„ ,— *———y—— — Siessen Unix-ib. 1 1 1 5 1 4 - „ 1 2 2 - 1 —* N 1 er I chem — 1 1 3 —— Anfangsgründe/ der Staatswirthschaft oder dre-Le hire von dem Nationalreichthume. Von Christian von Schlözer, der Rechte Doktor von der Universität zu Göttingen, Russisch- Kaiserii- chem Hofrathe, der Staatswissenschaften Professor auf der Universität zu Moskwa, D Erster Band. Aısa 1805 bey C. J. G, Hasımaan, innen. een nn una wahl t 4 RE... I/ Seinem verehrungswürdigsten Vater und Lehrer in dem Fache der Staatskunst und Geschichte August Ludwig von Schiözer, Königlich Grofshritännischem Hofrathe, Professor der Staats- wissenschaften zu Göttingen, des Russisch. Raiserlichen Ordens vom heil, Wiadimir von der vierten Klasse Ritter, widmet diese Schrift als ein Zeichen kindlicher Ehrfurcht und Dankbarkeit der Verfasser. ee per re Emmen near en l Se ee— er nn 2& 4 | | | 1 ! a | j \ | 1 Vorrede 1 trage einenin der gelehrten Welt ausge- zeichneten Namen; allein für meine Person habe ich bisher noch nichts unternommen, um solchen zu verdienen. Gegenwärtig wa- geich den ersten Versuch. Nicht Ehrgeiz treibt mich dazu, sondern das Gefühl meiner Pflicht, und dieser Umstand mag mich ent- schuldigen, wenn mein Unternehmen mei- ne Kräfte übersteigt.— Vor ungelähr ei- nem Jahre ward mir von Sr. Excellenz, dem Herrn Geheimderath und Senateur von Mu- rawiell”), meinem innigst verehrten Vor- ”%) Michail Nikititsch von Murawieff, entspros- sen aus einem edlen russischen Geschlechte, Ge- heimderath und Ritter mehrerer Orden, Sr. Exeel- lenz bekleidet das Amt eines Senateurs, Gehülfen des Ministers der Aufklärung, und des Kurators der Universität zu Moskwa, Ehemals war Herr von Mu- rawieff einer der Lehrer des jetzt regierenden Kaisers ‘und Er darf Sich rühmen, einigen Antheil an der Er- ziehung unseres Erhabenen Monarchen zu haben, Zu gleicher Zeit beschäftigte Sich Hr. von Murawieff mit literarischen Arbeiten mit dem ausgezeichnetsten Erfolge. Die Liebhaber der schönen Wissenschaften * vi gesetzten, die Abfassung eines Handbuchs| mu der Staatswirthschaft für die öffentlichen :; in in Lehranstalten des russischen Reichs über- ;£: nl tragen, Ich arbeitete mit allem dem Eifer, &:: N wozu ein so ehrenvoller und schmeichelhaf-| 2:- di ter Auftrag mich auflorderte. Denn ehren- ;>: lkı voll und schmeichelhaft achtete ich ihn, ; e deı weil er von einem Manne herrührte, der ; Ni eins der ersten Staatsämter des russischen N -: in Reichs bekleidet; doppelt ehrenvoll und : ee! schmeichelhaft, weil dieser Mann Mura- b° wieff war. Das nachfolgende Werk, wel- 2 ches ich dem Publikum übergebe, ward die 2 Erucht meiner Nachtwachen, sch son verdanken ihm unter Anderın mehrere Sammlungen Ai Interessanter Gedichte von eigner Abfassung. In der hi a s el Folge ward Er durch wichtige Amtsgeschäfte den Mu- sen entrissen. Doch verliels Ihn Sein Eifer für die| mir Wissenschaften nicht, Die Anstalten des öffentli-| hal chen Unterrichts fühlen dies und danken es Ihm,\ Noch immer fährt Seine Excellenz fort, die Augenbli-| Pay cke stiller Mufse, welche die Reichsgeschäfte übrig h lassen, der Lektüre zu widmen. Geschichte, Staats- u wirthschaft und Rechtsphilosophie scheinen dieLieb- ZUN lingsfächer Sr, Excellenz zu seyn. Mehrere Schriften l über die politische Oekonomie, wie z. B, die von n) Say und Kanard, welche wegen der grofsen Enıfer- dies nung meiner Aufmerksamkeit enigangen waren, ver» Ä& NO danke ich der Gnade Sr, Excellenz, m PER ee CV," nn ne nr BEER ne nennt nn nn nn nn nn ne HENRIETTE er Y IH: Den Absichten Sr, Excellenz gemäfs be- mühte ich mich, die politische Oekonomie in ein System zu bringen und sie so leicht und faßslich vorzutragen, dafs sie auch von Jünglingen erlernt werden kann. Ob mir dies gelungen ist, mögen Kenner beurthei- len. Ofthabe ich an den Einwurf gedacht, den man mir machen könnte, dafs jene Wissenschaft an sich zu abstrakt und tief- sinnig ist, um für das jugendliche Alter zu gehören. Ailein genauer geprüft, schien mir dieser Einwurf grundlos. Nicht immer ist es ja der Gegenstand selbst, der die Schwierigkeit einer Wissenschaft ausmacht, sondern oft nur die Art der Behandlung. Auch die tiefsinnigsten Materien können leicht und falslich vorgetragen werden, wie mir dies meine eigne Erfahrung zu wieder- holten Malen bestätigt hat. Noch vor ein Paar Jahrzehnden pflegten manche Wissen- schaften nur für’s reifere Alter aufbewahrt zu werden, die jetztüberallsogar einen Theil des Kinderunterrichts ausmachen. Sollte dies also in Ansehung der politischen Oeko- nomie ganz unmöglich seyn?— Mehrere VI meiner Zuhörer haben mich versichert, dals sie mein Buch ohne Schwierigkeit verstän- den und durch Lesung desselben in den Stand gesetzt würden, größere und tießsin- nigere Werke, wie die eines Smith, Ka- nard, Stewart u. s. w. zu verstehen. Ich habe keinen Grund, Milfstraun in ihre Ver- sicherungen zu setzen. Ist es mir aber ge- lungen, so zu schreiben, dafs ich leicht ver- standen werden kann; so habe ich den gröls- ten Theil meines Zweckes erreicht. Deut- lichkeit war bey dem ganzen Geschäfte mein vorzüglichstes Bestreben, und gerade diejenigen Stellen meines Buchs, wo Vortrag und System am einfachsten und leichtesten zu seyn schienen, sind es vielleicht, welche mir die meiste Mühe verursacht haben. Was die von mir aufgestellten Grund- sätze betrifft; so bin ich hierin vorzüglich den Werken eines Smith, Stewart, Büsch, Say, Kanard, Lüder u, s. w. gefolgt. Man wird indefs leicht bemerken, dafs ich nicht blofs mechanisch ausgeschrieben, sondern geprült, verglichen, gewählt und mit einem Werte mich wenigstens bemüht habe, selbst re m a d d ne zu denken. Einige Materien, wiez.B. die vom Wesen des Kapitals, vom Zinse, vom >Papiergelde, von dem, Weaarenpreise schmeichle ich mir, mit mehr Klarheit und Bestimmtheit abgehandelt zu haben, wie man dies bey vielen meiner Vorgänger fin- det. In Anselung anderer habe ich neue Behauptungen gewagt, Dies ist z. B. der Fall mit der Lehre von der Handelsbilaı.z. Hierin bin ich, um die Folgen unbeküm- mert, meiner Ueberzeugung gefolgt; aber ich habe wenigstens das Meinige gethan, das, was ich behauptete, auch zu beweisen. Autoritäten gelten nicht, wo es auf Grün- de ankommt. Ueberdies’ soll es mir nicht schwer fallen, in den oben angeführten be- rühmten Werken diejenigen Stellen aufzu- finden, welche mich unmerklich auf meine neuscheinenden Mei nungen führten. Es bedarf wohl für den Leser keiner Bemerkung, dals mein Werk mit vorzügli- cher Hinsicht auf Rufsland geschrieben ist; letzieres theils darum, weil ich mich wäh- rend einer Reihe von Jahren ununterbro- chen daselbst aufhielt; theils darum, weil X jenes Werk den Unterricht junger Russen zunächst zum Zwecke hat. Ueberall habe ich mit bescheidner Freimüthigkeit gespro- chen. Ich habe die Sprache geführt, die einem nationalisirten Russen anstcht, der sich unter dem Schutze des besten Kaisers befindet.— Als Fremdling kam ich hier- her. Jetzt bin ich förmlich adoptirt und durch unzertrennliche Bande an mein neues Vaterland gebunden. Ich mufs mit meinen Mitbürgern alle Unannehmlichkeiten und Annehmlichkeiten desselben theilen. Für erstere bin ich keinesweges blind. Auch befremden mich solchenicht, da ich weils, dals kein Land davon’frey ist. Aber lieber verweile ich bey der Betrachtung der letzte» ren, und ich fühle mich von Enthusiasmus durchdrungen, wenn ich die Fülle von Reichthum und Macht in Gedanken über- rechne, auf welche sich den kommenden ‘Generationen inRulsland die Aussicht eröfl- net. Wie gern gebe ich in dieser Hinsicht der Schilderung meinen Beifall, welche ein wegen der Eigenschaften seines Kopfes und Herzens gleich schätzenswerther Schriftstel- Al ler von seinem Vaterlande macht*).— ist Rufs- „Bis jetzt— so sind seine\Vorte „land sowohl im politischen als moralischen „Sinne noch immer im Steigen, und man „kann sagen, dals uns Europa von Jahr zu „Jahre mehr schätzt. Und doch sind wir „kaum in der Mitte unserer ruhmvollen Lauf- „bahn. Der Beobachter bemerkt überall „neue Keime und Sprölslinge. Er sieht „viele Früchte, aber noch mehr Blüthen. „Rufslands Symbol ist ein kraftvoller Jüng- „ling, dessen Herz voll Saft und Leben die „Thätigkeit liebt und seine Devise ist: Mü- M „he und Hoffnung.” Gewils ein trefiliches sehr passendes Bild! Von anderen europäi- schen Staaten möchte man dagegen behaup- ten, dals sie zum Mannes-oder Greisesalter selangtsind. Auch Puulsland wird dereinst SIHFEFITETE si ES *) Herr von Karamsin, dem Auslande durch seine schätz« baren Werke bekannt, die jetzt fast alle in die kul« are an).. tivirtesten Sprachen von Europa übersetzt sind. Die non) a Stelle, wovon hier die Rede ist, findet sich in dem Journale, welches Herr v. K, vormals unter dem Tis iel Westnik Jewropü(der Verkündiger Euros pens) herausgab, Die Uebersetzung ist aus dem zweiten Stücke von meines Freundes, Herrn Hofrath Richters beliebten Russischen Miscellem, Bi e: 2% A 24 di IE en Pr ia: ne en Te run KU diesen Punkt erreichen. Auch jene Staaten befanden sich vor Jahrhunderten im glück- "lichen Zustande des jugendlichen Wachs- thums, im Vollgenusse ihres physischen Wohlseyns, da man mehr Blüthen als Früch- te zählte. Aber damals war die Industrie noch nicht geweckt, und die Aufkärung hatte noch nicht ihr wohlthätiges Licht ver- breitet. Immer also war der Zustand jenes Zeitalters nicht mit dem heutigen Zustande von Rufsland zu vergleichen, eben so we- nig, als man den jungen Wilden ohne fei- nen Sinn und Gefühl dem civilisirten Jüng- ‚linge gleichstellen kann, ‚den seine Jugend-. kraft, seine Gesundheit, seine Bildung und sein Reichthum ein Recht auf die feinsten Lebensgenüsse geben. Gegenwärtig giebt es nur einen eINZI- gen Staat, den ich in Rücksicht der eben bemerkten Züge mit dem ungeheuren Rei- che des Nordens zu vergleichen wage. Es ist dies der Freistaat von Nordamerika. Zwi- schen beiden Ländern findet in der That eine auflallende Aehnlichkeit Statt,_ Die Ausdehnung des Gebiets, die geringe Volks- ment Zusta Hand hen| thun Laul Gege leic stelle gen, den That noch. | Itisc Ai sell Ye aaten lück- ichs- chen üch- ıstrie rung ver- enes ınde we- fei- ing- nd- und sten nzI- ben hei- xl menge, die Fruchtbarkeit des Bodens, der Zustand des Ackerbaus, der Gewerbe, des Handels, welcher letztere fast blofs mit ro- hen Produkten getrieben wird, der Reich- thum an Erzeugnissen der Natur, der Ueber- flufs an inneren Hülfsquellen aller Art, die Leichtigkeit des Erwerbs, endlich die üp- pige Lebensart der Einwohner,— alles dies trifft man in dem einen Staate fast wie in dem anderen. Noch sehr oft werde ich im Laufe meiner Untersuchungen auf diesen Gegenstand zurückkommen, und wenn gleich die Grundsätze, die ich darüber auf- stelle, Vielen neu und paradox scheinen mö- gen, so sind sie doch nicht weniger wahr; denn jene Grundsätze gründen sich auf Thatsachen*). Die Aehnlichkeit würde noch ausfallender seyn, wenn nicht die p o- litische Verfassung beider Länder so sehr von einander abwiche. In Nordame- *) So fand ich noch neulich irgendwo in der Litera- turzeitung die Bemerkung, dafs Philadelphia nur 70,000 Einwohner zähle, welche aber so viel verzehrten als 150,000 Einwohner einer europäischen Stadt— dafs ausländische Waaren im gröfsten Ueber- flusse dort vorhanden wären u, s, w, Ich glaubte den Erzähler von Moskwa, Petersburg, Riga, Astra» chan reden zu hören, 30 grols war die Aehnlich- FR } == EEE 2 Er RETTET TER ER RERER: XIV rika ist der Landmann frey, in Rufsland leibeigen. Allerdings sind die Folgen dieses Umstandes für letzteres Reich von grölster Wichtigkeit. Die Leibeigenschaft legt denKräften der grolsen Nation Fes- seln an und hindert sie, von allen den Vor- theilen Gebrauch zu machen, welche die milde Natur ihr in so reichem Maaßse er- theilt hat. Denken wir uns aber die Leib- eigenschaft hinweg; so würde Rußland in keiner Hinsicht weiter gegen den glück- lichen Freistaat zurück stehen, und in vielen Rücksichten denselben noch übertreffen”). keit! Moskwa zählt 500,000 Einwobner, Lon- don 900,000; ‚allein gewils verzehrt darum letztere Stadt nicht dreimal so viel als jene. Vielleicht nur das Doppelte, ungeachtet sie eine dreifache Volkszahl enthält, Ganz natürlich! Deun sehr viele von den Einwohnern Londons sind auf das Nothwendige eingeschränkt, indefs sie in Mos kwa schon über einen Ueberflufs zu disponiren haben, den sie entweder als Veberflufs verzehren, oder gegen anderen Ueberflufs in ausländischen Waaren vertauschen können. Warum dies aber in den Russischen und Nordamerikanischen Städten der Fall seyn muls, inde[s es in denen des übrigen Europas nicht der Fall ist; dies wird aus den nach- folgenden Untersuchungen klar werden. *) So hat Rufsland einen unerschöpflichen Metallreich- tihum, den meines Wissens der Nordamerikanrische Freistaat nicht besitzt. u sland olsen von chaft ı Fes- etziere elleicht eifache n seht uf das ‚'Mos« oniren hren, ischen es aber Städten übrigen (\ yach- 1 ‚lreicht» anisch® BE ER xV "Wenn ich übrigens so glücklich gewe- sen bin, durch das irachfolgende kleine Werk etwas.nicht ganz Ueberflüssiges und Alltägliches zu liefern; so verdanke ich dies theils dem Unterrichte, welchen ich von meinem Vater und meinen andern akade- mischen Lehrern zu Göttingen in den poli- tischen Wissenschaften erhielt, theils ei- nem Zusammentrelfen mehrerer glücklicher Vorfälle. Sehr früh wurde das Studium der politischen Wissenschaften mein liebstes Geschäft. Gegenstände dieses Faches mach- ten das tägliche Gespräch zwischen meinem, Vater und mir aus. Jeder meiner Zweifek und Irrthümer ward mit Nachsicht berich- tigt.— Vorzüglichen Nutzen leistete mir / auch Beckmanns Unterricht in der Oekono- mie und Technologie. ‚In Beziehung auf letztere pflegte ich oft, kleine Reisen in die vorzüglichsten Manufakturstädte Deutsch- lands anzustellen. So vorbereitet verliels ich im zweiundzwanzigsten Jahre mein Va- terland. Eine grofse neue Welt öffnete sich meinen Blicken. Ich hielt mich mehrere Jahre im eigentlichen-Rulslande, in Livland \ \ xVvI und Kurland auf.“ Bald war ich in der Hauptstadt, bald in einer Handelsstadt, bald auf dem platten Lande. Mein Um- gang schränkte sich nicht bloßs auf einen einzigen Stand‘, und am wenigsten auf:.den des eigentlichen Gelehrten ein.‘Ich war bemüht, diesen Vortheil zu benutzen, um das Interesse eines jeden Standes zu erlor- schen. So lernte ich mehrere Gesellschaften, die sich auf verschiedenen Stufen des ge- selligen Zustandes befinden, gründlich und genau kennen, und hatte Gelegenheit, den Menschen in jeder seiner Beziehungen auf den Staat zu studiren. Natürlich mulste dies meineBegrifle über manche Gegenstän- de mehr aufhellen, als es mir beim gründ- lichsten Studium und ausdauerndstem Flei- [se auf der Studierstube möglich gewesen wäre. Schlözer. Moskwa, im Mai 1804. Staats- . TE ee nun nn ne erheben mu ma m een A Ten in der- Sstadt, | Um- einen ul-den: h war n, um erlor- alten Staatswirthschaft 3 gR- 1 und oder den )° D} Lehre von dem Nationalreichthume. 1 au ulste YStale 'ründ- Eaı- esen | 115” A. Ein Ferne ie Frame nee ka be stimmen uns, einen ursprünglichen Zustand der Menschen anzunehmen, der von dem- jenigen, in welchem wir uns gegenwärtig befinden, gänzlich verschieden ist, Wir leben in einer Gesellschaft, dieein einziges grolses Ganzes ausmacht; ioder, was das- selbe ist, wir bilden einen Staat. Wir sind einem Regenten, wir sind gewis- sen Gesetzen, öffentlichen Beamten u. s. w. unterworfen. Ein Jeder von uns be- sitzt ein Eigenthum. Wir bezahlen un- serm Herrscher Abgaben, und werden durch seinen mächtigen und wohlthätigen Schutz gegen Beleidigungen jeder Art geschützt. Alles dies sind Einrichtungen, die der menschliche Verstand erdacht hat, A. 2 A von denen noch gegenwärtig manches rohe Volk sehr wenig weils, und die unsern er- sten Urvätern gewils völlig unbekannt waren. ” Traditionen, die sich von dem früheren Zustande des/| Menschengeschlechts bey Griechen und Hebräern er- halten haben. Beispiele von noch gegenwärtig sehr uncivilisirtren Völkern der Erde, wie der Bewohner der Gegenden von Botanybay, von Neuseeland u.$S. W:> Umusnd. In dem ersten rohen Urzustande der des Men- schen. Menschheit waren die Handlungen des Ein- zelnen noch keinen vernünftigen Re- geln(moralischen Gesetzen) unterworfen. Ein Jeder folgte, nach dem Beispiele ver- nunftloser Thiere, blofs den Trieben, wel- che die Natur ihm eingepflanzt hatte. Die Bedürfnisse, deren Befriedigung letztere von ihm erheischten, waren sehr einfach. Es gab noch kein Eigenthum, denn wie wäre auch der, der eins erworben zu haben glaubte, im Stande gewesen, solches zu| schützen. Bey entstehenden Streitigkei- ten entschied kein Recht und kein Rich- i ter, sondern die Gewalt des Stär-| keren. %— TE En nn en ann Lumen ne ZZ rn TE Te RERTSTITERE 2 7 nn ini Aue m u TE 5 s rohe S: 3 IN er- Im Laufe der Jahrhunderte veränderte Eiste Schit- E i 2 te zur Civi- ekannt sich dieser Urzustand des Menschen. Das I!isalion. - göttliche Geschenk, welches letzterem die Vorsehung gab, die Vernunft entwickel- As a te sich. Es wurden die ersten, wichtigsten JTaen EI- a Erfindungen gemacht und der Grund zum o swohner ‚sesellisen Leben gelegt. iseeland Beispiele der ältesten Erfindungen; wie der Sprache, des Feuers u. 8, w. Begünstigung derselben durch äufsere Umstände und durch Zufälle, le der 2 . 8. vB s Ein- Die erste und älteste Gesellschaft, Erte Seel ı, Re- ö schaften. orlen welche wir der Natur des Menschen zufolge een: annehmen müssen, ist die zwischen Mut- rd: ter und Kind. Sie muls auch da Statt ? fs s N Dir finden, wo es noch keine andere Gesell- re von schaften giebt, denn theils ist sie dem Na- Es turtriebe der Mutter gemäls, theils ist ohne 1. R sie die Aufziehung eines Kindes anmöglich. ı WIE° E h haben Ihr folgte die dauernde Verbindung zwi- Hes il schen Ehegatten und Gattin, und so ICH y ker entstand diejenige Gesellschaft, welche wir ıugK„ ei RN x. 3) Rich Familiengesellschaft nennen. Die Fa- ich Stär milie vergrößserte sich. Söhne, Enkel und ir blieben immer noch in gegenseiti- u EEE TEE EEE EEE ZELTEN EEE re m 6 ger Verbindung und so bildete sich ein Stamm, Beispiel der ältesten Stämme der Griechen und He- bräer, ingleichen neuerer Völker, die noch auf einem niederen Grade der Kultur stehen, und deren gan- ze gesellschaftliche Verbindung sich oft nur auf die Verbindung der Glieder eines Stammes gründet. , E| 95 Güterbesitz. Vorher hatte der Mensch für seinePer- son allein zu sorgen gehabt. Er war daher auch nur auf die Gegenwart bedacht gewe- sen. Der nächste Baum, der nächste Wald hatte ihm die Mittel geliefert, sich zu er- halten. Als Gatte und Vater übernahm er die Sorge für andere Geschöpfe, die seiner Hülfe bedurften. Seitdem ward der Wunsch in ihm rege, sich einen gröfseren Vorrath von Gütern zu verschaffen, als das Bedürfnils des gegenwärtigen Augenblicks erheischte, Mit einem Worte, er fing an, fi auf die Erwerbung eines Figenthuins be- dacht zu seyn. Jetzt fühlte er indefs die Unzulänglich- keit seiner Kräfte lebhafter als je. Gelang es ihm wirklich, sich in den Besitz von ei- nem Vorräthe von Gütern zu setzen, so ver- wickelte ihn eben dieser Besitz in tausend ”. r a En.\ he te nn nr nn nn nn neh ne. mie ie See er DS mie uw— ‚ein Streitigkeiten und stellte ilın tausend Ge- fahren bloß. In jedem seiner Nebenmen- schen, mit welchen er sonst friedlich in Me den Wäldern gejagt hatte, erblickte er jetzt | Ri seinen bittersten Feind, der sich jede Gele- uf die genheit zu Nutze machte, ihm sein mühsam Er erworbenes Gut wieder zu rauben. Oft war er nichtim Stande, dies gegen die Au- fälle des Stärkeren zu schützen, fund öfter Per- noch ward er selbst von jenen immer er- aher neuerten Anfällen ein Opfer. eWe- Vald Ei ı er- ner Eine Menge von Familienvätern befan- Bürgerliche die den sich in dieser Lage. Jeder von Ihnen asanum. der hatte ein Gut zu verlieren, und jedem Jeuch-| ern| tete es ein, dafs das blofse Recht zu be- u sitzen nichts bedeute, so lange es noch icks Stärkere gäbe, um einem solchen Rechte an, zu trotzen.— Das gleiche Interesse brach- be- te bald eine nähere Verbindung hervor. Man war darauf bedacht, die Stärke mit lich- dem Rechte zu’ vereinigen. So. bildete lang sich die erste, einfachste bürgerliche ek Gesellschaft, die durch einen Vertrag kyars(Bürgervertrag) geschlossen ward, und de- ren Zweck in dem gegenseitig zugesicher- 5 ten Schutze der Personen und des Ei-! genthums bestand. 4.7: rag In derbürgerlichen Gesellschaft\ Sa enrie ‚also der gemeinschaftliche' Zweck:\ allgemeineSicherheit bestimmt; aber| über die einzelnen Mittel, jenen Zweck zu| erreichen,‘ward noch nichts verordnet.| Natürlich mußste in Ausehung dieser letzte-| ren sehr oft Zwist entstehen und ein sol-| cher Zwist oft die Auflösung der ganzen Gesellschaft nach sich ziehen. Bald sahe man die Nothwendigkeit ein, eine sichere, bestimmte Maalsregel wegen Auswahl der | | Mitte] zu trefien. Man wählte daher eine oder mehrere Personen aus und übertrug| ihnen die Vollmacht, in Ansehung der| Mittel zu entscheiden."Oder es wur-| de der Vertrag geschlossen, dals jederzeit in streitigen Fällen der Beschlufs der Mehr-| heit gelten solle.| Se\ Begriff des Auf diese Weise ward der Wille eines| Herischers. Theils der Gesellschaft dem Willen des an- dern unterworfen. Es entstand ein Herr- scher, es entstanden Unterthanen. Je- Bi ui A: AR© nn u ss ee es Te Te fu Pr} de ch ne Ze a= 7 EEE I Ei- ner übte das Recht aus, seinen Unterthanen Gesetze zu geben und sie zur Vollzie- hung der Gesetze zu zwingen; oder, was dasselbe besagt: er ward Inhaber der alt gesetzgebenden und vollziehenden ack: Gewalt. Der Vertrag aber, durch welchen ıber man diese neuen Einrichtungen heiligte, kzu unterschied sich wesentlich von dem erste- 1et, ren, auf dem die ursprüngliche Vereini- te- gung der Gesellschaft beruhte. Jener war sol- nur ein Vereinigungs-, dieser ein Un- zen terwerfungsvertrag.| ahe 8, 9 der Von dem Augenblicke des Unterwer- en ine fungsvertrages an, ward die bürgerliche Ealighenr- rug Gesellschaft in einen Staat verwandelt. ae a der Zwar ändertetman nichts in Ansehung des nur Zweckes selbst; allein in Ansehung der 7ER? Auswahl der Mittel fand eine neue Ord- hr- nung\der DingeStatt, und dasBand, welches die Gesellschaft zusammenbielt, ward viel enger zusammengezogen., ‚nes 329 = Lange Zeit hindurch mochte derZweck er ap der Gesellschaft: gemeinschaftlicheSi- jer cherheit auch wohl unverändert derselbe Staatsge- Ichrsanıkeit. Zen A une en een nn ne rin 10 bleiben. Bey fortschreitender Kultur aber sahen Herrscher und Unterthanen ein, dals die heilige Herrschergewalt nicht blols zur Erreichung jenes einfachen Zwecks hin- reiche; sondern auch noch zu einem an- dern Zwecke, nämlich zu gemeinschaft- lichem Wohlstande und Glückse- ligkeit führen könne.— Späterhin fing man an, die Staatsverbindung), das Ver- hältnils zwischen Herrscher und Untertha- nen u.s. w. zum Gegenstande wissenschalft- licher Untersuchungen zu machen. ST. So bildete sich allmählig die grofse, fürs Menschengeschlecht höchst, wichtige Wissenschaft aus, die wir Staatsgel ehr- samkeit, oder Politik nennen. Diese macht den Menschen in der Verbindung des Staats zum Gegenstande ihrer Be- trachtungen. Sie untersucht das Wesen des letzteren, bestimmt die Theile, aus welchen er besteht, und giebt die mannich- faltigen Mittel an, welche erfordert werden, um seine vorzüglichsten Zwecke: Sicher- heit, Wohlstand und Glückselig- keit des Ganzen zu erreichen. << der II Als Hülfswissenschaft der Poli- tik dient die Metapolitik*). Letztere betrachtet den Menschen aufser seiner Verbindung als Bürger und untersucht einem solchen Zustande der Dinge gemäls die mannichfaltigen Beziehungen der Men- schen unter sich*"), so wie manche ihrer Beziehungen gegen die äulsere Natur. *) Die Metapolitik verhält sich zu Politik wieMe- taphysik zu Physik und führt darum auch den ihr sehr passend beigelegten Namen. Sie überschrei- tet die Gränzen der Politik, um sich mit Gegenstän- den zu beschäftigen, die nicht mehr für die Politik gehören ‚ aber als Hülfsstudium nicht wohl von der- selben entbehrt werden können. Man möchte von ihr sagen, dafs sie in das heilige Dunkel zu dringen, sucht, welches für die Politik mit einem Schleier be- deckt ist. -*%) In diesem Sinne macht auch das Naturrecht einen Theil der Metapolitik aus. Oder will man solches zu einer eignen Wissenschaft absondern, so gehö» ren wenigstens seine ersten Gründe in die Me. tapolitik. Schicklicher ist wohl auf alle Fälle der Ausdruck: metapolitische Anfangsgründe der Rechtslehre, als metaphysische A. d. R.L. Welch ein ungeheurer Sprung von der ur- sprünglichen beschränkten Bedeutung des Worte Metaphysik bis zu der, in welcher es die neueren Philosophen nehmen! Ein vorzüglicher Theil der Politik ist derjenige, welcher sich mit der Lehre vom ara Bes:ifl der politischen Vekonomie. I? | Wohlstande einer Nation odervon ) den Nationalreichthümern beschäf- i tigt. Wird alles, was zu dieser Lehre ge- | hört, von der übrigen Politik abgesondert ai R und in.eine eigne Wissenschaft geordnet; il so macht alsdann diese die politische |"Oekonomie oder Staatswirthschaft aus. S. 19, Merapolii- Auch die politische Oekonomie hat als &».0. Einleitung einenmetapolitischenTheil. Dieser beschäftigt sich mit Entwickelung des Begriffs von Gütern, mit der Art und Weise ihrer Entstehung, Vermehrung, Anwendung u. s. w., so wie alles dies ohne Einfluls der völlig orga- nisirten Gesellschaft, oder einer gesetz- gebenden Gewalt gedacht werden kann. 8. 14. Eigentlich Die eigentliche politischeOeko-| | Theil der nomıe dagegen erklärt die mannich- "a faltigen Mittel, welche der höch- sten Gewalt zu Gebote stehn, um denReichthum einer Nation zu ver- mehren und den möglichst gröfs- ten Vorthbeil aus dieser Vermeh- BE sh.un Pr|> & be N I il“ 5 N) N iR ı ar\ TREE TE 7 a ee e 3 rung selbst zu ziehen; oder es ist sol- ches die Lehre von den National: reichthümern, wenn letztere in Rück- sicht ihrer Entstehung, Vermehrung und Anwendung unter dem Finflusse des Gesetzgebers gedacht werden. 1. Metapolitischer Theil der Staatswirthschaft. Begriff und Entstehung von Gütern. S. 15. 3 Besriff von(Hüter tennt man im weitläuftigsten "= Sinne des Worts alle diejenigen Dinge, über welche der Mensch ein Eigen- thum auszuüben fähig 15T"). Im’en- geren Wortverstande versteht man darun- ter blols solche Dinge, die wirklich schon ans Eigenthum eines Men- schen übergegangen sind“); *) Luft und Licht können z, B. niemals Güter ge- nannt werden, wohl aber schon Wasser, Erde uU. 8, W, ”) Im engeren Wortverstande wäre also z. B. Wasser nur aledann ein Gut zu nennen, wenn der Mensch ein Eigenthum über dasselbe ausübt. In diesem Sin- ne kann ein Fluls, über welchen ein ganzes Volk, ein See, oder Teich, über welchen ein Privatmann ein Eigenthum ausübt, ein Gut genannt werden. / a A S.:..16, Güter der ersten Art bringt nicht sel- Qrete«u ten die Natur ohne alles Hinzuthun des Menschen hervor. Güter der zweiten Art aber werden nur alsdann erst,eigentli- er che Güter, wenn der Mensch mit den Kräf- ten der Natur seine eignen Kräfte verbin- det. Jene sind daher oft blolse Naturgü- ter,(Naturprodukte) diese zum Theil im- mer schon Güter(Produkie) der Kunst e und des Fleilses. Es bedarf wohl keiner Bemerkung, dafs hier nicht von dem»Sinne die Rede ist, in welchem man die Benen- nungen: Naturprodukte, Kunstprodukte, im gemeinen Leben zu nehmen pflegt, $. 17. N 5;‘ ö; Eigentliche Güter bilden sich un-:. Arcı. ie 5 e ter den Händen des Menschen nur durch n-.= denAufwandseinerphysischen und n-... moralischen Kräfte, oder, was das- n selbe ist, durch Arbeit. Mag man sich den Menschen als Jäger, als Fischer,.als 4 Hirten, als Ackermann, als Künstler den- ken; so ist es immer Arbeit, welche ihn 2 in den Stand setzt, über Güter zu gebieten. de Denn z, B. ein Stück Wild ist nur dann im strengen ser Wortverstande ein Gut, wenn es der Jäger: erlegt sch hat, nicht schon alsdann‘, wenn es noch frey in den iD“ Wäldern umherläuft,— Ein Teich wird nur als- Ik, dann ein Gut, wenn ihn der Fleils eines Menscheu an ausgegraben, wenigstens umzäunt hatu.s. w En ı6 8 1 etz Unterschied Die Arbeit aber verschafft demMen- Ei zwischen der+ TREE 2 pila „Arie de schen nicht blols diejenigen Güter, deren der ds Er unmittelbar zur Befriedigung seiner Be- IR Thies. dürfnisse bedarf; sondern auch solche, die| ihm nicht unumgänglich nothwendig sind, und dieer entweder verz ehren, oder als Vorrath zu einem künftigen Be- dürfnisse aufsparen kann. Und gel rade hierin unterscheidet sich die Arbeit Wid des Menschen von der des Thiers. Letzte: elleg res kann nicht anders, als zur Befriedigung,| kinst seines Instinkts seineKräfte anwenden; der scher Mensch aber auch zur Verbesserung seines sten Zustandes und zur Herbeischaffung über- Arbei flüssiger Genüsse, dere| > ummı S-“es Warm 2. Kapital, Ein auf diese Art gesammelter Vorrath 1 Wei von Gütern, oder das Produkt einer über- dritt flüssigen Arbeit, kann ferner, wenn es| dazu, nicht zum gegenwärtigen,‘oder zukünfüi-.