Abbildungen d e r neueſten und beſten Arekerwerkzeuge wie auch landwirthschaftlichen Maschinen n ebſt Beſchreibungen. Von O. J. W i n ſ t r uU p, Mechanikus, Dannebrogsmann und Mitglied der Koͤniglich daͤniſchen Land⸗ haushaltungs⸗Geſellſchaft. Fuͤnftes Heft, mit 3 Kupfern. Kopenhagen. Bei dem Hofbuchhaͤndler Johan Heinrich Schubothe, Gedruckt in Hartv. Frid. Popps Buchdrnckerei. 1826. Tab. I. und II. Die Dreſchmaſchine. 1 ab. 1, Fig. 1 zeigt die Dreſch- und Reinigungs⸗Maſchinen im Durchſchnitt, geſehen von der Seite des Roßganges: A. iſt der Plan, auf welchen das Ge— traide, welches ausgedroſchen werden ſoll, ausgebreitet wird; B. B. ſind zwei geriefelte Walzen, jede von 4 bis 5 Zoll Diameter. Auf den Zapfen der obe— ren Walze ruht der Steg C. mittelſt zweier, daran feſtgeſchrobenen Gabeln, und das oberſte Ende dieſes Stegs iſt bei D. in zwei Ketten aufgehangen, wel— che bei E. mit Schraube und Mutterſchraube verſehen ſind, damit der Steg auf und nieder geſtellt werden koͤnne; dabei iſt derſelbe nach innen mit 1 ½ Joll breiten rechtwinklichten Einſchnitten verſehen, die entweder mit Eiſen beſchlagen oder auch von Eiſen gegoſſen ſind. Gleichfalls befinden ſich bei B. B. zwei Schrau⸗ ben angebracht, zu welchen die Mutterſchrauben im Seitenſtuͤcke I. I. ſitzen, und die dazu dienen, das Stuͤck B. B. mit den Walzen naͤher zum Cylinder oder den Schlaͤgeln ſtellen, oder auch um ſelbiges weiter davon entfernen zu koͤnnen. Daß ſich am andern Ende der Walzen eine eben ſolche Einrichtung zum Stellen befindet, bedarf wohl kaum einer Erwaͤhnung. F. iſt der ſoge— nannte Cylinder, welcher aus drei Kreuzen beſteht, die an einer 1 ½ Zoll hal⸗ tenden viereckigen eiſernen Achſe G. befeſtigt ſind; an den Enden dieſer Kreuze ſind die Schlaͤgel 1, 2, 3 und 4 feſtgeſchroben, welche ungefaͤhr 1½ Zoll dick, eine Breite von 5 Zoll haben, und an der vorderſten Flaͤche mit einer 4 Zoll breiten und Zoll dicken eiſernen Platte verſehen ſind. V. iſt ein Brett, welches an den Steg ſtoßt, und dazu dient, die Koͤrner nebſt den abgedroſche— A2 4 nen Halmen in die Kornfegen H. H. hinein zu leiten; dieſe beſtehen jede aus einer 4 Zoll im Quadrat haltenden Achſe, durch welche izwei Kreuze geſtemmt werden, auf deren vier Enden ebenſo viele, mit der Achſe parallel laufende, ungefaͤhr 2 Zoll im Viereck haltende Stuͤcke Holz befeſtigt ſind. In dieſe Stuͤcke werden eiſerne Zaͤhne ungefaͤhr 4 Zoll von einander angebracht und dergeſtalt vertheilt, daß ſie, wenn das Windrad einmal herumgeht, einen jeden Fleck auf den Roſten 1. 2 beruͤhrt haben koͤnnen, ſo daß kein Zwi— ſchenraum von mehr als 1 Zoll Breite unberuͤhrt bleibt. Die Roſte 1. 2. beſtehen aus, einen Zoll ins Gevierte haltenden, hoͤlzernen Leiſten, welche ½ Joll von einander zu liegen kommen. K. iſt ein Trichter, nach oben von der Weite, daß er beide Roſte umfaßt, und Alles auffaͤngt, was durch dieſelben faͤllt, und es unten ſammelt, um es auf den oberſten Sieb der Reinigungsmaſchine zu bringen. L. L. iſt ein langer Roſt, der aus 1 ½ bis 1 ½ Joll dicken Leiſten beſteht, welche 1 ¾ Zoll von einander liegen, und an beiden Seiten mit einem 4 bis 5 Zoll breiten Brette verſehen iſt, um zu verhindern, daß nichts vom Roſte abfalle. M. M. iſt eine zwiſchen dieſem Roſt und der Reinigungsmaſchine