Des Grafen Heinrich Ernſt von Schoͤnburg⸗Rochsburg Handſchriftliche Nachrichten uͤber. ſeine Wirthſchaftsfuͤhrung „ zu Rochsburg in Sachſen; herausgegeben un d mit Anmerkungen begleitel vom Profeſſor D. TWehber in Breslau. Zweiter Band. Wirthſchafts⸗Plane und Entwürfe für die Rochsburgi⸗ ſchen Wirthſchaften für die Jahre 1803— 1825; nebſt nachträglichen Bemerkungen über den Gang derſelben in der letzten Zeit bis zu und nach dem Tode des Grafen Schönburg vom Herausgeber. Halle, bei Hemmerde und Schwetſchfe. 1828. —ꝛ——— ——::’;O————— I. Entwuͤrfe und Plane zur Einrichtung, Anordnung und Verbeſſerung der Wirthſchaft, oder des Feld- und Futterbaues und der Viehzucht zu 4 Rochsburg, und den dazu gehoͤrigen andern Guͤtern, fuͤr die Jahre 1808— 1828. ———:ʒ—:ʒ—y—f,ß— wir J. Wirthſchaftliche Einrichtungen im Jahr 1803. (entworfen den 10ten Maͤrz 1803.) 1) Feldeintheilung in Rochsburg. Eine ſehr vortheilhafte Einrichtung fuͤr Rochsburg wuͤrde ſeyn: 1) Ruͤbſen, geduͤngt, auf die Stoppel Lein, 2) Weitzen, 3) Erbſen und Ruͤben, 4) Erdaͤͤpfel, geduͤngt, 5) Korn, 6) Wicken. Wenn ſich dieſer Fruchtwechſel,— durch Uebermaaß von Duͤn⸗ gung,— behaupten ließe, ſo wuͤrde er fuͤr die Geldeinnahme ausnehmend eintraͤglich ſeyn. Allein er hat den weſentlichen Fehler, daß drei ausſaugende Fruͤchte einander folgen, naͤm⸗ lich Ruͤbſen, Lein und Weizen. Wuͤrde dieſer Wechſel da— durch verbeſſert, daß man den Lein mit Erbſen vertauſchte; ſo wuͤrde zwar mehr Futter gewonnen, aber auch zugleich die Be— ſtellung fuͤr den Weitzen zu ſehr verſpaͤtet, und, da Erbſen im ſpaͤten Herbſt immer Schnecken haben, die ganze Weitzenausſaat in große Gefahr geſetzt. Es iſt dieſerhalb fuͤr jetzt,— da der Duͤngervorrath noch nicht zu der angegebenen Einrichtung in genugſamer Menge vor⸗ handen, folgende Eintheilung beſſer: 1) Ruͤbſen, geduͤngt, auf die Stoppel Erbſen, oder Ge⸗ mang und Ruͤben, oder halb Ruͤben, halb Kraut und Kohlruͤben; 1* 1 4 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe 2) Hafer und Klee, 3) Klee, 4) Erdaͤpfel, geduͤngt, oder gekalkt, 5) Korn, 6) Erbſen. 1 Auf dieſe Art ſind 8 des Feldes zuͤr Kererug beſtimmt, und die Fruchtfolge iſt mehr den guten Grundſaͤtzen angemeſſen. Wo das Feld vor ſechs Jahren ſchon Klee getragen, da koͤnnte folgende Veraͤnderung Statt finden: 1) Nuͤbſen, geduͤngt, mit Futter auf die Stoppel, G G 2) Erbſen oder Wicken, und auf die Stoppel Ruͤben, 3) Hafer oder Gerſte, 4) Erdaͤpfel, geduͤngt, 6) Korn, 6) Erbſen, oder 2) Wicken, 3) Korn, 4) Erdaͤpfel, 5) Gemang, 6) Erbſen. MWider dieſe Einrichtung mit noͤthigen Modificationen,— b daß naͤmlich bei den Huͤlſenfruͤchten ꝛc. ein gehoͤriger Wechſel be— folgt wuͤrde,— duͤrfte nicht die mindeſte Einwendung Statt finden. Nur wuͤrde der Klee⸗Ertrag,— bei weniger Arbeit und Koſten,— dem von Wicken mit Ruͤben uͤberlegen ſeyn. Indeſſen kann der Klee niemals unter ſechs Jahren auf das naͤm⸗ liche Feld kommen. Dafern,— bei der Klee-Cultur,— derſelbe ein Jahr wegbliebe, ſo wuͤrden die Wicken ihn er— ſetzen. Die nebenſtehende Tabelle sub A. zeigt die getroffene Ord⸗ nung der Feldfruͤchte in Rochsburg. Es iſt unmoͤglich geweſen, alle Fehler in den erſten Jahren dabei zu vermeiden, weil jede Einrichtung ihre unuͤberwindlichen Schwierigkeiten hat. Wegen der Wuͤrmer, welche die Erdaͤpfel und andere Fruͤchte in ihren Wurzeln benagen, und gegen welche der Kalk nur das einzige Mittel zu ſeyn ſcheint, muß noch bemerkt wer— den, daß es hier in Rochsburg ganz beſonders nothwendig iſt, des Hrn. Behrends Methode in Anwendung zu bringen; mit⸗ hin Teichſchlamm, oder, beim Mangel deſſelben, andere Erde in Zeiten zu den Erdaͤpfeln aufzufahren, in dem Verhaͤltniß eines Drittheils der gewoͤhnlichen Duͤngung, weil nur die Furche, — des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. Tab. A. Feldeintheilung von Rochsburg 1808. Schäferei⸗ 4 untere Ze⸗] Ochſenſtück ſtück und Obere Ze⸗ Hanen⸗ Galgenoulſe⸗ hendfeld u. ſund Feld an der große hendfeld. buſch. Te i. Spit⸗ Stück am der Richter⸗ —, uß Krautgart. an Weich. C. Plane. wieſe. „ Und- Ryn, n Eabſtn Korn Erdäpfel Korn ner Wicken(4te Frucht gedüngt(3te Frucht gedüngt n, da 13⁰3 hibſon⸗ 2te Frucht wird ge⸗ 1ſte wird ge⸗ 1ſte 2te Frucht düngt zu Frucht düngt zu Frucht Wicken Hafer Korn Gerſte ben, 180¼ 3te Frucht 3te Frucht 1ſte Erbſen ſund Klee Erdäpfel werden ge⸗ wird ge⸗ Frucht 2te Frucht 1ſte te Frucht düngt zu düngt zu t Frucht 2 Rübſen 8, 1 . Erdäpfel Erbſen 1ſte 3 Korn ſte Gerſte 3te Frucht Klee ste Frucht 1805 Iſte Frucht und Klee wird ge⸗[2te Frucht gedu Frucht mit Söm⸗ 2te Frucht wird ge⸗ eFrucht gedüngt 19, merung düngt zu zu 2, Klee Erbſen Rübſen — 1806 Erdäpfel Gerſte 3te Frucht Korn ſgte Frucht 1ſte d⸗ 50 te Frucht und Klee wird ge⸗ iſte wird ge⸗ Frucht 2te Frucht düngt zu Frucht dänat zu mit Söm⸗ Si gt zu merung Arbet Gerſte Klee Rübſen ſeyn„ 8te Frucht 3te Frucht Erdäpfel, Erbſen 1ſte Hafer bh 1807 wird ge⸗ gedungt„iſte ſate Frucht Frucht und Klee näm⸗ düngt zu 71 Frucht mit Söm⸗ 2te Frucht 8 4 merung .— Rübſen Haferge⸗. n er⸗ 1ſte Erdäpfel Korn mang Hafer zaaeet 1808 Frucht 1ſte 2te Frucht 3te Frucht und Klee e Frue — wird ge Frucht[“te Frucht gedüngt 2te Frucht gedüngt d⸗; düngt zu zu zu eſen, Rübſen — Erbſen Klee. „ Hafe 2½ᷣ. 2½☛ 3* ſede 1809 nidſeͤee 2 Korn ste Frucht Arſiß, Zte Frucht Ereßel Truc ir 97 ILa dii 2te Frucht te Frucht zdien gen mit Söm⸗ vodängt Frucht Idere gt zu merung 5 Lul KleeErbſen Rübſen 1 3 96, lſte Hafer Erdäpfel „ 0 5e X 8 3 tver⸗ 1810 ste Frucht 2te Krucht Frucht und Klee ſſte Korn ſ Teſd ge⸗ wii ge⸗ mit Söm⸗ 2te Frucht Frucht 2te Frucht 9— 8 düngt zu düngt zu merung 3 jri— 3 1 Rübſen dlar aden 1811 Erdäpfel! iſte Hafer Lru n un u. folg. lſte Frucht und Klee Ite Frnicht 26 Korn hts Ereſeh, 3 Jahre Frucht[mit Som⸗ 2te Frucht Ledunhg ete Frucht 3te Frucht zurce, 4 merung voti beſtr 1 * — des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 7 worin die Erdaͤpfel zu liegen kommen, mit dieſem Kalkgemiſch beſtreut wird. Zum Beiſpiel: rechnen wir 36 Fuder Duͤngung auf einen Scheffel Korn-Ausſaat; ſahaben wir zwoͤlf Fuder Erde ohne den Kalk noͤthig. Von letztern wuͤrden 9 Fuder eine ſtarke Duͤngung fuͤr 1 Scheffel Kornland ſeyn. Wir brauchen daher nur 3 Scheffel zu unſerm Gemenge; alſo in Allem 12 Scheffel Erde und 8.— Kalk. Sollte die Erde,— wie vorauszuſehen,— bald erſchoͤpft wer⸗ den, ſo muͤßte eine gewoͤhnliche Kalkduͤngung auf die rauhe Fur— che der Erdaͤpfel,— ehe ſolche eingeegget wird,— angewendet werden, wenn naͤmlich dieſe gelben Wuͤrmer ihre Verwuͤſtungen fortſetzen. Dafern die Convenienz der haͤuslichen Wirthſchaft es erlaubt, duͤrfte es allerdings nuͤtzlich ſeyn, mit Hafer und Gerſte nach dem Nuͤbſen zu wechſeln, d. h. einmal Hafer, und dann Gerſte zu ſaͤen.— Eben ſo muͤſſen die Soͤmmerungen nach dem Ruͤb— ſen mit Kohlruͤben, Ruͤben ꝛc. abwechſeln. Man koͤnnte auch Gerſte, Buchweitzen ꝛc. ſaͤen, oder auch Erbſen; Alles zu gruͤ⸗ nem Futter. Nach dieſer Einrichtung haben wir alſo,— den ſechsten Theil der Felder in Rochsburg zu 13 Peniger Scheffel angenom⸗ men,— 13 Scheffel Ruͤbſen, 13— Hafer, 13— Korn. Summa 39 Scheffel Getreidefruͤchte. 13 Scheffel Klee, 13— Erdaͤpfel. Summa 26 Scheffel zur Winterfuͤtterung. Summa 13 Scheffel Erbſen zur Sommerfuͤtterung, 13— Soͤmmerungen auf der Ruͤbſenſtoppel. Summa 26 Scheffel.⸗ wozu koͤmmt: 1) die Wieſen⸗Behutung von und nach der Heuerndte; 2) die Ruͤbſenſtvppel; 8 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe. 3) 18 Scheffel Kornſtoppel; 4) die Behutung von 13 Scheffel Kleeland nach der zweiten Erndte bis zur Duͤtigung; Vielleicht auch 5) die Behutung des jungen Klees. Es duͤrfte,— mit Ausnahme der magerſten Felder,— am Beſten ſeyn, ſaͤmmtlichen Duͤnger auf das Nuͤbſenſeld zu fah⸗ ren, und im 4ten Jahre mit Kalk, nach Behrends Methode, zu duͤngen; jedoch 13 Scheffel Kalk auf den Scheffel Kornland zu bringen. Es ſcheint mir auch, daß der Kalk bei der 4ten Frucht, naͤmlich bei den Erdaͤpfeln, um deßwillen am beſten an— gewender iſt, 1) weil er auf keine andere Art mit dem Boden,— deſſen fruchtbare Theile er doch entwickeln, folglich mit ihnen in Beruͤhrung kommen muß,— inniger vermiſcht werden kann, als durch die vielfaͤltige Bearbeitung des Erdaͤpfel⸗ feldes; 2) weil er, bei den Erdaͤpfeln angewendet, hoͤchſt wahrſcheinlich den Verwuͤſtungen der gelben Made ein Ziel ſetzen, und den Hederich zerſtoͤren wird, ſo wie alles Unkraut mit oͤli⸗ gem Samen; 3) da der Kalk ganz natuͤrlich im Fruͤhjahr vor dem Eineggen des Erdaͤpfelfeldes aufgefahren wird, ſo wird dadurch die Winterbeſtellung nicht verzoͤgert. Uebrigens faͤllt die Methode von Behrends,— weil ſie zu viele Koſten macht, und die zur Vermiſchung noͤthige Erde nicht aufzutreiben iſt,— ganz weg. Die Quantitaͤt von Kalk auf 1 Scheffel Kornland, Peniger Maaß, wird auf 12 Scheffel beſtimmt. Die Haͤlfte des Duͤngers auf der gemeinſch haftlichen Schaͤfe— rei, der Duͤnger meiner Pferde, und einige Duͤngung, welche bei den Rochsburger Einwohnern zu bekommen, rechtfertigt den Ruͤbſenbau. d9 147 Rr zveiten „— al d zu foy Methede Korniond der 4e eſten ar deſen nen in verden aͤpfel⸗ inich ud na di mneggen uch de ſie zu e nicht lk auf ſcheffel chaͤfe⸗ welche tt den — des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 9 11) Ueber die Feldeintheilung in Berthelsdorf. Die Grundſaͤtze der Wirthſchaft in Berthelsdorf duͤrften ungefaͤhr folgende ſeyn: 1) Saͤmmtliches neues Land und das Sandland von Nr. 3. werden zu fortdauernden Soͤmmerungen beſtimmt, naͤm— lich a) im erſten Jahre werden ſie mit Teichſchlamm ge⸗ duͤngt, und Erdaͤpfel darauf gelegt, b) im zweiten Jahre folgen Kohlruͤben oder Moͤhren, c) im dritten Jahre Moͤhren. Mit Teichſchlamm zur Duͤngung wird ſo lange fortgefahren, als er zureicht; ſodann aber muß der Duͤnger, welchen dieſe Soͤmmerungen geben, zur Erhaltung der dazu be⸗ ſtimmten Laͤndereien und zu ihrer weitern Anbauung ange— wendet werden*). Es verſteht ſich dabei, daß allezeit zu den Erdaͤpfeln geduͤngt wird. 2) Iſt es thunlich, ſo wird der Pflug zur Urbarmachung ge⸗ braucht, und zwar ſo, daß der Raſen zeitig umgebrochen und zum Faulen gebracht wird. Dann wird der Teich⸗ ſchlamm im Herbſt oder Winter aufgefahren, gebreitet und das Feld, ſo oft als moͤglich,— wenigſtens zwei Mal,— geackert. 3) Sind aber die Wurzeln, wie zu erwarten, hinderlich, ſo muß das Land gegraben werden. In dieſem Fall muß der Teichſchlamm zuvor auf den Raſen gefahren werden: das Umgraben wird ihn dann mit dem Boden vermiſchen. Auf gegrabenes Land koͤnnte er ohnedies nur bei hartem Froſt ohne Schaden aufgefahren werden, und auf dergleichen anhaltenden Froſt kann man nicht mit Gewißheit rech⸗ nen.— Die weeitere erforderliche Beſtellung wird im Fruͤhjahr der Pflug machen.. *) Spätere Anmerkung. Der Teichſchlamm kann nur mit großer Be⸗ ſchwerde und ſehr großen Koſten entfernten Feldern zugeführt werden; weshalb alles hier Angeführte eine weſentliche Veränderung leidet; denn nunmehr iſt der Teichſchlamm allein zur Verbeſſerung der daran liegen⸗ den Wieſen beſtimmt. 10 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Hierbei iſt endlich zu bemerken, daß ſaͤmmtliches Erdaͤpfel⸗ kraut im Herbſt tief untergebracht werden muß, um dem dande einige Duͤngung zu geben*). Was nun die Artfelder betrifft, ſo duͤrfte beſonders in Er⸗ waͤgung zu ziehen ſeyn: a) daß zeither niemals genugſames Futter fuͤr die Schafe er⸗ baut worden; b) daß der Duͤnger zu ſo vielen kuͤnftigen Soͤmmerungen noth⸗ wendig vermehrt werden muß; c) daß beſonders in dieſem Jahr 1803 wohl ſchwerlich ſo viel Duͤnger vorhanden ſeyn duͤrfte, als noͤthig waͤre, die ganze große Art Nr. 3. vollkommen zu Korn zu begatten, und daß d) auf alle Faͤlle es beſſer iſt, weniger Land gut geduͤngt zu haben, als den Duͤnger auf noch einmal ſo viel Feld zu verbreiten, wo er keine Wirkung thun koͤnnte, ſondern mit Schaden die Herbſtarbeit vermehren wuͤrde. Durch dieſe Betrachtungen bewogen, iſt eben feſtgeſetzt worden: 1) ſo viel von der Art Nr. 3. abzunehmen, als ſie Sandland enthaͤlt; 2) den Ueberreſt von der Bauernſeite zu Kraut liegen zu laſ⸗ ſen, weil dieſes erſt im Fruͤhling beduͤngt werden darf. Damit aber dieſe Fruͤhlingsbeduͤngung zu Kraut auch wirklich er— folgen koͤnne, ſo wird in dieſem Jahre 1803 die Hammelmaſt nach Berthelsdorf verlegt, und mit dieſer Maſtung ſo lange, als erforderlich, fortgefahren. Bei einer Veraͤnderung der Wirthſchaft iſt es nicht immer moͤglich, gleich ganz den Regeln der guten Cultur zu folgen, weil die haͤuslichen Beduͤrfniſſe mit in Ruͤckſicht gezogen werden muͤſſen. Daher iſt es gekommen, daß in der nebenſtehenden Ta⸗ belle B. Nr. I. bei den erſten Jahren zwei Getreidefruͤchte einan⸗ der folgen, und daß ſogar einmal Hafer und Klee dem Korne folgt. Dieſe großen Fehler ſind aber fuͤr die Zukunft dadurch *) Dies geht nicht an, wie ſich's jetzt zeigt. Man muß das Kraut der Erdäpfel vielmehr nothwendig auf die Düngerſtelle fahren, weil es ſich nicht gut unterackert. ————BñOꝑ————Q—QO.Q—OQ˖—— üpfel⸗ kande Er⸗ gfe er⸗ not⸗ ſo diel e, die gatten, gt zu d zu mit en: dand u laß⸗ h er⸗ Amaſt , ald immer folgen, verden en Ta⸗ einan⸗ Korne adurch aut der es ſich Tab. B. S. 11— 14 Feldeintheilung von Berthelsdorf 1808. Nr. I. Nr. II. Nr. III. 4A=l A A.. P. l4. B. B. 6 6 Wicken Wicken . Hafe emang emang ſoder Erb⸗ oder Erb⸗ 1803 Erdäpfel Erdäpfel aaſer 3 mefche Korn Korn Korn Korn im Herbſtſim Herbſt ſen im ſen im gedüngt gedüngt Herbſt ge⸗ Frühling düngt gedüngt Erbſen Erbſen— 4..,— Gerſte Gerſte—. 1804 in edeſt Vne ehſt Klee Klee Erdäpfel Gemang und Klee und Klee Korn Korn Erdäpfel Erdäpfel Rübſen Rübſen Erbſen Erbſen 1 1805 mit Söm⸗ mit Söm⸗ Erdäpfel Erdäpfel im Herbſtim Heröſt⸗ Klee Klee unmderſke, Gerſte, Korn Korn merung merung gedüngt gedüngt Jhund Klee und Klee gekalkt gekalkt Rübſen Rübſen. 3 Wicken,/ Wicken, 1806 Gerſte Gerſte 3 3 it Söm⸗ mit Söm⸗ Erdäpfel Erdäpfel r, Erbſen im Erbſen 80 und Klee und Klee Korn Korn mit Söm⸗ mit Söm⸗ mit Kalk mit Kalk Klee Klee Frühjahr im Hirbſt merung merung Frühjah 6 gedüngt gedüngt Erbſen—.. Klee Klee STleit. Erbſen. Rübſen Salſen 1807 ſim Herbſt im Herbſt un Fa im Herbſt ſhee neuftn, Korn Korn Erdäpfel Erdäpfel ſund Söm⸗ und Söm⸗ gedungt gedüngt dungt gedüngt merung V merung 2 Rübſen V Rübſen 5 Erbſen Erbſen— E 5.... 21 g 9 1808 Erbadfet Lepaßet mit Söm⸗mit Söm⸗ Klee Klee ſim Herbſt im Herbſt: Korn Korn eiſtn. woööſtr 9 merung merung gedüngt gedüngt un ke un e „Erdapfel Erdäpfel Rübſen Rübſen 4309 Korn Korn aneere ſouhihee mit mit mit Som⸗ mit Soͤm⸗ Erbſen Erbſen Klee Klee e Kalk Kalk merung merung V 5 sz wirk eue kan wendig wendet Bo˖ 5) fü des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 15 vermieden worden, daß nun folgende Ordnung zur Regel ange⸗ nommen worden iſt. Es folgt naͤmlich: 1) in geduͤngtem Felde Nuͤbſen und Lein Kraut 2)—— Gerſte oder Hafer Gerſte oder Hafer und Klee und Klee 3) im Herbſt geduͤngt Klee Klee 4)—— Erdaͤpfel Erdaͤpfel 5)—— Korn Korn 6)—— Erbſen Erbſen*). Dieſe Methode hat folgende Vorzuͤge: 1) der Klee koͤmmt in reichen Boden, naͤmlich in die Ruͤb⸗ ſenſtoppel, welche durch Lein ſehr gereinigt iſt; 2) dadurch, daß Erdaͤpfel in die Kleeſtoppel kommen, wird die Gefahr der Schnecken vermindert, man kann die Klee⸗ ſtoppel bis zum ſpaͤteſten Herbſt benutzen, und dann den Duͤnger mit Bequemlichkeit auffahren; 3) die Erdaͤpfel muͤſſen in geduͤngter Kleeſtoppel vortrefflich gerathen, und dem Korne noch immer Kraft genug laſſen. Letzteres kann auch 4) zeitiger beſtellt werden, weil kein Duͤnger aufgefahren wird; 5) der Wechſel der Fruͤchte iſt gut beobachtet; 6) die Arbeiten ſind gut vertheilt. Es wird bei dieſer Einrichtung natuͤrlich viel Rechnung auf das neue Land gemacht; ſollte dieſe aber fehlſchlagen, ſo muͤßte noth⸗ wendig der Ruͤbſenbau wegfallen, und dem Futter-Ertrag zuge⸗ wendet werden. Bei gegenwaͤrtiger Dispoſition iſt beſtimmt: a) fuͤr Sommerfuͤtterung 1) 16 Scheffel Erbſen, 2) die Kornſtoppel, 3) die Kleeſtoppel, 4) einige Gaͤrten fuͤr die Laͤmmer und ihre Muͤtter, 5) Nuͤbſen⸗Schroͤpfe, *) Die Feldeintheilungs⸗Tabelle B. iſt hiernach leicht abzuändern. Anm. des Herausg. ☛ 16 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe 6), wo nach den Erbſen,— denen Kraut folgt,— noch eine Fuͤtterung erbaut werden kann, wahrſcheinlich Ruͤben; b) fuͤr Winterfuͤtterung 1) 16 Scheffel Erdaͤpfel, 2) 16— Klee, 3) 8— Kraut, 4) ſaͤmmtliche Soͤmmerungen auf dem neuen Lande, 5) das Haferſtroh; c) an Getreidefruͤchten. Wir koͤnnen auf jede Art im Durchſchnitt 32 Scheffel an Korn⸗ ausſaat annehmen. Es erhaͤlt alſo die ganze ackerbare Flaͤche Sunnna 96 Scheffel, wovon an Getreidefruͤchten ſind 8 Scheffel Ruͤbſen, 16— Korn, 16— Hafer, Summa 40 Scheffel. Zur Fuͤtterung bleiben alſo Summa 56 Scheffel. Dazu koͤmmt aber ſaͤmmtliches neues Land, wenigſtens 25 Scheffel. Wenn alſo, unter goͤttlichem Beiſtand! die Wirthſchaft voͤllig eingerichtet ſeyn wird, ſo werden 3 81 Scheffel zu Futter, und 40— zu Koͤrnern bebaut werden; eine Einrichtung, welche mit Recht große Hoff⸗ nungen erregt. r Daß die Berthelsdorfer Wirthſchaft bis jetzt den gemachten Anſtrengungen nicht entſprochen hat, iſt nicht im Mindeſten zu verwundern. Korn, Hafer und Klee— in fortwaͤhrender Folge— muͤſſen nothwendig kein Futter und wenig Kor⸗ ner liefern. Von dem neuen Lande muß die große Wieſe durch zwei Graͤ— ben vor Ueberſchwemmungen geſichert werden, naͤmlich am Rande des Feldes bei der Fichte, wo der Graben nach der Schlucht ge⸗ fuͤhrt werden muß; und laͤngs dem Sande am Rochsburger Wege, wo das Waſſer nach dem Holze zu leiten ſt Scho de, n Korn⸗ Flaiche kdmmt thſcho hof⸗ achen ten zu render Kör⸗ Gri⸗ Nande ht ge⸗ doeger des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 17 Vorſtehende Feldereintheilung hat nun gewiß ſehr vieles Gute; nur ſetzt ſie mehrere Kraͤfte des Bodens voraus, als man vernuͤnftigerweiſe annehmen kann. Folgende Fruchtordnung ſcheint mehr fuͤr fortdauernde Verbeſſerung zu verſprechen, naͤmlich: Wicken, geduͤngt; Korn; Erbſen, nach Beſchaffenheit Ruͤ⸗ ben; Hafer mit Klee, geduͤngt; Klee; Erdaͤpfel. Da jedoch bei dieſer Eintheilung wieder zu wenig Einnahme an Koͤrnern iſt, ſo wird folgende Einrichtung vorgezogen, bei der jedoch das neue Land zur fortdauernden Futter⸗Erzeugung gewid⸗ met bleibt: Hafer und Klee, geduͤngt; Klee; Gerſte, wird geduͤngt zu Erdaͤpfel; Korn; Erbſen; nach Beſchaffenheit des Feldes fol⸗ gen Ruͤben. Dieſe Feldereintheilung,— wovon die Tabelle sub C(S. 19) das Mehrere beſagt, ſcheint der vorhergehenden, wo Wicken geduͤngt, Korn, Erbſen, Hafer und Klee geduͤngt, Klee, Erdaͤpfel einander folgten, um deswillen nachzuſtehen, weil a) in derſelben nur zwei Getreidefruͤchte, in der angenomme— nen aber deren drei ſind; b) weil das Korn beſſer berathen iſt, wenn es nach Wicken, als nach Erdaͤpfeln folgt. Die Gruͤnde, welche aber demungeachtet zur Annahme der Fel⸗ dereintheilung quaest. bewogen, ſind folgende: 1) dieſe Einrichtung gewaͤhrt mehr Einnahme durch Koͤrner, indem X des Feldes mit Gerſte beſaͤet wird; 2) das Gerſtenſtroh und die Ueberkehr davon werden von den Schafen gern gefreſſen, und iſt ein ziemlicher Erſatz fuͤr die Wicken, zumal da 3) das neue Land in Berthelsdorf zur Erzeugung von Fut⸗ ter ganz allein verwendet wird.— Dies iſt der Haupt— grund, warum die Haͤlfte des Feldes zum Koͤrner-Ertrag beſtimmt worden. Warum aber iſt auf geduͤngtes Feld lieber Hafer und Klee, als Gerſte und Klee angenommen worden? Dies iſt geſchehen, weil 1) mein Feld ſchon ſehr lange Hafer, aber noch niemals Gerſte getragen; letztere wird mithin in der Kleeſtoppel beſ— ſer gerathen; Schoͤnburg. Wirthſch II. 2 ——= 18 Wirthſchafts Plane und Entwuͤrfe 2) der junge Klee braucht laͤngere Zeit zum Trocknen, daher ſich der Hafer,— welcher bekanntlich laͤnger ohne Scha⸗ den liegen kann,— beſſer dazu ſchickt, als Gerſte; 3) die Gerſte auf friſchem Schafduͤnger wird nicht fuͤr ſo gut, als andere gehalten. Daß uͤbrigens in der Eintheilung(ogl. Tab. C.) einige Fehler ſind,— beſonders bei Nr. I. B., wo der Klee ſich zu zeitig folgt,— bei Nr. III. A., wo Erbſen nach Korn kommen, da doch vor 2 Jahren dergleichen ebenfalls daſelbſt geſtanden,— ſo muß letzterer Fehler durchaus geaͤndert werden; der erſtere aber duͤrfte ohne Bedeutung ſeyn, weil auf dieſem Felde noch niemals Klee geweſen. Es iſt dieſerhalb auch eine neue Tabelle D eingeſchaltet, in der die Erbſen auf Nr. 2. A. kommen, wo der⸗ gleichen noch nicht gewachſen. Nunmehr koͤmmt Alles darauf an,— die Duͤngung fuͤr Nr. 3. B. herbeizuſchaffen, weil das Feld eher mager, und, außer Teichſchlamm, wenig Ausſicht dazu vorhanden iſt.— Hammelmaſt und Behrends Kalkungsmethode werden das Beſte thun muͤſſen. Auch giebt dies einige Erleichterung, daß der Duͤnger fuͤr Hafer erſt im Fruͤhjahr aufgefahren werden kann. Es verſteht ſich, daß auf den Fall, wenn die Brandwein⸗ brennerei zu Stande koͤmmt, oder ſonſt genugſamer Duͤngervor⸗ rath entſteht, eine andere Eintheilung der Felder gemacht wer⸗ den muß. In der gegenwaͤrtigen iſt das weſentliche Gute: 1) daß die erſchoͤpfenden Getreidefruͤchte durch Klee, Erbſen und Erdaͤpfel abgewechſelt werden; 2) daß Klee und Erdaͤpfel allezeit in beduͤngtes Land kommen; 3) daß dieſes mit dem Korne der Fall nicht iſt, weil es ſich ſonſt leicht uͤberwaͤchſt; 4) daß zwei Sommergetreide⸗Fruͤchte,— welche nicht ſo ſehr erſchoͤpfen,— und eine Winterfrucht angenommen worden; 5) daß ein Zeitraum von ſechs Jahren verſtreicht, ehe die naͤmliche Frucht wieder auf das Feld koͤmmt; 6) daß die Arbeiter,— durch deren Vertheilung bei gegen⸗ waͤrtiger Eintheilung,— Erleichterung erhalten. v re aber jemals le D der⸗ „d kann. dwein⸗ ervor⸗ wer⸗ Erbſen mmen; bes ſich nicht ſ mnommen 19 Tab. C Nr. I. Nr. II. Nr. III. 4 l4 B aA. 1 4 3 Gemang Gemang Erdapfel adafere Larn] Korn gte Frucht termant 1803 2te Frucht und Klee ſte ſte wird ge⸗ gedüngt 2te Frucht Frucht Frucht düngt zu zu Erbſen Klec halb 3te Frucht 3te Frucht Wicken, Gerſte Korn Erdäpfel 1804 werden wird ge⸗ vals Aun palset Feu Fufie gedüngt r. 1 afer[2te Fruch rucht rucht zu düngt zu 2te Frucht 1 Klee Hafer apfel Wicken 1805 und ſile Lmaßkel 3te Frucht ztr aruh 2Eſen 21Korn e wird ge⸗ 1 te Frucht 2te Frucht Frucht Frucht düngt zu Veingt Hafer„ Gerſte Erbſen 1806 Klee Korn und Klee Eedfäpſer 3te Frucht 3te Frucht 2te Frucht 2te Frucht 1ſte Frucht wird ge⸗ werden ge⸗ Frucht düngt zu düngt zu Erbſen Gerſte 3te 5 Hafer 1807 5te Frucht ae Feheſt Klee Korn Erſeßſet und Klee wird ge⸗ edüngt 2te Frucht 2te Frucht Frucht 1ſte düngt zu 9 zu 9 ch Frucht Erbſen Hafer Gerſte. 1303 Eehßſit und f 3te Frucht hee Fruaht Korn Klee 2 Iſte wird ge⸗ wer 2te Frucht 2te Frucht Erbſen .;, Hafer oder Gerſte 1809 Korn Klee Erhpſe und Klee Gemang ste Frucht 2te Frucht 2te Frucht Frucht 1ſte 8te Frucht wird ge⸗ Frucht wird ge⸗ düngt zu düngt zu Erbſen Gerſte H — 6 2 afer, 1810 3te Fuüht 3te Frucht Korn Klee und Klee Erdäpfer wird ge⸗2te Frucht 2te Frucht iſte ſte gedüngt W. Frucht zu düngt zu Frucht Hafer— Erbſen Gerſte . 1lh und Klee Erhayfel 3te Frucht 3te Frucht Klee Korn 3 ahre lſte Frucht werden wird(te Frucht 2te Frucht Frucht gedüngt gedüngt Tab. D. Nr. I. Nr. II. Nr. III. A. B. A. B. A. B. Gemang Gemang 1808 Winfßſ Irdalee. K Kmn 3te Frucht 3te Frucht e 2t 1 Trn wird ge⸗ gedüngt e Frucht Frucht Frucht düngt zu zu 3ecMiraht Klee halb e Fruc. Wicken Gerſte Korn däpfel 1804 medden zie ie halb und Klee lſte Erdfe gedüng 4 Hafer((te Frucht Frucht rucht zu düngt zu te Frucht Le Hafer Erbſen Klee 18 1— E d 2 ◻ 1805 nzädler rdiidfel Zto Fruiht zte rneht„ien Korn 255 wird ge⸗[2te; t 2te Fruc Frucht Frucht aedüngt Viroe en e Frucht 2te Frucht Hafer&.8⸗ Gerſte ſs Erbſen 1806 Klee Korn und Klee Erbeͤßel 3te Feeh. 3te Frucht 2te Frucht 2te Frucht iſte ſte t wird ge⸗ werden Frucht Fruch düngt zu dedei . Erbſen Gerſte A2 S 3te Frucht dã Hafer 1807 3te Frucht 5te Fruchtt KAlee—Korn Erdäpfel. und Klee wird ge⸗ dediungt 2te Frucht 2te Fruchtt ſte lſte düngt zu zu g Frucht Frucht Hafer Erbſen Erdäpfel 3te Fruc 1808 drß und Klee Gerſte ont Korn Klee Frucht⸗ 8 3te Frucht gedüngt 2te Frucht 2te Frucht zu . Erbſen dayf⸗ Hafer 3 Gerſte 1809 ᷣKorn Klee Erhäpfen und Klee öte Frucht te Frucht 2te Frucht 2te Frucht Frucht lſte herens wird ge⸗ . Frucht ge 2an düngt zu Erbſen Gerſte Hafer 1810 3te Frucht 3te Frucht! Korn Klee und rle Erdäpfet werden wird ge⸗ Lte Frucht 2te Frucht lſte Iſte gedüngt düngt Frucht Frucht 1811 Hafer. Erbſen Gerſte u. folg. un alh Eriſärſst 3te Frucht 3te Frniht 2 Klee Korn Jahre Iſte gr werden wir te Frucht 2te t Jahre Frucht Frucht gedüngt gedüngt eFruſh En des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 23 Eine große Unterſtuͤtzung der Wirthſchaft beſteht auch noch darin, daß in der Erbſenſtoppel gegenwaͤrtiger Eintheilung noch eine andere Frucht, z. B. Ruͤben, erbaut werden koͤnnen. Die neuen Wieſen muͤſſen in dieſem Herbſt umgebrochen werden, um kuͤnftiges Fruͤhjahr ungeduͤngt Erdaͤpfel zu tra⸗ gen. Letztere werden mit der Hacke gelegt und bearbeitet. Iſt es moͤglich, ihnen Teichſchlamm und Kalk zu geben, ſo ſoll dies geſchehen; auf jeden Fall aber muß das Land nach den Erdaͤpfeln geduͤngt werden, um ein anderes Futter zu tragen, und wieder neuen Duͤnger zu erhalten, z. B. Erbſen oder Wicken gruͤn ver⸗ fuͤttert, oder letztere zu Heu gemacht; worauf das Land geduͤngt und mit Ruͤben beſaͤet wuͤrde. Der Gebrauch des Kalks ſcheint mir uͤbrigens zur Erzeu— gung mehrerer Koͤrner und Vertilgung des Ungeziefers,— wel— ches mir wahrſcheinlich mehr Schaden thut, als ich ſelbſt glau— be,— weſentlich nothwendig zu ſeyn. Behrends Methode duͤrfte bei Weitem die beſte Anwendung des Kalks zeigen, und zu dieſer muͤſſen nothwendig die Teiche geſchlaͤmmt wer— den. Zur Einſicht der Tabellen sub B. C. D. iſt noch zu bemer⸗ ken, daß die Art Nr. I. die nach Hohenkirchen zu belegene, Nr. II. die beim Gute in der Mitte befindliche, und Nr. III. die letzte Art nach dem Baͤrenholz zu gelegene iſt.— Der Buch⸗ ſtabe A. zeigt die Haͤlfte jeder Art an, welche nach Rochsburg zu liegt; B. aber die Haͤlfte der Arten nach dem Gukelberge zu. Nach der gegenwaͤrtigen Einrichtung ſind beſtimmt: 1) Zum Koͤrner⸗Ertrag 16 Scheffel Hafer, 16— Glerſte, 16— Korn. Summa 48 Scheffel. Zum Winterfutter; 16 Scheffel Klee, 16— Erdaͤpfel. Summa 32 Scheffel; ferner: a) das Haferſtroh, b) das Gerſtenſtroh, —ÿ—— 24 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe c) ſaͤmmtliche Soͤmmerungen auf dem neuen Lande.“ 3) Fuͤr Sommerfuͤtterung 8) 16 Scheffel Erbſen, b) die Kornſtoppel, c) die Kleeſtoppel, d) einige Gaͤrten fuͤr die Laͤmmer und ihre Muͤtter, e) Ruͤben in die Erbſenſtoppel, f) die Gerſtenſtoppel vor dem Umackern. Sollte jedoch die Brandweinbrennerei nicht zu Stande kommen, ſo duͤrfte immer die Einrichtung Wicken gekalkt, Korn, Erbſen, Hafer und Klee, Klee, Erdaͤpfel, die beſte ſeyn, und die angefuͤhrte nur vor der Hand— das erſte Jahr 1804— gelten. Koͤmmt aber eine Brennerei zu Stande, ſo wird die Eintheilung, wie in Rochsburg: Ruͤbſen und die Stoppel mit Futter, Hafer oder Gerſte mit Klee, Klee, Erdaͤpfel, Korn oder Weitzen, Erbſen. In dem erſten Falle, da naͤmlich keine Brennerei zu Stande koͤmmt, ſcheint es mir am Rathſamſten, allen Duͤnger auf die Haͤlfte des Feldes zu fahren, welche Klee tragen ſoll, und im dritten Jahre ſich der Kalkduͤngung zu bedienen. Geſtattete es die Menge der Duͤngung, ſo koͤnnte gar fuͤglich— auch ohne Brennerei— die Eintheilung von Rochsburg Statt finden. Rochsburg, den 16ten März. 3) Ueber die Feldeintheilung in Mohsdorf. Fuͤr Mohsdorf iſt die Feldeintheilung nach Tab. F. beſtimmt worden. nmen, Klee, Jerſte ande, erſte tande W R und im tete es Hohne itz. des Grafen H. E. d. Schoͤnburg. d 1 25 Tab. E. Nr. I. Nr. II. Nr. III. A. B. 4. h. A. B. .Sf⸗ Erbſen Hafer 3 Erdäpfel Gemang auf Poſt⸗ auf Amt⸗ Korn Korn 1803 2aulant Andd dte adehlt meiſters manns 1ſte 1ſte LIruch 2te Frucht ge 18 g Gute 5 Iute Frucht Frucht Zte Frucht 1. d Hafer— 3te Frucht 3te Frucht Korn Korn Wicken 2rde 1804 wird wird lſte gedüngt gekalkt Edrdin Lreleußg gedüngt gekalkt Frucht ſte Frucht 9 zu zu Seſene Wicken Erdäpfel! Wicken K 3ue efah 3te re 1 1805 und Klee Iſte rdäpfel Ficken orn e Frucht 3te Fruch Iſt Frucht 2te Frucht 2te Frucht gekalkt gedüngt Frucht zu zu Gemang— Hafer Klee Korn'te Frucht Erdäpfel Erbſen Wicken und Klee 1806 ete Frucht 2te Frucht wird 3te Frucht 1ſt- lſte zekalrt wird gedüngt zu BFrucht Frucht 5. Erdäpfel Erbſen 1 8t Sync Wicke 3te Frucht 3te Frucht Wicken Hafer und Klec Korn Klee 1807 wird wird 1ſte iſte Frucht 2te Frucht 2te Frucht gekalkt gedüngt Frucht e Fruch 3 Ir zu zu : Hafer Erbſen Erdäpfel 1808 Vidlen und Klee Korn Klee 3te Frucht 3te Frucht Frucht 1ſte[?te Frucht 2te Frucht gedüngt gekalkt Frucht zu zu Erbſen Frnf. Hafer. Korn Klee ste Frucht Srfe und Klee Wicken 1809 2te Frucht 2te Frucht gedüngt 318 Frucht iſte Iſte zu wird gekalkt zu Frucht Frucht Erbſen Erdäpfel! Hafer 1810 3te Frucht 3te Frucht und Klee Wicken Klee Korn wird wird lſte ſte Frucht 2te Frucht 2te Frucht gedüngt gekalkt Frucht fole un fett 7 len Aus For ch 8 wer auf wür nit 8 ger de die wei —————— — des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 27 4) Ueber die Feldeintheilung in Helsdorf. Die Eintheilung der Felder in Helsdorf iſt folgende: 1) Korn, 2) Erdaͤpfel, 3) Wicken, und alle drei Jahre zum Korn geduͤngt. Die Beſtimmung dieſes Vorwerks iſt: das Merzvieh im Winter vor dem Verkauf fett zu machen, und die Unterſtuͤtzung von Berthelsdorf zu ſeyn, wo die Hu— tung weder im Fruͤhjahr noch Herbſt hinreichend iſt. Wenn im Winter gegenwaͤrtig 300 und in Zukunft 500 Stuͤck fett gemacht werden, ſo wird es an Duͤnger nicht fehlen, und 17 Scheffel Korn-Ausſaat werden genugſame Streu geben. In Anſehung des noͤthigen Futters fuͤr das Maſtvieh wol⸗ len wir nur die Arten im Durchſchnitt zu 16 Scheffel an Korn⸗ Ausſaat annehmen. Acht Scheffel Erdaͤpfel werden auf 1 Schfl. Korn gerechnet, und wir wollen den Ertrag davon maͤßig zum achten Korn anſchlagen. Dies betraͤgt Summa 1024 Peniger Scheffel. Die hier zur Duͤngung in Anſchlag gebrachten 300 Stuͤck werden den 1ſten November aufgeſtellt, und den 1ſten Mai ver⸗ kauft; folglich muͤſſen ſie gefuͤttert werden 181 Tage. Sie wuͤrden in dieſer Zeit erhalten taͤglich: 1606 Pfund Erdaͤpfel, 520— Wicken. Summa 2126 Pfund; mithin jedes Stuͤck noch uͤber 7 Pfund taͤglich, ohne das Stroh zum Haͤckerling. Dies iſt wahre Maſt, und bei hinreichender Streu ſolte genugſamer Duͤnger erzeugt werden. Letzterer wuͤrde auch durch die Hutung der Berthelsdorfer Schafe vermehrt werden: zumal die Behutung der Kornſtoppel dazu koͤmmt. Bei dieſer Einrichtung kann der Schaͤfer im Sommer nicht weiter gebraucht werden. Die gangbaren Geſchaͤfte wird der 28 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Fohlenwaͤrter eben ſo gut mit verrichten. Dadurch wird erſpart, wie folgt: a) 12 Schock Reißholz à 2 Rthlr. 12 Gr. 30 Rthlr. b) 42 Rthlr. an 6 Monat Lohn 42— c) 4 Scheffel Korn à 4 Rthlr. 16— Summa 88 Rthlr. In dieſem Jahre 1803 und in dem folgenden wird wahr⸗ ſcheinlicherweiſe der Duͤnger nicht zureichen. Auf dieſen Fall muß halb Kalk und halb Duͤnger angewendet werden. Dieſe vorerwaͤhnte Einrichtung bleibt in dieſem Jahre 1804 unveraͤndert 1 Nr. I. vom Eingange an gerechnet: Gerſte und Klee, „ II. Erdaͤpfel, ⸗ III. Wicken. Beſtaͤtigt ſich aber die Brennerei mit Erdaͤpfeln, ſo werden dieſe alle drei Jahre in friſcher Duͤngung gebaut, und folgende Frucht⸗ ordnung beobachtet: 1) Erdaͤpfel, 2) Gerſte und Klee, 3) Klee, 4) Erdaͤpfel, 5) Korn, 6) Wicken und Ruͤben, oder Erbſen und Ruͤben. Letztere Eintheilung iſt nunmehr wirklich feſtgeſetzt; da die Kartoffelbrennerei durch Verſuche beſtaͤtigt worden. Es werden aber alle drei Jahre Erdaͤpfel in einer ganzen Art und allezeit ge⸗ duͤngt gelegt. Die nachfolgenden Fruͤchte,— naͤmlich Gerſte und Klee, und Korn und Wicken,— wechſeln mit einander ab, ſo daß jedes davon nur alle ſechs Jahre wiederum zum Vorſchein koͤmmt. Beifolgende Ueberſicht wird dies deutlicher machen. Nr. I. Nr. II. Nr. III. Die Art beim Eingange u. die dazu gehörige Mitte der Felder. Die mittlere Art. Die hintere Art. — 1804. Gerſte u. Klee 1ſte Fr. Erdaͤpfel 2te Fr. Wicken 3te Fr. 1805. Klee 2te Fr. Wicken 3te Fr. Erdaͤpfel 1ſte Fr. 1806. Korn oder Som⸗ 3 . 80. Vp n 5 6 r. Rorſ⸗.. 2„Fr. merweitzen 3te Fr. Erdäͤpfel iſte Fr. Berſteu Klee 2te d erd Kol 8 Er en des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 29 i aßr, 1807. Wnit Erdaͤpfel 1ſte Fr. Korn 2te Fr.— Klee 3te Fr. 1* 1808. . Korn 2te Fr. Erbſen 3te Fr. Erdaͤpfel 1ſte Fr. — 1809. J Wicken 3te Fr. Erdaͤpfel 1ſte Fr. Korn 2te Fr. nid ni 1810. dein d Erdaͤpfel 1ſte Fr. Gerſte u. Klee 2te Fr. Wicken 3te Fr. u. ſ. w. ahtetol— Es iſt hierbei noch zu bemerken, daß die Wicken⸗ und Erb⸗ ſenſtoppel allezeit mit Ruͤben beſaͤet wird. und Kle, Zu den weſentlichen Verbeſſerungen in der Wirthſchaft pro en dif 1803 rechne ich noch: Fruch⸗ 1) den wieder angefangenen Kleebau. Berthelsdorf hat die Klee Ehre, dieſen Anfang auf dem Irmſcher⸗ und am Gickelberge üüſſn gemacht zu haben. b 2) Die Idee,— eine Brandweinbrennerei anzulegen, die Ackerpferde abzuſchaffen und ſtatt ihrer Ochſen zu halten,— iſt nicht nur in dieſem Jahre entſtanden, ſondern ich habe da de auch in dieſem Jahre in vielen wichtigen Punkten ſie aus— werden zufuͤhren angefangen. Was die Brandweinbrennerei— zeit ge⸗ ohne Maſt— fuͤr Ertrag geben wird, ignorire ich zur Gerſte Zeit; allein die Maſt wird anſehnlichen Vortheil abwerfen, der, und ihr mehrerer Duͤnger wird der Wirthſchaft ein ganz orſchein anderes Anſehn geben.— Die Unfertigkeit der Acker⸗ en. knechte und ſchlechte Beſchaffenheit der Pferde,— welche I. durch uͤble Abwartung und Futterdiebereien bewirkt wur⸗ 1 de,— weil meine Voͤgte uͤber die getroffenen Einrichtun⸗ e ii gen nicht wachten,— machten mir es ohnedies unmoͤglich, laͤnger mit Pferden zu wirthſchaften*). te Fr *) Es wurde nun kein Ackerknecht mehr gehalten, ſondern zur Abwartung 1 der Ochſen waren blos Mägde gemiethet, und die Feldarbeit mit den lſte F Ochſen wurde von Tagelöhnern verrichtet, die dort immer und um billiges Lohn zu haben waren. Die Arbeit wurde unſtreitig ſchneller und beſſer gemacht. Die den Winter über gemäſteten Ochſen wurden im le aut Frühjahr verkauft, und zur Feldarbeit neue angekauft. 5 Anm. des Herausg. Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe 8) Die Beſtellung des ſaͤmmtlichen Samens auf rauhe Furche. 4) Die neue Feldereintheilung. 5) In Rochsburg wurde das untere Zehendfeld durch Erde⸗ fahren und Abgraben der Raͤnder, welche zu hoch waren, ſehr gruͤndlich verbeſert.— Ferner wurde der ehemalige Kuͤchengarten wiederum zu Feld gemacht. 6) Die Einleitung zum vortheilhafteren Staͤhrverkauf. f tauhe Erde⸗ waren, emolge des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 31 II Wirthſchaftliche Einrichtungen im Jahr 1804. 9) Die Genedant der Wirthſchaft in Ber— thelsdorf duͤrften jetzt ungefaͤhr folgende ſeyn: 1) Die ſogenannte große Wieſe und die Baͤrenwieſe,— beide von mir aus Holzboden neu angelegt,— werden in dieſem Jahre zu Feld gemacht.— Im Anfange wird dies neu umge— brochene Land mit Erdaͤpfeln belegt, und ſobald es gehoͤrig vor⸗ bereitet, ſo wird es nach Befinden in die andern Arten vertheilt. 2) Der vorhandene Teichſchlamm, und derjenige, welcher noch zu erlangen iſt, wird auf Verbeſſerung der Muͤhlenwieſe, der Teichwieſe und der Scheergrundswieſe angewendet. 3) Die Wieſenwaͤſſerung auf den benannten Wieſen wird theils neu angelegt, theils ſorgfuaͤltig unterhalten. Vielleicht wird zu dieſem Zweck ein neuer Teich bei der Hohenkirchner Grenze an⸗ gelegt, und die Scheergrundswieſe erweitert. 4) Die beigefuͤgte Tabelle sub A.(S. 33) zeigt die kuͤnftige Feldereintheilung, wie ſolche die Anlegung der Brandweinbrennerei und darauf gegruͤndete Maſtung der Ochſen,— wegen des er— forderlichen Duͤngers,— zu rechtfertigen ſcheint. Es wird, wie in Rochsburg, ſaͤmmtlicher Duͤnger auf ein Sechstheil des ganzen Feldes gebracht, und zu Erdaͤpfel mit Kalk geduͤngt. Letzteres wird wenigſtens im Anſaud noͤthig ſeyn. Sollte aber fuͤr die Zukunft die Duͤngung fuͤr † zureichen, ſo wird natuͤrlich hierin eine Veraͤnderung Statt finden. Dies iſt beſonders bei der Haͤlfte B. von der Art Nr. III. zu wuͤnſchen, weil dieſe ſehr mager iſt. Die Vorzuͤge dieſer Eintheilung duͤrften ungefaͤhr folgende ſeyn: a) Der Klee koͤmmt in reichen Boden, naͤmlich in die Ruͤbſen⸗ und Nuͤbenſtoppel. Nach der jetzt feſtgeſetzten Methode, die Ruͤben zu behandeln, bereichern ſie den Boden, anſtatt ihn zu erſchoͤpfen. Es werden naͤmlich nur die groͤßten Ruͤben aus— gezogen, und zur Stallfuͤtterung aufgehoben; die Mittel⸗ und 32 Wirtthſchafts Plane und Entwuͤrfe kleinen Ruͤben aber abgehuͤtet, wodurch das Land gewiß verbeſ— ſert wird, ſo wie es vom Unkraute gereinigt iſt. b) Dadurch, daß Erdaͤpfel in die Kleeſtoppel kommen, wird theils die Gefahr der Schnecken ganz vermieden; theils der Vortheil,— den Klee ſo lange als moͤglich zu benutzen,— er— langt. c) Der Kalk wird bei Bearbeitung der Erdaͤpfel am Beſten mit dem Boden vermiſcht.— Da das Auffahren des Kalks gleich im Fruͤhjahr geſchieht, ehe noch die Stoppel einge— eggt wird, ſo hat die auf Erdaͤpfel folgende Kornbeſtellung gar keine Hinderniſſe. Auch ſchuͤtzt der Kalk die Erdaͤpfel vor In⸗ ſekten. d) Der Wechſel der Fruͤchte iſt gut beobachtet, und e) die Arbeit vertheilt. 5) Wenn wir,— ohne die umzubrechenden neuen Wie— ſen,— jede Art zu 32 Peniger Scheffel an Korn⸗Ausſaat an⸗ nehmen; ſo iſt nach obiger Eintheilung beſtimmt: Zur Sommerfuͤtterung a) die Ruͤben, welche abgehuͤtet werden; b) die Ruͤbſenſtoppel; c) die junge Kleeſtoppel; d) die alte Kleeſtoppel; e) die Kornſtoppel; †) 14 Scheffel Erbſen,— indem 2 Scheffel zu Samen bleiben. Zur Winterfuͤtterung a) die Ruͤben, welche ausgezogen werden; b) das Gerſtenſtroh, und beſonders die Ueberreh davon fuͤr die Schafe; c) zweimalige Klee⸗Erndte von 16 Scheffel Peniger Maaß Kornland, nach Abzug des Samenklees; d) 16 Scheffel Erdaͤpfel; e) Stroh von Samenerbſen; †) Stroh von Samenklee. zaſ rehef 1 irunn n, heude „ zen,— dpil m fäahren de vpel enge elung ger lbor J Samen avon für er Nach des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. Tab. A. (f. S. 31.) Nr. I. Die Art beim Eingang oder vor dem Gute von Hohenkirchen her. Nr. II. Die Art beim Gute. Nr. 33 III. Die Art am Bärenholze. A. B. A. B. A. B. . Hälfte nach Hälfte nach. Hälfte nach Hälfte nach dem Gukel⸗ Hälfte nach dem Gukel⸗ Hälfte nach dem Gukel⸗ Rochsburg. berge⸗ Rochsburg. herge. Rochsburg. berge, 4 e Gemang Wicken 1803 Erdäpfel„Hafer— Korn Korn 3 und und Klee gedüngt Erbſen Erdäpfel d Ge⸗ Erbſen Anr im Herbſt 4 mange ſVc Gerſte Erdäpfel 1804 gedüngt Klee or ecin und Klee Korn mit Kalk zu ãpfel ſtan⸗ den 4 Erbſen 3. Erdäpfel Gerſte 1805 Gerſte Gemang Gdng Klee mit Kalk und Klee Rübſen mit Söm⸗—— Erdäpfel Sommer⸗& Gerſte 1806 Neruend mit Kalk weitzen Erbſen mit Klee] Klec Rüben 5 Rübſen Gerſte— Erdäpfel 6. 1807 Korn Erbſen 54 G Klee ſund Söm⸗ mit Klee mit Kalk merung Rübſen Erdäpfel en rdäpfel Gerſte 1808 Klee Erbſen niende Korn mit Kalk und Klee 5 Rübſen 4 Erdäpfel Alefen Gerſte pſ. 1809 mit Kalk it caiane mit Klee Erbſen Korn Klee Schoͤnburg. Wirthſch. II. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 35 Zur Geld⸗Einnahme kommen a) 16 Scheffel Nuͤbſen, b) 16— Korn, c) 16— Glerſte. Summa 48 Schefefel. Um wie viel das neue Land die Arten vermehren wird, laͤßt ſich noch nicht beſtimmen. Bei deſſen Bearbeitung aber iſt zu bemer— ken noͤthig: daß die große Wieſe durch zwei Graben gegen das Waſſer ver— theidigt werden muß, naͤmlich 1) am Rande des alten Feldes bei der Fichte, wo der Graben nach der Schlucht zu fuͤhren iſt; und 2) im Sande auf den Rochsburger Weg. Hier muß man den Graben ins Holz fuͤhren. Beide Ableitungen ſind ſehr noͤthig. 6) Einrichtung der Brandweinbrennerei und Maſtung ſaͤmmtlicher Ochſen in Berthelsdorf iſt zur Behauptung dieſer Feldeintheilung weſentlich noͤthig. ☛ᷣ Rochsburg, den 10ten März 1804. Wenn die Ruͤtzlichkeit der Kartoffelbrennerei im weiteſten Umfange recht vollkommen erwieſen waͤre; ſo koͤnnte auch die ganze Einrichtung der Berthelsdorfer Wirthſchaft dadurch eine ganz andere Geſtalt erhalten.— Die Regeln der guten Wirth— ſchaft wuͤrden dann durch den Duͤnger der Maſt entbehrlich, und es wuͤrden fuͤr die Zukunft nur zwei Fruͤchte erbaut, naͤmlich Erdaͤpfel und Weitzen, welche immer mit einander ab⸗ wechſeln. Der Bewegungsgrund zum Weitzenbau liegt dann 1) in der noͤthigen Streu zur Brandweinbrennerei, und 2) in einer fuͤr Mohsdorf anzulegenden Staͤrkenfabrik, um die Schaf— zucht daſelbſt moͤglichſt unterſtuͤtzen zu koͤnnen. Das neue Land muͤßte in dieſem Jahre nothwendig umge⸗ brochen werden, um im kuͤnftigen Jahre Erdaͤpfel zu tragen. Es wuͤrden uͤberhaupt 3 Brandweinblaſen fuͤr Berthels⸗ dorf feſtgeſetzt werden, naͤmlich zwei auf dem Rittergute und eine auf Wiesner's Gute. Die Schafe fallen ganz weg. 3* 9 36 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Die Felder wuͤrden dennoch in folgende zwei Theile gelegt, naͤmlich: Erſte Haͤlfte: der nach Rochsburg liegende Theil von Nr. 2 und 3., welchen der Fußweg vom Gute nach dem Bruͤcken— graben, und uͤber letztern der Fahrweg nach dem Baͤrenholze ſehr deutlich bezeichnet.— Ferner alles neue Land. Die zweite Haͤlfte enthielte dann alles uͤbrige Land, wel⸗ ches an Ritterguts⸗ und Bauerfeldern vorhanden iſt. Nach dieſer Eintheilung truͤge dann die hier angegebene erſte Haͤlfte im Jahr 1805 zuerſt Erdaͤpfel; und wo zu dieſen Erd⸗ apfeln nicht friſch geduͤngt werden koͤnnte,— wie im Anfange dies unmoͤglich auf die Haͤlfte des Feldes geſchehen koͤnnte,— da wuͤrde Kalk zu dem diesmal noch darauf folgenden Korn genom⸗ men. Wenn aber der Duͤnger hinreichend waͤre; ſo fiele dann die Kalkduͤngung weg, und es wuͤrde kein Korn, ſondern Wei— tzen erbaut. Allein dieſe Speculationen erleiden dadurch ihre Erledi⸗ ung: 3 daß das Brandweinbrennen aus Erdaͤpfeln in ſolcher Ausdeh⸗ nung unthunlich befunden worden, indem das Fabrikat ſich nicht gut zu halten ſcheint. Es bleibt alſo bei der erſten Eintheilung. 11) Grundſaͤtze der Wirthſchaft fuͤr Mohädoif pro 1804. Mohsdorf hat ungefaͤhr 120 Scheffel Peniger Maaß ackerbares Land; mithin,— in drei Arten getheilt,— auf jede Art 40 Peniger Scheffel Ausſaat. Die Duͤngung hat aber noch niemals zugereicht, eine ſolche Art jedes Jahr zu beduͤngen; daher denn der Ertrag bisher,— an Futter und Koͤrnern,— immer ſehr gering geweſen. Es iſt mithin nothwendig, einen Fruchewechſel einzufuͤhren, wodurch man mehreres Fut— ter erlangt; die Felder vom Unkraute gereinigt werden, und ihnen durch mehrere Duͤngung mehrere Kraft gegeben wird. kung run dorf 9)4 und aedun 8) 8 richt zwec Eint brach hhel, (lfen reltun in de laudt Ledſ rich weg häͤlt mag lang das eie glen on M. 2 Brücken⸗ renolze ſ„ wel⸗ ene erſte ſen End⸗ Anfange nte,— genom⸗ le dann Wei⸗ Erledi⸗ Aaädh⸗ dat ſich dorf r Maaß auf jſede eine ſolch ioher,- n. Gi hrerts d⸗ eadn, un den vid. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 37 Dieſem Endzweck ſcheint folgende Eintheilung zu entſprechen: 1) ſaͤmmtliches Feld wird in ſechs Theile getheilt, wovon jeder 20 Scheffel Peniger Maaßes an Kornausſaat enthaͤlt; 2) aller Duͤnger wird auf einen ſolchen Theil oder X ge⸗ bracht, wo er vereinigt ſeine ganze Kraft beſſer aͤußern wird, als wenn er auf ein Drittheil zerſtreut wuͤrde; 3) im vierten Jahre wird Kalkduͤngung zu Huͤlfe ge⸗ nommen; 4) ſechzehn Ochſen, welche ſtatt zehn Pferde in Zu— kunft gehalten werden, ſollten eine betraͤchtliche Duͤngervermeh⸗ rung bewirken; ſo wie 5) die Hammelmaſt, welche fuͤr die Zukunft nach Mohs⸗ dorf verlegt wird. Der Fruchtwechſel ſelbſt iſt folgender: 1) Gerſte und Klee, 2) Klee, 3) Erdaͤpfel, 4) Erbſen, 5) Korn, 6) Wicken und Ruͤben. Anfaͤnglich war folgende Einrichtung feſtgeſetzt: 1) Erbſen, geduͤngt, und auf ihre Stoppel Ruͤben; 2) Gerſte und Klee; 3) Klee; 4) Erdaͤpfel; 5) Wicken; 6) Korn. Da nun in der Landwirthſchaft nichts wichtiger, aber auch nichts ſchwerer iſt, als die Eintheilung der Felder, ſo ſcheint es zweckmaͤßig, hier die Gruͤnde anzufuͤhren, warum die erſtere Eintheilung der letztern vorgezogen worden. Es ſind folgende: a) Die Erbſen werden zum Ruͤbenbau zu ſpaͤt abge⸗ bracht; folgen aber Ruͤben nach Wicken, ſo hat man den Vor⸗ theil,— durch zeitigeres Maͤhen der Wicken zu Heu,— ſich helfen zu koͤnnen. Die Erbſen ſchicken ſich alſo beſſer zur Vorbe— reitung zu Korn. Es koͤmmt dazu, daß, wenn ſich Schnecken in den Wicken zeigen, ſo kann man,— da die Zeit es er— laubt,— ſich durch mehrmaliges Ackern helfen; welches bei Erbſen, die wenigſtens zum Theil ſpaͤter abgebracht worden, nicht anwendbar iſt. Auch ſind die Schnecken uͤberhaupt,— wegen des vorhergegangenen Kalkes,— nicht ſo ſehr zu fuͤrchten. b) Wenn Gerſte und Klee die erſte Frucht bleibt, ſo er⸗ haͤlt der Klee die ganze Kraft des Duͤngers, welches bei meinen magern Feldern um deſto nothwendiger iſt, da der Klee noch nicht lange genug ausgeſetzt worden.— Daß Erbſen und Nuͤben das Feld nicht ausſaugen,— wenn erſtere gruͤn verfuͤttert und 38 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe letztere zum Theil abgehuͤtet werden,— glaube ich zwar; allein dies iſt bloße Theorie, und nur vieljaͤhrige Erfahrung kann der⸗ uͤber entſcheiden. c) Das Unkraut bei friſcher ſtarker Duͤngung duͤrfte den Ruͤben,— ungeachtet der vorhergegangenen Erbſen,— ſehr beſchwerlich fallen, welches nach Kalk nicht zu befuͤrchten. Dies iſt ein wichtiger Umſtand, weil bei uns das Jaͤten und Behacken nicht eingerichtet iſt, auch ſchwere Koſten verurſachen wuͤrde.— Bei Gerſte und Klee in friſcher Duͤng8ung iſt vom Unkraute nichts zu befuͤrchten; weil letzterer es gewiß nicht aufkommen laͤßt, wenn er Kraft zum Wachsthum hat. d) Ein Haupteinwand iſt zwar dieſer: daß im ſechsten Jahre der Boden nicht Kraft genug haben duͤrfte, um Wicken und Ruͤben zu tragen; da aber der Boden vorher ſtark gekalkt wird, und noch niemals Ruͤben getragen hat, ſo ſcheint dieſer Zweifel,— welcher doch auch auf Korn im ſechsten Jahre noch anwendbar iſt,— eben ſo wenig von Bedeutung zu ſeyn, als e) der, daß die friſche Duͤngung lagerhafte und ſchad⸗ hafte Gerſte bewirken werde. Man kann dieſem Uebel dadurch helfen, daß man duͤnne ſaͤet und Sommerweeitzen ſtatt Gerſte an⸗ wendet. †) Endlich koͤmmt nach der erſten Eintheilung die indivi⸗ duelle Nothwendigkeit zu ſtatten, daß meine wirthſchaftliche Ein⸗ richtung den Klee nicht laͤnger entbehren kann; bei der zweiten Eintheilung muͤßte ich noch ein Jahr warten. Ddie Tabelle sub A.*) zeigt die Anwendung der angenomme⸗ nen Feldeintheilung fuͤr Mohsdorf. Nr. I. A. iſt die Haͤlfte der erſten Art von Rochsburg nach Taura. Sie geht vom Eingang bis an Queſter's Wieſe. Nr. I. B. iſt die zweite Haͤlfte dieſer Art, welche,— auf der entgegengeſetzten Seite,— zunaͤchſt am Taura-Stein und bis an die Fichte liegt. Die Art Nr. II. geht von der Queſter⸗Wieſe an, bis zum Wege, der der Mohsdorfer Muͤhlenweg heißt, und,— auf der ** Dieſe Tabelle fehlt leider; zwar fand ſich eine Tabelle sub A. vor, vaßte aber gar nicht hierher. Anm. des Herausg. wor; alein tamn da⸗ uüfe den — fehr Dies dehacken tde.— te nichts nen läßt, ſechste Vickn gekalkt t dieſer le noch als ſchad⸗ daduch ecſte an⸗ de indive⸗ iice E⸗ weten nonme⸗ ig nach ſe. — auf tein und „bos zun = auf de zub 4 b⸗ deraue des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 89 entgegengeſetzten Seite,— von der Fichte bis zum Scheiben buſch. Dieſe ganze Art aber iſt bei gegenwaͤrtiger Eintheilung in zwei Haͤlften geordnet, welche der Weg bildet, der von Rochs— burg nach Taura durch meine Grundſtuͤcke geht. Was dieſem Wege rechter Hand liegt, heißt die Burgſtaͤdter Seite A.; was ihm aber linker Hand liegt, die Muͤhlenſeite B. Es iſt alſo Nr. II. A. die Haͤlfte dieſer Art, welche rechter Hand ge⸗ dachten Weges nach Burgſtaͤdt liegt. Nr. II. B. aber die Haͤlfte dieſer Art, welche auf der lin⸗ ken Seite des Weges nach den Muͤhlen liegt. Eben dieſes iſt der Fall bei der Art Nr. III., welche vom Mohsdorfer Muͤhlenwege anfaͤngt, und die Felder von da bis zum Scheibenbuſch begreift. Der naͤmliche Weg von Rochsburg nach Taura bildet auf ſeiner rechten Seite, oder nach Burgſtaͤdt zu, die Haͤlfte Nr. III. A., und auf ſeiner linken Seite die Art Nr. III. B. Man muß hierbei vorausſetzen, daß allezeit die Richtung des We⸗ ges von Rochsburg nach Taura angenommen wird, und dann heißen die Felder ihm zur Rechten die Burgſtaͤdter oder A-Seite, und die Felder ihm zur Linken die Muͤhlen- oder B-Seite. Die angenommene Haupteintheilung der Felder beruht be⸗ ſonders auf folgenden Grundſaͤtzen: 1) daß ſowohl vom Duͤnger, als vom Kalk niemals mehr, als eine Getreidefrucht genommen werde; und dieſe muß auch, ſo viel nur moͤglich, von zwei verbeſſernden Fruͤchten eingeſchloſſen werden; 2) daß die naͤmliche Frucht erſt in ſechs Jahren wieder auf das naͤmliche Feld komme. G Es iſt zu erwarten, daß im Fortgange der Wirthſchaft die ſaͤmmtliche Duͤngung fuͤr Gerſte zu reichlich werden duͤrfte. Auf dieſen Fall koͤnnte entweder a) die Wirthſchaftsart eingefuͤhrt werden, wie ſolche in Rochsburg und Berthelsdorf angenommen worden, naͤmlich Ruͤbſen und Ruͤben, Gerſte und Klee, Klee, Erdaͤpfel, Korn, Erbſen; b) oder Sommerweitzen ſtatt Gerſte genommen; c) oder nur die Haͤlfte des Duͤngers der Gerſte und dem Klee gegeben, die andere Haͤlfte deſſelben aber zu den Erbſen be⸗ ſtimmt werden; wobei ſodann die Ausgabe fuͤr Kalk wegfiele. 40 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Zur Erleichterung des Futters fuͤr die Ochſen,— außer dem dazu beſtimmten Heu und Grummet,— duͤrften beſonders dienen 1) die ausgeſchnittenen Erdaͤpfel; 2) die Ruͤben. Wenn indeß die Vortheile der Brandweinbrennerei durch Erd⸗ apfel ſich aus Erfahrung beſtaͤtigen ſollten, ſo duͤrfte folgender Fruchtwechſel allen andern vorzuziehen ſeyn: 1) Erdaͤpfel, ge⸗ duͤngt; 2) Sommerweitzen und Klee; 3) Klee; 4) Erdaͤpfel, geduͤngt; 5) Korn; 6) Erbſen und Ruͤben. Der natuͤrliche Einwand: woher der Duͤnger zu einer ganzen Art von 40 Scheffel herzunehmen ſey? kann dadurch geloͤſt werden: wenn die Vortheile der Brennerei durch Erdaͤpfel ſich beſtaͤtigen, ſo wird ſolche ganz natuͤrlich, ſo ſehr nur moͤglich, erhoͤhet. Sie wird alſo wahrſcheinlich Duͤn⸗ gung fuͤr Berthelsdorf in genugſamer Menge liefern, und dies wird geſtatten, daß die Berthelsdorfer Schafe im Winter ihr Futter in Mohsdorf verzehren.— Ferner koͤnnte man die Och⸗ ſen,— welche gegenwaͤrtig erſt im Maͤrz angeſchafft werden,— gleich beim Aufſtellen der alten auf die Maſt ankaufen und bei Stroh und maͤßiger Heufuͤtterung unterhalten. Sie wuͤrden,— da ihrer ſechzehn ſind,— nicht allein vielen Duͤnger machen, ſondern koͤnnten auch die noͤthigen Winterfuhren verrichten. Noch iſt dabei der ſchon vorher erwaͤhnte Einwand: daß Erbſen ſich nicht zur Vorbereitung der Ruͤben ſchicken, weil ſie zu ſpaͤt abgebracht werden, zwar nicht zu widerlegen, ſondern nur dahin zu berichtigen: daß allerdings Erbſen zu Samen, und diejenigen, welche nicht vor Mitte des Julius abgebracht werden, keine andern als Stoppel⸗ ruͤben liefern werden; nur daß die vor dieſer Zeit gemaͤheten Erbſen,— indem ſie das Land vom Unkraute reinigen,— al⸗ lerdings eine gute Vorbereitung der Ruͤben zu ſeyn ſcheinen. Auch die Stoppelruͤben duͤrften zum Abhuͤten fuͤr Schafe ſehr gut zu benutzen ſeyn.— Die groͤßte Gefahr, mithin auch die zug ſt fü nihin Ka I M — außer leſonderg 6 Erd⸗ gender fel, ge⸗ edapfel 7 Scheßel ennerei —, ſo duͤn⸗ d dis der iht de Dc⸗ den,— und bei de.— nachen, ſcicken, en: daß icht vor Stoppel emäheten ,— al ſcheinen chofe ſeh m auchde des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 41 groͤßte Aufmerkſamkeit, muß man von den Schnecken erwarten, und darauf anwenden. Noch ſind einige Bemerkungen von der aͤltern Ueberſicht hier aufzubehalten: 1) Beſtellung durch Kuͤhe,— angekauft oder auch vielleicht von eigener Zuzucht; 2) Oelkuchen; 3) Weitzenbau und Anlegung einer Staͤrkenfabrik; 4) Weitzenbau und Behuͤtung des Weitzens im Fruͤhjahr; 5) die Art Nr. I. hat vor fuͤnf Jahren,— von dem Jahre 1803 an gerechnet,— Klee getragen; die Art Nr. II. vor vier Jahren, und Art Nr. III. vor drei Jahren. Zu gegenwaͤrtiger Kalkduͤngung auf den ſechsten Theil der Felder iſt fuͤr den Peniger Scheffel Kornland 12 Scheffel Kalk beſtimmt: mithin ſind in einem Jahre erforderlich Summa 240 Scheffel Kalk. 7 1 1II) Ferner iſt fuͤr das Jahr 1804 im Allge⸗ meinen noch Folgendes beſchloſſen und ange— nommen worden. 1) Abſchaffung der Stuterei!— Jedes Foh⸗ len koſtete jaͤhrlich 11 Scheffel 2 Sippmaaß Hafer und 20 Centner Heu; Fohlenwaͤrter und Bereuter ungerechnet.— Nach vierjaͤhriger Auslage erlangte ich mein Geld nicht wieder, da ſo viele Ungluͤcksfaͤlle dazu kamen. Noch weniger war an Wiedererlangung des Kapitals fuͤr Beſchaͤler und Stuten, oder auch nur der Zinſen dafuͤr, zu denken; ich muͤßte denn die Cur— koſten und viele Aergerniß dazu anſchlagen. Die geringſte Anzahl von Fohlen war zuletzt 14 Stuͤck, ohne den jaͤhrlichen Zuwachs bei Fortſetzung der Stuterei.— Rechnen wir nun die wohlfeilſten Preiſe zu 2 Rthlr. fuͤr den Scheffel Hafer, und 16 Gr. fuͤr Heu pro Centner; ſo betraͤgt 42 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe dies fuͤr jedes Stuͤck 36 Rthlr. 8 Gr. jaͤhrlich, und fuͤr 14 Fohlen Summa 508 Rthlr. 16 Gr. ferner der Bereuter 120——— deſſen Liverei 25——— Fohlenwaͤrter 84——— S. Summarum 737 Rthlr. 16 Gr. fuͤr 14 Stuͤck Fohlen in 1 Jahre. 2) Die Einſicht, daß breite Beete bei der Beſchaffenheit des hieſigen Bodens nicht an— wendbar ſind! Es iſſt ein ſtarker Lehmboden, welcher eine Unterlage von Thon hat. Es kann alſo das Waſſeer nicht ein— dringen, und ſich in die Tiefe ſenken, ſondern nur abfließen, oder verdunſten. Daß bei einer Menge kleiner Graben, wie die vier⸗ furchigen Beete ſind, das Abfließen leichter ſey, wird wohl Nie— mand laͤugnen. Thaer ſagt zwar: an einer Anhoͤhe wuͤr⸗ den die Furchen, nach der Laͤnge dieſer Anhoͤhe gezogen, keine Wirkung thun, weil das Waſſeer ſich allein die Laͤnge des Beetes hinunter ziehen muͤſſe. Wenn aber die Furchen tief ausgeſtrichen und die Beete gewoͤlbt(— ungefaͤhr in dieſer Geſtalt* X—) ſind, ſo muß nothwendig das Waſſer des Beetes in die niedrigere Furche treten, und darin abfließen. Wir ſehen ja auch bei ſtarkem Regen ſehr deutlich, wie viel Waſſer dieſe Furche ableitet. Bei breiten Beeten entbehren wir dieſen Vortheil ganz. Das Waſſer haͤuft ſich,— wenn es keine lockere Unterlage findet, in die es ſich ſenken kann,— und verduͤnſtet nur allmaͤhlig. Dadurch aber werden bei uns die Winterfruͤchte allezeit vernichtet. Das Land,— zumal wenn es recht gut beſtellt iſt,— ſchwimmt unter dieſen Umſtaͤnden in einen Brei zuſammen, und die Wurzeln der Winterfruͤchte verderben. Wir muͤſſen alſo noth⸗ wendig a) tief ackern, damit die Feuchtigkeit ſich tiefer einſen⸗ ken koͤnne; b) ſchmale Beete und tiefe Furchen machen; und ¹) die Unterlage des Bodens,— da ſie keine Feuchtig— keit durchlaͤßt,— moͤglichſt tief auflockern,— durch Haken⸗ oder Minirpfluͤge. Rec ger loſte und für ei der t an⸗ her eine ſcht ein⸗ n, oder je bier⸗ l Nie⸗ wuͤr⸗ keine Weetes ſtechen 2— ſedeigere ſorkem t Wii Paſer die es dadurch Das wimmt und die ſo nolh⸗ er einſen⸗ und Feuchi c Hain, des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 43 3) Die vortrefflichſte Verbeſſerung dieſes Jahres duͤrfte wohl die Einſicht ſeyn: daß die Schafe nach Verhaͤltniß des Futters, welches man auf ſie wenden muß, bei weitem nicht genugſamen Duͤnger machen, um die Wirthſchaft aufrecht zu erhalten. Im Anfang meiner Wirthſchaft war es mir durch das viele ge— kaufte Futter moͤglich, mehr Schafe zu erhalten, und dadurch einigermaaßen dieſen Fehler zu verbeſſern. Da aber auf die Laͤnge eine ſolche Einrichtung nicht beſtehen kann; ſo trat gluͤck— licherweiſe die Ochſenwirthſchaft ein, und zeigte mir die Moͤg— lichkeit, dies entſcheidende Uebel gruͤndlich zu heben.— Ohne genugſamen Duͤnger kann einmal die Wirthſchaft ſich nicht heben. Es ſind 50 Ochſen zur Beſtellung, und, wo moͤglich, dreimali— gen Maſt beſtimmt; ſollten dieſe aber noch nicht zur vollkomme⸗ nen dreijaͤhrigen Duͤngung zureichen, ſo muͤßte man noch mehr Ochſen auf die Maſt ſtellen, und ſich den Verluſt dabei willig ge⸗ fallen laſſen. Kein Geld koͤnnte beſſer angewendet werden! Wenn es daher nur einigermaaßen moͤglich iſt, ſo ſollen das ganze Jahr hindurch Siebenzig Ochſen gehalten werden, naͤmlich in Rochsburg 12 Stuͤck in Helsdorf 14— in Mohsdorf 24— in Berthelsdorf 20— Summa 70 Stuͤck. Es blieben dann funfzig zur Maſt,— wie bereits beſtimmt wor⸗ den,— und zwanzig wuͤrden mit Heu und Stroh gefuͤttert. Wir wollen ſie gut fuͤttern, und daher auf jeden 10 Pfund Heu und 1 ½ Gebund Stroh rechnen. Dies wuͤrde ein Jahr lang auf den Ochſen betragen 33 Centner Heu zu 16 Gr. und 9 Schock Stroh zu 2 Rthlr.; alſo auf zwanzig Stuͤck 660 Centner Heu zu 16 Gr. 440 Rthlr. 180 Schock Stroh zu 2 Rthlr. 220— Summa 660 Rthlr. Rechnen wir von jedem Ochſen in einem Jahre 25 Fuder Duͤn⸗ ger(2), ſo wuͤrde jedes Fuder noch nicht einen Speciesthaler koſten,— die verrichtete Arbeit der Ochſen ungerechnet. 44 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Man kann uͤberhaupt der Ochſenwirthſchaft nicht Lobrede genug halten.— Wir wollen nur die hypothetiſche, aber ſehr wahrſcheinliche Berechnung aufſtellen, daß naͤmlich a) dreimal Ochſen zur Maſt aufgeſtellt werden,— in der Ruhe hundert Tage und bei der Arbeit 165 Tage zu ihrer Vollendung noͤthig haben; b) daß jeder Ochſe taͤglich 70 Pfund Erdaͤpfel erhaͤlt. Bei dieſer Vorausſetzung wuͤrde jeder Ochſe gefreſſen ha⸗ ben,— wenn wir naͤmlich der Kuͤrze wegen alle drei Maſtun— gen auf einen Ochſen, ſo wie auch den Ertrag rechnen,— Summa 91 Scheffel zu 1 Rthlr. Rechnen wir bei jeder Ma⸗ ſtung 30 Rthlr. Gewinnſt, ſo koſten uns die Ochſen beinahe gar nichts, und wir erſparen dabei das Futter fuͤr(— zum Vortheil der Pferde—) 24 Ackerpferde. Von letztern er⸗ hielte Jedes 1 ½ Sippm. Hafer woͤchentlich, und 6 Pfund Heu taͤglich,— erſteres zu 2 Rthlr. pro Scheffel, und das Heu den Centner zu 16 Gr.,— betraͤgt jaͤhrlich Summa 52 Rthlr. 8 Gr. 2— 12— Beſchlaͤge. Summa 54 Rthlr. 20 Gr.; dazu Sattler⸗Reparaturen 2— 12— Curſchmidt—— 8— S. Summarum 57 Rthlr. 16 Gr. Hierbei iſt die Abnutzung der Pferde nicht gerechnet; demunge⸗ achtet iſt die offenbare Erſparung, durch das Unnoͤthigwerden von 24 Pferden, Summa 1368 Rthlr. Rechnen wir noch hinzu, daß die Unterhaltung der 12 Knechte*),— jeden zu 6 Rthlr. 12 Gr. monatlich,— betragen wuͤrde Summa 936 Rthlr.; ſo iſt leicht einzuſehen, daß das Tagelohn fuͤr Ochſenarbeit ſich nicht ſo hoch belaufen kann, folglich auch hierin Erſpar⸗ niß iſt. *) In Rochsburg wird immer zweiſpännig gefahren, und auf 2 Pferde alſo 1 Knecht gerechnet. Anm. des Herausg. ch ſäbrede aher ſehr „,— in du ihrer chal eſen ha— Maſtun⸗ den,— der Ma⸗ ohe gar — zum ern er⸗ d Heu eu den age. munge⸗ den von ˖hinzu, 6 Rhr. tſt.; ſ reit ſich Erſpar⸗ , auf? Re erausg. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 45 Der groͤßte und wichtigſte Vortheil aber koͤmmt durch den Duͤnger der Ochſen, den man bei dieſem Futter auf dreißig Fuder fuͤr das Stuͤck anſchlagen duͤrfte(22). Dies betruͤge von 50 Ochſen Summa 1500 Fuder Duͤnger. Wem koͤnnte es bei dieſer Ueberlegung noch einfallen, Pferde zu halten! 4) Sind einige Sur⸗Gallen in Mohsdorf und Berthelsthelsdorf— durch bedeckte Ab⸗ zugsgraͤben— trocken gelegt. ——— 1' 46 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe III. 3 Grundſaͤtze der wirthſchaftlichen Einrichtungen im Jahr 1805. Die Grundſaͤtze der wirthſchaftlichen Ein⸗ richtungen duͤrften von nun an ungefaͤhr folgende ſeyn: I. Der Viehſtand kann allein die Felder verbeſſern, und deſ⸗ ſen Vervollkommnung giebt die meiſten Einkuͤnfte.— Ohne Duͤnger hilft bekanntlich alle Anſtrengung und Sorgfalt nichts; und wie ſehr uͤberſteigt nicht die Einnahme von der Schafzucht diejenige, welche der Ackerbau liefert! Bekanntlich iſt es unmoͤglich, den Viehſtand vollkommener zu machen, ohne vieles und gutes Futter.— Nur durch kluge Auswahl der Zuzucht und durch reichliche Zutheilung dieſes guten Futters kann das Vieh auf die Stufe der Vollkommenheit ge— bracht werden, wo es das Futter, welches es erhaͤlt, bezahlt. III. Futter zu kaufen, hat nicht allein wegen des Transports große Schwierigkeiten und Koſten, ſondern es wird auch ſolches durch mehrere Nachfrage alle Jahre theurer. Man kauft es nie⸗ mals von ſo guter Beſchaffenheit, als man es ſelbſt erbaut; und bei unfruchtbaren Jahren iſt man ſogar in Gefahr, keine genug— ſame Quantitaͤt davon auftreiben zu koͤnnen; oder es uͤberſteigt dann wenigſtens bei Weitem den Mittelpreis, welchen man zum Maaßſtab angenommen hat. Auch erſchoͤpfen ja Futterkraͤuter und Wurzelgewaͤchſe den Boden gar nicht ſo, wie Getreide— fruͤchte; ihre Erbauung erhaͤlt daher das Feld ſogar in beſſerm Stand. IV. Nur die Wirthſchaftsart iſt die beſte, welche mit Beſtand die meiſten Einkuͤnfte verſchafft;— denn jede Wirthſchaft iſt ——— ê: Ein⸗ und deſ⸗ Ohne nichts; hafzucht mmener ah log es garen daheit ge⸗ bezahlt. onsports ſolches tes nie⸗ ut; und ne genug⸗ überſtigt man zum terkräute Getredde in beſeem nt aim inſthii des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 47 ein Gewerbe, welches nur in ſo fern ſchaͤtzbar iſt, als es nuͤtzlich iſt. Es iſt daher nothwendig, eine Vergleichung der Dreifelder⸗ wirthſchaft, welche ihre Brache ſoͤmmert, mit der von uns er— dachten neuen Eintheilung der Felder anzuſtellen, um ganz un— parteiiſch zu urtheilen.— 1) Dieſe Dreifelderwirthſchaft wuͤrde alſo haben Korn 120 Scheffel,. Gerſte 1 20 Scheffel, halb Klee 60 Scheffel und halb Erdaͤpfel 60 Scheffel. Wir wollen, nach allem Abzuge vom Korn, das ſechste Korn als reinen Ertrag annehmen, und den Scheffel im Preiſe zu 4 Rthlr. Dies betraͤgt Summa 720 Scheffel Korn, und 2880 Rthlr. Gerſte wollen wir zu gleichem Ertrag anſchlagen, welches, den Scheffel zu 3 Rthlr., betraͤgt Summa 2160 Rthlr. Von Klee ſind 60 Scheffel zu 46 Centner jeder zu rechnen, welches be⸗ traͤgt: Summa 2760 Centner; hierzu koͤmmt ungefaͤhr 1500— Wieſſenheu. Summa 4260 Centner. Wir muͤſſen dabei jedoch nothwendig auf die Sommerfuͤtterung Ruͤckſicht nehmen. Dazu haben wir nun a) Wieſenbehuͤtung vom 15ten Mai bis 1ſten Julins,— 46 Tage. b) Kornſtoppel, Herbſt⸗Wieſenbehuͤtung und Spoͤrgel in der Gerſtenſtoppel vom 25ſten Jul. bis 15ten Rovember„— 99 Tage, Summa 160 Hutungstage. Es bleiben alſo zur Winterfuͤtterung Summa 205 Tage. Dividiren wir dieſe in obige 4260 Centner, ſo erhalten wir auf jeden Tag 20 Centner, und wenn wir fuͤr das Schaf 2 ¾ Pfund taͤglich rechnen, ſo koͤnnen wir halten Summa 880 Stuͤck. Der Ertrag davon wuͤrde ſeyn— zu 23 Pfund Wolle— 110 Stein, welche, zu 34 Rthlr. jeder, betragen Summa 3740 Rthlr. an Wolle. Ferner 176 Stuͤck Merzvieh, wovon 88 Mutterſchafe 1 48 Wirthſchafts-⸗Plane und Entwauͤrfe zu 5 Rthlr. 440 Rthlr., und 88 Staͤhre zu 30 Rthlr. 2640 Rthlr. betragen. Saͤmmtliche Einnahme von Schafen iſt alſo Summa 6820 Rthlr. Bei den Erdaͤpfeln muͤſſen wir ebenſo, wie bei der neuen Einrichtung, folgende Norm annehmen, daß naͤmlich jeder Ochſe, bei der Maſt nach vollendeter Arbeit, einbringe 40 Rthlr. Da wir nun 62 Ochſen halten, ſo iſt die Einnahme Summa 2480 Rthlr. Recapitulation. 