| liche gen unmittelbaren Verbrauche bestimmt ist, 1 Achte noch als Hülfsmittel dienen, um andere I geny nutzbare Güter auf eine leichtere Weise, aufn als aufserdem möglich gewesen wäre, her- sen, vorzubringen, oder solchen einen Ohne] höheren Grad von. Vollkommen- cıyılis heit zu geben, oder sie aus einer Mühe Hand. ın die andere. zu bringen. a °C Hat der Vorrath von Gütern eine dieser. letzte- 17, letzteren Bestimmungen; so nerint man ihn einen Nutzungsvorrath oder ein Ka- pital”), ”) Man mufs sich hüten, beim Begriffe von Kapital blofs dem gemeinen Sprachgebrauche zu folgen, und nicht etyya blols dabey an einen Vorrath von Gelde oder anein Geldkapital denken. $. 20. So ist die einfache Waffe, deren der Wilde sich bedient, um ein Stück Wild zu erlegen, ein Kapital, eben so wie der künstliche Webestuhl des kultivirten Men- schen. Das Eine wie das Andere ist er- stens: das Produkt einer überfl üssigen Arbeit; zweitens: das Eine wie das An- dere könnte nach Befinden des Besitzers unmittelbar verbraucht(z. B. zur Er- wärmung verbrannt) oder aufandere Weise angewandt werden. Endlich drittens: dasEine, wie das Andere dient dazu, die zur Hervorbringung eines ei gent- >» Weitere Er- läuterung des Besıiffs von Kapital, \ lichen Guts erforderliche Arbeit zu er-. leichtern. Ohne Hiilfe von Pfeil und Bo- gen würde der Wilde eben so viel Tage auf Erlegung eines Hirsches verwenden müs- sen, als es ihm jetzt Stunden kostet; und ohneBeihülfe des Webestuhls würde der eiyilisirte Mensch mit ungleich gröfserer Mühe ein Gewebe zu Stande bringen, Noch gehört hierher das Beispiel von gezähmtem Vieh, welches man zur Bjestellung eines Ackers, ee zur Milchnutzung aufbewahrt, statt es abzu«- schlachten— das Beispiel vom Getraide, wel- ches man nicht aufzehrt, sondern aussäet usw Sr Fortsetzung. Ueberhaupt lälst sich kein Vorrath von Produkten denken, der nicht auf die eine oder die andere Weise gebraucht werden könnte, um sich bey Hervorbringung ande- rer Güter Arbeit zu ersparen; oder sie vollkommner zu machen.| Oder: es läfst sich kein Vorrath von Gütern denken, der nicht auf die eine oder die andere Weise ein Kapital($. ı9.) werden könnte. ‘So kann z. B. ein Haus, welches gleichfalls als ein Vorrath von Gütern, oder als ein Produkt angehäufter Arbeit betrachtet werden muls, wenn es bisher blols bewohnt wuıde und also zum Verbrauche bestimmt war, von seinem Besitzer in Zukunft angewandt werden, um zu einem zu dienen. In diesem Falle wird es alsdann nützliche Güter hervorbringen hel- fen und nicht mehr als ein blolser Verbrauchs- vorrath, sondern als ein Nutzungsvorrathb (Kapital) betrachtet werden müssen, So Rapitalauf- DieAnwendung eines Kapitals aber, wand ein a} x} 9.) 8. 27. So wie sich beinahe kein Vorrath von Kapitaläuf. en Gütern denken lälst, der nicht auf die eine nn in oder die andere Weise von Menschen zum ER also Kapitale gemacht werden könnte;($. 21.) vorbiingen. ur so lälst sich hinwiederum auch beinahe kein"” al Gut denken, das nicht unter den hervor- ı hel- bringenden Kräften, welche zu seiner af Erzeugung erfordert wurden, außer der Ar- beit einen grölseren oder kleineren Antheil Kapitalaufwand enthielte. Dies gilt r von den einfachsten Gütern des Wil- ber, den, wie von den üppigen Güterndes gen eivilisirten Menschen.: Wie wenig fand würden wir mit Hülfe unserer blofsen Hände den ausrichten können, wenn wir uns nicht der mit Beihülfe ‚von Werkzeugen(d.i. von ei- anf nem Kapitale) bedienen könuten. Ba EEE an. 20 Der Wilde, der sich einen Pfeil zuspitzt, braucht hier- zu nicht blofs seine Hände, sondern auch ein Mes-| ser, d.i.ein Kapital, welches durch schon an-| gehäufte Arbeit erzeugt wurde, Der kultivirte| Mensch, welcher sich eine Flinte verfertigt, braucht| hierzu kostbare und sehr zusammengesetzte| Maschinen, also ebenfalls ein Kapital. Wesent- lich sind die®e künstlichen Maschinen nicht vom steinernen Messer des Wilden, oder von der am Meeresstrande mit Mühe(Arbeit) aufgesuch- ienund geschärften Muschelschale verschieden; denn das Mehr oder Weniger begründet keinen wesentlichen Unterschied.| S: 2.4. Bintheilung Man theilt die Kapitale in Rücksicht era Ihress Miesens ein in persönliche oder Kunstkapitale, und in Realkapitale||| oder eigentliche Güterkapitale. Unter einem persönlichen oder Kunstkapi- tale, versteht man eine Anhäufung über- flüssiger Arbeit, welche zum Zwecke hat,| einer gewissen Person eine Fertigkeit zu verschalien, welche nun gleichsam die Stel- le des verbrauchten Güterkapitals vertritt. Unter Realkapital versteht man einen jeden andern Vorrath von Gütern, die da- zu bestimmt sind, als Kapital genutzt zu werden. Man her charge üben: unter| von den mancherley Realkapitalien ennlzch noch tig besonders das Grundkapital, welches 1... VOR einen Vorrath von Produkten überilüssiger her Arbeit bezeichnet, der auf Grund und Bo- ner den in der hacker verwandt worden ist, um die letzteren zur Hervorbringing nützlicher Gü- ent: ter ges ehr zu machen. Ark De a ra u er ee„ a une En nennen nn— nr" DE it hier- Ein persönliches Kapital findet in gröfserem oder Mes- geringerem Maalse Statt beim Gelehrten, beim In an- ı Künstler, beim Handwerker u! s. w., mit ei- Itiyirte nem Worte bey allen denjenigen Personen, welche raucht ein Gewerbe treiben, welches der Mensch nicht von etzte Natur versteht, sondern erst erlernen mulßs, Die- sent i ses Erlernen ist nicht anders möglich, als wenn vo£ sich im Besitze der lernenden Person bereits ein Vor- yn der rath von Gütern befindet, welcher hinreichend ist, tuch. dieselbe während der Lehrjahre zu unterhalten, An ieden; die Stelle des verzehrten Kapitals tritt alsdann Be die erworbene Fertigkeit. Der Mensch, welcher eine Kunst erlernt, ist bey diesem ganzen Vorgange gleichsam wie ein rohes Mauerial zu hetrach» ten, welches in Verbindung mit dem darauf verwand- sehe ten Kapitale oder der erworbenen Kunstfertig- keit, die Fähigkeit erhält, nützliche Güter hervor- der zubringen. Gerade so kann das rohe Material, aus ale: welchem der Webestubl besteht(Eisen, Holz u. s. w.) nicht gebraucht werden, um ein Gewebe zu verfer- nter tigen, ehe es nicht durch einen Aufwand von an- pI- derer Kunst und anderen Gütern in die Gestalt ee eines Webestuhls gebracht worden ist. Unter einem Grundkapitale versteht man die zur hat, Bewirthschaftung eines Ackers nothwendigen Gebäu- zu de mit allen hierzu gehörigen Geräthschaften. Oft \ aber versteht man darunter überhaupt ein jedes Kapi« Stel- talvon unbeweglichen Gütern, tritt, nen Se 25, Diejenige Arbeit, welche mit der, xünstiche zu Arbeit. von einer Person erworbenen, Kunstfer- nter? Ä;: h tigkeit verbunden ist, und so ein Gut her- 0C; a 5 5 a he vorbringt, welches durch die blofse Arbeit ch 5.... ö B.. hervorzubringen unmöglich gewesen wäre, iger=: Ä h nennt man künstliche Arbeit. Ihr steht ‚.D0-..?..\e\ ne die einfache, oder natürliche Arbeit Ä entgegen, mit welcher Benennung man die Arbeit eines Mannes bezeichnet, die er oh a EEE ne Zn. 32 Ä he .) ne erworbene Fertigkeit, bloßs vermittelst ie \ seines natürlichen Verstandes und , br. 3” x sm seiner gewöhnlichen Kräfte verrich-. .’ 2 | ten kann. Immer ist jedoch auolı bey der 1 künstlichen Arbeit ein Theil für nichts weiter, alsnatürliche Arbeit zu rechnen. Ein Arbeiter, welcher Holz spaltet, oder Gassen rei- nigt, verrichtet eine blo(ls natürliche Arbeit. ‚Ein Schuhmacher, welcher ein Paar Schuhe verfertigt, d. verrichtet dagegen eine künstliche Arbeit. Doch d ist ein Theil seiner Arbeit allerdings natürliche hr oder einfache Arbeit,‘Das Wechseln und die Handhabung seiner VYerkzeuge, dies alles könnte se auch ohne erworbene Fertigkeit von einem jeden D Dritten verrichtet werden, Und in der That würde auch ein gewöhnlicher Arbeiter blofs vermittelst der j 1 Anwendung seiner narürlichen Kräfte, ein Paar se schlechte Schuhe hervorbringen, Das Vorzügli- Rh che aber in der Arheit des Schuhmachers besteht in der Fertigkeit, mit der er seine\Verkzeuge ke handhabt und in der daher entstehenden Vollkom- da menheit der verfertigten Schuhe, Und dieses Vor( zügliche seiner Arbeit ist wiederum nichts anders, P als die Frucht seiner erworbenen Fähigkeit, oder sei- ß nes Kunstkapirals, t k Sr 26,| : ın Angestreng- Endlich giebt es noch eine Art von Ar-. ni te Arbeit. 5:;= ä beit, die zwar von einem jeden Menschen il verrichtet werden kann, und in sofern al- n lerdingsnatürlicheArbeit ist, abereinen aulserordentlichen Grad von An- strengung und Selbstverläugnung erfordert, Durch diese Arbeit, die wir angesirengte oder erzwungene Ar- beit nennen wollen, wird die Masse der 2 ne ER nn ee ne une EEE ne nenn Ben ittelst und Tich- ’ der ichts ınen, en rei- t, ‚Ein fertigt, Doch iche | die önnte Vor ‚ders, T sel. ER hervorbringenden Krälte, welche bey der Erzeugung einer Sache in T'hätigkeit sind($. 22.), eben so, wie durch das Hin- zutreten des Kapitalaufwandes ohne Zwei- fel vermehrt. 5. sam, Derjenige Theil eines Guts, den man Arbei- und als blofs durch natürliche, oder auch durch angestrengte Arbeit hervorge- ‚bracht betrachten kann, macht das in dem- selben enthaltene Arbeitsprodukt aus. Derjenige bingegen, der durch Beihülfe ei-- nes Kapitals hervorgebracht worden ist, es sey nun, dals dieser Kapitalaufwand auf Ersparmils von Arbeit, oder auf Vervoll- kommnung eines Guts gerichtet war, macht das Kapitalprodukt aus. Da es nun fast gar kein einirermalsen künstliches Gut giebt,($.23.) bey welchem nicht Kapi- talaufwand gebraucht worden wäre; so kaun es natürlich auch fast keines geben, in welchem nicht nach seiner Vollendung ein gröfserer oder kleinerer Antheil als Kapitalprodukt gerechnet werden mülste, Uebrigens bedarf es wohl keiner Bemerkung, dals es nach der Verschiedenheit von Arbeit und Kapi- tal auch verschiedene Arbeit- und Kapitalpro- dukte giebt, So giebt es ein Grundkapnital- produkt, einKunstkapitalprodukt, ein Ka- pitalprodukt(Realkapitalprodukt) über- haupt($. 24). Ferner lälst sich ein Produkt von Kapitalpro- dukt, Sc ‚atzung des Kapital- natürlicher($. 25.) und ein anderes vom ange- strengter Arbeit($. 26.) denken. Das Produkt von künstlicher Arbeit aber($. 25.) ist nichıs anders, als das oben erwähnte Kunstkapital. produkt, Der Kapitalaufwand, in sofern aufwandes, ET einen Theil der hervorbrin genden Kräfte ausmacht, ist grölser oder kl ei- : ner, theils nachdem die im Kapital enthal- tene Masse von Gütern srölser oder klei- ner ist, theils nachdem das Kapital selbst durch den Aufwand in län gerer oder kürzerer Zeit zerstört wird. Der letzte Umstand kann verursachen, dafs bey zweien Kapitalien, die ihrer Masse nach vollkommen gleich sind, doch in Rücksicht des Aufwandes selbst, die gröfste Verschiedenheit Statt findet, 2; In em: Mühle ist vielleicht kein grölseres Kapital enthalten als in eineranderen Fabrik; allein der Kapitalauf wand, welcher bey der Anwendung von ersterer Statt findet, ist doch weit grölser. Denn das Räder- werk einer Mühle, welches den vorzüglichsten Theil ihres Werths ausmacht, erfordert beständige Repa- ratur, und wäre ohne dieselbe jn einem Jahrzehnde vielleicht völlig zerstört, indels die Geräthschaften der andern Fabrik weit länger dauern,— Das Ka- pital, welches bey einem Posthalter in seinen Plerden steckt, ist nicht gröfser, als das, was der Trachtfuhrmann in einer gleichen Anzahl Pferde besitzt; allein der Kapitalaufwand des Posthal- ters ist dennoch weit grölser. Denn sein Kapi- tal(die Postpferde) werden in wenigen Jahren yer- dorben, indels die Pferde des Frachtfuhrin anns vielleicht einen dreifach längesen Zeitraum aus- halten, a üfe roduks$. 29. nichts ital Wirklich giebt es keinen Nutzungs-zesitt von 5. toben u. rei» vorrath von Gütern, oder kein Kapi-yen wapian. tal, das nicht durch den Gebrauch et- rim was verlöre, und so nach und nach gänzlich zerstört würde. Diese all- lern mählige Zerstörung macht sleichsam den. len Verlust des Kapitaleigenthümers aus, lei- Daher muls das Kapitalprodukt(®. 2.) 1al- ın den durch Beihülfe von Kapitalaufwand ei- erzeugten Gütern, oder, wie man es auch bst nennen könnte, der rohe Kapitalge- der winn, hinreichend seyn, erstens: jenen | Verlust am Kapitale völlig zu decken, und zweitens: noch einen grölseren oder. 8 kleineren Ueberschuls geben. Die- ich“ ser letzte Ueberschuls macht gleichsam den st,- reinen oder eigentlichen Kapitalge- ner A. R hen wınn aus. Ohne einen solchen Ueber- al schuls würde der Eigennutz nicht seine er Rechnung dabey finden, ein Kapital an- lele 2 a eil| zuhäufen, um es zu Hervorbriugung an- 2 derer Güter zu benutzen. Und in der e That giebt auch last ein jedes Kapital einen R srölseren oder kleineren Ueberschuß der EN eben beschriebenen Gattung, der :da ir Ein Wilder, der sich einen Bogen und Pfeil zur Er- pi legung von Wild verfertigt, muls durch Hülfe des- 7a selben nicht nur so viel mehr Wild erlegen können, + dafs ihm die auf die Verfertigung des Bogens ver- 5 wandte Arbeit nach und nach völlig ersetzt, und er für die allmählige Abnutzung desselben völlig ent- a Een mm al ET EB a a schädigt wird; sondern noch etwas mehr, weil er sonst keinen Grund haben würde, auf die Verferti- gung eines Geschosses langwierige. Mühe zu ver- wenden. Der Eigenthümer einer Mithle muls aus eben dem Grunde‘durch die Benutzung derselben gleichfalls mehr gewinnen können, als die jährliche Abnutzung derselben beträgt. Auf den Ersatz des jährlichen Abgangs von einem| Mm Kapitale, verbunden mit einem zu erwartenden| ir Ueberschusse über jenen Abgang, bezieht sich die Redensart des gemeinen Lebens:„DiesesKapital 5 (Maschine, Schiff, Pfand u. s. w.) hatsich insoundsoviel Zeit bezahlt gemacht.” Begriff vom Der reine Kapitalgewinn mulfs,| om"so sollteman denken, srölser oder klei- pitlgerion.ner ausfallen, je nachdem die Masse des Kapitals grölser oder kleiner ist. Dies ist aber nicht immer der Fall. Vielmehr bemerkt man, dals gleiche Ka- pitale oft einen sehr verschiedenen, und ungleiche Kapitale oft einen gleichen Kapitalgewinn geben. Betrachtet man nun diesen Kapitalgewinn nach seinem bald grölseren, bald geringeren Betrage nicht| blols ansich, sondern zugleich in Bezie-| hung auf die Masse des Kapitals, N, welches ihn hervorbringt; so nennt| ö manihn denrelativen, im ersteren Falle aber den absoluten Kapitalgewinn. tal de es Der absolute Kapitalgewinn muls in keinem Falle| Ur mit dem rohen Kapitalgewinne verwechselt wer- die: gün | den; denn bey diesem ganzen Begriffe von abso-| | weil er Verferti- ZU ver- n dem chfalls ulzung ‚einem 'tenden ich die pital sich ht.” ES En En—- a en nn ET EEE ET TE nn er Tee nn een—— 27 lutem und reiativem Kapitalgewinne ist immer nur von demjenigen Kapitalgewinne die Rede, der an sich schon als rein betrachtet werden kann, Ar, Der absolute Kapitalgewinn stehtreneung. mit dem Kapitale, welches ihn hervorbringt, in geradem; der relative aher in um- gekehrtem Verhältnisse, Folgende Formel: macht diesen Satz'deutlicher und giebt überhaupt die Regel, den relativen Gewinnst eines Kapitals zu messen; der Betrag des Kapitals sey der absolute Gewinn der relative m 2 A So ist alsdann 1 Be Sollen aber die relativen Kapitalgewinnste mehrerer Kapitale unter einander verg lichen werden; S A R BEI r so sey? das zweite Kapital== is dessen absoluter Gewinn— a der relative--=nr Alsdann wird folgendes Verhältnils Statt finden: y.\ A x a Rönszz SFT er Die Vermehrung oder Vermin- sachen, derung der Größse des relativen Kap talgewinnes istalso etwasvon derMasse en desKapitals ganzUnabhän gigesund es muls dieselbe vielmehr durch äufsere Ursachen bestimmt werden, Wir finden diese letzteren in der mehr oder minder günstigen Beschaffenheit der Ge- zelativen Ka- BE nn nn Sm un rg E a N} 28 ö 113; genstände, auf welche der Kapitalauf- I wand, um nützliche Güter hervorzubringen, gerichtet wird. Von der Beschaffenheit der genannten Gegenstände hängt es ab, wenn, wie oft geschiehet, gleiche Kapitale ei- nen ungleichen*)und ungleiche Ka- pitale einen gleichen*) Gewinn geben. *) Beispiele dieses ersten Falls, Ken i m. nn nn nn RE ner nn ne an un— nn Ein Hurone jagt in einer sehr wildreichen noch von WVenigen besuchten Gegend mit Bogen und Pfeil und erlest täglich zehn Stück Wild. Ein Anderer jagt, mit derselben Fertigkeit und mit einem gleich guten Geschols versehen, in einer anderen wildärmeren Gegend und erlegt täg- “lich nur die Häifte, Der Ackermann an den fruchtbaren Ufern der Ocka, des Dneprs, der Wolga, verschafft sich. mit nicht besserem Vieh und Ackergeräthe, al" S 5 5- 5 ß\ dasjenige ist, dessen sich der Bauer in den mind.\? fruchtbaren Gegenden Livlands bedient, verse- hen, dennoch weit bessere Aerndten als dieser. ) Beispiele des zweiten Falls. Ein Hurone in den wildreichen Gegenden des inneren Nordamerikas jagt mit Bogen und Pfeil, und für ihn ist dieses einfache Werkzeug hinlänglich, einige Stück Wild binnen Tagesfrist zu erlegen. Der Falanserk in den eldlarınen Gegenden seines Erdtheils jagt mit Hülfe einer Flinte und mit Hülfe von Pulver und Bley(welches alles zu- sammengenommen ein ungleich grölseres Kapital aus- macht, als die einfache Waffe des Wilden) und ist, dieses weit beträchtlicheren Kapitals ungeach- tet, dennoch nicht im Stande, eine grölsere Men- ge von Wild zu erlegen. Der Ackermann in der Ukraine und in den fruchtbaren Gegenden von Kurland pflügt mit einem Pferde, mit einem gröfstentheils hölzernen Pfluge, bedüngt sein Feld gar nicht und erhält dennoch das achte Korn von seiner Aussaat. EEE BE SET an 1 des feil, lich, t zu I Der englischö Bauer und der Bauer man- cher Gegenden Deutschlands pflügt mit zweien ungleich gröfseren und schöneren Pferden, mit einem zum Theil eisernen P}luge und bedüngt sein Feld reichlich, Aber ungeachtet dieses ungleich gröfserenKapitalaufwandesmuls i er froh seyn, wenn es ihm gelingt, es wie der Ukrai- ner und Kurländer bis zum achten Korne zu briügen. S. 33: So erklärt sich das Phänomen, warum Folgen, die eine angehende Gesellschaft aus ihren Eee nn wenigen Kapitalien einen so beträchtli-:" wede. chen Nutzen zieht. Eine solche wählt nur die fruchtbarstenAecker, die wald- und wildreichsten Gegenden, die fettesten Triften, die fischreich- sten Flüsse, um sie zuGegenständen vonKapitalaufwand zu machen. Ueber- dies ist es eine bekannte Sache, dafs man- cher zum erstenmale aufgerissene Acker zehn- bis zwanzigfältige Frucht giebt. In den inneren Provinzen des nordamerikanischen Frei- staats, in Taurien ist eine Hütte, ein Pflug und eine kleine Heerde; mit einem WVorte ein Ka- pital, was in anderen Gegenden von. äulserst gerin- ger Bedeutung seyn würde, hinreichend, eine ganze Familie zu versorgen. 8:34. Daher ferner die unbeträchtlichenreonewung. Kapitalgewinne in einer schon zahlrei- cheren und aufeinem höheren Grade von Vollkommenheit stehenden Ge- EARBRNAÄNn- 59 sellschaft. Je häu firer nämlich einer- seits die Kapitale und je seltener ande- rerseits die Gegenstände geworden sind, auf welche der Kapitalaufwand gerichtet wer- den kann, desto ein geschränkter wird der Kapital gewinn. DerKapitalbesitzer ‚ sieht sich genöthigt, sein Kapital auf eine Weise anzuwenden, die bey einer grölse- ren Menge von Gegenständen, die zum Kapitalaufwande tauglich sind und bey einem geringeren Leberflusse von ne Kapitalien Verlust für ihn seyn würde, h || Der kultivirte Europäer in den kapıtalreichen I undproduktenarmen Gegenden seines Erdtheils eil findet seine- Rechnung dabey, ein Stück Wild mit m Hülfe einer Flinte, eines mühsam abgerichteten Hun- des und mit Hülfe von Pulver und Bley, welche Din- Ge ge an sich schon ein Kapital, oder doch Produkte ub eines grofsen Kapitalaufwandes sind, zu erjagen, Sollte aber der Wilde,; wenn dies überhaupt nur N denkbar wäre, sich vorher durch eigne Arbeit bi oder durch die Arbeit anderer Individuen A seines Volks, alle die eben erwähnten Sachen ver- schaffen, ehe er ein Wild erjagte; so würde hierbey M gewils sein Interesse keine Befriedigung finden. Für de: ihn wäre im eigentlichen Sinne des Worts manches du Stück Wild, wegen des Ueberflusses, in welchem es' bey ihm angetroffen wird, und wegen der Leichtig- brir keit, sich solches durch einfachere Mittel zu ode verschaffen, keinen Schufs Pulver werth; in- dels der Europäer nicht einen, sondern vielleicht der zehn Schufs Pulver äufopfert, um sich seinen Besitz| her zu verschaffen,| Der britische Landeigenthümer finder| seinen Nutzen dabey, seinen Acker auf,die oben be- schriebene Art($. 32. in der Anmerkung) mit Bei- hülfe eines beträchtlichen Kapitalaufwan- des zu bebauen. Wollte aber der kurländische| vom ee 4 Pe TER N 7 ak en Zur 1 J einer.’ oder livländische Landeigenthümer hierin ande- seinem Beispiele nachahmen und sich 2. B, statt sei- nes kleinen, unansehnlichen und milcharmen Viehes, y auf Kühe von englischer oder holsteinischer Abkunft ver- wer.| schaffen; so würde ihm, dieserıgrolse Kapital- wird aufwand nach den Verhältnissen, in welchen er ; sich befindet, mehr Nachtheil als Vortheil bringen: Itzer eine} S. a [se- EB: So wie beim R apitalpro 1 ukt(Ka-Begrit von 1‘ tohen tin pitalertrage) das Ganze den rohen Ka- sinn Ar a pitalgewinn, und nur ein Theil den re j.Peisgeni as nen oder den eigentlichen Kapitalgewinn ausmacht; so läfst sich auch beim Arbeits- 4 produkte oder Arbeitsertrage(8.27. heil ein doppelter Gewinn unterscheiden. Hier ja macht nämlich derjenig e 2 heil denreinen Din Gewinn aus, welcher vom ganzen Produkte ukıe übrig bleibt, nachdem man das, was zum an noihwendigen Unterhalte des ar- beit| beitenden Menschen während seiner wen Arbeit erforderlich ist, abgerechnet hat. si Man betrachtet bey dieser ganzen Rechnting Für den Menschen in Beziehung auf das Pro- hes dukt, welches er durch seine Arbeit hervor- hf bringt, gleichsam selbst als ein Kapital, m oder als eine künstlicheMaschine, zu Au deren Unterhaltung ein Theil der durch sie Im hervorgebrachten Güter erforderlich ist. j| S...30. | De Bei Ferner: so wieder reine Gewinn Bei vom absoluten u. vom KRapitale absolut(an sich) oder re- zeintiven Ar. |« an 52 Hi beisgenin- Jativ in Beziehung auf das ihn hervorbrin- Ki gende Kapital betrachtet werden kann; so IN kann auch beim reinen Arbeitsgewin- ne derselbe Unterschied beobachtet und alle beim relativen Kapitalgewinne fest- gesetzten Bestimmungen($. 31. 32. 33. 34.) auf den relativen Arbeitsgewinn ange- wandt werden. y | ne Se gl BL Daher drittens: muß die Vermeh- N} rigen gezo-FUNg Oder Verminderung der relati-| © ven Größe des reinen Arbeitsgewinnes 2 ebenfalls als etwas von der Masse der Ar- ui | beitganzUnabhängiges($.32.) betrach-| a tet, und so wie der relative Kapital- ke gewinn vielmehr durch äuls ere UÜrsa- be chen, nämlich durch die mehr oder we. Li niser günstige"Beschaffenheit der 5° Gegenstände, auf welche der Aufwand(A von Arbeit sich richtet, bestimmt wer- ge den.| sch | bei Beispiele über diesen Satz giebt unter andern der Land-| me bau von Aegypten, von Hindostan, von der Ukraine ir und von noch vielen andern fruchtbaren und von der| Natur gesegneten Gegenden der Erde, wo der Arbei-} ter nicht nur mit einem sehr geringen Kapitalauf wande, sondern in der That auch mit einem sehr geringen Arbeitsaufwande ein ungleich grö- {seres Produkt erhält, als er in einem andern wenj- ger fruchtbaren Lande erhalten würde, Aber kein auffallenderes Beispiel liefert uns die Länder- und Völkerkunde als das Beispiel der para.| disischen Insel Otabheiti und noch einiger an- Geni deren i Ne Rn.\ En ne rn EEE nr Biden ne rn nn nn m a En a en kennen ein mne_ mae a6r- Zee Zun E un 553 rhrin- deren ven den glückseligen Inseln der Süd. Ih: see, wo die reichsten Produkte fast gar keinen be- ‚so deutenden Aufwand von Kapital oder Arbeit erfor-, 2WIN- dern und die Beschäftigungen der holden beneidens- und werthen Einwohner fast nichts weiter als Spiele un- schuldiger Kinder sind. - 34) 5 38. ange- Daher endlich viertens: der grolse Fortsetzung, Unterschied des relativen Arbeitsgewin- nes in einer noch wenig zahlreichen, gleichsam erstaufblühenden, undin ei- Eh ner übervölkerten, gleichsam schon ver- a blühend en Gesellschaft, indem dort ein Yen Mangel anarbeitenden Händen und ein ER Ueberlluß anarbeitsfä higen Gegenstän- den Statt findet, hier aber der Fall um ge- ach- 3: “ei kehrtist. Denn wo der Ueberfluß ar- i beitsfähiger Gegenstände grols, die '5.9-: 3®. ; Zahl arbeitender Hände aber serin- we: en Ez au ge ist, werden nur diejenigen Gegenstände et 7 EBEN u: in BE wo(Aecker, Wiesen, Wälder, Gewässer), aus- al ae TE>£ | gesucht, die ihrer natürlichen günstigen Be- wer- wer i. schaflenheit zufolge den srölsten Ar- beitsgewinn versprechen, welches sich and- im entgegengesetzten Falle nothwendig an- raine ders verhält. n der? Arbei- Beispiele über diesen Satz geben die grofsen Ar. Jauf beitsgewinne in dem nordamerikanischen Frei. ‚sehr staate, in Taaurien, und selbst in manchen Gegen- . grör den des übrigen Rulßslandes($. 33% wenl-= $. 39. ns de Noch erfordert die Schätzung vom Schätzung ald a= Re des Gewin- Di Gewinne des Kunstkapitals, welches ne vom er All“ 4 ven deren Ü 34 Kunikapita- gleichsam aus Arbeit und Kapital zu- 2 sanımengesetzt ist, eine genauere Bestim- mung. Auch hier läfst sich einroherEr- trag und ein Theil des rohen Ertra- ges als reiner Gewinn denken. Zuerst ist vom rohen Ertrage derjenige Theil ab- zurechnen, der erfordert wird, den Kunst- kapitaleigenthümer während seiner Arbeit zu erhalten($. 35.). Denn wir haben oben($. 25. in der Anmerkung) gezeigt, dals ein Theil der Arbeit des Künstlers im- mer als natürliche Arbeit anzusehen ist, und der Kunstarbeiter muls dem zufolge mit dem Produkte(Ertrage) seiner Arbeit in dieser Hinsicht gleichsam als ein natür- licher Arbeiter betrachtet werden. Fer- ner geht auch noch ein zweiter Theil vom rohen Ertrage ab, derals ein blofser Ersatz desjenigen Kapitals anzusehen ist, welches das eigentliche Kunst- kapital ausmacht, nämlich der auf die Erwerbung der Kunstfertigkeit verwandten Güter, indem dieses Kapital mit dem TodedesEigenthümers zerstört wird*). Nur dasjenige folglich kann der Kunstkapi- taleigenthümer in seinem Ertrage als rei- nenGewinn rechnen, was ihm nach obi- gen Abzügen noch übrig bleibt**y. ”) Wie dieser Ersatz berechnet werden müsse, dies wird unten noch deutlicher werden, wenn der Begriff vom Gelde erörtert seyn wird. Fan u...... ") Selten berechnet auf diese Weise ein Künstler seinen Gewinn, Vielmehr.ist er im gemeinen J.eben ge- un>_- en Bi 35 al zu- 5 eu neigt, alles für reinen Gewinn zu achten, was Jestim- überhaupt roher Ertrag ist. Freilich sind auch erRr- bey vielen Kunstfertigkeiten die auf ihre Erwerbung | verwandten Rapitale so geringe, dafs sie leicht in Tira- der Rechnung übersehen werden können, erst il ab- 8. 40: er ®& Kunst- ir 2 Uebrigens bedarf. es kaum einer Be- Absoluter u. Arbeit x zelativer Ge- ha merkung, dafs es eben so, wie bey dem winn vom a en K. 1.. D”. Kunstkapita» en Rapitalgewinne und Arbeitsgewinne über-““ Ze10' s$ on haupt, auch besonders bey dem Kunstka- 5 IM-:& 5 n. pitale einen absoluten und relativen n1S 3 e > Gewinn gebe, und dafs alle die Ursachen, e mıt RER: “7 welche bey anderen Kapitalien dazu wir- it ın rifege. er ie£ ; ken, die relativen Gewinne zu vergrö- Tur- E 5[sern oder zu verkleinern, auch bey erl- r i& 3 n Kunstkapitalien Statt finden. "heil olser Daher z.B. die hohen Kunstkapitalgewinne ehen in solchen Gesellschaften, die an Kapitalien noch L arm sind, und wo nur solche Gegenstände zum ınst- Kunstkapitalaufwande gewählt werden,(d. i. solche ıf die Gewerbe erlernt und getrieben werden) welche gro» dten fse relative Gewinne versprechen. dem g Ns Zur, rd*). R z kapi- Ist zu gleicher Zeit ein Theil der Arbeit ceninn ser f i 2 Rh;. angestreng- rel- eines Künstlers angestrengte Arbeit; is 1 obı-($. 26.) so setzt auch diese noch einen be- sonderen Gewinn voraus. Denn ver-| Be nünftiger Weise wird sich Niemand einem Begriß sehr schweren oder gefährlichen Gewerbe widmen, der nicht einen, jener Gefahr an- ‚geinen jen ge geinessenen, Gewinn. zu erwärten hätte. & ('2 Sn u ne ARE a Te Zloi 36 Daher die höheren Kunstgewinne z. B. des Dach- deckers, des Thurmdeckers, des Steinkohlengräbers u. s. w. gegen die mancher anderen nicht so gefähr- lichen Gewerbe. 