angebrachte Scheidewand. Die Reinigungsmaſchine hat folgende Einrichtung: N. iſt der Schuh, in welchen die Schaumſiebe eingeſchoben werden; an den Haken bei F. wird der Schuh mittelſt einer Krampe aufgehangen, welche am Hindertheile deſſelben angebracht iſt, und ſich auf dem, an den Deckel der Maſchine befeſtigten Haken frei bewegen kann. Mit dem Vorderende iſt der Schuh durch Huͤlfe zweier flachen Stuͤcken Eiſen aufgehangen, deren unteres Ende mit dem Stuͤcke O. verbunden worden, welches an beiden Seitenſtuͤcken des Schuhes befeſtigt iſt, und dieſe mit einander verbindet. Dieſe beiden Stuͤcke Eiſen gehen durch das Holz Z., welches quer uͤber die Maſchine angebracht iſt, und in welche dieſelben durch Huͤlfe zweier eiſernen Pfloͤcke, die in die verſchiedenen Loͤcher derſelben geſteckt werden, auf und nieder geſtellt werden koͤnnen. T. iſt der Windfang, beſtehend in einer Achſe mit zwei durch ſelbige geſtemmte Kreuze, an welche 4 Bretter, jedes 20 Zoll lang, „—— 5 eiehe ſa 92 0, 1 die. Mindf. zr. rde 12 Zoll breit un* Zoll diet genagelt ſind. Der ganze Windiang wird von d him einem runden Gehaͤuſe umſchloſſen, das bei jedem Ende der Achſe eine Oeffnung ralel u. hat, durch welche der Luftzug ſtattfindet. Eine dritte Oeffnung fuͤhrt den ſud. 3 Wind zur Maſchine ſelbſt unter das Schaumſieb weg. O. iſt eine Rinne, durch angedenttn welche der Abfall an der einen Seite der Maſchine hinausgefuͤhrt wird. P. P. rungeht iſt eine Schuͤtte, welche auf und nieder geſtellt werden kann, damit keine Koͤrner daß kenn zugleich mit der Spreu daruͤber hinweggefuͤhrt werden, welche letztere daruͤber Ddie Auß hinausgetrieben wird und bei S. niederfaͤllt. Q. iſt das Kornſieb, welches ſich Leiſſen, auf einem Zapfen bei Q. bewegt, und deſſen unteres Ende an zwei Schnuͤren ter, nahn aufgehangen iſt. Unkrautſaamen und Sand faͤllt durch dies Sieb bei R. nie- auffaͤngt, der, und die Koͤrner gehen bei U. daruͤber hinaus. In Betreff der Bewegung en oberſtn e der Siebe und der dazu gehoͤrigen Einrichtung bitte ich, das zweite Heft dieſes Roſt, dan Werks nachzuſehen, in welchem die Reinigungsmaſchine ausfuͤhrlicher beſchrie— einander ben iſt. ette verſch Die Fig. 2 zeigt die Dreſchmaſchine vom Ende geſehen. Da dieſelben Buch⸗ iſt eine mi ſtaben hier gebraucht ſind um die naͤmlichen Gegenſtaͤnde, wie fruͤher, zu be— vand. zeichnen, ſo bedarf es keiner weitern Erklaͤrung. W. iſt das Stirnrad, iſt der?n welches auf der liegenden Achſe befeſtigt iſt, an deren anderem Ende ſich ein Getriebe Haken d befindet, das in das uͤber den Pferden befindliche Kammrad eingreift, und da— im Hindul durch in Bewegung geſetzt wird. An das Stirnrad iſt ein Schnuͤrenlauf feſt— - der Aöe geſchroben, uͤber welchen eine Schnur geht, wodurch die auf der Achſe des if dat Windfangs in der Reinigungsmaſchine angebrachte Scheibe rund gedreht wird n unter und ſelbigen treibt. V. iſt das Getriebe an der Achſe des Cylinders, welches eitenfütes vom Stirnrade W. in Bewegung geſetzt wird. bedendt Tab. II. Fig. 1 zeigt die Dreſchmaſchine und den Pferdegang von der jin anit Seite geſehen, wo der Vorlegetiſch A. ſich befindet. E. 2 iſt der Pfannbalken gfücke, mit der Pfanne, in welcher der unterſte Zapfen der ſtehenden Achſe(des Wen— 4 delbaums) B. 2 ſich dreht. C. 2 iſt der Baum oder