2880 Rthlr. Korn, 2160— Gerſte, 6820— Schafe, 2480— DOchſen. Summa 14340 Rthlr. 2) Wir wollen nunmehr dagegen die neue Einthei— lung der Felder betrachten. Es iſt folgende: Ruͤbſen und Ruͤben, Sommerweitzen und Klee, Klee, Erdaͤpfel, Gemang und Spoͤrgel, Erbſen. Den Ruͤbſen wollen wir zu 70 Rthlr. pro Scheffel Ausſaat oder Acker anſchlagen, weil dieſes der geringſte Ertrag vom Acker ge⸗ weſen, den wir gehabt.(Der beſte war zeither 120 Rthlr.) Summa 4200 Rthlr. Sommerweitzen, das éte Korn und der Scheffel 5 Rthlr. Summa 1 800 Rthlr. Ochſenmaſt Summa 2480 Rthlr. In Anſehung der Schafe koͤnnen wir mit Beſtand rechnen, daß ſie vom 15ten Mai bis 1ſten Rovember mit gruͤnem Futter erhalten werden. Wir rechnen naͤmlich 16 Tage im Mai, 24— im Junius. Summa 40 Tage Wieſenhutung. 6 Tage im Junius, 31— im Julius, 15— im Auguſt. Summa 52 Tage Erbſenfuͤtterung. 8c thei⸗ Alee, Erbſen. ſaat oder Niir ge .) rechnen, dater des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 49 16 Tage im Auguſt, 15— im September. Summa 31 Jage Kleefuͤtterung. 3 15 Tage im September, 31— im October. Summa 46 Tage Spoͤrgel⸗ und Kleeſtoppel ꝛc. Die Nuͤbenfuͤtterung rechnen wir,— da 60 Acker damit beſaͤet werden,— vom iſten November bis iſten Januar. Es wer⸗ den alſo nur 135 Tage zur Winterfuͤtterung erforderlich ſeyn;— dazu iſt nun bei der neuen Einrichtung beſtimmt: a) 60 Scheffel Gemang-Ausſaat,— jeden Scheffel oder Acker zu 35 Centner angenommen,— macht 2100 Centner Gemang, b) 2760— Knleeheu, c) 1500— Wieeenheu. S. 6360 Centner. Von dieſem Futter koͤnnte ich eigentlich in den 185 Wintertagen 1292 Stuͤck zu 4 Pfund taͤglich erhalten; da wir aber auch auf die zeitigen Laͤmmer beſondere Ruͤckſicht nehmen muͤſſen, ſo wollen wir nur 1200 Stuͤck rechnen. Dieſe geben, zu 3 Pfund, 163 Stein 14 Pfund Wolle; oder an Gelde, den Stein zu 34 Rthlr. gerechnet, Summa 5562 Rthlr. fuͤr Wolle. Wir rechnen das vierte Jahr zum Ausmerzen; mithin 150 Staͤhre zu 30 Rthlr., Summa 4500 Rthlr. 150 Merzſchafe zu 6 Rthlr., Summa 900 Rthlr. 2 Es wird alſo der wahrſcheinliche Ertrag der neuen Einrichtung ſeyn 4200 Rthlr. Ruͤbſen, 1800— Sommerweitzen, 2480— Ochſen, 5562— Wolle, 4500— Staͤhre, 1 900— Merzcchafe. Summa 19,442 Rthlr. Schöoͤnburg. Wirthſch. II. 4 ' 50 Wirthſchafts⸗-Plane und Entwuͤrfe Vergleichen wir nun die Dreifelderwirthſchaft, welche je⸗ doch ihre Brache benutzt, ſo haben wir folgende Ueberſicht: 19442 Rthlr. neue Einrichtung, 14340— D Dreifelderwirthſchaft. Summa 5102 Rthlr. Ueberſchuß fuͤr die neue Ein⸗ richtung. Dabei ſind immer noch viele wichtige andere Vortheile fuͤr die neue Einrichtung: 1) ſie erſchoͤpft das Feld viel weniger; 2) liefert mehrern Duͤnger; 3) hat Laͤmmerfutter; 4) erhaͤlt das Vieh in viel beſſerm Stande; 5) der Fruchtwechſel iſt dabei viel beſſer beobachtet. Daß auch die Dreifelderwirthſchaft ſich nach der angegebenen Ordnung erhalten koͤnne, bezweifle ich nicht; allein den Schaf⸗ ſtand zur hoͤchſten Vollkommenheit zu bringen, iſt ſie nicht geeignet, und ſchon aus dieſem Grunde muͤßte ſie jener nach— ſtehen. V. Zu allem Dieſen iſt die erſte Bedingung: ein ſehr großer Duͤn— gervorrath. Ohne dieſen wuͤrde der erſchoͤpfte Boden auch den maͤßigen Ertrag, welchen wir zum Grunde unſerer Erwartungen an⸗ genommen haben, keinesweges liefern koͤnnen. Unſere Hoffnungen wuͤrden vereitelt werden, wie ſo viele, falſch berechnete in vori— gen Zeiten!— Die dadurch erlangte Erfahrung kann vielleicht auch einmal Andern nuͤtzlich ſeyn; wir wollen mithin unparteiiſch die ehemaligen Fehler unterſuchen. Es waren deren beſon⸗ ders drei: 1) wurden zu viele Schafe gehalten, und dieſe nicht hinreichend gefuͤttert.— Aus dieſem Fehler entſtanden große Ausgaben fuͤr gekauftes Futter, Schafſterben und geringer Ertrag.— Noch jetzt muß ich der guͤtigen Vor⸗ ſehung danken, daß bei dieſer ſchlechten Einrichtung meine Rage ſch erhalten konnte. Es iſt mir dieſes, nach erlangter beſſerer Cinſicht, ganz unbegreiflich. ———— ankor das Ich he mu de des ſcho ſoge jele pe gen Nace 16 T bei m wenig eue Ein⸗ theile füͤr egebenen Schaf⸗ ſie nicht der dachs her Dun⸗ Nauch den ungen an⸗ ffnungen ein vori⸗ diellicht darteiſch en beſon⸗ nd dieſt im Fehle chaffeerde Atigen Jr meine R gerbeſ des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 51 2) Die Eintheilung der Felder, auf welche Alles ankoͤmmt, war durchaus fehlerhaft, indem der Kleebau das ganze Syſtem ſtuͤtzen ſollte; welches er durchaus nicht kann. Ich war ſogar thoͤricht genug, einige Jahre die ganze Bra⸗ che mit Klee zu beſaͤen. Der Erfolg war, wie er natuͤrlich ſeyn mußte,— es wuchs kein Klee mehr! Nun ging die Noth an, die ich dieſe Jahre aushalten mußte,— naͤmlich kein hinreichen⸗ des Futter fuͤr die Schafe zu haben! Dabei unterhielt ich, wie ſchon geſagt, fuͤr meine Grundſtuͤcke viel zu viele Schafe, ſogar einmal 2100 Stuͤck uͤber Winter! Das Kauffutter, ſo vieles Geld ich auch darauf verwendete, wurde ihnen doch zu ſparſam zugetheilt, und wenn ich auch dieſen Fehler nicht began⸗ gen haͤtte, ſo wuͤrde doch auf keinen Fall an Verbeſſerung der Race zu denken geweſen ſeyn; da das Sommerfutter fuͤr ſo vie⸗ les Vieh auf keine Art zu erlangen iſt. Es entſtanden alſo, was bei maͤßiger Fuͤtterung immer der Fall iſt, große Auslagen und wenige Einnahmen! 3) Mangel an Duͤnger war gleichfalls die Folge da⸗ von. Es hat mich aber auch ohnedtes erſt kuͤrzlich die Erfah⸗ rung belehrt, daß das Schaf, bei ſeinen uͤbrigens ſo ſchaͤtzbaren Eigenſchaften, doch nicht genugſamen Duͤnger im Verhaͤltniß ſeines Futters liefert, um den Boden in vollkommen tragbarem Stande zu erhalten, wenn man naͤmlich zugleich eintraͤgliche und erſchopfende Fruͤchte,— wie bei mir nothwendig der Fall ſeyn muß,— daraus ziehen will. Hierin hat das Rindvieh, beſon⸗ ders aber die Ochſen, einen entſchiedenen Vorzug! Welcher gluͤckliche Gedanke war daher nicht der, die Pferde mit Ochſen zu verwechſeln! Letztere werden mir hoͤchſt wahrſcheinlich nicht nur ihr Futter durch die Maſt bezahlen, ſondern auch, da 62 Stuͤck gehalten werden,— wenn wir der Angabe praktiſcher Schriftſteller trauen duͤrfen,— und fuͤr jeden Ochſen 30 Fuder rechnen, mithin im Ganzen 1860 Fuder Duͤnger liefern*). *) Etwas ſehr zuviel gerechnet! Und in der Folge kamen die Schafe bei der Stallfütterung in beſſern Credit, da ſie bis 1 ½ gute, tüchtige Fuder Dünger pro Stüick gaben, der dem dortigen Lehmboden vorzüg⸗ lich gut zuſagte, Anm. des Herausg, 4* 1' Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Wir muͤſſen daher auf letztern Gegenſtand unſere ganze Aufmerkſamkeit wenden; und wenn die Verhaͤltniſſe es erlauben, ſo muͤſſen im Herbſte, wenn die 62 Ochſen auf die Erdaͤpfelmaſt geſtellt werden, deren eben ſo viel eingekauft und mit Stroh bis auf das Fruͤhjahr gefuͤttert werden, blos und allein um Duͤnger zu machen. Eine Ausgabe, die,— fuͤr jeden Ochſen taͤglich 2 Gebunde gerechnet,— ungefaͤhr betragen wuͤrde Summa 279 Schock Stroh*). Die Eintheilung aber fuͤr die Arbeits⸗ ochſen wuͤrde am Beſten folgende ſeyn: 20 Stuͤck in Mohsdorf, 52 18— in Berthelsdorf, 12— in Helsdorf, 12— in Rochsburg, Summa 62 Stuͤck. An Schafen aber: 400 Stuͤck in Rochsburg, 400— in Mohsdorf, 300— in Berthelsdorf, 100— in Helsdorf, Summa 1 200 Stuͤck. VI. Da der Schafſtand die meiſte Einnahme gewaͤhrt, ſo wird die Vervollkommnung deſſelben auch die erſte Pflicht ſeyn. Auch ohne Beziehung auf Staͤhr- und Schafverkauf bin ich nun— mehr durch Erfahrung belehrt, daß das Schaf von meiner Race nicht allein ſein Futter bezahlt, ſondern auch einen ſehr anſehnli⸗ chen Ueberſchuß gewaͤhrt, wenn es gehoͤrig gehalten wird. Ich berufe mich der Kuͤrze wegen auf die Berechnung in meinem Ta⸗ gebuche*). Wer kein Anfaͤnger in der Wirthſchaft iſt, wird leicht ein— ſehen, daß die Verbeſſerung der Rage durch eine große Menge *) Nach genauerer Erkundigung haben meine Ochſen zeither jeder nur 1 ½ Gebund Stroh gefreſſen, ohne weitere Zuthat. Es werden mithin nur erforderlich ſeyn Summa 209 1 Schock Stroh. **½) Von 1804. Aber auch in den von 1808 und 1818 kommen dergl. vor, ſo wie auch ſpäterhin hier mehreren Orts. Der Herausg. —— vih zum fur dorh für tuͤr zuch des für d des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 53 Lürim Vieh unmoͤglich gemacht wuͤrde. Es bleiben alſo 1200 Stck däreher zum Beſtand fuͤr jetzt feſtgeſetzt, und eine Vermehrung koͤnnte 6, uſt nur dann Statt finden, wenn offenbarer Ueberfluß an Futter bachi vorhanden waͤre. Auch alsdann mußte aber erſt ein Vorrath un fuͤr ein Jahr geſammelt ſeyn. dg9 Summs VI Arbeits⸗ Die hoͤchſte Vollkommenheit des Schafſtandes wuͤrde na⸗ tuͤrlich erreicht ſeyn, wenn, bei allen uͤbrigen Eigenſchaften, die Zuchtſchafe im dritten, und die Staͤhre und Hammel im Anfange des zweiten Jahres verkaufbar waͤren. VIII. Sellten bei Eintheilung der Felder zu ſehr verwickelte Zwei— fel entſtehen, ſo muͤſſen wir ſie alle dem Grundſatz unterordnen: daß Lrhandg des Futters allen andern Ruͤckſichten vorgeht. IX. Der vernuͤnftige Einwand: woher die benoͤthigte Streu zu erhalten ſey? laͤßt ſich anfaͤnglich durch Waldſtreu, und dann durch Stroh von Ruͤbſen und Sommerweitzen beſeitigen.— Auch die Fuͤtterung des Gemanges laͤßt vollkommene Streu fuͤr die Schafe im Winter uͤbrig. ahrt, ſ X. tt im Ein großer Fehler meiner Felder beſteht darin, daß ſie it nu⸗ nicht genugſamen Abzug von Winterfeuchtigkeiten haben, und a Kace mit Vertiefungen und Suhrgallen belaſtet ſind. Es iſt daher nſehii nothwendig, dieſe Hauptfehler zu verbeſſern: d. S6 1) durch tieferes Ackern und ſchmale Beete; nem da⸗ 2) dadurch, daß die Unterlage durch den deutſchen Haken⸗ oder den engliſchen Minir-Pflug aufgelockert werde, ohne licht ei ſie in die Hoͤhe zu bringen; he Menge 3) durch Anwendung des Geyers zum Eggen; 4) dadurch, daß die Felder, wo es noͤthig iſt, durch Ahlen⸗ eden waͤnde und Waſſerfurchen durchſchnitten werden. erden XI. R dexg ui Daß folgende Eintheilung der Felder noch vortheilhafter uus fuͤr die Einnahme ſeyn duͤrfte, iſt wohl gewiß; allein wir muͤſſen deral?“. 54 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe vorher auch von ihrer Haltbarkeit uͤberzeugt ſeyn, ehe es uns einfallen darf, ſie der gegenwaͤrtigen vorzuziehen. Es waͤre dies naͤmlich folgende: 1) Ruͤbſen und Ruͤben, 2) Sommerweitzen und Klee, 3) Klee, 4) Erdaͤpfel, 5) Korn, 6) Erb⸗ ſen. Es ſetzt aber dieſe Einrichtung nothwendig eine Brandweinbren— nerei voraus, damit die durch ſie erſparten Erdaͤpfel dem Schafſtande ſtatt Gemanges zugetheilt werden können.— Es koͤnnte uͤbrigens auch die Veraͤnderung, um die Einnahme moͤg⸗ lichſt zu erhoͤhen, dahin gehen, daß, ſtatt Korns, Lein und Moͤhren gebaut wuͤrden.— Vielleicht duͤrfte dann keine eintraͤg⸗ lichere Fruchtfolge exiſtiren, welche zugleich das Feld rein er— hielte,— wegen nothwendiger Jaͤtung des Leins,— und dabei Viehfutter durch die Moͤhren verſchaffte! Man koͤnnte auch Mohn und Moͤhren bauen; welches aber ſchwerlich ſo eintraͤglich ſeyn duͤrfte, 4ls 8. gedͤßer merzt Es ſi 364 ſo ble the s us 5 e s ware dieß igen And 5) Erb⸗ einbren⸗ fä dem — G öme mig⸗ Lein und jeinträg⸗ rein er⸗ nd dabei te auch träͤglich des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 55 V IV. 3 Wirrthſchaftliche Grundſaͤtze und noͤthige Unternehmungen im Jahr 1806. J. Es koͤnnen gegenwaͤrtig nicht mehr Schafe gehalten werden, als Summa 900 Stuͤck, weil das Futter unzureichend iſt, eine groͤßere Anzahl zu ernaͤhren. Zu dieſem Ende werden ausge⸗ merzt: 88 Mutterſchafe in Rochsburg, 78 dergl. in Berthelsdorf, 124 dergl. in Mohsdorf. Summa 290 Stuͤck Mutterſchafe; ferner: 74 Maſthammel. S. Summarum 364 Stuͤck. Der gegenwaͤrtige Beſtand im Januar 1806 iſt folgender: in Rochsburg 409 Stuͤck alte Schafe ꝛc. 70— Kaͤlberlaͤmmer, 63— Sdtaͤhrlaͤmmer. Summa 542 Stuͤck. in Berthelsdorf 200 altes Vieh, 105 LKammer. Summa 3⁰5 Stuͤck. in Mohsdorf 333 altes Vieh, 131 Läaͤmmer. Summa 464 Stuͤck. Es ſind alſo im Ganzen 1311 Stuͤck; und wenn von dieſen obige 364 Stuͤck— zum Ausmerzen beſtimmt— abgezogen werden, ſo bleiben Summa 947 Stuͤck. 3 56 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Zum Futter fuͤr dieſes Vieh wird vom 1ſten November bis 15ten Mai erforderlich ſeyn taͤglich: 1) fuͤr 259 Mutterſchafe zu 4 Pfund⸗ 1036 Pfund, 2) fuͤr 641 Stuͤck geltes Vieh zu 8 Pfund 1923— Summa 2959 Pfund. Dies betraͤgt in 196 Tagen,— wenn wir das Gebund zu 15 Pfund anſchlagen,— Summa 643 Schock 2 Mandel 2 Gb. Der Gemang und die Erbſen*) ſind zu dieſem Be— duͤrfniß beſtimmt. Von Erſtern werden 78 Scheffel 3 Sippm., von Letztern 34 Scheffel 2 Sippm. ausgeſaͤtt. Wenn wir von dieſen 113 Scheffel 1 Sippmaaß Ausſaat 5 Schock Ertrag rech⸗ nen, ſo haben wir Summa 565 Schock. Es fehlen uns alſo noch 78 Scheffel, welche an Heu betragen Summa 638 Centner. Nach Anleitung des vorigen Jahres duͤrfen wir fuͤglich auf 800 Centner Heu und Grummet rechnen.— Es bliebe alſo ein Ueberſchuß, welcher in Verbindung mit denjenigen Erdaͤpfeln, welche zur Maſt der Staͤhre nicht erforderlich ſeyn ſollten, wahr⸗ ſcheinlich das benoͤthigte Laͤmmer-Heu liefern wird. Zur gruͤnen Fuͤtterung iſt der ganze Klee be⸗ ſtimmt**). Ferner wird zu dieſem Zwecke die halbe Art Nr. 1. in Mohsdorf mit Spoͤrgel beſaͤet.— Sollte der daſige Klee, wie es ſehr wahrſcheinlich iſt, fehlſchlagen; ſo wuͤrde allenfalls *) Die Erbſen reifen zu ſpät; ſie können nur zum grünen Futter gebraucht werden. Rechnen wir nun auch den Zuſchuß, welchen der Klee wird gewähren müſſen, auf 16 Centner vom Scheffel Kornland, welches zeither ungefähr 46 Centner Kleeheu gegeben, ſo behalten wir doch Summa 30 Centner für den Scheffel, welches, zu 60 Scheffel Land, be⸗ trüge Summa 1800 Centner, oder— 8 Centn. das Schock gerechnet— 225 Schock Kleeheu, 390— Gemang, 100— Wieſenheu und Grummet. Summa 715 Schock. **⁴) Nach genauerer Ueberlegung werde ich die Erbſen zum grünen Futter beibehalten müſſen: denn letztere erfordern 16 Wochen zu ihrer Reife, und die Rübſenbeſtellung wird dadurch zu ſehr verſpätet.— Der grüne Klee wird alſo nun Beihülfe zur grünen Fütterung geben.— Schlägt überdies die Methode, ihn zu trocknen, ein„ſo würde das Verfüttern deſſelben im grunen Zuſtande ohnedies nicht wirthſchaftlich ſeyn. drerſ ungeb auf S namli daß! wichte ſultat Jahre füͤtter ſich v ſollese Vom welcher falchem Vom N Samnna 172 da DRber udin? an Heu oder un dvemder 6g Tfun, — pfund. hund zu Mandel ſem Ve⸗ Sippm, wir von trag rech⸗ uns aſſo Centner. duf 800 alſo ein aͤpfeln, wahr⸗ e de⸗ lrt Nr. 1. ſie Kee alenfalo güraucht ile wird welches wir doch Land, be⸗ achnet- nen Futte hrer Reiß, Der grünt - Ghlagt Perfütten m. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 57 1 c. der erſte Wuchs abgehauen oder abgehuͤtet, das Feld aber ſogleich umgebrochen und mit Erbſen zur gruͤnen Fuͤtterung beſaͤet; hier⸗ auf Spoͤrgel. Die Theorie der Schaffuͤtterung beſtaͤtigt ſich vollkommen, naͤmlich, daß nur von ſtarker Fuͤtterung Nutzen zu erwarten, und daß Letztere ſich wirklich bezahlt. Wir wollen zum Beweis dieſes wichtigen Satzes folgende Berechnung anfuͤhren, welche das Re— ſultat meiner bisherigen Erfahrungen iſt; wobei wir aber die im Jahre 1805 beigelegte Berechnung,— welche ſich auf Hafer— fuͤtterung ſtuͤtzt,— nicht außer Acht laſſen duͤrfen. Alſo: das Lamm koͤmmt im Januar zur Welt, und ernaͤhrt ſich von ſeiner Mutter bis 1ſten Februar. Von dieſem Tage an ſoll es erhalten: a) an Heu — Februar ½ Pfund, betraͤgt 14 Pfund Maͤrz 1—— 31— April 2—— 60— Mai 2—— 62— Summa 167 Pfund. Vom Junius an bis mit October wird es mit Klee gefuttert, welcher aber hier zu Heu angeſchlagen wird; und es erhaͤlt an ſolchem 3 ½ Pfund, alſo in 143 Tagen Summa 527 Pfund. Vom November bis mit Mai in 212 Tagen— taͤglich 3 Pfd— Summa 636 Pfund. Vom Junius bis mit September— in 122 Tagen— taͤglich 4 Pfund, Summa 488 Pfund. Vom October bis Ende Mai's, wo es geſchlachtet wird, taͤglich 3 Pfd, und in 243 Tagen Summa 729 Pfund. Dies zuſammen macht an Heu Summa 22 Centner 4 Stein 9 Pfund zu 16 Gr. b) an Hafer. Februar ½ Maͤßchen 14 Maͤßchen Moärz 1— 31— April 2— 60— Mai 2— 62— Summa 167 Maͤßchen, oder ungefaͤhr Summa 2 Sippmaaß zu 12 Gr. ———õ———— 58 Wirthſchafts-Plane und Entwuͤrfe c) an Erdaͤpfeln erhaͤlt es im erſten Jahre vom Rovember bis Ende Mai's, in 212 Tagen, taͤglich 3 Pfund, oder Summa 4 ½ Sack; denn jeder Sack enthaͤlt 142 Pfund. Im zweiten Jahre vom October bis Ende Mai's taͤglich 3 ½ Pfund in 243 Tagen, oder Summa 6 Sack; mithin im Ganzen Summa Summarum 10 Sack Erdaͤpfel zu 12 Gr. Die ſaͤmmtlichen Ausgaben dafuͤr ſind alſo folgende: 15 Rthlr. 6 Gr. 6 pf. fuͤr 22 Centner 4 Stein 9 Pfd Heu zu 16 Gr. 1———— f. 2 Sippmaaß Hafer zu b 12 Gr. 5— 6—— f. 10½ Sack Erdaͤpfel zu 11 Gr. Summa 21 Rthlr. 12 Gr. 6 pf. Die Einnahme dasvon wuͤrde ſeyn: 1¼ Pfund Laͤmmerwolle, 4— Jeaͤhrlingswolle, 5— Zeitſchafwolle. Summa 10+ Pfund Wolle zu 1 Rthlr. 13 Gr. Dies betraͤgt an Gelde Summa 16 Rthlr. 4 Gr. 6 pf. In Anſehung des Fleiſches koͤnnen wir am Beſten den, im Tagebuche von 1805 erwaͤhnten, Hammel des Hrn. Hofpredigers zum Muſter, und in Folge deſſen annehmen, 57 Pfund Fleiſch zu 3 Gr. 7 Rthlr. 3 Gr. 18— Inſelt zu 6 Gr. 4— 12— Summa 11 Rthlr. 15 Gr. Es wuͤrde daher die ganze Einnahme ſeyn: 16 Rthlr. 4 Gr. 6 pf. Wolle, 11— 15——— Fleiſch. Summa 27 Rthlr. 19 Gr. 6 pf. Abgezogen davon 21— 12— 6— Bleibt Summa 6 Rthlr. 7 Gr.— pf. reiner Er⸗ trag. Hierzu muͤſſen wir freilich in Anſchlag bringen, daß das Mutter— ſchaf ein Jahr laͤnger gehen muß, und daß mithin die Fuͤtterung i dieſe Schuͤte Eine g bin ich gefähr einbrit Das Summ Jõbd Metfin Jahre der E beſtimn e Miis, n Sack, denn 5 tixlch nithin im Gr. de: er 4 Stein zu 16 Gr. 6 Hafer z ddaäͤpfel u dw, in frerdigers er Er kag. dos Mutt eglteam des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 59 in dieſem Jahre vom Ertrage abgeht*). Dagegen koͤmmt die Behuͤtung der Stoppel und Wieſen im Herbſt zum Gewinn.— Eine ganz genaue Ueberſicht des Ertrags der Schaͤferei zu geben, bin ich daher bis jetzt nicht im Stande, und begnuͤge mich, un— gefaͤhr fuͤr das kuͤnftige Jahr 1807 anzunehn en: daß 900 Stück einbringen duͤrften, wie folgt: 3 Pfund von jedem alten Schafe, Guura 2700 Pfund, Laͤmmerwolle von 252 Stuͤck,-— 378— Summa Summarum 3078 Pfund, oder ungefaͤhr 140 Stein Wolle zu 34 Rthlr. Das Merzvieh an 252 Stuͤck— die Schafe zu 5 Rthlr.— Summa 630 Rthlr.; die Hammel aber zu 6 Rthlr.— Summa 756 Rthlr. gerechnet, betraͤgt Summa 1386 Rthlr. Mithin duͤrfte die ſaͤmmtliche Einnahme der Schaͤferei in dem Jahre 1807, ſehr maͤßig gerechnet, folgende ſeyn: 140 Stein Wolle à 34 Rthlr. 4760 Rthlr. Merzvieh 1380— Summa 6140 Rthlr. Der Erkrag der Schaͤferei in dieſem Jahre iſt bereits fruͤher ſchon beſtimmt worden. 1 Fuͤr die fernere Zukunft aber duͤrften wir wohl mit Beſtand annehmen: von jedem Stuͤck 4 Pfund Wolle, incl. der Lamm⸗ wolle, 164 Stein Wolle zu 34 Rthlr. Summa 5576 Rthlr. *) Wenn das Schaf mit 18 Monat zugelaſſen wird, ſo iſt es 3 Jahr 4 Monat alt, wenn man ſolches Ende Aprils verkauft.— Wir rech⸗ nen nämlich, daß. es im Januar zur Welt kömmt, zu Johannis aber zugelaſſen wird. Dagegen iſt der Hammel, nach unſerer Annahme, alt 2 Jahr 4 Monate,— wenn er nämlich gleichfalls Ende Aprils ver⸗ kauft wird.— Dadurch erſparen wir zugleich das Futter im Mai.— Das Schaf könnte aber auch verkauft werden 1) mit dem Hammel; oder 2) nach der Herbſiſchur: denn ſein Lamm wird den 1ſten Mai abgeſetzt, oder ſpäteſtens Ende Mai's.— Dann werden die Hammel zur Oſter⸗ meſſe und die gemäſteten Schafe zur Michaelismeſſe verkauft, wodurch man noch eine Schur von Letztern gewönne. ' 60 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe An Merzvieh 300 Stuͤck, wovon die Merzſchafe zu 6 Rthlr., die Hammel aber zu 7 Rthlr. mit Gewißheit anzuſchlagen ſind, Summa 1950 Rthlr. Folglich waͤre dann der hoͤchſtwahrſcheinliche Ertrag der Schaͤferei fuͤr die fernere Zukunft Summa Summarum 7466 Rthlr. Wir muͤſſen daher alle Kraͤfte anſtrengen, um dieſen großen Er⸗ trag zu ſichern; welcher allein durch die angegebene Fuͤtterung erlangt werden kann. Die Mutterſchafe und das Geltevieh weiblichen Geſchlechts erhalten dabei aber keine Erdaͤpfel, wohl aber die Hammel oder Staͤhre. Da deren nun in jedem Jahre 300 Stuͤck ſind, naͤm⸗ lich 150 Jaͤhrlinge und 150 Zeithammel,— erſtere aber 3 Pfund und letztere 3 ½ Pfund Erdaͤpfel erhalten; ſo betraͤgt dies fuͤr erder 675 Saͤcke, und für letztere 999— Summa 1575 Saͤcke. Der Hafer fuͤr die Lammer nach der fruͤhern Angabe wuͤrde be— tragen Summa 1 31 Scheffel 1 Sippmaaß. Jedoch wird wahr⸗ ſcheinlich der Zinshafer von Rochsburg und Berthelsdorf hierzu hinreichend ſeyn. Bei dieſem Anſchlage iſt blos Ruͤckſicht auf den Fleiſcher ge— nommen, und an Verkauf zur Zucht nicht gedacht worden; und zwar mit Vorſatz, weil letzterer nicht gewiß iſt. Vielleicht aber wird Dies fuͤr die Zukunft der wichtigſte Artikel werden!*) Da wir nach dieſer Einrichtung nur Ein Lamm von jedem Zuchtſchafe ziehen, ſo wird dies oͤftere Ausmerzen uns in den Stand ſetzen, die Rage der Schafe zur moͤglichſten Vollkommen— heit zu bringen. Ruͤben fuͤttern ſchlecht, und Spoͤrgel giebt zu wenig; in— deſſen muß man oͤfters aus der Noth eine Tugend machen; jedoch immer dabei Aufmerkſamkeit haben, damit die Felder nicht ver⸗ *) Und iſt es geworden, wie ſich zeigen wird, und wir anderwärts er⸗ wähnt haben, indem ſehr viel Zuchtvieh ſpäterhin alljährlich verkauft wurde, das Schaf zu 15, 20, und zuletzt 25 Rthlr., der Stähr zu 50 Rthlr. pro Stück. Anm. des Herausg. vidderr halten, beingen Schaf erzile Hafer merk 18 du 6 Rt ſdyen ſnd r Schifere toßen Er⸗ Fütterung Geſchlechs mmel oder nd, naͤm⸗ ſtere aber o betraͤg nͤdde de⸗ dird wahr⸗ dorf hierzu liſcer ge⸗ dn, und icht aber 18) on jedem in den lkkommen⸗ enig; in e; idot richt ber⸗ nderwätt ee⸗ rlih vateut der Elüßr z0 erausg. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 61 wildern. Letztere Beſorgniß iſt es beſonders, welche mich abge⸗ halten, dergleichen Benutzungen der Stoppel in Anſchlag zu bringen. Daß ich Erdaͤpfel ſtatt Hafer zur beſſern Beifuͤtterung der Schafe gewaͤhlt habe, iſt geſchehen, weil ich Erdoͤpfel leichter erzielen, und mein Feld durch ſie hoͤher benutzen kann, als durch Hafer. Wir muͤſſen aber bei der Schafwirthſchaft unſer Augen— merk noch beſonders darauf richten, daß 1) die Wieſenbehuͤtung wegfalle;*) 2) bei der gruͤnen Fuͤtterung immer genugſamer Vorrath von trockenem Futter vorhanden ſey, damit in naſſer Zeit weder gruͤner Klee, noch Erbſen gefuͤttert werden duͤrfen, welches alle— zeit den Schafſtand zuruͤckſetzt; 3) wo moͤglich, die gruͤne Fuͤtterung ganz aufzuheben, und 4) wenigſtens das noͤthige Futter fuͤr ein Jahr zu ſammeln. II. In Anſehung der Ochſen- und Kuh⸗Wirthſchaft iſt Folgendes zu bemerken*). Ich habe jaͤhrlich 60 Scheffel Land zu beduͤngen, und jeder Scheffel erfordert wenigſtens 40 Fuder; es ſind daher jaͤhrlich noͤthig Summa 2400 Fuder. Der jetzige Beſtand an Ochſen von 40 Stuͤck wuͤrde hierzu hinreichend ſeyn. Wenn wir naͤmlich, nach der wahrſcheinlichen Meinung wirth— ſchaftlicher Schriftſteller, 30 Fuder fuͤr jeden Ochſen in einem Jahre annehmen***), ſo wuͤrde dies betragen von dieſen *) Hierzu wird beſonders nützlich ſeyn, in Zeiten ſo viel Weide, als mög⸗ lich, auszumachen. **) Spätere Anmerkung. Die beſte Einrichtung der Ochſenwirth⸗ ſchaft ſcheint zu ſeyn, daß man ſie in beſtändiger Maſt erhalte, und zwar ſo, daß 1) ſie das ganze Jahr— wo möglich— halb Körner und halb Erd⸗ apfel, oder halb grüne Fütterung erhalten; 2) daß ſie dreimal jährlich verkauft werdem⸗ nämlich in 181 Tagen bei der Arbeit, und in der Ruhe jedesmal 92 Tage. Ausführlich iſt hiervon ſpäter gehandelt worden. ***) Dies iſt für Rochsburger Fuder, à 10 Centner wenigſtens, viel zu viel, wie ſich in der Folge weiter auswei 817 wird. Anm, des Herausg. e 62 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe 40 Stuͤck: Summa 1 200 Fuder. Nach der hoͤchſt vernuͤnftigen Einrichtung,— die Ochſen nach vollendeter Arbeit ſogleich auf die Maſt zu ſtellen, und an ihrer Stelle ohne Verzug andere anzu⸗ kaufen,— duͤrfen wir in den 91 Tagen der Maſt gar fuͤglich fuͤr jeden Ochſen 12 Fuder Duͤnger annehmen. Dies wird aus⸗ machen Summa 480 Fuder. Der geſammte Duͤnger von den Ochſen betraͤgt alſo Summa Summarum 1680 Fuder, und in Verbindung mit dem Schafduͤnger, den wir— ſehr maͤßig— anſchlagen koͤnnen zu Summa 900 Fuder, werden wir Summa Summarum 2580 Fuder Duͤngung erwerben.— Wir wollen aber, zu mehrerer Sicherheit des Feldertrags, fuͤr die Zukunft Funfzig Ochſen halten. Dieſe werden nach obiger Annahme jaͤhr⸗ lich geben Summa 1500 Fuder. Ferner eben ſo viel auf der Maſt, wie oben, Summa 600 Fuder; mithin zuſammen Summa Summarum 2100 Fuder. Hierzu kommen noch 900 Fuder Schafmiſt wenigſtens, welches im Ganzen macht Summa Sum—- marum 3000 Fuder Duͤnger. Funfzig Fuder Duͤngung aber auf den ſaͤchſiſchen Acker zu 300 ◻Ruthen ſollten wohl den Er⸗ trag ſichern! Wir muͤſſen aber dabei bemerken, daß in den erſten Jah⸗ ren in Mohsdorf und Helsdorf die Gerſtenfelder, auf welche Klee koͤmmt, zu beduͤngen ſind, worauf alſo natuͤrlich Ruͤckſicht 3 zu nehmen iſt. Damit nun die Duͤngung auf allen Vorwerken gleich ſey, ſo muͤſſen wir die Schafe und Ochſen folgender Geſtalt verthei— len, wobei die vorige Angabe zum Grunde liegt, naͤmlich: Rochsburg. 14 Scheffel Ausſaat, zu 59 Fuder jeder, betragen Summa 700 Fuder. Dazu werden angewieſen: 8 Zugochſen zu 30 Fuder jeder 240 Fuder 350 Schafe 350— Der Duͤnger von der gemeinſchaftlichen Schaͤ⸗ ferei 160— Summa 750 Fuder. 16 80 Dazu 8 Dazu Dah f vrnünft füe 1 eich alf d d ondere onu⸗ ger fihl lih Snit) as⸗ k bon den e, und in wäßig— dir Summ Wir wolen die Zukunſt iahme jähe lel auf de en Summa 00 Fuder una Sum- ung aber l den Er⸗ erſten zoh auf wecce ih Juürſche llich ſey, it verthei⸗ ih. en Summ A40 Faͤer 350— 150 750 r des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 63 Berthelsdorf. 16 Scheffel Ausſaat, zu 50 Fuder jeder, betragen Summa 800 Fuder. Dazu iſt angewieſen: 300 Schafe 300 Fuder 14 Zugochſen zu 30 Fuder 420— 10 Maſtochſen zu 12 Fuder 120—. Summa 840 Fuder. Helsdorf. 8 Scheffel, zu 50 Fuder, erfordern Summa 400 Fuder. Dazu: 8 Zugochſen zu 30 Fuder 240 Fuder 14 Maſtochſen zu 12 Fuder 168— Summa 408 Fuder. Mohsdorf. 20 Scheffel, zu 50 Fuder, Cifordern Summa 1000 Fuder. Dazu ſind angewieſen: 250 Schafe 250 Fuder 20 Zugochſen zu 30 Fuder 600— 26 Maſtochſen zu 12 Fuder 312— Summa 1162 Fuder*). *) Ein; andre, höhere Berechnung wäre folgende: Für Rochsburg. 350 Schafe zu 125 Fuder für 100 Stück 437 Fuder 12 Ochſen zu 33 Fuder 396— Gemeinſchaftliche Schäferei 160— Summa 993 Fuder. Bedürfniß: 14 Scheffel Rübſen zu 40 Fuder 560 Fuder 14 Scheffel Erdäpfel zu 25 Fuder 350— Summa 910 Fuder. Für Berthelsdorf. 18 Ochſen zu 33 Fuder 594 Fuder 350 Schafe 437— Summa 1031 Fuder. 64 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Die groͤßte Schwierigkeit hierbei duͤrfte die Unterhaltung von 50 Stuͤck Zugochſen im Sommer verurſachen.— Allenfalls muͤſſen wir Erdaͤpfel, Hafer und Heu zu Huͤlfe nehmen, auch Spoͤrgel in die Gemangſtoppel ſaͤen. Auf keinen Fall duͤrfen wir hier Erſparniſſe anbringen: denn auf dieſer Stuͤtze ruht die ganze Wirthſchaft. Wir muͤſſen daher nothwendig in dieſem Fruͤhjahr den Beſtand der Ochſen auf Funfzig Stuͤck bringen; ſie im Winter maͤſten, und gleich beim Aufſtellen eben ſo viel wieder ankaufen. Bei dieſer Einrichtung erfordert freilich die Schwierigkeit des Ab⸗ ſatzes, daß man die Maſt theile; ob es gleich offenbar rathſamer ſeyn wuͤrde, auf den Fall, wenn die Ochſen gut aus der Arbeit kommen, ſie nicht erſt auf Stroh zu ſetzen, ſondern gleich zu maͤſten*). Bedürfniß: 15 Scheffel Rübſen zu 40 Fuder 600 Fuder 15 Scheffel Erdäpfel zu 25 Fuder 375— Summa 975 Fuder. Für Helsdorf. 12 Ochſen 396 Fuder 100 Schafe 125— Summa 521 Fuder. Bedürfniß: 8 Scheffel Rübſen 320 Fuder „8— Erdapfel 200— Summa 520 Fuder. Für Mohsdorf. 20 Zugochſen 660 Fuder 350 Schafe 437— 20 Maſtochſen zu 12 Fuder 240— Summa 1337 Fuder. Bedürfniß: 20 Scheffel Rübſen 800 Fuder 4 20— Erdäpfel 500— Summa 1300 Fuder. *) Spätere Anmerkung hierzu. Belehrt durch die Kunſtgriffe der Fleiſcher, wird dieſe Theilung der Maſt beſonders wichtig für mich. Wir wollen daher dieſe 50 Ochſen in fünf Vertheilungen zu 10 Stück Schönb fe Alenfale ywen, auch des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 65 Wir werden zwar dieſes Jahr keine Erdaͤpfel zur Maſt ha⸗ ben, wir koͤnnen aber die Gerſte an ihrer Statt anwenden, oder Haße u auch Erdaͤpfel kaufen; Alles, wie die Umſtaͤnde es erfordern. uifenni Nur darf die Maſt nicht unterlaſſen werden. t die ane ſis Stüͤch jedesmal aufſtellen, und damit vom 1ſten September anfangen; Aufſelen alſo: 1ſten September 10 Stück 28ſten— 10— ei de l⸗ 26ſten October. 10— rathſome 23ſten November 10— der Arbeit 21ſten December 10— m gleic z Summa 50 Stück. Auf dieſe Art würde die letzte Maſt vollendet ſeyn. Wir können auch vier Wochen ſpäter zu mäſten anfangen, weil ohnedies vom 1ſten Sept. bis Michaelis halb Körner gefüttert werden müßten. Die Körnermaſt aber iſt um deswillen nicht rathſam, weil bei mir das Maaß et Korn wiegt 18 Pfund 1 Gerſte— 14— he. Hafer— 12 ⅔½— wobei,— auch den mäßigſten Preis angenommen,— großer Verluſt due bei der Maſt ſeyn dürfte. Zur Erdäpfelmaſt aber in 91 Tagen rechnen 1* wir nunmehr täglich 4 Maaß und ½ Metze Haferſchrot zum Saufen. — Dies beträgt Pude. 52 Säcke Erdäpfel zu 12 Gr., oder 26 Rthlr., und 23 Maaß Hafer,— den Scheffel zu 3 Rthlr.,— ungefähr 5 Rthlr. der oder in Summa ungefähr 31 Rthlr. - Dabei kann man keinen Verluſt einſehen, zumal da die ganze Düngung r zu gute kömmt. An Körnermaſt würde die Ueberſicht ungefähr folgende ſeyn: Täg⸗ dr lich 21 Pfund in 91 Tagen, würde, nach obiger Angabe des Gewichts, - betragen — Korn 7* Scheffel zu 5 Rthlr., Summa 37 Rthlr. 12 Gr. — Gerſte 9— 3 Sippm. zu 4 Rthlr., Summa 39 Rthlr. ader. Hafer 11— zu 3 Rthlr., Summa 33 Rthlr. adir Hierzu müſſen wir für jeden Ochſen rechnen: — 5 Centner Heu zu 16 Gr., oder 3 Rthlr. 8 Gr. — Es würde alſo der gemäſtete Ochſe koſten in 91 Tagen: duͤder. bei Korn 40 Rthlr. 20 Gr. Kunſtiftn bei Gerſte 44— 8— für nich, E. bei Hafer 36— 8— 1 PSn Schoͤnburg. Wirthſch. II. 5 66 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Fuͤr die Zukunft wird das Beduͤrfniß an Erdaͤpfeln zur Maſt fuͤr 50 Ochſen,— jeden 3 Maaß gerechnet,— betragen Summa 1950 Saͤcke.— Fuͤr die Schaͤferei hatten wir noͤthig Summa 1575 Saͤcke. Summa Summarum 3525 Saͤcke Erdaͤpfel. Wir belegen aber 60 Scheffel Land, und wollen den Ertrag nicht uͤbertrieben zu 90 Sack fuͤr jeden annehmen. Dies wuͤrde machen Summa 5400 Saͤcke. Davon gehen nun ab: 600 Saͤcke zu Samen, 275— fuͤr haͤusliche Beduͤrfniſſe, 3525— fuͤr obige Viehfuͤtterung. Summa 4400 Sacke. Es bleiben alſo fuͤr die Zugochſen Summa 1000 Saͤcke zu 7 Maaß. Hierzu kommen vom ausgeſchnittenen Samen 300 Saͤcke zu 6 Maaß. Wir haben alſo zum Fruͤhlingsfutter fuͤr die Ochſen Summa Summarum 8800 Maaß. Die Körnerfütterung bei der Beſtellung als Maſt anzuwenden, würde wahrſcheinlich 1) die Hälfte der Zeit mehr erfordern, nämlich 45 Tage; mithin auch die Hälfte der Koſten mehr; 2) müßte erſt durch Verſuche dargethan werden, ob demungeachtet der Ochſe quch fett würde; welches allerdings die größte Aufmerk⸗ ſamkeit verdient, da bei dieſer Methode die ganze Unterhaltung der Ochſen wegfiele. Uebrigens brauchen wir nunmehr an Erdäpfeln: 2600 Säcke für die Ochſen, 1575— für die Schäferel, 265— für häusliches Bedürfniß, 600— zu Samen. Summa 5040 Säcke.. Dagegen können wir den Ertrag füglich zu 100 Säcke für den Acker an⸗ nehmen, und auf dieſe Art würde keine Veränderung in der Rechnung entſtehen. Wenn aber nicht ſo viel erbaut wird, muß das Fehlende durch Heu und Körner erſetzt werden; oder am beſten wird die Kör⸗ nermaſt in dieſem Fall ſubſtituirt,- Reben agüi erda jis n ſen Du gene ſoldt doef 80 der Ooſ ghter dedan trac ſor f des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 67 gaihi 3 Geben wir nun Jedem von den angenommenen Funfzig Stuͤck 5 lenan taͤglich 1½¾ Maaß, folglich jeden Tag 75 Maaß; ſo wuͤrde dieſe t Erdaͤpfelfuͤtterung reichen 117 Tage, oder vom 15ten Maͤrz bis mit U1ten Julius. Von da faͤngt Klee und Spoͤrgel an. — Den Ertrag der Ochſenmaſtung ſchlagen wir fuͤr jeden Och⸗ däpfel. ſen an auf 30 Rthlr., mithin fuͤr alle Funfzig Stuͤck auf etrag rich Summa 1500 Rthlr. demachn 8 Durch die angefuͤhrte Einrichtung fäͤllt wahrſcheinlich das unan⸗ genehme Hin- und Herziehen mit den Ochſen weg; und die Be⸗ ſoldungen werden dabei auch nicht vermehrt, bis etwa auf Hels⸗ dorf. Es muͤſſen noͤmlich in Rochsburg die beiden Schaͤfer die Ochſen mit verſorgen; in Berthelsdorf ſind dazu zwei Schaͤfer, der Knecht und der Vogt; in Mohsdorf der zweite Vogt, der Ochſenwaͤrter in Helsdorf, der Vogt und ſeine Frau, welche Letztere waͤhrend der Maſtzeit beſoldet werden muß. III. Da in Berthelsdorf dieſes Jahr die ſogenannten neuen Wieſen urbar gemacht werden, und das ackerbare Land dadurch einen be⸗ traͤchtlichen Zuwachs erhaͤlt,— wahrſcheinlich von 12 Ackern,— ſo wuͤrde die angefuͤhrte Duͤngung nicht hinreichend ſeyn. Es ſoll dieſerhalb ein Verſuch mit ſechs milchenden Kuͤhen, nach der eaden, vine vom Hrn. v. Engel angegebenen Methode, gemacht werden. Nach letzterer wuͤrde fuͤr eine Kuh,— zu drei Metzen taͤglich,— nilhin au in zwoͤlf Monaten erforderlich ſeyn: mupoßts 1) Summa 39 Scheffel Hafer, trlima 2) an Heu, taͤglich 10 Pfund, ungefaͤhr im Jahre Intättng Summa 33 Centner. Nach gewoͤhnlichem Preiſe wuͤrde dies ungefaͤhr betragen: 39 Scheffel Hafer zu 2 Rthlr. 78 Rthlr. 3 Centner Heu zu 16 Gr. 22— Summa 100 Rthlr. Rechnen wir nun, daß eine, auf dieſe Art gefaͤtterte, Kuh jede Woche zwei Kannen Butter geben muß, und daß die Kanne fuͤr rd ür“ 12 Gr. verkauft werden kann, ſo betraͤgt dies Summa 52 Rthlr. ader Rehu fuͤr Butter. Dreimal im Jahre kann aufs Neue zur Maſt von ß w iig den Kuͤhen aufgeſtellt werden, mit 20 Rthlr. Profit fuͤr die fett g un k gemachte Kuh, giebt Summa 60 Rthlr. fuͤr Maſt. Nach dieſer 5* 1' 68 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Berechnung wuͤrde jede Kuh 12 Rthlr. Profit im Jahre geben, welche wir fuͤr die Wartung rechnen wollen.— Der Duͤnger iſt alſo reiner Gewinn, und wuͤrde, nach Engel's Angabe, von einer Kuh im Jahre betragen Summa 48 Fuder*). Wenn wir aber dieſe Kuh mit Erdaͤpfeln fuͤttern, und ihr taͤglich 3 Maaß davon geben, ſo betraͤgt dies in einem Jahre Summa 156 Sgcke zu 7 Maaß à 12 Gr., oder 78 Rthlr. Sie ſoll ferner erhal⸗ ten taͤglich 1 Metze Hafer, welches im Jahre ausmacht Summa 19 Scheffel 2 Sippmaaß Hafer zu 2 Rthlr., oder 39 Rthlr. Summa Summarum 117 Rthlr. Sie wird aber bei dieſer Fuͤtterung ſchon in 91 Tagen fett wer⸗ den, und der jaͤhrliche Ertrag waͤre dann folgender: 52 Rthlr. Butter, 80— viermalige Maſt. Summa 132 Rthlr. folglich 15 Rthlr. Gewinnſt. Bei der Unterhaltung von 6 Kuͤhen wuͤrde ſich der Duͤnger vermehren um 288 Fuder. Rechnen wir das neue Land zu 12 Acker, ſo wuͤrde jeder davon alle Jahre mit 25 Fuder be⸗ duͤngt werden koͤnnen, welches zum Erdaͤpfelbau hinreichend ſeyn duͤrfte. Von Erdaͤpfeln nehmen wir auf den Acker 90 Saͤcke Ei⸗ trag an, welches betraͤgt Summa 1095 Saͤcke. Da aber ge⸗ genwaͤrtig der Hafer zu hoch im Preiſe ſteht, auch die neuen Wieſen erſt im Fruͤhjahr 1807 mit Erdaͤpfeln belegt werden, dazu aber keiner Duͤngung beduͤrfen, ſo wird dieſe Speculation bis kuͤnftiges Jahr ausgeſetzt. IV. Die Eintheilung der Felder iſt bekanntlich der Grundſtein des ganzen wirthſchaftlichen Gebaͤudes, und ich kenne fuͤr jetzt keine, die meinen Endzwecken beſſer entſpraͤche, als folgende: 1) Ruͤbſen geduͤngt, 2) Weitzen mit Klee, 3) Aleo, 4) Gemang, *) Viel zu viel! Der Herausg. ſfe n hahrr geben, er Dänge lgahe, bon Vem vir nich 3 Muß 155 Sacke ferner echal⸗ e ausmacht ahlr., oder hen fett ver, de Düager eu Land ſe Ä Fider be⸗ nreichend ſeyn 90 SireEn Da ſaber ge⸗ c die weuen kgt werden, Spaaulatin Geundſein ne ſuͤr jett Ngende: des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 69 5) Erdaͤpfel mit Kalk, 6) Erbſen*). Es iſt wahr, daß der Kalk,— ohne die vielen Fuhren zu rech⸗ nen,— zu 10 Scheffel à 19 Gr. auf den Acker, den betraͤcht⸗ lichen Aufwand von Summa 474 Rthlr. verurſacht. Allein er iſt aus mehrern Gruͤnden ganz unentbehrlich; naͤmlich: 1) weil der Duͤnger,— wie aus Vorigem erhellt,— nicht zureichend ſeyn duͤrfte, die Felder alle drei Jahr zu be⸗ duͤngen; 2) weil der Kalk fuͤr meinen Boden,— wegen der darin enthaltenen Naͤſſe und Saͤure,— ganz unentbehrlich iſt; 3) weil er das viele uͤberhand nehmende Ungeziefer vertil— gen wird, beſonders den ſo ſchaͤdlichen gelben Wurm, den Feind der Erdaͤpfel und des Korns. Aus dieſen Gruͤnden glaube ich den Kalk nicht entbehren zu koͤnnen, um meinen Feldern die moͤglichſte Fruchtbarkeit zu ge⸗ ben**). Ueberzeugt von der Nuͤtzlichkeit der angefuͤhrten Feldeinthei⸗ lung, wird natuͤrlich von mir Alles angewendet werden, ſolche wirklich einzufuͤhren. In Rochsburg und Berthelsdorf iſt dazu der Anfang gemacht; Mohsdorf und Helsdorf ſollen in dieſem Jahre folgen. Mit Helsdorf wird dies leicht angehen; aber mit Mohsdorf ſehr ſchwer. Um Letzteres in dieſem Jahre zum Ruͤb⸗ ſenbau zu bringen, werden auf 21 Scheffel Kornland doch wenig⸗ ſtens 840 Fuder Duͤnger erfordert. Dieſen nun herbeizuſchaffen, iſt keine andere Moͤglichkeit, als durch Aufſtellung vieler Ochſen. Geraͤth das daſige Kleeſtuͤck nicht, ſo wird ihre Unterhaltung viel— leicht dort unmoͤglich ſeyn.— Da aber dieſer Gegenſtand, der Zukunft wegen, außerſt wichtig iſt, ſo muͤſſen wir dieſerhalb alle moͤgliche Anſtrengungen machen, auch allenfalls den vorraͤthigen Hafer aufopfern. *) Das Jahr 1807 projectirt aber doch noch andere, vortheilhaftere Ein⸗ theilungen. Anm. des Herausg. **) Aus dieſen Gründen wird es demnach ſehr gut ſeyn, einmal wenig⸗ ſtens mit Kalk durchzudüngen; dann aber dürfte die Ausgabe von 500 Rthlr. jährlich wohl zu erſparen ſern, zumal da Dünger unſtreitig beſer iſt, als Kalk. 70 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe 1 Sollte es mir aber ganz unmoͤglich ſeyn, die erforderliche Duͤnger⸗Quantitaͤt herbeizuſchaffen, ſo bin ich der Meinung, daß das Beſte ſeyn duͤrfte*): 1) dieſe Felder auf jeden Fall, ſobald als moͤglich, mit Spoͤrgel zu beſaͤen, und damit hierbei kein Aufenthalt Statt finde, Lohngeſpanne dazu zu gebrauchen; 2) den Duͤnger aufzufahren und das Feld mit Nuͤben zu beſtellen, nach der neuen Methode, gegen die Erdfloͤhe; 3) auf kuͤnftiges Fruͤhjahr Gerſte mit Klee darauf zu bauen. Hierbei wird der weſentliche Geundſatz befolgt, daß jede Abweichung zum Beſten des Viehſtandes, mithin der Duͤngung, angewendet werden muß. Sollte nun alſo das Kleeſtuͤck in Mohsdorf Nr. I. A. fehl⸗ ſchlagen, ſo wuͤrde ich es mit Erbſen beſaͤen, und dieſen Spoͤrgel folgen laſſen**). Dabei wuͤrde weſentlich noͤthig ſeyn, dies Feld, welches ſehr von Naͤſſe leidet, trocken zu legen; es geſchehe dieſes nun durch Ahlewaͤnde, Waſſerfurchen, oder durch tiefere Bearbeitung. Fuͤr dieſes Jahr iſt die Eintheilung der Felder ungefaͤhr folgende: a) Rochsburg. 1) Die Schaͤfereiſtuͤcke, der große Krautgarten und das Stuͤck im Hopfenlande,— ungefaͤhr 12 Acker,— tragen Erdaͤpfel,(— wobei zu bemerken, daß das Hopfenland ge⸗ duͤngt werden muß,—) mit 120 Saͤcken Samen. 2) Das obere Zehendfeld traͤgt Gerſte und Klee, mit 12 Scheffel Gerſte und 12 Maaß Klee. 3) Der Hahnenbuſch hat Klee. Er ſollte mit Gips, we⸗ nigſtens zum zweiten Hieb, beduͤngt werden. *) Oder auch, wenn es nicht möglich iſt, den Rübſenbau auf einmal in Mohsdorf einzuführen, ſo ſoll er getheilt werden, nämlich auf Nr. I. B. im Jahre 1806 halb Rübſen, halb Brache; 1807 ganz Gerſte und Klee, wozu dann die Gerſte auf der Brache erſt 1807 gedüngt wird. **) Auf dieſes Stück kann nicht Gerſte und Klee kommen, weil, im Fall des Mißrathens, die Hälfte Nr. I. B. ſchon und beſſer dazu beſtimmt iſt.— Wir können aber, nach abgefütterten Erbſen, noch Spörgel darauf ſäen. 160 1 d rfad delih e Manung nixlih, uit Ahale Stut Rüm u 65 darauf zu „ daß ſede . Düngung J 4. fehl Spoͤrgel „welches dieſes nun tadereng. e ugeſhr tn und das — kragen fentend ge⸗ elee, mit jips, wer auf einmal i auf Ar. L.3 iſte und Ale, ird. well, in Fl dazu befimmt noch Ehilgl des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 71 4) Die Galgenquiere und Spitze am Teich haben Erbſen. Es ſind 14 Acker, mithin zu 3 Sippm. fuͤr jeden,— 10 Scheffel 2 Sippm. Dieſe Erbſen werden gruͤn verfuͤttert, und ſodann das Feld mit Ruͤbſen beſtellt. 5) Das untere Zehendfeld und das Stuͤck am C. Plane,— ungefaͤhr 15 Acker,— hat Gemang, zu 5 Sippm.,— 18 Scheffel 3 Sippmaaß. 6) Das Ochſenſtuͤck und das Stuͤck an der Richterwieſe,— 14 Acker,— hat Ruͤbſen, und wird im Herbſte mit Weitzen beſaͤet,— 10 Scheffel 2 Sippm. b) Berthelsdorf. Nr. I. A. hat Ruͤbſen,— 17 Acker,— wird im Herbſt mit Weitzen beſaͤet, zu 3 Sippm. den Acker,— 12 Scheffel 3 Sippm. G Nr. I. B. wird gekalkt und mit Erdaͤpfeln belegt,— 13 Acker,— 130 Saͤcke Erdaͤpfel und 130 Scheffel Kalk. Nr. II. A., wo nicht Korn ſteht, hat Gemang, 12 Acker 12 Scheffel. Nr. II. B. hat Erbſen,— ungefaͤhr 11 Scheffel. Nr. III. A. hat Gerſte und Klee,— 18 Acker,— 18 Scheffel Gerſte und 18 Maaß Klee. Nr. III. B. hat Klee, und auf deſſen Stoppel wird die große Verbeſſerung mit Erdefahren vorgenommen. c) Mohsdorf. Nr. I. A. hat Klee. Nr. I. B. wird ſo zeitig als moͤglich mit Spoͤrgel beſaͤet, ſodann,— wenn Duͤnger genug vorhanden,— zum Nuͤbſen⸗ bau, ſonſt aber zu Ruͤben benutzt. Auf alle Faͤlle muß es durch Erdefahren und durch Abgraben der Sahrglen verbeſſert werden. Nr. II. A. hat Gerſte und Klee,— 20 Scheff Gerſte und 20 Maaß Klee. Nr. II. B. hat Gemang,-— 22 Scheffel. Nr. III. A. hat Gemang,— 22 Scheffel. Nr. III. B., gekalkt, hat Erbſen,— 15 Scheffel,— 160 Scheffel Kalk. 72² Wirethſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe d) Helsdorf. 1) Die Erdaͤpfelfelder haben Gerſte und Klee,— 8 Scheffel Gerſte, 8 Maaß Klee. 2) Das Stuͤck neben den Erdaͤpfelfeldern hat Gerſte, ungefaͤhr 8 Scheffel 2 Sippmaaß. 3) Die Haͤlfte des mittlern Stuͤcks hat Gerſte, 6 ⅞ Scheffel. 4) Die andere Haͤlfte hat Ruͤbſen mit Brachenbe⸗ ſtellung. G 5) Die halbe vordere Art hat Klee. 6) Die andere Haͤlfte dieſer vordern Art hat Korn und Gemang,— 4 Scheffel. Es iſt daher in dieſem Jahre ein weſentliches Beduͤrfniß von Kalk an Summa 290 Scheffel, welche an Gelde— der Scheffel 19 Gr.— betragen Summa 246 Rthlr. 6 Gr. V. Zur Beſtellung wollen wir gleich die nothwendige Verbeſ⸗ ſerung der Aecker rechnen. Wir haben 50 Ochſen feſtgeſetzt. Dazu werden 25 Pfluͤge erfordert. Es ſind deren 17 vorraͤthig; wir brauchen alſo 6 Pfluͤge, ferner: 8 Haken und 8 Geyer, zu 1 Elle Tiefe. Die Koſten werden dafuͤr folgende ſeyn: die 6 Pfluͤge 60 Rthlr. die 8 Haken 51— die Geyer*e) Die Eggen und Erdaͤpfelhaken muͤſſen ebenfalls ſogleich in Stand geſetzt werden; ſo wie das Geſchirr fuͤr 10 neue Ochſen. Was die Beſtellung ſelbſt anbetrifft, ſo muͤſſen wir Folgen— des als weſentlich nothwendig bemerken: * *) Ein Preis iſt nicht angegeben. Kleinere einſpännige Geyer koſteten damals in Sachſen, meines Wiſſens, 6— 7— 3 Rthlr.; größere, zweiſpännige 10— 12 Rthlr. das Stück. 2 Anm. des Herausg. üfe, zufgele werden de H de Ur tingre jort d igen oüfgeja 1 U ung en Jaude Erfah keßter unſcha gader — *) N me klee, 1 Gerſe, Gerſt, rachenbe⸗ orn und rfniß von Schefel Verbef d hfäge uchen alſ Stand Folgen⸗ her koſeien . giißtn, rossg, des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 73 2) das Feld, worauf Winterfruͤchte kommen, muß in der Tiefe,— ohne die obere Erde zu vergraben,— eine Elle tief aufgelockert werden; b) dazu ſollen aber die Haken und die Geyer benu⸗ werden; c) kann der Geyer allein dieſe Wirkung thun, ſo kann man die Haken entbehren*); ſonſt d) muͤſſen ſie hinter dem gewoͤhnlichen Pflug hergehen, und die Unterlage aufreißen, damit bei dem Eggen der Geyer tiefer eingreifen koͤnne; e) ſobald daher das Ruͤbſenfeld geraͤumt iſt, ſo muß ſo⸗ fort dieſe Beſtellungsart angewendet werden; und ſie wird f†) beim zweiten Male Ackern wiederholt; 9) ſobald die Erbſen abgebracht ſind, wird fuͤr den kuͤnf⸗ tigen Ruͤbſen ebenſo verfahren. Da aber hier der neue Duͤnger aufgefahren werden muß, ſo kann dieſe Bearbeitung nur bei dem erſten Umbruch Statt finden;— wenigſtens muß erſt die Erfah— rung entſcheiden, ob der Duͤnger,— wie ich jetzt ganz gewiß glaube,— ſie nicht verhindert. Ueber die Wirkſamkeit dieſer Methode muß natuͤrlich die Erfahrung entſcheiden, ſoviel ich mir auch davon verſpreche. Letztere wird auch beſtimmen, ob dadurch in Zukunft breite Beete unſchaͤdlich werden duͤrften. Fuͤr jetzt muͤſſen wir alle Winterfelder 1) mit vielen Waſſerfurchen verſehen, und dieſe tief auswer⸗ fen laſſen; 2) ſchmale Beete machen, und die Furchen tief ausſtreichen; 3) Ahlewaͤnde machen, beſonders dieſes Jahr in Helsdorf auf den Feldern, wo Gerſte und Klee hinkoͤmmt, und in Mohsdorf auf Nr. II. A., und beſonders in Rochsburg auf dem Ochſenſtuͤck. VI. In dieſem Jahre muͤſſen auch alle Suhrgallen ſaͤmmtlicher Felder untergraben werden. *) Der Geyer ſcheint ſich ganz beſonders zu Fälgen⸗Beſtellung der Som⸗ merſaat zu ſchicken. ☚ 74 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe VII. Durch Erdefahren und das Abgraben der Raͤnder muͤſſen in dieſem Jahre verbeſſert werden: 1) die diesjaͤhrigen Ruͤbſenfelder in Rochs⸗ burg; 2) das untere Zehendfeld daſelbſt*); 3) die Art Nr. I. B. in Mohsdorf; 4) die Art Nr. III. B. VIII. Die neuen Wieſen in Berthelsdorf werden gleich nach been⸗ digter Fruͤhlingshutung umgebrochen, und ſodann gebrannt, nachdem vorher die untere Suhrgalle abgegraben worden. Als⸗ dann werden ſie in Beete geackert zur kuͤnftigen Erdaͤpfelbeſtel⸗ lung**). IX. Ein gleiches Verfahren wird mit der Kursdorfer Wieſe und allen uͤbrigen Wieſen vorgenommen; jedoch mit der vernuͤnfti⸗ gen Vorausſetzung, daß die uͤbrige Arbeit und der vorraͤthige Heu⸗ ſamen es geſtatten***). Fuͤr Letztern muß natuͤrlich in Zeiten geſorgt werden. X. Die Anpflanzung ſaͤmmtlicher leerer Holzplaͤtze mit Erlen in der Tiefe, und mit Birken auf der Hoͤhe muß in dieſem Jahre beendigt werden. Noch iſt Folgendes zu bemerken, und zu beſorgen: XI. ſo viel Streu, als moͤglich, ſelbſt aus den Wechſelburger Hoͤlzern herbeizuſchaffen. XII. die Graͤnzen zu berichtigen. XIII. Jauchenloͤcher bei den Ochſenſtaͤllen anzulegen. *) Beides iſt geſchehen:— ſpätere Bemerkung. **) Das Umbrechen fällt gänzlich weg:— ſpätere Anm. ***) Die Ochſendüngung wird vorgezogen:— ſpätere Anm. theil Sch und üur miſen in Kochs⸗ lech nach th dann gedten worden. d Erdaͤpfebei fer Wieſen der vernint vrraͤthigehe trich in gin lige mit Ein diſem Jähe 2 chſeburger Scheergrund ꝛc. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 75 XIV. Fruͤhjahr- und Herbſthutung fuͤr die Schafe zu miethen. XV Graben heben zu laſſen, und die Gewaͤſſer richtig zu ver⸗ theilen, beſonders auf der Mohsdorfer untern Wieſe, dem XVI. die Mohsdorfer Gaͤrten vollends mit Zaͤunen zu umgeben, und ihr Inneres in Ordnung zu bringen. XVII. die Zaͤune zu repariren. XVIII. auf Wiesner's Gute einen Teich graben zu laſſen, und mit der ausgegrabenen Erde die Vertiefungen im Garten auszu⸗ fuͤllen*). 9 X& in Helsdorf die Kirſch-Allee auszuſtauden, und neues Land anzulegen, wozu auch der bisherige Garten genommen wird.— Jedoch muͤſſen erſt die ſchoͤnen ſauern Kirſchen auf gehoͤrige Staͤmme verpflanzt werden. XX. einen neuen Weg nach der Muͤhle in Berthelsdorf anzu— legen. XXI. ſaͤmmtliche Wege zu beſſern. XXII. den ſo wichtigen Verſuch, mit Doͤrrung des Klees in gruͤ⸗ nem Zuſtande durch Beimiſchung von Stroh zu machen; desglei⸗ chen Heu in Schobern zu trocknen**). 7 *) Es wird beſſer ſeyn, den vorhandenen kleinen Teich daſelbſt zu ſchläm⸗ men, und die Vertiefungen dadurch zu füllen; weil der Platz zu klein, und die Koſten zu groß ſeyn würden:— ſpätere Anm. 2*9 Die Sache iſt ganz fehlgeſchlagen:— ſpätere Anm. 9 76 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe V. Fuͤrs Jahr 1807. Damit die Einrichtung der Wirthſchaft fuͤr immer mit Be⸗ ſtand gemacht werde, iſt es nothwendig, daß 1) die Eintheilung der Felder, oder der Fruchtwechſel, 2) die Duͤngung, und 3) der Viehbeſtand, genau nach ihrer weſentlichen Beziehung auf einander feſtgeſetzt werden. Dies wird die Moͤglichkeit herbeifuͤhren, fuͤr jedes Feld⸗ ſtuͤck eine bleibende Ordnung zu gruͤnden, und davon ein Ver— zeichniß hier beizufuͤgen. Wir handeln daher zuerſt 1) von Eintheilung der Felder. Es wird ſchwerlich eine Vertheilung derſelben erdacht werden koͤn— nen, welche zugleich der Wirthſchaft mehr innere Staͤrke,— durch vieles Futter und Duͤngung,— und der Geldeinnahme mehrern Zuwuchs verſchafft, als folgende: 1) Ruͤbſen mit Lein und Klee, 2) Klee, 3) Gemang mit Spoͤrgel oder Wurzeln, 4) Erdaͤpfel, 5) Korn,— 6) Gerſte. Die Eintraͤglichkeit des Ruͤbſens braucht keines Beweiſes.— Wenn man vom Peniger Scheffel Kornland, wie die Erfahrung mich ſelbſt belehrt hat, 144 Rthlr. erhalten kann, ohne daß die Erndte außerordentlich war; ſo kann daruͤber kein Zweifel ent— ſtehen. Der Lein waͤchſt ſehr gut nach den Ruͤbſen. Ich habe die— ſes nicht nur ſonſt geſehen, ſondern auch in dieſem Jahre ſelbſt erfahren. Eben ſo der Klee.— Nur der viele noch aufſchie— ßende Ruͤbſen verurſacht einige Unbequemlichkeit. Vielleicht kann letztere dadurch vermieden werden, daß man die eingebrochene Ruͤbſenſtoppel ungefaͤhr acht Tage liegen laͤßt, und dann den aufgeſchoſſenen Ruͤbſen ſorgfaͤltig vertilgt. gema fenſte gen feſtgeet jedes Fe⸗ ein Ver⸗ den kon⸗ arte,— dnaahhe 6— tfohrung edaß de efel en⸗ hebe de⸗ ahre ſebtt h auſſcie leicht kem ngebtoche d denn de des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 77 Die Eintraͤglichkeit des Leins kann man auch wohl fuͤr aus⸗ gemacht annehmen, da der Ertrag deſſelben in der reichen Ruͤb⸗ ſenſtoppel dem des gewoͤhnlichen Leinbaues gewiß gleich zu rech— nen ſeyn duͤrfte. Daß der Klee als zweite Frucht in einem Lande, welches auf den ſaͤchſiſchen Acker 40 Fuder Duͤngung und gute Beſtel⸗ lung erhalten, gerathen werde, ſcheint keines Beweiſes zu be⸗ duͤrfen! Gemang wird auf der Kleeſtoppel gewiß auch gedeihen, und wir nehmen nicht zu viel an, wenn wir bei dieſer Fruchtfolge vom Peniger Scheffel Kornland, oder den ſaͤchſiſchen Acker, 6 Schock Gemang als Ertrag rechnen; wovon das Schock fuͤr neun Centner Heu bei der Viehfuͤtterung angeſchlagen wird. Der Spoöͤrgel wird Fuͤtterung fuͤr die Ochſen geben, wenn der Klee aufhoͤrt.— Sollte aber der Verſuch, den ich naͤchſten Sommer anſtellen werde,— daß naͤmlich Moͤhren, oder beſſer Paſtinaken unter den Gemang geſaͤet werden,— gut aus— fallen**); ſo wuͤrde dieſe Cultur bei Weitem dem Spoͤrgel vorzu⸗ ziehen ſeyn, und die Viehfuͤtterung dadurch ausnehmend ge⸗ winnen. Wahrſcheinlich wird dazu noͤthig ſeyn, daß das Land gehakt und mit dem Geyer der Queere nach durchzogen werde. Vielleicht aber iſt es auch hinreichend, daß der Geyer es der Laͤnge nach durchzieht.— Paſtinaken fuͤr Schafe, und Erdaͤpfel fuͤr Tyroler Kuͤhe; welche Ausſicht!— Der Paſtinakenſamen ver⸗ traͤgt uͤbrigens gar nicht, daß er tief untergebracht werde; er muß alſo entweder bloß eingewalzt oder mit umekehrter leichter Egge befahren werden. Korn folgt mit Recht den Erdaͤpfeln, wenn— zeitig gelegt, und, wie mich die Erfahrung belehrt, in der Mitte des Septembers ausgenommen werden. Die Urſache, warum faſt uͤberall ſchlechter Kornertrag auf Erdaͤpfel folgt, duͤrfte wohl dieſe ſeyn, daß a) die Beſtellung ſich verſpaͤtet, und b) daß durch die Erdaͤpfel⸗Cultur das Land fuͤr dieſe ſpaͤte Beſtellung zu locker gemacht wird. Die Winternaͤſſe ſchwemmt ——-— *) Paſtinaken bewährten ſich ſehr ſchlecht; ſie wuchſen zwar, aber zu we⸗ nig, um gut gebraucht zu werden. 1 78 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe es zuſammen, beſonders weil der Untergrund nicht aufgelockert worden, um die Feuchtigkeiten aufzunehmen.— Dieſe Ver⸗ anlaſſung des Mißwachſes duͤrfte nun vielleicht dadurch vermieden werden, wenn der Haken dem Pfluge folgt, wodurch der Unter⸗ grund in betraͤchtlicher Tiefe aufgelockert wird.— Im Fall aber, daß die Beſtellung ſich verſpaͤtet; ſo kann Sommerweitzen ſtatt Korn folgen; nur iſt letzteres, wegen des Strohes, vor⸗ theilhafter. Die Gerſte ſichert die Strohfuͤtterung fuͤr die Ochſen im Winter; weshalb es beſonders nuͤtzlich ſeyn wird, ſie mit Linſen zu vermiſchen*). Dieſes Strohfutter zu entbehren, iſt nicht wohl moͤglich, weil auf den Ankauf nicht mit Beſtand gerechnet werden kann.— Wir duͤrfen uͤbrigens mit Wahrſcheinlichkeit annehmen, daß die Gerſte in der Mitte des Aprils,(— wo moͤglich noch eher,—) wird geſaͤet werden koͤnnen; und daß ſie in zwoͤlf Wochen eingeerndtet, und um Kilian oder den 8ten Jul. eingebracht iſt.— Der Duͤnger zum Ruͤbſen wird einfuͤhrig untergepfluͤgt. Es verſteht ſich dabei, daß der Haken folgt, und der Geyer das Feld in der Queere nimmt, nachdem es einge⸗ brochen worden**). Auf dieſe Art duͤrfte von Mitte des Julius bis Ende Au— guſts hinreichende Zeit zur Beſtellung des Ruͤbſens ſeyn.— Uebrigens fuͤhrt die Gerſte keine Schnecken mit, und hat hierin einen beſondern Vorzug vor den Erbſen. *) Da die Zwiſchenzeit zwiſchen der Gerſtenerndte und Rübſenbeſtellung auf jeden Fall wegen ihrer Kürze Gefahr bringt, ſo muß übrigens noth⸗ wendig die Gerſte gleich hinter der Senſe aufgebunden und in Mandeln geſetzt werden; damit das Düngerfahren ſogleich ohne allen Aufenthalt geſchehen könne. Dieſe Vorſicht iſt wichtig.“ **) Ob der Geyer dabei nicht den Dünger herausreißen werde, muß die Erfahrung lehren; ich befürchte es aber nicht. Beſtätigt ſich meine Vermuthung, ſo wird es allerdings am Beſten ſeyn, das Feld der Länge und Queere nach zu geyern, oder wenigſtens der Queere nach, um die Furchen des Hakens zu zerreißen. In der Furche darf letzterer gar nicht gehen, weil das Waſſer ſonſt ſich in ſeiner Rinne ſammelt, und Löther reißt. taufgelein di Nar c verniehen h der Ana, In fal merweiten hes, vor⸗ Ooſen im emit dinſe it nict d gerechner heinlichkeit (— w nd daß ſie ten Jul dinjührig e, und 18 ange⸗ s Ende Au ſeyn.— dhat hiern enbeſtellung rigens noth⸗ in Nardeln u Aufenthal rde, mußd igt ſih men das Fed de rQuecte nat he darf leimn Rinnt ſenui- des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 79 Da wir bei dieſer Feldereintheilung die Erbſen ausſchließen, ſo muͤſſen wir uns hier auf ein wichtiges Bedenken einlaſſen, naͤmlich: womit ſoll der Viehbeſtand in der Zwiſchenzeit vom erſten bis zum zweiten Kleewuchs ernaͤhrt werden? Der Klee, als duͤrre Fuͤtterung, iſt in keinen Anſchlag gebracht; wir muͤſſen aber einen Theil davon duͤrren, damit der ganze Be— ſtand nicht zu alt werde, und damit er beſſer nachwachſe.— Koͤnnen wir genugſames duͤrres Futter eruͤbrigen, ſo iſt dieſer Zweifel geloͤſt*). Dieſe Feldereintheilung hat uͤbrigens aber doch zwei unver⸗ kennbare Fehler der Fruchtfolge, naͤmlich: daß zwei Oelſaaten unmittelbar auf einander folgen, welches ſehr verwerflich iſt; und daß Gerſte dem Korne folgt**). Meiſterhafter wuͤrde allerdings daher in dieſer Hinſicht folgende Eintheilung ſeyn: 1) Ruͤbſen mit gruͤner Fuͤtterung und Klee, 2) Klee, 3) Gemang, wie oben, 4) Erdaͤpfel, 5) Korn, 6) Erbſen zum gruͤnen Futter. Der dabei fehlende Lein-Ertrag iſt jedoch ſehr wichtig; ebenſo die hier fehlende Gerſte; und woher ſollte das fehlende Stroh zur Win⸗ terfuͤtterung fuͤr die Ochſen kommen?— Indeſſen kann die er⸗ ſtere Fruchtfolge nur allein durch ſehr ſtarke Duͤngung gerechtfer— tigt werden. Sie ſetzt alſo eine Brandweinbrennerei fuͤr Korn und Gerſte voraus; damit ſaͤmmtliche Fruͤchte,— außer Lein und NRuͤbſen, welche nur durch Oelkuchen hierzu anwendbar ſind,— zur Viehfuͤtterung dienen***). *) Wenn die Wurzel⸗Cultur unter Gemang einſchlägt, und Kühe ſtatt Ochſen gehalten werden können; ſo werden aber ohnedies wieder Erd⸗ äpfel gebaut, welche zugleich zur Sommerfütterung dienen. **) Die Anwendung der Körner zur Maſt löſt alle Schwierigkeiten auf, und erlaubt die einträglichere Cultur. 1*) Wenn überhaupt bei Eintheilung der Felder für genugſames Futter geſorgt iſt, und zwar in der Maaße, daß dies Hauptſtück aller Wirth⸗ 80 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Da jedoch die Auslagen und die Arbeit beim Erdaͤpfelban Y ſehr groß ſind; die Erdaͤpfel ferner in der Fuͤtterung nur wenig leiſten, und gegen gutes Heu, Gemang ꝛc. beinahe in dem nach⸗ theiligen Verhaͤltniß ſtehen, daß 4 Pfund kaum 1 Pfund davon gleich kommen: ſo iſt der Erdaͤpfelbau fuͤr jetzt ausgeſetzt wor⸗ den.— Die jetzige wirkliche Fruchtfolge iſt denn nun dieſe: 1) Ruͤben mit Lein und Klee, 2) Klee, 3) Gemang mit Spoͤrgel oder Wurzeln, 4) Erbſen, 5) Korn, 6) Gerſte. Auch hierbei liegt eine Brandweinbrennerei weſentlich zum Grunde, . indem eine ſehr ſtarke Duͤngung erfordert wird, um dieſe Einthei— lung aufrecht zu erhalten*). Nachdem wir nun die Felder eingetheilt, ſo muͤſſen wir nunmehr zuerſt fuͤr die Kraft ſorgen, welche ihnen geſtattet, un— ſern Erwartungen zu entſprechen; wir wenden uns daher zur 2) Duͤngung.. V 9 Die Scheffel-Anzahl eines jeden Vorwerks, wobei der Peniger Scheffel Ausſaat, oder ungefaͤhr ein ſaͤchſiſcher Acker zu 300 QRuthen**) zum Grunde gelegt wird, beſtimmt die Anzahl ſchaft, die Ouͤngung, nicht fehlt; ſo brauchen wir in der Fruchtfolge nicht ſo ängſtlich zu ſeyn, wie wir es durchaus nothwendig haben, wenn eine Wirthſchaft neu eingerichtet wird, und ihr die fehlende Kraft der Düngung nicht von Außen erſetzt werden kann; z. B. durch Miſtdün⸗ gung aus Städten ꝛc.— Alkaliſche Düngungen reichen natürlich nicht zu; denn ſie bereichern nicht, ſondern erſchöpfen eher. Da übrigens die Brandweinbrennerei häufigen Verboten unterliegen, mithin keine ſichere Rechnung gemacht werden kann; ſo iſt die Maſtung durch Körner ihr vorzuziehen, wovon die Berechnung in den Beilagen enthalten. *) In den andern Gütern, außer Rochsburg, muß aber doch nach den am Ende nachfolgenden Tabellen B.— D. eine große Abänderung in der Folge gemacht worden ſeyn, indem hier Rübſen mit Rüben, darauf Gemang mit Klee, Klee, Wicken gedüngt, Korn, und dann Gerſte auf einander folgen, die Erdäpfel alſo ganz wegfallen. Anm. des Herausg. **) Man rechnet in dortiger Gegend allerdings ſo, obwohl niemals ein ganzer Peniger Scheffel Korn auf den ſächſ. Acker à 300 R. geſäet dee Vi gauber fönnen ſ wie Mon diſen a gu 8ch 4 Erdyitu G ur wen n dem nac⸗ ſiund dwwen Nſigt vu⸗ diſt: m Geunde ſe Einthe⸗ iſen wir tet, un⸗ dr er Periger er zu 300 de Anzehl trFruhſtflge faber, wenn de Kraft der Aiſdün⸗ ürich nuct übrigens nithin keie arh Körner halten. och nach de anderung i üben, darauj ddann Geit Heraush hl viewabin Ch CR. G des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 81 des Viehes, welches darauf unterhalten werden muß. Wir glauben naͤmlich bei guter Fuͤtterung und Einſtreu annehmen zu köͤnnen, daß 100 Schafe*) jaͤhrlich 125 Fuder Duͤnger liefern; ſo wie ein Zugochſe 33 Fuder; ein Maſtochſe 12 Fuder**) in 4 Monaten; und ein Ochſe auf der Brennerei,— weil dergl. Ochſen laͤnger ſtehen und viele Fluͤſſigkeiten abſondern,— 24 Fuder. Nun hat Rochsburg zum ſechsten Theil der Felder unge— faͤhr 13 Peniger Scheffel Ausſaat. Es braucht alſo zum Ruͤb⸗ ſen, à 40 Fuder***) fuͤr den Scheffel Kornland, 520 Fuder fuͤr Korn aber, zu 25 Fuder, 325— Summa 845 Fuder. Es muß daher kuͤnftig halten: 350 Schafe 437 Fuder 8 Zugochſen 264— die gemeinſchaftliche Schaͤferei giebt 160— Summa 861 Fuder. Berthelsdorf duͤrfte, mit Inbegriff des neuen Landes, haben 18 Scheffel zum ſechsten Theil; braucht daher:— zum Ruͤbſen 720 Fuder zum Korn 538— 8 Summa 1258 Fuder. wurde, ſondern höchſtens 12½ Dresdner Scheffel, oder auch oft wohl nur 3 Sippmaaß Peniger, d. i. 21 Dresdner Metzen.— Nach alten ſächſiſchen Sätzen werden gar 2 Dresdner Scheffel Kornausſaat auf 1 Acker gerechnet. Anm. des Herausg. *) NB. im Stalle gefüttert. Anm. des Herausg. **) Dies iſt viel zu viel, wie ſich nachher zeigen wird. Anm. des Herausg. ***) Ein ſolches Fuder war nur zweiſpännig, aber wie es zwei gute, ſtarke Pferde gewöhnlich ziehen, und wenigſtens 10 Centner ſchwer. Ich habe dieſe ſtarke Düngnng oft ſelbſt aufſchlagen ſehen. Man hat aber auch zuweilen noch mehr, bis an 50 Fuder auf den Acker aufgefahren. Anm. des Herausg. Schoͤnburg. Wirthſch. II. 6 82 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Es muß alſo haben: 20 Ochſen der Brennerei 480 Fuder 200 Schafe 250— 16 Zugochſen 528— Summa 1258 Fuder. Helsdorf hat zum ſechsten Theil 7 Peniger Scheffel; braucht daher: fuͤr Ruͤbſen 280 Fuder fuͤr Korn 175— Summa 455 Fuder. Es hat mithin noͤthig: 150 Schafe 187 Fuder 10 Zugochſen 330— Summa 517 Fuder. Mohsdorf enthaͤlt zum ſechsten Theil 20 Peniger Scheffel Ausſaat, und verlangt daher: zum Ruͤbſen 800 Fuder zum Korn 500— Summa 1300 Fuder; folglich muͤſſen darauf gehalten werden: 400 Schafe 500 Fuder 20 Zugochſen 660— 14 Maſtochſen 168— Summa 1 328 Fuder*). *) Bei dieſem wichtigen Artikel iſt eine glückliche Veränderung vorgegan⸗ gen, nämlich die Anwendung der Körner zur Maſt. Dadurch werde ich in den Stand geſetzt, immer 44 Stück Ochſen auf der Maſt ſtehen zu haben. Die Einnahme an Dünger iſt nun alſo folgende: 2112 Fuder für 44 Stück Maſtvieh à 48 Fuder im Jahr, 1125— 900 Schafe zu 125 Fuder auf 100 Stück, 160— Rochsburgiſche gemeinſchaftliche Schäferei, 1200— die Zugochſen zu 30 Fuder jeder. — Summa 4597 Fuder. 4 her: ſad, ud ung vorgege⸗ durch wae— der Naf ſice uder in Jäſ. 100 Stuch des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 83 Nichts iſt hierbei natuͤrlicher, als die Frage, woher dieſe Thiere ihre Nahrung erhalten ſollen, und dieſes fuͤhrt uns auf den 3) Viehbeſtand. Nach Eintheilung der Felder it in der ganzen Wirthſchaft der Viehbeſtand das Wichtigſte. Durch ihn kann ein Reicher auch die kehle rhafteſte Feldereinrichtung dur chfene en; indem er Futter kauft, oder maͤſtet. Davon kann aber hier die Rede nicht ſeyn; weil eine wohl eingerichtete Wirthſchaft ihre Erhal tung in ſich ſelbſt fuden muß. Nach dieſer richtigen Bemerkung faͤllt daher nun zwar das Futterkaufen, aber nicht das Maͤſten mit Koͤrnern weg, weil der Landwirth letztere ſelber erbaut. Von den beiden Haupt⸗Thierarten, von den Schafen und dem Rindvieh, werden wir unſere zeitherigen 7. häea in beſondern, ſie betreffenden, Artikeln hier beifuͤgen; gegenwaͤrtig wollen wir nur im Allgemeinen hier anfuͤhren, was wir 1 ihrer Fuͤtterung fuͤr nothwendig halten? Alſo: 1) die Ochſen bekommen vom 1ſten November bis 16ten Maͤrz das Gerſtenſtroh,(— vielleicht auch Oelkuchen,—) und das geringe Gekricce geſchroten zum Saufen.— ioſs Zeit enthaͤlt 135 Tage, und jeder Ochſe erhaͤlt taͤglich 2 Gebund. Acht Stuͤck werden aber auf die Abgaͤnge, die die Schafe uͤbrig laſſen, gerechnet; es ſind alſo eigentlich nur 46 Biüge mit Stroh zu fuͤttern, welche in der beſtimmten Zeit noͤthig haben wuͤrden, Summa 207 Schock. Wenn wir daher bei 58 Acker auf jeden e 1 Nach der beiſtehenden Berechnung iſt das Bedürfniß an Dünger: Rochsburg 845 Fuder Berthel lsdorf 1258— Helsdorf 455— 2 Mohsdorf, 1300— Summa 3858 Fuder.. Ich kann alſo beinahe alle 3 Jahr gleich ſtarke Düngung geben: wel⸗ cher große Gewinnſt! Anm. des Verf. Leider iſt nur die Düngerproduction der Ochſen hier zu hoch gerech⸗ net, und folglich die ganze übrige Rech nung in Rückſicht der Ochſen⸗ wirthſchaft nicht rich htig, weil, um die angegebene Quantität; Düngung zu erhalten, mehr Ochſen, und für dieſe mehreren Ochſen mehr Futter nöthig iſt: welches wir hier zwar bemerken, aber die Rechnung doch darnach nicht abändern wollen.