Auf den Hoͤhe⸗ Bußen dem T in dem Herefor keine. Vegrif der Gr allen d einer! gabe men t Eraſſch das R. denn ne und ſie unbtba Jhals ernaͤh ſid g ſer llei ſcheinli Acker Echafe düͤndel Dliß! das bo Thale dem in des d ſaufgten s ſchaͤzbaren de, die auf zu ſchildern, den uͤbrigen Er zeigt d landwirth⸗ een Theil der lichen Hoͤhe⸗ Anſehen den eſelbe Weiſe en die Huͤgel en ſind auch Die fuͤdlichen hoch ange⸗ oder Schoͤn⸗ , ſind aber im Severn iſt nd zuzulaſſen, darauf eine ſolzen Stro⸗ ſchaft bildet chen Charak⸗ des, als der nlichkeit mit die Heerden f den Hoͤhe⸗ — 361— Bloͤßen(Wolds) treffen wir die Wiltſhire„Zucht an, in dem Thal die Race von den Cotteswold⸗Huͤgeln, und in dem uͤbrigen Bezirk die Abkoͤmmlinge von der alten Herefordſhire⸗Race. Ueber die Groͤße des Beſtandes iſt keine Nachricht mitgetheilt worden; wir koͤnnen unſere Begriffe daruͤber nur aus den allgemeinen Verhaͤltniſſen der Grafſchaft zuſammen ſtellen, und vielleicht mag nach allen den Bemuͤhungen, die ich angewandt habe, um zu einer richtigen Vorſtellung zu gelangen, die folgende An⸗ gabe weit von der Wahrheit abweichen. Wenn angenom⸗ men wuͤrde, daß in den hoͤher liegenden Gegenden der Grafſchaft ein Schaf auf jedem Acker weide, ſo⸗ wuͤrde das Reſultat wahrſcheinlich die Wahrheit uͤberſchreiten, denn neun Zehntel dieſer Art Bodens ſind unter dem Pflug, und ſie begreifen den Forſt von Dean, einen holzigen und unbebauten Landſtrich. Die feuchten Felder des oberen Thals koͤnnen kaum mehr als ein Schaf auf zwei Acker ernaͤhren, und die reichen Weiden des niedern Bezirks ſind geoͤßtentheils zu andern Zwecken als zum Fuͤttern die⸗ ſer kleineren Thiere beſtimmt. Es iſt alſo nicht wahr⸗ ſcheinlich, daß fuͤnf hundert und acht und zwanzig tauſend Acker mehr als drei hundert fuͤnf und funfzig tauſend Schafe ernaͤhren, oder uͤber fuͤnf tauſend vier hundert Buͤndel Wolle erzeugen ſollten. In dieſer Angabe iſt das Vließ von der Wiltſhire⸗Rare zu drei Pfund geſchaͤtzt, däs von der Ryeland⸗Race zu zwei, und die von dem Thale gewonnene zu fuͤnf. Die hieſige Wolle wurde ehe⸗ dem in der Grafſchaft verarbeitet; aber⸗ waͤhrend der Zeit des Drucks, unter welchem die weſtlichen Manufacturen ſeufzten, wurde ein Theil davon nach andern Grafſchaften 362 verſandt, manche ſogar nach Yorkſhire. Aber die Ein⸗ fuͤhrung des neueren Maſchinenweſens*) und die daraus folgende Wiederbelebung des Gewerbes in dieſen Theilen wird eine Nachfrage nach dem ganzen Wollvorrath im Lande veranlaſſen. Beim Waͤgen iſt ſuͤdwaͤrts der tod von acht und zwanzig Pfund uͤblich, bisweilen braucht man den von ein und zwanzig Pfund, und an der Here⸗ fordſhire⸗Grenze iſt der Stein von zwoͤlf und ein halb Pfund das gewoͤhnliche Gewicht. * Außer den ſchon fruͤherhin hier und da erwaͤhnten und be⸗ ſchriebenen Maſchinen, ſind in dieſer Grafſchaft noch folgende im Gebrauch: The Gigmill, eine mit Weberdiſteln umge⸗ dene walzenfoͤrmige Maſchine zum Dreſſiren des Tuchs; die Erfindung iſt alt, in neueren Zeiten aber erſt recht in Gang gekommen.— Preen, ein Inſtrument, um die Diſteln von Wollſtocken zu reinigen. The Wheel or Flying Shuttle (der Schnellſchuͤtze). Mr. Kay in Bury(in Lancaſhire) hat dieſe kuriöſe Maſchine erfunden, um das Verfertigen der Kratzen(Cards) zu erleichtern und abzukuͤrzen. Ihre Verrich⸗ tungen beſtehen darin, daß ſie den Draht aus dem Ringe reckt, den Draht in Laͤngen ſchneidet, dieſe in Zaͤhne krummt, die Loͤcher ins Leder ſticht und die Zaͤhne reihenweiſe in die Loͤcher bringt. Alles dieß geſchieht ohne weitere Hand⸗ anlegung, als durch das bloße Umwenden der Maſchine, in bewundernswuͤrdiger Ordnung und Geſchwindigkeit.— Die Scheer⸗Maſchine. Von dieſer giebt es zwei Ver⸗ ſchiedenheiten, naͤmlich eine Perpetual Shearing Frame, und eine List to List Shearing Frame. Durch jene wird das Stuͤck ſeiner ganzen Laͤnge nach, durch dieſe aber von einer Egge oder Sahlleiſte zur andern geſchoren. Jene dient geemeiniglich zum erſten und zweiten, und dieſe, als voll⸗ kommener, zum dritten oder letzten Scheeren. Jack nennt man eine ebenfalls bier Lingefuͤhrte Maſchine, die beide Verrichtungen des Vor⸗ und Nachſpinnens Gahbing and Spinning) ihat.— Neummich 4 g. g.. S. 2 Aff. 26 Lut W ſind du kager, grenzt. Dberfli Ar.. ſcht ve der N factur doch b ein bol koumen irgend noͤrdlich wünſch wiſſen freudie ſamkeit Eigentt tzufri ſchtlich der Ep ber die Ei⸗ die daraus eſen Theilen wvorrath im ts der toch ilen braucht der Here⸗ nd ein halb anten und be⸗ noch folgende diſteln umge⸗ Tuchs; die echt in Gang Diſteln von Fing Shuttle mncaſhite) hat efertigen der Ihre Verrich⸗ ss dem Ringe ihne kruͤmmt, eihenweiſe in heitete Hand⸗ er Maſchine, indigkeit.— es zwei Ver⸗ ring Frame, rch jene wird eſe aber von Jene dient ſe, als voll⸗ Jack nennt 2, die beide gubbing aud Af. — 363— §. 136. Allgemeine Bemerkungen uͤber den trefflichen Bezirk. Die Grenzen dieſes weſtlichen Bezirks von Kurzwolle ſind durch den Ocean, den Severn und das Kreideboden⸗ Lager, das ihn nach Oſten einſchließt, ſehr beſtimmt be⸗ grenzt. Die Schafe ſind ſehr unregelmaͤßig auf ſeiner Oberflaͤche vertheilt, und ihre Wolle iſt von mancherlei Art. In einem großen Theil des Bezirks ſind die Schafe ſehr vernachlaͤſſi gt; und obgleich aufgemuntert zur Cultur der Wolle durch die allgemeine Verbreitung einer Manu⸗ factur, die ſie in ihren Haͤuſern ſelbſt aufſucht, ſo ſind doch viele ſeiner Landwirthe weniger darum bekuͤmmert, ein vollkommenes Vließ zu erlangen und es in dem voll⸗ kommenſten Zuſtand zu erhalten, als die Landwirthe in irgend einem Theile Englands, ausgenommen auf der noͤrdlichen traurigen Gebirgskette. Es iſt aufrichtig zu wuͤnſchen, daß die geiſtvollen Beſtrebungen der wenigen wiſſenſchaftlichen Schafhirten, die in dieſen milden und freudigen Gegenden wohnen, eine allgemeine Aufmerk⸗ ſamkeit auf din Zuſtand der Heerden erwecken und ihre Eigenthuͤmer mit den geringeren Vließen, die ſie erzeugen, unzufrieden machen moͤchten, ſo wie damit, daß ſie, hin⸗ ſichtlich der Beſchaͤftigung der Armen, von dem Erzeugniß der Spaniſchen Pelze abhaͤngen. E. Hereford ⸗ Bezirk. §. 137. ²) Herefordſhire. Herefordſhire enthaͤlt eine andere Art Schafe, die uͤber dieſe Grafſchaft und einen Theil derjenigen Eng⸗ liſchen Grafſchaften, die daran ſioßen, verbreitet iſt Dieſe Thiere haben keine Hoͤrner, weiße Geſichter und weiße Beine und ſind bisweilen ſehr ſchoͤn, beſitzen aber auch die haͤufige Begleiterin der Schoͤnheit, eine zarte und ſchwache Conſtitution. Sie liefern etwa zwei Pfund ſehr vorzuͤglicher Wolle. Aber die gewoͤhnlichen Schafe des Bezirks weichen in der Schoͤnheit und dem Werth der Wolle ſehr weit von der Ryeland⸗Race ab, wahrſchein⸗ lich derjenigen, aus welcher die alten Heerden des zu der Zeit, als feine Engliſche Vließe zuerſt emſig geſucht wur⸗ den, ſo beruͤhmt gewordenen Bezirks beſtanden. Sicher⸗ lich ſind die Vließe von Herefordſhire im Allgemeinen vor⸗ zuͤglich, zwar geringer als manche aus entfernten Laͤndern erhaltene Wolle, aber keiner in Brittannien nachſtehend, diejenige ausgenommen, die man von den Abkoͤmmlingen der Spaniſchen Race erhalten hat. Dieß iſt auch die ein⸗ zige Gegend Großbrittanniens, wo ſich der Gebrauch, die Schafe zu bekleiden, von unſern Vorfahren bis auf den heutigen Tag fortgepflanzt hat; und obgleich die Vor⸗ theile davon ſelbſt nicht einmal dem Auge eines Schaͤfers immer einleuchten moͤgen, ſo zeigt er doch eine Aufmerk⸗ ſamkeit auf die Heerden an, die ſehr wahrſcheinlich dazu beigetragen hat, ihre hohe Vorzuͤglichkeit zu bewahren. Vor einigen Jahren wurde mir eine Probe Wolle von dieſer Grafſchaft gezeigt, ſo vollkommen, wie ich ſie noch nie geſehen habe. Sie war vollkommen ausgewachſen, mit einem ſehr dichten und ungewoͤhnlich wollreichen Sta⸗ pel, uͤber Beſchreibung ſanft und zart, die Farbe war ſchoͤn weiß, und das Haar außerordentlich fein, in der Laͤnge erreichte ſie kaum einen halben Zoll. Ein kleiner Theil davon war als Seltenheit aufbewahrt worden, und die ern mteiſte Wrſſch rauhu ringer in den heiten cusgt Deſch und jeden in ein bezahl einemn Perbe inme nils Vate käuf iſichter und beſitzen aber eine zarte wei Pfund hen Schafe Werth der wahrſchein⸗ des zu der hſucht wur⸗ n. Sicher⸗ meinen vor⸗ ten Laͤndern nachſtehend, koͤmmlingen uch die ein⸗ brauch, die bis auf den h die Vor⸗ es Schaͤfers ne Aufmerk⸗ einlich dazu bewahren. Wolle von ich ſie noch sgewachſen, teichen Sta⸗ Farbe war ein, in der Ein kleiner orden, und — 365— die erwaͤhnte Flocke wurde als ſolche gezeigt. Aber die meiſte Wolle, ſelbſt von dieſer Grafſchaft, laͤßt eine große Verſchiedenheit zu. Auf ſandigem Boden ſoll ſie duͤnn, rauh und nicht probehaltig(d. h. ſolche, die bei einer ge⸗ ringeren Menge Dotter, als erforderlich, gewachſen iſt), in den Koppeln dicht und gelblich ſeyn; auf den Gemein⸗ heiten gelblich, ſanft und ſeidenartig, aber nicht immer ausgezeichnet rein und bisweilen ſtichelhaarig. Dieſe Beſchreibung paßt uͤbrigens eher auf die fruͤheren Vließe; und wir haben Grund, zu vermuthen, daß in einem auf jeden Zweig der Landwirthſchaft ſo aufmerkſamen Zeitalter in einer Grafſchaft, wo die Engliſche Wolle am hoͤchſten bezahlt wird, und wo bereits Gebraͤuche herrſchen, die in einem bewundernswuͤrdig hohen Grade dazn geeignet ſind, Verbeſſerungen zu befoͤrdern— das Erzeugniß der Schafe immer ſchaͤtzbarer und der geprieſenen Wolle anderer Him⸗ melsſtriche aͤhnlicher werde. Kein anderer Theil unſeres Vaterlandes giebt ſich ſo große Muͤhe, ſeine Vließe ver⸗ kaͤuflich zu machen als dieſer. §. 138. Gebraͤuche, verglichen mit denen von Norfolk. 4 3 Hier haͤngt man ſehr eifrig an der alten Sitte, ge⸗ ſchworne Wollbinder zu gebrauchen, und ſie ſind verpflich⸗ tet, den groben Theil des Vließes abzuſondern und nur die beſſere Art Wolle aufzurollen, etwa ein halb Dutzend zuſammen zu binden und auf einem angehaͤngten Zettel das Gewicht eines jeden Buͤndels oder einer Rolle (trundle), wie man dort ſagt, zu bemerken. In dieſer Grafſchaft hat der Buͤndel keine Aehnlichkeit mit dem von Norfolk, wie bisweilen angenommen wird; denn in Here⸗ — 366— fordſhire werden die Vließe einzeln zuſammen gerollt, ſehr feſt, und dewoͤhnlich in der Geſtalt eines Kegels, und aus dieſen wird nun der Buͤndel gebildet; in Norfolk aber werden die ungerollten Vließe uͤber einander her gebreitet, und wenn eine hinreichende Anzahl ſo auf einander gelegt iſt, ſo werden alle zuſammen zu einer Maſſe aufgerollt, und dieß heißt auch ein Buͤndel. Das letzte Verfahren iſt leichter und ſchneller; das erſte verſchafft dem Kaͤufer einen richtigeren Begriff von der Guͤte der Waare. In Herefordfhire werden die Vließe auf oͤffentlichen Maͤrkten nach dem Stein von zwoͤlf und ein halb Pfund verkauft. Da ihr Gewicht ausgemittelt worden iſt, ehe ſie zum Verkauf gebracht werden, ſo iſt das Geſchaͤft mit einem Male und leicht abgethan; es iſt aber plumwp⸗laͤcherlich, jene landwirthſchaftlichen Zuſammenkuͤnfte Wollmaͤrkte zu nennen, wo eine Anzahl Herren in einem Zimmer ſich verſam⸗ meln, uͤber den verſchiedenen Werth beſonderer Schaftaten gelehrt ſprechen und am Ende damit ſchließen, daß ſie uͤberein kommen, welchen Preis ſie fuͤr ihre Wolle haben wollen, und daß ſie dieſelbe im Allgemeinen anbieten, wo kein einziges Vließ geſehen werden kann, wo ein Fremder nut mit der aͤußerſten Gefahr, auf eine ſchlechte Specula⸗ tion einzugehen, kaufen kann; denn weil er das Land und deſſen Erzeugniß nicht kennt, ſo iſt es hoͤchſt wahrſcheinlich, daß nur zuruͤckgeworfene Buͤndel in ſeine Haͤnde fallen und am Ende ihn abſchrecken werden, wieder auf dem Markt zu erſcheinen. Wenn es die Abſicht dieſer Herren iſt, bei den Kaͤufern die Mitbewerbung zu erregen, ſo moͤ⸗ gen ſie uns die Waare zeigen, die ſie feil haben, und dann wied ſich ein ſeder ſeine Vorſtellung davon bilden; ſo mig dann harren mögen Mäͤrkt Verkäl Statt wir di den 2 minde Perka Vorth den ſi menku und n der K eiſ Urſat nicht ſhire! gtobe wird, ſeyn, kauft, daß! gut Schm Nlaſſ Scha tollt, ſehr „und aus folk aber gebreitet, der gelegt uufgerollt, Verfahren m Kaͤufer are. In Maͤrkten verkauft. ſie zum nt einem elich, jene rkte zu verſam⸗ haftaten daß ſie lle haben eten, wo Fremder Specula⸗ dand und heinlich, e fallen auf dem rHerren ſo moͤ⸗ en, und bilden, — 367— ſo moͤgen ſie das ganze Geſchaͤft auf der Stelle abmachen; dann werden wir nicht genoͤthigt ſeyn, ganze Wochen zu harren, bevor es zu Stande gebracht werden kann; ſo moͤgen ſie die Gebraͤuche der noͤrdlicheren oͤffentlichun Maͤrkte annehmen, und es werden zwiſchen Kaͤufern und Verkaͤufern keine Zaͤnkereien entſtehen, und kein Mißtrauen Statt finden. In der Weſt⸗Riding von Yorkſhire ſehen wir die aus oͤffentlichen und offenen Maͤrkten entſpringen⸗ den Vortheile ſicher zu deutlich, als daß auch nur die mindeſte Beſorgniß entſtehen koͤnnte, daß wenn ſie zum Verkauf der Wolle allgemein eingerichtet wuͤrden, der Vortheil des Wollhaͤndlers darunter leiden moͤchte. Wer⸗ den ſie aber angeſtellt, ſo laßt ſie Maͤrkte ſeyn, Zuſam⸗ menkuͤnfte, wo etwas ſowohl zu ſehen, als zu kaufen iſt, und nicht ein leeres Wort, ein nichtiges Etwas, woran der Kaͤufer keinen Antheil nimmt. Dann, und nur dann erſt, glaube ich, wird der Wollzuͤchter nicht zu klagen Urſache haben, daß die Wollhaͤndler auf dieſe Maͤrkte nicht achten, ja ſie ſogar zu verachten ſcheinen. Von den zuſammen gerollten Vließen von Hereford⸗ ſhire bekommt man etwa den zehnten Theil ihres Gewichts grobe und ſchlechte Flocken; aber eine bedeutende Menge wird, ohne auf dieſe eigenthuͤmliche Weiſe behandelt zu ſeyn, um einen etwa zehn Procent niedrigern Preis ver⸗ kauft, ein Umſtand, der uns vermuthen laͤßt, entweder daß die Beſchaffenheit der ungerollten Wolle nicht ſo gut iſt als der andern, daß ſie eine große Menge Schmuz enthaͤlt, oder daß das grobe an dem Vließe gelaſſene Hintertheil nichts tauge. Die von einem jeden Schaf erzeugte Wolle betraͤgt im Durchſchnitt etwas — 368— mehr als zwei Pfund; da aber des Beſtandes nicht ge⸗ dacht wird, den eine gegebene Flaͤche Landes ernaͤhrt, ſo muͤſſen wir hier auch zu Vermuthungen unſere Zuflucht nehmen. Vielleicht moͤchte die Annahme, daß vier Acker tragbaren Landes von drei Schafen beweidet werden, ein allgemeines Reſultat liefern, was den Verhaͤltniſſen ange⸗ meſſen waͤre; indem dieſer Beſtand groͤßer iſt, als ihn die uͤbrigen Grafſchaften des Bezieks haben, weil dieſes hauptſaͤchlich ein pflugbarer Landſtrich iſt und mehr als ein Achtel der Oberflaͤche, wie ich glaube, von Holz, Waſſer, Gebaͤuden u. dergl eingenommen wird. Wahr⸗ ſcheinlich moͤgen fuͤnf hundert tauſend Schafe auf ſechs hundert zwei und ſiebzig tauſend Ackern gehalten werden und etwa vier tauſend Buͤndel Wolle liefern. Das Vließ wird hier nur zu zwei Pfund geſchaͤtzt, obgleich die Rye⸗ land⸗ Race beinahe ausgerottet iſt, und die neue Bewirth⸗ ſchaftungsart den Schaͤfer in den Stand geſetzt hat, eine groͤßere Raee zu halten. Herefordſhire ſendet ſeine Vließe an die Tuchmacher, ſowohl im Weſten, als im Norden Englands. Da dieſe Grafſchaft zwiſchen den beiden Maͤrkten liegt, ſo iſt es kaum denkhar, daß ihr nicht die Wolle zum vollen Werthe bezahlt werden ſollte; denn obgleich von dem Wollzuͤchter Klagen gefuͤhrt werden üͤber Vereinigung der Kaͤufer unter einander als ein Monopol, ſo zeigt doch die Geſchichte der Wollen⸗Manufactur aufs deut⸗ lichſte eine Nebenbuhlerſchaft zwiſchen den Tuchmachern dieſes von einander entfernt liegenden Theile des Landes. Der Süapel von derefordſhire zdigk. daß der Poden gut dazu geeignet fey, Wolle von der erſten Guͤte zu erzeu⸗ gen; gehäl damit giben zwar! niche herbor und d ſchtl Koni men fine das W von et wiger ſchin Stich Doct mit Erzeu verfel ſtimm zelne nuͤßli Den ſche es nicht ge⸗ eenäͤhrt, ſo ere Zuflucht Zvier Acker verden, ein niſſen ange⸗ ſi, als ihn weil dieſes d mehr als von Hol,, d. Wahr⸗ eauf ſechs ten werden Das Vließ h die Rye⸗ te Vewirth⸗ hat, eine ſene Vließt im Norden den beiden nicht die lte; denn erden üͤber onopol, ſo uufs deut⸗ chmachern Landes. der Boden ezu erzeu⸗ gen; und wenn die Ryeland⸗Schafrace hinlaͤnglich ab⸗ gehaͤrtet werden koͤnnte, um andere Theile des Reichs damit zu beſetzen, ſo wuͤrde ſie die Mittel an die Hand geben, die Guͤte der Engliſchen Wolle zu verbeſſern, und zwar viel ſchneller, als durch die Einfuͤhrung einiger Spa⸗ niſchen Boͤcke. Dr. Parry berichtet uns, daß er Schafe hervor gebracht habe, bei welchen das Blut der Merinos und der Ryeland⸗Race vermiſcht worden, und die, hin⸗ ſichtlich der guten Eigenſchaften, keiner andern Race im Koͤnigreich nachzuſtehen ſchienen. Die Sache iſt vollkom⸗ men eroͤrtert in ſeiner Abhandlung uͤber die Moͤglichkeit, feine Wolle in England zu gewinnen. Darin beſchreibt er das Vließ dieſes Schafs als in dem Beſitz eines Stapels von etwa drei und einem halben Zoll Laͤnge, von gleichfoͤr⸗ miger Feinheit an jedem Theile des Schafes, von einer ſchoͤn weißen Farbe und im Allgemeinen als frei von Stichelhaaren, auch fuͤnf bis ſechs Pfund wiegend. Der Doctor zeigt, daß das Haar ausgezeichnet ſey, indem er es mit Spaniſcher Wolle vergleicht und es als verarbeitetes Erzeugniß ſchildert; doch hat er bei dem letzten Puncte verfehlt, hinſichtlich des Werths ſeiner Wolle, einen be⸗ ſtimmten Begriff zu geben, indem er nicht genug ins Ein⸗ zelne geht. Uebrigens ſind ſeine Verſuche immer hoͤchſt nuͤtzlich, und ſeine Folgerungen verdienen Aufmerkſamkeit. Die Abhandlung wird von einem jeden unparteyiſchen For⸗ ſcher mit Vergnuͤgen geleſen werden. 9. 139. b) Monmouthſhire. Monmouthſhire ruͤhmt ſich keiner großen Fort⸗ ſchritte in der Kunſt des Landbaues, und von ſeinen Scha⸗ 370— fen ſowohl, als deren Pelzen wird nur wenig geſprochen. Der oͤſtliche Theil iſt im Ganzen ein fruchtbares und wal⸗ diges Land; der weſtliche zeigt die rauhen Zuͤge von Wa⸗ les, und ſeine großen Gemeinweiden ſind mit kleinen ſchlecht gehaltenen Schafen beſetzt, deren gelbes Vließ kurz, fein und zerriſſen iſt. In einigen Theilen der Grafſchaft findet eine bedeutende Verſchiedenheit in der Wolle Statt, und es werden einige große Vließe gewonnen. Im Ganzen rechnen wir, daß ein Drittel des Landes einen Beſtand in demſelben Verhaͤltniß wie Suͤd⸗Wales ernaͤhrt, naͤmlich fuͤnf Acker auf ein Schaf, jedes Schaf traͤgt etwa ein und ein halb Pfund Wolle. Der uͤbrige Boden mag wahr⸗ ſcheinlich auf vier Ackern Futter fuͤr drei Schafe geben, d. h. drei hundert zwei und zwanzig tauſend ſechs hundert Acker ernaͤhren hundert ſieben und ſiebzig tauſend ſechs hundert Schafe, welche vierzehn hundert Buͤndel Vließe liefern. Hier iſt der uͤbliche Abzug eines Achtels von der Oberflaͤche der Gebirge nicht geſchehen, und das gewoͤhn⸗ lichſte Vließ iſt zu zwei Pfund geſchaͤtzt. §. 140. c) Worreſterſhire. Der Boden von Worceſterſhire iſt bisweilen ſandig, im Allgemeinen reich und niemals von der Gat⸗ tung, die fuͤr Wolle ſehr verderblich iſt. Das durch ſeine Fruchtbarkeit ausgezeichnete Thal von Evesham erzeugt eine Menge großer Wolle, von welcher die Vließe benahe neun Pfund wiegen. Aber die Schafe der Grafſchaft ſind im Allgemeinen klein, und die Art, das Land mit ihnen zu beſetzen, iſt verſchieden. Nach den Landguͤtern zu u word hund es be veni daß bunde ſollen naͤhee chen dem in E an die perſo bekan und f ſch na einen faͤllg ſtellen auf v lich da nach! dreih ger ale von ih hieſge ſanfter dͤthli geſorochen. Z und wal⸗ e von Wa⸗ nen ſchlecht kurz, fein haft findet tatt, und m Ganzen Beſtand in t, naͤmlich t etwa ein nag wahr⸗ aafe geben, s hundert ſend ſechs del Vließe s von der gewoͤhn⸗ bisweilen der Gat⸗ uich ſeine n erzeugt ze be ahe Hraſſchaft Land mit adguͤtern zu urtheilen, deren Groͤße und Schafſtand mir bekannt worden ſind, ſind acht hundert und ſiebzig Acker mit ſieben hundert acht und ſiebzig Schafen beſetzt, und zugleich iſt es bekannt, daß in manchen Theilen der Grafſchaft ſehr wenige gehalten werden. In manchen Faͤllen iſt es klar, daß eine ausgedehnte Schaftrifft mit den Landguͤtern ver⸗ bunden ſeyn muß; denn die Anzahl, die ſie enthalten ſollen, kann den ihr zugeſchriebenen Beſatz unmoͤglich er⸗ naͤhren. Es giebt andere dieſem aͤhnliche Faͤlle, in wel⸗ chen wir, obgleich einen Irrthum merkend, nicht von dem allgemeinen Durchſchnitt abweichen, weil wir nicht im Stande ſind, ihn zu verbeſſern, ohne Vermuthungen an die Stelle von Thatſachen zu ſetzen, und weil es fuͤr Perſonen, die mit den oͤrtlichen Verhaͤltniſſen des Bezirks bekannt ſind, leicht iſt, die Mißverſtaͤndniſſe zu heben und fuͤr die Rechnung beſſere Data zu liefern. Wollte ich nach einer bloßen Durchreiſe durch die Grafſchaft, nach einem kurzen Aufenthalt an ſeiner Grenze und nach zu⸗ faͤlligen und ungenuͤgenden Nachrichten eine Meinung auf⸗ ſtellen, ſo muͤßte ich die Zahl der Schafe nicht hoͤher als drei auf vier Acker ſchaͤtzen und das Vließ, wie es gewoͤhn⸗ lich dargeboten wird, zu drei und ein halb Pfund. Aber nach der oben gelieferten Angabe ernaͤhrt Worceſterſhire drei hundert dreißig tauſend vier hundert Schafe auf weni⸗ ger als drei hundert und ſiebzig tauſend Acker und liefert von ihnen vier tauſend acht hundert Buͤndel Wolle. Die hieſige Wolle iſt kurz und wohl gewachſen, von einem ſanften und ſeidenartigen Gefuͤge und bisweilen von einer roͤthlichen Faͤrbung. — 372— F. Bezirk mit verſchiedenen Schafracen. g. 141. Shropſhire. 4 Die Shropſhire⸗Schafe ſind verſchiedener Art. Es iſt wahrſcheinlich, daß der urſpruͤngliche Stamm aus kleinen Thieren beſtand, mit weißen Geſich⸗ tern und weißen Beinen, ohne Hoͤrner, und daß er eine preiswuͤrdige Wolle lieferte. Die Dorſet⸗Race, auf dem Markt von Wey-Hill*⁹) gekauft, iſt, wie man uns ſagt, unter die alten Heerden gebracht worden, und die Abkoͤmmlinge aus dieſem vermiſchten Blute erzeugen einen Stapel, der fuͤr die beſten Zwecke der Wollen⸗Manufac⸗ tur zu lang iſt. Wir koͤnnen aber nicht umhin, zu vermu⸗ then, daß jene fremden Schafe nicht wirklich Bewohner der Kreide⸗Downs geweſen, daß ſie von einer naͤhern Weide genommen und nach Shropfhire unter einem er⸗ dichteten Namen gebracht worden ſeyen. In dem noͤrdli⸗ chen Theil der Grafſchaft eignen ſich die reichen und fruchtbaren Weiden hauptſaͤchlich zu Kuh⸗Milchereien und ernaͤhren daher nur wenige Schafe. Die mittleren, ſuͤblichen und weſtlichen Gegenden, die gebirgiger ſind, enthalten große Schaftrifften und ſind mit zahlreichen Heerden beſetzt. Die an der weſtlichen Grenze gleichen der bereits beſchriebenen Race; aber in der ſuͤdlichen Ab⸗ theilung der Grafſchaft haben die Schafe ſchwarze, braune oder geſprenkelte Geſichter und Beine und ſind ſo ver⸗ ſchieden unter einander, daß ſie uns auf die Vermuthung bringen, ſie moͤchten die Ueberbleibſel von alten, jetzt bei⸗ *) Hampſbhire haͤlt einen großen Jahrmarkt fuͤr Hopfen, Schafe und Kaͤſe. tahe Ueberl Jeie Wolt der M Bewun Grafſch wenn ſ den, geben. heimiſe ſch in vor zu chungen ſie auf! ihnen viel wit in Al hen wi pfand; dder in ſchwerer bon vier Ducchſa pfund Vündel Wleßen ſend Ac nahe an Yließe: II. T) fracen. erſchiedener ſpruͤngliche gen Geſich⸗ daß er eine e, auf dem man uns n, und die zuugen einen Manufac⸗ zu vermu⸗ Bewohner er naͤhern einem er⸗ em noͤrdli⸗ eichen und Milchereien mittleren, giger ſind, aahlreichen e gleichen lichen Ab⸗ ze, braune d ſo ver⸗ ermuthung „jetzt bel in, Scif nahe erloſchenen Familien ſeyn, wuͤrden ſie aber mit Ueberlegung ausgewaͤhlt, ſo ſcheinen ſie faͤhig zu ſeyn, das Ihrige zu der allgemeinen Veredelung der Brittiſchen Wolle beizutragen. Die Race, welche urſpruͤnglich auf der Morfe-⸗Gemeinheit gepflegt wurde, hat lange Zeit Bewunderung erregt und hat ſeine Colonieen in andere Grafſchaften geſandt. Die Long⸗Mynd⸗ Schafe, wenn ſie mit denen von den Suſſer⸗Downs gekreuzt wer⸗ den, ſollen einen abgehaͤrteten und ſchaͤtzbaren Stamm geben. Aus der großen Mannigfaltigkeit ſowohl der ein⸗ heimiſchen, als der aus der Ferne hergeholten Schafe, die ſich im Suͤden von Shropſhire ſo haͤufig findet, ſcheint her⸗ vor zu gehen, daß die daſigen Landwirthe ihre Unterſu⸗ chungen eifrig betreiben, und es laͤßt ſich erwarten, daß ſte auf dieſem weiten Felde der Erfahrung, was offen vor ihnen liegt, viel lernen und andern von dem gelernten viel mittheilen werden. Die Vließe von Shropſhire ſind im Allgemeinen leicht, die bei weitem groͤßere Zahl derſel⸗ ben wiegt nur ein und ein halb bis zwei und ein Viertel Pfund; aber in den flacheren Gegenden der Grafſchaft, oder in den Thaͤlern ſteigen ſie auf drei Pfund; von den ſchwereren Schafracen erreichen ſie bisweilen ein Gewicht von vier Pfund. Nehmen wir an, daß das Gewicht im Durchſchnitt fuͤr die ganze Grafſchaft zwei und ein halb Pfund betrage, dann liefert ſie vier tauſend vier hundert Buͤndel Wolle in vier hundert zwei und zwanzig tauſend Vließen, die von beinahe ſieben hundert und vierzig taͤu⸗ ſend Acker Land gewonnen werden; denn der Beſatz betraͤgt nahe an ſiebzehn Schafe auf dreißig Acker. Die Morfe⸗ Pließe werden ſehr oft nach dem in Herefordſhire einge⸗ II. Theil. 25 — 374— fuͤhrten Gebrauch gerollt und verlieren durch dieſe Binde⸗ art etwa ein Zehntel ihres rohen Gewichts. Die Wolle wird hier nach einem Stein von funfzehn Pfund verkauft: mit ihrer Guͤte iſt man im Allgemeinen zufrieden, und da ſie zacher iſt als manche von den beruͤhmteſten oͤſtlichen Vlie⸗ ßen, ſo wird ſie mit dieſen vermiſcht und zu ſehr nuͤtzlichen Zwecken verwendet. Das ſaͤmmtliche Erzeugniß wird, glaube ich, nach Yorkſhire geſandt. Das Haar hat haͤufig eine roͤthliche Faͤrbung, und einige Proben, die mir neuer⸗ lich durch die Haͤnde gegangen ſind, waren ſehr ſtichel⸗ haarig mit groben und gewundenen Spitzen am Stapel; Umſtaͤnde, die von Seiten des Schaͤfers einen nicht alle⸗ zeit zu entſchuldigenden und auch mit ſeinem Vortheil nicht vertraͤglichen Grad von Nachlaͤſſigkeit verrathen. §. 142. b) Staffordſhire. Als wir die Langwolle abhandelten, bemerkten wir, daß deren eine kleine Menge in Staffordſhire, beſon⸗ ders auf den reicheren Wieſen, gewonnen werde. Der ubrige Theil der Grafſchaft liefert ein Vließ von kuͤrzerem Stapel, welches ſich zu verſchiedenen Zwecken der Tuch⸗ manufactur eignet; der groͤßere Theil wird nach York⸗ ſhire geſandt; das uͤbrige in den einheimichen Manufac⸗ turen verbraucht. In dem noͤrdlichen Theil von Stafford⸗ ſhire faͤngt jener gebirgige, wilde und unergiebige Bezirk an, den wir auf unſerer Wanderung ſelbſt bis an die Grenzen Schottlands zu verfolgen Gelegenheit haben wer⸗ den. Der ſuͤdliche Theil iſt fruchtbar und anmuthig und zeigt nur an einigen Stellen Spuren ſeiner Nachbarſchaft von hoͤher liegenden und unfruchtbaren Weiden. Auf den An 2 1 8. rig, 11 keicht t Erſe. er dieſe Binde⸗ Die Woll d verkauft, den, und da llichen Vlie⸗ r nuͤtzlichen gniß wird, hat haͤufig wir neuer⸗ ſehr ſtichel⸗ m Stapel, nicht alle⸗ Ntheil nicht en. erkten wir, ire, beſon⸗ erde. Der kuͤrzerem der Tuch⸗ nach York⸗ Mannfac⸗ Stafford⸗ ige Bezirk bis an die aben wer⸗ uthig und hbarſchaft Auf den — 375— ausgedehnten Gemeinweiden, die ſich daſelbſt in Menge finden, und die in einiger Entfernung aus leichtem und trockenem Boden zu beſtehen ſcheinen, werden einige Schafe geſehen, es ſind aber aͤrmliche und verkruͤppelte Thiere. Es giebt mehrere Arten dieſer Claſſe in Menge in der Grafſchaft, und dieſe liefern ſo unter einander verſchiedene Vließe, als ob ſie auf weit von einander entfernten Wei⸗ ben erzeugt worden waͤren. Außer der vorher erwaͤhnten Dishley⸗Race, finden wir in den ſuͤdoͤſtlichen Theilen hoͤr⸗ nerloſe Schafe mit weißen Geſichtern und Beinen. Auf den Moorelands*) giebt es eine Race, die daſelbſt ſchon ſeit mehreren Jahrhunderten beſtanden und nur we⸗ nige Veraͤnderung erlitten zu haben ſcheint. Auf den fuͤr dieſe Schafart am wenigſten geeigneten Weiden iſt die Race nicht im entfernteſten rein zu nennen, einige Stuͤcke haben Hoͤrner, andern fehlen ſie; waͤhrend manche durch die dunkle Faͤrbung ihrer Geſichter und Schenkel eine Ver⸗ bindung zu einer Familie zeigen, verrathen andere Heerden durch ihr graues oder geſprenkeltes Geſicht eine Bluts⸗ vermiſchung. In der That laͤßt ſich eine ſolche Ver⸗ ſchiedenheit erwarten, denn viele der Heerden ſind nur jaͤhrig, ſie werden aus den geſunderen Trifften der Graf⸗ ſchaft, oder aus irgend einem benachbarten Bezirk ange⸗ kauft, und tragen das ſichtbare und unzweideutige Zeug⸗ niß ihrer heimathlichen Weiden an ſich. Auf den Heiden in dem Suͤden der Grafſchaft iſt ein Schaf mit grauem Geſicht, ohne Hoͤrner, was feine Wolle traͤgt und der Suſſex⸗Race ſehr aͤhnlich iſt; vielleicht ſtammt es ur⸗ 25*— *) Eine gebirgige Gegend im Norden der Grafſchaft. — 376— ſpruͤnglich aus Shropſhire; ſein Erzeugniß an Wolle wiegt etwa zwei Pfund. Auf den weſtlichen Gemeinweiden iſt eine Race mit ſchwarzem Geſicht und mit Hoͤrnern, die ebenfalls feine Wolle liefert. Aber auf den oͤſtlichen Moorlands haben die Schafe weiße Geſichter, keine Hoͤr⸗ ner und eher lange Wolle, auch moͤgen einige Stuͤcke von Dorſet⸗ und der Cotteswold⸗Race angetroffen wer⸗ den. Die hier gezogenen Schafe von Shropſhire ſollen mehr Wolle als auf ihren heimathlichen Bergen tragen, und das geſammte Erzeugniß der Grafſchaft, wenigſtens ſo weit es nur kleine Vließe begreift, wird nach dem Stein von funfzehn oder vierzehn Pfund gewogen. Der Ein⸗ fluß des Yorkſhire⸗Marktes erſtreckt ſich uͤber den ganzen Bezirk und noch weit daruͤber hinaus. Die hieſigen Land⸗ gaͤter haben haͤufig eine mit ihnen verbundene Trifftge⸗ rechtigkeit; da dieſe nun bei der Angabe der Ackerzahl und des Schafbeſtandes uͤbergangen worden, ſo verurſacht ſie bei Berechnung des Erzeugniſſes der Grafſchaft einige Schwierigkeit und ſetzt diejenigen, die eine Berechnung verſuchen, dem groͤßten Irrthum aus. Nach den beſten Nachrichten, die mir zugekommen ſind, ſcheinen ein und zwanzig Schafe hundert und funfzig Acker einzunehmen. Im Durchſchnitt kann man in der Grafſchaft drei Schafe auf 410 Acker Land rechnen. Im Allgemeinen koͤnnen wir annehmen, daß fuͤnf hundert und funfzig tauſend Acker fuͤr mehr als hundert drei und achtzig tauſend Schafe Futter liefern und dieſe in den Stand ſetzen, funfzehn hundert und zwanzig Buͤndel Wolle zu erzeugen, denn jedes Vließ wird zu zwei Pfund geſchaͤtzt. Dieſe auf einer ſo großen Flaͤche Landes erzeugte geringe Menge Wolle mag bi gewoht Brzirke die get den wi ſie gle ſind, d iſ. 2 ſtarkſte Pließe 34 die in erzeugte wird die eine bed meinwe im Alg nicht fi Anzahl: geſchoren richt ſe nen üͤber ſind eine wie man ihte Vle hahrſche Acker un achtigte hondert Volle wiegt neinweiden iſ Hͤrnern, di den oͤſtlichen e, keine Hot⸗ inige Stuͤcke etroffen wer⸗ ooſhire ſollen dergen tragen, t, wenigſtens ich dem Sten Der Ein⸗ er den ganzen hieſigen Land⸗ dene Trifftge⸗ Ackerzahl und verurſacht ſie fſchaft einige e Berechnung ſch den beſten inen ein und nehmen. In iSchafe auf koͤnnen wit auſend Ackn iſend Schaft en, funßehn ugen, dem ieſe auf eine Jenge Vell — 377— mag vielleicht manche in Erſtaunen ſetzen, die ſich daran gewoͤhnt haben, die zahlreicheren Heerden der ſuͤdlichen Bezirke zu betrachten; aber auf unſerer Wanderung durch die gebirgigen Gegenden Englands und Schottlands wer⸗ den wir haͤuſig Gelegenheit finden, zu bemerken, daß, ob ſie gleich oft faſt ausſchließlich den Schafen eingegeben ſind, die Zahl, die daſelbſt weidet, verhaͤltnißmaͤßig gering iſt. Boden von mittlerer Guͤte iſt im Allgemeinen am ſtaͤrkſten mit Schafen beſetzt und liefert die preiswuͤrdigſten Vließe. §. 143. c) Warwickſhire. „HKiier iſt wohl die beſte Gelegenheit, umzukehren, um die in den Grafſchaften Warwick, Leiceſter und Lincoln erzeugte Kurzwolle anfzufuͤhren. In Warwickſhire wird dieſe Art Wolle gegen Norden und Weſten, wo ſich eine bedeutende Menge Wald und einige ausgedehnte Ge⸗ meinweiden finden, erzeugt; aber der Schafbeſtand iſt im Allgemeinen gering; ein Theil des Landes eignet ſich nicht fuͤr ſie zur Winterszeit; und obgleich eine groͤßere Anzahl uͤber Sommer daſelbſt gehalten und folglich auch geſchoren wird, ſo ſcheint doch das Erzeugniß an Wolle nicht ſehr ſtark zu ſeyn. Wir haben weder im Allgemei⸗ nen uͤber den Schafbeſtand der Grafſchaft Kunde, noch ſind einzelne Nachrichten uͤber Landguͤter geſammelt worden? wie man mir verſichert, ſind nur wenige Schafe da, und ihre Vließe wiegen etwa drei Pfund. Es iſt daher nicht wahrſcheinlich, daß drei hundert ſechs und ſechzig tauſend Acker unter dieſen Umſtaͤnden mehr als hundert drei und achtzig tauſend Schafe ernaͤhren oder uͤber zwei tauſend drei hundert Buͤndel Wolle liefern werden. — 378— §. 144. d) Leiceſterſhire. Auf dem Forſtlande von Leiceſterſhire wird eine Menge Kurzwolle erzeugt; uͤber die Landguͤter fehlt es aber an einzelnen Nachweiſungen. Dieſer Theil der Graf⸗ ſchaft iſt hoch, nackt und verhaͤltnißmaͤßig unfruchtbar, gleich der Heide von Ankaſter in der Grafſchaft Lincoln. Wir koͤnnen den Beſtand zu zwei Schafen auf fuͤnf Acker annehmen und das Gewicht des Vließes im Durchſchnitt zu drei und ein halb Pfund. Funfzig tauſend Acker ſind als der Flaͤchengehalt von Charnwood⸗Foreſt und den Hoͤhe⸗Bloͤßen(Wolds) in Leiceſterſhire angegeben wor⸗ den, und wir koͤnnen dieſe Summe ohne Abzug anneh⸗ men, weil in dieſen Theilen der Grafſchaft es keine Staͤdte, nur wenige Straßen, Waͤlder und Stroͤme giebt. Der Beſtand betraͤgt alſo zwanzig tauſend Schafe und liefert zwei hundert und neunzig Buͤndel Vließe; und obgleich dieſe Anzahl von geringem Belange fuͤr die Manufacturen des Koͤnigreichs iſt, da die Berechnung auf einem ſehr ſchwachen Grunde ruht, ſo freute ich mich, zu finden, daß ſie mit der Meinung eines Mannes zuſammen traf, der mit der Weide und dem Erzeugniß dieſer Bergkette gleich gut bekannt iſt. Die Vließe werden in der Grafſchaft, wo ſie erzeugt werden, fein genannt; wir duͤrfen aber deßwegen nicht glauben, daß ſie der preiswuͤrdigen Wolle vieler andern Bezirke gleich kommen.. §. 145. e) Lincolnſhire. Die Kurzwolle von Lincolnſhire, welche auf ſeinen hochgelegenen Weiden gewonnen wird, iſt im Allge⸗ meinen etwa vier Zoll lang, grob, duͤnn von Haar, zart, undbi di d die in mit de borgen die 9 oln u und hunde ernaͤh acht! Lande grßtt vern viel f kicht! und C ſollt nicht Stape Gute Nang⸗ wei E der V 9 Teocke tion w dehnte e wird eine er fehlt es der Graf⸗ nfruchtbar, ft Lincoln. fuͤnf Acker zdurchſchnitt Acker ſind ſt und den geben wor⸗ zug anneh⸗ ine Staͤdte, ebt. Der und liefert d obgleich nufacturen einem ſehr finden, daß if, der mit gleich gut ft, wo ſie deßwegen polle vielet velche auf im Alge⸗ zaar, ſart — 379— und bisweilen wachſen die Stapel abgeſondert von einander, die Farbe iſt nicht immer gut, und bisweilen wird durch die in einem Theil des Bezirks herrſchende Sitte, die Vließe mit der Stoppel auswaͤrts zu binden, eine Menge Unrath ver⸗ borgen. Dieſe trockeneren Theile von Lincolnſhire, welche die Hoͤhe⸗Bloͤßen(Wolds) ſammt den Heiden von Lin⸗ coln und Ankaſtor begreifen, enthalten etwa drei hundert und neun tauſend zaͤhlbare Acker, die etwas mehr als hundert drei und zwanzig tauſend ſechs hundert Schafe ernaͤhren und ihren Eigenthuͤmern mehr als zwei tauſend acht hundert Buͤndel Wolle liefern. Waͤre dieſer Strich Landes nicht von Weiden umgeben geweſen, die der groͤßten und traͤgſten Art Schafe Nahrung zu liefern vermoͤgen, ſo wuͤrden wahrſcheinlich ſeine Heerden aus viel kleineren Thieren beſtanden haben; ihre Wolle wuͤrde leicht und preiswuͤrdiger geweſen ſeyn. Weil auch Boden und Clima fuͤr Schafe von dem feinſten Pelz paßt, ſo ſollte der Wollzuͤchter unterſuchen, ob es ſeinem Vortheil nicht gemaͤßer ſeyn wuͤrde, lieber einen vollkommenen Stapel zu pflegen, als den, welchen er jetzt von ſeinem Gute bekommt, und der im Allgemeinen einen großen Mangel an Nahrung verraͤth. Der Beſtand wird zu zwei Schafen auf fuͤnf Acker geſchaͤtzt, und das Gewicht der Vließe zu fuͤnf und ein halb Pfund. §. 