Drehbengel, an welchem Fidi die Pferde ziehen; F. 2 die Spielbalken, in welchen die Buͤchſen zum oberſten ruß Zapfen angebracht ſind; G. 2, und H. 2 die Pfannbalken zu der liegenden Achſe; 25 20»ol) 6 D. 2 ein eiſernes Getriebe, welches an der liegenden Achſe angebracht iſt und in das Rad A. 2greift. An dem andern Ende der liegenden Achſe iſt das Stirn— V rad W. angebracht, welches in das Getriebe V. greift; und an dieſem Stirn— rade findet man wieder eine Schnurſcheibe, mittelſt welcher die an die Achſe ' der Reinigungsmaſchine befeſtigte Scheibe X. in Bewegung geſetzt wird. Zwi⸗ 4 ſchen dem Stirnrade und dem großen Getriebe ſind an der liegenden Achſe vier andere Schnurſcheiben angebracht, von welchen No. 4 die Raͤder in den Korn— fegen zieht;(ſiehe Fig. 2) die Nummern 1, 2 und Zaber, welche mit den No. 5, 6 und 7 an den Walzen in Verbindung ſtehen, ſind dazu beſtimmt, letztere in Bewegung zu ſetzen; und die uͤbrigen Theile dieſer Figur, welche mit einzel— nen Buchſtaben bezeichnet ſind, haben bereits unter Tab. 1 Fig. 1 ihre Be⸗ V ſchreibung gefunden, weshalb der Leſer darauf verwieſen wird. V Tab. II. Fig. 2 zeigt den Theil der Maſchine, welcher gegen den Pferde— gang gekehrt iſt, ſo wie deſſen Stellung zum Kammrade. Da die einzelnen Theile dieſer Figur mit denſelben Buchſtaben, wie vorher, bezeichnet worden, ſo koͤnnen ſie, als bereits beſchrieben, hier uͤbergangen werden. No. S iſt eine Schnurſcheibe, welche an dem Rade der vorderſten Kornfege angebracht iſt, und zugleich mit derſelben durch eine Schnur von der Scheibe No. 4 an der liegenden 1 Achſe in Bewegung geſetzt wird;(ſiehe Fig. 1.) Die Scheibe hat zwei Schnuͤ— 1 renlaͤufe, in deren einem die ebenberegte Schnur, in dem andern dagegen eine V d l andere Schnur laͤuft, welche auch um die an dem Rade der andern Kornfege V I angebrachte Scheibe 9 geſpannt iſt, und ſelbige umdreht. Der auf Tab. II. befindliche Maaßſtab gilt fuͤr alle Figuren. V ſ Dieſe Maſchine, welche ich unter allen bekannten am zweckmaͤßigſten be⸗ V d funden habe, driſcht mit einer Kraft von 2 bis 3 Pferden aus gutem Getraide w 1 4 bis 6 Tonnen Hafer, 3 bis 5 Tonnen Gerſte und 1 ½ bis 2 Tonnen Roggen zu oder Waizen in der Stunde, und erfordert mit Ausnahme der Huͤlfe beim Trans⸗ 1 vort der Garben und des Strohs nach und von der Maſchine nur drei Menſchen. Daß ſie ſowohl durch Wind als durch Waſſer oder Pferdekraft getrieben werden 7 im koͤnne, bedarf wohl keiner Erwaͤhnung. Ich werde weiter unten die Zeichung dem und Beſchreibung einer Windmuͤhle zu dieſem Zweck liefern. i ein Da ſowohl zur Wartung einer Dreſchmaſchine wie einer jeden andern derl Maſchinen-Einrichtung ein Mann mit etwas Sachkenntniß erfoderlich iſt, man d. n ſich jedoch an manchen Orten mit voͤllig unkundigen Leuten behelfen muß, ſo Achſen habe ich mich bisweilen in die Nothwendigkeit verſetzt geſehen, nachſtehende Re— den geln vorzuſchreiben, deren Beobachtung durchaus erfoderlich iſt, falls die it dan Maſchine in gutem Gange bleiben ſoll. nt, lan Vom Stellen der Maſchine. mit ing Wenn man mit einer Getraide-Art anfaͤngt oder wechſelt, muͤßen die lihnd Walzen den Schlaͤgeln mehr oder weniger nahe gebracht werden, naͤmlich bei kurzem Getraide 1 bis 2 Zoll, und bei langem hartſtrohigem bis gegen 3 Zoll. den Pie