— Anm. des Herausg, 6* 84 Wirthſchafts⸗Plane und Entwaͤrfe 5 Schock erbauen, und von dem Schocke 3 Mandeln ausdre⸗ ſchen, ſo betraͤgt dies 217 Schock*).— Wenn daher auch die Haͤckſelfuͤtterung bei den Schafen eingefuͤhrt wird, und mit— hin auf das, was ſie uͤbrig laſſen, bei der Ochſenfuͤtterung nicht weiter gerechnet werden kann; ſo duͤrfte Letztere doch gedeckt ſeyn, weil dann das Haͤckſelſchneiden auch hier eingefuͤhrt und dadurch das Futter vermehrt werden wuͤrde; indem man das Futter ſo— wohl durch Oelkuchen und anderes Angemengtes verbeſſern, als auch dadurch verhindern koͤnnte, daß die Ochſen nicht ſo viel Stroh in den Duͤnger werfen. Da die Erdaͤpfel-Cultur gegenwaͤrtig aufgehoben worden, ſo muͤſſen wir uns, nach geendigter Winterfuͤtterung, allein an Heu halten. Ein Ochſe bekommt davon taͤglich 15 Pfund. Dies wuͤrde jeden Tag betragen 7 Centner 3 Stein:— da aber die Ueberreſte des Futters den Schafen mit verfuͤttert werden, ſo wollen wir nur taͤglich 7 Centner rechnen. Dies betraͤgt vom 15ten Maͤrz bis 1ſten Junius, in 77 Tagen, Summa 539 Centner Heu. Die Zwiſchenzeit vom erſten bis zum zweiten Kleewuchs wollen wir auf 30 Tage in Anſchlag bringen. Dies wuͤrde betragen fuͤr 50 Ochſen,— jeden Tag 6 Centner 4 Stein, Summa 204 Centner. Bei der gegenwaͤrtigen Eintheilung der Felder aber haben wir auf dieſen letzten Artikel gar keine Ruͤckſicht zu nehmen; weil in dem Falle, daß der Klee fehlt, Erbſen verfuͤttert werden. Das Beduͤrfniß fuͤr die Ochſen iſt alſo 207 Schock Stroh, 539 Centner Heu. Die Fuͤtterung der Schafe hat mehrere Schwierigkeit. Wir muͤſ⸗ ſen auf die Winterfuͤtterung 212 Tage rechnen, naͤmlich vom 1ſten November bis mit 31ſten Mai. Wir haben 1100 Schafe *) Bei gegenwärtiger Düngung und Fruchtfolge können wir ohne Ueber⸗ treibung 6 Schock vom Scheffel Ausſaat als Ertrag annehmen; wenig⸗ ſtens für die Zukunft. Dann betrüge das Stroh Summa 261 Schock, f ndeln alädes n daher ai d, und mit⸗ krerung nich gedeck ſen, ind dadurch 3 Futter ſe⸗ eſſern, als icht ſo vi den worden allein a und. Dich maber die etden, ſo räͤgt vom uchs wellen nde betragen ühen wir auf well in dem 4 Vir miß amüch ven 100 Sch wit ohnele chwen, net des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 85⁵ zu verſorgen, von den jedes 4 Pfund Heu erhaͤlt*. Jeden Tag ſind alſo ungefaͤhr 40 Centner, und in 212 Tagen Summa 8480 Centner erforderlich. Rechnen wir nun vom Gemang 6 Schock auf den Acker, ſo betraͤgt dies von 58 Acker, indem wir, wie oben, 9 Centner das Schock anſchlagen, — Summa 3132 Centner. Den Wieſenertrag an Heu und Grummet rechnen wir bei der eingefuͤhrten Aſchenduͤngung auf Summa 1800 Centner. Die Erbſen ſollten doch vom Acker 5 Fuder, jedes zu 9 Centner, geben. Dies wuͤrde betragen Summa 2610 Centner. Nach dieſer Annahme wuͤrde der ganze Beſtand ſeyn: 3132 Centner Gemang, 1800— Heu und Grummet, 2610,— Erbſen. Summa 7542 Centner. 1 Wir hatten aber noͤthig 8480 Centner; es fehlen uns alſo Summa 938 Centner. Wir koͤnnen zur Ergaͤnzung Folgendes anfuͤhren: a) Die Hutung duͤrfte wohl bis 12ten November gerech⸗ net werden, und dieſe 12 Tage erſparten Summa 480 Centner. b) Das Viertel der Heerde fuͤr geltes Vieh gerechnet,— an 275 Stuͤck,— wird mit 34 Pfund fuͤr jedes taͤglich genug haben, und dieſe Erſparung macht Summa 264 Centner. *) Der angenommene Ertrag der Felder und Wieſen duͤrfte ſich eher vergroͤßern, als vermindern. d) Sollte dies der Fall nicht ſeyn, ſo duͤrften nur 100 Schafe weniger unterhalten werden, wodurch eine Erſparniß von 769 Centner gemacht wuͤrde.— Der dann fehlende Duͤn⸗ ger,— an 125 Fuder,— muͤßte durch 10 Maſtochſen erſetzt werden. *) Das nennt man füttern! Und doch iſt's kein Ueberfüttern,— wie mit Erdäpfeln, Körnern ꝛc. leicht geſchieht,— mit Heu jedoch gewiß niemals! Anm. des Herausg. 86 Wirthſchafts-Plane und Entwuͤrfe e) Die Haͤckſelfuͤtterung wird wahrſcheinlich noch mehr Futter erſparen, als angenommen worden. Wir werden ohnedies in dieſem 1807ten Jahre iſihen lernen, ob nicht uͤberhaupt 1000 Stuͤck Schafe zur Duͤngung hinreichen? Iſt dieſes der Fall, und das Futter iſt nicht hinrei⸗ chend, noch hundert Stuͤck mit Beſtand zu vermehren, ſo wuͤrde es thoͤricht ſeyn, ſich damit zu beſchweren, wenn nicht etwa die Tuchfabrik andere Verhaͤltniſſe giebt*). Alles, was wir hier anfuͤhren, iſt uͤberhaupt nur von hoͤch⸗ ſter Vollkommenheit der Wirthſchaft zu verſtehen! Hielten wir aber nur tauſend Schafe, ſo wuͤrde das Futter-Beduͤrfniß fuͤr ſie nur betragen Summa 7710 Centner, jedoch ohne Heu fuͤr die Laͤmmer**). Es iſt indeſſen hier ſchicklich, von Einrichtung des ſaͤmmtli⸗ chen Viehſtandes zu reden; alſo 1 1) von den Schafen. Nach meiner Einrichtung koͤmmt das Lamm im Januar zur Welt, und ernaͤhrt ſich von ſeiner Mutter bis 1ſten Februar. Von dieſem Tage an ſoll es nun, nach den fruͤher zwar ſchon angefuͤhrten, hier aber, der Vollſ ſtaͤndigkeit halber, noch⸗ mals zu wiederholenden, Berechnungen, erhalten a) an Heu im Februar ½ Pfund 14 Pfund im Maͤrz 2— 31— im April 2— 60— im Mai 2— 62— Summa 167 Pfund. — *) Da nämlich der Verkauf der Wolle, und das ſtete Schwanken der veilhiren dem Hrn. Grafen läſtig und unangenehm wurde, beſchloß „ ſeine Wolle ſelbſt zu Tüchern verarbeiten; zu laſſen, und legte 1808 6 Bert thelsdorf eine kleine Fabrik zuerſt von 6 St Stuhlen an, die nachher ſich weiter ausbreitete, aber im Gat nzen nicht glückte, wie anderwärts ſich zeigen wird. Anm. des Herausg. **) Das Sicherſte und Bequemſte dürfte wohl ſeyn; für jedes Schaf 200 Fütterungstage anzunehmen, d. i. vom 12ten Nov. bis 1ſten Jun., und in dieſer veit auf jedes Stück 7 Centner zu rechnen. Es iſt wahr, daß dabei eigentlich 30 Pfund fehlen an 4 Pfund täglich. Das iſt aber un⸗ bedeutend, und wird vor ndem Geltevieh übertragen. nuch mi ſſ te einſeh hen etwa die don hoch⸗ dielten wie urfn rfniß füͤr ſämmti⸗ ur Wel, uͤher war ber, noch des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 87 Vom Junius an bis mit October erhaͤlt es zwar Klee, der aber hier zu Heu angeſch agen wird, alſo taͤglich 3 Pfnund, Summa 527 Pfund. Vom November an bis mit Mai 4 Pfund, in 212 Tagen Summa 848 Pfund. Vom Junius an bis mit September, in 153 Tagen, jeden 4 Pfund, Summa 612 Pfd. Vom November bis Ende Mai, wo es geſchlachtet wird, taͤglich 4 Pfund; mithin in 212 Tagen Summa 848 Pfund; folglich in Summa 27 Centner 1 Stein 10 Pfund, oder an Gelde, den Centner Heu zu 16 Gr. angeſchlagen, Summa 18 Rthlr. Es erhaͤlt ferner:. b) an Hafer im Februar Maͤßchen 14 Maͤßchen im Maͤrz 1— 31— im April 2— 60— im Mai 2— 62— im Junius 2— 60— Summa 227 Maͤßchen. Das kaum verzehrt alſo ungefaͤhr an Hafer — Peniger Sippm., zu 16 Gr., betraͤgt 1 Rthlr. 16 Gr. Die ganze Ausgabe fuͤr ſeine Erhaltung duͤrfte daher ſeyn: 18 Rthlr.— Gr. fuͤr Heu, 1— 16— fuͤr Hafer. Summa 19 Rthlr. 16 Gr. Waͤrde das Schaf mit Erdaͤpfeln gefuͤttert, ſo wuͤrde ſich die Ausgabe vermehren, weil wir 4 Pfund Erdaͤpfel fuͤr 1 Pfund Heu rechnen*), und, nach der me hrjaͤhrigen Erfahrung, dem— ungeachtet noch trocknes Futter dabei zugeben muͤſſen. Wir muͤſſen aber in Erwaͤgung ziehen, daß die Fortſchritte der Schafzucht zeither beſonders dadurch behindert worden, daß die gruͤne Fuͤtterung keine Zunahme gewaͤhrt, und die Schafe vielmehr zuruͤckſetzt, beſonders ſobald man genoͤthigt iſt, ſie in der Naͤſſe zu geben. Man bringt daher immer die Schafe *) Dies iſt viel zu ungünſtig für die Kartoffeln, die dem Grafen aber jetzt einmal ſehr verhaßt waren. Anm. des Herausg. 88 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe ſchlechter in den Winter, als man ſie in den Sommer brachte. Dieſem abzuhelfen, ſcheint mir Schrotfuͤtterung mit Haͤckſel und Oelkuchen vermiſcht, das ſicherſte und zweckmaͤßigſte Mittel zu ſeyn. Wir wollen von den 153 Tagen der Sommelifuͤtterung 50 Tage annehmen, welche dieſe Unterſtuͤtzung erfordern, und fuͤr jedes Stuͤk 1 Maͤßchen rechnen. Dies wuͤrde betragen Summa 157 Scheffel 2 Sippmaaß Hafer. Dadurch werden in zwei Sommern die Unkoſten auf jedes Stuͤck mit 1 Rthlr. 8 Er. vermehrt. Sie betragen alſo nunmehr Summa Summarum 21 Rthlr. Die Einnahme duͤrfte dagegen ſeyn: 1½ Pfund Lammwolle, 3 ½— Jeaͤhrlingswolle, 4— Zeitſchafwolle. Summa 9 Pfund Wolle, zu 1 Rthlr. 13 Gr., an Gelde Summa 13 Rthlr. 21 Gr. In Anſehung des Fleiſches koͤnnen wir,— nach dem Muſter des Hammels des Hofpredigers, der gleiches Alter hatte, und als Buttling gekauft wurde„— annehmen 57 Pfund Fleiſch à 3 Gr. 7 Rthlr. 3 Gr. 18— Inſelt à 6 Gr. 4— 12— Summa 11 Rthlr. 15 Gr. Der Ertrag wuͤrde alſo ſeyn: 13 Rthlr. 21 Gr. Wolle, 11— 16— Fleiſch. Summa 25 Rthlr. 12 Gr. in zwei und einem halben Jahre, ohne die Duͤngung zu rechnen. Wir wuͤrden alſo an reinen Ertrag,— ohne die Duͤngung zu rechnen,— haben Summa 4 Rthlr. 12 Gr.*). Hierbei *) Man ſagt aber: das Pfund Inſelt koſte nur 2 Gr.— Es ſind alſo 1 Rthlr. 12 Gr. zu viel gerechnet, und die Einnahme an Fleiſch be— trägt daher nur Summa 10 Rth nur Summa 24 Rthlr., und Jahren Summa 3 Rthlr., ohn hlr. 3 Gr.; alſo die ganze Einnahme der Ueberſehuß der Einnahme in zwei e Dünger an 2 ¾ Fuder. Anm. des Verf. Uebrigens iſt hier auch kein Streuſtroh gerechnet. Anm. des Herausg. müſſen ayhr 8s fri oder d entra⸗ Jahr winnſt Stupg mel, Verech it*). 2750 Bedent Eruück dern e mal da werden 64 3 unde hen l koömme Dageg 4 Mo wird. lchſte Füter worde lſten donn erſpa n beoche dhäcktln und ſe MNirel. efünang Nan, und kletragen h werden 1 Rhhle. Muſter ne, wd techen. Dungung Hierbe Es ſind aln Fleſch ke ze Einnahnt tme in zut es Verf. Seral. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 89 muͤſſen wir freilich in Anſchlag bringen, daß das Mutterſchaf ein Jahr laͤnger gehen muß, und daß dieſes den Ertrag mindert. Es frißt naͤmlich in dieſem Jahre 13 Centner Heu zu 16 Gr., oder 8 Rthlr. 16 Gr. Da es nun durch Wolle à 4 Pfund nur eintraͤgt Summa 6 Rthlr. 4 Gr., ſo verliert man durch dieſes Jahr 2 Rthlr. 12 Gr. Es bleibt alſo hier nur ein reiner Ge⸗ winnſt von 2 Rthlr. Dagegen koͤmmt die Behuͤtung der Stoppeln und Wieſen im Herbſt als große Erſparniß in Anſchlag. Daß der Fleiſcher niemals 11 Rthlr. 15 Gr. fuͤr den Ham⸗ mel, noch weniger fuͤr das Schaf geben wird, veraͤndert die Berechnung nicht: da hier nur vom wahren Werthe die Rede iſt*). Letzterer wird auch noch beſonders durch den Duͤnger von 2750 Fuder in zwei Jahren erhoͤhet.— Wir koͤnnten ohne Bedenken den Werth dieſes Duͤngers an 14 Fuder fuͤr jedes Stuͤck zu 1 Rthlr. das Jahr anſchlagen. Dies duͤrfte den min— dern Preis, welchen der Fleiſcher bezahlt, wohl balanciren, zu— mal da die Unterhaltungskoſten durch die Hutung ſehr vermindert werden. Wenn das Schaf mit 18 Monaten zugelaſſen wird, ſo iſt es 3 Jahr 4 Monat alt, wenn man ſolches Ende Aprils verkauft, und es alſo, nachdem es ein Lamm gebracht, ein Jahr gelte ge— hen laͤßt. Wir rechnen naͤmlich, daß es im Januar zu Welt koͤmmt, zu Johannis folgenden Jahres aber zugelaſſen wird.— Dagegen iſt der Hammel, nach unſerer Annahme, 2 Jahr 4 Monat alt, wenn er naͤmlich gleichfalls Ende Aprils verkauft wird.— Dies iſt aber wegen der Leipziger Meſſe die ſchick— lichſte Zeit des Verkaufs, und wir erſparen dadurch die ganze Fuͤtterung des Monats Mai, welche doch in Anſchlag gebracht worden. Das Mutterſchaf koͤnnte auch,— nachdem das Lamm den 1ſten Mai abgeſetzt worden,— bis Michaelis fett gefuͤttert, dann geſchoren und verkauft werden, wodurch das Winterfutter erſpart wuͤrde. *) Auf den viel höhern Werth des Schafes als Zuchtvieh iſt dabei gar keine Rückſicht genommen, die Vermuthung alſo jedenfalls keineswegs zu hoch angeſchlagen worden. Anm. des Herausg. N 90 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Dieſes oͤftere Ausmerzen wuͤrde aber beſonders auch die Vollkommenheit der Rage bewieken, und jede Concurrenz bei— nahe unmoͤglich machen. Die zeitherige Wieſenbehuͤtung muͤßte im Frähjahr kuͤnftig durchaus wegfallen. Bei der gruͤnen Fuͤtterung,— wenn es unmöglich iſt, ſie ganz zu entbehren,— muͤßte doch allezeit ein genugſamer Vor⸗ rath von duͤrrem Futter vorhanden ſeyn, um ſich deſſen in naſſer Zeit zu bedienen. j Eine vollkommen gut eingerichtete Wirthſch aft muß allezeit auf ein ganzes Jahr Sutee e vorrath haben. Dies duͤrfte ungefaͤhr das Weſentliche der von mir fuͤr jetzt erdachten Schafh ra dun ſ che die von Andern in Vorſchlag gebrachte Stallfuͤtterung dieſer Thiere,— die aber vorher nie— mals realiſirt worden, ſtets in Wirk lichkeit ſetzt und erhaͤlt, und,— was ich ſe lbſt betdrffeſte,— einen reinen Ertrag da— bei gewaͤhrt. Wir gehen nunmehr zur 2) O dchſenwirthſchaft uͤber. Da nach meiner auf Erfahrung gegruͤndeten Ueberzeu⸗ gung es unmoͤglich iſt, Pferde mit Vortheil als Zugvieh zu hal— ten, und, ohne Ochſen oder Kuͤhe zur Feldbeſtell ung, die Wirth— ſchaft jemals zur Vollkommenheit zu bringen; ſo iſt es ſehr wich— tig, zu wiſſen, welche Methode, dieſe Thiere zu unterhalten, den meiſten Nutzen gewaͤhrt? Backwel's Methode nilchende Kuͤhe und geltes Vieh zur Haieſeln zu geb brauchen, iſt noch ein Problem; verdient aber die groͤßte Aufmerkſamkeit, ob ſie gleich erſt durch Verſuche berichtigt werden muß. Alſo handiim wir hier allein von Ochſen*) *) Hr. Engel führt in ſeiner v mit Körnern,— den Beweis, d aß auch die Aufziehung des Viehes, nach ſeiner Methode, ohne luſt geſchieht. In dieſer Vorausſetzung dürfte die Backwel'ſche Methode, mit der ſeinigen verbunden, die nützlichſte Art der Bewirthſchaftung ſeyn. Das Futter für die Ochſen und die Koſten ihrer Unterhaltung fielen weg; mit einem Worte, dieſe Einrichtung verdient die höchſte Aufmerkſamkeit. ortrefflichen Schrift,— über Maſtung 4 gaͤnge Erdaͤpf ſtungso ander! cnn 4 dgen ich ſe fen d bembe fothi Vahr gegen 4 ſen in naſer nuß allezet wir für jet Vorſchhog borher nie⸗ nd echaͤl, rtrag da⸗ Ucberzeu⸗ rieh zu ha⸗ „die Wiet⸗ di Wir 1 e ſchr wic⸗ Unte thale des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 91 Wir koͤnnen nun dieſe fuͤttern,— im Winter mit Stroh und im Sommer mit Klee ꝛc. Hierbei iſt auf Maſtung gar keine Ruͤckſicht genommen: denn bei dieſer Fi tterung bleiben ſie in ei— nem aͤrmlichen Zuſtande, wenn ſie naͤmlich dabei ihre Arbeit ver⸗ richten muͤſf en.— Die Duͤngung von jedem darf auch hier nicht hoͤher in Anſchlag gebracht werden, als zu 33 Fuder; wozu natuͤrlich die gruͤne Fuͤtterung das Meiſte beitragen muß, und wozu ſtarke Einſtreu gehoͤrt. Um dieſe Ochſen zu moͤſten, haben wir entweder die Ab— gaͤnge von Brandweinbrennerei und von Staͤrkenfabrik, oder Erdaͤpfel, Wurzelwerk und Koͤrner noͤthig. Jede dieſer Maͤ⸗ ſtungsarten kann fuͤr ſich betrieben, ſie koͤnnen aber auch mit ein⸗ ander vermiſcht werden. Es fragt ſich zuvoͤrderſt: ob ein Ochſe bei der Feldarbeit fett werden koͤnne? Wenn die Arbeit maͤßig, und der Ochſe dabei ſehr gut gefuͤttert wird, ſo duͤrfte die Frage zu bejahen ſeyn. Nach meiner Ueber⸗ zeugung wuͤrde aber wenigſtens noch einmal ſo viel Zeit, als bei eigentlicher Maſt, und doch noch 6 Wochen Ruhe dazu erforder⸗ lich ſeyn, um das Fettmachen hier ganz zu vollenden. Wir duͤr— fen daher wohl bei d der Arbeit vom 16ten Maͤrz bis 1ſten No⸗ vember noch 42 Tage Ruhe, mithin im Ganzen 272 Tage dazu noͤthig hehiar deesß Erdaͤpfel. Bei der vollen Ruhe, bei eigentlicher Maſt, werden hier, zu 100 Tagen, jeden Tag 4 Maaß erforderlich ſeyn, nebſt taͤglich 6 Pfund Heu.— Der Ochſe koſtet dann 57 Saͤcke Erdaͤpfel zu 142 Pfund, und ½ Centner Hen Wir rech nen den Sack zu 12 Gr., und das Heu zu 16 Gr. Es ſind alſo die Unkoſten an Gelde fuͤr Erdaͤpfel 28 Rthlr. 12 Gr. fuͤr Heu 3— 16— Summa 32 Rthlr. 4 Gr. Wahrſcheinlich duͤrfte ein ſolcher Ochſe mit 30 Rthlr. Vortheil gegen den Einkaufspreis anzubringen ſeyn; welches zwar 4 92 Wirthſchafts„Plane und Entwuͤrfe 2 Rthlr. 4 Gr. Verluſt giebt, der jedoch durch 12 Fuder Duͤn⸗ ger reichlich erſetzt wird.. Bei der Arbeit aber dieſe Faͤtterung den Ochſen zu geben, wuͤrde großen Verluſt verurſachen, wenn naͤmlich vorer— waͤhnte Zeit von 272 Tagen, oder auch nur Zweihundert Tagen, dazu erforderlich ſeyn ſollte: denn jeder Ochſe wuͤrde dann, auch im letztern Falle, koſten in Summa 64 Rthlr. 8 Gr. Wir wollen zwar davon abziehen, was er dafuͤr ſonſt an Klee gefreſ⸗ ſen haͤtte;— und nach dem oben angenommenen Maaßſtabe von 15 Pfund Heu taͤglich wuͤrde dies ungefaͤhr 27 Centner, oder an Gelde 18 Rthlr. betragen; allein wir muͤßten denn alſo doch 4 Centner uͤber den Einkaufspreis erhalten, um nichts ein— zubuͤßen, und dies duͤrfen wir vernuͤnftigerweiſe doch gar nicht annehmen. Bei b) Koͤrnern nehmen wir das Gewicht zum Maaßſtab der Fuͤtterung an; ob wir gleich gar wohl einſehen, daß ein Pfund Korn und Erbſen beſſer fuͤttert, als ein Pfund Hafer, wenn gleich letzterer,— zu gleichem Gewicht mit dem Korn verfuͤttert,— mehr Ge— maͤß dabei giebt.— Dieſes Verhaͤltniß iſt noch gar nicht be— ſtimmt, und daher die ganze gegenwaͤrtige Berechnung uͤber— haupt willkuͤhrlich. Um jedoch nur einigen Anhalt zu haben; ſo fuͤhren wir an, daß das Getreide hier folgendes Gewicht ge— habt hat: das Dresdner Maaß Korn 18 Pfund ——— Gerſte 14— ——— Hafer 12 ½— ——— Gemang 14—*). Wenn daher Hr. v. Engel 3 Metzen Hafer fuͤr einen Ochſen in 91 Tagen fuͤr hinreichend haͤlt; ſo giebt er ihm 1700 Pfund, *) Dies iſt wenig für Roggen und Gerſte: denn es kommen auf den Dresdn. Scheffel Roggen, der in der Regel 160 Pfund wiegt, nur 144 Pfund, und auf den Dresdn. Scheffel Gerſte, der 120 Pfund wiegt, nur 112 Pfund. Dagegen wiegt dort der Scheffel Hafer 102 Pfund, der eigentlich nur 90 Pfund wiegt. Anm. des Herausg. der ta gen R Din Diſn namüich tue hunder dogn de denn, at 8 Gr d. an Kle gern ſen Magßſt 27 Cenee ßten denn in im nichts en ch gar n ng an; ob und Etbſen ſehterer,— - mehr Ge⸗ gar nicht be⸗ chnung üüc⸗ zu haben, Gewicht ge inen Ochfen 7oo Tfun mmen auf e nd wicgt, n W pfund vi rfr 1c h Hetälch des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 93 oder taͤglich ungefaͤhr 19 Pfund. Wir wuͤrden alſo, in 100 Ta⸗ gen Ruhe, noͤthig haben: 3 an Korn 105 Maaß, oder 13 Scheffel 2 Metzen Dresdner Maaß, an Gerſte 135 Maaß, oder 17 Scheffel Dresdn. M. weniger 2 Metzen, an Hafer 152 Maaß, oder 19 Dresdn. Scheffel, an Heu fuͤr jeden Ochſen taͤglich 2 Pfund. Es wuͤrde mithin der Ochſe, bei Ruhe mit Koͤrnern gefuͤttert, ko⸗ ſten, ohne Stroh fuͤr Haͤckſel: bei Korn, den Scheffel zu 3 Rthlr. 39 Rthlr.— Gr. Heu 5 ½ Centner 3— 16— Summa 42 Rthlr. 16 Gr. Bei der Annahme von 30 Rthlr. uͤber den Einkaufspreis iſt alſo Einbuße 12 Rthlr. 16 Gr. Duͤnger duͤrfen wir nicht mehr rechnen, als bei den Erdaͤpfeln,— naͤmlich 12 Fuder. Bei Gerſte zu 2 Rthlr. 8 Gr. den Dresdn. Scheffel ge⸗ rechnet 39 Rthlr. 16 Gr. Heu 3— 16— Summa 43 Rthlr. 8 Gr. Einbuße 18 Rthlr. 8 Gr. An Hafer zu 2 Rthlr. 38 Rthlr.— Gr. Heu 3— 16— Summa 41 Rthlr. 16 Gr. Einbuße 11 Rthlr. 16 Gr.*) *) Dieſe Rechnung iſt nun aber in der That darum ganz unrichtig oder willkührlich, wie auch der Hr. Verf. ſelbſt geſteht, weil ſie keine Rück— ſicht auf das, wie er ſagt, ihm unbekannte, jedoch nothwendige, ver⸗ ſchiedene Verhältniß der Nahrhaftigkeit der verſchiedenen Getreidearten gegen einander nimmt. Man kann nun daſſelbe nach neuern Erfahrun⸗ gen ſo annehmen, daß in der Nahrhaftigkeit gleich ſtehen: 1 Pfund Roggen, 18 Pfund Hafer und 12. Pfund Gerſte, nach Block: folg⸗ lich gehen der Roggenfütterung zu Gute 2 Scheffel 3 Maaß, oder in Gelde? Rthlr. 3 Gr. 6 pf., und die Einbuße wäre nun 5 Rthlr. 12 Gr. 6 pf. Der Gerſtenfütterung aber giengen zu Gute 1 Scheffel 6 Maaß, oder in Gelde 4 Rthlr. 9 Gr., und die Einbuße iſt 7 Rthlr. 23 Gr. Anm. des Herausg. 94 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Dieſe Retnehſega bei der Arbeit beduͤrfen keiner Eroͤr⸗ terung, indem die Laͤnge der Zeit ſie ganz unwirthſcha ftlich macht. Ob Lirner bei der Kleefuͤtterung ſich bezahlen, daruͤber kann ich aus Mangel an Erfahrung nicht urtheilen. Die Ver⸗ ſuche kjüiſee hieruͤber entſcheiden, und die Wichtigkeit der Sache erfordert ſie. Bei der gewoͤhnlichen Fuͤtterung aber erhaͤlt der Ochſe taͤg⸗ lich 2 Gebund Stroh, welches in 135 Tagen betraͤgt Summa 4 ½ Schock Snaß zu 2Rthlr., macht an Gelde 9 Rthlr Wenn wir die Kleefuͤtterung zu Heu anſchlagen, naͤmlich fuͤr den Ochſen 15 Pfund taͤglich an Heu, ſo ſind in 230 2 Tagen 90 noͤthig Summa 32 Centner à 16 Gr., oder an Gelde Summa 7 — 21 Rthlr. 16 Gr. Es koſtet uns alſo der ganze Ochſe Summa Summarum 30 Rthlr. 16 Gr., welche er durch drei und dreißig Fuder Duͤnger,— wenigſtens in Beziehung ihres Werthes auf die Wirthſchaft,— bezahlt.. Dieſe Ueberſicht, den Viehſtand betreffend, wird hinrei— chend ſeyn, unſere kuͤnftigen Vorſchritte zu leiten. Dem Duͤn⸗ gerbeduͤrfniß muß jede andere Ruͤck ſicht weichen, deſ ohne ge— nugſamen Vorrath davon z Einrichtung laͤcherlich In die⸗ ſer Ruͤckſicht leiſten die Och reichlich alſo weit t mehr. als di eSchafe) Wenn daher bei ihrer Ma afrung auch wahre Einbuße iſt, ſo muß man ſie doch fortfuͤhren, ſo lange die Duͤngung der Feld er es er⸗ *) Freilich bei Annahme von 33 Fuder Dünger pro 1 O Wenn wir nun aber, nach den neuern Grundſätzen übe chſen in 1 Jahre! r lung des Futters in Dünger, die 4* Schock Stroh, ode 5 e Verwand⸗ im Gewicht n di . er Cen tner Heu, ha das Schock à 6 Centner 27 Centner circa, und die 32 Summa 59 Centner Futter, mit 235 multipl liciren, ſo erhalten wir nur 158 Centner Dünger, wo nur etwas über 3 Centner aufs Fuder kämen, wenn man ſie zu 33 Vaie rechnen ſollte, oder die alſo: nur à 10 C Centn. pro Fuder, circa 16 Fuder geben,— was auch viel richtiger iſt, als 33!— Nun iſt aber freil ich noch gar kein Streuſtroh Hgerechnet, und da das, was von dem Futterſtroh abfällt, unmöglich dazu hinreichen kann, ſo mögen anh noch 3 Si,g⸗ kk Streuſtroh, und von dieſem, mit 2 multiplicirt, noch 27 Centner Dünger gerechnet werden,— ſo macht Vis aber doch keinen großen eten hiebe indem es nur höch ſtens 19 Fu⸗ der à 10 Centn. nun ſind, die ein Ochſe geben kann. Anm. des Herausg. dungt ten ert Dageg ihre nen bol entweder da ucch geduld welche Pfen kiner Ei )). ſchaflle ih hm oh. hlen zn, dariber o enl. Nr⸗ keit der Gache ggen, namlt n 230 dnn — reiclich wied hiae⸗ 8 X” De„ 6 a Dow⸗ weil on o⸗ wel ohne he⸗ 9 ſ Len üner Hal, — des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 95 fordert.— Vielleicht koͤnnen wir durch Wurzel⸗ und Erd⸗ aͤpfelbau einſt dahin kommen, die 54 Arbeitsochſen vom 1ſten November an auf die Maſt zu ſtellen, und an ihrer Statt gleich andere einzukaufen, die das Stroh verzehren; oder vielleicht koͤn⸗ nen wir auch dieſes Maſtfutter auf Schafe verwenden, nachdem der mehrere Vortheil es beſtimmen wird. Fuͤr jetzt iſt die Einrichtung der Wirthſchaft vollendet; ihre af mehrere Vollkommenheit erforder de eweſerlch: 1) daß die Wieſen und Gaͤrten alle Jahre mit Aſche be⸗ duͤngt werden, und den woükommtenſ ten Abzug aller Feue bheide 3 ten erhalten, die beim Stehenbleiben ſie ſonſt verſauern wuͤrde Dagegen muͤſſen ſie uͤberall, wo es moͤglich iſt, gewaͤſſert, und ihre Graͤben ace e Se uͤhjahre und Herbſte gehoben werden. 2) Alle Felder muͤſſen durch Erdefahren verbeſſert und ih⸗ nen volkomemnee Abzug der Feuchtigkeiten verſchafft werden; entweder durch dieſes Erdefahren, oder in ſeltenen Faͤllen, wo dadurch den Feldern nicht geholfen werden kann, durch Anlegung tiefer ausgeſchar Vertiefungen in den Fel⸗ dern duͤrfen ſchlechterdings nicht iendnt werd den. 3) Keine Suhrgalle darf irgendwo in Feldern und Wieſen geduldet werden. 4) Zur Fruͤhjahrbeſtellung wird der verbeſſerte Geyer, zur Wiüteraehi dn und zu den Erdaͤpfeln aber der Haken gebraucht, welcher letztere dem Pfluge folgt, un nd 5) Zum Antreiben der Erdaͤpf, de lu fordert, welche dieſe Ruͤcken nicht ſo weit, als zeither, aus ein— ander ſetzen. 6) Die Oel⸗ und Mahlmuͤhle gehoͤren zu gegenwaͤrtiger Einrichtung weſentlich; theils wegen Verfuͤtterung der Oelkuchen, theils wegen 7) Anlegung der Brennerei, beſonders aber wegen der Körnerfütterung: uind deren S Schrotung. 8) Wü durch Verſuche im Kleinen der Werth von En⸗ gel's und B Zackwel's Methoden gepruͤft werden: und beſon⸗ ders iſt herzn 9) die Anſchaffung eines Stammes Tyroler Kuͤhe nothwen⸗ n rt; felter Waſſe erfurchen. c dig.— Wenn ich naͤmlich, wie bei den Ochſen, rechne, daß eine Kuh taͤglich 15 Pfund Heu verzehrt; und ferner daß ſie 96 Wirthſchafts-Plane und Entwuͤrfe ein Vierteljahr gelte ſteht, die dret uͤbrigen Vierteljahre aber jede Woche 1 ½ Kanne Butter giebt; endlich daß ſie im vierten Jahre zu 30 Rthlr. verkauft wird, und zuletzt daß ſie jaͤhrlich 20 Fu⸗ der Duͤnger giebt,— alles Annahmen, die ſich vertheidigen laſſen:— ſo wuͤrde dieſe Kuh koſten, fuͤr 50 Centner Heu à 16 Gr. Summa 33 Rthlr. 8 Gr. Sie wuͤrde dagegen einbringen: an Butter zu 10 Gr. die Kanne 24 Rthlr. 4 Gr. 20 Fuder Duͤnger zu 1 Rthlr. 20——— an Fleiſch in 4 Jahren 3 Mal getheilt 7— 12— Summa 51 Rthlr. 16 Gr.; mithin ein Ueberſchuß von 18 Rthlr. 8 Gr. Hiervon muͤſſen freilich die Unkoſten fuͤr das Aufziehen des jungen Viehes abgerechnet werden*). Dagegen iſt aber auch die Schweinezucht nicht gerechnet; ſo wie die Erſparniß an Futter, wenn die Kuh gelte ſteht.— Es iſt daher aͤußerſt wichtig, ei— nen Verſuch der Backwel'ſchen Methode zu machen, und ſol— che mit Engel's Methode zu verbinden.— Hoͤchſt wahr— ſcheinlich wird dieſe Wirthſchaftsart den Erdaͤpfelbau wieder ein— fuͤhren und rechtfertigen. 10) Die Felder, welche durch Erdefahren zu verbeſſern ſind, oder wegen ihrer Magerkeit brache liegen bleiben, werden am ſchicklichſten mit Heidekorn in dieſem Jahre beſaͤet werden, wenn der Same nicht zu koſtbar iſt, oder mit Spoͤrgel. 11) Der unſchaͤtzbare Einfall, fremdes Vieh in Stroh⸗ fuͤtterung zu nehmen, wird eben, wo moͤglich, mit 50 Stuͤck realiſirt. Der beſtaͤndige Futtermangel der Landleute laͤßt einen gluͤcklichen Fortgang hoffen, und der dadurch zu erlangende Duͤn— ger wird meine Feldwirthſchaft auf einmal heben. Die Ausgabe iſt leicht zu uͤberſehen, da ich auf jedes Stuͤck 1½ Gebund Stroh rechne. Die Hauptregel bei dieſer Methode iſt alſo: zuvoͤrderſt die benoͤthigte Quantitaͤt Stroh zu verſchaffen, ehe das Vieh an— genommen wird. *) Auch fehlt Streuſtroh, ſo in Ausgabe angeſchlagen werden muß, wenn der Dünger in Einnahme angeſchlagen wird. Anm, des Herausg. dage d Ko haig ſchent tigſte ſgen fernor V wird dif des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 97 38 dbr 12) Außer dem fremden Vieh bietet auch die Methode von weie zho Engel ein weites Feld der Verbeſſerung dar.— Wir wollen ſit A nur annehmen: die alte Kuh koſtete mager 25 Rthlr.— Gr. ih vaſeün ſie erhielte in 91 Tagen taͤglich 1 ½ Metze Hafer, macht— incl. 12 Metzen zum le. 8. Saufen— 15 Scheffel Dresdn. Maaß 26— 6— 3 ½ Centner Heu 2— 8— äjte 48 Summa 53 Rthlr. 14 Gr. Ausgabe. Dagegen habe ich wahrſcheinlich in 13 Wochen le 16 6. 21 Kanne Butter zu 10 Gr. 13 Rthlr. 13 Gr. Vortheil von der Maſt 15 Rthlr.— Jußiehen de Die Kuh wird alſo verkauft fuͤr 40——— ber auch d Summa 53 Rthlr. 13 Gr. ui Die Koſten fuͤr Wartung der Kuͤhe ſind freilich nicht gerechnet; ümenn einigen Erſatz aber wird die Schweinezucht geben, und wahr⸗ üt wih⸗ ſcheinlich der Duͤnger reiner Vortheil ſeyn. uwiaar Bei Erdaͤpfel⸗ und Kleefuͤtterung, mit Schrot verbunden, wird der Vortheil noch groͤßer ſeyn, und,— was das Wich⸗ zu berbeſeen tigſte iſt,— ſo haben wir an dieſen beiden Methoden einen kraͤf⸗ (den, wetdn tigen Ableiter fuͤr den Duͤngermangel; welcher letztere doch allen deſäet werde oͤkonomiſchen Speculationen ein Ende macht. rgel. 3 ir Erij⸗ 13) Eine anderweite Feldereintheilung, welche mit Recht t 50 Stich erwogen zu werden verdient, wuͤrde ſeyn: t lit inen 1) Ruͤbſen und Lein mit Klee, nende du⸗ 2) Klee, de Jasgu 3) Gemang mit Paſtinaken,. dund n 4,) Erdaͤpfel mit Erbſen oder Spoöͤrgel, Bhuund Strah * jede 5) Gemang mit Moͤhren, : zuvorden 6) Gerſte 1 das Vihc⸗ *) Indeß blieb es bei der früher angenommenen Feldeintheilung, die denn , nach den hier angehängten Tabellen A— D. auf den 4 Gütern einge⸗ dden mut, dnn führt werden ſollte. Der Herausg. MHirali Schoͤnburg. Wirthſch. II. 7 98 Tab. A. Rochsburg. Schäferei⸗ Unteres Ze⸗ Ochſenſtück ſtück, gro⸗, Galgenquie⸗ und das er Kraut⸗ Oberes Ir⸗ Hahnen⸗ re u. Spitze hendfeld 1 Stück an der 8 hendfeld buſch Stück am garten und hendſeld. h· am Teich. C. Pt Richter⸗ Hopfenland.„ Plans. wieſe. — Gemang] Rübſen Spordel und mit Lein Erbſen 3 . örgel d Kle. orn 1em Vie, alee Stbehet zudilte geungt gedüngt Wurzeln Rüben Rübſen G. 7 erſte Wicken 1808 Iat Klee Gemang mit Klee Korn gedüngt . Rübſen Gerſte Wicken Wicken it Lei 1809 mit Klee gedüngt Korn Klee gedüngt wunn Kler Korn Rübſen Gerſte Erbſen 6., Gerſte 1810 Klee oder er mit Lein Weitzen gedüngt gedüngt und Klee und Klee . 4 Rübſen 1811]Erbſen Gerſte mit Lein Korn Klee Klee gedüngt gedüngt und Klee Gemang Rübſen 1 mit. 1812 Korn mit Lein Klee Gerſle, Spörgel aduet und Klee 9 g oder g Wurzeln Gemang bf 1818 mit Rübſen 3 u. folg. 6 Klee Spörgel mit Lein Frbſen Korn Jahre gedung oder und Klee gedung Wurzeln NB. Der erneuerte Kleebau iſt hier angegangen: 1804—5 auf dem untern Zehendfelde, 1805— 6 auf dem Hahnenbuſch, 1806— 7 auf dem obern Zehendfelde. etes ze⸗ döſaſt ſieh u. und i Stück onh, üt an lütan Plane. Fici wißſe bſen üngt Kon —,— —,— Rühſen V mit Lein und Klee Vickn A gaüngt 99 Tab. B. Berthelsdorf. Nr. I. Nr. II. Nr. III. A. B. A. B. A. B. Seite nach Seite nach Seite nach Seite nach dem Gukel⸗ e itern dem Gukel⸗ Lzur nch dem Gukel⸗ „Nochsburg. berge. Mochäburg. berge. hebutg. berge. 1803— 4. 1804— 5. 1806— 7. 1805— 6. Rübſen 6 mit Spör⸗ Spörgel Geman 9 Gerſtegel oder oder. 1807 mit Klee, Erbſen Brache Heuderen lee Gemang oder gedüngt Seid Rüben Rübſen 1808 Klee Korn mit Dariih⸗ Gemang Erdäpfel Rüben gedüng gedüngt . Gemang— Erdäpfel 1809 Klee Gerſte und Klee Rübſen gedüngt Korn 2 Rübſen Erdäpfel(Gemang K Gerſte 1810 gedüngt Fnüt. Klee mit Klee drn gedüngt Gemang Erdäpfel Gerſte 1811 Korn mit Klee gedüngt Klee gedüngt Rübſen 2 Rübſen Gerſte Erdäpfel Geman lee K 1 t etnang 1812 gedüngt Klee orn gedüngt Ruven mit Klee 1813* ni. Erdäpfel Gerſte Gemang e le, Rübſen ꝛc. gedüngt gedüngt Korn mit Klee Klee c⸗ Erdäpfel Gemang Gerſte 1816 Erdäpfel gedüngt Klee und Kler Korn gedäingt Korn. Erdäpfel 4 Gerſte 6 1817 mit Klee] Korn gedüngt Klee gedüngt Rübſen 1 n 8l 101 Tab. C. Mohsdorf. Nr. I. V Nr. II. Nr. III. A. B. A. B. A. B. Die Hälfte Die Hälfte Die Burg⸗ Die Müh⸗ Die 3 urg⸗ Die Müh⸗ nach nach ſtädter ſtädter 8 3— lenſeite.— lenſeite. Rochsburg. Taura. Seite. Seite. 1807 Gemang ehraden Klee Brache Gekalkt Gedüngt Rübſen — nachher 1808 Eriſen Klee Gemang gedüngt Korn Gerſte gedüng mit Klee zu Futter Rübſen Gemang 1809 Korn Wicken Gerſte mit und Klee Klee Rüben gedüngt Gerſte, Korn Rübſen Kennah Klee Wicken „. Gemang Mai k. 1811 mit Gerſte und Klac Klee Wicken Korn Gemang; 1812 und Klee Rübſen Klee Wicken Korn ¹ 1813] Klee Seman Wicken Korn Gerſte Rübſen 15 10³ NB. Der erneuerte Kleebau iſt vor dem auf Nr. I. B.„ 1805—6 Nr. I. A.„ Tab. D. Helsdor f. Nr. I. Nr. II. Nr. III. A. B. A. ſ, B. A. B. Seite nach Seite nach Seite nach Seite nach Seite nach Leiit aut Rochsburg. Cursdorf. den Gütern. den Teichen. Rochsburg. und Forſt. Rübſen, Gerſ K p. nachher erſte orn 1807 Gemang Erbſen Gemang gedüngt gekalkt Klee mit Klee 6 365 Rübſen Berſte Fütte⸗ mit 1808 gedüngt rung Klee Rüben, Korn Gemang mit Klee nachher Rübſen . Sommer⸗ Wicken 1 Gerſte und gedüngt 1810 Snmete Wicken Gerſte Klee Rübſen Korn mit Klee gedüngt gedüngt ꝛc. 1811 Klee Koru Rübſen Wicken Sewa⸗ Gerſte ꝛc. gedüngt mit Klee gedüngt Wicken Gonmer⸗ Rübſen 1812 3 Gerſte weitzen Korn Klee gedüngt mit Klee 1. 1813 3 Sommer⸗ u. folg.] Korn Rütſes Klee Geiſte⸗ Wicken weitzen Jahre 2 g g mit Klee Jahre 1807 geweſen: 1804—5 1806— 7 auf Nr. III. B. oder wet des ſaat nür ner E 105 Anmerkungen zu der Feldeintheilungs⸗Tabelle von Ber⸗ thels dorf. 1) Die Brandweinbrennerei kann erſt 1808 angelegt wer⸗ den.— Indeſen ſollen die Tyroler Kuͤhe den fehlenden Duͤnger fuͤr das neue Land geben. 2) Das neue Land wird in dem Jahre 1807 vollſtaͤndig zubereitet; im folgenden Jahre 1808 geduͤngt und mit Erd⸗ aͤpfeln belegt, und dann,— entweder noch einmal geduͤngt, oder nach Beſchaffenheit der Umſtaͤnde,— ohne neuen Diinger eingeartet. 3) Wenn Brandwein-Verbote eintreten, ſo muß die glei⸗ che Anzahl von Vieh gleich lange Zeit mit Erdaͤpfeln, Hafer ꝛc. gemaͤſtet werden, damit keine Verminderung der Duͤngung ent⸗ ſtehe. 4) Der vorhandene Teichſchlamm, und der noch zu er⸗ werbende, wird zur Verbeſſerung der Wieſen und des neuen Fel— des angewendet. 5) Auf den magern Feldern, wo zu befuͤrchten, daß die Erbſen nicht gedeihen werden, muß die Duͤngung vor ihrer Ein⸗ ſaat aufgefahren werden,— ſo wie dies uͤberhaupt, wenn es nur einigermaaßen moͤglich,— ſehr nuͤtzlich ſeyn wird. 6) Der Kleebau iſt vor dieſem Jahre geweſen,— nach ſei— ner Erneuerung: 1803— 1804 Nr. I. B. 1804— 1805— II. B. 1805— 1806— III. B. 1806— 1807— III. A. 8 106 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Anmerkungen zu der Feldeintheilungs⸗Tabelle von Mohsdorf. 1) Die Art Nr. I. hat vor fuͤnf Jahren,— von dem Jahre 1803 an gerechnet,— Klee getragen. Die Art Nr. II. vor vier Jahren, und die Art Nr. III. vor drei Jahren. 2) Wenn es unmoͤglich ſeyn ſollte, dieſes Jahr 1807 den ſechsten Theil mit Ruͤbſen zu beſtellen; ſo duͤrfte nur ſo weit geſaͤet werden, als die Duͤngung reicht, und der Reſt wuͤrde im Fruͤhjahr geduͤngt und mit Gerſte und Klee beſaͤet. 3) Der erneuerte Kleebau iſt vor dieſem Jahre geweſen: 1805— 1806 Nr. I. A. 1806— 1807— II. A. 1807— 1808— I. B. nutz dern ſtück und dkone daß entwe fil di 1 vitthſe namac und ded Mit galle ſerun und acht desh Quel kend ren Rohsdorf — don di e Art N.l ren. dr 1807 de nur ſo wit eſt wuͤnde m geweſen. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 107 VI. Fuͤrs Jahr 1808. Da die Landwirthſchaft ein Gewerbe iſt, das ſich auf Be⸗ nutzung der Grundſtuͤcke bezieht, ſo koͤnnen wir dabei keinen an— dern Endzweck haben, als den hoͤchſten Ertrag aus dieſen Grund⸗ ſtuͤkken zu ziehen,— mit vernuͤnftiger Ruͤckſicht auf Erhaltung und Vermehrung ihrer innern Guͤte*). Von dieſem Grundſatze muͤſſen wir bei Beurtheilung aller oͤkonomiſchen Operationen ausgehen. Es iſt alſo nothwendig, daß ſie an ſich moͤglichſt nuͤtzlich fuͤr den Beſitzer ſind; dabei aber entweder den Boden verbeſſern, oder doch wenigſtens ſeine Guͤte fuͤr die Zukunft nicht vermindern. Die Beſchaffenheit meiner Grundſtuͤcke, als ich deren Be⸗ wirthſchaftung uͤbernahm, war ſo, wie ſie gewoͤhnlich immer iſt, naͤmlich ein magerer Boden, reich an allen Arten von Unkraut, und ohne gehoͤrigen Waſſer-Abzug: d. h. die Feldraͤnder, und die Enden der Beete waren zu hoch, und es befanden ſich in der Mitte der Felder ſelbſt viele Vertiefungen und nicht wenig Suhr⸗ gallen. Es kann aber in der Landwirthſchaft keine gruͤndliche Verbeſ⸗ ſerung eher Statt finden, bis dergleichen Hinderniſſe weggeraͤumt, und beſonders dem Waſſeer ein freier Abzug verſchafft worden. Es iſt daher das erſte Erforderniß zur vollkommenen Ein⸗ richtung der Landwirthſchaft, die Felder ]) trocken zu legen. Deshalb muͤſſen Suhrgallen durch Leute, welche den Gang der Quellen verſtehen, aufgeſucht, und ihr unter der Erde zu bewir⸗ kender Abzug entweder mit Steinen ausgeſetzt, oder durch Roͤh— ren von Thon fortgefuͤhrt werden. Eben ſolche Abzuͤge,— von Holz, Stroh ꝛc.,— zur Ab— fuͤhrung der ſtehen bleibenden Feuchtigkeiten in den Feldern anzu— wenden, wuͤrde viele Arbeit und Koſten verurſachen, die betraͤcht⸗ *) und einem zweckmaßigen Koſtenaufwande,— ſetzen wir hinzu. Anm. des Herausg. 2 108 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe licher ſind, als neuere oͤkonomiſche Schriftſteller uns glauben ma⸗ chen. Auch wuͤrden alle Muͤhe und alle Koſten in meinem Boden deshalb hier vergebens ſeyn, weil dergleichen Abzuͤge ſich hier bald verſetzen, und bei deſſen thoniger Beſchaffenheit kein Waſſer un⸗ terwaͤrts durchlaſſen wuͤrden. Wir kennen nur zwei Mittel, die Felder vor ſtehen bleiben⸗ den Feuchtigkeiten zu ſichern, oder,— was einerlei iſt,— ſie trocken zu legen, das Erdefahren und die Waſſerfur— chen. Wir bewirken naͤmlich — 1) dieſes Trockenlegen entweder dadurch, daß wir die ein— zelnen Erhoͤhungen, die ſich in den Feldern befinden, abgraben, und die Vertiefungen ausfuͤllen, oder unſer Augenmerk uͤberhaupt dahin richten, daß die Mitte der Felder,— wenn naͤmlich Letz⸗ tere auf beiden Seiten Abzug haben,— oder daß nur der oberſte Theil, wenn der Abzug nur auf einer Seite Statt hat, erhoͤht, das Ende der Felder aber, ſoviel nur moͤglich, erniedrigt wer⸗ de,— um den Fall des Waſſers, oder deſſen Abfluß, ſo ſehr wir koͤnnen, zu erleichtern. Dieſer Endzweck muß allezeit bei dem, zu dieſem Be⸗ hufe vorzunehmenden, Erdefahren zum Grunde lie⸗ gen, und wir muͤſſen ferner uns dabei beſtreben, dieſen Waſſer⸗ Abfall, beſonders durch Richtung der Beete, ſo gemaͤßigt zu ordnen, daß wir kein Ausreißen der Furchen und kein Ver— ſchlaͤmmen zu befuͤrchten haben.— Wenn naͤmlich die Beete ſehr lang ſind, oder an einem Berge nach deſſen Laͤnge angelegt worden,— welcher Fehler nicht immer zu vermeiden iſt,— ſo wird dieſer Unfall gewoͤhnlich eintreten. Man vermeidet ihn aber moͤglichſt dadurch, daß man die zu langen und zu ſteilen Beete mit Waſſerfurchen durchſchneidet. 2) Dieſe Waſſerfurchen ſind nun das zweite Mittel zum Trockenlegen der Felder. Sie erſparen die großen Koſten des Erdefahrens, und machen vielleicht Letzteres ganz unnoͤthig, die Faͤlle ausgenommen, wenn a) Feldraͤnder, Wege ꝛc. zur Verbeſſerung des Bodens, oder zu dem Endzweck aufgefahren werden, daß dieſe abgegrabe— nen Raͤnder oder Wege niedriger, als das Feld zu ſtehen kom— men, wodurch freilich der Waſſer-⸗Abfall ungemein befoͤrdert wird. bej de berſch Ender zer auf hon 1 ü8 hier 4 Waſer n⸗ hen leiben⸗ ſt,— ſe aſſerfur⸗ wir die ir abgra, uͤberhant mlich leß⸗ er oberſte erhiht igt wer⸗ iuß, 1 ſem Be⸗ runde lie⸗ e Waſer⸗ gemäßig kein Ver⸗ die Beete eangelegt ,— ſo ihn aber Beete mit te Mittel en Koſten unnüthig s Bodend gexrrie chen kow⸗ beförder des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 1⁰9 b) wenn ganz flach liegende Felder vorhanden ſind, bei denen Waſſerfurchen,— weil man ihnen ſelbſt keinen Abzug verſchaffen kann,— wenig Wirkung thun; und man daher die Enden der Felder abgraben muß, um die Mitte derſelben dadurch zu erhoͤhen. c) wenn die Vertiefungen einen Keſſel bilden, welcher auf allen Seiten Erhoͤhungen hat. Die Anlegung von Waſſerfurchen erfordert aber viel Auf⸗ merkſamkeit. Es ſammelt ſich in ihnen natuͤrlich mehr Waſſer, als in den gemeinen Furchen; ſie muͤſſen alſo 1) nur einen maͤßigen Abfall erhalten, ſonſt reißt das Waſſer tiefe Furchen; 2) muß man nicht zu viel Waſſer hineinleiten, und daher mehrere Waſſerfurchen anlegen, welche die gemeinen Beete nur in kleinen Zwiſchenraͤumen durchſchneiden.— Es iſt weſentlich nothwendig, daß dies geſchehe; und man kann in dieſer Ruͤck— ſicht mit Recht ſagen, daß viele Waſſerfurchen nuͤtzlich, wenige aber ſchaͤdlich ſind. 3) die Waſſerfurchen muͤſſen doppelt geackert und tief aus— geſchaufelt werden, weil ſie ſich außerdem ſehr bald durch den zugefuͤhrten Schlamm verſetzen.— Geſchieht nun dieſes Letz⸗ tere, ſo werden ſie ſehr ſchaͤdlich, indem der ganze Abfluß des Waſſers durch ihre Verſtopfung verhindert wird. Behandelt man aber die Waſſerfurchen auf vorerwaͤhnte Art; legt man ſie der Feldlage gemaͤß an; bffnet und verſchließt man die gemeinen Furchen nach dem Waſfrfall,— welcher oft erfordert, daß beide Seiten der gemeinen Beete geoͤffnet werden, zumal wenn die Waſſerfurche durch eine Vertiefung des Feldes geht:— ſo wird der Endzweck,— das Land trocken zu legen,— gewiß erreicht. Waſſerfurchen erſparen nicht nur die großen Koſten des Er— defahrens, ſondern haben auch den Nachtheil nicht, welchen Letz— teres dadurch verurſacht, daß die abgegrabenen Stellen,— al— ler Duͤngung ungeachtet,— einige Jahre kuͤmmerliche Fruͤchte tragen. Uebrigens verſteht ſich von ſelbſt, daß das Erdefahren au⸗ ßer den angefuͤhrten Faͤllen allezeit nuͤtzlich iſt, wenn man die 110 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Felder nur mit guter Erde uͤberfahren kann, die man nicht noͤthig hat, vom Felde ſelbſt abzugraben. Bei meinen gegenwaͤrtigen Grundſtuͤcken ſind in in Anſeung des Trockenlegens, beſonders folgende Punkte zu beoachten: a) In Rochsburg iſt 1) das untere Zehendfeld, deſſen gut angelegte Waſſerfurchen nur mit Sorgfalt ferner zu unterhalten ſind; 2) das obere Zehendfeld, wo der Rand am Holze, und einige Vertiefungen zu verbeſſern⸗ oder Waſſerfurchen daſelbſt anzulegen ſind; 3) der Haßnenbuſch, wo ſich an der Seite nach der Lun⸗ zenauer Straße,— am langen Grunde, und am obern Pe⸗ niger Wege,— Vertiefungen befinden, welche letztere, als ein Keſſel, nothwendig mit Erde ausgefuͤllt werden muͤſſen; 4) das Ochſenſtuͤck hat Waſſerfurchen, welche aber, der Flaͤchenlage wegen, nicht genugſam wirken, und die auch ver⸗ mehrt werden muͤſſen, um nicht zu viel Waſſer zu ſammeln. b) In Berthelsdorf hat Nr. I. A. beim Birnbaume ſchaͤdliche Vertiefungen. Es kann ihnen aber durch Waſſerfurchen abgeholfen werden. Nr. II. B. hat am Gukelberge eine Suhrgalle und mehrere Vertiefungen im Felde, um derentwillen der Queerweg abgegra⸗ ben und ins Feld geſchafft werden muß. Demungeachtet behaͤlt letzteres Waſſerfurchen, beſonders auf der Spitze, wo neues Land gemacht worden. 4 Nr. II. B. hat auf Wiesners Gute eine Suhrgalle und einige Vertiefungen auf den langen Stuͤcken am Bruͤckengraben ꝛc., wo Waſſerfurchen oder das Erdefahren noͤthig ſind. Nr. III. A. hat eine Suhrgalle und Vertiefungen.— Wir muͤſſen auch hierher Wiesners Garten rechnen, weil er Verbeſſerungen noͤthig hat. c) In Mohsdorf ſind bei Nr. I. A. Vertiefungen, welche aber durch Waſſerfur⸗ chen abgezogen werden koͤnnen. Nr. II. A. und B. haben große Verbeſſerungen noͤthig; des⸗ gleichen . in Aneehu achten: in Jaſerfuugen dolze und cen deſtſ ſch der lu⸗ obern e⸗ e, aſs ein ber, der auch ber⸗ Kln. ngen. Ez en. ind wehrere dg abgegra tet beyaͤl wo neues ggalle und graben d., ngen.— , well i Paſerjur uthig; de des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 111 Nr. III. A., welches jedoch ſchon groͤßtentheils gut ange⸗ legte Waſſerfurchen erhalten hat. 3 d) Helsdorf hat auch uͤberall Raͤnder, welche abgegraben, und Vertiefungen, welche ausgefuͤllt werden muͤſſen, wenn dieſe Grundſtuͤcke nicht als Wieſen behandelt werden. Auch iſt an Muͤllers Grenze noch eine Suhrgalle abzugraben, und die auf Kirchbergers Gute ut verbeſſert werden. II. 1) Wir wiſſen, daß die Landwirthſchaft ſich vorzuͤglich ſtuͤtzt auf zweckmaͤßigen Fruchtwechſel, auf reichliche Duͤngung, und auf gute Bearbeitung des Landes. Niemand wird mit Grunde laͤugnen, daß bei einer wohl uͤber⸗ legten Fruchtfolge, wenn ſie auch die von Vielen ſo noͤthig erach⸗ tete Brache verwirft, und die Felder beſtaͤndig tragen laͤßt,— eine fortſchreitende Verbeſſerung der Grundſtuͤcke bewirkt, und Letztere nach und nach zu einem hohen Ertrage gebracht werden koͤnnen. Allein der Gang dieſer Verfahrungsart wird immer ſehr langſam ſeyn, und es gehoͤrt dazu viel Duͤnger!*). *) Wohl iſt zu dieſem Verfahren vor Allem eine große Menge Dünger nöthig, ohne welchen die Abſchaffung der Brache bald eintretende üble Folgen haben würde.— Die Quantität des nöthigen Düngers beruht auf der Menge des Viehes, welches wir mit Beſtand unterhalten kön⸗ nen. Unſer erſtes Beſtreben, wenn wir die Anzahl der zu dieſem End⸗ zweck nöthigen Individuen ausgemittelt haben, muß daher darauf ge⸗ richtet ſeyn, das nöthige Futter, welches zur reichlichen unterhal⸗ tung derſelben erforderlich iſt, zu erbauen.— Wo nun Gelegenheit iſt, mit Vortheil zu mäſten, da ſind alle Fortſchritte leichter, und Jeder, der Vorſchuß leiſten kann, iſt im Stande, ſeine Wirthſchaft auf einmal zu heben. Dieſe günſtigen Verhältniſſe aber ſind hier nicht vorhanden. Ich habe dieſen Weg ein einziges Mal ſelbſt eingeſchlagen, mich aber völlig überzeugt, daß die Einbuße zu beträchtlich, und die Gefahr zu groß iſt. Beide entſtehen durch den zu theuern Einkauf,— die magern Ochſen haben oft beinahe den Preis der fetten,— und durch die Menge und den niedrigen Preis, zu dem die Pohlen hier ihre Ochſen verkaufen. Indeſſen iſt der Gegenſtand zu wichtig, um nicht die zeitherigen Beobachtungen hier aufzuführen. 112 Wirthſchafts⸗-Plane und Entwuͤrfe Leider! iſt Schafhaltung nicht im Stande, den benoͤthig⸗ ten Duͤnger,— um die Felder vollkommen tragbar zu ma— chen,— herbeizuſchaffen. Da aber alle Bemuͤhungen ohne genugſame Duͤngung ganz vergeblich ſind; ſo muͤſſen wir zuvoͤr⸗ derſt ausmitteln, wie wir uns am Vortheilhafteſten damit ver⸗ ſehen koͤnnen. Das Hornvieh iſt allein dazu geſchickt; und wir haben nur zwei Wege, die benoͤthigte Anzahl davon zu unterhal⸗ ten. Wir muͤſſen naͤmlich entweder Ochſen maͤſten, oder Kuͤhe unterhalten. Wir wollen zuvoͤrderſt 3 1) die Maſtung ganz unparteiiſch beurtheilen, und dann eben ſo mit der Kuhhal⸗ tung verfahren: beides aus dem Geſichtspunkte unſerer Verhaͤlt⸗ niſſe. Zur Vollendung der Maſt eines Ochſen iſt, nach zeitheri⸗ ger Erfahrung, ein halbes Jahr oder 182 Tage als erforderlich angenommen worden; ob er gleich in dieſer Zeit in der That doch noch nicht vollkommen ausgemaͤſtet wird, wenn er auch ſelbſt von Schrot ſo viel erhaͤlt, als er nur verzehren mag. Wenigſtens iſt dieſes bei den vogtlaͤndiſchen Ochſen, die ich gegenwaͤrtig auf⸗ geſtellt habe, der Fall. Es iſt aber ungemein wahrſcheinlich, daß das Futter, welches uͤber die halbjaͤhrige Zeit verfuͤttert wird, ſich am Beſten bezahlen duͤrfte, weil der Ochſe am Wenig⸗ ſten verzehrt und doch am Beſten zunimmt, je laͤnger er gemaͤſtet wird: daher denn auch die Maſt ohne Gefahr uͤber ein halbes Jahr hinaus fortgeſetzt werden kann. Der Ochſe erhaͤlt dabei taͤglich an Gerſte 1 Dresdner Maaß, Korn und 19 Erbſen 3 1 7 Metz, Hafer 8 Metzen, Erdaͤpfel 4 Maaß. Er braucht daher in 182 Tagen an Korn 137 Maaß, oder 9 Scheffel 3 Sippm. 1 Metze Peniger Maaß, oder 17 Scheffel 2 Metzen Dresdner Maaß; an Gerſte 182 Maaß, oder 13 Scheffel Peniger Maaß, oder 22 Scheffel 3 Viertel Dresdn. Maaß; E iſ deu e Wir d zu 40 mäͤſte G der Ke — hlchend Nere Schöndur 1 den benütig ghar au nar hungen o en wit znde damit e ; und yi zu unterſ oder g er Kuhhal * Verhaͤle zeither⸗ orderlich zot doch lbſt von nigſtens rig auf⸗ ſcheinlich, erfüttert 1 Wenig⸗ gemäſtet in halbes des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 1183 an Hafer 546 Metze, oder 19 Scheffel 2 Sippmaaß Peniger Maaß, oder 34 Schfl. 2 Metzen Dresdn. Maaß; an Er daͤpfeln Summa 104 Saͤcke. Es iſt ferner noͤthig, daß der Maſtochſe taͤglich wenigſtens 6 Pfd Heu erhalte. Dies betraͤgt in 182 Tagen fuͤr jeden ungefaͤhr 10 Centner Heu zu 12 Gr., oder an Gelde Summa 6 Rthlr. 16 Gr.*). Wir duͤrfen nun den voigtlaͤndiſchen Landochſen,— welchen wir zu 40 Rthlr. Einkauf rechnen,— nachdem er 26 Wochen ge⸗ maͤſtet worden, hoͤchſtens anſchlagen zu Einhundert Thaler. Nach Abzug der Auslage bleiben uns alſo zur Bezahlung der Koͤrner oder Erdaͤpfel uͤbrig Summa 53 Rthlr. 8 Gr., welche den Scheffel bezahlen von Korn Peniger Maaß 5 Rthlr. 16 Gr. Dresdner Maaß 3— 3— Gerſte Peniger Maaß 4 Rthlr. 2 Gr. 6 pf. Dresdner Maaß 2— 8——— Hafer Peniger Maaß 2 Rthlr. 16 Gr. Dresdner Maß 1— 13— Erdaͤpfel der Sack ungefaͤhr 12 Gr. 3 ½ pf.*). *) Wenn die Maſt gedeihen ſoll, ſo müſſen nothwendig Oelkuchen zur Tränke gegeben werden, und das Schrotfutter muß damit eingeſprengt werden. **) Dieſe Rechnung müſſen wir berichtigen, da ſie den Preis des Ochſen zu hoch anſchlägt. Wir können nämlich den gewöhnlichen Maſtochſen bei halbjähriger Fütterung durchaus nicht auf hundert Thaler anſchla⸗ gen, weil der Fleiſcher ihn zu dieſem Preiſe nicht kaufen kann. Es wird ſogar ſchwer halten, ihn zu 90 Rthlr. im Durchſchnitt anzubringen. Dann kömmt der Scheffel Korn, Peniger Maaß, auf 4 Rthlr.— Die Unterhaltung der Leute zur Maſt iſt noch für ſich. Dieſe Art der Ma⸗ ſtung kömmt alſo in gar keine Betrachtung gegen eine Brandtweinbren⸗ nerei, wo der Brandtwein ſelbſt ſchon Ueberſchuß giebt und die ganze Schoͤnburg, Wirthſch. II. 8 114 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Wenn wir nun unſere Erndte nur zum fuͤnften Korn an⸗ ſchlagen, ſo koͤnnen wir durch Korn 28 Ochſen und durch Gerſte 21 Stuͤck maͤſten; folglich auf 50 Stuͤck zur Duͤngung Rech⸗ nung machen. Die Berechnung, die wir hier gemacht haben, hat zwar kleine, aber unbedeutende Unrichtigkeiten; und obgleich der Ein⸗ wand, daß nicht immer 100 Rthlr. fuͤr den Ochſen zu erhalten ſeyn duͤrften, viel wichtiger und ſehr wahr iſt; ſo koͤmmt doch der Maſtung zu Statten, 1) daß der Ochſe das ihm zugetheilte Futter nicht ganz ver— zehrt; 2) die Duͤngung. Wenn aber auch die Maſt im Durchſchnitt das Getreide nicht hoͤ⸗ her bezahlte, als der folgende Anſchlag beſagt, ſo wuͤrde doch die Duͤngung einen großen Gewinnſt geben. Allein die zeitherige Erfahrung, und die Ausſicht, daß das polniſche Vieh den Preis des hieſigen Maſtviehes betraͤchtlich ver⸗ mindern wird, laͤßt uns dieſe Methode doch als gefaͤhrlich an⸗ ſehen. Ohne wohlfeile Preiſe zu machen, iſt an Verkauf durch eigenes Schlachten nicht zu denken, und wie geneigt ſind nicht die Fleiſcher, ſich mit einander zu verſtehen,— um ganz unter den Werth zu bezahlen. Ferner wird das Brandtweinbrennen vie⸗ les Vieh liefern; und endlich iſt das Capital, welches auf eine zweckmaͤßige Maſt verwendet werden muß, ſo gar ſehr bedeu⸗ tend.. Maſt frei läßt. Indeſſen dürfte doch der Elb⸗Ochſe, welcher ſich viel beſſer füttert, als der voigtländiſche, von dem hier die Rede iſt, das angeführte Futter nicht ganz verzehren, auch in kürzerer Zeit fett werden, ſo daß er den niedrigſten Preis des Korns für den Peniger Scheffel, nämlich zu 4 Rthlr., und das übrige Futter gleichfalls zum niedrigſten Preiſe,— wenn man auf den Verkauf mit Sicherheit rech⸗ nen könnte,— wohl bezahlen dürfte. Dieſer Verkauf iſt nur aber eben ſehr unſicher, und die längere Zeit, während welcher man dieſe Thiere unterhalten muß, bringt eben die größte Gefahr. Die Auslage iſt ferner ſehr groß, und außer den polniſchen Ochſen iſt auch noch die Concurrenz der von Brandwein⸗ Spühlig gemäſteten zu fürchten. 1 iier f maſtur am S dieſe Jahr Abzu ſo bel künfti dazu! durch 3 plen, 2 hächan ſen, Sah 4ls n uf; Penn bftin ſlõ 0 Komn i⸗ urch Gern ung Reg⸗ hot e d der ei⸗ alten ig aſtun a ganz ver icht ho⸗ de doch daß das üch ver⸗ rlch a⸗ uf durch ind nicht n unter men vie⸗ zuf eine bedeu⸗ lcher ſic Rade iſ, Zeit fit Perige ffalls zur rheit ut⸗ nur dhr mar diſ ie Vhhle hna en. 7 des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 115 Wir wollen jedoch fortfahren, die uͤbrigen Erforderniſſe einer fuͤr unſere Verhaͤltniſſe moͤglichſt gut eingerichteten Ochſen⸗ maſtung aufzufuͤhren. Alſo 1) ihre Vollendung muß in Zeiten fallen, wo fettes Vieh am Seltenſten iſt, naͤmlich von Weihnachten bis Johannis; 2) beim Bau der Erdaͤpfel wuͤrde am Zutraͤglichſten ſeyn, dieſe allein zur Maſtung zu verwenden; damit wir uͤber ein halbes Jahr hinaus durch Koͤrner noch fortſetzen koͤnnten, wenn der Abzug fehlen ſollte. Auch waͤre der Verluſt bei Erdaͤpfeln dicht ſo bedeutend. 3) Am Beſten wuͤrden die zeitherigen Zugochſen ſich zur kuͤnftigen Maſt ſchicken, weil ſie durch reichliche Kleefuͤtterung dazu vorbereitet waͤren. Dann aber muͤßte ihr Abgang ſogleich durch andere erſetzt werden, welche wir im Winter mit Stroh fuͤtterten.— Der Einkauf wuͤrde alſo in die ſchicklichſte Zeit fallen, naͤmlich in den Herbſt*). Wir haben hier nun zwar des Erdaͤpfelbaues Erwaͤhnung gethan: allein wir muͤſſen doch auch bemerken, daß er im Gro⸗ ßen,— der vielen dabei nothwendigen Arbeit wegen,— viele Schwierigkeiten hat, und vielleicht nur einen mehr ſcheinbaren, als wirklichen Nutzen gewaͤhrt. Wir muͤſſen uns aber hier allein auf Beurtheilung nach unſern Verhaͤltniſſen einſchraͤnken.— Wenn wir alſo eine unſerer ſechs Feldarbeiten zum Erdaͤpfelbau beſtimmen, ſo koͤnnen wir den Schafſtand,— er war dabei zu 1050 Stuͤck angenommen worden,— nicht anders erhalten, *) Alles, was hier von Erdäpfeln geſagt wird, bezieht ſich auf das rohe Verfüttern derſelben. Wenn aber Brandtwein daraus gebrannt und der Spühlig verfüttert wird, ſo erhalten wir eine ganz andere Anſicht. Nach Gülke's, vermuthlich aber nicht vollkommen gut eingerichtetem, Verſuch gab der Peniger Scheffel 16 Kannen Brandwein. Wir wollen dieſen nur zu 2 Gr. 6 pf. pro Kanne anſchlagen: dies beträgt dann von 75 Scheffel Ertrag auf den Acker Summa 125 Rthlr. ohne den Spühlig oder die Maſt, welche ganz gewiß einen beträchtli⸗ chen Ueberſchuß über die Koſten geben würde. Wir können alſo durch Brandtweinbrennerei wahrſcheinlich eine jähr⸗ liche Einnahme von 7000 Rthlr. erhalten, ohne der Schafhal⸗ tung Schaden zuthun. Wir müſſen alſo unſere ganze Aufmerk⸗ ſamkeit und Anſtrengung auf dieſe Einrichtung wenden. 8* 116 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe als wenn wir die Mittagsmahlzeit im Winter durch Erdaͤpfel be⸗ ſtreiten. Bei 34¾ Pfund fuͤr jedes Schaf wird dazu erfordert Summa 4950 Saͤcke. Wenn wir nun die Erwartung unſerer Erdaͤpfelerndte— wie billig— auf 150 Saͤcke vom Acker einſchraͤnken; ſo haben wir von 56 Acker zu erwarten Summa 8400 Saͤcke. Obiges Schaffutter an 4950 Saͤcke abgerechnet, bleiben uͤbrig Summa 3450 Saͤcke. Dieſe leiden aber einen Abzug zum Samen von 600 Säaͤcken. Es bleiben alſo zur Bezahlung der Unkoſten und zum Gelderwerb nur uͤbrig Summa 2850 Saͤcke. Wir wollen fuͤr Unkoſten nur den geringſten Maaßſtab, den wir kennen, annehmen, naͤmlich 7 Rthlr. fuͤr den Acker,(— da je— doch im letzten Jahre unſerer Erdaͤpfel⸗Cultur der Acker 20 Rthlr. koſtete,—) ſo betraͤgt dies fuͤr 56 Acker,— die Ackerarbeit ſelbſt ungerechnet,— Summa 392 Rthlr. Von den uͤbrig bleibenden Erdaͤpfeln, an 2850 Sacke, koͤnnen wir nun mehr nicht, als 27 Ochſen fett machen, welche zu 583 Rthlr. 8 Gr. pro Stuͤck einbringen wuͤrden S. 1440 Rthlr. Es blieben alſo— obige oſſe abgezogen 392— Summa 1048 Rthlr. Im Gegenſatz haben wir bei der angenommenen Fruchtfolge ohne Erdaͤpfelbau 150 Schafe mehr, welche bei der maͤßigſten Be⸗ rechnung zu 2 ¾ Pfund fuͤr das alte Schaf, 1 Pfund fuͤr das Lamm geben 19 Stein 7 Pfund Wolle zu 34 Rthlr., oder 649 Rthlr. 6 Gr. fuͤr Wolle; ferner 50 Maͤrzſchafe, die Haͤlfte als Hammel zu 6 Rthlr., und die Haͤlfte als Schafe zu 5 Rthlr., Summa 275 Rthlr. S. Summarum 924 Rthlr. 6 Gr. Hierbei iſt dann aber auch noch beſonders zu bemerken: 1) daß der Koͤrnerertrag durch den Erdaͤpfelbau offenbar ver⸗ mindert wird; za, ſn ur —, ddäpfe be erforden e— we haben wi uͤbrig n. E derwerd den wir da je⸗ Acker — die konnen elche zu Ithle. h ohne en Be⸗ aͤr das lr., und bar i des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 117 2) daß wir bei der neuen Einrichtung Weitzen ſtatt Korn er⸗ bauen koͤnnen. Und warum ſollten wir uns denn 3) der vielen Arbeit und Sorge, welche der Erdäpfelbau un⸗ vermeidlich mit ſich fuͤhrt, unterziehen? Doch wir kehren zur Maſtung zuruͤck! Die Fortſetzung derſel⸗ ben uͤber ein halbes Jahr hinaus empfiehlt ſich dadurch, daß 1) ſehr fettes Vieh von Fleiſchern vorzuͤglich geſucht wird, und beim eigenen Schlachten ſich am Beſten bezahlt; 2) daß durch die laͤngere Zeit der Maſtung weniger Vieh zum Verkauf koͤmmt, welches die Abhaͤngigkeit vom Fleiſcher vermindert. 3) Wir koͤnnen dadurch guͤnſtigere Zeiten zum Verkauf ab⸗ warten. Aus dieſen wahrſcheinlichen Vorausſetzungen ſehen wir nun, daß bei wohlfeilen Zeiten die Maſt mit Koͤrnern,— wenn auf Ab⸗ zug(Abſatz) zu rechnen iſt,— vortheilhaft iſt, indem ſie uns 1) einen Mittelpreis fuͤr ſie ſichert; 2) den Duͤnger zum Ueberſchuß giebt. Bei hohen Getreidepreiſen aber wuͤrde ſie nachtheilig ſeyn. In dieſem Falle muͤßte man ſich zur Maſtung mit Heu wenden, da⸗ mit die Duͤngung fuͤr die Felder immer gleich bliebe, wie es durchaus nothwendig iſt*). Nehmen wir aber Heufuͤtterung an, ſo wuͤrden 24 Pfund Heu, zugleich mit Oelkuchen- und Schrotgetraͤnke wahrſcheinlich fuͤr einen Ochſen auf die Maſtzeit von 182 Tagen hinreichend ſeyn und in dieſer Zeit betragen Summa 39 Centner 2 Stein Heu zu 16 Gr., oder Summa 26 Rthlr. 7 Gr. Beim Einkauf von 40 Rthlr. koſtete dann der Ochſe Summa 66 Rthlr. 7 Gr., wofuͤr er auch wahrſcheinlich verkauft werden koͤnnte! *) Aber auch dieſe Unſicherheit, ob die Maſt mit Körnern Statt haben kann, iſt freilich wieder ein ſtarker Grund dawider. Man kann näm⸗ lich den höhern Preis der Körner nicht immer im Voraus wiſſen, und die Hauptſtütze der Landwirthſchaft— die Düngung— muß doch einen feſten Grund haben! 118 Wirthſchafts⸗ Plane und Entwurfe Wollten wir der Heufuͤtterung von 182 Tagen noch mit acht Wochen Schrotfuͤtterung zu Huͤlfe kommen, ſo wuͤrden wir hierzu in 56 Tagen noͤthig haben Gerſte.. 7 Scheffel 2 Viert. Dresdn. M. Korn oder Erbſen 56— 2——4— und an Heu 3 Centner. Der Ochſe wuͤrde alſo dadurch koſten: a) bei Gerſte 21 Rthlr. 7 Gr. und fär Hen 2——— Summa 23 Rthlr. 7 Gr,. *) bei Korn und Erbſen 19 Rthlr. 10 Gr. 4 pf. und fuͤr Heu 2————— Summa 21 Rthlr. 10 Gr. 4 pf. Rechnen wir nun: Einkauf 40 Rthlr.— Gr, Heumaſt. 26— 7— Koͤrner in 56 Tagen 23— 7— ſo koſtete der Ochſe Summa 89 Rthlr. 14 Gr. Unſtreitig aber ſind alle dieſe Berechnungen immer zweifelhaft, da ſo viel auf den Einkauf, auf die Maſtfaͤhigkeit, und auf den Preis des Fleiſches und Futters ankoͤmmt, welches Alles der Veraͤnderung gar ſehr unterworfen iſt. Das Wichtigſte aber iſt immer der wohl gegruͤndete Zweifel.: ob denn auch wohl mit Gewißheit auf Abſatz dieſer gemaͤ⸗ ſteten Ochſen zu rechnen ſeyn duͤrfte? Der Vortheil durch Seifeſieden ꝛc. iſt noch nicht practiſch erwieſen; wir koͤnnen ihn alſo auch nicht auffuͤhren. Unſtreitig aber wuͤrde er ſehr zum Vortheil der Maſt entſcheiden!— Zuviel auf Letz⸗ tere zu wagen, wuͤrde indeß, in meinen jetzigen Verhaͤltniſſen, allezeit unverſtaͤndig ſeyn. Das Meiſte, was wir thun koͤnnen, iſt, die erbaute Gerſte darauf jaͤhrlich zu verwenden, und alſo un⸗ gefaͤhr 20 Ochſen zu maͤſten; jedoch mit der Vorſicht, daß ſolche vom Herbſt an nach und nach aufgeſtellt werden, um bis Johannis,— als laͤngſter Friſt,— im Nothfalle geſchlachtet zu werden. X d ffehan, auf den les der jfer gemäͤ⸗ dieſen; wüͤrde if bes⸗ tniſen önnen, lſo u⸗ , AMj um ſe ait des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 119 Koͤnnten wir mit Fiſcher einen Accord treffen, daß er die Ochſen zu 40 Rthlr. einkaufte, und wir ſolche ½ Jahr maͤſteten, und dann hundert Rthlr. dafuͤr ethielten, ſo koͤnnten wir freilich dieſes ſehr fuͤglich eingehen! Wir muͤſſen uns indeſſen,— da die Maſt zweifelhaft iſt,— in Anſehung des Duͤngers ſichern; denn dieſer iſt der Grundſtein, auf welchem das ganze wirthſchaftliche Gebaͤude ruht. Wir wenden uns deshalb zur IIl) Kuͤhhaltung*). Zwoͤlf Pfund Heu fuͤr jede Kuh taͤglich, und 3 Mandel Stroh unter acht Kuͤhe woͤchentlich vertheilt, ſind zeither in Berthels⸗ *²) Was hier unter Nr. III. geſagt wird, ſcheint der Hr. Verf. zwar durch Nebenſchreibung des hier unten Nachfolgenden haben abändern zu wollen; da er aber Jenes nicht ausgeſtrichen hat, ſo theilen wir Beides mit.— Das Nebengeſchriebene lautet nämlich ſo: Bei dieſem zweifelhaften Erfolg der Maſtung bleibt uns alſo nichts übrig, als Kühe und Schafe zu halten, und den nöthigen Düngervor⸗ rath zu ſichern. Wir wenden uns zuerſt zur 9 Kühhaltung.. Wir zweifeln ſehr, daß das Futter, welches die Kühe verzehren, durch den Ertrag ihrer Milch,— ſie werde angewendet, wozu ſie wolle,— und durch ihre Kälber und durch ihr Ausmerzen wieder bezahlt werde. Die Methode des Hrn. Backwel,— die Kühe als Zugvieh zu gebrau⸗ chen,— deren ſich auch mehrere kleine Landbeſitzer hier bedienen, ſcheint dagegen das einzige Mittel zu ſeyn, das Gleichgewicht zwiſchen Ausgabe und Einnahme herzuſtellen. Eine ſolche Kuh aber, die zugleich ziehen muß, dürfte täglich wenigſtens 15 Pfund Heu, und 1 Gebund Stroh ngöthig haben. Alſo für jede wäre ungefähr nöthig Summa 50 Centner Heu, und 6 Schock Sommerſtroh. Rechnen wir das Heu zu 16 Gr., und das Schock Stroh zu 1 Rthlr. 8 Gr., ſo würde dies betragen: a) Stroh.... 8 Rthlr.— Gr. 5) Seu... 33— 3— Summa 41 Rthlr. 8 Gr. c) unterhaltungskoſten für jede 5——— Summa Summarum 46 Rthlr. 8 Gr. 120 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe dorf verfuͤttert worden. Da die acht Kuͤhe quaest. dabei in gu⸗ tem Zuſtande ſich befinden, ſo wollen wir ihr Futter zum Maaß⸗ ſtab annehmen. Es wuͤrde alſo eine Kuh jaͤhrlich brauchen Summa 33 Centner Heu, welches zu 16 Gr. betraͤgt Summa 22 Rthlr. Zur Einnahme rechnen wir in 36 Wochen,— denn wir nehmen an, daß die Kuh 16 Wochen gelte ſteht,— 1½ Kanne Butter jede Woche zu 10 Gr. an; welches jaͤhrlich betraͤgt 22 Rthlr. 12 Gr. Das Kalb und das geloͤſte Geld fuͤr Merzvieh rechnen wir fuͤr den Aufwand an Wartung und Zuzucht. Nach dieſem Anſchlag verloͤren wir alſo an jeder Kuh 7 Rthlr.. Dafuͤr aber giebt ſie uns 30 Fuder Duͤnger, welche dieſen Verluſt gewiß erſetzen, und die Hoffnung bleibt uns immer: eine Rage von Kuͤhen zu ziehen, welche nicht nur ihr Futter durch baare Einnahme bezahlt, ſondern auch das Halten der Zugochſen unnoͤthig macht. Dagegen bringt die Kuh,— ſo ſtark gefüttert,— wahrſcheinlich ein: a) 1 ⅔ Kanne Butter wöchentlich, in 36 Wo⸗ chen, und die Kanne zu 10 Gr. gerechnet 22 Rthlr. 12 Gr. d) das Kalb. 5——— c) ihr Ausmerzen auf 6 Jahr eingetheilt; indem wir die Kuh dann zu 25 Rthlr. rechnen......4— 4— 2 Summa 31 Rthlr. 16 Gr. Wir würden alſo für ihre Arbeit nicht mehr, als 10 Rthlr. bezahlen, dies würde offenbarer großer Vortheil gegen Ochſenhaltung ſeyn, da dieſe beinahe gleiches Futter verzehren, und ſolches durch nichts, als durch ihre Arbeit bezahlen. Wir würden nun aber 60 Kühe wenigſtens, ſtatt gegenwärtig er⸗ forderlich geweſener 40 Ochſen, nöthig haben, um abwechſeln zu können. Dagegen müſſen wir rechnen, daß das grüne Futter vom 1ſten Junius angeht, und,— inel. der Rüben,— bis 1ſten Januar dauern dürfte; ſo daß wir zur dürren Fütterung nur brauchen dürften,— während 151 Tagen,— für jede Kuh ungefähr 20 Centner, Summa 1200 Centner Heu, jedoch ohne das Geltevieh. V V wir u auch, ſthen, dachte Decer nius 146 Dat glaub trag 1 3 der mmmwer nehwe ſdecd wihea anſe komp folgen dabei in gl zum Nai⸗ dir nefne nne Butre 22 Nije eh nonen der Kuh welche bt uns Futter aten der nlich ein: .12 Gr. 4— 16 Gr. zahlen, on, da t, ab rtig er könven. Junius dürfte, wäͤfrim des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 121 Wir wollen alſo fuͤr die Zukunft 30 Stuͤck aufſtellen, beſonders auch, um den Verluſt der Duͤngung von den Maſtochſen zu er— ſetzen, welche wir ehedem in groͤßerer Anzahl zu unterhalten ge— dachten. 