8.42, Begriff vom Aus dem reinen Arbeitsgewinne reinen Ge- a.. sinn über. und aus dem reinen Kapitalgewinne ap Yusammengenommen, bildet sich das, was den, in einem Gute(Produkte) überhaupt enthaltenen, reinen Gewinn ausmacht. Se Folgen hier- Dasich nun wenige, oder vielleicht „gar kem e Produkte denken lassen ($. 23.), die durch blofse Arbeit al- lein und noch viel weniger durch blolsen Kapitalaufwand allein existiren; so ist der in einem Produkte vorhandene reine Gewinn fastimmer sowohl mit Hinsicht auf Arbeits- als auf Kapitalaufwand zu schätzen. wo Absoluter u, Dieser reine Gewinn, der in einem re Drodukte überhaupt enthalten ist, kann eben so, wie der reine Kapital- oder Arbeitsgewinn absolut und relativ betrachtet werden. Wird er relativ be- trachtet, so kommt bey demselben weder der blolse Kapitalaufwand, noch der blolse Arbeitsaufwand, sondern mit ei- ‚winn, s Dach. Dgräbers gelähr- Inne inne , was jaupt ıcht. sıcht ssen al- sen ) ist eine auf | zu ee 37 nem Worte die Summe derjenigen Kräfte in Betracht, die wir oben mit der Benennung hervorbringende Kräfte ($. 22.) bezeichnet haben. S. Ahr Was aber in Ansehung eines einz el-Lerit vom nen Produkts von einem Individuum gilt, den Plodukr das mufs natürlich auch von den Produk- 1... ten eıner ganzen Gesellschaft ins- sellschaft. gesammt gelten. Der in letzteren zusam- mengenommen enthaltene reineGewinn ist derjenige Theil, welcher von allen Pro- dukten übrig bleibt, nachdem das, was zur Unterhaltung der Kapitale($. 29.) und zur Unterhaltung der arbeiten- den Hände unumgänglich nothwendig ist, von allen in Gedanken abgerechnet worden ist. S. 46, Endlich läfst sich auch dieser reine Anwendurz Gewinn absolut.und relativ betrachten- und es finden in Rücksicht desselben alle die Regeln Statt, die vom absoluten und relativen Kapitalgewinne be- sonders gelten. Folglich ist der relative Gewinn in den Prodnkten besonders einer ganzen Gesellschaft da grölser, wo günstige Umstände, wie z, B. Fruchtbarkeit des Bo- dens($. 32.) eintreten. Ferner: gröfser in einer erst angehenden aufblühenden, als in einer schom vum. En 2 EESRIERTEHIE NET a en wieder verblühend en Gesellschaft. So darf man annehmen, dafs der absolute Ertrag der hervor- bringenden Kräfte Grofsbritanniens grö- fser ist, als der von den hervorbringenden Kräften Nordamerikas, Aber was den rela- tiven Ertrag betrifft; so finder sich hier gewils der Vortheil auf Seiten der vereinigten Provinzen. Uebertragung von Gütern an Andere: Tausch, Darlehn. MT Güter, die schon durch hervorbringende Kräfte erzeugt worden sind, können von einem Menschen an den anderen dergestalt übertragen werden, dafs dieser übertra- gene Besitz in Hinsicht des neuen Besitzers eben die Wirkung hervorbringt, als ob er die Güter durch, eignen Kraftaufwand erzeugt hätte, Die Metapolitik untersucht vorzüglich zwey solche Mittel der Uebertra- gung: 1..der Tausch, und 2, das Dar- lehn, R Freilich giebt es aufser den beiden benannten Arten der Uebertragung noch mehrere: wie Schenkung, Erbschaft u,s w. Aber theils sind diese nur in schon völlig gegründeten, Staaten denkbar (wie Erbschaft), theils kann die Metapolitik aus der Untersuchung ihres Wesens und ihrer Folgen keine wichtigen Resultate ziehen und hält sie daher dieser Untersuchung nicht werth(wie z. B, Schenkung), Wichtiger sind jene Gegenetände in Hinsicht auf die Frage vom Rechte für die philosophische Rechtslehre, 2 een Teen> nen as En er RT En nenne 39/ oe So ist auch der wesentliche Unterschied zwischen nr gi Darleln und Tausch, da letzterer immer ‚ein 3 Eigenthum, jenes oft nur den blofsen Niefsbrauch enden begründet, für die politische Oekonomie von keiner rela Bedeutung. wıls der 8. 48. Tausch(nicht Tauschvertrag, son- ua dern die erfolgte Handlung) nennt man die° an Uebertragung eines entbehrlichen Guts an einen Anderen, indels man von ü diesem ein weniger entbehrliches da- für wieder erhält. ande S::4g. von 2 Ra 2 alh Ein solcher'I ausch setzt zwischen den en tauschenden Partheien vier Erfordernisse sches. eg voraus. Der eine Theil.Z muls einen Aüh Ueberflu(s haben an einer Sache a Bist und Mangelan db. Derandere DB mul u Mangel haben an einer Sache z und ucht Ueberfluls an 5, Nur unter diesen Um- u ständen kann der Tausch geschlossen Jar werden, j Folgende Darstellung macht diesen Begriff sinnlich: 1. der Erster Theil 4 Beyihım za—b Ing» Zweiter Theil 2. Beyiiım—a+5 ur In Summe= o. nkbar In der That wird auf beiden Seiten sowohl das es Bedürfnils(—) als der Ueberfluls.(+) gehoben. 2. 8. 50. ii So langeJemand nicht daran denkt, ein went, scht Gut, welches er besitzt, zu vertauschen, 40 sondern es selbst zu verbrauchen, kommt bey ihm der inn ere, oder abso- lute, oder der Gebrauchwerth allein in»Betracht,“Sobald er aber.es zu ver- äulseren bedacht ist, mufs er auch den relativen oder den Tauschwerth in Betrachtung ziehen, Letzterer ist derjenige, welcher den Nutzen eines Guts in Beziehung auf andere Güter schätzt, je nachdem man im Stande ist, sich durch Vertauschung des- selben eine gröfsere oder geringere Menge anderer Güter zu verschaffen. 8. S1. Panschwerh Beide Werthe, Gebrauchwerth und a uschwerth sind völlie von einander unabhängig. Dies beweist der Augenschein, Denn es giebt Güter, die einen hohen Ge- brauchwerth und fastgarkeinenTausch- werth besitzen. Bey anderen ist der Fall umgekehrt. Doch giebt es viele, die auch beide Werthe zugleich besitzen. Wasser hat einen hohen Gebrauchwerth und gar keinen Tauschwerth. Ein Edelstein besitzt einen hohen Tauschwerth und fast gar keinen Gebrauchwerih. Metalle endlich, Getraide, Vieh, Weinu sw. haben. beide Werthe zugleich. “ PER- en er ä ar e EN a: Ar DE ER 0 eh N en p-. be SERBIEN. nt e FERN urn“ ne -. a Eee IR REICH IERERT ZN m nn a nn R mn Bis 2“4® e Saar>— Niemand wird z, B. geneipt seyn, eine Perle für einen Eimer Wa sser hinzugeben, ungeachtet dieses einen ungleich höheren Gebrauchwerth besitzt. rm a sin chen, abso- allein ver- h den th in enige, ehung man des- enge und der ein, Ge- sch- Fall uch und teil st Kat dlich, beide erle ıchtet orch u ———— 4 8. 52. Esist keinem Zweifel unterworfen, daß der Tauschwerth einer Sache mit der Menge vonGütern, dieandereMen- schen dafür zu geben geneigt sind, iin Verhältnisse stehe. Diese Geneist- heit, mehr oder weniger für eine Sache zu geben, ist wiederum nichts anderes, als die Wirkung des grölseren oder minderen Begehrs, sich in den Besitz einer Sache zu setzen. Wenn wir nun diesen Grad von Begehr in Rücksicht verschiedener Sachen von ihrem inneren Werthe oder von dem Nutzen, welchen eine Sache im Gebrauche verspricht, ganz unab- hängig finden($.51.); so ist klar, dafs es einen andern Grund seben müsse, nach welchem sich jenes Begehren einer Sa- che, oder der relative, der Tausch- wertl, den man ihr beilest, richtet. SRBRKE Wir finden diesen Grund in der einem jeden Menschen natürlichen Trägheit und in seinem Figennutze. Diesem zu- folge geht das Bestreben des Menschen da- hin, zu genielsen, ohne sich verhältnißs- mälsig anzustrengen und er ist daher bedacht, sich dieFrucht der hervorbrin- genden Kräfte($. 22.) eines Dritten zu- zueiguen, Fällt ihm dies ohne allen Auf Untersu= chung des Tausch» weiths.| Maalsstab des Tausch« werths, ee EEE EEE EEE 42 wan d von seiner Seite unmöglich; so sucht er wenigstens für den kleinsten Theil sei- nes eignen Aufwandes das beträcht- lichste Produkt vom Kraftaufwande eines Anderen sich zu verschaffen. Daher unter- sucht er beim Tausche die hervorbrin- genden Kräfte, welche inseiner Sache, und die hervorbringenden Kräfte, welchein derSache desanderen Theils enthalten sind. Findet er hier einen Uebers chufs, so treibt ihn sein Eigen- nutz und seine Trägheit zu tauschen; findet er den Ur che dort, so schreckt ihn'sein Eigennutz und seine Trägheitzurück. Sein Eigennutz und seine Trägheit sag’ ich; denn die eine Neigung sowohl, als die andere fände nicht ie Bochnaan wenn er mit einem grölse- ren Aufwand von hervorbringenden Kräften sich den Besitz einer Sache er- kaufen sollte, zu deren wirklicher Erzeu- gung ein geringerer Aufwand hinreicht. Ist aber der in der einzutauschenden Sache enthaltene Kraftaufwand größser; so er- öffnet ihm dies die Aussicht auf einen Ge- nuls mehr, den er sich verschaffen kann, ohne auf der andern Seite sein Bestreben nach Ruhe und Besitz aufzuopfern. Eben so urtheilt natürlich auch der an- dere Theil, dem es gleichfalls darum zu thun ist, zu tauschen. Seine Trägheit undsein Eigennutz hält den Neigungen Sr ee a a ann En an ns na ns th 45 sucht des’ ersteren das Widerspiel. Ohne diese sei. einander- entgegenstrebenden Kräfte wür- äch- den die Neigungen des einen Theils durch eines gar keine Gränzen eingeschlossen seyn. So \nter- aber hält sie der gegenseitige Widerstand brin- in den ihnen zukommenden Schranken. ache, Aus‘/dem bisher Gesagten ergiebt sich, älte, dals sich das Begehrnach dem Besitze 'heils einer Sache vernünftiger Weise und ohne nen Einwirkung zufälliger Umstände nach der ell- Masse der bey der Erzeugung jener Sache hen; angewandten hervorbringendenKräf- ‚so te richte. Danun der relative oder der eine Tauschwerth einer Sache hinwiederum und nichts weiter ist, als die Wirkung eines eine solchen Begehrs($. 52.); so folgt ganz icht klar: ilse-„Dals die hervorbringendenKräf- den; te, weiche erfordert wurden, um eine 2 er- Sache in den Zustand zu bringen, in Zell welchem sie sich befindet, den ursprüng- scht, lichen oder natürlichen Maafsstab für che den Tauschwerth oder relativen ei Werth eines Gutes abgeben.” Ge- Einige Beispiele aus dem rohen Zustande der Gesell- ann, schaft werden dies noch deutlicher machen. Wir „ben wollen setzen: es koste dem Wil den einen Tag . Arbeit, um einen Bogen zu verfertigen, und eben so viel, um ein Reh zu erlegen. In Ansehung bei- rall- der Produkte sind also die hervorb ringenden Kräfte gleich. Ist daher von einem Tausche die Rede, so lälst es sich vernünftiger Weise nicht den- et ken, dafs für einen Bogen zwey Rehe gegeben wür- gen den, Denn wie vertrüge es der Eigennutz und die n zu 44 Trägheit des Wilden, dafs er das Produkt einer zweitägigen Arbeit aufopferte, um sich ein Pro- dukt zu verschaffen, welches er selbst mit eines Tages Arbeit erkaufen könnte? Völlig nach eben dem Grundsatze handelt der kultivirte Mensch, Zwar sind seine Verhältnisse darin von den Verhältnissen des Wilden unterschie- den, dafs es jenem oft unmöglich fällt, sich alle seine Bedürfnisse selbst und unmittelbar zu ver- echaffen, und dals jener daher oft zum Tauschen gezwungen ist. Dieser Umstand hat allerdings auf den Tauschwerth der Güter in der civilisirten Gesellschaft Einfluls. Aber es gehört derselbe auch nur zu den zufällig wirkenden Ursachen, welche den Tauschwerth vom Gütern bestimmen, Immer bleibt dieMasse der hervorbringendenKräß 5 te der ursprüngliche und wahre Maalsstab vom re- lativen Werthe eines Guts, gewöhnlich auch selbst. dann, wenn sich der kultiyirte Mensch nicht durch|| eignen Kraftaufwand, sondern nur durch Tausch in| t den Besitz derselben setzen kann. Die Schätzung,| welche die ersten Producenten zweier Güter 1 in Ansehung der darauf verwandten hervor Y bringenden Kräfte von ihrem, Tauschwer- ihe machten, theilt sich gleichsam allen folgenden y Besitzern jener Güter mit und wird auch von den ı beiden letzten Vertauschern zum Maalsstabe beim 1 Tausche gebraucht, ungeachtet vielleicht keiner von beiden im Stande wäre, die verlangten Güter auf| einem andern Wege, als durch Tausch zu er- t halten, u Sonach wird es erklärlich, warum 8 Pfund Eisen| P einen gleichen Tauschwerth haben mit ı Pfund : Kupfer. Offenbar, weil der Kraftaufwand, den es 8 gewöhnlicher Weise kostet, sich in den Besitz von| $ Pfund Eisen zu setzen, ungelähr eben so viel be-| e trägt, als um ı Pfund Kupfer zu erhalten. Denn j Ü würde der innere oder Gebrauchwerth zum' h$ Maalsstabe dienen; so würde der Tauschwerth des Eisens den des Kupfers übertreffen müssen. Ferner: warum Niemand bey allem inneren Werthe des Was- u sers geneigt seyn wird, eine Perle, der es an in- of nerem Werthe gänzlich fehlt, für ein Quantum W as- ser hinzugeben. Es kostet nämlich einen unbe- zu En te 45 gi ne deutenden Kraftaufwand, um sich in den ne Besitz des letzteren und einen sehr grolsen, udn um sich in den Besitz der ersteren zu setzen. el 2 Was übrigens die Ursachen betrifft, welche it der Menschen dazu vermochten, ihren Kraftaufwand ältnine auf die Erwerbung eines Guts zu; richten, welches, erschie. wie z. B. eine Perle gar keinen inneren Werth h alle besitzt und darum der Benennung eines Guts völlig unwerth zu seyn scheint; so ist das eine andere Fra- auschen ge und ihre Auflösung gehört noch nicht hierher. erdings nlisirten 'e auch S. 54. welche= Immer Wir haben oben($.22. 23. 25. 26.) ge- nähere De- Kr.°£&E sti Kräß sehen, dals diehervorbringendenKräf- ,.. wu. m IE- ö < 5 Sp-< stabe des id te, welche zur Erzeugung eines Guts wir- Fr durch ken, theils aus Arbeit, theils aus Kapi- werte, ch in talaufwand bestehen. Da sich nun der (zung,:. Güter Tauschwerth eines Guts nach den her- f x= i vor vorbringendenKräften richtet($. 53.); Y so folgt ganz unwiderleglich, dafs dieser nden. Fr Tıauschwerth sowohl von der auf ein Gut beim verwandten Arbeit(natürlicher, an gestreng- ; in ter), als auch von dem auf dasselbe verwand- Tr au&. r& En te Kapital(Grundkapital, Kunstkapital u. s. w.) richten müsse. en Diesen Satz kann man noch auf fol- un 3 BR gende Weise ausdrücken: der Tauschwerth von eines Guts muls sich in den Ertrag der na- | be- ee- türlichen Arbeit($. 25.), der änge- Denn:> z zum strengten(S. 26.) Arbeit, des Grund- ı des| kapitals, oder Kunstkapitals u. s. w. ea und zwar nach Beschaffenheit der Umstände si oftin einige dieser Frtrage, oft in alle ar zusammen auflösen lassen. be 46 Selten aber, oder vielleicht nie, wird Al) es(nach$. 23.) blolse natürliche Ar- '\ beit seyn, welche den Tauschwerth eines Guts bestimmt. S. 55 Forsetzung. Dals übrigens der Kapitalaufwand bey dem Tauschwerthe einer Sache in Be- trachtung kommen müsse, bedarf wohl kei- nes Beweises, es seynun, dal jener Auf- wand darauf gerichtet sey, ı. natürliche oder angestrengte Arbeit zu ersparen‘);\ 2. einem Gute einen höheren Grad vonVollkommenheitzu geben**); 5. ein Gut aus einer Hand in die andere zu bringend$. 22.)"). Ist ersteres der Fall, und tritt durch eine glücklicheErfindung ein mindererKa- pitalaufwand an die Stelle der betrichtli- chern natürlichen oder angestrengten Ar- beit, so kann wegen der Ersparnils in her- vorhringenden Kräften der Tauschwerth zwar sehr herabsinken; aber bis zu dem blolsen Arb eitsgewinne wird er sich doch nicht erniedrigen. Alles aber, was über diesen Arbeitsgewinn im Tauschwer- the alsdann ist, muls natürlich für Ersatz des Kapitalaufwandes gerechnet werden. Eben dies wird der Fall seyn, wenn der Zweck des Kapitalaufwandes dahin geht, einem Gute einen höheren Grad von Voll- en ee nn: en nr ss ee ee RER EEE en en m. ne b u” 47 °, wird kommenheitfzu geben. Fs’würde nämlich he Ar. hier, wie in dem ersten Falle dem Eigen- h eines nutze des Menschen($. 53.) ganz zuwider seyn, wenn er sein Kapital auf eine Sache wenden sollte, olıne im erhöhten Tausch- werthe derselben dafür seine Pe augung wand zu finden. in Be. Endlich treten auch völlig dieselben Il kei- Grundsätze ein, wenn der Zweck des r Auf- Kapitalaufwandes darin besteht, ein Gut aus der einen Hand in die eit zu andere zu bringen. Da hierdurch je- nes Produkt für den, der dessen bedarf, rad gleichsam neu erschaffen wird,{und da letz- 12"); terer ohne die Dazwischenkunft des Kapi- die talisten solches ganz hätte entbehren müs- ) sen; so ist natürlich, dals er dem Kapital- ırch eigenthümer, welcher ihm durch sein Ka- Sn pital einen solchen Vortheil verschaffte, ei- chtli- ne angemessene Entschädigung zugesteht. LAr*) Beispiel über den ersten Fall. 4 her- Man setze, ein Paar Strümpfe zu stricken koste erth zwey Tage Arbeit. Folglich ist der Tauschwerth von einem Paar Strümpfen, ohne Rücksicht auf das Material, aus welchem sie bestehen, gleich dem sich Werthe der Arbeit von zweien Tagen. Nun seıize‘ man ferner: ein glückliches Genie erlinde den was R e: Strumpfweberstuhl. Dieser ist nach seiner wet- Vollendung ein Kapital, Die Fertigkeit ihn zu 8 P 8 rsatz, nutzen ist auch ein Kapital(Kunstkapital), Durch Hülfe dieses gedoppelten Kapitals reicht nun nur ein Taghin, ein Paar Strümpfe zu verfertigen. Wie der grols wird folglich der Tauschwerth von einem Paar Strümpfe seyn? Kleiner vielleicht als vorher, da zwey lage zur Verfertigung erfordert wurden, aber nn En Natürlicher u, zufälliger Tausch- werth., 48 Ki ee e u ke a na en stimmt wird, denn etwas wird der Verfertiger doch für den Aufwand seines gedoppelten Kapitals zu rechnen berechtigt seyn. *") Beispiel über den zweiten Fall. Mancherley Geräthschaften, Töpfe, Walzen, Ku- geln u. s. w. verlangen zu dem damit bezweckten Ge- brauche eine vollkommne Rundung. Diese kön- nen sie nur durch Hülfe mancher Kapitalien, wie z.B. der Drebbank, der Töpferscheibe, des Kunst. kapitals' des T’öpfers u. s. w.\erhalten. Es ist natür- lich, dals dieser Kapitalaufwand den Tarschweih obiger Dinge über den in ihnen enthaltenen Werth natürlicher Arbeit erhöben müsse, weil sonst der Verfertiger derselben im Tausche einen offenbaren! Verlust erleiden würde. ”) Beispiel über den dritten Fall. Die Einwohner einer Insel in der Südsee besitzen vielleicht nicht Baumbast, um sich Kleider daraus zu verfertigen. Aber auf der benachbarten Insel fin- ER Br det man solchen in Ueberflußs, Letzterer fehlt es vielleicht wiederum an einem Produkte, welches die erstere hervorbringt. Nun verfällt der Eigenthü- mer einer gro[lsenMenge diesesProdukts. (also ein Kapitalist) darauf, solches nach der be- nachbarten Insel zu bringen und Baumbast dafür ein- zutauschen. So wird sein Kapitalaufwand ein Mit- tel, Güter aus einer Hand in die andere zu bringen, und giebt ihm ein Recht, Gewinn, wenigstens Ent- schädigung, dafür zu verlangen. 8. 56. Steht der Werth, welcher Gütern beim Vertauschen beigelegt wird, im wah- renund richtigen Verhältnisse mit deraufihreErzeugung verwandten Arbeit und Kapital; so ıst dies der wahre oder natärli che Tauschwerth der- Allein nicht immer werden Güter se.ben. nach tn Zul 49 sch nach diesem ihren wahren und natürli- Aufvand chen'Tauschwerthe vertauscht, Vielmehr erechti hat zufälli ges Bedürfnil’s von der ei-Bedirnig, nen und Mangel des Bedürfnisses zen, Ku. von der anderen Seite nicht selten die Fol- En ge, den Tauschwerth der Güter über seine ien, wie wahre Größse zu erhöhen oder unter die- Kun selbe zu erniedrigen*), Ja! sogar wird ar oft durch solch ein zufiNi ges Bedürfnils Giü- Werth tern ein Tauschwerth beigelest, die wohl ist. der einen Gebrauchwerth, ihrem Wesen in nach aber nie einen Tauschwerth haben sollten*"). käitzen Den durch Zufälle über sein wahres Ye Verhältnils erhöhten oder erniedri g- hit es ten Tauschwerth eines Guts kann man im e Gegensatze von dem natürlichen Tausch- I werthe den zufälligen nennen. En”) Beispisl über den ersten Fall. in Mit Die hervorbringenden Kräfte, welche die Hervor- „lile bringung eines Tschetwert Rockens koster, En sollen den, in zelın Pfund Flachs enthaltenen hervorbringenden Kräften gleich seyn. Folglich wird der natürliche Tauschwerth beider(Güter gleich seyn. Nun trifft es sich, dals Jemand ein dringendes Bedürfnils fühlt, sich Korn zu verschaf- fen. Er har dafür kein anderes Produkt anzubieten eim als Flachs, dessen der Besitzer des Kornes nicht be- sah- 2 darf. Daher wird er, um dennoch den Austausch . zu Stande zu bringen, vielleicht gezwungen seyn, mil für ein Tschetwert Korn zwanzig Pfund |ten Flachs zu geben. Ohne Zweifel aber beträgt nun- der mehr der zufällige Tauschwerth des Flachses nur die Hälfte seines natüriichen, wahren Werthes, ‚de oder wenn man will, der zufällige Tausch- ‚ter wertk desKorns beträgt dasD oppelte von jenem. nach 1) Konkurrenz, 50: *") Beispiel über den zweiten Fall, Wasser hat gar keinen Tauschwertb, weil dessen Anschaffung wenig oder gar keinen Aufwand hervor- bringender Kräfte erfordert. Aber man setze den Fall, da einer’ vom Feinde belagerten Stadt die Was- serverbindung abgeschnitten wird; so erhält alsdann derjenige. Theil dieses Produkts, welcher sich Zu. fällig in den Händen einzelner Privatpersonen befin- det, durch das plötzlich eintretende Bedürfnils einen hoben Tauschwerth. $. 57. Findet sich ein Bedürfnifs in An- sehung eines und eben desselben Guts bey mehreren Personen; so enisteht als- dann dasjenige Verhältnils, welches man Konkurrenz nennt, und eine solche Kon- kurrenz hat für den Tauschwerth der Güter noch grölsere Folgen, indem hier die plötz- lich gereizte Einbildungskraft und Furcht zur Erhöhung des zufälligen Tauschwertlis mitwirkt. Es bedarf z. B. eine Person£ einen Tschetwert Korn und hat nichts anderes, als Flachs dafür anzubieten, dessen der andere Theil 2 nicht sonderlich: bedarf. A wird sich daher genöthigt sehen, das Korn für das Doppelte seines wahren Werthes einzutauschen. Aber dies wird vielleicht auch das Aeulserste seyn, was 4 zu geben gesonnen ist. Nun findet sich noch eine andere Person C und eine andere D, bey wel- chen sich ein gleiches Bedürfnils von Gerraide fühl- bar macht. Sogleich wird zwischen diesen Bedür- fenden 4, C, und D eine Art von WVettstreit ent- stehen. Jeder wird fürchten, dals ihm durch den Tausch des Anderen das gesuchte Korn entzogen werden möchte und dies wird die Bedürfenden da- hin bringen, ihr Korn zu einem nöch höheren Tauschwerthe einzutauschen, als aulserdem gesche- hen seyn würde. # nn EEE CS a weldasen Dar] eh 2, and hervor. setze den 8. Sg. t die Wa. ält alsdann. Die zweite Art von Uebertragung ist 2esir. er sich zu das Darlehn. Hierunter versteht man onen befin.;’[4 ei Fr= E>= N... il ne die Ueberti agung von Gütern nicht zum völligen Eigenthume, sondern zur Be- nutzung auflängere oder kürzere Zeit, in An- 's bey\>. 59. ht als- Wir können uns ein Darlehn von GIN- Verschiede: ; man zelnen unbeträchtlichen G übern 0 e Kon- und von einem ganzen Vorrathe vonGü-. Güter tern oder von Kapitalien denken. In plötz- Rücksicht der Darlelıne von Kapitalien läßst Enrcht sich wiederum das Darlehn eines Realka- werths pitals(mutuum-commodatum)von dem eines persönlichen Kapitals ocatio- conductio operarum) unterscheiden.| Ds Für uns kommt hier das Darlehn eines Iı bedarf einzelnen unbedeutenden Guts nicht in Be-| in tracht, sondern wir haben es vielmehr blofs u, En, mit dem Darlehne eines solchen Vorra- 0 ch noch thes von Gütern zu tun, der als ein I| m 2 Kapital betrachtet werden kann. N| n Bedir- v1 \ enl- S. 60.£ E urch den entzogen Ueberträst eine Person 4 die Benu: Verlust beim nden I tzung eines Realkapitals an 3; so.ist für EA Ir ‚hiermit ein doppelter Verlust verknüpft;"er ı. ein positiver Verlust, indem durch Da 52 den Gebrauch des Kapitals ein Theil der Güter allmählig zerstört wird, und 2. ein negativer Verlust, indem 7 den Kapital- gewinn($. 29.) verliert, der mit der ab- getretenen Benutzung des Kapitals an 3 übergeht und den/ bey eigner Benutzung selbst hätte machen können. See Be Hieraus folgt, dafs, mit Ausnahme au- eigenhümer[Serordentlicher Fälle, Niemand die Be- berehige AULZUNE seines Kapitals an einen Anderen “© abtreten wird, falls er nicht von denjenigen Gütern, welche der Andere durch Beihülfe des Kapitals hervorbringt, oder von dem rohen Ertrage des Kapitals($. 29.) ei- nen so grolsen Antheil erhält, dals ihn die- ser ı. für die mit dem Gebrauche des Kapı- tals verbundene Abnutzung völlig ent- schädigt und 2. noch einen Ueber- schufs oder nach Beschaffenheit der Um- stände eine grölsere oder kleinere Theilnahme am reinen Kapitalge- winn($. 29.) verschafft. Im Falle letztere ‘ nicht Statt find, würde immer noch kein hinlänglicher Grund denkbar seyn, der Je- manden zur Uebertragung seines Kapitals an einen andern bewegen könnte. S.: ‚02. Begriff von Derjenige Theil vom rohen Kapi- der Rente, talgewinne, welchen der Kapitaleigen- A 4 m N, NEN 53 Y m....... ıl de: thümer überhaupt für die Nutzung seines 2, em| Kapitals vom Kapitalborger erhält, macht dital- die Rente desselben aus. er ab- an. B So giebt es eine Grundrente, eine Hausrente, Kunst- Ä rente u. 8. w. nach Beschaffenheit des Rapitals, von Ilzung welchem sie herrührı($. 24.). Aber auch hier, wie oben beim Begriffe vom Kapital($. 19.) muls man noch nicht an Geld, sonderh immer nur an mutz- bare Güter denken. Au-$- 63. e Be- Im Verhältnisse zur Masse des Gründe, von R welchen der eren 2, itals muls derjenige Theil der Kapi- zeiag ac 2 nte ab- ED talrente, welchen de Kapitaleigenthü- in Se hülfe mer als den aufihn gefallenen Ko: heil am dem reinen Kapitalgewinne betrachten kann, .) el- grölser oder kleiner ausfallen, je nachdem . die- der relative Kapitalgewinn($. Zr.):. Retive Sr a&=;= Kapitalge- Lapı- überhaupt gröfser oder kleiner ist. Gröfser yinne, ent- muls er demnach seyn, wenn das Bedürfnifs ‚ber- und die Konkurrenz zum Vortheil der Ka- Um- pitaleigenthümer und ihrer Kapita- ere lien ist;— grölser folglich in einer erst ge angehenden, als in einer schon zu ei- tere nem gewissenGradevon Vollkommen- kein heit gelangten Gesellschaft($. 3>.). la: Kleiner wird jener reine Gewinn in Te Jitals der Kapitalrente im entgegengesetzten Fal- le seyn, Man setze, in einem Lande seyen Kapitalien noch sel- ten, folglich werden hier auch die relativen Ka- ‚apı- pitalgewinne grofs seyn($. 32.). Trifft es sich hier isen- run, dals der Eigenthümer einer Mühle solche an 2. Arbeit des Kapital- borgeis. einen Anderen verpachtet; so wird das, was dieser in deräente nach Abrechnung aller auf Unterhal- tung der Mühle verwandten Kosten, als Antheil am reinen Gewinn, den er gleichsam mit dem Pächter theilt, betrachten kann, gröfser seyn, als wenn in jenem Lande die Kapitalien überhaupt häu- figer und die relativen Kapitalgewinne folglich überhaupt geringer wären. g. 64: Im Verhältnisse aber zu dem Antheile, welchenderKapitalbor- ger sich vom reinen Kapitalgewin- ne zueignet, muls der in der Kapitalrente enthaltene Antheil am reinen Kapital- gewinne.grölser oder kleiner ausfallen, je nachdem die Benutzung des Kapitals zur Hervorbringung von Gütern mit grölse- ren oder kleineren Schwierigkeiten ver- knüpftist. Verlangt solche z. B. eine an- gestrengte Arbeit($. 26.)*); so wird der Kapitalborger natürlich nicht geneigt seyn, einen so grolsen Antheil am reinen Kapitalgewinne zuzugestehen, als aulser- dem geschehen seyn würde, Eben dies fin- det Statt, wenn die Benutzung des geliehe- nen Kapitals noch die Benutzung eines an- dern Kapitals oder auch die Benutzung eines Kunstkapitals**) voraussetzt, Als- dann ist ein beträchtlicher Theil des reinen Kapitalgewinnes für das vom Kapitalborger selbst aufgewandte eigne Kapital(Kunst- oder Realkapital) abzurechnen und dieser Theil, welcher ihm allein zugehört, muls — ur> zn KERN en EEE EN ER EEE 55 di ae-= !\e natürlich den dem Eigenthümer des ande- Iternäl- c theil ren Kapitals zukommenden Gewinn be- it dem trächtlich vermindern. 