Eine Veraͤnderung des Dreſchens wird dadurch bewirkt, daß man die Schnuͤre te einzätn der Scheiben veraͤndert, mittelſt welcher die Walzen umgedreht werden; naͤm— et wodn lich die Schnur der kleinſten Scheibe an der liegenden Achſe und der groͤßten e. K ſi Scheibe an den Walzen, falls das Getraide ſtark gedroſchen werden ſoll, weil ct ihn die Walzen alsdann das Getraide nicht ſo ſchnell einziehen, und es folglich er lenen mehrere Schlaͤge auf jeden Zoll empfaͤngt. Bedarf das Getraide hingegen keines vei et ſo ſtarken Dreſchens, ſo veraͤndert man die Schnur der groͤßten Scheibe an der agegnin liegenden Achſe und der kleinſten an den Walzen, worauf dann die umgekehrte en anit Wirkung erfolgen wird. Auch die Reinigungsmaſchine muß zu jeder Art von Getraide anders ge— n ſtellt werden, indem man derſelben mehr oder weniger Wind giebt, welches aziini durch Huͤlfe der Bof den Luftloͤchern des Windfangs angebrachten Schieber geſchieht 1 era wodurch man die Loͤcher mehr oder weniger ſchließt, und auf dieſe Art den Luft— un dun zug hinreichend maͤßigt, wenn es leichtes Korn iſt, dagegen aber durch das eind Wegziehen der Schieber denſelben gehoͤrig verſtaͤrkt, im Fall das Korn ſchwe— uin rer iſt;(dies erſieht man am beſten aus dem Kaff oder der Spreu.) Der Ar Mellſhebe.... 2.. . den Schieber P. P. hinten in der Maſchine kann entweder hoͤher oder niedriger geſtellt den werden, damit keine Saamenkoͤrner zugleich mit der Spreu hinausfliegen. 8 Vom Vorlegen. Derjenige, welcher das Getraide in die Maſchine legt, muß wohl darauf achten, daß er ſelbiges nicht dicker lege, als daß die Maſchine es gehoͤrig aus— dreſchen kann, und daß es uͤberall eben oder gleich dick liege, weil ſonſt das hoͤher liegende Getraide die Maſchine daran hindert, das niedriger liegende zu treffen, und letzteres alſo ungedroſchen durch die Maſchine gehen wuͤrde. Vom Reinhalten. Die Maſchine muß rein gehalten werden, damit nirgendsetwas anzu— treffen ſey, was dem Gang oder der Wirkung derſelben ſchaden koͤnne. Jedes Mal, wenn die Maſchine ſtill ſteht, alſo 3 bis 4 Mal taͤglich, muß unter den Kornfegen, den Zapfen der oberen Walze, den Sieben der Reinigungsmaſchine u. ſ. w. gehoͤrig gekehrt werden; vorzuͤglich aber, wenn man mit einer andern Getraideart wechſelt, weil ſonſt leicht eine nachtheilige Vermiſchung der Kornar⸗ ten eintreffen koͤnnte. Vom Schmieren. Der unterſte Zapfen wird einmal monatlich mit Baumoͤl geſchmiert; die Zapfen des Cylinders ſo wie die Zapfen an der liegenden Achſe werden taͤg— lich einmal, und die Fegen an der naͤmlichen Achſe woͤchentlich dreimal, eben— falls mit Baumoͤl geſchmiert. Die Gabeln des Stegs, welcher auf dem Zapfen der oberſten Walze ſteht, werden taͤglich einmal, der oberſte Zapfen woͤchentlich einmal und der Kamm des Stirnrades jede Woche dreimal mit Fett geſchmiert. Der Kamm des Kammrades wird voͤchentlich dreimal mit einer Miſchung von Fett, Talg und Reißblei geſchmiert. Tab. III. Eine Windmuͤhle zur Treibung einer Dreſch-Rei— nigungs- und Haͤckerlings⸗Maſchine, und zum Mehlmahlen. Da ich im Vorſtehenden verſprochen habe, die Zeichnung und Beſchreibung einer Windmuͤhle zu liefern, welche zur Treibung einer Dreſchmaſchine geſchickt, ſey, ſo laſſe ich ſelbige jetzt folgen. Fig. 2 zeigt die Muͤhle und das Haus, auf