146. f) Nottinghamſhire. Nottinghamſhire iſt wegen der allgemeinen Trockenheit ſeines Bodens und ſeines Clima der Conſtitu⸗ tion wolltragender Thiere ſehr angemeſſen. Die ausge⸗ dehnte Sandſtrecke im Weſten von dem Trent, die aus⸗ — 380— gebreiteten Wieſen dieſes breiten und reißenden Fluſſes ſammt den ſanften Abhaͤngen, die ſie umgeben, das frucht⸗ bare Thal von Belvoir, und der ſtrenge noͤrdliche und fuͤdliche Klay bilden die Hauptzuͤge dieſer Grafſchaft. In der erſten dieſer geographiſchen Abtheilungen*) bemer⸗ ken wir eine kleine Schafrace mit ſchwarzem Haar auf Geſicht und Beinen und gehoͤrnt, vielleicht ein veredelter Zweig jener Familie, die uͤber die noͤrdlichen Gebirge ſo allgemein verbreitet iſt, oder der Ueberbleibſel einer jetzt beinahe erloſchenen Race und denjenigen Zuchten aͤhnlich, die wir in den Grafſchaften Salop**) und Stafford be⸗ merkt haben. Sie erzeugt etwa zwei Pfund kurzer und feiner Wolle, die ſich zum Gebrauch der Tuchmacher ſehr gut eignet. Die Koppeln auf der weſtlichen Seite des Fluſſes enthalten eine ſchwerere Art, die einen laͤngeren Sta⸗ pel liefert und offenbar aus einer Vermiſchung der Forſtrace mit dem Blute der groͤßeren, ſie umgebenden Schafſorten entſtanden iſt. Das von ihr erlangte Vließ iſt von einer mittleren Feinheit, von einer guten Farbe, ſanft und rein. Die Wolle eines einzelnen Schafs wiegt im Allgemeinen etwa vier Pfund, und ſeine Eigenſchaften find gewoͤhnlich zu der Bereitung von Wollen⸗Tuch bewundernswuͤrdig gut. Von den Wieſen des Trent und den Grenzen der Graf⸗ ſchaft nahe an Leiceſterſhire wird Wolle von einer ſchwe⸗ reren Art gewonnen; denn da auf die Heerden im Allge⸗ meinen das Dishley⸗Blut Einfluß gehabt hat, ſo wiegen die Vließe, die ſie liefern, beinahe ſieben Pfund. Der Beſtand der Grafſchaft iſt nach den ſicherſten Angaben, die *) Naͤmlich im noͤrdlichen Klab.. *½) Shropfhire. d hel vermu Schaf nutzba faͤnf wir an bietzig wiſchte und d und2 erſten der zu und ve ſammt fünf m die Ve bolltor begrei warte nicht Theil Lande! nache daß al Kömigr unttt tints Dezirk tt ſich Die de den Fluſts das frucht⸗ edliche und Grafſchaft. 1*) bemer⸗ Haar auf veredelter Gebirge ſo leiner ſetz ken aͤhnlich, kafford be⸗ kurzer und nacher ſehr Seite des geren Sta⸗ r Forſtrace ſchafſorten von einer ft und rein. neinen etwa lich zu der rdig gut. der Graf⸗ ner ſchwe⸗ im Allge⸗ ſo wiegen nd. Der aaben, die ich habe erhalten koͤnnen, weniger zahlreich, als man haͤtte vermuthen koͤnnen. Er betraͤgt nur ſieben und zwanzig Schafe auf ſechs und vierzig Acker, und die Menge des nutzbaren Landes belaͤuft ſich beinahe auf vier hundert fuͤnf und dreißig taufend ſieben hundert Acker. Wenn wir annehmen, daß die Forſtrace etwa hundert fuͤnf und vierzig tauſend zwei hundert Acker einnimmt, die ver⸗ niſchte Race zwei hundert ſiebzehn tauſend acht hundert, und daß das uͤbrige der Grafſchaft von dem Trentufer⸗ und Dishley⸗Schaf beweidet wird, dann ſind von der erſten Art Wolle ſieben hundert und neun Buͤndel, von der zweiten Sorte zwei tauſend ein hundert und zwanzig und von der dritten zwoͤlf hundert und ſiebzig; die ge⸗ ſammte Anzahl der Schafe betraͤgt nahe an zwei hundert fuͤnf und funfzig tauſend zwei hundert. Vielleicht moͤgen die Verhaͤltnißzahlen fuͤr die verſchiedenen Wollarten nicht vollkommen genau ſeyn; der aufmerkſame Leſer wird aber begreifen, daß Beſtimmtheit in dieſem Falle nicht zu er⸗ warten war; doch wird er hoffentlich die Hauptſumme nicht ſehr von der Wahrheit abweichend finden. Ein Theil der in Nottinghamſhire erzeugten Wolle wird im Lande verarbeitet, aber bei weiten der groͤßere Theil wird nach Yorkſhire geſandt, und wir bemerken mit Bedauern, daß auf Boden, der ſich, ſo gut wie irgend einer im Koͤnigreich, fuͤr die Erzeugung feiner Wolle eignet, unter den Schafzuͤchtern eine Neigung fuͤr die Pflege eines ſchwereren Vließes vorherrſchend iſt. Faſt in jedem Bezirk des Koͤnigreichs hat die Nachbarſchaft, in der er ſich befindet, großen Einſluß auf die Schafwirthſchaft. Die Lage von Dishley, und Bakewell's gluͤckliches Unter⸗ — 382— nehmen, eine preiswuͤrdige langwollige Schafrace zu ſchaf⸗ fen, haben durch den ganzen mittleren Theil Englands einen Geſchmack fuͤr ſchwerere Vließe verbreitet, und man huldigt ihm faſt ohne Ruͤckſicht auf Boden, Clima und ſogar ohne Ruͤckſicht auf die Eigenſchaften des einheimiſchen Stammes. Es iſt eine merkwuͤrdige Thatſache, daß ein jeder Verſuch, die Kurzwolle zu veredeln, ſeinen Urſprung in am Meere gelegenen Grafſchaften genommen hat, wo, wie wir mit Recht vermuthen koͤnnen, der Einfluß des Beiſpiels am wenigſten merklich iſt, und wo die Woll⸗ zuͤchter mehr von ihrem eignen Urtheil als von den Mei⸗ nungen ihrer Nachbarn abhaͤngig geweſen ſind. Die Pflege der mittleren Wollſorten auf magerem Boden kann in die Laͤnge dem Landwirth keinen Vortheil ſchaffen; denn es fordert nur wenig Scharfſinn, voraus zu ſehen, daß Pließe der Art in kurzen in mehr als hinreichender Menge werden erzeugt werden; denn ſie werden die Mitbewer⸗ bung der in der Veredelung begriffenen Schottiſchen Wolle, dann derjenigen, die in bedeutender Menge aus Irland und vom Auslande in faſt unbegrenzter Maße erhalten werden kann, zu beſtehen haben. Im Gegentheil aber faͤllt es dem Wollhaͤndler, dem Fabrikanten und dem Kauf⸗ mann ſchwer, ſich eine hinreichende Menge der erſten (beſten) Artikel in den verſchiedenen Zweigen, die ſie be⸗ treiben, zu verſchaffen. Auch iſt, was bemerkt werden muß, Nottingham⸗ ſhire zur Erzeugung einer jeden Art Wolle in ihrem voll⸗ kommenen Zuſtand ganz wunderbar gut gelegen; der Bo⸗ den in verſchiedenen Theilen iſt fuͤr jede Art Vließe geeig⸗ net; die Graſſchaft haͤngt auf der einen Seite mit dem Sitzd Eitz befitzt hat ſ keicht kurze bis; bon? finden und ſ Ihre! Hinten und eigne ein! ſich it ke Corni einige ſe zu dieſer find: net ſi weger word zace zu ſchaf⸗ glands einen man huldigt ſogar ohne Stammes. Fein jeder lrſprung in hat, wo, Einfluß des die Wol⸗ in den Mei⸗ ind. Die doden kann ffen; denn ehen, daß der Menge Mitbewer⸗ chen Wolle, us Irland e erhalten ſtheil aber dem Kauf⸗ der erſten die ſie be⸗ ttingham⸗ rem voll⸗ der Bo⸗ ße geeig⸗ mit dem — 383— Sitz der Wollen⸗Manufactur, auf der andern mit dem Sitz der Worſted⸗Strumpf⸗Fabrikation zuſammen, ſie beſitzt ſelbſt eine Manufactur fuͤr den laͤngſten Stapel und hat ſowohl zu Waſſer, als zu Lande mit jedem Markte leichten Verkehr. G. Heide⸗Bezirk. §. 147. a) Derbyſhire. Derbyſhire fuͤhrt uns in einen neuen Bezirk fuͤr kurze Wolle, der ſich von dem Hohen Peak(High Peak) bis zu den Ufern des Tweed, und von den Moorlands von Yorkſhire bis an das Irlaͤndiſche Meer erſtreckt. Wir finden eine Race kleiner Schafe mit ſchwarzen Geſichtern und ſchwarzen Beinen und mit etwas großen Hoͤrnern. Ihre Vließe ſind auffallend locker, zottig und grob; das Hintertheil iſt ſehr haarig und lang; der Stapel iſt zart und ſchlecht gewachſen, ſonſt wuͤrde er ſich zum Kaͤmmen eignen. Dieſe Race hat eine abgehaͤrtete Conſtitution, ein lebhaftes Temperament, kuͤhnen Blick und eignet ſich gut fuͤr die Weiden, die es im Beſitz hat. Vielleicht iſt keine Gattung Schafe, ſelbſt nicht einmal die von den Corniſchen Gebirgen, mehr vernachlaͤſſigt. Jedoch ſind in einigen Theilen des Bezirks Verſuche gemacht worden, ſie zu veredeln, und ihre Wirkungen werden im Verlaufe dieſer Abhandlung gezeigt werden. Das ſuͤdliche Derbyſhire und ſeine oͤſtliche Grenze ſind reiche und wohl bebaute Strecken; der Norden zeich⸗ net ſich durch jene Bergpartieen aus, die der Geſundheit wegen und aus Nengierde beſucht und ſo oft beſchrieben worden ſind, daß man ſie allgemein kennt. Die zwei 7 Abtheilungen der Grafſchaft befolgen zwei verſchiedene Syſteme der Schafhaltung, und eine jede hat ihre beſondere Schafart, die aber beide der Schafart in den anliegenden Bezirken aͤhnlich ſind. Es iſt nicht moͤglich, mit Beſtimmt⸗ heit die Anzahl der auf den gebirgigen Theilen lebenden Schafe anzugeben, weil die ausgedehnten Gemeinweiden, die ſich dort haͤufig finden, das angebaute Land in den Stand ſetzen, aus einem groͤßeren Viehſtand, als es wirklich ernaͤhrt, Vortheil zu ziehen. Nach den wenigen Nachrichten, die ich uͤber die Landguͤter bekommen habe, betraͤgt der Beſtand im Durchſchnitt nahe an ein und zwanzig Schafe auf neunzehn Acker. Dieſe Zahl erleidet aber einen ſtarken Abzug; denn man kann nicht annehmen, daß die Moore hier einen ſtaͤrkeren Beſatz ernaͤhren ſoll⸗ ten als derſelbe Boden in andern Theilen des Bezirks, wo nicht mehr als ein Schaf auf zehn Acker kommen ſoll. Daraus ergiebt ſich, daß drei hundert zwei und ſechzig tauſend Schafe eine Welde beſetzen, die beinahe fuͤnf hun⸗ dert drei und funfzig tauſeud dreihundert Acker, mit Aus⸗ ſchluß der fuͤr Wege, Waſſer, Wald und Gebaͤude gerech⸗ neten Flaͤche, begreifen mag. Rechnet man jedes Vließ im Durchſchnitt zu drei Pfund, ſo ergeben ſich vier tau⸗ ſend fuͤnf hundert und dreißig Buͤndel. Die Wolle von Derbyfhire kann ſich keiner vorzuͤglichen Farbe ruͤhmen, die meiſten Vließe haben ein blaͤuliches Anſehen; das Haar iſt ſanft, ſeidenartig und geſchmeidig, es filzt ſich gut, iſt aber eher von zu langem Wuchſe, wird unvollkom⸗ men gewaſchen und in einem ſchmuzigen Zuſtand zu Markt geſchickt. Dieſer Markt iſt Yorkſhire. zuͤch wahl der; hoher ernaͦt Dit Bein Die ihren ein den, tauſer Woll gen beine kom) ocht aber den C Ham die a bracht wolle meiſt eerſchiedene ebeſondere nliegenden Beſtimmt⸗ lebenden einweiden, nd in den „ als es n wenigen men habe, ein und I erleidet nnehmen, ren ſoll⸗ zirks, wo men ſoll. d ſechzig fuͤnf hun⸗ mit Aus⸗ e gerech⸗ es Vließ dier tau⸗ olle von ruͤhmen, n; das ilzt ſich vollkom⸗ uMarkt §. 148. b) Cheſhire. Schafe ſind keinesweges das Lieblingsvieh bei den Zuͤchtern in Cheſhire; die wenigen, die man dort wahrnimmt, hat man ſich aus Wales oder aus einigen der zahlreichen angrenzenden Grafſchaften verſchafft. Die hohen Felder der oͤſtlichen Seite, und der Delamere⸗Forſt*) ernaͤhren einen ſtaͤrkeren Stamm als die anderen Weiden. Die Schafe haben ſchwarze oder braune Geſichter und Beine, ſind klein und erzeugen kurze und feine Wolle. Die Vließe der Grafſchaft ſchwanken im Allgemeinen in ihrem Gewicht zwiſchen anderthalb und zwiſchen vier und ein halb Pfund. Wahrſcheinlich moͤgen die Gemeinwei⸗ den, die Heiden und Wuͤſten von Cheſhire etwa funfzehn tauſend Schafe ernaͤhren und drei und neunzig Buͤndel Wolle liefern. Die uͤbrigen mehr angebauten Theile moͤ⸗ gen mit etwa funfzig tanſend Stuͤck beſetzt ſeyn, ſo daß beinahe zwoͤlf Schafe auf hundert ſieben und ſechzig Acker kommen, die, jedes zu vier Pfund Wolle, die Manufactur mit acht hundert und dreißig Buͤndel verſehen. Es leuchtet aber ein, daß dieſe Heerden nicht zahlreich genug ſind, um den Einwohnern der Grafſchaft den noͤthigen Bedarf an Hammelfleiſch zu liefern, und daß eine Menge fetter Schafe, die aus andern Gegenden des Schlachtens wegen einge⸗ bracht werden, verurſachen muͤſſen, daß die Schlacht⸗ wolle mehr zu den Vließen hergeben mag, als es in den meiſten andern Theilen Englands der Fall iſt. *) Delamere Forest warl in ganz alten Zeiten eine große Waldung, die ſchon laͤngſt in eine Heideſtrecke verwandelt worden iſt. §. 149. c) Lancaſhire. Lanraſhire hat auch einen ſehr mangelhaften Schafbeſtand wegen der Menge Hunde, die gehalten wer⸗ den, wie Mr. Holt ſagt, wegen der ſchlechten Gehege, und wegen des Mangels an Kenntniſſen unter den Land⸗ wirthen, welche keine andere Arten als die Welſchen und Schottiſchen kennen. Unter den letzteren verſteht er wahr⸗ ſcheinlich das Bergſchaf, was im noͤrdlichen Theile Eng⸗ lands ſo allgemein verbreitet iſt, und das wegen ſeiner Aehnlichkeit mit einer der Lieblings⸗Race Schottlands, als von dorther eingebracht, angenommen werden mag. Uebrigens werden einige Heerden auf den Gebirgen in einem ſehr aͤrmlichen und vernachlaͤſſigten Zuſtand gehalten, an⸗ dere werden auf den niedrigen und fruchtbaren Weiden des Weſtens gefunden, aber aus dem Suͤden der Graf⸗ ſchaft, ſo wie aus einem Theil von Yorkſhire, Middle⸗ ſer, Kent und Surry ſind ſie durch das Uebermaß der Bevoͤlkerung faſt verbannt, und es werden dort nur ſolche gefunden, die fuͤr den Schlaͤchter ſich eignen. Zwiſchen Lancaſter und Kendall treffen wir die Silberthal(Silver- Dale)-Zucht an, die ihrer ausgezeichneten Eigenſchaften und ihrer Vließe wegen ſehr hoch geſchaͤtzt wird. Der von ihr erzeugte Stapel ſcheint lang, weiß und ſchwer zu ſeyn. Ein felſiger Kalkſtein iſt die Weide, auf welcher ſie graſet, und die Grenzen ihrer Trifft ſcheinen ſehr enge zu ſeyn Die Race iſt gehoͤrnt und hat ein weißes Geſicht und weiße Beine. In den noͤrdlichen Grafſchaften iſt es beſonders ſchwie⸗ rig, die Zahl der Schafe gewiß zu erfahren. Selbſt in Lan⸗ caſhire iſt es ſogar mit Huͤlfe einer Ueberſicht uͤber den Acker⸗ bau de Auguf faſt i den al Es w und ſc daß au fünfn Fedr behau dern deßß a ſcheint deutet; ganz u auf d amtlic dert u die mit auf dr und ein zehn te tauſend ſchriebe nehmen fern, trage. und in ſchmuzis ſelben angelhaften halten wer⸗ en Gehege, den Land, elſchen und dt er wahr⸗ heile Eng⸗ egen ſeiner klands, als den mag. Nin einem lten, an⸗ Weiden der Graf⸗ Middle⸗ rmaß der nur ſolche Zwiſchen (Silver- nſchaften d. Der chwer zu elcher ſie enge zu Geſicht ſchwie⸗ in kan⸗ nAcker⸗ — 387— bau der Grafſchaft und eines an den Lord Lieutenant im Auguſt 1803 gemachten Berichtes, der richtig ſeyn mußte, faſt unmoͤglich, die Nachrichten unter einander, oder mit den allgemeinen Verhaͤltniſſen des Bezirks zu vereinigen. Es wird allgemein zugeſtanden, daß der Schafſtand gering und ſchlecht beſorgt ſey, und dennoch wird uns erzaͤhlt, daß auf den hohen Gemeinweiden nicht mehr als vier oder fuͤnf auf den Acker kommen, daß aber manches verkoppelte Feld wohl ſieben oder acht maͤſte. Es wird zwar nicht behauptet, daß dieſe Anzahl gegenwaͤrtig auf allen Fel⸗ dern der Grafſchaft gehalten werde, oder daß man dieß als die Durchſchnittsſumme annehmen muͤſſe; es ſcheint aber eine ſo große Anzahl Schafe dadurch ange⸗ deutet zu werden, die mit einer jeden andern Nachricht ganz und gar unvertraͤglich iſt. Im Gegentheil giebt der auf Befehl der Regierung im Jahr 1803 gemachte amtliche Bericht nicht mehr als achtzig tauſend neun hun⸗ dert und ſiebzig Schafe an. Nach den beſten Nachrichten, die mir vorgekommen ſind, koͤnnen wir beinahe ein Schaf auf drei Acker und das Vließ im Durchſchnitt zu drei und ein halb Pfund annehmen, ſo daß drei hundert und zehn tauſend Schafe auf neun hundert zwei und funfzig tauſend Acker gehalten werden, die wir nach der vorge⸗ ſchriebenen Regel als Flaͤchengehalt der Grafſchaft an⸗ nehmen, und daß die geſammte Maſſe Wolle, die ſie lie⸗ fern, vier tauſend fuͤnf hundert und zwanzig Buͤndel be⸗ trage. Dieſe wird in den Mannfacturen der Grafſchaft und in denen von Yorkſhire verarbeitet. Sie iſt ſehr ſchmuzig, grob und ſtichelhaarig; der groͤßere Theil der⸗ ſelben beſitzt alle die ſchlechten Eigenſchaften derjenigen Sorte, die von dem vernachlaͤſſigten Bergſchaf erzeugt wird. In einigen Gegenden werden die Laͤmmer geſcho⸗ ren, und die meiſten der vollwuͤchſigen Schafe werden am Schluſſe des Herbſtes mit Theer, das mit Fett ver⸗ miſcht iſt, geſchmiert. Eine hier herrſchende Sitte iſt der Aufmerkſamkeit der Schaͤfer wohl wuͤrdig, weil ſie nicht nur eine große Menge Wolle erhaͤlt, ſondern auch in vielen Faͤllen die Vließe preiswuͤrdiger macht. Anſtatt des gewoͤhnlichen Pechmals wird auf das Ohr des Scha⸗ fes ein dauerndes Kennzeichen gedruͤckt; und obgleich die Wollzuͤchter dieſes Bezirks als unbekuͤmmert um ihr Vieh und ihre Vließe dargeſtellt werden, ſo geben ſie fuͤr ihr Verfahren doch den ſehr vernuͤnftigen Grund an: Wir bemerken, daß die gewoͤhnliche Weiſe zu zeichnen, die Wolle verdirbt. Die Vließe werden hier nach dem Stein gewogen, er ſchwankt aber zwiſchen ſechzehn und vierzehn und ſelbſt bis zu zwoͤlf und ein halb herab. §. 150. d) Yorkſhire. Der Flaͤcheninhalt von Yorkſhire verurſacht einige Verwirrung in den Angaben, hinſichtlich ſeiner landwirth⸗ ſchaftlichen Angelegenheiten; um dieſe, ſo viel als moͤg⸗ lich, zu vermeiden, wollen wir die Wolle der drei Ri⸗ dings, in welche die Grafſchaft getheilt iſt, beſonders beſchreiben. §. 151, 1) Weſt⸗Riding. Die ſuͤdlichen und oͤſtlichen Theile der Weſt⸗Riding enthalten eine große denge guten Bodens, darunter viel ſtrengen Lehm, einige leichte und ſandige Striche, aber keine Kreide, noch irgend eine andere dem Stapel nach⸗ V kheilig langen woͤhale it; di ten, d teich b deſes? gehdrn von de einer veredel don d Stamm in welch einige, melent berland dieſen ſtand b Vließ i Die Wo manche ls die als ſie dügrſet (drüͤchan und träg u The gſchaf erzeugt mmer geſcho⸗ ſcchafe wirden mit Fett ver⸗ de Sitte iſt ig, weil ſie ndern auch in ht. Anſtatt hr des Scha⸗ obgleich die um ihr Vieh ſie fuͤr ihr han: Wir ichnen, die dem Stein und vierzehn tſacht einige landwirth⸗ el als moͤg⸗ drei Ri⸗ beſonders 1⸗Riding crunter viel iiche, abet apel nache — 389— theilige Bodenart. Der andere Theil beſteht aus einer langen Kette luftiger Huͤgel, auf welchen der Boden ge⸗ woͤhnlich mager und ſandig, oder feucht und torfartig iſt; dieſe Hoͤhen ſind aber von engen Thaͤlern durchſchnit⸗ ten, deren Weiden mit einigen der reichſten in dem Koͤnig⸗ reich verglichen werden koͤnnen. Auf den Niederungen dieſes Bezirks treffen wir mehrere Arten Schafe an; eine gehoͤrnte Race, welche deutliche Merkmale ihrer Abkunft von der Bergrace an ſich traͤgt, aber durch Kreuzung mit einer andern Familie ohne Hoͤrner und mit weißem Geſichte veredelt iſt; eine zweite Art, in welcher deutliche Spuren von dem Dishley⸗Blut, das mit dem einheimiſchen Stamm vermiſcht worden, zu entdecken ſind; eine dritte, in welcher die Zuͤge der Cheviot⸗Race ſichtbar ſind; und einige, die kein Schwanken in ihren charakteriſtiſchen Merk⸗ malen verrathen, ſondern von der echten reinen Northum⸗ berland⸗, Lincoln⸗ und Leiceſter⸗Race ſtammen. In dieſen fruchtbareren Theilen des Riding betraͤgt der Be⸗ ſtand vier Schafe auf ſieben Acker, und vielleicht mag das Vließ im Durchſchnitt vier und ein halb Pfund erreichen. Die Wolle dieſes Theils von Yorkſhire iſt ſehr verſchieden, manche iſt ein großes Theil laͤnger, haͤrter oder elaſtiſcher als die uͤbrige; aber wenige davon iſt fein, oder ſo rein, als ſie es ſeyn koͤnnte, und ſie wird faſt alle im Lande abgeſetzt. Auf den Huͤgeln dieſer Riding ſind die Schafe von der Bergrace, derjenigen aͤhnlich, die beſchrieben wurde, als von Derbyſhire die Rede war; aber auf den Mooren (Bruͤcharn) von Peniſtone nimmt ſie mildere Zuͤge an und traͤgt ſtarke Spuren von Veredelung. Das Schaf II. Theil 26 — 390— iſt da kleiner, als es die Race uͤberhaupt iſt, hat ein ge⸗ ſprenkeltes Geſicht und geſprenkelte Beine und traͤgt auch ein feiner geſtapeltes Vließ. Die Aufmerkſamkeit, die ihm jetzt auf dieſen hoch liegenden Weiden geſchenkt wird, verſpricht es noch weiter zu veredeln, und mit Vergnuͤgen bemerken wir, daß von Vieh, welches auf den Bergen gezogen worden iſt, Preiſe gewonnen worden ſind. In der That iſt die Aufmerkſamkeit auf Schafe die natuͤrlichſte Beſchaͤftigung in YVorkſhire; denn hier iſt der Sitz der ausgedehnteſten und wichtigſten Wollenmanufactur in den vereinigten Koͤnigreichen. Durch den gegenwaͤrtigen Zu⸗ ſtand ſeiner einheimiſchen Heerden und der Heerden in den benachbarten Grafſchaften moͤgen vielleicht manche veran⸗ laßt werden, zu fragen, ob in einem vorhergehenden Ab⸗ ſchnitt den Manufacturen nicht zu viel Einfluß auf die Veredelung der Wolle zugeſchrieben worden ſey, und wo⸗ her es komme, daß Vließe in der Weſt⸗Riding von York⸗ ſhire in einem viel ſchlechteren Zuſtand als in den meiſten uͤbrigen Gegenden des Landes gefunden werden. Wir er⸗ wiedern, daß dieß von Natur ein ſehr armer Bezirk iſt, daß ſeine Landwirthe, von denen die meiſten auch Fabri⸗ kanten ſind, nur ſehr wenig Land beſitzen, mit welchem im Allgemeinen eine ausgedehnte Trifftgerechtigkeit ver⸗ bunden iſt, das beſtaͤndige Gift aller landwirthſchaftlichen Verbeſſerung, daß nur erſt neuerlich ein Speculations⸗ geiſt unter den Wollzuͤchtern rege geworden iſt, und daß die Manufactur mehrere Jahrhunderte hindurch nur die groͤberen Wollſorten verlangt hat. Als die Fabrikation feinerer Tuͤcher eingefuͤhrt wurde, ließ man ſich das noͤ⸗ thige rohe Material aus der Ferne kommen; und da die Kachf ſo wü jener; des la ſind di it alle Fabtit zahleei Auf d es ſind waren teſten 6 dem V wehr, bei geh aufgtze Stamr zwunge dem be derden, weinen und nu ts wane hetrden dint A als Wo Norfolk kern ber Weddelan ſt, hat ein ge⸗ und traͤgt auch rkſamkeit, die geſchenkt witd, mit Vergvͤgen f den Bergun den ſind. I die natuͤrlichſe der Sitz der nufactur in den enwaͤrtigen zu⸗ eerden in den nanche veran⸗ :gehenden Ab⸗ unfluß auf die ſey, und wo⸗ ing von York⸗ in den weſſten den. Wir er⸗ ver Bezirk iſt mauch Fabri⸗ mit welchem ꝛchtigkeit ver⸗ ethſchaftlichen Speculations⸗ iſt, und daß durch nur die e Fabeikstion ſch das n und da die — 391— Nachfrage nach grober Wolle in voller Stuͤrke ſich erhielt, ſo wirkte ſie, mit der allgemeinen Neigung der Schaͤfer jener Zeiten vereint, dahin, die Heerden in dieſem Theil des Landes unveraͤndert zu laſſen. Gegen die ſuͤdliche Spitze des huͤgeligen Bezirks ſind die Schafe zahlreich; aber von Peniſtone nordwaͤrts iſt alles angebaute Land in einer betraͤchtlichen Weite von Fabrikanten eingenommen, und die Bevoͤlkerung iſt zu zahlreich, um ein großes Woll⸗Erzeugniß zu geſtatten. Auf den unangebauten Strecken werden Schafe gefunden; es ſind aber aͤrmliche zottige Thiere. Vor einigen Jahren waren ſie faſt allgemein von der Bergracce, in ihrer ſchlech⸗ teſten Geſtalt; jetzt aber wird der Carcaſſe ſowohl, als dem Vließe mehr Aufmerkſamkeit gewidmet; oder viel⸗ mehr, da die Schafe aus andern Theilen des Landes her⸗ bei geholt und nicht auf den Gemeinweiden, wo ſie graſen, aufgezogen werden, ſo fand ihr Eigenthuͤmer einen beſſern Stamm als gewoͤhnlich auf dem Markte und war ſo ge⸗ zwungen, ihn einzufuͤhren. Die wenigen Schafe, die auf dem beſten Boden in der Naͤhe großer Staͤdte gefunden werden, ſind ſehr verſchiedener Art, indem ſie im Allge⸗ meinen aus der Ferne ſchon gemaͤſtet eingebracht werden und nur auf die Schlachtbank warten. Uebrigens giebt es manche Ausnahmen hiervon; es werden einige Zucht⸗ heerden gehalten, und eine in der Naͤhe von Leeds ver⸗ dient Aufmerkſamkeit. Vor etwa drei Jahren brachte ein als Wollhaͤndler wohl bekannter Herr aus der Grafſchaft Norfolk eine Heerde ungehoͤrnter und mit grauen Geſich⸗ tern verſehener Schafe hierher. Er ſetzte ſie auf reiches Weideland, eine von ihren heimathlichen Heiden ſehr ver⸗ 26* — 392— ſchiedene Weide, und wartete ſie mit nicht groͤßerer Sorg⸗ Stamn falt, als er die ſchlechten einheimiſchen Schafe der Graf⸗ was ſo ſchaft gepflegt haben wuͤrde. Sie ſind zweimal geſchoren Eunat. worden, und Mr. Motley, der Eigenthuͤmer, deſſen Wol. 2 kenntniß zu beſtreiten niemand wagen wird, hat mir ver⸗ and iſ ſichert, daß ihre Vließe das erſte Jahr ſo vortrefflich gee uünnlih weſen ſeyen, als ob die Heerde gar nicht die Peide ge- uhalte wechſelt habe, und daß dieſes Jahr(1705) ihre Wolle Setkle keinesweges ausgeartet ſey; im Fall eine Veraͤnderung weißem Statt gefunden, ſey ſie zum Beſſeren geweſen. Die Thiere Wolle ſind ruhig auf ihrer Weide, zeigen ſich geſund, fuͤttern verglic ſich nach Wunſch und ſind fruchtbar. Ich erwaͤhne dieſer ahgeſon einzelnen Umſtaͤnde, weil ſie zeigen, daß weder das Elima, Weiden noch die reichſten Weiden in dieſem Theile Englands zur fil in Erzeugung der feinſten Vließe untauglich ſeyen. Die einer ſch Race, aus welcher dieſe Schafe ausgeſucht ſind, ſteht ſind wa bekanntlich ſo hoch in Anſehen wie irgend eine der leichten ten Nan Knochen, des vielen Fleiſches und des zarten Geſchmacks, alten E des ſparſamen(reinlichen) Freſſens und der dauerhaften wir haͤ Conſtitution wegen*). Doch werden die Laͤmmer, die ſſe wo die erzeugt, weil ſie vom Ileiſcher ſehr geſchaͤtzt werden, jedes V und mo Jahr in verſchiedenen Theilen des Reichs in Menge fuͤrs Wana Schlachtmeſſer beſtimmt. Wenn es von einiger Wichtig⸗ vitthſch keit iſt, die Vließe unſers Landes zu veredeln und den anferord Clma in *) Mr. Motley giebt mir die Nachricht, daß die Laͤmmer die⸗ den, ſo ſes Jahr(1806), als ſie in ein neuerlich gemaͤhetes Gras⸗ e5; feld getrieben wurden, Spuren einer ſchwaͤchern Conſtitution Ading gezeigt haben, und daß einige von ihnen geſtorben ſind. annehme Dieſer Umſtand iſt ſeitdem durch das Syſtem der Inzucht and ein cetklarlich gemacht worden. a enn Nachtrag des Verf. zengniß groͤßerer Sang chafe der Grif eimal geſchore t, deſſen Wol⸗ hat mit ber vortrefflich ge⸗ die Peide ge⸗ 5) ihre Woll e Veränderung en. Die Thſert ſund, fuͤtten erwaͤhne dieſe der das Cima, Englands zur ſehen. Oe ͤt ſind, ſieht te der leichten n Geſchmacks, er dauerhaften immer, die ſie werden, jedes Menge fuͤrs iger Wichtig⸗ eln und den e Limmer die⸗ mäͤhetes Grau⸗ en Conſtitution geſoorben ſind. m der Irzucht Verf. Stamm zu verbeſſern, ſo iſt ein jedes vorzuͤgliches Lamm, was ſo muthwillig geſchlachtet wird, ein Verluſt fuͤr den Staat. Wo der Einfluß der Bevoͤlkerung nicht uͤberwaͤlti⸗ gend iſt, erſcheinen wieder Schafe, haben aber auf den noͤrdlichen Mooren nicht denſelben Grad der Veredlung erhalten, wie auf den ſuͤdlichen. In der Gegend um Settle finden wir uͤbrigens ein mehr großes Schaf mit weißem Geſicht und weißen Beinen, und welches feine Wolle liefert. Es iſt von einigen mit der Dorſet⸗Race verglichen worden; es iſt aber nicht wahrſcheinlich, daß einige abgeſonderte Heerden ihren Urſprung von ſo entfernten Weiden ableiten ſollten und mit einer unausgeſetzten Sorg⸗ falt in einer ſo wilden Gegend vor der Vermiſchung mit einer ſchlechteren Sorte ſollten bewahrt worden ſeyn. Sie ſind wahrſcheinlich ein Zweig von irgend einer benachbar⸗ ten Rate mit weißem Geſichte, oder die Ueberbleibſel eines alten Stammes. In den Gebirgen Schottlands werden wir haͤufig Gelegenheit haben, aͤhnliche Faͤlle zu bemerken, wo die alte Race durch das Uebergewicht einer neueren und modiſchen Race nicht ganz verdraͤngt worden iſt. Wenn alle die Verhaͤltniffe, welche mit der Art der Be⸗ wirthſchaftung, dem Daſeyn von Mannfacturen und einer außerordentlichen Bevoͤlkerung mit der Weide und dem Clima in Verbindung ſtehen, in Erwaͤgung gezogen wer⸗ den, ſo koͤnnen wir den Schafſtand von dieſem Theil der Riding nicht hoͤher als zu ein Stuͤck auf acht Acker Land annehmen. Das Vließ wiegt im Durchſchnitt etwa drei und ein halb Pfund. Wir folgern daraus, daß das Er⸗ zeugniß des ganzen Riding ſo ſtehe: Beinahe fuͤnf tau⸗ — 394— ſend Buͤndel Wolle werden von zwei hundert ein und ſechzig tauſend ſieben hundert Schafen und von vier hundert acht und funfzig tauſend tragbaren Aeckern erhal⸗ ten; und ferner, ſiebzehn hundert und ſiebzig Buͤndel werden von hundert ein und zwanzig tauſend vier hundert Schafen geliefert, welche auf neun hundert ein und ſiebzig tauſend zwei hundert und funfzig Ackern weiden. Ein großer Theil der Wolle iſt ſehr ſchmuzig, einige Vließe werden im ungewaſchenen Zuſtand verkauft, und ſie wird ſaͤmmtlich nach dem Stein gewogen; dieſer beſteht aber an einigen Orten aus vierzehn Pfund, an andern aus funfzehn, ſechzehn, und ſelbſt ſiebzehn. Es braucht kaum bemerkt zu werden, daß ſaͤmmtliche hier erzeugte Wolle im Lande verarbeitet wird. §. 152. 2) Oſt⸗Riding. Die Phyſiognomie der Oſt⸗ Riding weicht ſehr weit von der Phſiognomie der Weſt⸗Riding ab. Bei dem Langwolle⸗Bezirk von Lincolnſhire iſt das Erzeugniß von Holderneß bemerkt worden; der uͤbrige Theil der Riding beſteht hauptſaͤchlich aus den Hoͤhe⸗Bloͤßen(Wolds) von York und aus dem flachen Landſtrich, der ſich von ihrem Fuß weſtwaͤrts ausdehnt. Dieſe Hoͤhe⸗Bloͤßen bilden, wie es der Name ſchon andeutet, einen hoch ge⸗ legenen von Holz entbloͤßten Strich Landes, der eine taug⸗ liche Weide fuͤr Schafe liefert. Hier treffen wir ausge⸗ dehnte Flaͤchen an, und die Huͤgel ſind durch dieſe Thaͤler getrennt. Durch den ganzen Theil der Riding, der Kurz⸗ wolle liefert, iſt der Boden meiſtentheils von kieſiger oder ſandiger Beſchaffenheit, denn ſelbſt die Kreide, welche die Grun lch! Vliß Eub tham der traͤgt Stac nahe Vol die ohne giigt; hend, hund ditta del. ſechs Ane ſtand ſt, Virt ſehr! Voll Eſer der d ihn Wili wieb von indert ein und und von vir Neckern ethal⸗ ſtebzig Buͤnd d vier hundett ein und ſiebzi weiden. En einige Vließe , und ſie wird ſer beſteht aber n andern aus braucht kaum tzeugte Wolle g weicht ſehr ab. Vei dem Erzeugniß von eil der Riding den(Woldi) der ſich von Hoͤhe⸗Bloͤßen einen hoch ge⸗ der eine taug⸗ en wir ausge⸗ ch dieſe Thaͤlr ing, der Kut⸗ n kieſiger oder de, welche di — 395— Grundlage der Huͤgel bildet, iſt im Allgemeinen hinlaͤn⸗ lich bedeckt, um einem jeden ſchaͤdlichen Einfluß auf die Vließe vorzubeugen. Bisweilen erhebt ſich die kreidige Subſtanz bis an die Oberflaͤche und muß dann ſeine eigen⸗ thuͤmliche Wirkung auf den Stapel aͤußern. Die Anzahl der Schafe in dieſem Theil des Bezirks iſt groß, ſie be⸗ traͤgt, nach den Guͤterbeſchreibungen, drei und dreißig Stuͤck auf neun und vierzig Acker, und jedes Vließ wiegt nahe an fuͤnf Pfund. Im Allgemeinen eignet ſich die Wolle, ob ſie gleich lang iſt, nicht zum Kaͤmmen, und die auf den Hoͤhe⸗Bloͤßen gewachſene iſt bisweilen weiß, ohne den hellen Glanz, der einen geſunden Zuſtand an⸗ zeigt; ihre Stapel ſind oft abgeſondert, oder einzeln ſte⸗ hend, und ihr Haar iſt gerade und elaſtiſch. Von vier hundert vier und funfzig tauſend ſieben hundert Ackern betraͤgt die Wolle beinahe ſechs tauſend vier hundert Buͤn⸗ del. Der Schafe, die ſie liefern, ſind drei hundert und ſechs tauſend zwei hundert und vierzig. Vielleicht iſt dieſe Anzahl eher zu hoch angenommen, da um York der Be⸗ ſtand bisweilen nicht hoͤher als ein Schaf auf neun Acker iſt, und es iſt nicht leicht auszuforſchen, wie weit die Wirthſchaftsart herrſchend iſt, welche dieſen Viehſtand ſo ſehr herabſetzt. Dieß iſt auch ein zur Erzeugung feiner Wolle gut geeigneter Bezirk. Er gleicht den Downs von Eſſex im ganzen Aeußeren, in dem Boden, der Hoͤhe und der dem nahen Meere ausgeſetzten Lage; und wenn Wir ihn in Bezug auf ſeine Schafe mit den Cotteswold⸗, Wileſhire⸗ und Suſſex⸗Bergen vergleichen, ſo zeigt er⸗ wie viel in der Wolleultur von der Race, und wie wenig von der Beſchaffenheit der Weide abhange. — 396— 9. 153. 3) Nord⸗Riding. Die Nord⸗Riding dieſer Grafſchaft enthaͤlt zwei abgeſonderte Gebirgshaufen, die durch das Thal von York*), einen reichen und gut angebauten Landſtrich, von einander geſchieden ſind, und wo faſt an jedem Fleck der Boden fuͤr die Eigenſchaften eines guten Vließes geeignet iſt. Die oͤſtlichen Moorlands, eine traurige und unfrucht⸗ bare Gegend, enthatten einige enge Thaͤler, in welchen das Clima guͤnſtig fuͤr den Ackerbau iſt; auf den Hoͤhen ſind aber Striche, die mit großen breiten Steinen uͤberſchuͤttet und durch die tiefen und gefaͤhrlichen Moraͤſte unzugaͤnglich gemacht ſind. Die hieſigen Schafe ſind gewoͤhnlich klein, haben ſchwarze Geſichter und ſchwarze Beine, oder, im Fall ſie mit Niederungs⸗Racen vermiſcht ſind, geſpren⸗ kelte, und in andern Hinſichten haben ſie die auszeichnen⸗ den Zuͤge derjenigen Race, welche die meiſten der noͤrdli⸗ chen Hoͤhen bewohnt. Ihre Vließe ſind offen,(nicht ge⸗ ſchloſſen), locker und grob, und beſonders dasjenige Stuͤck, das auf den Hintertheilen waͤchſt, und die Wolle iſt haͤufig mit braunen oder grauen Haaren vermiſcht. Der Beſtand wird im Durchſchnitt zu einem Schaf auf zehn Acker an⸗ gegeben; das Vließ ſchwankt zwiſchen drei und vier Pfund; die Menge der erzeugten Wolle betraͤgt beinahe ſechs hun⸗ dert Buͤndel, und der Flaͤchengehalt des Landes belaͤuft ſich auf zwei hundert acht und neunzig tauſend ſechs hun⸗ dert Acker. Wir ziehen hier nichts ab, weil es der Ge⸗ gend faſt ganz an Holz, Wegen, Stroͤmen und Gebaͤuden fehlt. *) The Vale of VYork. jene Hie dend erze Sh dn har. gute race hat jt d ausg ein ſ locke ſen nict mehr nehn Abzu hunde Durch und ſeben jirken Iruch Echaf weiden Norhu enthaͤlt zwei s Thal von ndſtrich, bon em Fleck der sgeeignet iſ. und unfrucht⸗ welchen das Hoͤhen ſind uͤberſchuͤttet unzugaͤnglich öͤhnlich klein, , oder, im d, geſpren⸗ auszeichnen⸗ der noͤrdli⸗ „(nicht ge⸗ henige Stuͤ le iſt haͤufg Der Beſtand n Acker an⸗ dier Pfund; ſechs hun⸗ des belaͤuft ſechs hun⸗ es der Ge⸗ BGebaͤuden — 997— Die weſtlichen Moorland's bilden einen Theil jener Bergkette, die zuerſt in Staffordſhire bemerkt wurde. Hier iſt uͤbrigens der Boden mehr als gewoͤhnlich ergiebig, denn die Berge beſtehen aus Kalkſtein. Ihre Oberflaͤche erzeugt ein kurzes und ſuͤßes Gras und liefert eine gute Schafweide. Einige der Thaͤler, die ſich weit zwiſchen den Gebirgen hin erſtrecken, ſind außerordentlich frucht⸗ bar. Sie ſind der Sitz einer Worſted⸗Manufactur, eines guten Landbaues und die Weide einer veredelten Schaf⸗ race, welche Hoͤrner, weiße Geſichter und weiße Beine hat und einen preiswuͤrdigen Pelz traͤgt. Auf den Hoͤhen iſt die Bergrace faſt die einzige Art, beſitzt aber einige ausgezeichnete Merkmale, unter denen das merkwuͤrdigſte ein ſchwarzer Fleck auf dem Nacken iſt. Das Vließ iſt locker, trocken und grob. Obgleich die Heerden in die⸗ ſem Theil der Riding zahlreich ſeyn ſollen, ſo iſt doch nicht wahrſcheinlich, daß der Beſtand im Durchſchnitt mehr als ein Schaf auf fuͤnf Acker betragen moͤchte. Wir nehmen die Meſſung des Mr. Tuke an und ſchaͤtzen, nach Abzug des uͤblichen Achtels, das Land auf beinahe drei hundert und ſiebzehn tauſend Acker. Weil das Vließ im Durchſchnitt etwa drei Pfund wiegt, ſo ergeben ſich fuͤnf und funfzig tauſend vier hundert Schafe und beinahe ſieben hundert Buͤndel Wolle. Zwiſchen dieſen beiden rauhen und ſuuͤrmiſchen Be⸗ zirken liegt das Thal von York, ein wegen ſeiner Fruchtbarkeit merkwuͤrdiger Landſtrich. Hier ſind die Schafe, beſonders diejenigen, die weſtlich von dem Swale weiden, durch die Vereinigung der Teeswater⸗, der Norhumberland⸗ und der Leiceſterſhire⸗Racen ſehr ver⸗ edelt worden. Nach meiner beſten Ueberzeugung koͤnnen ſind wir die Anzahl der Schafe zu eins auf zwei Acker annehmen. Ver Sie belaufen ſich auf zwei hundert und achtzig tauſend; das Vließ wiegt im Durchſchnitt ſechs Pfund, und das Gewicht der ſaͤmmtlichen Wolle belaͤuft ſich auf vier tau⸗ ſend ſechs hundert und ſechzig Buͤndel. Berg unve Es giebt aber wenige Bezirke, in welchen es ſo The ſchwierig iſt, uͤber dieſe Puncte befriedigende Aufklaͤrung Art zu erhalten. Nachdem man ſich große Muͤhe gegeben in hat, die Angaben zu berichtigen, ſo bleiben ſie bisweilen Die zweifelhaft, weil die Data, aus welchen ſie hergeleitet ſich worden, zu allgemein ſind. Im Ganzen werden faſt in fnd allen Theilen von Yorkſhire die Schafe beſſer gewartet als ſind, fruͤherhin, ſie beſitzen eine beſſere Geſtalt und erzeugen Die ein preiswuͤrdigeres Vließ. Der Gebrauch, ſie zu ſchmie⸗ Grü ren, iſt ſehr herrſchend und wird nicht nur mit Geſchick⸗ V lichkeit verrichtet, ſondern auch mit bedeutendem Erfolg d) angewandt. Der unternehmende Landwirth, der eine Race einfuͤhrte, die ihre Vließe mit einer hinreichenden ſou Menge Dotter verſorgt, wuͤrde wahrſcheinlich keine Ver⸗ V ohtr anlaſſung zu dieſer ſchmuzigen Salbe finden. In der niſ Nord⸗Riding ſuchen die Zuͤchter von Kurzwolle ihren V Eit Markt in dem Weſten; aber das Gewicht, deſſen ſie ſich V li bedienen, iſt aͤußerſt unregelmaͤßig. Es heißt allezeit ein noch Stein, wied aber auf fuͤnf verſchiedene Weiſen gerech⸗ nii net, naͤmlich zu ſechzehn Pfund vier Unzen, ſechzehn Pfund di zwoͤlf Unzen, ſiebzehn und ein halb Pfund, achtzehn und d neunzehn Pfund. Ueber dieſe Verſchiedenheit in dem ſte⸗ fi henden Wollgewicht beklagen ſich die Zuͤchter bisweilen, gung koͤnnen rannehmen. zig tauſend; ), und das zuf vier tau⸗ lchen es ſo Anfklaͤrung uͤhe gegeben fe bisweilen e hergeleitet den faſt in twartet als d erzeugen zu ſchmie⸗ it Geſchick⸗ dem Erfolg , der eine inreichenden keine Ver⸗ In der wolle ihren ſen ſie ſich allezeit ein iſen gerech⸗ zehn Pfund itzehn und in dem ſte⸗ bisweilen, ſind aber weder eutſchloſſen, noch einhellig genug, um eine Verbeſſerung durchzuſetzen. g. 154. e) Weſtmoreland. In Weſtmoreland iſt die Schafrace von der Bergart. Auf den hoͤher liegenden Guͤtern iſt ſie lange unveraͤndert geblieben; aber die Heerden der niederen Theile der Grafſchaft ſind mit den Leiceſter⸗ und Lincoln⸗ Arten gekreuzt worden, vielleicht noch haͤufiger mit der in dem Thale von York vorherrſchenden Baſtard⸗Race. Die Groͤße der in der Grafſchaft befindlichen Niederungen, die ſich hauptſaͤchlich in den noͤrdlichen und mittleren Theilen be⸗ finden, aber von ausgedehnten Gemeinweiden durchſchnitten ſind, mag etwa hundert und achtzig tauſend Acker betragen. Die weſtliche Seite iſt ſehr gebirgig und felſig; aber das Gruͤn, was ſie allgemein bedeckt, zeigt, daß eben dieſe Weide den Schafen ſehr angemeſſen ſey, und die engen Thaͤler ſind bisweilen bis zur Ueppigkeit reich. Die uͤber den Schafſtand gelieferten Angaben ſind ſo unmaͤßig groß, daß ſie diejenigen, die auch nur ſehr. oberflaͤchliche Begriffe vom Landbau haben, uͤberzeugen muͤſſen, es ſey eine ausgedehnte Trifftgerechtigkeit mit den Guͤtern verbunden, aber unter dem von ihnen angegebenen Flaͤchengehalt mit begriffen. Dieſer Umſtand macht es nothwendig, daß wir die Zahl der Schafe nur nach allge⸗ meinen Thatſachen bereehnen muͤſſen; und die Aehnlichkeit dieſer Grafſchaft mit Cumberland, ſowohl in Hinſicht der Oberflaͤche, als der Bewirthſchaftungsart, veranlaßt mich, fuͤr den Beſtand in beiden Bezirken denſelben Maßſtab zu gebrauchen. Bei Guͤtern alſo auf den Niederungen und —- 400— ohne die Beihuͤlfe von Gemeinweiden wird etwa ein halbes Schaf auf den Acker angenommen, auf den Gebirgen aber nicht mehr als die Haͤlfte. Vier hundert ein und dreißig tauſend zwei hundert Acker ſind alſo beſetzt mit zwei hun⸗ dert drei und zwanzig tauſend ſieben hundert Schafen, die drei kauſend zwei hundert und ſechzig Buͤndel Vließe, das Vließ zu drei und ein halb Pfund, liefern. Die Wolle von den Bergſchafen iſt, wie gewoͤhnlich, grob und haarig, auch kann das von den gemiſchten Racen gewonnene ſich keiner ſehr vorzuͤglichen Eigenſchaften ruͤhmen; das Er⸗ zeugniß des Silberthals ſcheint am beſten zu ſeyn. Hier werden die Schafe ſehr ſtark geſchmiert; ein Gallon Theer und ſechzehn Pfund Fett werden fuͤr fuͤnf und dreißig Schafe gebraucht. Die Wolle wird hauptſaͤchlich im Lande verarbeitet, der Ueberſchuß aber, das, was die Fabrikan⸗ ten von Kendall nicht beduͤrfen, wird in Yorkſhire ver⸗ braucht. §. 