4 Wir rechnen bei Fuͤtterung der Kuͤhe den November und December auf die Ruͤben, und haben von da an bis 1ſten Ju⸗ nius 151 Tage, in welchen die Kuh noͤthig hat Summa 14 Centner,. und 30 Stuͤck Summa 420 Centner. Da wir eigentlich nur 22 Kuͤhe mehr halten, als zeither; ſo glauben wir, daß deren Fuͤtterung der Schafhaltung keinen Ein⸗ trag thun wird; zumal wenn das neue Land uns zu Huͤlfe koͤmmt. IV) Die Eintheilung der Felder, oder 4 Fruchtfolge iſt der ſchwierigſte Gegenſtand der Landwirthſchaft. Man muß immer dabei Ruͤckſicht auf den ganzen Zuſammenhang derſelben nehmen, und jeder Fehler hat nicht nur ſeine unausbleiblichen ſpeciellen uͤbeln Folgen, ſondern macht auch die ganze Einrichtung unhaltbar. Nach den Grundſaͤtzen, welche wir als die einzig wahren anſehen, muß jede andere Ruͤckſicht der fortſchreitenden Vervoll⸗ kommnung der Wirthſchaft weichen. Wir glauben nun, daß folgende Eintheilung dieſen Grundſaͤtzen entſpricht, und zugleich bedeutende Einnahme verſchafft, naͤmlich:; Ruͤbſen mit Ruͤben, 4 Gemang und Klee, Klee, Wicken, Korn oder Weitzen, Gerſte. Von den Ruͤben laſſen wir nur die groͤßten ausziehen, und huͤten die mitteln und kleinen ab.— Der Gemang wird dadurch eine ſehr gute Vorbereitung erhalten. Er ſelbſt wird ſich vortrefflich zum Abendfutter ſchicken, indem er zugleich Streu giebt. Den Duͤnger muͤſſen wir noch im Herbſt auf die Kleeſtoppel ſchaffen, um vortreſſliche Wicken, und durch dieſe gewiß ſchoͤnen Weizen und Gerſte zu erhalten.— Letztere muß gleich Anfangs 122 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe April geſaͤet werden; damit wir ſie Ende Junius einerndten, und ſogleich die Ruͤſenbeſtellung beſorgen koͤnnen*). Der Gang dieſer Wirthſchaftseinrichtung ſetzt keine zu muͤh⸗ ſamen Anſtrengungen voraus, und iſt frei von wirklichen Feh⸗ lern.— Daß zwei Getreidefruͤchte auf einander folgen, wuͤrde zwar in der Regel fehlerhaft ſeyn; aber bei gegenwaͤrtiger Fruchtfolge, und bei dreijaͤhriger Duͤngung von 40 Fuder fuͤr den Acker, koͤnnen keine nachtheiligen Folgen daraus entſtehen.— Noch weniger kann man tadeln, daß dem Klee eine Huͤlſenfrucht, naͤmlich Wicken, folgt. Letztere ſind vielmehr die beſte Vorbe⸗ reitung zu der kuͤnftigen Getreideerndte, indem ſie das Land rei⸗ nigen, ohne es zu erſchoͤpfen. Wir haben vielmehr ſehr vernuͤnftige Gruͤnde, uns bei die⸗ ſer Rotation zu ſchmeicheln, daß die Felder immer hoͤhere Frucht⸗ barkeit erlangen werden. Denn wir erzeugen dabei genugſamen Duͤnger. Unſere Schafzucht iſt gedeckt durch den wahrſcheinlichen Er⸗ trag von Gemang zu 5 Schock, das Schock 9 Centner........ 2520 Centner Heu und Grummet 2500— Kleeheu.... 1000— Wicken vom Acker 45 Centmer 2520— Summa 8540 Centner. *⁴) Wenn nur auch immer die Witterung ſo beſchaffen wäre, daß wir mit Gewißheit ſagen könnten: in dieſer Zeit wollen wir dieſe Arbeit verrich⸗ ten. Es kann daher recht oft der Fall eintreten, daß nicht nur die Ein⸗ ſaat der Gerſte ſpäter geſchieht, ſondern daß auch die Erndtezeit und die zum Auffahren des Düngers und zur Beſtellung nicht günſtig iſt. Dann leidet nothwendig der Rübſen, oder kann vielleicht gar nicht ge⸗ ſäet werden. Es iſt daher immer zweifelhaft, ob dieſe Vornutzung von Gerſte nützlich oder überhaupt möglich iſt?!— Wenn die Fütterung es erlaubte,— z. B. durch den Erdäpfel⸗Spühlig,— ſo würde es wohl immer noch vorzüglicher ſeyn, ſtatt der Rüben in der Rübſenſtop⸗ pel Lein zu ſäen, und die Gerſte wegzulaſſen. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 123 den, w) Die Gerſte deckt die Maſ allein, und der Weitzen kann verkauft werden. e zu nij Beeſonders empfiehlt ſich dieſe Eintheilung auch dadurch, chen ziy daß ſie die Arbeiten und alſo auch die Koſten vermindert, und mhs daß dadurch dem Futter⸗Ankauf ein Ende gemacht wird. al⸗ ger fuͤr den. Die bereits oben entworfene Ueberſicht des Erdaͤpfel-Er⸗ hen.— trags,— nach unſern Verhaͤltniſſen beſtimmt,— uͤberhebt uns nfrucht, der Nothwendigkeit, hier mehr von der ehemals projectirten Feld⸗ Vorbe⸗ eintheilung zu ſagen, die wir nur der Erinnerung wegen hier an⸗ and ri fuͤhren, naͤmlich folgende: Ruͤbſen mit Lein, Gemang mit Klee, bei die Klee, rucht⸗ Erdaͤpfel, ſamen Korn, Gerſte, hen Er⸗ Der Leinbau wird durch jene unſere Rotation nicht ausgeſchloſſen; kann aber nicht eher ermittelt werden, als bis die erhoͤhete Frucht⸗ barkeit die Ruͤben unnoͤthig macht*). G entner —*) In einer hier beigelegten andern Schrift ſtellt der Hr. Verf, aber den — Fruchtwechſel, als den vorzüglichſten, ſo auf: — 1) Rübſen mit Rüben, mit ſämmtlichem Dünger, niner. 2) Erdäpfel, 3) Gemang und Klee, 4) Klee, vir mi 5) Korn. verrich⸗ dieEi⸗ 6) Weizen, und ii und bemerkt dabei, a) da der Rübſen ſo allen Dünger erhalte, und ſii i in 6 Jahren nur einmal, aber ſehr ſtark mit 60— 70 Fuder gedüngt nict ze werde, ſo habe er folgende große Vortheile: 1) dieſe Frucht überwachſe 8 ung tnr ſich niemals, ſondern könne die ſtärkſte Düngung vertragen, und ihr Ge⸗ üttaun deihen werde dadurch geſichert, wovon doch jene Haupteinnahme ab⸗ nünd hängt; 2) ſey es erwieſen beſſer, daß der Boden alle Düngung, die er ſeir—auf 6 Jahre bekommen ſolle, auf ein Mal erhalte, als wenn ſie ihm auf 2 Male zugetheilt werde; 5) verſchafe es unendliche Bequemlichkeit, 1 124 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe V) Duͤngung und Viehſtand muͤſſen dieſer Einrichtung Feſtigkeit geben. Wir haben unſere Felder in ſechs Arten eingetheilt, wovon zwei alle Jahre beduͤngt werden muͤſſen. Dieſe enthalten Summa 112 Acker, und wir beſtimmen fuͤr jeden 40 Fuder Duͤnger alle drei Jahre. 1 — die Düngerfuhren auf ein Mal verrichten zu können: denn zu der Zeit, wo zu den Erdapfeln gedüngt werden müſſe, ſeyen viele andere Arbeiten zu beſorgen. b) Die Erdäpfel aber folgen auch ſehr ſchicklich nach Rübſen, weil 1) das Land noch vollkommne Kraft habe, 2) weil ſie daſſelbe vom übermäßigen Unkraut reinigen, und vortrefflich zum Gemang und Klee vorbereiten; und ſehr vortheilhaft ſey es auch, im Frühjahr nicht zu ih⸗ nen düngen zu müſſen, wo die Arbeiten überhäuft, und die Wege ſo ſchlecht ſeyen! c) Daß Gemang und Rüben dabei ſehr gut gerathen werden, ſey leicht zu begreifen. d) Wegen der Gefahr der Schnecken für das, nach Klee folgende, Korn bemerkt der Hr. Verf., daß entweder Ableſen derſelben dagegen ſchützen, oder auch Sommerkorn ſtatt Winterkorn genommen werden könne. e) Der Einwand, ob das Land, nach den ihm aufgelegten Früch⸗ ten, noch Kraft haben duͤrfte, Korn und Wicken zu tragen, ſey uner⸗ heblich, da Jeder wiſſe, daß einige 60 Fuder pro Acker das Land wohl jedenfalls auf 6 Jahre in gutem Stande erhalten könne; und f) endlich ſeyen die Wicken eine gute Vorbereitung zum Rübſen, da ſie das Land locker und rein machen, und wenn ſich ihre Reife ver⸗ ſpätige, zu Heu gemacht werden können: überdies machen ſie ja auch das viele Ackern unnöthig, welches beim Brachehalten dagegen Koſten und Arbeit verurſachen würde. g) Die großen Vortheile dieſes Fruchtwechſels, der 6 Futter⸗Ernd⸗ ten: Rüben, Erdäpfel, Hafer, Korn, Klee und Wicken, und doch drei reiche Erndten für die baare Einnahme an Rübſen, Erdäpfeln, und Korn gäbe, ſeyen leicht zu begreifen.— Natürlich aber ſetze derſelbe eine Brandtweinbrennerei voraus, die Korn und Erdäpfel in Spüh⸗ lig,— alſo in Viehfutter verwandele; dabei aber gleiche Einnahme gewahrte, als wenn dieſe Früchte noch verkauft würden.—— Dieſe Rotation wurde indeß nicht ausgeführt. Der Herausg. V „ wech Der eehalt gen- fnen; Wie Klu Ech ſen ben unee te beͤümt 1Jahr. u der zi⸗ re Arheiten en, wel elbe vom ind Klee t zu ih⸗ dege ſo en, ſey folgende, dagegen werden n Früch⸗ ey uner⸗ nd wohl kübſen, fe ver⸗ ja auch Koſten ⸗Ernd⸗ och dri , und derſebe Grüf⸗ nnofwe „ DWc 59, des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 125 Dazu ſind nun erforderlich Summa 4480 Fuder, welche wir erlangen durch 20 Maſtochſen zu 15 Fuder 300 Fuder 30 Kuͤhe zu 30 Fuder 900— 1200 Schafe 1800— 50 Zugochſen zu 30 Fuder 1500— Gemeinſchaftl. Schaͤferei 160— Summa 4660 Fuder*). Der Unterhalt dieſer Thiere wird auf folgende Art berichtigt: 1) Zugochſen. erhalten vom 16ten Maͤrz an bis 1ſten Junius— in 77 Ta⸗ gen— jeder taͤglich 18 Pfund Heu. Dies betraͤgt alſo fuͤr einen Ochſen Summa 12 Centner 3 Stein. Wir brauchen im Fruͤhjahr nicht mehr als 40 Zugochſen zur Be⸗ ſtellung; die uͤbrigen 10 Stuͤck werden von den Abgaͤngen der Schafe, oder mit Stroh gefuͤttert, bis der Klee herangewach⸗ ſen iſt. Die 40 Arbeitsochſen brauchen alſo in 77 Tagen Summa 504 Centner. Vom Junius an erhalten die Zugochſen reichliche Kleefuͤtterung, um zur Maſt vorbereitet zu werden, weil wir aus ihnen nach *) In der hier beigelegten andern Schrift hat der Hr. Verf. dieſe Anga⸗ ben dahin abgeändert, daß er a) von 150 Stück Schafen rechnet 1875 Fuder b) von 44 Ochſen à 25 Fuder 1100— c) von 12 Kühen, die zur Haushaltung in Ber⸗ thelsdorf gehalten werden ſollen, à 20 Fuder 240— d) von der gemeinſchaftlichen Schäferei 160— Summa 3375 Fuder. Dagegen rechnet er an Dünger⸗ Bedaf nur für 50 Acker à 70 Fuder Summa 3500 Fuder. Anm, des Herausg. 126 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe beendigter Arbeit 30 Stuͤck ausſuchen. Die uͤbrigen und die neu angekauften werden die Ruͤben im Herbſt verzehren helfen, und erhalten ſodann Stroh von Gerſte, von den Samenwicken und von dem Samenklee.— Jeder bekoͤmmt taͤglich 2 Gebund. Wir haben alſo dazu noͤthig fuͤr 44 Stuͤck Summa 198 Schock. Das Futter fuͤr die 6 uͤbrigen Ochſen erhalten wir durch die Ueberbleibſel der Schaffuͤtterung. Dreißig Kuͤhe vom 1ſten November bis 1ſten Junius— in 212 Tagen— jede zu 10 Centner Heu— erfordern Summa 578 Centner, und ungefaͤhr an Stroh Summa 90 Schock. Der Wunſch, das Futter fuͤr die Zugochſen zu erſparen, hat bereits mehrere Ideen erregt, wovon keine groͤßere Aufmerkſam⸗ keit verdient, als die Benutzung der Kuͤhe zur Ar⸗ beit, nach Backwel's Methode.— Anſchaffung von Ty⸗ roler Kuͤhen und eigene Zuzucht und Abrichtung werden uns viel⸗ leicht dieſen Vortheil verſchaffen. 2) Schafe. Wie haben den Beſtand auf 1200 Stuͤck feſtgeſetzt. Fuͤr die Sommerfuͤtterung derſelben, vom 1ſten Junius an bis mit October, dient theils Klee, theils Weide; es ſoll kuͤnftig X ſoge⸗ nannter gruͤner Klee geſaͤet werden, der noch laͤnger genießbar iſt, als der ſpaniſche.— Nach October nehmen wir nun an, daß die Ruͤbenfuͤtterung und Abhuͤtung waͤhrend der Monate Rovem⸗ ber und December dauert; und rechnen in dieſer Zeit nur noch 3 Pfund Heu fuͤr jedes Schaf taͤglich. Dies macht in 61 Ta⸗ gen zu 33 Centner taͤglich Summa 2010 Centner. In den uͤbrigen 145 Tagen— vom Januar bis 25ſten Mai. erhaͤlt jedes 4 Pfund, wozu erforderlich ſind Summa 6380 Centner. Wir brauchen alſo fuͤr 1200 Schafe zum Winterfutter Summa Summarum 8390 Centner. ind die m elfen, und wicken w 2 Gebund durch de nins— , hat kſam⸗ —Ar⸗ M Ty⸗ ns vieb Fir his mit ch⸗ al iſt „daß ovem⸗ rnoch 1 T9- ſai ⸗⸗ des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 127 Wie wir ſchon oben erwaͤhnt haben, erhalten wir durch Gemang zu 5 Schock und 9 Centner fuͤr jedes... 22620 Centner Heu und Grummet..2500— Kleche) 1000— Wicken fuͤr den Acker 45 Centner 2529— Summa 8540 Centner. Dieſer Anſchlag iſt ſo gemaͤßigt, daß wir mit Zuverſicht das Laͤmmerheu und das Heu fuͤr Ochſen und Kuͤhe als Ueberſchuß rechnen koͤnnen; denn ſchwerlich werden 1) drei Pfund fuͤr ein Schaf bei der Ruͤbenfuͤtterung noͤ⸗ thig ſeyn; 4 2) weder die Kaufſtaͤhre, noch das Geltevieh duͤrften taͤg⸗ lich 4 Pfund verzehren; 3) duͤrfte es keine Uebertreibung ſeyn, wenn wir bei die⸗ ſer Duͤngung und Fruchtfolge die Gemang-Erndte zu 6 Schock annaͤhmen, Summa 504 Centner die Wicken zu 50 Centner, folg— lich 5 Centner vom Acker mehr— 280— Heu und Grummet zu 3000 Centner, weil ſo viele neue Plaͤtze hinzukommen— 500— Summa 1284 Centner. Nun betraͤgt aber das Erforderniß fuͤr die Kuͤhe 578 Centner die Ochſen 504— Summa 1082 Centner*). Wir koͤnnen uns alſo uͤber das Beduͤrfniß der Fuͤtterung beruhi⸗ gen, und wenn auch im Anfang noͤthig waͤre, Heu zu kaufen; ſo muͤſſen wir bei dieſem nothwendigen Uebel bedenken, daß in un⸗ ſerm Anſchlage alle Artikel ſo gering gerechnet ſind, daß dieſe Ausgabe keinen Unterſchied in der Dispoſition machen wird. *) Die erwähnte beigelegte Schrift enthält über das Futterbedürfniß bei 1500 Stück Schafen eine andre Berechnung, welche wir hier nicht fol⸗ gen laſſen, da ſie nur in den berechneten Quantis abweicht, und auch noch anderwärts vorkömmt. Der Herausg. 128 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Schon die Einnahme von 30 Kuͤhen zu 15 Rthlr. pro Stuͤck, die wir nicht in Anſchlag bringen, betraͤgt 450 Rthlr., der Heu⸗Ankauf von 1072 Centner zu 16 Gr. aber Summa 714 Rthlr.; es bleiben uns alſo nur zu ergaͤnzen Summa 264 Rthlr. Es muß uns ja ohnedies erſt die Erfahrung belehren, ob die beſtimmte Anzahl Hornvieh zur Duͤngung noͤthig iſt? denn die Ruͤbenfuͤtterung verſpricht uns davon einen wichtigen Vor⸗ rath.— Nur vom Schafbeſtande darf nichts vermindert wer⸗ den, weil er die ſtaͤrkſte und ſicherſte Einnahme gewaͤhrt. Nach der im Jahre 1807 gefertigten Ueberſicht,— wel⸗ che wir hier wiederholen, obgleich in der Einnahme vermin⸗ dert,— koſtete das Lamm an Hafer 21½ Sippmaaß Peniger Maaß zu 16 Gr. Summa 1 Rthlr. 16 Gr. an Laͤmmerheu bis 1ſten Junius 167 Pfd, den Centn. zu 16 Gr. Summa 1 Rthlr. 2 Gr. S. Summarum 2 Rthlr. 18 Gr. Dies Lamm wird zwei Jahre, mit 4 Pfund Heu taͤglich, gefuͤt⸗ tert, und dann verkauft.— In dieſer Zeit braucht es alſo Summa 17 Rthlr. 8 Gr., und die Unkoſten ſeiner Unterhaltung betragen im Ganzen Summa Summarum 20 Rthlr. 2 Gr. Dagegen koͤnnen wir mit Wahrſcheinlichkeit folgende Einnahme erwarten: 1) Wolle. 1 ½ Pfund Lammoolle, 3 ½— IJaͤhrlingswolle, 4— IZJeitſchafwolle. Summa 9 Pfund Wolle zu 1 Rthlr. 13 Gr. Summa 13 Rthlr. 21 Gr. 2) Fleiſch. Davon koͤnnen wir ausgeſchlachtet fuͤglich annehmen: 45 Pfund zu 3 Gr., 12— Inſelt zu 4 Gr., welches betraͤgt Summa 7 Rthlr. 15 Gr. at ohned die Er darauf gehmen Aach R chmer fiener: Dro Sii thl dr uuma 749 64 Rthl hren, a ſt? den gen Vor⸗ ert wer — wel⸗ vermin⸗ Peniger nahme des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 129 Die wahrſcheinliche Einnahme iſt alſo 13 Rthlr. 21 Gr. Wolle, 7— 15— Fleiſch. Summa 21 Rthlr. 12 Gr. Einna h me, abgezogen 20— 2— Ausgabe. Bleibt 8. 1 Rthlr. 10 Gr. Ueberſchuß, ohne daß wir die Duͤngung in Anſchlag bringen. So wahrſcheinlich dieſe Berechnung iſt, ſo muß aber doch die Erfahrung ſie erſt im Großen beſtaͤtigen, ehe wir Rechnung darauf machen duͤrfen.— Fuͤr jetzt koͤnnen wir nicht mehr an⸗ nehmen, als 3 Pfund vom alten Schaf, und 1— vom Lamme. Nach dieſer gemaͤßigten Annahme betraͤgt die ſaͤmmtliche Ein— nahme der Schaͤferei 1) fuͤr Wolle. S 136 Stein 8 Pfund von Schafen, 18— 4—— Laͤmmern. Summa 454 Stein 12 Pfund, oder 5254 Rthlr.; ferner: 2) fuͤr Merzvieh. 200 Hammel zu 6 Rthlr. 1200 Rthlr. 200 Schafe zu 5 Rthlr. 1000— Summa 2200 Rthlr.*) Summa Summarum 7454 Rthlr. An Hafer brauchen wir fuͤr die Laͤmmer: fuͤr jedes, nach fruͤhern Angaben, 2 ½ Sippmaaß Peniger Maaß. Da wir nun *) In der Beiſchrift ſind dagegen 1500 Stück Schafe angenommen, und die Einnahme iſt berechnet auf 9868 Rthlr., als: 1) an Wolle à 3 Pfund pro Stück.. 7618 Rthlr. 2) an Merzvieh, 250 Schafe à 4, und 250 Ham⸗ mel à 5 Rthlr...... 2250— Summa 9868 Rthlr., Der Herausg. Schoͤnburg. Wirthſch. II. 9 180 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe 400 Lämmer zu erwarten haben, ſo brauchen wir fuͤr die Schaͤferei Summa 250 Peniger Scheffel. Den fuͤr Zuchtſtaͤhre noͤthigen Hafer ꝛc. muͤſſen dieſe ſelbſt bezah⸗ len; da wir den mehrern Ertrag davon nicht in Anſchlag bringen. Da wir 400 Läaͤmmer erziehen wollen, ſo muͤſſen wir noth⸗ wendig 450 Schafe zulaſſen, um wegen derer, die gelte bleiben, geſichert zu ſeyn. Ein Futtervorrath fuͤr ein Jahr an Heu oder Huͤlſenfruͤch⸗ ten muß der Gegenſtand unſers Beſtrebens ſeyn; wenigſtens muͤſ⸗ ſen wir ſo viel trockenes Futter vorraͤthig haben, als noͤthig iſt, die Schafe bei naſſer Zeit damit zu fuͤttern.— Getraͤnke von Oelkuchen wuͤrden dabei beſonders zutraͤglich ſeyn*). Die Eintheilung des Viehſtandes koͤnnte nun folgende ſeyn: 1) Mohsdorf hat 40 Acker zu 40 Fuder zu beduͤngen, und braucht Summa 1600 Fuder, erhaͤlt 400 Schafe, die geben 600 Fuder 30 Kuͤhe 900— 14 Zugochſen 420— Summa 1920 Fuder. 2) Berthelsdorf mit 32 Ackern, braucht 1280 Fuder, erhaͤlt 400 Schafe mit 600 Fuder 20 Kuͤhe 600— 12 Zugochſen 360— Summa 1560 Fuder. *) Kömmt die Brandtweinbrennerei zu Stande, ſo erhält dieſe Einrich⸗ tung eine große Veränderung; denn der Erdäpfelſpühlig macht dann in Berthelsdorf die Hauptfütterung aus, hrt? mit 1 *) D E. ci un ffe 8 wir fir ſe ſälſt a in Juſch en wit noh gelte blebbn züͤſenfrüc⸗ ſſtens miſ noͤthig iſ raͤnke von ht Sunm 1 des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 1381 3) Rochsburg hat 26 Acker, braucht 1040 Fuder, erhaͤlt von gemeinſchaftlicher Schaͤferei 160 Fuder 10 Zugochſen 300— 400 Schafe 600— 10 Ochſen zu 15 Fuder 150— Summa 1210 Fuder. 4) Helsdorf mit 14 Ackern, braucht 560 Fuder, folglich 10 Zugochſen 300 Fuder 14 Maſtochſen 210— Summa 510 Fuder*). *) Die erwähnte Beiſchrift ſtellt dagegen dieſe Berechnung ſo auf: a) Rochsburg erhält 400 Schafe 500 Fuder Dünger 10 Zugochſen 2900—— Gemeinſchaftliche Schäferei 1600—— Summa 910 Fuder Dünger. Es werden jährlich 13 Acker bedüngt, mithin erhält jeder 70 Fuder circa. b) Berthelsdorf erhält 500 Schafe 625 Fuder 10 Zugochſen 250— 12 Kühe 240— Summa 1115 Fuder; und da 16 Acker zu bedüngen ſiud, bekömmt jeder 69 Fuder. c) Mohsdorf erhält 600 Schafe 750 Fuder 24 Zugochſen 600— Summa 1350 Fuder; und da 20 Acker zu bedüngen ſind, erhält jeder 67 Fuder. Helsdorf iſt nicht erwähnt, und wahrſcheinlich in Mohsdorf mit einbegriffen. Der Herausg. 13² Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe VI) Die vollkommene Einrichtung der Wirthſchaft erfor⸗ dert endlich, uͤber die Bearbeitung der Felder und uͤber andere Gegenſtaͤnde noch einige Regeln feſtzuſetzen: 1) Da der Ruͤbſen in die Gerſtenſtoppel geſaͤet wird, ſo muͤſſen wir. a) Fuͤrſorge tragen, daß die Gerſte ſo zeitig geſaͤet werde, als moͤglich; b) das Land muß dazu mit dem Geyer durchzogen werden; c) wir muͤſſen die gemaͤhete Gerſte gleich aufbinden und auf Mandeln ſetzen laſſen, damit wir d) den Duͤnger ohne allen Anſtand auffahren koͤnnen. 2) Nach der Nuͤbſenerndte,— zu der wir Tuͤcher noͤthig haben,— muß das Land ohne alle Verſaͤumniß umgebrochen und gegeyert werden; und die Ruͤbſenſaat muß in der Mitte des Auguſts ſtets beendigt ſeyn. 3) Muͤſſen wir ſuchen, alle Arbeiten ins Gedinge zu bringen.. 4) Reiner Samen vom Weitzen iſt anzuſchaffen. 5) Das wirthſchaftliche Inventarium iſt vollſtaͤndig zu ma— chen, und dann alle Jahre zweimal zu revidiren. 6) Bei der Kuhwirthſchaft muͤſſen wir auch beſonders auf Schweinezucht und Maſt denken; beſonders weil der Duͤnger da— von zu Compoſt fuͤr Wieſenduͤngung nuͤtzlich ſeyn duͤrfte. 7) Die Wieſen muͤſſen alle Jahre geduͤngt werden, es ſey durch Compoſt, oder mit Aſche, oder nach Behrends Me⸗ thode. Desgleichen muͤſſen die Graͤben und Waͤſſerungen, nach der fuͤr Letztere eingefuͤhrten Ordnung, im Stande erhalten werden. 8) In Anſehung des Heu⸗ und Grummetmachens iſt die Hauptregel: zu Johannis muß alles Heu, und zu Michaelis alles Grummet gemacht ſeyn. Spaͤter wird Letzteres verfuͤttert. 9) Es ſcheint uns ſehr nuͤtzlich, uͤberall,— wo die Froͤh— ner-Verfaſſung nicht hindert,— die Wieſen insgeſammt auf * ſen ander⸗ b h dex umge gejei Anw desw wart. ſiheft deſen ndere et wird, ſ zeitg geſi durchjogn binden und koͤnnen. der noͤthig gebrochen Nitte des dinge zu dig zun nders auf ünger dw⸗ „es ſey ds Me⸗ , nach ethalten iſt de Hrumme diei umt au des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 133 zwei Abtheilungen zu hauen, und die zuerſt zu nehmen, welche ſich am ſchwerſten trocknen laͤßt. 10) Die ganz vernachlaͤſſigte Obſt⸗Cultur wird ſo geord— net, daß alle Gaͤrten ꝛc. mit Pflaumenbaͤumen beſetzt werden; die Wege aber,— die durch die Mitte der Grundſtuͤcke und an ihren Seiten gehen,— mit Herzkirſchbaͤumen. 11) In Anſehung der Erndte und Aufbewahrung der Fruͤchte muß Folgendes beobachtet werden: a) Bei jeder Erndte wird— außer dem Inſpector— allezeit ein Gegenſchreiber gehalten, als fuͤr jetzt in 1 Rochsburg Franz, Berthelsdorf Krehgen, Mohsdorf Freytag, Helsdorf Ungethan. Dieſe muͤſſen beim Aufbinden gegenwaͤrtig ſeyn, und Acht haben, daß nichts weggelaſſen werde, bis der Inſpector die Mandeln abgezaͤhlt hat. Ferner muͤſſen ſie beobachten, ob die ausgezaͤhl⸗ ten Schocke auch wirklich in die Scheune gefahren werden. Es wird dabei zweckmaͤßig ſeyn, einen Wagen wie den andern, z. B. mit 5 bis 6 Mandeln beladen zu laſſen. b) Beim Dreſchen muͤſſen die Scheunen mit zwei Schluͤſ⸗ ſeln verſchloſee werden, wovon einen der Gegenſchreiber, den andern der Vogt erhaͤlt. c) Bei zu geringem Ausdruſch wird durch fremde Dre⸗ ſcher in Gegenwart des Gegenſchreibers nachgedroſchen. d) Die Dreſcher muͤſſen zu Zeiten viſitirt werden. *) Zu den Vorraͤthen muß der Inſpector die Schluͤſſel, die Voͤgte aber die Buͤcher haben. f) Beim Aufheben wird allezeit das vorraͤthige Getreide umgeſtoßen. Auf jeden Fall geſchieht dieſes alle Woche. 12) Die Berthelsdorfer Froͤhnertage muͤſſen von mir auf⸗ gezeichnet werden, und deshalb hat der Inſpector und Vogt ihre Anwendung anzuzeigen. 13) Nach der gegenwaͤrtigen Angabe,— welche wir um deswillen gering geſtellt haben, weil zwar fehlgeſchlagene Er⸗ wartung allezeit unangenehm, hier aber beſonders ſchaͤdlich 134 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe iſt,— duͤrfte die jaͤhrliche Einnahme der Wirthſchaft(auf allen 4 Guͤtern) ungefaͤhr folgende ſeyn: Schaͤferei 7454 Rthlr. Ruͤbſen 56 Acker zu 70 Rthlr. 3920— Weitzen zur 5ten Frucht und 5 Rthlr. pro Scheffel Pen. M. 1400— Gerſte, ö5te Frucht, u. 3 Rthlr. 12 Gr. der Penig. Scheffel 980— Summa 13754 Rthlr.*) Dabei wird gewiß Niemand von Uebertreibung ſprechen duͤrfen. Wir wuͤrden uns derſelben nicht ſchuldig gemacht haben, wenn wir den Ruͤbſen zu 100 Rthlr. pro Acker angeſchlagen haͤtten, und bei Weitzen und Gerſte das 7te Korn. Dies wuͤrde den An⸗ ſchlag erhoͤhet haben: pro Ruͤbſen mit 1680 Rthlr. Weeitzen 560— Gerſte 392— Summa 2632 Rthlr. Und hierbei haben wir immer noch die ſehr niedrigen Fruchtpreiſe beibehalten, auch den ganz geringen Anſchlag nicht veraͤndert. Ferner die Kuhnutzung und die vom neuen Berthelsdorfer Felde ſind nicht dabei aufgefuͤhrt. 14) Die Teichwirthſchaft muß in Ordnung gebracht werden. 15) Das neue Land in Berthelsdorf,— welches in ge⸗ genwaͤrtiger Ueberſicht nicht aufgefuͤhrt worden,— muß ſo bald als moͤglich in Duͤngung gebracht, und zu den Arten geſchlagen werden. 16) Die Brandtweinbrennerei iſt nicht aufgegeben, weder die von Getreide, noch die von Erdaͤpfeln: nur muß zuvoͤrderſt *) Nebenbei ſteht eine andere Berechnung in folgender Art geſchrieben: 9868 Rthlr. Schäferei, 4000— Rübſen, nämlich 50 Acker zu 80 Rthlr. jeder, 1500— Weitzen das 6te Korn zu 5 Rthlr., 2150— 50 Acker Erdäpfel, jeder zu 130 Säcke, und der Sack zu 8 Gr. Summa 17518 Rthlr. Der Herausg. ine g verde herbir Erfa uchtpreiſe verändert, tfer Fedd twerden. in ge⸗ Fſo bald ſchlagen „weder voͤrderſt rieben: thlr. jadn, / Läcke, un rausg. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 185 eine genaue Ueberſicht uͤber ſie durch praktiſche Verſuche erlangt werden. Vielleicht koͤnnen wir eine ſtarke Kuͤhhaltung damit verbinden. 17) Bei der Maſtung empfeehlt ein fremder Fleiſcher aus Erfahrung: den Ochſen Oelkuchen zum Saufen zu geben, und zugleich mit dieſen aufgeloͤſten Oelkuchen ihr Schrotfutter ſtark zu beſprengen, damit ſie ſolches nicht verblaſen koͤnnen. Dieſe Methode wird von heute(den— Jan. 1808) angefangen, und zugleich das Gerſtenfutter in Erbſenfutter, nach dem Gewicht, verwandelt. 18) Die Brennerei von Erdaͤpfeln giebt große Ausſichten, wenn wir auch nur die Dresdner Kanne zu 2 Gr. 6 pf. verkau⸗ fen,— weil wir, zu 150 Saͤcken pro Acker, 8400 Saͤcke oder 4200 Scheffel Peniger Maaß erbauen koͤnnen; der Scheffel aber 16 Kannen Brandtwein geben duͤrfte. Brennen wir nun den Weitzen und die Gerſte mit, ſo koͤnnen wir vier Blaſen das ganze Jahr im Gange erhalten;— und der Spuͤhlig kann uns das fehlende Futter fuͤr die Schafe geben. Die Anlage dazu koͤnnte nicht ſchoͤner ſeyn, als in Berthelsdorf; beſonders wenn ein neuer Teich dazu gegraben wuͤrde*). *) Noch lagen auch wieder 5 Tabellen zu der projectirten Feldeintheilung bei, die ich aber, da ſie ganz undeutlich, und im Ganzen den von 1807 gleich waren, weggelaſſen habe. Soviel ich mich erinnere, wur⸗ den aber damals 1808 keine Erdäpfel oder Kartoffeln gebaut; und wenn hier derſelben doch gedacht wird, ſo iſt dies nur vergleichungs⸗ weiſe mit einem andern Syſtem, wo ſie aufgenommen waren, geſche⸗ hen. Meiner Meinung und Wiſſen nach iſt alſo überhaupt die Wirth⸗ ſchaft im J. 1808 wirklich ſo geführt worden, wie ſie hier in der Haupt⸗ ſchrift, nicht in der Nebenſchrift dargeſtellt worden iſt.— Uebrigens bleiben beide Darſtellungen der wirthſchaftlichen Verhältniſſe im Jahr 1808 an ſich ſtets ſehr intereſſant, und lehrreich mögen ſie auch in der That geweſen ſeyn. Anm, des Herausg. 136 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe VII. Fuͤrs Jahr 1809. Wirthſchaftliche Ueberſicht und Berechnung, entworfen im April und Auguſt d. J. I) Damit wir eine wahrſcheinliche Ueberſicht der Einnahme erhalten koͤnnen, iſt es nothwendig, genau zu beſtimmen, wie viel jedes Vorwerk zu leiſten vermag? Alſo 1) Rochsburg hat jetzt folgende Fruchtfolge: Ruͤbſen, Weitzen, Klee, Erdaͤpfel, Erdaͤpfel, Wicken. Wir koͤnnen mit Beſtand von jedem der Aecker,— deren hier 13 auf jede Art ſind,— 150 Saͤcke Erdaͤpfel, nach Abzug des Samens, annehmen; mithin von 26 Aeckern Summa 3900 Saͤcke. Wir haben vom 1ſten November bis 1ſten Junius 212 Tage; es kommen alſo auf jeden Tag 18 Saͤcke, oder auf jede Mahl⸗ zeit 9 Saͤcke. Wenn wir nun 3 Pfund Erdaͤpfel in der Fuͤtte⸗ rung gleich rechnen 1 Pfund Heu, ſo geben dieſe 9 Saͤcke fuͤr 400 Schafe 426 Pfund Heu. Nun haben wir noch zu erwarten: 1) Heu und Grummet von Rochsburg 60 Fuder zu 12 Centner 720 Centner 2) Kleeheu, wie dieſes Jahr, 30 Fu⸗ der 360— 3) Heu und Grummet von Helsdorf und Cursdorf Summa 68 Fuder 816— 4) Wicken zu 45 Centn. von 13 Acker 585— Summa 2481 Centner. Rechnen wir nun auf jede Erdaͤpfel⸗Mahlzeit z Pfund Heu Zu⸗ 2 ſchuß; auf die Fruͤhmahlzeit aber fuͤr jedes Schaf 1½ Pfund in 442 hhige 66b hat zen Art, äͤpfel 1öte zu be ſder Tf Nfund —— De 8 9 f ſſ vath Wil nung, „Linnohme amen, die Flee, Veſtond ind,— achmen; 12 Tage, de Mahl— er Füͤtte⸗ Säͤcke füͤr entner des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 137 212 Tagen; ſo bringen wir dazu taͤglich 84 Centner, und in obigen 212 Tagen Summa 1802 Centner. Es bleibt uns alſo ein Ueberſchuß von Summa 679 Centner. 2) Berthelsdorf hat mit Mohsdorf gleiche Rotation, naͤmlich: Ruͤbſen, Wei⸗ tzen, Klee, Erdaͤpfel, Wicken, und 15 Acker auf jede Art, wie Mohsdorf. Es verarbeitet aber die Mohsdorfer Erd⸗ aͤpfel, und hat Hutung fuͤr 500 Stuͤck vom 15ten April bis 15ten November. Mithin hat es nur 151 Futtertage, die wir zu befriedigen haben. An Erdaͤpfeln kann es erbauen— incl. Mohsdorf— Summa 4500 Saͤcke. Jeder Futtertag erhaͤlt mithin Summa 29 Saͤcke, welche zu 3 Pfund fuͤr 1 Pfund Heu gerechnet, geben— Summa 1372 Pfund Heu. Ferner hat Berthelsdorf zu erndten: 1) Heu und Grummet, bei Aſchen⸗ duͤngung, wenigſtens 50 Fuder à 1 12 Centner 600 Centner 2) Kleeheu 500— 3) Wicken von 15 Acker und 45 Centn. jeder 675— Summa 1775 Centner. Die Erdaͤpfel⸗Mahlzeit giebt alſo reichlich zwei Mahlzeiten zu 1½ Pfund, und fuͤr die dritte Mahlzeit, zu gleichem Gewicht, iſt noͤthig in 151 Tagen fuͤr 500 Stuͤck Summa 914 Centner. Wir behalten alſo bei 500 Schafen einen Ueberſchuß von Summa 861 Centner. 19 138 Wirthſchafts⸗-Plane und Entwuͤrfe 1h Mit Grund koͤnnen wir hierauf annehmen als Wahrſcheinliche Einnahme pro 1819: 3010 Rthlr. 43 Acker Ruͤbſen, zu 70 Rthlr. der Acker. 2064— 48 Acker Weitzen, das 8te Korn und 6 Rthlr. pro Scheffel. 4981— Wolle von 1200 Stuͤck zu 2 ½ Pfd jedes, und 300 Pfd von eben ſo viel Laͤmmern. 1500— MNerzvieh 3 00 Stuͤck zu 5 Rthlr. 1200— Rochsburger lUeberſchuß. d 360— Monatsgeld. 300— Oberſteuerkaſſe*). 400— Holznutzung, und 60— Salzſchank, und 50— Berthelsdorfer Zinſen. Summa 14625 Rthlr. Dazu 1900— Ochſenmaſt. 3600— Brenxerei. S. Summar. 20125 Rthlr. IIl) In Rochsburg wird zu den Erdaͤpfeln geduͤngt, in Berthelsdorf und Mohsdorf aber nicht. Deshalb muͤſſen in Rochsburg 8 bis 9 Maſtochſen unterhalten werden. IV) Es iſt vielleicht moͤglich, daß, 1) bei fortſchreitender Verbeſſerung der Felder, zwi⸗ ſchen dem Ruͤbſen und Weitzen noch eine Zwiſchenfrucht,— viel⸗ leicht Sommerruͤbſen,— erbaut wird; 2) daß die Anzahl der Schafe auf 1500 Stuͤck ge⸗ bracht wird; 81 8) daß die zur Weide beſtimmten Felder und Plaͤtze in Helsdorf nnd Berthelsdorf in Acker-Cultur kommen. 4) daß die Tuchfabrication ihren Fortgang hat; *) Dieſe drei Einnahmen fallen von den Revenüen der gemeinſchaftlich von den zwei Herren Brüdern adminiſtrirten Herrſchaft Rochsburg wahrſcheinlich für den Antheil des Hrn. Grafen ab. Anm. des Herausg. hheile den! ertra ſtand wein zur wir k ſch men ſleben flaſ ) 5 2 unter, daher men. ds 19: um 7Rh. as dteßen HSchef Stuͤck I d 300 p; tämmern zu 5 Rift uß. dungt, i müͤſſen i et, zwi⸗ — diel⸗ tuͤck ge⸗ Plaͤze in des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 139 5) daß die Brennerei von Erdaͤpfelbrandtwein mit Bob⸗ theil eingefuͤhrt werde; vielleicht auch 6) eine noch andre Eintheilung der Felder gemacht wer⸗ den kann, welcher noch nehrere Koͤrner, mithin mehrern Geld⸗ ertrag giebt; 7) daß die Zugochſen ſaͤmmtlich,— ohne dem Schaf⸗ ſtand Eintrag zu thun,— nach vollendeter Arbeit durch Brandt⸗ weinſpuͤhlig gemaͤſtet werden; beſonders wenn auch der Weitzen zur Brandtweinfabrication angewendet wird. Allein auf dieſe ſehr wahrſcheinlichen Verbeſſerungen koͤnnen wir keine Rechnung eher machen, bis ſie wirklich erfolgt ſind, und ſich durch die Erfahrung beſtaͤtigt haben. VI) Von dem reinen Ueberſchuß der angefuͤhrten Einnah⸗ men von 14000 Rthlr. aber, wovon 4000 Rthlr. Ueberſchuß bleiben; indem die Ausgaben ſich hoͤchſtens auf 10000 Rthlr. belaufen, wird die vernuͤnftigſte Anwendung dieſe ſeyn: a) die Brandtweinbrennerei einzurichten; b) die Tuchfabrication moͤglichſt zu erweitern, ſobald der Ab⸗ ſatz es erlaubt; c) Schulden zu bezahlen. VI) Fernere Regeln meiner Haushaltung ſind jetzt folgende: 1) alle Felder, welche nicht in reichlichſter Duͤngung unterhalten werden koͤnnen, werden als Weide benutzt. Daher ſind auch im Anſchlag nur 40 Acker fuͤr jede Art angenom⸗ men. Fuͤr dieſe ſind zur Duͤngung vorhanden: 1200 Schafe zu 125 Fuder fuͤrs Hundert 1500 Fuder 40 Ochſen zu 20 Fuder 800— Gemeinſchaftliche Schaͤferei 160— Summa 2460 Fuder. Dies betraͤgt auf den Acker uͤber 61 Fuder, und berechtigt voll⸗ kommen zu der gemachten Eintheilung. 2) Die zur Weide liegen gebliebenen Felder werden nur dann wieder bebaut,— wenn der Ueberfluß von Duͤnger es geſtattet,— wenn ein hinreichender Vorrath von Futter geſam— melt worden, um moͤgliche Ungluͤcksfaͤlle zu decken, und endlich, wenn die uͤberzeugendſte Wahrſcheinlichkeit vorhanden, daß kuͤnf— tig Futter genug zur noͤthigen Vermehrung des Viehſtandes er⸗ 140 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe baut werden kann.— Der wohrſcheinlichſt beſte Uebergang wird durch dreijaͤhrigen Erdaͤpfelbau bewirkt werden. 8) Die Wieſen muͤſſen entweder alle zwei Jahr mit Aſche beduͤngt werden; oder, wenn die Soͤmdellas*) ſich bewaͤhren, ſo wird damit und mit Aſche abgewechſelt, auf die Art, daß die Wieſen ein Jahr mit Soͤmdellas befallen werden; das zweite Jahr Aſche erhalten, und das dritte Jahr nicht ge— duͤngt werden. Der zur Fertigung der Soͤmdellas noͤthige Duͤn⸗ ger erfordert freilich die Aufſtellung der dazu erforderlichen Maſt⸗ ochſen, weil nur in Rochsburg Duͤnger gekauft werden kann. 4) Sobald die Brandtweinbrennerei eingefuͤhrt iſt, wird alles Merzvieh allein nach Berthelsdorf geſchafft, um durch den Spuͤhlig gemaͤſtet zu werden. 5) Die Fortſetzung der Tuchfabrik erfordert a) den noͤthigen Fonds zur Fortſetzung; b) die Wahrſcheinlichkeit des Abſatzes. Folgende Ueberſicht wird den Vortheil ungefaͤhr zeigen. Die Aus⸗ lage naͤmlich fuͤr jedes Stuͤck Tuch beſteht in Wolle 29 Pfd zu 2 Rthlr. 10 Gr. 70 Rthlr. 2 Gr.— pf. Sortiren.. 4— 9— Vorreißen... 10——— Waſchen.... Spinnen— Streichen. Weben.—. Moppen(2)—. Appretur. Farbe Landacciſe 4. Sahlleiſte.. Leim.. 3 Spuͤhlerlohn Insgemein, als Beſoldung für Schoͤnemann und Dietrich, fuͤr Holz, Fracht, Seifeꝛc. 3————— Summa 131 Rthlr. 1 Gr. 3 pf. NI-IS2e... IIIrit 1 *) Ich kann dies Wort nicht anders leſen, kenne es aber gar nicht, doch ſind darunter nach dem nachfolgenden Satze,(und einer ſpätern Beſchrei⸗ gie neh ſach der Polle g bunt ab Leipzige Stüͤck; Züchen Gewinn Penn! von der 256 E den aus: e Gewi ven Ger Aod der wein w betragt Unkoſter nun von dees eine d löenn di Jirn las J) ſ el, auf la werdin hr nihte öthige dir ichen Mi⸗ n kann. t iſt, nid durch da Die Aus⸗ nich, doh Siſcue des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 141 Wir nehmen dagegen an, daß jedes Stuͤck 34 Leipziger Ellen nach der Appretur enthalten wird; daß halb blau und bunt in Wolle gefaͤrbt, und daß die Leipziger Elle blau 4 Rthlr. 18 Gr., bunt aber 4 Rthlr. 6 Gr. verkauft wird. Dies macht fuͤr die Leipziger Elle im Durchſchnitt 4 Rthlr. 12 Gr., und fuͤr das Stuͤck zu 34 Ellen Summa 153 Rthlr. Ziehen wir davon obige Unkoſten an 131 Rthlr. ab, ſo bleibt Gewinnſt uͤr das Stuͤck Tuch à 34 Leipziger Ellen Summa 22 Rthlr. Wenn wir nun rechnen, daß wenigſtens 146 Stein Wolle, und von der gemeinſchaftlichen Schaͤferei 110 Stein, in Summa 256 Stein Wolle, zur Verarbeitung kommen koͤnnten, ſo wuͤr⸗ den aus dieſen 256 Stein Wolle 132 Stuͤck Tuch werden, wel⸗ che Gewinnſt gaͤben Summa 2904 Rthlr. 6) Der Erdaͤpfelbrandtwein ſoll ſich halten ohne Zuſatz von Getreide, und uͤberhaupt keine beſondern Koſten erfordern. Aus dem Dresdner Scheffel ſollen 9 Dresdner Kannen Brandt⸗ wein werden. Wir wollen letztere nur zu 3 Gr. anſchlagen; ſo betraͤgt das 1 Rthlr. 3 Gr. Wir ſchlagen davon 11 Gr. fuͤr Unkoſten an, und rechnen alſo den Sack zu 16 Gr. Da wir nun von 40 Acker wahrſcheinlich 6000 Saͤcke ebeauen⸗ ſo wuͤrde dies eine Einnahme gewaͤhren von Summa 4000 Rthlr. 7) Die gegenwaͤrtige Weide in Helsdorf wird aufgeho⸗ ben, ſobald als die Brennerei eingefuͤhrt iſt, und hinreichenden Abſatz hat. Wir haben 36 Acker, welche zu 150 Saͤcken ge⸗ ben duͤrften Summa 5400 Saͤcke. Mit dieſen koͤnnen wir 32 Ochſen das ganze Jahr maͤſten— zu 3 Maaß fuͤr jeden. Wir koͤnnen dabei ohne Uebertreibung 25 Fuder Duͤngung fuͤr jeden annehmen, welche Quantitaͤt hin⸗ reichend ſeyn wuͤrde, alle Jahre Erdaͤpfel zu erbauen,— wie bung, ſ. Jahr 1815,) Dünger⸗Compoſthaufen zu verſtehen, deren ich mich in Rochsburg aber gar nicht erinnere. Anm, des Herausg. 142 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe der praktiſche Beweis in Rochsburg bei Wieſen und an dielen andern Orten vor Augen liegt.— Dieſe Methode wuͤrde uns eine Einnahme gewaͤhren von. 3600 Rthlr. fuͤr Brandtwein, und 1900— fuͤr Maſtung der Ochſen, jeden 60 Rthlr gerechnet, und das ganze Jahr gemaͤſtet. Summa 5500 Rthlr., wovon freilich die Koſten der Ein⸗ richtung und Beſtellung abzuziehen ſind. 8) Eben ſo verhaͤlt es ſich mit den wuͤſten Plaͤtzen. Sie duͤrften ungefaͤhr betragen 23 Acker in Berthelsdorf, naͤmlich 10 Acker neues Land, und 13 Acker die Art Nr. III. B. 12 Acker in Mohsdorf, naͤmlich das Land Nr. II. B., welches nicht an Nr. I. A. abgege⸗ ben worden. Summa 35 Acker. Alle dieſe Plaͤtze ſchicken ſich nicht, weder zum Graswuchs,— denn ſie ſind zu duͤrre,— noch zur Acker-Cultur,— denn ihr Boden iſt zu mager: allein zur beſtaͤndigen Erdaͤpfel-Cultur ſind ſie ſehr geſchickt,— wenn ſie naͤmlich jaͤhrlich ge— duͤngt werden. Der einzige wichtige Einwand dabei iſt die dann wegfallende Hutung fuͤr die Schafe in Berthelsdorf. Da wir jedoch bei Ber⸗ thelsdorf nur 500 Centner Kleeheu gerechnet haben; uͤberdies die ſtarke Duͤngung den Ertrag nothwendig vermehren muß; ſo iſt dies Bedenken ziemlich geloͤſt, und der Ertrag wuͤrde beinahe der naͤmliche, wie von Helsdorf ſeyn. Noch muͤſſen wir erinnern, daß der Ueberſchuß von Heu, welcher ſich durch die neuen Wieſen-Anlagen in Mohsdorf noch vermehren wird, ſehr geſchickt iſt, die Zugochſen jedes Jahr fett zu machen, und dadurch die Revenuͤen jaͤhrlich um 1200 Rthlr. zu vermehren, wenn wir den Profit fuͤr jeden Ochſen nur zu 30 Rthlr. jaͤhrlich anſchlagen. Hierzu koͤmmt, daß ſaͤmmt⸗ liches Winterfutter fuͤr die Ochſen wegfaͤllt. Wirt 6 1 ben, groſe wirkli Nohsd folgend 2 und zud welche d hedſt den 1 und 66 um Lbe fordeti fürja aufge Schaf — ¹)' T 1 m dn Hürde u „jeden o das oene 1 der en. abzuife zen.& ker neuss II B. Nr. II abgege⸗ uchs,— denn ijr duttur ſin lich ge⸗ gfallende bei er⸗ überdies nuß; ſo beinahe don Heu, dorf nich des Jhr m 1200 ſchſen nu ſama⸗ des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 143 — VIII. G Wirthſchaftliche Einrichtungen im Jahr 1810. Die Schwierigkeit, auf einmal ſo vielen Duͤnger zu erwer⸗ ben, als zum doppelten Erdaͤpfelbau erfordert wird, und die große Auslage, um dieſen ſtarken Erdaͤpfelbau durch Brennerei wirklich nuͤtzlich zu machen; haben mich, bei Beſichtigung der Mohsdorfer Wirthſchaft am heutigen Tage, bewogen, fuͤr jetzt folgende Einrichtungen zu treffen. 3 D Fuͤr dieſe Mohsdorfer Wirthſchaft. 1) Die Schafe werden im Sommer durch Weide ernaͤhrt, und zu dieſer Weide ſind in Mohsdorf ſammtliche Felder beſtimmt, welche vom Eingang bis zum Mohsdorfer Muͤhlenwege liegen, nebſt den untern Stuͤcken an der Fichte*)..„ 2) Die Feldereintheilung fuͤr Mohsdorf iſt folgende: 1) Ruͤbſen, 2) Weitzen, 3) Klee, 4) Klee, 5) Erdaͤpfel, 6) Wicken,— und es kommen auf jeden Schlag 9 Acker. Der zweite Klee iſt zum Abhuͤten beſtimmt, oder zur Fuͤtterung fuͤr die Schafe im Stalle, wenn ihre Weide aufgezehrt iſt. Fuͤr jetzt wird dieſer Schafſtand zu 400 Stuͤck angenom⸗ men, und da nur ein Mal, naͤmlich zum Ruͤbſen zu duͤngen er— forderlich, und die Art ungefaͤhr neun Acker betraͤgt, ſo duͤrften fuͤr jeden Acker 7 Summa 78 Fuder aufgefahren werden. Wir rechnen naͤmlich von jedem Hundert Schafen 125 Fuder Duͤnger, und von einem Ochſen in drei *) Wo ich nicht irre, macht dies 65 Acker circa aus. Anm. des Herausg. 144 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Wochen 1 Fuder; alſo jaͤhrlich 17 Fuder, und es ſind fuͤr Mohsdorf beſtimmt 400 Schafe und 12 Ochſen, Summa 704 Fuder. Der Klee wird das erſte Jahr allezeit mit Aſche beſtreut. Die Schafhuͤtung geht den 1ſten Mai an und waͤhrt bis mit 15ten November. Die Schafe muͤſſen alſo auch geſchoren werden den 15ten Mai, und den 15ten November*). Sie genießen der Weide 199 Tage, und im Stalle ſind ſie 166 Tage. Wenn wir nun annehmen, daß ein Schaf,— um gut genaͤhrt zu werden, taͤglich 4 Pfund Heu erhalten muß; ſo bringt die Weide ein zu 400 Stuͤck Summa 2903 Centner 3 Stein 1 Pfund, oder an Gelde, den Centner 16 Gr. gerechnet, Summa 1935 Rthlr. 8 Gr. Nun haben wir in Mohsdorf hoͤchſtens 32 Acker Weide; wir be⸗ nutzen daher jeden auf ungefaͤhr Summa 60 Rthlr. ohne alle Auslage.— Wahrſcheinlich aber werden wir auch das zweite Kleeland zur Weide ziehen muͤſſen. Dann betraͤgt das zu letzterer beſtimmte Land Summa 41 Acker, und der Ertrag fuͤr jeden an Gelde Summa 47 Rthlr. ohne Muͤhe und Auslage! *) Die Schafe wurden alſo in dieſem Jahr wirklich noch zwei Mal geſcho⸗ ren, weil man glaubte, daß die Wolle für die Tuchfabrication zu lang wachſe, wenn nur ein Mal geſchoren würde. Daß dieſe zweimalige Schur bei dem erlangten hohen Grade der Veredlung, oder vielmehr bei der ſchon erreichten gänzlichen Edelheit des Rochsburger Schafſtam⸗ es, keinen Nachtheil für die Feinheit und Edelheit der Wolle hatte, zeigte ſich jetzt deutlich; allein wie es damit in der Folge geworden wäre, wenn man immerfort zwei Mal geſchoren hätte, hat nicht erprobt wer⸗ den können, weil,— beſonders nach Aufgebung der Tuchfabrik,— die einmalige Schur wieder allgemein eingeführt wurde. Anm. des Herausg. D ſicht oh ruhen, betrach geſorgt 1); Aes bet ußbd Scbat nen dar Rechti aut. wäͤhtt h h geſchun lle ſind ſe ,— Un muß; ſo wir be⸗ wir auc ttraͤgt da ral geſcho⸗ on zu lang zweimalige er vielmeht Schafſtan⸗ dolle hatt, erden wt, rprobt ne hfabrik,⸗ rausg. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 145 Der Einwand, daß weniger Duͤnger werden duͤrfte, iſt nicht ohne Grund. Da aber die Schafe auch Mittags im Stalle ruhen, ſo duͤrfte, bei reichlichem Weidegang, der Verluſt nicht betraͤchtlich ſeyn*). In Berthelsdorf ſind dagegen 66 Acker, incl. Hels⸗ dorf, fuͤr die Weide beſtimmt, wodurch der Acker nur be⸗ nutzt wird auf ungefaͤhr Summa 29 Rthlr. 7 Gr. Fuͤr die Winterfuͤtterung in Mohsdorf iſt auf folgende Art geſorgt: 1) Wieſenheu und Grummet, wenn mit Aſche geduͤngt wird, 30 Fuder die Taurawieſe, 14— Waͤſſerungs⸗ und Deichwieſe, 4— Wieſeſenraͤnder, 15— die vordern Gaͤrten, 60— der große Garten, 9— die vordere Wieſe, 4— die Gruͤnde. Summa 136 Fuder zu 12 Acker. Summa 1632 Centner 2) Kleeheu 72 Fuder zu 12 Centner 864— 3) Wicken von 9 Acker zu 45 Centner 405— Summa Summarum 2901 Centner. Dies betraͤgt in 166 Tagen fuͤr jeden Tag Summa 17 Centner, und bei dem Beſtand von 400 Stuͤck fuͤr jedes Schaf Summa 44 Pfund. Dabei bleibt die ganze Erdaͤpfelerndte in Reſerve.— Wir koͤn⸗ nen davon wenigſtens die 12 Zugochſen maͤſten, und daher mit Recht ihren Ertrag anſchlagen zu 30 Rthlr. fuͤr jeden; alſo in Summa 360 Rthlr. *) Ferner iſt dagegen: a) daß die Schafe vielleicht nicht genugſames Futter auf der Weide fin⸗ den dürften; b) daß man ihre Zunahme und Gedeihen bei der Stallfütterung beſſer Iin ſeiner Gewalt hat. Schoͤnburg. Wirthſch. II. 10 146 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe 2) Fuͤr Berthelsdorf ſind 400 Schafe und 16 Ochſen gerechnet, und die Felderein⸗ theilung iſt: 1) Ruͤbſen, 2) Weitzen, 3) Klee, 4) Erdaͤpfel, 5) Wicken. Da wir 13 Acker zu beduͤngen haben, ſo kommen auf jeden Summa 59 Fuder zum Nuͤbſen. Das Futterbeduͤrfniß in 166 Wintertagen befriedigen wir auf folgende Art. Die Erdaͤpfel geben eine Mahlzeit: Kleeheu von 8 Acker, nach Abzug des Ochſenfutters„. 768 Centner Wicken, 13 Acker zu 45 Centner 585— Wieſenheu und Grummet 50 Fuder zu 12 Centner. 600— Summa 1953 Centner. Hierdurch erhalten die Schafe auf zwei Mahlzeiten fuͤr jede uͤber 1½ Pfund. Sie ſind alſo, wie in Mohsdorf, gut verſorgt. Hierbei iſt jedoch das Futter fuͤr die Ochſen im Winter nicht berichtigt, fuͤr jedes Paar naͤmlich 11 Pfund Heu und 3 Ge⸗ bunde Stroh. Wir haben dagegen beim Schaffutter den Ertrag der Erdaͤpfel nur auf 150 Saͤcke vom Acker gerechnet, da wir doch vorigen Jahres in Rochsburg 247 Saͤcke ungeduͤngt pro Acker erbaut haben. Wir glauben daher, annehmen zu koͤnnen, daß der Ueberſchuß zur Maſtung der Ochſen— wenigſtens eines Theiles derſelben— hinreichen werde; wozu wir noch die Ueberbleib⸗ ſel der Schafe und die ausgeſchnittenen Erdaͤpfel*) rechnen muͤſ⸗ ſen. Da wir ferner dieſe Maſtung nicht in Geldeinnahme brin⸗ gen, ſo koͤnnen wir dafuͤr das etwa noch noͤthige Futter fuͤr die Ochſen ankaufen. *) d. h. die, von den die Keime ausgeſchnitken worden find. Anm. des Herausg. derechtt 1 fu rechtf ausge de Fedde en auf eyn jedigen wi Centner —— 3 Centner ir jede üöer erſorgt. Vinter nich und 3 Ge⸗ den Ektrag , da wir ungt pro u konnen, tens eines geberbleir hnen min hme ber⸗ tee für erausg. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 147 Endlich 3) Rochsburg hat auch 400 Schafe und 14 Zugochſen.— Die Erdaͤpfel ge⸗ ben fuͤr dieſe eine Mahlzeit, und ernaͤhren wahrſcheinlich die er⸗ forderlichen 14 Zugochſen.— Es duͤrfte ferner erbaut werden, wie folgt: 1) Wicken von 13 Acker zu 45 Centner 685 Centner 29 Hafer, dito....... 395— 3) Wieſenheu und Grummet 60 Fuder zu 12 Acker..720—. 4) Von den Helsdorfer und Cursdorfer Wieſen.... 500— .. Summa 2390 Centner. wodurch jedes Stuͤck in zwei Mahlzeiten drei Pfund erhaͤlt. Auf dieſe Art iſt fuͤr die Fuͤtterung der Schafe, unter goͤtt⸗ lichem Beiſtande! auch hier reichlich geſorgt. Wir ſind daher auch berechtigt, jaͤhrlich fuͤr jedes Schaf 3 Pfund und fuͤr das Lamm 1 Pfund Wolle anzunehmen. Die Duͤngung beſteht in 500 Fuder fuͤr 400 Schafe, 238— 14 Ochſen, 160— gemeinſchaftliche Schaͤferei. Summa 898 Fuder. Von 13 Acker erhaͤlt alſo jeder Summa 69 Fuder. Die Rotation iſt folgende: 1) Rüübſen,* 2) Weitzen, 3) Klee, 4) Erdaͤpfel, 5) Hafer, 6) Wicken. Die Brennerei von Erdaͤpfeln,— wwelche doppelten Erdaͤpfelbau rechtfertigen wird,— bleibt bis zu guͤnſtigern Verhaͤltniſſen noch ausgeſetzt. 10*† 148 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Nach dieſem Anſchlage, deſſen Richtigkeit, unter goͤttlichem Beiſtande! zu verbuͤrgen ſeyn duͤrfte, koͤnnen wir ohne Bedenken als Einnahme annehmen: Ruͤbſen von 35 Acker à 70 Rthlr.. 2450 Rthlr. Weitzen à 40 Rthlr...... 1400— Wolle à 3 Pfund und 1 Pfund Lamm⸗ wolle zu 34 Rthlr. der Stein, in Summa 177 Stein ** 6018— Merzvieh à 5 Rthlr. 300 Stuͤck 1500— Andre Einnahme, nach Berechnung vom J. 1809 Fabrikgewinn Ochſenmaſt **„*.* 2400— . 3900— .⁴. 2.. 360— Summa 18028 Rthlr. Virt Zuſta feſte man! die ih übeigen E jnrich jaben *r Acke ſuin d watt Vo knen Nes m Rſchwer 6 ter gitihe hne Vedein 2450 R. 1400— 018- 500— 400— 900— 60— —ixãiãxqx-ᷓ;- 28 Rthle. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 149 IX. Wirthſchaftliche Einrichtungen und Anordnun⸗ gen im Jahr 1813*). (Rochsburg, den 21ſten Maͤrz.) Die jetzigen bedenklichen Zeiten machen es zur Pflicht, den Zuſtand der Angelegenheiten deutlich ins Auge zu faſſen, um eine feſte Einrichtung zu treffen. Alle Einnahmen ſind vielen Veraͤnderungen unterworfen; man muß ſie daher nur unter den Vorausſetzungen betrachten, die ihnen am Wenigſten vortheilhaft ſind.— Wir beurtheilen uͤbrigens dieſe Einnahmen, wie ſie, nach vollendeter projectirter Einrichtung, ſich wahrſcheinlich realiſiren duͤrften. Wir haben nun naͤmlich unſere Feldwirthſchaft auf ſechs Arten zu 27 Acker, und die Schaͤferei auf 1500 Stuͤck feſtgeſetzt. Wir duͤrfen daher von der Feldwirthſchaft erwarten fuͤr Ruͤbſen 27 Acker à 70 Rthlr. 1890 Rthlr. Weitzen à 40 Rthlr.. 1080— Korn.... 384140— Gerſte ·2 2*.«. ·ℳ. 810— Summa 4590 Rthlr. Von der Schaͤferei koͤnnen wir im Durchſchnitt 3½ Pfund Wolle pro Stuͤck rechnen. Dies macht von 1500 Stuͤck 5250 Pfund, oder 239 Stein geſchwemmte Wolle zu 26 Rthlr. Summa 6214 Rthlr. fuͤr Wolle. *) Von 1811 und 1812 fanden ſich dergl. Berechnungen unter den Pa⸗ pieren des Hrn. Grafen nicht vor. Der Fruchtwechſel war in dieſen Jahren wirklich ſo, wie er 1810 in Rochsburg angeordnet war: 1) Rüb⸗ ſen, 2) Weitzen(oder auch Roggen) mit Klee, 3) Klee, 4) behackte Früchte, oder Erdäpfel in Dünger, oder auch Hafer zu Heu, dann 5) Gerſte und Hafer zu Körnern, und endlich 6) Gemang, Wicken und Erbſen. An Schafen wurden jetzt gegen 1800 Stück gehalten, und zwar in der Regel im Stalle, bis zur Stoppelhut. Vergl. meine Be⸗ merk. auf einer landw. Reiſe in den Sommern 1311, 12 ff. Leipzig 1815. gr. 8. S. 20 u. 214 f. Anm. des Herausg. 150 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe An Merzvieh koͤnnen wir, nach der bisherigen wirth⸗ ſchaftlichen Ueberſicht, erwarten Summa 3740 Rthlr. Die Schaͤfereinutzung duͤrfte daher betragen Summa Summarum 9954 Rthlr. Die Ochſenmaſt bringt, ebenfalls nach der fruͤhern wirthſchaftlichen Ueberſicht, Summa 540 Rthlr. Die Einnahme andrer Art*) traͤgt Summa 1760 Rthlr. Den Holzverkauf rechne ich zu Summa 500 Rthlr. b Strenge Ruͤckſicht auf zeitherigen Ertrag und auf vernuͤnftige Wahrſcheinlichkeit iſt bei jedem Artikel dieſes Entwurfs genommen worden, und wenn widrige Verhaͤltniſſe nachtheilige Veraͤnderun⸗ gen bewirken ſollten, ſo wird dies wenigſtens nicht dem zu hohen Anſchlage zuzuſchreiben ſeyn; wir halten uns vielmehr fuͤr voͤllig be⸗ rechtigt, hiernach die ganze Einnahme von obgenannten F fuͤnf Hauptzweigen, als, um ſie nochmals neben einander zu ſtellen: 4 1) Ackerwirthſchaft.... 4590 Rthlr. 2) Schaferei... 99 4— . 3) Einnahmen andrer Art. 1760— 4) Holzverkauf 500— 5) Ochſenmaſt. 540— auf die Summe von 17344 Rthlr. feſt anzunehmen. Hierzu kom men aber noch von der Fabrik 5750— naͤmlich: a) erhoͤheter Preis der Wolle um 8 Rthlr. pro Stein 1912 Rthlr. b) 211 Stuͤck Tuch zu 18 Rthlrx.. 3793— Summa 5710 Rthlr. Sumina Summarum 23054 Rthlr. *) S. Berechnung von 1809. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 151 eigm di Die d Ausgabe umnen hat, laut Ueberſicht derſelben im Jahr 1811 betragen, nach de⸗ ren Berichtigung, 9584 Rthlr.*); wir wollen ſie aber, um ſicher zu gehen, auf 10000 Rthlr. anſchlagen.— Es bleiben alſo,— hoͤchſt wahrſcheinlich,— bei vollendeter Einrichtung n lleherit jährlich uͤbrig 13054 Rthlr., und dabei werden ſich die Ein⸗ nahmen durch Verbeſſerung der Felder und durch Abzahlung der Schulden betraͤchtlich vermehren. Wir ſetzen naͤmlich feſt, daß alle Jahre 3000 Rthlr. von dieſen abgezahlt, und daß dieſe Abzahlung— durch Hinzu⸗ fuͤgung der wegfallenden Zinſen— vermehrt werde, nach fol⸗ gender Berechnung: vernͤnftige Kapital Jahr Zinſen genommen 3000 Rthlr. 1812 150 Rthlr. eraͤnderun⸗—— 1813 300— R zu hohe— 1814 450— ur volligt⸗—— 1815 600— obgenannin—— 1816 750— er zu ſtelln—— 1817 900— n 13is 19005— 760——— 1820 1350— 00——— 1821 1500— 40——— 1822 1650— Rthlr—— 1823 1800— Jamme 6000 Rthlr. 12 Jahr. Summa 11700 Rthlr. 10— Das Jahr 1812 iſt berichtigt durch 3000 Rthlr. an Herrn N. N. 150— abgezahlte Caution des Oekonomie⸗ Inſpectors. Summa 3150 Rthlr. *) Die ſich leider nicht en detail angegeben gefunden hat unter den Pa⸗ 9,g” 054 Nh pieren; anderwärts aber zu 10934 angegeben iſt. Anm. des Herausg. 152 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Dieſe Abzahlungen koͤnnen durch ſchlechte Zeiten,— wie die gegenwaͤrtigen,— unterbrochen werden, ſind aber allemal nachzuholen. Der Ueberreſt der Einnahme iſt dem Erwerbs⸗Fonds zuzu⸗ theilen, um die nachher aufzufuͤhrenden Verbeſſerungen auszu⸗ fuͤhren, beſonders die Brandtweinbrennerei von Erdaͤpfeln an⸗ zulegen. Dieſer Erwerbs⸗Fonds betrug im Jahr 1805 10391 Rthlr. Seiner Vermehrung haben ſich unerhoͤrte nachtheilige Verhaͤltniſſe, aber auch ganz beſonders der Mangel an guter Einrichtung, und falſche Speculation, nebſt nicht abzulaͤugnender Nachlaͤſſigkeit von meiner Seite entgegengeſetzt. Gegenwaͤrtig ſind die Zeiten ſo aͤußerſt ſchlecht, daß es in der That unmoͤglich iſt, uͤber Woll⸗ vorraͤthe und deren Verarbeitung, worin beſonders dieſer Fonds beſteht, einen Anſchlag zu fertigen. Wir wollen daher Letztern bis Ende des Jahres ausſetzen, und hier nur bemerken, daß die⸗ ſer Fonds beſonders zum Ankauf fremder Wolle dienen muß, welche— als wohlfeiler— noͤthig iſt, um den Ertrag von 18 Rthlr. pro Stuͤck Tuch zu ſichern. Die Regeln der Verwaltung ſind folgende: 1) Die Hauptkaſſe nimmt alle Gelder ohne Ausnahme ein; ſo wie ſie alle Ausgaben bezahlt. 2) Beim Schluſſe des Jahres wird Alles, was ausſteht,— mithin werden auch alle Vorraͤthe der Hauptkaſſe nach einem bil⸗ ligen Anſchlage zugetheilt. 3) Ueber jede Haupt⸗Einnahme wird eine eigene Ueberſicht gemacht, um ihren jedesmaligen Ertrag beſtimmen zu koͤnnen. Wir bemerken hier zum Behuf dieſes Erwerbs⸗Fonds fol⸗ gende Ideen: 1) Ankauf eines Gutes. 2) Vermehrter Schaf⸗ und Staͤhr⸗Abſatz, nach Wien ꝛc. 3) Anlegung von Obſtpflanzungen,— beſon⸗ ders von Pflaumenbaͤumen. 4) Oelſchlagen im Großen. 5) Forellen⸗Deiche. Gott, inneru naͤmlie 16 diten,— 8 d aber dleue z⸗onds Aie au Er daͤpfeln a. 180⁵ Tethälnſ, ctung, wh iſſigkeit en e Heiten ſo uber Wol⸗⸗ eſer Fonds er leßtern „daß die enen muß, trag don 1: Ausnahme woͤſteht,- h einem hi⸗ te Ueberſe koͤnnen. „Fonds ſ⸗ „Abſat, beſon des Grafen H. E. v. Geönün 153 6) Zucker⸗Raffinerie. 7) Erweiterung der Fabrik durc Ankauf frem⸗ der Wolle. 8) Brandtweinbrennerei von Erdapfeln. 9) Beſaͤung und Bepflanzung der leeren Holz⸗ plaͤtze. 10) Einrichtung der Leeden zum Erdaͤpfelbau. Uebrigens muͤſſen wir,— mit inniger Dankbarkeit gegen Gott,— hier die vielen Verbeſſerungen und Erſparniſſe in Er⸗ innerung bringen, welche in dem Jahre 1812 Statt gefunden, naͤmlich: 1 bis 5) an erſparten Zinſen fuͤr ein abgezahltes Kapital, eingezogenen Penſionen, und dergl.... 270 Rthlr. 12 Gr. 6) fuͤr wegfallendes Reisholz fuͤr N N. 24——— 7) für Verabſchieden des Walkers. 96——— 8) fuͤr 100 Centner Heu an die gee meinſchaftliche Schaͤferei, jetzt eigner Erbau.... 25—— 9) Eigener Erbau des Kleeſamens. 120——— 10) Einrichtung des Kuͤchengartes. 122——— 11) Mohsdorfer neue Einrichtung. 860——— 12) Wegfallendes Reisholz fuͤr N. N. 32——— 13) Abſchaffung des dritten Mannes im Schafſtal.. 54—— 14) Abſchaffung des Mautwurfef gers*) 28——— 15) Abſchaffung des Federviehes.—. 100——— 16) Abſchaffung der Shſin⸗ h Be⸗ rechnung. 800——— Samma 2579 Rthlr. 12 Gr. Dieſe jaͤhrlichen Erſparniſſe betragen 51590 Rthlr. Kapital. *) Derſelbe war dafür verpflichtet, dafür zu ſorgen, daß auf ſämtlichen Gütern die Maulwürfe keinen Schaden thaten, wiewohl man doch meiſt auf jeder größern Wieſe einen Maulwurf duldete, indem ſonſt die Re⸗ genwürmer gar zu ſehr uüberhand nahmen. Anm. des Herausg. 154 Wirtthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Nachtrag. Der zeitherige Ruͤbſenbau iſt mit dieſem Jahre mit Recht aufgegeben worden, weil 1) dieſer Ruͤbſen, als Winterfrucht, zeitig beſtellt werden muß, mithin keine Vorfrucht vertraͤgt, ſondern reine Brache erfordert.— Sein Ertrag muß alſo auf zwei Jahre vertheilt werden, und dann iſt er,— auch bei guter Erndte, die er doch ſelten gewaͤhrt,— nicht eintraͤglich genug. 2) Mißraͤth er zu oft, und durch Zufaͤlle, die keine Vor⸗ ſicht vermeiden kann, beſonders durch Inſecten. 3) Mit einer Vorfrucht verbunden, verurſacht ſeine Beſtel⸗ lung zu große und oft vergebliche Anſtrengung: indem die Zeit zum Auffahren des Duͤngers zu kurz iſt. Wenn daher auch die Verhaͤltniſſe geſtatten, eintraͤglichere Fruͤchte zu bauen, ſo wuͤrde immer rathſamer ſeyn, Lein ſtatt Ruͤbſen zu ſaͤen, da ſein Er⸗ trag ſicherer iſt und die Beſtellung keine Schwierigkeit hat. 4) Erfordert er allen Duͤnger allein,— ohne dafuͤr Erſatz durch Fuͤtterung wieder zu geben, wie Letzteres doch beim Erd⸗ aͤpfelbau ſo ſehr der Fall iſt*). *) Dieſe allerdings nicht ganz unrichtigen Gründe fand man aber doch ſpäter nicht vollgültig genug, um ſie nicht zu beſeitigen, und den Rübſen wieder einzuführen, wie im Jahr 1819 wirklich geſchah. Daß Rübſen nicht durchaus vorhergehende Brache verlangt, und daß er auch durch Stroh, und Schoten, die die Schafe gern freſſen, Futter und Einſtreu giebt, iſt doch ganz gewiß. Anm. des Herausg. Ein hre ni Jet ſeſtelt wae reine Brach hre verthi „ die er d je keine V ſeine Beſt em die gii er auch di ſo wuͤrde ſa ſein Er⸗ hat., defür Eiſ hdem En aber doch ſpätn d den Rübſen Daß Kübſen er auch durch und Einſtreu erausg. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 155 X Einrichtung und Anordnung der Wirthſchaft im Jahr 1815*). (Rochsburg, den 4ten Januar 1815.) Da unſer Zweck bei der Landwirthſchaft, wie wir oft hier ſchon bemerkt haben, nothwendig dieſer ſeyn muß, aus den Grundſtuͤcken den hoͤchſten Ertrag zu ziehen, welchen die jedes— maligen Verhaͤltniſſe geſtatten, ohne den Boden zu erſchoͤpfen, den wir vielmehr immer bereichern muͤſſen; ſo iſt unumgaͤnglich erforderlich, daß jede Rotation, durch reichliches Futter, eine immer fortſchreitende Verbeſſerung des Bodens ſichere, welche allezeit nur von ſtarker Duͤngung und guter Bearbeitung abhaͤn⸗ gig iſt. Wir werden vielleicht durch vermehrte Kenntniſſe Einrich⸗ tungen treffen lernen, welche nuͤtzlicher ſind, als diejenigen, die wir gegenwaͤrtig, nach Anleitung unſerer Erfahrung, feſtſetzen wollen; fuͤr jetzt aber halten wir in Anſehung Rochsburgs und Berthelsdorfs unſern Verhaͤltniſſen am Angemeſſenſten folgende Eintheilung der Felder. 1) Erdaͤpfel, 2) Lein, 8) Klee, 4) Erdaͤpfel, 5) Gerſte und Ruͤben, 6) Gemang. *) Für das Jahr 1814 hat ſich nichts Ganzes von neuen Planen vorgefun⸗ den, außer einigen, leider aber ganz in Confuſion gerathenen, und durchaus nicht in Ordnung zu bringenden, einzelnen Papieren, aus den indeß hervorgeht, daß im Ganzen gegen das Jahr 1813 nicht viel Ver⸗ änderliches vorgegangen iſt. Vieles, ja das Meiſte davon findet ſich aber auch in den Planen für die folgenden Jahre wieder. Anm. des Herausg. 156 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Wir haben Sommerfruͤchte um deswillen gewaͤhlt, weil ſie dem hieſigen Klima angemeſſener, und nicht den Verwuͤſtungen der Schnecken und Maͤuſe unterworfen ſind*). Wir haben gegenwaͤrtig fuͤr 1200 Schafe und 11 Pferde zu ſorgen. Dazu erhalten wir,— nach zeitheriger Erfah⸗ rung,— von jedem Acker 250 Saͤcke Erdaͤpfel. Wir belegen gegenwaͤrtig 54 Acker und bekommen folglich 13500 Saͤcke. Von dieſen aber muͤſſen wir abrechnen 540 Saͤcke zu Samen, 52— fuͤr haͤusliches Beduͤrfniß, 52—— Federvieh. Summa 644 Saͤcke. Es bleiben mithin fuͤr die Schafhaltung 12856 Saͤcke. Rochsburg belegt mit Erdaͤpfeln 26 Acker, und erhaͤlt folglich 6500 Sacke. Davon aber gehen ab: 260 Saͤcke Samen, 52— fuͤr Federvieh, 52—— haͤusliches Beduͤrfniß. Summa 364 Saͤcke. Fuͤr die Schafe bleiben alſo 6136 Saͤcke. Wir rechnen die Sommerfuͤtterung vom 1ſten Junius bis 1ſten November, und haben folglich 153 Tage fuͤr Hutung und Kleefuͤtterung, und 212— fuͤr Winterfuͤtterung zu ſorgen. Summa 365 Tage. *) Am Einträglichſten würde allerdings ſeyn, wenn wir den Erdäpfel⸗ Anbau vermehrten; allein wir mußten dabei befürchten, das Strohbe⸗ dürfniß zu ſehr zu vermehren, und uns dadurch Verlegenheiten auszu— ſetzen, zumal da wir in die folgende Einrichtung der Leeden gar keine Getreidefrüchte aufnehmen. Denn 1 142 behalte velche namlie Erda theilt berfutt fuͤr jed Dau’ V Das! Gentne 4 8 Daͤurch het ſü 15 R. de E — *) 3 wel ſi e üſtungen R dll Pf tiger Eic Wirbelhn 00 Sadh unius bis und n Eddärfll⸗ ab Strob⸗ eiten auezl en gar kin des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 157 Wenn wir daher taͤglich,(pro Stuͤck 8 Pfund,) 26 Saͤcke à 142 Pfund, und in 212 Tagen 5512 Saͤcke, fuͤttern, ſo behalten wir uͤbrig 624 Saͤcke, welche entweder ſchon im Herbſt verfuͤttert werden,— dafern naͤmlich die Ruͤben mißrathen,— oder mit den ausgeſchnittenen Erdaͤpfeln den Laäͤmmern, Schweinen und dem Federvieh zuge⸗ theilt werden. Zu dieſen Erdaͤpfeln wird das erbaute Stroh, wie zeither, verfuͤttert. Die Fruͤhmahlzeit beſteht in Heu,— zu 1 Pfund fuͤr jedes Schaf,— oder in 4 Centnern taͤglich fuͤr 500 Schafe, Summa 848 Centner. Dazu erbauen wir 600 Centner Heu und Geummet in Rochsburg, 248— Kleeheu daſelbſt, indem 450 Schafe den gebauten Klee gruͤn nicht aufzehren. Summa 848 Centner. Das Laͤmmerheu fuͤr 112 Stuͤck liefert Helsdorf durch 112 Centner gleich, oder es wird gekauft. Die Duͤngung iſt folgende: 450 Schafe zu 1 ½ Fuder geben... 675 Fuder von der gemeinſchaftlichen herrſchaftlichen Schäferei... 150— 8 beſtaͤndige Maſtochſen à 28 Fuder geben 224— 2 Ochſen zur Schaͤferei*) geben.. 40— Summa 1089 Fuder. Dadurch erhaͤlt jeder Acker 41 Fuder. Berthelsdorf hat fuͤr jetzt 750 Schafe zu unterhalten.— Vom Mai bis 15 Nov. ernaͤhren ſolche die Weide und der Klee in 199 Tagen; die Stallfuͤtterung aber vom 16ten Nov. bis mit 30ſten April *) Zum Einfahren des grünen Futters für die Schafe beſtimmt. Anm. des Herausg. 4 158 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe in 166 Tagen. Dazu erbauen wir an Heu und Grummet, wie folgt: 900 Centner in Mohsdorf, 800— in Helsdorf und Cursdorf, 708— in Berthelsdorf 59 Fuder. Summa 2408 Centner. Davon aber geht ab: Rochsburger Laͤmmerheu fuͤr 112 Stuͤck 112 Centner Berthelsdorfer Laͤmmerheu fuͤr 187 Stuͤck 187— Pferdeheu fuͤr 11 Pferde..... 363— Summa 662 Centner. Wir behalten alſo fuͤr die Schafhaltung 1746 Centner. Da wir aber,— wie nachher gezeigt wird,— nur die Laͤmmer, 187 Stuͤck, im Stalle fuͤttern, indem 605 Stuͤck auf die Weide gehen; ſo brauchen wir dazu nur ungefaͤhr 5 Acker Kleeland, indem nach bisherigen Erfahrungen 1 Acker Klee zur Fuͤtterung von 38 Stuͤck Schafen gut zureicht. Wir behalten daher 9 Acker zum Kleeheumachen; jeden zu 84 Centner gerechnet, giebt dies 756 Centner. Dadurch vermehrt ſich der Heubeſtand auf 2502 Centner. Sieben Hundert und funfzig Schafe aber— zu 1 Pfund fuͤr jedes taͤglich— erfordern jeden Tag 7 Centner. und in 166 Tagen 1162 Centner. Es bleiben uns alſo uͤbrig 1314 Centner, welche fuͤr Ochſenmaſt und fuͤr ein Reſerve-Magazin fuͤr Fuͤtte⸗ rung beſtimmt werden. Duͤngung. Sieben Hundert und funfzig Schafe aber— zu 1 ¼ Fu⸗ der— geben 1125 Fuder Duͤngung. Um jedoch dieſe zu erhoͤhen, wenden wir die erbau⸗ ten Kbt düͤrften 216 E deuſ erwart und 1½ Erbau G den A von 5 b da wir übeiſ ſo vil nen da . unmt, h Dorf, Fuder. 12 Centne 187— 363— — 62 Centne elaͤmmer, die Weide rKleclard Fütteru⸗ alten dahe er gerechne r Heubeſtan Tfund für für Füt ir die ehu⸗ des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 159 ten Koͤrner auf Ochſenmaſt*). 27 Acker mit Gerſte beſaͤet, duͤrften, bei dieſer Duͤngung, 8 Schock jeder,— folglich 216 Schock liefern, deren jedes 2 ¾ Dresdner Scheffel Aus⸗ druſch,— mithin die ganze Erndte, nach Abzug des Samens, 500 Scheffel erwarten laͤßt.— Nun kann aber 1 Ochſe mit 1 Maaß Gerſte und 12 Pfund Heu taͤglich, mithin in 91 Tagen durch 11½ Dresdner Scheffel ſehr gut gemaͤſtet werden.— Unſer Erbau maͤſtet alſo 43 Ochſen. An Gemang erhalten wir von 27 Ackern, zu 6 Schock den Acker, 162 Schock à 4 Scheffel,— folglich, nach Abzug von 54 Scheffel Samen, ungefaͤhr 600 Scheffel. Nun haben wir an Hafer noͤthig 357 Scheffel fuͤr 11 Pferde à 5 Dresdn. Maaß jedes die Woche. 100— fuͤr die Laͤmmer. Summa 457 Scheffel. Der Zinshafer betraͤgt jaͤhrlich 210 Scheffel. Dieſes giebt folgende Ueberſicht des Hafers. 810 Scheffel Einnahme, 457— Ausgabe. Summa 353 Scheffel Ueberſchuß. Da wir aber Gemang ſaͤen, ſo duͤrfen wir annehmen, daß dieſer Ueberſchuß in Wicken beſtehen werde, von welchen wir nun eben ſo viel, als von der Gerſte zu fuͤttern noͤthig haben. Wir koͤn⸗ nen daher von obigen 358 Scheffeln maͤſten, zu 11 ½ Scheffel, 30 Ochſen**). *) Durch dieſe 1125 Fuder erhält ſchon der Acker 40 Fuder, und mehr braucht er nicht. Dadurch würde es alſo auch möglich wer⸗ den, die Maſtung durch Körner ganz allein auf die Einrichtung der Leeden zu verweiſen. **) Sollte 1 Maaß Gerſte,— wie wir beinahe glauben,— zur völligen Maſtung in einem Vierteljahre nicht hinreichend ſeyn; ſo verfüttern wir „ 160 Wirthſchafts-Plane und Entwuͤrfe Wahrſcheinlich alſo werden jedes Jahr— in vier Abtheilungen— 73 Ochſen oder beſtaͤndig 18 Stuͤck gemaͤſtet werden. Die Auslage fuͤr den erſten Ankauf von 18 Ochſen zu 40 Rthlr. betraͤgt 720 Rthlr. Bei dieſer Maſtung koſtet uns der Ochſe 6 Rthlr. 16 Gr. fuͤr 10 Centner Heu zu 16 Gr., naͤmlich taͤglich 12 Pfund fuͤr jeden. 3——— Streuſtroh, 1 Schuͤtte taͤglich, in 91 Tagen. 2— 7— Wartung, naͤmlich 2 Waͤrter zu 84 Rthlr., S. 168 Rthlr., vertheilt auf 73 Stuͤck. Summa 11 Rthlr. 23 Gr. Wenn wir nun annehmen, daß ein Ochſe,— beim Ankauf von 40 Rthlr. Werth,— gemaͤſtet zu 80 Rthlr. verkauft werde; ſo bleiben uns zu Bezafluna der Koͤrner 8 Rthlr., 4 und wir benutzen den Drerdaer Scheffel Gerſte und Wicken auf 1 2 Rthlr. 10 Gr.; V der Duͤnger aber iſt noch reiner Gewinnſt d der Maſt. 1- Wenn wir nun fuͤr Berthelsdorf nur 10 Ochſen rechnen, und dieſe uns 28 Fuder ein jeder liefern, ſo betraͤgt dies Summa 280 Fuder. Die ganze Duͤngung beſteht alſo in 1125 Fuder durch 750 Schafe à 12 Fuder. 280— 10 Maſtochſen à 28 Fuder. 