2, als 4 thin.”) Beispiel über den ersten Fall. olglich Der Verpächter einer Pulvermühle, einer Schmelzhütte, wo z. B. Arsenik bereitet wird, wird in seiner Rente keinen so grolsen Antheil an dem reinen Kapitalgewinne bekommen, als der Pächter. Bey weitem den grölsten Theil des dem reinen Kapitalgewinnes wird dieser letztere )or- sich wegen der, mit der Benutzung obiger Kapitale i verknüpften, Lebensgefahr zueignen. ın-"") Beispiel über den zweiten Fall. te Der Eigenthümer eines Grundstücks verpachtet” ] solches; allein ohne das zum Anbaue erforderliche “ 5 Vieh, und ohne die anderen Geräthschaften, Diese len, gehören dem Pächter und machen ohne Zweifel tals ein Kapital aus. Noch ist dieser Besitzer eines ZWei- q*. ten, zum geschickten Landbaue erforderlichen, Ka- se- pitals, nämlich seines Kunstkapitals, als Päch- ter, welche Fertigkeit er mit Mühe und Güterauf- ver- wand erlernt hat, berechtigt, auch hiervon‘einen au: Nutzen zu erwarten. Diesemnach kann der reine vird Kapitalgewinn des Grundeigentbümers nicht so ni grols auslallen, als er ausgefallen seyn würde, wenn eb der Landbau dürch Hüilfe von Grund und Boden al. nen lein betrieben werden könnte. Vielmehr ist ein be- trächtlicher Theil des reinen Gewinnes für Gewinn ser- von Kunstkapitale und vom Realkapitale r IN-: des Pächters abzurechnen, und kömmt diesem letz- he- teren als Eigenthümer der genannten Kapitale zu, N Nach gleichen Grundsätzen wird man die Rente beurtheilen müssen, welche der Brause von ung Fabriken, künstlichen Maschinen u. s. w., die ohne Als- Mitwirkung eines Kunst kapıtals nichts hervor- bringen können, bezieht, wenn er solche verpachtet. nel/ iger S-„05. nst- Koh das grölsere oder kleinere mit>- Risiko. esel der Verleihung eines we verknüpfte nu15 en nn une-= a mn ee Niedrigste Kapitalsente, a en ee he rbeni we uw _=—— Sm rar me E LE Turn um ausser 7.2 zum Done ern Ser garHnr= rennen nenn— mem meer nn> 56 Risiko des Kapitaleisenthümers, sein Ka- pital ganz zu verlieren, wird auf den Betrag des reinen Kapitalgewinnes in der Rente, welche der Kapitaleigenthümer be- zieht, Einfluls haben. Verpachtete Jemand z. B. ein Schiff, und ginge die Ge- fahr, dies Schiff durch Seeschaden zu verlieren, auf Rechnung des Eigenthümers, nicht des Pächters;; so muls der reine Rapitalgewinn, welchen ıhm der Pacht trägt, nothwendig ungleich grölser ausfal- len, als er ohne jene Gefahr billiger Weise seyn könnte. Sn Die niedrigste Kapitalrente, die der Kapitaleigenthümer vern ünftiger Weise von der Verleihung seines Kapitals erwarten kann, ist auf alle Fälle die, welche ihm nicht mehr als den Ersatz des mit dem Gebrauche des Kapitals verknüpften jährli- chen Verlustes verschafft. Selbst bis auf diesen Grad kann dieKa- pitalrente nicht anders, als durch ein Zu- sammentreffen von ungewöhnlichen Um- ständen, die für den Kapitaleigenthümer höchst nachtheilig sind, erniedrigt werden, wie z. B. grolsen Ueberfluls an Kapitalien in einer Gesellschaft, grolses Bedürfnilßs von seiner Seite und fehlendes Bedürfnils von Seiten der Kapitalborger. Sollte sie aber noch tiefer herabsinken; so würde der Kapitalverleiher nicht nur gar keinen Vortheil mehr dabey finden, u MEET Te en z- ern TEE DT m en engen Z——— ie ul 87 in Ka- sein Kapital zu verleihen, sondern er würde jeirag hierdurch sogar noch einen positiven 2 der Schaden leiden und folglich thöricht han- 1 be-| deln, die Bemutzung seines Kapitals weiter zu verpachten. die Ge- Man denke sich den Eigenthümer einer Apotheke, ei- ren, auf ner Zuckersiederey u.8s. w., welcher diese. Kapita- ters; 50 lien verpachtet hat. Im gewöhnlichen Zustande der hen ihm Dinge wird er verlangen, dafs die dafür bezogne auslal- Rente hinreichend sey: ı. die jährlichen Unter- se seyn BE: haltungskosten, z, B, von den erforderlichen Häusern, zu ersetzen und 2, noch einen Ueberschufs N als reinen Gewinn zu geben. Nun kann es sich treffen, dafs eine Vereinigung ungünstiger Umstände z.B. die Ronkurrenz einer Menge von Apothe- a der| ken, von Zuckersiedereien u. s. w. den Eigenthü- mer jener Kapitalien zwingt, beim Abschlusse des er A| neuen Pachtikontrakts mit einer so niedrigen Rente ırten\ zufrieden zu seyn, dals er von derselben vorher sieht, ihm| sie werde kaum hinreichen, sein Kapital(an Gebäu- } den, Geräthschaften) in dem Zustande, in welchem dem( es ist, zu unterhalten... Dennoch aber wird er in Er- Ihrli- wartung besserer Zeiten auch vielleicht mit dieser i 3 3 tente zufrieden seyn. Sollte er aber durch ein Zu- sammentreffen noch mehrerer ungünstiger Umstände — eKa- ı Zu- gedrängt, sich zuletzt gar mit einer Rente begnügen müssen, die noch unter dem eben erwähnten Betra- ge ist; so würde alsdann die Anwendung seines Ka- | \ r s Um-| pitals, statt ihm einen Nutzen zu gewähren, ihm ımer| noch einen Verlust verursachen. Dies würde ge- den| gen die Regeln der gesunden Vernunft streiten. Im I diesem Fälle würde der Kapitaleigenthümer lieber enin| sein Kapital dem Verbrauche widmen($. 20.) von wie wir es hey alten abgenutzten Gütervorräthen in der wirklichen Welt sehr häufig zu sehen Gelegen- ; von beit haben. Er wird z. B. einen Theil der Fabrikge- bäude zu seiner Wohnung machen, einen andern Theil niederreilsen, die Baumaterialien verbrennen, nken; verkaufen u. s. w.. und auf diese Weise wenigstens unpal=. die Masse der vorhandenen Güter unmittelbar zu be- nden, er nutzen suchen, wenn solche gleich zur Hervorbrin- 58 gung anderer Güter in demjenigen Zustande, in wel- j chem sie sich befinden, nicht ınehr mit Vortheil an- Re gewandt werden können. Zu letzterem werden sie vielleicht erst dann wieder fähig, wenn sie ihren N: Besitzer verändert und eine andere Gestalt erhalten($ haben. So mögen z, B. die Kessel, welche unter o den gegenwärtigen Umständen nicht mehr mit Vor- e theil zur Verarbeitung des Zuckers angewandt wer- el den konnten, zu einem Brannteweinbrenner wan-(€ dern, hier in eine andere Gestalt umgeformt und nun N mit Erfolge zur Destillation von Branntwein ange- 8° wandı werden.| N S:-07: II sa ee Die höchste Kapitalrente dagegen,|| ten pitalrente.& a E| die der Kapitalborger zu.geben im Stande Be ist, ist diejenige, welche seinen Antheil am un reinen Gewinne auf den bloßsen natür- f lichen Unterhalt beschränkt. Kein Kapital kann für sich allein Güter hervorbrin- gen. Immer muls Arbeit des Menschen hinzutre- ten. Verrichtet Jemand diese Arbeit selbst, es sey nın natürliche oder künstliche Arbeit; so erhält er auch den ganzen Ertrag seines Kapitals. ch Ueberträgt er solches an einen Ändern; so fügt als- K dann dieser die, um jenes Kapital in Bewegung zu I; ‚ seızen, erforderliche Arbeit hinzu. Dafür gebührt I letzterem ein Vortheil, und auf diesen Vortheil eben für x gründet sich der Anıheil des reinen Kapitalgewinnes, Ur ’ welchen der Kapitalborger erhält. Nun kann die| / einfachste Arbeit, welche, um ein Kapital zur Er-| dei zeugung nützlicher Güter in Bewegung zu setzen, er- L fordert wird, keine andere, als natürliche Arbeit ß seyn. Folglich mufs auch der niedrigste Antheil, u n welchen der Kapitalborger am reinen Kapitalgewinne in erhält, wenigstens hinreichend seyn, ihm den te, höchst nothwendigen Unterhalt zu geben.! re $. 68. de Natürliche In Beziehung auf diesen Einfluls, wel- eh u. zufällige jene, chen Bedürfnils und Konkurrenz auf v: Ten>= ER en EEE EEE EEE NEE Fa 59* Ei die für Benutzung eines Kapitals zu sebende rden sie Rente äulsern, um solche über den, der nn Natur der Sache angemessenen, Betrag en($. 63. 64. 65.) zu erhöhen, oder unter nit Vors denselben zu erniedrigen, lälst sich, E. FB eben so wie beim Tlauschwerthe eines Guts He($. 56.) eine natürliche und zufälli- n ange. ge Rente denken. Jene wird durch die Natur der Sache bestimmt und richtet sich nach den oben($. 63.64.65.) angeführ- sen, ten Bestimmungen; diese hängt von dem ande Bedürfnisse und der Konkurrenz ab, | am und ist folglich der Wirkung des Zu- tür- falls unterworfen. En: S 8. It Jetzt sind die Grundsätze zu untersu- Vemie- Arbeit;/- Rede ak chen, welche bey der Verleihung von zunık- in al- Kunstkapitalien Statt haben; da näm-"" ung Mu lich Jemand seine Kunstfertigkeitnicht ieh für sich selbst, sondern zum Nutzen innes,®* eınes Andern anwendet. Auch hier lei- yaN det der Künstler einen doppelten Verlust:| En ı.einen positiven und 2. einen nega- H| Arbeit tiven. Der positive Verlust hat Statt, vi arhel) in sofern der Künstler Güter zu seinem Un- E Ten terhalte verzehrt, ohne an ihre Stelle ande- E 0, re zu erwerben, und in sofern er während der Zeit, da er für den Andern arbeitet, wel einen Theil seines Kunstkapitals aufopfert, se welches mit seinem"Tode gänzlich zerstört N 3 RE Seren E BE nn a u nn ei 6a wird. Sein negativer Verlust aber be- steht darin, dafs er den reinen Gewinn ($. 29.) nicht erhält, den_.er erhalten wür- de, wenn er sein Kunstkapital für sich seibst mützte. Es ist demnach klar, dals er vom Kapitalborger eine Riente beziehen müsse, welche ihm ı. seinen nothwendigen Unter- halt verschafft*), 2. das, was er an Gütern auf die Erlernung seiner Fertigkeit ver- wandt hat, und nun zum Nutzen eines Drit- ten aufopfert, ersetzt, und 3. einen grölse- ren oder kleineren Antheil am reinen Kapitalgewinne zukommen läfst:. Erhielte er diese.* letzteren ganz; so würde sich im gewöhnlichen Zustande der Din- se kein Grund für den Kapitalborger den- ken lassen, die Kunstfertickeit eines Ande- ren zu borgen. Enthielte aber seineRen- te: von: dem reinen Gewinne gar keinen Antheil; so würde der Künstler im gewöhnlichen Zustande der Dinge un- recht haben,. auf den reinen Gewinn, wozu ılın sein Kunstkapital, wie jedes an- dere Kapital berechtigt, Verzicht zu thun. *” Auch darum mufs der nothwendige Unterhalt beim Kunstkapitale dem Künstler zu Theil werden, weil es hier bey der Verleihung immer der Künstler selbst ist, der sein Kapital in Bewegung setzt. Anders verhält sichs mit dem Realkapital($. 60.). \$. ch Rostimmüng Iın Verhältnisse zum Betrage des Kunst- derKunstka- Bialzene, Kapitals mufs der Betrag des reinen Ge- hat en ae:—°- me a EB SE rn\ ber he- Gewinn PN. Wür- h selbst er vom | Müsse, 1 Unter- ı Gütern eit ver- es Drit- grölse- einen ‚rhielte le sich Din- 'r den- Ande- cRen- e gar Jünstler ge UN- wınn, les an- thun. \terhalt | werden, or Künstler ung Selzl. (5.60.) jen be 6r winnes, welchen der Künstler in der Ren- te bezieht, grölser oder kleiner aus- fallen, je nachdem die relativen Kapi-:. nei. Kapitalge= talgewinne in einer Gesellschaft über- u. haupt gröfserıioder kleiner zu seyn pflegen($. 32.). Eye Im Verhältnisse zum Antheile am rei-:- Anse \{ x strengte. Ar- nen Gewinne, welchen der Kapitalbor- beit des .}. t f d Ne d R Künstlers. ger sich zueignet, muls der in der Rente, nun enthaltene Antheil des Kunstkapitaleigen-!*Kus- kapitalbor= thümers grölser oder kleiner ausfallen, sw. je nachdem:' ı. die mit Ausübung der Kunst verbun- dene Gefahr und Mühe‘) und a. das zur Ausübung der Kunst vielleicht noch besonders erforderliche Real- kapital, welches sich im Besitze des andern Theils befindet, grölser oder kleiner ist”). ”) Ist mit der Ausübung einer Kunst Gefahr verbunden; so trifft diese gänzlich den Kunstkapitaleigenrhümer, ‚und diesem muls‘daher auch ein jener Gefahr ange- messener grölserer Antheil am reinen Gewinne zu- fallen. Anders verhält sich’s daher in dieser Hinsicht mit Kunstkapitalien, als mit Realkapita- lien. Bey letzteren nämlich geht die mit ihrer Be- nutzung verknüpfte Gefahr auf den Borger($. 64.) über, und diesem mufste daher auch ein angemesse- ner Gewinn zu Theil werden. ") Viele Kunsıfertigkeiten giebts, die, ungeachtet sie selbst schon für beträchtliche Kapitale zu achten EN ne en ae E TARA SE en 1 FE EEE+ An ln En Eh a ee ir en ee E 62 sind, dennoch, um genutzt und inBewegung gesetzt zu werden, immer noch ein ande- res beträchtliches Kapital erfordern. So das Runstkapital einesKaufmanns, eines Jouweliers u.s. w. ‚Tritt ein solcher den Vor- iheil seiner Kunst an einen Eigenthümer von Realkapitalien ab; so versteht sich, dafs er sich mit einer Rente begnügen müsse, welche vielleicht nur den kleineren Theil des reinen Gewinnes ent- hält. Der andere grölsere Theil des reinen Ge- winnes konnte von ihm gar nicht als sein betrach- tet werden; denn diesen eignet sich der Kapital- eigenthümer als Gewinn für den von seiner Seite hinzutretenden Kapitalaufwand zu. $::72, Natürliche Bedürfnifls und Konkurrenz iin u. zufällige Kunsikapi-[sSern ebenfalls ihren Einfluls auf die Rente wiene. des Kunstkapitals, wie auf die des Realkapitals, und es giebt in dieser Hinsicht eine natürliche und zufälli- ge Kunstkapitalrente. Die niedrigste Kunstkapitairente, welche sich vernünfti- ger Weise denken lälst, und die schon nicht mehr als natürlich betrachtet werden kann, ist diejenige, welche dem Kunstka- pitaleigenthümer blolsen Unterhalt und Ersatz für den Verlust am Kapi- tal*) gewährt, aber keinen verhältnifs- mälsigen Antheil am reinen Ge- winne enthält. Sinkt dieselbe noch tie- fer, nämlich auf den blofsen Unter- halt herab*); so kann dies nur durch sehr gewaltsam wirkende Umstände, wie sehr driugendes Bedürfuifs, bewirkt a+- Eee EI ER EEE N TER. nn Ba_— a Be nenne werden und niemals eine dauernde Re- IM ande- ar, IE, gel seyn. 18, *) Eine Rente dieser Art ist häufiger als man vermuthen hümer von sollte, indem der Künstler sehr oft seine ganze Renie chim für reinen Gewinn zu halten pflegt. Immer aber Heicht inne liegt in diesem Falle schon ein für den Künstler drü- henet ckendes Bedürfnils zum Grunde und da, wo Kunstka- inet pitale noch selten sird, wie!n Rulsland, dem nord- a, amerikanischen Freistaate, in vielen englischen und Kapital, holländischen Kolonieen, mit eihem Worte, in allen ee au fbl üh en d en Staaren wird sich der Künstler ge- Ar wilsnichtmiteiner so niedri genRente begnügen. *") Sogar so niedrige Renten trifft man nicht selten in den bevölkertsten Staaten Europens(Italien, Deutsch- land, Frankreich, England). Sie rühren von dem gewaltsam wirkenden Bedürfnisse her. So nz äu eignet sich der Besitzer einer Fabrik den ganzen Gewinn des Produkts zu, und seine arbeitenden > Rente Künstler haben kaum den nothdürftigen Unterhalt. ie des Wenn hier von einer Kunst die Rede ist, deren Er- Meer lernung, kein grolses Kapital erfordert($. 24.); so mag diese Ordnung der Dinge lange bestehen; sonst ıfällı- ist es aber schlechterdings unmöglich, indem in ei- nem solchen Falle sich Niemand mehr finden würde, der sich mit Erlernung der undankbaren Kunst ab- nünkt- gäbe, und die dem zufolge ganz eingehen würde. Jh nicht Dals aber Künste und Gewerbe, weil sie nicht mehr gesucht werden, und folglich keine hinläneli- werden che Belohnung mehr finden, wirklich eingehen, lehrt unstka- die tägliche Erfahrung. So z. B. das vormals übliche tund Gewerbe der Waffenschmiede, welche Rüstungen Bi verfertigten. Kapr Itnils-- 8. m3, n be Eben so wie schon vorhandene Güter vermiemun: Ei und Kunstfertigkeiten(Kunsikapitale) N" . dureh an Andere gleichsam verliehen werden zrüns«. n können, läfst sich auch eine Uebertragung an der natürlichen Arbeit denken. Hier 64 tritt alsdann der natürliche Arbeiter seinen ganzen Arbeitsvertrag vertragmälsig einem Anderen ab, und bedingt sich nur einen Theil davon als Rente aus(locatio- conductio operarum). S. mh. ‚ Gründe der Letztere muß im natürlichea Zustande der atas. der Dinge 1. dennothwendigen Unter. + halt, 2.'einen Theil des reinen Är- beitsgewinnes(8. 55.) enthalten. Er- hielte der Arbeiter den Arbe'*"_winn ganz; so lielse sich keine Ursache denken, warum der Pächter, und erhielte dieser gar keinen Antheil am reinen Arbeitsgewinne; so lielse sich ım gewöhnlichen Zustande der Dinge keine vernünftige Ursache denken, waruın der Arbeiter den Vertrag geschlossen haben sollte. nun Ferne Im Verhältnisse zur Masse der Arbeit wine.($. 36.) muls derjenige Theil der Tente, welche für den Arbeiter den reinen Ge- winn ausmacht, grölser oder kleiner ausfallen, je nachdem überhaupt die re- lativen Arbeitsgewinne in einer Ge- sellschaft($. 37.) grölser oder kleiner sind. Daher z. B. die beträchtlichen Arbeitsrenten im südhichen'Rufslamd und in dem nordamerikani- schen Freistaate. In Rücksicht der ersteren ıst es ein# nn Ja” 2 2 BR” 65 Tbeiter eine um Moskwa hinlänglich bekannte Sache, dafa acmilsj der gemiethete Arbeiter in manchen Gegenden in R 5 der Aerndtezeit die Hälftevonallem Getraide, welches er schneiden hilft, erhält. Daher gehen Vocatio- auch jährlich eine Menge Bauerweiber aus der Ge- gend um Moskwa nach der Ukraine, um die Aerndte beendigen zu helfen.— Eben so gingen noch vor wenigen Jahren, bevor das glückliche Holland aus- sich nur geplündert worden war, eine Menge westphälischer Bauern auf wenige Wochen in die vereinipten Pro- ustanda vinzen, um auch hier die Aerndte mit zu besorgen, Unter und brachten über die Zehrungskosten einen reinen Gewinn mit sich nach Hause, en Ar- In beiden Fällen also sind es die hohen Ar- 1."Fr- beitsgewinne, welche Leute aus entfernten Ge- genden herbeiziehn. Doch mufs man folgenden Un- terschied bemerken. In der Ukraine rühren jene Y hohen Gewinne von dem Ueberflusse der ar- warum ı ganz; een beitsfähigen Gegens tän deun d dem wirk- x lichen Mangel arbeitender Hände her. ) lielse In Holland fehlt es zwar nicht an Arbeitern. Diese Dinge hatten aber Gelegenheit, auf andere Weise(als Ma- trosen, Bedienten u. s. w.) eine noch höhere Ar- arum beitsrente zu erhalten, als ihnen der Ackerhau yer- ıaben sprach. Der Mangel an Arbeitern war also nicht wirklich, sondern nur$Scheinba r. Doch brachte jener scheinbare Mangel in Hinsicht auf die Gewinne des Ackerbaus dieselbe Wirkung hervor, als ob er wirklich gewesen wäre, Arbeit tente, S$. 76. \: be Im Verhältnisse zum anderen Theile, 2. kager » e. h. strengte Ar- ner welchen der Arbeitspächter vom reinen ne e te Arbeitsgewinne sich zueignet, muls der beiters:' rn 68 in derRente enthaltene Antheil grölser oder eine! kleiner ausfallen: ı. je nachdem die Arbeit mit mehr Gonten oder weniger Mühe und Gefahr nerikak verknüpft ist*); ö on Ist&8 E ein{ rn nn a en en Sn Same on ne 66 >. Reilk- 2, je nachdem, um die Arbeit in Bewe- pital des. Ar- ER{.& beitspächs gung zu setzen, ein kleineres.oder ters. srölseresKapital erfordert wird**). 5 Es ist natürlich, dafs, da diese Gefahr und Mühe, nicht so wie beim Realkapital zum Pächter übergeht, sondern ganz dem Arbeiter bleibt, dieser auch einen derselben angemessenen Antheil: am reiner Gewinne erhalten müsse. Daher die hohen Arbeitsgewinne bey manchen gefährlichen Theilen des Bergbaus, ungeachtet hier die Arbeit nichts weiter als natür- liche Arbeit ist, ihren hohen Werth aber durch die damit verknüpfte Mühe und Gefahr erhält. *) So bey dem blols natürlichen Arbeiterin ei- ner Fabrik, beim Landbauer u. s. w., dem es gänzlich an dem erforderlichen Kapitale fehlt, um seine Arbeit mit Nutzen selbst zu betreiben. Dieser wird sich oft mit dem kleinsten Antheile am reinen Gewinne begnügen müssen, indel[s der Pächter seiner Arbeit als Besitzer des erforderlichen Kapitals, als Besitzer, z. B. von Grund und Boden sich den ungleich grölseren Antheil für eben diesen Kapital- aufwand zueignet. $. 77:| af' Fine Arbeitsrente, welche ungefähr und zuiallıge Z a= u. Arbeitsrene. Mit den eben angeführten Umständen ım Verhältnisse steht, könnte man die natür-| liche, eine andere, die entweder beträcht- lich höher oder beträchtlich niedriger ist,| könnte man die zufällige,nennen($. 72.).| G.. 78. 5 Die zufällige Arbeitsrente wird im- zufälligen 2 Aubeitsrene, Mer durch aulserordentlich Statt habendes Bedürfnifs und Konkurrenz von der einen oder anderen Seite bestimint, Ein ‚sun f nl tee ne on/ E ın Beye.. Beispiel. des bohen Arbeitsgewinnes von Perso-! res oder nen, welche in dringender No ch, bey Feuers- RER gefahr, beim Bergen gestrandeter Güter u. s. w., rt wird) et \ Hülfe leisten. Beispiel ferner der hohen Arbeitsrente von ır und Mühe, freien Arbeitern in solchen Staaten, wo Leibeigen- hter übergeh, schaft besteht. Hier ist nämlich der Vortheil des 'er auch einen Bedürfnisses und der Konkurrenz auf Seiten des freien inen Gewinne Arbeiters und er bekommt dadurch die Gewalt, seine \rbeitsgewinne Freiheit gleichsam als ein eignes Kapital zu 3 Bergbaus, nutzen, er als natur. Dagegen das Beispiel von niedrigen Arbeitsrenten, ı aber durch wie sie durch Hungersnoth, durch Ueberflufs arbeits- rhält, fähiger Hände u. s. w. veranlafst werden. iterin el» w., dem es x fehlt, um S. 79. ‚en, Dieser S: KEN Die niedrigste Arbeitsrente, wel- Nieaigste H z= Arbeitsrente, der Pächter che vernänftiger Weise gedacht werden en Kapital, kann, ist auf alle Fälle diejenige, die dem n sich den a il Arbeiter nichts weiter;als nothdürftisen en Kapital- R Unterhalt gewährt. Sinkt solche durch drinsendes Bedürfnils noch unter den angegebnen Grad herab; so kann dieser ungefähr Zustand der Dinge nicht lange bestehen. inden ım Eine Voraussetzung der Art würde der ge- natül- sunden Vernunft entgegen seyn. N heträcht- riger ist, Eine Arbeitsrente, welche nichts weiter, als den nothdürftigen Unterhalt gewährt, kommt im gesellschaftlichen Zustande in der That häufiger vor, als man denken sollte. Die Ursachen hiervon wer- den in der Folge ausführlicher entwickelt werden, Doch ist dies auch nicht so unbillig, als wenn der (S. 72.) wird In- Kunstarbeiter blols seinen nothdürftigeh Unter- \hendes halt erwirbt, Dieser kann nämlich auf Ersatz und. habe Gewinn seines Kapitals Anspruch machen. Da- z, vol der gegen fehlt letzteres dem natü rlichen Arbeiter stmint, gänzlich, Er ist vielmehr wie ein im& atürlichen u|| | | —— nn Zustande lebender Mensch zu betrachten, des- sen ganze Tätigkeit, durch kein Werkzeug(Kapi- tal) unterstützt, sich nur auf Erwerbung des Höchst- nothwendigen beschränkt, 8.80. Von den Arbeit und Kapital also ist es, was Quellen des= x e: B. P kinkommens ursprünglich einen Ertrag, ein Einkom- oder der Ko, men, und, wenn die Benutzung an Andere übertragen wird, eine Rente giebt. Man nennt jene beiden hervorbringenden Kräfte in dieser Hinsicht mit’ Recht: die Quel- len des Ertrags, die Quellen des Einkommens der Menschen, oder die Quellen der Renten. Sersı Eigentliche Den Begriff von Kapital haben en, wir oben hinlänglich erörtert. Aber einer e Kapital, welches erst in der schon sehr weit fortgeschrittenen Gesellschaft vor- kommt, haben wir noch nicht gedacht. Man könnte letzteres ein uneigentliches Ka- pital nennen, da denn die oben erwähnten Kapitalien($. ı9.), Kapitalien im ei- gentlichen Sinne des Worts,(d. i. Anhäufungen von Arbeit des Menschen) wä- ren. Bey dem uneigentlichen Kapital hat der Fleils des Menschen nichts gethan, und es ist ein bloßser natürlicher Ge- senstand für Arbeit- und Kapitalauf- wand.— So lange wir uns die Gesellschaft im rohen Zustande denken, wird ein sol- 6 achten, des. Kae(Kap cher Gegenstand, wie er ist, ohne hinzutre- des Höchse. tende hervorbringende Kräfte für kein Ka- pital gelten können. Aber in der fortge- schrittenen Gesellschaft macht die Verthei- I lung des Grundeigenthums, der Mangel an Haken arbeitsfähigen Gegenständen und die en daher entstehende Konkurrenz nach sol- kn chen Gegenständen hierin einen Unter- Puh schied. Eben so entstehen in der Gesell- Ant schaft imanche Arten von neuen Bedürfnis- f sen des Luxus und der Ueppigkeit, welche j Dingen einen Tauschwerth beilegen, den Eu sie vorher nicht hatten und der Natur der Sache nach nicht haben konnten. Werden letztere alsdann von ihrem Besitzer zur aus- schliefsenden Benutzung an Andere über- url tragen; so achtet man sie Kapitalien gleich Le und sie geben als solche eine Rente, r schon alt vor- So wird unter uns ein Wald einem Kapitale gleichge- achtet, und giebt im Falle einer Uebertragung eine ht, Man es Ka- Bente, So giebt die Uebertragung des Rechts, in ei- :ähnten nem gewissen Bezirke zu jagen und zu fischen, eine ; Rente. Eben dies ist mit Steinbrüchen in manchen m er Gegenden der Fall. Diese können im rohen Zustan- )(d 1. de der Gesellschaft unmöglich einen Werth hahen. Ah Sie bekommen ibn aber im fortgeschrittenen Zustande en) 1% der Gesellschaft. Das Bedürfnifs nach Steinen zum Kapital Bauen, Pflastern der Stra[sen u. s. w. läler | sethan, die Entdeckung eines Steinbruchs als einen grolsen I) Fund betrachten. Denn bier hat gleichsam die Na- jet Ge tur einen grolsen Theil der Arbeit, welchen der ital Mensch auf's Zusammensuchen der Steine ver- cchaft wenden mulste, selbst verrichtet und der Vortheil, sellscht welchen diese Ersparnils an Arbeit dem Benutzer des | ein sol- Steinbruchs gewährt, berechtigt.den Eigenthümer, uni nn iin IT u la a tra Fa an a a__ er | wie für die abgetretene Benutzung eines’ Kapitals,| heit eine Rente zu fordern.| sich In vielen Städten von Belgien, wo der Acker-| li bau auf einen sehr hohen Gipfel von Vollkommen- erkli heit gebracht ist, und wo sich vielleicht ein grölse-| den| rer Ueberflufs von Kapitalien findet, als in irgend| stänc einem andern Lande, wird sogar der Stralsen- koth, wegen seines Nutzens als Dünger, als ein Ka-| und pital: betrachtet, und die Stadtgemeinden, welche ‚jem ihn an Privatpersonen abtreten, erhalten dafür eine|| I R Rente, So endlich giebt, wie man erzählt,.der| ‚und! Schnee, der manchmal ım Winter in den italieni-| sche schen Städten fällt, wenn das Recht des Aufsam- dest melns an einen Andern übertragen; wird, eine Rente.|| teren: ;| beits $- 92.| I Diest Gundkap-.. Selbst von allen Landgütern, von||\et tal zum Theil=| einuneign-allem Grundeigenthum, Grundka- gen, a pital in der fortgeschrittenen Gesellschaft'einK gehört ein Theil in die Klasse uneigent- | versti Ren: ter | “ r.. r... N es| licher Kapitalien. Wenn wir in die frühe- wo es einem Jeden frey stand, sich ein| klein I f | sten Zeiten der Gesellschaft zurückgehn, Stück wüstes Land zum-Anbaue auszusu- vom chen; so finden wir, dals da ein Grund- sebr stück keinen andern Kapitalwerth haben|schaf konnte, als denjenigen, der im wirklichen||tauc damit verbundenen Kapitale, nämlich in| ‚den, den Wirthschaftsgebäuden, Acker-| /Wir geräthe u. s. w. enthalten war“). Aber verm in dem fortgeschrittenen Zustande wird| Tau auch.der bloße Grund und Boden ei-||; Ihätı nem Kapitale gleich geachtet, und||gend giebt. als solches eine Rente._ Letztere ist| te h alsdann der mit dem Arbeiter geiheilte Ar- den’ ee nn a nn ee un ne ne wi nen u v en= en m 8 Kıpi. u.. up apa, beitsgewinn. Die Ursache hiervon lälst sich nicht anders, als auf folgende Weise der Acker. ollkomnan ‚erklären.— Je mehr in der fortschreiten- ein grölke x: hr EN Fi Pe den Gesellschaft die Anzahl solcher Gegen- J gend> Stralsen stände, die eines Aufwandes von Arbeit. als ein Ka und Kapital werth sind, sich vermindert— n, welche=& e 5 ns e mehr das Grundeigenthum sich vertheilt {®)? ‚ undjezahlreicher diejenige Klasse von Men- dafür eine zählt, des schen wird, denen es an Grundstücken fehlt; Le desto fühlbarer mufs das Bedürfnils bey letz- teren werden, auf die Erwerbung eines ar- beitsfähigen Grundstücks bedacht zu seyn. Dieses Bedürfnils wird sie zuletzt zu einem |, von Vertrage mit dem Grundeigenthümer zwin- ndka- gen, zufolge dessen sie ein Stück Land, wie Ischatt- ein Kapital betrachten””) und für die ihnen gent- verstattete Benutzung dem Figenthümer eine ‚[frühe- Rente zugestehn. Anfangs wird diese Ren- keehn, te nur klein seyn“). Aber sie mag so hen klein seyn, wie sie will; so wird sie doch USZUSU- vom Besitzer des Grundstücks in Anschlag Grund- sebracht, und der Trauschwerth der Wirth- haben schaftsgebäude u. s. w. im Fall einer Ver- lichen tauschung des Guts um so viel erhöht wer- lıch ın den, als es jene Rente mit sich bringt. Wird die Rente unter dem zweiten Besitzer cker- Se vermehrt; so steigt auch unter diesem der je wird Tauschwerth des Gutes in demselben Ver- lanıck hältnisse. Dies geschielıt unter allen fol- or, und genden Besitzern, so lange als his:die Ben- tere Ist ‚te ihren höchsten Grad erreicht hat, und je Ar den Tauschwerth des Grundstücks bey der ne nn nn a Eu TE ee ee a Fu si u u a Wr 72 nächsten Vertauschung nicht weiter erhö- hen kann. Der gegenwärtige Besitzer hat gewöhnlich sein Grundstück nach dem vollen Kapitalwerthe, welchen bey demselben die Rente hervorbringt, einge- tauscht. Für ihn ist daher die Rente nicht mehr das, was sie für den ersten Besitzer vielleicht vor einem Jahrtausende war— nämlich kein bloßser zufälliger Gewinn mehr, sondern eine Rente des Kapitals, welches er, um sich den Besitz eines Land- guts, das eine Rente abwirft, zu verschaf- fen, hingegeben hatte, Aus dem bisher Gesagten ergiebt sich demnach, daß ein Landgut ein doppeltes Kapital enthält: r,ein wirkliches, näm- lich die zum Anbaue desselben erlorderli- chen Gebäude, Geräthschaften u. s.w.>. ein uneigentliches, den bloßsen Grun! und Boden, welchem Bedürfnißs und Konkur- renz einen imaginären Werth giebt, der dem Tauschwerthe eines wirklichen Kapitals gleich kömmt***), Je roher die Gesellschaft ist, desto be- deutender ist bey einem Grundstücke das erste Kapital und desto unbedeuten- der das zweite, Je vollkommner dagegen die Gesell- schaft ist, desto unbedeutender ist das erstere wirkliche Kapital im Verhältnis- se zum zweiten eingebildeten****"), ey m*+ ter erh. ' Besitzer ach dem hen bey ', einge nte nicht Besitzer ı war sewinn Lapitals, s Land- arschaf- abt sich ppeltes , näm- ırderli- „ein nd und Konkur- h giebt, klichen »sto be- ‚cke das eutel- ) Gael- ‚yhälinnse N ne Wird im rohen Zustande der Ge- sellschaft ein Landgut verpachtet; so kann die Rente, die es giebt, nur für eine Rente des ersteren Kapitals gerechnet werden. Dagegen im vollkommneren Zu- stande der Gesellschaft ist der gröfste Theil der Rente, die ein Grundstück abwirft, als Gewinn des zweiten Ka- pıtals zu rechnen.