155. f) Cumberland. Cumberland wird eigentlich als ein Gebirgsland geſchildert; aber nur in dem ſuͤdlichen Theil ſteigen die Hoͤhen uͤber die Linie der lohnenden Bearbeitung hinaus. Schafe werden ſelbſt auf den hoͤchſten Gebirgen die Som⸗ mermonate hindurch gehalten, werden aber im Winter auf beſſere Weiden getrieben. Nach dieſen und einigen andern, ruͤckſichtlich der hier uͤblichen Schafwirthſchaft, erwaͤhnten Umſtaͤnden ſcheint dieſem Thiere hier mehr Aufmerkſamkeit geſchenkt zu werden, als wir in verſchiedenen andern Theilen des Koͤnigreichs wahrgenommen haben, wo die Oberflaͤche eben ſo uneben, ſehr erhaben iſt und nur aus Kalkſtein oder Kreide beſteht. Auf den hoͤchſten Weiden bon dit meh. ſche ihre die. ſüdl ſond net den Sch ſeyn, Scho Diet die fi der 7 dern ſo k koͤnn ihre mehr Landen Theil des er Verm welche *)2 un un ein halbes birgen aber nnd dreißig wei hun⸗ chafen, die ließe, das Wolle von ad haarig, nnene ſich ; das Er⸗ yn. Hier lon Theer d dreißig im Lande Fabrikan⸗ hhire ver⸗ ebirgsland ſeigen die hinaus. die Som⸗ inter auf andern, waͤhnten rkſamkeit n andern wo die nur aus Weiden — 401— von Cumberland iſt die Bergrace faſt die einzige Schafſorte, die man antrifft, waͤhrend die Niederungen von einer mehr beguͤnſtigten Sorte beſetzt ſind, die ſich durch ihre ſcheckigen Geſichter auszeichnet, welche beweiſen, daß ſie ihre Entſtehung von einer vermiſchten Race haben. Auch die Herdwicks, die eine Strecke der Gebirge in der ſuͤdlichen Spitze der Grafſchaft einnehmen, ſind eine be⸗ ſondere Race, die geſprenkelte Geſichter aber keine Hoͤr⸗ ner haben und vielleicht dazu beigetragen haben moͤgen, den Stamm der beſſeren Landguͤter zu veraͤndern. Dieſe Schafe ſcheinen die Reſte irgend einer alten Familie zu ſeyn, die in Cumberland vorhanden war, ehe ſich die Schottiſche Race ſo weit gegen Suͤden ausgebreiter hatte. Die Herdwicks erzeugen noch immer eine vorzuͤgliche Wolle, die frei von den Stichelhaaren iſt, welche allezeit die Vließe der Bergſchafe verſchlechtern. Wenn der Beſatz des nie⸗ dern Landes ohne die Trifftgerechtigkeit geſchaͤtzt wird, ſo kommen neunzehn Schafe auf vierzig Acker, und wir koͤnnen nicht annehmen, daß das Clima der Fells*), ihre Weide, oder das Wirthſchaftsſyſtem geeignet ſey, mehr als die Haͤlfte dieſer Anzahl auf einer gleichen Flaͤche Landes zu ernaͤhren. Dbr. Parry haͤlt zwar dafuͤr, daß der unangebante Theil von Cumberland zwei Schafe auf jeden Acker Lan⸗ des ernaͤhren moͤge, und ſeine Meinung wird durch eine Vermuthung der Herren Bailey und Culley unterſtuͤtzt, welche ſagen, daß der Forſt von Skiddaw etwa ein Drei⸗ *²) Der Zuſammenhang von hohen Bergen, nackten Huͤgeln und ſchwarzen Moorſtrecken wird hier, ſo wie in Furneß und Weſtmoreland, Fells genannt. ’. 1 Anm. d. Ueberſ. 1 penceſtuͤck vom Acker abwerfe, wenn auf jedem Acker ein Schaf gehalten werde, und daß wenn die Wuͤſten in beſ⸗ ſeren Stand geſetzt und zu Gras niedergelegt wuͤrden, ſie auf den Acker ein Schaf mehr ernaͤhren moͤchten, als ſie gegenwaͤrtig ernaͤhren Ich bin nicht Landwirth genug, um mir von dem Erfolg der Urbarmachung eines ausge⸗ ſetzten Landes einen Begriff zu machen, doch kann ich nicht umhin, zu glauben, daß dieſe Herren den gegenwaͤrtigen Beſtand um vieles zu hoch anſetzen. Ich ſollte eher glau⸗ ben, daß in Cumberland wenigſtens zwei hundert tauſend Acker ſeyn muͤßten, die nicht mehr als funfzig tanſend Schafe ernaͤhren; und wenn wir den Beſtand in dem uͤbri⸗ gen Theil des Bezirks beinahe zu einem halben Schaf auf den Acker ſchaͤtzen, ſo folgt daraus, daß dieſe Abtheilung des Reichs, welche faſt acht hundert ſieben und funfzig tauſend tragbare Aecker enthaͤlt, drei hundert acht und ſtebzig tauſend vier hundert Schafe ernaͤhrt. Sie liefert etwa fuͤnf tauſend neun hundert Buͤndel Wolle, denn das Vließ wiegt im Durchſchnitt nahe an drei und drei Viertel Pfund. §. 156.) Durham. Ein Drittel des im Bisthum Durham begriffenen Landes iſt ſchon fruͤher in dem Teeswater⸗Bezirk erwaͤhnt worden; und obgleich ein Theil des uͤbrigen Landes einen Stapel von einer groͤßeren als fuͤr Kardaͤtſchwolle ge⸗ woͤhnlichen Laͤnge erzeugt, ſo wird, wie ich glaube, doch nur wenig davon auf dem Kamm verarbeitet. Die Vließe von dieſem Theil des Koͤnigreichs zeigen im Allgemeinen eine gute Farbe, einen freien, offenen, nicht feinen, aber mit Stichelhaaren verſchonten Stapel. Einige kleine, ſchlech genon waren Graff Oeſtli hoch/ Schaf nicht ſtens, Eutfe weden Solch äber d das al wit de In D beiſch geſche Kuͤrſe den n Segrij nen. an ſih Leesw einer k nicht! hen, herſche fünf Dließ m Acker ein ſten in beſ⸗ vuͤrden, ſie en, als ſie irth genug, ines ausge⸗ mn ich nicht genwaͤrtigen eeher glau⸗ dert tauſend zig tauſend dem uͤbri⸗ Schaf auf Abtheilung nd funfzig acht und Sie liefert denn das rei Viertel begriffenen tkerwaͤhnt des einen wolle ge⸗ ube„ doch die Vließe lgemeinen inen, aber ge kleine — 403— ſchlecht gehaltene Schafe ſind auf den Gemeinweiden wahr⸗ genommen worden, deren Pelze ſehr duͤnn und zerriſſen waren. Sie befinden ſich im nordoͤſtlichen Theil der Grafſchaft, ſind aber vielleicht nicht weit verbreitet. Oeſtlich von der Hauptſtadt der Grafſchaft iſt das Land hoch, erhebt ſich zu luftigen Hoͤhen und liefert eine gute Schafweide. Dieſe offenen Downs(Hoͤhe⸗Bloͤßen) ſind nicht mit Heidekraut bedeckt, wie die Gebirge des We⸗ ſtens, ſondern liefern Gras auf ihren Gipfeln. In der Entfernung hat es den Anſchein, als ob der Boden ent⸗ weder aus weißem Kalkſtein, oder aus Kreide beſtaͤnde. Solche Weiden ſind offenbar fuͤr kleine Schafe geeignet; aber der Theil der Engliſchen Appeninen, welcher durch das andere Ende der Grafſchaft ſtreicht, iſt unbezweifelt mit dem gewoͤhnlichen Heideſchaf der Nachbarſchaft beſetzt. In Durham muͤſſen wir alſo darauf gefaßt ſeyn, ſehr verſchiedenartige Vließe anzutreffen. Die, welche ich geſehen habe, waren hauptſaͤchlich in den Haͤnden der Kuͤrſchner(Rauchhaͤndler) und waren nur zu haͤufig von den niederen Weiden genommen, als daß ich mir einen Begriff von dem Erzeugniß der Hoͤhen haͤtte machen koͤn⸗ nen. Dieſe Vließe tragen deutliche Merkmale der Eultur an ſich, und die Schafe ſtammen urſpruͤnglich von der Teeswater⸗Zucht, oder vielleicht von einer aus dieſer und einer kleineren entſtandenen Baſtard⸗Race ab. Wir ſind nicht mit vielen Nachrichten uͤber den Schafſtand verſe⸗ hen; jene unvollſtaͤndigen Nachrichten aber, die wir uns verſchafft haben, leiten uns auf die Vermuthung, daß fuͤnf Schafe dreizehn Acker einnehmen moͤgen; und das Vließ wiegt im Durchſchnitt beinahe fuͤnf Pfund, ſo daß — 404— dieſer Theil von Durham drei tauſend drei hundert Buͤndel Wolle von hundert neun und funfzig tauſend vier hundert Schafen und von vier hundert vierzehn tauſend vier hun⸗ dert Ackern liefert. Das hieſige Vließ iſt, mit Einſchluß des Erzeugniſſes von der geſammten Grafſchaft, zu ſieben Pfund im Durchſchnitt geſchaͤtzt worden, ſo daß eins von fuͤnf Pfund wahrſcheinlich kleiner iſt, als es der ſchlechtere Boden wirklich erzeugt. §. 157. h) Northumberland. In den Gebirgen von Northumberland finden wir noch immer das rauhe Heideſchaf mit ſchwarzem Ge⸗ ſichte verbreitet, was dieſelbe Art haarigen Pelzes erzeugt wie an andern Orten. Aber von dem Fluß Reed, bis zu dem Cheviot⸗Berge iſt das Land mit einer beſſeren Race beſetzt. Das Gruͤn der Weiden in dieſem Theil von Northumberland hat, mit dem landwirthſchaftlichen Unter⸗ nehmungsgeiſte vereint, dahin gewirkt, eine der preiswuͤr⸗ digſten Arten dieſes nuͤtzlichen Thieres einzufuͤhren. Die Cheviot⸗Schafrace iſt hoͤrnerlos und hat im Allgemei⸗ nen weiße Geſichter und weiße Beine. Die Flecken, die fruͤherhin haͤufiger als gegenwaͤrtig an ihnen zu ſehen waren, beweiſen, daß die Race von Schottiſchem Blut nicht ganz frei iſt. Hoͤchſt wahrſcheinlich ſind die Heerden durch eine Auswahl aus der alten Race, welche das nie⸗ dere Land bewohnte, und durch eine Vereinigung dieſer mit dem Heideſchafe nach und nach zu ihrer gegenwaͤrti⸗ gen Vortrefflichkeit heran gebildet worden. Der Stapel der Cheviot⸗Vließe iſt kurz und preiswuͤrdig, die Wolle iſt ausgezeichnet rein und ſanft. Das Beſtehen ſolch einer Nace des Ki und ſti ſchickli ſtigſten geſcheh die noch Theild geſtattt feiner, rungen Roce, wiſſn a her ſie mit der den Ein Die vor ſieben iſt, to jehn Zol keleſterſ hancht als die die Sanfe Yleße m kaum dur zuahwen weiner M lichen Er läftrn, ſe I. Thei undert Buͤndel bier hundent end vier hun⸗ nit Einſchluß ift, zu ſieben daß eins von der ſchlechtere land finden zwarzem Ge⸗ iges erzeugt deed, bis zu eſſeren Race „Theil von lichen Unter⸗ er preiswuͤr⸗ uͤhren. Die im Allgemei⸗ glecken, die n zu ſehen ſchem Blut die Heerden he das nie⸗ gung dieſer gegenwaͤti⸗ der Etap die Wolt ſolch eine⸗ Race in der unmittelbaren Naͤhe der ſchlechteſten Heerden des Koͤnigreichs und auf Gebirgen, die von Natur feucht und ſtuͤrmiſch ſind, iſt ein edler Sieg der laͤndlichen Ge⸗ ſchicklichkeit. Dieß zeigt uns, was ſelbſt in den unguͤn⸗ ſtigſten Lagen in der Verbeſſerung der Brittiſchen Wolle geſchehen koͤnnte, und nimmt unſere Aufmerkſamkeit fuͤr die noch vorhandenen Maͤngel in Anſpruch. Ein großer Theil der Wolle in Northumberland iſt noch grob, und ſie geſtattet noch ſaͤmmtlich Verbeſſerung; ſie muß noch ſo wohl feiner, als ebenmaͤßiger gemacht werden. In den Niede⸗ rungen finden wir auch eine hoͤrnerloſe, Mugs genannte, Race, mit weißen Geſichtern und weißen Belnen, wir wiſſen aber nicht, wenn ſie eingefuͤhrt worden, noch wo⸗ her ſie gekommen iſt; ſie ſcheint einige Verwandtſchaft mit der Teeswater⸗Race gehabt zu haben, iſt aber durch den Einfluß der Dishley⸗Boͤcke ſehr veraͤndert worden. Die von dieſer Art Schafe erzeugten Vließe wiegen etwa ſieben Pfund, und ihr Stapel mißt, wie dieß gewoͤhnlich iſt, wo das Backwell⸗Blut vorherrſcht, ſechs bis vier⸗ zehn Zoll. Die Wolle hat einige Aehnlichkeit mit der von Leiceſterſhire, iſt aber viel ſanfter und in mancher anderen Hinſicht zur Bereitung von wollenem Tuch beſſer geeignet als die Wolle der mittleren Grafſchaften. Wirklich iſt die Sanftheit das Charakteriſtiſche der Northumberland⸗ Vließe und giebt dem Tuch ein ſeidenartiges Gefuͤge, was kaum durch den Gebrauch irgend einer andern Wolle nach⸗ zuahmen iſt. In Hinſicht der Sanftheit ſtehen, nach meiner Meinung, dieſe Vließe unerreicht unter dem ſaͤmmt⸗ lichen Erzeugniß Brittanniens, und die Schafe, die ſie liefern, ſind ſicherlich preiswuͤrdiger als die gewoͤhnliche II. Theil. 27 — 406— Race in dem noͤrdlichen England; ſie wuͤrden auf vielen andern Weiden eben ſo gut gedeihen, als auf den Weiden ihrer heimathlichen Grafſchaft. Hier war das Verfahren, die Wolle mit einer ſchmuzigen Salbe aus Theer und But⸗ ter zu uͤberſtreichen, allgemein uͤblich; aber die neuerliche Aufmerkſamkeit auf Schafwirthſchaft, und die uͤberlegten Verſuche, die in dieſem Winkel des Reichs gemacht wor⸗ den ſind, haben, gegen die gewoͤhnliche Meinung, gezeigt, daß das Schmieren weder zur Geſundheit der Heerde, noch zur guten Beſchaffenheit der Vließe unumgaͤnglich noͤthig ſey. Von den Landwirthen, welche in den niede⸗ ren Gegenden wohnen, und welche Heerden von den lang⸗ wolligen Schafen halten, iſt dieſer Gebrauch ganz bei Seite gelegt, und ſelbſt auf den Hoͤhen haben ihn viele Schaͤfer ohne Nachtheil fuͤr den Stapel verlaſſen. Von denen, welche die Sitte beibehalten, wird ein Gallon Theer und zwoͤlf Pfund Butter auf vier und zwanzig Schafe verwendet; und das, was zur Zeit der Schur auf dem Vließ noch uͤbrig iſt, ſoll etwa drei Viertel Pfund betragen. Wenn dieß von dem Cheviot⸗Schaf gilt, deſſen Vließ etwa drei Pfund wiegt, ſo verhaͤlt ſich der Werth der weißen Wolle zu dem Werth der geſchmierten wie fuͤnf zu vier; wendet man dieß auf Vließe von ſieben Pfund Gewicht an, ſo iſt das Verhaͤltniß wie zehn zu neun, und dieſe beiden Verhaͤltnißzahlen treffen ſehr nahe mit andern uͤber das Gewicht dieſer Wollſorten gegebenen Nachrichten uͤberein. Uebrigens iſt die Art, wie ſelbſt die weiße Wolle gewaſchen wird, keinesweges vollkommen; eine große Menge Dotter und etwas Schmuz wird immer in dem Vließ gelaſſen. Es iſt zu wuͤnſchen, daß die Wolle in ein hat b hedeu in naf ſchöme feine lungen angeg Graff falſch zu fol zwei h Acer Achtel Schaff heſſer von de Man febzig Acker auf vie ſad, ſo lond, zr daſen tauſend und en dieſer V nch Abe üürige tden auf vielen auf den Weidden das Verfahren Theer und But⸗ r die neuerüihe ddie uͤberlegta s gemacht wor⸗ einung, gezeig, eit der Heerde he unumgaͤnglic ee in den niede mvon den lang⸗ rauch ganz bei aben ihn viele erlaſſen. Von ird ein Gallon t und zwanzig geit der Schar ei Viertel Pfund ot⸗Schaf gilt erhaͤlt ſich der er geſchmiertn ließe von ſieben ß wie zehn z effen ſehr nahe rten gegebentz , wie ſelbſtdi s vollkommen, uz wird inmet daß die Pole — 407— in einem beſſeren Zuſtand zu Markt geſandt wuͤrde. Man hat beobachtet, daß das Clima von Northumberland einen bedeutenden Einfluß auf die Vließe aͤußert, daß die Wolle in naſſen Jahren groͤber als gewoͤhnlich iſt, und daß bei ſchoͤnem klarem Wetter und lang anhaltenden Froͤſten ſie feiner wird. Bei Schaͤtzung des Viehſtandes der uͤbrigen Abthei⸗ lungen des Koͤnigreichs haben wir den in Carey's Atlas angegebenen Flaͤchengehalt angenommen; aber von dieſer Grafſchaft ſind ſeine Groͤßenbeſtimmungen ſo handgreiflich falſch, daß wir uns bewogen finden, dem Ackerbau⸗Amte zu folgen, welches, als den Flaͤchengehalt, eine Million zwei hundert ſreben und ſechzig tauſend und zwei hundert Acker angiebt, von welchem wir, wie gewoͤhnlich, ein Achtel abziehen. Auf den Gipfeln der Gebirge muß der Schafſtand geringer ſeyn als auf dem zur Schafweide beſſer geeigneten Boden, und deßwegen muß ein Abzug von dem allgemeinen Beſtand der Grafſchaft Statt finden. Man hat entdeckt, daß dieſer etwa hundert neun und ſiebzig Schafe auf zwei hundert ſieben und ſiebzig Acker betrage; und wenn deren, die nur ein Schaf auf vier Acker ernaͤhren, vier hundert und funfzig tauſend ſind, ſo ergeben ſich, als das Erzeugniß von Northumber⸗ land, zwoͤlf tauſend dreihundert und dreißig Buͤndel Wolle. Dieſe werden gelieferk von fuͤnf hundert acht und dreißig tauſend Schafen, deren Vließ im Durchſchnitt auf fuͤnf und ein halb Pfund geſchaͤtzt wird. Der groͤßte Theil dieſer Wolle wird nach Yorkſhire geſandt, ein Theil davon nach Aberdeen und andern Orten in Schottland, und das uͤbrige wird im Lande verarbeitet. Hier haͤlt der Stein, 27,* — 408— nach welchem die Vließe gewogen werden, vier und zwan⸗ zig Engliſche Pfund. 3 H. Der Welſche Bezirk. §. 158. a) Nord⸗Wales. In Wales ſind die Schafe außerordentlich kleine Thiere, mit Hoͤrnern, weißen Geſichtern und weißen Bei⸗ nen. Die Familie, zu welcher ſie gehoͤren, muß dieſe Gebirge ſchon viele Jahrhunderte bewohnen und ſcheint wenigere Veraͤnderungen als die meiſten andern Zuchten in Brittannien erlitten zu haben. Gegenwaͤrtig ſind die Heerden in einem ſo hoͤchſt vernachlaͤſſigten Zuſtand, als man ſich nur denken kann; denn obgleich ihre Schaͤfer, vielleicht ihre Eigenthuͤmer, in aller Einfalt lebend, ſie zur Sommerszeit auf den Gebirgen huͤten, ſo zeigen doch die Schafe noch wenige Spuren von Wartung, und faſt iſt die einzige Muͤhe, die man ſich giebt, darauf gerichtet, dem herum ſchweifenden Temperament, durch welches dieſe Thierart ſich merkwuͤrdig macht, entgegen zu arbeiten. Das Vließ beſteht aus kurzen Stapeln, mit einem feinen Wollhaar, das aber faſt mehr als irgend eine andere Wollſorte durch Stichelhaare oder grobe Haare verunrei⸗ nigt iſt. In einigen Faͤllen iſt uͤbrigens der Einfluß der Bodenarten und Manufacturen ſelbſt in Wales bemerkbar. Die Wolle von Angleſey iſt in ein oder zwei Faͤllen, ich will nicht ſagen verbeſſert, doch veraͤndert worden durch einen Bock von Leiceſterſhire, der aber, außer einer groͤße⸗ ren Laͤnge des Stapels, den einheimiſchen abgehaͤrteten Heerden eine quaͤlende und toͤbtliche Unruhe mitgetheilt hat. Der Einfluß des Marktes zu Welſch⸗Pool iſt in den h dadure den, ſch ti verwan Dit E Liebling ſie unt keit ih Landei Rindb welche Echafe dee Me Angen Acker i Interhe das R werden meryſh hiin am Vala u ſar hau heiſchen. und nas daß die tauſend Bandel tauſend pfund er und ztan⸗ entlich klain weißen Vii⸗ muß dieſe nund ſcheint dern Zuchten ttig ſind di uſtand, als re Schaͤfer, lebend, ſie zeigen doch , und faſt uf gerichtet, velches dieſe zu arbeiten. einem feinen eine andert e verunrei⸗ Einfluß der bemerkbar. Faͤllen, ich rden durch iner große⸗ ggehaͤrttten mitgetheilt zool iſt in — 409— den Heerden von Montgomery ſichtbar, denn ſie ſind dadurch zahlreicher und ihre Vließe preiswuͤrdiger gewor⸗ den, und der reiche waldige Strich von Glamorgan kann ſich eines durch Schafe, die mit der Cotteswold⸗Race verwandt ſind, bewirkten gewichtigen Vließes ruͤhmen. Die Schafe ſind aber in keinem Theil des Fuͤrſtenthums Lieblingsvieh; ihre Neigung zum Herumſchweifen macht ſie untauglich fuͤr kleine Koppeln, und die Mittelmaͤßig⸗ keit ihrer Carcaſſe ſowohl, als ihrer Vließe veranlaßt die Landeigenthuͤmer, einen groͤßeren Vortheil von der Mona⸗ Rindvieh⸗Race zu erwarten. Jedoch werden diejenigen, welche gewohnt geweſen ſind zu hoͤren, daß in Wales die Schafe zahlreich ſeyen, oder welche einige von jenen durch die Menge der Heerden ausgezeichneten Grafſchaften vor Augen haben,— erſtaunen, wenn ſie finden, daß fuͤnf Acker in Rord⸗Wales nach den beſten Zaͤhlungen zu dem Unterhalt eines einzigen Schafes noͤthig ſind, ohne jedoch das Rindvieh auszuſchließen. Es muß uͤbrigens bemerkt werden, daß uͤber die Zahl der Schafe, die in Montgo⸗ meryſhire, wo ſie am zahlreichſten find, gehalten werden, kein amtlicher Bericht vorliegt, und daß die Maͤrkte von Bala und Pool, in Verbindung mit dem Wollverbrauch fuͤr haͤusliche Beduͤrfniſſe, einen groͤßeren Schafſtand er⸗ heiſchen. Mit einiger Ruͤckſicht auf dieſe Verhaͤltniffe, und nach den ſicherſten Angaben koͤnnen wir annehmen, daß dieſer Theil des Landes ſechs hundert drei und achtzig tauſend Schafe ernaͤhrt, beinahe fuͤnf taufend ſieben hundert Buͤndel Wolle erzeugt und zwei Millionen fuͤnf und dreißig taufend Acker enthaͤlt. Wir haben das Vließ auf zwei Pfund geſchätzt, weil dieß deſſen allgemeines Gewicht in — 410— den Grafſchaften Denbigh, Flint und Montgomery iſt; in Carnarvon und Merioneth betraͤgt es etwas weniger; aber in Angleſey ſteigt es auf zwei und ein halb Pfund. Die Wolle wird nach dem Stein von fuͤnf Pfund verkauft, und die Hauptwollmaͤrkte ſind zu Llanrost und Bangor. §. 159, b) Süd⸗Wales, Die naͤmliche kleine Schafrace, welche die Gebirge von Nord⸗Wales einnimmt, iſt auch uͤber den ſuͤdlichen Theil des Landes verbreitet. Im Allgemeinen ſind ſie auf den Hoͤhen am zahlreichſten, und die Grafſchaften Radnor, Cardigan und Pembroke werden als diejenigen beſchrieben, welche den ſtaͤrkſten Beſatz haben. Glamor⸗ gan iſt bisweilen wegen der Vorzuͤglichkeit ſeiner Wolle geruͤhmt worden, in Radnor aber iſt das Vließ dickhaarig, ſchmuzig und ſandig. Wir haben keine ins einzelne ge⸗ hende Beſchreibung von den Landguͤtern, aus welchen wir die Anzahl der in dem Lande gehaltenen Schafe muth⸗ maßen koͤnnten, ſie kann aber kaum fuͤnf hundert ein und ſiebzig tauſend uͤberſteigen. Die Vließe werden zu andert⸗ halb Pfund gerechnet, und ihr Geſammtgewicht macht drei tauſend fuͤnf hundert und ſiebzig Buͤndel, welche das Erzeugniß von beinahe zwei Millionen zweimal hundert fuͤnf und achtzig tauſend Acker ſind. Die Wolle wird in der Grafſchaft Cardigan nach dem Stein von vier und zwanzig Pfund, in Carmarthenſhire nach dem Stein von achtzehn Pfund gewogen, und die Preiſe, die bisweilen fuͤr die in verſchiedenen Theilen von Suͤdwales und Car⸗ narvonſhire erzeugten Vließe angegeben werden, weichen unter einander nur um zwei Procent ab. 2 ben h und d gräͤthe Erafſ ſchen und di dam N Fihuͤ zimner ſchieder vorzuße Etuͤck chen E etforden mery hen ihn A lein u wiegen gen ein fañt nu rungen lſchen, Eie lif ſwoͤlf manchen tiſt ein ntgomery ſſ vas weniger, zhalb pfund und verkauft nd Bangor. die Gebirg. den ſuͤdlichen inen ſind ſe Grafſchaften is diejenigen „ Glamor⸗ ſeiner Wolle dickhaarig, einzelne ge⸗ aus welchen Schafe muth⸗ dert ein und en zu andert⸗ wicht macht welche das ral hundert lle wird in en vier und Stein von e bisweilen zund(ar⸗ n, weichen — 411— In dem ganzen Fuͤrſtenthum wird die Wolle in den Haͤuſern derjenigen, die ſie erzeugen, verarbeitet, und der Verbrauch von Kleidungsſtuͤcken und Haus⸗ geraͤthe muß ſehr bedeutend ſeyn, beſonders in den Grafſchaften Pembroke und Carmarthon. Die Men⸗ ſchen beiderlei Geſchlechts ſind in Wollenzeuge gekleidet, und die meiſten tragen deren eine große Menge. In dem Norden ſieht man die Frauenzimmer allgemein in Filzhuͤten und weiten blauen Maͤnteln; die Frauen⸗ zimnter des Suͤdens ſind dafuͤr eingenommen, die ver⸗ ſchieden gefaͤrbten Saͤume von zwei bis drei Roͤcken vorzuzeigen, tragen auf ihren Schultern ein viereckiges Stuͤck rothes Tuch und reiten auf breiten kiſſenaͤhnli⸗ chen Saͤtteln, die mit Wolle ausgeſtopft ſind. Auch erfordern die Manufacturen von Marioneth, Montgo⸗ mery und Brecknock einen großen Bedarf und bezie⸗ hen ihn gaͤnzlich von den einheimiſchen Vließen. §. 160. c) Die Inſel Man. Auf der Inſel Man ſind die einheimiſchen Schafe klein und abgehaͤrtet wie die von Wales; gemaͤſtet wiegen ſie fuͤnf bis acht Pfund aufs Viertel, erzeu⸗ gen ein Vließ von zwei und ein halb Pfund und ſind faſt nur auf die Gebirge beſchraͤnkt. In den Niede⸗ rungen ſtammt die Race von einer Miſchung der Eng⸗ liſchen, Schottiſchen und Irlaͤndiſchen Zuchten ab. Sie liefert ſieben Pfund Wolle von einer Carcaſſe, die zwoͤlf bis achtzehn Pfund aufs Viertel wiegÄt. In manchen abgeſonderten Lagen findet ſich auch der Ueber⸗ reſt einer Race, die jetzt ſelten geworden iſt, weil ſie⸗ — 412— wle ich glaube, in England und faſt auch in Schott⸗ land gaͤnzlich vertilgt iſt. Auf dieſer Inſel wird ſie Laughton genannt, beſteht aus kleinen Thieren, und ihre Farbe iſt olivenfarbig, oder wie der Spaniſche Schnupftabak. Da wir keine amtlichen Berichte uͤber den Schafſtand in dieſem kleinen Theil des Brittiſchen Reichs haben, ſo koͤnnen wir weder die Zahl der Schafe, noch die Menge der Wolle angeben; jedoch hielten wir es fuͤr noͤthig, dieſe Heerden aufzufuͤhren, um die Beſchreibung der Engliſchen Vließe vollſtaͤndig zu machen. Nach ben, d Acker geſtt Quan heftin Naßer hunder Mll dert hunde aber genau welche Bezirt der A gung! ſchnit, ten; Schef Am E welche ſium ſolchen hin Schot⸗ nſel wird ſe chieren, und r Spaniſche derichte ühe Vrittiſchen e Zahl der en; jedoth aufzufuͤhren, e vollſtaͤndig Fuͤnfter Abſchnitt. Schiußbemerkungen. Nach Leſung vorſtehender Blaͤtter werden wenige glau⸗ ben, daß wir den Schafſtand im Durchſchnitt auf den Acker in den Kurzwolle⸗Bezirken Englands zu niedrig an⸗ geſetzt haben. Im Allgemeinen iſt er nach der vollen Quantitaͤt, welche die Data unſerer Berechnung zulaſſen, beſtimmt worden, und das Reſultat kommt folgender Maßen zu ſtehen: Zwei hundert und zwei tauſend ſieben hundert und dreißig Buͤndel Vließe werden von vierzehn Millionen achthundert vier und funfzig tauſend drei hun⸗ dert Schafen und von acht und zwanzig Millionen vier hundert und zwoͤlf tauſend Acker Land gewonnen. Da aber die vorhergehenden Angaben nicht immer ganz genau in den Zahlen ſind, ſo iſt eine Tabelle beigefuͤgt, welche in einem Ueberblick das Erzeugniß der nach ihren Bezirken geordneten Grafſchaften zeigt, ferner die Zahl der Aecker in einer jeden, die vermuthlich zur Wollerzeu⸗ gung beitragen; den Schafſtand auf den Acker im Durch⸗ ſchnitt, nach den beſten Nachrichten, die zu erhalten wa⸗ ren; die aus dieſen Vorderſaͤtzen hergeleite Zahl der Schafe; und das Durchſchnittsgewicht ihrer Vließe. Am Ende ſind noch einige andere Reſultate angehaͤngt, welche von ſelbſt aus dieſen Angaben fließen, dazu be⸗ ſtimmt, denen Muͤhe zu ſparen, deren Wißbegierde zu ſolchen Unterſuchungen geneigt waͤre. — 414— g. 161. Geſammtmenge der Scheer⸗, Schlacht⸗ und Lammwolle. Die geſammte Menge der in England erzeugten Wolle (Scheerwolle) iſt, nach der Tabelle, drei hundert vier und dreißig tauſend fuͤnf hundert und dreißig Buͤndel, von denen ſich gewiß mehr als ein Drittel zum Kaͤmmen eig⸗ net; das uͤbrige wird auf der Kardaͤtſche(Krempel) ver⸗ arbeitet und verſchiedene Artikel wollener Zeuge daraus gemacht. Aber zu dieſer Menge Kardaͤtſch⸗Wolle, die von Vließen, welche von Natur kurz ſind, erlangt wird, muß noch derjenige Theil Fell⸗Wolle(Schlachtwolle und Raufwolle) gezaͤhlt werden, der nicht lang genug iſt, um in der Manufactur von Worſted⸗Zeugen gebraucht zu werden. Dieß iſt die Summe von verſchiedenen einzelnen in der Tobelle aufgefuͤhrten Poſten und belaͤuft ſich auf zwei und vierzig tauſend fuͤnf hundert und funfzig Buͤndel. Dieſe Fell⸗Wolle(Schlachtwolle und Raufwolle) wird von den Pelzen derjenigen Schafe gewonnen, welche im Verlauf eines Jahres entweder an einer Krankheit, oder unter der Hand des Fleiſchers ſterben. In der Ueberſicht des Landbaues in Middleſex, einem von dem Ackerbau⸗ Amte als guͤltig anerkannten Werke, wird angenommen, daß bei dem geſammten Schafſtand beinahe vierzehn Mut⸗ terſchafe gegen vier und zwanzig andere zu rechnen ſeyen; daß erſtere in einem Alter von fuͤnf, letztere in einem Alter von drei Jahren geſchlachtet werden, und daß diejenigen, welche verrecken oder an einer Krankheit ſterben, den zwanzigſten Theil ſo viel bekragen wie diejenigen, die zur Schlachbank gefuͤhrt werden.*) Die Tabelle iſt nach *) Die Zahl der in Leeds innerhalb eines Jahres geſtempelten Schaf⸗ und Laͤmmerfelle belief ſich auf 44,263. Wenn ſolche ——— nan 2 Zu Seite 4414. gehorig. Engliſche Kurzwol le. Bezirk. Grafſchaft. des Schafſtandes zur Ackerzahl. — Ackerzahl Verhaͤltniß Anzahl der Schafe. Gewicht der Vließe. Anzahl der Buͤndel. Norfolk... South Down. Wiltſhire... Weſtlicher... Hereford... Waͤlſche... NB. Deßal. Deßgl. Deßal. Deßgl. Deßal. Deßgl. Norfolkk..... Suffolkt. Cambridge.. Huntingdon.. Bedford.... Eſſer..... Suſſex Hoͤhebloͤßen. Niederung. — Kent..... Hampfhire.. Inſel Wight.. Surry.... Wilts Hoͤhebloͤßen.. „— Weide.* 8·0 Berkfhire.... Hrford.. Bux.. ⸗ ⸗** ·. Herts..... Middleſer.... ..-⸗ Dorſet..... Devon** ·. ·.* Cornwall 2³.. 0. Sommerſet... Hereford. Monmouth. Worceſter... Shropfhire Stafford. Warwick. Leiceſter.. Lincoln.. Derby..... Cheſter..... York W. Riding.. — O. Riding.. N. Riding.. Weſtmoreland.. Cumberland... Durham... Northumberland.. N. Wales.. S. Wales. Inſel Man.. Das Engliſche Beſatz auf den Acker in Erzeugniß von Dehgl. von der Geſtorben Schlachthaufen von langwolligen Schafen 980,642— Sterbefelle von dergl. von Kurzwolle von Langwolle von Langwolle bon Kurzwolle kurzvließiger Deßgl. von langer elim llwolle Buͤndel. Geſchlachtete 4,224,748 Schafe 55— 28,580 Fellwolle. 211,087— 1,429— 3 12,258— 286— 32 42,553 Summe der turzen Wolle 245,290 —— langen— 137,228 Wolle von Feſchlachteten Limmern 2,918 Buͤndel. —— geſchorenen— 7,800— 10, 718 Pfd. Unzen auxeſumme 393,236 4 8 3 4 7 10 England, im Durchſchnitt 8— 32 Schaf. 732— 22— den Acker 8— ——— 1 5 ——— 0 5 —— 0ö 4 0 5 kurze Gloceſter.. 2⸗. Nottingham.... Lancaſter. 1,260,572 32: 59 817,000 138: 217 187,600 1: 4 144,000 3: 4 268,800 92: 97 778,400 2: 3 211,200 3 2 623,840 114: 105 728,000 405: 562 774,900 2: 3 87,500. 2: 3 327,600 5: 6 437,000 235,000 408,800 380,730 408,800 369,600 76,000 O G— 700,000! 28: 31 873,700 1:2 812,000 1: 4 851,200 10: 17 528,000 verſchieden. Vließ im Durchſchnitt nahe an langvließiger Wolle auf Pelwolle des Konigreichs nahe an 672,000 3: 4 322,625 verſchieden. 369,600 778: 870 739,200 173 3 303 549,360 1 7 3 365,925 1:2 50,000 2 2 5 309.120 2:. 5 435 680 543: 926 2,035,200 verſchieden. 683,040 2,284,800:4 571,200 3— 28,412,202 14,854,299 28.4122202. 14,844.299. 683,704 497,000 67,744 108,000 204,000 549,000 316,800 547,000 524,475 516,000 61,000 283,000 583,500 117,500 306,600 304,584 222,968 277,000 45,000 632,240 436,850 203,000 500,700 355,000 500,000 177,619 330,504 422,034 183,120 182,962 20,000 123,648 255,147 553,280 verſchieden. 362,400 588,000 verſchieden. 65,000 952,000 203: 623 3410,000 1,429,250 verſchieden. 383,122 454,720 33: 49 306,240 1,200,000 verſchieden. 365,326 431,200 verſchieden. 223,725 866,800 verſchieden. 378,400 414,400 5 ‧: 13 159,385 1,108,800 verſchieden. 538,162 2 Pfd. 5,697 2¾ 5,176 4 1,128 4 2,000 5 4,250 3 8 2,6 40 6,837 7,000 6,457 3,540 6,684 4 7,280 4 3 382 4 ⅔ 9,388 verſchieden. 5,400 3 4,530 verſchieden. 926 3 4,5 22 verſchieden. 6,678 5 6,380 verſchieden. 5,939 3 ⅔ 3,262 34 5:915 5 3,320 5 12,333 2¾ 3 1,460 34¾ 4,151 verſchieden. 5,303 3 2.787 4 ⅞ 5,297 4 7⁵⁰ ST N oll. das Erz 3 3 8 Wol⸗ Erzeugniß der Engliſchen Langwolle zeigendt. e 4— ier und. 2 Verhaͤltniß . n 7 des. Anzahll 1 69 Bezirk. Grafſchaft. Ackerzahl. Schafſtandes— nu Gewicht der Buͤndel 1. 3 ur er Schafe. der Vließe.„ 20 ) ber⸗. Ackerzahl.— be. à 240 Pfd. araus. Durh 6 6 3 Teeswater.. am... 100,800% 2: 2,52 , die 5 Yorkſhire.. 1... 61,250 8. 34,290 9 vn. 2,329 7 7 wird, H 8 olderneß. 127,680— .*.„ 25 2 107 84,000 e und Lincoln, Neches Boden 413,875 3 4141 1,2 41,625 3 42,505 „un Aroe... Marſchen.. 175,000 1: 2 87,500 8 2,916 4 8 incdln.... Norfof— Vermiſcht. Bod. 758,485 2: 3 505,657 8 16,855 3 Cambridge... 55,428 11: 8 38,500 7 1,123 —.. 187,600 1: 3 41,688 8 1,390 auf ingdon... 87,500 41 1 87,500 7 2,552 del Leiceſter el.—.. 398,650] 21* 22 380,528 7 1 vird 9. 8 Northampton.. 560,000 8: 7 640,000 6 14,990 9 eiceſter... Rutland..... 117,600 114,000 5 2,370 b Warwick 182,875 7: 8 160,000 5 3,333 4. Stafford..... 14,000% m7: 25 3,720 7 413 icht 3 Romney⸗Marſch: Kent...... 46,920 21: 4 185,000 7 5,400 au⸗„ Andere Marſchen.. 65,000 5: 3 108,330 7 8,105 en,— ⸗ 1 Devonſhite.. South Hams... 387,500 1¼ 2 193,750 8 6,458 „. Cotteswold.. Gloceſter.. 200,000 1. 4 200,000 8 6,666 ter Summe 3,939,563 4,153,308 131,794 4. 4 Schlachtſchafe 1,176,770 en 196,128 erzeugen lange Schlachtwolle 5,720 Buͤndel. Ir—— Riaufwolle 286—— „,37—— p— 5,434 3 Volle Summe 137,228 800 9,880 4,200 2 erſchieden 1,431 3 ¾ 4,820 21 4,397 2 1,526 38 2,287 3 ⅔ 291 5 ½ 2,833 verſchieden. 4,112 5,692 1 ⅞ 3,570 202,737 —V—V—ÿ—ÿV—ÿ—— — 415— dieſer Regel entworfen; das Vließ iſt aber nur halb ſo ſchwer gerechnet, weil die Zahl derer, die waͤhrend der erſten Haͤlfte des Jahres ſterben, wo die Wolle kurz iſt, der Zahl der in der letzten Haͤlfte des Jahrs ſterbenden, wo der Pelz vollkommener iſt, gleich geſetzt iſt. Dieſe Angabe wird man uͤbrigens nicht genau mit dem von den Kuͤrſchnern wirklich erhaltenen Gewicht uͤbereinſtimmend fin⸗ den, weil beim Scheeren der Vließe eine Menge Wolle auf der Haut bleibt, beim Rupfen der Felle(Raufwolle) aber die Wolle nicht nur vollkommen abgenommen, ſondern auch noch eine Menge, noch dazu mit Leim vermiſchten Schorfs abgeloͤſt wird. Die Fellwolle wird nicht da ge⸗ woͤhnlich am haͤufigſten gefunden, wo der Schafſtand am ſtaͤrkſten iſt; denn ſind die Schafe gemaͤſtet, ſo folgen ſie einander in der Regel auf den Wegen nach den groͤßeren Staͤdten des Koͤnigreichs, werden daſelbſt geſchlachtet, und ihre Felle werden gewoͤhnlich in der Nachbarſchaft gerauft. Wir erwarten alſo nicht immer, die Fellwolle eines Bezirks mit der geſchornen Wolle uͤbereinſtimmend zu finden. So wird in Lancaſhire die Fellwolle oft von den Heerden von Lincolnſhire gewonnen, waͤhrend dem die einheimiſchen Schafe ganz anderer Art ſind; und in London moͤgen Proben von Fellwolle aus den meiſten ſuͤd⸗ lichen Grafſchaften gefunden werden. Es iſt keinesweges leicht, die Menge der Laͤmmerwolle ſicher zu erfahren, weil die Schafmeiſter nicht allezeit die Jungen ſcheeren. Perſonen, die dieß in dem einen Jahre Angaben richtig waͤren, ſo moͤchten ſie, hinſichtlich des Schlachtviehes, viel Aufklaͤrung gehen. Zuſatz d. Verf. — 416— thun, unterlaſſen es im folgenden, wegen der unguͤnſtigen Jahreszeit oder wegen des Zuſtandes ihrer Heerden. Laͤm⸗ merwolle wird auch nicht uͤberall in einem Bezirk gewonnen, wo das Scheeren der jungen Thiere ſehr allgemein uͤblich iſt, denn in jedem Bezirke giebt es Perſonen, und bis⸗ weilen recht viele, die es verſchmaͤhen, von Schafen unter einem Jahr den Pelz zu nehmen, weil er ſie gegen die Strenge der Witterung ſchuͤtzt, die ſie nur ſelbſt mit der beſten Bedeckung zur Noth ertragen. In dieſer Unge⸗ wißheit koͤnnen wir die Zahl der Laͤmmer, die geſchoren werden, hoͤchſtens muthmaßen; die von ihnen erhaltene Wolle belaͤuft ſich, nach meiner Meinung, nicht uͤber ſieben tauſend acht hundert Buͤndel. Es wird angenom⸗ men, daß die Zahl der jaͤhrlich zur Welt kommenden Laͤm⸗ mer der Zahl der Zuchtſchafe gleich ſey; denn obgleich viele kein Junges zur Welt bringen, ſo werfen doch viel⸗ leicht eben ſo viel andere Zwillinge, und ein Fuͤnftel des Ganzen ſoll geſchlachtet werden. Wenn ihre Vließe etwa acht Unzen im Durchſchnitt wiegen, ſo liefern ſie beinahe drei tauſend Buͤndel Wolle. Das Wollhaar der Laͤmmer⸗ Vließe iſt ſehr verſchieden von dem eines vollkommen aus⸗ gewachſenen Schafes. Die Wolle iſt bisweilen haarig, am gewoͤhnlichſten vollkommen, ſanft und fein, aber der Stapel hat ſich kaum noch gebildet; und ob ſie gleich in der Manufacttur von wollenem Tuch bisweilen gebraucht wird, ſo iſt ſie doch gewoͤhnlich zu kurz und zu loſe, um allein verarbeitet zu werden. Das Wollhaar hat noch nicht die Uhr⸗Feder⸗aͤhnliche Geſtalt angenommen, die bei dem vollwuͤchſigen Vließe ſo erwuͤnſcht iſt. Wenn wir die verſchiedenen Mengen Wolle, die don den un und n Jahre ſunm uͤber Sie t fen zwei! gſcha lat ha rechnun brauch denn g ſuchun hunden geweſe ſtüze; nien die lich, verſtäͤn hat; u dder un bis ie ſelbſtin . eheugt ungünſtigen den. Laͤn, gewonnen, nein üͤblich und bis⸗ haftn unter gegm die ſt mit der eſer Unge⸗ geſchoren erhaltene nicht uͤher angenom⸗ den Laͤm⸗ modgleich doch viel⸗ uͤnftel des ließe etwa e heinahe kämmer⸗ nen aus⸗ haarig, aber der gleich in ebraucht dſe, um at noch en, die n, die — 417— von den groͤßeren und kleineren Schafſorten im leben⸗ den und todten Zuſtand erhalten werden, zuſammen rechnen, und wenn wir dazu zaͤhlen, was von Laͤmmern unter einem Jahre gewonnen wird, ſo finden wir, daß die Haupt⸗ ſumme der in England und Wales erzeugten Wolle ſich uͤber drei hundert drei und neunzig tauſend Buͤndel belaͤuft. Sie wird von mehr als ſechs und zwanzig Millionen Scha⸗ fen und von zwei und dreißig Millionen drei hundert zwei und funfzig tauſend Acker Land gewonnen. §. 