welchem ſelbige ſteht, im Durchſchnitt; A. A. A. A. zeigt ein achteckiges Gebaͤude, gezimmert wie eine gewoͤhnliche hollaͤndiſche Muͤhle; B. iſt das Dach l daw horgu 153 der die Haube, in welchem die Windihelle I.. tüihet. An den Theil dieſer 3 Welle, der außerhald des Daches liegt, werden die Iluͤgel D. D. angebracht, welche jeder aus zwei Stuͤcken Holz beſtehen, die an beiden Seiten dieſer Welle angeſchroben, und mit ihren aͤußerſten Enden ſo weit aus einander geſtellt werden, ͤna wie man es ſowohl ruͤckſichtlich der Kraft als des Winkels, den die Segel gegen b d den Wind haben ſollen, am zweckmaͤßigſten findet. An dieſen Armen werden z unteg die Sproſſen entweder mit den Enden eingeſtemmt, oder auf die Vorderſeite gmiit feſtgenagelt; und auf dem Sproſſenwerke ruhen wiederum die Segel, welche ner iin entweder wie bei den gewoͤhnlichen Muͤhlen auf oder eingezogen oder auf einer der gand Rolle oder einem runden Baum, welcher der Laͤnge nach laͤngs jedem der vier Vorderarme angebracht wird, aufgerollt werden koͤnnen. An dem Vorderende der Windwelle befindet ſich eine Stange E., von deren aͤußerſten Spitze 4 Zug⸗ geſtnn taue F. F. F., eins nach jedem Fluͤgel, gehen; und bei F. theilen dieſe Taue verdni ſich in zwei Theile, deren einer nach jedem Arm geht. An der andern Seite der Haube, gerade uͤber vor dem eigentlichen Wind⸗ fang, iſt ein aͤhnlicher kleinerer angebracht, 3. 3. 3& 3, welcher dazu dient, rſtn dh die Muͤhle im Winde zu halten. An der Achſe dieſes Windfangs iſt ein kleines nal md coniſches Rad(¼ angebracht, welches in ein anderes groͤßeres coniſches Rad (5, 5) greift, das auf einer Achſe angebracht iſt, welche bis zu dem Stuͤck der Haube hinabreicht, welches ſtatt des Kroybalkens beide Huuptſtuͤcke mit ein— mal, dir N 17 ander verbindet, und mit ihrem unterſten Zapfen in ſelbigem ruht. An dem unterſten Ende dieſer Achſe iſt ein kleines coniſches Getriebe(65) befeſtigt, welches in das groͤßere Rad G) greift und an dem unterſten Ende der Achſe dieſes Ra⸗ des iſt wiederum ein Getriebe(8) angebracht, welches in einen, inwendig im eſchde Drehgang der Muͤhle befindlichen Ring mit den Zaͤhnen nach innen greift. Iſt lmohe nun der Hauptwindfang richtig in den Wind geſtellt, ſo ſtehen dieſe kleinen Fluͤgel mit den Ecken gegen den Wind, und bleiben ruhig ſtehen; ſobald ſich veſrin Winſtrups Beſchreibungen. 5tes Heft. B ine güütt 10 aber der Wind dreht, werden dieſe kleinen Fluͤgel augenblicklich in Bewegung geſetzt und umgedreht, bis die Muͤhle wieder in den Wind gebracht worden. An der Welle T. T. befindet ſich ein coniſches Rad R., welches in ein kleineres coniſches Rad oder den Drehling 8. greift, der an dem oberſten Ende der ſtehenden Achſe oder des Wendelbaums L. L. angebracht iſt, und dieſen dadurch herumtreibt. Um das Rad R. iſt die Preße angebracht, wie in jeder V andern Muͤhle; doch hat die Preßſtange hier eine andere Richtung, indem ſie 1” naͤmlich gegen das Centrum der Muͤhle geht, und mit einer Gabel den Wendel⸗ 1 baum bei U. umfaßt, und daſelbſt auf einem Ringe liegt, welcher auf die beiden 1 mit dem Wendelbaume parallel ſtehenden Holzſtuͤcke befeſtigt iſt; doch muß der Ring ſo groß ſeyn, daß er den Baum nicht beruͤhrt. Bei O. liegt eine Achſe, 4 welche mittelſt zweier Arme mit V. V. in