| ”) Kanard, ein neuerer französischer Schriftsteller der politischen Oekonomie, glaubt, dafs der Tausch- werth eines Grundstücks(s, Seite 5.) ursprünglich in den auf seine Urbarmachung verwandten Kosten bestehe. Versteht man unter Urbarmachung, Erbauungvon Wirthsch aftsgebäuden, An- schäffung vonAckergeräthe, Viehn.s. w.; so ist dieser Grundsatz wahr. Versteht man aber darunter einen anderen Aufwand, wie Vorbereitung eines Stück Landes durch Aufwerfen von Däm- men, Kanalziehen, Düngung, Vermi- schung mit anderen Erdarten u.s.w.; so ist der Grundsatz des französischen Philosophen höchst falsch, denn im rohen Zustande der Ge- sellschaft werden Aecker, die so viel Vorberei- tungskosten erfordern, lieber gar nicht ange- baut. er Nur dann wird es einem Volke‘möglich, sick durch Aufwand von Arbeit und Kapital Aecker gleichsam neu zu erschaffen, wenn dasselbe sich schon in einem blühenden Zustande befindet, schon reich und zahlreich ist, und folglich einen Ueberflu[ls von arbeitenden Händen und Kapitalien besitzt, Nur in einem solchen Zustande der Gesellschaft hat Grund und Boden einen Kapitalwerth, und die Erwerbung eines Ackers, der durch einen Damm, der See abgetrotzt, oder durch Kanäle urbar gemacht wird, ist Gewinn für die Gesellschaft, indem er den Mitgliedern Mit- h Fe K ESS TEEREZSS = a ED-INGHOIEN eh | .) N en- BE: = FF nn nn Se aeg Se et wre \I je tel zur Vermehrung ihres Unterhalts verschafft. Al- lein wird durch die Autwerfung des kosıbarsten Dam- mes der Werth des Ackers im Geringsten erhöht?— Erbält durch diesen Aufwand von Arbeit und Kapi- tal das der See abgedrungene Stück Land den gering- sten Vorzug vor anderen Äeckern, die mit geringe- ren Kosten urbar gemacht wurden?— Nichts we- niger! Vielmehr verliert dasselbe noch, weil die zur Erhaltung des Dammes erforderlichen Köösten den jährlichen Ertrag beträchtlich vermindern. Gleich- wohl! könnte dies nicht der Fall seyn, wenn wir an- nehmen, dafs Arbeit und Kapitalaufwand, welche die Urbarmachung eines Ackers zum Zwecke haben, allein den Tauschwerth desselben bestimmen. Gewils hatten sich die Niederländer durch Han- del und Gewerbe schon beträchtliche Reichthümer erworben, ehe ein blofses Stück Land bey ih- nen einemKapitale gleich geschätzt ward und ehe sie darauf verfallen konnten, einen Theil ihres wirklichen Kapitals auf die Urbarmachung von Ländereien zu verwenden. Noch kommt hier ein Umstand in Betracht, der nicht überseben zu werden verdient und den wir durch die tägliche Erfahrung bestätigt finden. Es ist der, dafs ein noch nie angebauter Acker, wenn er nur an sich von keiner ungünstigen Beschaf- fenheit ist, bey der Bebauung weit gröfsere Vorthei- le gewährt, als ein bebaüıter. In dieser Hinsicht könnte man sagen, dafs unter gewissen Umständen die Urbarmachung(defrichement) weit davon entfernt den Werth eines Stück Landes zu erhöhen, vielmehr demselben noch einen Theil seines Wer- thes ben.mmt.‘Wirklich giebt mancher Acker dann gerade die gröfste Aerndte, wenn er zum erstenmale aufgerissen wird. Darum bringen wir aus Grund- sätzen unsere Aecker in einen Zustand, da sie von neuem gleichsam wieder urbar gemacht werden müs- sen, oder wir lassen sie brach. Darum lälst der livländische Bauer seine Aecker regelmälsig nach ei. nigen Jahren Bearbeitung völlig wieder verwildern „und mit Wald bewachsen, um nach Verlauf eines gewissen Zeitraums wieder die Vortheile des ersten Urbarmachens einzuärndten. Sn Zug fit. AL n Dam« ohr?_ d Kapı- gering. ‚eringe- hts We. die zur en den Gleich- wir an- welche haben, Han- ‚umer ey ih- ward Theil x von ‚ der n wie aus Acker, schaf- orthei- nsicht inden Jaron ‚hen, Ver- dann ‚male rund- e von ‚ milß- st der ch ei ldern eines ersiel nn 75 ””) Die Rente, welche für die Benutzung eines Ackers gezahlt wird, hat also einzig und allein in der Ein-) führung des Eigenthums und dem, daher für solche Glieder der Gesellschaft, welche kein Grund- eigenthum besitzen, entstehenden, Bedürfnisse ihren Grund. So würde auch Wasser eine Rente geben, wenn es dem Menschen möglich wäre, über dies ein so ausschlielsendes Eigenthum auszuüben, wie über Ländereien. 9) Daher die unbedeutenden Renten, welche sich bey manchen Grundstücken von alten Zeiten her durch eigne Verträge unverändert erhalten ha- ben, und die den jetzigen Verhältnissen der Gesell- schaft gar nicht angemessen sind. 9, In Rücksicht vieler Grundstücke, z. B. derer, die in grolsen Städten belegen sind, ist der Werih des Kapitals, welches man mit dem Grundstücke verei- nigt hat, vollends von gar keiner Bedeutung. Sie sind fast ganz und gar uneigentliche Kapita- lien, welchen ein, in besonderen Verhältnissen ge- gründetes Bedürfnils ihren hohen Tauschwerth gegeben hat. So z. B. die leeren Plätze, die es noch iinmer hin url wieder in grolsen Städten giebt; wenn solche vertauscht oder auch nur gegen eine Rente zuirgend einer Benutzung, ganz nackt an einen Dritten übertragen werden. Er Jetzt rechnet man, dals sich in'manehen Gegenden von Deutschland der Werth des eigentlichen Kapitals zum Werthe des blofsen Grund und Bodens verhalte wie 1:4. In älteren Zeiten war das eigentliche Kapital eines Grundstücks(an Häusern, Ackergeräth, Viehstand u, s. w.)Jan sich gewils von geringerem Betrage als jetzt, aber ge- gen den Werth vom uneigentlichen Kapitale oder gegen den Werth von Grun d und Boden erölser, Mit dem Fortschrei- 8 ten der Gesellschaft werden sich ohne Zweifel die gerechnet, dennoch eigentlichen Kapitale auf einem Landgute noch immer vermehren; allein der Werth des Grund und Bodens muls in einem noch gröfßseren Verhält- nisse steigen, go dals die ersten zu dem zweiten sich vielleichf wie 1:5 und dann wie r:6 und so fort verhalten werden. Gehen wir dagegen in den älte- sten Zustand der Gesellschaft zurück, so finden wir hier gar kein Verhältnifs zwischen den arm- seligen Kapitalien,(Wirthschaftsgebäuden u. s. w.) welche man mit Grund und Boden verei- nigt hatte und letzterem. Jene hatten allein ei- nigen Werth, diesem fehlte es daran gänz- lich, Allgemeines Werthzeichen (Geld). Kauf Gelddarlehn. Arbeitslohn, S- 83. Mängel des So lange blols Güter gegen Güter aus- era getauscht werden konnten, mufste der Ver- kehr unter den Menschen höchst schwierig und eingeschränkt seyn. Denn sehr oft war das auf der einen Seite fehlende Be- dürfnils($. 56.) ein Grund, den ganzen Tausch zu hintertreiben. Oder wenn die- ser ja dennoch zu Stande kam; so geschahe es, dals das dringende Bedürfnifs auf der einen, und das fehlende Bedürf- nıls auf der anderen Seite dort die ein- zutauschende Waare sehr über ihren wah- ren Tauschwerth erhöhete, hier tief un- ter denselben erniedrigte, $. 1 84 Einführung ‚ Der Zufall,— denn gewils war es des Geldes, ey i 5 ä nichts anders als Zufall— führte indefs die Menschen auf die Entdeckung eines Guts, Teen ; 77. arm. welches allen diesen Unbequemlichkeiten ide abhalf. Durch ein Zusammentrefien gün- in ei- stiger Umstände vereinigte sich die öllentli- Binz che Meinung, jenem Gute einen hohen Tauschwerth beizulegen, auch wenn es einen niedrigen Gebrauchwerth hat- te. Ein Jeder war begierig, sich denBesitz hen desselben zu verschaffen, nıcht sowohl, um es zu verbrauchen, als um, im Falle eines vorkommenden Bedürfnisses, andere nutz- bare Güter dagegen einzutauschen. Der Werth, welchen der Einzeln e jenem Gute beilegte, gründete sich auf die Meinung aus- der Uebrigen, und diese war hinwie- /er- derum das Resultat der Meinungen ei- orig nes jeden Einzelnen. oft Mit einem, Worte der glückliche Zu- Be- fall spielte dem Menschen ein allgemei- zen nes Werthzeichen,(pretium eminens) öle: ein allgemeines Tauschmittel, oder us Geld(pecunia) in die Hände. auf Der deutsche Name Geld bezeichnet diesen Begriff rf. sehr gut, von geltend. i.einen Werth haben. Bey, den anderen Nationen wird dieser Begriff auch durch Münze(money, englisch) bezeichner. ah- Dieses Wort aber enthält noch einen Nebenbegrift, wovon unten gehandelt werden wird. IN- un- Nur der Römer hat zu beiden Begriffen zwey selır ; bestimmte Worte: pecunia und nummi oder monela. S: 85. 16 Das unumgänglichste Erfordernils ei- Extordemis- f£“ se einesGuls ; die nes solchen allgemeinen Tauschmit- innen m ai u IT aufn a a a an FE A er das als Geld dienen soll. 75 tels ist: dals sein Erwerb eine grolse Mas- se hervorbringender Kräfte erfor- dere, oder, was dasselbe bedeutet, dafs es selten sey. Denkt man sich die ge- nannte Eigenschaft hinweg; so wird ein Gut, auch bey dem höchstenGebrauchwer- the dennoch nie zu einem allgemeinen Tauschmittel dienen können*).. Noch be- quemer und seinem Zwecke genugthuender sırdes, wenn es jene Masse hervor- bringender Kräfte in einem kleinen Volumen enthält, ferner, wenn es leicht zu theilen und wieder zusammen zu setzen, homogen, schwer zu zerstören undüber die ganze Erde von gleicher Güte ist. *) Daher waren die edlen Metalle bey den Peruanern und Mexikanern bey der ersten Ankunft der Spanier keine allgemeine Werthzeichen, Sie fanden sich nämlich in einem so grolsen Ueberflusse und es er- forderte so wenig hervorbringende Kräfte, um sie zu erwerben, dals ihr Besitz unmöglich für Jemanden von Werthe seyn konnte. Vielmehr muls- ten andere Güter gegen die edlen Metalle dort einen hohen Tauschwerth haben. Eben so wird ein Gut, wie z. B. Wasser bey sei- "nem hohen Gebrauchwerthe dennoch auch nie ein allgemeines Werthzeichen werden können. Niemand wird nämlich darauf verfallen, sich Was- ser durch Tausch gegen andere. Güter, deren Er- werb hervorbringende Kräfte. erfordert, zur verschaffen, indem es wenig oder gar keine her- vorbringenden Kräfte kostet, sich in den Be- sitz von WVasser zu selzen. nn une En nn nn a nn name: mE mann nn hi Genen kin ee Fake nasse Am dr ’ YA En. Mas- S:: 86. erfor Be:. n Die Güter, welche von den Menschen Beispiele dalz verschiede» zu allgemeinen Werthzeichen ge-nercüte,die e gR- erd;2r- Ü wählt wurden, waren nicht unter allen Völ-,.°°. | ein raucht wur» kern und nicht in jedem Zeitalter dieselben. da. iwer- R= 5 Bey den ältesten Griechen und Römern war einen n N es Vieh, und etwas später Eisen und ı be-| RR 3 } Kupfer, welches die Stelle des allgem ei- nder E- nen Werthzeichens vertrat‘). Bey /0T- den Malabaren sind es Seemuscheln, ıen|=- \ Stockfisch in Newfoundland, Tabak D: ae> En u in Virginien, Zucker in manchen westin- Fä dischen Kolonieen u. s. w. Alle diese Dinge a besitzen das erste wesentlichste Er- ode fordernils des Geldes, einen hohen Tauschwerth, und können felglich zu diesem Zwecke dienen. Allein in keinem Gute finden sich die En oben($. 85.) angegebnen Erfordernisse ei- r keine 2. 1 sich nes allgemeinen'Tauschmittels besser ver- set. einigt, als in den edlen Metallen. Ein . ft F..... Y m zweiterglücklicher Zufall, von nicht 1 Ju ä ei\ zu berechnenden Folgen war es demnach, einen welcher die kultivirten Menschen eineSache wählen liels, die der angestrengteste Scharf- a sinn nicht schicklicher hätte wählen je on. können*). önnen ı War- 7 So läfst Homer die Rüstung des Diomedes auf zehn ren Er- und die desGlaukus auf hundert Ochsen schätzen.— nt, ZU Daher ferner der Ursprung des lateinischen Namens e her pecunia(von pecus).— Lange bedienten sich dan De die Spartaner keines andern Geldes, als eiserner go Münzen,— Bey den Römern aber kommen eben so Silbermünzen erst nach Beendigung der Eroberung von Italien vor. In Rufsland giebt es eine kleine Scheidemünze Poluschka d, i.\halbes Ohr, wahr- scheinlich weil die älteren Russen sich der Felle man- cher T'hiere als Geld bedienten. Selbst Perlen und Edelsteine, die in Rück- sicht des hohen Tauschwerthes in einem kleinen Volumen den edlen Metallen nicht nur gleich kommen, sondern sie noch sogar übertreffen, sind dennoch zu einem allgemeinen Werthzeichen nicht so tauglich, weil ihnen die Fähigkeit fehlt, leicht getheilt und wieder zusammengesetzt zu wer- den, und überdem, weil sie sich in verschiedenen Gegenden in verschiedener Güte finden. So stehen 2. B. die brasilischen Diamanten gegen die ostindi- schen weit zurück, inde[s das Gold und Silber der neuen Welt dem der alten völlig gleich kömmt, =) Dals es übrigens ein Zufall war, welcher die Men- schen auf ein allgemeines Werthzeichen ver- fallen und sie hierzu die edlen Metaile wählen liels, bedarf wohl keines Beweises. Wäre es nicht Zufall, sondern überdachte Wahl gewesen, so hätte alsdann nothwendig ein förmlicher Vertrag voraus ‚gehen müssen. Bekanntlich aber meldet uns die ‚ Geschichte von einem solchen Vertrage nichts. Ueberdies hätte auch der bündigste Vertrag in An- sehung des Werthes der edlen Metalle nicht die Wirkung hervorbringen können, welche nach und nach die öffentlicheallgemeinherrschende Meinung hervorbrachte. S. 87. Folgen der Die Folgen, welche die Erfindung ei- Erfindung des Geld. Nes allgemeinen Tauschmittels nach sich zog, waren sehr bedeutend. Theils wurde dadurch der gegenseitige Verkehr sehr erleichtert, theils der bisher ungewisse# und schwankende Tauschwerth der Güter durch das eingeführte Werthzeichen ge- nauer en an een nn nn nn nn nn a re ae inne nme erine- ezer de pe wı Gu dic en mn ien eben roberung nauer bestimmt. Der blofse Tausch ver- e kleine wandelte sich in einen Kauf, und an die T, wahr. ä Mi= Stelle des unbestimmten dunklen Tauschs= werthes trat ein bestimmter Preis. Letz- in Rück terer nämlich ist die Vergleichung des einem; i: er Tauschweirthes eines Guts mit er ertrefen, nem gewissen Gewichte edler Me- a talle, wenn. diese in einem voll- t fehlt,. Fan kommen reinen Zustande gedacht edenen werden, stehen ne Um übrigens vermittelst der Vergleichung mit einer der\ gewissen Quanıum edler Metalle zu einem deutlichen Begriffe von dein Tauschwerthe eines Guts zu ge- "M langen, werden zwey Begriffe als bekannt voraus- e Men« Er gesetzt: ieh ı. Der Begriff von dem Betrage des angegebnen Zutl, Quantums edler Metalle, z. B. Begriff von dem Be kdil,. te trage von einer Unze Gold. ei a. Begriff von dem ungefähren Tauschwer Sn the einer Unze Gold, oder Begriff von den man- ie, 2 nichfaltigen Gütern, die man für eine Unze Gold Sg einzutauschen im Stande ist. Auch diesen Begriff Kr; er bat man vielleicht nicht unmittelbar, sonder man pi die gelangt darauf durch Schlüsse.$o ist vielleicht nur ch und der Tauschwerth eines Loths bekannt, und um hende den Begriff vom Tauschwerthe einer Unze zu bes kommen, muls man jene Grölse in Gedanken vers doppeln, [. 8; u el- nach Bey einem Tausche werden von bei-zegir vom lb, 2e.. Ä Kauf: heils den Seiten zwey einzelne Produkte(Gr aut rkehr specie) ausgetauscht; Bey dem Käufe wish wird nur von Seiten des Käufers ein solches Güter Gut gesucht.. Was dieser dafür giebt, ist enge nicht ein Gut im Einzelnen, sonderu ein nauet FE Wesei des Verkaufprei- ses. Nominal-u. zeeller Preis. 82 Gut nach seiner Gattung(in genere). Auch will der Verkäufer nicht unmittel- baren Gebrauch von demselben machen. Für ihn enthält es nur eine Anweisung auf ein gewisses Quantum hervor- bringender Kräfte, oder ihrer Produk- te, welche denjenigen gleichgeschätzt wer- den, die im verkaulten Gute enthalten sind. \ $. 89. Immer ist es der Begriff von diesen Produkten, von diesen hervor- bringendenKräften, über welchen der Verkäufer durch den Verk aufpreis zu gebieten, die Fähigkeit enthält, was das Wesentliche des Verkaufpreises aus- macht, nicht aber die Masse des Geldes (der edlen Metalle) an sich betrachtet. Letztere bezeichnen gleichsam nur den N o- minalpreis eines Guts, indels der erstere Begriff seinen reellen Preis bezeichnet. Reeller Preis und Nominalpreis eines Guts sind zwey ganz verschiedene Begriffe, Oft kann bey zweien Gütern der reelle Preis gleich, der No. minalpreisabersehr verschieden seyn und umgekehrt, So waren in älteren Zeiten die Nominalpreise mancher Güter gegen die Preise jetziger Zeiten sehr gering, aber die reellen Preise gewils eben so hoch und vielleicht höher. So sind noch gegenwärtig die Nominalpreise mancher Güter in England sehr hoch; ihre reellen Preise aber nicht höher, als in andern Ländern, Eine Waarekoste dort, sechs Loth feines Sil- ber, die man in Rußland für drey Loth feines wi 2 enere ı) ittel. achen, is ung IVor- roduk- zt wer- n sind, esen vor- n der 15 zu s das aus- ldes ‚chtet, n No- orstere chnet, Gut nn bey er N o- yn und preise en sehr eben 50 Ipreise ‚gellen ndern, yessil feine tom 35 Silber haben kann. In diesem Falle ist der N o- minalpreis in England offenbar höher; aber der reelle Preis ist es nicht. Denn drey Loth Silber in Rufsland verschaffen ihrem Besitzer eben so viel Nutzen, als sech&$ Lothin Eng- land, indem man eben so viel brauchbare Gi. ter dafür anschaffen kann, und dadurch über eben so viel nützliche Güter zu disponiren in den Stand gesetzt wird, als in England mit sechs. 8. 90. . Es ist nicht schwer, die Ursachen a Verschiedenheit‘ vom reellen Preise denhei zwi- zweier Güter, welcher bey gleichem No-uun u minalpreise e derselben Statt findet, zu er-"Im Prei gründen, Die edlen Metalle(Geld) sind ä nämlich eben so gut, wie andere Güter, Produkte hervorbringender Kräfte, Nur in so fern als sie dieses sind, haben sie einen Tauschwerth, und können alsz au Maalsstab für den Tauschwerth anderer Gü-& een ter dienen($.85.). Denken wir uns nun, dals es in einer Gesellschaft weniger her- vorbringende Kräfte kostet, ein ge- wisses(Juantum edler Metalle hervorzuhrin- gen, alsin einer anderen; so muls dort na- türlich der Tauschwerth derselben[al- len, und der Nominalpreis der Güter muls in’eben dem Maalse steigen. Beispiel vom spanischen Amerika, wo die edlen Me- tallein einem so grolsen Ueberflusse vorhan- den sind, folglich so wenig hervorbringende Kräfte kosten und einen so niedrigen Tauschwerth haben, dafs sie den Zeugnissen neuerer Beisebe- schreiber zufolge noch gegenwärtig zur Verlertigung gemeiner Gefälse angewandt werden. = r 2 ann a a w sn ee ee BET EEE ne a ren Fe Fe ru S:. 9r. Zufälliger Allein. es ist nicht blofs die Masse her- ern vorbrin gender Kräfte, welche den Hesle"MTauschwerth eines Guts bistimmt(8, 54.). Noch kommt hierbey Bedürfnifs und Konkurrenz in Betracht. Diesen zufolge muls natürlich der Tauschwerth der edlen Metalle grölser seyn, wo bey einer gewis- sen Anzahl Menschen, und bey einer gewis- sen Masse schon vorhandener Güter ein kleineres Quantum edler Metalle vorhanden ist, als da, wo unter übrigens an gleichen Umständen sich ein grölseres Quantum findet. Daher muls ferner völ- lig wie bey der Verschiedenheit des Quan- tums hervorbringender Kräfte, welche ein Quantum edler Metalle kostet, in eben dem Maalse dort der Nominalpreis der Gü- versinken, hierabersteigen. Beispiel von Grofsbritannien, wo im Verhältnisse zu den andern Ländern eich vielleicht das Doppelte schon vorhandener edler Metalle im Umlau- fe.befindet— wo die Güter bey gleichem reel-. len Preise folglich einen doppelten Nomi. aalpreis haben müssen. N... 08, Frask Aus dem bisher Gesagten ergiebt sich: es dafs der Tauschwerth oder der Preis der ehungen über d. Preis edlen Metalle aus zweien Theilen besteht, der edien Mealie, Nämlich 1. aus dem Aufwande hervor- bringender Kräfte, welche'es kostet, ‘ eher. e den 54) 3 und zulolge " edlen gewis- gewis- rüter etalle igens seres 7 völ- Juan- 1e ein n dem er Gü- imisse ZU )oppelte Umlau- ı reel- Nomi« g sich: ois der yestelt, ervol- kostel, 85 sich den Besitz von edlen Metallen unmit- telbar zu verschaffen, und 2. aus der Men- se der schon vorhandenen edlen Metalle, die sich in einer Gesellschaft be- finden. In so weit der Preis der edlen Me- talle auf dem ersteren Umstande beruht, könnte man solchen den wahren, in so fern er aber auf dem letzteren Umstande be- ruht, könnte man ihn den zufälligen Preis der edlen Metalle nennen, Beide Begriffe werden weiter unten ausführlicher erörtert werden. In welchem Verhält- nisse übrigens der Werth des gesammten in einer Gesellschaft umlaufenden Geldes nach seinem wahren Werthe angeschlagen, mit dem\Verthe der daselbst vorhandenen nutzbaren Güter, letztere ebenfalls nach ih- rem natürlichen Werthe angeschlagen ste- he; dies ist zu bestimmen unmöglich.*) Al- les, was man hierüber zu wissen vorgiebt, gründet sich auf Hypothesen. Nur dals letz- terer den ersteren um vielmal übertreffe, dies ist keinem Zweifel unterworfen. Denn so wie ein Lastwagen gebraucht wird, um: eine grolse Menge von Lasten nach und nach durch beständiges Hin-und Herfahren zwischen zweien Handelsstädten aus einer in die andere zu schaffen, und nicht etwa nur zu einem einzigen"Transporte dient; eben so kann auch ein und eben dasselbe Quantum Geld dazu gebraucht werden, eine Menge von Gütern, die dessen Werth viel- 86 leicht millionenmal übertreffen, durch ei- nen beständigen Wechsel aus einer Hand in die andere zu liefern“). Dasselbe Me- tallstück, dessen sich heute ein Mann be- dient, um nutzbare Güter dafür einzukau- fen, erhält er morgen von einem Andern vielleicht wieder. Und auf diese Weise kann solches im Laufe des Jahres noch viel- mals von ihm weggehn und wieder zu ihm zurückkehren,| w Kanard, dessen ich bereits oben Erwähnung ge- than, glaubt, dafs, unter gewissen Umständen der Werth des umlaufenden Geldes dem Wer- the der umlaufenden Güter gleich sey. Damit ıst aber so viel als gar nichts gesagt, Was bedeuten hier umlaufende Güter? Sind es die umlaufenden Güter einer Minute, einer Stunde, eines Tages? Kann nicht ein und eben dasselbe Stück Geld sei- nen Besitzer in einem Tage dreimal verändern, und zum Umsatze von Gütern gebraucht werden, da denn der Werth dieser letzteren den Werth des Gel. des in einem Tage schon um dreimal übersteigt?— Kann nicht ein Anderes wochenlang ungenützt im Kasten liegen, ohne zum Güterumsatze gebraucht zu werden? *") Oben haben wir vorausgesetzt, dafs eine Waare, um bequem als Geld gebraucht zu werden, die Eigenschaft voraus setze, nicht leicht zerstört zu werden, Wirklich besitzen die edlen Metalle diese Eigenschalt in einem hohen Grade, Es hält uns pichis ab, anzunehmen, dafs ein gewisses Stück ed!er Metalle schon seit Jahrtausenden im Umlaufe und in einer beständigen Wanderung von einem Zeit» alter zum anderen, und von einer Nation zur an- deren sey, WVelche ungeheure Summe von:Gütern ist es daher, zu deren Umsatze ein solches Stück ge- dient haben kann, und wie geringfügig ist sein eig- ner Werth im Vergleiche mit dem Werthe aller die- ser Güter. Tee 'ch&i- Hand- 3 9. je Me- Diese unaufhörliche Wanderung des Geldumlauf in be. Geldes, da es aus einer Hand in die ande- ic re geht, bald seinen Besitzer verlälst, bald dan, wieder zu ihm zurückkehrt, ist es, was man Weise unter der Cirkulation des Geldes oder bs dem Geldumlaufe versteht. 1 ılım| S. 94. En Je häufiger das Geld in einer Gesell- Bes en der schaft seine Besitzer verändert— um je ı Wer mehr die Summe der Güter, zu deren Um- Ban satze Geld im Laufe des Jahrs gebraucht fenden wird, den Werth dieses Geldes übersteigt; Vages? desto lebhafter ist die Cirkulation. Ver- ne ändert aber das Geld seinen Besitzer nur nd. selten, wird es lange ungenützt aufbewahrt; ne so sagt man in diesem Falle, dals die Cirku- Eh lation langsam von statten gehe. braucht Fine lebhafte Cirkulation kann auf die Nominalpreise die nämliche Wir- Vaart, kung haben, die eine grölsere Masse umlau- h ku, fenden Geldes hervorbringt, indem sie sol- if \erale che erhöht. Sehr viel kommt hierbey auf u Eu hl den speciellen Nationalcharakter einer Na- if s Stück:: ER N Tal tion an, Man denke sich zwey Nationen E em Zeit von ganz entgegengesetztem Charakter und'E zur U Neigungen. Die eine soll phlegmatisch im B u Erwerben, aber auch sparsam im Verzehren 2 In seyn; die andere soll Erfindung, Munter- aler dir keit, Betriebsamkeit im Erwerben, aber ——m HT ee 85 wegen der Leichtigkeit des Frwerbs auch vielen Leichtsiun ım Verzehren besitzen. Dort wird natürlich nur eine sehr langsa- me, hier aber eine sehr lebhafte Cirku- lation Statt finden. Die Mitglieder des letz- tern Volks werden ihr Geld nicht im Kasten aufbewahren, Sie werden sich vielmehr andere Güter dafür einzukaufen suchen, und, stets nach Genüssen strebend, höhere Preise für Güter zu geben geneigt seyn, die ihnen solche Genüsse versprechen. Unter den eben beschriebenen Umständen nun kann die erstere Nation eine doppelt so große Summe Geld besitzen, als die zweite; allein da nur einkleiner Theil dieser Summe wirk- lich eirkulirt, indefs bey der zweiten Nation alles haare Geld in einem beständigen Um- laufe begriffen ist; so wird dennoch das Verhältnils zwischen cirkulirendem Gelde und Gütern bey beiden Nationen dasselbe seyn, und die Nominalpreise der Güter bey der einen werden die bey der andern nicht sonderlich übertreffen, Die eben angegebne Ursache ist vielleicht zum Theil auch, welche in den Hauptstädten des russischen Reichs die Nominalpreise mancher Güter höher treibt, als sie der Natur der Sache nach seyn soll- ten, Betriebsamkeit, Leichtigkeit des Erwerbs, natürlicher F.ohsinn, bestän- diges Sıreben nach Genufs bey allen Volksklasgen bewirken in Moskwa einen sehr lebhaften G-ldumlauf, Nehmen wir an, dafs der Geist, durch welchen dieser Geldumlauf veranlafst wird, allgemein herrschend ist, und dafs sich das Streben nach Genufs nur ziehr auf Dinge, die der N nn+ nn- nee re zn ee— a ER 89 5 auch Gestndheit nachtheilig sind, richtet; so ist dersel« sitzen be für die Gesellschaft gewils von keinen nachthei- ligen Folgen. Was das arbeitende Individuum auf ngsa- der einen Seite durch sein leichtsinniges Ver- Cirku- zehren verliert, gewinnt'es auf der andern Seite as Jetz dadurch reichlich wieder, dals alle Glieder der Ge- BRD sellschaft in Rücksicht seiner nach eben denselben tasten liberalen Grundsätzen handeln, nach welchen es almehr selbst gegen die Gesellschaft verfährt. 1, und,: Preise' 9:95: ihnen Immer steht der reelle Preis der Gü- Venitmit; } R& ‚ischen d den ter mit dem Tauschwerthe oder Prei-piisen. kann se der edlen Metalle in geradem, rolse der Nominalpreis aber in umgekehr- E| tem Verhältnisse, WilK-| ER| m| 2 das Bey der Eintheilung des Kaufpreises in Gelde einen reellen und Nominalpreis wird zus. selbe der Tauschwerth eines Guts, in so fern er erber das Resultat der hervorbringenden a Kräfte ist, als eine feste unveränderliche Größse angenommen, und das, was den Mei Tauschwerth der edlen Metalle aus- sischen macht, nach seinen Schwankungen und bohet| Verschiedenheiten betrachtet. Denkt man . n| sich aber letzteren in einer Gesellschalt ein- estän mal schon als eine bestimmte Größe, und allen wmtersucht dagegen die Veränderungen des IK Tauschwerihs, welche erstere im Verglei- eranlt che mit den edlen Metallen durch mancher- n! ley zufällige Umstände erleiden; so lätst 99 sich ein wahrer Preis der Güter und ein Marktpreis unterscheiden. $. 97. Entwicke- Ein Gut wird nach seinem wahren Be Preise verkauft, wenn das Quantum edler an oe Metalle, w dia man dafür bekommt, eben Preise. soviel hervorbringende Kräfte, als das gekaufte Gut enthält, und folglich sei- nem nunmehrigen Besitzer eine Anweisung auf eine eben so beträchtliche Masse her- vorbringender Kräfte oder ihrer Pro- dukte giebt. Oder mit andern Worten: Der wahre Preis eines Guts ist derjeni- ge, dersich auf dennatürlichen Tausch- werth eines Guts($.56.) gründet, und nach welchem billiger Weise ein Gut immer ver- kauft werden sollte Der Markt- preis hingegen ist derjenige, nach wel- chem ein Gut wirklich verkauft wird, und der sich nicht sowohl auf seinen na- türlichen'Tauschwerth gründet, sondern bald höher, bald niedriger, und vielmehr von dem durch Bedürfnils und Ko»n- kurrenz hervorgebrachten zufälli gen- Tauschwerthe($. 56.) eine Folge ist. Begriff vom Da es gegen die Regeln der gesunden Mkteprese- Vernunft und des Interesse der Menschen streitet($. 