152. Oft irrig geſchaͤtzt. Die Menge der in England erzengten Wolle iſt oft geſchaͤtzt worden; und diejenigen, die ſich damit beſchaͤf⸗ tigt haben, dieſe Sache zu ergruͤnden, ſind in ihren Be⸗ rechnungen ſehr weit von einander abgewichen. Man braucht nicht in alten Verzeichniſſen darnach zu ſuchen, denn gegenwaͤrtig wird allgemein, und zwar ohne Unter⸗ ſuchung angenommen, daß England und Wales erwa ſechs hundert tauſend Buͤndel erzeugen. Ich bin nicht im Stande geweſen, zu entdecken, auf welchen Grund dieſe Annahme ſich ſtuͤtze; man hat fruͤherhin angenommen, daß Groß⸗Brittan⸗ nien dieſe Anzahl Buͤndel erzeuge, und es ſcheint wahrſchein⸗ lich, daß irgend jemand aus einem ſehr leichten Miß⸗ verſtaͤndniß dieſe Zahl allein auf England bezogen hat; und dieſer Irrthum iſt, ohne daß man ihn ahnete, oder unterſuchte, von einen auf den andern uͤbergegangen, bis er ſich in der Meinung ſo feſt geſetzt hat, daß man ihn ſelbſt im Unterhauſe bei den Verhandlungen zum Grunde legt. §. 163. Die Zahl der Schafe iſt im Abnehmen. Wenn die Menge der in England und Wales jaͤhrlich erzeugten Wolle ſo viel geringer iſt, als gewoͤhnlich ge⸗ — 418— glaubt wird, ſo ſcheint es wuͤnſchenswerth, zu ergruͤnden, ob ſie jetzt im Steigen oder Fallen ſey, ob wir in kuͤnf⸗ tigen Jahren groͤßere oder geringere Lieferungen zu er⸗ warten haben. Aus Umſtaͤnden, die erwaͤhnt worden ſind, ergiebt ſich, daß die Zahl der in dem Reich zur Welt kommenden Laͤmmer etwa ſieben Millionen betraͤgt, und daß ſich die Schlachtſchafe jeder Art auf ſieben Mil⸗ lionen, hundert und vierzig tauſend belaufen, ſo daß ſich der Beſtand jaͤhrlich um etwa zwei proCent vermindert. Leute, die in die Sache eingeweiht ſind, haben mir dieß Verhaͤltniß angegeben. Ich fuͤrchte nicht, daß dieſe Ver⸗ minderung nachtheilig auf die Wollen⸗Manufactur ein⸗ wirken werde, weil, obgleich die Heerden Englands nicht mehr ſo zahlreich wie fruͤher ſind, die Schottiſchen und Irlaͤndiſchen in einer ſehr raſchen Zunahme begriffen zu ſeyn ſcheinen, und weil im Verhaͤltniß, als das wuͤſte Land beider Laͤnder in Anbau gebracht wird, es ein brauch⸗ bares Vließ liefert. Selbſt in England und Wales haben wir mehr als drei Millionen Acker, die einer Verbeſſerung und einer Vermehrung des Schafſtandes faͤhig ſind; wir haben zwei Millionen Schafe, deren Vließe kaum Wolle genannt werden koͤnnen, und welche dahin gebracht wer⸗ den ſollten, ihren Theil zur Unterſtuͤtzung der Wollen⸗ Manufactur und zur Erhoͤhung des Wohlſtandes des Reichs beizutragen. §. 164. Die Engliſche Wolle iſt einer großen Verbeſſerung faͤhig⸗ Aus der allgemeinen Ueberſicht, die vor uns liegt, geht hervor, daß das Engliſche Vließ einer ſehr großen Verkeſſerung faͤhig ſey. Es giebt nur wenige, und zwar nach Grad obgle ten, geme deren gtöbe verla chen Men doch werde nufoe Wenn muß ſanfte Fabri den Artik aber! Worſ tinen; wen, teren werden Pttrei ſchiner Neiſte Lager, dlte zu ergruͤnde, wir in kinß ungen zu ⸗ ſaͤhnt woren in Reich zu dnen beträg, ſieben Mi⸗ ſo daß ſi t vermindert ben mir de aß dieſe Ver zufactur ein glands nicht ttiſchen und begrifen zu das wuͤſte ein brauch⸗ Lales haben zerbeſſerung find; wit aum Woll bracht wer er Wollen⸗ kandes daß erung fäͤhin uns liegt ht großen und zwat — 419— nach Verhaͤltniß kleine Landſtriche, wo es einen ziemlichen Grad von Vollkommeuheit erreicht hat. Die Lanzwolle, obgleich nicht üm Beſitz aller der vorzuͤglichſten Eigenſchaf⸗ ten, die ihr gegeben werden muͤßten, eignet ſich im All⸗ gemeinen recht gut zu den geringeren Worſtedzeugen, zu deren Mauufactur ſie gebraucht wird, und auch zu jenen groͤberen Sorten wollener Artikel, die eine lange Decke verlangen und darauf berechnet ſiid, einen außerordentli⸗ chen Waͤrmegrad zu bewirken. Aber nur eine ſehr geringe Menge dieſer Wolle iſt zu feineren Artikeln brauchbar, die doch ſehr geſchaͤtzt ſeyn wuͤrden. Es muß leider bemerkt werden, daß waͤhrend der letzten hundert Jahre die Ma⸗ nufactur der Worſted⸗Zeuge ſehr in Verfall gerathen iſt. Wenn es wuͤnſchenswerth iſt, ſie wieder zu beleben, ſo muß man dafuͤr ſorgen, ſie duͤnner, geſchmeidiger und ſanfter zu machen, ihnen eine groͤßere Arhulichkeit mit der Fabrikation aus Baumwolle oder Seide zu geben und ſie in den Stand zu ſetzen, den Wettſtreit mit den erſten dieſer Artikel ſowohl im Lande, als auswaͤrts zu beſtehen. Wer aber unterſucht, auf welche Weiſe die Baunnollen⸗ und Worſted⸗Manufactur betrieben wird, der wird nicht nur einen großen Unterſchied zu Gunſten der erſteren wahrneh⸗ men, ſondern wird auch an dem Wiederaufleben der letz⸗ teren faſt verzweifeln. Auf die Worſted⸗Manufactur werden nur kleine Capitale verwandt; es werden zu ihrer Betreibung keine ausgedehnten Werke angelegt; die Ma⸗ ſchinen, die man gebraucht, find einfach und alt; die Meiſter haben im Allgemeinen nur wenig Vorrath auf dem Lager, folglich geringan Gewinnſt; die Arbeitsleute ſind fuͤr alte Verfahrungsweiſen eingenommen und gegen jede — 4220— Neuerung widerſpenſtig; und ehe ihr Sinn durch Elend gebeugt war, waren ſie gewoͤhnlich zu eingebildet auf ihre Wichtigkeit, zankſuͤchtig und zu Aufruhr geneigt. In dieſem Manufactur⸗Zweig iſt nur wenig Specula⸗ tion, und der Geiſt liegt ſchlummernd. Unter den Arti⸗ keln, die jetzt gemacht werden, ſind wenige, die nicht ſchon im vorletzten Jahrhundert, und zwar eben ſo, gemacht wor⸗ den waͤren. Aber in der Baumwollen⸗Manufactur hat alles gerade das entgegengeſetzte Anſehen; da gewahren wir große Capitale, unermeßliche Anlagen(eingerichtete Fabriken), einen ſtark ſpeculirenden Geiſt, großes Ver⸗ trauen und eine Vereinigung aller Erzeugniſſe des neueſten Erfindungsgeiſtes. Wir bemerken auch einen Schlag Arbeitsleute, der allgemein betriebſam, puͤnctlich und zu⸗ frieden iſt; die Artikel, die ihre Stuͤhle liefern, ſind im⸗ mer neu und immer veraͤndert. Die Wirkungen, die eine bluͤhende Manufactur aͤußert, und diejenigen, die ſich aus einem kleinmuͤthigen und todten Handwerk ergeben, draͤngen ſich einem jeden auf, der den Zuſtand von Man⸗ cheſter mit dem von Norwich, von Glasgow mit Sud⸗ bury, die Grafſchaft Lancaſter mit Suffolk, oder Renfrew mit Northamtonſhire vergleichen kann. Englands kurze Wolle iſt noch in einem ſchlechten Zuſtand; denn obgleich einige edle Beſtrebungen, ſie zu ver⸗ beſſern, Nacheiferung und Thaͤtigkeit erweckt haben, ſo iſt doch im Vergleich mit dem, was noch zu thun uͤbrig bleibt, bereits nur wenig geſchehen. Blicken wir auf die vorſtehende Tabelle, ſo erſtaunen wir uͤber die Menge Schafe in jedem Bezirk, die gegen einen beſſern Stamm vertauſcht werden koͤnnten; und, in Hinſicht auf ihre Felle, wid den Ei treibun funfzen teich e Vollo wo füͦ Pelze wenige Anſor. gleich ger ale die ſelb find. man no Hihebl doch an der Vo ihrer al unterne ten das tinen bi pel erlar weit zer gewohul wit dem Noͤßtten ausgedet Standes nürdlich II. The Sim durch ueingebildet ruhr grmeigt ig Specule⸗ ter den Art⸗ enicht ſchen emacht vor⸗ zwfactur hat da gewahren eingerichttte großes Ver⸗ es neueſten n Schlag ch und zu⸗ ſind im⸗ , die eine , die ſich k ergeben, von Man⸗ mit Sud⸗ rRenfrew ſchlechten ſiezu ver⸗ aben, ſo un uͤbrig rauf die Menge Stamm zie delle II. Theil 28 - 421— wird nach meiner Ueberzeugung kein Wollhaͤndler, der mit den Engliſchen Vließen ganz bekannt iſt, mich einer Ueber⸗ treibung beſchuldigen, wenn ich annehme, daß unter den funfzehn Millionen kurzgeſtapelter Schafe, die das Koͤnig⸗ reich erzeugt, nicht fuͤnf hundert tauſend ſind, die der Vollkommenheit nur nahe kaͤmen. Die ſuͤdlichen Bezirke, wo fuͤr die Verbeſſerung der Carcaſſe ſowohl, als der Pelze am meiſten geſchehen iſt, enthalten gegenwaͤrtig nur wenige Heerden, welche auf ausgezeichnete Vortrefflichkeit Anſpruch machen koͤnnen. Die Wolle von Norfolk, ob⸗ gleich im Allgemeinen ſehr veredelt, iſt nicht nur weit gerin⸗ ger als die beſten Sorten, ſondern auch als viele Proben, die ſelbſt von den einheimiſchen Schafen geliefert worden ſind. Das am beſten gepflegte Vließ von Suſſex hat man noch nicht von jeder Heerde erhalten, die auf den Hoͤhebloͤßen weidet, da dieſe Weiden zur Cultur der Wolle doch am geeignetſten ſind. Auch iſt die Ryeland⸗Rare, der Vorzuͤglichkeit ihrer Vließe ungeachtet, nicht im Beſitz ihrer alten Weiden gelaſſen worden. Und obgleich einige unternehmende Maͤnner mit verſchiedenen Engliſchen Ra⸗ cen das Blut der Spaniſchen Race vermiſcht und dadurch einen bisher von keiner Engliſchen Wolle erreichten Sta⸗ pel erlangt haben, ſo ſind dieſe Heerden doch klein, ſind weit zerſtreut, ſind gegenwaͤrtig noch nicht in die Haͤnde gewoͤhnlicher Paͤchter gekommen, und ihre Wolle ſteht mit dem geſammten Erzeugniß unſers Bodens in keinem groͤßeren Verhaͤltniß, als die Parks unſers Adels zu den ausgedehnten Feldern unſerer Landwirthe buͤrgerlichen Standes. Die ganze Race der Heideſchafe muß aus den noͤrdlichen Grafſchaften verbannt werden, wo ſie in großer — 222— Menge vorhanden ſind, oder ſie muͤſſen die Natur ihres Stapels aͤndern, ehe die Wolle Englands nur als mittel⸗ maͤßig gut angeſprochen werden kann. Wo dieſe hauſen, ſchaͤndet ſicherlich das Vließ die Heerden, ſein zottiger Stapel ſchickt ſich am erſten fuͤr Ziegen, fuͤr die Zeiten der Barbarei und fuͤr Gegenden, wo die Wolle in keiner Achtung ſteht. Solche Thiere laͤßt man in dieſen gebir⸗ gigen Bezirken auf den weit ausgedehnten Gemeinweiden umher ſchweifen, bloß weil ſie eine abgehaͤrtete Conſtitu⸗ tion und ein wohlſchmeckendes Fleiſch haben. Sind denn aber keine Schafe zu bekommen mit einer eben ſo feſten Conſtitution, mit eben ſo ſchoͤn durchwachſenem Fleiſch, von eben ſo ſchmackhaften Saͤften und doch weit vorzuͤglicheren Vließen? Trug die alte Schottiſche Race beſſere Wolle, und paßte ſie nicht fuͤr die Weide? Erzeugen die Gebirge von Wales, die der Feuchtigkeit eben ſo ſehr ausgeſetzt ſind wie die von Cumberland, nicht eine feinere Wolle, und kommt das kuͤrzere und vollere Vließ der Peni⸗ ſtone⸗Moore und der Cheviot⸗Huͤgel nicht von Schafen, die mit der ſchwarzkoͤpfigen zottelpelzigen Race auf einer und derſelben Weide graſen? §. 165. Guͤte der Engliſchen Wolle im Durchſchnitt. Um einen genauen Begriff von der Guͤte der Engli⸗ ſchen Wolle zu geben, habe ich die kuͤrzeren Vließe in vier Claſſen vertheilt, worein ich ſie nach der Feinheit des Haars, ohne Ruͤckſicht auf irgend etwas anderes, geordnet habe. Diejenigen uͤbrigens, welche mit den Kunſtausdruͤcken unbekannt find, die ich, ſo viel als moͤg⸗ lich, vermeiden werde, werden es vielleicht fuͤr noͤthig finden, das, was Seite 176 uͤber die Erforſchung der —,— da. denig ſchtlich holitſch 2 Zu Seite 423. gehoͤrig. 4 Tabelle No. II. zeigend die Guͤte der Engliſchen Wolle, die nach der Feinheit ihres Haares in Claſſen 4 geordnet worden. 1te Claſſe. Buͤndel. Vork, Weſt⸗Riding..... 6678 — Oſt⸗Riding.... 6380 — Nord⸗Riding..... 5939. Weſtmoreland....... 3262 Cumberland........ 5915 Lincoln....... 2833 31007 3te Claſſe. Buͤndel. Eſſer.......... 6486 Surrey......... 3540 Wilts.......... 8144 Dorſet....... 9880 Somerſet......... 9388 * Glouceſter...... 5400 Monmouth........ 1431 Worceſter. 4820 Shropſhire....... 4397 4 53486 Ate Claſſe. 24 Buͤndel. MNorfollk...... 3697 Suffolk......... 5176 4 Suſſer.... 9477 Hereford...... 4200 24550 2te Claſſe. 3 Cambridge. Hunts.. Beds... Kent. Hants.. Devon. Cornwall. Berkſhire. Orford. Bucks* 8 Harts... Middleſer. Stafford. Warwick. Leiceſter. Nottingham Derby.. Cheſter„. * Lancaſter. * Durham. . 2.ℳ ** 2*. .*. 4 **⁴ ⸗** **** 2.. ³ ℳ ***⁴* ... *.** * Northumberland 8 Nord⸗Wales Suͤd⸗ Wales Die Durchſchnitts⸗Guͤte. Von Kurzwolle iſt: 1 Zoll getheilt durch Von kurzen Vließen— Von Langwolle—-— **** Geſammt⸗Werth der Engliſchen Wolle. 245,290 Buͤndel Kurzwolle zu 15 Pfd. Sterl. Langwolle 13— Laͤmmerwolle 10— 10,718— 393,236 Buͤndel. 13— Buͤndel. *.* 2* 1128 5. 2000 ... 4250 ..* 2 7000 . 7257 ... 7280 ... 3382 . 4.. 4151 ... 5303 .. 2787 .... 5297 „.. 750 „... 1526 ... 2287 ... 291 .. 4112 .. 43530 „.. 926 ..„.„ 4522 3320 .. 12333 ... 3692 — 93694 871, Werth 15 Pfd. Sterl. — 88⁵ — 600— — 3,679,350 Pfd. Sterl. — 1,783,964—— — 107,180— — Der Schlachthaufen von kurzwolligen Schafen iſt Die Sterbefelle von dergl. Der Schlachthaufen von langwolligen Schafen Die Sterbefelle von dergl. Der Schlachthaufen von Laͤmmern Die Sterbefelle von dergl. Jaͤhrliche Abnahme 211,087 1,180,413 59,020 1,400,560 70,028 Summa 5,570,494 Pfd. Sterſ. 4,221,748 jäͤhrlich. 7,1 42,856 140,054 Die Zahl der jaͤhrlich zur Welt kommenden Laͤmmer iſt 7, 002,802 IIII 7,142,856 ' 3 andere fenheit ſchen ein Ste eine ni wenn d Erzeugn einer al eng f ſcchtlich! pelitſche für nüthig chung der 443— Geſtalt des Haares geſagt iſt, noch einmal zu leſen. Ich habe die Claſſen nach den dort von meinen eignen Sorten gegebenen Maßen eingetheilt; die geringſte oder No. 1. begreift diejenigen Vließe, deren Haar nach dem Sortiren und Waͤgen im Durſchnitt etwas weniger als ſieben hundert giebt; No. 2. giebt acht hundert; No. 3. ein tauſend, und No. 4. zwoͤlf hundert. Von ber erſten dieſer Sorten von Kurzwolle erzeugt England mehr als ein und dreißig tauſend Buͤndel; von der zweiten drei und neunzig kauſend ſieben hundert; von der dritten bei⸗ nahe drei und funfzig tauſend fuͤnf hundert; und von der vierten vier und zwanzig tauſend fuͤnf hundert. Dieſe Zählen ſind vielleicht nicht vollkommen genau, denn ich habe e nicht die Wolle einer jeden Grafſchaft ſortirt, ja nicht einmal geſehen; und meine Meinung von dem Wollhaar, auf welcher die ganze Anordnung beruht, mag von der Meinung Anderer ſehr abweichen. Mehrere der Graf⸗ ſchaften haͤtten auch ohne einen merklichen Irrthum in andere Claſſen geſtellt werden koͤnnen, denn die Beſchaf⸗ fenheit ihrer Wolle iſt zweifelhaft und faͤllt mitten zwi⸗ ſchen zwei Normal⸗Maße. Diejenigen Bezirke, welchen ein Sternchen vorgeſetzt iſt, erzeugen viele Vließe, die in eine niedrigere Ordnung haͤtten geſetzt werden muͤſſen, wenn die Anordnung ohne Hinſicht auf das allgemeine Erzeugniß gemacht worden waͤre. Sind ſie uͤbrigens zu einer allgemeinen Ueberſicht genau genug, ſo folgt daraus, daß England nur ſehr wenig feine Wolle erzeugt, viel zu wenig fuͤr den Verbrauch des Landes, und daß es hin⸗ ſichtlich der Befriedigung ſeines Bedarfs von der guten politiſchen Laune ſeiner Nachbaren abhaͤngt; wie lange 28* — 224— dieſe aufgelegt ſeyn moͤgen, England zu unterſtuͤtzen, kann niemand beſtimmen. Man kann unmoͤglich die Durch⸗ ſchnittsguͤte der Engliſchen Wolle mit dem Werthe derje⸗ nigen, die von Fremden erlangt wird, oder ſelbſt mit eini⸗ gen im Lande erzeugten einzelnen Quantitaͤten vergleichen, ohne ſich von unſerer nationalen Nachlaͤſſigkeit und Thor⸗ heit zu uͤberzeugen. Dieſe Ausdruͤcke moͤgen vielleicht hart und unpaſſend ſcheinen; es iſt aber ein Verbrechen, eine mildere Sprache zu fuͤhren in Faͤllen, wo es die Wohlfahrt unſeres Landes betrifft. Auch kann unſere Thorheit und Nachlaͤſſigkeit nicht durch die Bemerkung bemaͤntelt werden, daß, ob wir ſchon zu gleichguͤltig hinſichtlich der Vließe waͤren, doch große Aufmerkſamkeit der Carcaſſe gewidmet wuͤrde; denn in dieſem Clima iſt wollene Kleidung, wenn auch nicht nothwendig zu unſerm Daſeyn, doch wenigſtens weſentlich zu unſerm Wohlbefinden; und dann haͤngt eine große An⸗ zahl unſerer Armen, hinſichtlich ihres Lebensunterhaltes, von der Manufactur uͤberfeinen Tuches ab. Die Vließe koͤnnen noch dazu mit wenig oder gar keinen Koſten gepflegt werden. Ich habe noch niemals gehoͤrt, daß eine gege⸗ bene Menge grober Wolle weniger Nahrung erforderte als ein gleiches Gewicht des feinſten Wollhaars, noch auch, daß ein haariges Vließ, von wenig Werth, der Carcaſſe nachtheiliger ſey als eins, fuͤr das der Land⸗ wirth den hoͤchſten Preis erhalten wuͤrde. Wenn ich mich hier iere, ſo muͤſſen die Zuͤchter den Irrthum der Unbe⸗ kanntſchaft mit ihrer eigenthuͤmlichen Verfahrungsweiſe beimeſſen; bis aber der Irrthum voͤllig aufgeklaͤrt iſt, kann das Verfahren derjenigen unmoͤglich gerechtfertigt wert borf 1 die daß die ande Nat ihre wuͤrt dieſer einan vorzu Scha einge lcche guten dabei tigkei geſtal am!. Schlc Dritt wenig tultb den z Jeicch tterſuzen, kin ſich di Dar Verihe der⸗ ſelbſt mit i en vergleichn keit und Tj⸗ nägen dieleif in Verbrrcha n, wo es hlaſſgkeit ni daß, ob w waͤren, dod wuͤrde; dem eon auch niche ſtens weſentlih tine große Ae ensunterhalte .. De Vleße Koſen geyft daß eine geg⸗ ung erfordett lhaars, wi Werth, dt as der kand⸗ Wenn ich nic um der Unbe fahrungöntſt rufgetlärt ſ gerchferit — 425— werden, die auf trockenem und leichtem Boden einen borſtigen und zottigen Stapel erzeugen, g. 166. Verfahrungsweiſen, die Guͤte der Pließe zu heben. Nur auf zwei verſchiedene Weiſen hat man bis jetzt die Vieße zu verbeſſern geſucht. Die eine beſteht darin, daß man diejenigen Laͤmmer zum Schlachten ausſucht, die den am wenigſten preiswuͤrdigen Pelz haben; die andere darin, daß man Widder von den bewaͤhrteſten Racen in die Heerde bringt, damit ihre Nachkommenſchaft ihre beſten Eigenſchaften fortpflanzen moͤge. Die Heerden wuͤrden aber viel ſchneller veredelt werden, wenn neben dieſen gewoͤhnlichen Verbeſferungsweiſen zwiſchen zwei einander nahe gelegenen Bezirken, wovon der eine ein vorzuͤgliches und der andere ein weniger preiswuͤrdiges Schaf beſaͤße, mit den Laͤmmern eine Art Tauſchhandel eingerichtet wuͤrde. Aus den beſten Heerden werden jaͤhr⸗ lich eine große Anzahl Laͤmmer, ohne Ruͤckſicht auf ihre guten Eigenſchaften, geſchlachtet, waͤhrend, vielleicht nahe dabei, eine Menge anderer ohne Beachtung der Schlech⸗ tigkeit ihrer Felle aufbehalten werden. Wenn dieſe der⸗ geſtalt ausgetauſcht werden koͤnnten, daß nur die guten am Leben erhalten und die ſchlechteren Arten allein zur Schlachtbank geſchickt wuͤrden, ſo wuͤrden die Heerden Brittanniens mit jedem Jahre preiswuͤrdiger werden; wenige Jahre wuͤrden hinreichend ſeyn, die am wenigſten cultivirten Racen aus dem Beſitz ihrer gegenwaͤrtigen Wei⸗ den zu verdraͤngen. Es koͤnnten leicht Gegenden des Reichs namhaft gemacht werden, wo innerhalb weniger — 426— Meilen die Vließe im Werth volle funfzig Procent unter⸗ ſchieden ſind, wo die Weiden, auf welchen die ſchlech⸗ teſten erzeugt werden, fuͤr eine preiswuͤrdige Art gleich gut geeignet ſind, und wo die Menge der ſchlechteren Wolle, die von einem einzelnen Schaf geliefert wird, keinesweges den Unterſchied im Preiſe aufwiegt.— Etwus dieſem Uebertragen des Stammes aͤhnliches muß Statt finden, im Fall die Lieferung feiner Wolle vom feſten Lande ploͤtzlich fehlen ſollte, was bei der jetzigen Lage Europa's keinesweges unwahrſcheinlich iſt. Wer Be⸗ obachtungsgabe beſitzt und ſeine Aufmerkſamkeit auf dieſen Gegenſtand gerichtet hat, muß, duͤnkt mich, be⸗ merken, daß wir in Brittannien geneigt ſind, uͤberfeines Tuch zu tragen, ſelbſt wenn der Preis deſſelben viel hoͤher waͤre, als er gegenwaͤrtig iſt. Der Reichthum, die Lebensweiſe, der Wohlſtand unſers Landes machen denjenigen, der feines Tuch traͤgt, faſt gleichguͤltig gegen die Summe, die es ihm koſtet; auch koͤnnte nicht irgend ein Mangel an rohem Material, wenn er nicht mit irgend einem politiſchen und allgemeinen Mißgeſchick in Verbin⸗ dung ſtaͤnde, die groͤßere Zahl unſerer Maͤnner von Ein⸗ fluß mit groͤberen Roͤcken, als ſie gegenwaͤrtig tragen, zu⸗ frieden ſtellen. Ihre Gencigtheit, das Tuch zu hoͤheren Preiſen zu kaufen, wuͤrde maͤchtig auf den Wollzuͤchter wirken und ihn antreiben, eine vorzuͤglichere Wolle zu pflegen. Es iſt zwar unpopulaͤr; aber, ruhig und reif⸗ lich uͤberlegt, ſcheint es mir wuͤuſchenswerth, daß die Erzeugung uͤberfeiner Wolle im Lande ſelbſt durch Zoͤlle auf fremde Waare aufgemuntert waͤrde, die zwar nicht ſo hoch ſeyn duͤrften, um die Einfuhr ganz zu ſperren, — rocent unte, die ſchlc he Att glei ſchlechtrren lecfert wi .— Etwas muß Gtat von feſtn ſezigen kag Wer N⸗ ſamkeit af t wich, he⸗ uͤberfeines ſelben viel Neichthum, des machen zältig gegen nicht irgend mit irgend in Verbin⸗ rvon En⸗ tragen, zu⸗ zu hoͤheren Colhzuͤchttr Wolle zu und reif⸗ „ daß de urch Zälle war nicht u ſperten, — 427— doch betraͤchtlich genug, um guͤnſtig auf die Brittiſchen Vließe zu wirken. §. 167. Relativer und reeller Werth der Wolle. Nach dem, was uͤber die Guͤte der Engliſchen Wolle geſagt worden iſt, wird der Wollhaͤndler nicht in Ver⸗ legenheit ſeyn, ihren Werth zu beurtheilen, und die Tabelle No. II. wird auch andere in den Stand ſetzen, ſich einen beſtimmten Begriff davon zu machen. Aus dieſer geht hervor, daß die Durchſchnittsguͤte der Kurzwolle, ſowohl in den Vließen, als in Vermiſchung der Fellwolle, die von den Fellen derjenigen kleinen Thiere erlangt wird, deren Pelz ſich nur zur Bereitung wol⸗ leuer Zeuge eignet, ſich auf acht hundert fuͤnf und achtzig belaͤuft; in Verbindung aber mit dem Theil kurzer Wolle, die von dem Schlachtvieh der lang geſtapelten Schafrace erlangt wird, muß ſie durch die Zahl acht hundert ein und ſiebzig ausgedruͤckt werden, oder, nach den fruͤheren Erklaͤrungen, der Durchmeſſer des Haars, mit dieſer Zahl vervielfaͤltigt, giebt die Breite eines Zolls. Von dieſer Gattung Wolle kann der Buͤndel nicht hoͤher als zu funfzehn Pfund St. geſchaͤtzt wer⸗ den; dieß giebt uns fuͤr den geſammten Werth der in England erzeugten Kurzwolle beinahe drei Millionen ſieben hundert tauſend Pfund. In dem Stapel der Langwolle gewahren wir eine bemerkenswerthe Gleichartigkeit des Haars, daher ergiebt ſich ihr Werth aus dem Verkaufs⸗ preis; nimmt man das Pfund zu dreizehn Pence, ſo belaͤuft er ſich faſt auf eine Million acht hundert tau⸗ ſend Pfund Sterling. Die Laͤmmerwolle, obgleich von ungewiſſem Werth, ſetzen wir zu zehn Pfund Sterl. das — 428— Buͤndel an. Das geſammte Erzeugniß Englands alſo an Vließ⸗, Fell⸗, und Laͤmmerwolle iſt mehr als fuͤnf und eine halbe Million werth.— Als eine Handelswaare wird die Wolle ſehr paſſend mit dem Werthe des Geldes verglichen, denn dieß iſt der Maßſtab, woran ſie der Zuͤchter und der Manufacturiſt haͤlt; ihren in⸗ nern Werth erhaͤlt ſie aber durch ihre Anwendung auf die Annehmlichkeiten und Zierden des menſchlichen Le⸗ bens. Ihr wirklicher Werth wechſelt alſo mit der Lage und den launigen Moden der Verbraucher. Be⸗ trachtet als ein Stoff zum Verarbeiten, als das Mit⸗ tel, eine große Anzahl Arbeiter zu beſchaͤftigen und ihnen Brot zu geben, als große Capitale und bedeu⸗ tende Fabriken erfordernd, als unſern inlaͤndiſchen Be⸗ darf befriedigend, der ſonſt von außen her befriedigt werden muͤßte, als einen der preiswuͤrdigſten und wich⸗ tigſten Ausfuhr⸗Artikel liefernd,— kann ihr Werth durch keine Zahl ausgedruͤckt werden. Der erleuchtete Staatsmann allein, deſſen weit umfaſſender Geiſt die Lage verſchiedener Volksclaſſen in verſchiedenen Laͤndern uͤberſteht, kann ihre Wichtigkeit begreifen; wir machen aber auf den Beſitz ſolcher Kenntniß keine Anſpruͤche, und Gegenſtaͤnde wie dieſe gehoͤren eher zur Wollen⸗ Manufactur als zur Woll⸗Erzeugung. §. 168. Wollpreis. Nur wenig iſt uͤber den Wollpreis zu ſagen; wie bei allen uͤbrigen Waaren haͤngt er hauptſaͤchlich von der Nachfrage ab und von der Menge, die er⸗ langt werden kann, um jene zu befriedigen. Wenn — dieſe Zeuge Mater ſo wü gen, Zeuge wenn Ekzeuc woller innige auswe der † ren ſe poltiſc nufactt Leichtie den ka empfan dern, genoͤth Schwa gen ar und m Verkͤu ſchließe aͤndarte kungen Einken eif der alſo an fünf und delswaate erthe des ), woran ihren in⸗ dung auf ſchen ke⸗ mit der her. De⸗ das Mi⸗ gen und bedeu⸗ hen Be⸗ efriedigt nd wich⸗ Verth leuchtete Geiſt die Ländern machen ſpruͤche, Wollen⸗ ſagen; ſächlich die er⸗ Venn — 429— dieſe Nachfrage bloß aus dem Verbrauch wollener Zeuge in unſerm Lande entſtaͤnde, und wenn das rohe Material nicht aus andern Laͤndern zu bekommen waͤre, ſo wuͤrde der Preis gaͤnzlich von der Meinung abhaͤn⸗ gen, welche die Menſchen von der Wichtigkeit wollener Zeuge fuͤr ihre Wohlbehaglichkeit haͤtten, beſonders wenn der Bedarf der Mannfacturen dem jaͤhrlichen Erzeugniß gleich kaͤme. Weil aber die Nachfrage nach wollenen Zeugen mit dem auswaͤrtigen Handel in ſehr inniger Verbindung ſteht, weil das Material auch auswaͤrts zu bekommen iſt, ſo iſt einleuchtend, daß der Preis der Engliſchen Wolle und Engliſcher Waa⸗ ren ſehr viel von der Lage anderer Laͤnder, ihren politiſchen Verhaͤltniſſen, ihrem Wohlſtand, ihren Ma⸗ nufacturen und Geſetzen abhaͤnge; ferner von der Leichtigkeit, mit welcher ihre Wolle hier eingefuͤhrt wer⸗ den kann, und mit welcher ſie unſere Waaren dagegen empfangen. Da ſich dieſe Verhaͤltniſſe beſtaͤndig aͤn⸗ dern, ſo iſt ſowohl der Fabrikant, als der Kaufmann genoͤthigt, ein wachſames Auge auf ſie zu haben, den Schwankungen im Handel, welche dieſe Veraͤnderun⸗ gen anzeigen, ſo viel als moͤglich, zuvor zu kommen und mit unablaͤſſiger Klugheit ſowohl ihre Kaͤufe, als Verkaͤufe darnach einzurichten. Daraus ſollten wir ſchließen, daß die Nachfrage nach Wolle beſtaͤndig ſich aͤnderte, und daß der Preis derſelben gleiche Schwan⸗ kungen erfuͤhre; doch iſt oft bemerkt worden, daß das Sinken der Wollen⸗Manufactur nur wenig Einfluß auf den Preis des Materials habe. Dieß ruͤhrt, wie —-—— — 43³0— ich glaube, von der ſo großen Menge der im Lande und in den Colonieen verbrauchten wollenen Waaren her; ferner von der innigen Verbindung zwiſchen die⸗ ſem Lande und dem Auslande und von unſerer ent⸗ ſchiedenen Ueberlegenheit zur See, durch welche der Weg zu jedem Markte offen gehalten wird und geſi⸗ chert iſt. Der Bedarf an wollenen Zeugen im Lande, in unſern entfernten Beſitzungen und in den vereinig⸗ ten Staaten von Amerika iſt beinahe hinreichend, das ſaͤmmtliche Erzeugniß unſerer Webſtuͤhle uns abzuneh⸗ men; doch giebt das, was nach Europaͤiſchen Laͤndern geſandt wird, unſerm Handel ein Leben, deſſen er ſich ſonſt nicht erfreuen wuͤrde, und giebt in der Wag⸗ ſchale des Handels einen bedeutenden Ausſchlag. Wir koͤnnen zwar nicht, wie manche, annehmen, daß Aus⸗ laͤnder, hinſichtlich wollener Zeuge, von England ab⸗ haͤngig waͤren; doch iſt oft die Bemerkung gemacht worden, daß, wenn unſerem Handel Hinderniſſe gelegt wurden, die Bewohner anderer Laͤnder dazu geholfen haben, ſie zu entfernen, oder unwirkſam zu machen. Daher kommt es, daß, obgleich die Nachfragen im Handel nicht allezeit regelmaͤßig geſchehen, ſie doch im Verlauf von Monaten groß genug werden, um den ganzen Ueberſchuß an wollenen Waaren in Anſpruch zu nehmen und jedes neue Jahr nur ein kleines Lager von verarbeitetem oder rohem Stoff uͤbrig laſſen. Wolle iſt uͤbrigens ein Artikel, der jaͤhrlich gewonnen wird; die Menge der beſten Sorten, die zu erhalten iſt, iſt immer beſchraͤnkt; der Verbrauch aber iſt taͤglich, und in Lande Waarm chen die erer ent⸗ lche der nd geſi⸗ kande, vereinig⸗ n’, das abzuneh⸗ Landern er ſich Wag⸗ Wir 3 Aus⸗ und ab⸗ gemacht e gelegt geholfen machen. gen im doch in im den nſpruch Lager Wolt wird; it, iſ , und — 431— die Neigungen der Menſchen ſowohl in, als außer dem Lande tragen dazu bei, ihn zu ſteigern. Die unermeß⸗ lichen Anſtalten zur Fuͤhrung der Manufactur, und der allgemeine Gebrauch des neueren Maſchinenweſens er⸗ fordern eine ſchnelle und regelmaͤßige Verſorgung mit Wolle; ſie reichen vollkommen hin, das geſammte Er⸗ zeugniß des Koͤnigreichs zu verbrauchen, koͤnnen nicht ohne große Koſten zu andern Zwecken umgeſchaffen wer⸗ den und ohne betraͤchtlichen Schaden nicht unthaͤtig bleiben. Daher wird die Wolle allgemein als ein ſiche⸗ rer Gegenſtand der Speculation betrachtet und braucht zu einer Jahreszeit ein groͤßeres Capital, als zu mißliche⸗ ren Geſchaͤften verwandt werden wuͤrde. Die Menge Geldes auf dem Markt wirkt daher allezeit mit beſonde⸗ rem Einfluß auf den Wollpreis; ſteigt er, ſo hebt er den Curs und verhuͤtet ſeinen Fall, wenn die Manu⸗ factur mit temporaͤrem Sinken kaͤmpft. Und ſollten die Verlegenheiten uͤber Erwartung laͤnger dauern, und ein Ueberſchuß an Wolle bei der Wiederkehr des Sommers noch auf dem Lager ſeyn, ſo iſt ſie ſelbſt dann keine verderbliche Waare; man halte ſie ſorgfaͤltig vom Markte zuruͤck, und ſie wird eher beſſer als ſchlechter werden. Dieß ſind einige der hauptſaͤchlichſten Um⸗ ſtaͤnde, die der natuͤrlichen Folge eines Wechſels in der Nachfrage nach wollenen Zeugen entgegen wirken; ihr Einfluß iſt oft bemerkt worden, und ihre Wirkung iſt, obgleich geraͤuſchlos, doch immer unaufhaltbar. Der Wollpreis und der Werth des Grund und Bodens ſtehen mit einander in Verbindung. Wenn — 432— die Renten der Guͤter und die Wirthſchaftskoſten ſtei⸗ gen, ſo muͤſſen alle Erzeugniſſe offenbar mehr Geld koſten als zu der Zeit, wo die Ausgaben der Land⸗ bauer weniger hoch waren; und es iſt nicht anders zu erwarten, als daß die Vließe auch verhaͤltnißmaͤßig ſteigen. Die Einfuͤhrung fremder Wolle iſt allezeit mit einiger Schwierigkeit verknuͤpft; ſie iſt mit hohen Koſten belaſtet und kann auf den Preis der Brittiſchen Vließe nur dann nachtheilig wirken, wenn ſie ſehr niedrig ein⸗ gekauft, wenn ſie in ſehr bedeutender Menge eingefuͤhrt worden, und wenn diejenigen, die ſie haben, geneigt ſind, ſie zu niedrigen Preiſen zu verkaufen. Die Wolle von Engliſchem Wuchs beſitzt daher immer einen be⸗ deutenden Vortheil und wird hoͤchſt wahrſcheinlich fort⸗ waͤhrend im Werthe ſteigen, in demſelben Verhaͤltniß wie die uͤbrigen einheimiſchen Erzeugniſſe. Umſichtige Landwirthe haben auch beobachtet, daß ſie durch Auf⸗ merkſamkeit und Sorgfalt von ihren Schafen entweder eine groͤßere oder geringere Menge Wolle gewinnen koͤn⸗ nen, und daß ſie das, was ſie am Vließ aufopfern, an der Carcaſſe ohnfehlbar wieder gewinnen. Der Preis der Wolle muß, wie ſie uns verſichern, mit dem Preis des Hammelfieiſches einiger Maßen im Verhaͤlt⸗ niß ſtehen; denn weil ihr Vortheil aus dem vereinten Erzeugniß der Carcaſſe und dem Vließe entſpringt, ſo pflegen ſie dasjenige nur aufs ſorgfaͤltigſte, was ihnen den groͤßten Vortheil bringt. Die Schafzucht richtet ſich nach demſelben Geſetz, und wo es am vortheilhaf⸗ teſten ſcheint, Molkenwirthſchaft, oder Rindviehmg⸗ ged ein nch und Wo aule lang umte Wol ſen ſtei⸗ hr Gelt r Land⸗ ders zu ißmäͤßig zeit mit n Koſten Pließe drig ein⸗ ingefüͤhrt geneigt e Volle ten be⸗ ch fort⸗ thaͤltniß nſichtige ch Auf⸗ entweder nen kon⸗ fopfern, Der mit dem Herhaͤlt⸗ ereinten gt, ſo s ihnen richtet heilhaf⸗ viehmg⸗ — 433— ſtung zu treiben, da wird das Woll⸗Erzeugniß gering ſeyn. 5. 169. Kein Bund unter den Wollhaͤndlern. Waͤhrend der letzten ſiebzig Jahre haben viele geglaubt, daß der Preis der Wolle gaͤnzlich durch die Willkuͤr der Kaͤufer feſt geſetzt wuͤrde, und manche haben Vergnuͤgen daran gefunden, lange und bittere Klaglieder gegen den Bund der Wollhaͤndler und das den Fabrikanten bewilligte Monopol zu ſchreiben. Um zu zeigen, daß die Beſchwerden der Wollzuͤchter etwas wahres enthielten, ſchrieb Smith ſeine Denkwuͤrdigkeiten, ein trockenes und ſchwerfaͤlliges Werk, das aber viel geſchichtliche Belehrung enthaͤlt. Der Verfaſſer verraͤth uͤbrigens ſo viel Unbekanntſchaft mit dem Handel, einen ſolchen Mangel an Kenntniß, hinſichtlich der Guͤte und des Gebrauchs der Brittiſchen Vließe, und iſt zu Gun⸗ ſten einer Partei ſo eingenommen, daß wir nicht die ausſchweifende Bewunderung eines Landbauers theilen und ſagen koͤnnen, daß das Werk mit goldnen Lettern gedruckt werden muͤßte. Wir wundern uns auch, daß einſichtsvolle und freiſinnige Maͤnner ſich ſo ſehr ein⸗ nehmen laſſen, daß ſie ſeine Schmaͤhungen wiederholen und fragen, ob nicht jedermann ſein Capital als ein Wollhaͤndler, als ein Fabrikant, oder als ein Kaufmann anlegen moͤchte?