40— 2 Schaͤferei⸗Ochſen. Summa 1 445 Fuder. Dadurch erhaͤlt jeder Acker, deren 28 ſind, in drei Jahren 51 Fuder, eine Duͤng8ung, welche den angenommenen Ertrag gewiß ſichert. die Gerſte im Winter, und geben jedem Ochſen 1 Maaß Erdäpfel Zuſchuß. Die Wicken aber,— welche, gequellt ge efüttert, gewiß keinen Zuſchuß erfordern,— füttern wir im Sommer. Dadu ufüt lch7 uſterho ſeſt we Sch e öthelunge. en. 1d Otſa zu 16 6r. 2 Pfund ſt hutte tigih ? Värtet 168 Rthl, rick Ankauf von auft werde, Dicken auf ſen rechnen, dies Fuder. er. ahren iß ſiche pfil zuſta (nen zujf des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 161 Aus der vorigen Ueberſicht ergiebt ſich zugleich, daß wir das, zur Ochſenmaſt erforderliche, Heu ſelbſt erbauen. Wir erhalten alſo durch dieſe 740 Centner à 16 Gr., an Gelde 493 Rthlr. 8 Gr., und behalten uͤbrig zur Dispoſition 574 Centner. Die Erdaͤpfel liefern zwei Mahlzeiten fuͤr die Schafe. Wir erbauen auf 28 Ackern, nach Abzug des Samens, 6720 Saͤcke. Dadurch ſind wir im Stande, taͤglich 40 Saͤcke à 142 Pfund zu fuͤttern, und von dieſen 5680 Pfund erhaͤlt jedes Schaf taͤg⸗ lich 7 Pfund. Um aber die Schafe immer in vortrefflichem Zuſtande zu unterhalten, darf die Wei de im Sommer niemals zu ſtark be— ſetzt werden. Wir koͤnnen daher nicht mehr rechnen, als auf Mohsdorf 400 Stuͤck Helsdorf 125— Berthelsdorf 30— Summa 605 Stuͤck. Es kommen alſo nicht ganz 4 Stuͤck auf den Acker. Die Eintheilung aber, in Anſehung der Behuͤtung dieſer Lehden, iſt folgende: Helsdorf. 2 Tage auf Nr. 1. 2——— 2. 3——— 3. Dieſe Nummern gehen von Rochsburg nach dem Forſte zu. Mohsdorf. 1 Tag auf den Lehden an der Lunzenauer Straße. 1— auf den Mittelfeldern bis an den Weg zur Mohs⸗ dorfer Muͤhle. 1 2 Tage auf den Stuͤcken an der Allee. 1 Tag an der neuen Scheune und den beiden Quieren. 1— auf den Feldern bei Raps. 1— Naumann's und Muͤller's Feld. Schoͤnburg. Wirthſch. II. 11 162 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe 1 Tag die Lehnen an der Chemnitz und die kleine 4 Quiere. 1 Tag die Stuͤcke an den Steinen, und das große Feld nach Taura*). Die Aſchen⸗Duͤngung auf den Wieſen, und Weiden oder Lehden, hat zeither betragen, fuͤr Rochsburg, Cursdorf und Helsdorf ...... 175 Rthlir.— Gr. Berthelsdorf.... 65— 12.— *) Dieſe Lehden 10 Ackern 144— Summa 240 Rthlr. 12 Gr.**) in Mohsdorf beſtehen aus an der Lunzenauer Straße, bis an den Mühlweg, Naumann's Feld, Müller's Feld, Poſtmeiſters Feld, bei der neuen Scheune, Müller's Feld, große Quiere, zwei Stücke bei dem Gute von Raps gelegen, kleine Quiere, Lehne an der Fichte, die Spitzen an der Fichte, Stücke an den Steinen. 84½ Acker. Anm. des Verf. Dieſe Lehden ſind nämlich die, nach dem Plane von 1810 zum Gras⸗ wuchs, zur Weide, zum Futter niedergelegten, Mohsdorfer Felder, den hier nun noch mehrere von den dortigen Feldäckern beigefügt ſind, und deren im Ga gen eben ſolchen Lehden, 159, oder 162 Acker von nun an waren, die zur Unterhaltung zuerſt ein Heuſchn **) Man ſtreute j nzen, incl. der zu Berthelsdorf und Helsdorf gehöri⸗ der Schafe dienten, theils als Weide, theils ſo, daß itt von ihnen jetzt genommen wurde. Anm. des Herausg. etzt in Rochsburg, ſowie auch ſchon lange vorher, 5— 6 P= 7 Dresdner Scheffel Aſche auf den ſächſ. Acker im Herbſte aus, und mit ſehr großem Erfolg. Anm, des Herausg. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 163 nd de he Mohsdorf wird nicht geduͤngt, weil die Wirkung der ha lteh Aſche dort unbedeutend war. Es beſitzt aber gegenwaͤrtig fol⸗ gaße gende Wieſen: 4 Acker die vordere Wieſe an der Lunzenauer Straße. 7— der große Garten, ohne das Feld an der Allee. herletnn 5— ddie uͤbrigen Gaͤrten. 9— die Taurawieſe. .— G. 1½— Poſtmeiſters Wieſe. 42— G 3— die Naͤnder. 12 Gr.*) Summa 29 Acker. Wenn wir nun, ohne Mohsdorf, ein Jahr um das andere mit Aſche duͤngen; ſo betragen die Koſten 120 Rthlr. 6 Gr. Nach gegenwaͤrtiger Einrichtung duͤrfte die Wirthſchaftliche Einnahme demnach betragen: 2400 Rthlr. Lein, 27 Acker à 90 Rthlr. 1825— Gerſte und Gemang auf Och— ſenmaſt verwendet. 493— Heu fuͤr die Ochſen. dgen, 5148— Wolle, 198 Stein à 26 Rthlr. 2100— Nerzvieh, 300 Stuͤck à 7 Rthlr. Summa 11966 Rthlr. jaͤhrliche Einnahme. Verf. Anderweitige Bemerkungen und Vorhaben. Bun Zu vollkommner Benutzung der Wieſen und Hutungsplaͤtze drün iſt erforderlich: gderf gehir 1) Anlegung von Soͤmdellas fuͤr die Wieſen*). nwaren, d 1 heils ſo, d *) Die Sömdellas werden auf folgende Art angelegt: zuerſt eine erausg. Schicht Erde von ½ Elle; dann Dünger, dann wieder Erde àX Elle, und Dünger abwechſelnd, bis zu der Höhe, welche man für bequem zum Aufgießen der Jauche anſieht: denn dieſes iſt weſentlich nöthig. Das Ganze wird mit Raſen bedeckt oder mit einem Dache von Stroh, Latten ꝛc., damit kein Regen eindringen könne. detausg- 11 85 lange vothe, er in Heti 164 Wirrthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe 2) Alle Plaͤtze der Hutungen und Lehden, welche ſich mit Heide, Moos und doͤſen Graͤſern uͤberziehen, muͤſſen, ſtark mit Kalk beſtreut, umgebrochen und im erſten Jahre oͤfter beackert, auch im zweiten Jahre ſtark geduͤngt werden. Im zweiten Jahre wird weißer und rother Klee und Grasſamen ſtark darauf geſaͤet, und der Platz in dieſem Jahre mit Hutung verſchont. 3) Das Ueberfahren der magern Stellen mit Erde und Teichſchlamm iſt eine weſentliche und nothwendige Verbeſſerung, welche von den Pferden im Winter und bei fehlender Arbeit ver⸗ richtet werden kann. 4) Die Diſteln muͤſſen von den Schaͤfern ausgeſtochen wer⸗ den, die taͤglich dieſe Plaͤtze beſuchen. 5) Der Pferch⸗Schlag,— bei Ausfahren des Schafduͤn⸗ gers,— bleibt fuͤr die Wieſen. Auf Einnahme fuͤr Staͤhre iſt nicht fuͤr immer mit Ge— wißheit zu rechnen. Indeſſen wird es ohnedies nothwendig ſeyn, davon 15 Stuͤck aufzuziehen, und ſolche ganz vorzuͤglich zu fuͤt— tern, um die Zuchtſtaͤhre daraus waͤhlen zu koͤnnen. Werden ſie nicht verkauft, ſo werden ſie nach vollendetem vierten Jahre fuͤr die Kuͤche geſchlachtet; daher auch dieſe 15 Stuͤck in vorerwaͤhntem Alter uͤber die feſtgeſetzte Zahl von 1200 Stuͤck unterhalten wer⸗ den. Bis zum dritten Jahre aber ſind ſie darunter begriffen*). Das Erde⸗Fahren kann nunmehr,— da die Salz— fuhren wegfallen,— jederzeit im Winter und ohne alle Unkoſten geſchehen. Noͤthig iſt es vorzuͤglich in Berthelsdorf auf dem Gukelberge,— wo der Boden tragbar gemacht werden muß,— dann auf Wiesner's Felde, wo es jetzt geſchieht; ferner hinter den Haͤuſern und auf dem Muͤhlberge. 1 *) Der Stähr⸗ und Schaf⸗Verkauf ſcheint ſich wieder einzurichten: daher muß, ſtatt auf Verminderung der Zahl der Stähre zu denken, auf ihre beſſere Verpflegung ernſtliche Aufmerkſamkeit gerichtet werden. Die Erdäpfel ernähren ſie nebſt Heu vollkommen gut im Winter, ohne Bei⸗ fütterung von Körnern; allein im Sommer dürfte letzterer, zumal bei naſſer Zeit, doch nothwendig ſeyn. Spätere Anm. des Verf. So viel ich mich erinnere, wurde damals der Stähr mit 50, das Schaf mit 10 Rthlr, ſchon verkauft; wie ſich auch nachher findet. Anm. des Herausg. 3 hendfelr Verbeſ diefen aufgeft Tefen werden . Lehden nicht e begruͤn und w die dave De R. iten en geichen dar jiit ſordern fenen ſeyn d fer find uͤb D 2 Ktenge nen wel Ihr 4tes 5 ff wwelce ſch iſin, intn eöfter bertn iweitnöjh darauf geſd ſ. mit Erde m Verbeſerun der Arbeite⸗ geſtochen de⸗ es Schafdiu⸗ ner mit Ge⸗ vendig ſeyn, agüch zu fü⸗ Werden ſe Jahre füͤr d vorerwaͤhnten terhalten wer begrifen) da die Sch ealle Unkoſte dorf auf den rdden muß,— ferner hinten urichten: deß enken, aufi werden. nter, ohne erer, zumo des Veif 2 ähr mit d0,1 gerfide Herans des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 165 In Rochsburg muß es geſchehen, auf dem untern Ze⸗ hendfelde, und auf dem Ochſenſtuͤcke, welches beſonders großer Verbeſſerungen bedarf;— auf der Galgenquiere, welche noch Tiefen hat;— auf der Spitze am Teich, wo der Peniger Weg aufgefahren werden kann;— auf dem Hahnenbuſch, deſſen Tiefen nach dem Rochsburger und Lunzenauer Wege zu ausgefuͤllt werden muͤſſen. Die nachſolgenden Beilagen uͤber die beſſere Benutzung der Lehden enthalten zum Theil gute Vorſchlaͤge; ſind aber durchaus nicht eher anwendbar, bis die hier entworfene Einrichtung voͤllig begruͤndet worden. Sie duͤrfen auch letztere niemals gefaͤhrden, und werden wohl am Beſten erſt im Kleinen, um zu ſehen, ob die davon gemachten Anſchlaͤge ſich beſtaͤtigen, ausfuͤhrbar ſeyn.— Die Brandtweinbrennerei wird am Beſten uͤber dieſe Moͤglich⸗ keiten entſcheiden, da durch reichlichſte Cultur der Erdaͤpfel der⸗ gleichen Einrichtungen erſt recht nuͤtzlich werden duͤrften.— Fuͤr jetzt wollen wir uns daher nicht weiter damit beſchaͤftigen, ſondern unſer Beſtreben allein auf Vollendung der hier entwor⸗ fenen Einrichtung richten, die keiner Veraͤnderung unterworfen ſeyn duͤrfte(2!), da die Mohsdorfer Guͤter doch wohl keine Kaͤu⸗ fer finden werden. Beilage uͤber beſſere Benutzung der Lehden v), den 8ten März 1815. Die Benutzung der Lehden durch Hutung ſteht gar ſehr im Ertrage gegen die Einrichtung zuruͤck, welche wir eben aufzeich⸗ nen wollen. Letztere beſteht in folgender Rotation**): 1ſtes Jahr Hafer, 2tes Jahr Erdaͤpfel, 3tes Jahr Flachs, 4Ates Jahr Klee, ö5tes bis 8tes Jahr Gras. *) NB. in dem S. 162 hier angegebenen Sinne. Anm. des Herausg. **) d. h. der, nach dem früher angegebenen Fruchtwechſel angeordneten eigentlichen Feldwirthſchaft. Anm. des Herausg. 166 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Auf keinen Fall darf die veraͤnderte Einrichtung der Lehden der eingefuͤhrten Wirthſchaft*) Eintrag thun; wir uͤberlaſſen daher der letztern,— zur Entſchaͤdigung fuͤr die Sommerweide auf 600 Schafe,— den Klee der Lehden an 20 Acker. *) Nachrichtlich muß bemerkt werden, daß 1) die Lehden in Berthelsdorf— nach dreimaligem Erdäpfelbau— zu einem Verſuch mit Luzerne beſtimmt werden können; 2) daß eine viel vortheilhaftere Rotation für die übrigen Lehden ſeyn dürfte: 1ſtes bis Ztes Jahr Erdäpfel, 4tes Jahr Flachs,.. öStes bis 6tes Jahr Klee mit Aſche im 2ten Jahre. Dadurch erhält jede Rotation 27 Acker. 3) Die zeitherige Wirthſchaft kann gleichfalls verändert werden: 1ſtes bis Ztes Jahr Erdäpfel, 4tes Jahr Lein, Stes und 6tes Jahr Kle e, und wenn zumal die Luzernefelder die grüne Fütterung begünſtigten; ſo könnte durch die Erdäpfel eine bedeutende Vermehrung des Schafſtan⸗ des erfolgen. Wenn wir nämlich erwägen, daß ein Acker Hafer einbringt: 10 Rthlr. für 5 Schock Sommerſtroh à 2 Rthlr. 37— für Maſt. Summa 47 Rthlr., dagegen aber ein Acker Erdäpfel durch die Maſt von 5 Ochſen 140 Rthlr.; ſo haben wir folgende Ueberſicht. 140 Rthlr. Erdäpfel, 47— H afer. Summa 93 Rthlr. Ueberſchuß für Erd äpfel. Es iſt uns daher bis jetzt keine vortheilhaftere Rotation bekannt, als: Erdäpfel, Erdäpfel, Erdäpfel, Lein, Klee, Klee; denn letzterer, mit Aſche gedüngt, ſichert d die Ochſen, und zum Frühfutter der S jedoch vorher berechnen. Wir haben nämlich von 27 Acker à 7 Fuder ten— von jedem 84 Centner= 2268 Centner, 2 Ee.„. ie Beifütterung für Heu für chafe.— Letzteres müſſen wir zu 12 Cnutn. zu erwar⸗ die dann vertheilt wer⸗ ad: deuſch laſſen Etüͤc wir,- 28 R. ad? det; t nell Ec dbauen d Sen N 1⁰¾ Schrot komnme Zeit 5 96. daß die Nai wo f an e läin ommerwen lcker. Erdäpftlbu— übrigen dehdn 9 . twerden: egünſtigten; 8 Schefſtan⸗ vingt: Rthlr. gfür Heu ſ es müſen wi tn. zu erver⸗ vertheilt ver des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 167 Wir behalten alſo zur Duͤngung fuͤr 20 Acker: 1) dee Püſhrs 3 zur Ochſenmaſt, und 3) den Ertrag an Heu von 80 Acker mit Aſche geduͤngt. ad 1. Zwanzig Acker Hafer zu 6 Schock und 4 Scheffel Aus⸗ druſch werden, nach Abzug des Samens, fuͤr Ochſenmaſt uͤbrig laſſen 440 Scheffel. Dadurch koͤnnen, zu 17 Scheffel pro Stuͤck, gemaͤſtet werden 26 Ochſen. Fuͤr jeden Ochſen rechnen wir,— nach Abzug der Unkoſten, nach fruͤherer Berechnung,— 28 Rthlr. Ueberſchuß. Wir erhalten alſo durch 26 Stuͤck an Gelde 728 Rthlr. Duͤngung, zu 7 Fuder fuͤr jeden, 182 Fuder. ad 2. Erdaͤpfel werden ganz allein zu Ochſenmaſt verwen⸗ det; theils weil dieſes die vortheilhafteſte Anwendung iſt, theils weil Schafe nicht den erforderlichen Duͤnger geben würden. Wir erbauen aber von 20 Acker, zu 240 Saͤcken,— nach Abzug des Samens,— 4800 Saͤcke. Wir rechnen ferner, daß jeder Ochſe auf 4 Monat oder 120 Tage, nebſt 12 Centner Heu fuͤr die ganze Zeit und etwas Schrot im Saufen, taͤglich 3 Maaß Erdaͤpfel verzehrt, um voll⸗ kommen fett zu werden. Er braucht alſo ungefaͤhr in diefer Zeit 50 Saͤcke. Wir koͤnnen daher mit 4800 Saͤcken maͤſten 96 Ochſen. Dabei wird natuͤrlich Alles darauf ankommen, daß die Erdaͤpfel ſo gut verwahrt werden, daß ſie bis zum 13ten Mai noch brauchbar ſind*). den auf 212 Tage für 1200 Schafe. Nun erhalten wir dadurch täglich 11 Pfund, welche gewiß hinreichen, den Strohverluſt in Anſehung der Fütterung zu erſetzen, nicht aber in Anſehung der Streu. Zu letzterer würden wir brauchen täglich 50 Gebund, nämlich 30 Gebund für Berthelsdorf und 20 Gebund für Rochsburg.— Dies würde alſo betragen 304 Schöck für die Schäferei allein. Hierzu noch das Bedürfniß für die Ochſen an Stroh!— Dies ſcheint alſo aber doch nicht ausführbar! Wir müſſen daher den Vortheil von 1803 Rthlr. für die eingerichtete Wirthſchaft aufgeben, um nicht in Verlegenheit zu kommen. Allein für die Lehden iſt dieſe Bemerkung deſto wichtiger. *) Vielleicht läßt ſich die Maſt auch einrichten, daß wir zu Weihnachten und zur Oſtermeſſe verkaufen koͤnnen. 168 Wirthſchafts⸗ Plane und Entwuͤrfe Brandtweinbrennerei wuͤrde dies Raͤthſel am Beſten loͤſen: wenn die Auslage und das Brennmaterial nicht ſo viele Hinderniß machte.— Auf alle Faͤlle koͤnnten wir dadurch den Abſatz er⸗ leichtern und ſichern, da wir bei dieſer Einrichtung die Maſtung verlaͤngern koͤnnen, wie wir wollen, ohne zum Verkauf durch Futtermangel genoͤthigt zu ſeyn*). Wir duͤrfen daher auch von dieſen 96 Ochſen den Ertrag rechnen: an Gelde zu 28 Rthlr. 2688 Rthlr. Duͤngung zu 9 Fuder 864 Fuder. ad 3. Flachs koͤnnen wir von 20 Acker zu 90 Rthlr. pro Acker rechnen Summa 1800 Rthlr. ad 5 bis 8. Rechnen wir von jedem Acker 50 Centner Heu; folglich von 80 Ackern 4 000 Centner. Um die Ueberſicht zu beſchleunigen, und da uͤberdies, we⸗ gen Schwierigkeit des Abſatzes, nicht rathſam ſeyn duͤrfte, die Zahl der Maſtochſen zu vermehren, ſo wollen wir dieſes Heu als Schaffutter betrachten.— Nun verzehrt ein Schaf, zu 4 Pfd taͤglich, im Jahre 13 Centner.— Wir koͤnnen alſo durch obige 4000 Centner ernaͤhren 300 Schafe. Dieſe geben, zu 3 ½ Pfund pro Stuͤck, an Wolle 48 Stein, den Stein zu 26 Rthlr., Summa 1 248 Rthlr. Ferner geben dieſe 300 Schafe 75 Stuͤck Merzvieh à 7 Rthlr. 525 Rthlr. Wir koͤnnen daher den Ertrag dieſes Heues, auf Schafe ver⸗ wendet, anſchlagen zu 1773 Rthlr. Wir werden nun aber genoͤthigt ſeyn, von dieſem Heu auf Och⸗ ſenmaſt zu verwenden: 1586 Centner fuͤr 96 Ochſen, fuͤr jeden 16 Centn. in 4 Monaten, bei Erdaͤpfelmaſt, 312— fuͤr 26 Ochſen bei Hafermaſt auf 3 Monate. Summa 1848 Centner. ——ꝭ—C——nn *) Höchſt wahrſcheinlich wird übrigens auch die Einrichtung der Aufbewah⸗ rung durch Gruben im Sande, die Aufbewahrung der Erdäpfel auf das ganze Jahr auch moͤglich machen. Dieſes mehr mehr deren ehalte koſtet 5 met⸗E 7Rthl und . Funf u Ausla don Ed 90 Rthle 9 Centner He⸗ erdies, w. dürfte, di ſs Heu als u4 Pfd walſo durch egeben, zu en Stein z 47 Rthle Schafe ber⸗ Nauf Och 16 Cent pfelmat ermaſt F der Aufbereh⸗ däͤpfel auf ue des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 169 Dieſes wird der Geldeinnahme gar keinen Eintrag thun, viel⸗ mehr ſie vermehren*). Allein wir werden dann freilich nicht mehr, als 150 Schafe von jenem Heu noch unterhalten koͤnnen, deren Duͤngung zu 1 ½ Fuder betraͤgt 225 Fuder. Dadurch erhalten wir folgende Ueberſicht der Einnahme. 1) Hafer 728 Rthlr. 2) Erdaͤpfel 2688— 3) Flachs 1800— 4) Heu c. 1778— Summa 6989 Rthlr. Einnahme. Wir haben dagegen zu beſorgen: 1) Die Beſtellung von 60 Acker.— Wir wollen jeden Acker zu 16 Rthlr. anſchlagen, ſo macht dies 960 Rthlr. 2) 80 Acker Grasland jaͤhrlich mit Aſche zu beduͤngen, koſtet 5 Rthlr.; und den Acker zu 2 Rthlr. fuͤr Heu- und Grum— met-Erndte-Koſten noch gerechnet, giebt dies folglich pro Acker 7 Rthlr. Summa 560 Rthlr. von 60 Ackern, und im Ganzen Summa 1520 Rthlr. Unkoſten der Cultur der 60 Acker. Ueberſicht. 6989 Rthlr. Einnahme, 1520— Ausgabe. Summa 5469 Rthlr. reiner Gewinn. Fuͤnf und vierzig Ochſen, zu 50 Rthlr. jeder, erfordern aber Auslage 2250 Rthlr.: denn die Hafer-Ochſen folgen den von Erdaͤpfeln gemaͤſteten. *) Wenn wir gar überhaupt dies ganze Heu auf Ochſenmaſtung verwen⸗ den wollten, welche es zu 16 Gr. verfüttert; ſo hätten wir, ſtatt der oben angenommenen Einnahme für Schafe an 1773 Rthlr.— 2666 Rthlr.— mithin einen Ueberſchuß von 893 Rthlr. zu erwarten. 170 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe An Duͤngung erhalten wir vom 1 Hafer 182 Fuder Erdaͤpfel 864— Heu 225— Summa 1271 Fuder. Dieſe vertheilt auf 20 Acker Erdaͤpfelland, geben fuͤr jeden Acker 63 Fuder. Dadurch ſind wir berechtigt, dieſe Einrichtung als feſt und als ſelbſtſtaͤndig anzuſehen.— Nur die Einleitung dieſer Ein— richtung wird Schwierigkeiten haben, welche jedoch nicht unuͤber⸗ windlich ſind! Da nun dieſer Gegenſtand jedenfalls von ſo großer Wichtig⸗ keit iſt, und wir immer durch die Vorſtellung von unuͤberwind— lichen Schwierigkeiten und Koſten abgeſchreckt werden; ſo haben wir hier noch den Uebergang zu dieſer Einrichtung der Lehden— Wirthſchaft und die Auslage derſelben nun ſo deutlich, als moͤg— lich, entwickelt. Noch muͤſſen wir aber im Voraus bemerken, daß die Och⸗ ſenmaſt wohl am Beſten eingerichtet ſeyn duͤrfte, wenn a) die Koͤrnermaſt das ganze Jahr mit 25 Stuͤck ihren Fortgang haͤtte; b) die Erdaͤpfelmaſt aber vom 15ten September anfienge und bis Mitte Mai's fortwaͤhrte, und zwar mit 45 Stuͤck. Koͤnnen nun Letztere nicht verkauft werden, ſo iſt die Fort— ſetzung ihrer Maſt durch die noch vorhandenen Koͤrner gedeckt*). *) Wenn wir aber, wie bei Aufbewahrung der Erdäpfel im Sande zu er⸗ warten iſt, das ganze Jahr dieſelben aufbewahren können; ſo würde die Einrichtung folgende ſeyn: 1) 90 Erdäpfel⸗Ochſen, vertheilt auf dreimalige Maſt jährlich...... 30 Stück 2) 98 Körner⸗Ochſen, vertheilt auf viermalige Maſt..*...* ·ℳ · ⸗*„«·... 25— Summa 55 Stück, und die Auslage des Einkaufs aà 50 Rthlr. betrüge Summa 2750 Rthlr. Ue D — halb I 8e wird neg ft l geſtellt bei 129 Ochſen, alſer d waden. fe für jden dt gals feſt un g dieſer Eir nicht unüber Her Wichtiy nuͤberwind⸗ Jſo haben der Khden⸗ als moy doß die Oc⸗ un it 25 Stlt September it45 Etuͤck ſt di Fort⸗ gedeckt*). Zande zu er⸗ n; ſo wütd . 30 Sü ge . 25 — ma 55 Süit, t. betrig des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 171 Beilage. Uebergang zur Einrichtung der Lehden. Die Angabe des Hrn. v. Engel hat ſich durch den, des⸗ halb angeſtellten, Verſuch vollkommen beſtaͤtigt. Durch 17 Scheffel Dresdner Maaß Hafer, und durch 10 Centner Heu wird naͤmlich ein Ochſe in ein und neunzig Tagen vollkom— meg fett. Ueber Erdaͤpfelmaſt haben wir zwar noch keine Verſuche an— geſtellt; wir duͤrfen aber annehmen, daß taͤglich 3 Maaß davon, bei 12 Pfund Heu, und Schrot und Oelkuchen zur Traͤnke, einen Ochſen in 4 Monaten oder 120 Tagen wenigſtens eben ſo fett, als er durch Hafermaſtung in 3 Monaten werden koͤnnte, machen werden. Dadurch koͤnnen wir mit Recht rechnen, daß wir vom Acker 5 Ochſen zu maͤſten im Stande ſind: denn jeder Ochſe ver— zehrt in 120 Tagen 360 Maaß, zu 7 Maaß auf den Sack; folglich ungefaͤhr 50 Saͤcke; indem jeder doch noch etwas mehr, als 7 Maaß enthaͤlt. Wir erbauen nun aber vom Acker wenigſtens 240 Saͤcke, nach Abzug des Samens. Wir haben nun aber in einem fruͤhern Hauptanſchlage die Unkoſten der Maſtung fuͤr jeden Ochſen berechnet, wie folgt: 6 Rthlr. 16 Gr. fuͤr 10 Centner Heu zu 16 Gr. 3——— an Stroh 3 Schock Schuͤtten, à 4 Rthlr. das Schock. 2— 8— an Wartung. M. der Waͤr⸗ ter(à 84 Rthlr.) erhaͤlt 12 Ochſen zur Wartung, welche dreimal gemaͤſtet werden. Summa 12 Rthlr.— Gr. Unkoſten. Wir duͤrfen nunmehr aber,— nach angeſtelltem, entſchei— dendem Verſuche,— annehmen, daß jeder Ochſe mit 40 Rthlr. 172 Wirthſchafts-Plane und Entwuͤrfe hoͤher, als der Einkauf— recht gut verkauft werden wird; alſo iſt die Ueberſicht. 40 Rthlr. hoͤherer Verkaufspreis, 12— Unkoſten. Bleiben Summa 28 Rthlr. reiner Gewinn. Wir benutzen alſo durch Erdaͤpfelbau und deren Anwendung auf Ochſenmaſt den Acker auf 140 Rthlr. Dabei erhalten wir von jedem Ochſen ganz gewiß in 4 Monaten 9 Fuder Duͤnger, und folglich von 5 Ochſen bei Erdaͤpfelmaſt 45 Fuder. Schafe, ſtatt Ochſen, zu maͤſten, hat die Unbequem— lichkeit: b 1) daß man ſie das ganze Jahr fuͤttern muß, weil ſie ſchon zu der Zeit, da Erdaͤpfel zu haben ſind, verkauft werden; 2) bekommt man kein anderes, als ausgemerztes, ſchlech— tes Vieh, wobei große Sterblichkeit unvermeidlich, die Zunahme aber ſpaͤrlich iſt; 3) kann man große Quantitaͤten von ihnen nicht auf einmal verkaufen; bei Ochſen aber kann man ohne Schaden fortmaͤſten, zumal wenn, wie hier, die Maſt auf das ganze Jahr gehoͤrig eingerichtet wird. Daß nun dieſe Benutzung der Lehden durch Erdaͤpfelbau und Ochſenmaſt unendlich vortheilhaft iſt, bedarf demnach wohl keines weitern Beweiſes! Mit der Zeit wird es unſtreitig noch vortheilhafter ſeyn, den Erdaͤpfelbau noch mehr, als in der hier angenommenen Ro— tation, zu erhoͤhen: wie wir in der Note* S. 166 ſchon be— merkt haben. Wir bleiben aber fuͤr jetzt bei letzterer, und haben alſo fuͤr 20 Acker Duͤngung zu beſorgen. Wir ſetzen zuvoͤrderſt voraus, daß die zeitherige Haupt— wirthſchaft ſchon vollkommen eingerichtet iſt, und ſeyn muß, ehe wir auf Benutzung der Lehden denken duͤrfen, wo denn jene nicht mehr die Unterſtuͤtzung der Koͤrnermaſt noͤthig hat, ſondern letz— tere den Lehden zur Einrichtung abgegeben wird. Wir haben nach dem oͤkonomiſchen Anſchlage geſehen, daß wir das ganze Jahr 18 Ochſen durch unſern gewoͤhnlichen Koͤr— nerbau in der Hauptwirthſchaft maͤſten koͤnnen.— Dabei bleibt zenn al der uns bin ihre jeden O hetragt 20 E. 50 Fud Einrich 10 A. 2u46 Davon! che zu en d Ha d derme ſen An. mithin u25 S V V des zi Enrcht iſt, nes ſih hab — inwendung 9 halten wir we Düͤnger, i ie Unbegumn 6, weil ſe ift werden, tes, ſchlech⸗ ie Junahme ht auf einm —m fortmäͤftn Jahr geheh Erdäpfäbu emnach voh ihafter ſeyn, nmenen Re⸗ bſchon be⸗ und haben rige Haupe muß,. mn jene iih ſondern lt eſehen, 1 hnlicen Kir Dabejblit des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 173 denn auf jeden Fall ein kleiner Ueberſchuß von den Erdaͤpfeln, der uns gewiß geſtatten wird, noch zwei Ochſen zu maͤſten, mit⸗ hin ihre Anzahl auf 20 Stuͤck zu bringen. Wenn wir nun fuͤr jeden Ochſen in 14 Tagen nur ein Fuder Duͤngung rechnen, ſo betraͤgt dies fuͤr jeden auf die Maſtzeit 26 Fuder und von 20 Stuͤck 520 Fuder. Dadurch koͤnnen wir beduͤngen, zu 50 Fudern fuͤr den Acker, 10 Acker. Im erſten Jahre der Einrichtung der Lehden nun werden demnach die umgebrochenen 10 Acker mit Hafer beſaͤet. Die Erndte davon iſt 60 Schock zu 4 Scheffel 240 Scheffel. Davon ab 20— zu Samen. Bleiben 220 Scheffel. Davon koͤnnen das ganze Jahr gemaͤſtet werden 3½ Ochſen, wel⸗ che zu 26 Fudern das Stuͤck geben.... 91 Fuder. Hierzu der oben berechnete Duͤnger von der Koͤr⸗ nermaſt von 20 Ochſen mitt....520— giebt in Summa 611 Fuder. Dieſe 611 Fuder berechtigen uns, in dem zweiten Jahre 12 Acker zu Hafer umzubrechen, weil die Erdaͤpfelduͤngung fuͤr ſie durch vorerwaͤhnten Duͤnger gedeckt iſt. Im zweiten Jahre tritt nun auch der Erdaͤpfelbau und deſ⸗ ſen Anwendung auf Maſtung bei und auf 10 Ackern ein;— mithin koͤnnen wir dadurch 13 Ochſen das ganze Jahr maͤſten, zu 26 Fuder Duͤngung den Ochſen, giebt 338 Fuder; hierzu obige 611— Summa 949 Fuder*). Dies zeigt uns deutlich, daß im dritten Jahre die ganze Einrichtung vollendet ſeyn kann, und daß dieſes zugleich der Weg iſt, noch mehrere Arten mit Erdaͤpfeln zu belegen: denn eigent— lich haben wir kein anderes Heubeduͤrfniß, als das fuͤr die Ochſen, *) Wir können aber auch von 10 Acker zu 240 Säcken— Summa 2400 Säcke— mäſten, à 50 Säcke pro Stück, 48 Ochſen, zu 9 Fudern jeder, beträgt. 432 Fuder; hierzu obige. 611— durch Körnermaſt. Summa 1043 Fuder. 174 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe und koͤnnen daher,— wenn der Abſatz es geſtattet,— recht fuͤglich wenigſtens noch eine Art mit Erdaͤpfeln belegen, und fol⸗ gende noch eintraͤglichere Rotation einfuͤhren: Hafer, Erdaͤpfel, Erdaͤpfel, Lein, Klee, Gras, Gras, Gras. Wenn wir dagegen die Einrichtung der Lehden— ohne Beziehung auf die ſie unterſtuͤtzende Koͤrnermaſt der uͤbrigen Wirthſchaft— betrachten; ſo brauchen wir dazu 26 Ochſen zur Hafermaſt von 20 Ackern auf ein Vierteljahr, folglich das ganze Jahr 6 ½ Ochſen. 96 Ochſen fuͤr den Verbrauch der Erdaͤpfel in zweimaliger Fuͤtteruggngg.. 48— Summa 54 ½ Ochſen. Wenn wir nun das Stuͤck auch recht theuer zu 50 Rthlr. einkau⸗ fen; ſo betraͤgt der Einkauf Summa 2725 Rthlr Auslage*). *) Die beſte Einrichtung der Maſt dürfte doch wohl die bleiben, deren wir ſchon früher einmal erwähnt, nämlich: 1) Erdäpfelmaſt geht Mitte des Sept. mit 45 Ochſen an— zu 50 Rthlr. Summa 2250 Rthlr. Auslage. 2) Körnermaſt a) bekrägt für Lehden....... 26·Stück b) für die zeitherige Wirthſchaft„. 72— Summa 98 Stück; vertheilt auf 3 Monate 41, alſo auf vier Mal 24 Stück. Wir werden daher 25 Stück kaufen müſſen, Summa 1250 Rthlr. Auslage. Die ganze Auslage beträgt daher, zu dem hohen Preis der Ochſen à 50 Rthlr. Summa Summarum 3500 Rthlr., zu welcher wir uns 3 Jahre vorbereiten können. die Aus Witthſc nicht ie d haben! Dieſe Schwie 8 di umg zubemer dieſer 2126 Ahgang in 4ten fect reich d zußlech bäͤmen zu deing — rfe (legen, u hne Bezihun Juthſchaft- gfermaſt ban ihr 1 Ochſen. 8— Rthle. einke⸗ ibem, dern wir Stück — Stück; . Wir wan preis de dſß des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 175 Die Auslage fuͤr die 18 Ochſen fuͤr die Koͤrner der zeitherigen Wirthſchaft gehoͤrt offenbar nicht hierher, und betraͤgt ohnedies nicht mehr als 720 Rthlr. Fuͤr vorerwaͤhnte Auslage in dieſen beiden erſten Jahren haben wir nun zu erwarten: iſtes Jahr 364 Rthlr. an Hafer, 2tes Jahr 473— desgl., und 1260— Erdaͤpfel. Summa 2097 Rthlr. Dieſe ganze vortreffliche Einrichtung iſt alſo weder mit großen Schwierigkeiten, noch mit zu großen Auslagen verbunden. In Anſehung der Berthelsdorfer Schafe, welchen durch die umgebrochenen Lehden die Hutung entzogen wird, iſt nur noch zu bemerken, daß das 1ſte Jahr 10 Acker — 2te— 23— — 3te— 20— Summa 53 Acker dieſer Weide entgehen;— folglich durch den Berthelsdorfer Klee 212 Schafe im 3ten Jahre unterhalten werden muͤſſen;— ein Abgang, der da kaum bemerkbar und leicht zu erſetzen iſt. Denn im 4ten Jahre treten ſchon 10 Acker Klee ein, welche dieſen De⸗ fect reichlich decken. Die Beduͤngung der Felder beim Erdaͤpfelbau iſt uͤbrigens zugleich der ſchicklichſte Zeitpunkt, dieſe Felder mit Pflaumen⸗ baͤumen zu beſetzen, und ſie auf dieſe Art zum hoͤchſten Ertrag zu bringen*). *) Dieſe Benutzung der Lehden, wozu ſich noch viele andere Pläne vorfin⸗ den, kam aber doch gar nicht zu Stande. S. künftig. Der Herausg. 176 Wirthſchafts-Plane und Entwuͤrfe XI. 4 Wirthſchaftliche Einrichtungen im Jahr 1816. (Rochsburg, den 30ſten Dec. 1815.) Bei dem uns vorgeſetzten Ziel und Beſtreben,— den hoͤch— ſten Ertrag unſerer Grundſtuͤcke zu erlangen,— welchen wir nur durch ſehr ſtarke Duͤngung des Bodens, und durch verhaͤltniß— maͤßigen Viehſtand, und deſſen reichliche Fuͤtterung, die uns dieſe allein verſchaffen koͤnnen, nahe zu kommen und Genuͤge zu thun im Stande ſind,— liegt es ja wohl am Tage, daß diejenigen Erzeugniſſe des Bodens den Vorzug verdienen, welche— bei be— deutender Geldeinnahme— der Reproduction zu Statten kom— men durch ihre Anwendung auf Viehfutter und Einſtreu; als: Erdaͤpfel, Gras, Getreide, Huͤlſenfruͤchte ꝛc. Denn dieſe ſichern nicht allein den Ertrag, ſondern erhoͤhen ihn auch immer mehr, je ſtaͤrker ihre Anwendung auf Viehfuͤtterung iſt. Dieſes iſt keinesweges der Fall bei Handelsgewaͤchſen ꝛc.,— welche viele Duͤngung erfordern, ohne ſie durch Reproduction wieder zu erſtatten.— Sie verlangen dabei auch große Sorg— falt in ihrer Behandlung, und mißrathen demungeachtet oft; ſo daß es ſehr zweifelhaft iſt, ob,— wenn auch der Duͤnger dazu entbehrt werden kann,— ihre Cultur der Geldeinnahme ſo vor— theilhaft ſey, als der Bau der vorerwaͤhnten Fruͤchte! Dieſe Ueberzeugung hat uns veranlaßt zur Anordnung fol⸗ gender FJFruchtfolge⸗ 1ſtes Jahr Erdaͤpfel, Ltes— Hafer, Ztes— Klee, 4tes— Erdaͤpfel, 5tes— Korn, nachher Ruͤben, 6tes— Hafer, nachher Spoͤrgel. Wir nehmen hier aber uͤberhaupt unſere wirthſchaftliche Einrich⸗ tung ſo an, wie ſie bei ihrer Vollendung nach Hinzufuͤgung der Berthelsdorfer Lehden(24 Acker) ſeyn wird, und machen darnach unſere! die, zu aW ſäde .1 ſSchaff haͤlnij daß ein zur Diſe E geſchert 3 dielt vo Er hewa 250” ten pie Erfo Schoͤndurg „— denſſt welchen wir u unch verhäln z, die unz i venöge zute daß diejenn he— beihe. Statten kom⸗ nſtreu; als. Denn dieſ Rauch imm giſ. vachſen x,⸗ Reprodurin h geoße Eun⸗ ſeactet oft, ſ r Dünger dan mahme ſo bor ke, ſwednung fo ftliche Eini inujinuni⸗ des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 177 unſere Berechnung.— Nach dieſer Vorausſetzung betragen die, zu vorerwaͤhnter Fruchtfolge beſtimmten, Aecker in Rochsburg 18 Acker, und Berthelsdorf 18— Summa 31 Acker, auf jede Art aus, deren, wie wir geſehen, ſechs ſind. Die Mohsdorfer und Helsdorfer Grundſtuͤcke ſind zur Schafhaltung und zum Heugewinnſt beſtimmt, in dem Ver⸗ haͤltniß, daß jederzeit die Haͤlfte davon mit Aſche geduͤngt, aber nur ein Mal Heu davon gemacht werde, um dann als Grummet zur Weide zuruͤckzukehren*. Dieſe Einrichtung muß durch reichliche 1 Duͤngung geſichert werden. Wir unterhalten daher fuͤr dieſe Grundſtuͤcke 68 Maſtochſen, jeden zu 28 Fuder, giebt 1904 Fuder 850 Schafe, zu 1 Fuder, giebet 1277— Gemeinſchaftliche Schaͤferei..... 150— Summa 3331 Fuder. Dadurch werden wir in den Stand geſetzt, 53 Fuder jedem Acker zuzutheilen, deren wir jaͤhrlich 62 zu beduͤngen haben. Zur Unterhaltung des angenommenen Viehſtandes aber dient vorzuͤglich der Erdaͤpfelbau. Er gewaͤhrt uns naͤmlich, nach ſichern Erfahrungen, vom Acker 250 Saͤͤcke. Da wir nun 62 Acker damit belegen, ſo erhal— ten wir 3 15500 Saͤcke. *) Dieſe Einrichtung iſt unſtreitig vortrefflich, hat aber folgende Schwie⸗ rigkeiten: 1) da die Rochsburger neu erlangten Wieſen und die der daſigen Schäferei, ſo wie die Fröhnerwieſen aller ältern Grundſtücke, mit Aſche bedüngt werden müſſen, ſo iſt die Herbeiſchaffung dieſer großen Menge Aſche nicht nur koſtbar, ſondern vielleicht auch unmöglich; 2) wird durch die Verminderung der Weide die ganze Einrichtung geſtört, und wir dürften vielleicht an Klee ſoviel verlieren, als wir an Heu gewinnen; 3) iſt der Ertrag durch Aſchendüngung auf Lehden noch nicht durch Erfahrung beſtätigt. Schoͤnburg. Wirthſch II. 12 178 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Von dieſen aber muͤſſen wir abziehen 930 Saͤcke fuͤr Samen, zu 15 SJͤcke der Acker, 200—— haͤusliches Beduͤrfniß. Summa 1130 Saͤcke. Wir hehaüten alſo zur Ochſenmaſt 14370 Saͤcke. Von dieſen 14370 Saͤcken enthaͤlt jeder,— nach neuerlich ge⸗ nau veranſtalteter Abwaͤgung,— 139 Pfund, oder 6 ¾ gehaͤufte Maaß. Nach Angabe der gegenwaͤrtig aufgeſtellten Ochſen duͤrfte jeder verzehren taͤglich 4½ Pfund an geſchrotenem Hafer 1 Metze, 80½— Erdoaͤpfel, 8— Heu, 5— Hackerling. Summa 98 Pfund. Denn die jetzt aufgeſtellten 19 Dahſen erhalten taͤglich 11 Saͤcke Erdaͤpfel. Es verzehrt alſo ein Naſtochſe in den ihm beſtimmten 182 Tagen: Erdaͤpfel 106 Saͤcke zu 12 Gr. 53 Rthlr.— Gr. 13 Centner Heu zu 16 Gr. 8— 16— Wartung.. 2,— 18— Stroh zu Haͤckerling 39 Gebund, und Streuſtroh zu ½ Sthütte fäglich. 4— 12— Hafer 9 Scheffel zu 2 Rthlr.. 18——— Summa 86 Rthlr. 22 Gr. Hierzu der Einkauf 50——— Summa Summarum 136 Rthlr. 22 Gr. Auslage. In Anſehung des Hafers muͤſſen wir bemerken, daß jeder Ochſe 1 Metze geſchrotenen Hafer taͤglich erhaͤlt; da aber 1 Schfl. Hafer* geſchrotenen giebt, ſo betragen die 182 Metzen fuͤr jeden Maſtochſen nur 1453½ Metzen ungeſchrotenen Hafer, oder 9 Scheffel 1 Metze. d ſhrieber werde, unſere ( durh mend! unſerer 1825 davon geeſc 900„% eaxiſrn Ei 4 Dann Nthle. helb wi cber m johlt. Di beſe Ei und dabe tiemal ſonder ufi — )) V. dch zue fünd ſtun den neuerich, er ox gehä Ochſen dße 1 Mete, ich 11 St m beſtimme Rthlr.— G. — 16⸗ — 18— hl 226 —— — — thle. 220 uslage en, di M dber 1 Et egen lr ſt Hafe 9 M des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 179 Daß ein Maſtochſe zu 50 Rthlr. Einkauf, und auf vorge⸗ ſchriebene Art ein halbes Jahr gemaͤſtet, ſein Futter bezahlen werde, ſcheint außer Zweifel zu ſeyn*); und auf dieſe Art wird unſere ganze Erndte am Ruͤtzlichſten zu Viehfuͤtterung verwendet. Folgende Anſicht iſt zwar nur theoretiſch und muß erſt durch eigene Erfahrung beſtaͤtigt werden, ſie hat aber ausneh⸗ mend viel Wahrſcheinlichkeit; naͤmlich: ein Ochſe verzehrt, nach unſerer Einrichtung 18018 Pfund in den zur Maſt beſtimmten 182 Tagen. Wenn er nun zu ſeiner Unterhaltung taͤglich 35 davon noͤthig haͤtte, und nur—2ß auf Vermehrung von Fett und Fleiſch anſetzte; ſo wuͤrde ſeine Zunahme in dieſer Zeit betragen 900 Pfund, welche, zu 3 Gr. angeſchlagen, 112 Rthlr. 12 Gr. gewaͤhren. Ueberſicht. Einnahme durch Maſt 112 Rthlr. 12 Gr. Auslage fuͤr Maſt 86— 22— Gewinnſt 25 Rthlr. 14 Gr. Dann aber muͤßte freilich der Ochſe verkauft werden fuͤr 162 Rthlr. 12 Gr., welches aber hoͤchſt unwahrſcheinlich iſt; wes⸗ halb wir auch keinen ſolchen Gewinnſt fuͤr Maſtung annehmen,— aber mit Zuverſicht glauben, daß ſie ihre Auslage be⸗ zahlt. Die Fortſetzung der Maſt durch das ganze Jahr iſt die beſte Sicherung gegen Willkuͤhr der Fleiſcher; nur muͤſſen wir uns dabei beſcheiden, 1. niemals den eigentlichen wahren Werth erhalten zu wollen; ſondern vielmehr ſuchen, die Kaͤufer durch anziehenden Gewinn zu fixiren. *) Wir müſſen nur immer auf große, und ſchon gut bei Leibe ſeyende Ochſen ſehen; denn andre brauchen zu viel, um das früher Verlorene zu erſetzen; alſo müſſen wir die ſtärkſten pohlniſchen Ochſen, nicht die ſündlich theuern Landklepper kaufen, die nie den Vortheil bei der Ma⸗ ſtung geben, wie jene, vielmehr offenbaren Schaden thun, wie ich an den in dieſem Jahre 1815 aufgeſtellten 13 Stück geſehen habe. 121 180 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Die Maſtung iſt uͤbrigens auf 4 Mahlzeiten vertheilt, naͤmlich fruͤh 7 Uhr, Mittags 11, Nachmittags 3 und Abends 7 Uhr. X Der Verkauf muß zur Sicherung des Abſatzes moͤglichſt vertheilt werden,— wenigſtens auf vier Male im Jahre,— als z. B.: Oſtermeſſe oder Mai, Auguſt, November, Februar, oder, noch beſſer vielleicht, mit einer Ver⸗ theilung auf jeden Monat*). Auf dieſe Art ordnen wir auch den Einkauf, bis der Beſtand vollzaͤhlig iſt.— Wenn alsdann kein Abzug iſt; ſo findet auch kein Einkauf Statt, ſo daß die vorbeſtimmte Anzahl der Maſt— ochſen nie vermehrt werden kann.— Dagegen ſſt eine laͤngere Maſtung theils unwahrſcheinlich, thei duͤrfte ſie ſich doch auch ſtets bezahlen**). *) Wenn wir in dieſem Jahre 1816 nur 42 Ochſen aufſtellen können; ſo dürfte ihre ſchicklichſte Vertheilung folgende ſeyn: Mai 6 Stück Junius 6— Julius 6— Auguſt 6— September 6— November 12— wovon aber 6 Stück nur Zuwachs ſind, und 6 Stück Ergänzung. Summa 42 Stück. Die übrigen 26 Stück werden auf Meſſen und Feiertage, ſo viel, wie möglich, eingerichtet, als: Weihnachten, Oſtern, Pfingſten und Mi— chaelismeſſe, 6 bis 7 Stück. **½) Dieſe theoretiſche Meinung ſcheint durch ein neueres Beiſpiel Beſtäti⸗ gung zu erhalten. Nämlich der von mir für 140 Rthlr. dies Jahr ver⸗ kaufte Ochſe wird von dem Fleiſcher, der ihn gekauft, noch 110 Tage fortgemäſtet. Wie könnte er dieſes thun, wenn die Fortſetzung nicht wenigſtens das Futter bezahlte?— Wir dürfen auch nicht befürchten, daß ein Ochſe, der ein ganzes Jahr gemäſtet wird, deshalb in Gefahr gerathe. Wir haben Beiſpiele von mehrjähriger, ohne Schaden fortge⸗ 0 12 Gr amſchla 18c traͤgt fur J nicht Artike clagen Pwiger fagli Dos K hen nich V f heit, rumi und Aohne tes naͤic m Jah,- it einer de⸗ der Beſtan findet auc der M aſt ne laͤngere h doch auc len können; he Suwachs ſind, ſo viel, wi ſten und I⸗ eiſpil Bſüü dies Joht ne noch 110 29 rtſezung i ijrli halb in Giit Sehodan ir des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 181 Nach dieſer Anſicht koͤnnen wir jeden Sack Erdaͤpfel zu 12 Gr., und unſere Erndte an 14370 Sacke zu 7185 Rthlr. anſchlagen. Zu reichlicher Einſtreu fuͤr jeden Ochſen ſind, taͤglich 1 Schuͤtte, folglich im Jahre 3. Schock erforderlich. Dies be⸗ traͤgt fuͤr 68 Ochſen 204 Schock. Wenn wir nun gleich hoͤchſt wahrſcheinlich das Einſtreuſtroh fuͤr Maſtochſen werden kaufen muͤſſen, ſo iſt doch dieſes der Fall nicht mit dem erforderlichen Heu, wie wir nachher unter dem Artikel Schaͤferei zeigen werden. Den Korn⸗Erbau ſchlagen wir zu 6 Schock vom Acker und das Schock zu 14 Schfl. Peniger Maaß Ausdruſch an, à 4 Rthlr. den Scheffel. Ueberſicht. 7 Scheffel 2 Sippmaaß Erndte Penig. Maaß, —— 3— Samen. Bleiben 6 Scheffel 3 Sippmaaß Pen. Maaß à 4 Rthlr.; folglich fuͤr den Acker 27 Rthlr., und fuͤr 31 Acker 837 Rthlr. Einnahme. Das Kornſtroh wird fuͤr Pferde und Schafe verwendet, und da⸗ her nicht als Einnahme aufgefuͤhrt. ſetzter Maſt.— So lange der Ochſe die Luſt zum Freſſen behält, und gleiche Quantität Futter verzehrt, iſt gewiß keine Gefahr zu beſorgen. Sobald er aber anfängt, die Luſt zum Freſſen zu verlieren, iſt es Zeit, ihn zu verkaufen. Es iſt ja auch anzunehmen, daß das Futter im erſten Vierteljahre, wo ſoviel zur Ergänzung aufgewendet werden muß, nicht ſo viel Vortheil verſchaffen könne, als bei der Fort⸗ ſetzung der Maſt, wo Alles ſich auf Fett- und Talganſatz zu wenden ſcheint: und es iſt ja auch bekannt, daß bei ſtarker Maſt alle zum Ab⸗ gang gehörige, und dem Fleiſcher unnütze Theile, ſelbſt der Magen, ſich verkleinern, dagegen aber die nutzbaren Theile, beſonders Fett und Talg, im umgekehrten Verhältniß zunehmen. So lange daher der Ochſe nur immer gleiche Quantität frißt, iſt, wie geſagt, die fortgeſetzte Maſt alſo gewiß nicht unnütz. 182 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Den Hafer⸗Erbau koöͤnnen wir, nach zeitheriger Erfahrung, zu 6 Schock vom Acker annehmen, und das Schock zu 4 Dresdn. Scheffel Ausdruſch, folglich von 62 Ackern 372 Schock, und. 1488 Dresdn. Scheffel weniger fuͤr Samen aber 120— Bleiben 1368 Dresdn. Scheffel. und hierzu noch 200—— Zinshafer. Summa 1568 Dresdn. Scheffel Einnahme. Davon aber gehen ab: 351 Scheffel fuͤr 11 Pferde, 200— fuͤr die Laͤmmer, 52— fuͤr Federvieh. Summa 603 Scheffel Dresdn. Maaß. Ueberſicht. 1568 Scheffel Dresdn. Maaß Einna hme, 603——— Ausgabe. Bleiben 965 Scheffel zu 2 Rthlr. Summa 1930 Rthlr. Da nun jeder Ochſe im Jahre 184 Dresdn. Scheffel verzehrt; ſo brauchen 68 Stuͤck 1214 Scheffel. Wir muͤſſen daher unſer Korn mit zur Unterhaltung der Maſt anwenden. Es betraͤgt aber nach Dresdner Maaß 3667 Scheffel.— Wenn wir nun 1 ½ Scheffel Korn fuͤr 2 Scheffel Hafer rechnen, ſo betraͤgt unſere Kornerndte 549 Dresdn. Scheffel Hafer, wodurch das Beduͤrfniß der Maſt vollkommen gedeckt iſt. Dieſe Anwendung des Korns zur Maſtung iſt vortheilhafter, als die von Hafer. Wir bringen dadurch unſere Kornerndte, welche im Anſchlag 837 Rthlr. betraͤgt, auf 1098 Rthlr. Wir duͤrfen uͤbrigens allerdings auch noch auf Vermehrung der angenommenen Erndte bei dieſer ſtarken Duͤngung hoffen. In dieſem unvergeßlichen Jahre 1815 wurden auf dem obern zehendee noch we 3 cihne A in Zukt 3 wirdh und na werden Stande A 1) A kae dobende kämme bot bon gi. heffe Ausdat heffe — zeffel. — IFnäjet heffe Einaumm Einnahme Ausgabe heffel berzehe en dwßer unbe Es betraͤgt Wenn wit „ſo betrat r, wodurc ortheihhin, Kornernd. Rthle. Vermehemn nunj fcfe ijden aöe des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 183 Zehendfelde 7½ Schock Roggen vom Acker erbaut*), und er haͤtte noch weit beſſer ſtehen koͤnnen! Jede gut eingerichtete Wirthſchaft muß ihre Erzeugniſſe ohne Ausnahme der Reproduction widmen: dann wird ſie gewiß in Zukunft eben ſo viel mehr erbauen, als ſie mehr verfuͤtterte. Die Schaͤferei wird hier in Beziehung auf ihre vollendete Einrichtung betrachtet und nach vernuͤnftiger Wahrſcheinlichkeit ihres Ertrags. Wir haben den Beſtand auf 850 Stuͤck feſtgeſetzt**), und werden hernach zeigen, daß wir dieſe Anzahl zu unterhalten im Stande ſind. Die Regeln unſerer Schafhaltung ſind jetzt: 1) die Mutterſchafe nicht vor 2 Jahren zuzulaſſen; 2) nur zwei Laͤmmer von ihnen zu erziehen, und ſie dann zu verkaufen.— Sie werden alſo im Maͤrz geboren und nach vollendeten 2½ Jahren zu Michaelis zugelaſſen. Nachdem ſie zwei Laͤmmer geliefert, werden ſie verkauft; 3) auch die Hammel werden,— nicht ſo aber die Staͤh⸗ re,— nach vollendetem dritten Jahre ausgemerzt. Dabei muß die Heerde folgendergeſtalt eingerichtet werden: 266 alte Schafe, zur Ergaͤnzung derer, welche ausgemerzt werden, 133 Zeitſchafe, zum Erſatz derer, die ausgemerzt werden, 133 Jaͤhrlingsſchafe. Summa 532 Schafe. Daß der Schafhaufe ſtaͤrker ſeyn muͤſſe, als der Hammelhaufe, iſt deshalb nothwendig, weil ſonſt die Schafe, wenn ſie im 3ten Jahre ausgemerzt wuͤrden, nur ein Lamm ziehen wuͤrden. *) Eine ſehr große Erndte! Anm. des Herausg. **) d. h. excl. Mohsdorf,— für Rochsburg und Berthelsdorf nur. Anm. des Herausg. 184 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Der Hammel⸗ und Staͤhrhaufe kann daher nur 318 Stuͤck betragen.— Wir merzen naͤmlich aus jaͤhrlich 133 Hammel, und 50 Staͤhre. Summa 183 Stuͤck. Da wir nun nicht mehr als 133 Hammel und Staͤhre zuziehen, ſo wuͤrde dieſe Einrichtung nicht beſtehen koͤnnen, wenn wir nicht jaͤhrlich 50 Stuͤck von der gemeinſchaftlichen Schaͤferei erhielten. Auf dieſe Art wird auch das Alter von 3 Jahren fuͤr die Hammel erreicht: denn 50 Stuͤck von der gemeinſchaftlichen Schaͤferei bleiben nur ein Jahr.— 50 Staͤhre werden einjaͤh⸗ rig verkauft; es werden alſo an Hammeln von unſerer Zuzucht nur 83 Stuͤck jaͤhrlich ausgemerzt, und dieſe haben bei dem Be— ſtande von 318 Stuͤck das 3te Jahr vollendet. Auf dieſe Art ſcheint die Schaͤferei am zweckmaͤßigſten ein— gerichtet zu ſeyn, und duͤrfte, unter goͤttlichem Beiſtande! fol⸗ gende Einnahme gewaͤhren: 1) Wolle, 850 Schafe zu 3 Pfund, incl. Lammwolle, der Stein zu 28 Rthlr. giebt 116 Stein*). S... 3243 Nthlr. 2) 133 Mutterſchafe zu 10 Rthlr. 1330— 3) 50 Staͤhre zu 30 Rthlr....2500— 4) 133 Hammel zu 7 Rthlrr 931— Summa 8009 Rthlr. Eine ganz hinreichende Fuͤtterung fuͤr ein Stuͤck Schaf im Durchſchnitt iſt nun zuverlaͤſſig die von 3 Pfund Heu, und 1¾ Pfund Stroh taͤglich: es ſind alſo fuͤr 850 Schafe in den 181 Tagen der Winterfuͤtterung erforderlich taͤglich: 23 Centner Heu und 87 Gebund Stroh; folglich zur Winterfuͤtterung uͤber⸗ haupt 4163 Centner Heu und 262 Schock Steoh. *) Wir haben zwar dies Jahr 1815 nur 2 Pfund 23 Loth Wolle von je⸗ dem Schafe im Durchſchnitt erhalten, und den Stein zu 26 Rthlr. verkauft, können indeß auf dieſe Verbeſſerung im Jahre 1816 wohl rechnen. A 6? Ace vir glei gben h kauf da D nd fü 30 Ec ſo daß ſt. T rufgefu — wir bel betragen i Wi ha Keehen und 49 beſteten, wis, ju des Dadon Nähre zuheh wenn wir ſi ferei erhietn Phren für, meinſcheftltt werden ii unſerer un en beiden h f knü Tr en Beifende! 7 ol 3248 Rtht. 330— 500— 951— — 09 Fthl. Schaf im heu, und zfe in den 3 Centner rung über Volle von l⸗ u B Rihſe e18lö vwoh des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 185 An Letztem, naͤmlich an Sommerſtroh, erbauen wir von 62 Acker, zu 4 ½ Schock pro Acker, 279 Schock: und wenn wir gleich den gemeinſchaftlichen Schaͤfer davon 50 Schock abzu— geben haben; ſo duͤrfte doch, bei dem ſtarken Gebuͤnde, kein An⸗ kauf davon noͤthig ſeyn. Dieſes Sommerſtroh deckt zugleich die Einſtreu im Winter; und fuͤr den Sommer brauchen wir taͤglich ungefaͤhr nur 30 Schuͤtten, oder in 184 Tagen 92 Schock. Wir erbauen aber von 31 Acker zu 4½ Schock 139 Schock, ſo daß das Beduͤrfniß fuͤr Schafe und Pferde vollkommen gedeckt iſt. Das Stroh fuͤr die Ochſen aber iſt bereits bei ihrer Auslage aufgefuͤhrt. In Anſehung des Heu⸗Beduͤrfniſſes muͤſſen wir bemerken, daß die zeitherige Heu- und Grummet-Erndte betragen hat in Rochsburg.. 600 Centner Berthelsdovf 700.— Mohsdorf. 900— Cursdorf und Helsdorf 800— Summa 3000 Centner Heu und Grummet. Wir haben aber bei vollendeter Einrichtung zwanzig Acker zu Kleehen, indem 7 Acker zur Sommerfuͤtterung der Laͤmmer, und 4 Acker zur Ergaͤnzung der Weide, von den 31, mit Klee beſaͤeten, Aeckern zuruͤckbehalten werden. Dieſe 20 Acker koͤnnen wir, zu 95 Centner fuͤr jeden(! 2 anſchlagen zu 1900 Centner. Dies giebt, incl. obiges Heu u. Grummet, S. 4900 Centner Einnahme. Davon aber gehen ab: fuͤr Pferdeheu 363 Centner fuͤr Laͤmmerheu 300— Summa 663 Centner Ausgabe. Ueberſicht. 4900 Centner Einnahme, 663— Ausgabe. Bleiben S§. 4237 Centner. 186 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Hierzu koͤmmt nun der wahrſcheinliche Heugewinnſt der Lehden, von den wenigſtens der erſte Wuchs zu Heu gemacht werden ſoll. Wir beduͤngen naͤmlich mit Aſche die Haͤlfte der Mohsdorfer und Helsdorfer Lehden an 139 Acker, und rechnen dafuͤr, auf einen Hieb, vom Acker 2 Fuder Heu zu 14 Centner. Dies betraͤgt von 69 ½ Acker 1946 Centner. Davon aber muͤſ⸗ ſen wir abrechnen das Heu fuͤr die Maſtochſen, naͤmlich fuͤr je— den 26 ¼ Centner, folglich fuͤr 50 Stuͤck 1313 Centner. Dieſe letztern, zu Gelde angeſchlagen, pro Centner 16 Gr., ge⸗ ben 875 Rthlr. Fuͤr die Schaͤferei bleiben alſo noch 633 Centner Lehdenheu. Wir koͤnnen alſo uͤberhaupt fuͤr die Schaͤferei mit Wahr— ſcheinlichkeit annehmen 4870 Centner. Da wir nun, wie vorher gezeigt worden, nur noͤthig haben fuͤr die Schafe 4163 Centner Heu, ſo bleiben Summa 717 Centner. Davon ſind fuͤr Ochſenmaſtung, wenn der Beſtand vollends auf 68 Stuͤck gebracht worden, abzuziehen 489 Centner zu 16 Gr. Summa 326 Rthlr. Die Einnahme fuͤr Ochſenheu betraͤgt alſo 1 201 Rthlr. Vom 1ſten Mai bis 1ſten November werden die Schafe ge⸗ weidet auf 139 Ackerlehden— auf den Klee- und Kornſtoppeln und auf den Wieſen. Von letztern werden diejenigen, welche keine Froͤhner-Be— ſtellung haben, nur ein Mal genutzt und dann zur Hutung gezogen, als Mohsdorf und Helsdorf. Die von Froͤhnern beſtellten Wieſen aber erhalten Aſchen⸗ duͤngung, und dieſe betraͤgt von vorerwaͤhnten Froͤhnerwieſen in Cursdorf 109 Schfl. à 12 Gr. 54 Rthlr. 12 Gr. Berthelsdorf 141——— 70— 12— Rochsburg 65——— 32— 12— Summa 315 Schfl. à 12 Gr. 157 Rthlr. 12 Gr. Hierzu kommen 69 ½2 Acker Lehden zu G 5 Rthlr. pro Aſchenduͤngung 347 Rthlr. 12 Gr. Summa 505 Rthlr.— Gr. fuͤr Aſchenduͤngung. Vei vo 5) dee heiter n ff eugewinnſt Hau ge 5 die Hiffe d „ und re ir u 14 Centne von aber nit amlch fü 313 Centne 16 Gr., 9 ger Lehdenſe ei mit Ai Lentner. entner Ha entner. vollends ah rzu 16 6 wie Schafe g Kornſtoppet Fooͤhner⸗Be⸗ puno gezogen, n Aſchen⸗ nerwieſen i thle. 126, — 12 — 12⸗ thlr. 126, e 126 126' cie k= nduͤnaunt des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 187 Der Flaͤcheninhalt der Mohsdorfer Wieſen betraͤgt, nach Berechnung fuͤr 1815, 291 Acker, der der Lehden aber 103 Acker. Die Mittel zur Erreichung der vorher angefühuten Ein⸗ nahme der Schaͤferei ſind folgende, 1) Aufſtellung von 270 Mutterſchafen; 2) beſtaͤndige reichliche Fuͤtterung von der be⸗ ſten Beſchaffenheit; 3) moͤglichſt gute Erziehung der Laͤmmer; 4) groͤßte Sorgfalt bei Auswahl zur Zuzucht. Bei vollendetem Schafbeſtande erfordert unſere Einrichtung 5) die Aufſtellung von 68 pohlniſchen Ochſen. Dieſe Einrichtung macht uͤbrigens keine neue jaͤhrliche Auslagen weiter nothwendig, als: 200 Rthlr. fuͤr den Inſpector, 347— fuͤr Aſche auf 69½ Acker Lehden, 162— desgl. fuͤr die von Froͤhnern beſtellten Wieſen, 150— Heumachen der Lehden. Summa 859 Rthlr. Auslage. Wir koͤnnen alſo, unter goͤttlichem Beiſtande! die Wirthſchaftliche Einnahme rechnen fuͤr. Erdaͤpfel 7185 Rthlr. Korn 8637— Hafer 1930— Schaͤferei 8009— Ochſenheu 1201— Summa 1 9162 Rthlr. Ueberſicht. 19162 Rthlr. Einnahme, 859— Ausgabe. Summa 18303 Rthlr. wirthſchaftliche Einnahme. 188 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Nachbemerkungen. 1) Zur vollkommenen Einrichtung der Schaͤferei iſt vor— zuͤglich erforderlich eine gute Erziehung der Laͤmmer. Nach unſerer Einrichtung kommen 266 Stuͤck ungefaͤhr im Maͤrz zur Welt. Sie gewoͤhnen ſich an Haferfuͤtterung, den 11ten April mit 1 kleinen Maͤßchen, wenn wir naͤmlich hinzurechnen, was ſie vorher bei dem Erlernen des Freſſens verzehrt haben. Der Aufwand an Hafer duͤrfte alſo folgender ſeyn, jeden Dresdner Scheffel zu 208 kleinen Maͤßchen gerechnet. April. 20 Maͤßchen jedes Lamm, 5320 Maͤßchen, ungefaͤhr 25 Scheffel 2 Viertel. Mai. 1½ Maͤßchen mit Kleie vermiſcht, wie im vorigen Monat, folglich fuͤr das Lamm 47 Maͤßchen, 12502 MJaͤßchen 60——— F Junius. Die Staͤhre an 50 Stuͤck 2 Maͤßchen taͤglich, 100 Maͤßchen taͤglich, 3000 Maͤßchen Der Ueberreſt an 216 Stuͤck zu 1½ M. taͤglich, 324 M., in 30 Tagen 9720 Maͤßchen Summa 12720 Maͤßchen. 6———— Julius. Die Staͤhre 3000 Maͤßchen die uͤͤbrigen 1 M. taͤgl. 6696— Summa 9696 ¼ Mäaͤßchen 46——— Auguſt desgl. 46——— September desgl. 46——— October desgl. 46——— Summa 330 Scheffel 2 Viertel Dresdner Maaß. davon ſ a0 Ech Söcf⸗ ter gott höchſten B folgen: ) werden, 9 aͤfeln unr Qekucher de Nor werden, 5 keien, bracht ſo bald: ſen könn 4) keiſtuche 5) ſchden, zu nache 6) komwen koanen Kemen werden. ihrem; nach, 49.„ afetei ſi n zer. fähr in R t „ den lün hinzurethnn dt haben. ſeyn, fiw — — —— 1. Van ſaoß des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 189 Der Ueberreſt der Staͤhrfuͤtterung bis 1ſten Mai,— taͤglich 900 Maͤßchen,— duͤrfte fuͤr die Staͤhre in 181 Tagen bercagen fuͤr 18100 Maͤßchen 90 Scheffel. Summa Summarum 420 Dresdner Scheffel. Davon ſind 200 Scheffel bereits im Anſchlage aufgefuͤhrt und 220 Scheffel à 2 Rthlr. oder 440 Rthlr. gehen zum Beſten des Schaf⸗ und Staͤhrverkaufs. Wir glauben aber auch dabei, un⸗ ter goͤttlichem Beiſtande! die Rage unſerer Schaͤferei auf den hoͤchſten Gipfel der Vollkommenheit zu bringen! Bei dieſem feſten Vorſatze muͤſſen wir folgende Regeln be— folgen: 1) vor dem Alter von 2 ½ Jahren darf kein Schaf zugelaſſen werden, wie ſchon geſagt. 2) Gleich von der Geburt an wird die Mutter mit Erd⸗ aͤpfeln und Hafer moͤglichſt unterſtuͤtzt, ihr auch Gerſtenſchrot und Oelkuchen zur Traͤnke gegeben.— Aus dieſem Grunde muͤſſen die Muͤtter, welche gelammt haben, von den Schafen geſchieden werden, welche noch keine Laͤmmer haben. 3) Die Laͤmmer muͤſſen zum eigenen Freſſen durch Weitzen⸗ kleien, geſchrotenen Hafer und Salz, ſobald als moͤglich, ge— bracht werden.— Man entfernt ſie daher von ihren Muͤttern, ſo bald und ſo lange es nur moͤglich iſt, und ſo bald ſie ſelbſt freſ— ſen koͤnnen, werden ſie abgeſetzt. 4) Zum Saufen erhalten dieſe Laͤmmer Gerſtenſchrot und Leinkuchen. 5) Sie werden— allenfalls bis Michaelis— ſo oft ge⸗ ſchoren, als es die Laͤnge der Wolle erlaubt, um letztere dichter zu machen.(S. kuͤnftig mehr hiervon.) 6) Die Laͤmmer erhalten gruͤnen Klee, ſo lange er voll— kommen trocken iſt; bei naſſer Zeit aber das beſte Heu. Auch koͤnnen ſie in Zeiten zu Erdaͤpfeln gewoͤhnt und ihnen die in den Keimen ausgeſchnittenen und uͤbrig bleibenden Erdaͤpfel gegeben werden. Dieſe Erziehung der Laͤmmer waͤhrt bei den Staͤhren bis zu ihrem Verkauf; die Schafe und Hammel aber gehen nach und nach, gegen den Herbſt zu, in die gewoͤhnliche Fuͤtterung uͤber, 190 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe indem ſie auf der Kleeſtoppel an Weide gewoͤhnt, und auf dem Winter ſo vorbereitet werden. 7) Den aͤltern Schafen darf es niemals an guter Weide fehlen, und ſie muͤſſen, bei dem mindeſten Anſchein von Mangel, ſogleich mit Kleefuͤtterung unterſtuͤtzt werden. 8) Die beſte Zeit der Schur duͤrfte der 1ſte Junius ſeyn. 9) Die beſte Vertheilung der Schaͤferei duͤrfte folgende ſeyn: naͤmlich in— Rochsburg 120 Mutterſchafe, 60 Zeitſchafe, 60 Jaͤhrlingsſchafe, 60 Staͤhre. Summa 300 Stuͤck. Berthelsdorf. 146 Mutterſchafe, 73 Zeitſchafe, 73 Jaͤhrlingsſchafe, 258 Hammel. Summa 550 Stuͤck. Bei dieſer Einrichtung kann aber die Laͤmmererziehung nicht in Rochsburg allein beſorgt werden,— welches einige Ausgabe mehr verurſachen wird, wegen des im Sommer nothwendig zu unterhaltenden Waͤrters fuͤr dieſe Laͤmmer. Dagegen entſteht daraus der Vortheil: daß die allerſchoͤnſten Schafe in Rochsburg den Staͤhr- und Schafverkauf empfehlen und ſichern. Wir glauben nun dem franzoͤſiſchen Sprichwort: La manie du mieux est éternelle ennemie du bien! und werden daher in unſerer voraufgefuͤhrten Einrichtung gewiß nicht eher Veraͤnderungen machen, als bis die Verhaͤltniſſe und vernuͤnftige durch Erfahrung unterſtuͤtzte Gruͤnde ſie empfehlen oder gar nothwendig machen!(2) Indeſſen ſehen wir doch ein, daß bei aller Sorgfalt, die Rage der Schafe zu vervollkommnen, doch die Einnahme des Verkaufs von Staͤhren und Schafen zur Zucht aufhoͤren kann.— dies al wirken: 1)7 w. R Pir wen Um rthſom Wfiütter Shaf d dungstag machen; ümner Hutung fe und auf w wuter Whd ddon Nog unius ſeyn ürfte fogen ziehung nich nige Ausgabe thwendig zu den entſteht Nochsburg en. Wit bien! tung gevi aͤltniſe un eempfehe vrgfat, d nnahme de en kamn. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 191 Dies aber wuͤrde folgende Verminderung der Einnahme be— wirken: ¹) Funfzig Staͤhre, zu 50 Rthlr. im Anſchlage aufgefuͤhrt, wuͤrden als Hammel zu 7 Rthlr. nur einbringen 350 Rthlr., alſo 2500 Rthlr. 350— Sumnna 2150 Rthlr. Verluſt. 2) 133 Mutterſchafe, zu 5 Rthlr. jedes weniger, tragen nur 665 Rthlr. Summa 2815 Rthlr. Verluſt. Wir werden alſo von der Schaͤferei ſtatt 8009 Rthlr. weniger 2815— fuͤr wegfallenden Verkauf zur Zucht, alſo Summa 5194 Rthlr. nur Einnahme haben. Unſere wirthſchaftliche Einnahme wuͤrde dadurch von 18303 Rthlr. durch 2815— Wegfall auf Summa 15488 Rthlr. vermindert. Um zu beurtheilen, ob alsdann eine Reduction der Schaͤferei rathſam ſey, duͤrfen wir als Grundſatz aufſtellen, daß, durch Beifuͤtterung von Stroh, welches, der Duͤnger bezahlt, jedes Schaf den Tag 3 Pfund Heu verzehrt. Wir haben nun Hu— tungstage auf Stoppeln und Wieſen, welche große Erſparniſſe machen; wir haben aber auch dagegen fuͤr den Unterhalt der Laͤmmer zu ſorgen; und dafuͤr wollen wir die Vortheile dieſer Hutungstage und die Laͤmmerwolle nicht in Anſchlag bringen. Wir rechnen alſo die Fuͤtterung à 3 Pfund durch das ganze Jahr zu 10 Centner à 16 Gr., oder Summa 6 Rthlr. 16 Gr. Auslage. 192 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Dagegen erhalten wir: 3 Pfund Wolle, der Stein 28 Rthlr. 3 Rthlr. 19 Gr. 6 pf. Merzvieh: Wir merzen aus 133 Schafe zu 5 Rthlr. 665 Rthlr. 133 Hammel zu. 7 Rthlr. 931— 3 Summa 1596 Rthlr. Wir wollen alſo fuͤr das Stuͤck unge— faͤhr 2 Rthlr. rechnen 2————— Summa 5 Rthlr. 19 Gr. 6 pf. Einnahme. Ueberſicht. 6 Rthlr. 19 Gr.— pf. Ausgabe, 5— 19— 6— Einnahme. Summa— Rthlr. 23 Gr. 6 pf. Verluſt. Dieſer Verluſt aber berechtigt uns keinesweges zur Aufhebung oder Verminderung des feſtgeſetzten Schafſtandes; denn eine Einnahme von dieſer Groͤße und Sicherheit duͤrfte ſchwerlich auf andere Art zu erſetzen ſeyn. Wir wollen daher erwaͤgen, wie der, zwar nicht wahrſcheinliche, aber doch moͤgliche, Verluſt des Verkaufs zur Zuzucht gewiß erſetzt werden koͤnnte. Hierzu nun wuͤrde Folgendes beitragen: 1) eine Verminderung des Laͤmmerhafers.— Zur Er⸗ ziehung von Laͤmmern und Schafen duͤrften auch wohl 220 Dresdner Scheffel ſchon hinreichen, und wir erſparten daher 200 Dresdn. Scheffel à 2 Rthlr.= 400 Rthlr. 2) Die Ochſenmaſt duͤrfte einen Ueberſchuß geben, welcher vielleicht fuͤr ſich ſchon den Verluſt an Merzſchafen erſetzte: wir wollen ihn aber,— unmm ſicher zu gehen,— nicht in Anſchlag bringen, bis er durch Erfahrung beſtaͤtigt iſt. 3) Muͤßten wir in dieſem Falle den Mohsdorfer und Helsdorfer Lehden eine andere Einrichtung deben⸗ welche uns die verlorne Einnahme erſetzte. Hierzu halten wir nun folgende Einrichtung fuͤr ſchicklich, vorzuͤglich weil ſie neue Artikel der Einnahme enthaͤlt; mithin, die meh men uͤbe Sie Dieſe hung d ſede Ar 7 le R dua 8 ( Daoon füͤhr Depon techalter fügeen d ſhim naͤmüch 8 werde urd d 19 Gr. 6p r Aufhebr ; denn en ſchwerlich u rwaͤgen, ni „Verluſtde - Zur Er⸗ nohl 220 atten daher en, welche ſette: wi in Anſchb orfer ud ben, wach aür ſchiich ät; mihn des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 193 die mehrern Ochſen abgerechnet, keine voraufgefuͤhrten Einnah⸗ men uͤberſetzt. Es ſind folgende: Sie werden bebaut, und ſie tragen 1ſtes Jahr Hafer und Wicken zu Heu; vielleicht nach Klappmeyer'ſcher Methode, 2tes— Nuͤbſen, ztes— Weitzen, Lein und Klee, 4tes— Klee, ö5tes— Gras, 6tes— Gras. Dieſe Rotation ſichert durch die Kleeart den Schafſtand in Anſe⸗ hung der verlornen Weide, und duͤrfte an Einnahme gewaͤhren, jede Art, 28 Acker, Ruͤbſen fuͤr den Acker 70 Rthlr. 1610 Rthlr. Lein 4 62 Rthlr..... 1426— Summa 3036 Rthlr. Die drei Heu⸗Arten duͤrften geben: Hafer, zu 60 Centner pro Acker.. 1380 Centner Gras, 2 Arten zu 1450 Centner, 50 Centner pro Acker...... 2300— Summa 3680 Centner. Davon aber dehe ab die im Anſſhlade aufge⸗ fuͤhrten. 3... 1946— Bleiben 1734 Centner. Davon koͤnnen ungefaͤhr 18 Ochſen, zu 30 Pfund taͤglich, un— terhalten werden, wenn wir ſo das ganze Jahr auf dieſe Art fuͤttern. Dabei haben wir zweierlei wichtige Anſichten, uͤber welche ſchon hier zu entſcheiden indeß ſehr unnoͤthig ſeyn wauͤrde; naͤmlich: a) es koͤnnen durch dieſes Heu ſo viel Ochſen unterhalten werden, als uͤberhaupt zur Beſtellung der Felder noͤthig ſind, und dann fiele die Unterhaltung der Pferde weg; oder b) dieſe 18 Ochſen beſtellen nur die Mohsdorfer Felder, werden aber ein ganzes Jahr mit 30 Pfund Heu gefuͤttert, und dann zur gewoͤhnlichen Maſt abgegeben, ſo daß ſie die Anzahl der Maſtochſen keinesweges vermehren. Wir nehmen dabei an, daß Schoͤnburg. Wirthſch. II. 13 194 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe ein ſolcher Ochſe, bei dieſer Fuͤtterung, in einem Jahre um 30 Rthlr. an Werth zunimmt. Dieſe 18 Ochſen gewaͤhren uns alſo 540 Rthlr. Einnahme. Wir haben alſo durch dieſe Einrichtung wahrſcheinlich 3576 Rthlr. Einnahme mehr. Letztere koͤnnte noch vermehrt werden, wenn der Lein im naͤmlichen Jahre dem Ruͤbſen folgte, und ſtatt des Leins Hafer und Klee geſaͤet wuͤrde.— Wir muͤßten aber von dieſer Einnahme allerdings noch ab⸗ ziehen: 1) Zwei Ochſenwaͤrter zu 7 Viegls den mo⸗ natlich... 168 Rthlr. 2) Bezahlung der Arbeiter nüt Ochſen 4). 200— 3) Handarbeit fuͤr 139 Acker à 3 Rthlr.. 417— 4) Ein Vogt..—. 100— 5) Fuͤr Ochſen mehr, als die voraufgefuͤhrten 18 Stuͤck, indem wir deren 24 noͤthig ha⸗ ben zur Duͤngung..216— Summa 1101 Rthlr. Auslage. Ueberſicht. 3576 Rthlr. Einnahme, 11091— Ausgabe. Bleiben 2475 Rthlr. Ueberſchuß. Hierzu die vorerwaͤhnten 400— fuͤr erſparten Hafer. Summa 2875 Rthlr. Bei dem ungluͤcklichen Ereigniß, daß der Verkauf zur Zucht wegfiele, wrde dieſe Einrichtung uns alſo völlig entſchaͤ⸗ digen. *) Es wurden ſchon früher, in Rochsburg zur Ochſenarbeit keine Ochſen⸗ knechte, ſondern blos Tagelöhner an den Tagen gehalten, wo mit ih⸗ nen gearbeitet wurde, Anm. des Herausg. ſt Wen licht der berdie ns d Wr Delü neid dg weni ſeehe tert; macht Verlu jr n elen oßen ghid ⁴ em JIahte un der Leinu att des dene ings noch j 168 Rthl 200— u 100= 216— —— 1tot Rtht. 7 uslage. uß. n Hafer. Verkauf u öllig enſt 6 it keine Dhſ en, wo nitit Heraudg, des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 195 Indeſſen wird es immer ſehr rathſam ſeyn, dieſen Ge— winnſt fuͤr Verkauf zur Zucht in der Dispoſition nicht aufzufuͤh— ren, ſondern die Wirthſchaftlichen Einnahmen nur anzuſchlagen zu 15488 Rthlr. Das ſicherſte Mittel uͤbrigens, den Staͤhr⸗ und Schafverkauf auch in Zu⸗ kunft zu ſichern, iſt. die moͤglichſte Vervollkommnung der Race*). Wenn wir endlich unſere Zufriedenheit durch moͤgliche, aber noch aicht wirkliche Ereigniſſe ſtoͤren laſſen; ſo werden wir immer in der Einbildung ungluͤcklich ſeyn, und dieſen traurigen Zuſtand verdienen, weil wir nicht der goͤttlichen Vorſorge vertraut, die uns doch,— unſern großen Fehler unbeſchadet,— ſo gnaͤdig, zls wunderbar geleitet und beſchuͤtzt hat.— Keine menſchliche Vorſicht iſt fuͤhig, die mannichfaltigen widrigen Ereigniſſe zu ver⸗ neiden, den wir, beſonders auch in der Landwirthſchaft, beſtaͤn⸗ dig ausgeſetzt ſind. Iſt es vernuͤnftig, blos dieſe und nicht die wenigſtens eben ſo moͤglichen gluͤcklichen Begebenheiten, als bevor⸗ ſtehend, unſerm Geiſte darzuſtellen?— Leetztere Anſicht ermun⸗ tert unſere Thaͤtigkeit, die Gott zur Bedingniß des Exfolgs ge⸗ macht hat; die aͤngſtliche Erwartung des Mißlingens oder des Verluſtes dagegen laͤhmt ſie! Vertrauen auf Gott iſt daher bei mir nur deutliches Bewußtſeyn des von ihm genoſſenen unendlich vielen, unverdienten Beiſtandes gegen alle meine, in der That gtoßen, wirthſchaftlichen Fehler, die allein meine Fortſchritte gehindert haben! Er ſey auch ferner mit mir! Bei dieſer projectirten Einrichtung der Lehden muͤſſen wir abel nothwendig bemerken, daß 18 Ochſen die dazu noͤthige Duͤngung nicht liefern; wir muͤſſen folglich nothwendig 34 Stuͤck unterhalten, deren Futter fuͤr 19 Stuͤck an 1881 Centner wir — *) Dies hat ſich auch bewährt; und vielmehr nahm jener eher mehr zu, als ab; wie wir künftig ſelbſt hier ſehen werden.* Anm. des Herausg. 13* 196 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe zukaufen muͤſſen; wogegen wir aber Entſchaͤdigung erhalten koͤnnen: 1 1) durch Zuwachs dieſer Ochſen an 30 Rthlr. fuͤr jeden; 2) durch Beſtellung der Berthelsdorfer Felder, und 3) Abſchaffung der daſigen Pferde, wenigſtens zum Theil. Dieſe 34 Ochſen nun werden liefern, zu 28 Fudern, 952 Fuder. Rechnen wir hierzu den Duͤnger, den die Schafe bei ihrer Weide auf Stoppeln zuruͤcklaſſen; ſo wird der Acker wahrſcheinlich erhal⸗ ten 45 Fuder hinreichende Duͤngung, um die Rotation zu folgern. ben 1 2 — des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 197 gung erhaln XII. 8à 6 9 ¶☛. ür jde,. Fuͤrs Jahr 1817. und 4 um Theil. I. „962 3une Einrichtung der Vieh- und Feldwirthſchaft ihrer Nin uͤberhaupt. heinich eh(den 28ſten November 1816 entworfen.) Rotation z In der Abſicht, ſo viel uns moͤglich, ſicher zu gehen, ha- ben wir jetzt angenommen folgende J. Fruchtfolge. 1) fuͤr Rochsburg, zeitherigen Antheils*) (jede Art zu 13 Acker.) 4 iſtes Jahr Erdaͤpfel; 2tes Jahr Hafer; 3tes Jahr Klee; 4tes Jahr Erdaͤpfel; 5tes Jahr Wicken; ötes Jahr Korn; oder auch 5) Sommerkorn; 6) Wicken oder Gemang. 2) Rochsburg, neuen Antheils (jede Art zu 13 Acker.) ;ſtes Jahr Wicken; 2tes Jahr Ruͤbſen; 3tes Jahr Weitzen, geduͤngt; 4tes Jahr Hafer; ö5tes Jahr Klee; 6tes Jahr Sommerkorn**). 