Verbindung ſteht; und von der andern Seite geht ein Hebearm aus, von welchem ein Seil P. P. zur Dreſchmaſchine g V hinabreicht. Zieht man nun dies Seil P. P. an, ſo werden die mit dem Ringe d U. in Verbindung ſtehenden Stuͤcke V. V. gehoben, wodurch dann der Ring t den Preßbaum und zur naͤmlichen Zeit die Preße ſelbſt vom Rade R. hebt, und j die Muͤhle geht. Soll die Muͤhle dagegen ſtill ſtehen, ſo laͤßt man das Seil P. P. ſchießen, worauf dann die Preße auf das Rad R. faͤllt, nnd die Muͤhle 9 in Stillſtand koͤmmt. An der ſtehenden Achſe L. L. iſt ein Stirnrad E. E. ſl angebracht, welches in den Drehling M. greift, welcher ſich an der Gabel zu i dem Mehlgange N. befindet, deſſen Langeiſen in der Pfanne bei Q. ruhet. An der entgegengeſetzten Seite des Stirnrades-E. E. iſt noch ein anderer Drehling 1l an dem oberſten Ende der Achſe K. K. angebracht, und dient dazu, dieſe in Bewegung zu ſetzen. An dem unterſten Ende dieſer Achſe befindet ſich ein D kleines coniſches Getriebe, welches in das coniſche Rad G. G. greift, das an der liegenden Achſe V. Y. angebracht iſt, und durch welches die Dreſchmaſchine in Bewegung geſetzt wird. Oberhalb des eben gedachten kleinen Getriebes iſt an der Achſe K. K. noch die Schnurſcheibe H. angebracht, welche dazu dient, die Haͤckerlingsmaſchine I. in Gang zu ſetzen. X. X. X. X. iſt die Dreſch⸗ maſchine, und W. der Pferdezug. Wenn die Dreſchmaſchine durch Pferdekraft 1I Dedä in Gang geſetzt werden ſoll, ſo wird die Achſe K. K. mit dem kleinem Getriebe 1 unda außer Verbindung mit dem Rade G. G. geſetzt, und die Maſchine alsdann, hes i wie fruͤher erklaͤrt worden, benutzt. Wird dagegen das Rad W. 2 aus dem ſincn Getriebe V. geſchieden, und das Getriebe an der Achſe K. K. in das Rad und i G. G. eingeſchoben, ſo wird ſowohl die Dreſch- als Haͤckerlings-Maſchine, oder dieinſe was man ſonſt damit in Verbindung bringen will, wie oben naͤher auseinan— jinaſt dergeſetzt iſt, vom Winde getrieben. Bevor wir uͤbrigens dieſe Figur verlaſſen, en Ah muͤſſen wir noch bemerken, daß ſich an dem Wendelbaum L. L. eine Scheibe fditon bei O. befindet; durch Huͤlfe des Seils 10, welches an der Stange 9. befeſtigt h wa iſt, wird alsdann eine andre Achſe, mit der Scheibe O. gegen die Scheibe O. eine n, gedruͤckt, die darauf mittelſt der Friction rund gedreht wird; und dadurch wird der ei nun ein andres Seil 11, welches zum Aufwinden der Kornſaͤcke dient, in Gang ſchmaäm gebracht. Dieſe Einrichtung iſt unter dem Namen Lauri in einer jeden hol— dem gun laͤndiſchen Muͤhle bekannt, und bedarf daher keiner weitern Eroͤrterung. C. C. der iſt die Zwickſtelle, auf welcher man die Segel auf oder abſpannt; und Z. Z. 2Z. Z. Hhäthn iſt das Gebäͤude, auf welchem die Muͤhle angebracht iſt. ndM Fig. 1 zeigt das Gebaͤude und die Muͤhle mit dem Windfange im Plan die l geſehen, wo man zugleich die oberſte Muͤhlenruthe ohne Segel erblickt, um beſſer d 12 ſehen zu koͤnnen, wie die Sproßen angebracht werden. Es ſind hier die naͤm— :Gg lichen Buchſtaben zu denſelben Theilen gebraucht, wie an Fig. 2, und beduͤrfen uhe d ſelbige daher, als einmal beſchrieben, keiner weitern Erklaͤrung. r De „Win t ſn t, dum chmoiite ettibeit azu de ie dih feedehn 568 T- feif Ä ¹ ESEEESEn 0 7 ᷑ ———— 1————— —— V— — —— —— — X X TAB. 3. FIG. 2 FIG. I.