— Schlagen aber diejenigen, die lange Zeit Wolle gekauft haben, ihre Verbindungen unter den Landwirthen nicht hoch an? Sind nicht alle Wollkaͤufer beſorgt, andere moͤchten ihnen im Ankaufe — 434— ihres gewoͤhnlichen Vorraths zuvor kommen? Geben ſich die Landwirthe nicht groͤßere Muͤhe, ihre Vließe zu verkaufen als irgend ein anderes Erzeugniß des Bodens? Und iſt nicht jeder Wollhaͤndler, welchem Wolle angeboten wird, begierig, den Handel zu ſchlie⸗ ßen, ob er gleich faſt mit Gewißheit weiß, daß ſie an jemand anders verſprochen ſey? Macht nicht oft der Kaͤufer, hinſichtlich des Preiſes, Verſchwiegenheit zur Pflicht? Verſpricht er nicht haͤufig, daß, obgleich der Handel auf eine gewiſſe Summe abgeſchloſſen werde, er doch einen hoͤheren Preis geben werde? Laͤßt er ſich nicht ſelbſt den Preis fuͤr die Zukunft feſt ſetzen, und verpflichtet er ſich nicht, eben ſo viel zu geben, als die Wolle in dem Sprengel, worin der Zuͤchter wohnt, koſten werde? Ja, iſt es etwas ungewoͤhnli⸗ ches, daß ein Landwirth fuͤr die Wolle, die er in einem vorhergehenden Jahr verkauft hat, noch eine außeror⸗ dentliche Zahlung erwartet und erhaͤlt, ſelbſt dann, wenn er an den Wollhaͤndler, der ſie gekauft hat, keine rechtliche Forderung und nicht einmal das entfernteſte Verſprechen von ihm hat? Sind dieß Anzeigen von einem Bunde, oder ſind es Beweiſe von Eiferſucht? Was wuͤrden Landwirthe, in Bezug auf jeden andern Artikel, davon denken, in Bezug auf ihr Korn, ihr Rindvieh, ihre Pferde, ihre Renten, oder Geſchaͤfte in den oͤffentlichen Fonds? Was muß ein jeder, der mit dem Gang der Geſchaͤfte bekannt iſt, von unter ſol⸗ chen Umſtaͤnden verkaufter Wolle denken? Sicherlich wird er niemals auf den Gedanken kommen, daß ſte —-— en! Geben ihre Vless eugniß des 7, welchen el zu ſchl daß ſie an cht oft der ggenheit zur obgleich der ſeen werde, ? käßt er feſt ſetzen, zu geben, t Zuͤchter agewaͤhnli⸗ er in einem e außeror⸗ ann, wenn hat, keine entfernteſte eigen von Eiferſucht! en andern Vorn, ihr ſchaͤfte in , der mit unter ſol⸗ Sicherlic daß ſie 1 — 435— nicht einen ſchoͤnen Preis erhielte! Aber eine Vereini⸗ gung findet wirklich Statt; die Zuͤchter haben unter ſich zahlreiche Zuſammenkuͤnfte, die durch oͤffentliche Anzeigen berufen werden, in der ausdruͤcklichen Abſicht, den Preis der Wolle zu ſteigern*); ſie erhalten Nach⸗ richt aus jedem Theil des Reichs, und das Reſultat ihrer Berathungen wird den entlegenſten Landguͤtern zu⸗ geſchickt. Vernuͤnftige Leute werden ſich uͤbrigens uͤber dieſes Verfahren nicht beklagen, weil es unmoͤglich iſt, durch irgend ein Mittel den Preis der Wolle im Durch⸗ ſchnitt mehrere Jahre uͤber ihren Werth zu ſteigern. Ganz und gar ohne Bezug auf oͤffentliche Zuſammen⸗ kuͤnfte muß der Werth des Artikels ſteigen, ſo lange das Erzeugniß des Koͤnigreichs, oder die Einfuhr die Nachfrage nicht befriedigt; die Folgen, die ein Ueber⸗ ſchuß nach ſich ziehen wuͤrde, muͤſſen bald fuͤhlbar wer⸗ den, und keine Vereinigung kann ihnen widerſtehen. Doch ſollte man bedenken, daß wir jaͤhrlich einen gro⸗ ßen Ueberſchuß von Waaren fabriciren; daß dieſe nach ihrem Werthe in andern Laͤndern abgeſetzt werden muͤſ⸗ ſen: waͤre dieſer nun geringer als der Preis im Lande, ſo ſind die Folgen bekannt und gewiß. In dem Wol⸗ lenhandel muͤſſen der Wollhaͤndler, der Tuchmacher und der Kaufmann uͤber die Grenzen Brittanniens hinaus blicken und ihre Handlungsweiſe nach ausgedehn⸗ teren Grundſaͤtzen einrichten. Wir ſind keinesweges fuͤr die Unterdruͤckung der kleinen Landeigenthuͤmer ge⸗ *) Siehe die Schriften Arthur YPoungs und anderer Land⸗ wirthe. — 436— ſtimmt, ſondern freuen uns, wenn das Erzeugniß des Bodens hoch genug ſteht, um ihren Fleiß zu belohnen und das Capital ordentlich zu verzinſen; wenn es niedrig genug ſteht, um den Armen ein gemaͤchliches und an⸗ ſtaͤndiges Leben zu geſtatten und den Kaufmann und den Fabrikanten fuͤr ihre Wagniſſe im Handel zu be⸗ lohnen. Von dem Gleichgewicht dieſer Intereſſen haͤngt der Preis der Wolle viel ab. Es iſt zu wuͤnſchen, daß er allmaͤhlig zunaͤhme; aber ploͤtzliche und große Fortſchritte ſind dazu geeignet, den Faden unſerer Ver⸗ bindung mit dem Auslande zu zerreißen und zu bewir⸗ ken, daß der Ueberſchuß von Sabrikaten ſich auf uns zuruͤck waͤlzen wuͤrde. rzeuguiß dis zu belohnen n es niedeig hes und an⸗ ufwann und nndel zu h ereſſen häng u wuͤnſchen und großt unſerer Vir⸗ d zu bewir⸗ ich auf uns James Hogg's, des Ettrick⸗Schaͤfers, Verſuch, die Nuͤtzlichkeit der Aufmunterung der Schafwirthſchaft in manchen Bezirken der Hochlande, und der Bevoͤlkerung in andern, darzulegen. Gerichtet an den Herrn Praͤ⸗ ſidenten und die Mitglieder des Hochlaͤndiſchen Vereins. II. Theil My Lords und Gentlemen! Welche Viehart iſt fuͤr die Hochlande am geeignetſten? Dieß iſt eine Frage, welche Tauſende beſchaͤftigt, uͤber welche ſaͤmmtliche Hochlande jm Zwie⸗ ſpalt, uͤber welche ein Bezirk gegen den andern, eine Familie gegen die andere, und die Glieder einer Familie unter einander im Streit ſind. Dieß iſt ein Gegenſtand, der mit Waͤrme, doch ohne vorgefaßte Meinung, behan⸗ delt ſeyn will; wo der Schreiber Thatſachen auffuͤhren und durch Gruͤnde uͤberzeugen, nicht uͤberreden muß, und woruͤber man unmoͤglich gruͤndlich ſprechen kann, ohne mit der oͤrtlichen Lage der verſchiedenen Gegenden im Norden und Weſten Schottlands, mit den Sitten und Neigungen der Einwohner, und ſelbſt mit jedem Zweig ihrer Landwirthſchaft perſoͤnlich bekannt zu ſeyn. Um mir dieſe Kenntniß zu verſchaffen, und um auf Thatſachen bauen zu koͤnnen, ohne welche dieſer Gegen⸗ ſtand durchaus nicht in das gehoͤrige Licht zu ſtellen war, habe ich, ſo weit es meine Verhaͤltniſſe erlauben wollten, weder Zeit, noch Muͤhe, noch Koſten geſpart. Ich habe alle Weidegegenden*) zwiſchen den Seearmen Tay und 29* 5) Dieß iſt ein in ſaͤmmtlichen Hochlanden uͤblicher Ausdruck, um ein Thal, oder einen Grund, oder einen von andern durch Bergketten getrennten Bezirk zu bezeichnen. Anmerk. des Verf. —- 440— Dornoch*) durchwandert, und habe jedes Hauptthal und jedes Eiland zwiſchen Cantyre**), die Hoͤhen von Aſſynt***), und zwiſchen Butt t), auf Lewis beſucht. Ich habe mit allen Menſchenclaſſen freien und freundli⸗ chen Verkehr gehabt, von dem Pair des Reichs †), um⸗ geben von ſeinen Freunden und Hausgenoſſen, bis zu dem Bauer, der barfuß und halb nackt die Grampian⸗Wuͤ⸗ ſten tit) durchirrt; und nach allem dem gewahre ich noch große Luͤcken in meinem Wiſſen. Man wird erwarten, daß ich zuerſt den verhaͤltniß⸗ maͤßigen Ertrag und Werth der Schafe und des Rind⸗ diehes titt), nebſt der Ausdehnung und Beſchaffenheit des *) Dornoch, zwiſchen den Grafſchaften Sutherland und Roß; Tay, zwiſchen den Grafſchaften Fife und Perth. Anm. d. Ueberſ. **) Kintyre oder Cantyre, eine zwiſchen dem Frith of Clyde und dem Atlantiſchen Ocean liegende Halbinſel. Der Ueberſ. ***) Eine der Graͤfin von Sutherland gehoͤrige Gegend. Der Verf. 1) Die nordweſtliche Spitze von Europa, ſonſt Oreby Point genannt, auf der Inſel Lewis. Der Verf. ††) The peer of the realm. Trt) The Grampian deserts. Die Grampian⸗Gebirge(Gram⸗ Pian Mounrtains) laufen in mehreren Zweigen durch die Grafſchaften Perthshire(wo ſie in der Naͤhe von Benlomond anfangen) Angus oder Torfar(wo die letzten Glieder dieſer Gebirgskette The Braes of Angus genannt werden), Kin- cardineshire ſoder Mearns, Aberdeenshire und Banff oder Bamff.— Zu den hoͤchſten Bergen dieſer Kette gehoͤren Cairngorm, oder The Blue Mountain„4050; Benlawers, 4015; Benmore 3903; Shichallion 3564; Benledi 3009 Fuß uͤber der Meeresflaͤche. Der Ueberſ. †ttt) Plack-cattle, woͤrtlich, ſ chwarzes Rindvieh, weil die verbreitetſten Zuchten Schottlands ſchwarz von Farbe ſind. Die Rylies des Hochlandes ſind die kleinſten im Britti⸗ m. drli 11 Ang hält ohne u Gch übri Gon V V nde =—— — des Haupttje die Hihen de kewis beſütt und freundl⸗ ichs ff), um⸗ en, bis zu den rampian⸗Vi⸗ wahre ich vo den vethaͤltni⸗ nd des Rin⸗ haffenheit des lend und Rof, th. 2. Ueberſ. frith of Cljch 4 Oreby boin Der Verf⸗ Zebirge(Gram⸗ igen durch die von Benlomond Glieder dieſe werden), Kir- und Banfk oder Kette gehöte h; Benlawen Benledi 3009 Ueberſ. vieh, weil di hn Fathe ſid. ten im Britli zum Unterhalt eines jeden in demſelben Verhaͤltniß erfor⸗ derlichen Landes angebe; und ich bin verſichert, daß nach der gewoͤhnlichen Art zu rechnen, wo man eine gegebene Anzahl Schafe gegen eine verhaͤltnißmaͤßige Anzahl Kuͤhe haͤlt und den Vortheil und Verluſt von beiden berechnet, ohne Beruͤckſichtigung der Lage des Gutes, beide ſehr nahe kommende Reſultate geben werden. Ich habe die Schaͤtzung auf jede Weiſe verſucht und dieß ſo gefunden; uͤbrigens wollen wir die Durchſchnitts⸗Preiſe des letzten Sommers annehmen und den Verſuch machen. Es iſt ein angenommener Gebrauch im Suͤden Schott⸗ kands, daß eine Kuh fuͤr zehn Schafe ſtehh; und wo die Schafe mit ſchwarzen Geſichtern den Beſatz des Hofs aus⸗ machen, wird die Kuh mit dem Kalbe fuͤr die gewichtigſte Summe*) gerechnet, nicht ſowohl wegen der Quantitaͤt deſſen, was ſie verzehren, als wegen ihrer Leckerheit in der Wahl ihres Futters. In den Hochland⸗Bezirken ſchen Reich; ſie ſind allgemein ſchwarz, von außerordentli⸗ cher Dauer und vertragen das ſtrengſte Clima, ſie begnuͤgen ſich mit dem magerſten und groͤbſten Futter, werden auf den gewoͤhnlichſten Weiden bald fett, gewinnen das ſeinſte und ſchmackhafteſte Fleiſch, zumal auf reichem Boden, und werden daher zum Maͤſten auf das theuerſte bezahlt. Die Galloway⸗RNace iſt ſehr ſchon, gemeiniglich ſchwarz und höͤrnerlos und etwas groͤßer als die Rylies.— Außerdem pefindet ſich in Schottland noch die Dunlop⸗ und die Hol⸗ ſteiniſche oder Hollaͤndiſche Zucht. Der Ueberſ. ») Ob dieß gleich ein unbeſtimmter Ausdruck iſt, ſo wird er doch ii Suͤden Schortlands fuͤr das Gras von zehn Schafen, einer Kuh, oder neunzehn Pecks Hafermehl(Ha⸗ fergruͤtze), Edinburgher Gemaͤß, gebraucht. Oft kann ein Schufer unter allen dieſen Dingen wählen, und ſie heißen ſeine Summen. Der Verſ. — 442— gilt uͤbrigens dieſer Satz keinesweges, indem das Rind⸗ vieh kleiner iſt und mit mehr als verhaͤltnißmaͤßig gerin⸗ geren Koſten unterhalten wird; und waͤre der Boden der Hochlande ſo grasreich wie im Suͤden Schottlands, ſo wuͤrde ich es wagen, das Verhaͤltniß wie eins zu fuͤnf zu ſetzen. Da aber eine mooſichte Oberflaͤche in einem ſol⸗ chen Grade in den Hochlanden vorherrſchend iſt, und da der Schafe mehr als dreimal ſo viel von Heide(heather) und ſolchen groben Kraͤutern, wie ſie den Bruͤchern eigen⸗ thuͤmlich ſind, leben, als Rindvieh, ſo muß man das Mittel aus obigen beiden Angaben nehmen; ich ſetze alſo kuͤhn drei Stuͤck Rindvieh fuͤr zwanzig Schafe, vorausge⸗ ſetzt, daß beide auf dieſelben Grenzen beſchraͤnkt ſind. Wir werden alſo hundert Schafe gegen funfzehn Kuͤhe ſtellen, welche alle leben und gedeihen ſollen; da die Ge⸗ fahr von Zufaͤllen und Krankheiten bei beiden ziemlich gleich iſt, weil in einer Heerde Schafe eine groͤßere Menge Leben ſind, ſo muͤſſen folglich auch mehr Leben verloren gehen; aber ſo weit meine Kenntniß reicht, war das Ver⸗ haͤltniß wie eins zu fuͤnf von den obigen Zahlen. Das Zittern*) herrſcht ſowohl unter den Schafen, als unter dem Rindvieh zu manchen Zeiten, und the black- spauld**)(Rinder⸗Spath?) hebt wenigſtens auf mit *) The trembling. **) Dieß iſt eine Krankheit, welcher das junge Rindvieh auf Long⸗Island, Sky und in einigen andern weſtlichen Gegenden ſehr unterworfen iſt. Sie faͤuggt mit einer ſchmerzhaften Geſchwulſt an einem Gliede an, was nach und nach abſtirbt (den kalten Brand bekommt), und bringt gewoͤhnlich dem Thier unmittelbar den Tod; ſie iſt uͤberdieß ſehr anſteckend. Wenn ſie eine Heerde ergreift, lißt der Landwirth gewoͤhn⸗ lich die byres(..2) raͤuchern; das Fleiſch des Thieres hat ndem das Rin, nißmäßig gni der Boden de ſchottlands, tins zu fiuf e in einem ſi⸗ nd iſt, und d eide(heathen Bruͤchern eige muß man des ;ich ſetze aſ afe, voraus⸗ eſchraͤnkt ſin unffehn Kih n; da die G beiden ziemlih groͤßere Men Leben verlorn war das Ver Zahlen. Das fen, als unter d the black⸗ gſtens auf ni ge Rindvieh uf llichen Gegenza er ſchmerzhafta ed noch abit gewͤhnlich dea ſeht anſtecken. awirth gewit des Thietes hu — 443— der Darmgicht*). Auch wollen wir annehmen, daß unſere Schafe von der Schottiſchen Zucht mit ſchwarzen Geſich⸗ tern**) ſeyen, da es noch ein ſtreitiger Punct iſt, ob die feinwollige Race fuͤr dieſes Land ſich eigne, und werden mit ihnen, als Laͤmmern und Kaͤlbern, den Anfang machen. Im erſten Jahr, naͤmlich im erſten Jahr der Pach⸗ tung, von Pfingſten bis Pfingſten, haben wir keinen Er⸗ trag von unſern Schafen; im zweiten Jahr werfen ſie uns jedes ein Vließ ab und weiter keinen Vortheil; im dritten Jahr werfen ſie uns wieder jedes ein Vließ ab und achtzig Laͤmmer, weil von fuͤnf Kaͤlberjaͤhrlingen***) immer eins goͤlte †) zu rechnen iſt. Daß hier mehr als die Durchſchnittsſumme angenommen ſey, mag folgendes Beiſpiel bekraͤftigen. Mr. Thomas Gillespie uͤbewinterte im letzten Jahr auf dem Gute Inchlaggon, in Glengary, zum erſten Male 600 Kaͤlberjaͤhrlinge von der feinſten Che⸗ viot⸗Zucht, und obgleich eine, langjaͤhrige Erfahrung uͤber die Guͤte des Bodens entſchieden hatte, ſo hakte er doch kein beſſeres Ausſehen als viele andere Hochlaͤndiſche gerade dieſelbe Farbe und dieſelben Ausfluͤſſe wie bei einem Schaf, was an der Seuche oder Darmgicht ſtirbt.— Der Verf. *) The braxy. 8. **) The black-faced scottish breed. 8*) Gimmer(Kalberjaͤhrling, Zibbejaͤhrling) iſt ein Ausdruck, durch den die weiblichen Schafe waͤhrend des zweiten Jahrs ihres Alters bezeichnet werden. Die Widder von demſelben Alter heißen Dinmonts(Jaͤhrlingsböcke). Im naͤchſten Jahr heißen die Weihchen Twinters, wie ich glaube, jeine Zu⸗ ſammenziehung fuͤr two winters(zwei Winter). Der Verf. „) Eild, auf Schottiſch, heißt ſo viel als ein Schaf ohne ein Lamm, eine Knh ohne ein Kalb ꝛc. Der Perf. — 444— Guͤter, von denen die Einkuͤnfte gering ſind. Die Schafe waren in ausgezeichnet gutem Zuſtand; die Laͤmmer wa⸗ ren ſo gut, daß ein großer Theil von ihnen zum Beſprin⸗ gen tauglich war, und nicht das zwanzigſte von den Kaͤl⸗ berjaͤhrlingen war goͤlte.— Da unſere achtzig Laͤmmer klein ſind, ſo werden wir nur ſieben Schilling fuͤrs Lamm rechnen; wir haben uͤbrigens funfzehn Stein Wolle, was die Heerden von der Zucht mit ſchwarzen Geſichtern im Durchſchnitt gewoͤhnlich geben. Sie wuͤrden zwar in den erſten zwei Jahren betraͤchtlich mehr haben, wenn ſie ge⸗ ſchmiert wuͤrden; da ſie aber im ſechsten und ſiebenten Jahr um ſo viel weniger haben wuͤrden, ſo wollen wir die funfzehn Stein durchaus zu unſerm ſtehenden Gewicht nehmen und neun Schilling fuͤr den Stein rechnen. Im vierten Jahr muͤſſen wir die volle Zahl der Laͤmmer an⸗ nehmen, das heißt, nicht weniger als neunzig, und jedes zu 9 Schilling rechnen. Im fuͤnften Jahr wird es noͤthig ſeyn, zwanzig der am ſchlechteſten ausſehenden Schafe zu verkaufen und ſie durch Beizucht von zwanzig der be⸗ ſten Mutterlaͤmmer zu erſetzen; da zehn von den Maͤrz⸗ Schafen goͤlte und gut bei Leibe ſind, ſo wollen wir ſie zu zwanzig Pfund Sterl. ſchaͤtzen, und wir haben dann noch ſiebzig Laͤmmer, zu 9 Schill. das Stuͤck. Im ſechsten Jahr muß die Haͤlfte der uͤbrigen achtzig verkauft und durch Laͤmmer erſetzt werden; dieſe Schafe, zu achtzehn Schill. das Stuͤck, und vierzig Laͤmmer zu neun Schill. das Stuͤck, machen den Gewinn dieſes Jahres aus: wir haben aber die Wolle jedes Jahr noch daruͤber. Im ſtebenten Jahr muͤſſen die uͤbrigen vierzig alten Schafe verkauft und ihre Laͤmmer ſtatt ihrer Die Schaft kaͤmmer wa⸗ um Veſprin⸗ von den Kaͤ⸗ tzig kamner fuͤrs dann Wolle, wat zeſichtern in zwar in den wenn ſe ge⸗ und ſiebenten wollen wit den Gewicht hnen. Im Lammer an⸗ „ und jedes rd es noͤthi aden Schaft anzig der be⸗ den Maͤt⸗ ollen wit ſi haben dann tuͤck. Ju en achtzig n; dieſe und vierzi en Gewim jedes Jaßr die uͤbrigen ſatt ihrtt — 445— beigezogen werden; und dieſes Jahr haben wir uͤber nichts, als uͤber die vierzig Schafe und ihre Wolle zu verfuͤgen, einige Laͤmmer von Kaͤlberjaͤhrlingen ausgenommen, die wir aber nicht in Anſchlag bringen, da wir genoͤthigt ſeyn moͤchten, unſere Mutterlaͤmmer theurer zu kaufen, als wir unſere Bocklaͤmmer verkaufen.— Daraus geht hervor, daß am Schluſſe des ſiebenten Jahres der klare Gewinn von hundert Laͤmmern 250 Pfd. Sterl. 10 Schill. iſt, wovon wir 50 Pfd., als erſte Auslage fuͤr den Ankauf der Laͤmmer, abziehen muͤſſen; darnach bleiben 200 Pfd. Sterl. 10 Schill. Unſer Schafſtand beſteht an Pfingſten aus vierzig Jaͤhrlingen*), vierzig Kaͤlberjaͤhrlingen und zwanzig Twinters(Zeitſchafen), die wir zu 1 Pfd. 2 Schill. das Stuͤck ſchaͤtzen wollen, was 110 Pfd. Sterl. betraͤgt; dieß, zu dem uͤbrigen gezaͤhlt, giebt 310 Pfd. 10 Sch. Sterl., als den Ge⸗ ſammtwerth des Schafbeſtandes und alles andern, wie aus folgender Tabelle zu erſehen. Ich habe alles eher unter als uͤber den gegen⸗ waͤrtigen Preis geſchaͤtzt und noch uͤberdieß verſchiedene Abzuͤge gemacht. *) Hoggs. So wie die Limmer im October geſchmiert ſind, heißen ſie hoggs(Jaͤhrlinge), bis ſie im naͤchſten Junius geſchoren werden. Der Verf. — — 446— Tabelle eines ſiebenjaͤhrigen Ertrags von hundert . Laͤmmern. Jahre Schafe Laͤmmer Wolle Jaͤhrlicher Ertrag. Stein. 1.—— 15— 2.—— 15 6 Pfd. 15 Sch. 3.— 80 15 34— 15— 4.— 90 15 47— 5— 5. 20 70 1⁵ 58— 5— 6. 40 40 15 60— 15— 7. 40— 15 412— 15— 1 250— 10 Abgezogen den Werth des erſten Beſatzes 50——— Bleiben 200— 10— Hinzu gefuͤgt den Werthdes uͤbrigen Beſtandes 110——— Ergeben ſich 310 Pfd. 10 Sch. St. Eine gehoͤrige Schaͤtzung des Ertrags vom Rindvieh in demſelben Zeitraum zu machen, iſt ein viel ſchwierige⸗ res Unternehmen, und was ein Landwirth als eine genaue Angabe betrachten wird, werden andere fuͤr die groͤßte Un⸗ gereimtheit anſehen. Dieſes Jahr fand ich in ſaͤmmtli⸗ chen Hochlanden in den Preiſen der. Schafe die genaueſte Uebereinſtimmung, und in den entfernteſten Hochlanden ſtanden die Laͤmmer am hoͤchſten; dieß war ganz und gar nicht der Fall mit dem Rindvieh. Das Rindvieh von der Hochlaͤnder⸗Zucht wird von einigen ſo gut genaͤhrt und ſo ſehr veredelt, und von andern ſo ſehr vernach⸗ laͤſſigt, daß an manchen Plaͤtzen von Argyleſhire ich ganze Heerden(Trifften, droves) gefunden habe, die den dreifachen Preis von andern von demſelben Alter, weiter nordwaͤrts, erreichten*). Hier die rechte Mitte zu tref⸗ *) Dieſe Behauptung mag üͤbertrieben ſcheinen, aber des Her⸗ zogs(Dake) von Argyle Ochſen, und die von Shawſield suf Islay wurden in Dunbarton fuͤr 18 bis 24 Pfund ver⸗ kauft; zu gleicher Zeit galten die von Long⸗Island 7 bis 9 Pfund St. Der Verf. — 447— dn hundert fen, iſt nicht leicht; man muß aber bedenken, daß die Weiden, auf welchen jenes ausgezeichnete Rindvieh gra⸗ cer Ertrag. 4 4 ſet, von der ſchoͤnſten Art und dazu geeignet ſind, ſo 47 Sch. große und feine Schafe, als irgend eine Gegend in Schott⸗ 64* land, im Norden oder Suͤden, zu ziehen; und es koͤnnte 8* folglich ein hoͤherer Ertrag aus ihnen gezogen werden, 45— als der gewoͤhnliche Durchſchnittspreis des Hochlaͤnder u Kurzſchafs*), das unſern Viehſtamm bildet, betraͤgt. 14— Es iſt herrſchender Gebrauch in allen noͤrdlicherern Hoch⸗ — landen und Eilanden, den Stier von den jungen Kuͤhen 1Sa,& zuruͤck zu halten, bis dieſe das vierte Jahr zuruͤck gelegt n Rinvvich haben; ſo kalben ſie das erſtemal, wenn ſie gerade fuͤnf ſchwierige⸗ Jahr alt ſind. Dieß iſt eine Thatſache, die mir von ine genaue vielen der vornehmſten(tacksmen) Revenue⸗Bedienten groͤßte Un⸗ erzaͤhlt worden iſt, mit dem Zuſatz, daß eine Kuh, die n ſaͤmmtli⸗ ein Jahr fruͤher ein Kalb bekaͤme, ihr ganzes uͤbriges e genaueſte Leben hindurch zu unterſcheiden ſey. An einigen Kuͤſten Hochlanden von Argyleſhire und in den oͤſtlichen Theilen der Gram⸗ n und gar pian⸗Berge**) laͤßt man ſie freilich ein Jahr fruͤher advieh von kalben; deßwegen wollen wir annehmen, daß unſere in ut genaͤhtt einem Alter von vier Jahren kalben; da aber keine Moͤg⸗ t vernach⸗ lichkeit vorhanden iſt, die Kaͤlber los zu werden, ſo muͤſ⸗ eſhire ich ſen wir ſie nothwendiger Weiſe uͤber Winter behalten; ,, die den und das fuͤnfte Jahr verſtreicht ebenfalls, ohne daß wir r, weitet einen Pfennig von den Kuͤhen loͤſen koͤnnen, außer dem te zu tref⸗ kleinen Ueberſchuß von Milch, den die Kaͤlber uͤbrig laſ⸗ ſen. Obgleich dieſes mehr eine Annehmlichkeit als ein tn Gewinn iſt, ſo ſollte es doch nicht ganz uͤberſehen werden, vfunn un*) Short sheep; ſ. d. Anmerk. weiter unten. and: bis9 2*) The Grampian-hills; ſ. d. Anmerk. S. 440, — — 448— da es die Haupturſache iſt, warum das Rindvieh unter den aͤrmeren Claſſen von Paͤchtern in den Hochlanden ſich ſo lange behauptet hat. Es iſt unter den vornehmſten Rindvieh⸗Wirthen nichts deſto weniger gewoͤhnlich, eine gewiſſe Anzahl ſchoͤner Kuͤhe zu halten, welche ſie Am⸗ men(hreeders) nennen; dieſe weiden ſie an einem ruhi⸗ gen Platze abgeſondert, und ihre ſaͤmmtliche Milch be⸗ kommt das Jungvieh zur Nahrung. So vergehen vier Jahre ohne irgend einen Gewinn von unſerm Vieh; am Ende des fuͤnften Jahres haben wir funfzehn Stuͤck Jungvieh zu verkaufen, dieſe, zu vier Pfund das Stuͤck, geben ſechzig(60) Pfd. Sterl.; im ſechsten und ſiebenten Sommer haben wir daſſelbe, und naͤchſte Pfingſten verkaufen wir unſere Kuͤhe und ſind ge⸗ rade da, wo wir mit zwanzig Kaͤlbern anfingen. Unſere Kuͤhe, zu 9 Pfund eine jede, geben 135 Pfd. J). So geht *) Tabelle uͤber den ſiebenjaͤhrigen Ertrag von funfzehn Kaͤlbern. Jahre Kuͤhe/ Jungvieh Jährlicher Ertrag. 1.——— 2.——— 3.——— 4.——.— 5.— 15 60 Pfd. 6.— 15 60— 7.— 15 60— 3 4 180 Pfd. Hierzu kommt der Werth der Kuͤhe 135— 345 Pfd. Aus dieſer Rechnung moͤchte es den Anſchein baben, als ob das Rindvieh im Vortheil ſtaͤnde; aber der Land⸗ wirth, der ſo lange zuvor, ehe er einen Gewinn von ſeinen Kühen zieht, Zinſen zahlt, legt mehr als das Doppelte da⸗ fur aus, und weun der Gewinn von den Cheviot⸗Schafen genommen wuͤrde, ſo wuͤrde er ſich um ein Viertel hoͤher belaufen.. Der Verf. —2 ieh unter landen ſcch ornehmſten nlich, eine 6 ſie An⸗ inem ruh⸗ Milch be⸗ a Gewinn des haben ſe, zu vier kerl.; im ſbe, und ſind ge⸗ . Unſere So geht trag von trag. d. 55 ein baben, der Land⸗ von ſeinen ppelte da⸗ k⸗ Schafen ertel hoͤher aus der Tabelle hervor, daß, wenn man drei Stuͤck Rindvieh als einen verhaͤltnißmaͤßigen Beſatz einer gewiſ⸗ ſen Flaͤche Landes fuͤr zwanzig Schafe rechnet, der Ge⸗ winn in einer gewiſſen Reihe von Jahren derſelben ſey.— Aber laßt uns den Boden und die Lage des fraglichen Landes betrachten! In der folgenden Beſchreibung moͤchte ich unter den Hochlanden bloß die gebirgigen Theile derſelben verſtehen; denn obgleich das ganze Land noͤrdlich von den Fluͤſſen Forth und Leven gewoͤhnlich die Hochlande genannt wird, ſo weiß man doch ſehr gut, daß die weiten und fruchtba⸗ ren Ebenen, die ſich laͤngs den Kuͤſten des Deutſchen Mee⸗ res ausdehnen und ſich oft weit zwiſchen die Gebirge hinein erſtrecken, eben ſo fuͤglich Niederlande ge⸗ nannt werden koͤnnten wie die Merse*) oder Lothians**). Unter den Hochlanden verſtehe ich alſo jene ungeheure Reihe von Staunen erregenden Gebirgen, tiefen Thaͤlern, ſpurloſen Forſten und bevoͤlkerten Inſeln, welche von der Naͤhe Dunbartons*) an bis zum Cape⸗Wrath †) den Ocean und die Ebene unterbrechen und durchkreuzen; wo die *) The Merse, der ſüdliche Diſtrict der Grafſchaft Berwick, eine ſehr große, fruchtbare und bevoͤlkerte Ebene. Der Ueberſ. **) The Lothians: nämlich 1) East Lothian oder Hadding- tonshire; 2) Midlothian oder die Grafſchaft Edinburgh; 3) West-Lothian oder Linlithgow. Der Ueberſ. **½) Dumbarton, in der Grafſchaft gleiches Namens, auch Lenok, ein Staͤdtchen an den Ufern des lrith of Clyde und des Fl. Leven. †) Eins der vornehmſten Vorgebirge von der Grafſchaft Pa- therland. — 450— Gaeliſche Sprache*) herrſcht, und das Hochlaͤndiſche Gewand getragen wird; wo der abgehaͤrtete Stamm der alten Caledonier vor der raſtloſen Arbeit des Landbaues Zuflucht geſucht hat, wie ihre Vaͤter vor dem freſſenden Schwert. Und bei dem erſten Anblick des Landes muß ein jeder, ſelbſt wer gegen die neuen Verbeſſerungen oder Neuerun⸗ gen, wie er ſie zu nennen belieben mag, eingenommen iſt, einſehen, daß die Natur es niemals zur Rindviehzucht beſtimmt habe, und niemand wird in Zweifel daruͤber ſeyn, ob Schafe oder Ziegen der thunlichſte Viehſtand ſeyen. Denn, was den erſten Punct anlangt, hinſichtlich des Rindviehes, ſo kommt ein Drittel des ſaͤmmtlichen Landes gar nicht in Betracht, indem er dieſen Thie⸗ ren ganz und gar unzugaͤnglich iſt. Uund ge⸗ rade zwiſchen den Felſen, wohin das Rindvieh ſich nie⸗ mals verſteigen wird, finden die Schafe ihr meiſtes und nahrhafteſtes Futter. Die Hochlaͤndiſchen Berge ſind meiſtentheils von einer pyramidaliſchen Geſtalt, ſehr hoch und gewoͤhn⸗ lich ſo jaͤhe und rauh, daß ſie dem Auge des Wan⸗ derers einen wahrhaft ſchauderhaften Anblick geben. Die Einfaſſungen und Ufer der Thaͤler und Baͤche ſind gemei⸗ niglich mit einem reichen kurzen Gras bedeckt oder durch⸗ webt, das mit zahlloſen aromatiſchen Kraͤutern und Blu⸗ r) The Gaelic langnage, die Sprache der Hochlaͤnder oder Bergſchotten.— Die gemeine Sprache in den Lowlands (niedrigen Laͤndern zwiſchen den Muͤndungen des Tay und Glyde und zwiſchen den Grenzen von England) wird Broad Scots genannt, und iſt verdorbenes Engliſch, mit Franzöͤſi⸗ ſchen und Daͤniſchen Woͤrtern vermiſcht. Der Ueberſ. claͤndiſche dtamm der Landhauts fteſſenden ein ſeder Reuerun⸗ ommen iſ, dviehzucht aͤber ſtyn, and ſeyen. htlich des nmtlichen Thie⸗ Und ge⸗ ſich nie⸗ iſtes und heils von gewoͤhn⸗ es Wan⸗ en. Die d gemei⸗ durch⸗ nnd Blu⸗ der odet Gwlands Tay und 1d Broad Franziſſ⸗ jebert — 41— men vermiſcht iſt. Die ausgedehnten Flaͤchen und ſanf⸗ ten Abhaͤnge rund um die Wurzeln und unteren Theile der Gebirge ſind mit einem ſchlechten mooſigen Waſen(tur) bedeckt, untermiſcht mit ſaftloſer Heide(heather), die noch in derſelben ſchmuzigen Geſtalt da ſteht wie zu der Zeit, wo ſie nach dem Zuruͤckweichen der allgemeinen Ueberſchwemmung zuerſt hervor trat, mit einigen Moos⸗ kraͤutern vermiſcht, mit Namen liny und Deerhair. Auf einigen jener ausgedehnten Strecken, wo ſich mit unter etwas Sand findet, oder Granitſtuͤckchen, die von den Bergwaͤnden abgeſpuͤlt worden, zeigen ſich Haufen von einem kurzen blaͤulichen Gras, mit Namen Mosprie oder Schwertgras(Riergras). Von da auf⸗ waͤrts, von der Stelle an, wo die Berge ſteil zu wer⸗ den beginnen, und wo ſie frei ſind von nackten Felſen, ſind ſie in der Regel mit feiner, dichter, gruͤner und nahr⸗ hafter Heide(heather) bedeckt, oder auch mit einem gruͤ⸗ nen ſchwanken Gras, das etwas ſchwaͤcher iſt im Halm, als das in den Thaͤlern. Dieß zieht wegen ſeiner Suͤßig⸗ keit die Schafe in großen Haufen an ſich und macht ſie erſtaunlich fett. Vom Anfang des Junius bis zum Anfang „Octobers wird man, obgleich ſolche Berge mit ihrer uͤbli⸗ chen Menge Schafe beſetzt ſind, beim Durchwandeln der Thaͤler ſelten eins ſehen, weil ſie in dieſer Zeit ſich alle ein die Hoͤhe begeben haben und gemaͤchlich in den tiefen Schluchten und auf gruͤnen Grasplaͤtzen zwiſchen den Fel⸗ ſen liegen, welche, obgleich nur duͤnn mit Erde bedeckt, doch dadurch, daß ſie haͤufig mit friſchen Regenſchauern vom Atlantiſchen Ocean benetzt werden, und weil die Fel⸗ ſen die Sonnenſtrahlen zuruͤck werfen, eine ſchneſte Vege. — 452— tation waͤhrend der Sommermonate haben; und dieſe ſtei⸗ len Abhaͤnge ſind es, von denen ſie im Herbſt ſo ſtark und fett zuruͤck gebracht werden, daß ſie die Bewunderung derer ſind, die das Land geſehen haben und nun die Schafe ſehen. Dieſer einzige Umſtand, unparteiiſch erwogen, iſt ſchon ein hinreichender Beweis von dem, was ich ſchon laͤngſt als ausgemacht angeſehen habe, naͤmlich daß, ſo lange nicht die Hochlaͤndiſchen Berge(ich will nicht ſagen Thaͤler) vollkommen mit Schafen beſetzt ſind, ſie nimmer⸗ mehr der Abſicht, zu welcher ſie der weiſe Schoͤpfer be⸗ ſtimmt hat, entſprechen, noch den edelmuͤthigen und pa⸗ triotiſchen Eigenthuͤmern den vollen Nutzen verſchaffen werden. G Es giebt aber noch einen ſtaͤrkeren Einwurf gegen einen Beſatz mit Rindvieh, wenn es anders noch einen ſtaͤrkeren geben kann, und dieſer iſt dee Schwierigkeit, es zu uͤberwintern, ſo daß, wenn wir ein Drittel des Bodens als unzugaͤnglich bei Seite legen, das uͤbrige doch oft drei, ja zehn Stuͤck ſoͤmmern kann, ſtatt eines Stuͤcks, was zu uͤberwintern moͤglich iſt. Da es in dem groͤßten Theil dieſes Landes kein Heu von Außenfeldern und keine natuͤrlichen Wieſen giebt, ſo iſt man genoͤthigt, kleine Flecke mit dem Miſt des Rindviehes zu dieſem Be⸗ hufe zu duͤngen; und es iſt wahrhaft erſtaunenswerth, welche ungeheure Strecken Landes einige von ihnen durch die hartnaͤckigſte Anſtrengung und muͤhevollſte Arbeit, und oft auf einem der Vegetation ſo unguͤnſtigen Boden, unter den Pflug bringen; und nach allem dieſem kommt nun noch zu ihrer verzweifelten Arbeit, daß ihre Ernten von ſchwarzem Hafer aͤrmlich, ſpaͤt und unſicher ſind; aber d ditſe ſte⸗ ſo ſtark und dewunderung n die Schafe erwogen, it s ich ſchon ich daß, ſt nicht ſagen ſie nimmer⸗ Schopfer be⸗ gen und pa⸗ berſchaffn vurf gegen noch einen ierigkeit, ein Drittll das uͤbrige ſtatt eines aes in dem ußenfeldern genothigt, dieſem Se⸗ nenswerth, hnen durch erbeit, und den, unter ommt nun enten von ſnd; abn — 4⁵³— alles dieß iſt nothwendig, um den Beduͤrfniſſen ihres Rindviehes und ihrer Familien zu begegnen. Dieß war es hauptſaͤchlich, wie mir viele verſichert haben, was mehreren Individuen uͤber die Nuͤtzlichkeit und Angemeſſenheit der Schafhaltung die Augen oͤffnete. Sie bemerkten, daß ihre wenigen einheimiſchen Schafe, die unbeachtet auf ihren Gebirgen herum wanderten, mit ihren Fuͤßen muͤhevoll den Schnee wegſcharrten, um ge⸗ maͤchlich zu leben, waͤhrend dem ſie genoͤthigt waͤren, ihre letzten Schober Futter an ihr ausgehungertes Rind⸗ vieh zu wenden; und daß die wolligen Felle der erſteren den Graupelſchauern und den heftigen Stuͤrmen jener Ge⸗ genden widerſtaͤnden und ihre Traͤger warm und ruhig hielten, waͤhrend dem das nackte Rindvieh ſchnaubend da ſtaͤnde, die Haͤupter ſchuͤttelnd, und Buckel wie Drome⸗ dare machend. Ein verſtaͤndiger Inſelbewohner, der die Schaf⸗ wirthſchaft eingefuͤhrt hatte, und welcher erklaͤrte, daß er goͤßeren Gewinn dabei gemacht, als er in ſeinem gan⸗ zen Leben vom Landbau gehabt habe, erzaͤhlte mir, daß, wenn er die Haͤlfte des Rindviehes, was er uͤber Som⸗ mer gehabt, haͤtte uͤbewintern koͤnnen, er niemals ſeinen Plan geaͤndert haben wuͤrde; daß er aber, um Winter⸗ futter fuͤr daſſelbe zu gewinnen, genoͤthigt geweſen waͤre, eine ſolche Menge Haͤnde anzuſtellen, indem ſein ſaͤmmtli⸗ ches Land mit dem gekruͤmmten Spaten(crooked spade) haͤtte bearbeitet werden muͤſſen, daß ſie ſeinen ganzen Gewinn aufgezehrt und doch am Ende Hunger gelitten haͤtten. Gerade dieſer Umſtand, die Nothwendigkeit, eine ſolche Menge Geſinde zu halten, iſt eine große Laſt fuͤr II. Theil. 30 — 454— einen Rindviehwirth. Wie bequem und angenehm iſt es nicht, an zwei oder drei Schaͤfer vielleicht ein oder zwei⸗ mal im Monat Befehle auszugeben, im Vergleich mit dem Toben und Fluchen auf Gaeliſch unter einem großen Troß zerlumpter, abgemergelter Kerle, deren Naturen mit Dul⸗ den anfingen und durch die Zeit darin erhaͤrtet ſind. Ich habe ſie vor Tages Anbruch bis in die Nacht arbeiten ſehen, bei zwei kleinen Mahlzeiten des Tages, einem kleinen Laib ſchwarzen Brotes, und etwas brochen (Abhub, Uebergebliebenen) zu Mittag und zu Abend; die⸗ jenigen, die an Kelp*) arbeiteten, verſchlangen die Schalthiere an der Kuͤſte roh und lebendig; iſt es ein Wunder, die Frauen ſolcher Haͤuſer mit Bunden Schluͤſ⸗ ſeln beladen zu ſehen? Nur ein Schaden kann, meines Beduͤnkens, den Schafhalter allein treffen, naͤmlich die Verheerungen der Fuͤchſe. Fuͤr ſo unbedeutend manche dieſe halten moͤgen, ſo ernſthafter Art ſind ſie doch an vielen Orten; und obgleich ſie in Argyleſhire und an manchen Stellen von Inverneſhire durch unermuͤdliche Nachſtellungen ſehr vermindert worden ſind, ſo ſind doch in Roßſſhire, Sutherland und auf der Inſel Sky ihre Verheerungen fuͤrchterlich. Die kleinen Paͤchter rund um den Loch⸗ Brooms**) und an den Kuͤſten von Sutherland ergreifen ein ſehr wirkſames Mittel, um ſie zu verhuͦten; es faͤllt *) Kelp wird aus den Seepflanzen(Fucus, Ulva und Con- ferva) gebrannt; ein Haupterwerb der armen Schotten. Das Schmelzen des Kelp geſchieht gemeiniglich im Juni und Juli. Nachher glaubt man die Pflanze ſchonen zu muͤſſen. Der Ueberſ. **) An der weſtlichen Kuͤſte von Roß⸗ſhire. Der Ueberſ. genehm iſt es in oder zwi⸗ leich mit den großen Terß ten mit Dul⸗ khaͤrtet ſind. acht arbeiten gges, einen s brochen Abend; di chlangen de iſt es en den Schliſ⸗ unkens, den eerungen dieſe halten helen Drten; chen Stellen ꝛchſtellungen n Roßſhite, erheerungen den Loch⸗ d ergreifen ; es fäll a und Con⸗ n Schötten. ich im Jui ſchonen zu erſ. er Uebeti — 455— ihnen niemals ein, in den rauhen Klippen auf die Fuchs⸗ Jagd zu gehen, ſondern ſie ſperren das ganze Jahr hin⸗ durch ihre Heerden jede Nacht in Haͤuſer; durch dieſes Verfahren bringen ſie nicht nur die Fuͤchſe, ſondern auch die Laͤmmer um ihr Fruͤhſtuͤck. In den Staͤllen, worein ſie die Schafe bringen, haben ſie haͤufig zwei Abtheilun⸗ gen, in deren einer ſie die Laͤmmer des Nachts abgeſon⸗ dert halten und dann des Morgens, ehe ſie dieſe frei laſſen, die Schafmuͤtter melken. Ich ſuchte ſie zu uͤber⸗ zeugen, daß die Moͤglichkeit da waͤre, nicht nur die Fuͤchſe, ſondern auch die Adler durch Gift zu vertilgen. Es iſt eine Thatſache, daß ſie ein Stuͤck ſtinkendes Fleiſch allen andern vorziehen; folglich daͤchte ich, venn man ein ſol⸗ ches Stuͤck mit Arſeuik oder Brechnuß(uux-vomica) beſtriche, ſie kaum verfehlen wuͤrden, etwas davon zu eſſen, wenn man es an Wegen, oder an Orten, wo ſie ihre Baue haben, verſteckte. Long⸗Island iſt von die⸗ ſen verwuͤſtenden Thieren ſchoͤn befreit, es hat ſich noch nie eins an dieſen Kuͤſten gezeigt. Ich habe mit angehoͤrt, wie einige Schiffer(Schiffsmeiſter) von der Inſel Lewis drohten, junge Fuͤchſe dahin zu ſetzen, um die Ausdeh⸗ nung der Schafwirthſchaften zu verhindern, indem dieſe daſelbſt dieſes Jahr in einem ſo großen Maßſtab begon⸗ nen haben, daß einige Familien ausgeſtoßen worden ſind. Das obige Uebel iſt uͤbrigens eins von denen, die ſich durch Beharrlichkeit ſehr verringern laſſen. Dieſem zum Gegengewicht und zur Aufmunterung der Schafwirthe ſind die Hochlaͤndiſchen Gegenden keinesweges durch Stuͤrme von Schnee,der lange oder tief auf dem Vo⸗ den laͤge, heimgeſucht, wie es bei denen im Suͤden von 30* — 436— Schottland und an den Grenzen von Eungland der Fall iſt. Die Gegend von Badenoch*), und faſt alle jene Theile der Grampian⸗Berge, did oͤſtlich von dem Garry liegen, ſind uͤbrigens Ausnahmen von dieſer allgemeinen Regel; in dieſen Gegenden ſind die Schneeſtuͤrme anhaltend und empfindlich. Aber in den ſaͤmmtlichen uͤbrigen Hochlan⸗ den, von dem Mull von Cantire an bis zum Pentland Firth giebt es nur ſehr wenige Hoͤfe, wo man deßwegen die Schafe entweder entferut hat, oder in Gefahr waͤre, ſie entfernen zu muͤſſen. Der Grund iſt einleuchtend. Jede Gegend an der ganzen Weſtkuͤſte, die nicht wirklich ein Eiland iſt, iſt eine Halbinſel in einem groͤßeren oder geringeren Grade, und jedermann kennt die feuchte Beſchaf⸗ fenheit des Deucaledoniſchen Meeres**) und weiß, daß alle jene Thaͤler, deren Muͤndungen dagegen gerichtet ſind, ſelbſt in einer weiten Entfernung, jeglichen Tag an ihren niedrigeren Stellen von einem großen Theil des Schnees, der uͤber Nacht faͤllt, befreiet werden. Und jenſeits des beabſichtigten Zugs des Caledoniſchen Ka⸗ nals**), wo das Land ſchmal und auf beiden Sei⸗ ten durch See⸗Arme, die weit in das Land hinein reichen, durchſchnitten iſt, erhebt ſich der Scheitel oder vielmehr *) Badenoch, ein Diſtrict der Grafſchaft Inverneſs. ***) Deucaledonien Sea nannten die alten Gevgraphen das die weſtlichen Kuͤſten und Inſeln von Schottland umgebende Meer. Der Ueberſ. *2*) The Caledonian Canal. Er durchſchneidet die Grafſchaft Invernefs, von der Muͤndung des Murray(an der oͤſtli⸗ chen Kuͤſte) bis Linnhe Loch(an der weſtlichen Kuſte). Unter Weges verbindet er ſich mit verſchiedenen laͤnglichen Seeen. Der Bau ſetzt viele Hochlaͤnder in Arbeit und haͤlt ſie vom Auswandern ab. Der Ueberſ. dder Fall i. e jene Theit Garry ligm einen Regel ahaltend und gen Hochlan⸗ um Pentland an deßwegen Hefahr waͤn, einleuchtend. nicht wirklich oͤßeren oder hte Beſchaf⸗ weiß, daß n gerichtet hen Tag an Theil des rden. Und oliſchen Ka beiden Se⸗ nein reichen er bielmehr ſs. graphen das d umgebende . te Grafſchſt an der üſli ichen Küſte) in langlichen eit und hilt eberſ. — 457— das Ruͤckgrath deſſelben nirgends einiger Maßen uͤber die Meeresflaͤche.— Eine andere unſchaͤtzbare Eigenſchaft, hinſichtlich der Schafviehwirthſchaft, und die den Hochlanden eigen⸗ thuͤmlich iſt, iſt der Tang*), der an den Kuͤſten waͤchſt. Manche moͤgen ſich einbilden, daß der Guͤter, die dieſe Wohlthat genießen, nur wenige ſeyen; da aber⸗ wie ich vorhin geſagt habe, jegliche Gegend, einige Bin⸗ nen⸗Bezirke ausgenommen, entweder eine Inſel, oder Halbinſel iſt, ſo haben die Kuͤſten der Hochlande eine unglaubliche Ausdehnung; denn außer den hauptſaͤchlich⸗ ſten falzigen Seeen(locks), ſind die kleineren Landoͤffnun⸗ gen wahrhaft unzaͤhlig, und eine Gegend von zwanzig Geviertmeilen hat haͤufig uͤber hundert Meilen Sekluͤſte⸗ Und obgleich die Kuͤſten der Vorgebirge im Allgemeinen frei und felſig ſind, ſo laufen die Buchten, groß und klein, doch allezeit in ſanft geneigte oder flache, mit Tang bedeckte Kuͤſten aus und oft in ausgedehnte und ſchaͤtzbare See⸗Marſchen oder Carses**), wie ſie an manchen Orten heißen. Da dieſe allezeit gruͤn und ſtark mit Salz getraͤnkt ſind, ſo ſind ſie ungewoͤhnlich heilſam und naͤhrend; und da ſie mehr eine purgirende(auskeerende) Beſchaffenheit haben, ſo ſind ſie unfehlbare Mittel gegen die Faͤule ſo⸗ wohl, als gegen die Darmgicht. Ich betrachte den Be⸗ ſitz eines Theils dieſer Kuͤſten fuͤr den Landwirth als den ſtaͤrkſten Ruͤckenhalt, den er moͤglicherweiſe haben kann; ²⁴) Tea ware, Fucus palmatus, Tang. Der Ueberſ. 