53.), ein Gut, ohne dringende Ursachen niedriger, als zuseinem wahren Preise zu verkaufen; so wird das Bestreben der Verkäufer jederzeit dahin gehen, den «a a z= en gE und ein Marktpreis dem wahren Preise so nahe als möglich zu bringen. Nach eben die- sen Grundsätzen aber wird auch der Käufer handeln($.53.). Daher wird der Markt- ‚ahren preis, für welchen ein Gut gewöhnlich 5 m edler“verkauft zu werden pilegt, nur wenig unter nt, eben oder über den wahren Preis ausmachen. te, al Dieser gewöhnliche Marktpreis nun ich sei- istes, welchen man den Mittelpreis ei- yeisung nes Guts zu nennen pflegt. & her- Natürlich kann sich der Marktpreis eines Guts r Pro- nicht auf längere Zeit beträchtlich über den wahren Ä; Preis erheben, oder-unter denselben herabsinken, orten: Im ersteren Falle würde der hohe Preis eines Guts erjeni- mehrere Menschen reizen, sich mit Verfertigung ausch desselben abzugeben. Die vermehrte Konkurrenz ause” 28. r der Verkäufer würde also der Konkurrenz der | nach Käufer das Gleichgewicht halten, und die Ursache, rver- welche den hohen Marktpreis hervorbringt, näm- Ark lich Bedürfnils und Konkurrenz, würde wegfallen. arkt- Im zweiten Falle würde der niedrige Preis die\ h wel- Verfertiger eines Produkts abschrecken, sich ferner wird mit dieser Verfertigung abzugeben,. Von ihrer Seite ! wurde die Konkurrenz sich vermindern, und:die en N4- Konkurrenz der Käufer würde in eben dem Maalse ndern steigen, Auch in diesem Falle also, würde das Gleichgewicht wiederhergestellt werden,. und die Imehr Ursache des niedrigen Preises wegfallen. Hörte aber Kon- von Seiten der Käufer das Bedürfnis, eine Waare ligen zu kaufen gänzlich auf, oder würde es so schwach, dals die Verfertiger jener Waare wegen der niedrigen Marktpreise auf keine Weise ihre Rechnung dabey unden fänden, ihr Gewerbe fortzusetzen; so würde nach und nach natürlich dieses Gewerbe ganz eingehen, nschen ıgend® i g, ahren 5 n rss: treben Ich habe oben($. 97.) bemerkt, dals um ; Han der bald höhere, bald niedere Mark t- Bedünis. N, Wikungen des verschie- denen Gra- 9% preis eines Guts durch Bedürfnils der ei- nen oder der andern Seite hervorgebracht würde. Dies ist nicht so zu verstehen, als ob nur in aufserordentlichen Fällen ein Bedürfnifs Statt fände. Vielmehr kann kein Kauf geschlossen werden, wenn nicht von beiden Seiten Bedürfnils vorhanden ist, und es treten hier eben die Grundsätze ein, welche ich oben(8. 49.) erörtert habe. Allein man kann sich das Bedürfnifs ‚ wel- ches den Käufer zu kaufen, und den Ver- käufer zu verkaufen treibt,‘von sehr ver- schiedenen Graden denken, Isı dieses Be- dürfnils von beiden Seiten so grofs, dafs es gerade zureicht, um diekontrahirenden Par. theien über den Kaufpreis nach seinem wahren Werthe($.96.) einig werden zu lassen; so ist,es ein zureichendes Be- dürfnils. Ist es kleiner, so könnte man es ein nicht zureichendes; ist es aber von der einen oder andern Seite grölser, so könnte man es ein überwiegendes Be- dürfnifs nennen, und es ist alsdann nichts anders, als was wir oben($: 56.) mit dem Namen zufälliges Bedürfnils bezeich- net haben. I: 9. Nach diesen Bestimmungen ergeben es von nu. Sich folgende Sätze: aurfnils Ansehung d, ; Preise, m i, Zureichende Bedürfnisse von beiden Seiten treffen im wahren Preise nm Nahen nn human a um Bert Tu 93 Ai eines Gutes zusammen, und bewirken } unter dieser Bedingung den Abschluls ehen, als des Kaufs, Hr 0. Eben das gilt von überwiegenden ii"kam Bedürfnissen, falls solche von beiden nm nicht Seiten Statt finden, indem sie alsdann eanden einander das Gleichgewicht halten. undsätze 5. Ein zureichendes Bedürfnils vom ert habe, der einen und ein unzureichendes Is, wel Bedürfnißs von der andern Seite kann en Ver- keinen Kauf hervörbringen. hr ver- 4... Eın unzureichendes Bedürfnifs eses Be- von der einen und ein überwiegen- dals es des von der andern Seite, ist nur len Par- dann im Stande einen Kauf zu bewir- seinem“ ken, wenn das letztere so weit über- den zu wiegendist, dals es das erstere gieich- \es Be- sam erreicht. man&$ 5. Der Grad dieses Ueberwiegens be- es aber stimmt die Erhöhung, des Marktprei- ilser, so ses über den wahren Werth oder les Be- die Erniedrigung unter denselben, ı nichts u Gelddarlehn(muuum— foenus). $. 100. Auch auf die Uebertragung von Kapi- Seel vom ergeben talien, in so fern diese mit Hülfe des Geldes auf eine leichtere und bequemere Art ‚ge mm eschehen kann, als vorher möglich war, . Prie äußert die Erfindung des allgemeinen nn en a BE ne nn A = nu ml BEER Pr aBeEn ne Mess Br De a ee a a hie a m 94 Werthmaalses einen‘grofsen Einfluß. Man nennt eine Uebertragung von einem Kapitale, welches durch Dazwischenkunf des Geldes geschieht, ein Gelddarlehn. $: IOr, Weitere Er- Mit dem Wesen dieses Gelddar- örtert». Heise vun. lehns hat es eben die Bewandnils, wieim zifs. Kleinen mit dem für eine Waare gezahlten Preise*). Letztere enthält eine Anwei- sung auf ein gewisses Quantum nutzbarer Güter. Ein Geldkapital aber, an sich von eben so imaginärem Werthe, wie der Preis, enthält eine Anweisung auf ein gewisses Quantum wirklicher Bi(wirk- licher Rapitalien). In der That ist das Geld- kapital nieein wirkliches Kapital, eben so, wie der Geldpreis eines Guts niean und ‘für sich ein nutzbares Gut ist. Nur in so fern hat das Geldkapital für den Besitzer ei- nen Werth, als es ihnin den Stand setzt, sich sogleich ein nutzbares Kapital da- für zu verschaffen”*), I Ueberhaupt ist zwischen dem Preise eines Guts und einem Geldkapital kein wesentlicher Unter- schied. Unter ersterem versteht man die Anweisung auf ein grölseres(Juantum Güter, Aber das Mehr oden Weniger begründet keinen wesentlichen Unterschied, Zudem wie relativ i ist der Begriff von Gröfse! Für Manchen ist eine Geldsumme schen ein wichtiges Kapital, dafs er nicht verzehren; sondern zur Hervorbririgung anderer nützlicher Gü- ter gebrauchen will, indefs ein Anderer mit dersel- ben Geldsumme nie den Begriff von Kapital ver- ; IN einem "henkunf arlehn elddar. , Wieim ezahlten Anwei- itzbarer ansich 1e, wie auf ein (wirk- sGeld- ‚ eben an und ir ın so itzer&l- 1 setzt, alda- yuts und r Unter- nweisung das Mehr lichen egrilt vöu me schon raehren Jicher Gi: mit denel- pinal ie bindet, weil sie in dieser Hinsicht viel zu geringfügig für ihn ist. “", Und in der'Thar kann kein Geldkapital als Geld genützt werden. Um es zu nutzen, mufs es der Borger vorher gegen andere Güter, die ihm eigens lich als Kapital dienen sollten, umsetzen. Als- dann fliefst es wieder in die Cirkulation zurück, und hilft für den Dritten, Vierten auf einen Augen- blick Kapitale"bilden, bis solche auch von diesen bey der wirklichen Benutzung wieder in den Umlauf gesetzt werden, Gerade aber darin besteht der Nutzen des erfunde- nen Geldes in Hinsicht auf Kapitalien, dals es die Verträge über Uebertragung derselben sehr erleich- tert, und dals es den Kapitalborger in den Stand setzt, weit leichter und bequemer alle die zu seiner Unternehmung ertorderlichen Materialien zusammen zu bringen, als es obne Hülfe des Geldes hätte ge- schehen können. In letzterem Falle nämlich wäre des Unternehmer z. B. einer Fabrik genöthigt gewe- sen, einzeln beyteiner Menge verschiedener Perso zenz alle erforderlichen Materialien und Geräthschaf- ten zusammen zu bringen, da er hingegen jetzt von sinem einzigen Manne in dem Gelddarlehn die An- weisumg auf alles dasjenige, dessen ex bedürftig ist, erhält. 8. 102. Noch eine andere merkwürdige Wir- veringernig kung, welche die Erfindung des Geldes auf,"® Darlehne überhaupt äulsert, ist die, daßs man statt der unbestimmten, in wirkli- chen Gütern zu gebenden Rente, einen bestimmteren Zins bezahlt, Der Zins oder die Interessen eines Kapitals sind demnach der, für die verstat- tete Nutzung des Kapitals in einer gewissen Geldsumme zu zahlende Preis, — u en VPE DEFNRRRAEELENRBISGE 1°. 1%..25672°: 23 ReG23> 7ER TREE Sc Sie 8° BRETT N I) a Fin Zins findet seit der Erfindung des INN chen Kapi- Geldes nicht nur bey eigentlichen Geld- j lien. s 1. 3; 5 kapitalien, sondern überhaupt bey einem | Hi jeden Realkapitale Statt. So giebt es z. B. einen H auszins, welcher von Häu- | sern, einen Pachtzins, welcher von Landgütern nl u, s. w. bezahlt wird, $. 104 ! | u Aber in Rücksicht des Zinses, je nach- 1 Verschie- a Een or u natürlichen Kapitalien ll Celd- u. von oder von Geldkapitalien gezahlt wird, findet | Yerlalien eine grofse Verschiedenheit Statt. Ersterer Ä muls völlig dieselben Theile enthalten, wel- che die Rente des Realkapitals enthält il($. 61.), namlich ı. Ersatz für die jähr- | liche Abnutzung des Kapitals, und il u o.einen Antheii am reinen Kapital- gewinne. Der Zins vom Geldkapitale We) aber enthält nur den letzteren Theil. Denn il| da das Geldkapital nicht das Kapital seibst, u)"sondern nür der Preis eines Kapitals ist, und || ill da sich zwar wohl die für's Geldkapital an- Bun geschafften wirklichen Kapitalien,($. 101.) IE|| nieaber der Werth dieser leizteren, sobald | solcher durch einen gewissen Preis bestimmt | ist, abnutzt; so braucht auch der vom | Kapitalborger zu zahlende Zins, indem derNachtheilderKapitalabnützung ganz auf ihn'selbst, und nicht auf den Ka- | piti De ee nn ER ee Ne a y 97 Kapitalverleiher fällt, keinen Ersatz derKa- pitalabnutzung zu enthalten. dung des n Geld.- Der Benutzer eines Hauses von zehntausend Rubel an Werth vermierhet dasselbe. Der Zin:, den er da- bey ei= z a N y eınem für erhält, muls nicht nur einen gewissen reinen Ka- pitalgewinn, sondern auch einen Ersaiz der R jährlichen Unterhaltungskosten tragen. her von Häu- Der Besitzer eines Geldkapitals ven zehntausend u Landgütern Rubel verborgt solches, Dieser bekommt vom Zinse nur einen gewissen Gewinn, aber keinen Ersatz für die Abnutzung des Kapitals. Denn seine Surime von zehnzausend Rubel wird nicht abgenutzt. Und findet hier ja eine Abnutzung Statt; so'geht sie ganz auf Rechnung des Kzpitalborgers, und ihm muls Ja- je nach- ber auch der dafür gebührende Ersatz zu Theil nie. werden. italien Man denke z. B. eben genannte Summe von zehn- d, findet tausend Rubel sey einem Unternehmer einer Tuch- Ersterer manufaktur auf zehn Jahre geliehen worden, Dieser setzt sie sofort gegen WWebestühle, Gebäude u, s. w. ten, wel um. Alle diese Werkzeuge nutzen sich ab, indels ; enthält der Begriff vom Werthe von zehntausend Rubel, un- verändert bleibt, Sehr nachtheilig wäre es daher ie jähr- für ihn, wenn er mit Hü!fe seiner Fabrik nicht viel als, und mehr gewänne, als die jährlichen Interessen betra- Be] gen. Wie sollte er es alsdann machen, um nach Kapital zelın Jahren das Kapital wieder zu bezahlen, da dkapitala sich unterdels seine Maschinen abgenutzt und von ], Deun ihrem vormaligen Werthe von zelıntausend Rubel i# viel verloren haben. il selbst, Wirklich sehen wir, dafs die Rente, die im g8- Ist, und meinen Leben für Naturalkapitalien gezahlt wird, ; weit grölser ist, als der Zins von Geldkapitalien, ital iu So wird 2. B, der Besitzer eines Hauses in Moskwa ($. 101) von zehniausend Rubel an Werth jährlich funfzehn- 5 hald hundert Rubel Zins erhalten, indels der Besitzer ei- |, soDal nes Kapitals in Gelde von zehntausend ABubel viel- bestimmt leicht nur tausend Rubel jährlichen Zins erhält. der vom N 5 : dent 8. 105. un&: s>° Be we Lee Allein dies ist nicht die einzire Ver- Noch ferne ıtzußg= re Verschie- IT schiedenheit, wodurch sich der Zins des aareıc. rau 0 5 Kr P} 95 Geldkapitals vor der Kapitalrente auszeich- net. Wir haben oben gesehen, dals der grö- Isere oder geringere Betrag des reinen Gewinns, welchen der ee hrer eines Naturalkapita's in der Kapitalrente erhält, von zweien Umständen abhängt, nämlich ı. von den in einer Gesellschaft Statt fin- denden relativen Kapitalgewinnen £$. 63.), 2. von der individuellen Be- schaffenheit des Naturalkapitals, in so fern letzteres, um seiner Beschaffenheit ge- mäls zur Hervorbringung von nützlichen Gü- tern angewandt zu werden, noch die Hinzu- fügung von einem bald Ei bald minder b eträchtlichen Kunst-oder nt oder ie Hinzufügung von bald melır bald min- der angestrengter Arbeit erfordert(8. 64.). Zudem äulsert in besondern Fällen, wenn von einem Kapitale in Specie die ih ist, auch das Bedürfnifls oder die Konkur- renz, die gerade in Ansehung einer gewis- sen Gattung von Kapitalien Statt. findet (8. 68); und das Risiko(8. 65.) seine Einwirkung, um dieRente bald zu erhöhen, bald zu erniedrigen. Die mehrsten dieser Rücksichten aber müssen bey der Bestim- mung des Zinses von Geldk Pen weg- fallen. Denn das Geldkapital ist kein wirk- liches Kapital selbst, sondern der blofse Be- stil! von einem Kapitale, oder die bloße Anweisung auf ein gewisses Quantum Kapi- talgüter; so wie der Preis eines Guts nicht DI 2 a \ Se auszeich- 5 der ei das nutzbare Gut selbst ist, sondern bloß ö E r H RR a ne die Anweisung auf ein nutzbares Gut enthält, her eines te erhäl$. 106. In der That richtet sich der höhere oder Besinuung des Zinses, Statt fin-:: 3 niedere von einem Geldkapitale zu zahlende Mes Zins vernünltiger Weise und im ge- ur wöhnlichen Zustande der Dinge ein- # be» zıg und allein nach den in einer Gesellschaft Ba Statt findenden relativen Kapitalgewinnen. hen Gi- Er richtet sich darnach, sag’ ich, oder weitere Aus. Al; ‚er steht mit denselben in geradem Ve minder hältnisse,. Dies heilst nicht so viel, daßs”"® al, oder derZins völlig denrelativen Gewinnen gleich fo Id min sey. Völlig kann der Zins dem mit einem N ($. 64): Kapitale zu machenden Gewinne nicht E Ken gleich seyn, aus eben dem Grunde, warum B Rede ist es die Rente nicht ist. Wir haben nämlich ‚onkur- oben gesehen($. 67.), dals um ein Natural- er gewis- kapital zu nutzen, immer noch Arbeit, t. findet Kunstkapital u. s. w. erlordert werde. In ) seine so fern es nun der Kapitalborger ist, wel- rhöhen, cher dieseArbeit, dieses Kunstkapitalu.s. w. ı dieser hinzufügt; so bekommt er ein Recht auf ei- Bestin- nen angemessenen Antheil am reinen Ge- en Weg- winne. Solcher fällt beim Naturalkapitale sin wirk- bald grölser, bald kleiner aus, je nachdem Jolse Be- es die Beschaffenheit desselben mit sich je blobe bringt. Bey dem Geldkapitale kann eine um Kapı solche Verschiedenheit nicht Statt finden. ts nicht Zwar erfordert dasselbe, um genutzt zu G 2 RE Es ra ee E“ u Zu ET EZ 100. werden, auch Arbeit, Kunstkapital u. s. w. und giebt dem Kapitaiborger in so fern ein Recht auf einen Antheil am reinen Gewin- ne, Allein da das Geldkapital kein wirkli- ches Kapital ist, sondern nur der blolse Be- griif von einem Kapitale; so kann man auch nicht annehmen, dals es, um gehörig genutzt zu werden, diese oder jene be- stimmte Gattung von Arbeit, Kunstka- pitalien erfordere. Vielmehr bleibt die Wahl der Anlegung eines Geldkapitals völ- lig der Willkühr des Kapitalborgers über- lassen. Aber natürliche Arbeit darf man allerdings jederzeit annehmen, weil diese der niedrigste Grad hervorbringender Kräfteist, deren Hinzufügung, um ein Ka- pital zur Hervorbringung nützlicher Güter zu brauchen, als nothwendige Bedingung erfordert wird. Und in Hinsicht auf diese natürliche Arbeit, ohne die schlechterdings keine Kapitalnutzung gedacht werden kann, ist der Borger eines Geldkapitals berechtigt, sich von dem reinen Gewinne denjenigen Theil zuzueignen, den der Unterhalt natür- licher Arbeit erfordert. i Diesem zufolge kann man als Regel für die Bestimmung des Zinses annehmen: dals solcher in seinem natürlichen Zustande demin einer Gesellschaft mit Beihülfeblofsernatürlicher Ar- beit zu machenden relativen Kapi- talgewinne gleich sey, nach-Abzu- | | ge na {01 un, se dessen, was der Unterhalt jener lern ein natürlichen Arbeit erfordert. ı Gewin-=. ? Mi Der relative Kapitalgewinn, der mit Hülfe von blofs n wirkli- natürlicher Arbeit gemacht werden kann, wird nicht aa. unschicklich der möglichst höchste relative Kapi- )lolse Be 8 talgewinn genannt, Denkt man sich nämlich ein Ka- nn man pital, bey welchem der Gewinn noch höher getrie- ] gehörig ben wird; so kann dies nicht anders als durch Bei. ;öne be. hülfe von anderen Kapitalien(Kunstkapitalien n, s. w.) Le geschehen, und in diesem Falle wird zwar der ab- Nunstka- solute Gewinn vermehrt, der relative aber bleibt bt die derselbe, als völ-£ i 8. 107. N über- Natürliche: Gründet sich der Zins, der von einem, arl man? Zins. IP Individuum für die Benutzung eines Geld- il diese AR kapitals gezahlt wird, wirklich auf diese Be- ende- KK stimmung; so könnte man solchen den na- ein Ka-= = türlichen Zins nennen. r(suter lingung: GC uf diese; r terdings Grölser oder kleiner muls der natür- Umstnde, ..“ worauf sich en kann, liche Zins seyn($. 106. 107.), jenachdem ge naürti- ‚ochtiet, die Gesellschaft sich noch im Zustande des jenigen Fortschreitens befindet, oder schon eine be- t natür- trächtliche Höhe erreicht hat. Größserüber-) haupt in einer Gesellschaft, wo sich viele H opel für Gegenstände zu einer vortheilhafien Anle- 4| d ge E.$ A jehmen: gung von Kapitalien darbieten, als in einer I lichen solchen, wo es im Verhältnisse zu den schon H Ischaft vorhandenen Kapitalien an dergleichen Ge- herr genständen fehlt($. 63.). N Kapı Daher zum Theil die hohen Zinsen bey den Völkern Abzw der alten Welt. Entweder waren diese Völker zum N N a mn na= En as Theil noch selbst im Fortschreiten begriffen, wie He- bräer, oder hatten sie auch schon einen zu hohen Grad von Kultur, Volksmenge u. s. w. erreicht, um noch beträchilich forischreiten zu können, wie z.B. die Griechen, Phönizier; so waren sie-doch überall noch von anderen im starkien Fortschreiten begriffenen halbrohen Nationen umringt, mit welchen sie einen äufserst ausgebreiteren und einträg- lichen Handel trieben, der ihnen Gelegenheit gab, ihre Kapitalien. mit mannichfaltigen Vortheilen zu nützen, Aus dem angegebnen Grundelassen sich auch zum Theil die hohen Kapitalzinsen, die man überall im mittleren Zeitalter in Europa findet,‘erklären, Die- se waren von zehn bis zu. dreilsig Procent. Vor- züglıch fmdet man dies bey den Lombarden, die sich damals,mehr. als andere Nationen mit Geldausleihen beschäftigten, Robertson*) bemerkt daher sehr richtig, dafs jeiie hohen Zinsen in den hohen Ge- winnenähren Grund hatten, welche damals mit dem Handel:zu machen waren. Endlich gründen sich hierauf zum Theil die hohen Kapitalzinsen im südlichen Spanien‘(Kadıx— ı2 pG.), in Rulsland u, s, w. Was jedoch letztge- nanntes Reich betrifft; so ist der Zins daselbst nicht überall gleich. In ‚den Ostseeprovinzen beträgt sol- cher sechs, in der Gegeud von Moskwa zehn, in A Taurien fünf und zwanzig, und um Astrachan dreilsig pC.© Dieses kanni: nicht anders seyn, weil. in den genannten Ländern die Rapitalgewinne sehr hoch sind, wenn man sein Kapital im Ackerbau, 'im Handel, in Manufakturen u. s. w.anlegt. Es ver steht sich übrigens, dafs dierallgemeine Billigkeit er; heischt, die Kapitalgewinne zu theilen und solche nicht dem Kapitalborg ser grölstentheils allein zuzu- wenden”): *) Geschichte Karls des Vien, Band I. Seite 317. in der französischen ”) Uebersetzung in 410, ih’ welchor Stelle sich überhaupt sehr wich- tge Data, die zur Unterstützung meiner Behauptung in Betreff der Ziusen dienen, finden Auch iin Nordamesikanischen Freistaate findet ein hoher Zins Statt. Die Regierung zahlt, wie eine glaubwürdige Nachtichr aus Am sterdam, versichert, 6 pC. für die zum Ankaufe von Louisiana anzulsibenden Gelder, Zahlt aber die Regierung söviel, so zahlt der Privarmann gewiß’g’bii're pc.- ne u 105 en, wie He, & IE zu hoben S. 109. erreicht ar,- 3 z. RE E= Wird der Zins durch äufsere zufäl- zusiiee el, wıez,D, r.“a ins Ä doch üben] lige Umstände beträchtlich über seinen” tschreiten eigentlichen Betrag CS. 107. 108.) erhöht, imrinet, It£“.. Ma. oder unter ee erniedripf; so ist U eintraa’°.%. ry* anal solcher nicht mehr ein natürlicher Zins, „ R Di. a.. 25. Vortheilen zu sondern ein zufälliger. Dieser verhält sich En zum natürlichen Zinse, gerade wie der ch auch zum an- i ee Marktpreis zum natürlichen Preise lären, Die.(S. 98.). cent, Vor- ER in, diänich So sey z. B. in einem Lande der wahre oder natür- Klönsleihes liche Zins, welcher nie mit völliger Gewilsheit aus- Üehor Aklie gemacht“erden kann= 43; so wird der zufällige ‚ohen Ge Zing manchmal 3, 4, 5, 6, 7,8 u. s. w, betragen. damals mit 200 die hohen . Ne ad— 12$: a sch letztge- le 77 i 5 Unter die Ursachen, welche so zufälligVsaten ee selbst nicht Sr i E Be Q zufälligen banal auf den Zins wirken können, um ihn’über izinces. azehn, seinen‘ wahren Betrag zu erhöhen, gehört""" m Astrachan Sa: SER ann zuerst das Risiko, dem sich der Kapital- nae N italgeminne eigenthümer aussetzt, sein Kapital ganz zu Lee verlieren, rn bs ver Bey der Verleihung von Geldkapitalien findet ein’ganz NT Iligkeit er, INA- nd solche Ilein'zuzu- anderes Risiko Statt, als bey der Verleihung von turalkapitalien. Dort besteht das Risiko hauptsäcn- 13.> r- ne lıch darin, dals das Kapital zerstört. werden kann; wie z.B. ein Haus durch Brand, ein Schiff durch , französischen Sturm u, s, w. Ein Geldkapital kann nicht eigent- upt sehr wich: lich zersiört werden, da‘es kein wirkliches Ka- an Dopefl N: PEN- A ng, in Belt pital, sondern blofs den Begriff eines Kapı- FB tals enthält; aber dagegen kann der Borger viel e Zins Sta. 2 E; c\ 2 A leichter in den Fall kommen, es nicht wieder zu be- von Jona| zahlen. Bey einem Naturalkapitale nämlich geht ge- Fl hlt r=> jel, so 3 3 wöhnlich das Eigenihum auf den Borger nicht über, ii SS rs 104 il sondern die blofse Nutzung. Immer aber mufs bey einem Geldkapitale dieses auch in’s Eigenthum über- gehen. Aus dieser Beobachtung wird in der eigentlichen politischen Oekonomie der Grundsatz eines weisen Gesetzgebers hergeleitet, durch zweckmälsige Schuld- gesetze deni Kapitalborger so viel Sicherheit als mög- lich zu verschaffen, weil dadurch das Risiko ver- mindert wird, und folglich die Zinsen beträchtlich sinken müssen, ®. Bedürfnils = ‚Ferner muls zufälliges Bedürfnifs Könkunem.und Konkurrenz dazu beitragen, den natürlichen Zins zu erhöhen, oder zu ernie- drigen, und ihn in einen zufälligen Zins zu verwandeln. Vorzüglich haben diese Ursachen Einfluß auf die Erhöhung des Zin- ses. Erniedrigt kann der Zins dadurch nicht sonderlich werden, denn findet ein Geldkapitalbesitzer nicht Gelegenheit, sein Aa Kapital gegen den natürlichen Zins ab- zutreten; so bleibt ihm immer der Ausweg übrig, solches durch eigne Anlegung zu benutzen. So z, B, wird ein Kaufmann, der auf dem Punkte steht, zu falliren, und den eine Geldsumme davon retten könnte, durch dringendes Bedürfnils gezwun- gen seyn, höhere Zinsen zu geben, als aulserdem der Fall gewesen seyn würde, So der Magistrat einer Stadt, wenn es darum zu thun ist, eine Geldsumme zusammen zu bringen, um die gedrohte Plünderung des Feindes abzuwehren. So der Regent eines Landes, wenn das Bedürfnils ıhn zwingt, beträchtliche Summen zur Fihrung Ei» nes Kriegs zu borgen. Teen 105 er muls bey . 722, Dthum über.$ z Auch ein eingebildetes Bedürf-:. Eingeit- eigentlichen E 3 2£. deies Bedürf- Ines Weisen nils kann auf die Erhöhung der Zinsen ei-nis,. Sge Schuld. nen solchen Einilnfs haben, Dies ist der Em Bi Fall, wenn Kapitalien nicht gesucht wer- ‚1$1ko yor« a beträchtlich den, um sie nützlich anzulegen, sondern um sie leichtsinnig zu verschwenden. Hier ist es ein eingebildetes Bedürfnifs, \ die Begierde nach dem Genusse des'Augen- blickes, welcher den Kapitalborger treibt, rfnils ‚einen höheren Zins zu geben, als er ver- 1, den nünftiger Weise thun sollte. ı ernie- ER 7; Hierauf gründeten sich zum Theil die hohen Zinsen, Ba welche in den Hauptstädten der älten Welt gezahlt | diese zu werden plegten, So z. B. der hohe Zins, wel- es Zin- cher im alten Rom üblich war. Hier wurden Ka. | pitale blofs verzehrt, nicht zur Erzeugung mutzli- adurch cher Güter angewandt, Die Reichthümer der hal- det ein ben WVelt flossen in der Hauptstadt zusammen, und Ä. die Quellen hiervon(Quellen der Rente, des Ein- it, sein kommens,$. 80.) waren nicht in der Hauptstadt ns ab- selbst, der es an solchen Quellen, wie 2, B. Acker- Ausmwe bau, Manufakturen, Handel u. s, w. gänzlich fehl. L; 5 te; sondern in den geplünderten Provinzen zu su« ng Zu chen. Traf es sich, dafs ein nach Asien bestimm- ter Prokonsul seinen Abschiedsschmaus gab, und zu diesem Behufe von einem römischen Eques(Ge- Punkte neralpächter— Banquier) gegen ungeheure Procen- 18 davon te eine Summe aufnahm; so war dies eine Anticipa. ee tion auf diejenigen Reichthümer, die er in der Pro-; mie vinz zu erwerben hoffte. In Rom selbst würde erEr- werbquellen vergeblich gesucht haben. rm 5a Zum Theil ist auch jetzt der Geist der Verschwen- et dung beim reichen Adel der Hauptstädte des neueren u" Furopas um die Quellen des Reichthums, den ihm Rn. seine Landgüter darbieren, Usache der höheren Zin- e, sen, die gewöhnlich in grofsen Städten Statt finden. Dies wäre demnach die zweite Ursache, [i n AED NEBREBRHEGE nenn en ae ER re ET Fe ee A ee == uni i06 welche auf Erhöhung derZinsen auch in den Hauptstädten Rufslands wirkt. Die erste haben wir bereits oben($. 108.) angezeigt. ; g. 117. a Are Die gröfsere oder geringere Masse des cher Einflufs= j Q C der Mens umlaufenden Geldes kann nie auf die Er- des umlau- höhung oder Erniedrigung der Zinsen fenden Gel a=Einfluls haben. Wir haben bereits oben gesehen, dals das Geld mit den in einem Lande cirkulirenden Gütern($. 91. 92.) in einem gewissen Gleichgewichte stehe, Nun cirkuliren aber nicht bloß solche Güter, die zum Verbrauche bestimmt sind; sondern auch solche, die man zur Erzeugung ande- rer Güter bestimmt, oder Kapitalien, in so lern letztere gegen Geldsuminen oft aus einer Hand in die andere übergehen. Den- ken wir. uns nun die in einem Lande cirku- lirende Masse gröfser oder kleiner, so mufs natürlich in diesem Verhältnisse der Nomi- nalpreis sowohl von Verbrauchsgütern, als von Hervorbringungsgütern oderKapitalien, steigen oder fallen. Aber ineben dem Ver- hältnisse, wie, der vermehrten Geldmasse zufolge, der Nominalpreis eines ganzen Ka- pitals steigt, mufs natürlich auch der No- minalpreis der durch Hülfe eines Kapitals zu erzeugenden Güter vergrölsert werden. Folglich wird, da der Zins das Aequivalent oder der Preis der mit Hülfe eines Kapitals zu machenden Gewinne ist, das Verhältnils Tu en 107 1 auch in Arie dieses letzteren zum Kapital bey Verände- Die E ist"rungen im Preise der Güter, ‚die durch ver- 12€ e NS & mehrte oder verminderte Masse des cirkuli- renden Geldes verursacht werden, immer dasselbe seyn. asse des die Br Man könnte einwenden, der Zins müsse durch eing bi grölsere Masse‘in Umlauf gesetzten Geldes fallen, r Zunsen weil eine jede.Geldsumme an sich als ein Kapital zu ts oben betrachten sey, und also die Menge der Kapitalien Ben durch die:vermehrte Masse Geldes auch vermehrt „nauem werde. ‚Allein dieser Einwurf kann leicht widerlegt 02.) ın werden, denn: , Nun ı, ist der Betrag des in einem Lande umlaufenden Geldes gegen‘den Betrag der in einem Lande vor- Er, die handenen Güter,‘worunter man so wohl Verbrauchs- yndern güter, als Erzeugungsgüter verstehen muls,(z.B. Häuser, Fabriken, Landgüter ‚) immer äulserst ge- ande- singfügig und:durch eine noch:so starke Vermehrung lien, des ersteren wird nie die Summe derKapitalien über= oa haupt sonderlich vermehrt werden. Be i z 2. Geldkapitalien sind eigentlich gar keine Kapita- Den- lien, sondern nur die Anweisung auf wirkliche Kapi- - talien, Sie können nicht eher wirklich genutzt wer- den, bis sie nicht in Umlauf. gesetzt worden sind, o muls=;: o mul Von diesem Augenblicke des erneuerten Umlaufs an Nomi- hört ein-Geldkapital auf, ein Kapital zu seyn, und n, als es stellt sich wieder ganz mit den andern eirkuliren- n den Gütern in’s Gleichgewicht.