3) Berthelsdorf (jede Art zu 14 Acker.) iſtes Jahr Erdaͤpfel; 2tes Jahr Hafer; 3tes Jahr Klee; 4tes Jahr Erdaͤpfel; ötes Jahr Wicken; étes *) Eine ganz neue Einrichtung der Wirthſchaft war jetzt jedenfalls nöthig. Im Junius 1816 war nämlich der ältere Bruder des Hrn. Grafen, Graf Heinrich, Mitbeſitzer der Herrſchaft Rochsburg, geſtorben, und ſo die ganze Herrſchaft an Erſtern gefallen, die bisher in allen ihren Grundtheilen und Einkünften zwiſchen beiden Brüdern getheilt war. Die ſo vereinigten Feldäcker der Heerſchaft betrugen in Summa 156 Acker à 300 ◻Ruthen. Anm. des Herausg. **½) ad 2. Auf die Stoppel können aber auch Kohlrüben, Rüben, Spör⸗ ggel, Erbſen ꝛc. zum Futter gebaut werden. Dann verändert ſich die Rotation folgendermaßen: 3) Sommerkorn, die Stoppel gedüngt; 4) Hafer; 5) Klee; 6) Weitzen, die Stoppel ſtark bedüngt. 198 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Jahr Korn; oder auch 5) Sommerkorn;, 6) Wicken oder Gemang auf die Stoppel, Ruͤben und Spoͤrgel ab— wechſelnd*). Die Wicken werden als Getreide behandelt und ausgedroſchen; ihr Stroh aber iſt, nebſt dem Ruͤbſenſtroh, den Stallſchafen beſtimmt. Da wir dieſe Wicken mit Zuſatz von X Hafer, als Gemang, ſaͤen; ſo koͤnnen wir vom Acker 4 ¼ Schock, folglich von 40 Acker........ 180 Schock erwarten.— Der Ruͤbſen, zu 13 Acker, duͤrfte ungefähr gehben....... 60— alſo Summa 240 Schock. Die Schafe freſſen dieſes Ruͤbſenſtroh ſo gern, als Heu. Wenn wir nun rechnen, und in Erwaͤgung ziehen, daß die Rochsburger Schafe, an 375 Stuͤck, taͤglich 20 Gebund Stroh neben ihrem Heufutter verzehren, ſo werden fuͤr 1050 Stuͤck in 273 Tagen erfordert, 273 Schock. Es mangeln alſo 33 Schock, ſo wie das Futterſtroh fuͤr Kuͤhe**) und Ochſen. Beides muß daher durch Rocken⸗Gebunde erſetzt werden***): denn das Haferſtroh wird durch das Beduͤrfniß der Triftſchaͤfe⸗ rei †) erſchoͤpft. *) Ganz ſo wurde dieſer Fruchtwechſel doch nicht wirklich eingeführt; denn als ich im J. 1817 mehrere Tage in Rochsburg mich aufhielt, gab man mir ihn für dieſe Herrſchaft folgendermaßen an: 1) Erdäpfel im friſchen Dünger, 2) Gerſte und Hafer mit Klee, 3) Klee, 4) Erdäpfel im fri⸗ ſchen Dünger, 5) Sommerkorn, 6) Erbſen, Wicken, und Gerſte and Hafer zu x. Anm. des Herausg. **½)„ Dieſe Kühe ſtanden noch auf dem, bisher von dem Grafen Heinrich be⸗ ſeſſenen, und jetzt erſt an den Grafen Ernſt gekommenen Vorwerk in Rochsburg. Anm. des Herausg. ***½*) Mit Zuziehung des Rübſenſtrohes, als Sommerſtroh, dürfte am Ende doch hinreichendes Stroh für die Schafe erbaut werden; für die Kuhhaltung aber, wenn ſie nach Backwel's Methode eingerichtet wird, bleibt freilich nichts übrig, als Spreu und Ueberkehr. †) Obgleich dieſe, die zur Herrſchaft Rochsburg gehörte, nun nicht mehr eine gemeinſchaftliche war, ſondern nur dem Hrn. Grafen Ernſt jetzt gehörte, ſo blieb ſie doch jetzt, und auch lange nachher noch, nicht nur ganz für ſich beſtehend, ſondern wurde auch anders adminiſtrirt, und gehalten, als die andern Schäfereien. 4 Anm. des Herausg. 7 ſch, aber, 532 rei ſ verſe ſtroh für Wir trhal⸗ des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 199 WWicken Iſt aber dieſe Ergaͤnzung durch Rockengebunde nicht thun⸗ poegel dh⸗ lich, ſo muß das Fehlende hinzugekauft werden. Wir glauben aber, daß dieſes nicht noͤthig ſeyn wird. 1 ſedriſcen. In Anſehung des Streuſtrohes haben wir zu erwarten von V talſchain 53 Acker zu 4½ Schock 238 Schock 8 M. Fuͤr die Triftſchaͤfe⸗ afer, i rei ſind davon gerechnet....... 90 Schock. folgilh Da die Stallſchafe in 273 Tagen mit Streu Scheck verſehen ſind, durch das ihnen zugetheilte Sommer⸗ ſtroh: ſo glauben wir mit... 880 Schock — fuͤr ſie zu reichen. Sum 120 Schock. Scecf Wir glauben daher, daß das Beduͤrfniß an Stroh gedeckt iſt.“ An daß de Duͤngung d Stroh erhalten wir von 9 Stuͤck 1050 Stallſchafen*) zu 13 Fudern. 1887 Fuder ein alſo 1070 Triftſchafen, naͤmlich 1010 herr⸗ HOchſen ſchaftliche und 60 Knechteſchafe zu een ven). 1 Fuder*)....... 1605— 3 rfiſhiſe 13 Pferde, 7 Kuͤhe und 4 Ochſen zu 200— Summa 3642 Fuder. Wir haben 80 Acker zu beduͤngen, und folglich erhaͤlt jeder in drei Jahren 45 Fuder. Dieſe ſehr ſtarke Duͤngung rechtfertigt ührt; denn vollkommen folgende Annahme des gab man in fiſha Ertrags der Felder, keni naͤmlich: herſte an 4 4 1) Erdaͤpfel, usg. 4. drih be mit welchen wir belegen werk in in Rochsburg 26 Acker 1sg. Berthelsdorf 28— rfte an Summa 54 Acker. für di— tet wird„. *) In Rochsburg alten Antheils, und in Berthelsdorf und Mohsdorf, — wo ſie indeß keineswegs alle, und immer im Stalle gefüttert wurden, icht mi aausgenommen in Rochsburg(ſ. früher), ſondern nur Stallſchafe im eunf la Gegenſatz der Triftſchafe heißen, die auf der ganzen Feldmark der Herr⸗ riht u ſchaft Rochsburg ihre Hut und Trift hatten. 3 nitt, un Anm. des Herausg. **) Iſt zu viel gerechnet. Anm. des Herausg. u59. A⁴ 200 Wirthſchafts Plane und Entwuͤrfe Nach zeitheriger Erfahrung koͤnnen wir vom Acker annehmen 250 Saͤcke zu 139 Pfund. Davon aber gehen ab 15— Samen. Bleiben 235 Saͤcke vom Acker. Es beſteht daher die Erdaͤpfel-Erndte in 12690 Saͤcken weniger 300— zu Samen und Haushaltung. Summa 12390 Saͤcke zum Verkauf. Nach zeitheriger Erfahrung koͤnnen wir fuͤr den Sack mit Beſtand 9 Gr. annehmen; weil wir ſie zu dieſem Preiſe in dem Jahre 1815 verkauft haben, wo ſie uͤberall in Ueberfluß vor⸗ handen waren. Wir rechnen daher 4646 Rthlr. Einnahme fuͤr Erdaͤpfel. 2) Korn rechnen wir zu 6 Schock vom Acker und— nach Abzug des Dre⸗ ſcherlohns— zu 1½ Peniger Scheffel Ausdruſch; folglich zu 7 Scheffel 2 Sippmaaß Einnahme, davon ab—— 6— zu Samen. Summa 6 Scheffel 3 Sippmaaß Peniger Maaß reinen Ertrag pro Acker. Dies betraͤgt fuͤr den Acker, den Peniger Scheffel zu 4 Rthlr. gerechnet, 27 Rthlr. pro Acker. Wir beſaͤen aber mit Korn und Weitzen 53 Acker, welche uns alſo, unter goͤttlichem Beiſtande! einbringen werden 357 Scheffel 3 Sippmaaß. Davon aber muͤſſen abgerechnet werden: 18 Scheffel Froͤhner-Semmeln, 12— zur Haushaltung, 61— Deptat. Summa 91 Scheffel. Von dieſer Ausgabe gehen ab 13 Scheffel Zinskorn. Bleiben 78 Peniger Scheffel Ausgabe. Wir behalten daher 279 Peniger Scheffel 3 Sippmaaß zum Verkauf. Wir re damitü der ger Ils bei cerhei berech und je ſcherlo den A 12 G Pirha Nemd hd oher vi um wi vümal ſer, u ſcke haltum Sack mi ſe in den luß vor⸗ 3 Dre⸗ reinen er. 4 Rthl ſhe uns nuf. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 201 Wir rechnen ſie mit Bedacht nur zu 4 Rthlr. pro Scheffel, Summa 1119 Rthlr. Einnahme fuͤr Korn; damit der wahrſcheinliche Ueberſchuß bei dieſem Artikel, ſo wie der geringe Preis des Hafers, und der mehrere Staͤhrverkauf, als beide hier, aufgefuͤhrt werden,— dem Anſchlage mehr Si— cherheit verſchaffen moͤgen. 3) Hafer, berechtigt uns die Erfahrung, 6 Schock vom Acker anzunehmen, und jedes Schock zu 4 Dresdner Scheffel, nach Abzug des Dre⸗ ſcherlohns. Fuͤr Samen rechnen wir 2 Dresdner Scheffel auf den Acker, und behalten daher 22 Dresdner Scheffel zu 1 Rthlr. 12 Gr.; folglich fuͤr den Acker 33 Rthlr. reinen Ertrag. Wir haben alſo uͤberhaupt zu beſaͤen 40 Acker, und erhalten alſo 880 Dresdner Scheffel. Wir muͤſſen aber von dieſer Einnahme abziehen: 1) das Futter fuͤr 13 Pferde in 39 Wochen, weil 13 Wochen Klee gefuͤttert wied. 342 Scheffel 2) für die Lämmer... 300*)— 3) füͤr Federvieh...... 50— Summa 692 Scheffel. Es bleiben uns alſo zum Verkauf 188 Dresdner Scheffel zu 1 Rthlr. 12 Gr. Summa 282 Rthlr. Einnahme fuͤr Hafer. 4) Wicken, oder vielmehr Gemang, zu X Hafer naͤmlich dabei, koͤn⸗ nen wir mit Recht in allem dem Hafer gleich rechnen; zumal da uns offenbar zu ſtatten koͤmmt, daß Wicken beſ⸗ ſer, und noch einmal ſo gut fuͤttern, als Hafer. Wir koͤn⸗ *) Wie ich im Jahre 1817 in Rochsburg hörte, erhielten die Lämmer von 3— 4 Wochen nach der Geburt bis zum 1ſten Junius täglich auf 150 Stück ⁊ Dresdner Scheffel Hafer. Es muß daher auch der Hafer für die Mutterſchafe, die damals, 150— 160 Stück ꝛ bis 1 ganzen Dresdn. Scheffel täglich, während des Saugens erhielten, und für die Stähre, die auch etwas Hafer in der Sprungzeit, und bis zum grünen Futter bekamen, mit inbegriffen ſeyn. Anm. des Herausg. 202 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe nen daher bei gleichem Flaͤchenraume 880 Scheffel zu 1½ Rthlr. rechnen Summa 1320 Rthlr. Eiaohme ſür Gemang. Daß dieſe Veraͤnderung von 3 Wicken zu ½ Hafer den Boden in beſſern Stand ſetzen wird, als bloßer Hafer,— wie wir ehedem beſtimmt hatten,— iſt außer Zweifel. Auch erleichtert dieſe Vermiſchung die Erndte. 5) Rubſen koͤnnen wir den Acker ohne Uebertreibung zu 70 Rthlr. anſchla⸗ gen, und erhalten daher von 13 Acker 910 Rthlr. Einnahme fuͤr Ruͤbſen. Wiederholung des Ertrags der Felder. . Erdaͤpfel 4646 Rthlr. Korn 1110— Hafer 282— Gemang 1320— Ruͤbſen 910— Summa 8277 Rthlr. feldwirthſchaft liche Einnahme. II. Schaͤfereie Wir glauben unterhalten zu koͤnnen 1010 Triftſchafe, 1050 Stallſchafe. Der Triftſchaͤferei iſt zur Be ſtreitung ihres Beduͤrfniſſes zu⸗ getheilt 180 Schock Stroh, 90— Streuſtroh. Fuͤr die Schaͤfereiwieſen werden zur Beduͤngung jaͤhrlich 200 Saͤcke Aſche geliefert. Ferner iſt dieſen Triftſchafen zugetheilt: 1) das Futter, welches der Schaͤfer zeither in ſeine(jetzt wegfallenden) Kuͤhe verfuͤtterte, folglich der Garten ꝛc.; 2) der Ertrag von des Schaͤfers zeitherigem Felde, und vom Erbefelde; — 9) ) De unte ſnd da Aovemt Vom und die in Sta 91 Cen Htzu dern ſchert e ſr. anſt niſſes zu⸗ g ſähet ſein(i zarten edde, u des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 208 2) die Scheunenpflugs⸗Wieſen; 4) vierzig Fuder Kleeheu. Die Stallſchafe, welche bis 1ſten Auguſt mit trockenem Fut⸗ ter unterhalten werden, bekommen taͤglich 3 Pfund Heu. Es ſind daher alle Tage erforderlich 28 Centner 3 Stein, und vom November bis 1ſten Aug. in 273 Tagen 7807 Centner. G Vom Auguſt an werden 700 Stuͤck durch Weide 9 unterhalten, und die uͤbrigen 350 Stuͤck bleiben 92 Tage bei gruͤnem Futter im Stalle**). Sie erfordern aber dazu, zu 3 Pfund taͤglich, 9½ Centner Heu; folglich in dieſen 92 Tagen 1 874 Centner***). Hierzu an Laͤmmerheu zu 1 Centner fuͤr das Stuͤck pro Jahr 262 Centner. Summa 8943 Centner fuͤr Schafe. Ferner aber iſt an Heu erforderlich: fuͤr das Vorwerk(die Kuͤhe).. 181 Centner fuͤr 13 Pferde zu 23 Centner 299— fuͤr vier Ochſen zu 28 Centner, naͤmlich jeder 12 Pfund taͤglich, in 258s Tagen.. 112— Summa 592 Centner. Wiederholung des Heubeduͤrfniſſes. 8943 Centner fuͤr Schafe, 592—— Pferde r. Summa 9535 Centner. *) Auf der Stoppel nämlich, und auf den Lehden in Berthelsdorf, Mohs⸗ dorf und Helsdorf, die vor einigen Jahren mit rothem Klee zuerſt an⸗ geſäet, nachher aber ihrem natürlichen Graswuchs überlaſſen worden waren, und nun einmal zu Heu benutzt, dann aber vom Auguſt an zu Weide dienen ſollten. Sie wurden mit Aſche gedüngt; ſ. nachher. Anm. des Herausg. *4⁴) So fand ich dies wirklich auch im Jahre 1847 in Rochsburg ſelbſt. Anm. des Herausg. ***) Nämlich das grüne Futter an Klee, Gemang, Wicken ꝛc., ſo ſie er⸗ hielten, iſt zu Heu hier gerechnet. Anm. des Herausg. 204 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Die Ochſen, Kuͤhe und Pferde werden vom 1ſten Junius bis 15ten September mit gruͤnem Klee gefuͤttert, wozu wir 10 Acker deſſelben beſtimmen.— Es bleiben uns alſo uͤbrig 30 Acker zu 84 Centner Summa 2520 Centner Kleeheu. An zeitherigem Heu und Grummet haben wir erbaut auf den Wieſen zu Rochsburg..... 600 Centner Berthelsdorf.... 700— Cursdorf und Helsdorf. 800— Mohsdorf...— 900— Hierzu neuer Antheil von Wieſen zu Rochsbur.. 600— Summa 3600 Centner. Die Lehden rechnen wir— fuͤr den Acker zu 2 Fuder— zu 12 Centner Heu⸗ Ertrag 24 Centner pro Acker. Nun beſitzen wir aber, mit Inbegriff von Berthelsdorf, 159 Acker Lehden, und duͤrfen daher rechnen 3816 Centner*). 3 Wiederholung der Heu⸗Erndte. Klechen........ 2520 Centner Zeitheriges Heu und Grummet 3600— Lehdenheu........ 3816.— Summa 9936 Centner. Wir haben alſo folgende Ueberſicht des Heues. 9936 Centner Einnahme, 9535— Ausgabe. Summa 401 Centner Ueberſchu ß. *) Als ich im Jahre 1817 ſelbſt in Rochsburg war, rechnete man den Heu⸗ ſchnitt vom Acker dieſer Lehden zu 30 Centner ſogar, und hatte von ei⸗ nem Probeacker im Jahre 1816 wirklich 3 ½ Fuder Heu à 12 Centner gewonnen. Anm. des Herausg. da fihet wo Varderbe votjübe oVerd do Un und wu d ſeyn du 8 Beiſtand gewähe 6 lſien zm , noh n alſo h 600 Cenn. 00— 00— 00- 90- — 00 Centn. entner he nit Inberf aher rin man drc hatke en 12 Gnnte eraloh. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 205 . Damit aber dieſer Heugewinnſt ſich ſo, wie er hier aufge⸗ fuͤhrt worden, beſtaͤtigen moͤge, iſt vorzuͤglich nothwendig, der Verderbniß der Lehden, durch Heidekraut, Moos, Semmen*) ꝛc. vorzubeugen. Gegen Semmen duͤrfte Kalk; fuͤr Moos und zu Verbeſſerung des Wachsthums Aſche am Zutraͤglichſten ſeyn. Das Umbrechen endlich iſt nothwendig, wenn Heide ſich zeigt, und muß durch ſtarke Duͤngung unterſtuͤtzt werden. Ob Soͤmdellas oder Aſchenduͤngung mit Nutzen anwendbar ſeyn duͤrften, werden kuͤnftige Verſuche naͤher beſtimmen. Vorerwaͤhnter Schafſtand aber wird auch, unter goͤttlichem Beiſtande! folgende Einnahme der Schafzucht gewaͤhren: G 1) Triftſchaͤferei. 1010 Stuͤck zu 2¼ Pfund Wolle ungefaͤhr 114 Stein 17 Pfond zu 33 Rthlr. pro Stuͤck... 3792 Nthlr. 126 Mutterſchafe zu 10 Rthlr... 1260— 126 Merzhammel zu 4 Rthlr..... 504— Summa 5556 Rthlr. Einnahme der Triftſchaͤferei. 2) Stallſchaͤferei. 1050 Stuͤck zu 3 Pfund, oder 143 Stein zu 33 Rthlr.*)... 4719 Rthlr. 131 Maͤrzſchafe zu 10 Rthlr... 1310— 50 Stähre zu 50 Rthlr..... 2500— 81 Hammel zu? Rthlr... 567— Summa 9096 Rthlr. Einnahme der Stallſſchaͤferei. *) Simſen, Semſen, Juncus, und auch wohl Binſen Scirpus, ſind darunter wohl verſtanden. Anm. des Herausg. **½)x· Sie war 1816 zu 36 Rthlr. der Stein im Durchſchnitt verkauft worden; und die der Triftſchäferei wenig geringer. Für das Jahr 1817 aber ward ſie zu 41 Rthlr. pro Stein ſchon Ende 1816 verkauft, und zwar die Wolle beider Schäfereien gemeinſchaftlich zu dieſem Preiſe, und ohne Sortirung; nur die Lammwolle hatte geringern Preis. Anm, des Herausg. 206 Wirthſchafts Plane und Entwuͤrfe Wir bemerken hier, daß nur 50 Staͤhre zum Verkauf aufgefuͤhrt worden.— Dies iſt ungefaͤhr das Verhaͤltniß von 5 Schafen zu 1 Staͤhr.— Da wir aber in der Regel 81 Staͤhre aufziehen; ſo dient der Ueberſchuß zur Sicherſtellung des Anſchlags*). Wiederholung der Schaͤfereinutzung. Triftſchaͤferei 5556 Rthlr. 3 Stallſchaͤferei 9096— Summa 14052 Rthlr. Schaͤferei⸗ nutzung**). *) Es wurden im Jahre 1817 wirklich 70 Stück Stähre, und auch mehr Mütter, als angegeben, wie ich hörte, von beiden Schäfereien zuſam⸗ men 362, wirklich verkauft, obgleich der Anſchlag des Verkaufs nur auf 200 und einige 50 Mutterſchafe, und 50 Stück Stähre gemacht war. Anm. des Herausg. 2 ¼) Bei dem hohen diesjährigen Wollpreiſe von 41 Rthlr. pro Stein und dem obigen bedeutenden Verkauf an Schafvieh fiel aber die wirkliche Nutzung dies Jahr viel höher aus. Rechnen wir nur 1) die hier e etats⸗ mäßig angegebene Wollquantität a) bei den ſogenannten Stallſchafen mit 143 Stein à 41 Rthlr... 58 b) bei den Triftſchafen mit 1145 Gtein A 41. Rthlr. 4674— 2) an Merzviehverkauf: a) für 70 Stück Stähre à 50 Rthlr..... 3500— b) für 362 Stück Mutterſchafe à 10 Rthlr. 3620— Summa 17657 Rthlr. ohne die, in der Rechnung des Hrn. Verfaſſers mit angeſchlagenen Hammel, deren vielleicht aber bei dem großen Verkauf an Müttern we⸗ niger verkauft worden ſeyn mögen,— hier mit zu rechnen. Wenig⸗ ſtens habe ich theils bei meiner Anweſenheit in Rochsburg im Jahre 1817, theils nachher gehört, daß bis zum 1ſten Mai 227 Stück Schafe und 40 Stähre, und bis zum 1ſten Auguſt noch 135 Stück Schafe und 30 Stähre von Rochsburg im J. 1817 abgeholt worden ſeyen; kann jedoch nicht beſtimmen, ob nicht vielleicht unter den erſtern 227 St. Schafen ſolche auch geweſen ſeyen, die eigentlich noch zum Merzviehver⸗ kauf von 1816 gehörten! Uebrigens betrug auch wohl die Schur der Stallſchafe noch mehr an Wolle, als hier etatsmäßig gerechnet iſt. Anm. des Herausg. gir kn 2— dird dur Giſoan Och beſerer2 *de Ganxa um Det ehaltnißn 1 der N icheriät ng. 9 ferei⸗ ng 41 id auch mi reien zuſan erkaufs na jre gemact raudg. do Stein u ewirklit die hier i 5865 N 4674— 300— 3520— — 657 Rthlr geſchlagene Nüttern we n. Weri g im Ju Stück Ete Stück Ehi orden ſe ſern 25. Mrtiti f ruc nt eraus des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 207 Wir koͤnnen daher, unter goͤttlichem Beiſtande! annehmen folgende Wirthſchaftliche Einnahme. Feldbau 8277 Rthlr. Schaͤfereien 14652— Summa 22929 Rthlr. Davon aber muͤſſen wir abziehen, weil bei den hier ſchon berech⸗ neten Ausgaben davon keine Erwaͤhnung geſchehen, 313 Rthlr. fuͤr Aſchen⸗Wieſen⸗Duͤngung; ſiehe nachher. 240— Kleeſamen fuͤr 40 Acker, zu 1½ Maaß pro Acker, deren fuͤnf einen Centn. betragen; folglich 12 Centner zu 20 Rthlr. Summa 553 Rthlr. Ueberſicht. 22929 Rthlr. Einnahme, 553— Ausgabe. Bleiben S. 22376 Rthlr. wirthſchaftliche Einnahme. III. Die „/ Feldbeſtellung wird durch 6 Geſpann Pferde und 2 Geſpann Ochſen, oder durch 7 Geſpann Pferde verrichtet. Ochſen geben unſtreitig mehr Duͤnger, und Duͤnger von beſſerer Beſchaffenheit, als Pferde: auch verrichten ſie gewiß F der Arbeit, welche man von letztern erwarten kann; aber im Ganzen iſt der Vortheil doch nur ſcheinbar. IV. Vertheilung der Stallſchafe. 1) Rochsburg erhaͤlt Mutterſchafe 150 Stuͤck Zeitſchafe 75— Laͤmmer 150— Summa 375 Stuͤck. 208 Wirthſchafts Plane und Entwuͤrfe 2) Berthelsdorf: Mutterſchafe 112 Stuͤck Pet Zeitſchffe 56— Laͤmmer 112— Hammel 400— V b Summa 680 Stuͤck. du de Beide Schaͤfereien aber muͤſſen nothwendig bei der Einwinterung hak einen Ueberſchuß zur Deckung des Abgangs erhalten. ein d V. das n Die Aſchenduͤngung zur Wieſenbefeuchtung. horſte erfordert, nach fuͤnfjaͤhrigem Dnrchſchnitt, Gerre fuͤr Rochsburg 308 Saͤcke ſee, uj fuͤr Berthelsdorf 141—. fuͤr Helädzef und Cursdorf 189— ni den Summa 638 Saͤcke. b Vſich Da wir gber obige Grundſtuͤcke nur zwei Jahr hinter ein⸗ na ander mit Aſche beduͤngen werden; ſo brauchen wir jetzt nur dün 425 Saͤcke fuͤr vorerwaͤhnte ſaͤmtliche Wieſen ꝛc., e und iur d 200— fuͤr die Wieſen der Triftſchaͤferei. b Summa 625 Saͤcke zu 12 Gr. Summa 313 Rthlr. VI. Der Flaͤcheninhalt der Mohsdorfer Felder (als jetzigen Lehden) betraͤgt, ferner 103 ½ Acker, und die der Wieſen daſelbſt 29½ Acker. beendigt, Dieſe Einrichtung der Wirthſchaft iſt an dem heutigen Tage an welchem ich vor 30 Jahren die Herrſchaft Rochs— burg mit meinem unvergeßlichen wuͤrdigen Bruder und treuen Freund gemeinſchaftlich uͤbernahm. Rochsburg, den 28ſten November 1816. Heinrich Ernſt Schoͤnburg. nwintenn chtung hinter ar ʒt nur Wieſen, aäͤferen elder die der gen Tace ft Roch⸗ nd treuen urg des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 209 9 ofI. nie un ai Bemerkungen zur vorſtehenden oͤkonomiſchen Dispoſition fuͤr das Jahr 1817. Das etwanige Bedenken, ob auch der Abſatz von Erdaͤpfeln zu dem angenommenen Preiſe fuͤr Brandtweinbrennereien ſich er⸗ halten duͤrfte? iſt um deswillen ungegruͤndet, weil Bvandtwein ein Beduͤrfniß iſt, das vortheilhafter durch Erdaͤpfel, als durch das wohlfeilſte Getreide, befriedigt werden kann. In dem vergangenen Jahre 1815, welches das frucht⸗ barſte an Erdaͤpfeln war, deſſen man ſich erinnert, und wo die Getreidepreiſe niedrig ſtanden, war kein Mangel an Abzug fuͤr ſie, ungeachtet der Verkauf noch gar keine Bekanntſchaften hatte. Der Verbrauch durch Verfuͤtterung an Schafe, wenn er mit dem rohen Verkauf verglichen werden ſoll, giebt folgende Anſicht: Taͤglich 7x Pfund ſind,— im Durchſchnitt der ganzen Heerde, nach fruͤheren Saͤtzen,— fuͤr ein Schaf eine reichliche Fuͤtterung; folglich waͤren im Jahre 20 Saͤcke zu 9 Gr. fuͤr ein Schaf noͤthig, und wuͤrden betragen, ohne das noͤthige Stroh zur Beifuͤtterung, 7 Rthlr. 12 Gr. Auslage. Dagegen koͤnnen wir rechnen: 4 Rihlr. 12 Gr. fuͤr 3 Pfund Wolle, den Stein 33 Rthlr. —— 4— Lammwolle. 2— 3— Merzvieh, naͤmlich: 1 Schaf 10 Rthlr. 1 Hammel 7— Summa 17 Rthlr.; folglich im Durchſchnitt 8 ½ Rthlr. in vier Jahre ver— theilt.. Summa 6 Rthlr. 19 Gr. Einnahme. Ueberſicht. Ausgabe 7 Rthlr. 12 Gr. Einnahme 6— 19— Summa— Rthlr. 17 Gr. alſo Ve rluſt. Schoͤnburg. Wirchſch. I1. 14 210 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Da wir nun von 12390 Saͤcken ernaͤhren koͤnnten 619 Schafe, ſo betruͤge der Verluſt, gegen den Verkauf der ro⸗ hen Erdaͤpfel gehalten, 438 Rthlr. 12 Gr. Dazu muͤßten wir aber auch noch die nothwendige Auslage fuͤr zwei Schaͤfer mehr hinzufuͤgen mit 168 Rthlr., verloͤren folglich im Ganzen 606 Rthlr. 12 Gr. 1 Wir haben uns nun zwar ſehr oft ſchon damit beſchaͤftigt, durch Anwendung des Duͤngers auf die vorhandenen Lehden die⸗ ſen dann moͤglichen Defect zu decken: ungeachtet aber dieſer End⸗ zweck gewiß auch mit Vortheil erreicht werden koͤnnte, ſo iſt dies doch mit ſo vielen Muͤhſeligkeiten verbunden, daß es allezeit beſ⸗ ſer ſeyn duͤrfte, lieber den Verluſt von jenen 606 Rthlr. zu er⸗ tragen und den Duͤnger in die zeitherigen eigentlichen Aecker zu verwenden, wenn wir nicht mehr die Kartoffeln roh verkaufen koͤnnten, und ſie an Schafe verfuͤttern muͤßten. Es ſcheint uns auch immer unſicher und gefaͤhrlich, die gegenwaͤrtige Grasnarbe dieſer Lehden,— welche ſo lange Zeit brauchte, um ſich zu er— zeugen,— aufzuſuchen.— Es duͤrfte vielleicht der in der Dispoſition aufgenommene Ertrag von 24 Centner Heu pro Acker ſicherer ſeyn, als der von vieler Duͤngung erwartete*). Durch die vorher aufgefuͤhrte Duͤngung, an 1200 Fuder, wuͤrden wir dann im Stande ſeyn, folgende Rotation in Rochs⸗ burg, aͤltern Antheils, und in Berthelsdorf einzufuͤhren: 1ſtes Jahr Erdaͤpfel, geduͤngt; 2tes Jahr Sommer⸗ korn; 3tes Jahr Klee; 4tes Jahr Erdaͤpfel, geduͤngt; 5tes Jahr Wicken als Heu; 6tes Jahr Ruͤbſen, geduͤngt. Denn 1 200 Fuder geben, auf dieſe 27 Acker vertheilt, fuͤr je⸗ den mehr, als 44 Fuder. Der mehrere Ertrag aber von 27 Ackern zu 37 Rthlr. betraͤgt dann in Anſehung des Ruͤbſens 929 Rthlr. Wir koͤnnen daher, unter goͤttlichem Beiſtande! ohne alle Beforgniß ſeyn, daß dieſer Hauptartikel der Einnahme,— die Erdaͤpfel,— gefaͤhrdet ſey! *) Dieſe Bemerkung iſt durchaus falſch: denn die Lehden beziehen ſich ſchon jetzt mit Moos und Haide. Sie müſſen alſo umgebrochen werden, und wenn dies regelmäßig alle neun Jahre, mit ſtarker Aſchen⸗ und an⸗ derer Düngung verbunden, geſchieht, ſo wird die Fruchtbarkeit und der Graswuchs ſich immer vermehren. - b V D ge des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 211 Dagegen aber können wir den Ertrag der Erdaͤpfel hoͤchſt bedeutend erhoͤhen, wenn wir ſie ſelbſt zu Brandtwein verarbeiten! Wenn wir nur vom Sack 4 Gr. reinen Ertrag an Spiritus annehmen; ſo betraͤgt dies von 12390 Saͤcken 2065 Rthlr. Ferner koͤnnen wir vom Spuͤhlig wenigſtens 250 Schafe mehr unterhalten, und wenn wir jedes zu 6 Rthlr. Einnahme anſchla⸗ gen, ſo erhalten wir von ihnen 1500 Rthlr. Summa 3565 Rthlr. Davon abgezogen die Beſoldung von zwei Schaͤfern zu 168 Rthlr. Bleiben 8. 3397 Rthlr. Ueberſchuß. Dieſer Erwerb ſetzt aber die Moͤglichkeit voraus, die gleich baare Einnahme fuͤr Erdaͤpfel entbehren zu koͤnnen, und we— nigſtens fuͤnf Jahr die große Auslage zu beſtreiten, welche eine Brandtweinbrennerei von dieſem Umfange erfordern wuͤrde. Die Ochſenmaſt duͤrfte dabei nicht in Betrachtung kom⸗ men; denn bei rohen Erdaͤpfeln war das Reſultat davon fruͤher folgendes: Wenn ein Ochſe durch Erdaͤpfel in 182 Tagen vollkommen gemaͤſtet ſeyn ſoll; ſo muß er taͤglich erhalten: 3 Meße geſchrotenen Hafer, x Pfund Erdaͤpfel, den Sack zu 139 Pfund, 3 dzund Heu, 5— Haͤckerling. Dieſe nothwendige taͤgliche Fuͤtterung betraͤgt in einem halben Jahre: Erdaͤpfel 106 Saͤcke zu 9 Gr... 39 Rthlr. 18 Gr. Heu 18 Centner zu 16 Gr. 8— 16.— Wartung. 2— 18— Streuſtroh wird fuͤr den Duͤnger gerechnet. Hafer 13 ½ Drsdn. Schfl⸗zu 2 Rthlr. 12 Gr. 19— 12— alſo Auslage Summa 71 Rthlr. 1 Gr. Hierzu der Einkaufspreis 50 Rthlr.— Gr. Summa 1 21 Rthlr. 1 Gr. 14* * 212 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Wer darf ſich aber verſprechen, zu dieſem Preiſe einen Ochſen zu verkaufen?— zumal da der Abſatz uͤberhaupt, durch das allgemeine Einverſtaͤndniß der Fleiſcher unter einander, gar ſehr gefaͤhrdet iſt. Wie aber duͤrfte ſich nun wohl die Verwendung des Erdaͤpfelfutters auf Kuͤhe gegen Schafe verhalten? In Ermangelung aller eignen Erfahrung uͤber die Behand⸗ lung und Nutzung der Kuͤhe*), koͤnnen wir dieſe Frage bloß theoretiſch beantworten. Die Anſicht aber ſcheint große Wahr⸗ ſcheinlichkeit zu haben. Wir nehmen naͤmlich an, daß eine Kuh vier Monate gelte und ungemolken bleibe**), naͤmlich in den Monaten November, December, Januar und Februar 120 Tage, dagegen gemol⸗ ken werde 245 Tage, und daß ſie in dieſer Zeit im Durchſchnitt 5 Kannen Milch Dresdn. Maaß zu 9 pf. giebt***). Die Unterhaltungskoſten einer Kuh, von welcher wir dieſen Ertrag mit Anſtand erwarten duͤrfen, muͤſſen wir folgendermaßen anſchlagen, naͤmlich: 1) in 120 Tagen, wo ſie gelte ſteht, taͤglich 9 Pfund Heu und 12 Pfund Stroh; folglich im Ganzen 9 Centner 4 Stein Heu zu 16 Gr. pro Centner. 6 Rthlr. 12 Gr. 9 ¾½ pf. 2 Schock Stroh zu 1 Rthlr. 12 Gr. yͤ..3————— Summa 9 Rthlr. 12 Gr. 94 ½ pf. 2) Fuͤr gruͤnes Futter rechnen wir jeden Tag 15 Pfund Heu. Dies betraͤgt in 122 Tagen, vom Junius bis Septbr., incl. 16 Centner 3 Stein Seu⸗ 11 Rthlr. 1 Gr. 7 pf. *) Man erinnere ſich aus dem Aufſatze Nr. 1. in B. I., daß der Graf Ernſt von Schönburg gleich beim Anfang ſeiner Bewirthſchaftung nur Schafe auf ſeinen Antheil von Rochsburg gehalten hatte, Kühe hatte nur Hr. Graf Heinrich auf dem ſeinigen. Anm. des Herausg. **) Iſt zu kange! über 3 Monate gelte bleibende Kühe darf man nicht behalten, Anm. des Herausg. **3) Möchte bei dem angegebedren reichlichen Futter zwar nicht gar zu übertrieben viel gerechnet ſeyn, aber doch nicht überall ſich ganz ſo treffen laſſen. Anm. des Herausg. nen dä ducch d , gar ſ ung da alten ſe Behe Krage l ’ße Wih onate gel Novemder en gemol rhſchnt ir dieſen ermaßen 9 Pfund r. 9⁄1 l. 9 hf 5 Pfund Septhe. der Guf ftung nur Kühe hatt ausg. man nitt rausg. cht gar l al ſich dan rausg. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 213 3) Haben wir noch vier Monate, in welchen die Kuh reich⸗ lich gefuͤttert werden muß, um die angenommenen 5 Kannen Milch im Durchſchnitt zu ſichern, und dieſe Monate ſind October, Maͤrz, April und Mai, folglich 1 23 Tage.— Wir wollen daher der Kuh in dieſer Zeit zutheilen taͤglich 12 Pfund Heu, oder 13 Centner 2 Stein. 8 Rthlr. 22 Gr. 4 ½ pf. 2 Schock Stroh circa 12 Pfd täglich.... 6————— Summa 11 Rthlr. 22 Gr. 4¾ pf. Die Koſten fuͤr Salz koͤnnen wir, aus Mangel an Erfahrung, nicht beurtheilen; in Anſehung der Wartungskoſten aber koͤnnen wir einer Magd 12 Kuͤhe zutheilen, und ſie zu 60 Rthlr. des Jahres anſchlagen*).— Wenn wir nun annehmen, daß bei dieſem Futter in ſechs Jahren eine Kuh nach dieſen ſechs Jahren mit 30 Rthlr. noch verkauft wird; ſo duͤrfte dieſe Einnahme die Koſten der Wartung wenigſtens ausgleichen, und auch noch 30 Rthlr. Ueberſchuß gewaͤhren,— indem von zwoͤlf Kuͤhen jaͤhrlich zwei ausgemerzt werden koͤnnten. Indeſſen wollen wir, um noch ſicherer zu gehen, fuͤr beide Merzkuͤhe nur 50 Rthlr. anſchlagen, ſo daß wir nun einen Ueberſchuß haben von 20 Rthlr. Dieſer, vertheilt auf 12 Kuͤhe, betraͤgt fuͤr jede jaͤhrlich 1 Rthlr. 16 Gr. Nutzung fuͤr Merzvieh. Hierzu koͤmmt die Milchnutzung, zu 5 Kannen taͤglich, — 1225 Kannen zu 9 pf. 38 Rthlr. 6 Gr. 6 pf. Summa 39 Rthlr. 6 Gr. 6 pf. Ein nahme. Dagegen koſtet uns die Kuh, nach obiger Anſicht und Berechnung, 32 Rthlr. 12 Gr. 9 ½ pf. Bleiben alſo S. 6 Rthlr. 17 Gr. 8½¾ pf. Ueberſchuß. Das Kalb rechnen wir fuͤr die Unterhaltungskoſten der Zuzucht; naͤmlich auf 6 Kuͤhe ein Kalb, welches alſo in 3 Jahren, ehe es *) Das Salz beträgt ungefähr 12 Gr.; einer Masd können aber nur 10 Kühe zugetheilt werden. Anm. des Verf. Es geht auch wohl mit 12 Kühen. Anm. des Herausg. 214 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Nutzen giebt, 72 Rthlr. koſten wuͤrde; welches gewiß nicht zum Vortheil des Anſchlags gerechnet iſt! 2 Hieraus ergiebt ſich wenigſtens, daß eine Kuh ihr Futter bezahlen kann. Sie braucht aber nach dieſer Einrichtung jaͤhrlich 39 Centner 4 Stein Heu und 4 Schock Stroh. Wenn wir nun eine Vergleichung des Ertrags von unſerm Futter, wenn es auf Schafe verwendet wird, mit deſſen Ertrag bei deſſen Verwendung auf Kuͤhe anſtellen; ſo finden wir, daß von den Schafen jedes taͤglich 3 Pfund erfordert, wenn gleich Hutung ꝛc. eine Verminderung ſcheinbar bewirkt. Waͤre aber letzteres nicht der Fall; ſo wuͤrden fuͤr jedes Schaf erforderlich ſeyn 10 Centner, und fuͤr die 1050 Stuͤck, welche wir unter⸗ halten, 10500 Centner Heu und 120 Schock Stroh. Rechnen wir nun fuͤr die Kuh 40 Centner Heu, ſo koͤnnten wir von dieſem Heu unterhalten 262 Kuͤhe. Dieſe aber wuͤrden er⸗ fordern 1048 Schock Stroh, folglich 928 Schock mehr, als die Schafe, zu 2 Rthlr. 1 Summa 1856 Rthlr. fuͤr Auslage.. Dagegen wuͤrde die Einnahme von 262 Kuͤhen betragen, zu 39 Rthlr. 6 Gr. I 10283 Rthlr. 12 Gr. und weniger 1856——— fuͤr das mehrere Stroh. Summa 8427 Rthlr. 12 Gr. Vergleichung. Schafnutzung 9096 Rthlr. Kuhnutzung 8427— alſo Summa 669 Rthlr. Ueberſchuß fuͤr Schafe. Dabei aber muͤſſen wir in Erwaͤgung ziehen: 1) daß bei der Schafnutzung der Verkauf von Staͤhren und Schafen als beſtaͤndig zu 50 und 10 Rthlr. pro Stuͤck vor⸗ ausgeſetzt wird; deſſen Aufhoͤren aber eine Verminderung des Ertrags von— 655 Rthlr. fuͤr 131 Schafe à 5 Rthlr., 2150— fuͤr 50 Staͤhre, Summa 2805 Rthlr. hervorbringen wuͤrde; iht gutn m phuic on unſer ſen Ertre wir, d enn g Järe dhn rforderig rir unte, Stroh nten wir rden er⸗ he, als agen,) ere Ein fuͤr Staͤhtn uͤck bor rung di de, des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 215 2) wuͤrden uns bei Einziehung der Stallſchaͤferei zu Gute gehen 531 Rthlr. fuͤr erſparten Hafer. Der Unterſchied der Einnahme bei Kuͤhen und Schafen wuͤrde daher nur betragen 188 Rthlr. 8— Dieſe Anſicht giebt denn ſo einen neuen Grund zur Beruhi⸗ gung fuͤr uns: indem ſie eine Moͤglichkeit zeigt, auch im ſchlimm⸗ ſten Falle fuͤr die Schafzucht, die entwovfene Dispoſition der Wirthſchaft zu ſichern. Vermuthlich iſt die Urſache des gewoͤhn⸗ lichen geringen Ertrags der Kuͤhe Mangel an Futter, und Mangel an gehoͤriger Aufſicht, welche letztere allerdings ſehr ſchwer iſt. Wir haben bei dieſer unſerer Ertrags⸗Ueberſicht auch die eigene Zuzucht gewaͤhlt, welche offenbar aber weniger eintraͤglich iſt, als das Zukaufen der erforderlichen Kuͤhe. Denn wenn wir auch beim Ausmerzen nicht mehr erhielten, als den Einkaufs⸗ preis*); ſo wuͤrde uns doch das Kalb mit 4 Rthlr. zu Gute ge⸗ hen, und die ganze Nutzung betruͤge alſo pro Kuh 38 Rthlr. 6 Gr. 6 pf. Milch, 4————— ein Kalb, Summa 42 Rthlr. 6 Gr. 6 pf.; folglich fuͤr jede Kuh 3 Rthlr. mehr, und von 262 Stuͤck 786 Rthlr. Wir erinnern uns hierbei, daß vor geraumer Zeit von uns ein Verſuch veranſtaltet wurde,— um zu beſtimmen, wie viel Heu eine Kuh verzehre?— Dies Quantum nun betrug in ei— nem Tage 16 Pfund. Wir koͤnnen wohl mit Recht annehmen, daß ſie in der Folge weniger wuͤrde verzehrt haben; wir wollen aber nach dieſem Maaßſtabe, als dem ſicherſten**), die Anſicht wiederholen. Eine auf dieſe Art gefuͤtterte Kuh braucht im Jahre 53 Centner Heu zu 16 Gr. Summa 32 Rthlr. 12 Gr. Das Kalb rechnen wir fuͤr Koſten der Wartung, und nehmen an, daß der Verkauf nicht hoͤher ſey, als der Einkauf. *) Das iſt aber eben ſchon zu viel gerechnet! Anm. des Herausg. **) Das bezweifle ich! Eine große tüchtige Kuh muß wohl auch bis einige 20 Pfund Heu freſſen können. 2 Anm. des Herausg. ———————=—————ÿ———— —— ———— — 216 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Ueberſicht. 38 Rthlr. 6 Gr. 6 pf. Milchnutzung, 32— 12——— Futter. Bleiben§. 5 Rthlr. 18 Gr. 6 pf. reiner Ertrag. Was indeß der Schafhaltung allezeit einen Vorzug giebt, iſt die hier moͤgliche Behuͤtung der Stoppeln und Wieſen! Daher haben wir auch nicht noͤthig— 10500 Centner, ſondern nur 8943— Fehlen 1557 Centner, welche anders nicht erſetzt werden koͤnnten, als entweder 1) durch Aſchenduͤngung, oder 1 2) durch Ackercultur der Lehden. Um aber die Einnahme von 1050 Schafen, an 9096 Rthlr. voͤllig zu erſetzen, wuͤrden 240 Kuͤhe jede zu 38 Rthlr. 6 Gr. 6 pf. Ertrag zu unterhalten ſeyn, deren Futter an bloßem Heu be⸗ tragen wuͤrde 12720 Centner. Nur werden aber 8943— nur erbaut; es blieben alſo herbeizuſchaffen 3777 Cemtner. Dieſe Quantitaͤt koͤnnte nun auch wohl wirklich durch die Lehden verſchafft werden, wenn Aſchen⸗ und Jauchen⸗Duͤn⸗ gung ſie in den Stand geſetzt haͤtten, 48 Centner Heu fuͤr den Acker zu erzeugen. Die Hutung im September bis 15ten October kann gleich⸗ falls, 12 Pfund pro Stuͤck, erſparen 1178 Centner. An Duͤngung wuͤrden dieſe 240 Kuͤhe liefern, zu 12 Fuder fuͤr jede, 2880 Fuder. Folglich 780 Fuder mehr, als 1050 Schafe, ſelbſt zu 2 Fuder das Stuͤck. Man darf in der That nicht muͤde werden, dergleichen wichtige Gegenſteaͤnde von allen Seiten zu betrachten! Wir wol— len daher auch noch die Einrichtung annehmen, daß die Kuͤhe in den acht Monaten ihrer Nutzung zwar 16 Pfund Heu den Tag jede erhalten, in den 4 Monaten ihres Gelteſeyns aber nichts D dung, Ertrag Jgiebt, ſ a. Dche e. völlig Sr. 6 pf. Heu be⸗ ur erban die lehder n⸗ Duͤn⸗ eu füͤr d inn gleic⸗ 12 8Sader 18 1050 dergleihe Vir vi je Kühen jden dar ber uihe des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 217 als Stroh bekommen*). Wir wollen annehmen, ſie fraͤßen davon 18 Pfund taͤglich**), ſo betraͤgt dies in 120 Tagen fuͤr eine Kuh 2160 Pfund, und das Gebund zu 12 Pfund gerech⸗ nct, 180 Gebund, oder 3 Schock zu 1 Rthlr. 12 Gr., Summa 4 Rthlr. 12 Gr. Stroh. Das Heu aber in 245 Tagen, zu 16 Pfund, 3920 Aſ oder ungefaͤhr 35 Centner zu 16 Gr., Summa 23 Rthlr. 8 Gr. Die Unkoſten betragen alsdann nur 23 Rthlr. 8 Gr. Heu, 4— 12— Stroh, Summa 27 Rthlr. 20 Gr. Unkoſten. Ueberſicht. 38 Rthlr. 6 Gr. Einnahme, 27— 20— Unkoſten; es blieben alſo S. 10 Rthlr. 10 Gr. reiner Gewinn von einer Kuh. Wenn dieſe Einrichtung nun, wie wir jetzt nur nach der Theorie vermuthen, wirklich Statt finden koͤnnte, ſo wuͤrde das Heubeduͤrfniß, oder deſſen Werth, fuͤr 240 Kuͤhe betragen 8400 Centner, ohne auf die Erſparniß Ruͤckſicht zu nehmen, welche die Hutung an 1178 Centner gewaͤhren duͤrfte. Dagegen wuͤrden erforderlich ſeyn: 3 Schock Stroh fuͤr jede Kuh, in 120 Tagen= 720 Schock Stroh zu 1½ Rthlr. Davon ab 120—— weelche die Schafe zeither erhalten. Bleiben 600 Schock, oder 900 Rthlr. Auslage. Unter goͤttlichem Beiſtande wird dann aber der Verfall der Schafzucht uns wohl gewiß nicht zu dieſer Veraͤnderung, zur Haltung von Kuͤhen ſtatt der Schafe, noͤthigen; wir wollen in— *) Das würde ihnen aber wohl nicht gut behagen und bekommen; und durch ihr Herabbringen ihrer künftigen Nutzung ſchaden. Anm. des Herausg. **) Gegen 16 Pfund Heu ſonſt!! Anm. des Herausg. 218 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe deß dieſe wichtige Angelegenheit doch auch unter einem noch an⸗ dern Geſichtspunkte betrachten, naͤmlich unter der Vorausſetzung, daß Kuͤhe nach Backwels oft erwaͤhnter Methode, auch als Zugvieh gebraucht und dadurch Pferde entbehrlich werden. Bei dieſer Einrichtung duͤrfte zugleich die aͤltere*) Idee in neuen Anſpruch kommen, naͤmlich blos ſo viel Tageloͤhner das ganze Jahr zu unterhalten, als Feldbau, Heuerndte, Dreſchen, und mit einem Worte alle andere Arbeit erfordert. Fuͤr jetzt beſchraͤnken wir uns indeß auf die Kuhhaltung allein.— Wir duͤrfen aber bei der den Kuͤhen zugetheilten Ar⸗ beit nicht mehr Ertrag an Milch von ihnen erwarten, als 4 Kannen taͤglich, und zwar wieder acht Monate lang. Da wir ſelbſt ſie zuziehen muͤſſen, ſo bleibt die Auslage fuͤr Geſinde— lohn allein angewieſen auf den Verkauf des Merzviehes. Wir rechnen naͤmlich in ſechs Jahren eine Kuh zum Verkauf zu 24 Rthlr.(!) Der Magd theilen wir 10 Kuͤhe zu; mithin betraͤgt der Artikel Merzvieh von 10 Stuͤck 40 Rthlr. Die Magd aber erhaͤlt jaͤhrlich 60 Rthlr.; wir haben daher noch 20 Rthlr. noͤthig, um die Ausgabe fuͤr Wartung zu beſtreiten.— Von Sechs Kuͤhen erhalten wir dagegen fuͤnf Kaͤlber, weil eins davon abgeſetzt werden muß, und dieſe fuͤnf Kaͤlber zu 4 Rthlr. pro Stuͤck decken dann die fehlenden 20 Rthlr. Eine Kuh aber, welche 120 Tage trocken oder gelte ſteht, und in 125 Tagen taͤg⸗ lich 4 Kannen Milch zu 9 pf. liefert, duͤrfte eintragen fuͤr 980 Kannen . 30 Rthlr. 15 Gr. Einnahme. Dagegen wuͤrden wir einer, zu dieſem Endzweck unterhaltenen Kuh, taͤglich 16 Pfund Heu zutheilen muͤſſen; folglich im Jahre 53 Centner zu 16 Gr. . Summa 35 Rthlr. 8 Gr. Wir wauͤrden dann alſo Verluſt haben 5 Rthlr. 7 Gr. Wenn wir nun fuͤr zwei Pferde in der Arbeit acht Kuͤhe rechnen, dagegen aber in Erwaͤgung ziehen, daß ein Geſpann Pferde uns *) Einige Jahre ward dieſe auch wirklich bei der Ochſenhaltung ſtatt der Pferde ausgeführt, wie wir früher geſehen haben. Anm. des Herausg. — en voch a. rnusſetung , auch 3 den. *) Dan lͤhner w Dufſte uhhalten theilten Ce rten, a ang. r Geſinde es. M rkauf zu ; mithin ir. Die aher voch treiten.- „weil a u 4 N. Kuh aht Tagen tiy rragen ſi tholtenen in Jahre e rechnen pferde u un ſtttde raueg des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 219 jaͤhrlich 239 Rthlr. koſtet, wovon das Lohn des Knechtes, wel⸗ ches wir nothwendig fuͤr Ackerlohn rechnen muͤſſen, abzuziehen iſt; ſo bleiben fuͤr die acht Kuͤhe 156 Rthlr., und folglich fuͤr jede 19 Niylr. 9 Gr. 4 eberſicht. 0 Rthlr. 15 Gr. Milch, 19 9— erſpante Pferdehaltung, Summa 50 Rthlr.— Gr. Einnahme, 35— 8— Fuͤtterung; ſo bleiben alſo S. 14 Rthlr. 16 Gr. Gewinnſt.— Da wir nun 7 Geſpanne in unſerm Anſchlage aufgenommen haben; ſo werden zu deren Erſatz erfordert 56 Kuͤhe, und wir koͤnnen durch dieſe Einrichtung gewinnen an Gelde 821 Rthlr. 8 Gr., und an Duͤnger, zu 12 Fuder fuͤr die Kuh, 672 Fuder. Es wuͤrden aber zu Unterhaltung dieſer Kuͤhe erforderlich ſeyn: 2968 Centner Heu, weniger 462— an erſpartem Pferdeheu, Summa 1 506 Centner Heu. Wir werden nun aber durch den Duͤnger von 672 Fudern in den Stand geſetzt,— zu 45 Fuder fuͤr den Acker,— wenig— ſtens 14 Acker dieſer Lehden jaͤhrlich zu beduͤngen: und dieſe Duͤngung erlaubte uns dann folgende Rotation auf 42 Ackern in 6)Sc ügen⸗ jeden von 7 Ackern: 1ſtes Jahr Erdaͤpfel, 2tes— Hafer, 3tes— Klee, die Stoppel geduͤngt, 4tes— Sommerkorn, 5tes— Wicken, 6tes— Gerſte. Summa 42 Acker. Wir duͤrfen dann dadurch an Futter erwarten: 1) Erdaͤpfel von? Ackern 1680 Sacke, zu 240 Saͤcke, nach Abzug des Samens, pro Acker. Da wir nun einer Kuh, ſtatt 16 Pfund Heu, 2 Maaß Erdaͤpfel und das Haferſtroh zu⸗ theilen wollen, und ſo jede Kuh im Jahre 125 Sacke erfordert; verſprechen koͤnnten. 220 Wirthſchafts⸗ Plane und Entwuͤrfe ſo koͤnnen wir durch dieſe Erndte ernaͤhren wahrſcheinlich 14 Kuhe, von welchen jeder eigentlich pro Jahr 53 Centner Heu beſtimmt waren, oder fuͤr alle 14 Stuͤck 742 Centner Heu. 2) Hafer. Das Stroh davon iſt zum Erdaͤpfelfutter gerechnet. Der Ertrag der Koͤrner aber beſteht in 154 Dresdner Scheffeln zu 1 Rthlr. 12 Gr., Summa von 7 Ackern 231 Rthlr. Geldeinnahme. 3) Klee rechnen wir, den Acker zu 84 Centner Heu, macht von 7 Ackern 588 Centner Heu. 4) Korn kann nur als Geldeinnahme in Anſchlag kom⸗ men, zu 27 Rthlr. pro Acker, von 7 Ackern alſo zu 189 Rthlr. 5) Wicken werden mit Recht zu 50 Centner pro Acker an Heu gerechnet, Summa von 7 Ackern 350 Centner. 6) Gerſte wollen wir den Acker zu 22 Rthlr. an⸗ ſchlagen, und in 7 Ackern mit 154 Rthlr. Wir haben alſo wahrſcheinlich zu erwarten an Heu, oder Futter ſtatt deſſelben: Erdaͤpfel 742 Centner Kleehen 588— Wicken 350— Summa 1680 Centner. Wir brauchten aber, üch abgezogenem ferde⸗ Heufutter, an Futter nur 2506 Centner, oder weniger noch 1680— die durch die bebauten 42 Acker Lehden, nach oben, gewonnen werden, eigentlich nur noch§. 826 Centner. Zu dieſen kommen dann aber wieder noch 504 Centner, welche durch das Cultiviren von 42 Ackern(zu 12 Centner pro Acker) verloren gehen, die wir uns als Lehdenheu von ihnen wohl Summa 1330 Centner. Dieſe 1330 Centner wuͤrden alſo auf die uͤbrig bleibenden Lehden von 117 Ackern fuͤr jeden ungefaͤhr 12 Centner Erbau betragen. — Ei Dda no 1 146 eu beſimn daoſefunn 4 Dreiden 231 Rth ntner He clag kew⸗ 189 R. pro Ach thlr. an⸗ u, oder futter, c hebouten en, nach werden, entner pee hnen ne den lehden betrooen des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 221 Dieſen Ueberſchuß koͤnnen wir aber nur allein bei Aſchen⸗ duͤngung erwarten. Durch dieſe duͤrfte indeß der Ertrag eines Ackers einer einſchuͤrigen Wieſe auch wohl auf vier Fuder zu brin— gen ſeyn, oder Summa 48 Centner Heu. In dieſer Voraus⸗ ſetzung duͤrften dann 56 Acker jaͤhrlich mit Aſche zu beduͤngen Kyn, j jeder zu 10 Säͤcke, macht 560 Saͤcke Aſche à 12 Gr., Summa 278 Rthlr. Wenn wir nun bei obiger Benutzung der Lehden an baarer Ein⸗ nahme zu erwarten haben: vom Hafer 231 Rthlr. Korn 189— Gerſte 154— Summa 574 Rthlr.; ſo werden, nach Abzug von 278— fuͤr Aſche, uns doch bleiben S. 296 Rthlr. Es iſt auch gar nicht unmoͤglich, dieſe Quantitaͤt Aſche aufzu⸗ treiben. Die a kerberalang dieſer Lehden ſelbſt wuͤrde allenfalls durch die angenommenen 56 Kuͤhe mit beſtritten werden koͤnnen, und daher die Einnahme von denſelben und von dieſer ganzen Einrichtung beſtehen in 821 Rthlr. Milchnutzung und Erſparniß der Pferdehaltung, 296— Getreide⸗Einnahme. Summa 1117 Rthlr. Dagegen muͤſſen nothwendig abgerechnet werden an Arbeitskoſten noch fuͤr Erdaͤpfel zu 10 Rthlr. pro Acker 70 Rthlr. Hafer zu 4 Rthr...28 Klee zu 5 Rthlr...... 35 Sommerkorn zu 4 Rthlr.. 28 Wicken zu 5 Rthlrr.. 35 Gerſte zu 4 Rthlr..... 28 Summa 224 Rthlr. I 222 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe . Ueberſicht. 1117 Rthlr. Einnahme, 224— Ausgabe. Bleiben 993 Rthlr. Gewinn. Es iſt indeß aber aber dabei doch nicht in Abrede zu ſtellen, daß Pferde die Feldarbeit nicht nur mehr ſichern, ſondern auch nach deren Beendigung zu andern Arbeiten gebraucht werden koͤn— nen, zu welchen ſich Kuͤhe nicht ſchicken, wenn ſie auch,— was ſelbſt noch immer ſehr zweifelhaft iſt,— zur Feldarbeit mit Nutzen gebraucht werden koͤnnten*). Waͤren wir dagegen im Stande, den Ertrag der Lehden von den angenommenen 24 Centnern auf 48 Centner zu erhoͤhen; ſo wuͤrden wir dadurch 3816 Centner Heu erlangen; und da⸗ durch in Stand geſetzt ſeyn, zu 53 Centner jede Kuh Heubedarf gerechnet, 72 Kuͤhe zu unterhalten, und von ihnen bekommen 864 Fuder Duͤnger. Mit dieſen koͤnnten wir, zu 50 Fuder pro Acker, dann jaͤhrlich beduͤngen ungefaͤhr 17 Acker, ſo daß in neun Jahren dieſe Duͤngung erneuert wuͤrde. 3 Wir wollen aber durchaus keinen ſchwaͤchenden Gebrauch von dieſer Duͤngung machen, ſondern allein damit den Endzweck zu erreichen ſuchen, daß dieſe Lehden fuͤr den Acker 48 Centner Futter jaͤhrlich gewaͤhren; und dieſes glauben wir bewirken zu koͤnnen, wenn wir drei Jahre auf die Wirkung des Duͤngers rech⸗ nen, und in den uͤbrigen 6 Jahren, ein Jahr um das andere, mit Aſche duͤngen, folglich alle Jahre 51 Acker, jeden zu 10 Saͤcken; wozu wir brauchen Summa 510 Saͤcke Aſche zu 12 Gr., macht Summa 255 Rthlr. Bei der hier angenommenen Fuͤtterung und bei der Ruhe der Kuͤhe ſind die oben angenommenen 5 Kannen Milch Einnahme fuͤr jede Kuh pro Tag in 36 Wochen gewiß ſehr denkbar; folglich fuͤr die Kuh die Einnahme auf 38 Rthlr. 6 Gr. ohne Kalb wohl *) Für große Wirthſchaften bleibt der Gebrauch der Melkkühe zur Arbeit immer noch eine problematiſche Sache, wenn er für den kleinen Land⸗ mann ohne Frage ſehr vortheilhaft iſt. Daß indeß in Oberſchleſien ein beträchtliches Rittergut wirklich ſchon blos mit Kühen bewirthſchaftet wird, haben wir im Neuen Jahrb. der Landw. B. 18. St. 2. S. 1. erwähnt. Anm. des Herausg. — de zu ti⸗ ondern uh werden ie h,— fies darbeit m der Len zu ethöhen ; und d Heubeder bekommen Fuder pro ſo daß in Georau⸗ en Endyre 48 Cene bewirken üngers i andere, ni 10 Sacka, jr, macht der Ruhe Einnahme t; folgic Kalb wiſ he zut Attä kleinen ban⸗ erſclefen n rrittſſhit . 15. E2 eraus des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 223 feſtzuſetzen. Wir wollen jedoch nur 30 Rthlr. annehmen; ſo betraͤgt dies von 72 Kuͤhen Summa 2160 Rthlr. Gewiß koͤnnten wir den Werth unſerer Grundſtuͤcke nicht gruͤnd⸗ licher, als auf dieſe Weiſe erhoͤhen: daher am heutigen Neu⸗ jahrstag 1817 der Entſchluß gefaßt iſt, dieſe Anſicht wirklich zu realiſiren. Dies kann indeß nur nach und nach geſchehen, vor⸗ zuͤglich wenn eigene Zuzucht des Viehes beliebt wuͤrde*). 32) Als ich im Mai des Jahres 1817 in Rochsburg war, hatte man die 159— 162 Acker Lehden in Mohsdorf ꝛc., ſowie, wie wir nachher ſe⸗ hen werden, auch ſpäterhin, doch noch immer beibehalten, nahm davon einen Heuſchnitt, den man, nach oben, zu 24— 30 Centner rechnete, und gebrauchte ſie vom 1ſten Auguſt an zur Schafweide, und wollte ſie auch ferner ſo beibehalten, und alle 2 Jahre mit 10 Dresdner Scheffeln Aſche pro Acker düngen. Allein dennoch hatte der Graf noch einen an⸗ dern Plan zur Benutzung dieſer Lehden mit 589 Hammeln entworfen, den ich vielleicht im 3ten Bande hier liefern werde, jetzt aber um ſo mehr zurückhalten kann, als auch noch fernere ähnliche Plane ſich ſpäter vor⸗ fanden, und dennoch die Veränderung ſelbſt gar nicht vor ſich gieng; wie wir nachher zeigen werden.— Uebrigens bemerke ich aus dieſem Jahre 1817 noch ſo viel: 1) daß keine Kühe in Rochsburg jetzt vorhanden waren, als die auf dem Vorwerk noch verbliebenen; 2) daß die Schäferei, excl. der Triftſchäferei, wirklich 1100 Stück betrug, die, wie oben angeführt worden, vom 1ſten Nov. bis 1ſten Auguſt mit Heu und Stroh im Stalle, außerdem aber auf den Lehden, der Stoppel und den Wieſen gefüttert wurden, mit Ausnahme der darunter mit begriffenen Stamm⸗ ſchäferei in Rochsburg(von clrea 400 Stück, excl. Lämmer), die in dieſer Zeit, vom 1ſten Junius bis Ende Auguſt im Stalle mit grünem Klee, Gemang, Wicken ꝛc. gefüttert, und nachher auch auf der Stop⸗ pel und den Wieſen ꝛc. bis zum 1ſten November unterhalten wurde. Noch genauer habe ich die Fütterung, beſonders auch die Haferfütterung dieſer Schäfereien im Jahre 1817 angegeben in meinen Bemerkungen über landwirthſchaftliche Gegenſtände auf einer Reiſe durch Sachſen ꝛc. in den Jahren 1815 f. Leipzig 1819. gr. 8. S. 230 f. wo überhaupt noch viel Specielles über dieſelben, wie ich ſie an Ort und Stelle wirklich fand, vorkömmt. Anm. des Herausg. 224 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe III. Fernere nachtraͤgliche und ſpecielle Bemerkungen uͤber einzelne wirthſchaftliche Einrichtungen und Anordnungen fuͤr das Jahr 1817. I. Holzanpflanzungen betreffend. Es ſind bei Rochsburg und bei meinen Allodial-Grund⸗ ſtuͤcken*) ſehr viel leere Plaͤtze, welche durch Anpflanzungen nuͤtzlich gemacht werden koͤnnen.— Es iſt wahrſcheinlich, daß dadurch der angenommene Holzſchlag von zum Verkauf uͤbrig bleibenden 300 Schock Reiſig in Rochsburg anſehnlich vermehrt werden koͤnnte, ohne daß wir darauf doch beſondre Ruͤckſicht nehmen. Indeſſen wird auf den Allodial-Grundſtuͤcken in fuͤnf Jah— ren gar kein Holz geſchlagen: und die Bloͤßen ſollen moͤglichſt be⸗ pflanzt werden.— Wir glauben uns dadurch berechtigt, vom Jahr 1821 an, 150 Schock Reisholz à 3 Rthlr. zum Verkauf annehmen zu duͤrfen, Summa 450 Rthlr. II. Moͤglichſte Verbeſſerung der Schafzucht betreffend. (den 8ten Julius 1816.) Dazu dient vorzuͤglich 1) das Trockenhalten uund Fuͤttern der Schafe, welches daher zur unveraͤnderlichen Regel angenommen worden. Dieſe trockene Fuͤtterung hat in der That ganz vortreffliche Wirkung, und erfuͤllt alle Erwartung vollkommen.— Es wer— den,— ungefaͤhr halb Laͤmmer und halb alte Schafe angenom⸗ men,— taͤglich 2½ Pfund fuͤr das Stuͤck erfordert;— zur *) Nämlich in Berthelsdorf, Mohsdorf, und Helsdorf, und einigen ein⸗ ). 2* ⸗ un. 9 zelnen, zur Herrſchaft Rochsburg ſelbſt gehörigen, aber allodialen Grundſtücken, namentlich einem Stück Holz, das der Scheunenpflug heißt. Anm. des Herausg. vollko reichl werd chen len: Der werkungn ingen wy 17. end. dial⸗ Gru npflanzune deinich, zerkauf inn ich vern re Ruͤt in fin Ic mäͤſiche rechtit, mm zum Vaii hafzudt Scha f 6, en worden. ortreffich Es wer⸗ angenon⸗ 1.—* deinigenu ber allsdinn Scheunanſ erode⸗ des Grafen H.&. v. Schoͤnburg. 225 vollkommenen Beſtaͤtigung, daß, bei Stroh, 3 Pfund Heu ein reichliches Futter ſey*). 2) Ob das oͤftere Scheeren groͤßern Wollertrag geben werde? ſoll durch einen Verſuch beſtimmt werden, durch wel⸗ chen neun Mutterlaͤmmer alle 13 Wochen geſchoren werden ſol⸗ len: und zwar den 1ſten Mai das 1ſte Mal, den 30ſten Julius das 2te— den 29ſten October das 3te— den 28ſten Januar das 4te— den 29ſten April das 5te— Der Ertrag ſoll genau beſtimmt werden. Ad Nr. 2. das oͤftere Scheeren der Laͤmmer betreffend. Die vier Laͤmmer, mit den dieſer Verſuch gemacht worden, ſind,— wie alle uͤbrigen,— ungefaͤhr Anfang des Maͤrz geboren und den 1ſten Mai geſchoren worden; alſo 1ſte Schur gab in 62 Tagen von 146 Stuͤck 28 Pfund; folglich jedes 6 koth. 2te Schur den 30ſten Julius. Vier Kaͤlberlaͤmmer gaben 3 Pfund 84½ Loth; folglich jedes 26 ¾ Loth. 3te Schur den 29 ſten October. Vier Kaͤlberlaͤmmer gaben 4 Pfund 13 Loth; folglich jedes 1 Pfund 3 ½ Loth. Es ſcheint uns aber bedenklich, dieſe Thiere im Januar noch einmal zu ſcheeren, und ſie nackend der Winterkaͤlte auszu— ſetzen, zumal da durch die jetzigen drei Schuren ſchon offenbar dargethan iſt, daß das oͤftere Scheeren die Wolle dichter macht, *) In Rückſicht der alten Schafe kam man aber doch bald wieder davon zurück, da die Wolle offenbar rauher und rieſcher(härter) davon wurde. Anm. des Herausg. Schoͤnburg. Wirthſch. II. 15 226 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe welches der Augenſchein heute, den 4ten Januar 1817, unver⸗ kennbar darſtellt. Wir glauben aber, daß das Geheimniß der Schafzucht und die Erhoͤhung des Woll⸗Erzeugniſſes darin beſtehen duͤrfte, daß die Lämmer,— bei meiner jetzigen Einrichtung,— im Mai und im September geſchoren werden. Dieſe Procedur wird die Dichtheit ihrer Pelze ganz gewiß befoͤr⸗ dern, und den Wollertrag nicht zu ſehr vermindern. Ob der Trieb der Wolle ſtark genug ſeyn duͤrfte, ſolche, ohne Gefahr fuͤr den Verkauf, zwei Mal zu ſcheeren, bezweifeln wir. Bei eigener Fabrication der Wolle wuͤrde Dieſes ohne Be⸗ denken geſchehen koͤnnen; aber fremde Kaͤufer wuͤnſchen beſon— ders lange und ausgewachſene Wolle.— Die diesjaͤhrige Wolle iſt unvergleichlich, und verſchafft— wegen des Abſatzes— voͤl⸗ lige Beruhigung; allein wir haben heute, den 1 9ten Januar, die im October geſchornen vier Laͤmmer wieder beſehen, und uns voͤllig uͤberzeugt, 1) daß ihr neues Scheeren auf den 28ſten Januar,— abge⸗ rechnet die Gefahr und wenigſtens große Beſchwerde fuͤr das Vieh,— wegen Kuͤrze der Wolle fuͤr dieſes Mal nicht rathſam ſeyn wuͤrde; 2) daß das zweimalige Scheeren nur bei den Laͤmmern an— wendbar iſt,— wenn wir nicht den Verkauf offenbar ge⸗ faͤhrden wollen. Wir duͤrften ſonſt durch oͤfteres Scheeren an rein gewaſchener Wolle vom Stuͤck ungefaͤhr bis 5 Pfund erhalten. Da aber die Quantitat der Wolle,— durch Verkuͤrzung, und weil ſie dann nicht vom Schweiße verbeſſert wuͤrde,— offenbar verliert; auch, wie wir bereits erwaͤhnten, der Abſatz dadurch behindert, viel⸗ leicht gar unmoͤglich gemacht werden duͤrfte; ſo kann das mehr⸗ malige Scheeren durchaus nicht Statt finden. 3) Hoͤchſt wahrſcheinlich werden wir in Zukunft den Stein Wolle zu 33 Rthlr. durchſchnittlich immer verkaufen koͤnnen. Dieſe wahrſcheinliche Erhoͤhung des Preiſes wuͤrde betragen von Vei 317, Unde. b Sthezut hen ditfr ung,- tfte, ſolhe , bezweith ſes ohned. ſchen beſt⸗ hrige Wol hes— bll en Januar „und une :2,— ohr ſcwerde es Malh aͤmmerne offenbor ⸗ gewoſchenen Da aba eil ſie dann iert; auc dert, vie das mi ukunft d r verkaui rde betrenn des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 227 108 Stein der Triftſchaͤferei, 143— der Stallſchaͤferei, Summa 251 Stein à 3 Rthlr.. 753 Rthlr.*) Bei Vermehrung der Stallſchaͤferei auf 1220 Stuͤck aber wuͤrde die Vermehrung der Einnahme betragen 165 Stein von der Stallſchaͤferei, 108— von der Triftſchaͤferei, Summa 273 Stein à 3 Rthlr.. 819 Rthlr. III. Einrichtung der Triftſchaͤferei und Ab⸗ ſchaffung des Vorwerks*). (den 3ten October 1816.) a) Triftſchaͤferei betreffend. Wir haben zeither zu entrichten gehabt und erſparen nunmehr 1) 27 Peniger Scheffel Korn zu 4 Rthlr., welche wir aber hier nicht in Anſchlag bringen, weil diiee⸗ ſes Korn, ſo wie das beim Vorwerk Erſparte, bei unſerer Dispoſition als Ausgabe vergeſſen worden. 2) 60 Schafe, welche der Schaͤfer und der Meiſterknecht zeither unter— hielten, naͤmlich 24½ Pfund Wolle pro Stuͤck, incl. Lammwolle gerech⸗ net, giebt 7 Stein à 30 Rthlr. 210 Rthlr.— Gr. 15 Merzſchafe, worunter 7 der⸗ gleichen à 10 Rthlr.. 70 Rthlr., 8 Hammel zu 4 Rthlr. 32— Summa 1 02 Rthlr. 102——— Summa 312 Rthlr.— Gr. *) Dieſe Erhöhung iſt bereits im Jahre 1816 bewirkt durch einen abge⸗ ſchloſſen Contract. Der Verf. Der aber nicht gehalten worden zu ſeyn ſcheint: denn im J. 1816 wurde die Wolle mit 36 Rthlr. und 1817 mit 41 Rthlr. und nachher noch ein oder zwei Mal zu 40— 42 Rthlr. verkauft. Anm. des Herausgs. **) In Rochsburg ſelbſt nämlich, welches bisher Graf Heinrich beſeſſen, und mit einem Rindviehſtapel beſetzt gehabt hatte, nach oben. Anm. des Herausg. 15* 228 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Transport 312 Rthlr.— Gr. 3) Schaͤfers-Antheil an Wolle und 4 Merzvieh... 64— 12— 4) Nutzung der Felder und des Kuͤ⸗ chengartenn. 50——— 5) Das Futter, welches zeither fünf Kuͤhe des Schaͤfers verzehrten, zu 40 Centner pro Stuͤck, Summa 20O0 Cemtner à 16 Gr.. 150——— 6) 10 Schock Reisholz zu 3 Rthlr. 30——— Summa 606 Rthlr. 12 Gr. Dagegen verurſacht dieſe Veraͤnderung, und der Wunſch, die Schafzucht aufs Beſte eingerichtet zu ſehen, folgende mehrere Ausgaben: 150 Rthlr. dem Oberſchaͤfer Kraichen; 150— dem Meiſterkmnecht, incl. Koſtgeld; 100— Bekdſtigung fuͤr zwei Knechte. 24— Zulage der Schaͤfer in Berthelsdorf. Summa 424 Rthlr. mehrere Ausgabe. Vergleichung. Einnahme 606 Rthlr. 12 Gr. Ausgabe 424——— Bleiben S. 182 Rthlr. 12 Gr. Gewinnſt. Wir haben dabei den Vortheil, daß die Schaͤfereien unter guter Aufſicht ſtehen, und daß der Defect unſerer Dispoſition verbeſ⸗ ſert iſt, welchen wir naͤmlich dadurch verurſachten, daß wir das Deputat der Schaͤferei an 27 Peniger Scheffel zu 4 Rthlr., Summa 108 Rthlr., nicht aufgefuͤhrt haben. Dieſe Verbeſſerung aber ſetzt nothwendig voraus die An— ſchaffung der 60 Schafe, welche zeither der Schaͤfer und Mei⸗ ſterknecht unterhielten. 1 des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 229 N.— b) Abſchaffung des Vorwerks und der zeitheri⸗ — u. gen Geſinde-Einrichtung daſelbſt. Es werden kuͤnftig damit erſpart: 1) 36 Peniger Scheffel Korn zu 4 Rthlr.— 144 Rthlr.; ſie wer⸗ den aber, aus vorerwaͤhnten Gruͤn⸗ den, hier nicht gerechnet. — 2) 10 Peniger Scheffel Gerſſ zu -— 3 Rthlr... 30 Rthlr.— Gr. ſ. 12. 3) 5 Scheffel Gerſte zu 2 1 Rthlr. 12— 12— 4) 15 Schock Stammreiſig à 3 Rthlr. 45—— er Wunſt 5) 5 Scheffel Salz à 4 Rthle. 20——— de nehen 6) 40 Saͤcke Erdaͤpfel zu 16 Gr.. 26— 16— 7) 20 Rthlr. an Whandelihn y..20——— 3 8) Stallwaͤrter.. 35——— Koſczd; 9) 40 Schock Winterſtroh zu 3 Rthlr. 120——— gechte. Summa 309 Rthlr. 4 Gr. Dertheleſe Erſparniß. Hierzu muͤſſen wir den Ertrag von 100 Schafen rechnen, die wir durch das nun erſparte Kuhfutter mehr unterhalten koͤnnen, 616 Rthlr. Wiederholung. . 309 Rthlr. Erſparniß, winnſe 616— Schafhaltung, unter guter Summa 925 Rthlr. Gewinnſt. tion verbeſ⸗ 1 vir de⸗ Dann wuͤrden wir abziehen muͤſſen: 4 Rthle 1) Die zeitherige Kuhbenutzung des Vorwerks, zu 8 Rthlr. die Woche, in 39 Wochen alſo 312 Rthlr.— Allein dieſe Nutzung iſt nicht in unſerer wirthſchaftlichen Dispo⸗ us die Ne ſition pro 1817 aufgefuͤhrt, faͤllt daher auch eigentlich er und R nicht weg, und compenſirt ſich einigermaßen mit den nicht aufgefuͤhrten 63 Scheffel Korn zu 5 Rthlr., ob— gleich dieſes Korn des Vorwerks nur mit 36 Peniger Schef⸗ fel angeht. 230 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe 2) Die Zulage fuͤr 7 Knechte, nunmehr zu 7 Rthlr. monatlich, S. 13 Rthlr. 16 Gr. jeden Monät........ 164 Rthlr. 3) Dietrich's Zulage à 2 Rthlr. monatlich, um die Kuͤhe zu controlliden.. 24— Summa 188 Rthlr. Auslage. Vergleichung. 925 Rthlr. Gewinnſt, 188— Auslage, Summa 737 Rthlr. reiner Gewinnſt. Wenn wir daher dieſe neuen Einrichtungen in relativer Beziehung auf unſere Dispoſition und Verhaͤltniſſe betrachten; ſo haben wir folgende Anſicht des dadurch erhaltenen Vortheils: Wiederholung. Schaͤferei 110 Rthlr. 12 Gr. Vorwerk 737——— Summa 847 Rthlr. 12 Gr. reiner Ge⸗ winnſt. Wir koͤnnen aber deſſen erſt im Jahr 1818 genießen durch An⸗ ſchaffung von 160 Schafen im Jahre 1817. Ferner erhaͤlt unſere Haushaltung den freien Genuß von 6 Kuͤhen, und die Wirthſchaft den von 4 Zugochſen. Die Schaͤfereien aber genießen des unſchaͤtzbaren Vortheils, einen beſtaͤndigen Aufſeher zu haben! Noch muͤſſen wir bemerken, daß dieſe Einrichtung einige Veraͤnderungen dadurch erlitten, daß naͤmlich der zweite Schaͤfer in Rochsburg eine Zulage von 1 Rthlr. pro Monat erhaͤlt. Die reine Einnahme betraͤgt alſo nach Abzug dieſer 12 Rthlr. Summa 835 Rthlr. Anm. Nach einer richtigern Berechnung dieſer Erſparniſſe und Ge⸗ winne sub 3, 4. betragen dieſelben wirklich jährlich 867 Rthlr. 4 Gr, V. Das Trockenlegen der Felder. Ein unumgaͤngliches Erforderniß zu hoͤherer Benutzung der Felder! r Bezichun ; ſo habe einer G/ winnſt en durch! Genuß mn en Vorthel dtung einig ite Schäff thalt. D hlr. riſe und der. zenuzung r des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 231 Dazu iſt der Anfang gemacht 1) den 25ſten Julius 1316 in Berthelsdorf auf dem Gukelberg und Irmſcher, und beendigt iſt es den 23ſten Auguſt 1816 durch Erdefahren und Anlegung von Ahlewaͤnden. 2) In Rochsburg auf der Galgenquiere durch eine Ahle— wand und Erdefahren, beendigt Anfang des Septembers 1816. 3) Die ganze Trockenlegung von der Art in Berthelsdorf Nr. 1. A. iſt angefangen worden den 8ten Sept. und auch in dem naͤmlichen Herbſt beendigt. 4) Das mittlere Zehendfeld in Rochsburg halb, 1816. Die Spitze an der Reitbahn und eine Vertiefung nach dem Holze zu, ſind noch zu verbeſſern. 5) In Berthelsdorf Nr. 2. B. oder Wiesner's Feld iſt durch Ahlewaͤnde und Erdefahren verbeſſert 1816, aber noch nicht voͤllig beendigt*).. VI. Aſchenduͤngung. Betraͤgt nach der Dispoſition 405 Rthlr.; es ſind aber nach der neuen Einrichtung, um zwei Jahr zu duͤngen, erfor⸗ derlich... 312 Rthlr. 12 Gr. Summa 92 Rthlr. 12 Gr. Erſparniß. Wir ſind naͤmlich uͤberzeugt, daß zweijaͤhrige Aſchenduͤngung er⸗ lauben wird, das dritte Jahr damit auszuſetzen 4). VII. Kleefuͤtterung der Pferde vom 1ſten Junius bis 22ſten September. Wenn wir die 14 Ackerpferde und das Pferd des Herrn Inſpector Papsdorf waͤhrend dieſer 92 Tage mit Klee fuͤttern, *) Dieſe Arbeit koſtete auf ſämmtlichen Gütern dem Grafen, wie er mir ſelbſt ſagte, nach und uach mehrere 1000 Rthlr., wie ſchon geſagt, war aber von größtem Erfolg. Anm. des Herausg. 4*½) Es wurde ſpäterhin ein Jahr ums andere nit Aſche gedüngt. Anm. des Herausg. 232 Wirthſchafts-Plane und Entwuͤrfe ſo erſparen wir taͤglich 150 Pfund Heu, Summa 125 Centner zu 16 Gr......... 63 Nthlr. 8 Gr. ferner jede Woche 75 Maaß oder 9 Schfl. 3 Metzen Dresdn. Maaß Hafer, in 13 Wochen 121 Scheffel Hafer zu 1 Rthlr. 12 Grr.... 1381.——— Summa 264 Rthlr. 8 Gr. Wir koͤnnen aber die Fuͤtterung des Hafers gaͤnzlich erſparen durch Erdaͤpfelfuͤtterung und durch Kleefuͤtterung.— In An⸗ ſehung der erſtern koͤmmt uns offenbar zu ſtatten, daß in der Dispoſition 300 Saͤcke fuͤr Haushaltung gerechnet werden, da wir deren hoͤchſtens 100 brauchen. Wir kennen indeß doch noch nicht recht genau das Verhaͤlt— niß zwiſchen Erdaͤpfel⸗ und Haferfuͤtterung, und muͤſſen dieſes hier nachtragen*). VIII. Wildpretsnutzung. Ich liebe gar ſehr das Wildpret, und werde ſuchen, die Wildbahn in guten Stand zu bringen, und zu erhalten. Indeſ⸗ ſen duͤrfte doch eine zu große Anhaͤufung mehrere Nachtheile brin⸗ gen; wir glauben daher in drei Jahren, alſo im Jahre 1819, 35 Rehe zu 4 Rthlr. 140 Rthlr. und 100 Haſen zu 16 Gr. 66— Summa 206 Rthlr. verkaufen und uns dadurch ſo viel Einkuͤnfte mehr verſchaffen zu koͤnnen. IX. Holzbedarf betreffend. Nach der Berechnung des Hrn. Inſpector Papsdorf ſind zu meiner Haushaltung uͤberhaupt erforderlich 2128 Koͤrbe Holz. Die hier aufgefuͤhrte Erſparniß iſt in der That weit be⸗ traͤchtlicher; wenn wir dieſen ganzen Aufgang in Vergleichung des Schlagholzes und der Stoͤcke auffuͤhren wollten. Wir wollen aber nur hier bemerken, daß zeither 90 Schock Stammreiſig *) Wir nehmen es ſo an, daß 1 1 ½ Berl. Scheffel Kartoffeln= 1 Berl. Scheffel Hafer à 42 Pfund. Anm. des Herausg. Ferner Epühle Ertag, Ti vu wennder Den di d derrit wenden der ſ dder do ſich erſpenn — In A- daß in d werden, d dos Verhät zniſſen dieſ ſochen, d ten. Jhy chtheilen hre 1860 verſchaffen dorf ſind rbe Hol. dat weit be Vergleichun Wir wolee Stammriſt fiin= 1Sl Heraus. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 238 dazu beſtimmt waren. Dieſe geben, fuͤrs Schock 10 Koͤrbe ge⸗ rechnet, 900 Koͤrbe, welche durch 45 Klafter Stoͤcke zu 20 Koͤrben erſetzt, und wodurch dann 45 Schock Reisholz zu 3 Rthlr. 3 Summa 135 Rthlr. erſpart werden. Wenn wir nun gleich davon noch abziehen muͤſſen: das Lohn fuͤr einen Mann zum Hacken ꝛc. in 13 Wochen, zu 6 Tagen à 6 Gr., mit 19 Rthlr. 12 Gr. ſo bleiben doch Summa 115 Rthlr. 12 Gr. Erſparniß. X. Brandtweinbrennerei. Wir haben zwar zeither eine große Abneigung dagegen ge— habt, weil wir die Auslage, den Mangel an Holz und die viele Beſchwerde und Sorge ſcheueten; wenn aber 1) die Erdaͤpfel Schwierigkeit im Abſatz finden; 2) das Reisholz gleichfalls ſchwer unterzubringen waͤre, und 3) der Geldvorrath eine lange Auslage geſtatten ſollte; ſo duͤrfte dann doch wohl davon die Rede ſeyn muͤſſen. Wir ſchlagen den reinen Ertrag zu 4 Gr. fuͤr den Sack Erdaͤpfel dabei an, rechnen alſo denſelben zu 12 Gr. ſtatt zeither 9 Gr.: dies betraͤgt dann von 12390 Saͤcken Summa 2065 Rthlr. Ferner glauben wir noch zu wenig zu rechnen, wenn wir vom Spuͤhlig das ganze Jahr ernaͤhren 250 Schafe zu 6 Rthlr. Ertrag, Summa 1500 Rthlr. Wir wuͤrden alſo ſehr wahrſcheinlich durch Anlage einer Brandt⸗ weinbrennerei erhalten Summa 3565 Rthlr. Gewinnſt. Wir werden aber am Beſten dieſe Einnahme erhalten, wenn wir die Brennerei im Kleinen zuerſt anfangen, ſo daß die Anlage und Fortfuͤhrung uns nicht in Verlegenheit ſetzen kann. Die Nutzung wenden wir ganz allein zur Vergroͤßerung des Unternehmens an. Der ſchicklichſte Platz aber dazu iſt wohl die Berthelsdorfer Muͤhle, oder das daſige Gut. 234 Wirthſchafts-Plane und Entwuͤrfe Wollten wir die Anlage gleich im Großen aufſtellen; ſo wuͤrde ſie ſchwerlich angefangen und gluͤcklich beendigt werden koͤnnen. Xl. Beſſere Benutzung der Lehden an 159 Acker. Hoͤchſt wichtig iſt die Idee, die 159 Acker Lehden durch Umbrechen, ſtarke Duͤngung und Aſche, zu einem hoͤhern Ertrag zu noͤthigen— von 24 Centner pro Acker. Wir werden dadurch jaͤhrlich 3816 Centner mehr an Heu erbauen, und unterhalten 72 Kuͤhe, zu 53 Centner jede. Nach Berechnung hieruͤber in der oͤkonomiſchen Dispoſition haben wir von der Kuh, nach Abzug aller Koſten, zu erwarten 30 Rthlr. 