2*) Z. B. The Carse of Stirling, the Carse of Stowrie, jene in Stirlingshire(ehemals ein Theil von Lennox), dieſe in Perthshire u;, g. m. D er u ebe T ſ. 458— denn in den haͤrteſten Wintern, wenn die binnenlaͤndi⸗ ſchen Landwirthe mit ihren Heerden von Hauſe geflohen und in Gefahr ſind, eine Menge zu verlieren, finden ſich die Schafe an dieſen Kuͤſten haͤufig in dem beſten Zuſtand. Wenn die Heide an die Kuͤſte grenzt, was ſelten fehlt, ſo breiten ſich die Schafe uͤber dieſelbe aus, wenn die Vege⸗ tation am ſtaͤrlſten iſt, und draͤngen ſich, ſobald ſie ab⸗ nimmt, hernieder zur Kuͤſte, um auf den Tang zu wei⸗ den. Da nun ſo das eine ſtopfend, das andere oͤffnend iſt, ſo gedeihen die Schafe, indem ſie auf beiden abwech⸗ ſelnd weiden, außerordentlich. Und da der Tang alle drei Jahre nur abgehauen wird, um zu Kelp verarbeitet zu werden, und da er im Sommer am ſtaͤrkſten waͤchſt, wo die Schafe nicht darauf weiden, ſo bringen dieſe dem Fabrikanten ſehr wenig Nachtheil, ſo wenig als der Fa⸗ brikant den Schafen. Die See⸗Marſch, die ein immer dauerndes Gruͤn traͤgt, iſt dafuͤr bekannt, daß ſie bei dem darauf graſenden Schaf⸗ und Rindvieh eine reichliche Menge Milch erzeugt. In den oben erwaͤhnten Gegenden, naͤmlich in einem Theil von Athol*), ganz Badenoch und allen hoͤher liegenden Theilen von Moray, Banff, Aberdeen und Angusſhires ver⸗ dient der lange liegen bleibende, tiefe und gefrorene Schnee im Winter eine ernſtliche Beruͤckſichtigung. Dieſe Bezirke lie⸗ gen entfernt und abgeſchnitten von den milden Einfluͤſſen und den ſanften Luͤften des Atlantiſchen Meeres, ſind den kalten Winden ausgeſetzt und ſind um die Quellen langer und » Athol, der noͤrdlichſte Diſtriet von Perthſhire, ſehr rauh und gebirgig, nebſt Urberbleibſeln des alten Caledoniſchen Waldes. Der Ueberſ. binnenlandi auſe gelahen t finden ſch ſien Zuſtnd tten fehlt, ſ un die Vege⸗ obald ſie ab⸗ fang zu wi⸗ ndere oͤfnem eiden abwech kang alle dri erarbeitet ſu waͤchſt, wo dieſe dem als der Fa⸗ e ein immer ſie bei dem ne reichliche lich in einem her liegenden sſhires ver⸗ ene Schnee Bezirke li⸗ nfluſſen und den kalten langer und „ſch tuh Calederiſchen eherſ — 450— reißender Stroͤme gelegen, ſo daß ihre niedrigſten Thaͤler ſehr hoch uͤber der Meeresflaͤche erhaben ſind. Der Spey durchlaͤuft, nachdem er Badenoch verlaſſen hat, in gera⸗ der Richtung eine Strecke von funfzig Meilen und dann mehr als neunzig in mancherlei Kruͤmmungen und ſtuͤrzt einen großen Theil des Weges hinduͤrch reißend, brauſend und kaͤmpfend durch Felſen und oft von bedeutenden Hoͤ⸗ hen herab; in welch einer erſtaunlichen Hoͤhe muͤſſen folg⸗ lich die Ebenen und Wieſen von Badenoch liegen! Ob⸗ gleich der Lauf des Dee etwas ſanfter iſt, ſo muͤſſen doch die ausgedehnten Thaͤler und Forſte um ihn her bei einer gelegentlichen Unterſuchung dieſelben Schwierigkeiten dar⸗ bieten. Die Hoͤhe von Banffſhire oder Strathaven, ob⸗ gleich nicht ſo weit Land einwaͤrts liegend wie irgend eine der andern, liegt, nach meiner Meinung, ſo kalt und ſo hoch wie irgend eine. Die Gewaͤſſer des Lochavon, mit⸗ ten in einem weiten Thal gleiches Namens gelegen, befin⸗ den ſich nicht weniger als 1700 Fuß uͤber dem Meeres⸗ ſpiegel; doch iſt dieſes Thal noch von ſehr hohen Bergen umgeben,(von denen der beruͤhmte Cairn-gorum*) einer iſt), dadurch ganz ausnehmend geſchuͤtzt, und, wie faſt jedes andere Thal in dieſen Gegenden, mit wildem Gehoͤlze durchſaͤet. In dieſen, ſo wie in mehreren andern Thaͤlern, ver⸗ ſucht kein Menſch, noch irgend ein lebendes Weſen zu uaͤberwintern, und der einzige Gewinn, den man von dem *) Cairn-gorum, oder Cairngorm, oder The Blue Mounfain, einer der hoͤchſten von den Grampian⸗Bergen, erhebt ſich bis 4050 Fuß uͤber der Meeresfläche. Rund um, bis zum Fuß, iſt er mit Fichtenwaldungen und auf dem Gipfel mit Schnee bedeckt.. Der Ueberſ. — 460— Boden zieht, der viele tauſende vorzuͤglicher Hammel (wedders) liefern koͤnnte, iſt der, daß man einige hun⸗ dert Rinder auf den gruͤnen Stellen in den Thaͤlern ſoͤm⸗ mert. In der That hat Se. Gnaden der Herzog von Gordon aus uͤbektriebener Milde nicht nur ſeine Unter⸗ thanen zu Grunde gerichtet, ſondern auch großentheils den Ertrag von vielen ſeiner ausgedehnten Beſitzungen verloren; doch laſſen wir die Einzelheiten! Ich will gerade nicht behaupten, daß dieſe Gegen⸗ den die beſten Schafweiden auf der Welt ſeyen, meine Abſicht gehet nur dahin, zu zeigen, daß Schafe das an⸗ gemeſſenſte Vieh in der Welt fuͤr dieſe Gegenden ſeyen, und daß ſelbſt diejenigen, von denen wir gegenwaͤrtig handeln, ob gleich mehr als die uͤbrigen Hochlande Ge⸗ fahren ausgeſetzt, Gelegenheiten zu manchen Verbeſſerun⸗ gen darbieten, welche die uͤbrigen nicht haben, deren aber freilich auch nicht ſehr benoͤthigt ſind. An den genannten Stroͤmen ſchmuͤcken laͤngs ihres Laufs wilde ausgedehnte Waldungen, ſowohl natuͤrliche, als angepflanzte, bei⸗ nahe eines jeden Gebirges Stirn; an mitten inne ge⸗ legenen Plaͤtzen, obgleich nicht geraͤumig genug, um eine beſtaͤndige Schafhaltung zu geſtatten, ſind einige der ſchoͤnſten Ueberwinterungs⸗Orte auf der Inſel, indem ſie meiſtens eine Miſchung von kleinem Genſt(small broom), feiner Heide und bluͤhenden Straͤuchen enthal⸗ ten. Dieſe ſind die Beſitzer ſehr geneigt, gegen eine billige Rente, auf einige Winter⸗Monate abzulaſſen; und in der That ſollte kein Schafhalter, der in dieſen Gegenden Land von einiger Ausdehnung beſitzt, einen vollen Beſatz auf Zeldern wagen, ohne einer ſolchen zinterung gewiß zu cjer Hann einige hun⸗ Dhaͤlern ſöm⸗ Herzog don ſeine Unter⸗ großentheils Beſttzungen dieſe Gegen⸗ hen, meine afe das an⸗ nden ſeyen, gegenwaͤrtig hlande Ge⸗ zerbeſſerun⸗ deren aber genannten zusgedehnte anzte, bei⸗ n inne ge⸗ genug, um einige der el, indem ſt(small en enthal⸗ eine bilige und in der enden kand Heſatz uuf gewis zu — 461— ſeyn. Auf der Hoͤhe von Angus und in einigen Theilen von Perthſhire haben umſichtige und erfahrne Schafhalter dieſe Methode bereits viel ergriffen, und ſollte ſich der Winter auch friſch und offen zeigen, ſo erleichtert dieß ihre Trifften in den todten Monaten Februar und Maͤrz. Der Boden und die Oberflaͤche des Landes in dieſen Bezirken ſind von einer ſolchen Beſchaffenheit, daß der Winter ſchon ſehr hart ſeyn muß, wenn das Schaf vor Lichtmeſſe viel abfallen ſoll, indem die Heide von ſolcher Guͤte, und von heilſamen Kraͤutern ganz angefuͤllt iſt. Da uͤber⸗ dieß die vorſtehenden Raͤnder der Gebirge gewoͤhnlich Halbkreiſe bilden, ſo ſind allezeit einige Theile derſelben durch die Winde, ſie moͤgen blaſen, aus welcher Gegend ſie wollen, rein von Schnee gefegt. Aber im Fruͤhjahr iſt es wegen der Trockenheit des Bodens, der Kaͤlte des Clima und der hohen Lage des Feldes nicht moͤglich, nur zur Noth die Menge Schafe durchzubringen, die da das ganze uͤbrige Jahr hindurch gehalten werden koͤnnen; da⸗ her ſcheint ein Winterplatz unumgaͤnglich noͤthig fuͤr jeden Landwirth, der ſein Land vollkommen beſetzen will. In dem Bezirk von Badenoch ſcheint man ſich frei⸗ lich auf eine Zuflucht der Art ſehr wenig verlaſſen zu koͤn⸗ nen. Die Gegend von Lochaber im Weſten, und die Ge⸗ gend von Strath⸗Errick, und das große Caledoniſche Thal(Caledonian Glen) gegen Norden ſind bereits mit Schafen beſetzt; folglich haben ſie alle ihre niedrigen Gruͤnde ſelbſt noͤthig, und es findet ſich kein annehmliches Fleckgegen Oſten in der Naͤhe. Die Oberflaͤche der Gegend von Badenoch iſt uͤbrigens ihr faſt eigenthuͤm⸗ — 462— lich. An den Ufern(liuks) des Spey wird vorzuͤglich gutes natuͤrliches Heu geerntet, und die Heu⸗Ernten koͤnnten durch Ueberrieſelungen noch außerordentlich geſtei⸗ gert werden, ſo daß durch ſie alle in der Tiefe des Win⸗ ters vorkommende Beduͤrfniſſe beinahe zu befriedigen waͤ⸗ ren; und da die Bruͤcher von großem Umfang ſind, und viele von ihnen tief liegen, ſo wuͤrden ſie ſich zur Fruͤh⸗ lingsweide ſehr gut eignen. Der Badenoch⸗Landwirth ſcheint ſich alſo bloß dadurch helfen zu koͤnnen, daß er ſeinen Beſatz gering macht(to stock light) und ſich bloß auf das Erzeugniß ſeines Pachthofes verlaͤßt. Die Haltung von Kurz⸗Schafen*) hat bereits bedeutende Fortſchritte in Badenoch gemacht, wo ſie in den hoͤheren Gegenden vor mehreren Jahren von Mr. Mitſchel einge⸗ fuͤhrt worden ſind. Es befand ſich ehemals ein guter Stamm von der⸗ ſelben Zucht auf Dalnaſpidal, gerade auf der Hoͤhe von Athol, in einer der kaͤlteſten und traurigſten Lagen in Schottland; ein Theil des Hofes wird von jenem hohen Gebirgsruͤcken, Namens Drumochder, gebildet, und doch brauchten ſich die Schafe ſehr ſelten aus dieſer hohen Lage der Winterſtuͤrme wegen zu entfernen. Der Schafſtand *) Der Ausdruck Short-sheep(Kntzſchafe) wird gemeiniglich gebraucht, um die Schottiſche Zucht mit ſchwarzen Geſichtern damit zu bezeichnen, im Gegenſatz gegen die feinwollige Eng⸗ liſche Zucht, welche Langſchafe(long-sheep) heißen; dieſe unterſcheiden ſich durch ihre mancherlei Geſtalten. Die er⸗ ſteren ſind an manchen Orten gleichfalls unter dem Namen Forſt⸗Zucht(Forest breed) und Linton- Zucht †¼) bekannt. Der Verf. ¼) Linton, ein Kirchſpiel in der Grafſchaft Peebles oder Tweed- dale, Der Ueberſ. ird voräͤglch Heu⸗Erntn dentlich geſt⸗ iefe des Vin ffriedigen wi⸗ ung ſind, und ich zur Frih ich⸗Landwith men, daß a hl) und ſch verlaͤßt. De s bedeutende den höͤheren itſchel einge⸗ mm von der⸗ der hohe bon ſten kagen in jenem hoha ldet, und doch er hohen kagr e Schafſtand td gemeiniglih tzen Geſichten nwollige Enp heißen; dieſ ten. Die ir r dem Naum dt †) bekaut ef. 3 dder Tweed⸗ . — 463— auf dem Gute iſt jetzt ſehr ausgeartet, weil er nicht zur rechten Zeit, gehoͤrig recrutirt worden iſt. Ich erinnere ein fuͤr allemal, daß die Zucht mit ſchwarzen Geſichtern die Schafart ſey, womit jede der zuletzt erwaͤhnten Gegenden am ſicherſten zu beſetzen iſt; ſie ſind am meiſten abgehaͤrtet und ausdauernd fuͤr ſolch ein Clima, die Theoretiker moͤgen ſagen, was ſie wollen. Der Herzog von Athol hat eine Miſchung von feinwolliger Zucht auf Glentilt verſucht, die gut genug gediehen iſt; er brachte ſie aber allezeit, waͤhrend des Fruͤhlings, in die wohl geſchuͤtzten Parks um Blair. Die Bezirke von Ranoch und Bredalbine, obgleich ge⸗ gen Oſten zu offen, werden, weil ſie doch weſtlich liegen und durch hoͤhere Berge gegen die kalten Winde ſtark geſchuͤtzt ſind, ſehr ſelten von laͤſtigen Stuͤrmen heimgeſucht. Einige ausgedehnte flache Bruͤcher(Moore) in Sutherland, und die Inſel Lewis ausgenommen, ſind ſich die uͤbrigen Hoch⸗ lande in dem Boden, der Oberflaͤche, dem Clima, in den Vortheilen und Nachtheilen einander ſo aͤhnlich, daß die allgemeine Schilderung auf das Ganze auwendbar iſt. Unter den noͤrdlichen Weide⸗Gegenden ſcheinen Sky und Kintail auf den Vorzug Anſpruch zu haben. Ich weiß, daß einige der groͤßten und tuͤchtigſten Forſcher uͤber dieſen Gegenſtand, naͤmlich uͤber das Be⸗ ſetzen der Hochlande mit Schafen, ihre Entfernung von den Engliſchen Maͤrkten allezeit als ein großes und unuͤberſteigliches Hinderniß betrachtet haben. Daß ſie ſehr weit von den Engliſchen Maͤrkten liegen, wird kein vernuͤnftiger Menſch ableugnen wollen; daß ſie aber fuͤr Schafe entfernter liegen als fuͤr Rindvieh, wird man — 464— eben ſo weuig zu behaupten wagen. Es bleibt uns alſo zu unterſuchen uͤbrig, ob Rindvieh, tauſend Pfund am Werth, oder Schafvieh, tauſend Pfund am Werth, am leichteſten und wohlfeilſten nach dem Suͤden geſchafft werde; dieß iſt aber durch das uͤbereinſtimmende Zeugniß von Treibern aus dem Suͤden und Norden jetzt ſo gut er⸗ gruͤndet, daß eine ins kleinlich gehende Vergleichung ſo nutzlos, als langweilig erſcheinen muß. MNr. M Intire, Paͤchter in Letterewe an den Ufern des Loch-Mari, verſicherte mich dieſes Jahr, daß die Beſchwerlichkeit und der Aufwand, um Schafe auf die fuͤdlichen Maͤrkte zu bringen, wahrhaft unbedeutend ſeyen, im Vergleich mit dem Transport des Rindviehes; denn obgleich das Rindvieh im Stande ſey, ſtaͤrkere Maͤrſche zu machen, ſo erforderte es doch eine weit groͤßere Menge Menſchen zum Treiben, und daß es ihm nicht nur drei⸗ mal mehr Koſten fuͤr Futter verurſachte als die Schafe, ſondern auch im Verhaͤltniß unter Weges weit mehr Ge⸗ fahren und Verluſt unterworfen waͤre; ſo wie es auch fuͤr die Felder, durch welche es ginge, weit nachtheili⸗ ger ſey. Er verſicherte mich ſelbſt, es waͤre an den mei⸗ ſten Straßen ſehr gewoͤhnlich, daß ſchlechtes muͤßiges Geſindel ſich in Haufen zuſammen rottete und ſein Rind⸗ vieh neckte und mißhandelte und mit ſeinen Leuten Haͤndel anfinge, und dieß betrachteten ſie als eine ihrer Hauptver⸗ gnuͤgungen; und wenn ſie einen armen abgematteten Hochlaͤnder uͤberwaͤltigen, oder zu Boden werfen koͤnnten, ſo ruͤhmten ſie ſich deſſen alle ihr Leben lang. Ich weiß aus Erfahrung, daß dieſer Theil von Mr. M' Intire’s Erzaͤhlung ſtreng der Wahrheit gemaͤß iſt; und die beſſere * Biſch Ster der? V kenne Liſt fä (aane tige den nicht hart laſſer aiſ gu, Gelt haſ ſoll Fri erhe kang tibt uns ale nd Pfund an n Werth, an den geſchaft hende Zeugniß etzt ſo gut er⸗ cgleichung ſo an den Ufern ahr, daß di chefe auf di eutend ſeyen, ehes; dem ere Maͤrſche ößere Menge ht nur drei⸗ die Schafe, eit mehr Ge⸗ wie es auch it nachtheil⸗ an den mei⸗ tes mͤßigts ſein Rind⸗ uten Haͤndel er Hauptbel⸗ bgematteten fen koͤunten Ich weiß M Irtires d die beſſet — 465— Beſchuͤtzung dieſer Maͤnner, die ſo viele tauſend Pfund Sterl. in unſer Land bringen, ſcheint der Dazwiſchenkunft der Brittiſchen Geſetzgebung wohl wuͤrdig zu ſeyn. Ich kenne Beiſpiele, daß Treiber wegen der unbedentendſten Beſchaͤdigung am Wege angefallen, ihr Vieh mit Gewalt feſt gehalten und in ein nacktes muir oder Sandbett (sande bed) eingeſperrt worden, bis ſie eine unvernuͤnf⸗ tige Forderung befriedigten, als eine Entſchaͤdigung fuͤr den erlittenen großen Verluſt. Die armen Leute, nicht wiſſend, wo ſie Gerechtigkeit ſuchen ſollen, und es hart findend, ihre Heerde(Trifft⸗Vieh) in dieſer Lage zu laſſen, bis von den langweiligen Geſetz⸗Umdrehern Recht geſprochen worden, ſind allezeit gezwungen, ſich zu fuͤ⸗ gen, wodurch andere Tiger aufgemuntert werden, jede Gelegenheit zu einem ſolchen Fang abzulauern. Wahr⸗ haftig, die Vorrechte der Treiber auf der Landſtraße ſollten aufgeſucht und bekannt gemacht werden; und die Friedensgerichte ſollten angewieſen werden, ſie aufrecht zu erhalten, in welcher ihrer Pflicht viele von ihnen, ich kann es verſichern, ſehr ſaͤumig ſind. Da wir einmal bei dieſem Gegenſtand ſind, ſo kann ich dem Drang nicht widerſtehen, dem Verein bemerkich zu machen, daß eine Anzahl Gemeinheiten oder Hoͤfe, bloß zur Bequemlichkeit der Treiber und Landwirthe mit ihrem Rind⸗ und Schafvieh hier und da an den großen Trifftwegen, die nach dem Suͤden fuͤhren, eingerichtet, unfehlbar von dem groͤßten Nutzen ſeyn wuͤrden, zur Erleichterung der Noth und Gefahr jener nuͤtzlichen Men⸗ ſchenclaſſe auf der Reiſe und zur Foͤrderung und Aufmun⸗ terung jenes aͤußerſt nothwendigen Handels. Ich weiß, — ſchaft von Maͤnnern, foͤrdern; aber nicht durch zu pachten. — 466— daß die Capitale dieſer achtbaren und patriotiſchen Geſell⸗ an welche ich dieſes Schreiben richte, bereits betraͤchtlich und im ſteten Wachſen ſind; ich weiß auch, daß es ihr Wunſch iſt, dieſe Capitale dazu anzuwenden, um ihrer eignen und anderer Wohlſtand und aͤußere Lage auf eine rechtliche Weiſe zu heben und zu Theorie, ſondern durch Praxis kann dieſer Wunſch erfuͤllt werden; und zu dieſer Abſicht moͤchte ich folgenden Plan Euch zu reiflicherer Erwaͤgung vorlegen, Ihr moͤchtet einen Mann, der dieſe Dinge einiger Maßen zu beurtheilen verſteht, gewiſſe Flecke zum Behuf von Ruheplaͤtzen zu kaufen, oder Geringes Land und von einiger Ausdehnung wuͤrde den Vorzug verdienen, weil weiche Brdhe 8 Schafe und Rindvieh auf einer langen Reiſe gefaͤh ſind. Der Dung, der jaͤhrlich zur Zeit der großen Wie⸗. maͤrkte ſich hier anſammelte, wuͤrde das ſchlechte Fleck bald zu einer hohen Fruchtbarkeit bringen, ſo daß, wenn er erkauft waͤre, die Geſellſchaft ihren Vortheil dabei finden moͤchte, waͤhrend ſie zu gleicher Zeit einer nuͤtz⸗ lichen Menſchenclaſſe den ausgezeichnetſten Nutzen ſchaffte⸗ Waͤren ſolche Flecke nun erkauft, oder gepachtet, ſo koͤnnten ſie entweder an Paͤchter ausgegeben werden, mit der ausdruͤcklichen Bedingung, daß keiner Heerde, gegen Erlegung einer gewiſſen, fuͤrs Mandel vorgeſchrie⸗ benen Summe, der Zutritt verweigert wuͤrde; dieſen Heerden muͤßte es verboten ſeyn, laͤnger als vier und zwanzig Stunden zu verweilen, oder es koͤnnte auch die Verwaltung des Guts einem benachbarten Paͤchter, Hand⸗ werter, oder Haugler uͤbertragen werden, der, als Er⸗ beauftragen, tiſchen Geſel es Schreiben Jachſen ſid, Lapitale dazu 2r Wohlſtand heben und u durch Praxis dieſer Abfict er Erwäͤgung dieſe Ding beauftragen, kaufen, oder Ausdehnung Gräͤſer fuͤr ſe gefährlich gvroßen Vieh⸗ hlechte Fleck daß, wemn ortheil dabei einer nütz⸗ tzen ſchafſte⸗ gepachtet, ſo en werden, er Heerde, vorgeſchrie⸗ de; dieſen s vier und te auch die hter, Hand⸗ te, als Et⸗ — 467— ſatz fuͤr den Zins, eine gewiſſe Abgabe von allen den Heerden, die daſelbſt verweilen wollten, zu erheben haͤtte. Ein ſolcher Mann wuͤrde ſeinen Vortheil dabei finden, wenn er an die Wand ſeines Hauſes folgende emphatiſche Inſchrift ſetzte, die ich in den Hochlanden geſehen habe: „Hier wird Mehl und Whisky*) verkauft.“ Wer ſich niemals mit Transport von Schaf⸗ und Rindvieh aus einem Theil des Reichs in den andern be⸗ ſchaͤftigt hat, kann die Annehmlichkeit und Bequemlichkeit, die aus einer ſolchen Einrichtung entſpringt, nicht begrei⸗ fen. Beim Herannahen eines jeden Abends iſt der Trei⸗ ber in banger Beſorgniß, zu wiſſen, wie ſeine muͤden und ermatteten Leute und Rinder die Nacht zubringen moͤch⸗ ten, da die Rinder nach einem langen Marſch und langen Stehen auf dem Markte dennoch viele Naͤchte hinter ein⸗ ander auf der Straße mit Hunden und Stoͤcken in Schran⸗ ken gehalten werden muͤſſen. Waͤre der Transport von Schafen und Rindvieh nicht mit ſo vielen Beſchwerlichkei⸗ ten verbunden, ſo wuͤrde mancher Viehmaͤſter noͤrdlich nach ihnen gehen, der ſie nun lieber theurer zu Hauſe be⸗ zahlt, als ſich Unannehmlichkeiten ausſetzt; und mancher Hochlaͤnder Landwirth, der ſein Vieh auf einen todten oder uͤberfuͤllten Markt an den Grenzen der Hochlande treibt, wuͤrde es lieber nach England bringen, als es zu niedrigen Preiſen, die im Allgemeinen auf ſolchen Maͤrk⸗ ten Statt finden, verkaufen. Es wuͤrde ebenfalls eine *) Whisky iſt ein urſpruͤnglich Galliſches Wort, Uiske, d. i. Aqua, und bedeutet einen aus gemalzter Gerſte deſtillirten Kornbranntwein, ein in Schottland und Irland ſehr belieb⸗ tes Getraͤnk. Der Ueberſ. — 468— große Erleichterung fuͤr die Paͤchter an der Straße ſeyen. Die Heerden, die jetzt aus den Hochlanden kommen, ſind ſo zahlreich, daß ſie wahrhaftig ſehr beſchwerlich fallen und einigermaßen die Haͤrte der Landwirthe rechtfertigen. Ich bin etwas zu weit uͤber dieſen Gegenſtand abge⸗ ſchweift; doch nun zuruͤck! Mr. M⸗Intire(denn niemand, glauhe ich, hat ſich mehr damit befaßt als dieſer Mann, ſowohl Rindvieh, als Schafe aus dem Norden zu brin⸗ gen) erzaͤhlte mir, daß er große Heerden von Schafen und Hammeln jedes Jahr auf den Falkirk⸗Viehmarkt*) triebe, an welchem Orte man ſelten ein lahmes Schaf darunter ſehen wuͤrde. Er ſagte, er hielte nie eine ge⸗ naue Rechnung, wie viel ſte koſteten, ſo viel er ſich aber beſinnen koͤnnte, koſteten ſie ihm nicht uͤber einen Penny (Stuͤber) das Stuͤck. Des Earl von Carlite's Leute er⸗ zaͤhlten, daß ſie Seiner Herrlichkeit Schafe von der Inſel Mull**) fuͤr die unbedeutende Summe von anderthalb Pence vom Stuͤck geholt haͤtten. Es iſt freilich wahr⸗ ſcheinlich, daß dieſe Leute ihre eignen Schaͤfer dazu gebraucht haben; und da in den Hochlanden weiter keine Ausgaben vorfallen, außer die zum Unterhalt der Leute noͤthig ſind, ſo iſt ihr Aufwand ſonſt kaum des *) Falkirk, ein Städtchen nahe am Fluſſe Carron. In der Naͤhe werden jaͤhrlich drei beruͤhmte Viehmaͤtkte(I'rysts) gehalten, und an Rindvieh(Highland catrle) jaͤhrlich an 60,000 Stück verkauft. Das meiſte davon geht nach England, wo es fuͤr die Schlaͤchter fett gewacht wird. Außerdem kommen eine Menge Schafe und Pferde hier zu Markt. Der Ueberſ. **) Zu Argyleſhire gehoͤrig. Die Viehzucht auf dieſer In⸗ ſel iſt ſehr bedeutend. ⸗ Der Ueberſ. Renn Sti (mui de ſi 1 pon ſind ſ ſie an der and vom räunt fan be mern ren in auf verſic Die Schan neigt Schaf ſie gle gen, ſeit fu frage! mehrte die pr tinem ch wa II. 2 Sttaße ſeyn. kommen, fid hwerlich fallen rechtfertig. genſtand ahge denn niemond, dieſer Mam, erden zu bein⸗ von Schaffn Viehmarkt“) ahmes Echaf nie eine ge⸗ er ſich aber einen Penny te's deute er⸗ von der Inſel e anderthalb freilich wahr⸗ Schafer dazu landen weittt Unterhalt det ſt kaum des ror. In det tkte(Tty*o) ) jährlich un nach Euglaud, Außerdem u Markt. erſ. auf dieſet In⸗ erſ. — 469— Nennens werth. Mancher Landwirth rechnet fuͤr zwanzig Stuͤck Rindvieh uͤber Nacht auf ſchlechten Sandbetten (muirs) achtzehn Pence als eine zu geringe Verguͤtung, der fuͤr Schafe nicht das mindeſte fordert. Die Angaben, die ich hinſichtlich der mit dem Trans⸗ port vom Rindvieh verbundenen Koſten bekommen habe, ſind ſo verſchieden und widerſprechend, daß ich mich ſcheue, ſie anzufuͤhren, indem man jetzt allgemein elnſieht, daß der Transport von vollwuͤchſigen Schafen viel wohlfeiler und eben ſo leicht und gefahrlos ſey, als der Transport vom Rindvieh. Aber, ſagt der Speculant, dieſes alles auch einge⸗ raͤumt; wenn einſt die Hochlande vollkommen mit Scha⸗ fen beſetzt waͤren, was ſoll man mit alle den Mutterlaͤm⸗ mern anfangen, die nicht noͤthig ſind zum Erſatz der aͤlte⸗ ren in den verſchiedenen Heerden? Dieſer Einwurf hat auf den erſten Blick einiges Gewicht; ich kann aber zu⸗ verſichtlich behaupten, daß dieſe Zeit noch ſehr ferne liege. Die Hochlande ſind noch lange nicht in der Beſetzung mit Schafen ſo weit vorgeruͤckt, als manche zu glauben ge⸗ neigt ſind. Denn ſelbſt in denjenigen Bezirken, wo die Schafe den vorherrſchenden Viehſtand bilden, ſind ſie, ob ſie gleich den gegenwaͤrtigen Renten entſprechend ſeyn moͤ⸗ gen, noch lange nicht vollzaͤhlig; und obgleich der Beſatz ſeit funfzig Jahren im Zunehmen iſt, ſo hat ſich die Nach⸗ frage doch immer vermehrt, ſo wie ſich der Beſtand ver⸗ mehrte; und die Nachfrage war dieſes Jahr groͤßer, und die Preiſe waren hoͤher in den Hochlanden als an irgend einem Orte in Brittannien; und nach allem dem glaube ich wahrhaftig, daß, wenn wir die Inſeln mit darunter II. Theil. 31 — 470— begreifen, die Hochlande noch nicht zur Haͤlfte beſetzt ſeyen. Und wiederum der Mangel an Zuchtthieren veranlaßt den Hochlaͤnder⸗Landwirth, ſeine Mutterſchafe zu behalten, bis ſie zu alt ſind, welches der eigentliche Grund iſt, warum die Nordland⸗Schafe am wohlkfeilſten verkauft werden, waͤhrend ihre Hammel unter allen Schot⸗ tiſchen Schafen am theuerſten ſind. Betrachten wir die⸗ ſes, ſo iſt eine Ueberzahl von unſern Mutterlaͤmmern nicht fruͤher als etwa nach dreißig Jahren zu erwarten. Da allezeit eine ſolche Nachfrage nach Hochlaͤnder⸗Ham⸗ meln Statt findet, um ſie auf ſuͤdlichen Weiden zu maͤſten, ſo iſt keine Gefahr vorhanden, daß es jemals an Nach⸗ frage nach Hammellaͤmmern fehlen ſollte. Ich hoffe zu zeigen, daß eben ſo wenig die Gefahr einer Stockung der Nachfrage nach den Mutterlaͤmmern eintreten werde. Es iſt eine wohl bekannte Thatſache, daß das alte Sprichwort,„Schottland gebaͤhrt und England ernaͤhrt, (Scotland breeds and England feeds)*) jetzt nicht mehr ſo anwendbar iſt als ehemals, und daß, ſeit dem die Ruͤbenwirthſchaft(the darnip husbendry) in Schott⸗ land mit ſolchem Erfolg eingefuͤhrt worden iſt, wir die Englaͤnder auf ihren eignen Maͤrkten mit fetten Schafen ausſtechen koͤnnen. Auch haben mir einige alte Treiber geſagt, ſie ſeyen der Meinung, daß jetzt immer zehn Laͤm⸗ mer auf dem Edinburger Markt verkauft wuͤrden, ſtatt eines, das damals verkauft worden ſey, als ſie ihn zuerſt beſuchten, zu welcher Zeit ſie zwei bis drittehalb Schilling gegolten. Koͤnnte man nicht eben ſo gut annehmen, daß, *) Wörtlich: Schottland zuͤchtet, und England füttert(mäſtet). Der Ueberſ. bevot mit kerte! Stand Schaf ren! meine fuͤr d meine factur jenige ernaͤh unwir Natur ſende ander ſriſte gen, hat, ſie m ben. verſic Sche konner zu ver gekau hekau n g onzun⸗ thelßte ftebeſezt ſ veranlaßt den fe zu behalt, iche Grund ſ eilſſten verkaui allen Scher achten wir die Mutterlaͤmmen en zu erwarten ſchlaͤnder⸗hm⸗ eiden zu mäͤſta, tals an Nah Ich hoffe n Stockung de ten werde. daß das all gland ernäͤhet 1*) jett nit ß, ſeit dem di ry) in Schot⸗ en iſt, wir di fetten Schafn alte Treibe ner zehn ein uͤrden, ſtat ſie ihn zut alb Schilln nehmen, daß itten mäſtte berſ. — 471— bevor die Zeit erſchiene, wo die Hochlande vollkommen mit Schafen beſetzt ſeyn werden, das große und bevoͤl⸗ kerte Land laͤngs der oͤſtlichen Kuͤſte von Schottland im Stande ſeyn werde, den Ueberſchuß der zum Erſatz des Schafſtandes der Hochlande noͤthigen Laͤmmer aufzuzeh⸗ ren? Die Vergangenheit hat gelehrt, daß eine allge⸗ meine Einfuͤhrung des Schafviehes beſonders auf zwei fuͤr dieſes Land aͤußerſt wichtige Artikel Einfluß hat, ich meine die Nuͤben⸗Wirthſchaft und die Wollen⸗Manu⸗ facturen; ſie zieht ſo die Bevoͤlkerung des Landes in die⸗ jenigen Orte, welche dieſe Bevoͤlkerung zu faſſen und zu ernaͤhren im Stande ſind, und entnimmt den wilden unwirthbaren Thaͤlern und Inſeln eine Laſt, welche die Natur ihnen aufzulegen niemals beabſichtigt hat, wo Tau⸗ ſende von abgehaͤrteten Menſchen leben, weder ſich noch andern zum Frommen, bloß um ein elendes Daſeyn zu friſten, mit den Elementen kaͤmpfend, um Ernten zu erzwin⸗ gen, welche der weiſe Schoͤpfer dieſen Climaten verſagt hat, und von denen zur Noth geſagt werden kann, daß ſie nur den aͤußeren Anſtrich eines civiliſirten Lebens ha⸗ ben. Es iſt abgeſchmackt, ſelbſt noch gegenwaͤrtig zu verſichern, daß in den großen Staͤdten an der Oſtſeite von Schottland keine Nachfrage nach Laͤmmern ſey. Wise koͤnnen da Laͤmmer verzehrt werden, wo es keine Laͤmmer zu verzehren giebt? Sie werden alle ſo theuer zur Zuzucht gekauft, daß, wuͤrden ſie ſo theuer fuͤr die Schlachtbank gekauft, ihr Fteiſch jeden andern Nahrungs⸗Artiket im Preiſe weit uͤberſteigen wuͤrde; und es iſt thoͤricht, anzunehmen, daß eine große Menge Lamm⸗ oder Ham⸗ melfleiſch uͤber den Preis anderer Lebensmittel verkauft 31*— 42— werden koͤnnte. Ich weiß, daß die Fleiſcher von Perth, ihrer guͤnſtigen Lage ungeachtet, einen großen Theil des Jahres hindurch nicht im Stande ſind, Hammel⸗ oder Lammfleiſch um einen billigen Preis zu verſchaffen, um die Nachfragen der Einwohner und der Nachbarſchaft zu befriedigen. Aber laſſen wir auch dieſe Beweisgruͤnde mit einem Male fahren, und nehmen wir an, daß die Staͤdte an der oͤſtlichen Kuͤſte, des Steigens ihrer Bevoͤlkerung, ihres Handels und ihrer Fabriken ungeachtet, ſogar ermangel⸗ ten, Reichthum und Wohlleben, jede in ihrer Naͤhe, zu ver⸗ breiten; nehmen wir ferner an, daß jeder dazu paſſende Pachthof, ſelbſt jetzt ſchon, vollſtaͤndig mit Schafen beſetzt ſey, ſo giebt es noch Huͤlfsquellen genug, und die faſt jedem Landwirthe zu Gebote ſtehen. Laßt ihn einige der kleinſten und haͤßlichſten ſeiner Laͤmmer ſchlachten und alle uͤbrige in der Heerde behalten; und es ſtehen ihm noch zwei Wege offen, die er nach Wahl verſchmaͤhen oder einſchlagen kann, wie es gerade fuͤr die Umſtaͤnde paßt. Er kann entweder ſeine Jaͤhrlinge im Junius muſtern (draft), und, was er von ihnen entbehren kann, nach den ſuͤdlichen Maͤrkten als rohe(rough) Schafe bringen; oder auch, wenn er es vorzieht, ſeine Schafmuͤtter zu verkau⸗ fen, ſobald ſie das fuͤnfte Jahr erreicht haben, ſo iſt er im Stande, immer das Ganze, ſowohl Laͤmmer, als Jaͤhrlinge, zu behalten. Dieß iſt weder ein grillenhafter, ſeltſamer, noch unausfuͤhrbarer Vorſchlag; dieß Verfah⸗ ren iſt von Sir John Sinclair*), ſeitdem er angefangen .») Sir John Sinclair, der beruͤhmte Gruͤnder des Board of Agriculture, htt d pfiegen ſenn ft Preiſt Schefe Vollo Küſteſ daß unſere ſie geb an ni dt hab i, n ich be Verfa das lange wenn keit Jahr liebe in ein d /ꝛ— her en get ßen Thell ds Hamml, on erſchffen, i achbarſcaſt r nde mit enen die Etädte m dlkerung, ihe ogar ermange⸗ Nähe, zu ber⸗ dazu paſſende chofen beſezt und die fſt in dinige der chlachten und tehen ihm noch ſchmähen oder unſtände paßt mnius muſten fann, nach den beingen; oder ter zu verau⸗ en, ſo iſt t Lammer, a6 grillenhafte dieß Verfch⸗ er angefangen des Bonnd d — 473— hat, die Cheviot⸗Zucht in einem ſo weiten Umfang zu pflegen, beſtaͤndig befolgt worden. Fand er, daß er fuͤr ſeine feinen Laͤmmer in Caithneß*) nicht die aͤußerſten Preiſe erlangen konnte, ſo behielt er ſie und ſandte ſeine Schafe nach den ſuͤdlichen Maͤrkten, ſobald ſie ihre hoͤchſte Vollkommenheit erreicht hatten; und ich habe ſie an der Kuͤſte ſo kraͤftig und wenig ermuͤdet herum ſtreifen ſehen⸗ daß, wenn man ſie in eine Huͤrde einſperrte, aus welcher unſere Schafe niemals verſucht haben wuͤrden zu brechen, ſie gewiß alle uͤber die Befriedigung geſprungen ſeyn und am naͤchſten Morgen nach Gefallen auf den Bergen gewei⸗ det haben wuͤrden. Und wenn es nicht auf Pachthoͤfen iſt, wo die Darmgicht ſehr zerſtoͤrend wirkt, ſo moͤchte ich behaupten, daß der Hochlaͤnder⸗Landwirth dieſes Verfahren fuͤr das Land beſſer geeignet finden muͤſſe, als das gegenwaͤrtige, nach welchem er die Mutterſchafe ſo lange behaͤlt, als ſie zur Zucht tauglich ſind, wodurch, wenn er ſie im Herbſt verkauft, ſie ihm nur eine Kleinig⸗ keit einbringen. Da der Landwirth durch dieſes Verfahren das beſte Jahr von ſeinen Schafen verliert, ſo wuͤrde ich uͤbrigens lieber folgendes empfehlen, welches, indem es eine Heerde in einen paſſenden Umlauf bringt, das leichteſte und regel⸗ *) Caithnels oder Wick iſt die noͤrblichſte Grafſchaft von Schottland; ein großer Theil von ihr gehoͤrt dem Sir J. Sin- clair, der ſich nicht nur um dieſen, ſondern auch um ganz Schottland durch viele patriotiſche Verbeſſerungen und Vor⸗ ſchlaͤge und insbeſondere durch ſein ſtatiſtiſches Werk un⸗ ſterbliche Verdienſte erworben hat.— Sir J. Sinclaits Sitz iſt Thurso East oder Thurso Gastle. Der Ueberf. — 474— maͤßigſte Verfahren ſeyn mag, das befolgt werden kann. Zum Beiſpiel wollen wir annehmen, daß ein Pachthof tauſend Stuͤck Zugvieh hielte; und tritt irgend eine Schwierigkeit oder Mißverhaͤltniß ein, daß ein Fuͤnftel von dieſen aus Laͤmmern oder Jaͤhrlingen beſtehe,(denn ſie ſind beides in demſelben Jahr*), dann wird ſein Vieh⸗ ſtand beſtehen aus zwei hundert Jaͤhrlingen, zwei hundert Zeitſchafen, und aus der naͤmlichen Zahl von dreijaͤhri⸗ gen, vierjaͤhrigen und fuͤnfſaͤhrigen. So hat er immer eine Abtheilung oder eine Generation von ſeinen Schafen zu verkaufen, ſo wie ſie ſechs Jahr alt werden, eine paſ⸗ ſende und ſchickliche Zeit, ſie zu verkaufen, wo ſie ihm einen nur wenig geringeren Preis als die Hammel ein⸗ bringen werden. Es wird ſehr annehmlich ſeyn, wenn er außer dem obigen Beſtand noch ſieben hundert Laͤmmer hat. Da von dieſen die Haͤlfte Bocklaͤmmer ſind, ſo hat er noch drei hundert und funfzig Mutterlaͤmmer; nachdem aber die kleinen zum Hausgebrauch geſchlachtet, und der Verluſt waͤhrend des Winters abgezogen worden, kann man fuͤr den folgenden Junius nicht uͤber drei hundert rechnen, wo er ein Drittel zum Verkauf ausheben kann. Dieſe werden dann nach dem Suͤden mit der groͤßten Leichtigkeit gehen; und wenn der Verkauf von Jaͤhrlingen zu der Zeit ſchlaͤferig geht, ſo mag er ſie gelegentlich be⸗ halten, und hundert von der naͤchſten Abtheilung von Mutterſchafen im folgenden Herbſt verkaufen. *) Denn Lambs, Laͤmmer heißen ſie von der Zeit der Geburt an, bis ſie geſchmiert werden, oder bis etwa zum ſechsten Monat, wo ſie dann hoggs, Jaͤhrlinge, genannt werden. Der Ueberſ. De daß olch Schafen dine Eto Fölgen f inmer b veſen ale ommen zit roch nehr al Die Urſ on R ſerungen nach V des e ſenen men Schaf Hochla es ſich üͤbtige ſamkei ans il icht ds E bleiber elſch ſeugn werden kann. ein Pachtſe t irgind enn gein int deſtehe,(dem iid ſein Jih zwei hunder von dreiſähr⸗ hat er imne einen Schefn den, eine paſ „ wo ſie tn hammel ein⸗ ſeyn, wem dert Lämme ſind, ſo het ner; nachdem gtet, und der orden, kann drei hundent sheben kam. der groͤßten n Jäͤhrlngn ggentlich be⸗ heilung von it der Gebun zzum ſechten ant wetden. berſ. — 475— Dagegen kann nur der Einwurf gemacht werden, daß ſolche jaͤhrlich aus dem Norden kommende Haufen von Schafen und Jaͤhrlingen unſere Maͤrkte uͤberfuͤllen und eine Stockung verurſachen wuͤrden, die von verberblichen Folgen fuͤr viele begleitet ſeyn moͤchte. Dieß hat man immer vermuthet; das Reſultat iſt aber ganz anders ge⸗ weſen als die Muthmaßung. Wie viele tauſend Hammel kommen jetzt aus den Hochlanden, wo es vor nicht langer Zeit noch nichts dergleichen gab! Und die Nachfrage hat in mehr als gleichem Verhaͤltniß noch immer zugenommen. Die Urſache liegt vor Augen. Die jetzt durch den Anbau von Ruͤben und Futterkraͤutern betriebenen großen Verbeſ⸗ ſerungen hewirken eine verhaͤltnißmaͤßig groͤßere Nachfrage nach Vieh; und die Weiden, welche bis jetzt zum Maͤſten des Hochlaͤnder⸗Rindviehes benutzt werden, werden ſich ſeinen Nachfolgern, den Schafen, oͤffnen. So denke ich, wenn meine Beweisgruͤnde angenom⸗ men werden, außer Zweifel geſtellt zu haben, daß die Schafe das vorzuͤglichſte Vieh fuͤr den groͤßten Theil der „Hoochlande ſey; fuͤr den Eigenthuͤmer und Paͤchter ſind ſie es ſicherlich. In ſtaatswirthſchaftlicher Hinſicht muß uͤbrigens der Plan ſicher mit Muße, Vorſicht und Behut⸗ ſamkeit verfolgt werden; auch duͤrfen wir die Menſchen aus ihren armen, aber heimiſchen Huͤtten und Thaͤlern nicht eher vertreiben, als bis ihnen eine andere Quelle des Erwerbs geoͤffnet iſt, welcher ſie, wenn ſie dabei bleiben, zu nuͤtzlicheren Mitgliedern der menſchlichen Ge⸗ ſellſchaft machen kann. 3 Ich weiß, daß manche behauptet haben, das Er⸗ zeugniß von Schafen, nebſt einer oder zwei Kuͤhen, ſey eben ſo gut im Stande, eine Familie zu ernaͤhren, wie das Erzeugniß vom Rindvieh. Dieſe verſichern, das Verarbeiten der Wolle zu Garn gebe den Frauen Beſchaͤf⸗ tigung, zu Zeiten, wo ſie ſonſt muͤßig ſeyn wuͤrden, und erhalte ſo einen beſtaͤndigen, obgleich kleinen Geldzufluß in die Familie offen. Dieß ſcheint ganz richtig geſchloſſen; aber Thatſachen ſind hartnaͤckige Beweiſe, und man muß eingeſtehen, daß in jedem Bezirk, der bereits mit Schafen beſetzt worden, im Verhaͤltniß wie dieſe Fortſchritte mach⸗ ten, die Menſchen allmaͤhlig vertrieben worden ſind, und Amerika die Zuflucht und das Grab von allzu vielen der⸗ ſelben geworden iſt. Man wird ſehr ſchnell fragen: Was muß denn ge⸗ ſchehen, um ſie zu Hauſe zu verſorgen? Mylords und Gentlemen!