} Was.aber von einem talien, einzigen Geldkapitale gilt, muls auch von den 1 Ver- übrigen gelten, da in Ausehung derselben kein we- sentlicher Unterschied obwalter, masse 3, wird in der That in einem Geldkapitale nie das en Ka- Geld selbst gesucht, sondern immer nur die Güter, welche das: Geld zu erhalten, Gelegenheit, giebt, und: die dem Besitzer den Kapitalgewinn eintragen apitals sollen, Solcher Güter kann manfür eine gewisse Geldsumme in einer geldarmen Gesellschaft mehr, in einer geldreichen aber weniger.be- iyalent kommen. Die ganze Wirkung, die sich für den Ra- er No- erden, pitalborger bey einer beträchtlichen Vermehrung des RE u Ä umlaufenden Geldes äufsert, schränkt sich daher hält f & ” FETTE 6" Ausnahmen von obigen Regeln darauf ein, dafs er nun einer grölseren Summa Geldes bedarf, um eben dasselbe Quantum Güter zu bekommen, als er vorher für eine kleinere Sum- me hätte bekommen können. Durch die vermehrte Summe des uilaufenden Geldes wird’daher die Leichtigkeit, sich Kapitalien zu verschaffen, keinesweges vermehrt, indem in: dem Verhältnisse, wie die Summe des Geldes steigt, auch die Preise aller Dinge steigen. Eine Vorstellung dieser Art wäre eben so falsch, als wenn man annehmen wollte, dals durch die ver- mehrte Masse des umlaufenden Geldes dieSubsistenz der einzelnen Individuen erleichtert werde. Der ganze Vortheil, welchen der Kapitalborger bey der Anleihe eines Geldkapitals vor der Anleihe eines wirklichen Kapitals finder, besteht darin, das er beque- wer wählen, leichter eine Uebereinkunft treffen kann, als wenn er natürliche Kapitalien leihen sollte. Man setze, es sey von einem Unternehmer einer Tuchmanu- fakrur dieRede. Da, wo der Gebrauch des Geldes noch nicht eingeführt ist, wird dieser sich genöthigt sehen, alle einzelnen Theile einerFabrik bey zehn verschiede- nen Personen zusammen zu borgen. Dies wird mit vie- len Unbequemlichkeiten verknüpft seyn, und auf alle Fälle wird er weniger Beschwerde dabey finden, eine runde Summe bey einem Einzigen zu borgen, Aber immer ist ja diese Sum’ne nicht.der Zweck, sondern das Mittel. Und zur No:h würde er auch dieses Mit. tels entbehren können, wenn er ein anderes beque- mes fände, sich in den Besitz aller der Theile, aus welchen eine Tuchmanufaktur besteht, zu setzen. Wie viel er aber in einem Falle als Rente dem Eigenthümer eines wirklichen Naturalkapitals, oder im andern Falle als Zins dem Eigenthümer des Geld-- kapitals bezahlen muls, dies wird nie von der Masse des umlaufenden Geldes, sondern von den, den Ver- hältnissen der Gesellschaft zufolge Statt habenden relativen Kapitalgewinnen abhängen, S. I1l. Nur auf eine sehr kurze Zeit kann durch eine plötzliche und beträchtliche Ver- el ren Summe Otum Güter nere Sum- > vermehrte daher die verschaffen, erhältnisse) ' die Preise n so falsch, rch die ver. sSubsistenz borger bey eihe eines ‚er beque- ffen kann, Ite. Man ıchmanu- ldesnoch igt sehen, rschiede- | mit yie- daufalle ıden, eine en, Aber ', sondern Jieses Mit- res beque- eile, aut etzen. ıte dem I, oder Jes Geld« ier Masse den Ver- habenden eD, tt kann ‚heVer- ei 109 mehrung, so wie durch eine plötzliche und starke Verminderung des umlaufenden Gel- des, ein eingebildeter Mangel oder ein eingebildeter Ueberfluls an Ka- pitalien hervorgebracht, und in Rücksicht der Zinsen eine Veränderung bewirkt werden. Immer also wird die auf diese Art her- vorgebrachte Veränderung nur so lange fühl- bar seyn, als sich die zufallig vermehrte oder verminderte Masse des umlaufenden Geldes mit den umlaufenden Gütern nicht ins Gleichgewicht gestellt hat. Eine plötzliche Verminderung des umlaufenden Geldes kann in einer Gegend durch Kriegsbeiträge, durch einen kostspieligen Krieg, welcher das(seld aulser Landes zieht u. s. w. bewirkt werden, und sie kann ein Steigen der Zinsen zur Folge haben. Letz- ıeres aber wird nur so lange dauern, als das umlau- fende Geld sich nicht in ein gewisses Verhältnifs mit den Gütern gestellt hat, und sowohl Naturalkapita- lien als einzelne Güter, die durch Beihülfe von Ka- : pital erzeugt werden, der verminderten Menge des umlaufenden Geldes gemäfs, wohlfeiler geworden sind. Das Gegentheil erfolgt, wenn plötzlich eine Menge von Geld in Umlauf gesetzı wird, welches vorher nicht im Umlaufe war. So fielen einst die Zinsen in Roin unter Augusts Regierung von 2% auf-£,, als die ın Aegypten erbeuteten Schätze in Umlauf gesetzt wur- den.— Ein Gleiches mochte wohl in Europa der Fall seyn, als Amerika diesem seine Schätze mittheil- te. Aber immer war die Veränderung nicht dauernd, Und erst dann konnten die Zinsen wirklich fallen, vrıe in einer Gesellschaft sich die relatiyen Rapit al- gewinne verminderten. 8. 113 Eben so falsch ist derBegriff, dals Geld ein eigentliches Einkommen, eine Beweis, dal Geldkapita- lien keine } i| 110 Quelle asiente gebe. Die Naturalkapitalien näm- Einkommens lich, die der Borger des Geldkapitals für dasselbe kauft, umsie in Bewegung zu setzen, (Häuser, Landgüter, Fabriken u. s. w.) sind es. allein, welche ein Einkommen, eine Rente geben($. 30.), nicht aber dasGeld selbst. Wollte man ı. den Ertrag der Fa- brik, und 2. noch den zu zahlenden Zins rechnen; so würde dies derselbe Fehler seyn, als wenn man in dem Einkommen ei- ner Gesellschaft ı. die erzeugten Güter, und 2. den Preis, der dafür gezahlt wird, in Anschlag‘ bringen wollte. In der That aber ist der Zins’nichts weiter, als der Preis von einem Theile des Kapitalgewinnes, und es kann kein Zins existiren, als nur in sofern es einen Gewinn von Naturalkapita- lien. giebt.| 3 216: unfnelstne. Zwischen dem wahren oder natürli- chen Zinse($: 107.) und zufälligen Zinse($. 100.) steht der Mittelzins, oder der in einer Gesellschaft übliche Zins, der laridesübliche Zins, Er ist im Ver- hältnisse zum wahren und zufälligen Zinse ganz das, was im Verhältnisse zu dem wah- ' zen Preise einer Waare und zum Markt- preise derselben der Mittelpreis ist. So ist in Deutschland in manchen Gegenden der Mit telzins oderlandesübliche Zins—= aller wahre Zins ist vielleicht=43,, Der zufäl- lige Zins manchmal= 3, 4, 5, 6, 7,8: 00. | | | Be nz if ien nim. Sen Be' Ditals für Bereits.oben ist erklärt worden, wie es Nutzen ee Zu setzen, zugeht, dals in Rücksicht der ea Be w.) sind winne von Kapitalien in einer Gesellschaft“ Re en, eine eine gewisse Gleichheit Statt findet. Grö- en dasGeld[ser pflegen nämlich die relätiven Gewinne 5 der Fı- in einer fortschreitenden, kleiner in*einer den Zins schon zu einem gewissen Grade von Voll- > Fehler kommenheit gelangten Gesellschaft zu seyn. ımen ei. Anfangs werden nämlich immer,die vor- Güter, theilhaftesten Gegenstände zur Kapitalnu- It wird, tzung ausgesucht. Man verwirft diejenigen, ar That die einen geringeren relativen Gewinn ge- Be, ben, als Andere, und geht erst dann zu we- innes, niger vortheilhaften Gegenständen über, ae wenn die ersteren vortheilhafteren schon er- kapita- schöpft sind.|. Allein so lange in einer Gesellschaft noch der Gebrauch des Geldes a einge- Sr führt ist; so ist die Bestimmung des Kapital- nn: gewinnes, den man als den ee ıchen re- ılligen lativen Gewinn betrachten kann, gleich- % Br wohl immer noch sehr schwankend, gerade : Aus so wie vor der Einführung des festen Prei- m\ ie ses der Tauschwerth eines Guts ein äulserst 1 Zinse unbestimmter Begriff ist. Erst mit dem Ge- n walr brauche des Geldes entsteht ein gewisser Markt üblicher Zins(Mittelzins). Dieser grün- s ist,“det sich unmerklich auf die in einer Gesell- Diss N schaft gewöhnlichen Kapitalgewinne, und ü I. dient bey Vergleichung mehrerer Gesell- schaften zum Maaßstabe derselben, ar. 2 ee ee— 2) er Rn ee DOSTISEN ne == BIN 9 (} HI ul. Kill i1l2 Ge-FIr$: ‚Gleichlr Hat einmal in einer Gesellschaft der Be- mizkelt des Bi 2 ö 3= Zinses vongrifl von einem gewissen Mittelzinse fe- G:ldkaı ita-... "lien, sten Grund gefalst; so sind Geldkapitalien in Ansehung des davon zu erwartenden Zin- ses keinen grolsen Veränderungen weiter unterworfen. Anders verhält es sich mit Naturalkapitalien. Der von ihrer Nutzung zu erwartende Vortheil verändert sich täg- lich und ihr Zins ist dahervauch dem gröls- ten Wechsel unterworfen. So z, B. Häuser, Fabriken u. s, w. Man denke: in diesem Jahre trägt eine Fabrik durch den vortheilhaf- ten Absatz ihrer Waare zelintausend Rubel, Sie giebr also bey ihrer Verpachtung einen dieser Summe an- gemessenen Zins, Trägt sie im folgenden Jahre nur fünftausend Rubel; so wird auch der dafür zu zah- lende Zins um die Hälfie kleiner werden, Su en Oben ist gezeigt worden($. 100. ror.), en dafs ein Geldkapital nicht das Kapital pialien. selbst, sondern nichts weiter, als der Preis eines Naturalkapitals ist, eben so wie eine geringere Geldsumme nicht so wohl selbst ein nutzbares Gut, als der blolsePreis ei- nes Guts ist, Dem zufolge muls der natür- öidsliche Preis eines Naturalkapitals oder sein ben. Verhältnils zu Geldkapitalien ursprünglich auf der Masse der zur Hervorbringung und Anhäufung eines Kapitais erforder- lichen hervorbringenden Krätte beruhen. Im- NG mes, uni 113 Immer ist ein Kapital nichts weiter als ein Aggregat von Anzelnen Cüterhsf Nein Also°bex; einzelnen Güteru($. 1ı9,). WVenn also bey letzteren ft derBe. 9.) ınse fa. gung erforderlichen hervorbringenden Kräfte gründer; so ist keine Ursache vorhanden, sich der natürliche Preis auf'die zu ihrer Erzen- apitalie REN ?” dasselbe nicht auch von ganzen Kapiralıen anzuneh- den Zin- ınen. Setze man also, es koste noch einmal so viel AN Weiter hervorbringende Kräfte eine Mühle, als eine Glas- TI e hütte, anzulegen; so muls der natürliche Tausch- sıch mıt werth oder Preis des ersten Kapitals doppelt go grols Nutzung seyn, als der des zweiten. sich täs- 3 S.- 20; m größ- Allein dennoch*findet in einer gewis- Markıpris 7..& iz x von sen andern Hinsicht eine grolse Verschie- ripitien. denke: in 2; i i_ RanE denheit zwischen einem einzelnen Güte Sie giebt und einem Kapitale Statt. Das erstere ist re zunächst zum Verbrauche, das zweite zur Jahre nur 5%; a: Hervorbringung anderer Güter bestimmt. Dieses sind die vorzüglichsten Zwecke bei- der Dinge, Trifft es sich daher, dafs jenes O? J plötzlich von seinem Wertheim Gebrau- oe che, zu welchem es seiner Beschaffenheit 0. 101.), zufolge bestimmt war, verliert; so wird so- Kapital gleich auch sein Marktpreis vielleicht bis| op Preis o tiel unter den wahren Preis herabsinken. je eine selbst So sehen wir z. B., dafs eine Modewaare, wenn sie Ds auch eine noch so grolse Masse hervorbrin- res el- gender Kräfte enthält, und wenn folglich ihr natür- wahrer Preis noch so beträchtlich seyn müßte, so- } gleich aulserordentlich im Preise verliert, wenn die der seil veränderte Mode sie ihres Nutzens im Gebrauche be- ünglich raubt hat. gung ET, order ee, N In Rücksicht des Preises von Kapita- Urachen, le, if. en re R= j|; ı warum sol- :"Jien, oderin Rücksicht ihres Tauschwerths er oft un- if= SR # 11% durch Vergleichung mit Geldkapitalien be- stimmt,‘findet dieselbe Folge Statt, wenn durch irgend einen Zufall die jährliche Nu- tzung eines‘Kapitals verringert wird. Man vergleicht nämlich in einem solchen Falle den jährlichen Verlust am reinen Ertra- se, den jenes Kapital nunmehr leidet, mit den in einer Gesellschaft üblichen Zin- sen, und setzt nach diesem Verhältnisse in Gedanken den Geldwerth oder den Preis des ganzen Kapitals herab. Man setze, eine Fabrik trug bisher viertausen d Rus bel Zins, Sie einzurichten hatte vierzi gtausend Rubel‘ gekostet. Ihr wahrer Preis erforderte näm- lich damals diese Summe,„Jetzt verändern sich die Umstände, so dalse sie nur zweitausend Rubel re ı- nen Gewinn trägt. Folglich sinkt, falls sie nicht etwa zu anderen vortheilhaften Zwecken eingerichtet werden kann, und falls die Hoffnung verloren ist, dals sie jemals wieder den vorigen Gewinn abwerfen wird, ihr Preis von vierzigtausend Rubel auf zwanzigtau- send herab. S-.! 122, Umgekehrt wird oft auch auf eben die- von der Er ge Weise ein plötzliches Steigen man- höhung des Markiprei- Cher N aturalkapitalien bewirkt. Bisher trug eine Fabrik, ein Landgut, eine Stelle in einer Stadt u. 8. w. zweitausend Rubel reines Ein- kommen, und ward der Summe von zwanzigtausend Rubel gleich geschätzt. Aufserordentliche Zufälle bringen aber den Ertrag auf's Doppelte. Kommt nun ein solches Naturalkapital zum Verkaufe; so wird es nicht für zwanzisgtausend Rubel, welches viel- leicht sein wahrer Preis ist, sondern für vierzig- tausend verkauft werden. BEE RER italien be- S. 5% alt, wenn liche Nu. ird, Man chen Falle er Nur diejenigen Kapitalien machen hier- Ausnaume :» S" von obigen von eine Ausnahme und sind keinem sol-\... chen Milsverhältnisse des Marktpreises zum wahren Preise unterworfen, die en Rrtra- 3 Be eben so wohl zum Verbraucheals zur Er- r u”. n hen, zeugung anderer Güter gebraucht werden ee und bey denen in dieser Hinsicht ein häufi- erh: 3 “ ger Wechsel Statt findet. Hier kann näm- lich, das bloße Bedürfnils den dafür zu zahlenden Preis erhöhen. den Preis % In diese Klasse gehören z. B. Häuser, Bald sind diese zur Kapitaluutzung: als Fabriken, Magazine, landwirthschaftliche Gebäude u, 5. w., bald zum Verbrauche als Wohnungen bestimmt. Als leız- tere sind sie oft ein Gegenstand des dringenden Bedürfnisses, und ihr Marktpreis kann ganz un» x. abhängig von einer mit ihrem Besitze verknüpften \oren ist, dal\ 3 E I ER a Kapitalnutzung erhöht und erniedrigt werden, je bwerien wird, 2 VE ROR; 38 , nachdem das Bedürfnils sıeigt oder fallt, [ zwanzigtav- wusend Au igtausend forderte nam- lern sich die | Rubel reı. ılls sie nicht | eingerichtet 8: 19%, Sonach lälst sich bey ganzen Kapita- Wiederhe, |.> 5:: us lung, eben die- lien, wie bey einzelnen Gütern ein natür- ‚en mal licher oder wahrer, und ein zufälliger oder Marktpreis unterscheiden, Bey ein» zelnen Gütern wird letzterer durch den Nu- sine Srele 1;{ tzen im Gebrauche oder durch das au- eines Ein- an genblickliche Bedür fnifs bestimmt. liche*r Bey Kapitalien ist es der Nutzen, den man a in Erzeugung von Gü t ern von densel- , welcher ben erwartet, welcher ihren Marktpreis für werdf bald erhöht, bald erniedrigt, und zu dessen ‘Ha ı16 Schätzung man sich immer des in einer Ge sellschaft üblichen Zinses bedient. Streben des en sich dem NEF Su er2n. Gerade wie beim Marktpreise einzel- Güter, findetfauch ein unaufhörliches weh Pie@ Boastreben des Marktpreises ganzer Kapi- sezu näher l. talien Statt, dem wahren Preise sich wie- der zu nähern, wenn Zufälle ihn beträcht- lich von jenem wahren Preise entferni ha- h en Man setze, um eine Zuckersiederey einzurichten, werden zwanzigtausend Rubel erfordert. Nach ihrer Vollen- dung giebt. sie den erwarteten reinen Ertrag von zweitausend Rubel. Zufälle verursachen hierauf, dals obiger Erırag auf die Hälfte herabsiukt, Aus dteser Ursache wird eine solche Fabrik in einer Gesellschaft, wo der Zins= 4%, wenn sie zum Verkaufe kommr, nun für 10,000 RB, verkauft werden. Letzteres ist ikr Marktpreis, und dieser ist um die Hälfte klei- ner, als ibr wahrer Preis(20,000 R.). In einem solchen Zustande der Dinge. wird Niemand mehr sein Kapital zur Anlegung einer Zuckerfabrik anwenden, die ihm nur„3; tragen würde, indels es überall an- dere Gegenstände giebt, die ihm seim Kapiral zu 225 zu nutzen versiatien.“ Folglich werden nach und nach mehrere Zuckerfabriken eingehen, DieSum- me der Kapitalien also, die sich auf einen gewis- sen Gegenstand(auf das Gewerbe z. B. des Zu- ckersieders) richten, wird sich wermindern, Auf diese Weise lälst es sich denken, dals der Ertrag ei- ner Zuckersiederey wieder sieigt, und dafs ihr Markt- preis, wenn sie zum Verkaufe kommt, sich dem wah- zen Preise wiederum sehr nähert, Doch ist es auch möglich, dafs das Gewerbe in einem solchen Falle ganz eingeht, und dals die bis- her darauf verwandten Kapitalien entwederzum Ver- brauche(z. B. Häuser zum. Wolınen) oder zu einer andern Kapitalmutzung bestimmt wer- Te 1817 siner ee den, damit der Schade, welchen der Eigenthümer beim Verkaufe zu leiden befürchtet, vermieden werde, (8. 66.) Nach eben denselben Grundsätzen wird es gleichfalls leicht erklärlich, wie es zugehr, dals bey einem eehr erhöhten Ertrage einer gewissen Gattung Kapı- pestie- 14 stie genen Marktpreise derselben, dieser letztere den- ae talien, und bey einem hierdurch beträchtlich e einzel. hörliches noch bald wieder auf den wahren Preis»urück- r Kapi kommen müsse, Trifft es sich nämlich, dals die oder r fi*== a 2& x D jene Kapitalnutzung besondere Vortheile verspricht, sich Wie- welche man vorher von derselben nicht zu erwar- hetricht- ten berechtigt war; so wird die Anzahl der Kapital- ß besitzer, die aus solcher Nutzen zu ziehen hoffen, EINE Da- sich beträchtlich vermehren. Eben*“diese vermehrte Konkurrenz aber wird den erwarteten Nutzen vermin- dern, und dies so lange dauern, bis sich jener N u- ten, werden tzen mit dem gewöhnlichen Zinse ins Gleichgewicht hrer Vollen-\ gestellt, und der beträchtlich gestiegene Markrt- {rtrag vo preis des Kapitals sich dem wahren Preise wie- hierauf, dals der ziemlich genähert hat, Aus dieser Gesellschaft y 9) aufe kommt, S. I 26, Letzteres Die Bestimmung von dem Betrage, Wirkıngeu IIte kler- I von dem Werthe eines Kunstkapitals war, er ee so ‚lange.es kein Geld’ gab,"äulserst, u... ii schwankend. Mit Einführung vom Ge- iral u brauche des Geldes wird auch diese siche- 1 nach und 1, Diesum- i der Zeit und des Aufwandes von schon vor- 1en gen 1d« rer. Man kann dasselbe nach Maaßsgabe „b. desli handenen Gütern, welchen es kostet, sich Aul-- S 7 nur i in Besitz einer Kunst zu setzen, nunmehr der Ertraß© g z BE [ihr Mat nach einer gewissen Summe schätzen. ich dem wal- Sr nn 3 Gewe be# sd bir” M”’. na= N al de Folglich wird auch die Schätzung der= ‚gerzum Ne ‚Schätzung Bunstkapitalrente bestimmter, da solche«s kene. \ogpg ZU ‚ned) odel zu hestimmb ver sich zum Theil($. 69.).auf den Betrag des eigentlichen Kunstkapitals gründet. Man setze den Fall, es werde eine gewisse Summe er- fordert, um einen jungen Mann(z. B, durch Reisen) zu irgend einem Gewerbe auszubilden; oder der Werth seines erworbenen Kunstkapitals sey einer ge- wissen Summe gleich($. 69.), so muls die jährliche Rente, welche der ausgebildete Künstler zu erwarten berechtigt ist,«. den nothwendigen Unter- halt($.69.), 2. den Ersatz des auf Erlernung der Kunst verwandten Kapitals, welches mit dem Tode des Künstlers zerstört wird, und 3, den landesüb- lichen Zins vom Werthe jenes Kunsıkapitals ent- halten. Um den Betrag von 2, und 3, zu finden, muls man daher eben so, wie bey der Berechnung einer Leibrente verfahren, Ist nun dieser gesuchte Betrag—= 5 Das Kapital-=S£ Der jährliche Zins a r Die wahrscheinliche Lebensdauer der Person, für welche die Ren- te berechnet wird- Er 86 erhalten wir nach der bekannten Formel, die über- haupt bey der Interessenrechnung zum Grunde gelegt wird.(S. Busse ersten Unterricht in der algebrai- schen Auflösung arithmetischer und geometrischer Grölsen. Dessau 1782, 8. Th.2, Seite 34.) b=:21 Setzen wir ferner: c, oder das Kapital= 10,000R., oder der landesübliche Zins—,% 2, oder die wahrscheinliche Le- bensdauer des Künstlers in ei- nem Alter von fünf und zwan- zig Jahren, welches Alter man als das Ziel seiner Ausbildung mitRecht betrachten kann—Lo roon so folgt, das Z=1—(42%? ’. 4 [=] L € janrlıche u 119 Durch Anwendung der Logarıthmen(rergl. Busse am angeführten Orte) erhält man hieraus: b— 3154577.-- Rubel. Hierzu die Kosten des een notbwendigen Un- terhalts, die-wir auf 100 Rubel anschlagen wollen, addirt, giebt die ganze jährliche Rente, welche der Eigenthümer eines Kunstkapirals unter den oben an- geführten Umständen mit Recht erwarten kann, m Rubel: Es bedarf keiner Bemerkung, dals eine Rechnung dieser Art nach allerStrenge niemals in der Wirklich- rn u 5% keit ihre Anwendung finder, da zufällige Umst nde, die nicht mit der erforderlichen Genauigkeit in An- schlag gebracht werden können, jederzeit ihre Wir- kung äußern, um die jährliche Rente eines Künst- lers bald zu erhöhen, bald zu erniedrigen. Aber nichts desto weniger enthält jene Rechnung die Data, nach welchen im natürlichen Zustande der Dinge ver- er und billiger Weise sich der Gewinn eines Künsıl ers richten muls, und nach welchen im Grunde ein jeder Künstler seine Forderungen ans Publikum abmifst, auch wenn er sich, wie dies gewöhnlich Fall zu seyn pflegt, derselben nicht deutlich be- wußst ist. Zugleich giebt uns jene Rechnung eine an- schauliche Vorstellung, warum in Gesellschaften, die noch im Fortschreiten ger und an Kapitalien n 3 arm sind, und bey denen folglich ein koben Zins Statt findet($. 108.), die Gewinne der Künstler viel ne 3 höher ausfallen müssen, als in solchen, wo‘der ent- gegengesetzte Fallist. Man vergleiche in dieser Hın- sicht den nordamerikanischen Freistaat und Rulsland mit England, Deutschland, Holland u, s. w. S. 129. Eben dasselbe, was in Ansehung der sicer Be Rente vom Kunstkapital gilt, gilt auch See: Ansehung des Arb eitsgedinges($.73-). gedinz So lange noch kein Geld im Gebrauche war, war die Bestimmung des Arbeitsgedin- ges äulserst unsicher. Gesetzt, der natür- berg ? B f D ac a BP Di 120 liche Arbeiter erhielt z. B. die ganze Mälfte aller Produkte, die durch seine Arbeit her- vorgebracht er so war hierdurch im- mer nicht genau bestimmt, ob ilım solche blofs den nothwendigen Unterhalt oder. noch einen reinen Gewinn abwerfen würden. Was sollte er mit jenen Produk- ten machen? Alle seine Bedürfnisse zu be- friedisen, waren sie nicht hinreichend. Er mülste sie folglich vertauschen und sich der Gefahr blofsstel len, beim Tausche einen be- trächtlichen Verlust zu leiden. Die Einführung vom Gebrauche des #Geldes half dieser Unbequemlichkeit ab. Mit Hülfe desselben konnte bestimmt wer- den, ob das Arbeitsgedinge(die Ar- beitsrente) nur den nothwendigen Un- terhalt, oder auch einen Antheil am reinen Gewinn betragen sollte, G. 1209. ee So entstand’also der Begriff vom Loh- abet nenmatürlicher Arbeit. Man versteht darunter den Preis natürlicher Arbeit, welcher gerade hinreicht, den Arbeiter in einer Gesellschaft mit allen nothwendi- genBedürfnissenzuversorgen, oder ihn zu unterhalten, ohne ihm einen An- theil am reinen Gewinne zu verschaffen, Lohn der 192 S. 190. Auen In gehalt Wir, haben oben gesehen($. 79.), dals a Sprach, ‚dieses Arbeitsgedinge, welches dem’ natür- gebı au Te> m- ee en— ee——— PEN 12% eHilfe° beit her- urch im- lichen Arbeiter nichts weiter als seinen Un- terhalt verschafft, zwar das niedrigste; aber dennoch das gewöhnlichste, ist. Aus N solche+ dieser letzteren Ursache wird der Lohn, terhalt welcher als Preis desselben Statt findet, im werfen gemeinen Leben schlechthin der Arbeits- Produk- lohn genannt. sezube end, Er See sich der Ungeachtet der durch eine gewisse\"”“= inen be- Geldsumme bezeichnete Arbeitslohn weni- sen,&ie auch ger unbestimmt ist, als das in wirklichen nee so che des Produkten(Gütern) zugestandene A ee keit ab,| beitsgedinge; so ist dennoch auch der mt wel- Begrilf des Arbeitslohns noch immer man- die Ar- chen Schwankungen unterworfen.- Denn en Un- da solches die nothwendigen Bedürf- nreinen nisse verschafien soll; so kommt alles dar- aufan, vorher fest zu setzen, was man un- ter nothwendigen Bedürfnissen ver- steht. mLoh- Ye Der Arbeiter in England und Deutschland rechner nach versteii der liberaleren Denkart seines Volks weit, mehr zu Arbeit, den Nothwendigkeiten desLebens, als der aiter IN französische, Was für jenen nur unumgängliches Bedürfnils ist,'würde für diesen schon Ueberfluls seyn. vendi- Eben dies gilt von dem freien Arbeiter in Ruls- n, oder land, welcher gleichfalls weit davon entfernt ist, sich N blols mit den dringendsten Noihwendigkeiten des L«« nen All bens zu begnügen. lien, ES Se: So ist auch noch dieFrage, ob der Ar- Feinnes 9.) das es BE ä 1 der Gründe, ati beitslohn hinreichen soll, ein einziges woracı sich m z ae ee ein 2a Sn- Ina ae, a ET = BE ie—— 1223 der höhere Individuum mit den Nothwendigkeiten des oder niedere/ Arbeirstohn Lebens zu versorgen, oder eine ganze Fa- Kichtet. milie nothdürftig zu ernähren? Alles dies aber kann nicht nach allge- meinen Grundsätzen entschieden werden; sondern es hängt vielmehr solches von der bey einer Nation einmal herrschenden Denkart,‘von dem Bedürfnisse und der Konkurrenz der arbeitsuchenden und arbeitbedürftigen Menschen ab. Gröfser wird in jedem Falle der Ar- beitslohn in einer im Fortschreiten be- grilfenen, als in einer schon zu einer gewis- sen Höhe gelangten Gesellschaft seyn, aus’ dem natürlichen Grunde, weil dort die Ar- beitsgewinne($. 38.) und das Bedürf- nils nach arbeitenden Händen gröfser ist, Manche Arbeiten sind in der That von der Art, dafs sie keine ganze Familie ernähren würden, wenn nicht zugleich die ganze Famille daran Antheil näh- me. Sogar findet man dıes bey Arbeiten, die schon eine erlernte Kunst voraussetzen. So z.B, beim Gewerbe eines Schwabacher Nadelmachers, welcher solches nicht als Fabrikunternehmer, sondern im Einzelnen berreibt. Hier leisten die kleinsten Kinder hülfreiche Hand. Und gleichwohl äulsert dieser auf- fallende Fleifs keinen grolsen Einfluls auf den Wohl- stand der arbeitsamen Familie, NM: ste Bi es a Ten+. e une Sr Wi TE en_- FF—_ 123 ten de Metapolitische Analyse der Be ne Fa. standtheile, in welche sich n ach Einführung-des Geldes und desZin- allge. sesderPreiseinesjeden Guts aullö- verden; sen läfst. on der henden G.-5 133 N Wir haben oben gesehen($. 96.), dafs iäh, es dieherwvorbrin gen denKräft e sind, ah welche den natürlichen oder wahren u Preis eines Guts, und dals sie es mit der S Bi Konkurrenz und dem Bedürfnisse zu- kl sammen sind, welche den zufälligen a: Preis, oder den Marktpreis eines Guts Bar bestimmen, Jetzt, da wir die hervor- ediirk bringenden Krä fte selbst näher unter- ph sucht-und hinlänglich gezeigt haben, dals ‚Aafs is diese aus Realkapital, Kunstkapital, natür- ya licher Arbeit u. s. w. bestehen; so wird es ann nicht schwer seyn, den Marktpreis eines B, beim Guts auf seine: ersten Flemente zurückzu- a führen. Kinder Haben sich bey einem Gute schon FR mehrere hervorbringende Kräfte verschie- | Wohl« dener Art vereinigt, oder ist es schon, um aus dem Zustande eines blofsen Naturpro- ‚. duktsin den eines Kunstprodukts verändert zu werden, durch die Hände mehrerer Künstler und Kaufleute gegangen; so wird natürlicher Weise immer derPreis, den derKünstler oder Kaufmann beim Einkaufe des rohen Produkts für dasselbe gezahlt hat, m nn mi ann el a IT ihn«24 zu demjenigen Preise gerechnet, für den er. I es in der Folge nach Hinzufügung von neuen " hervorbringenden Kräften‘verkauft. Der h I Künstler und Kaufmann erscheint alsdann II in Rücksicht des nächsten Käufers als ein Vermiether von Kapital und Arbeit, und das, was er beim Wiederverkaufe der Waa- re im erhöhten Preise für den von-ihm hin- zugefügten Aufwand hervorbringender Kräf- te erhält, macht gleichsam seine Rente aus. Jeuer erste Preis des rohen Produkts aber, besteht wiederum aus den einem jeden Prei- se eigenthümlichen Bestandtheilen. Wir können daher in Ansehung, desselben nach eben den Grundsätzen verfahren, welche uns auf die nächsten Beständtheile(par- tes conslitutivae proximae) führten, und werden so durch die metapolitische Analyse in den Stand gesetzt, bis auf die entlerntesten Bestandiheile partes consti- sutivae remotae), welche den Marktpreis eines Guts ausmachen, zu dringen. Die beigefügten Tabellen werden dies noch besser erläutern. Wir wollen zum Beispiele ı. ein Paar Stiefeln,>. ein Pud Talglichter, 5. ein Pud Hanf wählen. ul Sen Auf gleiche Weise lassen sich wies folgung die- ser Uneısu- der einzelne Theile, aus welchen der Preis chung.... -" eines Guts zunächst zusammengesetzt ist, Teen. Zn= er Ten zn um ze 125 r den Ar,\ n neuen auswählen und in ıhre entferntern Bestand- b Det tlıeile zerlegen,(z. B. der Marktpreis des alsdan Handwerkszeugs, der Geräthschaften u. s. w., als ein von welchen der Zins zu rechnen ist) und it, und man kann auf diese Weise die metapoliti- er Wan- sche Analyse bis in’s Unendliche fortseizen. nr. Wollte man den Arbeitslohn(Lohn lerKröf natürlicher Arbeit) einer näheren Untersu- He chung unterwerlen, so würde man zuerst alle diejenigen rohen Naturprodukte ts aber, anPıs;(Lebensmittel u. s. w.) und Kunstproduk- Wir te(Wohnung, Kleider u. s. w.) bestimmen 1 x müssen, deren der Arbeiter unumgänglich on nach zu seiner Unterhaltung bedarf. Aus allen welche;:>>;. ar j Preisen eines jeden einzelnen dieser Güter e(par- R en N zusammengenommen würde sich alsdann n, und A eh s 2 der Lohn eines natürlichen Arbeir- tische ER ters bestimmen lassen, auf die E Rs,ist klar, dafs eine solche Untersu- ae chung sich nicht anf die geringsten Umstän- rktprei de erstrecken kann, und dals man sich bey n derselben vielmehr mit allgemeinen Beob- en dies achtungen begnügen muß. So würde es a zum vielleicht schon hinlänglich seyn, gefunden” in Pud zu haben, dafs in’ einer Gesellschaft, die ls| sich noch in einem unvolHlkommnen Zustan- de belindet, derjenige Theil im Preise des Arbeitslohns, welcher für die dem Arbeiter nothwendigen Kunstprodukte(Kleider, Art. Wohnung, Werkzeuge) gerechnet werden or Preis muß, derbeträchtlichste ist, indels in tzt ih einer Gesellschaft, die sich schon auf einer Nenn EEE are El TE VE nee ee er ng Pr Fe mn a> a a mn nn fi sum! ı { I 1} in u! | i ‚ ! vi il Jul) “ al zum Shan ı) I a ai sa It 5 fr Wii| | I N a| Er H N h, ar N i| dla alu: zu) m Ra ul An! I) a Fortsetzung. 126 Ü\ höheren Stufe von Volikommenheit befin- det, vielmehr der andere Theil, welcher für die dem Arbeiter zur Subsistenz nothwendi- sen Naturprodukie(Lebensmittel u. s. w.) gerechnet werden muls,*der beträcht- lichste seyn wird. In manchen besonderen Fällen jedoch macht der Ar beitslohn im Preise einer VW aare regelmälsig noch weniger aus, als der nothwendige Unterhalt des Arbeiters erfordert, da nämlich, wo die.\.erlertigung jener Waare m mülsigen Stunden ein Nebengeschäft abgiebt. Dies findet z. B. in Ansehung der Schnüre Statt, die zur Winterszeit von den Bauern um Moskwa verfertigt werden, so wie in Ansehung mancher ähn- Heher Arbeiten. des deutschen Bauers.