15 Gr.; folglich von 72 Kuͤhen 2205 Rthlr. Wenn wir uns aber auch in dieſer blos theoretiſchen Anſicht der Kuhnutzung irren ſollten; ſo bleibt uns doch die Anwendung ge— dachten Futters auf 381 Schafe uͤbrig zu 2110 Rthlr., auf welche letztere wir mit practiſcher Gewißheit rechnen koͤnnen. Der Anfang dieſer Verbeſſerung muß ſchon in dem Jahre 1817 gemacht werden,— wenigſtens mit der Haͤlfte der Hels⸗ dorfer Lehden.— Zeigt ſich dann practiſch, daß dieſe Anſicht richtig iſt, ſo wird ohne Anſtand im Jahre 1818 folgende Einrichtung getroffen. Es werden naͤmlich 530 Sacke Aſche auf 3 der Leh⸗ den in gedachtem Jahre 1818, im Jahre 1819 aber alle 1060 Säcke aufgebracht: ſonſt wuͤrden wir nicht die Abſicht er⸗ reichen, zwei Mal hinter einander mit Aſche zu duͤngen. Es iſt aber auch ganz und gar nicht noͤthig, dieſe wichtige Verbeſſerung auf einmal einzurichten. Dies kann vielmehr recht fuͤglich theilweiſe geſchehen, wenn nur die Hauptregel befolgt wird, dergleichen Flecke zweimal hinter einander mit Aſche zu beduͤngen und nur ein Jahr damit auszuſetzen*). *) Es kam aber doch nicht dazu, wie ſchon geſagt. Anm, des Herausg. XI Werth öhne 1700 baj ei wenn Kapit ren bezahl Vele Grund haftend liher h d ale G wende daß d genhe das T ren. ſparen. Ankauf 6 oufftlen;, endiſt wain den an kehden dut ohern Eine erden dodui dunterholi g hierüber „ nach Ahwh folglich un Anſicht der wendung g⸗ Rthlr., af konnen. n dem 9 ffte der he dieſe it if z derh i9 aber al je Abſich e⸗ en. ſieſe wictt ſelmehr tet regel befol mi Aſtei Herauid, des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 285 XII. Anwendung des Betriebs⸗Kapitals. Fuͤr jetzt muͤſſen wir eben ſo viel baares Geld oder deſſen Werth in Kaſſe behalten, als die jaͤhrlichen Ausgaben betragen, ohne daß wir davon Nutzen ziehen. Dies betraͤgt dann, bei 17000 Rthlr., jaͤhrlich 850 Rthlr. Machten wir uns dagegen bei einem Banquier, oder ſonſt wo, Credit, um Geld zu erheben, wenn wir es brauchen; ſo haͤtten wir nicht noͤthig, dies große Kapital unbenutzt zu laſſen. Bezahlte Allodial-Schulden gewaͤh⸗ ren aber freilich keinen ſolchen Credit, wiewohl aber vielleicht bezahlte Lehns-Conſenſe zu dieſem Zwecke fuͤhren wuͤrden! Vielleicht koͤnnte durch Berthelsdorf und die uͤbrigen Allodial— Grundſtuͤcke das Naͤmliche bewirkt werden, wenn die darauf haftenden Conſens-Schulden abgezahlt wuͤrden, und dem Dar— leiher bei jedem Vorſchuß ein Conſens ertheilt wuͤrde! Eine ſolche Einrichtung gewaͤhrte uns den Vortheil, daß alle Gelder, welche eingehen, bis zu ihrer Auszahlung nutzbar werden, wenn gleich zu 3 pro C.; ferner ſind wir dann gewiß, daß die nicht gleich eingehenden Einnahmen uns nicht in Verle— genheit ſetzen, indem der gemachte Credit uns geſtattet, uͤber das Betriebs⸗Kapital durch Abzahlung von Schulden zu disponi— ren. Die letztere Operation koͤnnte uns jaͤhrlich 850 Rthlr. er⸗ ſparen. Auch iſt offenbar dieſe Methode der ſicherſte Weg zur Ankaufung eines neuen Gutes! XIII. Beſtimmung der Feldarbeiten durch Pferde in Rochsburg. Wir haben die Rotation feſtgeſetz, welche unſern Verhaͤlt⸗ niſſen vollkommen entſpricht, namliche 1) Erdaͤpfel, 2) Lein und Ruͤben, 3) Hafer, 4) Erdaͤpfel, 5) Hafer, 6) Klee. 4 236 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Unſere erſte Beſchaͤftigung im Fruͤhjahr wird daher ſeyn: 9. a) Hafer auf die Felge zu ſaͤen. immer Wir haben wahrſcheinlich 30 Acker, ſtatt der im Anſchlage aufge⸗ deſen fuͤhrten 27 Acker, zu beſtellen. Der Hafer hat zwei Arten, folg— lich 60 Acker. Wir glauben, daß fuͤnf Geſpann taͤglich 6 Acker. beſtellen koͤnnen; wir wollen aber deren nur fuͤnf rechnen, und haben daher fuͤr dieſe Haferbeſtellung noͤthig 12 Tage. beſa G b) Lein erfordert, um ein Mal eingeeggt zu werden zum Ackern, und das zweite Mal zum Saͤen, dieſe Beſtellungsarbeit fuͤr 27 Acker. Wir rechnen dazu 1¼ Acker fuͤr ein Geſpann taͤglich; dieſes wuͤrde daher 18 Tage zur Vollendung dieſer Arbeit noͤthig haben, V 5 Geſpanne folglich brauchten dazu nur 3 ¾ Tage. Wir wollen aber rechnen 5 Tage zum Einbrechen und zum Saͤen, fuͤr jedes Geſpann naͤmlich 1 Acker; dann brauchen wir aber noch zum 2 Ackern zwei Mal 7 Tage, folglich im Ganzen zur Leincultur 20 Tage.„ Scch c) Erdaͤpfel Aer haben 60 Acker.— Dabei muͤſſen wir bemerken, daß fuͤnf 2 Geſpanne ſich nicht zu dieſer Beſtellung ſchicken; es muͤſſen alſo b entweder die Waſſerochſen oder ein Lohngeſpann angewendet wer⸗ den, um zwei Zuͤge vollkommen zu machen. Da nun nach der neuen Einrichtung die Keime, ohne weitere Vorbereitung, einge— b eggt werden; ſo koͤnnen wir gewiß mit jedem Geſpann 1 Acker b beſtellen, und brauchten folglich 16 Tage; wir wollen aber doch V nur 12 rechnen. Das Behaͤufeln der Erdaͤpfel und das Heuma⸗ chen erfordert unbedeutende Arbeit mit 5 Geſpann; dafuͤr wir V aber doch, ſo wie fuͤr die Erndte und das Ausnehmen der Erd— aͤpfel im Herbſt, die Erſparniß an Arbeit rechnen wollen, wel⸗ V Dau o che die Rochsburger Froͤhner uns verſchaffen. Da uns keine andere Pferdearbeit bekannt iſt, ſo beſteht folglich ſolche bis zum dätste Herbſt in Hafer⸗Saͤen 12 Tage Lein-Beſtellung 20— Erdaͤpfel-Legen 12— fit Fruͤhlingsbeſtellung S. 44 Tage. — aher en n. chloge duxe AArte fie gglich 6 A echnen, uh g. Ackern, mMd uͤr 27 Ack. Zich; diſe öthig habg Wir wollg / fuͤr jede „noch zum t Waocotur en, daß ſ 5 müͤſen gewendet de⸗ nun nach de itung, eige pann 1 Ace len aber doc dos Heumo dafür wit een der Er⸗ poeen, we⸗ a uns kall che bis um des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 287 Dazu haben wir im April und Mai 49 Arbeitstage. Da wir nun ſehr reichlich gerechnet; ſo iſt es hoͤchſt wahrſcheinlich, zumal immer Ende Maͤrz die Feldarbeit ſchon angeht*), daß wir in dieſen beiden Monaten letztere beendigen koͤnnen. Die 4 Herbſtarbeit beſteht in d) das Erdaͤpfelland umzuackern, 12 Tage. e) Leinland zu Ruͤben ein Mal ackern, 8 Tage, Ruͤben⸗Saͤen 7— 15 Tage. Das Ruͤbenland umbrecen... 8— Summa 24 Tage. f) Haferland zwei Mal umbrechen und ein Mal eggen. Sechzig Acker zu ſtuͤrzen, taͤglich 2¼ Acker, 24 Tage. Sechzig Acker einmal zu eggen, zu 1 ½ Acker fuͤr das Geſpann pro Tag, 8 Tage. 9) Kleelaͤndereien 12 Tage. Ueberſicht. d) Erdaͤpfelland 12 Tage e) Leinland 24— f) Haferland 24— g) Kleeland 12— Summa 72 Tage. Dazu haben wir Zeit von der Haͤlfte des Julius bis wenigſtens Ende Octobers, folglich, nach Abzug der 17 Feiertage, 91 Ar⸗ beitstage. *) Ich habe ſchon den 20ſten März dort Hafer ſäen ſehen, auf deſſen frühe Saat man immer ſehr viel hielt. Anm, des Herausg. 288 Wirthſchafts-Plane und Entwuͤrfe u Salzfuhren haben wir den Junius und halben V Julius, und 5 Wintermonate. V Sollten unguͤnſtige Verhaͤltniſſe oder Witterung Lohn⸗ V geſpanne noͤthig machen; ſo muͤſſen wir dies als Ungluͤcksd⸗ b faͤlle betrachten, die wider den gewoͤhnlichen Gang der Dinge V uns betreffen. d — fe 8 ud hrhe ttenng h als Ungäch eng der di des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 239 XIII. Einrichtung der Feld⸗ und Viehwirthſchaft fuͤrs Jahr 1819 0. (den 1ſten Januar 1819.) 8 A. Betreffend Rochsburg und Berthelsdorf. Es giebt uͤberhaupt keine Einrichtung, am Wenigſten bei der Landwirthſchaft, welche nicht Verbeſſerungen faͤhig waͤre; und daher ſind Veraͤnderungen unvermeidlich. Sie muͤſſen aber alle der Regel unterworfen bleiben: daß ihre Einfuͤhrung bei mehrerer Einnahme eine fortſchrei⸗ tende Verbeſſerung der Grundſtuͤcke bewirke. Meine gegenwaͤrtige Wirthſchaft beſteht 1) in zeither bearbeiteten Feldern in Rochsburg und Ber⸗ thelsdorf; 2) in den Feldern von Mohsdorf und Helsdorf, welche zeit⸗ her der Schafweide gewidmet waren, und 3) in ungefaͤhr 20 Ackern in Rochsburg und Berthelsdorf, welche erſt urbar gemacht und dem beſtaͤndigen Erdaͤpfelbau gewidmet werden ſollen. Meine wirthſchaftliche Einrichtung kann daher nicht eher fuͤr voll⸗ endet angeſehen werden, bis alle dieſe Laͤndereien gehoͤrig einge⸗ richtet und mit zureichendem Viehſtande verſehen worden. Die hier folgende Dispoſition aber,— oder die Beſtimmung des Verhaͤltniſſes der Einnahme und Ausgabe,— bezieht ſich *) Für das Jahr 1818 habe ich keinen ſolchen neuen Entwurf der Wirth⸗ ſchafts⸗Einrichtungen gefunden; es mag alſo bei dem von 1817 geblie⸗ ben ſeyn; und daß auch die hier wirklich beſchloſſene Urbarmachung der Lehden nicht zu Stande gekommen ſey, habe ich dort ſchon bemerkt. Jetzt kömmt uns etwas ganz Neues vor, die verſchiedene Be⸗ wirthſchaftung der ſogenannten Fröhner⸗ und der Knechtefelder in Rochsburg, und die Ausſcheidung der Erdäpfel aus der gewöhnlichen Fruchtfolge. Anm, des Herausg. 240 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe ganz allein auf die gegenwaͤrtig benutzten Felder und auf den gegenwaͤrtigen Viehſtand. Die projectirten Erdaͤpfel-Laͤndereien und die verbundene Wirthſchaft von Mohsdorf und Helsdorf gehoͤren zu den Verbeſ⸗ ſerungen, welche nicht eher in Anſchlag gebracht werden koͤnnen, bis ſie in Richtigkeit geſetzt worden; aber auch disdann ſind ſie allein zu Ankaufung eines Gutes beſtimmt. Es wird daher hier nur die gegenwaͤrtig eingerichtete Wirth⸗ ſchaft aufgefuͤhrt; alle moͤgliche Verbeſſerungen aber werden be⸗ ſonders abgehandelt. I. Fruchtfolge von Rochsburg und Ber⸗ thelsdorf. 1ſtes Jahr Ruͤbſen und Ruͤben*), 2tes— Hafer und Klee, 3tes— Klee, 4tes— Korn, gekalkt,. östes— Haͤfer, 6tes— Wicken. aa) Der Flaͤcheninhalt betaͤgt a) an Rochsburger Froͤhnerfeldern 1*) 1) Winterart 1818. 1) Spitze am Teich 1 Scheffel 2 Sippmaaß 2) Galgenquiere. 8— 2— 3) Hinter dem Pfarrholle 13——— Summa 23 Scheffel—— *) Wir finden demnach den Rübſenbau wieder aufgenommen, der ſeit mehreren Jahren ſchon aufgegeben war(ſ. 1813), weil er mehrere Male mißrathen war, oder wenigſtens keine ſo reiche Erndte, als ſonſt, mehr gegeben hatte. Er bewährte ſich indeß jetzt wieder gar ſehr, wie wir bald ſehen werden. Anm. des Herausg. **½) d. h. von den Fröhnern der Herrſchaft zu beſtellende und auch abzu⸗ erndtende Felder. Denn die Herrſchaft hatte von den Bauern und Ein⸗ ſaſſen der 8 oder 10 zu ihr gehörigen Dörfer anſehnliche, aber ganz fixirte Fröhner zu fordern, die recht gute Arbeit hefrrtn. Anm. des Herausg. Zu Seite 241. Tab. A. und e; Neue Eintheilung der Knechtefelder in Rochsburg vom Jahre 1810 an. ndene I. II. III. IV. V. VI. . ebe⸗ Tiſchfurthſtück, 2 onnen, 5 Acker. S 5 Am Lunzenauer 2 2 nd ſe Fußſteig, 3 Acker. 8 Großer Krautgar⸗ 8— ten, 1 Acker. 2 S Jith⸗ Untere Zehendfeld Knechteſpitze am Obere Zehendfeld, mit Hopfenland Stück am Gottes⸗ Teich, 2 ½ Acker. Mittle Zehendfeld,= E en be⸗ vermehrt durch ſund dem daran lie⸗ſacker, nebſt neuem Spitze bek Küh⸗ 1 nebſt Wieſe und S„ Wieſe und Holz. genden Holze. Lande. nerts, 2 Acker. Hahnenbuſch. Holz.— 2 13 Acker. 13 Acker. 12 Acker. S. 13½ Acker. 13 Acker. 13 Acker. 8— Sä E 3 z 3 Hafer. 3 Klee Erdäpfel 5 1819 Rübſen und Klee Klee Wicken ee gekalkt 5 5 Hafer Korn 5 6 1820 und Nlee Klee Erdäpfel Rübſen vorgekalkt und Wicken 2 2 gedüngt 8= = 25 S 1821 Klee Korn Hafer Hafer Wicken Rübſen 2 und Klee. 8 2 —+—= . Sles 28 E g 3 — Wicken vne. Hafer SNSS S 1822 Korn Hafer oder Brache Klee Riibſen und Klee w. 22=S 3 Erdäpfel 2 5[352 S h 1823 Hafer Wicken Rübſen Korn ddurch Umſetzung Klee. ungedüngt 6, 5 8=— 3 Erdäpfel. O 2 —..„ rĩ 1——. 1824 Wicken Rübſen Haſer⸗— Hafer durch Umſetzung Korn—5 S gedüngt, 1 Haf 1 555 der ſi 825 afer— 2E8 9 5 vni 182 Rübſen Ano Nle Klee Wicken Korn Hafer 5 2 5 5 „ uct 5 vie wi 1826 Hafer SNe 2 2 s9. u. folg. und Klee Klee Korn Rübſen Hafer Wicken 5 5 xRS Jahre.— habzu⸗= d Ein⸗ zfirur 9. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 241 2) Sommerart 1818. 4) Von der Kellermuͤhle bis mit Kriegge⸗ wende....=... 9 Scheffel 5) Von Bechſtein's bis mit Hanfſtuͤk. 9— Summa 18 Acker. Brache 1818. 6) Forſt...... 12 Scheffel— Shpinaaß 7) Ochſenſtuͤk.. 10.—— 8) Bauer⸗Sandgrube 3— 1— 9) am C. Plane und obere 1 Richterwieſe 9— 3— Summa 35 Acker. Summa 76 Acker Froͤhnerfeld. b) Rochsburger Knechtefelder*). 1) Obere Zehendfeld. 12 Acker 2) Hahnenbuſch..13— 3) Knechteſpitze am Teich.. 2 ½— 4) Untere Zehendfeldd.. 11 5) Mittlere Zehendfed 11 6) Spitze bei Kuͤhnertsss 2 7) Gottesackerſtück. 10 8) Beim großen Krautgarten. 5 9) Der große Krautgarten 1 10) Hopfenland.... 1 11) Neuacker.. 2 12) Knechte⸗ Sandgrube.. 74— Summa 78 Acker**). bb) Berthelsdorf, 84 Acker. Bei dieſer Angabe ſind einige Felder zu niedrig angeſchlagen, und wir koͤnnen mit Recht jede Art zu 18 Acker annehmen. Die ungleiche Vertheilung der Froͤhnerfelder aber kann nicht veraͤndert werden; ſo ſchaͤdlich ſie auch iſt. EI lek LI A *) d. h. von dem Hofgeſinde zu beſtellende Felder. Anm. des Herausg. **) Hierzu gehört insbeſondere beiliegende Tabelle A Schoͤnburg. Wirthſch. II. 16 242 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe II. Duͤngung. 1135 Stallſchafe, zu 1 Fuder, geben 1707 Fuder 950 Triftſchafe, incl. Knechtevieh. 712— 15 Pferde, 7 Kuͤhe, zu 12 Fuder.. 264— Summa 2683 Fuder. Es erhaͤlt alſo von 40 Ackern jeder 62 Fuder. Die ſpecielle Eintheilung aber iſt dann folgende: a) Rochsburger Knechtefelder erhalten 1) von 432 Schafen, zu 1½ Fuder, 648 Fuder 2) vom Vorwer 264— Summa 912 Fuder. Folglich erhaͤlt jede Art von 13 Ackern 70 Fuder. b) Berthelsdorf erhaͤlt von 711 Schafen, zu 1 ½ Fuder, 1066 Fuder; 14 Acker einer Art erhalten alſo jeder 76 Fuder. c) Rochsburger Froͤhnerfelder erhalten von 950 Schafen zu 4 Fuder 712 Fuder, und jede Art von 13 Ackern erhaͤlt fuͤr den Acker 549 Fuder. Bei dieſer Duͤngung nun ſind wir berechtigt, III. folgenden Ertrag der Felder anzunehmen: 1) Ruͤbſen vom Acker im Durchſchnitt 100 Rthlr. Wir beſaͤen damit 40 Acker, Summa 4000 Rthlr.*) *) Wenn wir indeß noch vorſichtiger zu Werke gehen wollen, ſo können wir hier doch nicht ſo hoch gehen. Denn wenn wir vom Acker im Durchſchnitt 13 Dresdn. Scheffel rechnen; ſo iſt dies eigentlich ſchon eine hohe Annahme, ſo wie der Preis zu 7 Rthlr. pro Dresdn. Schfl. Wir könnten mithin dann nur 520 Scheffel zu 7 Rthlr. rechnen, alſo Summa 3640 Rthlr. Anm. des Verf. Wie ich im Jahre 1820 bei meiner Anweſenheit in Rochsburg im September hörte, hatte ein Rübſenſtück, der große Krautgarten, 1 Acker kaum groß, 14 Dresdn. Scheffel Rübſen dies Jahr Ertrag gegeben. Anm, des Herausg. Es k 8 Wir einri d d 1707 dade 712— 264— —· 2683 Fal. De ſpeen halten er 9. r; 14 Ach der, und der. lder beſäen du llen, ſo kimt vom Ain cigentlih ſtt Dresdn. Eff „rechnen, des Verf⸗ Jochebur ü toartn, lAin trag gegebe Heraui; des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 243 Es koͤmmt bei dieſer Cultur vorzuͤglich darauf an: daß ſie vor dem 25ſten Auguſt beendigt ſey. Wir muͤſſen daher die Benutzung der Vorfrucht, der Wicken, ſo einrichten: daß der Duͤnger zeitig aufgefahren und dreimal beackert wer⸗ den koͤnne. 2) Wicken und Ruͤben. Es geſchieht aber dieſe Benutzung der Wicken 1) durch Verfuͤttern in der Zwiſchenzeit, in welcher der junge Klee zur neuen Fuͤtterung heranwaͤchſt, und 2) durch Heumachen. Dieſes Heumachen nun darf man nicht zu lange anſtehen laſſen, theils damit dieſes Heu wohlſchmeckender werde; theils damit man Zeit zum Duͤnger-Auffahren gewinne. Es muͤſſen aber kuͤnftig weiße Wicken ausgeſaͤet werden, ihres beſſern Ertrages wegen. Der Ruͤbſen wird uͤbrigens kuͤnftig in den Scheunen ausgedroſchen, damit alles Stroh und alle Scho⸗ ten zum Einbruͤhen der Ruͤben erhalten werden*). Die Ruͤben ſtehen 16 Wochen im Felde, oder 112 Tage. Wenn wir ſie nun den Loſten Junius ſaͤen koͤnnen**), ſo wird ihre Eendte den 10ten October angehen. Bis dahin wird die Hutung der Stoppeln ꝛc. und die Fuͤtterung der Wicken in den Froͤhnerfeldern die Schafe ernaͤhren. Auch wird der Ueber— ſchuß dieſer Wicken das erſetzen, was die Schafe im Sommer von den zu Heu beſtimmten Wicken verzehrt haben. Nur die großen und Mittelruͤben werden ausgezogen, und gleich beim Felde im Haufen, wie die Erdaͤpfel, verwahrt; nachdem ſie genugſam ausgedunſtet, welches bei den Nuͤben unerlaͤßlich nothwendig iſt.— Die kleinen Nuͤben werden bis zum Fruͤhjahre im Felde gelaſſen. Das abgeſchnittene Kraͤutig, ſo wie die Ruͤben ſelbſt, werden in Daͤmpfen fuͤr die Schafe gekocht. *) Beide Dispoſitionen ſind durch Erfahrung widerlegt; denn 1) ſtehen weiße Wicken im Ertrag den ſchwarzen nach, und 2) läßt ſich die Rübſenerndte gar nicht ohne großen Nachtheil in den Scheunen betreiben. **½) Die Saat der Rüben iſt im Jahre 1819 erſt den 11ten Julius ange⸗ fangen worden, wird auch künftig nicht her erfolgen können. 16 244 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe 3) Hafer wird jaͤhrlich auf 80 Ackern erbaut, und wir koͤnnen mit Beſtand fuͤr jeden Acker,— nach Abzug des Samens,— 22 Scheffel Dresdn. Maaß reinen Ertrag annehmen, Summa 1760 Scheffel Dresdn. Maaß. Von dieſer Einnahme aber geht ab: 1) füͤr die Triftſchaferei 50 Scheffel 2)— 15 Pfetde...... 487—*) 3)— Federvieh.. 52— 4)— Laͤmmer, nach folgender Berech⸗ nung........ 542— Summa 1131 Scheffel. Ausgabe. Ueberſicht. Einnahme 1760 Scheffel Ausgabe 1131— Bleiben S. 629 Scheffel. 8 Da aber die Ausgabe fuͤr Samen bis mit 1821 von den Staͤhrgeldern abgezogen, und in der Folge dargethan werden wird, daß dieſe Ausgabe erſetzt worden, und wegfallen kann; ſo duͤrfen wir hier als Einnahme fuͤr Hafer annehmen 1171 Dresdn. Scheffel zu 2 Rthlr., Summa 2342 Rthlr. *) Es ſollten 8 Geſpann Pferde eigentlich für den Feld⸗ und Erdäpfelbau, und das Klee⸗Einfahren in Rochsburg und Berthelsdorf nach einer Be⸗ rechnung, die dieſen Papieren beilag, gehalten werden, wovon jedes a) an Hafer 68 Dresdn. Scheffel à 3 Rthlr. 136 Rthlr. b) 66 Centner Heu zu 16 Gr..... 44— c) Einen Knecht, zu 7 Rthlr. monatlich. 84— d) für Sattler und Schmidt. 12— Summa 276 Rthlr. Koſten erfordern würde. Man wollte erſt Ochſen halten, gab aber den Pferden den Vorzug; und dachte, Fohlen auf dem Zerbſter Markte zu kaufen. Anm, des Herausg. wird 16 Der alſ und Da n mit Feſmn 22 Schf 5o Schft 487—) sgabe. 821 von d gethan vwerd allen kom! er annart nd Edäpfellen nach einer d wovon jede thlr. , gab aber oe rüſter Narkt n Heraus- des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 245 4) Korn wird gerechnet zu 6 Schock vom Acker, und vom Schock 1 Schfl. 1 Sippmaaß Ausdruſch, oder zu 1 7 Scheffel 2 Sippmaaß weniger 2 Kannen, Summa 7 Scheffel Peniger Maaß. Der Mittelpreis des Korns iſt 5 Rthlr., und der Acker betraͤgt alſo ohne Stroh 35 Rthlr. Wir beſäen aber mit Korn 40 Acker, und erhalten 280 Scheffel— Sippmaaß; hierzu 13— 2— Zinskorn. Summa 293 Scheffel 2 Sippmaaß Einnahm e. Dagegen muͤſſen wir abgeben: fuͤr die Haushaltung 12 Scheffel zu Froͤhner⸗Semmeln 18.— an Deputaten 60— Summa 90 Scheffel. Es bleiben alſo zum Verkauf 203 Peniger Scheffel zu 5 Rthlr. Summa 1015 Rthlr. Einnahme von Korn. Nach dieſer Anſicht koͤnnen wir, unter Gottes Beiſtande! anneh— men als Einnahme fuͤr Feldfruͤchte Ruͤbſen 4000 Rthlr. Hafer 2342— Korn 1015— Summa 7357 Rthlr. Die Haferfuͤtterung der Laͤmmer iſt fuͤr die Vervollkommnung der Race unentbehrlich. Bei Erdaͤpfelfuͤtterung wird nur die Haͤlfte gegeben. Hoͤchſtwahrſcheinlich wird indeß noch die ganze Aus— gabe von 543 Scheffel erſetzt werden,(— vom Jahre 1822 an,—) durch mehrern Ertrag des Hafers! Wir koͤnnen naͤm⸗ lich vom gedachten Jahre an wohl im Durchſchnitt annehmen,— wie wir 1818 wirklich erbaut haben,— 6 ¾ Schock zu 5 Schfl.; alſo ungefaͤhr 640 Scheffel mehrere Einnahme. Wir koͤnnen uns alſo uͤber dieſe unentbehrliche Ausgabe voͤl⸗ lig beruhigen. Sie iſt bis mit 1821 durch Staͤhrverkauf gedeckt, 246 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe und zugleich die einzige moͤgliche Verwahrung, den Staͤhrver⸗ kauf bleibend zu machen. 5) Erdaäͤpfel. Die Gruͤnde, warum wir dem Erdaͤpfel-Erbau be⸗ ſondere Laͤndereien gewidmet, ſind folgende: 1) Der Duͤnger reicht nicht zu, um zugleich Ruͤbſen und Erd⸗ aͤpfel zu bauen. 2) Wenn wir den Duͤnger ganz dem Ruͤbſen widmen; ſo duͤrfte der mehrere Ertrag deſſelben erſetzen, was der Ha⸗ fer weniger, als die Erdaͤpfel, eintraͤgt. 3) Die eingefuͤhrte Kalkduͤngung wird den Ertrag der Koͤrner erhoͤhen, und ſchaͤdliche Inſecten vertilgen*). 4) Die Laͤndereien, welche nunmehr Erdaͤpfel tragen, ſchicken ſich nicht fuͤglich zu anderer Cultur; werden aber durch jaͤhrliche Duͤngung bald verbeſſert werden. IV. Schaͤfereien. Fuͤr jetzt, und ohne Zuziehung der Erdaͤpfelfuͤtterung, ha— ben wir den Schafbeſtand feſtgeſetzt auf 1135 Stallſchafe. a) Deren Sommerfuͤtterung geht an den 1ſten Junius, und waͤhrt, incl. der Ruͤben, bis 1ſten December, 183 Tage. Wir rechnen bei der Kleefuͤtterung 70 Schafe auf den Acker, und dieſe Annahme wird unterſtuͤtzt durch 12 Acker Wicken auf den Froͤhnerfeldern. Ferner durch Abhuͤtung der Klee- und andern Stoppeln. Wir brauchen alſo ungefaͤhr 17 Acker Kleeland, und behalten 1) 23 Acker dergl. zum Heumachen à 84 Centner....... S. 1932 Centner Hierzu 2) Heu⸗ und Grummet bei Aſchen⸗ düngung..4260— 3) Wickenheaua). 1800— Summa 7992 Centner Einnahme. *) Zu Korn wurde jetzt mit 5 Scheffeln pro Acker mit Kalk gedüngt. Anm. des Herausg. Dar ſcche D al de b Stifnn Er bal b ſen und e widmen; was der 9 g der Kornn gen, ſchich aber dunh terung, h- Stülſc Nuͤben, Kleefütten d unterit Ferner dur brauchen aſ Centner — —— Centner ihme. gedüngt. Heraues⸗ des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 247 Davon gehen aber ab: 1) Heu fuͤr Ackerpferde 495 Centner 2)—— Kutſchpferde 198— 3) Lämmerhen 287— Summa 980 Centner. Ueberſicht. Einnahme 7992 Centner Ausgabe 980— Bleibt 7012 Centner. b) Winterfuͤtterung der Schafe. Nach den Beobachtungen des vorigen Jahres ſind zu reich⸗ licher Fuͤtterung erforderlich fuͤr Mutterſchafe taͤglich 3 ½ Pfund Zeitſchafe.. 34— Jaͤhrlingsſchafe 3 Alte Stähre 37— „Hammel. 3 ¾ mithin im Durchſchnitt ungefaͤhr 33½ Pfund. Der angenommene Schaͤfereibeſtand von 1135 Stuͤck erfordert alſo in 182 Tagen 6188 Centner. Ueberſicht. Einnahme 7012 Centner 1 Ausgabe 6188—— 1 Bleiben S8. 824 Centner Ueberſchuß. Die Unterhaltung von 1135 Schafen iſt alſo auch ohne Erdaͤpfela fuͤtterung,— unter Gottes Beiſtande!— geſichert. Dieſer Ueberſchuß von 824 Centner wird fuͤr Ochſenfutter,— 8 Stuͤck, im Sommer mit 24 Pfund und im Winter mit 12 Pfund pro Stuͤck, Summa 59 Centner fuͤr jeden,— und fuͤrs Vorwerk gerechnet. — — c) Erziehung der Laͤmmer. Um die Vollkommenheit der Rage immer mehr zu befoͤr⸗ dern, iſt es unerlaͤßlich, die Laͤmmer von der Zeit des Abſetzens ——ʒ— 248 Wirthſchafts-Plane und Entwuͤrfe an, bis zur gruͤnen Fuͤtterung des zweiten Jahres mit Hafer reich⸗ lich zu unterſtuͤtzen. Wir haben aber bei dem Beſtande von 1135 Schafen ungefaͤhr zu erwarten 284 Lammer. Dieſe nun werden den 15ten April abgeſetzt, und erhalten von da an taͤglich 1½ Maͤßchen Hafer. Von dieſen Maͤßchen aber gehen 227 auf einen Dresdner Scheffel*). Wir brauchen alſo jeden Tag 15 Maaß. Da aber in der Dispoſition dieſer Hafer bereits ab⸗ gerechnet und durch Staͤhrgelder bis 1821 bezahlt worden, her⸗ nach aber die Erdaͤpfelfuͤtterung eintreten wird, bei der nur die Haͤlfte des Hafers gefuͤttert werden darf, ſo brauchen wir uͤber⸗ haupt 542 Dresdner Scheffel. Fuͤr jetzt koͤnnen wir, nach zeit— heriger Erfahrung, als d) Nutzung der Schaͤfereien 7 anſchlagen: 1) Rochsburger und Berthelsdorfer Stall—. ſchaͤferei. 1) Wolle zu 3 Pfund von 1185 Stuͤck Summa 154 Stein 17 Pfund zu 36 Rthlr...... 5574 Nthlr. 2) Lämmerwolle.... 30—* 3) 142 Stuͤck Mutterſchafe zu 10 Rt hl r. nh)...**.. 1420— 4) 142 Hammel zu 6 Rthlr.. 38352— Summa 7926 Rthlr. *) Keineswegs! Aber wir halten uns an die 15 Maaß, oder 30 Metzen Dresdn. Maaß pro Tag. Anm. des Herausg. **½) Damals wurde die feinſte Lämmerwolle ſchlecht bezahlt, mit*, höch⸗ ſtens ½ des Preiſes der andern: ſolche hohe Preiſe, wie jetzt, kamen nie bei ihr vor. Anm. des Herausg. ***) Die Mutterſchafe wurden noch immer für 10 Rthlr. das Stück ver⸗ kauft, aber immer unter der Wodingung, daß auf 1 Stähr 5 Stück Schafe mitgenommen werden mußten. Doch waren 1817 ſchon 20 Rthlr. pro Stück geboten worden, konnten aber nicht angenommen werden, da alles verkäufliche Vieh ſchon beſtellt war. Anm. des Herausg. f ni gifer i Defende tn er. Diſe m on da an täit Ahen 2d1 alſo ſaden 1 dfrrberiit t vod ſr bei der m d uchen wie i wwie, nat en 7oeb Al dder 30 Mez. Herausg. „ mit, hit ſeßt, kamen n Herausg. das Stüc r Stähr 5 Sht Iſchon Wthl. men wetden, d Herausg. 4 des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 249 2) Triftſchaͤferei. 1) Wolle von 850 Stuͤck zu 2 Pfund 12 Loth, Summa 91 Stein 17 Pfund à 36 Rthlr......... 330 3 Rthlr. 2) Lämmertwolle....... 50— 3) Merzſchafe 106 Stuͤck à 10 Rthlr. 1060— 4) 106 Stuͤck Merzhammel à 6 Rthlr. 636— Summa 50 49 Rthlr. Wie derholung der Schaͤfereinutzungen. 1) Stallſchaͤferei 7926 Rthlr. 2) Triftſchaͤferei 5049— Summa 12975 Rthlr. Dabei iſt keine Ruͤckſicht genommen auf 1) Einrichtung der Erdaͤpfel⸗Laͤndereien, 2) Mohsdorf und Helsdorf, 3) Erhöoͤheten Wollpreis*). Bei gegenwaͤrtigen, auf Erfahrungen beruhenden, Vorausſetzun— gen aber koͤnnen wir demnach, unter goͤttlichem Beiſtande! an⸗ nehmen folgende V. Wirthſchaftliche Einnahmen: 1) Feldfruͤchte 7357 Rthlr. 2) Schaͤfeveien 12972— Summa 20329 Rthlr. Fuͤr jetzt iſt die Einnahme von einem Schafe meiner Rage im Durchſchnitt wirklich geweſen 3 Pfund Wolle, der Stein zu 40 Rthlr., folglich das Pfd 1 Rthlr. 19 Gr. 7 ½ 2 pf.. 5 Rthlr. 10 Gr. 10½2 pf. Laͤmmerwolle. Merzvieh im 4ten Jahre der Hammel 6 Rthlr. das Schaf 10— Summa 16 Rthlr. folglich 8 Rthlr. auf 4 Jahr vertheilttt. 2————— Summa 7 Rthlr. 18 Gr. 10 ⅔2 pf. *) Ueber die wirklichen Wollverkäufe im J. 1818 und 1819 vgl. Aufſatz Nr. 1. in Bd. I. S. 292. —— 8——— 250 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe VI. Zulaſſen der Schafe erfolgt allezeit den 80ſten Junius, und die Staͤhre werden ent⸗ fernt den 1ſten September. Kein Lamm kann alſo ſpaͤter an⸗ kommen, als Ende Januar. VII. Unterſchied der Duͤnger⸗Erzeugung von Schafen und Ochſen. Ein Ochſe verzehrt taͤglich 27 Pfund Heu, folglich im Jahre 89 Centner. Ein Schaf erfordert dagegen im Jahre 11 Centner. Folglich ſollte der Duͤnger von 8 Schafen dem gleich kommen, den ein Ochſe liefert. Dagegen zeugt die Erfahrung, daß der Ochſe im Jahre 26 Fuder, 8 Schafe aber nur 12— folglich 14 Fuder weniger liefern*). Wie ſich aber die Geldeinnahme von beiden Thierarten ge⸗ gen einander verhalte, das kann erſt durch einen genauen Ver⸗ ſuch beſtimmt werden: wie naͤmlich der Ochſe ſeine 89 Centner Heu bezahlt? hoͤchſtwahrſcheinlich viel ſchlechter als die Schafe gleiches Futter. VIII. Naͤhere Beſtimmung der Wieſen⸗ wirthſchaft. Die Aſchenduͤngung und die Waͤſſerung ſind die einzigen, mir bekannten, wirklich nuͤtzlichen Verbeſſerungsmittel der Wieſen. In meiner gegenwaͤrtigen Wirthſchaft ſind 1) der Waͤſſe⸗ rung faͤhig, a) in Rochsburg 1) die obere Richterwieſe. b) in Berthelsdorf 2) der Garten am Gute durch Roͤhrwaſſer des Hauſes; *) Ich glaube doch, daß hier den Schafen Unrecht geſchieht, und dem Och⸗ ſen zuviel angerechnet wird, wenn man den Dünger nach geliefertem Futter und Streu berechnet. Vgl. oben am andern Orte. - Anm. des Herausg. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 251 3) die Teichwieſe durch den mittlern Teich; 4) beide Baͤrenwieſen durch zwei Baͤche; 5) die Muͤhlenwieſe durch den untern Teich; c) in Cursdorf ugung hu 6) ein Theil der daſigen Wieſe durch den Bach des Dorfes. d) in Mohsdorf hre werden e ülſo ſdun u, folalich 3... 5 lh 7) Poſtmeiſters Wieſe durch daſige Quelle. Schafen n 2) Die Wieſen, die mit Aſche beduͤngt werden ſollen, ſind * folgende: ein Jähr a) in Rochsburg 1) Hopfenland, Reitbahn, Jungferngarten 77 Saͤcke 2) Naͤnder am Tiſchfeuhht 20— 3) Muͤhlengarten.. 30— 4) Langer Plan..40— dhjerarten 9 Summna 167 Saͤcke. genauen Ie b) in Mohsdorf ahlt? 65) die alten Gärten.. 50 Sacke eiches Fut 6) der große Garten. 100—. 1 7) Taurawieſe.. 90— bLieſen⸗ 8.) Wieſe an der Lunzenauer Straße.. 6560— di gh Summa 290 Saͤcke. d die einzin 8 nosmite d 0) in Cursdorf 9) die daſige Wiſe. 140 Sacke*). 1) der Wi c) in Berthelsdorf 10) die Baͤrenwieſen....... 55 GSäcke 1 1) Teichwieſett.. 30— 12) Garten am Gueet...20— 13) Scheergrund.. 20— s Hauſes 14) Wiesner's Garten.20— Summa 150 Saͤcke. t und den ot⸗ n güfun) Eine ſchöne Wieſe, 8 Acker groß; ſie gab im Jahre 1820 an 26 Fuder xte. Heu. Anm. des Herausg. Herautn 2⁵² Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe . e) in Helsdorf 15) vier daſige Gaͤrten..... 51 Sgcke 1) Bei der Triftſchaͤferei ſind noch noͤthig 200— Alſo im Ganzen 798 Saͤcke fuͤr die Hauptwirthſchaft, und 200— fuͤr die Triftſchaͤferei. 998 Saͤcke à 12 Gr.. Summa 499 Rthlr. Ferner weniger 24 Saͤcke eigene Aſche. 12— Bleiben 487 Rthlr. Welchen Unterſchied die Waͤſſerung einiger Plaͤtze vrußſchin wird, laͤßt ſich noch nicht beſtimmen. Dagegen konnen wir, in Vorausſetzuug, daß 12 Saͤcke Aſche 60 Centner Heu erzeugen, erwarten von udieſli Duͤngung 4260 Centner Heu und Grummet. Anh a u g. uͤber Verbeſſerung dieſer Wirthſchafts— Einrichtung. Beei vorſtehender Entwickelung der Einrichtung unſerer Wirthſchaft in Rochsburg und Berthelsdorf haben wir nun Letztere, wie ſchon geſagt, nur ſo betrachtet, wie ſie gegenwaͤrtig beſchaffen iſt. Sie iſt aber bedeutender Verbeſſerun⸗ gen faͤhig, und dieſe ſollen hier aufgezeichnet werden. 1. Erhoßung des Schafſtandes auf 1500 Stuͤck; verbunden mit Ertrag von 19 Acker Erd⸗ aͤpfel-⸗Laͤndereien. Zu dieſer Vermehrung der Schafe auf 1500 Stuͤck iſt a) bei Rochsburg, mit 600 Schafen, erforderlich: 1) die Verfuͤtterung der daſelbſt erbauten Erdaͤpfel, — ff 5t Sach o haft, und ma 499 Ri 412- — iße veruſt daß 12 jeſer Duͤng jſchafts⸗ richuung un lsdorf he rrachtet, we der Verbeſſen en. 300 Stit cer Erd⸗ do Stuci zafen, dopfe des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 258 2) an Heu....... 200 0 Kentner. Ferner ſind noͤthig Pferdeheu fuͤr 8 Geſpaoaoen.. 561—— — Kutſchpferde 198— — Laͤmmerheu...*.. 287— Summa 3046 Centner Ausgabe an Heu. Einnahme iſt uͤberhaupt folgende: a) Kleeheu. Es werden naͤmlich 22 Acker zur gruͤnen Fuͤtterung erforderlich ſeyn; bleiben 18 Acker zu 84 Centner..... 1512 Cenkner b) Heu und Grummet 4260— e) Wickenheu.... 13800— Summa 7572 Centner. Ueberſicht des Heues. Einnahme 7572 Centner Ausgabe 8046— Bleiben S. 4526 Centner. Rechnen wir nun b) fuͤr Berthelsdorf, mit 900 Schafen, auf jedes Schaf 3 Pfund, ſo wird das Schaf in 182 Tagen hier erfordern 5 Centner, und alſo 900 Stuͤck 4500 Centner. Der Heugewinnſt iſt mithin fuͤr Erhaltung von 1500 Schafen in Rochsburg und Berthelsdorf voͤllig hinreichend. Fuͤr den Hafer iſt die Anſicht folgende: 1 Wir erbauen 1760 Dresdn. Scheffel, nach Abzug des Samens. Dagegen werden erfordert: 1) für Pferde. 5655 Scheffel 2) fuͤr die Triftſchaͤferei 50— 3) fuͤr's Federvih.. 52— Summa 657 Scheffel. 254 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Wenn wir unſere Laͤmmer, nach der von uns berechneten Me⸗ thode, erziehen(— ſ. die Berechnung—), ſo erfordern ſie 9908 Scheffel. Summa 1565 Scheffel Ausgabe. Ueberſicht. Einnahme 1760 Scheffel Ausgabe 1565— Bleiben 195 Scheffel. Dieſe aber werden fuͤr Kutſchpferde aufgehen.— Es wird daher am Beſten ſeyn, die Einnahme an Hafer— 2342 Rthlr.— vom mehrern Ertrag der Schaͤferei(d. h. uͤber Dispoſition hin⸗ aus) abzuziehen. Es duͤrfte dann aber die Einnahme der Schaͤfereien betragen: a) Stallſſchaͤferei. 1) Wolle von 1500 Stuͤck zu 3 Pfund, 205 Stein zu 41 Rthlr..... 8405 Rthlr. 2) Lammwolle...... 130— 3) 187 Schafe à 20 Rthlr.**)... 3740— 4) 100 Staͤhre à 50 Rthlr. 5000— 5) 87 Hammel à 6 Rthlrt. 522— Summa 17817 Rthlr. b) Triftſchaͤferei. 4 1) Wolle 91 Stein....... 3760 Rthlr. 2) Lammwolle........ 50— 3) 105 Schafe à 20 Rthlr..... 2100— 4) 105 Hammel à 4 Rthlr.. 420— Summa 6330 Rthlr. *) Im J. 1819 ſchor man, nach brieflichen Nachrichten des Grafen an mich, von den Jährlingen wirklich 3 Pfund 29 Loth gut geſchwemmte Wolle pro Stein im Durchſchnitt, und ein Kälberjährling von beſonde⸗ rer Größe allein gab 5 Pfund 30 Loth. Im Durſchnitt war die Schur von der ganzen Schäferei 3 ½ Pfd pro St. Anm. des Herausg. 4*½) Vom J. 1819 oder 1820 an wurde wirklich das Schaf nur zu 20 Rthlr. verkauft, und immer noch wurden 5 Schafe ſtets auf 1 Stähr beim Ver⸗ kauf gerechnet, die man mit ihm nehmen mußte. Anm. des Herausg. ——᷑—᷑—P—᷑——ęę—O˖—— Nach rfe derchnen tfordern ſe he. .— Gzr 2342Rth Doöpoſtinn 8405 R. 11817 I 3760 Rhh 50 5530 Rh en des Grafn gut deſhum ding von beit⸗ iitt war di Een es Heraus fnur zu o frur zu Wd nn l⸗ 1 Stihr bem a Herouih des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 255 Wiederholung. Stallſchaͤferei 17817 Rthlr. Triftſchaͤferei 6330— Summa 24147 Rthlr. Ueberſicht. Einnahme 24147 Rthlr. Hafer 2342— Bleiben S. 21805 Rthlr. reiner Ertrag der Schaͤfereien. Nach der Dispoſition betraͤgt die Schaͤfereinutzung 12975 Rthlr.,. alſo hier 8830 Rthlr. mehr, als in der Dispoſiton aufgefuͤhrt. Iſt denn aber bei dieſer Einrichtung auch die Duͤngung ge— ſichert? Funfzehnhundert Schafe geben, wenigſtens 1 ½ Fuder pro Stüuͤck im Ganzen, folglich.2260 Fuder Triftſchaͤferei, naͤmlich 950 Stuͤck zu 4 Suder......... 2712— Vorwerk c........ 264.— Summa 3 226 Fuder. Von dieſen rechnen wir zuvoͤrderſt ab die Duͤngung fuͤr 30 Acker Erdaͤpfelland à 30 Fuder...— 900 Fuder. Bleiben S. 2326 Fuder. Mit dieſen 2326 Fudern werden alle Jahre beduͤngt 40 Acker. Jeder erhaͤlt alſo 58 Fuder. Im Jahre 1818 haben wir das Ruͤbſenfeld nur mit 32 Fuder fuͤr den Acker beduͤngen koͤnnen. Wenn ſich dereinſt der Ertrag des Hafers erhoͤht, und,— wie im Jahre 1818,— die Annahme von 6 ¼ Schock zu 5 Scheffel Ausdruſch fuͤr den Acker geſtattet; ſo kann dann recht fuͤglich eine Mahlzeit durch Haferfuͤtterung beſtritten werden: denn wir er— halten dadurch vom Acker mehr 824 Scheffel, folglich von 80 Ackern 680 Dresdn. Scheffel; hierzu den Zinshafer 418—— Summa 1098 Dresdn. Scheffel mehrere Einnahme. 256 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Zu vorberechneter mehrern Einnahme der Schaͤfereien muͤſ⸗ ſen wir aber annoch rechnen den dadurch bewirkten Ertrag von 19 Acker Erdäpfel⸗Loaͤndereien. Es werden uns naͤmlich dieſe 19 Acker, zu 285 Stcken pro Acker, liefern 4465 Saäͤcke zu 10 Gr...... 1860 Rthlr. Hierzu vorberechneter Ueberſchuß. 8830— Summa 10690 Rthlr. Rechnen wir davon ab die Koſten an Handarbeit, pro Acker 7 Rthlr., Summa 133 Rthlr., ſo bleibt noch, nach der beiſte⸗ henden Ueberſicht, 10690 Rthlr. Einnahme, 133— Erdaͤpfelbeſtellung. Summa 10557 Rthlr. wahrſcheinlicher Ueber⸗ ſchuß uͤber die Dispoſition. II. Benutzung der Korn⸗ und Haferſtoppeln. Es koͤnnen naͤmlich nach abgeerndtetem Korn auch noch Erbſen, und nach abgebrachtem Hafer Sommerkorn zur Schaffuͤtterung eingeſaͤet werden. Es wird dazu, als Futter, eine ſtarke Einſaat erfordert; wir wollen alſo auf den Acker 1 Peniger Scheffel rechnen, mithin fuͤr 80 Acker 80 Scheffel zu 5 Rthlr. Summa 400 Rthlr. Dagegen koͤnnen wir wenigſtens auf zwei Monate Futter fuͤr 1500 Schafe davon rechnen, wodurch wir erſparen 2440 Centner, oder— zu 16 Gr.— 1626 Rthlr. 16 Gr. Wir erhalten alſo dadurch einen reinen Gewinnſt von 1226 Rthlr. 16 Gr., und ſind im Stande, im Verhaͤltniſſe dieſes Futters, mehr Schafe zu unterhalten und die Felder beſſer zu duͤngen. 182 1 iferim n 3 ndereinn icen naätr 1860 Rch 8830- — 10690 Rthe eit, pro Ait nach der beiie lung. er Ueber⸗ poſition. rſtopynn Korn aut mmerkorng einſaat erfoed rechnen, mit nte Futter eeſparen 24 von 6 Futters, n ungen. Zu S. 2567. Tab. A. Fruchtfolge in Mohsdorf. Hafer! 4.. 1820 und Klee Weide Weide Weide Weide Weide gedüngt — Hafer— 1821 Klee Erdaͤdfe und Klee Brache Hafer Hafer gedungt gedüngt Erdäpfel Hafer ibſe cee 1822 gekalkt und Klee Klee Rübſen Brache Wicken Erdäpfel Hafe i— 1823 Hafer Klee zeradit un ühe Rübſen Brache Erdäpfel 4 Hafer übſe 1824] Wicken gekalkt Hafer Klee und Klee Rübſen * Erdäpfel 1825 Rübſen Hafer Wicken Panahit Klee nHäſefh Hafer.„Erdäpfel 1825] ſund Klee Wicken Rübſen Hafer gekalkt Klee 4 Hafer.. Erdäpfel 1827 Klee Rübſen ſ und Klee Wicken Hafer gekalkt 1828 Erdäpfel! Hafer a....* eſol gekalkt und Klee Klee Rübſen Wicken Hafer des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 257 B. Mohsdorfs und Helsdorfs Feldwirthſchafts⸗ und Viehſtands⸗Einrichtung*). 8 a) Helsdorf. Helsdorf unterſtuͤtzt die Wirthſchaft von Mohsdorf durch 36 Acker Wieſen**), welche alle Jahre mit Aſche be— duͤngt werden. Die Koſten dieſer Aſchenduͤngung betragen auf jeden Acker 6 Rthlr.— Gr. fuͤr 12 Scheffel Aſche zu 12 Gr. —— 8— ſolche zu ſtreuen. 1— 6— Naͤherlohn. Summa 7 Rthlr. 14 Gr. Unkoſten. Wir brauchen alſo fuͤr Helsdorf 432 Scheffel Aſche, 4 Summa 216 Rthlr. fuͤr Aſche; uͤberhaupt aber 270 Rthlr. Unkoſten. Nun aber glauben wir nicht, daß, ungeachtet dieſer Duͤngung, auf eine Grummet-Erndte in Helsdorf zu rechnen ſey, ſondern allein auf 3 Fuder Heu, zu 12 Centnern das Fuder, folglich von 36 Ackern auf 1290 Centner Heu. b) Mohsdorf erhaͤlt nun folgende Fruchtfolge: lſtes Jahr Ruͤbſen und Ruͤben, 2tes— Hafer und Klee, 3tes— Klee, 4tes— Erdaͤpfel, gekalkt, 5tes— Hafer und Erbſen, 6tes— Wicken. nach beiliegender Tabelle A. bei 15 Ackern auf die Art, Summa im Ganzen 90 Acker. *) Nämlich bei der projectirten Umwandlung, auch der Lehden in Artfelder. Anm. des Herausg. *½) Darunter werden hier auch wohl zum Theil mit niedergelegte Gras⸗ felder. verſtanden, oder Lehden, wie ſie anderwärts heißen. Anm. des Herausg. Schoͤnbuerg. Wirchſch. II. 17 258 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Saͤmmtliche Fruͤchte,— mit Ausnahme des Ruͤbſens,— werden zur Unterhaltung von 800 Schafen verwendet. Wir erbauen aber fuͤr die Winterfuͤtterung 1) Hafer, zu 6 Schock vom Acker, macht von 30 Ackernrn.. 180 Schock. 2) Wicken von 15 Ackern zu 45 Centn. 675 Centner 3) Helsdorfer Heu... 1290— Summa 1965 Centner Heu ꝛc. Nun aber ſind erforferlich fuͤr 800 Hammel, zu 2 Pfund taͤglich, in 197 Tagen 2865 Centner, weniger oben 1965— Bleiben Sm. 900 Centner Erforderniß. Wenn wir nun das Schock Hafer zu 9 Centn.— mit Beſtand— rechnen; ſo ſind zur Ergaͤnzung dieſer 900 Centner erforderlich 100 Schock, ferner 15— zu Samen à 60 Scheffel, 26— fuͤr Pferde à 105 Scheffel. Summa 141 Schock. Ueberſicht des Hafers. 180 Schock Erbau, 141— Erforderniß. Summa 39 Schock Ueberſchuß, zu 4 Scheffeln, Summa 156 Scheffel. 2) 15 Acker Kleeland geben 11½ Acker fuͤr gruͤne zütrerung. und 31 Acker bleiben zur Dispoſition. 8) Erdaͤpfel von 15 Ackern geben zu 238 Saͤcken nach Ab⸗ zug des Samens 3525 Saͤcke. Nun aber brauchen 800 Hammel, zu 3 Pfund taͤglich, jeder un⸗ gefaͤhr 4 Saͤcke und 35 Pfund in 197 Tagen, folglich nur 3401 Saꝛͤcke. Die Hammel erhalten alſo fruͤh 1 Pfund Heu, Mittags 3— Erdaͤpfel, Abends 1— Heu. An Duͤngung, welche wir nur 14 Fuder fuͤr jeden rechnen, erhalten wir 1200 Fuder, und dadurch erhalten 15 Acker jeder 60 Fud der ang 2 folgend des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 259 Ahn. 30 Fuder. Dieſe Duͤngung duͤrfte keinen Zweifel geſtatten, daß ¹ der angenommene Ertrag ſich beſtaͤtigen wird. Wir koͤnnen daher bei vollendeter Einrichtung erwarten folgende zuei Li eme hale d90 6 1) Ruübſen..... 13500 Rthlr. 2) Wolle von 800 Hammeln, zu 34 Pfd, 965 Cenne Summa 127 Stein 6 Pfund zu 41 Rthlr. 5207— Heun 3) 300 Hammel mit 3 Rthlr. Gewinnſt öfund taͤgit verkauft... 900— Summa 7607 Rthlr. Einnahme. rderniß Ausgabe Beſtand- duͤrfte ungefaͤhr betragen: xerderlic 1) Helsdorf........ 270 Rehlu. 2) Mohsdorf 9 75 Acker fuͤr Handarbeit à 3 Rthlr.. 225 efel. 15 Acker Erdaͤpfel à 7 derhi—. 105 Duͤngerladen..... 25 Zwei Schäfer....... 216 Ruͤbſendreſchen....... 105 LLI b Drei Knechte zu 84 Rthlr... 252 Sattler und Schmidt à 10 Rthlr. pro Ge⸗ ſof ſpann..... 30— Schfin Voigt, à 9 Rthlr. monatlich 1908— . Summa 1336 Rthlr. Fütterung. ne garſege Ueberſicht. cen nach Einnahme 7607 Rthlr. Ausgabe 1336— Summa 6271 Rthlr. reine Einnahmi⸗ ch, jeder un beii 1 die Schwierigkeit aber beſteht nur in wirklicher Vollen⸗ dung dieſer Einrichtung. Nach Tabelle der Fruchtfolge haben wir 1 819 zu erwarten: den Hafer von 34 Ackern, welcher aber bereits der ſden ttön Haupteinnahme gedachten Jahres angewieſen iſt.— Die uͤbrigen 15 Ttr hr Mohsdorfer und Helsdorfer Lehden aber„Benän in dieſem Jahre 17 260 Wirthſchafts Plane und Entwuͤrfe zur Weide; und im Herbſte ſollen alle Mohsdorfer Lehden um⸗ gebrochen werden*).. 1820 8 wird eine Art von 15 Ackern in Mohsdorf geduͤngt und mit Hafer und Klee beſaͤet, ſo wie 5 Arten mit Wicken. Die ſaͤmmtlichen Helsdorfer Lehden erhalten zum erſten Mal Aſche. G Wir duͤrfen daher in dieſem Jahre 1820 an Futter er⸗ bauen: 1) eine Art Hafer, den Schfl. zu 58 Centn. 870 Centner 2) 5 Arten Wicken, oder 75 Acker zu 45 Centner....3375— 3) Helsdorfer Honn. 1290— Summa 55 35 Centner Einnahme. Da nun zu 3 ½ Pfund taͤglich im Jahre 11 Centner zur reichlichen Fuͤtterung eines Hammels erfordert werden; ſo koͤnnen durch obi⸗ gen Erbau unterhalten werden 503 Hammel, deren Nutzung aber erſt im kuͤnftigen Jahre eintritt., 4 Sie werden uns indeſſen liefern 754 Fuder an Duͤngung, mit welchen 30 Acker zu 25 Fuder beduͤngt werden.— Am Beſten duͤrfte es dabei ſeyn, 150 Fuder, wo moͤglich, von Ber⸗ thelsdorf zufahren zu laſſen, um den Acker mit 30 Fudern zu be⸗ duͤngen. Ob es rathſamer ſeyn duͤrfte, dieſe Hammel 1) trocken im Sommer zu fuͤttern? oder 2) durch Berthelsdorfer Klee, welcher dieſer Wirthſchaft an trockenem Futter erſtattet werden muͤßte; oder 3) durch Mohsdorfer Wicken? kann wohl nur erſt zu ſeiner Zeit entſchieden werden. Die Arten, welche 1821 beduͤngt werden, ſind folgende: Nr. 2. Erdaͤpfel, — 3. Hafer und Klee. Dieſes Jahr iſt alſo ohne Einnahme; *) Iſt nicht geſchehen. S. Entwurf von 1820. Anm. des Herausg. aher erh 1. 5 1 rlhden m und mi en n zum aig an Futter 870 Centn 35 Centner nahme. or rächächen gen duech oh⸗ deren Nuz an Dünn. den.— ¹ lic,, von de Fudern z rVüthſchaf zoder d folgende Herouig des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 261 1821 aber erhalten wir von 503 Hammeln: 1) Wolle 80 Stein zu 41 Rthlr... 3280 Rthlr. 3) 252 Merzhammel zu 3 Rthlr.. 756— Summa 4036 Rthlr. Einnahme. Ueberſicht. Einnahme 4036 Rthlr. Ausgabe 1336— Summa 2700 Rthlr. Ueberſchuß 1821. An Futter erbauen wir in dieſem Jahre: 1) Erdaͤpfel, welche die Mittagsmahlzeit beſtreiten; 2) Klee, wodurch die Sommerfuͤtterung erlangt wird, durch 8 Acker hoͤchſtens. Es bleiben alſo 7 Acker zu 84 Centner 38 3) eine Art Hafer, welche wir, wie vor⸗ her, anſchlagen zuu.. 370— 4) zwei Arten abgetragenen Hafer, einer Art Wicken gleich gerechnet. 675— 5) das Berthelsdorfer Heu 1290— Summa 3423 Centner. 588 Centner; Da wir nun in dieſem Jahre keine Ruͤben haben, ſo koͤnnen wir die gruͤne Fuͤtterung, incl. der Weide, nur vom 15ten Junius bis 1ſten October rechnen. Wir haben alſo 258 Wintertage zu beſorgen, zu 2 Pfund pro Stuͤck, taͤglich 1006 Pfund, Summa 2595 Centner Erforderniß. Es bleiben daher 825 Centner Ueberſchuß. 1822 iſt die Einnahme wie im vorigen Jahre 2700 Rthlr., und 1500— Ruͤbſen. Summa 4200 Rthlr. nach Abzug der Auslagen. 262 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe In dieſem Jahre aber tritt die Ruͤbenfuͤtterung ein, und wir haben daher nur fuͤr 197 Tage Winterfuͤtterung zu ſorgen. Dazu erbauen wir 1) eine Art Hafer und Klee 870 Centner 2) eine Art Wicken. 675— 3) Berthelsdorfer Hen. 1290— 4) Ueberſchuß vom vorigen Jahre. 825— Summa 3660 Centner. Ein Hammel aber braucht in 197 Tagen, zu 2 Pfund, 3 Centn. 3 Stein Heu, und alſo 800 Hammel nur 2880 Centner. Erd⸗ aͤpfel und Klee ſind vorhanden; es iſt alſo kein Bedenken, alle 800 Hammel in dieſem Jahre aufzuſtellen. Dadurch tritt denn die voͤllgge Nutzung dieſer Grundſtuͤcke mit dem Jahre 1823 wirklich ein. Dieſe nun iſt vorher berechnet zu 6271 Rthlr. reine Einnahme. Die Koſten der Beſtellung bis 1821 muͤſſen von der Kaſſe vorge⸗ ſchoſſen und von dem Ertrage bis 1823 abgezogen werden. Nothwendig wird es ſeyn, die ganze Mohsdorfer Acker⸗ flaͤche vermeſſen und in 6 Arten vertheilen zu laſſen, auch jede Art mit Rochlitzer Steinen zu bezeichnen. Bemerkungen zu der beiliegenden Verbeſſerung der Mohs⸗ dorfer Wirthſchaft. 1) Es wird uͤberaus ſchwer halten, dieſe Verbeſſerung ein⸗ zufuͤhren, weil es nicht eher geſchehen kann, als bis die Ber— thelsdorfer Schafe in Anſehung der Sommerfuͤtterung auf andere Art, als durch Hutung, verſorgt werden koͤnnen. 2) Der Luzernebau kann vielleicht allein dieſe Ergaͤnzung gewaͤhren. Es iſt daher zuvoͤrderſt nothwendig, die Lehden in Berthelsdorf auf die projectirte Art einzurichten. 3) Durch Benutzung der Lehden als Wieſen die Einnahmen zu erhoͤhen, erfordert zuvoͤrderſt, den Ertrag abzuwarten, wel⸗ cen di dahin 4 werden wir ſij deſen ſtens: alleJ ung in Anerung a 0 Centner d, 3 Cenn, tner. End. enken, all tritt den Kaſſe mn erden. dorfer lan , auchſ Nohs⸗ ſerung ei is die Be⸗ auf ander Ergäͤrzun ie Khden i eEinnahmen datten, ve⸗ des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 263 chen die Aſchenduͤngung nach der Klee⸗Art gewaͤhren wird. Bis dahin ſind alle Berechnungen ungewiß⸗ 4) Wir haben zwar die Ackerflaͤche, welche eingebrochen werden ſoll, in der Dispoſition auf 9 Acker jaͤhrlich feſtgeſetzt; wir ſind aber nur in Anſehung des Duͤngers beſchraͤnkt, und dieſen haben wir wohl nicht noͤthig, ſtaͤrker anzuſchlagen, als hoͤch⸗ ſtens 35 Fuder fuͤr den Acker. Wir koͤnnen daher wohl fuͤglich alle Jahre 12 Acker umbrechen. 264 Wirthſchafts Plane und Entwuͤrfe XIV. Verbeſſerte Einrichtung der Vieh⸗ und Feld⸗ wirthſchaft in dem Jahre 1820 u. f. Die Beſchaffenheit mehrerer Grundſtuͤcke erlaubt keine glei⸗ che Feldereintheilung. Folgende Acker ſind daher abwechſelnd zu Erdaͤpfeln geduͤngt, und zu Gemang ungeduͤngt, bei zweijaͤhri— ger Benutzung mit 30 Fudern Duͤnger pro Acker, nun beſtimmt*). Naͤmlich: 1) die Helsdorfer Lehden. 36 Acker 2) die Berthelsdorfer Lehden 14— 3) Poſtmeiſters Feld in Mohsdorf.10— . Summa 60 Acker. Dieſe ſind zu vertheilen auf zwei Arten: naͤmlich die 2te Art, 30 Acker in Helsdorf; 1ſte Art:.— a) Berthelsdorfer Lehden. 14 Acker b) Mohsdorfer Feld des Poſtmeiſteres. 10— c) Die uͤbrigen Felder von Helsdorf. 6— Summa 30 Acker. Die eigentlichen Art-Felder aber, welche eine Reihe von Fruͤchten zu produciren im Stande ſind, wollen wir hier folgen⸗ dermaßen verzeichnen; naͤmlich: I. Die Rochsburger Knechtefelder, wie ſie im Jahre 1819 angegeben worden, werden, in 78 Ackern, und jetzt, mit Weglaſſung des Neuackers, und richtigerer An⸗ *) Jetzt ſchien es dennoch wirklich Ernſt zu werden mit der Ausführung des ſchon ſo lange gehegten Planes zur Verwandlung der Grasfelder, oder Lehden in Mohsdorf, Helsdorf und Berthelsdorf in eigentliche Art⸗ felder: allein es blieb damals doch noch— nur Project, wie wir am Schluß bemerken werden. Anm. des Herausg. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 265 ſetzung des Gottesackerſtuͤcks mit 13 Ackern, ſtatt 10, und end⸗ lich mit Hinzuthat von Hauſchilds Feld. 2½ Acker, ded⸗ dem Felde am Lunzenauer Fußſteig. 2 ¾— f. der Bauer⸗Sandgrubee 3 ¼— im Ganzen ausmachen Summa 87 ½ Acker. Dieſe Knechtefelder ſind in 7 Arten vertheilt, naͤmlich: keine ſ 1ſtes Jahr Nuͤbſen und Erbſen, cſenda 2tes— Hakfer und Klee zwejähtb 3tes— Klee, limmt*) 4tes— Korn, b 5tes— Erdaͤpfel, geduͤngt, 6tes— Wicken und Ruͤben, 7tes— Gemang als Heu. Der Gemang aber wird am Beſten zuſammengeſetzt durch die Haͤlfte an Hafer, ¾ an Erbſen, X an Wicken. Dieſe Knechtefelder enthalten eigentlich auf jede Art nur 12 ¾ Acker. Da aber der vorgeſchlagene Anſchlag ſehr niedrig iſt; ſo koͤnnen wir fuͤr jede Art 13 Acker rechnen. er II. Die Rochsburger Froͤhnerfelder — enthalten fuͤr jede Art 12 Acker, Summa 72 ¾ Acker; und er. III. 3 Keihe bon— Berthelsdorf folgen hat auf jede Art 14 Acker. Beide haben nun gleiche Rotation, naͤmlich: 1ſtes Jahr Ruͤbſen und Erbſen, Acken, 2tes— Hafer und Klee, gerer A ztes— Klee, 4tes— Korn, gekalkt, lerchu ö5tes— Hafer, lusfü.* nci 6tes— Gemang, zu Heu*). ntliche Ne⸗ vie wir am *) Dieſe Fruchtfolge faud ich im Jahre 1820 wirklich vor. rausg. Anm. des Herausg. 266 W irthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe IV. Moh 8d orf enthaͤlt folgende Felder: 1) An der Lunzenauer Straße. 10 Acker 2) Bis zum Muͤhlwege. 14— 3) Von da bis zum großen Garten. 10— 4) An der neuen Scheune. 1— 5) Muͤller's vordere Fed..35— 6) Zwei Stuͤck bei Rgapßs 94— 7) Große Quiere.... 3— 8) Kleine Ouiere.. 2 9) Spitze an der Fichte 2 10) Lehne an der Fichte 5 11) Muͤller's Hinterfeld.... 8 12) Naumann's Feld. 2 6 18) Stuͤck an den Steinen.. 4 14) An der Wieeef 9 Summa 92¾ Acker*). Jede Mohsdorfer Art beſteht alſo aus 15* Acker, und die Fruchtfolge iſt: 1ſtes 2tes 3tes 4tes 5tes 6tes Jahr Hafer und Klee, geduͤngt, Klee, Korn, Wicken, gekalkt, Korn, Gemang, als Heu. nach beiliegender Tabelle X. Zur Beſtellung von Mohsdorf, und von den oben angegebenen Lehden, werden drei neue Geſpann unterhalten 4 welche erfordern 1) an Hafer 234 Scheffel zu 2 Rthlr.. 468 Rthlr. 2) Schmidt und Sattler.. 30— 3) Drei Knechte zu 84 Rthler 252— Summa 750 Rthlr. *) Dies ſind alſo ſämmtliche ehemalige Mohsdorfer Lehden oder Grasfel⸗ der, wie ſie in dem Entwurf für 1815 angeführt ſind, bis auf 10 Acker, oder Poſtmeiſters Feld, welches zu dem Erdäpfelbau genommen werden ſollte. Anm. des Herausg. —— d de 45 Zu S. 266.- 2 Tahb. NX. rn. m. 1 lv I V I afer 4. 1820 85 ſat⸗ Weide Weide Weide Weide Weide gedüngt„ Hafer 1821 Klee und Klee Hafer Hafer Hafer Hafer gedüngt Hafer 3. 1822 Korn Klee und Klee Wicken Wicken Wicken — gedüngt Wicken Hafer Haf 18323]— Korn Klee und Klee Hafer afer gekalkt gedüngt ; Hafer Wicken 824 Korn 3 Korn Klee und Klee Brache 1 gekalkt gedi *, Hafer 1825 Gemang Korn Willen Korn Klee und Klee geia 4 gedüngt 1826 Hafer 3 u. folg. und Klee Gemang Korn Lrac Korn Klee Jahre gedüngt ge Anlen ſo rechn bis mit f tter! 3u des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 267 Transport 750 Rthlr. Hierzu 4) die Koſten der Beſtellung fuͤr Mohsdorf und Lehden, 152 Acker zu 7 Rthlr. 1064— 5) die Samenerbſen fuͤr Nuͤbſenſtoppel 39 Penig. Scheffel zu 5 Rthler 195— Summa 2009 Rthlr. Unkoſten fuͤr neue Einrichtung. Anlangend die Schaͤferei, ſo rechnen wir die Sommerfuͤtterung vom 10ten Junius bis mit dem 20ſten October, alſo 133 Tage; die Winter⸗ fuͤtterung aber auf 232 Tage. Zur Sommerfuͤtterung iſt beſtimmt: * a) an Klee. in Rochsburg 17 Acker Berthelsdorf 14— Mohsdorf 15— Summa 46 Acker. b) dann an Gemang. in Rochsburg 13 Acker Berthelsdorf 14— Mohsdorf 15— Summa 42 Acker. c) die Erbſen auf Ruͤbſenſtoppel. 39 Acker. Summa 127 Acker. Hierzu kommen noch: 1) 13 Acker Ruͤben in Rochsburger Knechtefeldern; 2) die Behuͤtung von 108 Ackern an alter und neuer Klee⸗ ſtoppel; 3) Behuͤtung von 69 Ackern Kornſtoppel; 4) Behuͤtung der Wieſen und Gaͤrten. 267 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Die Winterfuͤtterung erfordert in 232 Tagen 1) fuͤr Rochsburger Mutterſchafe, an 300 Stuͤck, zu 1 Pfund, fuͤr jedes 7 Centner 2 Stein, Summa 2220 Centner. 2) Fuͤr 300 Laͤmmer, zu 1 Pfund pro Stuͤck taͤglich, vom 1ſten Januar bis 10ten Junius, macht in 161 Tagen, fuͤr jedes Lamm 1 Centner 51 Pfund, Summa 439 Centner. Summa S. 2659 Centner. Es erhalten alſo dieſe Rochsburger Mutterſchafe: fruͤh 17 Stein— Pfund Mittags 13— 14— Abends 17——— Summa 47 Stein 14 pfund 3) fuͤr das Geltevieh in Rochsburg, zu 2 4¼ Pfund, bei und neben Erdaͤpfeln zur Mittagsmahlzeit an 3 Pfund pro Stuͤck, macht fuͤr jedes Stuͤck 4 Centner 4 Stein, und in 232 Tagen fuͤr alle 1113 Centner. Mithin bekommen dieſe Gelte⸗Stuͤcken: fruͤh 10 Stein 14 Pfund Mittags 2— 14— Abends 10— 14— Summa 23 Stein 20 Pfund. Das Beduͤrfniß der Rochsburger Stallſchiferei betraͤgt nithin 3372 Centner*). Nun aber erbauen wir, bei eingerichteter Wirthſchaft, wenn die kuͤnftig anzugebende Duͤngung erfolgt*), a) an Heu, oder deſſen Werth 1) auf 30 Ackern Hafer in Mohsdorf, zu 72 Centner der Acker, indem wir, der Koͤrner wegen, das Gebund gleich ſchaͤtzen 1 Stein Heu..... 2160 Centner *) Dieſe reiche Fütterung wurde ganz ſo wirklich gegeben, und Hafer da⸗ bei geſpart. Anm. des Herausg. **) Dieſe hier vorkommenden Ertrags⸗Angaben ſind alles wahrhafte Er⸗ träge, wie ſie dort erhalten wurden. G Anm. des Herausg. Sti 2) 5) naͤn „ bei Stüͤck, Tagen tuͤcken: müthin 1 „wenn entner afer da⸗ leg. afte Er⸗ usg. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 269 Transport 2160 Centner. 2) 12 Acker Gemang, auf dem Vorberei⸗ tungsfelde des Ruͤbſens in den Rochs⸗ burger Froͤhnerfeldern, zu 60 Centner 720— 8) 8 Acker Kleeheu auf den Rochsburger Froͤhnerfeldern, zu 84 Centner.. 672— 4) Heu und Grummet.. 3288— 5) Eine Art Wicken auf den Rochsburger Knechtefeldern, 13 Acker zu 50 Centn. 650 6) Eine Art Hafer in Berthelsdorf 1008 7) Eine Art Hafer bei den Rochsburger Froͤhnerfeldern....... 8) 30 Acker Gemang auf den Lehden, zu 72 Centner. 2160— Summa 11 522 Centner - Erbau. Wenn wir nun von dieſem Erbau abziehen die Unterhaltung der Rochsburger Schafe zu...... 3772 Centner ſo bleiben Zumma 7750 Centner fuͤr Berthelsdorf und Mohsdorf. Mit dieſen 7750 Centnern koͤnnen wir, zu 44 Centner pro Stuͤck, ernaͤhren— in 232 Tagen— 1615 Hammel. Fuͤr dieſe und 234 Stuͤck geltes Vieh in Rochsburg ſind naͤmlich, zu 3 Pfund taͤglich, oder 5 Sagͤcke in 232 Tagen pro Stuͤck, erforderlich 9245 Saͤcke Erdaͤpfel. Wir erbauen aber bei gehoͤriger Duͤngung von 18 Ackern in Helsdorf, 864— 7— in Berthelsdorf, 5— Poſrtmeiſters Feld, 13— in Rochsburg. Summa 43 Acker, zu 235 Saͤcken, giebt 10105 Saͤcke nach Abzug des Samens. Nach dieſen Angaben iſt die Moͤglichkeit vollkommen erwie⸗ ſen, einen Schafbeſtand aufzuſtellen von 2150 Stuͤck. Die Futter⸗Vertheilung wuͤrde dann in specie in Berthels⸗ dorf und Mohsdorf betragen: 270 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe a) fuͤr Berthelsdorf: fruͤh 33 Stein 8 Pfund Mittags 8— 7— Abends 33— 8— Summa 75 Stein 1 Pfund taͤglich, und 15 Sacke Erdaͤpfel zu 139 Pfund. hat! b) fuͤr Mohsdorf: fruͤh 39 Stein 20 Pfund Mittags 9— 21— V Abends 39— 20— di Summa 89 Stein 17 Pfund taͤglich, 9 und 19 Saͤcke Erdaͤpfel.- Dieſer Schafbeſtand von 2150 Stuͤck wird Lertheſt auf b Rochsburg 534 Stuͤck 1 Dawh Berthelsdorf 734— Mohsdorf 882— V Summa 2150 Stuͤck. wd Die Duͤngung anlangend. r Damit iſt zu verſorgen: a 1) das Rochsburger Knechtefeld, und zwar alle Jahre fuͤr m 1) Erdaͤpfelfelder, 13 Acker zu 30 Fuder 390 Fuder 1 2) Nuͤbſenfelder 2 13 Acker zu 52 Fuder*) 676— 5 1 Summa 1066 Fuder alſo Erforderniß fuͤr Rochsburg. d *) In einem, für das Jahr 1823 entworfenen ähnlichen Plane, den ich, ſeiner Gleichheit im Ganzen wegen, nicht mittheilen will, iſt die ganze Schäferei auf 2146 Stück angegeben: wovon 534 Stück auf Rochsburg, 784 Stück auf Berthelsdorf, 878 Stück(Hammel) auf Mohsdorf kom⸗ men, und in den Stammſchäfereien 300, auf der Triftſchäferei 212 St. Lämmer jährlich zugezogen, und dann eben ſo viel Stück Vieh ausge⸗ merzt, und, der reichlichen Fütterung halber, zu 7 Rthlr. pro Stück, Summa zu 3584 Rthlr. für Merzvieh, angeſchlagen werden ſollen. Anm. des Herausg. **) Dieſe ſtarke Düngung iſt auch factiſch. Anm, des Herausg. auf var all Fuder güher burg. den ich, die ganze chsburg, orf kom⸗ 212 St. h ausge⸗ o Stüch, llen. usg. usg⸗ des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 271 Dazu liefern die Schafe an 534 Stuͤck, zu 1½ Fuder 801 Fuder das Vorwer 264— Summa 1065 Fuder*). 2) Mohsdorf— hat von 882 Hammeln zu erwarten.. 1325 Fuder, und 3) Berthelsdorf von 734 Stſick...... 1101— Summa 2426 Fuder. Davon muͤſſen wir zuvoͤrderſt abziehen den Duͤnger fuͤr 30 Acker Lehden, welche mit Erdaͤpfeln belegf werden, der Acker zu 30 Fu⸗ der, macht... 900 Fuder. Bleiben S. 1526 Fuder. Davon aber erhalten 14 Acker in Berthelsdorf, jeder 60 Fuder..... 840 Fuder. Bleiben S. 686 Fuder, wodurch der Mohsdorfer Acker erhaͤlt 45 Fuder. Dieſe Duͤngung nun rechtfertigt vollkommen den angenom⸗ menen Ertrag der Felder, welcher nicht nach der gewoͤhnlichen Bewirthſchaftung beurtheilt werden muß. Es koͤmmt mithin Alles darauf an, den feſtgeſetzten Vieh⸗ ſtand aufzuſtellen, und gut zu unterhalten. Das Stroh⸗Erforderniß duͤrfte betragen fuͤr 1) die Rochsburger Tiriftſchaͤferei zu 20 Gebund taͤglich, im Ganzen.... 121 Schock— Mand. 2) fuͤr Berthelsdorf täͤgl. 12 Ge⸗ bund, alſo in 253 Tagen, vom 26ſten Oct. bis 1ſten Jul., wo das Nuͤbſenſtroh eintrift, 50— 2— 2 Summa 171 Schock 2 Mand. *) Die Rochsburger Fröhnerfelder ſind hier gar nicht gerechnet, weil ſie den Dünger von der hier gar nicht mit erwähnten Triftſchäferei beziehen; wie dies dagegen die Dispoſition von 1823 eigends angiebt, und zwar dabei dieſen Dünger auf 675 Fuder beſtimmt, wovon 12 Acker Rübſen jeder zu 56 Fuder alſo bedüngt werden können. Anm. des Herausg. 272 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Transport 171 Schock 2 Mand. 3) fuͤr die Rochsburger Stallſchaͤ⸗ ferei desgl. taͤglich 10 Schuͤtten 42——— 4) fuͤr Mohsdorf desgl. zu 12 Gebund.. 50— 2— 5) fuͤr die Pferde und das Vor⸗ werk 0 ·3 2 2 2 0 50——— Summa 314 Schock— Mand. Stroh⸗Erforderniß. Nun erbauen wir aber von 69 Acker Kornland, zu 41 Schock, Summa 310 ¼ Schock. Das Stroh⸗Erforderniß fuͤr den Win⸗ ter duͤrfte daher geſichert ſeyn. Zur Sommer⸗Einſtreu iſt fuͤr Stallſchafe das Ruͤb⸗ ſenſtroh beſtimmt. Die Haferfuͤtterung iſt ungefaͤhr folgende: 1) 8 Geſpann gegenwaͤrtiger Acker⸗ pferde zu 12 Scheffel die Woche 624 Dresdn. Scheffel 2) Mohsdorfer Pferde, 3 Geſpann, 234—— 3) Hrn. Papsdorf's Pfed. 32—— 4) fuͤr Federvieh 30—— 5) fuͤr die Triftſchaͤferei..50—— Summa 1020 Dresdn. Scheffel Erforderniß. Daz haben wir an eignem Erbau zu erwarten von 25 Ackern in Rochsburg, 14— in Berthelsdorf. Summa 38 Acker, zu 22 Dresdn. Scheffel, 858 Dresdn. Scheffel; fehlen alſo noch 162 Dresdn. Scheffel, und ſind alſo anzukaufen. Nun haben wir in der wirthſchaftlichen „Ausgabe der neuen Einrichtung als baare Auslage fuͤr Mohsdor⸗ fer Hafer gerechnet 468 Rthlr, den Scheffel zu 2 Rthlr.; brau⸗ chen aber nur 324 Rthlr.. Mithin iſt hier ein Ueberſchuß von 144 Rthlr. Wir wuͤrden nun noch mehr Schafe, als hier angenommen iſt, aufſtellen koͤnnen, wenn nicht die Verhaͤltniſſe der Triftſchaͤ⸗ ferei uns noͤthigten, alle Laͤmmer und 186 Mutterſchafe im — em dieen Und n. in der rung wir 1 kann tenfel Lehden ſtören, Verfah C Dode deef! keinen an 15 V fordert — *) Ei da Geoͤnb V des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 273 1” Mand Sommer auf dem Stalle zu fuͤttern.— Wir haben indeß in b dieſem Jahre 1820 bereits 720 Schafe auf dem Stalle ernaͤhrt,“ h — und nicht ſo vieles Land zum Verfuͤttern gebraucht, als von uns in der Dispoſition hier beſtimmt worden. Bis zur Gemangfuͤtte⸗ — rung haben naͤmlich ungefaͤhr 9 Acker zugereicht; und doch haben V wir 17 beſtimmt gehabt, und uns folglich genugſam vorgeſehen. — Die gute Beſchaffenheit der Wolle der Schaͤfereien uͤbrigens Mand V kann allein geſichert werden durch 1) gute Unterhaltung der Schafe; di 2) durch ſorgfaͤltige Auswahl zur Zucht; en Vn 3) durch reines Schwemmen und ſorgfaͤltige Sortirung*). Bei der neuen Einrichtung muͤſſen nun zudoͤrderſt die Ar⸗ Rlb tenfelder uͤberall eingerichtet werden, und alsdann erſt die Lehden, welche daher, um durch ihren Anbau jene nicht zu ſtoͤren, das erſte Jahr mit Aſche geduͤngt werden ſollen. Die Verfahrungsart dazu waͤre folgende: Sacfü Im Jahre 1820 werden 1509 Schafe eingewintert. Davon gehen ab fuͤr Rochsburg 534 Stuͤck, bleiben 975 Stuͤck fuͤr Berthels⸗ dorf und Mohsdorf, und laſſen mit Recht erwarten 1464 Fuder Duͤnger. — Wenn wir nun, weil die Lehden im naͤchſten Jahre 1821 Scheft keinen Duͤnger brauchen, davon den Mohsdorfer Feldern, enih an 15 Acker, jedem 40 Fuder zutheilen, ſo werden dazu er— fordert.. 600 ‚Fuder. Bleiben S. 864 Fuder fuͤr Berthelsdorf. *) Ein ſpätere Dispoſition von 1822 enthält nun hierzu noch die Berechnung der Einnahme des Ertrags dieſer neuen Einrichtung, die nämlich: ſcefel a) die Schafnutzung von 2150 Stück, excl. Triftſchäferei, Scheffel 1) rat. Wollnutzung à 3 Pfund pro Schaf und 32½ Pfund pro aftlichen Hammel und den Stein zu 40 Rthlr. gerechnet, incl. 18 Stein oheder Lammwolle zu 16 Rthlr. und incl. 91 Stein 17 Pfund Wolle der Triftſchaferei, auf. 17054 Rthlr. 13 Gr. 3 brau⸗ 2) rat. Merzviehverkauf auf 3584——— huß in Summa auf 20926 Rthlr. 13 Gr. b) Die Feldbaunutzung aber auf 6255 Rthlr., die ganze Wirthſchafts⸗ nommen nutzung alſo auf 27181 Rthlr. angiebt, wovon indeß die Beſtel⸗ rifſch⸗ V lungskoſten für Mohsdorf und die Lehden mit 2009 Rthlr. abgehen. Anm. des Herausg. hafe in Schöͤnburg. Wirthſch. II. 18 274 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Jeder Ruͤbſenacker erhaͤlt mithin 61 Fuder. Die Lehden er⸗ halten Nr. 1. in dieſem Jahre 1821, wie geſagt, Aſche, an⸗ ſtatt der Duͤngung, die erſt 1822 noͤthig iſt. Im Jahr 1821 wird der Schafſtand gebracht auf 1868 Stuͤck. Davon gehen fuͤr Rochsburg ab 584— Bleiben S. 1334 Stuͤck fuͤr Berthelsdorf und Mohsdorf. Dieſe geben uns, zu 1¼ Fuder pro Stuͤck, 2001 Fuder Duͤnger. Davon muͤſſen 30 Acker Lehden im Fruͤhjahr 1822 nothwendig geduͤngt werden, fuͤr jeden Acker mit 28 Fudern, macht 840 Fuder. Bleiben 1161 Fuder. Davon geben wir an Mehod fuͤr 15 Acker, auf jeden 30 Fu⸗ der,...... 4350 Juder. - Bleiben S. 711 Fuder; mithin fuͤr 14 Acker Ruͤbſenfeld in Berthelsdorf, auf jeden 50 Fuder. Da nun mit dem Jahre 1822 der Schafſtand vollzaͤh⸗ lig an 2150 Stuͤck gemacht wird; ſo haben wir keine weitere Berechnung noͤthig. Die Verfahrungsart in Anſehung der Lehden haben wir zwar bereits beilaͤufig hier auch erwaͤhnt, wollen ſie aber nochmals in specie wiederholen: Im Jahr 1820 werden die Felder der Lehden von der Abtheilung Nr. 1. bereits umgebrochen, naͤmlich: a) die Berthelsdorfer Lehden an..... 14 Acker b) Poſtmeiſters Feld in Mohsdorf, und 10— c) 6 Acker in Helsdorf, die hierher gehoͤren, ſollen noch im Herbſt umgebrochen werden.. 6— Summa 30 Acker. 1821 werden dieſe Felder oder die Art Nr. 1. mit Erdaͤpfeln belegt und mit Aſche beduͤngt. 4 ———— wi V den⸗ ce, 1 auf 3 Stit —— 4 Len hsdri Duͤnger othwendi ht d volch ne welte Lehden en ſie ober ¹. bereits des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 275 1822 wird die naͤmliche Art Nr. 1. beduͤngt und wiederum mit Erd⸗ aͤpfeln belegt. 1823 tritt die Art Nr. 2., naͤmlich 30 Acker in Helsdorf, ein, durch Beduͤngung zu Erdaͤpfeln. Nr. 1. traͤgt Gemang, und mithin iſt die ganze Einrich⸗ tung vollendet. Vorher trug dieſe Art Nr. 2. im Jahre 1821 Hafer, 1822 Wicken oder Gemang*). Die Mohsdorfer Lehden tragen gleichfalls, abwech⸗ ſelnd, Hafer und Wicken, bis ſie durch Duͤngung in ihre Rota— tion eintreten. Es ſind daher folgende Beſorgungen hierbei unerlaͤßlich: 18 20— 1 muͤſſen 1) alle Lehden umgebrochen werden; 2) Mohsdorf wird in 6 Arten vermeſſen; 3) der Schafbeſtand iſt auf 1509 Stuͤck zu bringen; 1821 wird 1) Die Haͤlfte der Lehden oder Nr. 1. mit Erdaͤpfeln in Aſche belegt; 2) die Mohsdorfer Ackerpferde werden angeſchafft; 3) der Einwinterungsbeſtand der Schafe wird gebracht auf 1886 Stuͤck. 1822 wird der Schafſtand vermehrt auf 2150 Stuͤck, und die Ein⸗ richtung iſt vollendet. Die Fuͤtterung der Schafe duͤrfte nur in dieſem Jahre 1820 Schwierigkeiten haben. Indeſſen glauben wir an⸗ nehmen zu duͤrfen: *) Das Jahr 1823 würde, wenn es nicht eher möglich wäre, die rechte Zeit ſeyn, auf Nr. 1. Luzernebau einzuführen, nämlich nach zweima⸗ ligem Erdäpfelbau. Vorher könnte ein Verſuch im Hopfenlande ge⸗ macht werden, nachdem 1821 Erdäpfel darauf erbaut worden.. Anm. des Verf. 18* 276 Wirrthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe 1) Vom Gemang und Klee der Knechte⸗ felder in Rochsburg 55 Fuder Hen zu 12 Centner.. 