— Es ſcheint mir nur einen Weg zu geben, der, wenn er nach einem freiſinni⸗ gen und ausgedehnten Plan verfolgt wird, ich buͤrge mit meinem Leben dafuͤr, ein gluͤckliches Gelingen herbei fuͤh⸗ ren muß. Dieß iſt die Verleihung von Lehn⸗ guͤtern(Granting Feus). Und wahrhaftig! Ihr ſeyd es, auf die wir wegen Erfuͤllung dieſes großen volksthuͤmlichen Zwecks blicken muͤſſen, eines Eurer auf alle Weiſe wuͤrdigen Zwecks, und der gut erreicht werden koͤnnte, ohne daß Euern Capita⸗ lien ein weſentlicher Nachtheil erwuͤchſe. Es giebt viele Verhaͤltniſſe, in denen ſelbſt ein Individuum vielen einen großen Dienſt leiſten kann, ohne ſich ſelbſt zu ſchaden; wie viel mehr iſt es alſo in der Gewalt Eures Vereins, dieß auszufuͤhren, mit welchem alles Vermoͤgen und alles Intereſſe des Nordens verbunden und verknuͤpft iſt! Und öbgleich ginnt d tene A mungen einen a wo Jh turen, als ire mehr der in den m gut zu unnoͤt zu ha die z Lehm in d obgle und Dͤn baren bieten weilen weiler Mene netes ſcher verli lande 477 obgleich die Geſellſchaft noch in ihrer Kindheit iſt, ſo be⸗ ginnt doch die der Ausdauer und Betriebſamkeit dargebo⸗ tene Aufmunterung bereits, mehreren heilſamen Unterneh⸗ mungen Leben und Kraft zu geben; und ich habe ſchon einen angenehmen Vorſchmack von der ſich nahenden Zeit, rnäͤhre, te nichern, das auen Veſchif wuͤrden, md in Geldzufiß ig geſchloſſen, wo Ihr mehr an dem Ruder von Schottiſchen Manufae⸗ ind man nuf turen, Fiſchereien und laͤndlichen Gewerben ſtehen werdet mit Schafn als irgend ein Zweig unſerer Geſetzgebung, und wo Ihr ſhtite mat, mehr Einfluß darauf haben werdet als alle unſere Mitglie⸗ den ſind, und der im Brittiſchen Parlament. 8 8 zu vielen die⸗ Obgleich ich auf meiner Wanderung durch den Nor⸗ den mehrere Flecke getroffen habe, die ganz ausnehmend uß denn ge gut zu Lehnguͤtern geeignet ſeyn moͤchten, ſo finde ich es unnoͤthig ſie aufzuzaͤhlen, theils weil dieſe vielleicht nicht heint wit nur zu haben ſind, theils weil es ſicherlich deren genug giebt, em freiſtun⸗ die zu haben ſind; es giebt aber große Felder von rothem h buͤrge wi Lehm faſt uͤberall an der oͤſtlichen Kuͤſte, und auch einige herbei füh⸗ in den weſtlichen und binnenlaͤndiſchen Bezirken. Dieſe, von kehr⸗ obgleich dem Pflug mit der groͤßten Leichtigkeit zugaͤnglich und unmittelbar in der Naͤhe von Kalkſtein und andern j wit wegen Duͤngungsmitteln, werden dennoch wegen des unfrucht⸗ ecks blicken baren Anſehens, das ſie in ihrem natuͤrlichen Zuſtand dar⸗ zwecks, und bieten, ſonderbarer Weiſe vernachlaͤſſigt. Sie ſind bis⸗ een Capita⸗ weilen mit einem duͤnnen Schorf von Moos bedeckt, bis⸗ giebt vitle weilen aber auch nicht; wo aber dieſer Boden ſich in ielen einen Menge findet, da iſt ſicherlich ein zu dieſer Abſicht geeig⸗ a ſchaden; netes Fleck, weil er durch Verbeſſerung zu einem vorzuͤg⸗ 3 Vereins⸗ lichen Boden umgeſchaffen und gegen eine geringe Rente und ales verliehen werden kann. Nach dem Boden, den der Hoch⸗ tit umh laͤnder gegenwaͤrtig mit dem Pftng bearbeitet, jagt ihm kein Boden auf Erden Schrecken ein. Und laßt ihn nach ſcmn d ſeiner Art leben, nach der Weiſe, in der er aufgezogen wwiſhe iſt; gebt ihm die Ausſicht auf etwas Milch und auf eine cben kleine Kartoffel⸗Ernte, und es wird unter der Sonne Ic eri niemand mehr thun und mehr dulden, um ſich ſein Aus⸗ einen d kommen zu erwerben als er. Uebrigens wird man als diſtn eine unabaͤnderliche Regel finden, je mehr Menſchen auf wortete einem ebenen artbaren Lande ſind, deſto beſſer iſt der Bo⸗ nrenzen den, und deſto mehr Renten werden bezahlt, waͤhrend Doctor deſſen ſich gerade das Gegentheil auf einem gebirgigen gät Weide⸗Lande findet. vollkor Ehe wir weiter in dieſen Gegenſtand eingehen, wol⸗ nen, len wir, wie der Prediger ſagt, ein wenig ſtehen bleiben hebrit und verſuchen, einen Begriff von den Sitten und Gebraͤu⸗ Hiten chen der urſpruͤnglichen Hochlaͤnder zu geben. Ich ver⸗ dem ſtehe darunter die niedere Volksclaſſe, denn ſie ſind gegen⸗ zet waͤrtig in zwei abgeſonderte Claſſen, um nicht Arten(spe- da cies) zu ſagen, getheilt. Die vom erſten Rang ſind ahe ſicherlich die wohlerzogenſten, gebildetſten und feinſten be Menſchen, die irgend ein Land unter Brittiſcher Herr⸗ ſchaft bewohnen, waͤhrend die andern die roheſten und 94 gemeinſten in ihrem Aeußern, ihren Sitten und ihrer Le⸗ 4 bensweiſe ſind, die man ſich nur denken kann. Sie ſind 6 uͤbrigens mit ſtarken und warmen Leidenſchaften und Nei⸗ 1 gungen begabt, treu gegen einander, folgſam gegen ihre in Vorgeſetzten, aber oft der Verſtellung und Falſchheit ge⸗ 1 gen Fremde ſchuldig. 3 Dieß ſchien mir ihr allgemeiner Charakter zu ſeyn; 1 aber im Puntte der Maͤßigkeit und des Ausharrens unter Beſchwerden iſt ſicherlich ein ſehr großer Unterſchied zwi⸗ 1 4 aßt ihn nac er aufgezogen und auf eine r der Sonne ſch ſein Aus⸗ ird man als Menſchen auf er iſt der Bo⸗ ht, während im gebirgigen ngehen, wol⸗ ſtehen bleiben und Gebräu⸗ *. Ich ver⸗ ſe ſind gegen⸗ tArten(zpe a Rang ſind und feinſen ktiſcher herr roheſten und und ihrer ke⸗ .. Sie ſind ten und Nei⸗ gegen ihee alcchheit ge er zu ſeyn⸗ rrens untee erſchied zwie — 479— ſchen den Bewohnern der binnenlaͤndiſchen Thaͤler, und zwiſchen den Bewohnern der Kuͤſten und Eilande; letztere haben in dieſen Eigenſchaften eine große Ueberlegenheit. Ich erinnere mich, geleſen zu haben, wie Dr. Johnson einen der Geiſtlichen von Skye fragte, welches die wil⸗ deſten Staͤmme in den Hochlanden waͤren? Dieſer ant⸗ wortete, daß es die an die Niederlande(Lowlands) grenzenden waͤren. Dieſe Verſicherung betrachtete der Doctor als abgeſchmackt und als durch Vorurtheil veran⸗ laßt. Ich bin uͤbrigens uͤberzeugt, daß Mr. M'Queen vollkommen Recht hatte; wenigſtens hat es mir geſchie⸗ nen, daß die Bewohner der weſtlichen Kuͤſte und der Hebriden die unermuͤdlichſten und maͤßigſten Menſchen waͤren, die ich je in meinem Leben geſehen habe, waͤhrend die im Innern im Gegentheil der Traͤgheit, der Trunken⸗ heit und dem Faullenzen ſehr ergeben waͤren. Sie ma⸗ chen ſich alle ein Geſchaͤft daraus, Whisky zu brennen, aber ein noch angelegentlicheres, Whisky zu trinken*); und ich habe nicht zu meinem Vortheil Beweiſe von eini⸗ *) Es iſt unglaublich, wie ſtark der Verbrauch des Whisky in Schottland iſt. Im Jahr 1708 wurden etwas uͤber 50, 000 Gallons in dieſem Lande deſtillirt,— und im Jahr 1791 auf 4,696, 000 Gallons; heimlich deſtillirte, wie auch von Hol⸗ land eingeſchwaͤrzte Getraͤnke nicht mit begriffen. Seit dem iſt das jährliche Quantum noch viel hoͤher geworden.— Um ſich von dem Umfang und großen Betrieb der Whisky⸗ Brennereien einen Begriff zu machen, iſt bloß zu bemerken, daß eine Brennerei 80,000, eine andere 60,000, eine andere 40, 000 Pfund Sterl. u. ſ. w. jaͤhrliche Abgabe bezahlt.— Im J. 1803, wo die Zahl der Erlaubniß habeuden Brannt⸗ weinſchenken— allein in Glasgow 1280, und außerdem ge⸗ gen 200 heimliche, die entdeckt und in Strafe genommen wurden. Der Ueberſ. gen ſehr guten Stuͤckchen ihrer Gewandtheit gehabt, von dem, was ihnen nicht gehoͤrt, Beſitz zu nehmen. Von dieſer Art ſind des Herzogs von Gordon Leute keine der beſten; daſſelbe laͤßt ſich ſagen von ihren Nachbarn an den oͤſtlichen Theilen der Grampian⸗Berge, und von meh⸗ reren Thaͤlern im Innern von Roßſhire und Sutherland, und uͤberhaupt von allen Orten, wo dem Whisky⸗Bren⸗ nen nachgeſehen wird. Daß auf den Hebriden und an der Weſtkuͤſte ſelten dergleichen unternommen wird, dieß iſt ſicherlich die Wirkung der an den Einwohnern ſichtbaren hoͤheren Betriebſamkeit und Sittlichkeit. Bei den Hochlaͤndern kommt noch ein merkwuͤrdiger Umſtand vor, der wahrhaft paradox ſcheint. Wo die kleinen Paͤchter um die alten Renten in ihren Pachtungen gelaſſen worden ſind, da ſind ſie uͤberall noch ſo arm wie immer; wo aber die Renten geſteigert, ja vor kurzen zu hoch geſchraubt worden ſind, da haben ſich viele von den Paͤchtern betraͤchtliches Vermoͤgen erworben Es iſt Sitte bei ihnen, ſich fehr jung zu verheirathen, folglich baben ſie großſ Familien, und das Geſchlecht vermehrt ſich ſo ungewoͤhnlich ſtark. In dem erſten Fall, wo ſie ihre Pachtungen gegen die alten Renten behielten, beſaßen ſie, außer ihrem Rindvieh, kein Vermoͤgen und ſahen bei ihren Planen, hinſichtlich eines kuͤnftigen Lebensunterhaltes, aur darauf. Die beſſer werdenden Zeiten ſetzten ſie in den Stand, ihre Kinder noch in den Familien zu behalten, und oft beinahe ganz unthaͤtig; und wenn ſie heiratheten, wurde der Hof und das Rindvieh unter ſie vertheilt. Dieß wurde nun wieder weiter unter die Kinder von dleſen vertheilt, und die Grenzen wurden ſo verwickelt, daß, es unn zu find daß ich finden! ten be ganz d plätzer fen.- Schaf Thier Avor 6 pacht derz diene gen; muͤß Mitt ten b Mitt ſie ſo cher diehe Vorr armſe Mant waͤhr mit preis zehabt, don men. Von te keine der kachbarn an dd von weh⸗ Sutherland, isky⸗Bren⸗ den und an wird, dicß —n ſichtbaren erkwuͤrdiger Vo die Pachtungen ſo arm wie kurzen zu ele von den Es iſt Sitte glich haben hrt ſich ſo wo ſie ihre heſaßen ſſe n bei ihren nterhaltes, ten ſie in behalten, eiratheten, vertheilt iinder bon vervickl — 481— daß, ohne ſich lange an dem Orte aufgehalten zu haben, es unmoͤglich war, den Beſitz einer ſeden Familie heraus zu finden; und ich habe Thaͤler oft ſo uͤberſetzt gefunden, daß ich erſtaunte, wie ſolche Menge Menſchen Mittel finden koͤnnten, ſich zu naͤhren, auch wenn ſie keine Ren⸗ ten bezahlten, indem die unermeßlichen Berge rund herum ganz oͤde ſind, außer daß einige Rinder auf den gruͤnen Plaͤtzen an den Ufern der Fluͤſſe und Stroͤme umher ſtrei⸗ fen.— In manchen dieſer Thaͤler, die vortreffliche Schaftrifften abgeben wuͤrden, fand ich, außer wilden Thieren, kein lebendes Weſen. Dergleichen waren Glen⸗ Avon, Glen- Orce, und Monar. Im letztern Fall dagegen kanden es diejenigen, deren Pachtungen geſteigert worden ſind, fuͤr noͤthig, ihre Kin⸗ der zu entlaſſen, um entweder zur See, oder im Heere zu dienen; dieſe hatten hier Gelegenheit, etwas zu eruͤbri⸗ gen; die zu Hauſe fanden, daß ſie alle Kraͤfte aufbieten muͤßten, um die Rente zu erſchwingen. Die Noth lehrte Mittel, um zuerſt bloß dieſes zu thun; als aber die Zei⸗ ten beſſer wurden, ſo fanden ſie nach und nach, daß dieſe Mittel einen kleinen Ueberſchuß bewirkten. Dieſen legten ſie ſorgfaͤltig zuruͤck fuͤr unerwartete Zufaͤlle; aber gluͤckli⸗ cher Weiſe hat ſie das große Steigen der Preiſe des Rind⸗ viehes in den Stand geſetzt, noch etwas ihrem kleinen Vorrath zuzulegen; und viele, die ich in einem aͤußerſt armſeligen aͤußeren Anzug ſah, mochten ein bis zwei Mandel Pfund Sterl. in guten Haͤnden ſtehen haben, waͤhrend ihre Kinder ihrem Koͤnig, oder ihren Meiſtern mit Ehren und Geſchick dienten. Und was ich fuͤr aͤußerſt preiswuͤrdig halte, ſie ſind ſo maͤßig in ihrer Jugend er⸗ — 482— zogen worden, daß ich wirklich einige Maͤnner kennen gelernt habe, die bloß von ihrem Sold als gemeine Sol⸗ daten ſich ein nothduͤrftiges Vermoͤgen eruͤbrigt haben, was zur Befriedigung jedes Lebensbeduͤrniſſes in ihrer Heimath hinreicht. Dieß ſind alſo die Umriſſe von dem Charakter des Volks, fuͤr das Ihr einen Zufluchtsort bereiten ſollt. Sie ſind die tuͤchtigſten Seeleute in der Welt und ſtoßen, obgleich von Salzwaſſer durchweicht, mit der groͤßten Gelaſſenheit in offenen Boten durch die Wellen. Sie ſind ſo an Mangel gewoͤhnt, daß viele von ihnen heute nicht wiſſen, wovon ſie morgen leben werden. Diejenigen, welche das Bereiten des Kelp tonnenweiſe uͤbernommen haben, harren Tag und Nacht dabei aus, bis die Zeit aus iſt, und man weiß kaum, von was viele von ihnen leben. Sie ſind ausdauernd in der Arbeit, bearbeiten den Boden mit dem gekruͤmmten Spaten und erzielen Ernten, wo kein anderer Menſch dergleichen unternehmen wuͤrde. Sie ſind ihren Vorgeſetzten im aͤußerſten Grade unterwuͤrfig und folgſam; und obgleich aͤußerſt unwiſſend, beſitzen ſie dennoch gute natuͤrliche Faͤhigkeiten. Sie ſind brav, ehrgeizig und reizbar, und in der That ſcheinen die meiſten ihrer Laſter, oder vielmehr Fehler, auf verbor⸗ gene Tugenden gegruͤndet zu ſeyn. Sicherlich koͤnnten ſolche Menſchen zu nuͤtzlichen Mitgliedern der Grafſchaft gemacht werden; aber was nuͤtzen ſie gegenwaͤrtig? In Geſpraͤchen mit den unter ihnen wohnenden Steu⸗ erbeamten(tacksmen!) und Geiſtlichen, denen gewiß das richtigſte Urtheil uͤber des Volks Charakter und Nei⸗ gung zuſteht, erwaͤhnten manche dieſen, manche einen andern Vahl i Weitert der gan küſtenw Und zwe ſen Pl Eigentt Ruten ſollten offentl in den Untern Hüuſs Man in ei daſell Milch des h erſtern waͤhte dieuͤb Geld, emal handen lch de eine E Statt Pnner keunn Zemeine Sol⸗ brigt haben, ſes in ihrer harakter des ereiten ſolte tund ſioßen, der groͤßten n. Sie ſind heute nicht Diejenigen, ibernommen is die Zeit evon ihnen hearbeiten nnd erzielen unternehme tſten Grade ſt unwiſſend, . Ste ſind ſcheinen di ꝛuf verbor⸗ ch koͤnnten Grafſchaft tig? den Steu⸗ nen gewiß und Ne⸗ ucht einen — 483— andern Plan als den wirkſamſten, um die Leute aus freier Wahl im Lande zu behalten. Einige von dieſen waren: Weitere Aufmunterung, die Fiſchereien zu verfolgen, ſammt der gaͤnzlichen Befreiung von der Abgabe auf Salz, was kuͤſtenwaͤrts in die Fiſcher⸗Bezirke gebracht wuͤrde. Andere, und zwar nicht wenige, waren fuͤr den aller ungeſchickte⸗ ſten Plan, naͤmlich, ſie ſollten fernerhin auf Koſten der Eigenthuͤmer leben und ihre Pachtungen gegen die alten Renten verlaͤngert bekommen, und ſolche Eigenthuͤmer ſollten lieber durch Befreiung von gewiſſen Abgaben und oͤffentlichen Laſten beguͤnſtigt werden. Die meiſten von ihnen betrachteten die dieſes Jahr in den Hochlanden in Gang gebrachten großen oͤffentlichen Unternehmungen nur als eine temporaͤre und ungleiche Huͤlfsquelle, behauptend, daß ſie nur fuͤr unverheirathete Maͤnner paſſend waͤren, und daß wenige, die Familien in einiger Entfernung haͤtten, ſich dazu verſtehen wuͤrden, daſelbſt Arbeit zu nehmen. Sie fuͤgten hinzu, Feldfruͤchte, Milch und Fiſche waͤren allezeit mehr der Gegenſtand von des Hochlaͤnders Beſtreben als Geld; bei der Erzielung der erſtern legte jedes Individuum der Familie mit Hand an, waͤhrend aber das Haupt der Familie abweſend waͤre, waͤren die uͤbrigen muͤßig; und angenommen, er beſaͤße auch etwas Geld, ſo gaͤbe es manche Zeiten ein Jahr, wo er es nicht einmal gegen Lebensbeduͤrfniſſe umtauſchen kann. Alle ſtimmen darin uͤberein, daß keine Urſache vor⸗ handen waͤre, uͤber die Ausbreitung der Schafe, hinſicht⸗ lich der Auswanderungen, in Sorgen zu ſeyn; dieß ſey eine Sache, die nothwendiger Weiſe zu gewiſſen Zeiten Statt haben muͤſſe, an einem oder dem andern Orte, das — 484— Land moͤchte nun mit Schafen beſetzt ſeyn oder nicht, in⸗ dem die Thaͤter und Inſeln bereits uͤberſetzt waͤren, und das Volk ſo fruchtbar ſey; und die Zuruͤckbleibenden be⸗ trachteten dieß als eine große Erleichterung. Aber nie⸗ mals habe ich gegen irgend einen von ihnen des Vor⸗ ſchlags mit Lehnſtellen gedacht, daß er nicht, er mochte nun reich oder arm ſeyn, mit Begeiſterung bei den wohl⸗ thaͤtigen Folgen davon verweilt haͤtte. Sie verſicherten mir, daß, wenn den eingebornen Hochlaͤndern ein Auf⸗ enthalt in ihrem Lande angeboten wuͤrde, ein Aufenthalt, wo ſie dieſelbe Lebensweiſe fuͤhren und die Geſchaͤfte, an die ſie gewoͤhnt waͤren, treiben koͤnnten, ſie dieß allen andern Dingen vorziehen wuͤrden. Und ſie ſetzten hinzu, daß, wuͤrden ſie einmal in Gemeinden vereint, ſolche Orte von ſelbſt ein Mittelpunct fuͤr den in jedem Lande noth⸗ wendigen Tauſchhandel werden wuͤrden; und der Mangel daran werde in vielen Faͤllen gar hart gefuͤhlt; und daß, ehe ſie nicht zu Gemeinheiten vereint wuͤrden, ſie niemals im Stande ſeyn wuͤrden, die Fiſchereien nach einem Maß⸗ ſtab von irgend einer Ausdehnung zu betreiben, ſondern daß ihre ſuͤdlichen Nachbarn noch ferner ihnen den Ge⸗ winn von dieſem ſchaͤtzbaren Erwerbszweig vor der Thuͤr weghaſchen wuͤrden. Sie behaupteten gleichfalls, daß viele von ihren Kindern, die ſich in Manufacturen begaͤben, zuruͤckkehren und in ihrem Geburtsorte ein Gewerbe anfangen wuͤrden, welches, in Hinſicht der Wollen⸗Verarbeitung, von Individuen ſehr zu ihrem Vortheil und zum Nutzen der Umgegend betrieben werden kann; alle dieſe Dinge ſind nicht nur moͤglich, ſondern ſehr wahrſcheinlich. Es ſabſt di diſe eeht mangeba Küſte lie dazu get⸗ aber es gtoße Be Ealabir und dort naͤkkten dung ſtä des Fluf Fleck, t nen dn Auddeh dig dar Flecks Wa dem fie⸗ mit eine tinen ge werden. auf zu ſel *) Glen det ſtrect bis a zusge Anm. langen ſeeht I Thei der nicht, i waͤren, und leibenden he .. Aber ni⸗ en des Vor⸗ t, er wochtt bei den wohl⸗ e berſichertm ern ein Auf⸗ Aufenthall, zeſchaͤfte, un te dieß alle ſetzten hinzu ſolche Orte Lande noth⸗ der Nangel ; und daß, ſie niemalg einem Maß⸗ den, ſondern nen den Ge⸗ der Thuͦt von ihren jruckkehren en wuͤrden, ung, vot Nutzen der Dinge ſiah — 485— Es wuͤrde Vermeſſenheit von mir ſeyn, wenn ich ſelbſt die Orte und den Plan angeben wollte, wo und wie dieſe Lehnguͤter eingerichtet werden muͤßten. Die großen unangebauten Sandbetten(muirs), die an der oͤſtlichen Kuͤſte liegen, ſind an manchen Stellen ungewoͤhnlich gut dazu geeignet, ſo wie manche Stellen auf den Inſeln; aber es wuͤrde ſicherlich von Nutzen ſeyn, eine moͤglich große Bevoͤlkerung in die Thaͤler von Glen⸗ more=na- B'alabin*), an den Seiten des großen Kanals zu ziehen und dort Maͤrkte zu errichten, die mit den großen Vieh⸗ maͤrkten in der Richtung des Forth und Clyde in Verbin⸗ dung ſtaͤnden; und es iſt beſonders an der Suͤd Oſtſeite des Fluſſes Lochy ein dem Herzog von Gordon gehoͤriges Fleck, wo eine große Anzahl von Familien bequem woh⸗ nen koͤnnte. Da nothwendig ein Hauptplatz von einiger Ausdehnung zur Bequemlichkeit des Rindviehgs nothwen⸗ dig damit verbunden ſeyn muß, ſo iſt der Werth dieſes Flecks bis jetzt noch nicht erkannt worden. Was die Einrichtung ſelbſt anlangt, ſo muͤßte ſte nach dem freiſinnigſten Plan gemacht werden. Ein jeder ſollte mit einem ſeinen Faͤhigkeiten und Kraͤften angemeſſenen, einen gewiſſen Werth nicht uͤberſteigenden Theil beliehen werden. Ein Aufſeher muͤßte angeſtellt werden, um dar⸗ auf zu ſehen, daß alles mit Graben und Hecken umgeben ³) Glen-More-na-h'alabin, d. i. das große Caledoniſche Thal, oder kuͤrzer Glenmore(in der Grafſchaft Invernels), er⸗ ſtreckt ſich von N. O. nach S. W., von der Murray Frith bis an Sound of Mull und enthaͤlt eine Menge von weit ausgedehnten Seeen. Durch dieſes Thal wird der S. 456, Anm.***) gedachte Caledoniſche Kanal gegraben, dem die langen und ſchiffbaren Seeen, wie man auf den Landkarten ſieht, ſo ſehr zu Huͤlfe kommen. Der Ueberſ. II. Theil⸗ 32 T 436— und gehoͤrig bearbeitet wuͤrde. Ein Pacht von etwa neun Jahren ſollte ihnen zuerſt zugeſtanden werden, um ſich anzuſiedeln; und nach der Ausdehnung der Gebaͤude, die ſie auf den Laͤndereien am Ende dieſes Zeitabſchnitts auf⸗ gerichtet haͤtten, muͤßten ihre Pachtungen auf funfzig bis achtzig Jahre verlaͤngert werden. Solche Mitglieder de 5 Vereins, welche im Beſitz von Laͤndereien ſind, die ſich zu Anſiedelungen eignen, werden ſie ſicherlich dem Verein entweder auf dem Wege des Kaufs, oder Pachtes, zum Behuf eines ſo heilſamen Zwecks uͤberlaſſen. Hinſichtlich der Eigenthuͤmer von Hochlaͤndiſchen Guͤ⸗ tern, welche ihre Grundſtuͤcke als Schafweiden zu ver⸗ pachten wuͤnſchen, wollte ich die Benutzung ſolgender Winke empfehlen. Ich halte es fuͤr hart, daß der An⸗ ſiedler gehalten ſeyn ſollte, die ganze Rente des erſten Jahres ſogleich am erſten Martinstag nach dem Antritt ſeiner Pachtung zu bezahlen. Dieſer Gebrauch iſt ſehr entmuthigend fuͤr Suͤdlaͤndiſche Paͤchter, welche in ihrem Lande nicht daran gewoͤhnt ſind. Hinſichtlich der vermoͤ⸗ genden Paͤchter des Suͤdens, haben die Hochlande etwas aͤhnliches mit einem Religions⸗Bekenntniß, ſie verſtehen ſich dazu, wenn alles andere fehl ſchlaͤgt; folglich ſind eine große Menge derjenigen, welche im Norden Land pachten, juͤngere Soͤhne und Maͤnner von beſchraͤnkten Vermoͤgensumſtaͤnden; und wer nun gehalten iſt, die Rente des erſten Jahres und einen guten Theil des zwei⸗ ten von ſeinem Capital zu bezahlen, wenn ſein Credit dieſes uͤberlebt, wird dadurch außer Stand geſetzt, ſich einen hinreichenden Viehſtand anzuſchaffen, um das Land aufs hoͤchſte zu nutzen. Da ſolche Maͤnner ſich oft als die be⸗ ſen pa hat, 1 Boden! nu bezal votzugli heſtimm auf; di bat in! Ländere und es Verlau nicht h Glen 6 dieſen, Ächen die d unget Lander ihe äu di Ei aif ſ halkun dem d hebeſer dehh hicher öbaͤ über d den der von etwa nenn rden, am ſiß Gebaͤude, ze abſchnits a auf funf,g ge Mitglieder de ſind, die ſch ich dem Verei Pachtes, zun . laͤndiſchen G veiden zu vr ung ſolgende daß der An⸗ ate des erſten h dem Antrit zrauch iſt ſiht elche in ihrem ich der beim⸗ chlande etwas , ſie berſtehen folglich ſind Norden band beſchraͤnkte ſten iſt, di eil des zwei Credit dieſes , ſich einen s Land aufs t als die be — 487— ſten Paͤchter bewaͤhren, wenn man Nachſicht mit ihnen hat, wuͤrde es nicht beſſer ſeyn, ſie erſt etwas aus dem Boden nehmen zu laſſen, ehe man ſie noͤthigte, eine Rente zu bezahlen? Als der Ehrenwerthe Lord Seaforth ſeine vorzuͤglichen Weiden von Glenshiel zu Schafwirthſchaft beſtimmte, munterte er ſeine Paͤchter durch dieſe Nachſicht auf; die gluͤcklichen Wirkungen davon wurden bald ſicht⸗ bar in dem Schafſtand der Paͤchter, und daß man ſeinen Laͤndereien den Vorzug giebt, den ſie mit Recht verdienen; und es laͤßt ſich mit vollem Grunde erwarten, daß nach Verlauf der gegenwaͤrtigen Pachtzeit ſie ſo hoch, wenn nicht hoͤher, als die feiner Nachbarn in Glengary und Glen⸗Elg werden verpachtet werden. Der erſtere von dieſen, Macdonald von Glengary; gab ſeinen anfaͤng⸗ lichen Schafpaͤchtern zwei bis drei Jahre Friſt, ehe ſie die Rente zu bezahlen brauchten, und auf welch einen ungeheuern Werth hat er jetzt ſeine Laͤndereien geſteigert! Dagegen aber, da nicht zu erwarken iſt, baß ſolche Laͤndereien bei dem erſten Verſuch nach ihrem böllen Wer⸗ the ausgethan werden, ſo ſehe ich keinen Grund, warüm die Eigenthuͤmer verbunden ſeyn ſollten, ihren Laͤndereien auf ſo lange Zeiten ohne irgend eine Nuͤckſicht(Schadlos⸗ haltung) zu verpachten. Der Werth des Geldes iſt ſeit dem Beginn unſerer Jahrbuͤcher fortwaͤhrend im Sinken geweſen; und es iſt nichk der mindeſte Zweifel vorhanden, daß, bisweilen durch kleine Schwankungen geſtoͤrt, es wie bisher damit immer allmaͤhlig, wenn nicht noch raſcher, abwaͤrts gehen werde. Die meiſten unſerer Schriftſteller uͤber dieſen Gegenſtand ſcheinen insgeſammt ihre Begriffe von den Verhaͤltniſſen hergenommen zu haben, die mit 32* — 488— den auf ackerbarem Land bewilligten Pachtzeiten in Ver⸗ bindung ſtehen, was aber eine ganz andere Sache iſt; es kann von keinem Pachter erwartet werden, daß er pflug⸗ bares Land ohne eine lange Pachtzeit in gehoͤrige Kraft ſetze; wo aber ſind die Koſten, die mit Weideland ver⸗ knuͤpft ſind? Folglich ſollten ſte, nach meiner Meinung, den Paͤchtern ſo lange Pachtzeiten bewilligen, als dieſe wuͤnſchten, mit der Erlaubniß, die Pachtung jedes ſiebente Jahr aufzugeben; aber mit der ausdruͤcklichen Bedin⸗ gung, daß ſie zwanzig pro Cent mehr Rente fuͤr die naͤch⸗ ſten ſieben Jahre bezahlen muͤßten, wenn ſie bleiben woll⸗ ten; verweigerten ſie dieſes zu thun, ſo muͤßte es dem Gutsherrn frei ſtehen, entweder mit ihnen, oder mit je⸗ mand anderem einen neuen Vertrag abzuſchließen. Dieſer Plan ſcheint gut geeignet, beide Theile ſicher zu ſtellen, den Pachter, daß er nicht durch irgend eine nicht vorher geſehene Umwaͤlzung zu Grunde gerichtet wird, und den Eigenthuͤmer, daß er nicht den halben Ertrag ſeiner Guͤter durch ſolch ein ſchnelles Sinken in dem Werth des Geldes verliere, dergleichen die Nation einige Jahre her erfahren hat. Fuͤr den Schafpachter muß ich nur bemerken, daß, wenn es nicht ganz ungelegen iſt, er beſſer daran thun wird, ſeine Schafe unter einander vermiſcht weiden zu laſſen, als die Jungen abgeſondert zu halten, und daß er hauptſaͤchlich Sorge dafuͤr trage, daß ſeine Heerden ſich nicht erhitzen, da die Haͤlfte der Krankheiten, welchen ſie unterworfen ſind, von nichts anderem herruͤhrt, und daß er darauf bedacht ſey, ſie haͤufig durch eine paſſende Zucht bon Lick Schafe m 2 G linder⸗B ihnen noc ttre, ort ſe nit; affctſt die gogen fül köpnte; mein Pa ich haͤuf Ir ſage über di dazn d (Glack ein ſeh wandt a in Etan chtzettn i De⸗ te Sache ſt; 6 „ daß tr pfus Khdtige Knit Wäddeland ber⸗ eine Meinung gen, als diſ gjedes ſiebente flichen Fedir⸗ fir de nach⸗ bleiben wol⸗ nißte es dem oder mit fe⸗ gen. Thall ſcher hirgend eine nde gerichttt t den halben es Einken in die Nation necken, daß daren thun weiden zu und daß er zeerden ſch welchen ſie tt, und dh ſenezuht 480 von Boͤcken aus dem Suͤden aufzufriſchen. Selbſt die, Schafe mit ſchwarzen Geſichtern ſind nicht auf den Hoch⸗ laͤnder⸗Bergen einheimiſch, und die Cheviot⸗Zucht iſt ihnen noch fremder; und beide Arten, beſonders die letz⸗ tere, arten bald aus in Geſtalt, Staͤrke und Wolle, wenn ſie nicht zeitig durch eine angemeſſent Zucht von Boͤcken aufgefriſcht werden. Dieß iſt ein Gegenſtand, zu dem ich mich ſo binge⸗ zogen fuͤhle, daß ich in Einem fort daruͤber ſchreiben. koͤnnte; aber ich ſehe, ich muß zum Schluß eilen, denn mein Papier geht zu Ende, meine Zeit iſt verſtrichen und ich haͤufe nur Worte ohne Geſchick. Vielleicht werdet Ihr ſagen, ich habe mich nicht beſtimmt genug ausgedruͤckt uͤber die Ge genden und den Theil der Hochlande, die ſt ch dazu eigneten, daß man auf ihnen Beſtaͤnde von Rindvieh (black-cattle) beibehiekte. Dieſe aufzuzaͤhlen, wuͤrde ein ſehr ſchwieriges Unternehmen ſeyn und ſo veworren als unverſtaͤndlich; aber ich habe es bereits als Regel hingeſtellt, daß, wo ein Viertel, oder wenigſtens ein Fuͤnftel eines Pachthofes nicht Artland und Wieſe iſt, Rindvieh weder der paſſendſte noch eintraͤglichſte Viehſtand ſey, und der Landwirth ſeinen Vortheil in dem Wechſel finden werde; und wo ein Pachthof zum Theil Artland, zum Theil Weide iſt, ſollte Rindvieh nur in gehoͤrigem Verhaͤltniß zu dem obigen gehalten werden. Es iſt eine ſchlecht begruͤndete Behauptung, die manche aüfſtellen, daß Schafe die Kraft der Nation ſchwaͤchen und das menſchliche Geſchlecht allmaͤhlig vertaͤgen muͤßten. Ange⸗ wandt auf einige gebidgige Bezirke, die ganz und gar icht im Stande ſind, eine zahlreiche Bevoͤlkerung zu erhalten, — 490— r iſt dieß unleugbar; aber aus dem ſtaatswirthſchaftlichen Geſichtspunct betrachtet, erſcheint dieſe Behauptung grundlos und abgeſchmackt. Warum ſind denn aber ſo viele unſerer Nachbarn durch die Verarbeitung von Schot⸗ tiſcher Wolle reich geworden? Und warum giebt Schott⸗ land noch immer ſo große Summen fuͤr Tuch aus, das aus ſeiner eignen Wolle gemacht iſt? Etwa deßwegen, weil das Volk dieſes Landes unfaͤhig iſt, in dieſem Zweig etwas mit Erfolg zu unternehmen? Oder aus Mangel an Haͤnden, die dazu noͤthig ſind? Oder nicht vielmehr deßwegen, weil der Unternehmungsgeiſt des Volks von denen, die daſſelbe leiten, auf unergiebigere Zwecke gerich⸗ tet wird? 8 Ich behaupte alſo, daß man bloß die Lage zu wech⸗ ſeln und nur die Geſetze der Vernunft bei der Vertheilung der Bevoͤlterung zu befolgen braucht, und daß es nur einiger Anſtrengungen bedarf, um dem Volk die Augen uͤber ſeinen eignen Vortheil zu oͤffnen, um die Angelegen⸗ heiten der Nation auf ſolch eine Weiſe zu ordnen, daß die Schafwirthſchaft dazu behuͤlflich ſeyn muß, die Haͤlfte mehr Leute anzubringen als bei der Rindvieh⸗Wirthſchaft, und vortheilhafter. Das Rindvieh haͤlt die Leute einen großen Theil des Jahres damit beſchaͤftigt, daß ſie das Futter fuͤr daſſelbe anſchaffen, was die Schafe ſich ſelbſt verſchaffen, indem ſie von der Natur mit Scharſinn und hiurelchenden Kraͤften verſehen ſind, um mit Leichtigkeit den Schnee zu entfernen, der den Boden bedeckt, waͤh⸗ rend das? Nindvieh verhungern oder aus der Hand gefuͤt⸗ tert werden muß. Und ich will Euch und jedem denken⸗ den Kopf uͤberlaſſea, zu beurtheilen, ob das Volk am borlheih ſcir W vötrſper lezten 8 derauf, wo hing drifache zahlen, Vohſſta ſeden g. 1 gruͤnde Folgerr der R trenal Eure Menſe Schaf teits Sumn und g ſtand Haufer mit J gen n gegen der H fannt Naſch d hſchaftlicen ehauphung enn aber ſo von Schot⸗ iebt Schott haus, das deßwegnn ſeſem Zweg dus Mangil it vielmehr Volks dor hecke geri⸗ he zu wech⸗ Jertheilung daß es nur die Augen Angelegen⸗ en, daß die die Hälfte dirthſchft Laute einen aß ſie das eſcch ſelbſ arſinn und keichtigkti kt, wäh⸗ and gefut⸗ im denken⸗ Volk an — 491— vortheilhafteſten beſchaͤftigt werde mit Verarbeitung un⸗ ſerer Wolle, oder mit dem Erzwingen von Ernten auf widerſpenſtigem Boden, oder mit Heuwerben. In dem letzten Fall iſt ſaͤmmtlicher Gewinn, oder die Hoffnung darauf, in den Leibern der Thiere zuſammen gedraͤngt, wo hingegen der Schafpachter es dahin bringen kann, dreifache Renten von den Leibern ſeiner Thiere zu be⸗ zahlen, und daß dennoch eine ungeheure Quelle von Wohlſtand und Betriebſamkeit, die daraus fließt, einem jeden geoͤffnet iſt, der ſich damit befaſſen will. Da mich aber dieſes auf langweilige Beweis⸗ gruͤnde fuͤhren wuͤrde, ſo will ich ſchließen mit der Folgerung: Es iſt Euer Vortheil, und der Vortheil der Nation ohne Einſchraͤnkung, welche beide unzer⸗ trennlich ſind, Eure Berge mit Schafen zu beſetzen und Eure Thaͤler mit Menſchen und Rindvieh;— mit Menſchen, welche im Stande ſind, die Wolle jener Schafe zu Tuch zu verarbeiten, und dadurch die be⸗ reits fuͤr das rohe Material eingenommenen großen Summen zu verdreifachen;— mit Menſchen, die willig und geſchickt ſind, die unſchaͤtzbaren Quellen von Wohl⸗ ſtand ſelbſt zu nuͤtzen, die jaͤhrlich in unermeßlichen Haufen von Fiſchen an ihre Kuͤſten gefuͤhrt werden;— mit Menſchen, die ihre heimathlichen Berge vertheidi⸗ gen wollen, wenn gleich die ganze Welt die Waffen gegen ſie ergriffe. So, und nur ſo, kann der Werth der Hochlande von Schottland jemals vollkommen er⸗ kannt werden, wenn, gleich einer wohl eingerichteten Maſchine, ein Rad allezeit das andere in Bewegung ſetzt. „ — 492— Ich habe alſo verſucht, in ſo wenig Worten, als moͤglich, einige der auffallendſten Zuͤge dieſes Thatſachen, die ich aufgefuͤhrt, und die Verbeſſerun⸗ — gen, die ich vorgeſchlagen habe, ſind aus der wirkli⸗ 3 cchen Anſicht, oder aus an Ort und Stelle gewonne⸗ ner Belehrung genommen; auch habe ich nichts vorge⸗ bracht, was ich nicht von einem jeden Hochlaͤnde unterſuch und beſprochen wünhte großen volksthuͤmlichen Gegenſtandes zu beleuchten. Die Felhe fid mi zugeton Nr.— waren. ( ſtufenn bis 17 jeglich Jabt der W dene laͤndli gehab 3 Täbel beinah fortwa dieſet tern Sumn inner in dieſ 4² E nig Worten Züͤge diſts chten. di Verbeſſermn⸗ der witi⸗ le gewonne⸗ ſcchts botge⸗ Hochlaͤnde Anh a u g. Folgende Tabellen, ſo wie folgender Brief uber Cehaſe ſind mir durch den General Dirom von Mount⸗ Annon zugekommen, dem ſie durch den verſtorbenen ſcharfſinnigen Mr. Malcoln, Pachter auf Burnfoot, mitgetheit worden waren. In den Tabellen kann man mit einem Blicke das ſtufenweiſe Steigen der Schafe und Wolle von 1750 bis 1795 uͤberſehen, ſo wie auch den Ertrag, den ein jegliches Schaf auf ſo vielen Guͤtern im Durchſchnitt giebt; und wir haben ſo eine kurze und genaue Geſchichte der Wirkungen, welche verſchiedene Jahre und verſchie⸗ dene politiſche Ruͤckſichten, Frieden, Krieg ꝛc. auf das laͤndliche Gewerbe und die Manafatturen dieſes Landes gehabt haben. Vom Jahr 4796 an, dem letzten in Mr. Nalcolm' 8 Tabellen, iſt der Durchſchnittspreis von je zwei Jahren beinahe derſelbe geweſen, obgleich die Preiſe der Schafe fortwaͤhrend auf⸗ und nieder geſchwankt haben. Seit dieſer Zeit habe ich die letzten Laͤmmer auf denſelben Guͤ⸗ tern zu funfzehn Schilling, und um die Haͤlfte dieſer Summe zu andern Zeiten verkaufen ſehen. Die Wolle iſt immer im Steigen geweſen, und der Durchſchnittspreis in dieſem Lande war im letzten Jahr(1806) 1 Pfund 12 Schillinge. — 494— Der Brief iſt, als das Erzeugniß eines Mannes V von ſo dier Erfahrung und Genauigkeit im Beobachten, obgleich einige der Bemerkungen fuͤr abgenutzt gehalten werden moͤgen, unverſtuͤmmelt gelaſſen worden. Er iſt ganz nach ſeiner Handſchrift, ohne daß ein Wort daran 1765 geaͤndert worden, abgedruckt. 1764 Verzeichniß der Preiſe von Widder⸗Laͤmmern, Mutterſchafen, und Wolle erſter Qualitaͤt, auf Burnfoot⸗Farm, von 1766 1 1750 bis 1798 einſchließlich. s. d. s. d. 1750. Laͤmmer 2 7 1757. Laͤmmer 3 2 176 Schafe 5 5 Schafe 6 2 Wolle 6 2 Wolle 6 0 4754, Laͤmmer 2. 7 1758. Laͤmmer 3 6 66 Schafe 4 5 Schafe 6 11 Wolle 7 0 Wolle 6 8 1752. Laͤmmer 2 6 1759. Laͤmmer 3 10 1 Schafe 4 4 Schafe 6 11 Wolle 6 0 Wolle 8 4 1753. Laͤmmer 3 4 1760. Laͤmmer 3 2 47 Schafe 5 3 Schafe 6 8 Wolle 5 6 Wolle 8 4 1754* Laͤmmer 3 9 1761. Laͤmmer 2 6 17 Schafe 5 3 Schafe 5 9 Wolle 6 0 Wolle 6 6 1755. Lämmer 3 1 1762: Laͤmmer 2 3— Schafe 5 3 Schafe 4 9 Wolle 6 0 Wolle 5 3 1756. Laͤmmer 2 10 1763. Laͤmmer 2 9 17 Schafe 5 9 Schafe 5 3 Wolle 6 0 Wolle 6 0 8 Nannes Jeobachtn, zt gehalte en. Er iſt Vort daran Kutterſchafen, im, von 5. 9. ner 3 2 4. 6 2 6 0 r 3 6 6 11 6 8 er 3 10 6 6 11 83 4 er 3 2 —— — Aͤ=DndSe — —2 —- S S=. 1765. 1772. 1773. s Laͤmmer 3 Schafe 6 Wolle 6 Lämmer 3 Schafe 7 Wolle 7 Laͤmmer 4 Wolle 7 Laͤmmer 4 Schafe 8 Wolle 7 Laͤmmer 3 Schafe 7 Wole 6 Laͤmmer 3 Schafe 7 Wolle 7 Laͤmmer 4 Schafe 6 Wolle 6 Laͤmmer 4 Schafe 7 Wolle 7 Laͤmmer 5 Schafe 9 Wolle 8 Laͤmmer 5 Schafe 9 Wolle 7 9. d o a. 0 O d G O d eee eeSeSS S 3 1776. 1777. 1778. 1779. 1780. 1781. 1782. Laͤmmer Schafe Wolle Laͤmmer Schafe Wolle Laͤmmer Schafe Wolle Laͤmmer Schafe Wolle Laͤmmer Schafe Wolle Laͤmmer Schafe Wolle Laͤmmer Schafe Wolle Laͤmmer Schafe Wolle Laͤmmer Schafe Wolle Laͤmmer Schafe Wolle 2 9 G O, O O b⸗ O ⸗ 0. 00 0 O. 00 G. % — d SSO O0S0SS=SS 8 d — 2 §. Laͤmner 6 Schafe 3 Wolle 9 Laͤmmer 5 Schafe 8 Wolle 9 Laͤmmer 5 Schafe 9 Wolle 9 . Laͤmmer 5 Schafe 11 Wolle 11 Schafe 12 Wolle 12 . Laͤmmer 5 Schafe 10 Wolle 12 Laͤmmer 5 Schafe 9 Wolle 13 8 Laͤmmer 5 11 6 4791. Laͤmmer 4 6 63 Schafe 8 1792. Laͤmmer 5 1793. Laͤmmer 4 0 3 6 6 0 6 6 8. Wolle 14 Schafe 9 Wolle 17 Schafe 7 1 Wolle 14 1794. Laͤmmer 5 Schafe 8 Wolle 14 O0 S2TSSSSS⸗ g 1795. Laͤmmer 6 10 Schafe 12 6 Wolle 18 2 1796. Laͤmmer 8. 3 Schafe 15 0 Wolle 23 4 Im J. 1796 find einige Laͤmmer um 9 Schill. verkauft worden. tberſic Bunnſoe Prteclen deſi 9e vn ich 9. met 4 afe 8 le 14 mer 3 afe 9 le 17 mer 4 afe 7 le 14 mer 3 afe 8 e 14 0 ner 6 10 fe 12 6 18 2 ner 8 3 fe 15 0 e 23 4 ſind einige 9 Schill den. — ————=——re ͤ„ = 497— Ueberſicht uͤber das Erzeugniß eines Schafs auf den Pachthöfen Burnfoot und Douglan, von 1756 bis 1801, Eurslees und Byrecleughwater, von 17164 bis 1781(die Zeit, wo ich ſie im Beſitz gehabt); Craig, von 4773 bis 478s(ebeufalls die Zeit, wo ich dieſen Hof im Beſitz hatte); und Hegell, von 1756 bis 1801.* Burnfoot 4 1.2I Purelegs . D. s Pyrccleuth. Cuig. s. d. s. d. 3. d. s. d. 1756 2 6 ¾ 2 41 4 1757 2 3 ¾ 2 8 1758[3 3 3 3 1759[3 9 8 3 1760 3 5 2 44 3 1761 2 2 ⅓ 2 4 8 4762 2 2 ½ 2 2 1763[2 6 ¾ 2 9 2 0n 1764 3 2 2 44 2 6 1765 3 0 3 81 2 1 1766 3 11 4 3 3 68 1767 3 6 4 5 3 d 1768 3 2 4„ 2 6 1770 2 8 2 14 2 6 17711 3 2 3 01 2 8 1772 3 9 3 86 2 7 4773 3 9[4 6 3 6½ 1774 3 6 3 44 3 8 3 4 41775 4 4 3 3 ½41 3 5 4 1 1776 3 8 3 9 3 4 ½ 12 10 1778] 3 0 28 2 8½4 2 9 ½ 41779 12 3 12 3 1 11½ 24 Burnfoot Eurzlees— Hound. Hegell Byeuehegk. Creis. Water. 5 d. 8. d. S. d. 8. d. 1780 2 4 ½ 2 4 4 11 2 23 1781 2 4 2 4 2 3 4782 2 8 2 10 2 9 17831· 3 2 3 4 3 9 1784 3 5 3 4 3 6 1785 4 2 4 2 3 11 1786 4 1½ 3 7 3. 