— Auch kann man hierher die Strümpfe rechnen, dıe man in Moskwa ın jgrolser Menge zu einem so niedrigen Preise ver- kauft, dafs derselbe unmöglich hinreichen würde, einen Menschen zu unterhalten, Jene Strümpfe wer- den nämlich von den Bedienten der Reichen im Vor- zimmer gleichsam nur zum Zeitvertreibe gestrickt. V.: 235. Eben das, was von den Bestandtheilen des Marktpreises des Arbeitslohns gilt, hat auch in Ansehung der Bestandtiheile der Marktpreise aller anderen Güter Statt, Nie vielleicht wird es möglich seyn, diese Thei- le in einem bestimmten Falle durch wirkli- che Zablenangaben zu bezeichnen, weil ies an den hierzu erforderlichen Datis fehlt; allein es ıst auch hinreichend), zu allgemei- nen Begrilten gelangt zu seyn, welche uns in den Stand setzen, die Ursachen des ho- hen oder niedrigen Marktpreises. eines 127 it hafı£: 2=& t bein. Guts, wie dieser in derselben oder in ver. cher[ür schiedenen Gesellschaften Statt hat, zu be- wendi urtheilen. SW Ar Erstes Beispiel. rächt- Man setze den Fall, der Marktpreis von ein Paar Stiefeln von derselben Gröfse und Güte sey in Moskwa — 6 Unzen reines Silber und in Paris—=& Urzen rei- Ar A nes Silber, Beide Preise sind beträchtlich verschie- ee den, und um die Ursachen der Verschiedenheit mit Ken: 2 höchster Genauigkeit anzugeben, mülste man einen 5 ieh jeden einzelnen Theil, woraus der Marktpreis beider ngeschäft Waaren besteht, mit wirklichen Zahlen bezeichnen "Schnüre können. Hierzu aber fehlt es uns an den erförderli- Moskıra chen Datis. Wir können daher nur folgende Bemer- her ähn« kungen machen: uch kann 1. In Frankreich sind Kapitale jeder Art(Realkapı- ı Moskwa sale, Kunstkapitale u. s. w.) in einem grölseren Ueber- reise Ver- lusse vorhanden, als in Rulsland, und wenn daher ı würde, in beiden Ländern ein und eben dasselbe Produkt ;pfe wer- durch einen gleichen Aufwand von Kapital erzeugt im Vor- worden ist; so muls der im Preise dafür zu rechnende rickt. Zins freilich in der französischen Waare einen klei- , neren Theil ausmachen. Daher sind Produkte, die man grölstentheils als Produkte von Kapitalauf- wand betrachten kann, in England auf alle Fälle woblfeiler; allein heilen: 2, wenn in Frankreich zwar der Ueberflufßs von Ka- hat pitalien grölser, und der dafür zu zahlende Zins ge- j ringer ist, als in Rufßsland; so wird dagegen auch e der zur Erzeugung vieler Güter(z.B. von Näturprodukten, Nie Gütern der Laudwirthschaltu, s, w.) ein weit grölse- IE rer Kapitalaufwand erfordert, indem die Gegenstände| Thei- der Kapitalnutzung dort schon weit mebr erschöpft virkli- sind($. 33.34.), und hierducch geht der Vortheil veiles des niedrigeren Zinses im Preise einer\Vaare, “. wenn diese ein sogenauntes Naturproduks fehlt; ist, wieder völlig verloren, Eben so ‚emei- 3. istin Frankreich der Arbeitslohn viel höher, als ) in Rulsland, und zu der Eızeugung eines Naturpro- he uns dukts wird dort($, 33. 34.) noch überdies ein weit e ho- grölserer Aulwaud von natürlicher Arkeit erfordert, ine Daher 4 a U a en" Eee Een menge Sm nur ee — ee en ee— oe? == 4. kann man als eine allgemeine Regel annehmen, dafs ein jedes Gut, dessen Werth vorzüglich im ro- hen Material, und nich: in der Form besteht(wie das z. B. mit Stiefeln der Fall ist, in Frankreich theu- rer seyn müsse, als in Rulsland, und es erklärt sich, warum bey allem Ueberflusse von Kapitalien der Preis von Stiefeln in Parishöher seyn müsse, als in Moskwa, Zweites Beispiel. Der Preis von einem Besteck anatomischer Instru- mente, oder etwas Aehnlichem, sey in Pans= 5 Un- zen Silber, In Moskwa sey ihr Preis, wenn sie hier in’ eben der Vollkommenheit geliefert werden= ıo Un- zen Silber. Nach den vorhin angeführten Bemerkungen lassen sich die Verschiedenheiten dieser Preise ebenfalls sehr leicht erklären, nämlich ı, dag rohe Material(Eisen und Stahl zur Klinge und Mammutsknochen zur Einfassung) ist in Moskwa‘ohne Zweifel wohlfeiler, als in Paris, und der Theil des Preises, der in der vollendeten WVaare vom rohen Material herrülhrt, ist in dem Woskwaschen Produkt ohne Zweifel geringer; allein 2. macht in der angeführten Waare das roh e Ma- terial immer nur den geringfügigsten Theil des Wer- thes aus, Von weit grölserer Bedeutung ist bey ei- nem stählernen Instrumente die Form. Bey dieser aber kommt alles auf Kunstkapital-und Real- kapıtalaufwand(nämlich auf künstliche Be- arbeitung— künstliche Maschinen, Schleifmühlen u.s. w.) an, und da Kapitalien in grölserem Ueber- flusse in Frankreich vorhanden sind, als in Rufsland, so muls auch alles, was als blolses Kapitalprodukt be- trachter werden kann, dort wohlfeiler seyn, als hier. Veber Zu= en Se nn en ER I ——s Turn el anıı ge annehmen, zuglich im ro. in besteht(vi rankreich ther. es erklärt si italien der Pr, ‚ als in Moin, omischer Ins. a Paris 5. venn sie hierin erden= 10 Un. ETKUNFEN lassen (e ebenfalls sehr ler vollendete ', Ist. in dem x in Rulsland, ialorodukt ber ital seyn, als hier 129 Ueber den Begriff von Verzehrung unddas Verhältnifls zwischen Ver- zehrung und Erzeugung von Gü- tern, 8. 136. So wie Güter durch hervorbringende Berir von a\ 2& Verzehrung, Kräfte erzeugt werden; so werden sie wie- der für den Menschen zerstört durch'!YV er- zehrung oder durch Verbrauch. Die- se letzte Handlung ist daher der ersteren völlig entgegengesetzt. S.0157% Verzehrung oder Verbrauch istveschiedeie der letzte Zweck aller Erzeugung von Gü- ya, erzehrung; tern; allein in Ansehung der Verzehrung selbst findet eine grolse Verschiedenheit Statt. Die erste Art von Verzehrung geht vor sich, wenn es darauf ankommt, andere Güter zu erzeugen‘); Die zweite hat die Befriedigung nothwendiger Bedürf- nisse des Menschen, und die dritte Art die Befriedigung überflüssiger*) Genüsse zum Zwecke. *) Dies ist diejenige Verzehrüng, welche bey einem jeden Kapitalaufwande Statt findet. Denn es ist Binläng- lich bekannt, dals Güter nie durch Hülfe eines Ka« pirals erzeugt werden können, ohne dafs nicht ein Theil des Kapitals zerstört würde,($:29,) =") Die Verzehrung, welche die Befriedigung überflüssi- ger Genüsse zum Zwecke hat, ist es, was man im gemeinen Leben Luxus nennt; { ” Brenn nein nr nenn nn ET STETTEN" 0 hg genen fi Me ge Begriff vom Die Summe aller durch die hervor: oben Ein= 4: vommen e-bringenden Kräfte einer Gesellschaft ner-Gese ni jährlich erzergten Güter, oder das, wasman ihr rohes Einkommen nennen könnte ($. 35 und 45.) ist es, wovon dieselbe die zur dreifachen Art vonVerzehrung erforderlichen Mittel erwartet. Wenigstens muls jenes Ein- komrnen zu den beiden ersten Arten von Verzehrung hinreichend seyn, oder es muls solches ı. den jährlichen Abgang an Kapi- tal(Quellen des Einkommens) ersetzen, und 2. die unumgänglich notlıwendigen Bedürf- nisse eines jeden Einzelnen befriedigen kön- nen, Wollten wir den entgegengesetzten Fall annehmen; so ist klar, dafs unter sol- chen Umständen eine Gesellschaft nicht in demselben Zustande bleiben, sondern im- mer mehr und mehr verringert werden würde,® Der Aufwand von Kapital liefert nämlich einen grolsen Beitrag zum jährlichen Einkommen. Denken wir uns nun eine Gesellschaft ohnehin schon in einer be- drängten Lage, da sie kaum das zum Unterhalte der Einzelnen unumgänglich Erforderliche hervor» bringt; so würde ihre Lage bald noch bedrängter werden, wenn auch die. Summe dieses Wenigen durch die Abnahme der Kapitalien noch mehr verrin- gert würde. $. 139. Die Summe derjenigen Güter, die von ‘dem rohen Einkommen einer Gesellschaft os mt; 141 übrig bleiben, nachdem alles, was der Ün- ie heryor. terhalt der Einzelnen erfordert, abgezogen Gesellschaft worden ist, giebt den Schö pfgrund as, wasman(Fond) für dieBefriedigungihrer überflüs- ıen könnte sigen Genüsse, Jene Güter sind es zu- elbe die zur gleich, welche man zum Untersthiede des ro- orderlichen henEinkommens dasreineFink om- s jenes Ein. men einer Gesellschaft nennen kann. Arten von Es ist wahr, ein Theil des reinen Einkommens E raucht N ler es mul; nicht unmittelbar auf die Befried ıgung über- Fa Kapı flüssiger Genüsse gewandt. zu werden; sondern kann zur Vermehrung der Kapitalien dienen. tzen, und Allein dies thüt der Richtigkeit obiger Definition kei- nen Eintrag, denn ein vermehrtes Kapital muls in ei- ner Gesellschaft nothwendiger Weise die Folge hefr- sen kön- vorbringen, dals das reine Einkommen der Gesell- ar Bedürl: resetzten schaft vermehrt wird, und immer ist vom reinen Ein- kommen der letzte Zweck: Befriedigung über flüssiger Genüsse, nicht in Ist aber das reine Einkommen einer Gesell. schaft beträchtlich, und verwendet solche eine gros [se Menge von Gütern zum\überflüssigen Verbrau- t werden che; so pllegt in diesem Falle gewöhnlich ach eine nicht minder beträchtliche Menge von Gütern zür Bildung neuer Kapitalien angewandt zu werden. Auf fallend zeigt sich dies in Rulsland, bey der Erbauung einer grolsen Menge neuer Häuser, Anlezüng von Fas unter sol. ıdern ım- 2 nen groisen ıken mir. un 1 einer be- briken, landwirthschafilichen Gebäuden u. s. W. Unterbalte| he hevom— S. 146, bedrängtet a=; 4 Weniget Eine Gesellschaft ist ın dem Maalse Begriff vom are BR:: us- A=;;. Reichthume mgbr verzit reicher oder ärmer, je nachdem ihr re&i-ensexation. nes Einkommen grölser*) oder klei- ner ist. Besitzt solche gar kein Einkom- men”), welches alsreinesEinkommeü die von betrachtet werden muls; so kann sie auch sellschaf auf keine Weise reich genannt werden, I ah sE x== en x name Te En 7 2 Bl CSS a se 2 7-00 2 so 20 ar a E nn Su EEE ——aain ee ne> ger m. > Z Be a a mussen= fi-— = *) Immer gründet sich auf den Betrag dieses reinen Ein- kommens der Begriif vom Reichthume einer Gesell- schaft. Manchmal kann solcher auf eine mehr oder we- niger gleiche\WVeise unter die Einzelnen vertheilt, und es kann den Einzelnen auf eine mehr oder minder gleiche Weise verstattet seyn, überflüssigen:Ge- nüssen nachzuhängen; allein diese gleiche oder ungleichre. Vertheilung hat keinen Einfluß, um den Reichthum einer Nation zu. bestimmen. Viel- mehr entscheidet hier immer dieSumme des reinen Einkommens der gesammten Gesellschaft, ohne Rücksicht, wie sie unter die Einzelnen vertheilt ist. *) So ist der Zustand der meisten wilden Völker beschaf- fen, ‚welche richis weiter hervorzubringen pflegen, als was zu ihrem Unterhalte unumgänglich nörhig ist. S. TAT Der Ursachen, von welchen es unter Entwicke-.,& x er.. lung der Vr- ibrigens gleichen Umständen, d.i. bey ei- sachen, die: x 5 ne 5 a, mem gleichen Aufwande hervorbringen- auf die Ve- der Kräfte vorzüglich abhängt, um den mehrung des oO 2 Natona- Reichthum einer Gesellschaft zu vermeh- zeichthums% nirken, ten, giebt es mehrere. ei Zuerst gehört hierher die mehr oder fenheit der: Gegenstän- minder taugliche Beschaffenheit der' Gegen- de für den., f 4 A x Aufwana stände, auf welche sich der Aufwand her. rorbrin=. mes. 2, 5 ee vorhringender Kräfte richtet, un nützliche krifte. Güter daraus zu ziehen. So z.B. hängt au- (serordentlich viel von der Fruchtbarkeit des Bodens ab, um bey gleichem Aufwande her- vorbringender Kräfte dennoch dasreine Ein- kommen zweier Gesellschaften so verschie- den ausfallen zulassen. Daher die Armuth der Einwohner des unfruchtbaren Schwe- dens, und der üppise Reichthum der min- ) PP!5 der fleilsigen Einwohner der Südseeinseln. teinenkir. & einer Gesell mehr oder we. nen: vertheilt, ırodler minder ı ssigen Ge Jeiche oder Einluß, um immen, Viel. e des reinen Ischaft, ohne vertheilt ist, ölker beschat. ingen pflegen, ich nöthig ist, | es unter i. bey ei- rbringen- um den u vermeh- nehr oder ler Gegen- vand her. nützliche hängt au- ‚rkeit des ande her- reine Ein- ‚ verschie- ie Armut an Schwe- 1 der mil- ‚geinselt busen, durch schiffbare Ströme u. s. w. zu einem gröfseren Verkehr Gelegenheit igiebt, den Austausch der Bedürfnisse begünstigt und für die abzusetzenden Waaren den Markt erweitert. EEE EEE TE EEE ’>; ,’ 8. 142.; Tine andere Ursache liegt in der phy-= ee = esehafien- siıschen Beschaffenheit des Landes, in sO heit des &:- Landes fern hiernach ‚der Betrag unentbehrli- cher Bedürfnisse für ein Individuum bald gröfser, bald kleiner ist. So z, B. ist in kalten Ländern manches blols unumgäng- liches Bedürfnifs, und erfordert einen eignen Auf- wand hervorbringender Kräfte, wie z, B. Heizung, Kieidung, was in warmen Länder wollig oder zum Theil entbehrlich ist. $. DA”. a Ferner hängt in Rücksicht der Merors-> Cem te Anweil- fserung des Reichthums einer Nation selir sung der ä=== ‚.. hervorbrin- vielvon der Geschicklichkeitah, mit"senac welcher die hervorbringenden Kräfte zur F*- Erzeugung von Gütern angewandt werden, Dahin gehört vorzüglich den Vortheil, der durch die Theilung der Arbeiseı be- wirkt wird. Erläuterung durch Beispiele, die von getheilten Arbei- ten des Nadelmachers, des Nägelschmidts, des Woll- arbeiters u. s, w. hergenommen sind, Be Die vierte Ursache liegt in der mehr+ Yet alte ung oder minder vortheilhaften Lage des Lan- schaftenheit des Landes des, welche durch tief einschneidende Meer-„umwaarens 154 Oben haben wir gesehen, dafs der Zweck dar hervor- bringenden Kräfte unter andern darauf gerichtet ist, Güter aus einer Hand in die andere zu \ bringen. Finden sich nun in einem Lande schiff- bare Flüsse, Seen, Meerbusen u. s. w. ‚ wodurch der Transport beträchtlich erleichtert wird; so vertritt in diesemFalle die Natur die Stelle der fehlenden Kräfte, oder sie bewirkt, dafs man mit einer geringeren Men- ge hervorbringender Kräfte eben so leicht Güter aus einer Hand in die andere bringen kann, als aulserdem mit einer grölseren. SE Ursachen,_ Auf die Vermehrung der hervorbrin- cie mittelbar vr un e, genden Kräfte selbst aber, und so mittel- auf Vermeh-S bar auf die Vermehrung des Reichthums uns wi- einer Gesellschaft, wirken vorzüglich fol- = gende Ursachen: 1. Bestreben nach einem vernünftigen Luxus, welches sich bey den Gliedern der Gesellschaft mehr oder weniger verbreitet findet;©, Geist der Sparsamkeit und Industrie in ; Anhäufung von Kapitalien; 3. soli- der männlicher Geschmack in Anle- gung solcher Werke, die der Natur der Sa- che nach nicht blofs für den gegenwärtigen Augenblick bestimmt seyn sollen,(wie z.B, von Häusern) und die bald zum Verhrauche, bald zur Erzeugung anderer Güter bestimmt werden können*), und endlich 4. Kredit, welcher beim Einzelnen oft die Stelle des ihm fehlenden Kapitals vertritt und als sol- cher mittelbar zur Erzeugung von Gütern gehraucht werden kann. ae 139 der herr 2 ne N richte”) So kommt noch jetzo in vielen Städten Deutschlands nicht tet ist,=:=: Se: . dem Enkel der solide Geschmack seiner Vorfahren zu adere zu x E£ 3 2 Es Gute, welche, durch diesen Geschmack geleitet, mit ande schiff; en= i AR eisernem Fleilse Häuser erbauten, die Jahrhunder- ‘ödurch der Se:: RER RR ten zu trotzen im Stande sind. Daher kommt der j Fa Ueberflufs dieser für das Wohl der Gesellschaft ndenKrifie nn 5 P We) so nützlichen und nothwendigen Gattung von Kapira- I ai lien, und die Leichtigkeit für die Stadteinwobner ei {\zuter aus 5 S] R SE 1 N Han nes jeden Standes, sich eins der ersten dringendsten sen kann, Be ürftisse— Wohnung— zu verschaffen.— Höchst schädlich für“Anhäufung von Kapitalien und für's Wohl der Gesellschaft ist es dagegen, wenn ein ent» gegeugesetzter Geschmack der herrschende ist, und wenn z. B. der reiche Kaufmann ‚oder Gutsbesitzer nur auf den Augenblick des gegenwärtigen Genusses vorbrin- bedacht, seine Prachtgebäude aus Holz aufführı.— A] WVären die Völker aller Länder und Zeitalter immer MItLel dieser Sitte gefolgt, 8o würde bey allen denen, die chthums sich einst einer vorübergehenden Periode des Reich- ich fol thums und Glanzes zu erfreuen hatten, gegenwärtig hiervon nicht mehr die geringste Spur vorhanden nach seyn,(Vergl. das Beispiel der niederländischen| welches Städte, der Hansastädteu. e, w.) aft mehr ‚ Geist men ı Vom Kredite und dem sich darauf 5. soli- gründenden Papiergelde, als ei in Anle- nemvorzüglichen Mittel, den Reich- der$a- thum einer Nation zu vermehren. irtigen ; 10 iBz. B, 8. I 46. rauche, Sehr oft trifft es sich, und dies ist vor- Ubergang| zu stimmt züglich in solchen Gesellschaften der Fall,” 1“ die noch im Fortschreiten begriffen nd ‚real, oO b) ‚le des dals sich in den Händen mehrerer einzel- als sol ner Personen Gütervorräthe verschiedener Güte Art befinden, von denen jeder für sich al- lein zu unbedeutend ist, um mit Erfolge zur ET ES ne EEE en a EEE EEE DB: TER ER RE% Erzeugung anderer Güter als Kapital’ ge- nutzt zu werden, die aber alle zusammen- genommen ein nutzbares Kapital: bilden und sich selbst in kurzer Zeit verdoppeln würden, Allein da in einer solchen Gesell- schaft Kapitalien überhaupt und folglich auch der WerthvonKapitalien(Geld- kapitalien) noch selten ist; so können jene Güternichtleichtin derHand eines Einzigen zur nützlichen Anlegung vereinist werden, wenn nicht der Kredit zu Hülfe kommt. Man setze den Fall, es sey in einer fruchtbaren aber noch wenig bebauten Gegend von der Anlage von Wirthschaftsgebäuden, von einer Ziegelhbrenne- reyu, s, w. die Rede, Beide Anlagen machen ein Kapital aus, dessen einzelne Bestandtheile(Bauma- terialien— Holz— Bretter-—— Eisenwerk— Kalk u. 5. w.) sich vielleicht bey verschiedenen Besitzern zerstreut finden; allein ihre Vereinigung und nutzbare Anwendung ist sehr schwierig, da wegen Mangel von Kapitalien überhaupt sich Niemand findet, welcher ein hinlänglich grofses Geldkapital besälse, um jene Güter bey ihren Besitzern einzeln aufzukaufen und zu einem Ganzen zu vereinigen, $. 197: vr Kredit nennt man überhaupt das Zu- trauen, welches in Ansehung einer Person oder einer Sache Statt findet, da man sich überzeugt hält, es werde solche die Erwar- tungen befriedigen, welche man sich von derselben macht, $. 148. nn Kae Kredit kann bey einer Person das ihr fehlende Geldkapital ersetzen, und ihr auch ol fo Zu ha # 157 | it: a 1 e°‘+. pital pe ohne Geldkapital den Besitz von Gütern in 5 y > folgenden Fällen verschaffen:| 1: er> ür ‚Bilden i. Wenn der Verkäufer von Gütern der "coppeln Zahlung nicht im gegenwärtigen Au- Ann. r or& z 5 bel. genblicke bedürftig-ist, und solche | iolglich vom Käufer in Zukunft nach einer fest- N R 2- 3 en(Geil. gesetzten Frist mil Sicherheit erwartet, nen jene>. Wenn er an Zahlungsstatt eine andere ‚Einzigen Sache erhält, die wenn sie gleich kein » 5 - werden,: wirkliches Geld ist, ihm doch alle ommt, Vortheile*) des baaren Geldes ge- tbaren aber währt.: Anlage yon Iım ersteren Falle ist es ein blofs per- elbrenne 5 h: a& EN sönlicher Kredit, im zweiten aber auch le(Bauna- zum Theil Sachkredit, welcher Statt rk— Kalk h x% . At. n Besitzern) nd nutzbare”) Alle sag! ich mit Vorbedacht, Darum kann diese Mangel von Sache keine blofse Sache von sogenanntem Werthe et, welcher seyn(z, B. Edelsteine, Perlen u. s. w.), weil diese y se, um jene immer nicht alle Vortheile des Geldes gewähren, aufen undza Allerdings nur zum Theil, denn, wie wir unten sehen werden, gründet sich der Kredit einer solchen Sache, die die Stelle des baaren Geldes vertritt, ur“ sprünglich immer auf den Kredit einer Person. das Zu- » Person$. 249. an sich: e 1 R Der Kredit der ersten Gattung kann für rowewuns: Opwäl\ R e i eine Gesellschaft nie von grolsen Folgen sich VOR seyn, da die Fälle, wo der Besitzer von Gü- tern solche ohne baare Bezahlung abtreten kann, immer sehr selten Statt finden, und das it immer sehr grofsen Einschränkungen unter- worfen sind*). ihr auch)} AUGE. Ans ce EEE EEE ET,> BETZ, W, f 2 j 0 EEE 138 Wichtiger dagegen ist der Kredit der zweiten Gattung, da die Natur der Sache diesem einen weit grölseren Wirkungskreis verstattet, 7) Vorzüglich ist dies in solchen Gesellschaften der Fall, die noch im starken Fortschreiten begriffen sind, wo Gütervorräthe noch selten sind, und der von ihnen zu erwartende Nutzen nicht erlaubt, sie anders als gegen baare Bezahlung oder gegen einen hohen Zins abzugeben. S. ı50. Kegrift Fine Sache, wie wir sie oben beschrie- Papiergelae, pen haben($. 148.), die die Stelle des Gel- des vollkommen vertritt, kann nichts an- ders seyn, als eine Anweisung auf eine gewisse Summe Geld, in Rücksicht deren der Besitzer sich für überzeugt hält, dals es nur von ihm abhängt, sie jeden Augenblick gegen das Geld selbst umzusetzen. An- weisungen dieser Ärt nennt man im gemeinen Leben Papiergeld. S. IE: Sand, Der Tauschwerth des Papiergeldes ist worauf der Tauschwerheeben so imaginär, als der vom baaren des Papier-:5 3 5 ns Gelde. Jener gründet sich beim Einzelnen zeldes be- zut. auf die einmal herrschende öffentliche Mei- nung, dieser auf die Ueberzeugung, dals die Person, welche fur dasselbe haftet, je- den Augenblick im Stande sey, ihre Ver- bindlichkeiten zu erfüllen*). Darum wird der Tauschwerih des Pa- piergeldes ursprünglich nicht so, wie der J Papı Schal Win die len, stänı esei a Nom den Geil geld Gese Unl: sind, ı59 radı S adit der Tauschwerth vom baaren Gelda zunächst er Sache aufnutzbare Güter, sondern auf baares Ingskreis Geld bezogen**).| *) Hat jedoch Papiergeld einmal einen dauerhaften und ten der Fl) sichern Kurs erlangt; so wirkt endlich die öffentliche en sind, wo Meinung in Rücksicht desselben eben so, wie beim r von ihnen baaren Gelde, und der Besitzer zieht beim Gebrau- e anders alı che des Papiergeldes mehr diese öffentliche Mei. eh hohen nung zulRathe, als seine eigne Ueberzeugung von der Zahlungsfähiykeit der Person oder der Gesell- schaft, welche für ihre Anweisungen haftet. *") Eben so wird alsdann der Werth des Papiergeldes im Gebrauche nicht mehr, wie vorher, auf baares heschrie- Geld, sondern unmittelbar auf nützliche Güter des Gel. Ben ichts an-$. 152. auf eine|.. Folgen des 1 Der Kurs von beträchtlichen Summen une it deren£- ns piergelde Papiergeld kann in Rücksicht einer Gesell- ür die ce- daß e6 3‘7% z sellschaft. hick schaft nachtheilige und vortheilhafte enblic: 3: 2, 0 Wirkungen hervorbringen. Wie weit sich. An- a; is die einen oder die anderen erstrecken sol- BRN, len, dies hängt von den besonderen Um- ständen ab. Auf jeden Fall wird durch in Umlauf,.ı.. R s© Folgen, oldes ist gesetztes Papiergeld die Menge des umlau- n 9=. ara fenden baaren Geldes vermehrt, und die Jac r g° N Nominalpreise der Güter werden zum Scha-° zelnen i Bl den der Besitzer von haarem Gelde und 1 r= R n Mi Jah Geidkapitalien erhöht. o, das: te R 5 er f Diese schädliche Wirkung des Papier- tet, Je A Bes E Se | Ai geldes ist dann vorzüglich drückend für eine n el-&, m Gesellschaft, wenn ı. die Summen des in p Umlauf gesetzten Papiergeldes sehr erols 5 ILA«:.: des Ä sind, und a. wenn solche nicht zur Erzeu- 140 | ı| gung nützlicher Güter, zur Vermehrung der i I Quellen des öffentlichen Einkommens an- | gewandt, sondern ohne Nutzen verschwen- det werden. hr.#. Vortheile. Dagegen überwiegen die Vortheile des 2 den davon zu befürchtenden Ey Schaden bey weitem, wenn dasselbe seinem Jh Zwecke gemäls zur Bildung von Kapitalien, I. zur Erzeugung nützlicher Güter und zur Ver- il mehrung der Quellen des Erwerbes ange- Sl wandt wird; da es alsdann die Stelle baarer| Kapitalien nicht nur vertritt, sondern auch noch neue Kapitalien erzeugen hilft. Ja! es kann unter diesen Umständen in einer noch im starken Fortschreiten besriffenen Gesellschaft vielleicht nicht einmal dazu wirken, die Nominalpreise der Güter be- trächtlich zu erhöhen, indem in eben dem Maalse, wie die Summe des Papiergeldes vermehrt wird, auch die Volkszahl, unter welche sich dee vertheilt, und de Mas- | se der cirkulirenden Güter steigt. oe Le Ein Beispiel wird diesen Satz anschaulich machen. Man ı ji! denke, es sey von einer fruchtbaren, an einem schiff- Flılı baren Flusse belegenen Gegend im südlichen Ruls- IH)) land, oder dem nordamerikanischen Freistaate die i I Hi Rede. Hier könnte Ackerbau mit Vortheil betrieben, Fa es könnte eine Ziegelbrennerey, eine Mühle u. s. w. IT en I er mr>= zuge ne nn> KR ıı| 4 Mi|| angelegt werden. Zu allen diesen Anlagen werden, 0| ä u! wollen wir rechnen: I ı. für 4000 Rubel Balken, "19 2. für 2000— Better, | I l f I s 3. für4ooo— Ziegelsteing;| 141 hrung de, ES ung der 4. für 1000 Rubel Eisenwerk und mens an- 5. für 1000— Glasscheibenundandere zur Ein- tschwen. richtung von Gebäuden gehörige Kleinigkeiten erfordert, Obige Materialien sollen sich bey den Nach- barn der benannten Gegend vorrätbig finden, So besitze eine Person„4 die benöthigten Balken, eine andere B die benöthigten Bretter, eine dritte C die benöthigten Ziegelsteine 5, w. Allein es fehlt an theile des der erforderlichen Summe: von 12000 R., um alle chtenden oben bezeichneten Materialien in‘den Händen'’eine3 I Besitzers zu vereinigen, und die'bezweckte Anlage Je seinem zu wachen, Wäre dies möglich; so würde sich in apitalien, der Gegend, die wir als sehr fruchtbar voraussetzen, 1 zur Ver. und wo ‚die rela tiven Kapitalgewin ne noch sehr grols sind, das Kapital von. 12000 Rubel in den ‚es ange- nächsten Jahren reichlich ersetzen. Unter diesen le baarer Umständen, da baares Geld fehlt, wird eine Summe von. 12000 R..in Papiergeld den grölsien Nutzen suifm_ zu auch ten. Mit Hülfe derselben kommt die Anlage zu Siag- If. Ja! de, und es werden nun jährlich /für 6000 PR. Güter erzeugt, die aulserdemunichtexistirt:haben) würden; De Allein der Nutzen jener Summe von 12000 R. er- niltenen streckt sich nicht blols auf die eben erwähnte Güter- i zeu; sondern es kann ä 53 al dazu erzeugung, Banden e. an solcher noch sehr inan ee nichfaltig gedackt werden.— Die Person, welche ter. be- wir oben als Besitzer der Balken mit 4 bezeichnet ben dem haben, wird durch den Verkauf letzterer und die er- haltene Summe von ,4000 R., welcheisie.schon längst iergeldes ı, unter tal zu verschaffen, das ihr Gewerbe erweitert und die erwartete, in den Stand gesetzt, sich ein anderes Kapi- die Mas- Summe der von ihr zu erzeugenden Güter vermehrt, Ein Gleiches läfst sich von ZB, von Cu, s. w. an- nehmen. I! wirkönnen uns noch eine ganze Reihe von Per- ‚chen, Man Ja! wir 8 inem schif- ichen Rıl- reistaate 08 si) betrieben, fühle u. 5. Wı ) gel werde; sonen denken, in Rücksicht deren die in Cirkulation gesetzte Summe Papiergrid eben die Wirkungen her- vorbringt, die sie in Ansehung ven J, B, Cu. 8, w« äulserte. So wird also durch Hülfe jener Surıme von 12000, eine Menge von Gütern erzeugt; die ohne dieselbe gar nicht existirt haben würden, und die ihren eig- nen Werth vielleicht um zenhnmal übeisteigen, Zu- gleich sind die Erwerbquellen auf alle künftigen Zei- ten vermehrt worden, und machen ss möglich, dals Wiederho- lung der nö- tze über den Nutzen des 5 > man auch eine ebenmäßsig zu vermehrende Volkszahl erwarten darf. 1 Wenn esaber erwiesen ist, dafs die oben erwähnte Summe Papiergeld von 12000 Rubel dazu gedient hat, ı. die Erwerbquellen, 2. die Menge der umlaufenden Güter, und mittel- bar| 3. die Volkszahl zu vermehren; so dürfen wir auch mit Sicherheit annehmen, dafs sogar nicht einmal der einzige Schaden: Erhöh ung der Nominal: preise der Güter, der sonst eine Folge der vermehr- ten Summe des umlaufenden Geldes ist, wenn die Güter nicht zugleich mit vermehrt worden,— wir dürfen— sag’ ich— annehmen, dals sogar dieser Schaden nicht zu befürchten sey. Sarıız, Aus dem bisher Gesagten ergiebt es thigsten Si-Sich, unter welchen Umständen das Papier- eld zur Vermehrungvon Güternbei- Papiergeld fragen und einer Gesellschaft wahren N U- tzen stiften kann. Denkt man sich hinge- gen jene Umstände hinweg; so sind die Vor- theile des Papiergeldes bis auf wenige Aus- ' nahmen unbedeutend*), oder sie sind völ- lig chimärisch*), ”).So' z.B. der Vortheil des Papiergeldes, dafs solches leichter transportirt werden kann, wie baares Geld. Dieser Vortheil ist nur in einer Gesellschaft bedeutend, wo ein grolser Theil des cirkulirenden. Geldes in Kupfermünze besteht, Sonst wird er mer unbedeutend seyn, um« Ss Vieles von der Lehre vom Papiergelde wird noch ein- mal weiter unten vorkommen, und alsdann nament- lich gezeigt werden, worin das Eingebildete mancher gerühmten Vortheile besteht, Ende des ersten Bandes. de Volkszahl ben ernal ate edlent har, nd mittel. ſen wit zuch nicht einmal Nominal. der vermehr. „wenn dis len,— wit ogar dieser diebt es bapier- —n bei- en Nu- hinge- lie Vor- ge Aus⸗ ind völ- G solches haares zellschzſt llirenden d er im⸗ noch ein⸗ u nament- s manchet — r 4 1—, ————-—-—--; ——. * 8 L V S l W I— uuuuuuuuaaumn 1r AEnmß Anmmifmwüfmfiirmninmwimmmmißtſſſ nimmmmimſt Wn IMuENEIIIIIIIIIII Dnnnnnxunmuanmuu HIInTnnunnan Rn V l Oem 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Colour& Grey Control Chart Blue Cyan Green Vellow Hed Magenta White Gre—cee=eeee e— 4„Black