660 Centner. 2) Die Galgenquiere und Spitze am eiche 40 Fuder zu 12 Centmuer 480— 3) Eine Gemangart bei der Heuſcheune in Berthelsdorf, 15 Acker zu 30 Centn. 390— 4) Saͤmmtlicher Klee in Berthelsdorf, 14 Acker zu 60 Centnne 840— 5) 31 Acker Hafer in Mohsdorf zu d 5 Schock oder 60 Centnper 1860— 6) Heu und Grummern..3288— Summa 7518 Centner. Dagegen brauchen wir— bei Erdaͤpfelfuͤtterung zu Mittag— 3 Pfund Heu fuͤr das Stuͤck Rochsburger Mutterſchafe, alſo in 232 Tagen fuͤr alle 250 Stuͤk. 1581 Centner. 2) Die uͤbrigen 284 Rochsburger Schafe ꝛc., zu 2 Pfund bei Erdaͤpfeln gerechnet, brauchen. 1197 Centner. Summa 2778 Centner Heu⸗ Vrfordekuiß fuͤr Rochsburg. 3) Das uͤbrige Geteri, zu 2 ¼ Pfund bei Stroh, braucht...„ 5130 Centner. S. Summarum 7917 Centner Heu fuͤr Winterfuͤtterung im J. 1820. Ueberſicht. Erforderniß 7917 Centner Erbau 7518— Fehlen 399 Centner,— welche durch 33 Schock Hafer erſetzt werden koͤnnen, oder beim Ankaufe koſten, zu 16 Gr. der Centner, 299 Rthlr. doͤ des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 277 Anlangend die Wieſenwirthſchaft. Centner Der Waͤſſerung*) ſind faͤhig folgende Wieſen: V a) in Rochsburg — 1) die obere Richterwieſe durch daſigen Bach; b) in Berthelsdorf — 2) die Gaͤrten am Gute durch Roͤhrwaſſer des Hauſes; 3) Teichwieſe durch den mittlern Teich; — 4) beide Baͤrenwieſen durch zwei Baͤche; 5) die Muͤhlenwieſe durch den untern Teich; — c) in Cursdorf — 6) ein Theil der daſigen Wieſen durch den Bach der Doͤrfer. d) in Mohsdorf⸗ entner. 7) Poſtmeiſters Wieſe durch die daſigen Quellen. nS Alle uͤbrigen Wieſen und Gaͤrten werden jedes Jahr mit Aſche alſo in.. eriier beduͤngt. Naͤmlich: 1 a) in Rochsburg 2 Phu 1) das Hopfenland, die Reitbahn und der* Centne Jungferngartenrn).. 77 Saͤcke Enn 2) die Raͤnder am Fiſchfurtht 20— göburg 3) Mühlengatten.380— 4) der lange Plan„ 40— Etroh, Summa 167 Saͤcke. Lentner. b) in Mohsdorf eter 5) der alte Gartern 50 Saͤcke 1820. 6) große Gartern.. 100— 7) Taukawioſe.. 90— 8) Wieſe an der Lunzenauer Straße.. 50— Summa 290 Saͤcke. *) Dieſe Wäſſerung geſchah ſehr einfach durch einen oben an der Seite der bein hinlaufenden Hauptgraben, aus welchem das Waſſer ſich in die, in die Wieſen gehenden Grippen verbreitete, entweder theilweiſe, indem man den erſtern mit Raſen da verſtopfte, wo das Waſſer nicht laufen ſollte. Man überrieſelte die Wieſen aber immerfort, in der Regel vom Früh⸗ jahr an bis 4 Wochen vor der Heuerndte, und dann wieder bis 3 Wo⸗ chen vor der Grummeterndte. Anm. des Herausg. Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe c) in Cursdorf V 9) die dortigen Wieſen..... 140 Sgcke d) in Berthelsdorf 10) die Baͤrenwieſerl...... 65— 11) die Teichwieeſef.39— 12) der Garten am Gute 20— 13) der Scheerlgrund... 20— 14) Wiesners Garten. 280— 1 Summa 145 Saͤcke. e) in Helsdorf 15) der daſige Garten 31 Sacke ſcaf †) bei der Triftſchaͤferei Mind 16) die dortigen Wieſen. 200 Saͤcke göttle Im Ganzen ſind demnach noͤthig: nerde 1) fuüͤr die Wieſen sub a— e...... 793 Sacke uu 2) für die sub. f...... 200— V 1g Summa 993 Saͤcke, M welche, pro Sack 12 Gr., koſten werden di 9 496 Rthlr. 12 Gr.*) Anmerkung. Es wäre auch noch möglich, nachſtehende Verbeſ⸗ ſerung dieſer Dispoſition anzunehmen. Nämlich: 1) die Mohsdorfer Felder könnten bei 45 Fuder Dünger pro Acker 4) recht füglich Rübſen tragen. Die Erfahrung lehrt, daß der Klee recht 1 gut in denſelben im Frühjahr eingeſäet werden kann; und dieſem 9 ü ————— würde alsdann Hafer folgen: und die ganze Fruchtfolge bliebe ſonſt in Betreff des Viehſtandes unverändert. Auch liefert der Rübſen eben ſo viel Einſtreu, als Korn. Da— kc gegen haben wir beim Rübſenbau höchſt wahrſcheinlich vom Acker 50 Rthlr. Ertrag mehr zu erwarten; welches giebt 750 Rthlr. plus. *) Dieſe Aſchendüngung der Wieſen, wobei 10 Säcke, oder Dresdner Scheffel auf den ſächſ. Acker kommen, ſchlug ſtets vortrefflich an. Eine Wieſe, die bisher immer nur 12— 14 Fuder Ertrag gegeben hatte, gab nun gleich 30 Fuder Heu und Grummet: und von einer andern haben wir früher geſprochen. Die hier erwähnte Teichwieſe in Ber— thelsdorf, die auch gewäſſert ward, 3 Acker groß, gab faſt alljährlich 10— 11 Fuder Heu, und 8— 9 Fuder Grummet à 10 Centner. Anm. des Herausg. — — — — 0— —q—- 5 Sgdcke. 1 Sacke Saͤcke — Säͤcke A 3 Sacke, Verbeſ⸗ : er pro Aae r Klee reht und dieſem bliebe ſonſt orn. Da⸗ vom Acker Dresdner efflich an. eben hatte, ner andern e in Ber⸗ alljährlich er. aubg. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 279 Die Fruchtfolge würde dann ſeyn: lſtes Jahr Rübſen und Klee, 2tes Jahr Klee, 3tes Jahr Hafer, 4tes Jahr Wicken gekalkt, 5tes Jahr Korn, 6tes Jahr Gemang. 2) Wenn für die Rochsburger Triftſchäferei ein Bauergut für 3000 Rthlr. gekauft wird; ſo können wir das Futter für 176 Mut⸗ terſchafe vom 10ten Junius bis lſten October,— zu 3 Pfund pro Stück,— erſparen Summa 560 Centner zu 16 Gr., oder 373 Rthlr. weniger Zinſen für Ankauf 150— Bleiben S. 223 Rthlr. Dies ſind dann alſo die Erforderniſſe, um meine wirth⸗ ſchaftliche Einrichtung vollkommen zu machen. Sie enthalten im Mindeſten keine Unmoͤglichkeiten, ſondern koͤnnen,— unter goͤttlichem Beiſtande!— mit maͤßiger Anſtrengung bewirkt werden: nur muß der angegebene Viehſtand und deſſen gute Fuͤtterung unerlaͤßlich beſorgt werden! Alles Uebrige giebt ſich von ſelbſt; und es erliegt keinem Zweifel, daß dieſe wirthſchaftliche Einrichtung im Jahre 1823 in ihrer Vollkommenheit erſcheinen koͤnne*). *) Auch dieſe Anordnung fand ich, aber, als ich im J. 1820 im Septem⸗ ber in Rochsburg war, doch nicht ſo ausgeführt, wie hier angegeben iſt; und will nun hier kürzlich anzeigen, wie ich das Arrangement der Rochsburger Wirthſchaften damals wirklich antraf, und was ich überhaupt zu der Geſchichte derſelben in dieſem Jahre 1820 anführen kann. 1) Anlangend Feldbau. A) Die Wirthſchaft in Rochsburg fand ich wirklich nach folgenden, von dem, im J. 1819 und den hier entworfenen, doch verſchiedenen doppelten Fruchtwechſel angeordnet. a) Die Knechtefelder lagen in 7 Feldern: 1) Rübſen, der Acker mit 45 Fudern Miſt gedüngt; 2) Gerſte und anderes Getreide mit Klee; 8) Klee; 4) Roggen; 5) Kartoffeln mit Aſche gedüngt; 6) Ha⸗ fer; 7) Gemang. b) Die Fröhnerfelder lagen in 6 Arten: 1) Rübſen; 2) Gerſte und Hafer mit Klee; 3) Klee; 4) Roggen oder Kartoffeln; 5) Hafer; 6) Gemang. Zu Roggen ward wit 5 Scheffel Kalk, zu Kartoffeln mit 10 Schfl. Aſche pro Acker gedüngt. 280 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe B) In Berthelsdorf war derſelbe Fruchtwechſel, wie bei den Fröh⸗ nerfeldern in Rochsburg ſo, wie dieſer Entwurf es beſagt, wirklich angeordnet, der Plan zu Umdrechung der oft gedachten Lehden da⸗ ſelbſt, und in Mohsdorf und Helsdorf aber immer noch nicht aus⸗ geführt worden. 1) Die Beſtellung des Feldbaues geſchah jetzt blos mit Pferden, nicht mehr mit Ochſen. 2) Die Wieſen waren dies Jahr mit 2 Dresdn. Scheffel Gyps der Acker gedüngt worden, und zwar mit ungemeinem Erfolge, 84 3) Schäferei anlangend, ſo wurden jetzt in Allem, incl. der Triftſchäferei an 950— 1000 Stück, in Summa über 3100 Schafe gehalten. 600 Hammel davon ſtanden in Mohsdorf, und 500 Stück Schafe und etwas mehr noch machten die Rochs⸗ burger Stallſchäferei aus, die dies Jahr den Stall gar nicht, verließ, nicht einmal die Stoppel abhütete. Die übrigen Schafe, circa 900— 1000 waren in Berthelsdorf. An Wolle hat man dies Jahr pro Stück durchſchnittlich 3 Pfd geſchoren, und es ſind für ſie 38 Rthlr. geboten, ſie iſt aber lieber mit 10 Centnern Electa nach London verſandt, die übrige aber in Sachſen abgeſetzt worden, Beides zur Zufriedenheit des Grafen, nach Theil I. S. 292. 8 In Rochsburg kamen jetzt die Lämmer bei der Stallſchäferei ſchon mit dem erſten Advent, bei den andern Schäfereien aber wie gewöhnlich. An Merzvieh wurde viel verkauft, und bis 1822 war ſchon alles Merzvieh als Zuchtvieh beſtellt, und von dem von 1803 auch ſchon die Hälfte. Schafe galten 20 Rthlr. pro Stück; Stähre 50 Rthlr., d. h. von der Stallſchäferei. 4) Rindviehwirthſchaft. Zu einem Verſuche mit derſelben waren wieder 6 Kühe aufgeſtellt, mit deren Milchertrag man aber nicht zufrieden war, da noch keine über 7 Dresdner Kannen Milch des Tags gegeben hatte. Uebrigens hatte der Hr. Graf in dieſem Jahre das ſchöne, 2 Stun⸗ den von Rochsburg, und eben ſo weit von Chemnitz abgelegene, Gut Mittelfrohne für 66000 Rthlr. gekauft, und bewirthſchaftete dies ganz getrennt von ſeinen übrigen Gütern. Anm. des Herausg. 5 Neue Wit ſceitt nunme NMohs richtet wird 1) dun Ede Der auf d ei den Fre gt, wirich Lehden de h nicht eu⸗ V ah jezt ie V— ngt woh looo eti, ſtanden i die Roche⸗ ict verliß, jrca 90O ich or ofd lieber mit Sachſen d Dhell. Kferei ſchen gewohnlt, ſchon alls ch ſchmä hlr., dh. aufgeſtel, keine über 2 Stun⸗ ne, Gut ftete dies uog. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 281 XV. Neue verbeſſerte Einrichtung der Rochsburger Wirthſchaften(im Jahre 1824 oder 1825)*). Um meinen fruͤher hier erklaͤrten Grundſaͤtzen uͤber wirth⸗ ſchaftliche Einrichtungen noch vollkommner zu genuͤgen; habe ich nunmehr die Rochsburger Wirthſchaft, worunter Berthelsdorf, Mohsdorf und Helsdorf begriffen ſind, auf folgende Art einge⸗ richtet. Naͤmlich die Fruchtfolge 1) der Knechtefelder wird kuͤnftig ſeyn: 1) Weitzen; 2) Hafer mit Klee; 3) Klee(die Stoppel ge⸗ duͤngt); 4) Erdaͤpfel; 5) Weitzen(gekalkt); 6) Gemang und Erbſen(im Herbſt oder im Fruͤhjahr geduͤngt). Die Erbſen werden dabei auf die Ruhre geſaͤet; der Weitzen aber auf die dritte Furche,. 2) Die Froͤhnerfelder erhalten die Fruchtfolge von 1) Weitzen; 2) Hafer und Klee; 8) Klee(gekalkt); 4) Korn**); 5) Hafer; 6) Gemang. 3) Berthelsdorf aber von 1) Erdaͤpfeln; 2) Hafer und Klee; 3) Klee(geduͤngt); 4) Erdaͤpfel; 5) Weitzen(gekalkt); 6) Gemang und Erbſen. Dieſe Duͤngung gewaͤhrt auch den Vortheil, daß der Duͤn⸗ ger ſich nicht zu ſehr in den Staͤllen anhaͤuft, durch zu heftige Gaͤhrung verbrennt, und dem Schafvieh großen Nachtheil bringt.. — *) Das Jahr dieſes, unſtreitig letzten, uns noch ſpäter zugekommenen Entwurfs iſt nicht angegeben.— Der Rübſenbau iſt alſo aufgegeben, und Weitzen ſoll ſeine Stelle vertreten.— Daß es indeß auch zu dieſer Wirthſchaftseinrichtung nicht ganz kam, wird in den Schlußbemerkungen gezeigt werden: ſie iſt aber zu lehrreich, um hier wegbleiben zu dürfen. Anm. des Herausg. **) Soll wohl heißen: Weitzen, da gar keine Kornberechnung nachher vorkömmt. Anm. des Herausg. 282 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Wir brauchen aber an Kalk. fuͤr 12 Acker Froͤhnerfelder, 13— Knunechtefelder, 17— Berthelsdorf, 21— SFrohne. Summa 63 Acker zu 10 Scheffel, betraͤgt 630 Scheffel Kalk zu 12 Gr. Summa 315 Rthlr. Auslage fuͤr Kalk. Dieſer Kalk muß jederzeit mit Erde geloͤſcht werden, und ein Jahr ſtehen, wenn er zum Klee verwendet wird. Bei den Knechtefel⸗ dern aber kann er gleich verwendet werden. Der Schafſtand wird fuͤr die Rochsburger Wirthſchaft feſtgeſetzt auf 850 Stuͤck der Triftſchaͤferei, 700— Rochsburger Stallſchaͤferei, 4 1050— Berthelsdorf. Summa 2600 Stuͤck. Wir koͤnnten wohl mit Recht die Lehdenwieſen zu 36 Centner pro Acker anſchlagen, welches uns einen Ueberſchuß von 906 Centner gewaͤhren wuͤrde. Wir wollen aber die 82 Schafe, die da⸗ durch erhalten werden koͤnnen, mit 437 Rthlr. Mehr⸗Ein⸗ nahme erſt unter die moͤglichen Verbeſſerungen ſetzen. Die Triftſchaͤferei erbaut, wie die uͤbrigen Schaͤfereien, den Samen ihres Ge— mangs ſelbſt. Zur Unterſtuͤtzung der knappen Weide erhaͤlt ſie: 1) 3 Acker Klee fuͤr einen Hieb; 2) den Gemang der Froͤhnerfelder; 3) 37 Acker Winterſtoppel; 4) Heu und Grummet der Schaͤfereiwieſen; 5) das Sommerſtroh der Schaͤfereifelder; und 6) werden die Schaͤfereiwieſen alle Jahre, abwechſelnd mit Aſche und Gyps, beduͤngt. Die Rochsburger Stallſchaͤferei hat 700 Stuͤck zu unterhalten, vom 10ten Junius bis 1ſten November, in 138 Tagen. In J. pel 35 neswe dene! 1 man du Auf de 70 d und b unter di 458 deren Es ſir wa hr komm ren de 3 St in Jäht V hechefe⸗ tner ye⸗ Cnmne de w r⸗Ein n ſctzen⸗ res Ge⸗ wechſelnd wis 1ſten des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 283 Dazu ſind beſtimmt: 1) 10 Acker Klee zweimal, 3 Acker einmnal 70 Tage 2) 10 Acker Gemang einmal..... 30— 8) 10 Acker Erbſen..... 15— 4) 50 Acker alte und neue Kleeſtoppel und 24 Acker Wieſenn..... 23— Summa 138 Tage. Im Jahre 1803 wurden 500 Schafe durch 18 Acker Kleeſtop⸗ pel 33 Tage reichlich ernaͤhrt; mithin duͤrfte dieſe Annahme kei— nesweges zu hoch ſeyn.. Sobald der Gemang maͤhbar iſt, muß der noch vorhan⸗ dene Klee zu Heu gemacht werden. Sollte gruͤne Fuͤtterung fehlen; ſo wird Heu gefuͤttert. Die Kleeſtoppel muß jederzeit noch abgemaͤhet werden, weil man durch Behuͤtung kaum den Aten Theil der Nutzung erhaͤlt. Auf den Acker Klee rechnen wir fuͤr einen Hieb 35 Tage bei 70 Schafen; alſo bei 100 Schafen 24 1 Tage. Beim Gemang wird der Acker zu 30 Tagen fuͤr 70 Schafe, und bei 100 Schafen zu 21 Tagen gerechnet. Die Schafe muͤſſen, beſonders vor dem Einwintern, gut unterhalten werden, ſonſt leidet der Wollwuchs ungemein. Die Winterfuͤtterung enthaͤlt 227 Tage, 1) naͤmlich vom 1ſten November bis mit 15ten December, 45 Tage. Waͤhrend dieſer Zeit erhaͤlt jedes Mutterſchaf,— deren 500 aufgeſtellt werden,— taͤglich 2 ½ Pfund Heu, 3— Erdaͤpfel, 4— Stroh. Summa 6 Pfund Futter. Es ſind alſo jeden Tag erforderlich 11 Centner 2 Stein, in Summa 513 Centner. 2) Vom 16ten December bis 1ſten Maͤrz, in 75 Tagen, waͤhrend welcher dieſe Mutterſchafe ihre Lammer ernaͤhren, be⸗ kommen ſie taͤglich 3 Pfund Heu, und 12½ Maͤßchen Hafer, de⸗ ren der Dresdn. Scheffel 277 enthaͤlt; alſo den Tag 13 Centner 3 Stein, und uͤberhaupt 1020 Centner Futter. 284 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe 8) Vom 1ſten März an, wo die Laͤmmer abgeſetzt werden, bis 15ten Mai, wo die Erdaͤpfel unbrauchbar werden, oder in 76 Tagen, tritt wieder die Heufuͤtterung ein, mit Erdaͤpfeln verbunden, wie bei Nr. 1., zu 11 Centner 2 Stein pro Tag, Summa 867 Centner. 4) Vom 16ten Mai bis mit 15ten Junius, in 31 Tagen, erhielten dieſe Mutterſchafe ſonſt taͤglich 4 Pfund, nunmehr aber nur 3¼ Pfund pro Stuͤck, alſo ungefaͤhr taͤglich alle zuſammen 16 Eentner, oder in Summa fuͤr die ganze Zeit 496 Centner, und folglich brauchen ſie fuͤr Nr. 1— 9. zuſammen an Winterfut⸗ ter vom 1ſten November bis 15ten Junius incl., 2896 Centner. 5) Die Gelteſchafe, an 200 Stuͤck, erhalten raͤglich 2 Pfund Heu nebſt Erdaͤpfeln; alſo jeden Tag 3 Centner 3 Stein. Dieſe betragen, vom 1ſten November bis mit 15ten Mai, in 196 Tagend. 707 Centner. 6) Vom 16ten Mai bis mit 15ten Junius, in 31 Tagen, erhalten dieſe Schafe taͤglich 3¼ Pfund pro Stuͤck, oder den Tag 6 Centner 2 Stein, oder in 31 Tagen. 198 Centner; folglich gehoͤren in Summa 905 Centner fuͤr die Gelteſchafe. — und ſo gehoͤren fuͤr die Rochsburger Stallſchaͤferei im Ganzen 3801 Centner Heufutter. Berthelsdorf hat in 227 Tagen 1050 Hammel zu ernaͤhren. Jeder bekoͤmmt den Tag 1 ½ Pfund Heu, 3— SGSpuͤhlig, 1 ½— Stroh. Summa 6 Pfund. Dazu ſind erforderlich, jeden Tag 14 Centner 1 Stein, in Summa 3224 Centner fuͤr Berthelsdorf. Hierzu 1) obſge.. 3801 Centner 2) Lämmerheu. 400— 3) Pferdeheu... 803— S. Summarum 8228 Centner. 4 Wir he ſn w nonm unter ernähr Es bl Khalten 1) 9) 3) werde oder rdäͤpfet pro 5 dann eht obe 1 lſammen V Centne, interfur Centner. raͤglich Stein gi, in ttner. Dagen, den Aag entner; — kentner hafe. Ganzen eufutte bekömm Fentner sdorf tentne — — entger. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 285 Dazu erbauen wir nun, unter goͤttlichem Beiſtande! 1) von 151 Acker Lehdenwieſen, jaͤhrlich beduͤngt, und einſchuͤrig zu 30 Centner pro Acker gerechnet, 4530 Centner; 2) von 14 Ackern Klee, zu 84 Centner, 1176— 8) Heu und Grummet der Wieſen vom Acker 3844 Centner.3336— 4) von der Gottesackerwieſe. 950— Summa 9992 Centner Futter⸗Erbau. Ueberſicht. Erbau 9992 Centner Erforderniß 8228— Bleiben S. 1764 Centner Ueberſchuß. Wir haben bereits erwaͤhnt, daß der Acker von den Lehdenwie⸗ ſen wahrſcheinlich 6 Centner Heu mehr liefern werde, als ange⸗ nommen worden. Dieſe Vermehrung der Einnahme aber gehoͤrt unter die Verbeſſerungen. Die Sommerfuͤtterung fuͤr Berthelsdorf geht an den 16ten Junius, und waͤhrt bis 1ſten November, alſo 138 Tage. Es ſind dazu beſtimmt: 1) 15 Acker Klee zweimal 70 Tage 2) 14 Acker Gemang 30— 3) die Weide 38— Summa 138 Tage. Die Weide enthaͤlt 151 Acker, welche, zu 5 Stuͤck pro Acker, ernaͤhren 755 Schafe. Davon werden zugetheilt: Mohsdorf 5765 Stuͤck Helsdorf 180— Summa 755 Stuͤck. Es bleiben alſo zu Berthelsdorf nur noch 295 Stuͤck, welche er⸗ halten: 1) 34 Acker alte und neue Kleeſtoppel; 2) Erbſen, 12 Acker; 3) Weitzenſtoppel; 286 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe 4) die Behuͤtung der Wieſen und Gaͤrten; 5) Spuͤhlig vom 20ſten September an. Die Hutung der Lehden geht an den 15ten Auguſt; die Fuͤtte⸗ rung mit Brandtweinſpuͤhlig aber den 20ſten September. Die Wieſen werden zu maͤhen angefangen den 15ten Ju⸗ nius, die Lehdenwieſen aber erſt den 15ten Julius. Erdaͤpfel werden, wie die zeitherige Erfahrung beſagt, angeſchlagen fuͤr den Acker zu 240 Saͤcken. Wir erbauen zwar naͤmlich in der Regel pro Acker 250 Saͤcke; davon aber gehen ab 10 Saͤcke zu Samen; wovon,— durch ausgeſchnittene Erdaͤpfelkeime,— nur 5 Sagcke wieder erſtattet werden, Summa 240 Sacke fuͤr die Brennerei. Jeder Sack wiegt roh 139 Pfund. Wir benutzen alſo den Acker durch Erdaͤpfelbrennerei an 1) Fuͤtterung, den Sack hierzu zu 46 Pfund roh gerechnet, Summa 100 Centner zu 12 Gr. 50 Rthlr. 2) an Brandtwein, von 240 Saͤcken zu 10 Gr. 6 pf. bro Sack.. 105— Summa 1557¶☚ Rthlr. von einem Acker. Nun aber belegen wir mit Erdaͤpfeln a) zu Rochsburg 13 Acker b) in Berthelsdorf 34— Summa 47 Acker. Von dieſen erhalten wir,— unter goͤttlichem Beiſtande!— 11280 Saͤcke Erdaͤpfel⸗Einnahme. Wir verwenden davon fuͤr die Rochsburger Stallſchaͤ⸗ „ferei: 1) fuͤr die Mutterſchafe, vom 1ſten November bis 15ten December, in 45 Tagen, zu 3 Pfund, alſo ungefaͤhr den Tag 11 Saͤckewn,„Summa 495 Sacke; 2) vom 1ſten Maͤrz bis mit 15ten Mai, in 76 Tagen, gleichfalls naͤmlich den Tag 11 Säcke, 836 Saͤcke. Summa 1331 Saͤcke. verfa 283 Das Die wird —.— je Fut⸗ ‧. lagen fir c in de Saͤcke zu eime,— zaͤcke für Rthle. * Rthle. Acker. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 287 Fuͤr die Gelteſchafe, an 200 Stuͤck, zu 3 Pfd taͤglich, ungefaͤhr den Tag 4 ½ Sack; mithin vom 1ſten November bis mit 15ten Mai, in 196 Tagen 833 Saͤcke. Transport 1331— Sumuna 2164 Saͤcke fuͤr die Stallſchafe. Berthelsdorf verfabricirt vom 20ſten September bis mit 30ſten Junius, in 288 Tagen, zu 22½ Sack taͤglich, in Summa 6367 Saͤcke Erdaͤpfel. Das Erforderniß fuͤr beide Orte beſteht alſo in 8531 Saͤcke Erdaͤpfeln. Ueberſicht. Erndte 11280 Saͤcke Erforderniß 3531— Bleiben S§. 2749 Sa;ͤcke Ueberſchuß. Dieſer Ueberſchuß an Erdaͤpfeln geht gleichfalls nach Frohne, und wird dort zu Gelde angeſchlagen. Es duͤrfte alſo,— unter goͤttlichem Beiſtande!— die Einnahme fuͤr Feldfruͤchte beragen: 48 1) Erdaäͤpfel, an 6367 Saͤcke, zu 10 Gr. 6 pf...... 2784 Rehlr. 2) Weitzen von 25 Ackern, zu 15 Drsdn. Scheffel, nach Abzug des Samens, zu 3 Rthlr. 12 Gr. der Scheffel, oder 52 Rthlr. 12 Gr. fuͤr den Acker... 1326—*) Summa 4110 Rthlr. *) Später iſt hier beigeſchrieben: „nunmehr 55 Acker Weitzen, zu 52 Rthlr. 12 Gr., Summa „ 2887 Rthlr. 12 Gr.“ Doch iſt nicht angegeben, wo die 30 Acker Weitzen mehr herkommen? Anm. des Herausg. 288 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe 3) Hafer. Wir erbauen von 54 Ackern, zu 81 Dresdn. Scheffel, nach Abzug des Samens, V Summa 1674 Scheffel. Dazu Zinshafer 350— Summa 2024 Scheffel Einnahme. Dagegen brauchen wir 1) fuͤr 30 Pferde, zu 1 Dresdn. Scheffel pro Woche, 1560 Scheffel. 2) fuͤr 500 Mutterſchafe, zu 3 Scheffel pro 100, in 75 Tagen 225 Scheffel. gen 241 Scheffel, Summa 2026 Scheffel; juſt ſo viel, als erbaut und an Zinshafer erhalten wird. Transport 4110 Rthlr. Einnahme der Feldvwirthſchaft. 1 4) Dazu fuͤr den mehrern Weitzen von 30 Ackern). 1386 Rthlr. S. Summarum 5696 Rthlr. Die Schaͤfereien werden, unter goͤttlichem Beiſtande! liefern: 1) von 850 Triftſchafen, zu 3 Pfund 2550 Pfund 2) von 700 Stallſchafen, zu 3½ Pfund 2275— 3) von 1050 Berthelsdorfer Hammeln, zu 3 ½ Pfund 9 0 0.. 6⁴ ⁴ 0. 3675— Summa 8500 Pfund, oder 386 Stein zu 28 Rthlr.,. 10808 Rthlr. — 2) Hierzu Lammwolle, und.. 300— 3) Merzvieh, an 200 Stuͤck, zu 3 Rthlr........... 15060—**) V Summa 12668 Rthlr. Schaͤfereinutzung. A *) S. Note S. 287. **½) Da nämlich von 1824 an kein Schafvieh mehr verkauft werden ſollte, ſo iſt das Merzvieh nur als ganz ordinaires Merzvieh im Ganzen hier berechnet. Daß indeß auch in diefem Jahre 1824 Anſehnliches für ver⸗ kaufte Stähre wirklich eingenommen wurde, haben wir anderwärts er⸗ wähnt,— Eine Berechnung übrigens über den Ertrag eines Rochs⸗ 3) fuͤr Laͤmmer, zu 2 Scheffel 1 Viertel, in 107 Ta⸗ Dan diſer werde im 3t 675, bedüng har de den ji der*) 4 V 1 drh 1 Dret 100, 107 d; ſo vie, Rthle. b ſchaft. Rthlr. Nahſe. den ſol anzen es für u erwärtè es Roch⸗ 4 des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 289 Ueberſicht. Feldwirthſchaft 5696 Rthlr. Schaͤfereien 12668— Summa 18364 Rthlr. alſo wirth⸗ ſchaftliche Einnahme. Wir haben noch 1764 Centner Heu in Anſchlag zu bringen, à 12 Gr., Summa 882 Rthlr. Wir koͤnnen aber davon nicht mehr rechnen, als 82 Rthlr., indem 800 Rthlr. fuͤr Erſatz des wegfallenden Froͤhnerholzes zuruͤckbehalten werden. Die Annahme dieſes Heu⸗Ueberſchuſſes iſt uͤbrigens voll⸗ kommen begruͤndet; indem nicht mehr, als 30 Centner Pro Acker der Lehdenwieſen dazu erforderlich ſind. Die noͤthige Duͤngung erhalten wir 1) fuͤr die Rochsburger Knechtefelder von 700 Stallſchafen, zu 1½ Fuder, mit 1050 Fuder. 2) Vom Vorwerk mit... 150— Summa 1200 Fuder. Da nun alle Jahre 26 Acker beduͤngt werden; ſo erhaͤlt jeder dieſer Aecker 40 Fuder. 2) Die Froͤhnerfelder werden nur im éten Jahre mit Duͤnger verſehen, und erhalten im 3ten Jahre Kalk. Von 900 Triftſchafen, zu 4 Fuder, bekommen wir hierzu 675 Fuder. Mithin erhaͤlt jeder Acker, deren 12 im Jahre beduͤngt werden, 56 Fuder. 3) Berthelsdorf hat von 1050 Schafen zu erwarten 1575 Fuder. Davon wer⸗ den jaͤhrlich beduͤngt 34 Acker, deren jeder alſo erhaͤlt 46 Fu⸗ der*). burgiſchen Schafes bei 32 Rthlr. Wollpreis, und 3 Rthlr. pro Stück Merzvieh, die ich bei dieſen Papieren fand, kann ich nicht unterlaſſen, als Anhang hier noch beizufügen. Anm. des Herausg. *) Beigeſchrieben iſt ſpäterhin: „durch 154 Schafe mehr 6 Fuder, Summa 52 Fuder. Anm. des Herausg. Schoͤnburg. Wirthſch. II. 19 290 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe Anlangend das Erforderniß an Stroh. Die Regel iſt: daß 500 Schafe im Sommer 20 Schuͤt⸗ Wir brauchen daher an Streuſtroh fuͤr ten erfordern. 1) die Triftſchaͤferei.. 90 Schock 2) fuͤr Berthelsdorf in 138 Sommertagen, fuͤr jeden 40 Schuͤtten... 92— 3) fuͤr Rochsburgs Stallſchaͤferei uaglis 28 Schuͤtten, in 138 Tagen...—. 65— 4) für 30 Pferde........ 90— 5) für's Vorwerk....... 15— Summa 352 Schock Stroh⸗Erforderniß. Winterſtroh wird erbaut von 67 Ackern, zu 6 Schock. 402 Schock. Davon abgezogen das Erforderniß mit 352— — Bleiben S. 50 Schock zu 3 Rthlr., zur Dispoſition Summa 150 Rthlr. Sommerſtroh wird erbaut von 54 Ackern, zu 6 Schock, 324 Schock Erbau. Erforderlich aber ſind: 1) fuͤr die Triftſchaͤferei. 108 Schock 2) fuͤr Berthelsdorf, zu 2 Schock 1 R, 511— 3) fuͤr die Rochsburger Stallſchafe, zu 2 Schock, in 227 Tagen.. 113— Summa 732 Schock Erforderniß. Ueberſicht. Erforderniß 732 Schock, Erbau 324— Fehlen S. 408 Schock. Dieſe koſten, zu 1 Rthlr. 8Gr.,.... 544 Rthlr., weniger fuͤr uͤberfluͤſſiges Streuſtrohp. 150— Bleiben S. 394 Rthlr. Ausgabe fuͤr Strioh. ſt aot Sumin . als die enen! rer zu wieſen durch einzig ſehen ——— . V 3 V 20 Scit fuͤr V 0 Schoc V b 5— 9— 5 2 Schock rderniß. Schock. d Schoc lr. 22 Schck derniß. des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 291 Kalk iſt noͤthig fuͤr 42 Acker zu 5 Rthlr., oder 10 Scheffel à 12 Gr., Summa 210 Rthlr. Da es hoͤchſt wahrſcheinlich iſt, daß die Lehdenwieſen mehr, als die aufgefuͤhrten 30 Centner pro Acker geben, und mithin einen Ueberſchuß von 1764 Centner liefern werden; ſo iſt letzte⸗ rer zur Ergaͤnzung des wegfallenden Froͤhnerholzes bereits ange⸗ wieſen. Der hoͤhere Ertrag uͤber 30 Centner muß indeß erſtlich durch den Erfolg noch erwaͤhnt werden, und wuͤrde alsdann die einzige Vermehrung der Einnahme ſeyn, welche wir bis jetzt ein— ſehen: Siehe jedoch: Moͤgliche Verbeſſerungen*). Anhang Berechnung des jaͤhrlichen Ertrags eines Schafes meiner Rage 1825. Wir nehmen den Stein Wolle zu 32 Rthlr. an. Es be⸗ tragen alſo 1) 3 ¾ Pfund Wolle 4 Rthlr. 17☛᷑☛ Gr. 2) Ein Merzſchaf zu 3 Rthlr., auf 5 Jahre vertheit—— 142— 3) Lammwolle ungefaäͤhrer—— 6— 1 Summa 5 Rthlr. 1342 Gr. Dagegen verzehrt ein Schaf im Jahre, zu 3 ½¾ Pfund den Tag, 11 Centner à 12 Gr., Summa 5 Rthlr. 12 Gr. Ueberſicht. Einnahme 5 Rthlr. 13 Gr. Ausgabe 5— 12— Bleibt— Rthlr. 1 Gr. Ueberſchuß. *) Dieſe haben ſich aber in den Papieren des Grafen nicht vorgefunden, ſind mir wenigſtens nicht zugekommen. Anm. des Herausg. 19* 292 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe d. Gr. v. Sch. Fuͤr Wartung muͤſſen wir auf jedes Stuͤck 11 Gr. rechnen.— Dieſe erſetzt der Duͤnger, an 1½ Fuder pro Stuͤck. Es koͤmmt aber auch noch zur Auslage das Streuſtroh mit ungefaͤhr 18 Gr. Hierzu die Wartung 11— Summa 1 Rthlr. 5 Gr. mehrere Auslage, als Einnahme. 3 Wir koͤnnen dagegen das Fuder Duͤnger,— ohne Uebertreibung,— auf 20 Gr. anſchlagen, wodurch die Schafnutzung ſich vermehrt mit 1 Rthlr. 6 Gr. Das Schaf bezahlt mithin ſeine ganze Auslage. Es koͤmmt jedoch der Schafzucht noch zu ſtatten: daß ſde Na Behuͤtung der Stoppeln von den Kleefeldern, Getreidefeldern und Wieſen die aufgefuͤhrte Auslage bedeutend vermindert, und viel Heu erſparen laͤßt. il . Eth V nen.— koͤmm. mgefiß bung- ꝛehrt nit Auslage daß de defeldern rt, und 1I. Nachtraͤgliche und Schluß⸗Bemerkungen des Herausgebers uͤber den Zuſtand und die wirthſchaftlichen Einrichtungen der Rochsburger Wirthſchaften in den letzten Jahren vor dem Tode, und den naͤchſten zwei Jahren nach dem Tode des Herrn Grafen von Schoͤnburg. Eine anderweitige ſolche wirthſchaftliche Dispoſition, wie die vorſtehenden, hat ſich nun unter den Papieren des Herrn Grafen Schoͤnburg nicht gefunden, und konnte ſich auch nicht finden, da die sub XV. gelieferte, vielleicht oder wahrſcheinlich noch ſelbſt aus dem Sterbejahre des Grafen herruͤhrt. Wir haben indeß ſchon geſagt, daß zwar noch eine, wahrſcheinlich im Anfang des Jahres 1822 fuͤr das Jahr 1823 entworfene, ſich vorfand, dieſe aber mit der vorletzt hier gelieferten ſo voͤllig gleich war, daß wir uns begnuͤgt haben, nur die einzelnen Abweichungen von die⸗ ſer anzufuͤhren. Was ich ſelbſt nun hier noch zur Vervollſtaͤndigung und Er⸗ gaͤnzung dieſer Geſchichte der Rochsburgiſchen Wirthſchaften in der letzten Zeit bis zum Tode des Herrn Grafen im April 1825 und ſpaͤter, oder nach ſeinem Tode bis auf die jetzige Zeit, aus eigner Kenntniß beibringen kann, iſt theils aus meiner eignen, bei meiner letzten Anweſenheit in Rochsburg im Mai 1823 an Ort und Stelle genommenen Anſicht, und gewonnenen Kenntniß davon entnommen, theils aus den letzten brieflichen Mittheilungen des Verewigten ſelbſt, oder ſeiner Frau Wittwe, und vornehmlich fuͤr die naͤchſte Zeit, aus den authentiſchen, vom Hrn. Oekonomie⸗ Inſpector Marbach zu Berthelsdorf uͤber die ihm jetzt unter⸗ gebene Wirthſchaft hier und zu Mohsdorf mir gefaͤlligſt gelie⸗ ferten, Notizen entlehnt; und ſoll insbeſondre dazu dienen, zu zeigen, was und wieviel von den letzten Entwuͤrfen fuͤr die wirth⸗ ſchaftlichen Einrichtungen in Rochsburg ꝛc. wirklich noch ausgefuͤhrt und ins Leben getreten, oder nur Project geblieben iſt? 1) Aus dem Jahre 1828 bemerke ich nur Folgendes: Als ich vom 18ten bis 22ſten Mai 1823 in Rochsburg war, fand ich 296 Nachtraͤgliche und Schluß⸗Bemerkungen a) in der Feldwirthſchaft allerdings eine große Veraͤnderung gegen 1820. Der ſeit dem Jahre 1819 wieder aufgenommene Ruͤbſenbau war, aus denſel⸗ ben Urſachen, die ihn ſchon im Jahre 1813 außer fernerer An⸗ wendung gebracht hatten, nun wiederum wirklich aufgegeben, und ſowohl fuͤr Rochsburg, als fuͤr Berthelsdorf folgender Frucht⸗ wechſel eingefuͤhrt worden*): 1) Weitzen, ſtark geduͤngt, 2) Gerſte, oder Hafer mit Klee, 3) Klee, 4) Kartoffeln, oder auch Korn in Kalk, 5) Hafer, 6) Gemang; nur mit dem Unterſchiede zwiſchen den Knechte⸗ und den Froͤhner⸗ feldern in Rochsburg, daß auf den letztern allemal beſtimmt nach dem Klee Korn folgte. Und zwar beſtand dieſe ganze Feldwirthſchaft, excl. das neugekaufte, ganz ſelbſtſtaͤndige, hier⸗ her eigentlich weiter nicht gehoͤrige, Rittergut Mittelfrohne, wel⸗ ches der Graf nur ſo kurze Zeit beſaß, daß er wenig dafuͤr thun konnte, aus oirca 260 ſaͤchſ. Ackern wirkliches Ackerland, wovon Rochoͤburg allein 156— 160 dergl. Acker à 300 Ruthen ausmachte**). Der Ertrag der Fruͤchte war auch im Jahre 1823 ſehr bedeutend hoch, beſonders der von Weitzen und Roggen,(wovon der Peniger Scheffel damals aber nur 6 Rthlr. 12 Gr. und 4 Rthlr. resp. galt,) und wenigſtens auf 10 Korn anzuſchlagen. Auch die Kartoffeln trugen ferner ſehr reich, und wurden fort⸗ waͤhrend nur aus Keimen gezogen. b) Zur Heugewinnung lagen ferner die ſogenannten Lehden in Mohsdorf und Helsdorf noch nieder, und wurden, wie die Wieſ en, ferner ſtark mit *) Ueber die Einführung deſſelben fand ſich unter den Papieren kein Ent⸗ wurf vor: denn der letzte hier gelieferte kann kaum von 1823 ſeyn, und enthält auch wieder einen veränderten Fruchtwechſel. **) Der Graf gab mir im J. 1824 die Größe ſeiner ganzen Feldwirthſchaft incl. Mittelfrohne auf 154 auf jede Art ſelbſt an. Doch iſt hier nur das unter den Pflug getriebene Land darunter zu verſtehen. Aſche in Ja beſtan Stan beim burg melſt Nitt dieſe hend; Fäͤhrlin ahlJ V V der, 1 richt w nen T noch, wurde tert, Stäͤh ſcha täglic oder, niges ten blo Erüͤck lſten? Schef an die zeit(a gefütt Vorzü edlen ſenes it dem denſe⸗ fer Ar⸗ egeben Juuche ühner⸗ mmt ganze hjer⸗ „wel⸗ tthun wovon Ruthen ſehr wovon r. und hlagen. n fort⸗ loͤdorf f mit n Ent⸗ , und jſcaſt er nur —— ———— — üͤber die Rochsburger Wirthſchaften. 297 Aſche geduͤngt, zu 10 Dresdn. Scheffel der Acker; ſo daß man im Jahre 1823 an 1100 Dresdn. Schfl. Aſche ausgeſtreut hatte. c) Die Schaͤfereien beſtanden jetzt ferner a) aus der eignen ſogenannten Stamm⸗ und Stalſſchaͤferei in Rochsburg nahe beim Schloß; 6) aus der Triftſchaͤferei im Rochs⸗ burgiſchen bei Lunzenau, und„) aus den Ham⸗ melſchaͤfereien in Berthelsdorf, Mohsdorf und Mittelfrohne. Ad α) Die ausgezeichnetſte von dieſen war noch immer dieſe Stammſchaͤferei in Rochsburg ſelbſt; beſte⸗ hend damals aus 250 Stuͤck Mutterſchafen, 90 Stuͤck Kaͤlber⸗ jaͤhrlingen, ſaͤmmtlichen Laͤmmern, und einer nicht geringen An⸗ zahl Jaͤhrlings⸗-, Zeit- und alten Staͤhren,(worunter auch noch der, 14 Jahr alte, Hans, mit ſeiner langen und reichen, zwar nicht mehr ſo hochedlen, als ſonſt, aber doch noch ziemlich ſchoͤ⸗ nen Wolle, war, der jedoch nicht mehr ſprang, und der auch noch alle Zaͤhne hatte,) zuſammen circa 5— 600 Stuͤck. Sie wurde ferner im Sommer mit gruͤnem Futter im Stalle gefuͤt⸗ tert, und erhielt, was die Jaͤhrlinge, das Zeitvieh und die Staͤhre anlangt,— alſo mit Ausſchluß der Mutter⸗ ſchafe,— im Winter, Mittags Kartoffeln,(auf 250 St. taͤglich 6 Sack à 139 Pfund, und zwar gewaſchen und geſtampft oder geſchnitten,) und 2½ Pfund Heu pro Stuͤck und etwas we⸗ niges Stroh nach den Kartoffeln. Die Mutterſchafe aber erhiel⸗ ten blos 3 Pfund Heu, und etwas, 1 Pfund oiroa, Stroh pro Stuͤck. Hafer wurde jetzt nur an die Laͤmmer, vom Abſetzen am 1ſten April an bis zum 1ſten Junius(auf 170 Stuͤck 1 Dresdn. Scheffel taͤglich), und an die Staͤhre zur Sprungzeit, wie ſonſt, an die Mutterſchafe aber wurde nur wenig waͤhrend der Sauge⸗ zeit(auf 250 Stuͤck taͤglich in einer Mahlzeit 6 Dresdn. Metzen gefuͤttert. Unſtreitig war nun dieſe Stammſchaͤferei jetzt beſonders das Vorzuͤglichſte und Ausgezeichnetſte, was man von Schafen dieſer edlen und feinen Art nur ſehen konnte, da ſie jetzt ganz auserle⸗ ſenes Vieh enthielt. Ich habe damals die 250 Stuͤck Mutter⸗ ——— — 298 Nachtraͤgliche und Schluß⸗Bemerkungen ſchafe derſelben Stuͤck fuͤr Stuͤck durchgeſehen, und jedes Stuͤck, bis auf einige wenige, die mir durchliefen, am Hals, Ruͤcken, dem Kreuz und den Keulen in Ruͤckſicht der Wolle beſehen, und nicht nur in dem ganzen Viehe ſelbſt, ſondern beſonders auch auf jedem einzelnen Stuͤck eine Ausgeglichenheit der Wolle gefun— den, wie ſie nichts mehr zu wuͤnſchen uͤbrig laͤßt; wie auch die Wollproben ausweiſen, die ich damals ſelbſt abgenommen und geſammelt, und noch ganz unverfaͤlſcht liegen habe*). Dabei war und iſt dieſe Wolle ſelbſt ſo zart, und fein, ſanft, und mild, wie je eine, und es fanden ſich jetzt auch etwas mehr Exemplare mit kurzer dichter, gedraͤngter Wolle darunter, denn ſonſt; obgleich auch die langwolligen,— bei Weitem die Ueber— zahl,— dabei keineswegs darum weniger reichwollig waren: denn da dieſe lange Wolle keine flattrige war, ſondern auf der Haut dicht und gut aufſaß, ſo gab die ganze Schaͤferei auch fer⸗ ner noch den hohen Wollertrag, den wir hier immer von ihr angegeben gefunden haben 2*).. Die fruͤhere haͤuſige Neigung dieſer Wolle zum Perlen fand ich jetzt nur in wenigen Exemplaren hier noch vor. Dabei zeigte ſich dies Schafvieh auch ferner, wie ſonſt, ausgezeichnet durch ſeine Groͤße, ſeinen langgeſtreckten Bau, und den großen Umfang des Leibes, wovon ich in meinen Reiſe⸗ bemerkungen(Leipzig 1815 und 1819) durch genaue Meſſungen einzelner Exemplare mehrere Nachricht gegeben habe, und wovon auch in dem oͤkonomiſchen Tagebuche des Hrn. Grafen hier und da Naͤheres angezeigt iſt. Die Zuchtſtaͤhre waren einer ſolchen Mutterheerde vollkom⸗ men wuͤrdig; und es iſt mir, wie ich hier nochmals wiederhohle, *) Wer aber verlangen wollte, daß die ganze Heerde ganz und gar daſſelbe höchſte Ideal von edler und feiner Schafrage darſtellen ſollte, welches ich beſonders in einer kleinen Anzahl von Schafen fand,— der muß wohl kaum eine ganze edle Schäferei ſo genau geſehen haben. Aber wo ſind überhaupt die Id eale anders, als einzeln, zu finden! Dies waren aber wirklich Exemplare, wie das Jährlingsſchaf, für wel⸗ ches im J. 1811 dem Grafen 1000 Rthlr. Gold geboten wurden. 4½) Im J. 1823 hatten die Lämmer z. B. die im Dec. 1822 und Jan. 23 gebohren, und Mitte Juni geſchoren wurden, pro Stück durchſchnittlich circa 1 Pfund Wolle gegeben.- — * Stuͤt, Kücken, , und ed auch gefun⸗ nuch de V en un? Dabei t, und 8 meht ,, dem e Ueber⸗ waren: auf der ich fer⸗ von ihr len fand vie ſorf en Ba en Reiß deſſungen d wovoh hier un vollkom⸗ de rhohſe und dat darſtelle nfand,⸗ zen habin, zu ſinden für wel⸗. en. Jan. 3 jſchnittlt uͤber die Rochsburger Wirthſchaften. 299 ganz unmoͤglich, zu glauben, daß der Graf jemals andre, als von ſeiner eignen conſtanten Mutterheerde zugezogene, am We⸗ nigſten daß er dicht- und kurzwollige Negretti⸗-Staͤhre aus frem⸗ den Heerden,— um die Wolle ſeiner Schafe dichter zu ma⸗ chen,— angeſchafft und angewendet haben ſollte; wovon ich auch, wie ſchon geſagt, niemals etwas dort gehoͤrt, oder ir⸗ gend eine Spur gefunden habe, und wovon ich auch gar keine Urſache einſaͤhe, indem er nie mehr Wolle gewinnen konnte, als er von ſeinen Heerden ſchon lange immer gewonnen hatte, und uͤbrigens offenbar der Feinheit und Edelheit ſeiner Wolle geſchadet haben wuͤrde, in der ich doch niemals eine ſo nachtheilige Veraͤn⸗ derung gefunden habe. Ich weiß jedoch ſehr wohl, wie man Beides von der Rochsburger Schaͤferei behauptet, und ausge⸗ ſprengt hat, theils aus Irrthum, theils aus boͤslicher Abſicht, wie wir ſchon im erſten Theile geſehen haben. Ueber den Preis, um den die Wolle dieſer Schaͤferei im J. 1822 und 1823 ver⸗ kauft worden iſt, weiß ich nichts zu ſagen*). Ad) Die Triftſchaͤferei bei Lunzenau beſtand jetzt(1823) aus 900— 950 Stuͤck, worunter 350 Stuͤck Mutterſchafe: und ihre ſaͤmmtlichen Staͤhrlaͤmmer wurden jetzt gehammelt, und ſie erhielt ihre Zuchtſtaͤhre von der Stamm— ſchaͤferei. *) Ju Rückſicht des Schwemmens oder Waſchens der Schafe fand ich jetzt 1823 auch eine andre Einrichtung, als ich ſie im zweiten Bande meines Handbuchs der größern Viehzucht, aus der frühern Zeit her, beſchrie⸗ ben habe. Die Schafe wurden des Nachmittags 4 Uhr in der gewöhnlichen Schwemme im Berthelsdorfer Teiche eingeweicht, indem man ſie in die⸗ ſen von oben hineinſpringen, und ganz durchſchwimmen ließ, wie ſonſt. Den andern Morgen um 6 Uhr aber wurden ſie dann eigentlich gewa⸗ ſchen; indem man ſie wieder von oben herabſpringen(und ſich tüchtig dabei beſprudeln), und nun durch Leute mit Krücken untertauchen, und dann nur durchſchwimmen ließ. Dies wurde dann nach 3 Stunden nochmals wiederhohlt; und ebenſo des Nachmittags noch eing oder, wenn man es nöthig hielt, auch wohl noch zweimal. Auf dieſe Weiſe weichte ſich der Schmutz völlig auf, und gieng meiſt beim dritten Mal ſchon gänzlich weg.— Man ſah dies auch daran, daß der Teich ſtets ſehr ſchmutzig ward, woher denn auch im andern Jahre die Fiſche darin kre⸗ pirten, weil zuviel darin geſchwemmt worden war. 300 Nachtraͤgliche und Schluß⸗Bemerkungen Ihre Fuͤtterung war, wie ſonſt, ferner reichlich und gut; und ob ſie gleich noch in ihrer ganzen Qualitaͤt der Stammſchaͤferei wohl nachſtand, ſo war ſie doch mit eine der aͤlteſten feinen Schaͤfe⸗ reien Sachſens, und in der Mutterheerde vorzuͤglich auch ſehr ſchoͤn; nur nicht ſo groß, und ganz ſo reich- und gleichwollig, wie jene. Auch wurde fuͤr ihre Wolle immer zu gleichem Preiſe, wie die jener, beim Verkauf accordirt.— Ad) Die Hammelſchaͤfereien in Berthels⸗ dorf, Mohsdorf und Mittelfrohne beſtanden aus ſoviel Stuͤcken, daß ſie mit den Hammeln der Triftſchaͤferei zuſammen 2000 Stuͤck ausmachten: und demnach wurden jetzt im Ganzen auf den Graͤflich Schoͤnburgiſchen Guͤtern incl. Mit⸗ telfrohne circa 3000 Schafe gehalten. Dieſe Hammelſchaͤfereien wurden theils mit gruͤnem Futter im Stalle, theils mit Weide und Spuͤhlig von den Brandtwein⸗ brennereien in Mittelfrohne und Berthelsdorf, und auch mit Traͤbern von der Bierbrauerei in Frohne unterhalten*). Dieſes Vieh war theils aus der Triftſchaͤferei genommen, theils aus be⸗ nachbarten feinen Schaͤfereien gekauft worden: und allerdings war die Wolle, zumal die dieſer letztern Thiere, der der erſtern Schafe nicht gleich zu ſtellen; und vornehmlich fand ich in Mittelfrohne Hammel, deren Wolle nur circa 17— 18— 20 Rthlr. pro Stein damals galt. Dieſe Hammel waren aber auch, bei der reichen Fuͤtterung, ſehr ſtark, und wurden als Maſthammel um gute Preiſe verkauft, damals zu 8— 10 Rthlr. das Paar. Es war indeß der Plan, nach und nach nur feinſtes, und auter eigends zugezogenes Rochsburgiſches Vieh hier zu halten, und dieſe Hammelſchaͤfereien in der Folge aus ſolchen in Zuchtſchaͤ⸗ fereien zu verwandeln; weil naͤmlich von 1824 an durchaus keine Zuchtſchafe mehr, und auch nur wenig Staͤhre verkauft werden ſollten,(und erſtere auch wirklich, bis auf eine ganz *) In Mittelfrohne fand ich damals zwiſchen 5 und 600 Hammel, die im Sommer im Stall. mit Klee, und zweimal mit Schlempe oder Spühlig, und im Winter mit dieſem, und 1 ½ Pfund Heu pro Stück, und mit Stroh gefüttert wurden. kleine Nerz zucht in R ner wollte noch dem Contt und r ut; und rei woh Schiſe⸗ uch ſe lig, we iſe, thels⸗ den als iſchäfere rden jett cl. Mi⸗ Futter Awen⸗ auch mit Dieſes aus be⸗ ings war en Schafe ttelfrohne thlr. pro „bei der nmel un zaar. tes, und u halten, uchtſchi⸗ durchau verkauf eine gan el, die im r Spühlig, „und wit 8 uͤber die Rochsburger Wirthſchaften. 801 kleine Zahl, nicht mehr verkauft worden ſind,) vielmehr alles Merzvieh der Stamm- und der Triftſchaͤferei zu dieſen neuen Zuchtſchaͤfereien beſtimmt wurde; indem man, wie wir ſchon in Nr. 1. Bd. I. ſagten, die Rochsburgiſche Schafrage ſich fer⸗ ner eigenthuͤmlich erhalten, und nicht weiter noch verbreiten wollte. Doch muß im J. 1822 und 1823 der Schafverkauf noch ganz beſonders ſtark gegangen ſeyn; wie ich wenigſtens aus dem abnehmen muß, was ich von hieruͤber noch abgeſchloſſenen Contracten damals in Rochsburg hoͤrte, und von daher erfuhr, und wie ich auch fruͤher hier angegeben habe, Th. J. d) Brandtweinbrennerei in Berthelsdorf und Mittelfrohne. Endlich war es denn auch zur Ausfuͤhrung des ſchon vielfach in dieſen Blaͤttern und ſeit mehreren Jahren erwaͤhnten und ge⸗ hegten Projects der Anlage einer Brandtweinbrennerei gekommen; und zwar ſowohl zu Berthelsdorf, als zu Mittelfrohne. Vom Loſten Sept. bis 15ten Junius wurden taͤglich in Berthelsdorf 22, in Mittelfrohne 27 Sack Kartoffeln à 139 Pfd verbrannt, und viel Brandtwein davon gewonnen. In Mittelfrohne wurde uͤbrigens auch der Weitzen zu einem trefflichen, in der Gegend ſehr beliebten, Doppelbier, und die Gerſte zu einem ebenfalls ſehr geſuchten Bier verbraut; und ſo ſich gegen die Unbill der damaligen wohlfeilen Getreidepreiſe ſehr vortheilhaft geſichert. 2) Vom Jahre 1824 kann ich nur aus brieflichen Mittheilungen des Hrn. Grafen vom 4ten Maͤrz und 21ſten Mai 1824 anfuͤhren: daß die Schaͤfe⸗ reien auf ſaͤmmtlichen Guͤtern, incl. Mittelfrohne, jetzt aus circa 3500 Stuͤck beſtanden, oder wenigſtens, dieſer Angabe nach, beſtehen ſollten*): wovon ſich befinden ſollten *) Nach einer, ſpäter in den Papieren gefundenen, ſchon im Aufſatz Nr. 1. Bd. I. S. 34 erwähnten Angabe vom 18ten Februar 1825, waren damals wenigſtens in Wirklichkeit nicht ſoviel vorhanden, und jene Zahl alſo nur projectirt geweſen. 302 Nachtraͤgliche und Schluß⸗Bemerkungen a) in Rochsburg auf der Stammſchaͤferei 700 Stuͤck b) auf der Triftſchaͤferei bei Lunzenau 880— c) in Berthelsdorf, und zwar meiſt Hammel 1050— d) in Mittelfrohne, desgl. 900— Summa 3530 Stuͤck. Nach Mohsdorf ſollten aber noch 450 Schafe kommen; da, wie ſchon geſagt, jetzt alle Merzſchafe, und der groͤßte Theil der Staͤhre, excl. das, was noch von ihnen verkauft wurde, als Hammel, zu dem Schafſtand dieſer Guͤter beſtimmt waren; um nach und nach auf ihnen allen ganz gleiches, durchaus Rochs⸗ burgiſches, d. h. der Rochsburgiſchen Stamm- und Triftſchaͤferei nur entſtammtes, Vieh zu beſitzen. Die Wolle wurde im J. 1824, wo ſchlechte Wollpreiſe waren, mit 24 Rthlr. behandelt, aber dafuͤr nicht gelaſſen; und da die Preiſe nachher ſtiegen, gewiß weit beſſer verkauft: doch kenne ich den erhaltenen Preis nicht. MNatuaͤrlich konnte der Durchſchnittspreis der ganzen Wolle ſaͤmmtlicher Schaͤfereien jetzt nicht mehr ſo hoch ſeyn, als fruͤher, weil dieſelben viel groͤßern Umfangs, und zum Theil jetzt noch mit fremden Hammeln aus weniger vorzuͤglichen Schaͤfereien be⸗ ſetzt waren. Nach brieflichen Nachrichten der verwittweten Frau Graͤfin von Schoͤnburg an mich wurde indeß doch im J. 1825 fuͤr ſämmtliche Wolle im Durchſchnitt 28 Rthlr. pro fao Stein geboten, dieſelbe aber nicht dafuͤr gelaſſen; und da im J. 1826 die Wollpreiſe ſo ſehr gefallen waren, daß die allererſten ſaͤchſi⸗ ſchen Wollen nur mit 20 Rthlr. oirca bezahlt wurden, ſo hat ſie, mit Ausſchluß eines ſehr kleinen Theils, nachher zugleich mit der Wolle von 1826 fuͤr 20 Rthlr. pro Stein vertauft werden muͤſſen. „₰ 3) Im Jahre 1826 und 1826, wo am 19ten April des J. 1825 der Hr. Graf von Schoͤnburg ſtarb, iſt wohl gewiß die bisherige Feldwirthſchaft ganz ſo fort⸗ geſetzt worden, wie ſie im J. 1823 war, und die, in dem letzten sub XV. hier gelieferten Entwurf projectirte, neue Anordnung derſelben iſt, meines Wiſſens, nicht ſo ausgefuͤhrt worden. Und, da es lodial Herr nen tern, Hinte dgn von! den, ſtehe drif Frau ols der C Hert doN herr dieſe eben Albo dort Bau dorf nebſt viel Siͤh ehen Nit ter bild gar mal Gra theil ger da, n* heil de ꝛde, a waren, Rochs⸗ ſchaͤfera Apreiſe n; und : doch n Wole früher letzt nach Sceien b ar Gräfn 325 flr f.. Sten F. 1825 In ſaͤchſ⸗ s ſo hat eich mit a werden hoͤnburg ſo fi, n letzten Lordnung z. Und, — uͤber die Rochsburger Wirthſchaften. 303 da es nun zu einer Trennung des geſammten, hinterlaſſenen Al⸗ lodial-Vermoͤgens deſſelben von der, als Lehngut beſeſſenen, Herrſchaft Rochsburg kommen mußte, und jenes der hinterlaſſe— nen Comteß Tochter des Verewigten, letztere aber den Lehnsvet⸗ tern, den Herren Grafen Albert und Ludwig von Schoͤnburg⸗ Hinterglauchau, nach Theil I. S. 4., zufiel; ſo hat dies nothwen⸗ dig große Veraͤnderungen in dieſen Wirthſchaften verurſacht, wo⸗ von wir indeß die, die eigentliche Herrſchaft Rochsburg betreffen⸗ den, hier nicht weiter zu beruͤhren haben, und nur blos Nach— ſtehendes bemerken. 1) Die geſammten weiblichen Schafe der Stall- und der Triftſchaͤferei ſind, als Morgengabe, der verwittweten Frau Graͤfin von Schoͤnburg, nach dem Koͤnigl. Saͤchſiſchen Recht, als adlicher Wittwe, erblich und eigenthuͤmlich zugefallen; und der Comteß Tochter derſelben, als alleinigen Allodial-Erbin ihres Herrn Vaters, ſind nur die ſaͤmmtlichen Staͤhre und Hammel zugehoͤrig geblieben, indem die ganzen Schaͤfereien, auch die herrſchaftliche Triftſchaͤferei, zum Allodio gehoͤrten. 2) Da nun aber die Frau Graͤfin kein Land zu Ernaͤhrung dieſer Schafe hatte, ſo ſind von ihr die, ihrer Comteß Tochter ebenfalls, als Allodial-Erbin ihres Herrn Vaters, zugefallenen Allodial-⸗Grundſtuͤcke in Berthelsdorf,(und zwar ſowohl das dortige kleine Rittergut, als auch die dazu gekauften dortigen Bauerguͤter,) ſowie die Bauerlaͤndereien zu Mohsdorf und Hels⸗ dorf, in Pacht genommen, und ſaͤmmtliche weibliche Schafe, nebſt dazu noͤthigen zugekauften Rochsburger Staͤhren, und, ſo⸗ viel ich weiß, auch nebſt den in Futter genommenen zorigen Staͤhren der, von dem Hrn. Grafen hinterlaſſenen, ganzen Heerde, eben dahin gebracht; die Hammel dieſer letztern aber ſind in Mittelfrohne, welches ebenfalls als Allod der Comteß Toch⸗ ter des Hrn. Grafen zugehoͤrt, aufgeſtellt worden. Die nach Berthelsdorf und Mohsdorf gebrachten Schafe bilden nun daſelbſt eine neue, von der Frau Graͤfin angelegte, ganze Schaͤferei, die die aͤchte, reine Fortſetzung der ehe⸗ maligen Stamm-, und Stall- und die Triftſchaͤferei des Hrn. Grafen von Schoͤnburg iſt; und jetzt noch in zwei Abtheilungen ſich theilt,*) die erſte Heerde, welche die ehemalige Rochsbur⸗ ger Stamm⸗ und Stallſchaͤferei, und ihre Abkoͤmmlinge in Ber⸗ 304 Nachtraͤgliche und Schluß⸗Bemerkungen =thelsdorf und Mohsdorf enthaͤlt, und 8) die zweite Heerde, die die ehemaligen Triftſchafe in ſich faßt; und na— mentlich in dieſem Muttervieh, wie ſchon geſagt, jener gar we⸗ nig, oder nicht nachſteht*). Indeß ſind, bei der Unmoͤglichkeit, dieſe große, incl. die Mittelfrohner Hammel, uͤber 3000 Stuͤck beim Tode des Hrn. Grafen wirklich betragen habende, Anzahl Schafe, nach der Abgabe der ganzen Rochsburgiſchen Wirthſchaft, zu erhalten, be⸗ reits ſehr bedeutende Verkaͤufe von dieſen Schaͤfereien gemacht, und damit bereits im J. 1825 gegen 8000 Rthlr. gewonnen worden; und es ſollten auch noch mehr Schafe und Staͤhre vor jetzt, und auch jaͤhrlich verkauft, beſonders ſollte die ganze zweite Heerde verſchleift werden, wie die in mehrern Zeitungen und Zeitblaͤttern gemachte Ankuͤndigung beſagt; woruͤber man ſich denn an die verwittwete Frau Graͤfin ſelbſt,— wohnhaft in Dres⸗ den unfern des Koſelſchen Gartens**),— oder an den Herrn In⸗ ſpector Marbach zu Berthelsdorf bei Lunzenau im Schoͤnburgi⸗ ſchen zu wenden hat. Leider ſind nun zwar, wie wir ſchon Th. I. bemerkten, uͤber dieſe Schaͤfereien,— mit der undankbarſten Vergeſung und Hint⸗ anſetzung aller, den unendlichen Verdienſten des verewigten Herrn Grafen von Schoͤnburg um die feine Schafzucht uͤberhaupt, und um ſo viele der vorzuͤglichſten Schaͤfereien andrer Gegenden, die edles Schafvieh von ihm bezogen haben, insbeſondre, ſchuldigen Achtung und Beruͤckſichtigung,— ſehr nachtheilige Geruͤchte theils uͤber die Zerſplitterung, theils uͤber den geringern oder doch geſun⸗ kenen Werth dieſer Heerden ausgeſprengt und verbreitet worden, ſo daß der Viehverkauf in der allerneueſten Zeit nicht mehr ſo ſehr gut daſelbſt gegangen iſt,—(woran indeß auch das ſchlechte Wolljahr 1826 viel Schuld haben mag,) als bald nach dem Tode des Herrn *) Dieſe Triftſchäferei gehörte ſelbſt auch in Rückſicht des Grundſtücks, wo ſie lag, nicht zum Lehngut, ſondern zum Allodialvermögen; ſowie dies auch noch von einigen andern einzelnen Grundſtücken der Herrſchaft Rochsburg, dem ſogenannten Scheunenpflug, der Mühle, der Curs⸗ dorfer Wieſe, dem ehemaligen Jagdhauſe in Mohsdorf gilt, nach Bd. I. S. 4. **) Seit Herbſt 1827 in der Neuſtadt, in der Allee, dem Rathhauſe ge⸗ genüber, Grafen 3 in J. parteiſt endlic 3000 ſchafe ProS Rthl 1 G. jei enh dgen Ste ollte ern gemacht, gewonnen aͤhre bor ze zweite gen und nan ſich in Dres⸗ er e dndurg⸗ ten, ür undig gten hen dupt, u nden, d ſchuddige ichte theb och geſuy vorden, ſo ſehr gu eWolhaht des Hen Hrundſtück ggen; ſowi er Herrſchoft , der u nach Bd.l. athhauſe ge⸗ uͤber die Rochsburger Wirthſchaften. 805 Grafen—: allein eben die, hier gleich, oder auch einige im J. 1826 gemachte, Verkaͤufe bewieſen dennoch, daß un⸗ parteiiſche Maͤnner nicht Anſtand genommen haben, noch ferner hoͤchſt bedeutende Preiſe fuͤr Rochsburger Vieh zu bezahlen. Wir haben deren zwar ſchon in der Geſchichte des Wollhandels und der feinen Schafzucht pro 1825 im Neuen Jahrbuch der Landwirthſchaft, B. IV. St. 3. S. 56 und B. V. St. 1. S. 20. gedacht, muͤſſen jedoch ihrer auch hier nochmals, der Vollſtaͤndigkeit halber, erwaͤhnen. Hiernach wurden naͤmlich im J. 1825 nach Meklenburg 50 Stuͤck aus der Triftſchaͤferei auser⸗ waͤhlte Mutterſchafe zu 10 Friedrichsd'or, und 5 Staͤhre zu 20 Friedrichsd'or das Stuͤck, ingleichen nach Boͤhmen fuͤr 3000 Rthlr. Schafe und Laͤmmer, das Schaf mit Lamm zu 14 Frd'or, und nach Hannover ebenſo eine Zahl fuͤr 2000 Rthlr., ferner nach Odeſſa wurden, nach ſichern Nachrichten, 18 Stuͤck Schafe aus der Stammſchaͤferei à 14 Rthlr., ingleichen 18 Staͤhre 4 50— 70 Rthlr. pro Stuͤck; nach Lauterburg in Preußen aber 52 Stuͤck Triftſchafe à 14 Rthlr. und 3 Stuͤck Staͤhre à 70 Rthlr., endlich wurden noch 50 Stuͤck Schafe und 5 Staähre zuſammen fuͤr 3000 Rthlr.; im J. 1826 aber wurde eine Quantitaͤt Mutter⸗ ſchafe, ebenfalls von der zweiten Heerde, nach Pohlen zu 25 Rthlr. pro Stuͤck, 40 Stuͤck Schafe aber wurden ſpaͤter auch fuͤr 380 Rthlr., und 1 Staͤhr fuͤr 110 Rthlr.; nach Petersburg aber wurden 1 Staͤhr und 8 Schafe fuͤr 1000 Rthlr. verkauft u. dergl. m.; wie ich aus den Buͤchern der Frau Graͤfin im J. 1827 ſelbſt erſe⸗ hen habe. Mit dem Ruſſiſchen Hofe ſtand man damals aber auch noch wegen Schafverkaufs, wobei das verſetzte, d. h. abgeſchobene, Schaf zu 6, der Jaͤhrlingsbock zu 9 Ducaten gerechnet werden ſollte, in Unterhandlung; um welche Preiſe aber auch jedem An⸗ dern dieſes Vieh jetzt abgelaſſen werden ſollte. Wet unparteiiſche wahrhafte Urtheile uͤber den wahren, gediegenen Werth dieſer Rochsburger Schafe von Andern erfah⸗ ren will, darf nur, wie fruͤher ſchon geſagt worden, bei aͤchten, von ihnen angelegten, Schaͤfereien in irgend einer Gegend des noͤrdlichen, und ſelbſt hie und da des ſuͤdlichen Deutſchlands Nach⸗ frage daruͤber halten; namentlich aber in Schleſien bei allen den Gutsbeſitzern, die die Rochsburger Schafe rein erhalten, und Schoͤnburg. Wirthſch II. 20 306 Nachtraͤgliche und Schluß⸗Bemerkungen ſorgſam gepflegt haben, wie ſie hier in der Biographie des Hrn. Grafen Schoͤnburg auch bereits aufgefuͤhrt worden ſind*). Moͤgen ſie alſo immerhin im Ganzen mehr der hochfeinen lang-, als der kurzwolligen Electoral⸗Rage zugehoͤren, ſo ſind ſie darum nicht weniger, im Gegentheil wegen reichern Wollertrags eher mehr, als weniger, werth, denn letztere, wenn ſie nur gut gehalten, und beſonders mit reichlichem und geſundem Futter ge⸗ fuͤttert werden. 3) Die Helsdorfer Grundſtuͤcke ſind im J. 1826 freiwillig sub hasta verkauft und nur ſchlecht bezahlt worden, wie es in jetziger Zeit zu erwarten war. Das Rittergut Mittelfrohne aber haͤlt ſich, beilaͤufig geſagt, vortrefflich, und giebt mit ſeiner Brauerei und Brennerei einen ungemein bedeutenden Ertrag, und wird von einem eignen Inſpector verwaltet. Vielleicht wird nun hier eine eigne neue Zuchtſchaͤferei aus Rochsburger Vieh noch angelegt werden; obwohl eine anſehnliche Anzahl Hammel zum beſten Ge⸗ brauch der Abgaͤnge der Brauerei und Brennerei fuͤr Maſtung ei⸗ gentlich hier beſonders rathſam ſeyn wuͤrde: nur daß man dann kuͤnftig blos ganz feine, aus den Rochsburger Heerden ent⸗ ſtammte, Hammel halten moͤchte, die ſich auch wegen ihrer be⸗ deutenden Groͤße ganz vorzuͤglich zur Maſtung ſchicken. 4) Die Aufſtellung der Schafe in Mohsdorf und Berthels⸗ dorf, welche zu Unterbringung einer ſo großen Maſſe Viehes bis⸗ her gar nicht eingerichtet waren, iſt, nach Moͤglichkeit, gut ein⸗ gerichtet, die dazu beſtimmten Raͤume ſind moͤglichſt erweitert und vergroͤßert, auch iſt in Berthelsdorf ein ganz neuer groͤßerer Schafſtall,(ſo wie eine neue Scheune,) erbaut worden. 4) Im Jahre 1827. a) Nach einem Schreiben des Herrn Oekonomie⸗Inſpectors Marbach aus Berthelsdorf vom 7ten Junius 27 beſteht jetzt die Mohsdorfer und Berthelsdorfer Feldwirthſchaft *) Noch kann ich hier anführen„ daß nach einer, der Frau Gräfen Schön⸗ burg zugekommenen, und mir von ihr mitgetheilten Notiz, Nachkom⸗ men der, im J. 1823 von dem Herrn Grafen von Haugwitz zu Namieſt in Mähren in Rochsburg erkauften, 200 Stück Mutterſchafen, und 30 St. Stähren, bei der Schafausſtellung in Brünn in dieſem Jahre den Preis erhielten. in 94 der: gern? der paſeen aber dorte Feld einen ſonde eine vird. und J n, en de,. dieſe de: der — . 5] des Hu ). ochfein ofind ollertrag enur a. zutterx. willig a in jetzige aber häͤl Brauere wird von hier eine angelegt ſten Ge⸗ dſrong a⸗ man dann rden err⸗ ihree be⸗ Berthel⸗ giehes bo⸗ gut ei— erweiter! groͤßerer nſpectors jetzt die hſchaft cfen Schön⸗ Nachkom⸗ zu Namieſt und 30Et. gahre den uͤber die Rochsburger Wirthſchaften. 307 in 340 Dresdner Scheffeln Ausſaat, oder 170 ſaͤchſiſchen Ackern, oder 367 Morgen Preuß.(excl. 20 Acker, die man wegen gerin⸗ gern Bodens als Außenſchlaͤge behandeln will,) indem naͤmlich faſt ² der bisherigen Mohsdorfer Lehden, die ſich weniger gut zu Feld paſſen, nun wirklich wieder in Feldland verwandelt*), die uͤbrigen aber ferner zu Wieſen liegen geblieben ſind, als welche ſie ſich vortrefflich nutzen laſſen. Man iſt dann Willens, dieſe 170 Acker Feld in folgende 9 Schlaͤge zu theilen: 1) Kartoffeln, in friſchem Duͤnger, 2) Gerſte mit Klee, 3) Klee, 4) Klee, vielleicht noch zu einem Schnitt, uͤberhaupt aber zur Weide, 5) Wintergetreide, in Duͤnger, 6) Hafer, 7) Erbſen und Wicken, 8) Wintergetreide, geduͤngt, 9) Futtergemenge. Bis jetzt hat man aber, da man noch, incl. das junge Vieh, uͤber 1700 Stuͤck feine Schafe, und zwar lauter Zuchtvieh da⸗ ſelbſt, und zwar groͤßtentheils im Stalle, unterhalten hat, nur fuͤr Futter auf alle Weiſe ſorgen muͤſſen. Jene beſtimmte Eintheilung kann daher nur dann eintreten, wenn die Schaͤferei einen dauernden verhaͤltnißmaͤßigen Stand erreicht haben, und be⸗ ſonders die ganze ehemalige Triftſchaͤferei verkauft, und nur die eine und dieſelbe eigentliche Stammſchaͤferei hier vorhanden ſeyn wird. Und zwar 4 b) ſoll dieſe neue Schoͤnburgiſche Schaͤferei zu Berthelsdorf und Mohsdorf kuͤnftig 1000 Stuͤck Zuchtvieh, excl. Laͤmmer, von ganz reinem Rochsburger Stamme enthalten. Es iſt daher eine bedeutende Zahl von Schafen der erſten und zweiten Heer⸗ de,— wie mir die Frau Graͤfin im Mai d. J. ſchrieb, und in dieſem Herbſt ſelbſt ſagte,— daſelbſt zu halen, und es ſollen die Mutterſchafe aus der zweiten Heerde fuͤr 14 Rthlr., die aus der erſten aber fuͤr 4— 5 Frd'or, Staͤhre aber von 10 bis zu *) Sie haben, im Herbſt 1825 umgeriſſen, im J. 1826 eine gute Hafer erndte gegeben, und ſind dann für 1827 gedüngt worden. 308 Nachtraͤgl. Bemerk. zu den Rochsb. W. 20 Frd'or pro Stuͤck abgelaſſen werden. Einige anſehnliche Ver⸗ kaͤufe ſind in dieſem Jahre bereits nach dem Deſſauiſchen und nach Preußen gemacht, und z. B. auch 7 Stuͤck Staͤhre nach War⸗ ſchau fuͤr 400 Rthlr. verkauft worden. Ueber 500 Stuͤck Laͤmmer ſind in dieſem Jahre auf dieſen Schaͤfereien zur Welt gekommen; und der Verkauf der alten Schafe iſt daher dringend und nothwendig. *) Die Wolle dieſer Schaͤfereien iſt, ganz unſortirt, und incl. einer anſehnlichen Parthie Lockenwolle, nach einem Schreiben des Hrn. Inſpector Marbach an mich, vom 22ſten Sept., an ein Bautzner Haus mit 24 Rthlr. pro Stein verkauft worden; alſo ganz wie die erſten ſaͤchſiſchen Wollen, die hoͤchſtens 1 oder 2 Rthlr. mehr fuͤr die eigentliche Wolle, wohl aber fuͤr die Locken nur weniger erhalten haben. d) In Mittelfrohne ſtehen jetzt nur 650 Stuͤck Hammel, alles junges Vieh aus der Stamm- und Triftſchaͤferei Rochsburgs; und es werden, nach einem Schreiben des Hrn. Marbach vom 12ten Julius, d. J. kuͤnftig nur Hammel daſelbſt bleiben, die ſich von der dortigen Brauerei und Brennerei ſehr gut naͤhren und rentiren. e) Die Erndte iſt in Mohsdorf und Berthelsdorf dies Jahr ziemlich gut geweſen, und hat 57 Schock Ruͤbſen(zu dem man vorjetzt wieder zuruͤckgekehrt iſt), und 622 Schock Getreide betra⸗ gen, von welchem letztern der Weitzen und die Gerſte gut, Roggen mittelmäͤßig, Hafer meiſt ziemlich gut gerathen iſt, ſo daß man von Weitzen das 10te, von Roggen und Gerſte das 8te, von Hafer das 9te Korn, nach dem bisherigen Ausdruſch, wohl er⸗ warten darf. Außerdem iſt an Futter aller Art ſoviel gewonnen worden, als zur Ernaͤhrung einer ſo großen, eigentlich unverhaͤltnißmaͤßi⸗ gen Zahl Vieh erforderlich iſt; und die Kartoffeln beſonders ſchie⸗ nen gute Erndte zu verſprechen. Viel hat zu der guten diesjaͤhrigen Erndte auch die Zahl von 400 Fudern Duͤngers beigetragen, die man im Winter 18½5 uͤber die zugefrorne Mulde aus Rochsburg nach Berthels⸗ dorf hatte hin ſchaffen laſſen. Im October 1827. Weber. „ 5. ; liche Ver, und nach zach Nar auf diee V. der an Verbeſſerungen V im erſten Bande. atirt, w 3 ne V Vorrede Seite VII. Zeile 7 von unten ſtatt etwanigen entſtehenden lies et⸗ 3. wanige entſtehende t., anin—-—— NII. 3. 7 v. u. ſt. Fisl. l. Eisl. den; aſt Seite 15. 3 16 von Perlen ſetze hinzu: ſtarken, u⸗ ſt. ſogar von l. vo rRthlt.. ſonſtiger 1 ocken nur— 33. Note 3. 7 ſt. Penig l. Ponitz — 73. 3. 9 ſt. Mayniſcher l. Magniſcher V— 77. 3. 21 ſt. Stall l. Stolz Hammel,— 80. 3. 22 u. an mehreren andern Orten ſt. Kraichon oder Krehgen hoburgs; 99 n ſ 9 Krahchen — 90. 3. letztere l. letztern n din— 111. Z. 7 nach Gebünde ſ. h. Heu je ſch dn— 110. 3. 7. 8 ſt. Beet l. Gewende d rentitn— 116. Note*) letzte Z. ſt. 100 l. 102 3 dies Gh— 152. Note 3. 10 ſt. zugehaltenen l. zuſammengehaltenen dem in— 158. Note 3. 2 ſt. 8— 9— 10 I. 9, 10, 11. —.— 162. Note Z. 3 ſt. 8. l. 9 bis 10., u. nach Gebund ſ. h. hier zeide be—-——— 3. 4 ſt. 9— 10. l. 10—11. 2, Noggu— 174. 3. 11 v. u. ſt. Schafe l. Schäfer daßm— 190. Note 3. 3 nach folgende ſ. h.— * Ste, ven 199. 3. 14 ſt. 140. lI. 40. wohl er— 212. 3. 15 nach ausziehen ſ. h. läßt 5 wo 215. Note 3. 1 ſt. Dies l. Dieſe 276. Z. 3 v. u. ſt. beliebt l. beleibt 11 1*1 un worden 278. Z. 17 ſt. dreimaligen l. zweimaligen Itnißmaͤß⸗ 289. Z. 9 v. u. ſt. bloße l. blaſſe ders ſchi⸗— 290. 3. 11 ſt. trocknes l. trockne Anmerkung zu S. 39. 40. u die 3 Da die vom Hrn. Grafen ſelbſt hier gemachte Angabe der ganzen Zahl am Wintt der eigentlichen Feldäcker ſeiner Beſitzungen unbeſtimmt läßt, wieviel da⸗ Berthe von in specie auf die Wirthſchaften in Rochsburg, Berthelsdorf u. ſ. w. kommen, welches zwar aus dem zweiten Theile, namentlich S. 296, ſich erſehen läßt, ſo wollen wir doch hier noch bemerken, daß im J. 1819, nach S. 197 und 240 Th. II., auf Rochsburg 154— 156 und auf Ber⸗ e thelsdorf 84, in Summa 238— 240 Sächſ. Acker à 300 R., nach S. 296 Th. II. aber pro Jahr 1823 etwas mehr, nämlich 260 Acker kommen⸗ folglich, wenn im J. 1824 die ganze Feldackerzahl incl. Mittelfrohne 462 Acker betrug, auf dies Gut 202 Acker fallen. Nach Preußiſchem Maaße Schoͤnburg. Wirthſch. II. 21 — — —— veträgt demnach, da 1 Sächſ. Acker à 300 R.= 2235 1 Preuß. Morgens, die Summe von 240 Sächſ. Ackern in Rochsburg und Berthelsdorf im J. 1819= 518 ⅞ Preuß. Morgen à 180 R., die von 260 aber im J. 1824 = 561 ⅞ Morgen, und die von 462 Ackern incl. Mittelfrohne= 995 ½ Pr. Morgen.— Auf dieſem Feldlande und den, nach Th. I. und S. 163 Th. II. ꝛc., in Rochsburg circa 25, in Berthelsdorf 20, in Mohsdorf 29 ⅞ Acker, Summa 74 ½ Sächſ. Acker betragenden Wieſen(= 160 ¾ Preuß. Morgen) und den 159 Ackern(= 265 ¾ Preuß. Morgen) betragenden Lehden oder Grasfeldern in Mohsdorf, Berthelsdorf und Helsdorf(S. 234 Th. II.), Summa 478 ½ Acker Sächſ.= 1022 Morgen Preuß., oder 493 ⅞ Acker Sächſ.= 1045 ⅞ Morgen Preuß. hielt der Graf in Rochsburg und Ber⸗ thelsdorf im J. 1819 über 2000 Schafe: wobei jedoch noch zu bemer⸗ ken iſt, daß die dazu gehörigen 8— 900 Triftſchafe den Sommer über auf der guten, und ausgedehnten Bauern⸗ hütung der Herrſchaft Rochsburg, reichlich und gut er⸗ nährt wurden. Weber. orgens, orf in J. 1de ör Pr. S. 163 tohsdof Preuj. Lehden dh. Il) Acer d Ber⸗ Verbeſſerungen im zweiten Bande. Seite 5 Tabelle A. Z. 12 v. u. fällt weg; wird gedüngt zu und 10. 17. 18. 36. 37. 56. 60. 67. 89. 92. 94. 95. 97. 111. . 12 ſtatt begatten lies befruchten . 15 nach ſcheint ſetze hinzu: zwar . 6 ſtatt Daß l. Da . 1 ſt. dennoch l. demnach . 8 v. u. ſt. worden l. werden . 11 nach Ertrag ſ. h. pro Scheffel . 7 v. u. ſt. Rüben l. Rübſen . 3 v. u. nach Maſt ſ. h. eine Note Z. 2 ſt. Vermuthung l. Benutzung 3. 12 ſt. 4 Centner l. viel mehr Note Z. 6 ſt. über 3 l. über 4 Z. 11 ſt. die l. da 3. 11 ſt. 2 I. 32 Note Z. 4 v. u. ſt. und l. näm lich d do o d — 115. 3. 7 nach wir ſ. h. dieſe, u. Z. 3 v. u. ſt. Feldarbeiten lies Feldarten — 124. Note letzte 3. ſt. noch l. roh — 125. Note Z. 3 ſt. 150 l. 1500 135. 137. 145. 156. 159. 200. Note l. Z. ſtatt und lehrreich mögen ſie auch geweſen ſeyn, und lehrreich, wie ſie auch geweſen ſeyn mögen, Z. 1 ſt. bringen l. brauchen Z. 17 ſt. Acker l. Centner 3. 2 Note nach Anbau ſ. h. noch mehr Note 3. 1 nach Gerſte ſ. h. täglich Z. 12 v. u. nach Scheffel ſ. h. zu — 203. Note* ſt. 1847 1. 1817 — 204. 3. 18 nach Fuder nimm weg:—, u. 3. 19 nach Ertrag ſ. h.— — 208. 3. 10 ſt. Wieſenbefeuchtung l. Wieſenbefruchtung — 210. 3. 18 ſt. aufzuſuchen l. aufzubrechen — 212. 3. 17 ſt. mit l. ohne — 216. 3. 18 ſt. Nur l. nun — 227. 3. 9 nach III. ſ. h. und IV. 8 — 231. 3. 1 ſt. 1316 l. 1816 — 239. Note Z. 4 nach Lehden ſ. h. doch — 240. Note vorl. 3, ſt. Fröhner l. Frohnen, Z. 3 ſt. S. 13 lies S. 15 — Seite 249. 254. 260. 261. 266. 269. Fo. Z. 17 nach Stück ſ. h.*) 277. 280. IrTItnn 27 281. 283. 284. Note* ſt. S. 292 l. S. 37 Note* 3. 2 nach mich ſ. h. Vgl. B. I. S. 293 3. 10 ſt. Scheffel l. Acker 3. 20 u. S. 262. Z. 7 ſt. Berthelsdorfer l. Helsdorfer Note 3. 1 ſt. ehemalige l. bisherige Z. 6 v. u. ſt. giebt l. Summa Note Z. 8 ſt. entweder l. meiſtens Z. 5 ſt. 1) lies:— 3. 25 ſt. 1803 l. 1823 Note** nach vorkömmt ſ. h. doch vgl. S. 296 Z. 2 u. 3 nach einmal ſ. h. gehauen Z. 7 nach ſind ſ. h. an Heu — 89 1 nöö—— S ———— Cyan Green Vellow Hed Magenta Grey 2 Grey 3 Grey 4 Blue White I S Black Greyt