9 1787 5 2 5 4 5 0 1788 5 1 5 6 1789 5 1 4 10 1790 4 11 4 10 1791 4 8 4 6 1792 5 3 5 9 1793 4 3 4 41 1794 6 1 6 0 1795] 6 1 6 0 1796 7 10)% 9 4 1797 5 8 5 11 1798 1 86 0 5 2 1799] 6 0 5 10 1800 6 0 5 10 1801 1 9 6 10 0 Man wird eine bedeutende Verſchiedenheit iin dem Er⸗ zeugniß eines und deſſelben Jahres bemerken. Dieſe ruͤhrt von dem groͤßeren Verluſt her, der einen Hof vor dem andern trifft. Es trifft ſich auch bisweilen, daß in dem einen Jahr mehr Schafe als in dem andern verkauft wer⸗ den, weil der Stamm eine groͤßere Ausmerzung erheiſcht. *) Der große Unterſchied entſtand durch ein außerordentliches Sterben unter den Jaͤhrlingen in Burnfoot. (brief J das dern ſachli 1. iben Eüch Jo her ige ſche werd men niß het di Lan gewe wich die den Nen eeſen und vom nur, abgeh Cnit. — =—==S=== ☛ S ͤ tj dem Er dieſe tuͤhtt vor dem aß in den jauft wer⸗ erheiccht mnentlice (Brief des Pachters Mr. Malcoln an den General Dirom von Mount⸗Annan). Sir! 1 Da Euer beinahe unerreichter pattiotiſcher Eifer fuͤr das Beſte Eures Landes Eure Aufmerkſamkeit unter au⸗ dern auf die Verbeſſerung der Schafe gelenkt hat, haupt⸗ ſaͤchlich in Hinſicht der Veredelung der Wolle, ſo bin ich uͤberzeugt, daß jede Nachricht uͤber dieſen Gegenſtand Euch genehm ſeyn werde, obgleich vieles davon fuͤr den Zweck wenig werth ſeyn mag. Ich bin einer von des Herzogs von Buccleuch's Paͤchtern in Eskdale. Wenn irgend eine der folgenden Bemerkungen uͤber Schafwirth⸗ ſchaft in irgend einer Hinſicht Eures Beifalls gewuͤrdigt werden mag, ſo habe ich um die Gunſt zu birten, daß mein Name nicht genannt, und baß keine oͤffentliche Kennt⸗ niß von dem genommen werde, was ich ſchreibe. Erlau⸗ bet mir zu ſagen, daß nur unter dieſer Bedingung ich niir die Freiheit nehme, dieſen Brief an Ench zu ſchreiben. Landwirthſchaft iſt zum Theil das Geſchaͤft meines debens geweſen; ich bin dermalen ein alter Mann und habe mich von der Welt zuruͤck gezogen. Es giebt mancherlei verſchiedene Arten von Gras, die auf Bergen wachſen, die in verſchiedenen Jahreszeiten den Schafen Futter geben. Es giebt eine betraͤchtliche Menge Moosboden auf ſehr vielen Bergen; dieſer Boden erzeugt Heide(heath), ling,(Eriea vulgaris?) Moos und deerhair(Polytrichum?) die Schafe freſſen Heide vom Anfang des Sommers bis Lichtmeſſe; ſie moͤgen ſie nur, ſo lange ſte jung iſt; ſie wird haͤufig im Fruͤhjahr abgebrannt. Ling waͤchſt das ganze Jahr und iſt ein vortreffliches Schaffutter; ſie beißen es nicht mit ihren Zaͤhnen ab, ſondern ziehen die Wurzel ſammt dem Sten⸗ gel heraus. Moos beginnt im Februar zu wachſen; die Schafe freſſen es auf dieſelbe Weiſe wie das Ling. Deerhair waͤchſt gegen Ende Aprils und wird den Som⸗ mer hindurch gefreſſen. Die Schafe koͤnnten auf den Bergen ohne dieſe Graͤſer nicht erhalten werden, weil das Wieſengras(lay grals) nicht fruͤher als den erſten April kommt. Wo ein Hof nicht ſaͤmmtliche, oder die meiſten obiger Graͤſer erzeugt, ſondern nur Wieſengras(lay grals), ſind die Schafe groͤßtentheils im Fruͤhjahr ſehr herunter, und viele von ihnen ſterben aus Mangel, wenn ſie einen harten Winter ausgeſtanden haben. Es giebt eine große Menge Moraſt⸗ oder Sumpfboden, auf manchen Bergen. Im Sommer giebt es da nicht viel zu beißen fuͤr die Schafe, im Winter kommt er ihnen aber ſehr zu Statten. Es iſt eine große Verbeſſerung, dieſe Suͤmpfe trocken zu legen; dieß macht das Gras heil⸗ ſam, vermehrt deſſen Menge und macht es eßbar in Froͤ⸗ ſten, wo jene eine Eisdecke in ihrem natuͤrlichen Zuſtand bilden. Es iſt zweckmaͤßig, dieſe Suͤmpfe jedes dritte Jahr zu maͤhen; wenn ſie nicht gemaͤhet werden, ſo er⸗ wachſen ſie zu kleinen Huͤgeln, welche die Schafe kaum anruͤhren. Sie erzeugen gutes Heu fuͤr Schafe und Rind⸗ vieh, und das Eutwaͤſſern bewirkt eine große Verbeſſe⸗ rung. Ein gehoͤriges Verhaͤltniß aller der verſchiedenen Grasarten, die ich erwaͤhnt habe, macht den vollkommen⸗ ſten Schafhof aus; aber ein ſolcher Hof iſt ſchwer zu finden. Es iſt ein großer Vortheil, Moosboden an den niedrigen Theilen eines Guts zu haben, weil die Schafe 4 üt mit ihen t dem Sten, vachſen; die das Ling. d den Som⸗ ten auf den n, weil das erſten April die meiſten ngras(aj üͤhjahr ſeht ngel, wenn wwpfboden, a nicht viel t er ihnen arbeſſerung, Gras heil⸗ at in Fti⸗ en zuſtand ades dritte en, ſo er⸗ dafe kaum und Rind⸗ Verbeſſe⸗ chiedenen Kkommen⸗ ſchwer ſu en an den eSchaft — 501— bei jeder Art von Wetter leicht dazu kommen koͤnnen. Wo dieſer Boden nur auf den Gipfeln der Berge iſt, da iſt es ſehr angenehm, wenn dieſe weder hoch, noch ſteil ſind, weil die Schafe, beſonders junge, große Schwie⸗ rigkeit finden, dahin zu gelangen, wenn ſie in ſchlechtem Zuſtand im Fruͤhjahr ſind; und uͤberdieß dauert auch der Einfluß der Froͤſte laͤnger und verhindert durch das Bin⸗ den des Bodens das Ling und das Moos an dem Sprie⸗ ßen. Es iſt ein großer Vortheil, ein gegen die Winde, beſonders aus kalten Strichen, gut geſchuͤtzten Pachthof zu haben. Es iſt angenehm, ſteinerne Markdaͤmme zu haben. Die Paͤchter koͤnnen aber im Allgemeinen unmoͤg⸗ lich die Koſten davon tragen; es iſt eine Verbeſſerung, die es wohl werth iſt, von dem Eigenthuͤmer vorgenom⸗ men zu werden, und kein verſtaͤndiger Pachker wird ſich weigern, Zinſen davon zu zahlen. Wo keine Markdaͤmme ſind, ſollten Marken an den Waſſerſcheiden, das heißt auf den Gipfeln der Berge, ſeyn. Wo Pfaͤhle Marken ſind, koͤnnen zwei Heerden nicht ruhig neben einander weiden. Es iſt noch ſchlimmer, wenn Marken laͤngs des Abhangs eines Berges ſind. Es giebt mehrere Hoͤfe in Eskdale, welche ein Schaf auf einen Acker halten, die meiſten gebrauchen zwiſchen ein und zwei Acker, und manche zwei Acker und daruͤber. Das ſind nicht die ſchlechteſten Pachthoͤfe, die das meiſte Land auf ein Schaf brauchen; ſie haben nur eine große Menge Moosboden, welcher, obgleich ſehr geeignet, ein Schaf zu einer ſchoͤnen Groͤße anzufuͤttern, doch eine viel groͤßere Flaͤche erheiſcht. II. Theil 3 33 — 502— Durch ganz Schottland ſind die Schafe nur in zwei verſchiedene Arten getheilt, welche die kurzen und die lan⸗ gen heißen. Es iſt eine Frage unter Landwirthen, ob Langſchafe jedem Boden entſprechen moͤchten; nach meiner Meinung, ja. Man hat die beſte Art Langſchafe auf und nahe den Cheviot⸗Bergen, welche ſo kalt und ſtuͤrmiſch ſind wie irgend welche in Schottland. Es iſt lange dar⸗ uͤber Streit geweſen, ehe die Langſchaf⸗Wolle auf den gegenwaͤrtigen hohen Preis geſtiegen war, welche von bei⸗ den Arten die eintraͤglichſte waͤre; der lange(dinmont) Jaͤhrlingsbock und Widder(Hammel) verkaufen ſich im Allgemeinen am hoͤchſten, ſo auch das Mutterſchaf und das Lamm. Die Vertheidiger der Kurzſchafe fuh⸗ ren an, daß ſie weniger Weide erfordern; ich bezweifle aber die Thatſache, nach der Meinung eines der verſtaͤn⸗ digſten Landwirthe, die ich kenne, welcher beide Arten aufgeſtellt hatte, und welcher zuerſt zu Gunſten der Kurz⸗ ſchafe eingenommen war; er verſicherte, daß ſie eben ſo viel fraͤßen als die Langſchafe. Ein kurzer Jaͤhrling von Auszeichnung verkauft ſich im Allgemeinen um einen hoͤhe⸗ ren Preis als ein langer Jaͤhrling, weil man einen aus⸗ gedehnteren Markt fuͤr jenen hat. In ſaͤmmtlichen Thaͤ⸗ tern von Yorkſhire werden keine andern Jaͤhlinge fuͤr die uͤbrigen Gemeinheiten in England und fuͤr die Hochlande Schottlands gekauft; ich bin der Meinung, daß ſie nur in dem Verkauf der Jaͤhrlinge einen Vorzug haben, und wegen des obigen großen Verbrauchs iſt der Gewinn aus Kurzſchafen auf den meiſten Pachthofen in Tweeddale, An⸗ nandale und Nithesdale die Jaͤhrlinge. Sie haben einen großen Vortheil vor uns in der Aufzucht der Jaͤhrlinge diſe! hinge unſern Londe und ver d welch ſcch d Lagen mel, Dieß zu he Jähr haup me Nur Lint zeng Pach ut in zwe nd die lan⸗ tthen, a5 lach meiner fe auf und dſuͤrmiſc lange dar⸗ le auf den he von bii⸗ dinmonl) fen ſich in Nutterſchaf chafe fuͤh⸗ bezweifle t verſtäͤn⸗ ſeide Arten der Kur⸗ ſe eben ſo zrling bon inen hoͤhe⸗ enen aus⸗ chen Tho⸗ he fuͤr die hochlande ſſe nur ben, und vinn aus dale, An⸗ ben einen ahringe — 5303—. dieſe bleiben ſo gut wie ihre alten Schafe am Leben, da hingegen groͤßtentheils ein Fuͤnftel, bis ein Viertel von unſern Mutterſchafen ſtirbt. Jaͤhrlinge ſollten auf einem Lande gezogen werden, wo es eine große Quantitaͤt Heide⸗ und Quellboden giebt, naͤmlich Moos und Ling; trocke⸗ ner Boden, der einen guten Theil Wieſenweide hat, und welcher gegen Norden und Oſten wohl geſchuͤtzt iſt, eignet ſich am beſten fuͤr Mutterſchafe; kalte, feuchte und hohe Lagen eignen ſich am beſten fuͤr Jaͤhrlingsboͤcke und Ham⸗ mel, weil ſie das groͤßte Ungemach ertragen koͤnnen. Dieß macht es bisweilen angenehm, mehrere Pachtguͤter zu haben, die ſich fuͤr die verſchiedenen Schafarten, als Jährlinge, Mutterſchafe und Hammel, eignen. Die Be⸗ hauptung muß eichtig ſeyn, daß der Pachthof, der am meiſten abwirft, fuͤr das Allgemeine von dem groͤßten Nutzen ſeyn muͤſſe, voraus geſetzt, daß er die Zahl der Einwohner nicht mindert. Ich bin aus Erfahrung uͤber⸗ zengt, daß ein Landwirth, der ſo genannte anhaͤngende Pachthoͤfe(led farms) beſitzt, aus ihnen zuſammen mehr machen kann, als wenn ſie vereinzelt waͤren, und ich halte es fuͤr ausgemacht, daß die Volksmenge dadurch nicht vermindert wird. Obgleich Weidewirthſchaft ein. diel einfacheres Geſchaͤft zu ſeyn ſcheint als Ackerwirth⸗ ſchaft, weil weit weniger Enzelnheiten dabei vorkommen, o jſt ſie doch eben ſo ſchwer zu verſtehen(zu begreifen); die Irrthuͤmer bei der einen ſind von viel ſchlimmeren Folgen begleitet als die bei der andern; daher iſt es noth⸗ wendig, daß man ſich mehr vor ihnen in Acht nimmt. In den letzten zwanzig Jahren ſind große Verbeſſerungen in der Schafwirthſchaft gemacht worden; und es laͤßt ſich 33* — 504— immer noch viel lernen. Nur Maͤnner, welche alte Vor⸗ urtheile abſtreifen kͤnnen, und welche Capitale beſitzen, koͤnnen Verbeſſerungen irgend einer Art unternehmen. Wenn Pachthoͤfe ohne Ueberlegung getheilt und beſchnit⸗ ten werden, wird ſich kein unternehmender Mann dazu verſtehen, das Geſchaͤft zu treiben. Ich bin der Mei⸗ nung, daß ein Landeigenthuͤmer, hinſichtlich der Ausdeh⸗ nung der Pachthoͤfe, ſich keine feſten Regeln ſetzen ſollte, und daß es ſein Vortheil ſey, einem Pachter, der ſich in ſeinem Geſchaͤfte auszeichnet, alle Aufmunterung zu geben. Ich bin der Meinung, daß wo die Weide ſich fuͤr eine Zuchtſchaͤferei eignet, deren Erzeugniſ Laͤm⸗ mer und alte Mutterſchafe ſind, dieß das eintraͤglichſte ſey, beſonders wenn die Nachfrage gut iſt; wo Schafe in einem niedrigen Preis ſtehen, verkaufen ſich Hammel verhaͤltnißmaͤßig beſſer, weil man einen ausgedehnteren Markt fuͤr ſie hat. Wir verkaufen unſere Mutterſchafe und Laͤmmer meiſtentheils nach Northumberland und Yorkfhire, und neuerdings wird eine betraͤchtliche Anzahl in Schottland abgeſetzt; Hammel werden hauptſaͤchlich in Yorkſhire und weiter ſuͤdlich verkauft. Die Krankheiten, welchen die Schafe unterworfen ſind, ſind mancherlei; ich werde nur einige der toͤdtlichſten erwaͤhnen. Die Faͤule(the rot) rafft die meiſten weg. Wir ſchreiben ſie drei Urſachen zu, dem Hunger, naſſer Witterung in den Monaten September und October, und friſch nieder gelegtem Grasland, was Feldfruͤchte getra⸗ gen hat. Wenn wir lange Stuͤrme im Winter haben, und es kein Heu giebt, ſo ſind ſie ſehr geneigt, von der Fäüle beſten Es gr richt; nitte des E welch de 3 ſie et ſe welc worr gieh diet eine den her find and die Jalte Vor⸗ ale beſitzen, ternehmen. d beſchnit⸗ Nann dazn der Mi⸗ eer Ausdeh⸗ geln ſchzen achter, der fſmunterung die Wedde ugniß käm⸗ ntraͤglichſte vo Schafe h Hammel gedehnteren dutterſchaft rland und iche Anzahl zuptſächlich irterworfen todtlichſten eſten weg. er, naſſer bber, und chte getra⸗ ter haben, t, von di — 505— Faͤule befallen zu werden. Das Trockenlegen hat die beſten Wirkungen zu Verhuͤtung dieſer Krankheit gehabt. Es gereicht ſehr zum Beſten der Landwirthe, ihre Weide nicht zu uͤberſetzen. Dieß iſt eins der beſten Verwahrungs⸗ mittel gegen dieſe Krankheit und vermehrt allezeit den Werth des Erzeugniſſes um vieles.— Es giebt eine Krankheit, welche die Seuche, Darmgicht(sicknéls), heißt, welcher die Jaͤhrlinge hauptſaͤchlich unterworfen ſind; ſie befaͤllt ſie etwa von Martini an bis zum Fruͤhjahr; ſie ſchwellt ſie ſehr auf, und ſie haben Verſtopfung. Jaͤhrlinge, welche Ruͤben zu freſſen bekommen, ſind ihr nicht unter⸗ worfen, weil dieſes Futter ihre Leiber offen erhaͤlt. Es giebt noch eine Krankheit, welche ſehr toͤdtlich iſt, und die wir das Zittern(the louping ill) nennen; es ſcheint eine Art Schlagfluß(Laͤhmung, palsy) zu ſeyn, da ſie den Gebrauch ihrer Glieder verlieren. Dieſe Krankheit herrſcht von Anfang Aprils bis Ende Mais. Jaͤhrlinge ſind ihr am meiſten unterworfen. Es giebt noch viele andere Krankheiten; ſie ſind aber nicht ſo allgemein wie die eben erwaͤhnten. Das Schmieren der Schafe iſt in dieſem Lande allgemein uͤblich; wir finden nach wiederholten Verſu⸗ chen, daß ſie nicht weiß gehen koͤnnen wie viele Heer⸗ den an der oͤſtlichen Kuͤſte; bleiben ſie weiß, ſo behal⸗ ten ſie ihre Wolle nicht und fangen nicht an zu wachſen. Der große Nutzen des Theers iſt, daß er das Ungeziefer toͤdtet, von welchem die Schafe ſehr geplagt werden. Es iſt noͤthig, die Zwiſchenraͤume enge zu machen; ſind ſie weit, ſo niſtet ſich alles Ungezieſer da ein, wohin das — 306— Theer nicht reicht, und daburch koͤnnen die Schafe ſehe leicht die Raͤude bekommen. Je mehr Butter mit dem Theer vermiſcht iſt, deſto beſſer wird die Wolle ſeyn. Es ſetzt den Fabrikanten in den Stand, das Theer großen⸗ theils auszuwaſchen. In dem Oſten von Tiviotdale ver⸗ miſchen einige Landwirthe 40 Engliſche Pfund Butter mit 16 Quart Theer. Gewoͤhnlich nimmt man in dieſem Lande nur 24 Pfund. Den Schafen bekommt es nicht wohl, wenn ſie viel beunruhigt werden; deßwegen muß ein Schaͤfer ſeinen Hund mit vieler Vorſicht gebrauchen. Die große Kunſt zu huͤten iſt, den Boden gehoͤrig abzu⸗ weiden. Es erfordert ſowohl viel Aufmerkſamkeit, als Geſchicklichkeit, die Heerde des Nachts an ſolchen Orten zu lagern, wo ſie am beſten geſchuͤtzt iſt; ein Schaͤfer darf aufs hoͤchſte nicht uͤber acht hundert Schafe zu be⸗ ſorgen haben. In dieſem Theil des Landes haben wir durch Ein⸗ fuͤhrung von Schafboͤcken von der Oſtkuͤſte unſere Wolle ſehr veredelt und ſind fortwaͤhrend im Veredeln begriffen. Manche glauben, wir machten unſere Zucht zu fein fuͤr unſere Weide. Ich bin nicht der Meinung. Kein Zwei⸗ unfere Weld bt 1 fel, daß wir mit Vorſicht zu Werke gehen muͤſſen; denn es iſt ein richtiger Grundſatz, daß eines Landwirths Vieh eher unter als uͤber der Guͤte ſeiner Weide ſeyn muͤſſe. Gegenwaͤrtig iſt die Wolle ein ſehr wichtiger Gegenſtan fuͤr uns; ſie darf aber nur ſo weit veredelt werden, als es mit dem Beſten des Schafes vertraͤglich iſt, das heißt, die Carcaſſe muß unſere erſte Ruͤckſicht feyn. Ich freue mich zu hoͤren, daß die Spaniſche Zucht an der Oſtkuͤſte ſo gut gethan hat; aber dieß iſt nicht genug, um einen Landb bis w Die unſert eine beinal den. ten, Brief habe Sche gen Scheft ſeß kter mit dem e ſeyn. Es heer großn⸗ viotdale ber⸗ Butter mi in in dieſen it es niht Wwegen nuß gebrauchen. hoͤrig abzu⸗ zmkeit, als chen Orten in Schaͤfer aſe zu be⸗ durch Ein⸗ nſere Vole begkifen. zu fein füt Kein Zwei⸗ ſen; dent iths Vich eyu muͤſe — 4 gegenſtand 2— — 2 —— — — 2N — —— ⏑—½⁹ — — — — — — un eitten — 507— Landwirth aufzumuntern, dieſe Art Schafe einzufuͤhren, bis wir verſichert ſind, daß ſie im Verkauf nicht leidet. Die Meinungen der Perſonen, die von uns kaufen, muͤſſen unſere Viehart beſtimmen; und ich fuͤrchte, es moͤge noch eine betraͤchtliche Weile hingehen, ehe ſie ſich mit einer beinahe gaͤnzlichen Umwandlung der Zucht ausfoͤhnen wer⸗ den. Ich habe viel Urſache, Euch um Verzeihung zu bit⸗ ten, daß ich mich erkuͤhnt habe, Euch einen ſo langen Brief zu ſchreiben; was ich uͤber den Gegenſtand geſagt habe, ſind nur ganz gewoͤhnliche Bemerkungen, die allen Schafpaͤchtern ſehr gut bekannt ſind; aber vielleicht moͤ⸗ gen einige davon Euch neu und nicht mißfaͤllig ſeyn. 1. Juli, 1792. A. Naerbrer, S. 78 Abfallen, der Vliehe 143. Abukir 64. Adur, Fl. 320. 1 Aegyyten 31. 37. 44. Afrika 11. 12. 22. Aikin, Dr. 125. Alba, Herzog, 66. Alderney 42. Alfred 58. Alter der Schafe 163. Ancaſter, 250. 378. 379. Anderſon, Dr. 21. 27. 108. Angleſey, 408. Angora 73. Angus 461. Annandale 502. Araber, 37. Arabien 32. 38. Archipelagus 63. Argali 20. 24. 31. Argonautenfahrt 23. 45. Argyleſhire 446. Arkadien 24. 127. Arkwright 66. Ashdown 320⸗ Aſten 2 Aſſynt 440. Athol 458. 463. D'Aubenton 176. Ausfuhrhandel 5. 52. 61. 63. Ausfuhr⸗Verbote 61. 64. Ausraufen der Vließe 152. Aylesbury 341. Abhabeuſches Namen⸗ und Sacheöiſe (Die Zahlen bedeuten die Seiten). ——;—— 1 B. Badenoch, 456. 458. Bailey 401. Baize 198. Bakewell 87. 121. 128. 228. 381. Bala 78. 409. Banbury 340. Banffſhire 459. Bangor 410. Banſted Downs 332. Bantam 107. Baͤr 20. Bath 358. Baumwollen⸗ Manufactur 420. Beachy⸗Head 334. Bedeckung der Schafe, kuͤnſt⸗ liche, 98. 103. 364. Vedfotd. Herzog don, 128. Bedfordehire 308. Beiderwand 225. Beinn⸗ſhuardal 204. Belvoir 380. Bengalen 108. Berberei 63. Bebtibire 337. Berry Beitlgekze der Schafzuͤchtet Biber 20.* Bilboa 117. Black, Dr. 67. Black- cattle 440* ‧‧8 ddͤſͤſͤſͤſͤſͤſͤſͤſſͤſͤͤͤͤſſ⅓ achregiſte B. 56. 458. 121. 128. A 59. ons 332. Manufactut u d 33t6. er Schafe, kut 103. 364. herzog von, t rdal 204. 8. „ 386. 380, M. der Schaßzücht 7 Blair 463. Blankets 194. 339. Blaſius, Biſch., 42. Bocking 66. Boden, Einfluß deſſ. auf die Wolle 124. Bdulton 68. Br aba nt 53. Brandon 159. Brecknock 411. Bredalbine 463. Breeder 448. Brighton 67. Briktannien 57. Bruͤchigkeit der Wolle 196. Bucclench, Herzog v., 499. Bucharei 88. 184. Buckinghamſhire 341. Buenos⸗Ayres 106. Burnfoot⸗Farm 494. Bury St. Edmunds 258. 344. Butt auf Lewis 440. Byrecleughwater⸗Farm 497. C. Cadir 118. Cairngorum 459. Caͤſar 166. Caithueß 473. Cgledoniſcher Kanal 456. Caledoniſches Thal 464. Cambridgeſhire 75. 254. 304. Cameel 13. 37. Camelots 76. Canaan 38. Cantyre 440. Cape⸗Wrath 449. Carcaſſe 88. Cardigan 410. Carduus 41. Carey 235. Caruarkhenſtire 410. Carnarvonſhire 410. Carpets 77. Carses 457.. Caſhmir 22. Caſhmir⸗Shawls 20. Caſtilien 97. Catharina, heil., 42. 88 Catharine„wyheel 42, 188. — 50⁰9— Chillot 77. Charnwood-Forest 260. 378. Charwell, Fl. 339. 1 Cheſhire 385. Cheviot⸗Huͤgel 121. 404. 502. Cheyiot⸗Schafe 404. 443. 473. Chiltern⸗Huͤgel 341. China 11. Cleveland 75, 240. Clipper 135. Cloddiness 230. Colbert 69. Colcheſter 66. Colchis 34. 45. Conſtitution, thieriſche 85. — des Schafs 90. Cordilleras 63. Cornwall 112. 286. 354. Cotteswold⸗Berge 299. Cotteswold⸗Bezirk 287. Cotteswold⸗Schaf 230. 287. Coiting in the pile 166. Craig⸗Farm 497. Culley 121. 401. Cumberland 400. D. Dalnaſpidal 462. Dampfmaſchine 67. Daͤnemark 12. Daͤnen 58. Darmgicht 505. Dartmoor⸗Forſt 352. Dean⸗Forſt 361. Dee, Fl. 459. Deerhair 451. 499. Delamere⸗Forſt 385. Derbyſhire 383. Derbyſhire⸗Schafe 383. Deukaledoniſches Meer 456. Deutſchland 54 63. Devizes 66. Devonſhire⸗Bezirk 282. 350. Devonſhire⸗Schaf 229. 282. Dichtheit des Stapels 230 Dinmonts 443. Dipsacus fullonum 41. Dirom, General, 493. Dishley⸗Bezirk 260. Dishley⸗Schaf 121. 228. 260. 288. 341. Distaff 40. Dorcheſter 305. 347. ornoch 440. Dorſetſhire 346. Dorſetſhire⸗Schaf 283. 317. 318. 323. 331. 346. 351.372. Dotter(olk) 16. 96. 131. Doublet 224. Douglan⸗ Farm 497. Downham 15 Downs 315. h19 7. 334. 346. Drawing 173. Dromedar 13. Drumochder 462. Dum barton 449. Durham 237. 402. E. East Bourne 345. Echtheit des Haars 216. Edgar 59. Eduar d III. 62. 64. 303. Eild 443. Einfuhr⸗ Verbote 4. 60. 64. Einſchlag 3 Einſrerten der Schafe in Staͤlle Lliſadett, Koͤnigin, 80. Ely, Inſ. 254. Engiande Handelsgeiſt 55. Euglands Vließe 55. 224. Entwaͤſſern 500. Epping⸗Forſt 312. Eskdale 499, 501. Eſſer 75. 344. Euphrates 33. Europa, noͤrdl. 11. 28. Eurslees⸗Farm 497. Evesham Exeter, Wollmarkt 282. Ermoor⸗Schafe 350. 356. 8657/ Fabrik⸗Waͤſche 132. Falkirk 468. Farbe der Schafe 22. 91. Farbe der Wolle 210. Faͤrbekunſt 43. 211. — 510— Faͤule der Schafe 504. Fearnoughts 494. Feinheit der Wolle 270. Pell s 401. Fellwolle 414. Ferrſchweiß d. Schafs 16. 96. Feueigkeit, Einfluß derſ. auf d. Wolle. 110. 137. Filz 71. zilzende Eigenſchaft d. Wolle 36. 165. 198. 321. Filzhuͤte 79. Linish 208. Finke 146. Flachsbau 37. Fläͤminger 61. 66. 75. Flandern 42. 51. 53. 61. 66. 322. Flaum 151. Florenz 490. Forſtgrund 327. Forſtrace 380. 462. Frankreich 34. 68 Franzoſen, ibre Forſchungen uͤber Wolle 9 Fuchs 20. Füdſe, Verheerungen derſelb. zutter, Einfluß deſſ. auf d. Wolle 113. Futterkraͤuterban, Einfl. deſſ. auf d. Wolle 157. G. Gaeliſche Sprache 450. Galloway⸗Rindvieh 441. Gedrungenheit des Stapels 230. Geldwerth 487. Gemeinheitstheilungen 232. Genua 25. 49. Gerberwolle 290. Geruch der Wolle 21. Geſchmeidigkeit d. Wolle 193. Geſetzgebung, Brittiſche, hin⸗ ſichtlich der Wolle 64. Geſundheit der Schafe, deren Einfl. auf d. Wolle 128. Gewicht, ſpecifiſ., d Wolle 2124 501. e drd. dafs 18, 90. ſluj derſ auf 137. d- d. Pele . 75. 53, 61. 66. * Forſchungen noen derſell. deſſ. auf d. „Einfl. deſf . 56 2 1579. ieh 1. ds Stepelt ngen 232. AMar 193. üc hin⸗ 3 detet Wolle 128. d Pöle an — * Gewichts⸗Verluſt der Wolle durchs Waſchen 132. Gillespie, Mr., 443. Gimmer 443. Glamorgan 409. 410. Gleichfoͤrmigkeit des Wollhaars 129. Glen⸗Avon 481. Glengary 487. Glenmore 485. Gleushiel 487. Glentilt 463. Glen⸗Orce 484. Glonceſterſhire 287. 360. Gordon, Herz. v., 460. Grampian⸗Verge 440. Graͤſer 499. Grenzlinie auf dem Koͤrper d. Schafs fuͤr verſchiedene Wollgattungen 16. Greys 176. Griechenland 34. 44. Guilford, Marſch v., 281, Guinea 29. 108, H. Haar, das, 12.— deſſen Struc⸗ tur 93. 297.— Verwandſch. zw. ihm und Wolle 13.— verſch. Arten 18. Haarige Wolle 14. Hampſhire 325. B Schafe 347. 326. andel, Engl., deſſen Ausdeh⸗ nung 63. Hargrave 66. 161. Heather 451. Hegell⸗Farm 497. Hende⸗ Bezirk 383. einrich II. 60. Herdwicks 401. Herefordſhire 360. 363. Hereford⸗Schafe 364. Hertfordſhire 343. Hachlande⸗ Schottlands 439. Hochländer, ihre Sitten 478. Hog 163. 445. Holbeach 255. Holderneß 75. 240. 241. II. Theil. 511— Humber 56. Hunger, deſſ. Einfluß auf die Wolle 120. Huntingdonſhire 257. 307. J. Jamtaika 105. Jaya Inſ. 105. 107. lenny 66. 161 Johnſon, Dr. 479. loint 218. Jordan, Fl. 38. Zrland 63. 70. 112. Island 29. Italien 49. 104. 5 K. Kalkſtein, deſſ. Wirkung auf die Wolle 125. Kamm 11. 72. 73. 152. 185. Kaͤmmwolle 189. 196. 291. Kardaͤtſche, ſ. Kratze. Kardendiſtel 41. Kelp 454. 458. 482. Remp 220. Kennet, Fl. 337. Kent 56. 275. 323. Kermaniſchen Berge 112. Kette 38. Kidderminſter 77. Kintail 463. Klima, deſſ. Einſtuß auf die Wolle 103. Rnots, ſ. Nots. Krankheiten der Schafe 50 4 — des Vließes 168. Kratze 41. 178. Kraͤuſelung 180. Kreiden⸗Wolle 124. 200. Kreinpel 41. 178. Krempelwolle 180. 189. 191. 293. Kreuzung 84. Kreuzzuͤge 73. Kurzſchaf 447. 462. 502. Kurzwolle 293. Rylies 440. „X. Laban 22. Laͤmmerwolle 323. 325. 349. 445. Lancaſhire 386. Laͤnge des Vließes 184. 191. Langſchafe 447. 462. 502. Langwoll? 119. 121. 226. 237. Langwollige Schaſe 228. Laugthon 412. Tawns 26.. Lay-grals 500. Led farms 503. Lee, Mag. Wlll., 78. Leeds 391. 414. Lehnguͤter 476. Leiceſter, Grafſchaft 78. 121. 260. 263. 378. Leiceſter Schafe 260. Leinwand 37. 44. Levante 64. 73. Lincoln 56. 75. 81. 112. 421. „ ,241. 243. 248. 378. Lincolnſhire⸗Schaf 228. Ling 451. 499. Linsey Woolsey 225, Linton⸗Zucht 462. Livery 174. Tlanrost 410. Lochaber 461. Lochavon 459. Loch⸗Brooms 454. Lochy, Fl. 485. Long⸗Island 455. Long⸗Mynd⸗Schafe 373. Pong⸗Sutton 255. Lothiaus 449. Luagh 204. Luag chad 205. Lybien 24. M. Macdonald 487. Maggill 133. Male oln 495. Malta, Wichtigk. f. d. engl. Handel 247. Man, Inſ., 411. — 512— Mancheſter 125. Manufacturen 44. 690. 474. Marioneth 411. Marlborough 103. 140. 334. Marſchland, 253. 300. Marſchſchafe 276. Maſchinenweſen 362. Matching 173. Mauren 50. 66. Marxwell 258. Mendip⸗ Hugel 256. Merino 102. 450. 322. 369. Merse 449. Meſoporamien 31. Meſta 51. Middleſex 290. 345. 414. Mikroſkop 93. Milch 30. M'Intire 464. Monar 481. Monmouthſhire 369. Montgomery 409. Moore 77. Moorlands 241. 375. 396. Moorlands⸗Race 375. 396. Moosboden 500. Morfe⸗Schafe 373. Mosprie 451. Motley 392. Mountaineer 293. MQueen 479. Muff 19. Muflon 20. Mugs 405. Muirs 485. Mull, Inſ., 468. Mutzen, geſtrictte, 79. N. Nantes, Ebict von, 66. 69. Negretti 63. 356. Neu⸗ teieer Schaf 228. 245. 261. Neu⸗Sud⸗Wales. 107. Newecemde⸗ 8 Engine 67, Niederlande 52. 61. 74. Nil 34. Niehesdate 502. Noil 487. 196. 221. 44 Norbamerika 12. Nord⸗Riding 396. Nord⸗Wales 408. ͤͤeͤS ——— 66. . 3²2. 369, 5. 414. 9. 5. 396. 75, 396, Norfolk 40. 74. 253. 294. Norfolkſchafe 257. 294⸗ 312. Northamptonſhire 264. Rorthumberland 404. Norwegen 112. Norwich 73. 74. 149. Nokkingham 78. Nottinghamſhire 379. Nots 283. 350. O. Oelkuchen 250. Okehampton 3544 Orpheus 45. Oſtindien 11. Oſ⸗Riding 394. Onse, Fl., 347. Orfordſhire 339. Pachthoͤfe, deren Ausdehnung 504. „Pachtzins 480. Palatin 19. Pallas, Dr., 20. Parry, Dr. 129. 172. 369. 401. Pech 134. Pelze, verſchiedenartige, der Schafe. 11. Pembroke 410. Peniſtone 389. Pennant 21. Perſien 42. 22. 24. 33. 37⸗ 45. 97. 104. Perth 472. Perthſhire 461. Pern 65. Petworth 348. Pevenſey 281. 317. 320, Pflege, Einfluß derſ. auf die Wolle 214 Phaſis 34. Pic-Nice 175. Pikten 58. Piſa 49. Poole 347.. Poren der Haut 95. 108. A48. Portland 347. Purbeck 347. R. Race, deren Einfluß auf die Wolle 126. 159; muß dem Boden angemeſſen ſeyn. 159. Radnor 410. Ranoch 463* Raͤude 165. Raufwolle 414. Reed, Fl., 404. RKefugies, Franzoͤſ. 66. 79. Reinheit der Vließe 130. 140. Reinigen der Vließe 135. Reinlichkeit, Einfluß derſelben auf die Wolle 128. Richelieu 69. Rindvieh, Schottiſches, 446. Rindviehwirthſchaft 490. Rom 46. Roͤmer in Brittannien 57. Romney⸗Marſch 75. 275. Romney⸗Schaf 229. 275. Rouen 29. Rubenwirthſchaft 470. 475. Ruſſiſches Reich 11. 70. Rutlandſhire 267. Ryeland⸗Race 130. 364: 369. S. Sachſen 69. 71. Sachſen, die, 58. Saͤchſiſchblau 70. Saint Leonard 320. Salbe von Theer und Butter 98. 113. 160. 209. 388 400. 406. 505. Salisbury 33 4¼. 349. Salomo's Hohes Lied 33. Sandwich 66. ime, 28. Schafe, Eintheilung derſelben 34. 227. ohne Wolle 10. Schaͤfer, deſſ. Eigenſchaften 127. Schaffleiſch, Preis deſſ. 59. Schaffutter 499. Schafpreiſe 494. Schafweiden 486. 24 Scheeren, Verfahren dabei 428. 4* 34 Scheerwolle 290. 414. Schetlaͤndiſches Schaf. 112. Schlachtwolle 414. Schmieren, ſ. Salbe. Schottiſches Schaf 443. Schottland 63. 112. 443. Schurzeit 143. Schwarzes Meer 11, Schweden 12. 70. Scribbler 179. Scpthien 24. Seaforth, Lord, 487. See⸗ Marſch 458. Segovia 119. Settle 393. Severe, Fl. 360. Sevilla 119. Shags 191. 340. Shalloons 75,. Shawls 149. Sbeppey, Inſ., 280. Shetland 208, Shert sheep 447. 462. Shriveling quality 180. Shropſtite 342. 372. Shropſhire⸗Schafe 372. Sibirien 22. 29. Silberthal⸗ Schafe 386. Sinclair, Sir John, 472. Skv, Inßt, 463; dortiges Ver⸗ fahren, Tuch zu walken 204. Sliver 187, Smith 433. Sommerſetſhire 286. 355. Sorten der Engl. Wolle 173. Sortiren der Wolle 171. South⸗Down⸗Bezirk 315. South ⸗Down⸗Schafe 312. 315. 324. 326. 329, 335, South⸗Hams 282. Spanien und Spauiſche Wolle 22. 25. 49. 54. 60. 104. 116. 123. 208. 506. Spev, Fl., 459. 462. Spindel 39. Spinnen 37. 39. Spinnrad 42. 188. Spinnrocken 40. Staffordſyire 272. 374. Ställe, ihre Eigenſch., 157. Sanffumühle 2034 tapel 15. b pler 1714 514— Stichelhaare 14. 17. 220. Stoppel des Vließes 15. Strathaven 459. Stricken 79. Strumpfſtrickerei 78. Strumpfweberei 78. 148. 191. Suͤdamerika 11. 105. Sudbury 66. Suͤdwal 64, 410. Suffolk 75. 302. Suffoitoden 500. Surry 331. Suſſer 317. Suſſer⸗Schafe 343. 351. Swale 397. Syrien 12. 23. 24, 31. 34. T. Tajo 63. Tang 457. Tapeten 76. Tarxtaren 11. 37. 203. Tartarev 11. 22. Tauris 25. Tay 440. Taylor, Mr. John, 149. Teeswater⸗Bezirk 237. Teeswater⸗Schaf 229. 237. Teppiche 76. Theer, Einfluß deſſelben auf die Wolle 160. Thurſo Eaſt, od. Caſtle 473. Tibet 12. Tiverton 283. Tiviotdale 506. Tod 141. 273. 286. 322. 328. 330. Tonghnels 196. Tower⸗ Hewicht 274. Trent, Fl. 3 Trockniß, Liniuß derſ. auf d. Wollhaar 110. Trundle 365. Tuchmachen 39. 71. 139,. Tuke, Mr., 397, Turkei 24. 73. Turkomanen 37. Tweeddale 502. Twinters 443. . Ungarn 71. nz 38. aS —,————, .....8...⁊.⁊-⁊8G-—-—..———— 8. 3. 148. 191. 0 * . 351. 31. 34, H 19. 237 27 929. 237. ſſelben auf aſile 473, 322, 328. 4. erſ. auf d. W139. V. Vandalen 47. Vauquelin 100. Venedig 25. 48. Verbrennung der Tuͤcher von Spaniſcher Wolle in London 60. Vereine, landwirthſch. 358— Wollverein 7.. Verkoppelungen 232., deren Vortheile 264. Vicunag 13. 95. Vigo 208. Vließ, das goldene, 23. 45. Vließe, Eintheilung derſ. 85. Vorgebirg der guten Hoffnung 11. 105. W. Wakefield 164. Waldbloͤßen(lawns) 26. Wales 408. Wales⸗Schafe 312. 408. Walken 203. Walkmuͤhle 203. Waͤlſcher Bezirk 408. Waͤlſch Pool 408. Wallonen 66. Wanderungen der Schafe 154. Wandsworth 66. Wareham 347. Warwickſhire 268. 377. Waſchen der Schafe u. Vließe 131. 284. Water-Twist 66. Watt 67. Weald 278, 324. Weben 37. Weberdiſtel 41. Weberſtuhl 39. 57. West 66. 161. Weichheit des Wollbaars 207. Weide, Einfluß derſ. auf die Wolle 113. Weidekraͤuter 123. Weidewirthſchaft 503. Weſtindien 105. Weſtmoreland 399. Weſt⸗Riding 242. 367, 388. Wey 349. — 515— Wey⸗Hill 372. Weymouth 347. Whisky 467. 479. Wick 473. Wight, Inſ., 329. Wiltſhire⸗Bezirk 332. 4 Wiltſhire⸗Schaf⸗ 102. 312. 323. 333. 338. 340. 344. Wincheſter 57. Winterfutter 120. Winterstain 165. Wirkſtuhl 78. Witney 339. Wolds 114. 249. 360. 378. 394. Woͤlfe 55. Wollbinder 365. Wolle, urſpruͤnglich 29. ver⸗ edelte 28. 87. 170. 425. 506. Wollhaar, deſſ. Structur 93. 129. Wollhaͤndler, deſſen Geſchaͤft 171. 221. Wollmaͤrkte 366. Wollmeſſer 176. Wollpreiſe 59. 382. 428. 493. Wolltragende Thiere 13. Wollverein in Brittannien 7. Wollzuͤchter 224. Wooburn 310.. Worcheſter, Marquis v., 67. Worcheſterſhire 370. Worſtead 73. Worſted⸗Garn 188. Worſted⸗Manufacturen 148. 192. 303. 419. Worſted⸗Zeuge 56. 70. 71. 143. 183. 245. 291. P Volk, ſ. Dotter u. Fettſchweiß. York, d. Thal von, 397. Yorkſhire 75. 240. 388. Young, A. 244. 302. Zaͤhigkeit d. Wolle. 196. eichnen d. Schafe 134. 388. elte aus Filz 37. jege 13. 20. 24, 31. 37. ittern 505. Zucht 84. Druckfehler und Berichtigungen. I. Theil. S. Zeile S. Zeile v. v. v. v. o. u. 1 O. u. 42 13 ſtatt eine I. die 87— 9 vierfuͤßige 13 13 ſt. dieſe l. dieſen 90 5— ſeine 15 14 gewohnt ſind, 92 2— anders 16 14 und es fehlt, 94 10— durchſcheinender 416— 6 ſind, Wolle ſowohl 9⁸ 7 u. 10 ſtatt es l. er als Haar traͤgt,—— 4 denſelben und ꝛc. 102 10— ihrer 49 7— erlangt 104 14— ſt. ſind l. iſt. 22— 4A kommende 108 4— Wolltragender 25 3— ausgeſandten 121 1— ſt. ſeinem l. ihrem 29 3— welchen 3— ſt. es l. ſie 31— s fortdauernd 123— 14 anderer 34— 4 uberladenen 129— 4 angeſprochen 37— 7 Aegypten 133 10— getruͤbtes 39 5 Tuchmachens 135 9— Farthing 7 Webens 141— 9 veralten 42 1— Werkzeug 142— 12 welchem 42 12— Martyrthum 151 2— die in Hinſicht — 2 Catharinen 153— 3 Aufmerkſamkeit 43— 5 Auswahl der zur 156— 5 ſt. der l. von 44 7— weniger 159— 5 benachbarten 49 2— ſtatt ſeine l. ihre 161— 5 Blackburn 51 15— diejenigen— 3 Woft — 7 ſiebzehnten 163 4— ihren 58— 8 hatte 164— 3 in Wakefield 60— 8 ſeyen 168 4— Belehrung 66— 12 Hutfabrik 174— 5 Broadeloth 66— 4 Wekt 176 2— des Vließes 68 9— eingreifen 16— Short coarse 71 10— Einſluß der Erſin⸗ 179 4— entgegengeſetzten dung neuer Zeuge 181,— 13 Rnap auf die Wolleul; 185 12— ſt. vor l. von tur. 29. a. Wor⸗ 109 8 u. 9.— ſchaͤtzbare ſteds 200 12— Cheviot⸗Zuchten „ 6— 13 Rnap 214— 12 wuͤnſchenswerth 77— 8 Carpets 233 6— Sinclair's 80 8— einen— 9 ſt. 38. I. 58. 9— andern 246 8— dann das — 41 kuͤnſtlichen. 12— machen wuͤrde, 83— 11 landwirthſchaftlichen 247— 1 ſchwankenden 84— 1 Ghropſhire 250 3— Weide⸗Wirthſchaft 85 4= ſt. dei l. den 271 8= Langgeſtapelte 272 9— wuͤrde 5 Zuchten inender es l. et en l. iſt ender Il. ihrem ſle are Zuchten zwerth 8, ulde, den. dirthſchaſt pelte 27 279 286 311 321 34⁰ 25² S. Zeile. v. v. u. 1 — Vermiſchung — 3 geſchuͤtzteren — 5 Sommerſetſhire II. Theil. — 11 welche ietzt in ꝛc. 1— Eigenſchaften der zo. — 2 ſt. Sbay l. Shag 14— Dartmoor — 2 ſt. An l. On 355— 11 u. 12 Sommerſetſhire 358 362 363 368 38²2 389 392 394 397 414 42⁵ 414 8— Sommerſet — 2 Slubbing 1— ſt. trefflichen I. Weſt⸗ lichen — s ſt. als ein l. und uͤber — 2 Ein Dorf in Hamp⸗ ſbire — 2 Bruͤchern 8— ſt. 1705 l. 1805 — 4 ſ. dieſe l. tiefe — 1 Northumberland — 3. Schlachtbank 5— BVließe Tabelle I. Kurzwol⸗ le, hinter Suffolk 440 44⁴⁹ 466 470 474 479 48² 483 48⁵ 49³3 S. Zeile. Itn v. v. muß es heißen 138; 227 hinter Hampſhire ſt. 516, 000 lies 516, 600 ſt. Vur l. Bucks ſt. Sommerſet, lies Somerſet hinter Cumberland ſt. 866, 800 lies . 4 856, 80⁰ 1 — 3 Black eattle — 4 Frith — 2 Surherland 3 rurf 8 ing 1— 35 Ruͤckgrath! 4 Seaware — 1 Handwerker — 11 husbandry 3— Zuchtvieh — 4 ſt. wo l. war — 6 ſt. Grafſchaft l. Ge⸗ ſeulſchaff — 7 ſt. ein l. im 15— ſtreiche baelnwendig 3— Mount⸗Aunan, In der Baumgaͤrtneriſchen Buchhandlung ſind folgende Buͤcher erſchienen und um beigeſetzte Preiſe zu haben: Boardmann, uͤber die vortheilhafteſte Bauart der Eggen. Mit 1 Kupfer. 4to. 6 Gr. Boreur neues, einfaches, leicht ausfuͤhrbares Mittel, dem Rauchen der Schornſteine und Stubenofen auf eine wirkſame Weiſe abzuhelfen. 4to, mit 2 Kupfern. 12 Gr. Daubentons kleiner Schaͤferkatechismus, worinnen von der Stallung, der Stren und dem Pferch der Schafe, von der Aus⸗ wahl der Zuchtbocke ꝛc. vollſtaͤndiger Unterricht ertheilt wird. Aus dem Franz. unach der 3ten Aufl. des Originals uberſetzt von Dr. Waldmann. 8. 15 Gr. Fiſcher's Beitrag zur Wegraͤumung des Schuttes und der Werbeſſerung, in jetzigen und kuͤnftigen Zeiten, durch die Superintendenten. gr. 8. 6 Gr.— Garten⸗ und Parks⸗Verzierungen; oder Zeichnungen zu Gar⸗ ten⸗Thuͤren und Eingangen, Niſchen, Sitzen; zu Tempeln, Baͤdern, Luſthaͤuſern, Gallerien, Fagaden, Obſervatorien; zu Staͤllen, Ruinen, Bruͤcken, Gewachshaͤuſern und warmen Spalier⸗Waͤnden ꝛc. ꝛc. Bearbeitet und herausgegeben nach Thomas Eliſon, Architekt des Prinzen von Wallis. kl. ato. mit 55 Kupfern. 3 Thlr. 3 Handbuch fuͤr Muͤller und Baͤcker; oder Bouguets Abhandlung vom Mahlen des Getreides, dem Bau der Waſſermuͤhlen und der Backoͤfen, nach der dritten ſtark vermehrten Ausgabe; aus dem Franzoſiſchen, mit 6 Kupfern, in 4. 1 Thlr. 12 Gr. Lehrbuch fuͤr Sattler; mit Ruͤckſicht auf die in deren Metier einſchlagenden Arbeiten der Riemer, Teſchner und Tapezirer, und der jetzt gangbaren Arbeit in Holz und Leder. Mit 12 Abbildungen und Riſſen von Wagen, Saͤtteln, Geſchirr u. dgl. auf das deutlichſte durch Maaße beſtimmt. Herausgegeben von einem Mann vom Metier. 8. 18 Gr. Lucas, J. G., Schulmeiſter zu Niſchwitz bei Wurzen, Unter⸗ richt zur Bienenzucht. 2 Theile. svo. ur Theil 8 Gr. ater Theil 16 Gr.(Von dieſem Buch wird nur der 2te Theil apaete verkauft.)- 6 O'Reilly neues Verfahren, um Baumwolle u. ſ. w. mit Dampf zu bleichen; nebſt Beſchreibung einer ſolchen veranſtalteten Ein⸗ richtung. 4. mit 1 Kupfer. 6 Gr. ad folgende zu haben: Eggen. Mi Nittel, den ine wirkſame nen von der von der Aus⸗ nheilt wicd. als uͤberſetzt tes und der durch die en zu Gar⸗ Tempeln, norien; zu nd warmen egeben nach s. kl. 4to. Abhandlung muͤhlen und 4 Ausgabe; ihlr. 12 Gr. eren Metier Tapeziter, Mit 12 dirr u. dgle eausgegeben en, Unter⸗ Gr. atet 2te Theil nit Danyf lteteu Ei⸗ 6 8 9 C Gn lr n 19! 1 öD tKag aeaekenheatgagggoheantniggünne 11 12 13 Solour& Grey Cortroi Chart Cyan Green Vellow Hoed Magenta Grey 1. Grey 2 Gres Grea Black